* Einzelpreis 10 Pf. Neue Mannheimec Seitung Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: WMaph im Gen 1 N10 2 elmer erabAnzelger Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn. in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle; R 1,.0. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Rummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pſennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile 50 Piennia Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßtate Grundorelſe Allgemein aültig iſt die Anzeigen ⸗Pretsliſte Nr. 0. Bet Zwanasveraleichen oder Konkurſen wire keinerten Nachlaß aewahrt Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben. an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Anſträae Gerichtsſtand Mannheim. 150 Jahrgang— Nr. 31 50 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. 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Hierbei kam es zu zahlreichen Zwiſchenfällen zwiſchen Polizei und Demonſtranten, ſo daß die Beamten mit Gummiknüppeln gegen die ſich widerſetzenden Elemente vorgehen mußte. Als die Demonſtrationen immer ſchärfere Formen annahmen, ſah man ſich ſchließlich genötigt, das Regierungsviertel für jeden Verkehr abzuriegeln. Lediglich zwei Kommuniſten wurden— begleitet von Poliziſten— zum Hauſe des Premierminiſters durch⸗ gelaſſen, die dort eine der üblichen kommuniſtiſchen „Denkſchriften“ abgaben. Weiter haben die Jugendgruppen der Linkskreiſe einen Hilferuf an den franzöſiſchen Miniſterpräſiden⸗ ten gerichtet. In ihrem Telegramm bitten die Ver⸗ treter von zahlreichen Jugendorganiſationen, ange⸗ fangen von der Nationalliga jugendlicher Liberaler bis zur Labour⸗Party und Kommuniſten⸗Jugendliga, Miniſterpräſident Daladier, ſofort die Grenze nach Rotſpanien zu öffnen. Ferner ſandte die Gruppe, die ſich„Nationaljugendkampagne“ nennt und angeblich 100 000 Engländer repräſentiert, an Attlee, Sinclair und Churchill ähnliche Telegramme. Außerdem ver⸗ lautet, daß die Organiſationen in der nächſten Woche einen Dampfer mit„Nahrungsmitteln“ nach Barce⸗ lona entſenden wollen. Am kommenden Samstagabend ſollen in 50 Städ⸗ ten Englands Kundgebungen für Rotſpanien abge⸗ halten werden. Der Exekutivausſchuß der Labour⸗Party hat eine Entſchließung gefaßt, in der die britiſche Regierung und die Benölkerung aufgefordert wird die fran⸗ zöſiſch⸗ſpaniſche Grenze unverzüglich zu öſſnen und den Verkauf von Waſſen an Rotſpanien zu erlauben. Der liberale Abgeordnete Mander, der am Mittwochabend in Wolverhampton ſprach, griff in ſeiner Rede Chamberlain wegen ſeines Rombeſuches ſtark an und ſtellte die ebenſo lächerliche wie ver⸗ logene Behauptung auf, daß dieſer Beſuch in einem Angenblick ſtattgefunden habe,„wo die italieniſchen Truppen gegen Barcelona vorrückten“, was zu einer ernſten Drohung für die Unverſehrtheit Frankreichs und Englands führe. Er forderte, daß Rotſpanien die Möglichkeit gegeben werden ſollte, Waffen zu kaufen. Die Regierung bleibt feſt Drahtbericht unſ. Lon doner Vertreters — London, 19. Januar. Das Kabinett hielt geſtern eine Sitzung ab, in der Chamberlain und Halifax über ihren Rombeſuch Bericht erſtatteten. Die Spanienfrage ſtand im Mittelpunkt der Beratungen. Sie wird hier durch den Beſchluß der franzöſiſchen Regierung, die Nichteinmiſchungspolitik fortzuführen, erheblich ruhiger beurteilt. Amtlich wurde der von uns geſtern gemeldete Be⸗ richt des„Daily Expreß“ aus Paris dementiert, daß die engliſche Regierung in Paris vorſtellig gewor⸗ den ſei, doch wurde das Dementi in politiſchen Kreiſen mit geringem Intereſſe aufgenommen, denn es iſt ſelbſtverſtändlich, daß nach außen hin der Eindruck, England habe auf die Entſchlüſſe der franzöſiſchen Regierung Einfluß, ausgeübt, ver⸗ mieden wird, auch wenn er tatſächlich ſtattgefunden hat. Am 31. Januar wird im Unterhaus eine Aus⸗ ſprache über die Spanienpolitik abge⸗ halten. Die Forderung des Oppoſitionsführers Attlee, das Parlament ſofort zu einer Spaniendebatte zuſammenzurufen und die Nichteinmiſchungspolitik aufzugeben, wurde von Chamberlain in einem Brief abge⸗ lehut. in dem es heißt, das Auſgeben der Nicht⸗ einmiſchungspolitik würde zu einer Ausdehnung des Spanienkonflikts führen und ſchwere Fol⸗ gen für Europa haben. Die Regierung werde die Entwicklung in Spanien aufmerkſam verfolgen und bei einer etwaigen Aen⸗ derung der Lage mit einer vorzeitigen Einberufung des Parlaments einverſtanden ſein. Wachſender Peſſimismus in Jtalien „Jtalien iſt entſchloſſen, ſich ſeine Handlunosfreiheit wieder zu nehmen!“ EP. Rom, 19. Jauuar. Die Haltung Frankreichs gegenüber dem ſpani⸗ ſchen Krieg wird von Rom aus mit großer Aufmerk⸗ ſamkeit verfolgt, nachdem von italieniſcher Seite mit unmißverſtändlicher Deutlichkeit feſtgeſtellt worden iſt, daß Italien ſeine Handlungsfreiheit zurücknehmen, das heißt, das Nichteinmiſchungs⸗ abkommen als erledigt betrachten werde falls„mit Negrin befreundete Regierungen“ ſich für Hilfsaktio⸗ nen größeren Maßſtabes zugunſten der ſpaniſchen Bolſchewiſten bereitfänden. Man iſt hier offenſicht⸗ lich eutſchloſſen, ſich nicht von den Ereigniſſen über⸗ raſchen zu laſſen, ſondern ein wachſames Auge auf die Entwicklung der Dinge— vor allem auf die Vor⸗ gänge an der Pyrenäengrenze— zu halten. Man Pariſer Generalſtab gegen Intervention Die Linke ſetzt ihre Hetze lrotzdem nach Kräſten fort Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 19. Januar. Wie der„Jour“ berichtet, habe der Große Ge⸗ neralſtab der franzöſiſchen Armee aufs entſchie⸗ denſte Proteſt gegen jede Möglichkeit erhoben, daß auch nur eine einzige Kartuſche aus den franzüſiſchen Rüſtungsbeſtänden nach Barcelona geſchickt werde. Die franzöſiſchen Kriegsreſerven ſeien ſowieſo ſchwach genug, die Rüſtungsproduktion ſei noch un⸗ genügend, und es gehe nicht an, daß irgend welches Kriegsmaterial nach Rotſpanien exportiert würde, während Frankreich ſelbſt für ſeine eigenen Be⸗ ſtände auf den Import aus England und Amerika angewieſen ſei. Man dürſe nicht Frankreich zu⸗ gunſten des Bolſchewismus entwaffnen. Die Heereskommiſſion der Kammer hat ihrer⸗ ſeits mit 10 gegen 5 Stimmen einen kommuni⸗ “ſtiſchen Antrag auf Oeffnung der Pyrenäengrenze gegenüber Rotſpanien diskuſſionslos abgelehnt. Aber das alles hat die beiden marxiſtiſchen Parteien nicht gehindert, geſtern abend in einer Volksver⸗ ſammlung in Paris, an der etwa 20000 Perſonen teilnahmen, erneut die franzöſiſche Waffenhilfe für Rotſpanien zu fordern. Als Redner taten ſich dabei beſonders der ſozialdemokratiſche Parteiführer Leon Blu m, der kommuniſtiſche Parteiführer Thorez und der Gewerkſchaftsführer Jouhaux hervor. Der nationaliſtiſche Abgeoroͤnete de Kerillis fordert in einem Schreiben an den Miniſterpräſi⸗ denten Daladier, daß die franzöſiſche Kammer dem⸗ nächſt zu einer Geheimſitzung zuſammenbe⸗ rufen werde. In dieſer Sitzung ſoll eingehend die militärpolitiſche Lage Frankreichs geprüft werden im Hinblick auf die militäriſchen Möglichkeiten Frankreichs in der vergangenen Kriſe um die Tſchecho⸗Slowakei, dann aber auch vorausſchauend auf die Zukunft hinſichtlich eines allgemeinen Kon⸗ flikts im Mittelmeer. De Kerrillis fordert, daß an dieſer Sitzung ausnahmsweiſe auch der Oberkom⸗ mandierende der franzöſiſchen Armee, General Ga⸗ melin, der Oberkommandierende der Marine, Vize⸗ admiral Darlan und der frühere franzöſiſche Mili⸗ tarattaché in Prag, General Faucher, teilnehmen ſollen. Es fällt dabei auf, daß de Kerillis nicht auch den Oberkommandierenden der Luftwaffe, General Vuillemin, zitierten will. Die Ausſagen der milr⸗ täriſchen Führer Frankreichs ſeien unbedingt not⸗ wendig, erklärt der Abgeordnete, damit die franzöſt⸗ ſche Kammer ſich ein klares Bild über die außen⸗ politiſchen Möglichkeiten Frankreichs machen könne. Es läßt ſich natürlich ſchon vorausſehen, daß der Antrag de Kerillis nicht weiter ernſt wird. Vor einer Erkärung Vonnets anb Parts, 19. Januar. Dem„Paris⸗Soir“ zufolge wird Außenminiſter Bonnet bei ſeiner großen außenpolitiſchen Rede vor der Kammer hauptſächlich die Verpflichtung unter⸗ ſtreichen, die Muſſolini eingegangen ſei, keine Par⸗ zelle ſpaniſchen Bodens beſetzt zu halten. Die heutige franzöſiſche Regierung habe die Nachfolge der früheren Regierungen angetreten, die ſämtlich für eine ſtrikte Neutralität in der ſpaniſchen Ange⸗ legenheit ſich ausgeſprochen haben. Andererſeits ſei die franzöſiſche Haltung jederzeit bereit, neue Tatſachen in Rechnung zu ſtellen. genommen ſtelle. ſtellt dabei mit Befriedigung feſt, daß dieſe Einſtel⸗ lung mit der Deutſchlands übereinſtimmt. Die Pariſer Beobachter glauben feſtſtellen zu müſſen, daß die mit allen Mitteln auf eine offene Einmiſchung Frankreichs in den ſpaniſchen Konflikt hinarbeitenden Kreiſe ſtändig an Boden ge⸗ wännen. Die Zuſammenarbeit der Bolſchewiſten, Antiſaſchiſten und Juden, alſo all der Kreiſe, die ſchon ſo oft, aber bisher ſtets vergebens, verſucht hät⸗ ten, einen Krieg herbeizuführen, drohe Ergebniſſe zu erzielen, die nahezu unfehlbar zu einer bewaffneten Intervention Frankreichs in Spanien und damit zu einem allgemeinen Konflikt führen müßten. Man müſſe die Erklärungen des Außenminiſters Bonnet abwarten, um zu ſehen, ob diejenigen Pariſer Kreiſe, die behaupten, die Regierung Dala⸗ dier ſei trotz des auf ſie ausgeübten Drucks ent⸗ ſchloſſen, weiter an der Nichteinmiſchung feſtzuhalten, die Lage nicht allzu optimiſtiſch beurteilten. Die Manöver der geſamten franzö⸗ ſiſchen Flotte an der afrikaniſchen Küſte wer⸗ den hier— bei der gereizten Stimmung, die die heftige Preſſeſehde der letzten Tage geſchafſen hat, iſt dies kein Wunder— als neue„franzöſiſche Herans⸗ forderung“ aufgefaßt. „Zu jeder Abwehr- und Angriffsaktion bereit“ dnb Rom, 19. Januar. Die römiſchen Blätter veröffentlichen reichbebil⸗ derte Artikel über Stand⸗ und Schlagkraft der ita⸗ lieniſchen Wehrmacht. Uebereinſtimmend wird dabei die weitgehende Motoriſierung des Heeres unter⸗ ſtrichen, dihhman entſprechend den Theorien über den Krieg der raſchen Entſcheidungen als oberſtes Erfordernis hervorragend verwirklicht habe. Der Direktor der„Tribuna“ betont, daß Italien neben einem dreifachen Verteidigungsgürtel in der Po⸗Armee über ein wertvolles Element für einen entſcheidenden Angriff verfüge, da ſie durch ihre motoriſierten Panzerdiviſionen ein einzigartiges Ganzes von Menſchen, Maſchinen und Waffen dar⸗ Während die italieniſchen Inſeln in größte Verteidigungsbereitſchaft verſetzt worden ſeien und das Imperium zu jeder Abwehr⸗ und An⸗ griffsaktion bereit ſei, beſitze Libyen, gegen das ein groteskerweiſe als„Daladierlinie“ bezeichneter Verteidigungsgürtel aufgerichtet Hor⸗ den ſei, eine Militärorganiſation, die es nicht nur vor jedem Angriff ſchütze, ſondern auch dem Geg⸗ ner höchſt ſchmerzliche Ueberraſchungen bereiten könnte. Dts faſchiſtiſche Italien könne, geſtützt au/ einen gewaltigen militäriſchen Apparat, den man jeden Tag vervollkommner und ausbaue, der Zu⸗ kunft getroſt entgegenſehen und mit Verachtung auf die hyſteriſchen Ausfälle der Schreiberlinge jenſeits der Alpen herabblicken. die der Offenſive Francos ihre große Durch; Ende bereitet. Spanien ſteht plötzlich wieder im Mittelpunkt der Diskuſſion. Gleichſam über Nacht hat es ſich wieder zu einem Hauptgefahrenherd der europäiſchen Politik entwickelt. Schuld daran iſt, ſo paradox es klingen mag, die Ausſicht, daß der ſpaniſche Bürgerkrieg bald ein Ende findet. Wir haben ſchon vor längerer Zeit hier darauf hingewieſen, daß, ſolange die Partie in Spa⸗ nien remis ſteht, auch dem europäiſchen Frieden keine ernſthafte Gefahr droht, daß aber dieſe Gefahr in dem Augenblick akut werden muß, in dem ein Ende des Krieges mit einem eindeutigen Siege einer Partei ſich abzuzeichnen beginnt. Jetzt iſt es ſoweit. Die Diviſionen Francos haben die katalaniſchen Sowjetmilizen entſcheidend geſchlagen. Sie haben Tarragona erobert, ſind in katalaniſches Gebiet eingedrungen, und haben die erſte, ſehr ſtarke rote Verteidigungsſtellung über⸗ rannt. Sie haben damit gewiß noch nicht Barce⸗ lona erobert, denn noch liegen zwiſchen ihnen und der katalaniſchen Hauptſtadt zwei nicht minder ſtark ausgebaute Befeſtigungsgürtel; aber ſie ſind im beſten Zuge, es zu erobern. Jedenfalls aber haben ſie ihre militäriſche Anwartſchaft auf ihren endgül⸗ tigen Sieg eindeutig vor aller Welt bewieſen. Ein Zweifel an dem endlichen Sieg Francos iſt kaum mehr erlaubt. Das iſt aber auch der Augenblick, in dem das ſpaniſche Problem ſich wieder zu einem in⸗ ternationalen wandelt. Denn jetzt ſteht nicht mehr die Bürgerkriegsgegenwart jetzt ſtellt ſich die poli⸗ tiſche Zukunft des neuen Spanien zur Diskuſſion. Und die geht die Umwelt mehr an als der unſelige Bürgerkrieg zwiſchen dem ſpaniſchen Volke ſelber. Sie geht vor allem die Mächte an, die ſeit Generationen Rivalen im Mittelmeer ſind, und deren Rivalität ſich in der letzten Zeit zur of⸗ fenen Feindſchaft geſteigert hat: Frankreich und Italien— und im Hintergrunde ſelbſtverſtändlich auch England. Es iſt kein Geheimnis, daß ein Hauptteil der Unterhaltungen zwiſchen Muſſolini und Chamber⸗ lain in Rom der ſpaniſchen Frage gegolten hat. Es iſt auch kein Geheimnis, wie dieſe Unterhaltung ge⸗ endet hat: Italien hat ſich nicht bereit erklärt, den Reſt ſeiner Freiwilligen aus Spanien zurückzu⸗ ziehen, ehe nicht auch der Reſt der rotſpaniſchen Frei⸗ willigen zurückgezogen und Francos Sieg endͤgültig errungen iſt; es hat ſich aber zu dieſer Zurückziehung nach dieſem Siege verpflichtet, und gleichzeitig ſeine Verſicherung wiederholt, daß es nicht die geringſten territorialen Abſichten auf ſpaniſches Gebiet habe. England hat wiederum die von Italien geforderte Zuerkennung der Kriegsrechte an Franco abgelehnt — was inſofern von praktiſcher Bedeutung iſt, als damit Franco die Sperrung von Zufuhr für Barce⸗ lona ſehr erſchwert itt, wenn er nicht ſchwere Kon⸗ flikte mit den Weſtmächten riskieren will. Auf ſolche Zufuhr baut ſich aber heute der ganze Widerſtand Rotpſpaniens überhaupt noch auf. Auch die L⸗ haber von Bareelona geben zu, daß die Not der Zi⸗ vilbevölkerung in ihrem Gebiet unvorſtelltbar iſt. Der Interparlamentariſche Ausſchuß der franzöſi⸗ ſchen Kammer, der Rotſpanien bereiſte, hat darüber erſchütternde Berichte gegeben. Gleich groß wie die Lebensmittelnot im Hinterland ſcheint aber allmäh⸗ lich auch die Kriegsmaterialnot an der Front zu werden. Vor allem wird von ſeiten der roten Be⸗ fehlshaber beweglich über den Mangel an Artillerie und Fliegern geklagt— alſo gerade an den Waffen, 2384 kraft verſchafft haben. Rotſpanien kämpft alſo nur mehr mit dem Rücken an der Wand. Sein Atem geht nur mehr ſtoßweiſe, Was aber wird, wenn es zuſammen⸗ bricht und die Fahnen Francos über Barcelong und Madrid wehen? Italien hat eine ſehr logi⸗ ſche und planſible Antwort darauf: die Ausmerzung einer für den Frieden ganz Europas gefährlichen bolſchewiſtiſchen Peſtbeule und die Ausſchaltung einer ——— 7 Experimente die „ſchnell wieder in Ordnung bringen würden“. Wie⸗ tig und für alle Zeit ausgetreten iſt! 2. Seite/ Nummer 31 Neue Mannheimer Zeitung! Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 19. Januar 1939 Revolutionsfiliale Moskaus. Frankreich hat eine andere Antwort parat: die Begründung eines faſchiſtiſchen Regierungsſyſtems und die Feſtſetzung einer frankreichfeindlichen Macht an der ftan⸗ zöſiſche Südflanke. Wie Rom ſagt, ein rotes Spa⸗ nien würde nur eine Filiale Moskaus ſein, ſo ſagt Paris, ein nationales Spanien würde nur eine Fi⸗ liale Roms ſein. AUnd dieſe Vorſtellung, ſie mag nach den deutlichen Erklärungen Muſſolinis gegenüber Chamberlain ſo unberechtigt ſein, wie ſie will, iſt allen Franzoſen unbehaglich. Allen! Aber während ein Großteil der Franzoſen, erzogen durch die trüben Erfahrun⸗ gen der letzten Jahre, bereit iſt, ſich mit ſolchem Riſiko abzufinden, ſind die Linke und mit ihr in Bunde, die äußerſte Rechte, entſchloſſen, es zu ver⸗ hindern. Sie verlangen die Losſagung Frankreichs von der in London eingegangenen Nichteinmiſchungs⸗ verpflichtung. Und ſie erheben dieſe Forderung viel weniger im Namen ihres demokratiſchen Mitge⸗ fühls mit ihren weltanſchaulichen Bundesgenoſſen in Spanien, als im Namen patriotiſcher Beſorgniſſe. Sie ſagen, es ſei nicht Herr Negrin, es ſei Herr Da⸗ ladier, der die Schlacht in Spanien zu verlieren drohe, und es ſei Frankreich, das in den allmäh⸗ lich zerfallenden Armeen Barcelonas geſchützt und geſtützt werden müſſe. Und ſie verlangen deshalb die Oeffnung der Grenzen für Kriegsmaterial und für Freiwillige—— wenn nicht gar für ein paar reguläre franzöſiſche Diviſionen, die nach der etwas ſelbſtüberheblichen Anſicht der Beſürworter ſolcher militäriſche Lage dort unten weit dabei die Angaben der Linken, daß ſich bereits wieder 22 000 franzöſiſche Freiwillige zum Kampfe in den Reihen der ſpaniſchen Milizen gemeldet hät⸗ ten und auf die Erlaubnis zum Grenzübertritt war⸗ teten, richtig iſt, weiß man nicht, ebenſowenig, wie weit wirklich Rotſpanien Millionen über Millionen zum Ankauf von Kriegsmaterial bereitgeſtellt hat, das unter den augenblicklichen über die Grenze darf. Sicher iſt nur eines: die Reaktion Ita⸗ liens, wenn Frankreich ſich wirklich von ſeiner Nichteinmiſchungsverpflichtung losſagen ſollte. Das offizielle Organ des römiſchen Außenminiſteriums, die„relationi internationali“, hat darüber keinen Zweifel gelaſſen. Es hat erklärt, daß ein ſolcher Schritt Frankreichs„von unüberſehbaren Konſequen⸗ zen“ ſein müſſe, und Italien„zu ſofortigen unmiß⸗ verſtändlichen Gegenmaßnahmen“ veranlaſſen müſſe. Denn Italien ſei entſchloſſen, den logiſchen Ablauf der Dinge in Spanien nicht noch einmal durch eine franzöſiſche Intervention aufhalten zu laſſen Hinter dieſer Erklärung ſteigt deutlich und un⸗ mißverſtändlich die Kriegsgefahr über dem Mittelmeer auf. Nun iſt es in Paris ſo, daß Daladier ſicher ent⸗ ſchloſſen iſt, die Spanienfrage nicht zu einer ſolchen Kriegsgefahr werden zu laſſen. Aber ſind die Met⸗ nung und der Wille Daladiers noch entſcheidend? Bei der letzten Abſtimmung hat den franzöſiſchen Miniſtexpräſidenten gerade noch eine Mehrheit von ſieben Stimmen gerettet. Die Minderheit, wenn man bei ſolchem Verhältnis noch von einer ſolchen reden will, ſetzt ſich aber genau aus den Kreiſen zu⸗ ſammen, die mit der Nichtinterventionspolitik in Spanien nicht zufrieden ſind. Dazu kommt, daß der Tunisſtreit der nationalen Leidenſchaft der Franzo⸗ ſen ſtarken Auftrieb gegeben hat und die gereizten Auseinanderſetzungen mit Italien eine Stimmung geſchaffen haben, in der leicht die Impulſivität die Oberhand über die Ueberlegung gewinnen könnte. Trotzdem darf man auf einen Sieg dieſer Ver⸗ nunft rechnen. Man darf es, weil England ganz ſicher auch diesmal, wie ſchon des öfteren im Lauf der ſpaniſchen Kriſe, ſich etwaigen franzöſiſchen Interventionwünſchen widerſetzen wird. Die Freund⸗ ſchaft mit England iſt aber, wieder paradox ge⸗ ſprochen, für Frankreich heute wichtiger alz ein Sieg Barcelonas! Sintemalen, wenn man einen Krieg mit Rom nur riskieren könnte, wenn man ſich der engliſchen Hilfe in vollem Umfange und von allem Anſang an ſicher weiß. Es beſteht alſo be⸗ gründete Ausſicht, daß der Friede in dieſem gefähr⸗ lichem Wetterwinkel erhalten bleibt. Es beſteht die Hoffnung! Die Sicherheit wird man freilich erſt haben, wenn dieſes ſpaniſche Feuer, das ſchon länger als zwei Jahre am Ge⸗ bäude des europäiſchen Friedens züngelt, endgül⸗ RN. „Politik eines Nachtwandlers?