* —— — — Neue Mannheimet Zei + 29 Mannh eimer Generar⸗-Arzelger Veriag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: K l..0. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗conto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim für Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pig. Trägerlohn in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl 50 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44, Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr. 55, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Einzelpreis 1 0— lon Anzeigenypreiſe: 22 m breite Millimeterzette 9 Pfennig, 70 mm breite Textmillimeterzeile 50 Pfenniga Tletnansetaen ermaßtate Grundpretſe iſt die Anzeigen ⸗Pteisliſe Ni 0. 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In der überfüllten Diplomatenloge ſah man den deutſchen Botſchafter von Dirckſen, den italieniſchen Botſchafter Graf Grandi, den japaniſchen, den franzöſiſchen, den ſowjetruſſiſchen, den braſilianiſchen Botſchaſter als Doyen des diplomatiſchen Korps, den Vertreter Rot⸗ ſpaniens und andere. Der Leiter der Oppoſition, Attlee, eröffnete die Ausſprache mit einex Rede, in der er ſich im weſentlichen auf die ſpaniſche Frage konzen⸗ trierte und im Sinne der ſeit längerer Zeit in Gang befindlichen Aktion der Linken Waffen für Rot⸗ ſpanien forderte. Chamberlain antwortete in einer Rede, die der gegenwärtigen Entſpannung der internationalen Lage, die nach der Rede des Führers unzweifelhaft vorhanden iſt, Rechnung trug. Chamberlain berich⸗ tete zunächſt über die Beſprechungen in Rom. Der Bericht beſtätigte die bereits hier vorherrſchen⸗ den Anſichten, daß der Beſuch in Rom mehr von per⸗ ſönlichem Wert geweſen iſt, als daß er ſachliche Er⸗ gebniſſe erzielt hätte. Zur ſpaniſchen Frage legte Chamberlain eingehend dar, daß die engliſche Regierung unter allen Um⸗ ſtänden an der Politik der Nichteinmiſchung ſeſt⸗ halte, es ſei denn, daß ſich die Umſtände erheblich änderten. Er ſtellte noch einmal klar, daß es eher im briti⸗ ſchen Intereſſe läge, den Konflitt zu lokaliſieren als für eine der beiden ſpaniſchen Parteien Partei zu ergreiſen. Von größtem Intereſſe waren dann die Ausfüh⸗ rungen über die Beziehungen zu Deutſch⸗ land und die allgemeine Lage im Anſchluß an die Rede des Führers. Wenn er, Chamberlain, auch noch nicht, wie er ſagte, jede einzelne Zeile der Rede ſorgfältig habe leſen können, ſo könne er doch gegen⸗ über den Angriffen der Oppoſition feſtſtellen, daß das nicht die Rede eines Mannes ſei, der Europa einer neuen Kriſe entgegenführen wolle. Mit großer Spannung hörte das Haus dann die Ausführungen über die Möglichkeit von Verhand⸗ lungen, wobei dieſe Ausführungen bewieſen, daß Chamberlain erſtens die Zeit für Verhandlungen noch nicht für gekommen hält, und zweitens, daß in engliſchen Regierungskreiſen kein beſtimmter kon⸗ ſtruktiver Plan für dieſe Verhandlungen überhaupt beſteht, und drittens, daß England vielleicht auch die Mentalität in anderen Ländern, insbeſondere in Deutſchland, verkennt. Chamberlain erklärte ſich bereit, wenn nicht über die Abrüſtung, ſo doch über eine Begrenzung der Rüſtungen zu gegebener Zeit zu verhandeln, eine Bereitſchaft, die bekanntlich auch in anderen Ländern geteilt wird. Schließlich erklärte er, daß es keine Frage gebe, über die nicht eine friedliche Regelung herbeige⸗ führt werden könnte. Es war der Eindruck in par⸗ lamentariſchen Kreiſen, daß er hierin auch die Ko⸗ lonialfrage einſchloß. Jedoch wurde in parla⸗ mentariſchen Kreiſen die Einſchränkung gemacht, daß Chamberlain oſſenbar nur an eine Regelung des Zugangs zu den Rohſtoffen denkt. Im ganzen beſtand der Eindruck, daß Chamber⸗ lain ſich zwar bemüht habe, die Freundlichkeit, mit der die Rede des Führers hier aufgenommen wor⸗ den iſt, wiederzugeben, gungen machte, ſeinerſeits einen Beitrag zu einer Weiterentwicklung der friedlichen Beziehungen zu leiſten, ſondern daß er die Initiative von anderer Seite abwarten wolle. Verkanelungen über Rüſtung⸗beſchränkung? Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters — London, 1. Febr. Die heutige Morgenpreſſe beſchäftigt ſich in ihren Leitartikeln mit der geſtrigen Ausſprache im Unter⸗ haus, wobei die geſtern nach der Rede des Führers bereits feſtzuſtellende Stimmung der Entſpannung weiter anhält, gleichzeitig aber auch ein gewiſſer küh⸗ ler Ton nicht zu verkennen iſt. Die„Times“ ſchreitht, berlains über die Möglichkeit von ſchlagen ſuche. daß er aber keine Anſtren⸗ daß die britiſche Regierung zu Verhandlungen bereit ſei, daß ſie jedoch nie in irgendwelche Er⸗ örterung unter dem Druck von Gewalt eintreten werde. Der Wunſch nach einem Abtommen und nach Frieden rühre nicht von Furcht her, ſondern von der Kennt⸗ nis, daß das Rüſtungswettrennetz die ſozialen Fort⸗ ſchritte in allen Ländern hemme, und daß der Krieg die allgemeinen Kulturen zerſtören werde. „Daily Mail“ nennt die Ausſührungen Cham⸗ Beſprechungen zur Rüſtungsbegrenzung eine Erklärung von gro⸗ ßem Gewicht und großer Bedeutung. Der„Daily Expreß“ verſpottet die Porſitton, die aus jeder Rede des Führers für ſich Kapital zu Wenn Hitler in energiſchen Tönen ſpreche, ſo ſchreibt das Blatt im Leitartfkel, dann ſage die Oppoſition, daß Hitler der Typ⸗ eines Mannes ſei, den man abſolut wörtlich nehmen müſſe. Wenn Hitlor, wie er das vorher ſchon getan habe, eine ge⸗ mäßigte Rede halte, dann heiße es, man dürſe ihm kein Wort glauben. Die Oppoſition gleiche dem Mann, der ſich aufs Pferd ſetze, um in allen Rich⸗ tungen gleichzeitig davonzureiten. Demonſtrationen in Londons Straßen Drahtbericht unſ. Lon doner Vertreters London, 1. Februar. Im Zuſammenhang mit der Kampagne links⸗ radikaler Kreiſe für eine Einmiſchung in Spauien und mit der geſtrigen Parlamentseröffnung kam es geſtern zu zahlreichen Zwiſchenfällen. Einige Hun⸗ dert Studenten zogen im Demonſtrationszug zum Parlament, um Waſſen für Rotſpanien zu fordern. Es kam zu Zuſammenſtößen mit der Polizei. Einige Angehörige der kommuniſtiſchen Arbeitsloſenorgani⸗ ſation erſchienen mit ihrem bekaunten Sarg vor dem Parlament. Sie wurden verhaftet. Einige Mädchen goſſen rote Farbe auf die Stufen von Chamberlains Haustüre, um die„Aufmerkſamkeit des Miniſterpräſidenten auf die Ereigniſſe in Spa⸗ nien zu lenten“. Sie werden heute vor dem Poli⸗ zeigericht erſcheinen. Einige Arbeiter hatten mehrere Stunden zu tun, um die Farbe wieder zu beſeitigen. Eine Verſammlung für Notſpanien wurde von Mosley⸗Faſchiſten geſprengt. Als einige von ihnen geſtern vor Gericht ſtanden, wurden Stinkbom⸗ beu in den Gerichtsſaal geworfen. Am ſpä⸗ ten Abend verſtärkten ſich die Demonſtrationen in der Nähe des Parlaments, wo Tauſende von links⸗ radikalen Elementen ihre Forderungen nach Waſſen für Rotſpanien in Sprechchören und mit herumgetra⸗ genen Schildern vorhrachten. Polizei und ein außer⸗ gewöhnlich großes Auſgebot von 1500 bis 2060 Schutzleuten zu Fuß drängten die Demonſtranten ab. Dann trat ein Teil der Demonſtrauten in einen Liegeſtreik nach Muſter der kommuniſtiſchen Arbeits⸗ loſen. Sie legten ſich auf ein Kommondo auf die Straßen und ſtoppten den rieſigen Verkehr. Die Polizei nahm allein rund 50 bis 100 Verhaftungen vor. Oberregierungsrat Fritzſche zum Miniſterialrat ernannt. Der Führer ernannte den„Abteilungs⸗ leiter Deutſche Preſſe“ der Preſſeabteilung der Reichsregierung im Reichsminiſterium für Volksauf⸗ klärung und Propaganda, Oberregierungsrat Hans Fritzſche, zum Miniſterialrat. Schweiz baut zwei Flugzeughallen. Der Bundes⸗ rat hat dem Militärdepartement aus dem Erneue⸗ rungsſonds für Flugzeuge einen Kredit von 1885 000 Franken für den Bau je einer Flugzeughalle in Emmen und Buochs bewilligt. das für„tragbar“ gehalten. radikal kommuniſtiſchen Organiſation Fohn Bull erwacht! Probleme, über die ſich England den Kopf zerbricht Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters III. Ein anderes Problem, das die Engländer zwar erkennen, aber nicht als ſo eindeutig anſehen, wie es in anderen Ländern der Fall wäre und iſt, iſt die Zähl der Arbeitsloſen, die nicht weit von zwei Millionen entfernt iſt. Wirtſchaſtlich wird Und die einfallsreichen Demonſtrationen der letzten Wochen haben die Ge⸗ müter nicht ſonderlich bewegt. Sie gehen von einer aus, die ein paar arme Teufel für dieſe Darbietungen bezahlt. Nicht die ſeeliſchen Folgen der Arbeitsloſigkeit haben dieſes Land, in dem ſoviel für wohltätige Zwecke gegeben wird, aufgerüttelt, ſondern die phy⸗ ſiſchen Folgen haben zu denken gegeben. Während der Septemberkriſe, die in vieler Hiuſicht ein Wende⸗ punkt für das engliſche Denken war, mußte eine auf⸗ fallend hohe Anzahl von Freiwilligen wegen körper⸗ licher Mängel, teilweiſe ſogar wegen Unterernäh⸗ rung, zurückgewieſen werden. Seitdem ſind die Vor ſchläge für die Erfaſſung vor allem der Jugendlichen wieder aufgelebt. Leibesübungen und körperliche Ertüchtigung werden organiſiert. Man erhofft vom freiwilligen Hilfsdienſt günſtige Wirkungen. Die Befürworter der Wehrpflicht treten wieder ſtärker hervor, allerdings zunächſt ohne Erſolgsausſicht. Die Diskuſſion um den Arbeitsdienſt iſt jedoch wie⸗ der ſtiller geworden. Man hatte dabei von vorn⸗ herein wohl nicht ſo ſehr an die arbeitsloſe Jugend wie an die Söhne der Oberſchicht gedacht. Alle dieſe Maßnahmen und Pläne können aber nicht viel ändern. Wichtiger iſt, daß das Woh⸗ nmungsproblem ziemlich energiſch angefaßt wurde. Seit 1919 ſind dreieinhalb Millionen Klein⸗ häuſer gebaut worden, davon allein im Jahre 1936 10 v. H. Damit geht man dem wirklichen ſozialen Elend ſchon eher zu Leibe. Andere Fragen wie Mütterſchutz und Säuglingsfürſorge drängen ſich in dieſem Zuſammenhang auf, und wie von ſelbſt ſind Der erſte Großdeutſche Reichstag Der Führer ſpricht. Hinter ihm Reichsagspräſident Hermann Göring. Auf der vorderſten Regierungsbank, von rechts nach links): Die Reichsminiſter Rudolf Heß, Ribbentrop, Dr. Frick, Dr. Goebbels, von Neurath. Schwerin⸗Kroſigk. Dahinter die Reichsminiſter(von. rechts nach links): Funt, Dr. Schacht, Dr. Gürtner, Darré, Ruſt, Kerrl, Seldte. In der nächſten Reihe der Oberbeſehlshaber der Ma⸗ rine, Generaladmiral Rae⸗ der, und des Heeres, von Brauchitſch. In der vor⸗ derſten Reihe der Abgeord⸗ neten(öͤritter von links) Gauleiter Konrad Henlein u.