Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 18, eue Mannhebner dei Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Einzelpreis 10 P 910 Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 3, 79 mm breite Reklamemillimeterzeile 50 3. Familien⸗ u. Gelegenheitsanzeigen beſondere Preiſe. Bei Zwangs⸗ vergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. Für im Voraus zu bezahlende Ne Fiſcherſtraße 1, W Oppauer Straße 8, Se Freiburger Straße 1 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Remazeri Mannheim Freitag, 29. Mittag⸗Ausgabe R Juni 1934 145. Jahrgang— Nr. 291 Napen und Heß vor den Vertretern des Auslandshandels Meldung des DNB. — Berlin, 28. Juni. Vor anläßlich der Tagung der deutſchen Aus⸗ andshandelskammern zur Zeit in Berlin weilenden Vertretern der deutſchen Handelskammern und wirtſchaftlichen Vereinigungen im Auslande ſprach Reichsminiſter Rudolf Heß bei einem Tee⸗ Empfang, bei dem Gelegenheit gegeben wurde, mit führenden Perſönlichkeiten des deutſchen politiſchen und wirtſchaftlichen Lebens Fühlung zu nehmen. Der Präſident des Deutſchen Induſtrie⸗ und Handelstages, Dr. von Renteln, hieß die Gäſte will⸗ kommen und erteilte hierauf das Wort dem Vizekanzler von Papen. Er ſagte u..: Der heutige Tag, den Sie in unſerer Mitte verleben, birgt bitterſte Erinnerungen. Die auf Halbmaſt geſetzten Fahnen im ganzen Reich zeigen Ihnen auch äußerlich, wie ſchickſalsſchwer die⸗ ſer 28. Juni von allen Deutſchen empfunden wird. An dieſen Tag erinnern heißt, auf jenes Führungs⸗ zentrum der weltpolitiſchen und weltwirtſchaftlichen Beziehungen der Völker hinweiſen, das bis auf die heutige Stunde ſeine verdeerblichen Wirkungen aus⸗ ſtrahlt, denen kein Land ſich hat entziehen können, und die abzumildern oder gar zu beſeitigen das lei⸗ der fruchtloſe Bemühen von 15 Jahren geweſen iſt. Heute gilt es für jedes Volk unter Einſatz aller ſeiner geiſtigen und materiellen Kräfte, einen neuen, echten Ausgangspunkt ſeines nationalen Lebens zu finden. Das gilt für kein Volk ſo zwingend und un⸗ erbittlich wie gerade für das deutſche. Wenn es nicht gelingt, dieſem 65⸗Millionen⸗ Volk im Herzen Europas neuen geſicherten wirtſchaftlichen Aufſtieg, politiſche Gleichbe⸗ rechtigung im Rate der Völker zu verſchaffen, dann glaube ich, iſt das Schickſal dieſes Kon⸗ tinents unwiderruflich beſiegelt. Das deutſche Volk bemüht ſich, in einem Umbruch ohnegleichen die geiſtige und politiſche Einheit der Nation wieder herzuſtellen, um damit die Vorausſet⸗ zung zu ſchaffen für den Kampf um ſeinen Platz in Eu⸗ ropa und der Welt. Iſt es erſtaunlich, wenn bei einem Geſchehen von ſolch hiſtoriſchem Ausmaß ſich Verſchiedenheiten der Auffaſſung über Tempo oder Methodik, über den beſten und den ſchnellſten Weg zum Ziel zeigen? Kein Zweifel beſteht in deutſchen Landen, daß der Kanzler und Führer das Werk der geiſtigen Wiedergeburt der Nation ſiegreich zu Ende Jühren wird, und daß das ganze und ungechmälerte Vertrauen der Nation ihm gehört. Jede Spekulation des Auslandes auf innere deutſche Zwiſtigkeiten könnten nur zu einer falſchen Politik Deutſchland gegenüber ver⸗ leiten und müßten auf dieſe Weiſe die Ge⸗ ſundung Europas verhängnisvoll verlang⸗ ſamen. Der Führer begrüßt ganz beſonders Ihre Anweſen⸗ heit in Berlin, damit Sie mit eigenen Augen ſehen, wie heroiſch das deutſche Volk ſeine ſchier unfaßliche Lebenskraft daran ſetzt, aus den Feſſeln ſeines un⸗ glücklichen Krieges, aus der Wirrnis chaotiſcher Rachkriegsfahre ſich zu löſen, ein unvergängliches Lebensrecht geltend zu machen und nach eigenen deen ſich ein neues Reich aufzubauen. Der Herr Reichsaußenminiſter hat geſtern be⸗ tont, wie ſehr wir wünſchen, in Frieden und wechſelſeitigem Austauſch mit allen Völkern zu leben. Ich weiß, daß die Grundfrage dieſes Pro⸗ blems die Vertrauensfrage iſt, welche die natürliche Brücke für das Sich⸗Wiederzueinanderfinden der Völker bildet. Seien Sie, meine Herren, die Inter⸗ preten dieſes geiſtigen Sichwiederfindens, Sie, die ie ſich niemals von der alten Heimat löſen konn⸗ ten, auch ſoweit Sie treue Bürger eines anderen Landes geworden ſind. 0 Es iſt der tiefſtinnerliche Wunſch des Kanzlers, en ich die Ehre habe, Ihnen zu übermitteln, daß Jhr Bemühen von vollem Erfolg gekrönt ſei zum Segen Deutſchlands und zum Heile der Welt. ann ergriff der Stellvertreter des Führers, Reichsminiſter Rudolf Heß, das Wort zu einer Rede, in der er u. a. ſolgendes ausführte: Wie die meiſten von Ihnen wohl wiſſen werden, en mich Beziehungen auch perſönlicher Art mit dem fesiandedentſclun, ſo 906 ich mich wohl berechtigt ſuble, zu ſagen, ich kenne die Sorgen meiner deut⸗ ichen Bolksgenoſſen im Ausland genau! Ich weiß, 5 welcher ſchwierigen und umkämpften Lage ſich die ateiſten von Ihnen draußen befinden. Ich weiß aber Fuch, welche große deutſche Aufgabe Ihnen geſtellt iſt. Bch ſebe es als meine Pflicht an, hier in der Heimat Hertändnis für das Nuslandsdeutſchtum und eine honderheiten zu wecken. Sie wiſſen, wie ich wei, har ſei. den ich ſelbſt Auslandsdeutſcher. Noch heute verbin⸗ Der Memtler Landespräfident abgeſetzt Ein Gewaltakt des litauiſchen Gouverneurs Meldung des DN B. — Kowno, 28. Juni. Wie von litauiſcher amt⸗ licher Seite bekanntgegeben wird, hat der Gouver⸗ neur des Memelgebietes den Landes⸗ präſidenten Dr. Schreiber ſeines Amtes enthoben. Die Maßnahme wird damit begrün⸗ det, daß er in ſeiner Eigenſchaft als Landespräſi⸗ dent eine antiſtaatliche, nationalſozialiſtiſche Bewegung im Memelgebiet, die das Ziel ver⸗ folge, das Memelgebiet von Litauen abzutrennen, unterſtützt habe. Darin beſtehe eine Gefahr für die litauiſche Souveränität über das Memelgebiet, und ſomit habe ſich der Gonverneur entſchloſſen, die Abſetzung des Landespräſidenten vorzunehmen. 4* Wie zu der Abſetzung Dr. Schreibers bekannt wird, ſoll ſich der Vorgang folgendermaßen abge⸗ ſpielt haben: In den Nachmittagsſtunden ließ der Gouverneur den Landespräſidenten zu ſich kommen, um ihm mitzuteilen, daß ſein weiteres Ver⸗ bleiben im Amt in Anbetracht der Vorgänge im Memelgebiet für die litauiſche Regierung untrag⸗ Dr. Schreiber hat hierauf geantwortet, er ſei ſich nicht bewußt, daß er ſich im Sinne der im Haager Urteil vorgeſehenen Möglichkeiten vergangen habe, und daß er von ſich aus nicht zurücktreten könne, ſondern an den Auftrag des memelländiſchen 0 Landespräſident Dr. Schreiber Auf dieſe unzweideutige Ablehnung verordnete der Gouverneur durch einen Akt die Amtsenthebung. Gleichzeitig ernannte er zum neuen Landespräſiden⸗ ten den im Memelgebiet bekannten Großlitauer Reiögys, der bereits früher Landesdirektor bei Landtages nach dem Memelſtatut gebunden ſei.] dem litauiſchen Direktoxium geweſen iſt. 555—————— Neue ſchwere Anſchläge in Oeſterreich Meldung des DN B. Kufſtein, 29. Juni In der Nacht zum Donnerstag wurden in Kuf⸗ ſtein auf die Hochdruckwaſſerleitung des Elektrizi⸗ tätswerkes und auf die Waſſerleitung der Stadt Sprengſtoffanſchläge verübt. Die beiden Waſſerleitungen wurden geſprengt und teilweiſe zerſtört. Faſt gleichzeitig wurden weitere Anſchläge auf das Städtiſche Waſſerwerk„Tuxer⸗Reſervoir“ und auf das Transformatorenhaus in der Nähe des Liſzt⸗Denkmals verübt. Der Materialſchaden iſt ſehr groß. Die Erregung in der Stadt iſt unge⸗ heuer. Auch in Salzburg wurde ein Sabotageakt gegen die ſtädtiſche Waſſerleitung durchgeführt, der zur Folge hat, daß die Trin kwaſſerver⸗ ſorgung auf 24 Stunden unterbrochen iſt. In der Nacht zum 28. wurde ein ſchwerer Sprengſtoffanſchlag auf den Chiemſeehof, das Gebäude der Salzburger Landesregierung, verübt, der an dem Haus eine große Anzahl von Steinqua⸗ dern herausriß. Auf der Bahnſtrecke Salz⸗ burg— Wien wurde kurz vor der Station Eder⸗ bauer ein Anſchlag verübt, durch den ein Gleis zer⸗ ſtört wurde. Auf dem Innsbrucker Eiſenbahn⸗ viadukt wurde eine auf Zeit eingeſtellte Höl⸗ lenmaſchine gefunden. In Achenſee wurde der Verſuch unternommen, den Staud a m m eines Kanals eines Elektrizitätswerkes zu ſprengen. Von ſeiten der Behörden wurde erklärt, daß Fuß⸗ ſpuren von der bayeriſchen Grenze her feſtgeſtellt worden ſeien. Wie jetzt bekannt wird, iſt in der vergangenen Nacht auch die bekannte Mittenwaldbahn Innsbruck—Garmiſch⸗Partenkirchen an drei Stel⸗ len geſprengt worden. An verſchiedenen Stel⸗ len wurden an den Bahngleiſen die Telegraphen⸗ und Telephonmaſten durch Sprengungen umgelegt. l47 h0T0½P0000000T0PPPP0TTP0T0T0T0T0TT0TTTT0TPTTTTT daß ein Verſäumnis des früheren Staates darin be⸗ ſtand, die blutmäßigen Bande, die das Deutſchtum in der Heimat mit dem Deutſchtum im Auslande ver⸗ binden, lebensfriſch zu halten und politiſch zu einem für beide Teile des Deutſchtums grundlegenden Er⸗ folg auswirken zu laſſen. Dieſes Verſäumnis nach⸗ zuholen, die gemeinſame Arbeit zu ermöglichen, ſehe ich als eine beſondere Pflicht des nationalſozialiſti⸗ ſchen Staates an. Die Deutſchen in fremden Reichen haben nach den volklichen Geſetzen der Gaſtnation zu leben. Es iſt nicht immer leicht, im Rahmen dieſer Grenzen dem Deutſchtum zu dienen. Es gehört eine beſondere politiſche Diſziplin, eine beſondere Erziehung und ein beſonderer Takt dazu, in fremden Reichen ein Leben zu führen, das für Deutſchland wirbt und Deutſchland zugute kommt. Ich weiß, meine Volks⸗ genoſſen, daß Sie dieſer politiſchen Diſziplin und des Taktes nicht ermangeln und ſpreche Ihnen dafür den Dank Ihres Heimatlandes aus. Aus Ihrem Handeln und aus Ihrer Lebensführung, aus Ihrer Vorbildlichkeit zieht das Ausland ſeine Rückſchlüſſe auf unſeren Staat und die Idee unſeres Führers. Und deshalb müſſen Sie auch den Abwehrkampf draußen für Ihre perſönliche Ehre und für die deutſche Ehre führen. Seien Sie immer darauf be⸗ dacht, daß nicht das geringſte Wort, nicht die ge⸗ ringſte Fehlhandlung der Agitation gegen Deutſch⸗ land zu Hilfe kommen möge. Zur Außenpolitik unſerer Wirtſchaft kommt „hente ein neues Angriffsmoment: Unſere Weltanſchauung, und deshalb iſt der Kampf beſonders hart. Die übrige Welt fühlt, daß aus Deutſchland heraus eine neue Welt⸗ anſchauung geboren würde, die an den Fun⸗ damenten des Kelene unſerer Zeit rüttelt. 2—2 3 2 7 1 9 9 Die Welt fühlt, daß dͤieſe Weltanſchauung ſo ſtark in unſerer Zeit verwurzelt, zugleich aber in Natur⸗ wheſehen ven o auererner See, A die Gefahr eines Ueberſpringens wohl möglich ſein könnte. Tatſächlich ſind allerorts dem National⸗ ſozialismus oder Faſchismus verwandte Be⸗ wegungen bereits entſtanden. Sie ſind entſtanden ohne das geringſte aktive Zutun Deutſch⸗ lands oder etwa ſeiner nationalſozialiſtiſchen Ver⸗ tretungen im Ausland, die im Gegenteil, wie Sie wiſſen, den ſtrikten Befehl haben, ſich den inneren Verhältniſſen ihrer Gaſtſtaaten fernzuhalten. Um ſo mehr kann und muß Deutſchland aber erwarten, daß auch die Umwelt ſich freihält von jedem Ver⸗ ſuch, ſich in die inneren Verhältniſſe Deutſchlands einzumiſchen oder auf die Entwicklung in Deutſch⸗ land Einfluß zu nehmen. Als einen ſolchen Verſuch, der insbeſondere auch mit den einſt ſo laut verkündeten Grundſätzen des Selbſtbeſtimmungsrechtes und der Freiheit der Nationen im ſchrofſen Widerſpruch ſteht, ſehen wir den Boykott deutſcher Waren im Auslande an, denn dieſer Boykott ſoll doch einen Druck ausüben, daß wir unſere Verhältniſſe nach dem Willen des Auslandes regeln, entgegen dem eigenen Wollen. Weite Kreiſe im Auslande haben im übrigen be⸗ reits erkannt, daß der Boykott eine zweiſchneidige Waffe iſt, daß die ausländiſchen Juden, die ihre Gaſtfreunoͤſchaft genießen, ſie in eine Lage hinein⸗ bringen, die der Wirtſchaft des Gaſtlandes ſchwerſten Schaden zufügen kann. Wir wollen durchaus nicht eine Autarkie anſtreben. Ein erfolgreicher Boykott jedoch würde uns zwingen, alles zu tun, um uns ſoweit als möglich vom Auslande unabhängig zu machen. Wenn wir wirklich uns entſchließen, uns vom Ausland unabhängig zu machen, tun wir es mit der Entſchloſſenheit, die Deutſchland von jeher auszeichnet, wenn es ſich in den Grundlagen ſeiner Exiſtenz bedroht fühlt. Daß dieſe Entſchloſſenheit unter der Führung Adolf Hitlers nicht gerade 00 8 65 2455 5 4 Sdünle der Welt 2 W ſet wird man draußen annehmen, die Erfindungsgabe unſerer Gelehrten, die Leiſtungsfähigkeit unſerer Induſtrie auf dem Gebiete der Erſatzſtoffbeſchaffung ſeien heute geringer als einſt. Das Gegenteil iſt der Fall und die Welt kann ſich auf Ueberraſchungen in dieſer Hinſicht gefaßt machen, wenn der Boy⸗ kott weiterhin anhält. Ich betone nochmals: Wir wünſchen die damit verbundene Verſchärfung der wirtſchaftlichen Be⸗ ziehungen nicht, ſo wenig wie das Elend und den Hunger der in den betroffenen Staaten Hand in Hand geht und den Boden vorbereitet zu einer Bolſche⸗ wiſierung. Wie das deutſche Volk ſich ſein Haus eingerichtet hat oder einzurichten im Begriffe iſt, das möden Sie anläßlich Ihres Hierſeins in Augenſchein nehmen. Sie ſehen keine Arbeitsloſen mehr, die die Städte und Landſtraßen bevölkern. Im ganzen Land ſind überall neue Arbeitskräfte am Werke. Sehen Sie ſich die für die ganze Welt vorbildlichen Ar⸗ beitsdienſtlager an. Beſichtigen Sie die gewal⸗ tigen Arbeiten an den Autoſtraßen im ganzen Reiche oder die Landgewinnungsarbeiten an der Küſte. Dann gehen Sie hinaus, um der Lüge und Verleumdung im Auslande die Wahrheit ent⸗ gegenzuſtellen. Sagen Sie den Feinden und Freun⸗ den des neuen Deutſchland, den einen, daß ſie keine Schadenfreude, den anderen, daß ſie keine Sorge zu haben brauchen. Wo Schwierigkeiten ſich ergeben, werden ſie gemeiſtert. Adolf Hitler und ſeine Mit⸗ kämpfer ſind in den langen Jahren bis zur Macht⸗ ergreifung geſchult worden vom Schickſal, wie man der Schwierigkeiten Herr wird. Sie können drau⸗ ßen berichten, das Deutſchland Adolf Hitlers ſteht Unerſchütterlich. Reichsminiſter Rudolf Heß ſchloß mit einem be⸗ geiſtert aufgenommenen„Sieg⸗Heil!“ auf den Füh⸗ rer und die Bewegung. Der Führer in Eſſen Meldung des DNRB. — Eſſen, 29. Juni. Am Donnerstag traf der Füh⸗ rer mit dem Großflugzeug„Hindenburg“ auf dem Flughafen Eſſen⸗Mülheim eein, um mit dem Miniſterpräſidenten Göring zuſammen an der Trauung des Gauleiters, Staatsrat Terboven teilzu⸗ nehmen. Der Führer wurde von der Bevölkerung jubelnd begrüßt. Der Reichskanzler beſich⸗ tigte bei dieſer Gelegenheit die Kruppwerke und wird Freitag früh den Arbeitsdienſt in der Bezirks⸗ ſchule in Buddenburg bei Lünen in Augenſchein nehmen. Getreidereſerve wird nicht verbraucht Meldung des DNB. — Berlin, 28. Juni. Anläßlich des Abſchluſſes des Getreidewirtſchafts⸗ jahres 1933—34, das erſte unter nationalſozialiſtiſcher Führung, weiſt, wie das Nö meldet, der Miniſterial⸗ direktor im Reichsminiſterium für Ernährung und Landwirtſchaft, Dr. Moritz, in den Veröffentlichun⸗ gen des Reichsnährſtandes darauf hin, daß es Auf⸗ gabe der nationalſozialiſtiſchen Getreidepolitik ſei, die Verwertung der deutſchen Getreideernte zu Prei⸗ ſen zu ſichern, die die dauernde Aufrechterhaltung des Getreidebaues in dem für die Volksernährung erfor⸗ derlichen Umſange gewährleiſten und die Lieferung von Brot zu gleichbleibenden und für die Verbraucher tragbaren Koſten ermöglicht. Das Feſtpreisſyſtem habe den Bauern die Ver⸗ wertung ihrer großen Ernte zu angemeſſe⸗ nen Preiſen geſichert. Nationalwirtſchaftlich von Bedeutung ſei, daß wir die vorjährige Rekordernte nicht irgendwie ſinnlos verbrauchten oder verſchleu⸗ derten, ſondern heute noch ganz erhebliche Beſtände zur Verfügung hätten, die die Brotverſorgung des deutſchen Volkes unter allen Umſtänden ſicherſtellen, obwohl die diesjährige Ernte den Rekordertrag der letzten Ernte nicht erreichen werde. Wir dürfen alſo die nationale Reſerve im kommenden Getreidewirtſchaftsjahr nicht verbrau⸗ chen, ſondern erhebliche Voräte auch weiterhin be⸗ halten. 8 Die Saaramneſtievorlage angenommen Meldung des DNB. *— Saarbrücken, 29. Juni. Im Landesrat wurde die von der Regierungskommiſſion vorgelegte Amneſtievorlage in allen Fraktionen ange⸗ nommen, wenn ſie auch auf keiner Seite reſtloſe Anerkennung fand. Abgeoroͤneter Martin, der für die Deutſche Front ſprach, ging von der Feſt⸗ ſtellung aus, die Regierurgskommiſſion müſſe jetzt durch die Vorlage ſelbſt bekennen, daß ſie durch ihre dvakoniſchen Geſetzesvorſchriften eine Beunruhigung in die Bevölkerung getragen habe. Er forderte, daß wenigſtens für die Zukunft die ſcharſen Beſtimmun⸗ gen Auſgegeben oder wenigſtens gemildert würden, ee ee — V 1— ———————— ei fi er La ſe .SERSSggsg BBSN g6 d· S 82g ſo S 8 32808 R Son* —— 8 553 250 000 Eheſtandsdarlehen ctel Rummer 201 „Reue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Freitag, 29. Juni 1934 Die große Steuer⸗Rejorm im rilien eich Staatsſekretär Reinhardt entwickelt ſeine Pläne in der Alademie für Deutſches Recht III. örderung der Familie, Bevölkerungspolitik. eibliche Arbeitskräfte in die Hauswirtſchaft. Weitere große Maßnahmen und zwar Dauermaß⸗ nahmen, im Kampf um die Verminderung der Ar⸗ beitsloſigkeit und damit gleichzeitig im Rahmen der Bevölkerungspolitik ſind das Geſetz zur Ueberfüh⸗ rung weiblicher Arbeitskräfte in die Hauswirtſchaft und das Geſetz zur Förderung der Eheſchließungen, beide vom 1. Juni 1933. Dem Geſetz zur Ueberführung weiblicher Arbeits⸗ kräfte in die Hauswirtſchaft gemäß wird eine ſteuer⸗ liche Vergünſtigung für Hausgehilfinnen gewährt. Die Folge davon iſt, daß ſich die Zahl der Hausgehil⸗ finnen inzwiſchen um 100 000 erhöht hat. Das be⸗ deutet eine dauernde Entlaſtung des Arbeitsmarktes, und die Ehefrau und Mutter erhält wieder mehr Zeit, ſich der Erziehung ihrer Kinder zu widmen. Die Zahl der Hausgehilfinnen betrug im Jahr 1925 noch rund 1 Million, Mitte 1933 nur noch 500 000. Der Rückgang war auf die Verſchlechterung der allgemei⸗ nen wirtſchaftlichen Verhältniſſe zurückzuführen. Es iſt ſicher, daß ſich infolge der ſteuerlichen Vergünſti⸗ gung die Zahl der Hausgehilfinnen weiter bedeutend erhöhen wird und auf die Weiſe eine weitere Ent⸗ laſtung des Arbeitsmarktes erzielt werden wird. Aus verſchiedenen Städten wird bereits gemeldet, daß die Nachfrage nach Hausgehilfinnen das Angebot über⸗ ſteige. Förderung der Eheſchließungen Dem Geſes zur Förderung der Eheſchlie⸗ ßungen gemäß werden ſeit 1. Auguſt 1933 an junge Volksgenoſſen und Volksgenoſſinnen, die heira⸗ ten wollen, Eheſtandsdarlehen gewährt. Die Zahl der Eheſchließungen in Deutſchland war in den Jah⸗ ren vor 1933 ſehr ſtark zurückgegangen. Das war insbeſondere darauf zurückzuführen, daß es den jun⸗ gen Volksgenoſſen und Volksgenoſſinnen infolge ihrer ſchlechten ſozialen Verhältniſſe an den erfor⸗ derlichen Mitteln zur Einrichtung eines eigenen Heims fehlte. Die Gewährung eines Eheſtandsdar⸗ lehens iſt an die Vorausſetzungen geknüpft, daß die künftige Ehefrau dem Arbeitnehmerſtand angehört und ſich verpflichtet, anläßlich ihrer Verheiratung aus dem Arbeitnehmerſtand auszuſchei⸗ den. Die Hingabe des Eheſtandsdarlehens iſt grundſätzlich an die Vorausſetzung geknüpft, daß ſich die Zahl der weiblichen Arbeitnehmer um eine Kraft vermindert, und daß auf dieſe Weiſe eine Entlaſtung um eine weitere Arbeitskraft eintritt. Die Mittel zur Gewährung der Eheſtands⸗ hälſſe bringen wir dadurch auf, daß wir von allen Aunverheirateten Männern und Frauen eine Ehe⸗ fandshilfe erheben. Die Beſtimmungen“ über die Gheſtandshilfe ſind gegenwärtig im Geſetz zur För⸗ berung der Eheſchließungen enthalken Dieſe Beſtim⸗ mungen werden mit Inkrafttreten des neuen Ein⸗ kommenſteuergeſetzes abgelöſt werden durch einen Zuſchlag zur Einkommenſteuer der Ledigen. Die Nachfrage nach Eheſtan oͤs dar⸗ lehen übertrifft alle Erwartung. In⸗ folgedeſſen hat der Durchſchnittsbetrag für das ein⸗ zelne Eheſtandsdarlehen bis auf weiteres weſentlich herabgeſetzt werden müſſen. Wir haben von Anfang Auguſt bis heute rund 300 000 Eheſtandsdarlehen ge · währt. Das bedeutet, wenn wir annehmen, daß viel⸗ leicht 100 000 Paare auch ohne Eheſtandsdarlehen geheiratet haben würden, eine Entlaſtung des Ar⸗ beitsmarktes um rund 200 000. Es ſind rund 200 000 weibliche Arbeitskräfte aus dem Arbeitnehmerſtand mehr ausgeſchieden, teilweiſe aus Stellungen, die ſie bekleideten, teilweiſe aus dem Heer der weiblichen Arbeitsloſen. Dahinzu kommt die Erhöhung des Beſchäftigungsgrades und der Beſchäftigtenziffer in der Möbelinduſtrie, Hausgerätein du⸗ ſtrie, Bauwirtſchaft uſw., die für die Zeit von Auguſt bis heute mit mindeſtens 200 000 wird angenommen werden können. Auf die Bauwirtſchaft wirkt das Geſetz zur Förderung der Eheſchließungen inſofern belebend, als mehr Kleinwohnungen ge⸗ Hraucht werden. Der Mehrbedarf an Kleinwohnungen wird ab 1934 mit rund 200 000 jährlich angenommen werden können. Wir haben alſo in Auswirkung unſeres Geſetzes zur Förderung der Eheſchließungen bis heute eine Entlaſtung des Arbeitsmarktes um rund 400 000 erzielt. 