“ Wehrdebatte vor dem ſchwediſchen Reichstag dnb Stockholm, 19. Januar. Jun ſchwediſchen Reichstag hat geſtern die Gene⸗ ralausſprache über den Haushaltspran der Regierung für das Rechnungsjahr 1939⸗40 begonnen. Drei Fra⸗ gen ſtehen im Vordergrund des Intereſſes: die Außenpolitik, die Beſeſtigung der Aalandsinſeln und die Wehrbereitſchaft. „Aftonbladet“ erklärt in einer Betrachtung über die heute begonnene Ausſprache, die Außen⸗ und Wehrpolitik Schwedens ſei die Politit eines Nachtwandlers, dem es an Willen und Bewußt⸗ ſein ermangele. Die Kritik müſſe hart ſein, weil die Nation ſich auf dem Wege befinde, irregeführt zu werden. In der zweiten Kammer ſprach der Vorſitzende der Rechtspartei, Prof. Bagge u. a. für die Verlänge⸗ rung der Wehrpflichtzeit, Erhöhung der perſonellen Bereitſchaft, Ausbau des Luftſchutzes und der Luft⸗ abwehr und vor allen Dingen für eine durchgrei⸗ ſende Verbeſſerung der Verteidigung zur See ein. Enropareiſe des ägyptiſchen Königspaares. „Evening Standard“ kündigt an, daß König Faruk von Aegypten zu Beginn des Sommers mit der ägyptiſchen Königin London einen Beſuch abſtatten werde. Der Beſuch werde ſich über mehrere Wochen erſtrecken. Von England aus werde König Faruk Frankreich beſuchen. Deulſch-italieniſche Studienſtiftung: Kulturelle Zuſammenarbeit der Achſe Das Beiſpiel einer kunurellen, wirtſchaftlichen und geiſligen Leiſlungsgemeinſchaſt anb. Berlin, 19. Januar. Harnack⸗Hauſes in Dahlem, der reichen Blumen⸗ und Grünſchmuck angelegt hatte, und die Fähnen des Reiches und die italieni⸗ ſche Nationalflagge zeigte, ſand am Mittwoch in An⸗ weſenheit von Mitgliedern der italieniſchen Bot⸗ ſchaft und Kolonie die Eröffnungsfeier der Deutſch⸗ Italieniſchen Studienſtiftung ſtatt. Der Präſident der Sitzung, Dr. Ludwig von Winterfeld, begrüßte u. a. den italieniſchen Botſchaf⸗ ter Attolico, Reichsminiſter Ruſt ſowie den Präſi⸗ denten des entſprechenden Schweſterinſtituts in Rom, Pavolini. Der italieniſche Botſchafter Attolico dankte Reichsminiſter Ruſt für ſeine großen Verdienſte um den Abſchluß eines zwiſchen Ita⸗ lien und Deutſchland. Die Studienſtiftung gründe ſich auf den großzügigen Beitrag deutſcher Indu⸗ ſtrieller. Beide Länder ſetzten ihre ganzen Kräfte ein für die Schlacht um die Selbſtverſorgung, die lediglich dahin ſtrebe, dem Volke auch in den Stun⸗ den der Gefahr eine Exiſtenz zu garantieren, um das Vaterland zu ſchützen gegen internationale Bedrän⸗ gungen, wie ſie Italien in der Zeit der Sanktionen erfahren habe. Reichserziehungsminiſter Ruſt betonte nach in⸗ tereſſanten Vergleichen der Geſchichte Deutſchlands und Italiens mit der der weſtlichen Demokratien, daß das geiſtige Schaffen des deutſchen und des ita⸗ lieniſchen Volkes für die Kultur der Menſchheit unermeßliche Werte geſchaffen habe. Deutſch⸗ land und Italien haben heute ihre gemeinſame hiſto⸗ riſche Miſſion erkannt auf dem Gebiete des politi⸗ ſchen Wollens und auf dem des kulturellen Schaffens. Dann folgte der Vortrag des Präſidenten des „Inſtituto Nazionale per le Relazioni Culturali eon 'Eſtero“, Onorevole Aleſſandro Pavolini, der Präſident des neugegründeten Inſtituts für die kul⸗ turellen Beziehungen mit dem Auslande in Rom iſt. Er führte etwa folgendes aus: Die Deutſch⸗Italieniſche Studienſtiftung geht aus dem freiwilligen Entſchluß deutſcher Männer hervor, der in Italien hoch eingeſchätzt wird. In Italien ent⸗ ſtand der Wunſch, eine ähnliche Einrichtung zu be⸗ ſitzen. Dieſer Wunſch hat erfreulicherweiſe bereits konkrete Form angenommen. Zahlreiche der Kultur⸗ und Wirtſchaftswelt angehörende Italiener haben ihre Kräfte und Mittel vereint, um in Rom eine neue Einrichtung ins Leben zu rufen. Sie wird im nächſten Frühjahr eröffnet werden und ſich in ihrer Im Goetheſaal des Studien⸗ und Kulturarbeit ſpezialiſieren vor allem auf das Gebiet der wirtſchaftlichen und ſozialen Fragen. Wir erblicken in der Achſe das Rückgrat des er⸗ neuerten Europas, den Lichtſtrahl zu ſeinem geiſtigen und das Bollwerk der Vertei⸗ die Wiederkehr der Wiederaufſchwung digung ſeiner Kultur gegen Barbarei. Den Abſchluß der Eröffnungsfeier bildete eine Rede des Präſidenten der Deutſch⸗Italieniſchen Stu⸗ dienſtiftung Dr. Ludwig von Winterfeld über das Thema:„Die europäiſche Bedeutung der neuen Wirtſchaftsformen in Deutſchland und Italien“. Er entwickelte dabei folgende Gedankengänge: Die Aehnlichkeit der nationalſozialiſtiſchen und der faſchiſtiſchen Wirtſchaftsformen weiſt auf die Schickſalsverwandtſchaft der beiden Völker hin. Der Staat gab in beiden Ländern den nationalen Wirt⸗ ſchaftskräften eine planvolle Ordnung unter Einſatz der Privatinitiative durch Zuſammenarbeit von Wirtſchaftsbehörden und Selbſtverwaltungsorganen. Die Wirtſchaftsleiſtungen Deutſchlands und Ita⸗ liens ſind zunächſt vom Auslande mit ſchwarzen Prophezeiungen eines baldigen Zuſammenbruches begleitet worden. Als dann Deutſchland ſeine Ar⸗ beitsloſigkeit überwand, ſeine Produktion von Jahr zu Jahr ſteigerte und durch energiſche Aufrüſtung ſeine Souveränität wieder erreichte und auf Groß⸗ deutſchland erſtreckte, als Italien den abeſſiniſchen Feldzug und die Sanktionen durchſtand und ſein Im⸗ perium begründete, beſtaunte man die darin enthal⸗ tenen Wirtichaftserfolge wie ein Wunder. Zu den außenpolitiſchen Enttäuſchungen des Aus⸗ landes geſellten ſich innenpolitiſche Enttäuſchungen wegen der Werbekraft, die von dieſen Wirtſchafts⸗ erfolgen auf die eigenen Völker ausſtrahlte. Deutſch⸗ land und Italien haben die Donauſtaaten nicht nur vor den ſchlimmſten Auswirkungen des Bolſchewis⸗ mus und des internationalen Liberalismus durch ſeſtgefügte Beziehungen bewahrt, ſie haben ihnen auch das Beiſpiel dafür gegeben, wie man in einem kapitalarmen Lande die eigenen Wirtſchaſtskräfte bis zum letzten ausnützen kann. Dieſe neuen Wirtſchaftsformen haben gegenüber den Ueberſeemächten eine ſelbſtändige Wirtſchafts⸗ und Staatspolitik Kontinentaleuropas ermöglicht und in ihrer europäiſchen Weſensverwurzelung und Leiſtungsfähigkeit den Bolſchewismus auch in wirt⸗ ſchaftlicher Hinſicht zu einem Zwittergebilde der europäiſchen Randzone deklaſſiert. Schon das gibt den neuen Wirtſchaftsformen eine unabſehbare Be⸗ deutung für die Zukunft Europas. —— Wer flüchten kann, flüchtet: Maſſenflucht aus Katalonien Die Nationalen rücken immer näher an Bartelona heran EP. Paris, 19. Januar. Von der franzöſiſch⸗ſowjetſpaniſchen Grenze wird gemeldet, daß die Zahl der aus Katalonien in Frankreich einreffenden Flüchtlinge mit jedem Tag größer wird. Am Mittwoch ſind mehrere Milizſol⸗ daten an der franzöſiſchen Grenze eingetroffen; ſie waren vollkommen erſchöpft. Sie wurden verpflegt und gemäß ihrem Wunſche an die nationalſpaniſche Grenze nach Irun weitergeleitet. Zahlreiche wohl⸗ habende katalaniſche Familien ſind im Kraftwagen nach Frankreich geflohen und haben gegenwärig in der Gegend von Perpignan Unterkunft gefunden. Der Vormarſch Frantos — Saragoſſa, 19. Januar Nach dem nationalen Heeresbericht eroberten die Nationalen die Orte San Domi, Freixanet und ———— Aufregung in England: Aklentatspläne gegen Weſtminſter⸗Abtei? Eine Reihe von Verhaſtungen bringt noch kein Licht in die Attentatsaffäre Drahtber. unſeres Vertreters in Lon don — London, 19. Januar Die Polizei veranſtaltete geſtern eine Durch⸗ ſuchung von 160 Wohnungen von Iren und nahm. eine Reihe von Verhaftungen vor. Einige der Iren wurden unter der Beſchuldigung verhaſtet, Exploſivpſtofſe zu beſitzen. Vor dem Londoner Polizei⸗ gericht wurden die Iren wegen unerlaubten Waffen⸗ beſitzes abgeurteilt. Die Gerichtsverhandlungen wur⸗ den ſehr geheimnisvoll geführt. Der Gegenſtand der Anklage wurde nicht öffentlich genannt und gegen jeden der Verhafteten wurde im Einzelverfahren be⸗ ſonders verhandelt. In Mancheſter und Birmingham iſt man weiteren Verſuchen von Bombenanſchlägen auf die Spur ge⸗ kommen. Auch in London befürchtet die Polizei, daß die Gefahr weiterer Attentate noch nicht beſeitigt ſei. Die Polizeimaßnahmen ſind deshalb erneut verſtärkt worden. Während der geſtrigen Kabinettsſitzung war Downingſtreet mit einer dreifachen Kette berittener Polizei abgeſperrt. Detektive in Zivil waren in großer Zahl im ganzen Regierungsviertel verteilt. Sogar die Weſtminſterabtei wurde ſtreng bewacht. Per⸗ ſonen mit Paketen wurden nur nach vorheriger Durchſuchung eingelaſſen. Außer Kraftwerken und Radioſtationen ſind jetzt auch alle Flugplätze unter beſonderen Polizeiſchutz geſtellt worden. Bombe gegen ein Belfaſter Denkmal (Funkmeldung der NM 3. + London, 19. Januar. Auf dem römiſch⸗katholiſchen Friedhof der nord⸗ iriſchen Hauptſtadt Belfaſt iſt in der Nacht auf Don⸗ nerstag eine Bombe explodiert, durch die ein in Form eines keltiſchen Kreuzes aufgeſtelltes Denkmal beſchädigt wurde. Die das Kreuz umgebenden Eiſengitter wurden völlig zerſtört. Obſchon Polizei⸗ beamte den Friedhof die ganze Nacht bewachten, konnten die Täter unerkannt entkommen. Das Denkmal ſelbſt iſt erſt vor kurzem ſertig⸗ geſtellt worden. Mit ſeinem Bau hatte man im ver⸗ gangenen Oktober begonnen, und zwar unter ſtän⸗ diger polizeilicher Auſſicht, da die an der gleichen Stelle errichteten früheren Denkmäler durch Bom⸗ benanſchläge zerſtört worden waren. ————— Neuer Miniſterbeſuch in Berlin: Chyalkovſkn beſucht v. Ribbentroy Der ungariſche Außenminiſter über ſeinen Beſuch lief befriedigt“ dnb Berlin, 18. Jannar. Der tſchecho⸗ſlowakiſche Außenminiſter Chvalkov⸗ ſey wird om Samstag, dem 21. Jannar, zu einem kurzen Aufenthalt in Berlin eintrefſen, um mit dem Reichsminiſter des Auswärtigen, von Ribbentrop, Beſprechungen zu führen. 0 Graf Cſaly über ſeinen Berliner Beſuch dub Berlin, 18. Januar. Nach Beendigung ſeiner Berliner Beſprechungen übermittelte der Königlich Ungariſche Außenminiſter Graf Cſaky dem Deutſchen Nachrichtenbüro folgende Erklärung: „Mein Berliner Aufenthalt— die erſte Auslands⸗ reiſe, die ich als Außenminiſter unternommen habe — verſchaffte mir viel Freude und Befriedigung. Freude, weil ich mich auf deutſchem Boden befand und wieder einmal Zeuge des pulſierenden Lebens des mächtigen Dritten Reiches und der ganz außer⸗ ordentlichen Entwicklung ſeiner wunderſchönen Hauptſtadt ſein konnte; befriedigend, weil meine Unterredungen in Berlin ſich in einer äußerſt herzlichen und ganz wolkenloſen At⸗ moſphäre bewegten. Daher konnte ihr Reſultat natürlicherweiſe auch nichts anderes ſein, als die Feſtſtellung einer der engen Verbundenheit unſerer beiden Länder als gemeſſenen harmoniſchen Zuſam⸗ menarbeit. Bei dieſer Gelegenheit möchte ich darauf hin⸗ weiſen, ͤaß— wie ich mit Bedauern ſehe, eine ge⸗ wiſſe Preſſe in Weſteuropa, ſo wie es bei faſt jeder Auslandsreiſe ungariſcher Miniſter ge⸗ ſchah, wieder einmal den Verſuch gemacht hat, meinen jetzigen Beſuch in Deutſchland eine Bedeu⸗ tung zu unterſchieben, die den ſichtbaren Zweck ver⸗ folgt, das Verhältnis zwiſchen Ungarn und ſeinen Nachbarn zu trüben. Dieſe Störungsverſuche ſind um ſo auffallender, als dieſe Preſſe wiſſen müßte, daß das Ziel Ungarns ebenſo wie das Deutſchlands die Erhaltung des Friedens und die Anbahnung guter bzw. normal⸗nachbarlicher Beziehungen mit den angrenzenden Staaten iſt.“ Zum Abſchluß der Berliner Beſprechungen ſtellt der regierungsfreundliche„Eſti Ujſag“ feſt, es ſei ſehr ſchwer, heute bereits die Bedeutung' der Ber⸗ liner Verhandlungen in allen ihren Auswirkungen zu ermeſſen. Eines aber ſei gewiß, daß alle Wunſch⸗ träume, die linksſtehende ausländiſche Kreiſe und ihre Preſſe über eine Verſchlechterung des deutſch⸗ ungariſchen Verhältniſſes in die Welt poſaunten, zunichte wurden. Graf Cſaky abe ſeine Berliner Miſſion mit vollſtem Erfolg durchgeführt. Sein jetzt abgeſchloſſener Beſuch werde unbedingt eine weitere Vertiefung und Erſtarkung des traditionellen deutſch⸗ ungariſchen Freundesverhältniſſes ergeben. Montpalau(13 Kilometer öſtlich Cerveras). Im Ab⸗ ſchnitt von Vendrell wurden die Orte Querol, Es⸗ blada, Santa Perpetua beſetzt(25 Kilometer nord⸗ öſtlich von Vendͤrell) und drei andere Ortſchaften. Mehr als 2000 Mann wurden von den Nativ⸗ nalen geſangen genommen, darunter doͤrei Kom⸗ panien die ſich im Gelände verirrt hatten. Viele Maſchinengewehre ſowie fünf Panzerwagen wurden erbeutet. Nach dem Zuſammenbruch der roten Offenſive an der Madrid⸗Front, wo Tauſende von Somjet⸗ ſpanier völlig ſinnlos in das Feuer der nationalen Batterien hineingejagt wurden, herrſcht wieder ab⸗ jolute Ruhe. Auch an Angriſſe der Roten erfolgreich abgewieſen. der Eſtremadura⸗Front wurden die Zahl⸗ reiche Gefangene ſowie umfangreiches Kriegs⸗ material gerieten in die Hände der nationalen Truppen. Die Engländer verlaſſen Madrio (Funkmeldung der NMZ.) —+ London, 19. Januar Nach einer Meldung aus Madrid verlaſſen am heutigen Donnerstag 60 britiſche Untertanen Ma⸗ drid, um ſich nach Valencia zu begeben, von wo aus ſie an Bord des britiſchen Kreuzers„Devonſhire“ über Marſeille in die Heimat zurückbefördert wer⸗ den ſollen. Wie man hört, verlaſſen dieſe Engländer Madrid, weil die Lebensmittelverſorgung derart ſchlecht geworden iſt, daß ſelbſt auf dem Kurierweg nicht mehr für genügend Nahrungsmittel ſür die britiſche Kolonie geſorgt werden kann. Genf darf da natürlich nicht fehlen! EP. Geuf, 19. Jannar. Im Rat der Genfer Liga kam es am Mittwoch⸗ nachmittag zu einer längeren Ausſprache über die Frage der„Bombenangrifſe aus der Luft auf die Zivilbevölkerung in Spanien“. Dieſe Ausſprache beſtand vorläufig darin, daß der ſowjetſpaniſche Ver⸗ treter zu beweiſen verſuchte, es ſei nicht nur zu fahr⸗ läſſigen, ſondern auch zu abſichtlichen Bombenaugriſſen gekommen. Dieſe Bombenangriffe müßten als das Werk der„Verbündeten Francos“ betrach⸗ tet werden. Die Vertreter von Sowjetrußland und China ſtellten ſich hinter Sowjetſpanien und befürworteten eine„internationale Aktion zur Unterbindung der⸗ artiger Luftangriffe“. Von engliſcher und franzöſi⸗ ſcher Seite ſtand man der Möglichkeit einer mora⸗ liſchen Verurteilung nicht unbedingt ablehnend gegenüber. Die Leutnante beim Führer Der jüngſte Offiziersjahrgang der Wehrmacht bei ſeinem Oberſten Befehlshaber dinb. Berlin, 18. Januar. Der Führer und Oberſte Befehlshaber der Wehr⸗ macht empfing am Mittwochnachmittag in Anweſen⸗ heit der drei Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile und des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht die Leutnante des Offiziersjahrganges 1988 von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe. In längeren Ausführungen ſprach der Führer in der Moſaikhalle der neuen Reichskanzlei zu ſeinen Leutnanten über Pflichten und Aufgaben des deut⸗ ſchen Offiziers in der großdeutſchen Wehrmacht. Im Anſchluß an die Anſprache des Führers waren alle Leutnante Gäſte des Führers in den Räumen der neuen Reichskanzlei. Sofort 3000 Kampfflugzeuge Das amerikaniſche Kriegsdepartement fordert nene Luftrüſtungskredite EP. Waſhington, 18. Jan. Das amerikaniſche Kriegsdepartement hat am Dienstag an dag Repräſentantenhaus die Auf⸗ forderung gerichtet, ſofort die notwendigen Kre⸗ dite zur Aufnahme des Baues von dreitauſend Kampfflugzengen zu bewilligen. Vom Militärausſchuß des amerikaniſchen Senats wurde am Dienstag der Plan erörtert, parallel zum Panamakanal für einige Teilſtrecken einen zweiten Kanal zu bauen, damit die Durchfahrt auch bei einer Teilzerſtörung des Kanals möglich ſei. —— * Donnerstag, 19. Januar 1939 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 31 Die Stadtseiie Mannheim, 19. Januar. Faſching 1939 Ahoi!! Wißt Ihr noch, meine lieben närriſchen Freunde, wie wir am Fasnachtsdienstag des Jahres 1938 när⸗ riſche Bilanz machten, Wie wir trotz leeren Geld⸗ beutels den immerhin ſonderbaren Vorſatz faßten, zu Faſching 1939„ganz groß“ in die närriſchen Ge⸗ filde zu ſtarten? Wohl warfen wir ſkeptiſche Blicke in unſer Leib⸗ und Magenblatt, als man von Mann⸗ heim als der„dritten Metropole des Reiches Karne⸗ val“ zu ſprechen wagte. Aber immerhin: die Vor⸗ ſätze blieben. Und als die Feier des 11. im 11.“ mit kleiner Verſpätung den Startſchuß zur diesjährigen Fasnacht abgab, pochte der närriſche Winkel in der hinterſten Ecke unſeres Herzens doch ichon wieder ganz erheblich. „Meine lieben närriſchen Freunde!“ Hand aufs Herz, wie war es in der Neujahrsnacht? War die kleine Lotte aus Ludwigshafen nicht wieder entzük⸗ kend, und die ſonſt ſo fromme Helene diesmal durch⸗ aus gar nicht fromm? Und ſtand um 24 Uhr nicht ſchon Prinz Karneval hinter uns und klopfte uns verſchmitzt lächelnd auf die Schulter? Und lachte nicht auch der lange Emil wieder einmal, der beim letzten Faſching von der ſchönen Helene ſo manchen Korb bekommen hatte? Noch ſchlummern wir ein wenig im Winterſchlaf, aber ſchon regen ſich die erſten närriſchen Gefühle. Und ſchon klingt Guſchtls„Ahoi“ durch die garnicht ſitzungsmäßig„geſchmückten“ Büroräume. Und blei⸗ ben wir, nicht ſchon an einem Fenſter ſtehen, in dem es wie aus Tauſendundeiner Nacht von Masken und bunten Kappen glänzt und glitzert? Und noch eins, meine lieben Freunde: Wollen wir unſeren Vorſatz, Faſching 1939 mal ganz als„Pälzer Karne⸗ val“ mit lautem Ahoil zu feiern, nicht' mal wahr machen? Auf gehts! Noch wird am Roſenmontag und Fasnachtdienstag gearbeitet. Wenn wir in den nächſten Jahren frei haben wollen, müſſen wir ganz andere Seiten aufziehen. Macht aus jedem Manne⸗ mer Lokal eine Stätte des überſprudelnden Narren⸗ tums, ſchleift die mit, die noch abſeits ſtehen. Ar⸗ beitskameraden hat jeder genug, wenigſtens männ⸗ liche, die weiblichen müßt ihr eben höflichſt einladen. Tanzt ruhig am Fasnachtdienstag alle durch die ſonſt ſo gefürchteten Geſchäftsräume. Wir wollen in keinem Laden, in keiner Weinſtube jemand ohne die obligate närriſche Kopfbedeckung antreffen. Ganz repräſentativen Perſönlichkeiten vom Direktor ab⸗ wärts iſt außerdem eine dezente Knopflochblume ge⸗ ſtattet. Und dann: Ziehharmonikas mit, daß eurem Chef nur ſo das Herz im Leibe hüpft, und nicht ver⸗ geſſen: er darf ganz allein einen Ehrenwalzer auf das Parkett legen. Und ihr ſollt ſehen: der Pälzer Karneval 1939 kommt diesmal wieder 1000 Schritte weiter. 1950 hoffen wir ihn dann ſo weit, daß Mannem wirklich „die dritte Metropole des Reiches Karneval“ iſt. Ahoi! meine lieben närriſchen Freunde, auf Wieder⸗ ſehen um 20.11 Uhr an der bewußten Plakatſäule. Theo Rich. Piana. kn Italteniſch für Anfänger. Mehrfache Anfragen haben das Volksbildungswerk veranlaßt, nunmehr einen vierten italieniſchen Kurſus für Anfänger ein⸗ zulegen. Zu dieſem Kurſus, der am Dienstag, dem 24. Januar, nachmittags 15 Uhr, in der Caſa 'Jtalia beginnt, nimmt die Kreisdienſtſtelle des Volksbildungswerks noch Anmeldungen entgegen. Der Kurſus, der 20 Stunden umfaßt, findet nur bei genügender Teilnahme ſtatt. Vorübergehende Einſchränkungen im Reiſezugfahrplan Folgende Schnellzüge fallen, wie die Preſſeſtelle der Reichsbahndirektion Mainz mitteit, vorüber⸗ gehend aus: Von Sonntag, 22. Januar an: D 371 München H. ab.00, Stuttgart ab 10.03, Heidelberg ab 11.43, Mannheim ab 12.07, Mainz H. ab 13.05, Bingerbrück ab 13.30, Koblenz H. ab 14.18, Köln H. an 15.35, Düſſeldorf an 16.22, Eſſen H. an 17.05, Dortmund H. an 17.45. D 245 Baſel DRB ab 11.45, Freiburg ab 12.41, Karlsruhe H. ab 14.27, Heidelberg ab 15.15, Mann⸗ heim⸗Friedrichsfeld ab 16.29, Darmſtadt H. ab 16.08, Frankfurt H. an 16.32, ab 16.45, Erfurt an 20.17, Leipzig H. an 22.08, Berlin ABf. an.22. D 246 Berlin A. Bf. ab.40, Leipzig ab.45, Er⸗ furt ab.24, Frankfurt H. an 12.50, ab 13.05, Darm⸗ ſtadt H. ab 13.31, Heidelberg an 14.21, Karlsruhe an 15.13, Freiburg an 17.04, Baſel DRB. an 17.58. D 468 Frankfurt Süd ab 18.03, Würzburg an 19.55, München H. an 23.92. Von Montag, 23. Januar an: D 372 Dortmund H. ab 11.46, Eſſen⸗Alteneſſen ab 12.23, Düſſeldorf H. ab 13.08, Köln H. ab 14.06, Kob⸗ lenz H. ab 15.28, Bingerbrück ab 16.16, Mainz H. ab 16.42, Mannheim H. ab 17.47, Heidelberg H. ab 18.11, Stuttgart H. an 19.53, München H. an 23.03. D 467 München H. ab.45, Würzburg H. ab 10.12, Frankfurt Süd an 11.49. Jugendfilmſtunde der Mannheimer H§ am 22. Jannar im Ufa⸗Palaſt:„Pour le meérite“ Die Hitlerjugend veranſtaltet am 22. Januar, vormittags 8 Uhr, im Ufa⸗Palaſt eine Jugendfilm⸗ ſtunde mit dem erfolgreichen Fliegerfilm„Pour le méritel. Dieſes unter der Regie von Karl Ritter entſtandene Filmwerk ſtellt zweifellos die größte künſtleriſche Leiſtung auf dieſem Gebiete der ganzen letzten Jahre dar. Wir erleben in ihm wohl ein Menſchenſchickſal, aber— und das iſt das Ein⸗ zigartige dieſes Filmes— in dieſem Menſchenſchick⸗ ſal ſehen wir tiefer das Schickſal einer Idee, eines Geiſtes, der heute Teil der nationalen Kraft unſeres Volkes iſt. Der glühende Fliegergeiſt ſetzt ſich über alle Zerfallserſcheinungen in ſtetem inneren und äußeren Kampf hinweg, und findet ſchließlich Krö⸗ nung und zugleich kraftvolle Wiedergeburt in der neuen deutſchen Wehrmacht. Wirklich ein Film, der der Jugend viel zu ſagen at! Kameraden! Beſucht die Jugendfilmſtunde des Bannes 171 am 22. Januar, vormittags 8 Uhr, im Ufa⸗Palaſt. u* Viel Lärm um nichts. Bei dem heiteren Vorkommnis auf dem letzten Wochenmarkt geſchah die Feſtnahme des Flüchtigen nicht, wie es zuerſt den Anſchein hatte, wegen„Mogelns“, ſondern weil er ſich unbefugt bei der Protokollierung eines Ver⸗ kehrsſünders einmiſchte und auf die Aufforderung zur Feſtſtellung ſeiner Perſonalien hin Reißaus er⸗ griff. Der Verkehrsſünder ſelbſt kam mit einer mündlichen Verwarnung davon, derjenige jedoch, der für ihn Partei ergriff, hat nun ſein Strafmandat wegen groben Unfugs zu berappen. *e Blockflötenkurſus. Das Volksbildungswerk Mannheim beabſichtigt einen Blockflötenkurſus für Anfänger und Fortgeſchrittene ins Leben zu rufen. Bei genügender Beteiligung beginnt der Kurſus für Anfänger am Montag, dem 23. Januar, 20 Uhr, und der für Festgeſchrittene am Freitag, dem 27. Ja⸗ nuar, im Singſaal der Eliſabeth⸗Schule. Volks⸗ genoſſen, die beabſichtigen, an dieſen Kurſen teilzu⸗ nehmen, werden gebeten, ſich ſofort auf der Kreis⸗ dienſtſtelle des Volksbildungswerkes anzumelden. ——— Volksverbundenheit in der Gemeindeverwaltung Gauamtsleiter des Amtes ſür Kommunalvpoluik Dr. Kerber über Gemeide⸗ führung und nationalſozialiſtiſche Gemeinſchaft Eine Vorleſung in der Verwaltungsakademie Baden, Zweiganſtalt Freiburg i. Br., war dem Thema„Volksverbundenheit in der Gemeinde⸗ verwaltung“ gewidmet. Als Redner war der Ober⸗ bürgermeiſter von Freiburg i. Br. und Gauamts⸗ leiter des Amts für Kommunalpolitik Dr. Ker⸗ ber gewonnen worden. Eine außerordentliche Anteilnahme an dem Thema zeigte ſich in der Ueberfüllung des großen Auditoriums und darin, daß auch zahlreiche auswärtige Gemeindebeamte auweſend waren. Aus der Volksverbundenheit des deutſchen Füh⸗ rerſtaates ergibt ſich, wie Dr. Kerber ausführte, von ſelbſt die volkstümliche Note der Gemeindeverwaltung, die mit ihrem Syſtem der Selbſtverwaltung unſerer nationalſozialiſtiſchen Weltanſchauung entſpricht. Dr. Kerber begründete dies hiſtoriſch und gedanklich. Das Fehlen der Anteilnahme des Volkes an der Kommu⸗ nalpolitik oder eine Abſonderung der Verwaltung kann nur vorübergehend ſein und wird verſchwin⸗ den, ſobald die Kommunalpolitiker ſich völlig in ihre Aufgabe hineingefunden haben. Der Redner ſtellte dann die Einrichtung der Ratsherren(Ge⸗ meinderäte) und der Beigeordneten in ihrer Bedeutung für die Volksverbundenheit eingehend dar und beleuchtete demgegenüber die Tätigkeit des früheren Gemeindeparlaments. War dres die Stätte der Austragung der Intereſſengegenſätze der Par⸗ teien, ſo ſind die Ratsherren jetzt die Männer, die nach ihrem Perſönlichkeitswert ausgeſucht ſind und lediglich der Volksgemeinſchaft die⸗ nen. Die Beratungen in den Rathäuſern haben jetzt den Charakter ruhiger Erwägungen. Dr. Kerber legte dann praktiſch dar, wie die Be⸗ ſchlüſſe der Bürgermeiſter, nach ſeiner Anſicht, ſich in ſteter Fühlungnahme mit der Volksmeinung geſtalten müſſen und wie der Gemeindeleiter, ſoweit er nicht ſelbſt die Initiative ergreiſt, eine geiſtige Aufgeſchloſſenheit zeigen muß gegenüber dem, was von draußen an ihn herangetragen wird. Er darf an ſolche Anregungen niemals mit vorgefaßter Mei⸗ nung oder gar mit Geringſchätzung herangehen, wenn er ſein Amt volkverbunden führen will. Rats⸗ herrenſitzungen ſind am Platze, auch wenn der Beſuch durch die Gemeindemttglieder nicht ſo zahlreich ſein ſollte, wie man das erwartet. In kleineren Gemein⸗ den empfiehlt er auch eine Berichterſtattung in öf⸗ fentlichen Bürgerverſammlungen. Kein Bürger⸗ meiſter darf ſich einkapſelnz; jeder ſoll durch feſte Sprechſtunden den Gemeindemitgliedern die Möglichkeit geben, mit ihm in Fühlung zu treten. Der Preſſe muß die Möglichkeit gegeben wer⸗ den, die Gemeindeprobleme zu behandeln und die Amtszimmer dürſen daher den Schriftleitern nicht verſchloſſen ſein. Man kann auch die Beratungsgegenſtände und Be⸗ ſchlußentwürfe offenlegen. Eine wichtige Rolle ſpielt der ſtädtiſche Be⸗ amte, von dem man Verſtändnis und Freundlich⸗ keit erwarten muß. Die wichtigſte Aufgabe fällt natürlich dem Bürgermeiſter zu. Sie iſt eine Frage ſeiner Führerperſönlichkeit. Er muß ſeine hohe Verantwortung kennen und muß ſich ihrer nach oben und nach unten bewußt ſein. Nie⸗ mand kann es allen recht machen und ſoll es auch nicht wollen, aber er muß das Vertrauen der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Gemeinſchaft haben, da er ſonſt ſchnell iſoliert wird und die Partei daraus ihre Fol⸗ gerungen ziehen muß. Dr. Kerber ſchloß mit einer lebendigen und klaren Darlegung des Begriſfs der Führerperſönlichkeit und der Aufgaben, die die Deutſche Gemeindeord⸗ nung als eines der Grundgeſetze des national⸗ ſozialiſtiſchen Staates dem Gemeindeleiter ſtellt. „64. 