(vierter von links) Gau⸗ leiter Dr. Seyß⸗Inquart (Scherl Bilbersienſt, Poer 9 —— — —— *3 Eindrücke im 2. Seite Nummer 52 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 1. Februar 190 plötzlich die großen Fragen der Bevölkerungspoli⸗ tik, vor allem die Frage der Ungeborenen, nicht mehr zu umgehen. Von Zeit zu Zeit wird auf den alarmierenden Geburtenrückgang hingewieſen, und es heißt neuer⸗ Dings, daß die Regierung Pläne entwickelte, die eine Steigerung der Geburten zum Ziele haben. Man denkt an Eheſtandsdarlehen, deren Rückzahlungs⸗ ſumme ſich je nach der Kinderzahl verringert oder ganz erlaſſen wird, an Kinderbeihilſen und Steuer⸗ erleichterungen. Deutſchen Ohren klingt das wohl⸗ bekannt. In dieſem Land des Individualismus aber iſt jede dieſer Maßnahmen eine Revolution. Es wird viel von Demokratie und Frei⸗ heit geſprochen. Man bemüht ſich, dieſe Ideale neu aufzuputzen und ihnen, ſeitdem ſie angefochten ſind, einen tieſeren Sinn zu geben. Zu gleicher Zeit aber iſt man auch bedacht, dieſe idealen Grundlagen des engliſchen politiſchen Lebens darauf zu prüfen, ob ſie praktiſch und wirkſam ſind. Der Engländer hat ſich daran gewöhnt, den Maßſtab von Leiſtungen anderer Länder an ſeine eigene Taten zu legen. Mit zunehmender Leidenſchaft verſucht er, Ergebniſſe, die in anderen. Ländern in einem autoritären Syſtem erzielt worden ſind, innerhalb der Demokratie zu exreichen. Die Demokratie ſoll, wie es oft heißt, zeigen, daß ſie dasſelbe leiſten kann. Aber dem gleichen Engländer iſt der Vorrang außerpolitiſcher Exiſtenzfragen auch ſo ſehr in Fleiſch und Blut übergegangen, daß er bereit iſt, demokratiſche Grundſätze über Bord zu werfen, wenn es dazu dienen kann, ſein Land ſtärker zu machen, als es bisher war. Oft hört man, England müſſe den „Diktaturen“ dankbar ſein, denn ſie hätten England zum Erwachen gebracht. In dieſer Form iſt es nur eine Programmparole. Es handelt ſich vielfach um Fragen, die ſich auch ohnedies im Gewiſſen des Eng⸗ länders gemeldet hätten. England hat in den ver⸗ gangenen Jahren eine Wiſſenſchaft ausprobiert, die derfenigen des Schnarchkünſtlers in einem be⸗ kannten Film vor einigen Jahren vergleichbar iſt. Der höchſte Triumph dieſes Komikers war der der„Selbſterweckungsſchnarcher“. Und wie es einem Spätaufſteher wohl geht, hat ex plötzlich große Eile. Schiffszeichnungen ſollen nicht geändert werden, weil das Verzögerung bedeutet. Nicht die ſicherſten, ſondern die am ſchnellſten her⸗ zuſtellenden Luftſchutzkeller werden gebant. Die Hausfrauen werden aufgefordert, ſich Vorräte zu halten. Amerika und die Dominien müſſen helfen Flugzeuge zu bauen, die Ankündigungen des Schatz⸗ kanzlers, daß es keine Steuererhöhungen geben werde, gelten ſchon als überholt, die Handelsſchiff⸗ fahrt wird auf den Kriegsfall vorbereitet. Sogar Berfaſſungsfragen wie das Arbeiten von Regierung und Parlament werden nicht mehr allein unter dem Geſichtspunkt deſſen, was geſchieht, ſondern wie ſchnell dieſe Einrichtungen arbeiten können, unter die Lupe genommen. Demokratie und Freiheit mögen dem Engländer noch Begriffe ſein. Unter dem Druck des Faktors Zeit iſt aber er innenpolitiſch ſchon zu Abſtrichen be⸗ reit, die dieſe Begriffe verflachen und vermaterali⸗ ſieren, ſo daß ſie eines Tages vielleicht nur noch außenpolitiſche Parolen zur Erken⸗ nung von Freund und Feind ſind. Bedrohliche Zuſtände an der ſpaniſch-franzöſiſchen Grenze: Fllüchtige Miltzen hauſen wie im Vürgerkrieg Frankreich ſchickt noch zwei Regimenter an die Grenze- Sahlreiche Swiſchenfälle in den Flüchtlingslagern Pariſer Korreſpondenten — Paris,.Februar. Drahtb. unſ. Der Innenminiſter Sarraut und der Geſund⸗ heitsminiſter Rucaxt haben geſtern einen Teil der franzöſiſchen Pyrenäengrenze beſichtigt. Von Per⸗ pigan bis nach dem Gebirgsſtäbtchen Prants de Mollo beſichtigten ſie ſämtliche Grenzſtationen und ließen ſich die Einrichtungen zur Aufnahme der ſpa⸗ niſchen Flüchtlinge zeigen. Wie die Berichterſtattter der Pariſer Preſſe ſelbſt offen zugeben, wurde zu Ehren der Miniſter ein kleines Verſteckſpiel getrieben. Die ſchlimmſte Not und die ſchlimmſte Unordwung wurde vor ihren Au⸗ gen ſorgfältig verſteckt. Man zeigte ihnen in der Haupiſache nur die Füüchtlingskinder, natürlich nach dem reinigenden Bad und nach der Entlayſſung ſo⸗ wie die Muſterlager der deſertierten rotſpaniſchen Gardiſten. Dieſe Vertuſchungstaktik gelang um ſo leichter, als geſtern der Andrang der Flüchtlinge zur Grenze weſentlich geringer war. Die ſogenannte republikaniſche Regierung hatte nämlich wieder eine Sperrkette von Poliziſten an der Grenze aufgeſtellt, die namentlich den Abmarſch der Milizſoldaten hindern ſollte. Immerhin iſt es ſchon jetzt auf franzöſiſchem Boden zu einigen un⸗ augenehmen Zwiſchenfällen gekommen. Die bolſchewiſtiſchen Bürgerkriegsſoldaten können ſo ſchnell ihre Kriegsgewohnheiten nicht aufgeben. Wenn ſie auch ohne allzu große Schwierigkeiten ihre Waf⸗ ſen abliefern, ſo haben ſie ſich doch allzuſehr an das „Requirieren“ gewöhnt, als daß ſie dieſe Gewohn⸗ heit ſofort nach dem Uebertritt über die Grenze fal⸗ len laſſen fönnten. So ließ ſich geſtern beiſpielsweiſe ein Trupp ſpaniſcher Bürgerkriegsſoldaten in einer franzöſiſchen Garage nieder, räumte das Büro aus, zerſchlug Tiſche und Bänke und zündete mit dieſem Brennſtoff ein wärmendes Feuer an. An anderer Stelle forderten die in einem Gehöft bei Prants de Mollo internierten Bürgerkriegsſoldaten ihre volle Bewegungsfreiheit und proteſtierten gegen gewiſſe kleine Dienſtleiſtungen, ſo namentlich für die Rei⸗ nigung des Quartiers und für die Vorbereitung der Nahrung. Nur durch energiſches Eingreifen der Senegalſchützen konnten ſie wieder zu einiger Ver⸗ nunſt gebracht werden.„Wartet nur“, ſchrie einer der Rotgardiſten wütend den franzöſiſchen Poliziſten zu,„Ihr werdet bald erfahren, was Bürgerkrieg iſt. Die Reihe kommt jetzt auch an Frankreich.“ In allen Milizlagern haben, nachdem die Bäuche wieder mit Nahrung gefüllt ſind, auch die politiſchen Diskuſſionen wieder angefangen. Dabei ſpielen Demonſtrationen mit geballten Fäuſten eine große Rolle. Immerhin gelang es einem Polizeihaupt⸗ „Die Solidarität der Rechte“ zwiſchen Berlin und Rom: Fialiens Fitderungen. nſerr Kolonialaprft —„werden die nächſte Zukunft Europas beſtimmen“, erklärt xö m. Vertreters — Rom, 1. Febr. Das römiſche Regierungsblatt nennt geſtern abend die ſchickſals mäßige Verknüpfung zwiſchen den deutſchen Kolonialſorderungen und den natürlichen Aſpirationen Italiens eine„Soli⸗ daxität der Rechte“. Die Bedürfniſſe und Rechte Deutſchlands und Italiens, ſchreibt Gayda, ſind verſchiedenen Urſprungs, aber gleicher Subſtanz. Sie gehen ihren Weg gemeinſam und werden in der nächſten Zuknnſt einen großen Teil der enro⸗ pälſchen Geſchichte beherrſchen. Die Solidaxität der Ziele und Mittel Deutſch⸗ lands und Italiens ſeien nicht offenſiv, ſondern de⸗ fenſiy. Aber es müſſe feſtgeſtellt werden. daß von der anderen Seite auf die berechtigten Forderungen mit Kriegsdrohungen ſtatt mit Verſtändnis geant⸗ wortet werde. gen habe Hitler die Solidaxität wieder bekräftigt, die in eine Allianz der Wafſen ausmün⸗ den könne. Das Regierungsorgan fährt fort:„Muſſolini hat in Trieſt öfſentlich die bewaffnete Solidarität Ita⸗ liens in der Entwicklung der deutſchen Forderungen erklärt. Hitlex kündigt die gleiche deutſche Solidari⸗ tät für die Entwicklung italieniſcher Forderungen an. Hitler weiß, daß Italien nicht ungebührliche Aben⸗ Drahtbericht unſ. teuer ſucht, noch an ungerechte aggreſſive Verletzungen vitalex Intereſſen anderer denkt, ſondern lediglich die gerechte Bezahlung der Rechnungen, die Achtung vor ſeinen