5 Die Belebung in der Möbelinduſtrie, Hausgeräte⸗ induſtrie, Bauwirtſchaft uſw. wird von Dauer ſein, denn wir werden Eheſtandsdarlehen nicht nur heute und morgen, ſondern immer gewähren, ſolange, wielange es heiratsreiſe Volksgenoſſinnen im Arbeitnehmerſtand geben wird. Die Zahl der weib⸗ lichen Arbeitnehmer in Deutſchland beträgt heute noch immer rund 6 Millionen. Außerdem iſt zu bedenken, daß die Folge der fort⸗ geſetzten Vergrößerung der Zahl der Hausſtän de eine fortgeſetzte Steigerung des Erſatz⸗ bedarfs an Möbeln und Haushaltungs⸗ gegenſtänden ſein wird. Auch der Bedarf an Spielwaren, Kinderwäſche, Kinderklei⸗ dung uſw. wird bedeutend ſteigen; denn es iſt anzu⸗ nehmen, daß in Auswirkung des Geſetzes zur För⸗ berung der Eheſchließungen jährlich rund 200 000 Kin⸗ ber mehr geboren werden. Dieſer Mehrbedarf ſtellt lich bereits jetzt ein; denn Eheſtandsdarlehen werden ſeit Auguſt 1933 gewährt. Der Mehrbedarf wird mit jedem Monat größer werden. Um Anſchaffungen für die neugeborenen Kinder zu erleichtern, werden den jungen Eltern nach der Geburt eines jedes Kindes 20 vom Hundert des Eheſtandsdarlehens erlaſſen, und es wird ihnen außerdem erlaubt, die Tilgungszahlun⸗ gen auf die Dauer eines Jahres auszuſetzen. Wir werden in jedem Jahr rund gewähren. Nehmen wir an, daß davon 50 000 Paare auch ohne Eheſtandsdarlehen heiraten würden, ſo werden in Auswirkung unſeres Geſetzes zur Fördexung der Eheſchließungen 200 000 Ehen im Jahr mehr ge⸗ ſchloſſen. Das bedeutet eine Entlaſtung des Arbeits⸗ marktes um laufend 200 000 jährlich. Dieſe Ent⸗ Laſtung iſt nicht eine künſtliche, nicht eine nur vor⸗ übergehende, ſondern eine dauernde, Das gleiche gilt von den Entlaſtungen, die wir durch Ueberführung weiblicher Arbeitskräfte als Haus⸗ gehilfinnen in die Hauswirtſchaft erzielen. Es han⸗ delt ſich in dem Geſetz zur Förderung der Eheſchlie⸗ ßungen und in dem Geſetz zur Ueberführung weib⸗ licher Arbeitskräfte in die Hauswirtſchaft um eine dauernde arbeitsmarktpolitiſche und bevölkerungs⸗ politiſche Umſchichtung unſerer deutſchen Frauen. Allein in Auswirkung dieſer beiden Maßnahmen wird es uns gelingen, die Arbeitsloſigkeit auf die Dauer weitgehend zu vermindern. Im erſten Jahr haben wir in Auswirkung allein dieſer Maßnahmen zeine Entlaſtung des Arbeitsmarktes um rund 500 000 erfahren: 100 000 weibliche Arbeitskräfte als Hausgehilfin⸗ nen in die Hauswirtſchaft, 200 000 weibliche Arbeitskräfte aus dem Arbeit⸗ nehmerſtand in die Ehe, 200 000 Mehrbeſchäftigte in der Möbel⸗, geräte⸗ und dergl. Induſtrie. Das wiro, insbeſondere, ſoweit es ſich um die Ueber⸗ führung weiblicher Arbeitskräfte aus dem Arbeit⸗ nehmerſtand in die Ehe handelt, unentwegt ſo weiter⸗ gehen. Das bedeutet eine organiſche und dauernde Verminderung der Arbeitsloſigkeit. Die Geſetze zur Ueberführung weiblicher Ar⸗ beitskräfte in die Hauswirtſchaft und zur Förderung der Eheſchließungen führen zwangsläufig auch zu einer dauernden Verminderung des Finanzbedarfs der Arbeitslofenhilfe und inſolge der erhöhten Um⸗ ſätze, der erhöhten Einkommen und des erhöhten Ver⸗ brauchs zu einer dauernden Verbeſſerung der Ein⸗ nahmen an Steuern, Abgaben und Sozialverſiche⸗ rungsbeiträgen, alſo zu einer dauernden Verbeſſe⸗ rung der ſozialen, wirtſchaftlichen und finanziellen Dinge unſeres Volkes. Haus⸗ Erhöhuna der Kinderermäßigung in der Einkommenſteuer Für jedes zum Haushalt des Steuerpflichtigen zählende minderjährige Kind durften bei den ver⸗ anlagten Einkommenſteuerpflichtigen bisher je 8 v. H. des über 720 N hinausgehenden Einkom⸗ mens vom Einkommen abgezogen werden, jedoch höchſtens 600; für jedes minderjährige Kind, ins⸗ geſamt nicht mehr als 8000 M. Bei Lohnſteuer⸗ pflichtigen wurden für jedes Kind 10 v. H. Abzug gewährt, jedoch höchſtens 800 7; für jedes Kind. Der Entwurf des neuen Einkommenſteuergeſetzes ſieht eine Ermäßigung des Einkommens vor um: 15 vom Hundert des Einkommens für ein Kind, 35„„ 5„ zwei Kinder, 60„„„ drei Kinder, 9⁰ E vier Kinder, 100„ 1- 4. fünf Kinder. An Stelle der Höchſtgrenze von bisher 600 Reichsmark für jedes Kind treten im Entwurf des neuen Einkommenſteuergeſetzes die folgenden Höchſt⸗ grenzen: 1200 für ein Kind, 2800„„ zwei Kinder, 4800„„ drei Kinder, 7200„„ vier Kinder, 10 000„„ fünf Kinder, Erhöhung um weitere je 3000 u für jedes folgende Kind. Auch die Mindeſtſätze der Kinderermä⸗ ßigung ſind erhöht worden. Im Entwurf des neuen Einkommenſteuergeſetzes ſind die folgenden Mindeſtſtte vorgeſehen; 240 RM. für ein Kind, 540 RM. für zwei Kinder, 960 RM. für oͤrei Kinder, 1440 RM. für vier Kinder, das volle Einkommen für fünf Kinder, wenn das volle Einkommen 10 000 RM. nicht überſteigt. Die Kinderermäßigung wird im Gegenſatz zum bisherigen Einkommenſteuergeſetz dem Entwurf des neuen Einkommenſteuergeſetzes gemäß auch für vollijährige Kinder gewährt, ſolange ſie zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören, auf Koſten des Steuerpflichtigen für einen Beruf ausgebildet werden und das fünfund⸗ zwanzigſte Lebensjahr nicht vollendet haben. In die neue Einkommenſteuer ſind auch die Bür⸗ gerſteuer, die Kriſenſteuer der Veranlagten und der Einkommenſteuerzuſchlag der Empfänger von mehr als 8000 Reichsmark Jahreseinkommen hineingearbeitet. Infolge der Ermäßigung des Tarifs und der Erhöhung der Kinderermäßigung bleiben die verhetrateten Lohnempfänger mit Kin⸗ dern einkommensbeſteuerungsfrei, alſo frei von Ein⸗ kommenſteuer einſchließlich Bürgerſteuer, bei einem Kind, wenn ihr Arbeitslohn 100 Reichsmark monatlich nicht überſteigt, bei zwei Kindern, wenn ihr Einkommen 125 Reichsmark monatlich nicht überſteigt, bei drei Kindern, wenn ihr Einkommen 175 Reichsmark monatlich nicht überſteigt, bei vier Kindern, wenn ihr Einkommen 275 Reichsmark monatlich nicht überſteigt, bei fünf Kindern, wenn ihr Einkommen 850 Reichsmark monatlich nicht überſteigt Einem Angeſtellten mit 300 Reichsmark Monats⸗ gehalt und vier Kindern ſind bisher monatlich 7 Reichsmark Lohnſteuer und Bürgerſteuer einbehal⸗ ten worden. Dem Entwurf des neuen Einkommen⸗ ſteuergeſetzes gemäß ſoll dieſer Angeſtellte ſteuer⸗ frei ſein, er wird alſo von ſeinem Lohn 7 Reichs⸗ mark monatlich mehr ausgezahlt erhalten. Einem Angeſtellten mit 750 Reichsmark Monatsgehalt und fünf Kindern ſind bisher monatlich 28 Reichsmark einbehalten worden. Dem Entwurf des neuen Ein⸗ kommenſteuergeſetzes gemäß iſt dieſer Angeſtellte lohnſteuerfrei. Ihm werden monatlich 28 Reichs⸗ mark von ſeinem Gehalt mehr ausgezahlt. Bei einem veranlagten Steuerpflichtigen mit 5000 Reichsmark Jahreseinkommen, alſo bei einem kleinen Gewerbetreibenden, Handwerker oder dergl., geſtaltet ſich das Bild der Einkommen⸗ beſteuerung dem vorliegenden Entwurf gemäß wie folgt: bisher neu verheiratet ohne Kinder 460 RM. 400 RM. mit einem Kind 424„ 340„ mit zwei Kindern 388„ 260„ mit drei Kindern 352„ 160„ mit vier Kindern 316„ 40„ mit fünf Kindern 256„ 93„ Der Entwurf des neuen Einkommenſteuergeſetzes ſieht, wie wir ſehen, eine weſentliche Entlaſtung der kinderreichen Familienväter, insbeſondere der klei⸗ nen und mittleren Einkommensempfänger, vor. Durch dieſe weſentliche Entlaſtung der Kinderreichen wird nicht nur der Familiengedanke und der bevöl⸗ kerungspolitiſche Gedanke gefördert, ſondern gleich⸗ zeitig dem Gedanken der Verminderung der Ar⸗ beitsloſigkeit gedient. Es wird für den Verbrauch des kleinen und mittleren Einkommensempfängers mit großer Kinderzahl ſehr viel ausmachen, wenn ihm in Zukunft von ſeinem Einkommen ein größe⸗ rer Betrag als bisher zur Beſtreitung der Lebens⸗ bedürfniſſe ſeiner Famikie belaſſen wird. Der Aus⸗ fall an Einkommenſteuer wird zum großen Teil ausgeglichen durch das Weniger des Finanzbedarfs der Arbeitsloſenhilfe und das Mehr an Steuern und Abgaben, die ſich in Auswirkung des erhöhten Verbrauchs der Geſamtheit aller kleinen und mitt⸗ leren Einkommensempfänger ergeben. Daß in der Steuergeſetzgebung mehr als bisher auf das Vor⸗ handenſein von Kindern Rückſicht genommen wird, iſt einer der elementarſten Grundſätze nationalſozia⸗ liſtiſcher Steuerpolitik. Es wird dadurch dem bevöl⸗ kerungspolitiſchen Gedanken, der ſozialen Billigkeit und auch volkswirtſchaftlichen Geſichtspunkten ent⸗ ſprochen. Die bisherigen Geſetzgeber, das muß ich offen ausſprechen, haben weder für Bevölkerungs⸗ politik, noch für ſoziale Billigkeit, noch für volks⸗ wirtſchaftliche Folgerichtigkeit viel übrig gehabt. Freibetrag für Kinder bei der neuen Vermögensjteuer Auch im Entwurf des neuen Vermögenſteuerge⸗ ſetzes iſt der bevölkerungspolitiſche Gedanke zur Ver⸗ wirklichung gekommen, in Zuſammenhang damit gleichzeitig der Sinn des Sparens für die Kinder. Im bisherigen Vermögenſteuergeſetz war eine all⸗ gemeine Beſteuerungsgrenze von 20000 Reichsmark vorgeſehen. Ueberſtieg das Vermögen 20 000 Reichs⸗ mark, ſo war es voll vermögensſteuerpflichtig, ohne Rückſicht auf die Zahl der vorhandenen Kinder. Der Entwurf des neuen Vermögenſteuergeſetzes ſieht nicht eine Beſteuerungsgrenze, ſondern einen Steuerfreibetrag vor. Dieſer beträgt je 10 000 Reichsmark für Mann, Frau und jedes nicht ſelb⸗ ſtändig zur Vermögenſteuer veranlagte minderjäh⸗ rige Kind. Ein Familienvater von drei Kindern kann demnach ein Vermögen bis zu 50 000 Reichs⸗ mark beſitzen, ohne vermögenſteuerpflichtig zu ſein. Würde das Vermögen dieſes gleichen Familienvaters nicht 50 000, ſondern 60 000 Reichsmark betragen, ſo würde er nicht, wie bisher, mit 60 000, ſondern nur mit 10 000 Reichsmark vermögenſteuerpflichtig ſein. Die von ihm zu zahlende Vermögenſteuer würde in⸗ folgedeſſen nicht mehr 300 Reichsmark, ſondern nur noch 50 Reichsmark jährlich, alſo nur noch ein Sech⸗ ſtel der bisherigen Belaſtung betragen. Ein Ehepaar mit vier Kindern bleibt mit 60 000 Reichsmark, ein Steuerpflichtiger mit fünf Kindern mit 70 000 Reichsmark vermögenſteuerfrei. Durch dieſe Hineinarbeitung des bevölkerungs⸗ politiſchen Gedankens auch in die Vermögenſteuer wird der Sparſinn des Familienvaters für ſeine Kin⸗ der gefördert. Der Familienvater wird hinſichtlich dieſes Vermögens, ſoweit es den im Geſetz vor⸗ geſchriebenen Rahmen nicht überſteigt, von der Ver⸗ mögenſteuer verſchont. Er wird in der Regel einen der bisherigen Vermögenſteuer entſprechenden Be⸗ trag mehr aufwenden zur Beſtreitung der Lebens⸗ bedürfniſſe ſeiner Familie oder zur Erhöhung des Sparguthabens, das er auf dem Wege über die Spar⸗ 5 der deutſchen Volkswirtſchaft zur Verfügung ellt. Freibetrag für Kinder auch bei der Erb⸗ ſchaftſtener Auch im Entwurf des neuen Erbſchaftſteuergeſetzes iſt der bevölkerungspolitiſche Gedanke zur Verwirk⸗ lichung gekommen. Im bisherigen Erbſchaftſteuer⸗ geſetz galt für Kinder und für Enkel eine Beſteue⸗ rungsgrenze von 5000 Reichsmark. Ueberſtieg der Erbanfall dieſe Grenze, ſo war er voll erbſchaftſteuer⸗ pflichtig. Der Entwurf des neuen Erbſchaftſteuer⸗ geſetzes ſieht für Kinder einen Freibetrag von 30 000 Reichsmark und für Enkel einen Freibetrag von 10.000 Reichsmark vor. Ein Erbanfall ſoll bis zur Höhe des Freibetrages in jedem Fall ſteuerfrei ſein. Der Erbe ſoll nur mit dem Betrag, um den der Erb⸗ anfall den Freibetrag überſteigt, zur Erbſchaftſteuer herangezogen werden. Der über den Freibetrag hinausgehende Betrag wird zum bisherigen Erb⸗ ſchaftſteuerſatz herangezogen. Die Einführung eines Freibetrags für Kinder und Enkel iſt dringend erforderlich. Es iſt bisher die Zahl der Fälle nicht ſelten geweſen, in denen die Söhne oder die Töchter im Fall eines Erbanfalls von einigen zehntauſend Reichsmark in Geſtalt von Grundbeſitz oder dergl. jahrelang ihre Not hatten, um die aus dem Erbfall ſich ergebende Erbſchafts⸗ Erbſchaftsſteuer in manchen Fällen zur finanziellen Bedrängnis. Dieſem Zuſtand wird im Entwurf des neuen Erbſchaftsſteuergeſetzes ein Ende bereitet. Kein iee bei großer Kinderzahl Seit 1. April 1934 ſind alle Steuerpflichtigen mit oͤrei und mehr Kindern bereits von dͤͤer Abgabe zur Arbeitsloſenhilfe befreit. Entwickelt ſich die Zahl der Arbeitsloſen weiter nach unten und die Zahl der Beſchäftigten, die Arbeitsloſenverſicherungs⸗ beiträge zu entrichten haben, weiter nach oben, ſo wird, glaube ich, im Frühjahr 1935 an eine Sen⸗ kung des Arbeitsloſenverſicherungsbeitrags gedacht werden können. Es wird nicht zu empfehlen ſein, den Arbeitsloſenverſicherungsbeitrag, der heute 67 vom Hundert des rohen Lohns beträgt, um einen beſtimmten Teil allgemein zu ermäßigen, ſondern es wird zu empfehlen ſein, damit zu beginnen, die Arbeitnehmer mit großer Kinderzahl vom Arbeits⸗ loſenverſicherungsbeitrag ganz freizuſtellen, erſt vielleicht alle Arbeitnehmer mit drei und mehr Kindern, dann diejenigen mit zwei Kindern und dann diejenigen mit einem Kind. Solange nicht die Arbeitnehmer, oͤͤie Kinder zu unterhalten haben, vom Arbeitsloſenverſicherungsbeitrag reſtlos be⸗ freit ſind, wird der Beitrag von den kinderlos Ver⸗ heirateten und den Ledigen noch in voller Höhe zu erheben ſein. Die Befreiung der Kinderreichen vom Arbeits⸗ loſenverſicherungsbeitrag, die hoffentlich im kommen⸗ den Frühjahr vorgenommen werden kann, wird ebenſo wie die Befreiung von der Abgabe zur Ar⸗ beitsloſenhilfe und die Senkung der Lohnſteuer im Ergebnis einer Erhöhung des Lohns und damit der Kaufkraft gleichkommen. Die Spanne zwiſchen dem rohen Lohn und dem reinen Lohn wird kleiner wer⸗ den, der Lohnempfänger wird von ſeinem Lohn mehr ausbezahlt erhalten als bisher, es wird ihm zur Be⸗ ſtreitung der Lebensbedürfniſſe für ſich und ſeine Familie ein größerer Betrag zur Verfügung ſtehen als bisher. (Fortſetzung ſolgt.) Die Bluttat von Quetzin Meldung des DNB. — Berlin, 28. Juni. Das Preſſeamt der Oberſten SA⸗Füh⸗ rung teilt mit: „Die Notwendigkeit, die Wahrheit über die Blut⸗ tat von Quetzin und deren Hintergründe amtlich zu bringen, zwingt nunmehr dazu, amtlich erhärtete Tatſachen feſtzuſtellen. Die Erhebungen der pom⸗ merſchen Staatspolizeiſtellen und der Stäätsänwalt⸗ ſchaft haben folgendes ergeben: Der NSDB⸗Mann Kummerow, dex die ſchön gemeldete Bluttat an dem SA⸗Sturmführer Moltzahn verübte, hat bereits vor ihrer Be⸗ gehung gegen die SͤA und ihren örtlichen Führer, Sturmführer Moltzahn, gewühlt und gehetzt. Er machte bei der beſagten Sonnwendfeier während der Feuerrede des Sturmführers Moltzahn Bemerkun⸗ gen zu anderen Perſonen und ſtörte dadurch die feierliche Handlung. Von Moltzahn hinterher zur Rede geſtellt, äußerte er:„Schlechter als Du und Deine SA iſt keiner!“ Dabei verſuchte er mit ſeinem Eichenſtock zu ſchlagen. Moltzahn verſuchte lediglich, ihm denſelben zu entwinden. Es iſt alſo nicht wahr, daß die Tat einen perſönlichen Anlaß hatte. Wahr iſt nach den obigen Feſtſtellungen vielmehr, daß er politiſch war. ˖ Dann entriß Kummerow den SͤA⸗Dolch ſeinem Träger Moltzahn und ſtach auf ihn ein. Moltzahn wurde ſchwer verletzt. So wahr wie dieſe Tatſache iſt ferner Kummerows zyniſcher Ausruf nach Be⸗ gehung ſeiner Untat:„Hätte ich ihm doch einen ͤͤurch die Kaldaunen gegeben!“ Endͤlich und hauptſächlich iſt es auch nicht wahr, daß ſich der NSDꝗB vor der Tat im allgemeinen ſo wie ein Teil der nationalſozialiſtiſchen Bewegung, beſonders aber in Pommern, verhalten hätte. Wahr iſt vielmehr, daß er den aus der SA ausgeſchloſſe⸗ nen, von der Staatspolizei oͤrei Wochen lang inhaf⸗ tierten und dann freigelaſſenen Rohleder ſofort als Führer in Pommern einſetzte. Die Feſtſtellungen der Staatsbehörden erweiſen, daß da⸗ durch die verführten Angehörigen des Bundes und unter ihnen der Täter Kummerow den Auftrieb er⸗ hielten, der das Verbrechen von Quetzin möglich machte. Der Verſuch, die Beweggründe der Untat im Widerſpruch zu den amtlich feſtgeſtellten Tatſachen, die ſie als politiſche ausweiſen, in ſolche perſön⸗ licher Art umzufälſchen, bedeutet nichts anderes als die Flucht vor der politiſchen Wirkung einer politiſchen Urſache. Dieſer Verſuch iſt nur ein Glied in der Reihe der Verfehlungen gegen diejenigen Verpflichtungen, welche der NSDB bei ſeiner Gründung übernommen hatte. Die politiſchen Folgen dieſer politiſchen Tat kön⸗ nen alſo weder von den an ihr Beteiligten, noch für ſie Verantwortlichen abgewälzt wer⸗ en. Euglands Kriegsminiſter in Paris — Paris, 28. Juni. Der engliſche Kriegsminiſter Halsham iſt in Begleitung des Generalſtabschefs, General Sir Archibald Montgomery Maſſingberg und 41 engliſchen hohen Offizieren in Paris ein⸗ getroffen. Die engliſchen Offiziere werden am Freitag die Schlachtfelder an der Aisne beſichtigen. DDrr—————————————————————— Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner(im Urtaub) (Stellvertreter: C. O. Eiſenbart) Verantwortlich für Politik: i. V. C. O. Eiſenbart ⸗ Handelsteil: i. V. Willy Müller⸗Feuilleton: Carl Onno Eiſenbart⸗Lokalen Teil: Richard Schönfelder⸗Sport: Willy Müller-Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil: Curt Wilh. Ken nel— Anzeigen und geſchäft⸗ liche Mitteilungen: Jacob Faude, ſämtlich in Mannheim⸗—— Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung⸗ Mannheim,„—6 3 ſteuer aufzubringen, die in bar beſchafft werden Schrftlettung in Berlin: Dr. Fritz Jilltes, w 36, Wittoriaſtraße 48 mußte, obwohl der Anfall nicht in Bargeld beſtand. Der Erbanfall wurde infolge der äu entrichtenden Mittags⸗Ausgabe G 13 280 Ausgabe B8 OGeſamt⸗D.⸗A. Mai 1934.21512 932 3 Sür unvertangte Beiträge eine Gewähr ⸗ Rückjendung nurr bei Bebelporeh 1* 7* — 2233 Freitag, 29. Juni 193 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite /Nummer 291 Die Stadiseiſe Mannheim, 29. Juni. Lebensmittelverteilung durch die NS-Volkswohlfahrt In der Woche vom 26. bis 31. Juli bringt die NSV. an die bei ihr in der Aktion„Mutter und Kind“ gemeldeten Hilfsbedürftigen mit vier und mehr Kinder 5 Pfund Lebensmittel zur Vertei⸗ Iung. Wegen der Ausgabezeit iſt der Anſchlag bei den einzelnen Gruppen zu beachten. Anträge„Allgemeine Wohlfahrt“ ſind bei Vorlie⸗ gen beſonderer Hilfsbedürftigkeit bei den Gruppen in den vorgeſchriebenen Geſchäftsſtunden zu ſtellen. Unterlagen(Stempelkarten, Wohlfahrtskarten, Miet⸗ buch uſw.) ſind bei der Antragſtellung mitzubringen. Zwei Beſtattungen Haus Petter Unter großer Anteilnahme trug man den im Alter von 51 Jahren nach kurzem, ſchwerem Leiden verſtorbenen Inhaber der Speditionsfirma Wendel u. Petter, Hans Petter, zu Grabe. Nach der Einſegnung durch Stadtpfarrer Mayerwidmete der Verein Mannheim⸗Ludwigshafener Spediteure dem Verſtorbenen einen Nachruf, in dem zum Ausdruck gebracht wurde, wie ſehr Hans Petter auf ſein Le⸗ benswerk ſtolz ſein durfte, das er nach kaufmänniſch⸗ ſoliden Grundſätzen leitete und zur Höhe führte. Der Verein Mannheim⸗Ludwigshafener Spediteure, der ſein Können und Fachwiſſen zu ſchätzen wußte, habe ihn ſchon vor Jahren in den Vorſtand berufen und gerne in Berufsfragen auf ſein gerechtes Urteil gehört. Der Führerring des Turnvereins von 1846 dankte dem Entſchlafenen für alles, was er dem Turnverein, der Deutſchen Turnerſchaft und damit auch dem deutſchen Vaterland getan hat. Im Vor⸗ jahre ſeien es 25 Jahre geweſen, daß er in ihren Reihen ſtand und immer wieder habe man erkennen dürfen, welche große Liebe ihn zu den Bergen und zum Waſſer beſeelt habe. Die Mitglieder der Jahn⸗ riege des Turnvereins von 1846 widmeten einen be⸗ ſonderen Nachruf, während der Schiklub Mannheim ſeinem Kameraden und Altvorſitzenden für die Füh⸗ rung dankte. Namentlich die Jungen würden ſeinen Verluſt ſchwer empfinden, denn er ſei ihr ein treuer Berater geweſen, der die Liebe zu den Bergen in ihr Herz gepflanzt habe. Die Jugend würde dafür ſorgen, daß das Lebenswerk Hans Petters ſo weiter⸗ geführt wird, wie es ſeine Abſicht geweſen iſt. Zum Schluß widmete die Gefolgſchaft der Firma Wendel u. Petter ihrem Führer, der in zwei Monaten 25 Jahre lang Inhaber der Firma geweſen wäre, den letzten Gruß. Daniel Sturm Prediger Dr. Weiß ſpendete in der Friedhof⸗ kapelle den Hinterbliebenen des im Alter von 70 Jahren verſtorbenen Zuſchneiders Daniel Sturm Troſtesworte. Er hob hervor, wie ſehr der Verſtorbene ſeine ganze Avbeitskraft dem Beruf gewidmet hat, wobei er darauf bedacht geweſen iſt, nur Großes zu leiſten und ſein Handwerk als ein Künſtlertum zu betrachten. Am offenen Grabe ſprach Herr Rudolf Engelhorn, der die Verdienſte des Mannes würdigte, der vier Jahrzehnte in Dienſten der Firma Engelhorn u. Sturm geſtanden hat. Sein ruf ſei ihm über alles gegangen. Als er in den Ruheſtand trat, habe man gehofft, daß er die geſeg⸗ neten Tage noch recht lange genießen dürfe. Auch die Gefolgſchaft nahm mit tiefempfundenen Worten von ihrem älteſten Arbeitskameraden Abſchied, der ſtets ein liebenswürdiger Berufskamerad geweſen ſei. Ein weiterer Kranz wurde durch den engeren Freundeskreis des Verſtorbenen niedergelegt. Enoͤlich gründlich Regen Bisher haben uns die Gewitter enttäuſcht. Der Regen ließ immer zu wünſchen übrig. Diesmal dürfen wir uns nicht beklagen. Bei der drückenden Schwüle, die geſtern herrſchte, mußte man mit elek⸗ triſchen Entladungen rechnen, die ſich denn auch nachmittags bemerkbar machten. Die Gewitter, die aus Weſten heraufzogen, hielte ſich ziemlich lange bei uns auf. Ein orkanartiger Sturm fegte durch die Straßen. Als er ſich ausgetobt hatte, ſetzte ein kräftiger Regen ein, der einen Sturm auf die Stra⸗ ßenbahn hervorrief. Die Waſſermaſſen, die herab⸗ ſtürzten, legten ſogar den Straßenverkehr völlig lahm, da ſelbſt der beſte Schirm keinen Schutz ge⸗ währte. Da in der vergangenen Nacht ſich der Guß wiederholte, iſt die Niederſchlagsmenge ungewöhnlich hoch. Nach der Feſtſtellung der meteorologiſchen Station ſind in den letzten 24 Stunden 23,8 Millimeter gefallen. Das was ſchon lange nicht mehr da. Nun Hürfen die Landwirte und Gärtner zufrieden ſein. Die Abkühlung, die die Gewitter brachten, iſt nicht bedeutend. Mit 14,6 Grad am heutigen Morgen beträgt der Unterſchied nur 3,1 Grad. In der ver⸗ gangenen Nacht ging die Wärme auf 14,1 Grad zu⸗ rück. Da in der Nacht zum Donnerstag 15,4 Grad wird dies auch in den nächſten Tagen noch geſchehen. Mannheim und das Umſchuldungsgeſetz Der Geſamtſchuldenſtand der Stadt Mannheim heträgt 81 Mill. Mk. Wie unſer Berliner G..