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Ihr werdet in meinem Namen Teufel austreiben, neue Sprachen reden, Schlangen aufheben und Kranke geſund machen. Und nachdem der Heiland ſeinen Jüngern dieſen Auf⸗ trag gegeben hatte, wurde er in den Himmel auf⸗ genommen. Und die Jünger ſind hinausgegangen in die Welt, ſie allen Völkern des Erdkreiſes, und überall haben ie im Sinne des Heilandes ſeinen großen welt⸗ erlöſenden Ideen die Wege geöffnet, mit dieſer Himmel⸗ ſahrt wußten ſie ja, mehr unter ihnen ſehen ließ, nicht dem Tode ver⸗ fallen war, ſondern daß er in einem überweltlichen Daſein fortlebt, nun waren ſie deſſen gewiß, er iſt im Himmel, er lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ſie wurden weiter von den Engeln belehrt:„Dieſer Jeſus, welcher von euch iſt aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn geſehen habt, gen Himmel fahren“ (Apoſtelgeſch. 1, 11). Mit dem Bekenntnis des Glaubens zaufgeſahren gen Himmel“ verbindet die Chriſtenheit das andere:„ſitzend zur Rechten Gottes, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten“. Chriſtus lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er erfüllt die Verheißung:„Siehe ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“. Als der lebendige iſt er immer wirkſam, ihm iſt ja gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Die Himmel ahrt Jeſu Chriſti bezeugt der Chriſten⸗ heit die Fortdauer ſeines Wirkens, ſie bietet den einzelnen Chriſten die Bürgſchaft, daß im Jenſeits, beim himm⸗ liſchen Vater, ein Fürſprecher tätig iſt, der einſtens geſagt hat:„Im Hauſe meines Vaters ſind viele Woh⸗ nungen“. den Weg, den Weg nach oben, er bringt die Gewißheit himmlischen Glücks allen, die in ſeinen Wegen wandeln. Der Himmelfahrtstag fällt in die ſchönſte Zeit des Jahres. Ueberall grünt und blüht es in der Natur um uns herum. Es iſt, als wollte die Natur die hohe daß der Herr, wenn er ſich nicht 1 508 Amtsblatt der Gro Viernheimer Jeitung Geſſiſch⸗badiſcher Gre nzbote mittwoch den 15. Mai 1912. ſtherzoglichen Fürgermeiſterei Piernheim Erſcheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Beilagen:„Sonntagsblatt“ und„Sonntagsfeier⸗ Aunahmeſchluß für Inſerate: Größere ein Tag vorher, abends 5 Uhr; kleinere ſpäteſtens 9 Uhr morgen. Redaktion, Druck und Verlag en Dr. Keil, Viera heis.— Geſchäftsſiede: Nathausftrabe Nr. 18. zei . ger Pieruheimer Volksblatz Angeigenn Die Petlt⸗Zeile 1 Neklamen 40 Pf. Bei größeren Auftrügm entſprechender Nabatt. Gegründet 1884 28. Jahrgang ——— Borchardts Proteſt abgelehnt. Tas Preußiſche Abgeordnetenhaus lehnte Bor— chardts Proteſt gegen ſeine polizeiliche Hinausweiſung mit 319 gegen 8 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen ab. .— Berlin, 13. Mai. Auf der Tagesordnung des Preußiſchen Abgeord— netenhauſes ſtand heute die Abſtimmung über den Pro— teſt, den der neulich mit polizeilicher Hilfe aus der Sitzung ausgeſchloſſene Abgeordnete Julian Borchardt Fans dieſes Vorgehen des Präſidenten eingelegt hatte. aus und beſonders die Tribünen waren ſtark beſetzt. Vizepräſident Dr. P orſch eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Min. Freiherr d. Erfſa hat unter ſeinen Parteigenoſſen auf dere rechten Seite des Hauſes Platz genommen. Nach der Erledigung einiger geſchäftlicher Mitteilungen verlieſt Dr. Porſch den erſten Punkt der Tagesordnung: Entſcheidung des Hauſes über die Be— ſchwerde des Abg. Borchardt. Von dem Abg. Dr. von Heydebrandt und von den Sozialdemokraten iſt der An⸗ trag auf namentliche Abſtimmung geſtellt. Als der Vizepräſident dies verkündet, bricht allgemeine Heiter— keit aus, die ſich durch das ganze Haus fortpflanzt, denn die Zuſammentſtellung von Heydebrandt bis Bor— chardt muß auch dem ernſteſten Zuhörer Lachen entlocken. Der Antrag auf namentliche Abſtimmung wird angenommen. Dr. Porſch leitet nun dieſen lang— wierigen Akt durch die üblichen Formalitäten ein. Die namentliche Abſtimmmung geſchieht im Abgeordnetenhauſe mal mit dem Buchſtabem B. ie Himmelfahrt Jeſu Chriſti zeigte der Welt beſeligende Hoffnung in den Chriſtenherzen unterſtützen und ſö ten. Dor Menſch ſoll an dieſem hoffnungs⸗ ſeligen Feſtestage aus dem mühevollen ablenkenden All⸗ tagsleben auch äußerlich emporgehoben werden in das Gedankenreich der Ewigkeit, wohin der Herr am Him⸗ melfahrtstage auffuhr, um den Seinen eine Wohnung zu bexeiten. 