Relie Mannheimer Seituüng Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſchec⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Man nheim 17 Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ bofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 63, W Oppaner Str. 8 Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. ———————————— — 9— ————— —— —————— ———————— Eimelprele 10 P. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 wm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 7. Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. Bei Zwangsvergleichen oder Keine Gewähr für Sonntags⸗Ausgabe A u. B Die große Ausſtellung„Deutſchland“ eräffnet Samstag, 18. Juli/ Sonntag, 10. Juli 1936 Deutſchland, wie es war und wie es iſt! Eine Schau deutſcher Geſchichte und deutſchen Lebens, deutſcher Lanoſchaft und Kultur, deutſcher Arbeit und Leiſtung 9— Berlin, 18. Juli. AUnter der Schirmherrſchaft des Reichsmini⸗ ſters für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, iſt am Samstagvormittag in den acht insgeſamt 55 000 am großen Hallen und auf dem 80 000 am bedeckenden Freigelände am Kaiſer⸗ damm die Ausſtellung„Deutſchland“ feierlich er⸗ öffnet worden. Zum erſtenmal hat man das ganze Deutſchland in einer Ausſtellung dargeſtellt, die drei gewaltige Hauptgruppen umfaßt: Die kulturelle Abteilung „Das neue Deutſchland“, die landſchaftliche Abteilung„Deutſches Volk und deutſches Land“ und die wirtſchaftliche Abteilung„Die Leiſtungsſchau der deutſchen Wirt⸗ ſchaft“. Der Bedeutung der Ausſtellung entſprechend war die Beteiligung namhafter Perſönlichkeiten des In⸗ und Auslandes an der Eröffnungsfeier außerordent⸗ licher ſtark. Zunächſt nahm Staatsminiſter Dr. Lippert das Wort zu einer Begrüßungsanſprache, in der er vor allem auf die großzügige Wiederaufbauarbeit hin⸗ wies, die unter den Augen des Führers und unter der ſtetigen Förderung durch den Berliner Gauleiter Reichsminiſter Dr. Goebbels nach dem Brandunglück des letzten Jahres auf dem Meſſegelände ſelbſt ge⸗ leiſtet worden iſt. Ein ganz neuer Staoͤtteil ſei hier im Werden. Dieſer Stadtteil werde ſein Geſicht er⸗ halten einmal durch die wundervolle neue Straße, die ſich in faſt einem Kilometer Länge vom neuge⸗ ſtalteten Eingang der Avus bis zum Kurfürſten⸗ damm herüberzieht und die am kommenden Mitt⸗ woch dem Verkehr übergeben werden wird, zum anderen durch den Neubau der rieſigen Ehrenhalle, in der bei künftigen Ausſtellungen die Gäſte emp⸗ fangen werden würden. Die neue Ausſtellungsſtadt ſolle ein weithin ragendes Zeichen für den Lei⸗ ſtungswillen der Reichshauptſtadt ſein und ſich wür⸗ dig anreihen an die zahlreichen bereits vollendeten Bauvorhaben, die in Berlin unter der ſchirmenden Hand des Führers bereits durchgeführt werden konnten. Anſchließend ſprach, von ſtürmiſchem Beifall be⸗ grüßt, der Schirmherr der Ausſtellung, Reichsmini⸗ ſter Dr. Goebbels. Reichsminiſter Dr. Goebbels führte u. a. aus: Als wir vor mehr als Jahresfriſt den Plan zu dieſer großen Schau deutſchen Weſens, deutſcher Art und deutſcher Arbeit faßten, war uns allen klar, daß dieſe Ausſtellung nur dann eine Daſeinsberech⸗ tigung hatte, wenn ſie Zeugnis für den neuerwach⸗ ten Lebenswillen der deutſchen Nation ablegte. Der äußere Anlaß zu ihr waren die Olympiſchen Spiele. Er bedarf keiner beſonderen Rechtfertigung mehr. Es iſt, ſo lange der Nationalſozialismus die Macht in Deutſchland ausübt, ſo viel draußen in der Welt an Lüge und Entſtellung über das neue Reich verbreitet worden, daß es nicht nur unſer gutes Recht, ſondern geradezu gebieteriſche Pflicht war, hier in jener gedrängten und überzeugenden Art, wie man das nur bei einer Ausſtellung kann, Tatſachen ſprechen zu laſſen. Ja, ich bin der Ueber⸗ zeugung, daß das allein ſchon eine Tat iſt, die für ſich ſelbſt ſpricht. Denn wie wäre es überhaupt vor⸗ ſtellbar, daß dieſe Ausſtellung im Deutſchland der Vergangenheit möglich gemacht worden wäre! Ihrem Sinn und Zweck entſprechend, ſollen in dieſer Ausſtellungnur die Tatſachen ſelbſt z u Worte kommen. Sie können ſich getroſt ſehen laſ⸗ ſen. Denn wo in aller Welt ſind in ſo kurzer Friſt ſo imponierende Leiſtungen beim Wiederaufbau einer Nation vollbracht worden! Wo in aller Welt kann eine Regierung auf gleiche ſtolze Erfolge zurück⸗ blicken! Am Tage nach ſeinem Regierungsantritt proklamierte der Führer das große Werk der Reor⸗ ganiſation der Wirtſchaft unſeres Volkes in zwei Vierjahresplänen:„Rettung des deutſchen Bauern zur Erhaltung der Ernährungs⸗ und damit der Le⸗ bensgrundlage der Nation“. Das war der eine Vierjahresplan—„Rettung des deutſchen Arbei⸗ ters durch einen gewaltigen und umfaſſenden An⸗ griff gegen die Arbeitsloſigkeit“— das war der zweite Plan. Sie ſind heute beide faſt bis zur Voll⸗ endung erfüllt. Das Antlitz unſeres Volkes ſtrahlt Stärke, Glauben und Zuverſicht aus. Man muß ſich das vergangene Deutſchland vor Augen halten, um die Monumentalität des Planes und die Größe des Erfolges erfaſſen zu können. Der Führer hat der Nation in 3/6jähriger unermüdlicher Aufbauarbeit den Glauben an die Zukunft zurückgegeben. Das deutſche Volk hat wieder ein Ziel. Auf alle dieſe Leiſtungen und Erfolge kann die große Ausſtellung„Deutſchland“ hinweiſen, ob ſie es ausgeſprochen oder unausgeſprochen tut. So iſt die Ehrenhalle dieſer Ausſtellung, die dem neuen Deutſchland gewidmet iſt, ein einziger Rechenſchafts⸗ bericht für alle Gebiete des völkiſchen und ſtaatlichen Lebens. Wie ein roter Faden zieht ſich oͤurch das geſamte Schaffen des neuen Deutſchland ein klarer und überzeugender Plan: Der Wille des Führers, geleitet und beflügelt durch ſeine konſtruktive Phan⸗ taſie. An dieſem Plan nun werden hier die Leiſtun⸗ gen gemeſſen. Wollen und Vollbringen auf dem Ge⸗ biete der Politik, der Wirtſchaft, der völkiſchen, ſee⸗ liſchen und raſſiſchen Erneuerung unſeres Volkes werden hier in großzügigſter Weiſe geſchildert. Die Art der Darſtellung in gewaltigen Photomontagen iſt aus dem Geiſt des neuen Deutſchland geboren. Daß dieſes Deutſchland auch auf dem Felde der Wiſſenſchaft und der Kultur das alte längſt überflügelt hat, daß es auf neuen Wegen neuen Zielen zuſtrebt, das wird insbeſondere in den beiden repräſentativen Räumen„Technik und Wiſſenſchaft“ und„Kultur“ zur Darſtellung gebracht. Das Geheimnis des Er⸗ folges iſt die unverbrüchliche Gemeinſchaft zwiſchen Volk und Führer, iſt das Prinzip von Führerwille und Gefolgſchaftstreue. Es wird in der Vorhalle der Ausſtellung durch ein Großbild von Bolk und Führer veranſchaulicht. Dieſer Rhythmus eines neuerwachten, wieder⸗ geborenen, von Schaffensdrang durchpulſten Volkes erfüllt die ganze Ausſtellung. Er findet packenden Ausdruck in der monumentalen Anlage der Reichs⸗ autobahnen. Er wird ſichtbar in der großen Halle der„Leiſtungsſchau der deutſchen Wirtſchaft“. Beſonders überzeugend aber klingt uns dieſer neue Lebensrhythmus entgegen aus dem Lager des Reichsarbeitsdienſtes, das im Freigelände naturgetreu von den Soldaten des Spatens errichtet worden iſt. Mit einem Wort, es iſt das friedlich ſchaffende Deutſchland, das ſich in dieſer Ausſtellung ſelbſt darſtellt. Aus Heutſchen Landſchaften ſind beſonders in der Abteilung„Deutſches Volk, deutſches Land“ die Koſt⸗ barkeiten unſerer Vergangenheit und die Spitzen⸗ erzeugniſſe unſerer Gegenwart zuſammengetragen worden, um in ihrer Vereinigung einen tiefen Ein⸗ druck von Deutſchland und ſeinem innerſten Weſen zu vermitteln. Deun dieſe Ausſtellung ſoll nicht nur ein Zeug⸗ nis des neuen Deutſchland, ſeines Lebenswillens und ſeiner Leiſtungen, ſie ſoll auch eine Darſtel⸗ lung des großen Deutſchland der Vergangen⸗ heit, kurz, des„Ewigen Deutſchland“ ſein. Ausgeſuchte Koſtbarkeiten aus den Schätzen unſerer deutſchen Gaue, von deutſchem Handwerk, deutſcher Kunſt und Wiſſenſchaft ſind hier zum erſten Male in dieſer Zuſammenfaſſung vereinigt. Unſere deut⸗ ſchen Bibliotheken und Muſeen haben ihre größten Schägze für den hohen, idealen Zweck dieſer Deutſch⸗ landſchau zur Verfügung geſtellt. Es braucht hier nur als Beiſpiel die Gutenbergbibel genannt zu werden. Die Einheit des modernen Deutſchland mit dem großen Deutſchland der Vergangenheit, eine der tragenden Ideen unſeres nationalſozialiſtiſchen Staates, ſteht als unſichtbares Motto über der Deutſchlandſchau. Unſerem eigenen Volk geben wir hier eine Ge⸗ legenheit, ſein Land und was es in Geſchichte und 8 umfaßt, in einzigartiger Weiſe zu er⸗ eben. Unſere ausländiſchen Gäſte aber können hier Deutſchland ſehen, wie es war, und wie es iſt. Dieſe Deutſchlandſchau iſt demjenigen gewidmet, der Deutſchland kennenlernen will. Möge ſie Verſtändnis für unſer Land und Volk im Auslande wecken, im eigenen Volk aber die Liebe zum Vaterland und zu ſeinen unerſchöpflichen Wer⸗ ken verankern und vertiefen. Möge ſie eine Brücke des Friedens und der Völkerverſtän⸗ digung ſein. Möge ſie aber vor allem uns Deutſche ſtolz und glücklich machen in dem Gefühl, eben Deutſche zu ſein. In dieſem Sinne erkläre ich die Monumentalaus⸗ ſtellung„Deutſchland“ im Jahre der Olympiſchen Spiele in Berlin 1936 für eröffnet. ie ee Was geht in Spanien vor? Militäraufſtand in Spaniſch-Marokko?⸗ Verbindungen noch immer unterbrochen (Funkmeldung der NM3.) — Paris, 18. Juli. Der„Paris Midi“ bringt in großer Aufmachung die Nachrichten über das Abreißen jeglicher telepho⸗ niſcher Verbindungen mit Madrid und ſtellt die Frage: Was geht in Spanien vor? Madrid ant⸗ wortet nicht und die telephoniſchen Verbindungen mit allen grö⸗ ßeren ſpaniſchen Städten ſeien ſeit Freitagabend unterbrochen oder würden zenſiert. Störungen der Ordnung ſeien ausgebrochen, jedoch erkläre ſich die ſpaniſche Regierung Herr der Lage. Blutige Zwiſchenfälle ſeien vor allem in Quin⸗ tanar del Rey(Provinz Cuenca) vorgekommen, boch wiſſe man nichts Genaues über die Urſachen und auch nicht, wieviel Opfer zu verzeichnen ſeien. An anderer Stelle gibt das gleiche Blatt noch eine Nachricht aus Madrid wieder, wonach in Melilla in Spaniſch⸗Marokko ein Militärauf⸗ ſtand ausgebrochen iſt. Ein Oberſtleutnaut Elli⸗ cella führe den Aufſtand, dem ſich alle Truppen der Garniſon der Stadt Melilla angeſchloſſen hätten. Der Standortgeneral habe ſich unter⸗ worfen. Nach einer Havasmeldung werden ſchwere Unruhen auch aus der Gegend von La⸗ rache(Spaniſch⸗Marokko) gemeldet, und zwar hät⸗ ten ſich in der Nacht zum Samstag Schlägereien zwi⸗ ſchen ſpaniſchen Zivil⸗ und Militärperſonen ereignet. Die die Stadt Tanger in Richtung der franzöſiſchen Zone verlaſſenden Reiſenden ſeien nicht ermächtigt worden, die ſpaniſche Zone zu durchqueren, und zwar mit Rückſicht auf Zwiſchenfälle, die ſich in Arzila, Larache und El Kaſar ereignet hätten. Nach den letz⸗ ten Meldungen aus Tanger, ſo heißt es zum Schluß der Havasmeldung, verſichere man, daß es ſich um einen militäriſchen Gewaltſtreich handele, der ſich auf die ganze ſpaniſche Zone ausgebreitet habe. Weiter meldet Havas aus Bordeaux, daß nach aus guter Quelle ſtammenden Nachrichten oͤie Lage an der franzöſiſch⸗ſpaniſchen Grenze am Samstagfrüh im allgemeinen ruhig geweſen ſei. Der Zugver⸗ kehr ſei regelmäßig, und die Grenzbeamten ließen Fußgänger und Fahrzeuge ſrei und unbehindert die Grenze nach beiden Richtungen überſchreiten. In San Sebaſtian ſei die Ruhe wieder hergeſtellt, nach⸗ dem im Verlauf der Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten Sotelo von einer Perſon mehrere Re⸗ volverſchüſſe abgegeben worden waren, durch die von San Sebaſtian ſchwer verletzt wurden. Londoner Konferenz am 22. Juli Blum und Delbos nehmen daran teil —Pavis, 18. Juli.(u..) Außenminiſter Delbos beſtätigte, daß die Drei⸗ Mächte⸗Konferenz zwiſchen England, Belgien und Frankreich am 22. Juli in London ſtattfinden wird. An dieſer Konferenz werden die drei Miniſterprä⸗ ſidenten und die drei Außenminiſter der genannten Staaten teilnehmen. Moskau im Donauraum Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 18. Juli. Das„Oeuvre“ weiß zu melden, daß zwiſchen der Tſchechoſlowakei und Rumänien ein wichtiges Eiſenbahnabkommen abgeſchloſſen worden ſei, wonach die Tſchechoſlowakei das Recht erhalte, eine„eigene“ Querverbindung durch die Bukowina zu erbauen, um den direkten Eiſenbahnanſchluß zwiſchen der Tſchechoſlowakei und Rußland herzuſtellen. „Dieſes einfache Ereignis“, ſo erklärt das„Oeuvre“, „iſt von größter. Bedeutung und muß als ein Zeichen dafür ausgelegt werden, daß nunmehr Rußland offiziell in das Donautal eindringt.“ 147. Jahrgang— Nr. 326 Voreingenommenheiten * Mannheim, 18. Juli. Zeiten politiſcher Entſcheidungen ſind immer auch Zeiten politiſcher Grundſätzlichkeit. Die Politik, die in ruhigen Zeiten nur die Form und den Gehalt politiſcher Taktik hat, ſinkt in ſolchen Zeitei dann raſch hinunter zu der Schwere der politiſchen Pro⸗ blematik. Man ſtreitet ſich dann nicht mehr bloß um Intereſſen, man ſtreitet ſich um Grundſätze. Ja, die Grundſätze werden plötzlich wichtiger als die Inter⸗ eſſen, das Ideelle offenbart wieder ſein Uebergewicht über das Materielle. In ſolche Zeiten iſt Europa durch den Welt⸗ krieg geführt worden. Damals offenbarte es ſich, daß diplomatiſche Theorien gar nicht mehr aus⸗ reichten, um das fürchterliche Geſchehen oͤen Völ⸗ kern plauſibel zu machen und es vor ihren Opfern zu rechtfertigen. Frankreichs Revanchebedürfnis und Englands Handelsneid, Rußlands Traum von Konſtantinopel, Oeſterreichs Vorherrſchaftspläne auf dem Balkan, Italiens sacro egoismo, das trat in der Diskuſſion über das Warum und das Wozu dieſes Ringens ſehr raſch in den Hintergrund— die Banalität ſolcher Argumentationen gegenüber den Opfern der Nationen war zu offenbar. An Stelle dieſer politiſchen Argumentation trat dann eine weltanſchauliche Argumentation, von der man ſich eine größere Erfaſſung der geiſtigen Wider⸗ ſtands⸗ und Opferbereitſchaftskräfte der Nationen verſprach, mit Recht verſprach. Aus dem Kampf der politiſch rivaliſierenden Staaten wurde ein Kampf der— angeblich— gegenſätzlichen Welt⸗ anſchauungen.„Im Namen der Demokratie“ führte die Entente Kampf gegen die Autokratie, im Namen des Selbſtbeſtimmungsrechtes der Völker gegen den„Imperialismus“, im Namen des ewigen Friedens der Frommen gegen die ewige Kriegs⸗ lüſternheit des böſen deutſchen„Militarismus“. Gs war eine ungeheure Trivialiſierung und Trave⸗ ſtierung weltanſchaulicher Grundſätze im Dienſte der ſchlechteſten politiſchen Zwecke. Ein ungeheurer Mißbrauch des guten Wollens im Men⸗ ſchen, um ihm das ewig erneute Opfer im Dienſte einer ſchlechten Sache ab⸗ zuringen. Aber dieſe Mobiliſierung der Weltanſchauung an Stelle der politiſchen Diplomatie tat ihre Wirkung: ſie hat den dritten Ring um Deutſchland gelegt, der nicht weniger uns den Atem nahm als der erſte Ring der ſtählernen Front und der zweite Ring der würgenden Hungerblockade. Dieſe Mobiliſierung der Weltanſchauungen hat ſogar bis in unſere ei⸗ genen Reihen hinein gewirkt: wir wiſſen, wie tragiſch und beſchämend! Frißt ſich aber einmal ſolche Grundſätzlichkeit in der Meinung der Völker feſt, dann iſt ſie ſchwer wie⸗ der auszutreiben. Dann bleibt ſie haften und wirkt lange über Zeit und Zweck hinaus, für die man ſie aus dem Dunkel herausgeholt hat. Auf Schritt und Tritt begegnet Deutſchland im Verkehr mit ſeiner Umwelt dieſer Wahrheit. Ueber⸗ all ſtößt es noch auf Voreingenommenheiten, die Reſtbeſtände jenes weltanſchaulichen Krieges waren, den man einmal gegen das deutſche Volk entfeſſelte, und die geblieben ſind nachdem Krieg und eigent⸗ liche Kriegspſychoſe längſt verſchwunden waren. Des⸗ wegen geblieben ſind, weil die Gewohnheit ihnen gleichſam den Wert anerkannter geiſtiger Geſetze geliehen hat. Wer heute in die Diskuſſion des Auslandes über das deutſche Problem hineinhorcht, der ſtößt immer auf die gleichen Argumenta⸗ tionen, die als geiſtige Krieg'santi⸗ quitäten anmuten. Da verſucht man mit der alten Formel vom Pangermanismus die Volkstumsidee des neuen Deutſchlands den Völkern verdächtig zu machenl Da iſt die deutſche Aufrüſtung, nach 2 Jahren Aufrüſtung der anderen wahrhaftig die größte Selbſtverſtändlich⸗ keit der augenblicklichen Weltgeſchichte,„natürlich“ nichts anderes als die Wiederaufnahme des deutſchen Militarismus! Da iſt das Autoritätsprinzip, nach dem Deutſchlands Volk und Staat regiert werden, nur der genaue Abklatſch der verdammenswerten perſönlichen Autokratie, gegen die damals die ach ſo freien Völker des Weſtens mit ſoviel Enthuſiasmus zu Felde zogen! Es iſt eine Politik, nach Schema gearbeitet. Dreißig Jahre alt, aber noch immer gut verwert⸗ bar! Dann nämlich verwertbar, wenn man die Na⸗ tionen nur gegeneinander aufbringen will. Un⸗ brauchbar freilich für den, der ſich Mühe geben will, — 2. Seite/ Nummer 326 Samstag, 18. Juli“ Sonntag, 19. Juli 1335 die Völker, ihre Zeit und ihr Schickſal wirklich ken⸗ nen und verſtehen zu lernen! Denn inzwiſchen ſind ſeit dem Weltkrieg ja wieder ein paar entſcheidungs⸗ volle Stunden am deutſchen Volke vorübergegangen, die uns bis zum letzten Grund unſeres politiſchen Lebens geleitet und die für uns Deutſche alle Po⸗ litik tief ins Grundſätzliche hinabgeführt haben. In⸗ zwiſchen haben wir eine Inflation erlebt, haben den Zuſammenbruch unſerer ehrlichen Friedenshoffnun⸗ gen geſehen, ſind durch das tiefſte Tal wirtſchaft⸗ licher Nöte gegangen, haben Bürgerkriege zwiſchen uns ausgefochten und uns tief geduckt unter dem Schatten einer Drohung, die unſer ganzes Leben ins Chaos zu ſtürzen ſchien. All das hat unſere Phlitik gewiß ins Grundſätzliche gewandelt. Wir halten nicht mehr viel von politiſcher Tak⸗ tik, wir glauben ſelbſt nicht mehr daran, daß Po⸗ litik allein im Ausgleich der Intereſſen beſtehe, wir ſehen etwas Weſentlichers in ihr, wirklich etwas Weltanſchauungsmäßiges an ihr. Nur iſt dieſe Weltanſchauung, anders geſagt: dieſe politiſche Schau unſeres Schickſals und des Schickſals der Welt anders als die war, die man der ganz anders ge⸗ arteten Zeit des deutſchen Vorkriegskaiſertums unterſtellte. Wir ſind bewußter und ſehender geworoen, aber nicht mur unſerer Kraft, ſondern auch unſerer Auf⸗ gabe und unſerer Grenzen bewußter, und ſehender nicht nur für unſer Schickſal, ſondern auch für die Gemeinſamkeit unſeres Schickſals mit de m der Welt. Wir wünſchen nur, daß auch die anderen Na⸗ konen ſehender werden möchten für das Schickſal, das unſer eigenes Volk überſtanden hat, und für den Weg, den es gehen möchte; daß ſie freier wer⸗ den von der Bindung an die Vergangenheit und damit auch freier werden in ihrem Urteil über die Gegenwart. Daß ſie das lebendige Leben einer Nation beurteilen möchten nach den Geſetzen ihrer lebendigen Entwicklung und an ihm nicht die Maß⸗ ſtäbe anlegen, die ſchon früher falſch waren und die heute erſt recht falſch ſind. Das wünſchen wir und dann würde das andere ſich von ſelbſt einſtellen: jenes Finden geiſti⸗ ger Gemeinſchaft und jene Erkennt⸗ nis, daß die einzige Politik, die Europas würdig und ſeiner Geſchichte und ſeiner zukünftigen Be⸗ ſtimmung gemäß iſt, nur eine Politik gemeinſamer weltanſchaulicher Verteidigung europäiſcher Kultur und europäiſchen Schickſals gegen den gemeinſamen weltanſchaulichen Feind im Oſten iſt. Dr. A. W. Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Die Durchführung des Abkommens mit Wien: Vor Neuregelung des Reiſeverkehrs Oberſt Adam rechtfertigt das Abkommen gegenüber den franzöſiſchen Bedenken — Berlin, 18. Juli. In den letzten Tagen fanden im Auswärtigen Amt und im Reichsinnenminiſterium eingehende Beſprechungen der beteiligten Reſſorts aus Anlaß des deutſch⸗öſterreichiſchen Uebereinkommens vom 11. Juli ſtatt. Es wurden neben dem Reiſeverkehr die Fragen wirtſchaftlicher und preſſepolitiſcher Maßnahmen erörtert. Ueber die Neuregelung des Reiſeverkehrs nach Oeſterreich werden demnächſt neue Beſtimmungen ergehen, bis zu deren Erlaß die bisherigen Vorſchriften in Geltung bleiben. Der direkte Weg iſt der richtige! (Funkmeldung der NM2 + Wien, 18. Juli. In der chriſtlich⸗ſozialen„Reichspoſt“ veröffent⸗ licht der Bundeskommiſſar für Heimatdienſt, Adam, unter dem Titel„Völkerbundspolitik, Blockpolitik“ einen bemerkenswerten Aufſatz über das deutſch⸗ öſterreichiſche Abkommen vom 11. Juli. Oberſt Adam geht dabei von der letzten Rede des franzöſi⸗ ſchen Außenminiſters aus, in der von der Notwen⸗ digkeit geſprochen wurde, die der europäiſchen Kol⸗ lektivität entgegenſtehenden Hinderniſſe hinwegzu⸗ räumen. In dem Aufſatz heißt es dann weiter:„Die direkte Diplomatie iſt beſſer als die große Konfe⸗ renz geeignet, regionale Hinderniſſe auf dem Wege zur Kollektivität zu beſeitigen.“ Die Theſe der deutſchen Diplomatie, daß eine unmittelbare Verſtändigung ohne das Dazutun Dritter der beſte Weg ſei, um komplizierte Probleme zu löſen und daß nur die direkt Beteiligten das Recht haben, über ihre eigenen Belange zu entſchei⸗ den, iſt vollkommen richtig und dabei voll⸗ kommen vereinbar mit dem Bekenntnis zur Völker⸗ bundsidee, wie es Delbos formulierte. Streitende Staaten, die nicht imſtande ſind, aus eigener Kraft ihre regionalen Konflikte zu löſen, bilden ein ſchwa⸗ ches Fundament für die Rieſenkuppel Völkerbund. Es iſt daher verfehlt, im Namen des Völker⸗ bundes die Mittel zu diskriminieren, die geeig⸗ net ſind, ſein Fundament zu verſtärken. Nankings vollſtändiner Sieg Kantons Aufftand zuſammengebrochen ⸗ Die Führer teils geflohen, teils ermordet — Schanghai, 18. Juli. Die cineſiſche Preſſe meldet den Zuſammenbruch des Widerſtandes der Kantonführer und die in der Sſen zum Samstag erfolgte Abreiſe des Generals Tſ. entſchitang nach Hongkong. Nach Mitteilung der Parteiſtellen in Nanking ſoll ſich General Tſchen⸗ iſchitang angeblich auf ein engliſches Kanonenboot eingeſchifft haben. Tſchentſchitang, der am Freitag⸗ vormittag eine Militärkonſerenz einberufen hatte, teilte mit, daß er unter dem Druck der öffentlichen Meinung und nach Mitteilung ſeiner Unterführer, daß kein Verlaß mehr auf die Truppen ſei, abdanke. Der Bruder des Generals Tſchentſchitang, Tſchenweitſchon, der als eigentlicher Organiſator des Aufſtandes gelten muß, iſt einem Attentat zum Opfer gefallen. „Abfall der geſamten Luftſtreitk⸗äfte — Schanghai, 18. Juli. Mit vier Kampfflugzeugen iſt am Samstagmor⸗ gen in Hongkong der Oberbefehlshaber der Kwang⸗ tunger Luftſtreitkräfte, General Wongkwangyork ge⸗ landet. Er meldete den Abfall der geſamten Luft⸗ ſtreitkräfte der Kwangtung⸗Armee. Verwegener Araberüberſall Augriff auf den Flugplatz von Jeruſalem — Feruſalem, 18. Juli.(U..) In der letzten Nacht unternahm eine Schar gut⸗ bewaffneter Araber einen Ueberraſchungsangriff auf den Flugplatz von Jeruſalem Kalandia. Zwiſchen den britiſchen Truppen und den Angrei⸗ fern entſpann ſich ein heftiges Feuergefecht, in dem, die Engländer ſchließlich die Sieger blieben. Der arabiſche Angriff brach unter dem engliſchen Ma⸗ ſchinengewehrfeuer zuſammen. Wie hoch die Ver⸗ luſte der Araber ſind, iſt nicht feſtzuſtellen, da die Araber wie vom Eroͤboden verſchwunden ſchienen, als engliſche Abteilungen das Gelände durchſuchten. Die Engländer wurden übrigens von dem Ara⸗ berangriff nicht überraſcht. Die britiſchen Wacht⸗ poſten hatten nämlich beobachtet, wie an den ver⸗ W Wer in dieſen Tagen auf die öffentliche Meinung Europas hört, der weiß, daß jetzt unzählige politiſche Probleme Europas mit der öſterreichiſch⸗ deutſchen Verſtändigung gedanklich verkoppelt werden. Man kann daraus abſchätzen, wie ſich eine große inter⸗ nationale Konferenz über dieſes Thema geſtaltet hätte, wie viele Neben⸗ und Querfragen aufgerollt und wie viele Empfindlichkeiten verletzt worden wären— alles das mit einem fraglichen Endergeb⸗ nis. Der direkte Weg war daher der richtige Weg. Er hat nicht eine europäiſche Blockbildung gefördert, ſondern eines der Hinder⸗ niſſe für eine verſtändige europäiſche Zuſammen⸗ arbeit beſeitigt. Dieſe Erkenntnis, ſo ſchließt Oberſt Adam, wird ſich gewiß früher oder ſpäter durchſetzen und die Völkerbundsidee, die europäiſche Gemein⸗ ſchaftsidee, wird daraus großen Nutzen qziehen.“ Begnadigte Nationalſozialiſten (Funkmeldung der NM3Z.) + Graz, 18. Juli. Einem an das Oberlandesgericht Graz gerichte⸗ ten Geſuch der Verteidigung der in Unterſuchungs⸗ haft befindlichen Nationalſozialiſten um deren Haft⸗ entlaſſung hat das Oberlandesgericht ſtattgegeben. Die Staatsanwaltſchaft hatte keinen Einſpruch er⸗ hoben. Es ſind 58 Unterſuchungsgefangene aus der Haft entlaſſen worden. Die Einſtellung des gerichtlichen Verfahrens ge⸗ gen dieſe und andere Nationalſozialiſten iſt in Vor⸗ bereitung. Auch aus dem Gefängnis der Staats⸗ polizei ſind Nationalſozialiſten freigelaſſen worden. Ihre Zahl ſoll gegen hundert betragen. Dagegen ſind in der Grazer Strafanſtalt Karlau, in der Hun⸗ derte verurteilter Nationalſozialiſten untergebracht ſind, nur die üblichen halbjährigen Begnadigungen erfolgt. Wie verlautet, werden auch dort Vorberei⸗ tungen für eine Amneſtie in größerem Umfange, die Ende nächſter Woche erfolgen ſoll, getroffen. ——————————————————————————————————————————— Danzig und ſeine Oppoſition Neue Verordnungen der Danziger Regierung (Funkmeldung der NMz3.) + Danzig, 18. Juli. Die Danziger Regierung hat auf Grund des Er⸗ mächtigungsgeſetzes vom Juni 1983 eine Reihe von Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Oroͤnung beſchloſſen, die heute im Geſetzblatt veröffentlicht werden. Die Verordnung war notwendig, weil ſich angeſichts des ſkrupelloſen Treibens der Oppoſitionsparteien die bisherigen Beſtimmungen nicht als voll ausreichend erwieſen haben. Die neuen Beſtimmungen gendes: Durch eine Abänderung des Vereinsrechts iſt beſtimmt worden, daß Vereine auch dann der Auf⸗ löfung verfallen, wenn Mitglieder des Vorſtandes oder ſonſtige Mitglieder des Vereins mit Wiſſen des Vorſtandes Nachrichten verbreiten, die geeignet ſind, die Staatsintereſſen zu gefährden. Dieſe Beſtimmung bezieht ſich nicht nur auf die Veröffentlichung derartiger Nach⸗ richten, ſondern auch auf ihre Weiterleitung an politiſche Stellen. Durch eine Aenderung des§ 128 des Landesver⸗ waltungsgeſetzes wird beſtimmt, daß polizeiliche Verfügungen politiſcher Art nicht mehr der gerichtlichen Nachprüfung un⸗ terliegen. Dieſe Beſtimmung bezieht ſich auf polizeiliche Ver⸗ fügungen betr. Verſammlungsrecht, Vereinsrecht, Preſſerecht, Waffenbeſitz und Schutzhaft. Weiterhin wird die zuläſſige Höchſtdauer bei 79 beſagen u. a, fol⸗ Ferner wird eine frühere Beſtimmung, wieder ein⸗ geführt, wonach Abgeordnete nicht verantwortliche Schriftleiter ſein dürfen, widrigenfalls die betreffende Zeitung dem Verbot verfällt. Gleichzeitig mit dieſen Beſtimmungen hat die Danziger Regierung auf dem Verordnungswege ein Schächtverbot erlaſſen. Der Preſſe-Nachwuchs Arbeitstagung des Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe — Berlin, 18. Juli. Am 16. und 17. Juli fand im Haus der Deut⸗ ſchen Preſſe eine Arbeitstagung des Reichsverban⸗ des der Deutſchen Preſſe ſtatt, an der die Leiter und Geſchäftsführer der Landesverbände und die Mit⸗ glieder des Beirates teilnahmen. Der Leiter des Reichsverbandes der Deutſchen ſchiedenſten Stellen des hügeligen Geländes um den Flugplatz Lichtſignale ausgetauſcht wurden. Bleß. Von Minka wurde in einem Rieſenſtall geboren. Bleß, die Mutter, leckte ſie mit weicher Zunge unermüblich blank. Kaum trocken, machte Minka ſchon krampf⸗ hafte Verſuche, auf die Beine zu kommen. Endlich erreichte ſie ihr Ziel und trank ſich rundum ſatt. Dann kuſchelte ſie ſich zu Füßen der Mutter ins warme Stroh und fiel in einen tiefen Schlummer. Gegen Abend wurde Minka von derben Fäuſten gepackt und in einen entfernten Stall getragen. Die Mutter brüllte die ganze Nacht nach ihrem entführ⸗ ten Kinde, das klagend antwortete. Am nächſten Morgen wurde Bleß mit der Herde auf einen Kleeſchlag getrieben. Doch vermochte ſie keinen Biſſen zu ſich zu nehmen, ſondern zog, erregt brummend, kreuz und quer über den Acker, auf den Augenblick wartend, da der wachſame Hütehund und ſein mißtrauiſcher Herr ſie außer acht ließen. Als Hirte und Hund endlich frühſtückten, rannte ſie quer über die Felder zum Gutshof zurück und brüllte in ihrer Verzweiflung vor der verſchloſſenen Stalltür laut auf. Doch blieb ihr Lockruf ohne Ant⸗ wort. Sie umkreiſte ſuchend die langgeſtreckten Stal⸗ lungen, rief ihre Klage durch jedes geöffnete Fenſter und erreichte ſchließlich den Pferdeſtall, deſſen Tor ſperrangelweit ofſen ſtand. Sie ſtürmte hinein und durchſuchte, erregt muhend, jede Boxe. Die Pferde waren wie aus Rand und Band. Sie gingen hoch, ſchlugen heftig gegen die Holzverſchläge und ver⸗ mochten ſich nicht zu beruhigen— bis der Gutsherr kam und das ſtörriſche Tier mit langer Peitſche zu⸗ rücktrieb auf den Kleeſchlag.— Den Schweizer emp⸗ ſing er bei ſeiner Rückkehr mit heftigen Vorwürfen. Die gemeinſame Bemühung von Hirte und Hund, die Flucht der gequälten Mutter von der Herde zu verhindern, blieb auch am nächſten Tage ohne Erfolg. Wenn Phylax ſich kläffend auf ihre Ferſen ſtürzte und ſchließlich von ſeinen Zähnen Gebrauch machte, dann warf ſich Bleß in vollem Lauf blitz⸗ ſchnell herum und ging jeglicher Gewohnheit zum Trotz zum Angriff über. Eines Tages gelang es ihr ſogar, den läſtigen Störenfried auf die Hörner zu Hans Vongardt nehmen und ihm eine böſe Verletzung beizubringen. Er jaulte zum Erbarmen und hinkte auf drei Beinen zu ſeinem Herrn zurück. Der Hirt war außer ſich. Sobald er die Wunde verbunden hatte, eilte er aufs Gut, kehrte mit Ham⸗ mer, Pfahl und Tüderkette zurück und pflockte das unbändige Tier mitten auf dem Kleeſchlag an Drei Tage ſpäter hörte Bleß das klägliche Blöken des Kälbchens in einer entfernten Koppel. Da hielt ſie es nicht länger aus, Sie riß ſich ſtürmiſch los, rannte über die Stoppeln, Rüben⸗ und Kartoffel⸗ ſchläge, nahm einen Abzugsgraben und eine Hecke in vollem Lauf. Die Rinder in der Koppel um⸗ kreiſten ſie brüllend in übermütigen Sprüngen. Sie achtete ihrer nicht, eilte quer durch die Weide und ſprang kurz entſchloſſen über den angrenzenden Zaun. Der Stacheldraht riß ihr eine böſe Wunde in den Schenkel. Das kümmerte ſie wenig. Wenn ſie nur erſt ihre unglückliche Minka erreicht hättei Die ſtand mitten in der Kälberkoppel und blökte in ihrem grenzenloſen Jammer unaufhörlich. Als ſie endlich die Mutter erkannte, ſprang ſie ihr ent⸗ gegen und trank in vollen Zügen. Und die Mutter leckte ihr beglückt Rücken und Flanken und muhte wie erlöſt behaglich vor ſich hin. Das alles vollzog ſich ſo ſchnell, daß der Hirt nicht zu folgen vermochte und die Koppel erſt ſpäter er⸗ reichte. Da der Hund ſich nicht weiter vorwagte, ſtieg ſein Herr atemlos über den Zaun und ſtürzte ſich mit geſchwungener Peitſche auf den hartnäckigen Ausreißer.„Phylax, Phylax, hat man denn je ſo etwas erlebt?“ Als er aber ſah, welch ein unzertrennliches Band Mutter und Kind umſchlang, da ließ er die Peitſche fallen und kraulte die Kuh ergrifſen zwiſchen den Hörnern.„Biſt ein gutes Tier, Bleß! Meinethalben kannſt du bleiben.“ Er pfiff dem Hund, der mit ein⸗ geklemmter Rute zögernd herbeihinkte. Sein Herr drohte ihm mit dem Zeigefinger. ſie mir in Ruhe läßt!“ Preſſe, Hauptſchriftleiter Wilhelm Weiß, behandelte u. a. die Nachwuchsfrage für die deutſche Preſſe. Er gab einen Ausbildungsplan bekannt, der die Grundlagen für die Einſtellung der Schriſtleiter in Ausbildung und ihre weitere Berufsſchulung bil⸗ det. Er machte in dͤͤieſem Zuſammenhang Mitteilung von der Einrichtung der Aufnahmeausſchüſſe bei den Landesverbänden, von denen künftig jeder Be⸗ rufsanwärter geprüft wird, bevor er ſeine endͤgül⸗ tige Zulaſſung alz Schriftleiter erhält. Beſonderer Wert müſſe bei der Annahme der Volontäre künf⸗ tig auf oͤen Nachweis einer hinreichenden Allgemein⸗ bildung gelegt werden. Eine gründliche Kenntnis der deutſchen Geſchichte ſowie des politiſchen Kamp⸗ fes der nationalſozialiſtiſchen Bewegung bilden die Vorausſetzung für jede Art beruflicher Betätigung eines deutſchen Schriftleiters. Der Londoner Attentäter Der Vater des Attentäters als Zeuge — London, 18. Juli(U..) Die Unterſuchungen Scotland Yaroͤs über den verſuchten Anſchlag auf König Eduard von England haben ergeben, daß der Name des Attentäters nicht Mahon iſt, ſondern daß der Mann Jerome Bannigan heißt und in Glasgow geboren wurde. Der Vater des Täters erſchien als Zeuge und ſagte aus, daß ſein Sohn ſeit ſeiner Kindͤheit an einer Fußerkran⸗ kung litte, was ſeinen Charakter ſtark beeinflußt habe. Er ſei ein ſehr zurückgezogener Junge gewe⸗ ſen, der viel Zeit mit Leſen verbracht habe. Scotland Yard erließ einen Aufruf an die Be⸗ völkerung, jeder, der den Vorfall mitbeobachtet habe, ſolle ſeine Beobachtungen ſofort mitteilen. Rgubmord in einer Stuttgarter Tankſtelle 2 der Verhän der itzhaft von 33 en. ene 5— Stuttgart, 18. Juli.— In einer in dem Stuttgarter Vorort Wangen ge⸗ legenen Tankſtelle wurde in der Nacht zum Sams⸗ tag der 2jährige verheiratete Tankwärter Tra u m ermordet aufgefunden. Die polizeilichen Ermittlun⸗ gen ergaben, daß es ſich um einen Raubmord han⸗ delt. Von dem Mörder, der 138 Mk. erbeutet hat, fehlt bisher jede Spur. ——————.————————————.——— Hauptſchriftleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Winbauer Stellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſen⸗ ſchaftu. Unterhaltung: Carl Onno Eiſenbart ⸗Handelsteil: i.. Willy Müller⸗Lokaler Teil:.V. C. W. Fennel⸗Sport: Willy Müller⸗Süd⸗ weſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt: Curt Wilhelm Fennel-Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Berleger: Neue Mannbeimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Co., Mannheim, R 1.—6 Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗Friedenau, Sentaſtraße 2 .