Erſcheinungsweiſe: Tüglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn. in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbeſ.⸗Geb Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtraße 1, W Oppauer Straße 8, Se Freiburger Straße 1 leue Mannheimer o Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſ chrift: NRemajerr Mann heim Einzelpreis 10 P. ütun Unzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 3, 7 mm breite Reklamemillimeterzeile 50 3. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheitsanzeigen beſondere Preiſe. Bei Zwangs⸗ vergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr fürAnzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. Sonntags⸗Ausgabe Au.B Euglands R Aufträge aus aller Welt Meldung des DR B. — London, 26. Mai. In großer Aufmachung weiß der ſozialiſtiſche „Daily Herald“ zu berichten, daß die engliſchen Rü⸗ ſtungsfirmen zur Zeit mit der Herſtellung von Wafſen aller Art beſchäftigt ſeien. In Shef⸗ field werde Tag und Nacht an der Herſtellung beſonderer Stahlarten für Flugzenge gearbeitet. In einigen Fällen habe ſich der Umſatz neuerdings ver⸗ doppelt. Viele Firmen hätten Hunderte von neuen Arbeitern eingeſtellt. Am größten ſei die Beſchäfti⸗ gung der Firmen, die Kriegsflugzenge her⸗ ſtellen, und drei der führenden engliſchen Fabriken ſeien zur Zeit mit Millionenaufträgen aus den verſchiedenſten Ländern auf Kampſ⸗ und Bombenflugzeuge beſchäftigt. Als Beweis hier⸗ für ſei das Anziehen der Aktien engliſcher Flug⸗ zeugfirmen anzuſehen. 825 Millionen Franken für die franzöſiſchen Seerüſtungen Meldung des DNB. — Varis, W. Mai. Der Maxineausſchuß der Kammer hat dem Teil der neuen Kreditſorderungen der Regierung zuge⸗ ſtimmt, der ſich auf den Aus ban der Kriegs⸗ marine und der damit zuſammenhängenden Ein⸗ Lichtungen bezieht. Hierbei handelt es ſich um 825 Millionen Franken, die auf die Jahre 1934 bis 1938 verteilt werden ſollen. 155 Millionen ſollen im Jahre 1934 für die Aulegung von Brennſtoff⸗ behältern verausgabt werden und 251 Millionen im Jahre 1935 für den gleichen Zweck. 189 Millionen ſollen auf drei Jahre verteilt für dieſelben Anlagen verwandt werden. 80 Millionen ſind für den Aus⸗ ban der Verteidigungsanlagen an der franzöſiſchen Nordküſte von Dünkirchen bis zur Seinemündung und für den Bau von Küſtenbat⸗ terien an der algeriſch⸗tuneſiſchen Küſte vorgeſehen. 100 Millionen ſollen für die Marineluft⸗ fahrt zur Verfügung geſtellt werden und 50 Mil⸗ lionen für gewiſſe luſtfahrttechniſche Einrichtungen. Neues griechiſches Flottenbauprogramm — London, 25. Mai. Einer Reutermeldung aus Athen zufolge hat die griechiſche Regierung ein neues Flottenbauprogramm vorbereitet, das den Bau von einem leichten Kreuzer und 16 Zerſtörern vorſieht. Das Programm ſoll in vier Abſchnitten durchgeführt werden, von denen der erſte im Finanz⸗ jahr 1936/37 beginnt. 23—— Enzpland als Schulöner Amerikas Von unſerm Londoner Vertreter⸗ 8 London, 26. Mai. In der engliſch⸗amerikaniſchen Schuldenfrage iſt bisher noch kein Fortſchritt erzielt worden. Nach den jüngſten Beſprechungen des engliſchen Botſchafters in Waſhington mit Rooſevelt ließ die Londoner Re⸗ gierung inoffiziell verlauten, daß ſie eine weitere Erklärung des Präſidenten Rooſevelt abwarte, ehe ſie ſich über die Frage entſcheide, ob und in welcher Höhe am 25. Juni eine Anerkennungs⸗ gebühr gezahlt werden ſolle. Wie nun der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Telegraph“ erfährt, beſteht keine Ausſicht, daß Präſident Rooſe⸗ velt in nächſter Zeit eine ſolche Erklärung abgeben wird. Damit iſt für die engliſche Regierung eine neue Schwierigkeit aufgetaucht. Es iſt noch völlig ungewiß, was das Kabinett jetzt in der Frage der Mitte nächſten Monats fälligen Schuldenzahlungen tun wird. Sondoner Betrachtungen über die Berliner Transferkonferenz Von unſerm Londoner Vertreter 8 London, 25. Mai. Eine Reihe der heutigen Morgenblätter will wiſ⸗ ſen, daß die gegenwärtig in Berlin ſtattfindenden Verhandlungen im Laufe der kommenden Woche mit der Erklärung eines ſechsmonatigen Memo⸗ randums, in das aber die Dawes⸗ und Moung⸗ Anleihe nicht einbezogen werden, enden wird. Es ſoll ſich dabei aber nur um ein vorläufiges Abkom⸗ men handeln. Während der Dauer des Moratoriums ſollen weitere Verhandlungen mit den einzelnen Län⸗ dern, beſonders auch über die beiden Reparations⸗ anleihen vorgenommen werden. Der Hauptszweck die⸗ ſer Beſprechungen ſoll aber, wie insbeſondere der „Daily Herald“ mitzuteilen weiß, darin liegen, Han⸗ delsverträge abzuſchließen, die Deutſch⸗ kand einen größeren Export ermög⸗ üi Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 daeeuen acessonb Lord Londonderry ſagt die Wahrheit Bemerkenswerte Offenheit des engliſchen Luftfahrtminiſters Dirahtbericht unſ. Lon doner Vertreters § London, 26. Mai Der„Empire Day“, der ſeit einer Reihe von Jahren regelmäßig am 24. Mai gefeiert wird und insbeſondere dem Zuſammengehörigkeitsgefühl des engliſchen Weltreiches dient, war diesmal zum erſten Male einer ganz groß aufgezogenen Luft⸗ propaganda gewidmet. Die ſonſt völlig unzu⸗ gänglichen Flugplätzé der Royal Air Fleet konnten während der Nachmittagsſtunden beſichtigt werden. Lord Londonderrg Zu den in der näheren Umgebung von London lie⸗ genden Flugplätzen ſtrömten ganze Autokarawanen und manche der Flugplätze konnten eine Beſucher⸗ zahl von mehr als 10000 Perſonen aufweiſen. Die Regie war ganz ausgezeichnet. Scheinbar war den Zuſchauern völlig Freiheit gegeben, alles, was ihnen bisher ängſtlich verſchloſſen war, zu beſichtigen. Man konnte frei an jeden Apparat gehen und die Maſchi⸗ niſten und Piloten gaben über alles bereitwilligſt Aus⸗ kunft. Im Grunde war nicht mehr zu ſehen, als in der Oeffentlichkeit bereits bekannt war. Neue Typen, von denen jüngſt in der Preſſe zu leſen war, ſo Nachtbombenflugzeuge von beſonders großem Ausmaß ſowie kleine Kampfflieger, die durch ihre außerordentliche Schnelligkeit und Wendigkeit beſonders im Flugabwehrkampf gebraucht werden ſollen, wurden nicht gezeigt. Auf die Bevölkerung machten naturgemäß die akrobatiſchen Kunſtſtücke, beſonders die verſchiedenen Formen des Geſchwaderfluges, einen ſtarken Ein⸗ druck. An einzelnen Flugplätzen wurden auch Bom⸗ benabwürfe und Zielübungen vorgenommen. Die Abwürfe der Scheinbomben geſchahen aber nur aus ſehr geringer Höhe. Der von den Blättern ange⸗ kündigte„Blick hinter die Kuliſſen der Royal Air Fleet“ war natürlich nichts anderes als ein Propagandabluff. Alles, was die Zuſchauer gereizt hätte, war faſt vollſtändig den Blicken der Oeffentlichkeit entzogen. Während eine Reihe von Hangars ihre Tore weit geöffnet hatten und ſo an⸗ zudeuten ſchienen, als ob alles offen gezeigt würde, waren andere Schuppen um ſo feſter verſchloſſen und unauffällig ſuchten die Wachmannſchaften die Zu⸗ ſchauer von dieſen Stätten wegzuhalten. Der Kö⸗ nig ſelbſt hat geſtern ſeinen Aufenthalt in Sund⸗ ringham unterbrochen und iſt mit der Königin zu einem nahegelegenen Flugplatz gefahren. Dem König iſt auch der neue Apparat vorge⸗ führt worden, der eine Geſchwindigkeit von mehr als 450 Stundenkilometer hat. Auf dem Flugplatz in Endover iſt es geſtern zu einem tragiſchen Zwiſchenſall gekommen. Vor den Augen der zahlreichen Zuſchauer ſtürzte ein Aero⸗ plan, der in niedriger Höhe Trudelverſuche machte, ab. Der Apparat ging beim Aufprall auf die Erde ſofort in Flammen auf und beide Piloten kamen ums Leben. Der geſtrige Tag war auch für den Luftfahrt⸗ miniſter ein willkommener Anlaß, von ſich aus ſein Teil zur Luftflottenpropaganda beizutragen. Mit bemerkenswerter Offenheit erklärte Lord Londonderry daß ein internationales Abkommen, das die Abſchaffung der Mi⸗ litärfliegerei vorſehe, beſtimmt nicht von langer Dauer ſein werde. Ganz im Einver⸗ nehmen mit den jüngſten Erklärungen Baldwins forderte der Luftfahrtminiſter einen ſtarken Ausbau der engliſchen Luftflotte, der zugleich mit einer groß⸗ zügigen Aufklärungspropaganda in der Bevölkerung verbunden ſein müſſe. lichen. Nach Analogie des Abkommens mit der Schweiz und den Niederlanden ſollen die Länder, die gleiche Waren aus Deutſchland einführen, in der Schuldenfrage beſſer geſtellt werden. Die Beurteilung dieſer Vorſchläge iſt in der eng⸗ liſchen Preſſe nicht einheitlich. Während die„Finan⸗ cial Times“ einigermaßen hoffnungsvoll ſind und be⸗ ſonderen Wert auf die Feſtſtellung legen, daß eine ſolche Regelung nicht endgültiger Natur ſei, ſchrei⸗ ben die„Financial News“, daß die in Berlin ver⸗ tretenen Gläubigerkreiſe wieder peſſimiſtiſch gewor⸗ den ſeien. Der obengenannte Plan ſei nur einer von vielen, und auch bisher noch keineswegs ange⸗ nommen. Die„Financial Times“ halten es für mög⸗ lich, daß die Verhandlungen, da die Gläubigerver⸗ treter unbedingt auf Schluß drängen, Ende nächſter Woche ergebnislos beendet werden. Werbewoche der Deutſchen Turner BVonunſerem Berliner Büro Berlin, 25. Mai. Die Deutſche Turnerſchaft, die mit ihren 1,7 Millionen Mitgliederin der größte Sport⸗ verband der Welt iſt, veranſtaltet vom 27. Mai bis 3. Juni in ganz Deutſchland eine Werbewoche. Der Kreis Berlin wird dieſe Werbewoche heute mit einer Saarland⸗Treuekundgebung verbinden und mit einer Schlageter⸗Gedächtnis⸗ ſtunde eröffnen. 30.000 Turner werden einen großen Sternmarſch durch alle Bezirke der Stadt nach dem Luſtgarten ausführen. Hier wird abends gegen halb 10 Uhr, nach dem gemeinſamen Geſang des Saarliedes, Vizekanzler von Papen als Be⸗ vollmächtigter der Reichsregierung für das Saarland eine große Rede über die bevorſtehende Abſtimmung halten. Die Mörderin Juchniewicz zum Tode verurteilt —Bexlin, 26. Meri. Das Berliner Schwur⸗ gericht verürteilte entſprechend dem Antrag des Staatsanwalts die A4jäbrige Frieda Juchnie⸗ wicz, die am 15. Dezember die 75jährige Witwe Frau Ida Krüger in der Wohnung in der Kopen⸗ hagener Straße 45 nich rgeſchlagen und dann an der Türklinke erhängt hatte, zum Tode und dauernden Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte. Schäeſſtes Vorgehen von Dollfuß gegen die Nationalſozialiſten — Kufſtein(Tirol), 26. Mai. Zu den Maßnahmen, die die Bezirkshauptmann⸗ ſchaft Kufſtein wegen der Aufmalung eines Haken⸗ kreuzes auf einer Felswand ergriffen hat, iſt noch zu melden, daß nach einer amtlichen Verlautbarung alle Grenzübertrittserleichterungen für die Bewohner Kufſteins aufgehoben und ſämtliche Grenzſcheine die für den Kleinen Grenz⸗ verkehr Gültigkeit hatten, den Inhabern abgenom⸗ men wurden. Der Grenzübertritt iſt nur nochch Per⸗ ſonen geſtattet, die jenſeits der Grenze in Arbeit ſtehen. Weiter teilt die Bezirkshauptmannſchaft mit, daß den Kufſteiner Geſchäftsleuten, denen die Aufbringung der Koſten für die Entfernung des Hakenkreuzes auf dem Pendling auferlegt wurden und die ſich weigern, dieſe Beträge zu zah⸗ len, die Konzeſſion zur Ausübung ihres Ge⸗ werbes entzogen wird. Sechs Kufſteiner Natio⸗ nalſozialiſten wurden in ein Anhaltelager eingelie⸗ fert. Weiter erhielten die Gendarmeriepoſten des ganzen Bezirks den Auftrag, bei dem Abbrennen eines Hakenkreuzes auf den Bergen aus national⸗ ſozialiſtiſchen Parteigängern eine Löſchſchar zu⸗ ſammenzuſtellen, die ſofort zum Löſchen dieſes Feuers an Ort und Stelle geführt werden muß. Einreiſe nach Rußland für öſterreichiſche Schutz⸗ bündler wieder geſtattet — Reval, 26 Mai. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die Sowjetregierung die ruſſiſche Geſandt⸗ ſchaft in Prag angewieſen, noch weitere 300 Viſen zur Einreiſe nach Rußland für ehemalige öſter⸗ reichiſche Sozialdemokraten, die nach Niederringung des marxiſtiſchen Putſches nach der Tſchechoſlowakei geflüchtet ſind, auszuſtellen. Dieſe zweite Gruppe von 300 Emigranten wird Mitte Juni ihre Reiſe nach Moskau antreten. Der finniſche Miniſterpräſident in Budapeſt — Budapeſt, 26. Mai. Der ſinniſche Miniſter⸗ bräſident Kivimäki und der finniſche Finanzminiſter Relander trafen Freitag abend in Budapeſt ein. Nr. 235 . 145. Jahrgang— Dämonen über uns * Mannheim, den 26. Mai. Die ganze Welt iſt aus den Fugen. Immer ſtürmiſcher und bedrohlicher wird das Tempo der Entwicklung. In der harten Schule der letzten zwanzig Jahren haben wir zwar alle mit unerhörter Wucht tagtäglich eingehämmert bekommen, wie ſehr das ganze Leben ein täglicher Kampf iſt. Wir ſind dadurch abgehärteter, kampfgewohnter und vielleicht auch ein wenig abgeſtumpfter geworden als viele Geſchlechter vor uns. Es will deshalb ſchon etwas heißen, wenn wir die weltpolitiſche Entwicklung gerade dieſer letzten Wochen als eine beſonders üble Vergiſtung unſerer Lebensluft empfinden. Je mehr wir uns nach Entſpannung der mit Zündſtoff ge⸗ ladenen Atmoſphäre ſehnten, je mehr wir nach un⸗ ſerer innerpolitiſchen Einigung darauf brannten, unſere Kräfte an dem wirtſchaftlichen Wiederaufbau zu meſſen, die unſterblichen Güter der Kultur und Kunſt zu pflegen und mit den anderen Völkern Europas, beſonders mit unſeren großen Nachbar⸗ ſtaaten, zu einer Zuſammenarbeit zu kommen, deſto mehr verſchärften ſich die politiſchen Gegenſätze, deſto ſchlimmer wurde der Unfriede. Alle guten Geiſter ſcheinen uns verlaſſen zu haben. Ein Dämon laſtet auf der Menſchheit, und Europa wird ganz beſonders von ihm heimgeſucht. Gerade in dieſen Tagen, wo in den Herzen aller Chriſtenmenſchen die ewige Ver⸗ heißung der Pfingſtbotſchaft wieder einmal lebendig wurde, iſt uns gar ſchmerzlich zum Bewußtſein gekommen, wie wenig wir in dieſen Zeitläuften der Gnade von der Ausgießung des heiligen Beiſtes teilhaftig werden und wie weit wir davon entfernt ſind, uns zu verſtehen, auch wenn wir in verſchie⸗ denen Sprachen reden. Daran hat leider auch der Völkerbund nichts ändern können. Eben erſt hat das Statiſtiſche Büro in Genf, ſelbſt feſtſtellen müſſen, daß in den verſchie⸗ denen Ländern der Welt allein in den letzten 2 Jahren mehr als 120000 Menſchen durch kriegeriſſche Unternehmungen ihr Leben einbüßen mußten. Dieſe Zahlen werden ſich noch täglich erhöhen, da es bekanntlich noch an⸗ dauernd verſchiedene Kriegsſchauplätze auf der Welt gibt. Erwähnt ſei nur der Bürgerkrieg in China, der noch lange nicht zur Ruhe kommen wird, der Krieg in Südarabien, der wieder aufs neue auf⸗ geflammt ſein ſoll, und die blutigen Kämpfe im ſüd⸗ amerikaniſchen Urwaldgebiet des Gran Chaco, wo gerade in dieſen Tagen erſt wieder eine Verluſtliſte von 6000 Todesopfern auf Seiten Paraguays veröffentlicht wurde. Ohnmächtig hat der Völkerbund dieſer Entwick⸗ lung zuſehen müſſen. Sein Anſehen und ſeine Gel⸗ tung haben ſo in der ganzen Welt ſchwer gelitten Japan iſt ausgetreten und Deutſchland iſt ausgetre⸗ ten, Amerika ſtand ihm ſtets kühl gegenüber, und Rußland war nie darin. Nun ſoll das plötzlich anders werden. Und wodurch? Weil Rußland, das ſich bisher an ſchärfſter Kritik des„Genfer In⸗ ſtituts zur Aufrechterhaltung der Profitwirtſchaft der kapitaliſtiſchen Länder und der Intereſſen der Rüſtungsinduſtrie“ nicht genug tun konnte, plötzlich aus taktiſchen Gründen es für angebracht hält, ſei⸗ nen Beitritt zum Völkerbund anzumelden. Viele Staaten, die von Anfang an Mitglieder des Völ⸗ kerbundes ſind, haben zwar ſchärſſte Bedenken gegen eine Aufnahme Sowjetrußlands, ſo z. B. die Schweiz, die Herrn Litwinow nur ungern das Einreiſeviſum erteilte, ſo England, ſo Holland, ſo Polen. Doch was verſchlägt das? Herr Litwinow hat einen mächtigen Paten in Herrn Barthou, Frankreichs Außen⸗ miniſter. Was die beiden zuſammengeführt hat, ſind die beiderſeitigen Intereſſen, die be⸗ kanntlich immer das beſte Bindemittel ſind. Frank⸗ reich will durch den Beitritt Rußlands das ziem⸗ lich fadonſcheinig gewordene Anſehen des Völker⸗ bundes wieder auffriſchen und durch die plötzlich neuentdeckte Freundſchaft mit Rußland zugleich für das etwas brüchig gewordene Sicherheitsſyſtem mit Hilfe der Polen und der Balkanvölker einen noch weit mehr als gleichwertigen Erſatz ſchaffen. Rußland aber braucht dieſes Zuſammenſpiel mit der ſtärkſten Militärmacht Europas, um ſich an ſeiner Weſtgrenze Rückendeckung für die mit offen⸗ bar ſchickſalshafter Notwendigkeit heraufziehende kriegeriſche Auseinanderſetzung mit Japan zu ſchaffen.„Dabei ſoll die Initiative eigentlich von Herrn Litwinow ausgegangen ſein, der Herrn Bar⸗ thou einen„Pakt des gegenſeitigen Bei⸗ ſtandeis“ angeboten hat. Wer in Wirklichkeit der Vater dieſes Gedankens iſt, muß dahingeſtellt blei⸗ ben. Der Kennzeichnung der Vorgeſchichte wird man vielleicht am treffendſten mit den Worten gerecht werden:„Halb zog er ihn, halb ſank er hin!“ Daß dabei auf beiden Seiten der Blick auf Deutſchland eine gewichtige Rolle geſpielt hat, iſt zweifellos. Herr Litwinow iſt»benſo wenig unſer Freund wie Herr Barthou. Die Räteregierung kann es offenbar nicht vergeſſen, daß wir uns noch rechtzeitig wieder auf uns ſelbſt beſonnen gaben und N KNuus 9 — *3——————————— —————————————————— ———————— —— ——— * ———— 8 2 Seite/ Nummer 235 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 26. Mai Sonntag, 27. Mai 1934 unſer deutſches Vaterland nicht willenlos zu einer Tummelſtätte der kommuniſtiſchen Internationale machen ließen. Dabei waren wir Deutſche es ſeiner⸗ geit,, die ſich nicht dazu hergaben, uns in die unter Frankreichs Führung ſtehende„Front der ka⸗ pitaliſtiſchen Weſtmächte“ einreihen zu laſſen, um an kriegeriſchen Vorſtößen gegen Sowjetrußland teil⸗ zunehmen. Damals, als ſich das Sowjetregime nach einem verlorenen Krieg noch in ſeinen Anfängen be⸗ fand wäre es bei einer europäiſchen Einheitsfront vielleicht möglich geweſen, der ganzen Herrlichkeit der Sowjets ein Ende zu machen. Doch wir lehnten unſere Beteiligung ab und ſchloſſen mit den Ruſſen den Vertrag von Rapallo. Auch ſpäter, als wir in den Völkerbund eintraten, behielten wir uns zugun⸗ ſten Rußlands ausdrücklich die Entſcheidung dar⸗ über vor, ob wir an einer Völberbundsexekution ge⸗ mäß Artikel 10 der Völkerbundsſatzung teilnehmen würden oder nicht. Wir erregten dadurch zwar den Unwillen aller Staaten, vor allem Frankreichs, die ſich der Meinung hingegeben hatten, daß durch unferen Beitritt zum Völkerbund„die kapitaliſtiſche Front der Weſtmächte“ zu einem ſogenannten In⸗ terventionskrieg gegen Rußland ge⸗ ſchloſſen ſei. Doch ließen wir uns dadurch nicht be⸗ irren, weil wir es grunoͤſätzlich ablehnten, einſeitig für die Weſtmächte zu optieren. Es wäre ſelbſtverſtändlich töricht, wenn wir darauſhin auf ſo etwas wie Dankbarkeit von Seiten Rußlands rechnen wollten. Solche Spekulationen ſind in der großen Politik noch viel weniger am Platze wie im täglichen Leben. In der Politik iſt allein die Abwägung der gegenſeitigen Intereſſen maßgebend und die Macht, die man in die Waag⸗ ſchale zu werfen hat. Wenn Rußland heute überall ſo großes Entgegenkommen und Beachtung findet und der außenpolitiſche Leiter des Sowietregimes nicht nur vom„lieben Herrn Rooſevelt“ als dem er⸗ ſten Repräſentanten des hochkapitaliſtiſchen Amerikas umworben wird, ſondern auch von den Franzoſen, obwohl die franzöſiſchen Steuerzahler und Sparer ſeiner Zeit gerade mit den Ruſſen ſehr ſchechte Er⸗ fahrungen gemacht haben, ſo liegt das nur daran, daß Rußland mit ſeinen 164 Millionen Einwohnern nicht nur ein unentbehrlicher Abnehmer auf dem Weltmarkt iſt, ſondern vor allem auch daran, daß die Räteregierung es verſtanden hat, ſich eine reſpekt⸗ gebietende Militärmacht zu ſchaffen. Mit der Macht aber geht das Recht. Nur weil „Recht iſt bei der Macht allein“ konnten wir Deutſche von den ſchwerbewaffneten Völkern Europas ſo oft ins Unrecht geſetzt werden und nur weil Frankreich dieſen Zuſtand verewigen wollte, ſträubt es ſich nach wie vor ſo fanatiſch dagegen, entweder auch abzu⸗ rüſten oder uns, wie jeden ſouveränen Staat der Welt, auch in der Rüſtungsfrage voll⸗ kommene Gleichberechtigung mit allen anderen Völkern zuzuerkennen. Die immer wieder von der deutſchen Regierung mit großer Selbſtüber⸗ windung an Frankreich gerichteten Angebote zu einer ehrlichen Ausſprache und zum gerechten Aus⸗ gleich, ſind bisher ſtets von der franzöſiſchen Regie⸗ rung abgelehnt worden. Jetzt hat es Herr Barthou bei ſeinem geſtrigen Auftreten in der franzöſiſchen Kammer ſogar fertig gebracht, uns vor aller Welt auf das ſchwerſte dadurch zu beleidigen, daß er in der Saarfrage Deutſchlands Wort in Zwei⸗ fel zieht. Gleichzeitig verſucht man, uns durch die Meldung von dem Abſchluß eines Militär⸗ bündniſſes zwiſchen Frankreich und Rußland einzuſchüchtern. Heute iſt es jedoch Gott ſei Dank wieder ſo, daß der Appell an die Furcht im deutſchen Herzen keinen Widerhall findet. Außerdem ſind Frankreich und Rußland nicht allein auf der Welt. Wenn ein ſolches Militärbündnis wirklich abgeſchloſſen wer⸗ den ſollte, ſo kann es ſich gar leicht erweiſen„als ein Teil von jener Kraft, die ſtets das Böſe will und ſtets das Gute ſchafft“. Jedenfalls ſind wir Deutſche uns völlig klar darüber, daß uns die nationale Ehre und vollſtändige Gleichberechti⸗ gung zu unſerem Daſein ebenſo notwendig ſind wie jedem Menſchen die Luft zum Atmen. H. A. Meißner. Schickſalstage in Genf Pariſer Stimmungsmache für die Anfang nächſter Woche beginnende Tagung des Völkerbundsrats und der„Abrüſtungskonferenz“ Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters WParis, 26. Mai. Der Außenminiſter Barthou reiſt am nächſten Montag abend nach Genf zur Teilnahme an der Ab⸗ rüſtungskonfevenz und der Saartagung des Völker⸗ bundsrats ab. Wahrſcheinlich wird er ſich dabei vom Kriegsminiſter Marſchall Pétain, vom Marine⸗ miniſter Piétri und vom Luftfahrtminiſter Gene⸗ ral Den in begleiten laſſen, ein Zeichen alſo, welch großen Wert Frankreich namentlich auf die Beſpre⸗ chungen legt. In der Abrüſtungsfrage hat Frankreich geſtern ſein neues Blaubuch veröfſentlicht, das insgeſamt 24 Dokumente enthält. Einige davon ſind neue, ſo vor allem die Antwort der Reichsregierung auf die engliſche Anfrage in Berlin wegen der Erhöhung der deutſchen Militärkredite ſowie eine franzöſiſche Denkſchrift vom 6. April über den gleichen Gegenſtand. Zweck und Ziel dieſer Veröffentlichung iſt offenſichtlich die Beweisführung, daß Frank⸗ reich in der Abrüſtungsfrage eine gerad⸗ linige Politik verfolgt hat(2) die ſich angeblich nur auf den Rechtsſtandpunkt ſtützt, ſo wie er durch den Verſailler Vertrag geſchaffen worden iſt. Wie das„Oeuvre“ behauptet, ſind in der Abrüſtungsfrage neuerdings wieder franzöſiſch⸗eng⸗ liſche Kabinettsbeſprechungen im Gange, und zwar in dem Sinne, daß die Abrüſtungskonferenz zwar nicht völlig liquidiert, aber doch wenigſtens für eine Zeit⸗ lang ſuspendiert werden ſoll. Inzwiſchen ſoll die Ab⸗ rüſtungsfrage wieder an den Völkerbundsrat zurück⸗ gehen, der ſeinerſeits eine Sonderkommiſſion unter Einſchluß Rußlands und der Vereinigten Staaten einſetzen werde, um den Diskuſſionen einen neuen Anſtoß zu geben. Dieſer Anſtoß werde nach der Darſtellung des„Oeuvre“ von Rußland geliefert werden(), denn der ruſſiſche Delegierte werde jetzt in Genf ankündigen, daß Rußland während der Herbſttagung des Völkerbundes ſeinen Eintritt in den Genfer Bund ankündigen und gleich⸗ zeitig einen Vorſchlag auf Abſchluß eines oſteuropäi⸗ ſchen Paktes, der gegenſeitigen Hilfeleiſtung vor⸗ legen werde. Henderſon in Genf Meldung des DNB. — Genf, 26. Mai. Der Präſident der Abrüſtungskonferenz, Arthur Henderſon, iſt Samstag vormittag in Genf einge⸗ troffen. Er begab ſich alsbald in das Völkerbunds⸗ ſekretariat, wo er mit dem Generalſekretär eine längere Beſprechung hatte. In ſeiner Umgebung wird erklärt, daß Henderſon keine beſtimmten Vor⸗ ſchläge nach Genf mitbringe, ſondern es den Groß⸗ mächten überlaſſen habe, über das Ergebnis ihrer in den letzten Monaten geführten Verhandlungen zu berichten. Henderſon iſt nach wie vor gegen eine Ueberweiſung der Angelegenheit an den Völker⸗ bundsrat. In Völkerbundskreiſen werden immer noch gewiſſe Hoffnungen auf Sir John Simon und auf den amerikaniſchen Vertreter Norman Davis geſetzt. Das Schweizer Mißtrauen gegen Rußland Meldung des DNB. — Genf, 25. Mai. Die Haltung der Schweiz für den Fall eines Ein⸗ tritts Sowjetrußlands in den Völkerbund wird in der Oeffentlichkeit weiter lebhaft erörtert. Verſchie⸗ dene maßgebende Blätter ſprechen davon, daß die Schweiz zwar dem Eintritt Sowjetrußlands keine diplomatiſchen Schwierigkeiten bereiten werde, daß aber in dieſem Falle ein Volksbegehren für den Austritt der Schweiz aus dem Genfer Bunde zu erwarten ſei. Die amtlichen Schweizer Kreiſe bleiben bei ihrer abwartenden Haltung. ———— Eine Ausſtellung„Gaſtliches Baden“ in Berlin (Von unſerem Berliner Büro) + Berlin, 26. Mai. In den Ausſtellungsräumen der Auskunfts⸗ und Werbezentrale Deutſchlands im Columbus⸗Hauſe am Potsdamer Platz wurde am Freitag die vom Bund Deutſcher Verkehrsverbände gemeinſam mit dem Landesverband Baden veranſtaltete Ausſtellung „Gaſtliches Baden“ eröffnet. Der Präſident des Landesverbandes, Gabler, pries in witzigen Worten das„Muſterländle“ und ſeine gute Menſchen⸗ miſchung aus Alemannen und Franken und lud zu recht regem Beſuch ein. Durch die Ausſtellung führte dann der badiſche Heimatdichter Sutter, der auf thre beſonderen Vorzüge hinwies. Hier ſind nicht wie ſonſt Photographien und Pla⸗ kate als Werbemittel gebraucht, ſondern viele alte, herrliche Stiche und Gebrauchsgraphiken zuſammen mit alten Bauernmöbeln werben durch ihre hiſtori⸗ ſche Seltenheit. Sutter beklagte in ſeinen Ausfüh⸗ rungen bitter, daß dieſe alten Gebrauchsgraphiken, die früher dem Reiſenden eine ſehr lebendige Er⸗ innerung an den Ort ſeines Aufenthaltes waren, durch die Poſtkarte völlig in Vergeſſenheit geraten ſind. Es wäre ein erſtrebenswertes Ziel für die Kurverwaltungen und Verkehrsvereine, dieſe künſt⸗ leriſche Form der Werbung und Erinnerung wieder einzuführen. Die teilweiſe ſehr ſeltenen Stiche führen den Be⸗ ſucher kreuz und quer durch das herrliche„Muſter⸗ ländle“. Gleich zu Beginn eine Reihe alter Stiche aus der ſtadtgeſchichtlichen Sammlung Mann⸗ heims. Sehr ſchön auch die Sammlung alter Schwarzwalduhren, die von der Gewerbehalle in Triberg zur Verfügung geſtellt wurde. Man ſieht die älteſten Erzeugniſſe der Schwarzwälder Uhrmacher⸗ kunſt, bei denen ſowohl das Gehäuſe als auch das Räderwerk noch ganz aus Holz geſchnitzt ſind. Pen⸗ del hatten dieſe erſten Uhren noch nicht. Koſtproben badiſchen Rebengewächſes und badi⸗ ſcher Küche warben ebenſo überzeugend wie die Kunſt für das„Muſterländle“. Wechſel in der Leitung der Deutſchen Studentenſchaft — Berlin, 26. Mai. Der Reichsminiſter für Wiſ⸗ ſenſchaft, Erziehung und Volksbildung Ruſt hat heute vormittag den Führer der Reichsſchaft der Stu⸗ dierenden in den deutſchen Hoch⸗ und Fachſchulen Dr. Stäbel empfangen, der ihm den Wunſch unterbrei⸗ tete, von der Führung der Deutſchen Studentenſchaft befreit zu werden. Reichsminiſter Ruſt hat dieſem Wunſche entſprochen. Der Reichsſchaftführer Dr. Stäbel hat entſprechend der Verfaſſung der Deutſchen Reichsſchaft(Stu⸗ dentenſchaft) Herrn Diplomingenieur Zaeringer mit der kommiſſariſchen Leitung der Deutſchen Stu⸗ dentenſchaft beauftragt. Herr Dr. Stäbel behält die Führung der Reichsſchaft der Deutſchen Studenten inne. Der Tod und die Politik Meldung des DNB. — Bukareſt, 26. Mal Das Regierungsdementi vom Freitag iſt für du innerpolitiſche Lage nicht als abſchließend zu be⸗ trachten. Vielmehr iſt mit Beſtimmtheit zu erwar⸗ ten, daß die politiſchen Beſprechungen weiter fortge⸗ General Averesen ſetzt werden. Inzwiſchen iſt aber ein neues Ereig⸗ nis hinzugekommen, das aufſchiebend auf die wei⸗ tere Entwicklung der Lage wirkt. Die Frau des Marſchalls Averescu iſt Samstag morgen in einem Bukareſter Sanatorium geſtorben. Der Marſchall, deſſen Perſon im Vordergrund der Er⸗ eigniſſe ſteht, iſt durch dieſen Verluſt ſchwer getrof⸗ ſen und hat jede politiſche Tätigkeit abge⸗ brochen. Die Beſprechungen dürften alſo erſt nach den orthodoxen Pfingſtfeiertagen und nach den Trauerfeierlichkeiten für die Frau des Marſchalls wieder aufgenommen werden, Schneefall im Rieſengebirge — Hirſchberg i. Rieſengebirge, 26. Mai. J u der Nacht zum Samstag iſt im Rieſengebirge Schneefall eingetreten, ſo daß in höheren Lagen von 800 Meter aufwärts die Berge eine leichte Schneen decke aufweiſen. Das deutſche Geſandtſchaftsgebände in Kopen⸗ hagen von Kommuniſten beſudelt — Kopenhagen, 26. Mai. Ein dreiſter Buben⸗ ſtreich wurde Samstag morgen gegen die deutſche Geſandtſchaft in Kopenhagen verübt. Gegen 7 Uhr wurden von unbekannten Tätern ſechs mit roter Farbe gefüllte Flaſchen gegen das Geſandt⸗ ſchaftsgebände geworfen. Von der ausſtrömenden Farbe wurde die Eingangstreppe und das Gebände ſelbſt an einigen Stellen beſchmutzt. Die Täter, bei denen es ſich ohne Zweifel um Kommuniſten handelt, konnten entkommen. Dem Mittagsblatt „B..“ zuſolge iſt der Polizei jedoch von Augen⸗ zeugen dieſes Streiches die Perſonalbeſchreibung von zwei Perſonen mitgeteilt worden, die nunmehr von der Polizei geſucht werden. Der Generalſekretär des däniſchen Außenminiſte⸗ riums, Geſandter Bernhoſt, hat heute vormittag dem deutſchen Geſandten das Bedauern der däniſchen Regierung über den Bubenſtreich aus⸗ geſprochen. ———.;.—....—.......—.———— auptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner SStellvertreter Kurt Ehmer) exantwortlich für Politik Hans Alfred Meißner- Handelsteil: Kurt Ehmer-Feuilleton; Carl Onno Eiſenbart- Lokalen Teil: Richard Schönfelder⸗Sport: Willy Müller Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil: Curt Wilhelm Fennel-Anzeigen und geſchäft⸗ liche Mitteilungen: Jacob Faude, ſämtlich in Mannheim- Herausgeber. Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, Mannheim, R1,—6 Schriftleitung in Berlin: Eckart Peterich, W 35, Viktoriaſtraße 4 e im April 21750 Für unverlangte Beiträge keine Gewäbr- Rückſendung nur bei Rückporto Der Mannheimer Kunſtverein ſtellt aus Haus Schrödter und andere badiſche Künſtler Nicht die ganz Jungen, ſondern ein Kreis ſchon gereifterer badiſcher Künſtler meiſt Karlsruher Provenienz iſt es, der ſich zur Zeit in den freundlichen Räumen des Mannheimer Kunſt⸗ vereins ein Stelldichein gibt. Sie zeigen neben einer kleinen Anzahl neuerer Sachen überwiegend bewährte, ältere Arbeiten, die ihre erſten Aus⸗ ſtellungsfeuerproben bereits hinter ſich haben. Dieſe Feſtſtellung hat— wie immer— ihre zwei Seiten: Zwar freut man ſich in dieſem und jenem Falle, wie etwa bei Willy Henſelmanns trefflich ge⸗ maltem„Roten Haus“ oder ein paar von Hans Schrödters netten Märchenbildern(„Rübezahl“, das Aquarell„Frau Holle“), auch bei den prächtigen holländiſchen Landſchaften Otto Laibles guten und gerngeſehenen Bekannten zu begegnen; ande⸗ rerſeits wüßte man natürlich gern, wie ſich gerade dieſe, vom Techniſchen ganz unabhängigen, in ihren maleriſchen Ausdrucksmitteln ſicheren Künſtler mit dem Heute auseinanderſetzen. Gerade bei einem ſo ſeinen und ſympathiſchen Maler wie Oskar Hage⸗ mann zum Beiſpiel kann man ſich bei allem be⸗ ſtechenden Reiz ſeiner zahlreichen Porträts ins⸗ geſamt doch des Gefühls einer gewiſſen Gleichförmig⸗ keit nicht erwehren. Doch betrachten wir nun die Ausſteller der Reihe nach. Am ſtärkſten vertreten iſt der liebens⸗ würdige, ſehr klare und wohl vorwiegend zeichne⸗ riſch begabte Hans Schrödter aus Hauſen vor Wald. Gleich beim Eintritt ſieht man ſich zwei gro⸗ ßen Oelgemälden gegenüber, die ſeine typiſche, meiſt etwas glaſig wirkende Farbgebung aufweiſen; dieſe gebrochenen Töne eines fahlen Rot und Blau oder Grüngelb und Braunſchwarz ſind es vielleicht auch, die im Beſchauer leicht den Eindruck einer gewiſſen Trockenheit des Sujets hervorrufen. Am ſtärkſten ſprach uns neben einer ausgezeichneten Tierſtudie mit ſpürbar Thomaſchem Einſchlag das Bildnis der Mutter an. Spitzwegluft und Schwinoſche Naturpoeſie finden ſich in dem reizenden kleinen Stück„Muſikanten“. Auch die in weiches Dämmer⸗ blau gehüllte deutſche Nachtlandſchaft mit den„Hei⸗ ligen drei Königen“ iſt eine ſtimmungsvolle Arbeit. * Mit einer Reihe von Handzeichnungen und hübſchen Beiſpielen künſtleriſch wertvoller Gebrauchsgraphik beſtätigt Hans Schrödter ſeine auch im Maleriſchen feſtgeſtellte innige Beziehung zu Form und Linie. Von W. Henſelmann, dem Bruder unſeres einheimiſchen Malers Albert Henſelmann, war bereits kurz die Rede. Auch ſeine übrigen Bilder, wie die famoſe„Flußlandſchaft mit Brücke“ oöer das Baumſtück aus dem Karlsruher Akademiegarten. kennzeichnen ihn als ſtarke Begabung von durchaus eigenem Gepräge. Willy Egler zeigt einige ſehr gekonnte Boden⸗ ſeelandſchaften, bei denen faſt ſchon das rein arti⸗ ſtiſche Moment zu überwiegen ſcheint. Mit ſeinem ausgezeichneten Selbſtbilönis verrät ſich Theodor Butz als erfolgreicher Haueiſenſchüler. Auch die Partie am Altrhein iſt erfreulich geſchmackvoll und gut im Aufbau. Fritz Kayſers Porträts laſſen Hagemannſche Schule erkennen. Seine Landſchaften ſind bei manchem maleriſchen Wert ſtiliſtiſch unter⸗ einander zu verſchieden, als daß man daraus das Bild einer feſtumriſſenen Künſtlerperſönlichkeit ge⸗ winnen könnte. Mit zu den bemerkenswerteſten Vertretern dieſer Sonderſchau iſt Max Eichin zu zählen. Seine „Brücke in Amſterdam“ iſt wie die„Häuſer im Vor⸗ frühling“ von großer Kraft und Geſchloſſenheit, ſo daß ſich Auguſt Kutterers gefälliger Impreſſio⸗ nismus daneben nicht allzu glücklich ausnimmt. Von Otto Laible verdient noch ein hübſcher Gladiolenſtrauß der Erwähnung, ohne allerdings den hohen Rang ſeiner Amſterdam⸗Bilder zu erreichen. Den Malern gegenüber geraten die Bildhauer zahlenmäßig wie wohl auch qualitatin etwas ins Hintertreffen. Von Emil Lipp erſcheint uns die in getöntem Gips ausgeführte Bildnisbüſte„Junger Mann“ am gelungenſten. H. W. Brellochs„Kna⸗ benkopf“, Fritz Moſers in Bronze gegoſſene Por⸗ trätköpfe zweier Maler, Karl Seckingers Stahl⸗ helmkrieger und der anſprechende Frauenkopf ſind ſämtlich hübſche, doch nicht beſonders perſönlichkeits⸗ eigene Plaſtiken, unter denen eine gute Porträtbüſte von Fritz Hoffmann rielleicht noch den nachhal⸗ tigſten Eindruck hinterläßt. Nehmen wir alſo an, daß die großen und weſentlichen Arbeiten unſerer badiſchen Meiſter des Hammers und des Meißels diesmal zu Hauſe geblieben ſind, da ſie hier ſowieſo mehr oder weniger nur als ſchmückendes Beiwerk für die Bilder dienen. M. S. Weekend im Tower Von Kurt Dörnhagen Rotröcke des Königs bauen ſich hoch wie ſchlanke Rieſenbäume, zu denen man aufſehen muß, vor den Gattern des Towers auf. Die uralte Zwingburg der engliſchen Herrſcher lagert am Abhang zur Themſe hin, verkriecht ſich unüberſehbar mit einem labyrinthiſchen Gewirr von Mauern, Bruſtwehren, Türmen, Feſtungswerken, Kerkern, Fallgattern, Rundgängen. Das Blut, das hinter dieſen Mauern floß, iſt längſt vertrocknet. Die Seufzer der jahr⸗ zehntelang Eingekerkerten ſind verhallt, die Leiden, die ſie oft unſchuldig erlitten, ſind ungeſühnt, aber vergeſſen; auf dem Richtplatz, auf dem ſo viele Häupter fielen, ſpielen Kinder; und im Schatten, ge⸗ trennt von allen Gebänden, liegt eine kleine Kirche mit einem Friedͤhof: der enge, troſtloſe Begräbnis⸗ platz der Hingerichteten beherbergt Männer und Frauen, Rebellen und Renegaten, unglückliche Kö⸗ nigsfrauen und frivole Taugenichtſe. Der Seefahrer Walter Raleigh ſaß 25 Jahre im Tower, bevor man ihn vor Weſtminſter hinrich⸗ tete. Und wenn man die ſchauerliche Liſte der Hin⸗ gerichteten und Ermordeten lieſt, ſo erfährt man: Clarence wurde in Malvaſier erſäuft, zwei Kö⸗ nigskinder im Bett erdroſſelt und unter Treppen⸗ ſtufen verſcharrt, Thomas Morus ſtarb hier. Dann gibt es dort ein Schauerkabinett mit Richt⸗ block, Beil und Marterinſtrumenten, mit einer eiſer⸗ nen Jungfrau und Folterwerkzeugen. Und im obe⸗ ren Stockwerk reitet der achte Heinrich— unförmig, ungeheuerlich, drohend in eiſerner Wehr, umgeben von einer ganzen Kavalkade von Eiſenrittern, als ob ſie wie in Stahlgewittern hereinbrechen würden. Auf dem Hof des Towers bot ſich ein anderes Schauſpiel: es war ſpät am Nachmittag, die Beſatzung mußte zum Appell antreten: korporalſchaftsweiſe, etwa 40 Mann, voran ein Trompeter, der in Abſtän⸗ den Signale ſchmetterte, ein Offizier in phantaſtiſch ſchwarzer Uniform, die mit dunklen Litzen, Bändern, (Schleifen verziert war, gab ſchrille Kommandos, lange —— Kerls mit Weſpentaillen in flammendroten Röcken, weißen Hoſen, rieſigen Pelzmützen, Kinnriemen ſchräg über den Mund gelegt, mußten Griffe klopfen, ſtan⸗ den ſtill und rührten ſich, auch Kranke in Pantoffeln und Drillichanzügen machten mit; hernach gab es Kleiderappell, Knöpfe wurden probiert, ob ſie feſt⸗ ſaßen, nicht mit Streichhölzern zum Schein feſtgemacht waren; Gewehre wurden nachgeſehen, Schuhſohlen geprüft, ein Sergeant ſah einem Mann zwiſchen die Beine, ob die Hoſennaht nicht geplatzt war, hernach begannen die Sergeanten, während ſie die dünnen Stöckchen durch die Luft pfeifen ließen, wieder ihre Kommandos zu geben, der Trompeter blies ein Si⸗ gnal, der Offizier befahl— das Schauſpiel war zu Ende—„Wegtreten!