1 ö wie immer durch namentlichen Aufruf; ſie beginnt dies⸗ Bald beſteht kein Zweifel, daß das Haus mit über⸗ wältigender Mehrheit ſich für die Maßnahmen des Präſidenten Freiherrn von Erfſa gegen den Abgeord— neten Borchardt entſcheiden. wird. Ein„Nein“ iſt faſt gar nicht zu hören; nur die Sozialdemokraten und die Dänen ſtimmen in dieſſer Weiſe ab, während die Polen zumeiſt nicht anwesend ſind oder nicht antwor⸗ ten. Auch an Heiterkeit fehlt es nicht, als ein Ab⸗ ordneter erſt aus Verſehen. mit„Nein“ votiert und ann unter allgemeinem Gelächter ſich in ein„Ja“ verbeſſert. Von den Fortſchrittlern enthalten die Abgg. Wenke und Runge ſich der Abſtimmung. Endlich, nachdem noch ein zweites Mal die An⸗ fangsbuchſtaben verleſen ſind, verkündet Dr. Porſch, daß die Abſtimmung geſchloſſen iſt. Einige Minuten vergehen, ein neues Glockenſignal des amtierenden Vize⸗ präſidenten. Dr. Porſch verkündet das Reſultat mit folgenden Worten: An der Abſtimmung haben teilge⸗ nommen 335 Abgeordnete. Mit„Ja“ haben geſtimmt „319“. unit„Nein“ 8, der Stimme enthalten haben ſich 8 Abgeordnete. Die Ausſchließung des Ab eordneten Borchardt iſt alſo mit überwältigender Mehrheit für gerechtfertigt erklärt worden. 13 Die Verklindung dieſes Beſchruſſes! des Hauſes wurde ruhig aufgenommen, nur der Abg. Hoffmann [Soz.) konnte ſich aus dieſem Anlaß eines geſchmack⸗ loſen Zwiſchenrufes, wie„die Selvſtentmannung der preußiſchen Duma“, nicht enthalten. Vizepräſident Dr. Porſch ging dann unter allge⸗ meiner Unruhe des Hauſes zum zweiten Punkt der Tagesordnung über, einer Novelle zur Knappſchafts⸗ geſetzaebun g Hausfriedensbruch. Gegen Borchardt und Leinert ſoll wegen Hausfriedensbruch vorgegangen werden. Den beiden Sozialdemokraten, die neulich im Preußiſchen Abgeordnetenhauſe mit der Polizei in Kon⸗ flikt gerieten, droht jetzt auch noch der Staatsanwalt. Die Sitzung des Abgeordnetenhauſes am Dienstag wurde mit der Mitteilung eröffnet, daß gegen die Abgg. Borchardt und Leinert ein Straſperſahren ein⸗ geleitet ſei. Das Haus war nur ſchwach beſetzt, von den Sozialdemokraten war zunächſt niemand anweſend. Am Miniſtertiſch ſaßen einige Kommiſſare. Vizepräſident Dr. Krauſe eröffnete die Sitzung mit der Verleſung des folgenden, im Einlauf befindlichen Schreiben des Juſtizminiſters: an den Präſidenten des Abgeordnetenhauſes: „Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich, einen Bericht des erſten Staatsanwalts beim Landgericht J hier vom 11. d. M. nebſt Anlagen mit dem nheim⸗ ſtellen ergebenſt zu überſenden, in Gemäßheit des Ar⸗ tikels 4 der Verfaſſungsurkunde für den preußiſchen Staat die Beſchlußfaſſung des Hauſes der Abgeord⸗ neten herbeizuführen. Berlin, 11. Mai 1912. gez. Beſeler. Das Schreiben des Erſten Staatsanwalts an den Juſtizminiſter lautet:„Betreffs Einholung der Geneh⸗ migung des Hauſes der Abgeordneten zur Einleitung des Ermittelungs verfahrens gegen die Abgg. Bor⸗ chardt und Leinert. Durch Strafantrag vom 9. Mai 1912 hat der Prä⸗ ſident des Hauſes der Abgeordneten auf Grund der Vorgänge bei Ausſchließung des Abg. Borchardt von der Sitzung am 9. Mai die Beſtrafung des Abg. Bor⸗ chardt wegen Hausfriedensbruches beantragt. Nach Zeitungsberichten und der mir ſoeben zugegangenen Anzeige des Herrn it mac e dern des dg 560 er Sache kg 1 iderſtan g. Bor⸗ 19 5 und 15 glant Leinert gegen die Staatsgewalt in Betracht. „Ew. Exzellenz bitte ich ehrerbietigſt, die Geneh⸗ migung des Hauſes der Abgeordneten dazu herbei⸗ zuführen, daß die Abgeordneten Borchardt und Lei— nert wegen dieſer Handlung zur Unterſuchung gezo⸗ gen werden. Berlin, 11. Mai 1912. gez. Preuß. Ober⸗ ſtaatsanpalt.“ Wigepräſſdent Tr. Krauſe ſchlägt vor, beide Schrei⸗ der Geſchäftsordnungskommiſſion zu überweiſen. Haus beſchließt demgemäß. Darauf wurde zur Tagesordnung übergegangen, die mit der Fortſetzung der erſten Beratung des Ent⸗ wurfes eines Eiſenbalnauleihegeſetzes begann. 3 * n Das *—.——.— 1 5 CCCFCCCFCFCCCCTCCCCCCCCCCCCCCCCCTCCTCVCVCTCbcCTVTVCVCVVVVVVVVVVVTVTVTPTPVPVPVPVCVPVCVCVCVCCVVV———V—V—V——— enen 33 FFF e Skürmiſche Wogen Kriminal⸗Roman von Karl von Riegerſtein. (Nachdruck verboten.) Noch nie war die Schuld eines Angeklagten ſo klar zutage getreten, wie hier. An der Hand all der Beweiſe, die von einwandfreien Zeugen in dieſem Saale bekundet worden, könne jedes Kind den Schluß auf den Mörder ziehen. Wir wiſſen, daß ein tiefgehender, glühender Haß— ber übrigens, ich gebe es gern zu,— auf Gegenſeitigkeit beruhte,— zwiſchen den beiden Ehegatten herrſchte. Wir wiſſen, daß der Angeklagte das ihm von den Gerichten abgeſprochene Kind ſeiner Frau entführen wollte, angeblich, um der heißen Liebe zu dieſem Kinde willen, tatſächlich aber wohl nur, um ſeiner Frau wenigſtens ſeeliſch den Todesſtoß zu verſetzen. Dieſe mit großer Emphaſe geſprochenen Worte, denen eine überlegte Kunſtpauſe folgte, verſehlten natürlich ihre Wirkung nicht, und es ging wie ein Murmeln der Zu⸗ ſtimmung durch die Reihen des Zuſchauerraumes. 