⸗A. VI. 1936: Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: über 2 000 Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: über 20000 Zur Zeit Preisliſte Nr.7 gültig Für unverlangte Beiträge keine Gewähr ⸗Rückſendung nur bei Rückporio Der Gutsherr aber war anderer Anſicht.„Wozu die Fiſematenten? Die Kuh gehört in die Herde. So iſt es von jeher geweſen.“ „Ganz recht!“ meinte etwas unſicher der Hirt, „aber ſo etwas iſt auch wohl noch nicht dageweſen. Da geht einem ja das Herz bei kaputt. Sie findet ja nicht einmal Zeit, ſich die Wunde ſauber zu lecken.“ „Freilich, freilich! Aber es iſt nicht an der Ord⸗ nung.“ x „Wenn Ihr die beiden auseinanderreißen wollt, Herr, ich kann es nicht!l“ „Claus, Claus, du biſt ein Narr,“ rief lachend der Gutsherr; aber ein guter Hirte bis du auch. Du haſt ein Herz für die Tiere. Deshalb wollen wir mal fünf gerade ſein laſſen.“ „Vielen Dank, Herr!“ — Der neue Zeitungsfilm Das Ergebnis des Preisausſchreibens der Tobos Das Preisrichterkollegium des Preisausſchreibens der Tobis für einen Spielfilmſtoff au's dem deutſchen Zeitungsleben, dem Vizepräſidenten der Filmkammer, Weidemann, dem Leiter des RDp, Hauptſchriftleiter Weiß, dem Verleger Müller⸗Clemm ſowie den Herren Fritz Mainz und Freiherr von Medem von der Tobis, hat folgende Entſcheidung getroffen: Den erſten Preis: 5000 Mark, erhält für die Ein⸗ ſendung„Der Globus“, freier Schriftſteller Heinz Bierkowſkki⸗Breslau. Den zweiten Preis: 3000 Mark, erhält die Ge⸗ meinſchaftsarbeit„Die Forderung des Ta⸗ ges“ der Schriftleiterinnen Leni Wüſt, Lilli v. Baumgarten, Jutta v. Preſſentin, Trude Schumann, ſämtlich in Frankfurt a. M. Den dritten Preis: 1000 Mark, erhält für die Ein⸗ Bruno Gaukel, Hamburg⸗Blankeneſe. „Phylax, daß du Den vierten Preis: 500 Mark, erhält für die Ein⸗ Halenſe. beſtehend aus ſendung„Männer ohne Zeit“ Schriftleiter ſendung„Konzert in Moll!“ Horſt Feldt, Berlin⸗ Den fünften Preis: 500 Mark, erhält für die Ein⸗ ſendung„Mutter und Sohn“ freier Schriftſteller Ernſt Karl Albath, Berlin⸗Charlottenburg. Preiſe zu 200 Mark erhalten: Prof. Dr. Paul Breznik, Belgrad; Schriftleiter i. A. Ewald Scha⸗ per, Tübingen; Dr. bec. publ. Leonhard Fritzſching. München; Schriftleiter Dr. Karl Rügheimer, Han⸗ nover; Schriftleiterin Dr. Ellen Riggert, Berlin⸗ Friedenau; Schriftleiter Karl Buſſreau, Germers⸗ heim⸗Rheinpfalz; Schriftleiterin Lene Graef, Mei⸗ ningen; Schriftſteller Wilhelm Frank Beuth, Frank⸗ furt a..; Landwirt Kurt Roth, Bad Ems, Schrift⸗ leiter Erwin Friedrich, Crimmitſchau. 1 Profeſſor Haus Hecht 60 Jahre alt. Prof. Hans Hecht, der Ordinarius für Angliſtik an der Univerſität Göttingen, vollendete ſein 60. Lebens⸗ jahr. Der Gelehrte, der 1876 in Mannheim geboren wurde, hat den Göttinger Lehrſtuhl ſeit 1922 inne. Sein Forſchungsgebiet iſt die neuere engliſche Literatur⸗ und Kulturgeſchichte. Profeſſor Hecht iſt Mitherausgeber des„Jahrbuches der Deutſchen Shakeſpeare⸗Geſellſchaft“, der„Studien zur eng⸗ liſchen Philologie“, und der Zeitſchriften„Litteris“ und„Neue Forſchung“, Kieine Muſik- und Theaternachrichten Wie die Intendanz des Bremer Schauſpielhauſes bekanntgibt, hat ſie für die nächſte Spielzeit die Schauſpielwerke„Die beiden Gregorius“ von Steſan von Kamare,„Neun Offiziere“ von Georg Fraſer und„Romanze“ von Erich Ebermayer ſowie das Luſtſpiel„Die vier Geſellen“ von Jochen Huth zur Uraufführung angenommen. * Aus Anlaß des 150. Geburtstages Karl Maria von Webers veranſtaltet am 5. September die holſteiniſche Stadt Eutin, der Geburtsort des Komponiſten, eine Weber⸗Feier, die durch die Mit⸗ wirkung des Präſidenten der Reichsmuſikkammer, Prof. Peter Raabe, der die Gedenkrede hält und mehrere Werke von Weber dirigiert, ihr beſonderes Gepräge erhalten wird⸗ * — ——— 4˖ 3 G * Die Stadiseiie Mannheim, den 18. Juli. Jugoſlawiſche Gäſte in Mannheim Fremdenbeſuch am Wochenende Wie beinahe jeden Sonntag, ſo werden auch am heutigen Sonntag eine größere Anzahl aus⸗ wärtiger Gäſte unſerer Stadt einen Beſuch ab⸗ ſtatten. 6 Aus Stuttgart kommen in den erſten Vormit⸗ tagsſtunden etwa 800 Mitglieder der dortigen Verbrauchergenoſſenſchaft, die die Mannheimer Fabrikanlagen der„Geg“ im Induſtriehafen be⸗ ſichtigen werden. Anſchließend treffen ſich ſämtliche Gäſte auf dem Meßplatz, von wo aus ſie durch den Verk ehrs⸗ verein Mannheim auf 13 hieſige Gaſtſtätten ver⸗ teilt werden, um das Mittageſſen einzunehmen. Nachmittags erfolgt die Weiterfahrt nach Heidel⸗ berg, nachdem man noch vorher die wichtigſten Se⸗ henswürdigkeiten Mannheims beſucht hat. Am Sonntagabend treffen hier eine größere An⸗ zahl jugoſlawiſche Diplomlandwirte ein, die erſt Montag Mannheim wieder verlaſſen. Dieſelben befinden ſich auf einer Studienreiſe und werden von der Landes⸗Bauernſchaft Baden be⸗ treut. Am Montag werden die Gäſte Mannheimer Induſtriewerke für landwirtſchaftliche Maſchinen und Geräte, und ſehr wahrſcheinlich auch landwirt⸗ ſchaftliche Betriebe beſichtigen. Der Beſuch von iſt in dieſem Jahre be⸗ ſonders ſtark, ein Zeichen dafür, daß unſere Stadt jedem Beſucher etwas zu bieten hat. 94 Die Sonne lockt Wieder Tauſende im Strandbad Der Strandbadbeſuch ſtellte ſich geſtern trotz des heißen Wetters recht ſtockend ein, denn man iſt in letzter Zeit mißtrauiſch geworden. Aber ſo um 4 Uhr herum erſchienen doch Tauſende und aber Tauſende, die allerdings recht verblüfft nach ihren gewohnten Plätzen ſuchten und ſie nicht finden konn⸗ ten, denn bis zur oberen Kante der Promenaden⸗ decke flutete das Waſſer des Rheines überall heran. Folglich lagerte man ſich mit ſtiller Genehmigung der Verwaltung auf dieſer oberen Decke, denn es blieb noch immer genug Platz für Spaziergänger übrig. Wer aber nicht—2 Meter zwiſchen ſich und das Waſſer legte, der bekam bei Dampferwellen tüchtige Spritzer verabreicht. Am oberen Ende iſt ein gutes Stück überflutet, am unteren ein kleineres. Am Reſtaurant Süd iſt das Geſtänge weggeſchafft worden, das der Wirbelſtuim am Donnerstag krumm und ſchief gebogen hatte.— Der Zeppelin⸗ beſuch wirkte natürlich ſenſationell, lange noch ſchrien die Schwimmer draußen, war, und foppten einen mit dem Brummen eines Kraftwagens, und die Ordner wurden im Scherz zur Verkehrsregelung gerufen. Geſtern wieder 7 Verkehrsunfälle Was Mannheims Polizei notiert Durch rückſichtsloſes Ueberholen, zu ſchnelles Fahren und Nichteinräumen des Vorfahrtsrechtes ereigneten ſich geſtern hier 7 Verkehrsunfälle. Es wurden hierbei 4 Perſonen verletzt und ein Kraft⸗ fahrzeug und 4 Fahrräder beſchädigt. Wieder zwei betrunkene Radfahrer! Vorläufig feſtgenommen wurden in der vergangenen Nacht zwei betrunkene Radfahrer, die durch ihr Verhalten den übrigen Verkehr gefährdeten. Da der eine Rad⸗ fahrer dem einſchreitenden Polizeibeamten heftigen Widerſtand leiſtete, wurde er in das Bezirksgefäng⸗ nis eingeliefert. Verkehrskontrollen. Bei geſtern vorgenommenen Verkehrskontrollen wurden 22 Führer von Fahr⸗ zeugen angezeigt und 177 gebührenpflichtig ver⸗ warnt. Wegen techniſcher Mängel wurden 12 Kraft⸗ fahrzeuge beanſtandet. Blick auf Sandhofen Brieftauben⸗Wettflüge wurden fortgeſetzt Die Brieftauben⸗Wettflüge der Reiſevereinigung Baden Nord wurden mit einer Reiſe ab Linz(Oeſter⸗ reich) mit 440 Kilometer Flugſtrecke fort⸗ geſetzt. An dieſem Wettflug waren nebſt der Gruppe Mannheim Stadt noch die Gruppen Feudenheim, Seckenheim, Neckarau, Waldhof, Schwetzingen, Wein⸗ heim, Sinsheim und Mosbach mit beteiligt. Der hieſige Brieftaubenzuchtverein„Rhein“ konnte bei dieſem Flug 44 Preiſe erringen, blieb aber im gro⸗ ßen ganzen hinter der bisherigen Erfolgsſerie etwas zurück. Der Abflug der Tiere erfolgte früh.15 Uhr. Die erſte Taube erreichte um.07.46 Uhr die Heimat. Mit ber beſtfliegenden Taube wurde eine Flugleiſtung von 955,30 Meter die Flugminute er⸗ zielt. Den Wettflug machten von Sandhofen 150 Brieftauben mit. Nachſtehende Züchter waren erfolgreich: Ludwig Reubold, Richard Diehl, Beuſcher, Wilhelm Klumpp, Friedrich Kirſch, Franz Schmidt, Willi Römer, Karl Neudecker, F. Neſtlen, Schuchmann, Anton Ignor und Jakob Lautenklos. Sandhofen, das vor faſt acht Jahrzehnten, um die Mitte des 19. Jahrhunderts, 1544 Einwohner hatte, iſt heute auf etwas über 12ĩ000 Einwoh⸗ ner angewachſen. An Wohn⸗ und Geſchäftshäuſern ſind 1150 vorhanden. In ihnen ſind insgeſamt 2026 Haushaltungen. ur 80. Geburtstag. Ihren 80. Geburtstag feiert am heutigen Sonntag die beſonders in Wochenmarkt⸗ kreiſen gut bekannte alte Mannheimerin Frau Kath. wie er längſt weg Den Sommer über gibt es immer in regel⸗ mäßigen Abſtänden Meldungen von Reiſeleiſtungen und Fluggeſchwindigkeiten der Mannheimer Brief⸗ tauben, die irgendwo weit im Südoſten aufgelaſſen werden, nach etlichen Stunden wieder ankommen und dann freuen ſich die Züchter derjenigen, die am erſten wieder daheim waren; denn dafür gibt es Preiſe und Gewinne. Das letztemal war Linz in Oeſterreich die Einſatzſtation, dieſen Sams⸗ tag iſt es St. Pölten, das ſind 540 Kilometer Entfernung, und nachmittags ſollen ſie ſchon wieder hier ſein; denn ſie ſchaffen ſo 50—60 Kilometer die Stunde. Das iſt doch allerhand, und wenn man da als ſchlichter Laie, der höchſtens die Tauben vom Alten Rathaus und von der Jeſuitenkirche her kennt, mal an Herrn Dautel vom Brieftaubenverein Pfeil herangeht, um Näheres zu erfahren, dann fällt man aus allen Wolken über die Bedeutung und die Viel⸗ ſeitigkeit dieſes ſo unbeachteten und beiſeite gelaſſe⸗ nen Sports. Da iſt nämlich alles dabei: Raffinier⸗ tes Kontrollſyſtem, ausgekochte Fütterungslehre und eine Reihe von Methoden, um die Tauben zu züchten, zu trainieren und zu großen Sportleiſtun⸗ gen emporzutreiben. Es gibt Ehrenpreiſe, Medaillen und Urkunden, Wetten und Einſätze in 7 Klaſſen. Man ſollte es nicht glauben, aber es iſt ſo ſchwierig wie Rennſport, und ohne gründ⸗ liche Kenntniſſe, viel Studium und tägliche Beobachtung kann man daheimbleiben! Eine tüchtige Abhandlung fängt mit der Ge⸗ ſchichte an, und ſo ſtellen wir feſt, daß Brieftauben ſchon von den Aegyptern und Griechen benutzt wur⸗ den, und man weiß ſogar von Papyros⸗Liebesbrie⸗ fen, die Offiziere der einſamen Wüſtenforts in die Stadt ſchickten. Seit dem 70er Krieg wurde Brief⸗ taubenzucht methodiſch betrieben, allerdings ſind uns von altersher die Belgier über, aber im Rheinland und Weſtfalen können ſie auch allerhand. Auch hier in ͤͤer„Reiſevereinigung Baden Nord“, die einen Bezirk von Mannheim bis Mosbach, Weinheim und Schwetzingen umfaßt, ſind die Brief⸗ taubenzüchter nicht ohne. Es werden ungefähr 8000 Tauben dabei ſein. 3000 waren es allein, die in Linz eingeſetzt wurden, und wenn man bedenkt, daß das Paar Tauben im Preiſe von 5 bis 50 Mark ſteht, dann gibt das ſchon ein beachtliches Sümmchen. Der einzelne Züchter hat in der Regel 25 bis 30 Tauben. In Mannheim gibt es etwa zwei Dutzend Vereine, die natürlich meiſt in den Vororten liegen, aber auch die Innenſtadt zählt drei. Früher war das Brieftaubenzüchten faſt ein Privi⸗ leg der Bäcker, die ja nicht weit zum Futter hatten, Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Ein Mannheimer Brieſtaubenzüchter gibt Auskunft Jetzt iſt die rechte Brieftauben-Reiſezeit— Von Wetten und Flugge und Gummiringen aber ſpäter ſind natürlich faſt alle Stände hinzuge⸗ kommen, einige haben beim Militär Geſchmack dran gefunden und es gibt ſogar gelehrte Herren und Doktoren, die mit großem Eifer bei der Sache ſind. Jetzt fragt man natürlich, wie man ſo einen Haufen von 2500 Tauben überhaupt ungefährdet nach St. Pölten bringt. Aber deutſche Organiſation und Tatkraft haben das längſt geordnet. Ein Kraft⸗ wagen fährt herum und holt die großen Reiſekörbe ab, bringt ſie zur Bahn und da freuen ſie ſich, ſo leichte Fracht zu haben,—6 Güterwagen kommen von hier bis Mosbach ſchon zuſammen. Ein Reiſe⸗ begleiter mit Aſſiſtent muß dabei ſein und daneben auf Stroh ſchlafen, er ſorgt für genügend Luft, für Futter und Tränkrinnen, und auf der Grenze gibt es tierärztliche Nachſchau, Zoll, und ſogar die Militärbehörden bekümmern ſich drum, und dann werden ſie eben zu einem beſtimmten Zeitpunkt, der ſofort auch nach Mannheim telephoniert wird, aufgelaſſen. Mit dieſem rätſelhaften Drang nach dem heimat⸗ lichen Schlag geht es los bei-Zugsgeſchwindig⸗ keit, und nachmittags alſo treffen ſie Stück für Stück ein. Auf dem Trittbrett iſt eine Klingelleitung, die alarmiert den Beſitzer, wenn er gerade nicht auf⸗ paßt, ſchleunigſt ſauſt er hinaus und ſtreift dem müden Täubchen den Gummiring ab, den es an einem Fuß trägt. Dieſer Gummiring kommt in eine Hülſe, die Hülſe in eine„Konſtatieruhr“, die genaue Zeit auf einem Papierband aboͤruckt, und nun weiß man, wie lange Zeit die Taube gebraucht hat. Die Uhr iſt natürlich ein kleines Wunderwerk mit vielen(bis zu 30) Löchern für ſolche Hülſen; ſie wird plombiert und das ganze Jahr über unter Verſchluß gehalten, ihr Gang wird nachkontrolliert und manches mehr. Aber am Schluß nach genauer Ausrechnung der neutralen Kommiſſion weiß man es dann ganz genau, und die Sieger ſind ſo ermit⸗ telt, daß keiner ſich beklagen kann. Sogar der Geo⸗ meter wird über die Entfernung befragt und die Fluggeſchwindigkeit wird genau herausgerechnet, ehe man ſich endlich zufrieden gibt. Den eigentlichen Reiz bekommt die Sache noch durch das Wetten auf einzelne Tauben, meiſt natürlich eigene. 25 v. H. der Tauben holen Gewinne heraus, und der vierfache Einſatz wird ausbezahlt, das iſt bei der 6. und 7. Klaſſe, wo es um dͤrei und fünf Mark geht, ſchon ein hübſches Taſchengeld. Wie kommen nun die Tauben dazu, ſo eine un⸗ glaubliche Geſchwindigkeit zu entwickeln, und wie kann man die Leiſtung noch dauernd ſteigern und an⸗ reizen? Die Brieſtaube iſt eine einheitliche Raſſe, Schreckenstage Die Peſt ſchwingt die Heiß brannte die Sonne in den Julitagen des Jahres 1666 auf die junge Stadt Mann⸗ heim hernieder, deren baumloſe Straßen ihrer ſengenden Glut ungeſchützt ausgeſetzt waren. Wie tot lag die Stadt; kaum ein Menſch bewegte ſich auf den Straßen. Doch es war nicht die drückende Schwüle dieſes Hochſommers allein, nicht das Feuer der Juliſonne, welche die Menſchen von der Straße vertrieb, ſon⸗ dern es laſtete ein ſchweres Verhängnis in dieſen Tagen über der Stadt, die kaum 18 Jahre früher die furchtbare Not des Dreißigjährigen Krieges überſtanden hatte. Begegneten ſich wirklich zwei Menſchen auf einem unaufſchiebbaren Gange in den Straßen, ſo haſteten ſie ſcheu aneinander vorüber. Sie vermieden es, miteinander zu ſprechen und aus vielen Häuſern er⸗ klang Seufzen, verhaltenes Weinen und das Ge⸗ murmel von Gebeten. Nachmittags aber, zwiſchen 4 und 5 Uhr, öffnete ſich hier und da eine Haustüre. Männer kamen heraus und trugen auf Bahren verhüllte Geſtalten. Klagend wimmerte das Totenglöcklein. Mit ſchnel⸗ lem Schritte eilten die Männer mit ihrer Laſt der Stätte im Jungbuſch gegenüber der Mühlau zu, wo die Totengräber unermüdlich am Werke waren, Hügel an Hügel aufzuwerfen. Der ſchwarze Tod ſchwang die Geißel über Mannheim. Er lauerte in den Sümpfen der Rheinniederung, in dem Schmutz und Unrat der Straßen, in dem trü⸗ ben Waſſer der Ziehbrunnen, er ſaß in dem Atem des Mannes, mit dem man ſprach, er lauerte in der. Luft, hinter jeder Straßenecke und war jederzeit be⸗ reit, ſeine Krallen um ſein Opfer zu ſchlagen. Aus England war die Peſt gekommen, hatte ſich im Winter nach dem Kontinent verpflanzt, hatte Köln ſchwer heimgeſucht, dann Rüdesheim, den Rheingau, Mainz, hatte dann ihre Arme herüber⸗ gereckt nach Frankfurt und Darmſtadt, hatte in Frankenthal fürchterlich gewütet und war nun auch in Mannheim eingedrungen. Waren es die Metzgerknechte geweſen, die Vieh aus Alzey in unſere Stadt eintrieben, welche den Keim dieſer fürchterlichen Seuche mit ſich brachten, war es das halbverfaulte Lazarettſtroh am Rhein⸗ tor, auf dem vor kurzem Soldaten an einer an⸗ ſteckenden Seuche geſtorben waren und das trotz der dringenden Mahnung des Medikus la Roſe noch nicht entfernt war? Genug, der ſchwarze Tod war da und wütete in unſerer Stadt mit beiſpielloſer Dann Wwe., I 6, 33. Herzlichen Glückwunſch! LPehechlerLerdauung E—— Der ſchwarze Tod zog durch die Stadt: Geiſel über Mannheim vor 270 Jahren Am 16. Mai 1666 berichtete der Ratſchreiber von Mannheim, daß des welſchen Wagners Jean Gę⸗ velles Dienſtmagd in der verwichenen Nacht geſtor⸗ ben„und nun man läuten will, als ſollte dieſelbe an der gefährlichen Contagion, der Peſt geſtorben ſein“. Das war der erſte Fall und tauſend folgten ihm nach. 0 Nichts half gegen dieſe entſetzliche Krankheit, Nicht das Abbrennen von Wachholder oder in Eſſig getränkten Stoffen und andere Gegenmaßnahmen, und auch nicht das wüſte Zechen und Saufen, das in einigen Wirtſchaften anhub und durch Befehl des Kurfürſten verboten werden mußte. Die Peſt verſchonte keinen. Sie ſchlug den Frommen wie den Läſterer, Mann und Frau, Mutter und Kind, alt und jung. Da war kein Haus in Mann⸗ heim, das von der Seuche unberührt blieb, keine Familie, in der ſie ſich nicht ihre Opfer holte. Und auf dem neuangelegten Peſtfriedhof„im jungen Buſch gegenüber dem kleinen Rhein und Neckar“ er⸗ hob ſich Grab an Grab, reckte ſich Kreuz an Kreuz. Die zwei Totengräber konnten ihre Arbeit längſt nicht mehr allein bewältigen. Um hohen Lohn mußten weitere Kräfte zu dem traurigen Werk an⸗ geworben werden. Dem Bader Johann Jakob Zehrer war die Betreuung der Peſtkranken anver⸗ traut. Wieviel namenloſes Elend mag er geſehen, wie oft mag er machtlos vor Todesnot und Grauen geſtanden haben? In vorbildlichem Opfer⸗ mut waren auch die Geiſtlichen aller Kon⸗ feſſionen bemüht, den Sterbenden und ihren Angehöxigen Troſt und Zuſpruch zu bringen. Der blinde Pfarrer der franzöſiſchen Gemeinde de Vi⸗ vier taſtete ſich mit ſeinem Stock unermüdlich durch die Straßen und ſuchte die Häuſer der Peſtkranken auf. Viele dieſer Männer ſtarben als Märtyrer ihres Berufes. Sogar ein eigener Peſtnotar wurde in der Perſon des David Bitzius aus Bonn beſtellt, der die Aufgabe hatte, die Hinterlaſſenſchaft der Verſtorbenen zu ordnen. Im September und Oktober ließ die Peſt endlich nach. Aber erſt am 5. Juni 1667 bezog Kurfürſt Karl Ludwig wieder ſeine Feſte Friedrichsburg und am 12. Juni wurde ein Dankfeſt für die endliche Befreiung von der verheerenden Krankheit abgehalten. Aber welch ein Dankesfeſt? Die halbe Stadt!' war dahingerafft, ganze Familien ausgerottet. Da war keiner, der nicht einen Angehörigen verloren hatte. Hunderte von Kreuzen auf dem Peſtbuckel waren ſchwindigkeiten, Trainingsmethoden, Kontrolluhren etwas dickflüſſigen Pfannkuchenteig darüber(1 Ei, * 3. Seite 2. Nummer 326 8 aus Tümmler und Wildtaube heraus gezüchtet, und die Paarung der guten Exemplare ſpielt natürlich auch eine Rolle. Die Hauptarbeit liegt in der Beob⸗ achtung und in der Anwendung beſtimmter Trai⸗ ningskniffe. Sie wiſſen ja inſtinktiv genau, was ſie zu tun haben. Man gibt ihnen abends oder morgens einige Körner oder auch gar nichts und ſchickt ſie auf Tour und hoch kreiſend ziehen ſie da oben ihre Kurven, bis ein Pfiff, Lockruf, eine winkende Fahne ſie heim zum gewohnten Futter ruft.— Nun fragt es ſich: Wann iſt die beſte Einſatzzeit? 3 Und da gibt es eine Menge Möglichkeiten. ETs gibt eine„natürliche“ Methode und eine„künſtliche(“, und die letztere beſteht weſentlich in der Trennung vom Weibchen durch künſtliche Witwerſchaft und Unterbrechung des fröhlichen Liebeslebens. Das kann den„Vögeln“, wie die Männchen in der Züch⸗' terſprache heißen, eine ungeheure Energie und Zähigkeit verleihen, wie das uns Menſchen min⸗ deſtens aus der Filmromantik ja auch nicht fremd iſt. Aber es kommt ſehr auf den Zeitpunkt an, den man zum Einſatz wählt, ſo daß dieſe aktivierende Trauer nicht doch in verkehrter Richtung ausſchlägt. Ueber⸗ haupt ſind Männchen, alſo Vögel, wohl die kräfti⸗ geren, aber auch die unzuverläſſigeren, und die natürliche Methode gilt als ſicherer. Da heißt es dann als Generalregel: Nicht einſetzen, wenn i treiben! Weibchen kurz vor dem Ausfallen der Jungen; weil ſie dann rechtzeitig heimkommen wollen. Beide können eingeſetzt werden, wenn ſie Junge haben. Und Vögel wiederum gelten als be⸗ ſonders ſicher, wenn ſie noch ein großes Junges zu füttern haben. Das iſt 5 nur ein kleiner Ausſchnitt, verſteht ſich. Eine ſehr ſchwierige Sache, und wer mitmacht, der iſt davon beſeſſen. Selten noch habe 8 ich als Reporter ſo geſtaunt, was ſich aus einer doch äußerlich ſo geringfügigen Sache wie einer Frage über Brieftaubenzucht alles entwickelte. * —— ˖r§⁵ð——————%—] * elophan- Rollos eeer Schũtzen Sie ſnre Waren durch die lichtfilternden Verlangen Sle unverbindlich Angebot. Jede Größe, montagefertig, prompt lieferbar. H. Engelhard Machl., Mannheim, K 3, 10 Tapeten- und Teppichhaus— Kunststraße . „Es gehen natürlich auch Tauben verloren?“ ha⸗ ben wir zum Schluß noch gefragt. Ja, ſo ein Wetter wie jetzt, macht viel aus. Es kann aber auch ein Raubvogel ſchuld ſein. Ein Männchen kann heruntergedrückt werden, und wenn es dann zufällig einen neuen Schlag findet, iſt es leicht weg. Es iſt natürlich Pflicht, alle zufliegenden 2 Tauben zu melden, ſie haben Gummi⸗ und Metall- ring mit Kontrollnummern, und ihr Schlag kaunn jederzeit feſtgeſtellt werden. Mir iſt mal eine von 8 Paſſau nach Saarbrücken geflogen, die wurdͤe ſogar durch die Poſt gemeldet, erhielt zwei Tage Ruhe, und kam prompt hier wieder an. Die Heidelberger Berge ſind für viele ein ſchweres Schlußhindernis. Manche nehmen den Main für den Neckar als Richtſchnur und landen bei Frankfurt, Mainz, Offenbach. Sehr geſpannt ſind wir, ob unſere Tauben, die ſeit Jahren von Südoſten kommen, jetzt am 1. Auguſt beim Maſ. ſen⸗Einſatz auf der Olympia die Richtung finden werden. Wir ſind jedenfalls ſehr geſpannt.“ Möchte man da nicht mitwetten? Dr. Hr. Was kocht zie ſparſame Hausfrau? Montag: Gemüſeſuppe, gebackene Nudeln, Salat; abends: Kartofſelkratzete, Obſt oder Salat. Dienstag: Erbswurſtſuppe, Wirſing, Speck⸗ kartoffeln; abends: Heringe in Tomatentunke,(Kon⸗ ſerven), Kartoffeln. Mittwoch: Haferſuppe, Sülze Gutteln) im würzigen Beiguß, Kartofſeln; abends: Sauermilch, Kartoffeln. Donnerstag: Peterſilienſuppe, Gulaſch, Salz⸗ kartoffeln; abends: Rote Grütze mit Milch. Freitag: Geröſtete Griesſuppe, gekochter Fiſch, Kräutertunke, Kartoffeln; abends: Münſterkäſe oder Bibeliskäſe, Kartoffeln. Samstag: Grünkernküchlein, Salat; abends: Milchhafergrütze mit Heidelbeeren. Sonntag: Nudelſuppe, Sauerbraten, felbrei; abends: Gemiſchter Salat, Wurſt. Allerlei Rezepte Gnünkernküchlein: 300 Gramm Grün⸗ kernſchrot, 7 Liter Waſſer, drei trockene, eingeweichte Brötchen, Salz, eine feingeſchnittene gedämpfte Zwiebel, vier Eßlöffel ſein geſchnittene gedämpfte Peterſilie, ein Ei levt. 50 Gramm Spech), Weckmehl, Fett zum Backen. Kartoffelkratzete: Die wie zu Bratkar⸗ toffeln vorgerichteten Kartoffeln werden wie üblich, halb fertiggebraten. Dann gibt man einen einfachen, Kartof⸗ Mehl, Milch, etwas Salz), läßt alles anbraten und zerkratzt das Ganze. Meiſterprüfung im Gaſtſtättengewerbe. Die Reichsarbeitsgemeinſchaft für Berufserziehung im Gaſtſtättengewerbe gibt grundſätzlich bekannt, daß die Betriebsführereigenſchaft nicht zur Vorausſetzung hat, daß der Meiſtertitel im Gaſtſtättengewerbe er⸗ worben wird. Weiterhin ſei die Verleihung des Meiſtertitels ehrenhalber künftig nicht mehr mög⸗ lich. Ohne Rückſicht auf dieſe Bekanntmachungen ſtehe es jedem Betriebsführer im Gaſtſtättenge⸗ werbe frei, den Meiſtertitel dͤurch eine nach Richt⸗ Zeugen der fürchterlichen Heimſuchung unſerer Wut. * 8 Stadt. 3 BAIIEichb-SaE linien für den Küchenmeiſter, Serviermeiſter oder Büroleiter erfolgte Abſchlußprüfung zu erwerben. 1009725 PI0 Tob/, 20 F 4. Seite/ Nummer 326 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 18. Juli Sonntag, 19. Juli 1936 Sommerprogramm in der„Libelle“ Während draußen in den Straßen Mannheims die Temperatur zuſehends immer mehr auf afri⸗ kaniſche Grade klettert und eisgekühlte Getränke die einzige Labe zu ſein ſcheinen, ſchwingt man drinnen in der Kühle des„Libelle⸗Kabaretts“ das Tanzbein ſehr munter zu den flotten, elektriſieren⸗ den Klängen des ausgezeichneten Orcheſters Franz Ploners und läßt ſich im übrigen von den Dar⸗ bietungen angenehm unterhalten. Ein Mann mit vergnüglich zwinkernden Augen, der nach eigenem Geſtändnis ein Sohn unſerer Nachbarſtadt Frankfurt iſt, beſorgt mit Humor und vielen Verslein, die dem Publikum mächtigen Spaß bereiten, die Anſage. Willi Mehler heißt der Wackere, dem wir gerne beſtätigen, daß er ſeines Amtes mit Erfolg waltet.— Von Eva Dall⸗ meier iſt zu ſagen, daß ſie wieneriſch tanzt und ſingt.— Miß Hanni balanciert ſehr couragiert auf dem Drahtſeil und wird mit freundlichem Beifall bedacht.— Darauf legt man wieder ſeinen ſpa⸗ niſchen Tango oder Fox auf das Parkett und dann— ja, dann erſcheint— Salern, ein Zauberer mann⸗ heimiſcher Provenienz und was uns mit beſonderem Stolz erfüllt, von großer Klaſſe! Mit Karten, ſeidenen Tüchern und Fingerhüten blufft er uns auf Luſtigſte Art. Serviert allerhand Tricks, hinter deren Geheimnis wir wohl kaum kommen dürften. — Den Beſchluß des Programms und zugleich ſeinen „Elou aber bildet der Auftritt der Kuckartz⸗ Baſſo. Hinter dieſer Firma verbergen ſich eine mollig⸗ſtarke Frau und ein ebenſo muskulöſer „Mann. Blitzſchnell hebt es an, das ſenſationelle Iymnaſtiſche Spiel zu unſeren Köpfen, bei deſſen Anblick wir aus Furcht und Staunen nicht heraus⸗ kommen. Man ſchwebt am hohen Trapes, läßt ſich fallen und fangen, rotiert an den Zähnen mit Propellerſchnelle über dem Parkett und ſteht nachher auf der Bühne, ruhig lächelnd, als ſei das gar nichts geweſen. Was Wunder, wenn der Applaus losbricht und minutenlang donnert. Alles in allem: Ein unterhaltſamer Abend. CWI. Filmrunodſchan Alhambra:„Letzte Roſe“ Ern neuer Film aus einer alten Oper Das deutſche und ebenſo wohl das außerdeutſche „Filmſchaffen hat bis heute nicht viele Beiſpiele, die eine auch nur annähernd ſo glückliche Umſetzung theatraliſcher Werte auf der Leinwand zeigen, wie Hieſer Biloſtreiſen nach Motiven aus der Oper „Martha“. Der Spielleiter Karl Anton, der Buch⸗ verfaſſer Arthur Pohl und der muſikaliſche Bear⸗ beiter Profeſſor Clemens Schmalſtich haben da⸗ mit ein ungewöhnlich liebenswürdiges, künſtleriſch überzeugendes Filmwerk geſchaffen, das man in ſeiner heiteren Beſchwingtheit und ſeinem bildmäßi⸗ gen Reiz getroſt mit dem franzöſiſchen Meiſterfilm von den Klugen Frauen auf eine Stufe ſtellen kann. Dabei iſt es natürlich weit mehr die überaus male⸗ riſche, äußere Geſtaltung als der innere Gehalt, was zu dieſem Vergleiche lockt. Denn hatte in der derbſaftigen Geſchichte von den vlämiſchen Amazonen en Boom der Franzoſe Jacques Feyder die ganze Blüthaftigkeit und Fülle des niederländiſchen Hoch⸗ Päröck aus alten Bildern zu neüem Leben erweckt, ſo ſcheinen diesmal Landſchaft und Menſchen oft wie aus den Gemälden eines Gainsborough hergenom⸗ men, wobei dem Kameramann Herbert Körner für ſeine wunderbar ſtimmungsvollen photographiſch hervorragenden Durchblicke in alte engliſche Parks und Adelsſitze ein ganz beſonderes Lob. gebührt. Das ſehr anmutig und locker wiedergegebene Lie⸗ besſpiel rund um den„Markt zu Richmond“ aber atmet neben allem koloriſtiſchen Zauber des Ortes 4 1 1 4 Wie man ſich unnötigen Verdͤruß erſpart: Verdirb dir deinen Arlaub nicht! Von Kanarienvögeln, Fahrkarten und Ferienreiſen Mit der Ferienreiſe iſt das gar nicht ſo ein⸗ fach. Es iſt ja nicht damit getan, daß man die Wohnung hinter ſich läßt und zum Bahnhof wandelt, von Kind und Kegel und einigen Kof⸗ fern begleitet. So verfährt nur jemand, der ſeinem Urlaub nicht die Freude abgewinnen will, die er eigentlich haben müßte. Ein erfah⸗ rener, kluger, gewitzter Ferienreiſender verfährt anders: Er trifſt einige Vorbereitungen. Denn er will nach dem Wort leben:„Verdirb dir deinen Urlaub nicht!“ Willſt du alſo deinen Urlaub, deine Ferien wirk⸗ lich genießen, dann mußt du nicht erſt an dem Tag, an dem der Urlaub beginnt, anfangen, dir zu über⸗ legen, was du nun wohl in dieſen Tagen der Frei⸗ heit mit dir ſelbſt, mit deiner Frau und deinen Kin⸗ dern anfangen könnteſt. Das mußt du früher tun. Je früher du damit beginnſt, um ſo beſſer iſt es. Du machſt dir einen Plan, und nach dieſem Plan triffſt du dann auch alle deine Vorbereitungen. Denn es iſt ja klar, daß du dich anders einrichten mußt, wenn du an die See fahren willſt, als wenn du eine Fahrt in die Berge unter⸗ nähmeſt. Dein Gepäck wird ein anderes ſein, du wirſt andere Kleidung auswählen— denn man kann ſchließlich nicht in Strandſchuhen durch die bayeri⸗ ſchen Berge latſchen— und du wirſt zu dem einen Unternehmen deine Kinder mitnehmen können, zu dem anderen vielleicht nicht. Das ſind ſchon Dinge, die beizeiten überlegt ſein wollen. Aber noch anderes gehört dazu, wenn du deinen Urlaub fröhlich und ohne nachträglichen Aerger ver⸗ leben willſt. Ein ſorgſamer Hausvater, eine ſorgſame Hausfrau werden am Tage des Reiſebeginns nicht einfach aus der Wohnung fortlaufen, ſondern werden die Wohnung ſo einrichten, daß in der Abweſenheit kein Schaden für die eigenen vier Wände, die eigenen Möbel, das Haus und die übrigen Bewohner des Hauſes entſtehen kann. Dazu gehört die Sicherung der Fenſter und Türen gegen Sturm und gegen Einbruch, die Sicherung aller Waſſerhähne und der Gasleitung. Dazu ge⸗ hört aber auch, daß man für ſeine treuen Hausgenoſſen ſorgt, für den Hund, die Katze, den Wellenſittich, die Kakteenſammlung, den Roſen⸗ ſtock, und was ſonſt noch an Lebeweſen da ſein mag. Denn es iſt unerfreulich, im Urlaub vom Hauswirt ein Telegramm zu bekommen, in dem geſchrieben ſteht, daß durch einen offenſtehenden Waſſerhahn meterhoch Waſſer in der Wohnung ſteht, daß infolge der freundlichen Mitteilung„Wir ſind vier Wochen verreiſt!“ Einbrecher ſämtliche Wertgegenſtände aus der Wohnung getragen haben. Und genau ſo unerfreulich iſt es, bei der Rückkehr die ſorgſam gezüchteten Blumen vertrocknet vorzu⸗ finden und den Kanarienvogel tot in ſeinem Bauer zu ſehen. Ein klein wenig Umſicht und Nach⸗ denken vor der Reiſe, und ſolche Dinge können nicht geſchehen. Und wenn du dir dann ſogar noch deine Fahr⸗ karten einige Tage vor Antritt der Reiſe beſchaffſt and dich erkundigſt, um welche Zeit und von welchem Bahnſteig der für dich geeignete Zug abfährt, dann wirſt du auch am Tage der Abfahrt das Drängeln auf dem Bahnhof ſiegreich überſtehen. Dann wirſt du fröhlich in dem Zug fahren, den du dir aus⸗ gewählt hatteſt und der dich dann wirklich an das Ziel deiner Urlaubswünſche trägt. Und hier an⸗ gekommen, wirſt du auch leichteren Herzens ſein, wenn du dir rechtzeitig von Hauſe aus eine ge⸗ eignete Unterkunft beſchafft haſt.(Man kann das herrlich brieflich erledigen. Verkehrs⸗ ——9— und ähnliche Einrichtungen helfen dir gern ei. Dann biſt du da, brauchſt nichts mehr zu „organiſieren“, kannſt heiter und fröhlich deine Ferientage verbringen und brauchſt keinen Kummer zu haben, daß dir irgendͤwelche Dinge, die du nicht bedacht haſt, deinen Urlaub verderben. Denn wenn über dem 1. Mai das Wort ſtand:„Freut euch des Lebens“ und ihr ſeid alle wohlgefahren dabei, ſo laßt über euren freien Tagen des Jahres die Parole ſchweben: „Verdirb dir dͤeinen Urlaub nicht!“ Verdirb auch du ihn dir nicht. Dann wirſt du mit neuer Kraft an dein Tagewerk gehen. HH. K. und der Zeit auch die Innigkeit der Flotowſchen Muſik, wobei es erſtaunlich bleibt, bis zu welchem Maße hier einmal dieſe melodiöſe Durchſetzung or⸗ ganiſch dem Szenenablauf eingefügt iſt. Weder Helge Roswaenge als ein ſehr ſtattlicher Lyonel, noch Carla Spletter als herzerfriſchend natürliche Lady Harriet müſſen ihre Arien und Duette mach altem Opernbrauch unvermittelt in die Gegend hinein abſingen, wie dies auch ſonſt beim Tenorfilm leider Sitte iſt. Ebenſo finden ſich die Chöre ſtets in wohltuend ſinnvoller Umgebung, und nicht zuletzt läßt Fritz Kampers ſeinen liſt es wirklich ſein eigener?) gewaltigen Plumkett⸗Baß lediglich als ſonore Untermalung fröhlichen, trink⸗ feſten Treibens ertönen. Kurz und gut: dieſer Film iſt von Anfang bis Ende eine reine Augen⸗ und Ohrenweide. Ein künſtleriſcher Genuß und ein Vergnügen, das man ſich ſelbſt bei ſchönſtem Som⸗ merwetter nicht entgehen laſſen ſollte. Von der vortrefflichen Beſetzung nennen wir noch Hanna Ralphs, die ſympathiſche Königin,— Georg Alexander, den ſtolzen Ariſtokraten Lord ieeee, Fahrläſſiger Kraftfahrer von Mannheimer Schöffengericht verurteilt Acht Monate Gefängnis für den Arheber des Autounglücks in Neulußheim Das ſchwere Kraftwagenunglück, das ſich am Oſterſonntag auf der Kreuzung der Hauptſtraße Mannheim—Karlsruhe in Neulußheim ereig⸗ nete, ſand geſtern vor dem Schöffengericht ſein Nachſpiel. Angeklagt war der 35jährige A. Fraſch aus Pfullingen, der, an jenem Tage mit ſeiner Frau und ſeinen Eltern im Kraftwagen von Speyer nach „Wiesloch fahrend, mit einem Tempo von 30 Kilo⸗ meter in dem Augenblick in die Kreuzung hinein⸗ fuhr, als der von dem Sägewerksbeſitzer Wilhelm Deck von Durmersheim gelenkte Kraftwagen die Kreuzung ebenfalls mit 30 Kilometer durchzufahren im Begriffe war. Der Zuſammenſtoß der Vorder⸗ teile der beiden Wagen war ſo furchtbar, daß der Vater des Angeklagten, dem der Bruſtkorb einge⸗ drückt wurde, nach wenigen Stunden in der Klinik in Heidelberg ſtarb. Seine Mutter wurde ſchwer, ſeine Frau leichter verletzt. In dem anderen Wagen erlitt Frau Deck einen Nervenſchock, die Tochter wurde leicht verletzt, während eine weitere Inſaſſin einen Schlüſſelbein⸗ und einen Beckenbruch davon⸗ Aĩrug. Der durch den Tod ſeines Vaters ſchon ſchwer⸗ geprüfte Kraftwagenfahrer hatte ſich wegen fahr⸗ läſſiger Tötung und Körperverletzung in fünf Fällen, außerdem wegen Nichtbeachtung der Verkehrsvorſchriften zu verantworten. Er ſuchte heute darzutun, er habe wohl das Dreieck⸗ zeichen an der Kreuzung bemerkt, aber von Stutt⸗ gart her wiſſe er, daß es auch an zwei ſich kreuzen⸗ den Hauptverkehrsſtraßen ſtehe(2) und er habe an⸗ genommen, daß auch die Speyerer Straße eine Straße erſter Ordnung ſei. Trotzdem habe er ſein Tempo auf etwa 30 Km. gemäßigt. Deck gibt an, er habe ſein Tempo beim Anſichtigwerden der Kreuzung auf etwa 45 Km. geſtoppt, dann aber, als Vnentwes er das Auto bemerkte, auf unter 30 Km. Beim Zuſammenſtoß ſei ſein Auto noch eine Weile von dem anderen Auto mitgeriſſen worden, das ſchließ⸗ lich an eine Hauswand prallte. Die drei Mit⸗ fahrerinnen in den beiden Autos wurden als Zeu⸗ ginnen vernommen und vereidigt. Die Frau Fraſch ſagt, ſie habe, als ſie das andere Auto geſehen, ge⸗ ſagt:„Der fährt ja wie der Henker!