eraten⸗Preis: Die I ſpaltige Petttgetle oder bert t 5. ü Nu ee N W. 1 ngebühr für die 2 5 L. 1 1 Reichsbund der Kriegsbeſchädigten, ehemaliger Kriegsgefangenen, Kriegsteilnehmer u. Hinterbliebenen, Ortsgruppe Viernheim Mittwoch, den 28. Juni. abends 7—8 Uhr Beratungs⸗Stunde im Rathaus. 5 Der Beratungsvorſitzend e, nder Rabatt. Betlage Aufträgen 1 auflage 0 Mk. Annahmeſchluß fur Inſerate: vormittags 9 Zahlstelle Uiernheim 1 8 Süddeutschen e Disconto-Gesellschaft A.-G. 0 Filiale Weinheim Ehretstraße Nr. 1 Ecke Bahnhofstraße Fernsprecher Nr. 570, 571. Statt besonderer Anzeige. Heute Nachmittag verschied nach langem, schweren Leiden im 63. Lebensjahre, unser lieber, teurer Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater, der Geheime Oberforst lulius Hein. jm Namen der Hinterblieb Dr. med. Ernst Hein Luise Schliephäke geb. Hein Darmstadt, den 25. Juni 1922 Hermannstr. 25 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 2 11½ Uhr, vom Portale des alten Friedhofes aus statt. 0 2— 2——ů—ůx 2. 22 c TTTTTT—T—T—TVTT—T— Empfehle: Einkochapparate, Gläſer uſw. 2 Ferner: 1 Garten- und Feldgerät V. Pinkeubach Weinheimerſtroße 53. rat Snlen! 5 8 8 8 5 5 S A—— —— . Gportperein 09 Viernheim 5(Sportplatz am Tivoli) Heute Abend 9 Uhr: Spiel⸗ Ausſchuß. Die 1. Igd. wird gebeten, voll⸗ 8. Juni, um Arh-Gesangberein„Harmonie Heute Dienstag, den 27. Juni 1922 abends 9 Uhr findet im Gaſthaus zum grünen Haus bei Mit— glied Karl Merkel eine emeinſame Vorſtands ſitzung ſtatt. Die Herren Vorſtandsmitglieder werden erſucht, vollzählig und pünktlich zu erſcheinen. Die Vorſitzende: Becken bach. Bu gert bevor noch alles ſteigt und Sie einen Einkauf machen, wollen, unſer Spezial-Geſchäft zu beſuchen. Wir unterhalten ein Rieſenlager aller einſchlägigen Artikel. Sie finden in Herrn u. Kinder⸗Hüten ſtets das Neueſte zu noch ſoliden Preiſen. Ebenſo Mützen jeder Art. In Herren- u. Damen ⸗ Hemden, Kaagen, Kravatten, Manſchetten, Vorhemden, Handſchuhe, Taſchentücher, Strümpfe, Schirme uſw. haben wir koloſſale Auswahl. Sie ſtaunen über unſere Preiswürdig keit. Auch der weiteſte Beſuch von außerhalb lohnt ſich Achten Sie bitte auf unſere Firma: Huthaus Merkur Inhaber: Georg Pfeiffer Hauptſtr, 35 Weinheim Hauptſtr. 35 Stemm⸗ und Ning⸗Club. —— Heute Dienstag 8 abends 8 Uhr t Vor ſtands⸗ Sitzung bei Andreas Müller, Gaſthaus„Prinz Friedrich“ Um pünktliches Er⸗ ſcheinen wird gebeten Der Vorſitzende. Cigarren-u. Wickel- macherinnen werden angenommen. Gebr. Rudershausen. LE 1 C Irnpenossenschad lüernenm zähllg zu erſchei⸗ nen Der Vorſtand. Ein gebrauchtes, Herren. fahrrad!= mit n. Bere fung NN. Nadtaarer zu verkaufen. 18 r 1 CC Michael Bauer 9. Wilhelmſtraße. kumach. laser U. Krüge in allen Größen zu den billigſten Preiſen Jakob Beyer Rathausſtraße. — Jes iſt Zeit dein Fahrrad für die Kommende Saiſon inſtand zu ſetzen.! Emallieren u. Vernicheln! wie neu, bei billigſt. Berechnung Neparaturen, Erſatzteile, b Fahrrad⸗Gummi. 5 Nene und gebrauchte Räder ſtets; auf Lager. 5 a U. Froschauer ae, räder d annnastrasse 20 Bitte Hdresse genau beachten! Jen müssen Ste Uns beürden wenn Sie noch billige Schuhwaren kaufen wollen, Unsere Rfuswahl ist unbegrenzt! Unsere Preise sind staunend billig! weit unter Jagespreis! Unsere Qualitäten sind vorzüglich! Herren- und Damen-Stiefel und Ralhschuhe Lack, schwarz und neueste Modefarben Sandalen Pantoffeln Badeschuhe Turnschuhe Weisse Spangen- u. Halbschuhe Alles nur erstklassige Fabrikate! Ein Versuch führt zu dauerndet Kundschaft! 3— e en Schuhlager Cebrütler Major Mannheim:: Schwelzingerstrasse 39. Telefon 719. Achtung! Achtung! Gämtliche Schuh⸗Aeparatuten werden bei mir in kürzeſter Friſt gut und billig ausgeführt. Empfehle beſonders meine grüne Sohlen „Marke Goliath“ ſowie die neu zuge⸗ legten„Gollert Gummi Sohlen“ 30 bis 40% billiger und ſehr dauerhaft. Gchuhmacherei nu Motorbetrieb Guſtav Kannewurf Viernheim, Blauehutſtraße 9. . l 88 Reserven Kassestunden: Telegramm-Adresse: Ladico. Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 21 601. Hauptsitz der Gesellschaft: MRNNHEIx. Aktienkapital Mk. 150.000.000. * MI. 100.000.000. Miederlassungen an allen gröeren Plätzen in Baden, der Pfalz und Rheinhessen. Veimittlung aller bankmässigen beschäfte. Peuer- und diebessichere Stahlkammer zu Verwaltung offener und geschlossener Depots. Annahme von Spareinlagen zu günstigen und Montag, Mittwoch Freitag v. 2—5 Uhr nachm. -Wäscherei liefert in 8 Tagen Slürkewasche Roprenlelbwasche Annahmestelle: i b. Friseurfeischapt Kragen 8. o Fillcde Drucardeen Serre Gro Tages- Pois Tafel⸗Oel Salat⸗Oel Kokosfett Süßrahm⸗ Tafel⸗Butter Limburger Rik. Werle Hügelſtraße 2. sagen Während der Ganz Geistlichkeit Kavalierhaus Mannheim, 20 Fernsprech. 5433 An- u. Verkaufs-Ge- Sohäft für neue und getragene Damen- J. Herfengarderobe all. Art, Relsearfizel Möbel, Pfandscheln Spezialität: Damen-, ferren- und Kinderschuhe. volle Pflege, für die Stiftern von Danksagung J 8 2 gesslichen lieben Gatten, ders werden schnellstens ausgefunrt von der Ppuckerel d. g. 5 n V Zurückgekehrt vom OJrabe un- s nun in Gott ruhenden, unver- Vaters, ssvaters, Schwiegervaters, Bru- „Schwagers und Onkels Herrn johann Bauer 7. wir für die liebevolle Anteilnahme Krankheit und beim Hlinscheiden, ferner für das zahlreiche Geleite zur letzten Ruhestätte und für die Kranz und, Blumen- spenden unsern tiefgefühlten Dank. besonderen Dank der hochw. für den trostreichen Beistand, den ehrw. barmh. Schwestern für die liebe- dem titl. Militär-Krieger-Verein „Hassia“, der Krankenkasse„Bruderschaft!“ sowie der Chemischen Fabrik Wohlgelegen erwiesene letzte Ehre und den, Seelenmessen Viernheim, den 26. Juni 1922 Die trauernd Hinterbliebenen. 3 Zahle hohe Preiſel für Alt Gold, Alt Gold Gebiſſe, Uhren und Platin, Breunſtifte, Pfandſcheine über Inwel kauft, tauſcht ſtreng reell zu höchſt. Preiſen Guenther-Sommer Mannheim Q 4. 1. Silberwaren, Platin, Münzen Zahngebiſſe, Sch muckſachen, Brillanten. Kaufea ev Händlern garfmanh, Mannheim Leere Flaſchen jeder Art kauft zu den höchſten Tagespreiſen Schindler, Annaſtraße. 32,22 32, 22 0 die billigsten Preise die schönsten Facons Fracht hn iefe, Anhüngezettel erhältlia in der Geſchäftsſtelle d. Bl. . Beachten Sie nur meine Fenster! schönsten Anzüge neueste Fassons in den besten und staunend billig reell! elegante Stoffen Kn. Hosen la., strapaz. Stoffen lin allen denkb. Grössen Joppen in Loden und Leinen, für Haus und Strasse. Pelerinen Manchester-Anzüge gut! Streifen A., Reste Achtung! Lichtung iir ir her Sohwatrfn Ger Gtr AbA8 42 J 8 Mannheim Breitestrasse im früheren alten Storchen b, derte unde Geſchüfts⸗Anzeiger lufgabe Von nſeraten he⸗ eren Rabatt. Auf den amen unſerer Zeitung iſt f Lokal⸗Anzeigeblatt für Viernheim 9 Auteblutt der Hef. Vürgerneiſerei und bes Pollzeinnte Viernhein Im Falle höherer Gewalt und 25 75 Störungen bes er Zeitung, der N Vereins⸗Anzeiger eför⸗ ets u achten. Redaktion, und Verlag von Joh. Martin.— Geſ 0 N ö Rathausſtr. 