20. Kapitel. Sichtlich befriedigt darüber, daß die beabſichtigte Wirkung ſeiner Worte nicht ausgeblieben war, fuhr der Staatsanwalt fort: „Ein Alibi zu erbringen, iſt dem Angeklagten natür⸗ ich auch nicht gelungen, im Gegenteil, er iſt zur kritiſchen eit von dem Hauptzeugen, dem Bruder der Ermordeten, Herrn von Ramingen, in nächſter Nähe des Tatortes ge⸗ ehen worden, und hier allerdings, da das Leugnen nichts nützt, leugnet er nicht mehr, ſondern gibt die Tatſache zu. r will er nicht im Hauſe geweſen ſein, ſondern vor dem auſe, welche Behauptung auf eine kleine Begriffs⸗ verwirrung des Angeklagten zurückzuführen ſein mag, der ſtia nach alledem, was wir von ihm und ſeiner ge⸗ 351 0 Schuldfrage wegen Totſchlags zu bejahen. keinen Uinbateiligten, der in die Ausführun gen des Ver⸗ teidigers arich nur die geringſten Hoffnung en für den An⸗ geklagten ſetzte. Für jeden war der Fall Walter ſo gut walttätigen Natur gehört haben, nicht der ſentimentale Menſch ſein dürfte, der ſtundenlang daſteht, um den Licht⸗ ſchein im Zimmer ſeines Kindes anzuſchmachten. Das ſind Lächerlichkeiten, an die niemand hier glaubt, Lächer⸗ lichkeiten, die direkt als leere Ausflüchte erkannt werden müſſen, wenn man die Gleichzeitigkeit der Ereigniſſe be— trachtet und in Erwägung zieht, daß gerade zu der Zeit das Feind oben— und zwar ganz zweifellos mit Wiſſen und Willen des Vaters— geraubt wurde. Dem zuſtimmenden Gemur mel im Saale merkte man es an, daß die Anſicht des Publikums ſich unit der des öffentlichen Anklägers deckte. Und dieſer fuhr fort:„Wie geangt, die Sache kann ſo geweſen ſein. Ich aber halte daran feſt, daß ein beabſichtigter Mord vorliagt, daß der Hauptangeklagte in der bewußten Abſicht im Hauſe ge— blieken war, oder ſich in dieſes wieder eingeſchl ichen hatte, die Frau zu töten, und berufe mich dabei auß d ie Tatſache der wiederholten Todesdrohungen, mit denen er ſein Opfer ſchon früher erſchreckt hat. Was den zweiten Angeklagten betrifft, der: eine treue, keſchränkte Bedientenſeele iſt, ſo brauche ich nicht viele Worte zri verlieren. Er iſt ja geſtändig, das Kind ent— führt zu haben, und er war ſich auch der Tra gweite ſeiner Handlung bewußt. Was aber ſeine eventuel le Mitſchuld an der Mordtat anbelangt, ſo halte ich ein de ſolche als nicht erwieſen, und würde in bezug auf dieſe Frage ſelber für Freiſprechung plädieren. Ich erwarte; jedoch von Ihver Einſicht, meine Herren Geſchworenen, daß Sie die Schuldfrage beim Angeklagten 1 wegen Mord es einſtimmig bejahen werden. Sollte dies nicht der Fall ſeün, ſo iſt die In dieſem Augenblicke gab es im ganze n Saale wohl wie bee idettd für jeden der Wahrſpruch der a, Geſchworenen ſo gut wie erledigt. Es handelte ſich nur noch darum, ob Tod oder Zuchthaus, und milde, wie man ſchon iſt, neigte man ſich allgemein der Annahme einer 10- bis 20 jährigen Zuchthausſtrafe zu. In keinem Falle wartet.. Ebenſowenig aber hatte man geglaubt, einen ſo reſignierten Ton zu hören, wie ihn gleich zu Anfang der ſonſt als äußerſt ſchneidig bekannte Verteidiger anſchlug. Ja, man kam aus deni Staunen nicht heraus, als dieſer ſelbſt alle Brücken gewaltſam hinter ſich abriß und— das Verbrechen des Totſchlags von vornherein ausſchloß. a „Meine Herren Geſchworenen“, begann er.„Noch nie iſt mir mein Amt ſo leicht gemacht worden, wie gerade heute. Der Herr Staatsamwalt hat in ſo klarer, anſchau⸗ licher Weiſe geſchildert, wie die Tat vor ſich gegangen ſein muß, er hat die Zeugenaus ſagen ſo geſchickt zu verwerten gewußt, und hat das Beweismaterial in ſolch logiſcher, ſolch zermalmender Weiſe geordnet, er hat aus allen Prämiſſen in ſo einwandſtreier Weiſe die Folgerung ge⸗ zogen, daß es ſich nur um einen Mord handeln kann, daß ich ſelber durch ſeine Argumentationen allein hätte über⸗ zeugt werden müſſen, wenn ich nicht ſelber ſchon von Anbeginn einen leiſen Verdacht gehabt hätte, der ſich mehr und mehr gefeſtigt hat, je mehr ich alle Umſtände des Ver⸗ brechens und die Perſönlichkeit des Angeklagten kennen lernte.