“ Frau Deck und Frau Käſſinger ſind bis heute noch nicht völlig wiederhergeſtellt. Der Sachverſtändige ſieht die alleinige Schuld in der Handlungsweiſe des Ange⸗ klagten, der das Vorfahrtsrecht nicht beachtete, unter keinen Umſtänden aber auch nicht in dieſem von ihm ſelbſt angegebenen Tempo in die Kreuzung fahren durfte. Wäre er langſamer gefahren, dann hätte er noch auf der Kreuzung ſeinen Wagen nach rechts lenken und ſo den Zuſammenſtoß, wenn vielleicht auch nicht vermeiden, ſo doch mildern und die ſchweren Folgen abwenden können. Der Vertreter der Anklage verwies auf die äußerſt bedenkliche fortwährende Steigerung der Autounfälle, von denen der in Verhandlung ſtehende wohl der ſchwerſte ſei. Die Hauptſchuld des Angeklagten ſei klar erwieſen. Wenn alle Warnungen und die in der letzten Zeit ausgeſprochenen Strafen wegen Nichtbeachtung der Verkehrsvorſchriften in Höhe von 3, 4 und 5 Mona⸗ ten nichts helfen, ſo ſei es Aufgabe des Gerichts, die Unfallſeuche durch noch höhere Strafen zu be⸗ kämpfen. Er beantragte eine Gefängnisſtrafe von acht Monaten. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisſtraſe von acht Monaten und ſtützte ſich dabei auf das Gutachten des Sach⸗ berſtändigen. Der Angeklagte ſei als der alleinige Urheber des folgenſchweren Zuſammenſtoßes zu be⸗ trachten. Triſtan,— Eduard von Winterſtein, den treuen Berater der engliſchen Majeſtät,— und die reizende Grete Weiſer als Harriet⸗Marthas übermütige Geſpielin Nancy. Im Beiprogramm feſſelt ein Bildbericht über den Bau der Reichsautobahnen im Moorgebiet bei Bre⸗ men, und zu einem luſtig gezeichneten Märchentrick⸗ film vom„Geſtiefelten Kater“ härt man wieder ein⸗ mal nette Muſik unſeres Mannheimer Filmkompo⸗ niſten Fritz Wie nneis. Sport für jebermann Montag, 20. Juli „Allgemeine Körperſchule(Frauen und Männer): 19.80 bis 21.30 Uhr im Stadion, Spielfeld 1, 19.30 bis 21.30 Uhr Käfertal, Albrecht⸗Dürer⸗Schule. Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ chen): Jeweils 19.30 bis 21.30 Uhr Carin⸗Göring⸗Schule, R 2 und Dieſterwegſchule, Meerfeldſtraße. Deutſche Gymnaſtik(Frauen und Mädchen): 20 bis 21 Uhr Gymnaſtikſchule Goetheſtraße 8. Bei günſtiger Witte⸗ (Frauen rung Rennplatz Mannheim. Tennis 19.00—20.00 Uhr Tennisplatz Stadion. Boxen: Für Schüler ab 12 Fahre 19 bis 20 Uhr, ſür Anfänger und Fortgeſchrittene 20 bis 21.30 Uhr jeweils im Stadion, Gymnaſtikhalle. 20 bis 21.30 Uhr Jiu⸗Jitſu(Frauen und Männer): Stadion, Vorhalle der Gymnaſtikhalle. Schwimmen: 20 bis 21.30 Uhr Städtiſches Hallenbad Halle 2, nur Frauen. 18.00—19.30 Uhr Rheinbad Arnold, oberhalb der Rheinbrücke, Frauen und Männer. Rollſchuh(Frauen und Männer): 20 bis 21.30 Uhr Turnhalle U2⸗Schule. Reiten(Frouen und Männer): 19.00 bis 20.00 Uhr SS⸗Reithalle Schlachthof. und Männer): Dienstag, 21. Juli Schwimmen für Hausfrauen: 9 bis 10.30 Uhr Rheinban Arnold, oberhalb der Rheinbrücke. Allgemeine Körperſchule: 18 bis 20 Uhr Spielplatz am Planetarium, Frauen und Männer. 19.00—21.00 Uhr Stadion, Spielfeld 3, Frauen und Männer. 20.00 bis 21.30 Uhr Turnhallen der Seckenheimſchulen, Frauen und Män⸗ ner. Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ chen): Jeweils 19.30 bis 21.30 Uhr Turnhalle Wald⸗ hofſchule und Humboldtſchule, Gartenfeldſtraße. 20 bis 21.30 Uhr Mädchenberufsſchule, Weberſtraße. 21 bis 22.30 Uhr Liſelotteſchule, Colliniſtraße. Sportkurſe für Kriegsbeſchädigte: 20.30 bis 21.30 Uhr Feudenheimſchule. Deutſche Gymnaſtik(Frauen und Mäochen): 6 bis 7 Uhr vormittags Spielplatz Rennwieſe. Bewegungschor: Frauen und Männer.“ Uhr, Peſtalozziſchule, Karl⸗Ludwig⸗Straße. Volkstanz(Burſchen und Mädels): 19.30 bis 21.30 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗Beck⸗Straße. Kleinkindergymnaſtik: 15 Stadion. Schwimmen: 20 bis 21.30 Uhr Städtiſches Hallenbad Halle 3, nur Männer. Reiten(Frauen und Männer): 16 bis 19 Uhr SS⸗Reit⸗ halle Schlochthof. 4* Mittwoch, 22. Juli Tennis(Frauen und Männer):.30 bis.30 Uhr, 9 bis 10 Uhr, 18 bis 19 Uhr und 19 bis 20 Uhr jeweils Tennis⸗ platz am Friedrichsring. Schwimmen für Hausfrauen: 9 bis 10.30 Uhr Städti⸗ ſches Hallenbad, Halle 2. Frohe Morgenſtunde(Frauen und Männer):.15 bis .15 Uhr Stadion, Spielfeld 2. Nur Frauen: 9 bis 10 Uhr Stadion, Spielſeld 2. Frauen und Männer: 9 bis 11 Uhr Stadion, Spielfeld 2. Allgem. Körperſchule(Frauen und Männer): 17.30 bis 19.30 Uhr Albrecht⸗Dürerſchule, Käfertal, 19.30 83 Uhr Stadion, Hauptſpielſeld, und Turnhalle U⸗z⸗ Schule. 19.30—21.30 bis 16 Uhr Gymnaſtikhalle Wer wird Siegeſ in den Olympischen SBelen 0 in Berinꝰ Aus unserem Preisausschreiben bringen wir in der Scuntég-Abend- und NHontag-Früh-Ausgabe die 5. und leizie Preisirage. Wie wir bereits in unserer Ausgäbe vom 20./21. quni mitteilten, mũssen alle Einsendungen am 31. Juli in unserem Besiize sein. Bei Zusen- dungen mit der post ist der Post- stempel maßgebend. vordrucke mit den einzelnen Fragen sind in unserer Heupt-Geschäftsstelle àm Närlct 2u häben. Neue Näannheimer Zeitung Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ chen): 18.30 bis 19.30 Uhr und 19.30 bis 21.30 Uhr Liſelotte⸗ ſchule, Colliniſtraße. Jeweils 19.90 bis 21.30 Uhr Albrecht⸗ Dürer⸗Schule Käfertal, Wilhelm⸗Wundt⸗Schule Neckarau. Kleinkindergymnaſtik: 15 bis 16 und 16 bis 17 Uhr Gym⸗ naſtikſchule, Goetheſtraße 8. 14 bis 15 Uhr Frauenſchafts⸗ heim Waldhof⸗Gartenſtadt. 16 bis 17 Uhr Feudenheim⸗ ſchule. 3 Reichsſportabzeichen(nur Männer)? 18 dis 19.30 Uhr und 19.30 bis 21 Uhr Stadion, Hauptſpielfeld. Schwimmen:.30 bis 23 Uhr Städtiſches Hallenbad, Halle 1, Männer und Frauen. Reiten(Frauen und Männer): 20 bis 21 Uhr SS⸗Reit⸗ halle Schlachthof. 8 Was hören wir? Montag, 20. Juli Der Olympia⸗Weltſender bringt über den Reichsſender Stuttgart .00: Für alle Reichsſender: Muſik in der Frühe.— .30: Früh⸗Gymnaſtik.—.45: Für alle Reichsſender: Fortſetzung der Muſik in der Frühe.—.00: Alle Reichs⸗ ſender getrennt: Nachrichten des Drahtloſen Dienſtes.— .15: Für alle Reichsſender: Fortſetzung der Muſik in der Frühe.—.00: Für alle Reichsſender: Es ſpielen die Kapellen Ferdy Kauffmann und die Schwäbiſchen Dorf⸗ muſikanten.— 10.00: Vom Reichsſender Berlin: Unter⸗ NrS.K haltungsmuſik— 11.15: Nür für Deutſchlandſender: Deut⸗ ſcher Seewetterbericht.— 11.30: Fortſetzung der Unterhal⸗ tungsmuſik vom Reichsſender Berlin.— 12.00: Für alle Reichsſender: Funkſtille, anſchließend: Der Fackelſtaffel⸗ lauf Olympia— Berlin. Die Entzündung der Fackel am Zeusaltar zu Olympia. 12.30: Vom Reichsſender Berlin: Muſik am Mittag.— 13.45: Alle Reichsſender getrennt: Neueſte Nachrichten.— 14.00: Für alle Reichsſender außer Berlin: Allerlei von zwei bis dreil— 15.00: Für alle Reichsſender außer Berlin: Romantiſche Kammermuſik. 16.00: Für alle Reichsſender außer Berlin: Muſik am Nachmittag.— 17.00:. Für alle Reichsſender außer Ber⸗ lin: Im Zwei⸗ und Dreivierteltakt.— 18.30: Für alle Reichsſender außer Berlin: Willi Stech ſpielt neue Kla⸗ viermuſik.— 19.00: Für alle Reichsſender: Blasmuſik, da⸗ zwiſchen Hörberichte.— 19.45: Für alle Reichsſender außer Berlin: Deutſchland baut auf! Arbeitsdienſt ſchafft Volks⸗ vermögen.— 20.00: Für alle Reichsſender außer Berlin: Kurznachrichten des Drahtloſen Dienſtes.— 20.10: Für alle Reichsſender außer Berlin: Muſik muß Freude ſein! Ein großes Stechdichein von Muſik, Inſtrumenten und Künſtlern.— 22.00: Alle Reichsſender getrennt: Wetter⸗, Tages⸗ und Sportnachrichten.— 22.15: Für alle Reichsſen⸗ der außer Berlin: Vorolympiſche Streiflichter.— 2².307 Vom Reichsſender Berlin: Nachtmuſik. Sonntagsdienſt der Mannheimer Aerzte und Apotheken am Sonntag, 19. Juli Aerzte: Bei den jeweils angerufenen Aerzten wird Auskunft erteilt, welcher Arzt Sonntagsdienſt hat. Zahnärzte: Fr. Dr. Hoffmann, Große Mer⸗ szelſtraße 2, Tel. 439 84. Dentiſten: Hermann Simon, 82, 2, Tel. 216 04. Apotheken: Apotheke am Waſſerturm, P 7, 17, Tel. 283 83, Brückentor⸗Apotheke, U 1, 10, Tel. 227 97, Fortuna⸗Apotheke, Kronprinzenſtraße, Tel. 509 10, Hof⸗Apotheke, C 1, 4, Tel. 257 68, Keppler⸗Apotheke, Kepplerſtraße 41, Tel. 441 67, Luiſen⸗Apotheke, Luiſenring 23, Tel. 228 07, Neckar⸗Apotheke, Lang⸗ ſtraße 41, Tel. 527 25, Stephanien⸗Apotheke, Linden⸗ hof, Tel. 262 32, Marien⸗Apotheke, Neckarau, Markt⸗ platz, Tel. 484 03, Waldhof⸗Apotheke, Waldhof, Oppauer Straße 6, Tel. 594 79. Heily: F. Hch. Harzheim, U 6, 4, Tel. 254 12. Hinweis Ausſtellung„Die Ausſteuer“ in der ſtädtiſchen Kunſthalle. Am Sonntag, dem 19. Juli, iſt der letzte Tag der Ausſtellung„Die Ausſteuer“. Es iſt denjenigen, die bisher keine Gelegenheit hat⸗ ten, die Schau zu beſichtigen, nochmals die Möglich⸗ keit gegeben, dies nachzuholen. Die Ausſtellung, die einen außerordentlich lebhaften Anklang bei Pu⸗ blikum und Preſſe gefunden hat, wurde von weit über 20 000 Perſonen beſucht. te Liebe unc Treue für unser VolK und Vaterland: Werce Mitgliecd der NSV.! —— 0 4 2 9* 9 Neue Maunheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 5. Seite Nummer do Photo NW(5402) De⸗ ſtädtebauliche Bild um den Waſſerturm hat ſich im Laufe der letzten Jahre grundlegend gewan⸗ delt. Mit dem Umbau des Hauſes 0 7, 17 verſchwin⸗ det nun auch der letzte Reſt einer überwundenen Zeit, die ſich gerade in dieſer Stadtgegend oft in der weidlich mißverſtandenen Architektur der Gründer⸗ jahre ausſprach. Von der Heidelberger Straße, wie von der Kunſtſtraße her wandelte eines der alten Gebäude nach dem anderen ſein Geſicht, und wo früher großſprecheriſche Faſſaden auf den immer ſtärker werdenden Verkehr herunterblickten, entſtan⸗ den nach und nach anſtändig durchgeſtaltete Zweck⸗ bauten von klarer Gliederung. Mit der Schaffung einer neugegründeten Privat⸗ bank und einem den neuen Aufgaben des Hauſes ent⸗ ſprechenden durchgreifenden Umbau hat ſich nun die letzte Lücke geſchloſſen,— der ſchöne Schmuckplatz zur Rechten des Waſſerturmes bietet ein überraſchend ſtattliches und architektoniſch durchaus einheitliches Bild. Der vorzüglichen Außenwirkung des neugeſtalte⸗ ten Hauſes entſpricht auch oͤas Innere. Eine breite Treppe führt in die geräumige Schalterhalle, deren wohltuende Schlichtheit angenehm auffällt, während die klug durchdachte Aufteilung des Raumes zugleich raſcheſte Abwicklung des Geſchäftsverkehrs gewähr⸗ leiſtet. Daß der Bankherr und ſeine Gefolgſchaft ihr Unternehmen ganz im Sinne der neuen Zeit zu führen gedenken, mag ſinnbildlich wohl am treffend⸗ ſten durch die Führerbüſte ausgedrückt ſein, die in der ſtilvoll ausgeſtatteten, mit Grün und Blumen geſchmückten Vorhalle Aufſtellung gefunden hat. Be⸗ Nennheims neues Bankhaus am Wasserturm ſonders intereſſant iſt es, daß zur raſcheren Aus⸗ trocknung der Mauerputz⸗ und Rabitzarbeiten hier auch das ſogenannte Luftumwälzverſahren mit kohlenſäurehaltigen Gaſen angewendet wurde. Dieſe in drei Tag⸗ und Nachtſchichten durchgeführte Arbeit— ein höchſt bemerkenswerter Erſatz für das berüchtigte„Trockenwohnen“— hat die Fertigſtel⸗ lung und Beziehbarkeit der neuen Räume erheblich beſchleunigt. Aber ein Bankhaus muß ſeinen Kun⸗ den ja vor allen Dingen Sicherheit bieten können; deshalb iſt für die erhofften guten Beziehungen zum Publikum vielleicht noch wichtiger, was man„hinter den Kuliſſen“ der verglaſten Schalter zu ſehen be⸗ kommt. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß der Feuer⸗ und Einbruchsſicherheit mit allen techniſchen Errungen⸗ ſchaften Rechnung getragen wurde. Und den Mann⸗ heimer Handwerkern gereicht es zur beſonderen Ehre, wie muſtergültig ſie die keineswegs alltägliche Aufgabe der Ausſtattung eines ſolchen Bankhauſes gemeiſtert haben. Betrachten wir nur einmal die Sicherheitsanlagen rund um den Kaſſierer, auf den es die Wildweſtbankräuber ja bekanntlich beſonders gern abgeſehen haben. Er kann in Ruhe ſeines Amtes walten, denn im Falle der Gefahr vermag das Geld mit Blitzesſchnelle in einer diebſtahlſicheren Verſenkung untergebracht zu werden. Gleichzeitig mit dem wie durch Zauherei erfolgten Verſchwinden des begehrten Mammons ſchließen ſich alle Türen im Innern, auch der Haupteingang fällt ins Schloß, und eine Sirene heult auf. Nun bleibt nichts anderes übrig, als auf das Ueberfallkommando zu warten. Nächſt dͤer Kaſſe iſt wohl der Treſor als An⸗ griffspunkt am meiſten geſchätzt. Aber auch hier dürften die Herren Diebe wenig Glück haben, denn dieſe moderne Feſtung des Geldes iſt völlig unein⸗ nehmbar. Die Tür allein wiegt 100 Zentner. Sie hat keine Schlüſſel, ſondern kann nur von den we⸗ nigen eingeweihten Perſonen, die mit der Treſor⸗ verwaltung betraut ſind, nach einem überaus ver⸗ zwickten Syſtem geöffnet werden. Selbſtverſtänd⸗ lich ſteht ͤer Treſorblock auch nach allen Seiten hin frei, ſo daß er bei jedem Kontrollgang genau über⸗ prüft werden kann. Ebenſo ſind die Safes nach den modernſten Erfahrungen deutſcher Banktechnik aus⸗ gebaut, wobei es eine beſonders hübſche Geſte an ihre Behüter iſt, daß jeder einzelne ſich ſeine Schlüſ⸗ ſel ſelbſt auswählen darf. Volkswirtſchaftlich betrachtet, kann es als ein be⸗ ſonders erfreuliches Zeichen der Zeit gewertet wer⸗ den, daß gerade in einer Stadt wie Mannheim, mit ihren vielſeitigen Bindungen zwiſchen Handel, In⸗ duſtrie und Bankgewerbe neben den Großunter⸗ nehmungen nun auch wieder eine Privatbank ſich in den Geſchäftsgang einſchaltet, um vor allem dem mittelſtändiſchen Gewerbe in der Ausführung aller bankmäßigen Geſchäfte zur Seite zu ſtehen. Zieht man in Betracht, daß gerade dem Eigenunternehmer, der nicht nur als beamteter Sachwalter eines Groß⸗ betriebes mit den ebenfalls beamteten Sachwaltern der Großbank zu verhandeln hat, eine durchaus perſönliche Wahrnehmung ſeiner Vermögensinter⸗ eſſen vielfach beſonders erwünſcht iſt, ſo kann man die neue Bank geradezu als wirtſchaftliche Notwen⸗ digkeit bezeichnen. Es kommt dabei heute vielleicht mehr noch als früher, nicht einmal ſo ſehr auf den Umfang der Vermögensſubſtanz an, ſondern allein ſchon die für jeden Geſchäftsmann erforderliche Be⸗ herrſchung aller Beſtimmungen im Geldͤverkehr läßt eine Uebertragung ſeiner Sorgen um Deviſenbe⸗ wirtſchaftung bei Außenhandelsbeziehungen und ähnliches an den Fachmann vwielſach als ſehr geraten erſcheinen. Mannheim iſt alſo mit dieſer Neugründung nicht nur um ein ſchönes, modernes Haus reicher gewor⸗ den,— das Stadtbild hat nicht nur an entſcheiden⸗ der Stelle ſeine letzte Rundung erfahren, ſondern darüber hinaus darf die neue Bank auch für ſich in Anſpruch nehmen, dem fortſchrittlichen Geiſte der Rhein⸗Neckar⸗Stadt und ihrer Wirtſchaft zu ent⸗ ſprechen. Vom Mannheimer Baumarkt Ernſt Braun, Hochuferſtr. 74, Wohnhaus, Sieb⸗ ſeeweg 33. Guſtav Walter, Friedrichſtr. 22, Wohn⸗ haus, Neu⸗Herrnsheim⸗Siedlung. Emil Schuetz, Windeckſtr. 31, Wohnhaus, Schlageterſtraße. Kurt Müller, Burgſtr. 44, Wohnhaus, Schlageterſtraße. Heinrich Nuß, Meerfeloͤſtr. 38, Wohnhaus, Schla⸗ geterſtraße. Johann Bauer, Speyerer Str. 21, Wohn⸗ häus, Schlageterſtraße. Agop Agoſian, Spelzenſtr. 15, Wohnhaus, Schlageterſtraße. Hans Gätjens, Rahn⸗ felsſtr. 9, Wohnhaus, Ortenauſtr. 7 u. 9. Fritz Krei⸗ ner, Obere Riedſtr. 76, Wohnhaus, Hinterer Ried⸗ weg 151. Chriſtian Ritter, Augartenſtr. 91, Wohn⸗ haus, Neu⸗Herrnsheim. Ernſt Meffert, Langerötter⸗ ſtraße 83, Wohnhaus, Karl⸗Benz⸗Str. 122. Oskar Korn, Windeckſtr. 77, Wohnhaus, Neckargrün. Adolf Kranz, O 7, 12, Wohnhaus, Franz⸗Siegel⸗Str. 3. Ge⸗ ſchwiſter Orth, Friedrichſtr. 21, Wohnhaus, Roſen⸗ ſtraße 31. Emil Leuchtweis, Sandhofer Str. 9, Wohn⸗ haus, Graudenzer Linie. Eduaxd Hofweber, Guten⸗ bergſtr. 20, Wohnhaus, Maximilianſtr. 1. Martin Binninger, Zeppelinſtr. 45, Wohnhaus, Zeppelin⸗ ſtraße 14. Euſtachius Hepp, Schwetzinger Str. 93, Wohnhaus, Sonderburger Str. 12. Ida Dahms, Germaniaſtraße, Neubau, Robert⸗ Blum⸗Straße. Michael Moninger, Max⸗Joſ.⸗Str. 29, Neubau, Siegſtr. 5. Nik. Georgi, Neuſtadter Str. 15, Edenkobener Str. 18. Karl Becker, Weylſtr. 22, Neu⸗ bau, Edenkobener Str. 16. Strebelwerk, Diffenéſtr. Nr. 24, Neubau, Diſſenéſtr. 24. Wilh. Engelhardt, Graßmannſtr. 3, Neubau, Graßmannſtr. 3. Jakob Becker, Glasſtr. 1, Neubau, Waſſerwerkſtr. 15. Kon⸗ rad Wimmer, Pfalzplatz 14, Neubau, Robert⸗Blum⸗ Straße. Matthias Stuhlfelder, Viehhofſtr. 2, Neu⸗ bau, Niederfeldſtr. 57. Hans König, Schwarzwald⸗ ſtraße 4, Neubau, Niederfeldſtr. 55. Val. Bohrmann, Paulusbergſtr. 24, Neubau, Wallſtadter Straße 65. Erwin Veith, Meerlachſtr. 42, Neubau, Meerfeld⸗ ſtr. 26. O. Feſenmeyer, Schwarzwaloſtr. 63, Neubau, Im Lohr 27. Otto Sinther, Heckerſtr. 33, Neubau, Paul⸗Billet⸗Straße 8. Ewald Martus, Neckarauer Str. 24, Neubau, Paul⸗Billet⸗Str. 4. Joſef Käufel, Stefanienufer 3, Neubau, Paul Billet⸗Str. 10. Willi Riſterer, Windeckſtr. 3, Neubau, Karl⸗Traub⸗Str. 7. Chriſtian Biſſinger, Friedrichsfelder Str., Neuban, Friedrichſtr. 28. Wilhelm Seilheimer, Untere Ried⸗ ſtraße 54, Neubau, Sonderburger Str. 30. Adam Annamaier, Spelzenſtr. 5, Wohnhaus, Karl⸗Benz⸗Str. 106. Süddeutſche Kabelwerke, In⸗ duſtrieſtr., Halle, Induſtrieſtr. Adolf Krauſe, Meer⸗ wieſenſtr. 9, Wohnhaus, Hoferſtr. 1. Emma Seil⸗ nacht, Mülhauſer Str. 9, Wohnhaus, Hugenotten⸗ ſtraße. Georg Engelhorn, Werderſtr. 55, Wohnhaus, Werderſtr. 49a. Paul Leiſer, Kriegerſtr. 286a, Wohn⸗ haus, Graudenzer Linie. Georg Mayer, Meermann⸗ ſtraße 8, Wohnhaus, Karl⸗Benz⸗Str. 124. Karl Kolb, Konitzer Weg 2, Wohnhaus, Kattowitzer Zeile. Ernſt Hofmann, Bunter Weg 16, Wohnhaus, Bunter Weg 16. Wilhelm Egner, Weiherſtr. 4, Wohnhaus, Zie⸗ thenſtr. 104. Franz Döpfer, Rüdesheimer Stx., Wohnhaus, Diedesfelder Straße. Anton Englert, Rüdesheimer Str., Wohnhaus, Diedesfelder Str. Ludwig Sattler, Pfalzplatz 1, Wohnhaus, Ro⸗ bert⸗Blum⸗Str. 25. Karl Jung, Landteilſtr. 10, Wohnhaus, Höferſtr. 25. Amalie Woehner, Ludwigs⸗ hafen, Holbeinſtr. 17, Wohnhaus, Im Lohr. Olga Küpper, Streuberſtr. 38, Wohnhaus, Im Lohr. Eli⸗ ſabeth Dörr, U. 4, 11, Wohnhaus, Laubenheimer⸗ Str. 23. Alfred Meier, Schulſtr. 45, Wohnhaus, Friedrichſtr. 69. Jakob Götzelmann, Mittelſtr. 121, Wohnhaus, Langer Schlag. Georg Stemmer, H 7, 21, Wohnhaus, Petersauerſtr. 21. Alois Spannagel, Frankfurter Straße, Wohnhaus, Levpkojenweg. Hein⸗ rich Born, Räthelſtr. 9, Wohnhaus, Paul⸗Martin⸗ Ufer. Rudolf Schuchardt, Richard⸗Wagner⸗Str. 82, Wohnhaus, Ludwig⸗Richter⸗Straße. Philipp Lieb⸗ lein, Spinnereiſtr. 65, Wohnhaus, Spinnereiſtr. 65. Georg Fickert, Spinnereiſtr. 12, Wohnhaus, Spin⸗ nereiſtr. 12. Dr. Richard Keller, Richard⸗Wagner⸗ Straße 17, Wohnhaus, Meerwieſenſtr. 35. Auguſt Aörian, Kronprinzenſtr. 15, Wohnhaus, Moſelſtr. 20. Heinrich Schork, Dürkheimer Str. 6, Wohnhaus, Moſelſtr. 18. afcrs BENSEl.& Co./ BANK Nach vollendetem vollständigen Umbau haben wir im Hause 0 7, 17 Kredit-, ein Sankgeschäft in der Form einer Kommandit-Gesellschaft eröffnet. FEENSPEECHFR: Städtgespräche: 250 5/52 Ferngespräche: 250 56 SBensel& Co. oi u Unsere Firmò betreibt sämtliche Geschäfte von Kredit- instituten und ist àis Devisenbané zugelessen. 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In ſeine Amtszeit fällt die im Jahre 1934 erfolgte Einführung des automatiſchen Fernſprechbetriebes in Heidelberg. Oberpoſtrat Schumacher, der den Weltkrieg als Batterieführer mitmachte, war Inhaber des Eiſernen Kreuzes 1. Kl. ſowie verſchiedener Kriegsauszeichnungen. Die Flucht aus dem Leben *Altneudorf(Amt Heidelberg), 18. Juli. Ober⸗ halb des Eisbrünnles wurde ein in den zwanziger Jahren ſtehender Mann erhängt aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, daß es ſich hei dem Toten um einen bei einem Landwirt in Leuters⸗ hauſen bedienſtet geweſenen jungen Mann handelt, der ſich am vergangenen Sonntag von dort ent⸗ ſernt hatte. Der Grund zur Tat iſt unbekannt. * * Bruchſal, 18. Juli. Eine in den boer Jahren ſtehende Ghefrau wurde vormittags in ihrem neuerſtellten Heim erhängt aufgefunden. Die Bedauernswerte ſcheint die Tat in geiſtiger Um⸗ nachtung ausgeführt zu haben. Schwerer Verkehrsunfall im Murgtal Zwei Schwerverletzte Forbach, 17. Juli. Am Donnerstagnachmittag ſtieß im Atraſſentunnel zwiſchen Langenbrand und Gausbach ein Pfälzer Omnibus mit einem Laſtkraftzug zuſammen. Beide Fahrzeuge wa⸗ ren ſo feſt ineinandergekeilt, daß der Verkehr auf der ſtark befahrenen Lanoͤſtraße mehrere Stunden FEPFPPPPP—————— Dreiviertel geſchenkt! 90% i 75 Prozent Ermäßigung auf die Sonderzüge zur Ausſtellung„Deutſchland“ und zür Beſichtigung des Reichsſportſeldes, 24. bis 27. Juli. Anmeldung lauch für Nichtmitglieder) bei den Ortsgruppen der Partei. Fahrt, Unterkunft, Eintrittsgelder koſten zuſammen nicht mehr wie 25 Mark.— Letzter Termin zur Anmel⸗ dung: 20. Jnli. ——PPP————————— lang geſperrt war. Sowohl der Omnibus wie auch der Motorwagen des Laſtkraftzuges wurden ſchwer beſchädigt und mußten abgeſchleppt werden. Men⸗ ſchenleben forderte der Zufammenſtoß keines, jedoch erlitten zwei Perſonen ſchwere Verletzungen. Bei den Verunglückten handelt es ſich um zwei Hollän⸗ der, die bei Verwandten zu Beſuch weilten. Vorbildliche Zuſammenarbeit mit der Preſſe Regelmäßige Beſprechungen in Baden⸗Baden „ Baben⸗Baden, 18. Juli. Oberbürgermeiſter Schwedhelm hat dieſer Tage die örtliche Preſſe zu einer Beſprechung eingeladen, in der er mitteilte, daß in Zukunft regelmäßige Preſſebeſprechungen ſtattfinden ſollen, in de⸗ nen er oder die einzelnen Abteilungsleiter die hie⸗ ſigen Schriftleiter über alle wichtigen Probleme und ſpruchreiſen Pläne der Stadtverwaltung unterrich⸗ ten ſollen, damit die Preſſe in die Lage verſetzt wird, die Bevölkerung über alle gemeindepolitiſchen Fra⸗ gen aufzuklären und von ſich aus zu wichtigen Din⸗ gen Stellung zu nehmen. Täglich neue Waſſermaſſen Vorläufig weiteres Anſteigen des Rheines bei Waldshut * Waldshut, 18. Juli. Infolge der anhaltenden ſtarken Regenfälle iſt der Rheinpegel bei Waldshut um mehr als einen Meter geſtiegen und hat damit die Hochwaſſergrenze bedeutend überſchritten. Vor allem die bei Waldshut in den Rhein fließende Aare und der z. T. überflutende Bodenſee führen dem Rhein täglich neue Waſſermaſſen zu, ſo daß vorläufig noch mit einem weiteren Anſteigen des Rheins zu rechnen iſt. 15jähriger Funge rettet 30 jährige aus den Fluten * Bad Kreuzuach, 18. Juli. Oberhalb der hiſto⸗ riſchen Brückenhäuſer ſprang am Donnerstagmorgen eine etwa 30jährige unverheiratete Frau aus Bad Kreuznach von den Anlagen aus in die Nahe. Die Lebensmüde wurde von Paſſanten und Arbeitern einer Seilerei bemerkt, die verſuchten, ihr einen Rettungsring zuzuwerfen. Der 15jährige Erhard Braun aus Rockenau ſprang kurz entſchloſſen ins Waſſer und konnte die bereits bewußtloſe Frau faſſen und ſie unter Einſatz ſeines eigenen Lebens nach ſchwerſten Anſtrengungen ans Ufer bringen. Wiederbelebungsperſuche hatten Erfolg. Die Frau, die Nervenkrankheit zu ihrer Verzweiflungstat trieb, wurde in ein Krankenhaus gebracht. des Badewaſſers unterbunden iſt. AAgeschnitten Durchaus nicht! In unſeren Zeltlagern, die die He in ganz Baden durchführt, iſt für alles geſorgt! So wird beiſpielsweiſe in dem diesjährigen Süd⸗ weſtmarklager bei Offenburg(26. Juli bis 16. Aug.) täglich für neue Zeitungen geſorgt. Viele Zeitungsverlage ſenden an das Südweſtmarklager eine Anzahl Exemplare, die nach geographiſcher Herkunft der einzelnen Jungen in die Zelte ver⸗ teilt werden. So kann jeder die Preſſe ſeines Hei⸗ matortes leſen und bleibt in allen politiſchen Din⸗ gen auf dem Laufenden.— Im Südweſtmarklager Neue Mannheimer Zeitung Sonntags⸗Ausgabe o aller Melt? ſind zudem Rundfunkgeräte mit Großlautſprechern aufgeſtellt, und wichtige Ereigniſſe werden über⸗ tragen. Auch Sie werden von Zeit zu Zeit wiederum in der Preſſe etwas über den Verlauf des Lagers zu leſen bekommen, ſodaß Sie auch über uns auf dem Laufenden ſind. Zudem ſind Rundfunkübertragun⸗ gen aus dem Lager vorgeſehen. Und dennoch bitten wir Sie, falls es Ihnen möglich iſt, das Südweſt⸗ marklager oder eines der anderen Lager in Baden zu beſuchen. Ein Werk nationalſozialiſtiſcher Opferbereitſchaſt Schriesheim hat ein Schwimmbad Heute Ersſinung mit waſſerſportlichen Darbietungen und einem Vollsſeſt Die meiſten Orte an der Bergſtraße haben ſich in den letzten Jahren gründlich gewandelt. Sie traten aus der ländlichen Abgeſchloſſenheit hervor, brachten den Forderungen der Zeit weitgehendes Verſtändnis entgegen und räumten der ſportlichen Betätigung ein breites Feld ein. Eine Tatſache, die man überall feſtſtellen kann und die vorwiegend dem Fremdenverkehr von Nutzen iſt. Zumeiſt iſt dort der Gemeindeetat jedoch nur ſo beſchaffen, daß mancher, ſchon lange Jahre gehegte Wunſch, immer wieder verſchoben werden muß. Iſt aber eine Ge⸗ meinde opferwillig, dann können auch ſolche Wün⸗ ſche ihre Verwirklichung finden. Ein gutes Beiſpiel hierfür iſt die Gemeinde Schriesheim, die ſich in echt nationalſozialiſtiſcher Opferwilligkeit ein Schwimmbad geſchaffen hat, das geradezu muſtergültig iſt. Das neue Schwimmbad Etwa, 2½ Kilometer öſtlich von Schriesheim, an der Straße Schriesheimer Hof—Wilhelmsfeld erwei⸗ tert ſich das Tal zu einem Gelände von über 100 Ar, auf dem das neue Schwimmbad erſtellt werden konnte. Widrige Oſt⸗ und Weſtwinde werden durch die Berge abgehalten, aber trotzdem iſt das Tal breit und offen genug, daß das Badegelände von morgens bis abends voller Sonne iſt. Kommt man von Schriesheim, ſo ſieht man zu⸗ erſt ein in mattem Gelb gehaltenes Badege⸗ bäude, in dem zu ebener Erde die Wechſelkabinen für Männer und Frauen untergebracht ſind. Da⸗ neben iſt ein 64 Quadratmeter großer Erfriſchungs⸗ raum, in dem man, mit Ausnahme von alkoholi⸗ ſchen Getränken, alles haben kann. Im Eroͤgeſchoß ſind die offenen Kleiderablagen, einige Kühlräume und die Maſchinen eingebaut. Vor dieſem Gebäude liegt das Schwimmbad. Für die Erwachſenen wurde ein Becken von 50 Meter Länge und 18 Meter Breite errichtet. Dasſelbe hat ein Gefälle von 1 bis 3 Meter, ſo daß es allen waſſerſportlichen Anforderungen genügt. Um das ganze Becken herum iſt eine 1/40 Meter breite Fußwaſchrinne angebracht, durch die jeder Ba⸗ dende hindurch muß und ſomit jede Beſchmutzung Der Säuberung dienen zwei Abſeifbecken, außerdem noch eine Duſche, unter der allerdings nicht geſeift werden darf. Zum kommenden Frühjahr ſoll noch ein Sprungturm mit Sprungbrett errichtet werden. Etwas weiter im Hintergrund liegt das Planſchbecken für die Jugend. Es iſt 18 mal 8 Meter und hat eine Waſſertiefe zwiſchen 30 und 60 Zentimeter. Der Erbauer des Bades iſt Proſeſſor Schmitt von der Techniſchen Hochſchule in Karlsruhe, ein Spezialiſt auf dieſem Gebiete. Das Bad wird nach einem beſonderen Verfahren bewäſſert. Bachwaſſer als Badewaſſer wäre nicht nur zu kalt, ſondern es wäre auch bei dieſer mengenmäßigen Anſammlung von Waſſer hygieniſch nicht einwandfrei und müßte oft gewechſelt werden. Durch obiges Verfahren wird das Waſſer, das aus der Pappelbach und aus der Kanzelbach entnommen wird, mit einer chemi⸗ ſchen Subſtanz durchſetzt, ſo daß allen im Waſſer enthaltenen Algen jeglicher Nährſtoff entzogen wird und ſie dadurch abſterben. Das Waſſer iſt rein und man kann auch beim ſtärkſten Badebetrieb bis auf den Grund des Beckens ſehen. Im Bedarfsfalle kann man aus einem Behälter, der 90 ebm. reines Waſſer enthält, den Tiefſtand des Beckens ausglei⸗ chen, ohne daß es die Badenden merken. Um aber noch ein Uebriges zu tun, wird das Waſſer durch eine Quarzkies⸗Filteranlage gepreßt, ſo daß das Bad abſolut einwandfrei iſt. 3 Große Grasflächen dienen als Liegeraſen für Sonnenbäber. Das Ganze wird von einem lebenden Zaun aus Tannenbäumchen eingefaßt, der allerdings erſt noch wachſen muß. Eine erhöhte Fläche gilt als Zuſchauertribüne. Eine ganze Gemeinde am Bau Die Planierungsarbeiten wurden im freiwilligen Gemeindedienſt von Schriesheimer Bürgern ausge⸗ führt. Aber auch die Arbeiter der ausführenden Mannheimer Baufirma, die mit wenigen Ausnah⸗ men Schriesheimer ſind, arbeiteten täglich aus Freude am Werk und aus Lokalpatriotismus eine bis oͤrei Stunden freiwillig nach Feierabend, um die Fertigſtellung zu beſchleunigen und der Ge⸗ meinde finanzielle Erſparniſſe zu machen. Durch dieſe vorbildliche Einſatz⸗ und Opferbereitſchaft wur⸗ den über 4000 RM erſpart. Weiterhin ſteuerten die Geſchäfte und Lieferfirmen zur Finanzierung in der Art bei, daß ſie alle Lieferungen zum Selbſtkoſten⸗ und Selbſtherſtellungspreis abgaben. So wurde das Schriesheimer Schwim m⸗ bad tatſächlich ein Bad der ganzen Ge⸗ meinde, zu dem jeder, der ſeine engere Heimat lieb hat und der Volksgeſundheit dienen will, ſein Schärflein auf die beſtmöglichſte Art beiſteuerte. Heute Eröffnung und Volksfeſt Die eigentliche Einweihungsfeier findet erſt im kommenden Jahre ſtatt. Am heutigen Sonn⸗ tag wird das Bad jedoch in Betrieb genommen und es wird ſich ſicherlich viele Freunde erwerben. Denn ein ſo idylliſch gelegenes und in ſeiner Ein⸗ fachheit doch überaus vornehm wirkendes Schwimm⸗ bad findet man ſo ſchnell nicht wieder. Ein im Ent⸗ ſtehen begriffener Parkplatz für 100 Autos und ein geräumiger Abſtellplatz für Fahrräder, weiſen darauf hin, daß die Badeverwaltung auf einen ſtarken Beſuch aus der Umgebung rechnet. Die seutige Eröffnung wird mit einem Volks⸗ geſt hegangen, und einem Schau⸗ und Wett⸗ ſchwimmen wobei die Schwimmriege des Turn⸗ vereins 1846 Mannheim, Schwimmverein Mann⸗ heim und„Nikar“ Heidelberg um den Sieg kämpfen werden.— * Edenkoben, 18. Juli. Der 10 Jahre alte Buchbinder Emil Wildgruber aus München, der am Sonntagvormittag auf der Staatsſtraße nach Venningen mit ſeinem Fahrrad auf einen Kraft⸗ wagen aufgefahren war, iſt im Krankenhaus Lud⸗ wigsſtift ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen. 2 Samstag, 18. Juli/ Sonntag, 19. Juli 1996 Aus der Pfalz Froher Feierabend im Hindenburgyark H. Lubwigshafen, 18. Juli. Der erſte warme und wolkenloſe Sommerabend nach ſo viel Tagen mit unzeitgemäßem Aprilwetter brachte der. Koͤ. den erfreulichen Anblick wieder vollbeſetzter Stuhlreihen und den Hörern einen nicht alltäglichen Ohren⸗ ſchmaus. Im Mittelpunkt ſtand die bekannte hei⸗ miſche Konzertſängerin Frau Liſl Ficker⸗Daniel. Ihren hochkultivierten ſympathiſchen Koloratur⸗ Sopran ſtellte ſie in den Dienſt einer ebenſo eigen⸗ artigen wie feſſelnden Vortragsfolge: durchweg Vogel⸗Lieder(Humperdincks„Lerche“, Tautberts „Vogel im Walde“ und Alabieffs ſchluchzende„Nach⸗ tigall“) im erſten Teil, Abts effektvoller„Kuckuck“ mit der hübſchen Imitation der menſchlichen Stimme in der Klavierbegleitung. Die andere Freude dieſes Abends war ein Gaſtſpiel der gutgeſchulten„Aurora“ unter Leo Schatts ſtraffer Leitung. Beſonders er⸗ wähnenswert Siegls„Ein Brotlaib“ nach Richard Billingers Worten, ein Werk, mit dem der Männer⸗ chor ſchon in ſeinem letzten großen Konzert im Pfalzbau beachtlichen Erfolg erzielte. Der Muſikzug der 10. SS⸗Standarte unter Muſikzugführer Fritz Meißner bonnte wegen bloßer Bläſer⸗Beſetzung die Begleitung der„Dorfſchwalben“ von Joſef Strauß leider nicht übernehmen; die Sängerin hätte andern⸗ falls mit dem vielfarbigen Hintergrund der Orcheſter⸗ begleitung ganz großen Erfolg ſich geſichert. Dafür umrahmte der Muſikzug die vokalen Darbietungen mit Ouvertüren, Märſchen und Potpourris, bie ſämtlich mit freundlichem Beifall aufgenommen wurden. Wegen fahrläſſiger Tötung verurteilt * Frankenthal, 17. Juli. Vor dem Schöffenge⸗ richt ſtand der 33jährige Otto Naumann unter der Anklage der fahrläſſigen Tötung. Am 12. Mai unternahm er mit drei weiteren Perſonen eine Fahrt nach Wachenheim. Als abends gegen 6 Uhr wieder aufgebrochen wurde, fuhr Naumann nach Bad Dürkheim. In der Linkskurve kurz vor der Stadtgrenze kamen zwei Perſonenwagen entgegen. Naumann wich nach rechts aus und kam auf die Ra⸗ ſenbank, die von zwei Radfahrern befahren wurde. Die eine Radfahrerin, Eliſe Freudenberger aus Bad Dürkheim wurde dabei vom rechten norderen Kotflügel erfaßt und umge⸗ ſtoßten““ Sie ſchlug mit dem Kopf gegen die Wind⸗ ſchutzſcheibe des Kraftwagens und wurde 10 Meter nach der erſten Anſtoßſtelle auf die Fahrbahn ge⸗ ſchleudert. An dem erlittenen Schädelbruch verſtarb ſie kurze Zeit darauf. In der Hauptverhandlung ergab ſich, daß in der Linkskurve die Straßenbeſchaffenheit beſondere Tük⸗ ken aufweiſt, oͤie von dem Angeklagten jedoch be⸗ merkt wurden. Er wendete trotzdem keine erhöhte Vorſicht an und verſchuldete fahrläſſiger Weiſe den Tod eines Menſchen. Der Anklagevertreter bean⸗ tragte ſieben Monate Gefängnis. Das Schöffenge⸗ richt erkannte auf fünf Monate Gefängnis und rechnete die ſeit 13. Mai dauernde Unterſuchungs⸗ haft mit zwei Monaten an. aufgehoben. Der Haftbefehl wurde Nationaltheater:„Der blaue Hein⸗ rich“, muſikaliſcher Schwank von Corzilius, Miete G, 20 Uhr. ſöln⸗Düſſeldorfer Rheinfahrten: 7 Uhr Mainz— Wiesbaden⸗Biebrich— Rüdesheim— Aßmannshauſen und zurück; 14.25 Uhr Speyer— Ger⸗ mersheim und zurück; 19.45 Uhr Abendfahrt Worms und zurück. Flugplatz: 9 bis 20 Uhr Rundflüge über Mannheim. 