bewährten Rechten fordert. Deutſchland unterſtützt alſo Italien, weil es ſeine berechtigten Beweggründe anerkennt, wie Italien Deutſchland unterſtützt, weil ſeine Forderungen einem allgemeinen Grundſatz europäiſcher Gerechtig⸗ keit entſprechen. Das Problem der Gerechtigkeit ſtelle ſich ebenſo für Deutſchland, Japan und Italien. Für Deutſchland nenne es ſich Rückgabe der Kolonien, für Japan Zerſtörung der ſeindlichen Koalition in China und für Italien Anerken⸗ nung ſeines Rechtes auf koloniale Entſchädt⸗ gungen gegenüber Frankreichs. Die Möglichkeit friedlicher Löſungen für die Aſpirationen Italiens wird von mehreren Kom⸗ mentaren betont. So heißt es in einer Bemerkung der„Stampa“, daß Italien und Deutſchland keiner⸗ lei Vorherrſchaftspläne hätten. Es habe noch kein Problem gegeben, das der Führer angepackt habe, ohne dafür friedliche Löſungsmöglichkeiten auf⸗ gezeigt zu haben. Aber der Weg müſſe geſäubert werden von Ungerechtigkeiten. Dies ſei der Preis für das neue Europa. Beſonders bemerkenswert iſt die Stellungnahme des ſoeben aus Deutſchland zurückgekehrten Staats⸗ miniſters Farinacci, der über ſein deutſchen „Regime Faſciſta“ ſolgendes herichtet: „Heute beſteht ein Denutſchland, das ſo ſtark iſt wie Gegenüber dieſen dunklen Drohun⸗ noch nie, wie es die großen Kaiſer des Mittelalters niemals ſchafften, noch Friedrich der Große oder Bismarck ſich vorſtellen konnten. Wir haben die Beifallsſtürme gehört, in die große Mengen bei den Worten„Italien“ und„Muſſolini“ ausbrachen. Deshalb hat die Rede des Führers für uns in dieſer Hinſicht nur das beſtätigt, was für uns bereits abſolute Gewißheit war. Aber in ſeiner Rede iſt Hitler noch einen Schritt weitergegangen: Er hat Stellung für die Forderungen der beiden raumarmen Völker genommen. zeigt, daß das friedliche Verſtändnis für dieſe For⸗ derungen die reichen Nationen nicht ſchädigt, ſondern im allgemeinen Beſten liegt. Wir Italiener und Deutſche ſetzen gemeinſam die Schlacht ſort, um uns friedlich das Tor zur Zukunft zu öffnen. Wenn wir aber angegrifſen würden, kämpfen wir mit ungeheu⸗ rem Siegeswillen, und wir werden, wie Muſſolini neulich geſagt hat, durchkommen.“ „Die Lage in Tunts immer unhaltbarer“ dnb. Rom, 31. Jan. Die 8 Drangſalierungen. denen die italieniſche Bevölkerung in Tunis durch Franzoſen und Juden ausgeſetzt iſt, veranlaſſen den dortigen Korreſpondenten des„Giornale'Jtalia“ zu der Er hat der Welt ge⸗ mann geſtern allein durch ſein energiſches Eintreten, die Räumung des Tunnels von Cerberes durch die ſpaniſchen Bürgerkriegsſoldaten zu erreichen. An anderer Stelle kam es bei den Verpflegungsbüros zu Zwiſchenfällen, da die Bürgerkriegsſoldaten die Forderung erhoben hatten, zuerſt vor den Frauen und Kindern verpflegt zu werden. An manchen Stellen gingen die rückſichtsloſen Burſchen ſogar ſo weit, den Frauen die Teller mit Nahrung aus der Hand zu reißen. Die beiden Miniſter Sarraut und Rucaxt haben daher verfügt, daß ſoſort zwei neue franzöſiſche Regimenter an die Grenze gebracht werden und zwar das 15. Inſanterie⸗Regiment von Albi und das 2. Hu⸗ ſarenregiment vou Tarbes. Die Inſpektionsreiſe der beiden Miniſter ſoll heute fortgeſetzt werden. Man erwartet, daß der fran⸗ zöſiſche Truppenausmarſch an der Grenze noch weiter verſtärkt werden ſoll, da für die zu erwartende end⸗ gültige Flucht der noch verbleibenden Bürgerkriegs⸗ ſoldaten in Spanien die Abſperrung ſtark genug ſein muß, damit nicht etwa die roten Horden mit allen ihren Waffen wie eine Ueberſchwemmung in Frank⸗ reich einbrechen. In der franzöſiſchen Kammer hat ſich eine Gruppe von 123 Abgeordneten unter Führung des ehemali⸗ gen Miniſterpräſidenten Flandin gebildet, die es ſich zur Aufgabe gemacht hat, für die Verſtändigung zwiſchen Paris und Burgos einzutreten. Die Gruppe hat geſtern ſchon eine Demarche beim Miniſterpräſi⸗ denten Daladier unternommen, damit die franzöſiſche Regierung endlich einen diplomatiſchen Vertreter zu General Franco ſchicke. —————— Der Reichsberufswettkampf eroffnet: Warum Geſundheitspflicht der 632 „Was könnte Hermann Göring alles dafür kaufen!“ Anb. Berlin, 31. Jan. Der Reichsberufswettkampf aller ſchaffenden Deutſchen 1999 wurde am Dienstagabend mit einer großen Kundgebung im Berliner Sportpalaſt feier⸗ lich eröffnet. In Gegenwart zahlreicher Ehrengäſte, an ihrer Spitze der Reichsführer /6 Himmler und Reichspoſtminiſter Ohneſorge ſowie der Berliner Wettkampfleiter und von mehr als 15000 Wettkampf⸗ teilnebhmern, in der Hauptſache Angehörige der Werkſcharen, der Hitler⸗Jugend und des BdM,“ ſprachen Reichsorganiſationsleiter Dr. Len, Baldur von Schirach und Obergebietsführer Axmann über den Sinn dieſer großen einzigartigen Aktion. Die Eröffnung nahm Obergebietsführer Ax⸗ mann vor. Zum diesjährigen Wettkamyf haben ſich, wie er mitteilte, 3 540 815 Teilnehmer freiwillig gemel⸗ det, und zwar 2 432 188 Ingendliche und 1 108 627 Erwachſene. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um nahezu 800 000 Teil⸗ nehmer. In dieſem Jahre werden zum erſten Male auch Jugendlſche der Oſtmark erfaßt, außerdem 63 000 Handwefker. Zum erſten Male haben ſich mit einer e- Giornale d Fralia Feſtſtellung, daß die Lage in Tunis ſür die Italiener ſich immer ſchwieriger und unhaltbarer ge⸗ ſtalte. Die antifaſchiſtiſche und füdiſche Hetzpreſſe habe ihre Lügen⸗ und Verleumdungskampagne ver⸗ ſchärft. Man könne in Tunis kaum italieniſch reden, d. h. die Sprache gebrauchen, die noch vor kaum 50 Jahren die einzige war, mit der man ſich dort mit der Eingeborenenbevölkerung verſtändigen konnte, ohue ſich Achmähungen und Drohungen ausz zuſetzen. In jedem Italiener ſehe man einen Feind und einen Spion. Man verſuche auch, den Italienern 60 Boykottmaßnahmen zu ſchaden und ſie durch Dro⸗ hungen einzuſchüchtern oder ſie durch Lockungen zu⸗ Naturaliſierung zu veranlaſſen. Mit allen Mit⸗ teln wolle man die Widerſtandskraft der italieniſchen Bevölkerung ſchwächen, was aber nicht gelingen werde. Der Führer beglückwünſcht Generaloberſt Heye. Der Führer und Reichskanzler übermittelte dem Generaloberſt Heye anläßlich ſeines 70. Geburts⸗ tages telegraphiſch ſeine beſten Glückwünſche. Die Arbeiten an der iſchechiſchen Autobahn. Am Dienstag wurde in Oſtmähren die Arbeit für den erſten Abſchnitt der Oſt⸗Weſt⸗Autoſtraße in der Tſchecho⸗Slowakei aufgenommen. Die Berbundenheit zwiſchen SA und Miltz Stabschef Eutze in Rom Auszeichnung der Su-Reiter durch den Dute Drahtbexicht unſ. röm. Vertreters — Rom, 1. Febrnar. Der Stabschef der SA Lutze, der an den heuti⸗ gen Feiern zum 16. Jahrestag der faſchiſtiſchen Mi⸗ liz teilnimmt, traf geſtern nachmittag in Begleitung ſeiner Gattin und Obergruppenführer Litzmann im Flugzeug in Rom ein. Zum Empfang hatten ſich dex Generalſtabschef der Miliz Ruſſo, der deutſche Botſchafter von Mackenſen und ſeine Gattin, der Landesgruppenleiter Italien der NSDAp Ettel und Ortsgruppenleiter Dr. Fuchs auf dem Flughafen eingefunden. Ebenfalls waren die ſeit einigen Wo⸗ chen als Gäſte der Miliz in Rom anweſenden SA⸗ Reiter und SA⸗Boxer zur Begrüßung des Stabs⸗ chefs der SͤA aufgeſtellt. Stabschef Lutze ſchritt nach ſeiner Ankunft eine Ehrenkompanie der Ta⸗ ſchiſtiichen Miliz ab. Die kameradſcheftliche Verbundenheit zwiſchen SA und Miliz findet durch die Unweſenheit des Stabschefs der SA bei der heutigen militäriſchen Zeremonie am Altar des Vaterlandes, bei der der Duce Gedächtnismedaillen an die Angehörigen von Syaniengefallenen überreichen wird, einen feier⸗ lichen Ausöòruck. Anſchließend an dieſe Zeremonie wird der Duce den Vorbeimarſch der Schwarzhemd⸗ bataillone, insgeſamt 20000 Mann, abnehmen. Nachmittag finden die Reiterwettkämpfe und am Abend das Boxtreſſen zwiſchen SA und Miliz ſtatt. An dieſen Veranſtaltungen nehmen der Duce und der Stabschef der SA teil. Die ſechs SA⸗Reiter, die heute bei den Wett⸗ kämpfen die ſehr ſchwierige Quadrille mit außer⸗ gewöhnlich hohen Hinderniſſen reiten, ſind Gegen⸗ ſtand einer beſonderen Auszeichnung durch den Duce geworden. Im Auſtrage Muſſolinis verlieh ihnen Oberſt Alviſi einen vom Duce für italieniſche Tur⸗ nierreiter geſtifteten Orden, durch den die SA⸗Reiter „Ehrenreiter der faſchiſtiſchen Miliz“ geworden ſind. Dieſe Ordensverleihung bedeutet 35 beſondere Auszeichnung, da ſie nur für außer⸗ gewöhnliche Turnierleiſtungen erfolgt. Die SA⸗Reiter haben geſtern nachmittag der Wachablöſung vor dem Polazzo Venezia, dem Re⸗ gierungsſitz Muſſolinis beigewahnt, wobei ſie von der anweſenden Menge mit Heilrufen begrützt wur⸗ den. In dieſer Kundgebung fand die tialieniſche Dankbarkeit für die Erklärungen des Führers über die deutſch⸗italleniſche Freundſchaft einen ſpontanen Ausdruck. Schirach das Wort. ſei ein Werk, das heute mit der Geſchichte und dem Am Teilnehmerzahl von 2500 auch Deutſche jenſeits ber Reichsgrenzen zur Idee des Reichsberufswettkamp⸗ ſes bekannt. Dann nahm der Reichsjugendführer Baldur pon Der Reichsberufswettkampf Leben des deutſchen Volkes untrennbar