1 0 WILHELM CONRAD RUNTCEN E war gegen knde Oktober des Jahres 1805, als ſich der oirentor des Phyſikaliſchen Inſtituts an der Univerſität Würzburg, Prok. W. C. Röntgen, entſchlob, geheimnisvollen elektriſchen kntladungs⸗ erſcheinungen im luftverdünnten Raum nachzugehen. kr fand eine neue Art von Strahlen, die an Durchdringungsfähigkeit allen bisher bekannten überlegen war. Sie ermöglichten, ohne operativen kin⸗ Sriff das lnnere des menſchlichen Körpers ſichtbar zu machen. Die Röntgenſtrahlen waren eine Entdeckung die in der Hand des Arztes zu einem unſchätzbaren Segen für die Menſchheit wurde. lhr Wert für die Feſtſtellung und lieilung von Krankheiten beweiſt erneut, dab der Fortſchritt naturwiſſenſchaftlicher Erkenntniſſe ſich nicht auf Fachkreiſe beſchränkt, ſondern auf das große ideale Aufgabengebiet der Geſunderhaltung des Menſchen übergreift. Der Arzt iſt der Hüter aller dieler wiſlenſchaſtlichen kErkenntniſſe im Dienſte des gelunden und kranken Menſchen. Die verfeinerten Hilfsmittel zur Feſtſtellung von Krankheiten und die Kenntnis der Wan c8 Urſachen ermöglichen es ihm heute, Leiden beſonders frühzeitig zu erkennen. Sofern man ihn nur recht⸗ zeitig genug zu Rate zieht, kann er ernſtliche Schäden verhüten. Der hohe Stand der Heilkunde und bewährte vertrauenswürdige Arꝛneimittel ſetzen den Arzt in den Stand, heute ſelbſt da Hilfe zu bringen, wo früher ärztliches Können verſagte. SALER Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 19. Januar 1939 Fahresverſammlung des Gartenbauvereins Mannheim⸗Neckarau Ungefähr 120 Perſonen mochten ſich im großen Saal der„Krone“ in Neckarau eingefunden haben, den Bericht über die Geſchehniſſe des Jahres 1038 im Obſt⸗ und Gartenbau zu erfahren ſowie über neue Pläne für 1939 unterrichtet zu werden. In ſei⸗ ner Exöſfnungsanſprache konnte der um die⸗ Entwick⸗ lung des Obſt⸗ und Gartenbaus in der Gemarkung Neckarau ſehr verdiente Vorſitzende Valentin Wahl mit Genugtuung feſtſtellen, im letzten Jahr verjüngt hat und die Mitgliederzahl auf 140 Mitglieder ſtieg. In ſeiner Rückſchau erinnerte er an die für den Obſt⸗ und Gartenbau faſt andauernd ungünſtigen Witterungsverhältniſſe. Während die Zahl der Obſt⸗ exträgniſſe in Deutſchland in 1937 von 18 Millionen Zentnern berichten, betrug die Ernte 1938 nur ein Sechſtel des Vorjahres. Durch angeſtrengteſte Ar⸗ beit im neuen Jahre gilt es, die Ausfälle auszu⸗ gleichen, denn die Auslandseinfuhren müſſen unbe⸗ dingt weiter verringert werden. Aus der Jahres⸗ arbeit ſei zu erwähnen der Vortrag mit Lichtbildern des Gartendirektors Bußjäger über„Blumen in Haus und Garten“ und die herrliche Autofahrt durch die badiſchen Obſtgebiete Bühl und Achern nach dem idylliſchen Schwapzwaldort Ottenhöfen. Ueber„Pflan⸗ zenſchutz und Schädlingsbekämpfung“ hielt Obſthau⸗ inſpektor Martin aus Ladenburg einen größexen Lichtbildervortrag. Vier Mitglieder ſind im Berichts⸗ jahr in die ewige Heimat abgerufen worden; Land⸗ wirt Märtin Weioͤner, Werkmeiſter Wilhelm Sei⸗ bert, Oberkaminfegermeiſter Simon Wild und Stadt⸗ amtmaun Friedrich Dauner. Den Rechnungs⸗ und Kaſſenbericht gab der Kaſſier Schütz bekannt, der ein befriedigendes Ergebnis auswies. Ju tichkuß an den Bericht hielt der Vötſſthende Fungsvortrag über„Ziele S9„Beſt re⸗ Harkenbatvereins“ und wies dabei 8 die Verordnung zur Schädlingsbekämpfung im Obſtbau eingehend hin. Die wichtigen Beſtimmun⸗ gen ſind in einem grünen Merkblatt, das beim Gar⸗ tenbauverein gratis erhältlich iſt, niedergelegt. Ueber Düngung, Schnitt, Schädlingsbekämpfung, Spritzen und Lagerung des geernteten Obſtes wird demnächſt ein zweitägiger Halbtagskurſus in Neckarau abge⸗ halten. Allen Obſtbau treibenden Volksgenoſſen riet er öringend an, die Spritzung im Einvernehmen mit dem Gartenbauverein termingemäß vorzunehmen. —3 5 8 Fördert durch kure mitgliedſchaß zur Msv. deren ſoſiale Einrichtungen. Reichstagung ab, zu der allen deutſchen daß ſich der Verein Ein Ausflug ins närriſche Rheinland: Neun Mannheimer beim Karnevalskongreß Acht Eiferräte und ein Miglied des Feuerio nahmen an der zwenen Reichs⸗ tagung des Bundes Deutſcher Karneval in Düſſeldorf teil Der„Bund Deutſcher Karneval“ hielt von Freitag, dem 13. bis einſchließlich Sonntag, dem Januar in Düſſeldorf ſeine zweite Abordnungen aus Karnevalſtädten erſchienen. Der „Feuerio“ war durch acht Elferräte und ein Mit⸗ glied unter Führung des Präſidenten Theo Schu⸗ ler vertreten. Ueber die Erlebniſſe der Feuerivaner erfahren wir folgende Einzelheiten: Feuchtfröhlicher Start Die Abordnung reiſte am Freitagvormittag gegen 11 Uhr mit dem D⸗Zug nach Düſſeldorf ab. Da jeder etwas zur Stärkung mitgebracht hatte, herrſchte in dem Mannheimer Abteil bald die fröhlichſte Stim⸗ mung, die ſelbſt die regneriſche Witteruung nicht zu beeinfluſſen vermochte. ſchaft kam bereits bei dem herzlichen Empfang in Die rheiniſche Gaſtfreund⸗ dem Düſſeldorfer Hotel, in dem die Mannheimer abſtiegen, zum Ausdruck. Am Freitag folgte der Präſidialſitzung des Bundes Deutſcher Karneval, in der lediglich in⸗ terne Angelegenheiten beſprochen wurden, ein när⸗ riſcher Begrüßungsabend im prachtvoll ausgeſtatteten Kriſtallpalaſt, bei dem man allerdings erſt im zweiten Teil den richtigen Ton finden konnte. Im Rahmen eines„Karneval⸗Operettchens“ traten die Bertreterinnen verſchiedener deutſcher Karneval⸗ ſtädte in Tanz und Geſang in Erſcheinung: die Wienerin, die Berlinerin, die Kölnerin, die Main⸗ zerin, die Münchnerin und die Düſſeldorferin ner⸗ körpert durch Mitglieder der Düſſeldorſer Städti⸗ ſchen Bühnen. Zu Beginn des vom Karnevalaus⸗ ſchuß veranſtalteten Abends hatten Stadtrat Horſt Ebel, Düſſeldorf und der Vorſitzende des Karne⸗ valausſchuſſes, Direktor Leo Statz, begrüßt. Die Ausſchußſitzungen, die am Samstag im Oberlichtſaal der Städtiſchen Turnhalle ſtatttfan⸗ den, brachten durch die Vorträge und Ausſprachen eine reſtloſe Klärung und eine erfolgverſprechende Uebereinſtimmung in den Meinungen und Anſichten der Teilnehmer. Wir werden auf die bemerkens⸗ werteſten Einzelheiten noch zurückkommen. Den Höhepunkt der Reichstagung bildete die Hauptverſammlung am Sonntagmorgen in der Städtiſchen Tonhalle. An Stelle des dienſtlich verhinderten Oberbürgermeiſters Dr. Otto bearüßten Stadtrat Ebel und Direftor Leo Statz die Teilnehmer. Vorſitzender Ratsherr Reinhard aus München, der den Jahres⸗ bericht erſtattete, überreichte dem infolge Arbeits⸗ überlaſtung aus der aktiven Arbeit im Präſidium des Bundes Deutſcher Karneval ausſcheidenden Ber⸗ liner Miniſterialdirektor Gutterer mit herz⸗ lichem Dank eine Urkunde, die ihn als des Bundes Dee Stütze z en hrenmitglied ernannte. Die 6 er Vereine, Ausſchüſſe und Gemein⸗ den), daxunter der„Feuexio“ erhielten Urkun⸗ den über ihre Mitgliedſchaft, künſtleriſch ausgeführte Blätter an deren Kopf das Narrenſchiff prunkt. Beim Aufruf hörte man Namen aus allen deutſchen Gauen von Aachen bis Zell. In der Führung des Bundes ſind die Partei und ihre Organiſationen, der Staat, die Städte und die Karnevalvereine ver⸗ treten, und auch im großen Rat iſt ein auf dieſer Grundlage gewiſſermaßen paritätiſches und arbeits⸗ fähiges Gremium vorhanden. Die Vereine und Ausſchüſſe wurden aufgefordert, ihre Satzungen den neuen Statuten des Bundes anzugleichen. Als be⸗ ſondere Aufgabe wurde ihnen die Pflege und Reinhaltung des deutſchen Kar⸗ nevals und die Abkehr vom Geſchäfts⸗ karneval zur Pflicht gemacht. neee Heimat will erwandert ſein Herrliche Wanderungen des Schwarzwaldvereins durch Schwarzwald und Odenwald Zu den wichtigſten Aufgaben der Vereine des Ne⸗Reichsbundes für Leibesübungen zählt ſeit einigen Jahren die Dietarbeit. Dieſe Diet⸗ arbeit bezweckt nicht nur die weltanſchauliche Er⸗ ziehung der Mitglieder im Sinne des Nationalſozia⸗ lismus, ſie hat vielmehr auch der Pflege der Liebe zur Heimat, der Erhaltung und Steigerung des Stolzes auf unſer herrliches Vaterland zu dienen. Im Rahmen dieſer Dietarbeit hielt der Dietwart der Ortsgruppe Manuheim⸗Ludwigshafen des Schwarzwaldvereins, Otto Mayer⸗Mannheim, vor einem großen Kreis von Wanderfreunden einen Lichtbildervortrag„Auf froher Wanderfahrt im Schwarzwald“. Unterſtützt von gut gelunge⸗ nen Bildern machte der Redner zunächſt allgemeine Ausführungen über die herrlichen Naturſchönheiten des ſchönſten deutſchen Mittelgebirges, unſeres Schwarzwaldes, über die durch planvolle Arbeit des Schwarzwaldvereins angelegten wunderbaren Wan⸗ derwege und die an den ſchönſten Ausſichtspunkten erſtellten Hütten und Ausſichtstürme, um dann ſeine perſönlichen Erlebniſſe und Eindrücke auf einer 10⸗ tägigen Wanderung von Pforzheim bis Baſel zu ſchildern. Der Vortrag war ſo recht geeignet, bei allen Anweſenden die ſchon vorhandene große Liebe zu„ihrem Schwarzwald“ noch erheblich zu ver⸗ größern. Reicher Beifall belohnte den Vortragenden für ſeine ausgezeichneten Ausführungen. Wanderung weniger gut verlaufen ſollte. Dieſer frohen Schwarzwaldwanderfahrt„im Trockenen“ folgte wenige Tage ſpäter eine Wan⸗ derung der Ortsgruppe in den nahen Odenwald. Zunächſt ſah es aus, als ob dieie Tags zu⸗ vor hatte es ununterbrochen geregnet und auch in den frühen Morgenſtunden des Wandertages ſah es noch gefährlich aus. Aber Petrus meinte es wieder einmal gut mit den Wanderern und hielt die Him⸗ melsſchleuſen während der Wanderung geſchloſſen. So konnte bei ſchönſtem Wanderwetter von Heidel⸗ berg aus über Stift Neuburg— Ziegelhauſen— Sitzbuche— Langer Kirſchbaum zum Weißen Stein aufgeſtiegen werden. Nach der Mitagsraſt erfolgte der Abſtieg durch das Siebenmühlental zu⸗ rück nach Heidelberg. Die an dieſem Tag herrſchende außergewöhnliche klare Sicht machte die Wande⸗ rung mit ihren zahlreichen ſchönen Ausblicken zu einem wunderaren Genuß. Wohl ſelten dürfte man 5. B. von dem Höhen⸗Randweg oberhalb Handſchuhs⸗ heim den Dom von Speyer und die Hardterhebungen les ſeien nur Trifels und Kalmit genannt) mit die⸗ ſer Deutlichkeit ſehen zu können, wie es an dieſem Wandertag der Fall war. Wanderfreund Joſef Kie⸗ ſer⸗Mannheim war der zuverläſſige Führer diefer herrlichen Wanderung, die mit der Schlußeinkehr in Heidelberg ihren ſchönen Abſchluß fand. Als der Vorſitzende bekannt gegeben hatte, daß Dank⸗Drahtgrüße an Reichspropagandaminiſter Dr. Goebbels, an Reichsorganiſationsleiter Dr. Ley, an den Münchener Oberbürgermeiſter Fiehler und an den Leiter des Reichsfremdenverkehrsverbandes Mi⸗ niſter a. D. Eſſer abgeſandt worden waren, erſtattete Schatzmeiſter Ebel, Düſſeldorf, den Kaſſenbericht. Den Höhepunkt der Hauptverſammlung bildete, wie „Der Mittag“ berichtet, der Feſtvortrag des Ber⸗ liner Gaupropagandaleiters Wächter, der als Beauftragter des Reichsminiſteriums für Volksauf⸗ klärung und Propaganda u. a. auf den Karneval als Brauchtum einging und unter Betonung des Zuſammenhanges des deutſchen Karnevals mit dem der Nachbarn jenſeits der Grenzen den Wunſch aus⸗ ſprach, daß der Bund Deutſcher Karneyal enge Füh⸗ lung mit dem Internationalen Karnevalsbund hal⸗ ten ſolle, in dem gegenwärtig achtzehn Staaten ver⸗ treten ſind und deſſen Präſidium Miniſterialdirektor Gutterer innehat. Erfreulich ſei, daß der BDͤ. nun auf breiter Baſis aufgebant ſei und getragen würde vou Partei und Staat und von den Karnevaliſten. Als Ort für die nächſtjährige Tagung iſt Wien vorgeſehen. Der geſellſchaftliche Glanzpunkt war am Sams⸗ tagabend die karnevaliſtiſche Feſtſitzung im mit Fahnen und 10000 Luftballonen geſchmück⸗ ten Kaiſerſaal der Städtiſchen Tonhalle. Eduard Czwoydzinſki, der Präſident der„Großen Karnevals⸗Geſellſchaft Düſſeldorf“, leitete den erſten Teil, der nach einem Vorſpiel vor dem Vorhang eine Original Düſſeldorfer Sitzung brachte. Der Arbeitsgemeinſchaft Raſſe und Volk“ Die vom Volksbildungswerk Mannheim durch⸗ geführte Arbeitsgemeinſchaft„Raſſe und Volk“, die an ſechs Abenden folgende Themen behandeln wird: Vererbungslehre und Zellenlehre, Ausleſe und Ge⸗ genausleſe, Bevölkerungs⸗ und Raſſepolitik, will in erſter Linie auch jenen Volksgenoſſen, die nicht die Zeit haben, ſich ſelbſt mit den Grundgedanken der Raſſenlehre vertraut zu machen, die Grundlehren der Vererbungslehre vermitteln. Für dieſen Schulungskurſus, der am Donnerstag⸗ abend beginnt, nimmt die Kreisdienſtſtelle des Volksbildungswerkes noch Anmeldungen entgegen. Bhick auf Seckenheim Groaſſers„Varietéſterne“ begeiſterten auch in Seckenheim im ausverkauften Schloßſaal reſtlos. Man hat es in dem Programm wirklich verſtanden, Schlag auf Artiſtik und Parodie folgen zu laſſen. ſchen Bühne und Zuſchauern zu ſchaffen. Der NSG „Kraft durch Freude“ gebührt Dank, daß es ihr ge⸗ lungen iſt, Groaſſer für eine Wiederholung am nächſten Samstag zu gewinnen, ſo daß alſo auch die⸗ jenigen, die am letzten Male umkehren mußten, auf ihre Rechnung kommen werden. Einblick in die aufſtrebende und zielbewußte Arbeit unſerer Seckenheimer Vereine gewährten die Jahreshauptverſammlungen des„Sängerbun⸗ des“ und des„Männergeſangvereinsé“, die bewieſen, daß die Pflege des deutſchen Liedes, die nicht zuletzt auch Teil einer politiſchen und völkiſchen Erziehung darſtellt, in guten Händen liegt. Beſonders bemerkenswert war die Hauptverſamm⸗ lung des Turnerbund„Jahn“ der in dieſem Jahre auf ein 40jähriges Beſtehen zurück⸗ blickt. Reſtloſer Einſatz und Opferbereitſchaft führ⸗ ten zu hervorragenden Leiſtungen, an deren Spitze wohl die erfolgreiche Teilnahme am Deutſchen Turnfeſt in Breslau ſteht. Der klare Haushaltsplan für das neue Arbeitsjahr ſand die rückhaltloſe Zu⸗ ſtimmung der Mitglieder. Selbſtverſtändlich wird der Verein ſein Jubiläum im Laufe des Jahres in würdiger Form begehen. Vereinsführer Bruno Schmich wurde wieder einſtimmig mit der Füh⸗ rung beauſtragt. Sein Stellvertreter iſt der Diet⸗ wart Willi Häußler. „Liederkranz“ Malohof im geſelligen Kreis Als Sängerkameradſchaftsabend hatte der„Lie⸗ derkranz Waldhoſ“ ſeine Winterveranſtaltung aufgezogen, die einige Stunden wechſelvoller, genuß⸗ reicher Unterhaltung bot. Zunächſt nahm Vereins⸗ leiter Mekler nach herzlicher Anſprache die Ehrun⸗ gen vor. In Rudolf Trunzer, der ſeit 35 Jah⸗ ren treu und opſerbereit zum Verein ſteht, gab es ein neues Ehrenmitglied zu begrüßen. Dem ver⸗ dienten Sänger und Ehrenmitglied Joſef La⸗ combe, alt, wurde für 40jährige Zugehörigkeit zum Deutſchen Sängerbunde im Namen des Gau⸗ ſängerführers und unter Uebermittlung der Glück⸗ wünſche des Kreisführers die goldene Bundes⸗ nadel verliehen. 19 Sänger erhielten für fleißigen und pünktlichen Probenbeſuch eine ſchöne Treuegabe. Der gemütliche Teil brachte vielſeitige Unterhal⸗ tung. Die Sängerſchar überraſchte durch klangvolle Chöre. Solovorträge ſtimmbegabter Miglieder wech⸗ ſelten mit humoriſtiſchen Darbietungen, und dazwi⸗ ſchen ertönten muntere Weiſen der Kapelle Emil Kaſtner. Schlag Großleiſtungen der Akrobätkk, Groaſſer ſelbſt verſtand es als Anſager, die Verbindung zwi⸗ zweite Teil, ein Querſchnitt durch den deutſchen Karneval, war eine Sinfonie des Humors und der Fröhlichkeit. Leo Statz, der die Sitzung leitete, bildete ſich ſeinen Elferrat aus dem Präſidium des Bꝰ. In bunter Reihe, einer immer humor, ſprühender als der andere, traten die„Kanonen“ aus Köln, Wien, München, Mainz, Berlin, Mün⸗ ſter und Aachen an. Jeder brachte etwas aus ſeiner Heimatſtadt mit. So ſang Karl Berbuer die neueſten Kölner Schlager; Aachen bot ſpitze Nadeln und ſüße Printen; der Mainzer Martin Mundo ergötzte mit einer prächtigen Büttenrede; W. Resl vertrat für Wien den oſtmärkiſchen Humor; Berlin kam mit ſeinen Pankgrafen und ſchließlich ſchoß der vorjährige Münchner Karnevalprinz Ge⸗ bauer den Vogel mit einer Büttenrede ab. Auf der Rückreiſe in Köln zu Gaſt Auf der Rückreiſe folgten die Feuerioaner einer Einladung der„Großen Karneval⸗Geſell⸗ ſchaft von 1823“ zu einer Herrenſitzuns. Präſident Michel Hollmann gab bei der Begrü⸗ ßung der Mannheimer die Zuſicherung, daß er ſich die Gelegenheit nicht entgehen laſſen werde, den „Feuerio“ zu beſuchen, und feierte unter großem Beifall den urwüchſigen Mannheimer und damit pfälziſchen Humor. Präſident Theo Schuler, der eingeladen wurde, an der Elferratstafel Platz zu nehmen und auf vielſeitiges Verlangen das Wort ergreiſen mußte, hatte wie uns verſichert wurde, einen beſonders glücklichen Tag. Seine ungemein humoxvollen Ausführungen wurden denn auch mit ſtürmiſchem Beifall aufgenommen. U. a, betonte er, daß er die Fahrt nach Düſſeldorf nicht bereue, denn er habe ſeine geographiſchen Kenntniſſe durch die Behauptung der Düſſeldorfer, daß der Rhein in Mainz beginne und in Düſſeldorf ende, bedeutend erweitert. Auch die ironiſche Bemerkung, daß es nur in Düſſeldorf einen richtigen Karneval gebe, löſte große Heiterkeit aus. Man trennte ſich erſt ſpät abends in dem Bewußtſein, die Freundſchaft zwſchen dem„Feuerio“ und der„Großen Kölner“ weiter vertieft zu haben. Gegen 4 Uhr morgens langten die Mannheimer wieder wohlbehalten hier an. Sch. In froher Stimmung ſchwand der Abend dahin, ein hoffnungsvoller Auftakt des kommenden Ver⸗ einsjahres, das wieder getragen wird von einer zwar nicht ſehr großen aber ſelbſtlos bereiten Schar im Dienſte des deutſchen Liedes.—er. * Wiederſehens⸗Feiern ehemaliger Angehöri⸗ ger eines Truppenteiles, die mit Aufmärſchen und ſonſtigen öffentlichen Veranſtaltungen verbunden ſind, bedürfen, ſoweit ſie nicht von der aktiven Truppe durchgeführt werden, in der Feſtlegung dez Ter⸗ mins wie auch in ihrem Durchführungsplan der Genehmigung durch den zuſtändigen Landeskrieger⸗ führer des NS⸗Reichskriegerbundes. Wie der NS⸗ Reichskriegerbund weiter mitteilt, haben die Lan⸗ deskriegerführer für Veranſtaltungen größeren Um⸗ fanges(Waffengattungen, ehemalige Armeekorps oder Diviſionen uſw.) die Zuſtimmung des Reichs⸗ kriegerführers einzuholen. Donnerstag, 19. Jannar Nationaltheater: 20 Uhr„Die Mutter“. Kunſthalle: 20.15 Uhr Lichtbildervortrag von Dr. B. Grim⸗ ſchitWien:„Die Malerei des deutſchen Barock“. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Hausfrauen⸗Vorſtellungz 20.30 Uhr Kabarett und Tanz. Palaſtkafſee„Rheingold“: Sitzung der„Fröhlichen Pfalz“. Kafſee Wien: Kappenabend mit Tanz Nürnberger Brauhaus: Karnevaliſtiſcher Bunter Abend. „Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Wintergarten. Lichtſpiele: Ufa⸗Palaſt:„Pour le mérite“.— Alhambra: iſt an allem ſchuld“.— Schanburg.„Menſchen, Tiere, Senſationen“.— Palaſt:„Zwiſchen Haß und Liebe“,— Capitol:„Dir gehört mein Herz“.— Scala:„An ſeidenem Faden“.— Gloria:„In geheimer Miſſion“. Ständige Darbietungen Städtiſcheg Schloßmuſenm: Geöffnet von 10 bis 12.30 und von 14.30 bis 16 Uhr. Theatermuſeum, E 7. 