— 7 — ſiſcher Freiwilliger eingetroffen, — äSSSr—— Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abbolſtellen: Wald⸗ bofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44, Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtr. 1, Te Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8 Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt, 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Sukeberde 10 Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 7. Bei Zwangsvergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim⸗ Sonntags⸗Ausgabe A u. B Samstag, 8. Auguſt/ Sonntag, 9. Auguſt 1936 147. Jahrgang— Nr. 362 Murkistiſche Freimwilligenkorps gebildet Spaniſcher Regierungsbeamter leitet die Hilfsorganiſation Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 7. Auguſt. Der Unterſtaatsſekretär im Innenminiſterium der ſpaniſchen Regierung, Exglaa, iſt, wie ſchon gemeldet, an Bord eines neuen Goldflugseuges in Pa⸗ ris eingetroffen. Er ſoll hier zuſammen mit dem Völkerbundsdelegierten de los Rios und den bei⸗ den marxiſtiſchen Abgeoröͤneten Bolans und Aſſua die Hilfeleiſtung er franzöſiſchen Volks⸗ frontparteien für Spanien organiſieren. Es handelt ſich hierbei um die Geldſammlungen, die nach der „Humanité“ allein in der Kommuniſtiſchen Partei den Betrag von 400 000 Franken erreicht haben. Noch mehr aber dürfte es ſich um die Organiſation von Freiwilligenabteilungen handeln. Wiederum, wie die „Humanité“ mitteilt, hätten ſich in Paris in der roten Bannmeile ſchon zahlreiche Freiwilligenabtei⸗ lungen gebildet. „Die franzöſiſche Regierung hat die Bildung von Freiwilligengruppen zur Hilfeleiſtung an die ſpaniſchen Arbeiter erlaubt. Derartige Gruppen werden ſich in großer Zahl bilden, und wir ſind auch ſicher, daß Freiwillige auch au anderen Ländern eintreſſen werden.“ 3 Der aus Sowjetrußland erwartete Freiwilligen⸗ trupp in Höhe von 5000 Mann ſoll, wie Partſer Blätter melden, in Bordeaux, Toulouſe und in Per⸗ pignan geſammelt werden. In Paris und in der nächſten Umgebung ſind durch den kommuniſtiſchen Abgeordneten Monmouſſcau ſchon die nötigen Quartiere beſchafft worden.„Frankreich wird das Aufmarſchgebiet für das rote Expedi⸗ tionskorps nach Spanien“, klagt der„Jour“. Die erſten Freiwilligen in Bartelona — Paris, 8. Auguſt. Nach einer hier vorliegenden Meldung aus Bar⸗ celona iſt dort die erſte Gruppe franzö⸗ die gegen die Militärgruppe kämpfen wollen. Es ſoll ſich um etwa 200 Mitglieder der franzöſiſchen Volks⸗ front handeln. Sowjet-Schiffe fahrtbereit — Rotterdam, 8. Auguſt. Der„Nieuwe Rotterdamſche Courant“ meldet aus Leningrad: Im Hafen von Kronſtadt werden eine Anzahl ruſſiſcher Schifſe in Be⸗ reitſchaft geſetzt, um in das Mittelmeer auszu⸗ fahren. Der Leningrader Sender verbreitet Nach⸗ richten über Nachrichten, wonach eine Schwächung der ſpaniſchen Volksregierung durch einen Vormarſch der Militärgruppe Sowjetruß⸗ land nicht desintereſſiert laſſen werde. Die ruſſiſche Außenpolitik ſei bereits auf alle Mog⸗ lichkeiten eingeſtellt. „Dynamit-Gruppen“ ſollen ganze Arbeit tun Wir werden ſoviel Städte zerſtören wie nötig iſt — Hendaye, 8. Auguſt.(U..) Mit Flugzeugbomben, Geſchützfeuer, Dynamit und Brandſtiftung droht der Ausſchuß der Lolksfrontregierſung in San Sebaſtian. die ganzen ſpaniſchen Nordprovinzen der Zer⸗ ſtörung auszuliefern, wenn die Stoßtruppen der Militärgruppe ihre Verſuche, zur Küſte durchzu⸗ dringen, nicht aufgeben. Dieſe Drohung der Volksfront war die Antwort auf eine Intervention des Biſchofs von Na⸗ varra, Avala, der einen Appell an die baskiſchen Ratholiken machte. In einem Hirtenbrief des Bi⸗ ſchofs, der in allen baskiſchen Kirchen verleſen wurde, wandte er ſich dagegen, daß ſich ſpaniſche Katholiken gegenſeitig töten, und forderte die baskiſchen Katho⸗ kiken auf, die rote anti⸗kirchliche Volksfront von Gui⸗ puzeoa im Stich zu laſſen und den Kampf gegen ihre katholiſchen Brüder in Navarra einzuſtellen. In einem Gegenmanifeſt erklärt die Volksfront, daß ihnen bereits 30 Flugzeuge zur Verfügung ſtän⸗ den und daß ſie bald über eine große Luftmacht verfügten. Sobald die Luftſtreitkräfte ausgebaut ſeien, würden Viktoria und Pamplona von ihnen be⸗ ſetzt werden. Unſere Flugzeuge“, ſo heißt es in dem Mani⸗ (ſeſt,„werden die auſſtändiſchen Städte mit einem Kugelregen überſchütten... Unſere ſtählernen Vögel werden die Halbinſel von einem Ende zum anderen beherrſchen. Wir werden ſoviele Städte zerſtören, wie ſich als nötig erweiſt.“ Unter dem Namen„Dynamit⸗Gruppe“ iſt in San Sebaſtian eine„Zerſtörungs⸗Mannſchaft“ aufgeſtellt worden, die den Sonderauftrag hat, aufſtändiſche Städte hinter der Front dem Erdͤboden gleichzu⸗ machen. Militäriſches Eingreifen Englanoͤs? Britiſches Leben und Eigentum ſchwer bedroht — London, 8. Auguſt. Die Blätter melden, daß die engliſchen Konſu⸗ latsberichte aus Spanien 56 Engländer als vermißt angeben. Die„Times“ ſchreiben, wenn ſich das Verbleiben der Engländer nicht bald auſ⸗ klären läßt, wird England Truppen lan⸗ den müſſen, um Leben und Eigentum ſeiner Untertanen zu ſchützen. Die Morningpo ſt ſchreibt: Je länger die Bürgerkriegskämpfe in Spanien fortdauern, deſto dringender wird die Frage der Truppenlandungen. Es gibt keine Linksregierung mehr, die Autorität beſitzt, um das Leben der Ausländer zu ſchützen. Die Ermordung der Deutſchen kann ſich jeden Tag gegenüber einer anderen Nation wiederholen. Die militäriſche Intervention in Spanien rückt in un⸗ mittellbare Nähe.“ England dementiert Waffen⸗ lieferungsgerüchte — London, 8. Auguſt. Die im Ausland ver⸗ breitete Nachricht, daß die Firma Vickers⸗ Armſtrong einen großen Rüſtungsauftrag der ſpaniſchen Regiermna ausführe, wird amtlich dementiert. Das deuische Vollé in Trauer Sieben Volksgenossen als Opier der Wirren in Spanien Die blutigen Wirren des Bürgerkrieges in Spanien haben sieben deutsche Menschenleben gefordert. Die kleine siebenjährige Heinz Voss aus Hamburg erlag seinen durch Schießereien im kommunistischen Stadtteil von Gijon erlittenen Verletzungen. Parteigenosse Hans Hahner fiel beim Transport Verwundeter in Barcelona einer Kugel zum Opfer. In Barcelona wurden die Parteigenossen und Arbeitsfrontkameraden Wilhelm Caeije Hellmuih Holmeister Cünther Swalmius- Daio Ireitz und der Volksgenosse feige von kommunistischen Horden erschossen. Tieferschüttert trauert das ganze deutsche Volk diesseits und jenseits der Grenzen um diese jungen Menschen, die sterben mußten, nur weil sie Deutsche waren. Der infernalische Haß des völker- zerstörenden Bolschewismus, der nicht einmal vor Kindern halt macht, brachte diesen jungen Deutschen den Tod. Während in Berlin die Olympia-Glocke die Jugend der Welt zum friedlichen Kampf ruft und eine ganze Nation die Völker der Erde gastlich empfängt, wütet in dem befreundeten Spanien der rote Terror. Während im Dritten Reich Friede und Ordnung herrscht und Menschen aus allen Erdteilen in festlicher Stimmung sich zur Abhaltung der Olympischen Spielen zusammengefunden haben, ereilte in Spanien sieben deutsche Menschen ein grausames Schicksal. Das Gastrecht des Landes, das sie niemals verletzten, konnte sie nicht schützen. Wir auslandsdeutschen Nationalsozialisten senken unsere Fahne vor diesen Toten. Vier Partei- genossen, Kämpfer für die Idee Adolf Hitlers unter ihren deutschen Kameraden, sind aus den Reihen der Auslandsorganisation gerissen worden. In diesen schweren Stunden gedenken wir in stummer Trauer der Angehörigen, denen der Bolschewismus ihre Liebsten nahm. Im Geiste Wilhelm Gustloffs tragen wir auslandsdeutschen Nationalsozialisten die Fahne weiter! Johanna Immhol fiel in Santander einem vorsätzlichen Attentat zum Opfer. Gaulelier der Auslands-Organisation der NSDAP Die franzöſiſche Volksfronthilzr für Madrid abin/ Koimoſu, vuu Touuiõ louapooe, Die Amerikaner führen im Zehnkampf: land an 8. und Huber an 10. Stelle. Nach 7 Uebungen liegt Bonnet⸗Deutſch⸗ Beginn der Schwimmwettkämpfe: Ueber 100 Meter Kraul Fiſcher und Heibel noch im Rennen. Bei 200 Meter Bruſtſchwi mmen ſetzten ſich alle drei dentſchen Vertreterinnen durch.— Neue Beſtleiſtungen. Auch die Waſſerballſpiele nahmen ihren Aufang: England—Malta:2. Neue Beſtleiſtung im Kleinkaliberſchießen: Der Norweger Rogeberg er⸗ zielte in drei Serien die höchſtmögliche Punktzahl von 300 Ringen. Fortſetzung der Kganuwettkämpfe: Im Zweier⸗Kajak wurde Deutſchland im zweiten Vorlauf Zweiter hinter Schweden. 3 Litauiſche Flugzeuge für Maoͤrid? — Paris, 8. Auguſt. In Zuſammenhang mit den angeblich beabſich⸗ tigten franzöſiſchen Flugzeuglieferungen an die Mabrider Regierung hat der„Jour“ jetzt in Erfah⸗ rung gebracht, daß die 14 Devoitine⸗372, die ur⸗ ſprünglich von Litauen beſtellt worden waren und ſpäter gegen eine neue Beſtellung moderner Appa⸗ rate eingetauſcht wurden, der Form nach in li⸗ tauiſchen Beſitz übergehen ſollen, um dann von Litauen an Spanien geliefert zu wer⸗ den. Die franzöſiſche Regierung habe dann die Entſchuldigung, daß ſie Litauen nicht daran hindern könne, mit ſeinen eigenen Flugzeugen zu machen, was es wolle. Das Blatt will ferner wiſſen, dͤͤaß in Villacoublay ſechs Amiot⸗Bomber und ein Breguet 413 für Spanien ſtartbereit ſtünden, die alle zunächſt nach Toulouſe übergeführt werdäen ſollen. Erust Wilhelm Bohle Mannheims Garniseon Ein NMZ-Bildbericht auf Seite 5 Metaxas greift zu — Athen, 7. Auguſt. In Berlin brennt das Friedensfeuer aus Olympia, in Athen wird das Kriegsrecht über Griechenland verhängt! Ein merkwürdiger Zufall will es, daß während der Olympiſchen Spiele, die einſt in Hellas im Zeichen des inneren Friedens ſtanden, die Gegen⸗ ſätze im modernen Griechenland wieder einmal her⸗ vortreten. Dem von den Kommuniſten verkündeten Generalſtreik hat die Regierung die Verkündung des Ausnahmezuſtandes entgegengeſetzt. Miniſterpräſi⸗ dent Metaxas ſprach von einem drohenden roten Putſch. Wieder einmal haben Diktatoren das Schick⸗ ſal des Landes in die Hand genommen. Vor nicht langer Zeit ſchloß in Paris ein kleiner magerer Mann, deſſen Geſicht von einem weißen Spitzbart die charakteriſtiſche Prägung erhielt, ſeine Augen: Eleuterios Venizelos, der Mann, deſſen Kämpfe um die Macht im Staate dreißig Jahre griechiſcher Geſchichte beſtimmt hatten. Als ihn ſein geliebtes Kreta in einem glänzenden goldſtrotzenden Leichenzug zu Grabe trug, da glaubte Griechenland, gleichzeitig den Bruderkampf zu begraben, der ſeit Jahren das Land in zwei Lager geſpalten hatte. Das Leben dieſes Mannes war Kampf geweſen, unerbittlicher, unermüdlicher Kampf gegen das Kö⸗ nigshaus. 1910, als er zum erſtenmal nach Athen berufen worden war, begann Venizelos ſeine Wühl⸗ arbeit gegen König Konſtantin, Während des Krie⸗ ges war der Kreter für einen Anſchluß an die Entente, der König aber blieb deutſchfreundlich. So zog Nordͤgriechenland, wo Venizelos die Macht beſaß, gegen den deutſchen Bundesgenoſſen Bulgarien los, während Süogriechenland, von engliſchen und fran⸗ zöſiſchen Kreuzern blockiert, Hungersnot litt. 1917 zwang der Mann aus Kreta den König zur Abdan⸗ kung. 1920 wurde er ſelbſt verjagt und der König zurückgeholt. 1924 wurden die königlichen Truppen von den Türken vernichtet, und das enttäuſchte Volk empfing Venizelos wieder wie einen Triumphator, während die Königsfamilie diesmal den Zug nach dem Ausland nehmen mußte. Venizeliſten gegen Royaliſten, Generäle gegen Republikaner, das waren die Gegner, die ſich immer wieder gegenüberſtanden. Es gab das Zwiſchenſpiel des Generals Pangalos, der den Banknoten ein Drittel abſchnitt und für ſeine Regierung einbehielt, es gab Offiziersputſche, und immer wie⸗ der Venizelos, deſſen letzter Putſch im Jahre 1935 dann ſchmählich ſcheiterte. keut Maunhelnergeilänä Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim —— * 2. Seite“ Nummer 362 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 8. Aug.“ Sonntag, 9. Aug. 1936 Die Royaliſtenpartei, an der Spitze der königs⸗ treue Metaxas, und ſein Helfer, der Beſieger des Venizelosaufſtandes, Kon dylis, bot dem ver⸗ bannten König Georg die Rückkehr an. Der neue König wollte ſich nicht auf eine Partei ſtützen. Er begnadigte die gefangenen Republikaner, die Freuade von Venizelos, und ſchrieb neue Wahlen aus. Nun zeigte ſich zum erſten Male ein fühlbarer Wandel. Neben die ewig ſtreitenden Parteien der Royaliſten und Republikaner war eine dritte Partei getreten, deren Fortſchritte außerordent⸗ lich beunruhigend waren, die Kommuniſten! Venizelos hatte auf dem Totenbett Frieden mit ſeinen Gegnern gemacht. Der alte Königshaſſer ſoll geſagt haben:„Gott ſchütze unſeren Monarchen!“ Aber ſeine früheren Anhänger haben ſich damit nicht zufrieden gegeben. Griechenland erlebte zum erſten Male die nie für möglich gehaltene Bildung einer Koalitionsregierung zwiſchen Royaliſten und Repu⸗ blikanern, gleichzeitig aber das Abgleiten zahlreicher Venizeliſten nach der extremen Linken. Nicht alle griechiſchen Kommuniſten würden das Gefallen der orthodoxen Ideologen der Komintern finden. Die ſoziale Bewegung iſt religiös geſärbt, ſie hat etwas von den Bauernkriegen an ſich, die Deutſchland im ſechzehnten Jahrhundert durchtobten. Die Fahne dieſer Aufſäſſigen iſt nicht rot, ſondern ſchwarz. Sie kommen aus den ärmlichen Dörfern, in denen Korinthen oder Tabak angepflanzt wird, oder ſie ſind Hirten aus den Bergen, die ihre biſſigen Schäferhunde als beſte Kampfbegleiter mit ſich bringen. Der Führer dieſer Kommuniſten iſt auch in Wirklichkeit kein Moskauer Inſtrukteur. Es ſoll ein Bauer aus der Gegend von Argos ſein, namens Demetriades. Wenige können behaupten, ihn ſelbſt geſehen zu haben. Man beſchreibt ihn als einen ungewöhnlich großen breitſchultrigen Mann, um deſſen Schultern ein Umhang aus ſchwarzer rauher Schafswolle flattert. Seit Jahren ſchon zieht er auf einem kleinen Mauleſel durch die Dörfer und predigt den Aufruhr. So kam es auch verſchiedentlich ſchon zu revolu⸗ tionären Bewegungen, die von den kommuniſtiſch organiſierten Proletariern Athens als ihre Aktion bezeichnet und ausgenutzt wurden. Tatſächlich leidet ja Griechenland unter einer ſchweren Exportkriſe, die den Ertrag der Bauern ſchwer beeinträchtigt. Von den 2460 Doppelzentnern Korinthen wurde nur ein kleiner Teil verkauft. Auch die Ausfuhr des Tabaks, der eine der Haupteinnahmequellen des Lan⸗ des iſt, hat ſtark gelitten. Die Regierung bemühte ſich in verſchiedenſter Weiſe, dieſen Uebelſtänden abzuhelfen. Laſtautos mit ſpeziell dafür engagierten Arbeitern fuhren hin⸗ aus auf die Weinberge und riſſen die Reben aus, um das Land für exportfähigere Kulturen vorzubereiten. Die Bauern konnten nicht begreifen, daß die Weinſtöcke, die ſie von ihren Vätern und Vorvätern geerbt hatten, zerſtört werden mußten, und ein Han⸗ delsabkommen, das die Regierung vor einigen Wo⸗ chen mit Dr. Schacht abſchloß, hat ſich noch nicht aus⸗ wirken können. „Die Ereigniſſe der letzten Tage haben die Kluft zwiſchen den zwei Parteien in Griechenland wieder aufgeriſſen. Metaxas, der ſchon ſo oft das Königs⸗ haus und ſeine Politik rettete, iſt für den Augenblick Hoffentlich wird es Unbeſtrittener Herr der Lage. ſeiner ſtarken Hand gelingen, das Land auch über dieſen Wirbel neuer Unruhe hinwegzuſteuern, da⸗ mit er weiter an die Löſung der wirtſchaftlichen Pro⸗ bleme Griechenlands gehen kann, die unvermindert fortbeſtehen. V. Anter Syionageverdacht (Oſtaſiendienſt des DNB.) — Tokio, 8. Auguſt. Wie die Agentur Domei meldet, iſt der bekannte japaniſche Schriftſteller und Sachverſtän⸗ dige für Sowjetrußland, Ohtake, unter dem Ver⸗ dacht der Spionage verhaftet worden. Wäh⸗ rend ſeiner Vernehmung unternahm Ohtake einen Selbſtmordverſuch, der aber mißglückte. Die Verhaftung erfolgte nach einem Beſuch des japani⸗ ſchen Schriftſtellers in der Sommerwohnung des Se⸗ kretärs der ſowjetruſſiſchen Botſchaft. Deg und Köß im Dienſte der Spanienhilfe Köc-Dampfer als Wohnſchiff für Flüchtlinge eingerichtet — Berlin, 7. Auguſt. Der Koͤc⸗Dampfer„Monte Sarmiento“ hat Ham⸗ burg mit Kurs Liſſabon verlaſſen. Der Dampfer iſt von der NSG„Kraft durch Freude“ als Wohn⸗ ſchiff eingerichtet und dazu beſtimmt, etwa 2000 deutſchen Flüchtlingen aus Spanien Schutz und Unterkunft zu bieten. In dieſem Zuſammenhang ſei darauf hingewieſen, daß Reichsleiter Dr. Ley die Einrichtungen der DA und der NSG„Kraft öͤͤurch Freude“ weitgehend in den Dienſt der Betreuung deutſcher Flüchtlinge aus Spanien geſtellt hat. Die NSG„Kraft durch Freude“ wird ſich der vertriebenen Deutſchen aus Spanien mit beſonderer Sorge und Treue widmen, um ihnen ſeeliſche und körperliche Erholung zu ermöglichen und ihnen zu helfen, ihr furchtbares Schickſal erträglicher zu geſtalten. Deshalb ſind durch die NSGeweite Gebiete in der bayeriſchen Oſtmark, im Schwarzwald und in Südbayern für die Aufnahme von mehreren tauſend deutſchen Flüchtlingen aus Spanien, mit deren Eintreffen gerechnet wird, vorbereitet. Die Flüchtlinge werden in derſelben Weiſe wie unſere Koͤc⸗Urlauber betreut werden. An den Bahn⸗ höfen werden ſie durch die Dienſtſtellen der DAð und der NSG„Kraft durch Freude“ empfangen und in die vorgeſehenen Wohngebiete geleitet werden. Dort ſtehen Privatquartiere bereit. Einige hundert Flüchtlinge ſind bereits in der bayeriſchen Oſtmark eingetroffen. Die Volksgenoſ⸗ ſen dieſes Grenzgebiets haben den Vertriebenen eine beſonders herzliche Aufnahme bereitet und ſich in weiteſtgehender Hilfsbereitſchaft um ſie bemüht. Die Spaniendeutſchen werden in Deutſchland nicht nur Schutz und Hilfe, ſondern darüber hin⸗ aus Ruhe und Erholung in Deutſchlands ſchön⸗ ſten Gebieten finden. Die Indienſtſtellung der„Monte Sarmiento“ als Wohnſchiff für deutſche Flüchtlinge macht es erfor⸗ derlich, daß vorerſt vier vorgeſehene Urlaubsfahrten dieſes Dampfers ausfallen. Die von dieſem Ausfall betroffenen Urlauber werden dieſen Verzicht mit Freuden auf ſich nehmen; gilt es doch, den bedrohten Deutſchen in Spanien in echter Volksverbundenheit Schutz und Hilfe zu gewährleiſten. Die Schüſſe auf Algeriras — London, 8. Auguſt. Die Londoner Frühzeitungen veröffentlichen ſpal⸗ tenlange Berichte über die ſchwere Beſchießung der in den Händen der Militärgruppe befindlichen Stadt Algeciras durch Kriegsſchiffe der Ma⸗ drider Regierung. Außerdem wurden Ceuta und die ſpaniſche Küſte zwiſchen Punta Carnero und Algeciras mit Bomben belegt. Von dem Felſen von Gibraltar aus beobachten viele Engländer und Hunderte von Spaniern die Beſchießung der nur ſchwach befeſtigten Stadt Algeciras. Nach der„Times“ ſetzte ſich die Flotte der An⸗ greifer aus dem Schlachtſchiff„Jaime J1“, dem Kreu⸗ zer„Libertad“ und zwei Flottillenführern zuſam⸗ men, die zunächſt etwa von der Mitte der Meer⸗ enge aus das Feuer auf Ceuta eröffneten. Die beiden grüßeren Fahrzeuge allein ſchoſſen min⸗ deſtens 50 Granaten ab. Das Sckachtſchiff„Jaime J“ nahm hierauf Kurs auf Algeciras und bezog unmittelbar vor dem Ha⸗ feneingang Stellung, von wo es das Kanonenboot „Dato“, die Küſtenbatterien und die Kaſernen be⸗ ſchoß. Die„Dato“flog nach mehreren Exploſionen in die Luft und verſchwand in einem Flammen⸗ meer. Die Kaſernen ſowie die im Hafen liegenden Kauffahrteiſchiffe wurden nicht getroffen, doch ex⸗ plodierten einige Bomben in der Stadt. Die Bat⸗ terien der Nationaliſten gaben eine ſchwache Ant⸗ wort und nur eine oder zwei Granaten fielen in der Nähe des Schlachtſchiffes ins. Meer, ohne Scha⸗ den anzurichten. Auch das von der Küſte eröffnete Maſchinengewehrfeuer war wirkungstos. Bueipo de Liano proleſtiert — Liſſabon, 8. Auguſt. Der Rundfunkſender Sevilla übertrug in der Nacht zum Samstag eine Rede des Generals Queipo de Llano, in der der nationaliſtiſche Führer auf das ſchärfſte gegen die Be⸗ ſchießung offener Städte, wie Saragoſſa, Ceuta, Arzila, Larache und Granada durch die Trup⸗ pen und Flugzeuge der marxiſtiſchen Regierung pro⸗ leſtierte. Ferner beſtätigte der General, daß der ſrühere Miniſter Vizeadmiral Azarola von den Nationa⸗ liſten in Ferrol erſchoſſen worden iſt. Weiter teilte Queipo de Llano mit, daß zwei Regierungsflug⸗ zeuge am Freitag abgeſchoſſen worden ſeien und daß das Militärkommando hoffe, die Stadt Badajoz in den nächſten Tagen von der roten Herrſchaft befreien zu können. ahrallem Geiſtliche aufgenommen habe. Auch Kämpfe bei Alitante — Madrid, 8. Auguſt. Nach hier vorliegenden Meldungen ſcheint es jetzt auch in der bisher vom Bürgerkrieg nicht be⸗ rührten Provinz Alicante zu Kämpfen ge⸗ kommen zu ſein. In Alcoy bei Alicante ſoll die rote Miliz in der Nacht die Militär⸗ kaſerne geſtürmt haben, weil ſich dort angeb⸗ lich Mitglieder rechtsſtehender Parteien ſowie von den marxiſtiſchen Behörden geſuchte höhere Offi⸗ ziere verborgen hätten. 36 nationaliſtiſcher Geſin⸗ nung verdächtige Offiziere der Garniſon ſeien feſt⸗ genommen worden. Bei dem Gefecht ſeien zwei Majore getötet und zahlreiche Perſonen verletzt worden. Kommuniſtiſcher Hanoſtreich aauf Andorra? — Paris, 8. Auguſt. Nach einer hier vorliegenden Meldung aus Foix (Departement Arieége) wollen in Andorra die Ge⸗ rüchte nicht verſtummen, daß die ſpaniſchen Kommu⸗ niſten und Anarchiſten einen Ueberfall auf die kleine Pyrenäen⸗Republik beabſichtigen. Dieſer Ueberfall ſolle von Puigceröa aus, das ſich in den Händen der Kommuniſten befindet, erfolgen. Als Vorwand für dieſen Handſtreich ſolle dienen, daß Andorra zahlreiche ſpaniſche Flüchtlinge und vor Die franzöſi⸗ ſche Regierung, die vertragsmäßig das Polizeirecht in Andorra ausübt, habe eine Abteilung Gendar⸗ merie und mobile Garde an die Grenze geſchickt, die im gegebenen Falle eingreifen ſolle. Schwediſcher Dampfer in Vordeaur feſtgehalten Er hatte Kriegsmaterial an Bord (Von unſ. Pariſer Vertreter) — Paris, 8. Auguſt. Im Haſen von Bordeaux wurde der ſchwediſche Frachtdampfer„Gemborg“ wegen Waffenſchmuggels feſtgehalten. In Anweſenheit des ſchwediſchen Kon⸗ ſuls wurden von der Polizei mehrere Kiſten voll Dynamit, Pulver und Zündern ausgeladen und nach dem Artilleriearſenal übergeführt. Der Dampfer iſt vorläufig unter polizeiliche Bewachung geſtellt worden. Die deutſch-polniſche Freunoſchaft Polniſche Schulſchiffsbeſatzung im Kieler Rathaus — Kiel, 7. Auguſt. Im Kieler Rathaus wurde am Freitagmittag die Beſatzung des zum Beſuch der Segelolympiade im Kieler Hafen liegenden polniſchen Handels⸗Segel⸗ ſchulſchiffs„Dar Pomorza“ offiziell empfangen. Zu dieſem Empfang waren führende Männer der Be⸗ wegung und ihrer Gliederungen ſowie eine Abord⸗ nung der Kriegsmarine erſchienen. Oberbürgermeiſter Dr. Behrens wies in ſeiner Begrüßungsrede darauf hin, es ſei das erſtemal, daß ein polniſches Segelſchulſchiff den Kieler Hafen be⸗ ſuche. Anſchließend trank der Oberbürgermeiſter auf das Wohl des polniſchen Staatspräſidenten und der polniſchen Nation. Im Namen der Beſatzung des polniſchen Segel⸗ ſchulſchiffs dankte der Direktor der Seefahrtsſchule in Gdingen, Koſianowſki, für den Empfang und erwiderte dann:„Schon lange erſtrebt Ihr Führer Adolf Hitler freundſchaftliches und brü⸗ derliches Zuſammenleben der Völker. erſtrebte ein ähnliches Ziel. Dieſe zwei großen Staatsmänner und Führer erreichten in der Politik unvergänglich mehr als tauſend andere Staatsmän⸗ ner der Welt. Dank der Größe dieſer beiden Staats⸗ männer, die es in der Weltgeſchichte noch nie gegeben hat, wurde erreicht, daß Polen und Deutſch⸗ land in freundſchaftlichen Beziehungen nebeneinander als gute Nachbarn leben.“ Abſchlie⸗ ßend erhob Koſianowſki ſein Glas auf das Wohl des Führers und der deutſchen Nation. Flalieniſcher Kreuzerbeſuch in Kiel — Kiel, 8. Auguſt. Der italieniſche Kreuzer„Gorizia“ traf am Samstag um.15 Uhr im Kieler Hafen ein. Um ihn herum liegen das Linienſchiff„Schleswig⸗ Aviſo„Grille“, das polniſche Segelſchulſchiff„Dar Pomorza“ und der britiſche Kreuzer„Neptune“. In den nächſten Tagen werden noch zwei Segelſchul⸗ ſchiffe erwartet. Beim Einlaufen in den Kieler Hafen feuerte der italieniſche Kreuzer 21 Schuß Landesgruß, die von der Salutbatterie Friedrichsort erwidert wurden. Der Salut für den kommandierenden Adͤmiral der Oſtſee wurde vom Panzerſchiff„Graf Spee“, dem deutſchen Flottenflaggſchiff, erwidert. Ein dritter Salut galt dem deutſchen Flottencheſ. Eine alpiniſtiſche Glanzleiſtung — Mailand, 8. Auguſt. Eine alpiniſtiſche Glanzleiſtung vollbrachten vier Alpiniſten aus dem Aoſta⸗Tal, die in einer Rekord⸗ zeit von weniger als acht Stunden die ſtark ver⸗ eiſte 1500 Meter hohe Nordwand der Griuso, La⸗ erkletterten. Für dieſe erſte Beſteigung mußten 600 Stufen geſchlagen werden, davon 300 in Eis. Die gleichen Kletterer hatten ſchon in den früheren Jah⸗ ren vergebens verſucht, das Vorhaben auszuführen. Die Leiſtung wird als eine der großartigſten berg⸗ ſteigeriſchen Taten der letzten Jahre gefeiert. ——..—.—..—...—.————— Hauptſchriftleiter Dr. Alois Winbauer(in Urlaub) Stellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Politik, Theater, Wiſſen⸗ ſchaft u. Unterhaltung: Carl Onno Eiſenbart-Handelsteil: Dr. Fritz Bode-Lokaler Teil: Dr. Fritz Hammes ⸗Sport: Willy Müller-Süd⸗ weſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt: Curt Wilhelm Fennel- Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen:.V. Gg. Kling ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Nerleger: Neue Mannbeimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Co., Mannheim, KR 1.—6 Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗Friedenau. Sentaſtraße 2 .⸗A. VII. 1936. Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: 20758 Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: 20 349 Zur Zeit Preisliſte Nr.7 gültig Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur ben Rückporto In dieſem Sommer mußte Eleonore allein ver⸗ reiſen. Er hatte eine größere Arbeit auf dem Schreibtiſch liegen, die keinen Aufſchub duldete. Der Abſchied am Abendzug war herzlich, aber ohne beſondere gefühlshafte Regungen. Er war in Gedanken bei ſeiner Arbeit. Die Einſamkeit in den nächſten Wochen würde ihr förderlich ſein. Er ging eilig durch die Straßen, durchſchritt faſt haſtig die leere Wohnung, ſetzte ſich ſofort an den Schreibtiſch. Die Fenſter ſtanden weit offen, die laue Abendluft kam herein. Er drehte die kleine Lampe an und dehnte ſich behaglich im Seſſel. Die Ruhe in der leeren Wohnung tat wohl. Er begann zu arbeiten. Nach wenigen Sätzen legte er die Feder ent⸗ täuſcht wieder hin. Die Ruhe der Umgebung wollte ſich ihm nicht mitteilen; die Gedanken kamen nicht in rechten Fluß., Nein, er vermochte ſich nicht zu ſammeln heute. „Merkwürdig— was war denn anders als ſonſt? Wenn Eleonore daheim war, ſaß ſie ganz hinten in der Ecke des Zimmers, mit einer Näharbeit be⸗ ſchäftigt, in ein Buch vertieft. Sie ſprachen nie mit⸗ einander, wenn er arbeitete. Er verſuchte es jetzt von neuem. Aber es wurde nichts. Unruhig rückte er mit dem Seſſel hin und her. Irgend etwas fehlte „Er fuhr herum und betrachtete nachdenklich den leeren Stuhl hinten am Nähtiſch. Es mußte wohl ſo ſein, daß die Nähe einer geliebten Frau etwas Beruhigendes hat— auch wenn man gar nicht mit ihr ſpricht. Wie angenehm war es ſonſt, ſie dort in der Ecke zu wiſſen. Man dachte freilich nie daran— nein, wenn er arbeitete, vergaß er die Umwelt völ⸗ lig. Aber eine unbewußte, unintereſſierte Frende an ihrer Anweſenheit war wohl doch dabei, ein Ge⸗ fühl der Geborgenheit. Es waren Gefühlsſtröme im Zimmer, die jetzt fehlten. Sie wollten nun ihren Kreislauf antreten, dieſe unſichtbaren Ströme, von ihm zu ihr zurück— aber ſie mußten auf halbem Wege umkehren. Sie ſuchten ſich neue Wege Ueber ſeinem Schreibtiſch hing Eleonores Bild. Er betrachtete es lange, aber es beruhigte ihn nicht. Der Karton des Photographen konnte nichts Seeliſches Die Ohrringe/ non unreo Bareſel ausſtrahlen. Im Gegenteil— das Bild beunruhigte ihn mehr und mehr. Es gab nichts wieder als Eleo⸗ nores Schönheit, ihre fraulichen Reize. Dieſe Reize, ohne das Seeliſche des Blicks, ohne den pulſenden Atem der Bruſt, gehörten nicht eindeutig zu Eleo⸗ nore. Sie konnten zu jeder anderen ſchönen Frau gehören Von der Straße her klang fremoͤes Mädchenlachen herauf. Es war weich und wohlklingend, geheimnis⸗ voll. Es gaukelte ihm eine neue Geborgenheit vor Er ſchloß unwillig das Fenſter. Nach einer Weile öffnete er es wieder, denn die Luft im Zimmer war drückend. Man ſollte einen kleinen Abendſpaziergang machen; es wurde ja doch nichts mit der Arbeit heute. Nein, das erſchien ihm zu abenteuerlich, an dieſem erſten Abend, da er allein war, als Strohwitwer. Die dummen Witze fielen ihm ein, die jedesmal auftauch⸗ ten, ſobald die Strohwitwerzeit begann. Er ſetzte ſich wieder an den Schreibtiſch und betrachtete Eleo⸗ nores Bild. Sie war wirklich ſchön; der Gedanke an andere Frauen erübrigte ſich, wäre lächerlich ge⸗ weſen. Damals, als die Aufnahme gemacht wurde, trug ſie die langen Obrringe noch nicht, die ihr frei⸗ lich ſo gut ſtanden Er kam von dem Bilde gar nicht mehr los, ſah immerzu hin. Warum trug ſie jetzt eigentlich dieſe Ohrringe? Sie war koketter geworden in der letz⸗ ten Zeit.„Für wen machſt du dich ſo ſchön?“ hatte er ſie einmal im Scherz gefragt.„Für dich“, hatte ſie geantwortet.——— Ob ſie die Ohrringe, die ihr ſo gut ſtanden, wohl mitgenommen hatte in die Som⸗ merfriſche? Auf ſeiner Stirn ſtellten ſich ein paar Falten ein. Er ſah auf die Uhr. Jetzt war Ereonore wohl ſchon in dem kleinen Kurort angelangt. Vielleicht ſaß ſie nun gerade auf der Terraſſe des Kurhauſes und aß zu Abend, an einem kleinen Tiſch mit buntem Lämpchen. Alle Herren ſahen aufmerkſam hinüber zu der neuangekommenen ſchönen Frau mit den ſchönen langen Ohrringen Gott ja, das mußte man jedem ſchon einmal gön⸗ nen, für ein paar Wochen im Jahr ſein eigener Menſch zu ſein. An den Blicken fremder Leute zu merken, daß man noch wirkte, daß man noch jung war. Das bedeutete wohl ein gut Teil der Erholung, der ſeeliſchen Erfriſchung. Die fehlte ihm; ſollte ihm in dieſem Sommer nicht beſchieden ſein, da er nicht verreiſen konnte. Deshalb auch wollte es mit der Arbeit nicht mehr vorwärtsgehen... Vielleicht hatten die dummen Strohwitwerwitze gar nicht ſo unrecht? Ganz hin⸗ ten in ſolch abgeſchmackten Dingen liegen doch oft ewige Weisheiten... Es könnte ja ganz harmlos ſein, aber man müßte jetzt, da man allein war, ein⸗ mal irgend etwas tun, was man ſonſt nicht tat. Etwa in den Biergarten gehen, den Eleonore nicht mochte. Er nahm Hut und Mantel und verließ die Wohnung. Nach zehn Minuten war er wieder da. Saß am Schreibtiſch und arbeitete mit Luſt und Friſche, ver⸗ gnügt lächelnd, immerzu lächelnd. Neben ihm lag eine Schachtel Zigaretten, die er, als Ausbeute ſeines abendlichen Spaziergangs, an der nächſten Straßen⸗ ecke aus dem Automaten gezogen hatte. Und dann lag noch ein anderes Schächtelchen neben ihm: Eleo⸗ nore hatte es ihm heute, wohlverpackt, beim Abſchied auf dem Bahnhof in die Taſche des Sommermantels geſteckt. Er hatte gar nicht mehr daran gedacht. Erſt vorhin auf der Straße hatte er es in der Taſche ge⸗ fühlt und neugierig geöffnet. Die langen Ohrringe lagen darin. Oper im Automat Von Hermann Linden Zwiſchen acht und neun Uhr abends ſtürmiſchſte Zeit für einen Automaten. Menſchen, die viel Hun⸗ ger und wenig Zeit haben, die von der Arbeit kom⸗ men und ins Phantaſieland Kino reiſen wollen, drängen ſich in Schlangen. Die Brötchenkaruſſells drehen ſich pauſenlos, immer von neuer Hand vor⸗ wärts getrieben und entleert. Am Büfett, wo die anſpruchsvolleren Gäſte ſich drücken, arbeiten zwei junge Mädchen in weißen Kitteln wie wilde Ama⸗ zonen mit Meſſern und Gabeln, daß es klirrt und die Glasplatten unentwegt tönen. Ich ſtehe in dem Gewühl und weiß noch nicht recht, was ich eſſen ſoll. Da werde ich abgelenkt von meinen materiellen Ueberlegungen. Ich höre eine Stimme. Sie tönt aus einem weißen Viereck, hoch oben von einer Wand. Der Lautſprecher ſendet einen Tenor. Gegen die Stimme eines Tenors iſt die Stimme eines Ma⸗ Hgens ein ſchwaches Organ. Ich denke nicht mehr ans Eſſen, ich höre zu. Die Stimme des Tenors bleibt nicht allein. Lerchenhaft, in höchſte Lichthöhen ſto⸗ ßend, überſteigt ſie ein jubelnder Sopran. Die bei⸗ den Stimmen nähern und entfernen ſich mit ihren Worten, klagen ſich an und verſöhnen ſich, ſchlingen die Fäden eines Dramas von Liebe, Tod und Er⸗ löſung. Der Tenor leuchtet wie Gold, lockt wie ein junger Gott, klagt dunkel und ſüß wie ein Büßer. Welche Begnadung der Kehle, welche verzaubernde Macht oͤer Stimme, welches Wunder, dieſer Stimme teilhaftig zu werden, ohne einen Schritt zu ihr hin zu machen, ohne ein Eintrittsgeld zu bezahlen. So denke ich, aber ich denke falſch, wenigſtens, was die„verzaubernde Macht der Stimmen“ anbe⸗ trifft. Ich ſehe niemand, der hier verzaubert wäre, niemand, der überhaupt nur hinhört. Alſo, auch die Macht des Tenors hat ihre Grenzen. Die Gabeln und Meſſer raſſeln, ein geſchwätziger Lärm domi⸗ niert, müde und eilig drängen ſich Menſchen hinaus und herein. Ueber ihrem kleinen Alltag ſchweben die Stimmen der großen Oper. „Ich ſehe die Leute, die wirklich vor den Sängern ſitzen. Feſtlich ſind ſie angezogen, niemand von ihnen würde es wagen, mit einem Papier zu kniſtern. An⸗ dacht und Glück ſpiegeln ſich in ihren Mienen. Die Stimmen aus dem Lautſprecher in dem Automat tönen, ſind dieſelben Stimmen, vor denen irgendwo die Leute ſtarr vor Bewunderung ſitzen, aber hier finden ſie kaum ein einziges Ohr. Sie kommen viel⸗ leicht von weither, haben Land und Waſſer, Städte, Flüſſe und Länder überquert, Wunder genug, daß ſie nun aus dem kleinen weißen Viereck ſtrömen, noch immer gewaltig im Ton, leuchtend in der Farbe und mit allen ihren zarten Nuancen. Vielleicht ſpäter, wenn die Sänger in der weiten Ferne ſich zum Sterben anſchicken, wenn ſie ihre letzten Arien in die Welt verſenden, wenn die Uhr zwei Stunden weiter gerannt iſt, wenn die Menſchen der Straße wieder etwas mehr Zeit haben, zu ſich gekommen ſind, die Haſt abgeſtreift, der Automat leer und bequem geworden iſt, dann werden viel⸗ leicht einige Hörer da ſein, um den letzten Tönen zu lauſchen, und es kann dann auch ſein, daß die beiden abgehetzten Verkäuferinnen am Büſett ſo⸗ gar für einige Minuten Gabeln, Meſſer, Löffel, Gläſer, Taſſen, Fragen und Gäſte außer acht laſſen, um im Anhören der himmliſchen Stimmen eine kleine, ſüße Erholung zu finden. Unſer leider ſo früh verſtorbener Marſchall Pilſudſki Holſtein“, das Flottenflaggſchiff„Graf Spee“, der — * Samstag, 8. Aug.“ Sonntag, 9. Aug. 1036 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 362 Die Stadiseiie Mannheim, den d. Auguſt⸗ Moſaik am Waſſerturm Berliner Freunde, die zur Kur in Baden⸗Baden weilen, hatten ſich für Sonntag bei uns angemel⸗ det. Natürlich wußten wir, daß wir es mit ihnen nicht ganz leicht hätten, ſie für unſer Stadtbild zu intereſſieren, denn ſie kommen aus der Stadt, die alle Vorbereitungen, die je in der Welt für ein Feſt getroffen wurden, überflügelte und damit alle Erwartungen weit überbietet. Auch liebenswürdige Berliner, ſelbſt wenn ihre Wiege in der Provinz ſtand, beginnen oft den Satz:„Bei uns in Berlin!“ Sie denken ſich nichts Böſes und wollen gewiß nie⸗ mand kränken; man muß es ſo nehmen, wie es gemeint iſt, und ich habe daraus gelernt zu ſagen: „Bei uns in Mannheim!“ Und ich bin dabei immer gut gefahren. Wir hatten uns vorgenommen, lie⸗ benswürdige Gaſtgeber zu ſein, die Schönheiten der Stadt, die uns die zweite Heimat gab, nicht auf⸗ oͤringlich, doch ſelbſtbewußt zu zeigen. Flüchtig kannten unſere Freunde Mannheim als Durchgangsſtation auf Reiſen nach dem Süden. Sie erinnerten ſich noch an einzelne Dinge, die ſie auch wieder zu ſehen wünſchten. Das Schloß, Theater, die Sternwarte, Jeſuitenkirche, Haſenanlagen und das neue Rathaus waren ihnen nicht unbekannt, und ſie bewunderten ſie genau ſo, wie ſie Sehens⸗ würdigkeiten irgendeiner anderen Stadt bewundert hätten. Wir hatten es auch nicht anders erwartet und liſtigerweiſe unſere Trümpfe in Reſerve. „Ach, zeigt uns doch bitte die enge Gaſſe, durch die die Straßenbahn fährt und in der ſich die abend⸗ lichen Bummler nach Geſchäftsſchluß durchwinden müſſen; darüber liegt ſo ein Zauber der Klein⸗ ſtadt!