⸗Mitarbeiter auf An⸗ frage an zuſtändiger Stelle erfährt, hat der Kommu⸗ nalumſchuldungsverband aufGrund derBeſtimmungen des Gemeindeumſchuldungsgeſetzes 1,6 Milliarden Mark kurzfriſtige Gemeindeſchulden übernommen und für dieſe Umſchuldungsbriefe erteilt. Angemeldet zum Umſchuldungsverband waren 2,2 Milliarden Mk. kurzfriſtige Gemeindeſchulden. Etwa 20 bis 25 v. H. ſind von dieſer Summe abzuſetzen für Schulden, deren Aufnahme in den Kommunalumſchuldungsver⸗ band abgelehnt worden iſt. Jedenfalls iſt für etwa 1,6 Milliarden Mk. Gemeindeſchulden der Kommu⸗ nalumſchuldungsverband eingetreten. Die Bedeutung des Gemeindeumſchuldungs⸗ geſetzes liegt darin, daß durch dieſes Geſetz die Aufwendungen der Gemeinden für den Schuldendienſt der kurzfriſtigen Gemeinde⸗ ſchulden weſentlich verringert werden. Die Geſamtſchulden der deutſchen Gemeinden betra⸗ gen 11,3 Milliarden Mk., von denen rund 7 Milliar⸗ den Mkk. langfriſtig ſind. Der Zinſendienſt für dieſe Schulden beträgt jährlich 720 Millionen Mk. Der Ge⸗ ſamtſchuldenſtand der Stadt Mannheim be⸗ trägt nach einer amtlichen Veröffentlichung des Deut⸗ ſchen Gemeindetages 81 559 000 Mk. Es handelt ſich hierbei um Geſamtſchulden der Mannheimer Ge⸗ meindebehörden und der Regiebetriebe am 30. Sep⸗ tember 1933, die von der Reichsfinanzſtatiſtik erfaßt und feſtgeſtellt worden ſind. Die kurzfriſtigen Gemeindeſchulden erreichen eine Geſamtſumme von etwa 1700 Millionen Mk., die mit⸗ telfriſtigen eine Höhe von 800 Millionen Mk., zuſam⸗ men 2,5 Milliarden Mk. Die kurzfriſtigen Schulden der Gemeinden, die nicht zum Umſchuldungsverband zugelaſſen worden ſind oder bei denen die Gläubiger den Umtauſch in Schuldverſchreibungen abgelehnt haben, dürften etwa 300 Millionen Mk. betragen. Die Zinslaſt, die bisher ſür die kurzfriſtigen Gemeindeſchulden aufzubringen war, erreichte eine jährliche Summe von 169,6 Millionen Reichsmark. Sie dürfte ſich durch das Umſchuldungsgeſetz bei gleichbleibendem Betrage um 70 Millionen auf 99 Millionen Mark verringern. Die jährliche Zins⸗ erſparnis konzentriert ſich auf verhältnismäßig wenige Gemeinden, vor allem auf die kurzfriſtig hochverſchuldeten Großſtädte. Für dieſe bedeutet das Gemeindeumſchuldungsgeſetz eine erhebliche ſpürbare haushaltmäßige Entlaſtung. Die große finanzwirtſchaftliche Bedeutung des Gemeinde⸗ umſchuldungsgeſetzes beſteht darin, daß es einen Block pon über 1,5 Milliarden Mark feſteingefrore⸗ ner Gemeindeſchulden wieder mobiliſiert und dieſen Betrag der Wirtſchaft allmählich wieder zur Ver⸗ fügung ſtellt. Das Riſiko der pünktlichen und voll⸗ ſtändigen Erfüllung des Zins⸗ und Tilgungsdien⸗ ſtes für die umgeſchuldeten Beträge trägt in Zukunft die Geſamtheit der Gemeinden eines Landes, da bei Verzug im Schuldendienſt der Reichsfinanzminiſter entſprechende Abzüge von den Reichsüberweiſungs⸗ ſteuern machen kann. 55 Generalberſammlung des Spar, und Vaubereins Die geſtern abend im Friedrichspark abgehaltene ordentliche Generalverſammlung des Spar⸗ und Bauvereins Mannheim e. Gen. m. b. H. war, zum Teil wohl wegen des ſtarken Regens, ziemlich ſchwach beſucht. Auſſichtsratsvor⸗ ſitzender Frey leitete die Verſammlung mit einem Gedenken für die in den letzten Jahren verſtorbenen Mitglieder ein. Sodann verlas Geſchäftsführer Lauer die Protokolle der letzten ordentlichen und der außerordentlichen Generalverſammlung. Den Geſchäftsbericht, der im weſentlichen gedruckt vorliegt, erſtattete der Vorſitzende des Vor⸗ ſtandes, Herr Karl Schäfer. Er konnte mit Hin⸗ weis auf die Bilanz und die Gewinn⸗ und Verluſt⸗ rechnung den Abſchluß des Berichtsjahres als gün⸗ ſtig bezeichnen. Die Geſchäftsguthaben verminderten ſich weiter um 144 346,65 Mark. Auf 31. Dezember 1933 ſchieden 264 Mitglieder mit 766 Anteilen und einem Geſchäftsguthaben von 201 990,60 Mark aus, ſo daß die Geſchäftsguthaben der verbleibenden Mit⸗ glieder noch 597 093,90 Mark betrugen. Jedoch iſt ein großer Teil der auf Ende 1933 ausgeſchiedenen⸗ Mttglieder wieder eingetreten. Die rückläufige Be⸗ wegung der Geſchäftsguthaben wird mit dem 31. De⸗ zember 1934 abgeſchloſſen ſein. Auf die gekündigten Guthaben konnten 25 v. H. ausbezahlt werden. Es Eine weitere Auszahlung kann noch vor Ende dieſes Jahres erwartet werden. Der wirtſchaftliche Unter⸗ bau der Genoſſenſchaft iſt als durchaus geſund zu bezeichnen. Eine Bautätigkeit kam nicht mehr in Frage, zumal viele leerſtehende Wohnungen Sorge bereiteten. So waren am 1. Januar 1933 1,2 v. H. der Wohnungen unvermietet, am 1. Januar 1934 ſo⸗ gar 4,8 v. H. Aber es iſt gelungen, auf 1. Juli d. J. die leeren Wohnungen reſtlos zu vermieten. Mit der Mietſenkung wurde der einzig richtige Weg beſchritten, um weitere Mietausfälle zu vermeiden. Gegen die vorgeſchlagene Verteilung des Rein⸗ gewinns von 70 987,71 Mark(18 087,71 Mark auf ge⸗ ſetzliche Rücklage und 52 900 Mark Rücklage zur be⸗ ſonderen Verwendung) erhob ſich kein Widerſpruch. Eine Dividende kommt alſo auch für dieſes Jahr nicht zur Verteilung. Nachdem Vorſtandsmitglied Kammerer die Bilanz beſprochen hatte, erſtattete Direktor Platz den Reviſionsbericht. Der Vorſitzende des Aufſichts⸗ rats gab deſſen Bericht bekannt. Bücherreviſor Kaſt⸗ ner berichtete über den Befund der Reviſionskom⸗ miſſion, worauf dem Vorſtand und Auſſichtsrat Ent⸗ laſtung erteilt wurde. Für die aus dem Auſſichts⸗ rat ausſcheidenden Herren Fucke⸗Michels, Buchholz und Gaſſenmeier hatte Erſatzwahl zu erfolgen. Herr Fucke⸗Michels wurde wieder⸗ gewählt. Neugewählt wurden die Herren Jakob Bohrmann und Albert Herrmann. Anträge lagen nicht vor. Und ſo konnte die Verſammlung, die im Gegenſatz zu ihren beiden Vorgängerinnen vollkommen ruhig verlaufen iſt, ſchon frühzeitig ge⸗ ſchloſſen werden.—oel. feſtgeſtellt wurden, war es nur 1,3 Grad kühler. Die Höchſtwärme wurde geſtern mit 28,2 Grad (gegen 26,9 Grad am Mittwoch) ermittelt. In die Ilucht geſchlagen wurden geſtern nachmittag die Strandbadbeſucher, als ein orkanartiger Weſtwind über den Rhein fegte. Nicht daß der Sturm allein die Urſache geweſen wäre, daß die Badegäſte in Scharen flüchteten! Der Haupt⸗ grund war der rote Sandſtaub, der wie oft ſchon bei Willſt du, daß Deutſchlands Jugend ſtark wird? Willſt du dazu beitragen? Dann erwirb am 30. Juni und 1. Juli die Spendenplakette für und in 0 Weſtwind über den Rhein herüberkam. Bei der Stärke des herrſchenden Sturmes war es auch weiter nicht verwunderlich, daß der Schwefelkiesabraum, der ſich auf Ludwigshafener Seite zu Bergen türmt, auf⸗ gewühlt und in Schwaden fortgeblaſen wurde. Wäh⸗ rend ſonſt aber hauptſächlich der nördliche Zipfel des Strandes in Mitleidenſchaft gezogen wird, hatte geſtern der Strand auf ſeiner ganzen Länge zu lei⸗ den. Die roten Sandwolken kamen in einer ſolchen Dichte, daß man das Waſſer nicht mehr ſehen konnte. Die Badegäſte waren im Nu vollkommen rot und mit ihnen auch die abgelegten Kleider. Eine Flucht hatte nur dann einen Zweck, wenn man die Innenräume der Reſtaurants aufſuchte, denn bei der Stärke des Windes wirkten ſich die Staubwolken ſelbſt noch hin⸗ ten bei der Fahrraoͤwache aus. Der ganze Ueberfall war außerordentlich unangenehm, zumal von ihm etwa 3000 Perſonen betroffen wurden. Wir gehen mit den 3000 Leuten durchaus einig, wenn wir ſagen, daß hier endlich Abhilfe geſchaffen werden muß. Ein großer Teil des Wildper⸗ luſtes auf der Reißinſel iſt auch darauf zurück⸗ zuführen, daß das mit dem roten Sand behaftete Gras von dem Wild gefreſſen wird, das dann ein⸗ geht. Die Beläſtigung wird zudem immer ſtärker, denn der Ablagerungsberg nimmt von Tag zu Tag an Ausdehnung zu. In dieſem Jahre ſind allein ſchon in der Länge über hundert eter dazugekom⸗ men und zwar ſtromaufwärts, ſo daß die dem Strandbad zugekehrte Fläche noch größer geworden iſt. Es wird Aufgabe der zuſtändigen Stellen ſein, ſich des Falles anzunehmen, denn ſo wie bisher kann es nicht mehr weitergehen. Manſardenräuber kommt in Sicherungsverwahrung Urteile des Mannheimer Schöffengerichts Seine Tätigkeit als Krankenkontrolleur in der Volksdienſtmontur mißbrauchte der 45jährige Karl E. aus Freinsheim dazu, Manſardendieb⸗ ſtähle unauffällig ausführen zu können. Am Luiſenring ſtieg er in den Dachſtock hinauf, zog dort einen Abortſchlüſſel ab und öffnete mit demſelben eine Manſardentüre. Aus einer Taſche nahm er den Betrag von 3„ und im offenen Kleiderſchrank ſtahl er aus einer Schachtel 10 /. Der Schlüſſel ſtammte von der nebenan liegenden Wohnung eines— Kri⸗ minalbeamten. Er diente dem Gauner auch bei der Oeffnung einer zweiten Manſarde in der Rheinvillen⸗ ſtraße. Hier ſtahl er einen Geldbeutel mit 40. Hätte er die Türe nicht verriegelt bei ſeiner Arbeit. würde ihn die Inhaberin der Manſarde überraſcht haben. Als ſie die Türe nicht aufbringen konnte, ging ſie wieder hinunter, und artig grüßte ſie der Spitzbube noch beim Begegnen auf der Treppe. Er hat ſchon einen ganzen Rattenkönig von Strafen auf dem Kerbholz. Trotz ſeiner epileptiſchen An⸗ fälle verbraucht er das geſtohlene Geld beim Trin⸗ ken. Er ſtahl ſogar als Feuerwehrmann und Wach⸗ mann bei Lanz in Mannheim nach dem Kriege⸗ In den Nachkriegsjahren folgt bei dem Angeklag⸗ ten eine Zuchthausſtrafe auf die andere, auch ſolche von Frankenthal und Worms, zuſammen etwa 13 Jahre. Nach Verbüßung der dort April 1929 erkannten Zuchthausſtrafe von 3½ Jahren beging er hier die beiden Manſardendiebſtähle. Es ſind aber wahrſcheinlich weit mehr, man kann ſie ihm aber nicht nachweißen. Das Gericht entſprach dem Antrage des Staatsanwaltes und ſprach eine Zucht⸗ hausſtrafe von fünf Jahren und fünf Jahre Ehr⸗ verluſt aus, ferner wurde die Sicherungsver⸗ wahrung angeoroͤnet. Der Pürſchgang im Hafen Bei einer Einkehr in der Fendelkantine am Abend des 7. April d. J. merkte der 46jährige Emil B. aus Straßburg, daß bei dem Wirte etwas zu holen war. Dieſer benutzte eine Bierkiſte als Geloͤkaſſette. Der Dieb klemmte den„Treſor“ mit einem Schürhaken auf und machte dabei eine Beute von 35 Mark, die er ſofort in Alkohol an⸗ legte. Der Angeklagte wurde bereits 1903 wegen Diebſtahls beſtraft und ſaß ſchon drei Jahre hinter Zuchthausmauern. Mit einer am 4. Mai d. J. gegen ihn erkannten Gefängnisſtrafe von 6 Monaten am Amtsgerichte Mosbach wegen eines Obſtdieb⸗ ſtahls in Bienau ſprach das Gericht eine Gefäng⸗ nisſtrafe von 1 Jahre 8 Monaten gegen den Rück⸗ fälligen aus. Wetterkarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte ſanmursſag Sd. Mn gs, MU. Hayen O nener. o n degeen οοα Oοececxt oRegen * Schnee caudein ededel K Cewtzr. Ginastne. O Seh telcnter o& maszider S0esI Slormtzener Norowesz ole Piene tlegen mut dem inde oie der cen Stauonen stenenden xaſk len geden cie Temperatut an. Ole Ciaien verdinqen arie mii gieichetd aul Reeresniveau umgerechaeten Loftorucs Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle Frank⸗ furt a. M. vom 29. Juni. In Begleitung einer Tief⸗ druckrinne drangen von Weſten und Norden her küh⸗ lere Luftmaſſen nach Deutſchland in die vorgelagerte warme ſubtropiſche Luft ein und gaben dabei auch in Südoeutſchland Anlaß zu ſehr ergiebigen Gewit⸗ terregen. Vielfach wurden Niederſchlagsmengen von mehr als 40 Liter je Geviertmeter gemeſſen. Die Wetterlage befindet ſich jedoch bereits in einer Um⸗ geſtaltung, die uns zunehmende Beſſerung verſpricht. Vorausſage für Samstag, 30. Juni Bei nördlichen und öſtlichen Winden wieder zeit⸗ weilig aufheiternd und bis auf vereinzelte Nieder⸗ ſchläge trocken, neue Wärmezunahme. Höchſttemperatur in Mannheim am 28. 6. + 28,2 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 29. + 14,1 Grad; heute früh 48 Uhr 14,6 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von ge⸗ ſtern früh 8 Uhr bis heute früh 48 Uhr 23,8 Milli⸗ meter 23,8 Liter je Geviertmeter. In den Rheinbädern wurden geſtern nach⸗ mittag 4 Uhr 20,5 Grad Waſſer⸗ und 17 Grad Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 9g Uhr + 20 Grad Waſſer⸗ und 15 Grad Luftwärme. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juni Ahein⸗Begel 25. 26. 27. 28. 20. Aedar-Besel 20 27. 28 29 Ryeinfelden 2,272.292.572,402.51 Breiſach.. 1,361,40 1,83 1,661,02 Mannheim. 250/250 2,59J 2,79 Kehl.. 2,482,45 2,05 2,75 2,78] Jagſtfeld.——— Maxau. 3,74 740 720——— im 2,40.45 2,68.86[ Plochingen.—— — 90 38 124 730.5² Diedesheim. 0,46 Köln.800 88 0,86 0485 0,98 Auig Aper Nerie werden Sis den Wert des för olle SHELI- Kunden eingerichteten StiElt-Reise⸗ dienstes erst richtig erkennen. Ober 185 Toorenvorschläge för Toges- und Wochen- endfahrten, öber 85 Stadtkorten för olle bedeutenden deutschen Städte und Stroſzenkorten för alle deutschen Londesteile geben Ihnen jede gewünschte Auskonft. Mfm. — Die Ausgabe cder Karten erfolgt an den Tank⸗ stellen, die dorch ein Shikll-Reise- clienstplokeit kenntlick 96 macht sind. ——3 ———— ———— ——————— *V — ei fi en La ſq 2 d. 9* e Een c. *—goaer S. SERSSgg 88 GBSSNSFg88 g 8 ſo). En —— 8 ————— K44444 E——— 4. Seite /Nummer 291 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Frettag, 29. Juni 1934 Aus Baden Neues Kulturland wird gewonnen Gewaltige Flußkorrektionen in Mittelbaden Dem badiſchen Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter Pg. Walter Köhler, iſt es, wie wir erfahren, gelun⸗ gen, die Finanzierung der Pfinz⸗Saal⸗ bachkorrektion, die bekanntlich die größte Me⸗ liorationsarbeit in Baden ſeit der Rhein⸗Regulie⸗ rung durch Tulla darſtellt, ſicher zuſtellen. Der Kre itausſchuß der Rentenbankkreditanſtalt in Ber⸗ lin hat am Mittwoch die Bereitſtellung der Dar⸗ Jehensmittel in Höhe von 6 Millionen Mark zuge⸗ jagt. Mit der Ausführung des gewaltigen Planes kann im Laufe des Spätſommers gerechnet werden. Die Korrektion der Pfinz wird im Rahmen der großen badiſchen Meliorationsarbeiten zweifellos die größte und bedeutendſte werden. Dreiunddreißig Ge⸗ meinden mit rund 17000 Hektar Fläche ſind an ihr beteiligt. Die Korrektion wird ſchon am Austritt der Pfinz aus dem Gebirge beginnen und wird konſe⸗ quent bis zur Mündung des Fluſſes durchgeführt, was ein Meliorationsgebiet von etwa 30 Kilometer Länge und 15 Kilometer Breite bedeutet. Die Kor⸗ rektion der Pfinz iſt nötig, um zunächſt einmal Hoch⸗ waſſerkataſtrophen, wie ſie ſich zuletzt noch im Mai des Jahres 1933 ereigneten, zu verhüten und um andererſeits auch die bisher völlig unzulänglichen Grundwaſſerverhältniſſe der dortigen Gegend zu re⸗ geln. Es handelt ſich um den Bau eines Ent⸗ laſtungskanals, der Pfinzwaſſer direkt von Grötzingen aus in den Rhein ablenken ſoll, ſobald Hochwaſſergefahr beſteht oder die Entwäſſerung der anliegenden Gebiete nicht mehr genügt. Gleichzeitig mit dieſem Entlaſtungskanal ſoll ein Ueberleitungs⸗ kanal Saalbach—Pfinz gebaut werden und ebenſo ſol⸗ len an der Pfinzmündung Deiche zur Sicherung der Rheinniederung erſtellt werden. Dieſes große Werk wird eine außerordentliche Verbeſſerung dͤer Verhält⸗ niſſe für alle Gemeinden von Grötzingen bis über Graben hinaus mit ſich bringen und gleichzeitig der Gewinnung weiter Flächen guten, neuen Kulturlandes dienen. Heidelberg wird Notſtanösgemeinde * Heidelberg, 29. Juni. Nach einer Bekannt⸗ machung im„Staatsanzeiger“ wurde neben anderen badiſchen Städten auch Heidelberg als Notſtandsge⸗ meinde erklärt. Damit kann die Fürſorge für neu zuziehende Perſonen auf das zur Friſtung des Le⸗ bens Unerläßliche oder unter Ablehnung offener Pflege auf Anſtaltspflege beſchränkt werden. Dies gilt nicht für Klein⸗ und Sozialrentner und ihnen Gleichgeſtellte. * Freudenſtadt, 28. Juni. Es wurde die Beobach⸗ tung gemacht, daß fortgeſetzt aufgekaufte Eier unter Umgehung der Kennzeichnungsſtelle von dem Handel in den Verkehr gebracht werden, weshalb einige Tauſend Eier von der Polizei beſchlag⸗ nahmt werden mußten. Die betreffenden Händler und Händlerinnen hätten ſich leicht vor dieſer Un⸗ annehmlichkeit ſchützen können, wenn ſie die geſetz⸗ Aichen 2nordnungen beachtet und die Eier der geſetz⸗ lichen Kennzeichnungsſtelle zugeführt hätten. Der Brand der Fſolierfabrik Mundenheim Von fahrläſſiger Brandſtiftung freigeſprochen * Ludwigshafen a. Rh., 29. Juni. Am 17. Januar d. J. war in der Iſolierfabrik in Mundenheim ein Großfeuer ausgebrochen, dem ein zu Lager⸗ zwecken beſtimmter 30 Meter langer Schuppen zum Opfer fiel. In der Halle befanden ſich Korkplatten, Iſoliermaterial, Korkſchalen uſw., die alle vernichtet wurden. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, daß der Brand auf Selbſtentzündung der in dem Fabrik⸗ hof aufgeſtapelten Iſolierplatten zurückzuführen war. Dem Beſitzer des Werkes, dem 60 Jahre alten Karl Klein, wurde nun zum Vorwurrf ge⸗ macht, daß die Ausbreitung des Feuers nur infolge mangelhafter Ueberwachung und ungenügender Löſch⸗ einrichtungen möglich geweſen ſei. Der Staats⸗ anwalt ſtellte deshalb Anklage wegen fahrläſſi⸗ ger Brandſtiftung. In der Beweisaufnahme wurde durch Sachverſtändige feſtgeſtellt, daß die Si⸗ cherungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Brandes vollauf genügten. Das Gericht kam daher, zu einem Freiſpruch des Angeklagten. Staatsgelände für Siedlungszwecke Kabinettſitzung des Reichsſtatthalters mit der babiſchen Regierung * Karlsruhe, 29. Juni. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Am Donnerstag vormittag elf Uhr fand in der Reichsſtatthalterei eine Kabinettsſitzung ſtatt, auf der der Reichsſtatthalter verſchiedene Fragen zur Beſprechung vorlegte. Die erſte dieſer Fragen, in der der Reichsſtatthalter einleitend grundſätzlich Stellung nahm, war die Frage der Siedlungspolitik und der Bereitſtellung von geeignetem Grund und Boden für Siedlungszwecke. Die nationalſozialiſtiſche Bewegung hat der Erkennt⸗ nis Raum geſchaffen, daß der deutſche Boden als Er⸗ nährungs⸗ und Exiſtenzbaſis des deutſchen Volkes unſer wertvollſtes Gut iſt. Praktiſch ergibt ſich hier⸗ aus die Notwendigkeit, dieſen Boden in der inten⸗ ſivſten Form zu kultivieren und alle Möglichkeiten auszuſchöpfen. Gewiß iſt in dieſer Richtung ſchon viel geſchehen, aber es gibt noch unendlich Möglich⸗ keiten, die mit Erfolg in Angriff genommen werden können. Die Siedlungsfrage darf nicht durch büro⸗ kratiſche Hemmungen an ihrer Löſung behin⸗ dert werden. Vorbildlich iſt die Arbeit zahl⸗ reicher Gemeinden auf dieſem Gebiet. Es muß nunmehr geprüft werden, inwieweit auch der Staat noch mehr als bisher in dieſer Richtung vorſtoßen kann. Es iſt nicht Sache des Staates, ſelbſt Bodenbewirt⸗ ſchaftung vorzunehmen und als wirtſchaftlicher In⸗ tereſſent aufzutreten. Die intenſivſte Ausnützung unſerer Ernährungsbaſis wird gewährleiſtet durch die Bewirtſchaftung im bäuerlichen Kleinbetrieb. Darum muß gerade der Staat alles verfügbare Gelände freimachen für Siedlungszwecke. Etwa 20 000 Hektar landwirtſchaftlichen Geländes, das aller⸗ dings bereits zum größten Teil verpachtet iſt, befin⸗ den ſich in ſtaatlichem Beſitz. Davon läßt ſich viel⸗ leicht ein gewiſſer Teil der Siedlung zuführen. Das Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſterium wird die Mög⸗ lichkeiten überprüfen und die notwendigen Schritte einleiten. Der Minliſterpräſident erſtattete über die eingeleiteten Maßnahmen Bericht, die vom Innenminiſter ergänzt wurden. Anſchließend wurde vom Miniſterpräſidenten und vom Leiter der Landesſtelle Baden des Reichs⸗ Miniſteriums für Volksaufklärung und Propa⸗ ganda Bericht erſtattet über die bisherigen Vor⸗ arbeiten für die Ausgeſtaltung des„Hauſes der deutſchen Kultur“ in Karlsruhe. Weiter behandelte der Reichsſtatthalter Pro⸗ bleme der modernen Architektur, wobei er auf die bauliche Ausſtattung der badiſchen Städte und an⸗ dere Fragen kultureller und wirtſchaftlicher Natur einging. Um 2 Uhr fand die Sitzung ihr Ende. Der Mann, der den Kaiſer-Atlentäter fing Er lebt in Oggersheim und wurde jetzt 80 Fahre alt * Ludwigshaſen, 29. Juni. In Oggersheim bei Ludwigshafen feierte dieſer Tage der Mann, der den Verbrecher, der am 11. Mai 1878 ein Attentat auf Kaiſer Wilhelm J. verübte, der Polizei auslieferte, ſeinen 80. Geburts⸗ tag. Dieſer Mann, ein gewiſſer Guſtav Allbrecht aus Frankenſtein bei Kaiſerslautern, erfreut ſich noch heute trotz ſeines hohen Alters einer körperlichen und geiſtigen Rüſtigkeit, die es ihm erſtaunlicher⸗ weiſe noch jetzt ermöglicht, ſeinen Lebensunterhalt als Reiſender einer Mannheimer Schokoladenfabrik zu betreiben. Allbrecht iſt wohl einer der wenigen noch heute lebenden Zeugen aus den ſiebziger Jay⸗ ren, in denen eine ſozialdemokratiſche Hetze die Men⸗ ſchen in den Arbeitervierteln der Reichshauptſtabt gegen leitende Perſönlichkeiten des Reiches auf⸗ putſchte. Er hatte im Mai 1878 gerade in einem Seidenwarengeſchäft in Berlin eine Stellung inne und fand ſich auch am 11. Mai, wie ſo viele Berliner, mittags zwiſchen 2 und 3 Uhr auf der Promenade Unter den Linden ein, um dort den alten Kaiſer zu ſehen, der gewohnheitsmäßig hier in einem Wagen zwiſchen 2 und 3 Uhr vom Tiergarten zu ſeinem Palais zurückkehrte. An dieſem 11. Mai war der Kaiſer von der Großherzogin von Baden, ſeiner Tochter Luiſe, begleitet. Niemand ahnte, daß um die gleiche Stunde, in der der greiſe Regent im Wagen dem Schloß entgegenfuhr, ſich in der Nähe der Friedrichsſtraße ein Mann hinter dem Stand einer Blumenverkäuferin aufgeſtellt hatte, um auf den Herrſcher ein Attentat zu verüben. Der kaiſerliche Wagen hatte gerade dieſe Stelle paſſiert, als plötzlich zwei Piſtolenſchüſſe ertönten und ein Mann hinter dem Blumenſtand hervorſprang und dann die Flucht ergriff. Unter den Verfolgern, die dem Burſchen ſofort nachſetzten, befand ſich neben dem kaiſerlichen Leibjäger und dem Hofkutſcher auch der heutige Jubilar Guſtav Allbrecht aus dem klei⸗ nen Städtchen Frankenſtein in der Pfalz. Allbrecht ließ in ſeiner Verfolgung nicht locker. Er blieb dem Verbrecher, der glücklicherweiſe ſein Ziel, den Kaiſer tödlich zu treffen, verfehlt hatte, auf den Ferſen, überſprang ein Eiſengitter, über das der Attentäter wenige Sekunden worher geſetzt war und konnte dann den Verbrecher packen und überwältigen, wobei ihm der Umſtand, daß dieſer ſeine Piſtole, aus der er während der Verfolgung noch mehrere Schüſſe ab⸗ gegeben hatte, beim Ueberklettern des Gitters ver⸗ loren gegangen war, beſonders zu nutze kam. Denn zweifellos hätte ſich dieſer zu allem fähige Menſch nicht ohne weiteres überwältigen laſſen. So packte ihn aber Allbrecht, warf ihn nieder, hielt ihn ſo lange feſt, bis Polizeibeamte herangekommen waren und den Raſenden überwältigten und feſſelten. Bekannt⸗ lich iſt dieſer Mann, der ein Attentat auf die Perſon des Kaiſers verübt hatte, ein 23jähriger Spengler⸗ geſelle namens Hödel, der aus Metz nach Berlin gekommen war, um ſeinen verruchten Plan zu ver⸗ wirklichen, wenige Wochen nach dem Mordanſchlag im Hofe der Stadtvogtei enthauptet worden. Noch heute gedenkt das Hohenzollernhaus dankbar des Mannes, der Hödel überwältigte und der Gerech⸗ tigkeit auslieferte. * Oggersheim, 28. Juni. Feſtgenommen und dem Amtsgericht Ludwigshafen vorgeführt wurde ein 51jähriger Mann, der vor einigen Tagen ein etwa 6jähriges Mädchen in den Keller gelockt und dort unzüchtige Handlungen an ihm vor⸗ genommen hatte. Aus der Pfalz Pfälzer Landeskirche in der Reichskirche * Speyer, 29. Juni. In einer auf Dienstag, den 26. Juni, einberufenen außerordentlichen Landes⸗ ſynode der proteſtantiſchen Landeskirche der Pfalz wurde die Eingliederung in die Reichskirche beſchloſ⸗ ſen. Dieſer Beſchluß iſt um ſo bedeutungsvoller, als nunmehr die Eingliederungsbewegung auch in Süd⸗ deutſchland Fuß gefaßt hat. Der Antrag betreffend Uebertragung der Befugniſſe des Landeskirchenrates, der Kirchenregierung und der Landesſynode der pfäl⸗ ziſchen Landeskirche auf die deutſche evangeliſche Kirche wurde mit überwältigender Mehrheit zum Ge⸗ ſetz erhoben. Von 44 anweſenden Synodalen ſtimm⸗ ten 38 vorbehaltlos zu, die reſtlichen ſechs gaben eine Erklärung ab, daß auch ſie grundſätzlich der Einigung zuſtimmen. Ludwigshafen baut Kriegsbeſchädigtenſiedlung r. Ludwigshafen, 28. Juni. Der Ludwigshafener Senat ſtimmte den Anträgen der Berichterſtatter Rechtsrat Dr Reichert und Oberbaurat Laur zu, wo⸗ nach Gelände zur Errichtung einer Siedlung für Kriegsbeſchädigte anſchließend an die aldolf⸗ Hitler⸗Siedlung bis zum Herbſt bereitgeſtellt werden ſoll. Es werden je 50 Siedlerſtellen mit je 600 Quadratmetern beſten Bodens der NS⸗Kriegs⸗ opferverſorgung zur Verfügung geſtellt. Die NS⸗ KOV gibt einen unverzinslichen Zuſchuß von 1000 Mark für jede Siedlerſtelle, dazu kommen je 2100 Mark geringverzinslicher Reichszuſchuß bei 4500 Mk. Geſamtkoſten für jede Stelle.