20: Geölſnet von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Leſeſaal: Geöffnet von 10 bis 13, 19 bis 17 und 19.30—21.30 Uhr. Mannheimer Kunſtverein, L 1. 1: Geöffnet von 10 618 13 und 14 bis 16 Uhr. Schloßbücherei: Ausleihe von 11—13 und 17 bis 9 Uhr. Leſeſäle:—13 und 15—19 Uhr. edächintsausfiekungen für Giambattiſta Bodont und Lauxence Sterne Städtiſche Voltsbücheret: Zweigſtelle Neckarſtadt, Lortzing⸗ ſtraße 13: Ausleihe 10.30 bis 12.30 Uhr. Leſeſaal 11 bis 13 Uhr und von 16.30 bis 21 Uhr. Jugendbücherei, R 7, 46“ Ausleihe: 16 bis 20 Uhr. Städtiſche Muſckbüchelei. I. 2. 9: Schallplattenvorführung 10—16 Uhr. Städtiſches Hallenbad, U 3, 1: Geöfinet von 10 kis 20 Uhr. Palmenhaus am Luiſenpatt: Geöffinet von.30 bis 17 Uhr. Tierpark im Käfertaler Wald am Karlſtern Bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet Flughafen: Täglich 10 bis 17 Uhr Runoflüge und Keuch⸗ huſtenflüge. Alle Auskünkte durch den Vertehrs ⸗Berein, Teleſon 813 21. Hinweis Lichtbildervortrag:„Die Malerei des deutſchen Barock⸗ in der Kunſthalle. Heute, Donnerstag(20.15 Uhr) wird in der Reihe der Kunſthallenvorträge„Deutſches Barock“ Dr. Grimſchitz, der Direktor des Wiener Belvedere(Oeſter⸗ reichiſches Galerie⸗Barockmuſeum), über die deutſche Barockmalerei ſprechen. Das Barock hat ſich ja weſentlich im deutſchen Süden und vor allem im öſterrei⸗ chiſchen Lande am üppigſten und großartigſten entfaltet.— Wiederholung des Vortrags am Freitag. Zum Koclen von Gemüsen, Hülsenfrücnten U4SW0. MASSE FIEIscERUHE — es schmecki viel kräftiger 1 Stongs(öörfel) 18 Pf „Napoleon aate en Dunkle Forscherschicksale S4llex- geleimnlouooo uncl toclcuingend Die Grabkammer bei Karthago— Ein entzifferter Spruch— Vorgänge des Grauens— Träume in der Ammon-Stadt „Seit mehr als zwangiz Jahren verfolgt der For⸗ ſcher Graf Byron de Prorok die Rätſel der Geſchichte und der Vorgeſchichte der Menſchheit, wo⸗ bei ihm merkwürdige Dinge über den Weg gelaufen ſind, rätſelvoll, unheimlich und ohne Erklärung. Da⸗ bei iſt Graf Byron de Prorok ein Mann, der nicht leichtfertig myſteriöſe Geſchichten weitererzählt. Denn er hat einen Namen als Wiſſenſchafter zu ver⸗ lieren. Ein Grabſtein wie viele Zu den intereſſanteſten untergegangenen Städten dieſer Erde gehört Karthago. Als vor einigen Jahren Graf Byron de Prorok mit einer franzöſiſch⸗ameri⸗ kaniſchen archäologiſchen Expeditionen Grabungen unternahm, ſtieß er, wie der..3. berichtet, auf Grabkammern, die aus der Zeit 500 v. Chr. ſtammten. Man arbeitete ſich durch die Schichten von ſieben nach und nach verfallenen Städten hindurch, um ſchließlich auf die Grabkammer eines alten afrikaniſchen Herrſchers zu ſtoßen. Das Grab war mit einem mächtigen Grabſtein zugedeckt. Der Staub der Jahrhunderte war auf dieſem Stein feſtgebacken. Vorſichtigt löſte man den Staub auf, um die Schrift auf der Steinplatte leſen zu können. Man entdeckte Schriftzeichen in puniſcher Sprache. Ein Mitglied der Expedition, ein Spezialiſt der libyſchen und phöniziſchen Sprachen, konnte aus dem Wirrwarr klug werden. Die Schriftzeichen ſtell⸗ ten einen Fluch dar, der den treffen ſollte, der dieſes Grab berührte. Der Fluch wird Wirklichkeit „Und ſie werden in Stücke zerriſſen und ver⸗ brannt werden!“ ſo lautete der Schluß dieſes Fluches. Der Leiter der arabiſchen Hilfsarbeiter verſtand ge⸗ nügend engliſch, um den Sinn zu erfaſſen. Er ver⸗ ſieß, von Entſetzen gejagt, die Grabkammer und kehrte nie mehr zu der Kolonne zurück. Doch nun begann eine Serie merkwürdiger Unfälle. Als man den Grabſtein aufrichten wollte, rutſchte dieſer ſeit⸗ lich ab und erſchlug einen der Araber. Zwei Tage ſpäter ſtarb der amerikaniſche Staats⸗ ſekretär Robert Lenſing, der damals als Prä⸗ ſident des Karthago⸗Komitees den Grabungsarbei⸗ ten beiwohnte. Wiederum 24 Stunden ſpäter wurde Dr. Mitchell Carroll von einem verhängnisvollen Fieber gepackt, dem er innerhalb weniger Tage er⸗ lag. Als man endlich mit vieler Mühe den Grab⸗ ſtein an das Tageslicht emporgebracht hatte, wurde der Archäologe Eduard Stoever von dem glei⸗ chen Fieber gepackt und erlag der plötzlichen Er⸗ krankung. Sogar der Schwager des Grafen Byron de Pro⸗ rok, Prinz Edgar zu Waldeck, der in ſeinem Auto den Grabſtein nach Tunis in das Muſeum überführen ſollte, wurde von dem Fluch getroffen. Sein Auto überſchlug ſich kurz vor Tunis. Prinz Edgar zu Waldeck fand den Tod. Die Grabungen werden eingeſtellt Prorok ſelbſt kam— ſo verſichert er— nur mit knapper Not mit dem Leben davon, als die Decke der freigelegten Grabkammer plötzlich nachgab und Steine mit einem Gewicht von über fünf Tonnen auf den Platz niedergingen, auf dem er wenige Se⸗ kunden vorher geſtanden hatte. Einer der Araber wurde bei dieſer Gelegenheit halb unter dem Stein begraben. Man arbeitete zwei Tage, um den Unglücklichen aus ſeiner gefähr⸗ lichen Lage zu befreien und dem Leben wiederzu⸗ ſchenken. Unter dieſen Umſtänden konnte man natür⸗ lich keine Hilfsarbeiter für die Fortſetzung der Gra⸗ bungsarbeiten mehr finden. Der Menſch mußte nach⸗ geben. Die Expedition ſtellte die Arbeiten ein. Träume mit Alpdrücken Bei einer anderen Gelegenheit ſuchte Graf Byron de Prorok im Gebiet der vorhiſtoriſchen Am⸗ monſtadt nach dem auch bis zum heutigen Tage noch verlorenen Grab Alexanders des Großen. Man hatte ungefähr den Verlauf der Stadͤtmauer der Am⸗ monſtadt ausfindig machen können. Und nun hatte die Expedition ihre Zelte dͤort aufgeſchlagen, wo einſt innerhalb dieſer Mauern Häuſer geſtanden ha⸗ ben müſſen, wo einſt vielleicht auch die Einwohner dieſer Stadt ihre Grabkammern anlegten. Zahlreiche Knochenfunde, die man ſpäter an der gleichen Stelle machte, beſtätigten die Grabtheorie, die Prorok auf Grund merkwürdiger Träume ent⸗ wickelte. In der zweiten Nacht nach der Ankunft auf dieſen Gräberfeldern wurde Prorok von merk⸗ würdigen Erſcheinungen und ſchweren Träumen ge⸗ plagt. Dauernd verfolgten ihn kleine, aber kräftig gebaute Männer, die ſchwarze Bärte und lange Speere trugen und ihr Geſicht mit roter Farbe an⸗ gemalt hatten. Krank und zerſchlagen erhob ſich Prorok am näch⸗ ſten Morgen von ſeinem Lager und erzählte von ſeinen Träumen. Es ergab ſich, daß alle Beteiligten den gleichen Traum gehabt hatten. Ein Hiſtoriker der Kolonne verſicherte nun, daß nach den bisher ge⸗ machten Feſtſtellungen Menſchen dieſer Art einſt hier gelebt hatten. Immer wieder dieſelben Träume Prorok ſträubte ſich gegen den Gedanken, einem Aberglauben, einer Illuſion, einer Geſichtstäuſchung zu erliegen. Er führte vielmehr die gleichartigen Träume auf einen Vergiftungsprozeß durch Konſer⸗ ven zurück. Wenn ſich überall die gleichen Vergif⸗ tungsvorgänge einſtellten, dann konnten unter Um⸗ ſtänden die gleichen Träume die Folge ſein. Aber ſeine Theorie wurde dadurch erſchüttert, daß ſich in den dann folgenden Tagen immer wieder die gleichen Träume einſtellten. Die Mitglieder der Expedition zogen es ſchließlich vor, ihre Zelte bei den Gräberfeldern abzubrechen und ſich außerhalb der Stadtmauern niederzulaſſen. Prorok verſichert immer wieder, daß er nicht abergläubiſch ſei, er ſtellt aber feſt, daß die unheimlichen kleinen Männer mit den roten Geſichtern in den Träumen der Expedition nicht mehr erſchienen, nachdem das Lager an eine andere Stelle verlegt worden war. Der erfolgreichſie Film von 1938 Karl Froelichs„Heimat“ mit Zarah Leander Welcher Film war im Jahre 1938 am erfolgreich⸗ ſten? Es iſt ſicher kein Trugſchluß, die Kaſſeneinnah⸗ men als Wertmeſſer öͤafür heranzuziehen, und ſo ergibt ſich, daß das Meiſterwerk von Profeſſor Karl Froelich,„Heimat“, in dem Zarah Leander die Hauptrolle ſpielte, mit einem Kaſſenertrag, der vier Millionen Mark erreichte, an der Spitze ſteht. Die 5450 Lichtſpieltheater, in denen ſich der deutſche Filmbeſucher genußreiche Stunden verſchaf⸗ fen konnte, ſind heute auf eine Ziffer von 6620 Kinos mit zuſammen 2100 000 Sitzplätze angewachſen, wur⸗ den ſie doch durch die Befreiungstaten des Führers um 870 öſterreichiſche und etwa 300 ſudetendeutſche Theater vermehrt. Im Altreich zählte man zuletzt eine jährliche Be⸗ Das neue franzöſiſche Schlachtſchiff„Richelien“ In Breſt lief am 17. Januar das erſte franzöſiſche 85 000 ⸗Tonnen⸗Schlachtſchiff„Richelieu“ vom Stapel, von dem wir hier eine Zeichnung wiedergeben. Miß Marina 1939 auf der Neuyorker Motorbootſchau. Es iſt die hübſche Broadway⸗Sängerin Carol Bruce. (Schirner, Zander⸗M.) Ein Denkmal für Amelia Earhart An der Stelle, wo Amerikas berühmteſte Flie⸗ gerin zu einem Flug ſtartete, von dem ſie nicht mehr zurückkehrte, wird jetzt ein Denkmal errich⸗ tet. Unſer Bild zeigt den Bildhauer Demelmans ihm geſchaffenen Gedenkſtein. (Schirner, Zander⸗M.) vor dem von 8*— 1 ſuchermenge von 430 Millionen Menſchen. Um das Unterhaltungs⸗ und Erbauungsbedürfnis dieſes ge⸗ waltigen Heeres zu befriedigen, wurden im Laufe des Jahres 1938 157 Hauptfilme von der Filmprüf⸗ ſtelle ſeziert. 95 davon entſtanden in den deutſchen Produktionsſtätten in Berlin, Wien und München, 62 haben einen ausländiſchen„Geburtsſchein“. Mit 3² Werken ſtanden unter den nach Deutſchland film⸗ expedierenden Ländern die Vereinigten Staaten an der Spitze, Frankreich folgt mit 9, Italien mit 8 und (vor dem Anſchluß) Oeſterreich mit 4.„Ferner liefen“ England mit 3, die Tſchecho⸗Slowakei mit 3, Ungarn mit 2 Filmen. Das„Schlußlicht“ ſtellt Polen, das einen einzigen Spielfilmſtreifen einführte. Stunde unterm Dach/ von Cbrinan Bock Es fängt damit an, daß du ein Stück graue Pappe brauchſt. Pappe, denkſt du, Pappe— und kramſt im Schreib⸗ tiſch, ohne Sinn, da gibt es keine Pappe. Du denkſt, denkſt Und plötzlich haſt du es: Bücherkiſte! Du läufſt nach oben. Die Bücherkiſte ſteht auf dem Boden in einer Ecke unterm Dach und iſt natürlich zugenagelt. Nach ungefähr 14 Minuten harter Arbeit haſt du mit Hilfe eines längeren Nagels den Deckel ab. Du hätteſt ja bequemer ein Werkzeug holen können, aber was ein kluger Kopf iſt, das ſchlägt ſich lieber 14 Minuten mit einer Kiſte herum als von unten ſein Brecheiſen zu holen Alſo graue Pappe. So einfach ſcheint es nicht zu Oben in der alten ſein, obenauf liegt keine graue Pappe, unten drin wielleicht, aber dazu muß erſt ein Stapel Bücher heraus. Und da geſchieht es: Ehe du willſt, ſitzt du auf den nackten Bodenbrettern des Dachſtuhls, lieſt, lieſt und läßt die graue Pappe die graue Pappe ſein. Ja, dies hat man alſo in der Schule einſt als Eſelsbrücke gebraucht:„Platon, Gorgias, Ueberſetzt von Friedrich Schleiermacher.“ Und dann lieſt man ſich ein Stück heraus: „Sokrates. Ich denke, Gorgias, auch du haſt ſchon vielen Unterredungen beigewohnt und wirſt dies dabei bemerkt haben, daß nicht leicht die Men⸗ ſchen es dahin bringen, das, worüber ſie zu ſprechen unternommen haben, gemeinſchaſtlich zu beſtimmen, und nachdem ſie ſo untereinander ſich belehrt und gelernt haben, ihre Zuſammenkunft aufzuheben, ſon⸗ dern wenn ſie über etwas uneinig ſind, und einer den anderen beſchuldigt, er rede nicht richtig oder nicht beſtimmt, ſo erzürnen ſie ſich, und meinen, der andere rede ſo etwas aus Mißgunſt gegen ſie, weil er nämlich nur um ſeine Ehre ſich beim Geſpräch er⸗ eifere, nicht aber den vorliegenden Gegenſtand ſuche. Ja, einige gehen zuletzt auf die unanſtändigſte Art auseinander mit Schimpfreden, und indem ſie ſolche Dinge einander anzuhören geben, daß es ſogar den Anweſenden um ihrer ſelbſt willen leid tut, auch nur ſolcher Leute Zuhörer geweſen zu ſein.“ Und das iſt ſo geblieben bis auf den heutigen Tag. Nur manchmal geht es ja wirklich um den vorliegenden Gegenſtand. Und nicht bloß mit Schimpfreden, ſogar mit Gegenſtänden. Es iſt ganz hübſch, ſo ein Stück Fortſchritt feſtzuſtellen. Ein Schulbuch beim anderen.„Lateiniſche Schul⸗ grammatik von Prof. Dr. Paul Harre.“— Richtig, Harrel Finger hoch:„Herr Studienrat, ich habe meinen Harre vergeſſen.“ Was wird er ſagen?„Ja“, ſagt er,„mein Lieber, was ſoll das mit ihnen werden! Das, jetzt vor der Verſetzung, kann ihnen das Genick brechen. Sie nehmen ſich nicht zuſammen! Wenn Sie das Ziel der Klaſſe erreichen wollen 7 es iſt noch gar nicht ſo lange her, da waren das Sorgen, heute hat man beſſere. Der gute Harre:„Nebenſätze, deren Handlung in die Gegenwart fällt oder vom Standpunkt der Gegenwart aus betrachtet wird, haben auch nach Vergangenheitsformen den Konjunktiv des Präſens und des Perfekts. Folgeſätze, die die Geltung eines gen Ausſageſatzes haben(§ 214, A). Dies gilt hauptſächlich für die Schulzeit, nachher gilt es nicht mehr ſo. Damals, überlegſt 90— da flattert aus dem Harre ein Zettel heraus. Was mag da geweſen ſein? Auf dem Zettel ſteht zu leſen: „Schräger halten, Menſch!“ Was waren das nun wieder für Sorgen: Schrä⸗ ger halten? Dies gilt hauptſächlich für die ſelbſtändi⸗ Mit einem Male haſt du es. Ganz deutlich. Klaſſenarbeit. Ueberſetzung aus dem Lateiniſchen. Paule, Nebenmann, bringt nichts heraus und ſitzt in großer Not. Die Hand hat er großartig an der Stirn, weil er doch ſo angeſtrengt nachdenken muß und unter dem Dach der Hand ſchielt er auf dein Heft, aber ſo kann er noch nichts leſen, auffälliger darf er den Kopf auch nicht drehen, und da ſchreibt er wütend dieſen Zettel:„Schräger halten, Menſch!“ Nämlich das Heft und ſchiebt dir den Zettel, rups!, herüber. Du drehſt dein Heft um kleine zehn Grad, und Paule iſt gerettet. Irgend wie kam dann der Zettel in den ollen ehrlichen Harre und hat da big heute gelegen. Alſo, graue Pappel Herunter mit den Büchern und nicht verführen laſſen. Weg, weg, Mathematiſches Lehrbuch— Phy⸗ ſik— Homer, Ilias,— Sophokles— weg, weg. Ein ſchwarzes Heft liegt da noch: Deutſche Auf⸗ ſätz e. So man die erſte Seite aufſchlägt, ſteht auf dieſer geſchrieben:„Schon die alten Griechen..“ Tief unten in der Kiſte liegt endlich das Stück graue Pappe, das du ſuchſt. 20 Theater in Heidelberg Heidelberg, im Januar. War ſchon die Uraufführung„Des Teufels Ge⸗ betbuch“ ein voller Luſtſpielerfolg geweſen, ſo bewies die ſüddeutſche Erſtaufführung der im vergangenen Jahre in Dresden uraufgeführten Tragödie„Der Herzog von Enghien“ von Fritz Helke, auch die Leiſtungsfähigkeit auf dem Gebiete des ernſten Schauſpiels. Der junge Dichter dramatiſierte hier ſein Buch„Schickſal um Bonaparte: Der Prinz aus Frankreich“ mit ſorgſamer Herausarbeitung beider Gegenſpieler: der im badiſchen Ettenheim voll Sehn⸗ ſucht in ſein geliebtes Vaterland heimverlangende Herzog von Enghien, der zuverſichtlich bei Bonaparte gleiche Unterordnung alles Perſönlichen für, die Volksgemeinſchaft erhofft und ſich willig von ſeinen Gendarmen holen läßt, 40 der verſchlagene, jeden Adels der Empfindung, Ueberzeugung und Welt⸗ anſchauung bare Talleyrand, der ihn erſchießen läßt, um einen Zeugen ſeiner Konſpiration wegzuräu⸗ men. Hein Roſenthal und Karl Fürſten⸗ berg überzeugten in der Unverſöhnlichkeit dieſer in Zeit und Ewigkeit getrennten Naturen, des charak⸗ tervollen Idealiſten und kraſſen Realiſten, der aber die geiſtigen Realitäten nicht zu faſſen vermag. In der Regie Martin Baumanns wurde dies packende Drama ein vielverſprechender Erfolg für den jungen Friedrich Baſer „Das Innere Reich“, Zeitſchrift für Dichtung und deutſches Leben. Herausgeber: Paul Alverdes. Verlag Albert Langen/ Georg Müller, München. Den Auftokt des Januar⸗Heftes bildet eine umfang⸗ reiche, tieſgründige Rechenſchaft über das Lebenswerk Kol⸗ benheyers anläßlich ſeines 60. Geburtstages, vorgelegt von Konrad Wandrey. Zu den hervorſtechenden Beiträgen die⸗ ſes Heftes gehört der Vortrag, den Heinrich Zillich über „Die deutſche Dichtung und die Welt der Geſchichte“ auf dem Weimarer Dichtertreffen hielt. An eigentlich dich⸗ teriſchen Arbeiten ſind zu nennen Franz Tumlers„Drei Erzählungen“, der Zeit der Heimkehr des Sudetenlandes ins Reich verbunden, weiter Gedichte von Britting, Oda Schaefer, Hans Baumann und Wolfram Brockmeier dann die herrlichen Gedanken aus des toten R. G. Binding nach⸗ gelaſſenen Tagebüchern. Ein reich bebilderter Auſſatz von Werner Hager gilt der Kunſt des deutſchen Meiſters Veit Stoß; in die Reihe der Landſchaftsſchilderungen deutſcher Dichter gehört die„Ahnenheimat Innviertel“ von Erna Blaas. 4 Ein Wörterbuch der Kraftfahrer, von H. Georges und Dr. K. Schnaubert unter Mitarbeit von Oberleutnant H. Morgenroth heraausgegeben, iſt im Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig erſchienen. Es iſt als überſichtliches Nachſchlagewerk allen Kraftfahrern, Helfer und Berater, es hilft die Frende am Kraftfahrzeug zu erhöhen und berät, wenn es gilt, Mängel am Fahrzeug aufzuklären. In dem Wörterbuch findet aber auch der Fachmann, der Auto⸗ mobilverkäufer und der kraftfahrende Soldat, kurz jeder, der eine Beziehung zur Kraftfahrt hat, ein Werk, das ihm durch ſeine Vieljeitigkeit, durch ſeine ſoſt erſchöpſende Be⸗ griffsſammlung und in ſeiner klaren Sprache alle Fragen beantwortet., erklärt und durch vielſeitige Abbildungen erläutert. len Londons die obere Kalkſchicht g. Seite/ Nummer 31 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Rears os oluuc Borbü — Ein franzöſiſcher Archäologe bemühte ſich vor einiger Zeit in Syrien, den Verlauf der altrömiſchen Befeſtigungen öſtlich vom Tigris feſtzuſtellen. Er kam mit ſeiner Arbeit in dem ausgedehnten Wüſten⸗ gelände kaum vom Fleck. Der Zufall wollte es, daß ihn ein Militärflieger eines Abends zu einem Spa⸗ sierflug einlud. Wie überraſcht war der Forſcher, als er aus der Vogelperſpektive mit einem Blick das überſehen konnte, was er ſeit Wochen ſuchte. Die untergehende Sonne machte im Wüſtenſand auch die winzigſten Erhebungen deutlich ſichtbar, und die Ka⸗ mera hielt den Verlauf der verſunkenen Feſtungs⸗ bauten untrüglich feſt. In Deutſchland fand dieſe neue Forſchungsmethode eine glänzende Beſtätigung. Eine Luftaufnahme, die ein Wieſengelände in Würt⸗ temberg zeigte, gab den Anlaß zur überraſchenden Freilegung einer altrömiſchen Villa. Fachleuteer⸗ kännten, daß mitten in der Wieſe durch klar ab⸗ gegrenzte Streifen der Grundriß einer römiſchen Villa eingezeichnet war, den man, wenn man dieſelbe Stelle zu Fuß beſuchte, auch bei größter Aufmerk⸗ ſamkeit nicht entdecken konnte. Man grub auf Grund der Luftaufnahme tatſächlich eine römiſche Villa aus, von deren Exiſtenz man bisher keine Ahnung hatte. Wie war das möglich? Ueber den im Boden verborgenen Mauern hatte das Gras eine etwas andere Färbung, weil es weniger Nahrung erhielt als das benachbarte Gras. Das war ledig⸗ lich aus der Höhe zu erkennen, fiel aber nicht auf, wenn man das Gelände zu Fuß abſuchte. z4* — Miß Loniſe Boyd, die dieſer Tage wieder in Neuyork eingetroffen iſt, kann ſich rühmen, der ein⸗ zige weibliche Polarforſcher der Welt zu ſein. Seit dem Jahre 1906 hat die unternehmungsluſtige Dame, der die franzöſiſche Regierung das Kreuz der Ehren⸗ legion und Norwegen den St.⸗Olafs⸗Orden ver⸗ liehen haben, ſechs Reiſen in die Arktis unternom⸗ men. Sie war auch ſeinerzeit an der Suche nach dem verſchollenen Amundſen beteiligt. Miß Boyd verſichert, daß ſie eine ganz beſondere Vorliebe für die Arktis habe und ſoeben, obgleich ſie nicht mehr zu den Jüngſten gehöre, von einer ſehr anſtrengen⸗ den Expedition an die Nordoſtküſte von Grönland zurückgekehrt ſei, wo ſie im Auftrag der amerikani⸗ ſchen Geographiſchen Geſellſchaft in Neuyork Gezei⸗ tenmeſſungen vorgenommen habe. Keine Frau ſei bis heute ſo weit gen Norden vorgedrungen, als ſie. Im nächſten Jahre werde ſie zu einer neuen Expe⸗ dition aufbrechen, um in der Arktis mit Hilfe von Schallmeßinſtrumenten Meſſungen der Meerestiefen auszuführen. * — Das Grundwaſſer unter London, das aus fünf⸗ hundert Quellen die engliſche Hauptſtadt mit einem Neuntel ſeiner Waſſerverſorgung verſieht, fällt ſtän⸗ dig, wie kürzliche Unterſuchungen ergeben haben, die von Dr. Stevenſon Buchan im amtlichen Auftrag angeſtellt wurden. London ſteht größtenteils auf Kies, worunter ſich eine Tonſchicht befindet. Dann kommt ein Sandbett und ſchließlich eine Kreideſor⸗ mätion, aus der das Grundwaſſer hochgepumpt wird. Viele Quellen ſind ſchon ſeit langem verſiegt, ſo z. B. diejenigen, die 1864 erbohrt wurden, um die Sexpentine, den Runden Teich und den See im St.