36 14 IJTiagesſpiegel. f Die Reichsregierung berät einen Geſetzentwurf zum Schutze der Republik, ver eine Verfaſſungsänderung darſtellt, zu deren Annahme eine Zweidrittelmehrheit des Reichstags notwendig iſt. e Die engliſche, italieniſche, ruſſiſche und rumänische Fernſprecher Nr. 217 Amt Viernheim. b 2 Regierung haben der deutſchen Regierung ihr VBei⸗ leid zum Tode Rathenaus ausgeſprochen. In Hamburg kam es bei einer Demonſtration zwi⸗ ſchen Arbeitern und Schupo zu einem blutigen Zu⸗ ſammenſtoß. Lloyd George erklärte offiziell im Unterhaus, die engliſche Regierung einen Vorſchlag auf Aufnahme Tonutſchlands in den Völkerbund unterſtützen werde. llerand genehmigte das franzöfiſch⸗polniſche po⸗ i (tie Abkommen. Im engſten Familienkreiſe fand am Dienstag die Geiſetzung Ratdengus in Oberſchönſeide ſtatt. Bei den Unruhen in Darmſtadt ſoll es 3 Tote und Rirka 25 Verwundete gegeben haben. N Die Regierungsvorlage über die Teuerungszulagen wurde vom Haushaltsausſchuß des Reichstags geneh⸗ igt. General Henrys wurde zum Oberkommandierenden der franzöſiſchen Rheintruſpen ernannt. Lenins Befinden hat ſich in den letzten Tagen ver⸗ ſchlimmert. Zwei bekannte deutſche Aerzte wurden auf dem Luftwege nach Moskau berufen. Die Trauerfeier für Rathenau im Reichstag. Berlin, 27. Juni. Der Reichstagsſaal iſt über Nacht in eine Trauerhalle verwandelt worden. Die Logen⸗ brüſtungen ſind ſchwarz umkleidet, ſchwarze Schleier wallen von den Bogenlampen herab. Um den Präſiden⸗ ſentiſch aber hat man einen hochragenden Baldachin errichtet, unter dem der dunkle, von der ſchwarz⸗rot⸗ zoldenen Fahne umhüllte Metallſarg Platz geſunden hat. Würdig, feierlich, von einer bewegenden Schön⸗ heit iſt dieſer Trauerſchmuck. Aber nicht eigentlich dü⸗ ter, denn Blumen ſind über das Haus gebreitet, blü⸗ hende Blumen in reicher Fülle. Hortenſienbüſche win⸗ den ſich die Tribünen entlang und grüßen aus allen Riſchen. Die Kränze aber, für die im Saal kein Raum mehr blieb, hat man in der Wandelhalle nieder⸗ zelegt, in der man, den Wunſch der greiſen Mutter des Ermordeten ehrend, das Kaiſerſtandbild nun doch licht verhüllt hat. 5 Der Eindruck der Verſammlung iſt ergreifend. Und irgrifſen ſind ſicher auch die Verſammelten, unter denen man neben Adolf v. Harnack auch Dr. Streſe⸗ mann erblickt, der auf die Trauerkunde vom Sams⸗ ſag nach Berlin zurückgekehrt iſt. Sehr zahlreich ſind hie deutſchnationalen Bänke beſetzt, nur Weſtarp und delf erich ſind ferngeblieben Kurz vor 12 Uhr betritt, im Arm des Kanzlers, zuſammengeſunken, nur noch in ſchmächtiger, ſchwarzer Schatten, Walter Rathe⸗ iaus alte Mutter, die ehemalige Hofloge: Ein An⸗ zlick, der mit unbezwinglicher Gewalt an die Herzen jreift. Ein wenig ſpäter erheben die Trauergäſte ſich von den Sitzen. Dee Reichspräſident, geleitet vom Kans⸗ er und vom Reichstagspräſidenten Löbe, iſt erſchie⸗ nen und nimmt, nachdem die Coriolan⸗Quvertüre ver⸗ zauſcht iſt, das Wort. Kluge, feine, abgewogene Sätze don der natürlichen Berufung Rathenaus zum Füh⸗ ter und Staatsmann. Die verruchte Tat, die aus dem Leben geriſſen, wurde ſo zum Frevel der Nation, die erneut in einen zerſetzenden Kampf der Leidenſchaften hineingezogen wurde.. a Für die Fraktion der Deutſch⸗demokratiſchen Partei prach Reichstagsabgeordneter Korell:„Als die Nach⸗ eicht von der Ermordung Rathenaus in dieſes Haus zelangte, da gab es wohl Wut und Leidenſchaft, aber das Erſchütterndſte waren die Tränen, die in graue Bärte hineingerieſelt ſind. Sie waren der Ausdruck der Scham darüber, daß es Deutſche gibt, die bes in einem Sohn der eigenen Nation vergreifen, de nichts anderes wollte, als ſie in beſſere Zeiten hinauf⸗ führen. Er iſt im Dienſte des Vakerlandes gefallen. Walter Rathenau hat Großes in der Wirtſchaft ge⸗ ſchaffen, aber er iſt nicht in ihr verſunken. Er trat zus ſich heraus und entwickelte Ideen, wie ſich nach ſeiner Ueberzeugung die veränderte Lage in Deutſch⸗ and und der Welt anzupaſſen hätte. Als Rathenau am porigen Donnerstag zu gleicher Zeit ſo entſchieden und ſo beſonnen für die Not unſerer wü ende niſchen Heimat eintrat, da dankten die Rheinländer ihm aus tiefſtem Herzen. Was Rathenau geleiſtet hat, intſprang dem Quell ſeiner Perſönlichkeit. „ 1 5 1 1 —— daß Oberſchöneweide hin Inſerate haben in der„Vlernheimer Bürger⸗Zeitung“ ſtets beſten Erfolg.— Für am Telefon aufgegebene Inſer den 29. Juni 1922 Donnerstag, mae keinen Anſpruch auf Nachrichtenblatt für alle amtlichen Bekanntmachungen der Behörden Viernheims und Amgebung. cher ae nee ate Bezugspreiſes. 5 12. Japrg. wird keine Garantie übernommen. Poſtſchecktonto Nr. 21577 Amt Frankfurt a. M. T Zukunft geteiſtet hätte. Rathengu war ein treuer Sohn. Wer im Kleinſten nicht treu iſt, iſt auch im Großen nicht treu. Mit großer Pietät wahrte er das An⸗ benken ſeines verſtorbenen Vaters. Unendlich viel ver⸗ liert die betagte Mut ler in ihm. Ihr rufe ich zu: So groß das Opfer iſt, das das Vaterland von ihr ver⸗ langt hat, möge ſie es bringen in dem Maße, wie ihr Sohn in gleichem Sinne groß geweſen iſt. Allein die Sache, nicht der Ruhm und die Ehre leiteten ihn. Darin gleicht er Friedrich Naumann. Walter 5 75FTTTCCCCTTTT Bayern und die Ausnahmeverordnung. München, 27. Juni. Wie geſtern von zuſtändiger Seite mitgeteilt wurde, beſteht für die bayeriſche Re⸗ gierung kein Anlaß zu den in der Ermächti⸗ gung der Reichsregierung vorgeſehenen Maßnahmen, da bis zur Stunde in Mün⸗ chen alles ruhig iſt, und insbeſondere, da die nationaliſtiſchen Parteien die für 28, Juni geplanten Kundgebungen abgeſagt Rathenau iſt als Jude gefallen und iſt as Perſönlich⸗ keit jener Idee von der völktſchen Reinheit erlegen, die nichts anderes iſt als eine Verirrung menſchlichen Inſtinktes. Wir mü ſen uns in Deutſchland von dieſer widerchriſtlichen Atmoſphäre abwenden. Das Vater⸗ land muß über der Partei ſtehen. Es braucht. alle ſeine Söhne, einerlei, welcher Raſſe ſie ſind. Alle müſſen in dieſem Staate nicht nur geſchützt ſein, ſon⸗ dern ſie müſſen⸗ auch diejenige Achtung genießen, die jeder Menſch für ſich zu beanſpruchen f f Angeſichts des Sarges von Dr. Rathenau reichen wir willig allen denen die Hände, die die deutſche Republik ſchützen und ausbauen wollen.— Trauermuſik ſchloß die Feier ab. Vor dem Reichstagsgebäude hatte eine Kompagnie der Reichswehr Stellung genommen, die den Sarg, als er aus dem Gebäude gebracht wurde, ehrend begrüßte. Eine Reichswehrkapelle ſpielte einen Trauermarſch. Der Sarg wurde auf einen. mit Blu⸗ men geſchmückten Leichenwagen gebracht. Dieſem folg⸗ ten nur 2 Wagen, in denen die nächſten Angehörigen Platz genommen hatten. Der Zug bewegte ſich nach zur Familiengruft. ihn er An dieſen wenn wir uns fragen. was er in der 1 4 Reichstag. . Berlin, 26. Juni. Der Reichstag fand ſich am Montag abend zu einer 2. Sitzung zuſammen, um ein deutſch polniſches Ab⸗ kommen zu erledigen. Da im Sitzungsſaal ſelbſt die Vorbereitungen für die Trauerfeier getroffen wurden, fand die Sitzung im großen Saal des Hauptausſchuſ⸗ ſes ſtatt. Hier hatten ſich etwa 100 Abgeordnete ver⸗ ſammelt. 