“ „Iſt nicht mehr, wir können euch nur die Um⸗ geſtaltung der Straße zeigen, urteilt ſelbſt, was dar⸗ aus geworden!“ Langſam rollte unſer Wagen durch die„Neue Hei⸗ delberger“ und ſtoppte am Waſſerturm. Die ſtete und aufrichtige Bewunderung unſeres Beſuches ließen mich meinen letzten Groll überwinden, daß man ſchöne Bäume der Raumgewinnung eines Platzes opferte. Die Pflege der Gartenanlagen hüben und drüben, Farben⸗ und Waſſerſpiele in der Sonne, die gerade einmal lachte, beeindruckten unſere Freunde ſo ſehr, und ich erlebte, was mir faſt unmöglich ſchien: Berliner begeiſtern ſich rückhaltlos für eine andere Stadt. „Bitte ausſteigen, um oͤen Waſſerturm muß man rund herum bummeln, es iſt ſchade, wenn man ſich da etwas eütgehen läßt!“ n eihine Und hier ſiel die Entſcheidung; das Zünglein an der Waage neigte ſich unverkennbar auf die Seite der be⸗ geiſterten Bewunderung und die bis jetzt erſtaunten, jedoch noch immer einſilbigen Freunde ergingen ſich in lauten Lobpreiſungen über Mannheim. Kaskade, Fontäne, Blumen und Lorbeer, die viereckigen Anlagen zu beiden Seiten des Waſſer⸗ turms mit dem Wolfsangelſymbol aus dem Stadt⸗ wappen löſten helles Entzücken aus. Wir ſtanden, in der Pracht der bunten Beete verſunken, als neben mir eine Gruppe Jugendlicher auftauchte. Außergewöhnliche dieſer Anlagen laut und leiſe be⸗ ſprechend, machten ſie ſich gegenſeitig auf die aparte Anordnung der Pflanzen aufmerkſam. Nur einer verharrte in Schweigen und Ueberlegung. Ich be⸗ trachtete mir den jungen Burſchen und dachte: „Sicher denkt der etwas ganz Großes! Wenn er nur auch etwas ſagen würde!“ 8 Nach einer kleinen Weile meinte er:„Leipziger Allerleil“, wandte ſich ab und ſtapfte weiter, neuen Sehenswürdigkeiten zu. 5 „Banguſe!“ ſchrie es in mir. Mich erinnern die Blumenbeete an die heißgewünſchte, vielfarbig zu⸗ ſammengeſetzte Broſche aus tauſend Steinchen, die der Traum und die Sehnſucht meiner Kindheit war. Daher: Moſaik am Waſſerturm! M. D. Sperrung des Sahnarzt-Studiums Der Reichsminiſter des Innern gibt folgendes be⸗ kannt: „Wie die Feſtſtellungen der in verſchiedenen Le⸗ bensaltern durchgeführten Reihenunterſuchungen und die Beobachtungen der Krankenkaſſen ergeben, iſt die Geſundheit des deutſchen Volkes durch die ſtarke Verbreitung von Zahnkrankheiten ernſtlich gefähröet. Unter dieſen Verhältniſſen hat die zahnärztliche Ver⸗ ſorgung der Bevölkerung durch Zahnärzte und Den⸗ tiſten eine exhöhte Bedeutung gewonnen. Der Staat muß dafür ſorgen, daß die Ausbildung und damit die Leiſtungsfähigkeit der Zahnärzte und Den⸗ tiſten eine möglichſt gute iſt und daß überall im Reich, beſonders auch auf dem Lande, die Möglich⸗ keit einer einwandfreien Zahnbehandlung ſicherge⸗ ſtellt wird. Die Beſeitigung der auf dieſem Gebiet vielfach noch beſtehenden Mängel muß durch eine umfaſſende Neuregelung für den Geſamt⸗ beruf angeſtrebt werden. Um in dieſer Richtung einen erſten Schritt zu tun, müſſen zunächſt die Schwierigkeiten und Gefahren beſeitigt werden, die ſich aus der augenblicklichen Ueberfüllung der beiden Berufe ergeben. Daher hat der Reichserziehungsminiſter auf meine Anregung den Neuzugang zum zahnärstlichen Stu⸗ dium einſtweilen geſperrt. Da die Ausbildung zum Dentiſtenberuf ſtaatlich noch nicht geregelt iſt, wird hiermit bekannt⸗ gegeben, daß nur diejenigen Perſonen ſpäter zur ſtaatlichen Dentiſtenprüfung zugelaſſen werden kön⸗ nex, die bereits jetzt in der Ausbildung züm Dentiſtenberuf ſtehen. Solche Perſonen, die nach Veröffentlichung dieſer Bekanntmachung die Ausbildung zum Denttſtenberuf aufnehmen, werden bis auf weiteres weder zur ſtaatlichen Prüfung zu⸗ gelaſſen, noch wird ihnen ein Ausweis zur Berech⸗ tigung der Berufsausübung als Dentiſt erteilt werden.“ Das Werk elnes Mannheimer Künstlers: Flihrerbild für die deulsche Gesandisckaft in Lissabon Der Maler Auguſt Bender, Sohn einer be⸗ kannten Alt⸗Mannheimer Familie, hat ſich insbe⸗ fondere als Porträtiſt ſchon lange einen guten monatiger Arbeit vollendete, ſehr ehrenvolle Auftrag eines großen Führerbildes zur Ausſchmückung Namen gemacht. So mag ihm der eben in mehr⸗ Das Führerbild für die Deutſche Geſandtſchaft in Liſſabon W Schnappſchüſſe aus dem werkenden Alliag: „Fier' die Klaue... (Gemalt von Auguſt Bender⸗Mannheim. Photo: Tillmann⸗Matter.) der Deutſchen Geſanötſchaft in Liſſa⸗ bon zugleich ſchönſte Beſtätigung ſeines Wirkens ſein. Vor etwa Jahresfriſt hatte der Künſtler Ge⸗ legenheit, bei einem Aufenthalt in Wiesbaden den Führer mehrfach aus nächſter Nähe ſehen und ſeine Eindrücke in einigen Skizzen feſthalten zu können. Aus dem Erlebnis dieſer Begegnungen ergab ſich ihm nun die beglückende Möglichkeit, mehr als eines der üblichen, meiſt nur nach Photographien ge⸗ malten Hitlerbilder ſchaffen zu können. In dem Maße alſo, wie ein Kunſtwerk nicht nur die getreue Wiedergabe des Tatſächlichen, ſondern ſeine Deu⸗ tung und zu geiſtigen Werten verdichtete Geſtal⸗ tung ſein ſoll, ſtellt das 90“.30 Meter große, als Knieſtück komponierte Gemälde eine recht über⸗ zeugende Leiſtung dar. Der Führer ſteht in ſeiner bekannten Haltung, mit untergeſchlagenen Armen, nach rechts gewendet vor einer in leichte Nebel gehüllten Alpenlandſchaft. Und dieſer, unſerer Kenntnis nach hier zum erſten Male unternommene Verſuch einer ſolchen ſinnbild⸗ lichen Verknüpfung des Hintergrundes mit der in ihrer geſammelten Kraft und inneren Größe treff⸗ lich erfaßten Geſtalt Adolf Hitlers iſt es vor allem, was den Beſchauer feſſelt. Der Begriff des„poli⸗ tiſchen Bildes“, das kraft ſeiner künſtleriſchen Qualitäten als Ausdruck der Weſenheit deutſchen Wollens und Glaubens weit draußen in der Fremde eine Miſſion zu erfüllen hat, rückt um ſo nachhal⸗ tiger ins Bewußtſein, weil man dieſe, auch maleriſch mit großem Feingefühl vorgetragene Auffaſſung als etwas drchaus Selbverſtändliches empfindet. Bei allen durchaus gewahrten delorativen Rei⸗ zen, die einer derartigen Arbeit eignen dürfen und ſollen, iſt es doch vorab der Inhalt, der ſich die Form ſchuf. Es iſt die Vorſtellung von dem Führer und Kanzler, der ſein Land und Volk in ſich trägt, und deſſen Blick über das Kleine, alltäglich Nahe hinweg auf die Weite und Ganzheit ſeiner ſtaatsmänniſchen Ziele gerichtet bleibt. Fragt einer irgendwo im Ausland nach Mann⸗ heim, ſo wird in der Antwort für gewöhnlich von ſeiner Wirtſchaft und ſeiner Induſtrie, von Hafen, Rangierbahnhof, Rhein und Neckar die Rede ſein. Freuen wir uns alſo, daß mit dieſem Führerbilde des Malers Auguſt Bender auch einmal ein Zeugnis des andern,— des ſchönen und kultu⸗ relle Werte ſchaffenden Mannheims hinausgeht, um an weithin ſichtbarer Stelle Deutſch⸗ land und damit auch unſere Stadt wü dig zu ver⸗ treten..rS. d. Das Bild wird, wie wir erfahren, vin heute an in der„Völkiſchen Buchhandlung“ am Strohmarkt ausgeſtellt ſein. iienen in e igut 46 Anter Hub und Drehkreis eines Rollkrans Wir ſtehen zehn Meter über der Kaimauer; über eiſerne Steigen gings hinauf in das Reich des Kran⸗ führers. Wie unſcheinbar ſah doch von weitem dieſer hellgrau geſtrichene viereckige Kaſten mit dem langen, rippigen Stahlrüſſel aus. Wendig nach jeder Richtung dreht ſich die Krananlage. Mit griffigen Fingern langt ſie hierher, packt dort an, taſtet ſich behutſam zwiſchen ſchwere Laſten— und ſpielend pendeln Tonnengewichte an ſtraffen Troſſen. Dutzende ſtehen in langer Geraden ſtramm aus⸗ gerichtet am Rande der Kaimauer; dicht über den der Kranführer iſt das denkende Gehirn, die Seele des Krans. Kranführer werden meiſt aus der Reihe der für den Beruf beſonders befähigten Schloſſer er⸗ nannt, in der Bedienung der Kräne eingeübt und erſt nach dem Nachweis, daß ſie mit ihrem Dienſt völ⸗ lig vertraut ſind, zur ſelbſtändigen Kranbedienung zugelaſſen. Vorſicht iſt in dem hellgrauen Häuschen mehr als anderswo die Mutter der Porzellankiſte! Eine falſche Rüſſelbewegung— und der Betriebs⸗ unfall iſt fertig! Unſachgemäßes Handeln— und der Viertonner kippt in den Rhein. A— N N 2 (Zeichnung von Hermann Erle⸗Mannheim) Kranarbeiten im Mannheimer Haſen vielen Reibhölzern der ſteinernen Schiffsanlegewand, in nächſter Nähe der großen Lager. Sicher ſteht man hier oben auf den gußeiſernen Bodenplatten des eigenartigen Ausſichtsturmes. Weit ſchweift der Blick über das Gewirr der Hafenanlagen. Das pulſende Leben und Treiben des großen Stromes pocht herauf. Leiſe ſummt die Motoranlage des Halb⸗ portalrollkrans, der auf Schienen die Kai⸗ mauer entlang zu Tal oder zu Berg rollt und ſeit⸗ lich an der breithingelagerten Silofaſſade mit Stahl⸗ trägern auf Führungsſchienen die bewegliche Stütze findet. Mit geſpannten Sinnen verfolgt der Kran⸗ führer ſeine verantwortungsvolle Tätigkeit. Ruhig liegen ſeine nervigen Fäuſte an Fahranlaſſer, Hubhebel und Steuerrädern, die in praktiſcher An⸗ ordnung den Führerſtand überragen. Fahr⸗, Schwenk⸗ und Hubmotor, mit zuſammen dreiundvier⸗ zig Pferdekräſten werden von dem erfahrenen Fach⸗ mann gleichzeitig bedient. Man fühlt ſofort ſeine tie⸗ fere Aufgabe: In der knappen Freizeit zwiſchen der Beförde⸗ rung der einzelnen Laſten erzählt er uns aus ſei⸗ nem Berufsleben. Achtzehn Jahre ſteht er Werktag für Werktag da oben. Bei Sonne, Regen und Wind beherbergt ihn das kubiſche Gehäuſe. Die kleine Arbeitsſtätte, die abgezirkelt über den Gleis⸗ anlagen, einer Führergondel gleich, ſchwebt, prägt den Menſchen. Sie trägt jedoch auch ſein Gepräge! Orönung und Sauberkeit haben die Arbeitsſtätte zu einem Aufenthaltsort gemacht, der faſt wohnlichen Charakter trägt. Kleiderſpind, griffbereite Werk⸗ zeuganordnung vom einſatzbereiten Holzbremsklotz bis zum meterlangen Schraubenſchlüſſel, vom blank⸗ geputzten Meſſinggriff der Klinken bis zur wobl⸗ durchgeölten Seiltrommel— von der ſauber beſchrif⸗ teten Schaltanlage bis zum wartenden Winteröfel⸗ chen oder den eingefetteten Winterſtiefeln All das zeugt von Pflichtgefühl, Liebe zur Arbeitsſtätte und Arbeit ſelbſt, verrät über das Maß des Geforderten hinaus eine ethiſche Berufsaufſaſſung. „Fier' die Klaue!l, ſchallts von unten. Ballen ſtehen an Bord des Frachters bereit, die herüber⸗ geſchafft werden müſſen, hinauf in die Lageretagen. Und wieder ſchwenkt der Rüſſel mit den Faßkrampen über die Schiffsplanken, ſenken ſich zinkenbewehrte Stahltroſſen unter der Hakenkugel über die Beute. „Achtung!“— Schon ſchwingen langſam, ohne Ruck, um kinmachen! 0 der Sneibe u Snmach-Co¹ Lur gecunde und die Laſten weiter auf die Lagerplattform. Hafen⸗ arbeiter, Lagerarbeiter nehmen ſie in Empfang. Maſſel⸗, Schling⸗ und Pritſchenketten, Strupp⸗ ketten, Taukrampen und Teufelsklauen, Spitzhaken, Stammholzklauen und Wollhakenketten, Schienen⸗ zangen, Wollrechen, Doppelhaken, Kran⸗ und Brikett⸗ pritſchen, Schnürringe, Seil⸗ oder Tauſchlingen bilden neben den Selbſtgreifern nervige Finger und Fäuſte, die alles davontragen, was nicht niet⸗ und nagelfeſt iſt. Während eine Holzpritſche mit Ladegut geſpickt, die andere entladen wird, ſchwingt bereits die dritte in den Lüften— um ſich dort niederzulaſſen, wo be⸗ reits die zweite leer wartet. Dieſes ſinnreiche Dreiſyſtem gewährleiſtet flotte Arbeit aller Beteiligten. Der Kranführer ſteht ſcheinbar nur da oben, um mit einigen Hebelgriffen ſein mechaniſches Arbeits⸗ tier ſchuften zu laſſen. Wer einmal dem Mann bei ſeiner Arbeit zuſehen konnte, wie er ruhig, zielklar und ſelbſtbewußt ſeine Handgriffe ausführt, von denen immerhin der bedeutendſte Teil der Geſamt⸗ lade⸗ und Entladearbeit abhängt— der wird ſeine Bewunderung zwiſchen dem Arbeitsmann den Er⸗ folgen des Erfindergeiſtes und der Auswertung phy⸗ ſikaliſcher Geſetze, menſchlicher Gedankentätigkeit und folgerichtiger Handhabung mechaniſcher Kontaktſchal⸗ tung teilen müſſen. Der ſtarre Kran wird durch elektriſche Kräfte beweglich, der Menſch denkt für ihn und lenkt ihn.„Nur einmal hat ſich das Sprichwort„der Menſch denkt und Gott lenkt', das bei uns Kran⸗ führern verführeriſch, doch völlig ulkig klingt— doch bewahrheitet“, meint der Mann im blauen Kittel. „Mein einziger Betriebsunfall während 2¹6 Arbeitsmonaten: Die Verpackung eines Jute⸗ ballnes riß, ohne mich zu fragen. Drei unten beſchäf⸗ tigte Arbeitskameraden fingen den aufgelöſten Ballen mit ihren Köpfen auf. Ein Glück, daß es nicht Eier⸗ kiſten oder Oelfäſſer waren!“ In Induſtrie⸗ und Hafenanlagen gehören wuchtig aufſtrebende Kräne zur Silhouette eines Bildes voll von techniſcher Romantik. Die Menſchen aber, die alle dieſe Gehäuſe von Stahl und Eiſen beſeelen— ſie ihren Zwecken gefügig machen, bleiben über Jahr⸗ tauſende hinweg Menſch! Der Menſch im Eiſen! Der Gedankenfunke der Schöpfung im Stahl! Ueberaus eindringlich verkörpert der um ſich greifende Kran das Uebermenſchliche phyſiſcher Kräfte— und ihre überlegene Beherrſchung durch den denkenden und ſchaffenden Menſchen. Kurt Wilhelm. Seite/ Nummer 362 4. Neue Manuheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 8. Aug.“ Sonntag, 9. Aug. 1936 Der Zug nach Mannheims Oſten Bevorzugte Mannheimer Wohn- und Geſchäftsgegenden— Fernwirkungen des Plankendurchbruchs Bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts war die In nen ſtadt das ausgeſprochene Wohngebiet. Aber in ihrem Bereich wechſelten die bevorzugten Wohnviertel mehrmals. Als in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts das Mannheimer Verkehrsweſen ſtark ausgebaut und die damals ſchon bedeutenden Hafenanlagen eröffnet wurden, erfolgte ein deutlich ſichtbarer Zug nach dem Weſten. Beſonders in den 70er Jahren nahm die Bautätigkeit in den weſtlichen Quadraten der Innenſtadt ſtark zu. Der wohlhabende Bürger floh aus dem immer unruhiger werdenden Verkehrsviertel an die damalige Außen⸗ ſeite der Stadt. Die Rheinſtraße, der Jungbuſch und die jenſeits des Luiſenrings gelegenen Straßen wurden zu bevorzugten Baugebieten, Villen und monumentale Mietshäuſer entſtanden. Als die immer mächtiger ausgreifende Entwicklung des Hafens dem Weiterausbau dieſes Stadtteils einen Hemmſchuh entgegenſetzte, wurden die dem heutigen Parkring Zzu gelegenen B⸗, C⸗ und D⸗Quadrate bevorzugt. Sber Jahren noch nicht abgeſchloſſen, Wohn⸗, ſondern eine nicht minder Dieſer Zug nach dem Weſten war auch in den waren dieſe⸗ eine bevorzugte beliebte Ge⸗ Stadtteile damals doch nicht nur ſchäftsgegend. Heute hat ſich dort vieles geändert. Zuerſt trat ein Wandel auf dem Wohnungsmarkt zein. Je mehr der Weſten„zugebaut“ wurde, je ſchnel⸗ dauernde Zug nach dem Oſten hebt an. nächſt ſtrömten die Wohlhabenden in die L⸗ und M⸗ „Quadrate. Hier herrſchte die„Geldariſtokratie“ vor, ler die Stadt wuchs, um ſo ſtärker ergab ſich die Not⸗ wendigkeit der Erſchließung neuen Baugeländes. Dag„Millionenviertel“ So begann man gegen Ende der 8ber Jahre mit der Bebauung der ſogenannten Baumſchulgär⸗ ten, die ſich an der Stelle der heutigen 1 und M⸗ „Quadrate befanden. Mit ihrer Erſchließung beginnt der einſchneidendſte Wechſel in der Architektur⸗ und Der an⸗ Zu⸗ Wohngeſchichte Mannheims. bis heute die Herrſchaftshäuſer in modernſtem Stil errichtete und auch in den anſchließenden Quadraten prächtige Villen errichtete. Im Volksmund wurden dieſe Quadrate damals„das Millionenviertel“ genannt. Aber nicht lange erfreute es ſich ſeiner alleinig bevorzugten Stellung. Seine Ausdehnung wurde bald beſchränkt durch die Bahnanlagen, Schloß und Schloßgarten. Inzwiſchen war aber das Gelände der heutigen Oſtſtadt erſchloſſen worden und hier entwickelte ſich denn auch bald ein völlig neues Wohnviertel. Schon um die Jahrhundertwende galt die Oſtſtadt als das vornehmſte Wohnquartier. Die⸗ 55 ſer Zug nach dem Oſten war jedoch eine allgemeine Erſcheinung. Die zwiſchen dem heutigen Friedͤrichs⸗ vorgartengeſchmückten Kaiſerring. Wiederbelebung des Weſtens ring und dem früheren Feſtungsgürtel gelegenen Quadrate— beſonders die R⸗ und S⸗Quadrate— wurden ebenfalls um die Jahrhundertwende ausge⸗ baut. Der Weſten verlor an Zugkraft, Büros zogen in die früheren Prunkwohnungen ein. Man könnte etwa ſagen: das Wohnzentrum hatte ſich in der Vor⸗ kriegszeit allmählich immer mehr nach dem Oſten verſchoben, indeſſen das Geſchäftszentrum im Stadt⸗ innern, und hier beſonders in den weſtlichen Bezir⸗ ken, geblieben war. ön der Nachkriegszeit und beſonders im letzten Jahrzehnt wurde es je⸗ dͤoch immer ſpürbarer, daß ſich auch die Richtung des Geſchäftslebens eindeutig nach dem Oſten entwickelte. Die Menſchen waren voraus⸗ gegangen und nun folgte das Geſchäftsleben nach. Nicht das geſamte zwar und nicht plötzlich, aber doch wie von einem unwiderſtehlichen Zwange ergriffen. Am deutlichſten zeigte ſich das an den Laden⸗ geſchäften aller Art. Der weſtlich des Parade⸗ platzes gelegene Stadtteil verödete im Laufe dieſer Jahre in geſchäftlicher Beziehung immer mehr. Ein Geſchäft nach dem anderen ſchloß dort ſeine Pforten, ſiedelte über in die Heidelberger Straße, den öſtlich gelegenen Teil der Kunſtſtraße und brach ein in den Der Kaiſer⸗ ring war noch vor wenigen Jahren die Straße der Hotels und der Aerzte. Dann begann der Ein⸗ marſch des Geſchäftslebens, zuerſt der Büros, denen bald Ladengeſchäfte und Kaffees folgten. Ein Vor⸗ garten nach dem andern fiel dieſem neuen Zuge zum Opfer und die Zeit iſt vielleicht nicht mehr ſo fern, wo aus dem Kaiſerring, vom Bahnhof bis zum Friedrichsplatz, eine der erſten Geſchäftsſtraßen Mannheims geworden iſt, wie es die Bahnhofs⸗ ſtraßen in anderen Städten ſind. Dieſe Richtung des Geſchäftslebens hat durch den Plankendurchbruch noch eine weſentliche Steigerung erfahren und eine Konzentration des Geſchäftslebens * rings um den Waſſerturm mit ſich gebracht. Schon bei Inangriffnahme dieſes großen Mannheimer ſtädtebaulichen Unternehmens war zu erwarten, daß es dem Baumarkt der Um⸗ gebung einen lebhaften Auftrieb geben und viele Firmen veranlaſſen würde, ſich dort anzuſiedeln. Die tatſächliche Entwicklung hat dieſe Erwartungen beſtätigt. Schon die aus den zum Abbruch gelangen⸗ den Häuſern ausziehenden Geſchäfte bemühten ſich, mit ihren neuen Geſchäftslokalen in der Nähe des Plankenreviers zu bleiben. Das führte zu man⸗ cherlei Umbauten und Erneuerungen, denen ſich im Laufe der letzten zwei Jahre eine Reihe weiterer Geſchäftsverlegungen und Hausinſtandſetzungsarbei⸗ ten anſchloß. Im Zuge dieſer Entwicklung ſind einsbeſondere die Heidelberger Straße und die Kunſtſtraße immer mehr zu ausſchließlichen Ladenſtraßen geworden, und ſelbſt der öſtliche Teil der Freßgaſſe hat in dieſer Hinſicht ſein Ge⸗ ſicht verändert. Wiederbelebung des Weſtens So groß die Verſuchung nach alledem iſt, den „Zug nach dem Oſten“ als unaufhaltſam anzu⸗ ſehen, ſo hat doch gerade die jüngſte Zeit gelehrt, daß es völlig abwegig wäre, den weſtlichen Teil der Innenſtadt als„verloren“ zu betrachten. Gewiß: in den., C- und D⸗Quadraten jenſeits der Bör⸗ ſengegend trifft man auch heute noch auf eine ruhige Abgeſchiedenheit und gar manchmal auf das Schild „Wohnung zu vermieten“. Aber die Zeit iſt vorbei, wo die Geſchäftsleute der unteren Plankengegend wie gebannt nach einem neuen Laden in den öſt⸗ lichen Planken ausblickten und infolge ihres Weg⸗ zuges ein halbes Dutzend Läden leerſtand. Im Gegenteil: es iſt beſonders im Geſchäftsleben wie⸗ der neues Zutrauen zu den Straßen weſtlich des Paradeplatzes eingezogen! Es gibt dort heute ſchon kein leerſtehendes Geſchäftslokal mehr; viele Läden ſind umgebaut und moderniſiert worden, es hat ein gewiſſer Rückſtrom eingeſetzt. Der Beginn dieſer Neubelebung des weſtlichen Stadtteils läßt ſich ziemlich genau beſtimmen. Er liegt da, wo die Pläne über den doppelſeiti⸗ gen Plankendurchbruch und die Sanierung des Apolloquadrates bekannt wurden! Das Werk der Beſeitigung der beiden innerſtädtiſchen Straßenengpäſſe hat ſich alſo nicht nur rings um den Waſſerturm ausgewirkt, ſondern auch hier die pri⸗ vate Initiative ausgelöſt. Mannheims Geſchäftswelt hat mit Recht das Gefühl, daß die Vollendung des Plankendurchbruchs II eine Steigerung des Verkehrs durch die weſtlichen Straßenteile mit ſich bringen wird. Die aus den Zeughausplanken ausquartierten Geſchäftsinhaber haben ſich darum meiſt ihre neuen Läden in der unmittelbaren Nähe des Erweiterungs⸗ gebietes geſucht, in das auch manches neue Büro ſchon Einzug gehalten hat. Es iſt anzunehmen, daß dieſe Wiederbelebung des Weſtens erſt am Anfang ſteht— und erfreulich wäre das unbedingt, würden wir doch damit eine vom Waſſerturm bis hinunter zur Rhein⸗ ſtraße hindurchgehende dreigliedrige Front von Geſchäftsſtraßen erhalten, wie ſie in dieſer Geſchloſſenheit und ſtädte⸗ baulichen Wirkung nur wenige Städte aufweiſen. Dreigliedrig deshalb, weil nicht nur die neuen brei⸗ ten Planken bis zum Weſten hinauf dieſe Belebung ſpüren laſſen, ſondern auch die weſtlichen Verlänge⸗ rungen der Kunſtſtraße und Freßgaſſe. Geht man durch Straßen der Weſtſtadt, ſo kann man jetzt an den verſchiedenſten Stellen Handwerker damit beſchäftigt ſehen, die Häuſer inſtandzuſetzen oder ein Ge⸗ PPP—————— Helſt den Flüchtlingen aus Spanien Die Folgen der marxiſtiſchen Herrſchaft in Spa⸗ nien haben Tauſende von deutſchen Volksgenoſſen gezwungen, Spanien zu verlaſſen. Die große Zahl der Flüchtlinge macht raſche Hilſe für die Pot⸗ leidenden notwendig. Zeichnet Euch ein in die Sammelliſte, die in der Hauptgeſchäftsſtelle der„Neuen Mann⸗ heimer Zeitung“ aufliegt! Helft Euren deutſchen Volksgenoſſen! FEFEPboooo ſchäftslokal umzubauen. Das iſt wohl das beſte Zei⸗ chen dafür, daß dort neues Hoffen und Vertrauen in die Zukunft herrſchen! Dieſes Hoffen iſt um ſo berechtigter, als heute nicht mehr, wie ehedem, der Zug des Geſchäfts⸗ lebens überwiegend durch die Richtung des Wohn⸗ weſens beſtimmt wird. Folgten ehedem die Ge⸗ ſchäftsleute dem Zuge nach dem Oſten, weil immer mehr Teile der Bevölkerung dorthin gezogen waren, ſo iſt heute eine immer deutlicher werdende Tren⸗ nung zwiſchen Wohn⸗ und Geſchäftsvierteln einge⸗ treten. Die heute bevorzugten Wohngebiete liegen in Mannheim— wie in anderen Städten— mehr an den Rändern der Stadt. Das neue Lange⸗ röttergebiet, die Almenſiedlung, die Lindenhoferwei⸗ terung, die Siedlung am Bäckerweg, das Feuden⸗ heimer Villenviertel und die äußere Oſtſtadt, wie auch Neuoſtheim ſind die beſten Zeichen dafür. Die Innenſtadt aber wandelt ſich— wenigſtens in Die neusste geruchfr. Oelvergasung, 4 Pig Koche mit ROhöl! die Stunde. Blaue Flamme, starke eigkrafl. J. Kernhauser, Mannheim, P 4. 10 den zentralen Straßen— immer mehr zu einem ausſchließlichen Geſchäftszentrum um. Mag heute ſein Schwerpunkt rings um den Waſſerturm liegen, mag dort auch noch jahrelang Gelegenheit zu jener oben beſchriebenen weiteren Vorwärtsentwick⸗ lung ſein—: der Weſten iſt deshalb nicht„tot“, ſon⸗ dern tüchtig dabei, die Verbindung über den Parade⸗ platz wieder herzuſtellen. Freuen wir uns deſſen! Und freuen wir uns, daß die Stadtverwaltung durch ihr Werk des doppelſeitigen Plankendurchbruchs und der Altſtadtſanierung dieſe zukunftsträchtige Ent⸗ wicklung eingeleitet hat. Bi. *— 2 r NSSS 9 9 9 So R N 433 19 5—. 5 689 7 Ludwigshaſen a. Rh. Ludwigstr. 26 — niformen der uelemerie Murnenſmun für alle Truppentelle Uniformmatzen- Pilitäreffekten Mannheim, 0., 7 Scharnagl& Horr, O 7, 4 am Strohmarkt Ecke Heidelberget Strebe Fernsprecher 20240 c122² Das gute Spestalgeschäft kür alle Sportarten. Sport Pape L 1, 2 am Schloß plenen Fabriklager der Pionier-Falibooſe c12² 2¹²² KGlUE 0 5, 8 neden Scſemender Unifotm-Hemden,-Nũtzen Trlkotegen— Socken Hendschuhe in unserem Maß-Werkstätten ge⸗ fertigt, vereint sie Qualität, hervorragende Paßform und vorbildlichen Sitz Feldblusen Mützen Ausgehrõche Lederaeug Reit- Breeches Reitstiefel Lange Hosen Degen Der Lieferant für 9 Milttär- und Unitorm.-uzen E 5 ieder Art WIIHELx SPGAUR uWEIIER Dippel Machf.-K. Fleiner zeigt mnen in 6 Schaufenstfern 5 in Bekannfer Preiswürdigkeif D 2, 6 Harmoniegebäude 5 212³ der Vertrags · Lieferunt Heeres- Kleiderłasse Karl Pfund Madzl. 2. 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Der Leses weiss, dass die„VMZ““ immer ein Vielſaches von dem bietet, was sie xostet. LEUMER das Haus der flotten [UniformRiutzen M 1, 6 u ter Preiten Sunze P 7, 6 Sämtllche Unlferm-Mützen —— Voxrätig und auf Anfertigung 8955 ———————————ä— —————— Samstag, 8. Aug. 7 Sonntag, 9. Aug. 1936 Oben: Flakgeſchütz wird ſchuß⸗ fertig gemacht. ten: üü und Schleyper ——— 508125 Eile———2 gekoppelt! Achlung, feindliche Flieger! Blitzblank geſcheuert wölbt ſich die Himmelsglocke über Mannheim, als wir ins Auto ſpringen und mit Kurs auf Viernheim über die Adolf⸗Hitler⸗Brücke flitzen. Es gilt, keine Zeit zu verlieren.„um 8 Uhr erwarte ich Sie einen Kilometer nördlich Viernheim“ hatte Major Lichtenberger, der Kommandeur der jungen Mann⸗ heimer Flakabteilung, am Fernſprecher geſagt. Und wer wird einen Soldaten warten laſſen, noch dazu, wenn eine Abteilunasübung mit Glockenſchlag 8 Uhr beginnen ſoll. Alſo heißt es Tempo einlegen und dem Motor Gas geben, daß er brummt, wie ein Aſpirant auf den Großen Preis vom Nürburgring. Radfahrerſchwärme umwogen uns. Motorräder kläffen und Auto⸗ hupen ſingen mit Straßenbahnglocken um die Wette. Richtig es iſt zehn Minuten vor 8 Uhr. Da ſtartet die Großſtadt in Büros, Geſchäfte und Fabriken. Aber das Tempo können wir nicht verringern, wir 8 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Flal * Anſere Viloer: Unten von links nach rechts: 1. Flak⸗ kanoniere tarnen ſich gegen„feindliche“ Fliegergefahr; 2. Alle Mann aupacken! Ein Laſtwagen wird wieder flott gemacht; 3. Wenn eine Batterie in Feuerſtellung geht. In ſchnellem Tempo fahren nach⸗ einander die Geſchütze an; 4. Nach der Abteilungsübung— die Kritik. Major Lichtenberger beſpricht die Uebung; 5. Tempo, Tempo! Meßgeräte werden fertig⸗ gemacht; 6. Flakgeſchütz dröhnt über die Landſtraße; 7. Die Funker im Walde Gut gedeckt gegen jede Flieger⸗ überraſchung. Sämiliche Photos: C. W. Fennel. nicht und ſchon gar nicht an dieſem Morgen, da die Zeit ſo knapp iſt. Viernheims Häuſer fliegen vorüber, winklig, bunt und luſtig. Schon ſind wir am Bahnhof, noch eine Minute und oben dröhnt die Glocke vom Kirchturm... 8 Uhr. Aber wir ſchaffen es, wirbeln in mächtiger Staubwolke über die Straße, die zum Viernheimer Wald hinüber führt. Iſt das auch Norden? Wo ſteht denn überhaupt die Sonne? Aha, rechts von uns, alſo iſt unſer Kurs richtig. Dort, am Wald. 500 Meter vor uns. wird ſchon das erſte Blaugrau ſichtbar. Soldaten um⸗ ſtehen einen buntſcheckigen Kraftwagen, der friedlich am Wieſenrande hält. Und dahinter erkennt man auch eine Offtziersgruppe. Blick auf die Uhr, acht Uhr eins. Na. für uns Ziviliſten noch eine ganz anſtändige Leiſtung. Die Feuerwehr hätte nicht beſſer fahren können. „Heil Hitler, meine Herren!“ Es iſt Major Lichtenberger, der Kommandeur der Mannheimer Flak, ſelbſt, der uns begrüßt und ſich freut. daß Mannheimer Zeitungsmänner„mit dabei“ ſein wollen. Im großen Kreis umſtehen den Kommandeur ſeine Offiziere, denen er jetzt ihre Aufgaben zuweiſt. die durch die vorgeſehene Uebung, an der ſich drei Batterien beteiligen. feſtgelegt werden. alſo vom Ried, über dem ſengend die Sonne ſteht, bis hinüber zur Bergſtraße, die ſich in aquarellhafter Bläue gegen eine große, hauch⸗ zarte, weiße Wolke abzeichnet ſoll ſich nun die Uebung entwickeln. Die Gefechtsannahme geht dahin. daß der Feind von Ladenburg aus über den Neckar vorſtoßen will und ſeine Flieger das Korps, zu dem die dͤrei Mannheimer Flakbatterien gehören, beunruhigen ſollen. Wir fahren hinter dem graugrünen Mercedes⸗Wagen des Kom⸗ mandeurs, der die Rolle des oberſten„Schlachtenlenkers“ übernommen hat, her. Preſchen über die enge, ſtaubige Landſtraße, die an Getreide⸗ feldern und ſchlanken Pappelbäumen vorbei zum Lampertheimer Wald führt, und erreichen hier die zweite Batterie, die ſehr ſchön getarnt gegen Fliegerſicht ſich in dem Buchenwald, durch den ſchillernd, ſpieleriſch Sonnenſtrahlen fallen, aufgeſtellt hat. Die mächtigen Kanonen ſtehen mit ihren nicht minder gigantiſchen Zugmaſchinen im Schutz der Baumwipfel. Aber damit hat man ſich klugerweiſe nicht begnügt. Alle Fahrzeuge, auch die Transportwagen ſind geſchickt mit Buchenzweigen „geſchmückt“ auf daß der Feind, der bereits bedrohlich in der Ferne ſein Kommen mit ſtarkem Motorenlärm ankündigt, ſeine Gegner auch dann nicht ſo ſchnell erkennt, wenn dieſe unten auf dem Waldweg mit allen verfügbaren Pferdekräften vorwärts ſtoßen. Zur Abwehr und noch beſſer zur Vernichtung dieſer glitzernden, bösartigen Brummer, die, wie wir bald ſehen ſollen. ſich in tollſten Kapriolen gefallen. Uebrigens, auch die Waldeingänge werden geſichert. Ein Maſchinen⸗ gewehrpoſten hält auf jeder Seite Wache auf daß keine peinliche Ueber⸗ raſchung eintritt. Wir fahren weiter, als es plötzlich auf der Straße herandröhnt. Die Batterie nimmt einen Stellungswechſel vor Kradfahrer ſcheinen einen neuen Befehl überbracht zu haben. Apropos, Kradfahrer, dieſe ſchnellen Windhunde. die Stock und Stein nicht ſcheuen und im Hui über jede Straße fegen, wie ſie auch immer beſchaffen ſein möge, oh glatt wie eine Kegelbahn oder holperig und erbärmlich wie ein Weg im wildeſten Balkan; ſie ſind nicht das einzige Nachrichten⸗ inſtrument, deſſen ſich die einzelnen Batterieführer und die Zentrale des Schlachtgetümmels bedienen. Da ſind auch noch die Funker. Sehr, ſehr wichtige Männer, die mit ihren wendigen kleinen Wagen. in denen das Sende⸗ und Empfangsgerät untergebracht iſt, überall dort ſind, wo ſich der Batteriechef aufhält. Dazu gibt es noch Feldtelephone. deren dünne Drähte fein wie Spinnweben ſich durch die Aeſte ziehen, Straßen kreuzen und ſich über Wieſen dahinſchlängeln. Als die Flak⸗ geſchütze an uns vorüber ſauſen eine wilde verwegene Jagd da ſtellen wir feſt, daß von Zugmaſchine zu Zugmaſchine ein größerer Abſtand eingeſchaltet iſt, eine Vorſichtsmaßnahme gegen die„Grüße“ der Flieger, Im Raume LampertheimHüttenfelölHeödesheim Die„N M2z. besucht die Flakabteilung 18 Eine Uebung der jungen Waffe im Raume Lampertheim— Hüttenfeld— Viernheim die hier im Manöver zwar nur aus Tüten mit Gips beſtehen, im Ernſtfall aber Bomben wären, die auf engem Raum vernichtende Wir⸗ kung hätten. 5 Auch die Reihenfolge der Fahrt einer ſolchen Batterie iſt genau beſtimmt: an der Spitze der Chef, umgeben von ſeinen getreuen Kraftradfahrern, um die neue Stellung zu erkunden, in die man gehen will. Dann folgt der Meßtrupp, darauf die Funker, der Staffelführer und ſchließlich die Geſchützſtaffel, die bis in die letzte Abfahrtminute hinein gegen die Flugzeuge die oben am Himmel herum⸗ gleiten, feuert, was aus den Rohren herauskann. Das heißt, an jenem ideal ſchönen Sonnentag, da wir als„Schlachtenbummler“ der Uebung unſerer Flakabteilung zuſahen, donnerten keine Rohre, bellten keine Maſchinengewehre, krachte und tackerte es nicht in fürchterlicher reali⸗ ſtiſcher Sinfonie, ſondern die Schüſſe waren markiert und die Flieger deuteten ihre„Bomben“ durch herabgeworfene Gipstüten an. Kaum, daß unſere Batterie, der wir erneut gefolgt ſind, in voller Fahrt dahinbrauſt, geht es los! Zwei, drei Flugzeuge ſchießen über die nächſte Waldecke, und die überraſchte Batterie ſcheint ihnen ein gefundenes Freſſen zu ſein. Denn in tollen, verwegenen Sprüngen, mit Loopings und glänzend geflogenen Schleifen ſauſen ſie in Baum⸗ höhe über uns hinweg. Die Fahrzeuge haben ſich im Nu geleert, alles, was Beine hat. hat Fliegerdeckung im nächſten Graben bezogen und wartet, bis ſich das aufgeregte Trio nach Süden verzieht. Weiter brummt dann die Batterie. In langem, auseinandergezo⸗ genem Zug eilen die Fahrzeuge durch die Dörfer, wo ſichtlich ſtaunend ob dieſer ſchnellen Koloſſe die Alten und mit begeiſterten Geſichtern und frohem Rufen die Jungen die Truppe begrüßen. Ein paar Sekunden ſpäter haben wir Hüttenfeld ſchon wieder hinter uns gelaſſen. und jetzt geht die Fahrt nach Heddeshei m. An brennend heißen Feldern vorüber, auf denen luſtige Mädel mit dem Binden der Korngarben beſchäftigt ſind Bauernwagen holpern über die Straße, und ſtets heben ſich die Arme zum Gruß, wenn einer von den raſenden Rieſen vorüberfährt. Immer wieder ſtaunende Geſichter, die lange, lange öͤer grauen Staubwolke, aus der ſchlanke Metallrohre herausſehen. nachblicken. Artillerie, ja, die kennt man, aber dieſe Ungetüme, die hat man hier noch nie geſehen: Kanonen, deren Zugwagen auf Raupen⸗ rädern laufen und ſo unheimlich ſchnell und ſo unfaßbar leiſe. Immer weiter brauſen wir, mit Kurs auf die Beraſtraße. Der Drang, nach vorne ins Gefecht zu kommen, wo(nach der Annahme) Infanterie⸗ und Artilleriekräfte ſich entwickeln, beherrſcht die Batterie. Vom erſten Kradfahrer bis zum letzten Meßtruppmann. Endlich iſt die neue Stellung erreicht, und mit einem Tempo, das dem Laien wie ein Wunder aus dem Kino vorkommt, vollzieht ſich der Aufbau der Batterie. Da ſitzt jeder Griff, da klappt alles wie am Schnürchen, ſpringen die Flakkanoniere lautlos und flink wie Wieſel über den Acker, reißen die Hüllen von den Meßgeräten und machen die Kanonen ſchußfertig⸗ 8 Aus Baden Schiffszuſammenſtoß auf dem Anterſee * Konſtanz, 8. Auguſt. Auf dem Unterſee ſtieß am Mittwochabend gegen 21.40 Uhr das Motorſchiff „Radolfzell“, das ſich auf der Fahrt von Stettborn nach Wangen befand, mit dem von Oehningen zurück⸗ kehrenden Motorſchiff„Schienerberg“ ſtenerbordſeits am Borſchiff zuſammen. Hierbei wurde der Bug des Schiſſes„Radorſzell“ eingedrückt, und beim Schiff „Schienerberg“ die Steuerbordſeite des Vorſchiffes Reelingwand) beſchädigt. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt mit erheblicher Verſpätung fortſetzen. Per⸗ ſonen ſind nicht zu Schaden gekommen. Ein verhängnisvoller Schuß „ Wittenweier(Amt Lahr), 7. Auguſt. Auf dem Heuſtock des Landwirts Hermann Eberhard Läßle ſand man den 21 Jahre alten Dienſtknecht Georg Frenk aus Nonnenweiler mit einer Schußwunde im Kopf tot auf. Die Schußwaffe, eine Klein⸗ kaliberpiſtole, lag neben ihm. Wie die angeſtellte Unterſuchung ergeben hat, Hürfte es ſich um einen Uuglücksfall handeln. Der junge Mann war mit Rattenſchießen beſchäftigt, und dabei muß ſich igvendwie, als er mit der Piſtole hantierte, ein Schuß gelöſt haben, der Frenk in den Kopf traf und tötete. Da man annahm, daß er ſich in ſeine Heimat begeben hatte, fand man ihn erſt am anderen Tage nach langem Suchen. Beſuch in Heidelberg Die Delegierten des Weltgeflügelkongreſſes kamen * Heidelberg, 8. Auguſt. Am Freitagabend gegen .30 Uhr traf, von Stuttgart kommend, ein Sonder⸗ zug mit 280 Teilnehmern des 6. Weltgefbü⸗ gelkongreſſes, der vom 24. Juli bis 2. Auguſt in Leipzig tagte, in Heidelberg ein. Die Teilnehmer dieſes Weltkongreſſes befinden ſich gegenwärtig auf einer Deutſchlandfahrt, die ſie von Leipzig über Nürnberg, München und Stuttgart nun nach Heidel⸗ berg führte, das ſie nach einer Stadtrundfahrt am Samstagvormittag wieder verlaſſen werden. Die Weiterfahrt erfolgt in Omnibuſſen, die Berg⸗ ſtraße entlang, über Darmſtadt nach Frankfurt a. M. Ueber das bisher Geſehene äußerten ſich die Teil⸗ nehmer an dieſer Fahrt, die aus 4 Nationen ſtam⸗ men, ſehr anerkennend. Die erſten reifen Trauben * Oberkirch, 8. Auguſt. Im benachbarten Bot⸗ tenhu kann ſich der Winzer Georg Roth rühmen, in ſeinem Rebberg die erſten reifen Trauben zu be⸗ ſitzen. Es ſind gutentwickelte Burgundertrauben von ſchöner Farbe. Wenn auf die naßkalte Witterung nun endlich anhaltendes Sommerwetter folgt, ver⸗ ſpricht die Weinernte im Renchtal zumindeſt mengen⸗ mäßig eine ſehr gute zu werden. Die günſtigen klimatiſchen Bedingungen und der hohe Stand der Obſtzucht im Renchtal beweiſt die Tatſache, daß es hier nach den erſten reifen Erdbeeren und Kirſchen nun auch zuerſt in Baden reife Trauben gibt. Nene Man h. Ludwigshafen, 8. Auguſt. Unſere weſtpfälziſchen Muſikanten, als vielgereiſte tüchtige Zirkusmuſici und fahrende Geſellen in aller Welt bekannt und wohlgeſchätzt, haben in einer Lei⸗ ſtungsprobe vor Generalmuſikdiektor Ernſt Boehe recht gut beſtanden. Daraufhin hat die Reichsmuſik⸗ kammer ihnen die Ausnahme⸗Bewilligung erwirkt, allerorten im Reich auf Straßen und Plätzen zu mu⸗ ſizieren, allerdings nicht in Gruppen unter ſieben (vom nächſten Jahre an neun) Mann. Ganz plötzlich, auf telephoniſche Anforderung hin, hat Auguſt San⸗ der 15 Mann zu einer„Pfälzer Dorfkapelle“ zuſammengeſchloſſen. Proben waren in den drei Ta⸗ gen nicht mehr möglich, zumal die Muſikanten 30 bis 40 Kilometer auseinander wohnen. Die meiſten von ihnen ſtammen aus Kuſel, Lauterecken und Um⸗ gegend. Geſtern nachmittag und abend traten die Männer als Pfälzer Dorfkapelle in Bläſer⸗Beſetzung ſein. Sie ſpendeten Märſche, Walzer, Volkslieder, Schlager und Potpourris in wirklich abwechſlungs⸗ reichem„buntem Programm“. Uns vertrauten ſie Der Wochenſpielplan der Reichsfeſtſpiele Heidelberg Für die Zeit vom 9. bis 16. Auguſt Sonntag, den 9. Auguſt, 16 Uhr:„Komödie der Ir⸗ rungen“, 20.30 Uhr:„Götz von Berlichingen“. Montag, den 10. Auguſt: Spielfrei. Dienstag, den 11. Auguſt, 20.30 Uhr: Erſtauffüh⸗ rung„Pantalon und ſeine Söhne“. Mittwoch, den 12. Auguſt, 20.30 Uhr:„Pantalon und ſeine Söhne“. Donnerstag, den 13. Auguſt, 20.30 Uhr:„Agnes Bernauer“. Freitag, den 14. Auguſt, 20.30 Uhr:„Götz von Ber⸗ lichingen“. Samstag, den 15. Auguſt, 20.30 Uhr:„Pantalon und ſeine Söhne“. Sonntag, den 16. Auguſt, 20.30 Uhr:„Agnes Bernauer“.