“ Dieſe Worte aus dem Munde des Verteidigers er⸗ regten eine ungeheure Senſation. Noch nie hatte ein Ver⸗ teidiger ſo geſprochen. Noch nie hatte einer den, deſſen Intereſſen er mit aller Kraft ſeines Könnens und Wiſſens vertreten ſollte, ſo ſchmählich im Stiche gelaſſen, wie das jetzt hier geſchah. N Fortſetaung folgt.) wurde noch eine Senſation er⸗ Aus Nah und Fern. — Geſangswettſtreit Heddesheim. Bei dem am vergangenen Sonntag ſtattgefundenen Geſangswettſtreit gab es wunderliche, nicht zu verſtehende Ueberraſchungen. Vereine, die man nach dem Gebotenen allgemein an der Spitze glaubte, gingen leer aus oder mußten ſich mit einem minderwertigen Preiſe begnügen, während andere, die als die Unterlegenen galten, ſich„Sieger“ nennen durften. Auch der hieſtge Männergeſangverein, der in der 1. Stadtklaſſe lediglich mit „Freundſchaft“-Handſchuhsheim zu konkurrieren hatte, wurde mit 2 Punkten niedriger gewertet wie ſein Gegner. Letzterem wurde deshalb der J a Preis zugeſprochen, während ſich der Männergeſangverein, der nach Anſicht aller Unbefaugenen weit Hervorragenderes geleiſtet, mit dem I b Preis begnügen ſollte. Der Verein erkannte das Urteil nicht an und verzichtete auf den Preis, eine große ſilberne Weinkanne im Ankaufspreiſe von 90 Mark. „Heddesheim, 14. Mai. Geſangswettſtreit. Das 50 jährige Jubiläum des Männergeſangvereins mit Wett⸗ geſang verlief am Sonntag unter großer Beteiligung bei ſchönſtem Maiwetter herrlich, ebenſo die Vorfeier am Samſtag abend im„Deutſchen Kaiſer.“ Der Preisgeſang währte von 8 Uhr bis 3 Uhr nachmittags. Das Preisgericht beſtand aus den Herren Muſikdirektor Scheid(Karlsruhe), Muſikdirektor Neuert(Pforzheim), Neff, Komponiſt(Pfungſtadt). Preis: vertellung: 1. Landklaſſe; bis zu 30 Säng.: Sängerbund Kirchheim, 62 Punkte(100 Mk. und Ehrenpreis bes Groß. herzogs); Lörzweiler 68/ P.(80 Mk.); Oberamſtadt 761 P.(70 Mk.); Schriesheim 78½ P.(60 Mk.); Germania Feudenheim 80 P.(50 Mk.); Männergeſangverein Berghauſen 85¼ P.(50 Mk.) Ehrenpreiſe: Eintracht Birkenau 871 P.; Konſtantia Wallſtadt 94 ½ P.; Germania Oftersheim 103½; Etntracht Reihen 108 P.; Liederkranz Meckesheim 111 P.; Germania Eppelheim 113 P.; Sängerbund Vieru— heim 116 P.; Sängerbund Heiligkreuzſteinach 116 Puukte. 2. Landklaſſe; bis 45 S.: Lampertheim 68 P.(150 Mk. und Ehrenpreis); Germania Wallſtadt 71 P.(100 Mk); Männergeſangverein Seckenheim 78 P.(75 Mk.); Hohen⸗ ſachſen 8010, P.(Ehrenpreis); Weingarten 82 ¼/ P.(Ehren- preis); Laudenbach 89 P.(Ehrenpreis). 3 Landklaſſe; mehr als 45 S.: Liederkranz Schönau 71 P.(250 Mk. u. Ehren- preis); Aurelia Ilvesheim 72 ¼ P.(150 Mk.); Sängerbund Nußloch 74¼ P.(Ehrenpreis); Blankenloch 79 P.(Ehren preis). 1. Stadtklaſſe; bis 49 Sänger: Säugerklauſe Mann⸗ heim 66 P.(200 Mk. und Ehrenpreis); Liederkranz Neckarau 70% P.(100 Mk.); Ort'ſches Männerquartett Darmſtadt 74 P.(125 Mk.); Harmonie Kaiserslautern 74 P.(100 Mk.); Männergeſangverein Heidelberg 76 P.(75 Ml.); Einheit Feudenheim 77 P(Ehrenpreis); Eintracht Handſchuhsheim 78 ¼ P. Ehrenpreis(Threnpreis); ebenſo er⸗ hielten Ehrenpreiſe: Liedertafel Weinheim 179 P.; Sänger. einheit Ladenburg 82 P.; Sängereinheit Ludwigshafen 89½ P.; Flora Viernheim 1091¼½ P. 2. Stadtklaſſe; über 49 Sanger: Freundſchaft Handſchuhsheim 67 P.;(300 M. und Ehrenpreis); Männergeſangverein Viernheim 69˙/ P (Ehrenpreis).— Preiſe hatten lt.„M. G.-A.“ geſtiftet: der Großherzog, die Gemeinde, die hieſigen Vereine, Herr Landtagsabgeordneter Müller(Heiligkreuz), viele Geſchäfts- lente und Private. Der Mannergeſangverein, der ſich ſtels uneigennützig in den Dienſt der Allgemeinheit geſtellt hat, genießt in der hieſigen Gemeinde großes Anſehen. Die Jung- frauen Heddesheims haben ein koſtbares Erinnerungsband für die Fahne geſtiftet, welches feierlich angeheftet wurde und ſich jetzt würdig an die übrigen Ehrenzeichen reiht. Die Be⸗ grüßungsrede hielt Herr Bürgermeiſter Lehmann, die Feſtrede Herr Hauptlehrer Würth. Mannheim, 14. Mai. Anläßlich des am 19. Mat von der hieſigen Rennbahn aus ſtatifindenden Schau⸗ und Ueberlandflugs wird von den Verkehrs-Vereinen Mannheim und Heidelberg mit Genehmigung der Reichspoſt⸗Behörde eine Erſte Deutſche Luftpoſt eingerichtet werden. Einer der Flieger wird von Mannheim nach Heſdelberg reſp. umgekehrt eine offtzielle Luftpoſt-Karte mitnehmen, welche am Abfahrts- platz mit dem amtlichen Reichs-Poſtſtempel mit ſpezieller