— Weiter wurde die Verkaufszeit für Trinkhallen gemäß der Rege⸗ lung in der übrigen Pfalz und in Mannheim von 7 bis 10 Uhr abends verlängert; doch wind den Ver⸗ käufern im Intereſſe der Tabakgeſchäfte ſtreng gur Auflage gemacht, die Vorſchriften über den Verkauf von Tabakwaren zu beachten, die nur für den Ver⸗ brauch an Ort und Stelle und in Verbindung mit der Abnahme von Getränken verkauft werden dürfen. * Neuſtadt a.., 28. Juni. In den neu ernann⸗ ten Reichsweinbeirat wurden als Vertreter des pfäl⸗ ziſchen Weinbaugebietes berufen: Kreisbauernführer Boſſert, Duttweiler, Oekonomierat Weinbauer Froehlich, Edenkoben, Weinbauer Ritter von Lich⸗ tenberger, Dielkirchen. * Zweibrücken, 29. Juni. Ein ſaarländiſcher Paddler wurde dabei ertappt, als er im Begriff ſtand, einen größeren Regiſtermarkbetrag in ſeinem Boot über die Grenze ins Saargebiet zu verſchie⸗ ben, Ein ordentlicher Denkzettel wird hoffentlich auf das volksſchädigende Verhalten ſolchen Tuns folgen. NSDAP-Mifieilungen Aus vacteiamtlichen Zehanntnachungen eninommen PO Waldhof. Leiter und Amtswalter treten am Samstag, den 30. Juni, 13.45 Uhr, vor der Geſchäftsſtelle, Sandſtraße 15, an zum Probeappell. SA Der Bunte Abend des Reſerveſturms 21 findet nun endgültig heute Freitag, 20.30 Uhr, im großen Saale des„Friedrichspark“ ſtatt. herzlich eingeladen. Deutſche Angeſtelltenſchaft Fachgruppen Nahrungs⸗ und Genußmittel, Bau, Papier, Druckerei, Buchhandel und Textil. Heute, Freitag, 20.15 Uhr, im Saale des„Deutſchen Hauſes“, C 1. 10/11, Mit⸗ gliederverſammlung. BdM Sonntag, 1. Juli(Jugendſonntog) iſt für alle BoM⸗ und Bi Miz⸗Mädels dienſtfrei. Untergan Mannheim. Dienstag, 3. Juli, um 19.30 Uhr, tritt der BdM gruppenweiſe am Adolf⸗Hither⸗Gym⸗ Pene zur Veranſtaltung des DeRch an. 10 Pfg. mit⸗ ringen. Sämtliche Schar⸗ und Gruppenſportwartinnen des BdM und Bdz finden ſich heute, Freitag, um 20 Uhr auf dem Stadion ein. Letzte Gelegenheit zur Entgegennahme der Uebungen für das große Sportfeſt. Oſtſtadt. Heute, Freitag 19.90 Uhr, Turnen auf dem Planetariumsplatz. Erſcheinen iſt Pflicht. Feudenheim. Heute, Freitag, 20.15 Uhr, Antreten ſämtl. Mädels im Schulhof zwecks Einteilung und Probe für den Deutſchen Tag. Kein Turnen. BdMJ Neckarſtadt⸗Oſt. Heute, Freitag, 18 Uhr, Singen auf Die nach Karlsruhe beſtimmten politiſchen Die Volksgenoſſen ſind Alle Jungmädelführerinnen der Gruppe Neckarſtadt⸗Oſt lommen um 20.30 Uhr auf den Herzogenriedpark. Reſtliche Gelder mitbringen. Rheintor. Montag, 2. Juli, 20 Uhr, dringende Be⸗ ſprechung für ſämtl. Schaft⸗ und Scharführerinnen in 5 Deutſches Jungvolk Stamm Eichelsheim. Heute, Freitag, erſcheinen ſämtl. Geloverwalter der Fähnlein und die Fähnleinführer um 20.15 Uhr im Heim, Waloparkſtraße 27 a, zu einer wich⸗ tigen Beſprechung. S Freitag, 29. Juni Roſengarten:„Marlenes Brautſahrt“, Operette von H. R. von Nack, Deutſche Bühne, 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprojektors. Roſarium, Neuoſtheim, Harrlachweg: Geöfſnet v. 16—20 Uhr. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Weinheim— Bensheim— Lindenfels— Fürth— Birkenauer Tal— Weinheim— Mannheim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarettprogramm. Hans Thomaſchule D 7, 22: Mannheimer Fechtelub 1884: 50jähriges Beſtehen. 19.45 Uhr Feſtakt, verbunden mit einer Fechtakademie, Schaugefechte im Florett, Säbel, Degen. Tanz: Palaſtbotel Mannheimer Hof, Kafſee Vaterland. D 3, 15, ehemalige Diskonto⸗Geſellſchaft: Deutſche Kolonial⸗ Ausſtellung 1934. Geöffnet von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Lichtſpiele: Aniverſum:„Das Lied einer Nacht“.— Alhambra:„Junge Liebe“.— Roxyy:„Das Blumenmädchen vom Grand⸗Hotel“.— Schauburg: dem Herzogenriedpark. Bei Regen vor der Polizeiwache. „Das Rätſel einer Nacht“. C lul buize Suneas clauu nimmVIMI Genau so hartnäckig wie an Töpfen und Pfannen haſtet fettiger Schmutz auf dem Tropfbrett und im Ausguß- becken. Natürlich kann man ihn durch hartnäckiges Reiben entfernen, aber das geht auf Kosten der Kräſte and der Gegenstände; denn gewöhnliche Putzmittel be · stehen aus groben Bestandteilen, die, unter körperlicher Anstrengung der Hausfrau, den Schmutz nur fortkrat- zen. Vim dagegen besteht nicht nur aus feinen Minera- lien, sondern auch aus einer schmutzlösenden Substanz. So erklärt sichseine doppelte Wirkung: der Schmutz wird aufgeweicht und dann durch leichtes Reiben völlig ent · fernt. Vim ist gleich gut für feines und für grobes Putzen. Vim kratzt uie. Vim erleichtert Ihren die Arbeit. boPPEUr WIRKSͤAM Qulel Schmutalõsende Substunz umhillt die feinen Mineralteilchen: Vim kratzt nickt. NLICHT CEs. A. G. MANNHEIM-BERLIN — uu ln Freitag, 29. Juni 1934 Beilage der Neuen Mannheimer Zeitung 145. Jahrgang/ Nr. 291 „.. ins Land der Franken fahren! Kennen Sie ſchon das ſchöne Taubertal? Man verſteht es nicht recht, aber es iſt ſo, daß vom Zug der Wanderer und Reiſenden das Tauber⸗ rnachläſſi Frankenland, das iſt für die meiſten Würzburg und das Main⸗ gebiet. Und wenn ſie das Taubertal daturechnen, dann iſt es nur, um das dreißigtorige Rothen⸗ burg zu beſuchen und beſtenfalls noch Wertheim, die von einer mächtigen Schloßruine überragte Main⸗Tauberſtadt. Aber zwiſchen dieſen beiden Städten zieht vielgewunden der ſchmale Fluß durch eine anmutige Landſchaft von ſanfter, milder Heiter⸗ keit. Auf das ganze Taubertal paßt, was Mörike von Mergentheim ſagt:„Ach hier, wie liegt die Welt ſo licht.“ Helle iſt über allem. Breit verlaufen die Hügelwölbungen. Reichtragende Felder ſchmiegen ſich die Hänge hinauf, und an ſteileren Lagen, wo die Muſchelkalkbrocken zu kleinen Wällen aufgeworfen ſind, wächſt am ſchlanken Pfahl hochgezogen die Rebe. Rebland iſt freundliches Land. Und ſo paßt in dieſe Gegend das ſüddeutſche Barock, in dem ſoviel Wär⸗ me und Innigkeit, ſoviel Lebensfreude und Dies⸗ ſeitigkeit iſt. Es iſt die ſteingewordene Melodie dieſes Landſtrichs, die in tauſendfacher Abwandlung durch das beſonnte Tal klingt. Sie klingt in den Tauberbrücken, von denen die St. Nepomuk und Ki⸗ lian, die St. Michael und Johannes die Waſſer be⸗ ſchwören, die im Frühjahr und Herbſt die Tauber zum reißenden Strom anſchwellen laſſen; ſie klingt in den Gotteshäuſern, mit dem Zwiebelturm und in den vielen Feldkreuzen, die an den Straßen und in den Aeckern unter ſchattenden Baumgruppen ſtehen; da hängt der Gekreuzigte, um den Maria und Jo⸗ hannes weinen; dort umſchließt die Mutter das Jeſu⸗ kind, da zeigt ein Relief Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligen Geiſt. Und ſo auch an den Häuſern: Madonnen und Heilige; immer wieder die Mahnung zu Gott, zu Bitte und Dank. Meiſt ſind es ſchöne Ar⸗ beiten kunſtgeübter und ſicherer Handwerker einer Zeit, von der man annehmen möchte, daß ſie Ge⸗ ſchmackloſigkeit nicht kannte. Es würde dem Land⸗ ſchaftsbild Weſentliches fehlen, wenn dieſe Bildſtöcke und Heiligenfiguren nicht da wären: man empfindet ſie als Beglückung, weil in ihnen der Sehnſucht nach Schönheit, nach dem wunderſamen Uebereinklang von Diesſeitigem und Jenſeitigem ein wenig Er⸗ füllung wird. Schön ſtehen in dieſer beſonnten Welt die behäbigen Fachwerkhäuſer, und die ſauberen Gaſtwirtſchaften ſtrecken ihre Schilder an langen ſchmiedeeiſernen Armen bis in die Mitte der Straße. Die Ochſen und die Bären, die Sonnen und die Ster⸗ ne, die Kreuze und die Kronen ſchwenken im Wind, der von den bewaldeten Kuppen dem Tale die not⸗ wendige Kühlung bringt. Freundlich ſind die Be⸗ wohner des Taubertales, geſprächig und aufgeſchloſ⸗ ſen; ein regſamer Menſchenſchlag und hübſch ſeine Mäodchen. Man kann friſch ausſchreiten im Tauber⸗ tal, und brummt man auch einmal über die Hitze und den weißen Kalkſtaub, den die Autos aufwirbeln, die Heiterkeit der Landſchaft teilt ſich dem Gemüte mit und verſcheucht allen Unmut. Aus vielhundert Lerchenkehlen ſtürzt Seligkeit des Himmels in die Morgenſtunden, und am Abend wiegt dich das tau⸗ ſendſtimmig helle Zirpen der Grillen in unbeſchwer⸗ ten Schlaf; den Nachgeſchmack des guten Tauberwei⸗ nes noch auf den Lippen, murmelſt du:„Ach hier, wie iſt die Welt ſo licht..“ Man tut gut, ſich in den Ortſchaften und Städt⸗ chen Zeit zu laſſen und den Spuren der Vergangen⸗ beit wachzugehen. Und man wird überraſcht ſein, wieviel Erinnerungen hier wach werden und wieviel Kunſtſchätze Herz und Sinne erfreuen. Wandert man von Wertheim flußaufwärts, ſo darf man am waldumrauſchten Kloſter Brombach nicht vorüber⸗ gehen, das einen wundervollen Kreuzgang hat und in ſeiner Kirche alle Stilmerkmale vom romaniſchen Rundbogen bis zum Rokoko zu einer ſeltſamen Ein⸗ beit zuſammenfaßt. Verträumt ſteht in ſeinem Gar⸗ ten ein Zierbrunnen aus dem 18. Jahrhundert, deſſen barocke Ueppigkeit eher einem fürſtlichen Luſt⸗ ichloß entſpricht als einem Kloſter. Kommt man an Tauberbiſchofsheim vorüber, ſo erzürnt man lich über die Torheit eines„aufgeklärten“ Geſchlechts, 8 von 20 Stadttürmen nur noch einen hat ſtehen laſſen und gedenkt derer, die im Kampfe um die Tau⸗ berbrücke 1866 ihr Leben für ein künftiges Reich ließen. In Gerlachsheim ſteht eine Madonna, die kaum ihresgleichen hat. Das Herz vom Schwert durchbohrt, blüht ſie gleichwohl wie das lebendige Leben von ihrem Sockel herab, die üppige Lebens⸗ freude des Barock hat ſich hier in dieſer verweltlichten Madonna und dem ausladenden ſchmückenden Bei⸗ werk ein Denkmal geſetzt, das beinahe etwas Maß⸗ loſes in ſich trägt. Man ſchreckt vor ſoviel Ueber⸗ ſchwenglichkeit zurück und iſt doch zugleich gefeſſelt, von ſoviel kraftvoller und ausdrucksſtarker Kunſt. Ein reicher Weinhändler hat ſie 1751 errichten laſſen, damit ſie„bitte für Feld und Ackerland und uns be⸗ hüt für Feuer und Brand“. Am Eiſenbahnſchnitt⸗ punkt Lauda, wo der Abt Knüttel in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts den„Knittelvers“ er⸗ fand, vorüber kommt man nach Königsho fen, und es ſteigen aus der Geſchichte die Geſtalten des Florian Geyer, des Georg Metzler, das Pfeiferhäusle von Nicklashauſen, die ſchwarz Hofmännin und aller Brand⸗ und Blutgeruch vom Frühſommer 1525, wo am 2. Juni in der großen Bauernſchlacht Jörg Truchſeß von Waldͤburg den Bauernzorn in Blut erſäufte. Mitten zwiſchen Wertheim und Rothenburg liegt Bad Mergentheim, Hauptſtadt des deutſchen Ritterordens, bis Napoleon ihm 1809 gewaltſam ein Ende machte. Die Luft der ſtolzen Vergangenheit ſchläft zwiſchen den Häuſern mit Staffel⸗ und Schnek⸗ kengiebeln, umſpielt die vielen Madonnen der ſchwä⸗ biſchen Landſtadt, deren Name als Marienhein ge⸗ deutet wird. Mergentheim iſt das deutſche Karlsbad und hat in Gegenwart und Vergangenheit viel er⸗ Iauchte Gäſte geſehen. Beethoven war im Jahre 1791 da und hat dem Großmeiſter Maximilian Franz, Kurfürſten von Köln, öſterreichiſchem Erzherzog und Kaiſerbruder ein Ritterballett komponiert. Und Eduard Mörike hat ſieben Jahre ſeines Lebens hier verbracht im Speethſchen Haus am Markt. Hier fand er ſeine Frau, hier verlor er ſeine Lieblingstoch⸗ ter. Neidenswerter Beſitz dieſes Landſtrichs: Die „Stuppacher Madonna“ des Matthias Grü⸗ newald, die der Maler für den Maria⸗Schnee⸗Al⸗ tar in Aſchaffenburg malte, ſein Geſchwiſter die„Krö⸗ nung Mariens“ hängt im Auguſtiner⸗Muſeum in „Freiburg. Der dritte Grünewald des Taubertals „Golgatha“ iſt von Tauberbiſchofsheim in die Karls⸗ ruher Galerie gewandert. Neidenswerter Beſitz des Landſtrichs ferner: der Schutzaltar aus Lindenholz, den Tilman Riemenſchneider ſchuf, ein Kleinod der Herrgottskirche zu Kreglingen, der Detwanger Kreuzaltar u. der Blutaltar in der Rothen⸗ burger St. Jakobskirche— alleſamt Herrlichkeiten aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts, gleich unmit⸗ telbar eindringlich zu jedem Beſchauer redend. Tauberaufwärts, bevor uns die romantiſche Schön⸗ heit Rothenburgs mit ihrem geſchloſſenen mit⸗ telalterlichen Stadtbild, den Toren, Türmen, Gie⸗ beln, Gaſſen, Winkeln und Brunnen umfängt, tau⸗ chen wir noch einmal tief in das ſpäte Barock: anmu⸗ tig ſchläft das verträumte Weikersheim am Weg, ein Idyll der Vergangenheit. Die Zeit hat den Atem angehalten zwiſchen den behäbigen Bürgerhäuſern, den feinen Arkadenbauten des Schloßplatzes, in den franzöſiſch geſtutzten Alleen des Parkes. Man lauſcht auf Flötenſerenade und Menuettklang und das Kichern der Zerlinen und Doretten. Und die Amſel antwortet aus dem verſchlungenen Geäſt, und eine Goldammer wippt auf dem Kopf einer Statue. Schön biſt du, Taubertal, in Sonne getaucht und von Heiterkeit überglänzt! hs. Taraſp—Schuls— Bulpera Das Paradies ohne Apfelbaum Seit Gott die Menſchen aus dem ſchönſten aller Gärten vertrieben, iſt es die geheime Sehnſucht aller Geſchlechter geblieben, einmal wieder dieſes Stück Erde betreten zu dürfen, um es zu erſchauen und zu erleben. In jedem Menſchen lebt eine traum⸗ hafte Vorſtellung vom Paradies, die irgendwie mit ſeinen Wünſchen, ſeiner Sehnſucht verbunden iſt. Gibt es das Land, wo dies alles zu finden iſt? Wie oft denkt man: hier wäre das Paradies, wenn dies oder jenes noch wäre. So gings auch mir. Seit langem machte ich alljährlich meine Wanderung auf der Suche nach dem Paradies, und ſo auch dieſes Jahr. Ich wanderte im Frühling durch ein ſon⸗ niges Tal, das Unter⸗Engadin, eigentlich ohne Anſicht von Taraſp— Schuls— Vulpera Ziel, wohin der Zufall mich gerade trieb. Vor Schuls ging ich über eine alte Holzbrücke, die über den Inn führte, zu den drei berühmten Quel⸗ len von Taraſp: Bonifazius, Luzius und Emerita. Ich ging in die Trinkhalle und ſchaute eine Weile den Quellen zu, wie ſie brodelten und ziſchten unter den Glasglocken, in denen ſie gefangen waren. Die Halle war gefüllt mit Menſchen, die würdevoll auf und ab ſchritten, ein jeder mit ſeinem Gläschen in der Hand, in dem ein Bonifazius, ein Luzius oder eine Emerita kribbelte und prickelte. Zeitweilig blieben ſie ſtehen, blickten verſonnen in ihr Gläs⸗ chen und ſetzten es vertrauensvoll an die Lippen, jeder Schluck ſollte neue Kraft und neues Leben geben. Wenige Schritte von der Halle entfernt wies ein Weg mich die Anhöhe hinauf nach Vulpera. Gedankenlos ſtieg ich bergan. Auf halber Höhe machte ich Halt und ſchaute verſunken in das Inn⸗ tal hinab, als eine Stimme hinter mir ſagte:„Iſt dies hier oben nicht das Paradies?“ Betroffen ſchaute ich mich um und hinter mir ſtand ein älterer Herr, der mit leuchtenden Augen um ſich ſchaute.„Ich habe viel geſehen von unſerer Erde, aber was ich hier gefunden, fand ich nirgends“„Ja,“ antwortete ich,„der Blick hier hinunter iſt hübſch, aber Para⸗ dies?... Zum Paradies fehlt mir noch. vieles.“ Der alte Herr ſchaute mich freundlich, ein wenig überlegen an, dann ſagte er:„Kommen Sie ein⸗ mal hinauf auf's Plateau, ſchauen Sie ſich dort um und dann ſagen Sie mir, was Ihnen noch zu Ihrem Paradies fehlt.“ Wir gingen zuſammen den Berg hinauf und mein Begleiter erzählte mir von der Geſchichte dieſes Landes, das er wie ſeine Heimat liebte. Er ſprach mir von dem Volk, das hier lebt mit den dunklen fragenden Augen und der eigenen romaniſchen Sprache. Er erzählte von den vielen Quellen und ihren Heilwirkungen bei Magen⸗ und Lebererkran⸗ kungen und fügte manchen Scherz ein, von Gäſten, die zu Magerkuren als runde Fäßlein heraufrollten, und wie ſchlanke Tannen wieder den Ort verlie⸗ ßen. Er erzählte vom Schloß Taraſp, dem Wahr⸗ zeichen des Unter⸗Engadins und dem Weg dorthin durch Wieſen, die in allen Farben leuchten. Er ſchilderte mir ſeine Wanderungen durch den Schweizeriſchen Nationalpark, dem Schutz⸗ gebiet für Pflanzen und Tiere, mit ſeinen Schluch⸗ ten, Tälern und Wäldern, wo ungehindert und nicht gehemmt durch menſchlichen Einfluß den Pflanzen und Tieren ihr eigenſtes Leben bewahrt bleibt. Er ſprach mir ſo viel von der herrlichen, all zu herr⸗ lichen Natur, daß ich mich nicht enthalten konnte, zu ſagen:„Dies iſt ja alles ſchön und gut, was Sie da erzählen, aber es ſcheint mir ein Paradies für Naturmenſchen zu ſein, die mit den Kühen Blüm⸗ chen freſſen und ſich mit Wald und Wieſe unterhal⸗ ten. Wie aber, wenn ich mein Paradies bequem, kultiviert haben möchte, mit Sport, Muſik und Tanz,“ „Oh, warten Sie ein wenig, gleich ſind wir oben und dann...“ Und ſchon ſtanden wir auf dem Plateau, und ich war wirklich überraſcht, in dieſer herben Naturſchönheit gepflegte Parkanlagen, Ten⸗ nis⸗ und Golſplatz und das entzückendſte kleine DUHNEN KaMPEN WVX suf FöHR Schiffsverbindung: ApaS CUNrAEN HELCOLANO Sf. PETER· RDIM WXNMIMCSTEOr Srr WESTERIANb svir 8 SEEBROERDIEMST HaMBuRC opente durchdie Bedeverwaltungen u. Reisebüros . 5 17 Mod. Haus in u. ruhig schatt. Park, Terrass., 70 Bett. ab ———— S S 9 pension- Rurhaus mannshausen YRhei Rheinlage geg. Burg Rheinstein .— Fens. RM..50 bis.— 90 Pauschaluren„14 Tg. 4 2 bzw. ermalbd., Tr.-Kur. ——— ärztl. Unters. Keine Nebenkost. Stärkste Lithionquelle Deutschlands. 32,50., gegen Rheuma, Gicht, Ischias, alle Steinleiden, Blutarmut und Nervenschwäche.— Prospekt auf Wunseh! vS⁵ Engadin 1655 m. *7 ICuarda- Hatel Meissrr Bestbekennt. 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Röcking, Fernſprecher 5.— Vorbeſtellüng 129 ecee —— + Apfel⸗ zu Jahr zunehmende Zahl der Beſucher beweiſt. Eine wahr iſt, daß ſich Weſterland im Laufe der letztenten Sandbank geſegnet. Es lebt ſich aut dort in dem L. Wyß⸗Buchkremer. rührige Badeverwaltung hat im Laufe der Jahre Jahre zu einem wirklichen Volksbad entwickelt hat, ruhigen„Oertchen, das in ſeiner Zurückgezogenheit 5 mi alle Anlagen geſchaffen, die der Abwechflung liebende[in dem man ſelbſt mit beſcheidenen Mitteln ſeine dem Gaſt eine wirkliche Erholungsſtätte bietet. ge Muggenbrunn im Schwarzwald Kulturgaſt heute verlangt. Ferien verleben kann. Die prächtige Brandung, die Was manches andere Bad erſt unter Aufwendung du In der Mitte zwiſchen dem Baumgebiet des Felobergs, Ioylliſche Ruhe bietet das in naher Nachbarſchaft] Abwechflung, welche die Inſel ſelbſt dem Wanderer[großer Mittel hat ſchaffen können, nämlich dem Be⸗ ſte— der Schwarzwaldberge, und dem könialichen liegende Duhnen, das noch faſt ländlichen Cha⸗ bietet, und die vielen Veranſtaltungen, mit welchen ſucher die Möglichkeit zur Ausnutzung der im Watt ——————— rakter trägt, mit Ausnahme ſeiner Hotels und Lo⸗ die Badeverwaltung ihre Gäſte unterhält, laſſen ſchlummernden Heilkräfte zu bieten, das hat des gro⸗ 4 geter kragen wird, liegt in 974 bis 1120 Meter ü. d. M. gierhäuſer, die durchaus großſtädtiſchen Anſprüchen keine Langeweile aufkommen. ßen Schöpfers Hand Büſum in den Schoß gelegt. Se 3 der Höhenluftkurort und Winterſportplatz Muggen⸗ genügen.“ Beide, Cuxhaven und Duhnen, haben je⸗ Wer zurückgezogen leben will, zieht Wenning⸗ Das weiß auch die große Anzahl ſeiner alten An⸗ 9 be brunn, Flecken Erde beſitzt ein an⸗]doch gemeinſam das ruhige Baden in der Nordſee[ſtedt vor, wo die Natur die gleiche iſt wie in We⸗ hänger und macht ausgiebig davon Gebrauch. Ge⸗— 9 be—— ee und die Verbindung mit der großen Welt, da die ſterland. Das nördlichſte Bad auf Sylt, Kampen, fördert wird das Wattenlaufen dort durch Veranſtal⸗ 1 6 da Süden offen loſſen. Nach Süden hin zlehen auch die Weltſchiffahrt in unmittelbarer Nähe an ihrem hat ſeinen dörflichen Charakter als Frieſendorf am tung von Wattenpolonaiſen, ſo daß auch die Kurz⸗ iüb Eriſtallklaren forellenreichen Gewäſſer, die kraftvoll ihre[Badeſtrand vorüberzieht. reinſten erhalten und bildet ſozuſagen den Sammel⸗ weil zu ihrem Recht kommt. M———4——3 16——4————95 Helgoland, das gewiſſermaßen den Mittel⸗ punkt prominenter Gäſte, die abſeits von allem Welt⸗ Herrlich iſt es in jedem dieſer Badeorte und Hin⸗ * Gotkk atmenden ſteilen Tonnenforſten erwuchſen unſeren f bunkt der nordfrieſiſchen Bäder bildet, ſteht in ſchrof⸗ getriebe ihrer Geſundheit leben wollen. und Rückfahrt werden verſchönt durch die Dampfer⸗ ar——— deren 8 an unſeren—.:;—(„„„„„——— 7——55 ſchnellen völkiſchen Weſen mitweben wird. iſſen der Hapag. ie ſehr dieſe Reederei um 20 Gerade und einſach wie die Natur ſind auch die Men⸗ gut. Wege mit mäßigen Steigungen und ſtille, lauſchige[Meter hohen Woſſerfälle bei Todtnauberg hingewieſen. das Wohl ihrer Fahrgäſte bemüht iſt, das beweiſt ſchen. Haus und Hof, Stuhe und Stall ſind ſauber, kurz,[Ruheplätze wurden für ſolche Gäſte geſchaffen, die im Dieſe ſind in einer halben Weaſtunde erreichbor. das im Mai in Dienſt geſtellte neuerbaute Motor⸗ 17 1* man iſt pünktlich und gefällig in allem Tun. Man findet Kampf ums Daſein ihre beſten Kräfte geopfert haben. So iſt es denn nicht zu verwundern, daß jahraus, jahr⸗ ſchiff„Königi Luiſe“. Allei*—93ꝗ96 9 ül hier gute Worte, wachſame und ſorgfältige Geſchäftsleute. Wenn auch der Boden nicht fruchtbar iſt, ſo verſchwen⸗][ein Kenner und Freunde des gaſtlichen Hochtales ſich uiſe. llein dieſes Schiffes 5 re Die maleriſch gelegenen alten Höfe atmen eine wunderbare dete die Mutter Natur dafür alle ihre Schönheit und Reize.[einfinden, um friſchen Lebensmut und neue Spannkraft wegen lohnt ſich eine Reiſe in die nordfrieſiſchen ur Ruhe und ſie bergen ſchon in ihrer Anlage uraltes Volks⸗ 1 Neben dem Erwähnten ſei nur auf Badens wuchtigſte, 94 für den Alltag ſich aufzuſpeichern. Noroͤſeebäder. 9 m 75 g¹ 8 6. Seite/ Nummer 291 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 29. Juni 1934 Strandbad, das ich je in den Bergen ſah, zu fin⸗ den.„Und hier,“ mein Begleiter deutete auf zwei elegante Hotels,„fliegen Ihnen die gebratenen Hühnchen in den Mund, und wenn Sie Luſt haben, können Sie nach Herzensluſt tanzen und Muſik ge⸗ nießen.“ Ich fühlte mich beinahe beſiegt, aber ich wollte mich nicht ſo ſchnell zu dem neugefundenen Para⸗ dies bekennen und ſuchte nach etwas, das ſelhſt hier nicht zu finden war. Halt, das war's, und trium⸗ phierend fragte ich:„Ja und wo ſteht der Apfel⸗ baum? Es gibt kein Paradies ohne Apfelbaum.“ Mein alter Herr ſchaute ſtill vor ſich hin.