“ In dichten Reihen umſäumten die Beſucher des Towers den Exerzierplatz, das Schauſpiel ſchien ſie mehr zu locken als die kalten Mauern, in denen Her⸗ zöge und Königsliebchen, Kinder und Rebellen ihre letzten Tage verbracht hatten. Auf dem engen Begräbnisplatz hinter der kleinen, düſteren Towerkirche aber liegt der Schwärmer Tho⸗ mas Morus, hingerichtet auf Beſehl des Königs wegen Hochverrats, zehn Schritt von jenem Exerzier⸗ platz entfernt; dort ruht er bis in die Ewigkeit von ——5„Utopia“ aus— mit dem Schädel zwiſchen den Beinen. OEin muſikaliſcher Frühlingsabend der NS⸗ Frauenſchaft in Ludwigshaſen ſtellte das Marcelle Bächtold⸗Qartett auf die Bühne des Geſell⸗ ſchaftshauſes. Die Pianiſtin bot mit Claire Dio⸗ chon Geige), Joſef Imhof(Bratſche) und Fritz Sommer(Violincello), in wohlausgewogenem Zuſammenſpiel Schumanns Es⸗Dur⸗ und Brahms' g⸗Moll⸗Klavierquartett, außerdem Haydns Es⸗Dur⸗ Ländlertrio. Luiſe Heuber ſang mit beſeelter Altſtimme Frühlingslieder von Schubert und Wolf; geradezu bildhaft wußte ſie Schubert⸗Goethes „Ganymed“ und Wolf⸗Mörikes„Auf einer Wande⸗ rung“ als Szeue zu geſtalten. Mit gleich innerer Anteilnahme, perſönlicher Eigenart und mit farbi⸗ gem Anſchlag begleitete die in Mannheim früher pianiſtiſch tätige Frau Käthe Leux. Die Wander⸗ und Reigenlieder des Ludwigshafener Singkrei⸗ ſes, den Paul Vorholz verſtändnisvoll betreut, führten mit dem friſchen Klang der Mädchenſtimmen und Lautengetön vollends„hinaus in die Ferne“: in den blühenden Lenz. l⸗ * —33 — Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 8. Seite /Nummer 235 ——————— Mannheim, den 26. Mai. Zum Trinitatisfeſt Das morgige Trinitatis⸗ oder Dreieinigkeitsfeſt iſt erſt im 14. oder zu Anfang des 15. Jahrhunderts als Feſttag in der Kirche eingeführt worden. Es ſollte wohl der Schlußſtein auf die drei hohen Feſte ſein, die zur Verherrlichung des Glaubens an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geiſt angeord⸗ net waren. In der heutigen Zeit hat das Feſt ſeine frühere Bedeutung verloren. Nur im Volksaberglauben ſpielt der Tag noch eine gewiſſe Rolle. In manchen Gegenden rechnet man ihn zu den glücklichen Sonn⸗ tagen. In anderen wiederum iſt er als Schaden und Unſegen bringend bekannt. So meint man im Schwabenlande, daß die Kinder, die am Trinitatis⸗ feſt geboren werden, beſonders glücklich im Leben ſein ſollen und Dinge ſehen werden, die den Augen anderer Sterblicher verborgen ſind, z. B. Geiſter. Mancherlei Dämonenglaube hat ſich mit dieſem Tage verknüpft. Weit verbreitet iſt die Meinung, daß gute Geiſter beſondere Heilkräfte auf die Kräuter des Waldes legen. Deshalb zieht man im Thüringer Wald am Trinitatistage in den Wald und ſucht allerlei Kräuter zum Schutz gegen böſe Einflüſſe, zur Heilung mancher Krankheit oder zur Erhaltung der Geſundheit. Aber nicht nur das Wirken der guten Geiſter meint man zu verſpüren, auch die böſen Geiſter re⸗ gen ſich. Die Nixen im Bach ziehen die Badenden in die Tiefe. Deshalb meidet man an dieſem Tage Teiche und Flüſſe. Wehe aber dem, der ſich beim Kräuterſuchen im Walde verirrt! Die Dämonen wer⸗ den kommen, ihn narren und ſo in die Irre führen, daß er keinen Ausweg findet. Er könnte ſich gegen ihre ſchädlichen Einflüſſe vielleicht dadurch ſchützen, daß er ſeine Schuhe wechſelt oder ſeine Taſchen um⸗ kehrt. Rdt Mannheim im Bad Das Badebedürfnis der Mannheimer Bevölkerung zeigt ſich im Sommer durch den Rieſenbeſuch des Rheinſtrandbades. Aber auch in der übrigen Jahres⸗ zeit iſt der Mannheimer eifrig bedacht, ſeinen Körper zu pflegen. Die Statiſtiken der ſtädtiſchen Brauſe⸗ bäder und des Herſchelbades in den letzten Jahren weiſen eine Verſchiebung der Benützung der Brauſe⸗ bäder und des Herſchelbades auf. Im Jahre 1929 zählte das Herſchelbad noch 446 000 Beſucher, während die übrigen geſchloſſenen Badeanſtalten es auf 259 000 brachten, wobei die Neckarſtadt an der Spitze ſtand. Zwei Jahre darauf war der Beſuch der Brauſebäder bereits auf 323 000 angeſtiegen. Davon hatte wieder die Neckar⸗ ſtadt den Hauptanteil mit 103 000. Das Volksbad in der Neckarſtadt war damals gerade erweitert wor⸗ den, da es den Bedürfniſſen längſt nicht mehr ge⸗ nügte. Auch die Volksbäder auf dem Lindenhof mit 71.000 Beſuchern konnten ſich ſehen laſſen, ebenſo die Schwetzingerſtaoͤt mit 54000. Im Herſchelbad wur⸗ den 1931 nur noch 361000 Benützer gezählt, eine Zahl, die im Jahre 1932 noch einmal anſtieg auf 457 000, um im vorigen Jahre wieder abzuſinken auf 325 000. Gleichzeitig iſt aber auch bei den Volks⸗ bädern ein Rückgang auf 316 000 zu verzeichnen. In der Neckarſtadt haben im vergangenen Jahr aller⸗ dings noch 115000 Perſonen unter der Brauſe des Volksbades geſtanden, aber auf dem Lindenhof ſind die Zahlen etwas zurückgegangen, auch in Neckarau, Rheinau und Sandhofen. Dieſer Rückgang wird bei Beſſerung der wirt⸗ ſchaftlichen Lage im Mannheimer Induſtriebezirk bald wieder angehalten werden. Beim Herſchelbad wirkt ſich der Geldmangel in weiten Kreiſen der Be⸗ völkerung ebenfalls aus. Mancher ſtellt ſich heute notgedrungen unter die Brauſe, der früher ſich an einem Wannenbad oder Schwimmbad labte. Hinzu kommt natürlich auch die große Neubautätigkeit der letzten Jahre in Mannheim und der Einbau von Badeeinrichtungen in den großen Wohnblocks. O odlizeibericht vom 26. Mai Verkehrsunfälle. Ein Radfahrer, der in den geſtrigen Abendſtunden in der Käfertaler Straße von einem Kraftrad angefahren wurde und ſtürzte, erlitt einen Schädelbruch. Der Sanitätskraft⸗ wagen brachte den Verunglückten in das Allg. Kran⸗ kenhaus, woſelbſt er heute früh geſtorben iſt.— Auf der Schwetzinger Landſtraße ſtieß beim Bahn⸗ übergang Rheinau—Ketſch um die gleiche Zeit ein Laſtkraftwagen mit einem Perſonenkraftwagen zu⸗ ſammen. Ein im Perſonenkraftwagen mitfahrendes Kind erlitt durch Glasſplitter Verletzungen im Ge⸗ Außerdem wurden ihm einige Zähne einge⸗ vückt. Bei einer geſtern nachmittag auf dem Parkring vorgenommenen Prüfung des Kraftfahrzeugverkehrs wurden 4 Führer von Laſt⸗ kraftwagen angezeigt, weil ſie ihre Fahrzeuge er⸗ heblich überlaſtet hatten, und 3 weitere, weil ſie die erforderlichen Papiere nicht mit ſich führten. Verloren ging am 21. Mai von Rheinau bis zur Adolf⸗Hitler⸗Brücke eine braunlederne Brief⸗ taſche mit 110 Mk. und verſchiedenen Papieren auf den Namen Backfiſch. Verkehrsprüfung. Neues von der Reißinſel Eröffnung 1. Juni— Brückenneubau und Ablaufgräben— Volksfeſtwläne Die Reißinſel wird heuer ein wenig ſpät, nämlich erſt am 1. Juni, geöffnet. So bedauerlich es gerade dieſes Jahr bei einem ſo frühen und warmen Frühling ſein mag, ſo hat es doch ſeine guten Gründe. Der Wildbeſtand hat leider ziemlich gelitten. Im nachbarlichen Jagd⸗ revier wurde allerhand abgeſchoſſen. Auf der Inſel blieb ſo wenig, daß ſchon der übliche Abſchuß zu Weihnachten, der in den Krankenhäuſern ſo große Freude zu ſtiften pflegt, eingeſpart werden mußte. Außerdem hat man den Faſanenmüttern dieſes Jahr eine beſonders zuſätzliche Friedens⸗ und Ruhezeit gegönnt, in der ſie vom lärmenden, ſchwärmenden, lachenden Publikum nicht geſtört werden in ihrer Ausbrütetätigkeit. Es wurde ja auch im ganzen ver⸗ gangenen Jahre draußen an verſchiedenen Stellen gearbeitet. Das hat die Tiere auch recht unruhig gemacht. Oberaufſeher Kohl, das verläßliche Faktotum des Hauſes Reiß, erſcheint zur verabredeten Stunde am Tor vor dem Eingang zum Strandbad. Sehr gemeſſen und rückſichtsvoll fahren wir hinüber zum Fagoͤhaus. Er hat die Büchſe über, denn die gehört datzu; ſie bringt Reſpekt und Achtung bei unerwünſch⸗ ten Gäſten. Soweit dieſe gefiedert ſind, werden ſie auch öfters von luſtiger Höhe heruntergeholt. Die beſonderen Schädlinge des Wildbeſtandes ſind natür⸗ lich die Raubvögel, die im hinteren, dicht⸗ bewaldeten Urwaldteil der Inſel niſten. Unter den Hähern, Elſtern, Raben muß gelegentlich mal ein wenig aufgeräumt werden, ſonſt werden ſie zu frech. Ein anderes Problem auf der Juſel ſind die Schnaken, die in Tümpeln und Gräben ein ganz beſonders kinderreiches Familienleben führen. Da haben der Freiwillige Arbeitsdienſt und andere Organiſatio⸗ nen, die für öffentliche Arbeitsbeſchaffung zur Ver⸗ fügung ſtehen, ganz beſonders gründliche und ſegens⸗ reiche Arbeit geleiſtet. Nach Angaben unſeres ver⸗ dienſtvollen Fachmannes für Schnakenbekämpfung, Hauptlehrer Glaſer, wurden überall Gräben ge⸗ zogen, wurde z. B. auch die große Bannwörthwieſe verebnet, ſo daß alles Waſſer, das bei hohem Waſſer⸗ ſtand oder bei Regengüſſen hereinkommt, ſofort zum Rhein abfließen kann. Denn in Pfuhl und Tümpel fühlen die Schnakennachkommen ſich wohl. Wenn auch die chemiſche Spritzarbeit allerhand vernichtet, ſo geht doch nichts über einfache Trockenlegung aller Waſſerlöcher. Dieſes Jahr wird es auf jeden Fall wenig Schnaken geben, weil der Rheinwaſſerſtand ſchon lange ſo niedrig iſt, daß die Brut ſich nicht ent⸗ wickeln kann. Das wird hoffentlich Anlaß zu ver⸗ ſtärktem Beſuch geben, denn nichts ſtört mehr aus die Schnakenplage. Aber ein langer Nachmittags⸗ ſpazievgang durch die Inſel iſt und bleibt ein ganz beſonderer Hochgenuß für Naturfreunde aller Sor⸗ ten, ob ſie nun forſchenden, wachen Sinnes die Namen der Vögel und Pflanzen feſtzuſtellen ſuchen oder ob ſie mehr ſchwärmend zu zweit einherſchlen⸗ dern und mehr von Duft, Stimmung und rötlichem Glanz der untergehenden Sonne ihre Gemütsnah⸗ rung beziehen. Mit großer Neugierde haben wir im vergange⸗ nen Jahre nach dem Fortſchritte des Brückenbaues gefahndet, der drüben am zweiten, ſtadtnäheren Tore mit Gedröhn und Geſchaufel ſtattfand. Da ragten gewaltige Zementblöcke, ging es mit Graben und Zementverſchalung tief in die Erde hinein. Es ſah ſehr beachtenswert aus. Entſprechend langſam ging es auch vorwärts. Aber nachdem nun Ende April alles fertig geworden, iſt es eine ſchlichte, ſchmale Betonbrücke mit Eiſengeländer für leichten Ver⸗ kehr, die gar nicht imponierend wirkt, inſonderheit überhaupt kein Tröpfchen Waſſer unten durchfließt. Denn ganz und gar trocken iſt der breite Graben, trocken liegt das ſchwarzgeteerte Boot zwiſchen Wer⸗ denbüſchen, wo es ſonſt weit und breit überaus un⸗ geſund und ſumpfig ausſah. So iſt es in dieſer außerordentlichen Trockenheitsperiode, die ſo ſelten vorkommt, daß Herr Kohl ſich kaum erinnern kann, ſo früh im Jahre und ſo ungünſtig für die Land⸗ wirtſchaft Derartiges erlebt zu haben. Aber die Brücke iſt trotz aller äußerlichen Schmächtigkeit ein Meiſterwerk und wird in kommenden Hochwaſſer⸗ perioden zu zeigen haben, was ſie für Druck aus⸗ halten kann; dafür bürgt ſchon der Name der Firma, die ſie erbaute: Städtiſches Tiefbauamt, Abteilung Waſſerbau. Wir ſpazieren herum in der Gegend um die Jagd⸗ häuschen. Alles iſt hier mit frommem Traditions⸗ gefühl für den Herrn Generalkonſul in Ordnung gehalten worden. Der Flieder duftet, Pfingſtroſen ſind pünktlich entfaltet, Vergißmeinnicht und Stief⸗ mütterchen grüßen ſchüchtern; Dahlien aber werden noch zuwarten. Jedoch das Ulmenſterben wütet auch hier. Demnächſt wird ein ganz beſonders ſchö⸗ ner Baum fallen müſſen. Selbſtbewußt in Schirm und Schutz von Herrn Kohl ſchreitet oͤer Faſan vor⸗ über. Der Haſe hoppelt ſchon flinker, aber eilig hat er's auch nicht und findet Zeit, ſich noch zweimal umzuſehen. Das wäre nun die rechte Gegend für wirk⸗ liche Volksfeſte. Man barf es nur nicht zu eilig haben, wenig reden und viel ſpielen laſſen. Es muß auch ein Stück in den Abend hineingehen. Es muß auch ein Stück in Herrn Reiß geoacht: die Jugend ſolle hier einmal im Jahr ein Stück Feierlichkeit und Fackelſchein, Duft der Wieſen und Wälder und fröhliche Aus⸗ gelaſſenheit bei Spiel und Tanz erleben. Mögen die Rehe und Haſen mal einen gelinden Schrecken kriegen, ſie werden verwinden, es ging auch früher. Die Hauptſache: die Reißinſel wird bekannt und ebenſo volkstümlich wie das Strandbad. Wie wäre es, die Nacht auf St. Johanni mal ein wenig kräf⸗ tiger und lauter zu feiern, als es hier in der Gegend gemeinhin geſchiehtl Es gibt Gründe genug in Ge⸗ ſchichte und nordiſchem Vorbild. Und es gibt keine beſſere Weiſe, das Andenken des Stifters und liebens⸗ werten Menſchenfreundes zu feiern. Dr. Hr. —————— Schwowe⸗ nennen ſich die Guttenbrunner die in wenigen Tagen in Mannheim eintreffen, um hier einige Tage zu verweilen und dann an der Ein⸗ weihung des Denkmals für ihren berühmten Lands⸗ mann Adam Müller⸗Guttenbrunn zu Fürth i. O. teilzunehmen. Freilich ſind ſie Schwaben nur dem Namen nach, ſo wie man eben im Banat die Deut⸗ ſchrͤ alleſamt als Schwalben bezeichnet und der dortige völkiſche Verband der Deutſchen die Deutſch⸗ſchwäbiſche Volksgemeinſchaft heißt. Bei genauerer Betrachtung zeigen ſich uns die Landsleute aus Guttenbrunn als Menſchen, die mit uns Pfälzern auf das nächſte verwandt ſind. Wer ſich Zeit und Muße nimmt, die vortrefflich geführten Guttenbrunner Pfarrbücher zu durchforſchen, wird die überraſchende Feſtſtellung machen, daß die über⸗ wiegende Mehrzahl der deutſchen Oſtlandfahrer, die im Jahr 1724 fernab von der Heimat das Dorf Gut⸗ tenbrunn gründeten, Odenwälder und Leute von der Bergſtraße waren. Es darf uns daher bei dem ſtarken Strom Odenwälder Blutes, der in Mauerſchwalbe fliegt Ehrenrunde Eine Schwalbe in allernächſten Augenwinkel zu bekommen, iſt eine Seltenheit. Wenn ſie ruht, wählt ſie immer hohe, freie Stützpunkte. Wie kaum ein Vogel iſt die Schwalbe ſcheu und furchtſam. Wenn eine ausgewachſene Mauerſchwalbe ſich ausgerechnet auf dem Bismarckplatz, und zwar zwiſchen den Schienen der Straßenbahn, placiert, muß ſie heftige Gründe dafür haben. Mit ausgebreiteten Schwingen lag geſtern nachmittag ein ſolcher Vogel da, regungs⸗ los und mit geſchloſſenen Augen. Tot? Einige be⸗ ſtiefelte Männer ſahen ſie liegen, ſchauten nach oben. Aha! Hochſpannung. Man beſah ſich den Vogel näher. Seine Augen öffneten ſich ein wenig und die Flüger⸗ ſpitzen zitterten ein wenig. Alſo doch nicht tot. Behutſam nahm ein SA⸗Mann den Vogel auf, beſah ihn von allen Seiten, nichts verriet eine Verletzung. Feſt krallten ſich die Krallen des Tieres in das Fleiſch der Hand des Mannes. War es Angſt oder Schmerz? Der Vogelfreund wippte mit der Hand, um das Tier zum Fortfliegen zu veranlaſſen. Allein es krallte ſich feſter in die Hand und flog nicht. Da, auf einmal bewegte ſich etwas unter dem Nackengefieder des Vogels. Der Mann ſah nach, dieſe Gemeinde gefloſſen, nicht wundern, daß die Guttenbrunner, die mit echt deutſcher Beharrlichkeit unter fremdem Volk ihre völkiſche Eigenart behaup⸗ tet haben, im weſentlichen eine ſchöne Oden wäl⸗ der Mundart ſprechen, die auch der Mannheimer ganz gut verſtehen kann. In Guttenbrunn wird„gezackert“, wenn das Frühjahr beginnt. Die„Buwe heiern“ mit 18 Jah⸗ ren, nachdem ſie ſich meiſtens auf der„Kerwe“ ver⸗ lobt haben. Es bleibt dem Brautvater nichts ande⸗ res übrig, als ſeine in der Regel erſt fünfzehnjährige Tochter mit den vielſagenden Worten„Do hoſcht ſe“ dem Bräutigam zu überlaſſen. Daß man eine ge⸗ wiſſe Pflaumenſorte, woraus man einen kräftigen Branntwein herſtellt,„Kriche“ nennt wie im Oden⸗ wald, daß man in Guttenbrunn ſeinen„Wingert“ hat und„Gagumern“ pflanzt, ſei nur nebenbei er⸗ wähnt. Es iſt alſo ein recht intereſſantes Völkchen, das ſeine Vertreter zu uns entſendet. Das ſtammes⸗ verwandte Mannheim iſt ſich darüber klar, daß die Guttenbrunner ſich in ſeinen Mauern ſo heimiſch fühlen werden wie zu Hauſe. polkte mit einem Streichholz nach und ſiehe da, eine große, eine unglaublich große Spinne, eine Vogel⸗ ſpinne, mit einem Dutzend Füßen und ſo groß wie ein Pfennig kam hervor, rannte wie wahnſinnig weiter und verkroch ſich blitzſchnell in das Gefieder der Schwalbe. Auf einmal kamen ſie, dieſe Para⸗ ſiten, aus allen Ecken und Enden hervor und ſuchten in dem Federkleid des Tieres Zuflucht. Es half ihnen nichts, dieſen ekelhaften Geſchöpfen. Zwei Män⸗ ner ſuchten nun das Federkleid der Schwalbe gründ⸗ lich ab, bis auf die Haut. Schier zahllos waren die Spinnen, die den armen Vogel quälten und ihm das Blut bereits ſo ausgeſogen hatten, daß er ohn⸗ mächtig vor Schmerz ſich in den Schutz der Menſchen begeben hatte. Nach einer halben Stunde war das Tier gereinigt. Seine Augen waren nun weit ge⸗ öffnet. Lebendig bewegte die Schwalbe den Kopf hin und her und war ſichtbar aus einem Zuſtand des Bewußtloſen zum Leben zurückgekehrt. Wieder öff⸗ nete der Retter die Hand. Und ſiehe da, mit kühnem Schwunge erhob ſich die Schwalbe in die Luft, be⸗ ſchrieb eine Art Ehrenrunde über dem Bismarckplatz und den Standort ſeines Retters und ſchoß dann pfeilgeſchwind davon. Das kleine Erlebnis aber zeigt, wie für den Men⸗ Das Hoheitsabzeichen für Wehrmachtsangehörige im Sivilanzus das in Form einer Anſtecknadel für die Angehörigen der Reichswehr geſchaffen wurde, um zum Zivil⸗ antzug getragen zu werden. Reichsheer⸗Angehörige tragen das Abzeichen die der Marine in old. ſchen unſichtbare Feinde das Leben der Vögel ge⸗ fährden und ihre Freiheit nicht ausſchließlich Frei⸗ heit iſt. Die große Trockenheit mag zu der oben ge⸗ ſchilderten tragiſchen Erſcheinung mit beitragen. Ob der Inſtinkt des Vogels wirklich ſo weitreichend in dieſem Falle war, daß er ſich, der doch ſonſt ſo ſcheu iſt, in die Nähe des Menſchen begab, um Erlöſung von ſeiner Qual zu finden?.Zz. Neuerwerbungen der Städtiſchen Bücher⸗ und Leſehalle Erzählende Schriften: Blunck., Ur⸗ väterſage.— Greinz., Das heimliche Leben.— Tuegel., Sankt Blekh, oder die große Verände⸗ rung.— Wiechert., Die Flöte des Pan. Aus verſchiedenen Gebieten: Goeb⸗ bels., Vom Kaiſerhof zur Reichskanzlei 1934.— Kloevekorn. Saarland— Deutſches Land.— Schäfer ., Auf Spuren der alten Reichsherrlichkeit 1934.— Karlſen., Segler durch Wind und Wolken. Das Abenteuerbuch der Segelfliegerei.— Valentiner., U 38. Wikingerfahrten eines deutſchen U⸗Bootes 1994.— Pohl R.., Einführung in die Elektrizität. Leſehalle: Reichskursbuch. Das Leſegeld beträgt für den Mon at Juni nur 20 Pfennig. Erwerbsloſe leſen unentgelt⸗ lich. ** Vor 30 Jahren... Wie uns zu unſerem Be⸗ richt von der Geißbockverſteigerung in Deidesheim von einem treuen Leſer, Herrn Kohlmeier, Mannheim, dem früheren Wirt des„Roſenſtock“ ge⸗ ſchrieben wird, hat er vor 30 Jahren einen Deides⸗ heimer Geißbock erſteigert. Damals kam ihm ſogar der Spaß weſentlich billiger. Der Bock koſtete „nur“ 118 Mark. ** Ihren 84. Geburtstag begeht am Montag Frau Eliſe Schön, J 3, 2. * Seinen 80. Geburtstag beging Herr Carl Stanger, 8S 6, 24, in geiſtiger und körperlicher Friſche. Spendenfür das RilkswerkBuggingen können eingezahlt werden auf: 1. Konto„Hilfswerk Buggingen der NSV' bei der Badiſchen Bank in Karlsruhe oder 2. Poſtſcheckkonto Nr. 1200„Hilfswerk Buggin⸗ gen der NSV“ beim Poſtſcheckamt Karlsruhe. e Ihren 75. Geburtstag feiert am Montag Frau Maria Walter, Bellenſtraße 24. Frau Walter hat zwei Jahrzehnte die„Neue Mannheimer Zeitung“ ausgetragen. 4 Anläßlich der großen Wiederſehensfeier der ehemaligen 110er und deren Kriegsformationen am 9. und 10. Juni, geht Samstags und Sonntags von Mannheim je ein Sonderzug nach Mosbach. Der verbilligte Fahrpreis beträgt.40 Mark je Perſon. Der Sonderzug am Samstag fährt wahr⸗ ſcheinlich von Mannheim 14 Uhr 30 Minuten, der Sonderzug am Sonntag, morgens 6 Uhr vom Hauptbahnhof Mannheim ab. Die Rückfahrt der beiden Sonderzüge erfolgt am Sonntag abend gegen 21 Uhr. An der Fahrt kann jedermann teilnehmen. Es ergeht deshalb die Bitte an die Mannheimer Be⸗ völkerung, ſich an dem Sonderzug zahlreich zu be⸗ teiligen. Meldungen mündlich oder ſchriftlich an den Anruf Vereinsführer Haberkorn, U 3, 11, 20 312, bis längſtens Freitag, 1. Juni. ſpöchſtleiſtung erzielt man nur mit geſundem, geſtähltem förper. Darum täglich blutbildend, muskelſtärkend, ſchmackhaſt. Pſo niemals loſe! 2 ————— ———————— * eeeeeeee eeee ———————— ——————————— —— —— 3 — —— —— 8 ——— rrmen. 2. Seite Nummer 235 Neue Mannheimer Heitung“ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Aus offenen Fenſtern Bei warmem Wetter öffnen ſich die Fenſter in den Wohnungen der Menſchen und vielerlei ſtören⸗ des Geräuſch dringt heraus und herein. Es iſt er⸗ faunlich, wieviel Lärm und ſinnloſen Spektakel mancher Mannheimer nötig hat, um ſich wohl zu fühlen. Mag vielleicht der Aufenthalt in Werkſtätte, auf der Straße, im verkehrsreichen Büro die Ohren kaub machen; mögen Mütter, die mit Kindern, Marktfrauen und Staubſaugern viel zu tun haben, ebenfalls zu einer gewiſſen Verwöhntheit der Ohren neigen— im großen ganzen wird doch viel über⸗ KHüſſiger Krach gemacht, der den Nerven nicht gut tut und dem im Mietvertrag anempfohlenen guten Verhältnis zur Nachbarſchaft abträglich erſcheinen muß. Aus offenen Fenſtern tönt es weiter über Hof und Straße, bellt der Hund, rollt öͤer Harzer Roller, plärrt das Baby, miaut die Katze, macht das Geſchirr Klingklang unter der ſpülenden Hand der Hausfrau. Aber hoch tönend über allem ſchallt und donnert der Lautſprecher, der morgens 6,15 Uhr mit der Gymnaſtikſtunde anfängt und ſo leicht nicht wieder abgeſchaltet wird. Der Menſch will was haben für ſein Geld. Kein Programmpunkt ſoll der Firma RpP geſchenkt werden für die zwei Mark monatlich, die ſie pünktlich abholt und ſo krächzt und ſchallt, denn die merkwürdige Zauberdoſe, während der eine Zeitung lieſt und die andere Strümpfe ſtopft. Märſche und Reden, bunte Abende und ſchmachtende Liebesgeſänge werden über Freund und Feind oͤurch offene Fenſter losgelaſſen und nur wenige Geweckte wundern ſich über zunehmenden Kopfſchmerz im Frühjahr, im Stillen vermeinend, es würde mit Sonnenſtand und ſonderbaren kosmiſchen Strahlen zufammenhängen. Aber wir wüßten andere Urſachen, die nicht auf Strahlen, ſondern Wellen daherkommen, und zwar durch offene Fenſter. Ach, nichts bekommt der Menſch im Grunde genommen geſchenkt. Die Güte der koſten⸗ los frei ins Haus bezogenen Muſik iſt verbunden mit vielerlei Lärm und Donnergrollen und überflüſſigem Gerede, ganz beſonders, wenn die Nachbarn verſchie⸗ denen Geſchmackes ſind. Der Kampf der Sender aus früherer Zeit hat ja gottlob aufgehört. Aber vielleicht wird doch Wagner gegen Verdi vorgebracht und gegen Walzermeiſter Strauß der namenloſe Jazzmeiſter der Jetztzeit ins Feld geführt, ſo daß ein unheimlicher Geiſterkrieg der Tonarten und Inſtrumente im Hofe anhebt, und die Neutralen ohne moderne Verſtärker⸗ waffen haben wie immer den größten Schaden davon. Nun fängt auch die Kleine von nebenan, die noch der eigenhändig betriebenen Muſik huldigt, zu ſpielen an und traktiert die Geige mit Morgenrot und frühem Tod und letztwinterlichen Schlagern, die von dem Leben bei der blonden Kathrein u. dergl. han⸗ deln. Es iſt erſt halb acht Uhr morgens, aber flugs iſt alles auf den Beinen und der Krieg beginnt. Tief⸗ ſtimmige Redner tun ihre Pflicht, Turnlehrer vertei⸗ len wöhlmeinend⸗humoriſtiſch leicht gefärbte Anwei⸗ ſungen. Es donnert die Kavallerie in der As⸗Dur⸗ Polonaiſe vorüber. Wer über kein Muſikinſtrument verfügt läßt den Staubſauger ſchnauben, aber wer Mut und Ausdauer hat, den Teppich zu klopfen, der hat die meiſten Chancen. Die wenigen Stillen im Lande, die etwa noch Bücher leſen und der Kammer⸗ muſik huldigen, die ächzen unter dem Widerſtreit der Lautſprecherkämpfe. Es wird nötig ſein, bei kommenden Bauunterneh⸗ mungen und Siedlungen dieſem Kampf der Wellen und Sender durchs offene Fenſter Rechnung zu tra⸗ gen. Man baue feſte rundfunkſtörfreie Villen zur Probe auf der Frieſenheimer Inſel und am Wel⸗ ſchen Loch; denn Mannheim wird in Bälde die 25⸗ Km⸗Grenze bei dieſem Zuſtand der Dinge über⸗ ſchritten haben. Für die Uebergangszeit aber wäre es vielleicht nötig, einen neuen Ehrenkodex über die Austragung von Kämpfen durchs Fenſter zu ſchaf⸗ fen. Und wenn es früher wichtig war, darüber Be⸗ ſcheid zu wiſſen, wie man ſich bei Hofe benehme, ſo iſt heute ein Knigge über den Anſtand im Hofe nicht ohne Aktnalität. Schließlich gäbe es noch ein altes aber wenig reſpektables Mittel: einfach die Fenſter on cchließen! Dr. Hr. Reue Schützenſtünde in Neuoſtheim Eine moderne Anlage im Werden Die Schützengeſellſchaft 1909 E. V. Mannheim⸗Neuoſtheim, die dem Gau Süd⸗ weſt im Untergau Baden des Deutſchen Schützen⸗ bundes angeſchloſſen iſt, pflegte den Zimmerſtutzen⸗ Schießſport. Die zahlreichen Preiſe, die die Mit⸗ glieder in den verſchiedenen Wettkämpfen erringen konnten, zeigen, daß man allezeit dieſen Sport ernſt⸗ haft betrieb. Es war ein glücklicher Geoͤanke, daß man das Vereinshaus, das ſich bei Neuoſtheim an dem Bahndamm der Riedbahn dicht bei der Unter⸗ führung der im Bau befindlichen Autobahn befindet, ſeinerzeit in der Mitte des Geländes erſtellte, ſo daß jetzt die notwendig gewordene Erweiterung in der denkbar einfachſten Weiſe erfolgen konnte. Das Vereinshaus, das zugleich der Pflege der Kameradſchaft in den Reihen der Schützen dient, hatte bisher lediglich 14 Stände mit 15⸗Meter⸗ Bahnen für Zimmerſtutzenſchießen aufzuweiſen. Die Stände ſind ſo angelegt, daß man das ganze Jahr den Sport betreiben kann und dͤaß es auch ohne fremde Hilfe möglich iſt, die Schüſſe zu kontrollieren und die Scheiben zu wech⸗ ſeln. Durch eine einfache, aber ſinnreich ausgedachte Radkonſtruktion gleiten an Drahtſeilen die Scheiben an das Ziel und können mit zwei Radumdrehungen an den Schießſtand herangeholt werden. Die Ausbreitung des Schießſportes in den letzten Jahren führte zwangsläufig dazu, daß man ſich auch bei der Schützengeſellſchaft 1909 mehr des Kleinkaliberſportes annahm, der wie kaum ein an⸗ deres Betätigungsgebiet der Leibesübungen Selbſt⸗ zucht in körperlicher und geiſtiger Hinſicht, ſicheren Blick und Entſchlußkraft fordert. Hinzu kam noch, daß in Mannheim kein Ueberfluß an Schießſtänden für den Kleinkaliberſport herrſcht und ſo viele Ver⸗ eine noch Ausſchau nach Anlagen halten, auf denen ihre Mitglieder den Sport ausüben können. Die günſtige Lage des Schützenhauſes ermöglichte auf eine zweckmäßige Weiſe die Erweiterung, denn man brauchte nur die Gegenwand der nordwärts gelege⸗ nen Zimmerſtutzenſtände dͤurchzubrechen und nach Süden zu die 50⸗Meter⸗Bahnen anzulegen. Um auch größere Schießen abhalten zu kön⸗ nen und um weitgehenden Anſprüchen Rech⸗ nung zu tragen, hat man gleich zwölf Stände erſtellt, von denen ein Teil ſich im Inneren des Vereins⸗ hauſes befindet und ſo gebaut iſt, daß auch im Winter geſchoſſen werden kann. Die übrigen Stände ſind noch nicht überdacht, werden aber ſpäter in die vorgeſehene Erweiterung des Hauſes einbezogen. Das Baugeſchäft Ad. Watzel und Sohn hat in verhältnismäßig kurzer Zeit den Umbau und Aus⸗ bau zur Zufriedenheit der Schützen ausgeführt. An dem alten Weg, der von der Harrlachſtraße nach dem Bahndamm führt, iſt der Kugelfang errichtet. Vorläufig dient dieſer Weg noch dem Angrenzerver⸗ kehr, wird aber ſpäter keine Bedeutung mehr haben, wenn die Bauarbeiten an der Autobahn ſo weit vor⸗ geſchritten ſind, daß die neue Fahrſtraße längs des Bahndammes ausgebaut werden kann und ſo der Zugang zu den Schießſtänden von der Bahnſeite her möglich wird. In etwa vierzehn Tagen dürfte der Ausbau der Kleinkaliberſtände fertiggeſtellt ſein. Man wird dann die Einweihung mit der Feier der fünfundzwanzigſten Wiederkehr des Grün⸗ dungstages verbinden können. Oberſchützenmeiſter Fritz Fuhr und der Preſſewart des Gaues Südweſt im Deutſchen Schützenbund, Curt Schnitzer, gaben uns bereits Gelegenheit, die Schießſtände einer Beſichtigung zu unterziehen und uns davon zu überzeugen, daß die Schützen⸗ geſellſchaft 1909 Neuoſtheim eine Schießanlage be⸗ ſitzt, die allen Anforderungen gerecht wird und die zweifellos dazu beiträgt, dem Kleinkaliberſport neue Freunde zuzuführen. Da ſchon einige Vereine die Schießſtände belegt haben, wird wohl bald ein leb⸗ hafter Betrieb auf der Anlage herrſchen. Daß man bei der Schützengeſellſchaft 09 über dem Kleinkaliber⸗ ſport das Zimmerſtutzenſchießen nicht vergeſſen wird, braucht wohl kaum hervorgehoben zu werden. j. Waleimeiſter im deulſchen Buchenwald Es gibt glückliche Menſchen, die trotz dͤer Sorgen und Trübſale dem Leben doch noch eine angenehme Seite abzuringen wiſſen. Das ſind nicht etwa leicht⸗ ſinnige, oberflächliche Brüder, im Gegenteil tief⸗ gründige Philoſophen. Jeöe Wanderung wird bei ihnen zur Freude, in den Maitagen erſt recht. Da ſammeln ſie jenes famoſe Kräutlein, das, in den Wein getaucht, Kummer und Sorgen verſcheucht. Schütte den perlenden Wein Auf das Waldmeiſterlein. N Doch nicht zu kurz und nicht zu lang Darf in dem Wein es ziehen. An einem Aügenblicke hängt, Wie man im Neſt den Vogel fängt, Des Wonnetranks Gelingen. Waloͤmeiſter in Bündeln wird auf dem Markt in Menge angeboten. Ich liebe den göttlichen Mai⸗ trank, wenn ich die Pflanzen ſelbſt gepflückt habe. Es liegt ein eigentümlicher Reiz und Zauber darin, die Urſtoffe eines guten Maitranks ſelbſt geſucht zu haben. Schattige Buchenwälder bilden das Verſteck des Waldmeiſters. Dort zieht er unter dem braunen, gefallenen Laub ſeine langen Ausläufer nach allen Seiten. Wo dieſe waagrecht eilenden Wurzeln einen kleinen Knoten haben, ſchickt die Pflanze jeweils neue kleine Pflänz⸗ lein in die Höhe, die wir zu einer Maibowle— beſ⸗ ſer geſagt zu einem Maitrank— zu ſuchen haben. Geſchmückt mit den kleinen Blütenäuglein, die im zarteſten Milchweiß prangen, gleicht eine ſolche Waldmeiſterfamilie einer kleinen Oaſe im einſamen Buchenwald. Wie Quirle ſtehn in grader Zahl Um eck'gen Stiel die Blätter ſchmal. Und dieſer Quirlenſtand der Blätterroſetten ver⸗ führt manchen Nichtkenner dazu, etwas ganz Falſches zu pflücken, nämlich das Waldlabkraut, aus dem aber niemals ein bekömmlicher Trank hervorzuzaubern iſt Das beſte Erkennungszeichen des Waldmeiſters iſt der herrliche Duft nach Kamarin, der ſchon im Walde von ihm ausſtrömt, ſich aber ganz beſonders in der abgepflückten welkenden Pflanze entwickelt. Selbſt die Hände die das Sträuß⸗ lein tragen, nehmen dieſen ſeinen Duft an. Ehe die weißen Blütenſterne ſich zu öffnen beginnen, beſitzt das Kräutlein ſeine beſte Würze. Deshalb ſammelte unſere Urgroßmutter viel der Pflanzen und ließ dieſe an ſchattigen Stellen trocknen, doch nicht, um daraus ein Maitränklein zu brauen, ſondern um oa⸗ von zwiſchen das Linnen im Weißzeugſchrank zu verſtauen. Das Weißzeug nimmt den guten Geruch, der den getrockneten Pflanzen eigen bleibt, gern an. Der Name Waldmeiſter oder Waldmeeſter findet ſich ſchon in alter Zeit im weſtlichen Deutſchland, in der Schweiz und den Niederlanden. In Brandenburg und Mecklenburg nennt man den Waldmeiſter Möſch, in der Altmark Möske, in Schleſien Meiſerich oder Meſerich. Alle dieſe Bezeichnungen gehen zurück auf das mittelhochdeutſche„möſen“, das ſo viel wie„nach Wieſen duften“ bedeutet. Der Saft des Waldmeiſters wurde früher gegen den Biß toller Hunde, ſeine Wurzel zum Rotfärben von Geweben benützt. Iſt doch der Waldmeiſter ein entfernter Verwandter der Färberröte oder des Krapp, welche Pflanze vor Erfindung der chemiſchen Farbſtoſfe zur Herſtellung von natürlichen Farb⸗ ſtoffen benützt wurde. In Mannheim erinnert die Krappmühlſtraße an die einſtige Gewinnung der Färberröte im Gebiet der Schwetzinger Vorſtadt. In alten Kräuterbüchern finden ſich ſehr oft die Na⸗ men Leberkraut, Herzkraut oder Herzfreude für den Waldmeiſter. Man empfahl ihn nämlich als ſtärken⸗ des Mittel für Herz und Leber, die man damals für den Sitz des Lebens hielt.„Im Mayen, wenn das Kräutlein noch friſch iſt, pflegen es viele Leute in den Wein zu legen und darüber zu trinken, ver⸗ meinen, daß es der Leber wohl tue und dieſelbe ſtärke, item, ſoll auch das Herz ſtärken und erfreuen“, heißt es in einem Kräuterbuch von 1588. So einfach nun das Verfahren an ſich ſcheint, will es darum doch durchdacht und geſchickt ausgeübt ſein. Wem es aber gelingt, einen Trank hervorzuzaubern nach dem Rezept Otto Roquettes, in dem es heißt: Waldmeiſter ſich und Rebenblüt umſchlangen, Ei, welch ein duftig, herzig, zärtlich Pärchen! der wird für ſeine geringe Mühe belohnt. Ein Göt⸗ tertrank iſt daraus geworden, der alle guten Geiſter im Menſchen wachruft, die Phantaſie erhebt und zu⸗ gleich dem Gaumen ſo wohltuend mundet. In dem heiteren„Rhein⸗, Wein⸗ und Wandermärchen“ ſchil⸗ dert Roquette die Abenteuer aus Prinz„Waldmei⸗ ſters Brautfahrt“ in bunten Szenen. Schließlich kommt es zur Hochzeit mit der lieblichen Tochter des Königs Feuerwein. Zu dieſem ſchönen Feſte finden ſich alle, die noch Jugendluſt und Jugendfreude in ſich fühlen, zuſammen und füllen die Gläſer. Wenn du einen ſolchen Göttertrank zu brauen verſtehſt, dann Werden all, die davon tranken, Andern Tages dir noch danken Für den wundervollen Trank. S. J. Gund. a* Die Reſerve⸗Sanitäts⸗Kompanie 14 tritt zum erſten Male mit einem Treffen in Heidel⸗ berg in die Oeffentlichkeit. Viele Angehörige der ehemaligen Reſerve⸗Regimenter 109, 110, 111 uſw., werden ſich an dieſem Tage gerne an die Liebes⸗ dienſte erinnern, die ihnen von den Männern mit dem roten Kreuz auf dem Arm erwieſen wurden. Mancher verdankt ſein Leben dem Perſonal der Sa⸗ nitäts⸗Kompanie. Viele Sterbende haben mit letz⸗ ter Kraft noch gerufen. Manche Träne wurde in den Augen der Verwundeten beobachtet, als man ihnen erſte Hilfe leiſtete. Wie oft kamen während des Krieges Kartengrüße aus den Heimatlazaretten, mit denen Verwundete ihrer Retter gedachten. Alle Kameraden der ehemaligen Sanitäts⸗Kompanie 14 (514) werden eingeladen, ſich am 3. Juni in Heidel⸗ berg einzufinden. Der ehemalige Diviſions⸗Pfarrer und die Aerzte haben ihr Erſcheinen zugeſagt. Für die Mannheimer Kameraden iſt der Treffpunkt mor⸗ gens 9 Uhr am Bahnhof OEc beim U⸗Schulhaus und für alle Auswärtigen um 10 Uhr in Heidelberg, Lokal„Burgfreiheit“ beim Schloßeingang. un Die SA, die im Kampf um die Macht ſtets ihr Opfer bringen mußte, hat in der letzten Zeit wiederum gezeigt, welch vorbilöͤlicher Opfergeiſt und welche Kameradſchaft in ihren Reihen herrſcht. Der S A⸗Sturm 23/109, Karlsruhe, wollte eine Pfingſtfahrt durchführen. Vor Pfingſten hatten nun die Führer dieſes Sturmes mit ihren Kameraden eine Beſprechung, in der man einmütig beſchloß, auf die Pfingſtfahrt zu verzichten und die Ausgaben, die jedoͤem SA⸗Kameraden hierfür ent⸗ ſtanden wären, oͤen Hinterbliebenen von Buggingen zur Verfügung zu ſtellen. Hierbei wurden über 165 Mark geſammelt. Die'e Tat, der freiwillige Verzicht auf die Pfingſtfahrt und die Größe des Betrages zeigen, welch vorbildlicher Geiſt in den Reihen der SA herrſcht. Hoffen wir, daß dieſer Geiſt ſtets bleibt und jeder Volksgenoſſe hiervon für immer erfaßt wird. umm, guter B iemee, Weisse und gesunde Zähne as Carola v. Crailsheim Roman von 46 (Schluß.) Charlott ſchlich leiſe, auf den Zehenſpitzen, wohl damit er ſich nicht umdrehe, zu Andris Stuhl, flüſterte:„Tu mir den Gefallen, Andri— ich muß einmal wieder einen Tag für mich haben— ſo glaube mir doch“— und fügte laut wie ein Kind, das endlich feinen Willen erreicht hat, hinzu: „Ich danke euch tauſendmal im voraus!“ Morgen, dachte Andri, morgen werde ich viele Stunden mit Heinrich allein ſein. Es war ſo wunder⸗ lich, ſie begriff es nicht ganz. Sie mußte es ſich ſelbſt immer wieder erzählen, um es faſſen zu können. Warum Charlotts Stimme heute nur ſo froh ge⸗ Kungen? Am Morgen war ſie nicht am Auto. Sie ſchlafe noch, behauptete Heinrich, der vergeblich an ihre Tür klopft hatte. Schließlich ſei er leiſe eingedrungen, n Schreibtiſchſchlüſſel zu holen, den ſie ihm geſtern hingelegt hatte, erzählte er.„Wozu hätte ich ſie auch wecken ſollen?“ fügte er hinzu und ſah, ohne Erwide⸗ rung zu erwarten, in den tauigen Morgen. Langſam glitt der Wagen die ſtolze alte Linden⸗ allee entlang. Südwärts, ſüdwärts ging die Fahrt! Wie oft ſaß Wilhelm Ernſt am Steuer, dachte Andri, und ich an ſeiner Seite. Und waren es nicht doch, trotz all meiner Unruhe, Jahre des Glücks, da er den Nachen lenkte? Oder iſt es nur ſo, daß Er⸗ innern alles Geweſene magiſch vergoldet, während die* 8 ſich im Grau des Vergeſſens ver⸗ 3 Der Wagen ſauſte dahin, nahm Berg und Tal, Hügel und Ebene, Dorf und Weiler. Kinder ſchrien ihm zu, Krähen überflogen ihn, in behaglicher Ruhe geſtört; er entſchloß ſich, einem Huhn auszuweichen. Krautäcker, Rübenäcker, Wieſen, herrlich gelichte⸗ ter Wald, Brücken und Feldſcheuern tauchten auf und verſanken wieder. Bis dann, unvergeßlicher Anblick, plötzlich der Main ſichtbar wurde, im breiten Wellenbett Andris Blick feſſelte, ihr mit aufblitzenden Lichtern zuwinkte. Sie und Heinrich hatten bis dahin kaum ein Wort gewechſelt, aber nun taſtete Andris Hand ſchnell nach der ſeinen, während ihr Blick ſagte: Siehſt du den Main? Und weißt du es wie ich durch das Er⸗ leben mit dir in deiner Heimat, eingeſchlungen bin in den Fluß und das fränkiſche Land und den Hügel, auf dem du mich küßteſt? Vor ihnen, unbeweglich am Steuer ſitzend, war Antons ſchweigſamer breiter Rücken. Andris Hand taſtete leiſe zurück. Einmal ſchnürte langſam ein Fuchs über die Land⸗ ſtraße, furchtlos die Lichter auf das Auto gerichtet, ſprang in breitem Satz in einem Acker. Weinberge, Mäuerchen, Laubwald, Unterholz. Jedesmal fand man dieſe geſegnete, fruchtbare Land⸗ ſchaft um den Main noch ſchöner, noch bezaubern⸗ der, ganz wie einen großen herrlichen unumzäunten Garten. Die Stunden wurden zu Minuten. Denn dort löſten ſich ſchon, noch kaum kenntlich, die Dächer des Sanatoriums vom Horizont. Noch iſt Charlott mein Gaſt, ſagte ſich Andri, als gelte es, ſich dies einzuprägen, ehe ſie in das Haus trat, in dem ihre Liebe begonnen. Wie fern jener Tag lag! Und doch hatte ihn nichts auszulöſchen vermocht, weder Einſicht noch anderes Erleben, weder Wille noch wahnſinnigſter Entſchluß. Und nicht nur dieſer Verſuch, dieſe Leidenſchaft zu vergeſſen, war geſcheitert, ſchlimmer noch, ſie war ſelbſt, dieſe Lei⸗ denſchaft, immer unentrinnbarer geworden wie das Schickſal oder der Tod. Man konnte ſie mit Worten verſchweigen. Man konnte ſich auch heiß bemühen, ſie zu verbergen. Aber nur vor anderen. Vor ſich ſelbſt gab es keine Ausflucht. Da war Heinrich Walrams Haus. Das Haus, um das ihre Gedanken, ihre Wünſche immer wieder kreiſten. Das Haus, an deſſen Tür ſie einſt gepocht, ehe ſie eines anderen Namen, eines anderen Ring trug. Da waren die paar Stufen, die zu ihm führten, Stufen, über die Charlott bräutlich eingezogen. Stu⸗ fen, über die viel ſpäter, ſie, Andri, ſchritt, von dem Geſchick geführt wie jene andere, Ferne. Dort zwiſchen Fenſter und Ofen, hatte er geſtan⸗ den, als ſie ihm zugerufen, es gäbe keinen Weg von ihm zu ihr. Nie und nimmer. Und da, am Schreib⸗ tiſch, hatte ſie gelehnt— oh, wie genau ſie alles bis ins kleinſte noch wußte— und müde geſagt hatte: „Nie willigt Charlott in Scheidung.