In⸗ ſchrift verſehen wird. Gemeinderats-Sitzung vom 10. Mai 1912. Anweſend waren die Herren Gemeinderäte Vrechtel, Bugert, Haas, Helbig, Herbert, Hoock, Hofmann, Lahres, Müller, Roos, Schmitt u. Wunder; das Kollegium iſt alſo beſchlußfähig. Den Vorſitz führte zuerſt in Verhinderung des Herrn Großh. Bürgermeiſters Kühlwein Herr Beigeordneter Martin, ſpäter übernahm der Herr Bürgermeiſter ſelbſt den Vorſitz 1. Als erſter Punkt der Tagesordnung ſigu rirte„Faſel⸗ weſen in der Gemeinde Viernheim“, welcher eine ſehr einge⸗ hende Behandlung erfuhr und eine lebhafte Debatle hervorrief. Herr Gemeinderat Roos referiert und ſchlägt nach vorhandenen Angaben und Zeichnungen eine Verbeſſerung des jetzigen Stalles vor. Herr Gemeinderat Schmitt präſenttert ein neues Pro. jekt und bittet um Wahl einer Kommiſſton zur Prüfung dieſes und zur Grörterung der Angelegenheit des Faſelweſes überhaupt. Herr Gemeinderat Hoock iſt aus Sparſamkeitsrückſichten prin⸗ züpiell gegen eine Umbauung des jetzigen Faſelſtalles, glaubt an andere Gründe für den Rückgang des Viehſtandes und be⸗ fürwortet einſtwellen eine beſſere Ueberwachung der Viehbehand⸗ lung. Derſelben Anſicht iſt Herr Gemeinderat Hofmann; Herr Gemeinderat Müller hält entgegen anderweſtſg geäußerter An⸗ ſicht die Vermietung der vor dem Stalle ins Projekt genommenen Wohnung nicht für ausſichtlos u. will die Angelegenheit einer Kom- miſſion zur Vorberatung überweiſen. Herr Gemeinderat Herbert ſtimmt dem Vorſchlage zu, daß vorläufig die Gründe des Vieh⸗ rückganges unterſucht würden und plaͤdirt dafür, daß eine Verlrauensperſon zur Beaufſichtigung eingeſtellt werde. Herr Gemeinderat Schmitt bezweifelt, daß eine richtige Perſon zur Beobachtung der Angelegenheit gefunden werde. Herr Ge⸗ meinderat Wunder gibt zu bedenken, ob es nicht ratſam ſel, die Angelegenheit eines Neubaues dis Faſelſtalles ſolange zu vertagen, bis das Projekt eines Schlachthauſes näher gerückt ſeſ. Dann werde es ſich ſicherlich empfehlea, auch den Faſel⸗ ſtall Fin die Nähe, und zwar zum Vorteil der Gemelnde, außer⸗ halbszu bauen. Nach der weiteren Debatte, an welcher ſich die Herren Gemeinderäte Helbig, Hoock, Hofmann, Lahres, Beigeordneter Martin, Roos und Wunder beteiligen, wird ein Antrag angenommen, daß der z. Zt. zum Sprunge untaugl. Faſel einem Oekonomen auf elnige Zeit zur Beobachtung und Pflege überwieſen werde; eine Kommiſſion, beſtehend aus den Herren Bürgermeiſter Kühlwein und Gemeinderäten Roos und Schmitt ſoll die Angelegenheit weiter betreiben. 2. Der zweite Punkt„Wiederbeſetzung der Gemeinde⸗ baumeiſterſtelle“ veranlaßte gleichfalls eine lebhafte Debatte. Nach der ergangenen Entſcheidung des Kreisausſchuſſes wurde einer Beſchwerde des Gemeinbe⸗Baumeiſter-Kandidaten Heinrich Jöſt in Beuthen in Oberſchleſiin Folge gegeben, wouach der Gemeindebeſchluß betreffs Wahl des Herrn Architekten Adam Winkeubach in Viernheim aufzuheben ſei. An der Debatte beteiligten ſich die Herren Gemeinderäte Brechtel, Herbert, Hofmann, Hoock, Lahres, Roos, Schmitt und Wunder. Es wurde zuerſt der Antrag angenommen, daß gegen den Entſcheid des Bezirksausſchuſſes kein Rekurs erhoben werden ſoll und daß ferner die Angelegenheit nicht mehr weiter hinausgeſchoben werden dürfe. Sodann ging Herr Lorenz Berberich in Herns- heim mit 8 gegen 4 uud eiver ungültigen Stimme aus der Wahl hervor. Herr Berberich iſt ſomit als Gemeindebaumelſter angeſtellt. 3.„Grundbuchs-Supplementkarten der Gemarkung; hier deren Erneuerung bezw. Umrechnung in Metermaß.“ Dieſer Punkt fand raſche Erledigung, da nach einſtimmiger Anſicht des Gemeindekollegiums die Koſten hierfür, zirka 3000 Mk., aufzubringen ſeien. Doch glaubt der Gemeinderat nach den Ausführungen der Herren Gemeinderäte Hoock und Roos 48 als die beſte Löſung zu halten, wenn er beſchließt, die Koſten auf 10 Jahre zu verteilen, ſo daß die Gemeinde nicht gleich zu ſehr belaſtet werde. 4.„Handarbeitsunterricht in der Volksſchuſe; Dienſt⸗ einfellung und Beſoldung der beiden Handarbeitslehrerinnen“. Eine Zuſchrift des Herrn Hauptlehrers Mayr befürwortet eine Erhöhung der Beſoldung der Handarbeitslehrerin Fil, Heckmann. Nach den Ausfuhrungen der Herren Gemeinderaͤte Hofmann, Lahres und Roos wird eine Erhöhung angenommen. Dann wird nach weiteren Vorſchlägen der Herren Gemeinderäte Her⸗ bert, Lahres, Müller und Roos der Antrag„500 Mk. Gehalt ſofort, Zulage nach einjähriger Dienſtzeit 100 M., dann wieder nach einjähriger Dienſtzeit weitere 100 Mk. bis 700 Mk. Höchſtgehalt“ angenommen. 