verknüpft ſei. Muſſolini habe in Berlin einmal geſagt:„Ita⸗ eee——— Nicht paffen- bessere Cigaretten mit Verstand rauchenl AxriKkan 37 Men⸗ anb Seuiſchland erziehen ihre Riose⸗ Genere, tion zur Verachtung eines bequemen Lebens⸗ 9 4 Den Reichsberufswettkampf könne man gerabezn als organiſierten Volksauſſtand gegen die Be⸗ quemlichkeit bezeichnen. Der Reichsfugendführer wies darauf hin, daß in den bisherigen Berufswettkämpfen jeder zweite Gauſieger der Sohn eines Arbeiters ſei. 34 v. H. aller Sieger des Berufswettkampfes ſtammten aus Familien mit vier oder mehr Kindern, 52 v. H. der Teilnehmer ſeien in Familten aufgewachſen, dia ſelbſt keinerlei Mittel aufbringen können, um für berufliche Fortbildung ihrer Kinder etmas 5 un. Der Reichsjugendführer ſprach dann zu der Ber⸗ liner Jugend über die Geſundheitspflicht, die ihnen nicht nur die Parole des Jahres 1939 ſein ſolle. Er hoffe, daß ſie für alle kommenden Jahre ihres Lebens Geltung behalte. Die Jugend ſoll auf den Führer, aber auch auf Muſſolini und Frauco ſchauen, die alle brei Nichtraucher ſeien. Hier fände er die wahren Ideale ſeiner Jugend. Was könnte man mit zweieinhalb Milliarden, die das deutſche Woll im Jahr für Tabak ausgebe, alles bewirken! Was künnte Hermann Göring bafür ſchaſſen! Reichsorganiſattonsleiter Dr. Ley ſtellte in den Mittelpunkt ſeiner Ausführungen die jetzt in Deutſch⸗ land unter dem Zeichen des Nationalſozialismus ſich vollziehende gewaltige Volkswerdung. Wir hät⸗ ten die Aufgabe, daran zu arbeiten, nicht nur jedem Deutſchen einen Arbeitsplatz zu geben, ſondern ihm darüber hinaus den Arbeitsplatz zuzuweiſen, der ſei⸗ nen Kräften und Fähigkeiten am meiſten entſpricht. Das deulſche Volk ſo ſchloß Dr. Ley, gleicht dem Bergſteiger, der einen ſteilen, jäh aufragenden Hang zu erklimmen ſucht. Immer wieder ſtürzte unſer Volk von mühſam errungener Höhe in den Abgrund. Nun hat es wieder dieſen Weg zur Höhe angetreten, denn vor uns marſchiert einer, den wir den Größ⸗ ten aller Deutſchen nennen. Er bahnt uns den Weg in die Zukunft und wie eine einzige Schick⸗ ſalsgemeinſchaft, gleichſam angeſeilt, folgen wir ihm bedingungslos und treu. Nun gibt es kein Zurück mehr, und keine gom⸗ promiſſe! Diesmal, ſo ſchlaß Dr. Leu unter to⸗ ſendem Beifall, werden wir es packen! Die Lieder der Nation beſchloſſen die denkwürdige Kundgebung zur Eröffnung des diesjährigen Reichs⸗ berufswettkampfes. Der Führer beſucht das Berliner Reit⸗ und Fahr⸗ turnier. Anläßlich des WoW⸗Tages beim Inter⸗ nationalen Berliner Reit⸗ und Fahrturnier in der Deutſchlandhalle am Mittwoch wird der Führer das Turnier beſuchen. Anſchlag der Führerrede bei den faſchiſtiſchen Parteiſtellen. Parteiſekretär Staxace hat den An⸗ ſchlag der Führerrede, ſoweit ſie Italien betrifft, in allen Parteiſtellen angeordnet. Der rumäniſche Auzenminiſter nach Meofleteen abgereiſt. Außenminiſter Gafenen iſt am Dienstag⸗ mittag zu einem zweitägigen inoffiziellen Beſuch nach Er wird mit Miniſterpräſident Belgrad abgereiſt. Stojadinowitſch eine Ausſprache haben. —— 222 .e 382 ——— Mittwoch, 1. Februar 1939 mmm——KBK———ää—————— Keue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 5² —————— Mannheim, 1. Februar. Fröhlich durch den Februar! Ja, jetzt wirds allmählich heller, täglich ſpürt man's etwas mehr, und der Weg zum Kohlenkeller fällt ſchon jetzt nicht mehr ſo ſchwer. Selbſt die Licht⸗ und Gastarife ſinken mit der helleren Zeit, und man freut in Herzenstiefe ſich der Sonnen⸗Sparſamkeit! Traurig lächelt jetzt der Winter, und dann ſchneuzt er ſich gerührt, denn er kommt nun ſacht dahinter, daß man ihn zu Grabe führt! Wo die Lichttarife purzeln, kann er in der Gegenwart nicht mehr allzulange wurzeln, und es ſchmilzt ihm hin der Bart! Doch bevor er ſich im Schilfe milden Wetters ſtill verſteckt, naht ſich fröhlich ein Gehilfe, der die Menſchheit narrt und neckt! Auf dem Kopf die Schellenmütze, und im Blick der Schalkheit Strahl, wirbelt durch des Griesgrams Pfütze keck und frech Prinz Karneval!“ Aus den Zöpfen, aus den Fräcken klopft er Staub und Muffigkeit, um die rechte Luſt zu wecken für die bunte Narrenzeit! Dieſe iſt nun mal des Lebens ganz beſondre Frohſinnsfriſt, und es lebt der Menſch vergebens, der kein Narr geweſen iſt! Niemand ſoll das von uns ſagen, drum woll'n wir auch dieſes Jahr mit den Fröhlichen uns ſchlagen fröhlich durch den Februar, bis mit ſeinen tollſten Stunden Narrheit fällt und Flitterpracht und wir zur Vernunft geſunden in der Aſchermittwochsnacht Wan⸗Wan. eeeeeeee eee e, Glyſolid, das eremeförmige Glyzerin, ſchmiert und brennt nicht und ſchafft blitzſchnell—.— metweiche Haut. 25, 50 und 60 Pf. 3³⁰ Ab 1. Februar: Neuer Bretszeinaum für Eer Die Verbraucherhöchſtpreiſe für Hühner⸗ 4160 Enteneier im Altreich waren durch Verordnung des Preisbildungskommiſſars dahin neugeregelt worden, daß innerhalb des Jahres vier verfthiedene Preiszeiträume unterſchieden werden. Die ⸗Dekofei“ weiſt darauf hin, daß danach am 1. Fe⸗ bruar ein neuer Preiszeitraum eintritt, der bis zum 31. März 1939 dauert. Die Preiſe für deutſche Handelsklaſſeneier bewegen ſich in dieſem Preiszeit⸗ raum zwiſchen 10“ und dreizehn Pfennigen je Stück, die für ausſortierte Eier(Abfallende Ware) zwiſchen 9½ und 10½ Rypf. Ungekennzeichnete Eier koſten in dem genannten Zeitraum 10 Pfg. Doch gilt für ſie in den Gebieten des Eierwirtſchaftsveybandes Rhein⸗ land und des Regierungsbezirkes Arnsberg ohne die Landkreiſe Ennepe⸗Ruhr, Hamm, Soeſt und Un⸗ na, eine Ausnahmeregelung mit einem Höchſtpreis von 11 Rpf. Blick auf Seckenhem Auch hier regt ſich die Faſchingslaune Nun iſt auch Seckenheim in das bunte Karnevals⸗ treiben geſtartet. Der Turnverein 98 begann den närriſchen Reigen der Maskenbälle mit einer „Eröffnung des neuen Seckenheimer Sportfeldes im Doſenwald“. Geſchmackvolle Saalausſtattung, eine rührige Stimmungskapelle und in erſter Linie natürlich die frohe Laune der zahlreichen Beſucher ſicherten den Erſolg. Wirklich ein vielverſprechender Auftakt. Weitere Maskenbälle folgen am., 12., 19. und endlich am 20. Februar. Seckenheim aholi — Ganz beſcheiden wünſchen wir nebenbei, daß recht bald die neue Seckenheimer Sportanlage in etwas ſoliderem Gewande, als bei der erwähnten Veranſtaltung erſtehen müge 8 Im Zuge der vollwertiger land⸗ wirtſchaftlicher Arbeitskräfte veranſtaltet die Lan⸗ desbauernſchaft Baden augenblicklich in unſerem Vorort in beorüßenswerter Weiſe einen Melkkurſus. Selbſtverſtändlich werden dabei auch weiterhin allgemein intereſſierende Fragen der Viehwirtſchaft zur Sprache kommen. Der Lehrgang, der ſich über ſechs Abende erſtreckt gibt ſowohl dem Bauer als auch dem Jungbauer manche wert⸗ volle Anregung. * Die Schachfrennde Secken heim⸗IAlpes⸗ heim luden am Sonntag zu einem„Bunten Abend“ im großen Schloßſaal. Der Vereinsführer Dr. Müller hatte die Freude, zahlreiche Beſucher begrüßen zu können. Ein ſchönes Programm mit Lied, Tanz und viel Humor wickelte ſich in bunter Folge ab. Im Mittelpunkt ſtand ein Theaterſtück „Die unryhige Schechportie“ aus der Feder des Vereinsführers ſelbſt, das helle Lachſtürme ber⸗ vorrief. Anſchließend getanzt. un Vortrag über Dentſch⸗ Oſtafrika. Am Mon⸗ tag, dem 13. Februar, wird in der Kunſthalle Oberſt⸗ Ieutnant a. D. Kraut einen Lichtbildervortrag halten über„Deutſch⸗Oſtafrika im Krieg und im Frieden“. Oberſtleutnant Kraut, der ia wohl einer der bekannteſten Mitkämpfer des Ge⸗ nepals y. Lettow⸗Vorbeck iſt, zeigt bei dieſem Vor⸗ trage ausgezeichnete Lichtbilder eigener Aufnahme, die ſowohl aus der Zeit vor und während dem Kriege als auch aus der Nachkriegszeit ſtammen. Die neueſten dieſer Bilder hat er erſt anläßlich ſeiner vor 3 Jahren erfolgten letzten 5 durch die nie aufgenommen. Se unseen Cæurkam ꝙ α Was der Kameramann in Kitzingen am Main sah Sturzkampfflugzeuge beim Angriff Rechts: Abwurf der Bomben; links: Abfangen und Wiederauſſtieg. Im Lager der 250 Kg.⸗Uebungsbomben (Scherl Bilderdienſt, Zander⸗Multiplex⸗K. Obenſtehend veröffentlichen wir zwei intereſſante Photos, die unſer Bildberichterſtatter anläßlich des dieſer Tage erfolgten Preſſebeſuches bei den Sturz⸗ kampffliegern in Kitzingen a. Main aufgenommen hat. Wir haben bekannntlich über den Dienſt bei der Luftwaffe ausführliche Berichte gebracht. DERSRSrSZZZZZZZ———————————————————ggggg——gggggg OSOSOHOHOHOHOHOHQHHHHHHBB——————B— Das Kind iſt kein Ausbeutungsobjekt! gugenoliche mußten früher 15 Stunden arbeiten— Schlimme Härlen, die das Fugenoſchutzgeſetz beſeingt hat Der 1. Januar des neuen Jahres brachte uns — dem nationalſozialiſtiſchen Staat blieb es vorbe⸗ halten, es in ausreichendem Umfange zu ſchaffen— das ſo dringliche Jugendſchutzgeſetz, das einen hun⸗ dert Jahre währenden Kampf um Jugendrecht und Jugendſchutz erfolgreich zum Abſchluß brachte. Die große Bedeutung dieſes wahrhaft national⸗ ſozialiſtiſchen Geſetzes, deſſen Forderungen längſt im Parteiprogramm verankert ſind, läßt es ange⸗ bracht erſcheinen, das Geſetz einmal in ſeinen weſent⸗ lichſten Zügen zu erläutern, vor allem deshalb, um bexeits aufgetretenen Zweifeln und Unklarheiten, die durch beſondere badiſche Verhältniſſe bedingt ſind,— die Gaurechtsberatungsſtelle der Deutſchen Axbeitsfront berichtet uns von ſolchen— entgegen⸗ zutreten. Sechsjährige Kinder wurden ausgebeutet Im vorigen Jahrhundert gab es zunächſt keiner⸗ lei geſetzliche Beſtimmung, die das arbeitende Kind, das vielſach die Tätigkeit Erwachſener ausübte, in Schutz nahm. Erſchüttert leſen wir die nachfolgende Bittſchrift, die klar ſehende und deshalb be⸗ ſorgte Menſchen in der damaligen Zeit an eine maß⸗ gebliche Regierungsſtelle richteten: „Die in ausgedehnter Weiſe und oft mit großer Härte ſtattfindende Verwendung ganz junger Kin⸗ der zur Anfertigung der Schußſpulen für die Sei⸗ denweber, die meiſt gebückte Stellung der Kinder bei dieſer Arbeit und die lange Dauer derſelben haben uns nämlich beſtimmt, Ew. Exzellenz hohen Bei⸗ ſtand...