“ Jahre waren verfloſſen. Viele Jahre. Das Zim⸗ mer geblieben. Die Leidenſchaft war geblieben. Andri ſaß in einem der tieſen Klubſeſſel. Sie hatte ſich nach der Fahrt ein wenig aufgefriſcht, ſich die Haare gebürſtet, die Hände gewaſchen. Ja, und nun ſaß ſie hier, als ſei ſie nie fortgeweſen. Erkannte den Teppich wieder und die Farbe des Lampen⸗ ſchirms. Fand auch, dort an der Schmalſeite des Schrankes, den merkwürdig kleinen Spiegel wieder und ſah ſich ſelbſt, die weiße Hemdͤbluſe, den ärmel⸗ loſen Pullover darüber. Wenn nur die beiden Tele⸗ phone auf Heinrichs Schreibtiſch nicht gleich klingeln wollten— wenn ſie nur endlich ein wenig zuſam⸗ men plaudern könnten, und ſei es das Entlegenſte. Es gab ja nichts Entlegenes, in dem ſie ſich nicht doch tauſendmal fanden und verſtanden... Alles Ge⸗ ſpräch führte geradewegs zu ihrer Liebe. Ein Zimmermädchen brachte ein Tablett mit Süd⸗ wein, Gläſern, Keks. Unter dem Brett hielt ſie einen Expreßbrief, den ſie gleichgültig auf den Schreibtiſch legte— Heinrich bemerkte ihn nicht ſo⸗ gleich, beſchäftigt wie er war, die Gläſer zu füllen. Aber Andri ſagte, von jenem unerklärlichen Trieb der Selbſtzerſtörung geleitet, der ſie manchmal befiel — oder aus einem anderen, ihr nur ſelbſt verborge⸗ nen Anlaß: „Dort liegt ein Brief für dich, Heinrichl“ Sie ſah ihn die paar Schritte nach dem Schreibtiſch tun, den Brief betrachten, ihn ſekundenlang erſtaunt in der Hand wiegend, wie es ſonſt ſeine Gewohn⸗ heit nicht war, die ſchnell entſchloſſen zulangte, zu handeln gewohnt. Langſam öffnete er den Umſchlag, entfaltete den Bogen, las. Woher kenne ich nur dies Papier, dachte Andri. Aber ſchon im nächſten Augen⸗ blick durchzuckte es erſt wie eine Ahnung, dann wie Wiſſen durch ſie. Sie ſprang auf, ſtand vor Heinrich, ſah ſein bran⸗ nes, männliches Geſicht von jäher Bläſſe bedeckt, fühlte, er ſchob ihr etwas in die Hand, einen zweiten Bogen, las: „Liebe Andri! Wollen wir die Beſitztümer wechſeln? Ich bleibe gern in Deinem ſtillen Schloß, wo man in eine Allee ſieht und auf Traumgeſtalten wartet. Du bleibſt vielleicht gern bei Heinrich. Laß es ſo ſein. Ich habe Euch begriffen. Charlott.“ Heinrich und Andri ſahen ſich lange an. Erſchüt⸗ tert und ungläubig. War es Wahrheit, was ſie rlebten? Oder— Traum? Waren die furchtbaren Jahre des Wartens wirk⸗ lich vorüber? Vorüber alle Trennung und Hoff⸗ nungsloſigkeit? N War dies endlich der Augenblick, daß das Leben ſie rief? Da alles neu begann? Vor ihren Augen tauchte Charlott auf, ihr ſon⸗ derbares und undeutliches Gebaren am geſtrigen Tage erwachte wieder, klärte ſich. Sie bedachten und ermaßen, immer noch unbeweglich mitten im Raum voreinander ſtehend, welcher Kampf dieſem Brief vorangegangen ſein mochte. Heinrich Walram und Andri Dennſtedt legten zu der Laſt vergangener Jahre noch die letzte und viel⸗ leicht ſchwerſte hinzu, den Augenblick, durch den Char⸗ lott ging und Wilhelm Ernſt, der Tote, der geſchrie⸗ ben hatte:„Du kannſt nicht allein bleiben Andri...!“ In Gedanken überſahen ſie noch einmal den Weg, der, aus ihnen ſelbſt erſtehend, im Kreiſe immer zu ſich ſelbſt zurückgeführt hatte. Befreit von Leid, befreit von Unklarheit, neigten ſie ſich zueinander. Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 5. Seite /Nummer 285 Zentralvormerkungsſtelle der Verſorgungsanwärter Nach der Verordnung des Badiſchen Staatsmini⸗ ſteriums vom 18. November 1933(GVBl. S. 283) iſt mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 beim Miniſte⸗ rium des Innern in Karlsruhe eine Zentral⸗ vormerkungsſtelle der Verſorgungs⸗ anwärter für den Dienſt der Gemeinden (Gemeindeverbände), Kreiſe, öffentlichen Sparkaſſen, Orts⸗ und Innungskrankenkaſſen, Genoſſenſchaften der Unfallverſicherung, der weltlichen Stiſtungen und ſonſtigen Anſtalten und Körperſchaften des öf⸗ fentlichen Rechts eingerichtet worden. Die Zentral⸗ vormerkungsſtelle hat jeoͤoch bis jetzt die Verſor⸗ gungsanwärter nhaber des Zivilverſorgungs⸗, des Zivildienſt⸗, des Polizeiverſorgungs⸗ und des Beamtenſcheines), die ſich um Anſtellung im badi⸗ ſchen Gemeinde⸗ und Körperſchaftsdienſt beworben haben, nur vorgemerkt, während die Beſetzung frei⸗ gewordener, den Verſorgungsanwärtern vorbehal⸗ tenen Stellen noch unmittelbar durch die Anſtel⸗ lungsbehörden erfolgte. Vom 1. Juli 1934 an beſorgt nunmehr die Zen⸗ tralvormerkungsſtelle neben der Vormerkung der Verſorgungsanwärter auch ihre Zuweiſung an die Anſtellungsbehörden. Sie nimmt damit ihre volle Tätigkeit auf. Es dürfen deshalb von dem genannten Zeitpunkt an offene oder neu zu beſetzende Beamten⸗ oder Angeſtelltenſtellen des Gemeinde⸗ und Körper⸗ ſchaſtsdienſtes, die den Verſorgungsanwärtern vor⸗ behalten ſind, nur noch durch Vermittlung der Zen⸗ tralvormerkungsſtelle beſetzt werden. Die Verſor⸗ gungsanwärter haben ihre Bewerbungen, wie auch die Vormerkungen und Vormerkungserneuerungen ( 29..), die Mitteilungen gemäß'§s 30 und 31 .G. ſowie alle ſonſtigen Anfragen ausſchließ⸗ lich an die Zentralvormerkungsſtelle zu richten. Die Zentralvormertungsſtelle führt auch weiterhin die Anſchrift: Badiſche Zentralvormerkungsſtelle der Verſorgungsanwärter für den Gemeinde⸗ und Körperſchaftsdienſt(Miniſterium des Innern) in Schloßplatz 21, Fernſprechnummer 7460 is 68. Hinweis Deutſche Schule für Volksbildung. Dr. Schwarz: Montag: „Raſſiſche Aufartung und Ver⸗ erbungslehrel. Dr. Teske:„Deutſche Volks⸗ bräuche in Vergangenheit und Gegenwart“. Dienstag: Wilhelm Obermüller:„Geo⸗ politikl. Hans Godeck⸗Dr. Meyer:„Nietzſche“. — Mittwoch: Profeſſor Lacroix:„Die Idee der Ganzheit“.— Donnerstag: Fronleichnam. — Freitag: Pfarrer Kölli:„Fragen des re⸗ ligiöſen Lebens“ nachmittags von 5 bis 77 Uhr, Dr. Bender:„Wanderkreis“ 20 bis 22 Uhr. Reinhild Schwerd:„Gymnaſtik“ 21 bis 22 Uhr.— Sonntag: Odenwald⸗Wanderung des Wander⸗ kreiſes. Abfahrt.52 Uhr Hauptbahnhof Mannheim. Waldmichelbach—Kottenberg—Stillfüßel— Adlerſtein —Wolfsgrube—Darsberg—Neckarſteinach. Zwecks Er⸗ langung eines gemeinſam ermäßigten Fahrſcheines iſt Meldung bis Freitag, den 1. Juni, in der Ge⸗ ſchäftsſtelle notwendig. Sonntagsdienſt der Mannheimer Aerzte und Apotheken am Sonntag, 27. Mai Aerzte: Dr. Hafner, B1, 5, Tel. 289 13, Dr. Friedmann, Willi, Weſpinſtraße 8, Tel, 433 98, Frl. Dr. Teſcher, B 1, 7a, Tel. 313 39, Dr. Kel⸗ ler Guſtav, Pozziſtraße 1, Tel. 51419, Dr. Roth⸗ mund, Karl, Rheinauſtraße 24, Tel, 229 08. Frauenärzte: Dr. Battenſtein, P 3, 14, Tel. 254 80, Dr. Schmitt, Friedrichsplatz 5, Tel. 441 10. Zahnärzte: Dr. Baumann, L 12, 17, Tel. 591 12. Dentiſten: Sturm, Auguſt, Lange Rötterſtr. 50, Tel 508 98. Apotheken: Bahn hof⸗Apotheke, I. 12, 6, Tel. 31124. Engel⸗Apotheke, Mittelſtraße 1, Tel. 520 88, Hirſch⸗Apotheke, Seckenheimer Straße 41, Tel. 428 7, Pelikan⸗Apotheke, Q 1, 3, Tel. 21764, Schwan⸗Apo⸗ theke, E 3, 14, Tel. 304 25, Stephanien⸗Apotheke, Lin⸗ denhof, Tel. 312 32, Marien⸗Apotheke, Neckarau, Marktplatz, Tel. 48403, Waldhof⸗Apotheke, Waldhof, Oppauer Straße 6, Tel. 594 79. Im Maien auf der Strahlenburg Wir ſind mit der OEc bis nach Neckarhauſen gefahren. Als wir dͤie Brücke nach Ladenburg paſ⸗ ſieren, liegt die Nachmittagsſonne über dem im Runoͤblick auftauchenden Stück Erde unſerer nähe⸗ ren Heimat. Ladenburg, dieſer traulichen Neckar⸗ perle, ſchenken wir diesmal keine Beachtung. Es ge⸗ nügt uns, die Reize ſeiner ſtillen Winkel und ſeiner Fachwerke im Weiterſchreiten zu erhaſchen. Die Spuren des alten Lopodunums entgehen ſelbſt dem flüchtigen Betrachter nicht. Grotesk wirkt der Gegenſatz vergangener Zeiten zur Gegenwart. Der maſſige, blaue OEG⸗Kraft⸗ wagen wendet ſich wie beklommen durch die engen Gaſſen. Froh bellt ſein Signalhorn auf, als die freie Landſtraße unter den wuchtigen Reifen ſich ab⸗ rollt. Wir verlangen nach Ungeſtörtheit. Hinter der kleinen Steinbrücke bricht links ein Weg für Fuß⸗ gänger ab, entlang dem ruhig fließenden Waſſerlauf. So manches Motiv für Lichtbilͤner entzückt uns. m Sonderzug nach Rolhenburg B Scherz und Lied machen dͤen Weg kurz. In dieſer Wegſtunde haben wir faſt kein Zeitgeſühl gehabt. Bereits betreten wir Schriesheimer Boden, als wir wieder die Landſtraße erreichen. Noch ein kleines Stück Weg. Dann durchſchreiten wir das Dorf. Sauberkeit, Ruhe und Wohlhabenheit zeichnen es aus. Den Berg hinauf führt ſteil der Weg. Bald tummeln wir uns im ſchattigen Hof der Strahlenburg, die trutzig der untergehenden Sonne ſich beut. Der freundliche Wirt geſellt ſich zu den noch weilenden Gäſten. Die Geſchichte der Burg zieht an uns vor⸗ über. An oͤen Hängen des Berges wächſt ein guter Tropfen, der mit Mühe gepflegt wird. Alljährlich muß die von Regen und Unwetter hinabgeworfene Erde in Körben wieder emporgetragen und auf⸗ geworfen werden. Doch dieſer ſchöne Flecken iſt wert, gehalten und gepflegt zu werden. Im Wirtſchaftsraum leſen wir ein Gedicht, das ihn beſingt:„Die Strahlenburg, das iſt ein Ort zum Schwärmen und zum Trinken.“ Malerisches Gäſchen in Rothenburg Den Maſſenbeſuch von Rothenburg ob der Tau⸗ ber an den Pfingſttagen abſichtlich vermeidend, fährt die Reichsbahn am Sonntag, 3. Juni, einen Aus⸗ flugsſonderzug für die Städte Mannheim und Heidelberg und Umgebung. Der Weg führt durchs herrliche Neckartal über Heilbronn und Crailsheim. Die Abfahrt in Mannheim muß aus betriebstechniſchen Gründen bereits um 5 Uhr er⸗ folgen, alſo 25 Minuten früher, als urſprünglich vorgeſehen war. Gegen 28 Uhr treffen die Aus⸗ flügler wieder in Mannheim ein. Ein langer Tagl wird mancher ausrufen. Aber wer verläßt nicht gern ſehr früh das Bett, wenn er ſich vergegenwärtigt, was Rothenburg, dieſes Kleinod aus deutſcher Vergangenheit, an ſtädtebau⸗ lichen Schönheiten bietet. Dabei iſt zu bedenken, daß der Fahrpreis, in dem das Entgelt für die Be⸗ ſichtigungen inbegriffen iſt, ſo ungewöhnlich niedrig bemeſſen wurde, daß ſelbſt denjenigen Volksgenoſſen, die mit jeder Mark rechnen müſſen, die Möglichkeit füllung gehen zu ſehen. Stadtmauerpartien, und Wolfgangskirche beſichtigt. der hiſtoriſche Schäfertanz vorgeführt, bei dem für die Fahrgäſte der Reichsbahn beſondere Plätze freigehalten ſind. Die Verpflegungsfrage iſt nach dem Grundſatz preiswert, reichlich und gut gelöſt. Verwendet wird beſtes Wagenmaterial mit bequemen Sitzplätzen. Während der Fahrt ſorgt die Mitropa dafür, daß niemand hungrig und durſtig bleibt. So ſind die Vorausſetzungen für einen befriedigenden Verlauf des Ausfluges gegeben. Mit Rückſicht auf den be⸗ ſchränkten Verkauf empfiehlt es ſich, die Fahrkarte frühzeitig zu löſen. hiſtoriſche Höfe, St. eröffnet wurde, einen langgehegten Wunſch in Er⸗ Nach dem Einzug in die Stadt mit Muſik und Begrüßung werden Rathaus, Jakobs⸗ Nachmittags wird Studentiſche Begeiſterung hat hier ihren Ausdruck gefunden. An den in der Gaſtſtube hängenden Wappen und Zirkeln ertennen wir, daß die nach Henn delberg verzogene Mannheimer Handelshoch⸗ ſchule gar manchmal ſich hier zur fröhlichen Exkneipe triſſt. Der Sonnenabſchied ruft uns hinaus. Kalmi und all die Pfälzer Berge, bis hinüber zur Ann⸗ weiler Gegend, wachſen im Scheine der ſinkenden Abendſonne höher aus dem Horizont heraus. Es iſt ein unbeſchreibbar herrliches Gemälde, das die Na⸗ tur hinzaubert. Die Sonne iſt langſam hinter den Bergen verſchwunden. Aus dem Tale aber ſteigt weiterhin Sonnenlicht empor, vergoldet die Kuppen und Ränder der Pfalsberge, läßt die Wolken er⸗ glühen. Andächtig folgt das Auge dieſem wechſeln⸗ den Farbenſpiel. Allmählich verliert es an Lebendig⸗ keit. Ein heller Saum nur noch haftet am Weſthim⸗ mel. Dann herrſcht die Nacht allein. Ringsum blin⸗ ken Lichter auf. Wo Städte liegen, fließen die Ein⸗ zellichter zu Lichtkreiſen zuſammen. Die im Ban befindliche große Autoſtraße zieht ſich im Scheine von vielen Tanſend⸗ kerzen durch die Ebene. Inzwiſchen iſt es ſpät geworden. Das Leben im Dorfe unten zu Füßen der Strahlenburg iſt ver⸗ ſtummt. Wir brechen auf. Der Schritt heimwäris ſchlägt hart auf das holprige Pflaſter und hallt mehr⸗ jach wider. Dann marſchieren wir, nicht mehr von verwunderten Blicken begleitet, zwiſchen Wieſen und Feldern hindurch. Die milde Maiennacht füllt unſere Herzen mit Frohſinn. G. F Die Jugend ſoll öurch ganz Deutſchland geführt werden Die letzten Ziele der Betreuung der Jugendlichen in der Volks⸗ und Betriebsgemeinſchaft erläutert, wie das VD3⸗Büro meldet, der Referent in der Reichsjugendführung und Leiter des Jugendamtes der Deutſchen Arbeitsfront, Franz Langer. Dabei ſagt er u.., daß die auf der Grundlage der Kamerad⸗ ſchaft durchgeführte Heranbildung unſeres wirtſchaft⸗ lichen Nachwuchſes durch beſondere Einzelaktionen wirkſam unterſtützt werden würde. Es ſei geplant, die Jugend von Norden nach Süden, von Oſten nach Weſten durch ganz Deutſchland zu führen und der Jugend Leben und Art der deutſchen Arbeit in ihrem ganzen Umfange zu zeigen. Das ſei keine Utopie. Wer miterlebt habe, wie in Berlin zu den Ausſchei⸗ dungskämpfen des Reichsberufswettkampfes 500 Jun⸗ gens und Mädels aus allen Gauen des Reiches zuſam⸗ menkamen, Jungarbeiter aus allen Ständen und Be⸗ rufen, und dort eine einzige Kameradſchaft bildeten, der habe die Gewißheit mit ſich genommen, daß es möglich ſei, aus der Kameradſchaft der Arbeit heraus Entfernungen zu überbrücken. Wenn die Sieger im Reichsberufswettkampf Fahr⸗ ten in alle Teile des Deutſchen Reiches und die Reichsſieger Auslandsfahrten als Preiſe erhielten, ſo ſei das bereits ein Vorläufer deſſen, was in dieſer Beziehung nun auch ſyſtematiſch im Rahmen der von der Hitler⸗Jugend und der Arbeitsfront durchzufüh⸗ renden Berufsausbildung geplant ſei. Jugendlichen würden ihr überdurchſchnittliches Kön⸗ nen im Beruf weiterhin durch Beteiligung an be⸗ ſonders hierzu zum Austrag kommenden Preis⸗ ausſchreiben beweiſen können. Beſondere Aus⸗ ſtellungen von Jugen darbeiten würden Gelegenheit geben, die beſten Arbeiten in aller Oef⸗ fentlichkeit zu zeigen. So werde von dieſer Genera⸗ tion an eine ſyſtematiſche Ausleſe getrofſen, die mit dem Reichsberufswettkampf begonnen habe. Das Ziel ſei, jeden an den Platz zu ſtellen, auf den er auf Grund ſeines Charakters hingehöre. Das ſei So⸗ zialismus und letzten Endes das Ziel, das zu er⸗ reichen ſtets das Beſtreben der deutſchen Arbeiter⸗ ſchaft geweſen ſei. ** Zum neueingeführten Kraftfahrzeugbrief hat, wie oͤas VoZ⸗Büro meldet, der preußiſche Miniſter für Wirtſchaft und Arbeit in einem Erlaß zur Be⸗ hebung von Zweifelsfällen Stellung genommen. Der Miniſter erklärt, einzelne Zulaſſungsbehörden hätten die Beſtimmung mißverſtanden, wonach in der Uebergangszeit die Nachreichung des Kraftfahr⸗ zeugbriefes geſtattet und das Fahrzeug auf Grund der vorhandenen Firmenbeſcheinigung zugelaſſen werden könne. Einzelne Zulaſſungsbehörden hätten aber irrigerweiſe auch bei Vorlegung des Kraftfahr⸗ zeugbriefes daneben eine Firmenbeſcheinigung ver⸗ langt. Der Miniſter erſucht, von der Forderung einer Firmenbeſcheinigung neben dem Kraftfahrzeugbrief abzuſehen. S2 Crlöſung von umſtä Kciad Plage beijeder fe gen, ſeiidem G Es gibi keine Reinigungsſor⸗ erſchienen iſt. Dieſes wundervolle Mittel iſt Mädchen für alles beim Auf⸗ waſchen, Gpülen und Reinigen! Hergeftellt in den perſil⸗Werken. ineee Besuchen Sie unsere Beratungsstelle in D 3. 11 auf den Planken Geöffnet von 81½ bis 12˙½ und 21½ bis 6˙0 Uhr, Samstag 8 bis 1 Uhr Die beſten See, ————— ——————— N. n —— FECFCFCFB ——— ———— 6. Seite /Nummer 235 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabr Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Brie Basten der NM2 die erteilten Auskünfte nur die preßgeſetzliche Verantwortung. Die Schriftleitung übernimmt für Algemeines Heufieber.„Seit Jahren bin ich jeweils von Mitte Mai bis Mitte Juli mit Heufieber, auch Heu⸗ ſchnupfen genannt, geplagt. Viele Mittel habe ich ſchon dagegen in Anwendung gebracht, aber immer ohne Erfolg. Wiſſen Sie mir einen wirklich empfeh⸗ lenswerten Vorſchlag zur Beſeitigung des Heufiebers zu machen? Was halten Sie von der Leberdiät als Bekämpfungsmittel, worüber gerade in der letzten Zeit von einigen Zeitſchriften berichtet wurde.“—— Sie fragen, ob wir einen Vorſchlag zur Beſeitigung des Heufiebers machen können. Leider können wir das nicht; derjenige der einen ſolchen machen kann, muß erſt noch gefunden werden. Er wird nicht nur ein Wohltäter der Menſchheit, ſondern auch ein reicher Mann werden. Es gibt bis heute noch kein allgemein helfendes Heilmittel gegen das Heu⸗ fieber. Mit dieſer Feſtſtellung iſt auch Ihre Frage nach der Anwendung von Leberpräparaten beant⸗ wortet. Es iſt richtig, daß in der letzten Zeit viel von Leber und ihrer Bedeutung bei der Bekämpfung des Heufiebers die Rede war; es iſt aber auch hier wie mit allen andern Mitteln: der Erfolg muß ab⸗ gewartet werden. Sie haben ſelbſt ſchon, wie Sie ſchreiben, zahlreiche Mittel vergebens angewandt; wir können Ihnen verraten, daß es Hunderte von Mitteln gibt; jedes Jahr kommen neue hinzu. Jedes Jahr kommt jemand und behauptet, die Löſung ge⸗ fürmden zu haben. Es iſt erfreulich, daß die Forſchung ſich heute ſo eifrig mit dem früher völlig übergange⸗ nen und nicht ernſt genommenen Leiden befaßt. Das Heilmittel iſt aber noch nicht gefunden. Linderungs⸗ mittel gibt es dagegen ſehr gute. Theoretiſch kann man ein„Heilmittel“ angeben: Begeben Sie ſich in ein Gebiet oder in einen Raum, in welchem kein Blütenſtaub iſt; d. h. verreiſen Sie in der kritiſchen Zeit. Leider erfordern ſolche Reiſen Zeit und Geld. Um wirklich ganz frei zu ſein, müſſen Sie aber Mit⸗ teleuropa verlaſſen, denn ſowohl im ewigen Eis und Schnee der Bernina, als auch an den Ufern der Adria oder des Mittelländiſchen Meeres oder auf Helgo⸗ land, dem Hauptzufluchtsort der deutſchen Heufieber⸗ kranken, ſind Sie nicht unbedingt geſchützt und völlig von Ihrem Leiden befreit. Selbſtverſtändlich iſt es ungemein viel angenehmer und erträglicher, dort die Zeit der Grasblüte zu verbringen, als in der Rhein⸗ ebene mit ihren rieſigen Grasflächen. Gute Auskunft über den neueſten Stand der Forſchung gibt der Jah⸗ resbericht des Heufieberbundes e. V. Wenden Sie ſich an die Geſchäftsſtelle des Bundes in Köln, Buch⸗ heimerſtr. 68. Alfred K.„Der herrliche Sternenhimmel in der letzten Zeit hat mich wieder einmal darüber nach⸗ denken laſſen, ob es auf den Planeten Lebeweſen gibt. Ich weiß, die Frage iſt nicht neu. Trotzdem möchte ich gern wieder einmal etwas hierüber er⸗ fahren. Wie urteilt man in der neueſten Zeit über die Lebensmöglichkeit auf dieſen Sternen?“—— Die neueſte Forſchung iſt immer noch der Anſicht, daß es von der Beſchaffenheit der Atmoſphäre und der Oberfläche der Himmelskörper abhängt, ob auf ihnen organiſches Leben möglich iſt. Wie ſeither durchforſcht man auch heute noch mit Hilfe des Spektroſkops und der Temperaturmeſſung durch kleinſte Thermoelemente die Planeten. Die neueſten Ergebniſſe beſagen hier nun zum Beiſpiel, daß der Mars zwar eine Atmoſphäre beſitzt, daß ſie aber viel dünner iſt als diejenige der Erde und weſentlich weniger Sauerſtoff hat. Der Mars hat auch ver⸗ hältnismäßig wenig Waſſer, da ſein Klima außer⸗ opdentlich große Temperaturſchwankungen hat, die etwa zwiſchen denen einer Erdͤwüſte und der des Mondes liegen dürften. Nur niedrigſte und an⸗ ſpruchsloſeſte Pflanzen könnten auf ihm gedeihen. Eine ausgedehnte, wenn auch verhältnismäßig dünne Atmoſphäre hat die Venus. Leider kann man ihre Oberfläche nie ſehen, da ſie ſtets von einer dichten Wolkenhülle umgeben iſt. Wie man aber feſtſtellen konnte, lagert oberhalb dieſer Wolkenhülle viel Kohlenſäure, jedoch kein Sauerſtoff und kein Waſſer⸗ bampf. Es wäre aber möglich, daß dieſe beiden, für das organiſche Leben ſo wichtigen Gaſe, unterhalb der Wolkenſchicht vorhanden ſind. Die Temperatur auf der Venus dürfte höher ſein als diejenige der Erde und gleichmäßiger als diejenige anderer Pla⸗ meten, ſo daß die Venus eher als ſonſt ein Planet die Vorbedingungen für organiſches Leben erfüllen dürfte. Viel Beachtung in ͤieſem Zuſammenhang findet auch der Merkur. Von ihm nimmt die neueſte Forſchung an, daß er auf ſeiner heißen, ſtändig der Sonne zugekehrten Seite eine Temperatur von un⸗ gefähr plus 350 Grad Celſius hat, eine Temperatur, die alſo höher iſt als der Schmelzpunkt des Bleis. Seine Oberfläche iſt eine Wüſte, die auf der Sonnen⸗ ſeite außerordentlich heiß iſt, auf der Nachtſeite da⸗ gegen außerordentlich kalt. Atmoſphäre hat der Merkur keine. Daß auf dem Mond kein Leben iſt, dürfte Ihnen ja bekannt ſein. Die Temperatur des Mondes iſt auf ſeiner Sonnenſeite ebenfalls ſehr hoch, ſo daß Waſſer kochen würde, wenn es welches gäbe. Aber der Mond hat ja ebenfalls keine Atmo⸗ ſphäre. Auf der Nachtſeite des Mondes herrſcht eine Kälte von mindeſtens minus 157 Grad Celſius. Es eſt alſo ähnlich wie auf dem Merkur. Organiſches Veben iſt hier nicht möglich. Norwegen.„Was iſt in Norwegen los, dort ſpricht man zwei Sprachen? Steht das Land vor einer Spal⸗ tung oder iſt es wie in der Schweiz wo drei Spra⸗ chen geſprochen werden?“—— Keines von beiden trifft zu, das Land ſpaltet ſich nicht und wenn es auch zwei Sprachen hat, ſo iſt der Grund hierfür ein anderer a. z. B. derjenige für die drei Sprachen in der Schweiz Die Norweger ſind ein einheitliches Volk der nordiſchen Raſſe von etwa 28 Millionen Einwohner, abgeſehen von den 19000 Lappen, die nur einen geringen Teil der Bevölkerung ausmachen. Die Schweiz aber ſpricht dͤrei Sprachen weil ſie gleichberechtigte Staatsangehörige verſchiedener Volkszugehörigkeit hat. Die zwei Sprachen in Nor⸗ wegen ſind dagegen aus dem Beſtreben, eine eigene und einheitliche norwegiſche Sprache zu ſchaffen, ent⸗ ſtanden. Man müßte einen Rückblick der Geſchichte Nor⸗ wegens geben, um die Entſtehung der zwei Sprachen zu begründen. Es genügt aber, wenn man feſtſtellt, daß die Norweger nach dem Ende der Dänenherr⸗ ſchaft, ſich bemühten, das däniſche aus Norwegen zu verbannen, um eine eigene Sprache zu bekommen. Zwei Gruppen ſetzten ſich dieſe Aufgabe, ſie ſchlugen verſchiedene Wege ein, das Ziel iſt aber dasſelbe. eine eigene norwegiſche Sprache! Die eine Gruppe ging von dem Dichter H. Wergeland aus, in deſſen Geiſt der Oberlehrer Knud Knudſen weiterarbei⸗ tete. Das Beſtreben dieſer Gruppe iſt es, das däniſche zu norwegiſieren; man will allmählich die däniſchen Worte ausmerzen und norwegiſche dafür einſetzen und ſo eine norwegiſche Schriftſprache bil⸗ den, die man ſeit etwa 1899 Riksmaal d. h. Landes⸗ ſprache nennt. Dieſe Sprache wird von Ibſen, Björn⸗ ſon und Hamſun angewandt. Sie hat verſchiedene Wandlungen durchgemacht und iſt nun ſoweit ausge⸗ bildet, daß ſie jetzt in einem großen Wörterbuch in Wort und Form niedergelegt werden konnte. Die andere Gruppe ſchuf Jvar Aaſen im Jahre 1853. Er bildete eine Sprache aus den alten norwegiſchen Mundarten und nannte ſie Landsmaal(Landes⸗ ſprache). Es entſtand ein heftiger Sprachenkampf. Die Landsmaal⸗Anhänger nannten das Riksmaal das däniſch⸗norwegiſche und die aufgezwungene Sprache. Heute iſt dieſer Sprachenkampf nicht mehr heftig. Beide Sprachen ſind ſeit 1907 geſetzlich gleichberechtigt. Es gibt Zeitungen in beiden Spra⸗ chen, ebenſo Bücher und Zeitſchriften; an den Uni⸗ verſitäten werden in beiden Sprachen Vorleſungen gehalten, in den Schulen in beiden Sprachen unter⸗ richtet. Welche Sprache endgültig ſiegen wird, iſt nicht vorauszuſagen. Das eine aber ſteht feſt, daß das Ringen um eine der beiden Sprachen nicht ein Zeichen des ſtaatlichen Zerfalls iſt, ſondern im Gegenteil ein Zeichen für das ſtarke vaterländiſche Empfinden der Norweger, ſich eine eigene Mutter⸗ ſprache zu ſchaffen. G. M.„Mein Haus hat Zentralheizung. Den Brennſtoff hierfür kaufte ich gewöhnlich ſchon im Sommer, wo die Preiſe ſich am niedrigſten ſtellen. So habe ich auch im Sommer vorigen Jahres mich mit dem ganzen Winterbedarf eingedeckt. Ich zahlte für Ruhr⸗Zechenkoks, und zwar Brechkoks II, frei Keller je Zentner.42 l/. Ich traute deshalb kaum meinen Augen, als ich in den letzten Tagen von einer hieſigen Kohlengroßhandlung ein Angebot be⸗ kam, wonach im laufenden Jahr Brechkoks II im Mai ſchon.56 /, monatlich ſteigend bis September auf.96/ je Zentner, koſten ſoll. Handelt es ſich bei dieſer Preisfeſtſetzung um eine einſeitige Be⸗ ſtimmung des Kohlenkontors? Ich glaube mich zu entſinnen, daß auch im letzten Herbſt das Kohlen⸗ ſyndikat eine ganz gewaltige Preiserhöhung für Brechkoks eintreten laſſen wollte, daß aber die Re⸗ gierung damals im letzten Augenblick aus volks⸗ wirtſchaftlichen Gründen gegen die geplante Preis⸗ erhöhung Einſpruch erhob und die Kokspreiſe auſ ein angemeſſenes, für die Volksgemeinſchaft erträg⸗ liches Maß zurückführte.“—— Es handelt ſich hier um eine Erhöhung der Großhandelspreiſe. Dieſe Preiſe werden vom Reichskohlenverband feſtgeſetzt. In den letzten Jahren gab es zwei Produktions⸗ ſtätten, die von Aachen und vom Ruhrrevier. Dieſe lagen an der Waſſerſtraße von Süddeutſchland mit⸗ leinander im Kampf und unterboten ſich gegenſeitig durch Kampfrabatte, die teilweiſe bis 24 v. H. und noch weiter gingen. Dieſe Kampfrabatte ſind mit Wiſſen und Willen der Regierung aufgehoben wor⸗ den, die beiden Gegner wurden in ein Syndikat zuſammengeſchloſſen. Die Preiſe müſſen jetzt genau wie vom Kleinhandel von Monat zu Monat erhöht werden. Die Preiſe, die feſtgeſetzt werden, ſind vom Reichskohlenverband mit Genehmigung des Reichs⸗ wirtſchaftsminiſteriums feſtgeſetzt. K. L.„Wie hat ſich ein Hausbeſitzer zu verhalten und welche Schritte ſtehen ihm zu, wenn auf dem Dache ſeines Hauſes von fremden Leuten, nicht von Mietern ſeines Hauſes, Antennendrähte befeſtigt werden, wozu keine Erlaubnis eingeholt wurde? Kann der Hausbeſitzer dieſe Drähte von der von ihm bezahlten Hochantenne entfernen laſſen, zumal aus dieſem Drahtgewirr in den meiſten Fällen gar nicht zu erſehen iſt, wohin die einzelnen Drähte füh⸗ ren? Bemerkt ſoll werden, daß das hier in Frage ſtehende Dach von den Nachbardächern her bequem zu betreten iſt. Welche Behörde iſt bei diesbezüg⸗ lichen Entſcheidungen zuſtändig?“—— Fremde Leute, die nicht in Ihrem Hauſe wohnen, ſind nicht berechtigt, auf Ihrem Dach Antennen zu befeſtigen. Setzen Sie den Leuten eine beſtimmte Friſt zum Beſeitigen der Antennendrähte. Wenn die Drähte dann nicht entfernt werden, können Sie dieſe ſelbſt entfernen laſſen. Zuſtändig ſind die Polizei⸗ und Poſtbehörde. Rundfunk.„Ich las, daß Deutſchland insgeſamt 5 440 031 Rundfunkteilnehmer hat, wovon 445 765 von der Zahlung der monatlichen Gebühren befreit ſind. Bei der Dringlichkeit, mit der die Poſt die monatlichen Gebühren von 2/ einzieht, iſt anzu⸗ nehmen, daß die Beträge prompt eingehen. Wenn wir alſo die nichtzahlenden Hörer(meiſt Arbeits⸗ loſe) berückſichtigen, ſind es noch rund 5 Millionen Rundfunkteilnehmer, die beſtimmt monatlich zehn Millionen Mark bringen. Das wären im Jahre 120 Millionen Mark. Ich hätte gerne einmal gehört, was mit dieſem ſehr erheblichen Betrage gemacht wird? Iſt eine Ermäßigung, die nach meinem Da⸗ fürhalten ſehr bedeutend ſein müßte, bereits vor⸗ geſehen?“—— Eine Senkung der Rundfunkgebüh⸗ ren iſt vorläufig nicht in Ausſicht genommen. Die geſamten Eingänge— nach Abzug der Gebühr, die die Poſt erhält— werden reſtlos für die Ausgeſtal⸗ tung der Programme der einzelnen Reichsſender, ſowie für Löhne und Gehälter und zur Deckung der geſamten Unkoſten(Materialien, Anlage uſw.) der Sender benutzt. K. Sch.„Sind Ameiſen im Garten ſchädlich? Noch junge Pflanzen, die ſchon ſchön herangewachſen waren, ſind abgeſtorben und„vertrocknet. Es zeigten ſich an der Bodenfläche viele Ameiſen, ich nehme an, daß dieſe die Wurzeln der Pflänzchen angefreſſen haben. Oder ſollte es möglich ſein, daß andere In⸗ ſekten, die ſich unſichtbar an den Pflänzchen befinden, von den Ameiſen aufgeſucht und vernichtet wepden?“ —— Wenn die Ameiſen nicht in zu großer Zahl auftreten, dürften ſie dem Garten kaum gefährlich werden. Das Abſterben der jungen Pflanzen iſt vielleicht darauf zurückzuführen daß durch das Gra⸗ ben und die Gänge der Ameiſen die Pflanzen aus der Erde gelöſt wurden und daher vertrockneten. Die Nahrung der Ameiſen beſteht aus erbeuteten, zerkau⸗ ten Inſekten, aus Nektar und Pflanzenſaft, Früchten und Samen. Sehr beliebt als Nahrung iſt die zucker. haltige Ausſcheidung gewiſſer Inſekten, z. B. der Blattläuſe, die an den Pflanzen nicht nur aufgeſucht, ſondern von den Ameiſen ſogar liebevoll gepflegr werden. Die Ameiſen kann man bekämpfen durch Aufgraben der gefundenen Neſter und Uebergießen mit Petroleum oder heißem Waſſer. E. F.„Als jahrelanger Wanderer und Alpiniſt fand ich die Lettowhemdenart am beſten und vor allem widerſtandsfähigſten. Ich trage ſie auf allen Bergfahrten bis auf den heutigen Tag, ohne daß jemand Anſtoß daran genommen hätte. Auch habe ich dieſe Hemden ſchon bei Leuten jedes Alpen⸗ vereins geſehen, ſie werden wegen der Stärke und Haltbarkeit gerade für dieſen Zweck bevorzugt. Das Hemd iſt mit dem Zeichen D. R..M. verſehen und trägt auf dem Kennzeichen einige Felszacken und einen Hirſchkäfer. Daß dasſelbe nicht mehr getragen werden darf, iſt mir daher umverſtändlich und ge⸗ wiß auch ein großer Schaden, da es bei geringem Einkommen manche Entbehrung koſtet, bis man ſich ein derartiges Stück angeſchafft hat.“—— Da ſämt⸗ liche Uniformen und Uniformſtücke, die mit Uni⸗ formen der SͤA, SS uſw. verwechſelt werden kön⸗ nen, verboten ſind, fällt auch das Lettowhemd dar⸗ unter, denn es kann leicht mit dem Braunhemd ver⸗ wechſelt werden. F. F.„Wie hoch iſt der Dom zu Speyer umd wie hoch der große Kamin in der Rheinau? Auf wieviel Jahre rechnet man eine Generation?“—— Die Oſttürme des Doms von Speyer ſind je 72 m hoch, die Weſttürme je 68 w. Das Mittelſchiff des Doms hat eine Länge von 153 m und iſt bis zum Gewölbe 92 m hoch. Das Querſchiff hat eine Länge von 60 m. Der Kamin in Rheinau iſt 110 m hoch. Die alte Geſchichtsſchreibung rechnete nach Genera⸗ tionen oder Menſchenaltern, deren durchſchnittliche Zeitdauer mit ungefähr 30 Jahren angenommen wurde. Später wurde eine Geſchichtsauffaſſung ver⸗ treten, die jeder Generation ihren Stil zuſchreibt. Man verſteht nach dieſer Auffaſſung unter Genera⸗ tion die Summe der Menſchen, die im Zeitraum eines Dritteljahrhunderts gemeinſam im Abendland wirken. Die Lebensbedingungen in anderen Ero⸗ teilen erfordern eine andere Einteilung. Langjährige Bezieherin.„Ich habe in meinen Eisſchrank einen neuen Eisbehälter einbauen laſſen, der trotz mehrmaligem Verändern an der Unter⸗ ſeite Schwitzwaſſer zeigt und tropft. Es iſt ein Schrank mit Oberkühlung. Die Bodenfläche des Eis⸗ behälters iſt 26* 33 Zentimeter groß, hat unten zwei Schlitze von je 2,5 X& 10 Zentimeter zum Durch⸗ laſſen der Kaltluft, über denen in zwei Zentimeter Abſtand der Eisroſt liegt. Die Ablaufſchiefe beträgt zwei Zentimeter nach hinten. Wie iſt das Schwitzen, das das ganze Kühlgut durchnäßt, abzuſtellen?“- Das Schwitzen wird kaum zu vermeibden ſein, da zwiſchen der Temperatur des Eisbehälters und der des Schrankes immer ein gewiſſer Unterſchied be⸗ ſteht, ſo daß Niederſchlag faſt immer vorhanden ſein wird. Da wir die Bauart des Eisſchrankes nicht kennen, empfehlen wir Ihnen, ſich an den Lieferan⸗ ten zu wenden und ihm den Uebelſtand vorzutra⸗ gen. Vielleicht iſt auch der Eisbehälter nicht ganz dicht, ſo daß das ſog. Schweißwaſſer nichts anderes iſt als durch undichte Stellen entwichenes Waſſer. K. M.„§ 3 des Geſetzes zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums lautet:„Beamte, die nicht ariſcher Abſtammung ſind, ſind in den Ruheſtand zu verſetzen; ſoweit es ſich um Ehrenbeamte han⸗ delt, ſind ſie aus dem Amtsverhältnis zu entlaſſen. Dies gilt nicht für Beamte, die bereits ſeit dem 1. Auguſt 1914 Beamte geweſen ſind oder die im Weltkrieg an der Front für das Deutſche Reich oder für ſeine Verbündeten gekämpft haben oder deren Väter oöͤer Söhne im Weltkrieg gefallen ſind. Weitere Ausnahmen können der Reichsminiſter des Innern im Einvernehmen mit dem zuſtändigen Fachminiſter ooͤer die oberſten Landesbehörden für Beamte im Ausland zulaſſen. Als nicht ariſch gilt, wie in Nr. 2 der erſten Verordnung des Geſetzes zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums aus⸗ geführt wird, wer von nicht ariſchen, insbeſondere jüdiſchen Eltern oder Großeltern abſtammt. Es genügt, wenn ein Elternteil oder ein Großeltern⸗ teil nicht ariſch iſt. Dies iſt insbeſondere dann an⸗ zunehmen, wenn ein Elternteil oder ein Großeltern⸗ teil der jüdiſchen Religion angehört hat.“—— M. P.„Ich möchte eine Radfahrt nach Adels⸗ heim machen. Wieviele Stunden braucht ein mittel⸗ mäßiger Radfahrer, um dieſe Strecke zu bewältigen? Welches iſt die kürzeſte Strecke? Iſt die Strecke Mosbach—Möckmühl—Abelsheim hügelig?“ Sie wählen am beſten die Strecke Mannheim—Hei⸗ delberg—Neckargemünd—Meckesheim— Mosbach— Adelsheim. Die Strecke dürfte ungefähr 120 Kilo⸗ meter lang ſein und iſt teilweiſe etwas hügelig. Je nach der Leiſtungsfähigkeit des Raöfahrers wer⸗ den—10 Stunden zur Bewältigung der Strecke nötig ſein. B. H.„Wie hieß der Rechtsanwalt Winter, der im Jahre 1925 für Aufwertung des Geldes eintrat, mit Vornamen und wo wohnt er?“—— Winter heißt mit dem Vornamen Guſtav. Er war nie Rechts⸗ —— anwalt, er ſtammt aus ganz Keinen Verhältniſſes und wohnt in Großjena bei Naumburg a. d. Saale. Verſ.„Gibt es private Verſicherungsgeſellſchaf⸗ ten, die Verſicherungen abſchließen, ähnlich wie die Angeſtelltenverſicherung oder Invalid.⸗Verſicherung, um im Alter Renten zu erhalten?“—— Jede Lebensverſicherungsgeſellſchaft wird derartige Ver⸗ ſicherungen mit Ihnen abſchließen. Streitende.„Wir erhielten eine Rechnung im Geſamtbetrag von 300 /. Wir verlangten nun eine Aufſtellung der einzelnen Poſten. Ich habe demzu⸗ folge eine ſpezialiſierte Rechnung verlangt, der an⸗ dere Teil verlangte eine ſpezifizierte Rechnung. Wel⸗ cher Ausdruck iſt nun der richtige? Sind ſie beide gleichbedeutend?“—— Richtig iſt in dieſem Falle eine„ſpezifizierte“ Rechnung. Spezifiziert bedeutet einzeln aufgeführt. Spezialiſieren bedeutet einzeln anſühren, oder auch eine Sonder⸗ oder Fachart irgendeiner Sache. H. D.„Gibt die Deutſche Arbeitsfront, in der ich organiſiert bin, auch abends unentgeltlich Kurſe in Engliſch, Schönſchreiben und dergl., ſo wie dies beim DHV eiſt und wohin muß man ſich wenden? —— Die Kurſe, die bis jetzt von der Kaufmann⸗ ſchule des DHV durchgeführt wurden, werden jetzt von der Kaufmannſchule der deutſchen Angeſtellten⸗ ſchaft, die der Arbeitsfront angehört, durchgeführt. Verletzte Eitelkeit. Am beſten entfernen Sie die Leberflecken auf elektriſchem Weg. In jedem gut ein⸗ gerichteten Schönheitsinſtitut kann man an Ihnen dieſe„Operation“ vornehmen. Stachelbeer. Stachelbeerſträucher müſſen in Ba⸗ den 45 em von der Grenze entfernt ſtehen. Kopfbedeckung. Die Mütze der Arbeitsdienſtfrei⸗ willigen iſt nach der ſogenannten Speſſartmütze, der althochdeutſchen Bauernmütze gemacht. K. W. Ihre Anfragen ſind unklar und können daher nicht beantwortet werden. Jruristiscſie Cragen A. D.„Mein Sohn war vor einiger Zeit bei einer Stuttgarter Firma als Proviſionsvertreter Geitſchriften⸗Vertrieb) tätig. Als er bei ſeinem Austritt aus der Firma eine Endabrechnung ver⸗ langte, wurde ihm der Beſcheid zuteil, daß die End⸗ abrechnung und die noch ſtehende Proviſion(unge⸗ fähr 150 Mark) erſt nach Ablauf eines halben Jahres erſolgen könnte, da man erſt ſehen müſſe, ob ſämtliche Aufträge in Ordnung gingen. Nach Ablauf dieſer Zeit bat mein Sohn um Endabrechnung und Ueber⸗ weiſung des noch ſtehenden Betrags. Auf zwei Briefe gab ihm die Firma bis jetzt überhaupt noch keine Antwort. Was kann mein Sohn in dieſer Angelegen⸗ heit tun und welches Gericht iſt dafür zuſtändig?“ —— Ihr Sohn iſt berechtigt, bei Gericht Klage auf Rechnungslegung gegen die Stuttgarter Firma zu erheben. Wo die Klage erhoben werden muß, hängt davon ab, welche Vereinbarung in dem ſeinerzeitigen Vertretervertrag über die Zuſtändigkeit des Gerichts getroffen wurde. Wurde ein ſchriftlicher Vertreter⸗ vertrag zwiſchen Ihrem Sohn und der Stuttgarter Firma nicht getätigt, muß die Klage am Wohnſitz des Beklagten, in dieſem Falle alſo in Stuttgart, erhoben werden. P. Sch.„Ich habe an meinen Neffen einen Acker verpachtet, mündlich ohne Pachtvertrag. Dieſer Neffe iſt ledig und führt mit ſeiner Mutter ſeit des Vaters Tod die Landwirtſchaft. Letztere hat er durch Vertrag ſeiner Mutter abgepachtet. Nun ſind aber von den Eltern meines Neffen her ſo viel Schulden da, daß das Entſchuldungsverfahren eingeleitet iſt. Ob von der Mutter oder dem Sohn, alſo von meinem Pächter, iſt mir nicht bekannt. Was muß ich tun, um zu der Ackerpacht von 1933 zu kommen? Was kann ich ferner tun, um meine Ackerpacht für 1934 zu ſichern? Der Tabak von 1933 iſt noch vorhanden; ich habe aber ge⸗ hört, derſelbe ſei durch Gläubiger gänzlich beſchlag⸗ nahmt, ſo öaß an meinen Pächter kein Geld zur Aus⸗ zahlung gelangt. Kann das ſtimmen? Muß die Ackerpacht nicht zuerſt bezahlt werden? Der Tabak ſtellt einen Wert von einigen Tauſend Mark dar, aber die Schulden ſcheinen höher zu ſein.