——— Eine entſetzliche Bluttat Selbſtmord des Täters * Eßlingen(Neckar), 8. Aug. Als die Nach⸗ barn eines ſchon längere Zeit griesgrämigen Witwers deſſen Wohnung betraten, bot ſich ihnen ein gräß⸗ licher Anblick. Das acht Jahre alte Enkelkind des 62jährigen Mannes lag mit durchſchnittener Kehle im Bett, während der alte Mann erhängt aufgefunden wurde. Man vermutet, daß der Witwer aus Schwer⸗ mut das uneheliche Kind ſeiner Tochter ermordet hat und ſich ſelbſt das Leben nahm, weil er nicht an die Zukunft eines unglücklichen Familienlebens glaubte. —r.§ Geſtern vor dem Mannheimer Schöſſengericht: Dos Berkehrsunglück arer Sandhofer Straße Der ſchuldige Kraftfahrer zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt Die fahrläſſigen Tötungen werden mit der Zeit zur ſtehenden Rubrik auf den Tagesordnungen der Schöffengerichte. Geſtern hatte ſich der 41 Jahre alte Kraftfahrer Rudolf Zimmermann aus Ochſenbach zu verantworten, der mit ſeinem Auto am 8. Juli, abends gegen 7 Uhr, die Küchen⸗ gehilfin Anna Joſ. Häuslein von hier auſ der Sandhofer Straße in einem Tempo von 70 bis 80 Kilometer buchſtäblich aufſpießte. Das Mädchen wurde von dem rechten Vorderteil auf ſeinem Rade gefaßt, der Kopf der Unglücklichen wurde durch die Windſchutzſcheibe geſchlagen und ihr Körper noch eine Strecke auf der Motorhaube mitgeſchleift, bis er leblos auf die Straße fiel. Ihre Begleiterin fiel auf die andere Seite der Straße. Sie fuhren vor einem von Sandhofen kommen⸗ den Traktor, auf der anderen Seite kam ein Mo⸗ torradfahrer in der entgegengeſetzten Richtung— da überholte der Angeklagte in ungemindertem Tempo mit ſeinem mit Bauleuten beſetzten Auto die Zug⸗ maſchine, ſich wegen des entgegenkommenden Fah⸗ rers ſtark rechts haltend in dem Augenblicke, als die Radfahrerin links über die Straße in die Alt⸗ Flakarlillerie im Kampf (Fortſetzung von Seite 5) Schon recken ſich die langen Rohre ſteil gen Him⸗ mel. Jetzt können die Flugzeuge kommen Aber ſie kommen nicht mehr. Man ſieht ſie in weiter Ferne, wie ſie ſich in Spiralen in den Himmel hin⸗ einbohren. Es iſt für ſie ſchon zu ſpät geworden. Nur noch wenige Minuten bis elf Uhr, dann ſoll ja die Uebung zu Ende ſein. Und Major Lichtenberger hat nicht zuviel geſagt. Um elf Uhr mittags iſt die „Schlacht“ tatſächlich vorbei. Die Geſchütze fahren „nach Hauſe“, Mannheim entgegen. An allen Fronten herrſcht wieder Ruhe. Die kleinen Dörfer ſind wieder ſo ſtill, ſo zeitlos, ſo ver⸗ träumt wie ſonſt. Aber noch lange wird das mili⸗ täriſche Ereignis des Vormittags Gegenſtand der Debatten auf den Feldern und im Wirtshaus ſein. C. W. Fennel. rheinſtraße einbiegen wollte und ſie bereits zwei Drittel der Straße überquert hatte, während ihre andere Gefährtin weiter fuhr. Der Angeklagte machte heute geltend, er habe die Radfahrerin nicht geſehen, was ſehr zweifelhaſt erſcheint, da beide Radfahrerinnen noch eine Strecke vor dem Traktor ſich befanden und die Straße und das Licht an jener Stelle auch gute Ueberſicht geſtatten. Natürlich beſtritt er, wie ja faſt alle Fahrer, die einmal Pech haben, das Tempo. Die Beweisaufnahme ergab zweifelsfrei das Hauptverſchulden des Angeklagten, der nach Ausſage des Sachverſtändigen nicht dieſen Augen⸗ blick hätte zum Ueberholen benützen, auch nicht in einem ſolchen Tempo hätte fahren dürfen. Das Ge⸗ richt ſprach gegen ihn eine Gefängnisſtrafe von vier Monaten und Haftbefehl aus. Selbſt wenn der Angeklagte die Radfahrerin nicht, wie er behauptet, geſehen hätte, ſo ſei es ſeine Pflicht geweſen, an der Abzweigung langſamer zu fahren, was um ſo mehr geboten erſchien durch den aus entgegengeſetzter Richtung kommenden Motor⸗ radfahrer. Nur weil auch ein Verſchulden der Ge⸗ töteten feſtgeſtellt wurde, ging das Gericht zwei Monate unter das vom Staatsanwalte beantragte Maß, ſonſt hätte es eine weit höhere Strafe ausgeſprochen. iſt Henn ein von Jugend an brutaler, kalter und roher Pſychopath, der aber für ſeine Taten voll ver⸗ antwortlich iſt. Notzucht und wegen Vornahme unzüchtiger Hand⸗ Gefängnis. nheimer Zeitung! Sonntags⸗Ausgabe auf; als Streicher ſollen ſie faſt noch leiſtungsfähiger 10 Monate Gefängnis für einen Anhold Der 30 Jahre alte Robert Henn aus Edingen hatte im März d. J. an zwei Frauen Not⸗ zuchtverſuche vorgenommen. Nur durch ener⸗ giſche Gegenwehr konnten ſich die Frauen vor ſeinen Angriffen retten. Nach dem mediziniſchen Gutachten Das Gericht verurteilte Henn wegen verſuchter lungen zu einer Geſamtſtrafe von zehn Monaten Klänge aus der Weſtpfalz Weſipfälziſche wandernde Muſikanten ſpielten im Hindenburgpark an, daß ſie im Winter gern einen ausgeſprochenen Weſtpfälziſchen Muſikabend durchführen würden mit Marſchweiſen, Walzerkompoſitionen u. dergl. eigener Mitglieder wie Rudolf Mercys aus Aſchbach. Im Rahmen des geſtrigen Abendkonzertes wur⸗ den die zahlreichen Parkgäſte auf eine improviſierte Pälzer Kerwe verſetzt, 5. h. in der und vor der Konzertmuſchel war awiſchen Kapelle und Hörern eine Pälser Weinſtub' eröffnet mit Theke und ſehr handfeſten Tiſchen und Stühlen. Die Geſchwiſter Ern ſt mimten die Pälzer Mädle. Herr Streckfuß(Pfälzer Bub) ſagte am Mikro⸗ phon an und trug eigene pfälziſche Gedichte vor. Auch Herr Mangold brachte unſere ſchöne„Päl⸗ zer Sproch“ zuEhren. Die Geſamtleitung hatte der Mannheimer Lud⸗ wig Vaas. Der Erfolg war groß und ehrlich; eine alte Pfälzerin gab das höchſte Lob:„So habe ich ſchon lange nicht mehr gelacht... Sie haben es genau ge⸗ macht, wie es auf dem Derkemer Worſchtmarkt iſt!“ — Im Sternkaffee glänzte Annelieſe Ulſchmidt mit dem„Königswalzer“, als„Käthe⸗Kruſe⸗Puppe“ und dem„Ungariſchen Tanz“ von Brahms. ——PPPPPPPPPPPPPP—PPPPPPP—PPPTPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPGPGPPWWPPPPPPPPPPPPPPP+P+PTP+—TP+PP+—+T+P+P+P+P+PPP+P+PPPP+++P++T++T++WPWRPWW—ů Aus der Pfals Am 30. Geburtstag ertrunken! Die Tragödie am Ludwigshafener Kaiſerwörthhafen Ein guter Schwimmer war Roland Stronſki, der junge Ludwigshafener, der, wie gemeldet, beim Kentern ſeines Paddelbootes den naſſen Tod fand, zuſammen mit ſeinen Fahrgäſten, zwei ihm be⸗ freundeten Schweſtern. Nach Angabe ſeiner Mutter hat er ſelbſt ſchon einmal einem Badegaſt im offe⸗ nen Rhein das Leben gerettet; die Bitte, ſeinen Namen bekanntzugeben, hat er damals unerfüllt gelaſſen, weil der Name nichts zur Sache tue. Nun wurde der ſelbſtloſe, opferbereite junge Mann ſelbſt ein Opfer des Rheinſtroms, noch dazu am Tag ſeines 30. Geburtstages! Als ſein Paddelbovt im abendlichen Dunkel auf der Ueber⸗ fahrt von der Reiß⸗Inſel zum Kaiſerwörth⸗Hafen gekentert war, iſt er, wie die Mutter weiter berich⸗ tet, nur einmal wieder hochgekommen aus den Fluten des Hochwaſſers, die beiden Schweſtern da⸗ gegen noch dreimal. Daraus wird geſchloſſen lähnlich wie bei dem Ertrinkenden im Altriper Altrhein), daß Roland Stronſki ein Heröſchlag ſchwimmunfähig machte. Darauf deute auch ſein Ausſehen nach der Bergung der Leiche bei Nierſtein. Dabei trug er nur noch die Ba dehoſe offenbar war es ihm beim Kentern gerade noch ge⸗ lungen, die Trainingshoſe abzuſtreifen. Wenn ihn der Herzſchlag nicht aktionsunfähig gemacht hätte, würde er gewiß auch in dieſem Fall ſein Leben für die Rettung der Inſaſſen ſeines Bootes eingeſetzt haben. So aber fanden alle 3 den Tod in den Fluten. Im Zeichen des wirtſchaftlichen Aufſtiegs Rückgang der Arbeitsloſigkeit in der Pfalz * Ludwigshafen, 8. Auguſt. Die Geſamtzahl der Arbeitsloſen in der Pfalz betrug am 31. Juli noch 24072 gegenüber 27742 am 30. Juni und 36 476 am 31. Juli 1935. Der Rückgang beträgt ſonach ſeit 30. Juni 3670 und ſeit 31. Juli 1935. Die Zahl der Arbeitsloſen ging zurück in Kaiſers⸗ lautern auf 6452(30. Juni 1936: 7693, 31. Juli 1935: 9454), in Landau auf 4007(4529 und 5108), in Lud⸗ wigshafen auf 8716(9816 und 15746), in Pirmaſens auf 3123(3515 und 3967) und in Zweibrücken auf 1774 (2189 und 2201.) In allen Arbeitsamtsbezirken der Pfalz war auch im Monat Juli 1936 der Arbeits⸗ einſatz weſentlich beeinflußt durch die zwiſchenbezirk⸗ lichen Vermittlungen. * Speyer, 8. Auguſt. Ein 49 Jahre alter verhei⸗ rateter Hausmeiſter einer hieſigen Volksſchule hat ſich in ſeiner Wohnung erhängt. Grund: zerrüttete Familienverhältniſſe. * Bergzabern, 8. Auguſt. Reichsſtatthalter und Gauleiter Sprenger, bekanntlich ein Südpfälzer (er iſt im nahen Oberhauſen geboren), ſtellte in einem Schreiben an den Leiter der Lateinſchule ſeinen Be⸗ ſuch für die nächſte Zeit in Ausſicht und teilte mit, daß er einen weiteren Betrag von 500 Mark für bedürftige und würdige Schüler, die der H& an⸗ gehören, übermittle. Ludwigshafener Veranſtaltungen Heute Samstag Hindenburgpark: 16 bis 18 und 20.15 bis 22.30 Uhr Kon⸗ zert des Saarpfalzorcheſters. Adolf Himmele dirigiert eigene Werke mit Hans Kohl(Bariton) und Ernſt Gruhn (Oboe). Arbeitsdank Ludwigshafen: 20 Uhr Pflicht⸗Appell im„En⸗ gel“, Zollhofſtraße. Stern⸗Kaffee: Konzert und Tonz. Bayriſcher Hieſl: Familien⸗Varieté. Kabarett⸗Progromm. Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz. Rheinſchiffs⸗Gaſtſtätte Kurpfalz: Konzert und Tauo, ... und am Sonntag Hindenburgpark: Abſchluß der Reichsfeſtwoche mit Sonder⸗ konzert. Um 22.30 Uhr Rieſenfeuerwerk, Tanz uſw. Stern⸗Kaffee: Konzert und Tanz ſowie Kunſttanzeinlogen. Bayriſcher Hieſl: Nachmittags und abends Familienvarieté. Pfalzbau⸗Kaffee: Kaborett⸗Programm. Kafſee Vaterland: Konzert und Tanz. Rheinſchiffs⸗Gaſtſtätte Kurpfalz: Konzert und Tanz. Lichtſpiele: Ufa⸗Palaſt:„Weiberregiment“. Palaſt⸗vichtſpiele:„Die Pup⸗ penfee“.— Ufa⸗Rheingold:„Der ſtählerne Strahl“.— Union:„Der Bogelhändler“.— Alhambra Mundenheim: „Savoyhotel 217“.— Atlantik:„In goldenen Ketten“. erweitertem Umfange am „9. Aug. 1936 Sonntag Sam Stag, 8. Aug./ Nachbargebiete Wieder Rieoſchützenfeſt in Bürſtaot * Bürſtadt, 8. Auguſt. Bereits im vorigen Jahre fand in Bürſtadt ein großes Schützen⸗ feſt ſtatt, bei dem der Riedſchützenkönig herausge⸗ ſchoſſen wurde. Es wurde der Arbeitsdienſt⸗Trupp⸗ führer Beiſel Schützenkönig mit 173 Ringen bei 15 Schuß. In dieſem Jahre findet das Schützenfeſt in Samstag und Sonntag (15.— 17..) ſtatt. Geſchoſſen wird auf 20 Bahnen. Hieran nehmen neben den Schützenvereinen aus Heſſen und Baden auch die Formationen teil. Der Riedſchützenkönig für 1936 wird am Sonntag, um 6 Uhr, ausgerufen. Am Nachmittag findet ein Feſt⸗ zug ſtatt, der als Motto führt:„Die Ringſcheibe 1986, Ernſtes und Heiteres in 12 Scheiben.“ Ein großes Volksfeſt iſt mit der Veranſtaltung ver⸗ bunden. Ameiſenhochzeit über Stuttgart Juſekteninvaſion in den Straßen * Stuttgart, 8. Auguſt. In den Mittagsſtunden ſuchte Stuttgart ein Millionenſchwarm ſogenannter fliegender Ameiſen heim. Die Inſekten, vermutlich Teilnehmer einer Maſſen hochzeit in ſonniger Höhe, waren von dem begreiflicherweiſe einmaligen Erlebnis ziemlich aufgeregt, taumelten nach einem verwirrten Durcheinanderfliegen zu Boden und be⸗ deckten die Königsſtraße und ihre Nebenſtraßen weithin. Für die Fußgänger, beſonders fütr die Frauen mit ihren ausgeſchnittenen Sommerkleidern, bedeuteten die Tiere keine geringe Beläſtigung. Im Gläſernen Zug“ durch den Pfälzer Wald 4* Trier, 8. Aug. Der neue Ausſichtstriebwagen der Reichsbahn, der bereits unter dem Kurznamen „Gläſerner Zug“ bekanntgeworden iſt, machte nunmehr eine„Fahrt ins Grüne“, zu der Direk⸗ tionspräſident Dr. Sarter die Preſſevertreter ein⸗ geladen hatte. Dieſes Wunderwerk der Technik iſt insbeſondere deshalb ſo neuartig, weil der Wagen genau wie bei Reiſeomnibuſſen einen freien Aus⸗ blick auf die Landſchaft ermöglicht. Die Fahrt führte von Trier nach Saarbrücken, über St. Ingbert durch Gegen herstooεαα e ee ee, ee teee die ſchöne Pfalz nach Homburg und Kaiſers⸗ lautern und durch das grünmattige Alſenztal nach Bad Kreuznach, Idar⸗Oberſtein, Türkismühle und dann über den Hunsrück und das Ruwertal nach Trier zurück. Die Fahrt war ein einzigartiges Er⸗ lebnis. Hier iſt die Möglichkeit gegeben, die Schön⸗ heiten der Landſchaft links und rechts des Schienen⸗ ſtranges in ſich aufzunehmen und zu erkennen, welch herrliches Stückchen deutſchen Landes uns zur Hei⸗ mat geworden iſt. Man erkennt aber auch in dieſem „Gläſernen Zug“, der 23 Meter lang iſt und eine Höchſtgeſchwindigkeit von 120 Kilometer entwickeln kann, einmal ſo recht, daß die Bahm durch Gebiete führt, deren Schönheiten und Reize ſelbſt dem Kraft⸗ wagen verſchloſſen bleiben. a⸗ Lindenfels Auguſt. Das kleine Oden⸗ waldſtädtchen erfreut ſich dieſes Fahr eines regen Fremdenverkehrs. Der Verkehrsverein ſtellt feſt, daß die Zahl der hier zur Kur weilenden Fremden auf 480 geſtiegen iſt. * Simmern(Hunsrüch), 6. Aug. Der letzte Sohn des Dichters Ferdinand Freiligrath, Wolfgang Freiligrath, iſt am Montag im Alter von 88 Fahren in Külz bei Simmern geſtorben. Er hat den größten Teil ſeines Lebens bei Freunden ſeines Vaters in einem Förſterhaus bei Simmern verbracht. Brief aus Alt-Ladenburg Pr. Ladenburg, 8. Aug. Im vergangenen Monat zeigte unſere Jugendherberge eine ſtarke Be⸗ legſchaft; ſie verzeichnete insgeſamt den Beſuch von 90 Perſonen, die ſich alle begeiſtert über Leitung und Quartier äußerten und voll Intereſſe Laden⸗ burgs Sehenswürdigkeiten in Augenſchein nahmen. Unter den Beſuchern befanden ſich außer Reichs⸗ deutſchen aus allen Gauen auch eine Reihe Aus⸗ länder aus Holland, England, Schottland. Am Sonntag beſuchte auch ein Lektor aus Norwegen mit Frau und Tochter die Herberge. Die Tochter, eine junge Philologin, war ſo begeiſtert vom neuen Deutſchland, daß ſie auf Anregung hin verſprach, ein Semeſter in Heidelberg zu ſtudieren. Der neue Herbergsvater Willi Schnabel— wohl der jüngſte unter all den§.„Vätern“— ſucht die Herberge durch ſeine Malkunſt zu verſchönern und traulich auszugeſtalten. Ihren 76. Geburtstag feierte in neuerſtan⸗ dener Friſche Frau Anna Hauck, geb. Volz. Am Sonntag findet das feſt von Alt⸗Ladenburg, die„Kerwe“, ſtatt. Der Ladenburger Patenwein wurde dieſer Tage an Ort und Stelle einer Prüfung unteräogen. Die Weinkundigen äußerten ſich recht befriedigt über die Koſtproben.— Eine der letzten Altveteranenwitwen, Frau J. Geyer, geb. Bertſcherer, die bei ihrer Tochter in Frankfurt weilte, ſtarb im 73. Lebens⸗ jahre.— Ein Gang durch den Ladenburger Frieo⸗ hof bietet in ſeiner Blumenpracht unf ſeinen ge⸗ pflegten Gräbern einen ſchönen Anbick. Viel be⸗ ſucht wird auch das Ehrengrab des lutoerfinders Dr. h. c. Carl Benz. 3 Samstag, 8. Aug./ Sonntag, 9. Aug. 1036 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgave Brieſtkasten der NNM2 Die Schriftleitung übernimmt die erteilten Auskünfte nur die preßgeſetzliche Verantwortung. Allgemeines Flieger.„Wann und wo wurde der bekannte Segelflieger Ferdinand Schulz geboren?“—— Fer⸗ dinand Schulz, einer unſerer größten deutſchen Se⸗ gelflieger, wurde im Dezember 1892 in Waldenſee bei Seeburg geboren. Er beſuchte das Gymnaſium, dann die Präparandenanſtalt und machte kurz vor dem Kriege ſeine Lehrerprüfung in Thorn. Der Kriegsausbruch ſieht ihn als einen der erſten, der ſich freiwillig meldet, und als Infanteriſt nach Frankreich hinausgehen. Lange hält er es nicht im Schützengraben aus. Sein größter Wunſch iſt es, Flieger zu werden, ein Wunſch, der auch ſeine Er⸗ füllung findet. Kaum aus dem Felde zurückgekehrt, zieht es ihn wieder zur Fliegerei. In Perwienen⸗ Springborn baut er ſich aus Stangen und Draht ſein erſtes Flugzeug, die J. S. J, die aber nach einem kleinen Hupfer Generalbruch macht. Das entmutigt ihn aber nicht. Er baut weiter und mit der F. S. III, dem Beſenſtielſegler, meldet er ſich 1922 zum Rhönwettbewerb. Wegen„Ueberprimi⸗ tivität“ ſeines Seglers wird er zum Wettbewerb nicht zugelaſſen, aber ohne Genehmigung ſtartet er und erringt ſeinen erſten Preis. Im März 1923 entdeckt er Roſſitten für den Segelflug. Im ſelben Jahr ſchon findet der erſte Küſtenſegelflug⸗Wettbe⸗ werb dieſer Art ſtatt. Deutſche Spitzenkönner ſind am Start mit modernen, großen Maſchinen Schulz' neueſtes Modell, die F. S. 6, läßt ihn im Stich, und kurzentſchloſſen beſteigt er ſeine alte F. S. III, und mit ihr gelingt es ihm, die Welthöchſtleiſtung mit 8 Stunden 42 Minuten und 9 Sekunden zu er⸗ ringen. Jetzt fällt es dem„kleinen Lehrer“ leichter ſich durchzuſetzen. Beſtleiſtung auf Beſtleiſtung fällt. In der Krim fliegt er 1925 über 12 Stunden. 1926 ſtellt er in Roſſitten den Weltrekord mit Paſſagier mit 9 Stunden 53 Sekunden auf. Da kommt all⸗ zufrüh das Ende. Am 17. Juni 1929 fliegt er mit einem Motorflugzeug über den Marktplatz von Stuhm, wo man gerade die Gefallenen des Welt⸗ krieges vor einem Denkmal ehrt. Da löſt ſich plötz⸗ lich in 60 Meter Höhe ein Flügel, die Maſchine ſauſt herunter und zerſchellt auf dem zum Glück ſchon leeren Marktplatz. Unter den Trümmern wird die Leiche Ferdinand Schulz', unſeres unvergeß⸗ lichen Fliegers, geborgen. R. F.„Wieviel goldene, ſilberne und bronzene Medaillen hat Deutſchland bei den olympiſchen Spie⸗ len in Los Angeles errungen?“—— Deutſchland holte 1932 vier goldene Medaillen: Ismayr, Gewicht⸗ heben, Mittelgewicht; Brendel, Ringen, Bantam⸗ gewicht; Berliner RC, Vierer mit Steuermann; Bauer, Literatur. 13 ſilberne Medaillen holten: Wölpert, Gewichtheben, Federgewicht; Ellen Brau⸗ müllex, Speexwerfen; 4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Staffel; Ober leutnant, Hax, Piſtolenſchießen; Waſſerball; Amicitia Mannheim, Vierer ohne Steuermann; Berliner RC Doppelzweier; Ziglarſki cheute VfR Mannheim), Boxen, Bantamgewicht; Schlenikofer, Boxen, Feder⸗ gewicht; Campe, Boxen, Weltergewicht; Földeak, Ringen, Mittelgewicht; Ehrl, Ringen, Federgewicht; Sperling, Ringen, Leichtgewicht. Ferner gab es noch vier bronzene Medaillen: Straßberger, Gewichtheben, Schwergewicht; Tilli Fleiſcher, Speerwerfen; Jonath, 100 Meter; Eberle, Zehnkampf. H. St. 32.„Meine Frau befürchtet, daß der Genuß des hieſigen Trinkwaſſers, deſſen Kalkgehalt auf⸗ fällig groß iſt, das Auftreten von Nierenkrank⸗ heiten(Nierenſteinen) begünſtigt. Iſt dieſe Befürch⸗ tung begründet? Mein Hausherr verlangt, daß ich mit ihm einen ſchriftlichen Mietvertrag abſchließe, und zwar unter Benutzung eines gedruckten, an⸗ geblich neu herausgegebenen Vordrucks. Genügt nicht eine mündliche Vereinbarung oder ein hand⸗ ſchriftlich hergeſtellter Mietvertrag? Dürfen hier tatſächlich die Wohnungen für das Winterhalbjahr (1. Oktober bis 31. März) nicht gekündigt werden, auch wenn eine diesbezügliche Beſtimmung im Miet⸗ vertrag nicht enthalten iſt? Hat das neue Reichs⸗ mietengeſetz in dieſen Punkten eine Aenderung ge⸗ bracht? Welche Aufgaben und Beſtimmung hat das Gemeindegericht? Gibt es ſolche Gerichte auch in anderen Städten Badens?“—— Wenn der Ver⸗ mieter die Vermietung der Wohnung von dem Ab⸗ ſchluß eines Mievertrages abhängig macht, wird Ihnen nichts aderes übrig bleiben, als einen ſol⸗ chen zu tätigen. Ueblicherweiſe wird für den Ab⸗ ſchluß eines Mietvertrages ein Formular benutzt, und zwar iſt ein deutſcher Einheitsmietvertrag her⸗ ausgekommen, der heute durchweg für die Errich⸗ tung von Mietverträgen benutzt wird. Wenn Ver⸗ mieter und Mieter einen handſchriftlich geſchriebe⸗ nen Mietvertrag tätigen wollen, bleibt dies ihnen ſelbſtverſtändlich unbenommen. Wenn in dem Miet⸗ vertrag die Kündigung während der Wintermonate nicht ausgeſchloſſen iſt, kann auch während dieſer Zeit mit der im Vertrag bedungenen Kündigungs⸗ friſt gekündigt werden. Gemeindegerichte gibt es in allen deutſchen Orten. Sie haben zunächſt die Arc⸗ gabe, die Tätigkeit der ordentlichen Gerichte bezüg⸗ lich geringer Streitobjekte zu erleichtern und ſind weiterhin Vergleichsbehörde zur Vornahme eines Sühneverſuchs in Privatklagen. Das Trinkwaſſer Mannheims iſt völlig einwanoͤfrei, Ihre Befürch⸗ tungen ſind gegenſtandslos. Hilſe.„Wer erhält Kleinrentnerfürſorge?“—— In der Kleinrentnerfürſorge werden diejenigen alten oder erwerbsunfähigen Perſonen unterſtützt, die auf Grund eigener oder fremder Vorſorge— d. h. alſo Kapitalbeſitz, Leibrentenanſpruch uſw.— ohne die ein⸗ getretene Geldentwertung nicht auf öffentliche Für⸗ ſorge angewieſen wären. Etwaiger Arbeitsverdienſt dieſer Kleinrentner wird mit der Hälfte auf den Un⸗ terſtützungsrichtſatz angerechnet. Diejenigen alten oder erwerbsunfähigen Kleinrentner, die nachweislich am 1. 1. 1918 wenigſtens 12000 Mark Kapitalvermö⸗ gen(nicht Grundbeſitz) beſaßen oder Anſpruch auf eine Kapitalrente von wenigſtens 500 Mark jährlich hatten, erhalten Kleinrentnerhilfe, deren Betrag um wenigſtens 25 v. H. höher ſein muß, als die Unter⸗ ſtützung in der allgemeinen Fürſorge. Hier wird etwaiger Arbeitsverdienſt bis zur Hälfte des Unter⸗ ſtützungsrichtſatzes gar nicht und überſteigender Arbeitsverdienſt nur mit der Hälfte angerechnet. So⸗ 9 wohl in der Kleinrentnerfürſorge als auch in der Kleinrentnerhilfe iſt Hilfsbedürftigkeit der Antrag⸗ ſteller Vorausſetzung; außerdem müſſen in der Klein⸗ rentnerhilfe alle Bedingungen am 1. 9. 1934 erfüllt geweſen ſein. Frau K.„Von wem ſtammt das Weſerlied„Hier hab ich ſo manches liebe Mal“?“—— Das Weſerlied „Hier hab ich ſo manches liebe Mal“ iſt von Franz von Dingelſtedt, der am 15. 5. 1814 in Oberheſſen ge⸗ boren wurde. Er war Lehrer, ſpäter Redakteur der „Allgemeinen Zeitung“ in Augsburg und ging dann als deren Korreſpondent nach Paris, London und Mien. 1843 verheiratete er ſich mit der Sängerin Jenny Lutzer. Im gleichen Jahr wurde er Kabi⸗ nettsbibliothekar in Stuttgart, 1857 Generalinten⸗ dant der Großherzoglichen Hofbühne in Weimar, 1867 Direktor des Hofoperntheaters in Wien, 1872 des Hofburgtheaters bis zu ſeinem Tode(1881). Ver⸗ tont iſt das Lied von Guſtav Preſſel. M.., Mannheim. Eine Karte, die Sie für eine Fahrt nach der Pfalz, Saar und Moſel für Ihren Zweck am beſten benutzen, wird eine Spezialkarte für Rad⸗ und Kraftfahrer ſein, die Sie in allen Buch⸗ handlungen Mannheims erhalten. Es gibt noch Spezialradfahrkarten, in denen durch Zeichnung die einzelnen Höhenunterſchiede deutlich erkennbar ſind. H. R. in S.„Ich möchte 14—21 Tage über die Schweiz nach Italien. Wieviel Geld muß ich an der deutſch⸗ſchweizeriſchen und an der ſchweizeriſch⸗ita⸗ lieniſchen Grenze für mein Rad hinterlegen? Wie⸗ viel Geld darf ich in die genannten Länder mit⸗ nehmen? Höchſtbetrag? Brauche ich für die beiden Länder einen Paß oder genügt ein Viſum? Bekomme ich für die genannte Zeit(drei Wochen) einen Paß? Ich bin 19 Jahre alt. Iſt die Verpflegung in Ita⸗ lien im Verhältnis zu Deutſchland teuer? Welchen Weg raten Sie mir? Welchen Paß über die Alpen? Ausgangspunkt: Mannheim, Ziel: Oberitalien— Mailand.“—— Wegen der geplanten Radfahrt durch die Schweiz nach Italien ſetzen Sie ſich am beſten mit Herrn Behrens, F7, 16a, ins Benehmen, wo Sie über alle zu beachtenden Beſtimmungen und auch über den geeignetſten Weg unterrichtet wer⸗ den. Einen Paß brauchen Sie unter allen Umſtän⸗ den. Er koſtet 3/ und gilt 5 Jahre. Abzeichen.„Ich bin im Krieg krank geworden, kann ich das Verwundetenabzeichen bekommen?“—— Den Kriegsverletzungen gleichgeſtellt ſind ſolche Lei⸗ den, für die Kriegsdienſtbeſchädigung anerkannt wor⸗ den iſt, und die Lazarettbehandlung erforderlich ge⸗ macht haben. Der Antrag iſt unter Beifügung der Militärpapiere und ſonſtiger Unterlagen, die über die erfolgte Erkrankung und deren Behandlung Auf⸗ ſchluß geben, an das für den Wohnort des Antrag⸗ ſtellers zuſtändige Verſorgungsamt zu richten. W. H.„Ein Bekannter von mir iſt 11 Jahre bei der Marine und hat es bis zum Oberfeldwebel ge⸗ bracht. Wie ſteht es mit deſſen Zukunftsausſichten? Iſt es möglich, die beſtehende 12jährige Verpflich⸗ tung zu verlängern? Hat beim Abgang der Betref⸗ fende mit einem Zivilverſorgungsſchein zu rechnen? Wird eine Abfindung bezahlt, evtl. in welcher Höhe? Steht dem Betreffenden der Weg zur Offidierslauf⸗ bahn offend Wenn ja, welche Mittel ſind hierfür erforderlich? Wie müſſen ſolche aufgebracht werden?“ —— Ueber alle Fragen kann Ihnen die Dienſtſtelle des Wehrbezirkskommandos beim Bezirksamt die beſte Auskunft geben. E. H.„Wieviel beträgt der Stromverbrauch eines „Volksempfängers“ bei zwei Stunden Betrieb am Tag und Lichtverbrauch einer 25⸗V.⸗Birne in der Stunde?“—— Ein Volksempfänger verbraucht in der Stunde 28 Watt Strom, in zwei Stunden 56 Watt. Eine 55bkerzige Birne verbraucht in der Stunde 25 Watt. Theater J. L. Sie wenden ſich am beſten an eine große Buchhandlung oder an das dramaturgiſche Büro des Nationaltheaters. J. L.„Vor ungefähr 6 Wochen erſchien in der Abendzeitung der„Neuen Mannheimer Zeitung“ ein Artikel über eine Erbſchaft, die von Amerikai an eine pfälziſche Familie namens Schott fallen ſollte. Erblaſſer iſt ein gewiſſer Sonnenkamp. In weſſen Händen ruht dieſe Erbſchaftsangelegenheit?—— Kommen Sie bitte vormittags vor 12 Uhr oder nach⸗ mittags vor 5 Uhr in das Sekretariat unſerer Schriftleitung, wo ſie im Zeitungsband Einzelhei⸗ ten über dieſe Erbſchaftsangelegenheit nachſchlagen können. E. C.„In letzter Zeit haben Sie wiederholt Ar⸗ tikel in Ihrer Zeitung gehabt gegen das Borgun⸗ weſen; der letzte Artikel erſchien am 29. Juli. Be⸗ zieht ſich dieſes Borgunweſen und die Pumpwirtſchaft auch auf Abzahlungsgeſchäfte?“— Nein; die Artikel wandten ſich gegen das Borgunweſen in den Ge⸗ ſchäften des Einzelhandels, die nicht als kredit⸗ gebende Geſchäfte zu betrachten ſind, wie Bäcker, Fleiſcher, Kolonialwarenhandlungen uſw. G. W.„In Haßloch in der Pfalz ſoll ſich ein größeres Textilwarenunternehmen befinden. Kön⸗ nen Sie mir die Anſchrift mitteilen?“—— Sprechen Sie in der Werbeabteilung unſerer Zeitung vor, wo Sie die gewünſchte Auskunft bekommen können. Heirat.„Iſt gegen eine Heirat von Geſchwiſter⸗ kindern nichts einzuwenden? Gemeint iſt, der Sohn des Bruders heiratet die Tochter der Schweſter ſeines Vaters.“—— Gegen eine ſolche Heirat iſt nichts ein⸗ zuwenden. Vetter und Baſe können ſich heiraten. Fr. F.„Bitte um Bekanntgabe einer guten Vor⸗ ſchrift zur Selbſtbereitung von Marmelade. Wie kann man Flußſand verfeinern für Reinigungszwecke?“ —— Zur Herſtellung von Marmelade gibt es ver⸗ ſchiedene Rezepte. Sie müſſen uns ſchon mitteilen, was für eine Marmelade Sie herſtellen wollen. Den Sand müſſen Sie zermahlen laſſen. K. R. Von einem ſolchen Geſetz vom 5. Mai iſt uns nichts bekannt. Der Ausdruck entſtammt der jiddiſchen Sprache und bedeutet die geringſchätzige Beurteilung einer Sache oder Perſon. Ueber dieſe Stiftung gibt Ihnen die Kurverwaltung des Bades Dürkheim nähere Auskunft. Ein Buch, das als Manuſkript gedͤruckt iſt, wird nicht allgemein im Buchhandel gehandelt, meiſt ſind derartige Drucke als Unterlage für einen weiteren Aboͤruck gedacht. E. S.„Können Sie mir mitteilen, an welchen Tagen die Nr. 1, 3, 7, 8 und 12 des Oetker⸗Preis⸗ ausſchreibens in Ihrer Zeitung veröffentlicht wur⸗ den?“—— Die Preisausſchreiben wurden ver⸗ öffentlicht am 19. März, am 2. April, am 14. Mai, am 20. Mai und am 25. Juni, jeweils im Mittags⸗ blatt. M. S. Darüber kann Ihnen am eheſten die NSͤoO im Horſt⸗Weſſel⸗Haus(Fernruf 24827) Auskunft geben. Wenn Sie wiſſen, wann Pg. Ober⸗ lindober hier ſprach, können Sie vom Sekretariat der Schriftleitung den Bericht über die Veranſtal⸗ tung in dem betreffenden Zeitungsband nachleſen. J. G.„Ich beſitze ein Bild von einem Mgler namens G. de Poli. Was iſt über ihn bekannt?“ —— Wir konnten über dieſen Maler nichts in Er⸗ fahrung bringen, da uns ja auch die Entſtehungs⸗ zeit des Bildes unbekannt iſt. Vielleicht kann Ihnen ein Kunſthändler Auskunft geben. Sraßgtische Natschlüge Frau E. M.„Wann pflanzt man am beſten Efeu?“—— Die Vermehrung des Efeus gelingt am beſten im Spätſommer, wenn man gut ausge⸗ reiſte Ranken zu Stecklingen auf—4 Augen ſchnei⸗ det und in einen mit ſandiger Erde gefüllten Topf ſtellt. An einem ſchattigen Platz geſetzt, dürfen ſie anfangs nur wenig, ſpäter etwas mehr geſpritzt werden. Können Sie ſich eines Miſtbeetes bedie⸗ nen, ſo geht die Verwurzelung am ſchnellſten vor ſich. Es iſt dann notwendig, daß die Pflanzen reich⸗ lich beſpritzt werden, damit ſie niemals welk wer⸗ den, und die Fenſter eine leichte Beſchattung erhal⸗ ten. Erkennt man, daß die Stecklinge treiben, ſo hat ſich ihre Verwurzelung vollzogen. In dieſer Zeit beginnt man die Pflanzen an die Luft zu ge⸗ wöhnen. So lange die Witterung es erlaubt, wer⸗ den ſie ins Freie geſtellt. Im Herbſt bettet man die Töpfe in einem kühlen, froſtfreien Raum bis an den Rand in Erde oder Laub und deckt etwas Fichtenreiſig ͤdarüber. Ganze Ranken in Töpfe zu pflanzen, iſt nicht ſo praktiſch und erfolgreich wie die oben beſchriebene Methode, da man auf dieſe Weiſe ſelten anſehnliche Pflanzen erhält. Die Bewurze⸗ lung iſt vielmehr ſehr unſicher, die Pflanzen blei⸗ ben nachher unten kahl und brauchen einen kräfti⸗ gen Rückſchnitt, wenn ſie eine einigermaßen ange⸗ nehme Form annehmen ſollen. Die jungen, Pflänz⸗ chen können im Frühjahr entweder in Töpfe mit nahrhafter Gartenerde oder ins Freie gepflanzt werden, wo ſie ſich bald üppig entwickeln. J. Sch.„Wie entferne ich Regenflecken aus einem hellen Schuh? Es iſt ein Chevreauleder, dunkel⸗ grau⸗beige, das Oberleder iſt richtig wolkig geworden, aber nur bei dem einen Schuh.“—— Chevreau⸗ leder iſt ein ſehr empfindliches, feinnarbiges Leder. Sie können nur mit einer guten Schuhkrem, welche Reinigungswirkung hat, die Regenflecken zu entfer⸗ nen verſuchen. Nerserſragen C. F.„Wieviel Steuern muß ein 70jähriger Pen⸗ ſionär mit Frau zahlen bei einem Einkommen von monatlich 144 Mark? Wieviel Bürgerſteuer und wie⸗ viel Einkommenſteuer?“—— Sie müſſen monatlich .42 Mark Einkommenſteuer und.50 Mark Bürger⸗ ſteuer bezahlen.(18 Mark im Jahr). Mieter und IDafmung M. B.„Bin ich verpflichtet, wenn ich umziehe, am 1. 9. 1936 meine Miete zu bezahlen? Zahle ſchon zwei Jahre meine Miete pünktlich. Die Woh⸗ nung beſteht aus Zimmer, Küche und einer kleinen Kochküche. Die Toilette iſt ein Stock tiefer und wird von zwei Familien benützt. Das Haus iſt ein Einfamilienhaus. Ich beſitze keinen Mietvertrag. Die monatliche Miete beträgt 32„1. Das Haus wurde nach dem Kriege gebaut. Muß ich die Miete bezahlen? Wie kann ich Reparaturkoſten bekommen? Wieviel Prozent ſtehen mir zu? Die Wohnung wurde uns damals nicht neu hergerichtet; ſie ſah ſchlimm aus, die Tapeten hingen von der Wand ab,“ —— Die fällige Miete müſſen Sie auf alle Fälle bezahlen. Reparaturkoſten können Sie keine bean⸗ ſpruchen; Sie hätten vom Hausbeſitzer die Herrich⸗ tung der Wohnung verlangen müſſen. H. S.„Ich wohne vollſtändig vertraglos und möchte im Dezember mich nach auswärts verheira⸗ ten. Kann ich meine Wohnung auf 31. Dezember kündigen? Wie lange muß ich vorher kündigen?“ —— Falls kein Mietvertrag vorhanden iſt, ſo iſt vom 15. auf den 1. zu kündigen. Demnach müſſen Sie ſpäteſtens am 15. Dezember kündigen. EDschaftsangeleg EMfHriten Teſtament.„Ich bin kinderlos verheiratet. In meinem Haushalt lebt die Tante meiner Frau. Wir beſitzen ein Motorrad. Für den Fall eines beider⸗ ſeits tödlich ausgehenden Unfalls möchten wir die Tante meiner Frau als alleinige Erbin unſeres ge⸗ ſamten Nachlaſſes einſetzen. Wir möchten nun wiſ⸗ ſen, ob eine letztwillige Verfügung rechtskräftig iſt, die handſchriftlich von meiner Frau niedergelegt und von meiner Frau und mir eigenhändig unter An⸗ gabe von Ort und Datum unterſchrieben wurde.“ —.— Dieſe Verfügung entſpricht den geſetzlichen Vorſchriften und iſt alſo rechtsgültig. Naristiscſie Sragen M. K. W. M.„Wie kann eine Beleidigungsklage auf dem Armenwege durchgeführt werden?“—— Gemäߧ 379 Abſ. 3 Str.P. O. gelten bei der Privat⸗ klage für die Bewilligung des Armenrechts dieſelben Beſtimmungen wie bei bürgerlichen Rechtsſtreiten. Hiernach iſt gemäߧ 118 CPoO das Geſuch um Be⸗ willigung des Armenrechts bei dem Prozeßgericht anzubringen; es kann vor der Geſchäftsſtelle zu Pro⸗ tokoll erklärt werden. Dem Geſuch iſt ein von der vorigkeitlichen Behörde der Partei ausgeſtelltes Zeugnis beizufügen, in welchem unter Angabe des Standes oder Gewerbes, der Vermögens⸗ und Fa⸗ milienverhältniſſe der Partei, ſowie des Betrages der von dieſer zu entrichtenden direkten Staats⸗ ſteuern das Unvermögen zur Beſtreitung der Pro⸗ zeßkoſten ausdrücklich beheugt wird. In dem Geſuch iſt das Streitverhältnis unter Angabe der Beweis⸗ mittel anzugeben. E. B.„Ich beſitze ſeit 1903 an der Bergſtraße ein Grundſtück. Nun erhielt ich ein Schreiben, vom Bür⸗ germeiſter des gleichen Ortes, in dem es unter an⸗ derem heißt: Im Ortsbauplan ſei eine Straße ein⸗ gezeichnet, die durch mein Grundſtück führt, ob ich damit einverſtanden wäre, das Straßengelände un⸗ entgeltlich abzutreten, andernfalls würden mir für letzteres 75 Pfg. pro Quadratmeter vergütet, müßte aber dafür 7“ der Straßenkoſten bezahlen.(Erwäh⸗ nen möchte ich noch, daß beim Kauf des Geländes im Jahre 1003 über.— Mk. für den Quadratmeter be⸗ dahlt wurde.) Der Grundſtücksnachbar, der im glei⸗ chen Ort wohnt und Gemeinderatsmitglied iſt, hat in weiſer Vorausſicht eine Mauer als Grenze um ſein Gelände erſtellen laſſen, ſo, daß ich dadurch be⸗ nachteiligt bin, weil mir die Straße allein zur Laſt fällt.— Müßte der Grundſtücksnachbar ſeine Mauer nicht etwas zurückſetzen, damit er hälftig an der Straßenherſtellbng beteiligt iſt?— Bedürfnis zur Herſtellung der Straße beſteht nicht.— Kann ich dagegen Einſpruch erheben? Wo muß ich mich eptl. beſchwerdeführend hinwenden?“—— Die Errich⸗ tung einer Mauer ſchützt Ihren Grundſtücksnachbarn vor der Abtretung eines Teils ſeines Geländes nicht, wenn die Straße durch ſein Grunöſtück geführt werden muß. Sie können gegen die Wegnahme eines Teiles Ihres Grundſtückes beim Bezirksrat Ein⸗ ſpruch erheben und die verwaltungsgerichtliche Klage dͤurchführen. G. D.„Nach dem Tod meines vor 2 Jahren ver⸗ ſtorbenen Schwiegervaters habe ich deſſen Wohn⸗ räume übernommen. Seither wohnte ich bei ihm in Untermiete. Einen Vertrag habe ich nicht ab⸗ geſchloſſen. Vor 22 Jahren wurde zwiſchen dem vorhergehenden Hausbeſitzer und dem verſtorbenen aũch Ferusprecher TDDDDE Mannheim. MA.-12 ſruger: vonichᷣh Hεtte Mieter ein Mietvertrag abgeſchloſſen. Dieſer Ver⸗ trag ſah eine Zmonatliche Kündigung, jedoch nicht quartalsweiſe, und eine Zmonatliche Entrichtung der Miete vor. Bereits von meinem Vorgänger als auch von mir wurde die Miete monatlich ent⸗ richtet. Die meiſten Punkte des Vertrages treffen auf die heutigen Gepflogenheiten nicht mehr zu. Ich trete auch nicht als Erbe auf. Hat nun dieſer Vertrag für mich Gültigkeit? Wenn nicht, wie kann ich heute kündigen? Doch ſicher monatlich, wenn die reichsgeſetzlichen Beſtimmungen zutreffen?