⸗ James⸗Park zu ſpeiſen. Sie wurden ſchon 1912 auf⸗ gegeben. Im Themſetal, rund um Bermondſey, hat das Fallen des Grundwaſſerſpiegels zur Verſalzung geführt. Der Bericht Dr. Buchans weiſt darauf hin, daß die Senkung des Grundwaſſers noch in der ge⸗ genwärtig lebenden Generation in den meiſten Tei⸗ erreichen wird, was zur Notwendigkeit anderer Verſorgungsquellen führen muß. 4 — Wer einmal dem Geirangerſjord, dem ſüd⸗ lichſten und ſchmalſten Arm des Storfſords in Nor⸗ wegen, einen Beſuch abgeſtattet hat, wird die merk⸗ würdige, aus der Not geborene Sitte bemerkt * haben, daß die Bewohner der hoch oben in den Felſen liegenden Bauernhöfe, der ſogenannten „Adlerneſter“, ihre Kinder mit Leinen an Holz⸗ pflöcken beſeſtigen. Die kleinen Kinder vom Gei⸗ rangerfjord verbringen ihre erſten Lebensjahre nur an der Leine, ſoweit ſie ſich im Freien aufhalten. Der Fjord iſt berühmt durch ſeine großarxtige wilde Naturſchönheit und ſeine Waſſerfälle, die ſich über die ſchroffen, über 1500 Meter hohen Felswände herabſtürzen. Um die Kinder davor zu bewahren, daß ſie von den ſchmalen Plattformen aus, auf denen die„Adlerneſter“ liegen, beim Spielen in die Tiefe ſtürzen, bindet man ſie an, wobei ihnen das Seil, an dem ſie befeſtigt ſind, ſo viel Spielraum läßt, daß ſie ſich bis zum Rande der Felsplateaus nach Herzenluſt austollen können. Oft ſind an einem eingeramten Holzpflock vier und fünf Kinder auf einmal angeſeilt, die Fangen ſpielen und Purzel⸗ bäume ſchlagen, ohne daß die Eltern in dieſen Ge⸗ birgsfarmen um das Wohl der Kleinen beſorgt zu ſein brauchen. * — Mr. Collier in Waſhington hat ſeine liebe Not mit ſeinen Schützlingen. Er iſt der Indianer⸗Kom⸗ miſſar der amerikaniſchen Bundesregierung. Und wenn die Rothäute in ihren Reſervationen irgend⸗ welche Klagen haben, dann ſenden ſie ganz einſach eine Abordnung, die meiſt von dem Häuptling ange⸗ führt wird, nach Waſhington, um dort ihre Be⸗ ſchwerden vorzubringen. Das wäre nicht weiter ſchlimm, wenn ſich die roten Gentlemen etwas Geld in die Taſchen ſtecken würden. Sie ſteigen aber meiſt frohgemut in irgendeinem Hotel ab, ohne einen Cent bei ſich zu haben, und erklären, man ſolle die Hotelrechnung der Regierung ſenden. Bei ihren Be⸗ griffen von Gaſtfreundſchaft halten ſie es für ſelbſt⸗ verſtändlich, daß ſie bei einem Beſuch in Waſhington Gäſte der Regierung ſind. Mr. Collier hat aber für ſolche Ueberraſchungen keine Mittel zur Verfügung, und ſo hat er jetzt die einzelnen Indianerreſerva⸗ tionen durch Sendboten benachrichtigen laſſen, daß in Zukunft Hotelrechnungen von Indianer⸗Abord⸗ nungen in Waſhington nicht mehr bezahlt werden, wenn der Beſuch nicht auf ausdrücklichen Wunſch der Regierung erfolgte.„Wo kämen wir hin“, ſo be⸗ gründet Mr. Collier ſeine Maßnahme,„wenn jeder Indianer, der etwas auf dem Herzen hat, ſeelenruhig auf Koſten der Regierung nach Waſhington fährt und dort einen guten Tag lebt, wobei er womöglich noch die Koſten ſeiner Automobilreparatur dem Staat ankreidet!“ * — In der Stadt Newark im Staate Jerſen fand man im Korridor ſeiner ärmlich möblierten Woh⸗ nung einen 70jährigen Mann namens John Fau⸗ ſher tot auf. Der Mann war an vollſtändiger Ent⸗ kräftung geſtorben, und es ſtellte ſich heraus, daß ſich in ſeiner Wohnung weder Lebensmittel noch Brennvorräte befanden. Voller Mitleid mit dieſer ſcheinbaren Tragödie eines Armen unterzog die Wieder ein Doppelmillionär der Luftfahrt dib Berlin, 18. Januar. Am Mittwochnachmittag konnte Bezirksleiter Ritter von Lechner im Flughafen Berlin⸗Tempel⸗ hof den fünften Doppelmillionär der Deutſchen Lufthanſa, Flugkapitän Sluza⸗ hek, begrüßen, als er von ſeinem planmüßigen Flug auf der Strecke Teheran⸗Berlin zurückkehrte. Paul Sluzalek iſt einer der älteſten deutſchen Verkehrsflieger und Flieger überhaupt. Bereits 1913 flog er beim Militärfliegerbataillon J in Döbe⸗ ritz, war im Kriege bei der Fliegerabteilung 29 und kam ſpäter zur Kampfſtaffel 19. Im Luftver⸗ kehr fliegt Flugkapitän Sluzalek ſeit 1922. Hücoiſcher Sittenverbrecher ins Zuchthaus dib. Hamburg, 18. Januar. Einen gefährlichen Sittenverbrecher machte die Große Strafkammer beim Hamburgiſchen Landes⸗ gericht in der Perſon des 55jährigen Volljuden Max Nadel, genannt Mordiſchi, unſchädlich. Sie verurteilte ihn wegen vollendeter Raſſenſchande in fünf Fällen, davon vier in Tateinheit mit Vor⸗ nahme unzüchtiger Handlungen an Mädchen unter 14 Jahren, zu 8 Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverluſt. Außerdem wurde Entman⸗ nung angeordnet. 8 Der Jude hatte ſich deutſchblütige Mädchen, die ihm Reparaturarbeiten brachten, durch Geſchenke ge⸗ fügig gemacht und zur Unſittlichkeit verleitet. Bis zum November 1937 ſetzte er ſein übles Treiben fort, obwohl er die Nürnberger Geſetze genau kannte. Der Tejo trat über die Ajer dnb. Liſſabon, 18. Januar. Das ſchon ſeit Tagen in Portugal wüten de Unwetter hielt auch am Dienstag mit unvermin⸗ ͤͤerter Stärke an. Nach dem Rio de Ouro trat auch der Tejo im ganzen Unterlauf über die Ufer und verurſachte rieſige Ueberſchwemmungen. Die Einwohner von Barquinhas am Tejo mußten das völlig überflutete Städtchen räumen. In der Nähe von Guimarges in Noröportugal ſtürzte ein Laſtkraftwagen die Uſerböſchung des Minho hinab, wobei zwei Transportbeglei⸗ ter getötet wurden, während der Chauffeur ſchwer verletzt geborgen werden konnte. Typhusepidemie in Bulgarien dnb. Sofia, 18. Januar. In dem im Weſten des Landes gelegenen Badeort Kuſtendil iſt eine Typhusepidemie ausgebro⸗ chen. Die Zahl der Erkrankten beträgt bereits über 200; elf Perſonen ſind der Krankheit ſchon zum Opfer gefallen. Die Geſundheitsdirektion hat Aerzte und das nötige Material zur Verfügung geſtellt. Größere Geldmittel ſind vom Staat zux Bekämp⸗ fung der Epidemie bewilligt worden. Neuer Rieſenſkandal in Neuyork Lotterieſchwindel im Großen dub, Neuyork, 18. Januar. Die Skanoͤalaffären in„Gottes eigenem Land“, wie die Amerikaner die Vereinigten Staaten gern nennen, reißen nicht ab. Neben dem Rieſendiebſtahl von Fahrgeldern, bei dem die betrügeriſchen Ange⸗ ſtellten der Untergrundͤbahn mindeſtens 1,3 Mil⸗ lionen Dollar erbeuteten, beſchäftigt die Oeffentlich⸗ keit zur Zeit am meiſten ein rieſenhafter Schwindel mit Lotterieloſen, der eben erſt aufgedeckt werden konnte. Es handelt ſich dabei um eine Fälſcherbande, die im Laufe der letzten oͤrei Jahre amerikaniſche Käufer von Loſen für iriſche Sweetſtake⸗Pferderennen um mehr als 4,5 Mil⸗ lionen Dollar beſchwindelt hat. Die Schwindler verkauften die Loſe, führten die Beträge dafür aber nicht ab, ſondern fälſchten die Empfangs⸗ ſcheine. In dem Auto eines der Betrüger, die ver⸗ haftet werden konnten, wurden nicht weniger als 204 ſolcher gefälſchten Quittungen gefunden. „Die Kopfjäger von Borneo“ nennt ſich ein Expeditionsfilm der Tobis, der am kommenden Sonntag in Manheim gezeigt wird. Unſer Bild zeigt einen tätowierten Krie⸗ ger vom Stamme der Dajaks. E——TTTTTTT—TTTTTT Polizei die vollſtändig verwahrloſten Zimmer einer eingehenden Durchſuchung. Dabei machte man die überraſchende Feſtſtellung, daß John Fau⸗ ſher keineswegs arm war. Man fand drei Bank⸗ bücher, die unter der zerriſſenen Matratze verſteckt waren und Guthaben in Philadelphia und Newark von über 97 000 Dollar auswieſen. Eines der Phi⸗ ladelphia⸗Bankkonten hatte Fauſher bereits im Jahre 1887 eröffnet, das zweite 1901, woraus zu ſchließen war, daß er das Geld ſchon als junger Mann zu ſparen begonnen hatte. Trotz dieſes Reichtums befand ſich nicht ein Stücklein Brot in der Wohnung, ſondern man muß annehmen, daß der Sonderling, der bis vor kurzem Kehrrichtton⸗ nen durchſtöberte und Zigarettenſtummel auflas, an ſeinem eigenen Geiz zugrunde gegangen iſt. Ge⸗ genwärtig fahndet man nach etwaigen Erben des Verſtorbenen, der ſeit Jahren ein Einſiedlerdaſein führte. *. — Vor dem Jahre 1729 kanute man den Sago in Europa nicht. 1729 wurden die erſten Sagokörner nach England gebracht und elf Jahre ſpäter gelangte der Sago nach Frankreich. 1744 machte man in Deutſchland zum erſten Male Gebrauch von ihm. Der Sagobaum, in Oſtindien, Neuguinea und auf den ſüdlichen Inſeln Aſiens zu Hauſe, gehört zur Familie der Palmenbäume. Aus einem großem Baum gewinnen die Eingeborenen bis zu ſechshun⸗ dert Pfund Sagomehl. Mit den daraus bereiteten Broten treiben insbeſondere die Inder einen leb⸗ haften Handel. Dieſe Brote beſitzen eine hervor⸗ ragende Eigenſchaft: Sie ſind mehrere Jahre genieß⸗ bar und kennen kein Verſchimmeln. Ehe man ſie genießt, müſſen ſie jedoch in Waſſer eingeweicht wer⸗ den. Mit Salz und Gewürzen genoſſen, gelten ſie in den tropiſchen Ländern als ein delikates Früh⸗ ſtück. Noch im vorigen Jahrhundert erhielten Ma⸗ troſen und Soldaten der engliſchen und holländiſchen Kriegs⸗ und Kauffahrteiſchiffe das Sagobrot als Proviant; es erſetzte vollkommen die heute gebräuch⸗ lichen Schiffszwiebacke. RezeptbeiErkältung, Griypegefahr: Erwachſene trinken kurz vor dem Zubettgehen möglichſt heiß zweimal je einen Eßlöffel Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt und Zucker mit eiwa der doppelten Menge kohenden Waſſers gut verrührt. Kindern gebe mon die Hälſte. Darauf ſchläft man gut und fühlt ſich am anderen Mor⸗ gen meiſt merklich wohler. Zur Nachkur nehme man noch einige Tage die halbe Menge. Sie erhalten Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt in der blauen Original⸗Packung mit den drei Nonnen in Apotheken und Drogerien in Flaſchen zu RM. 2,80, 1,65 und—90. Dieſes Rezept bitte ausſchneiden! V241 Wind aus Alaska 32 Souan VON OHAMNES TRA OW unſicher,„aber Hampſter, der arme Kerl, iſt genau ſo erledigt wie Sie. Ich hab ihn ins Bett gepackt. Morgen werd' ich ihm die Beine wickeln und wenn es Ihnen recht iſt, helfen Sie mir ein bißchen. Blei⸗ ben Sie jetzt bitte liegen. Ich ſtell Ihnen Ihr Eſ⸗ ſen ans Bett.“ Harriet erhebt ſich auch nicht. Sie dreht ſich nur ſtumm an die Wand, damit er ihre Tränen nicht ſehen ſoll. Und ſo endet ihr zweiter Tag auf der Inſel. Achtzehntes Kapitel Wochen um Wochen vergehen ſo. Hampſter verſieht die Maſchinen, Harriet das Haus und Jim die Jagd und den Fiſchfang. Auch Bogeleier, Mooſe, und Steinbrech bringt er heim. Friſchnahrung ſei beſſer als Konſerven, ſagt er. Dann aber ſitzt er ſtundenlang über Karten und Zeichnungen, und oft bleibt er für Tage aus. Har⸗ riet weiß das ſchon immer im voraus: wenn er ſich die Meßgeräte der Station aufpackt, kommt er ſo bald nicht zurück. Immer niedriger und immer roter kreiſt die Sonne am Horizont, und bald wird es Nacht ſein. Vierundzwanzig Stunden am Tag nichts als Nacht! Und als Harriet eines Morgens ins Freie will, ſteht ſie mitten im Schnee. „Wenn das Eis erſt hält“, ſagt Jim,„werde ich den Seehunden draußen an ihren Atemlöchern auf⸗ lauern. Es iſt eine mühſelige Jagd. Aber von einem Seehund oder zweien kann man eine Weile leben. Doch wenn Sie wollen, Miß Foreſter ma⸗ chen wir heute Sonntag und klettern in die Felſen, bis wir das freie Meer ſehen. „Und Hampſter?“ „Wir können es ſeinen Beinen nicht zumuten“, bedeutet ihr Jim.„Aber Sie ſollten es ſich nicht entgehen laſſen. Wir haben Eisgang draußen und klare Sicht.“ „Gut“, ſagt Harriet, und nach dem Frühſtück machen ſie ſich auf den Weg. Es iſt ein mühſeliges Klettern durch den Schnee, und wenn Harriet nicht die neuen Schuhe aus Seehundsfell anhätte, würde ſie es nicht ſchaffen. Die ſind beſſer als jedes andere Schuhwerk, und Jim hat ſie ihr gemacht. „Wundervoll weich ſind ſie“, rühmt „Wie haben Sie das nur fertiggebracht? waren doch wie Bretter.“ „Wollen Sie es wirklich wiſſen?“ Harriet will es wiſſen, und überhaupt haben ſie auf dieſem gemeinſamen Weg bereits mehr Worte gewechſelt als in all den vergangenen Wochen zu⸗ ſammen. „Ich hab es ſagt Jim. „Und wie machen es die Eskimofrauen?“ „Es iſt nicht ſehr anregend, Miß“, meint Jim. „Aber die Eskimofrauen kauen die Felle, bis ſie weich ſind. Das iſt ſo eine Art arktiſche Gerbung.“ Harriet bleibt ſtehen. „Ich will nicht, daß Sie ſo etwas für mich tun ſagt ſie böſe. „In dieſem Fall haben Sie gar nichts zu wol⸗ len“, erklärt Jim ruhig.„In unſerer Kamerad⸗ ſchaft muß jeder ſo gut nehmen wie geben können. Mit Ihren eigenen albernen Schuhen konnten Sie kaum einen Schritt vors Haus machen. Bewegung in friſcher Luſt iſt aber nötig! Bedenken Sie, wenn einer von uns krank würde!“ Doch an Harriets Stirnrunzeln Ueberlegenheit nichts: „Mag ſein“, ſagt ſie.„Aber wenn meine Schuhe gekaut werden müſſen, kau ich ſie ſelbſt!“ „Ihnen würde doch nur übel werden!“ „Ihnen iſt doch ſicher auch übel geworden! Die Felle rochen gar nicht gut.“ „Nein, gar nicht gut“, grinſt Jim.„Aber ich hab ſie vorher in Rum gelegt, da merkte man das nicht ſo. Ich bin ja ſonſt, wie Sie wiſſen, nicht ſehr für Rum in dieſen Breiten, und Ihr Herr Vorgänger, der frühere Proviantmeiſter, iſt ſicher an der Rum⸗ ſlaſche eingegangen. Aber in Ausnahmefällen halte Harriet. Die Felle wie die Eskimofrauen gemacht“, 14 ändert ſeine ich Rum für ſehr heilſam.“ Eigentlich möchte Harriet ihm jetzt gut ſein, aber mit der ganzen Kraft ihrer Seele verhärtet ſie ſich und ſchweigt. „Hören Sie mal“, meint Jim nach einer Weile, und es iſt, als antworte er auf ihre Gedanken, die ſie bei ſeiner Ankunft bewegten,„Moral iſt etwas ſehr Gutes. Doch wir ſollten nicht vergeſſen, daß die Moral bei neuen Lebensbedingungen auch neue Formen annehmen muß, wenn ſie nicht zum Wider⸗ ſinn werden ſoll.“ „Oh, ich weiß, was Sie ſagen wollen“, entfährt es Harriet.„Auch Gangſter haben ihre Moral!“ Was hilft es ihr nun, daß ſie das harte Wort gern zurückgenommen hätte, Jetzt ſchweigt auch Jim. Nur noch beider Tritte ſind zu hören und wieder Geröll. Doch nach dem Runden eines Vorſprungs ſchreit Harriet plötzlich auf. Vom Berg zum Gletſcher ſpannt ſich ein hoher kreisrunder Bogen. Es iſt ein Nebelbogen, der ſich wie ein weißſchimmerndes leuchtendes Tor an der Schwelle zum ewigen Eis wölbt. „Sie werden noch mehr ſehen“, ſagt Jim,„aber paſſen Sie auf, daß der Eisblink Sie nicht verführt und Sie ein Polarhäslein für einen Eisbären hal⸗ ten. Bei ſolchem Wetter ſehen entfernte Dinge viel größer aus.“ Jim iſt wieder ſachlich, ja heiter.„Nur noch zehn Minuten“, ermuntert er ſie,„dann müſſen wir es haben, das freie Meer!“ Und dann haben ſie es. Sie ſtehen oben auf der Höhe und ſehen den Eisgang. Aber ſprechen kann Harriet nicht. Zu groß iſt ihre Bewegung. Gleich überirdiſchen Lotosblüten, weiß brennen⸗ den Blüten gleich kommen die Geſchwader ber Schol⸗ len unabſehbar von Nord. Aber dann ſieht Harriet in dem Weißen auch das Rote und in dem Roten das lohende Violette und das Purpurblaue. Und das Unterwaſſereis zaubert ein Grün von unbeſchreiblicher Zartheit hervor. Ueber all dieſe Pracht hinweg macht Jim nur eine Handͤbewegung und ſagt:„Mittelpack.“ Mittleres Packeis ſoll das heißen, und es iſt eins der wunderbarſten, aber auch bedenklichſten An⸗ zeichen des drohenden Winters. Mittelpack heißt Nacht, Eisbärengefahr bis an die Schwelle des Hauſes, heißt beſchwerliche See⸗ hundsjagd und Gefangenſchaft in all dieſer Weite. Kein Schiff kann die Boßinſel im Winter erreichen, und hin unb über die Eisriſſe der Beaufort⸗See gelangt kein Schlitten. Mittelpack iſt in Jims Munde auch ſo etwas wie eine Antwort auf Gangſter. „Kann in ein paar Stunden vorbei ſein“, meint er.„Kommt aber wieder und kommt dichter wieder, und zuletzt ſetzt es ſich und iſt Feſtland. Sehen Sie es ſich genau an, Miß Foreſter. Wenn Sie es ſo wiederſehen, ſind Sie ein paar Jahre älter.“ „Es iſt ſchön“, ſagt Harriet hingeriſſen. Das iſt alles. 5 „Dort im Nordoſt“, erklärt ihr dann Jim,„da habe ich in den Klippen etwas Intereſſantes ent⸗ deckt. Dort wird es nächſtes Frühjahr wieder ſehr lebhaft zugehen.“ Harriet ſieht ihn fragend an. „Für diesmal kam ich zu ſpät“, fährt er ſork, „die Herrſchaften waren alle ſchon ausgeflogen.“ „Welche Herrſchaften?“ „Robben.“ „Sie tun gerade, als ſprächen Sie von einer Goldmine“, meint Hariet. „Robben ſind auch Gold und viel intereſſanter! Ich hab mir gleich gedacht, die Inſel hier müſſe ein Robbenplatz ſein. Die arme Tiere müſſen ſich ja immer weiter nach dem Norden zurückziehen.“ „Ich habe nicht den Eindruck, lächelt Harriet,„daß die Robben von Ihnen viel zu befürchten hätten.“ „Kaum“, nickt Jim.„Aber Wintersende werden ſie kommen. Zu vielen Tauſenden, glaub ich. Die ſchweren Bullen zuerſt. Und dann werden ſie um die Brutplätze kämpfen. Und wenn dann das Jungvoll und ſchließlich das zarte Geſchlecht anlangt, dann kommt die Balgerei erſt richtig in Schwung. Jeden von den alten Paſchas will ſo viel Weiber wie mög⸗ lich haben, und vor Gebrüll iſt die Brandung nicht mehr zu hören. Natürlich verſuchen ſich auch die jungen Leute, aber weitaus die meiſten werden ver⸗ biſſen und müſſen ſich wieder einmal für ein Jahn mit der Junggeſellenecke der Abgeblitzten begnü⸗ 16.4 lFortſetzung folat) MRönpkt vorteiſhat Bei —— 7. Seite Nummer 81 81 In einer großen Kundgebung der Partei in der Fruchthalle in Kaiſerslautern ſprach am Dienstag⸗ abend ganz überraſchend für die Bevölkerung Gau⸗ leiter Bürckel. Dieſe Kundgebung war nicht nur für die Kaiſerslanterer Bevölkerung, ſondern auch für den ganzen Gau Saartiolä von beſonderer Be⸗ deutung. Nachdem Oberbürgermeiſter Imbt ein groß⸗ gügiges Bauprogramm verkündet hatte, nahm Gau⸗ leiter Bürckel unter toſendem Beifall der bis auf den letzten Platz beſetzten Fruchthalle das Wort, um über die politiſchen Tagesereigniſſe zu ſprechen. In den Mittelpunkt ſeiner Rede ſtellte der Gauleiter die Mitteilung, daß Kaiſerslautern zur Gauhauptſtadt er⸗ hoben worden ſei. Die'gründung der Verlegung In ſeiner Rede führte der Ganleiter zur Be⸗ gründung der Verlegung der Gauhauptſtadt folgen⸗ des aus: Der Führer habe endgültig entſchie⸗ den, daß Kaiſerslautern Gauhauptſtadt wird, und zwar müſſe endlich Rückſicht genommen werden auf die Parteigenoſſen der Saar, denen nicht immer die weite Reiſe nach Neuſtadt zugemutet werden könne, zumal Kaiſerslautern verkehrspolitiſch am günſtig⸗ ſten im Gau liege. Kaiſerslautern ſei ferner der Sitz zentraler Behörden und hoher militäriſcher Stellen. Die Entſcheidung wäre bisher nach ſeinem Wunſche immer vertagt worden. Nunmehr zwängen aber neue Verhältniſſe, die Entſcheidung ſchnellſtens 9555 beizuführen. Der Gauleiter teilte dann mit, daß für die Uebergangsfriſt 1 bis 2 Jahre benötigt wür⸗ den, denn für Neuſtadt müſſe ein entſprechen⸗ der Erſatz geſchaſſen werden. So komme als erſtes bereits ein Bataillon der SS⸗Verfügungstruppe nach Neuſtadt. Den Angehörigen der Gauleitung ſolle fernerhin geſtattet bleiben, ihre bisherigen Wohnungen in Neu⸗ ſtadt auch nach der Verlegung der Gauleitung nach Kaiſerslautern zu behalten. Umſchau Kaiſerslautern- die neue ſaarpfälziſche Gauhauptſtadt Eine Mitteilung Gou e ter Bürckels auf einer Kundgebung in der Fruchthalle * Kaiſerslautern, 19. Januar. Selbſtverſtändlich müſſe Kaiſerslautern in Zu⸗ kunft weſentlich ausgebaut werden. * Die neue Gauhauptſtadt mit über 63 000 Einwoh⸗ nern iſt die zweitgrößte Stadt der Pfalz und liegt im Herzen des Pfälzer⸗Waldes. Als die Pfalz noch Mittelpunkt des Erſten Reiches war und gleichzeitig einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt und Handels⸗ umſchlagsplatz ſowie Verteidigungsbaſis von größter Bedeutung bildete, errichtete hier Kaiſer Friedrich, der als Friedrich Barbaroſſa in die deutſche Ge⸗ ſchichte eingegangen iſt, eine Kaiſerpfalz. Kaiſers⸗ lautern hat eine hochentwickelte Induſtrie, nament⸗ lich Textil, Eiſen und Holz. Das imposante Kriegerdenkmal Kaiserslautern Photo: Fennel ——— Blick auf Ludwigshafen Ludwigshaſens Faſching kommt in Fahrt Rheinſchanze⸗Maskenball und Fremdenſitzung Das kommende Wochenende ſteht in Ludwigs⸗ hafen a. Rh. ganz im Zeichen der Veranſtaltungen des Karnevalvereins„Rheinſchanze“. Am Samstag, 20.11 Uhr ſteigt als Auftakt der Karne⸗ valszeit 1939 im„Pfalzbau“ der.große Rhein⸗ ſchanze⸗Maskenball. Die einzelnen Räume ſind mit einer farbenfrohen künſtleriſchen Deko⸗ ration verſehen worden. Vier Tanzkapellen ſpielen zum Tanz auf. Bereits am nächſten Tage, am 22. Januar, findet im Saale des Pfalzbaues, um 19.11 Uhr beginnend, —5 einmalige große Rheinſchanze Damen⸗ nd Herren⸗ Fremdenſitzung ſtatt, die eine unkſitzung in des Wortes wahrſter Bedeutung wird. Ludwigshafens Kanonen der„Bütt“ bringen ihre neueſten„Schlager“ des Humors zum Vortrag. Namen wie Hoſſtetter Heiner, Malaga, Schuhmann Babbe, Schuhmenn Richard, Scherpf und nicht zuletzt Bitzer ſagen alles. Sie ſind beſte ——— — Leichte Aeberſchwemmung Am Neckarvorland und am Hacktenfel Der hohe Stand des Neckars, der ſtarke Strömung zeigt, hielt auch den Mittwoch über an, zumal im Laufe des Tages erneute Regenfälle einſetzten. Die Fluten erreichten das Neckarvorland und die Straße am Hackteufel unmittelbar an der alten Brücke war leicht überſchwemmt, ſo daß hier eine Verkehrsumleitung notwendig war. Betriebswirtſchaflliche Arbeitswoche in Heidelberg Vom 6. bis 11. Febrnar. Die Deutſche Arbeitsfront, Gauwaltung Baden, führt vom 6. bis 11. Februar 1939 in der Stifts⸗ mühle in Heidelberg die urſprünglich für Anſang Oktober 1938 vorgeſehene betriebswirtſchaftliche Ar⸗ beitswoche durch. Sie wird am 6. Februar, vormit⸗ tags 11 Uhr, vom badiſchen Miniſterpräſidenten Walter Köhler, mit einem Referat über„Die oberrheiniſche Wirtſchaft im deutſchen Wirtſchafts⸗ raum“ eröffnet. Der Gauobmann, Pg. Dr. Roth, ſpricht über Sozial⸗ und Wirtſchaftspolitik, der Lei⸗ ter des Amtes für Berufserziehung und Betriebs⸗ führung, Profeſſor Dr. Arnhold, behandelt in einem grundlegenden Referat die Fragen der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Arbeits⸗ und Betriebsführung. Neben einigen Vorträgen über nationalſozialiſtiſches Wirtſchaftsdenken, A im Vierjahresplan, Raumordnung und Wirtſchaftsplanung, Steuerpoli⸗ tik und Auslegung der Steuergeſetze im Dritten Reich, ſtehen im beſonderen die Fragen der Be⸗ triebsführung im Vordergrund. Die 2. Verſammlungswelle der NSDAP im Kreis Heidelberg wird am kommenden Samstag ͤͤurchgeführt, mit Ausnahme der ſchon am 19. Ja⸗ nuar ſtattfindenden Kundgebungen in Leimen und Meckesheim.