“—— Zunächſt müſſen Sie feſtſtellen, über wen das Entſchuldungs⸗ verfahren eröffnet iſt. Iſt das Entſchuldungsver⸗ fahren in bezug auf Ihren Neffen erfolgt, müſſen Sie Ihre Forderung für die Ackerpacht vom Jahre 1933 im Entſchuldungsverfahren bei der Entſchul⸗ dungsſtelle anmelden, Auf die Ackerpacht 1034 trifft das Entſchuldungsverfahren nicht zu; vielmehr iſt dieſe aus den Erträgniſſen der Ernte 1934 zu be⸗ gleichen. Eine Sicherung dieſer Ackerpacht iſt nicht möglich, da die Entſchuldungsſtelle für die Verwen⸗ dung der Erträgniſſe des Betriebes einen Plan auf⸗ zuſtellen hat. In dieſem Verwertungsplan wird aber zweifellos die fällig werdende Pacht an erſter Stelle berüchſichtigt werden. Eine Befriedigung aus der Tabakernte von 1933 iſt nicht möglich, da die Ver⸗ wertung des Tabaks von dem Entſchuldungsverfahren erfaßt wird. Treffen die Beſtimmungen des Ent⸗ ſchuldungsverfahrens nicht zu, ſo könnte Ihr Reffe unter Umſtänden ſich auf die Beſtimmungen des Pächterſchutzgeſetzes berufen. A. S. 96.„In meiner früher innegehabten Woh⸗ nung wurde mir eine Fenſterſcheibe durch ſpielende Kinder mit dem Ball zertrümmert. Ich habe ein⸗ wanofrei feſtgeſtellt, welcher Knabe dies getan har, der dasſelbe auch zugab. Nachdem ich die Fenſter⸗ ſcheibe einſetzen ließ, wandte ich mich an den Vater des Knaben um Rückerſtattung der gehabten Un⸗ koſten. Dieſe Aufforderung ſowie eine weitere Mah⸗ nung blieben bisher erfolglos. Es iſt zwar nur ein geringer Betrag, und ich möchte nun wiſſen, ob es am vorteilhafteſten iſt, dieſe Forderung einzukla⸗ gen?“—— Der Vater des Knaben, der die Fenſter⸗ ſcheibe eingeworfen hat, iſt zum Erſatz der Inſtand⸗ ſetzungskoſten gemäߧ 832 des Bürgerlichen Geſetz⸗ buches verpflichtet. Wer kraft Geſetzes zur Führung ——————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————.———.——— Bei Bullrick-Sa GeHbeschWeTdeHL SUGbEEE S 10007755775 J0b/ 20 0 Samstag, 28. Mat/ Sonntag, 27. Mai 1931 Keue Maunheimer Zeitung/ Sountags⸗Ausgabe 7. Seite /Nummer 285 der Aufſicht über eine Perſon verpflichtet iſt, die wegen Minderjährigkeit der Beaufſichtigung bedarf, iſt zum Erſatz des Schadens verpflichtet, den der Minderjährige einem Dritten widerrechtlich zufügt. Dieſe Erſatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Auſſichts⸗ pflichtige ſeiner Auſſichtspflicht genügt hat oder wenn der Schaden auch bei gehöriger Auſſichtsſührung ent⸗ ſtanden ſein würde. Es iſt zu empehlen, daß Sie 4 den Vater des Knaben bezüglich Ihrer Schadenerſatz⸗ anſprüche in Verzug ſetzen und nach Umlauf der 3 Verzugsfriſt die Klage gegen dieſen erheben. Möbelpfändung.„Iſt das Finanzamt berechtigt, meine Möbel für aus dem Vorjahr rückſtändige Steuern meines Vaters zu pfänden? Ich wohne zwar in der Wohnung meines Vaters und hübe keinen eigenen Haushalt, doch hänge ich mit dem Geſchäft in keiner Weiſe haftend zuſammen. Die Möbel wurden mir vor 4½ Jahren von meinem Vater, der ſie damals für mich hatte anfertigen laſ⸗ ſen, nachdem ich volljährig geworden war, ausdrück⸗ lich geſchenkt. Iſt es üblich, daß über eine ſolche Schenkung zwiſchen Familienmitgliedern eine Schen⸗ kungsurkunde aufgeſetzt wird? Muß ich auch für meine geſchenkte Uhr, geſchenkten Photographen⸗ apparat uſw. eine Schenkungsurkunde können? Genügt eine eidesſtattliche Erklärung dem Finanzamt gegenüber, daß die Möbel, die nur ich benütze, tatſächlich mir gehören und muß dasſelbe die Pfändung ſodann aufheben,“—— Wenn ſich die Ihnen geſchenkten Möbel in der Wohnung Ihres Vaters befinden und Ihr Vater Steuern ſchuldet, ſo iſt das Finanzamt an und für ſich berechtigt, die in der Wohnung Ihres Vaters befindlichen Möbel zu pfänden, ohne Rückſicht darauf, ob dieſe Möbel Eigentum Ihres Vaters ſind oder nicht. Der Eigen⸗ tümer der Möbel, in dieſem Falle alſo Sie, muß nach der Pfändung beim Finanzamt vorſtellig werden und die Freigabe oͤer Möbel verlangen. Dabei müſ⸗ ſen Sie Ihre Eigentumsrechte an den Möbeln glaub⸗ haft machen. Sind Verträge oder ſonſtige Urkunden zum Nachweis des Eigentumsrechts nicht vorhanden. müſſen Sie eine eidesſtattliche Erklärung darüber 4 abgeben, daß Sie der Eigentümer der Möbel ſind und wann das Eigentum auf Sie übergegangen iſt. 9 Dem Gläubiger, in dieſem Falle dem Finanzamt. ſteht es alsdann frei, ob es die Pfändung aufheben 5 will. Geſchieht dies von der Gläubigerin nicht, müß⸗ ten Sie die Interventionsklage bei Gericht auf Un⸗ zuläſſigkeit der Pfändung auf die Ihnen gehörigen Möbel erheben. In dieſem Rechtsſtveit müſſen Sie das Eigentumsrecht an den Möbeln beweiſen. Da keine Urkunden vorhanden ſind, kann dies nur durch Zeugenvernehmung erfolgen. Sie müßten ſich alſo auf Ihren Vater und auf ſonſtige Perſonen, die von der Schenkung Kenntnis hatten, zum Beweiſe für Ihre Eigentumsrechte berufen. L.„War das Los 224 478 der Grenzmark⸗Hilfs⸗ lotterie eine Niete? Kann einem Pächter, der das Pachtgeld für 1932 nur teilweiſe und das für 1933 überhaupt noch nicht bezahlt hat, das Grunoͤſtück entzogen werden bzw. ſelbſt abgeerntet werden? In den Pachtbedingungen heißt es:„Der Pachtzins iſt jährlich auf Martini(11. November) zu bezahlen. Sollte der Pächter ſechs Wochen mit oͤer Bezahlung ſeines Pachtzinſes im Rückſtand bleiben, ſo iſt die Verpächterin ohne jede Klage berechtigt, dem betref⸗ fenden Pächter das Grundſtück zu entziehen und 5 anderwärts in Pacht zu vergeben. Der betr. Pächter iſt in dieſem Falle für einen etwaigen Mindererlös verantwortlich, während er auf einen Mehrerlos keinen Anſpruch hat.“ Zu bemerken iſt noch, daß es * ſich im vorliegenden Falle bei dem Pächter um einen * Taglöhner handelt, der nicht unbedingt auf die 3 Grundſtücke angewieſen iſt, übrigens natürlich— lei⸗ der ohne Erfolg— an die Zahlungen gemahnt wurde.“—— Beſorgen Sie ſich eine Ziehungsliſte, aus der Sie dann alles Nähere erſehen können. Wenn der Pächter mit der Ackerpacht für 1932 und 1933 rückſtändig iſt, können Sie das Pachtverhältnis mit ſofortiger Wirkung kündigen. Für den Pächter bleibt aber die Möglichkeit, entſprechend dem Geſetz 2 über Pächterſchutz vom 22. April 1933, das Pacht⸗ einigungsamt anzuruſen und den Antrag zu ſtellen, daß die Kündigung als nicht erfolgt gilt. Da es ſich im vorliegenden Fall bei dem Pächter um einen . Taglöhner handelt, der nicht unbedingt auf die — Grundſtücke angewieſen iſt, glauben wir, daß das Eine nachweiſen Auskunft, Prospekte, A sowie durch die Generalvertretung der Hamburg · Südam Der Sport am Sonntag Der letzte Maiſonntag bringt ein Sportprogramm, das ſowohl in ſeinem Umfang als auch in der Bedeutung der ſtattfindenden Ereigniſſe an die allererſte Stelle der dies⸗ jährigen Sportſonntage geſtellt werden kann. Ueberſchattet werden alle Veranſtaltungen von den in Ital'en ſtattfin⸗ denden Spielen um die Fußball⸗Weltmeiſter⸗ ſchaft, in deren Rahmen unſere Vertreter in Florenz den erſten Strauß mit Belgien zu beſtehen haben. Im deutſchen Vaterlande ſelbſt bringt der Sonntag aber eine Hochflut von Ereigniſſen. Die Vorſchlußrunde zur deutſchen Handball⸗Meiſterſchaft, die die jeweils vier beſten Männer⸗ und Frauenmannſchaften im Kampfe um die Teilnahme am Endſpiel ſieht, begegnet heute ebenfalls größter Anteilnahme. Auf der Berliner Avusbahn brum⸗ men die Motoren der ſchweren Rennwagen beim inter⸗ nationalen Avus⸗Rennen mit der glänzendſten Beſetzung um die Bahn, Europas beſte Fahrer mit dem beſten Material am Start. Die Vor⸗ und Zwiſchenrunden um den Meden⸗Pokal der Tennisſpieler bilden einen Höhepunkt im„weißen Sport“, die Saarbrücker Re⸗ gatta eröffnet die deutſche Ruderſaiſon. Auch in allen anderen hier nicht geſondert aufgeführten Sportarten gibt es Ereigniſſe beſonderer Bedeutung. Fußball Nach dem Olympiſchen Fußballturnier von 1928 in Amſterdam hat die Welt wohl keine ſolche Heerſchau des internationalen Fußballs mehr erlebt wie dieſe zweite Weltmeiſterſchaft, die am Sonntag mit acht Spielen in acht verſchiedenen Orten Italiens ihren Anfang nimmt. Deutſchland trifft in der Vorrunde in Florenz auf Belgien, einen unſerer letzten Länderſpielgegner. Die deutſche Mannſchaft, in Kurſen und Lehrſpielen auf das beſte ausgewählt und erprobt, deren endgültige Aufſtellung ans der achtzehnköpfigen Streitmacht an Ort und Stelle nominiert wird, wird das Spiel unter der heißen Sonne Italiens wohl nicht ſo hoch gewinnen wie ſeinerzeit in Duisburg; die zweite Runde ſollte uns aber ſicher ſein. Sie führt uns am 31. Mai in Mailand mit dem Sieger der ebenfalls am Sonntag in Bologna ſtattfindenden Begeg⸗ nung zwiſchen Argentinien und Schweden zuſammen. Die übrigen ſechs Vorrundenſpiele des Sonntags ſind: Bra⸗ ſilien— Spanien(in Genua), Italien— Mexiko oder USA. (Rom), Tſchechoſlowakei— Rumänien(Trieſt), Ungarn gegen Aegypten(Neapel), Holland— Schweiz(Mailand) und Oeſterreich— Frankreich in Turin. Im ſüddeutſchen Fußball gehen die Aufſtiegs⸗ ſpiele zur Gauliga auf breiteſter Front weiter. Aus dem umfangreichen Privatſpielbetrieb nennen wir folgende Treffen: Kickers Offenbach—1.§C Nürnberg, BfB Stuttgart— Stuttgarter Kickers, Freiburger FC— Budai Bubapeſt, Stadtelf Ulm— Sportfr. Saarbrücken. Der badiſche Meiſter Waldhof trifft am Samstag in Ber⸗ lin auf den BSWi92, Wormatia Worns ſpielt am Sams⸗ tag in Gleiwitz gegen Vorwärts⸗Raſenſport und am Sonn⸗ tag gegen den polniſchen Meiſter Ruch⸗Bismarckhütte. Handball Schwere Kämpfe bringt die Meiſterſchafts⸗ Vorſchlußrunde mit ihren Spielen in Fürth, Leipzig und Hamburg. Bei den Männern erwartet die Spielvg. Fürth den Askaniſchen TV Berlin, in Leipzig treffen die dortigen Sportfreunde auf Polizei Darmſtadt. Bei den Frauen muß der VfR Mannheim nach Leipzig zur For⸗ tuna, Heſſen /Preußen Kaſſel beſucht den Nordmarkmeiſter TV Eimsbüttel in Hamburg. Rugby Die ſüddeutſche Fünfzehn, die am Sonntag in Vichy gegen eine franzöſiſche Mannſchaft höchſt ehrenvoll verlor, mißt ſich, nur in einigen Punkten geändert, mit der gleichen Vertretung der Franzoſen am Sonntag in Zürich. Motorſport Das Internationale Avus⸗Rennen hat eine Beſetzung erfahren, die es zum bedeutendſten Ereignis im deutſchen Automobilſport und zu einem der größten Rennen Europas ſtempelt. Sieben Nationen haben ihre beſten Rennfahrer und Wagen nach Berlin beordert und ganz beſonders geſpannt iſt man auf den erſten offiziel⸗ len Start der neuen deutſchen Rennwagen von Mer⸗ cedes⸗Benz und der Auto⸗Union. 39 Fahrer ſtehen in der Meldeliſte, unter ihnen finden wir nur Namen von beſtem Klang. Varzi, Chiron und Moll vom Stall Ferrari, der Engländer Earl Howe, der Amerikaner Peter de Paolo, der berühmte Italiener Nuvolari, die deutſchen Fahrer Hans Stuck, Prinz Leiningen, Burggaller u. a. ſind nur eine beſcheidene Ausleſe aus der Meldeliſte, die aber die Qualität der Veranſtaltung garantiert. Aus dem Aus⸗ land nennen wir die 6000⸗Km.⸗Fahrt in Italien um den Goldpokal des Duce, die Schwediſche Touriſt⸗ Trophy bei Stockholm und die Schweizer Motorrad⸗Rund⸗ fahrt. Radſport Das wichtigſte Ereignis im Radrennſport iſt das Ren⸗ nen„Rund um Dortmund“, das wieder die National⸗ mannſchaften der Straßenfahrer, die beſten Berufsfahrer und Amateure, am Start ſieht. Weitere Straßenrennen ſind: die bayriſche Rundfahrt, Rund um Leipzig, die ita⸗ lieniſche Rundfahrt(mit Deutſchen) und Paris—Rennes. Bahnrennen gibt es in Eßlingen, Bochum, Baſel Paris, Antwerpen(mit Richter und Oſzmella) und Mons/ Crotteux(mit Richter, Steffes und Hürtgen). Teunis Nach den glänzenden Turnieren in Wiesbaden und Ber⸗ lin bringt der„weiße Sport“ ein weiteres Großereignis mit der Vor⸗ und Zwiſchenrunde um den Meden⸗ Pokal. An Stelle der früheren Bezirke wird der Kampf von Mannſchaften der neu eingeteilten Gaue beſtritten. Berlin ſtellt zwei Vertreter, dafür nominieren die Gaue Nieder⸗ und Mittelrhein gemeinſam eine Mannſchaft, ſo daß die Geſamtzahl von 16 Mannſchaften erreicht wird, die an Pachteinigungsamt es bei der Kündigung belaſſen wird, ſo daß Sie alſo die Grundſtücke an ſich nehmen und weiter verpachten können. Die Wegnahme der Ackergrundſtücke ohne vorherige Benachrichtigung des Pächters halten wir nicht für gerechtfertigt und nicht für ratſam. Wir empfehlen, die friſtloſe Kün⸗ digung des Pachtverhältniſſes auszuſprechen und dem Pächter eine angemeſſene Friſt zur Herausgabe der Pachtgrunoͤſtücke zu ſetzen. Es wird ſich alsdann zeigen, ob der Pächter das Pachteinigungsamt an⸗ ruft oder die Grundſtücke an Sie herausgibt. Er⸗ folgt eine freiwillige Herausgabe nicht, dann müßten Sie im Klageweg die Herausgabe der Grundſtücke verlangen. A. Z.„Hat ein uneheliches Kind, deſſen Vater im Krieg gefallen iſt, geſetzlichen Anſpruch auf die Hinterlaſſenſchaft des Großvaters?“—— Nach 8 1589 des Bürgerlichen Geſetzbuches gelten ein uneheliches Kind und deſſen Vater als nicht verwandt. Wenn im Teſtament keine Beſtimmungen für das unehe⸗ liche Kind enthalten ſind, iſt es nicht erbberechtigt und kann keinen geſetzlichen Anſpruch auf die Hin⸗ terlaſſenſchaft erheben. Mieter und IUDoſmung Radio⸗Lärm.„Man ſollte nicht glauben, daß trotz der erſt vor kurzer Zeit vom Reichsſender Stutt⸗ gart gebrachten Mahnung zur Einſtellung der Laut⸗ teiſe 3* ſprecher auf Zimmerlautſtärke, es immer noch Radio⸗ hörer gibt, die kein Verſtändoͤnis haben für einen einwandfreien Gebrauch dieſes Unterhaltungs⸗ und Lehrmittels. So beſitzt eine nicht allzuweit von mir wohnende Frau einen Lautſprecher und treibt damit allerhand Spuk zum Aerger der ganzen Nach⸗ barſchaft. Einmal, wenn dieſe Frau, deren Woh⸗ nung im 3. Stockwerk liegt, unten im Hofe Betten ausklopfen will, muß vorher der Lautſprecher ſo ſtark eingeſtellt, Fenſter und Balkontür aufgeriſſen werden, damit ja die Frau gute Muſik zum Klopfen hat. Allerdings wird ſolche Muſik von der Nachbar⸗ ſchaft als grenzenloſer Spektakel bezeichnet. immer muß der Laattſprecher dͤurch offene Fenſter oder Türen in ſchreiender Weiſe ſeine Töne hören laſſen. Ruhebedürftige, nervöſe und kranke Menſchen können damit zur Verzweiflung getrieben werden. Die betreffende Frau wurde auch ſchon um Abhilfe gebeten, aber ohne Erfolg. Wie kann dem abgeholfen werden? Iſt es die Polizei, als Sachverwalter der öffentlichen Oroͤnung, oder iſt es die Poſt? Kann man derartig ungeſchulten Menſchen den Apparat verbieten oder ſie durch einen Lehrmeiſter belehren laſſen?“—— Wenn der Apparat zu laut eingeſtellt iſt und dadurch die Nachbarſchaft geſtört wird, kön⸗ nen die Mieter verlangen, daß der Apparat leiſer eingeſtellt wird. Sollte die Mieterin trotz aller Vor⸗ ſtellungen keine Abhilfe ſchaffen, ſo müſſen Sie durch das zuſtändige Polizeirevier der Frau den Begriff von Zimmerlautſtärke beibringen laſſen. nack den norwegiſchen Piorden dem Nordkap und Bpitzbergen ſur die Coſer der neuen Mannheimer Jeitung mit M. S. Monte Roſa, vom 0. bis 25. Auguſt ab hamburg über Bergen, Olden/ Loen, Merok, Tromſö, Eisgrenze, Magdalenabucht, Königs⸗ bucht, Tempelbucht, Nordkap, Hammerfeſt, Randalsnes, Balholm, Gudvangen und Eidfjord Fahrpreis von Rm 210.-an einſal. doler verpſſ Faſt einer brandenburgiſchen Gaumannſchaft zuſammen. Der vielseitige Sport der NMZ berichtet schnell über alle Sportartes. Diéesmal stehen die Weltmeister- schaften im Fußball in Italien, die Spiele um die Deutsche Handballmeisterschaft(VR Damen in Leipzig) und das Internationale Avusrennen im Vordergrund. Ausführliche Berichte hierüber in der Sportausgabe, die Sonntag abends ab 48 Uhr im Straßenverkauf zu haben ist“ 3 Trotz der umfassenden Berichte nur 10 Pfg. vier verſchiedenen Orten ſpielen. Frankfurt iſt der Schauplatz der Spiele der Gruppe D. Hier begegnen ſich am Samstag Baden gegen Württemberg und Süwdweſt gegen Bayern. Die ſiegreichen Mannſchaften beſtreiten am Sonn⸗ tag die Zwiſchenrunde und die Zwiſchenrundenſieger der außerdem noch in Breslau, Berlin und Kaſſel zur Abwicklung kommenden Kämpfe beſtreiten ſpäter die Vor⸗ ſchlußrunde. In Paris ſind— mit deutſcher Beteiligung die franzöſiſchen Meiſterſchaften im Gange und in Wilmington treffen ſich USA. und Kanada zum erſten Davispokaltreffen der Amerikazone. Rudern Einen glänzenden Auftakt nimmt die deutſche Regatta⸗ ſaiſon mit der zweitägigen Regatta in Saarbrücken⸗ 55 Vereine entſenden 254 Boote mit 1398 Ruderern, ſo daß zahlreiche Rennen geteilt werden mußten und insgeſamt 42 Entſcheidungsrennen gefahren werden. Erfreulich ſtark iſt die Beſchickung aus dem Reich. Leichtathletik Zum Andenken an den unvergeßlichen Nationalhelden Albert Leo Schlageter werden im ganzen Reiche Schla⸗ geter⸗Gedenkfeiern mit Staffelkämpfen veranſtal⸗ tet. Deutſchlands beſte Langſtreckenläufer ſtarten beim VIII. Brockenlauf, wo ſie auf der 20 Km. langen Strecke eine Höhendifferenz von 900 Meter zu überwinden haben. 5 3 Schwerathletik Um die deutſche Meiſterſchaft im Mannſchafts⸗ ringen bringt der Sonntag im Süden zwei Vorbegeg⸗ nungen zwiſchen KS Bamberg und Siegfried Ludwigs⸗ hafen ſowie KS Untertürkheim und Vſc Schifferſtadt. Im Gewichtheben ſteigt ein Vorrundenkampf zwiſchen dem KS Oggersheim und dem KSV 95 Stuttgart. Pferdeſport Der Terminkalender enthält folgende Galopprennen: Reitturniere gibt es in Koblenz und Ulm. Verſchiedenes Die zweite Olympitaprobe der Waſſerbax⸗ Ler führt die deutſche Nationalmannſchaft in Berlin mit Das 2000⸗Km.⸗Flugzeugrennen um den Deutſch de la Meurthe⸗Preis bei Paris ſieht 13 Teilnehmer aus Frank⸗ reich, England und Italien am Start. —— 74 Handball⸗Bezirks⸗Meiſterſchaft TV 62 Weinheim— gegen TV 46 Mannheim treffen ſich am kommenden Sonntag bereits auf dem 4* Weinheimer Platze zum Rückſpiel, das alsdann den Be⸗ zirksbeſten für Nordbaden bringen wird. Nach dem Sieg der Weinheimer am letzten Sonntage auf dem Mannheimen Platze haben dieſelben auch für das zweite Treffen die beſſeren Ausſichten, ſo daß Weinheim wohl auch die in⸗ offizielle Bezirksmeiſterſchaft an ſich bringen wird. nmeldungen am Schalter der Neuen Mannheimer Zeitung, R 1.-G, erikanischen Dampischifiahrts-Gese Uschait in Mannh 64 im: Adoli Burger, 8.5 8 ——————————— ———— —— — —————— —— ———— g* — — —— * *. Neue Mannheimer Zeitung Sountags⸗Ausgabe Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Werbewoche der Deutſchen Turnerſchaft Die Deuiſche Turnerſchaft wirbt für die Leibesübungen Turnverein Sandhofen: 17 Uhr Werbemarſch durch die Ortsſtraßen zur Turnhalle, auf den Platz, dortſelbſt Fuß⸗ ballſpiele. Turnverein Badenia Feudenheim: Marſch ſämtlicher Abteilungen zum Spielplatz, anſchließend Handballſpiel. Von langer Hand vorbereitet und durch Beſprechungen bis hinab zu den 12 800 Vereinen im einzelnen feſtgelegt, beginnt die Deutſche Turnerſchaft am 26. Mai mit einer einheitlichen und großzügigen Werbeaktion, die ſich eine Woche lang bis zum 3. Juni über alle Orte und Plätze unſeres Vaterlandes erſtreckt. Planvoll ſtellen ſich wäh⸗ rend dieſer Tage alle Glieder des größten Verbandes für Leibesübungen, den die Welt kennt, in den Dienſt der Sache. Großzügige Werbevorführungen, die faſt durchweg mit einer Gedächtnisfeier für Albert Léo Schlageter ein⸗ geleitet werden, wechſeln mit Sternmärſchen, Sternläufen und ſonſtigen Kundgebungen, mit dem Einſatz und dem Gelöbnis, die ganze Kraft für Volk und Vaterland zu widmen. Durchweg ſind die Turn⸗ und Uebungsſtunden der Ver⸗ eine in ihrem alltäglichen Betriebe für die Oeffentlichkeit zugänglich gemacht, um damit bewußt darzutun, daß es jedem Volksgenoſſen möglich iſt, an den Segnungen der Leibesübungen Freude zu gewinnen. Ein einzigartiges Werbeheft wird darüber hinaus Zeugnis ablegen von dem unerſchöpflichen Arbeitsbereich der Deutſchen Turnerſchaft, und einen Einblick geben in die Einrichtungen derſelben und in die ihrer Vereine. Auch die Vereine des Turnkreiſes Mannheim haben ihre Vorbereitungen für dieſe Werbeaktion abgeſchloſſen. Gemeinſam iſt der Auftakt am Samstag, den 26. Mai, beim Staffellauf„Rund um den Friedrichspark“ und der damtt verbundenen Schlageter⸗Gedächtnisfeier; die übrigen Werbetage der kommenden Woche ſind ausgefüllt mit den verſchiedenen öffentlichen Kundgebungen neben den nor⸗ malen Turn⸗ und Uebungsſtunden, worüber die Vereine im einzelnen allen Intereſſenten weiteſtgehende Auskunft erteilen. Vorführungen der Mannheimer Turnvereine am 27. Mai Turnverein Mannheim von 1846: Werbemarſch der Schüler und Schülerinnen auf den Lindenhof. Ab⸗ marſch 11.30 Uhr Turnhalle. Standkonzert des Blasorcheſters 11.30 Uhr Waſſerturm, 12 Uhr Markt⸗ platz. Nachmittags auf dem Turn⸗ und Spiel⸗ platz: ½4 Uhr Teilnahme am Staffeltag(7 Mannſchaf⸗ ten), 45 Uhr Hockey⸗Werbeſpiel gegen Tbd. Germania. Turnerbund Germania: Turnen und Spielen nach⸗ mittags, Spielplatz Rennwieſen. Mannheimer Turngeſellſchaft: Schlageter⸗Staffeln(7 Mannſchaften). Turnerſchaft Käfertal: Sternlauf mit Ziel Kirchplatz (14 Uhr), anſchließend Marſch auf den Turnplatz mit tur⸗ neriſchen Darbietungen. Turnverein Jahn Neckarau: Vormittags 11 Uhr Stern⸗ marſch der geſamten Aktivität, einſchließlich Kanuſportelub; anſchließend gemeinſamer Abmarſch zum Turnplatz, da⸗ ſelbſt Aufſtellung und Muſikvortrag. Turnverein Rheinau: Volksturn⸗Vereinskampf mit tur⸗ neriſchen Vorführungen in den Pauſen; vormittags Auf⸗ fahrt der Paddler und Anſchwimmen. Turnverein Seckenheim: Werbetag für den Spiel⸗ gedanken. Turnverein Waldhof: Wettſpiele auf dem Turn⸗ und Spielplatz. Turnverein Friedrichsfeld: 11 Uhr Staffellauf durch den Ort mit ſämtlichen Mannſchaften, 13.30 Uhr Werbe ⸗ marſch auf den Turn⸗ und Spielplatz, dortſelbſt Fre'⸗ übungen, Mannſchaftskampf mit dem TV Seckenheim. Teilnahme an den Die Alpenfahrt ohne Raſttag Obwohl die diesjährige Internationale Alpenfahrt einige Schwierigkeitsgrade höher liegt als ihre Vorgänger, haben die Veranſtalter auf den urſprünglich vorgeſehenen Raſt⸗ tag verzichtet. Der Wettbewerb wird daher nach der jetzt fertiggeſtellten offiziellen Ausſchreibung in einer durch kei⸗ nen Ruhetag unterbrochenen Sechs⸗Etappenfahrt durch⸗ geführt, deren 2879,2 Km. langer Weg über nicht weniger als 29 bis zu 2759 Meter hohe Gebirgsſtraßen führt. Mit dieſer von Nizza über die Aix⸗les⸗Bains, Interlaken, St. Moritz, Venedig, Agram nach München führenden Strecke, die bei Einhaltung der vorgeſchriebenen Durch⸗ ſchnittsgeſchwindigkeiten ſchon erhebliche Anforderungen an Fahrer und Maſchinen ſtellt, hat es aber nicht ſein Bewen⸗ den. Vorſchau zum größten Avusrennen in Berlin Einige der bekannteſten Rennfahrer beim Training Oben links: Der Amerikaner Peter de Paolo(Miller Special). Oben Mitte: Rudolf Coracciola, der deutſche Meiſterfahrer, der auf Mercedes⸗Benz ſtarten wird. Obenrechts: Der Italiener Fagioli(Mer⸗ cedes⸗Benz). Unten links: Der Münchener Kohlrauſch(MG⸗Magic). Unten rechts: Der Frangoſe Veyron(Bugatti). Kleine Sport-Nachrichten Belgiens Maunſchaft für den Vorrundenkampf zur Welt⸗ meiſterſchaft gegen Deutſchland iſt geändert worden. Die Elf ſpielt ſetzt in folgender Auſſtellung: Vondeweyer, Joa⸗ eim, Smellineckx, Peeraer, Welkenhuyſen, Claeſſens De⸗ vries, Vorhoof, Capello, Grimpprez, Herremans. Für die„Tour de France“ wurden bisher deutſcher⸗ ſeits die Berliner Buſe, Stöpel und Stach und der Schwein⸗ furter Geyer verpflichtet. Die in 23 Etappen über faſt 4500 Kilometer führende Fernfahrt wird vom 8. bis 20. Juli abgewickelt. Bayern München ſpielt am 3. Juni in Homburg(Saar) im Rahmen eines Sportfeſtes gegen eine kombinierte Saar⸗ mannſchaft, die aus Spielern von Homburg, St. Ingbert und Mittelbexbach gebildet wird. Turner kämpfen um die Weltmeiſterſchaft 14 Nationen kämpfen um ſieben Weltmeiſtertitel In den erſten Junitagen d. J. ſind die Blicke der inter⸗ nationalen Sportwelt nach Jtalien und nach Ungarns Hauptſtadt gerichtet. Im Lande Muſſolinis finden die Spiele um die Fußball⸗Weltmeiſterſchaft ſtatt, zu gleicher Zeit kämpfen weit über 100 Turner, die Beſten von 14 Ländern, ebenfalls um Weltmeiſtertitel. In Deutſchland drückt man mit gleich guten Wünſchen auf gutes Abſchneiden und Sieg die Daumen für unſere wackere Fußballmann⸗ ſchaft wie für unſere Kunſtturner. Die einen wie die an⸗ deren gehen zum erſtenmal in einen ſo ſchweren Kampf. Aber während unſere Fußballſpieler durch jahrelange Kämpfe mit den verſchiedenſten Nationen ſich bereits eine große internationale Erfahrung angeeignet haben, treten unſere Turner unter ungleichen Bedingungen in die Kampf⸗ bahn. Nicht nur, daß ihnen die durch vielfache Teilnahme an internationalen Kämpfen erworbene Routine fehlt, ſie müſſen auch noch den Nachteil einer ganz anders gearteten Wertung und Anſchauung über turneriſche Höchſtleiſtung am Gerät überwinden, kämpfen alſo nicht nur mit dem Ge⸗ rät, ſondern auch gegen Kampfrichter, die nicht durch un⸗ trügliche Meßgeräte gebunden find, ſondern ihr Urteil nach eigenem Ermeſſen fällen. Trotzdem haben wir zu unſeren Vertretern und ihrem Können allergrößtes Vertrauen, wir wiſſen, daß ein jeder von den 6 Turnern, die als Mann⸗ ſchaft ihr deutſches Vaterland vertreten, ſein Beſtes her⸗ gibt. Die ſorgfältige Vorbereitung und der unbeugſame Siegeswille ſind vielleicht beſſeres Rüſtzeug als noch ſo jahrelang erworbene Erfahrung. Der Ungartſche Turnverband(Moteſz), dem anläßlich ſeines 50jährigen Beſtehens die Ausrichtung der diesjährigen Weltmeiſterſchaften des Internationalen Turn⸗ verbandes(§36) übertragen worden iſt, hat unter der Lei⸗ tung ſeines Präſidenten Grafen Alexander Teleki und des Vizepräſidenten Stefan Toth alles getan, um die Veranſtal⸗ tung zu einem der größten Ereigniſſe dieſes Jahres im in⸗ ternationalen Sportleben zu geſtalten. Seine Mühe iſt durch eine noch nie erreichte Beteiligung belohnt worden. Die Mannſchaften von vierzehn Nationen kämp⸗ ſen um die ſieben Weltmeiſtertitel, die für Männer vergeben werden: Belgien, Bulgarien, Deutſchland, innland, Frankreich, Holland, Italien, Südſlawien, Luxem⸗ urg, Mexiko, Rumänien, Schweiz, Tſchechoſlowakei, Un⸗ garn. Ebenſo ſtellt die Beteiligung von ſieben Damen⸗ mannſchaften einen Rekord dar: Bulgarien, Frankreich, Süoſlawien, Polen, Rumänien, Tſchechoſlowakei, Ungarn. Das gaſtgebende Land verſäumt nichts, die Turnweltmeiſter⸗ ſchaften gleichzeitig zu einem großen nationalen Ereignis für Ungarn auszugeſtalten. Den Tauſenden von Auslän⸗ dern, die aus Anlaß der Wettkämpfe nach Budapeſt ſtrömen, wird in reichſtem Maße Gelegenheit geboten, Land und Leute gründlich kennen zu lernen, und in Budapeſt ſelbſt werden die Weltkonkurrenzen mit einem glänzenden Rah⸗ menprogramm umgeben, ſo daß die erſten Junitage eine einzigartige Sehenswürdigkeit auch für alle diejenigen ſein dürften, die als Laien nach Budapeſt kommen. Der Internationale Turnverband, ehemals Europäiſche Turnverband, trägt ſeit 1903 alle zwei 5is vier Jahre ein internationales Tur⸗ nier für die ihm angeſchloſſenen Verbände aus. Tur⸗ neriſche und volkstümliche Uebungen für Mannſchaften und Einzelturner bilden das Programm. Urſprünglich beſchränk⸗ ten ſich die dem Verband angeſchloſſenen Nationen auf den gegenſeitigen Beſuch ihrer Nationalturnfeſte. Deutſch⸗ Iand hat dem Internationalen Verband noch nie angehört. Bor dem Kriege nahmen unſere Turner zwar verſchiedent⸗ lich an Olympiſchen Spielen— wenn auch nur 1908 in London offiziell— teil und pflegten auch regen Verkehr mit uns beſonders naheſtehenden Ländern— z. B. Schweiz, Finnland, Dänemark, Holland, Schweden, Amerika— der auch nach dem Krieg, ſoweit es ſich um neutral gebliebene Länder handelte, aufrechterhalten wurde, aber die inter⸗ nationalen Turniere der§80 wurden nicht beſucht. Dort dominierten Tſchechen, Serben und Franzoſen. Bei den bisher ausgetragenen neun Turnieren in Antwerpen 1903, Bordeaux 1905, Prag 1907, Luxemburg 1909, Turin 1911, Paris 1913, Laibach 1922, Lyon 1926 und wieder Luxemburg 1930 waren die flawiſch⸗romaniſchen Staaten meiſt unter ſich; erſt ſpäter trat die Schweiz dem Internationalen Ver⸗ band bei. Zu den erwähnten Turnieren kamen noch die Olympiſchen Spiele in Antwerpen 1920, Paris 1924, Amſter⸗ dam 1928 und Los Angeles 1932 ſowie ein außerterminliches Weltmeiſterſchaftsturnier 1931 in Paris. Angeſichts der jetzt erſtmaligen Beteiligung Deutſchlands iſt es nützlich, die wichtigſten Beſtimmungen der Wettkampfordnung für die Weltmeiſterſchaft ken⸗ nen zu lernen. Es gibt bei den Herren folgende Titel zu erringen: Riegenmeiſterſchaft(Länderkampf) für das Ge⸗ ſamtergebnis der 6 beſten Turner jedes Landes im Fünf⸗ zehnkampf; Einzelmeiſterſchaft im Fünfzehnkampf; Einzel⸗ meiſterſchaften am Reck, Barren, Pferd quergeſtellt, Pferd langgeſtellt, an den Ringen(ſtillhängend). Bei dieſen Ein⸗ zelmeiſterſchaften muß je eine Pflicht⸗ und eine Kürübung geturnt werden. In den Freiübungen und volkstümlichen Uebungen gibt es keine Meiſterſchaften. Jede Uebung wird durch zwei Kampfrichter gewertet, und zwar mit o bis 10 Punkten mit Zehntel⸗Bruchteilen. Als Siegerauszeich⸗ nungen werden je nach der Art des Sieges bis zum 6. Platz Medaillen, Kränze und Urkunden vergeben. Die Reihen⸗ folge, in der die Länder turnen, wird am Vorabend des Turnfeſtes durch das Los feſtgeſtellt. Während des Turnens darf ein Turner nicht durch einen anderen erſetzt werden. Jedem wird nach der Uebung das Ergebnis mitgeteilt, er kann ſich dann für eine Wiederholung entſcheiden; die beſſere Wertung gilt. Nun auf zum Kampf und Sieg! Rn. Beim Sechstagerennen in San Franeisco belegte der Dortmunder Franz Dülberg zuſammen mit dem Italo⸗ Amerikaner Eecheverria den zweiten Platz. Sieger des Rennens wurden die Amerikoner Winter⸗Shaller. Jean Földeak⸗Hamburg, der zum Olympiatrainier der deutſchen Ringer ernannte bekannte Weltergewichtsringer, ſtond bei einem Abſchiedsturnier in Hamburg ſeinem Geg⸗ ner Schäfer⸗Schifferſtadt gegenüber. Der Kampf endete nach ausgeglichenen Leiſtungen mit einem verdienten Un⸗ entſchieden. Leichtathletiſche Erofveranſtallung des Ve Neckarau Zu der am 10. Juni in Neckarau ſtattfindenden Leicht⸗ atheltik⸗Großveranſtaltung, bei der beſte Klaſſe Deutſch⸗ lands am Start erſcheinen wird, ſind folgende Kämpfe aus⸗ geſchrieben: Einladungs⸗ und Offene⸗Wettkämpfe.(Sonn⸗ tags) über 100, 200, 400, 800, 1500, 5000 Meter, 4 mal 100⸗ Meterſtaffel, Schwedenſtaffel, Hochſprung, Weitſprung, Kugelſtoßen, Diskuswerfen und Speerwerſen. Leiſtungs⸗ klaſſe 2(Sonntags) über 100, 400, 1500, 3000 Meter Hin⸗ dernis, 4 mal 100⸗Meterſtaffel, Schwedenſtaffel, Hochſprung, Weitſprung, Kugelſtoßen, Diskus⸗ und Speerwerfen. Jugendklaſſe A(Samstags) über 100, 1000 Meter Hin⸗ Hochſprung, Weitſprung, Kugelſtoßen, Diskus⸗ werfen. Dieſe Groß⸗Veranſtaltung findet in Neckaran auf dem neuen Platze ſtatt. Die Austragung der Wettkämpfe erfolgt auf einer 400⸗Meter⸗Aſchenbahn. Teilnahmeberechtigt ſind alle Turn⸗ und Sportvereine ſowie SA, SS, Arbeitsdienſt uſw. Meldungen ſind brieflich an Joſef Gruber, Mann⸗ heim⸗Neckarau, Hangſtraße 8 zu richten. Berg⸗ und Flachprüfungen würzen den Weg Neben den bereits bekanntgegebenen Bedingungen für die Bergprüfungen am Galibier und Stilfſer Joch ſtehen jetzt auch die Richtlinien für die Flachprüfung feſt, die wahrſcheinlich am fünften Fahrtage über eine Strecke von höchſtens 10 Km. führt und mit fliegendem Start ausgetra⸗ gen wird. Hierfür ſind Mindeſtgeſchwindigkeiten vorgeſchrie⸗ ben, die für die Wagen bis 1100 cem. 85, für die bis 1500 cem. 95, für die bis 2000 cem. 100 und für die ſtärkeren 110 Std.⸗Km. betragen. Kompreſſormaſchinen müſſen 10 v. H. mehr fahren. Da ſich die Veranſtaltung nur an ſerien⸗ mäßige Fahrzeuge wendet, d. h. an ſolche, von deren Modell bis zum 1. Auguſt d. J. mindeſtens 100 Exemplare fertig⸗ geſtellt ſein müſſen, bedeutet auch die Geſchwindigkeitsprü⸗ fung eine nicht zu unterſchätzende Aufgabe, Nene Manuſchaftswertung Für den Wettbewerb der Fabrikmannſchaften um den Alpenpokal— jede Firma kann in einer Gruppe bis zu drei, insgeſamt jedoch nicht mehr als vier Mannſchaften derſelben Marke nennen— hat man die entſprechende Vor⸗ ſchrift der Dreitage⸗Harzfahrt zum Vorbild genommen. Scheidet ein Fahrzeug einer Mannſchaft aus, ſo werden der betreffenden Mannſchaft für jedes Fahrzeug und für jede nicht vollendete Tagesetappe 100 Punkte in Abzug gebracht. Mannſchaftsfahrer werden als Einzelfahrer nicht gewertet. Um 1000 Punkte geht es Wirklicher Sieger der Alpenfahrt wird derjenige ſein, der zum Schluß noch ſeine 1000 Punkte beiſammen hat, die bei Beginn der Fahrt jedem Bewerber zugeteilt werden. Zwar lautet die Bedingung ſo, daß den Fahrern mit den meiſten Punkten Alpenpokal bezw. Gletſcherpokal als erſte Preiſe in Mannſchafts⸗ bezw. Einzelwertung zuerkannt werden, doch iſt die idealſte Leiſtung natürlich durch die alle Bedingungen einwanofrei, ͤͤ. h. eone Punkt⸗ verluſt erfüllt werden. Neben den Berg⸗ und Flachprüfun⸗ gen werden Zeit⸗ und Schlußkontrollen dafür ſorgen, daß den Fahrern die Erfüllung aller Bedingungen ſo ſchwer als möglich gemacht wird. Endͤgültiger Nennungsſchluß iſt der 10. Juli bei den an der Organiſation beteiligten Clubs, denen der Deutſche Automobil⸗Club federführend voranſteht. Die Abnahme der Fahrzeuge erfolgt am 5. und 6. Auguſt in Nigza, der nach Erledigung der ſechs Fahrtage am 13. Auguſt in München die Schlußkontrolle der Fahrzeuge und die Preisverteilung ſich anſchließen. Deutſche Fahrer in Rom Ronm ſteht im gleichen Maße im Zeichen des Autoſports wie Berlin: hier die Vorbereitungen und Fahrzeugabnahme zur 6000⸗Kilometer⸗Fahrt um die Coppa d' Oro und Coppa Muſſolini, dort das Training zum Avusrennen Durch Italiens Gluthitze— mittags bis 50 Grad!— kamen als erſte Coppa⸗Fahrer die Deutſchen nach Rom und zum Ab⸗ nahmeplatz, der auf dem Dach der Supergarage eingerichtet iſt. Karl von Guilleaume(München) auf Opel, Reichsleiter Bouhler auf Opel, der Berliner Moagnus auf Ford, Paul von Guilleaume auf Adler, ſodonn die Adler⸗Dreiſchaft Hacke, Löhr und Schweder waren die erſten Fahrer, die ſich mit ihren Fahrzeugen den Amtswaltern ſtellten. Der bekannte Sportsmann Graf Lurani, der zum deutſchen Keſſelberg⸗Rennen ſoeben ſeine Meldung abgab, nimmt ſich der deutſchen Coppa⸗ Fahrer beſonders an. 200 Meldungen ſind zu dieſem läug⸗ ſten und ſchwerſten Straßenſportwettbewerb, den es je gab, abgegeben worden. Die Italiener ſt Uen 90 v. H. der Teil⸗ nehmer, Alfa⸗Romeo, Fiat, Lancia, alle italieniſchen Marken, dazu„Rennſtälle“ wie Scuderia Ferrari ſind ver⸗ treten, teils mit je zwei Mannſchaften. Die Abnahme dauert bis Donnerstag abend. Am Frei⸗ tag findet Kranzniederlegung durch die deutſchen Fahrt⸗ teilnehmer am Nationaldenkmal ſtatt; danach hat der Ge⸗ neralſekretär der Faſziſtiſchen Partei zum Beſuch geladen. Aufſtellung zum Start erfolat om Freitag abend auf der Piazza Venecia, wo große Tribünen errichtet wurden. Der Ablauf beginnt am Samstag früh ab 2 Uhr mit 15—30 Se⸗ kunden Abſtänden je Fahrzeug. Die Wegweiſung iſt muſtergültig durchgeführt, ein Verfahren ausgeſchloſſen. Jeder Fahrtteilnehmer erhielt vorbildliches Kartenmaterial, in das Reparaturwerkſtätten, Gefahrkurven, Hilfstelephon⸗ ſtellen uſw. eingezeichnet ſind. Die deutſchen Teilnehmer ſind in einem Hotel untergebracht; es gibt keine Trennung durch Verpflichtung für einzelne Marken, und ob es die Aoͤler⸗, Opel⸗ oder Ford⸗Fahrer ſind... ſie ſtehen für⸗ einander und zueinander als Deutſche! Ihre Gegnerſchaft iſt übermächtig. Die italieniſchen Wagen ſind für dieſes Straßenrennen beſonders hergerichtet worden. Was aber auch die deutſchen Teilnehmerwagen leiſten können, das be⸗ wies auf der Anfahrt von Marokko nach Rom Paul von Guilleaume, der unter amtlicher Kontrolle die Strecke Madrid—Barcelona auf ſeinem Aoler⸗Trumpf im 87⸗Kilo⸗ meter⸗Durchſchnitt meiſterte. Frankreichs Tennisdamen gewannen den im Rahmen der Franzöſiſchen Meiſterſchaften in Paris ausgetragenen Län⸗ derkampf gegen USA. mit 52 Punkten. Amerikas beide Punkte reſultieren aus Miß Jgcobs Sieg über Frau Ma⸗ thien und einem kampfloſen Gewinn im Doppel. Der deutſche Tennismeiſter Gottfried von Cramm kam bei den franzöſiſchen Tennismeiſterſchaften in Paris durch einen Fünfſatzſieg über den Italiener Palmieri mit 577, :3,:3,:7,:2 eine Runde weiter. Dagegen wurde Den⸗ Pae dem Engländer Auſtin mit:3,:3,:3 ausge⸗ et. Die BfR-Damen in Leipzig Das größte Intereſſe am kommenden Sonntag bean⸗ ſprucht das Spiel der VfR⸗Damen in Leipzig um die Deutſche Handballmeiſterſchaft der Frauen. Wir dürfen wohl ehrlich zugeben, daß uns das gute Abſchneiden unſeres Meiſters etwas überraſchte. Beſonders, da der bisherige Weg nicht leicht geweſen iſt. Angefangen mit dem Vorrundenſpiel gegen Frankfurt, eine der favoriſierten Mannſchaften, das den erſten nur erhofften Sieg brachte, dann das glänzende Abſchneiden in Fürth, wo unſere Mädels in allen Kritiken ſehr gelobt wurden und ihr Sieg als voll verdient angeſpro⸗ chen wurde. Nun bringt die Vorſchlußrunde wieder eine ſchwere Belaſtung. Die Spielleitung hat VfR nach Leipzig zur Fortuna beordert. Es hat eben alles ſeine Licht⸗ und Schattenſeiten. So ſehr man zu Beginn die Zuſammen⸗ legung der Herren⸗ und Damenſpiele begrüßte, möchte man es jetzt, da es uns unangenehm trifft, bedauern. Aber der Erfolg dieſer Verbindung der Herren⸗ und Frauenſpiele, deſſen propagandiſtiſcher Wert unſtreitbar iſt, muß uns hier zurücktreten laſſen, da gerade die Frauenſpiele an allen Orten wohl gelungen ſind. Das Stadion in Budapeſt, wo vom 31. Mai bis zum 3. Juni die beſten Turner aller Länder in den Weltmeiſterſchaften im Kunſt⸗ turnen um die Siegespalme ringen werden. Nun müſſen unſere Mädels auch in der Vorſchlußrunde auswärts und ohne jede Unterſtützung von außen, nur be⸗ gleitet vom Abteilungs⸗ und Uebungsleiter, vor ſicher 10 000 Zuſchauern um den Weg in die Schlußrunde kämpfen. Die Mannſchaft wird in der gleichen Aufſtellung mit Simon, Graß, Müller, Bonnacker, Hauck, Wagner, Schleicher, Kehl, Egger, Förſter und Degen antreten. Sie wird ſich auch von den Sachſen nicht bange machen laſſen und bis zum Schluß⸗ pfiff kämpfen. Die Ausſichten ſind ſchwer vorauszuſagen; aber wir wiſſen, daß die VfR⸗Mädels Handball ſpielen kön⸗ nen und die, die gegen ſie gewinnen wollen, müſſen ſehr viel können. So bangt ſicher am Sonntag ganz Mannheim um ſeinen letzten Vertreter in der Handballmeiſterſchaft. Wir alle aber wünſchen den tüchtigen Raſenſpielerinnen alles Gute zu ihrem ſchweren Gang und erwarten, daß ſie ſo ſpielen, daß unſer Handball würdig vertreten wird und dann iſt uns um einen Sieg nicht bange. Im Schleppſegelflug durch Deutſchland Der über 5000 Kilometer quer durch Deutſchland führende Schleppſegelflug der Fliegerin Lola Schröter geht von Dresden aus nach den vorläufigen Plänen über Zwickau, Nürnberg, München, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Frankfurt a.., Wiesbaden, Köln, Trier, Dortmund, Düſſeldorf, Hamburg, Hannover nach Berlin, wo die Fliegerin vorausſichtlich Ende Juni eintreffen wird. Von der Reichshauptſtadt aus fliegt ſie über Stettin, Stolp, Allenſtein, Danzig, Königsberg nach Tilſit und zurück über Magdeburg nach Breslau. e Die Reiſe zur Fußball⸗Weltmeiſterſchaft nach Italien haben am Dienstag früh 18 deutſche Spieler angetreten. Die neueſte Nummer der Deutſchen Sport⸗Illu⸗ ſtrierten ſtellt ſie uns auf dem Titelblatt im Bilde vor. Sie bringt außerdem einen Rückblick auf die letzten Probe⸗ ſpiele deutſcher Auswahlmannſchaften gegen Derby County, eine kritiſche Vorſchau für die Weltmeiſterſchaft und ein Stimmungsbild vom Sammelpunkt der Italien⸗ fahrer in Singen am Hohentwiel. Intereſſont iſt auch der goanzſeitige Bildbericht vom Boxgroßkampf Schmeling gegen Paolino in Barcelona. Eine Handball⸗Rundſchau beleuchtet die Situation am Vorabend der Vorſchlußrunde um die deutſche Meiſterſchaft. Der Motorſportmitarbeiter ſetzt ſeine Reportage über die Ereigniſſe der Saiſon mit einer Arbeit„Vom Harz über Oelfelder und Rittergüter zum Grunewald“ fort. Illuſtrationen unterſtreichen nochmals die ungeheuren Schwierigkeiten der Dreitagefahrt im Harz. Die„Deutſche Sport⸗Jlluſtrierte“ iſt bei allen Buch⸗ und Zeitſchriftenhändlern und beim Sportverlag, Stuttgart⸗W., Auguſtenſtraße 15, erhältlich. ——— * Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 9. Seite/ Nummer 288 decken und Skeppdecken aus unserer eigenen Steppdecken- Fabrik Stepodecken „ Jmit Helbwoltfüllung, doppelseit. Satin 10.75 Steppdecken Daunendecken in zahllosen Farben und Musterungen, Oberseite ee 69.50 59.