“—— Nach 8 560 BGB iſt, wenn der Mieter ſtirbt, ſowohl der Erbe als der Vermieter berechtigt, das Miet⸗ verhältnis unter Einhaltung der geſetzlichen Friſt zu kündigen. Die Kündigung kann nur für den er⸗ ſten Termin erfolgen, für den ſie zuläſſig iſt. Nach⸗ dem beim Tode Ihres Schwiegervaters weder von ſeiten des Vermieters noch von ſeiten der Erben des verſtorbenen Mieters eine Kündigung ausge⸗ ſprochen wurde, hat der Vertrag heute noch Gültig⸗ keit. Wenn Sie oder Ihre Ehefrau nicht als Erben des verſtorbenen Mieters die Wohnung wpeiter⸗ benutzen, müſſen Sie als Untermieter der Erben des verſtorbenen Mieters angeſehen werden. In dieſem Falle müßte die Kündigung durch dieſe gegenüber dem Vermieter ausgeſprochen werden. Von Ihnen ſelbſt kann das Untermietverhältnis gegenüber den Erben des verſtorbenen Mieters auf Ende des Mo⸗ nats ausgeſprochen werden, wenn eine andere Ver⸗ einbarung über die Kündigung nicht getroffen iſt. Da anzunehmen iſt, daß Ihre Frau als Erbin ihres Vaters die Wohnung weiterbenutzt, iſt dieſe an die vertraglichen Beſtimmungen gebunden und muß die im Vertrag vorgeſehene Kündigungsfriſt einhalten. W. M. 42.„Wenn in einem Verein von den Gründungsmitgliedern Geld geſtiftet worden iſt und für das Geld eine Hütte ſowie andere Gegen⸗ ſtände angeſchafft worden ſind, dürfen da bei Auf⸗ löſung des Vereins die Gründungsmitglieder ihre Sachen zurückverlangen? Laut Sammelliſte iſt alles notiert. Die Mitglieder würden nach Auflöſung in einen anderen Gau eintreten, wobei ihnen mehr Vorteile dadurch zuteil würden. Obengenanutes Material würde in dieſen neuen Verein mitgenom⸗ men werden, bleibt jedoch immer Eigentum der Gründungsmitglieder. Iſt dies heute erlaubt?“—— Wenn Vereinsmitglieder Vermögenswerte geſtiftet haben, ſo werden dieſe Gegenſtand des Vereins⸗ vermögens. 8 45 BGB beſtimmt bezüglich des Ver⸗ mögens eines aufgelöſten Vereins folgendes:„Mit der Auflöſung des Vereins oder der Entziehung der Rechtsfähigkeit fällt das Vermögen an die in der Satzung beſtimmten Perſonen. Durch die Satzung kann vorgeſchrieben werden, daß die Anfallsberech⸗ tigten durch Beſchluß der Mitgliederverſammlung oder eines anderen Vereinsorgans beſtimmt wer⸗ den. Iſt der Zweck des Vereins nicht auf einen wirtſchaftlichen Geſchäftsbetrieb gerichtet, ſo kann die Mitgliederverſammlung auch ohne eine ſolche Vor⸗ ſchrift das Vermögen einer öffentlichen Stiftung oder Anſtalt zuweiſen. Fehlt es an einer Beſtim⸗ mung des Anfallberechtigten, ſo fällt das Vermögen, wenn der Verein nach der Satzung ausſchließlich den Intereſſen ſeiner Mitglieder diente, an die zur Zeit der Auflöſung oder Aufhebung der Rechts⸗ fäbiakeit vorhandenen Mitglieder zu gleichen Tei⸗ len, andernfalls an den Fiskus des Landes, in deſſen Gebiete der Verein ſeinen Sitz hat.“ Treten Mitglieder in einen anderen Verein ein, ſo können ſie das ihnen aus dem alten Verein zugeteilte Ver⸗ einsvermögen derartig dem neuen Verein zur Ver⸗ fügung ſtellen, daß ſie dieſem die Benutzung ihres Eigentums leihweiſe überlaſſen, ſich im übrigen aber das Eigentumsrecht an dieſen Einrichtungen und Gegenſtänden vorbehalten. J. Sch.„Iſt ein Radio lälteres Modell, kein Volksempfänger) pfändbar?“—— Ein Rundfunk⸗ apparat muß als ein zu einer angemeſſenen, be⸗ ſcheidenen Lebens⸗ und Haushaltungsführung not⸗ wendiger Gegenſtand angeſehen werden und iſt des⸗ halb gemäߧ 811 Ziff. 1 3PO unpfändbar. 8. Seite/ Nummer 362 Samstag, 8. Aug.“ Sonntag, 9. Aug. 1936 Elnspaltige Kleinanzeigen bis zu Siner Höhe von loomm je mm SPi. Stellengesuche je mm 4 Pi. Neue Maunheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Annahmeschluß für die Mittag- Ausgabe vorm. 8 Uhr, für die Abend-Ausgabe nachm. 2 Uhr Kleine Offene Stellen Große Geschäftsstelle Nur für Fachleute! einer ersten deutsehen Gesellschaft mit dichter und gut geschulter Organisation sucht je einen Spestalbeamten Süber Branchekenntniſſe u. möglichſt für Unfall und Haftpflicht für E.., Wasser und Glas Geboten wird: Festes Gehalt, Spesen und Provision bei sehr entwicklungsfähiger Dauerstellung. Verlangt wird: Gründliches. befähigung und sichere und sielbewußte Vegführung der Organisation. technisches Wissen, gute Werbe⸗ Brste Hräfte mit Brfahrung u. Erfolgen in diesen Sparten wollen sich melden unter 0 A 101 bei der Geschäſtsstelle ds. Bl. 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Er läßt einen Blick tun in die Welt des ewig gehetzten Konzertgeigers und zeigt ſie uns. von der heiteren und von der ernſten Seite. Ge⸗ ſchickt verſteht er die Spannung des Zuſchauers von dem heranreifenden Konflikt(heraufbeſchworen durch die eheliche Verbindung des Künſtlers gegen den Willen des Vaters des Mädchens) bis zum Höhe⸗ punkt zu ſteigern. Für die Frage, wie dieſe Künſtler⸗ ehe zwiſchen zwei Partnern aus ſo verſchiedenen Welten enden ſoll, konnte es nur eine negative Lö⸗ ſung geben. Dieſer Schluß wirkt unbedingt über⸗ zeugend. Ganz unauffällig und wie von felbſt ge⸗ Fimen guten Satz bei den Clummpischen Spielen Haust daa am Cantsprecer Werde Nundfunfhfiörer! geben, ohne daß der Gang der menſchlich ſehr intereſ⸗ ſierenden Handlung dadurch geſtört wird, mußte Maiſch auch der Muſik den ihr gebührenden Raum zuzuweiſen. Neben der Muſik kommt auch der herr⸗ liche Geſang des erſtmals im Film ſingenden Kam⸗ merſängers Heinrich Schlusnus trefflich zur Gel⸗ tung. Sein weiteres Verdienſt beſteht darin, daß er den Rahmen, in dem ſich die handelnden Perſonen bewegen, abwechſlungsreich und naturgetreu zu ge⸗ ſtalten wußte. Ueber dem Lob des Regiſſeurs darf man auch die Anerkennung der Darſteller nicht vergeſſen. Sehr er⸗ freulich iſt es, daß man Walter Rilla wieder eine größere Aufgabe zugewieſen hat. Man glaubt ihm den launenhaften, verwöhnten Künſtler, den von der großen Liebe ergriffenen Menſchen, den überreizten Neuraſtheniker und ſchließlich den flirtenden und treuloſen Ehemann. Karin Hardͤt verkörpert das junge liebende Mädchen, das ſo ſchwer enttäuſcht wird, und Eugen Klöpfer als ihr Vater, der ehr⸗ liche, gutmütige Polterer, liefert ein ſchauſpieleriſches Kabinettſtück. Hans Schlenk ſtellt überzeugend einen treuen, entſagenden Liebhaber dar, während Walter Steinbeck als ſtändig durch die Launen ſeines Schützlings in Aufregung gehaltener Mana⸗ ger eine komiſche Figur abgibt Schließlich wäre noch Heinz Salfner als Konzertagent mit fremdlän⸗ diſchem Akzent ſowie Elizza Illiard und Gina Falcken berg in weiteren Frauenrollen zu nennen. Im Beiprogramm gefallen außer einem Kultur⸗ film von der Zubereitung des Weins und einem Streifen von dem großen Preußenkönig mit Otto Gebühr beſonders die neueſten Olympiaaufnahmen. 202 „Kraft durch Freude“ Uß 37/36 vom 13. 8. bis 21. 8.— Norwegen Laut Mitteilung des Gauamtes muß dieſe Urlauber⸗ fahrt ausfallen, da der Dampfer„Monte Sarmiento“ an die ſpaniſche Küſte beordert wurde, um die Auslandsdeut⸗ ſchen in die Heimat zu bringen. Sport für iedermann Montag, 10. Auguſt Allgemeine Körperſchule(Frauen und Männer): 17.90 bis 19.30 und 19.30 bis 21.30 Uhr jeweils Stadion, Spiel⸗ feld 1. Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ chen): Jeweils 19.30 bis 21.30 Uhr Liſelotteſchule und Dieſterwegſchule Meerfeldſtraße. Deutſche Gymnaſtik(Frauen und Mädchen): 20 bis 21 Uhr Gymnaſtikſchule Goetheſtraße 8. Bei günſtiger Witte⸗ rung Rennplotz Mannheim. 19.00—20.00 Uhr Tennis(Frauen und Tennisplatz Stadion. Boxen: Für Schüler ab 12 Jahre 19 bis 20 Uhr, ſür Anfänger und Fortgeſchrittene 20 bis 21.90 Uhr jeweils im Stadion, Gymnaſtikhalle. Jin⸗Jitſu(Frauen und Männer): 20 bis 21.80 Uhr Stadion, Vorhalle der Gymnaſtikhalle. Schwimmen: 20 bis 21.90 Uhr Stäbtiſches Hallenbad. Halle 2, nur Frauen. 18.00—19.30 Uhr Rheinbad Arnold, oberhalb der Rheinbrücke, Frauen und Männer. Rollſchuh(Frauen und Männer): 20 bis 21.90 Uhr Turnhalle U⸗2⸗Schule. Reiten(Frauen und Männer): 10.00 bis 20.00 Uhr SS⸗-⸗Reithalle Schlachthof. Dienstag, 11. Auguſt Schwimmen für Hausfrauen: 9 bis 10.30 Uhr Rheinbar Arnold, oberhalb der Rheinbrücke. Allgemeine Körperſchule: 18 bis 20 Uhr Spielplatz am Planetarium, Frauen und Männer. 18 bis 19.30 Uhr Stadion, Spielfeld 3, Frauen und Männer. 20.00 bis 21.30 Uhr Turnhallen der Seckenheimſchulen, Frauen und Män⸗ ner. Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ Männer): 21.90 Uhr Mäbochenberufsſchule, Weberſtraße. 21 bis 22.80 Uhr Liſelotteſchule, Colliniſtraße. Sportkurſe für Kriegsbeſchädigte: 20 bis 21.30 Uhr eudenheimſchule. Deutſche Gymnaſtik(Frauen und Mäochen): 6 dis 7 Uhr vormittags Spielplatz Rennwieſe. Volkstauz(Burſchen und Mädels): 19.30 bis 21.90 Uhr Peſtalozziſchule, Otto⸗Beck⸗Straße. Kleinkindergymnaſtik: 15 bis 16 Uhr Gymnaſtikhalle Stadion. Schwimmen: 20 bis 21.30 Uhr Städtiſches Hallenbad Halle 3, nur Männer. Reiten(Frauen und Männer): 18 bis 19 Uhr SS⸗Reit⸗ halle Schlachthof. Mittwoch, 12. Auguſt Schwimmen für Hausfrauen: 9 bis 10.30 Uhr Städti⸗ ſches Hallenbad, Halle 2. 8 Frohe Morgenſtunde(Frauen und Männer):.15 bis .15 Uhr Stadion, Spielfeld 2. Nur Frauen: 9 bis 10 Uhr Stadion, Spielfeld 2. Frauen und Männer: 9 bis 11 Uhr Stadion, Spielfeld 2. Allgemeine Körperſchule(Frauen und Männer): 19.90 bis 21.30 Uhr Stadion, Hauptſpielfeld und Turnhalle U⸗2⸗ Schule. 17.30 bis 19.30 Uhr Albrecht⸗Dürer⸗Schule Käfer⸗ tal Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ 555 5 bis 19.0 Uhr und 19.30 bis 21.30 Uhr Liſelotte⸗ ſchule, Colliniſtraße. 4 3 Reichsſportabzeichen(nur Männer): 18 bis 19.30 Uhr und 19.30 bis 21 Uhr Stadion, Hauptſpielfeld. Schwimmen: 21.30 bis 23 Uhr Städtiſches Hallenbad Hallen 1 und 2, Männer und Frauen. Reiten(Frauen und Männer): 20 bis 21 Uhr SS⸗Reit⸗ halle Schlachthof. Donnerstag, 13. Auguſt Allgemeine Körperſchule(Frauen und Männer): 17.80 bis 19.30 Uhr und 19.30 bis 21.30 Uhr jeweils Stadion, Hauptſpielfeld. 8 9 und Männer): 18 bis 20 Uhr tadion, Hauptſpielfeld. Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ chen): 19.30 bis 21.30 Uhr Humboldtſchule. 20 bis 22 Uhr Feudenheimſchule. Jin⸗Jitſu(Frauen und Männer): 20 bis 21.30 Uhr Sta⸗ dion. Vorhalle der Gymnaſtikhalle. Boxen: Für Schüler 19 bis 20 Uhr, für Anfänger und Fortgeſchrittene 20 bis 21.30 Uhr, ieweils in der Gymna⸗ ſtikhalle im Stadion. Schwimmen(Frauen und Männer): 18.30 bis 20 Uhr Rheinbad Arnold, oberhalb der Rheinbrücke. Freitag, 14. Auguſt Schwimmen(Frauen und Männer): 9 bis 10.30 Uhr Rheinbad Arnold, oberhalb der Rheinbrücke. Schwimmen(Frauen und Männer): 20 bis 21.30 Uhr Städtiſches Hallenbad, Halle 2. 8 Allgemeine Körperſchule(Frauen und Männer): 19.30 bis 21.30 Uhr Stadion, Spielfeld 1. Leichtathletik: 18 bis 20 Uhr Stadion, Spielfeld 1. Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mäd⸗ chen): 20 bis 21.30 Uhr Turnhalle U⸗2⸗Schule. Deutſche Gymnaſtik(Frauen und Mädchen): 19 bis 20 chen): 19.30 bis 21.30 Turnhalle Waldhofſchule. 20 bis Uhr und 16.30 bis 17.30 Uhr jeweils in der Gymnaſtikſchule Goetheſtraße 8. Bei günſtiger Witterung auf der Spielwieſe Rennylatz. Rollſchuh(Frauen und Männer): 20 bis 21.30 Uhr Turn⸗ halle U2⸗Schule. Reiten(Frauen und Männer): 10 bis 20 Uhr SS⸗Reit⸗ halle Schlachthof. Samstag, 15. Auguſt Allgemeine Körperſchule: 15.30 bis 17.30 Uhr Stadion, Spielfeld 2, Frauen und Männer. Leichtathletik: 15.30 bis 17.30 Uhr Stadion, Spielfeld 2, Frauen und Männer. Schwimmen(Frauen und Männer): 20 bis 22 Uhr Städ⸗ tiſches Hallenbad, Halle 1. Tennis(Frauen und Männer): 17 bis 18 Uhr Tennis⸗ platz Stadion. Sonntag, 16. Auguſt Fröhliche Gymnaſtik und Spiele(Frauen und Mädchen): 8 bis 9 Uhr Sportplatz Gebr. Bauer, Eingang Kirchen⸗ ſtraße 11 bis 15. Reichsſportabzeichen(Frauen und Männer): Uhr Stadion, Spielfeld 2 Leichtathletik(Frauen und Männer): 9 bis 11 Uhr Sta⸗ dion, Spielield 2. —Schüler⸗Boxen: 9 bis 10 Uhr Stadion, Gymnaſtikhalle, Boxen: Für Anfänger und Fortgeſchrittene 10 bis 11.30 Uhr Stadion. Gymnaſtikhalle. Tennis(Frauen und Männer): Jeweils von 9 bis 16 und 10 bis 11 Uhr Tennisplatz Stadion, Was hören wir? Montag, 10. Auguſt .50: Wetterbericht.—.00: Olympiſche Fanfaren. An⸗ ſchließend: Muſik in der Frühe.—.30: Früh⸗Gymnaſtik. —.45: Fortſetzung der Muſik in der Frühe.—.00: Nachrichten.—.15: Fortſetzung der Muſik in der Frühe. —.50: 10. Tag der 11. Olympiſchen Spiele. Programm⸗ durchſage.—.00: Unterhaltungsmuſik. Dazwiſchen: 100⸗ Km.⸗Straßen⸗Radrennen, Start⸗, Strecken⸗ und Zielbericht. Schwimmen: Kunſtſpringen⸗Entſcheidung, 4⸗mal⸗900⸗Meter⸗ Vorläufe, Waſſerballſpiele, Regattaberichte aus Kiel. Da⸗ zwiſchen: Olympiſche Siegertafel 1896 bis 1936.— 13.00: Militärmuſik.— 13.45: Neueſte Nachrichten.— 14.00: Aller⸗ lei— von zwei bis oͤreil— 15.00: Unterhaltungskonzert. Dazwiſchen Schwimmen: 100⸗Meter⸗Freiſtil⸗Frauen⸗End⸗ Iauf, 400⸗Meter⸗Freiſtil⸗Vorläufe, Waſſerballſpiele. Boxen: Ausſcheidungskämpfe, Fußballſpiel, Handball⸗Ausſchei⸗ dungsſpiele, Hockey⸗Ausſcheidungsſpiele, Zielbericht von der olympiſchen Segelregatto.— 18.00: Blasmuſik.— 19.00: Olympia⸗Echo: 10. Tag.— 20.00: Kurznachrichten des Draht⸗ loſen Dienſtes.— 20.10: Alte und neue Tanzmuſik. Da⸗ zwiſchen Fechten: Degen⸗Einzel. Boxen: Ausſcheidungs⸗ kämpfe. 20.45—21.00: Deutſchland baut auf:„Der Staat als Förderer des Sports“.— 21.00:„Herakles“, Oratorium von G. F. Händel. Ein Querſchnitt durch die Feſtaufführung in der Dietrich⸗Eckart⸗Freilichtbühne.— 22.00: Wetter⸗ und Tagesnachrichten.— 22.15: Olympia⸗Echo.— 23.00: Deut⸗ — 23.90: Tanz⸗ und Unterhaltungs⸗ muſik. 9 bis 11 Einspaitige Klelnanzelgen bis zu olner Höhe von 100 mm je mm Pig. Stellengesuche je mm4pig. Annahmeschlub für die Mittag- Unterricht Ausgabe vorm. 8 Uhr, für die Abend-Ausgabe nachm. 2 Uhr Institut u. Pensionat Sigmund * Bad ade- qmilich I Einri, 0 Tin eten u. wenenf 5F Pab 0 L Wf, Pechen en 10 Haouer scncb K Ur alles qut: lten Hut für weni Magen, Nieren, Dauergellen 50 Prg. 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Nur ernſtg. Zuſchrift. mit Bild(Anonym zwecklos!) unt. 0 S 68 an die Geſchäftsſt.*5119 Junger gebildeter Mann in guter Poſition, edler Charakter, ſehr angenehmes Aeußeres, ſucht, da hier fremd, die Bekanntſchaft eines hübſchen kath. Mädels aus gut. Familie zwecks Heirat. Voll⸗ ſchlanke, hübſche Figur Bedingung. Berſchwiegenh. Ehrenſache. Zuſchr. unt. N Q185 an die Geſchſt. 5035 großer korpulenter Dame bis zu 45 Jahr., auch Witwe, bekannt zu werden zwecks ſpäterer*5118 Heirat Etwas Vermögen evtl. erwünſcht. Zuſchriften unt. O R 67 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle. Anonym zwecklos. 34., kath., mit eig. Geſchäft und größerem Vermögen, mit gutem Charakter, wünſcht die Bekanntſchaft einer Dame mit tadelloſ. Vergangenheit zwecks Zuſchriften mit Bild unter A K 10 an die Geſchäftsſtelle erſt. Kreiſen, mit Vermögen; Oberinſpektor 50., evgl., ſucht Partnerin b. 45 Jahre, nur mit Vermögen; Fabrikantentocht. apoſtol., 28., evg., ſtattl. Erſch., mit/ 20 000.— Barverm. ſucht Partner aus nur erſten Kreiſen; Akademikerin evg., 32., 30000 Mitgift, wünſcht paſſ. ſchlk. Ehe⸗ partner aus gut. Kreiſen. Köhler. P 6, 25, I. Fernſyr. 265 42. Geſchäftsfrau 47., ev., i. jed. Geſchäft anpaſ⸗ ſungsfähig, w. paſſenden Lebensgefärten Zuſchr. u. O M Nr. 62 an die Geſch. 25108 dieſes Blattes.*4945 Heirat wünſchen orch Büro Vonsche Fabrikaut 5 3²., evangel., Damen wünſcht Dame, groß, ſchlank. aus besuche für Herren in guten Posilionen und besten Ver- ndlinissen Frau 28 Ohmer lu., Schotrenst. 4 i. H. Pialigrat.⸗Progerie Hellestes Fhieanbahnungs- Insiliut am Plaiæe Witwer, 60., ſehr rüſtig, mit 11jähr. Jungen, ſucht Witwe oder alleinſt. häusliche Frau ohne Anh. zwecks Führung eines gemeinſam. Haush. u. ſpät. Heirat Zuſchriften unter 86 an die 24 Jahre, evgl., ſchöne Erſcheing., Vermög. wünſcht Heirat m. Dame in ent⸗ ſprech. Verhältn. heanbahnung Fr. Schwäger Ludwigshafen Bismarckſtr. 17, Lelleucld dle woltbekennte, größgte, christl. 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Nr. 233 16 gegr. 1010. vertrauliche Auskünite Ermittelungen Beobactungen teder Art, ſowie Erxmittlungen in Zivil⸗ u. Straf⸗ prozeſſen beſ. ge⸗ wiſſenh. u biskr. Detekti-Auskuntteſ 5 Argus 5 D L. Geſchäftsſt. 5162 0 6, 6. Tel. 278 05 —[liefert fäheroikramer Lelephos Werx: 427 „ latan; 402 0 B801 Gaupatz, Wallstadt Fernſpr. 532 03. eieeeeeeeeeeeee MANNTIEEIM A 1, 9, am Schloß Tel, 2172 Neunklasssige höh. Privatschule. Vorbereitung 2. Abitur Alie, Stnn, mittl.—.— an der Anatalt 9 7 Erz Prospekt frei. Oirektion: Professor K. Metzg er ne halts 3 komplene flemdenzimmer laurümug Igegen ſof. Kaſſe u kauf. geſucht. in beſtem Zuſt. Diſtelhut, m. ˖ Breit—— mögl. neuwertig M1.2a, Breiteſtr. nendecken, Nacht⸗ Fel. Nr. 239 W zu kauf. geſucht. Loltere Labrpänge ſchrank u. Waſch⸗ Adreſſe Ang. u. C E 55/ von 1880 des an die Geſchäfts⸗ ſtelle. morpl., Kleider⸗ 25087 Mannheimer 1—— 16255 90 fierren- Iimmer 9 ee ler Henrenrim. 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Fick⸗Amerika ſchwimmt neuen olympiſchen Rekord Gleich der erſte Vorlauf brachte durch Fick⸗Ame⸗ rika einen neuen olympiſchen Rekord, der in 57,7 vor Czik⸗Ungarn in 58,3 und Gabrielſon ſeinen Vorlauf gewann. Fiſcher und Heibel im Zwiſchenlauf Der zweite Vorlauf brachte einen harten Kampf zwiſchen dem Japaner Nuſa und dem ſtark ver⸗ beſſerten Amerikaner Highland. Mit 25,8 lag Yuſa bei 50 Meter knapp vorn in dem aufgeſtauten 50⸗Me⸗ ter⸗Becken und in 57,8 lag er, deutlich ſichtbar, vor Highland, 59,9, und dem jungen Auſtralter Kendall, der mit:01 folgte. Ein guter Durchſchnitt war im dritten Vorlauf vereinigt. Der Engländer French⸗Williams hatte alle Mühe, den ſchnellen Philippinen Adjuludin in :00,7 hinter ſich zu laſſen. Heiko Schwartz⸗Deutſch⸗ land enttäuſchte und kam mit:01,8 nur auf den drit⸗ ten Platz, womit er bei dieſer mäßigen Zeit aus⸗ ſchied. 10 Arai und Fiſcher Kopf an Kopf Der tüchtige japaniſche Nachwuchsmann, der im Training verſchiedentlich unter 57 geſchwommen hatte, traf im vierten Lauf auf den Europarekord⸗ mann und Deutſchen Meiſter Helmuth Fiſcher. Nach glänzendem Start lag Fiſcher bei 50 iſcher Kopf⸗Kampf bei 80 Meter an Fiſcher vorbei ünd ſiegte in 57,5 mit Handſchlag vor Fiſcher 579 und dem jungen Ungarn Grof, der:01,3 benötigte. Auch im nächſten, dem fünften Vorlauf, kam ein Japaner zum Sieg. Taguchi erreichte mit 57,5 die gleiche Zeit und ſiegte ſicher vor dem Dänen Chri⸗ ſtenſen:01 und dem Kanadier Larſen:01,5. Hart umſtritten war auch der ſechſte Lauf, in oͤem Heibel als zweiter Deutſcher ſich für den Zwiſchen⸗ lauf qualifizierte. Hinter dem ſich großartig haltenden Jugoſlawen Wilfan, von dem man vor einiger Zeit Leiſtungen unter 59 Sek. liegend übermittelt bekam, kam Heibel mit:01,5 auf den zweiten Platz vor dem Philippinen Obvial:01,7. Wilfans Zeit war:00,6. Im letzten Vorlauf führte vom Start weg der oͤritte Amerikaner Lindegren. Verhalten, im Stil flüſſig, ſiegte er in 58,3 vor Dr. Abay⸗Nemes⸗Ungarn mit:00,2 und dem ſchnellen Finnen Hietanen:01. Für die beiden Zwiſchenläufe, die am Nachmittag ausgetragen werden, qualifizierten ſich Arai, Taguchi und Puſa⸗Japan, Fick, Highland und Lindegren⸗ Amerika, Fiſcher und Heibel⸗Deutſchland, Cßik und Abay⸗Nemes⸗Ungarn, Chriſtenſen⸗Dänemark, Wilfan⸗Jugoſlawien, Freuch⸗Williams⸗England und Adjuludin⸗Philippinen und die beiden ſchnellſten Dritten des rund 50köpfigen Feldes: Kendall⸗Au⸗ ſtralien und Hietanen⸗Finnland. Olympiſcher Rekord von Mehata⸗Japan Vier Vorläufe zum 200⸗Meter⸗Bruſtſchwimmen für Frauen Im Anſchluß an die Vorläufe zum 100⸗Meter⸗ Kraulſchwimmen der Männer wurde mit den Vor⸗ läufen zum 200⸗Meter⸗Bruſtſchwimmen der Frauen — Neue Beſtleiſtungen Läufe aufgeteilt. Schon jetzt läßt ſich vorausſagen, daß hier eigentlich nur die Weltrekordinhaberin Mehata⸗Japan, die Europameiſterin Genenger⸗ Deutſchland, die kleine überaus talentierte Dänin Sörenſen und Trude Wollſchläger⸗Deutſchland für Sieg und Plätze in Frage kommen. Die erſte Enttäuſchung bereitete Hanni Hölzner⸗ Deutſchland im erſten Vorlauf, wo die Plauenerin mit der ſchlechten Zeit von:11,4 nur Vierte hinter Sörenſen⸗Dänemark, die in:06,7 ſiegte, Isberg⸗ Schweden:08,7 und Wallberg⸗Holland mit:10,4 wurde. Im zweiten Lauf ervang Martha Genenger, ruhig und ſtilrein ihre Bahn ziehend, in:03,3 einen neuen olympiſchen Rekord, den bisher die Auſtralierin Dennis aus dem Jahre 1932 mit:06,3 hielt. Ueberraſchend landete die doch nicht mehr junge Holländerin Kaſtein mit:07,8 vor der zweiten Ja⸗ panerin Tſuboy mit:15 und der Finnländerin Lappälainen:19,7 auf dem zweiten Platz. Mehata ſchwamm:01,9 Verbiſſen und mit der Vorhand ſtartend, um den von ihrer großen deutſchen Gegnerin ſoeben geſchaf⸗ fenen neuen olympiſchen Rekord zu verbeſſern, ſchlug Hideko Mehata auf den erſten 100 Metern des dritten Vorlauſes mit:27 an. Schon lag die kleine kräf⸗ tige Japanerin klar vor dem übrigen Feld, das von der Dänin Chriſtenſen angeführt wurde. Mit groß⸗ artigem Spurt, faſt auf dem Waſſer liegend, ſchlug ſie in der neuen olympiſchen Rekordͤzeit von:01,9 an. Hideko Mehata iſt eine große Rivalin für „ ,. . 9 , %% 44 U ſe, Weltbeſtleiſtung und Goldmedaille Im 1500⸗Meter⸗Lauf gewann der Neuſeeländer Lovelock mit der überragenden Zeit von.47,8 Minuten eine Goldmedaille und erzielte außerdem damit eine neue Weltbeſtleiſtung. Auch der Zweite, Cunningham⸗USA, blieb noch unter dem nun Italiener Beccali. rey⸗England, bei 100 Meter mit:27, und der als einziger Schwimmerin Butterfly ſchwimmenden Deutſch⸗Braſilianerin Maria Lenk. Dann aber zog die Weſtdeutſche mit kräftigen Zügen und wuchtigen Beinſchlägen nach vorn und ließ nach kurzem Kampf Einmarſch der finniſchen Turnerinnen Die finniſchen Frauen vor ihrem Einmarſch in das Reichsſportfeld, wo ſie gymnaſtiſche Uebungen vorführten. Martha Genengerl Chriſtenſen⸗Dänemark:10,0, die Briten Gomm:15,7 und Cummings⸗Amerika :21,9 folgten auf den Plätzen. Ein taktiſch überaus kluges Rennen ſchwamm die dritte deutſche Teilnehmerin Trude Wollſchlä⸗ ger⸗Duisburg. Sich ruhig führen laſſend, lag ſie bei 100 Meter hinter der überraſchend ſchnellen Sto⸗ Großkampf der Dreiſpringer Der Japaner Maſao Harada beim Sprung. Kurz nach der (Atlantie,.) 1 (Weltbild,.) ihre Gegnerinnen hinter ſich. In:08,5 ſiegte Woll⸗ ſchläger verhalten vor Storey:10,8 und Lenk:17,2 und der enttäuſchenden Dänin Nielſen:21,3. Für die beiden Zwiſchenläufe, die am Sonntag⸗ morgen ausgetragen werden, qualifizierten ſich die erſten drei eines jeden Laufes und die beiden ſchnell⸗ ſten Vierten des geſamten Feldes: Mehata und Tſu⸗ boy⸗Japan, Genenger, Wollſchläger und Hölzner⸗Deutſchland, Sörenſen und Chriſten⸗ ſen⸗Dänemark, Wallberg und Kaſtein⸗Holland, Gomm und Storey⸗England, Isberg⸗Schweden, Lappälai⸗ nen⸗Finnland und Lenk⸗Braſilien. Die ſchnellen Vierten waren alſo Hanni Hölzner mit:11,4 und Lappälainen⸗Finnland. Waſſerball Belgien ſchlägt Urugnay:0(:0) Belgien war techniſch klar überlegen, ſpielte aber im Augriff zu unentſchloſſen. Hinzu kam eine hervorragende Leiſtung des Torhüters der Südamerikaner, der immer ſtarken Beifall für ſeine prachtvolle Abwehrarbeit fand. 3 Pauſe gelang Coppieters der entſcheidende Treffer. Uruguay war ſpieltechniſch zu ſchwach und hatte ſaſt nie eine Chanee. Kleinkaliberſchießen Siegerehrung der Scheibenpiſtolen⸗Sieger Der drittletzte Tag der Olympiſchen Schießwett⸗ kämpfe brachte mit dem Kleinkaliberſchießen die ſchwerſte Konkurrenz. Olympiaſieger von Los An⸗ geles, der Schwede Rönnmark, und Huſt⸗Mexiko gingen in den Kampf. Auch der Weltmeiſter von 1935 in Rom, Durand⸗Frankreich, nahm das Ringen um den erſten Platz auf. Dicht beſetzt war die lange Reihe der Schieß⸗ ſtände, in der ſich Dr. Frick mit den Gegnern des erſten Durchganges und ihren Beobachtern befand. Die zahlreiche Zuſchauermenge zeugte davon, daß wurde der (Weltbild,.) geſtürzten Weltrekord. Dritter das Kleinkaliberſchießen der beliebteſte Schießwetk⸗ bewerb iſt. Geſchoſſen wird bekanntlich in liegen⸗ der Stellung und mit Gewehr von unbegrenztem Gewicht, Stecher und Diopt mit beliebigem Korn. Von 30 Schuß werden je zwei auf eine Scheibe ab⸗ gegeben, die dann gegen eine neue ausgetauſcht und zur Auswertung beiſeite gelegt wird. Für zwei Schuß ſtehen dem Schützen vier Minuten zur Verfügung, insgeſamt hat der Schütze für ſeine 30 Schuß alſo eine Stunde zur Verfügung. E Als die erſte Rotte am Samstagvormittag mit dem Kleinkaliberſchießen begann, erſchienen der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt Frei⸗ herr von Fritſch und General Roeſe vom Reichs⸗ kriegsminiſterium auf den olympiſchen Schießſtän⸗ den. Der deutſche Vertreter Hoffman kam mit 288 Ringen zuſammen mit Vichos erſt auf den 9. Platz. Im Caſino der Verſuchsanſtalt nahm inzwiſchen der Präſident der Internationalen Schieß⸗Union, Carn o⸗Frankreich, die Siegerehrung der beſten Scheibenpiſtolenſchützen vor. Die Medaille der Schießunion für beſondere Verdienſte um den Schießſport überreichte er den Deutſchen Major a. D. von Kleve, Oberſtleutnant a. D. Kanne⸗ gießer, Bock, Haberland und Preußner, ſowie General Schreiner⸗Ungarn. * Neue Beſtleiſtung im Kleinkaliberſchießen Bei dem Olympiſchen Kleinkaliberſchießen in Berlin⸗ Wannſee erreichte in der zweiten Rotte der Norweger 300 9 in 30 Serien die höchſtmögliche Zahl von Ringen. Exzellenz Lewald erhält den Chriſtus⸗Orden Dem Präſidenten des Organiſationskomitees für die Olympiſchen Spiele Berlin 1036, Exzellenz Lewald, und dem Generalſekretär Dr. Diem wurde von der portugie⸗ ſiſchen Regierung der Chriſtus⸗Orden verliehen. Heinz Kohlhaas geſchlagen Der deutſche Schwergewichtsboxer Heinz Ko hlhaas, oͤer ſich zur Zeit in Amerika befindet, kletterte in Tampa im Staate Florida in den Ring. Bereits in der zweiten Runde des auf 10 Runden angeſetzten Kampfes wurde er durch Red Burman k. o. geſchlagen. Ein Schwede ſchoß Weltrekord Der Weltmeiſter im Scheiben⸗Piſtolenſchießen, der ſchwediſche Ingenieur Torſten Ullmann, über⸗ traf jetzt in Berlin ſeine bisherige Beſtleiſtung im Scheiben⸗Piſtolenſchießen mit 559 erheblich. Er ſchoß Zehnerſerien von 95, 92, 94, 91, 92 und 95 Ringen und wurde Olympiaſieger im Scheiben⸗ Piſtolenſchießen. (Graphiſche Werkſtätten,.) 1— 12. Seite Nummer 362 Samstag, 8. Aug.) Sonntag, 9. Aug. 18588 Das Hockey-Turnier Indien-USA:0— Belbien-Frankreich:2 * Amtliche Karte zu den Olympiſchen Spielen in Berlin. Der Reichsſportverlag Berlin SW bs hat eine Karte zu den Olympiſchen Spielen in Berlin herausgegeben. In überaus anſchaulicher Weiſe ſind das Reichsſportfeld und alle wichtigen Orte Berlins eingezeichnet. Sonderkarten vom Reichsſportfeld und Olympiſchen Dorf ermöglichen ein leichtes Zurechtfinden. Auf der Rückſeite ſind die Längs⸗ profile der Straßenwettbewerbe der Olympiſchen Spiele gufgezeichnet. Dic Beſchaffenheit der Straßen iſt aus die⸗ ſer Darſtellung genau zu erkennen. S⸗Meter⸗K⸗Klaſſe: 1 Italien:26:22(10.); 2. Dä⸗ remork:28:57(9.); 3. Schweden:20:43(8.), 4. Deutſchland:31:21(7.); 5. Großbritannien:33:46(6 .); 6. Norwegen:34:17(5.); 7. Finnland.34.58(4 .); 8. USA:35:28(3.); 9. Argentinien:36:53(2.); 10. Frankreich:38:22(1.). Beim olympiſchen Hockeyturnier hat Indien, der Olym⸗ piaſieger von Amſterdam und Los Angeles, bereits die Vorſchlußrunde erreicht, denn es iſt kaum anzunehmen, daß die Inder nach ihrem:0(:)⸗Bombenſieg am Freitag über Amerika bei einem Torverhältnis von 11:0 und zwei gewonnen Spielen von Japan noch erreicht werden können. Das zweite Spiel des vierten Turniertages führte in der Gruppe Cdie Mannſchaften von Belgien und Frankreich zuſammen, die ſich:2 trennten, nachdem die Belgier zur Pauſe noch mit 2·1 geführt hatten.— Die Tabellen: Gruppe A: 5 Spiele Tore Punkte 1. Indien 2 11:0:0 2. Japan 1.1:0 3. Ungarn 1 0˙4 0˙2 4. USA 112 014 Gruppe C: Spiele Tore Punkte J. Holland 2 6˙8 3: 2. Frankreich 2:2:1 3. Belgien 2 4˙4 222 2 1·⁵ 0˙4 4. Schweiz Der Kampf der Degenfechter Der zweite Durchgang der Vorrunde im Degen⸗Mann⸗ ſchaftsfechten brachte bereits das Ausſcheiden von Däne⸗ mark, Chile, Oeſterreich, Griechenlond und Ungarn. Lebig⸗ lich in den Gruppen 1 und 7 iſt der 3. Durchgang erforder⸗ lich. Die Begegnungen Portugal— Schweiz und Deutſch⸗ land— Braſilien ſollen hier die Aufſtiegsfrage zur Zwi⸗ ſchenrunde, in die aus jeder Gruppe die beiden beſten Mannſchaften kommen, klären. In der 1. Gruppe wurde Polen überraſchend von der Schweiz mit:8⸗Punktgleichheit durch das beſſere Treffer⸗ verhältnis von 32:35 geſchlagen. Die Begegnung Portu⸗ gol— Schweiz wird ausſcheidend ſein, wer von den drei Ländermannſchaften aufſteigt. Durch die 83⸗Niederlage gegen Amerika ſcheidet Dänemark mit zwei Niederlagen aus, ſo daß Amerika die Vorrunde erreichte. In der 2. Gruppe erreichte die Zwiſchenrunde Frankreich durch ſeinen überlegenen Sieg von 8i0 über Chile. Mit den Franzoſen zuſainmen in der 3. Gruppe gelongte England in die Zwiſchenrunde. Nicht ganz erwartet kam Schwedens über⸗ Taſchend klarer:1⸗Erfolg über Oeſterreich, während in der 4. Gruppe Aegypten und Schweden auſſteigen. Belgien ſchied Griechenland mit:2 aus und qualifizierte ſich damit neben Argentinien in die nächſte Runde. Ungarn holte ſich die zweite Niederlage im Kampf gegen Italien, dos jederzeit ſicher:2 gewann und mit der Tſchechoſlowakei in die Zwiſchenrunde gelangt. In der letzten Gruppe wird durch Konados knappen:7⸗Sieg über Braſilien ein dritter Durchgang erforderlich. Erſt nach der Begegnung Deutſch⸗ land— Braſilien, die unſerer Mannſchaft einen klaren Sieg bringen ſollte, wird man in dieſer Gruppe ſagen können, wer in die Zwiſchenrunde kommt. iei Deütſchland in der Zwiſchenrunde 13 9* Dek britie Durchgang im Degen⸗Mannſchaftsſechten brachte Polen und Deutſchland die erwarteten Siege. In der Gruppe 1 ſchlug Portugal die Schweiz, Deutſchland gewann dagegen mit 9,5:6,5 Siegen und er⸗ reichte mit dieſen Erfolgen über Kanada und Br aſi⸗ lien die Zwiſchenrunde. In der Ausloſung hatte Deutſch⸗ land großes Pech inſofern, als es mit Schweden, Holland und Aegypten zuſammenkom. Dadurch erwiſchte unſere Mannſchart die ſchwerſte Gruppe. Die vier Nationen ſtar⸗ ten in einem Feld von zwei Gruppen zu je drei und zwei Gruppen zu je vier Monn. Es kämpfen in Grurne 1 die Polen, usA, Tſchechoſlowakei, in Gruppe 2 Schweden, Holland, Aegypten, Deutſchland, in Gruppe 3 Belgien, Ar⸗ gentinien, Portugal und in Gruppe 4 Frankreich, Groß⸗ britannien, Kanada. Die erſten Kämpfe der Zwiſchenrunde im Degen⸗Mann⸗ ſchaftsfechten, wurden gleichfalls auf den Plätzen des Ten⸗ nisſtadions ausgetragen. Es gab überaus harte Treffen, die oft bei der gleichen Anzahl von Siegen nur durch das beſſere Trefferverhältnis entſchieden wurden. Deutſchland hatte es in der Gruppe 2 überaus ſchwer. Gegen Aegypten hieß es am Schluß:8 und das beſſere Trefferverhältnis von 34:36 gab den Ausſchlag zu Gunſten der Afrikaner. Luch der ſchöne:0⸗Sieg unſeres Schröder halj im Schluß⸗ kampf nichts mehr, die Niederlage war nicht mehr ab⸗ zuwenden. Die übrigen Ergebniſſe waren: Gruppe 1: USA— Tſchechoſlowakei 10:6 Siege. Gruppe 2: Aegypten— Deutſchland:8 Siege, 34:96 Treffer; Schweden— Holland:4 Siege. Gruppe 3: Belgien— Lrgentinien:8 Siege, 94:97 Treffer. Gruppe 4: Frankreich— Großbritannien 97:6/ Siege; Polen— Kanado 818 Siege, 35:86 Treffer. Deutſchland in der Vor⸗Endrunde Als nach den Vorkämpfen im Mannſchafts⸗Degenfechten die Namen der 14 Mannſchaften für die Zwiſchenrunde be⸗ kannt geworden waren, wußte man, daß es am Nachmittag auf den Tennisplätzen des Reichsſportfeldes heiße Kämpfe geben würde. Man hatte die 14 Mannſchaften zu je zwet Gruppen mit drei und vier Nationen eingeteilt. eutſch⸗ land war der ſchwerſten Gruppe durch dos Los zugeteilt. Nach Ablauf der zwei Durchgänge der Zwiſchenrunde lagen alle vier Mannſchaften punktgleich, ſo daß ein dritter Durchgang erforderlich wurde. Deutſchland trat mit veränderter Mannſchaft gegen Hol⸗ land an. Schon im zweiten Durchgang war Uhlmann für Geiwitz eingeſetzt worden und im dritten Durchgang focht Eſſer als neuer Mann. Letzterer zeigte gute Leiſtungen und konnte zwei Siege davontragen. Uhlmann und Schröder kamen zu je drei Erfolgen, während Röthig ins⸗ geſamt mit:2 den kürzeren zog. Mit 9 Siegen und 4 Niederlagen hatte ſich Deutſchland die Vorendrunde er⸗ kämpft. Auch Schweden, das im dritten Durchgang gegen Aegypten antrat, zeigte eine gute Form und fertigte ſeinen Gegner mit 8½ ab, dann zogen die Aegypter zurück. Neben Deutſchband und Schweden haben ſich Italien, SA, Belgien, Portugal, Frankreich und Polen die Teil⸗ nahme an der Vorendrunde erkämpft. * Der Regen in den Morgenſtunden zwang zu einer Verlegung in den Kuppelſaal. Der Beſuch war recht gut. Es gab durchweg ſehr harte Kämpfe. In der Gruppe 1 ſiegte Belgien über Polen mit 14:2. Frankreich kam zu dem erwarteten Sieg über Deutſchland. Eſſer, Uhlmann, Schröder und Röthig gewannen je einen Kampf und führten ſich gegen den ſtarken Gegner recht gut. Die Gruppe 2 brachte ebenfalls zwei Kämpfe des erſten Durchgangs der Vorentſcheidung. Schweden blieb über Portugal mit 97 ſiegreich. Jtalien ſtellte eine famoſe Mannſchaft, die mit 12:4 klar über USA ſiegreich blieb. Von vier Kämpfen gewann jeder italieniſche Fechter drei. 33NA-Kongreß Anläßlich der Olympiſchen, Spiele trat der Inter⸗ nationale Schwimm⸗Verband(FIRA) in der Reichsakade⸗ mie für Leibesübungen auf dem Reichsſportſeld zu ſeiner Tagung zuſammen, die am 16. Auguſt fortgeſetzt wird. Im Mittelpunkt der Sitzung ſtand die Anerkennung von 2 Weltrekorden. Die Neuwahlen ergaben nur geringfügige Beränderungen des FJNA⸗Ausſchuſſes, der ſolgendes Ausſehen hat: die Bahn brachte, war leichter Nord⸗Nord⸗Oſt von 12 Me⸗ Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Der zweite Teil des Zehnkampfes Akilles Järvinen wegen Erkrankung ausgeſchieden— Nach 7 Wettbewerben Bonnet Achter und Huber Zehnter Indien— ASA:0(:0) Ueber 15 000 Zuſchauer intereſſierte das zweite Auftre⸗ ten der indiſchen Weltmeiſter⸗Mannſchaft im Rahmen des olympiſchen Turniers. Diesmal mußte ſich die Elf der Vereinigten Staaten von Nordamerika mit:0(:0) dem famoſen Können der Inder beugen, obwohl die Aſiaten mit vollkommen veränderter Mannſchaft antraten und auch den ſchwächeren Spielern Gelegenheit boten, einen Kampf zu beſtreiten. Fentreß im amerikaniſchen Tor war wieder der beſte Spieler ſeiner Mannſchaft, er war aber an den Toren, die die Dhyan Chand, Jafar(2) vor der Pauſe und die Roopſingh, Cullen und Dhyan Chand nach dem Wechſel erzielten, ſchuldlos. Nach der Pauſe leiſtete Amerika zwar erſtaunlich harten Widerſtand, aber vergeblich. Der Held des Tages war wieder der unvergleichliche Dhyan Chan, der bei den Zuſchauern vor allem nach ſeinen hervorragen⸗ den Täuſchungsmanövern herzlichen Beifall ſand. Nach ihen gefielen in der indiſchen Elf noch der Mittelläufer Cullen und Roopſingh im Sturm. Belgien— Frankreich:2(:) Im Anſchluß an die große Vorſtellung der Inder wirkte das Treffen zwiſchen Belgien und Frankreich auf dem Hauptplatz des Hockey⸗Stadions überaus arm an techniſchen Feinheiten. 10 000 Zuſchauer wohnten dieſem Spiel bei, das mit:2(:1) einen verdient unentſchiedenen Ausgang nahm. Vor der Pauſe hatten die Belgier mehr vom Spiel und lagen durch Delaval und Rensburg nach 28 Minuten in:0⸗Führung. Vor dem Gechſel erzielte aber Goubert für Frankreich den erſten Gegentreffer. Nach dem Wechſel nahm der Kampf weitaus ſchärfere Formen an. Frank⸗ reichs Stürmerreihe fand ſich beſſer ins Spiel und in der 90. Minute fiel aus einem Gedränge heraus der Aus⸗ gleichstreffer. Präſident: Ferne(England); Vizepräſi⸗ denten: Drigwy(Frankreich), de Reve(Belgien); Generalſekretär: Dr. Donath(Ungarn); Bei⸗ ſitzer: R. O. Brewitz(Deutſchland), Rötter (USg), Abe apan), Haupbmann(Tſchechoſlowakei). Die 26 anerkannten Weltbeſtleiſtungen, von denen zwei in deutſchen Händen ſind, ſind: Männer: 100 Meter Kraul: Fick(USA) 56,4 Sekunden. 100 Meter Bruſt: Higgins(USA):10,0 Minuten. 200 Hards Bruſt: K. Kasley(SA):22,5 Minuten. 200 Meter Bruſt: K. Kasley(USA):37,2 Minuten. 100 Meter Rücken: Kiefer(USA):04,8 Minuten. 150 Hards Rücken: Kieſer(USA) 1232,7 Minuten. 400 Meter Rücken: Kojac(USA):16,4 Minuten. Frauen: 100 Meter Kraul: den Ouden(Holland):04,6 Minuten. 440 Hards Kraul: Hveger(Dänemark):29,9 Minuten. 440 Haròs Kraul: Maſtenbroek(Holl.):29,2 Minuten. 440 Hards Kraul: Wagner(Holland):20,0 Minuten. 500 Hards Kraul: Hveger(Dänemark):14,8 Minuten. 500 Hards Kraul: Wagner(Holland):09,8 Minuten. 500 Meter Kraul: Hveger(Dänemark):46,7 Minuten. 800 Meter Kraul: Hveger(Dänemark) 11:11,8 Minuten. 880 Hards Kraul: Kight(USA) 11:34,4 Minuten. 