7 bis 20 Uhr ſtündlich auf Rhein und eckar. 4 Tennisplätze am Friedrichsring— Tennis⸗Club Mannheim: Internationales Tennis⸗Turnier. Friedrichspark: Städtekampf im Karlsruhe, 20 Uhr. 4 Kleinkunſtbühne Libelle: 20 Uhr Kaborett⸗Programm. Tanz: alaſthotel, Kabarett Libelle, Flughafen⸗Koſino, Friedrichspark. Waldparkreſtaurant: 15 bis 24 Uhr Konzert und Tanz., Roſarinm: Geöffnet von 8 bis 20 Uhr. Lichtſpiele Univerſum:„Die weiße Hölle vom Piz Palü“. Alhambra: „Martha“ Schauburg:„Boxkampf Schmeling— Louis“. Palaſt und Gloria:„Wir ſind vom ſchottiſchen Infanterie⸗ Regiment“. Capitol:„Fährmann Maric“. Ständige Darbietungen Stidtiſches Schloßmuſeum: Geöſfnet ven u1 bis 17 uhr. Sonderſchau: Vom Fels zum Edelſtein. Theatermuſeum, B 7, 20. Geöffnet von 10—13 und von 15—17 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 11 bis 13.30 und von 15 bis 17 Uhr. Ausſtellung: Die Ausſteuer. Mannheimer Kunſtverein, I. 1. 1: Geöffnet von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Ge⸗ öffnet von 17 bis 19 Uhr. Sternwarte: Gebfinet von o bis 12 und von 14 bis 19 Uhr. Schloßgalerie: Geöffnet 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr. Boxen Mannheim— —9, 9 4 ieee eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee FPPPPP00PP————————— VIERZIG JAHRE MOTORLOSER FLUG—- OrTO LILIENTHAL. Z2UM GEDACHTNIS Lilienthals Schlag⸗Flügel⸗Apparat vor 40 Jahren „Opfer müſſen gebracht werden!“— So ſprach Otto Lilienthal, als er an den Hängen der Rhinower Berge bei Berlin mit ſeinem Gleitflugzeug abge⸗ ſtürzt war und ſich der Schwere ſeiner Verletzungen bewußt wurde. Er ſtarb den Fliegertod in dem unbeugſamen Glauben, daß ſein Opfer nicht ver⸗ gebens ſei. Lilienthals Weg war nicht leicht geweſen. Als Knabe hatte ihn der Gedanke des Menſchenfluges gepackt. Schon damals hatte er mit ſeinem Bruder gemeinſam ein Flügelpaar gebaut, das allerdings beim erſten Luftſprung im Buſchwerk zerriß. Von Jugend an hatte Lilienthal aber auch den Flug der Vögel ſcharf beobachtet. Beſonders der anſcheinend müheloſe Segelflug der Störche regte beide Brüder immer wieder zum Nachdenken, ſpäter zu wiſſen ſchaftlicher Erforſchung der Geheimniſſe des Vogel⸗ fluges an. Lilienthal wurde Student, wurde In⸗ genieur, arbeitete ſich ͤoͤurch eiſernen Fleiß und geiſt⸗ reiche Erfindungen zu einem erfolgreichen Maſchi⸗ nenbauer empor. Der jahrtauſendealte, ungelöſte Menſchheitstraum, die Sehnſucht nach dem Sieg über die Erdenſchwere jedoch ließen ihn niemals los. Als Ergebnis ſeiner eingehenden Beobachtungen ver⸗ öffentlichte er ein Werk, das für die Zukunft weg⸗ bahnend werden ſollte:„Der Vogelflug als Grund⸗ lage der Fliegekunſt“. Erſt nach dieſen gründlichen wiſſenſchaftlichen Vorbereitungen verſuchte Lilienthal, den Schwebeflug der großen Vögel ſelbſt nach⸗ zuahmen. Mit einem Paar ſtarr verbundener, gewölbter Flächen, aus Holzgeſtell und Leinwand⸗ beſpannung gebildet, vertraute er ſich der Tragkraft der Luft an. Erſt von nur meterhohem Sprung⸗ brett, dann von künſtlichem Hügel, ſchließlich an Berglehnen in freier Natur warf er ſich dem Winde entgegen Gewiß hat Lilienthal ſeine Fluggeräte auch im⸗ mer wieder verbeſſert. Aber weſentlicher erſchien Orville Wright fliegt in Berlin (Photo(5) Scherl—.) ihm die Möglichkeit, bei ſeinen Gleitflügen immer größere Fertigkeit im Beherrſchen des Flugzeuges, im Ausnutzen der Aufwinde, in der Beobachtung der Luftſtrömungen zu gewinnen, und durch ſein Bei⸗ ſpiel andere für dieſen neuartigen, herrlichen Sport zu begeiſtern. Es war ſein Kummer, daß ſich kaum Ueber dem Siegeszug des Motorfliegers geriet Lilienthals urſprüngliches Ziel, der allein auf ge⸗ ſchickter Ausnutzung der natürlichen Luftſtrömungen beruhende Segelflug nach dem Vorbilde der großen Flieger der Tierwelt, in Vergeſſenheit. Höchſtens ein paar Mitglieder von Luftfahrtvereinen oder Stu⸗ denten verſuchten ſich gelegentlich im Gleitflugſport nach Lilienthals Art. Das unheilvolle Enoͤe des Weltkrieges brachte plötzlich die große Beſinnung auf Lilienthals altes Ideal. Deutſchlands ſtolze Luftwaffe war vernich⸗ tet, die Motoren verſchrottet, die Fabriken verödet, die Hallen zerſtört. Aber Tauſende deutſcher Flie⸗ ger lebten, und die unſterbliche Flugſehnſucht brannte in ihren Herzen. Es gab einen Weg, dennoch wie⸗ der ſich in die Lüfte zu ſchwingen und über deutſches Land dahintzufliegen, auch ohne Motor, ohne Fa⸗ briken, ſelbſt ohne Geld und ohne fremde Hilfe. Immer noch war es möglich, mit eigener Hand Tragflächen, Rümpfe und Leitwerk zu bauen, ſich von des Windes Kraft tragen zu laſſen— wie einſt Lilienthall Allenthalben in Stadt und Land, in leerſtehenden Schuppen und auf Dachböden regten ſich Hämmer und Feilen. Hier und da gelangen auf Wieſenhängen die erſten beſcheidenen Gleitflüge. Os⸗ kar Urſinus, ſchon vor dem Kriege eifriger Vor⸗ kämpfer des Gleitflugſportes, rief die deutſche Ju⸗ gend für den Juli 1920 zu einem Wettbewerb im Segelflug in der Rhön auf. Noch rangen die jungen Flieger um Meter, um Sekunden. Segelflug über den Oſtſeedünen ein Nachahmer finden wollte. Unermüdlich ſchilderte Lilienthal die Schönheit des Flugerlebniſſes, forderte zur Betätigung im Gleitflug auf. Von ihr verſprach er ſich für die Entwicklung des Fliegens mehr als von großartigen techniſchen Erfindungen.„Gibt es erſt einen Fliegerſport, zunächſt für den Segelflug in bewegter Luft, wie es einen Ruder⸗ und Rad⸗ fahrſport gibt, ſo iſt es bis zum Fliegen ſelbſt nicht mehr weit“— das hat er in Wort und Schrift im⸗ mer wieder verkündet. Trotzdem ſchien es auch mit dem Sport noch ſchlecht beſtellt, als Lilienthal am 6. Auguſt 1896 bei einem Gleitflug abſtürzte und am folgenden Tage der ſchweren Rückgratverletzung erlag. Viele glaub⸗ ten damals, daß der Tod des erſten Menſchen, der jemals auf ſelbſtgefertigten Schwingen vor aller Augen geflogen war, die Nachwelt vor ſolchen Flug⸗ verſuchen abſchrecken müſſe. Aber in der Stille hatte Lilienthals Wirken ſchon Früchte getragen. Auch im Auslande hatte man den fliegenden Menſchen„the flying mankbereits aufmerkſam beachtet. Pilcher in England, Wels in Oeſterreich, Ferber in Frankreich, Herring und Chanute in Amerika griffen Lilienthals Werk auf und bekannten ſich ſtolz als ſeine Schüler. In Amerika fand Lilienthals Werk„Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunſt“ begeiſterte und ver⸗ ſtändnisvolle Leſer in dem Brüderpaar Wilbur und Orville Wright. In vielen Hunderten von Gleit⸗ flügen drangen ſie als treue Jünger Lilienthals in die Geheimniſſe des Fliegens ein, bis ſie ſchließlich einen Motor in ihren Flieger einbauen und damit die erſten erfolgreichen Flüge mit Maſchinenkraft verwirklichen konnten. Ein neuer Abſchnitt in der Geſchichte des Flugweſens hatte begonnen. Aber eine neue Art ſportlichen Wettkampfes war entſtanden, deren Wirkungen die Welt bald erken⸗ nen ſollte. Zwar ſpottete man zuerſt in den Län⸗ dern, an deren Himmel die Motoren ſchwerer Kriegsmaſchinen donnerten, über den deutſchen Se⸗ gelflug. Solche Minutenſprünge erſchienen lächer⸗ lich, ein Rückſall in die Kinderzeit des Flugweſens. Aber die Flieger und Handwerker, die Studenten und Ingenieure hielten zuſammen in alter Front⸗ 19. J011 1936 Otto Lilienthal(7 9. 8. 1896) kameraoſchaft und arbeiteten weiter. Schon das fol⸗ gende Jahr brachte Flüge von mehreren Kilometern Länge. Es ging knapp her auf der Waſſerkuppe zur Inflationszeit, aber es wurde unentwegt weiterge⸗ baut und weitergeflogen. 1923 blieben deutſche Se⸗ gelflieger ſchon mehrere Stunden in der Luft. In Roſſitten auf der Kuriſchen Nehrung, in Grunau im Rieſengebirge und an anderen Stellen lebte der Segelflugbetrieb auf. In einer buchſtäblich mit Hilfe von Beſenſtielen und Konſervenbüchſen zu⸗ ſammengebaſtelten„Kiſte“ hält ſich der junge Leh⸗ rer Feröͤinand Schulz in Roſſitten im Jahre 1924 8 Stunden 42 Minuten lang in der Luftl Der erſte große Dauerflug ohne Motorenkraft war einem Deutſchen gelungen! Schon kamen ausländiſche Beſucher nach Deutſch⸗ land, um die deutſche Segelfliegerei zu ſehen, um aus ihren Erfahrungen zu lernen. Im Jahre 1924 wurde die„Rhön⸗Roſſitten⸗Geſellſchaft“ ins Leben gerufen, die unter Leitung von Prof. Georgii ſich mit den wiſſenſchaftlichen Fragen und Aufgaben des Segel⸗ fluges befaßt. Auch außerhalb der Berghänge lernte der Segelflug Auſwind finden, in den Gewitterfron⸗ ten, in den durch Sonnenbeſtrahlung hervorgerufenen aufſteigenden Luftmaſſen. Im Wolken⸗, Gewitter⸗ und Thermikfluge ſchweben die Segelflieger auch über der Ebene. Von Jahr zu Jahr ſteigen die Lei⸗ ſtungen Das Dritte Reich hat den Zuſammenſchluß aller im Segelflug Tätigen im Deutſchen Luftſport⸗Ver⸗ band(De) gebracht. Erſt dadurch iſt es möglich ge⸗ worden, die durch den Segelflug in techniſcher und wiſſenſchaftlicher Hinſicht errungenen Fortſchritte der geſamten Luftfahrt raſch und vollſtändig dienſtbar zu machen. Erſt jetzt konnte ein großzügiger Ausbau des Segelflugſportes nach einheitlichen Geſichtspunk⸗ ten erfolgen. Segelflug iſt Gemeinſchaftsleiſtung: Viele müſſen monatelang bauen, viele müſſen helfen, damit ein Kamerad fliegen kann!— Oder eine Kame⸗ radin. Denn auch viele deutſche Mädels ſind eifrige Segelfliegerinnen, und manche hat ſich eine Wolt⸗ höchſtleiſtung erflogen. Deutſche Flieger haben den Segelflug wieder⸗ erweckt. Deutſchland iſt heute führend im Segelflug, Hunderttauſende wirken heute in Deutſchland tätig oder fördernd für den Segelflug. Sie alle hüten treulich das Erbe des Vorkämpfers, der vor vierzig Jahren den Fliegertod ſtarb: Otto Lilienthal. Dr Wolfgang Mejer. 1 Raſt der großen Vögel— Das Flugzeuc Wolf Hirths DIESONNTAGS· * An dieſem Abend konnte Peter lange nicht ein⸗ ſchlafen. Im Zimmer war es dunkel und drückend heiß. Das Fenſter ſtand weit offen, aber kein Luft⸗ zug drang von draußen ins Zimmer. Es war roll⸗ kommen ſtill. Nur das helle Zirpen der Grillen auf der Wieſe unterbrach die Stille. Peter lag auf dem Rücken in ſeinem weißen Kinderbett, die Arme unterm Kopf verſchränkt, ſehr ſchmal und hochauf⸗ geſchoſſen für ſeine elf Jahre. Er lag mit offenen Augen da und lauſchte dem hohen Ton, der von der Wieſe kam. Dann ſtand er auf und trat ans Fenſter. Draußen nahm die Dunkelheit ſchnell zu. Der Duft aufblühenden Jasmins lag ſchwer und ſüß über dem Garten. Peter ſchlich zur Tür und öffnete ſie. Sich im Finſtern an den Wänden ent⸗ lang taſtend, ging er über den Flur, die Treppen hinunter und zur Küchentür. Er ſchob den ſchweren Riegel der Tür beiſeite und ſtand draußen. Die Wärme empfing ihn wie ein laues Bad. Die Blät⸗ ter an den Bäumen ſtanden reglos und ſchwarz gegen den tiefblauen Himmel; ſie hatten etwas Leb⸗ Loſes und Unwirkliches. Es wetterleuchtete: ein zit⸗ terndes fahles Licht zuckte auf und verloſch. Das Haus ſchien im Dunkeln größer und höher. Es ſah düſter und fremd aus und wenn es wetterleuch⸗ tete, war es ganz weiß. Die Fenſterläden ſtanden offen und im ſchwarzen Fenſterglas zuckten ſekun⸗ denlang lilaweiße Flammen auf und erloſchen. Nur im Wohnzimmer brannte Licht. Durchs geſchloſſene Fenſter ſah Peter den Vater auf⸗ und abgehen. Manchmal blieb er ſtehen und Peter erkannte an den Bewegungen ſeiner Hände, daß er zu jeman⸗ dem ſprach. Peter trat vorſichtig ums helle Viereck, das vom erleuchteten Fenſter aufs Gras fiel und blieb ſeit⸗ lich, hinter einem Jasminbuſch ſtehen. Er ſah jetzt auch die Mutter. Sie ſaß auf dem Sofa und hatte den Kopf vom Fenſter abgewandt. Sie ſchien zu ſprechen. Der Vater ſtand ihr gegenüber am Schreib⸗ tiſch und ſpielte mit einer kleinen geflochtenen gelben Reitgerte, die er in der einen Hand hielt. Das Fenſter war geſchloſſen und Peter konnte nicht ver⸗ ſtehen, was die beiden ſprachen. Die Mutter ſenkte jetzt den Kopf und wandte ihn sum Fenſter. Und Peter ſah plötzlich, daß ſie weinte. Peter hatte die Mutter noch nie weinen geſehen. Er begann am ganzen Körper zu zittern. Ihn fror. Sein Herz ſchlug laut und hart, es klang, als klopfe es nicht in ſeiner Bruſt, ſondern irgendwo außerhalb ſeines Körpers, und er hielt unwillkürlich den Atem an, in der Angſt, ſie könnten es im Zimmer hören, trotzdem das Fenſter ja geſchloſſen war. Tief aus dem Garten kam das ſilberne Zirpen der Grillen. Einen Augenblick lang glaubte Peter, die Mutter weinen zu hören. Aber er konnte ſie nicht weinen hören, denn das Fenſter war ja geſchloſſen, und er ſah nur, daß ſie weinte. Und vielleicht gerade des⸗ halb, weil er es nur ſah und nicht hörte, hatte es etwas unſagbar Schreckliches und Unheimliches. Wieder ging der Vater im Zimmer auf und ab und Peter hörte jetzt ſeine erregte und laute Stimme, ohne jedoch die Worte verſtehen zu kön⸗ nen. Die Mutter hatte den Kopf dem Vater zu⸗ gekehrt. Sie ſchien etwas zu erwidern, aber ſie ſprach ſo leiſe, daß Peter ihre Stimme überhaupt nicht hörte. Er ſah nur, wie ſich ihre Lippen be⸗ wegten. Jetzt wandte ſie ihr Geſicht zum Fenſter hin und blickte in das Dunkel hinaus. Der Schein der Tiſchlampe fiel auf ihr verweintes Geſicht. Et⸗ nächſten Augenblick in ein grelles Licht getaucht. Für tiefer geballter Wolken. Sie glichen rieſigen Fabel⸗ was Heißes und Bitteres ſtieg in Peter auf und ſchnürte ihm die Kehle zuſammen. Entſetzliches und Unverſtändliches geſchah hier, in dieſer heißen, friedlichen Sommernacht, hinter dem geſchloſſenen Fenſter. Peter wollte fortlaufen, ſich irgendwo ver⸗ bergen; eine quälende Neugier zwang ihn zu blei⸗ ben. Der Vater blieb plötzlich hart vor der Mutter ſtehen. Er hielt noch immer die kleine gelbe Reit⸗ gerte in den Händen. Die Mutter ſenkte den Kopf. Peter wurde es ganz heiß und kalt und wieder heiß. Er wird ſie ſchlagen! dachte er faſt wahnſin⸗ nig vor Angſt und Entſetzen. Er wird ſie gleich ſchlagen. Ohne ſich umzuſehen, ſtürzte Peter quer über den Raſen, in das Dunkel des Gartens. Aeſte ſtreiften ihn und ſchlugen ihm in das Geſicht. Er rannte weiter. Er lief am kleinen Weiher vorüber. Die weißgetünchten Obſtbäume ſchimmerten matt, und von den Himbeeren ſtieg ein warmer und ſüßer Duft auf. Peter warf ſich in das Gras. Er lag ohne ſich zu rühren da und er hielt mit beiden Hän⸗ den das Gras feſt. Es war ſehr ſtill im Garten. Peter lag unbeweglich, das Geſicht feſt in das Gras gepreßt. Er wollte ſterben. Er glaubte, zu ſterben. Dabei merkte er nicht, wie er einſchlief. Als er erwachte, fuhr der Wind ein paarmal heftig durch die Bäume. Sie rauſchten laut auf und verſtummten. Peter richtete ſich auf: er hörte das trockene Raſcheln der Blätter im Winde und er hörte die leiſen, fremden und geheimnisvollen Geräuſche der Nacht. Plötzlich ſah er, wie im Film, die Hände des Vaters vor ſich: ſie hielten die kleine gelbe Reit ⸗ gerte. Wie unter einem Peitſchenhieb ſprang Peter auf und begann zu laufen. Er rannte durch den Garten, der kleinen weißen Pforte zu. Vor ihm lag die Lanöſtraße. Peter lief den Pfad zwiſchen den Feldern zum Fluß. Tiefe geballte Wolken zogen jetzt ſchnell über den Himmel und es kamen immer neue Wolken. Alle Augenblicke lagen die Felder in einem zuckenden lilaweißen Licht. Als Peter die großen Eichen erreichte, hinter denen der Fluß lag, fuhr ein heftiger Windſtoß durch die Bäume Sie rauſchten laut auf und verſtummten. Peter ſtreifte ſein Nachthemd ab. Er ſtand jetzt nackt da, hell und ſchmächtig in all dem Schwarz. Der kühle Luftzug fuhr über ſeine erhitzte Haut. Wieder erhob ſich der Wind. Die Bäume krümmten ſich und raſchelten und im jäh aufzuckenden Licht ſahen ſie weiß und ſehr hoch und geſpenſtiſch aus. Peter trat ans Ufer. Es war lehmig und glatt. Einen Augenblick lang blieb er unentſchloſſen ſtehen. Dann ſpritzte das Waſſer auf. Mit langſamen Stößen erntfernte ſich Peter vom Ufer. Er ſchwamm in die Mitte des Fluſſes, legte ſich auf den Rücken und ließ ſich von der Strömung treiben. Es war alles ſchwarz ringsum und im Augenblicke ſah Peter den Himmel über ſich tieren, die miteinander kämpften und ſich gegenſei⸗ tig zu verſchlingen drohten. Wieder fuhr der Wind durch die Bäume, riß einzelne Blätter ab und wir⸗ belte ſie hoch durch die Luft. Ein Sturm fegte kni⸗ ſternd durch das hohe Schilf am Ufer; bog und brach es, daß es ſich tief zur Seite legte, laut aufrauſchte und verſtummte. Es wurde mit einem Male uner⸗ träglich ſtill. Ein Blitz zuckte grell über den Himmel, faſt gleichzeitig fiel krachend der Donner ein und ver⸗ hallte, noch lange dumpf poltern, irgendwo weit in Eine Erzählung von André Boron Foelckersam den Wäldern. Ein neuer Blitz zerſchnitt im Zick⸗ zack das Dunkel: Die Bäume ſprangen ſekunden⸗ lang grell und weiß hervor und verſanken im Schwarz. Wieder krachte und knatterte der Donner, zerſplittert antwortete das Echo aus den Wäldern. Peter lag noch immer auf dem Rücken im Waſſer. Die Wellen ſchaukelten ihn hin und her. Das Gewit⸗ ter tobte über dem Fluß und die Blitze folgten ein⸗ ander in grellen und zuckenden Streifen, wie blit⸗ zende Nähte an einem dunklen Tuch. Peter ſchloß vor dieſem jähen Licht die Augen, aber nicht aus Angſt. Er fühlte ſich befreit, als wäre eine uner⸗ trägliche Laſt von ihm genommen. Es war ein ſon⸗ derbares und ſchönes Gefühl, ſich im Dunkeln von den Wellen tragen zu laſſen, wie in einer großen ſanften Schaukel. Allmählich zog das Gewitter weiter. Schwer und vereinzelt fielen die erſten Tropfen ins Waſſer, und bald ſetzte ein warmer und dichter Regen ein, wie aus einem Sieb. Peter ſchwamm ans Ufer und ſtreifte das feuchte Hemd über. Dann lief er im Regen nach Hauſe. Er ſtreckte dabei das Geſicht dem Regen entgegen und ſchloß oft die Augen. Kühl und prickelnd tropfte der Regen auf die er⸗ hitzte Haut. Bald ſah Peter die weiße Gartenpforte ſchimmern. E. Trost: BE EIIACEOERNEUEN MANNHEIMER ZEIIUN& Ueber dem triefenden Garten lag der ſchwere und betäubende Duft eben aufgeblühten Jasmins, und in der Kaſtanienallee trommelte der Regen ſanft und weich in den Bäumen. Als Peter vor das Haus trat, brannte im Wohn⸗ zimmer noch Licht. Peter ſtand wieder auf dem Raſen vor dem geſchloſſenen Fenſter. Er ſah die Eltern Arm in Arm im Zimmer auf⸗ und abgehen. Peter ſetzte ſich auf die oberſte Verandaſtufe und zog die Beine an ſich. Er ſaß lange da und blickte in den dunklen Garten, er hörte den Regen weich und gleichmäßig rauſchen und er fühlte ſich ſehr froh und leicht. Als er wieder im Bett lag, wuchs in ihm eine große Sehnſucht. Wonach er ſich ſehnte, wußte er nicht. Nach einiger Zeit hörte er Schritte im Flur und die gedämpften Stimmen der Eltern. Er hörte, wie ſie ſich Gute Nacht ſagten und er hörte die zärtliche Stimme des Vaters. Dann ent⸗ fernten ſich die Schritte des Vaters und Peter hoffte plötzlich, daß die Mutter vor dem Schlafen⸗ gehen zu ihm ins Zimmer kommen und ſich an ſein Bett ſetzen würde, wie ſie es immer getan hatte, als er krank war. Aber er hörte die Mutter vorübergehen und er hörte ihre Schlafzimmertür ſich öffnen und wieder ſchließen. Im Hauſe war es jetzt ganz ſtill. Von draußen kam das ſanfte Rauſchen des Regens und es klang wie das Flügelſchlagen eines großen Vogels. Peter lag eine Zeitlang mit offenen Augen auf dem Rücken. Es war eine wohlige, wundervolle Ruhe in ihm. Ihn ängſtete nichts mehr und er ſchlief ein mit einem reinen Lächeln um den Mund. Gefahrimn eines Nnſteröblichen Franz Liszt und Marie'dAgoult Die erſte Hälfte des 19. Jahrhunderts war reich an ſchönen und geiſtvollen Frauen, deren Lebens⸗ ſchickſal oft die wunderlichſten Wege einſchlug. Zu dieſen gehört auch die Gräfin Marie d' Agoult, die Mutter von Richard Wagners sweiter Gattin, der berühmten„Herrin von Bayreuth“, Coſima Wagner. Sie wurde als Sylveſterkind des Jahres 1805 in Frankſurt als Tochter eines napoleoniſchen Offiziers, des Vicomte de Flavigny geboren, jedoch floß auch deutſches Blut in ihren Adern, da ihre Mutter Maria, geborene Bethmann, einer hochan⸗ geſehenen Frankfurter Bankiers⸗ und Patrizier⸗ familie entſtammte. In ihren Lebenserinnerungen und Tagebüchern, die ſie nach der Sitte ihrer Zeit führte und die vor einigen Jahren auch in deut⸗ ſcher Ueberſetzung erſchienen ſind, beſchreibt die Grä⸗ fin'Agoult ſehr anmutig ihre Kindͤheitserlebniſſe auf altfranzöſiſchen Landgütern und erzählt auch von ſo manchen frühen Jugendeindrücken, unter denen eine Begegnung mit Goethe in Frankfurt be⸗ l ſonderes Intereſſe erweckt. Später, als junges Mäbchen, vollendeté ſie ihre Erziehung ünter der ſtrengen Obhut der Schweſtern des Heiligen Her⸗ zens Jeſu in Paris und vermählte ſich etliche Jahre nachdem ſie das Kloſter verlaſſen hatte, als Zwei⸗ undzwanzigjährige mit dem Grafen'Agoult. Sie hatte vor der Ehe ihre Neigung einem älte⸗ ren Offizier geſchenkt, doch war eine Verbindung mit ihm nicht möglich. Dies mag vielleicht auch ein Grund geweſen ſein, daß Marie'Agoults Ehe ſich wenig glücklich geſtaltete. Zwei Kinder, von denen eines früh ſtarb, konnten ihr freudeloſes Daſein nur wenig erhellen. Marie'Agoult wurde in den Pa⸗ riſer Salons als kluge, geiſtvolle Frau ſehr gefeierk und führte ſelbſt ein großes Haus. Trotzdem fühlte ſie ſich unbefriedigt, bis endlich die Bekannt⸗ ſchaft mit Franz Liſzt in Marie'Agoults Leben den völligen, tiefgreifenden Umſchwung brachte. Der damals erſt 24jährige, aber längſt be⸗ rühmte und gefeierte Komponiſt und Klaviervirtupſe, erweckte in der innerlich vereinſamten Frau eine tiefe, alles bezwingende Liebe, die Marie d Agoult veranlaßte, ſich bedenkenlos von ihrem Gatten zu trennen und Haus und Familie zu verlaſſen, um mit dem jungen Muſiker ins Ausland zu gehen, obgleich einer ehelichen Verbindung beider unüber⸗ windliche Hinderniſſe entgegenſtanden. Franz Liſzt und Marie'Agoult verlebten meh⸗ rere Jahre teils auf italieniſchen Landſitzen, teils in Rom, teils in der Schweiz— wo die Gräfin mit der berühmten und exzentriſchen Zeitgenoſſin, der Dich⸗ terin George Sand, zuſammentraf— und zum Teil auch in Deutſchland, auf dernreizvolbeni⸗Fufel⸗ Graſenwert im Rhein, unweit von Koblenz. Drei Kindet, Bländine, Coſima und der einzige, ing vex⸗ ſtorbene Sohn Daniel entſproſſen dem Herzensbund, in deſſen Glück jedoch bald erſte Schatten fielen. Franz Liſzt, der Marie'Agoult in künſtleriſcher Beziehung viel verdankte, und erſt durch ihren Ein⸗ fluß zu voller künſtleriſcher Reiſe und zur tiefſten Erkenntnis ſeiner Individualität gelangte, brauchte die Welt, brauchte den Beifall der Menge und die Bewunderung ſchöner Frauen. Er war nicht für ein einſames Leben von längerer Dauer geſchaffen. Vielleicht auch mochten ſich, da der erſte Rauſch ver⸗ flogen war, ſeine Gefühle für die immerhin um ſechs Jahre ältere Frau allmählich abgekühlt haben Mutter im Stein ————— ROMAN voN MARIE DIERS Sie ſchlug die Hände vors Geſicht, fing troſtlos an zu weinen.„Ich hab ſo viel verſucht— immer — ich dachte, es ging— und nun wollte ich dir— und da gehts wieder durcheinander— ich weiß nicht, ich weiß nicht—“ 85 Flörke faßte ſie mitleidig um, wollte ſie tröſten, es war auch, als würde das arme leere Geſchöpf ſtiller, aber plötzlich riß ſie ſich los und brach in wil⸗ des hemmungsloſes Schreien aus. Es war mehr als Hyſterie, ein verſinkendes, nutzloſes Leben ſchlug noch einmal in wilder Flamme empor. Als Paul zurückkam, war die Mutter ſchon be⸗ graben. Flörke hatte die Prunkſtube zugeſchloſſen, er mußte darüber beſtimmen. Sie erwarteten den Mann zu Hauſe. Der alte Doktor von Worsnitz, Claudius, brachte ihn in ſeinem Auto mit. Ein Herbſttag wie Sonnengold, wie ein Anruf zur Freude. Der Napfkuchen war gebacken, ein Gewinde hängt um den Eingang. Alle Leute ſind vor ihren Türen. Die Arbeit ſteht ſtill, es fehlt nicht viel, und die Glocken läuten. Ein Zuchthäusler kommt zurück. Nein— ein Dorfgenoſſe kommt. Einer, zu dem ſie alle halten. Was geht ſie der tote Lump vom Schloſſe an. Er hat recht getan. Sie meinen, die Flörke hätte Muſik beſtellen müſſen. Flörke denkt: das Leben wird anders. Das, was heute aufhört, war wunderſchön. Sieh an, wie alles leuchtet, wie alles ſauber und ſeſt und wohlhabend ſchaut. Das Geld, das ſich gemehrt hat unter ihren Händen, hat ſie unter Verſchluß. Man wird immer ſein Geheimnis haben müſſen vor dir, Paul Oleſſen. Aber alle Sorgen liegen weit weg, der Tag ſo golden, das Herz aller Seliakeiten voll. Arbeit iſt ſchön, Wohlſtand und Ordnung ſchaffen iſt auch ſchön — aber die Liebe iſt das Schönſte von allen. Das Auto naht, ſie ſoll's wohl merken. Von fern⸗ her ſchreien ſie's, ihre Dirns ſchreien es mit, Paſter⸗ nabſch kreiſcht, Dietrich ſtößt hervor wie ein Ochs, der bölkt:„Hei kümmt!“ Sie hat vor der Tür geſtanden, aber ſie geht hinein. Braucht nicht das ganze Dorf zuzugucken. In der blitzſauberen Diele, da ſteht ſie. Sie hat ſonſt keinen Raum, außer der Schlafkammer, der ſo recht ihr eigen iſt. Die Gaſtſtube iſt geſteckt voll, die Stube der Schwiegermutter iſt zugeſchloſſen von ihr 7 Da will ſie ihn nicht gerade zum erſtenmal ehen. Das Herz klopft ihr doch mächtig. Das Auto naht, es tutet, es hält. Gerufe draußen. Seine Stimme. Da weiß ſie ſchon, ehe ſie ihn ſieht, er hat einen ſitzen. Ja, ſie hätte es ſich denken können. Wen der alte Claudius abholt, der kommt nicht auf feſten Beinen ins Haus. De, läßt kein Feſt vorbei, das man be⸗ gießt, ehe man's feiert, und wenn es nur die Ent⸗ laſſung aus dem Zuchthauſe iſt. Sie dreht ſich ab und geht nach hinten. Ein Betrunkener iſt nicht er ſelbſt. Das iſt ein Zerrbild. „Ich hätt's mir denken können“, ſagt ſie laut vor ſich hin. Die Zeit der Selbſtgeſpräche war wieder gekommen. * Was braucht er ſeine Frau? Er hat ja Greta. Nein, das iſt bloß ein Spaß. So ein richtiger Spaß von Oleſſenſchem Kaliber. Flörke iſt doch die Beſte. Der Rauſch, mit dem er ankam, war tüchtig, aber es war ein luſtiger Rauſch. Dieſer Zuchthausent⸗ laſſene war wie ein Junge, der aus der verhaßten Schulſtube ins Freie kommt. „Saufen, ſolang man mag!“ brüllt er ein paarmal. „Leut, dieſer Doktor weiß, was ſich gehört. Selt hat er auffahren laſſen, Schnäpſe, dicken Porter zum Nüchternwerden. Greta, komm her, lach mich an. Meine Frau hat den Schnupfen.“ „Wo iſt denn übrigens meine Mama?“ In der betretenen Stille ſiel ihm wieder ein, was ihm bereits mitgeteilt war.—„Ach ſo. Na, ſie hat ihr Teil weggehabt. Friede ihrer Aſche.“ Flörke war mit in der Gaſtſtube. Hinter der Theke. Hin und wieder ſah einer nach ihr hin. Auch Greta, ſchuldbewußt, bänglich. Aber ſie machte gar kein Geſicht. So müßte das alles nicht ſein, dachte ſie. Aber wenn er ausgeſchlafen hat, wird das Richtige erſt anfangen. 6 In dieſem Winter klappten die Flachsbraken im halben Dorf. Ueberall haben ſie im Frühjahr Lein⸗ ſaat geſät. Auf Krugland ein weites Stück mehr. Eines Morgens kommt brummig oll Paſternakſch zu Flörke in die Küche. „Fru, Sei möten doch die twei Brekerſche to⸗ nehmen.“ Flörke fragt nicht, wieſo und warum oll Paſter⸗ nakſch den Knochen, an dem ſie ſich ſeit einem Jahr verbiſſen hat, aus dem Maul gibt. Sie lächelt nur ein wenig.„Hab ich's nicht geſagt? Wir ſchaffen's nicht.“ „Jo, wenn noch alles ſo wier, as vörn Johr.“ Die alten plierigen Augen lauern. Beißt du darauf an, Frau? Nach einer Pauſe:„Wenn die Greta nich anner Gedanken in'n Kopp hem däh.“ „Beſtell dir alſo die Rappſch und die Klöſterſche.“ „Jo, dat wull ick woll dauhn. Aewer ick mein man, Fru. Sei möten ſik dat nich gefallen laten. Ick an Sei ehr Stell, ich ſchmiet jawoll de oll dämlich Diern ut' Hus, dat's man ſo ballert.“ „Red über deinen Kram, Paſternakſch“, ſagt Flörke,„und lat mi toſreden mit dien Gewöge.“ Die Alte beäugte ſie murmelnd und kopfſchüttelnd. — De jung Fru, de het jawoll'n Stein in de Byſt, dachte ſie. Dor kann ick mit nich in finnen. Greta arbeitet nicht mehr. Sie bediente ſtatt Sofie in der Krugſtube. Der Wirt wollte das ſo. Was in der Wirtſchaft gut gemacht iſt, wird im Krug wieder verdorben, dachte Flörke. Sie ſah mit vollem klaren Blick in das hinein, was geſchah. „Vating, komm nicht mehr!“ ſagte ſie.„Jetzt iſt Paul da.“ „Jetzt tät's erſt recht not“, ſagte der Lehrer. „Nein: Jetzt nicht“, ſagte ſie merkwürdig hart. Das mit Greta geht vorbei, dachte ſie. Ich bin nicht ſchlechter für ihn als Greta. In vierzehn Tagen ſpuckt er hinter ihr drein. Schad iſt's um die Dirn. Wer ſo heiß arbeitet für Fremdes, der nicht ſagte, war nicht. liebt auch heiß für ſich. Sie muß einen Mann haben, ehe der Topf in Scherben iſt. Sie ging zu Müller Braumann, nicht um Franz, für den wäre die Greta nicht gut genug geweſen, aber für den Zweiten, an den nichts gewendet wurde. Sie ſagte kein Wort zuviel, und was ſie Aber ſie hatte eine Art, daß man ihr gehorchte und auch eine Schwiegertochter aus ihrer Hand nahm. Sie ſelber erwartete, ein Kind, ſeit Tagen wußte ſie es. . Treu oder untreu gab es nicht für Paul Oleſſen. Neuerdings war wieder Flörke alles für ihn. Neuerdings war er der beſte Ehemann, den es geben konnte. Was ſie ſagte, tat er. Sie gab ihm die Schlüſſel zu ſeiner Mutter Prachtſtube, und er holte den ganzen Kram heraus und verkaufte ihn dem Händler, den ſie herbeſtellt hatte. Auch die herrlichen Tapeten mußten herunter.„Die laß noch dran“, bat er wie ein kleiner Junge.„Sie riechen modrig“, ſagte ſie. Ihr Wille geſchah, er half ſelber, ſtand auf ber Leiter, klebte die neuen an, ſorgſam und geſchickt. Als ſie ihn lobte, ſtrahlte er vor Glück. Vater und Mutter kamen geſchäftig, ließen ihre ſchönſten alten Sachen heranfahren als Flörkes Eigentum.—„So⸗ gar deinen Sorgenſtuhl, Vating!“ rief ſie entſetzt. Er ſah ſie an, ſagte weich:„Wirſt ihn vielleicht mehr brauchen, als ich ihn gebraucht habe.“ Sieh an, hier wird der Kinderwagen ſtehen, ſo ein moderner, wippender. Den ſchenkt Mutter aus ihrer Sparbüchſe. „Beinahe hätt' ich lieber meine alte Wiege von eurem Boden gehabt“, ſagte Flörke. Aber die Mutter wehrte ab.„Man wiegt keine Kinder mehr.“ Sonne, ſchein' ins Haus! Im Dunkeln kommt ſie allein herüber aus der hellen Gaſtſtube. Sie muß für ſich ſein. Da ſteht Vaters Stuhl. Gedanken wogen, fließen ab, kehren wieder. Das Schwankende an Paul, das iſt das Schlimmſte. Jetzt bin ich froh und kann's nicht laſſen. Jetzt möchte ich alles umarmen und ſingen und ſchreien vor Luſt. Und weiß doch, daß es wieder niederfällt, ſchwarz und ſchwer, ſchwarz und ſchwer. Mein kleines Kind, dich möchte ich herausheben und auf eine ganz ſtille Inſel tragen. Daß du ins Gleichmaß kommſt, fern von deiner hin und her ge riſſenen Mutter. 4 — 6 — HANDELS- WIRTSCHAFTS-ZRTTUNG Samstag, 18. Juli/ Sonntag, 19. Juli 1936 Höhere Ernieerirãge auch in Baden Zur ersien Vorschäbung Anfang Juli 1936 Die jetzt vorliegenden Ziffern der erſten Vorſchätzung der deutſchen Getreideernte zu Anfang Juli 1936 ergeben auch für Baden ein außerordentlich günſtiges Bild. Die Hektarerträge liegen bei ſämtlichen Getreidearten— zum Teil ſogar weſentlich— über den im Vorjahre ermittelten Ziffern, ſo daß, auf den Hektar gerechnet, ͤͤurchweg ein höherer Geſamtertrag zu erwarten iſt. Im einzelnen ergibt ſich folgendes Bild: Erntevorſchäzung endgültige Ermittlung 1935 zu Anfang Juli 1986 zu Mitte Januar 1936 ds je ha ds je ha Winterroggen 18,9 16,0 Sommerroggen 15,0 13,4 Winterweizen 20,8 18,2 Sommerweizen 17,5 17,4 Spelz 18,5 16,7 Wintergerſte 19,8 17,3 Sommergerſte 18,8 16,9 —— 5— 17,6 16,0 intermenggetreide 18,0 Sommermenggetreide 178 i. V. Menggetreide 17,0 Die Nutzung des deuischen Ackers in 1936 Im Monat Mai hat wieder eine umfaſſende Boden⸗ benutzungserhebung ſtattgefunden. Sie erſtreckt ſich auf ſämtliche Kulturarten mit Ausnahme der Rüben, über deren Anbau noch kein Ziffernwerk vorlag. Der Getreidebau iſt gegenüber 1935 bei allen Fruchtarten eingeſchränkt worden mit Ausnahme der Gerſte, deren Kultur zugenommen hat. Die Verminderung beträgt beim Roggen 57 400 Hektar oder 1,8 v.., beim Weizen 98 000 Hektar= 1,8 v.., beim Spelz 3 300 Hektar= 4,6 v.., beim Hafer 26 000 Hektar oöer 0,9 v.., beim Mengegetreide 8000 Hektar, d. h. 15 v. H. Hingegen erhöhte ſich die Fläche bei der Gerſte um 18 400 Hektar oder 1,1 v. H. Die Erweiterung der Gerſten⸗ kultur iſt allein der Ausdehnung der Wintergerſte zu⸗ zuſchreiben, deren betriebswirtſchaftliche Vorteile immer mehr erkannt zu werden ſcheinen. Der Getreideanbau wurde insgeſamt von 6,74 Mill. Hektar(1935) auf 6,64 Mill. Hektar(1936) eingeſchränkt. An der Verminderung iſt das Brotgetreide mit 99000 und das Futtergetreide mit 8000 Hektar beteiligt.— Der Flachsanbau hat ſich faſt verdop⸗ pelt; er erhöhte ſich um 18 300 auf 41 000 Hektar, alſo um 82 w. H.(Maßnahmen der Reichsregierung zur Förderung des heimiſchen Geſpinſtpflanzenanbaus).— Auch der Hanf⸗ anbau zeigt mit etwa 5 200 Hektar eine Ausdehnung um 42 v. H.