“ Eine weitere Eingabe beſagte: „Die Arbeitszeit der in den Feldziegeleien be⸗ ſchäſtigten Arbeiter dauert meiſt von 4 Uhr ab bis zum Eintritt vollſtändiger Dunkelheit, alſo je nach der Jahreszeit 9 bis 10 Uhr. Abzüglich der ge⸗ wöhnlich eingehaltenen Pauſen, beträgt die Geſamt⸗ arbeitszeit ſomit bis zu 15 Stunden, auch für jugend⸗ liche, meiſt mit Steinabtragen und Aufſetzen beſchäf⸗ tigte Arbeiter.“ Die Armee beſchwert ſich Nicht durch derlei empörte Einwendungen mitfüh⸗ lender Menſchen wurde die Regierung veranlaßt, ſchleunige Abhilfe zu ſchaffen, ſondern erſt durch einen alarmierenden Bericht der Armee, der Rekrutenerſatz aus den indu⸗ ſtriellen Gebieten ſchlechter ſei als aus den ländlichen Bezirken. Dieſe Tatſache ſei wohl ausſchließlich auf die überlangen Arbeitszeiten und die Nachtarbeiten der Jugendlichen zurückzuführen. Auf Grund die⸗ ſes, eine dringende Abhilfe fordernden Berichtes wurde die Preußiſche Regierung im Jahre 1839 bewogen, den Erlaß eines„Regulativs über die Beſchäftigung Jugendlicher in Fabriken“ her⸗ auszugeben, der immerhin(öas Regulativ war in jeder Beziehung noch ſehr unzulänglich) die beſchei⸗ 760 Andeutung einer gerechteren Anſchauung dar⸗ tellte. Das im Jahre 1891 erlaſſene„Arbeiter⸗ ſchutzgeſetz“ ſtellte einen weſentlichen Fortſchritt dar, und das„Kin derſchutzgeſetz“ vom 30. März 1903 regelte den Schutz des eigenen und fremden Kindes über 13 Jahren, aber ſelbſt die Arbeitszeit⸗ ordnung voy 1923 gab noch immer die Möglichkeit, Jugenoͤliche bis zu zehn Stunden zu beſchäftigen. Heute iſt die Kinderarbeit grundſätzlich verboten Der Nationalſozialismus hat die Mängel verſuch⸗ ter Löſungen früherer Regierungen beſeitigt und ein Jugendſchutzgeſetz geſchaffen, das in der Welt einzigartig daſteht. Danach iſt Kinderarbeit grundſätzlich ver⸗ boten und nur in Ausnahmeſällen mit Genehmi⸗ gung des Gewerbeauſſichtsamtes zuläſſig. Die Be⸗ ſchäftigung fremder Kinder darf nur erfolgen, wenn eine Arbeitskarte, die bei der zuſtändigen Orts⸗ polizeibehörde zu beantragen iſt, ausgeſtellt wird. In jedem Falle alſo wird geprüft, ob ſich das Kind, das beiſpielsweiſe in einem Varieté auftritt, nicht irgendwelche körperliche Schädigungen zuzieht, die fitr ſeine Geſundheit üble Folgen haben können. Vollkommen neu iſt die Vorſchrift, daß 12—14jährige Kinder während der Schulferien eine arbeits⸗ freie Zeit von 15 Werktagen jährlich er⸗ halten müſſen. Eltern, die ihre Kinder zu Hauſe (Heimarbeit) laufend beſchäftigen, ſei nahegelegt— das müßten ſie ja ſelbſt wiſſen— deren Geſundheit nicht unverantwortlich aufs Spiel zu ſetzen. Statiſtik der Ausnutzung Ein Statiſtiker hat ſich die Mühe gemacht, die Arbeits⸗ und Urlaubszeit jugendlicher Arbeiter vor 1933 einmal zahlenmäßig zu kontrollieren. Nach⸗ feſtſtellte, daß der Euphroſine wird eingeladen zur Feuerio⸗Damen⸗Fremdenſitzung am 5. Februar Liebe Euphroſinel Es iſt bereits jetzt ein ganzes Jahr her, daß ich dich nicht mehr geſehen, ja überhaupt noch etwas von dir gehört habe. Seit jener denkwürdigen Feuerio⸗Jubiläumsſitzung, auf der wir uns ſo köſt⸗ lich amüſiert hatten, haſt du dich in Stillſchweigen gehüllt. Nun, da die goldene Fasnachtszeit naht, habe ich meinen Füllhalter entroſtet, um dich wieder auf die richtige Bahn zu bringen, oder wie man hier ſagt, deinen„Dickkopp“ etwas zu erweichen. Nichts iſt dazu beſſer angetan, als dich zu der kom⸗ menden Großveranſtaltung in Mannheims größ⸗ tem und ſchönſten Saal, dem Nibelungenſaal des Roſengartens einzuladen. Alljährlich ſteigt da der Clou des Mannheimer Karnevals, die Große Feuerio⸗Damen⸗Fremden⸗Sitzung Ulkige Plakatanſchläge weiſen ſchon darauf hin, daß der Vorverkauf für die einzigartige Sitzung eröffnet iſt. Ich habe es natürlich nicht unterlaſ⸗ ſen, mir ſoſort eine Anzahl Karten zu beſchaffen, um für den Anſturm meiner Bekannten und 3 8 0 die alle zur Sitzung wollen, gewappnet zu ein. Liebe Euphroſine! Beim letzten Familienrat habe ich unter Diskretion davon Kenntnis erhalten, was alles für die große karnevaliſtiſche Sitzung, die weit über Mannheims Mauern binaus ihre Anziehungskraft ausübt, geplant iſt. Die Anſage, oder wie es auch heißt, der„verbindende“ Teil. liegt wiederüm in den bewährten Händen des ver⸗ traglich auf Lebenszeit angeſtellten Feuerio⸗ Frem⸗ den ⸗ Sitzungs ⸗Vergnügungskommiſſars Joſef Offenbach. Hoher Beſuch iſt wieder zu erwarten. Von Stutt⸗ gart, Mainz, Würzburg und Wertheim kommen die Elferräte, um unſerem unerſetzlichen„Feuerio“ ihre Reverenz zu erweiſen. Die beſten Büttenredner werden einen Generalangriff auf das Zwerchfell ausüben. Es iſt alſo jedem, der des Lebens über⸗ drüſſig iſt, Gelegenheit geboten, ſich für wenig Geld totzulachen. Schlag auf Schlag werden bewährte Künſtler den Abend zu einem Glanzpunkt unſerer Mannemer Fasnacht machen. Das geſamte Ballett unſeres Nationaltheaters, das dir im vergangenen Jahre ſo ſehr gefallen hat, wird mit ganz beſonderen Darbietungen den Abend ver⸗ ſchönern. Zum erſtenmal weilen in Mannheims Mauern Vertreter einer Narrenzunft, die auf mehrhundert⸗ jährige Tradition zurückblickt. Dem rührigen Elferrat iſt es gelungen, die „Rottweiler Narros“ um allen Beſuchern dieſe uralten Masken zu zeigen. Der Glanzpunkt des Abends bedeutet wieder ſeierliche Proklamation des Prinzen Karneval 1939. Eine mit großem Koſtenaufwand extra vom„Feuerio“ ge⸗ fertigte fabelhafte Bühnendekoration wird den Feſtſchmuck des Nibelungenſaales in einer Weiſe ergänzen, daß die Beſucher nicht aus dem Staunen herauskommen. Alſo, teure Euphroſine! Gebe mir ſofort tele⸗ graphiſch Nachricht, ob du kommſt und noch mehr Anhängſel mitbringſt, denn der Kartenverkauf iſt ſo rege, daß mit einem ausverkauften Hauſe wieder gerechnet werden muß. Beſagt doch das diesjährige Motto„Unbeſorgt und heiter, geht der Frohſinn weiter“ alles. In alter Treue und mit dem Feuerio⸗Schlacht⸗ ruf„Ahvi“ Dein RuRi. zu verpflichten, gen und anderes mehr). folgend das Ergebnis: Jeder 3. Jugendliche mußte mehr als 48 Stunden in der Woche arbeiten, jeder 8. leiſtete regelmäßig Sonntagsarbeit. Im Jahre 1927 waren nur 63 v. H. aller Berufsſchüler bis zu 48 Stunden in der Woche tätig, 9 v. H. dagegen ar⸗ beiteten mehr als 60 Stunden. Im Nahrungs⸗ und Genußmittelgewerbe errechnet man einen Arbeits⸗ durchſchnitt pro Tag von 12 Stunden 55 Minuten. Vor der Machtübernahme hatte jeder 2. Jugendliche keinen Frühſchluß am Samstag(Lehrlinge mußten nach der Arbeitszeit die Werkſtatt in Oroͤnung brin⸗ Kinder ſollen wachſen. Bei Blutarmut und Appetitloſigkeit geben Sie ihnen Bioferrin, das vorzügliche Kräftigungsmittel. Bioferrin leiſtet beſonders auch in Geneſungszeiten Kindern und Erwachſenen wertvolle Dienſte. SNNTYER E Jeder 4. Jugendliche er⸗ hielt überhaupt keinen Urlaub und nur jeder 25. mehr als vierzehn Tage. 8⸗Stunden⸗Tag für Jugendliche Die Beſtimmungen des Geſetzes erhöhen heute das Schutzalter der Jugendlichen von 16 auf 18 Jahre. Die Arbeitszeit iſt auf 48 Stunden wöchent⸗ lich feſtgeſetzt, die Berufsſchulzeit wird auf die Ar⸗ beitszeit angerechnet. Die Ruhepauſen erfahren eine vernünftige Regelung. Nachtarbeit(zwiſchen 20 Uhr und 6 Uhr morgens) iſt verboten, auch für Inventur⸗ Zeiten. Am Samstag muß um 14 Uhr Schluß ſein. Es iſt erwünſcht, den Jugendlichen gerade am Wochenende einen Zeitraum zur Erholung zu geben. Hierzu kommt die Notwendigkeit ſtaats⸗ politiſcher Erziehung, für welche neben dem Sonn⸗ tag beſonders der Samstagnachmittag in Frage kommt. Daß Jugendliche am Sonntag arbeiten iſt grundſätzlich verboten. Urlaub für Fahrt und Lager Die Mindeſturlaubsdauer für Jugendliche unter 16 Jahren beträgt 15 und für ſolche über 16 Jahren 12 Werktage. Alle Jugendlichen, die mindeſtens 10 Tage an einem Lager oder einer Fahrt der Hitler⸗ jugend teilnehmen, erhalten 18 Werktage Urlaub. Gerade hier wurde nun die Frage aufgeworfen, ob der Junge, nachdem er drei Monate im Betrieb beſchäftigt iſt, Anſpruch auf den ganzen Jahresur⸗ laub hat oder nur auf den entſprechenden Teil. Die Entſcheidung darüber iſt dem Betriebsführer an⸗ heimgeſtellt, der— iſt er einſichtig— ſeinem jungen Arbeiter den ganzen Urlaub gewähren wird. Der Jugendliche ſoll tunlichſt— um gehörig ausſpannen zu können— ſeinen Urlaub geſchloſſen erhalten. Gilt die Fortbildungsſchule als Berufsſchule? Das Jugendſchutzgeſetz beſtimmt, daß den jugend⸗ lichen Beſchäftigten nicht nur die zur Erfüllung der geſetzlichen Berufsſchulpflicht notwendige Zeit zu ge⸗ währen, ſondern auch die Unterrichtszeit in der Be⸗ rufsſchule auf die Dauer der Arbeitszeit anzurech⸗ nen und der Lohn für die Unterrichtszeit weiterzu⸗ zahlen iſt. Gelten nun auch die Fortbildungsſchulen, wie ſie Berufsſchulen?