8 Präſident Löbe eröffnet die Sitzung um 8.10 Uhr und teilt mit, daß die Vorlage, die gewiſſe Fragen der Rechtsüle leitung im oberſchleſiſchen Abſſimmungs⸗ gebiet regelt, ſehr dringend ſei, daher ſei die Sonder⸗ ſitzung des Reichstags notwendig geweſen. Miniſter Eckardt empfahl die Vorlage zur Annahme Es handelt ſich im weſentlichen um die Ueberleitung der interalliierten Gerichtsbarkeit und um die Klärung des Loſes der Gefangenen. Die Vorlage wird darauf ohne Ausſprache in allen 3 Leſungen einſtimmig an⸗ genommen. Das Haus vertagt ſich. Nächſte Sitzung: Mittwoch Uhr. Tagesordnung: Weitere deutſch-polniſche Ab⸗ kommen, Getreideumlage, Arbeitsnachwei'geſetz. * Der Aelteſtenrat des Reichstages hat geſtern nach⸗ mittag beſchloſſen, daß in dieſer Woche noch am Mitt⸗ woch, Freitag und Samstag Plenarſitzungen ſtattfin⸗ den, während der Donnerstag als katholiſcher Feier⸗ tag ſitzungsfrei bleibt. Das Geſetz zum Schutze der Re⸗ publik und das Amneſtie⸗Geſetz ſollen noch erledigt werden. Dann ſoll eine kurze, etwa 8Stägige Pauſe eintreten und darnach werden die drei Steuergeſetze, Zwangsanſeihe, Aenderung des Einkommenſteuergeſet⸗ zes ſowie das Erbſchaftsſteuergeſetz zur Beratung ge⸗ langen. Neues vom Tage. Tr. Wirth mit der Wahrnehmung des Reichs⸗ mitifteriums des Aeußern beauftragt. Berlin, 26. Juni. Der Reichspräſident hat den Reichskanzler Dr. Wirth bis auf weiteres mit der Wahrnehmung der Amtsgeſchäfte als Reichsminiſter des Auswärtigen beauftragt. Auf der Suche nach den Mördern. Berlin, 27. Juni. Durch die Ausſagen von zwei einwand flelen Zeugen iſt, wie der„Lokalanzeiger“ be⸗ richtet, der Mordverdacht auf zwei beſtimmte Perſonen gelenkt worden. Die Beſchreibung des einen Täters, deſſen mädchenhaftes Ausſehen her⸗ vorgehoben wird, paßt auf einen früheren aus⸗ wärts wohnenden Offizier. Seine Verhaftung das Recht hat. a deckt. hatten. Die Stellungnahme der bayeriſchen Regie⸗ cung habe ſich, ſo wurde weiter mitgeteilt, in dieſer Beziehung vollkommen mit der württembergiſchen ge⸗ Inzwiſchen jedoch haben die nationaliſtiſchen Gruppen nunmehr eine Entſchließung gefaßt, nach der die Maſſenkundgebung gegen die Schuldlüge von Ver⸗ ſailles am 28. Juni doch abgehalten werden ſoll, und zwar in der Weiſe, daß keine gegen eine Partei, gegen die beſtehende Staatsform gerichtete Wendung in ir⸗ gend welcher Weiſe beabſichtigt oder vorgenommen wird. Es iſt anzunehmen, daß nunmehr auch die bayeriſche Regierung ihren Standpunkt ändert. Dies um'omehr, als in den geſtern abend ſtattgefundenen, außerordentlich ſtark beſuchten Einſpruchsverſammlun⸗ gen der Mehrheitsſozialiſten einer der Vorſitzenden mitgeteilt hat, daß, wenn die Kundgebung gegen den Feieden von Verſailles erfolgen werde, die Arbeiter⸗ ſchaft die ihr geeignet erſcheinenden Maßnahmen zur Verhinderung dieler Veranſtaltung ergreifen werde. Die Bayeriſche Volkspartei hat eine In⸗ terpellation im Landtag eingebracht, die ſich mit der Verordnung zum Schutze der Republik befaßt. In der Begründung wird darauf hingewieſen, daß die Verordnung zu ſchweren Bedenken Anlaß gebe und vor allem die Juſtizhoheit der Länder ausſchalte. Aus der Faſſung geht hervor, daß die Partei die Verord⸗ nung zum Teil ablehnt. Geſtern nachmittag hat der bayeriſche Miniſterrat eine Sitzung abgehalten, in der dieſe Interpellation beſprochen worden ſein dürfte. In Berlin gehen Gerüchte von einer Spannung zwiſchen der bayeriſchen und der Reichs⸗ regierung. Demgegenüber wurde von zuſtändiger Seite mitgeteilt, daß hier an maßgebenden Stellen nichts bekannt ſei. Der Erlaß des Reichspräſidenten bzw. der Reichsregierung bedeutet vielmehr nach der Anschauung der hieſigen Regierungskreiſe einen we⸗ ſentlichen Fortſchritt gegenüber den anläßlich des Erz⸗ bergermordes erfolgten Erlaſſen, daß die Beſchlußfaſ⸗ ſung über Maßnahmen diesmal in das Ermeſſen der Landesregie nungen gelegt ſei. Landesvorſtand und Landtagsfraktion der Deutſch⸗ demokeatiſchen Partei in Bayern veröffentlichen eine Kundgebung, in der dem Abſcheu an dem heimtücki⸗ ſchen Mord Ausdruck gegeben, die Zerklüftung unſeres“ Volkes und die Verhetzung durch maßloſe Beſchimp⸗ fungen und Verdächtigungen der Reichsregierung be⸗ klagt und alle gut Denkenden zur Verteidigung des Staats und ſeiner Verfaſſung, ſowie an der Mitarbeit am Frieden unſeces Volkes aufgefordert werden. Im Gegenſatz zu Berliner Gerüchten über eine Ver⸗ haftung des bayeriſchen Oberſt v. kylander iſt an den hieſigen zuſtändigen Stellen insbeſondere bei der Po⸗ lizeidirektion nichts be'annt. Blutiger Zuſammenſtoß in Hamburg. Hamburg, 27. Juni. Die geſtrigen Demonſtrationen auf dem Heilgengeiſtfeld ſpielten ſich im allgemeinen programmäßig ab. Lediglich nach Schluß der Demon⸗ ſtration kam es beim Abmarſch der Maſſen zu einer Schießerei zwiſchen Demonſtranten und einer kleineren Abteilung der Schutzpo⸗ lizei, die am Bismarckdenkmal Sperrdienſt verſah. Die Schutzpolizei hatte, wie verlautet, entgegen den Anweiſungen des Senats mit Gewehren und Maſchi⸗ nengewehren Aufſtellung genommen und ein Plakat auf zeſtellt mit der Aufſchrift„Wer weiter geht, wird erſchoſſen“. Die Demonſtranten fühlten ſich durch das Plakat provoziert und verſuchten, es zu entfernen, ließen. wundete. gegangen. iſt te ey honiſch verfüßt, e enſo die eines anderen aus⸗ wärts wohnenden früheren Offiziers, der in dem drin⸗ genden Verdacht ſteht, mittelbar oder unmittelbar mit den Mördern in Verbindung zu ſtehen. Endlich ſind mehrere Perſonen, meiſtens frühere Offiziere und Stu⸗ denten ſowohl in Berlin als auch außerhalb verhaf⸗ tet wor en, die geßeimen Organiſationen angehören. Die außerhalb Verhafteten werden zurzeit nach Ber⸗ lin transportiert. a Von den aus Anlaß der Bed Rathenaus ver⸗ hafteten Mitgliedern der Organiſation C ſind neun wieder entlaſſen worden. wobei es zu dem Zu'ammenſtoß kam. Die Schutzpolizei gab zunächſt Schreckſchüſſe ab, wodurch ejdoch die De⸗ monſtranten ſich in ihrem Vorgehen nicht aufhalten Der Zuſammenſtoß forderte auf Seiten der Demonſtranten einen Toten und ſechs Ver⸗ Für die Schutzpolizei iſt Verſtärkung ab⸗ 1 Eine Verhöhnung Nathenaus. Karlsruhe, 27. Juni. Wie der„Volksfreund“ mit⸗ Nene iſt. geſtern die Polizei an den Grtiſch 1 5 hieſigen Wirtſchaft gerufen worden, wo eine Studen⸗ tenverbindung, und zwar eine farbentragende, eine „Trauerfeier“ für Rathenau abhielt. Einer der Stu⸗ 8 zog ein Stück Papier aus der Taſche und ver⸗ as unter Gelächter und Gejohle der anderen eine Grabrede, die folgenden Schluß hatte:„Plötzlich kam ein großer Geſtank auf die Himmelstür zu und Petrus fragte: Was iſt das? Es würde ihm geantwortet: Das kommt Wirth auch bald!“ iſt Rathenau! Bravo! riefen die Engel, hoffentlich a— Die Polizei wurde ſo⸗ 195 benachrichtigt und erſchien in einem. 