— 53.50 'seide m. Satinrücken 24.50 19.50 17.— 14 50 13.50 10.75 48.— In allen Preislaqen crͤ̊ᷓſẽie Ferben- Rosengarien Sonntag, den 27. Mai 1934 Vorstellung Nr. 314 Miete CNr. 27 Sondermiete C Nr. 14 Schwarzwaldmädel Operette in 3 Akten von August Neidhart Musik von Léon Jessel Musikalische Leitung: Karl Klaub Regie: Waher Jooß Heues IhenlerſFr. ecirichsparł Sonntag 4 und 8 Uhr Eſolle Konzerte der Standarten-Kapelle 171 Leitg.: MZF Homann-Webau Eintritt 30 Pig. Abonnenten frei. Anfang 19,30 Uhr Ende 22,15 Uhr Mit wirkende: Karl Buschmann— Vera Spohr Elsi Bodmer- Hugo Voisin- Lucie Rena— Hedwig Hillengaß— Max Reichart— Albert v. Küßwetter Hermine Ziegler— Bum Krüger Joseph Oftenbach-Frans Bartenstei Morgen: Robinson soltnichtsterhen Junge Hausfrauen u. Töchter! Wer ſich noch an dem beteiligen will, meldet ſich bis zum 2. Juni in d. Geſchäftsſt. N 2, 4 v. 10 12 u..5½ Uhr Telef. 218 26 Beg: 5. Juni morgens v.-1 Uhr, abends von ½8.½11 Uhr Antang 20 Uhr Gn, a u1,4 1,12 U1,14 SIEBERT 33 Besuchen Sie Kaulsten Ktalerkau Konzert Verkündete: Mat 1004 Schloſſer Karl Dreeſch— Luiſe Pfenoler Lehrer Wilhelm Steichele— Erna Klang Schloſſer Joſef Simon— Erna Spachmann Mech.⸗Meiſter Franz Wollmann— Elfrieda Schreiber Maler Karl Gläſer— Maria Gremm Schloſſer Johann Künzler— Babette Zink Kfm. Angeſt. Robert Feßler— Frieda Merkel Kaufmann Philipp Lotz— Ida Achtſtätter Kaufmann Paul Feitler— Sophie Hirſch Schloſſer Guſtav Brenner— Bertha Genzwürker Mech. Friedrich Eck— Mathilde Soyez Haufmann Heinrich Zimmermann— Alma Schwab Kaufmann Waldemar Siegfried— Hildegard Heck Schreiner Emil Danner— Germania Opitz Muſiklehrer Wilhelm Müller— Anna Boos Haufmann Erwin Bitſchenauer— Elſe Schlientz Kraftwagen⸗Führer Auguſt Lorenz— Pauline Eckert Friſeur Hans Marhöfer— Marig Schabel Schuhmacher Julius Kuhn— Hilda Boy Kaufmann Hermann Frey— Johanna Wein Lageriſt Johann Kwiatkowſki— Hedwig Nowicki Gärtner Jakob Schambach— Sophie Anton Mechoniker Philipp Krail— Chriſtine Wanner Schneider Oskar Münch— Katharina Galle Elektr.⸗Mech. Karl Bach— Emilie Tahedl Kontrolleur Heinr. Reich— Emma Eidel Kaufm. Angeſt. Willi Burkard— Charlotte Leonhard Kaufmann Otto Scherer— Gertrude Hellerbach das Schlos-Hotel-Restauran Heue Bewirischaftung 4078 Vorsügl. bürgerliche Huche unter Sonntag Preleau beitung zu kleinen reisen. Welde Spez.-Aussckank Fritz Wileke. Dipl. Küchenmeis er klutritt frel!— Kein Aufschlag! 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Pf.— Hella Müller Kaufmann Siegfried Ruben— e Fürſt Gaſtwirt Leophard Aug. Reber— Emilie Hilda Meier Geſchäftsinhaber Edmund Clemenz— Martha Aßmann Händler Emil Albert Hellinger— Roſa Krieg Friſeux Friedr. Wilhelm Falkner— Lydia Erika Schulle Kfm. Joſephh Wolter— Emmy Müller geb. Storz Techniker Michael Meyer— Gertrud Soſie Heilmann Muſiker Karl Ant. Schmitt— Ducie Rau Ingenieur Alfong Nowag— Herta Anna Kalinke Kaufmann Walter Heße— Annelieſe Ilſe Nuß Kaufmann Steſan Emil Lechner— Helene Branoner Poſtſchaffner Adam Münch— Anna Leier Kaufmann Herbert Baumbach— Margarethe Debus Techn. Angeſt. Roland Kirchberger— Juliana Schmitt Eiſendreher Feröͤinand Müller— Heöwig Eliſabeth Henß Bäcker Karl r— Berta Barbaxa Miſch Schloſſer Karl Heß— Maria Münd Schloſſer Robert Friebele— Luiſe Lingenfelder Schiffszimmermann Wilh. Kraus— Erna Weber Bäcker Emil Karl Erny— Emilie Rier Elektromonteur Willi Trauth— Johanna Müller Vertriebsleiter Hellmut Rebſtein— Gliſabeth Eicher Spengler Emil Georg Sievers— Erna Hartmann Schloſſer Karl Brunn— Katharina— 0 Kaufmann Friedrich Frank— Anna ette Banzer Mechoniker Anton Wilhelm Kohl— Pauline Oeſterling Maurer Auguſt Kirſch— Maria Anna Holſter Kraftwagenführer F. Späth— Johanna Berta Schuſt Schreiner Emil Gentner— Anna Katharina Hohmann Schloſſer Karl Eberhord— Käthchen Stadler Bauſchloſſer Otto Klemm— Eliſabeth Adler Maler Oskar Johannes— Eliſabetha Nöth Bäcker Gottlieb Oſtermaier— eda Weidner Werkzeugſchloſſer Robert R— Dora Haar Werkzeugmacher Bernbard el— Katharine Seipp Geborene: Ma i 1984* 0 7 Dora Dekoration er Joſ. Friedr. Kindbeit Freo Bäcker Max e er 1 S. Rudi Kfm. Baptiſt Joh. Schweighofer 1 T. Renate Hilde Oberbahnmeiſt. J. Eſchenfelder 1 S. Günter Fritz Rudolf —14 1 S. 8 Arthur er Paul Schm„ Paul Heinrich Roland 8 75 5 T. 2 00 Anna raftwagenf. g.„Dengler 1 S. Mechaniker Albert Griezbeimter 1 S. Masolf Arbeiter Alfred Gambert 1 S. Joſef Schloſſer Karl Jakob Stumpf 1 S. Karl Iudw Kaufmann Horſt Benwich 1 T. Elſe Luiſe—9 Polſterer Karl Mehler 1 T. Sigrid Lore Monteur Heinrich Leiſter 1 T. Heidi Frieda Arbeiter Ernſt Proske 1 T. Iſa Elvira Schloſſer Rudolf Schmitt 1 T. Annelieſe Müller Anton Heigl 1 T. Renate Luiſe Telegr.⸗Bauhandwerker W. Kirſch 1 T. Wilfriede Anna Kraftw.⸗Führer Emil Friedr. Bauer 1 S. Manfred Kraftw.⸗Führer Karl Herrmann 1 S. Bruno Karl Joſef Schuhmacher Peter Müller 1 S. Heinz Peter Former Emil Rieſenacker 1 S. Heing Ludwig Emil Arbeiter Friedrich Harl Acker 1 T. Schuhmacher 900. Seitz 1 S. 10 Steuermann Joh. Rudolf Adler 1 S. Johann Sebaſtian Kernmacher Wilh. Heinr. Ackermann 1 T. Ruth Renate Kaufmann Wilhelm Braun 1 T. Margot Friedhilde Kaufmann Kaxl Georg Adam Kühn 1 S. Hugo Richard Elektr.⸗Mech. Joh. Gg. Liebig 1 T. Friedel Erika Gerda Kaufmann Ber Diller 1 T. Hedwig Katharina Landwirt Friedr. Leop. Schertel 1 S. Lüdwig Schreiner Franz Kaver Stadler 1 S. Otto Hans Kaufmann Georg Michael Ruder 1 T. Rita Marka Telegr.⸗Arbeiter Ludw. Karl Schleyer 1 S. Hans Peter Heizer Ludwig Dotterer 1 T. Luiſe Roſa Verw.⸗Aſſiſtent J. Karl Körner 1 S. Jofef Karl Andreas Schloſſer Emil Becker 1 S. Anton Albert Schloſſer Peter Müller 1 T. Herta Malermeiſter Theodor Haſſel 1 T. Ilſe Erika Roſa Ingenieur Albert Bernh. Pfaff 1 T. Hannelore Arbeiter Erwin Hch. Geſchwill 1 T. Doris Suſanna Spengler Hans Friedr. Kramm 1 S. Wolfgang Alexander Maler Hermann Kiſt 1 S. Joſeph Rudi Poſtſchaffner Ludwig Braun 1 T. Erika Roſa Kaufmann Ernſt Joſef Braun 1 S. Claus Peter Kaufmann Hans Peter Werng 1 T. Helga Luiſe Modellſchreiner Peter Grimm 1 T. Doris Anna Rechtsanwalt Dr. Karl Fr. Friedr. Krieger 1 S. Wolf⸗ gang Anton Rudolf Albert Kaufmann Friedrich Holl 1 T. Iſolde Käthe Maler Friedrich Karl Graff 1 T. Edith Eliſabeth Heizer Irchann Straub 1 S. Karl Heinz Kaufmann Max Mangel 1 S. Gerhard Benjamin Geſtorbene: Mai 1034 Kfm. Oskar Adolf Friedrich Knocpfle, 47 J. 6 M. Emma geb. Wahl, Ehefrau des Muſikers Johann Hein⸗ rich Karl Bretkun, 57 J. 1 M. Ehefrau des Steinhauers Georg Erb, 65 J. 1 M. Gerhard Thuidum, 1 Tag 14 Stunden Schloſſer Karl Throm, 46 J. 9 M. Maria geb. Möſer, Ehefrau des Lackterers Nikolaus Bugert, 33 J. 11 M. Inſtallateur Johann Georg Kieſel, 55 J. 4 M. Inge Erika Wolf, 1 Stunde Lore Buchholz, 6 J. 9 M. Handformer Theodor Lay, 50 J. 11 M. Eliſabetha geb. Schlatter, Witwe des Winzers Johann Georg Treſch, 85 J. 10 M. Arbeiter Alois Eugen Rohr, 98 J. 6 M. Oskar Wilhelm Baudermann, 2 Tage 12 Stunden Julie Emilie geb. Schürrle, Ehefrau des Hallenarbeiters Friedrich Wilhelm Schmetzer. 27 J. Helena geb. Schnurr, Ehefrau des Oberzugſchaffners a. D. Anton Joh. Dietz, 60 J. 8 M. 3 Witwe des Stadtarbeiters ilhelm Welker, 80 J. 9 M. Fabrikant Jakob Richard Veith, 70 J. 7 M. Lokomotivführer 9. D. Karl Fr. Aſſenheimer, 68 J. 9 M. Philippine geb. Kronemeyer, Witwe des Drehers Emil auck, 60 J. 9 M. Privatmann Karl Eugen Eyer, 85 F. Eiſengießer Adam Holl, 68 J. 8 M. Franz Zopf, 1 Tag alt Erika Katharing Herbel, 3 M. 4 Tage Schloſſer Auguſt Hermann Oechsner, 61 J. Martha Marg. Kath. geb. Freund, Ehefrau des Kauf⸗ manns Math. Bücherl, 53 J. 9 M. Obermeiſter Emil Brunner, 65 J. 1 M. Liſelotte Bauer, 2 J. 1 M. Margaretha geb. Häfner, Ehefrau des Voten Julius Thiery, 43 J. 2 M. Willy Horſt Brand, 16 Tage Sofie Eheiſtine geb. Dieterich, Witwe des Eiſengießers Johannes Wagner, 60 J. 6 M. Schreinermeiſter Julius Schäfer, 66 8 Maſchiniſt Rudolf Julius Herda. 50 J. 7 M. Arbeiter Gottlieb Foehl, 60 J. 11 M. Studienrot Andregs Chriſtian Schmidt, 50 5 5 M. Fräſer Hermann Heinrich Hertlein, 886 J. 1 M. Aenne Ernſt, 3 J. 2 M. Ledige Induſtrielehrerin Eliſabeth 8 6¹ K. 10 M. Rentenempfänger Andreas Neureuter, F. 2 M. Kaufmann Wilhelm Müller, 59 J. e M. Rentenempfänger Kaſpar Anton Auſſen, 68 J. 2 M. Katharina Karoline geb. Neubauer, Witwe des Spenglers 0 1 8 5—9* ahnarbeiter Johonn Nathan Mayer, 7 J. Ledige Modiſtin Kätchen Hilda Mülker, 20 J. 9 M. Former Karl Leonhard Hebbig, 40 J. 5 M. Glſa geborene Geldenbot, Ehefrau des Modellſchreiners Johann Partber, 20 J. 10 M. Hatharino geborene Mühlig, Ebefvou des Rentenempf. Anton Völker, 58 J. 2 M. e rivatmann helm Dönig, 75 J. Friederike geborene 0 Ehefrau des Oberſchaffners a. D. Wilhelm Gilbert, 78 J Werkmeiſter Auguſt Dörr, 64 J. 9 M. Taxameterbeſitzer Karl Gottfrieb Kramer, 61 J. 10 M. Rentenempſänger Friedrich Gottlob Barth. 80 J. 3 M. Joſephine Mario geborene Mannebach, Witwe ö. Schrei⸗ ners Adolf Eckert, 65 J. Rentenempfänger Peter Nik. Brenner, 60 J. 10 M. Amalie geborene Zeitler, geſch. v. d. Maſchiniſten Ewald Rudolf Guſtav Brombach, 40 J. 6 M Aamalie Juliane geborene Braun, Witwe des Gärtners S 68 J. 10 M. 8 109 fr Schüßler, Ebefrou des Bilöhauers Anton eißler er, 56 J. 5 M. Arbeiter Heinrich Friedrich, 64 J. 8 M. E geborene Weinbrecht, Ehefrau des Invaliden Jakob Allgeier 52 J. 8 M. Luiſe Wilhelmine geborene Gaßmann, Ehefrau des Kaſſeuaſſiſtenten a. D. Gottl. Fichtner, 7u J. 9 M. Anng Margaretha geborene Mütz, Ehefrau des Lade⸗ ſchaffners Markus Miehling, 65 J. 1 M. Barbara Ebert, 8 J. Ka Auskunft bereitwilligt durch unsere aimtl. V NORDDEUTSCHERLLOVYD BREMEN In Mannbeim: Norddeutscher Lioyd, General Agentur Lloyd-Reisebüro, 0 7, 9, Heidelbergerstrage und die übrigen Bezirksvertretungen Vet LAlaue.—4 aalaſel POEGR· N S R D RGP Fahrten 1934 ————————————— Polarfahrt vom 18. Juli- 12. Aug. mit D.„General v. Steuben“ 14690B.-.-T. Fahrpreis ab RM 450 und Dessm-Auswehl— Aufarbei- 5 0 1 Nordlcapfahrt v. 30. Juni 16. Juli e. Pelker- 85 7 7 2. Nordlapfahrt v. 17. Juli- 2. Aug. decken bilig und tachqemöh 7 3. Nordlcapfahrt v. 4. Aug.-20. Aug. — 8 0 kamung allen loaukigen Sunn, Pgut, Paf n chn mit D.„Sierra Cordoba“ 11469 Br.-Reg.-I. Liebheld ieee eeee Febrpreie b Wi 20. Iun gaße Serialhaus für Betlen und Uusstenemm ◻ 29 jetzt Schwetzingerstr. 5, I.(am Tattersall) s. S8 STSEE -Fahrten 1. Reis e vom 14. Juni 27. Juni mit D.„Sierra Cordoba“ 11469 Br.-Reg.-T. Fahrpreis ab RM 205. 2. Re is e vom 24. Juli e mit.Stuttgart“ 13 367 Brutio-Register-T. Touristenklasse: Fahrpr. ab Ru 180.— ütenklasse: Fahrpr. ab RM 295. Verkündete: Mai 1934 Kellner Helmut Budde— Hildegard Meißner Verkäufer Hugo Rebholz— Hilda Müller Schweißer Heinrich Appel— Henriette Huber Arbeiter Willi Hocker— Maria Roos Werkmeiſter Ernſt Bauer— Maria Jenne Pfläſterer Philipp Lörtz— Kath. Jacqmein Kaufmann Karl Kaus— Klara Schwob Kfm. Willi Renſchler— Eliſabetha Schwörer Kraftwagenführer Johann Müller— Emma Weinacht Kim. Carlo Utech— Bondarewa Jewgeniia geb. Jagorow Pfläſterer Kurt Franz— Barbara Eberth Schiffsführer Karl Schußke— Anna Joos Metzger Albert Köberle— Dina Dreißigacker Metzger Hermann Gevlinger— Hilda Beißwenger Kaufmann Gerhard Dill— Joſephine Lienemann Pfläſterer Karl Krämer— Henriette Caſpers Maſchiniſt Karl Klump— Emma Bühler Schloſſer Otto Larnelle— Suſanna Landzettel Kaufmann Robert Ehrmann— Irmgard Graßmück Muſiker Hermann Levi— Lina Sax Kaufmann Eugen Rudolph— Hildegard Schleßmann Oberinſpektor Karl Geier— Johanna Martin Keſſelſchmied Willi Nörr— Wilhelmine Stecher Polſterer Heinrich Straßner— Katharine Heitz Maler Robert Schäfer— Philippine Sautter Schloſſer Willi Henninger— Charlotte Eckſtein Müllermſtr. Albert Weißer— Eliſabeth Weber Pripatmann M. Zahn— Franziska Schüßler geb. Gieſin kaufen Sie vorteilhaft Ihre Volldecken, Stepydecken Daunendecken Tiſchdecken, Matratzen im Spezialhaus Weidner& Weiss N 2, 8 Kunſtſtraße N 2, 8 Stelnmetz-Brot! 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Satzungsänderungen: In§ 4 wird der fünfte 20.—, Recht vor, ihre Aktien mittels Ankaufes einzu⸗ vier teilbar, ſo wird die nächſt höhere durch vier teilbare Zahl zu Grunde gelegt“. In 8 7 Abſ. 2 wird das Wort„Orte“ durch„deutſchen Wert⸗ papierbörſenplatz“ erſetzt; bei der Deutſchen Bauk und Disconto⸗Geſellſchaft, in Saarbrücken: 18 91 5 0 51 Die Hinterlegung iſt au ann ordͤnungsmäßig Wir laden die Aktionäre unſerer Geſellſchaft zuſerfolgt, wenn Aktien mit Zuſtimmung einer Hinter⸗ zur Beendigung der Generalverſammlung in Sperr⸗ Diejenigen Aktionäre, welche gemäß unſerer am ., 16. und 24. Februar 1934 in Nr. 32, 40 und 47 des Deutſchen Reichsanzeigers erfolgten Bekannt⸗ machung ihre Aktien alten Nennwerts zum Zwecke 8 des Umtauſchs in ſolche neuen Nennwerts bereits 1. Vorlage des Geſchäftsberichtes nebſt Bilanz und bei einer der genannten Umtauſch⸗ bezw. Hinter⸗ Gewinn⸗ und Verluſtrechnung für das Geſchäfts⸗ legungsſtellen eingereicht haben, erhalten von den Hinterlegungsſtellen Eintrittskarten zur die Genehmigung des 0 an der Generalverſammlung 8 ausgehändigt, 4. Entlaſtung des Vorſtandes und des Auſſichts⸗ 16. Juni 1934 dortſelbſt angefordert werden. Von den neuen Aktien gewähren je nom../ 1˖ 0 von den alten Aktien je nom.., 100.— Abſatz, lautend:„Die Geſellſchaft behält ſich das eine Stimme. Die notarielle Beſcheinigung muß die Stückzahl⸗ ziehen und zu amortiſieren“ geſtrichen; in§ 6quittung und wird nach Abſatz 4 folgender Satz eingefügt:„All⸗ datum der hinterlegten Aktien, jährlich mit Beendigung der ordentlichen Gene⸗ſſtätigung enthalten, daß die Stücke bis zum Schluß ralverſammlung ſcheidet ein Viertel der gewähl⸗ der Generalverſammlung bei dem Notar in Ver⸗ ten Mitglieder zunächſt nach dem Los, ſodann wahrung bleiben. nach der Reihenfolge ihrer Amtsdauer aus. Iſt einer ſolchen Beſcheinigung erhält der Hinterkeger die Zahl der gewählten Mitglieder nicht durchſeine Quittung darüber und Eintrittskarte. Mannheim, den 55. Mai 1934. Brownu, Boveri& Cie. Aktiengeſellſchaft Filiale Mannheim, ſotr Ulaxxfakri8r H cer efcuspün 8 Tage nach Bad Freyersbach RM 48.— .10., 10.-17. usw. ſeden Sountag 8 Tage durch Süddeutschl. u. Schweiz RM85. .10., 17.-2. Juni..-.,-22 ſuli,.-12., 19.-26. Aug · 6 Tage nach Paris, Versailles etc. RM 80.— 10.15 juni. 15.-20. juli. 12.-17. August. 8 Tage nach Immenstaad a. Bodensee RM 60. ab 1. juli jed. Sount. Frühseit. Aumeldung! Mrlangen Sle Prospokte, auoh⸗ für unsere ftallenkahrten flelse-Hoffmeister 17.“ Tel. 2609/ 10⁵ ſtimm⸗ ſofern dieſelben bis ſpäteſtens am die Nummern, ſowie das Ausgabe⸗ Wo- der Madeleine F.? Auskunite: N7, 3. Erika- Schreib- maschinen Geheräl- ferner die Be⸗ Vertretung Nach rechtzeitiger Hinterlegung Vaãã Der Auſſichtsrat der Franz Belitz. 50 M. Belohnung Geſtohlen wurde: 4 PS. blaue Opel ⸗Limonſine, Pol.⸗Nr. IV B 27 552. Nachricht an Feruſpr. 489 81. WLampert Bürobedarf 16.12 Jel.5000¼4 Modell 1930, 1113 5. Wahlen zum Aufſichtsrat; 6. Wahlen von Bilanzprüfern. Die Aktionäre, die an der Generalverſammlung teilnehmen wollen, müſſen gemäß 8 7 der Satzungen ſpäteſtens 3 Werktage vor der Generalverſammlung, alſo bis ſpäteſtens 16. Juni 1934, ihre Aktien oder im Falle der Hinterlegung derſelben bei einem Notar die Beſcheinigung vor Ablauf der Hinterlegungsfriſt bei der Geſellſchaft in Mannheim⸗Käfertal oder bei einer der nachfolgenden Stellen innerhalb der üb⸗ lichen Geſchäftsſtunden hinterlegen: in Berlin: bei der Dresdner Bank, Nach grundliche bayern Or. Wiggers Kurhelrn Narie BDD Aodern oingrridbte Stoffvochsel-, Nervankranke u. Erholuagubodãrſi m Umbau neu erõffnet.voll lu Setrieb. Preisabbau, Pauschalkuren, ganal. geöffret Unter derselben Leitung die vornehrne Hotel-Perslor„Der Kurhof“. Pens.-Prels M..- bis M. 13.— Karuanstalt für ale. Fabrikauslieterungslager für Mittal- u. Nordbadent Karlsruhe, Kaiserstraße 203, Fernsprecher 2113 bei dem Bankhaus Mendelsſohn& Co., bei der Reichs⸗Kredit⸗Geſellſchaft Aktiengeſell 5 atbank Akti ell bei der Commerz⸗ u. Privatba bei der Deutſchen Bank und Disconto⸗Geſellſchaft; in Frankfurt a..: bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M. bei der Deutſchen Bauk und Disconto⸗Geſehlſchaſt, iliale Frankfurt a.., bei der M—— 3——— 5 ommerz⸗ u. Privatban t ellſchaft, bei dem Bankhauſe Jacob S. H. Ster bei der Metallgeſellſchaft Aktiengeſell 1 in Leipzig: bei der Dresdner Bank in Leipzig, bei der Allgemeinen Deutſchen Eerbit⸗An u, bei der Commerz⸗ u. Privatbauk Aktiengeſellſchaft, Filiale Leipzig, bei der Dentſchen Bank und Disconto⸗Geſellſchaft, 8 Filiale Leipzig, in Ludwigshaſen a. Rh.: bei der Dresdner Bank Filiale Ludwigshafen/ Rh., bei der Deutſchen Bank und Disconto⸗Geſellſchaft, Filiale Ludwigshafen a. Rh.: in Mannheim: bei der Dresdner Bank Filiale Mannheim, bei der Commerz⸗ u. Privatbank Aktiengeſellſchaft, Filiale Mannheim, Si. Ingberi das Ziel von Ausflüglern, Ferienreisenden, Sduilen, Vereinen und Vendergruppen dietet Zahlreicie Sehenswürdigkeifen und in seinen aupergewöhnlich grohen und fieten Budlen- Wäldern genz besonders reizvolle und abwechslungsreiche Valdwenderungen. Ueberell ölmen Sich die schönsfen Aussichſen auf hohe Berge und langgestredte von Viesengrũn und Waldesdunkel erfülle Täler. Die saubere Stedi, in hettlicher Lage, zwischen sanflen Hügeln gebettet, vollstãndig umgeben von einem Kranz grünbeweldeler Berge, bieſef in ihrem bunten Gewende und ihren Zzahlreicien, ensehnlichen neueren Bauwerken eine Sehenswürdigkeit. Freundliche Aufnahme in gufen Lokalen mit nur ersfklassigen Speisen und Gefränken bei bürgerlichen Preisen hat St. Ingbert bekennt gemeci. ST. INGBERT ERWARTET AUCcEH S1E AUSKUNFT: VERKEHRS UNDVENSCHONENUNGSVENEINST. INGBERT. —— 1 von.50 an. Fi. k. u. w. Wasser. Pro- spekte in der N M Z und direkt. Kurkonzerie, Spori, Unierhaliung Prospekte u. Vohnungs-Axzeiger durch die Kurverwaltung und Reiseburos andt. ficona Err- Kurhotel lrene. rert f tührendes Haus direlet 0 9 a. Meer. Volle Pension 6974 Kurhaus Haiserhof u. Köhlers Strandhotel aie 1. Haus. Gakt um Strande Jegl. Mumt. Pens. v. 6 80 1. Aktfiengesellschant Commerz- und Privat-Bank neshurs- Berun 64. Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1933 Rückflüſſe und Abtragungen geſtatten uns, im Be⸗ Die alsbald nach Uebernahme der Macht durch die nattonalſozialiſtiſche Bewegung großzügig in Angriff genommenen und planmäßig—— Maß⸗ Arbeitsloſigkeit haben ſchnell und in einem kaum erwarteten Umfang zum Erfolg geführt. Die Zahl der Arbeitsloſen konnte im Berichtsfahr um mehr als ein Drittel vermindert werden, die Geſamtwirt⸗ ſchaft erfuhr auf vielen Gebieten einen ſtarken Auf⸗ trieb. Wenn auch die ſchweren Schäden der voraus⸗ gegangenen langen Depreſſions⸗ und Deflationszeit noch nicht völlig überwunden werden konnten, ſo beſteht doch heute kein Zweifel mehr darüber, daß es den unabläſſigen Bemühungen des Staates und der Privatwirtſchaft gelingen wird, auch die weiteren Etappen der großen Arbeitsſchlacht ſiegreich zu be⸗ ſtehen. Die Wiederherſtellung der Kauf⸗ und Konſum⸗ kraft des ſeitherigen großen Heeres der Arbeitsloſen und Kurzarbeiter und ihrer Familien iſt das Ziel aller Maßnahmen. Seine Erreichung bedeutet Ent⸗ laſtung der öffentlichen Finanzen von unproduktiven Ausgaben, Geſundung und Aufſtieg für die geſamte Wirtſchaft. Die zielbewußte Mitarbeit an dieſen großen Aufgaben iſt deshalb ſelbſtverſtändliche Pflicht aller Wirtſchaftskreiſe. Dieſer Pflicht hat ſich auch das deutſche Bank⸗ gewerbe ſtets bereitwilligſt unterzogen. Es war nach Kräften bemüht, dem wachſenden Kreditbedürfnis aller Wirtſchaftskreiſe Rechnung zu tragen, obwohl es noch bis in die letzten Monate des Berichtsjahres eher mit einem Abzug als mit einer Vermehrung der ihm anvertrauten Gelder zu rechnen hatte. Die Belebung der Wirtſchaft führte naturgemäß zunächſt zu einer Aufzehrung ihrer in Bankguthaben angeleg⸗ ten Reſerven, erſt im Spätjahr kamen die infolge des Arbeitsbeſchaffungsprogramms der Reichsregierung der Wirtſchaft zugeführten Gelder auch in einer Ver⸗ mehrung der Bankkreditoren zum Ausdruck. Mit dem Anwachſen der flüſſigen Mittel der Geldinſtitate tehen auch die Belebung der Umſätze auf dem Ren⸗ tenmarkt und die Kursſteigerungen der Anlagewerte in urſächlichem Zuſammenhang. Es iſt zu hoffen, daß die Fortſetzung der Maßnahmen der Reichs⸗ regierung auch den Geſundungsprozeß auf dem Rentenmarkt beſchleunigen und damit die Voraus⸗ ſetzungen für eine allgemeine Zinsſenkung ſchaffen wird. Für einen dauernden Aufſchwung der Wirt⸗ ſchaft wird dieſe Zinsſenkung eine weſentliche Vor⸗ bedingung ſein. Die zuverſichtliche Hoffnung, am Beginn eines neuen Aufſchwunges der deutſchen Wirtſchaft zn ſtehen, veranlaßte uns, bei zahlreichen Sanierungs⸗ aktionen unter erheblichen Opfern Hilfe zu leiſten und dadurch vielen Firmen das Fortbeſtehen zu er⸗ möglichen. Wir haben im Zuſammenhang damit die Aktiven unſerer Bilanz erneut einer ſorgfältigen Prüfung unterzogen und im Zuge einer General⸗ bereinigung erhebliche Abſchreibungen und Rück⸗ ſtellungen gemacht. Neben der Verwendung des Be⸗ triebsgewinns aus dem Berichtsjahr in Höhe von RM. 10 521846,85 und des erheblichen Nutzens aus dem Rückkauf der eigenen Dollar⸗Notes haben wir dazu 20 Millionen Reichsmark aus unſeren offenen Reſerven verwendet. Wir glauben, damit eine weit⸗ gehende Konſolidierung der Verhältniſſe unſerer Bank durchgeführt zu haben. Ueber die ausreichende Befriedigung des Kredit⸗ bedürfniſſes auch des Mittel⸗ und Kleingewerbes durch die Großbanken im allgemeinen und unſere Bank im beſonderen haben wir uns ſchon wiederhort ausgeſprochen. Wir konnten dabei daxauf hinweiſer, daß es von jeher das Beſtreben der Commerz⸗ und Privat⸗Bank war, dem Kreditbedürfnis auch dieſer Kreiſe weitgehend Rechnung zu eragen. Der ganze Aufbau der Organiſation unſerer Bank, die im Lau e der Jahrzehnte nicht zuletzt durch die Aufnahme zahl⸗ reicher Provinzbanken zu ihrer jetzigen Größe und Bedeutung emporgewachſen iſt, wies uns immer dar⸗ auf hin, auch in der Pflege des Mittel⸗ und Klein⸗ eſchäfts eine unſerer wichtigſten Aufgaben zu ſehen. ekämpfung der⸗ richtsjahr insgeſamt 13 507 neue Kredite im aus⸗ machenden Betrag von rd. RM. 284 Millionen hin⸗ auszitlegen, darunter 11.823 Kredite unter je RM. 20 000. Die prozentuale Verteilung der von uns gewähr⸗ ten Kredite auf die einzelnen Wirtſchaftszweige er⸗ gibt folgende Zahlen: Geld⸗ und Kredit⸗Inſtitute 8,439%0 Robſtoff⸗Induſtrie 11,36% Verarbeitende Induſtriie 31,18% Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitäts⸗Gewinnung und Verteilung Verkehrsweſen S 2,01 70 Land⸗ und Forſtwirtſchaft 356% PJẽ ́²¹iðn Handwerk und ſonſtige Gewerbegruppen.. 10,28 4 Nichtgewerbliche Kreoͤite an Private 9,43 9⁰ Reich, Länder, Gemeinden und Gemeinde⸗ Verbändge 99998 Am Ende des Berichtsjahres beſchäftigten wir 6740 Angeſtellte gegen 6617 am 1. Januar 1933. Im Laufe des Jahres 1933 ſind durch Penſionierung, Verheiratung und aus ſonſtigen Gründen 313 An⸗ geſtellte ausgeſchieden, während 436 neu eingeſtellt wurden. 130 Lehrlinge konnten als Beamte über⸗ nommen werden. Die Geſamt⸗Umſätze beliefen ſich auf RM. 71 Milliarden gegen RM. 86 Milliarden im Vorjahr. Der Rückgang erklärt ſich zum Teil aus der Ver⸗ minderung der Währungsumſätze infolge des Kurs⸗ rückgänge der Auslandswährungen. Die Zahl der bei uns geführten Konten be⸗ trug am 31. Dezember 1933 436 567, darunter 80127 Sparkonten. In der Zahl unſerer Geſchäftsſtellen iſt eine nennenswerte Veränderung gegen das Vorjahr nicht eingetreten. Wir unterhielten Ende 1933 395 Geſchäftsſtellen gegen 407 am Ende des Vor⸗ jahres. Die auch von der Reichsbank geförderten Beſtrebungen nach Vereinfachung und Zuſammen⸗ legung oͤes Filialennetzes der Großbanken hatten bis jetzt nur einen beſcheidenen Erfolg. Es iſt zuzugeben, daß einer großzügigen Regelung dieſes Problems außerordentliche Schwierigkeiten entgegenſtehen, die nicht leicht zu überwinden ſind. Trotzdem wird ſie nachdrücklich im Auge zu behalten ſein. Unſere Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen erſcheinen nach Ab⸗ gängen und Abſchreibungen mit RM. 10 689 720,60 gegen 13 136 886,92 im Vorjahr in der Bilanz. Sie verteilen ſich im weſentlichen wie folgt: Akzeptbank Aktiengeſellſchaft, Berlin; Berliner Lombardkaſſe Aktiengeſellſchaft, Berlin; Deutſche Schiffskreditbank. Aktiengeſellſchaft, Duisburg; Deutſche Schiffsbelei⸗ hungs⸗Bank Aktien⸗Geſellſchaft, Hamburg; Deutſche Verkehrs⸗Kredit⸗Bank Aktiengeſellſchaft, Berlin; Discont⸗Credit.⸗G., Bürich; Diskont⸗Kompagnie Aktiengeſellſchaft, Berlin; Siegfried Falk, Düſſeldorf; roy& Co., G. m. b.., Berlin, von der Heydt⸗ Kerſten& Söhne, Wuppertal⸗Elberfeld; Hugo Kauf⸗ mann& Co's Bank N.., Amſterdam; Plauener Bank Aktiengeſellſchaft, Plauen i..; Rumäniſche Bankanſtalt, Bukareſt; Martin Schiff— Marcus ——& Sohn, Berlin; Vereinsbank zu Colditz, 133. 7 Die Hugo Kaufmann& Co's Bank N.., Amſter⸗ dam, hat befriedigend gearbeitet und nimmt die Ver⸗ teilung einer Dividende von wieder 5“ in Ausſi ht. Die Ergebniſſe unſerer Kommandite von der Heydt⸗Kerſten& Söhne, Wuppertal⸗Elberfeld, ſind wiederum zufriedenſtellend. Die Entwicklung der Geſchäfte der Rumäniſchen Bankanſtalt in Bukareſt hat angeſichts der in Rumi⸗ nien herrſchenden Verhältniſſe noch keine Fort⸗ ſchritte machen können. Von Beteiligungen an anderen Geſellſchaften, die teilweiſe unter Konſortialbeteiligungen, teilweile unter eigenen Wertpapieren ausgewieſen ſind, nen⸗ nen wir: Behrenſtraße Terraingeſellſchaft m. b.., Berlin; Bourgedis& Cie., G. m. b. Deutſcher Rhederei⸗Berein in Hamburg, He 13: Fichtenbof Wrupfcks engeKaft Berlin; ., Düſſeldorf, Flachbau⸗Aktiengeſellſchaft, Berlin; Hamburgiſche Baukaſſe, Aktiengeſellſchaft, Hamburg; Haus der Technik Aktiengeſellſchaft, Berlin; Landgeſellſchaft Heinersdorfer Weg G. m. b.., Berlin; Pommerania Schiffahrtsgeſellſchaft m. b.., Stettin; Terrain⸗ Geſellſchaft am Teltow⸗Canal Rudow⸗Johannisthol, Aktiengeſellſchaft, Berlin, Vowinckel& Pungs G. m. b.., Düſſeldorf; Weſtdeutſche Induſtrie⸗ und Immobiliengeſellſchaft m. b.., Düſſeldorf. Die Summe der Konſortialbeteiligungen hat ſich von RM. 18 751.211,89 auf RM. 16693 288,42 ermäßigt. Einzahlungsverpflichtungen auf noch nicht voll⸗ bezahlte Aktien und G. m. b..⸗Anteile ſind in der Bilanz nicht enthalten. Die Geſamtziffer unſerer Bilanz am 31. Dezember 1933 beträgt RM. 1,4 Millarden, ſie weiſt gegen das Vorjahr einen Rückgang von rd. RM. 187 Millionen aus. Die ſeitens der Kundſchaft bei Dritten benutzten Kredite, die im weſentlichen der Finanzierung von Vorſchüſſen auf verfrachtete oder eingelagerte Waxen dienten, ſind durch die Einſchrumpfung dieſes Ge⸗ ſchäftszweiges und den Rückgang der Auslandswäh⸗ rungen um rd. RM. 98 Millionen zurückgegangen. In den übrigen Kreditoren iſt eine Verminderung von rd. RM. 65 Millionen feſtzuſtellen, die hauptſäch⸗ lich in dem Abzug von Auslandsgeldern und den Kursrückgängen der Auslansvaluten begründet iſt. Die Akzept⸗Verpflichtungen ſind um rd. RM. 18 Millionen angewachſen. Von unſeren Dollar⸗Notes haben wir im Be⸗ richtsjahr 8 Millionen Dollar zurückgekauft und ge⸗ tilgt. Der im Umlauf befindliche Reſt von 12 Mil⸗ lionen Dollar iſt zum Kurs von 4,20 in die Bilaus eingeſtellt; unter den Debitoren in laufender Rech⸗ nung iſt ein gleichhoher Betrag zum gleichen Kurs enthalten. Im laufenden Jahr haben wir den Rück⸗ kauf der Notes fortgeſetzt. Die Höhe der Aval⸗ und Bürgſchafts⸗Verpflich⸗ tungen iſt nicht nennenswert verändert. Als Penſionsfonds wurden RM. 2 Millionen in die Paſſiven der Bilanz eingeſtellt. Entſprechend dem Rückgang der Verbindlichkeiten ſind auch in den Aktiven Veränderungen eingetreten. Die Noſtro⸗Guthaben bei Banken und Bank⸗ firmen erſcheinen um rund RM. 23 Millionen. die Lombards gegen börſengängige Wertpapiere um rd. RM. 6 Millivnen, die Vorſchüſſe auf verfrachtete oder eingelagerte Waren um rd. Rr 75 Millionen und die Debitoren um rd. RM. 56 Millionen geringer. Zum Teil ſind dieſe Verringerungen ebenfalls auf den Kursrückgang der Auslandswährungen zurück⸗ zuführen. 93 Die eigenen Wertpapiere haben ſich um etwa RM. 4 Millionen vermindert. Wir beſitzen nom. RM. 2891 730,— eigene Aktien, die zum Kurſe von 45,32 v. H. aufgenommen ſind. Das Konto der Bankgebäude erſcheint mit RM. 39,8 Millionen gegen das Vorjahr faſt unverändert. Die ſonſtigen Immobilien haben ſich im weſent⸗ lichen durch Abſchreibungen von RM. 19,2 Millionen auf RM. 16,4 Millionen verringert. In der Gewinn⸗ und Verluſt⸗Rechnung weiſen die rträgniſſe des Zinſen⸗, Deviſen⸗ Wertpavier⸗ und orten⸗Kontos einen Rückgang von rd. RM. 5 Mil⸗ lionen auf, während die Ergebniſſe aus Proviſinnen und die ſonſtigen Einnahmen faſt unverändert ge⸗ blieben ſind. Andererſeits konnten die Handlungs⸗ Unkoſten um rd. RM. 5 Millionen die Steuern um rd. RM. 3 Millionen ermäßigt werden. Die Zinſen und Proviſionen auf alle Debitoren, auf die Rück⸗ ſtellungen vorgenommen worden ſind, wurden in der Gewinn⸗ und Verluſt⸗Rechnung nicht vereinnahmt, ſie betrugen rd. RM. 8,5 Millionen. In den Handlungs⸗Unkoſten des Berichtsjahres ſind wie bisher unſere Leiſtungen aus vertrags⸗ mäßigen Ruhegehaltsanſprüchen, die insgeſamt kapi⸗ taliſtert einen Zeitwert von rd. RM. 8 Millionen haben würden, mit RM. 736 000 enthalten. Die ferner darin verbuchten Geſamtbezüge der ordent⸗ lichen und ſtellvertretenden Vorſtandsmitglieder für 1933 beziffern ſich auf RM. 697 000, die Vergütungen an die Mitglieder des Aufſichtsrates auf RM. 158 200. Mit Wirkung vom 1. Januar 1934 ab haben die Be⸗ züge der Vorſtandsmitglieder eine erhebliche Er⸗ mäßigung erfahren. Die eigenen Indoſſaments⸗Verpflichtungen der Bank betragen am Ende des Berichtsjahres RM. 241 040 469,67 gegen RM. 154 859 939,13 am 31. Dezem⸗ ber 1932(davon 1d. RM. 89 Millionen Bankakzepte). Darin ſind die Giro⸗Verbindlichkeiten aus garan⸗ tierten Ruſſenwechſeln mit rd. RM. 43 Millionen und unſer Obligo für die bei der Deutſchen Gold⸗ diskontbank eingereichten Wechſel unſerer Kundſchaft mit roͤ. RM. 1,8 Millionen erſtmalig enthalten. Ein Teil der Erhöhung entfällt auch auf Wechſel, die im öffentlichen Intereſſe von uns giriert wurden. Unſere Bank wirkte noch bei folgenden Geſchäf⸗ ten mit: a) öffentliche Anleihen: 57 Schatzanweiſungen der Deutſchen Reichspoſt 697 Schatzanweiſungen des Freiſtaates Bayern 6% Schatzanweiſungen des Freiſtaates Sachſen 69 Schatzanweiſungen der Stadt Berlin b) Grün dungen: Degea Aktiengeſellſchaft(Auergeſellſchaft), Berlin Filmkredit⸗Bank G. m. b.., Berlin Guſtav Hoffmann Aktiengeſellſchaft, Cleve —6 Landmaſchinen Aktiengeſellſchaft, aſſen Norddeutſche Woll⸗ und Kammgarn⸗Induſtrie Aktiengeſellſchaft, Bremen Wollgarnfabrik Tittel& Krüger und Sternwoll⸗ Spinnerei Aktiengeſellſchaft, Bremen c) Börſeneinführungen: Aktien⸗Geſellſchaft der Chemiſchen Produkten⸗ Fabriken Pommerensdorf⸗Milch, Stettin Bank für Brau⸗Induſtrie, Berlin—Dresden Braunſchweigiſche Aktiengeſellſchaft für Jute⸗ und Flachs⸗Induſtrie, Braunſchweig Buſch⸗Jaeger Lüdenſcheider⸗Metallwerke Aktien⸗ geſellſchaft, Lüdenſcheid Didier⸗Werke Aktiengeſellſchaft, Berlin Feldmühle, Papier⸗ und Zellſtoffwerke Aktien⸗ geſellſchaft, Odermünde b. Stettin Hamburg⸗Amerikaniſche Packetfahrt⸗Actien⸗Ge⸗ ſellſchaft, Hamburg Hoeſch⸗Köln Neueſſen Aktiengeſellſchaft für Berg⸗ bau und Hüttenbetrieb in Dortmund Lübecker Hypothekenbank Aktiengeſellſchaft, Lübeck Norddeutſche Eiswerke, Aetiengeſellſchaft, Berlin Orenſtein& Koppel Aktiengeſellſchaft, Berlin Pittler Werkzeugmaſchinenfabrik Aktiengeſellſchaft, Leipzig⸗Wahren Reichelt⸗Metallſchrauben⸗Aktiengeſellſchaft, Finſter⸗ walde.⸗L. Schleſiſche Dampfer⸗Compagnie⸗Berliner Lloyd Aktien⸗Geſellſchaft, Hamburg Thode'ſche Papierfabrik. Aktiengeſellſchaft zu Hainsberg, Hainsberg Union⸗Werke Aktiengeſellſchaft Kunſtdruck⸗Metall⸗ waren⸗ und Plakatefabrik, Radebeul b. Dresden C. J. Vogel Draht⸗ und Kabelwerke Aktien⸗ geſellſchaft, Berlin. Hamburg, Berlin, im Mai 1934. Der Vorstand. Bandel Harter Marx Reinhart Schilling Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 11. Seite/ Nummer 285 .n man dem feuchtfröhlichen Feſt der Deidesheimer von Anfang bis Ende beiwohnen will, ſo muß man ſich bereits zu früheſter Morgenſtunde auf die Socken machen. Denn bekanntlich verlangt der aus vergilbten Urkunden hergeleitete Brauch, daß am Pfingſtdienstgagmorgens vor Sonnenauf⸗ gang die Tuchmacherſtadt Lambrecht einen„wohl⸗ gehörnten kapablen Bock“ an die Abgeſandten von Deidesheim abzuliefern hat. Der Bock ſoll vom jüngſten Bürger von Lambrecht geführt werden, wo⸗ für dieſer Atzung und Trank, und zwar ein Käſebrot und zwei Maß ſüffigen Deidesheimers erhält. Alſo die Urkunde. Was hilft es ſchon, daß man noch gerne etwas länger auf dem Ohr gelegen hätte, man muß heraus aus den Federn, hinein in das Auto und in höchſter Eile über den Rhein fahren, um noch pünktlich 546 Uhr zu Beginn der erſten Geißbock⸗Zeremonie in Deidesheim zu ſein. In Ietzter Minute ſchaffen wir es. durch den in Weinberge gezwängten Hohlweg brummen, erklingt eine luſtige Marſchweiſe. Drunten im Winzerort marſchiert eine SA⸗Kapelle. Wir kommen näher, aha, da ſteht ſchon der Geißbock von Lambrecht, ein prächtiges Exemplar ſeiner Gerade als wir Raſſe. Bunt herausgeputzt wie die drei Lambrechter, die ihn nach Deidesheim geführt haben: Das jüngſte Bürgerpaar und der Ziegenhirt der Lam⸗ brechter Gemeinde, dem ſein Zylinder köſtlich zu Geſicht ſteht. Eine Operette könnte ſich keine beſſere Komikerfigur wünſchen, wie dieſen grauköpfigen Alten, der jetzt bereits beim Morgengrauen in wein⸗ fröhlichſter Stimmung iſt. Es erfolgt die Uebergabe des Geißbocks an die Deidesheimer Abgeſandten, unter denen ſich Vertre⸗ ter des Magiſtrats befinden, und dann ſchwenkt die Kapelle mit Trompetenſchall vor die Gruppe aus Lambrecht und die Mannen aus Deidesheim und ein luſtiger Zug, dem ſchneidige Marſchweiſen voran⸗ ſchweben, zieht durch das alte herrlich geſchmückte Städtchen. Die wackeren Muſicis ſtoßen kräftig in die Hörner und rütteln auch den letzten Schläfer wach. Viele Fenſter öffnen ſich, verſchlafene Ge⸗ Geißbockverſteigerung Geißbocklieferung iſt worden. Eine Neue Maunheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe — 0* ſichter gucken heraus, Scherzworte werden hinuntergerufen und ein kleines Standkonzert bendet dann gegen halb 7 Uhr die Einholung des Geißbocks. Wir ſitzen bei einem guten Tropfen aus den ſonnigen Hängen von Deidesheim und hören die originelle Geſchichte der Bocklie⸗ ferung. Schon in„König Rupp⸗ rechts Ordnunge und Entſcheidunge zwiſchen den Frawen zu St. Lambrecht und Eim Biſchof zu Spier“ aus dem Jahre 1404 wer⸗ den die gegenſeitigen Rechte des Biſchofs und der Nonnen des Kloſters in St. Lambrecht beſtä⸗ tigt, wonach für ein Weiderecht des Kloſters in gewiſſen Be⸗ zirken des Deidesheimer Hinter⸗ waldes die Stadt Lambrecht von alters her einen Geißbock zu geben hat. Und zwar für„undenk⸗ liche Zeiten“, wie es in einem Vertrag heißt, der Anno 1534 zwi⸗ ſchen den Pelärn Gemeinden aufgeſetzt wurde. Die zu keiner Zeit unterlaſſen „kurpfälziſche gegründete Erklä⸗ rung⸗ aus dem Jahre 1749 erzählt wiederum davon Auch 1768 wird darüber Be⸗ richt geführt und die genaue Be⸗ ſchaffenheit des Bockes und alle Umſtände der Lieferung genau ge⸗ regelt. Als die franzöſiſchen Ein⸗ dringlinge in der Pfalz regierten, entſtand ein Streit zwiſchen den beiden Städten um die Wald⸗ und Weiderechte. Am 26. November ock leigert Bildbericht vom Deidesheimer Fest von C. W. Fennel Ueeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee 1808 kam es zu einem Vergleich, nachdem die alten Weiderechte weiter gewährt wurden, die Gemeinde Lambrecht jedoch„die gewöhnliche Recognition eines wohlgehörnten und wohlgebeutelten Geißbocks auch fernerhin zu entrichten habe“. Kaiſer Napo⸗ leon J. ſelbſt hat dieſen Vergleich in ſeinem Feld⸗ lager in Aranda de Duero, einer kleinen Stadt in der, ſpaniſchen Provinz Burgos, unterzeichnet. Es blieb alſo dabei. Später kam es noch einmal zwiſchen den Lambrechtern und Deidesheimern zu einem Konflikt, weil der gelieferte Bock nicht die vertragsmäßige Konſtitution beſaß und er auch nicht vor Sonnenaufgang geliefert worden war... Das war 1850.