— Ein Handwerksmeiſter, deſſen Lehrlinge die Fort⸗ bei uns in Baden beſtehen, als bildungsſchule beſuchen, trug dieſe Frage vor die Gaurechtsſtelle. Muß er den Lohn zahlen oder nicht? Hier überläßt Geſetz dem Arbeitgeber die frei⸗ zügige Auslegung. Er kann großzügig, jedoch auch kleinlich ſein. Es kommt auf den Geiſt an, nach dem die ſtarren Geſetzesformeln ausgelegt werden. das Geſetz ſetzung für eine ſtändig ſich ſteigernde Leiſtungstüch⸗ tigkeit der deutſchen Jugend, wie wir ſie alle wünſchen. H Hinweis Der Abend des Kergl⸗Quartetts. Dos bekannte Kergt⸗ im Rahmen der Hocſchulwoche morgen Quartett bringt Donnerstag das Streichquartett in a⸗Moll von Brahms, ſowie das Streichquartett C⸗Dur von Carl Stamitz zum Vortrag. Den Abſchluß bildet Franz Schuberts berühmtes Klovier⸗Trio in Es⸗Dur mit Friedrich Schery am Flü⸗ gel. Die Veranſtaltung findet im neuen Kammermuſikſaal der Hochſchule ſtott. Dadurch erhält Leben und ſchafft ſehr wohl die Voraus⸗ —— —————— —— Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 1. Februar 197 Die Spiele der Kreisklaſſe 1 Mannheim Stellungskämpfe auf der ganzen Linie Zug um Zug gehen nun die Pflichtſpiele der Kreis⸗ klaſſe 1 Mannheim ihrem Ende entgegen und eine weſent⸗ liche Förderung erſuhren die Spiele mit dem letzten Januarſonntag, der wieder einmal ganz den„Puntten galt. Zwar mußte in der Gruppe Weſt in letzter Stunde durch dehördliche Genehmigung eines Antrages von Alt⸗ lußheim das Haupttreffen(8 Mannheim— Altlußheim ausfallen, immerhin war aber das Programm. TV 1846— Reilingen:0 Ketſch— Poſt Mannheim:1 Oftersheim— Rohrhof:0 Rheinan— Kurpfalz Neckarau:0 noch reichhaltig genug, um für den richtigen Verbands⸗ ſpielzauber zu ſorgen. Vorausgeſchickt ſei, daß die ein⸗ selnen Partien überaus hart lieſen, was indes begreiftich wird, wenn man dabei gebührend in Betracht zieht, daß ſowohl Meiſterſchaft wie Abſtieg ſür den Moment noch offen ſind. Auf dem Platze des TV1346 leiſtete Reilingen den erwarteten Widerſtand, wollte man doch unter allen Um⸗ ſtänden die Niederlage des Vorſpiels ausgleichen. Daraus Surde allerdings nichts, denn die 46er waren in beſter Spiellanne, und kamen im letzten Drittel des Spiels zu zwei Toren ihres Stürmers Walther. Ebenfalls mit:0 beſiegte Rheinau den BfB Kur⸗ Ffalz Neckarau, der nun wieder bezenklicher im Abſtiegs⸗ krudel ſitzt und wohl kaum noch mit Rettung rechnen kann. Heckmann, der Mittelſtürmer von Rheinau, ſorgte für beide Torerfolge, die er auf reht eindrucksvolle Art erzielte. Für die Härte des Kampfes mag ſprechen, daß es auf beiden Seiten verletzte Spieler gab, wobei ein Mann von Rheinau den Kampf vorzeitig aufgeben mußte.“ Die Poſther melden einen:0⸗Erſolg über Keiſch, wo⸗ bei das einzige Tor des Spieles unmittelbar nach Spiel⸗ beginn ſiel. Ehe ſich die Ketſcher richtig auf das Spiel ein⸗ geſtellt hatten, ſchloß Brunner einen raſchen Flügel⸗ wechſel mit ſchönem Schuß ab und alle Bemühungen der Ketſcher— die beſonders in der letzten halben Stunde ſtark offenſiv waren— ſcheiterten an oer aufmerkſamen Poſtabwehr, bei der hauptſächlich der Torwart eine zuver⸗ läſſige Leiſtung bot. Das vierte Treiſen in Oftersheim brachte ſür Rohrhof eine:4⸗Niederlage. Rohrhof war keinesfalls um Hie 4 Treſſer ſchlechter, aber die Elf hatte in ihren Aktionen wenig Glück, während Ofterscheim bei ſchnittigen Durchbruchsparaden ſeine Stärke im Ausnutzen der Tor⸗ chancen bewies. Im großen und ganzen lief dieſes Spiel bei aller Härte doch recht anſtändig, und war es überdies auch annehmbar geleitet. Die Tabellenlage ha: ſich nicht weſentlich geändert, nur im Mittelſeld gab es die bei Stellungskämpfen üblichen Korrekturen. Mindeſtleiſtungen für Helſinki Gruppe Weſt: Vereine Spiele gew. unent. verl. Tore Punk. 08 Mannheim 14 10 2 47 226 Altlußheim 12 7 2 3 30.19 16.8 Rohrhof 13 7 5 16 19 15211 Rheinalt 15 6 3 6 30:26 15.15 Oftersheim 15 6 3 6 26 32 15•15 Ketſch 15 6 2 7 27·81 14:16 TB 1846 15 6 1 8 12:24 13 17 Poſt Mannheim 14 6 1 7 27˙28 1315 Reilingen 14 4 2 8 303.4 10:18 Kurpfalz Neckarau 13 3 1 9 11.27•19 Die Gruppe Oſt kam mit den zwei Spielen: Schriesheim— Hemsbach:1 Ladenburg— TB Viernheim:4 bis zum inoffiziellen Schluß, denn hier ſteht jetzt nur noch die Partie Viernheim— Schriesheim offen. Ueberraſchend und doch auch wieder nicht überraſchend kommt die klare Heimniederlage des FV Ladenburg, der ſich wie im Vorſpiel gegen den TV Viernheim nicht durchſetzen konnte. In Ladenburg waren die Heſſen ſogar noch ſtärker auf Draht und was die Elf wieder beſonders auszeichnete, wax ihr flinker Angriff, der ſich von beſter Seite zeigte. Schon bei der Pauſe hatte Viernheim klar die Führung mit:0 und auch für den Reſt gab es noch zwei Tore, während Ladenburg durch ſeinen Linksaußen Storch lediglich den Ehrentreffer markieren konnte. Der Spielleiter aus Rheinau wußte zu gefallen. Schriesheim gelang gegen die junge Elf des§ »Hemsbach ein 211⸗Erſolg und damit hatte man ſich wenig⸗ ſtens für die:5⸗Niederlage des Vorſpiels revanchieren können. Pech hatten die Schriesheimer doch auch bei dieſer Partie, verloxen ſie doch kurz vor Schluß ihren Schützen des Tages, Mohr, durch vorzeitigen Platzverweis. Hems⸗ bach, dos mit Erſatz für ſeinen Angriffsführer gekommen war, hatte im allgemeinen nicht den beſten Tag, Sbwohl man im Feldſpiel keinen Vergleich zum Gegner ſcheuen brauchte. Eitel⸗Weinheim hatte mit ſeinen Entſcheidun⸗ gen Pech, aber davon waren beide Mannſchaften betroffen, die ſicher beſſer getan hätten, wenn ſie das Spiel nicht durch allzu große Härte geſtört hätten. Gruppe Oſt Vereine Spiele aew. unent. verl. Tore Punkte Edingen 12 10 1 1 35.14 21˙ů Wallſtadt 12 6 2 4 38:24 14:10 Ladenburg 12 61 8 28:20 14.10 FV Viernheim 11 5 2 4 31.24 12˙70 Hemsbach 12 6 0 6 24:43 12•12 Schriesheim 11 2 2 5 255281:13 Leutershauſen 12 0 0 12•82 024 Härtere Beoingungen für die Leichtathletik Der ſchweoiſche Ghrenſekretär des Internationalen Leichtathletik⸗Verbandes(3AAF), Bo Ekelund, hat die vor einiger Zeit angekündigten Mindeſtleiſtungen für die Olympiſchen Lrichtathletikkämpfe 1940 in Helſinki bekannt⸗ gegeben. Die Qualifitationsmarken für die techniſchen Wettbeweube Werfen und Springen ſind gegenüber den Berliner Spielen 1996 beträchtlich erhöht worden. Nach⸗ ſtehend die neuen und alten Ausſcheidungsgrenze . Helſinki 1940 Berlin 1606 Hochſprung:.87 Meter 1,85 Meter Weliſyrung: 7,20 Meter„1 Meten Stabhochſprung; 3,90 Meter 3,80 Meter Dreiſprung: 14,50 Meter 14,09 Meter Diskuswerfen: 45,00 Meter 44,00 Meter Speerwerfen: 65,00 Meter 60,00 Meter Hammerwerfen: 49 Meter 46 Meter Eine Ausnahme macht das Kugelſtoßen, das in drei Ringen begonnen und ſolange ſortgeſetzt wird, bis die 12 Endtampfteilnenhmer feſtſtehen. Bei den hochgeſchraubten Marken kann leicht der Fall eintreten, daß z. B. im Speerwerfen, weniger als 12 Teilnehmer die 65⸗Meter⸗ Grenze übertrefſen. Es werden dann die nächſtbeſten Werſen zum Vorkampf Snetellen Der Hochſprung wird bei einer Höhe von 1,70 Meter begonnen, die Latte wird dann auf 1,80 Meter, ſpäter auf 1,90, 1,95 und von da ab jeweils drei Zentimeter höher gelegt. Die niedrigſte Hühe der Stabhochſpringer iſt 3,60 Meter, die bis 3,80, 3,95, 4,10, 4,20,.30 Meter uſw. geſteigert wird. Dieſer Vorſchlag von Bo Ekelund bedarſ noch der Zu⸗ ſtimmung des IAAc⸗Kongreſſes, der im Laufe des Menats Juni in London ſtattfindet und auf dem alle die Olym⸗ piſchen Spiele betreifenden Fragen, u. a. auch der Plan des Finniſchen Leichtathletikverbandes, den Marathonlauf einer 8 Km. Rundſtrecke auszutragen, behandert werden. Stolzer Fahresrückblick bei der Paddeigeſellſchaft Mannheim PMG zweitbeſter deutſcher Verein Genau vor zwei Jahren konnten wir erſtmals von dem mächtigen Auſſchwung berichten, den die Paddel⸗ Geſellſchaft Mannheim nicht nur im Mannhei⸗ mer Kanutenlager, ſondern am geſamten deutſchen Kanu⸗ ſport gemeſſen, aufzuweiſen hatte. Heute nun haben wir Gelegenheit, von einem neuen Jahresabſchluß berichten zu können, der ſich würdig ſeinen Vorgängern anpaßt. Be⸗ lehrt wurden wir hierüber anläßlich der traditionellen Siegerfeier im Boothaus am Schleuſenkanal, die am Wochenende vor überfüllten Haus in Gegenwart von Gau⸗ ſachwart Brüchle ſowie Ganobmann für Rennſport Axel, begangen wurde. Vereinsführer Rieger, be⸗ kannt als unermüdliche Triebfeder des ganzen Sport⸗ betriebes, gedachte in ſeinem Willkommengruß zunächſt des herben Verluſtes der PGM durch den Tod des erfolgreich⸗ ſten jugendlichen Rennfahrers Willy Nolf, dem ſeine Kameraden im Oktober v. J. die letzte Ehre erwieſen. Anſchließend gab Herr Rieger Rechenſchaſtsbericht über die ſportlichen Erſolge, die dank einer geſunden Breiten⸗ arbeit unter Benutzung des ſtattlich angewachſenen Renn⸗ bootporkes für Mannheimer Verhältniſie eine Rekordzahl an Siegen bedeuten. Mit 68 Siegen, 54 zweiten und 39 öritten Plätzen ſteht die PGm an der Spitze aller badiſchen Vereine und ſtellte in der Punkt⸗ wertung des Gaues mit 2302 gegen 1508 Punkte des Zwei⸗ ten ihre drückende Ueberlegenheit klar unter Beweis, wo⸗ durch auch 1938 die Gaumeiſterſchaft zum zweiten Male an die PM efiel. 