5 ufgebot. Die ganze Geſellſchaft wurde zur Polfzei⸗ kolche gebracht, wo eine eingehende Einvernahme er⸗ Ausſchreitüngen in Dar mſtadt. Berlin, 28. Juni. Die geſtrigen Kundgebungen aus Anlaß der Ermordun athenaus ſind in den meiſten Teilen des Reiches gut verlaufen. In Darm⸗ ſtadt kam es zu Zwiſchenfällen die gegen Abend einen ernſten Charakter annahmen. Die Menge drang in die Wohnungen der Abgeordneten der Deutſchen Volkspartei, Dingeldey und Dr. Oſann, ein und zer⸗ trümmerte die Wohnungseinrichtungen. Der Abgeord⸗ nete Dingeldey wurde ſo ſchwer verletzt, daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird. Auch der Abgeordnete Dr. Ofann wurde ſchwer miß handelt. Alsdann drang die Menge in die Re⸗ daktion der„Heſſiſchen Landeszeitung“, zerſchlug Tlä⸗ ren und Fenſterſcheiben, beſchädigte das Mobiliar und warf die Zeitungen und Manuſfkripte auf die Straße. Auch in der Redaktion des„Täglichen Anzeigers“ wur⸗ den ſämtliche Fenſterſcheiben eingeſchlagen, das Mo⸗ biliar zerſtört und die Zeitungen auf die Straße ge⸗ worfen. Gegen 7 Uhr abends ſchritt die Polizei ein, feuerte nach einigen blinden Schüſſen ſcharf auf die Menge, worauf dieſe auseinanderſtob. Mehrere Per⸗ ſonen wurden verwundet. Eine ſoll getötet worden ſein. In den ſpäten Abendſtunden iſt Ruhe eingetreten. In einer anderen Meldung aus Darmſtadt heißt es noch: Ein endloſer Zug ging nach dem Eichbergvier⸗ tel, wo Baron Helmolt, der Leiter einer Selbſtſchutz⸗ organiſation, wohnt, der kürzlich einen Arbeiter nieder⸗ geſchoſſen hat und vom Gericht wieder in Freiheit geſetzt worden iſt. Die Wohnung Helmolts wur⸗ de zertrümmert. In der Wohnung des Land⸗ tagsab geordneten Oſann, der geflüchtet war, wur⸗ den die beiden oberen Stockwerke ausgeräumt. Dann ſchwenkte eine Abteilung ab zu der Wohnung des Land⸗ tagsabgeordneten Dingeldey, der aus einem »Kleiderſchrank herausgeholt wurde. Er verſuchte, von einem Fenſter aus zu ſprechen, was ihm infolge der allgemeinen Unruhe nicht gelang. Er wurde abgeführt, mußte der Republik Treue ſchwören und vor dem Zug mit einem Galgen, an dem eine Puppe in Geſtalt Helfferichs hing, und einer roten Fahne hermarſchieren. Im übrigen wurde von der Menge eine Anzahl Hof⸗ lieferantenſchilder beſeitigt. Die meiſten waren klüg⸗ lich ſchon nachts entfernt worden.— Nach den letz⸗ ten Meldungen ſoll es bei dem geſtrigen Zufammen⸗ ſtoß 3 Tote und etwa 25 Verwundete gegeben haben. Die Veiſetzung Walter Rathenaus in Oberſchönenweide. Berlin, 28. Juni. Dumpf tönen die Glocken. Re⸗ genſchwer iſt der Himmel. Auf Halbmaſt ſteht auf allen Gebäuden der A. E. G. die ſchwarz⸗rot⸗goldene Fahne, für die Walter Rathenau geſtorben iſt. Stumm grüßen ihn unterwegs, von roten Fahnen geführt, die Demonſtrationszüge der Arbeiterſchaft. Vor dem Portal des ſtillen Waldfriedhofs der Gemeinde Ober⸗ ſchöneweide hält kurz nach 2 Uhr das Auto. Durch eine Allee von Lorbeeren wird der Sarg nach dem Begräbnis der Familie getragen, das ſich etwa 30 bis 40 Meter vom Eingang entfernt befindet. Die 4 Meter hohen, efeuumſponnenen Wände von Tropf⸗ ſtein ſind verdeckt von Tannengrün, das aber faſt ver⸗ ſchwindet unter dem Hain der roten Roſen, der Lieb⸗ lingsblume des Toten. Gärtnerkunſt hat das Grab⸗ mahl zu einem dunklen Hain umgeſtaltet. Im eng⸗ ſten Familienkeeiſe findet eine ſtille Trauerfeier ſtatt. Troſtworte des Geiſtlichen, ſtumme Grüße der erſte⸗ ren und hinab ſenkt ſich der Sarg in die Gruft, wo der meuchlings Hingemordete jetzt neben ſeinem vor 7 Jahren verſtorbenen Vater und neben dem im Dienſte des Vaterlandes in Aegypten gefallenen Bruder ruht. Ueber dem ſich ſchließenden Grab wölbt ſich ein Hü⸗ gel von Blumen⸗ und Kranzſpenden. Rathenau hat 885 Kampf des Lebens hinter ſich. Er ruht in Frie⸗ en. 2 ile. 1 0. . Schweres Eiſenbahnunglück in Berlin. Berlin, 28. Juni. Ein ſchreckliches Eiſen⸗ bahnunglück, wie es furchtbarer in den Annalen der Reichshauptſtadt kaum verzeichnet ſein dürfte, hat ſich geſtern mittag in der Nähe des Berliner Ringbahnhofs Geſundbrunnen, dicht an der Millionenbrücke, ereignet. Kurz nach 1 Uhr mittags hatte ein Vollringzug den Bahnhof Geſundbrunnen in Richtung Schönhauſer Allee verlaſſen. An der Mil⸗ lionenbrücke begegnete ihm ein anderer Vollringzug, der vom Bahnhof Schönhauſer Allee kam. Wie Tritt⸗ drekter dieſes Zuges waren dicht beſetzt von Arbeitern, die in den überfüllten Wagen keinen Platz gefunden Roman von Fr. Lehne. 54. Fortſetzung.(Nachdruck verboten.) Da riß Rüdiger das wehrloſe Mädch ſchützenden Arme. 1 I „Schweige, Lella, mit deinen ungerechten Vor— würfen!“ zürnte er,„auf den Knien müßteſt du Fräu⸗ lein Berger danken, daß ſie dir wenigſtens eins deiner Kinder gerettet hat!— Ich ſelbſt bin Zeuge geweſen, wie du ihr ſtreng befohlen haſt, im Zimmer zu bleiben und Siſſi zu beauſſichtigen!— Und wäre ſie dieſem Ge⸗ bot nicht doch infolge einer inneren Unruhe ungehorſam geworden, ſo hätteſt du auch noch den Tod deines Soh⸗ nes zu beklagen gehabt und hätteſt niemand verantwort⸗ lich machen können! Mit Nichtachtung ihres eigenen Lebens hat Fräulein Berger dir Oſſi gerettet— und das iſt dein Dank!“ Feſt und ſtark hielt er Lore im Arm, um ſie dem Angriff der anderen zu ſchützen. Er fühlte r an mes, geängſtigtes Herz ungeſtüm an dem ſeinen klopfen ſein e er ſie an ſich. Doch Lella achtete iner Worte nicht; ſie ſchrie und erging ſich in ſinn⸗ loſen Anklagen, e 195 „O, daß ich einen Vater hätte, der mich vor dieſen ungerechten Vorwürfen ſchützte!“ jammerte Lore. Sie war dem Umſinken nahe. „Seien Sie ruhig, Kind! getan haben!“ Rüdiger ſprach Stimme berhigend zu. Ihrer Schuld bleiben!“ Sein Mitleid mit der Schwägerin machte dem Ge⸗ 110 einer zornigen Empörung Platz angeſichts einer olchen Ungerechtigkeit. Mir aus den Augen!“ rief die Gräfin außer ſich, „ich kann ſie nicht mehr ſehen, die Schuld am Tode mei⸗ nes Kindes iſt 0 verläßt mein Haus noch heute— trotzdem du dich als ihr Ritter und 1 55 aufſpielſt.“ a„Das wird ſie nicht!“ entſchied Rüdiger, e Ret⸗ Wir alle wiſſen, was Sie ich ihr mit ſeiner gütigen „Ewig wird unſere Famflie in Mag auch die Liebe weinen hatten und ſich infoige der Stillegung der nor Berliner Vellehrsnttel Nr Eiſenbahn unte Valle ſtätten nach Hauſe zu gelangen. Aus noch nicht völlig aufgeklärter Urſache, g 5 durch, daß aus einer offenen Tür des einen Zuges eine von einem Fahrgaſt mitgeführte ſchwere Laſt, angeblich Latten, herausragte, wurde eine röße Anzahl der auf den Trittbrettern des anderen Zuges ſtehenden und ſitzenden Paſſagiere»herunterge⸗ ſchleudert. Zwiſchen den beiden Gleiſen kamen die Her⸗ abgeriſſenen ſo unglücklich zu Fall, daß die Mehr⸗ zahl von ihnen unter die Räder der anein⸗ ander vorbeifahrenden Züge geriet. Von den Fahrgäſten im Innern des Wagens wurden die Züge ſofort durch Ziehen der Notbremſen zum Ste⸗ hen gebracht. Als man an die Unglücksſtelle eilte, fand man einen fürchterlichen Knäuel blutiger, zerfetzter and e aus dem gellendes Hilfegeſchrei und immern erſcholl. Das Perſonal der Züge, ſowie die herbeieilenden Beamten des Bahn⸗ hofes ein der une nahmen im Verein mit den Paſ⸗ vürden zunächſt außerhalb der Gleiſe auf einem Stüc Feld niedergelegt, und ſo gut es in der Eile ging, derſuchte man die Anlegung von Notverbänden. In⸗ ade das war von Geſundbrunnen aus die Feuerwehr und das ſtädtiſche Rettungsamt alarmiert worden, von vo in kürzeſter Zeit Rettungswagen an der Unglücks⸗ telle eintrafen. Vom Rettungsamt eilten zahlreiche Aerzte zur Hilfeleiſtung herbei. Sie wurden dabei durch Arbeiterſamariter, die ſich auf dem Wege zur demonſtration im Luſtgarten befanden, unterſtützt. An ort und Stelle mußte dann feſtgeſtellt werden, daß bei 29 Perſonen die Hilfe zu ſpät kam. Sie hat⸗ en den Tod auf den Schienen gefunden. Die Schwer⸗ berletzten, etwa 55 an der Zahl, wurden ſofort den Krankenhäuſern zugeführt, die zahlreichen Leicht⸗ berletzten nach den nächſten Rettungsſtellen geſchaft. die meiſten der Toten und Schwerverletzten haben Schädelbrüche davongetragen. Im ganzen dürfte ſich die Zahl der Verletzten nach den letzten Feſt⸗ tellungen auf mehr als 70 belaufen. i Die Unterſuchung über den Hergang des Unglücks jat bisher noch zu keinen einwandfreien Feſtſtellun⸗ jen geführt, da die Mehrzahl der Betroffenen nicht jernehmungsfähig iſ.. 15 Das