— Bei der am kommenden Sonntag in der Stadthalle ſtattfindenden Großkundgebung für die Stadtortsgruppen Altſtadt 1, Altſtadt 2, Mittel⸗ ſtadt, Neuenheim, Weſtſtadt 1 und Weſtſtadt 2 ſpricht Gauleiter Alfred Frauenfeld(MöR)⸗Berlin. Ein Zuſammenſtoß ereignete ſich zwiſchen einem Tempowagen und einem Motorrad an der Ecke An⸗ lage⸗Wredeplatz. Der verletzte Motorradfahrer mußte in die Klinik verbracht werden. Ein Heiratsſchwindler. Ein auswärtiger Mon⸗ teur wurde wegen Betrugs zur Anzeige gebracht, weil er einer ledigen Schneiderin unter dem Ver⸗ ſprechen, ſie zu heiraten, einen größeren Geldbetrag herausgelockt hat. Das Dentſche Märchentheater aus Bayreuth ga⸗ ſtiert in dieſen Tagen in Heidelberg und Umgebung mit den zur Aufführung kommenden Volksmärchen „Rumpelſtilzchen“ und„Das tapfere Schneiderlein“. Das Heidelberger Kammerorcheſter unter Leitung von Wolfgang Fortner gibt am kommenden Freitag ſein zweites Konzert dieſes Winters. Bei dem Abend gelangt auch ein Werk des ungariſchen Kom⸗ poniſten Bela Bartok— Rumäniſche Volkstänze für Streichorcheſter— zur Erſtaufführung. Als Soliſten wirken bei dem Konzert Walter Bohle— Klavier (Leipzig), Max Kergl— Violine(Nationaltheater Mannheim) und Elſe Bernatz— Violincello(vom Riele⸗Queling⸗Quartett) mit. Heidelberger Veranſtaltungen Hente Städt. Theater:„Der Löwe und die Maus“ Miete Bü 17, Pr.⸗Gr. 3, 20 bis nach 22 Uhr). Ans den Kinos: (St. Pl.⸗ Capitol:„Du und ich“.—„13 Mann und eine Kanone“.— Gloria:„Sergeant Berry“.— Kammer:„Der Kampf um Recht“(„Der Rächer“).— Odeon: Neues Programm. Gewähr für den heimatlichen und bodenſtändigen Charakter ihrer Darbietungen. Mas die Polizei rotiert In der Frankenthaler Straße ſtreifte ein Perſo⸗ nenkraftwagen beim Ueberholen einen Radfahrer, wobei dieſer vom Rad heruntergeworfen und leicht verletzt wurde. Der Lenker des Wagens will im Augenblick des Ueberholens von einem entgegen⸗ gekommenen Fahrzeug geblendet worden ſein. Ein neunjähriger Volksſchüler ſprang vor dem Hauſe Frankenthaler Straße Nr. 140 beim Spielen in die Fahrbahn eines aus Oggersheim kommenden Perſonenkraftwagens. Der Junge wurde angefahren und erlitt eine Kopfverletzung und Hautabſchürfun⸗ gen. Er mußte ſofort zum Arzt. Ein Arbeiter mietete ſich bei einer hieſigen Witwe ein und betrog ſeine Wohnungsgeberin um die Miete. Darum wurde er wegen Mietbetrugs ange⸗ zeigt, weil er auf Grund ſeiner Verhältniſſe im voraus wiſſen mußte, daß er die Miete nicht auf⸗ bringen konnte. Ludwigshafener Veranſtaltungen Heute Kameiadſchaftshaus der Firma Gebrüder—* 20.90 Uhr öffentlicher Zellenſprechabend der NSAP, Orts⸗ gruppe Süd. Pfalzbau⸗Konzertſaal: 20 Unhr 5. Veranſtaltung im Köß⸗ Veranſtaltungsring mit La Jana und Wilhelm Strienz. Heimatmuſeum: Kollektivausſtellung Otto Dill. Leſeſaal des Geſellſchaftshauſes: Geöſſnei 15 bis 20 Uhr. Pfalzbau⸗Kafſeehaus: Kleintunſtbühne Bayeriſcher Hieit: Kenzert und Tanz Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz. Lichtfpiele: Ufa⸗Palaſt im und Ufa⸗Rheingold:„Pour le mérite“.— Palaſt⸗Lichtſpiele: 18 Mann und 1 Kanone“. — Union⸗Theater:„Frauenehre“.— Atlantik:„Gaſtſpiel im Paradies“. Lampertheimer Nonzen I Lampertheim, 16. Jan. Auf dem Heimwege von Mannheim nach Lampertheim fand bei Sand⸗ hofen ein bieſiger Radfahrer auf dem Fahrweg eine Brieftaſche. In Lampertheim gelang es ihm, den Verlierer in der Perſon eines Penſionärs aus Mannheim zu ermitteln. Die Brieſtaſche ent⸗ hielt 187 Mark. Der ehrliche Finder begab ſich ſo⸗ fort nach Mannheim in die Wohnung des Verlierers, der ihm, hocherfreut über ſeine Ehrlichkeit, eine Be⸗ lohnung von 20 Mark und andere Aufmerkſamkeiten zukommen ließ. Zum Reichsberufswettkampf 1939 ſind in Lampertheim erfreulicherweiſe ſehr viele Meldun⸗ gen eingegangen. Insgeſamt wurden 415 Teilnehmer gemeldet und zwar Nahrung und Genuß 153, Eiſen und Metall 75, Bau 60, Hausgehilfen 50, Wald und Holz 39, Handel 39. Ein großer Stab von Mitarbei⸗ tern hat ſich hier gebildet, dem in Verbindung mit der HJ und DAß die Durchführung obliegt. Ortsbeauf⸗ tragter für den Wettkampfort Lampertheim iſt Pg. Jeckel. Frau Eliſabeth Münch, geb. Boll, Neue Schul⸗ ſtraße, vollendete das 74. Lebensjahr in guter Ge⸗ ſundheit.— 72 Jahre wird der Bahnwärter i. R. Adam Konrad Schmidt, Schützenſtraße.— Frau Charlotte Steffan, geb. König, beging ihren 73. Geburtstag.— Den 77. Geburtstag beging der Ar⸗ beitsinvalide Jakob Bauer, Neugaſſe 30. Aus Baden Scheunen wurcen Fiammenbeute Schadenfener bei Sinsheim * Berwangen bei Sinsheim, 19. Jan. Aus noch unbekannter Urſache brach in der Scheune des Landwirts Friedrich Braun ein Brand aus. Das Feuer griff auf die benachbarte Scheune von Wilh. Norpel über und beide Gebäude wurden ſamt Futter⸗ vorräten und Fahrniſſen ein Raub der Flammen. Das Vieh konnte gerettet werden. Schon àbends die Heut vorbereiten. Gesicht und Honde mit Nivee-C me pflegen, des mactit die Heut wi-· —— derstendstähig u. geschmelcig. **. Nu uur Nunoulziueun Blick auf die Sparoeiſtadt Kameradſchaftsabend der Ortsbauernſchaft * Schwetzingen, 19. Jan. Die Schwetzinger Orts⸗ bauernſchaft veranſtaltete im Saale„Zum Hirſch“ einen wohlgelungenen Kameradſchaftsabend. Zu Be⸗ ginn konnte Ortsbauernführer Brenner den Ortsgruppenleiter Steil ſowie ſeine Berufskame⸗ raden und deren Angehörigen begrüßen. Im Mit⸗ telpunkt des Abends ſtand eine Anſprache des Orts⸗ bauernführers, nach welcher ſich ein ſehr unterhal⸗ tendes, abwechflungsreiches Programm abwickelte. Seinen 70. Geburtstag konnte hier Rentner Jakob Hartung, Heidelberger Straße feiern. Im blühenden Alter von 31 Jahren ſtarb hier Herr Heinrich Roſenkranz, Schulſtraße 6. Was gibt es Neues in Keiſch? * Ketſch, 19. Jan. Ihre ſilberne Hochzeit konnten hier die Eheleute Johann Bittorf und Ehefrau Eliſabeth geb. Weick begehen. Der MGV Frohſinn hielt im Sängerheim zum„Wilden Mann“ die gut beſuchte Jahresver⸗ ſammlung ab, die vom Vereinsführer Kirſchner eröffnet wurde. Der Chor ſang unter der Stabfüh⸗ rung ſeines bewährten Dirigenten Doll einige Lie⸗ der, worauf der Schriftwart den Protokollbericht verlas und der Kaſſenwart die gut geführte Kaſſe bekanntgab. Die nun folgende Wahlhandlung lei⸗ tete der Vorſtand der Paſſiven, Hch. Mannhardt. Wiederum wurde der ſeitherige Vereinsführer Hch. Kirſchner als erſter Vereinsführer gewählt. Auch die ſeitherigen Mitarbeiter wurden in ihrem Amt wieder beſtätigt. An Veranſtaltungen finden am 18. Februar ein Naskenball und am Oſterſonntag ein Frühjahrskonzert ſtatt. * Oftersheim, 19. Jan. Der Turn⸗ und Sportverein 1895 hielt im Lokal zum Ochſen ſeine diesjährige Generalverſammlung ab. * Plankſtadt, 19. Jan. Frau Katharina Tropf, geb. Engelhardt, Blumenauſtraße, konnte in N Geſundheit ihren 75. Geburtstag feiern; den 70. Geburtstag Frau Liſette Hahn, geb. Bopp, Friedrichsfelderſtraße, und den 79. Frau Su⸗ ſanna Gaa, geb. Berger, Friedrichſtraße, ſowie Georg Peter Seitz, Eiſenbahnſtraße. Johann Valt. Treiber 3, Eppelheimer Weg, beging den 77. und Georg Franz Gaa, Leopoloͤſtraße, den 70. Geburts⸗ tag. Den Jubilaren die beſten Wünſche! Yussict Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a. M. vom 19. Jannar: Die Groß⸗ wetterlage befindet ſich in einer Umgeſtaltung, die auch Deutſchland allmählich fortſchreitende Abküh⸗ lung bringen wird. Ein Abſchluß der unbeſtän⸗ digen Witterungsperiode wird damit jedoch noch nicht erreicht. Vorausſage für Freitag. 20. Fanuar Wolkig bis bedeckt mit einzelnen, teilweiſe ſchauerartigen Niederſchlägen, bei nach Oſt dre⸗ henden Winden Abkühlung. Höchſttemperatur in Mannheim am 18. Januar + 13,5 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 19. Januar 8,2 Grad; heute früh halb 8 Uhr + 8,0 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh halb 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 3,5 Millimeter 2 3,5 Liter je Geviertmeter. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Jannar bein-Be, 15 10, E 18 10,———1 6 17 18 10. Noeinſelde 1 50 1 60.7/.22.54 Land 2651 20607397 Breiſach. 700 459 125679275 Köln—670.60% 30..34 Kehl 1.50.77/2.65 2. 9* 209* Maxau“. 320 323,423.80.7 honphein 25997603 84435 Manngem 6317/3..40ũ40 Wie olt ſieht man ſie ſchon am frühen ſlachmittag ausgehtertig auf der Strabe!l Sie hat treie zeit, um einkäute zu erledigen oder Seluche zu machen. dabel mus ſie ihre wohnung ganz allein in ordnung halten. Aber bel der tägtichen Putzarbeit hat ſie eine zeit⸗ und arbeitlparende fülfe: das ſo vielſeitige GO1 Olast ſich nicht nur öberall verwenden- es erlelchtert die rbeit und bringt ſtrahlenden Glanz in die entfernteſten winkel! IMWOHNZIMMkR können sie 2 zum seilpiel lür kolgende Sachen verwenden: amine, ſiachelöfen, valen, Rlchbecher, ſorbmöbel, Marmorplatten, con⸗ und feramikgelchirre, gupfer ⸗ und Melſinglachen, Zinn⸗ und Zinkgeräte, kunſtharz⸗ und Rlabaſtergegenſtände, horzelian, Glas, firiſtall, ſeizkörper, Campenſchalen und vieles andere mehr! die beſte paustrau kommt im ſßqaus nicht ohne Ms Pilte aus! ———— ——— ———— — —————————————— Bedingt durch den Auftakt zur 1. Tſchammer⸗Pokal⸗ Runde 1939 mußte der Spielbetrieb der Kreisklaſſe 2 WMannheim für einige Zeit lahm liegen, aber nun iſt man wieder feſte dabei einerſeits den Reſt der Vorrunde, andererſeits die erſten Rückſpiele unter Dach und Fach zu bringen. So brachte der 3. Januarſonntag die Spiele: Lützelſachſen— Lanz:4 Gartenſtadt— Jahn Weinheim 42 Unterflockenbach— Zellſtoff Mannheim:9 wobei es für die Platzvereine nicht zum Beſten ausging. Uberaus hoch mit 911 ſiegte Zellſtoff in Unterflocken⸗ bach und hier ſtand eigentlich bereits ſchon im erſten Teil des Spieles der Sieger feſt. Zellſtoff war ſeinem Gaſt⸗ geber weſentlich überlegen, wenn dieſer ſich auch alle Mühe gab, den nötigen Widerſtand zu leiſten. Erfreulich iſt, daß Dieſes Spiel ͤurchweg in ſairen Bahnen lief, und daß dies trotz eines Erſatzſchiedsrichters möglich war zeigte wieder einmal deutlich, daß man anſtändig kämp'en kann, wenn man nur will. Die zweite Niederlage eines Platzvereins, der den hei⸗ miſchen Boden nicht zu ſeinem Vorteil werten konnte, kam im Treſſen Lützelſachſen— Lanz zuſtande, woßei es am Ende:2 für die Lanzer hieß. Hier führte Pennig⸗ Waldhof die Pſeiſe und unter ſeiner Leitung wurde eben⸗ falls anſtändig gekämpft. Lützelſachſen hielt ſich über das 33 Spiel recht tapfer und bei etwas mehr Glück hätten Sie Bergſträßler zumindeſt einen Punkt gelandet, den ſie Der Hallenhanoballſport hat ſich länaſt einen feſten Platz im deutſchen und auch im internationalen Hanoball⸗ Terminkalender geſichert. Es gibt heute nur noch wenige, Die ihm ſportlichen Wert abſprechen. Wären dieſe Kritiker Zeugen der Hallenhandball ⸗ Weltmeiſterſchaft Anfang Februar des rergangchhen Johres in der Deutſchlandhalle geweſen, ſo wären ſie, Javon ſind wir überzeugt, ſicher an⸗ Serer Meinung geworden. Anſere Hallenhanoballſpieler haben nun in der nächſten Zeit allerhand Beſchäſtigung geſunden. Nach der Durch⸗ führung vieler Hallenhandballturniere der Vereine, Kreiſe und Gaue tritt numehr das Reichsſachamt mit großen internationalen Turnieren in Erſcheinung. Zunächſt ruft, zum dritten Male in dieſem Winter, aallerdings noch der Gau Berlin⸗Kurmark die Freunde des Hallenhandballſpiels. Am kommenden Samstag, dem 21. Januar, findet in der Berliner Deutſchlandhalle ein natio⸗ nales Turnier ſtott, an dem neben den vier beſten Ber⸗ liner Mannſchaften vier Vereine aus dem Reich teil⸗ nehmen werden. Einen Tog Larauf, am 22. Januar. eröffnet die Dort⸗ munder Weſtfalenhalle, die neue internationale Saiſon. Mannſchaften aus Stockholm, Wien, Berlin, Wuppertal, Dortmund, Minden und Gebelsberg ſind daran beteiligt. Die Stuttgarter Stadthalle kündiat einen Sonntag dar⸗ auf, am 29. Januar, ein großes internationales Turnier an, an dem eine ſchwediſche, ſchweizeriſche, Wiener und Berliner ſowie gier ſehr ſpielſtorke Mannſchaften des Gaues—— beteiligt ſind In der Breslauer Jahrhunderthalle kämpſen am 5. Fe⸗ bruar die ſtärkſte däniſche Vereinsmannſchaft, eine Ber⸗ liner Mannſchaft und dazu die ſehs beſten Mannſchaften des Gaues Schleſien Im Rahmen dieſes internationalen Turniers kommt dazu noch der Hallenhandball⸗Länder⸗ kampf Deutſchland— Schweden zum Austrag. Im Vor⸗ jahr gewann Deutſchland in Göteborg knapp mit 16.15. Den Höhepunkt der Hallenſaiſon bildet aber zweifellos das Internationale Hallenhandballturnier in der Berliner eutſchlandhalle, das am 11. Februar durch yeführt wird. Hier ſtehen ſich die Stadtmannſchaften von Karlstrona SSchweden), Kopenhagen und dazu die deutſchen Stadt⸗ mannſchaften Königsberg, Dor-mund, Stuttgart, Wien und Berlin 1(Auswahlmannſchaft der Gauklaſſe) und Berlin 2 gegenüber. Dazu kommt wahrſheinlich noch ein internationales Turnier in der Königsberger Kd§F⸗Halle am 26. Februar, an dem ſich Ungdoms und Idrottsföreningen, Matteus Pojkarna, Stockholm, ATV Berlin, eine Danziger Mann⸗ ſchaft ſowie fünf Mannſchaften des Gaues Oſtpreußen be⸗ teiligen werden. De.eſer Ueberblick zeigt, daß in den kommenden Wochen und Monaten im Hallenhandballſport allerhand los iſt. Die Beranſtaltungen werden ſicher dazu beitragen, dem Hallen⸗ hanoballſpiel neue Freunde, Aktive und Zufchauer zuzu⸗ führen. Aumtliche Bekanntmachung Bezirksklaſſe Staffel 1 Vorkommniſſe nach Schluß des Pflicht⸗ Auf Grund der NsDAP-üiſteilungen Anordnungen der Kreisleitung An alle Ortsgruppen! Sämtilche Ortsgruppen holen ſofort Material(Reden des Führers, Werbeproſpekte für hen Schulungsbrief) auf dem Kreispropagandaamt, Zim⸗ mer 3, ab. 2 Kreispropagandaamt. An alle Filmſtellenleiter des Kreiſes Mannheim! Wir erinnern an unſer Runoſchreiben betr. Filmbeſuch„Pour Meérite“. Die Veranſtaltung findet im Rahmen der om 2 22. Januar, 3 Uhr, im„Univerſum“ Mannheim, eſtgeſetzten Jugendfilmſtunde ſtatt. Die Filmſtellenleiter ttreten.45 Uhr vor dem Univerſum an. Im Anſchluß an die Vorſtellung kurze Beſprechung. Kreispropagandaamt, Hauptſtelle Film. * Ortsgruppen der NS DAP Dieutſches Eck. 20.., 20.15 Uhr, Kundgebung der NS DAp, Ortsgruppe Deutſches Eck, in der Bäckerinnung, 86. 40. Es ſpricht Gauredner Pg. Dr. Reuter. Zu erſchei⸗ nen haben ſämtliche Politiſchen Leiter, Walter e. Die Volksgenoſſn ſind eingeladen. Humboldt. Am 20.., 20.30 Uhr, Verſammlung in der „Floro“ und im„Kaiſergarten“. Es ſprechen Pg. Schirpf und Pg. Bäckert über„Deutſcher Lebenskampf“. Partei⸗ genoſſen und Volksgenoſſen ſind hierzu eingeladen. „Neu⸗Eichwald. 20.., 20 Uhr, in der 110er⸗Sporthalle, oßkundgebung mit Pg. Runkel als Redner. Teilnahme r Parteigenoſſen Pflicht. Antreten der Politiſchen Lei⸗ ter, Walter und Warte um 19.40 Uhr vor der Sporthalle. Die Bevölkerung iſt eingeladen. Rh)heinau. 20.., 20.15 Uhr, im„Badiſchen Hof“ öfſent⸗ liſche Verſammlung. Das Erſcheinen aller Parteigenoſſen, Pol. Leiter, Walter und Warte der Gliederungen iſt Pflicht. Kleidung: Uniform oder, wo nicht vorhanden, ivik mit Armbinde. 7 Ilvesheim. Am Freitag, den 20. d.., findet im Gaſt⸗ us„Zum Pflug“ eine Großkundgebung der Partei ſtatt, ei Pg. Weiß, Kreisobmann der DAß, Ueberlingen, ſprechen wird. Die Volksgenoſſen unſeres Ortes ſind zum Beſuch der Veranſtaltung eingeladen. NS⸗FF rauenſchaft Seckenheim. Gemeinſchaftsabend fällt dieſe Woche aus. Die Frauen nehmen am 20.., 20 Uhr, an der Großkund⸗ ebung der NsDApP im großen Schloßſaal teil. Achtung! Ingendgruppe! 36 Neckarau⸗Nord. 19.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend im„Lamm“. 36 Humboldt. 19.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend im NSV⸗Kindergarten, Fröblichſtraße 15. 36 Neckarau⸗Süd. 19.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend m„Lamm“. Drei Briefkarten mit Umſchlag und Blei⸗ i mitbringen S * Die Spiele der Kreisklaſſe 2 Mannheim Niederlagen für die Platzvereine auch reichlich verdient hatten. Lediglich einige Ausfälle im Angriff verhinderten dies, wöhrend Lanz im Ausnutzen ſeiner Chancen weit erfolgreicher zu operieren verſtand. Als dritter Sieger ging Gartenſtadt aus ſeinem Treffen gegen Jahn Weinheim hervor und auch hier war bis zur Pauſe(:1) die Partie noch ziemlich ofſen. Gar⸗ tenſtadt kam dann allerdings— trotz einigem Erſatz— ſtärker in Shwung und behauptete die zweite Halbzeit klar für ſich, die ſchließlich noch einen ziemlich eindrucksvollen Sieg ergab. Gartenſtadt kann nun immer noch hofſen, da Zellſtoff Mannheim und Bopp u. Reuther nach einem Behörde⸗ beſchluß, ihre Spiele außer Konkurrenz austragen müſſen. Spiele iſt einſtweilen aber auch für dieſe 9 beiden Mannſchaften gegeben, bis zur Schlußtabelle nach Beendigung der Spielſerie. Spiele gew. unentſch, verl. Tore Punkte BSp Lanz 9 1 3140 18 Gartenſtadt—0 7 0 2 29:8 14:4 Zellſtoff Mannheim 9 6 2 1 39 10 14-4 Bopp u. Reuther Mh. 9 6 1 2 33:18 13˙5 Lützelſachſen 2 2 2 3 15.22•8 Aſchbach 68 2 1 3 13˙13 5 7 Laudenbach 8 1 2 5 14.26.12 Jahn Weinheim 7 1 1 5 18.27 3 11 Unterflockeabach 8 1 0 5:35.14 Altenbach 4 0 0 4.26 6˙8 Deutſchlands Hallenhandballſpieler haben vielvor ſpiels Ilvesheim— Hockenheim wird der Platz des Fé Ilvesheim mit ſoſortiger Wirkung für alle Spiele, mit Ausnahme der Zugendſpiele, geſperrt. Weitere Anord⸗ nungen ergehen noch. Zwei Ehrenpreiſe Dr. Fricks Der Reichsminiſter des Innern Dr. Frick hat für die vom 3. bis 5. Februar in Reichenberg ſtattfindenden 8. Europa⸗Rodelmeiſterſchaften zwei Ehrenpreiſe für die ſie⸗ gende Mannſchaft im Männer⸗Doppelrodeln geſtiftet. An dem Dortmunder Hallenhandball⸗Turnier nimmt aus der Oſtmark auch der HC Ferro teil, in deſſen Reihen bekannte Spieler der früheren öſterreichiſchen Länder⸗ mannſchaft ſtehen. Hallentennismeiſterſchaften von Deutſchland Henkel und W. Menzel in Bremen eingetroffen Gleich zu Beginn der Spiele für die Hallentennis⸗ Meiſterſchaften von Deutſchland am dritten Tag in Bre⸗ men trifft Werner Menzel ein, der gegen den Norweger Bjurſtedt drei Sätze benötigte, um die zweite Runde zu erreichen. Mit 36, 60,:0 zeigte Menzel aber deutlich, daß er ſich in der Bremer Halle ſofort zurechtfand. Henner Henkel hat noch einen Ruhetag, er greift erſt am Donners⸗ tag in die Ereigniſſe ein. Bei den Frauen ſteht die Ber⸗ linerin Hamel als einzige Deutſche unter den„letzten Acht“ mit Wheeler(USA), Werring(Norwegen), Kovac(Jugo⸗ lawien), Gulbrandſſon(Schweden, Span(Schweden), So⸗ mogyi(Ungarn) und Roberg(Schweden). Frau Genzſch verlor gegen Frl. Somogyi, Frau Friſch war der Schwe⸗ ein Gulbrandſſon nicht gewachſen und Frl. Roſenow wurde von der Jugoſlawin Kovac ausgeſchaltet. Im Frauen⸗ doppel kamen Hamel⸗Wheeler kampflos als Erſte unter die „letzten Vier“. Die Ergebniſſe: Männer⸗Einzel: W. Menzel— Böjurſtedt(Norwegen :6,:0,:0.— Frauen⸗Einzel: Somogyi(Ungarn)— Genzſch(Deutſchland):2,:2; Gulbranoſſon(Schweden) — Friſch(Deutſchland):4,:6,:6; Kovac(Jugoflawien) 3 Bannbefehl. Eintritt in das Bannorcheſter. In den Dienſtabenden iſt in ſämtlichen Einheiten ſofort feſtzuſtel⸗ len, wer ſich für den Eintritt in das Bannorcheſter intereſ⸗ ſiert. Meldungen an die Banndienſtſtelle müſſen enthal⸗ ten: genaue Anſchrift und Inſtrument, das der Bewerber ſpielt. Meldungen ſind unverzüglich abzugeben. BDM Gruppe 3/171 Dentſches Eck. 20. 1. tritt die Gruppe in Dienſtkleidung um 19.45 Uhr auf dem U⸗2⸗Schulplatz an. M⸗Gruppenführerinnen. Wochenendſchulung am 21. und 22. 1. Beginn 21 um 19 Uhr auf dem Untergau. HJ, BD, IV, I, Führerſchulungswerk Arbeitsgemeinſchaft„Werdendes Reich, Geſchichte, Innenpolitik“, Leiter Dr. Zeller, fällt am 19. 1. aus und iſt auf Dienstag, 31.., verſchoben. Beginn der Arbeits⸗ um 20.30 Uhr, in der Allgemeinen Berufs⸗ ſchule. deutſche Arbeitsfront Rreiswaltung Mannheim, Rheinſtr. 3 Abteilung Propaganda Betr. Entſchrottungsaktion. Die Ortswaltungen ſorgen für reſtloſe Erfaſſug des Altmaterials in den Betrieben. Meldeformulare können noh in beliebiger Anzahl bei der Kreiswaltung abgeholt werden. Meldeſchluß 20. Januar. Der Kreispropagandawalter. An alle Betriebsobmänner! Betr. Schulungslehrgänge. Auf Grund neuer Anwei⸗ ſungen des Gauſchulungsamtes ſind die„Korteikarten für das Kreisſchulungsamt“, die den Betrieben mit Rund⸗ ſchreiben vom 9. Januar Nr.„39 zugeſtellt worden ſind, vorläufig noch nicht an das Kreisſchulungsamt zurück⸗ zuſenden, da noch nicht alle Gliederungen der Partei ihre Lehrgangsteilnehmerbogen ausgegeben haben. Ein neuer Termin für die Rückſendung der Karten wird noch be⸗ kanntgegeben. Berufserziehung Berufserziehung im Deutſchen Gaſtſtättengewerbe. Lehr⸗ gänge der DAß zur Vorbereitung zur Meiſterprüfung. Die Kreisarbeitsgemeinſchaſt für Berufserziehung im Deutſchen Gaſtſtätten⸗ und Beherbungsgewerbe als Beauftragte der Fachgruppe in der DAß führt Ende Januar 1939 Vor⸗ bereitungslehrgänge zur Meiſterprüfung für Küchenmei⸗ ſter, Serviermeiſter, und Büroleiter durch. Außerdem ſind für ungelernte weibliche Bedienungen Kurſe vorgeſehen. Sofern die nötige Zahl erreicht wird, beginnen dieſelben ebenfalls Ende Januar 1939. Anmeldungen bitten wir unverzüglich auf unſerer Kreisdienſtſtelle, Rheinſtraße 5, Zimmer 36, vorzunehmen. 