1500 Meter Kraul: Freöerikſen(Dänem.) 22:96,7 Minut. 100 Meter Bruſt: Hölzner(Deutſchl.):23,4 Minuten. 100 Meter Bruſt: Ehriſtens(Dänemark):22,8 Minuten. 100 Meter Bruſt: Hölzner(Deutſchl.):20,2 Minuten. Meter Rücken: Maſtenbroe oll.):15,8 Minuten. 200 Meter Rücken: Jarret(USA 248, Minuten. 400 Meter Rücken: Kompa(168A):04,8 Minuten. 400 Meter Rücken: Maſtenbroek(Holl),:59,8 Minuten. Amal 100 Meter Kraul: Holland(Selbach— Maſten⸗ uncaen dee 742 broek— Wagner— den Ouden):92,8 Minuten. Die überraſchende Feſtſtellung des 7. Tages der leicht⸗ athletiſchen Wettbewerbe iſt die, daß die olympiſche Ge⸗ meinde die Bedeutung und den Wert des Zehnkampfes durchaus erkannt hat. In der Tat gibt es auf dem olym⸗ piſchen Programm keinen Wettbewerb, der wie dieſer ſo⸗ wohl dem antiken Vorbild als auch unſerer neuzeitlichen Auffaſſung vom vielſeitigen und harmoniſchen Sportler gerecht wird. So haben ſich denn trotz regendrohendem, aber warmem Wetter mehr als 50 000 Zuſchauer im Olym⸗ piſchen Stadion zu den beiden nächſten Wettbewerben des Zehnkampfes, dem Hürdenlaufen und dem Diskuswurf, eingefunden. Wieder erleben ſie prachtvolle Kämpfe und bemerkenswert gute Leiſtungen. Wieder auch klappt die Abwicklung bei dem prachtvoll eingeſpielten Kampfgericht, ſo daß die Beſucher ihre helle Freude an der ſchnellen Folge der Kämpfe haben. Leider iſt der famoſe Finne Akilles Järvinen, der nach dem 5. Wettbewerb an ausſichtsreicher 5. Stelle lag, infolge Erkrankung an der weiteren Teilnahme ver⸗ hindert. Wie gut die Leiſtungen der beſten Zehnkämpfer. der Welt ſind, bewies gleich der 6. Wettbewerb, der 110⸗ Meter⸗Hürdenlauf, bei dem nicht weniger als 5 Teilneh⸗ mer unter 16 Sekunden liefen. Einer, und zwar der Amerikaner Morris, lief 14,9 Sek. und erhielt 946 Punkte und ſchob ſich damit mit insgeſamt 5138 Punkten an die erſte Stelle. Parker⸗Amerika brauchte genau 15 Sek., der Schweizere Guhl 15,6, Clark⸗Amerika 15,7 und der Deut⸗ ſche Huber 15,8 Sek., wodurch ſich Huber auf den 6. Platz vorſchob, und Bonnet lief mit 16, Sek. ebenfalls aus⸗ gezeichnet und ſchob ſich auf den 10. Platz vor. Nach 6 Wettbewerben iſt die Reihenfolge: 1. Mor⸗ ris⸗Amerika 5138 Punkte; 2. Clark⸗Amerika 5012;3 3. Par⸗ ker⸗Amerika 4817; 4. Braſſer⸗Holland 4622; 5. Guhl⸗ Schweiz 4593; 6. Huber⸗Deutſchland 4397; 7. Tolamo⸗ Finnland u. 8. Dahlgren⸗Schweden je 4389; 9. Plawezyk⸗ Polen 4375; 10. Bonnet⸗Deutſchland 4326. * Im 7. Wettbewerb, dem Diskuswerfen, erreichte wie⸗ derum der Amerikaner Morris die Beſtleiſtung mit 43,02 Meter. Damit iſt er von ſieben Wettbewerben zum fünf⸗ ten Male Beſter geworden. Ueber 40 Meter kam nur noch der famoſe Schweizer Guhl, eine prachtvolle Mehrkämpfer⸗ figur, der 40,97 Meter warf. Ueber 39 Meter kamen ins⸗ geſamt acht von den 23 Teilnehmern, nämlich Natvig⸗ Norwegen mit 99,16, Bacſalmaſi⸗Ungarn mit 39,64, Clark⸗ USA mit 39,39, Braſſer⸗Holland mit 39,45, Parker⸗USA mit 39,11 und Bonnet⸗Deutſchland mit 39,16. Huber⸗ Deutſchland erreichte nur 35,46 als Beſtleiſtung und fiel damit auf den 10. Platz in der Geſamtwertung zurück, während Bonnet vom 10. auf den 8. Platz vorrückte. Die Reihenfolge nach dieſen Uebungen war: 1. Morris⸗USA 5941 Punkte; 2. Clark⸗uSA 5705; 3. Parker⸗uSA 5502; 4. Guhl⸗Schweiz 5333; 5. Braſſer⸗ Holland 5317; 6. Dahlgren⸗Schweden 5044, 7. Plawezyk⸗ Polen 5037; 8, Bonnet⸗Deutſchland 5042; 9. Bexel⸗ Schweden 4986; 10. Huber⸗Deutſchland 4979. Handballturnier ohne Aeberraſchung Mit zwei weiteren Spielen wurde die Vorrunde des olympiſchen Handballturniers fortgeſetzt. Beide Begeg⸗ nungen verliefen ohne jegliche Ueberraſchung. Die Eid⸗ genoſſen hatten allerdings gegen die zum Schluß ſtark auf⸗ kommenden Rumänen hart zu kämpfen, um den knappen⸗ :6(:)Sieg zu retten, aber ſchließlich gelang es doch noch recht ſicher. Die Ungarn hatten ſich von der ſchweren Nie⸗ derlage durch Deutſchland vollſtändig erholt, traten gegen USA mit einigen neuen Leuten an und ſetzten ſich durch einen deutlichen:2(:)⸗Erfolg klar durch und nehmen ſomit ebenfalls mit an den Schlußkämpfen teil. Die bei⸗ oden noch ausſtehenden Spiele der Vorrunde ändern an der Reihenfolge nichts mehr und ſo dürfte ſchon jetzt feſtſtehen, daß Rumänien und USA um den fünften und ſechſten Platz zu ſpielen haben. Die Tabellen haben nach den Spielen am Freitag folgendes Ausſehen: Schweiz— Rumänien:6(:2) Auf dem Platz am Hohenzollerndamm lieferten ſich die Schweiz und Rumänien einen überaus ſpannenden Kampf, den die Eioͤgenoſſen mit:6(:2) auf Grund ihres großen Halbzeitvorſprunges gewinnen konnten.— In der erſten Hälfte zeigten die Eidgenoſſen die weit beſſeren Leiſtungen. Nach der Pauſe aber zeigten die Rumänen ein ſo glän⸗ zendes Spiel, daß die Zuſchauer begeiſtert waren. Gleich⸗ nach der Pauſe erhöhten die Eiögenoſſen zwar ihren Vor⸗ ſprung auf:2, mußten dann aber Treffer auf Treffer hin⸗ nehmen. Bis auf:5 kamen die Rumänen heran, dann erhöhte die Schweiz auf:5 und noch einmal gelang den Rumänen ein Treffer, der Ausgleich blieb jedoch verſagt. Mit dem achten Tor ſtellten die Eidgenoſſen den Sieg ſicher. Für die Schweiz ſchoſſen Miſchon(), Seiterle(), Huf⸗ ſchmid, Schmitt und Wirz die Tore, während für Rumänien ſchner 2) und Schorſte erfolgreich waren. (:0) Mit einigen neuen Leuten ſchlug Ungarn im Polizei⸗ ſtadion die ſich verzweifelnd wehrenden Amerikaner ſicher Segeln in der Kieler Förde Norwegens erſter Sieg bei den olympiſchen Jollen Der Morgen des vierten Wettfahrttages brachte völlige Windſtille. Die Wettfahrtleitung ſah ſich daher gezwungen, den Start um fünf Viertel Stunden zu verſchieben. Um 11.50 Uhr, als der Startſchuß die olympiſchen Jollen auf ter⸗Sekunden zu verzeichnen. Die 25 Boote kamen gut ab. Auf der Strecke eroberte ſich Vorwaldſen(Norwegen) vor Bagchelland(Holland) und Krogmann(Deutſchland) die Spitze. Auf der zweiten Kreuzſtrecke übernahm der Ham⸗ burger Steuer, der für Braſilien gemeldet iſt, die Führung, die er bis zuletzt behauptete. Der für Uruguay geſtartete „Sandurio“ kämpfte ſich auf den dritten Platz vor, den er in der zweiten Runde ſogar noch verbeſſern konnte, bis er ſchließlich eine Zeitlang die Führung übernahm. Den nach den erſten drei Wettfahrten führenden Booten gelang es nicht, nach vorn zu kommen. Bei der erſten ſchralenden Briſe verſchob ſich das Feld auf der letzten Runde ſehr ſtark. Hier übernahm wieder der Norweger Vorwaldſen die Spitze, die er bis in das Ziel ſicher vor Uruguay und Kanada behauptete. Holland endete auf dem., England auf dem., Deutſchland auf dem 9. Platz. Leider lagen wiederum einige Proteſte vor, ſo daß das Ergebnis noch ausſteht. 1. Norwegen:48:08(25.); 2. Uruguay:48:20 (24.); 3. Kanada:48.48(623.); 4. Italien:49:23 (22.); 5. Finnland:49.42(21.); 6. Holland:50:06 (20.); 7. England:50:28(19.) Proteſt von Schweden und Deutſchland; 8. Schweiz:51:06; 9. Deutſchland :51:09; 10. Türkei:51:10(Proteſt gegen Dänemark), 11. Schweden:51:11; 12. Oeſterreich:51:17(Proteſt von Braſilien); 13. Polen:51:34; 14. Braſilien:51:39; 15. USA :51:48; 16. Ungarn:52:23; 17. Belgien:53:29; 18. Frank⸗ reich:53:52; 19. Portugal:54.05; 20. Dänemark:54:19; 21. Eſtland:54:34; 22. Portugal:54:88; 23. Chile:57:30; 24. Tſchechoſlowakei:58:35; Jugoſlawien aufgegeben. Ergebniſſe in der Starbootklaſſe 1. Deutſchland:38:06, 12 Punkte; 2. Schweden :42:07, 11.; 3.:42:55, 10.; 4. Frankreich:42:57; 5. Portugal:43:24; 6. Norwegen:43:52; 7. Großbritan⸗ nien:44:26; 8. Belgien:46:09; 9. USA:48:10; 10. Ja⸗ pan:48:37; 11. Italien:49:15; 12. Türkei:51:57. Ergebniſſe der b6⸗Meter⸗R⸗Klaſſe: 1. Schweiz:07:55, 12 Punkte; 2. Den tſchland :10:44, 11.; 3. Norwegen::08, 10.; 4. Schweden :13:51; 5. Großbritannien:19:24; 6. Holland:14:50; 7. USA.15:14; 8. Finnland:15:53; 9. Finnland:16:08, 10. Italien:16:30; 11. Frankreich.17:09; 12. Holland :19:32. 5 Der Verlauf der Olympiſchen Syiele Neunter Tag Sonntag, 9. Auguſt: .00 Degen⸗Einzelfechten, plätze) Schwimmen(Schwimm⸗Stadion), 200 Meter Bruſt, Frauen(Zwiſchenläuſe); Waſſerball⸗ ſpiele 10.30 Segeln(Kiel) 10.00 Ringen griech.⸗röm., Bantam⸗, Feder⸗, Leicht⸗ gewicht, Entſcheidung(Deutſchlandhalle) 15.00 Leichtathletik(Olympia⸗Stadion), Marathon⸗ lauf, Start; Hochſprung, Frauen, Entſcheidung 15.15 44100⸗Meter⸗Staffel, Entſcheidung 15.30“100⸗Meter⸗Staffel, Frauen, Entſcheidung 15.45 49100⸗Meter⸗Stafſel, Entſcheidung 16.10 Deutſche Turnvorführungen(Olmpia⸗Stadion) 17.30 Marathonlauf, Ankunft(Olympia⸗Stadion) 15.00 Schwimmen(Schwimm⸗Stadion) 100 Meter Kraul, Frauen, Zwiſchenläufe; 100 Meter Kraul, Entſcheibung 16.00 Basketball, Ausſcheidungsſpiele(Tennisplatz) 16.30 Hockey, Ausſcheidungsſpiele(Hockey⸗Stadion) 19.00 Ringen, griech.⸗röm., Entſcheidung(Deutſchland⸗ halle) 20.00 Degen⸗Einzelſechten, Ausſcheidung(Tennisplatz) Zehnter Tag Montag, 10. Auguſt: .00 Turnen(Dietrich⸗Eckart⸗Bühne) .00 Straßenradrennen, 100 Kilometer, Start und Ziel(Avus) .00 Schwimmen(Schwimm⸗Stadion), Kunſtſpringen, Entſcheidung; 44200⸗Meter⸗Staffel, Vorläuſe; Waſſerballſpiele Ausſcheidung(Tennis⸗ Degen⸗Einzelſechten, Ausſcheidung(Tennisplatz) 10.30 Segeln(Kiel) 14.00 Turnen(Dietrich⸗Eckart⸗Bühne) 15.00 Boxen, Ausſcheidungskämpfe(Deutſchlandhalle) Schwimmen(Schwimm⸗Stadion), 100 Meter Kraul, Frauen, Endlauf; 400 Meter Kraul, Vorläufe; Waſſerballſpiele Degen⸗Einzelfechten, Ausſcheidung(Tennisplatz) 16.00 Basketball, Ausſcheidungsſpiele(Tennisplatz) Fußballſpiel(Olympia⸗Stadion) Handball⸗Ausſcheidungsſpiele(Berliner Plätze) 16.30 Hockey⸗Ausſcheidungsſpiele(Hockey⸗Stadion) 20.00 Degen⸗Einzelſechten, Ausſcheidung(Tennisplatz) 20.30 Boxen, Ausſcheidungskämpfe(Deutſchlandhaſle). Elſter Tag Dienstag, 11. Auguſt: .00 Turnen(Dietrich⸗Eckart⸗Bühne) .00 Schwimmen(Schwimm⸗Stadion), 400 Meter Kraul, Zwiſchenläufe; 100 Meter Rücken, Frauen, Vorläufe; Waſſerballſpiele Vorentſcheidung(Tennis⸗ platz Rudern, Vorläuſe, falls erforderlich(Grünau) 14.00 Rudern, Vorläuſe 15.00 Boxen, Ausſcheidungskämpſe(Deutſchlandhalle) Schwimmen(Schwimm⸗Stadion), Vorführung im Kunſtſpringen; 4200⸗Meter⸗Staffel, Eud⸗ lauf; 200 Meter Bruſt, Frauen, Endlauf; Waſ⸗ ſerballſpiele Degen⸗Einzelſechten, Eutſcheidung(Tennisplatz) Basketball, Ausſcheidungsſpiele(Tennisplatz) 16.00 Fußballſpiel(Olympia⸗Stadion) 16.30 Hockey⸗Ausſcheidungsſpiele(Hockey⸗Stadion) 20.30 Boxen, 2. Serie(Deutſchlandhalle). mit:2(:). Die neueingeſtellten Spieler Ungarns ſchlu⸗ gen ſehr gut ein, ſo daß der USA⸗Torwart gleich bange Minuten zu überſtehen hatte; doch es dauerte einige Zeit, ehe Ungarns Halblinker den Führungstreffer erzielte. In einem verteilten Spiel gefielen die Magyaren durch die⸗ größere Wendigkeit und lagen bald:0 in Front. Kurz vor der Pauſe holte USA einen Treffer auf und gleich nach dem Wechſel ſchoß der amerikaniſche Mittelſtürmer Renz einen zweiten Treffer. Die Ungarn antworteten mit blitz⸗ ſchnellen Vorſtößen, aber erſt gegen Schluß des Spieles konnten ſie den amerikaniſchen Torhüter noch dreimal überwinden. Zwei Strafwürfe von Cſeffay, der vorher ſchon einmal erfolgreicher Torſchütze war, waren unhaltbar. So nebenbei Olympia⸗Sonderdienſt der NMz3. Irgendwo in Libyen Wenn man Olympiaſieger nach ihrem Kampf nicht auf⸗ finden kann, iſt mit Sicherheit anzunehmen, daß ſie ihre Siegesfreude erſt einmal einem Kabeldraht anvertrauen. „Unſere Mädels ſind faſt alle verlobt“, hat einmal ein Mannſchaftsführer geiagt, und Trebiſonda Balla ſitzt immer noch ruhig in ihrer Kabine.„Verliebt? Ja. Verlobt noch nicht“, ſagt ſie und guckt ein bißchen verſchämt zur Seite. „Irgendwo in der Kolonie in Libyen, aber da gibt es kein Telefon!“ In der Preſſe⸗Teleſonhalle herrſchte vor einer Fern⸗ ſprechzelle plötzlich großer Andrang. Drei SS⸗Männer hal⸗ ten davor Wacht, und wer groß iſt, kann über ſie hinweg am Telefonhörer ein ſtrahlendes, wohlbekanntes Geſicht ſehen: den öͤreifachen Olympiaſieger Jeſſe Owens, der mit ſeiner Frau telefoniert. An ſeinem lebhaften Minenſpiel und ſeinem glücklichen Lächeln kann man ſeine Kämpfe und Freude über die Siege faſt noch einmal miterleben, obwohl draußen vor der Zelle nichts zu verſtehen iſt. Die kleine begeiſterte Zuſchauermenge, die mit) Photoanparata und Autogrammheften auf den berühmten Sieger wartet, läßt ſich nicht verdrängen. 83 Die Preſſe hinter Gittern „Schüſſe am Wannſee“ hatten am Donnerstag einige Preſſeleute zu den Schießſtänden gelockt. Geſehen haben ſie dort wenig, erfahren noch weniger. Ein Drahtgitter hielt ſie leider davon ab, Wiſſenswertes zu erfahren und es mitzuteilen. Erkläre mir Ränge in Gebelaune Als der Sprecher den Sieg Handricks im Stadion aus⸗ zeruſen hat, iſt die„Dichterkolonie“ ſoſort zu einer Beför⸗ derung bereit:„Wir gratulieren! Hauptmann Handrick! Das iſt zwar kein Reim, aber ein frommer Wunſch, der inzwiſchen in Erfüllung gegangen iſt. Die Siegesſeen Drei deutſche Mädchen gibt es, die von allen Kämpfern der Olympiade geliebt werden. Wenn der große Augen⸗ blick einer olympiſchen Siegesehrung gekommen iſt, dann betreten zugleich mit den Kämpfern, die gefeiert werden ſollen, dͤrei weißgekleidete Mädel des Ehrendienſtes das Feld. Sie haben die Aufgabe, die Sieger zu bekränzen und drücken ihre Eichenkränze jeden Tag mit dem gleichen fröhlichen Lochen auf ſchwarzes, blondes und braunes Haar. Nur einmal wurde die Zeremonie etwas ſchwierig, als die ägyptiſchen Gewichtheber ihren Fes nicht vom Kopf nehmen wollten, weil Mohammed ihnen das verbietet. Aber die deutſchen Mädchen waren nicht verlegen. Sie ſtülpten den Eichenkranz fröhlich über den roten Fes, und auch die Aegypter waren es zufrieden, ſo geſchmückt von den Tau⸗ ſenden gefeiert zu werden. 3 Zeutner Meldeergebniſſe täglich Man ſtaunt immer wieder über die glänzende Organi⸗ ſation im Reichsſportfeld. Um die zahlreichen in⸗ und aus⸗ ländiſchen Preſſevertreter ſchnell mit genauen Meldeergeb⸗ niſſen zu verſorgen, hat das Oraganiſationskomitee im Sto⸗ dion eine Vervielfältigungsabteilung eingerichtet. In einem großen Raum arbeiten ununterbrochen mehrere Aufnahme⸗ apparate für Fernſchreiber, die direkt vom Innenraum der Kampfbahn aus bedient werden. Jedes Ergebnis wird etwa 1000⸗bis 1500mal vervielſältigt. Am zweiten Kampftag, an dem— nach der Meinung der in der Vervielfältigung ehrenamtlich tätigen Sportſtudenten— noch nicht viel„los“ wax, wurden mit 45 Meldeergebniſſen rund 3 Zentner dieſer Mitteilungsblätter auf den Preſſetribünen verteilt. 75 iſt aber erſt der Anfang, die Großkampftage kommen noch. Wer hat die Medaillen? Am Freitog, dem 6. Wetttampftag der Olympiſchen Spiele, wurden in zehn Wettbewerben die Preisträger er⸗ ermittelt. Erneut war Deutſchland das erfolgreichſte Land, das drei Goldmedaillen gewann, zwei bei der Langſtrecken⸗ Kanufahrt und eine im Radſport durch Toni Merkens. Die Schweden ſicherten ſich zwei goldene Medaillen im Schießen und im Kanuſport, die Oeſterreicher und die Tſchechoſlowa⸗ ken holten ſich ebenfalls je eine„Goldene“ im Kanufahren, Argentinien gewann das Poloturnier, die Finnen legten. auf die 5000 Meter Beſchlag und das Sternenbanner end⸗ lich aing beim 400⸗Meter⸗Lauf am Siegesmaſt hoch. Nach S von insgeſamt 129 ergibt ſich folgendes Gold Silber Bronze USA 13 9 Deutſchland 11 11 Finnland 3 4 Schweden Italien Ungarn Frankreich Aegypten Oeſterreich Großbritannien Japan Tſchechoſlowakei Eſtland Argentinien Neuſeeland Kanada Polen Holland Schweiz Auſtralien Lettland Philippinen Türkei EEEEEEeEe ee EElersssl rSe eesel esHSSSHSSS — — — — — — — MANNKEIIN Die Szeszuppe bildet am östlichsten Punkte die Grenze gegen Litauen Madnen von Volksgenoſſen treibt es ſchon ſeit Jahren alljährlich hinaus in die Ferne. Sie lernen das deutſche Volk und die deutſche Heimat kennen; und wenn ſie zurückkehren, iſt ihr Blick geweitet, ſind ſie reich an Erkenntniſſen und Erfahrungen, haben ſie die Brücke zu den fernen Brüdern geſchlagen, von deren Art und Lebensgewohnheiten ſie vorher keine Ahnung hatten. Was wiſſen wir von der deutſchen Heimat? Wo liegen der nörolichſte, ſüdlichſte, öſtlichſte und weſt⸗ lichſte Punkt? „Im Norden? Da muß der Punkt doch an der däniſchen Grenze liegen“, tappt mein Freund im Dunkeln und irrt. Der nördlichſte Punkt lag und liegt noch heute in Oſtpreußen. Bis zum Kriegsende war es„Nimmerſatt“, nördlich der Stadͤt Memel. Heute liegt der nördlichſte Punkt am Ruß, einem Nebenarm der Memel, unweit des Kuriſchen Haffs. * Es iſt ein harter, wetterfeſter Menſchenſchlag, der dort oben ſeine Hütten aufgeſchlagen hat. Eintönig iſt die Lanoſchaft, in der die letzten der deutſchen Moorkönige leben! Die Elche in den Birkenwäl⸗ dern ſind das Wahrzeichen der dortigen Gegend. Landwirtſchaft und Fiſchfang treiben die Bewohner; denn weit und grün ſind die Wieſen, fruchtbar und ſchwereder Ackernund fiſchreich die Ses. Kutter mit hochgezogenen Netzen liegen auf dem Waſſer. Mäd⸗ chen mit lachenden Geſichtern ſtehen am Strand und waſchen braune Pellkartoffeln. Kräftig geſchnitten ſind ihre Geſichtszüge und wettergebräunt die Arme. Auf den Kuttern turnen ihre Brüder umher, echte Waſſerratten, die ſchon heute ſeefeſt ſind und in Kürze den Vätern bei der Ausübung ihres ſchweren Be⸗ rufes auf dem Meer helfen werden.— Frühzeitig zieht der Winter dort oben ins Land, hart und an⸗ Eine alte Wassermühle bei Isenbruch, an der äußersten Westgrenze haltend. Der nördlichſte Deutſche, der Fährmann Guſtav Reutter, der die Fähre über den Memelarm Ruß zur litauiſchen Seite hinüber⸗ pendelt, weiß davon zu erzählen. Und mehr noch vom Schmuggler, der dort oben von Zeit zu Zeit Attacken auf die Gerechtigkeit unternimmt; denn da liegt auch das nördlichſte Zollamt Deutſchlands, der Paß, den jedes Fuhrwerk und jeder Wanderer paſ⸗ ſieren muß. * 1200 Kilometer ſüdlich davon liegt der ſüdlich⸗ ſte Punkt Deutſchlands, in den Allgäuer Alpen, unweit der Stadt Oberſtdorf; nicht am Bodenſee, wie die meiſten irrtümlich annehmen. So verſchieden⸗ artig der Dialekt der beiden Pole auch ſein mag, über Tauſende von Kilometern hinweg verbindet alle das gleiche Band: die Liebe zur Heimat. Auf einem ſchmalen Pfad holpert der Wagen nach Einödsbach, dem ſüblichſten deutſchen Flecken, hinauf ins Reich der Iller und Stillach. Stimmt die Mo⸗ note der Landſchaft den nördlichſten Menſchen ſchwer⸗ mütig, ſo verleiht hier der Charakter der Berge dem ſüdlichſten Bewohner ein frohes, heiteres Gemüt. Ueberwältigend iſt das Spitzenpanorama der Tret⸗ tachgruppe. Steil ſteigen die Berge empor. Kuh⸗ ſchellengeläut klingt von den Almen. Glocken läu⸗ ten im Tal. Farbenfreudig iſt die Trachkder Be⸗ wohner und heiter ihr Weſen. Der ſüdlichſte Volksgenoſſe iſt ein Berg⸗ der weſtlichſte Punkt Deutſchlands in Iſenbruch bei Tüddern liegt, unweit der belgiſchen und hollän⸗ diſchen Grenzpfähle, im Reich der Schmuggler. Dort wohnen viele Holländer, die ſich während der In⸗ flationszeit für wenig Geld große Ländereien kau⸗ fen konnten. Der Kleinbauer Ohlenforſt iſt der weſtlichſte deutſche Volksgenoſſe. Dies⸗ ſeits und jenſeits der Grenze wird viele Kilometer im Umkreis dieſelbe Mundart geſprochen: ein Ge⸗ miſch von Deutſch und Holländiſch. Der Menſchen⸗ typ iſt rein germaniſch. Die natürliche Grenze iſt Im nördlichsten Winkel unseres Vaterlandes: Elchwinkel am Ruß ſteiger, der Gemsjäger Seppl Link, der in einer maleriſchen Hütte wohnt. Gemstrophäen bilden den Hauptſchumck des kleinen Hauſes, hinter dem Oeſter⸗ reich liegt, die Grenze zwiſchen Tirol und Vorarl⸗ berg. Allzeit iſt er zu fröhlichem Geſang aufgelegt, nimmt die Laute von der Wand und„Was bin i für'n luſtger Bua“. Und zwei, drei Maßkrügel trinkt er natürlich auch gern, denn da unten gibt's ein herrlich ſüffiges Bier, zumal, wenn es von ſchmucken Dirndeln kredenzt wird. Im 60⸗Kilometer⸗Tempo rollt die Bahn nach Nordweſten, dem Regierungsbezirk Aachen zu, wo Einödsbach bei Oberstdort— der südlichste Punkt Deutschlands die eine Wegſtunde weit von der heutigen Grenze in Holland fließende Maas. Vom Wiener Kongreß wurde beſtimmt, die Grenze müſſe ſo weit von der Maas entfernt ſein, wie die Kanonen tragen. Es iſt ein fruchtbares Land. Mannshoch ſtehen im Sommer Roggen und Weizen. Landwirtſchaftliche Maſchinen finden bei der Ernte noch wenig Anwen⸗ dung. Der Bauer Ohlenforſt benutzt für die Ge⸗ treideernte noch immer Haken und Sichte, wie ſie ſchon ſeine Vorväter in Gebrauch hatten. Im Gegen⸗ ſatz zum Norden und Süden findet man hier maſſive Steinbauart. Die Dächer ſind ziegelgedeckt und die Wände aus Backſteinen aufgebaut. Kleine Bäche ſetzen rieſige Mühlräder in Bewegung, die dem Bauern das Korn mahlen. eeeeeeeeeeeneeene eeeeeee wohnt. SONNTAGS-BEILIACE EEEEEE 9. AUCusr 1936 Volfsgenossen an den deutscſien Srenzen Der nördlichste und Südlichste, Westlichste und östlichste Teil des schönen Vaterlandes Der Fährmann von Elchwinkel ist der„nördlichste“ Deutsche Photo: Bittner(), Scherl⸗()—N. Weit iſt der Weg von Weſt nach Oſt, vom Klein⸗ bauern Ohlenforſt bis zum Lehrer Otto Rei⸗ iner, dem öſtlichſten deutſchen Grenzbe⸗ wohner. Er wohnt in Schilleningken, nördlich von Schirwindt, an der Eiſenbahnſtrecke Eydtkuhnen—Kowno. Beim Ruſſeneinfall 1914 wurde das Dörfchen vollſtändig zerſtört. Heute, nach voll⸗ endetem Wiederaufbau, trägt das Dorf das Gepräge einer modernen Landſieoͤlung. In der Kirche erin⸗ nert ein in einem Pfeiler ſteckengebliebener Granat⸗ mantel an die Schreckenszeit des Weltkrieges. In der Nähe des Ortes ſteht in einem Bogen des Fluſſes Szeſzuppe das öſtlichſte Anweſen Deutſchlands. Es iſt eine Schule, in der der Lehrer Otto Reiner Obwohl Flachland, iſt die öſtlichſte Landſchaſt Deutſchlands nicht ſo eintönig wie die nördlichſte⸗ Wälder, Flüſſe und Seen wechſeln miteinander ab. Die Bewohner leben in beſcheidenem Wohlſtand. Ueberall ſingt und rauſcht es anders, die Wogen, der Wind und das Korn, raunen die Bäume das Lied von Ewigkeit zu Ewigkeit, die Geheimniſſe des⸗Le⸗ bens offenbarend. „Und wären es kahle Felſen und öde Inſeln— und wohnte die Armut und Mühe dort mit dir— 5 wirſt das Land ewig liebhaben und liebbehalten in deinem Herzen.“ Walter Schumann. Wo Englands Rönig zeine Ferien verbringen will Eine Luftaufnahme von dem Landhaus des engliſchen Königs, Sommerferien verbringen wird, nachdem der urſprünglich vorgeſehene Königs on der Riviera abgeſagt worden iſt. Fort Belvedere, wo er ſeine⸗ Sommeraufenthalt des (Atlantic,.) —— boothalteſtelle. André Baron Foelekersam 8 EIIACE OER NEUEN MANNHEIMER ZEIIUNS 7? Aireòales machen einen Ausſlug An Ritas neuntem Geburtstag war es. Neun Monate alt war ſie geworden, für ein Airedale⸗ fräulein das beſte Backfiſchalter: es war an der Zeit, ſie zum erſtenmal in die große Welt einzuführen. Neben ihrem Schlafkorb hatte ich ihren Geburts⸗ tagstiſch aufgebaut. Da lag auf einem blauen Teppich alles, womit man ein junges Airedaleherz erfreuen kann: ein Kalbsknochen, eine Wurſt, ein Hartgummiball, ein kirſchrotes Halsband und ein kleiner Plüſchhund, der quietſcht, wenn man ihn in die Seite beißt. Feierlich und zugleich wehmütig führe ich Rita zu ihren Geſchenken. Ich weiß, daß jetzt die ſchöne Kinderzeit, in der Bücher und Schlipſe gefreſſen und vergraben wurden und manches Huhn den Märtyrertod erleiden mußte, für immer vor⸗ über iſt. In dieſem Augenblick klingelt es: ein Brief an — Rita vom Ruppin. Der Airedale⸗Klub ladet ſie zu einem Ausflug ein, heute nachmittag. Programm: Sammelpunkt an der Schiffsabfahrtsſtelle. Dampfer⸗ fahrt. Bordkapelle. Ankunft am Reſtaurant„Wal⸗ desluſt“. Belehrender Vortrag. Humoriſtiſche Dar⸗ bietungen. Ungezwungenes Beiſammenſein bei Kaffee und Tanz. 8 Uhr abends Heimfahrt mit Muſik. Jeder Airedale darf drei Rauhhaarfreunde mitbrin⸗ gen. Um vollzähliges Erſcheinen bittet mit Rauh⸗ haargruß der Vorſtand. Zuerſt wollte ich nicht hingehen. Dann aber ſchämte ich mich meines Egoismus. Rita muß doch auch einmal ein Vergnügen haben! Und erſt recht heute, an ihrem Geburtstag Außerdem iſt es an der Zeit, daß ſie ihre Verwandtſchaft kennenlernt. Sie muß mit ihresgleichen verkehren. Wen kennt ſie denn ſchließlich, Lulli, dieſes ältliche, ſich jung machende Maltheſerfräulein mit ſeinen roſa Schleiſchen und Bändchen. Und Mummele, den Pudel von nebenan. Klug iſt er, aber von Erziehung nicht die Spur. Und der Boxer von drüben, wahrhaftig nichts für ein junges Ding wie Rita. Auf dem Ausflug aber trifft ſie ſicher ihre Kuſinen, Vettern, Tanten und Onkel, die„von der Prinzenhöhle“ und„vom blonden Bart“ und„vom Sonnenhang“: Ritas nächſte Verwandt⸗ ſchaft, mehrfache Champions und würdevolle, lang⸗ bärtige Medaillen⸗ und Ehrenpreisträger. Ich lege Rita das kirſchrote Halsband um und während ich ihr den honigblonden Bart kämme, denke ich mit Sorge daran, wie alles wohl ablaufen wird auf dem Ausflug, denn die anderen Herrſchaf⸗ ten ſind ſicher alle ſehr wohlerzogen, Rita iſt aber wild wie ein Indianer und hat von den einfachſten Anſtandsregeln keine Ahnung. Ich habe Rita er⸗ zogen, wie man heutzutage Kinder erzieht, das heißt gar nicht: ſie braucht weder Guten Tag noch Danke zu ſagen, wenn ſie nicht will. Sie gibt nie die Pfotenwenn es ihr nicht paßt, ſondern nur wenn ſie gehadet werden ſoll oder wenn ich fortgehe Am Nachmittag begeben wir uns zur Dampf⸗ Schon von weitem ſehen wir ein Dutzend Airedales mit ihren Pflegepapas und Ma⸗ mas, mit Rauhhaarfreunden und deren Freunden. Ich trete mit Rita hinter eine Litfaßſäule und wäh⸗ rend ich Ritas Kamm und Bürſte aus der Taſche ziehe, um ihrem Backenbart den letzten Bürſtenſtrich zu geben, halte ich ihr eine kleine Predigt:„Rita, ich bitte dich, bring mich nicht in Verlegenheit vor allen deinen Verwandten. Bitte gehorch, wenigſtens zum Schein! Zu Haufe kannſt du dann machen, was du willſt.“ Zuletzt reibe ich noch ſchnell Ritas kohl⸗ ſchwarze Naſe mit dem angefeuchteten Taſchentuch ab, damit ſie glänzt wie lackiert. Dann begeben wir uns zur übrigen Geſellſchaft. Große Vorſtellung. Sämtliche Airedalefräulein erbleichen vor Neid beim Anblick von Ritas Bart. Durch die Pflegemamas geht ein Raunen: Wer iſt das: Alles betrachtet Rita intereſſiert. Rita aber ſteht da wie eine Gipsfigur. „Gib doch das Pfötchen, Liebling“, ſagt eine Dame. Rita ſieht ſie an, als wäre ſie taub. Mein väterlicher Stolz leidet unausſprechliche Qualen, aber ich weiß gleichzeitig: hier hilft kein Zureden. Zum Glück läutet in dieſem Augenblick die Schiffs⸗ glocke. Die Muſik ſpielt einen Marſch, und ſechzehn Airedales betreten mit ihrem Gefolge den Dampfer. Schon iſt die Schiffsbrücke hochgezogen, und das Waſ⸗ ſer beginnt zu rauſchen, als ein verſpäteter Aire⸗ dale mit hängender Zunge auf den Landungsſteg ge⸗ rannt kommt. Hinter ſich zieht er ein Mädchen mit einem vom Laufen roten Geſicht und langen dünnen Beinen. Der Kapitän ſchimpft und die Rauhhaar⸗ freunde ſchimpfen, und die Freunde der Rauhhaar⸗ freunde ſchimpfen mit. Die Airedales ſtrecken neu⸗ gierig die Hälſe über das Schiffsgeländer. Der Ka⸗ pitän läßt die Schiffsbrücke wieder hinüberwerfen, der Airedale rennt aufs Deck und zerrt das Mädchen hinter ſich. Dann ſetzen ſie ſich auf die Bank Rita und mir gegenüber, beide ganz verlegen unter ſo vielen böſen Blicken. Nur Rita iſt begeiſtert vom ſiebzehnten Airedale. Worauf er ſich vorſtellt: Strupp vom Ruppin. Ritas Bruder! Jetzt ſtelle ich auch Rita vor und mich ſelbſt. Das Mäochen mit den luſtigen Augen und langen Beinen ſagt, ſie heißt Ruth. Damit ſind die Formalitäten erledigt. Wir unterhalten uns über die Geſchwiſter vom Ruppin. Beide haben wir ein Jahr lang ge⸗ ſpart, um uns einen Airedale zu kaufen. Ich be⸗ richte, was Rita zum Geburtstag bekommen hat, und Ruth zählt Strupps Geſchenke auf, während Rita und Strupp in Kinoͤheitserinnerungen ſchwelgen: „Weißt du noch, im Zwinger„Vom Ruppin“? Wie ich deinen Hundekuchen vergrub? Und wie Roſe un⸗ artig war?“. Dann kommen wir an. Ein Reſtaurant iſt da, am Waſſer. Und viele Tiſche unter den Bäumen, und auf den Tiſchen mit den bunten Tiſchtüchern ſtehen rieſige Kaffeekannen und Taſſen und Kuchen. Aber der Vorſitzende des Klubs klingelt mit einer großen Glocke und verkündet, daß er gleich einen Vereinsvortrag halten wird. Ruth, Rita, Strupp und ich verſtehen uns ohne viele Worte: wir ſchlei⸗ chen davon, auf die Wieſe zum See. Im Nu ſind beide Airedalegeſchwiſter im Schilf und im Waſſer. Sie kraulen um die Wette. Ruth und ich ſitzen im Gras unter einer Weide und ſehen zu. Ruth erzählt mir von der Schule und geſteht ſchließlich, daß ſie am liebſten auf der Welt Ananas⸗ eis hat. Erſt ſpät kehren wir zum Reſtaurant zu⸗ rück. Zuerſt ſtreifen wir noch über die Wieſen, die Geſchwiſter vom Ruppin jagen ſich, ſchießen Kobolz, ſetzen über Gräben und erſcheinen beſeligt nach einem ausgiebigen Schlammbad. Als wir uns dem Gartenlokal nähern, hören wir Muſik. Im Garten tanzt alles, nur die Airedales nicht. Sie ſind an Bänke, Bäume und Tiſche gefeſſelt und ſehen zu, wie ihre Frauchen und Herrchen vorüberwirbeln. Und mancher Airedale ſeufzt traurig, als Rita und Strupp mit glänzenden Augen und wildherzauſten Bärten erſcheinen. LIEBE, LIEBE Rita flüſtert mir ins Ohr, daß ſie ſchrecklichen Hunger habe, und ladet uns vier zum Nachtmahl ein. Wir ſetzen uns in eine Laube am Waſſer und Rita beſtellt: für ſich und Strupp ein halbes Dutzend Bouletten und für Ruth und mich vier Portionen Ananaseis. Als von den Bouletten kein Krümchen übrig geblieben iſt, lehnt ſich Rita an mich, gähnt ab und zu und guckt verſchlafen in die Sterne. Wenn man erſt neun Monate alt iſt, darf man ſentimental ſein. Ruth aber hat keine Zeit für Sterne und der⸗ gleichen,— ſie vertilgt die dritte Portion Ananaseis. Auf einmal iſt es Abend geworden. Die Schiffs⸗ glocke läutet zur Abfahrt.„Schon!“ ſagt Ruth und ſeufzt, wie nur ein Mädchen von fünfzehn Jahren ſeufzen kann. Der Dampfer gleitet über das ſchwarze Waſſer. Die Muſikkapelle ſpielt. Die Pflegepapas und Ma⸗ mas ſingen und wiegen ſchläfrig im Takt mit den Köpfen. Auch die Airedales ſingen im Chor. Rita ſitzt mit einwärtsgedrehten Beinen und ſingt am lauteſten mit ihrem Tenor und blickt dabei zu einem blondbärtigen Vetter hinüber, Und Strupp ant⸗ wortet ihr mit einem tieſverſchlafenen Baß. Auf dem Deck gibt es glasweiſe Erdbeerbowle zu kaufen. Ruth nippt an ihrem Glaſe und wir ſtoßen auf das Wohl der beiden Geburtstagskinder an: Es leben Rita und Strupp vom Ruppin! Aus dem Briet eines Vaters an den Sohn Von Manfred Hausmann „.. So etwa habe ich es mein Leben lang mit den großen Entſcheidungen gehalten. Ich könnte mir denken, daß Du, wenn Du es ähnlich machteſt, nicht ſchlecht damit fahren würdeſt. Aber, wie alle Ratſchläge, die ich Dir bislang gegeben habe, ſo iſt auch dieſer nicht ſo gemeint, daß Du ihn unbedingt befolgen, ſondern lediglich ſo, daß du ihn überden⸗ ken und gegebenenfalls mit in Betracht ziehen ſollſt. Was nun Dein Geſtänoͤnis anbelangt, lieber Junge, das, weil es ſo beiläufig am Schluß Deines Briefes ſteht, ſicher der eigentliche Grund Deines Schreibens war, ſo möchte ich die Gelegenheit wahr⸗ nehmen und Dir etwas ſagen, was eigentlich nach Weihnachten, als Du wieder fortgingſt, ſchon hätte geſagt werden ſollen. Ich unterließ es damals aus... aus Feigheit und lauter ſolchem Unſinn, den ein Siebenundvierzigjähriger eigentlich nicht mehr gelten laſſen ͤͤürfte. Kannſt Du mir viel⸗ leicht ſagen, warum ſich diejenigen, die ſich bluts⸗ mäßig am nächſten ſtehen, am meiſten voreinander ſchämen, wenn es gilt, einmal an das Geheimnis aller Geheimniſſe zu rühren? Aber ich will jetzt BSiSSVergesslichKeiferu ven Ko Bevor du deines Heimes Pforten Und reisefroh Zzu andern Orten Der schönen Welt von dannen ziehst, Schließ auch die Augen eine Weile, Eh' dich das Fieber ganz erfaßt— Erwägend, ob im Drang der Eile Du wirklich nichts vergessen hast. Ob das Elektro-Bügeleisen Nicht heimlich den Kontakt behielt, Ob nicht die allerschönsten Weisen Das Radio den Wänden spielt, Ob Brötchen auch und Milchgetränke In kluger Vorsicht abbestellt Und ob die Blumenfensterbänke Ein lieber Mensch in Ordnung hält. Beim Abschied andachtsvoll verschließt 0 Ob dein Getier in guter Pflege, Der Vogel„Hans“ und„Rex“, der Hundd. Ders Kaler„Peter auch, der fräse, Als dritter in dem FEreundschaftsbund, Ob auch des Gasherds stille Eeuchte Nicht unversehens weiterglüht Und ob nicht unheilvoll die Feuchte Aus einem Wasserhahn entflieht. Und ist nach kluger Vorbereitung Dies alles nun im rechten Gleis, Und sorgtest du, daß deine Zeitung Die Ferienadresse weiß— Erst dann kannst du in Frieden scheiden, Dann stürze dich mit Uebermut Kopfüber in die neuen Freuden— Auf Wiedersehn! Erhol' dich gut! nicht wieder abgleiten und ausweichen. Lies meine Darlegungen oder lies ſie nicht, glaub ſie oder glaub ſie nicht, mir iſt es gleich. Ich werde das Nötige niederſchreiben und damit gut. Soweit ich weiß, wird mit keinem Wort ſo viel Mißbrauch getrieben wie mit dem Wort Liebe. Wenn Du einmal darauf achteſt, was für mannig⸗ faltige, meiſt läppiſche und ephemere, vielleicht auch fragwürdige oder gar niedͤrige Empfindungen ge⸗ meinhin mit Liebe bezeichnet werden, dann kommſt Du gewiß ſchon von ſelbſt dahinter, daß hier irgend etwas nicht ſtimmt. Ich kenne Dich zu gut, als daß ich nicht ſagen möchte: Nimm Deine Freundin in den Arm, ſei nett zu ihr, küſſe ſie, ſchwör ihr Treue und Gott weiß was, aber ſprich mir gegenüber ͤͤann nicht von Liebe. Und ſei auch Dir gegenüber ehrlich genug, ein ſchnell aufflammenges, wenn auch noch ſo redliches Gefühl, wie es Hunderttauſende tagtäg⸗ lich haben, nicht Liebe zu nennen. Wie nur wenige Menſchen imſtande ſinoͤ, etwas wirklich Großes ung Einzigartiges in ihrem Innern zu erahnen, noch wenigere, dieſe Ahnung in die Welt hineinzugeſtal⸗ ten, wobei es gleichgültig iſt, ob es darum geht, einen überwältigenden und äußerſten Gedanken zu Ende zu denken, ein Kunſtwerk zu ſchöpfen ooͤer eine erſchreckende und erſchütternde Einſicht in das Myſterium des Religiöſen zu haben, genau ſo wird nur wenigen die Gnade zuteil, das Wunder der Liebe erfühlen und erleben zu dürfen. Glaube mir, Junge, es iſt eine Gnade! e Und wenn Tauſende und Millioſten verſichern, ſie jedenfalls wüßten, was Liebe iſt, trau ihnen nicht! Alles Große iſt ſelten auf der Welt, ſonſt wäre es nicht groß. Und die Liebe iſt vielleicht das Größte. Wollen wir beide, Du und ich, nicht dafür ſorgen, oͤaß die Ordͤnung der Dinge gewahrt bleibt und Liebe Liebe genannt wird und Geſchwätz Ge⸗ ſchwätzꝰ Wenn die Liebe ihrem Weſen nach von jeher ſelten war auf dieſer Welt, ſo iſt ſie heute noch ſel⸗ tener geworden. Wir Menſchen taugen nicht mehr zur Liebe. Es kommt wohl daher, daß wir zu viel miſſion. Du haſt oft gelacht, wenn ich über die Bü⸗ ſcher, die Zeitungen, die Theaterſtücke, die Wiſſen⸗ 1 Mutter im Stein —— ROMAN VoN MARIE DIERS Ihr braucht mir nichts zu erzählen, dachte Flörke. Er iſt auch nicht auf Abenteuer. Er ſucht Geld. Bei Fremden, weil er es bei ſeiner Frau nicht kriegt. Das iſt doch eine Unnatur. Das geht nicht. Das muß— anders werden. Die Jungens brüllen neben ihr um die Wette. Nicht, weil ſie hungrig ſind oder krank oder im Naſſen liegen, ſie brüllen aus einem wilden Lebens⸗ trieb heraus. Pauls Söhne. Und man kann ſchon ſagen: Wenn der eine mal ſchläft, brüllt der andere, aber meiſt brüllen ſie beide. Das iſt kein Geſchlecht, das ſich geben will, das untergehen will. Aber ihr Vater fährt in der Welt herum und ſucht nach Geld, und wenn er's findet, gibt er Wucherzinſen, damit ihm der Gaſthof nicht verſteigert wird. Aber die Mutter hat's im Kaſten. Jawohl, meine Jungens, für euch, für die Wirt⸗ ſchaft, für die Zukunft. Das erzählt man ſich ſelber alles ſo ſchön. Unnatur iſt's doch. Man kann nicht einen Teil der Familie auf treibender Eisſcholle abfahren laſſen und ſelber am grünen Ufer ſtehen und lachen, zumal wenn's der Mann, der Vater iſt— Zumal wenn er die Tür abſchließt und den Schlüſſel ins Fenſter wirft, um die Frau vor ſich ſelber zu retten, weil er weiß, daß er vielleicht keine Macht über ſeine Hände hat. Meine Jungens, ſchreit, ſchreit tüchtig! Vielleicht kriege ich dabei heraus, was das Richtige iſt in un⸗ ſerm Fall. Sie weiß es ſchon. Derentwegen könnten die Bengel endlich ſtill ſein. Es gibt Dinge, die ſchein⸗ bar gegen alle Vernunft gehen und doch die beſſere Vernunft bedeuten. Anfangen kann ich wieder von unten auf, dachte ſie. Aber wenn ich Schande und Schmach auf das Haus kommen laſſe und Paul zum Geſpött mache und ſchließlich zum Koſtgänger bei ſeiner Frau, dann laſſe ich den Kindern kein geſegnetes Erbe. Nun weiß ich, was ich tue. Ich hab's gewußt, ſeit er den Schlüſſel herein⸗ ſchmiß. Sie lag in den ſinkenden Nachmittag hinein wie im Halbtraum. Dann kam Frau Waag und legte ihr die Burſchen an. Sie tranken wie die Wölfe und fielen in Schlaf. Eine ſelige Müdigkeit kam, tiefe Dämmerung ſpann. Der Mond ging auf. Als Sofie ihr das Abendſüppchen brachte, ſagte ſie:„Wenn der Wirt nach Haus kommt, laßt ihn zu mir, gleich um welche Zeit.