Auto der Mörder Rathenaus gefunden. Berlin, 28. Juni Von der Abteilung Ja des Ber⸗ liner Polizeipräſidiums wird heute vormittag fol⸗ gende Meldung ausgegeben: Der Kraftwagen, der von den Mördern des Außenminiſters Rathenau vermut⸗ lich bei der Ausführung der Tat benutzt wurde, iſt gebern von der Berliner Politiſchen Polizei ermit⸗ telt und ſichergeſtellt worden. Es ſtellt ſich heraus, daß der Wagen nicht die Farbe trägt, die er nach Aus⸗ ſagen der Augenzeugen haben ſoll, er iſt nämlich nicht blauſchwarz, ſondern braun. Das Auto iſt am Don⸗ nerstag voriger Woche aus einem auswärtigen Orte nach Berlin gekommen und in einer Garage untergenellt worden. Samstag vormittag iſt der Wa⸗ gen von dem Chauffeur geholt worden und war einige Stunden lang fort. Gegen Mittag iſt das Auto wieder in die Garage gefahren, der a Chauffeur ging weg und ſeit dieſer Zeit hat ſich niemand mehr um den Kraftwagen, der nun nach dem Polizeipräſidium ge⸗ ſchafft wurde, bekümmert. Aw'iſ teufel! in der Heideltzerger Univerſität. Heidelberg, 28. Juni. Entgegen der Verordnung des Reichspräſidenten hielt geſtern der bekannte Phyſiker und Träger des Nobelpreiſes Geheimrat Dr. Lenart eine Vorleſung ab. weigerte ſich aber, die Fahne des phyſikallſchen Inſtituts auf Halbmaſt zu ſetzen. Teil⸗ nehmer des vorbeimarſchterenden Demonſtrationszuges erzwangen, trotzdem ſie durch den Hydranten beſpritzt wurden den Einlaß, ſetzten die Fahne auf Halbmaſt und verbrachten den Profeſſor in das Gewerbehaus. Die Polizei nahm ihn in Schutzhaft, aus der er nachts entlaſſſen wurde. Die Menge erhob Proteſt gegen der Abtransport'des Gehe'imvais im Auto und mißhan⸗ delte einen Studenten, der ihm zu Hilfe kam. Deutſſhe Arbeiter fir Frankreſch. Paris, 28. Juni. Das„Eho de Paris“ teilt mit daß die interminiſterielle Kommiſſion, die mit der Prüfung des Programms Le Torquers, das Deutſch⸗ land aroße öffentliche Arbeiten übertra- U Gerechtigkeit ins Geſicht? Sprichſt du ſo aller Dank⸗ barkeit Hohn? Ich habe mich Fräulein Bergers ange⸗ nommen, wie ich bei jedem zu handeln pflege, der Un⸗ recht erleiden muß.— Ottokar, haſt du denn kein Wort für das Mädchen, dem du ſo viel zu danken haſt?“ 10 ſchwenh und ſich an ſeinen Bruder, der ö ach und unmännlich den Vorwürfen ſein nicht 0 9a e eee „Ich wi ore Berger halten, als ſei ſie mein eigenes Kind! Sie ſoll ſagen, was ſie 10 1050 Alles will, ich ihr geben, weil ſie mir meinen Sohn gerettet 1 1 be e Stimme, ging auf g oß ſie in die Arme und drü i 910 10 Ga i drückte einen Kuß ie Gräfin brach in ein hyſteriſches Lachen aus, das dann in ein krampfhaftes Schluchzen über ing. „Ich begehre nur das eine: daß man mich no heute nach dem Wunſch der Gräfin gehen läßt!“ ent⸗ begnete Lore,„nicht um alles in der Welt kann ich nach me ich habe hören müſſen, noch eine Stunde hier Sie wankte an das Lager des jungen, frühvollen⸗ deten Kindes und erfaßte deſſen erlaltete 1 055. „Du weißt jetzt vielleicht, wie gern ich dich gerettet, wie gern ich jetzt an deiner Stelle wäre! Wie ſchweres Unrecht die Vorwürfe ſind, die man mir gemacht— du weißt es!“ flüſterte ſie mit zuckenden Lippen, den trä⸗ nenvollen Blick auf das entſtellte Geſicht Theklas gerich⸗ tet. Und noch einmal:„Du weißt es!“ 5 In ſchlichter Größe ſtand ſie da. Ihre Gedanken waren weit weg, man ſah es an dem fremden Ausdruck ihres Geſichis, über das ein Er⸗ ſchrecken dong als Rüdiger ſie jetzt anredete, und ſte be⸗ ſtimmen wo lle, doch zu bleiben. Sie ſchüttelte den Kopf. f „Nein! Ich kann nicht bleiben. Nur Oſſi möchte Vor ſeinem Bett ſank ſie nieder. t lag in fried ⸗ ich noch einmal ſe lt Ae Stimme. lichem Schlummer— er ſchlief wohl ſeiner ö 1 f neſung N 1 allen Umſtänden bedienen ee um von ihren Arbeits⸗ höchſt wahrſcheinlich aber da⸗ ſagieren das Rettungswerk in Angriff. Die Verletzten terin deines Kindes hinausjagen— ſchlägft din fo aller weiß, Sie meinen es gut mit mir— aber bei Mutter bin ich am beſten aufgehoben!— Für mich iſt hier kein Bleiben mehr— niemand kann mich halten. Und wenn ich die Nacht durchlaufen müßte!“ nötig braucht?“ wt aut wörden it, geſtern beſchloſſet ß zunächſt die folgenden Arbeiten in Angriff genom. 70 in 8 ollen: elektriſche Anlagen im Rhonetaf und in den Bau des Kanals Saar—Moſel—Meuſe, Bau des Ka⸗ nals Meuſe—Schelde. Man ſchätzt die Koſten dieſer Arbeiten auf 5 Milliarden Papier franken. Der„Eelair“ hat im Miniſterium der öffentlicher Arbeiten erfahren, daß die deutſchen Arbeiter, die zur Ausführung öffentlicher Arbeiten außerhalb des Kriegsgebietes nach Frankreich kommen ſollen zum größten Teil in Mark bezahlt würden. Die Nah⸗ vungsmittel würden ihnen von Deutſchland geſchickt werden. Ein Drittel der Lieferungen für die auszu⸗ führenden Arbeiten würden der franzöſiſchen Indu⸗ ſtrie übertragen werden. Dieſes Verhältnis würde aber je nach den verſchiedenen Lieferungen variieren. Frank⸗ reich würde 66 Prozent des Kaälkes und Zementes, 50 Prozent der Eiſen⸗, Stahl⸗ und Holzlieferungen und 33 Prozent der Werkzeug⸗ und Maſchinenliefe⸗ rungen übernehmen. g ö Franzöſiſche Vermutungen über den kommenden Außenminiſter. 0 Paris, 28. Juni. Der Berliner Korreſpondent des „Temps“ berichtet ſeinem Blatte über die Kandidaten, die für die Nachfolge Dr. Rathenaus nach ſeinen Iufor⸗ mationen in Frage kommen. Er nennt Breitſcheid und Lan dsberg. Von dem erſteren behauptet er, daß dieſer gar keine Ausſicht habe. Als Kandidat der en⸗ trumspartei käme der deutſche Pariſer Geſandte Dr. Mayer in Frage, während die Demokraten ihren an⸗ didaten Graf Bernſtorff in den Vordergrund gen möchten. e, Der Miniſtermord und die deutſche Kreditfähigleit. Der Mord an Rathenau und ſeine politiſchen Begleit⸗ zuſtände ſetzen Deutſchland der ernſten Gefahr aus, an ſeiner internationalen Kreditfähigkeit Schaden zu nehmen. Näher denn je ſeit der politiſch⸗militäriſchen Kakaſtrophe des Weltkrieges waren wir in dieſen letzten Wochen der Erneuerung des Vertrauens der Weltfinanz gekommen. lichen Verhältniſſen ausgehenden Zwang, gezeigt auf der Pariſer Konferenz internationaler Bankiers, die, wenn ſie auch zu dem Erfolg eines Auleiheabſchluſſes nicht oder noch nicht hat führen können, doch den großen Fortſchritt prinzipieller Anleihebereitſchaft der führenden Kreiſe der Weliſinanz gegenüber Deutſchland klar zum Ausdruck ge⸗ bracht hät. Das wäre nicht möglich geweſen— ſo wenig wie die ſeitdem weitergeführte, die Anleihelinie näher und näher kommende Diskuſſion—, wenn nicht das Ausland Vertrauen zur Stabilität der politiſchen Verhältniſſe in Deutſchland, Vertrauen zur feſten Fu udie rung der deutſchen Republik gewonnen hätte. Die internationale Anleihe und die mit ihr zwangsläufig ver⸗ bundene Neuregelung der finanziellen Kriegsliquidation, der Reparation, iſt für das ſtagtliche und wirtſchaftliche Deutſchland eine unentbehrliche Vorausſetzung ſeiner Exi⸗ ſtenz. Von der Löſung dieſer Fragen hängt unſer Wäh⸗ rungsweſen, hängt unſere Verbindung mit dem Weltmarkt, hängt direkt und indirekt unſer ſtaatliches Budget, unſere Steuerpolitik ab, ſie üben ihren beſtimmenden Einfluß auf jeden Teil der deutſchen Wirtſchaft. Der Mord an Rathenau ſetzt uns der ſchwerwiegenden Gefahr aus, das Vertrauen des Auslandes zuuns und zu der Sicherheit der inneren Verhältniſſe in Deutſchland vermindert, vielleicht erheb- li ch vermindert zu ſehen. Der Anleihekredit hängt davon ab, daß der Geldgeber keine Zweifel an der Sicherheit ſeines Kapitals für Zins und Amortiſation hegt. Es liegt auf der Hand, wie der heimtückiſche innere Kampf gegen die deutſche Republik, wie die Folge von Mordtaten und Mordverſuchen gegen Führer und pro⸗ minente Perſönlichkeiten des republikaniſchen Deutſchland auf die Anleihefähigkeit Deutſchlands am Weltfinanz⸗ markte wirken muß. Schon zeigt die Bewegung der Währungswerte die erneute Weiten an, die wir erleiden. Die Verantwortung der Kreiſe, die den Kampf eucgegen. Sie preßte die brennenden Augen auf b ſeidene Decke. Wie ſchwer wurde es 115 doch, 5 gehen— wie mit tauſend Armen fühlte ſie ſich gehalten . 