— 1852 lehnten die Deidesheimer ernent einen Bock ab, weil er ihnen nicht paßte. Er war zu mager und konnte anſcheinend nur ſchwerlich den Marſch durch das feſtliche Städtchen ausführen. Es kam ſogar zu einem Prozeß, der bis 1857 währte. Die Lambrechter wurden verklagt und mußten für die Jahre 1851 bis 1857, wo die Tiere nicht viel ge⸗ taugt haben ſollen, die vertragsmäßigen Böcke nach⸗ liefern. So geſchah es, daß 1858 am Pfingſtdiens⸗ täg acht Böcke auf einmal ahgeliefert wurden. Das war der letzte Bockkonflikt, der zwiſchen den beiden Nachbarn entbrannte. Als wir am Mittag wieder von einem Ausflug nach Deidesheim zurückkommen, hat ſich die Szenerie verwandelt. Wie in einem Ameiſenhaufen kribbelt es in den Gaſſen und auf den kleinen ſchmalbrüſtigen Plätzen. Ueberall Fahnen, überall Muſik, überall das Konzert von zahl⸗ loſen Autohupen, überall freudig geſtimmte Menſchen, Weinſeligkeit, Weinfröhlichkeit—„Geißbockſtim⸗ mung“ nennen es die Deidesheimer. Aus allen Himmelsrichtungen ſind die Fremden gekommen, nicht nur aus den Winzerſtädtchen und Dör⸗ fern der Pfalz, nicht nur aus dem Badener Land, ſondern auch aus Stuttgart, aus der Aeppelwoin⸗ Metropole weinverſtändigen Mainz und aus dem luſtigen Köln. Man dreht ſich und man foxt. Und als die Stunde der Geißbockver⸗ ſteigerung geſchlagen hat, als die Küfer von Deidesheim auf dem Podium, das vor dem wundervol⸗ len von altertümlichen Fahnen umwehten Rathaus errichtet iſt, ihren Tanz beginnen, da iſt der kleine Marktplatz zu einem heiteren Menſchenmeer geworden. Der Himmel blaut und lacht, die Muſi⸗ kanten blaſen tapfer, die Kirchen⸗ glocken läuten, die Verſteigerung beginnt, der Geißbock, der plötzlich mitſamt dem Lambrechter Paar und dem ulkigen Hirten auf dem buntumkränzten Podium ſteht, wächſt ſichtlich im Wert ⸗ Immer höhere Ange⸗ bote. Jeder in der Menge an⸗ weſende Wirt ſcheint nicht übel Luſt zu haben, den Bock im Triumph mit nach Hauſe zu nehmen. Aber dann läutet die Glocke nicht mehr, dann iſt es 6 Uhr und nach uraltem Ritus Verſteigerungsſchluß. Ein Mann⸗ heimer, Herr Willy Adler von der„Pfalz“ in Käfertal, iſt be⸗ kanntlich Sieger im Wettſtreit der Steigerer geblieben. Alles Volk jubelt, Hupen lärmen, Fahnen wer⸗ den geſchwungen, Trompetentuſche ſteigen empor. Die Geißbockſtimmung ſteht im Zenit. Und als wir eine Stunde ſpäter Deidesheim ver⸗ laſſen, da muſtziert es aus allen Häuſern, da brandet der Jubel in den engen Gaſſen, da drehen die Bur⸗ ſchen die Mädels beim Tanz in all den bunt⸗ geſchmückten Winzerlokalen. So beweiſt Deidesheim, wie richtig es ein Feſt, das aus pfälziſchem Brauch⸗ tum geboren iſt, feiern kann. Frankfurt, aus dem am Nachmittag bereits auf impro⸗ viſierten Tanzböden. Man walzt usere Bilder zeigen: Eiuus oben: Höfertans vor dem Raſheus. Hitte: jubel bei der Verstelgerung— Unten von links nachrechts: Geiß⸗ bockgewinner und klirt— in allen Deidesheimer Gassen herrschte kiochbetrieb— Rechts von oben nach untenz Zwei treue, Gefährten: Geißbock und Hirt— Bambrecht, die Heimat'des Geißbocks— Die Bembrechter Geißbockdelegation trißßt ein— Eine Sa-Hapelle voren, so geht es ius Städichen- Mädels in Pfälser Tracht eeeeeeeeee ee ———————— ——— 2—— ——————— 12. Seite/ Nummer 235 Aus Baden Gefängnis für leichtſinnigen Kraftfahrer * Heidelberg, 26. Mai. Am Oſterſonntag, den 16. April 1933, ſtartete in Frankfurt eine Kolonne von drei Krafträdern, in Stuttgart der 29 Jahre alte Erich Leyder zu einer Fahrt ins Blaue. Auf der Betonſtraße Leimen—Rohrbach begegneten ſich gegen 8 Uhr morgens die beiden Parteien. Ley⸗ der, der durch ein Ueberholungsmanöver über die Straßenmitte nach links herübergekommen war, ſtreiſte den zweiten Kraftradfahrer, der zu Fall kam und traf dann mit voller Wucht auf die dritte Beiwagenmaſchine auf. Die Maſchine wurde ganz herumgedreht und ins Feld geſchleudert. Es wurden vom Platz getragen drei Schwerver⸗ letzte, während eine Beifahrerin bereits tot war. Leyder wurde am 15. September 1933 des⸗ halb wegen fahrläſſiger Tötung zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Er legte gegen dieſes Ur⸗ teil Reviſion ein, worauf das Reichsgericht in Leipzig einen Rechenfehler des Heidelberger Gerichts feſtſtellte und den Fall zur nochmaligen Verhandlung zurückverwies. In der jetzigen Verhandlung blieben vielerlei Momente noch ungeklärt. Die Schuld, aber auch die Unſchuld Leyders konnte nicht genau erwie⸗ ſen werden. Das Gericht ſtellte ſich auf den Stand⸗ punkt der Sachverſtändigen, die die falſche Fahrweiſe des Angeklagten feſtſtellten, und verurteilte Leyder zu drei Monaten Gefängnis. Neue Gräberfunde bei Plankſtadt * Plankſtadt, 26. Mai. Die an der neuen Ge⸗ meindekiesgrube beſchäftigten Arbeiter legten am Mittwoch wieder zwei Gräber eines frühgeſchicht⸗ lichen Gräberfeldes frei. Dabei fand man ein gut erhaltenes Frauenſkelett mit einem Kind im Arm. Am Donnerstag wurden drei weitere Gräber in einer Tieſe von 1,75—2 Meter freigelegt. Es wurden dabei ein vollſtändig erhaltenes Skelett eines Mannes in der Größe vom 195 Zentimeter und ein kleines Skelett freigelegt; in jedem Grab befand ſich eine Urne. Weiter wurden vorgefunden: eine Lanzenſpitze, ein Schloß mit zwei Punkten, Dolche, Meſſer, braune Perlen mit gelben Punkten. Weitere ſechs Gräber werden in den nächſten Tagen geöffnet. Es iſt anzunehmen, daß es ſich um einen Friedhof handelt und damit um Ueberreſte der früher hier beſtehenden Ortſchaften Alsheim und Lochheim. Feuersbrunſt im Weinort Ehrenſtetten Ehrenſtetten, Amt Staufen, 28. Mai. Der be⸗ kannte Weinort Ehrenſtetten war am Freitag der Schauplatz eines großen Brandunglücks. Gegen 11 Uhr brach in dem Sägewerk Hoog Feuer aus. Die trockenen Holzvorräte boten den Flammen reiche Nahrung. Der Brand griff mit großer Schnelligkeit um ſich und bald war das rie⸗ ſige Anweſen ein einziges Flammen⸗ meer. Das Wohnhaus des Schneidermeiſters Bremgarten wurde ebenfalls vom Feuer er⸗ griffen und vollkommen eingeäſchert. Mit dem Sägereianweſen iſt auch das Mobiliar verbrannt. Ferner wurden ſämtliche Maſchinen und eine Dreh⸗ maſchine zerſtört. Der Schaden läßt ſich zahlenmäßig noch nicht feſtſtellen. Die Entſtehungsurſache iſt un⸗ bekannt. Gefängnisſtrafen für Bandenſchmuggel * Lörrach, 26. Mai. Wegen Bandenſchmuggel hat⸗ ten ſich drei verheiratete Einwohner aus Weil a. Rh. vor dem Lörracher Strafrichter zu verantworten. Der eine hatte aus der Schweiz zwei Zentner Zuk⸗ ker und 50 Pfund Kaffee geholt und im Walde bei Otterbach niedergelegt. Die beiden anderen wollten dann die Ware zu einem Kraftwagen führen, der ſie abtransportieren ſollte. Dabei wurden ſie erfaßt. Der erſte, der ſchon einmal wegen des gleichen De⸗ liktes beſtraft wurde, erhielt die geſetzliche Mindeſt⸗ ſtrafe von 1 Jahr Gefängnis und 700 Mark Geld⸗ ſtrafe, die beiden anderen je 1 Monat Gefängnis und die gleiche Geloͤſtrafe, alle ͤrei zuſammen dann noch eine Werterſatzſtrafe von 210 Mark. * Hügelheim, Amt Müllheim, 28. Mai. Das ſechs Jahre alte Töchterchen des Bergmanns Siedel wurde, als es die Straße überqueren wollte, von einem Auto erfaßt. Das Kind erlitt einen Schädelbruch, dem es bald nach ſeiner Einlieferung in das Müllheimer Krankenhaus erlag. * Eppingen, 26. Mai. Infolge langanhaltender Trockenheit iſt die Waſſerleitung für die höher⸗ gelegenen Stadtteile von abends 9 bis morgens 5 Uhr geſperrt. Die Bevölkerung iſt außerdem angehalten, den Waſſerverbrauch tagsüber auf das unbedingt Notwendigſte zu beſchränken, um weiteren Maßnahmen vorzubeugen. * Weil a. Rh., 26. Mai. Unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung und wegen Vergehens gegen die Deviſenverordnung wurde hier eine Frau ausländiſcher Nationalität verhaftet. Ihr Mann hat ſich durch die Flucht über die Grenze der Feſtnahme entzogen. * Schluchſee, 26. Mai. Hier wurde am Seeufer eine etwa 40fährige Frau mit durchſchnit⸗ tenen Pulsadern tot aufgefunden. Man nimmt an, daß die Unglückliche die Tat aus Schwer⸗ mut verübt hat. Auf nach Käfert BFFFAA EI P 4³8 us Pfalz-Restauran ernsprecher 588 92 antäslich der 530. Geisbock-Versteigerung in Deidesheim Samstag— Sonntag— Das Badiſche Erbhofgerithttrat zuſammen Die erſte feierliche Sitzung in Karlsruhe— Von den Aufgaben des Gerichts Karlsruhe, 26. Mai Nachdem die 46 Anerbengerichte des Landes ihre Tätigkeit bereits aufgenommen haben, iſt am Frei⸗ tag das Badiſche Erbhofgericht zum erſten Male zu einer Sitzung zuſammengetreten. Dieſes bedentſame Ereignis am Anfang eines neuen bäuer⸗ lichen Rechts fand einen würdigen und feierlichen Auftakt im Sitzungsſaale des Oberlandesgerichts. Außer zahlreichen Richtern und Anwälten hatten ſich Vertreter der Miniſterien, des Reichsnährſtandes und der Stadtverwaltung eingefunden. Der Gerichts⸗ hof, der bei ſeinem Erſcheinen durch Erheben der rechten Hand begrüßt wurde, ſetzt ſich wie folgt zu⸗ ſammen: Senatspräſident Winter Vorſitzender, die Oberlandesger'ichtsräte Dr. Kiefer und Ganter als richterliche Beiſitzer und Landesobmann Engler⸗ Füßlin ſowie Kreisbauernführer Grafenbauer Blum⸗Gutach als Erbhofrichter. Der Präſident des Oberlandesgerichts, Dr. h. c. Buzengeiger, ſtellte in ſeiner Eröffnungsan⸗ ſprache feſt, daß durch den Willen und die Ueberzeu⸗ gungskraft des Führers dem Bauernſtande ein eige⸗ nes Recht und Gericht geworden ſei. Er, der Präſi⸗ dent, halte ſich deshalb berechtigt, die Taufrede zu halten, weil ihm die wichtige Befugnis der Ernen⸗ nung und Abberufung der Anerbenrichter und ihrer Stellvertreter übertragen wurde. Ein beſonders herzlicher Willkommgruß, ſo fuhr der Präſident fort, gilt oͤer bäuerlichen Beiſitzern, Wir danken es dem Führer, daß es ihm ge⸗ lang, den Baueruſtand aus dem Sumpfe herauszuheben, in den er allmählich wirt⸗ ſchaftlich hineingeraten war, und daß er dem Bauernſtande durch die neue Geſetzgebung eine wirtſchaftlich neue Grundlage gegeben. und durch den Erlaß des Erbhofgeſetzes dem Recht des Bauernſtandes neue Bahnen gewieſen hat. Seine perſönliche Auffaſſung für die Rechtſpre⸗ chung legte Präſident Dr. Buzengeiger in zwei Richtlinien nieder. Bei Beurteilung der Frage, ob ein Erbhof vorliege, werde man wohl die An⸗ ſprüche im Intereſſe der Rechtsſicherheit hochſtellen müſſen, damit auf alle Fälle die Vorausſetzungen gewährleiſtet erſcheinen. Wo ein Erbhof zweifels⸗ frei beſteht und das Beſitztum wirklich den Voraus⸗ ſetzungen genügt, müſſe das Geſetz mit aller Strenge gegen und für den Bauer durchgeführt werden. Darauf nahm der Vorſitzende des Erbhofgerichts, Senatspräſident Winter, das Wort. Er ſchloß ſich den Begrüßungsworten des Oberlandesgerichts⸗ präſidenten an und wies darauf hin, daß dem Erb⸗ hofgericht als Beſchwerdegericht eine reiche verant⸗ wortungsvolle Arbeit erwachſen wird. Er erinnerte daran, daß die 5000„geſchloſſenen Hofgüter“ als Vor⸗ läufer der Erbhöfe gelten können. Der Vorſitzende ging dann auf den Ausbau und die Aufgaben der Anerbenbehörden näher ein und erklärte, das Erbhofgericht werde berufen ſein, in der Uebergangszeit Härten zu mildern, für ſeinen Bezirk die Einheitlichkeit der Rechtſprechung zu ſichern und der Fortbildung des Rechts zu dienen. Nach einer kurzen Pauſe trat das Gericht in die Beratungen ein, die nichtöffentlich ſind. Als der Bauernkrieg im Kralchgau tobie Die Aufſtände in den Fahren 1502 und 1525 Die Verſchwörun desBunoſchuh“ Dem eigentlichen großen Bauernkriege gin⸗ gen in den Jahrzehnten vorher bereits verſchiedene Aufſtände voraus, die ſchon viel Opfer forderten an Blut und Geld. In den letzten Jahren der Amts⸗ führung des Biſchofs Ludwig von Helmſtädt brach im Hochſtift Speyer die Verſchwörung des„Bundſchuh“ unter den Bauern aus. Die Zeiten waren hart durch Teuerung und Hunger; mancher Bauer war durch die Zehnten und Abgaben auf Grund des ſtark verſchulde⸗ ten Hochſtiftes zur Verzweiflung gebracht und die Amtsleute gingen vielfach auch nicht mit der ange⸗ brachten Rückſicht beim Eintreiben vor. Dazu nah⸗ men ſich die Bauern ein Vorbild an den Siegen der Schweizer und dem Freiheitsdrang der Bauern am Rhein gegen adelige Dienſtherren und Bedränger. Zwei Bauern in Untergrombach haben damals den Plan entworfen zu einem Aufruhr im Speyerer Hochſtift. Sie bildeten einen geheimen Bund mit dem Zeichen des Bundſchuh. In Grombach war bald eine erhebliche Zahl Verſchwörer zuſammengebracht, desgleichen in Jöhlingen. Selbſt in Bruchſal, wo der Biſchof gewöhnlich wohnte und im Jahre 1500 erſt eine neue Gewerbeordnung erlaſſen hatte, wurde mindeſtens die Hälfte der Bürgſchaft in die Ver⸗ ſchwörung verwickelt, die mit einem religiöſen Schein umgeben wurde. Viele erhofften die Auf⸗ hebung der Abgaben, andere glaubten Beute machen zu können, der andere dachte ſeine Schulden los zu werden. Jedes Mitglied des Bundes mußte täglich fünf Vaterunſer und fünf Ave Maria beten,„damit der Allmächtige dem Unternehmen den Sieg ver⸗ leihe.“ Nach den Satzungen hieß es:„Wer ſich dem Bunde widerſetzt muß ſterben.“ Zuerſt ſollte es in Bruchſal gegen den Biſchof gehen, dann gegen den Markgrafen von Baden, nach deren Niederwerfung kämen die Domherren, Stifter und auch die Klöſter an die Reihe. Den beiden gewählten Feldherren mußte der Gehorſam gelobt werden. Dieſe beſtimmten den Angriff auf den St. Georgen⸗ vorabend 1502 und in der Morgendämmerung ded folgenden Tages ſollte Bruchſal überrumpelt wer⸗ den. Niemand von der Umgebung des Biſchofs ahnte den Plan, nur ein leibeigener Bauer und Mitglied des Bundes ging in Gewiſſensbiſſen zum Biſchof nach Udenheim und entdeckte ihm den Aufruhr, auch die Zahl und Namen der Verſchworenen. Auch dem Amtmann am Bruhrain wurde der Plan verraten und nun erſt erkannte man die große Gefahr. Im ſtillen wurden die Hauptleute und angeſehenſten Mitglieder des Bundes ergriffen, worauf den übrigen der Mut entfiel. Viele entwichen aus dem Lande, andere ſtellten ſich reumütig der Obrigkeit in den Dörfern und flehten um Gnade. Die Eingekerkerten wurden unter Folter⸗ qnalen verhört. Das Ergebnis ſandte der Biſchof dem Katſer, der ſelbſt die Strafen feſtſetzte. In Bruchſal, Udenheim, Grombach, Mingelsheim ward über die Schuldigen Gericht gehalten und eine Anzahl enthauptet, gevier⸗ teilt, an den Straßen gufgehängt; anderen ſind die Finger abgehauen worden und des Landes verwie ⸗ ſen. Ein Teil kam mit Gelbſtrafen davon und Jugendliche ob ihrer Unbeſonnenheit begnadigt. Damit war der Bundſchuh im Kraichgau im Keime erſtickt. Zu bedeutendem Umfang gelangte aber 23 Jahre ſpäter FFPPPP TPPPPPPPPPPPGTGPPPPPP—PPPPPGPGuT''TPTPTPTPPPT''TPT'———bb————————————————————————————————— Das Vermögen des Kommuniſten Dr. Friedrich Wolf eingezogen * Stuttgart, 26. Mai. Das Württembergiſche Politiſche Landespolizeiamt hat durch Verfügung vom 22. Mai auf Grund des Geſetzes über die Einziehung kommuniſtiſchen Vermögens die Einziehung des Vermögens des flüchtigen Kommuniſten Dr. Friedr. Wolf aus Stuttgart zugunſten des Landes Württemberg verfügt. Perſonen, die irgendwelche Vermögenswerte des Wolf beſitzen oder von dem Vorhandenſein von Forderungen Kenntnis haben, werden aufgefordert, dies dem Politiſchen Landes⸗ polizeiamt mitzuteilen. Wer das Vorhandenſein der⸗ artiger Vermögenswerte verſchweigt, ſtelle ſich außer⸗ halb der Volksgemeinſchaft. Wolf habe, wie das Landespolizeiamt bemerkt, bis zur Machtergreifung durch den Nationalſozialismus ſich vorbehaltlos für die KPD eingeſetzt und deren Ziele tatkräftig geför⸗ dert. Seit ſeiner Flucht in das Ausland arbeite er gegen das nationalſozialiſtiſche Deutſchlano.(Fried⸗ rich Wolf iſt der Oeffentlichkeit vor allem bekannt geworden durch ſeine Stellungnahme zur Frage des § 218 und durch ſeine Bühnenwerke„Cyankali“ und„Cattaro“). Montag(26. bis 28. Mah) Wunderdoktor vor dem Sondergericht * Darmſtadt, 26. Mai. Der ſogenannte Wunder⸗ doktor von Trebur, ein Mann, der aus Nord⸗ deutſchland ſtammt und vielfach vorbeſtraft iſt, ſtand jetzt vor dem Heſſiſchen Sondergericht wegen Betrugs, Wilddieberei, unbefugten Waffen⸗ beſitzes, Beſchimpfung der SA und Vergehens gegen die Gewerbeordnung. Dieſer„Wunderdoktor“, der heute 48 Jahre alt iſt, hatte in der Nähe von Trebur in einem Schäferkarren ſein Quartier aufgeſchlagen und übte dort ſeine mehr als ſelt⸗ ſame Praxis aus. Er wurde wegen ſeiner ver⸗ ſchiedenen Vergehen zu zwei Jahren vier Monaten Gefängnis und einer Geldͤſtrafe von 150 Mark be⸗ ſtraft. „Mosbach, 28. Mai. Wie gemeldet, hat das Mos⸗ bacher Schöffengericht den Peter Pers aus Schwei⸗ gern wegen fahrläſſiger Tötung und Körperver⸗ letzung zu einer Geloͤſtrafe von 200 Mark verurteilt. Gegen dieſe Erkenntnis iſt von der Staatsanwalt⸗ ſchaft Berufung eingelegt worden. Pers hatte im Juli v. J. Leberwurſt gemacht, nach deren Genuß mehrere Leute erkrankten. Der Bahnarbei⸗ ter Karl Schever von Schweigern war einige Tage ſpäter an Wurſtvergiftung geſtorben. Slolles Bockäwurst-ESsen mit Konzert Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1984 15 Fahre mit Schlägel und Giſen Dieſes Erinnerungszeichen iſt für Grubenwehrmänner beſtimmt, die wenigſtens 15 Jahre lang in vorwurfs⸗ freier Weiſe Dienſt getan haben oder ſich unter Ein⸗ ſatz ihres Lebens ausgezeichnet haben. Das Abzeichen, das ein Johanniter⸗Kreuz mit Schlägel und Eiſen zeigt, wurde von der Berliner Staatlichen Münze in Sei ſilber geprägt. der eigentliche Bauernkrieg im Jahre 1828, wo nach dem Vorgang in Schwaben auch im Hochſtift Speyer ſich die Bauern ſammelten und zwar zuerſt in der Oſterwoche traten in Malſch 50 Bauern zuſam⸗ men, die in wenigen Tagen—600 Aufrührer ber⸗ ſammen hatten und dort ſich an den Weinkellern des Domkapitels gütlich taten. Auf dem Letzenberg lagerten ſie und warteten Verſtärkungen ab. Der Biſchof ſandte den Amtmann mit Reitern, kurpfälzi⸗ ſchen Lanzenknechten und treugeglaubten Bruch⸗ ſalern gegen die Aufrührer. Die letztern liefen aber vor Beginn des Kampfes in das fſeindliche Lager über. Durch den mißlungenen Angriff wurden die bisherigen ruhigen Dörfler ebenfalls zum Freiheits⸗ kampf gereizt und der Biſchof floh zum Bruder nach Heidelberg. Die aufrühreriſchen Bauern nahmen die biſchöf⸗ lichen Schlöſſer Kislau, Rothenberg und Bruchſalz hier ſetzten ſie Friedrich Wurm und Johann von Hall zu oberſten Hauptleuten ein. Mit Entſetzen ver⸗ nahm das Domkapitel die Gewalttaten und brachte den Domſchatz in Sicherheit. Schließlich ritt Biſchof Georg mit Dietrich von Dahlberg und Göler von Ravensburg in das Lager der Bauern, wo dann durch gütliches Zureden am 5. Mai 1525 eine Verein⸗ barung zuſtande kam. Die Bauern aber glaubten mit ſchweren Opfern den Frieden erkauft zu haben. Auf der Rückkehr nach Heidelberg wurde der Biſchof in Stettfeld verhöhnt und ſo vermutete man von neuem arge Dinge. Im Odenwald, am Neckar und im Kraichgau em⸗ pörten ſich die Unzufriedenen aufs neue. Der Prie⸗ ſter Anton Eiſenhut in Eppingen entflammte die Streiter abermals und berannte mit dieſen Ep⸗ pingen, Heidelsheim, Schloß Hilsbach, plünderte Stift Sinsheim und warf Brandfackeln in die Burg Steinsberg. Drüben in der Pfalz wurde noch ärger gehauſt, alles verwüſtet und verbrannt. Daraufhin ſuchten der Kurfürſt Ludwig von der Pfalz, ſein Bruder, der Speyerer Biſchof, und der Markgraf von Baden mit den Aufrührern milde zu unterhandeln und zwar kam er nach Forſt, wo die Abſtellung der Beſchwerden verſprochen wurde. Kaum nach Hauſe gekommen, legten die Meuterer von neuem los und nun beſchloß der Kurfürſt mit der Schärfe des Schwertes einzugreifen. Zuerſt erſtürmte er Malſch, wo alles niedergehauen wurde, dann folgte Roten⸗ berg, wo ein Hauptaufrührer feſtgenommen wurde. An Chriſti Himmelfahrt wurde Kislau wieder er⸗ obert, nachmittags ergab ſich Bruchſal und hier wurden 70 Schuldige feſtgenommen. Andern Tags erhielten die Aufrührer im Bruhrain eine Strafe von 40 000 Goldgulden auf kurze Ziele, Auslieferung der Waffen und neue Huldigung, am gleichen Abend wurden 5 Hauptſchuldige enthauptet. Auch dem ⸗geiſtlichen Hauptmann des Hau⸗ fens mit drei ſeiner Geſellen iſt in Bruchſal der Kopf abgeſchlagen worden, darunter Friedrich Wurm. Bruchſal mußte ſeine Tore niederreißen. Währenddeſſen erhoben ſich die Bauern in der Pfalz. Bei Pfeddersheim ſtanden 8000 Mann, von denen der Kurfürſt die Hälfte niederſchlug und von den Flüchtigen verloren noch 800 das Leben. Nach⸗ dem der Aufſtand auf beiden Seiten des Rheins nie⸗ dergeworfen worden, die Schuldigen beſtraft, ließ der Biſchof am 14. Juli 1525 zu Bruchſal den Bauern den neuen Untertaneneid ſchwören. Den Bauern in den Orten aber, die die Treue gehalten, beließ er ihre langen Meſſer und Degen. W. K. Das—— eeeeeee NEDR-Früchfewürfel wirkt mild und zuverlässig in Apotheken. Drogerien und Reſormchäusern au haben Es ladet freundlichst ein der Pfalzwirt Willi Adler — * HANDELS- WIRTSCHAFTS-ZETTUNG der Neuen Mannheimer Zeitung Samstag, 26. Hai/ Sonntag, 27. MHai 1934 —.— Starke Selbsiſinanzierung der deuischen Wirischafi Erhöhie Einlagen bei den Großbanken/ Geringer Bedarf an neuen Krediien Die vorliegenden Monatsbilanzen der deutſchen Kreditinſtitute per 30. April laſſen noch deut⸗ licher als bisher erkennen, daß der Bankenapparat die Nackenſchläge des Jahres 1931 mehr und mehr überwunden und ſich in die Nutznießung der Wirt⸗ ſchaft eingeſchaltet hat. Die Einlagen der Kund⸗ ſchaft beginnen kräftiger zu ſteig en, eingefrorene Kredite tauen in immer größerem Umfange auf, die Bilanzen ſäubern ſich und man gelangt allmäh⸗ lich wieder auf einen grünen Zweig. Das Erſtaun⸗ lichſte iſt aber die fortſchreiten de Selbſt⸗ finanzierung von Handel und Gewerbe. Das Hineinpumpen von Milliardenbeträgen in die Arbeitsbeſchaffung durch den Staat hat die geldliche Flüſſigkeit der Unternehmungen merklich gehoben. Während ſie in früheren Perioden des Konjunktur⸗ aufſtieges auf Bankguthaben und Bankkredite zu⸗ rückgreifen mußten, ſind ſie diesmal in der Lage, aus eigenem die erforderlichen Mehrbeträge an Kapital aufzubringen. Damit tragen ſie aber auch entſcheidend zur Geſundung des Bankweſens beit. Rein rechneriſch weiſen die Einlagen bei den deutſchen Kreditbanken im April, verglichen mit dem März, folgende Veränderungen auf: Fünf Berliner Großbanken 6 Mill. N Golddiskontbank + 8 Mill. Nn. Uebrige Aktienbanken + 18 Mill. A Staats⸗ und Landesbanken 40 Mill. N Girozentralen + 74 Mill. N +146 Mill. Was die 5 Berliner Großbanken betrifft, ſo iſt bei ihnen die Entwicklung der Kreditoren eine ſehr unterſchiedliche. Die DD⸗Bank weiſt einen Zu⸗ wachs an Depoſiten um 16 Millionen Mk., die Ber⸗ linder Handels⸗Geſ. einen ſolchen von 6 Mill. Mk. auf. Andererſeits ergibt ſich bei der Dresdner Bank eine Schrumpfung um 4 Millionen Mk. und bei der Reichs⸗Kredit⸗Geſ. um 12 Mill. Mk. Sieht man ſich das Ziffernwerk jedoch etwas genauer an, ſo ergibt ſich, daß die„echten Depoſiten“ wohl bei allen Inſti⸗ tuten geſtiegen ſind, und zwar recht erheblich. Rück⸗ läufig ſind nämlich nur die Einlagen„anderer Ban⸗ ken und Bankgeſchäfte“, die ſich bei den Berliner Großinſtituten um 75 Mill. Mk. verminderten, wäh⸗ rend die„ſonſtigen Kreditoren“(alſo Depoſiten der Privatkundſchaft) um 69 Millionen Mk. zunahmen. Neben Einzahlungen der Wirtſchaft waren es namentlich vermehrte Sparguthaben, die das Konto Kreditoren anſchwellen ließen. Die Abrufe der Einlagen provinzieller Banken bei den Berliner Großinſtituten hängen zum Teil da⸗ mit zuſammen, daß die Gelder am Heimatplatze ſtär⸗ ker gebraucht werden, einmal um die Wirtſchaft zu befruchten, zum anderen um dem Bauern zu helfen. Zur Zeit werden nämlich ziemlich anſehnliche Eier⸗ Einlagerungskredite gewährt und Mehle lombar⸗ diert.— Die Dresdner Bank benutzte die günſtige Entwicklung, um ihre Verpflichtungen bei der Akzept⸗ bank zu verringern.— Bei der Reichs⸗Kredit⸗Geſ. ſpielen andere rein bankgeſchäftliche Transaktionen bei der Depoſitenſchrumpfung eine Rolle.— Als Folge der liquideren Bilanzen haben ſich die Akzept⸗ verbindlichkeiten der 5 Berliner Großbanken um röd. 6 Mill. Mk. auf 758 Mill. Mk. ermäßigt. Auf der Aktipſeite zeigen die Kaſſenbeſtände einen Rückgang um 16 Mill. Mk. Am 30. April waren naturgemäß geringere Barbeſtände zu unterhalten als am Quartalsultimo(31. März). Die neu zuge⸗ floſſenen Gelder fanden hauptſächlich in Wechſeln und unverzinslichen Schatzanweiſungen Unterkunft, deren Beſtände um rd. 66 Mill. Mk. auf 1,79 Mrd. Mk. ſtiegen. Eine beſondere Note gibt den diesmaligen Monatsbilanzen die Zunahme des Wertpapierkontos um insgeſamt 57 Mill. Mk. auf 660 Mill. Mk. Da⸗ von entfallen allein auf die DD⸗Bank 48 Mill. Mk., auf die Commerzbank 5 Mill. Mk. und auf die Ber⸗ liner Handels⸗Geſ. 4 Mill. Mk. Man geht wohl in der Annahme nicht fehl, daß dieſes Anſteigen zum größten Teil mit der Hereinnahme von kommunaler Umſchuldungsanleihe zuſammenhängt. Als Gegen⸗ poſten weiſen die Debitoren einen Schwund um 107 Mill. Mk. auf, davon allein bei der DD⸗Bank um 98 Mill. Mk., bei der Dresdner Bank um 8 Mill. Mk und bei der Commerzbank um 10 Mill. Mk., während der Poſten bei der Reichs⸗Kredit⸗Geſ. um 3 Mill. Mk. zunahm. Aber ſelbſt wenn man bei den Debitoren den Abgang an Außenſtänden durch Uebernahme kom⸗ munaler Umſchuldungsanleihen in Rechnung ſtellt, ſo fällt doch auf, wie wenig beweglich ſich das Konto Debitoren im allgemeinen erweiſt. Im Aufſchwungs⸗ jahr 1933 und im erſten Quartal 1934 machten ſich zwar hier und da Anſätze zu einer erhöhten Kredit⸗ bereitſchaft der Banken bemerkbar, eine grundlegende Beeinfluſſung der Konjunkturkurve durch große Neu⸗ ausleihungen der Geldanſtalten fand jedoch nicht ſtatt. Sicherlich ſprach dabei eine gewiſſe Aengſtlichkeit mit, in der Hauptſache aber zeigt die Wirtſchaft keinen allzu großen Kreditbedarf, eben weil ſie mit Hilfe der Arbeitsbeſchaffungswechſel und ſonſtiger ſtaat⸗ licher Zahlungen die beſſere Geſchäftslage aus eigener Kraft zu finanzieren vermochte. Langſam beginnen auch die„übrigen Aktienban⸗ ken“ Luft zu bekommen. Selbſt wenn man be⸗ rückſichtigt, daß diesmal die Wurzener Bank mit einem Depoſitenbeſtand von 3,3 Mill. Mk. in die Liſte wieder aufgenommen wurde, iſt das Plus an Ein⸗ lagen mit 18 Mill. Mk. bei einem Geſamtbeſtande von rund 1,4 Mrd. Mk. ziemlich anſehnlich. Selbſtver⸗ ſtändlich zeigt die Entwicklung der einzelnen In⸗ ſtitute verſchiedene Abweichungen, aber im allge⸗ meinen machen ſich auch hier Geſundungserſcheinun⸗ gen bemerkbar, die als überaus wertvoll anzuſehen ſind. Beſonders große Verſchiebungen weiſt die Bayer. Hypotheken⸗ und Wechſelbank auf, die ihre Depoſiten um 7 Mill. Mk. erhöhen konnte, während die Deutſche Bau⸗ und Bodenbank einen Abfluß von rund 19 Mill. Mk. erkennen läßt.— Bei der Steige⸗ rung der Kreditoren unter den Staats⸗ und Lan⸗ desbanken um 40 Mill. Mk. fällt das Plus bei der Preußenkaſſe mit 45 Mill. Mk. entſcheidend ins Gewicht. Es handelt ſich hier um Dispoſitionen der öffentlichen Hand. Die günſtige Entwicklung der deutſchen Spar⸗ kaſſen hielt auch im April an. Saiſonüblich neh⸗ men in dieſem Monat die Spareinlagen ſtärker zu als im März. Die Zuflüſſe dürften ſich im Rahmen von 20—30 Mill. Mk. halten gegenüber 15 Mill. Mk. im März. Selbſt wenn man bei der Depoſitenver⸗ mehrung um 74 Mill. Mk. die Doppelbuchungen aus⸗ ſchaltet, ſo ergibt ſich für die provinziellen Inſtitute eine Steigerung um rund 34 Mill. Mk. Die herein⸗ fließenden neuen Mittel wurden in der Hauptſache in Reichsſchatzanweiſungen angelegt, wie denn über⸗ haupt die ſtarke Nachfrage nach dieſen Schuldtiteln im weſentlichen von Seiten der Sparkaſſenorganiſationen hierrührt.— Auf der Aktipſeite der Girozentra⸗ len zeigen die Wertpapiere ein weiteres Anwachſen um 80 Mill. Mk. und die Debitoren entſprechende Abſchläge. Es handelt ſich um die Fortſetzung des Umſchuldungsprozeſſes, veranlaßt durch Hereinnahme kommunaler Umſchuldungsanleihen zu Laſten des Debitorenkontos. Die Einlagenentwicklung bei den deutſchen Geld⸗ anſtalten im Jahre 1934 geht aus folgender Tabelle hervor(Mill.%): 31..34 30.4 5 Berliner Großbanken— 23 + 6 Goloͤdiskontbank— 10— 18 + 8 Uebrige Aktienbanken + 76 + 4 +18 Staats⸗ u. Landesbanken 1166— 57 +40 Girozentralen +486—127 +71 Insgeſamt 7736—221 +146 Die Bilanzbereinigung bei der Commerzbank iſt in dem Ziffernwerk für April noch nicht enthalten.— Alles in allem ſpiegeln die Zwiſchenbilanzen der deutſchen Kreditinſtitute eine geſunde Fortentwick⸗ lung wieder, oͤie um ſo höher zu veranſchlagen iſt, als ſie den Stempel der Echtheit auf der Stirne trägt. Wold⸗ 17 1 DD⸗ Dresdn.] Commeu Reichskr.] Berl. 5 5„i ο Pr... 4 19 in Willionen Rm. Bank Bank[Privatb.] Geſ. Hd.⸗G.]Großbk. 92 Creditb. Bank* Girog. fremde Geldſorte 46,4 20,1 13,8 3,7 1,5 91,6 0,03 111,6 0,9 6,3 8,8 aſſe, fremde Geldſorten 4 5 8 5 9 Gutbaben bei Notenbanken 170 25,1 678 771 3,7 60,5.03[ 74,0 2,7 5,7 77¹ Schecks, Wechſel u. unverz. Schatzanw. 752,6 414,4 338,8 207, 6 76,4 1789,7 316,6 2419.8 572,8 8²0, 1 930,5 Noſtroguthaben v. Banken 58,0 375. 24,1 5,5 18,3 153,4 2,4 288,3 36,6 2²9,3 953,1 Reports und Lombards 9 8,2 55 4,7 5,7 1,6 2²5,— 20,3 4,3 15,0 8,9 Vorſchüſſe auf Waren 188,4 171,4 115,1 54,3 42,5 571,8— 665,4— 9,9 0,2 Eigene Wertpapiere 105,2][ 405,2] 116,0 12,1 20,7[559,0 40,2 904,2 324[ 122,0 786,6 Konſortlalbeteiligungen 61,4 88,3 18,3 4,3 6,8 179,1— 188,6 0,7 4,0 1,7 Dauernde Beteiligungen bei Banken 50,4 42,1 125,9 3,0 E 113,6 12,4 167,5 6,0 35,7 46,8 Debitoren in laufender Rechnung⸗ 1629,4 1369,1„1 176,6 97,6] 3957,8 59,4 4895,3 383,5 852,3 830,5 3 Auslethung— 6— 9— 3* 1269,6— 808,6 J 3102,3 a ſiva Akti bezw. B bskapitall 130,0 150,0 80,0 40,0 28,0 4²8,0 400,0 1086,9 33,0 115,7 2¹0,0 4—— 22 150 30,0 20,0 10/0 100,2] 71826, 978 39 35,4 SS 2582,1 2157,1 1043,1 42¹,1 213,0 6417,1 112,0 7920,3 988,1 1971,6 3353,7 9 878 2 7576]6— 843,1 20 372[222,7 55 R Anleihen bzw Darlehen 35,8— 50,4—— 86,3— 1330,5— 705,3 2736,1 ilanzſumme auf beiden Seiten 3013,2] 2642,3 1396,0 493,7 281,4 7826,6 640,4 J 11577,9 1046,3 1 2964,1 6848,3 —————kTPTFT————bTbT—TPT'—PT——————bk'—'——'—''—'——'—'—'—'—'—'—'—'—'————ÄvuvuvuvuÄ—ͤvͤvͤvÄ—ͤvÄ—Äͤ—Ä1ꝛÄ—Ä1Z1Ä1Ä1Ä2Ä2Ä2Ä2Ä2Ä—Zu2j2Z1Z1Z1Z1j1Z1ZIjjZjj——————————————— Die Umorganisaſion im Aquila-Konzern O Frankfurt a.., 26. Mai.(Eig. Dr.) Die Aquila AG für Handel und in duſtrielle Unterneh⸗ mungen Frankfurt a.., die mit der J. Adler jun. eng verknüpft iſt, legt erſt jetzt den Abſchluß für Ende März 1933 vor. Er bringt einen neuen Verluſt von 0,97(0,83) Mill. /, ſo daß einſchl. des Verluſtvortrages insgeſamt 1,797 Mill./ Verluſt vorzu⸗ tragen ſind. Die Kapitalſanierung wird vorgenommen, ſo daß ein Ueberblick über die weitere Entwicklung der Hauptbeteiligungen vorliegt. In Kürze wird eine neue GV. ſtattfinden, die neben dem Abſchluß 1933/34 auch die Klarſtellung innerhalb der ganzen Gruppe mit anſchließen⸗ der Kapitalherabſetzung von Aquila zu beſchließen haben wird. Diesbezügliche Verhandlungen mit den Banken ſtehen vor dem Abſchluß. In der GV. wurde der Abſchluß 1932/33 genehmigt und mitgeteilt, daß beim Eiſenhütten⸗ werk Thale A6. in den erſten vier Monaten des neuen Jahres die Abſatzſteigerung anhielt. Man könne beſtimmt damit rechnen, daß die noch vorhandene Unterbilanz 1934 getilgt werde. Die Stahlwerk Mannheim AG hatte 1933 eine ſtetige Beſſerung und wird einen Gewinn von 6000„ gegenüber einem Vorjahresverluſt von 95 000/ ausweiſen. Auch die ſpaniſche Tochtergeſellſchaft hat 1939/34 einen Ge⸗ winn von rund 100 000 Peſeten gegenüber einem Vor⸗ jahresverluſt von 79000 Peſeten. Die in⸗ und ausländi⸗ ſchen Handelsbeteiligungen arbeiten befriedigend. Die Neuordnung in den Beteiligungen der Aquila AG. zu ihren Großaktionären, der Firma J. Abler jun., macht die Aquila AG. zur Holdinggeſellſchaft derart, daß ſie die Be⸗ Beteiilgungen verwaltet und je nach Entwicklung der wirt⸗ ſchaftlichen Verhältniſſe verändert. Die J. Adler juu. wird wieder reines Handelsunternehmen. Bei der Verwertung der Beteiligungen wird darauf Bedacht genommen, daß dadurch die Beziehungen, welche das Handelsgeſchäft J. Adler jun. zu den der Aquila AG. angehörenden Unternehmungen hat, nicht geſtört werden. Die Aquila wird bei der J. Adler jun. künftig Komman⸗ ditiſtin werden. Zwiſchen beiden Geſellſchaften wird in⸗ folgedeſſen ein Austauſch gewiſſer Vermögens⸗ werte ſtattfinden. Die J. Adler jun. wird im weſent⸗ lichen keine direkten Beteiligungen mehr haben, ſondern ſich dem Handelsgeſchäft widmen. Dabei werden die ge⸗ genſeitigen Garantieverpflichtungen aufgehoben. Kokswerke und chemische Fabriken AG. In der AR.⸗Sitzung wurde beſchloſſen, die Dividen⸗ denzahlung mit öv. H. auf das 1932 im Verhältnis 5 zu 3 auf 48 Mill. herabgeſetzte Stammkapital wieder auf⸗ zunehmen. Einſchl. des Gewinnvortrages von 826 445 l. beträgt der Reingewinn 3,28(0,83) Mill. Die einzel⸗ nen Poſten der Gewinnrechnung laſſen ſich mit den vorjäh⸗ rigen nicht vergleichen, weil der Betrieb der oberſchlſieſchen Anlagen im erſten Halbjahr 1932 noch für Rechnung der Geſellſchaft ging, während im Berichtsjahr die Verbuchung infolge Verpachtung nur bei der Borſig⸗ und Kokswerke G. m. b. H. in Frage kam. Die Beteiligung Schering⸗ Kurszettel der Neuen Mannheimer Zeitung 3 25. 26. 25, 26. 2. 25. 25. 26. Mannheimer Stektenbörse 0 Seeden f Inag Erlangen. 27.— 27.— Otavi⸗Minen. 13.75 14—Salzw. Heilbr.——.— 85,.— 86.— 9 25. 26. 25. 26. Industrie-Aktien 9 32— Dortm. Aetienbr.— Mannesmann 0⁰ 2 nghans St. A.———.—[Phönic Bergbau 47.[Fellus Bergbau.—.— Dortm. Unionbr.———.— Mansfelder Aki. 65,75 70.— e ree e 2 m. Gd. 90. udwigsh..⸗Br. 7 2Dortm. Ritterbr. 9/f 9/,9Knorr Heilbronn 0 Rbeinſtahlll er. Stahlwe 5 ektr. Lieferung. 97, 0. 808% 90.75 90.75L 84.— 84.— 1055 106.5 3 50]Markt⸗ u. Kühlh. 74.50 74.— Biſſener Metall. 98,— 92,75 Diamond. .75]Ludwigs⸗Walzm.„—Henninger St. K. 105, 5Konſerven Vraun—.— 40,25 Elktr. Licht u. K. 104,2 100,0„ 86859% Shafen St. 82.50 82.50 Pfälz. Mühlenw. 85.— 85.— 9 9 1 2 Eugeihardt. 7680 Maſch Buckau⸗W.—, 806)% Uörn. Gels 85,50 800/ Pf.Hy Pfdb 94.50 94.50] Rh. E OoFarbenbds.28 120,0 121,0 Sal 166.0 186.0 8 0 zw. Heilbronn Tucher 8 em.⸗Beſigh.Oel 78, 78,— Schwart Storch. 88.50 84.—[Werger rown, Boveri. 13,50 15.50 Seilind. Wolff. 31.50 81.50Aku Denenim Heidel 1000 136,0 Sinner.... 00 0A. E.&. ainier⸗Benz. 44.50 40,— Südd. Sucker... 175,0 177r0 Uchaß, Bu Deulſche Sinol.: 29.— 50.500 Bereincbiſch Heif. e Bbe Eichnger Mr er 70.— 10.— Zellſtoff Waldhof Gebr 3 8 Badiſche Bank arb Kſeheir 2340 134.7 Pfölg. Hypoth. P. 67.— 57. e 5% Südd Feſtwb..65.65 Rhein Hyp.⸗Bk. Vereinsbk. Hamb⸗ 9% Gekt. M. abg. 86.50 86.— Würtl. Riotend Ver.Stahlw, Obl. 72.12 72.12 6% Paie 8.50.50 Puan. BerzG. 20,.— 20.— Grün& Biifinger 195,0 104, 0 . 22650 22.50 Pfälzer--5 64.50 93,50 6% Pfälg. Lig. 94.—— 92.— Transport-Aktien J. Pr. g. H. Lid. 90.12 89.75 AG. f. Verkehrsw..—,— Hanfwerk. Füſſen—.——,— Kali Aſchersleben—,— 106.5 Hank. f. el. Werte 66,— 65.50 8/ Rh. Hyp..9 61,25 91/ All 90,75 109,5 Heſſ.⸗Raſſau Gas— Kali Salzdetfurth Bank f Brauerei,.75 9%„„ 10.11 91,50 01.50 Pt. Reichsb. Vorz 100,5 108 5 Hilpert Armatur, 95,— 35,— Rali Weſteregeln 107.0 106,0 Berl. Handelsgeſ. 84.75 84.75 %,„ 12-19 159 9150 Kordb—.75⁵ 2¹,½25 S 60.——.— Klöckner... 68.— 68,45Com. u. Privtbk 90,50 50.75 510% Meinin, L. 90,75 90.75 Rordd.— 5 27.75—. Hirſch Kupf. u. M.— Mannesm. Röhr. 62.50 62,— Di. Aſiatiſche Bk.—— 1470 844 8160 a. 90.50 80.50 Schantungckiſend 30 75 36 75 Hochtief.⸗G.. 11½ r Diansfelder.. 66.37 69.62 Deutſchedisconto 83,.— 83. Südbo.Sia, 95,.— 95, Sübd Ciſenbaby 58,— 58,— Holzmann. Phil, 90.50 57,501 Sberbebark...—,[ötich⸗lieberſee B. 36.— 64. 75 120 136.0 Rheinelektrab. N. 10 „Maſch. 9 1800. 102.0 J10 6½% P Etr. Bd. 1 00.— 80,— Klcrtater Hol:: 60.— Ei.— Weſereg, Akall. 100 1060 Baſ 608¼% P Cir.Bd.! Bnas Joäs Peube 2. „105,0 105,0] Diſch. Bk⸗ u. Disc. 59,50 88.— Brem⸗Heſtg. 5 3 9 Boveri A. 120.0 120.0 Rh..ch. B. 107.0 107 00Eenrent Heidelbg. 100.8 10)0 107,, Pknriech. Heiter Montan-Aktlen 62.— 62,— Jelt. Guilleaume—.— 54,75 Buberus Eiſen 67% Fft.Hou. Gaf. 90,50 90.50 Südd. Boden.⸗C. 83.50 83,50 Geſfürel —,— Gritzner M. Durl.—.— 27.— Harpener Bergw. 91.— 9².25 aid& Neu Aktien und A 50 Pfäts öwen München 210.0„0 3 85.50 Sae 111.0 112.0 Mainzer Sae 1670 62 Sehe 225—— 118.7 Berliner Börse Geli.