“ „Aber nicht, wenn er—“ ſagte Sofie. „Doch, Dirn, auch dann. Aber er hat heute keinen ſitzen. Ich will es, Sofie, ich warte drauf.“ Sofie wollte ſagen: Kranke haben keinen Willen. Aber ſie ſagte es nicht. Die Frau hatte immer einen Willen, ob geſund, ob krank. Es war zuletzt auch immer richtig geweſen. „Hörſt du?“ ſagte Flörke oͤrohend. „Na ja doch“, brummte das Mädchen. 0 Flörke wachte davon auf, daß er hereinkam. Es war noch lange vor Mitternacht. Er war nicht an⸗ getrunken, aber er trat ſchwer, als trüge er einen Zentnerſack. Mondlicht war in der Stube, der kleine Schein der Petroleumlampe vom Brutkaſten ver⸗ ſchwand von dem überhellen Glanz. „Guten Abend“, ſagte er manierlich. dich denn nicht? Sofie ſagt—“ „Setz dich aufs Bett“, ſagte ſie. Sie nahm ſeine Hand, die brannte. „Wie geht's den Jungens?“ Schwer klang ſeine Stimme. „Paul“, ſagte ſie,„nenn mir mal klipp und klar die Summe, um die du verklagt biſt.“ „Woher weißt du davon?“ fragte er dumpf. Er wollte ihr die Hand wegziehen, aber ſie hielt feſt. „Woher ſoll ich das nicht wiſſen“, ſagte ſie.„Sug's mir.“ „Willſt du etwa—“ der Atem flog plötzlich von ſeiner Stimme. „Jal, ſagte ſie. „Ja—?“ fragte er. „Stör ich Es war, als wenn der ganze Raum itief, tief Atem holte. „Viertauſendſiebenhundert—“ ſagte er.„Das kannſt du doch nicht.“ „Nein“, ſagte ſie.„Soviel nicht. Aber dreitau⸗ ſend kriege ich zuſammen. Dann bleiben ſiebzehn⸗ hundert. Da triffſt du ein Abkommen für Zinſen und Rückzahlung.“ „Flörke, Flörke, nee, das iſt nicht wahr!“ Er fiel mit einmal vor ihrem Bett in die Knie, wühlte den Kopf in ihr Bett.—„Die haben mir ja was angeboten, das war ſo ſcheußlich— Flörke ich dachte, ich müßt mich totſchießen.“ „Das nicht“, ſagte ſie. Sie hatte in ſein Haar gefaßt. Jetzt nicht an Geld denken, bloß nicht ans Geld denken— dachte ſie. Bloß nicht bedauern und grä⸗ meln. Von vorn wieder anfangen. Es könnte ja ein Krieg geweſen ſein oder Eroͤbeben oder ſonſt was. Nur daß— daß ich jetzt gegen vier regieren muß, heimlich, daß ihr's nicht merkt. 80 Die Klage wurde noch einmal zurückgezogen. Paul fuhr nach Worsnitz und lieferte dreitauſend Mark im Kontor des Geldverleihers ab, für den eine Lappalie, für Paul ein Wunder, das ihm bis an die Wurzel ging. Die Abzahlung wurde auf zwei Jahre verteilt. Damit war ſie für ihn weg aus der Welt. Flörke war im Nachtjäcklein und übergezogenem Rock nach vorn gegangen, an ihren Sekretär. Sie drückte auf das Röschen und ſchob den Knopf bei⸗ ſeite. Das Geheimfach hatte ſeinen Sinn verloren. Wir können unſer Leben nicht in zwei Hälften teilen, du hüben, ich drüben. Die Fäden ſind in Blut und Fleiſch gewachſen. Die Kinder gehören hierhin und dorthin, es iſt nicht alles in Geld und Wirtſchaft auszuſprechen, was unſer Leben iſt. Mühſam ging ſie wieder zurück. Es war doch eine Bitterkeit in ihr, eine leere Hoffnungsloſigkeit. Der Geiſt der Oleſſen und der Hanſen hat keine Stätte hier, wo die Zinne ſich fortſetzen. Oder ich muß ſo ſtark ſein, daß ich ihn durchſetze gegen alle. Wo kriege ich dieſe unwahrſcheinliche Stärke her? Als ſie wieder lag, von taumelnder Schwäche umfangen, fühlte ſie plötzlich, wie ihr Vater neben ihrem Lager ſtand. Sie wußte aber gleichzeitig, daß es nur eine Einbildung war, denn der Vater lag krank zu Hauſe. Er ſagte zu ihr:„Flörke, eins haſt du voraus, lieben kannſt du von allen am meiſten.“ Aber ſie antwortete ihm:„Es iſt noch gar nicht ſicher, ob die Liebe ſtark oder ſchwach macht.“— Dann wartete ſie geſpannt, was der Vater darauf ſagen würde, aber der Trug zerfloß, und ſie lag allein und auf ſich angewieſen in ihrem . Das kam jetzt immer. Man ließ ſie allein liegen, denn da war niemand, der ſie betreuen konnte. Die Gedanken kamen wie die Mücken. Das ſagſt du ſo ſchön:„von vorn anfangen“, ſagten ſie. Das machſt du dir ſo vor. Du haſt zwar kein Geld mehr, aber deswegen fangt ihr nicht von vorn an, ſondern ihr tragt von oben die Steine ab und ſchmeißt ſie in Klump. Schlaf jetzt nicht ein, ſondern höre uns zu, ſagten die böſen Mücken.„Von vorn anfangen“, wenn's das noch wärel Wenn Hof und Haus verbrannt wären und ihr fingt beide guten Mutes mit Hicke und Spaten wieder an. Ihr beide ohne Leute. Das ſollte ſchon gehen. Klein und arm, aber voran, voran! Aber ſo iſt's ja nicht. Es iſt ja alles noch da. Die Menge Leute ſind zu bezahlen. Sie lohnen ſich alle, ja! Sie lohnen ſich ſo ſehr, daß ſie neue nach ſich ziehen. Aber ſie erfordern Geld, Geld von der Stunde, und die Stunde hat kein Geld. Die Fiſcherei müſſen wir unter allen Umſtänden halten, aber die ausgedehnten Aecker müſſen ver⸗ kleinert werden. Das heißt doch: entweder brach liegen laſſen oder verkaufen, parzellieren. Beides geht bis an die Grenze der Schande. Ach, wer hilft, was hilft? Mit Paul iſt kein Reden in dieſer Hinſicht, er wird wütend oder er quatſcht. Wenn wir das Land brach liegen laſſen, dann brauchen wir weniger Leute zur Arbeit, dann werden Klingbeil und Boldt ſagen:„Ihr ſind die paar Mark zuviel, die ſie uns geben ſoll.“ Und was ſagt Paſternakſch! Die kleine Dirn könnte man ja auch noch entlaſſen. Dann fangen ſie an, hinter einem her zu tuſcheln, man ſieht in kalte, funkelnde Augen.— Oder wir ſchreiben das Land aus. Da ſind ſie nicht feindlich. Jeder hat gern billig ein Stück Land. Aber ſie grienen:„Die haben's wohl nötig! Krugland wird billig. Der Frau wiſchen wir's ſchon aus, mit Paul iſt gut zu handeln.“ Eins iſt ja klar: wenn du das Land verkaufſt, haſt du zwar bar Geld in der Hand, aber das Land biſt du los für immer. Land gibt kein Zinnerdorfer wieder heraus, und wenn er Dorn und Diſtel darauf ſäen ſoll. Wenn du es brach liegen läßt, kannſt du es in beſſeren Zeiten wohl wieder in Kul⸗ tur nehmen, aber es wird dir nachts im Traum vor⸗ kommen. wie die Brenneſſeln wuchern, und die wilde Melde ſich im Winde wiegt und biegt. Dazu 2 — —— „HANDbEIS- ο WIRTSCHAFTS-zZzErruxd Samstag, S. August/ Sonntag, 9. August 1936 der Neuen Mannheimer Zeitung 0 Sonntags-Ausgabe Nr. 362 Die spanische Peseia in den Fesseln der Zwangsbewirischafiung In Spanien tobt der Bürgerkrieg in einer Stärke, wie man ſie ſeit der ruſſiſchen Revolution im Jahre 1917 nicht mehr erlebt hat. Selbſtver⸗ ſtändlich müſſen die dortigen Vorgänge am ſchärf⸗ ſten ſich in dem Finanzſyſtem zeigen, das ja inter⸗ national verflochten und infolgedeſſen allen Ein⸗ flüſſen am meiſten ausgeſetzt iſt. Die ſpaniſche Re⸗ gierung ſah ſich u. a. zur Schließung der Börſen und zur Erklärung eines Moratoriums gezwungen. Den regierungstreuen Truppenteilen wurde die Erlaub⸗ nis erteilt, die notwendigen Beträge von den Be⸗ waffnungskaſſen abzuheben. Privatunternehmungen erhielten ͤie Ermächtigung, aus ihrem Guthaben auch höhere Beträge als 2000 Peſeten abzuheben, wenn dieſe Summen zur Bezahlung des Perſonals beſtimmt ſind. Dieſe kleine Ausleſe zeigt, was Spaniens Fi⸗ nanzen in den wenigen Wochen des Bürgerkrieges über ſich ergehen laſſen mußten. Dabei iſt noch zu berückſichtigen, daß ſeine wirtſchaftlichen Verhältniſſe ſchon vorher ſehr im argen lagen. Die Finanz⸗ und Währungspolitik des Landes lieferte ſeit lan⸗ gem den Stoff zu Erörterungen und bildet einen Teil jener Unzufriedenheit, die letzten Endes den Kampf ausgelöſt hat. Unter normalen Verhältniſſen hätte der Bürgerkrieg zu einem ſchnellen Verfall der ſpaniſchen Währung führen müſſen. Wenn die Peſeta von den politiſchen Auseinanderſetzungen— bisher wenigſtens— nur wenig berührt wurde(der nichtamtliche Kurs iſt insgeſamt um 47 v. H. ge⸗ ſunken), ſo liegt das allein an der Deviſenzwangs⸗ bewirtſchaftung. Hier und da glaubt man, die Außenwirtſchaft des Landes ſei zu unbedeutend, als daß die Währung durch innere Erſchütterungen er⸗ heblich in Mitleidenſchaft gezogen werden könnte. Eine derartige Auffaſſung wird durch die ſpaniſchen Außenhandelsziffern widerlegt; denn für 1935 er⸗ reichten ſie in der Einfuhr den Betrag von rund 880 Mill. Goldpeſos, in der Ausfuhr 613 Mill. Goldpeſos. Die diesbezüglichen Ziffern für die erſten 4 Monate 1936 ſtellen ſich auf 267 und 221 Mill. Goldpeſos. Es müſſen mithin andere Gründe für die über⸗ raſchende Stabilität der Peſeta vorhanden ſein. Zu⸗ nächſt ſei feſtgeſtellt, daß der ſpaniſche Golopeſo gegenüber der Reichsmark einen paritätiſchen Wert⸗ ſtand von 81/ je 100 Peſo beſitzt. In Gold aus⸗ gedrückt, heißt das: in Madrid iſt 1 Kg. des Edel⸗ metalls 3444/ Golöpeſos wert, während es in Berlin mit 2790/ bezahlt wiroͤ. Aber ſchon ſeit Jahren, ja man möchte faſt ſagen, ſeit Jahrzehnten, hat die ſpa⸗ miſche Peſeta ihre urſprüngliche Parität nicht immer gehalten. Sie ſchwankte außerordentlich, teils gab ſie empfindlich nach, teils erholte ſie ſich wieder kräf⸗ tiger. Dabei iſt zu berüchſichtigen, daß Spanien ſeit etwa 53 Jahren ohne Goldſtandard iſt, d. h. die Währung wird manipuliert, oder richtiger: ſie mani⸗ puliert ſich ſelbſt je nach der wirtſchaftlichen, poli⸗ tiſchen und ſonſtigen Lage des Landes. Die bisheri⸗ gen, Erfahrungen mit der manipulierten Währung waren nicht ſchlecht, und gerade in dieſen Unglücks⸗ tagen treten die Vorteile hervor, die man vor weni⸗ gen Jahren, als der Begriff des Währungskampfes 900 unbekannt war, nicht für möglich gehalten hätte. Am 1. Juli d. J. wurden 100 ſpaniſche Peſeten in Berlin amtlich mit 34,08/ bewertet. Um dieſen Satz herum hatten ſie ſich lange behauptet. Nach Aus⸗ bruch des Bürgerkrieges und unter dem Eindruck der ſtarken Goldabgaben nach Paris wurde der Kurs dann langſam auf 32,66, je 100 Peſeten geſenkt, d. h. um etwa 4,5 v. H. Nun darf man allerdings 4 die Goldausfuhr nicht überſchätzen, denn die Bank von Spanien beſaß im Juni d. J. einen Golodſchatz von rund 2,42 Mro. Peſos und einen Silberbeſtand von 0,66 Mrd. Peſos. Wenn jetzt alſo ein kleiner Teil dieſes Goldes für nicht näher angegebene Zwecke verwendet wird, ſo behält das Land noch ge⸗ nügend Edelmetall übrig, um mit dem Reſt wieder aufbauen zu können, es ſei denn, der Bürgerkrieg dauere ſo lange, daß der volle Einſatz ſich als not⸗ wendig erweiſt. Anders verhält es ſich mit der Goloͤdeckung der Noten, die, im Juni noch 430 v. H. betrug, wobei die Metalldeckung ſich auf 55,9 v. H. ſtellte. Damals betrug der Notenumlauf 551 Mrd. Peſeten, er muß ſich ingwiſchen ganz gewaltig qus⸗ gedehnt haben, obwohl heute nicht mehr alle Teile des Landes gleichmäßig mit Noten durch die Ma⸗ drider Regierung verſorgt werden bürften. Wie iſt es nun zu erklären, daß die Peſeta ſich trotz der Lage Spaniens einigermaßen behauptet? Des Rätſels Löſung liegt hauptſächlich in der Devi⸗ ſenzwangsbewirtſchaftung, der Spanien unterliegt. Im Hinblick auf die Wirren würden vorſichtige Kaufleute ihre Auslandsverpflichtungen auf der Stelle abgedeckt haben; dazu kommen ſie jetzt nicht, weil die Bank von Spanien einfach keine Erlaub⸗ nis erteilt und auch keine Valuten zur Verfügung ſtellt. Kein Wunder, wenn man heute die Summe der unfreiwilligen Warenkredite, die Spanien durch ausländiſche Kaufleute gewährt worden ſind, auf weit über 1 Mrd. Peſeten beziffert, während die Re⸗ gierung vor nicht allzu langer Zeit nur 400—500 Mill. Peſeten anerkennen wollte. Aber nicht nur in dieſem Falle wirkt die Deviſenbewirtſchaftung preis⸗ ſtützend auf oͤie Währung, ſondern die internationale Spekulation beſitzt auch nicht die Möglichkeit, grö⸗ ßere Operationen durchzuführen. Sie müßte ſehr ſchnell in die Enge geraten, da die Bank von Spa⸗ nien ihr niemals dazu verhelfen würde, Engage⸗ ments glattzuſtellen. Man ſieht alſo, daß die Devi⸗ ſenzwangsbewirtſchaftung— ſo verheerend ſie auf den internationalen Güteraustauſch wirkt— auch ge⸗ wiſſe Vorteile hat. Aehnliche Erfahrungen, wie ſie jetzt Spanten in bezug auf die Stabilität der Währung macht, konnte auch Muſſolini ſammeln. Als der Duce den abeſſtniſchen Krieg begann, bemühte ſich die inter⸗ mationale Spekulation, mit der italieniſchen Lira a Ia baisse zu gehen, weil ſie dem italieniſchen Finanzſyſtem angeſichts der drohenden Sanktionen die Heberwindung des Kolonialkrieges ohne Erſchüt⸗ terurgen nicht zutraute. Aber auch hier war es die Deviſenzwangsbewirtſchaftung, die größere Opera⸗ tionen ausſchloß. Lediglich am Terminmarkt tobte ſich die internationale Spekulation aus und brachte es ztwege, daß die Baiſſiers ſchließlich 45 v. H. Zin⸗ Akſien noch eiwas unsicher Wieder einseßende Käufe des Beruishandels/ Renien siill Rhein⸗Mainiſche Mittagsbörſe: Unſicher * Frankfurt, 8. Auguſt. Die Börſe brachte zum Wochenſchluß am Aktienmarkt zunächſt weitere Erholungen, nachdem bereits an der geſtrigen Abendbörſe die Abwärtsbewegung zum Stillſtand gekommen war. Da vom Publikum nennenswertes An⸗ gebot nicht vorlag, ſah ſich die Kuliſſe zu Deckungen ver⸗ anlaßt. Nach den erſten Kurſen wurde die Haltung aber erneut unſicher, da überraſchend neues Angebot herauskam, ſo daß ein Teil der anfänglichen Erholungen wieder ver⸗ loren ging. Im ganzen bewegte ſich das Geſchäft in engen Grenzen. Am Montanmarkt ſetzten Harpener 2½ v. H. und Mannesmann bis 1 v. H. höher ein. Gut erholt waren außerdem Rütgerswerke mit 132,25(128,5), Deutſche Erdöl mit 128(124,25); auch JG Farben eröffneten ½ v. H. freundlicher. Von Zellſtoffaktien lagen Waldhof 1 v. H. höher. Etwas nieoͤriger lagen Gebr. Junghans mit 101,37 (102,25). Scheideanſtalt, die in den letzten Tagen ſtärker geſtiegen waren, erſchienen zunächſt mit„Minuszeichen“. Der Reutenmarkt lag ruhig. Altbeſitz 112,5, zert. Dollar⸗ bonds ebenfalls unv., 6proz. Preußen und Spargiro je 68,37. Im Verlaufe blieb die Haltung unſicher, doch konnten ſich nach den erſten Kurſen die eingetretenen leichten Rück⸗ gänge wieder ausgleichen, ſo daß gegenüber geſtern abend Erholungen überwogen. Scheideanſtalt kamen ſchließlich mit 275(281) zur Notiz An den Rentenmärkten ergaben ſich kaum Veränderun⸗ gen. Komm. Umſchuldung waren mit 88,05 leicht über Ber⸗ liner Parität gefragt. Stadtanleihen notierten zumeiſt gut behauptet. 4* Berliner Börſe: Erholung am Aktienmarkt Berlin, 8. Auguſt. Die Börſe eröffnete heute zunächſt in etwas freund⸗ licherer Haltung. Insbeſondere konnten die an den letz⸗ ten Tagen ſtärker gedrückten Werte Kursbeſſerungen er⸗ zielen, die ſich im Ausmaß von—2 v. H. in einigen Fällen auch darüber hielten. Immerhin war aber die Tendenzbefeſtigung nicht ausgeſprochen ſicher, ſo daß in einigen Fällen die erſten Kurſe bei den folgenden Um⸗ ſätzen nicht voll behauptet werden konnten. Am Montan⸗ markt ſtellten ſich Verein. Stahlwerke 1,25, Harpener 2,5 v. H. höher. Die Farbenaktie, die ſich zunächſt um 1 v. H⸗ höhere ſtellte, konnte dieſen Gewinn nicht voll behaupten. Die zweite Notierung lag v. H. wieder niedriger. Stärker erholt waren Deutſche Erdöl, die wieder um 4 v. H. anziehen konnten. Elektrowerte ſtellten ſich über⸗ wiegend höher, doch nahmen die Kursſteigerungen hier geringeres Ausmaß an. Lediglich Lahmeyer ſtellten ſich um 3,5 und Geſfürel um 15 v. H. höher. Daimler Benz waren um 2,5 v. H. erholt, während ſich ebenſo BMW um ½ v. H. niedriger ſtellten. Von Maſchinenaktien konnten ſich MuAc um 2,25 v. H. und Orenſtein und Koppel um 2 v. H. höher ſtellen. Am Rentenmarkt blieb das Geſchäft unverändert. Im weiteren Verlauf konnte ſich die relativ feſte An⸗ fangsſtimmung voll behaupten, die überwiegend durch größere Rückkäufe des berufsmäßigen Börſenhandels zu⸗ ſtandegeko•mmen war, während Publikumsaufträge in nennenswertem Umfange nicht vorlagen. Siemens ver⸗ beſſerten ihren Kurs weiter um ½ v.., während Geſ⸗ fürel von dem 1,öproz. Anfangsgewinn wieder 1 v. H. hergeben mußten. Auch Lahmeyer, die anfangs 3,5 v. H. höher gelegen hatten, ſchwächten ſich wieder um 155 v. H. ab. Sonſt waren noch RWé um„, Deſſ. Gas um, Daimler um, Rütgerswerke und MuAG um je 1,5 v. H. abgeſchwächt. Andererſeits konnten BMW ihren Anfangsverluſt von v. H. ausgleichen und Weſtd. Kaufhof zu ihrem erſten Gewinn von 1½ v. H. nochmals 76 v. H. hinzufügen. Am Kaſſarentenmarkt blieb es weiterhin ruhig. Pfand⸗ briefe und Kommunalobligationen wechſelten bei klein⸗ ſten Umſätzen zu letzten Kurſen den Beſitzer. Induſtrie⸗ obligationen waren überwiegend ſchwächer, Staatsanleihen tendierten uneinheitlich. Am Kaſſamarkt überwogen bei weitem die Rückgänge, die ſich bei Zeiß⸗Ikon auf 44, Gladbacher Wolle auf 4/½, Dyckerhoff und Vereinigte Glas je 3/5, Chemie Albers auf 3, bei Fahlberg Liſt und Gebr. Gebhardt ſowie Kolmar u. Jordan auf 3 v. H. ſtellten. Die per Kaſſe gehandelten Bankaktien hatten durchweg ſchwächere Kurſe. Die Rückgänge hatten Bayeriſche Hypotheken um 174 und Deutſche Hypotheken um 2 v. H. Bei Steuergutſcheinen traten keine Veränderungen auf. Reichsſchuldbuchforderungen, Ausgabe 1: 1937er 101 G; 1938er 99,87 G; 1939er 99,37 G; 194ber 99 G 99,87 B; 1941er 98,25 G 99,12 B, 1942er 97,87 G; 1943er 97,75 G; 1944er 97,75 G 98,5 B; 1945er bis 1948er je 97,62 G 98,5 B. Aus⸗ gabe 2: 1945er 97,75 G 98,5 B. Wiederaufbauanleihe 1946/48er 69,87 G 70,62 B. 4proz. Umſchuld.⸗Verband 87,62 G 88,37 B. Am Schluß blieb das im Verlauf erreichte Kursniveau, das größtenteils über dem geſtrigen Schluß, aber hinter den heutigen Anfangsnotierungen lag, gut behauptet. So ſtellten ſich bei Mannesmann und Vereinigten Farbwerken die letzten Notierungen wieder um v. H. höher. Die Farbenaktien blieb bei 165,50 d. h. ½ v. H. über Vortags⸗ kurs, behauptet. Nachbörslich blieb die Stimmung gut behauptet. Umſätze kamen kaum noch zuſtande. Geld- und Devisenmarki * Berlin, 8. Auguſt. Am Geldmarkt beſtand weiter Nachfrage nach Privatdiskonten und Reichsſchatzwechſeln. Der Satz für Blanko⸗Tagesgeld ſtellte ſich auf unverändert 2,75—3 v. H. Am internationalen Valutenmarkt kam der Dollar in London mit 5,021/16 etwas ſchwächer zur Notiz, ebenſo die Golövaluten. So ſtellten ſich der Gulden in London auf 7,4094, der Schweizer Franken auf 15,42 und der fran⸗ zöſiſche Franken auf 76,35(76,23). Oiskontsatz: feichsbank 4, Lombard 5, Privat 3 v. f. Amtlich in Dis⸗Parität 7. Auguſt 8. Auguſt fur 01 kont M. Geld Brief Geld Brief Uegypten 1 ägypt. Pfb. 20.95 12795 12.825 12.815[ 12845 Argentinten Bü 182.589 90 0888 0892 Velgien. 100 Belga 2 85.57 41.50 42040 44.954204 Braſilien„ 1 Milreis 502.143] 0,145 0,144]/.148 Bulgarien 100 Leva 6 30³³.047.053.047.053 Canada ian.Dollarr 4198 2,488] 2,492].490 2,494 Dänemark 100Kronen 3½ 112,03 55.79 55,9155.88 56,00 Danzig„ 100 Gulden 3 81.72 46,80.46.90 46,80. 48.90 England. 1Pfund 2 20.42 12.495/ 12.525 12.515/ 12.545 Eſtland. 100 eſtn. Kr. 4/ 112.509 67.93 68,07 67.9368.07 innland 100finnl. M. 4 10⁵³7.509 5,521.519.531 rankreich 100 Fres. 3 16,44 15.390 16,480 16,885 16,225 Griechenland 100 Dr. 7 5,.459.855 2887.353.857 olland. 100 Gulden 3 168.73 169.030169,370 168,98 16932 ran(Teheran) ibstl i 20,489 15,52 15,56 15,54 15,58 sland.. 100 isl. Kr. 53½ 94 56,04 55,16 56,13 58,25 Ftalien.„. 100Fire%[22094 19.57 19,61.19,73019.742 apan... IHen.29 2052 972% 97+ 97% 9751 ugoſlavien100 Dinar 3 8¹,00.554..665 5,684 5,666 etkland.„ 100 Latts- 6 80,9281,08 80.9281.08 Sitauen.. 100 Sitas 6 41.98 41.91 89 41,9141.99 Norwegen 100KKronen 374 412,50 6280 629262.89 0¹ Oeſterreich 100 Schill. 332 159,07 48,9549.05 48,95 49,05 Polen.. 100 Zioty 5 0,7 40.„90 46,80 46,90 Portugal 100Escubo 4½ 58,.9/ 11.3500 113)0 11570 11. Rumänien. 100ei 4% 2811[2..492.4880 24 Schweden,„100 Kr. 2½ 112,24 64.43 55 64.5264.64 Schweiz 100granken 274 84,00 81.10 81,25 81.11 81,27 Spanien, 100Peſeten 3 81.00 32.4732.53 34%7 32,13 Tſchechoſlowakeiloog 3 12.43810.2800 10 300 10,275 10.295 Türkei„„ Itürk. Pföb. 5 18,455.978 1,982].878].882 — 100 4 1280 10 120 1231 ruguay„1G01bpeſo Ber- Siaaten 1 oller 154 1,98.490].494.4901 2,494 „ Fraukfurt, 8. Auguſt. Tagesgeld unv. 27/ v. H. ſen im Jahr vergüteten, um die italieniſche Währung auf Termu loswerden zu können, da Kaſſa⸗Opera⸗ tionen durch die Deviſenzentrale unmöglich gemacht wurden. Das Ergebnis des Verſuchs ſind ſehr er⸗ hebliche Verluſte. Infolgedͤeſſen iſt man bei der ſpa⸗ niſchen Peſeta auch ſehr viel vorſichtiger, denn hier beträgt die Zinsvergütung zur Zeit nur knapp 19 v. H. p. a. gegen 12—14 v. H. vor Ausbruch des Bür⸗ gerkrieges. * Die Aktien der Dyckerhoff⸗Portland⸗Cementwerke AG., Mainz, im Freiverkehr der Frankfurter Börſe. Der Orts⸗ ausſchuß der Ständigen Kommiſſion für Angelegenheiten des Handels in amtlich nicht notierten Werten gibt be⸗ kannt, daß die Stammaktien der Dyckerhoff⸗Portland⸗ Cementwerke AG., Mainz⸗Amöneburg, in ſeinen Tätig⸗ keitsbereich einbezogen ſind und ſomit im Freiverkehr ge⸗ handelt werden können. Lieferbar ſind: 14 050 StA. zu je 1000 4, 20 000 StA. zu je 100 4, 7 500 StA. zu je 20 J. Bisher erfolgte der Handel im Freiverkehr der Düſſel⸗ dorfer Börſe. * Stark verbeſſertes Erträgnis bei Otavi Minen.— Noch keine Betriebsaufnahme in Afrika. Im Rechenſchafts⸗ bericht der Otavi Minen⸗ und Eiſenbahn⸗Geſellſchaft, Ber⸗ lin, für das am 31. März 1936 abgelaufene Geſchäftsjahr wird feſtgeſtellt, daß die Metallpreiſe im Berichtsjahr eine erhebliche Steigerung erfahren haben, jedoch noch nicht die Höhe erreichten, daß der Betrieb in Afrika wieder auf⸗ genommen werden kann. Im Durchſchnitt des Geſchäfts⸗ jahres 1935/36 notierten Elektrolyt⸗Kupfer und Blei je Tonne G/Sſtg. 22.14.7 und G/ſtg...9 gegenüber 1934/35 G/Lſtg. 19.13.11 und G/ſtg...11. Die Betriebsanlagen im Bergbau wurden überwacht und inſtandgehalten. Der Hüttenbetrieb ruht weiter. Im Intereſſe der heimiſchen Metallverſorgung wurden im Berichtsjahr 3036 To. Kup⸗ ferſtein verſchifft und das daraus gewonnene Metall der deutſchen Induſtrie zur Verfügung geſtellt. Der Verkauf von Caömium hat ſich zufriedenſtellend weiterentwickelt. In der Erfolgsrechnung erſcheint der Erlös für Erze und der Gewinn aus ſonſtigen Hüttenprodukten mit 1,64(1,35) Mill. /, Effekten erbrachten einen Gewinn von 1,10(0,04), Zinſen 0,31(0,20) und ſonſtige Erträge 0,12(0,045) Mill. Mark. Andererſeits erforderten u. a. Verwaltungskoſten, Steuern, Gehälter u. a. 1,08(0,62) Mill./ und Betriebs⸗ koſten, Bergbau und Hütte 0,28(0,18) Mill.. Nach 0,30 (0,14) Mill./ Abſchreibungen und Zuweiſung von 61 675 (0)% zum Reſerveſonds ergibt ſich ein Gewinn von 1824 936(600 213). Von dieſem Gewinn wird zunächſt der noch aus dem Vorjahr beſtehende Verluſtvortrag von 780 995/ abgebucht. Nach mehrjähriger Pauſe iſt die Ge⸗ ſellſchaft in der Lage, aus dem verbleibenden Gewinnſaldo eine Gewinnausſchüttung vorzunehmen. Der GV am 8. September wird vorgeſchlagen, eine Dividende von 9,60& auf den Anteil nach Abzug der Kapitalertragsſteuer zu verteilen. Die Zahlung wird zugunſten der auslän⸗ diſchen Anteilinhaber gemäß dem deutſchen Geſetz über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Auslande nom 9, Juni 1988 an die Konverſionskaſſe für deutſche Aus⸗ landsſchulden abgeführt. Die Transferierung erfolgt nach den jeweils geltenden Transferbeſtimmungen. * Die Papier⸗, Pappen⸗, Zellſtoff⸗ und Holsſtoff⸗Erzeu⸗ ung im Juli. Die Beſchäftigung in der papiererzeugenden Anduſtrie war im Juli nach dem Lagebericht der Wirt⸗ ſchaftsgruppe entgegen der ſonſt gewohnheitsmäßig ruhigen Geſchäftszeit gut. Die Papiererzeugung hat ſich im erſten Halbfahr 1936 gegenüber dem gleichen Zeitraum 1935 um weitere 13 v. H. erhöht. Gleichzeitig ſtieg die Papieraus⸗ fuhr mengenmäßig um 38 v. H. und wertmäßig um 35 v. H. Die Holzſchleifereien konnten ihre Anlagen wegen der meiſt kleinen Betriebswäſſer nur ungenügend aus⸗ nutzen. Größere Vorratsmengen ſind nicht vorhanden. Die Papierholzpreiſe werden insbeſondere aus Sachſen als ſehr feſt gemeldet. * Abſatzſteigerung in der Dampfkeſſel⸗ und Apparate⸗ induſtrie. In der Jahresverſammlung der Vereinigung der Deutſchen Dampfkeſſel⸗ und Apparateinduſtrie, in der der Jahresbericht für 1935 vorgelegt wurde, wurde über die Entwicklung des Abſatzes berichtet, daß ſich der Auf⸗ ſchwung in VDDA⸗Erzeugniſſen in 1935 fortgeſetzt habe. Im Vergleich zum Vorjahre ſei der Verſand um rund die Hälfte geſtiegen. Während aber die Geſamterzeugung der deutſchen Produktionsgüterinduſtrie den im Jahre 1928 erreichten Höchſtſtand um einige Prozent überſchritten habe, bleibe die Produktionsleiſtung in der Keſſelindu⸗ ſtriſe noch um ein Viertel hinter der Höchſtleiſtung zurück. Die Keſſelinduſtrie habe einen in der geſamten Wirtſchaft faſt beiſpielloſen Niederbruch erlitten, der auch heute noch nicht aufgeholt ſei. Das Inlandsgeſchäft ſtehe faſt durch⸗ weg noch hinter dem des Jahres 1927 zurück. Der Auf⸗ tragseingang in Waſſerrohrkeſſeln mache 70 v. H. des Auf⸗ tragseinganges von 1927 aus und in Großwaſſerraum⸗ keſſeln liege die verkaufte Heizfläche um 7 v. H. niedriger als im Jahre 1927. Weſenblich günſtiger ſei die Auftrags⸗ entwicklung bei der Gruppe Blechkonſtruktionen und Apparate geweſen, in der der Auftragsumfang des Jahres 1927 um rund 60 v. H. überſchritten worden ſei. Die Er⸗ klärung hierfür ſei darin zu finden, daß wert⸗ und mengen⸗ mäßig annähernd die Hälfte der 1935 erteilten Aufträge auf Behälter und Apparate für Anlagen zur ſynthetiſchen Treibſtoffgewinnung entfalle. Bemerkenswert ſei der An⸗ ſtieg bei Sonderkeſſeln. In Großwaſſerraumkeſſeln ſei eine Zunahme um 10 v. H. zu verzeichnen. Der Steilrohrkeſſel ſei gegenüber dem Schrägrohrkeſſel wieder ſtärker in den Vordergrund getreten. Ein Ueberblick über die Verteilung der von den einzelnen Abnehmergruppen erteilten Auf⸗ träge zeigt, daß die Elektrizitätswerke im letzten Jahre wieder ihren Anteil an der Geſamtheizfläche zurückerlangt haben. Der Anteil der Bergwerke ſei ebenſo groß wie im Vorjahre geweſen. Geſtiegen ſei der Anteil der chemiſchen Induſtrie, während der der Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗ induſtrie weiter zurückgegangen ſei. Der größte Teil der Aufträge, namentlich für große Anlagen, ſei unmittelbar oder mittelbar auf das Arbeitsbeſchaffungsprogramm der Regierung zurückzuführen. Das Ausfuhrgeſchäft habe dank der Tätigkeit der Verbände, die im Inlands⸗ geſchäft eine vernünftige Marktordnung gewährleiſteten, ebenfalls eine Steigerung erfahren. § Halbjahresergebniſſe bei den Volksfürſorge⸗Verſiche⸗ rungs⸗Geſellſchaften. Im erſten Halbjahr 1936 ſtieg die Antragszahl in der Lebensverſicherung um rund böüv.., in der beſonders gepflegten Sachverſicherung aber um 88 v. H. Der monatliche Durchſchnittseingang an Anträ⸗ gen in der Volks⸗ und Großlebensverſicherung betrug in den Monaten Januar bis Inni 54 768(i. V. 49 122), im Sachgeſchäft aber ſteigert ſich der Zugang im Durchſchnitt von 7607 auf 10 484 je Monat. In der Lebensverſicherung hat oͤer Verſichertenbeſtand die Zahl von 3,4 Millionen er⸗ reicht mit einer Verſicherungsſumme von 1,023 Mrd. I. Im einzelnen zeigt das Halbjahresergebnis folgendes er⸗ freuliche Bild(Bruttozahlen): Anträge in der Volksver⸗ ſicherung 306 922(292 031), Verſicherungsſumme 99,92(76,11) Mill. 4, Leben 3 686(2 693), Verſicherungsſumme 7,94(6,14) Mill. 4. Auch die Familien⸗Zuſatz⸗Verſicherung erfreut eeeeeeeee c erd ſich weiterhin größter Beliebtheit, obavohl, als natütrliche Folge des Steigens der Einkommen, weniger Familien⸗ zuſatz⸗, daſür aber mehr Volksverſicherungen abgeſchloſſen wurden. Trotzdem belief ſich die Zahl der eingelaufenen Anträge noch auf 102 958(129 538). Der anhaltende Wirt⸗ ſchaftsaufſchwung drückt ſich aber beſonders in der Wieder⸗ inkraftſetzung von 35 747(52 363) Stück der ſtark zuſammen⸗ geſchmolzenen ruhenden Verſicherungen aus. Der geſamte Eingang von Lebens⸗, Volks⸗, Familienzuſatz⸗ und Wie⸗ derinkraftſetzungsanträgen beläuft ſich auf 451 822(476 635) f Stück mit einer Verſichevungsſumme von 148,15(132,84) Mill.. Ein beachtenswerter Rückgang iſt bei den Ab⸗ gängen(Storni) und Erſatzverſicherungen(Verſicherungen für arbeitsloſe Verſicherungsnehmer mit 20 Pfg. Monats⸗ beitrag) zu verzeichnen. In der Lebensverſicherung betru⸗ gen die Abgänge 124 856(154 073), in der Sachverſicherung die Abgänge 13 240(14 216). Die Erſatzverſicherungen ſind gegenüber 1935 von 46 846 Stück auf 85 807, d. i. um über 25 v.., zurückgegangen. * Befriedigender Geſchäftsgang in der weſtfäliſchen Zi⸗ garreninduſtrie. Unter dem Einfluß des kommenden Weih⸗ nachtsgeſchäftes war der Auftragseingang in der weſtfält⸗ ſchen Zigarreninduſtrie im Juli befriedigend. Im allge⸗ meinen konnte voll gearbeitet werden. * Verlängerung der Iweco und des Internationalen Sechseckgeflechtsverbandes geſichert. Eine Verlängerung des Internationolen Drahtverbandes(Iweco) iſt kürzlich bis Ende 1940 beſchloſſen worden, unter der Vorausſetzung, daß auch die nationalen Verbände verlängert werden. Wie man erfährt, beſtehen nun über die Verlängerung der nationalen Verbände auch hinſichtlich Belgiens keine Schwierigkeiten mehr. Am 6. Auguſt wurden in Brüſſel Verhandlungen über eine Verlängerung des ebenfalls ab⸗ laufenden Internationalen Sechseckgeflechtsverbandes ge⸗ führt. Dieſe Verhandlungen nahmen einen derartigen Verlauf, daß mit allergrößter Sicherheit die Verlängerung des Verbandes unter den bisherigen Gruppen in Ausſicht ſteht. Bei den einzelnen Ländergruppen ſind lediglich noch nationale Verlängerungsverhandlungen zu führen. Eine gewiſſe Schwierigkeit iſt noch in der Stellungnahme eines holländiſchen Werkes zu erblicken. Der deutſchen Gruppe wurde für die Mengen, die ſie den rückgegliederten Saar⸗ werken als Zulage gegeben hat, unter gewiſſen Voraus⸗ ſetzungen eine Quotenzulage zugeſtanden. * Wilhelm Wolff AG, Pforzheim— Abſtoßung der bra⸗ ſilianiſchen Beteiligung. Die Geſellſchaft konnte den Ab⸗ atz 1935 gegenüber dem Vorjahre weſentlich ſteigern. Ein Betriebsverluſt hat ſich jedoch auch im abgelaufenen Ge⸗ ſchäftsjahr nicht vermeiden laſſen, er wurde aber durch außerordentliche Erträge aufgewogen. Der Bruttoerlös ſtieg auf 378 776(289 612) /, die außerordentlichen Er⸗ träge auf 120 732(39 310) /. Es verbleibt nach Abſchrei⸗ bungen von 83 022(14973)“ ein kleiner Gewinn von 8362 li. V. 24 356/ Verluſt, der durch Buchgewinn aus Kapitalzuſammenlegung geoͤeckt wurde). Von der Beteili⸗ gung an der Wolffmetal Lda., in Sao Paulo(Braſilien) wurde im Juni 1935 ein weiterer Teil verkauft. Durch Beſchluß der ao. GB vom 7. November 1935 wurde die Verwaltung ermächtigt, die noch 51 v. H. betragende Reſt⸗ beteiligung ebenfalls zu veräußern. Es wurde daher eine Neubewertung dieſes Poſtens vorgenommen. Der Mehr⸗ wert wurde unter außerordentlichen Ertvägen in der Ge⸗ winn⸗ und Verluſtrechnung verrechnet. In der Bilanz ſteht die Beteiligung zum 31. Dez. 1935 mit 198 000(180 000 Mark i..)/ zu Buch. In der HVam 5. Auguſt d. J. wurde von dem bereits durchgeführten Verkauf der Wolff⸗ metal Löa., Sao Paulo, Mitteilung gemacht. Die broſilia⸗ niſche Niederlaſſung wird nunmehr von den bisherigen Geſellſchaftern auf eigene Rechnung weitergeführt. Im laufenden Jahre konnte der Umſatz gegenüber 1995 wie⸗ derum geſteigert werden. 5 * Bartſch, Quilitz u. Co. AG, Berlin.— Weitere Um⸗ ſatzſteigerung.— Wieder 4 v. H. Divibende. Die Geſell⸗ ſchaft berichtet, daß im Geſchäftsjahr 1935 eine weitere Um⸗ ſatzſteigerung erzielt werden konnte. Das Exportgeſchäft hat ebenfalls eine Beſſerung erſahren. Der Betriebsertrag ſtieg auf 1,16(0,92) Mill. /, wozu 18 669(17 949) außer⸗ ordentliche Erträge treten. Nach Abſchreibungen von 49 258 (53 630)/ wird einſchließlich 4273(1603) Vortrag ein Reingewinn von 39 592(42 148) ausgewieſen. Der GB am 29. Auguſt wird vorgeſchlagen, hieraus wieder 4 v. H. Dividende auf das AK von 860 000& auszuſchütten, wieder 3000& dem Reſervefonds zuzuführen und 2192/ neu vor⸗ zutragen. Ueber den Verlauf des neuen Jahres laſſen ſich genaue Angaben zur Zeit nicht machen. * Internationaler Kongreß des Lebensmitiel⸗Einzel⸗ handels in Hamburg. In den Tagen vom 15. bis 18. Auguſt wird in Hamburg der 9. Kongreß der Internationalen Ber⸗ einigung des Lebensmittel⸗Einzelhandels ſtattfinden, der Lebensmittelhändler aus aller Welt in der Hanſeſtadt ver⸗ einigen wird. Der Kongreß wird am 15. Auguſt mit einem Empfang der Teilnehmer durch den Hamburgiſchen Senat und einem anſchließenden Begrüßungsabend eingeleitet werden. Am Sonntag, dem 16. Auguſt, wird die feierliche Eröffnung des Kongreſſes in der Muſikhalle erfolgen. An Gäeſer Sitzung werden Reichsſtatthalter Kaufmann und Regierender Bürgermeiſter Krogmann teilnehmen. Der Präſident der Internationalen Vereinigung des Lebens⸗ mittel⸗Einzelhandels, J. Lauri(Schweiz), wird die Eröff⸗ nungsanſprache halten. Die Arbeiten des Kongreſſes wer⸗ den am 18. Auguſt ihren Abſchluß finden. Für den 19. Auguſt ſind die Kongreßteilnehmer durch den Regierenden Bürgermeiſter Krogmann und den Senat der Freien und Hanſeſtadt Bremen zu einem eintägigen Beſuch nach Bre⸗ men eingeladen worden. Im Anſchluß daran finden auf Wunſch der Gäſte noch Fahrten in die Lüneburger Heide und in den Harz ſtatt. * Der Stand des Gemüſes und Obſtes im Juli.