0 doch brannte ihr der Boden unter den Füßen. Sie mußte fort— gleich— trotz der körperlichen Schwä⸗ 12 N e kaum noch Herr werden konnte. Alles drehte 11 ſie; große ſeurige Ringe kreiſten vor ihren Do 91 0 mit Bettys Hilfe hatte ſie bald ihren Anzug Das Päckchen mit den Briefen der Mutter na an ſich und ihre Barſchaft. Alles übrige. zupacken und ihr nachzuſchicken, verſprach ihr unter 1 das ihr treu ergebene Mädchen. a nten in der großen Halle vertrat iht der L i⸗ onsrat den Weg. Anſcheinend hatte er auf ſie 1 5 tet. Mit ſchmerzlichem Vorwurf ſah er ſie an. Wollen Sie wirklich ihren Eigenſinn durchſetzen!? Ich laſſe Sie nicht fort, Lore Berger.“ „Sie müſſen es doch, Herr Grafl Eigenſinn, ſagen Sie— bei mir nennen Sie es ſo!— In Ihren K 45 man es anders, würde man 3 Ehtgefn 1 90 nen ⸗ „Lore, rechten Sie doch nicht mit den Ausdrücken einer halb unzurechnungsfähigen Frau!— J 1 aa Ke, de e e ae N ernehmen, Sie in einem ſol üche⸗ zuſtand reiſen zu laſfen.“ ſolchen Schwäche koͤnnen wir die Verantwortung „Das laſſen Sie meine Sorge ſein, Herr Graf! Ich meiner „Niemand! Auch Siſſi nichtr— Siſſi, die Sie ſo „Erinnern Sie mich nicht an Siſſi!“ murmelte ſte mit erſtickter Stimme. ſowerſe 5„„machen Sie es mir doch nicht ſo 9 Fortſetzung folgt, älern der Dordogne und der Truyere Sonntag, den 2. Juli 1922, nachmittags 3 Uhr am Oehsenbrunnen gemeinsames verbunden mit turnerischen Aufführungen und Gesangs-Worträgen- —— Abmarsch des Zuges ½3 Uhr zum PFestplatze. 0 Aufstellung der beteiligten Vereine um 2 Uhr am„Gasthaus zum Löwen“. Zu dieser 8 4 0 9 10 5 Veranstaltung beehren 5 höflichst einzuladen sich, Der Mors tand: der Turn-Jenossenschaft und des Arbeiter-Cesang-Vereins„Harmonie“ Viernheim. die Gesamt- Einwohnerschaft Sommer- Fest Viernheims cele-kesdnh Merch eee . Das hat ſich, gefördert durch den von den weltwirtſchaft⸗ gegen die Republik in unſeren Grenzen führen, iſt unge⸗ heuer, der mit jedem Niedergang der Anleiheausſichten, mit jeder Währungsentwertung verbundene erneute An⸗ ſtieg der Teuerungskurve zeigt, wie ſchwer alle Teile des Volkes zu leiden haben. Es iſt nichts anderes als ein Verbrechen am deubſchen Volke, auch an ſeiner ökonomiſchen, wie an ſeiner politiſchen Exiſtenzkraft, das ſyſtematiſch begangen wurde, und in der Ermordung Ra⸗ thenaus, auf deſſen Wirken ein weſentlicher Teil der zu⸗ nehmenden Kreditwürdigkeit Deutſchlands beruhte, ſeinen Höhepunkt gefunden hat. Die Republik hat ſich zu ſchärf⸗ ſtem Kampfe gegen die Reaktion entſchloſſen, ihre Füh⸗ rer ſind gewillt, mit entſchiedenem Durchgreifen die Sta⸗ bilität unſerer politiſchen Verfaſſung zu ſichern, mit jeder Energie alle Verſuche, Deutſchland in die Zeiten der Ver⸗ wirrung zurückzuwerfen, zu verhindern. Die große Mehr- heit des deutſchen Volkes ſteht hinter der Regierung, um ſie in dieſer Aktion zu unterſtützen. Wir hoffen, daß das Ausland, das den ernſtlichen Willen der deutſchen Re- publik zur Arbeit an der eigenen wirtſchaftlichen Erneue⸗ rung und zur Mitarbeit an der Geſundung der Weltwirt⸗ ſchaft anerkannt hatte, aus dem Vorgehen der Reichsregie— rung und aus dem Verlaufe der Reichstagsverhandlungen die Gewißheit entnimmt, daß jeder Verſuch, die Konſoli⸗ dierung Deutſchlands auf republikaniſch-demokratiſcher Baſis zu ſtören, mit Kraft zurückgewieſen und zur Aus⸗ ſichtsloſigkeit verurteilt ſein wird. Wir hoffen, daß dieſe Erkenntnis beruhigend wirken und der weiteren Entwick— lung der Anleihefrage förderlich ſein wird. Dabei möge man nicht außer Acht laſſen, daß eine billige, der Lei⸗ ſtungskraft Deutſchlands gerecht werdende Regelung der Reparations⸗ und Anleihefrage wie nichts anderes geeig— net ſein wird, die Baſis, auf der das republikaniſche Deutſchland ſteht, zu befeſtigen und damit die Ordnung der Dinge in Deutſchland und in Eurgpa ſicher zu ſtellen. ö(Frankf. Ztg.) Vermiſchtes. „Friederikus Rex“ verboten. Im Palaſt⸗Theater in Weimar ſollte geſtern der Film„Friederikus Rex“ zum erſtenmal aufgeführt werden. Eine Stunde vor Be⸗ ginn der Vorſtellung traf das Aufführungsverbot ein, ſodaß die Vorſtellung unterblieb. Schweres Unglück auf dem Wannſee. Ein Segel⸗ ſchiff kam auf dem Wannſee in voller Fahrt vor den in voller Fahrt befindlichen Sterndampfer„Berlin“. Der Sterndampfer fuhr auf das Boot auf und brachte es zum kentern. Das Boot war mit drei Perſonen beſetzt, von denen ſich nur eine retten konnte. Meuternde Schif smannſchaft. im Hafen von Cadix liegenden peruaniſchen Damp⸗ fers„Chorropa“ hat gemeutert und das Schiff in Brand geſteckt. Nach acht Jahren aus rufſiſcher Zivilgefangenſchaft zurückgekehrt. Aus ruſſiſcher Zivilgefangenſchaft iſt jetzt nach achtfſähriger Abweſenheit der Meiſter Franz Gerdes nach Bielefeld zurückgekehrt. Der Heimgelehrte, der bei Ausbruch des Krieges in einem Werke bei Pe⸗ tersburg als Meiſter beſchäftigt war, befand ſich ſeit 1914 in ruſſiſcher Zivilgefangenſchaft, während es ſei⸗ ner Frau damals gelang, in die Heimat zurückzu⸗ kehren. Gegen die kommunalen Getränleſteuern. Der Verbandstag des rheiniſch weſtfäliſchen Wirteverbands beſchloß die Einleitung einer Proteſtbewegung gegen die kommunalen Getränkeſteuern im Zuſammengehen mit den Handelskammern. Auch ſoll die Konzeſſio⸗ nierung des Flaſchenbierhandels angeſtrebt werden. Ter Ehemann als Giftmiſcher. Mit der ſeltenen Anklage wegen Giftmordes hat ſich in einer mehr⸗ ſägigen Verhandlung das Schwurgericht des Landge⸗ richts! Berlin zu beſchäftigen. Angeklagt der Ermor⸗ dung ſeiner Bhefrau iſt der Heizer Paul Marczak. Am 15. Juli v. J. verſtarb die Ehefrau des Angeklagten unter Krankheitserſcheinungen, die den Arzt zur Aus⸗ ſtellung eines Totenſcheines veranlaßten, in dem als Todesurſache„akuter Magen⸗ und Darmkatarrh in⸗ folge Genuſſes ſchlechten Fleiſches“ angegeben par: Der Angeklagte legte eine angeblich von ſeiner Ehe⸗ frau unterzeichnete Willenserklärung vor, nach, der ihre Leiche verbrannt werden ſollte und betrieb die Feuerbeſtattung mit auffälliger Eile. Auf Grund and. nymer Schreiben tauchte jedoch plötzlich Ri nene des Giftmordes gegen den Angeklagten auf. Die Leiche wurde beſchlagnahmt, geöffnet und die Eingeweide dem Gerichtschemiker überwieſen. Dieſer ſtellte das Por⸗ handenſein einer arſenigen Säure in den Leichenteilen feſt. Die weiteren Ermittelungen ergaben, daß Frau Marczak zwei Tage vor ihrem Tode. des Nachts eine Nachbarin geweckt und dieſer gegenüber über ſtarkes Erbrechen und Magenſchmerzen geklagt habe, Sie er⸗ zählte, daß ſie Milch getrunken habe, die ihr Mann aus dem Kuhſtall geholt und die eigentümlich metal⸗ liſch geſchmeckt habe. Außerdem bekundete der Sohn des Angeklagten, daß er geſehen habe, wie ſein Vater aus einer großen Tüte„weißen Zucker“ in die Milch geſchüttet habe. Da ſich außerdem auch noch heraus⸗ ſtellte, daß die Erklärung bezüglich der Feuerbeſtat⸗ 9 39 ner verhaftet. porläge. Er überbrachte u. a. Die Mannſchaft des tung auf Erſuchen des Märezak von einer Hausbewoh⸗ ln nchtelalech geſchrieben worden war, wurde er Vor Gericht pee Fe 0 rau ermordet zu haben. Sein Verteidiger tr e Jenes nach der Richtung hin an, daß Selbſtmoed Toten vom 1. Juni, in dem ſie erklärte, ſie wolle ſich das Leben nehmen. * Verkehrte Welt. In einer Weimarer Zeitung lief eine unternehmungsluſtige junge Dame folgendes In⸗ ſerat erſcheinen:„Junge hübſche Dame, die bevufs⸗ tätig iſt und Familie ernähren kann, ſucht zwecks bal— diger Heirat Bekanntſchaft eines jungen Herrn, der kochen, haushalten uſw. kann, eventuell aus der Scho. koladebranche.