— Die Anbaufläche für Raps iſt auf 39 000 Hektar vergrößert worden, dagegen wurde die Kultur des Rübſen 13 468 Hektar(1935) auf 12940 Hektar(1936) vermin⸗ ert. Der Anbau von Frühkartoffeln iſt mit 117144 Hektar (1935: 132 085 Hektar) gleichfalls eingeſchränkt worden. Die Entwicklung iſt gebietmäßig nicht einheitlich. In der Rhein⸗ provinz, dem größten Gebiet des zünftigen Frühkartoffel⸗ baus, wurde der Anbau um rund 13 v. H. ausgedehnt, da⸗ gegen iſt er in der Provinz Sachſen, dem zweitgrößten An⸗ baugebiet, um 0,7 v.., in Bayern, dem nächſtgrößten Ge⸗ biet, ſogar um 11,9 v. H. eingeſchränkt worden. a Preisregelung für Winterſaatgetreide zur Ausſaat Herbſt 1936 Auf Grund der Verordnung über Saatgut vom 26. März 1034 gelten für den Vertrieb von Winterſaatgetreide der Ausſgatperiode 1936 folgende Beſtimmungen: Der Hoch⸗ zuchtpreis beträgt für 50 Kilo ausſchließlich Sack ab Er⸗ Zeugerſtation; a] Wintergerſte Preisgebiet—5 11,90 /, Preisgebiet—9 12,20 /, Preisgebiet 10—15 12,60% (Preisgebiete 7, 8, 9 und 11 haben für Baden und Saar⸗ pfalz Geltung); b) Winterweizen: Preisgebiet—6 13,50 /, Preisgebiet—12 13,80 /, 13—16 14/ und 17—20 14,30% (für Baden und Saarpfalz gelten W 14—17,'ö10 und 'ͤ20); c) Winterroggen: Preisgebiet—6 11,50 4,—11 11,80 /, 12—15 12/ und 16—19 12,30(R 14—16, R 18 und'ü19 gelten für Baden und Saarpfalz). Für Winter⸗ weizen, der gemäß der Anoroͤnung der Hauptvereinigung der deutſchen Getreidewirtſchaft vom 11. September 1935 durch eine der dort genannten Unterſuchungsſtellen als „Kleberweizen“ ausgewieſen iſt, kann der Züchter einen Zuſchlag von 1/ je 50 Kilo erheben, oͤen er in voller Höhe an den Vermehrer weiterzugeben hat. Kleinmengenzuſchläge dürfen, wie es in der Anordnung weiter heißt, nicht er⸗ hoben werden. * Rheiniſche Eiſengießerei u. Maſchinenfabrik AG i.., Mannheim. Die Bilanz für 1935 dieſer Geſellſchaft, die bekanntlich durch GV.Beſchluß vom 26. September 1929 in Liquidation getreten iſt, wobei die Liegenſchaften und Betriebseinrichtungen von der Firma Vögele AG, Mann⸗ heim, übernommen wurden, zeigt die weitere Abwicklung der Liquidation. Die i. V. mit 150 000 ausgewieſenen Grundſtücke und Geſchäftsgebäude erſcheinen nicht mehr, andererſeits gingen Verbindlichkeiten gegenüber Konzern⸗ geſellſchaften auf 120 908(182 000)“ zurück. Der Verluſt⸗ vortrag non 2011 598/ ermäßigte ſich um 441/ Jahres⸗ gewinn. * Albert Neſtler AG. in Lahr(Baden). Dieſe 1922 ge⸗ gründete Geſellſchaft(Fabrikation und Vertrieb von Meß⸗ Zeichen⸗, Malgeräten, Sägewerk und Holzhandel) konnte in 1935 den Bruttoertrag auf 1,1(0,75) Mill. 4, alſo über ein Drittel, ſteigern. Nach 100 152(90 424)/ Abſchreibungen ergibt ſich ein Gewinn von 78 767(36 376)„ zuzüglich 8 881 Mark Vortrag. Ueber ſeine Verwenoͤung werden in der Reichsanzeigerveröffentlichung keine Angaben gemacht. Aktienkapital 600 000 /, Reſerven ebenfalls unv. 332 028/ bei 1089 880(1 120 438)/ Bilanzſumme. * Thyſſen u. Co., AG., Mülheim/ Ruhr. Die Thyſſen u. Co. AG., Mülheim /Ruhr, die nach Uebertragung ihrer Werke und Anlagen auf die Vereinigte Stahlwerke AG. bekanntlich nur noch als Holdinggeſellſchaft fungiert, weiſt für das Geſchäftsjahr 1935 einen Verluſt von 7382(189 047) Mark aus, der wiederum durch die Organgemeinſchaft ge⸗ deckt wird. Bei 15 Mill./(unv.) Aktienkapital, wieder 0,42 Mill./ geſetzlicher Reſerve und unv. 25,29 Mill. 1 ſonſtigen Reſerven ſowie wieder 0,35 Mill./ Rückſtellungen werden Verbindlichkeiten mit 0,32(0,43), und ſolche gegen⸗ über Konzerngeſellſchaften mit 7,83(7,65) Mill. aus⸗ gewieſen. Andererſeits ſtehen Beteiligungen mit 47,78 (47,56), Forderungen mit 0,35(0,34) und ſolche gegen Kon⸗ zerngeſellſchaften mit 1,03(1,01) zu Buch. * Elektrizitätswerk Rheinheſſen Ac, Worms⸗Rhein. Dieſe zum Intereſſenbereich der Rheiniſche Elektrizitäts AG, Mannheim, gehörende Geſellſchaft weiſt für das Ge⸗ ſchäftsjahr 1935 einen Bruttoüberſchuß von 3,77(3,61) Mill, ſowie 0,06(0,07) Mill./ Pacht⸗, Miet⸗ und ſonſtige Einnahmen und 0,04(0,18) Mill./ außerordent⸗ liche Erträge aus. Löhne und Gehälter erforderten dem⸗ — 0,86(0,84), ſoziale Nbgaben 0,06(0,06), Zinſen 0,1(0,00), Steuern 0,48(0,5) die übrigen Aufwendungen einſchl. Pachtabgaben 1,52(1,54) Mill., ſo daß nach 0,44 (0,440) Mill./ Anlageabſchreibungen(i. V. noch 118704 auf ſonſtiges) ein Reingewinn einſchl. Bortrag von 422 344 (418 602)/ verbleibt, woraus, wie wir ſchon meldeten, eine unveränderte Dividende von 5 v. H. verteilt wird. Das Anlagevermögen iſt in der Bilanz mit 17,97(17,76) Mill./ eingefetzt. Vorräte mit 0,28(0,31), Warenforde⸗ rungen mit 0,84(0,87), Forderungen an die Stadt Worms gingen auf 0,07(0,36) Mill. zurück, Bankguthaben auf 6,87(0,45). Auf der Paſſipſeite werden bei unv 8,0 Aktienkapital auf 0,8 geſetzlicher Reſerve der Erneuerüngs⸗ ſonds mit 8,04(7,67) Mill. /, der Unterſtützungsfonds mit 0,75(0,72), die der Arbeiter und Angeſtellten mit 0,2(—), geſicherte Darlehen mit unv. 1,0, Warenverbindlichkeiten mit 0,06(0,00), Schulden an Konzerngeſellſchaften mit 0,07(0,08), kurzfr. Guthaben der Stadt Worms mit 0,12(unv.), ſonſtige Verbindlichkeiten mit 0,2(0,29) Mill./ ausgewieſen. Die turnusmäßig ausgeſchiedenen AR⸗Mitglieder Ratsherr H. Gamer H. her. der Neuen Mannbeimer Zeitung Ruhiges Geschäfi am Wochenschluß Abgaben bei Nionianwerien— Kurseniwicklung am Akiienmarkei uneinhelilich Rhein⸗Mainiſche Börſe: behauptet Frankfurt, 18. Juli. Die Börſe hatte zum Wochenſchluß auf allen Ge⸗ bieten ſehr ruhigen Verkehr. Der Auftragseingang aus dem Publikum war gering. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung uneinheitlich, die Veränderungen hiel⸗ ten ſich aber meiſt unter 1 v. H. In Montanwerten erfolgten weiter kleine Abgaben zur Sicherung von Kursgewinnen, ſo daß hier Rückgänge von—4 v. H. zu verzeichnen waren. Harpener zirha minus 2 v.., Rheinſtahl ½ v. H. höher. Otavi Minen lagen matt mit 26%—56 v. H. höher. Kaliwerte blieben voll behauptet. Kleine Nachfrage erhielt ſich nach einigen Maſchinen⸗ und Antoaktien, BMW plus /, Daimler plus 7, Mönus plus ½, dagegen MuAc und Junghans etwas leichter. Der Chemiemarkt lag ſehr ſtill und unverändert. JG. Farben 17056(470/½). Der variable Renten⸗ markkt lag etwas ſchwächer, Altbeſitz und Späte Schuld⸗ buchforderungen verloren je ½ v. H. Liquidationspfand⸗ briefe nicht ganz einheitlich. Im Verlaufe hielt die Geſchäftsſtille an und im allgemeinen wichen die Kurſe nur leicht gegen den An⸗ ſang ab. Montanaktien gingen meiſt etwas weiter zurück. Auch auf den übrigen Marktgebieten ergaben ſich teil⸗ weiſe mäßige Abſchwächungen, Aku 52/6 nach 53½6. Etwas höher mochmals Mönus Maſchinen mit 93½ nach 93(92/). Im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer auf 116(115), da⸗ gegen Kali Wintershall 124(125¼). Berlin: Aktien und Renten ungregelmäßig * Berlin, 18. Juli. Entſprechend dem im Verlauf der Woche im allgemeinen verhältnismäßig ruhigen Geſchäft blieben die Umſätze auch im Samstagverkehr eng begrenzt. Auch heute zeigte ſich wieder das Beſtreben des berufsmäßigen Börſenhandels, Sonderbewegungen in ſolchen Papieren zu entwickeln, die in den letzten Tagen etwas in den Hintergrund getreten waren. Nachdem die Gebiete, auf denen ſich dieſe Sonder⸗ bewegungen abſpielten, verſchiedentlich gewechſelt hatten, traten heute Orenſtein mit recht lebhaften Umſätzen und einer Steigerung von etwa 2 v. H. ſtärker in den Vorder⸗ grund; hierbei erhielt ſich lebhafteres Intereſſe für BMW, die erneut um 1½ v. H. anzogen ſowie Daimler(plus). Eine recht kräftige Steigerung hatten Rhein. Braun mit plus 6 v. H. zu verzeichnen; hierbei iſt jedoch zu berückſich⸗ tigen, daß dieſes Papier, das entgegen der ſonſt an dieſem Markt feſteren Tendenz der letzten Zeit etwas zurückgeblie⸗ ben war, nur eine Korrektur erfahren hat. Verein. Stahl⸗ werke verloren 7 v. H. Nur Rheinſtahl kamen“ v. H. höher zur Notiz. Nahezu völlig geſchäftslos lagen Kali⸗ und chemiſche Werte. Farben eröffneten wenig verändert mit 1706. Auch an den übrigen Märkten waren mit Aus⸗ nahme von Berger(minus 17), Aſchaffenburger Zellſtoff, Waldhof und Muag lie minus v..), kaum über v. H. hinausgehende Schwankungen zu beobachten. Am Ren⸗ tenmarkt unterlagen Umſchuldungsanleihe, die ſich in den letzten Tagen recht gut erholt hatten, heute erſtmals wieder einer Ermäßigung um 15 Pfg. auf 88,30. Die Altbeſitz⸗ anleihe ging um 17¼ Pfg. auf 112,70 zurück. Im Verlaufe blieb es am Aktienmarkt weiter ſehr ſtill⸗ Kursmäßig traten größere Veränderungen nicht ein. Mon⸗ tanwerte konnten ſich leicht erholen, ſo Höſch um 76, Man⸗ nesmann, Harpener und Verein. Stahlwerke um je v. H. Dagegen gaben Daimler und BMW je, Farben v. Intereſſe erhielt ſich für Orenſtein und Berliner Maſchinen. Am Kaſſa⸗Rentenmarkt waren Liquidations⸗ pfandbriefe überwiegend erholt. Bei den Länderanleihen wurden wieder einige Altbeſitz, ſo u. a. Hamburger, um 15 Pfg. höher bewertet. Schutzgebiete zogen erneut um 10 Pfg. an. Die induſtriellen Schuldverſchreibungen lagen gut behauptet. Am Markt der zu Einheitskurſen gehondelten Aktien konnten Commerzbank den Pariſtand heute um 4 v. H. überſchreiten. DD⸗Bank und Dresdner Bank blieben un⸗ verändert. Von den per Kaſſe gehandelten Induſtrie⸗ papieren zogen Hindrichs u. Auffermann um 276, Riedel und Mundlos bei Repartierung um 5 bzw. 694 v. H. an. Die Steuergutſcheine blieben unverändert. Reichsſchuldbuchforderungen, Ausgabe 1: 1987er 101,12 G; 1938er 99,87 G; 1939er 99,37 G; 1940er 98,75 G; 1941er 98,37 G; 1942er 98 G; 1943er 97,75 G; 1944er 97,62 G 98,5 B; 1945er bis 1948er je 97,62 G. Ausgabe 2: 1937er 111 G. Wiederaufbauanleihe 1944/45er 69,62 G; 1946/48er 69,62 G 70,37 B. Aproz. Umſchuld.⸗Verband 87,925 G 88,675 B. Gegen Börſenſchluß traten keine weiteren Veränderun⸗ gen mehr ein. Farben gingen mit 17056 aus dem Ver⸗ kehr, Montane konnten ſich teilweiſe weiter erholen. Da⸗ gegen bröckelten Aſchafſenburger Zellſtoff weiter ab. Nach⸗ börslich blieb es ſtill. Geld- und Devisenmarkf Pfund weiter befeſtigt * Berlin, 18. Juli. Am Geldmarkt trat heute eine Aen⸗ derung der Lage nicht ein. Da die Einzahlungen auf die letzte Reichsanleiheemiſſion noch bis zum 24. ö. M. vor⸗ genommen werden können, war der vorübergehende Bedarf immer noch verhältnismäßig ſtark, ſo daß die Blanko⸗ tagesgelöſätze unter 24—3 v. H. nicht heruntergingen. Im Wechſelgeſchäft halten ſich Angebot und Nachfrage etwa die Waage. In den ſonſtigen erſtklaſſigen Anlagen blieben die Umſätze nur gering. Der Privatdiskontſatz wurde bei 27 v. H. belaſſen. Im internationalen Deviſenverkehr ſetzte ſich die Be⸗ feſtigung der angelſächſiſchen Valuten, insbeſondere des engliſchen Pfundes, fort. Die Amſterdamer Notiz lautete zunächſt auf 7,386(7,3756), die Züricher auf 15,364 und die Pariſer auf 75,95(75,81). Der Dollar notierte in Paris 15,09/(15,0794), war aber in Amſterdam und Zürich kaum verändert. Bei den Goldvaluten verharrte der franzöſiſche Franken etwa auf geſtriger Baſis. Der holländiſche Gulden und der Schweizer Franken zeigten unter dem Eindruck des anhaltenden Goldrückfluſſes bei den Notenbanken eine wei⸗ tere leichte Erholung. Oiskontsatz: feichsbank 4, Lombard 5, Privat 3 v. H. Dis⸗ 17. Juli 18. Juli SS Geld Brief Geld Brief 20.95 12.760/ 12790 12.770 12.800 Aehententen 1872 9678)/.558/.87 Helgien. 100 ede?2 658/, 49 400, 4929 42000 Braſilien„ 1 Milrei 502.142] 0,144] 0,142] 0,144 Bulgarien. 100 Leva 6 3055.047].058[ 3047 3055 Canada ikan. Dollar 4,1.478 2492[ 2478.482 Dänemark 100Kronen 3½ 11250355.63 55,75 55.68 55,80 Danzig. 100 Gulden 5 8¹.72 46,80, 46.90. 46,80,46,90 England.. 1Pfund 2 20.42 12.460 12,490 12,4700 12.500 Eſtland. 100 eſtn. Kr. 4½ 112.509 67.98.68.07, 67.93.68.07 Finnland 100finnl. N. 4 10⁵37.480.500 5,4950 8,505 Frankreich 100 Fres. 6 16.44 15.435/16.75 165.0 16,470 Griechenland 100 Dr..459.353/.3572.858/.357) Holland. 100 Gulden ¼ 168.75 168.93 169.27 168.920/169.260 ran(Teheranſ ſehle 489 15,48 15,52 838 8 sland.. 100 fel. Kr. 535* 558 5500 55.9 55, talien... 1008ire 2½22004 18.55 19.57/ 19.53.1957 Fapan.. iden 328 2052 5/70/ 9/78 90727 9729 ugoſlavien00 Dinar 5 81,00 5,684 5,66 5,554 5,55 ettland.. 100 Latts- 6 80,9261.0830.92 6105 Litauen.. 100 Litas 6.98 41,9542.03[41,94.02 Norwegen 100Kronen 3/ 412,50 62.64 62/ 62.67 62.79 Oeſterreich 100 Schill. 3/½ 159.07 48.95 49.0548.9549.05 Polen. 100 Sloty 5 047 46680,46.90,45.80 90 Wortugai 100CScudo 5 58, I1.320/ 1180 1130 11350 nien. 100 63⁴ 211 2455( 2492.488.492 weden 160 Kr. 2½ 112,24 64,24 64.30 6⁴.80 42 Schweiz. 100Franken( 272 81,00 81.17581.33[S1.K781.33 echoſlowakeito0,„ Tüster„Itürl. Pfd. 574 18,450.9780 1,982.9780 1,982 ekgnen 10e, e Uruguay. 1Goldpeſoſ 5 20 ter. Staaten 10ler 1.98.4801.484 1.480].484 * Frankfurt, 18. Juli. Tagesgeld etwas leichter mit 294 (3) v. H. * Von der Frankfurter Börſe. Vom 17. Juli 1936 ab wird die aproz. Polniſche Eiſenbahn⸗Anleihe von 1935 ausſchließlich des am 1. Juli 1936 fällig geweſenen Zinsſcheins an der hieſigen Börſe gehandelt und notiert. (Worms) und Dr. jur. Max Heſſe(DD⸗Bank Mann⸗ heim) wurden wiedergewählt. * Heſſen⸗Naſſaniſche Gas⸗AG., Frankfurt a. M. Die zur Gruppe der Thüringer Gas⸗AG. gehörende Heſſen⸗Naſſau⸗ iſche Gas⸗AG., Frankfurt a.., berichtet für das Geſchäfts⸗ jahr 1985, daß die leichte Aufwärtsentwicklung im Gas⸗ geſchäft angehalten hat. Insgeſamt iſt die Gasabgabe zwar von 8,37 Mill. ebm i. V. auf 8,24 Mill. obm zurückgegan⸗ gen, jedoch ſei der Rückgang von 1,5 v. H. hauptſächlich auf eine Einſchränkung der Gasſtraßenbeleuchtung zurückzufüh⸗ ren, während auf den anderen Gebrauchsgebieten eine kleine Zunahme zu verzeichnen war. Die Einnahmen aus dem Gasverkauf gingen gegenüber dem Vorjahr um 0,25 v. H. zurück, was auf Preisnachläſſe zurückzuführen iſt. Die Zahl der Gasabnehmer ſtieg auf 27 500(27 233). Im Be⸗ richtsjahre ſtieg der verkaufsfähige Koksanfall auf 22 482 (20 016) To. Das Koksgeſchäft wurde weiter ausgebaut bei gegenüber dem Vorjahre geſtiegenen Durchſchnittserlöſen. Teeranfall und Benzolerzeugung waren höher. Der Brutto⸗ ertrag wird mit 1,55(1,51) Mill./ ausgewieſen, wobei zu berückſichtigen iſt, daß die Bruttoerträge der Jahre 1934 und 1935 nicht ohne weiteres vergleichbar ſind, weil im Berichts⸗ jahr für Roh⸗, Hilfs⸗ und Betriebsſtoffe weitergehende Sal⸗ dierungen vorgenommen wurden als im Vorjahre. Betei⸗ ligungserträge erbrachten unv. 0,01, außerordentliche Er⸗ träge 0,03(0,02), Kapitalerträge 0,01(i. V. ſonſtige Ein⸗ nahmen 0,16) Mill. 4. Nach Abzug aller Aufwendungen ſowie nach Abſchreibungen auf Anlagen von 0,245(0,249) Mill./ und anderen Abſchreibungen von 0,021(0,087) Mill. Mark ergibt ſich einſchließlich Vortrag ein Reingewinn von 250 990(283 655) /, aus dem 4()) v. H. Dividende aus⸗ geſchüttet werden ſollen. 15 000(wie i..) werden der geſetzlichen Reſerve zugeführt. In der Bilanz(alles in Mill. /) ſtehen das AK. mit unv. 6,0, der Reſervefonds mit 0,260(0,245), Rückſtellungen mit 0,089(0,071), Wertberich⸗ tigungen mit 2,1(1,87) zu Buch. Unter Verbindlichkeiten ſteht der Schweizer Frankenkredit mit 0,76(0,86) ein; im laufenden Jahr wurden weitere 0,52 zurückbezahlt. Dar⸗ lehen betragen 0,11(0,10), Warenſchulden 0,06(0,09), Kon⸗ zernſchulden 0,12(0,11), die ſonſtigen Verbindlichkeiten 05 (0,01). Andererſeits ſtellen ſich das Anlagevermögen auf 7,74(7,68), Beteiligungen auf 0,81(0,83), Vorräte auf 0,14 (0,20), Außenſtände auf 3,34(0,29), Forderungen an Kon⸗ zerngeſellſchaften 0,66(0,41), Bankguthaben auf 0,13(0,06). War für das abgelaufene Jahr mit Rückſicht auf gewiſſe Rückſtellungen der Reingewinn etwas zurückgegangen, ſo wird über die Ausſichten des laufenden Jahres berichtet, daß die Einnahmen aus dem Geſchäft infolge von Preis⸗ nachläſſen weiter abſinken. Bei der jetzigen Entwicklung der Gasabgabe hofft man wenigſtens auf Teilausgleich des dadurch bringten Ausfalls.(GV. am 27. Juli.) * Lahnkraftwerke AG., Limburg/ Lahn. Die Lahnkraft⸗ werke AG., Limburg/ Lahn, deren Aktienkapital von 2,5 Mill./ ſich mit 1,75 Mill.„ in den Händen öffentlicher Verbände befindet, berichtet für das Geſchäftsjahr 1935, daß der Betrieb ihres Waſſerkraftwerkes Cramberg, den die Mainkraftwerke AG. führt, ohne Störung abgewickelt wurde. Es wurden rund 11,22(8,85) Mill. kWh abgegeben bei einer monatlichen Höchſtleiſtung von rund 1,62(1,93) Mill. kWh und einer monatlichen Mindeſtleiſtung von 177 700(184600) kWh. Bei Abſchreibungen von insgeſamt 0,091(0,075) Mill./ ergibt ſich einſchl. 12 344(8 939)%1 Vortrag ein Reingewinn von 118 850(117 786) /4. Hieraus ſollen, wie bereits gemeldet, unverändert 4 v. H. Dividende ausgeſchüttet werden. In der Bilanz ſteht der Poſten Bau⸗ koſten des Waſſerkraftwerkes Cramberg, das Eigentum des Reiches iſt, und von dem die Geſellſchaft das Nutzungsrecht bis 1998 hat, mit 6,39(6,38) Mill. zu Buch. Forderun⸗ gen gegenüber naheſtehenden Geſellſchaften und Verbänden betragen 0,35(0,35) Mill. /. Bankguthaben erhöhten ſich auf 0,05(0,03) Mill.. Andererſeits ſtellen ſich bei unv. 2,5 Mill.% Aktienkapital die Verbindlichkeiten auf ins⸗ geſamt 3,67(3,80) Mill. /, darunter betragen Banktratten und Darlehen unv. 2,08, Kursrücklage ebenfalls unv. 1,38. Langfriſtige Darlehen der Aktionäre ermäßigten ſich auf 0,19(0,30), Verbindlichkeiten gegenüber der Konzerngeſell⸗ ſchaft und naheſtehenden Verbänden erhöhten ſich dagegen auf 0,016(0,014) Mill. J. Ach für Haus⸗ und Grundbeſitz, Leipzig.— Wieder dividendenlos Die Ac für Haus⸗ und Grunöbeſitz, Leip⸗ zig, die ihr Aktienkapital im Vorjahre von 8,0 auf 10 Mill./ unter Ausgabe von 6,0 Mill./ 4 v. H. Obliga⸗ tionen an die Aktionäre herabſetzte, wird für 1935 wieder ohne Dividende bleiben. Der erzielte Reingewinn ſoll vorgetragen werden(i. V. wurde ein Reingewinn von 2833/ ausgewieſen, der ſich um den Vortrag auf 330 395 Mark erhöhte). Hiervon wurden je 0,15 Mill./ der ge⸗ ſetzlichen Reſerve und dem Wertberichtigungskonto zuge⸗ führt; der Reſt wurde auf neue Rechnung übernommen. Der Buchgewinn aus der Kapitalherabſetzung wurde mit 1,0 Mill.% zur Bildung einer Rücklage verwandt.) * Branntweinerzeugung und ⸗abſatz im dritten Viertel des Betriebsjahres 1935/36. Im dritten Viertel des Be⸗ triebsjahres 1935/6 ſind nach Angaben des Reichsmonopol⸗ amts in Eigenbrennereien 633 451 Hektoliter Weingeiſt und in den Monopolbrennereien 151 167 Hektoliter hergeſtellt worden(gegenüber 1 304 580 Hektoliter und 155 853 Hekto⸗ liter im zweiten Viertel). Die Beſtände der Reichsmonopol⸗ verwaltung an unverarbeitetem Branntwein betrugen am Beginn des Vierteljahres 1818 563(1 256 497) Hektoliter. Der Geſamtzugang ſtellt ſich auf 776 848(1410 498) Hekto⸗ liter und der Geſamtabgang auf 1018 920(848 427) Hekto⸗ liter, ſo daß die Beſtände der Reichsmonopolverwaltung an unverarbeitetem Branntwein am Schluß des Berichtsver⸗ teljahres eine Ermäßigung auf 1576491(1 818 563) Hekto⸗ liter aufweiſen. Von dem Geſamtabſatz der Berichtszeit wurden an Trinkbranntweinherſteller 101876(110 281) Hektoliter und ferner 571054(455 037) Hektoliter für Treib⸗ ſtoffzwecke abgegeben. In Eigenlagern waren am Schluß 60.002(53 026) Hektoliter Weingeiſt vor⸗ anden. * Paſſivſaldo der franzöſiſchen Außenhandelsbilanz wei⸗ ter geſtiegen. Die franzöſiſche Außenhandelsſtatiſtik weiſt die Einfuhr nach Frankreich in den erſten ſechs Monaten des Jahres 1936 mit 23,4 Mill. To, im Werte von 11 952,6 Mill. Franken aus, was gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Erhöhung um 1,3 Mill. To. und um .355,4 Mill. Franken darſtellt. Die Ausfuhr belief ſich in den erſten ſechs Monaten 1996 auf 14,6 Mill. To. im Werte von 7172,4 Mill. Franken, d. h. gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres iſt ein Rückgang um 23 212 To. und um 730,6 Mill. Franken zu verzeichnen. Im Juni 1996 belief ſich der Wert der Einſuhr auf 1831,5 Mill. Franken, der der Ausfuhr auf 1131,1 Mill. Franken. 0 Einwohnern) Sonntags-Ausgabe Nr. 326 Eniwicklung der Gemeindesieuern Aus den in„Wirtſchaft und Statiſtik“ veröffentlichten Ergebniſſen der kaſſenmäßigen Steuereinnahmen der Läm⸗ der und Gemeinden kann die Einnahmenbewegung bei den Gemeindeſteuern jetzt bis März d. J. überſehen werden. Kennzeichnend für die Entwicklung iſt das Anwachſen der Einnahmen bei nahezu allen Steuerarten.. Die verhältnismäßig ſtärkſte Steigerung iſt, ſowohl ab⸗ ſolut als auch relativ, bei den gemeindlichen Gewerbe⸗ ſteuern eingetreten, die 1935/36 mit einer Geſamteinnahme von 544,1 Mill. um 120,8 Mill. oder 28,5 v. H. über dem Vorjahr lagen. Die Einnahmen aus der Grund⸗ und Gebäudeſtener, dis durch die Ermäßigungen für den Neuhausbeſitz nicht allzu ſtark berührt werden, lagen 1935/36 mit 672 Mill. etwas über Vorjahrshöhe. Sprunghaft geſtiegen iſt das Aufkom⸗ men aus dem Zuſchlag zur Grunderwerb⸗ und Wertzuwachs⸗ ſteuer, nämlich von rund 47 Mill. 4 1934/35 auf 60 Mill. 1935/36. Bürgerſteuer(1935/36: 330 Mill.%/) und Ver⸗ brauchsſtenern ſpiegeln mit wachſenden Einnahmen die Verbeſſerung der Einkommens⸗ und Verbrauchslage wider. Auch die Vergnügungsſtener(1935/36: 33 Mill. /) hat trotz weitgehender Ermäßigung für kulturell und politiſch wertvolle Darbietungen ſteigende Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr gebracht(plus 8,6 v..); rund die Hälfte der Vergnügungsſteuer entfällt auf die Steuer„für die Vor⸗ führung von Biloſtreifen“(Kinoſteuer). Bei dieſem Teil der Vergnügungsſteuer iſt eine Mehreinnahme gegen 1934/35 um rund 12 v. H. feſtzuſtellen. Eine Sonderſtellung nimmt die Hauszinsſtener ein Ein Viertel des Aufkommens dieſer Steuer iſt für eine Reichs⸗ anleihe für Zwecke des Wohnungsbaues in Anſpruch ge⸗ nommen. Der Einnahmeausfall, der dadurch für die Ge⸗ meinden und Gemeindeverbände entſtand, iſt jedoch durch die Mehreinnahme bei den oben genannten Gemeinde⸗ ſteuern ausgeglichen worden. Insgeſamt hatten die Gemeinden(mit mehr als 5000 und die Gemeindeverbände 1935/96 eine Mehreinnahme von 98,5 Mill./ oder 5 v. H. aus Ge⸗ meindeſteuern leinſchl. Landesſteuerüberweiſungen) zu ver⸗ zeichnen. Waren und Märkie S Rotterdamer Getreidekurſe vom 18. Juli.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen lin Hfl. per 100 Kilo) Juli 5,45, Sept, 5,25, Nov., Jan. je 5,10.— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Juli 70; Sept., Nov., Jan. je 67,00. Magdeburger Zuckernotierungen vom 18. Juli.(Eig. Dr.) Unverändert; Tendenz ruhig.— Gemahl. Mehlis per Juli 32,277—87947 Auguſt 92,40—32,507 Tendenz ſt etig; Wetter warm, ſchön. SE Bremer Baumwolle vom 18. Juli.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Midol.(Schluß) loko 15,38. Liverpooler Baumwollkurſe vom 18. Juli.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Mioͤdl.(Schluß) Juli(36) 704; Auguſt 689, Sept. 675; Okt. 664, Nov. 654; Dez. 651 Jan.(87) 649, Febr., März je 648;, April 647, Maf 646 Juni 643; Juli 641; Okt. 615; Jan.(38) 609; Febr., März je 608; Loko 740; Tagesimport 700; Tendenz ſtetig. Hamburger Schmalznotierungen vom 18. Juli.(Eig. Dr.) Tendenz ruhig; Amerikaniſch Steamlard tranſito ab —— e Standardmarken ffn. per iſten mit je ilo netto tranſ. 9 Berliner Metalluotierungen vom 18. Juli.(Eig. Dr. Amtlich notierten in/ ie 100 Kilo: Siererct (wirebars) prompt 53; Standarkkupfer loko 47,50; Originalbüttenweichblei und Standard⸗Blei per Juli je 20,50; Originalhüttenrohzink ab nordd. Stationen 17,75; Standardzink 17,75. * Obſtgroßmarkt Weinheim. Sauerkirſchen 1830 Zwerſchgen 27—32, Pflauen 22—27, Stachelbeeren 11—18, Johamnisbeeren 13—45, Himbeeren 30—33, Brombecren 29—30, Birnen 14—28, Aepfel 10—32, Pfirſiche 20—36. Tomaten 24—26, Bohnen—11, Erbſen 12. Anſuhr 6⁵0 Zentner. Nachfrage gut. * BVieh⸗ und Schweinemärkte. Lörcach. Zufuhr 5² Stück. Preiſe: Ochſen 500—650, Kühe 400—680, Kal⸗ binnen 500—650, Rinder 200—380 /. Schweinemarkt: Zu⸗ fuhr: 166 Stück. Preiſe: Ferkel bis ſechs Wochen 35 bis 40, über ſechs Wochen 48—53, Läufer über 13 Wo⸗ chen 90—100/ je Paar.— Crailsheim. Zufuhr: 7 Läufer, 564 Milchſchweine. Preiſe: Läuſer 80—110, Milchſchweine 40—56/ das Paar. Handel lebhaft.— Kandern. Zufuhr: 147 Stück Groß⸗ und Jungpieh. Preiſe: Für große Ochſen 500—650, für mittlere 450—580, Nutzkühe 450—580, trächtige Kalbinnen 450—580, Jung⸗ vieh über ein Jahr 250—350 /, unter einem Fahr 180 bis 250. Der Handel war langſam. Schweinemarkt: Zufuhr: 256 Milch⸗ und 26 Läuferſchweine. Preiſe: Milchſchweine 35—45, ſtärkere 45—55 je Paar, Läufer 70—80 je Paar. Handel mittelmäßig. * Von den badiſchen Schlachtviehmärkten. Der Groß⸗ viehauftrieb auf den badiſchen Schlachtviehmärkten hielt ſich ungefähr auf der gleichen Höhe der Vorwoche. Die Suali⸗ tät der Tiere war mit Ausnahme der Kühe gut. Der Auf⸗ trieb an Kälbern und Schweinen war genügend; zum Teil blieb bei Kälbern ein Ueberſtand. Die Qualität konnte bei dieſen Tiergattungen befriedigen. Für die kommenden Wochen iſt eine langſame Beſſerung der Auftriebe von Großvieh zu erwarten, Kälber und Schweine werden auch weiterhin in ausreichender Menge auf dem Markt ſein. uncl e Kallen Kel Nämlich die eilig benötigte Telephon⸗ nummer Ihres Kunden oder Lieferanten. Und das trotz der vielen tauſend Nummern, die das annheimer Ortsfern⸗ ſprechbuch umfaßt! Das macht das praktiſche Greif⸗Regiſter, mit das ſoeben erſchienene Mann⸗ heimer E buch verſehen iſt. 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Vereinzelte Poſten prima Haller⸗ tauer und auch Gebirgshopfen wurden vom Kunoſchafts⸗ handel übernommen, und zwar Hallertauer zu den feſten Preiſen von 200—290/ und Gebirgshopfen zu 170/ je Zentner. Als Hauptkäufer trat der Export auf, und zwar in der Hauptſache für Rechnung für USA. Dieſe erhöhte Nachfrage iſt darauf zurückzuführen, daß in Amerika infolge der großen Hitze die ſogen. rote Spinne ſtark überhand ge⸗ nommen hat und das diesjährige Ernteergebnis ſehr ge⸗ fährdete. Es entfällt daher auch der weitaus größere Teil des dieswöchigen Umſatzes auf den Amerika⸗Export. Im Exportverkehr ſind die Preiſe durchwegs ſehr feſt geblieben; bezahlt wurden für Hallertauer 85—93 /, für Württember⸗ ger, Rheinpfälzer und Aiſchgründer je 80/ und für Ge⸗ birgshopfen 78/ je Zentner. Der Markt ſchloß in leb⸗ hafter Geſchäftsſtimmung. In Deutſchland betragen die Hopfenbeſtände aus der Ernte 1935 immer noch rund 15 000 Zenter, wozu noch etwa 4500 Zentner 1933er Hopfen kommen. Während in Deutſch⸗ Jand die Vorräte der Brauwirtſchaft durch Pflichtein⸗ lagerung bis 1. April 1937 reichen werden, ſind die Be⸗ ſtände in den Brauereien der übrigen Länder kleiner als normal anzuſehen, insbeſondere dort, wo die gehobene Bierproduktion weiterhin ſteigende Tendenz aufweiſt. Die anhaltende Nachfrage nach Hopfen in den gegenwärtigen Sommermonaten iſt darauf zurückzuführen und läßt auch für die kommende Ernte wieder gute Nachfrage erwarten. Für die Weiterentwicklung der Hopfenpflanze war das Wetter der letzten Woche nur günſtig. Der Stand der An⸗ Lagen iſt weit mehr ausgeglichen und entſprechend dem gegenwärtigen Vegetationszeitpunkt zufriedenſtellend. Die bis ͤͤrei Wochen werden, je nachdem ſich die Witterung wei⸗ tergeſtaltet, den Ernteausfall entſcheiden. Am Saazer Markte war die Geſchäftslage eine ruhige, zumal es auch am Angebot fehlt und faſt keine Vorräte mehr vorhanden ſind. Notierungen von 900—1050 Kronen. Auch in Belgien ziemlich unverändert ruhige Geſchäftslage bei Notierungen von 230—500 Franken.— Im Elſaß blieb die Nachfrage weiterhin gut, das gleiche gilt auch vom übri⸗ gen franzöſiſchen Markt; Notierungen je nach Qualität und Herkunft von 180—620 Franken. Erläuierungen zur 18. Bekannimachung des Werberaies In der„Wirtſchaftswerbung“, dem Mitteilungsblatt des Werberates der deutſchen Wirtſchaft, werden einige Erläuterungen gegeben, denen wir u. a. folgendes ent⸗ nehmen: Während der Werberat die Hauptwerbemittel ſchon vor längerer Zeit regelte und die betreffenden Werber ſeitdem laufend beauſſichtigt, um die früher vor⸗ handenen Mängel(z. B. Preisuntreue, falſche Auflagen⸗ angaben) für immer unmöglich zu machen, hat ſich in letzter Zeit eine neue Werbeart, nämlich das gewerbs⸗ mäßige Austragen von Druckſchriften werbungtreibender Firmen ſtark ausgebreitet, ohne bis⸗ her einer genügenden Kontrolle unterworfen zu ſein. Es zeigten ſich bald gewiſſe Mißſtände, die beſonders darin zu ſuchen ſind, daß unzuverläſſige oder ſachlich ungeeignete Perſonen glaubten, hier eine neue Ver⸗ dienſtmöglichkeit entdeckt zu haben, ohne andererſeits bei der Führung ihres Geſchäftes die nötige Sorgfalt wal⸗ ten zu laſſen. Die nunmehr auch für dieſe Art der Werbung eingeführte Genehmigungspflicht gibt dem Werberat die Möglichkeit, regelnd einzugreifen und die Entwicklung dieſer Art der Werbung in ſeinem Sinne zu lenken. Die nach Ziffer 1 der 18. Bekanntmachung notwendige Genehmigung muß ſpäteſtens bis zum 1. Sep⸗ tember 1936(Tag des Inkrafttvetens dieſer Ziffer) vor⸗ liegen. Es empfiehlt ſich daher, die in Ziffer 1, Ab⸗ ſatz 2 erwähnten Formblätter rechtzeitig anzufordern und ausgefüllt beim Werberat einzureichen. Alle ſchon insgeſamt ooͤer einzeln erteilten Genehmigungen zur Durchführung von Werbung durch Austragen von Werbe⸗ ſchriften ſind mit dem Tage der Veröfſentlichung der frühgeſchnittenen Gärten zeigen bereits Blütenanſatz, nur laſſen meiſt die Seitentriebe noch zu wünſchen übrig. Peronoſpora iſt nur noch vereinzelt zu finden, ebenſo Blatt⸗ läuſe; es wird weiter fleißig geſpritzt. Die nächſten zwei 18. Bekanntmachung erloſchen. Vorliegende Aufträge dürfen jedoch trotzdem abgewickelt werden. Mit„Aus⸗ tragen von„Werbedruckſchriften“ iſt jede Art der Ver⸗ teilung von Haus zu Haus gemeint. 00PJPP0PGPGPPPGPPPPPPPPPGGGGGGGGPCGGGGPGPGPGPGPGPGPPPPPPPPPPPPPPPP—PPP————————TTT——————————— * Zunehmende Einlagenbewegung bei den bayeriſchen Sparkaſſen im Juni 1936. Nach Mitteilung des Statiſti⸗ ſchen Landesamts beliefen ſich die Spareinlagen bei den bayeriſchen Sparkaſſen Ende auf 1172,6 Mill. Reichs⸗ mark gegenüber 1167,2 Mill. Ende Mai. Die Sparein⸗ lagen haben hiernach um 5,4 Mill./ zugenommen. Die Giroeinlagen und Depoſiten wieſen Ende einen Stand von 205,0 Mill./ auf gegen 197,7 Mill. im Vormonat. „ Reiſeverkehr nach den Bädern des Memelgebietes. Nachdem das für den Reiſeverkehr nach den Bädern des Memelgebietes verfügbare Kontingent erſchöpft iſt, hat der Veiter der Reichsſtelle für Deviſenbewirtſchaftung die durch Ré 69/36 D. St.—Ue.St. getroffene Anordnung, nach der die Mitnahme von Hartgelobeträgen bis zu 200/ je Per⸗ ſon nach dieſen Bädern zugelaſſen war, durch RE 102/6 * mit Ablauf des 19. Juli 1936 Kraft eſe * 32. Hamburger Textil⸗Muſtermeſſe. Der Präſident des Werberates der deutſchen Wirtſchaft hat die Veranſtaltung der 32. Hamburger Textil⸗Muſtermeſſe für Sonntag, den 5 September 1936 in den Ausſtellungshallen des Zoo ge⸗ migt. Der Meſſe⸗Ausſchuß der Ortsgruppe Groß⸗Ham⸗ im Reichsbund des Textil⸗Einzelhandels hat bereits die Vorarbeiten aufgenommen. Die letzte Hamburger Tex⸗ tül⸗Muſtermeſſe im Februar d. J. war von annähernd 500 Ausſtellern der Textil⸗ und Bekleidungsinduſtrie ſowie des Großhandels beſchickt. Damit hat die Beteiligung an der Meſſe ihren Aufſchwung während der letzten Jahre weiter fortgeſetzt. Die Hamburger Textil⸗Muſtermeſſe hat im Laufe der Jahre einen feſten Ausſteller⸗ und Einkäuferkreis gewonnen, der durch die organiſatoriſchen Zuſammenfaſſun⸗ meſſe einen ſtarken Erfolg für alle beteiligten Wirtſchafts⸗ kreiſe bringen wird. * Notruf der elſäſſiſchen Maſchinenbaninduſtrie an die Pariſer Regierung. Die elſäſſiſche Maſchinenbau⸗Induſtrie hat ſich in mehreren Eingaben um dringende Hilfe für ihren Export und Binnenumſatz nach Paris gewandt, Infolge der Verteuerung der Geſtehungskoſten von 25 v. H. auf 28 v. H. ſei die Ausfuhr unmöglich geworden. Da bereits ſeit ſechs bis ſieben Jahren mit Verluſt gearbeitet worden iſt, ſeien auch keinerlei Reſerven vorhanden. Es wird von der Re⸗ gierung eine Genehmigung zum Maſchinenaufkauf im Ausland und Steuerfreiheit für die Moderniſierung der Betriebe, Gewährung von Exportprämien und Auszahlung der durch Exportaufträge eingeſparten Arbeitsloſenunter⸗ ſtützung an die Induſtriellen gefordert. In ganz beſonderer Notlage befinde ſich der Textilmaſchinenbau, der im Ober⸗ elſaß vorübergehend 7000 Arbeiter beſchäftigte und jetzt nur noch eine Belegſchaft von 2500 Mann aufweiſe. Eine Reihe von Betrieben hätte bereits ihre Tore ſchließen müſſen. Falls nicht in allerkürzeſter Zeit eine wirkſame Hilfe ein⸗ trete, ſei mit der Stillegung von ganzen An lagen zu rechnen. *. Der Warenaustauſch Frankreich—„Italien noch nicht wieder im Gange. Obgleich die Sanktionen gegen Italien mit dem 15 Juli außer Kraft getreten ſind, hat der Waren⸗ austauſch zwiſchen Frankreich und Italien noch nicht wieder eingeſetzt. Man weiſt in dieſem Zuſammenhang darauf hin, daß die Kontingentierungsbeſtimmungen ſowohl in Italien als auch in Frankreich weiterbeſtehen und daß augenblicklich zwiſchen den beiden Ländern Verhandlungen gen der neueren Zeit noch verbreitert und gefeſtigt iſt. Es über die Einfuhrlizenzen geführt werden. Man rechnet daher auch nicht damit, daß der normale Warenaustauſch den er vor faſt Jahresfriſt in Düſſeldorf nicht beſiegen Der Die letzten vorolympiſchen Wochen ſtehen in allen euro⸗ päiſchen Ländern im Zeichen der Endausſcheidungen für die Spiele in Berlin. Auch in Deutſchland bilden die am Samstag und Sonntag zum Austrag kommenden Meiſter⸗ ſchaften der Schwimmer, Ruderer und Kanuten die Grund⸗ lage für die Aufſtellung der Olympia⸗Mannſchaft in dieſen Sportarten. Die Schwimmer ermitteln ihre Meiſter und Meiſterinnen in Halber⸗ ſtadt. Alles, was nur irgendwie Ausſicht auf eine Ein⸗ reihung in die deutſche Olympia⸗Mannſchaft hat, iſt am Start. Bis auf Winfried Mahraun, die Europameiſterin Hertha Schieche verteidigen alle Vorjahrsmeiſter ihre Titel. Den Abſchluß eines jeden Kampftages bildet ein Waſſer⸗ ballſpiel zwiſchen den Mitgliedern der Olympia⸗Kernmann⸗ ſchaft.— Die Titelkämpfe der Ruderer werden auf der olympiſchen Regatta⸗Bahn in Grünau durch⸗ geführt. Das Meldeergebnis iſt ganz hervorragend aus⸗ gefallen: 26 Vereine entſenden 168 Ruderer und Steuer⸗ leute. Alle Spitzenkönner, die in den letzten Regatten, in Mannheim, Mainz, Hamburg und Grünau, eine Rolle ſpielten, erſcheinen auf dem Plan. Da auch hier zum letzten⸗ mal nach den beſten deutſchen Vertretern für die Spiele Ausſchau gehalten wird, beſteht für die Angehörigen der Fachamtszellen und Rudergemeinſchaften Startpflicht.