— Gemüſe verbeſſert, Obſt verſchlechtert. Wie das Statiſtiſche Reichsamt mitteilt, hat ſich der Stand des Obſtes gegenüber dem Vormonat im allgemeinen verſchlechtert, der Stand des Gemüſes dagegen verbeſſert. Die Verſchlechterung des Wachstumſtandes des Obſtes iſt darauf zurückzuführen, daß das Wetter im Berichtsmonat, vor allem im Sübdweſten des Reiches, zu naß war und daß in vielen Gebieten Stürme und Hagel den Bäumen geſchadet haben. Die zahlreichen Niederſchläge haben dagegen die Entwicklung des Gemüſes gefördert, ſo daß die meiſten Gemüſearten ſich gut er⸗ holen konnten. Gleichzeitig mit der Beurteilung des Wachs⸗ tumſtandes haben die Berichterſtatter des Statiſtiſchen Reichsamts auch die erſten Ernteermittlungen, und zwar für Kirſchen, Erdbeeren und Pflückerbſen durchgeführt. Er⸗ freulicherweiſe konnten hier für das Johr 1936 höhere Er⸗ träge als im Vorjahr ermittelt werden. Die Ermittlung der Erdͤbeerernte ergab im Durchſchnitt aller Hauptanbau⸗ gebiete im Deutſchen Reich einen Durchſchnittsertrag von 53,2 Dz. je Hektar gegenüber 39,2 Dz. je Hektar im Vor⸗ jahr, die der Pflückerbſen einen Durchſchnittsertrag von 74,1 Dz. je Hektar gegenüber 67,0 Dz. je Hektar im Bor⸗ jahr. Die Ernteermittlungen der Pflückerbſen ſind noch vorläufige, da die Ernten bei dieſer Fruchtart noch nicht abgeſchloſſen waren. Die geſchätzten Erträge beziehen ſich jedoch bereits auf die vorausſichtlichen Geſamternten im Jahre 1986. * Der Gewerkſchaftsplan zur Verſtaatlichung des eng⸗ liſchen Kohlenbergbaues. Der Plan der Verſtaatlichung des engliſchen Kohlenbergbaues, der im September auf dem Gewerkſchaftskongreß in Plymouth beraten werden ſoll, wurde ſoeben veröffentlicht. Er ſieht eine Entſchädi⸗ gung der Grubenbeſitzer und die Bildung einer britiſchen Kohlenkorporation vor, die ausſchließlich im öffentlichen Intereſſe arbeitet. Die Korporation, der auch Vertreter der Bergarbeiterſchaft angehöen würden, ſoll vom Berg⸗ werksminiſter ernannt werden. Um den engliſchen Kohlen⸗ bergbau auf eine wirklich geſunde Grundlage zu ſtellen und den Arbeitern angemeſſene Lebensbedingungen zu ſichern, wird eine Neuordnung vorgeſchlagen, die ſich auf alle ſeit Fahren in der engliſchen Oeffentlichkeit erörterten Probleme, wie beiſpielsweiſe die Abſchaffung des Grund⸗ zehnten und die Neuregelung der Marktverhältniſſe, er⸗ ſtreckt. Italiens neue Wirtſchaftspolitik. Von unterrichteter italieniſcher Seite wird erklärt, die Ergebniſſe der Wirt⸗ ſchaftsverhandlungen, die Italien gegenwärtig mit Frank⸗ reich, Belgien, Holland, Polen und der Tſchechoſlowakei führe, könnten nur vorläufigen Charakter haben. Italien erſtrebe eine weitergehende Verwirklichung der Grundſätze ſeiner neuen Wirtſchaftspolitik, die auf die Erzielung eines Ausfuhrüberſchuſſes zur Abtragung der rückſtändigen Han⸗ delsſchulden aus der vorſanktioniſtiſchen Zeit eingeſtellt ſei. ———————— 16. Seite /Nummer 362 Nue ttn — Sounagseet gave Samstag, 8. Aug. Sonntag, 9. Aug. 1999 Zukunfisland Sudan Nach langen und ſchwierigen, mit mehrjährigen Zwiſchenräumen immer wieder aufgenommenen Verhandlungen haben England und Aegypten ſich über die Beherrſchung und Verwaltung des Sudan geeinigt. Einem rieſigen, noch immer weit unter ſeiner Aufnahmefähigkeit bevölkerten und erſchloſ⸗ ſenen Gebiet iſt damit die Entwicklungsfreiheit bis auf weiteres geſichert. Die Vorgeſchichte der Eini⸗ gung, gleichbedeutend mit der Geſchichte dieſes ſchick⸗ ſalsreichen Gebietes im letzten Halbjahrhundert, braucht hier nur angedeutet zu werden: der furcht⸗ bare, das Land entvölkernde Religionskrieg des „Mahdi“, die blutige Niederwerfung dieſes Aufſtan⸗ des durch Kitchener, Englands, Aufbauarbeit mit immer weiter nilaufwärts errichteten, die Baum⸗ wollkultur tief in den Süden tragenden Staudäm⸗ men, die Furcht Aegyptens vor überlegenem Wett⸗ bewerb und vor der Möglichkeit einer Waſſer⸗Ab⸗ ſperrung, die abwechſelnd gewährte und wieder ent⸗ zogene Gemeinſamkeit der Verwaltung im Sudan, Aegypten ſelbſt, die jetzt erreichte Form des„Bünd⸗ niſſes“, der einigungsfördernde Druck des Abeſſi⸗ nienkrieges. Weſentlich an den Bedingungen des Abkommens, neben der ſtärkeren Teilnahme Aegyptens an der Verwaltung, iſt vor allem die nunmehr gewähree unbeſchränkte ägyptiſche Einwanderung in den Su⸗ dan. Sie bedeutet, vom Sudan ſelbſt aus geſehen, eine beſchleunigte Entwicklung der Volkszahl und damit der wirtſchaftlichen Möglichkeiten; von Aegyp⸗ en aus: eine Entlaſtung des nachgerade ungeheuer⸗ ichen Uebervölkerungsdruckes. Daneben eine größere nabhängigkeit von den rein engliſchen Wirtſchafts⸗, Handels⸗ und Anbauintereſſen, einen Ausgleich inner⸗ halb des ägyptiſch⸗ſudaneſiſchen Geſamtbereiches— dort, wo Aegypten bisher oͤen Wettbewerbskampf der Baumwolle fürchten mußte. Vor allem aber läßt die Einwanderungsfreiheit eine Entwicklung voraus⸗ ſehen, die das Größenverhältnis zwiſchen Aegypten und dem Sudan, nach Volkszahl wie nach Produk⸗ tions⸗ und Handelsumfang, ſo entſcheidend ändern muß, daß die Schwankungen, denen der Außenhandel des Sudan und ſein Anteil am Welthandel während der letzten Jahre unterlag, daneben unweſentlich er⸗ ſcheinen. Der Sudan iſt ein rieſiger, immer noch leerer Raum von der fünfeinhalbfachen Größe Deutſch⸗ Waren und Märkie * Vom Tabakbau im Hanauerland. Die Witterung der en Tage hat den Tabak in ſeinem Wachstum ſo ſtark — ördert, daß die Pflanzen ſchon teilweiſe Blüten aus⸗ treiben. Die Landwirte ſind dabei, die Tabakpflanzen zu entköpfen und die Geizen auszubrechen. Auch das Ein⸗ ſammeln der Grumpen hat ſchon begonnen. Es wird nicht —.99 lange dauern und die Sandblatternte nimmt ihren nfang. SMagdeburger Zucker⸗Notierungen vom 8. Auguſt. (Eig. Dr.) Unverändert; Tendenz ruhig.— Gemahl. Meh⸗ lis prompt per 10 Tage 32,35; Auguſt 92,45—32,50; Tendenz ruhig, Wetter gewitteriſch. Berliner Metallnotierungen vom 8. Aug.(Eig. Dr.) Amtlich notierten in je 100 Kilo: Elektrolytkupfer(wire⸗ bars) prompt 54,75; Standardkupfer loko 49 nom. Original⸗ Hütten⸗Weichblei und Standaroͤblei per Auguſt je 21,75 nom.: Originalhüttenrohzink ab norddeutſche Stationen und Standardzink je 18,75. Liverpooler Baumwollkurſe vom 8. Aug.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſol Stand. Middl.(Schluß) Auauſt(36) 6207 Seyt. 628; Okt. 627; Nov. 630; Dez. 627; Jan.(87), Febr., März je 692; April 691; Mai 630j Sunt 628; 627; Auguſt 604: Ott. 599, Jan.(88) 598; März 507; 596; Tendenz käum ſtetiger. *Vom pfälziſchen Holzmarkt. Die Regierungsforſt⸗ kammer Pfalz hat im Juli Holz aus Staatswaldungen zu folgenden Durchſchnittspreiſen verwertet: 200 Feſtmeter normales Eichenſtammholz 97 v.., 300 Feſtmeter fehler⸗ haftes Eichenſtammholz 83,4 v.., 280 Ster Eichenwerk⸗ die verſchiedenen Formen britiſcher Hoheitsrechte in lands, gegenwärtig von etwas mehr als 7 Millionen bevölkert. In Aegypten drängen ſich in einem be⸗ wohnten Gebiet von wenig mehr als der Größe Belgiens 16,5 Millionen. Selbſt wenn man zu Aegypten die Wüſte mitzählt, die faſt dreißigmal ſo groß iſt wie das bewohnbare Land, iſt das Nilkönig⸗ reich immer noch gut ſechsmal ſo dicht bevölkert wie der Sudan. Ohne die Wüſtengebiete iſt das Verhältnis der Bevölkerungsdichte: noch nicht drei Menſchen je Quadratkilometer im Sudan gegen 470 in Aegypten! Daß dieſer Vergleich nicht nur theo⸗ retiſch iſt, bezeugt die Vergangenheit. Noch vor etwa einem Halbjahrhundert war der Sudan trotz un⸗ günſtiger wirtſchaftlicher und geſundͤheitlicher Ver⸗ hältniſſe volkreicher als Aegypten, ſtärker bevöl⸗ kert ſogar als heute. Die Religionskriege drückren ſeine Volkszahl auf weniger als 2 Millionen, ſeit⸗ dem aber hat ſich dieſe Ziffer in vier Jahrzehnten vervierfacht. Sie wächſt ſo raſch, daß, wenn Aegyp⸗ ten künſtig auch nur die Hälfte ſeines jährlichen Ueberſchuſſes abgibt, um die Jahrhundertmitte der Sudan 12—13 Mill. zählen wird gegen 18—19 Aegyptens. Ein Dutzend Jahre weiter, und die Gleichheit der beiden Gebiete mit je 20 Mill., wird erreicht ſein. Bei ſolchen Entwicklungswahrſcheinlichkeiten be⸗ ſagt es wenig, daß einſtweilen der Sudan nur mit einem Siebenhundertſtel am Welthandel teilnimmt, — mit wenig mehr als 2 v. H. ſogar an dem begün⸗ ſtigten Handel Großbritanniens—, daß ſein Umſatz ein Fünftel des ägyptiſchen ausmacht, und daß ſelbſt ſeine Baumwollerzeugung noch nicht ein Hundertſtel der Weltproduktion erreicht. Denn immerhin hat dieſer Baumwollanteil ſich ſeit der Vorkriegszeit mehr als verzehnfacht, und die Aufnahmefähigkeit des Sudans für fremde Erzeugniſſe wird, entſpre⸗ chend ſeinem raſchen Bevölkerungs⸗ und Bedeu⸗ tungswachstum, unverhältnismäßig ſchneller zuneh⸗ men als der Durchſchnitt des Welthandels. Das muß, bei verringerter Abhängigkeit von England, nicht zum wenigſten dem Anteil Deutſchlands zugute kommen, der in den Kriſenjahren zurückgegangen war. Hamburg, 8. Auguſt. Wie wir erſahren, iſt an deutſche Werften ein Geſamtbauauftrag von türkiſcher Seite auf Lieferung von ſechs Frachtſchiffen und Fracht⸗ und Fahr⸗ gaſtſchiffen von zuſammen 12000 Bruttoregiſtertonnen er⸗ teilt worden. Der Abſchluß ſtellt das Ergebnis von bereits ſeit einigen Monaten geführten Verhandlungen dar. Die Schiffe ſollen bis zum Juni 1938 zur Lieferung gelangen. Buchenſtammholz 62,6 v. H. der Landesgrunöpreiſe ſür das N⸗Holz, 60 Feſtmeter I. und II. Klaſſe normales Kiefern⸗ blochholz 80,6 v.., 710 Feſtmeter III. mit V. Klaſſe nor⸗ males Kiefernblochholz 62,1 v.., 2460 Feſtmeter ſehler⸗ haftes Kiefernblochholz 51,1 v.., 900 Feſtmeter Fichten⸗ langholz, unentrindet, 62,1 v.., 120 Ster Fichtenpapier⸗ holz, entrindet, 60,0 v. H. der Landesgrunöpreiſe für das N⸗Holz, 3890 Feſtmeter Nadelgrubenlangholz ohne Rinde Gis mit 16 Zentimeter Mittendurchmeſſer) 1,32 4 je Feſt⸗ meter, 720 Feſtmeter Nadelgrubenlangholz ohne Rinde (über 16 Zentimeter Mittendurchmeſſer) 10,23/ je Feſt⸗ meter, 5 100 Ster Nadelgrubenkurzholz 80,0 v.., 1410 Ster Hart⸗Brennholz 89,6 v.., 470 Ster Weich⸗Brennholz 67,1 v. H. der Bezirksgrundpreiſe. * 6. Freigabe verbilligter„Marmelade. Im Zuge der vom Reichsnährſtand in der Zeit vom Oktober 1935 bis zum September 1936 durchgeführten Verbilligungsmaßnah⸗ men für Vierfruchtmarmelade dürfen nach einer Bekannt⸗ machung der HB der deutſchen Garten⸗ und Weinbauwirt⸗ ſchaft innerhalb der 6. Auslieferungsfriſt nunmehr weitere 10 v. H. des Verbilligungsanteiles ausgeliefert werden, ſo daß bis jetzt von der Geſamtmenge 90 v. H. ſind. Nicht ausgenützte Teile der für die.,.,., 4. und 5. Auslieferungsfriſt freigegebenen 80 v. H. der Berbilli⸗ gungsanteile können in der 6. Auslieferungsfriſt abge⸗ liefert werden. Nürnberger Hopſenmarkt Am Hopfenmarkte iſt nach zweiwöchiger ſehr lebhafter gekehrt. Die meiſt aus USA ſtammenden Aufträge ſind zum allergrößten Teil ausgeführt und neue Aufträge lie⸗ gen vorerſt nicht mehr vor. Immerhin wurden in der zweiten Julihälfte bis heute, einſchließlich der übrigen nach Ueberſee gegangenen Lieferungen nahezu 6000 Ztr. Hopfen vom Exporthandel übernommen und verfrachtet. Im Inlanosverkehr iſt die Geſchäftslage unverändert: Deutſche Brauereien übernehmen faſt täglich nach wie vor nur kleinere geeignete Poſten zu Lagerzwecken. Geſamt⸗ wochenzufuhr: 800 Ballen(1620 Ztr.), Geſamtwochenumſatz: 630 Ballen(1280 Ztr.). Der ganze noch unverkaufte Vor⸗ rat der Ernte 1935 wird noch auf 10 000 Ztr. geſchätzt. Die Preiſe ſind, abgeſehen davon, daß Farben und Qualitäten ſtändig vorrücken, unverändert und feſt geblieben. Bezahlt wurden im Inlandsverkehr für Hallertauer 200—220 /, Tettnanger 180 /, Gebirgshopfen 160 und Württember⸗ ger 160—465 /, für Exportzwecke für Hallertauer 73—90%/ (ganz geringe von 52/ ab), für Gebirgshopfen 65—72/ und für Rheinpfälzer 68%/ je Zentner. Von den Jahr⸗ gängen 1933 und 1934 wurden kleinere Poſten vom Export⸗ handel zwiſchen 18 und 30/ je Zentner übernommen. Wochenſchlußſtimmung: ruhig. Dem Nürnberger Platze wurden in den erſten 11 Mo⸗ naten des Hopfenjahres 1935/36 insgeſamt 104 864(i. V. 61 307) Zentner mit der Bahn zugefahren, wozu noch die Landzufuhren kommen. Ab Nürnberg verfrachtet wurden in dieſer Zeit 126 451(i. V. 75 292) Zentner. Der Stand der Hopfenpflanze iſt je nach Anbaugebiet, und vor allem auch Pflege, ſehr verſchieden. Gut gepflegte Gär⸗ ten zeigen üppiges grünes Ausſehen und der reiche An⸗ flug geht bereits vielſach zur Doldenbildung über. Ein Urteil über die Ergiebigkeit der kommenden Ernte läßt ſich aber noch nicht abgeben, zumal es jedem erfahrenen Hop⸗ fenbauern bekannt iſt, daß die kritiſchen Wochen erſt kdm⸗ men. Der Auguſt iſt allgemein als der„Hopfenflicker“ oder „Hopfendrücker“ bekannt. Auch am Saazer Platze hat die regere Nachfrage wieder nachgelaſſen und außerdem mangelt das Angebot. Schwere Unwetter haben in den letzten zwei Wochen viele Anlagen ganz vernichtet. Notierungen 750—950 Kronen. Am belgiſchen Markte ſehr ruhige Stimmung und faſt ohne Umſatz. Nominelle Notierungen 230—500 Franken.— In Frankreich iſt die Nachfrage nach Hopfen vollkommen zum Stillſtand gekommen. Notierungen 230—450 Franken. Der Stand der Hopfenanlagen läßt hier vielfach ſehr zu wün⸗ ſchen übrig. 5 Sonntag, 9. Auguſt Plauetarium: 16 Uhr Ferne Son⸗ nen im Weltenraum(mit Licht⸗ bildern und Sternprojektor): 17 Uhr Vorführung des Sternpro⸗ jektors. Köln⸗ Düſſeldorfer Rheinfahrten: 7 Uhr Mainz— Biebrich— Rüdesheim— Aßmannshauſen — Bacharach und zurück ſowie Ztägige Rheinreiſe nach Königs⸗ winter und zurück. 14.25 Uhr Speyer— Germersheim und zurück. 19.45 Uhr Abendfahrt nach Worms und zurück. Friedrichspark: 20 Uhr Tanz mit Varieté⸗Einlagen. Flugplatz: 9 bis 20 Uhr Rund⸗ flüge über Mannheim. 7 bis 20 Ahr ſtündlich auf Rhein und Neckar. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Familien⸗Vorſtellung; 20.15 Uhr Kabarett⸗Programm. Tanz: Palaſthotel, Kabarett Libelle, Flugplatzkaſino. Waldparkreſtanrant: 15 bis 24 Uhr Konzert und Tanz. Lichtſpiele Univerſum:————— Alhambra:„Im Sonnen⸗ ſchein“.— Schauburg:„Liebeserwachen“.— Palaſt und Gloria:„Der apitol:„Hinter den iſſen“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Geöffnet von 11 bis 1 Uhr. Sonderſchau: Vom Fels zum Edelſtein. Schloßgalerie: Geöffnet von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr. Theatermuſenm, E 7, 20. Geöffnet von 10—13 und von 15—17 Uhr. Sternwarte: Geöffnet von 9 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 11 bis 13.30 und von 15 bis 17 Uhr. W Kunſtverein, I. 1, 1: Geöffnet von 10bis 18 von 15 bis 17 Uhr. Muſenm für Natur⸗ und Völkerkunde im Ge öffnet von 11 bis 10 und von 15 bis 17 Reichsfeſtwoche Veranſtaltungen im Friedrichspark Sountag, 16. Auguſt, mit„Kraft durch Freude“ ins Märchenhand. Ein Märchenbilderbuch mit Kinderballettein⸗ lagen der deutſchen Bühne. Beginn 16 Uhr. Eintritt ſür Samstag, 22. Auguſt, mit„Kraft durch Freude“ zum Sommerfeſt. Sportvorführungen im Freien. Tanz mit Ueberraſchungen. Beginn 20.30 Uhr. Eintritt 30 Pfg. Sonntag, 23. Auguft, mit„Kraft durch Freude“ zu Tanz, Sport und Spiel. Volkstänze, Gymnaſtik und Spiele. Beginn 15.30 Uhr. Eintritt: Kinder 10 Pfg., Erwachſene 20 Pf Dauerkarten für obige Veranſtaltungen mit der Be⸗ rechtigung zur freien Mitnahme eines Kindes zu der erſten und dritten Veranſtaltung und dann jedes weitere Kind nur 5 Pfg. 50⸗Pfg.⸗Karten ſind zu haben bei den Koͤcß⸗ Geſchäftsſtellen in P 4,—5, Zimmer 11; Lortzingſtraße 35; Nuitsſtraße 1; Neckarau, Luiſenſtraße 46; Völkiſche Buch⸗ handlung und bei allen Koͤc⸗Warten. Veranſtaltungen im Planetarium Mittwoch, 19. Auguſt, mit„Kraft durch Freude“ in die Welt. Filmvorführung und Lichtbildervortrag über KdF⸗Reiſen ins Allgäu. Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 20 Pfennig. Freie Veranſtaltungen Sonntag, 16. Auguſt, 11.30 Uhr Flaggen parade durch Werkſchar und Standkonzerte durch Werk⸗ kapellen auf ſolgenden Plätzen: Waſſerturm(Kapelle der Städtiſchen Betriebe), Marktplatz(Kapelle Lanz), Markt⸗ platz Neckarſtadt(Kapelle Daimler⸗Benz), vor der Peſta⸗ lozziſchule(Kapelle BBC), Clignetplatz(Kapelle Motoren⸗ werke). 19.15 Uhr Einholen der Flaggen auf den oben angeführten Plätzen durch Werkſcharen. Sonntag, 23. Auguſt, 11.30 Uhr Flaggenparade auf den vorſtehenden Plätzen, offenes Singen auf dem Marktplatz und dem Marktplatz Neckarſtadt.— 11.30 bis 12.30 Uhr Großes Standkonzert der Ver⸗ einigten Werkkapellen BBC, Motorenwerke, Städtiſche Be⸗ triebe und Zellſtoff am Waſſerturm. 18.15 Uhr Ein⸗ hoben der Flaggen durch Wertſcharen auf den oben angeführten Plätzen. Ab 20 Uhr Ausklang der Reichs⸗ feſtwoche in allen Mannheimer Gaſtſtätten durch Beteili⸗ gung der geſamten Mannheimer Bevölkerung. Sonntagsbienſtöer Mannheimer Aerzte und Apotheken am Sonntag, 9. Auguſt. Aerzte: Bei den jeweils angerufenen Aerzten wird Auskunft erteilt, welcher Arzt Sonntagsdienſt hat. Zahnärzte: Dr. Laible, G 5, 10, Tel. Dentiſten: Rudolf Eigl, S 6, 42, Tel. 236 18. Apotheken: Humboldt⸗Apotheke, Waldhofſtraße 38/85, Tel. 506 01, Kronen⸗Apptbere, Tatterſallſtraße 26, Tel. 401.64, Ewen⸗Apotheke, E, 2,16, Tel, 206 40,, Stern⸗Apotheke, S 1, 10, Tel. 223 87, Friedrichs⸗Aho⸗ theke, Lameyſtraße 21, Tel. 406 12, Lindenhof⸗Apo⸗ theke, Gontardͤplatz, Tel. 224 44, Storchen⸗ Apotheke Neckarau, Neue Schulſtraße 17, Tel. 485 70, Luzen⸗ berg⸗Apotheke, Waldhof, Stolberger Straße, Tel. 531 74. Heilpraktiker Lothar Hoff, U 2, 2, Tel. 88 42. — — holz 79,1 v. H. der Bezirks⸗Grundpreiſe, 320 Feſtmeter! Nachfrage und reger Einkaufstätigkeit wieder Ruhe ein⸗ Kinder 10 Pfg., für Erwachſene 20 Pfg. — 58 8 8 8 0 Uri 4½ Darmſtadt 260 98.— 88.— 8 P5-Byp. e N. IGroßkraft. MNhm.)... Riederrh. Seber. 95.— kitemb. Elektr... 1050Verkehrs-Aktien 9 La e bestwor⸗ 47 26 94.50 94.50——————— 99.— 99.—* om. rin 95.— 95.——5 Pücho⸗. Grün& Bilfing 3 Loczwett. Sront 127.5 127.00 Nute. 85 1255 Pod A0. f. Rbein⸗ 2 2 27 do. 2694.— 94.— 5——* 3 85 4½ Berl. Hyp.⸗Br. 9050 06 50 5½ Sübd Bodcr.27 Bayr. Motorenw. 137,5 155.5 aſenmühle.. 119.0ſ 118,5 Hartſtein 118.0 118,00feltfr. Wuldhof. 9—.5 ſchiſf. und Ser⸗ Ainsliehe Werte 4½ 28 82.25 9259/%. ee e Semberg J. B.. 85,50 84, Hald u. Nen 1820L. be. Ber, Wemec] 5675.. Scansperkniön. Otsch. Stastsanlelhen S88833 5.Geis80 A1 9450 9450 il HonBi,),).— Bi, og- 1t 1 2 Srner f 0 5 0 Haneuer Saſer 14400 140 erbr. 1182 48.[gank- Altien Si. Reichb. Borg 1231/120 4 8 2 9 8 ü—9—* 23*——— 103 7. 6.% Pain 2. e Sn.. Lig. Bi. pier. i... G82 S25(Prrner Oel. M2c/ Sarbee 10½2 140 U. Bresz.-Sorit 15100 1540/Ssnii he Sant IN Sans Eienbebn 6820 S& 4er Wesugt, 84 970, 9706..644/ 42 45 1 SBes eee Ente 4i S8/ San Seeni: 7059 105s Serree e,.- G. eee. 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Stoüwerck * — ſchaft und überhaupt über die ſogenannte Bildung herzog; Du haſt mich am Ende gar im Verdacht ge⸗ habt, ich dächte das doch wohl nicht völlig im Ernſt, erginge mich nur zum Spaß in Paradoxen. Nein, mein Junge, nein, es war mir und iſt mir bitter Ernſt damit! Es herrſcht eine ſchauerliche Gerechtigkeit. Wir ſind gehalten, das Telephon und das elektriſche Licht mit unſerem heimlichſten Glück zu bezahlen. Ueber⸗ lege Dir doch einmal, was für eine Wirkung es haben muß, wenn tagaus, tagein in Romanen, Fil⸗ men, Dramen, Gedichten, Abhandlungen, Witzen, Bildern, Muſikſtücken, Schlagern und überdies noch in Geſprächen, die die Menſchen ſo miteinander ha⸗ ben, über die Liebe gehandelt wird! Prüf Dich doch einmal ſelbſt, wie weit das, was Du denkſt und fühlſt(und nicht nur in der Liebe), wirklich Dein eigen und wie weit es angeleſen, an⸗ empfunden und angelernt iſt! Wer da den Mut zur rüchſichtsloſen Ehrlichkeit aufbringt, wird zu trauri⸗ gen Ergebniſſen gelangen. Vor all dem Wuſt von Liebe und Leidenſchaft, der den Menſchen ununter⸗ brochen vorgeſtellt wird, kommen ſie gar nicht mehr dazu, auf die Regungen zu achten, die ſich zart und unſagbar fremd in der eigenen Bruſt erheben. Sie ſind zu ſicher in ihren kliſchierten Gefühlen, in ihren Zitaten, in ihren Echos. Sie kommen nie mehr in die Lage, hilflos zu ſein. Und ohne Hilfloſigkeit geht es nun einmal nicht. Wer etwas Großes leben möchte, muß zuerſt und vor allen Dingen hilflos ſein. Er muß alles vergeſſen, was er geleſen, ge⸗ hört und gelernt hat. Er muß ſtill werden und be⸗ reit ſein, jene Schwingungen und Klänge zu ver⸗ nehmen, die anders klingen und ſchwingen als alles, was der Alltag mit ſich bringt. Er muß die geheimnisvollen Wellen, die durch das All hinwogen, einen Widerhall tief innen in ſich finden laſſen, den Wechſel der Jahreszeiten, die Ebbe und Flut, die Ströme des Nordlichts, die Wandlungen der Planeten, den Zug der Sterne. „Was iſt innen, was iſt außen?“ Vergeſſen, geſchloſſenen Auges daſtehen und ſich ergeben, das iſt alles. Wenn ich mich an alles erin⸗ nere, was ich in meinem Leben erfahren habe, ſo glaube ich, daß nichts dem Menſchen ſo ſchwer fällt wie das Sichergeben. Wir ſind zu ſtolz. Wir ſind zu ſtolz auf unſere Unabhängigkeit, auf uniere Eigenart, auf unſere Charakterfeſtigkeit, ja ſelbſt auf unſeren Stolz. Aber der Stolze, der ſich will, wird nie erfahren, was Liebe iſt. Erſt wenn der unbe⸗ ſchreibliche Augenblick der Ergebung, der Hingecbe, des Verſenkens, des Untergangs kommt, naht ſich vielleicht die erſte Beglückung der Liebe. Es iſt die Myſtik. Die großen Liebenden ſind auch große Myſti⸗ ker. Ergib Dich dem unnennbaren Gefühl in Dei⸗ ner Bruſt, und Du wirſt geſegnet ſein. Aber wer kennt das heute noch? Vielleicht unter den Armen im Geiſte, die ſcheinbar unwiſſend und dumpf daher⸗ leben. Es mag ſein, daß ſie in ihrer Verſunkenheit und Hilfloſigkeit, in ihrer Unſchuld und Traum⸗ ſeligkeit von der Gnade angerührt werden, ich weiß es nicht. Verſteh mich übrigens recht, mein Junge, ich will nicht ſagen, daß nun jede Kuhmagd mit Liebe be⸗ ſchenkt würde und jeder Student der Literaturge⸗ ſchichte etwa davon ausgeſchloſſen bliebe— das nicht. Aber ich glaube wahrhaftig, daß die Chancen der Kuhmagd größer ſind als die des Studenten. Wo Wiſſen iſt, kann nicht Liebe ſein. Und der Student muß viel vergeſſen, ehe er, was Liebe und das My⸗ ſterium betrifft, der Magd gleichgeſtellt iſt. Ich ſehe, daß ich mehr geſchrieben habe, als ich eigentlich wollte, obwohl ich das meiſte nur eben an⸗ deuten konnte. Aber Du wirſt es, wie ich Dich kenne, verſtehen, ohne daß ich das Letzte auszuſprechen brauche. Von Mutter ſoll ich Dir noch beſtellen, Du möch⸗ teſt ͤie Wäſche diesmal.“ ———.——— 7 S 2— 5 12 5 4— 1 4 2 7 4 9 E 87 975 16 1 4 64 4 9 3— 0 22—— 23———— 7 N*——— ———— ————— Am Dienslag den Il. August: Karneral in Henedig im Schilosshof zu Heidelberg 0 Aus den beiden vergangenen Sommern der Hei⸗ delberger Reichsfeſtſpiele hat man auch in dieſem Jahr die Uebung beibehalten, neben den hohen Wer⸗ ken deutſcher Klaſſik— denen wir Shakeſpeare ge⸗ troſt zuzählen dürfen,— einen Dichter der Gegen⸗ wart zu Worte kommen zu laſſen. Wenn für 1936 die Wahl auf Paul Ernſt's Komödie von„Pantalon und ſeinen Söhnen“ gefallen iſt, ſo ſoll mit der feſt⸗ lichen Wiedergabe jenes tiefſinnig⸗heitern Spiels an dieſer Feierſtätte deutſcher Bühnenkunſt zugleich auch der Dichter geehrt werden, dem heute endlich nach Jahren der Mißachtung und böswilligen Ver⸗ kennung ſein Recht als Schrittmacher des geiſtigen und künſtleriſchen Umbruchs zum neuen Deutſchland zuteil wird. Dieſe Ehren⸗ und Dankespflicht würdig zu er⸗ füllen,— die reiche Schönheitswelt des ſonſt meiſt herb und tragiſch ſich gebenden Dramatikers im Luſt⸗ ſpiel zu offenbaren, iſt ein beſonderer Anſporn für Spielleiter, Bühnenbilöner und Darſteller, die in angeſpannter Probenarbeit neben den laufenden Auf⸗ führungen gerade während der letzten Wochen mehr als einmal bis zum Morgengrauen tätig waren. „Nehmen Sie's nicht übel, wenn ich nicht ſehr unter⸗ haltend bin— aber wir haben heute nach„Agnes Bernauer“ bis früh um halb fünf probiert,“ meint drum auch Hans Schweikart, der Oberſpielleiter des Bayeriſchen Staatstheaters, als wir ihn dieſer Tage über ſeine Regieziele befragen. Aber dann iſt doch die Freude an der ſchönen und verantwortungs⸗ vollen Aufgabe größer als alle Müdigkeit, und wir hören manches treffende Wort über Sinn und Deu⸗ tung eines Werkes, deſſen Inhalt wickelt werden muß. „Wir wollen eine venezianiſche Komödie in einem Burghof ſpielen, deſſen Architektur im weſentlichen von deutſcher Renaiſſance beſtimmt wird,— und wir kennen die Einwände, denen wir begegnen wer⸗ den,“ hat Schweikart unlängſt in einem Aufſatz der „Bühne“ geſagt.„Die Natur der Pantalon⸗ Komödie heißt Venedig, das iſt wahr. Aber dieſes Venedig iſt nicht die bezaubernde Stadt unter dem ſoundſovielten Breitengrad an der Küſte der Adria, ſondern dieſes Venedig liegt als Gleichnis in der Seele ſeines Dichters. So, wie die Typen der gemein gültige Grundtypen in beſonderem Maße aus den Gegebenheiten des Schauplatzes ent⸗ 8 3 9 N — —————— ———— 73.— ———4 ————— —————— ⏑— Comedia del Arte, deren ſich Paul Ernſt bedient, all⸗ verſchiedener menſch⸗ licher Temperamente darſtellen, ſo iſt ihm Venedig kein geographiſcher Ort, ſondern ein Sinnbild ſür die tiefe Italienſehnſucht des deutſchen Menſchen zu allen Zeiten. Es iſt ein Zuſtand, eine innere Kon⸗ ſtellation, eine ſeeliſche Vorausſetzung für Wunder der Leichtigkeit und der Verwandlung,— ein nor⸗ diſcher Wunſchtraum, in dem ſich der ſchöp⸗ feriſche Menſch von ſeinem Ernſt erholen, ſich her⸗ kleiden und ſpielen will.“ Dieſes Venedig vor der Ruine des Schloſſes er⸗ ſtehen zu laſſen,— ſolchen Gedanken augenfälligen Ausdruck zu verleihen, iſt alſo auch Inbegriff der bühnenbildneriſchen Wirkſamkeit Eduard Sturms, deſſen hervorragende Leiſtungen bei der Inkzenie⸗ rung von„Agnes Bernauer“ für die„Pantalon“⸗ Aufführung an ſzeniſchem Beiwerk das Schönſte er⸗ warten laſſen.„Weiſe Beſchränkung der Mittel müſſe oberſtes Geſetz für den Bühnenbildner ſein“, erläu⸗ tert er auf die Frage, wie denn jener vom Spiel⸗ leiter angeſtrebte Zuſammenklang von Architektur und Dichtung zu erreichen ſei.„Die Dekorationen ſollen aber nicht nur in den Schloßhof paſſen, orga⸗ niſch ſich der Umgebung einfügen und alle theater⸗ hafte Wirkung vermeiden, ſondern ſie ſollen vor allem den Schauſpieler ſtützen und tragen,— den Vorgang jeder Szene durch ihr optiſches Bild er⸗ gänzen, ohne durch ein Zuviel an Kuliſſe das ſchau⸗ ſpieleriſche Element zu beeinträchtigen. So zeigt auch unſere Skizze aus der Hand des Künſtlers deut⸗ lich, um was es geht: das Gleichnishafte der Dichtung findet ſeinen Widerhall in einer zarten Gartenland⸗ ſchaft mit phantaſievoll geſchwungenen Bögen und mildſtrahlenden Laternen, während die Koſtüme des Maskenballs wie der Hauptperſonen im Stil ita⸗ lieniſchen Barocks ebenfalls jene ſchwebende Zeit⸗ loſigkeit atmen, die das Ganze aus der Wirklichkeit in den magiſchen Schein des Spieles rückt. Als Dritten im Bunde haben wir endlich Staats⸗ ſchauſpieler Werner Hinz ein wenig über ſeine Rolle ausgefragt, die in Wahrheit eine überaus reizvolle Doppelrolle iſt. Pantalons beide Söhne nämlich, in denen ſich das Weſen des Vaters ſeltſam wiederholt, werden von dem gleichen Dar⸗ Entwurf zum Bühnenbid von Bduard Sturm ſteller geſpielt, was als bewährter Theatertrick im Wirbel der Verwechſlungen ja ſtets das Ergötzen de Publikums bildet. „Zwei Seelen Hat jeder Menſch. Die eine will zum Schönen, Die andre will das Nützliche, mein Sohn. Die eine möchte ganze Hoſen haben, Die andre will am liebſten ohne Hoſe gehn“, ſagt der alte Staatsanwalt Pantalon einmal und gibt damit recht eigentlich den Schlüſſel zu der ganzen Komödie, in deren Mittelpunkt das Brüderpaar des ſteifen, korrekten, gutbürgerlichen Aſſeſſors Pantalon junior und des künſtleriſch⸗freien, ſchwärmenden, weltzugewandten jungen Schauſpielers Lelio ſteht. Nur ein ſchwarzer und ein roter Mantel werden beide im Spiel äußerlich voneinander unterſcheiden⸗ Ihr inneres Geſicht zu zeigen, in allen Verwicklun⸗ gen des Lebens und der Liebe jeweils der eine oder der andere zu ſein, iſt eine beſonders intereſſante Aufgabe für Werner Hinz, den man nach ſeiner ſchönen Geſtaltung des ritterlichen Fürſtenſohnes Albrecht in„Agnes Bernauer“ hier nun von einer ganz anderen Seite kennenlernen wird. Er iſt mit wahrer Begeiſterung bei der Sache, denn gerade dieſe Zweiheit künſtleriſch zu meiſtern, ohne ſich vom leichten Ton der Komödie zu ar⸗ tiſtiſchen Ueberſpitzungen verleiten zu laſſen, erfor⸗ dert eine ſchauſpieleriſche Diſziplin eigener Art, die nur aus ſorgſamſter Arbeit an ſich ſelbſt erreicht werden kann. Auch die übrigen tragenden Rollen ſind mit Süſſenguth als Vater Pantalon, Ling Carſtens als ehelicher Gattin, Elſe Knott und Gerda Maria Terno als Gegenſpielerinnen des einen und des andern Sohnes und endlich Alice Werden als Mutter des unehelich geborenen Lelio ausgezeichnet beſetzt. So wird denn allem Anſcheine nach die vierte Aufführung der diesjährigen Heidel⸗ berger Reichsfeſtſpiele noch einen vollen Erfolg für alle Mitarbeiter am Werk bringen, und es bleibt nur der eine Wunſch offen: daß auch der Himmel ein Einſehen haben und uns noch ein paar ſchöne warme Sommernächte beſcheren wolle. Denn Karneval in Venedig bei Regenwetter,— nein, ſoweit möge es mit dem Gleichnis lieber doch nicht kommen! M. S. liebſt ͤu den Boden deiner Kinder zu ſehr, du er⸗ trägſt es nicht. Da gibt's ja noch eins, das Verpachten.— Da wird's dann wohl werden. Das iſt ein Zwiſchen⸗ ding.— Ach, wenn man ſich ſchon an Zwiſchendinge klammern muß—1 Dann fangen die Jungens wieder an zu brüllen, erſt der Wolf, dann der Rotker. Das ſind beides keine Zinnersdorfer Namen, aber in der Familie Zinn gibt's ſie. Es iſt nichts dabei zu machen, Paul hat ſie ſo angemeldet, als will er's extra beſtätigen, was für Blut das iſt.— Sie muß ſich aufrichten, ſie herausnehmen, anlegen. Meine Jungens, meine Jungens, welche Zukunft bereiten wir euch— * Pauline Waag ſagt:„Frau Oleſſen, diesmal wird zwölf Tage im Bett geblieben. Keine Stunde darunter, verſtanden. Ick will dat nich hebben, dat Sie nachher as'n dreibeinigen ollen Stauhl dorſtehn, de Geſchicht wier'n bäten veel up ens.“ „Gut, gut, Mutter Waag“, ſagte Flörke. Als am ſechſten Tag die Frau um die Hausecke war, kroch ſie heraus, hielt ſich an Tiſch und Stuhl und ſuchte ihre Röcke und Strümpfe zuſammen. Das wußte die Waagmutter nicht, ſoviel ſie auch ſonſt wußte, wie das müßige Liegen mit den Gedanken allein an ihr nagte. Das Schlimmſte war beſſer für ſie als das. Von allem abgeſehen, muß ſie erſt mal nach der kleinen Frieda ſuchen. Es iſt unheimlich mit dem Kind, ſie hört und ſieht nichts von ihm. Sofie ſagt zwar, ſie ſei vergnügt, liefe draußen herum, und manchmal hole ſie der Papa in die Krugſtube. Das iſt ſchon keine Art. Sie hat da ein merkwürdiges Gefühl, das tickt wie ein Warnſignal. Nein, die Krugfrau von Zinnersdorf gehört nicht ins Bett. Und ob ſie es gewußt hat! Kaum ſteht ſie in dem Flur, da hört ſie aus der Gaſtſtube gröhlendes Lachen und Pauls Stimme und ein Kinderpiepen. Wie ſie hereinkommt, ſtehen die Leute alle um den runden Tiſch und lachen derart und amüſieren ſich, daß ſie Flörkes Eintritt meiſt nicht hören, und ein paar, die ſie ſehen, lachen ihr zu, ſie ſoll den Spaß teilen. Auf dem Tiſch ſteht ihr Dirnchen wie ein Bild aus der Schaubude und dreht ſich und macht eine Schnute und piept was, daß alle von neuem lachen, und ſie ſieht ſich mit einem altklugen Blick um, ob auch alle herſehen, und ob auch jeder laht. Flörke ſchlägt eine geradezu häßliche Erinnerung ans Herz, und das nimmt ſie ſo mit, daß ſie ſich an die Wand lehnen muß. Herrgott, denkt ſie, die aſte Lena ſpukt! Hier zwiſchen dieſen Wänden hat ſie die Großmutter zum Mannesnarren gemacht, und nun kommts bei der lütten Freude wieder durchl Sie iſt dazwiſchen.„Ihr ſeid wohl alle ver⸗ rückt?“ ſagte ſie.„Freude, komm her!“ „Freude!“ lachen die Schnapsſtimmen.„Is ook ne Freud, ſo'ne lütte Pupp'. De weit al, zowat ſie Gott geſchaffen hat.“ Paul ſaß mit auf dem Tiſch, hielt den Arm um ſein Dirnchen. Lachte Flörke zu.„Biſt ſchon wieder auf? Hör mal, was die Lütte ſingen kann. Mal zu, Murks.„Unſre Katz hat Junge, unſer Kater nicht. Na, los!“ „Unſe Tatz hat Sunge—“ Ein Aufſchrei. Mut⸗ ters Hand hatte zugegriffen, hart und böſe.„Schluß damit!“ Das Kind ſtieß Jammertöne aus, ſtreckte die Arme dem Vater zu, dann, als Flörke ſie weg⸗ trug, einem ruppigen Kerl mit einer Säufernaſe. Darüber lachten die Männer wieder, die etwas be⸗ treten verſtummt waren. Der Kerl ſagte:„Madam, det helpt Sei allens nix. Dat Häkchen krümmt ſik bi Tieden.“ Paul ärgerte ſich.„Kaum biſt du auf, mußt du uns ſchon den Spaß verderben.“ Das Kind ſchrie und ſtrampelte in der feſten Umſchlingung. Als Flörke es in der Schlafkammer niederſetzte, raſte es zur Tür. Sie fing es auf, prügelte es durch.— Ich müßte es ganz anders machen, dachte ſie dabei. Ihr Süßigkeiten geben, mich mit ihr hinſetzen, Märchen erzählen. Das wäre richtig, aber ich kann nicht. Sie warf das Kind aufs Bett, taumelte auf den Rand. Sie fühlte eine ohnmächtige Schwäche, ziehende Schmerzen im Unterleib. Der Gaſthof, der Gaſthof muß weg! dachte ſie wild. Er nimmt uns alles Glück und Geld und auch die Kinder. Nach einer Weile kam Paul. Er ſah ſie ſitzen, das kleine Mädchen in Schluchzen eingeſchlafen. Er hatte ſich ſchwer geärgert, aber der Anblick entwaff⸗ nete ihn.„Was brauchſt dich gleich ſo anzuſtellen. Eine Frau, die nicht mal Spaß verſteht, kann mir geſtohlen werden.“ Sie merkte wohl, daß er es nicht böſe meinte, im Grunde luſtig war wie in allen dieſen Tagen ſeit er die Angſt los war.„Schöner Spaß“, ſagte ſie. „Du lütt Schulmeiſter!“ ſagte er. Er ſah herrlich aus in ſeiner Lebensluſt, und Flörke hätte ſich ihm lieber in den Arm geſchmiegt und ſich in ihrer tiefen Schwäche von ihm ſtreicheln laſſen, ſtatt mit ihm zu ſtreiten. Ach, wenn ſie nur den Gaſthof los wären, der ihn herabzog und ihm die Männlichkeit nahm. Sie mußte ihn mit anderen Gebanken beſchäftigen. Gewaltſam bezwang ſie ihre körperliche Verzagt⸗ heit, faßte ſeine Hand und ſprach von ihrem Plan des Verpachtens, obwohl ſie noch nicht ganz darüber im klaren war. „Na nu!“ ſagte er.„Was haſt du da wieder aus⸗ geheckt?“ Dann ſchlug es bei ihm ein.„Das iſt ein kluger Gedankel Das iſt ein richtiger Flörke⸗Gedanke. Da krig'n wir ja bar Geld in die Hand und brauchen nicht ſoviel an andere Leute abzugeben. Nee, das iſt wirklich geſcheit, darauf wäre ich nie gekommen. Statt Arbeit und Geldausgeben keine Arbeit und Geldeinnehmen. Nee, weißt du, daß wir das nicht ſchon lange gemacht haben.“ Sie wollte ſagen: Aber denke nicht, daß du das Geld in die Taſche ſtecken kannſt.— Ach, ſie wollte noch viel ſagen, aber ſie konnte nicht. Sie hatte auch gar keine Stimme in der Kehle, ſie lehnte ſich an ihn, wie er ſie jetzt umfing, und weinte leiſe vor ſich hin, vor Schwäche und Bangen. 10. Kapitel. Es gewitterte von ferne, als der Schulze Clemens Stock von ſeiner behenderen Frau die Holzſtühle um den langen Tiſch in der Schulzenſtube herumſtellen ließ.„Acht müſſen's ſein, Male“, ſagte er.„Ein' für mich, ein' für Oleſſen, ein' für die Frau, die dabei ſein will, und fünf für die, die ſich gemeldet haben. Das ſind: Hans Kienſtrop— der hats nötig auf ſeine ollen Tage, ſich noch Land zuzulegen. Der ſoll tagsüber man lieber ſchlafen, daß er nachts ordentlich alert iſt. Dann Jochen Klingbeil, dann Werner und Fritz Uſadel, und dann, was glaubſt, Dietrich Prehn. Ja, wo es Land zu ſchnappen gibt, da ſchnappen die Powerſten am döllſten.“— „Vadder, ſollſt dir man ſelbſt allens torecht ſtel⸗ len“, ſagte die Schulzenfrau,„hür, dat Gewiter kommt rauf, ich will lieber in' Kuhſtall.“ „Vor meinswegen kann dieſe ganze Verpachterei unterbleiben“, ſagte Clemens Stock.„Man bloß, der Paull hat die Hoſentaſche leer, da muß Geld rin. Was hat die kleene Hanſen nu dat ganze Arbeeten genutzt! Allens in ein großes Loch rin, und das Loch ſitzt in Paul ſeine Hoſentaſch'. So'n großes Loch flickt die fleißigſte Frau nicht zu.“ „Huch Vadder, dat grollt äwer al, dat kümmt arig rup. Bi ſo'n Gewitter kümmt keiner, Vadͤder.“ Soll mir recht ſein, ſagte der Schulze. Die Kuckucksuhr an der langen Wand ſchrie zehn⸗ mal. Um zehn hatte der Schulze die Sitzung aube⸗ raumt. Das Vormittagsgewitter ſtand gerade über dem Dorf. Es bam ein krachender Schlag und noch einer. Der Regen troff. Der Schulze, ein ſchwer⸗ fälliger, aſthmatiſcher Mann, ſaß im Lehnſtuhl am Fenſter. Es zeigte ſich niemand. Die Häuſer von Kienſtrop und Werner Uſadel hatten noch Stroh⸗ dächer.— De leiw Herrgott ſeggat: blifft to Hus! dachte der Schulze. Aber wie der nächſte Donner ferner grollte, hatte er ſchon das Gefühl, ſie würden doch kommen. Wenns Land zu ſchnappen gibt, da kann der Herrgott den Zinnerdorfern Steinblöcke in den Weg ſchmeißen, die klettern drüberweg und kom⸗ men doch. Es iſt noch keine halbe Stunde herum, da ſind ſie alle da, alleſamt. Im ſtrömenden Regen. Und das Gewitter kommt zurück, hörſt? Der letzte Donner war ſchon wieder näher. Lieber laſſen ſich die Zin⸗ nerdorfer ihr altes Gezeug abbrennen, als daß ſie neues fahren laſſen, und wenn's ein Karren voll Erde iſt. Lehr mich die Art kennen, ſagt der Schulze. Er hat die Zeichnung da, über den Tiſch gebreitet. Da ſieht keiner nach hin. Was ſollen ſie mit der Strichelei, das haben ſie alles haargenau im Kopf. Da braucht einer nur zu ſagen: die Buſchhecke, oder bi de olle Weid', oder: dat Stück bi de Kreitannen. Da weiß es jeder, als ſtünde er ſchon drauf. Flörke denkt: Vater, Vater, wäre der hier! Sie vermißt ihn auf Schritt und Tritt, aber er weiß von der ganzen Verpachterei nichts mehr, ſie war erſt eben bei ihm, er liegt im Hindämmern. Der Schmerz um ſeinen Anblick frißt ihr wie ein zwildes Tier am Herzen, und da muß ſie hier ſitzen am Schulzentiſch und den Kopf klar und kühl halten. „Ja!, wirft der Schulze zwiſchenein ſo hin,„poch⸗ ten iſt leicht, aber pünktlich das Pachtgeld bringen, das macht den Pächter.“ „Ick will jug mit nich pünktlich tahlen“, ſtößt Paul Oleſſen heraus. Er hat einen roten Kopf und ſeine Hände ſind zittrig. Es iſt niemandem zu caten, mit ihm anzubinden. Das merken alle. Dietrich Prehn iſt aſchgrau im Geſicht, er kann es ſelber nicht begreifen, daß er hier ſitzt und Land für ſich erhan⸗ deln will, das er an die zwanzig Jahre als Knecht beackerte. Er mag Flörke nicht anſehen, als wenn er ſie beſtehlen wollte. Obenan an der Schmalſeite ſitzt der Schulze, rechts von ihm Oleſſen, dann Flörke, dann der Nacht⸗ wächter, den ſie hier nur als Hans Unkel kennen. Drüben die beiden Uſadel und Klingbeil. Unten vor Dietrich Prehn. Der Schulze ſagte:„Ihr müßt nicht glauben, daß ihr fünf die einzigen Pachtluſtigen ſeid. Aber ihr habt euch zuerſt gemeldet, und darum gebe ich euch das Vorrecht. Wenn ihr euch aber nicht einigen wollt, ſo ſind noch genug da, die auch warten. Wenn es nach der ganzen Anmeldung ginge, ſo kriegte jeder nur ein Stückchen, darauf könnt er knapp eine Zäg' anbinden, das Ackern lohnte das ſchon gar nicht.