„Schöfferh. Bindg. 4 69% Kh.Hywidd 91.50 91.50 Hildebr.Rheinm.—,— 70. Schmüre Storchen 8——*3 Mainkraftwerke. 71.50 72.— rauerei. 89,— 59.7 Fubwigsh. Waiz, 94.59 94 50 Sestyerzinsliche Werte Metallg. Frankf. 79,50 79,50 f60% Reichsanl. 27 95. 95.50 . 11.—.—Mes Söhne..——.— Diſch. Ablöſgſch. 1 90,10 90.40 e 5 55,— Hicg, g.. ohne 17,50 17,65 „+ SDeMoenus t. 68.— 6/.—D. Schutzgebiete. 36,50 36,50 Montedatini...—.— 42.— 6,41 6,41 „.„ St. A.—,— 94.806½0 1— 8250 166.2 13,7 Rheinmetall... 1240 124.0 60%. 8d.fd 10 94.— 94.— Rütgerswerke.. 40.10 40.50 6%„„ 21 Sachtleben.... 154.0 154.06%„„ 1000[Schnellpr. N l. 6,50—.—5% Mexikaner 5 ackf.. 3250 32.50 4½ Oeſt. Schaz. 30,— 94,. Allg. Lok u. Kraft 99.12 99,75 Südd. Eiſenbahn.T 78.— 73,12 Baltimore Ohio 5 1 Genuß..—— e Bgb. St. A.—.— 1080 1 1040 103·5 Sank-Aktien ali Chemie bei Stücke-Motierungen in Mark ſe Stück 20 91,— 91.— Aku dsanleihen in Pr 2. 26. Dürkoppwerke Enzinger Union Meiningerßypbk 67.— ahlb., Liſt& Co.—.— 4 Oeſterr. Creditbk.—.——,— Farbenind. J. G. 133.8 184.7 Mimoſa. Reichsbank. 150,6 150,7 Jeldmühle Papier 92.25 83,— Allianz Allg.. 232.0 2200[Felten& Guill. Allianz Leben 222.0 219,0 Ford Motoren Gehe& Co. Industrie-Aktien Gelhenk. Sergrut.— Gentchow& Co. 55.5 2 115 Germ. Portld.⸗Z. 70.)5 71.50 2226„„23* Gerresheim. Glas Allg. Elektr.⸗G. 24.12 24.12 Geſ. f. elektr. Unt 95,12 98.50 Accumulatoren Anenendorf Pap. 419 250 Gocdhardt Geor. 68,— 68.16 Hgengehe Wagg—.——, GChemie Baſel 1413 1060—.— 7577 Stolberger Zinth. 42.60 8 aſel 76,— 76.50 Ilſe Bergbau 17.7 ger—41* 36.25 Padmüßle Bep. 92.75—.— Leonhard Tietz. hem. Heyden. Stettiner Chem. Geiſenk 80.25 83,.— Gebr. Junghans 36,62 37.50 24.50 21.50 Chem. Albert cter . 35,62 05 75 Eſchweil. Bergw. 251,0 237.0] Hapag..... 21,50 2150, 159.0 165,7] Kaliwk. Aſchersl. 1070 106,0 Bu 1000 100 Cobfemi Th. S476 99% Gllhenk. Herew 002 8040 e Contt⸗Sun 1815 1.—— 70 0 68.75 64, 7 4 .: S Ses ee Ee eerse: Sr ee. Dtſch.⸗—T. 1070, ſch.⸗Atlant.⸗X. 121.5 122,0 Kölſch Fölzer⸗We Deſſauer Gas...Chem.Char Delliche Erden 115, 1101/ Költtzer Kunſtled. 75, 6080V. S0ſch— Deutſche Kabelw. 66,15 67,50 Krauß K Eie, Lor—.— 86.50 B. Glanzſt. Elbf. Deutſche Linol, 59— 60,— Kronprinz Hiet.—.——.B. Ae erd Dtſche. Steinzeug.—— Kyſibäuſer Hütte—.— B. Schuhf. B.& Deutſch. Eiſenhdk. 57,— 56.— Lahmeyer& Se 104.0—.—Laurahütte. 19.12 19, Dürener Meiall——.— Einde'sEismaſch. 80.50 92 5 —.——— Carl Lindſtröm 62 1 75Maximil.⸗Hütte —.— 91.75 T——[Merkur Wollw. Dresdner Bank, 59.5 50.25 Eſchw. Berawerk—.— Mez Söhne...——. Neu⸗Guinea—.— Miäg⸗Mühlen.61.50 61.—Dtavi Minen 14.— 15.87 Ufa⸗Fllm. . 165,0 165.0 75 5 Mix& Geneſt.—.—— 5 —15 80550 5 875 Fertlaufende Notlerungen(Schius) ie auſ. Kohle—.—.— Gebbard kertil. 48 5 345] Kördd. Eiswerte—.—.— 4 60.12 Sberſchl. E Sed.—.——.— 4 8———.————65 N renſt. oppel. 90¼75 Bayer. Mot.⸗W. 128,0—,— Mansfeld.⸗G. r fönix Ber 47˙12 47.———— 44 6770 Pethoon 4 1650 1650 8 Han 15.———Südd. Immobil.—.——— 51.37—.—Kahla Porzellan 15 1770 1700 85 Bergwk. 60.15 9 Bogel Telegr... KonmargJourd.—.— 7450 Barztner Papter 10.50 10.50 Co. 116,5 115,2— 0 lwerke 10 N .Kali Aſchersleb.0—,— Lordd. Slogd der Mienete—— Aganet Wet 68 Sonntags-Ausgabe Nr. 235 — Nordsiern—Rheinischer Aſlas Wie gemeldet wird, ſind die Anfang März d. J. bekannt⸗ gewordenen Erwägungen einer Intereſſennahme der Nordſtern Allgemeine Verſicherungs⸗ A6. am Rheiniſchen Atlas Transport⸗ und Rück⸗ verſicherungsbank AG. in Ludwigshafen nunmehr dahin gediehen, daß der Beſtand des Rheiniſchen Atlas im Wege der Fuſion auf„Nordſtern Ail⸗ gemeine“ übertragen werden wird. Der Abſchluß der Transaktion iſt für den nächſten Monat zu erwarten. Als⸗ dann wird der Rheiniſche Atlas eine ao. GV. einberuſen, die über die Fuſion Beſchluß faſſen ſoll. Bekanntlich war eine Anfang März d. J. zum Zwecke der Liquidation ein⸗ berufene ao. GV. des Rheiniſchen Atlas ohne Beſchluß ver⸗ laufen, nachdem das Intereſſe dar Nordſtern Allgemeine VerſicherungsAG., deren Generaldirektor damals in den AR. des Rheiniſchen Atlas zugewählt wurde, bekannt ge⸗ worden war. * 5 * 8 v. H. Dividende der Württembergiſche Trausport⸗ Verſicherungs⸗Geſellſchaft zu Heilbronn. Der AR. beſchloß, der GV. am 26. Juni eine Diividende von 2 4 auf 19 500 StA. Nr.—19 500 und 500 VA. Nr.—500(= 8 v. H. auf einbezahlte 25 4 je Aktie) vorzuſchlagen. * Frankenthaler Volksbank AG., Frankenthal. In der GV wurde der bekannte Abſchluß mit 5(6) v H. Dividende einſtimmig genehmigt und Bürgermeiſter Ad. Frentzel⸗ Roxheim nu in den Auſſichtsrat gewählt. Kahlbaum AC6. wird für 1033 nicht ganz das gleiche Er⸗ gebnis aufweiſen wie für das Vorjahr, deſſen 8 v. H. Di⸗ vidende bei den Kokswerken im Berichtsjahr zur Verrech⸗ nung gelangte. Der damit eintretenden Schmälerung der Einnahmen des kaufenden Jahres werden aber geſteigerte Erträgniſſe anderer Beteiligungen gegenüberſtehen. AG. für Zellsiofi und Papierfabrikaſion O Frankfurt a.., 26. Mai.(Eig. Tel.) Der Abſchluß 1933 der Aſchaffenburger Zellſtoffabrik hat eine erfreuliche Entſpannung aufzuweiſen, die in der Umſatzſteige⸗ rung und in der Verbeſſerung des Betriebsergebniſſes um rund 5 Mill. und dem beachtlichen Schuldenabbau ſo⸗ wie in der Währungs⸗ und Holzreſerve liegt. Die Beſſe⸗ rung hielt auch im neuen Jahr an, von den erſten vier Monaten wird von weiterer Umſatzſteigerung trotz ungenügender Preiſe und Beſchäftigung in der Papier⸗ fabrik berichtet. Auch die Bankſchulden ſind um eine Mill. Mark ermäßigt, ſo daß bei beſſerer Weltmarktlage das lau⸗ fende Jahr zuverſichtlich beurteilt wird. Die mit keinem Wort mehr erwähnte Abſicht einer Buchſanierung iſt weniger aktuell geworden. Man wird ſich dieſer Frage, wenn es überhaupt noch einmal notwendig wird, erſt dann zuwenden, ſobald eine endgültige Klarheit über die künftige Exportlage, über den Bezug der Hauptrohſtoffe und über die weitere dadurch bedingte Ge⸗ ſchäftsentwicklung vorliegt. Die Gewinn⸗ und Verluſtrechnung für 1938 deigt Betriebserträgniſſe von 21,3(9,6) Mill, I. Demgegen⸗ über ſind unter Einbeziehung von Frachten und ſonſtigen Erlösſchmälerungen mit 6,71 die ſogenannten übrigen Auf⸗ wendungen auf 7,48(1,1) erhöht, ſo daß die tatſächliche Ge⸗ winnverbeſſerung rund 5 Mill. beträgt. Abſchreibungen auf Anlagen betragen 1,92(1,0), andere Abſchreibungen 0,12 (0,39), die i. V. notwendigen Abſchreibungen von 1,14 Mill. Mark auf Holz fallen weg, da im Gegenteil heute in den Holzvorräten noch eine beachtliche Reſerve ent⸗ halten iſt. Der Jahresgewinn von 2,77 Mill. 4(i. V. Neu⸗ verluſt 4,12 Mill.%) reicht aber noch nicht zur Deckung des letztjährigen Verluſtvortrages von 5,74 Mill.„ aus, ſo daß noch 2,97 Mill. A4 vorzutragen ſind. Der Umſatz — 5 ſich insgeſamt wert⸗ und mengenmäßig auf Vorjahres⸗ öhe. 0 Die Bankſchulden gingen um 3 Mill./ zurück. Die Bilanz zeigt(alles in Mill.): Grundkapital und. 23,2; Verbindlichkeiten ,5(81,6); auf der anderen Seite beträgt das Anlagevermögen W,20(20,04). Die Beteilt⸗ gungen ſind mit 4,25(4,31) kaum verändert. Beim Umlauf⸗ vermögen erhöhten ſich die Vorräte auf 10,24(9,5); Har⸗ unter Holzvorräte 9,8(9,2)7 die Wertpapiere von 0,14 ſind inzwiſchen verkaufte Steuergutſcheine. Forderungen erhöh⸗ ten ſich auf 6,14(4,68); Kaſſe, Wechſel und Schecks betragen 0,5(0,75); GV 206. Büssing-N. A. G. O Berlin, 26. Mai.(Eig. Meld.) Die Buſing⸗ N. A. G. Vereinigte Nutzkraft⸗Waggon⸗A8, Braunſchweig, hat das Geſchäftsjahr 1935 nach rund 848 000/ gegen rund 91000% Abſchreibungen ouf Anlageg ſowie nach Rückſtellungen für Delkredere von 401 000 gegen 200 000 mit etnem Jahresgewinn von 517 132 Mark abgeſchloſſen. Aus dem nach Tilgung des Verlaſt⸗ vortrages von 140 304/ verbleibenen Reingewinn wird laut Beſchluß der GV die Dividendenzahlung mit 5 v. H. wieder aufgenommen. Der Umſatz weiſt gegen das Vorjahr eine Steigerung um 64 v. H. auf 20,1 Mill. ouf, wovon auf den Export jedoch nur rund 6 v. H. ent⸗ fallen. Die Belegſchaft konnte von 1441 Perſonen zu An⸗ fang 1933 auf 2558 am Jahresſchluß und auf über 3500 zur eit geſteigert werden. Für 1934 wird ein ähnlich günſtiges Ergebnis erwartet. 25. 26, 25. 26, 2. 28. ———— Vogel Tele 7825 75,15 ————* Rafc.—* Frelverkehrs-Kurse ———.— Voigt& Haeffner—.——.— Petersb..Habk.—— 62,25 62,———5—5———* 5 8 ſteregeinNll utſche Petrol.—.— 79 * Burbach Ralt 5 ——————.——,— Hochfrgeuenz* ellſtoff Waldhof 46.— 45,75 Neckarſulm. Fahrz——— Sloman Salpeier—. ———„Oſtafrita—.— 30 Deutſch⸗Oſtafrika Südſer Posvbal.—— ccu.. 166.5——Lahmener& Co. 115,7— MAku. 54.7 55,50Laurahütte. 00 Eleitr. Geſ. 24.37—.— Leopoldgrube... ſchaffenb. Zell. 41.37—.— Mannesmannrß. 61.50 62,— P. Bemberg.——Maſchinenbau⸗U. 48.25—. ul. Ber er Lie b. 118,.2—.— Maxi erlin⸗Karlsr. J. miliansh. 0 N Schramm Fleinlein öblbg. 66,— 66.— 5 125•0 124.0 6175—— Rhei———— W . 66,— 66.— Bad. Aſſecuranz. 36.— 38,—, ſtabt 128, SchuckertRürnbg. 86,— 40 24.50 24.50 Anhalt. Koblenw. 81. 0„Th. 63.—.—.— AheinfeldenKra 7„Berliner Maſch.—. 5 Montecatini“!.—, 5 . ö. Anork... 1800 165.0 Miannh. Beritch: 20.— 20.— Cheniſche Ubert 1035 160 Süenene 040 20— 20.— 4%„ Kronen: 90 00 ne.. meic. 78 Rkein. eet. 2645 64.0 Sreuri, B4. 12— Deenſtenn 4 6 FRR 5 Siemens.Halste 1%„conv. 0,30—.—Augsb. N. Maſch..75—.——— Elektriait. 98. remer Woll⸗Kä.—.——.—[Hrenſtein pp 61.—.— Fr Ankfurter Sörs Conkk Eumut 181½ iel) Südd. Zucer* 1,.——— Balte Maſchinen 55— 89,25 Seün 4 Hliſnger 195,0 195,0] Rheinſtahl 90.78 90.50 Buderus Eiſenw.—.—Phönie Bergoau 462—.— Srse 7. 46.— 46,87 Thür. Cief. Gotha 80,50—.— 4010—.—— Bader Moſorenw 127,5 127,7 S 251l 92.80 98,— Khein Kalk.—.— 695.87] Charlott. Waſſer 85,——.— Polophonwerke. 19.——. estverzinsliche Werte] Sank-Aktien Di. Atlani.⸗T... 10¼0 104,0 Tietz, Lednhaxd. 16.87 17˙25 40% Tür Ab I..— Bayr-Spiegelglas 38,— 39,— W erle.—.——.—Koſitzer Zucker 67.— 6,50 Comp. Hiſpano. 180—.— Kh. Braunk..Br. 202—. ., Wertb.(Gold) 72.50 J. 5 Aug, P. Credtt 4480 4450J Di. Erdöl... J1.0 167.[Ver. Ehem. Ind.—.——— 4½, Band. 6—.—.60 Pekaia... c, S, Hacethal... 00.— 60.— Rhcfortö. Ferd. 70, 60. Cont Hummi⸗. 1511—.— Ahein Eleitr... 97— 69 Reichsanl.. 04.62 94.6 Badiſche Bank 196,8 106,3 D. Gold.u. S. Anſt. 186.0 16½ Ver. deutſch. R unif. Anl.———. F. P. Bemberg 64.52 68,75 Satkeſdhe Maſch.—.——.— Rürnerswerke 4 20,37 40,12 Continentalegin.—.— 68,75 K. Stahlwerke. 90.25—.— 40% 20 90,60 99,60 Hank f. Brau. 95.— 90.50 Di. Linoleum. 50,— 60.25/Ver Glanzſtoff.——:— 40% Zollobi 1011——.75 Bergmann Elekt. 16.75—-.— Spinn.—.——.— Sachſenwerk..—.—Daimler Benz„ 45,87 46,12 Rh.⸗Weſtf.Elektr. 9487—.— 840%d. Schaganw. 92.50 92,.50] Bayr. Hyp. u. Bb. 63 50 64.— Dt. Berlag.....— 50.— Der, Zeilſt. Berlin————„„400⸗Fr ⸗Los 710.— Berlin⸗Gubener 1280 gann. M. Egeſt———.— Salsdetfurth: 1440.— Deutſch. Atlant.. 1072—.— Rütaerswerke.., 4050—.— % Dounganl. 91.— 91.37 Berl. Handelsgeſ. 84.75 84.75 Dresd. Schuellpr. 50,— 59.— Boigt& Häffner——.——4%.Str. 18 680.10 Berl. Karls. Ind 05.54 95,— BarburgG 4 56 26.75—.—Sarotti.... 75,25 75,— Deſſauer Gas.. 121,J—,— Salzdetfurth Kalt— Ablöfungſch. 1 7 Com. u. Privatb. 5 65 Dürrwerke 15 8 Bolth. Seil. ü. K. 32,.— 32 0 690.95 Berliner Maſchb. 75,25 17 Harko rt St⸗Pr.—.—.— Schl. Cl. u Gas—.————91 Erdöl 115.1—.— 8 1205 ohne 17, 1.— 58,— E 9— 5.u. Brikett— 177.25 i———— t„———— Schleſ. Ei. u. Gas 125,0 1 Käae urge.:. 9., Deriſaethe⸗ Er, Jccg. Sbec Keeſt 07 5pe Wn welc dcr 4% inc ee, 80 e, Srarnc. G.—.— pee Fentoigehelhe. 20f0 1025 Sce Bran 1840 28000 Deauſe role. 59 6d.12 Schere Scher Hhürle eue„„75 675 P. Efekten⸗Bani 450 J480 Clertr. Kieſerung 97 905% Seilkoff Roſſeg. 310 37.—%% knare 1⸗I 0,40 30.70 Pr.⸗Beſtgb. OSelf..— 77.—Hiiper! Maſch.—.— 39,— Schaherie Salzer 14 doiee Denuſcher Ciſeng. 5650—.— Schugert 4 Co, 90/5 999 8 29 48.50 5. D. Hup. u. Wök. 65.. 8850 Enzinger⸗Union i 50 998%„ Salet 2760 82. 4nare 1f11.0 W9.0 Sremer hren——. n e i S 80 Mbr. 39 25 Keegen 9025 90.25 86.80 9250 92450 Ufa Wrewerkn 28.—%Ken.ötel—.——— Wolle———— Pirſch Kupfer.—.——.— Schultheig... 102.0 101.2J EintrachtSraunk 172,0—— 13062 00% 2———— Dresdner Bank 8— 8725 eich. 79 172.0 Raſtatter Wa 83 rown, Bov. KC.— 73˙12Hoeſch Eiſen.. 71.— 11.— Siemense Halske 182,5 133,5 Elektrizitäts⸗S..%% S8, 8 S, a den, en e e eeeeeaee, Keeeeng Sere, Jie, Sis Pehrean S— 85 Sune. be den 08 8% Mhm.Kohl.23 13,80 18,60 kankf. Hyp Fk. 67/,.——.— J. G. Farben. 134.0 1847 Ach. f. Verkehrw. 64.50 68,50Chartott. Waſſer Holzmann, Phil.—,— 59.— Stoehr Kammg. 97.25 97,75 Engelh. Brauerei J. G. Farben. 1843 189,6 Thür. Gas Felten& Guill. 55.75—.—[Ver. Stahlwerke eregeln Alkalſ ellſtoff Waldhof ank elektr. Werte 17/2s 17/50 Golbſchmidi Tb. 871/7 1152 — 111.7 1122 —— ſambg. Slek.. 61.80——Bank für Brau. harpen. Bergbau 70.75—,—[Reichsbane oeſch Köln„A. G. für Verkehr uimann. 1052 105,550„——. Augem. Lokalb.“ 118,6§hhe Serbent.. 185.0—.— L. Reichsbaön ö. 102%(Iiſe Geuußſch. 106.2—.— Savagg 21 „ Bebr. Funghans 97,50——Samburg Süd. D. 4025 40.37 Kali Ehemie. 1032——Hanſa Dampfſch. * 8— i Minen Metallgeſellſ art 79.75— * 8 *. —————————————— — 5 —— 41 2 7. ————— 14. Seite /Nummer 235 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 26. Pcai/ Sonntag, 27. Mai 1934 Generalbereinigung der Commerzbank-Bilanz 30,32 Mill. oflene Abschreibungen/ Große inierne Rücksiellungen/ 284 Mill. Rm. neue Krediie/ Tiligung von 8 Mill. Dollar-Noies Als letzte der Berliner Großbanken legt die Com⸗ merz⸗ und Privatbank, Berlin⸗Hambura, ihren Abſchluß für 1933 vor. Die Verzögerung hängt damit zuſammen, daß die Bilanz einer erneuten, eingehenden Re⸗ viſion unterzogen wurde und daß im Zuge der General⸗ Bereinigung erhebliche Abſchreibungen und Rückſtellungen gemacht wurden. Die Säuberung, die offen 30,52 Mill. 4 beanſprucht und intern durch Heranziehung ſtiller Reſerven noch ganz erheblich über dieſen Betrag hinausgeht, iſt in⸗ ſofern für die Aktionäre leicht tragbar, als ſie ſich ohne neue Opfer von dieſer Seite vollzieht. 20 Mill./ werden den offenen Reſerven entnommen. Ferner ſteht der Be⸗ triebsgewinn für 1933 mit 10,52 Mill. zur Ver⸗ fügung und ſchließlich iſt ein erheblicher Nutzen aus dem Rückkauf der eigenen Dollar⸗Notes(nom. 8. Mill. Dollar) entſtanden. Ueber die Höhe des buchmäßigen Nutzens aus dieſer Transaktion werden keine Angaben gemacht; er muß jedoch erheblich geweſen ſein, da ſich nicht nur der Dollar um 40 v. H. entwertet hat, ſondern auch der Kurs der Dol⸗ lar⸗Notes ein verhältnismäßig ſehr niedriger iſt. Einleitend weiſt die Commerz⸗ und Privat⸗Bank in ihrem Jahresbericht auf die Erfolge in der Arbeits⸗ ſchlacht hin. Aufgabe des deutſchen Bankgewerbes ſei es geweſen, die Ankurbelung zu unterſtützen, und auch die Commerzbank hat ſich dieſer Pflicht bereitwillig unterzogen. Die Belebung der Wirtſchaft führte naturgemäß zunächſt zu einer Aufzehrung ihrer in Bankguthaben angelegten Re⸗ ſerven. Erſt im Spätjahr kamen die infolge des Arbeits⸗ beſchaffungsprogramms der Reichsregierung der Wirtſchaft zugeführten Gelder auch in einer Vermehrung der Bank⸗ kreditoren zum Ausdruck. Mit dem Anwachſen der flüſſi⸗ gen Mittel der Geldinſtitute ſtehen außerdem die Belebung der Umſätze auf dem Rentenmarkt und die Kursſteigerun⸗ gen der Anlagewerte in urſächlichem Zuſammenhang. Es iſt zu hoffen, daß die Fortſetzung der Maßnahmen der Reichsregierung den Geſundungsprozeß auf dem Renten⸗ markt beſchleunigen und damit die Vorausſetzung für eine allgemeine Zinsſenkung ſchaffen werde. Für einen dauern⸗ den Aufſchwung der Wirtſchaft wird dieſe Zinsſenkung eine weſentliche Vorbedingung ſein. Die Notwendigkeit einer weiteren Bi⸗ lanz⸗Bereinigung wird folgendermaßen motiviert: „Die zuverſichtliche Hoffnung, am Beginn eines neuen Auf⸗ ſchwunges der deutſchen Wirtſchaft zu ſtehen, veranlaßte uns, bei zahlreichen Sanierungsaktionen unter erheblichen Opfern Hilfe zu leiſten und dadurch vielen Firmen das Fortbeſtehen zu ermöglichen.“(Die Engagements bei Bur⸗ bach und Tietz ſollen hierzu nicht gehören. D. Red.)— Die Geſamtumſätze beliefen ſich in 1933 auf 71(i. V. 86) Mrd. Mark. Die Schrumpfung erklärt ſich z. T. aus der Vermin⸗ derung der Währungsumſätze infolge des Kursrückganges der Auslandswährungen. Die Zahl der Konten wird per 91. Dez. 1933 mit 426 567(317 102) angegeben. Sie iſt alſo weſentlich geſtiegen, wobei beſonders das Anwachſen der Sparkonten auf 80 137(i. V. 68 788 und 1931: 63 441) ins Ange fällt. Die Heranziehung von Spareinlagen iſt alſo der Bank in weitgehendem Umfange gelungen. Die Gewinn⸗ und Verluſtrechnun⸗ im Vergleich zu den Borjahren zeigt folgendes Bild(in Mill.): Einnahmen: 1900 1901 1932 1938 Vortrag 1,84 18⁴——55 Zinſen, Wechſel uſw. 92,98 38,45 29,64 24.65 Proviſionen 40,03 43,98 31,15 91.,21 ——— 859,85 6, 40,97 4,6 Handlu nkoſten„„80 5 Steuern und Abgaben 886 8,77 6,60% 63,91 Verl. a. Wertp. u. Konſ.⸗Bet. 4,02—5— Ueberſchuß 7,42— 7,. 10,52 ) Abſchreibungen auf Wertpapiere und Konſortialbetei⸗ ligungen 13,06, auf dauernde Beteiligungen 3,56, auf De⸗ bitoren 89,44 Mill. 4 bei 52,5 Mill.& Buchgewinn aus Kapitalherabſetzung und 40,5 Mill. Reſerven⸗Entnahme. Der Betriebsgewinn ſowie der erhebliche Nutzen aus dem Rückkauf der eigenen Dollar⸗Notes und 20 Mill. 4 aus den offenen Reſerven wurden für Abſchreibungen und Rückſtellungen verwendet. Es dürfte damit eine weit⸗ gehende Konſolidierung der Verhältniſſe der Bank durch⸗ geführt ſein. Die Einnahmen aus Deviſen, Wertpapieren und dem Sortengeſchäft haben ſich, wie erſichtlich, um rd. 5 Mill. Mark ermäßigt. Man darf annehmen, daß die Erträge aus dem Effektengeſchäft an ſich zufriedenſtellend waren, daß aber die Zinsbaiſſe und die Einengung des Deviſenverkehrs das Ergebnis ungünſtig beeinflußten. Außerdem iſt zu be⸗ rückſichtigen, daß die Zinſen und Proviſionen auf alle De⸗ bitoren, auf die Rückſtellungen gemacht worden ſind, in der Ertragsrechnung unberückſichtigt blieben; ſie betrugen rund 8,5 Mill.. Der Einnahmeminderung ſteht auch eine Ein⸗ engung der Handlungsunkoſten um etwa 5 Mill. gegen⸗ über. Auch konnten die Steuern um 3 Mill. ermäßigt werden. Dabei iſt es beachtlich, daß die Einſparungen auf dem Gehaltskonto nicht bei den Tarifgehältern erzielt wur⸗ den, ſondern daß man nur die Bezüge der höheren Beamten kürzte. Die Vorſtandsmitglieder erhielten 1933: 697 000 J, der Auſſichtsrat 158 200„. Mit Wirkung vom 1. Januar 1934 ab haben die Bezüge der Vorſtandsmitglieder eine er⸗ hebliche Ermäßigung erfahren. Die Zahl der Angeſtellten iſt von 6 617 auf 6 740 geſtiegen. Die Bank ſah in der Pflege des Mittel⸗ und Kleingeſchäftes ihre wichtigſten Aufgaben. Rück⸗ flüſſe und Abtragungen geſtatteten es im Jahre 1938 13 507 neue Kredite im Betrage von etwa 284 Mill. 4 hinaus⸗ zulegen, darunter 11823 Kredite unter je 20 000 4. Von den gewährten Krediten entfallen 8,43 v. H. auf Geld⸗ und Kreditinſtitute, 11,36 v. H. auf Rohſtoff⸗Induſtrien, 31,13 v. H. auf verarbeitende Induſtrien, 2,52 v. H. auf Tarifunter⸗ nehmungen, 2,01 v. H. auf das Verkehrsweſen, 3,56 v. H. auf die Land⸗ und Forſtwirtſchaft, 17,49 v. H. auf den Han⸗ del, 10,28 v. H. auf das Handwerk und ſonſtige Gewerbe⸗ gruppen, 9,43 v. H. auf nicht gewerbliche Kredite an Pri⸗ vate und 3,79 v. H. an Außenſtände auf Reich, Länder und Gemeinden. „Die Bilanz zeigt einige Veränderungen, die zum Teil mit der neuen Bereinigung im uſammenhang ſtehen. Sie hat im einzelnen nachſtehendes Ausſehen(in Mill.): Aktiva: 1930 1931 1932 1939 Kaſſe, fremoͤe Geldſorten uſw. 20,0 16,9 14,9 14,68 Netenbank⸗Guthaben 20,5 90,4 13,1 12,72 Wechſel, Schatzanweiſungen 361,9 296,1 339,3 330, Noſtro⸗Guthaben 148,8 77,8 50,1 96,10 Reports und Lombards 89,9 46,7 14,4 5,38 Warenvporſchüſſe 265,2 220,5 201,4 126,51 Eigene Wertpapiere 24,8 65,8 87,8 83, Konſortialbeteiligungen 20,5 20,9 18,8 16,69 Dauernde Beteiligungen 10,9 16,1 18,1 10,69 Debitoren 808,7 777,1 762,7 706,01 Bankgebäude 27,9 41,9 40,2 90,80 Sonſtige Immobilien 5, 11,1 10,2 16,40 Verrechnungspoſten— 1,4 9, 4,90 Paſſiva: Aktienkapital 75,0 80,0 80,0 80,0 Reſervefonds 40,5 90,0 80,0 10,0 Kreditoren 1488,5 1309,5 1241,8 1078,5 Akzepte 109,1 179,2 154,7 172,6 Langfriſtige Verpflichtung 84,0 84,0 84,0 50.4 Gewinn 7„——— Penſionsfonds—„⁰ Auf der Aktivſeite fällt der Rückgang der Vorſchüſſe auf verfrachtete oder eingelagerte Waren um rd. 70 Mill. 4 ſofort ins Auge. Die Einſchrumpfung dieſes Geſchäftszwei⸗ ges und der Rückgang der Auslandswährungen drücken ſi h hier deutlich aus.— Der Beſtand an eigenen Wertpapieren iſt um 4,5 auf 83,27 Mill. 4 geſunken, wobei ſich die Be⸗ ſtände an Anleihen uſw. durch Uebernahme kommunaler Umſchuldungsobligationen um rd. 5 Mill.& auf 53,36 Mill. Mark erhöhten, während in ſonſtigen börſengängigen Wert⸗ papieren wohl als Folge von Realiſationen eine Ermäßi⸗ gung um etwa 10,6 Mill. auf 22,20 Mill.& eintrat. Die ſonſtigen Wertpapiere zeigen eine Erhöhung von 3,96 auf 6 Mill. /, wobei die Umwandlung von Außenſtänden in Aktien eine gewiſſe Rolle geſpielt haben dürfte. Des fer⸗ neren beſaß die Bank ultimo Dezember v. J. 2,89 Mill. eigene Aktien, die mit 45,32 v. H. aktiviert ſind. Die Summe der Konſortialbeteiligungen iſt von 18,75 auf 16,60 Mill. 4 gefallen. Gleichzeitig nahmen die dauernden Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfixmen Enach Abgängen und Abſchreibungen“) auf 10,69(13,14) Mill. ab. Die Hugo Kaufmann u. Co's Bank N. V. Amſterdam hat befriedigend gearbeitet und ſtellt wieder 5 v. H. Divi⸗ dende in Ausſicht. Die Ergebniſſe der Kommandite von der Heydt⸗Kerſten u. Söhne, Wuppertal, ſind wieder zufrie⸗ Freundlicher Börsenwochenschluß Bei ruhigem Geschãfi weiier ireundliche Grundsſimmung/ Verlaui erneui beiesſigi Frankfurt ruhig Die Lage am Wochenſchluß war ſehr ruhig, zumal Kundenaufträge faſt vollkommen ausblieben. Die Kuliſſe übte in Erwartung des Abſchluſſes der Transferbeſprechun⸗ gen ſtärkſte Zurückhaltung. Die freundliche Grundſtim⸗ mung hielt indeſſen weiter an. Etwas Nachfrage zeigte ſich für Farben induſtrie, die 76 v. H. gewannen. Auch Deutſche Erdöl höher geſucht. Montan werte ſetzten größ⸗ tenteils etwas niedriger ein. Am Elektromarkt er⸗ öffneten Bekula 7, Geffürel leichter, dagegen Siemens 4 b. H. freundlicher. Hapag 1 v. H. ſchwächer, Nordd. Lloyd gut behauptet. Am Rentenmarkt zeigte ſich kleines Kaufintereſſe für Neubeſitzanleihe, die bis auf 17,65 nach 17,5 anſtiegen, dagegen bröckelten Altbeſitz und ſpäte Schuld⸗ buchforderungen je v. H. ab. Im Verlaufe blieb die Haltung im allgemeinen ruhig, aber freundlich. Weiter feſt waren Deutſche Erdöl mit plus 1 v. H. Die ſpäter notier⸗ ten Werte lagen meiſt leicht erhöht, nur Bemberg mit minus 16 v. H. matt. Stahlvereinbonds unverändert, Neubeſitz zogen bei kleinen Umſätzen weiter bis 17 an, auch Altbeſitz v. H. höher. Tagesgeld 3½ v. H. Berlin ſtill, aber freundlich Infolge des frühen Börſenbeginnes war der Wochen⸗ ſchluß ruhig wie die Vortage. Vom Publikum lagen nur gang vereinzelt kleinere Anlagekäufe vor, die aber kaum ins Gewicht fielen. Die Kuliſſe iſt vor Ab⸗ ſchluß der Transferverhandlungen ebenfalls nicht geneigt, Neuengagements einzugehen, ſo daß die Kurſe heute oft durch Zufallorders beeinflußt wurden. Die Wieder⸗ aufnahme der Dividendenzahlung bei Oberkoks und den Linoleumgeſellſchaften ſowie die günſtige Entwicklung der Steuer⸗ und Zolleinnahmen im April war zwar pſycholo⸗ giſch von Einfluß, konnte ſich aber kursmäßig nicht aus⸗ wirken. Montan werte bei Schwankungen von bis v. H. uneinheitlich, das gleiche gilt für Braunkoh⸗ lenwerte; Ilſe gewannen 2, Eintracht verloren 1 v. H. Kaliwerte gaben um 1 bis 1½ v. H. nach. Farben wieder lebhaft und erneut v. H. höher. Elektrizi⸗ tätsaktien einheitlich gebeſſert und teilweiſe bis 1 v. H. befeſtigt. Schuckert 1 v. H. Auch für Gas werte ſowie Antoaktien in Nachwirkung der guten Abſatzberichte zeigte ſich Intereſſe. Dagegen bröckelten Metall⸗, Bau⸗ und Textilwerte geringfügig ab. Aſchaffenburger Zell 176 v. H. höher. Schiffahrt⸗ und Bank aktien behaupteten ſich. Auch der Rentenmar Et lag ſtill. Für Altbeſitz zeigte ſich auf die Ziehung etwas Intereſſe, Neu⸗ beſitz waren nach freundlichem Beginn bei Käufen einer Großbank 4 v, H. befeſtigt. Induſtrieobligationen lagen unverändert. Im Verlaufe wurden Phönix 96 v. H. höher bezahlt, auch Klöckner überſchritten nach anfänglicher Abſchwächung ihren geſtrigen Schlußkurs. Erdöl befeſtigten ſich um 195 v. H. Bekula waren auf Stillhaltekäufe etwas feſter, Chade bis 8 4. Siemens gewannen 1½ v.., Schubert u. Salzer dagegen verloren 3½ und Süddeutſche Zucker 2½ v.., Linke Hofſmann gaben im Freiverkehr um 374 auf 22¼ nach. Am Rentenmarkt waren Neubeſitz insgeſamt 90 Pf. höher. Der Kaſſamarkt lag uneinheitlich. Von Steuergutſcheinen waren die 95er und g8er Fällig⸗ keiten 12 Pfg. feſter, die Kauforders konnten nur zum Teil aufgeführt werden. Von Reichsſchuldͤbuchſorderungen notierten u..: Ausgabe J: 95er: 100.25., 40er: 95.37— 96,12, 49er: 94—94.87, 49er: 94—94.45, 44/48er: 94.12.— 98.75—94.50. Ausgabe II: 43er:94.87 Br., 44/48er: 94.12— 94.87. Wiederaufbau: 44/45er: 54.12—55.25, 46/48er: 54— 55.25. Die Börſe ſchloß in freundlicher Haltung, im Ver⸗ lauf eingetretene Befeſtigungen konnten ſich überall be⸗ haupten. Farben waren nachbörslich mit 134.87 und Neu⸗ beſitz mit 17.70 zu hören. Der Gelödmarkt war unverändert. Der Satz für Blankotagesgeld für erſte Adreſſen erforderte unverändert 4 bis 4,25 v. H. In Privatdiskonten lag etwas Angebot vor. Das Geſchäft in Reichswechſel und Schatzanweiſungen war ruhig. » Steuergutſcheine⸗Notierungen vom 26. Mai.(Eig. Dr.) Fälligkeit 1094 103,8; 1995 102,1 rep.; 1936 98,6; 1937 94,5; 1988 93,1 rep.; Durchſchnitt 98,4. Pfund ſeſter Am internationalen Deviſenmarkt war das Pfund international weiter befeſtigt und ſtieg in Paris auf 77,18/ und in Zürich auf 15,65. Der Dollar war international wenig verändert, nur gegenüber dem franz. Franken trat eine Befeſtigung auf 15,14½ ein. „geſchäft haben ſich weiter erhöht. denſtellend. Die Verhältniſſe bei der Rumäniſchen Bank⸗ anſtalt in Bukareſt, an der neben der Commerzbank auch die Dresdner Bank beteiligt iſt, ſind wenig günſtig. Die Debitoren weiſen eine Verminderung um 57 auf 706 Mill. Mark auf. Neben dem Verfall der Auslandswährungen und den Abſchreibungen ſpielen Umbuchungen als Folge der Uebernahme kommunaler Umſchuldungsanleihe bei der Schrumpfung eine Rolle. Während das Konto Bankgebäude mit 39,80(40,15) Mill. gegen das Vorjahr faſt unver⸗ ändert iſt, wurden auf die ſonſtigen Immobilien erhebliche Abſchreibungen vorgenommen, ſo daß ſie nur noch mit 16,4 (19,2) Mill. 4 erſcheinen. Auf der Paſſivſeite wird das Aktienkapital mit wieder 80 Mill./ ausgewieſen. Der Reſervefonds er⸗ mäßigt ſich durch die ſchon geſchilderten Entnahmen auf 10 (30) Mill. /. Neu erſcheint ein Penſionsfonds mit 2 Mill. Mark, der aus ſtillen Reſerven dotiert worden iſt. Kredito⸗ ren hatten 1078,51(1 241,84) Mill./ zu fordern. Dabei ſind die ſeitens der Kundſchaft bei Dritten benutzten Kre⸗ dite durch Einſchrumpfung dieſes Geſchäftszweiges und durch den Rückgang der Auslandswährungen um rund 98 Mill.& kleiner geworden. Bei den übrigen Kreditoren iſt eine Verminderung um etwa 65 Mill./ feſtzuſtellen, die hauptſächlich in dem Abzug von Auslandsgeldern und den Kursrückgängen der Auslandsvaluten begründet iſt. Die Auslandsverpflichtungen betragen zur Zeit noch rund 250 Mill. /. Die langfriſtigen Verbindlichkeiten(Dollar⸗ Notes) ſind mit 50,40(84,00) Mill./ eingeſetzt. 8 Mill. Dollar⸗Notes wurden in 1933 zurückgekauft und getilgt; der Reſt von 12 Mill. Dollar iſt zum Kurſe von 4,20/ ein⸗ geſtellt; unter den Debitoren iſt ein gleichhoher Betrag zu gleichem Kurſe enthalten. In 1934 wurde der Rückkauf der Notes fortgeſetzt. Die eigenen Indoſſementverbindlichkeiten der Bank be⸗ trugen Ende 1933 241,00(154,86) Mill.. Davon entfal⸗ len 89 Mill. auf Bankakzepte(in 1932 waren es 82 Mill. Mark). Darin ſind die Giroverbindlichkeiten aus garan⸗ tierten Ruſſenwechſeln mit etwa 43 Mill. und das Obligo für die bei der Golödiskontbank eingereichten Wechſel der Kundſchaft mit 1,8 Mill.& erſtmalig enthalten. Ein Teil der Erhöhung entfällt auch auf Wechſel, die im öffentlichen Intereſſe von der Commerzbank giriert worden ſind.— Die Zahl der Geſchäftsſtellen iſt kaum verändert. Die Zuſam⸗ menlegung des Filialnetzes der Großbanken hatte bisher nur einen beſcheidenen Erfolg und ſtößt auf große Schwie⸗ rigkeiten.— Die Tilka iſt in unverändertem Umfange in Anſpruch genommen. In dem Aktienbeſitz der Commerz⸗ bank haben ſich weſentliche Verſchiebungen nicht beobachten laſſen. Die Golddiskontbank beſitzt nach wie vor die Mehr⸗ heit oͤes AK. Wenn die Commerzbank auch nicht mehr an die Aktioncre zwecks Bringung von Opfern zu appellieren braucht, nach⸗ dem das Kapital 1932 im Verhältnis von 10:3 zuſammen⸗ geſchnitten wurde, kann ihnen die diesmalige zweite Ge⸗ neralbereinigung der Bilanz nickt gleichgültig ſein. Es iſt für die Aktionäre aber beſſer, mit ſanberen Verhältniſſen rechnen zu können, als wenn Verluſte oder drohende Ein⸗ bußen weitergeſchleppt werden und den Wiederaufſtieg der Bank behindern. Im Jahre 1032 hatte der Staat insgeſamt 77,2 Mill. unverzinsliche Schatzanweiſungen für die Sanierung der Commerzbank zur Verfügung geſtellt. Jetzt wird zur Säuberung des Rechnungswerkes eine Summe beanſprucht, die wohl etwas niedriger iſt als die eben ge⸗ nannte, die aber doch noch groß genug erſcheint, um die ver⸗ heerenden Folgen der Wirtſchaftskriſe und der Vertrauens⸗ kriſe der letzten Jahre für den deutſchen Bankenapparat zu beleuchten. Man darf nunmehr hoffen, und die Zwi⸗ ſchenbilanzen der Banken ſprechen auch dafür, daß jetzt der 2 10 neuer Blüte für die deutſchen Großbanken ge⸗ öffne. chemische Werke H. E. Alheri AG. O Frankfurt a.., 20. Mai.(Gig. Dr.) Die Geſell⸗ ſchaft iſt zumeiſt auf den Inlandsmarkt eingeſtellt und ver⸗ zeichnet infolgedeſſen eine Geſchäftsbelebung. Die nachteiligen Rückwirkungen von Preisrückgängen verſchie⸗ dener Erzeugniſſe konnten durch günſtige Rohſtoffein⸗ S 1 ſatz in Düngemitteln i run v. H. gegenüber dem Frü rsu 1082. Die Produktion Echwefelſäure hsbt, doch iſt eine volle Ausnutzung der Schwefelſäurefabrik infolge größerer Einfuhr von ausländiſcher Schwefelſäure nicht möglich geworden. Die Umſätze im Chemikalien⸗ Nach 0,89(1,02) Mill.“ Abſchreibungen und 0,15(—) Rückſtellungen auf Betei⸗ ligungen, wohl auf die NMannheimer Anlagen der Gebr. Zimmer Gmb H, wird einſchließlich 202 265 4 Gewinnvortrag der Reingewinn mit 443 592/ vor⸗ getvagen. Ueber die pharmazeutiſche Abteilung wird von erhöhtem Inlandsabſatz und weiteren Exporterſchwerungen berich⸗ tet. Zum Zwecke der Wertberichtigung und um künftig wieder Dividende zahlen zu können, wird das Stamm⸗ kapital von 7,5 Mill.„:5 und die 42750/ VA. 57:40 zuſammengelegt. um das Gmbc.⸗ Kapital der Gebr. Zimmer völlig gegenüber dem jetzigen Anteil von 0,7 Mill. zu erwerben, und zwar teilweiſe durch Barzahlung und teilweiſe gegen Ausgabe neuer Ak⸗ tien bis zu 1,3 Mill. /¼, ſoll das zuſammengelegte Gruno⸗ kapital von 5 Mill. 4 wieder auf 6,3 Mill. St. A. erhöht werden. Der Buchgewinn wird zu Ab⸗ ſchreibungen auf Grundſtücke und Anlagen ſowie zu Ab⸗ ſchreibungen und Rückſtellungen, die ſich zum Teil erſt im neuen Jahr als wünſchenswert ergeben haben, Verwen⸗ dung finden. Die Bilanz zeigt(alles in Mill.): Grundkapital 7,54(7,54), geſetzl. Reſerve 0,754(0,754), Rückſtellungen für Steuern 0,11, auf Beteiligungen 0,15(—), Verbind⸗ lichkeiten 0,6(0,5), auf der anderen Seite erſcheinen Grundſtücke 1,04(1,04), Gebäude 0,48(0,51), Maſchinen 1/13 (1,35), Beteiligungen 3,2(8,22), hierunter bekanntlich nom. 3,1 Mill. Aſchaffenburger Zellſtoff⸗Aktien mit 83 v. H. Kurswert eingeſetzt. Das Umlaufvermögen ſtieg auf 4,29(3,5), Außenſtände 0,47(0,37), Konzernforbe⸗ rungen 0,84(0,64), geleiſtete Anzahlungen 0,35(0,002), Bankguthaben 0,34(0,25). Im neuen Fahr hielt die günſtige Entwicklung im Chemikaliengeſchäft an. Das Frühjahrsdüngemittelgeſchäſt brachte aber einen erheblichen Rückgang. Schuld hieran waren neuentſtandene Konkurrenzfabriken ſowie die Ein⸗ fuhr von ausländiſchem Thomasmehl und Superphosphat in großen Mengen. * Berliner Metall⸗Notierungen vom 26. Mai. 99 Dr.) Amtlich: Elektrolytkupfer(wirebaxs) prompt eif Hamburg, Bremen eder Rotterdam 46,75/ für 100 Kilo; Originalhüttenweichblei 16—16,50; Standard⸗Blei per Mai 15,75—46,25; Originalhüttenrohzink ab Nordd. Sbationen 19,50—20; St.⸗Zink 19,25—19,75. Adam Opel AG. In der GV. wurde der Abſchluß genehmigt.(Oewins 1933: 5,01 Mill. 4; von der alten Unterbilanz bleiben da⸗ nach noch 11,39 Mill. bei)0 Mill./ AK.). Ausgeſchieden aus dem AR. ſind Fred Fiſher, Albert Bradley und Ch. Fiſher, neu gewählt in den AR. wurden Bank⸗ direktor Franz Belitz(Vorſtandsmitglied der Reichs⸗ kreditgeſellſchaft AG., Berlin) und Dr. Carl Lüer(Prä⸗ ſident des Rhein⸗Mainiſchen Induſtrie⸗ und Handelstages, Frankfurt a..). Von der Firma werden noch folgende Zahlen mitgeteilt: Es wurden in 1934 bis einſchl. 24. Mai 10,6 Mill. Lohnſtunden geleiſtet gegenüber 5,1 Mill. während der entſprechenden Periode des Vorjahres. Der Wagenabſatz im Inlande erhöhte ſich ſtückmäßig in der gleichen Zeit um 113 v. H. gegenüber dem Vorjahre. Der Automobilexport konnte um Z4 v. H. geſteigert werden. Ende 1933 beſchäftigte die Firma 10 010 Leute, am 24 Mai betrug die Zahl der Werksangehörigen 17 417. Der gegenwärtige Auftragsbeſtand bürfte auch für die nächſten Monate eine Vollbeſchäftigung des Werkes ſicherſtellen. Haier weiter ſesi OBerliner Getreidegroßmarkt vom 26. Mai.(Eig. Dr.) Am Wochenſchluß hat das Geſchäft am Getreidemarkte keine Belebung erfahren. Für Roggen hatte die Nachfrage der Mühlen angehalten, während Weizen ſaſt ausſchließlich in beſten Qualitäten geſucht wurde, waren die Forderungen und Gebote ſchwer in Einklang zu bringen. Die Preiſe waren im allgemeinen behauptet. Für Exportſcheine blieb die Aufnahmeneigung gering. Weizenexportſcheine: Juni 158,25, Juli 159,25; Roggenexportſcheine: Juni 115,25, Juli 116,—, alles eher Brief. Weizen⸗ und Roggen mehle hatten kleines Bedarfsgeſchäft. Das Offertenmaterial in Hafer hatte ſich nicht verſtärkt und die Forderungen lau⸗ teten unnachgiebig; am Lieferungsmarkt war die Stimmung feſter. Gerſte bei ruhigem Geſchäft gut behauptet. Amtlich notiert wurden: Märk. Weizen ab Stat. geſ. Erzeugerpreis W 2 188(Mühlenpr. 194);'ö3 191(197); 'ͤ4 193(199); dto. Roggen R 2 157(163); R 3 160(166); R 4 162(168) ſtetig; dto. märk. Roggen frei Berlin 166; Gerſt e: Brau, gute frei Berlin 172 bis 176(ab märk. Station 163—167); Sommer mittl. Art und Güte 167—171(157—162) ruhig; Märk. Hafer 171 bis 176(162—167); dto. Juli— bis 171,50 Gelo, ſtetig; Weizenmehl mit 15 v. H. Auslands⸗ Weitzen 0,75„ Aufg.; mit 30 v. H. Ausl.⸗W. 1,50„ Aufg.; Type 0,700 II 26,25; III 26,70; IV 27; zuzügl. 0,50 vacht⸗ 0 feinere Typen über Notiz, ſtetig; Roggenmehl Ba⸗ ſis Type 815 II 2,50; III 22,95; IV 25,25; zuzügl. 0,50 4 Frachtausgl. feinere Typen über Notiz, ſtetig; Weizenkleie 14,75; Weizengrießkleie⸗Bollmehl plus 0,75 ruhig; Rog⸗ genkleie 10,20; Roggen⸗Grießkleie plus 0/75 4 feſt, per 50 Hnotierten Erbſen: Vikt. 20—22, kleine 14—17; Futter 9,5—11; Peluſchken—8,25; Ackerbohnen 8,10—8,90: Wicken—7,50; Lupinen, blaue 5,85—0,25; dto. gelbe 7,50 bis 8,30; Seradella, neue—; Trockenſchnitzel 5,20 Kortoffelflocken 7; oto. Berlin 7,35; Miſchfutter einf Mz3 7,80; ausſchließlich MZ notierten Leinkuchen 5,70 Erdnußkuchen 4,90; Erdnußkuchenmehl— Extrahiertes Sojabohnenſchrot ab Hamburg 4,60; dto, ab Stettin 4,70. Nürnberger Hopienmarki s. Nürnberg, 25. Mai.(Eigenbericht.) Die Berichtswoche, die nur vier Geſchäftstage umfaßt, hatte trotz der Pfingſtfeiertage wieder ſehr lebhaften Ge⸗ ſchäftsverkehr. Es beſtand täglich anhaltend ſtarke Nach⸗ frage, ſo daß Tagesumſätze von mehr als 1000 Zentner zu verzeichnen waren. Vor allem beteiligten ſich die inlän⸗ diſchen Brauereien und der Kundſchaftshandel am Einkauf. Auf den Export kamen von dem 2000 Ballen betragenden Geſamtwochenumſatz diesmal nur noch etwa 300 Ballen, die faſt reſtlos auf amerikaniſche Rechnung gehen. Gehandelt wurden vornehmlich nur noch Hallertauer, von denen immer noch größere Quantitäten zur Verfügung ſtehen. Die übrigen Provenienzen ſind faſt reſtlos ausver⸗ kauft. Geſamtwochenzufuhr 300 Ballen. Die Notierungen ſind noch unverändert, und zwar gehen dieſe für Hallertauer von 180—220, für Spalter und Tettnanger von 210—235, für Gebirgshopfen von 170—190 und für Württemberger Badener bis 190/ je Zentner. Wochenſchlußſtimmung ehr feſt. In den Hopfenanlagen haben infolge der kalten Nächte die Pflanzen verſchiedentlich Schaden gelitten, der ſich in einem Gelbwerden des Blattwerkes äußert. Ergie⸗ biger warmer Regen tut not. Am Saazer Markte gleichfalls anhaltende Nachfrage, jedoch infolge ſchwachen Angebots nur geringe Umſätze. Die Stimmung iſt ſehr feſt und der Preisrahmen hat ſich weiter verengt. Notierungen von 1450 bis 1600 Kronen.— Weſtliche Märkte dauernd ruhig. Notierungen in Brüſſel 1000 bis 1025 Fr. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 26. Mai.(Eig. Dr.) Schluß Weizen(in Hfl. p. 100 Kilo) per Mai 609. Juli 3,126, Sept. 925; Nov. 3,0; Mait(in Hfl. p. Laſt 3000 Killo) per Mai 53; Juli 56,50; Sept. 56,75; Nov. 57,50. * Liverpooler Getreidekurſe vom 26. Mai.(Eig. Dr.) Anfang Weizen(100 lb.) Tendenz ſtetig per Mai 4,5987 Juli 476; Okt. 4,10; Dez. 4,1196; Mitte ſtetig per Mai 4,596; Juli 4,76; Okt. 4,10; Dez. 4,114. * Badiſche Obſtärkte. Bühl: Erdbeeren 43—48, Atr⸗ ſchen 15—20 Pfg.