— Gemeinſam mit den Ruderer⸗Titelkämpfen kommen in Grünau am Samstag und Sonntag auch die Meiſterſchaften der Kanuten zur Entſcheidung. Von 47 Vereinen aus ganz Deutſchland ſind rund 400 Fahrer angemeldet worden. Das iſt ein Rekord⸗Meldeergebnis. In allen Rennen iſt die Olympia⸗ Kernmannſchaft natürlich vollzählig vertreten, gilt es Loch auch hier, die letzte Prüfung zu beſtehen, die entſcheidend für die Zuſammenſtellung der deutſchen Olympia⸗Mann⸗ ſchaft iſt.— Ereignisreiche Tage ſtehen über das Wochen⸗ ende auch dem deutſchen Tennisſport bevor. Am Samstag, Montag und Dienstag ermitteln Deutſchland und Auſtralien, die Davispokalſieger in der Europa⸗ und Amerika⸗Zone, auf den Grasplätzen in Wi m⸗ bledon das Land, das eine Woche ſpäter an gleicher Stelle England, den Beſitzer des Davispokals, herausfordern darf. Ein:2⸗Sieg unſerer Vertreter iſt naheliegend, das Ergeb⸗ nis kann aber ebenſo in den Auſtraliern Mac Grath, Craw⸗ ford und Quiſt die Sieger ermitteln.— In Mannheim wird am Sonntag ein Internationales Turnier mit Betei⸗ ligung einiger tſchechiſcher und ungariſcher Spieler beendet und in Hanau ſteht ein Allgemeines Turnier zur Abwick⸗ lung.— Im Handball wird nach den Spielen unſerer Olympia⸗Kandidaten in Lintfort, Elberfeld, Hermannſtadt und Budapeſt am Sonn⸗ tag in Stuttgart eine weitere Prüfung veranſtaltet.— Im Fußball wird am Sonntag in Duisburg⸗Wedau der Lehrgang der deutſchen Nationalſpieler aller Vorausſicht nach mit der Nominierung der 22 Spieler für die Olympiſchen Spiele beendet.— Der im Boxſport überaus rege Gau Württemberg ſetzt'ie Ermittlung ſeiner beſten Amateure mit dem Leichtgewichts⸗Gauturnier in Stuttgart am Samstag fort. Eine weitere Amateur⸗Ver⸗ anſtaltung wird in Mannheim erledigt, wo die beſten Vertreter von Mannheim und Karlsruhe ſich in einem Städtekampf gegenüberſtehen.— Werner Selle (Köln), einſt eine deutſche Schwergewichtshoffnung, trifft in Charleroi mit dem Belgier Guſtave Limouſin zuſammen, konnte, wo es nur zu einem Unentſchieden kam.— Der Pferdeſport bringt Galopprennen in Hoppegarten(Sa.), Karlshorſt (Haupt⸗Jagdrennen), Bad Harzburg, Krefeld, München⸗ Riem und Danzig⸗Zoppot.— Ein Reit⸗, Spring⸗ und Fahr⸗ turnier kommt am Wochenende in Bad Nauheim zum Aus⸗ Sport am Sonntag Motorſport auf der muſtergültig ausgebauten Rennſtrecke bei Schotten im Vogelsberg zwei weitere Meiſterſchaftsläufe zur Deut⸗ ſchen Motorrad⸗Meiſterſchaft, und zwar in den beiden Sei⸗ tenwagenklaſſen. 130 Fahrer haben ſich für die Rennen ein⸗ geſchrieben. Alles, was im deutſchen Motorradſport einen Namen hat, iſt bei dieſer Veranſtaltung des DDaAcC ver⸗ treten.— Im Radſport geht die Olympia⸗Kernmanſchaft der Bahn am Sonntag in Hamborn an den Start. In Krefeld werden Steher⸗ rennen mit Metze, Krewer und Prieto veranſtaltet.— Auf der Straße kämpfen in allen deutſchen Gauen die Straßen⸗ fahrer um die Gaumeiſterwürde. Die„Tour de France“ bringt die 10. und 11. Strecke.— Unter Verſchiedenes ſeien die Fauſtball⸗Meiſterſchaften des Gaues Südweſt in Landau, das Gaufeſt der württembergiſchen Kraftſportler in Münſter, die Rollhockey⸗Spiele in Düſſeldorf und das Eid⸗ genöſſiſche Turnfeſt in Winterthur mit der Beteiligung einer Reihe der beſten deutſchen Gerätturner, erwähnt. Verdener Reitturnier Herrlichſtes Wetter begünſtigte am Freitag die verſchiedenen Wettbewerbe des internationalen Reit⸗ turniers in Verden. Bereits um ſieben Uhr früh wurde das Jagoͤſpringen um den„Dr.⸗He 128 ⸗Preis“ in Angriff genommen, das ſich zu einem Erfolg für Oblt. Brinkmann auf„Prinz“ geſtaltete. O It. Brinkmann kam in 65 Sekunden fehlerlos über die Bahn und ſchlug damit Wachtmeiſter Weidemann auf Argentino und Wachtmeiſter Pörſchke auf Nike und Irwiſch, die ebenfalls fehlerlos blieben, aber 66 Se⸗ kunden benötigten. Das Dreſſurſpringen, Klaſſe., um den„General⸗Grimme⸗Preis“ war als Paarrei⸗ ten ausgeſchrieben, wobei jeweils eine Reiterin und ein Reiter ein Paar bildeten. Der Sieg fiel an Frau Franke auf Trofanee und Oblt. Sachenbacher auf Nonne vor Frl. Landgraf auf Immerglück und Oblt. Menke auf Intrigantin. In der Gutpunktliſte— nunmehr——— Pörſchke mit 395 Punkten die Splk rung vor dem A. Staeck(319) und Oblt. Sachenbacher 17). Im Mittelpunkt ⸗der Nachmittags⸗Ereigniſſe beim Internationalen Verdener Reitturnier ſtand ein mit⸗ telſchweres Jagdſpringen für Amateure. Die Prü⸗ fung wurde eine 9 0 von Oblt. Menke auf Skala in der ſehr guten Zeit von 77,6 Sekunden. Den zwei⸗ ten Platz belegte Lt. Schulz auf Marmor vor Frl. Stephans auf Alfa. m„Preis von Inſterburg“, einer Dreſſurprüfung—35 Klaſſe L, hatte Oblt. Menke auf Intrigantin erneut Gelegenheit, ſein 8 unter Beweis zu ſtellen. Er ſiegte vor A. Staeck auf Immerglück⸗ und errang damit inner⸗ C591 des Verdener Turniers ſchon ſeinen neunten rfolg. Bad Harzburg(17. Juli) 1. Schlewecker⸗Jagdrennen. 2100 /, 3000 Meter: 1. Flo⸗ rette(L. Emmers); 2. Perkeo; 3. Augenſtern. Ferner: Enthuſtaſt, Rente, Ingemar, Frag Papa, Palaſtharfe, Rei⸗ her. Toto: 280, 66, 18, 20:10. Einlaufwette 508:10. 2. Preis des Land.⸗Verk.⸗Verb. Harz. 1800 /, 2000 Meter: 1. Frigga(Oblt. von Both); 2. Feengrotte; 3. Ancona; 4. Fresca. Ferner: Marſo, Grasfroſch, Silberkee, Sereniſ⸗ ſimus, Lanzenſpitze, Galala. Toto: 29, 11, 11, 14, 18:10. Einlaufwette 5210. 3. Dommes⸗Jagdrennen. 2300 /, 3000 Meter: 1. Musca (L. Regier); 2. Adelbert; 3. Wildente. Ferner: Veedol, Kurzer Kopf, Trinum, Bauerntreue, Ophioch, Trompeter. Toto: 262, 54, 29, 19:10. Einlaufwette 920:10. 4. Preis von Romkerhalle. 2300, 4000 Meter: 1. De⸗ moiſelle(Lt. v. Both); 2. Sieſta; 3. Comödiant. Ferner: Schwertknauf. Toto: 49, 19, 23:10. Einhauſwette 312:10. 5. Preis des Wirtſchaftsbundes. 3000%, 2200, Meter: 1. Wilderich(E. Grabſch); 2. Pabſt; 9. Herzober. Ferner: Pontifex, Darius, Glücksſtern, Horrido. Toto: 46, 12, 11, 14:10. Einlaufwette 84:10. 6. Caſino⸗Jagdrennen. 2500 /, 3000 Meter: 1. Jasmin (Lt. W. Haſſe); 2. Ly; 3. Sunion. Ferner: Emil, Mann⸗ teufel, Grolle nie. Toto: 18, 12, 12, 19:10. Einlaufwette 7. Rabau⸗Preis. 2500 /, 1600 Meter: 1. Campo Santo (A. Ebert); 2. Radau; 3. Casco. Ferner: Fra Diavolo, 0 iſt damit zu rechnen, daß die 32. Hamburger Textil⸗Muſter⸗ vor Ablauf eines Monats wieder einſetzen kann. trag.— Mit„Rund um Schotten“ bringt der Kameradin. Toto: 23, 13, 17:10. Einlaufwette 86:10. Frankfurt.,. 0 55— 2 9900 8. 4 0 7 0 17. 18. 4/ Darmſtadt 923792.50 inz- ½ R— adiſche 8 roßkra m....iederrh. 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Kom⸗ k..85,—88.—J4 Geſt. Una.Gt. 88.05 55 Baſt.. do. Eiſenband.I 130,) 140,31 Hotelbetrieb. 80.—88 bo. Steingutſbb......[Bebr. Stolwerck 116,1.115,1 Schantung⸗H. A 1260 1880 *3 90 0 * . Kurz, die Gegenſätze waren zu ſtart zwiſchen den beiden temperamentvollen Naturen und es kam be⸗ reits im Anfang der Vierzigerjahre zu einer ge⸗ waltſamen Löſung des einſt aus reiner gegenſeitiger Zuneigung geſchloſſenen Bundes. Franz Liſzt wandte ſeine Neigung der ſchönen Fürſtin Sayn⸗Wittgenſtein zu. Marie d' Agoult kehrte nach Paris zurück. Sie litt anfänglich ſchwer unter dem Bruch, doch beſaß ſie die Gabe, ſich durch wiſſen⸗ ſchaftliche und künſtleriſche Betätigung ablenken zu können. Ihr ſchriftſtelleriſches Talent entfaltete ſich immer ſtärker und ſchon 1845 erſchien ihr erſtes grö⸗ ßeres Werk„Neélide“, das in Romanform ein nur wenig verſchleiertes Bekenntnis ihrer Beziehungen zu Franz Liſät enthielt. Nach der Revolution von 1848 trat ſie auch als politiſche Schriftſtellerin hervor. Sie ſchrieb eine Geſchichte der Februarrevolution, ſo⸗ wie„Leitres républicaines“, in denen ſie die Ver⸗ hältniſſe während der kurzen Regierungszeit Louis Philippes einer freimütigen, oft nicht ſehr ſchmeichel⸗ haften Beurteilung unterzog. Sie veröffentlichte ihre Arbeiten gewöhnlich unter dem Pſeudonym „Daniel Stern“, und verfaßte neben belletriſtiſchen Werken in ſpäteren Jahren noch politiſche und ge⸗ ſchichtliche Bücher, die alle den feinen, klugen, ab⸗ geklärten Geiſt ihrer Autorin beweiſen. Nach einem langen, von vielen Kämpfen erfüllten Leben ſtarb Marie'Agoult im Jahre 1876. Sie war eine der intereſſanteſten, zielbewußteſten und eigenartigſten Erſcheinungen des 19 Jahrhunderts und der Künſt⸗ lerkreiſe jener Zeit, obgleich ſie von ihren Zeitgenoſ⸗ ſen oft geſchmäht und mißverſtanden wurde, Die falſche Jungfrau von Orleans von h. Schmiot⸗Ellrich Die wundervolle Laufbahn der Jeanne'Are und ihr tragiſches Ende haben Dichter aller Natio⸗ nen immer wieder beſungen. Jeder kennt ihre Ge⸗ ſchichte. Aber nur wenige wiſſen, daß es auch eine falſche Fungfrau von Orleans gegeben hat. Fünf Jahre nach dem Feuertode der Märtyrerin verbreitete ſich in Lothringen das Gerücht, Johanna ſei wieder im Lande. In Saint⸗Privat, nahe bei Metz, war ein Mäcchen aufgetaucht, das ſich für die aus dem Kerker gerettete Johanna ausgab. Die Engländer hätten, erzählte ſie, an ihrer Statt eine andere gefangengeſetzt, um ihr Entkommen vor der Oeffentlichkeit zu verbergen, und jene verbrannt. Es iſt eine alte Tatſache: Je phantaſtiſcher etwas klingt, um ſo eher wird es geglaubt. Ungeheuere Aufregung entſtand; von weither ſtrömte man her⸗ bei, die Zurückgekehrte zu ſehen. Es heißt, daß ſie verblüffende Aehnlichkeit gehabt habe mit derjeni⸗ gen, deren Rolle ſie übernommen. Um ſicher zu gehen, ließen die dortigen Edelleute Johannas Brü⸗ der kommen, Pierre und Jean de Lys, wie ſie nach ihrer Erhebung in den Adelsſtand hießen,— und dieſe erkannten merkwürdigerweiſe das Mädchen als ihre Schweſter an. Nun ſchien ein Zweiſel nicht mehr möglich. Man überhäufte die angeblich Ge⸗ rettete mit Geſchenken, man gab ihr Pferde und eine prachtvolle Rüſtung. Die Herzogin von Luxem⸗ burg lud ſie an ihren Hof nach Arlon; Ullrich von Württemberg erklärte ſich zu ihrem Beſchützer. Aber die Abenteurerin ſetzte ſich nicht, wie man etwa meinen könnte, nach dieſen Erfolgen zur Ruhe; ſie heiratete— und ſchlug ſich in der Fehde des Kurfürſten von Trier herum. Dies hatte zur Folge, daß der Erzbiſchof von Köln ſie mit dem Kirchenbann bedrohte. Danach begab ſie ſich nach Rom, um ſich vom Heiligen Stuhle anerkennen zu laſſen, was ihr mißlang. Dennoch, da ja die Er⸗ innerung an die echte Johanna noch allerorten wach war, ſchickte man die falſche mit einer Truppe Eu⸗ gens IV. gegen Mailand, im Glauben, daß auch dieſe die Armee begeiſtern könne. In dieſen Kämp⸗ ſen ſolluſte ſich ausgezeichnet haben. 9365 An der Sypitze einer Schar von Bewaffneten kehrte die Streitbare nach Frankreich zurück. In Poitu und Guyanne ſocht ſie tapfer gegen die Engländer. Gilles de Rais, der berüchtigte franzöſiſche Blau⸗ bart, in deſſen Burgverließ man ſpäter die Gerippe einer Unzahl ſeiner jugendlichen Opfer fand, über⸗ trug ihr das Kommando über ſeine Söldner. Am 18. Juli 1439, zehn Jahre nach der Be⸗ freiung der Stadt, zog ihre wiedererſtandene Rette⸗ rin unter frenetiſchem Jubel des Volkes in Orle⸗ ans ein. Ueberſchwenglich wurde ſie dort gefeiert; die Stadt gab ihr eine anſehnliche Dotation. Aber Dr. Claudius ſaß jetzt oft in der Gaſtſtube, ſein Auto ſtand draußen. Selbſt wenn er nur im Nebendorf zu tun hatte, kam er, er hatte ſeit der Fahrt aus Staſſow einen Narren an Paul Oleſſen gefreſſen. Der Schnee tropfte von den Dächern im trügeriſchen Sonnenſchein. Es war Vormittag und die Krugſtube noch leer. Von nebenan klang das Policke⸗polacke des Webſtuhls, aber nicht mehr allein. Die Dorfſtraße widerhallte von dem Getön. „Verbiete deiner Frau gefälligſt dieſe ungeſunde Arbeit!“ ſagte der dicke Doktor.„Was iſt das für ein Rückfall in alte dämliche Zeiten, der hier aus⸗ gebrochen iſt. Der alte Iſaak in Worsnitz hat alles fix und fertig auf Lager, was ſich eure Weiber hier 0 zuſammenſchuſtern, und beſſer wahrſchein⸗ 0 ich.“ „Ich kann ihr da nicht dreinreden, Herr Doktor“, ſagte Oleſſen. „Was, du willſt ein Mann ſein und kannſt deiner Frau nicht befehlen? Das ſollte mir paſieren!“ Der Doktor lehnte ſich im Stuhl zurück, lachte brüllend, daß er ſich verſchluckte, huſtete und ſchnaubte, bis er zu ſich kam. Dann binter der hoh⸗ len Hand:„Paſſiert mir nämlich ooch.“ Neuer Lachanfall. „Aber nu im Ernſt, Mann. Deine Frau iſt gu⸗ ter Hoffnung. Wenn du's dir nicht trauſt(was ich übrigens verſtehe, ſiehſte woll), ſo verbiete ich ihr das verrückte Getue.“ „Sagen Sie es ihr ſelbſt, Herr Doktor.“ „Das mach ich. Das mach ich ſelbſtverſtändlich.“ Paul ſtand plötzlich auf und ging ans Fenſter. Das fröhliche Klappern des Webſtuhls von neben⸗ an war für eine Minute das einzige Geräuſch im Raum. Dann kam er wieder, ſetzte ſich an den run⸗ den Tiſch, legte die geballte Fauſt darauf. Vor des Doktors Platz war eine große Bierlache, die er vorhin aus wankendem Bierglas bei dem Lach⸗ huſten ausgeſchüttet hatte. „Iſt's wirklich ungeſund für ſie?“ fragte er düſter. „Wenn ich dir ſage, kannſt mir ſchon glauben, Pantoffelheld“, ſpottete der Doktor. „Dann will ich's lieber ſelber zu ihr ſagen“, murmelte Oleſſen. Das Gedröhn und Gewitzel von dem alten an⸗ geheiterten Doktor paßte ihm plötzlich nicht mehr. Er dachte: Sie tut's gern. Sie hat ſoviel hier ſchon beſſer gemacht, was Mutter und ich verſaut haben. Ich hör's auch gern, das Geklapp. Er dachte: Am Ende iſt's gar nicht ungeſund, und der alte Kerl redet's mir bloß vor. Früher —— mit dieſem Triumphe ſollte das Abenteuer doch ein klägliches Ende nehmen. Die Kunde von ihrem Er⸗ ſcheinen in Frankreich war an den Hof des Königs gedrungen. Karl VII. zitierte ſie nach Paris und ließ ſie einem Kreuzverhör unterziehen. Und in die Enge getrieben, mußte die Schwindlerin und Hyſterikerin ihre Unechtheit zugeben. Das Parla⸗ ment verurteilte ſie zum Pranger— eine milde Strafe in Anbetracht der drakoniſchen Juſtiz jener Zeit. Nichtsdeſtoweniger haben auch ſpäter noch viele an ſie geglaubt. Ein Geſtändnis bedeutete ja da⸗ mals nicht viel; unter Androhung der Folter oder gar ihrer Anwendung ſagte mancher aus, was man nur von ihm wollte. DIF SONNTACS BEIHAGE OUER NEUEN MANNHEIMER ZEHITUNCER Es iſt vieles bis heute unaufgeklärt geblieben. Warum, beiſpielsweiſe, bekannten ſich die Brüder Johannas zu ihr? Weshalb legte die Mutter des Heldenmädͤchens, die in Orleans von ihrer Penſion lebte, nicht Verwahrung ein gegen das Auftreten einer Betrügerin? Und wie konnte ein Mann wie der Marſchall Gilles de Rais der Abenteurerin Glau⸗ ben ſchenken, nachdem er doch am Hofe Karls VII. die echte Johanna oft genug geſehen hatte? Ferner gab es doch auch in Orleans eine Menge Leute, die zehn Jahre zuvor die Jungfrau perſönlich gekannt hatten! Trotz dieſer Umſtände alle wurde die Hoch⸗ ſtaplerin gerade dort nicht entlarvt. Die Familie derer des Armoiſes führte bis zu ihrem Erlöſchen im vorigen Jahrhundert noch das Wappen Johan⸗ nas im Schilde— ein Zeichen, daß ſie an der Fik⸗ tion feſthielt, ihr Ahne habe die Retterin Frank⸗ reichs geheiratet. Die Behauptung, die Betrügerin ſei eine Schweſter des Heldenmädchens namens Claude geweſen, konnte nicht bewieſen werden, wenn dieſe Verſion auch die befremdende Teilnahme der Brüder hätte verſtändlicher erſcheinen laſſen und die auffallende Aehnlichkeit zwiſchen beiden Frauen erklären würde. In Frankreich hat man vor einigen Jahren die fünfhundertjährige Wiederkehr jener Tage gefeiert, an denen das Bauernmädchen von Domremy, die vom engliſchen Belagerungsheer bedͤrängte Stadt Orleans befreit und ſomit die Gefahr, daß das Land unter Fremoͤherrſchaft komme, abgewendet hat. Der falſchen Johanna, die es verſtanden hat, die Be⸗ völkerung einer ganzen Provinz zu täuſchen, wird man dabei kaum gedacht haben. Und doch reiht ſie ſich dem falſchen Waldemar der Mark Branden⸗ burg, dem falſchen Dimitri, dem angeblich aus dem Temple geretteten Dauphin und allen denen, die ſich in der Rolle längſt Verſtorbener gefielen, durch⸗ aus ebenbürtig an. Das alte Pult Von Alfred Baresel Auf dem Boden des berühmten Kunſtinſtituts fand man neulich ein altes Schreibpult. Ein Steh⸗ pult, beinahe mannshoch, mit aufklappbarem Deckel, der nicht richtig ſchloß. Auch nicht, wenn man mit der Fauſt daraufſchlug, ſo daß es dumpf dröhnend durch die Bodenräume hallte. Der Deckel ſchloß ſchon damals nicht, als das Pult noch im großen Zimmer des Erdͤgeſchoſſes ſtand, mit dem Porzellanſchild „Bureau“. Davor ſaß der Amtmann Hahn, auf einem hohen gelben Drehſchemel, und ſeine ſchwarzen Rockſchöße hingen zu beiden Seiten neben der nackten Eiſen⸗ ſpirale des Schemels herunter. Wenn der Amtmann den Schülern des Inſtituts Amtliches verkündete, mit lauter, durchdringender Stimme, ſaß er aufrecht mit⸗ ten vor dem Pult, und die Beine ruhten ſicher und —— feſt auf den kleinen Fußſtützen der hohlen Innen⸗ ſeite. Gleich nach gegebener Verordnung aber ver⸗ ſtand er es, dem Schemel eine halbe Rechtsdrehung zu übermitteln, ſeine Beine baumelten jetzt gelaſſen in der Luft, und, dem Untergebenen die volle Vor⸗ derſeite zukehrend, war er bemüht, die Strenge des Geſetzes durch ſinngemäße Auslegung und väterlich freundliche Preisgabe von Erfahrungstatſachen her⸗ abzumildern. Dies war der Sinn des Drehſchemels. Zum Beiſpiel ſo. Wenn neue Zöglinge an das Inſtitut kamen, wurden ſie von Amtmann Hahn zunächſt aus der Flanke ſcharf angefaßt:„Morgen früh um acht haben Sie Unterricht in Zimmer.“ Dann drehte ſich der Schemel, und eine milde Stimme ſagte:„Kommen Sie ſo gegen zehne vorher iſt doch keiner da.“ Denn Amtmann Hahn kannte ſeine Herren Profeſſoren von damals, wollte auch keinen Ungelegenheiten durch aqzu pflichteif⸗ rige Schüler bereiten. Aber dann knarrte der Sche⸗ mel wieder nach links, und der Amtmann ſchrieb eine Wl GSchfe Cœrl. Dletric Cerls Noch tönt Menſchenwort im Ohr, doch der Wind zerfetzt es bald. Mich umfängt der tiefe Wald, der an Nächte ſich verlor. Stämme, die im Gehn ich ſtreife, biegen ſich vor dunkler Laſt. Atem ſtrömt aus jedem Aſt, wenn ich taſtend um mich greife. Als ob fern ein Sturz geſchah, hör ich ſchware Strömze rauſchen; hör ich ſchwarze Ströme rauſchen; Tod und Leben ſind ſich nah. haben's doch alle Frauen gemacht und haben doch Kinder gekriegt. „Weiber dürfen keinen eigenen Willen haben!“ dröhte Claudius.„Das gibt immer Malheur. Sie ſollen das Herdfeuer hüten und Männertroſt ſpie⸗ len. Aber deine und meine haben leider die Selb⸗ ſtändigkeit gepachtet. Wollen wir mal tauſchen? Eine Fremde kriegt man eher zahm als die eigene“ Als Claudius weg war, ging Paul nach hinten, ſetzte ſich auf die Bank vor den Webſtuhl neben Flörke. Sie hielt inne, er ſah mit verliebten Augen, wie ſie das Schifflein mit geſchickter Hand fliegen ließ und wieder auffing. „Du ſollſt nicht weitermachen!“ ſagte er.„Der Doktor meint, es ſchadet dir.“ „Ich weiß beſſer, was mir ſchadet und was nicht“, ſagte ſie. Er war geneigt zu ſpaßen, ſie nicht. Der Web⸗ ſtuhl hatte die ganze Zeit nicht policke polacke ge⸗ ſagt, er hatte zu ihr geſprochen. Wir geben uns hier Mühe, hatte er geſagt, aber ſieh dir mal die Gaſtſtube an. Die iſt ſchon wieder genau ſo, wie ſie früher war. Die ruhigen und ſo⸗ liden Leute bleiben weg, und die Bengel, denen der erſte Schnaps zu Kopfe ſteigt, die lärmen und randalieren und in der Kreide an der Stubentür ſtehen, bis ſie weggewiſcht werden, weil ſie doch nicht bezahlen, die kommen in Haufen wieder. Nicht lange, und der Krug iſt wieder in Verruf. Und draußen geht alles gut, die Fiſcherei geht, und das Feld trägt das ſeine, und der Garten auch, und das Vieh gedeiht. Aber zuletzt wird der Gaſthof alles wieder herunterreißen. Das ſehe ich wohl, ſagte Flörke zum Webſtuhl Dies Mühen und Schaffen von mir geht verloren, Aber ich muß Paul ſeinen Spielraum laſſen. Er hat zu viel von ſeinen Eltern, und ich habe von meinen. Ich denke, ich kriege es zuxecht, daß die Wirtſchaft den Gaſthof mit tragen kann. Ja, du arbeiteſt dich tot, ſagte der Webſtuhl. Denn du weißt ganz genau, daß das viele Treten bei deinem Zuſtand nicht gut iſt. Du haſt ja Schmer⸗ zen und das iſt kein gutes Zeichen. Das überlaſſe nur mir, entgegnete Flbrte trotzig. Ich kann mich ja mit Sofie ablöſen. Aber wenn ich jetzt nicht durchſetze, was ich will, dann kann ich mit meinem kleinen Kind in den Zinner⸗ ſee gehen, heute noch, denn dann gehen wir alle mitſammen zugrunde. Wie ſie ſo weit in ihrem Geſpräch mit dem al⸗ ten Webſtuhl war, kam Paul herein, ſetzte ſich zu ihr auf die Bank und ſagte dasſelbe, was ihr auch ſchon Beſorgnis gemacht hatte, aber er ſagte es als Be⸗ ſtellung des alten vertrunkenen Doktors, der viel ſchuld daran hatte, daß Paul mehr und mehr ins Trinken geriet. Wenn der das ſagt, dann glaub ich's extra nicht, dachte ſie, beinah beruhigt. Nein, ich kann mich an ſolche Kinkerlitzchen nicht kehren. Meinetwegen will ich mich mit Sofie ab⸗ löſen, aber ich muß das tun, was ich mir ſelber ſage, und nicht mich nach anderen Anſichten richten. Denn wenn ich mich pflege wie eine Kommerzienrätin und immer auf meine Geſundheit achtete und unſer Gaſthof mit Feld und See ginge dabei zugrunde, ſo würde es mir und dem Kindchen mehr ſchaden, als wenn ich auch mal eine ungeſunde Arbeit verrichte und darunter etwas leiden muß. 7. Kavitel Am heißen Sommertag, als das Kind im Gaſt⸗ hof geboren wurde, war Paul Oleſſen nicht zu Hauſe. Er fuhr mit Dr. Claudius und der Nichte, die dem dicken Onkel die Wirtſchaft führte, ſelber dick und lebensluſtig wie er, im Lande herum. Dies war eine Gewohnheit, die ſeit einigen Tagen beſtand. 79 7 Die Nichte war welterfahren und verſtand ſich auf die Männer. Sie war keine kleine Greta, die man nimmt und wegwirft nach Belieben. Sie ſtellte Anſprüche und hielt feſt oder ließ los nach ihrer Laune. Dieſe Kenntnis lag über Flörke in den heißen Stunden. Seit Paul die Anita Claudius kannte, hatte er ſeiner Frau Mißachtung gezeigt. Er ſprach zwar gern und übermütig von ſeinem kommenden Jungen, aber er ſagte dazwiſchen:„Schöner biſt du nicht geworden.“„Man müßte mehr Frauen haben können als eine, wenn einem eine neue beſſer ge⸗ fällt.“ Er ſagte:„Heiraten iſt Blödſinn, kann man wiſſen, welche man beſſer mag?“ 5 Sie hatte ihn um Mittag zuletzt geſehen, als ſie heiß vom Felde kam und wußte: die Stunde iſt nah. Sie ſah ſchwer erhitzt aus und keuchte unter der Laſt, die ſie in ſich trug. Er ſtand in der küh⸗ len Gaſtſtube; wie ſie auf der Schwelle ſtand, ſah er ſie an, und es war kein guter Blick. Es hinderte ihn auch nichts, er ſagte:„Frauen, die niſcht können als rackſen, ſind ſcheußlich.“ Er drehte ſich um und pfiff. In dem Augenblick hupte von fern das Auto, ſie ſah ihn noch ans Fenſter ſtürzen, dann ſprang er zur Tür, warf ſie zur Seite, fuhr über den Steinflur zur Haustür hin. In dem Augenblick fühlte ſie: es kommt. Ein jäher Drang ſprang in ihr auf, unhemm⸗ bar, tieriſch, hinauszuraſen vor die Haustür, in Fräulein Ilſe Müller hat ihr Handtäſchchen im neulich, als man das alte Pult hervorzog, beſan 8 2 4 Das Schwierige leicht behandelt zu sehen, gibt uns das Anschauen des Unmöglichen. Goethe. * Gott ist ein Gott der Gegenwart; wie er dich findet, so nimmt er dich. Er fragt nicht, was du gewesen, sondern was du jetzo bist. Eckehart. * Alles Heil liegt mitten inne, und das Höchste bleibt das Maß. Geibel. * Wenn Leute sich lieben, dann bleiben sie jung füreinander. Paul Erus, * Das Muß ist hart, aber beim Muß allein kann der Mensch zeigen, wie's inwendig mit ihm steht. Willkürlich leben kann jeder. Goethe. ——————————————————————— ſaubere 8 auf den Stundenplan. Ordnung mußte ſein. 3 Er konnte ſich das leiſten; denn eine lange Kette beachtlicher Unterrichtserſolge an„ſeinem“ Inſtitut erwies die Brauchbarkeit ſeiner drehbaren Moral. Wenigſtens ſchien es ihm ſo. Und ſein ſtärkſter Trumpf wurde auch nie einem von den Neuen vor⸗ enthalten. Sobald die Sache mit dem Stundenplan geordnet war, wurde der Amtmann vollends leut⸗ ſelig und deutete, mit dem Schemel wieder herum⸗ fahrend, auf eine Stelle des nichtſchließenden Pult: deckels:„Hier hat mir noch der berühmte Edvard Grieg, als er bei uns ſtudierte, mit der Fauſt dar⸗ aufgeſchlagen. Es paßte ihm irgend etwas nicht Aber ein großer Komponiſt iſt er doch geworden.“ Jahrzehntelang ſaß Amtmann Hahn vor ſeinem Pult, ſtieg tagsüber nur ſelten vom hohen Schemel herunter. Gelegentlich freilich lüftete er den Deckel ein wenig, angelte mit zwei Fingern ein Stückchen Kreide aus dem Innern hervor, verließ ſeinen Sitz, um an das kleine„Schwarze Brett“ draußen auf dem Flur etwa dies zu ſchreiben:„Bekanntmachung. Inſtitutsgebäude Hahn.“ Dann kam der Tag, an dem bas halbe Lehrer kollegium ſtaunend um eine kleine ſchwarze Maſchine auf dem hohen Pult des Amtmanns geſchart ſtand. Die Herren vom Klavierſach wurden erſucht, di Taſten zuerſt auszuproben. Es gab viel Gelächt, Schließlich tippte auch Amtmann Hahn darauf und ſagte verächtlich:„Na, was mich betrifft— ich ſchreibe mit der Hand ſchneller.“ Aber ſein Widerſtand nützte nichts. Das alte Pult kam nun auf den Boden. Amtmann Hahn, der die Welt nicht mehr verſtand, wurde bald dar⸗ auf penſioniert. Die Geſchichte von Edvard Grieg ward vergeſſen. Sie niſtete oben in der Bodene verloren. Abzugeben bei mir⸗ ſich die älteren Herren darauf. Der neue Amtmann ſitzt, ſeit vielen Jahren ſchon, freundlich und hilfsbereit wie nur je, an einem Diplomaten⸗Schreibtiſch. Aber er kann keine Drehungen mehr machen in ſeinem niedrigen Arm⸗ ſeſſel. Dafür braucht er nicht mehr mit Kreide auf das Schwarze Brett zu ſchreiben. Draußen hängen jetzt acht rieſige Glaskäſten, innen überſät mit un⸗ zähligen Bekanntmachungen in ſauberer Maſchinen⸗ ſchrift. Es hat ihm auch keiner wieder mit der Fauſt aufs Pult geſchlagen; denn das knallt doch nicht mehr richtig, es ſchließt alles tadellos. das Auto hineinzuſchreien: Ich will meinen Mann zurückhaben, unſer Kind kommt. Aber es flimmerte ihr vor den Augen, ſie ſtieß an einen der ſchweren Holzſtühle, ſtolperte und ſtürzte darüber hin. Ein kurzer Schmerz riß ihr durch den Leib, eine Sekunde Ohnmacht, nicht mehr.— Sie richtete ſich an dem Stuhl wieder auf. Das Auto draußen ſetzte an. Als wenn eine große Ei da wäre, den Mann fortzubringen. Sie ſah den vorderen Teil, wie er nach rechts umbog, die Rick⸗ wendung zu nehmen. Fahr weg, dachte ſie. Aber die Luft war dick von den ſchlechten Wo ten, die hier ſtehen geblieben waren. Die hätte er mit ins Auto nehmen die hatte er dagelaſſen. Ich muß nicht denken, ſagte ſie laut. Die erſten Schmerzen kamen, ſie hielt ſich a Stuhl und Tiſch, ging dann hinaus.„Sofie“, ſagte ſie,„hol meine Mutter rüber!“ 3 „Pauline Wae ſollen, ab Sofie fiel der Kochlöffel hin. auch?“ „Ja, Pauline Waag auch.“ Mitten am Tag. Wer fängt mitten am Tag da⸗ mit an? Die meiſten Kinder melden ſich abends und ſind in der Morgenfrühe da. Die Hitze des Tages war unerträglich. Die bei⸗ den alten Frauen am Bett zogen ſich die Jack aus, hantierten in kurzen Hemdärmeln, aber es ha nicht viel. Das Fenſter der Schlafkammer lag nach „Mach' Frau Lehrer mal den Laden ein bitſchen an“, ſagte die alte Waag ärgerlich,„ich 5 8 gedacht, es geht zur Nacht los, wenn's kühter iſt. „Ja, das kann man ſich nicht ausſuchen“, ſagt di Lebrerfrau. Sie war mütterlicher und ruhiger als ſonſt, wenn ſie ſich immer ein bißchen gehen li enn wir's Bett in der Krugſtube ſtellen kön ten ſolang“, ſagte Pauline Waag.„Da iſt's ſchön kühl drin.“ 3 „Nein, da iſt die Luft dick, die Luft dick!“ ſtan melte Flörke. 23 „Sie redet ein bitſchen wirr“, ſagte die Waag zur Mutter. Hart, wild und zähnefletſchend waren die den vor der Geburt. Keine Sekunde wich das Bi über ihr, wie ihr Mann ſich jetzt mit einer Fre den herumtrieb und die ſcheußlichen Worte zurück⸗ gelaſſen hatte, die noch in der Gaſtſtube ſtand unter demſelben Dach, wenn ſie auch nicht das Ge⸗ fühl hatte, daß ſie mit in die Schlafkammer e gedrungen wären. (Fortſetzung folgt) Ein Kapitel Opfern Auch im Schachspiel wie überall im Leben übt das äußerlich Glanzvolle eine besondere Anzie- hungskraft aus. Glanzvoll im schachlichen Sinne aber heißt effektvoll, überraschend. Und die größite Bewunderung wird immer die Partie erringen, die nicht feinsten Positionskampf zeigt, sondern kühnes Angriffsspiel, frischen Wagemut, der nicht vor Opfern aller Art zurückschreckt. Damit haben wir das Stichwort gefunden: Opfern. Nirgends in der Welt herrscht so viel Opfermut wie im Reiche der 64 Felder. Meist schon der mittelmäßige Spieler meint, seinem Spiel durch mehr oder minder sian- und zwecklose Opfer einen meisterlichen Anstrich geben zu können. Und gerade diese vielfach zu beobachtende Opfersucht hat eine Zeitlang in Meisterkreisen eine gewisse Skepsis gegen opfer- mutiges Angriffsspiel überhaupt gezeitigt. Diese Periode des Nur-Positionsspiels ist glücklicherweise überwunden, aber sie sollte doch ein- für allemal davor warnen, im„Husarenstil“ das einzig Wahre zu erblicken. Es gibt bewundernswerte Angriffs- partien, die durch feines und kühnes Opferspiel ge- krönt werden, es gibt jedoch inhaltlich ebenso Wertvolle, äußerlich vielleicht trocken scheinende Positionspartien. Auch hier gilt: Schuster bleib bei deinem Leisten! Der eine fühlt sich durch Tem- perament oder Neigung mehr zum ruhigen„sach- lichen“ Stil hingezogen, dem andern liegt mehr eine etwas abenteuernde Art oder auch ein gesunder Sinm für das Kombinationsspiel mit all seinen Kon⸗ sequenzen. Manche Meister haben es geradezu zu einer Be- rühmtheit als forsche Angriffsspieler gebracht, denken wir nur an unsere deutschen Meister Rich- ter oder besonders in letzter Zeit Helling. Wir Iassen als Vertreter dieser Gilde heute Spielmarn Aufmarschieren. Er hat kürzlich in einem lesens- Werten Büchlein 37 seiner eigenen Partien zusam- mengestellt und sich grundsätzlich zu unserem Thema geäußert unter der beherzigenswerten Ueber⸗ schrift:„Richtig opfern!“. Nachfolgend ein Bei- spiel daraus. Weiß: Spielmann. (Magdeburg 1927). 1. e2—ed, e7—e6. 2. dz—dd, d7—d5. 3. Sb1—-d2, dsed. 4. Sdæed, SbS—d7. 5. Sg1—13, 8g8—16. 6. Se4 Kf6-=, Sd7Kf6. 7. LfI—d3,-—h6? Bereitet die folgende Läuferentwicklung vor, doch sind beide Züge schwach. Rubinsteins Fort⸗ Setzung. b6 dürfte am besten sein. 8. Ddi—e, Lis—d6. 9. LcI-—d2,—0. „Er sollte lieber die lange Rochade anstreben. 10. 00—0, Les-d7. 11. Sf3e5,—e5. 12. d4Nc5, Ld6 Ne5. Schwarz ist bereits überspielt. s0 g4! 13. Deae5, Ld7—c6. 14. Ld2—f4, DdS—e7. 15. Deös—dd, Tf8—d8. 16. L4—d6, De7—e8. 17. Thi.— g1, b7-b6. 18. Ddd-—-h4, b6c5. 19. Ld6—e5! Viel stärker als die Behauptung des Bauern. 19...„ Des—e7? Sd7 mußté versucht werden. 20. g2—g4, c5— C4. Schwarz: Lhermet. F Um den Angriff durch Turmtausch abzu- schwächen. 21. g4—-851 Sf6—d7. Sowohl.. cd. gf, als auch. hg. Dg5o: war aussichtslos. 21... Sh7 scheiterte an Lh7r und 86. Mitteilungsblatt des Kreises Mannheim im Landesverband Baden Daß diese Stellung für Weiß gewonnen sein muß, zeigt schon der erste Blick. Da jedoch beide weilie Läufer angegriffen sind, ist eine scharfe Lösung nötig. Deren gibt es nun allerdings mehrere. Die folgende dürfte am besten sein. 22. Dha)ch6! Auch Lg7:l, ebenfalls ein aktives Mattopfer, hätte unmittelbar gewonnen, ferner genügte auch Lh7r, KfS. Lg7t zum Sieg. Aber das Textopfer, dem noch eine bestimmte Pointe zugrunde liegt, ist wohl die zwingendste Entscheidung. Es droht Matt auf zweierlei Arten, und eine vernünftige Art der Ablehnung gibt es nicht. 22...„ g7h6. 23,. g5ch6--, Kg8—18. —88—+1 Das ist der Witz des Damenopfers. Es folgt Matt in zwei Zügen. Kgs:. h7 nebst§T, D matt. Schwarz gab auf. 24. Tg1 Winterturnier des Schachklubs Neckarstadt Der Spielleiter K. Held des Schachklubs Neckar- stadt lieb uns kürzlich einen ausführlichen Bericht über das Klubturnier zugehen, den wir aus Raum- mangel erst heute auszugsweise veröffentlichen. Es ist jetzt gerade ein Jahr her, daß auch in der Neckarstadt, Kaffee Vohmann, ein Anfang zur Pflege des Schachspiels gemacht wurde. Nach einem schnell durchgeführten Eröffnungsturnier war es möglich, eine ungefähre Klasseneinteilung vorzunehmen. Es entwickelte sich eine rege Spiel- tätigkeit, und die Turnierabende zeigten jeweils spannende Kämpfe. Ueberraschungen fehlen nie. Besonders in der 1. Klasse hatte K. Held einen schweren Stand gegen die immer mehr aufkommen- den übrigen Spieler. So mußte er gegen Berg⸗ kemper 1% und gegen Spieß und M. Held je einen Punkt abgeben. Berlinghof auf dem 2. Platz, der Senior unseres Klubs, hat als alter Schachstratege erneut sein Können unten Beweis gestellt. Berg- kemper, der gute Ansätze zeigt, hat auch noch einige Schwächen, die ihm manchen Punkt kosteten. In seiner humorvollen Art läßt er sich sehr leicht zu einem Opfer hinreißen(s..! Die Red.), er- reicht auch oft Gewinnstellung und verliert dann noch im Endspiel. Auf dem.—6. Platz hat Menger durch seine Versetzung verschiedene Ver- lustpunkte einstecken müssen, nachdem er bereits die Hälfte der Partien bei nur einem Verlustpunkt gespielt hatte. Vielleicht wäre er sogar noch Erster geworden? Brauch und Janson sind zwei Draufgänger, die beide angenehm überrascht haben. Bei etwas vorsichtigerem Spiel ist für sie in Zu- kunft noch mancher Mehrpunkt zu holen. Brauch brachte es sogar fertig, dem Sieger“* und Berg- kemper beide Punkte abzunehmen. Nachstehend die einzelnen Ergebnisse der drei Klassen: 1. Klasse 1. K. Held 14 Punkte 2. Berlinghof 12 55 3. Bergkemper 11 75 .—6. Brauch 9 .—6. Menger 9 9 .—6. Janson 9 95 7. Spieß 8 5 8. M. Held 65 9. Dr. Höfer 6 8 10. Hench 5,5 40 2. Klasse 1. Mörcke 15 Punkte 2. Wild 3. Scipio 4. Grünwald 10 5 5. Keller 9 3 6. Greiner 8,5 7. Stoffel 8 5 8. Müller 6 9. Ebert 55„ 3. Klasse 1. Kabel 5 Punkte 2. Falter 8 3. Zimmermann 3 105 4. Heckmann 1 90 Zusammenfassend kann kurz gesagt werden, daß dieses Turnier seinen Zweck voll und ganz erfüllt hat— Hebung der Spielstärke.— Am 1. Juli hat inzwischen bereits das Sommerturnier begonnen. (K. H) Problemschach Heute bringen wir zur Abwechslung und zur Anregung auch der Partiespieler eine Endspiel- studie, die sehr fein, aber nicht allzu schwer ist. Problem Nr. 158 W. Neustadt Quelle? 