5. Auch der 5. Punkt der Tagesordnung„Handwerktr⸗ Zeichenſchule; Geſuch um Gewährung eints Zuſchuſſes“ konnte baldigſt erledigt werden. An der Debatte beteiligten ſich bie Herren Gemeinderäte Herbert, Hofmann, Lahres, Beigeordneter Martin, Roos und Wunder. Dem diesbezüglichen Antrage des hieſigen Ortsgewerbevereins wurde entſprohen und ein Zuſchuß von 35 Mk. beſchloſſen. 6. Veiſchieden: Rezeßangelegenheiten wurden genehmigt und die diesbezüglichen Geſuche bewilligt. 7. Ueber den folgenden Punkt„Geſuch der Gemeinde arbelter um Lohnerhöhung“ möchten wir lieber nicht berichten; denn hier zeigte ſich im Kollegium eine Unſtimmigkeit, welche die ſonſt dort herrſchende ſchöne Harmonie zu bedrohen ſchien. Herr Bürgermeiſter Kühlwein verlieſt ein Geſuch, wonach zu Gunſten der Gemeindearbeiter die Gemeinderatsmitglieder Bugert, Herbert, Müller, Schmitt und Wunder um Erhöhung der Be— züge der Gemeindearbeiter reſp. des ortsüblichen Tagelohns bitten. Herr Bürgermeiſter Kühlwein legt die diesbezüglichen Verhältniſſe klar. Bevor ſodann das Gemeindekollegium ſich überhaupt über dieſen Punkt ausſprach, befürwortet Herr Ge- meinderat Müller den diesbezüglichen Antrag in ſehr verletzenden Worten über die älteren Gemeinderats mitgleder. Er ſpricht davon, daß es recht tief blicken laſſe, daß ſeitens des Kolleg⸗ iums die Gemeindearbeiter bezüglich ihrer Entlöhnung nicht befriedigt würden, daß der Gemeinderat kein Herz habe fuͤr die Arbeiter, daß die Herren, wenn ſie ſolches nicht einſehen, ein Brett vor dem Hirn hätten u. ſ. w. Herr Gemeinderat Hoock proteſtiert darauf energiſch gegen ſolche Beleidigung ſeitens eines jungen Gemeinderates gegen die alten Mitglieder und weiſt ſolche Schmähungen entſchieden zurück. Bevor man noch gar nicht an die jungen Gemeinderatsmitglieder gebacht habe, habe der Gemeinderat ſchon lange ein Herz für die Arbeiter gehabt und fürſorglich im ſozialen Sinne gewirkt. Es ſprechen zur Sache noch die Herren Gemeinderäte Lahres, Herbert, Schmitt, welch letzterer für die Feſtſetzung eines angemeſſenen Maximallohnes eintrat. Herr Bürgermeiſter Kühlwein weiſt gleichfalls die dem Gemeinderate zugefügte Beleidigung ſeitens des Herrn Gemeinderats Müller zurück und legte nochmals die Verhältniſſe klar. Er ſei mit dem ganzen Gemeinderat bis jetzt prinziplell nicht gegen eine Erhöhung des Lohnes für Arbeiter geweſen und habe dieſen, wenn es ſich um Arbeiter und die Verrichtung einer Arbeit im wahren Sinne des Wortes handelte, ſeither ſteis in einzelnen Fallen angemeſſen erhöht. Die Feſtſetzung eines Höchſtlohnes ſei auch nicht möglich, da in ebengenannten Fällen auch über einen ſolchen hinausgegangen erden müſſe. Mit dem ortsüblichen Tagelohn der für die jetzigen Verhältniſſe jegenſalls zu niedrig ſei, habe dieſe Ar gelegenheit burchaus nichts zu tun, da dleſer von 3 zu 3 Jahren n dem hierfür vorgeſchriebenen Vorfahren feſtgeſetzt werde. Da auch die neue Reichsverſicherungs⸗Ordnung einen Ortslohn vorſchreibt, werde hier doch alsbald Wandel geſchaffen. Zur Zeit betrage der ortübliche Tagelohn 2,50 Mk. und dieſer ſei bei Unfall⸗ und Rentenfeſtſetzungen maßgebend. Er wolle im Intereſſe einiger Arbeiter nicht Einzelgründe anführen und erwähnen, daß hier ein großer Teil Erfahrung mitſprechen müſſe. Zu berückſichtigen bitte er, daß er bis jetzt den Lohn auf 2,40 Mk. pro Mann und Tag erhöht habe, abgeſehen von Fällen, in welchen noch höhere Beträge zur Auszahlung gekommen ſeten. Wenn er z. Zt. einen höheren Lohn nicht auszahlen könne, dann tue er es deshalb, well Arbeit nicht notwendig iſt. Die Beſchäftigung der Bedürftigſten erfolge namentlich auß dem Grunde, um ſie vor Inanſpruchnahme öffentlicher Unterſtützung zu bewahren. Zweifellos kommen aber hierbei Umſtände in Betracht, die mit Rückſicht auf das wahr⸗ zunehmende öffentliche Intereſſe Vorſicht geboten erſchelnen ließen. Wenn Herr Muller ſo viel Herz fur die Arbeiter gehabt wie die älteren ſeltherigen Ortzvorſtandsmitglieder und er 0 ſelbſt, ſo könne er Gott danken. Auch Herr Beigeordneter Martin ſprach ſich in ähnlichem Sinne aus; Invaliden könnte man doch ſicherlich nicht ſo entlohnen wie Vollarbeiter. Zu⸗ dem könnte es leicht vorkommen, daß bei einem Voll lohne die Rente gekürzt werde. Herr Gemeinderat Wunder itt für Normicrung des Lohnes der Gemeindearbeiter auf den orks. üblichen Tagelohn. Etwas müſſe