“ Fortſetzung folgt.) ola au Olubu0lunpiſl Mediziner-Geſchichten Die Vorſehung Rudolf Virchow, der große Mediziner, kam einſtmals in einer Geſellſchaft neben einen jungen Offibier zu ſitzen, der ſich die erdenklichſte Mühe gab, den großen Gelehrten zu unterhalten. Ueber dieſes und jenes wurde geſprochen. Und dabei begann der Offizier auch von den Wundern der Vorſehung im menſchlichen Leben zu erzählen. Virchow hörte nur halb hin, während der andere munter drauf los plauderte und mancherlei wunder⸗ ſame Begebenheiten anführte, die das Wunder der Vorſehung beweiſen ſollten.„Denken Sie ſich“, ſagte er dabei,„meine Schwiegermutter wollte nach Ame⸗ rika fahren. Es war alles gut vorbereitet, die Fahr⸗ karte gekauft und der Tag der Abfahrt ſtand feſt. Aber im letzten Augenblick wurde ſie verhindert, zu reiſen. Und nun kommt das Seltſame— das Schiff ſank unterwegs mit Mann und Maus. niemand wurde gerettet. Muß man da nicht an ein Wunder der Vorſehung glauben?“ Fragend ſah der Erzähler den großen Gelehrten an. Und da Virchow ſich noch immer in Schweigen hüllte, bat er ihn ſchließlich, doch ſeine Meinung zu dieſer Begebenheit zu ſagen.„Wunder der Vor⸗ ſehung?— Ich kann das leider nicht beurteilen, da ich Ihre Schwiegermutter nicht kenne!“ antwortete da Virchow mit bedeutſamem Lächeln. * Aerzte und Advokaten Der bekannte Leipziger Chirurg Profeſſor Thierſch geriet einmal in einen Streit mit einem Juſtizrat und Rechtsanwalt. Der Juriſt erzählte, um Thierſch zu ärgern, er habe geträumt, daß er in den Himmel gekommen ſei. Dort hätte er ſich in⸗ folge eines Gallenleidens nach einem tüchtigen Arzt erkundigt und von einem Engel die Antwort er⸗ halten:„Aerzte werden hier nicht aufgenommen.“ Thierſch hörte der Geſchichte ſchmunzelnd zu. Dann ſagte er:„Merkwürdig, ich habe neulich etwas ganz Aehnliches geträumt. Ich befand mich auch im Himmel. Da herrſchte große Aufregung, denn der Fürſt der Hölle hatte entgegen allen abgeſchloſſenen Verträgen die Höllentür aufgeſchloſſen, ſo daß die Himmelsbewohner nun den Verführungen durch die Höllengäſte ausgeſetzt waren. Petrus berichtete dͤem Herrgott davon. Da ſprach der Herrgott:„Nun, das iſt doch ganz einfach: Wir nehmen uns einen tüch⸗ tigen Rechtsanwalt und verklagen den Teufel auf Schließung ſeines Etabliſſements.“ Doch Petrus ratzte ſich bedenklich hinterm Ohr:„Das iſt ja eben 146 Unglück!“ ſprach er,„die tüchtigen Anwälte ſind alle auf der anderen Seite!“ Nach dieſer Geſchichte hatte Thierſch die Lacher auf ſeiner Seitee * Oben und unten Der holländiſche Arzt Boerhave ſtand einſt als Zeuge vor einem Gerichtshof. Der Verteidiger des Angeklagten nahm ihn in ein ſcharfes Kreuzverhör über die Krankheit ſeines Mandaten, den Boerhave behandelt hatte. „Ein Arzt ſollte ſein Urteil abgeben können, ohne Fehler zu begehen,“ ſagte der Advokat ſchließlich heftig. „Das ſollte ein Aoͤvokat auch!“ erwiderte Boer⸗ have. „Aber die Fehler eines Arztes liegen zumeiſt ſechs Fuß unter der Erde begraben!“ ſuhr der Advokat fort. „Und die eines Adͤvokaten werden gewöhnlich ebenſo hoch über der Erde aufgehängt!“ beendete Boerhave den Dialog. Der eingebildete Kranke. Der alte Heim wurde einmal noch ſpät abends zu einem Kranken in der Umgebung Berlins geru⸗ fen. Draußen herrſchte ein richtiges Hundewetter, aber Heim fuhr hinaus und kam um Mitternacht bei dem Kranken an. „Herr Doktor“, ſagte der Patient,„eigentlich fehlt mir gar nichts, aber ich fürchte, daß mir der Tod be⸗ vorſteht.“ Heim fühlte den Puls, unterſuchte den Mann und ſagte ernſt: „Haben Sie Ihr Teſtament gemacht?“ Der Kranke erblaßte. „Weshalb?— Nein, Herr Doktor— nein— in meinen Jahren!?“ „Wie heißt Ihr Notar und wo wohnt er?“ Der Kranke ſtotterte Namen und Aodreſſe. „Ich werde ihn ſofort holen laſſen“, ſagte Heim. Leichenblaß und zitternd klingelte der Patient nach ſeiner Wirtſchafterin. „Wie heißt Ihr Pfarrer?“ ſetzte Heim ſeine Fra⸗ gen fort. „Glauben Sie wirklich, Herr Doktor...2“ „Laſſen Sie auch ihn ſofort rufen. Ebenſo Ihren Vater!“ entgegnete Heim. „Alſo Sie ſind tatſächlich der Ueberzeugung, ver⸗ ehrter Herr Doktor, daß ich ſterben muß?“ ſtammelte weinend der Patient. Heim blickte ihn empört an und ſagte mit dem ihm ſo eigenen Temperament: „Nein, das glaube ich keineswegs. Aber ich möchte nicht um dieſe Stunde mit einem Verrückten allein ſein!“ eeeeeeeeeeeeee Die Macherei Der„alte Ilgen“, der oͤer berühmten Fürſtenſchule Pforta vorſtand, war eine originelle, kernige deutſche Natur von wahrhaft großartiger Einfachheit, der zur rechten Zeit und am rechten Ort durch eigenartigen, mitunter etwas derben Humor höchſt draſtiſch auf ſeine Schüler oder ſeine häusliche Umgebung wirkte. Ilgen hatte in der Urwüchſigkeit ſeines Humors große Aehnlichkeit mit Luther. Wir wollen eine kleine Probe dieſes echt dͤeutſchen Humors mitteilen. Ilgen ſprach ſich eines Tages ſehr entrüſtet über den Mißbrauch des Wortes„machen“ in folgender Weiſe gegen die Schüler ſeiner Prima aus: „Es iſt mir in unſerer Sprache nichts widerlicher als das Wort„machen“. Denn was ſonſt als Faul⸗ heit iſt es, daß man das Wort„machen“ für jedes andere Zeitwort ſubſtituiert! Doch das wäre noch das einzige, wodurch man ſich mit dieſem armen Wort verſöhnen laſſen könnte: Das Mitleid mit dem Schickſal desſelben. Es iſt des Regiments Pack⸗ und Plageſel, dem alles aufgebürdet wird, was auf die Wörter„anzünden, reiſen, eilen, öffnen, verſchließen, ärbeiten, zubeteiten, vernehmen, ſich befinden, genug faſt auf alle Zeitwörter der Sprache verteilt wer⸗ den müßte, wenn es Recht und Gerechtigkeit gäbe. Daßs Herz möchte einem brechen, wenn man unſere ſchöne Sprache durch dieſes Wort ſo verunſtaltet ſieht. Denn wirklich: Früh, wenn es Tag macht, macht ſich der Menſch aus ſeinem Bette heraus. Er macht die Kammertür auf und macht ſie wieder zu, um ſich an ſein Tagewerk zu machen, deſſen Anfang damit gemacht wird, daß man Feuer macht, um vor allen Dingen Kaffee zu machen. Das Weib macht unterdeſſen die Betten, ſie macht die Stube rein, macht Ordnung und macht ſich die Haare. Wenn ſie zu lange macht, macht ihr Mann ein ſaures Geſicht. Daraus macht ſie ſich freilich nicht viel, aber gutes Blut macht es doch nicht, wenn immer die Bemer⸗ kung gemacht wird: Mache, daß du fertig machſt, ich kann ſonſt vor Aerger nichts machen. Wenn ſich dann der Mann endlich auf den Weg macht, macht es ein ſo gräuliches Unwetter, daß er nicht weiß, was er machen ſoll uſw. Ei, ſo macht ihr Deutſchen doch endlich einmal eurer verwünſchten Macherei ein Ende!“ B EIIAGE OER NEUEN MANNHEIMER ZEITUNG Emil zaubert auf dem Schachbrett und Karl Unerschrocken erlebt eine böse Enttäuschung. So steht die Schlacht: Emil, der die weißen Steine führt, hat gerade erklärt, daß das Spiel unentschieden sei, und daß es keinen Zweck habe, weiterzuspielen. „*3 4, ,.— 2. 2 — b Karl: Weiß unentschieden? Sapperlot! Weiß ist doch töter noch als tot! Der schwarze Bauer auf d2 Ist doch im nächsten Zug so frei, Sich neu als Dame einzukleiden, Und außerdem geht von den beiden Schneeweißen Türmen einer flöten, Mir scheint, Weiß ist in schweren Nöten! Emil: Gemach, mein Freund, du red'st zuviel, Acht' gut auf dieses Zauberspiel, Durch das des Schwarzen Macht zerscheilt Und Weiß glatt unentschieden hält. Zunächst einmal— ich bin so frei— Zieh nach c5 ich Turm c2. Karl: Gestatte, daß ich höflich kich're, Mein lieber Emil. Ich versich're, Daß ich den kühnen Plan durchschau, Allein, er scheint mir etwas mau. Der König soll nach bé wandern, Das Türmlein nach c8 zum andern, Und ich wär schmählich matt gesetzt. Zu früh hast du den Stahl gewetzt: Karl Unerschrocken ist mein Name, Ich zieh di— und hab die Damel Was macht's? Im Sinne meines Zwecks Zieh ich den König nach P6. Emil: Mach, was du willst! Allein mir scheint's, Als wär's nun aus, denn nach g1 Geht meine Dame kalt und keck, Und festgenagelt auf dem Fleck Steht nun dein Turm, denn zög er, ach, Dann ständ' dein König ja im Schach. Karl: Emil: Was schert der Turm c5 mich nun, Ich habe Größeres zu tun! Der Turm e2 geht nach es, Die Fessel springt, c5 ist frei. Karl: Du nimmst den Mund mir reichlich voll, Ich weiß nicht, was mich hindern soll, Den Turm auf es fortzuschlagen Und ihn getrost nach Haus zu tragen. Ich frag mich nur, hat's jetzt noch Sinn, Es steht ja wieder wie vorhin. Emil: Tu's nur! Im Sinne meines Zwecks Geht dann mein König nach aö6. Karl: Du kannst doch von dem Turm nicht fort, Er geht doch sonst auch über Bord. Unſere Rätſelecke Nr. 28 Kreuzworträtſel. 3* 5 0 7 8 9 70 3 72 7 7 e 7 8 9 77 7 3 Waagerecht: 1. Wochentag, 6. Gelc an dem Rom liegt, 8. rumäniſche Münze, 10. Geländeſenkung, 12. Sonnengott der Römer, 13. Teil des Hauſes, 14. Ritter⸗ ſchloß, 15. afrikaniſches Steppentier, 17. Nilſchiff, 18. abgekürzter Mädchenname, 20. Teil des Geſichts, 21. beweiſt man den anderen in Freud und Leid. Senkrecht: 1. Stadt in R Fluß Afrikas, 3. Sohn Adams, 4 orienta ſcher Titel, 5. ein⸗ emachte Gurke, 7. Gemütsſtimmung, 9. Stadt in Schle⸗ 11. poetiſcher Name für Löwe, 12. Gekochtes, 16. Metall, 18. Zeichen, 19. türkiſcher Aufſeher. Technik und Reklame. Der Eins iſt ein Zweidrei zur Fortbewegung, Ein Einzweidrei ſolches zur Luſterregung. Magiſches Quadrat. Waagerecht und ſenkrecht: 1 Teil der Schiffsbrücke, 2 Arzt Napoleons in der aft, 3 Nebenfluß des Rheins, 4 aſiatiſche Gemſen, 5 Südfrucht, 6 byzan⸗ tiniſcher Feldherr. frucht, 6 bnn Silbenrätſel. a— a— and— beet— bo— bri brö— cha — del— der— des— e— em— eu— haupt he— he— ho— i— ir— kir— la— la— le — lin— man— mann— men— mi— mi— ne — ro— ſa— ſäu— ſche— ſchen— ſchön— ſend— ſtand— ta— tau— teau— ti— to toll— tri— um— umph— ven— zep. Aus vorſtehenden 59 Silben ſind 17 Börter zu bilden, deren und Endbuchſtaben, beide von oben nach unten geleſen, ein Wort von Rouſſeau er⸗ eben(ch ein Buchſtabe).— Bedeutung der einzelnen örter: 1. Arbeitsraum, 2. Kunſtſtil, 3 deutſcher Kom⸗ poniſt, 4. griechiſcher Dichter, 5. römiſcher Kaiſer, 6. militäriſcher Dienſtgrad, 7. Lebensgemeinſchaft, 8. alt⸗ germaniſches 9. Amphibium, 10. SW0 01 konſtrukteur, 11. wonſcher 12. Buch der Bibel, 13. Nachahmung, 14. franzöſiſcher Dichter und Staatsmann. 555 W3 90 16. Märchenfigur(Grimm), 17. Wieſen⸗ Umſtellrätſel. Saturn— Miſere— Runzel— Naſſau— Stunde — Oberſt— Froſch— Hörer— Leſter— Serail— atrap— Merite. Die Wörter ſind umzuſtellen, ſo daß neue ſelb⸗ ſtändige Wörter entſtehen, deren Aulfangsbuchſtaben ein erſtrebenswertes Ziel der Sommerzeit ergeben. 30721 Geheimſchrifträtſel. 11. 13. 16. 9. 8. 2.— 7. 10. 11.— 15. 8. 2.— 14. 3. 8. 12. 8. 4. 10. 7. 8. 18. 8. 2.— 11. 13. 16. 9. S. 2.— 7. 10. 11.— 15. 8. 2.— 12. 8. 14. 11. 1. 8. 17. 12. 7. 4. 18. 8. 2.— 11. 13. 16. 9. 2. 8. 2.— 12. 8. 2.— 10.7. 5. 6.— 10. 8. 14. 1. 10. 11.— 1. 8. 47. 12. 18 Die Zahlen ſind durch Buchſtaben zu erſetzen und ergeben bei richtiger Löſung ein Zitat von Schiller.— Als Schlüſſelwörter 8 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Luftröhrenaſt. 9. 7. 4. 10. 11. 8. 2. 12. 13. 14. 15. 8.= Stadt in der 10 „ 16. 7. 11. 17. 12. 8. 18. ⸗ bekannter deut Maler. 815000 Auflöſung der Rätſel aus der vorigen Nummer: Kreuzworträtſel: a) 4 Ade, 6 Ara, 8 Erz, 10 Pentheſilea, 13 Teniers, 14 Spee, 15 Aera, 16 Rogen, 19 Tabor, 22 Liſſa, 26 Aroſa, 27 Leier, 28 Laren, 29 Arena;— b) 1 Ode, 2 Brei, 3 Ire, 4 Apis, 5 Ente, 6 Ahn, 7 Aſe, 8 Elſe, 9 Zama, 11 Teeroſe, 12 Iranier, N1 Sran 18 Ella, 19 Tal, 20 Ara, 21 Bor, 23 ſie, 24 Sen, Kalt— kälter— am kälteſten: Kein Gegenſtand war kälter als der andere, denn wenn draußen eine Temperatur von minus 10 Grad war, dann wurden die Gegenſtände gleich kalt. Daß die ieen——— „ ne Urſache in der Verſchiedenhe rer Wärmeleitfähigkeit. Scharade: Bernkaſtel. Beſuchskartenrätſel: Putzmacherin. — von der Waſſerkante: Bai, Hai, Mai, Kai. Magiſches Moſaik: Tunika, Albion, Eia⸗ min, Tomate. Mitteilungsblatt des Kreises Mannheim im Landesverband Baden So nimm ihn! Ich beklag ihn nicht, Er tat getreulich seine Pflicht. Emil: Wenn du es willst— in Gottes Namen! es, c5— s0 zichen die Damen! Karl: Emil: Und nun sag' mir mal weisheitsvoll, Was ich als nächstes ziehen soll. Ich steh', du siehst es, noch nicht matl, Bin aber Karl:.. Ach, ich seh es, patt! Das also war des Ganzen Sinn! Ich bin nicht da, ich bin ganz hin. Emil: So zaubert man, wer hätt's gedacht, Aus einer schon verlor'nen Schlacht Das Unentschieden noch heraus, Und geht beglückt und froh nach Haus. EMittag, v..), Aus dem Mannheimer Schachleben Die Vorkämpfe um die badische Mann⸗ schaftsmeisterschaft sind nun beendet, und die einzelnen Kreismeister werden in nächster Zeit zum Endkampf gegeneinander antreten. Wir sind unseren Lesern noch die abschließenden Tabellen des Kreises Mannheim schuldig: Kreismeisterschaft: 1. 2. 3. A, Pu. Pl. Mannhelmer Kub l. 1.).— 62¼ 10 5 ſ9 10 4/½ 1. Mannhelmer Klub U. 2. 4 2½— 9½ 5 8 8½ 88[2. Pülngstbeig.....05½ 5— 358½ 3. Welnleln.. 4. 10%½ 7 E5 E— 6 I4 Inzwischen hat im Mannheimer Klub bereits wieder das Sommerturnie r begonnen. Es wird in 5 Gruppen(—E) durchgeführt, die ungefähr nach der Spielstärke der Teilnehmer gebildet sind. Gruppe A und E haben den Kampf schon beendet, die übrigen Gruppen spielen noch. Nachstehend die Tabellen: Sommerturnier. Gruppe A. 25 3. 4. 5 5B5 F Plata Beck Blücmmel Baus Stamer 4 Weldenberger Hönig 00 00T0 Baufer Maurer Nühl Dr. Müller Meier Lötzenbörger Schnepf Deugler 1 Mansar 2 Mauer 3 Pfeijer A. Bartel 5. Ad. Wielaud 6. Bay 7. Wild 8. Hempf 1. Stors 2. y, Szomoggyi 3. Burger A. Wollmann 5 Busch 6. Fränsnick 7 Sonneck 8 48 2 3. 4. 5. Punkte Plats Steſje 2 Ehrler Pfaff Tschem Thoma 5 Dr. W. L. Der geheilte Pik-Bauer Ein leidenſchaftlicher Skatſpieler wurde in eine große deutſche Irrenanſtalt eingeliefert. Er litt an Verfolgungswahnſinn und hatte die fixe Idee, der Pik⸗Bauer zu ſein, und er glaubte, der Kreuz⸗Bauer verfolge ihn, um ihn zu ſtechen. Die Aerzte gaben ſich die größre Mühe, dem Kranken die Sache auszureden. Es war vergebens. Uebrigens ſpielte keiner von ihnen Skat. Ein junger Aſſiſtenzarzt bat um die Exlaubnis. den Geiſteskranken beſuchen zu dürfen. Er erhielt ſie und blieb ein paar Minuten mit dem unglück⸗ lichen Pik⸗Bauern allein. Als er aus der Zelle kam, war der Mann geſund. „Wie haben Sie das gemacht?“ fragten die Kol⸗ legen. „Ganz einfach!“ lachte der junge Mann— der übrigens ſelbſt Skat ſpielte.—„Ich ſagte ihm: Lieber Herr, was wollen Sie? Der Kreuzbauer kann Sie ia gar nicht ſtechen, der liegt ja im Skat, und Sie ſpielen doch aus der Handl“ N foe. — 8——————.————.—————— Samstag, 8. Aug.“ Sonntag, 9. Aug. 1990 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 19. Seite/ Nummer 362 Gottesdienſt-Oronung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, den 9. Anguſt 1936 In allen Gottesdienſten Kollekte für Oeſterreich Trinitatiskirche:.30 Frühgottesdienſt, Vikar Jäger; 10.00 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Speck, 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Jäger; abends 8 hl. Abendmahl, Pfarrer Speck. Konkordienkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Bauer; abdͤs. 6 Uhr Abendgottesdienſt, Vikar Wallenwein. Chriſtuskirche: 8 Frühgottesdienſt, Pfarrer Dr. Weber; 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Hauck; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Hauck. Neuoſtheim: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Würthwein. Friedenskirche:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Rupp: 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Rupp. Johanniskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar von Feilitzſch; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar von Feilitzſch. Lutherkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Höfer. Melanchthonkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vik. Wallenwein; Gemeindehaus Zellerſtraße 34:.30 Gottesdienſt, Vikar Wallenwein. Städt. Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Vikar Schilling. Diakoniſſenhaus: Kein Gottesdienſt. Feudenheim:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Vogel; 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Vogel. Friedrichsfeld:.30 Hauptgottesdienſt, cand. theol. Schulz; 10.30 Kindergottesdienſt. Käfertal: 9 Chriſtenlehre für Mädchen, Vikar Adelmann; 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Troſt; 11.15 Kindergottes⸗ dienſt, Vikar Troſt. Käfertal⸗Süd: 9 Hauptgottesdienſt, Vikar Troſt. Neckarau:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Schmitt; 10.30 Kin⸗ dergottesdienſt der Nordpfarrei, Vikar Schmitt; 11.15 Kin⸗ dergottesdienſt der Südpfarrei, Vikar Schmitt. Gemeindehaus Speyerer Str. 28:.90 Hauptgottesdienſt, Müller; 11.00 Kindergottesdienſt, Pfarrvikar Müller. Rheinau: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Vath. Pfingſtberg: 9 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Vath. Sandhofen:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Conradt; 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Conradi. Seckenheim:.45 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfr. Fichtl; .30 Hauptgottesdienſt, Pfr. Fichtl; 12.30 Kindergottes⸗ dienſt, Pfr. Fichtl. Panluskirche Waldhof:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Zug: 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Zug. Wallſtadt:.45 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Luger. Wochengottesdienſte: Friedenskirche: Montag bis Samstag.20 Morgenandacht. Fendenheim: Donnerstag.15 Morgenandacht, Vik. Vogel. Vereinigte evangeliſche Gemeinſchaften Evang. Verein für Innere Miſſion.., Stamitzſtraße 15 Sonntag abend 8 Uhr Verſammlung und Donnerstag abend.15 Verſammlung. Freitag abend 8 Bibelſtunde für jg. Männer.— Schwetzinger Str. 90(Stadtmiſſionar Wild): Sonntag.00 und Dienstag.00 Verſammlung.— Neckaran, Fiſcherſtraße 31(Stadtmiſſionar Welk): Sonn⸗ tag 8 u. Dienstag.15 Verſamml.— Rheinau, Däniſcher Tiſch: Sonntag 3 u. Mittwoch.15 Verſamml.— Pfingſt⸗ berg, Herrenſand 42: Alle 14 Tage Freitags.15 Ver⸗ ſammlung.— Lindenhof, Bellenſtraße 52: Sonntag 8 und Landeskirchliche Gemeinſchaft„Bethesda⸗Heim“, L 11. 4. Sonntag nachm. 2 Uhr Kinderſtunde; 4 Jugendbund für Mäbdchen; abends.15 Evangeliſationsvortrag. Dienstag abend.15 Männerſtunde. Mittwoch abend.15 Gebets⸗ ſtunde. Donnerstag nachm. 4 Uhr rauenbibelſtunde.— Käfertal⸗Süd, Dürkheimer Straße 32: Montag abend.15 Evangeliſationsvortrag.— Almenhof, Schillerſchule: Mon⸗ tag abend.15 Evangeliſationsvortrag.— Scharhof⸗Sand⸗ hofen. Dienstag abend.15 Evangeliſationsvortrag.— Pfingſtberg, Oſterſtraße 30: Donnerstag abend.15 Evan⸗ geliſationsvortrag.— Neckarau, Kirchgartenſchule: Frei⸗ tag abend.15 Evangeliſationsvortrag. Gemeinſchaft innerhalb der Kirche„Haus Salem“, K 4. 10. Sonntag nachm. 2 Sonntagsſchule; 4 Jugendbund für jg. Mädchen; abends 8 Evangeliſations⸗Vortrag über das Thema:„Die neue Kraft“. Dienstag abend 8 Mitglieder⸗ ſtunde der Gemeinſchaft. Mittwoch abd. 8 Jugendbund für junge Mädchen; abend 8 Männerſtunde.— Donnerstag nachm. 4 Frauenſtunde; abend 7 Freundeskreis für junge Mädchen; 8 Blaukreuzſtunde.— Käfertal, Sonnenſchein 25 bei Habermeier: Sonntag nachmittag 2 Sonntagsſchule; 3 Verſammlung.— Almenhof, Mönchwörthſtraße 218 bei Reißner: Montag abend 8 Verſammlung.— Pfingſtberg, Strahlenburgſtr. 13: Donnerstag abend 8 Verſammlung. Landeskirchliche Gemeinſchaft der Liebenzeller Miſſion und Jugendbund für eutſchiedenes Chriſtentum, Lindenhof⸗ ſtraße 34: Sonntag abend 8 Wortverkündigung(Pfarrer Dr. Weber). Montag abend 8 Uhr Frauenbibelſtunde.— Dienstag abend.15 Uhr Bibelſtunde Fahrlachſtraße 13 bei Dörr.— Mittwoch abend 8 Bibelſtunde.— Sams⸗ tag abend.15 Uhr Männerbibelſtunde.— Jugendbund für E.., a) für junge Männer: Freitag abend.15; b) für Jungfrauen: Sonntag nachm. 4 Uhr und Donners⸗ tag abend 8 Uhr.— Mannheim⸗Fendenheim, Schwanen⸗ ſtraße 30, Hinterhaus: Sonntag abend 8 Wortverkün⸗ digung.— Dienstag abend 8 Frauenbibelſtunde. Wald⸗ hof, Trommlerweg 33 bei Gülting: Donnerstag abend 8 Bibelſtunde.— Wallſtadt, Atzelbuckelſtraße 4: Sonntag abend 8 und Dienstag abend 8 Bibelſtunde. Euang.⸗luth. Gemeinde (Diakoniſſenhauskapelle, P 7. 20): Sonntag nachm. 5 Uhr Predigt, Pfarrer Lucius von Rothenberg. Evangeliice Freikirchen Methodiſten⸗Gemeinde, Eben⸗Ezer⸗Kapelle, Augartenſtr. 26. Sonntag vorm..45 Predigt; 11 Sonntagsſchule; abends .30 Predigt. Mittwoch abend 8 Bibelſtunde. Evangel. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten(Baptiſten), Mannheim, Max⸗Joſeph⸗Straße 12: Sonntag vorm..30 Gottesdienſt. Predigt über Hebr. 6,—8:„Die ſchauerliche Möglichkeit und die noch ſchauerlichere Unmöglichkeit“; 11 Sonntagsſchule; abends 8 Evangeliumsverkündigung. Mittwoch abend 8 Bibel⸗ und Gebetsſtunde. Evangeliſche Gemeinſchaft, Mannheim, U 3. 23. Sonntag vorm..30 Jubiläumsfeier anläßl. des 50jähr. Beſtehens unſerer Bethesda⸗Anſtalt, Prediger Sautter; 10.45 Sonn⸗ tagsſchule; abends.30 Predigt. Mittwoch abend§ Uhr Gebetsſtunde. Donnerstag nachm. 4 Uhr Frauenmiſſions⸗ ſtunde; abends 8 Jungfrauenſtunde. Adventgemeinde Mannheim, J 1, 14: Dienstag abend 8 Bibelſtunde: Das unveränderliche Geſetz Gottes. Freitag abend 8 Jugendſtunde. Samstag vorm. 9 Uhr Sabbat⸗ ſchule; 10 Predigt. gottesdienſt am Stephanienufer; abends.30 Heilsver⸗ ſammlung. Mittwoch abend 8 Heilsverſammlung. Frei⸗ tag abend 8 Heiligungsverſammlung. Kirche Jeſu Chriſti, der Heiligen der letzten Tage Sonntag vorm. 10 Sonntagsſchule; abends 7 Abendmahls⸗ verſammlung. Dienstag abend.30 G. F. V. 1. 3. 5. Diens⸗ tag Genealogie. Mittwoch nachm. 5 Primarklaſſe f. Kinder. Freitag abend.30 Frauenverein;.30 Chorſtunde. Neu⸗Apoſtoliſche Kirche Mannheim⸗Stadt, Kirche Ecke Langerötter⸗ u. Moſelſtraße. Sonntag vorm..30 u. nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abd. 8 Gottesdienſt.— Mhm.⸗Sandhofen, Zwerchgaſſe 16: Sonntag vorm..30 u. nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Neckarau, Gießenſtr. 1⸗ Sonntag vorm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Uhr Gottesdienſt.— Mannh.⸗Friedrichsfeld, Neudorfſtr. 68: Sonntag nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottes⸗ dienſt.— Seckenheim, Kloppenheimerſtraße 37: Sonntag nachm..30 Gottesdienſt. Die Chriſtengemeinſchaft, I. 2, 11. Bewegung zur religiöſen Ernenerung. Sonntag vorm. 10 Menſchenweihehandlung mit Predigt; 11 Sonntagsfeier für Kinder.— Mittwoch vorm. 9 Men⸗ ſchenweihehandlung. Katholiſche Gemeinde Sonntag, den 9. Auguſt 1936(10. Sonntag nach Pfingſten) Obere Pfarrei(Jeſuitenkirche): Von 6 an Beichtgelegenh.; 6 Frühmeſſe,.45 hl. Meſſe; 7330 Singmeſſe;.30 Sing⸗ meſſe;.30 Hauptgottesdienſt mit Predigt und Amt; 11 hl. Meſſe mit Predigt; nachm..30 Corp.⸗Chriſti⸗Bruder⸗ ſchafts⸗Andacht mit Segen. St. Sebaſtiauuskirche— Untere Pfarrei: 6 Frühmeſſe und Beginn der Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe; .30 Predigt, und Singmeſſe; 11 Kindergottesdienſt mit Predigt,.30 Corp.⸗Chriſti⸗Bruderſchaftsandacht m. Segen. Heiliggeiſtkirche: 5 hl. Meſſe; 6 hl. Meſſe; 7 Frühmeſſe; § Singmeſſe mit Predigt;.30 Amt mit Predigt, 11.15 Singmeſſe; nachm..30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen. Liebfrauen⸗Pfarrei: Von 6 an Beichtgelegenheit;.30 Früh⸗ meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt,.30 Amt; 11 Singmeſſe mit Predigt,.30 Andacht um Erhaltung der Feldfrüchte. Katholiſches Bürgerſpital:.30 Singmeſſe mit Predigt. St. Joſeph, Lindenhof: 6 hl. Meſſe, Beichtgelegenheit;.00 Spendung der hl. Kommunion; 8 Singmeſſe mit Predigt; 10 Amt; 11.30 Singmeſſe; abends 7 Herz⸗Jeſu⸗Andacht. St. Peter, Mannheim: 6 Beichtgelegenheit; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt; 11 Singmeſſe mit Predigt; abends.80 Herz⸗Feſu⸗Andacht mit Ausſetzung und Segen. Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe u. Beicht⸗ gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Preöigt u. Amt, 11 Kindergottesdienſt mit Predigt; nach⸗ mittags.30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen. St. Bonifatiuskirche: 6 Frühmeſſe und Beichtgelegenheit; 7 bl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.05 hl. Meſſe; 10 Hochamt mit Predigt; 11.30 Singmeſſe mit Predigt; nach⸗ mittags.30 Herz⸗Feſu⸗Andacht. St. Nikolaus, Mannheim:.30 Gemeinſchaftsmeſſe; 10 Amt mit Predigt und Segen; abends.30 Komplet. St. Jakobus, Neckarau: 6 Kapelle der Spiegelfabrik: 9 Singmeſſe mit Predigt. Waldkapelle Gartenſtadt. Der Gottesdienſt iſt bis auf wei⸗ teres in der Herbert⸗Norkus⸗Schule. Sonntag vorm. 8 Singmeſſe mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt. St. Laurentius, Käfertal: Patroziniumsfeſt: 6 hl. Meſſe; .30 Beichte;.15 hl. Meſſe mit Anſprache; 9 Feſtpredigt, levit. Hochamt mit Ausſetzung; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt; abends 8 feierliche Veſper mit Ausſetzung. St. Peter u. Paul, Mannheim⸗Feudenheim:.30 hl. Beichte; .30 Singmeſſe; 10 Hauptgottesdienſt und Schülergottes⸗ dienſt; nachm. 2 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen. St. Bartholomäuskirche, Sandhofen:.30 Beichtgelegenheit; 7 Frühmeſſe, 9 Hauptgottesdienſt mit Predigt und Sing⸗ meſſe; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt und Singmeſſe; abends.30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen. St. Anton, Rheinau: 6 hl. Beichte; 7 Frühmeſſe;.30 Amt mit Predigt; abends 8 Bittandacht um günſtige Witterung mit Segen. St. Aegibins, Seckenheim:.30 Beichtgelegenheit; 7 Früh⸗ meſſe;.30 Hauptgottesdienſt; nachm..30 Andacht zur Er⸗ haltung der Feldfrüchte mit Segen. St. Bonifatiuskirche, Mannheim⸗Friedrichsfeld:.30 Beicht⸗ gelegenheit;.30 Frühmeſſe;.30 Predigt und Amt. St. Thereſia vom Kinde Jeſu, Pfingſtberg:—.30 Beichte; .30 und 8 Austeilung der hl. Kommunion;.30 Amt mit Predigt; nachm..30 Andacht;.30 Abendandacht. St. Paul. Almenhof: 7 Frühmeſſe; von.30 bis.30 Beichte; .30 Singmeſſe mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt⸗ St. Hildegard, Käfertal⸗Süd: 6 Beichte: 7 Frühmeſſe mit Predigt; 9 Amt mit Predigt und Wetterſegen; abends.30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht. Ilvesheim: 7 Frühmeſſe;.30 Hauptgottesdienſt mit Pre⸗ digt; nachm..30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen; 5 Andacht in der Bruder⸗Konrads⸗Kapelle(Siedlung). Alt⸗atholiſche Gemeinde(Schloßkirche) Sonntag vorm..30 hl. Meſſe in deutſcher Sprache mit Predigt. ———TPTT—— Was locht die ſparſame Hausfrau? Küchenzettel vom 10. bis 17. Auguſt Montag: Eintopf: Gulaſch mit Gelbrüben und Kar⸗ toffeln. Friſches Obſt. 9—5 abends: Kartoffelſalat mit Heringswürfeln ge⸗ miſcht, mit Tomatenſcheiben verziert. Dienstag: Grüne Bohnenſuppe, Dampfnudeln, ge⸗ kochtes Obſt. abends: Bohnenſalat, abgeſchmälzte Kartoffel⸗ ſchnitze. Mittwoch: Erbſenſuppe, Kartoffelgemüſe, Gurken⸗ und Tomatenſalat. abends: Bücklinge, Schalenkartoffeln. Donnerstag: Peterſilienſuppe, Rindsbraten, Küm⸗ melkraut, Schalenkartoffeln. abends: Gewärmtes Kraut, grüner Salat, geröſtete Kartoffeln. Freitag: Hafermehlſuppe, gebackener Fiſch, Gemüſe⸗ ſalat, Salzkartoffeln. abends: Milchreis, gekochtes Obſt. Samstag: Milchſuppe, ſaure Kartoffeln, Wurſt, Salat. abends: Backſteinkäſe, Brot, Butter, friſches Obſt. 3 laukre 1. II: 1 k hl. Meſſe;.45 hl. Meſſe; 8 Sing⸗ 9 eanerset 8 eannnnh.— Suniſer Kinderſe onkan aen Stete unh Hese er 9 0 meſe, abends 8 Her, Jofthaert mit, Pediat, ul Sina“ Sonntag: Grünkernſuppe, Rehragont, Makkaroni, 4———* Mittwoch— Waldhof: abend 8 Blaukreuzſtunde. Donnerstag 3 Frauenſtunde. cte; 7 Salat. Freitag 8 Verſammlung.— Fendenheim, Untere Kinder⸗[ Die Heilsarmee, 0 1. 15. Sonntag vorm..30 Heiligungs⸗ Frühmeſſe mit Predigt; 10 Singmeſſe mit Predigt; abds. abends: Gebackene Makkaroni, grüner Salat mit ſchule: Sonntag 8 und Dienstag 8 Verſammlung. verſammlung; 11 Kinderverſammlung; nachm..30 Frei⸗ Tomaten. .30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen. Verkündete: Getraute: Geborene: 3 J-49346—— Juli Auguſt 1936 6 TJit L1986 413 Spl 855 Badeanzüge 424 8 Oberwachtmeiſter Peter Meier Eliſabeth Gallier co, atſieKaufmann Richärd Voege— Eliſabeth Feß;„Profeſſor Jofen er i 5 Sbesſager Aöalen. Praml— Lina Leithner 8 Buchbinder Ludwig Bauer— Liſa Landwehr Sice Beine Eaffertiun r. 2. Marlt Krien Kurt Alexander Bademũtzen Dipl.⸗Handelslehrer Or. Emil Bender— Eliſabeth Küh Metzgermeiſter Albert Scheu— Margarete Waſſer Kaufmann Herbert Erich Menton e. S Gerhard Richard B 9 n Schriftſetzer Georg Dirſcherl— Erna Gerbert Maler Stephan Brendel— Elſa Eſchmann Gipſermeiſter Karl Seitz e. S. Gerhard Guſlar Adeschuhe ————— Crorſcadeninorf Aiblnn Adler 5 eng, Steinbach Kaufmann Karl Seckel e. T. Hannelore Gerda SadenB endreher— 5— Elſa Ri Arbeiter Ludwig Sutter— Gerda Sutter geb. Grünwald Sborſänger Adolf Albrecht Elſa Rieger geb. Kocher Arbeiter Fritz Karl Ehrlacher e. S. Lothar Joſeph Kaufmann Johannes Koſſian— Karola Huber Mechaniker Ernſt Reinhardt— Katharina Edinger Gärtner Friedrich Haag— Frieda Scheffel Elektromeiſter Helmuth Reinle— Bertg Michel Kaufmann Walter Groß— Johanna Faſold Arbeiter Heinrich Schmitt— Maria Hartmann Feuerſchmied Karl Ott— Emilie Mittern Maſchinenſchloſſer Bernhard Jutz— Barbara Pfeifer Gärtner Friedrich Karl Weber e. S. Helmut Adam Kaufmann Johann Georg Schirmer e. T. Wiltrut Eliſabeth Maria Maſchinenſchloſſer Julius Bradl e. S. Julius Rudolf Schreiner Rudolf Menke e. T. Doris Renate F1 4 Kraftwagenf. Albert Fr. Walther e. S. Albert Heinrich Friedrich 2 Schneider Edwin Schätzle e. T. Amalie Maria Helga* Schuhmacher Karl Nikolaus Kannewurf e. T. Erika Eliſabeth Maſchinentechniker Helmuth Barnitzke— Hildegard Faubel Schiffer Ludwig Strack— Gertrud Maxeiner Kaufmann Hubert Freiherr von Herman— Anna Scheib Juſtizinſpektor Adolph Becker— Hilda Haſenmaier Städt. Arbeiter Ellmar Ebert— Klara Hiemenz Schloſſer Adolf Chriſt— Cäcilie Dubs geb. Böhl Arbeiter Peter Bocian— Eliſabeth Hölzer 8—— L. Seeb 0 Gerichtsaſſeſſor Dr. iur. Karl Walter Groſch e. S. Günter * 55SS Verſicherungsbeamter Hans Lutz— Erna Schaumlöffel Arbeiter Karl Auer e. T. Inge Emilie Kinder wagen Scroſſer Heinrich Kling— Roſa Wimmer Berkzeugdreher Willy Dannheuſer— Maria Nahm Kaufmann Chriſtoph Heckmann e. S. Werner Anton b Ingenteur Walter Schueider— Hildegard Plaga S Vertreter Paul Janſen e. T. Inge 843 P21 üf pengler und Inſtallateur Klektrotechniter Eduard Müller.— Matbilde Röſſia Arb. Gottlieb Neumann— Katharina Häfner geb. Schittenhelm ge, Arbeiter Willy Elm— Emma Elm geb. Kolb Maurer Otto Stumpf— Ida Reinhardt Muſiker Ferdinand Supp— Emma Strobel Mechaniker Robert Saß— Frieda Boch geb. Schwab Schloſſer Karl Meiſenzahl— Luiſe Kolb Elektrotechniker Karl Daubenthaler— Marg. Schönberger Angeſtellter Friedrich Hildebrand— Emilie Vetter Schloſſer Emil Dewald— Karoline Würth Preſieſterograph Wilhelm Lobodda— Maria Schellberg Kaufmann Max Rothweiler— Hilda Kraus Kaufmann Hellmuth Becher— Katharina Beintner Eiſendreher Heinrich Kopp— Barbara Heger Angeſtellter Johann Rack— Charlotte Jeſerich Schreiner Paul Felger— Johanna Heckmann Gebrauchswerber Johann Schneider— Sophie Reinhardt Bauarbeiter Karl Adam— Elſa Graſer Werkmeiſter Johann Schmitz— Philomina Leix Hilfsarbeiter Joſeph Hering— Karolina Trabold Schneider Otto Kuhn— Maria Dubail Arbeiter Adolf Hornung— Veronika Knapp Flugzeugmonteur Alexander Lechleiter— Erika Fladung Arbeiter Ludwig Leib— Eliſabetha Neiſchwander Schriftleiter Friedrich Haas— Hilda Walter Maſchinenſchloſſer Johann Jäger— Emma Schmitz Maſchinenſchloſſer Willy Traub— Erna Eiſenhardt Elektromonteur Georg Thieme— Marie Körner Kraftfahrer Friedrich Schmitt— Margarete Burke Feldwebel Kurt Schumacher— Joſephine Herzog Bauarbeiter Joſeph Herrwerth Lydia Schwan Arbeiter Joſeph Popp— Elſa Schreiner Gebrauchswerber Otto Neu— Eliſabeth Kuhn Muſiker Friedrich Schmitz— Anna Weber Werkmeiſter Georg Hamm— Martha Grohmann Kaufmann Paul Day— Alice Grigo Kaufmann Hans Doll— Hedͤwig Treiber Bürodiener Joſeph Schwarzenſteiner— Emma Ebersmann Kaufmann Rudolf Rau— Thekla Rupp 8 Pegendh. Hauptpost Khönisteinzyiinderhut oder ein KLAPPHU .— 10.- 12.- 14.- usw. FLE INER-HUTE D 2,6(Dippel Nachf.) D 2, 6 Geſtorbene: Juli 1936 Maſchinenſchloſſer Johann Koch, 68 J. 10 M. Kaufmann Paul Otto Sturm, 60 J. 9 M. Helga Anita Schmitt, 13 Tage Martha Maria Roloff geb. Hierander, Eheſrau des Diplom⸗Ing Wilhelm Karl Bruno Roloff, 42 J. 8 M. Horſt Gottlob Adolf Schneider, 3 Tage 2½ Std. Frida Rök geb. Luöy, Ehefrau des Kfm. Anton Rök, 58 J. 5 M. Ledige berufsloſe Ida Kirſch, 80 J. 2 M. Kutſcher Wilhelm Johann Geiger, 55 F. 7 M. Melanie Elſa Tegtmeyer geb. Frank, Eheſrau des Verſ.⸗Beamten Eduard Tegtmeyer, 48 J. 4 M. Margareta Otto geb. Maldinger, Witwe des Hilfswagenwärters Georg Otto, 60 J. 6 M. Schneidermeiſter Heinrich Wilhelm Brinkmann, 58 J. 1 M. Werkmeiſter Rudolf Mönch, 54 J. 3 M. Lore Meyer, 2 J. 4 M. Lediger Kaufmann Otto Liebmann, 67 J. Kaum ertönt das Telefon 87 Angesaust kommt Lechner schon Und die Scheibe, die entzwei Ist erneuert, eins- zwei drei „Glaserei Lechner“ S G. 30 Tel. 26336 geb. Niemes 2 Techniker Arthur Niſſen, 71 J. 1 M Radio-Anschaffung Geborene: Slücklieh 9 Hauptlehrer a. D. Franz Traum, 71 Jahre durch 10-Eig.-Automat Julie Hirſch geb. Weſtphal, Wwe. d. Verſ.⸗Beamten H. Hirſch, 81 F. 8 8 Schriftſetzer Karl Joſt e. T. Margot Apollonia Jawohl durch Möbel von ane 8 0 37 Reuer Medizinalvorein Mannbeim Abteilung„Zeit- Radio“, B 1, 3 Poſamentier Hans Simon Dirſcherl e. T. Ilſe E3.11 Dietrich E3. 11 Eliſabeth Anlag geb. Reiſer, Witwe des Landwirts Georg Anlag, R1,-3 Gegt. 1890 R 1,-3 Alkletnvertrieb: Kraftwagenführer Friedrich Hermann Sichler e. Anna Maria 7 J. 93 Weisbarth 2 W 815 5 8 f i ilipp Mann e. T. Ingrid Luiſe 81 tMamen achten! Roſemarie Chriſtine Weißbarth, 2 M.. iese Krankenkasse für Familien- adiohaus Stabturtzre, 267— 05 Wollier 45 Kurt Georg Karoline Berberich geb. 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Schwedes, Witwe d. 55— 7 Fr. 5 0 chafff. u. S. Maſchinenſchloſſer Philipp Friedrich Lenz e. T. Hilde Emma Suſanna Müller geb. Wolf, Ehefrau des Straßenbahnſchaffn. a. D. genossel EC⁊e E Wagenführer Albert Hellinger e. S. Rolf Ma er ibgeb. Sbenfand Poefen des Photographen Eduard Rier bitt Du wirklich vernchern rie Leu 3 4 8—— aanben Ludwigshalen Schuhmacher Emil Oſtheimer e. S. Helmut Georg 5 67 F. 1 M. S 0 3, 4a Bismarcicstraße 49] Metzgermeiſter Otto Oskar Emmerich e. T. Senta Maria Hildegard Eliſabeth Moritz geb. Blank, Ehefrau d. Rentenempfängers Eugen om klauptbüro k 4,-3 Tel. 2117 Arbeiter Auguſt Georg Schabacker e. T. Marianne Damian Moritz, 63 J. 7 M. 3 und Vorortsfilislen Automech.⸗Meiſter Artur Herm. Hch. Thomer e. T. Ingeborg Helga Kantinenverwalter Heinrich Steiger, 54 J. 7 M.—— Lest clie NM2 Arbeiter Willi Philipp Schaad e. S. Horſt Werner ſa Dori Benz, Ehefrau des Stad arbeiters Orthopäde Leopold Gerwin Schwab e. T. 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August 1950, 14 Uhr Festzug durq; die Stadt auf dem Festplatz unter Mitwir⸗ kung der Weinheimer Kapellen ontag: Auskleng Wirtschaftsbelrieb in verschiedenen Zelten Täglich Tanz ab 20 Uhr ab 16 Uhr auf 2 Tanzbũhnen Tägl. nack eingelrelener Dunkelheil Burgenbeleuchlung KAFFEE BURsE, E 4, 12 àd. Sonntaf Uexlängerung m. Konzerl ſrieE — Hubickel des Marpheirner Schechklubs Das be kannte Bayerische AuArITATSSIER 2 9 Schleßbräu ————————— Niederlage ln Mannheim 6. 9 Fernspr. 222 24 15 Tg. Rom—¶MNeapel- Capri) Venedi 8 4 5, S b... R. 1i3. Krauß& Co., Reisebũro Gmbll., Nürnberg·A 10, Karolinenstr. 38/ 0 Auto-Pauschalreisen! S Lrenn 12 Tg Große Deutschlandrundreise bis zur Ost- und Nordsee vom 10.—27. august. RM. 121. Zur teilweiſen Reise kindet bestimmt statt. Erneueruna des 8 Tg. Reizvolle Alpenpässefahrt Schweiz u. Dolomiten Schieferdaches Interlaken- Grimsel- Furkapaß- Stilfserjoch · 94 90 des Schloſſes in Ortier- Meran, vom 1. bis 8. September. RRM.. Mannheim ſind 8 Tg. 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