“ Mutmaßliches Wetter. Der Hochdruck im Südweſten gewinnt an Elufluß Am Freitag und Samstag iſt vorwiegend heite res, trockenes und ziemlich warmes Wetter zu er warten. Aus Nah und Fern. Kärksruhe, 27. Juni.(Aus dem Malerge⸗ werbe.) Der Landesverband Badiſcher Maler- und Tünchermeiſter hielt vorgeſtern hier eine durch den des Jahres. Streik im badiſchen Maler- und Tüncherhandwerk ver— anlaßſte Landesausſchußſitzung ab. Baden⸗Vaden, 27. Juni.(Abſturz.) Bei einer Klettertour an den Batterfelſen in der Nähe des Alten Schloſſes ſtürzte der Ingenieur Ernſt Jacobi infolge Seilbruchs 8 Meter tief ab und erlitt ſo ſchwere Ver⸗ letzungen, daß er kurze Zeit nach dem Unglücksfall ſtarb. Untergrombach(bei Bruchſal), 27. Juni. Durch Feuer iſt das Haus des Landwirts Joſef Fetzer II völlig zerſtört worden. Auch die große Doppelſcheuer wurde in Schutt und Aſche gelegt. 5 Kappel a. Rh., 27. Juni.(Freilichtbühne.) Die Freilichtbühne findet, wie die zweimalige Aufführung der „Prezioſa ſchon bewieſen hat, einen ſehr guten Anklang. Die einzelnen Szenen des neuen Stückes kommen in der bunten und maleriſchen Tracht trefflich zur Ausführung. Die ſtürmiſche Huldigung des Volkes von Madrid an das Zigeunermädchen, die Aufführung des Zigeunertanzes vor den ſpaniſchen Edelleuten, in welchem Prezioſa durch Schönheit, Grazie und Würde wie ein Märchenkind aus der wilden Zigeunerhorde hervorleuchtet, ſind außer⸗ ordentlich wirkſam. Der Beſuch der Aufführung kann heſtens empfohlen werden. a Vöhrenbach(bei Villingen), 27. Juni.(Unglück.) Ein ſchweres Sprengunglück hat ſich beim Bau des Kraftwerks in Linachtal ereignet. Einige Sprengſchüſſe waren zu früh losgegangen, ſo daß ſich drei Arbeiter nicht mehr rechtzeitig an Sicherheit bringen konnten. Der 26jährige Arbeiter Wilhelm Stern aus dem Amt Wolfach ſtarb an den erlittenen Verletzungen, während die beiden zndern in Lebensgefahr ſchweben. Herdern(bei Waldshut), 27. Juni.(Unfall.) An der Bauſtelle des Kraftwerks Eglisau-Rheinfelden fiel dem Arbeiter Erwin Meier ein ſchwerer Stein auf den Kopf und führte ſeinen Tod herbei. Oberwihl(Amt Waldshut), 27. Juni.(Ertrun⸗ ken.) Beim Baden in der Alb iſt der in der Papierfabrik Albbruck arbeitende Friedrich Albietz von hier ertrunken. Er war allein an eine tiefe Stelle gegangen, um dort das Schwimmen zu lernen. Stockach, 27. Juni.(Autounfall.) Hier ereig⸗ nete ſich vorgeſtern in der Nähe von Wahlwies ein ſchwe⸗ rer Autounfall. Die Steuerung eines Kraftwagens ver⸗ ſagte, der Wagen überſchlug ſich und wurde vollſtändig zertrümmert: Die Inſaſſen, 3 Erwachſene und 2 Kinder, Wagenlenker, ein Mechaniker, zeigte nach dem Unfall Gei⸗ Kecsgoſtärtheit N Baden⸗VBaden, 28. Juni. Die Zahl der Kurgäſte betrug bis geſtern 37543. 5 Heivelberg, 28. Juni. Hier fand vorgeſtern eine von ungefähr 4000 Perſonen beſuchte Trauerkundgebung der Regierungsparteien für Rathenau ſtatt. Alle Red— ner, auch ſolche der Unabhängigen und Kommuniſten, bekundeten ihren tiefſten Abſcheu vor der Tat. Mimmenhauſen(bei Ueberlingen), 28. Juni.(Er⸗ trunken.) Das 1½ jährige Kind der Eheleute Muffler hatte ſich in einem unbewachten Augenblicke entfernt und blieb verſchwunden. Jetzt fand man ſeine Leiche am Rechen der Oelmühle. 18 Aus dem übrigen Neich. Von der bayeriſchen Grenze, 28. Juni(Ein Schwindler) In der Umgegend von Unterthingau trat ein elegant gekleideter, zungengewandter Herr auf und machte eine Großbank errichten, zu deren Fundierung er noch Kapitalien von 5000 Mk. aufwärts brauche. Die Ein⸗ leger würden an glücklich verlaufenden Spekulationen, über welche er ſchon des näheren ſich ausließ, im Ver⸗ lauf von 10 Jahren könnten aber auf Wunſch 7000 Mark ſtatt der 5000 Mk. zurückbezahlt werden. Er an einem Tage 40 000 Mk. eraattern. a auch einen Brief der * erlitten alle mehr oder minder ſchwere Verletzungen. Der den Bauern vor, er wolle in München. hältnis zu ihrer Einlage beteiligt werden. Nach Ab⸗ Lokales. — Der Juli. Der Juli führt uns auf die Höhe Zwar iſt der Tag, da wir die Sonne auf ihrem höchſten Gipfel ſchauten, dahingegangen, aber er⸗ ſahrungsgemäß bringt dieſer Monat die heißeſten Wo⸗ chen, zuguterletzt die Hundstage, die nach altem Wetter⸗ glauben mit der größten Hitze aufwarten. Und ſo muß es ſein: Im Juli warmer Sonnenſchein, macht alle Früchte reif und fein, heißt ein altes Sprüchlein. Im vollen Glanz der Juliglut reifen die Garten- und Wald⸗ beeren, entwickeln ſich die Trauben, daß ſie der Auguſt kochen und der September braten kann. Da reift vor allem die goldene Halmenſaat. In den meiſten Gegen⸗ den beginnt um Jakobi(25. Jiuli) die Ernte. Man ſagt: Wenn Jakobi kommt heran, man den Roggen ſchneiden kann. Von jeher hat man dieſem Tage in Bezug auf das Wetter prophetiſche Eigenſchaften zuge⸗ ben: Ein trockener, heller Jakobitag ſoll glückverheißend für die Ernte ſein. Vom 2. Juli heißt es da und dort: Geht Maria übers Gebirge naß, ſo regnets ohne Unter⸗ laß. Eine wetterkündende Zauberkraft wird ſodann dem 10. Juli zugeſchrieben: Iſt der Siebenbrudertag ein Regentag, ſo regnet es ſieben Wochen darnach. Auch Regen am Margaretentag(15. Juli) iſt und bleibt'ne Plag. Und weint gar Magdalena(22. Juli) um ihren Herrn, ſo folgt der weitere Regen gern. Seit dem 22. Juni wandert die Sonne wieder dem Himmelsäquator zu: und zu Ende Kuli lanat ſie am 18. Grad an. Handel und Verkehr. Mannheimer Produkten börſe, 26. Juni. An der hie⸗ ſigen Produktenbörſe war die Stimmung für alle Ar⸗ tikel ſehr feſt, und die Preiſe erfuhren in Anbetracht der ſtarken Steigerung der Deviſenkurſe erneute Er⸗ höhungen, denen gegenüber ſich aber die Käufer zu⸗ rückhaltend verhielten und zu kleinen Abſchlüſſen ſchrit⸗ len. Man nannte offiziell ſür: Weizen 19201972, Roggen 1580-1600, Haber 1600-1610, amerik. Mais 1325, Weizenkleie 1025, Biertreber 900, Preßſtroh und gebünd. Stroh je 360— 400, Reis 2100-2400 Mk. die 100 Kilo waggonfrei Mannheim netto Kaſſe. Für Gerſte, die mangels Angebote nicht offiziell notiert wurde, hörte man Forderungen von 18001900 Mk. die 100 Kilo. Mannheim, 26. Juni. Zum Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben: 108 Ochſen, 189 Bullen, 589 Kühe und Ninder, 293 Kälber, 125 Schafe und 878 Schweine. Bezahlt wurden für die 50 Kilo Lebendgewicht für Ochſen 1900— 2350, Bullen 2000—2700, Kühe und Rinder 1350-3050, Kälber 2700-3450, Schafe 1500 dis 2200, Schweine 4800—5400 Mk. Stimmung: Han⸗ del mit Großvieh und Schweinen mittelmäßig, mit Kälbern und Schafen lebhaft. 