1937 waren es etwa 600 Punkte weniger! Abgeſehen von den unzähligen Siegesfahrten auf den Lang⸗ und Kurzſtreckenregatten verdienen ſolgende Erfolge Erwähnung: Langſtrecken⸗Gaumeiſterſchaft im Zweier⸗Kajak durch Klinger⸗Ochs ſowie O. Stumpf⸗ E. Wirth; Kurzſtreckengaumeiſterſchaf im Einer⸗Kanadier durch den verſtorbenen Willy Nolf, desgl. im Zweier⸗Kana⸗ dier durch O. Stumpf⸗E. Wirth ſowie Gauſieger im Zeh⸗ nerkanadier für Senioren und Jugend, ſo daß letztere in Breslau ſtartberechtigt waren. Weiter ſtellte M. Friede⸗ mann den Reichsſieger im Jugend⸗Einerkanadier, der haushohe Sieg im Staffettenkampf Frankfurt zwiſchen den Gauen 12, 13 und 14, die deutſchen Staffelmeiſterſchaf⸗ ten in Hannoyer, Grunnenxeggtta in Starnber⸗ und ſ/ieß⸗ lich die deutſchen Meiſterſchaften in Eſſen ſahen die PGM auf guten Plätzen. Allen Siegern wurden Erinnerungs⸗ becher überreicht. Gauobmann Axel überbrachte die Grüße der Reichs⸗ fachamtsleitung und überreichte der PM als Zeichen der Anerkennuna ſeitens derſelben für die neuerliche Gauſtaf⸗ ſelmeiſterſchaft einen ſchönen Silberſchild. Beſondere Freude bereitete ihm die Feſtſtellung, daß die PGMin der Geſamtpunkttabelle des Reiches heute Schanzenrekord erheblich verbeſſert wird. on zweiter Stelle zu ſinden iſt, ſo öaß aus Sieſem Grunde die deutſchen Meiſterſchaften 1930 in Mannheim ausgetragen werden. Im Auftrag des Reichsfachamtsleiters überreichte er einer Anzahl Kame⸗ raden und Kameradinnen dos bronzene Leiſtungsabzeichen dees NSgi und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die PGM 1939 ſich den erſten Platz erarbeiten möge. Imz anſchließenden Unterhaltungsteil ſchwang Bextel Grether ols liebenswürdige Anſagerin wie auch mit Solovorträgen erſolgreich das Zepter. Große 9 feierte wirder das Sängerhalle⸗ Doppe laudx⸗ tett mit ſeinen verſchiedenen geſanglichen Darbietungen, während die burſchikoſe Pälzer Kriſchern Hilde Riedle beiſallumrauſcht mit ganz zünftigen Sachen auſwartete, der Bertl Schad als Feuerio⸗Büttenredner in meiſter⸗ hafter Weiſe keineswegs nachſtand. Nicht zu vergeſſen ſchließlich, die fleißige Hauskapelle ſowie Vergnügungs⸗ wart Schöpfe, der ſeinem Amt alle Ehre bereitete. Deutſche Meiſterſchwimmer Am Montagabend ſtellten ſich einige der beſten deutſchen Schwimmer bei einer Schwimmſportveranſtaltung in Bonn vor. Im dichtbeſetzten Viktoria⸗Bad gab es gute Leiſtungen. Der junge Bonner Schröder legte dabei die 100 Meter Rücken ſogar in:08,9 Minuten zurück. Die Ergebniſſe: 100 Meter Kraul: 1. Fiſcher⸗Bremen:00 Min.; 2. Schröder⸗Bonn:01,3; 3. Heibel⸗Bremen:01,4 Min.— 200 Meter Bruſt: 1. Hein a⸗Gladbeck:42,4 Min.: 2. Ohrdorf⸗Magdeburg:45,1; 3. Askamp⸗Bremen:59,9.— 200 Meter Kraul: 1. Ki nninger⸗Magdeburg.19,8; 2. Freeſe⸗Bremen:22,5 Minuten.— 100 Meter Rücken: 1. Schröder⸗Bonn:08,9 Min.; 2. Rundmund⸗Bremen :10 Min.— 100 Meter Bruſt: 1. Ohrdorf⸗Magdeburg :11,5 Min.; 2. Heina⸗Gladbeck:11,8 Min.— Waſſerball: Schwimmſportfreunde Bonn— Bremiſcher SV 615(:). Süddeutſche Gauliga im Kamopf Nur Baden und Südweſt haben ein volles Programm Die vom 19. auf den 5. Februar vorgelegte Vorſchluß⸗ runde um den Reichsbundpoxal hat das Meiſterſchaftspro⸗ gramm wieder ſtark beeinflußt. Da die beiden Gaumann⸗ ſchaften von Bayern und Württemberg in heimiſcher Um⸗ gebung auf ihre Widerſacher treffen, iſt in dieſen beiden Gauen der Spielplan auf ein Minimum beſchränkt. Nur im Gau Südweſt und im Gau Baden ſind ſämtliche Mann⸗ ſchaften tätig, ſo daß man hier wiederum ein gutes Stück vorwärtskommen wird, zumal ſich der Wettergott anſchickt, ein freundlicheres Geſicht aufzuſetzen Es werden folgende Spiele ausgetragen: Gau Südweſt: Eintracht Frankfurt— SB Wiesbaden(:2) Rotweiß Frankfurt— FSn Frankfurt(:3) Bor. Neunkirchen— Kickers Offenbach(:3) Fe 03 Pirmaſens— Wormatia Worms(:0) Fn Saarbrücken— TS0G 61 Ludwigshafen(:0) Wie bereits erwähnt, der Wettlouf um die Spitze hält an, zumal der FSVFrankfurt auf dem beſten Wege iſt, wieder ſeine gute Form zurückzufinden. Rotweiß Frankfurt hat aber in den letzten Spielen gezeigt, daß auch eine longe Pechſträhne einmal zu Ende gehen muß. Der Fußballſportverein wird einen gewappneten Gegner vorfinden. Mit Schuchardt müßte aber ein knapper Sieg dem FSV möglich ſein. Wormatia Worms geht einen ſchweren Gang nach Pirmaſens. Schon im Vor⸗ ſpiel gab der Fͤ o0s der Wormatia nur einen Punkt ab, wenn ſich allerdings inzwiſchen auch die Form der Worm⸗ ſer verbeſſert hat, ſo glauben wir doch an einen überaus erbitterten Kampf. Eintracht Frankfurt hat gegen den S V Wiesbaden einiges nachzuholen, denn im erſten Treffen blieben die Punkte in Wiesbaden. Hier wäre diesmal ein umgekehrtes Ergebnis möglich. Boruſſia Neunkirchen wird gegen Kickers Offenbach ebenfolls knapp gewinnen, denn die Kickers haben ſtark nachgelaſſen. Hart, ſehr hart werden die Punkte in Saar⸗ brücken umſtritten ſein. FV Saarbrücken und T S G 61 Ludwigshaſen nehmen die letzten Plätze ein. Wer verliert, kann ſich ſchon für den Abſtieg bereit bereit machen. Gau Baden Karlsruher FB— PfR Mannheim(:3) Freiburger FC— Spog Sandhofen(:1) S Waldhof— Phönixr Karlsruhe(:2) 1. FC Pforzheim— BfB Mühlburg(:0) ViL Neckarau— F Ofſenburg(:2) Das dürfte ein Tag der Platzvereine werden, denn auch in Karlsruhe hinter der Telegraphenkaſerne hat der Meiſter Badens, Vf R Mannheim, noch lange nicht gewonnen. Ja, wenn die Stürmerleiſtungen nicht beſſer ſind wie am vergangenen Sonntag, dann dürfte der Meiſter leicht aus der Reihe der„Unbeſiegten“ ausſcheiden.— Der Frei⸗ burger FC hat ſich am letzten Spieltag einen über⸗ raſchenden Seitenſprung geleiſtet, wodurch er viel von ſeiner guten Stellung eingebüßt hat. Gegen Sandhofen, das in Mühlburg überhaupt keine Chance hatte, müßte es aber eigentlich wieder zu beiden Punkten langen.— Iſt Phönix Karlsruhe nun wirklich erſtarkt oder war das Freiburger Spiel wieder nur ein ſchwacher Lichtblick? Dieſe Frage wird in Waldhof gelöſt. Wahrſcheinlich zu Ungunſten des Phönix.— Auch der 1. FC Pforzheim ſtrebt wieder nach oben, daran dürfte der BfB Mühl⸗ burg nicht allzuviel ändern können. Zwar haben auch die Karlsruher Vorſtädter wieder einmal gut geſpielt, in Pforz⸗ heim ſollten ſie jedoch kanm gewinnen.— VfL Nek⸗ karau wird ſich über den FV Offen burg ziemlich leicht hinwegſetzen, wenn nicht alles täuſcht. Gan Württemberg Keine Syiele. Gan Bayern Jahn Regensburg— 1. FC Nüruberg:9) Nur ein Spiel ſteigt in Bayern. Jahn Regensburg und der 1. Fé Nürnberg ſind die Gegner. Jahn wird dem „Club“ einen großen Kampf liefern, denn die Jakob⸗Elf braucht noch einige Punkte, um den Abſtieg zu verhindern. Die Nürnberger haben nur noch geringe Meiſterſchafts⸗ ausſichten; wenn ſie in Regensburg verlieren, dann dürfte der Titel in dieſem Jahr einen anderen Träger finden. Kleine Sport-Nachrichten Auftakt in Oberhof Vom Werdenfelſer Land nach Thüringen Schwer war der Abſchied bei immer feſter werdendem Schnee vom Werdenfelſer Land. Den eigentlichen Abſchluß der 3. Internationalen Winterſportwoche bildete der Preſſe⸗ Abfahrtslauf vom Kreuzeck. Der ſiegreiche Läufer, Dr. Harſter von der Preſſeſtelle, erhielt den Ehrenpreis des Reichsſportführers. Die ausländiſchen Teilnehmer der Winterſportwoche wa⸗ ren ſchon aufgebrochen, teils kehrten ſie in ihre Heimat zu⸗ rück, teils machten ſie ſich auf den Weg nach Zakopane zu den Weltmeiſterſchaften. Das deutſche Aufgebot rückte nach Thüringen zu den Deutſchen Skimeiſterſchaften ab. In Oberhof unterzogen ſich die Springer am Dienstag auf der Hindenburg⸗Schanze einem erſten Training. Bei 6 Grad Kälte lag ſehr ſchneller Schnee, ſo daß nur der verkürzte Anlauf freigegeben wurde. Die 1000 Zuſchauer bejubelten ſtark die Sprünge um die 70⸗Meter⸗Marke. Der Sudeten⸗ deutſche Hans Lahr kam mit 71 Meter am weiteſten, Paul Krauß 2(Johanngeorgenſtadt) kam auf 70 Meter, der ein⸗ heimiſche Hons Marr auf 68 Meter, 67 Meter erzielte der heſte deutſche Spezialſpringer Joſef Bradl, während Guſtl Berauer 65 Meter und der Deutſche Meiſter, Günther Meeergans, 63 Meter ſtanden. Schweizer Sieg in der Viererbob-Weltmeiſterſchaſt meiſterſchaft in Cortina'Ampezzo, brachte noch einmal neue Bähnrekorde! Mactsvoy(England) und Feierabend““ (Schweiz)(waren