3 2 E s 2 2 ,. 4 + 48. Weiß am Zug gewinnt. **— 0⁰ — b 1 Lösung aus voriger Nummer Problem Nr. 157. 1.—f4, Kas-b4. .. d5 hat hier keinen Zweck, da der-Bauer mit Schach zur Dame geht. Verfolgung aufnehmen. 2. ha-h4. Diesen entfernten Freibauern kann der schwarze K nicht einholen. a5 würde auch nichts helfen, da der-Bauer nach der Umwandlung das Feld ai be- herrscht. 2..„ d7—d5. 3. f4—15ʃ Es ist witzig, zu sehen, wie nun der f- und der -Bauer abwechselnd Schritt für Schritt vorgehen. Der-Bauer hat die Aufgabe, den schwarzen K heranzulocken. 5 ..., Kb4—c5. 4. h4—h5, d5—dd. 5. f5—416, Kcöo-d6. 6. hö-—h6, dd—d3. 7. 16—f7, Kd6—e7. 8. h6—7, da—d2. 9. f7—18D-- Das ist der Witz! für seinen Kollegen und gewinnt damit für seine Partei das gewinnbringende Tempo. ...„ Ke7Kf8. 10. h7--hSD- und gewinnt. Dr. W. E. Ol⁰ due Olun P0lubiln, „Ich bin der Kantor von Füterboen Ein Kantor, der in den ſiebziger Jahren des ver⸗ gangenen Jahrhunderts ſeines Amtes in Jüterbog waltete, hatte einen höchſt gelehrigen Star. Ganze Sätze konnte der Vogel nachplappern, und beſon⸗ ders hatten ihm zwei Ausſprüche gefallen, die er häufig im Hauſe ſeines Herrn gehört hatte. Der pflegte bei irgendwelchen Widerwärtigkeiten zu ſagen:„Das iſt ja eine verdammte Wirtſchaft!“, und ſtellte er ſeine Ehehälfte und ſich einem Beſucher vor, ſo tat er das mit den Worten:„Ich bin der Kantor von Füterbog, und das iſt meine Frau!“ Dieſe bei⸗ den Sätze waren dem Star ſo geläufig, daß er ſie ohne Anſtoß herſagen konnte und den Tag über häufiger vernehmen ließ. Als nun dem gelehrigen Vogel bie geſtutzten Flü⸗ gel etwas nachgewachſen waren und er ſich wieder nach der Freiheit ſehnte, verſuchte er zu entwiſchen, und es gelang. Seine Freiheit war aber nur von kurzer Dauer. Mit einer großen Anzahl ſeiner Artgenoſſen fiel er in die Hände eines Jägers des Grafen Solms⸗Baruth. Der drehte einem nach dem anderen den Hals um, um ſie dann als Leckerbiſſen 09 der herrſchaftlichen Küche zuzuführen. So blieben ſchließlich nur noch eine Starin und der Star des Kantors von Jüterbog übrig. Und als der Jäger auch nach ihm ſeine Hand ausſtreckte, ſchrie der Schwarzgefiederte aus vollem Halſe: eine verdammte Wirtſchaft!“ Der Jäger prallte zurück. Das war Zauberei! Sprachlos ſtarrte er lange auf den unheimlichen Vogel, bis er dann endlich ſtotternd herausbrachte: „Wer biſt du denn?“ Da ſperrte der Gefragte ſeinen Schnabel auf, und ſchnarrend klang es dem verdutzten Nimrod ent⸗ gegen:„Ich bin der Kantor von Jüterbog, und das iſt meine Frau!“ Das war die Rettung. Der Jäger machte ſich davon, und Star und Starin flogen luſtig weiter. * Nach beſtem Wiſſen Ein amerikaniſcher Juriſt, der im Rufe beſon⸗ derer Tüchtigkeit ſtand, war gerade anweſend, als gegen einen Angeklagten verhandelt wurde, der „Das iſt ja keinen Verteidiger hatte. Und der Angeklagte war Unſere Rätſelecke Nr. 25 Kreuzworträtſel. 2 PI 1 3 4 K 77 8. 2 2 +◻ 2 2 2 25 3* 22 5 + 3 36% Pf 55 57 91 E 2) Von links nach rechts: 1 Berliner Vorort, 10 Arülkel, 11 auserleſene Truppe, 12 Flächenmaß, 13 nor⸗ diſche Göttin, 14 Tonſtufe, 16 engliſche Droſchke, 18 Neben⸗ fluß der Donau, 20 immelsrichtung, 22 Buch der Bibel, 24 Farbe, 25 Befehl des Sultans, 26 Gewürz, 28 Frauen⸗ name, 30 Fluß in England, 31 Badeort, 33 Titel, 34 Strom in Afrita, 36 Bierſorte, 38 Artikel, 40 Frauen⸗ name, 41 Fluß in Italien, 42 Dolomitenkette. onoben nach unten: 1 deutſches Wappen, 2——— 3 Getränk der Germanen, 4 Elch, 5 chine⸗ ſiſches Wegemaß, 6 Perſonal des Truppenkommandos, 7 türkiſcher Titel, 8 ägyptiſcher Sonnengott, 9 Glück⸗ wunſch, 13 Stadt in Finnland, 15 italieniſche Tonbezeich⸗ nung, 17 Fluß in Frankreich, 19. Signal zur Gefechts⸗ bereitſchaft, 21 Brettſpiel, 23 Tonſtufe, 24 babyloniſcher Gott, 27 ſupaniſche Münze, 29 Europäer, 31 Schneid der Truppe, 32 Frauenname, 35 mazedoniſche Reiterabteilung, 37 Stadt in Perſien, 39 Beiwort, 41 portugieſiſches Längenmaß. Flechtworträtſel In dem abgebildeten, aus waagerechten und ſenk⸗ rechten Streifen beſtehenden iſt eine Reihe von Buchſtaben als durch andere verdeckt zu betrachten. Es ſind nun durch Ergänzung der je⸗ weils fehlenden Buchſtaben die Wörter auf den einzelnen Streifen zu erraten und gleichzeitig die Art der Verflechtung feſtzuſtellen, ſo daß zu er⸗ kennen iſt, zu welchen die einzelnen Buch⸗ ſtaben gehören. Die Ueberſchneidung erſtreckt ſich ber zwei Streifen. Bei richtiger Löſung ſich zwei beliebige Hälften der Figur, wenn 1 2 3 4 5 6 M E B U 0 S A 85s0 A440 eine von ihnen um 180 Grad um den Mittelpunkt der Figur gedreht wird. Es entſpricht alſo, ſowohl waagerecht als auch ſenkrecht, in der Art der Ver⸗ flechtung Streifen 1 dem umgekehrten Streifen 6. Ebenſo verhält es ſich mit den Streifen 2 und 5, 3 und 4. Bedeutung der Wörter auf den einzelnen Streifen: a) von links nach rechts: 1 Ge⸗ würz, 2 langarmiger Affe, 3 Stadt auf den Phi⸗ lippinen, 4 tropiſche Staudenfrucht, 5 feuerſpeiender Berg, 6 Südſeeinſelbewohner;— b) von oben n a unten: 1 Rohrpflanze, 2 Farbſtoff, 3 Tropenwind, 4 ſpaniſche Hafenſtadt, 5 Sunda⸗ inſel, 6 Gewürz. vor Geographiſches Kammrätſel. 7 7 1 7 7 7 4 ————4———— 2— 6 FT — 1 E 8 E. 1 4 ——— 8——(— 4 4. N + 4 Kammrücken: Weltreich.— Kamm zähne: 1 Staat in Mittelamerika, 2 Ort im ehemaligen Deutſch⸗ Südweſtafrika, 3 ſpaniſche Hafenſtadt, 4 Gebirgskette in Oſtafrika, 5 auſtraliſche Inſel, 6 deutſche Inſel, 7 Fluß in Sibirien, 8 Inſelgruppe im Golf von Bengalen. Auflöſung der Rätſel aus der vorigen Nummer: Kreuzworträtſel: a) 1 Ober, 4 Efeu, 7 Oka, 8 Egel, 11 Kanu, 13 Ulan, 15 Eber, 17 Tete, 19 Igel, 21 Eos, 23 Sternberg, 26 Ute, 27 Abel, 29 Rute, 31 Lars, 33 Arzt, 35 Rhin, 37 Alge, 38 Nil, 39 Nahe, 30 Lias;— h) 2 Barke, 3 Ren, 5 Flut, 6 Ufer, 7 Odem, 9 Guten⸗ berg, 10 Anis, 12 Arie, 14 Leer, 16 Baſt, 18 Elbe, 20 Grat, 22 Oger, 24 Terz, 25 Elli, 26 Uran, 28 Eſel, 30 Utah, 32 Anna, 34 Run, 36 Hel. Röſſelſprung: Warnung. Ich denke zurücke. Und werde zum Lind. Da ſitzt mit der Krücke Die Ahne und ſpinnt Sie zupft ihren Rocken Und warnend ſie ſpricht:„Wenn Buben dich locken, ſo folg' ihnen nichti“ Schon längſt ſchloß der Alten Die Lippen der Tod. Ich habe gehalten Getreu ihr Gebot Und ward doch in Gruben Gelockt und umgarnt— Ich war nur Buben, Nicht Mädeln gewarnt.—(Rudolf) Baumbach. Silbenrätſel: Durſt macht aus Waſſer Wein! — 1. Diſziplin, 2. Uri, 3. Romanze, 4. Schadow, 5. To⸗ reador, 6. Melodie, 7. Adonis, 8. Cheops, 9. Terakotta, 10. Aſow, 11. Uranus. In Weſtdeutſchland: Zwei(Brücken). Magiſche Figur: 1. Amerika, 2. Monopol, 3. Robinie, 4. Kolibri, 5. Alfenid. Geheimſchrifträtſel: So toent kein Lied in kummervollen Stunden, Als wenn der Freund das rechte Wort gefunden.— Desinfektion, Muſchelkalk, Voelker⸗ wanderung. 9 nicht gerade gewandt in ſeiner Verteidigung. Da wandte ſich der Vorſitzende des Gerichts an den tüchtigen Juriſten und bat ihn, die Verteidigung zu übernehmen.„Gehen Sie mit dem Mann ins Nebenzimmer, ſprechen Sie mit ihm und geben Sie ihm den beſten Rat, den Sie wiſſen.“ Einige Zeit war verſtrichen. Da kehrte der tüch⸗ tige Juriſt ins Verhandlungszimmer zurück— gaber allein. Und als er gefragt wurde, wo denn der Angeklagte ſei, anxwortete er:„Ich habe ihm meinen Rat nach beſtem Wiſſen erteilt. Ich hörte ihn an, und als ich den Stand der Dinge genau überſehen konnte, ſagte ich ihm, ich an ſeiner Stelle würde mich möglichſt ſchnell aus dem Staube machen.— Und das hat er getan!“ Ns. * Der Hofbarbier Kaiſer Franz Joſeph II. hatte bei ſeinen Reiſen die Gewohnheit, in irgendeinen Wagen ſeines Ge⸗ folges zu ſteigen und weiterzufahren. So kam er auch einſt ganz erheblich früher in Lemberg an, ſtieg in einem beliebigen Saſthof ab und ließ ſich ein Zimmer geben. Er war eben dabei, ſich zu raſieren, als es ſchüch⸗ tern an die Tür klopfte, und auf ſein„Herein!“ er⸗ ſchien die Wirtin. Der Kaiſer, ohne ſich ſtören zu laſſen, ſeiſte ſich ruhig weiter ein und meinte dabei: „Na, was wünſchen Sie?“ Die neugierige Frau ſagte, ſie habe gehört, daß er auch zum Gefolge des Kaiſers gehöre, und er könne ihr ſicher etwas vom Kaiſer erzählen.„Was wünſchen Sie denn zu wiſ⸗ ſen, beiſpielsweiſe?“ erkundigte ſich der Fürſt, in⸗ dem er bedachtſam ſein Raſiermeſſer abzog. „Ja,“ meinte die Frau, zunächſt das Gelände ſondierend,„was haben S' denn für ein Amt beim Kaiſer...?“ „Jraſier ihn bisweilen“, klärte der Be⸗ fragte ſie auf. . Die Rechnung In Oberbayern wurde einmal eine Bahn ge⸗ baut und es wurden große Sprengungen vorge⸗ nommen. Natürlich flogen die Steinbrocken herum und richteten manchen Schaden bei den Bauern an. Da wurden einem ein halbes Dutzend Dachziegeln eingeſchlagen und vier Hühner getötet. Bei der Eiſenbahnverwaltung rückte er mit folgender Schadenerſatzrechnung an: 6 Dachpfannen zerſchla⸗ gen 180, 4 Hühner erſchlagen.—, 6 Dachpfannen neu gekauft.80, 4 Hühner neu angeſchafft 8. Summa 19.60 Mark. *. Beinahe Salomo Vor einen Paſcha wurde ein Mohammedaner gebracht, der geſtand, ein Chriſtenhaus angezündet zu haben. Da nach dem Koran ein Urteil nur ge⸗ fällt werden darf, wenn eine Anklage erhoben iſt, befahl der Richter, den Chriſten vorzuführen. Der aber war ſamt ſeinen Angehörigen in dem Hauſe verbrannt. „Sie ſind alle in der Ewigkeit“, meldete daher der Gerichtsdiener dem Paſcha. „Ohne Anklage“, entſchied dieſer,„darf ich kein Urteil fällen. Im Koran aber ſteht: Wenn der Ge⸗ ſchädigte nicht vor den Richter kommen kann, aber ſich doch an einem bekannten Ort befindet, ſo iſt der Angeklagte dorthin zu ſenden, damit das dortige 0 Gericht über ihn urteile.— Und da die Chriſten nun in der Ewigkeit ſind“, beſtimmte der Paſcha,„ſo bleibt nichts anderes übrig, als den Beklagten eben⸗ falls dorthin zu ſenden; der Henker ſoll das be⸗ ſorgen!“ Der K muß also die Der Wegbereiter opfert sich * * W ————— — Samtag, 18. Jurt) Sonnfat, 10. Hurt 1396 Brief RBasten der NNI2 Die Schriftleitung übernimmt für die erteilten Auskünfte nur die preßgeſetzliche Verantwortung. Algemeines F. W. K. An welchem Tage findet die Abholung des olympiſchen Feuers in Athen ſtatt? Durch welche Länder kommen die Läufer und welche Zeit wird die Ueberbringung nach Berlin beanſpruchen?“ —— Die erſte Fackel wird am 21. Juli am olym⸗ piſchen Feuer entzündet. Der Weg geht nach Delphi, Saloniki, Sofia, Belgrad, Budapeſt, Wien, Prag, Dresden nach Berlin. Am 1. Auguſt nachmittags 4 Uhr betritt der letzte Läufer mit der brennenden Fackel das Reichsſportfeld. In 12 Tagen und 11 Nächten ſind faſt 3000 Kilometer zurückzulegen. Mehr als 1000 Kilometer geht der Lauf durch Grie⸗ chenland. Der Weg durch Bulgarien iſt 238 Kilo⸗ meter lang, 531 Kilometer geht es durch Jugoſla⸗ wien, Ungarn, Oeſterreich(206 Kilometer), Tſchecho⸗ ſlowakei und 252 Kilometer durch Deutſchland. Der Staffellauf geht alſo durch 7 Länder. Ueberall wird das Feuer der olympiſchen Fackel leuchten. Berge.„Welches ſind die höchſten Berge in Deutſchland?“—— Die höchſten Berge ſind Zug⸗ ſpitze 2963 Meter, Watzmann 2714, Großer Krotten⸗ kopf(Allgäu) 2657, Mädelegabel(Allgäu) 2645, öſtl. Karwendelſpitze 2536, Hoher Göll 2519, Wetterſtein⸗ ſpitze 2206, Hochplatte 2082, Untersberg 1975, Rot⸗ wand 1885, Wendelſtein 1836, Benediktinerwand 1802, Herzogſtand 1781, Schneekoppe 1603, Hohes Rad(Rieſengebirge) 1509, Feldberg 1493, Großer Arber 1457. Weiter im Schwarzwald: Belchen 1420, Hornisgrinde 1164. Höhe.„Stimmt es, daß die Konkordienkirche den höchſten Turm in Mannheim hat? Wecches ſind die älteſten Kirchen in Mannheim?“—— Sie haben Recht, der Turm der Konkordienkirche iſt mit 81,8 Meter der höchſte Turm in Mannheim. Die älteſte Kirche iſt die evangeliſche Trinitatiskirche in G 4, die von 1706—1709 erbaut wurde und 1737—1739 eine Erweiterung erfuhr. Die Untere Pſarrkirche (katholiſch) am Marktplatz wurde 1706 begonnen und 1710 eingeweiht. Die Konkordienkirche wurde 1717 vollendet. 8 Roſen.„Ich habe einen Roſenſtock, deſſen Blüten ſind zerfreſſen und ſeine Blätter teilweiſe einge⸗ rollt. Woher kommt das?“—— An Ihrem Roſen⸗ ſtock iſt der Roſenwickler. Es iſt eine grüne Raupe, die mehrere Blätter zuſammenſpinnt und in dieſer Höhlung lebt. Die Raupen ſchädigen die Pflanze durch Zerfreſſen von Blättern, Knoſpen und Blüten und laſſen ſich, wenn ſie geſtört werden, an Fäden zur Erde herab. Sie ſind ſehr klein und verpuppen ſich in der Erde, teils auch in zuſammengerollten lättern. Bekämpſungsmittel gibt es nicht. Die einzige Art der Vernichtung iſt ſorgfältiges Ableſen der Räupen und Abſchneiden der eingeſponnenen Blätter. Raupen und Blätter müſſen ſorgfältig; vernichtet werden. 8 S X. Y.„Ich habe 1920 ein Mädchen adoptiert, nun braucht dieſes einen Ariernachweis. Darf das Mädchen den Ariernachweis meiner Eltern benutzen, oder braucht es den ihres Erzeugers? Mein Freund ſtreitet mit mir, beim Skat ſpielen dürfe ich keine Stiche nachzählen; ſtimmt dies, oder habe ich recht, wenn ich ſage, daß ich meine Karten und Stiche nachzählen kann und darf?“—— Das Mädchen muß den Ariernachweis ihrer richtigen Eltern er⸗ bringen. Adoption hat mit der Abſtammung nichts ſtreitet mit mir, beim Skatſpielen dürfe ich keine Stiche nachzählen. Sie können nur jeweils vor dem Ablegen Ihrer letzten Stiche nachſehen. Der frag⸗ liche Dichter war Jude. Schweiz.„Kann man von Konſtanz aus täglich einige Stunden in die Schweiz ohne einen Aus⸗ landspaß? Kann man einen Erlaubnisſchein in Konſtanz erhalten?“—— Mit einem Paſſierſchein können Sie täglich die Schweiz beſuchen. Ein No⸗ tenwechſel in der fraglichen Sache fand nicht ſtatt. Hausangeſtellte.„Wenn ich täglich 13—14 Stun⸗ den arbeite, darf ich eine kleine Mittagspauſe ver⸗ langen? Darf ich abends nach Schluß meiner Ar⸗ beit ausgehen und wie iſt mein geſetzlicher Aus⸗ gang?“—— Das iſt doch Sie eine kleine Mittagspauſe haben, um Ihr Eſſen einnehmen zu können. Der geſetzliche Ausgang iſt wie folgt geregelt: Eine Hausangeſtellte hat wö⸗ chentlich einen freien Nachmittag und Abend durch⸗ gehend(nach Beendigung der Hausarbeiten, viel⸗ leicht von 3 Uhr bis nachts 12 Uhr) und außerdem alle 14 Tage einen freien Sonntagnachmittag und -Abend bis 12 Uhr. Gegen einen gelegentlichen Ausgang an einem Wochentagabend wird nach Rück⸗ ſprache mit Ihrer Familie kaum etwas einzuwen⸗ den ſein. B. B.„Kann mich die Ortskrankenkaſſe zwingen, daß ich die Mutterberatungsſtelle aufſuche zur Aus⸗ ſtellung des Stillſcheins? Oder genügt es, wenn ich mich an den Arzt wende, der bei der Entbindung anweſend war, zwecks Unterſchrift für den Schein?“ —— Beſtimmungsgemäß müſſen Sie perſönlich bei der Mutterberatungsſtelle vorſprechen. Dieſe Be⸗ ſtimmung iſt aus bevölkerungspolitiſchen Gründen erlaſſen worden. D 1000.„In einer im Frühjahr bezogenen Neubauwohnung gibt es ſeit einigen Wochen die 1 bis 1½ Zentimeter langen braunen Tierchen mit einer Zange am Hinterleib, im Volksmund„Ohren⸗ klammer“ genannt. Gibt es für dieſes Ungeziefer ein wirkſames Vernichtungsmittel?“ ür den von Ohrwürmern befallenen Raum verwendet man etwa 60 bis 65 Gramm Schwefeloxyd, wobei der Raum vorher luftdicht abzuſchließen iſt. Auf jeden Kubikmeter Raum verwendet man etwa 60 bis 65 Gramm Schwefel und je 3 bis 4 Kubkizentimeter Brennſpiritus. Hierzu bringt man den Schweſel in eine Blechdoſe, ſtellt ſie auf eine feuerſichere Unter⸗ lage, übergießt mit dem Brennſpiritus und zündet an. Man läßt die Dämpfe etwa einen Tag einwir⸗ len und lüftet dann. Es gibt auch flüſſige Mittel, die ſich gut zum Zerſtäuben in Winkeln und Ecken eignen. Ferner empfiehlt ſich ein Auswaſchen mit Schmierſeife, deren Löſung etwas Methylhexalin und Trichlorätylen zugeſetzt werden kann. Gegen —— ſelbſtverſtändlich, daß die Zuwanderung läßt ſich nichts anderes tun, als die Räume gut abzudichten, d. h. Fugen und Riſſe mit Glaſerkitt oder Gips zu verkitten. Vorher empfiehlt es ſich, die Ritzen und Fugen mit Schwe⸗ felkohlenſtoff auszuſpritzen. Jede Drogerie hat ent⸗ ſprechende Mittel. H. R.„Wie kann man Ohrwürmer, die ſich auf der Loggia in großer Anzahl aufhalten und auch in die Zimmer eindringen, vernichten?“—— Man kann die Ohrwürmer in künſtlichen Schlupfwinkeln fangen, unter feuchten Lappen, moosgefüllten Blu⸗ mentöpfen, und unter feuchten Steinen. In den Drogerien gibt es auch gut wirkende Vertilgungs⸗ mittel. E. W. 310.„Ein Verwandter iſt von Frankreich nach hier zurückgekehrt. Da er vor ſeiner Abreiſe nicht alle Möbel verkaufen konnte, hat er einige Stücke bei einem bekannten Schreiner untergeſtellt, der dieſe Stücke gelegentlich verkauft. Muß nun der Anſpruch auf den Verkaufserlös als Auslands⸗ authaben angemeldet werden, oder beſtehen keine Bedenken, wenn der Verkaufserlös durch Poſtan⸗ weiſung hierher geſandt wird?“—— Der Betrag muß beim Finanzamt angemeldet werden. Setzen Sie ſich wegen dieſer Angelegenheit mit dem Fi⸗ nanzamt in Verbindung. L. K.„Wann iſt Dollſuß erſchoſſen worden? Wann wurde von deutſcher Seite aus die 1000⸗/ Sperre gegen Oeſterreich eröffnet?“—— Dollfuß wurde am 25. Juli 1934 erſchoſſen. Die 1000⸗c% Sperre wurde am 1. Juni 1933 eingeführt. E. K.„Ich bin ſeit längerer Zeit Kunde bei einem Lebensmittelhändler in unſerem Wohnhauſe. Nun habe ich eine Rabattkarte, die, ſobald ſie voll⸗ geklebt iſt, einen Wert von 2 Mark hat. Seit eini⸗ gen Tagen ſehe ich mich genötigt, den Laden des Händlers nicht mehr zu betreten, da es zwiſchen uns wegen meines jetzigen Umzuges zu Unſtimmig⸗ keiten kam. Meine Rabattkarte iſt nun ſoweit be⸗ klebt, daß ſie einen Rückerſtattungswert von 1/14 Mark hat. Wollte mir nun hierfür durch meine Tochter Lebensmittel holen laſſen, aber es wurde mir verweigert, mit der Begründung, daß die Karte erſt voll ſein müſſe. Meiner Anſicht nach habe ich doch ein Recht darauf, die Rückgabe von 1,14 Mark zu verlangen, da es doch meine geſparten Prozente ſind. Man kann mir doch nicht zumuten, daß ich in dieſem Geſchäft wieder einkaufe, wo ich mich ver⸗ feindet habe. Könnten Sie mir einen Rat geben, wie ich mich verhalten ſoll, oder wo ich mich hinwen⸗ den kann?“—— Auf dem Sparbuch ſteht ſicher, daß das Buch nur eingelöſt wird, wenn alle Marken geklebt ſind. Eine einfache Löſung iſt die, daß Sie die Marken einer befreundeten Familie geben, die Ihnen dafür 1,14 Mark bezahlt. Der Kaufmann iſt mit der Ablehnung der Auszahlung im Recht. H. K.„Wie kann man verſalzene Speiſen wie⸗ der genießbar machen?“—— Man kocht eine ge⸗ ſchälte rohe Kartoſſel mit, die den Salzgehalt auf⸗ ſaugt. beſonders im Wiener Geſang und in ſteiriſchen Lie⸗ dern ſehr gut iſt, möchte ſich einer Theatergeſell⸗ ſchaft anſchließen. Bevorzugt wird eine Geſellſchaft, die auswärts geht. Könnten Sie uns eine ſolche empfehlen?“—— Wir empfehlen Ihnen, ſich mit der Hochſchule für Muſik in Mannheim in Verbin⸗ dung zu ſetzen. Steril.„Darf ein vollſtändig geſunder Reichs⸗ deutſcher ein ſteriliſiertes deutſches Mädchen hei⸗ raten? Wenn nein: Wäre eine Eheſchließung im Jahre 1935 möglich geweſen?“—— Eine Heirat darf in dieſem Falle nicht ſtattfinden und war auch 1935 nicht möglich. U. A. H. 10.„Was koſtet der Transport einer Leiche von Mannheim nach Urach(Württemberg) und wie hoch ſind die Koſten bei Bahntransport, mit dem Leichenwagen oder mit dem Privatauto? Iſt eine beſondere Transportvorſchrift bei Ueber⸗ führung eines Toten vorgeſehen und welche?“—— Der Autotransport kommt auf ungefähr 75 Mark. Wegen der anderen Fragen ruſen Sie am beſten die Telephonnummer 269 18 an. Dort kann man Ihnen über alle Fragen Auskunft geben. O. K.„Wie kann ich Urkunden aus Polen über meine ariſche Abſtammung erhalten?“—— Wegen der Urkunden zum Nachweis Ihrer ariſchen Ab⸗ ſtammung wenden Sie ſich am beſten an das Deutſche Generalkonſulat in Thorn. Das iſt, ſchon der Gebühren wegen, in der Regel einfacher, als wenn Sie ſich mit dem betreffenden Standesamt direkt in Verbindung ſetzen. Frau U.„Kann ich Schleiflackmöbel reinigen?“ —— Schleiflackmöbel reinigt man leicht mit einem Brei aus fein geriebener Stärke und Olivenöl, der nicht zu dick ſein darf. In dieſen Teig taucht man einen Wattebauſch, reibt die Möbel damit ab und poliert mit einem Wolltuch nach, wenn der Schmutz entfernt iſt. Um den Glanz zu erhöhen, kann man mit wenig flüſſigem Bohnerwachs nachreiben. SMieter-A. K. B.„Vor zwei Jahren mietete ich eine Woh⸗ nung. Nach dem vom Vermieter und mir unter⸗ zeichneten Mietvertrag wird im Sommer um 9 Uhr und im Winter um 7 Uhr die Haustüre geſchloſſen. Bei meinem Einzug war keine Klingelleitung am Haus angebracht. Vor drei Wochen wurde nun eine Klingelleitung gelegt. Nun erhielt ich vom Ver⸗ mieter die ſchriftliche Mitteilung, daß die Haus⸗ türe nun wie folgt geſchloſſen wird: Im Sommer um 8 Uhr(bisher 9 Uhr), im Winter um 7 Uhr, Sonntags iſt die Haustüre den ganzen Tag ge⸗ ſchloſſen. Elektriſcher Türöffner iſt keiner ange⸗ bracht. Meine Wohnung befindet ſich im 4. Stock, wenn es nun bei mir läutet, muß ich die Treppen herunter, um die Haustüre zu öffnen. Ich bin der feſten Meinung, daß ein bereits beſtehender Ver⸗ trag für beide Teile bindend iſt und nicht willkür⸗ lich geändert werden kann. Wie verhält ſich in dieſem Falle die Rechtslage und was kann ich un⸗ ternehmen, um darin Abhilfe zu ſchaffen?“—— Wir empfehlen, dem Vermieter mitzuteilen, daß Sie ſich mit der einſeitigen Aenderung der Ver⸗ tragsbeſtimmungen nicht einverſtanden erklären können und deshalb verlangen, daß die Schließung — A. P. 100.„Eine bekannte Dame von uns, die der Haustüre, wie im Vertrag beſtimmt, erſolgt. Wenn der Vermieter andere vertragliche Beſtim⸗ mungen in Kraft ſetzen will, müßte er zunächſt ein⸗ mal den beſtehenden Vertrag kündigen und ſich bereiterklären, einen anderen Vertrag auf der von ihm gewünſchten Baſis abzuſchließen. Wenn der Vertrag auf eine beſtimmte Dauer abgeſchloſſen iſt, könnte die Kündigung und eine eptl. Inkraftſetzung neuer Beſtimmungen erſt auf den Zeitpunkt des Ablaufes des beſtehenden Vertrages erfolgen. G. B.„Ich mietete Anfang Mai 1935 in der Schwetzinger Straße eine Wohnung mit 3 Zimmern, Küche und Laden. Der Mietpreis meines Vor⸗ gängers betrug 82.50 /. Dieſer Herr erklärte mir, daß er vermieten dürfte, trotzdem der Eigentümer des Hauſes hier wohnt. Mein Vorgänger ſchrieb mir auch einige Tage nach Vertragasbſchluß des Kauſes des Geſchäftes eine Poſtkarte, daß ich hier einziehen könne. Nachdem ich hier mit allen Möbeln beim Abladen war, wurde ich von dem betrefſenden Makler, der das Geſchäft vermittelte, aufgefordert; zum Hausbeſitzer zu kommen, der mir dann eröff⸗ nete, daß ich die Wohnung nur zu 90/ haben könne. Nachdem ich alle damaligen Beziehungen ab⸗ gebrochen habe, habe ich in meiner Not den Ver⸗ trag unterſchrieben und ſtreite ich mich ſeit dieſer Zeit brieflich mit dem Hausbeſitzer wegen der Miet⸗ höhe herum, ohne zu einem Erfolge zu kommen. Das Geſchäft geht auch ſchlecht und nützt nichts, da ſich der Hausbeſitzer auf den Vertrag ſtützt. Darf ein Hausbeſitzer ohne jeglichen Grund die Miete erhöhen, nachdem die wirtſchaftliche Lage ſich bei mir keinesfalls in der Zeit gebeſſert hat und der vorhergehende Mieter weniger bezahlt hat?“—— Wir verweiſen auf§ 1 und 1a des Reichsmieten⸗ geſetzes in der Faſſung vom 20. 4. 1936. Hiernach hat der Vermieter wie der Mieter eines Gebäudes oder Gebäudeteiles jederzeit das Recht, dem ande⸗ ren Vertragsteil gegenüber zu erklären, daß die Höhe des Mietzinſes nach den Vorſchriften dieſes Geſetzes berechnet werden ſoll. Die Erklärung be⸗ darf der ſchriftlichen Form und hat die Wirkung, daß die geſetzliche Miete vom erſten Termin ab, für den die Kündigung nach 8 565 BGB. zuläſſig ſein würde, an die Stelle des vereinbarten Miet⸗ zinſes tritt, und daß der Vertrag auf Verlangen des anderen Vertragsteiles als auf unbeſtimmte Zeit geſchloſſen gilt. Kommt ein Einverſtändnis über die Höhe der geſetzlichen Miete nicht zuſtande, ſo entſcheidet auf Antrag eines Vertragsteiles das Mieteinigungsamt. Eine Berufung auf die geſetz⸗ liche Miete iſt nach Ablauf eines Jahres ſeit dem Begin der Mietzeit nicht mehr zuläſſig, es ſei denn, daß derjenige, der ſich auf die geſetzliche Miete be⸗ ruft, in eine wirtſchaftliche Notlage geraten iſt, und die Aenderung des Mietzinſes auch bei Berückſich⸗ tigung der Verhältniſſe des anderen Teils nicht als unbillig bezeichnet werden kann. Das Reichsmieten⸗ geſetz findet keine Anwendung auf Neubauten oder durch Um⸗ und Einbouten neugeſchaffene SRäume, wenn ſie nach dem 1. Juli 1918 bezugsfertig⸗ gewor⸗ den ſind. Menrerfragen G. B.„Ich habe 1932/3 ein Einfamilienhaus gebaut mit einem Steuerwert von 6800 Mark. Das Gelände hierzu koſtet privat erworben von der Stadt 1400 Mark, was in 15 Jahresraten getilgt wird. Wie lange bin ich ſteuerfrei?“—— Das Haus iſt ſteuerfrei bis 1938. EDS Htsangelegenſteiten L. M.„Wieviel v. H. Zinſen darf ich bei einer Vermögensverteilung verlangen, wenn von einem Haus der verſtorbenen Eltern eine Hypothek auf mich eingetragen wird? Iſt es zutreffend, daß unter Geſchwiſtern nicht ſoviel Zins verlangt werden darf, als bei einer Hypothekenbank zu zahlen wäre? Von welchem Kapital ab iſt Vermögensſteuer zu zahlen?“ —— Die Höhe der Zinſen für eine anläßlich der Vermögensverteilung einzutragenden Hypothek rich⸗ tet ſich nach gegenſeitiger Uebereinkunft unter Be⸗ rückſichtigung des Geſetzes über Hypothekenzinſen vom 2. Juli 1936. Nach 8 2 dieſes Geſetzes ver⸗ mittelt der Richter auf Antrag die Vereinbarung, wenn ſich die Beteiligten über den angemeſſenen Zins nicht einigen können. Eine geſetzliche Vor⸗ ſchrift, wonach bei Gewährung von Hypotheken unter Verwandten eine beſondere Regelung über die Zins⸗ höhe Platz greifen muß, iſt uns nichts bekannt. Doch ſollte mit Rückſicht auf die verwandtſchaftlicheen Be⸗ ziehungen eine angemeſſene Regelung und die Ver⸗ einbarung eines nicht zu hohen Zinsfußes erſtrebt werden. Bei unbeſchränkt ſteuerpflichtigen natür⸗ lichen Perſonen bleiben vermögensſteuerfrei(Frei⸗ betväge): 1. 10 000 Mark in jedem Fall; 2. 10 000 Mk. für die Ehefrau des Steuerpflichtigen, wenn die Ehe⸗ gatten unbeſchränkt ſteuerpflichtig ſind und nicht dauernd getrennt leben. Lagen dieſe Vorausſetzun⸗ gen beim Tode eines Ehegatten vor, ſo wird der Freibetrag dem überlebenden Ehegatten auch für den verſtorbenen Ehegatten gewährt; 3. 10000 Mark für jedes minderjährige Kind des Steuerpflichtigen, das zu ſeinem Haushalt gehört. Der Freibetrag kann auf Antrag für volljährige Kinder gewährt werden, die auf Koſten des Steuerpflichtigen für einen Be⸗ ruf ausgebildet werden und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und zwar auch dann, wenn ſie nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Der Freibetrag wird nur für Kinder gewährt, die unbeſchränkt ſteuerpflichtig ſind. Als Kinder im Sinne dieſer Vorſchrift gelten neben den Abkömm⸗ lingen auch Stiefkinder, Adoptivkinder und Pflege⸗ kinder und deren Abkömmlinge. Weitere 10 ſind ſteuerfrei, wenn die beiden folgenden Voraus⸗ ſetzungen gegeben ſind: 1. Der Steuerpflichtige muß über 60 Jahre alt oder vorausſichtlich für min⸗ deſtens 3 Jahre erwerbsunfähig ſein. 2. Das letzte Jahreseinkommen des Steuerpflichtigen darf nicht mehr als 3000 Mark betragen haben. Maßgebend iſt das Einkommen, mit dem der Steuerpflichtige für das Kalenderjahr veranlagt worden iſt, das dem Veranlagungszeitpunkt vorausgeht. Iſt der Steuer⸗ pflichtige für dieſes Kalenderjahr nicht zur Einkom⸗ menſteuer veranlagt worden, ſo iſt das Einkommen Rauchwaren) hinterlaſſen. nach den Vorſchriften des Einkommenſteuergeſetzes zu berechnen. Jxuristiscſie Sragen chulden.„Vor acht Jahren haben zwei junge 960e 0 mir Zechſchulden(Getränke, Eß⸗ und Bevor ſie verſchwanden, konnte ich gegen den einen noch einen Zahlungsbe⸗ fehl erwirken und bekam als Abzahlung eine ge⸗ ringe Summe. Gegen den anderen konnte ich nichts mehr unternehmen. Von beiden habe ich nun bis vor kurzem kein Lebenszeichen erhalten. Kann ich heute noch etwas unternehmen, um zu meinem Geld zu kommen? Wie hoch ſind die Koſten für ein Verfahren(Schuld 120 und 50 Mark) und welche Wege muß ich einſchlagen?“—— Gemäߧ 196, Zif⸗ fer 4, BGB verjähren die Anſprüche der Gaſtwirte und derjenigen, welche Speiſen oder Getränke ge⸗ werbemäßig verabreichen, für Gewährung von Woh· nung und Beköſtigung, ſowie für andere den Güſten zur Befriedigung ihrer Bedürfniſſe gewährten Lei⸗ ſtungen, mit Einſchluß der Auslagen in zwei Jah⸗ ren. Gegen denjenigen Schuldner, gegen den Sie keinen Schuldtitel erwirkt haben, können Sie heute alſo nichts mehr unternehmen. Iſt der gegen den anderen Schuldner erwirkte Zahlungsbefehl mit Vollſtreckungsbefehl verſehen, können Sie auf Grund dieſes Schuldtitels die Betreibung einleiten. Die Höhe der Pfändungskoſten kann nicht angegeben werden. 7 W.„A. und B. ſteigerten zuſammen eine Jagd. Da der Anteil dem B. aus finanziellen Gründen zu hoch erſchien, machte er ſich hinter einen Bekannten und ließ ſich die Hälfte ſeines Anteils, 180 Mark bezahlen, unter der Vorausſetzung, daß der Be⸗ kannte einen Jagderlaubnisſchein von ihm erteilt bekommt. Da zur Erteilung eines ſolchen Jaad⸗ erlaubnisſcheines auch die Einverſtändniserklärung des Teilnehmers A. und ſogar noch die Zuſtimmung des Kreisjägermeiſters erteilt werden muß, ſo konnte dieſer Jagderlaubnisſchein leider nicht er⸗ teilt werden, da der Teilhaber A. ſeine Genehmi⸗ gung dazu nicht gegeben hat. Der Bekannte ver⸗ langt nun den bereits bezahlten Betrag von 18⁰ Mark wieder zurück. Der Teilhaber B. weigert ſich, dieſen Betrag zurückzuzahlen, mit der Begrün, Lung, daß der Bekannte einige Male die Jagd Rit ausgeübt und einige Fehlſchüſſe getan hat. Das Betreten der Jagd von dem Bekannten iſt natürlich nur auf Einladung des Teilhabers B. erfolgt und wurden im ganzen zwei Fehlſchüſſe gemacht, ſonſt wurde überhaupt nicht geſchoſſen. Steht in dem neuen Jagoͤgeſetz irgend ein Paragraph, wonach man, wenn man als Gaſt auf eine Jagd eingeladen wird, einen gewiſſen Anteil an der Jagopacht be⸗ zahlen muß, oder muß der B. den Betrag von 180 Mark an den Bekannten reſtlos wieder zurück⸗ geben?“—— Der Bekannte hat an B. den Betrag von 180 Mark in der Erwartung, daß ihm ein Jagderlaubnisſchein erteilt werde, bezahlt. Da der Jagderlaubnisſchein nicht erteilt wurde, kann er den gezahlten Betrag zurückverlangen. Eine geſetzliche Beſtimmung, nach der die Teilnahme an einer Jagd auf Grund ergangener Einladung zur Zahlung eines gewiſſen Anteils an der Jagopacht verpflichtet, gibt es nicht. K. L.„Ich habe 1934 auf 1935 ein Haus gebaut; bezugsfertig wurde es am 1. April 1935. Habe ich auf dieſes Haus eine gewiſſe Garantie, und wie lange? Bin ich berechtigt, eine gewiſſe Summe von —8 v. H. zurückzubehalten für vielleicht entſtehende Mängel während der Garantiezeit, da die Firma inzwiſchen aufgelöſt iſt und ich mich an niemand mehr halten kann? Iſt die Firma berechtigt, mich vor dem 1. April 1936 einzuklagen? Was beſagt dieſer Satz im Vertrag:„Die Vergebung der Ar⸗ beiten erfolgt unter Zugrundelegung der allgemei⸗ nen und beſonderen Vertragsbedingungen und tech⸗ niſchen Vorſchriften für die Ausführung von Staats⸗ bauten, welche der Bewerbende als ihm vollauf be⸗ kannt, ſo anerkennt, als wären dieſelben in der gegenwärtigen Bewerbung aufgenommen“?“— Wenn in dem abgeſchloſſenen Werkvertrag nicht die Hinterlegung eineg Garantieſonds vereinbart iſt, können Sie einen Teil der zu gewährenden Ver⸗ gütung nicht zurückbehalten. Gemäߧ 641 BG8 iſt die Vergütung bei der Abnahme des Werkes zu entrichten. Iſt das Werk in Teilen abzunehmen, und die Vergütung für die einzelnen Teile be⸗ ſtimmt, ſo iſt die Vergütung für jeden Teil bei deſ⸗ ſen Abnahme zu entrichten. Im Vertrag kann ſelbſt⸗ verſtändlich ſür die Zahlung der Vergütung eine andere Regelung getroffen wordͤen ſein. Anſprüche auf Beſeitigung eines Mangels des Werkes, ſowie die wegen des Mangels dem Beſteller zuſtehenden Anſprüche auf Wandlung, Minderung oder Scha⸗ denserſatz verjähren, ſofern der Unternehmer den Mangel nicht argliſtig verſchwiegen hat, bei Bau⸗ werken in fünf Jahren. Die Verjährung beginnt mit der Abnahme des Werkes. Der angeführte Satz im Vertrag beſtimmt, daß die bei Vergebung von Staatsbauten üblichen Bedingungen und Vorſchrif⸗ ten auch für Ihr Vertragsverhältnis Gültigkeit haben ſollen. Den Wortlaut und den Inhalt dieſer Bedingungen erſahren Sie bei der Baubehörde. M. O. 100.„Ich beſitze am hieſigen Platze ein Wohn⸗ und Geſchäftshaus. Dasſelbe war ſchon im Jahre 1870 väterliches Eigentum. Das Gebäude ſteht jedoch auf Eigentumsboden der Gemeinde nebſt einem kleinen Gärtchen. Das Pachtgeld be⸗ trägt.50„ jährlich. Im letzten Jahre wurde der Garten für andere Zwecke weggenommen, ſo daß jetzt das Haus ohne weiteren Hof oder Gartenbeſttz daſteht. Iſt dieſe Wegnahme berechtigt? Das Haus ſoll jetzt veräußert werden; der Käufer iſt ſich jedoch nicht im klaren, ob die Gemeinde heute noch das Recht hat, auf den Gebäudeboden Anſpruch als Be⸗ ſitzerin zu haben.“— Die Wegnahme des Garten⸗ geländes durch die Gemeinde iſt berechtigt, wenn es ſich bei der Ueberlaſſung um ein Pachtverhält⸗ nis gehandelt hat und dieſes ordnungsmäßig gekün⸗ digt wurde. Bei dem Hausgrundſtück wäre die Frage zu klären, ob Ihrem Vater bei der Erbauung ſeinerzeit das Erbbaurecht eingeräumt wurde. In dieſem Falle richten ſich die Rechte der Grund⸗ ſtückseigentümerin nach dem Inhalt des Erbhau⸗ vertrags. 