„Ja, Sie bringen mich wahrhaftig in Verlegenheit. Apfelbaum habe ich noch keinen geſehen. Aber,“ fügte er lächelnd hinzu,„vielleicht iſt es gut für Vulpera, wenn Sie bedenken, was der Apfel alles auf dem Gewiſſen hat, ſo macht vielleicht gerade das Vulpera zum wah⸗ Noröfrieſiſche Inſel⸗ und Küſtenbäder Mit Hamburg als Stützpunkt zieht ſich von der Elbmündung bis hinauf zur deutſch⸗däniſchen Grenze eine Reihe von Inſeln und Küſtenbädern, die als noroͤfrieſiſche Noröſeebäder bezeichnet werden. Ge⸗ meinſam iſt ihnen nur das kräftigende Klima der Nordſee, grundverſchieden ſind ſie aber unter ſich in bezug auf Landͤſchaft und in ihrer Heilkraft ir den menſchlichen Organismus. Dort, wo die Nordſee die Ebbe in ſich aufnimmt, als ein für die Schiffahrt wichtiger Platz, als eine liegt Cuxhaven, das von altersher bekannt iſt Station an der Straße des Weltverkehrs. Große Bedeutung hat es auch erlangt als Stapel⸗ und Ver⸗ ſandplatz für die Seefiſcherei. Nicht minder wichtig iſt es aber auch als Noroͤſeebad, was die von Jahr fem Gegenſatz hierzu. Seine bekannten, bizarren Felsgebilde, ſeine völlige Abgeſchloſſenheit von der Umwelt, hinterläſſen bei jedem Beſucher einen nach⸗ haltigen Eindruck. Man muß einmal des abends durch die ſchmalen Gäßchen gebummelt ſein, hoch auf dem Oberland geſtanden und in das grünblaue Meer geſchaut haben, um die vielen Schwärmer von Hel⸗ goland richtig zu verſtehen. Bei Nennung einer anderen norofrieſiſchen Inſel, nämlich Sylt, denkt man gleich an den Hauptbade⸗ ort Weſterland, dem noch immer der Ruf des Mondänen anhaftet. Was iſt Wahres daran? Wahr iſt, daß ſich dort an dem ſchönen breiten Strande, am Fuße der Dünenkette, ein wirklich iöͤeales Badeleben entwickelt, das ſchon als mondän gelten kann und Die grüne Perle in der Kette der nordfrieſiſchen Bäder bildet die Inſel Föhr mit ihrem Hauptbade⸗ ort Wyk. Im Schutze des nahen Feſtlandes iſt ſie mehr als andere Inſeln frei von der Herbheit, die manchem Beſucher der Nordſee unbehaglich iſt. Lieb⸗ lich wie das Klima iſt auch die Landſchaft der Inſel und aus der Luft geſehen iſt ſie im wahrſten Sinne des Wortes ein grüner Fleck in der Nordſee. Das milde Klima hat die Inſel Föhr zu beliebtem Aufent⸗ halt mehr oder weniger empfindlicher Erholung⸗ ſuchender, beſonders der Kinder, gemacht. Von Föhr iſt nur ein kleiner Sprung nach dem Feſtlande, nach der Weſtküſte Schleswig⸗Holſteins, und dort hat ſich in wenigen Jahren ein Bad ent⸗ wickelt, das ſich ſehr ſchnell einen guten Ruf er⸗ worben hat. Die Natur hat St. Peter⸗Ording mit Dünen, Baumwuchs und vor allem durch einen herrlichen Badeſtrand auf der öͤer Küſte vorgelager⸗ Ferien im Schwarzwald er 40 e Altglashüften Fes, HausSunmerberg K Schmarzwald Höuentaahn———— Ww Neuzeitl. eing., mit all. Komfort. Sonnige, ſtaub⸗ Höhenluftk 8— Kochschwarrwald 8 öhenluftkurort 900-1200m 870— 1000 ſch u. lärmfreie Höhenlage. Gel. zu Luft⸗ u. Sonnen⸗ 8 thof,St P 952 bis 1200 M V——9— gute Küche. Ruf⸗ 2 3 0 0 80—5—* 8 ¹—————————————— Mtr. ü. 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Seite/ Nummer 291 Wandervorſchlag Kreidach, Siedelsbrunn, Frankel, Unterſchönmatten⸗ waag, Geiersberg, Dürrellenbach, Oberaſchbach, Unteraſchbach, Unterwaldmichelbach, Waldmichelbach. Bei der Hauptbahn Wanderkarte Nr. 10, Waldmichelbach oder Fürth 2,30 Mk., bei der O66 2,10 Mk. Hauptbahn⸗ hof ab:.40,.52; Kreioͤach an:.18,.31; OEG Neckarſtadt ab.40,.50; Weinheim, Brücke an:.20,.27; Weinheim, Hauptbahnhof ab.30,.45. Vom Bahnhof Kreidach mit den Nebenlinien 38 (weiß⸗blaues Dreieck) und 44(gelber, ſenkrechter, auf wei⸗ ßem wagrechten Strich), kurz an der Bahn rechts entlang, über die Bahn rechts zur Kreidacher Höhe(Rundolick), 428 Meter hoch. Rechts Nebenlinie 44(38 zieht links ab) und der Hauptlinie 8(blauer Strich) direkt ſüdlich auf ſchöner Straße, durch Feld nach Siede[Sbrunn, 490 Meter hoch, Stunde. Schöner Rundblick auf die Juhhöhe, die Tromm und den Schimmelberg. Beim Gaſthaus„Morgen⸗ ſtern“, rechts, ſüdlich, öſtlich, auch mit der Hauptlinie 22, (weißer Rhombus) bis zum Friedhof. Von da mit Weg⸗ zeichen(gelbem ſenkrechtem auf weißem wagrechtem Strich) allein rechts in den Wald. Bald bequem ab zu einem Knotenpunkt, dem Zollſtock, am Fuße des 550 Meter hohen Kettenbergs, links eine Bank, 472 Meter hoch. Ueber die Hauptlinie 7(rotes Quadratj. Im Tannen⸗ und Buchen⸗ wald weiter langſam bergab. Der Weg beſchreibt mehrere große Bogen, geht zunächſt um den 550 Meter hohen„Toten Mann“ rechts herum und fällt dann etwas ſteiler ab. Bei einer Weggabelung, eine Bank links, beginnt eine neue, ſchlecht zu gehende Straße. Hier links im Tannenwald auf Fußweg oberhalb des holperigen Weges hin und aus dem Wald. Links das Forſthaus bei einem Brunnen und ein Wieſengrund, rechts Feld. Nach dem Zinken Fran⸗ kel, 17 Stunden. Ueber ein Wieſental und den Ulfenbach nach Unter⸗ ſchönmattenwaag, 10 Minuten, 230 Meter hoch. In ſüdlicher Richtung durch das langgeſtreckte Dorf. Bei der Kirche links, öſtlich mit der Hauptlinie 18(weißes Qua⸗ oͤrat), an einem Brunnen vorüber. Durch die letzten Häuſer und die Kuhklinge hierauf in einen Tannenwald. Der Weg macht eine Kurve rechts und links und mündet noch 20 Minuten in die Hauptlinie 11(rotes Kreuz). Ge⸗ meinſchaftlich mit dieſerkurz im Feld etwas ab zu einer Weggabelung bei einem Kreuz links. Direkt nöroͤlich, mit rotem Kreus allein im Buchenwald gemächlich bergauf. Nach einem Tannenwald. rechts eine Bank, rechts geſchwenkt zu Aus Bädern und Kurorten Radinm⸗Sol⸗Bad Heidelberg Die Heidelberger Radi u m quelle, die radiumſalzreichſte der Welt, iſt eine hochwertige 8/ige Mineralſole. Sie enthält in einem Liter 82 Gr. ge⸗ löſte Beſtandteile. Von größter Bedeutung iſt der Radium⸗ gehalt der Quelle in Form von gelöſtem Radiumſalz. Im Gegenſatz zu den meiſten ſog. Radiumquellen, die nur ein Zerfallprodukt des Radiums, ſog. Emanation, enthalten, die bekanntlich in wenigen Tagen zerfällt und unwirkſam wird, iſt die Radioaktivität der Heidelberger Radiumquelle infolge ihres Gehaltes an gelöſtem Radiumſalz zeitlich praktiſch unbegrenzt. Durch das Vorhandenſein von gelöſtem Radin m, welches einerſeits durch direkte Strahlung wirkt, anderer⸗ ſeits die Emanation ſtändig erneuert, bietet die Heidel⸗ berger Radtumquelle die Möglichkeit, die direkte Radium⸗ beſtrahlung in Verbindung mit der Emanationswirkung zu Heilzwecken in Anwendung zu bringen. Bei Radiumbädern des Radiumſolbades Heidelberg wird ununterbrochen, alſo auch während des Bades, Radium⸗ emanation gebildet und vom Körper durch Haut und Lunge aufgenommen. Außerdem bildet ſich auf dem Körper ein radioaktiver Niederſchlag, der auch nach dem Bad noch eine dauernde Strahlungs⸗ und Reizwirkung ausübt. Darin liegt die Eigenart und die anerkannt hervorra gende Heilwirkung der Heidelberger Radium⸗ quelle, der radiumreichſten der Welt, die in unzähligen Fällen in Form von Bade⸗, Inhalations⸗ und Trinkkuren Anwendung findet. bei In ganz beſonderem Maße hat ſich die Quelle bewährt allen Formen rheumatiſcher Erkrankungen, ſowohl bei einem neuen Weg. Rechts ab und zu großen Steinhaufen, deren Herkunft nicht bekannt. Zum Geiersberg, 483 Meter hoch, 40 Minuten Höhenwanderung, mit nur geringen Schwankungen, meiſtens in ſchönem Tannenwald, nur ab und zu durch Buchenwald unterbrochen. Nach weiteren 40 Minuten, bei einer Bank an einem Waldeck links, mündet von rechts die Hauptlinie 16(gelbe Scheibe) ein. Mit beiden Markierungen etwa 20 Minuten gemeinſchaft⸗ lich, dann mit der gelben Scheibe allein links im gemiſch⸗ ten Wald etwas ab. Nach einem Bogen rechts, bald zu einem Wieſentälchen mit einem munteren Bächlein, dem Ellenbach, und bald links geſchwenkt nach Dürrellenbach, Forſthaus mit Oekonomiegebäude, 440 Meter hoch, 20 Mi⸗ Bäder. Ruror Sommerfrohes Strand- u. Bade- leben. reizvollste Wanderungen. voll materlscher * Ausblicke, mild-würziges klima. das neryenstärtende Erhoſung Schafft. Hotels u. Pensionen für ſede Börse. Prospekte u. Auskünfte durch den Verkehrsverband Thunersee und die Verkehrsvereine der Kurorte. te Nei V N. M. 2. Hghuuwao Muskelrheumatismus als auch bei den verſchiedenen Arten des Gelenkrheumatismus, ferner bei Gicht, Neuralgie und Ischias. Ebenſo ſind ſehr gute Erfolge erzielt worden in der Behandlung von Frauenkrankheiten, bei Adernver⸗ kalkung und bei Schwächezuſtänden. 8 Hervorzuheben ſind die außerordentlich günſtigen Heil⸗ wirkungen der Trinkkuren mit Heidelberger Radium⸗ heilwaſſer bei chroniſchen Magen⸗ und Darmkatarrhen, chroniſcher Verſtopfung, Erkrankung der Leber⸗ u. Gallen⸗ wege, Zuckerkrankheit, ſowie der Inhalationskuren bei chroniſchen Katarrhen der Luftwege(Rachen⸗, Naſen⸗, Kehlkopf⸗ und Luftröhrenkatarrhe).— Das Radiumſolbad iſt das ganze Jahr geöffnet. Luftkurort Neuenbürg im württ. Schwarzwald Wo die Höhen des nördlichen Schwarzwaldes ſich zum erſten Mal dunkel und tiefbewaldet zuſammenſchließen und die Enz als rauſchender Gebirgsfluß ihren Weg ſucht, er⸗ hebt ſich auf ſteilem Bergrücken inmitten einer engen Tal⸗ ſchlinge ein impoſantes Bauwerk: das Schloß Neuenbürg, die im Tal ſich drängende Kreisſtadt zu ſeinen Füßen. Es iſt eine ungeahnte Ueberraſchung, die der Fremde erlebt, wenn er tief im Wald verſteckt und doch nur zwanzig Fahr⸗ minuten von Pforzheim und dem Strang der Groß⸗ verkehrslinie Paris— Wien entfernt, ein betriebſames, altertümliches Städtchen auftauchen ſieht, deſſen eigen⸗ artige Lage es zu einem der intereſſanteſten und freund⸗ lichſten im württembergiſchen Lande macht. In einem tiefen Krater von himmelhohen grünen Wänden liegt die Luftkurſtadt gebettet. Wo der Wald ſonnige freie Stellen nuten. Wie die umſongreichen Mauerreſte zeigen, ſtand hier ehemals ein ziemlich großes Dorf. Ueber den Wieſen⸗ grund weſtlich. Nach kurzer Zeit im Walde ab, an einem Waſſerbehälter rechts vorüber, nach Oberaſchbach, 400 Meter hoch,„ Stunde. Im Doryfe weiter ab. Rechts die neue weithin ſichtbare Kirche, nach Unteraſchbach, im Ul⸗ ſenbachtal 10 Minuten. Links des Ulfenbachs hin, über denſelben und die Bahn, nach Unte rwaldmichel⸗ bach, 10 Minuten. Dos Tal weiter auf, die Bahn links, nach Walodmichelbach,“ Stunde, 315 Meter hoch. Daſelbſt ab: 18.50, 20.27; Mannheim an: 20.16, 22.08; Wein⸗ heim an: 19.30, 21.17; Weinheim⸗Brücke ab: 19.52, 21.423 Neckarſtadt an: 20.27, 21.17. F. 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Charakteriſtiſche Bauten des Empire an einem ſtädte⸗ baulich hervoragend geſtalteten Platz, die gut erhaltenen Ruinen des alten und der ſchlichte Barockbau des neuen Schloſſes, ſowie weitere kunſtgeſchichtlich wertvolle Einzel⸗ heiten des Stadtbildes ſprechen zu den Menſchen mit ge⸗ ſchichtlichem und künſtleriſchem Sinn. Unendliche Wälder von Edeltannen, untermiſcht mit Laubwaldbeſtänden, in deren Unterholz noch der ſtolze Hirſch ſchreitet, herrliche einſame Wieſen an ſilbernen Bächen mit Forellen, weite Ausblicke bis nach dem Wasgenwald und der ſchwäbiſchen Alb ſind auf den Wanderungen, aber auch mit kurzen Aus⸗ flügen zu erreichen. Das Wegenetz und die Anlagen der Stadt bieten geſichertes Gehen. Gelegenheit zum Baden in dem ſchönen Frei⸗Luft⸗ und Schwimmbad mit der über 200 Mtr. langen Schwimmbahn iſt vorhanden. Bad Bertrich Die am 25., 27. und 28 Mai in Bad Bertrich an der Moſel abgehaltene Jcchreshauptverſammlung des Eifel⸗ vereins war, von herrlichemm Wetter begünſtigt, überaus gut beſucht. Ernſte Arbeit bei den verſchiedenſten Sitzun⸗ gen wechſelte ob mit gemeinſchaſtlichen Unterhaltungen und Spatziergängen in die reizvolle Umgebung des lanoſchaft⸗ lich herrlich gelegenen Badeortes. In der Hauptverſamm⸗ lung am Sonntag vormittag konnte von dem erſten Vor⸗ ſitzenden des Eifelvereins, Herrn Geheimrat Kaufmann, der Herr Regierungspräſident Turner von Kobleng, ſowie der Herr Regierungspräſident Dr. Saſſen von Trier, als Ehengäſte begrüßt werden. Die geſamten Veranſtaltungen verlieſen in jeder Hin⸗ ſicht reibungslos und harmoniſch, ein Beweis Hafür, daß ſich Bad Bertrich mit ſeinen modernen Sälen und Geſell⸗ ſchaftsräumen für größere Tagungen ausgezeichnet eignet. Den Abſchluß der Hauptverſammhung bildete ein von Reiler Winzern unter Aſſiſtenz des Herrn Bürgermeiſters Dr. Blum aus Bauſendorf im neuen Kurſaal geſtifteter Ehrentrunk von ſolcher Ausgiebigkeit und hervorragender Qualität, daß die Kurräumlichkeiten wohl ſelten eine ſolch' frölhliche Geſellſchaft beherbergten. Allen Teilnehmern der Jahreshauptverſammlung des Eifelvereins wird die Ta⸗ gung in Bad Bertrich wohl unvergeßlich bleiben. gsziele Die Bäder und Heilslätten der sonnigen RHEINPFALZ] Bad Durkheim 93 stärkstes Arsensolbad Deutschlands. Hlimatischer urort. /Heilt: Blut-, Hautkranke. Frauen, Basedow. Rheuma, Gicht, tlatarrhe, Hinder Sanatorium Bad Gleisweiler für Nerben-, innere und Stoftwechselkranke. Rehkonvalesaenten.— Bisen-Glaubersalaquelle. Park mit subtropischer Vegetation. Arzt: San.-Rat Dr. Hoenes. 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Schreck⸗ erfüllt verfolgten die Landwirte den unheildrohenden Schwarm, der ſich ſchließlich mit der Gewalt eines tropiſchen Sturms auf einer großen Farm an der Grenze des Zululandes niederließ. Die Bäume wurden von der Gewalt des Anſturms der Hen⸗ ſchrecken gebeugt, die Felder waren von einer derart dichten Schicht von Inſekten bedeckt, daß jede Spur von Vegetation wie werſchwunden war. Die Behör⸗ den ſahen ſich gezwungen, eine große Anzahl von Männern mit Flammenwerfern und Arſenikſpritzen herbeizurufen, um den Angriff gegen die Inſekten zu eröffnen. Nach der Schlacht gegen die Schäd⸗ linge, an der viele hundert Männer aus der Um⸗ gegend teilgenommen hatten, war ein Gebiet von über anderthalb Km. Länge und faſt 150 Meter Breite mit toten Heuſchrecken bedeckt, die in einer dicken Schicht auf den Feldern lagen. Wie groß die Heuſchreckengefahr in dieſem öſtlichen Gebiet der ſüd⸗ afrikaniſchen Union iſt, das erſieht man auch daraus, daß die Behörden gezwungen waren Flugzeuge mit Giftſpritzen und anderen Mitteln gegen Heuſchrecken auszurüſten und gegen auftretende Schwärme aus⸗ zuſenden. 2 — Nicht immer hat der engliſche Finanzminiſter Glück. Während die Erbſchaftsſteuern, die er im ver⸗ gangenen Jahre einſtreichen konnte, in die Millionen von Pfunden gingen und eine beträchtliche Rolle bei der Verbeſſerung des engliſchen Budͤgets ſpielten, hat er in dieſen Tagen auch einmal eine unerfreuliche Ritteilung bekommen: die Erben des engliſchen Mil⸗ lionärs Sir James Knott, der vor einigen Tagen geſtorben iſt und über 3 Millionen Pfund Ver⸗ mögen hinterließ, hätten, wenn alles mit rechten Din⸗ gen zugegangen wäre, dem Finanzminiſter etwa 17 Millionen Pfund Erbſchaftsſteuer zahlen müſſen. Wenn... Aber es klappte nicht. Denn der alte Baron hatte ſich vor einigen Jahren auf der Inſel St. Helier bei Jerſey ein großes Beſitztum gekauft und ſich hier nach Erledigung aller Legalitätsforma⸗ litäten niedergelaſſen. Damit war er gewiſſermaßen Bürger eines ſteuerfreien Niemandslandes gewor⸗ den, denn eine alte Urkunde verbürgt Steuerfreiheit auf Jerſey. Die engliſchen Zeitungen, die in ſen⸗ ſationeller Aufmachung dieſen Vorfall berichten, pro⸗ phezeien eine Maſſenabwanderung engliſcher Millio⸗ näre nach Jerſey. An der Ecke Handjeryſtraße bleibt Nell ſtehen. Dort iſt auch ein Friſeurgeſchäft— eine kleine Kon⸗ kurrenz, wie Franz immer ſagt— und Nell ſieht ſich dort im Spiegel. Sie betrachtet ſich eingehend. Sie hat ihr hübſcheſtes Kleid angezogen, und es ſteht ihr gut. Und an den Ohren kommt ein kleines freches Löckchen aus der Mütze, das ſteht ihr auch ſehr gut, und Franz wird es ſofort ſehen und ſtaunen. Und eigentlich— nein, allen Ernſtes, direkt häßlich iſt ſie nicht. Und wenn ſie ſich künftig ein bißchen mehr herausmacht, könnte ſie vielleicht wirklich noch netter ausſehen. Und furchtbar jung ſieht ſie aus. Wie zwanzig— und iſt doch ſchon zweiundzwanzig. Und fühlt ſich wie vierzig. Nell ſieht ihr Spiegelbild ſehr ernſthaft an, und mit einer ſtrengen Mahnung in den Augen: Auf⸗ gepaßt, Nell— jetzt die Zügel unter allen Umſtänden in der Hand behalten! Nicht weich werden vor Franz blauen— ach Franz— Augen! Und kein Wort zu viel ſagen! Und nicht zu lange dich ſeiner gefähr⸗ lichen Nähe ausſetzen! Jawoll, Nell, wird gemacht, ſagt Nell zu ſich ſelber und rückt ihre Mütze noch um einen Millimeter ſchie⸗ fer, und fährt noch raſch mit der Puderquaſte über die Naſenſpitze, und nu los! Es iſt kurz nach neun. Franz ſitzt gerade trüb⸗ ſinnig beim Abendeſſen. Vor ihm auf dem Tiſch liegt ein Stück Wurſt in Papier und eine Gurke, ebenfalls in Papier, und weil er zu faul war, ſich Tee zu machen, hat er Bier da, und das Brot ſteht einfach ſo umgeſtülpt auf dem Tiſchtuch, obwohl das Nell für den Tod nicht leiden kann— oder grade darum? Und auf einmal hört Franz, wie jemand an der Tür iſt und aufſchließt. Aufſchließt— dann iſt es Nell! Gott ſei Dank— Nell iſt es— ach natürlich, wer ſonſt, und jetzt kommt ſie wieder, und Franz ————————— Was ein Fahrgast der Shuntien in China erlebte Mr. G. D. Nicholl, einer der aus den Händen der chineſiſchen Piraten Befreiten, die kürzlich von dem Paſſagierdampfer„Shuntien“ entführt wurden, erzählt hier ſeine Erlebniſſe: Als die Dſchunken an der„Shuntien“ angelegt hatten, wurden wir„Verhafteten“ wie eine Schaf⸗ herde von unſerem Schiff getrieben. Furcht ließ unſere Herzen faſt hörbar klopfen; denn wir er⸗ innerten uns all der Erlebniſſe, die andere Gefan⸗ gene von Piraten hatten. Wir 5 Engländer und der eine Japaner wurden in eine beſondere Dſchunke getrieben, die gleich darauf in See ſtach. Damit wir uns nicht etwa zur Wehr ſetzen konnten, feſſelte man je zwei aneinander. Bei Einbrechen der Dunkelheit wurden wir unter Deck geſteckt. Der Raum, in dem wir die Nacht ver⸗ bringen mußten, war mit geteerten Tauen und ſtinkenden Fiſchen angefüllt. Aber die Aufregung hatte uns ſo müde gemacht, daß wir uns hinlegten, wo wir gerade ſtanden, und ſchliefen. Gegen vier Uhr morgens erreichten wir das Piratenverſteck. Mit entſetzlichem Gejohle wurden wir von den Zurückgebliebenen begrüßt. Dieſe Men⸗ ſchen, die uns da entgegentraten, ſahen aus wie Menſchenfreſſer. Schon ihr Anblick konnte einen in Furcht verſetzen. Ein Filmregiſſeur hätte ſeine wahre Freude an ihnen gehabt. Kaum hatten wir das Land betreten, ſo fragten wir, was unſer weiteres Schickſal ſein würde. Und nun erfuhren wir, daß ein Engländer und ein Chi⸗ neſe(die Dſchunke mit den chineſiſchen Entführten war inzwiſchen auch eingetroffen) nach Tſinanfu (Hauptſtadt der Provinz Schantung) zur Regierung gehen müßten, um von ihr ein Garantieſchrei⸗ ben zu bringen, daß keine Militärkräfte einge⸗ ſetzt werden würden. Sollte die Regierung von Schantung dieſes Schreiben nicht geben oder gar gegen die Piraten vorgehen, ſo würden ſämtliche Gefangene erſchoſſen werden. Dieſe Ausſicht war nicht gerade erbaulich für uns. Wußten wir denn, ob die chineſiſche Regierung ſo klug ſein würde, lieber auf die Dingfeſtmachung und Beſtrafung der Piraten zu verzichten, als uns der Gefahr einer Erſchießung auszuſetzen!?— Dann wurde uns mitgeteilt, wer ein Löſegeld zahlen müßte. Merkwürdigerweiſe verlangte man nur von den Chineſen Löſegelder, uns Engländer ließ man damit ungeſchoren. Anſcheinend waren wir alſo nur Geiſeln. So entſetzlich unſere Situation war, mußten wir doch laut lachen, als wir unſere Entführer und ihre Anhänger in den den Reiſenden abgenommenen Anzügen und ſonſtigen Beuteſtücken herumlaufen ſahen. Einige trugen zu ihren abgeriſſenen kurzen Hoſen elegante, ihnen aber viel zu weite Smoking⸗ Jacketts, andere wieder hatten mit Goldtreſſen ver⸗ ſehene Offiziersuniformen an, zu denen die Phanta⸗ ſiehüte, die ihre ſtändige Kopfbedeckung waren, in merkwürdigem Kontraſt ſtanden. Geſchmückt waren braucht nur die Arme aufzumachen und was Nettes zu ſagen, und alles iſt wieder gut. Er ſtürzt hinüber und macht im Damenſalon auf⸗ geregt das Licht an. Und da ſteht ſchon Nell, und mit einem Blick ſieht Franz das neue Löckchen am Ohr, und wie ſchief die Mütze ſitzt, und auch Nells hübſche Beine ſieht er mit vollem Bewußtſein. „Tag, Nell— wo kommſt du denn jetzt her— ich habe— aber wollen wir nich rüber in die Stube gehen?“ „Tag, Franz,“ ſagt Nell, und ihre Stimme iſt hell und klar wie einſt,„na, gehts dir gut, biſte heute ohna mich gut fertig geworden?“ „Och ja,“ macht Franz langgezogen und erninnert ſich mit unangenehmem Gefühl daran, daß ausgerech⸗ net heute zwei Kunden nach Nell gefragt haben. Sie gehen hinüber in die Schlafſtube, und Nells Augen wandern mit einem kleinen Triumph über den ver⸗ wahrloſten Abendͤbrottiſch und über das ſchlecht ge⸗ machte Bett, auf das ſie ſich jetzt ſetzt. „Willſte nichts eſſen, Nell?“ „Danke, ich hab' ſchon. Ich komm' ja auch nur auf'n Sprung...“ Pauſe. Im Dämmerlicht des Frühabends kann Franz Nells Geſicht nicht genau ſehen und ihre Stimme blingt ſo komiſch, ſo kühl. Verkohlt ſie ihn? Oder will ſie irgendein Examen mit ihm anſtellen, Liebesprobe oder ſo? Weiß der liebe Himmel, auf was ſo Frauen alles kommen. „Ich komm' nämlich nur auf'n Sprung,“ ſagt Nell nach einer Weile noch einmal,„weil ich ja— ich kann ja nich einfach ſo wegbleiben. Wir müſſen uns doch ſo'n bißchen einigen, was nu werden ſoll.“ „Wieſo denn— was ſoll denn werden?“ Nell rückt an ihrer Mütze:„Na, ich meine, wie du nun ſo allein fertig wirſt und wie du ſo ſchnell'n Erſatzmädchen für mich kriegſt...“ Dem Franz geht der Schreck durch bis in die Beine. Er läßt ſich auf den nächſten Stuhl ſinken, ungeachtet der Rolle Tüll, die da liegt, und ſtarrt Nell —— an:„Was redſte denn da fürn Quatſch, Nell?