70 Berufserziehunaswerk. O 4, 8/9 Am Freitog, dem 20. Januar 1930, fällen ſämtliche Lehr⸗ gänge infolge der Großkundgebungen in Mannheim aus. * Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3 Dieſer vorletzte Sonntag im Januar iſt ein fußball⸗ reicher Spieltag, werden doch neben den Reichsbundpokal⸗ ſpielen der Gaumannſchaften faſt überall mit Hochdruck die Meiſterſchaftsſpiele gefördert. Schnee, Eis und Winter⸗ ſtürme haben in den letzten Wochen manchen ſchön auf⸗ gebauten Spielplan übereinandergeworfen. ſo daß in ſaſt allen Gouen nunmehr kein Sontag mehr ausgelaſſen werden darf, wenn man rechtzeitig den Meiſter nennen will. Es ſind folgende Spiele angeſetzt: Gan Südweſt Eintracht Frankfurt— TSc 61 Ludwigshaſen(:1) V Saarbrücken— FSW Frankſfurt(:5) otweiß Frankfurt— Boruſſia Neunkirchen(:0) Wormatia Worms— Kickers Offenbach Fͤ 03 Pirmaſens— S Wiesbaden(211) Die TS6 61 Ludwigshafen kämpft um den Verbleib in der höchſten Klaſſe, desholb tritt ſie die Reiſe nach Frankfurt auch mit einer ſtarken Rückendeckung an. Am Riederwald wird die Eintracht aber nicht mit ſich ſpaſſen laſſen, zumal die Meiſterſchaftshoffnungen wieder geſtiegen ſind. Ohne May und ohne Schuchardt, ohne Arm⸗ bruſter und nun auch noch ohne den geſperrten Mittel⸗ läuſer Dietſch wird der in den letzten Wochen über⸗ anſtrengte§ S VFrankfur tdie Reiſe zum F VSaar⸗ brücken antreten müſſen. Die Saarländer hatten letzt⸗ hin das Glück, einige Spiele abgeſetzt zu bekommen, ſo daß ſie nun mit friſcher Kraft den Boraheimern gegen⸗ übertreten, oͤie in Saarbrücken leicht eine Ueberraſchung erleben könntan. Rotweiß Frankfurt ſteckt nun mitten drin in der Abſtiegszone, gegen Boruſſia Neunkirchen wird es am Sonntag wahrſcheinlich eine weitere Niederlage abſetzen. Wormatia Worms hat ſich durch den Sieg über den FS einen ſchönen Vor⸗ ſprung geſichert ſo daß mit einem Erfolg über Kickers Offenbach die Stellung der Wormſer weiter verbeſſert wird. Außerdem wollen die Wormſer die Schlappe vom Bieberer Berg auswetzen. F K.3 Pirmaſens hat zuletzt ſchöne Spiele gezeigt, ſo daß es gegen den S V Wies baden auf eigenem Platze eigentlich zum Siege langen müßte.. Gan Baden VſR Mannheim— Freiburger 7C(:2) Karlsruher FV— S Waldhof(:3) Spög Sandhofen— 1. FC Pforzheim(:4 FV Ofſenburg— Phönix Karlsruhe(:3) Der Freiburgex FC war dem VfR Mann⸗ heim ſchon ſehr oft ein recht unangenehmer Gegner und mehr als eine Ueberraſchung kam zuſtande wenn beide Mannſchaften zuſammattraſen. Die Meiſterelf leiſtete ſich am vergangenen Sonntag einen„Seitenſprung“, der aller⸗ dings unter Mitwirkung von Freiburg und Phönix Karlsruhe noch außerordentlich glücklich verlief. Ftwas mehr werden die Raſenſpieler ſchon zeigen müſſen, wenn ſie Freiburg ſchlagen wollen. Der Korlsruher N V bedeutet zu Hauſe beſtimmt ein gefährlicher Partner für den SV Waldhof, der augenblicklich Mannſchafts⸗ ſchwierigkeiten hat. Die Waldhöſer müſſen gewinnen, wenn ſie noch Ausſichten behalten wollen, noch mit ViR Mannheim auf gleiche Höhe zu kommen. Die SyVg Sandhofen wird ſich zu Hauſe auch nicht durch den 1. FC Pforzheim erſchrecken laſſen. Die Sandhöfer Elf zeigte gegen Vig einen feinen Kampſgeiſt, den auch Kleine Syort-Nachrichten — Roſenow(Deutſchland:3,:2.— Frauen⸗Doppel: Svan⸗Werring— Nygard⸗Ramſtetter:0,:1; Smith⸗ Genzſch— Meier⸗Kulenkampff⸗Karſtedt:2,:5; Roberg⸗ Gulbrandſſon— Friſch⸗Klein:1, 610. Der Bezwinger Henkels im Endſpiel bei den Skandi⸗ naviſchen Hallentennis⸗Meiſterſchaſten in Stockholm, der Franzoſe Bolelli, ſcheiterte am Mittwochnachmittag an dem Ungarn Cſikos. Ueberraſchend glatt:4,:1 blieb der Fran⸗ zoſe auf der Strecke. Anſchließend begeiſterte der Berliner Göpfert die zahlreichen Zuſchauer. Mit langen Borhand⸗ ſchüſſen ſcholtete Göpfert Jugoſlawiens Rangliſtenerſten Mitio:4,:5 aus. Pelizza(Frankreich) wor dem Berliner Beuthner klar:2, 613 überlegen. Zum Abſchluß des Tages erreichte Werner Menzel durch einen ſchwer erkämpſten :6,:5,:4⸗Sieg über den Ungarn Asboth die„letzten Acht“, die nahezu vollkommen ſind. Lediglich Henner Hen⸗ kel muß noch om Donnerstag in die Kämpfe eingreifen und wird beſtimmt im Achtelfinale zu finden ſein. Der För⸗ derung der Doppelſpiele dient eder Reſt des Tages. Die Ergebniſſe: Männer⸗Einzel: Cſikos(Ungarn)-Bolelli(Frankreich) :4,:1; Göpfert(Berlin)—Mitio(Jugoſlawien]:4,:5; Pelizza(Frankreich—Beuthner(Berlin):2,:3; Werner Menzel—Asboth(Ungarn):6,:5,:4— Gemiſchtes Dop⸗ pel: Frl. Wheeler(USA)⸗v. Metaxa—Frau v. Holtz⸗Schrei⸗ terer:4,:1; Roberg⸗Martenſſon— Frau Ramſteoͤter :35 Frl. Gulbranoſſon⸗Göpfert— Frau Friſch⸗C :3; Frl. Spon⸗Erieſon—Frl. Genzſch⸗Petö:2,:3; Frl. Kovac⸗Mitic—Frau Opitz⸗Meier⸗Kulenkampff:2, 613; Frau Klein⸗Redl—Frl. Smith⸗Dallos:1,:0; Frl. Hamel⸗ Beetuhner—Frl. Nygaard⸗Rinde 710 62. Anfang Februar 1939 beginnen wieder neue Lehrgänge in Kurzſchrift und Maſchinenſchreiben. Der neue Plan liegt in C 1, 10, Zimmer 8 auf. Die Teilnehmer für die Lehrgemeinſchaften meſſungskunde“—„Buchführunge⸗ Handwerk'“, erſcheinen ſomit zu der ihnen mitgeteilten Zeit am darauffolgenden Freitag, dem 27. 1. 1939. Der Wochenenoͤlehrgang für betriebliche Unterführer kommt, wie bereits ſchon durch Runoſchreiben bekannt, am 21. und 22. Januar 1939 zur Durchführung. Wir bitten um Bekanntgabe innerhalb des Betriebes. Mitte Februar 1939 beginnen wir eine Sonderlehrge⸗ meinſchaft„Leichtmetallſchweißung“. Dieſelbe wird als Ge⸗ meinſchaftslehrgang mit der Ortsgruppe Mannheim des Verbandes für autogene Metallbearbeitung durchgeführt. Zeit der Durchführung: 18.30 bis 21.30 Uhr, an jeweils 2 bis 3 Tagen der Woche. Es wird behandelt: 1. Schweißen von Reinaluminiumblechen von 0,5 bis 10 Millimeter(Bördel⸗, Stumpf⸗, Eck⸗, V⸗ und Kehlnaht. Rohrſchweißung . Schweißen der Aluminium⸗Knetlegierungen Aluminium⸗Gußlegierung, Kalt⸗ und Warmſchweißung . Hartlötung Schweißen von Magneſium⸗Legierungen(Elektron). Anmeldungen in C1, 10, Zimmer 10. Ortswaltungen Humboldt. Sämtliche DAF⸗Walter hoben an der Ver⸗ ſammlung am 20. 1. 1939 im„Kaiſergarten“ teilzunehmen, ohne Berückſichtigung ihres Wohnbezirkes. Abt. Volksbildungswerk Donnerstag, 19.., Beginn der Arbeitsgemeinſchaft Raſſe und Volk, 20 Uhr, in der Aula der Friedrichsſchule, Eingang U3 und 2. Preis 2 /, für Inhaber der Hörer⸗ karte 1 l. Montag, 23.., und Freitog, 27. 1. Am Montag, 23.., Blockflötenkurs für Anfänger, Freitag, 27.., Blockflöten⸗ kurs für Fortgeſchrittene. Preis 2 4, für Inhober der Dienstag, 24. 1. Beginn eines 4. Sprachkurſes Ita⸗ für Anfänger, 15 Uhr, in der Caſa'Italia. Preis „Ver⸗ S 2883 Hörerkarte 1 4. Dienstag, 24. 1. Herſtellung von Notizbücher, Moppen, Alben uſw., 20 Uhr, Peſtalozziſchule 4(Kellergeſchoß!. Preis 3 /, für Inhaber der Hörerkorte 2 K. Feierabend Betr.: Muſikaliſche Feierſtunde am Freitag, 27. 1. 1939. Die Hörer der muſikaliſchen Feierſtunde ſind an dieſem Tag laut Anordnnug des Kreisleiters von den politiſchen Kunoͤgebungen befreit. Alle KoF⸗Ortswarte haben om Donnerstag, 19. 1. 1939, zwiſchen 17 und 18 Uhr, auf der Kreisdienſtſtelle, Zim⸗ ſtoltung am 28, 1. abszuholen. mer 17, vorzuſprechen, um Werbematerial für die Veran⸗ 8 ** 3 22 5 33 ————— — —* Donnerstag, 19. Januar 1939 Süddeulſche Gauliga im Kampf und Steuerfragen im derzüge wurden von der Reichsbahn abgeſagt, daher wer⸗ die Pforzheimer anerkennen werden. Die Gäſte tun ſchon gut daran, mit einem beſſeren Stürmerſpiel als gegen Phönix aufzuwarten, ſonſt ſieht es in Sandhofen böſe aus. F V Offenburg errang im letzten Spiel einen Teil⸗ erfolg, der der Mannſchaft ueuen Mut aibt. Der Phönir dagegen kam zum erſten Siege, der vielleicht der Anfong zu weiteren Erſolgen iſt. Eine Niederlage wird in Offen⸗ burg kaum zu erwarten ſein. Gan Württemberg Sportfreunde Stuttgart— Union Böckingen(:2) Stuttgarter SC— Spg Bad Cannſtatt(:2) 3 Nur zwei Spiele werden in Württemberg ausgetrogen, da die Abſtellungen für die Gaumannſchaft ein größeres Programm unmöglich machen. Die Stuttgarter Sportfreunde werden gegen Unron Böckingen ſchon etwas zeigen müſſen wenn ſie gewinnen wollen. Der Stuttgarter SC und die SpVa Cannſtatt hol⸗ ten ſich ziemlich im Hintergrund auf. es würde nicht weiter überraſchen, wenn jede Mannſchaft wiederum zu einem Punkt kommen würde. Gau Bayern Wac Neumeyer Nürnberg— 1. FC Nürnberg(:2 Vfn Coburg— 1. FC Nürnbera(:2) Der Gau Bayern kämpft bereits mit Terminſchwierig⸗ keiten, die durch die Abſtellungen für die Pokalmannſchaft noch vergrößert werden. Der 1. Fé Nürnberg, der mit ſeinen Spielen weit im Rückſtertd iſt, ſoll am Wochen⸗ ende gleich zweimal antreten. Am Samstag iſt der„Club“ Gaſt bei der WK Neumeyer in Herrenhütte, es wird ein ſehr ſchwerer Kampf für den letztiährigen Gaumeiſter ſein, der bereits das Vorſpiel verlor 24 Stunden ſpäter fährt der 1. Fc Nürnberg noch Koburg, wo ebenfalls ein ſtarker Gegner wartet. Eine Million Dollar abgelehnt Das Rekordangebot für einen Deckhengſt Amerika wurde ſchon von jeher das„Land der unbe⸗ grenzten Möglichteiten“ genannt und dieſer Bezeichnung macht jetzt wieder eine Begebenheit Ehre, die ſich in der amerikaniſchen Vollblutzucht zugetragen hat. Ein bekann⸗ ter Filminduſtrieller aus Hollywood hatte ſich in den Kopf geſetzt, den jetzt 22jährigen Deckhengſt Man'War zu erwerben, der in ſeiner Rennlaufbahn nur einmol geſchla⸗ gen wurde und in der Zucht viele berühmte Pferde„‚u. a. den vorjährigen Grond National⸗Sieger Battleſhip und das zur Zeit beſte Pferd Amerikas War Admiral, zeugte. Dem Beſitzer von Man'War wurde das ſenſationelle An⸗ gebot von 200 000 Pfund gemacht, aber ſelbſt die Dollar⸗ Million konnte den Züchter Riodle nicht bewegen, ſich von ſeinem Hengſt zu trennen. Es iſt in USA ſchon etwas All⸗ tägliches, doß in die Hunderttauſende gehende Angebote ab⸗ gelehnt werden— unzählige Sportler haben ſich in letzter Zeit allein den Beſitz ihrer Amateureigenſchaſt etwas„ko⸗ ſten“ laſſen— oder ſind die tollen Verſprechungen alle nur Schall und Rauch Drei Deutſche ſür Cortina d' Ampezzo Am 28. und 29. Januar führt Italien in Cortina 'Ampezzo die Vierer⸗Bob⸗Weltmeiſterſchaft durch, die der Engländer MacAvoy verteidigt. Unter den ſieben Na⸗ tionen iſt Deutſchland mit drei Schlitten am ſtärkſten ver⸗ treten. Sie werden von dem Deutſchen Meiſter Kilian, dem Zweier⸗Bob⸗Weltmeiſter Fiſcher und Shäfer geſteuert. Pech hatten die Italiener bisher, denn dauernder Schnee⸗ fall verhinderte die Abhaltung der angeſetzten Ausſchei⸗ dungsrennen in Cortina'Ampezzo ſo daß die beiden italieniſchen Mannſchaften noch nicht aufgeſtellt werden konnten. Frankreich und England gaben je zwei Meldun⸗ gen ab, die Schweiz und Belgien je eine. Das Feld der 12 Schlitten wird durch Heatön(USA) vervellſtändigt. Auch Zweier⸗Bob⸗Meiſterſchaften verlegt Nach den Vierer⸗Bob⸗Meiſterſchaften von Deutſchland wurden auch die Zweier⸗Bob⸗Meiſterſchaften, die am 21. und 22. Januar ausgetragen werden ſollten, um eine Woche verlegt. Man hofft, die Titelkämpfe in Schierke am W. und 29. Januar durchführen zu können Schachwettkampf Bogoljubow-Eliskaſes Fliskaſes gewinnt auch die 9. Partie Bei Abbruch ſtand die am Dienstag in Augsburg be⸗ gonnene 9. Wettkampfpartie zwiſchen Eliskaſes und Bogol⸗ jubow für letzteren ſehr kritiſch. Bogotjubow verſuchte durch ein Bauern⸗ und Läuferopfer den Angriſf an ſich zu reißen, was aber mißglückte, ſo daß er beim 43. Zug auf⸗ geben mußte. Der Wettkampf ſteht alſo nach der 9. Begeg⸗ nung Eliskaſes 6, Bogoljubow 3 Punkte. Die 10. Partie wird am 23. Januar in München geſpielt. Amt für Volksgeſundheit Am Freitag, 20. Jan., 20 Uhr, findet in Heidelberg im Hörſaal Hautklinik, Voßſtraße der Vortrag von Prof. Ditt⸗ mar ſtatt. Es können teilnehmen: Orthopädie⸗ und Chirur⸗ 55 und Bandagiſten, ſowie Maſſierer und Fuß⸗ pfleger. Verlag der Deutſchen Arbeitsfront Betr.„Der Aufbau“ Folge 1 und„Arbeitertum“ Folge 19. Wir bitten, dieſe am 20. Januar zur Zahlung fälligen Folgen pünktlich mit uns abzurechnen. Betr. Inſerate im„Der Aufbau“. Dieſe Zeitſchrift führk grundſätzlich keinen Inſeratenteil. Es iſt desholb von uns 3 aus niemand beauftragt oder berechtigt, Beſtellungen auf Inſerate, welche im„Der Aufbau“ erſcheinen ſollen, ent⸗ gegen zu nehmen. Kraft durch Freude Reiſen, Wandern, Urlaub Sonntag, 22. Januar 1939, Fußwanderung ab Auerbach (Bergſtraße)— Auerbacher Schloß— Malchen— Alsbacher Schloß— Zwingenberg. Wanderzeit etwa 5 Stunden. Teil⸗ nehmerpreis.80 /. Die Abfahrt erfolgt ab Mannheim Hauptbhf..40 Uhr. Anmeldungen bei den Köͤc⸗Geſchäfts⸗ ſtellen ſowie bei der Völkiſchen Buchhandlung, P 4, Zi⸗ garrenkiosk Schleicher, am Tatterſall. Sonntag, 22. Januar 1930, Omnibusfahrt nach dem Ruhe⸗ ſtein; Teilnehmerpreis.50 /. Abfahrt ab Mannheim, Paradeplatz,.30 Uhr. Anmeldungen bei Geſchäftsſtelle L Plankenhof und Omnibusgeſellſchaft Klingler, O 6. 5. Zum Winterſport in den Hochſchwarzwald! 93 05——— im Hochſchwarz⸗ ld werden folgende Omnibusfahrten zum Wi S fah zum Winterſport OF 813/30 vom 5. bis 12. Februar nach Menzenſchwand. Teilnehmerpreis 32.50 /, mit Stikurſus 37.50 L. 3 — OcF 815/9 vom 12. bis 26. Februar nach Todtnauberg. 9 Teilnehmerpreis 55.—, mit Skikurſus 65.—. Oß§ 817/39 vom 26. Februar bis 5. März nach Menzen⸗ ſchwand. Teilnehmerpreis 32.50 /, mit Skikurſus 37.50 l. OcF 820/39 vom 5. März bis 19. März nach Todtnauberg. Teilnehmerpreis 55.— /, mit Skikurſus 65.— l. Die Fahrten verſtehen ſich einſchließlich Verpflegung und Unterkunft. Die Abfahrt erfolgt jeweils Sonntags pünktlich 7 Uhr ab Waſſerturm Mannheim. Anmeldungen nehmen alle Köc⸗Geſchäftsſtellen entgegen. Zum Winterſport ins kleine Walſertal Acᷓ 809/30 vom 21. Januar bis 29. Januar. Teilneh⸗ merpreis Mk. 48.50 einſchließlich Fahrt, Unterkunft und Verpflegung. Teilnahme nur mit Skikurs möglich. Die Unterkunft erfolgt in Hütten in ca. 1500 Meter Höhe, mit⸗ ten im beſten Uebungs⸗ und Tourengebiet. Anmeldungen bei den Koͤc⸗Geſchäftsſtellen. Achtung Teilnehmer an der U§ 4/39 vom 28. Januar ins Stubaital. tung Teilnehmer an der Uß 5/39 vom 18. Februar bis 26. Februar Kitzbüheler Alpen. „Die zur Durchführung obiger Fahrten beſtellten Son⸗ 0 HaNvbpRLS- ο WIRTSCHAFTS.-ZEITUNG Donnerstag. 19. Januar 1939 der Neuen Mannheimer Zeitung Die, Wesiwall“ Konjunkiur nur vorübergehend Die Indusirie- und Handelskammer der Pialz sorgi jür dauernden guien Broierwerb der ansässigen Bevölkerung dr. f. h. Ludwigshaſen, 19. Januar. In der Ratsſitzung der Induſtrie⸗ und Handelskommer für die Pfalz in Ludwigshafen a. Rh. ſtand die Errichtung des Grenzwalls im Weſten, die dadurch geſchaſſene Kon⸗ junktur für weite Kreiſe der pfälziſchen Wixtſchaft und die Sorge der Kammer um dauernden guten Broterwerb der anſäſſigen Bevölkerung im Mittelpunkt der Erörterung. Präſident Dr. Reimann ſtreifte dieſe lebenswichtigen Fra⸗ gen ſchon in der Begrüßungsrede, als er die herrliche poli⸗ Uſche Bilanz von 1938 zog und zur Ausſchmückung der Dienſträume ein Bild des Münchener Kunſtmalers Hans⸗ Jakob Mann übergab, das den Augenblick darſtellt, in dem der Führer die große Vollzugsmeldung der Heimkehr Oeſterreichs ins Reich verkündet. Nach Ehrung der drei Toten der Kammer dantte Präſident Dr. Reimann ſeinem Vorgänger, Geheimrat Dr. Troeltſch, für die 10jährige ver⸗ antwortungsvolle Arbeit im Dienſte der pfälziſchen Wirt⸗ ſchaft. Dann ſchilderte Dr. Reimann Aufgaben und Tätig⸗ keit der Kammer, wie ſie ſich unter dem tiefgreifenden Strukturwandel der nationalſozialiſtiſchen Wirtſchaftsfüh⸗ rung geſtalteten. Während mit der grundlegenden Um⸗ wälzung der Staatsführung und der Durchführung des Führerprinzips der Stoff für die Beratungen des Beirots ſtark zuſammenſchmolz, iſt die Bedeutung der Kammer als wirtſchaftliches Inſtrument einer politiſchen Staatsführung von Tog zu Tag im Wachſen. So mußte auch das Perſonal während der letzten drei Jahre verdreifacht werden. Leitender Geſchäftsführer iſt Dr. Friſch, Stellvertreter Syndikus Dr. Rott. Zu ſtellvertr. Geſchäftsführern wurden Dr. Walter und Dr. Kopſch er⸗ nannt. Eindeutige Zahlen zeigen den Umfang der Mehr⸗ arbeit der Kammer auf den verſchiedenen Gebieten 1938. So wurden allein rund 1200 Gutachten auf Grund des Ge⸗ ſetzes zum Schutze des Einzelhandels abgegeben und 1385 Kaufmannsgehilſen und Facharbeiter geprüft. 1999 werden es faſt 3000 ſein! Künftig werden 15—20 000 junge Leute in der Lehrlings⸗ oder Anlernrolle liſtenmäßig und kortei⸗ mäßig zu überwachen und zu bearbeiten ſein. Der Aus⸗ kunftsdienſt mußte allein über 5000 Auskünfte im Zuſam⸗ menhang mit Ariſierungsfragen verſenden. Zuſammen mit der Induſtrie⸗ und Handelskammer Saarbrücken wurde für die Berliner Vertretung der Wirtſchaftskammer Saarpfalz ein repräſentatives Anweſen in der Reichshauptſtadt er⸗ worben. In engſter Verbindung mit dieſer Geſchäftsſtelle der Wixtſchaftskammer in Berlin werden zugleich für die in Berlin ſtändig oder vorübergehend tätigen Beauftragten des Gauleiters entſprechende Räumlichkeiten geſchaffen. Anſchließend an die Ausführungen des Präſidenten gab der Hauptgeſchäftsführer der Kammer, Oberregierungsrat Dr. Friſch, ein Bild über die Tagesarbeit der Kammer unter dem großen Geſchehen unſerer Zeit und über die Ausrichtung der Kammerarbeit in der jüngſten Vergangen⸗ heit. Entſcheidend für ein neues Werden in der pfälziſchen Wirtſchaft iſt die durch den„Weſtwall“ geſchaffene Grenz⸗ ſicherung, die es ermöglichte, daß die Pfalz(mit Ausnahme der Bezirksämter Pirmaſens und Zweibrücken) aus den ſogen. beſonders zu betreuenden Gebieten herausgenommen werden konnte. Dabei bleibt allerdings zu berückſichtigen, daß die durch den Ausban der Weſtbefeſtigungen für weite Kreiſe der pfälziſchen Wirtſchaft geſchafſene Konjunktur durchaus einmalig iſt. Wenn daher die Arbeitsloſigkeit auch im Pfälzer Bezirk heute verſchwunden iſt, und ſogar an vielen Stellen ein ſehr empfindlicher Mangel an Ar⸗ beitskräften beſteht, ſo iſt doch offenſichtlich, daß viele Tauſende unſerer pfälziſchen Landsleute noch nicht den Arbeitsplatz haben, auf den ſie, gemeſſen an den Ver⸗ hältniſſen anderer Gegenden des Reiches, Anſpruch erheben könnten. Es beſteht daher die Aufgabe, den Kammerbezirk ſtrukturell ſo zu geſtalten, daß er auf Generationen hinaus die hier anſäſſige Bevölkerung nicht nur ernährt, ſondern ant ernährt. Zur Löſung dieſer ſehr weitreichenden Probleme arbeitet die Kammer engſtens mit der Landesplanungsgemein⸗ ſchaft, der Gewerbeinſpektion und den Arbeitsämtern zu⸗ ſammen. Dabei hat ſich bereiis ergeben, daß auch ohne Beeinträchtigung des Arbeitskräfte⸗Bedarfs der Landwirt⸗ ſchaft in dieſem Grenzbezirk noch große Arbeitsreſerven vorhanden ſind, deren Eingliederung in das große wirt⸗ Aufbauprogramm der Reichsregierung dringend nötig iſt. Im einzelnen behandelte dann Oberregierungsrat Dr. Friſch noch die Fragen auf dem Gebiet der Arbeitspolitik (Berufsausbildungl), Schließung ſtatt Ariſierung jüdiſcher Geſchäfte angeſichts der Ueberſetzung des Einzelhandels, Sorgen wegen Ariſierung von Induſtriebetrieben durch Firmen, deren wirtſchaftliches Schwergewicht nicht in der Pfalz liegt(Tabakbranche z..!), Exportförderung, Kohle⸗ verſorgung(künftig größere Kohlenbevorratung!), Preis⸗ bildung und Preisüberwachung, Verkehrsſorgen, Steuer⸗ fragen(die heute zentral gelöſt werden!), Bereinigung des Handelsregiſters und Aufgaben vertraulihen Charakters. 00000000P0P0P0PPPPGPGPPGPGPGPGPGPGPGPPPPPPPPPGPPGPPPPPPPPPPPPPTPPPTPTPPT—PT0TPTPT'TPPTPT''—TPT''—TbTbTTTb—bTT— Neubeweriung des ungarischen Gold- und Devisenbesiandes Der Generalrat genehmigte den vorgelegten Abſchluß der Nationalbank für 1938. Hiernach ſtellt ſich der Rein⸗ gewinn auf 2910 809 Pengö, woraus eine unveränderte Dividende von 6,5 v.., d. h. je Aktie 7,53 Pengö, zur Verteilung gelangen ſoll. Des weiteren wurde beſchloſſen, eine Neubewertung der Gold⸗ und Deviſenbeſtände vorzunehmen. An der valu⸗ tariſchen Lage habe ſich durch dieſen Beſchluß nichts ge⸗ ändert. Es handelt ſich vielmehr um eine Bilanztorrektur innerhalb des Status der Nationalbank entſprechend dem beſtehenden Aufgeldſyſtem. Die Aufwertung von Gold und Deviſen erfolgt demnach zu 50 v.., die der nicht konver⸗ tiblen Deviſenbeſtände entſprechend den jeweils geltenden Aufgeldern. Die amtliche Notierung der Deviſen und Valuten erſolgt auch weiterhin auf der bisherigen Grund⸗ lage unter Anwendung der Aufgelder. Die Gold⸗ und Deviſenbeſtände werden im Nationalbank⸗Status auf der Grundlage von 5700 Pengö gleich einem Kilogramm Gold (ſeither“ Pengö) bewertet.%% Höchſt bemerkenswert iſt der Beſchluß über die Auf⸗ nahme des Transfers von Dividenden zu Gunſten der aus⸗ ländiſchen Beſitzer ungariſcher Attienwerte. Die auslän⸗ diſchen Aktionäre ſollen rund 30 v. H. des Pengöwertes des Kuvons in Deviſen erhalten. In Finanzkreiſen wird der Bedarf für den Deviſentransfer auf—5 Millionen Pengö geſchätzt. Es iſt anzunehmen, daß die Abwicklung im Rahmen der Zuſatzausfuhrbeſtimmungen erfolgen werde. * Reichelbrän AG, Kulmbach(Bayern). In der HVin Dresden wurden zum Jahresabſchluß von Aktionärſeite einige Anfragen geſtellt. Von der Verwoltung wurde noch mitgeteilt, daß der Poſten„Sonſtige Verbindlichkeiten“ in erſter Linie Steuerrückſtellungen darſtelle und daß in dem Poſten„Außerordentliche Erträge“ hauptſächlich Rück⸗ buchungen für Körperſchaftsſteuer und Rückzahlungen von Steuern enthalten ſeien. Ein Aktionär griff, wie bereits in den Hauptverſammlungen der Vorjahre, den Pachtver⸗ trag mit der Kulmbacher Rizzibräu AG ſcharf an. Von der Verwoltung wurde erklärt, daß dieſer Pachtvertrag wohl immer Gegenſtand der Sorge geweſen ſei; es gebe aber keine Möglichkeit, einſeitig dieſen Vertrag, der ja ein Kaufvertrag auf Abzahlung ſei, jetzt zu löſen. Im übrigen ſet das Geſchäft mit der Rizzibräu wie auch mit der Markgrafenbräu Gmbß kein Verluſtgeſchäft. Die Verträge würden noch einen Gewinn für die Geſellſchaft bringen. Schließlich wurde der Abſchluß für 1037)8, der die Ver⸗ teilung einer Dividende von 5 v. H. ouf die Stammaktien vorſieht, gegen die 40 Stimmen des Opponenten angenom⸗ men Her auch gegen die Entlaſtung von Vorſtand und Auf⸗ ſichtsrat ſtimmte. Der Aufſichtsrat wurde in der bisherigen Zuſammenſetzung wiedergewählt.