jedenfalls zugunſten der Ge⸗ meindearbeiter geſchehen. Wir waren gezwungen, das Blttge⸗ ſuch einzureichen. Hätten wir aber Kenntnis gehabt von dem bereits in dieſem Sinne unternommenen Schritte ſeitens des Herrn Bürgermeiſters, ſo hätten wir es uns nochmals überlegt. Auch die Herren Gemeinderäte Schmitt und Herbert ſuchten die gefallenen ſchlimmen Worte zu entſchuldigen. Man dürfe die Worte nicht auf die Wagſchale legen, wir Gemeinde⸗ ratsmitglieder ſeien keine Juriſten, wir wollen nur ſachliche geſunde Kommunalpolitik treiben. Es unterliege keinem Zweifel, daß der Herr Bürgermeiſter auch in dieſer Beziehung einen ſchweren Standpunkt vertreten müſſe. Man habe aber geſehen, daß er am beſten in der Lage ſei, ſich ein richtiges Urteil im einzelnen Falle zu bilden. Der Feſtſetzung eines angemeſſenen Maximallohnes ſtimme er zu. Es iſt erfrenlich, daß Herr Ge⸗ meinderat Schmitt ſich jetzt dieſe Erkenntnis zu eigen gemacht hat. Nur können wir nicht recht verſtehen, wie die Feſtſetzung eines Maximallohnes im Intereſſe des Arbeiterſtandes liegen ſoll. Oder ſollte es vielleicht Minimallohn heißen!? Dann ferner, wenn man geſunde Sozialpolitik treiben will, dann iſt es doch abſolut nicht nölig, ſolche, die anderer Meinung ſind, zu beleidigen. Man ſoll jede Anſicht achten, wenn ſie auf ſlichhalligen Gründen baſtert. Und im vorliegenden Falle hatte doch das Gemeinderatskolleglun ſich überhaupt noch nicht geäußert, um ſo weniger waren ſolch verletzende Worte am Platze. Auch ſcheint Herr Muller ähnlich wie Herr Wunder von der bereits in einigen Fällen erfolgten höheren Lohnzahl⸗ ung nicht unterrichtet geweſen zu ſein. Wir ſind der Meinung, daß vielleicht Herr Gemeinderat Müller zu entſchuldigen iſt, weil er ſeine Aeußerungen in einer gewiſſen Erregung gemacht haben könnte, und möchten den Wu ſch ausdrücken, daß er ſte bei nächſter Gelegenheit zurücknimmt, damit die bisher ſo ſorgſam gepflegte Harmonie im Gemeinderat nicht zer ſtoͤrt wird. Nachdem ſodann noch Herr Gemeinderat Bugert dafür einge⸗ treten, als höchſten Lohn für die Gemeindearbeiter 2 M. 60 Pfg. zu normieren, wurde mit dem Beſchluſſe, die Entlohnung der Gemeindearbeiter Herrn Buͤrgermeiſter Kühlwein bel Feſt⸗ ſetzung eines Maximallohnes von 2,60 Mk. pro Mann und Tag zu überlaſſen, der Gegenſtandverlaſſen. 8.„Piüfung der Rechnung der Gemeindekrankenver⸗ ſicherung pro 1911.“ Herr Gemeinderat Hoock beantragt, die Angelegenheit in der bisher üblichen Weiſe zu erledigen, welchen ſtattgegeben wird. Die übrigen Punkte„Antrag auf Zwangserziehung“, „Sparkoſſe, Unterſtützungs⸗ und Friſtgeſuche„„Verſchledenes“, wurden der geheimen Sitzung zugewieſen. 1 E Goltesdienſt⸗Oronung der katholiſchen Gemeinde Viernheim von Dounerſtag, den 16. Mai bis einſchl. Samstag, den »tarramtliche Mittelung 18. Mai.(Nachdruck verboten. Chriſti Himmelfahrt. In der alten Kirche: 1 Uhr Kindergottesdienſt. In der neuen Kirche: ½2 Uhr Chriſtenlehre für die Jungfrauen, Entlaſſung des Jahrganges 1907. Anweiſung der Plätze, Austeil⸗ ung der Geſangbuͤcher, wofuͤr 30 Pfg. zu entrichten ſind. 2 Uhr Veſper. In der neuen Kirche an Werktagen: Freitag: 6 Uhr 2. 7 Uhr 3. S.⸗A. für den ledig verſt. Matthäus Kiß. Samstag: 6 Uhr 2., ¼7 Uhr 3- S.⸗A. für die lebig verſt. Juliane Martin. In der alten Kirche an Werktagen: Fleitag: ½6 Uhr geſt. S. A. für Jakob Eufinger, Kinder „Schw.⸗Eltern, Schwägerin Anna Maria und Ang. Samstag: ½6 uhr geſt. S.⸗A. für Joh. Hofmann 4. beiderſ. Eltern und Ang. Am nächſten Sonntag iſt aus nahmsweiſe die z we üte hel. Meſſe um 8 Uhr. Am nächſten Sonntag gehen die 11jährigen Erſt-Kom⸗ munikanten im Hochamt, das um/ 10 Uhr beginnt, gemein- ſchaftlich zur hl. Kommunion. BE Zum Jeuerwehrfeſt empfehle als Saal und Straßzen⸗Dekoration: Vapierquierlanden, Willkommen plakate und Lampion J. Hchweikart, Vapierhandlung. „Blumino“? Zu haben in der Flora-Drogerie G. Richter. Bekanntmachung. Die unterm heutigen ſtattgefundene Verſteigerung des Hen⸗ und Ohmetgraſes an den gemeinheltl. Gräben ete. genehmigt und kann Bürgſchaft geleiſtet werden. Viernheim, den 15. Mai 1912. Groſſh. Bürgermeiſterei Viernheim. Kühlwein. N * E E e ergebenſt einzuladen. e 0 l g ger ankommengen auswärtigen Gäſte. Hbmerſch zum Uebungsplaß. E zu wollen. * N IE 9 E Programm: Samstag, den 8. mal: Abends halb 9 Uhr: Fackelzug, Gapfenſtreich und Böllerſchü durch gie Rathaus-, Stein. Mannh.