8 e e Amtlicher Teil. Betr.: Das Reinigen der Schornſteine. Das Reinigen der Schornſteine in der Gemeinde Viernheim beginnt am Montag, den 3. Juli lfd. Js. Betr.: Die Erhebung der Gemeindeumlagen in RJ 1921. Betr.: Die neuen Gemeindeſteuerzettel für 1921 ſind mit dem 22. Juni 1922 als zugeſtellt zu betrachten. Heſſ. Bürgermeiſterei Viernheim: Lam berth. Turnen, Spiel und Sport. * Fußballmampf Viernheim Weinheim am Tivoli! Am kommenden Samstag Abend um ½7 Uhr ſpielen am Tivoli die komb. 1. Mannſchaft von Ami⸗ eltia und Sportverein gegen die 1. Mannſchaft von Fuß⸗ ballverein Weinheim, die als Städtemannſchaft von Wein⸗ heim gilt. Die Viernheimer Mannſchaft beſteht aus den Spielern, Tor: Schmidt; Vert. Haas, Andr. Stumpf; Läufer: Bergmann Jakob, Haas Phil., Martin Leonh; Stürmer: Beyer, Schmitt Leonh, Niebler, Schmitt Wilh., Hook. Von beiden Verelnen ſtehen alſo die beſten Leute, und man darf geſpannt ſein, wie ſich die Mannſchaft ſchlägt. Eines hat die Mannſchaft für ſich: das Intereſſe ſämtlicher Fußballanhänger von Viernheim, die ſicherlich am Samstag alle am Tivoli erſcheinen, um die Amleitla⸗Sport⸗ vereins⸗Mannſchaſt gegen einen alten Rivalen zu ſehen. Hoffen wir auf ein günſtiges Reſultat und ein volles Haus! Gebetzeiten der jüdiſchen Gemeinde. 1. Juli 5 5. Tammus Sabbat⸗Anfang 7890 Uhr Wochenabſchltt 1 Morgen 800 Uhr Korach„„ Nachmittag 4% Uhr Perek 4„ Abend 94% Uhr Wochentag⸗Abend 800 Uhr „ Morgen zu verkaufen. Lauch⸗ und— 4 bald ageholngen mit Hohlsgum u. Habkelknopfchen⸗ garnitur 9 00 Mk. lieler klusen 1 aus weissem Waäschstoff mit abnehm⸗ baren Kragen u.— 9 8 Grössen 175˙⁰⁰ 1 Mk Vollvofle-Biusen in modernem kHlemdfacon, neue aparte Streifen, in allen 098 2955 Mk. Hostüm-fiöclke, in hellen modernen Stoffen für Touren 185˙⁰ 8 doppelbreit und Reise 185 eintarbig 2 III 8 Hostüm- Hocke, Faltenfacon marine und grün sehr preiswert 2950 M. Joll.holle Musseline reiche Musterauswall Meter 69.50, MHostüm-, Mantel- und Anzug-Stoffe Weill Voll-Voile 140 em breit 125 Meter 178., 148. Perkal für Hemden und Blusen neueste Streifen Meter 60. 50, 59. 50, 795 49˙¹ 495% Verkauf nur solange Vorrat! n WRONKEE in kräftigen, mittel- farbigen Stoffen Schw. Mpasra⸗ Man modernes Facon in allen Grössen 395% 0 Serie J 575.—, Serie II M. in grosser uswahl zu noch sehr vorteilhaiten Preisen! Dirndi- leider in hübschen neuen Dirndlstoffen, sehr 100 00 2 980 Mk. Damen- Mäntel, Mannheim mige„Wanderer Blernteim. „Solidarität“ Eladung. ö Am Sonntag, den 2, Juli 1922 betefligt ſich unſer Verein an dem Sommer⸗Feſt der Mannheimer Sportgenoſſen. Ab⸗ fahrt um ½12 Uhr vom Lokal. Pünktlich und zahlzelches Erfcheinen erwartet Der Vorſtand. 17500 e Achtung! Muſikfreunde! 1 Ihre Muſikinſtrumenten und Erſatz⸗ teile jeder Art kaufen Sie am billigſten und vorteilhafteſten im Muſik⸗Haus Hauf Weinheimerſtr. 74 CINITIxI TITEL TIA AIT IAHITNAIITIrI ITI ILIT III Biernheim Turnerbund Viernheim. Freitag Abend 9 Uhr Eſnübung der Freiübungen für nach Neckarau. Es iſt Ehrenſache eines jeden aktiven Turners zu erſcheinen. Der Vorſtand: Karl Hoock SSG SSS SSS 888888 — aan inen f urbonl fit Sauren durlhhrunden bei Mitglied Franz Erhardt zum grünen Laub. Jedes Miiglied hat ſeine Mitgliedskarte mitzubringen. Der Vorſtand. S für Knaben und Herren, zu haben bei erntart 3 Lorſcherſtraße. L an missen 8g uns chen TAI M T iTiriTICITEETILTINtTiLT Int Bitte naresse genau ee 28 wenn Sie noch billige Schuhwaren kaufen wollen, Unsere Nuswahl ist unbegrenzt! Unsere Preise sind staunend billig! weit unter Tagespreis! Unsere Uualitäten sind vorzüglich! Herren- und Damen-Stiefel und Ralbschuhe Lack, schwarz und neueste Modefarben Sandalen Pantoffeln Badeschuhe Turnschuhe Weisse Spangen- u. Halbschuhe Alles nur erstklassige Fabrikate! Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft! Schuhlager Bebrüder Major Mannheim:: Schwetzingerstrasse 39. Telefon 719. mit 10 Jungen zu verkaufen. . Aleranderſt. 18. Magen i 8 5 8 8 5 hat sich bei Bedarf olerher Arno; fur Herren, Jungunge ung Hnaden immer das weithin bekannte 4 Spezialhaus 4 al. Simon. HMananeim 8 J, 3 Breilestrasse 8 1, in Beaug aul Rilligkeit, Qualitat, uswahl und. moderne MHacharten bestens bewährt. Machen 810 bill einen versuch! ſliesenlager moderner fegen- und Bummimüntel. Hosen fär Sonntags und für die Arbeſt Hnaben- und Schülerhosen aus Resten stets billig. Durch frühzeitige Einkäufe bin ich in der Lage, zu angenehmer Preislage jedermann zu dienen.“ ſchnel, gut und billig mtc [[Ein gebrauchtes, Fahrrad liefert in 8 Tagen Slürkewasche Herrenleihwäsche Annahmestelle b. Frisgurhelschert Lorscherstr. Küchenein. neu und weißlack. K. Diwan, Sofa, Vertiko, Waſchk. mod, lack. Schlafzim⸗ mer, Betten, Kinderb. 2tür, gebr. Schränke Bücherſchr., Fahrrad, Nähmaſchine uſw.e bil- lig zu vk. Klinger 8 2, 6 Man ubeim. . Kapallerhaus Mannheim J, 20 Fernsprech. 5433 An- U. Verkaufs-6e. schäft für neue und getragene Damen- l. Fe All, Aft, Belsearffkel Möbel, pfandschein Spezialität: Damen-, ferren- und Kinderschuhe. Jede Uhr repariert in eig. Werkſtätte „Klug, Uhrmacher, blase u. Huge in allen Größen zu den bllligſten Prelſen Jakob Beyer Rathausſtraße. guterhaltenes Herren- mit n. Bereifung zu verkaufen. Michael Bauer 9. a e 12 Gebiſſe, Uhren und Platin, Breunſtifte, Pfandſcheine über Juwel. kauft, tauſcht ſtreng reell zu höchſt. Preiſen Cuenther- Sommer Mannheim Q 4. 1. Täglich friſche zum Tagespreis verkauft Georg Dewald 3. Steinſtraße 26 Zahle hohe Preiſel für Alt Gold, Silberwaren, Platin, Münzen Zahngebiſſe, Schmuckſachen, Brillanten. Kaufea v Händlern bat dringend zul erſcheinen. Samstag Abend ½7 Uhr am Tivoli Kirschen fr dug und al. N. Werle Fußballklub Amicitia 1909 e hinterm Gaswerk. Sonntag, den 2. Juli Vormit⸗ tags ½10 Uhr Tim Lokal Zum goldenen Stern ½ jährige General⸗ Wasen. Jedes Mitglied ne ee eee komb. Mannſchaft gegen Fußballverein Weinheim Slädtemannſchaſt. J Spottperein 09 Viernheim Samstag Abend ½7 Uhr Am Tivoli: — 1 left Sher pere A1 0 l 8 eren Homh. l. n. gegen Fussballverein Weinheim Städtemannſchaft. Sonntag morgen 9 Uhr: Leichtathletih. Wir erwarten von unſern Mit⸗ gliedern vollzähliges Erſchelnen. Der Vorſtand. Schokolade, Tee, Pra⸗ lines, Kakao, Bombons, Weinbrand⸗ Verſch: Keks, Kümmel, Zwie⸗ back, Johannisbrot, Zucker in jeder Menge. Hügelſtraße 2. Bartman, Mannheim 32,22 32, 22 E zu billigen Preiſen Jakob Beyer. Flaſchen jeder Art kauft zu den höchſten Tages prei ſen ud er geehrte ich dle nommen habe Mannheimer Weiſe weitergeft ausgeführt. Ebe Fahrrädern. CCC „„ h h h h h den 9 dlene hiermit zur Nachricht, daß Fahrrad⸗ Handlung mit Reparatur⸗Werkſtätte von Joh. Hoock 9, Neubauſtr 11, über- Alle Reparaturen werden von mir auf das ſorgfaltigſte und zu bllligen Preiſen Gummi und Mäntel auf Lager und bin Eteferant auch von neuen Um geneigten Zuſpruch blttet Fl. Philipp annheimerſtraße 28. Schindler, Aunaſtraße. Geſchiſtz„Uebernahme Empfehlung. n Einwohnerſchaft, insbeſondere und in melner Behauſung, ſtr. Nr 28, in unveränderter ihrt wird. 1115 halte alle Erſatzteile ſowle Hochachtungsvoll 5p Wiegand. 2220. cr 1 A