1 4 5 8—— Samstag, 18. Jult/ Sonntag, 10. Juli 1936 Olympia-Neuigkeiten kurzen Minuten ehrfürchtigen Schweigens verließ die Mannſchaft wieder das Ehrenmal. Großkampftag im Meldebüro Im Organiſations⸗Komitee in der Hardenbergſtraße war am Freitag Großkampftag erſter Ordnung. Beſonders im Meldebüro der Sportabteilung, läuft doch am Samstag⸗ abend um 24 Uhr die Meldefriſt für acht der bedeutendſten olympiſchen Wettbewerbe ab. Nachdem bereits am Mitt⸗ woch die Segler ihre namentlichen Meldungen abgegeben haben, ſind nunmehr auch die Leichtathleten, Gewichtheber, Sryort macht Hunger Das Mittageſſen im Olympiſchen Dorf iſt jedesmal ein Exeignis. Hier ſieht man die Japaner beim Eſſen. (Preſſephoto,.) Fechter, Fünfkämpſer, Ringer, Fußballſpieler, Hockey⸗ und Baskketballſpieler ſoweit. So ſtapelten ſich im Büro im Laufe des Tages die Briefe und Telegramme aus aller Welt faſt einen halben Meter hoch. In 24 Stunden müſſen nun alle Meldeformulare genau überprüft und in Liſten eingetragen ſein. Um ſpäter durch die Unzahl der Nennun⸗ gen, Nationen und Sportarten durchfinden zu können, wer⸗ den die Meldungen in einer Karthotek geordnet. Nach den geltenden Beſtimmungen müſſen die namentlichen Meldun⸗ gen jeweils 15 Tage vor Beginn der Kämpfe abgegeben werden, und zwar ohne daß ſie noch abgeändert werden können. Die weiteren Meldetermine ſind wie folgt feſt⸗ geſetzt: 19. Juli Polo, 22. Juli Schießen und Radfahren, 28. Juli Kanu, 24. Juli Schwimmen, 26. Juli Boxen und Turnen und 28. Juli Reiten und Rudern. Stöck wieder hergeſtellt Draußen im Olympiſchen Dorf trafen wir heute unſeren Speerwurfrekordmann Gerhard Stöck und den Sprinter Erich Borchmeyer. Im Schatten des Hauſes„Schneidemühl“ ſchauten wir eine Weile dem Training der Peruaner und Braſilianer zu. Natürlich ſprachen wir dabei von den be⸗ vorſtehenden Kämpfen. Stöck hat nun ſeine Verletzung einigermaßen ausgeheilt und hofft in ſeiner Spezialübung gut abzuſchneiden. Dazu wird er bekanntlich auch im Zehn⸗ kampf ſtarten.„Ich habe zwar wegen meiner Zerrung in dieſem Jahre noch keinen Zehnkampf mitmachen können,“ hören wir von ihm,„aber wenn ich nachher auch nur meine üblichen Leiſtungen erziele, hoffe ich doch, mich placieren zu können. Mein ſchwerſter Gegner iſt natürlich der neue amerikaniſche Weltrekordmann Morris. Auch Aki Jär⸗ vinen, der einſtige Weltrekordmann, macht diesmal wie⸗ de mit und wird ſehr gefährlich ſein. Im Stabhochſprung habe ich heute ſchon wieder 3,30 Meter geſchafft.“ Olympiſches Dorf 1936 Biele, viele tauſend Menſchen haben es geſehen. Einen merkwürdigen Zauber übt das olympiſche Dorf auf alle Kreiſe der Bevölkerung aus. Man wußte, hier würden die Beſten aus mehreren Dutzend Ländern wohnen, die⸗ jenigen, die das Höchſte in ihrem Sport leiſten, von nie⸗ mandem in der Welt übertroffen. Hier würden ſie ſich vorbereiten, ſich ausruhen, als Sieger oder als ehrenhaft Ueberflügelte wieder in heimatliche, ſernſte Fernen zie⸗ hien. Wie muß ſo etwas ausſehen? Wie iſt das alles eingerichtet und ausgeſtattet,— mit techniſchem Luxus oder in ſpartaniſcher Einfachheit? Und noch ein Zweites, ebenſo Anziehendes. Nur reichlich ſechs Wochen ſollte das Dorf von den Männern der Olympiſche Spiele benutzt werden. Man wußte, daß die Einrichtung der Wohnhäuſer, der Verſammlungs⸗ räume und Sporthallen gleich ſo getroffen waren, daß ſie mit geringen Aenderungen von der Wehrmacht als mili⸗ täriſche Schule übernommen weroͤen könnte. Dem Heer und ſeinen Erſcheinungsformen gehört die Liebe des Volkes. Nicht häufia iſt Gelegenheit, von dem inneren Betriebe ein wenig zu ſehen. Dieſe Gelegenheit wurde wahrgenommen, und zwar eilig, denn nach Schluß der Beſichtigungszeit(am 15. Juli) zogen bald die olym⸗ piſchen Kämpfer ein, ihnen würde die militäriſche Be⸗ legung folgen, dann ſei jeder Zutritt unmöglich. Für die Vielen, die das Olympiſche Dorf nicht geſehen haben, geben die zahlreichen Bilder in der Kunſtdruckbeiloge der „Bauwelt“ einen Eindruck. Dieſe Veröffentlichung gibt ſogar noch mehr. Soviel wie hier gezeigt wird, konnte auf kaum einer der Führungen vorgewieſen werden, zumal nach der bau⸗ techniſchen Seite durch Beigabe der Grundriſſe und vor allem durch eine Erläuterung der baukünſtleriſchen Ge⸗ ſtaltung aus der berufenen Feder des verantwortlichen Architekten. So wirs dieſe Veröffentlichung zumal den Beſuchern als Erinnerung und als Erläuterung des Ge⸗ ſchehenen gelten. Die Sonderausgabe umfaßt 24 Seiten, 55 Bilder, Preis 1 /. Verlag Bauwelt, Berlin SW. 68. Südafrikaniſche Olymvia⸗ kämpfer im Ehrenmal Die Olympiamannſchaft der Südafrikaniſchen Union be⸗ gab ſich am Freitagnachmittag zu einer Ehrung der deut⸗ ſchen Gefallenen des Weltkrieges in das Ehrenmal Unter den Linden. Die Mannſchaft war begleitet vom ſüdafri⸗ koniſchen Geſandten Prof. Dr. Gie, dem Kommandanten des olympiſchen Dorſes, Oberſtleutnant Frhr. von und zu Gilſa und dem Platzmojor Hauptmann Fürſtner. Der Führer der Mannſchaft, In g li s, legte einen mäch⸗ ligen Kranz von Eichenlaub und Chryſanthemen mit einer großen Schleife in den füdafrikaniſchen Farben nieder. Nach Zweites Training für„Run um Schotten Die Morgenſtunden des Freitags wurden von den Teilnehmern am ſonntäglichen Motorradrennen „Rund um Schotten“ zu fleißigem Training benutzt. Im Gegenſatz zum Vortag herrſchte diesmal im Vo⸗ gelsberg ſehr gutes Wetter, aber im allgemeinen wurde doch vorſichtiger gefahren. So gab es nur in zwei Klaſſen— 250er und 1000er⸗Seitenwagen neue Rekorde. Mansfeld(Dac) benötigte als Schnellſter der Halbliter⸗Klaſſe diesmal:55 Minu⸗ ten für die 16,08 Kilometer lange Strecke, was einem Durchſchnitt von 121,2 Stoͤkm. entſprach. Müller (DaW) mit 120,6 und Stein bach(DK W) mit 119,1 waren auch recht ſchnell. In der D80er⸗Klaſſe fuhr Kluge(DawWßſ mit 838,8( 111,75 Stoͤkm.) eine Kleinigkeit ſchneller als Geiß am Vortage. Wink⸗ ler(SKW) kam nur auf:05 Minuten. Bei den 350er⸗Maſchinen bewältigte Fleiſch⸗ mann(NSü) die Strecke in:33(112,84 Stoͤkm.) und war damit der weitaus Schnellſte.— Bei den Seitenwagen war in der kleinen Klaſſe das Baſler Ehepaar Stärkle(NSu) mit 936(100,5 Stdkm,) nur wenig ſchneller als der vorjährige deutſche Mei⸗ ſter Braun(DW), der 9738(100,1 Stoͤkm.) be⸗ nötigte. In der ſchweren Klaſſe endlich fuhr Schu⸗ mann(NSu) mit:28(101,9 Stoͤkm.) die bisher ſchnellſte Beiwagenzeit heraus. Kahrmann (Fulda) kam mit ſeiner neuen 700er⸗DKW auf:43 (99,3 Stoͤkm.) Minuten. Der am Vortag geſtürzte Haus Sönius wird be⸗ ſtimmt nicht am Rennen teilnehmen können, denn er hat beide Mittelfußknochen gebrochen. In den Nachmittagsſtunden herrſchte auf der Rund⸗ ſtrecke wieder lebhafte Trainings⸗Tätigkeit. Die Fahrer beſchränkten ſich jedoch darauf, ihre Streckkenntniſſe zu ver⸗ tiefen. Beſtzeiten gab es dabei natürlich nicht mehr. Bis zum Abend waren in den einzelnen Klaſſen olgende Spit⸗ zengeſchwindigkeiten erzielt worden: Seitenwagen: bis 600 cem: Stärkle auf NSu.36 100,5 Km.⸗Sth.; bis 1000 em: Schumann auf NSu:27 102,1 Km.⸗Std. Solomaſchinen bis 250 cem: Kluge auf DKW.38,8 111,75 Km.⸗Std.; bis 350 cem: Fleiſch⸗ mann auf NSu:18= 116,24 Km.⸗Std.; bis 500 cem: Müller auf DaW:00,2= 120,6 Km.⸗Std. Die Pernaner beim Basketball⸗Training Die peruaniſche Olympiamannſchaft auf dem Reichs⸗ ſportſeld beim Baskettballtraining, einem Ballſpiel, das bekanntlich jetzt zum erſtenmal in die Olympi⸗ ſchen Spiele aufgenommen wurde. (Weltbild,.) Norddeutſchen Lloyd, der 7— eeee e, 77 S 1 25 7 7 9 Beſenparade im Frieſenhaus 400 Sportlerinnen aus 25 Nationen unter einem Dach Mit einem Regiment von Beſen und Waſſereimern iſt man den letzten Spuren und dem männlichen Geiſt der erſten 25 Kurſiſten der Reichsakademie für Leibes⸗ übungen, die erſt vor wenigen Tagen geräumt haben, zu Leibe gegangen. Nun ſteht das Frieſenhaus, die Un⸗ terkunft der Frauen, verlaſſen und empfangsbereit da. Die Sonne ſpiegelt ſich in der Flucht der blanken Fen⸗ ſter, und in dem hundert Meter langen Hauptgebäude aund den beiden Seitenflügeln wartet alles, freundlich und geſchmackvoll, auf die Gäſte. Der„Herbergsvater“ hat die Ruhe weg 400 Frauen aus 25 Nationen unter einem Dachl Un⸗ willkürlich vergleicht man mit dem Dorf der Männer. Ob ſie eſſen, ſchlafen, oder zum Training fahren, jede Nation iſt ſtreng für ſich, denn ſportler vor einer Olym⸗ piade ſind nun einmal in einem ſeeliſchen Ausnahme⸗ zuſband. Das iſt verſtändlich. Und die Frauen?„Er⸗ ſtens,“ beruhigt mich der Herbergsvater Kraus vom einzige Mann im Frauen⸗ heim,„haben die erſten Mannſchaften drüben im„Klei⸗ nen Frauenheim“ gezeigt, daß Frauen ſehr gut Diſzi⸗ plin halten können, zweitens haben wir unter An⸗ leitung von Frau von Wangenheim alles bis ins kleinſte hervorragend organiſiert, und ſchließlich werde ich mit meinen zwölf Köchinnen und ſechs Bra⸗ tern nach dem alten Sprichwort— na, Sie wiſſen ja! — dafür ſorgen, daß jeder ſportliche Uebereiſer hier im Hauſe durch das heimiſche Lieblingsgericht im voraus beſänftigt wird.“ Keine Sorge um die ſchlanke Linie „Angſt um die ſchlanke Linie? Nein, kann ich nicht ſagen,“ meint Vater Kraus,„bei unſeren erſten Damen drüben wird tüchtig gefuttert. Bei dem anſtrengenden Training iſt unſer Schiffsmaß gerade ausreichend: 1 Pfund Fleiſch, 3 Eier, etwa 100 Gramm Butter und 2 Pfund Kaxtoffeln pro Tag, Gemüſe und Obſt nach Belieben. Und außerdem bekommen ſie natürlich alles, was ſie haben wollen, ob Porridge oder amerikaniſchen Maismehlbrei. In den erſten Tagen wird das nicht einſach ſein, aber wir hoffen auf Gaumenſympathien und daß ſich immer kleine Gruppen mit gleichem Ge⸗ ſchmack zuſammenfinden.“ 10 Minuten Kochunterricht: Indiſche Reistafel Es iſt beruhigend, alle Fragen des leiblichen Woh⸗ les von einem Mann betreut zu wiſſen, der ſo rfah⸗ ren und weltgewandt iſt wie Vater Kraus. Keine Speiſe irgendeines Erdteiles, die er nicht kennt und mit ihrem heimiſchen Namen in die einzelnen Zutaten verlegen könnte. Als die Verpflegung im Olympiſchen Dorf ge⸗ regelt wurde, gipfelte die Fürſorge im original indiſchen Curry. Inderinnen erwarten wir nun zwar nicht, aber über 30 Sportberinnen aus Holland, die dem Reiskult vielleicht auch huldigen.„Sie werden es als Frau ja ſelbſt wiſſen, daß das Kochen gar nicht ſo ſchwierig iſt, wenn man dabei etwas überlegt. Meine erſte Köchin hier habe ich in zehn Minuten in alle Geheimniſſe des echten Curry eingeweiht, ſie kann es nun, mit allen Variationen, für ihr ganzes Leben. Mit ihrer erſten Reistafel haben wir ein Probeeſſen gemacht, und es hat uns allen ausgezeichnet geſchmeckt. Wir werden hier im Frauenheim überhaupt nach der Erfahrung kochen, daß ein gut zubereitetes Ge⸗ richt allen ſchmeckt, wenn man den twypiſchen National⸗ geſchmack, wie Eisbein mit Sauerkraut oder grüne Klöße fortläßt.“ Die größten Mannſchaften kommen zuletzt Das vorläufige Meldeergebnis für die Frauenwett⸗ kämpfe, einſchließlich 57 deutſcher Mädels, lautet auf rund 450 Sportlerinnen, von denen etwa 50 im„Kleinen Frauenhaus“ wohnen bleiben. Nur je eine Vertreterin haben Chile, Argentinien und Rumänien angemeldet. Aus Norwegen kommen 2, aus der Türkei 3 Sportle⸗ rinnen. Von den übrigen Nationen ſchicken die Ver⸗ einigten Staaten mit 61 Frauen die ſtärkſte Mannſchaft. Deutſchland nimmt den zweiten Platz ein, und Groß⸗ britannien folgt mit einer Meldung von 56 Sportle⸗ rinnen an dritter Stelle. Die erſten Gäſte im Frieſen⸗ haus werden vorausſichtlich 22 Italienerinnen ſein, dann rechnet man mit der Ankunft 7 japaniſcher Leichtathletin⸗ nen, die augenblicklich noch in Finnland ſind. Der große Schub aus England und Amerika wird erſt Ende Juli ankommen, wie auch die deutſchen Sportlerinnen ſicher Sommerſpiele im Fauſtball und Trommelball Meiſterſchaftsſpiele des Gaues Baden am 19. Juli auf dem Platze des TV Jahn Mannheim⸗Neckaran Wie alljährlich wurden im Laufe des Juni und Zuli in den einzelnen Kreiſen des Gaues Baden die Spiel⸗ runden 1936 in den Sommerſpielen des Fachamtes 1 durch⸗ geführt. Dieſe Spiele umfaſſen das Fauſtball⸗, Trommel⸗ ball⸗, Schleuderball⸗, Schlagball⸗ und Korbballſpiel, ſowie das Ringtennis.— Im Vordergrund der Spiele ſtand für die Altersklaſſen der Männer, wie ſchon in den letzten Jahren, das Fauſtballſpiel, während das Trommelball⸗ ſpiel mehr den Frauen vorbehalten iſt. Das Korbballſpiel, aus dem das Hanoballſpiel hervorgegangen iſt, wird nenerdings wieder zur Einführung kommen.— Aber auch im Fauſtball haben ſich in den letzten Jahren Frauenſchaften gebildet. Im vorigen Jahr war es die Mannſchaft des Mannheimer Tbd Germania, die dem bis⸗ herigen Gaumeiſter des Männer⸗Turnvereins Karlsruhe den Titel abnehmen konnte und die am kommenden Sonn⸗ tag auf dem Ty⸗Jahn⸗Platz in Neckarau anläßlich der Meiſterſchaftsſpiele des Gaues wiederum gegen MB Karlsruhe den Titel zu verteidigen hat. Ob dies gelingen wird, ſteht vollſtändig offen denn die Mädels aus Karls⸗ ruhe werden in ſtärkſter Nufſtellung zur Stelle ſein und wohl den feſten Willen mitbringen, den Meiſterſchafts⸗ titel des Gaues Baden wieder für ſich zu erringen. Dazu verfügen beide Mannſchaften über ein gutes ſpieleriſches Können, ſo daß zwiſchen denſelben am Sonntag ein ſpan⸗ nendes Spiel zu erwarten iſt. Bei den Männermannſchaften ſind es vom Kreis Mann⸗ heim vornehmlich wieder der To Mannheim⸗Sanoͤhofen, der in den einzelnen Altersklaſſen unſere einheimiſchen Farben zu vertreten hat. Es iſt dies in der Klaſſe der Männer— 1. und untere Leiſtungsklaſſe, Männer 11 (33—40 Jahre) und in der Jugendklaſſe 1 1918—19), wäh⸗ rend bei den Männern III(über 40 Jahre) der To. Nek⸗ karau und in der Jugendklaſſe II(1920—21) der Tbd. Ger⸗ mania zur Stelle ſein wird. des Gaues werden ſich einfinden: Männer 1—1. u. unt. Leiſtungsklaſſe der Ty Pforzheim⸗Brötzingen alls lang⸗ jähriger Badiſcher Meiſter in beiden Klaſſen und gegen den der To. Sandhofen bisher nicht aufzukommen ver⸗ mochte, wie innerhalb des Kreiſes Mannheim der Tbe. Germania ſich von dem Ty Sandhofen, wenn auch nur knapp, ſtets als geſchlagen bekennen mußte. Außerdem haben ſich noch angemeldet der St Singen und Ty Murg a. Rh. Bei den Männern 33—40 Jahre ſind es neben Sandhofen der Ty 46 Karlsruhe und Polizeiſportverein Konſtanz und über 40 Jahre der Von den anderen Kreiſen Polizeiſportverein Karlsruhe. Bei der Jugend werden neben Sandhofen und Tbd Germania der Tbd Büchig und Wilferdingen an⸗ treten, und im Trommelball der Frauen ſind es wieder der M7V Karlsruhe und der Tbd Germania, Mannheim. — Schwimm-Meiſterſchaften in Halberſtadt Zum Auftakt Jugend⸗ und Altersklaſſen⸗Wettkämpfe Den Deutſchen Schwimm⸗Meiſterſchaften in Halberſtadt gingen am Freitag die Wettkämpfe der Jugendlichen und Altersklaſſen voraus. Die Leiſtungen waren durch⸗ weg hervorragend, obwohl das Waſſer nur eine Tem⸗ peratur von 16 Grad aufwies. Ernſt Küppers(alle) und Heinz Plümanns(Köln) zeigten ſich bei den„alten Herren“ von ihrer beſten Seite. So kam Küppers über 50 Meter, Rücken, Bruſt und ⸗Freiſtil zu drei Siegen. Pjümanns gewann in ſicherer Haltung das Kunſtſprin⸗ gen der Männer über 32 Jahre. Oskar Schiele, einer unſever erſten Olympia⸗Kämpfer, war in der Klaſſe üller 35 Jahre mit 32,2 Sekunden über 50 Meter⸗Frei⸗ ſtil der Schnellſte. Die männliche Jugend hatte ihre Beſten in dem be⸗ ſtändigen Schleſier Roſenberger, der, heute für Berlin ſtartend, die 100 Meter Freiſtil in:04,7 Minuten ge⸗ mann, und dem talentierten Magdeburger Bruſtſchwim⸗ mer Köhne, der über 200 Meter:55,8 Minuten benötigte. Ueber 100 Meter⸗Rücken kam der Weſtfale Rundmund Erkenſchwick) in:16,1 Minuten als Erſter ein. Die Jugend des Schöneberger Damen⸗SC. kam er⸗ meut zu einigen ſchönen Erfolgen, nachdem ſie erſt vor wenigen Wochen über den Nachwuchs von Nixe Char⸗ lottenburg triumphierte. Salzwedel, Kreis und Inge Heinge gewannen die 3⸗mal⸗200⸗Meter⸗Bruſtſtaffel in 10:03,4 Minuten. Die Geſchwiſter Heinz und Kinz be⸗ nötigten für die 400⸗Meter⸗Lagenſtaffel nur:06,8 Mi⸗ nuten, während die Berliner Germane 100 Meter⸗Freiſtil in 114,9 Minuten durchſchwamm. Kränzler die erſt am Vortage der Spiele das Frauenheim beziehen werden. Telegramme des Reichsſport⸗ an die deutſchen Ruderer, Kanufahrer und Schwimmer Der Reichsſportführer, der durch eine Erkrankung ver⸗ hindert iſt, perſönlich an den Deutſchen Rudermeiſterſchaf⸗ ten und den Deutſchen Kanumeiſterſchaften in Grünau oder an den Deutſchen Schwimmeiſterſchaften in Halberſtadt teil⸗ zunehmen, ſandte den dort mit letztem Einſatz um die Ein⸗ Schwedens Marathonläufer werden abgeſtoppt Der ſchwediſche Olympia⸗Marathonläufer Enochſon (mit der Flagge auf dem Trikot) und H. P a lm é& bei ihrem Training auf der Berliner Avus. Zweiter von rechts der Sekretär des ſchwediſchen Leichtathletikver⸗ bandes.(Weltbild,.) reihung in die deutſche Olympiſche Mannſchaft ringenden Wettkämpfern folgende drei Telegramme: Der Reichsſportführer zu den Deutſchen Ruder⸗ meiſterſchaften in Grünau „Meine Krankheit macht es mir leider unmöglich, Her deutſchen Meiſterſchaft im Rudern und Hamik der letzten Ausſcheidung für die deutſche Vertretung bei den Olym⸗ piſchen Spielen beizuwohnen. Och weiß aber, daß jeder Kämpfer ſein Beſtes und Letz⸗ tes hergeben wird, um einen Platz in der deutſchen Olym pia⸗Mannſchaft zu erringen. 1 Grüßen Sie bitte alle Teilnehmer mit Worten des Dan⸗ kes für ihren Einſatz.“ Der Reichsſportführer zu den Den tſchen Schwimm⸗ meiſterſchaſten in Halberſtadt „Leider iſt es mir infolge meiner Krankheit nicht mög⸗ lich, den Deutſchen Schwimmeiſterſchaften und den Aus⸗ ſcheidungen für die deutſche Olympia⸗Mannſchaft in Halber⸗ ſtadt beiwohnen zu können. Ich bin aber der feſten Ueber⸗ zeugung, daß jeder Teilnehmer weiß, daß es bei dieſen Kämpfen um das Anſehen Deutſchlands im Schwimmſport geht und daß jeder einzelne ſein Letztes und Beſtes geben wird. Ich bitte, allen Teilnehmern meine herzlichſten Grüße zu übermitteln. Ich verbinde damit meine herzlichſten Glückwünſche zum 50jährigen Jubelfeſt des Deutſchen Schwimm⸗Verbandes, dem ich auch meine Anerkennung für die geleiſtete Arbeſt ausſpreche.“ Der Reichsſportführer zu den Deutſchen Kann⸗ meiſterſchaften in Grünau „Meine Krankheit verbietet mir leider den Beſuch der Deutſchen Kanumeiſterſchaften. Ich bin aber der Ueber⸗ zeugung, daß bei dieſen Kämpfen jeder ſein Beſtes geben wird, geht es doch um die Einreihung in die Deutſche Olympia⸗Mannſchaft. Ich bitte daher allen Teilnehmern meine herzlichen Grüße zu übermitteln.“ Nachtorientierungsfahrt des DDAE Die Ortsgruppe Mannheim des DDAc veranſtaltet in der Nacht vom 18. zum 19. Juli eine Orientierungsfahrt für Kraftwagen und Krafträder. Ziel und Strecke dieſer Fahrt werden erſt am Start bekanntgegeben. Teilnahmeberechtigt ſind Mitglieder des DDAC, NSKK, Wehrſportverbände, Wehrmacht, Polizei und Gäſte. Der Start beginnt um 21.30 Uhr ab Rennwieſen⸗Reſtaurant. Es ſind eine Reihe beſtimmter Kontrollſtellen anzufahren. Zur Wertung iſt erforderlich, daß alle Kontrollſtellen an⸗ gefahren werden, da erſt bei den jeweiligen Kontrollſtellen das nächſte Ziel bekanntgegeben wird. Als Preiſe werden an die Sieger ſilberne DDAc⸗ Becher verteilt. Die Preisverteilung findet am Sonntag, dem 19. Juli, um 18 Uhr, im Friedrichspark ſtatt. Der Führer der engliſchen Olympia⸗Mannſchaft Der Fliegeroffizier Fin l—5 ein bekannter Hürden⸗ chen Olympiamannſchaft. läufer, iſt der Führer der engli 0(Preſſephoto,.) 0 — — —— S———— ————————————— 22—— 15. Seite 7 Nummer 9 Nene Maunhelmer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe [Bei Magenbeſchwerden, nervöſen Störungen uſw. glänzend bewährt! 8* Frau Elfriede Schulten, Remſcheid, berichtel am 4. 9. 1934 wie folgt: „In allen Fällen, ſei es bei Magenbeſchwerden, nervöſen Störungen, Veraiitungt erſcheinungen, Darmkatarrhen uſw., hat ſich Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt. zu Bet Waſſer eingenommen, in den 17 Jahren meiner Ehe glänzend i Kopfweh oder Migräne Einreibungen der ſchmerzenden Stellen mit abſolutem Meliſſengeiſt brachte ſchon nach gang kurzer Zeit Linderung. Selbſt ein Magen⸗ leiden ließ ſich nach regelmäßigem Einnehmen(1 Eßlöffel Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt⸗ 2 Eßlöffel Waſſer), morgens nüchtern genommen, lindern und gänzlich beſeitigen. So könnte ich noch viele Fälle hier aufzählen, in welchen Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt zum Helfer wurde. Ich möchte deshalb nochmals betonen, daß Kloſterfrau⸗ Meliſſengeiſt mir und meiner Familie im Laufe der Jahre unentbehrlich gewor iſt und das Recht hat, als der gute Geiſt des Hauſes zu gelten, der in keiner Hausapotheke fehlen dürfte.“ Wer deshalb zur Beſſerung ſeiner Geſundheit Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt mit ſeiner vielſeitigen Anwendungsmöglichkeit gebraucht, wird mit dem Erfolg immer zufrieden ſein. Verlangen Sie bitte den echten Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt in der blauen Packung mit den drei Nonnen bei Ihrem Apotheker oder Drogiſten. 8 Zurück Dr. E. Klinckmann Facharzt f. Lungenkrankheiten 8 7, 17 IEr Nunsch— ein Eigenheim Donnerstag abend ½8 Uhr verschied nach längerem, schwerem Leiden meine herzensgute Gattin. unsere liebe, treusorgende Mutter und Schwiegermutter, unsere gute Schwester, Schwä⸗ gerin und Tante, Frau Ida Bedit geb. Kohlbecker im Alter von 60 Jahren. Mannheim(Lenaustr. 38), Gaggenau,Ettlingen, Burbach, Reichenbach, den 17. Juli 1936. In tiefer Trauer: Clemens Bechi Oskar Bechi Wiili Bechi Mia Bechi geh. Berg Tel. 24677 Abgespennt? Das ist kein Wunder. Hsst, Nervosſtät und Sorgen führen oft zu bedenklichen Ermüdungserscheinungen. Die die Nerven —* 95 *9— +3 ** Die Beerdigung findet am Montag, 20. juli, um 2 Uhr nachmm., von der Peichenhalle des Friedhojs Mannheim aus statt. 2222. 1 Am 15. Juli war das 2. Viertel der vorläuſigen Kirchenſteuer für das Steuerjahr 1956 fällig. Wir er⸗ ſuchen um alsbaldige Begleichung der noch offenſtehenden Beträge. Kath. Kirchenſteuerkaſſe. Evang. Gemeindeamt. geht in Erfüllung dureh die Bauwirtring Mktiengesellschafe Bremen Dieses schöne Einfamilienhaus im Erstehungswert v. 12 000 RM, 4 Zimmer, Arbeitsvergebung. Ausführung der Schloſſerarbeiten für die Planken⸗Neubauten, Haus Fay, P 6, 20. Nähere Auskunft Küche, Bacd i Iſbeim ſtädt. Hochbauamt, Baubürof den eier e e— Kleine Flaſ che 95 Pfg., mittlere Flaſche Mk. 1,75, große Flaſche Mk. 2,95. 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Auguſt 1936. 4 Loſung Senkels Waſch⸗ Verkündete: Juli 1936 Bürodiener Joſef Schwarzenſteiner und Emma Ebersmann Maler Willi Funk und Roſa Schmid—0 Maſchinenſchloſſer Johann Jäger und Emma Schmutz üter Ludwig Seib und Eliſabeta Neiſchwander rbeiter Guſtav Martin und Elſa Haffenmeyer Friſeur Max Siegel und Katharina Koch Zurichter Friedrich Koch und Elſa Greiner Maſchinenſchloſſer Willi Traub und Erna Eiſenhart Arbeiter Friedrich Hochſtätter und Gertrud Riebel Arbeiter Joſef Popp und Elſa Schreiner Fuhrmann Eugen Bopp und Marg. Schöll geb. Ruck Schneidermeiſter Wilhelm Allespach und Hildegart Hankel Schneider Jakob Kohlmüller und Mathilde Röckel Kapitän Adolph Schwed und Maria Hermann geb. Horlacher Elektromonteur Hans Häuſermann und Maria Nolff Maſchinentechn. Fritz Kramer und Ruth Sohns Schneider Johann Nees und Marg. Bonacker Gebrauchswerber Otto Neu und Eliſabet Kuhn Dipl.⸗Kaufmann Karl Roeſinger und Marg. Bickelhaupt Dipl.⸗Volkswirt Adalbert Löb und Marg. Egetmeyer Kupferſchmied Artur Chalupſky und Anna Nohe Kaufmann Johann Höreth und Friedrike Jödike Arbeiter Wilhelm Zimmermann und Anng Leiſenheimer Kaufm. Heinrich Ackermann und Karola Brauch Ingenieur Karl Härtl und Johanna Krück' Kaufmann Anton Schmidt und Roſa Steger Modellſchreiner Charles Rückert und Thekla Jäger Kraftwagenf. Gerhard Kolb und Martha Menne Maler Otto Gramlich und Gertrud Naumann Kaufmann Julius Setzer und Hilda Herbig geb. Spies Tapezier Heinrich Mayer und Magdaleng Körber Packer Alfred Riechmann und Erna Adelmann Getraute: Jili 1936 Modellſchreiner Hans Spinger und Barbara Schäfer kfm. Angeſtellter Albert Wiſt und Eliſe Heiß Automechan. Georg Hennhöfer und Anna Ernſt Spengler und Inſtallateur Kurt Nikolay und Mina Schaller Kaufmann Joſef Frank und Marta Grabenauer Kontoriſt Joſef Mühlburger und Frieda Bürner Bäcker Alfons Ohrnberger und Eliſabeth Probſt Maler Reginald Johann Janzen und Paula Galm Maſchinenformer Friedr. Nieth und Emma Hartmann Dipl.⸗Handelslehrer Franz Bindert und Maria Anſelment Mechaniker Kurt Becherer und Erna Gensheimer Ingenieur Jakob Kirchgäßer und Margarete Funk Kaufmann Joſef Schwann und Anng Stahl geb. Lücke Heizer Peter Germann und Ottilie Michelbach geb. Forchert Koch Erich Reeſe und Gerda Kühl 0 Glaſer Andreas Stetter und Irma Willhauck Inſtallateur Rudolf Wörz und Anna Ernſt Wagenführer Albert Hiltl und Eliſabeth Riehl Zahntechniker Ernſt Linſenmeier und Erikg Hannemann Kaufmann Erwin Schmitt und Sophie Schwinn Hausdiener Erwin Söffner und Suſanna Horn Kaufmann Joſef Niedecken und Martha Beckerle Spengler Karl Grube und Hilda Schwienher Schreiner Ludwig Brox und Franziska Drumm Kaſſier Joſef Knecht und Roſine Littig Ingenieur Karl Groß und Maria Güntner 85 Zollinſpektor Walter Haas und Luiſe Kaufmann geb. Vogel Arbeiter Alfred Knorra und Maria Schmitt geb. Klein Steuermann Martinus Pieter de Gelder und Hermine Back Kaufmann Adolf Weis und Katharina Lohn geb. Muley kaufm. Angeſtellter Willi Fendrich und Roſa Hoepke Kaufmann Theodor Wittmer und Roſa Baumann Kraftwagenf. Karl Bauer und Anna Armbruſt Architekt Friedrich Brinck und Frieda Wittemann Kaufm. Wilhelm Schooß und Erna Landeck Dipl.⸗Kaufm. Walter Hörcher und Luiſe von Reinken Montenr Walter Bosmann und Klara Gutmann Arbeiter Joſef Staub und Tinny Antoni geb. Steil Maurer Karl Ries und Heleng Knauf Terrazzoleger Wilhelm Zanuſſi und Eliſabet Fürſt Schiffbauer Richard Ehret und Klara Dumm Küfer Wilhelm Dieterich und Frieda Kütterer Bäuzeichner Heinrich Stein und Eliſabeta Heißler Photograph Ernſt Leier und Johanna Rech Autoſattler Otmar Köhler und Hilda Reber Schloſſer Ferdinand Riehmann und Mathilde Ackermann Inſtallateur Wilhelm Schmidt und Eliſe Schmitt Elektroing. Hubert Quaſt und Anna Ofer Kaufmann Reinhold Noor und Liſette Kaufmann Arbeiter Johann Scheurich und Roſina Blum Kaufmann Johann Pfeiffer und Eliſabetha Minarzik Geſchäftsinhaber Franz Schmitt und Irmgard Scholz Bäckerei⸗ und Konditormeiſter Friedr. Weidner u. Pohl Kfm. Albert Frommherz und Karolina Schwanebeck geb. Sehen Sie ſich einmar eine gebrauchre Henko⸗ waſchen, Reiben und Bürſten lockert Henko allen Schmug von der Waͤſche! Das iſt Arbeitserleichterung, die Steude macht, die Geld ſpart und Waͤſche ſchont! Schwindt. Lest die M2 Mannheim, C3,9 ld 8 RNα 1OD.0 OLVMPIA-LADEN Nannheim P4, 13. Anruf 28723 9 J. L. Notti& co. Holz- und Sperrholz Mandlung Mannhelm, Reckarvorlandstrade 3 —Fernspr. 209 95 Unsere Sonderarbeiten: kotologe und Werbeblätter in ein- und mehrfarbiger Ausführung noch eigenen und gegebenen Entwörfen Druckerei br. Hadas R 1,-6/ Fernsprecher 2451 nach dem Einweichen an! Ohne Vor⸗ and Bleichſoda— die Waſchhilfe für 13 pf. MANNHAEIN. 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Dorotheg Anni Kaufmann Georg Baier e. S. Hans Georg Schneidermſtr. Johann Auguſt Müller e. T. Hildegard Luiſe Kaufmann Guſtav Köhler e. S. Helmut Julius Schloſſer Albert Otto Werner e. T. Waltraud Dora Schiffer Gerardus Busker e. S. Manfred Albert Bergmann Johann Jakob Dengler e. T. Dorothea Sofie Spengler Friedrich Karl Kleuck e. S. Werner Willi Drahtflechter Wilhelm Heinrich Hönig e. T. Roſa Maria Schloſſer Georg Huber e. S. Georg Engelbert Schreiner Otto Wilhelm Schech e. T. Suſanna Erika Kaufmann Arthur Emil Stumpf e. T. Giſela Luiſe Schneidermeiſter Karl Englert e. S. Eugen Dieter Mechaniker Hermann Lorenz Schmitt e. T. Ingrid Liſelotte Zählereicher Emil Georg Nikolaus e. T. Hildegard Maria Schreiner Karl Joſef Faulhaber e. S. Karlheinz Anton Hauptlehrer Hugo Alvis Adelmann e. S. Hans Dieter Tapezier Karl Friedrich Zimpelmann e. T. Liſelotte Emma Friedel Schreiner Ludwig Baumann e. S. Ludwig Rudolf Kaufmann Otto Moſtberger e. S. Otto 4 Mechaniker Otto Friedrich Bieler e. T. Liſelotte Joſefine Poſthelfer Karl Auguſt Kirchgeßner e. T. Chriſta Maria Portier Auguſt Barth e. S. Horſt Eberhard Kaufmann Chriſtian Wilhelm Geuder e. T. Eliſabeth Kraftwagenführer Alfred Neumeyer e. S. Günter Schloſſer Karl Heinrich Fiſcher e. T. Hella Elſe Schloſſer Joſef Adolf Waldſauer e. T. Ruth Reviſor Herbert Theodor Otto Mettler e. S. Dieter Herbert Friſeur Joſef Wilhelm Heß e. T. Hildegard Gertrud Buchdrucker Ludwig Wilhelm Stumpf e. T. Paula Berta Friſeur Joſef Trick e. S. Rolf Wolfgang kaufm. Angeſtellter Jakob Seitz e. T. Marlieſe Wilma Maſchinenformer Karl Henn e. S. Karl Jakob Schloſſer Joſeph Denk e. T. Giſela Luiſe Marian kaufm. Angeſtellter Guſtav Herbert Bendfeldt e. T. Heide Monteur Franz Joſef Heß e. S. Paul Albert Kaufmann Adam Otto Friedrich Reinemuth e. T. Urſula Ruth prakt. Arzt Dr. med. Rubertus Karl Beck e. T. Maria Michaele Konditormeiſter Franz Joſef Kirchgäſſer e. T. Brigitte Anita Bautechniker Erwin Schüßler e. T. Marianne Hildegard Geſchäftsteilhab. Hch. Schwarzenbach e. T. Hannelore Pauline Sofie Techniker Hermann Boos e. T. Luzia Maria Lehrer Karl Kurt Pfenninger e. T. Brigitte Renate Ing. Paul Simon Werlin e. S. Joſef Karl Paul Schloſſer Rudolf Adam Schmitt e. S. Helmut Maſchinenſchloſſer Friedrich Fricke e. T. Roſemarie Lina Wagenlackierer Willi Jakob Weisbrodt e. S. Dieter Georg Dekorateur Karl Philipp Köhler e. S. Gerhard Karl kaufm. Angeſtellter Adolf Dahms e. T. Ingrid Luiſe Franziska Arbeiter Philipp Ludwig Schwarz e. S. Fred Maſchinenformer Oskar Ernſt Heuſer e. S. Friedrich Mechaniker Friedrich Seip e. S. Günter Fritz Verwaltungsaſſ. Wilhelm Berkler e. S. Gerhard Artur Eugen Geſtorbene: Juni/ Ju li 1936 Margaretha Hertha Bauer geb. Reidel, Ehefrau des Kaufmanns Otto Bauer, 26 J. 4 M. 3 geb. Hebling, Witwe des Arbeiters Peter Weinacht, Maria Magdalena Rothenſtein geb. Götze, Ehefrau des Friſeurs Chriſt. Wilhelm Rothenſtein, 65 J. 7 M. Eliſe Schubert geb. Volz, Ehefrau des Arbeiters Arthur Wilhelm Max Schubert, 39 Jahre Walter Ernſt Freundlich, 4 J. 8 M. Dipl. Ing, Gewerbeſchulaſſ. g, D. Willi Viktor Theodor Guſtav ischEEs rebbes U. cgabHsctik KUs“ SEBRUO FUR INDUSTREE— ANsTAr F 01. LER Katharina Frey geb. Scheuermann, geſchied. von Arbeiter Friedrich Frey, 38 J. 7 M. Stadtpfarrer Land. Joh. Kiefer, Erzbiſchöfl. Geiſtl. Rat, 68 J. 10 M. Hanchen Adler geb. Adler, Witwe d. Kfm. Sim. Adler, 81 J. 4 M. Lediger Kaufmann Hermann Nily, 5 Jahre Schmied Georg Michael Müller, 47 4 WM Privatmann Salomon Haas, 83 J. 1h WMm 83 Eliſabetha Kummer geb. Diehl, Ehefrau oͤes Wirts Johann Georg Kummer, 57 J. 11 M. Kaufmann Karl Johann Schneider, 37 J. 11 M. Händler Adolf Amand, 62 J. 5 M. Lediger Kaufmann Wilhelm Heinrich Dubs, 46 J. 11 M. Katharina Margareta Winkler geb. Odenweller, Ehefr. d. Maurers Karl Winkler, 52 J. 9 M. Werkmeiſter Karl Albert Singer, 61 J. 10 M. Emma Charlotte Nees geb. Hartmann, Ehefrau des Schiffers Froͤr. Nees, 33 J. 11 M. Katharina Roth geb. Schmitt, Ehefr. d. Arb. Joh. Roth, 59 J. 7 M. Landwirt Stephan Hook, 61 J. 1 M. Metzger Chriſtian Michael Grau, 56 J. 5 M. Kath. Roth geb. Schmitt, Ehefrau des Arb. Johann Roth, 59 J. 7 M. Landwirt Stephan Hook, 61 J. 1 M. Metzger Chriſtian Michael Grau, 56 ledige Arbeiterin Anng Deuwel, 21 Frida Karolina Bertha Werner geb. Arbeiter Adam Häuſer, 35 J. 1 M. Reichsbahnarbeiter Martin Rohr, 44 J. 9 M. Ilſe Schwöbel 1 Std. e Emilie Schwöbel geb. Nägele, Ehefr. d. Buchh. Willi Jak. Friedrich Schwöbel, 33 J. 11 M. W Arbeiter Adam Wetzel, 65 J. 4 M. Arbeiter Michael Luley, 76 J. 8 M. Theo Zöller, 27 Tage Rentenempfänger Johannes Rettig, 63 J. 7 M. Milchhändler Franz Michael Wörner, 69 J. 11 M. ledige Hausangeſtellte Sophie Huxel, 81 J. 2 M. Gewerbeſchuldirektor a. D. Joſef Maximilian Schmid, 73 J. 9 M. Magdalena Schmider geb. Hoffmann, Ehefrau d. Rentenempfängers Ludwig Max Friedr. Schmider, 66 J. 1 M. Leckinger geb. Fey, Witwe d. Bahnport. Gg. Leckinger, 82 J. 1 M. Edith Sigriſt Kallwitz, 10 J. 2 M. Buchhalter Elias Urbach, 78 J. 4 M. Ladeſchaffner Leopold Kleinkopf, 61 J. 6 M. Arbeiter Wilhelm Staufer, 64 J. 2 M. Friederike Kath. Schlappert geb. Kofink, 65 J. 10 M. Otto Moſtberger, 18½ Std. ledige berufloſe Dina Ladenburger, 74 J. 11 M. Direktor Andreas Otto Wolpert, 70 J. 6 M. Kaufmann Georg Stellwagen, 56 J. 1 M. Chriſtiane Hollich geb. Müßig, Witwe d. Schreiners Johann Friedr. Hollich, 74 J. 11 M. Bäckergeſelle Ernſt Hans Schönig, 19 J. 3 M. Suſanna Eliſ. Sturm geb. Lang, Ehefr. d. Oberweichenſtellers a. D. 90 1 63 Gach 85 19 Hermann Georg Bach, 1 J. 8 8 Wilhelmina Metzger geb. Kümmerle, Witwe d. Landwirts Ludwig Friedrich Metzger, 67 J. 5 M. Urſula Philippine Weißbarth, 1 Mà, 19 Tg. Dreher Jakob Böhm, 64 J. 10 M. J. 5 M. J. 4 M. Buiſſon, 83 J. 1 M. Maria Magd. Derr geb. Hafner, Ehefr. d. Kfm. Pet. Derr, 33 J. 7 M. Ida Baer geb. Strauß, Witwe d. Kfm. Seligmann Baer, 86 J. 4 M. Helene Wolf geb. Stang, Ehefr. d. Werkmſtr. Ernſt Wolf, 56 J. 1 M. Kaufmann Florian Franke, 59 J. 9 M. Oberſchaffn. a. D. Jakob Wilhelm Roeſch, 62 J. 11 M. 5 9J. 1 M. Johannes Pauckert, 1 M. g. 8 Eliſab. Kaffine geb. Schmitt, Wwe, d. Emaillierers Johann Kaffine, 66 J. 2 M. ledige Arbeiterin Helene Maria Schnabel. 22 J. 3 M. Richtertee und ulck mit lezithin Rriclilen ein ZLeichen noſrlicher, geruncler lehensauilasung.· Junge Ftouan olken euſ lesſe, gesunde figur beclocht sein- es iit besserꝭ Viol Beegung und Ot. Richters frũhsiũckskttuſerſee holien den kõt- per irisch und ztraiſ- kein unnõſiges Feſl wird aich unsehen duo Slu hel freie Tirkulonion und cler Stollwechsel ist in schönsler Ordnung.- Pockg..80..25. Auch els Otix· Lableilen erhẽlllich· Dr. Ernst Richters Fröhstüekskesutertee aus Line, Guelle Kniestrümpfe Trikotagen Pul lover Bolerojacken 80 Daut F1.4 Glücklich? 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