— Altſchweier: Eroͤbeeren 40 Pg. — Oberkirch: Croͤbeeren 35—45, Kirſchen 16—22 Pfg. * Badiſche Spargelmärkte. Schwetzingen: Zufuhr 23 Ztr. 1. Sorte 28—95, meiſt 30, 2. Sorte 20—25, meiſt 20, 3. Sorte 15 Pfg. Marktverlauf langſam.— Grehen: Zufuhr 50 Ztr. Preiſe: 1. Sorte 30—35, 2. Sorte 15—20, 3. Sorte 10 Pfg. Marktverlauf lebhaft.— Knieläingen: 1. Sorte 35, 2. Sorte 20, 3. Sorte 15 Pfg. * Weißenheimer Obſtgroßmarkt. Es koſteten Spargeln 1. Sorte 27—93, 2. Sorte 10—15, Kirſchen 16—20, Eroͤbeeren 45—52, Erbſen 16—25 Pfg. * Magdeburger Zuckertermin⸗Notierungen vom 26. Mai. (Eig. Dr.) per Mai 90 B 9,60 G Juni 5,0 B 9,70 G. Juli 9,0 B 9,70 G; Auguſt 4 B 9,80 G; Sept. 4,10 B 3,90 G; Okt. 4,10 B 4 G; Dez. 4,20 B 4/0 G; Tendenz ſtetig.— Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage—; per Mai 32,25; Juni 32,40; Tendenz ruhig; Wetter unbeſtändig. * Bremer Baumwolle vom 26. Mai.(Eig. Dr.) Amerkk. Univerſal Stand. Middl. Schluß 18,21. * Hamburger Schmalz⸗Notierung vom 25. Mai.(Eig. Dr.) Schmalz(Tendenz ſtetig) ameeikaniſches 8 tranſ. ab Kai 14 Dollar; Pure Lord verſch. Standardmar⸗ ken raffn. p. 4 Kiſten je 25 Kg. netto tranſ. ab Kai 16,50—17 Dollor; Hamburger Schmalz in Dritteltynren, Marke Kreuz, verzollt ab Zollſtadt 154 /. O Acb. für chemiſche Induſtrie, Gelſenkirchen.— 436 v. H. 26. Mai.(Eig. Tel.) Nach Vornahme von 219 210(220 991) Mark Abſchreibungen ergibt ſich ein Reingewinn von 171249(189 696), der auf Grund des JG.⸗Vertrags von der Sachtleben Ac. für ergbau und chemiſche Indu⸗ ſtrie, Köln, übernommen wird. Gleichzeitig ſtellt die Sachtleben AG. den für die Ausſchüttung der vertrags⸗ mäßigen Dividende von 4%(5) v. H. nötigen Betrag zur Verfügung. — r100f Der große Tagim Stadion Aimunnennuuoupuuunnafapnunnununnounnmannmmmmnnunnunnunnnunnmnnmuunmmmnmunmffetäfünnnmnnmnnnnnnnannnaannunnnnnnnnmnunnnnumaanurnanuuunnmnnnnnnnauunnouunnumuunuununamu. 2 Auf je 50 Eintrittsftarten J Freiflus(Ausſosung)— Sonni⸗9 den Jun¹ 19 00 2 O g1100 a¹1 10vu 4400 40 420 vaensſog„noang doiepub uoagg zouigogun 218 uollnut 4188 eieeee e ie iee enaebenv add di0 ind zdoans“ 10⁰0 guaj ⸗Aunz onv“ du ga uobva eun udbuvaguvaog 3 uv ohi usw h iieen eeeeehn een ie e eeec dieiee ehie ⸗nogog gouſo nva 91/v ohaig dag gee nohrg a g. eieeneeiee en en ene ie eeene ie eneeg udusgogoduv geyv gan vagoch uuvg gnut ud 80 uudg uobnz, uohnoonou 400 aenoenda gve u Pnane aocezat aomutt zqiea Moghegunc die ago uohnn ns gun uu uung ooo 1088 egmegeeenn ieiemeehne ee ſaiuck Jee i e e eine inh ihec eeie in egines 0 1 usgungs avod uid æppn gun 1 unoſs zogusgoolmv uid a gog glpan Ridagg udaobilie ese6 ſph ach uſd bangoluvch uga oghpic aog u 20S uoueiſ aouie env ei e nen iee un u ece bun we iien iineen een iehet inien e aogoia uvm cniai ciogz iunag Sao g do icn ieene it udgier Jhnu a gog ugſoch uouſd ne gvagonbchuckco Louſd unozg noous moe ne echeieeineeen ee eieinecee neeugeg 70 oa Pvaoqu— uovunbimegsgjagß zuscpunzcé gun uolloutaiß Inv uuszcß zcbunl siv eun feuviov zhnch zounn z00 inv vach um Jo ach uovunbociog dounmuv gag zoqn ou noal qum unegu ade Gbu davsig aurd hnoa uadnocping uoc zoſun z2gu 469 guv uoazoch udnoquv ohv 1l vacog) — aiato u eae uuee eun aeee heneen ie it MPang 910 ueLudach 200 givcneuu Syanſvu uscpput lac udg und9 onv ohil zar un undd Sgen eeie e aag gocol noon ⸗wagog guvufnsjaovons 2% giequaſog uoazech 10 gun uosuyg ichS ud uv uobunzſdg dach inv öneog ui Diebaugna gamarg i en eneh in iee iee ien eie n g un euvſo Sjeoac ge uunvagzlochlholoch udg u gaiat qusgz m — WSog an Aahee ieennn ieeene ie ihen ca elgag Sii0 a0% — Ul Lvo cafat oraicn Kogeig no:Mudg cdun Guuaai givg eeen ien e eee en eieee eiieng e äih —„¹e uaa uscboach eun iS uv cpubon uoguog 2188“:9 jgog gni02 uune? 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Die Nachmittagspoſt hat einen Brief des Korrepetitors gebracht, der umgehend verſchiedene Anweiſungen erbittet. Und während Georg die Antwort ſchreibt, erſteht um ihn her die Arbeit mit allem Drum und Dran, die geliebte Arbeit. Am nächſten Montag bin ich wieder mitten drin im Betriebl denkt er und freut ſich. Zu⸗ weilen, wenn unten eine Tür ſich öffnet, dringt der Ton einer hohen, hellen Frauenſtimme herauf. Ly ſingt den Leutchen im Ge⸗ ſellſchaftszimmer etwas vor und begleitet ſich ſelbſt ſchlecht und recht.„Schöne Nacht— o Liebesnachkt.“ An der Barkarole hängen für Georg Erinnerungen. Damit hat ſie ihm das Herz abgewonnen, und es wäre ihm lieber, wenn ſie gerade dies da unten nicht zum beſten gäbe; aber das ſind ſchließ⸗ lich Gefühlsſachen. Er klingelt, beſtellt ſich das Abendeſſen aufs Zimmer und be⸗ auftragt den Kellner, Ly zu ſagen, er habe zu tun. Endlich kommt Ly.„Nein, ſo was! Hier brüteſt Du?“ ſagt ſie vorwurfsvoll.„Gerade, als ob Du im Dienſt wärſt.“ „War ich auch. Ein amtlicher Brief.“ „Der hätte ſich doch wohl verſchieben laſſen. Alle haben Dich ſo vermißt.“ Er lächelt.„Ich nehme an, daß ſie es überlebt haben. Sie hatten ja Dich. Ich hörte Dich ſingen.“ „Es war gar nicht nett von Dir, daß Du mich nicht begleiteteſt, dann hätte es noch viel mehr gewirkt, aber ſie waren auch ſo ſchon ſehr begeiſtert.“ „Na, alſo!“ „Du hätteſt nur hören ſollen, was man mir alles geſagt hat. Du wäreſt ſtolz auf mich geweſen.“ „Das bin ich auch ſo,“ ſagte er zärtlich. Es ſcheint faſt, man hat ihr ein wenig zuviel geſagt, denn nach einer Weile fängt ſie wieder an.„Alle fragten mich, weshalb ich nicht bei der Bühne geblieben bin, auch Leutnant Ulbrich, von dem Du doch ſelbſt ſagſt, daß er viel muſikaliſches Verſtändnis hat.“ Ein Schatten geht über ſein Geſicht. Er war ſo ſicher, daß ihr Künſtlertraum ausgeträumt ſei. Fängt ſie nun doch wieder davon an, ſelbſt in ſeinen Armen? „Liebling, das iſt doch erledigt,“ ſagte er ſanft. „Warum erledigt? Weshalb ſoll ich nicht meine Laufbahn machen ſo gut wie Du?“ Er liebt ihre Stimme, wie er alles an ihr liebt, aber Karriere? Ach, du lieber Himmel! Er möchte ihr auch den geringſten Stein aus dem Wege räumen, und wo lägen die Steine dichter gehäuft als auf einer Bühnenlaufbahn dritten Grades? „Du wirſt als meine Frau Deine Laufbahn machen!“ ſagt er ganz ohne Eitelkeit, den er kennt ſeine Gaben und weiß, daß man bald ſeinen Namen neben denen der großen Kapellmeiſter nennen wird. Dann küßt er ſie, und in ſeinem Blick liegt alle Betörung der Welt, aber Ly denkt: Wo ſteht denn das geſchrieben, daß die Frau ſozuſagen ein Monc iſt, der ſein Licht nur von der Sonne „Mann“ erhält?„Du mußt es mir doch nachfühlen können, daß ich auch für mich ſelbſt etwas möchte und nicht nur auf Grund Deiner Verdienſte. Und wenn Du mich ſchon nicht als Elevin be⸗ ſchäftigen willſt—“ „Kannſt!“ wirft er ein, aber ſie beachtet das nicht. „— ſo werde ich wenigſtens in den Dramatiſchen Klub eintreten. Du haſt ſelbſt geſagt, daß ich Bühnentemperament habe. Das will ich nicht brachliegen laſſen,“ ſagte ſie, und nun klingt Eigenſinn durch ihren Ton. Rosladin lächelt. Der Dramatiſche Klub iſt eine Dilettanten⸗ vereinigung der guten Geſellſchaft von Hanſaburg, ein Amüſier⸗ klub, der zur Erweiſung ſeiner Daſeinsberechtigung Wohltätig⸗ keitsvorſtellungen veranſtaltet, die meiſtens ebenſoviel koſten als ſie einbringen. Aber wenn der Sinn ſeiner kleinen Frau ſo ſehr danach ſteht, ſo wird er gewiß nichts dagegen einwenden. Er wird ſie ja ohnehin oft genug allein laſſen müſſen. * Groß iſt das Bedauern, als Rosladin erklärt, daß er am nächſten Vormittag nicht mehr mit zur Sprungſchanze gehen, ſon⸗ dern abreiſen würde. „Nicht möglich! So bald ſchon?“ Man bittet Ly, ihm gütlich zuzureden, aber ſie zuckt die Achſeln. „Wenn Sie wüßten, wie machtlos ich gegen meines Mannes Arbeitswut bin.“ Rosladin lacht dazu, ſagt, daß die Pflicht rufe, daß der Menſch nicht immer nur von Süßigkeiten leben könne, daß des Dienſtes ewig gleichgeſtellte Uhr— und ſo weiter, und ſo weiter— Im Grunde aber iſt ihm die Abreiſe recht; ſchon ſpürt er Heimweh e Sonntags⸗Blatt der Neuen Mannheimer Zeitung ————————————————————————————————— nach den Sielen und eine regelrechte Zugvogelunruhe. Großartig ſind dieſe Sonderferien geweſen, eine ſtrahlende Seite im Lebens⸗ buch, aber man ſoll niemals ſo lange feiern, bis die feine Grenze erreicht iſt, wo Vergnügen und Langeweile ſich berühren. Schließlich ſetzt er ſich noch an das etwas zerhackte Klavier und ſpielt Beethovens Sonate„Les Adieux“, und nach dieſer Ab⸗ ſchiedsgabe wird das Bedauern überſchwenglich groß. Am nächſten Morgen verſucht er, ſich mit Ly heimlich wegzu⸗ ſtehlen, aber es glückt nicht. Auf dem Bahnſteig ſteht die ganze Bewohnerſchaft des Hotels mit ſo viel Sträußen, daß ſie für den Abſchied einer Primadonna ausgereicht hätten, und unter Winken, Tücherſchwenken und Schi⸗Heil⸗Rufen zieht die Lokomotive an. „So, nun iſt die Hochzeitsreiſe vorüber,“ ſagt Ly. Es ſoll ein Scherz ſein, klingt aber etwas wehmütig, und Rosladin lächelt, während er ſie in den Arm nimmt. „Das Ende Ouvertüre, Schatzi. Sie war ſchön, aber das eigentliche Stück ſoll noch ſchöner werden. Jetzt beginnt erſt in Wahrheit unſer gemeinſames Leben.“ Am ſpäteren Nachmittag langt man in Hanſaburg an. Bisher hat Georg in der alten Stadt nur ein Arbeitsfeld geſehen, wie er deren ſchon mehrere gehabt hat. Heute hat er zum erſtenmal ein warmes Gefühl des Nachhauſekommens. „Ly, da iſt Eva!“ vuft er und ſchwenkt den Hut zum Fenſter hinaus.„Da drüben ſteht ſie.“ Eva hat ſich eben mit Mühe einer Bekannten entledigt, die ihr durchaus von einem Techtelmechtel zwiſchen dem lyriſchen Bariton und der Hochdramatiſchen erzählen wollte.„Durch Herrn Rosladin könnten Sie doch gewiß Näheres erfahren, meine Liebe?“ „Ich traue ihm nicht zu, daß er ſich dafür intereſſiert,“ ſagt Eva ungeduldig und wendet ſich ab. Sie iſt nie für Stadtklatſch zu haben geweſen und am wenigſten heute. Den ganzen Tag hat ſie nichts weiter denken können als: Sie kommen, ſie kommen! „Gnä' Frau ſind ja ganz aus der Tüt,“ hat Frau Schröder geſagt, als ſie immer wieder die Heizung und Schmückung der Zimmer beaufſichtigte. So, und nun ſind ſie da, und Evas Hand zittert ein wenig, als ſie mit ihrem Roſenſtrauß winkt. Ly ſteht vor ihr, ganz wie immer, heiter, ſelbſtbewußt, forſch. „Tag, Muttſch. Wie geht's? Aber daß Du Dich ſogar mit Blumen bemüht haſt!“ Das iſt alles. Es iſt eben nicht ihre Art, Gefühle zu zeigen, und einen Kuß auf dem Bahnſteig findet ſie abgeſchmackt. Aber jetzt kommt Rosladin, und alle Wärme, die Ly vermiſſen läßt, liegt in ſeinem Weſen, als er ſich tief über Evas Hand beugt. Du lieber Menſch! denkt ſie und weiß nicht recht, was ſie ihm ſagen ſoll, aber es iſt eine alte Erfahrung, daß die Worte ſpärlich tröpfeln, wenn das Herz voll iſt. Sie fragt nach dem Wetter und der Reiſe und kommt ſich ſelber töricht vor. „Komm, wir haben Dir viel zu erzählen, maſſenhaft ſogar,“ ſagt Georg und legt die Hand auf ihren Arm.„Ly hat Furore gemacht und——“ Aber ſie tritt zurück.„Ich bin ſehr, ſehr neugiertg, Georg, aber ich komme morgen. Heute nicht.“ „Warum denn? Was haſt Du vor?“ „Nichts.“ „Na, alſo.“ „Ich wollte Euch nur begrüßen. Ihr kommt zum erſtenmal in Euer Heim und——“ Er ſieht ſie forſchend an und lacht ein bißchen.„Eva! Du denkſt doch nicht gar, daß Du uns ſtörſt? Auf Dich habe ich mich gerade gefreut.“ Sie ſchüttelt den Kopf.„Trotzdem gibt es Stunden, in denen jeder Dritte überflüſſig iſt, und, kurz und gut, ich komme morgen vormittag.“ „Dann bin ich im Dienſt, leider. Ich habe viel Arbeit nachzu⸗ holen.“ „Muttſch iſt wieder einmal übertrieben gefühlvoll,“ ſagt Ly, aber ſie unterſtützt ihres Mannes Aufforderung nicht. Sie wäre in der Tat lieber mit ihm allein. „Erlaube wenigſtens, daß wir Dich im Wagen bis in die Goetheſtraße mitnehmen.“ „Danke, mein Junge. Ich habe Kopfweh und möchte lieber gehen. Und nun haltet Euch nicht auf! Frau Schröder hat zur Feier des Tages ſchlemmerhaft gekocht. Georg lacht, dreht hilflos die Handflächen nach außen. „Iſt das eine Mama! Nichts damit anzufangen. Na, dann aber guf baldiges Wiederſehen!“ (Fortſetzung folgt.) ——— Sonntags⸗Blatt der Neuen Mann heimer Zeitung ———————᷑᷑?;————————————————————————————————————————————:————:::::::::—::—————...—..— Der ſtille Georg J,. Erzählung von Karl Neurath Fern über den Höhen der Maas war der Tag verſunken. Wir lagen erwartungsvoll in einer Wieſenmulde, durchweicht vom ſtrömenden Regen, und müb. Seit acht Tagen ſchon waren wir den unausgeſetzt zurückgehenden Franzoſen unermüblich auf den Ferſen. Es waren anſtrengende Märſche und jedermann freute ſich der Ruhe. Gegen zehn Uhr wurden wir vorgezogen; Artilleriedeckung. Mouzon, ein Städtchen am linken Ufer der Maas, ſollte beſchoſſen werden, weil der Feind ſeine Truppen dort mit der Bahn abzu⸗ ſchieben verſuchte. An einem Straßendamm kam mein Zug in Deckung, auf der rechten Flanke der Batterie, die bald Schuß auf Schuß in die Nacht hinausſandte. Ich lag unter einem Baum, der den ſtrömen⸗ den Regen etwas abhielt. Neben mir lehnte mein Burſche, ein ſtiller, beſcheidener Menſch, willig und treu, aber immer wortlos. Ein ſchweres Leid ſchien ihn zu bedrücken. Aber ſeitſam, ſooft ich ſchon danach hatte fragen wollen, ich ſcheute mich, an etwas zu rühren, was er verborgen halten wollte. Wir lagen ſtill und die Batterien ſeuerten. Die Nacht war ſo merkwürdig, feierlich faſt, trotz des Getöſes der Geſchütze, an denen man im Schein einiger Laternen die Kanoniere arbeiten ſah. Da trat mir die Frage auf die Lippen, die ich ſchon lang mit mir herumtrug, und ich erſchrak, als ich ſah, wie der ſtille Mann beim Klang meiner Stimme zuſammenfuhr. Vorwärts der Straße warf mein Zug einen Schützengraben auf; die kurzen Spaten klirrten auf den Steinen. Zwiſchen meinem Burſchen und mir war ein langes Schweigen. Ich be⸗ reute ſchon, daß ich vorwitzig geweſen war, aber es war nicht Neugierde, was mich bewogen hatte, es war Mitgefühl. In drei Schlachten ſchon und auf mehreren Spähgängen war der ſchweig⸗ ſame Mann nicht von meiner Seite gewichen, aber geredet hatte er nie ein Wort, ohne daß er gefragt worden war. Selbſt bei Tremblois, wo ihm eine abgeprallte Schrapnellkugel die Feld⸗ flaſche aus der Hand ſchlug, als er ſie eben an den Mund ſetzte, hatte er nur ein unterdrücktes Brummen hören laſſen. Mauchmal allerdings blitzten ſeine Augen auf, manchmal zuckte auch wohl ſeine derbe Fauſt, wie in einem Krampf, aber er hatte ſich immer gleich wieder in der Gewalt. Nun hob er plötzlich den Kopf und ſah mich offen an.„Jal“ ſagte er ruhig,„ich bin traurig, aber nicht eigentlich aus Ab⸗ ſchiedskummer. So viele hat der Krieg aus Glück und Freude herausgeriſſen; mich nicht. Mir hat er aus dem Elend geholfen, aus Verzweiflung faſt und Not. Es iſt eine lange Geſchichte, aber nicht erzählenswert; und es betrifft eigentlich auch nicht mich, es betrifft meinen Bruder. Ich habe gut an ihm handeln wollen, und ich habe vielleicht ſchlecht gehandelt, und wenn wir beide wiederkehren ſollten, wüßte ich nicht, wie wir miteinander fertig werden ſollten.“ Er ſenkte den Kopf und ſtarrte wieder vor ſich hin. „Einer muß fallen!“ ſuhr er nach einer kleinen Pauſe ſort. „Mord und Totſchlag gäbe es vielleicht, wenn wir beide wieder beimkämen. Und doch, ich möchte nicht der Tote ſein. Aber wenn ich recht bedenke, ich möchte auch nicht der Ueberlebende ſein. Am beſten wäre es, wir fielen beide. Und doch, es darf werden, wie es will, es wird nicht gut werden.“ Er ſah bedrückt vor ſich hin und qualmte heſtig. Plötzlich hob er den Kopf nach mir und ſagte ruhig:„Es iſt doch vielleicht beſſer, wenn ich es jemand anvertraue, wie es mir ums Herz iſt, vielleicht trage ich es dann leichter.“ Er ſchwieg wieder vor ſich hin und ſtopfte ſeine Pfeife von ——— Neben uns donnerten die Geſchütze unaufhörlich in die acht. „Sehen Sie, mein Vater iſt Lehrer geweſen, in., im Vogels⸗ berg. Dort war meine Mutter als junges Mädchen bei ihrer Tante, als der noch die„Traube“ gehörte. Dort hat ſie mein Vater kennengelernt, als er noch Schulverwalter geweſen iſt. Er war ein großer, ſtarker Mann, ſolang er noch geſund geweſen iſt, und meine Mutter ſand Gefallen an dem ernſten, ſchweigſamen Mann, und er an ihr. Aber zu reden wagte er nicht, denn er war armer Leute Kind und hatte eine harte Schule hinter ſich. Meine Mutter aber galt als vermögend, und er wollte nicht in Verdacht geraten, als ob er ihres Geldes wegen hinter ihr her wäre. Meine Mutter ſah wohl, daß er verlegen wurde, wenn ſie in die Stube trat, um ihm ein Glas Bier oder einen ſchmalen Imbiß zu reichen. Und ſie war ihm ja auch gut geweſen von Anfang an. Er aber taute allmählich doch auf, redete manchmal ein freundliches Wort mit ihr, weil ſie von der Tante zu jeder Arbeit mißbraucht wurde, obwohl ſie Geld in dem Wirtshaus ſtecken hatte und leicht ein Unterkommen bei freundlichen Men⸗ ſchen hätte finden können. Jahr und Tag verging, ohne daß der junge Lehrer etwas Beſonderes zu ihr geſagt hätte, denn er ſcheute ſich, das ver⸗ mögende Mädchen um Liebe anzureden. Aber ſchließlich unſere Mutter hat uns das nach dem frühen Tod des Vaters immer wieder erzählt— als beide ſich's am wenigſten verſahen, da waren ſie einig. Das Gehalt meines Vaters langte nicht für einen großen Hausſtand, wie er meiner Mutter vorſchwebte, das Geld meiner Mutter aber ſteckte in dem Haus der Tante, die den wortkargen Schulmeiſter nicht ausſtehen konnte und hartnäckig ihre Ein⸗ willigung verweigerte, obwohl ſie es eigentlich gar nichts anging. Kurz entſchloſſen kündigte meine Mutter Dienſt und Kapital, packte ihre ſieben Sachen und ſuchte bei fremden Leuten ein Unterkommen. Am Tag der Hochzeit zahlte meine Tante das Geld aus, das auf ihrem Haus geſtanden hatte, und mied von da an meine Mutter wie das böſe Fieber. Nicht einmal, als ich im nächſten Jahr auf die Welt kam, ließ ſie ſich bei uns ſehen, ebſchon ſie noch keine dreihundert Schritte von uns entfernt wohnte. Meiner Mutter tat das weh, aber ſie ſagte nichts und war trotzdem glücklich mit meinem Vater. Als ich zur Schule kam, bekamen wir ein zweites Kind, meinen Bruder, und als ich mit Hangen und Bangen zehn Jahre alt geworden war, da legte ſich mein Vater aufs Krankenbett und ſtarb nach anderthalb Jahren, ohne uns etwas anderes zu hinterlaſſen, als ſeinen Namen und eine kleine Penſion. Von dem bißchen Vermögen, das die Krankheit meines Vaters übriggelaſſen hatte, konnte unſere Mutter notdürftig mit uns leben; aber um uns etwas lernen zu laſſen, wie es mein Vater immer vorgehabt hatte, dazu langte es natürlich nicht. Ich hatte eigentlich auf eine Kunſt⸗ gewerbeſchule gehen wollen, um Holzſchnitzer zu werden, aber damit war es jetzt natürlich vorbei; ich mußte frühzeitig mit⸗ verdienen und wurde deshalb Steinbrucharbeiter. Damit konnte man damals ein ſchönes Stück Geld verdienen, und ſo war es möglich, etwas an den Bruder zu hängen. Wir ließen ihn auf den Lehrer ſtudieren, um wenigſtens in etwas den Herzens⸗ wunſch des Vaters zu erfüllen, der immer große Stücke auf den Jüngſten gehalten hatte. Da ſtarb die Tante, und wir atmeten auf; denn wir hatten arg zuſammenhalten müſſen, um den Bruder durchbringen zu können. Aber die Tante hinterließ uns nichts, alles kam einer frommen Stiftung zugute. Was blieb uns übrig? Wir mußten die Zähne zuſammenbeißen und uns weiter abrackern, denn daß mein Bruder das Studium aufgeben ſolle, daran dachte kein Menſch. Och hatte damals ein Mädchen und wollte heiraten, aber das oing nun doch nicht, denn erſt mußte mein Bruder durchgebracht werden. Es waren noch zwei harte Jahre, aber wir hielten ſie durch. Vergnügt feierten wir daheim ſeine beſtandene Prüfung. Ein paar Wochen ſpäter, wenn erſt mein Militärkram in der Reihe war, wollte ich Hochzeit machen. Da holten ſie mich bei der Generalmuſterung noch, und wir mußten noch einmal warten. Die dreimal, wo ich in Urlaub kam, war alles ſchön. Sie ſchrieb mir auch manchmal einen Brief und ſchickte mir ab und zu auch ein Paket mit einer ſchönen Vogelsberger Wurſt. Da, kurz vor dem letzten Manöver, kam ein Brief meiner Mutter, die mir mitteilte, daß ſich Webers Kathrinchen nur noch ſelten ſehen laſſe, und daß man im Dorf munkele, ſie ginge mit einem anderen auf heimlichen Wegen. Was nun geſchah, iſt bald erzählt. Als ich ent⸗ laſſen war, beſuchte ich das Mädchen, und es geſtand mir, daß es ſich mit meinem Bruder eingelaſſen habe. Weinend bat ſie mich um Verzeihung, und als ſie ſo verzweiſelt jammerte, weiß Gott, da kamen mir beinahe die Tränen in die Augen, und wort⸗ los ging ich davon. Das Kathrinchen tat mir in der Seele weh, und ihre verlorene Ehre ſchmerzte mich noch mehr als ihre verlorene Liebe. Ich konnte es ſchon verſtehen, daß ſie ihm ins Garn gegangen war, wenn ich mich in meinem Arbeitshabit betrachtete und an meinen feinen Bruder mit dem zarten Geſicht dachte und den zarten Händen. Och konnte es ſchon verſtehen und verbiß meinen Kum⸗ mer. Ihr Schickſal tat mir leid, denn ich wußte, daß er am erſten * 3 1 Planetarium: Samstag, 26. Mai/ Sonntag, 27. Mai 1934 teue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 17. Seite /Nummer 9 Was hören wir? Sonntag, 27. Mai Reichsſender Stuttgart .15: Hafenkonzert aus Hamburg.—.00: Evangel. Morgenſeier.—.45: Sonntagmorgen⸗Muſik.— 10.15: Hath. Morgenfeier.— 11.15: Kammermuſik.— 12.00: Mit⸗ tagskonzert.— 13.00: Kapitel der Zeit.— 13.15: Aus be⸗ liebten Opern(Schallplatten).— 14.30: Chorgeſang.— 15.00: Kinderſtunde.— 15.30: Nachmittagskonzert.— 18.00: Reineke, der Fuchs. Hörſpiel.— 19.00: Reichs⸗ ſendung aus Dresden: Zur Eröffnung der Reichs⸗ theaterwoche. Anſprache Dr. Goebbels.— 19.30: Reichs⸗ ſendung aus Dresden: Triſtan und Iſolde v. R. Wagner.— 21.00: Aus Florenz: Weltmeiſterſchaft im Fußball Deutſchland— Belgien.— 21.00: Sonntag iſt''s. Bunter Ausklang.— 28.00: Aus deutſchen Volksopern.— 24.00: Nachtmuſik. Reichsſender Frankfurt .45: Choralblaſen.— 11.00: Stunde des Chorgeſanges. — 11.45: Etwas von unſeren Volksmärchen.— 13.15: Schallplatten⸗Wunſchkonzert.— 14.20: Stunde des Landes. — 17.00: Von Florenz: Fußball⸗Weltmeiſterſchaft Deutſch⸗ land— Belgien. Reichsſender Köln .30: Evang. Morgenſeier.—.30: Muſik am Morgen.— 10.00: Chorkonzert.— 10.45: Arbeiterleben.— 11.00: Klavierſonaten Mozarts.— 11.30: Muſikal. Plamdereien. — 12.00: Mittagskonzert.— 15.30: Hörbericht v. Intern. Avus⸗Rennen.— 18.20: Bericht vom Fußball⸗Weltmeiſter⸗ ſchaftsbampf Deutſchland— Belgien in Florenz.— 21.15: Wühlmäuſe. Liebloſigkeiten mit luſt. Muſik.— 22.30: Reichswehrkonzert.— 23.00: Tanzmuſik. Reichsſender München .45: Stunde des Chorgeſangs.—.20: Altdeutſches Marienbild.— 10.00: Evang. Morgenfeier.— 11.15: Mu⸗ ſikal. Hammerkunſt.— 12.00: Standmuſik.— 13.00: Mit⸗ tagskonzert.— 14.10: Bauer und Reichsantobahn.— 14.30: Zur Maienzeit(Schallplatten).— 15.30: Kinder⸗ und Ju⸗ gendfunk.— 16.00: Hörbericht vom Avus⸗Rennen.— 18.00: Heitere Dialoge.— 21.00: Märkiſche Heide.— Bayeriſcher Berg.— 22.30: Brettllieder.— 23.00: Nachtmuſik. Deutſchlandſender .00: Stunde der Scholle.—.55: Morgenfeier.— 11.00: E. 8 Deutſchland.— 11.30: Kammermuſik(Schallplatt.) — 12.00: Platzmuſik.— 13.00: Mittagskonzert.— 14.00: Kinderliederſingen.— 15.15: Mannſchaftskämpfe im Schach. — 15.30: Hörbericht vom Avus⸗Rennen.— 18.00: Stunde bes Landes.—.00: Ruck—Zuck, die Schaltung. Volks⸗ lieder und ⸗tänze— Nord und Süd.— 22.00: Bericht vom Fußball⸗Weltmeiſterſchaftskampf Deutſchland— Bel⸗ giem in Florenz.— 28.00: Danzmuſik. Wien 19.45: Schar⸗ und Wanderlieder.— 20.20: die Ingenözeit, Kongert.— 22.15: Abendronzert. Sageokaleucles Sonntag, 27. Mai Roſen: Schwarzwaldmädel. Operette von L. Jeſſel, garten Miete C— 19.50 Uhr. 17 Uhr Vorführung des Sternpro⸗ 16 und ſjektors. Rofarium, Nenoſtheim. Harrlachweg: Geöffnet von 8 bis 20 Uhr. Köln⸗Düſſeldorfer⸗Rheinfahrten: 7 Uhr Malng— Wies⸗ baden— Aßmannshauſen und zurück..30 Uhr Speyer wnd zurück. 12 Uhr Worms und zurück. 14.30 Speyer— Germersheim und zurück. 10.45 Uhr Abendfahrt Worms und zurück. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tanz⸗Tee. 20.15 Uhr Buntes Programm mit Gaſtſpiel Winſtons. Pfalzbau⸗Kaffee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Konzert. Waldparkreſtaurant: 15 und 20 Uhr Konzert mit Tanz. Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof, Kafſee Baterland. Lichtſpiele: Alhambra:„Der Schimmelreiter“.— Univerſum:„Freut Euch des Lebens“. Roxy: „Pappi“.— Schauburg: olldampf voraus“. Ständige Darbietungen Städt Schloßmuſeum: Sonderausſtellung: Kaiſerdome am Mittelrhein. von—17 Uhr. Naturalienkabinett im Schloß: Geöffnet von 11—18 und 15—17 Uhr. Städt. Kunſthalle: Geöffnet von 11—18.30 und 15—17 Uhr. Mannheimer Kunſtverein, L 1. 1: Geöffnet von 10—43 und 15—07 Uhr. Muſenm für Natur⸗ und Völkerkunde im Zenghaus: Ge⸗ öffnet von—18 und 15—17 Uhr. Schön iſt Der Schimmelreiter“— ein deutſcher Volksfilm Erſtaufführung in der Alhambra „Schimmelreiter“—, das iſt dem deutſchen Süden etwas anderes als dem deutſchen Norden: etwas anderes dem weinfrohen Schwarzwälder Bauern, der zum„Schimmeli⸗Reiten“ in den Keller ſteigt, als dem ſchwerblütigen Frieſen, der auf den Nordſee⸗Halligen jeden Fußbreit Boden dem Meere abringen muß und noch aus heidniſcher Ueberliefe⸗ rung gegen Geſpenſter aus Wolkendunſt und Nebel kämpft. Gedankenaustauſch zwiſchen Heimat hier und Heimat dort im beſten Sinne iſt es alſo, was ein ſo innig und wahr aus der Landſchaft erlebter Film wie Marianne Hoppe und Matthias Wiemann die Hauptdarſteller in dem Film„Der Schimmelreiter“ dieſer nach Storms Meiſternovelle den beutſchen Menſchen von der Etſch bis an den Belt gu vermitteln vermag. Endlich einmal auch ein Biloſtreifen, bei dem der dichteriſche Vorwurf nicht mehr in platte Ueberſetzung von„Literatur“ abflacht, ſondern in freier Nach⸗ ſchöpfung des Stoffes durch ſeine arteignen Aus⸗ drucksmittel etwas völlig Neues zu ſchaffen im⸗ ſtande iſt. Ohne nun dieſen„Schimmelreiter“ aus der Per⸗ ſonalunion zwiſchen Drehbuchverfaſſern und Spiel⸗ leitung als alleinſeligmachendes Rezept empfehlen zu wollen und damit einer verwäſſerten Serienpro⸗ duktion von„Heimatfilmen“ das Wort zu veden, muß doch aus vollſter Ueberzeugung feſtgeſtellt werden, daß die beiden geiſtig⸗leiblichen Väter Curt Oertel und Hans Deppe hier in der Tat den deutſchen Volksfilm verwirklicht haben und ſomit das ſchon in dem Henny⸗Porten⸗Film„Mutter und Kind“ vor⸗ teilhaft angekündigte heimat⸗ und volkskundliche Kul⸗ turprogramm der Europa⸗Film⸗GmbcH. auf das glücklichſte beſtätigen. Lohnt es, die Handlung zu erzählen? Die Ge⸗ ſchichte vom Huſumer Deichgrafen Hauke Haien, dem bäuerlichen Fauſtepigonen mit dem Drang nach meerentrungenem Land für Menſch und Vieh und Ackerboden iſt— glücklicherweiſe— faſt jedem Kino⸗ beſucher ſeit Schulzeiten ſo geläufig, daß man den äußeren Ablauf des Geſchehens in großen Bügen als bekannt vorausſetzen darf. Aber was vermag die Kamera dieſer Handlung an erſchütternden Einzelheiten hinzuzufügen! Allein das Einsſein zwiſchen allen Kreaturen und der müt⸗ terlichen Heimaterde iſt in dieſer herrlich plaſtiſchen Wiedergabe durch den Film ein Erlebnis. Erſchüt⸗ ternd, wie Matthias Wiemang, der alle Herb⸗ heit und alle Naturnähe eines ſolchen„Beſondern“ unter den dörflichen Küſtenbewohnern wiederzuge⸗ ben vermag, dem von einem Zigeuner zum Kaufe angebotenen Schimmel zum erſten Male ins Auge blickt. Oder wie er den jungen Hund, der nach ur⸗ altem Aberglauben den neuen Deich durch ſeinen Tod gegen das Meer feſt machen ſoll, vor dem grau⸗ ſamen Sterben unter praſſelnden Erdſchollen rettet. Und ſo wie dieſe adelige, kraftvolle Geſtalt des Schimmelreiters, ſind ſie alle an ihrem Platz: Ma⸗ rianne Hoppe, die ſchmalgeſichtige, blonde Jung⸗ bäuerin vom Volkertshof, die im Leben und im Sterben zu dem geliebten Gatten ſteht; Wilhelm Diegelmann, der ſich mit dem fröhlichen Ab⸗ ſcheiden des ſaftſtrotzenden alten Deichgrafen ſelbſt ein herrliches Denkmal ſeines nun beſchloſſenen Schauſpielerdaſeins ſetzt; Eoͤuard von Winter⸗ ſtein, deſſen Nebenrolle als der in einem prächti⸗ gen norddeutſchen Renaiſſance⸗Stadthauſe reſidie⸗ rende Oberdeichgraf dem vornehmen Künſtler ein paar große Augenblicksbilder geſtattet. Nicht zu vergeſſen das ſüße Geſichtchen Ali Ghitos und Walther Sueßenguths energiſches Profil. End⸗ lich die„toten“ Dinge, die doch ſo überaus lebendig mitſpielen: gekachelte Bauernſtuben, ſelbſt von der Leinwand her warm duftende Stallungen, geſchnitz⸗ ter Urväterhausrat und wogenumrauſchte Dünen. Auch ohne je bis zur Waterkant vorgedrungen zu ſein:— hier kann ſelbſt der Menſch vom Neckar und vom Rheine jenes Geiſtes einen Hauch verſpü⸗ ren, der aus Lavendelduft in alten Truhen und Salzgeruch des Meeres ein treues Bild norddeut⸗ ſchen Weſens zeichnet. M. S. „Freut Euch des Lebens“ im Univerſum Man darf über dieſen Film mit ehrlicher Ueber⸗ zeugung ſetzen„Freut Euch des Lebens“, denn er iſt das, was der Kinobeſucher gerne wünſcht und gewährleiſtet zwei unterhaltende Stunden. Die Ge⸗ ſchichte ſelbſt iſt nicht ganz neu. Von dem blaſierten, aber gut ausſehenden jungen Mann, der eine blond⸗ gelockte Münchener Kellnerin ſchikaniert bis zu dem glücklichen Ende, an dem nach vielen Mißverſtänd⸗ niſſen der junge Mann in überſchäumender Lebens⸗ freude ſein blondes Glück in die Arme ſchließen darf, iſt eine gerade Linie. Bei dieſem Film kommt es auf das„Wie“ an, unb man muß ſchon dem Spielleiter Hans Steinhoff zugeſtehen, daß er einige glänzende Regieeinfälle hatte und daß es ihm gelungen iſt, in die von allen Alltagsſorgen unbe⸗ ſchwerte Handlung etwas Spannung zu bringen. Man darf allerdings nicht überſehen, daß dem Spielleiter eine Reihe Schauſpieler zur Verfügung ſtanden, die verſtehen, Lebensfreude zu verbreiten. Da iſt vor allem Dorit Kreysler, ein friſches tunges Mädchen mit ſehr viel Temperament und erquickender Offen⸗ herzigkeit. Neben ihr ſetzt ſich Wolfgang Liebeneiner durch ſein gutes Ausſehen und durch ſein gewandtes Spiel erfolgreich durch. An Leo Slezak, der als ab⸗ gebauter Kammerſänger unendlich würdevoll durch die Szenen ſtelzt, glänzend ſpielt, leider aber wenig ſingt, muß man ſeine Freude haben. Nicht ver⸗ geſſen werden dürfen Ida Wüſt als Mutter des reichen Jünglings und Eugen Rex als knauſeriger Sachſe. Mitträger des Films ſind die Berge, denn herrliche Bilder vom Zugſpitzgebiet bilden den „Rahmen. Im Beiprogramm lacht man über die Bauern, fördert den Flachsanbau! Aufruf des babiſchen Laudesbauernführers Landesbauernführer Huber, M d.., erläßt folgenden Aufruf zum Flachsanbau: Während in früheren Jahren in weitem Umfange das aus inländiſchem Flachs erzeugte Leinen ver⸗ braucht wurde, iſt nach und nach der Anbau dieſer wichtigen Kulturpflanze in unſerem Vaterland zu⸗ rückgegangen. Dafür iſt das deutſche Leinen durch ausländiſche Erzeugniſſe, wie Baumwolle, Kunſtſeide u. a. m. verdrängt worden. Die nationalſozialiſtiſche Regierung hat nunmehr Wandel geſchaffen. Durch Einführung von Abſatz⸗ prämien erhält der Bauer einen lohnenden Ver⸗ kaufspreis für ſeinen erzeugten Flachs. Ich rufe daher alle badiſchen Bauern auf, an den Beſtrebungen des Reichsbauernführers, durch Erzeu⸗ gung deutſcher Geſpinſtſtoffe unſer Vaterland auf dieſem Gebiet vom Auslandsmarkt möglichſt unab⸗ hängig zu machen, mitzuarbeiten und den Flachsbau weitgehendſt bei der Feldbeſtellung ſowie beim Um⸗ bruch der durch den Winter ſtark geſchädigten Saaten zu berückſichtigen. Gleichzeitig erwarte ich von allen Amtsträgern der Landesbauernſchaft Baden, daß ſie meinen Auf⸗ ruf nachdrücklichſt unterſtützen und ihren ganzen Einfluß auf die Förderung des Flachsbaus auch in den bäuerlichen Betrieben Badens geltend machen. Zuchwrämien für Erbhofbeſitzer Für die künftige Vergebung von Prämien aus Staatsmitteln für Stutfohlen und Stuten hat der preußiſche Innenminiſter Richtlinien herausgegeben, die auch für die Kreiſe der pfälziſchen Pferde⸗ zucht von Intereſſe ſein dürften. Zur Erhal⸗ tang des beſten Zuchtmaterials und deſſen zukünfti⸗ ger Verwendung in der Zucht werden Staatsbeihilfen gewährt. An den Prämiierungen ſollen tunlichſt nur Züchter beteiligt werden, die im Beſitze eines Erbhofes ſind. Die Prämiey dürfen nur für tadel⸗ los gebaute Pferde, die ihrem Gebäude nach und vor allem den Blutſtrömen nach Mutterſtuten der beſten Art zu werden verſprechen, gewährt werden. Die Höhe der Prämien wird für Saugfohlen, einjährige Fohlen, zweijährige Fohlen und dreijährige Stuten „fur jede Provinz befonders feſtgelegt. Für jedes prämiierte Tier iſt vom Beſitzer ein Zuchtverpflich⸗ tungsſchein zu unterzeichnen. Eine Genehmigung zum Verkauf prämiierter Pferde innerhalb oder außerhalb der Provinz darf nur ausnahmsweiſe vom Landſtallmeiſter mit Zuſtimmung des Innenmini⸗ ſters erteilt werden. Die Ausſchreibungen der Prämiierungen erfolgen einheitlich durch die provin⸗ zielle Züchtervereinigung. Zu den Prämiierungen ſind nur Tiere von Mitgliedern der provinziellen Züchter⸗Vereinigung zuzulaſſen. Die Prämiierungs⸗ Kommiſſion beſteht aus dem Lanoͤſtallmeiſter und zwei weiteren Mitgliedern, die auf Vorſchlag des Landſtallmeiſters vom Innenminiſter ernannt wer⸗ den. Die mit Staatsprämien ausgezeichneten Pferde führen fortan, um ihre beſondere Eignung für die Zucht auch nach außen hin zu betonen, die Bezeichnung „Staatsprämien⸗Stuten“. uncl Ganten Jauche ſchadet jungen Obſtbäumen In der Meinung, ihren friſchgepflanzten Obſtbäu⸗ men etwas Gutes zu tun, begießen ſie manche An⸗ fänger im Obſtbau mit Jauche. Das iſt ganz ver⸗ kehrt, denn die noch loſe im Boden liegenden Wur⸗ zeln können mit dieſer kräftigen Koſt gar nichts an⸗ fangen, im Gegenteil. Das Uebermaß von Nähr⸗ ſtoffen und Fäulnis erzeugenden Beſtandteilen der Jauche erſchwert ihnen die Bildung neuer Faſerwur⸗ zeln oder Wurzelhaare, die ſie zur Aufnahme jeglicher Bodennahrung brauchen. Wenn auch nicht alle ſo be⸗ handelten Bäume gleich eingehen, ſo leiden ſie doch darunter und wachſen ſchlechter an als nicht gejauchte. Am gefährlichſten iſt das Jauchen bei Kirſchen. Sie vertragen es gar nicht. Hat man dieſen Fehler ſchon begangen und merkt man, daß die Bäume nicht vor⸗ Dorit Kreusler und Wolfgang Liebeneiner in„Freut euch des Lebens“ tollen, für den amerikaniſchen Geſchmack zurecht⸗ gemachten Einfälle Walter Disneys, der ſeinen neueſten Trickfilm in bunten Farben gehalten hat. Ein ausgezeichneter Kulturfilm, der Aufnahmen mit der erſten Unterwaſſer⸗Kamera zeigt und eine wirk⸗ lich intereſſante Wochenſchau ergänzen die Beigaben des ſehenswerten Programms. * Roxy:„Pappi“ Lilly iſt das Kind eines zu Tode verunglückten Artiſtenpaares. Eine Kollegin vom Bau, Jenny Anderſen, bringt die Kleine zu ihrem jungen Onkel Hans. Dabei begibt es ſich, daß Jenny und Hans ihre Seelen ſo tüchtig ineinander verhaken, daß keins vom andern mehr wird laſſen können,— was dann die kleine Lilly ſogar in die unfreiwillige Rolle der Heiratsvermittlerin hineindrängt Die ſtille, idylliſche Szenenfolge dieſes Films ſchont mit ihrer freundlichen Ruhe unſere Nerven und läßt uns auch nicht recht böſe werden über die kleingeiſtige Raffgier und kindesfeindliche Geſin⸗ nung der aufgeſtachelten Spießer. Das Kind Lilly iſt Petra Unkel, der jugendliche Onkel Victor de Kowa, und Hilde Gleißner ſpielt die Jenny Anderſen—„und das freut einen denn ja auchl“. Auch die anderen Kräfte ſind bewährte Namen und tragen die friedliche Sache zu gutem Ende. Ein Beifilm„Die letzten Majas“ führt uns auf die Hochebene Guatemalas. * Freiburg i. Br., 26. Mai. Der Großmeiſter des Souveränen Malteſer⸗Ordens, Fürſt Chigi Alban: Rom, hat den Diözeſan⸗Präſes Dr. Auguſtin Schuldis in Freiburg i. Br. zum„Capellanus Obordientiae Magiſtralis“ des Ordens ernannt. Der Ehrenvorſitzende des Vereins der Schleſiſchen Malteſer⸗Ritter, Fürſt Friedrich von Hohenzollern, hat am Pfingſtſonntag die Bulle der Ernennung und des goldene Ordenskreuz dem Ernannten perſönlich überreicht. Da in Süodeutſchland eine Vereinigung der Mitglieder des Malteſer⸗Ordens nicht beſteht, wurde der neuernannte Ehrenkaplan dem Verein der Schleſiſchen Malteſer⸗Ritter zugeteilt. wärts kommen, dann kann man ſie noch dadurch ret⸗ ten, daß man ſie wieder herausnimmt, die Wurzeln in reinem Waſſer abſpült und in nicht gejauchten Bo⸗ den wieder einpflanzt, wobei man ſie mit reinem Waſſer tüchtig angießt. *. Reiche Steinobſternte im Angelbachtal. Nach einer raſchen, aber üppigen Blüte haben die Stein⸗ obſtbäume des unterbadiſchen Angelbachtals einen günſtigen Fruchtanſatz gezeigt, der eine zufrieden⸗ ſtellende Frühobſternte erwarten läßt. Insbeſondere ſind es die Kirſchen, Pflaumen und Zwetſchen, die reicher denn in ſonſtigen Jahren an den Bäumen hängen. Wiederaufleben des Raps⸗Anbaues. Die verhält⸗ nismäßig hohen Preiſe für Oelfrüchte haben in Gundersheim(Rheinheſſen) eine Anzahl von Land⸗ wirten veranlaßt, wieder zum Anbau von Raps zu ſchreiten. Die Rapsfelder ſtehen gegenwärtig in voller Blüte. Es liegt im Sinne der Regierung, den Anbau von Oelfrüchten zu ſteigern und den Inlandsmarkt möglichſt mit Erzeugniſſen deutſcher Scholle zu decken. Außerdem wird durch den Rapsanbau die Imkerei gefördert. Galten- Schinme Monll Nonllneul 4 Onginel-Wolf. Geräte Sowie Garten- die neuzeitliche Humusqueſle Spaten Mödbol Unentbehrich im Getten-, Obst- und Weinbeu 8 Gartenmöbel Muminai ersetzt beston 93 Rechen Liegestühle bei n An Stelle von 15 2tr. Gartenschirme Stauge, P2,! auf 200 qm nut noch: 53 W Gartenpumpen Sroße Auswahl. Billigste Preise kehenüb. amullu. 1SBallen Numinal 98 4 V 0⁵ K asten- u. H. 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