“ Nell ſteht auf und geht durch die Stube bis hin zum Schrank. Gerade dorthin, wo Franz ſchon ſo oft geſtanden hat, wenns Krach gab. Und fährt mit dem Fingernagel die Ritzen der Schranktür nach, ſo mit ſchiefgelegtem Kopf, als obs nichts Wichtigeres gäbe, und freut ſich über das fatale Geräuſch, das ſo ent⸗ ſie alle mit wundervollen Juwelen, mit Ketten und Armbändern, als wären ſie Negerinnen. Auch das Grammophon der Mrs. Hutcheon— eine Reiſende der„Shuntien“— hatten ſie entführt. So konnte es geſchehen, daß wir plötzlich die britiſche Nationalhymune hörten, da⸗ neben ein paar Schlager. Hätten wir nicht ſtändig in der Furcht ſchweben müſſen, umgebracht zu werden, ſo wäre die ganze Geſchichte ein köſtliches Vergnü⸗ gen geweſen. In der zweiten Nacht ſollten wir kein Auge zu⸗ tun können. Auf dieſe Art und Weiſe quälten uns die Piraten. Mehrmals übergoſſen ſie uns mit kaltem Waſſer, wenn wir gerade im Be⸗ griff waren, einzuſchlafen. Dann blendeten ſie uns wieder mit Schiffslampen, die ſie aus dem Ma⸗ ſchinenraum der„Shuntien“ entwendet hatten. Und wenn einer von uns nicht mehr an ſich halten konnte und aufbrauſte, ſo ſtießen ſie ihm Nadeln in die Rippen. Aber auch dieſe Nacht ging vorüber. Spät am Morgen erhielten wir unſer übliches Eſſen: Ge⸗ wöhnliche Haferſuppe und Schiffszwieback. Doch um die Mittagszeit glaubten wir unſeren Augen nicht trauen zu dürfen. Da gaben uns die Piraten zwet Büchſen Ananas und eine Büchſe Cor⸗ ned Beef. Das mußten wir fünf Engländer unter uns teilen. Obwohl es herzlich wenig war, was jeder einzelne erhielt, kamen wir uns doch vor, als hätte uns ein indiſcher Herrſcher zum Eſſen eingeladen. Am ſpäten Nachmittag wurde mir der Auftrag ge⸗ geben, mit Sun Dan⸗lin, einem chineſiſchen Gefan⸗ genen, in einer Dſchunke nach Schawa und von dort in einem Auto, das uns erwartete, nach Tſinanfu zu fahren, um das Garantieſchreiben von der chineſiſchen Schantungregierung zu holen. Wir beide, Sun Dan⸗ lin und ich, hatten gerade die Dſchunke betreten, als wir das Summen eines Flugzeuges über uns hörten. Zuerſt ſchien es, als hätten uns die In⸗ ſaſſen der Maſchine nicht erſpäht. Doch plötzlich kam ſie im Sturzflug herunter und überflog das Pi⸗ ratenlager in ganz geringer Höhe. Mit gemiſchten Gefühlen erwarteten wir, was die Beſatzung der Maſchine nun tun würde. Finge ſie an zu feuern, ſo würden uns die Piraten ermorden! Das Flugzeug gab keinen Schuß ab. Dagegen feuerten aber die Piraten aus allen Flinten, die ſie zur Hand hatten, bis die Maſchine in der Ferne ver⸗ ſchwand. Jetzt erſchien unſere Reiſe den Piraten noch oͤringlicher. Sie ſtießen uns in ein kleines Fiſcher⸗ boot, deſſen Beſatzung aus harmloſen Fiſchern be⸗ ſtand, die von den Piraten gemietet waren, und los ging die Fahrt. Wir waren erſt wenige hundert Meter von dem Piratenlager entfernt, als das Flugzeug wieder auftauchte. In Höhe des Lagers eröffnete es heftiges Maſchinen⸗ gewehrfeuer. In der Hoffnung, daß wir nun „Nu red ſchon,“ ſagt Franz,„was ſoll denn das alles? Was willſte eigentlich? Willſte, daß ich mich entſchuldige von wegen was ich geſagt habe— na, das kannſte haben, ich hab' mich ja ſo'n bißchen wie'n wildgewordener Affe benommen— aber das kam, weil ich ſo'ne Stinkswut in mir drin gehabt habe— ich hätte dir können die Augen auskratzen, ſo wie du dageſtanden haſt, und freche Naſenlöcher haſte gemacht wie dein Onkel Jockel. Alſo wennſte willſt—“ Franz geht auf Nell zu und macht eine Bewegung, als wollte er ſie in die Arme nehmen. Aber Nell winkt ab und flüchtet in die andere Zimmerecke und ſchüttelt eifrig den Kopf:„Nein, Franz, laß mal— mit ſo was kommen wir nicht weiter. Immer wieder Krach haben und denn wieder gut ſein und wieder Krach— das is ja wie früher im Reichstag. Das nützt jetzt niſcht mehr. Dafür iſt es zu ſpät. Und weißte— du denkſt ja bloß immer an die Unger. Und ſolange das ſo iſt.“ Nell macht eine lange Pauſe und tut einen tiefen Atemzug. „Wir wollen lieber ſagt ſie dann ſchnell. Da gibts dem Franz einen kleinen Ruck, ſprechen kann er überhaupt nicht mehr. Nicht einmal denken. Er ſitzt bloß da und guckt zu Nell hin, und ihre letzten paar Worte kreiſen in ſeinem Gehirn und wollen in vollem Ausmaße verſtanden ſein, aber er kann ſie nicht verſtehen, nein, wirklich nicht. Es iſt zu viel auf einmal, und von Zank und Krach zum Auseinander⸗ gehen— das iſt für Franz ein Rieſenweg, den er noch nie mit ſeinen Gedanken gegangen iſt. Aber Nell kann ja warten. Nell hat Zeit. Sie ſteht wieder am Schrank und fährt die Ritzen nach und ſchickt dabei ein Stoßgebet nach dem anderen zum Himmel: Lieber Gott, mach, daß ich wieder hier raus komme, lieber Gott, mach, daß ich durchhalte, lieber Gott, mach, daß ich nicht weich werde Um neun Uhr war Nell gekommen— um zwölf iſt ſie noch da und ſteht im Zimmer herum, und Franz ſitzt im Zimmer herum, und ſie reden und reden— bis ſchließlich Frau Bumke auf Schlappen angeſchlurft kommt und poltert gegen die Tür: ob die jungen Leute denn jetzt endlich vielleicht mal Ruhe geben wollten, andere Leute haben auch'n Recht auf Schlaf, und wer nicht ſchlafen will, ſoll bitte auf die Straße auseinandergehen, Franz,“ ſteht. gehn, wo er hingehört Schütze Dich vor den ABSCHEUIICHEN INSEKTEN Töte sie mit FLIT. 74 , lleluuten —9 5 LI Mce eendleinerErsatamittel ſchnell befreit würden, hißte ich einen gelben Lap⸗ pen, mit dem ich Signale gab. Bald ſichtete uns das Flugzeug, das das Lager angegriffen hatte. Es ſi⸗ gnaliſierte zurück und etwas ſpäter nahmen uns zwei Waſſerflugzeuge an Bord. Später erfuhr ich, daß die Zurückgebliebenen bei dem Angriff auf das Lager die ſchrecklichſten Stun⸗ den ihres Lebens durchmachten. Mußten ſie doch im⸗ mer befürchten, daß die Piraten ihre Drohung wahr machen und ſie ermorden würden. Doch man ſteckte ſie nur unter das Deck der Dſchunke, die uns zum Piratenlager gebracht hatte. Die Piraten ſelbſt ſuchten Deckung im ſeichten Waſſer und im Schilf. Der Bruder des Piratenführers wurde bei dem An⸗ griff des Flugzeuges getötet. Mehrere Piraten wur⸗ den ſchwer verwundet. Nachdem die einzelne Maſchine den Angriff ab⸗ gebrochen hatte, erſchienen Bombenflugzeuge, die Botſchaften in chineſiſcher und engliſcher Sprache abwarfen. Dieſe Botſchaften enthielten die Auffor⸗ derung, die engliſchen Gefangenen ſofort freizu⸗ geben, andernfalls das Piratenlager mit Bomben belegt würde. Zur Bekräftigung dieſer Androhung warfen die Flugzeuge wenige hundert Meter von dem Lager entſernt acht Bomben ab. Nach einer zweiſtündigen Verhandlung zwiſchen den Gefange⸗ nen und den Piraten wurden die Engländer in ein Fiſcherboot geſetzt, das Kurs auf den Zerſtörer „Whitshed“ nahm. Kurze Zeit ſpäter waren ſie alle gerettet. 8 — In der vielbeſprochenen neuen Todeszelle des Zuchthauſes in Canon City(Colorado), iſt ſoeben die erſte Hinrichtung mit Giftgas vollzogen worden⸗ Der Raubmörder William C. Kelley, der vor eini⸗ gen Tagen zum Tode verurteilt worden iſt, ließ ſich willig in das äußerlich recht freundliche anmutende Todeshaus führen, das mitten im Grünen auf einem Hügel ſteht. Auch die eigentliche Todesgas⸗ Zelle betrat er ohne Zögern. Es iſt dies ein luft⸗ dicht abgeſchloſſener Raum, in dem lediglich ein Tiſch und ein Stuhl ſtehen. Kelley ſetzte ſich an den Tiſch und begann, nichtsahnend in einer Bibel zu leſen, denn man hatte ihm nicht geſagt, daß jetzt die Stunde ſeiner Hinrichtung gekommen ſei und daß er ſich in der Todesgas⸗Zelle befinde. Dann ließen ihn die Poliziſten allein, nur durch eine kleine Oeffnung in der luftdichtverſchloſſenen Tür wurde er beob⸗ achtet, als der Befehl zum Einlaſſen des tödlichen Giftgaſes in die Zelle gegeben wurde. Der Beob⸗ achter ſah, wie ſich Kelley plötzlich an die Kehle faßte. Dann machte der völlig überraſchte Todes⸗ kandidat einige verzweifelte Anſtrengungen, Luft zu bekommen, ſank aber ſchon nach drei gequälten Atemzügen bewußtlos vornüber. Die ganze Hin⸗ richtung hat genau eine Minute gedauert, wenige Sekunden nur vergingen, bevor der Verurteilte das Bewußtſein unter der erſten Einwirkung des Gift⸗ gaſes verlor. Durch eine beſondere Entlüftungs⸗ anlage wurde der Raum dann wieder mit Friſch⸗ luft gefüllt. Zwei Aerzte mit Gasmasken begaben ſich dann in die Todesgas⸗Zelle, um den Tod des Verurteilten feſtzuſtellen. Außer Colorado beſitzt auch der Staat Nevada in einem ſeiner ſtaatlichen Zuchthäuſer eine derartige Todesgas⸗Zelle. ——— „Alſo zieh dich an,“ ſagt Nell entſchloſſen und abſchließend,„und bring mich heim. Und wenn einer fragt, ſagſte, ich bin verreiſt.“ Franz zieht ſich gehorſam an und geht mit Nell die Straße entlang. Was ſoll er auch tun? Zwei Stunden hat er geredet wie ein Buch, um ſie zu über⸗ zeugen, daß es Irrſinn iſt, was ſie da tut, und daß er nie im Leben daran gedacht hat, ſich ſcheiden zu laſſen, und daß er es einfach nicht aushalten wird, wenn ſie jetzt von ihm geht, und ſcheiden laſſen— nein, das gibt es überhaupt nicht, und er ſchwört ihr, in einem halben Jahr guckt er die Unger überhaupt nicht mehr an und träumt nicht mehr von ihr, und das Bild ſchmeißt er überhaupt weg, und. und⸗ Aber Nell hat nur den Kopf geſchüttelt und ſich das angehört, als wenn ein Kind Räubergeſchichten erzählt, und als er alles und alles vorgebracht und angebracht hatte, was nur zu ſagen war, hatte Nell nur ſtill ſeine Hand genommen und leiſe drüber ge⸗ ſtrichen und geſagt:„Laß man, Franz, ich weiß, daß es beſſer iſt, wenn ich geh'. Bei dir werd' ich nur mit jedem Tag kleiner und krieg'n Komplex, daß ich niſcht kann und niſcht bin, und das muß erſt mal wieder weg, und den Rummel hier darf ich nicht mehr ſehen, und auch nicht jeden Tag'n Stich kriegen, wenn du hier ſo angibſt mit den Frauen. Und du haſt ja auch recht: Ich war hier bloß im Weg. So wie du dein Geſchäft angefaßt haſt— da war ich wirklich im Wege, und wenn du mich noch'n bißchen lieb haſt, denn läßte mich gehen.“ Und nun alſo geht Nell. Und ſagt kein Wort, was aus ihr wird, und zuckt, wenn er fragt, nur immer die Achſeln, und redet dann wieder von ihm, wie er ſichs am beſten einrichtet, und was er den Leuten ſagt, und worauf er bei dem Lehrmädchen achten ſoll. „Und alle vier Wochen mal— da treffen wir uns irgendwo.“ „Wo wirſte denn wohnen, Nell? Und haſte denn genug Geld? Kommſte denn nicht mal alle vierzehn Tage dir Geld holen— wo doch der Laden— das iſt doch dein Geld, womit ich angefangen habe.“ Nell ſchüttelt den Kopf:„Nee. Da ſetze dich man mit Onkel Karl auseinander. Wir rechnen ſpäter mal ab, weißte. Wenn wir wiſſen, was aus uns wird. Und Geld hab' ich mir geſtern mitgenommen. Und wo ich wohne— ach, das ſollſte man beſſer nicht wiſ⸗ ſen. Laß mich mal lieber ganz allein..“ Fortſetzung folgt. Tausende vonäülenskffenlehen sind in⸗ jcdem jalirxe durch schãdliche; Insekten geſãhrdet: WergFli anwendet; braucht nichts zu fürchten. Verlangen Sie ausdrücklich Flit und weisen Sie Nachahmungen zurück Flit flect᷑ nictitꝭ Nur echt in plom- hierter gelber Kanne- mitt schwarzemBandzundlFlikrx Soldat. — —— 8 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Das große Turnertreffen in Neckarau Kreisturnfeſt und 50 jährig es Jubiläum Ein Zuſammentreſſen der Turner des Mannheimer Turnkreiſes, eines der größten Kreiſe des Gaues 14 der Deutſchen Turnerſchaft bringen der Samstag, Sonntag und Montag dieſer Woche. Zweierlei Anlaß bedingt dieſe 95 Zuſammenkunft, einmal iſt es das Kreisturnen der Vereine des Mannheimer Turnkreiſes, an dem ſich in gleicher Weiſe Männer, Frauen und Kinder beteiligen, andererſeits iſt es die Feier des 50jährigen Vereinsjubi⸗ läums des Turnvereins„Jahn“ in Neckarau als durch⸗ führender Verein des diesjährigen Kreisturnens. Iſt ſchon burch das Kreisturnen die Anweſenheit und Teilnahme der nach vielen Hunderten zählenden Turnerinnen und Turner des Mannheimer Turnkreiſes gewährleiſtet, ſo iſt es aber auch nicht zuletzt die berechtigte große Anteilnahme, die man ſeitens der Turner und ſonſtigen Sportler dem Jubel⸗ verein entgegenbringt, und ſo dürfte es nicht ſehr ver⸗ wunderlich ſein, wenn Neckarau am Ende dieſer Woche bzw. Anfang der kommenden im Mittelpunkt aller Ver⸗ anſtaltungen Mannheims ſteht. Zum Kinderturnen, das bereits am Samstag durchgeführt wird, werden über 800 Kinder zu den Einzelwettkämpfen antreten. An dieſem Tage werden weitere Kämpfe Hurchgeführt, oͤa die Turner der Altersklaſſen und ein Teil der übrigen Aktiven ihre Wettkämpfe, auch Einzelkonkurrenzen, erledigen. Der Abend dieſes Tages ſchließt mit dem großen Feſtabend in der zu dieſer Feier beſonders hergerichteten Feſthalle beim Turnplatz, in der 2500 Sitzplätze geſchaffen wurden. Am frühen Sonntagmorgen nehmen die Einzelkämpfe der Ak⸗ tiven ihren Fortgang und gegen Mittag ſetzt das Turnen der Vereinsriegen ein, dem man in der badiſchen Turner⸗ ſchaft beſondere Sorgfalt zuwendet. Ein Feſtzug durch die Straßen Neckaraus leitet die beionderen Veranſtoltungen des Nachmittags ein, das große Schauturnen auf dem Turn⸗ und Feſtplatz, an dem 2000 Teilnehmer zu werzeichnen ſein werden und dem ſich die feierliche Sieger⸗ ehrung anſchließen wird. Ein Volksfeſt, zwiſchendurch ein Handöballſpiel des feſtgebenden Vereins mit einem der führenden Mannheimer Sportvpereine bildet am Montag den Abſchluß des Feſtes. Eine große Vorarbeit wurde von den Neckarauer Tur⸗ nern geleiſtet, damit eine reibungsloſe Durchführung des Seſtes mit ſeinen Wettkämpfen geſichert iſt. Dieſe Vor⸗ anbeiten gelten aber auch dem feſtlichen Empfang der an Dieſen Tagen anweſenden fremden Turner und ſonſtigen ſtgäſte. Nicht allein Feſtplatz und Feſthalle werden in feſtlicher Aufmachung einen freundlichen Willkomm ruß für die Gäſte darſtellen, der Feſtort ſelbſt, ſeine Einwo ner, nehmen großen Anteil an ihrem Turnverein und unter⸗ ſtützen darin die Turner aufs beſtmöglichſte. Euroyameiſterſchaften im Fechten Ungarn ſiegt im Säbelfechten— Deutſchland Vierter Bei den Fecht⸗Europameiſterſchaften in Warſchau wur⸗ den am Mittwoch abend die Mannſchaftskämpfe im Säbel⸗ fechten ausgetragen. Die deutſche Mannſ chaft ſiegte in der Vorrunde über Rumänien mit 98, ſie ſcheiterte aber dann bei gleicher Punktzahl von:8 durch die Zahl der mehr erhaltenen Treffer(58:62) an Italien. Der beſte Mann der Deutſchen war der deutſche Säbelmeiſter Hei m⸗ Offenbach, der im Kampf gegen Italien ſeine ſämtlichen vier Gefechte gewann und dann auch in dem gegen den End⸗ ſieger Ungarn mit 1115 verlorenen Gefecht durch einen Sieg über Gerevich den einzigen Punkt herausholte; bei dieſem Kampfe trat die deutſche Mannſchaft allerdings ohne Erwin Casmir an. Für den Endkampf hatten ſich Italien dürch einen 124⸗Sieg über Polen und Ungarn dürch de⸗ Kampf gegen Deutſchland qualifiziert. Im Kampf zwi⸗ ſchen Italien und Polen gab es einen Zwiſchenſall, als der Italiener Marzi zu Fall kam und bewußtlos vom Fecht⸗ boden getragen werden mußte, Er nahm ſpäter den Kampf wieder auf, wurde aber glatt von Sovik geſchlagen. Die Italiener verzichteten dann auf den Endkampf gegen Un⸗ garn, ſo daß die Magyaren den Meiſtertitel errangen. Die Der Orgelſpieler Von Hermann Linden. Wenn das Licht im Kino erlöſcht, der pompöſe Vorhang mit einem leiſen Raſcheln auseinandergeht, die erſten Reklamebilder erſcheinen, blitzt jäh in einer Proſzeniumsloge eine Lampe auf, und in ihrem Schein ſieht man einen Herrn, der die Tür eines klei⸗ nen Wandſchrankes öffnet, etliche nicht zu beobach⸗ tende Griffe vornimmt, ſich auf einen Stuhl ſetzt und mit ſeinen Händen ein gewiß wunderlich zu nennendes Spiel beginnt. Er ſitzt vor einer Apparatur, deren Zweck nicht leicht zu erraten wäre, wenn man ihn nicht wüßte. Man könnte denken, der Herr ſäße vox einer Setz⸗ maſchine und produziere Buchſtaben; es könnte auch eein elektriſches Kraftwerk ſein, das er von dieſem tuhl aus dirigiert. Aber man weiß, er iſt ein Orgelſpieler. Wer die Augen einmal von den Lob⸗ preiſungen der Reklamen abwendet und den Orgel⸗ ſpieler betrachtet, wird auf verſchiedene groteske Ge⸗ inken kommen. Der Herr wirkt gar nicht wie ein Pianiſt, er wirkt wie eine Erſcheinung, faſt möchte ich agen, wie eine geiſterhafte Erſcheinung. Er arbeitet lautlos, und dennoch erzeugt ſeine Bewegung Töne. Langſam bewegen ſich die Finger, ohne jedes pianiſtiſche Temperament, ſie ſchleichen mehr. Sie ſehen aus wie Klavierſpielerhände in eitlupenaufnahme. Sie greifen, drücken, ebel aus, ſtoßen Hebel ein, und dennoch bleiben aſten und Hebel ſtumm; ſinn⸗ und nutzlos er⸗ int die Tätigkeit des Herrn. Er ſpielt auf einer Fern⸗Orgel. Viele Meter von ihm entfernt, weit drüben über den Parkett⸗ ſcben und dem zugedeckten Orcheſterraum, zwi⸗ en den Kuliſſen, von einem roten Vorhang ſaterlich verhüllt, dort entſtehen die Töne, dieſe anfte ſüße Muſik, die ſo gar nicht zu dem paßt, ozu ſie geſpielt wird. Schuhe, Kleider, Maſchinen erden mit bunten Schriften und ſchwülſtigen Su⸗ verle, in dem Publikum empfohlen, und dazu Pall ziehen deutſche Mannſchaft wußte die Chance, durch einen Sieg über Polen Dritter zu werden, leider nicht zu nützen, ſo daß die Polen mit 10:6 ſiegten. Im Endergebnis hat alſo Ungarn vor Italien, Polen und Deutſchland den Meiſter⸗ titel errungen. Geſchloſſene Beteiligung der Ruderer am Nürnberger Einmarſch Dem Wunſch des Reichsſportführers folgend, daß der feierliche Einmarſch zur Eröffnung der Deutſchen Kampf⸗ ſpiele in Nürnberg am Dienstag, 24. Juli, nachmittags, ſich zu einer machtvollen Kundgebung des geſamten deut⸗ ſchen Sportes auswirken ſoll, wird der Deutſche Ruder⸗ Verband geſchloſſen an dieſer Feier teilnehmen. Der Ver⸗ bandsführer hat alle Vereine aufgefordert, ſofort je eine Flagge an den Nürnberger Ruderverein zu ſenden, die dort bis zum Einmarſch in Verwahrung und dann für dieſen verwendungsfertig bereitgehalten werden. Boots⸗ flaggen ſind nicht zugelaſſen. Sollten Vereine nicht durch eigene Mitglieder am Einmarſch teilnehmen können, wer⸗ den ihre Flaggen von Kameraden anderer Vereine beim Feſtzug getragen. Um den Aufmarſch der Ruderer wirkungsvoll zu ge⸗ ſtalten, iſt einheitliche Kleidung vorgeſchrieben: dunkel⸗ blaue Jacke, weiße Hoſe, weißes Hemd, braune Schuhe, Vereinskappe. Alle Vereine ſollen verſuchen, möglichſt viele Jugendliche für die Fahrt nach Nürnberg zu be⸗ geiſtern und entſprechend auf die Eltern einzuwirken. Deutſchlands Ruderſport wird alſo bei den Deutſchen Kampfſpielen in Nürnberg aufs ſtärkſte vertreten ſein. los über die Bahn. — Das internationale Aachener Reit⸗Turnier erreichte am Donnerstag mit der Entſcheidung des„Großen Preiſes der Nationen“, an dem ſich neben Deutſchland noch Italien, Polen und Ungarn beteiligten, ſeinen Höhepunkt. Trotz des regneriſchen Wetters hatten ſich nahezu 3000 Zuſchauer ein⸗ gefunden. Zum erſten Male wanderte der wertvolle Pokal nach Italien. Mit zwei fehlerloſen Ritten ſchon im erſten Um⸗ lauf konnten die Italiener ihren Vorſprung bis zum Schluß behaupten und ſiegten mit insgeſamt 22 Fehlern vor Deutſchland mit 3774 Fehlern, während Polen und Ungarn bereits nach dem erſten Umlauf aufgaben. Wie bereits geſagt, waren die äußeren Bedingungen für einen einwandfreien Verlauf dieſes bedeutenden Kampfes der Nationen nicht ſehr günſtig. Faſt während des ganzen Turniers ging ein ſtarker Landregen nieder und der glitſchige und aufgeweichte Boden machte Reitern und Pfer⸗ den die größten Schwierigkeiten. Deutſchland trat mit den Pferden Baccarat, Wange, Olaff und Baron IV an, während ſich Italien auf ſeine erfolgreichen Pferde Judex, Coclite, Buffalina und Nereide ſtützte. Die Italiener warteten mit ganz großartigen Lei⸗ ſtungen auf und ſie haben trotz des großen Mißgeſchicks der deutſchen Teilnehmer ihren Sieg vollauf verdient. Jedes ihrer drei gewerteten Pferde hatte einen fehlerloſen Par⸗ cours zu verzeichnen. Judex und Coclite blieben im erſten Umlauf ohne Fehler und im zweiten ging Buffalina fehler⸗ Außerordentliches Pech hatten die Deutſchen. Baccarat rutſchte vor der Bahnſchranke aus und riß dabei das Hindernis um, ſein Reiter, Rittmeiſter Momm, glaubte jedoch, dieſes Mißgeſchick würde als Ver⸗ weigern gewertet werden und ſetzte nochmals zum Sprung an. Er wurde jedoch daraufhin von der Turnierleitung wegen zweimaligen Springens desſelben Hinderniſſes aus⸗ geläutet. Wange und Hlaff hatten je vier Fehler und Baron IV 8 Fehler gemacht. Von den Polen ſchieden Rokſana und Maskal, letzterer wegen dreimaligen Verwei⸗ gerns u. aus dem gleichen Grunde die Ungarn Rergelyeitez Letzte Auswahl für Nürnberg Swiſchenrunde um den ⸗Adolf-Hitler-Handballpolal“ Nach dem teilweiſe recht überraſchenden Ausgang der Vorrundenſpiele um den Handball⸗Kampfſpielpokal wurden die überlebenden acht Gaumannſchaften zur Zwiſchenrunde zuſammengeſtellt, die am Wochenende ausgetragen wird. Von den ſüd⸗ und ſüdweſtdeutſchen Gauen befinden ſich nur noch Baden und Südweſt, die Heimatgaue der deutſchen Meiſter von 1933 und 1034, im Rennen. Ausgerechnet ſie wurden zuſammen in der zweiten Runde gepaart ſo daß nur eine von ihnen nach Nürnberg fahren kann. Die sweite Runde dürfte auf der ganzen Linie verlockende Kämpfe bringen, da ſchließlich jeder Gau daron intereſſiert iſt, ſeine Mannſchaft im Rahmen der Deutſchen Kampf⸗ ſpiele kämpfen und ſiegen zu ſehen. Der Spielplan hat folgendes Ausſehen: 8 Mannheim: Baden— Südweſt(Samstag) Magdeburg: Mitte— Niederſachſen Leipzig: Sachſen— Schleſien Hamburg: Nordmark— Weſtfalen. Mannheims Großkampf Gau Baden gegen Gau Südweſt Auf dem VfR⸗Platze in Mannheim treffen ſich be⸗ reits am Samstagabend die Mannſchaften der Gaue Baden und ee 1 dieſe Kraftprobe iſt nux im ſüddeutſchen, ſondern im ganzen deutſchen Hand⸗ Mit 1 00 In ſolchen Kampf gegenüber. In der Vorrunde häben beide Gaue nicht überzeugt. Baden kam in Stuttgart zu einem knappen:8⸗Erfolg über Württemberg, während der Gau Südweſt in Worms mit:5 in einem recht ſchwachen Spiele den Gau Niederrhein beſiegte. Südweſt hat mit einer Ausnahme die gleiche Mannſchaft geſtellt, die den ſtrömt eine Muſik durch den Raum, die Muſik eines Inſtruments, das ſeit Jahrhunderten dazu be⸗ ſtimmt iſt, die erhabenen Regungen wecken. Die kirchliche Orgel mußte ſich eine weltliche Schweſter gefallen laſſen; das edle Inſtrument mußte, weil die Zeit es wollte, Jazzmelodien muſi⸗ zieren. Der Tonfilm nahm der Kino⸗Orgel die letzte Geltung. Als in vielen Kinos Orgeln eingebaut wurden, als die Orgel zur Theaterſenſation wurde, und das Kino, in dem ſie ſtand, als Haus erſten Ran⸗ ges auswies, durfte der Orgelſpieler Soloſtücke ſpie⸗ len, die als Programmnummern galten Die Sen⸗ ſation iſt verblaßt; die Orgel⸗Soli erſcheinen den Kinobeſitzern langweilig; der tönende Film, der da⸗ für geſorgt hat, daß der zugedeckte Orcheſterraum im⸗ mer zugedeckt bleiben wird, das Bahrtach eines ver⸗ ſtorbenen Berufes, hat auch die Verwendbarkeit der Orgel zurückgedrängt als Begleitinſtrument der wenigen lautloſen Vorführungen der Reklamebilder und kurzen Naturfilme. Der Orgelſpieler ſitzt vor ſeiner Apparatur und drückt auf die Taſten und Hebel. Er ſpielt auf einem herrlichen Inſtrument; wenn er könnte, wie er viel⸗ leicht wollte, dann würde er dieſes mondäne Noten⸗ blatt in eine Ecke ſchleudern, er würde inniger und beſeelter in ſeinen Griffen werden, die Verklärung einer göttlichen Muſik würde aus ſeinen Augen leuch⸗ ten und ſeine Finger beherrſchen,— aber, ach, er kann nicht wie er will, er iſt ein Angeſtellter, der ge⸗ horchen muß, kein Künſtler, der zaubern kann, wenn er will, und vielleicht iſt er doch ein Künſtler. Er hat nur die Reklame mit ſeinen edlen, ſüßen Tönen zu begleiten. Das lächelnde Geſicht einer Frau, die Dauerwellen zu zeigen hat, iſt jetzt im Nichts verſchwunden, es knattert und kracht auf der Lein⸗ wand, die Flugzeuge der tönenden Wochenſchau nähern ſich mit Windeseile, die Wochenſchau bringt ihren eigenen Lärm mit, die Orgel kann verſtummen. Der Orgelſpieler erhebt ſich, geht wieder an den Schrank, macht ſeine Bewegungen, dreht die Lampe annk.“ Die Heimätgäue der beiden deute⸗ ſchen Meiſter von 1933(S Mannheim⸗Waldhof) und 1934 (Holizei Darmſtadt) ſtehen ſich zum erſten Male im einem in uns zu aus und verläßt die Loge. Die Kataſtrophen der Welt laſſen das Orgelſpiel ſchnell vergeſſen. 