-Weinheimer- Blauhut-, Hofmann-, Wasser-, Friedrich- borſcher Ernſt-hußwigſtcaße„3Uln goldnen Karpfen“. Rommers unter Mitwirkung ger Feuerwehrkapelle und hieſ. Geſangpereine. Sonntag, den g. Mal: Morgens 6 Uhr: Weckruf u. Böllerſchüsse. 8 Uhr: Hirchenparage. Mittags 1 Uhr ab: nöflichst eingeladen sind. Halb 2 Uhr: Uerſammlung der hieſigen Freiw. Feuerwehr und ger Pflichftmannſchaft am Sprißenhaus. Freiw. Wehr in 1. Garnitur, Pflichtmannſchatt mit flrmbinge. Dekorierung der Jubilare und Hinſprache ſeitens des Großh. Kreisamtmanns Berrn flaberkorn. hierauf Uebung der Wehr. der Uebung Festzug Zurch die Rathaus-, Borſcherſtraße zum Sestplaß(Wwe. Schneider). Nbends 8 Uhr: Festbälle in gen Sälen des„Freiſchü“ ung„Fürsten Hlexander. Montag, don 20. Mal: 10 Uhr morgens: Frühschoppenkonzert auf dem Sestplaß. 5 Uhr mittags ab: Ramerad- schüftliche Unterhaltung und Konzert daselbſt. Areisfeuerwehrtag im Gaſthaus — Eintrittspreis zum Kommersabend 20 Pfg., zum Feſtplaß Sonntags u. Montags je veuerwehrleute in Uniform und geren Frauen, sowie die Kameraden des Hriegerpereins haben freien öutritt. Schulpflichtige Kinder haben ebenfalls freien Eintritt zum Feſtplaß. Wir bitten gie geehrten Einwohner Uiernheims, zur Verherrlichung des Feſtes ihre Häuſer gefl. Gäſten, durch eptl. Begießen der Straßen, haupfsächlich der gen Feſtzug passierenden, den flu „zum Freiſchüß“, Daſelbſt Konzert etc. etc Für das Feſtkomitee: Stumpf. Söller. Einladung. Das unterzeichnete Feſtkomitee der Freiwilligen Feuerwehr Uiernheim erlaubt sich hiermit, die geehrten Einwohner Uiernheims ung Umgegend zu dem am 18., 19. und 20. Mal d. Js. ſtattfindenden 25jährigen Skiftungsfeſte verbungen mit dem Rreisfeuerwehrfag Hufſtellung 9 Uhr ab: Empfang wozu alle Wehren Huf gem Üebungsplaß(Marktfplaß) 20 Pfg., Dauerkarten zu allen Ueranſtaltuen 50 Pig. Gewünſcht wird, aß beßtere mit Ilütze u. bzeichen erſcheinen. beflaggen ung den auswärtigen fenthalk hier angenehm machen N am Sprißenhaus gaſelbſt Feſt- nach 5 5 eL e eee N — .. TTT rr Danksagung. Für die vielen Aufmerksamkeiten und Glück- 1 wünsche anlässlich der Vermählung unserer Tochter 0 9 9 Margaretha Sagen innigen Dank 9 9 Michael Adler VII.& Frau 0 Anna Maria geb. IIlert. 2—— r Tadenlchal in mirten geſucht. Bleabſichtige eine Filiale in Viernheim einzurichten und ſuche hierzu paſſendes Ladenlokal, am liebſten in der Rathausſtraße, boch auch in frequentierter Nebenſtraße. Gel. schriftliche Offerten unter dem Stichwort„Filiale“ 9 beſorgt die Geſchäftsſtelle. n Amtlicher Teil. Bekanntmachung. 5 Nächſten Sonntag, den 19. I. Mts., nachmittags halb 2 Uhr findet hier eine gemeinſame Uebung der frei⸗ Hyllligen Wehr und Pflichtmannſchaft ſtatt. Unentſch aaldigtes Fernbleiben wird zur Anzeige gebracht, Vel: Feuer öſchweſen in der Gemeinde Viernheim; hier Waſſer- Avufahr hei Brandfälleu. Nach§ 18 der Kreisfeuerlöſchordnung ſind Pferde, Wagen und Waſſerfäſſer bei einem Brand ausbruch von ihren 9 Beſttzern zum Zwecke der Waſſerzufuhr unentgeltlich zur Ver⸗ fügung zu ſtellen. Des Fahrens kundige Perſonen ſind unter nchen Vorausſetzung zur Leiſtung von Fahrdienſten ver ichtet. 1 Das aufgeſtellte Verzeichnis, welches bis Anfang April 913 Gültigkeit hat, liegt von heute ab acht Tage laug zur Einſtcht der Intereſſenten und Entgegennahme etwalger Einwendungen offen. Viernheim, den 9. Mai 1912. Groſſherzoglich Bürgermeiſterei Viernheim, Kühlwein. 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Blumen- spenden und die ü ligung zur lichsten Dank. überaus letzten Ruhestätte Ganz besonders zahlreiche Betei- unseren herz danken wir dem Herrn Lehrer Weidmann und seinen Schülern für die letzte Ehrenbezeugung sowie den barmherzigen Schwestern für ihre liebe volle Pflege. Viernheim, den 15. Mai 1912. Fam ilie Edmund 8 Wedel. 8 1 Schulentlassene Madchen finden dauernde, gut loh- nende Beschäftigung. Eug. u. Herm. Herbst Mannhelm. zu vermieten. Johann Heckmann III. WwòWe. „Zum Fürsten Alexander“. Mädchen nicht unter 16 Jahren, zu leichter Arbeit geſucht. Albert Imhoff, G. m. b. H. Mannheim, K 1, 89. beſtehend aus 3 ö Wohnung evtl. 4 Ziamern mit Küche und allem Zubehör! Schoͤn möbliertes Zimmer an der Hauptſtraße ſofort zu vermieten. Von wem, zu erfragen in der Expedition d. Blattes. ——— Mk. tägl. Verdienst d. Verkauf m. Patent-Ar- tikel für Herren. Neuheitenfabrik Mittweida- Markersbach Nr. 131. Meuheit! Ananas-Lischenzeru Jetzige Aussaat in Blumentöpfen. 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