— Ueber den Verlauſ der erſten Monate des neuen Geſchäftsjahres wurde nichts Neues mitgeteilt. * Hanſa⸗Brauerei AG, Stendal.— 5(4) v. H. Divi⸗ dende. Die Umſatzſteigerung hat ſich 1937/8 ſortgeſetzt. Dementſprechend ſind die Erträge auf 884000(804 000/ 4 geſtiegen. Nach 74.000(66000) Abſchreibungen auf Anlagen bleibt einſchl. Vortrag ein Reingewinn von 33.869 125.733) , aus dem eine von 4 auf 5 v. H. erhöhte Dividende auf 500 000. AK gezahlt werden ſoll. * Brauerei W. Iſenbeck& Cie., AG, Hamm i. W.— Wieder 6 v. H. Dividende. Bei der Brauerei hat ſich der Bierausſtoß 1937⸗38(30..) um weitere 10 v. H. erhöht. Das Unternehmen hat den noch nicht getilgten Betrag der 6ͤigen Anleihe von 1997 in eine 4/ige umgewandelt. Es wurden nom. 1 Mill. 4½ Pige Teilſchuldverſchrei⸗ bungen im Wege de. Umtauſches ausgegeben. Für die noch einzulöſenden Stücke mit Zinſen der alten Anleihe im Betrage von 0,37 Mill. iſt ein geſperrtes Bankgut⸗ haben vorhanden. Die Geſellſchaft weiſt einen Roh⸗ iüberſchuß von 0,77 Mill./ aus gegenüber einem Jahres⸗ ertrag von.83 Mill. im Vorjahre, wovon bei einem Vergleich 0,09 Mill. andere Abſchreibungen, 0,47 Mill./ Verkehrs⸗ und Verbrauchsſteuern ſowie 0,56 Mill. ſon⸗ ſtige Aufwendungen abzuſetzen ſind. Nach 123 144(124 464) Mark Anlageobſchreibungen verbleibt einſchl. Vortrag ein Gewinn von 97 703(96 705) 4, woraus wieder 5 v. H. Dividende auf 1,75 Mill.„ Stammaktien verteilt werden. Die Vorzugsattich erhalten wieder 6r H. Der Abſatz im neuen Geſchäftsjahr hat ſich bisher weiter günſtig ent⸗ wickelt.(HB 26. Janura.) * Rheinhof⸗Hotel AG Ludwigshaſen⸗Rhein in Ludwigs⸗ hafen a. Rh. In das Handelsregiſter eingerragen wurde nunmehr obige Geſellſchaft, über deren Gründung ſeiner⸗ zeit berichtet wurde. Gegenſtand des Unternehmens iſt die Errichtung und Verwaltung eines Hotels mit Wein⸗ Bier⸗ und Kafſeegaſtſtätte in Ludwigshaſen a. Rh. Das 0,50 Mill./ betragende Grundkapital iſt eingeteilt in 500 auf den Namen lautende Aktien zu je 1000 Umwandlung in Inhaberaktien iſt ausgeſchloſſen. Als Gründer der Ge⸗ ſellſchaft, welche ſämtliche Aktien übernommen haben, we den 54 in Ludwigshaſen a. Rh. anſäſſige Firmen und Ge⸗ ſchäftsinhaber aufgeführt. * Maſchinenfabrik Fahr AG, Gottmadingen(Baden).— Wieder 12 v. H. Dividende. Der nunmehr vorliegende Ab⸗ ſchluß 1937/8 dieſer oberbadiſchen Landmaſchinenfabrik läßt eine weitere Umſotzſteigerung erkennen. Der Roh⸗ ertrag beziffert ſich auf 10,56 Mill./(i. V. 9,69 Mill. bei 0,98 Mill./ ſonſtigen Auſwendungen). Dazu treten noch 0,05 Mill. go. Erträge Zinſen, Skontt und Grund⸗ erträgniſſe 0,01 Mill.). Andererſeits ſtiegen Löhne und Gehälter auf 6,34(5,71), der Sozialaufwand auf 0,48(0,46) Steuern auf 1,66(1,13) Mill. 4. Nach 0,89(.13) Mill. Anlageabſchreibungen und 092 Mill./ Zuweiſungen zur Werkerhaltungsrücklage ergibt ſich einſchl. 0,18(0,19) Mill. Vortrog ein Geſamtgewinn von 474268(471 446) l. Das in Familienbeſitz beſindliche AK non 2,40 Mill.„ent⸗ hält daraus wieder 12 v. H. Dividende, die voll zur Aus⸗ zahlung gelangt. * Deutſche Textil AG, Berlin.— 4(0) v. H. Dividende. Nach 0,025(0,095) Mill./ Abſchreibungen weiſt die Ge⸗ ſellſchaft zum 30. Juni 1938 einen Reingewinn von 0,209 (0,075) Mill. aus. Die HB beſchloß, daraus 4 v. H. Dividende zu verteilen und 0,035 Mill./ vorzutragen (i. V. wurde das AK um 1 auf 4 Mill./ zwecks Deckung des Geſomtverluſtes ermäßigt). Im Berichtsjahr konnten die Umſätze weiter geſteigert werden. Auch die angeglie⸗ derten Vertriebsgeſellſchaften haben ſich günſtig weiter⸗ entwickelt. Durch Angliederung eines weiteren Handels⸗ unternehmens der Branche in Süwdweſtdeutſchland haben ſich die Beteiligungen der Geſellſchaft um 50(00& erhöht. Am Bilanzſtichtag waren Verhandlungen wegen des Kauſs einer weiteren Textilgroßhandlung im Gange, die in⸗ zwiſchen als Beteiligung erworben worden iſt.— Im lau⸗ fenden Geſchäftsjahr hat ſich der Abſatz weiter günſtig ent⸗ wickelt. Dos gleiche iſt von den der Geſellſchaft angeglie⸗ derten Unternehmen zu ſagen. * Schrag u. Söhne AG, Bruchſal. Die HV beſchloß Um⸗ benennung in„Molzfabrik Bruchſal⸗Berghauſen AG“ mit Sitzverlegung von Bruchſal nach Worms a. Rh. Der Auf⸗ ſichtsrat wurde neu gewählt. * Steigende Goldförderung der Welt. Die Goldför⸗ oͤerung der Welt im Jahre 1938 wird von der Union Cor⸗ poration Ltd. auf 26,7 Mill. Unzen ſein geſchätzt. Das be⸗ deutet gegenüber dem Jahre 1937, das mit 34,1 Mill. Unzen ſein den bisherigen Höchſtſtand der Goldförderung gebracht hatte, eine weitere Steigerung um 5,5 v. H.— Die Shät⸗ zung verſteht ſich einſchließlich der Goloförderung in der Id SSR, die mit 5 Mill. Unzen fein angenommen wird. * Jnlandsnachfrage in der Werkſtoffverfeinerung und verwandten Eiſeninduſtriezweigen unverändert rege. Wie die Wirtſchaftsgruppe Werkſtofſperfeinerung und verwandte Eiſeninduſtriezweige, Hagen„zur Lage der von ihr betreu⸗ ten Induſtriezweige im Dezember 1938 mitteilt, iſt in der Werkſtoffverfeinerungsinduſtrie ſowohl im Inlands⸗ als auch im Auslandsgeſchäft gegenüber dem Vormonat keine Veränderung feſtzuſtellen. Das Exvortgeſchä't in Draßt iſt rubig geblieben. Die Ausſichten für das Frühjahrsgeſchäft ſind gut. Der Inlandsbedarf iſt weiter groß und dringend Die Nachfrage iſt vielſach größer als die Lieſerungsmöglich⸗ keit. Dementſprechend iſt die Beſchäftigung gut. In der Schmiede⸗, Preß⸗ und Stanzteilinduſtrie hat ſich der Be⸗ ſchäftigungsgrod im Rahmen der Vormonate gehalten. Die für den Oktober gemeldete leichte Beſſerung in der Aus⸗ ſuhr ſetzt ſich ſort. In Ketten iſt die Beſchäftigungslage gleichmäßig. In Sondererzeugniſſen hat ſich die Ausfuhr gehalten. * Sitzverlegung von Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven(Holland). Auf der am 30. Januar ſtattfinden⸗ den HV wird beantragt werden, den Geſellſchaftsſitz von Eindhopen nach Den Haag zu verlegen. Dieſer Beſchluß wird damit begründet, daß die reibungsloſe Abwicklung des Auslandsgeſchäſts es wünſchenswert erſcheinen laſſe, den Sitz der Geſellſchaft in die Regierungshauptſtadt zu ver⸗ legen. * Das Gold der Belgiſchen Nationalbank im Ausland. „Soir“ beſtätigt, daß die belgiſche Nationalbank einen den dieſe Fahrten nach anderen Zielgebieten mittels Omnibus durchgeführt. Oß 890/39 vom 28. Januar bis 5. Februar in das Außerferngebiet— Reutte(Tixol). Oc 896/30 vom 18. Febrwar bis 26. Februar in das Außerferngebiet— Reutte(Tirol). Der Teilnehmerpreis beträgt ab Karlsruhe Mk. 42.— ohne Skiturs, aber einſchließlich Fahrt, Unterkunft und Verpflegung. Die Abfahrt erfolgt jeweils Samstagabends ab Karlsruhe, Bahnhofsplatz, 21.15 Uhr. Falls Sie ſich für dieſe Omnibusfahrten entſchließen, bitten wir um ſofortige Ummelungen, bei den zuſtändigen Köcß⸗Geſchäftsſtellen. Weitere Omnibusſahrten in das Außerferngebiet— Reutte(Tirol) werden durchgeführt: O§ 832/39 vom 4. Fe⸗ bruar bis 12. Februar. OßF 894/9 vom 11. Februar bis 19. Februar. Oß 838/39 vom 25. Februar bis 5. März zu den gleichen Bedingungen wie oben angeführt. Achtung! Die im Winterfahrtenproſpekt auſgeſührten Uß 6/39 vom 4. bis 12. März nach dem Dachſteingebirge, und Uß 7/39 vom 19. bis 26. März nach dem Zugſpitz⸗ gebiet werden nicht durchgeſührt. Wir verweiſen dieſerhalb ouf die Omnibusfahrten nach dem Außerſerngebiet— Reutte(Tirol), die zum gleichen Zeitpunkt als Erſatzfahrten eingelegt wurden. Winteromnibusfahrt nach dem befreiten Sudetenland Og 828/0 vom 12. Februar bis 19. Februar. Teil⸗ nehmerpreis ab Karlsruhe 47.60 Mark, mit Skikurs 52.60 Maxk. Ab Stuttgart 43.60, mit Skikurs 48.60 Mark. Bei genügender Teilnahme erſolgt die Abfahrt am 12. Febrnar, 6 Uhr, ab Karlsruhe, Bahnhofsplatz. Eytl. müſſen die Teil⸗ nehmer bis Stuttgart zufahren. Unterbringung in Hurkenthal, außerdem Halt in Mün⸗ chen mit Stadtführung, Abendeſſen und Uebernachtung. Hurkenthal iſt ein idealer Winterſportplatz und den Ski⸗ fahrern beſonders zu empfehlen. Im Teilnehmerpreis iſt enthalten: Verpflegung, Fahrt, Uebernachtungen, Führun⸗ gen und Beſichtigungen. Anmeldungen bei allen Koͤc⸗ Geſchäftsſtellen. Achtung!— Am Sonntag, 5. Februar, Großwanderfahrt nach Baden⸗Baden. Teilnehmerpreis.50 Mark, Abfahrt gegen.15 Uhr. Rückkunft gegen 23 20 Uhr. Von Baden⸗ Baden aus werden in 3 Wandergruppen mehrſtündige Wanderungen durchgeführt. 0 S2 Freitag, 20. Jannar Allgemeine Körperſchule Offene Kurſe für Frauen und Männer: 20 bis 21.30 Uhr Peſtalozziſchule B. Betriebsſportkurſe: 20 bis 21.30 Uhr Peſtalozziſchule A (Deſaka). 16—18 Uhr(Schillerſhule)(Bayer. Hypotheken⸗ und Wechſelbank). 17.30 bis 19 Uhr Peſtalozziſchule B (Bad. Communale Landesbank;. 17.30 bis 19 Uhr Werner⸗ Siemens⸗Gewerbeſchule(Oeffentl. Lebensverſ.). 18 bis 19.30 Uhr Peſtalozziſchule A(Dresdner Bank). 18 bis 19.30 Uhr Wohlgelegenſchule(Herbſt⸗Felinaſ. 20 bis 21.30 Uhr Wohlgelegenſchule(Werner u Nicola). 18 bis 19.30 Uhr Gymnaſtikhalle Stadion(Siemens). 20 bis 21.30 Uhr Nebenius⸗Gewerbeſchule(Modehaus Neugebauer). Fröhliche Gumnaſtik und Spiele Offene Kurſe kür Frauen und Mäsdchen: 20 bis 21.30 Uhr Seckenheimſchule Turnhalle). 20 bis 21.30 Uhr Fried⸗ richsſeld(Rathausſaal). Betriebsſportkurſe: 20 bis 21.30 Uhr Mädchenberufs⸗ ſchule Weberſtraße Defako). 18.90 bis 20 Uhr Gymnaſtik⸗ halle im Betrieb(Rheiniſche Hypotheken⸗ und Wechſelbank). 17.30 bis 19 Uhr Uhlandſchule(Herbſt⸗elina). 20 bis 21.30 Uhr Uhlandſchule(Kaufhaus Hanſa AG). 17 bis 18.30 Uhr Eliſabethſchule(Berk). Deutſche Gumnaſtik Ofſener Kurſus für Frauen und Mäbchen: Uhr Gymnaſtitſaal, Goetheſtratze 8. Schwimmen Offener Kurſus für Hausfranen: 9 his 10.30 Uhr Städti⸗ ſches Hollenbad, Halle 1. Betriebsſportkurſe: Jeweils Städtiſches Hallenbad 18.30 bis 20 Uhr Kohlenkontor Wenhenmeyer, Halle 3. 20 bis 21.30 Uhr Bopp u. Reuther, Halle 3. Offener Kurſus für Frauen und Männer: 21.30 bis 23 Uhr Städtiſches Hallenbad, Halle 3. Rollſchuhlanf Cffene Kurſe für Frauen und Männer: 20 bis 21.30 Uhr Karl⸗Friedrich⸗Gymnaſium, Moltkeſtraße 8 Reiten Offene Kurſe für Frauen und Männer: 13 is 14 Uhr. 14 bis 15 Uhr, 21 bis 22 Uhr, 22 bis 28 Uhr Reithalle Städtiſcher Schlacht. und Viehbol. 19 bis 20 Samstag, 21. Jaunar Schwimmen Ofſener Kurſus für Franen und Männer: 20 bis 21 Uhr Städtiſches Hallenbad Hallen 1 und 3. Betriebsſportkurſe: * bis 21.30 Uhr Städt. Hallenbad, Halle 2(Hch. Lanz 9 Reiten Ansreiten in den Waldpark für Frauen und Männer): Anmeldungen nimmt das Sportamt entoegen Sonntag, 22. Jannar Allgemeine Körperſchule Betriebsſportkurſe; Rheinſchifſahrt⸗Ach vorm. Fendel. 9 bis 11 Uhr Stadion, Feld 2. Was hören wir? Freitag, 20. Januar Reichsſender Stuttgart Frühkonzert.—.30: Morgenmuſik.—.20: Für Dich daheim.— 10.00: Unbekannte Helfer. Hörfolge ums WHW.— 10.30: Hallenſport.— 11.30: Volksmuſik.— 12.00: Mittagskonzert.— 14.00: Berühmte Orcheſter und Dirigenten(Schallplatten).— 16.00: Streifzug durch den Opernführer(Schallplatten).— 17.00: Zum 5⸗Uhr⸗Tee (Schallplatten).— 18.00: Aus Zeit und Leben.— 19.00: Tonfilm⸗Neuheiten(Schallplatten).— 19.40: Bettina, das Kind. Zum 80. Todestag.— 20.00: Nachrichten.— 20.10: Der Mantel. Oper von G. Puceini.— 21.10: Rund um den Verkehrsſünder.— 22.00: Nachrihhten.— 22.35: Un⸗ terhaltung und Tanz.— 24.00: Nachtkonzert Deutſchlandſender Kleine Melodie.—.30: Frühkonzert.— 11.30: Muſik zum Mittag.— 14.00: 15.15: Benjamino Gigli Jungmädel und Pimpfe .30: .00: 30 bunte Minuten.— 12.00: Allerlei von zwei bis drei.— ſingt(Schallplatten).— 15.30: erzählen und ſingen.— 16.00: Muſik am Nachmittag.— 18.00: Reiſeberichte.— 18.30: Winterſport. Luſt. Plau⸗ derei.— 18.45: Muſik auf dem Trautonium— 19.15: Klang am Abend.— 20.10: Ouvertüren und Tänze.— 21.00: Hilſe! Ich mache Karriere. Hörſpiel.— 22.30: Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Tanzmuſik. Dazwiſchen Be⸗ richte vom Boxländerkampf Deutſchland— Finnland. Stellbertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſenſchaft und Unterhaltung: Carl Opno Elſenbart.— Han⸗ delsteil: Dr. Fritz Bode.— Lokaler Teil: Dr. Fritz Hommes. — Sport: Willy Müller.— Südweſtdeutſche Umſchan, Gericht und Bilderdienſt: Cuxrt Wilbeln Fennel,(ämtliche in Mannheim. Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin, Südweſtkorſe 60. Für unperlangte Beiträge keine Sewähr.— Rückſendung vur bei Rückporto. Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Co., Monnheim, R 1,—6. Verantwortlich für Anzeigen und geſchäftliche Mitteitungen Jakob Faude, Mannbeim. Zur Zeit Preisliſte Nr. 9 gültig. Die Anzeigen der Ausgabe à Abend und A Mittag erſcheinen gleich · zeitig in der Ausgabe B Ausgabe& Mittag über 10 500 Ausgobe& Abend über 9 900 Ausgabe B üben 11 000 Geſamt⸗D.⸗A. Monat Dezember über 21 500 Mittag-Ausgabe Nr. 31 Rhein-Mainische Abendbörse Uneinheiilich Frankfurt, 18. Januar. Auch das Abendbörſengeſchäſt zeigte keine einheitliche Haltung, wobei kleine Abſchläge, zwiſchen„* und v. H. liegend, überwogen. Von Bergbaualtien ſtellten ſich ſe 74 v. H. niedriger Stahlverein 106,75, Hoeſch 106,75, Mon⸗ nesmann 108(— 74)„Dt. Erdöl 121,50(— 7K), unv. notier⸗ ten Buderus 106,50, Rheinſtahl 132. Die Farbenaktie konnte gegenüber dem Mittagsſchluß 4 v. H. auf 148,75 anziehen, unv. blieben Scheideanſtolt 197,50, Ver. Deutſche Metall⸗ werke 179, Bemberg v. H. Kiedriger bei 135,50, Metall⸗ geſellſchaft 119,25(—76), Großbanken— mit Ausnahme von Reichsbankanteile 188,25(— 4)— unverändert und zwar Deutſche Bank 117.25 ‚Dresdner Bank 111,25, Com⸗ merzbank 112,25. Elektropapiere waren wenig beachtet; un⸗ verändert blieben Licht u. Kraft 132, Mainkraft 89,50, RWeE 116,25, BKe 157,25(+-), Gesfürel /½ v. H. nochgebend 132. Zu erwähnen ſind daneben noch Rheinmetall 129,50 (+), andererſeits Adlerwerke Kleyer 104, Gebr. Jung⸗ hans 96,50(je—), unv. MAN 137.50, Demag 147 und Moenus 123,50. Am Rentenmarkt Reichsbahnvorzüge 123,25(— 60, 30⸗ Farben⸗Bonds unv. 119,25. großen Teil ihrer Goldbeſtände im Auslande„in Sicher⸗ heit“ gebracht hat. Es treſſe aber nicht zu, daß alles Gold noch London gebracht worden ſei. Vielmehr ſei es ſehr wahrſcheinlich, daß die Hauptmaſſe der belgiſchen Gold⸗ beſtände nach Ueberſee verſchifft worden ſet, und zwar in erſter Linie nach den Vereinigten Staaten. * Schweizeriſcher Wertſchriften⸗Inder. Zum 13. Jonuar 1939 ſtellte ſich der Aktien⸗Index der Schweizeriſchen Na⸗ tionalbank auf 188 gegen 190 v. H am 6. Jauuar 8. J8. Der Induſtrie⸗Aktien⸗Index ollein beträgt, wie am 6. Januar 330 v. H. Die durchſchnittliche Rendite von 12 Obligationen des Bundes und der Burdesbahnen be⸗ zifſert ſich, auf Grund der Fälliakeit berechnet, am 18. Jonver guf 3,25 gegen 3,23 v. H. am 6. Jannar. Unter Be⸗ rückſichtiguneg des früheſten Kündieunesterwins ſtellt ſich die Durchſchnitts⸗Rendite auf 3,08 am 13. Januar geten⸗ über 3,07 v. H. am 6. Januar d. Is. ——— Waren uncl Märkte *120. Häute⸗Zentral⸗Auktion Mannheim. Die 120. Häute⸗Zentral⸗Auktion, die erſte des Jahres 1979, umfaßte das Gelälle von fünf Anlieſerungswochen. Das Angebot betrug insgeſamt 57 456 Stück gegenüber 59 657 im Vor⸗ monak. Im einzelnen ſtanden zur Verfügung: 26 fi49 Großviehhäute(i. Vm. 31727), 28 557(29 864) Kalbfellen und 2250(4066) Schaffelle. Während demnach bei den Häuten ein empfindlicher Rückgang zu verzeichnen iſt, wurden bei den Kalbfellen 3000 Stück mehr angeboten. Der Anfall in norddeutſchen Häuten lag um über 4000 Seück unter dem des Vormonats; es waren alſo mehr ſüddeutſche Häute vorhanden. Die Auktion war von den regelmäßig erſcheinenden Einkaufsagenten und Verarbeitern gut be⸗ ſucht. Das geſamte Gefälle konnte zu den amtlich vor⸗ Höchſtpreiſen zugeteilt und aufgenommen werden. ERotterdamer Getreidenotierungen vom 18. Jannar. (Eig. Dr.) Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) per Jan. 3,625; März 3,70; Mai 3,95; Juli 4,10; Mais(in Hfl. per Laſt von 2000 Kilo) per Jan. 99,75; März 97,50; Mai 90,75; Juli 88,75. SLiverpooler Baumwollkurſe vom 18. Jan.(Eig. Dr.) Jan. 485; Febr. 488; März 482; Ayril 480, Mai 478, Juni 473; Jüli 468; Auguſt 462; Sept. 455; Ott. 431; Nov. 452 Dez. 454; Jan.(40) 455; März 458; Mai 461; Juli 462 Okt. 460; Tendenz ſtetig. Geid- und Devisenmarkt Varis, 18. Januar.„Schlus amtlich London 177.23 Belgien 640— Oslo S88.50 Neuyork 3787.— Schweiz 855.37 Stockholw 912.75 Berlin 1522.— Kopenhagen 790.50 Spanien* Italien 109.5 Holland 2054.25 Warſchau 720,— Kondon, 18 Fanuar.(Schluß amtlich). Nouyyrk 468.34 Liſſabon 110,18 Hongkong.300 Montreal 471,68 Helſingfors 226,84 Sch anghai 0 862 Amſterdam 882,87 Budaveſt 2425,— Nokobama Paris 177.22 Belorad 214.— Auſtralien 125,— Prüſſel 2770.— Snfia 405.— Meriko—— Italien 8807.—[Moskan 2535, Montepided 1987,— Berlin 1167.25 JRumänien 660,— Valparaiſo 120.0 Schweiz 2074,25 JKonſtantin 600.— Buenos Spanien— Atben 548.— auf London 1905,— Kopenhagen 1041,.— Warſckau 2525.— Südafrika 100,12 Stockholm 1942,50 J Buenosires] 1805.— Csl0 1990,12 1 Rio de Jan. 293.— vieialle Hamburger Metallnotierungen vom 1s. Januar Banca- u. Kupler traitszinn SN BrieiſcGeldſBrieiſcheld Hüttenrohzink„p. 100 kc) 17,3017,0 Januar 653,—53.— 275,0275,0l Feinſilber(RM per kgy. 40.10037,10 Februat 453.— 53.—275,00275,0 H Feingold(RM pergy..84 2,79 März 53, 53. 275.0275.0 Alt⸗Platin(Abfälle/ April 33.—33.— 275,00275,0 Circapr. RM per 99 2,30/ 2,10 Mai 53, 53.— 275,00275,0 U Techn. reines Platin —5 53,—53,.—275,0275,0[ Detailpr.(RMver9,.32 Ju„% e lee.ee Auguſt Locof Abl Septembei... IIAntimon Regules chineſ. Saobn 4 per ib) 43,.—/ Rovembe... Queckſilber(Sper Flaſche) 7150 Tezember.4. HUWoriramerz chine in 1 7, * Der Londoner Goldpreis betrug am 18. Januar für eine Unze Feingold 148 ſh 7½ d gleich 86,6484 /, für ein Gramm Feingold demnach 57,3408 Pence gleich 2,78581. Am Mittwoch wurde in London Gold im Werte von 461 000 Pfund Sterling zu einem Preiſe von 148/½ ſh je Unze fein verkauft. Frachienmarki Duisburg-Ruhrori Das Geſchäft an der heutigen Börſe wor gegen geſtern unverändert. Die Bergfrachten ſchwächten weiter um 10 Pf. je Tonne ab und wurden mit 1,40/ ab Ruhrhäſen und 1,60„ ab Kanal bezahlt. Die übrigen Frachten und Schlepplöhne erſuhren teine Aenderung. * Die Branntweinmonopolſtatiſtik für das 1. Vierteljahr 1938 39.— Steigerung von Erzengung und Abſatz. Dos 1. Viertel des Betriebsjahres 1938/39(Okrober bis Dezem⸗ ber 1938) iſt gegenüber dem Vergleichsvierteljahr des Vor⸗ jahres durch eine erhebliche Steigerung der Geſamterzeu⸗ gung und des Geſamtobſatzes von Branntwein gekennzeich⸗ net. Die Geſamterzeugung im 1. Vierteljahr 1938/39 betrug 1293 lalle Zahlen in 1000 Hektoliter Weingeiſt) gegenüber 1114 im Vergleichsvierteljahr des Vorjahres, mithin ein Mehr von 119. Dieſe Steigerung erklärt ſich daraus, daß im Gegenſatz zum Beginn des Betriebsjohres 1937/8 für das Betriebjahr 193839 vorn vornherein das Jahres⸗⸗ Brennrecht auf 100 v. H. zuzüglich einer Ueberbrondmög⸗ lichkeit von 50 v. H. zu ermäßigten Preiſen feſtgeſetzt wor⸗ den iſt. Von der Erzeugung entfällt die weitaus überwie⸗ gende Menge auf die landwirtſchaftlichen Kaxtoffelbren⸗ nereien, bei denen eine Steigerung von 751 im Vorjahre auf 784 im 1. Viertel dieſes Jahres, alſo um 38 feſtzu⸗ ſtellen iſt. Auf der Abſatzſeite iſt die verhältnismäßig und abſolut ſtärkſte Steigerung im Treibſtoff⸗Spiritus feſtzu⸗ ſtellen. Seit 1934/35 iſt im Berichtsvierteliohr erſtmalig wieder eine Steigerung und zwar eine ſehr erhebliche von 997, im Vorfahre auf 621,9. alſo um 224,5, zu verzeichnen. Dies findet ſeine Erklärung in der im Herbſt 1938 erfolg⸗ ten Wiedererhöhung der Beimiſchungsquote. Mengenmäßig an zweiter Stelle ſteht der zum allgemein ermäßigten Verkauſspreis abgeſetzte Branntwein(398,5 gegen 352,0 im Voxjohre, alſo 45,9 mehr). Auch der Abſatz von Bronnt⸗ wein zu Trinkbranntweinzwecken hat eine Steigerung um 38,3 auf 200,7 erfahren. ———————— 5 11 5 4 —— 10. S eite Nummer 31 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 19. Januar 1939 89 10 von Eine Filmse der alle W nsation· Aüuoean i A Auen faul curt Goet Valetie. nen t Z t. 2 —— .50 3. Alh szeiten Autaug.25 Weuswcn. Lele pür jugendi Aufangsseite .30 „un Seidenen 121218. .2 u Sche 0⁰ Heute ſangsz eite * elt apricht: * a mbra: .35 Uhr UE che zugelass .20 Unr Falel, Camilla Horn, .00.50 SkcEENHEIMERSTR13 teute lelater Tagt Gustav Fröhlich IlSebeiner Jiian EIA Paul Wegener .20 Uhr Leiz er Tag Mlibelungensaal Der Weltberühmie 4 don Kosaken chor Leitung: Serge Jaroff. Mitglieder 20 Uhr Januar Freitag, Rosengarten das Wunder das Komike viel* Seraee K ent rr ur gehort Spaun Rendlung! Benjamino GIGLI Lingen-Englisch-Kemp kiosk einet Stimme und Tel. 445 18; Katten d0 Pfg. bis RM.— an det Konzertkasse K. Ferd. Heckel, O 3, 10 Lel. 22 152 im Verkentsver. Planken- ho, 1 Tel. 343 21; Buchhdig. Dr. Till- n ann, P 7. 19, Lel. 22 27: Planken, O7. 13, Tel 215 10Zigarren- Tatlersali, 4 Papiethandig. Schenk, Mttelstr., Tel. 53284. In'hafen Kohletkiosk a. Ludwigspu, Tel. 61577 Schletcher am Musikh. -Dreigestirn großen Abends. Donnerstag. 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