3 9025 Gau in Worms vertrat, in Baden nimmt man den Kampf ſehr ernſt und erſt nach einem Probeſpiel am Mittwoch wurde die Gaumannſchaft ermittelt, die wir am Donners⸗ tag früh veröffentlichten. Die Vorausſagen für dieſen Kampf ſind äußerſt ſchwer. Beide Gaue haben gute An⸗ griffsreihen, ballſichere Deckungen und aufmerkſame Hin⸗ termannſchaften; Südweſt den beſſeren Torhüter, der aber auch in ſeiner Form nicht immer beſtändig iſt. Man wird in Mannheim mit einem ſehr heißen Kampfe rechnen müſſen der ſehr leicht mit einem Siege der zu Hauſe ſehr gefährlichen Badener enden kann. Gau Mitte— Nieberſachſen. In Magdeburg trifft der Verteidiger des Pokols, der Gau Mitte, auf die Niederſachſen. Mit 19:10 hat der Gau Mitte die Vorrunde in Stettin überſtanden und er geht auch als klarer Favorit in dieſen Kampf. Man ſoll aller⸗ dings nicht vergeſſen, daß die Niederſachſen in der Vor⸗ runde in Braunſchweig die Berliner Elf mit 1218 zu Fall gebracht haben. Vorſicht iſt alſo am Platze. Sachſen— Schleſien. Für den Leipziger Kampf rechnen wir mit einem Sieg der Sachſen, die in der Vorrunde in Fürth gegen den gewiß nicht ſchlechten Gau Bayern einen knappen Sieg mit 10:9 herausbolen konnten, während Schleſiens Sieg über Oſt⸗ errüngen würde. VNordmark— Weſtfalen 95 In dieſem Kampfe rechnen wir mit einem norodeutſchen Sieg. In der Vorrunde ſiegten die Hamburger ſo glatt 23 in Koſſel über Nordheſſen, daß wir ihnen auch einen Erfolg über Weſtfalen zutrauen, denn die Söhne der roten Erde haben immerhin mit ihrem 11:10⸗Sieg in Köln über den Gau⸗Mittelrhein nicht reſtlos überzeugt. „Tiefland“ in neuer Beſetzung Mit der Wiederaufnahme dieſer von unverwüſt⸗ licher Theatralik getragenen„Tiefland“⸗Oper hat das Nationaltheater das zur ſommerlichen Zeit leiſe ab⸗ ſterbende Theaterintereſſe noch einmal gewaltig wie⸗ der aufflammen zu laſſen.'Alberts großer Wurf, das hitzige pyrenäiſche Leidenſchaftsdrama, dieſe ver⸗ blüſſend gelungene Verſchmelzung wagnerſcher und jungitalieniſcher Stileigentümlchkeiten in Verbindung mit einem glut⸗ und blutvollen Orcheſterkolorit hat von ſeiner Anziehungskraft auf alles, was Theater⸗ und Muſikfreudigkeit im Leibe trägt, ohne viel nach tieferen Werten zu fragen, auch heute noch nichts ein⸗ gebüßt. Das Haus war dicht beſetzt und der Beifall groß. Der Zettel verkündete durchweg Neubeſetzungen. Die Aufführung unterſtand der muſikaliſchen Lei⸗ tung von Helmuth Schlawing, der forſch zu⸗ packte und ſein Hauptaugenmerk auf die bei'Albert oft reichlich reißeriſch anmutende Schlagkraft der orcheſtralen Steigerungen zu legen ſchien. Etwas weniger ſcharfe Akzente und etwas größere Ab⸗ dämpfung des Inſtrumentalkörpers im allgemeinen würden der Aufführung zugute kommen, den Sing⸗ ſtimmen mehr Geltung verſchaffen und jene äußer⸗ liche„Dramatik“ d' Alberts nicht ſo ſehr fühlbar werden laſſen. Von den Sängern behauptete ſich am kraftvollſten Magda Madſen, deren Marta eine durchdachte Darſtellung und, bis auf einige flache Höhentöne, ſchönes geſangliches Format aufwies. Auch Hall⸗ ſtroem, obwohl gewiſſe Müdigkeitserſcheinungen ihn ſtellenweiſe zu ſtimmlicher Oetonomie zwangen, ſpielte den Naturburſchen Pedro mit ſtarker innerer und äußerer Anteilnahme, die des lebhaften Echos im Zuſchauerraum ſicher war. Die Wolfserzählung und die packend geſtaltete Schlußſzene taten offen⸗ ſichtlich ihre Wirkung. Trieloffs hrutaler Seba⸗ Ftalien vor Deutſchland „Großer Preis der Rationen“ in Aachen und Erdö aus. Ibolya unter dem ungariſchen Leutnank Gu r Winiinerbin über einen der ſoielſchwächſten ſeiner Vollendung. 9. Seite Nummer 291 Baron Inkey ſtürzte ſo unglücklich, daß er ſchwere innere Verletzungen davontrug. Italien trat mit zehn, Deutſch⸗ land mit 16 Fehlern zur Entſcheidung an. Mit acht Fehlern von Judex(), Coclite(4) und einem fehlerloſen Parcours von Buffalina ſtand der italieniſche Sieg feſt. Von den deutſchen Pferden machten hier Olaff 4, Baron einſchließlich eines Zeitfehlers 594 und Wange ebenſo wie der nicht mehr gewertete Baccarat 12 Fehler. Die Ergebniſſe: Preis der Nationen, Hindenburg⸗Pokal: 1. Ftalien Judex(Major Bettoni) 0 und 8., Coclite(Cent. Keckler) 0 und 4., Buffalina(Capt. Lombardi) 10 und 0 F. Ge⸗ ſamt 22.; 2. Deutſchland Olaff(Obt. K. Haſſe) 4 und 4., Baron IV(Oberlt. Brandt) 8 und 5941., Wange(Oberlt. Schlickum) 4 und 12 F. Geſamt: 374 F. Polen und Un⸗ garn aufgegeben.— Preis der Moſel(Hochſpringen): 1. Art.⸗Regt. 3˙ Fanfare(Oberlt. Schlickum) 1,90 Meter; 2. Firſta(Dr. Ziegler) 1,90 Meter. Deutſche Siege auch am vierten Tage Wimbledon⸗Tennismeiſterſchaften Int Gegenſatz zu den Vortagen herrſchte am Donners⸗ tag, dem vierten Turniertag, in Wimbledon prachtvolles Sommerwetter und zum erſten Male hatten ſich die Tennis⸗ Begeiſterten in hellen Scharen eingefunden. Erhöhte Spieltätigkeit gab es bei den Damen. Hilde Sperling, die auch diesmal noch nicht in ihrer beſten Form ſpielte, hatte wenig Mühe, um die Engländerin Ed⸗ wards:2, 6·4 zu ſchlogen. Frl. Cilly Auſſem reprä⸗ ſentierte ſich dagegen im Kampf mit der Engländerin Har⸗ vey in einer großartigen Form und gewann ganz über⸗ legen:1,:0. Auch im Herrendoppel iſt ein ſchöner deutſcher Sieg zu melden. Henkel⸗Denker gewannen ihr am Vor⸗ tage gegen die Belgier de Borman⸗Lacroix beim Stande 11:11 abgebrochenes Spiel ſchließlich mit dem recht ſeltenen Ergebnis von 16:14,:5,:6,:7, 12:10. Die Deutſchen beſtachen ͤurch hervorragende Zuſommenarbeit und eine ſchier unüberwindliche Ausdauer. Nach dem Kampf erklärte übrigens Denker, daß er zum erſten und auch zum letzten Male in„Shorts“ geſpielt hätte. Die Oeſterreicher Artens⸗ ſchalteten die Schweden Oeſtberg⸗Schroeber 6ꝛ4, 628, 28,:7 aus. Schwer zu kämpfen batte im Herreneinzel Englande Spitzenſpieler Fred Perry gegen Roderich Menzel, der nach prächtigem Widerſtand in fünf Sätzen nur knapp :0,:6,:5,:6,:6 unterlag. Weſentlich einfacher hatten es die Amerikaner. Stoefſeen bezwang den Franzoſen Bernard:4,:4,:3 und Sidney Wood den Eng⸗ länder Cooper 416,:2,:2,:1. Die Ergebniſſe: Damen⸗Einzel: Helen Jacobs— Anoͤrus:2,:1; God⸗ free— Ford.1,:0; Stammers— Rudo:1,:1; Babcock — Mellows:1,:3; Adamofſ— Row:3,:7,:4; James — Strawſon:1,:6; Mothien— Hopman:6,:1, 628; Round— Heeley 613,:0.— Herren⸗Einzel: YHamagifhi— Leſter:7,:5,:3; Bouſſus— Malfroy:1,:2, 628. Für die Badiſche Grenzland⸗Fahrt über 650 Km. ſind von 105 Auto⸗ und Motorraofahrern Meldungen abgeben worden. Die Auto⸗Union iſt mit ihren drei neuen Rennwagen auf der Bahn von Linas Montlhéry eingetroffen und hat das Training zum„Grand Prix von Frankreich“ auf⸗ genommen. Beim Großen Preis der Schweiz für Automobile, der am 26. Auguſt in Bern zum Ausſrag kommt, werden ver⸗ ſchiedene deutſche Fahrer an den Start gehen. U. a. hat auch Mercedes⸗Benz drei Wagen mit Caracciola, v. Brou⸗ chitſch und Fagioli gemeldet. Bereits 24 Fahrer haben für den am 15. Juli auf dem Nürburg⸗Ring ſtattfindenden Großen Preis von Deutſch⸗ land für Automobile gemeldet. finden ſich ſelbſtverſtändlich alle die Fahrer, die am Großen Preis von Frankreich teilnehmen. Mercedes⸗Benz will 8 Nürburgring ſogar vier Wagen ins Rennen enB.. ſtiano, ſtimmlich von überzeugender Kraft, faſzinierte nicht minder durch die hartkantige Unerbittlichkeit der Darſtellung. Unter den krachenden Gurgelgriffen Peoͤros ſtarb dieſer Sebaſtiano prachtvoll naturali⸗ ſtiſch. Das Mägdeterzett hatte in den Damen Zieg⸗ ler, Landerich und Jenne achtbare Vertrete⸗ rinnen gefunden, wenn es auch muſikaliſch noch pla⸗ ſtiſcher und ſchärfer konturiert hätte wirken können. Guſſa Heiken ſang die Nuri mit beſtechender Muſikalität, Hölzlin war ein glaubhafter Tomaſo und Voiſin ein wackerer Müllergeſelle. Bart⸗ lings Nando hatte Kraft und Urwuchs. 8 Wie ſchon geſagt, zeigten ſich die Zuhörer äußerſt empfänglich und dankbar. C. B. N OGeheime Kriegspläne Napoleons aufgefunden. Beim Abbruch einer alten Brandmauer im Mos⸗ kauer Kreml hat man einen Panzerſchrank mit wich⸗ tigen Geheimbrieſen Napoleons J. gefun⸗ den. Napoleon hatte bei ſeinem Einzug in Moskau im Kreml vor dem Brande feſtes Quartier gefaßt. Er übergab ſeine Schriftſtücke einem Adjutanten, der ſie in den Mauern des Kreml einmauern ließ. Bei dem Aufbruch des franzöſiſchen Heeres wurden dieſe eingemauerten Schriftſtücke vergeſſen. ſtücke enthalten genaue Kriegspläne Napoleons un ſeine weiteren Pläne für einen Felö zug in das Innere Rußlands. Die Briefe ſtam⸗ men aus der Privatkorreſpondenz Napoleons mit Paris. Die meiſten Schriſtſtücke, auch die Kriegs⸗ pläne, ſind von Napoleon eigenhändig geſchrieben. Außer 360 Napoleon⸗Briefen enthielt der Schrank einige Orden und Privatſiegel des Kaiſers. Vom„Großen Brockhaus“. Der 18. Band des arbtten volkstümlichſten Nachſchlagewerkes in deut. ſcher Sprache wird plangemäß Mitte Juli erſcheinen. Er wird die Buchſtaben SPV-T0T umfaſſen. Damit nähert ſich der„Große Brockhaus“ mehr und mehr Bereits im Frühiahr nächſten ——— ſollen alle zwanzig Bände zur Verfügung ehen. wire ais Edeimqteriol quren verlötete Metoli- Unter den Genannten be⸗ Die Schrift⸗ hülse vor alien äugeren Eintlüssen geschützt fuimet, 22 2 4 22. „Gut Holz“ sogen die Kegler,„Sut Wind'“ die Segler und„Gut Licht“ die photofreunde zur Segrüßung. Aber es wird nicht mehr ſange dauern, dann wird kein Lichtbildner mehr wissen, worum man sieh eigentlich, gutes Licht“ wunsehtꝰ Denn mit, Ponoiomic“, dem ponehromati- schen Feinkornfilm der kodak AG., Ist doch jedes Licht, lede Beleuchtung gut! Sonne ist ihm 30 lieb wie Regen— jo der Regen ist jetzt erwünscht, denn er liefert monck' interessontes Motiv, das erst durch„Panotomic“ zum guten Siide wird. Und obends in der Dũmmerung, spöter noch bel Künstlichem Licht, verhilft, Ponetomic“ zu Aufnohmen, die mit Orthofiim nie moglich sind. Vöinge Forbtonrichtigkeit, restlose Lichthoffreinelt und das Uberqus feine korn Sorgen gaotür, das jedes Pnoto zum kieinen Kunstwerk wird. dos alle bewundern. Ponoiomie“ ist oln Erzeugnis der dodn 40. e 79 Afdſomſc 8 tur jedes wetter, ledes Licht, lede Stimmung l ss. gEAN FABRKEx i Srurtoa u KöPEMWicK ——— —— .8. * 8SES Ktiß s a8 BSN es 5 25 fit S 3BOGO R — S SSR: ————— — HANDELS- ο WIRTSCHAFTS-ZETITUNG Freitag, 29. Juni 1934 Enischeidungen über Zwecksparuniernehmungen Der Reichsbeauftragte für Zweckſparunternehmungen hat folgende Entſcheidungen getroffen: 1. a) Niederbayeriſcher Kredit e. G. m. b. H. Landshut in Bayern, b) Weſtdeutſche Spar⸗ u. Kreditgenoſſenſchaft e...b. H. in Wuppertal⸗Elberfeld. Dieſen Unternehmungen wurde der Geſchäftsbetrieb mit der Maßgabe unterſagt, daß die Unterſagung wie ein Auf⸗ löſungsbeſchluß wirkt. Den Unternehmungen wurden bis auf weiteres alle Arten von Zahlungen mit Ausnahme von Steuern, öffentlichen Abgaben und künftig fällig werden⸗ den Verwaltungskoſten verboten. Ferner wurde die zu b) bezeichnete Unternehmung von der Verpflichtung befreit, ODarlehen zu zugeſagten Terminen auszuzahlen. 2. Die Uebertragung des Beſtandes an Zweckſparverträ⸗ gen der„Phöbus“ Zweckſpar⸗AG. i. Liqu. in Bochum auf die„Wofa“ Zweckſpar G. m. b. H. in Köln⸗Mülheim wurde genehmigt. GV der Vikioria-Versicherungs- Gesellschafien In den GV der Bictorig⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaften wurden die Regularien für 1933 einſtimmiggenehmigt. An Aktionärdividenden gelangen ſomi! zur Verteilung: Bei der Victoria zu Berlin, Allgemeine Verſicherungs⸗AG 75(90) J, bei der Victoria, Feuer⸗Verſicherungs⸗AG, Ber⸗ Iin, 2,50(25) J, bei der Victorio am Rhein, Allgemeine Verſicherungs⸗AG, Düſſeldorf wieder 90/ bzw. wieder 60“, bei der Victoria am Rhein, Feuer⸗ und Transport⸗ Berſicherungs⸗AG, Düſſeldorf, wieder 95 ½ bzw. 57,50 4 und bei der Victoria Rückverſicherungs⸗AG, Berlin, 15 (19)„ bizw. ,½50(47,50)“ je Aktie. Von der Verwaltung wurde ausgeführt: Die Bele⸗ Haumg der geſamten deutſchen Wirtſchaft wirkt ſich auch weiterhin günſtig auf das Verſiche⸗ rungsgeſchäft aus. Die Zahl der Kunden nimmt sU, ebenſo iſt der Schadensverlauf in allen Verſichevungs⸗ weigen bis auf die Kraftfahrzeug⸗Haftpflichtverſicherung günſtig. Die—— hält auch im Auslands⸗ ſhäft an. Der zum Teil eir Vahrzehnten mit der Bic⸗ kit verbundenen Auslandsorganiſation iſt es gelungen, über alle Handelserſchwerniſſe hinweg den Namen der „Bictoria zu Berlin“ in immer weitere Auslandskreiſe zu tragen. Die von den Geſellſchaften in den Jahren nach dem Kriege und der Inflation zum Wiederaufbau des Aus⸗ landsgeſchäfts gemachten ſtarken Inveſtitionen können zwar nach der Natur des Verſicherungsgeſchäftes, insbeſon⸗ dere des Lebensverſicherungsgeſchäftes, erſt nach Jahren Ge⸗ winne abwerfen, bilden aber ſchon jetzt ein nicht unerheb⸗ liches Aktivum in der deutſchen Zahlungsbilanz. Der vom Reichsverband für Privatverſicherung unternommene Schritt zu gemeinſamer verſtärkter Pflege des Auslands⸗ verſicherungsgeſchäftes wird daher beſonders begrüßt. * Württembergiſche Trausport⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft, Heilbronn a. N. Bei dieſer Geſellſchaft, in deren Auſſichts⸗ rat Verwaltungsmitglieder der Badiſchen Aſſecuranz⸗Ge⸗ ſellſchaft AG. vertreten ſind, während umgekehrt ſolche der Württembergiſchen dem Aufſichtsrat der Badiſchen an⸗ gehören, wodurch die engen geſchäftlichen Beziehungen zwi⸗ ſchen beiden Unternehmungen dokumentiert werden, iſt die Auswirkung der politiſchen Umwälzung in einem lang⸗ ſamen Nachlaſſen des Prämienſchwundes erkennbar gewor⸗ den. Die notwendige Wiederbelebung im Export⸗ geſchäft ſei dagegen noch nicht feſtzuſtellen, im See⸗ geſchäft ſei eine einheitliche Tendenz nicht vorhanden. Im Policenbeſtand wurden geringe Ausfälle wieder wett⸗ gemacht durch Neugeſchäft. Bei den Prämieneinnah⸗ men, die mit 2,03(2,12) Mill. 4 ausgewieſen werden, be⸗ trägt der Rückgang nur noch rö. 4(i. V. 22) v. H. Nach Abzug der techniſchen Reſerven beträgt der Reingewinn rd. 82 000(rd. 97 000). Die GV. beſchloß, daraus wieder 8 v. H. Dividende auf das mit 25 v. H. einbezahlte AK. von 2 Mill. auszuſchütten. Für den im Mai verſtorbenen Dir. Friedrich Weinmann wurde Dir. Eugen Müller (Badiſche Aſſecuranz Mannheim) neu in den AR. gewählt. Neu aufgenommen wurde die Fahrradverſicherung in die Satzung, die ſich gut einzuarbeiten ſcheine, wie überhaupt der Geſchäftsgang im laufenden Jahre bisher zu⸗ friedenſtellend ſei. O Bayeriſche Rückverſicherungsbank Ac, München. München, W. Juni.(Eig. Dr.) Die GV am Donners⸗ tag, den 28. Juni, in der 4477 Stimmen mit 4 477 000„ AK vertreten waren, genehmigte einſtimmig den bereits ver⸗ öffentlichten Abſchluß für 1933(Reingewinn 467 379 gegen 229 379, aus dem wieder 10 v. H. Dividende verteilt und 228 379 auf neue Rechnung vorgetragen werden), er⸗ teilte Vorſtond und AR Entlaſtung und wählte die turnus⸗ mäßig ausſcheidenden AR⸗Mitglieder wieder. Zum laufen⸗ den Geſchäftsjahr führte der AA⸗Vorſitzende, Hofrat R. Brumm, u. a. aus. daß der Schadensverlauf im ganzen noch günſtig iſt, wenn ſich auch Anzeichen der Schäden in der Feuerverſicherung bemerkbar machen. In der Auto⸗ haftpflichtverſicherung war dagegen eine bedenkliche Zu⸗ nahme zu verzeichnen. In der Hagelverſicherung rechnet mon in manchen Gebieten mit Verluſt. Mit dem Verlauf des bisherigen Jahres könne man zufrieden ſein und wenn die Verhältniſſe ſo wie bisher andauern, werde man hof⸗ fentlich wieder mit einem befriedigenden Ergebnis ab⸗ ſchließen können. * Union und Rhein Verſicherungs⸗AG, Berlin. Die o. GWerledigte einſtimmig die Regularien für 1933. Aus dem Reingewinn von 688 962(329 043) gelangt eine Dividende von wieder 12 v. H. zur Verteilung. Auf das Konto„Forderungen an die Aktionäre für noch nicht ein⸗ gezahltes AK“ werden 220 000 /, der Penſions⸗ und Unter⸗ flützungskaſſe der Angeſtellten 100 000 überwieſen. Im bisherigen Teile des Jahres 1934 hat ſich das Geſchäft be⸗ friedigend weiter entwickelt. Die Prämieneinnahme iſt zwar noch rückgängig, wenn auch in geringerem Grade als im Vorjahre. Der Schadenverlauf iſt günſtig geweſen. der Neuen Mannheimer Zeitung Die Neuordnung in der Müllerei Schluß) Dieſem Schutz ſollte auch die Kontingentierung dienen. Der Errechnung der Kontingente liegt die Vermah⸗ lung aus den Jahren 1927/32 zugrunde, alſo gute und ſchlechte Jahre. Die beabſichtigte Bevorzugung und Begün⸗ ſtigung haben ſich die Kleinmühlen ſelbſt unmöglich gemacht, denn die Prüfung des Materials hat ergeben, daß in einer Unzahl von Fällen wahnſinnige Mengen als Vermahlung aufgegeben worden ſind; auch mittlere Mühlen haben ſich ähnlich verhalten. In einem Falle wurden z. B. 45 000 To. angegeben, während die Nachprüfung ergab, daß noch nicht 8 000 To. vermahlen worden waren! Es waren 32 000 An⸗ träge zu bearbeiten. Das eine ſteht feſt: durch unſere Kon⸗ tingentierung haben wir die Vermahlungsmenge ſo feſt⸗ geſetzt, wie ſie dem ungefähren Bedarf des deutſchen Volkes entſpricht. Aus Abſtrichen von dem Grundkontingent bei den größeren Mühlen iſt eine Kontingent⸗Reſerve gebildet worden. Viele Mühlen ſind mit dem ihnen zu⸗ ſtehenden Kontingent bereits fertig. Sie müſſen bei ihrem Einſpruch ein Zuſatz⸗Kontingent in Berlin anfordern. Die⸗ ſes Zuſatz⸗Kontingent iſt für uns eine bittere Pille, denn wir müſſen auch ſolchen Mühlen Zuſatz⸗Kontingente geben, die ſog. Schleuderbetriebe waren; da wir es aber nicht ver⸗ antworten können, daß dieſe Mühlen drei Monate lang ſtilliegen, daß die Arbeiter und Angeſtellten auf die Straße kommen, daß ſonſtige wirtſchaftliche Schäden entſtehen, müſſen wir Zuſatz⸗Kontingente geben. Dieſe werden aller⸗ dings von beſtimmten Bedingungen abhängig gemacht. Die⸗ ſes Zuſatz⸗Kontingent wird auf das Kontingent 1934/35 an⸗ gerechnet. Es wird außerdem zur Bedingung gemacht, daß Arbeiter und Angeſtellte nicht entlaſſen werden dürfen. Es hat außerdem jede Mühle die Möglichkeit, Grundkon⸗ tingente zu kaufen. Das wird jetzt hauptſächlich für die Uebergangszeit in die neue Ernte gemacht, doch ſind dieſe Uebertragungen von der Genehmigung des Verwaltungs⸗ rates abhängig, um zu verhüten, daß ſich neue Zuſammen⸗ ballungen bilden. Verboten iſt auch der Bäckerumtauſch— ebenfalls gugunſten der Kleinmühle, weil dadurch das der Klein⸗ mühle zukommende Geſchäft in den letzten Jahren von den mittleren und großen Mühlen gemacht wurde. Infolge unſeres Verbotes kann der Bäcker nicht mehr Brot gegen Getreide tauſchen, weil er das Getreide bei der Mühle nicht weiter tauſchen kann. Der Landwirt muß alſo ſein Brot⸗ getreide erſt bei der Mühle gegen Mehl tauſchen. Wenn er es nicht bei den Mühlen tun kann, die bisher das Korn mit dem Bäcker tauſchten, ſo muß er zur nächſten Kleinmühle gehen, der wir damit das früher verloren ge⸗ gangene Umtauſchgeſchäft wieder zugeführt haben. Die Umtauſchſtellen ſind ebenfalls verboten, wo ſie nicht eine wirtſchaftliche Notwendigkeit ſind. Es hat Mühlen gegeben, die 40 und mehr Umtauſchſtellen unterhalten haben. Da⸗ mit haben wir grünolich aufgeräumt, aber nicht immer das volle Verſtändnis der Bauernſchaft gefunden. Zu hoffen ſei, daß ein Mahl⸗ und Schrotlohn erreicht werde, der den Kleinmühlen die Exiſtenz ſichert; gegenwärtig werde in dieſer Beziehung noch arg geſündigt. Wenn die Bauern⸗ ſchaft erſt einmal ſoweit gebracht iſt das Selbſtſchroten auf⸗ zugeben, dann gibt es für uns keine Kleinmühlenfrage mehr, dann iſt der Kleinmüller geſund, denn er hat die Beſchäftigung, die ihm am meiſten liegt. Zur Durchführung der Maßnahmen der Regierung iſt, das muß auch der Bauer einſehen, auch ein geſunder Kleinmüllerſtand not⸗ wendig, die 23000 Kleinmüller ſind Schickſalsgenoſſen des deutſchen Bauern. Uebrigens iſt die Neuerrichtung von Schrotmühlen genehmigungspflichtig.— Abſchließend hob Herr von Havranek die Uneigennützigkeit hervor, mit der ſich der Großmühlen⸗Direktor, nämlich der Bezirksleiter Herr Emil Schmitz für die Belange der geſamten Müllerei, alſo auch der kleinſten Binnenmühlen, bei dem ganzen Auſbau der WW eingeſetzt habe. Schmitz arbeite ſeit Monaten ehrenamtlich und mit der größten Ausdauer für das geſamte Mühlengewerbe. Der Außenſtehende könne ſich keine Vorſtellung machen, welche Aufregungen — welche Nervenanſpannung eine ſolche Arbeit mit ſich ringe. Wenn die heutige Roggenpreisgeſtaltung ſich als kataſtrophal für die Roggenmühlen erweiſe, ſo könne er mitteilen, daß die WV für die Roggenmühlen arbeite. Es werden entſprechende Maßnahmen getroffen werden, durch die es dieſen Mühlen möglich gemacht wird, den heutigen Mehlpreis zu halten. Man müſſe aber in der Uebergangszeit mit Händlern und Bauern derart zuſommenarbeiten, daß man ſich begnüge und„einen Pflock zurückſtecke“. Die in Frage kommenden Mühlen müßten berückſichtigen daß ſie die einzige Gruppe ſeien, die heute ſchon feſte Formen haben und in der feſte Rege⸗ lungen getroffen worden ſeien. Schließlich glaube er, ver⸗ ſichern zu können, daß die WW alles tun werde, was zum Segen und zur Wiedergeſundung der deutſchen Müllerei geban werden könne. Den Schluß der Veranſtaltung bildete ein Vortrag des Herrn Dr. Ritter⸗Frankfurt⸗Main über die Beſtimmung des Aſchegehaltes und die dadurch ermöglichte Typiſierung der Mehle. ODeutſche Ton⸗ und Sieinzeugwaren AG.— Gewinn⸗ abſchluß. Berlin, 28. Juni.(Eig. Meld.) Der AR.⸗ Sitzung der Geſellſchaft, die nach Einbringung von Betei⸗ ligungen in die Keramiſche Werte AG. nunmehr eine reine Fabrikationsgeſellſchaft darſtellt, wurde der Abſchluß für 1933 vorgelegt. Nach Berückſichtigung der i. V. beſchloſſenen Kapitalherabſetzung ſowie der Veränderungen durch Ein⸗ bringung von Werten in die Keramiſche Werte AG. bzw. die Ausſchüttung von Keramiſche Werke⸗Aktien im Betrage von 2/ v. H. an die Aktionäre der Deutſche Ton⸗ und Steinzeugwaren AG. ſieht der Abſchluß unter Heranziehung des Vorjahresüberſchuſſes Sonderabſchreibungen auf An⸗ lagen von insgeſamt 1012 062/ ſowie ordentl. Abſchrei⸗ bungen von 97 127/ vor.(Per 31. 12. 1932 0,36 Mill./ Anlageabſchreibungen und 2,79 Mill./ Sonderabſchresbun⸗ gen und Rückſtellungen; letztere wurden durch Inanſpruch⸗ nahme der Reſerve gedeckt). Hiernach ergibt ſich ein Rein⸗ gewinn von 37 993 /, der nach Ausſchüttung der ſatzungs⸗ mäßigen Reſerve auf 165 000%/ VA. für die Geſchäftsjahre 1932 und 1933 vorgetragen werden ſoll.(J. V. war die Er⸗ folgsrechnung ausgeglichen). Der zum 30. Juli einzuberu⸗ fenden o. GVi ſoll weiterhin zur Vereinfachung und Ver⸗ billigung der Betriebsorganiſation eine Verlegung des Sitzes der Geſellſchaft an den Ort des wichtigſten Werkes, nach Muskau⸗Krauſchwitz(Schleſien) vorgeſchlagen werden. Im laufenden Geſchäftsjahr iſt der Geſchäftsgang befriedigend. Die Zahl der Gefolgſchaft konnte wei⸗ terhin erhöht werden. O Mix u. Geneſt AG., Berlin. Berlin, W. Juni. (Eig. Meld.) Im Geſchäftsjahr 1933 ſank der Umſatz um 16 v.., wobei auf das 2. Halbjahr eine Verminderung von nur 6 v. H. entfällt. Beſonders ſtark war der Abſatz⸗ rückgang im Reichspoſtgeſchäft, während das Geſchäft mit anderen Behörden und Privatkunden ungefähr gehalten werden konnte. Allerdings waren große Zugeſtändniſſe in bezug auf Preis und Zahlungsfriſten notwendig. Das Ausfuhrgeſchäft ſank um 31 v. H. Die wirtſchaftliche Be⸗ lebung kommt aber darin zum Ausdruck, daß der Geſamt⸗ auftragsbeſtand am Jahresende um 44 v. H. höher als zum Jahresbeginn war. Der Jahresverluſt von 3,819 Mill. nach 3,913 Mill. i. V. iſt vor allem auf außergewöhnliche Abſchreibungen im Mietgeſchäft zurückzuführen. Künftig ſind hierfür Sonderabſchreibungen nicht mehr zu erwarten. Nach teilweiſer Deckung des Geſamtverluſtes von 7,719 Mil⸗ lionen im Zuge einer Sanierung ſoll in das neue Ge⸗ ſchäftsjahr mit einem Verluſtvortrag von 1,146 Mil⸗ lionen/ hineingegangen werden. In 1934 ſind Auftrags⸗ beſtand und Anzahl der Beſchäftigten in verſtärktem Maße im Steigen begriffen. * Gewiunbeteiligung der Belegſchaft bei der Gebr. Sach⸗ ſenberg AG vorgeſchlagen. Bei einer aus Anlaß des 90⸗ jährigen Beſtehens der Gebr. Sachſenberg AG, Roßlau a.., abgehaltenen Feier wurde mitgeteilt, daß die Mehr⸗ heit der Aktien von der Familie Sachſenberg wieder⸗ erworben worden iſt. Direktor Gotthard kündigte für die GV einen Antrag an, wonach die Stammbelegſchaft des Unternehmens ein Drittel aller zur Ausſchüttung kom⸗ menden Gewinne erhalten ſoll. Sieuerliche Behandlung von Jubiläumsgaben Die langumkämpfte Frage der ſteuerlichen Behandlung non Jubiläumsgaben hat in dieſen Tagen durch einen Er⸗ laß des Reichsfinanzminiſteriums eine Löſung gefunden, die allgemein befriedigen wird, nachdem die Stellungnahme des Reichsfinanzhofs wie die des Reichsfinanzminiſters im Laufe der Jahre geſchwankt hat. Der Reichsfinanzhof hat in einem Urteil VI A 504/26 vom 16. Februar 1927 ſ. 3. entſchieden, daß Jubiläums⸗ gaben an Angeſtellte und Arbeiter grundſätzlich als Schen⸗ kung anzuſehen ſind und deshalb nicht der Einkommenſteuer unterliegen. Demgegenüber erklärte der Reichsfinanzhof im Jahre 1931(Urteil VI A 577/31 vom 18. März 1931), daß eine größere Geldzuwendung anläßlich des Dienſtjubi⸗ läums eines Arbeitnehmers als Gratifikation im Sinne von§ 36 Abſ. 1 Nr. 1 des Eink.⸗St.⸗G. ſteuerpflichtiger Ar⸗ beitslohn ſei, ohne Rückſicht darauf, daß ſie als übliches Ge⸗ legenheitsgeſchenk nach§ 18 Abſ. 1 Nr. 16 des Erbſchafts⸗ Steuergeſetzes von der Schenkungsſteuer befreit ſei. Wenige Monate ſpäter(Urteil VI A 60/31 vom 3. Juni 1931) nahm der Reichsfinanzhof wieder eine mildere Haltung ein, in⸗ dem er Jubiläumsgaben als ſteuerfrei erklärte, wenn ſie nach Art und Höhe ſich im Rahmen üblicher Gelegenheits⸗ geſchenke halten. Dieſen Rahmen zog aber der Reichs⸗ ſinanzhof recht eng, indem er ſpäter wiederholt Jubiläums⸗ gaben in Höhe des dreifachen Monatsgehaltes anläßlich des 10⸗ oder 25jährigen Dienſtjubiläums eines Arbeitnehmers als ſteuerpflichtig erklärte. Demgegenüber zeigte ſich der Reichsfinanzminiſter ent⸗ gegenkommender, indem er auf dem Wege der Billigkeit größere Jubiläumsgaben anläßlich von Arbeitnehmer⸗ jubiläen ſteuerfrei ließ. Durch Erlaß vom 7. Noy. 1932 erklärte er ſich ſ. Z. mit der Steuerfreiheit von Jubiläums⸗ gaben einverſtanden, die bei Bjährigem Dienſtjubiläum die Höhe von ſechs Monatsbezügen bzw. 4000&, bei 40jährigem Dienſtjubiläum die Höhe von neun Monatsbezügen bzw. 9000 /, bei 50jährigem Dienſtjubiläum die Höhe von einem Jahresgehalt bzw. 10 000& nicht überſchreiten. Dies galt aber nur für Jubiläumsgaben anläßlich von Arbeitnehmer⸗ jubiläen. Gaben anläßlich von Firmenjubiläen erklärte der Reichsfinanzminiſter durch Erlaß vom 2. März 1933 grund⸗ ſätzlich für lohnſteuerpflichtig. Einwendungen gegen die Steuerpflicht mußten im ordentlichen Rechtsmittelverfahren geltend gemacht werden. Durch dieſe Stellungnahme des Reichsfinanzminiſters war der unbefriedigende Zuſtand entſtanden, daß gerade bei Firmenjubiläen, wo, von ſeltenen Ausnahmen abgeſehen, nur ſteuerfreie Gelegenheitsgeſchenke in Frage kommen, ſeitens der Finanzverwaltung zunächſt die Steuerpflicht der Jubiläumsgaben ausgeſprochen wurde und die Steuerfreiheit dieſer Gaben erſt im Rechtsweg er⸗ rungen werden mußte. Bei dieſer Lage bedeutete es einen weſentlichen Fort⸗ ſchritt zur Klärung der Geſamtfrage und zur gleichmäßigen Behandlung beider Arten von Jubiläumsgaben, daß der Reichsfinanzhof durch Urteil vom 24. Jan. 94 VI A 1118/38 entſchied, daß Jubiläumsgaben anläßlich von Firmen⸗ jubiläen als übliche und damit ſteuerfreie Gelegenheits⸗ geſchenke angeſehen werden müßten, wenn ſie unter dem Betrag eines Monatsgehaltes bleiben. Dieſes Urteil des Reichsfinanzhofs dürfte mit die Ver⸗ anlaſſung dazu geweſen ſein, daß nun auch der Reichs⸗ finanzminiſter Schritte zu einer endgültigen Klärung der ſteuerlichen Behandlung von Jubiläumsgaben unternahm, deren Ergebnis nun der Runderlaß vom 18. Juni 1034 (RStBl. S. 732) iſt. Darnach ſind Jubiläumsgaben an Ar⸗ beitnehmer anläßlich von Firmenjubiläen einkommen⸗ und ſchenkungsſteuerfrei, wenn ſie im einzelnen Fall einen Monatslohn nicht überſchreiten und anläßlich des 25⸗, 50⸗, 75⸗, 100jährigen uff. Beſtehens einer Firma gegeben werden. Dr. Mattes. O Ludwig Gans AG. i.., Mainz.— Nicht bevorrech⸗ tigte Gläubiger ohne Quote. Main z, 2/. Juni.(Eig. Dr.) Im Konkurs der Teppichimport⸗ und Möbelſtoff⸗Großhand⸗ lung Ludwig Gans AG., Mainz, werden die nicht bevorrech⸗ tigten Gläubiger, die mehrere 100 000/ zu fordern haben, vorausſichtlich leer ausgehen, während die bevorrechtigten Gläubiger, deren Forderungen gleichfalls ſehr hoch ſind, wahrſcheinlich voll befriedigt werden. Mittag-Ausgabe Nr. 291 Frankfurier Abendbörse geschäfislos Die geſtrige Abendͤbörſe tendierte auf faſt allen Markt⸗ gebieten in weitgehendſter Geſchäftsloſigkeit. Die Grund⸗ ſtimmung iſt indeſſen nicht unfreundlich. Die Kurſe zeigten gegenüber dem Berliner Schluß nur unweſentliche Ver⸗ änderungen. Farben ſetzten 6 v. H. niedriger ein, ſonſt kamen Erſtnotierungen nicht zuſtande. Einiges Intereſſe hatten die geſtern mittag ſchwach veranlagten Stahlbonds mit plus 76 v. H. Im übrigen blieb auch der Rentenmarkt recht ſtill: Altbeſitz und ſpäte Reichsſchulöbücher neigten etwas nach unten. Zellſtoff Aſchaffenburg waxen nach der Steigerung von geſtern mittag zunächſt um v. H. rück⸗ gängig und büßten im weiteren Verlauf erneut 4 v. H. ein. Im übrigen blieben die Schlußkurſe unverändert. Von Renten waren Altbeſitz, Reichsſchuldbuchforderungen und Umtauſch⸗Dollarbonds bis 76 v. H. rückgängig. Mann⸗ heimer Altheſitz wurden nach der Pauſe mit 88 nach 90,25 wieder notiert: Pfandbriefe hehauptet. Keine Nachbörſe. Es notierten u..: Altbeſitzonleihe 94,37, Commerz⸗ und Privatbank 57,75, Deutſche Bauk⸗Disconto 63,75, Reichs⸗ bank 154, Gelſenkirchener 60, Harpener 1065,87, Mannes⸗ mannröhren 65,12, Phönix Bergbau 47,25, Bemberg 68,25, Elektr. Licht u. Kraft 109, JG Farben 149,25—149. * Deutſche Mühlenvereinigung⸗AG.— Kapitalherab⸗ ſetzung von 10 auf 7 Mill. 4. Im Geſchäftsjahr 1932/33 ge⸗ lang es den im GacC⸗Konzern zuſammengeſchloſſenen Müh⸗ len die Weizenvermahlung etwa auf der Höhe des Vorjah⸗ res zu halten, während ſie in der Roggenvermahlung durch den Wettbewerb der Provinzmühlen eine Einbuße erlitten, ſo daß ſich die Geſamtvermahlung gegenüber 1931/32 auf 6 v. H. verminderte. Nach 0,32(0,21) Mill. Abſchreibun⸗ gen ergibt ſich ein Betriebsüberſchuß von 11 859 /, der ſich durch den Gewinnvortrag auf 67 033/ erhöht. Mit Rück⸗ ſicht auf die Kontingentierung der deutſchen Mühleninduſtrie hielt die Geſellſchaft eine Neubewertung ihrer ſämtlichen Mühlenbeteiligungen für erforderlich und ſchlägt eine Son⸗ derabſchreibung von 3,00 Mill. vor, zu deren Deckung das AK. von 10 auf 7 Mill. herabgeſetzt wird. Die GV. hat die Bilanz, die unter Berückſichtigung des Buchgewinnes aus der Kapitalherabſetzung ohne Saldo abſchließt, bereits genehmigt. * Gemeinnützige Ach für Wohnungsbau Lubwigshaſen. In der GV wurde die Bilanz genehmigt und aüüf Antrag des Direktors Töbke den Mitgliedern des Bor⸗ ſtandes und des Auſſichtsrats Entlaſtung erteilt. Für drei ausgeſchiedene Mitglieder des Aufſichtsrats wurden zu⸗ gewählt: die Stadträte Dr. Beckmann, Go eel und Keßler für oͤrei bzw. vier Jahre. Die Vorſtandswahl ergab auf Vorſchlag des Kreisleiters Dr. Wittwer in der anſchließenden Aufſichtsratsſitzung die Wiederwahl der oͤbengenannten Vorſitzenden. In die ſtändige Kommiſſion zur Unterſtützung des Vorſtands trat Stadtrat Dr. K. H. Weinmann ein. Der Prüfungsausſchuß beſteht künftig aus Dr. Barlet und Dr. Fuchs. Der Vorſitzende K. Weinmann dankte dem Vorſtand Scholler für ſeine ſe⸗ gensreiche Tätigkeit und dehnte den Dank auch auf die Angeſtellten und Arbeiter aus. Im Anſchluß an die Sitzung wurden dann noch die praktiſch eingerichteten, für nur 36/ Miete von der GAch vergebenen 32 Woh⸗ nungen mit 2Zimmern, Wohnküche, ausgeſtattetem Bad und Bodenkammer in der Prinzregentenſtraße beſichtigt, die am 1. Juli bezogen werden. Waren und Märkie * Obſtmärkte. Hand ſchuhsheim: Große Anfuhr in Stachel⸗ und Johannisbeeren, auch Kirſchen ſind noch in größeren Mengen am Markt. Minderwertige Ware iſt kaum abzuſetzen. Große Nachfrage in Johannis⸗ und Him⸗ beeren. Anfuhr 500 Ztr. Erdbeeren 22—20 und 15—20; Walderöbeeren 65—80; Kirſchen—16 und—8; Sauerkir⸗ ſchen 12—14; Johonnisbeeren 10,5—11,5, Stachelbeeren 8 bis 15 und—8, Himbeeren 26—90, Birnen 12—16; Buſch⸗ bohnen 13—16; Erbſen—8, Tomaten 23—25; Gurken 12 big 14, Koyfſalat.—4 Wirſing 6; Weißkraut 5,5—6 Pfg.— St. Mart i n: Anfuhr gut, Abſatz ſchleppend. Kirſchen großer Ueberſtand; Mohrenkirſchen 10—44; große Prin⸗ zeſſin 10—12; Haumüller 10—15, Heidelbeeren 25 Pfg.— Ellerſtadt: Johannisbeeren—10; Stachelbeeren grüne —8; rote—40; Birnen 10—12; Pfirſiche 22; Bohnen 9 bis 10; Abſatz und Nachfrage gut. „BViehmärkte. Landau(Pfalz) Großviehmarkt: Auf⸗ trieb B Stück Großvieh, 8 Kälber. Marktverlauf flau, Schlachtvieh beſonders geörückt. Preistendenz nachgebend, Kälber 35—98 Pfg. je Pfund Lebendgewicht. Unbedeutender Ueberſtand. Schweinemarkt: Zuſuhr 352 Ferkel, davon 105 Läufer, 247 Milchſchweine. Preiſe: Läufer 30—40, Milch⸗ ſchweine 15—30/ je Paar. Marktverlauf anfangs flott, ſpäter etwas ſchleppend, ziemlicher Ueberſtand. Mosbach: Anfuhr 413 Milchſchweine, 2 Läufer. Preiſe: Milchſchweine 20—35 je Paar, Läufer 60 J. Verkauft 250 Milch, ſchweine und 2 Läufer. Wertheim: Zufuhr 40 Kühe, 20 Rinder, 4 Kälber, 387 Schweine. Verkauft 20 Kühe zu 180—250, 18 Rinder zu 40—130, 250 Schweine zu 28—48 Mork, Markbbeſuch gut, Geſchäft ſchleppend. Badiſche Schweinemärkte. Bruchſal: Anfuhr 97 Milchſchweine, 58 Läufer. reiſe: 17—26 bzw. 30—42 /, ie Paar. Verkauft 40 Milchſchweine, 20 Läufer.— Has⸗ Lach: Anfuhr 358 Ferkel. Preis 10—30 /, Läufer 25 41 je Paar.— Pfullendorf: Anfuhr 258 Ferkel, ver⸗ kauft 480, Preis 20—32 /. Handel gedrückt.— St. Georgen: Anfuhr 100 Ferkel, 4 Läufer, Preiſe Ferkel .—13, Läufer 27½/ je Stück, verkauft 46 bzw. 2. Auf dem Großviehmarkt waren 1 Kuh und 3 Kalbinnen angetrieben, aber nicht verkauft.— Wolfach: Anſuhr 18 Ferkel, Preis 20—30/ je Paar.— Tiengen: Zufuhr 20 Ochſen, 42 Kühe, 26 Kalbinnen, 51 Rinder, 5 Farren, 35 Läufer, 464 Milchſchweine, verkauft 15 Ochſen 100—335, 18 Kühe 200—700; 7 Kalbinnen 200—300, 20 Rinder 85—245, 3 Farren 90—330, 85 Läufer 45—60, 404 Milchſchweine 18 bis 40. Viehmarkt flau, Schweinemarkt gut. Uebersee-Geireide-Noſierungen Neuyork, 28. Juni.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per Buſhel, Lokopreiſe) Weizen Manitoba Nr. 1 86, roter Sommer⸗Winter Nr. 2 10476; dto. hard 10576; Mais neu ankommende Ernte 6776; Roggen Nr. 2 ſob Neuyork 65%— Gerſte Malting 72,25; Mehl Spring wheat clears(per 196 Ib.) 640—670; Fracht unverändert. Chikago, B. Juni.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per Buſhel, Terminpreiſe) Weizen(feſt) Juli 92; Sept. 98,75; Dez. 937/6: Mais(ſtramm) Juli 61/6; Sept. 63; Dez. 64,25, Hafer(feſt) Juli 4476; Sept. 4476, Dez. 45,50; Rog⸗ gen(feſt) Juli 66,50; Sept. 68,25—68,50; Dez. 70,75.— Lokopreiſe: Weizen roter Winter⸗Sommer Nr. 2 92; Mais gelber Nr. 2 62.25, dto. weißer 65,25; Hafer weißer Nr. 2 45,25; Gerſte Malting 46—98. Winnipeg, 28. Juni.(Eig. Dr.) Schluß(Tendenz feſt) Weizen per Juli 77, Okt. 79/; Dez. 80,25; Hafer per Juli 38,50; Okt. 38,25, Dez. 48; Roggen per Juli 55/; Okt. 57,75; Dez. 58,75, Gerſte per Juli 45,50, Okt. 46%6 Dez. 4676; Leinſaat per Juli 35976; Okt. 163, Dez. 163,50; Mani⸗ loko Northern 1 verſt,; dto. 2 73,25, dto. 3 14. Buenos Aires, B8. Juni.(Eig. Dr.) Schluß lin Pa⸗ pierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Juli 5,85, Auguſt 6,00; Sept. 6,20; Mais per Juli 5,27; Auguſt 5,31; Sept. 5,41: Hafer per Juli 4,45; Leinſaat(ruhig) Juli 14,03; Auguſt 14,18; Sept. 14,30. Roſario, 28. Juni.(Eig. Dr.) Schluß lin Papierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Juli 5,80; Auguſt 5,85; Mais 7 5,10; Auguſt 5,15, Leinſaat per Juli 13,85; Auguſt 82 Rotterdam, 28. Juni.(Eig. Dr.) Anfang und Schluß Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Juli 3,15(8,15); Sept. 3,30 6,30); Nov. 3,37(8,35); Jan.(85) 3,45(8,45).— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Juli 60,25(60); Sept. 60,75(60,25); Noy. 60,75(60,50); Jan.(85) 61(60,75). Liverpool, 28. Juni.(Eig. Dr.) Schluß lin Schilling und Pence) Weizen(100 lb.) Tendenz ſtetig; Juli 4,7 W; Okt. 4,11/½ W; Dez. 5,1/4 W; März(35) 5,97 W. Amerikanische Schmalz- und Schweinemärkie Neuyork, 28. Juni.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per 100 l0.) Schmalz prima Weſtern loko 735, dto. middle We⸗ ſtern 720730) Talg ſpezial extra 4,75; dto. extra loſe 3,75; dto. in Tierces 4˙6. Chikago, 28. Juni.(Eig. Dr.) Schluß lin Cents per 100 lb.) Tendenz ſtetig; Schmalz per Juli 655 G, Sept. 685 E; Skt. 697,50; Dez. 717,50; Bauchſpeck(tr. geſ.) per Juli 930: Sept. 940, Schmalz loko 660; leichte Schweine n. Pr. 415, h. Pr. 460; ſchwere Schweine n. Pr. 475, h. Pr. 400; Schweinezufuhr in Chikago 25000, im Weſten 85 000. * Leinöl⸗Notierungen vom 29. Juni. Lon don: Lein⸗ ſaat Pl. per Juni⸗Juli 10,75(10,75); dto. Klk. 12—(127—); Leinſaatöl loko 22,25(22,25); Juli 21(2156)/7 Auguſt 21%(2176); Sept.⸗Dez. 21/(21,75); Baumwollöl ägypt. 13 (13); Baumwoll⸗St. ägypt. per Juni 4/46(unv.)s Neu⸗ york: Terp. 48,50(49,50). Savannah: Terp. 48,50 bis 43,75(44,50). Geld- und Oevisenmarlu Zürich, 28. Juui Gchluß amilich) Konstanfin. 2 Peris 20.28¼ J Spanien 42.05— Prag 12,760 Bukarest London 15.53.— Holland 208.62½ L Marschau 58.10 fl Off. Eanud. 2 Reuyork 807./ Berlin 120.60] Badspest l. Geld 1 Belpien 71.85.— Wien oif. K. 72,88 Pelgrad.—[Kcnatsgeddd— Hialien 26.27¼ L Sofis—.— Ltben 293,— JMovalsgeldl 2 Paris, 28. Junl Cchlub amilici). London 76,80— Spanicn 207.25[K den—.— Wien 1 Jeuot 15.15½ Kün 129.50 nt 10,28./ Perün, 599, denlnn 384.25 J Scuei: 458.— Suähein 308.75 Wandau I 2805 Amsterdam, 28. Juni Echluß amtlici. Perlin 58,00— J Belgien 84.44— Oelo 37.40— Prag 6¹8 London 744. ½ Schweis 47.94— Ropenhagen 88.20— Privatdsk. keuyom 147,25 laalien 12.61½ J Sodolm 38.37½ Lägl. bad/ peris 97².—[Macrid 20.15— ies—.— H Honatsg. 1 London, 28. Juni Gchluk amtlich) Heuyotk 504./] Kopenhagen] 22.89.— Moskau 580.50 Schanbe 1/387 Hocfresl 499,½ Soccholm 19.30⸗/ Rumänien 503,— ckoham 1½225 Amsterdm 144.75 J 08l0 19,90% Konstantin. 620— Aurralien 125¼ peris 76.59— Lissabon 110./ Athen 528.— Hexiko 18.— Srüssel 21.63— Helsingiors 226.75 ien 27.25 onterides 20,.— Itallen 59.09— Prag 121/ Warschau 26.68 Valparaiss—.— Perlin 12.86% Buapest 28.75 Buenas Ares] 26,87 Baenos Schweiz: 15.54— Belgrad 220.50 f Rio de Ian. 91.50 auf London—— Penien 36,96— Soiſa 420,— Hongkong 1/550 Süͤdalrika 87 Neuyorkc, 28. Juni(Schlu amtlid) Bankskzepfe Serlin 89.10— J Wien 18.95 FStockholm J 26•12—(9019.) 6. Loudon-Kab..06¾ Budapert 29.90 Brüssel 23.40— üto. Prief /1. „ 60-.-V..05/ Prag 4,15% Kadrid 13.68 Jägl. Geld“ 1 aris 660.% Belgrad.28½ Montreal 101.12 Prflandelsw. Ichwelr 32.55— Warschau 18,91— Kg. Pap Peso] 83.76 nledr./ ltalien.56½ Oelo 25.44— Riodelaueirot.51 to. köchst.“ 1 Kallana 67.91— Koperbgen 22.64— Iapan 30.— Kllber— O Beſchränkung der Deviſenzuteilung für Auswanderer. Berlin, W. Juni.(Eig. Dr.) Die Reichsſtelle für Devi⸗ ſenbewirtſchaftung hat durch Rundſchreiben an ſämtliche Deviſenſtellen den bisher geltenden Höchſtbetrag der Bar⸗ zuteilung für Auswanderer von 10000 auf 2000 /% herab⸗ geſetzt. Bereits erteilte verbindhiche Zu⸗ ſagen für Beträge, die über 2000 hinausgingen, ſind aufrecht erhalten worden. Die Beſtimmungen für die Genehmigung für für Einwanderer nach Paläſtina erforderliches Vorzeigegeld ſowie das der Förderung der Ausfuhr von deutſchen Waren nach Paläſtina in Ver⸗ bindung mit der Auswanderung dienende ſogenannte Paläſtina⸗Abkommen bleiben unberührt. Hamburger Meiallnofierungen vom 28. Juni 1934 Hupfer Banca- u. 1 brief Gel0 Briei] beld Iberahltl Brief] beld Iberahlt, Lanuar. 45.—44.—.— Hüttenrchznk.. 20,2520,50 Februar 45,7544.75—.— feinsilber(Rül. p. K9)).. 42,5089.50 Härz. 46.5045,50—.— Feingold(AI. p. gr. 2,8402,790 Spril, 46.7548,25—.— Ali-BPlatin(Abiale 1. 47,50046.75—,— Cixtapr. WE. 12.,80/ 2,60 Jani. 40,7539,50—,— Techn. reines Plotin Ili. 41.—40.——. Detailpr,(kM. p. gr....45 3,45 Augus! 41. 5040,5049.50 Sepiemb.42.—41,.—.— Loco Ablae Okiober 42 2541.75—.— Antimon Regulus chines.(L fo.)86.—28,— Hovemb. 43.5042,50—,— Duecksilber(L per flasche) 11.85/11.85 Dezemb- 144.25143.25——— L Piolkramerz dines.(in Sb.)[—.— 45.— * Pforzheimer Edelmetallkurſe vom 29. Juni.(Mit⸗ geteilt von der Deutſchen Bank und Discrnto⸗Geſellſchaft Filiale Pforzheim): Platin techniſch rein 3,50 je Gramm: dto. 4 v. H. Palladium 3,45 je Gramm; dto. 4 v. H. Kupfer 3,35 je Gr.; Feingold 2840 ſe Kilo; Feinſilber 41,40—43,20 ie Kilo; je nach Abnahme von 50 Kilo bzw.—9 Kilo. Frachienmarki Duisburg-Ruhrori/ 28. Juni Das Geſchäft erfuhr an der heutigen Börſe im großen und ganzen keine Aenderung. Die Talfracht blieb unve⸗⸗ ändert, die Bergfracht dagegen ſchwächte weiter ab und wurde mit 1,40 bzw. 1,60 ab Ruhrort bzw. ab Kanal nach Mannheim bezahlt. Die Schlepplöhne blieben mit 8 Pfg. nach Rotterdam und 90 Pfg. bis 1% Baſis Mainz⸗ Mannheim unverändert. Freitag, 29. Juni 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe U. Seite/ Nummer 291 —— Anzüde Flanell-K 1 99 9 Spor, Anzige 1 e K t.* d 8e 1 T 85 N K E 0 S35 obuen/ 7 7* 2419 flott elegante Muster 3(Deutsches Fabrikat) W tragfähige Qualitatan 12.5.—.—.75 10 8 9 i ier 2 9 f 3 Hia 5 42.-, 36.- 30. 24 8 vollkommen automatisch ein- und ausschaltend, gleichmäßige UrAug b br ſar — Knic ke rbocke trockene hygienische Kälte, sparsamer Stromverbrauch ZzZer 9* 85 Wr Sport-Anzüge kescin isinr, Ia ualfäten Ve nti latorenIotwein Sniinuguil — 2 für Zimmerkühlung 5 —————..— en en leRecnen—.——. reinwollene qualitatein Leinen-Jacke n eee 2, gute qualitäten 56.— 50.-, 45. 38. Mminmunmummuninuuinintmnibunnitmun Neuberg — 5* uto⸗ Elasche o. 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Schlaſc., auch f. Preis N. 60.—. Büro geeigm, a. Näheres 5550 Wunſch m. Penſ., Th. Schuler, zu vm. F 5. 18, 12. Seite Nummer 201 Neue Mannheimer Zeitung 7 Mittag⸗Ausgabe Freitall, 20. Junt 1934 8 ALHRNMHERNR 0 SCHAU BURO RSSK H EU 1 15 E 6 0 N—0 —— eie i— c EE e D ldr S* Ein Programm, bei welchem jeder auf BIn Füm von den Baunen d. Schicksals— — seine Kosten kommt. urid vorn Glück, das uns nachläuft. LEu iaxN Aadu ni ian liananten Ein Kriminal-Füm der an Spannung alles——— bisher Dagewesene übertrifft. Ein nreisgekrünter, meisterlicher Film! AE heule:? Der grögte Erfolgsfilm dieses Sommers Trotz der größten Hitze in allen deutschen Städten ausverkaufte Häuser Das Kleeblatt: 4 5 Jenny/ luso Paul Hörbiger, Ihae lingen 5 mĩ in dem Qualitäts⸗ 9 gel 5 Lustspiel- Schlager 5 du ſtet w 2 9 Jc Als bester Film des Jahres 1934 mit dem goldenen Staats- Dei 100 be. preis der C. S. R. ausgezeichnet, und von der Berliner 9 be. Filmkammer als künstlerisch wertvoll begutachtet. oto: Krach aufder ganzöen Uinie!! 9 2 5 da 1 Ein großer Skandal u. 8* 1. Erste junge Liebe! Ein Epos der Jugend u. d. Natur 1] Pe adene, B. e fersten 19 6 M 0 Dieser Film ist ein Kunstwerk! Denn er rührt in so er- 3555 U 3 5 8 938 8 greifender schöner und zarter Weise an dem unvergeß-. azu als eberraschung: 0 — lichen Traum des Jungseins.— In der Hauptrolle: 4 im Gloria: IIm Palast: und Wieder singt au 5 4 5 38 1* aRMIIA SERANKOVA 200l Manner lanpten um eine Frau Kannst ör Fann tr Ein reicher Nichtstuer und der Mann 0 uber 3 17. erst 16 Jahre alt und doch ein aufgehender Stern am aus dem Dolke Pleilen 9 Filmhimmel— als ihr Partner: 7* der Mörd 7 Viel Wirbel um ein kleines Mädel- 03 4 Bord 4 er War dex Morder ein eiafaches Menschenkind, welches 9 anna Te sich nicht von der Welt des Reichtum 3 4 4 9 1 5* A 5 A 4 1. 0 V E C 18 Was War das Mokiv 0 und der Blegans einfangen läßt. 5 Ei m PDer Fiim lauit in deuischer Sprache. wie geschah der Mord:—— in bestemSinne Uenfnaef Abenener- le; Kari Boese. in der Tit— tspi 11 9¹ Im Beiprogramm: Drei Menschen werden auf eine uner-. iinni Ua-Lustspie m klärliche Weise ermordet! Niemand die große italten. Menschendarstellerin 2 Enf..00.40.45.15 Uhr Sonntag? Uhr Eine Symphonie der Steppe r ee Wrker Georg Ale xander 8 der Bonvivant des deutschen Films d. Geſchäftsſtelle d. Blatt. 3705 7 on edlen Pferden in ihrer ungezähmten Leidenschaft Adolphe fienjou Hans Brausewetter 9 eit* 2 in seiner neuen Rolle als Polizeikom⸗ 3———— fu[TVerwegenste wllde omantik. missar ka e 85 2 Ri- Tiedtke, Theo Eingen. 1* 3 nuten vor Schluß. 6 er 3 Handlung im Rahmen imposantester Naturaufnahmen Beachten Sie unser Beiprogramm! 4* 6 10 4a ildni i 8 Aff Originalität unüber⸗ W. aus der Wüduis des Arone. Idper Heid von Kalifornienf§0 ein Affel eares Lastet Groge Auswahl ſcc Mit den Ublichen Covboyfilmen Ist dieser Film nicht zu vergleichen. J Eine Wumromane on tee Preet diuck mit Gias n Weeaee 6n 40 een. Wkine ganz herriiche Abwechslungi it Ren Maynard unck Boris Milt Kulturtum u. Wochenschau Peinetefe ne Sea uec G Beginn:.05,.45,.00,.15— Jugend hat Zutritt: Beg.:.00,.05,.00,.15. Beg.:.00,.00,.00,.30. Drogerie u. 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