es, die mit:20,75 bzw.:20,77 den erſt am Vortag aufgeſtellten Rekord Macévoys von:21,67 unterboten. Da in dieſen Fahrten nur ein Unterſchied von 2/100 Sekunden lag, blieb Feierabend an der Spitze und ſiegte ſo nach vier Läuſen mit einer Geſamtzeit von :30,87 vor MacEvoy mit:31,61. Sehr tapfer ſchlugen ſich die beiden NSKK⸗Mannſchaften mit Kilian und Fiſcher am Steuer. Beide vermochten ihren am Vortag eroberten dritten und vierten Platz zu behaupten. Die Ergebniſſe: Viererbob⸗Weltmeiſterſchaft: 1. Schweiz 1(Feier⸗ abend) 4. Fahrt:20,77, Geſamtzeit:30,3; 2. England 1 (MacEvoy):20,75,:91,01; 3. Deutſchland 1(Kilian) :22,66,:36,83; 4. Deutſchland II(Fiſcher):23,11, :97,91; 5. USA Geſamzeit 5188,48,; 6. Belgien:40,07: 7. Italien II:41,64; 8. Italien I:44,89; 9. Frankreich L :45,55; 10. Frankreich II:46,18; 1u. Rumänien:55,64. Der letzie Ritt entſchied Internationales Berliner Reitturnier Auch am Dienstag waren, wie ſchon am Tag zuvor, die deutſchen Reiter weder ganz unter ſich. Das Inländer⸗ Großbeutſchlands beſte Läufer und Springer kämpfen: Am die Deutſche⸗ und Heeres-Slimeiſterſchaft Kaum hat ſich die Elite der deutſchen und ausländiſchen Skiläuſer und ⸗Springer in Garmiſch⸗Partenkirchen ein Stelldichein gegeben, als ſchon wieder ein neues Ereignis ruft. Es ſind die Deutſchen und Wehrmachts⸗Skimeiſter⸗ ſchaften, die in den nordiſchen Kampfarten vom g. bis 5. Februar in Thüringents bekannteſtem und meiſtbeſuchtem Winterſportort Oberhof ausgetragen werden. Die geſamte Elite der deutſchen Skiläuſer und ⸗Srringer trifft ſich dort in dieſen Tagen, um um die höchſten Titel, die der Nationalſozialiſtiſche Reichsbund und die Wehrmacht zu vergeben haben, zu kämpfen. Glänzend iſt das Meldeergebnis. Soweit die Mel⸗ dungen bisher abgegeben ſind, werden ſich über 400 Läu⸗ fer und Springer beteiligen. Bisher meldeten die Gaue des NSRe 298 Teilnehmer für die fünf Wettbewerbe, die Wehrmacht 281 Läuſer und Springer. Außer den Spitzen⸗ könnern aus dem Altreich kämpfen die Kameraden aus der Oſtmark und die zahlreichen Klaſſeläufer und Springer des Sudetenlandes. Nachdem die Hindenburg⸗Schanze in Oberhof bei den FS⸗Rennen 1931 ihre Feuerprobe hervorragehid beſtand, wird ſie ſich für dieſe Kämpfe in völlig neuem Gewande präſentieren. 22 Meter hoch ragt der Anlaufturm über die gleichſalls neu geſchaffene Anlaufbahn. Der kritiſche Punkt des neuen Profils iſt von 60 auf 65 Meter ver⸗ legt worden, ſo⸗daß bei den Titellämpfen Weiten von 70 Meter möglich ſind. Es iſt deshalb zu erwarten, daß der veit Hans Marr(Oberhof) mit 63.5 Meter gehaltene Der neue 14 Meter hohe Kampfrichterturm iſt nach dem Vorbild der großen Olympiaſchanze in Garmiſch⸗Partenkirchen ge⸗ ſchaifen. Die Zuſchauertribünen ſind erheblich erweitert, ſo daß bei den Meiſterſchaften rund 70000 Zuſchauer die Ereigniſſe miterleben können. Auf der alten Wadeberg⸗ ſchanze ſoll der Kombinationsſprunglauf durchgeſührt werden falls die Schneeverhältniſſe es erſorderlich machen. Auch ſonſt iſt Oberhof beſtens gerüſtet. Für die Teil⸗ nehmer ſind über 500 Quartiere bereitgeſtellt worden. Wie ſtark das Intereſſe an dieſen großdeutſchen Skimeiſter⸗ ſchaften iſt, geht aus der Tatſache hervor, daß Sonderzüge aus Nürnberg, Halle, Weſtdeutſchland uſw. erwartet wer⸗ den. Auch für die Preſſe iſt beſtens geſorgt worden. U. a. hat man zwei direkte Verbindungen mit Berlin für den Fernſpuechdienſt der Preſſe hergeſtellt. Für die Wehrmachts⸗Meiſterſchaften iſt eine beſondere Ausſchreibung ergangen, doch ſtarten die Wehrmachts⸗An⸗ gehörigen zuſammen mit den Mitgliedern des National⸗ ſozialiſtiſchen Reichsbundes für Leibesübungen. Das Programm hat folgendes Ausſehen: 2. Februar: Begrüßung durch den Reichsſportführer, Flaggenhiſſung. 3. Febrnar: 10 Uhr: 18⸗Km.⸗Lauf. Start und Ziel an der Golſwieſe. 4. Februar: 8 Uhr: 50⸗Km.⸗Lauf. Start und Ziel an der Golfwieſe. Nachmittags: Kombinationsſprunglauf Hin⸗ denburgſchanze. Abends: Kameradſchaftsabend in der neue Feſthalle. 8 5. Februar: 8 Uhr: 4 mal 10 Km.⸗Vereitsſtaffel. Golſ⸗ wieſe. 13.15 Uhr: Spezialſprunglauf. Hindenburgſchanze. 15 Uhr: Siegerverkündung. Die Wahl Oberhoſs im landſchaſtlich ſo ſchönen Thü⸗ ringen iſt ſehr günſtig. Schon allein wegen ſeiner zen⸗ tralen Lage in der Mitte Deutſchlands. Von überall her iſt der Thüringer Wald roſch erreichbar. Die Hauptſtrecke Berlin—Würzburg—Stuttgart überquert ſeinen Kamm, die Hauptſtrecken Berlin—Frankſurt a. M. und Berlin— München berühren ihn, und der Flugplatz Erſurt Her⸗ bindet ihn mit aller Welt in Windeseile. Wer ſich von irgendeiner Seite ſeinen Rändern naht, wird durch Nebenlinien und Kraftpoſtſtrecken ſchnell zur Höhe hinauf⸗ geführt, ſo daß die kurzen Wintertage nach einer Thü⸗ ringenſahrt nie durch lange Anreiſe geſchmälert werden. Zu ſeinen angenehmen Eigenſchaften zählt nicht zuletzt Thüringens ſprichwörtliche Gaſtlichkeit. Die Herzlichleit, mit der jeder Beſucher aufgenommen wird, berührt wohl⸗ tuend, ſei es im Luxushotel eines großen Winterſport⸗ platzes, im ſchlichten Gaſthof eines geruhſamen Kurortes oder in abgelegenem Forſthaus. Ueberall fühlt man ſich gleich wie zu Hauſe. Es iſt anzunehmen, daß ſich ſowohl Aktive als auch aus⸗ wärtige Beſucher— vorousgeſetzt, daß ihnen Geld und Verfügung ſteht— nicht nur in Oberhof um⸗ ſehenn Es ſind übrigens nicht die erſten Großdeutſchen Ski⸗ meiſterſchaften, die in den Tagen vom.—5. Februar in Oberhof zum Austrag kommen. Schon vor 14 Jahren fanden nämlich ie Kitzbühel auf Tiroler Boden die erſten Großdeutſchen Skimeiſterſchaften ſtatt, und zwor mit einer ſehr ſtarken Beteiligung. 50 Prozent aller Teilnehmer ſtammten aus dem Altreich, 40 Prozent aus der Oſtmark und 10 Prozent aus dem Sudetenland. Zum erſten Male aber ſtarten in dieſen Tagen alle unter einer Flagge, un⸗ ter dem Hakenkreuzbanner des Großdeutſchen Reiches! (BVielſeitigkeitsprüfung): 1. Jagoſpringen als Wettbewerb der Klaſſe Sa wandte ſich und die zahlreichen Zu⸗ an die beſten deutſchen Pferde, ſchauer, unter ihnn der Reichsſportführer, bekamen mib kaum einer Ausnahme unſere geſamten Spitzenkönner zu ſehen. 52 Bewerber wurden geſattelt, von denen ſchließlich 10 den ſchwierigen Kurs ſehlerlos bewältigten. 12 Hinder⸗ niſſe, waren zu nehmen, wobei ſich als größte Fehlerquelle der Graben und der nachſolgende Ritt zum Oxer erwieſen. z⸗Hauptſtuf. Temme war einmal mehr der Held dieſes Springens. Mit Bianka hatte er lange Zeit die Führung, wurde aber ſpäter von Goldammer und Heiliger Speer übertrumpft. Als letzter Reiter erſchien er noch einmal mit Nordland in der Bahn. An jeder Ecke Weg ſparend, gelang es ihm, mit 63,3 Sek. doch noch den Sieg heraus⸗ zureiten, nachdem er ſchon vorher auf Taſſo die ſchnellſte Zeit des Tages mit 63,2 erzielt hatte, wobei aber der Wallach am drittletzten Hindernis Fehlerpunkte erhielt. Anſchließend wurden die Preisträger der Vielſeitig⸗ keitsprüfung um den Preis des Deutſchen Olympiade⸗ Komitees für Reiterei vorgeſtellt. Nobelpreis unter Oblt. Habel von der Heeres⸗Reit⸗ und Fahrſchule, der ſich ſchom im Springen von vorteilhafteſter Seite getzeigt hatte, ſchnitt auch in der Dreſſur am beſten ab und wurde mit einem Punkt Vorſprung vor Burggraf, Sindal und Flie⸗ gerheld geſetzt. Bemerkenswert war dabei, daß ſich hinter dem Sieger, der der oſtpreußiſchen Zucht entſtammt, drei moveraner placierten⸗ Auch der letzte entſcheidende Tag der Viererbob⸗Weli⸗—0 XS „ Preis des(Reichsarbeitsminiſters(Inländer⸗Jagdſprin⸗onn Temme) 0 Fehler, 63,6 Sek.; Goldammer(Rittm. K. Haſſe) 0., ee ie Die Ergebniſſe: 9 gen Klaſſe Sa): 1, Nordland(//⸗Hauptſtuf. 64,6 Sek.; 3. Heiliger Speer(Stabwchtm. Galle) 0., 67,2 Sek.; 4. Bianka(⸗HHauptſtuf. Temme) 0., 67,8 Sek. Preis des Deutſchen Olympiade⸗Komitees für Reiterei Nöbelpreis(Oblt. Habel) 889,2.; 2. Burggraf(SA⸗Rottenf. Günther jr.) 84,2.: 3. Sindal(6⸗Reiter Strähle) 89,2; 4. Fliegerheld(Oblt. w. d. Goeben) 89,7 P. Der Ehrenpreis des Führers für das Berliner Reit⸗ turnier, der bekanntlich am 4. Februar vergeben wird, iſt eine feuervergoldete Silberſchale. Felix Wouters beſiegt Europameiſter Turiello konnte bei einer großen Box⸗ veranſtaltung in Rom einen Punktſieg über ſeinen Lands⸗ mann Locatelli davontragen. Er fiel bei zehn Runden je⸗ doch recht knapp aus. Bei der gleichen Veranſtaltung ſiegte der Italiener Kid Frattini über den belgiſchen Ex⸗Europa⸗ meiſter im Weltergewicht, Wouters, gleichfalls in zehn Runden nach Punkten.—— 10 Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Fraukfurt am Main, 1. Februar 1939. Eine ſchwache Störunng, die am Dienstag bis Mitteldeutſch⸗ land zu einzelnen Niederſchlägen führte, hat ſich am Mittwoch bis nach Weſtdeutſchland hinein durch auf⸗ kommende Bewölkung bemerkbar gemacht. Der Hoch⸗ oͤruckeinfluß über Weſteuropa iſt jedoch nur noch ſo ſtark, daß ſich bald wieder Auſheiterung einſtellen wird. Die leichten Fröſte dauern an. Vorausſage für Donnerstag, 2. Februar Teilweiſe aufgeheitert, trocken, leichter Froſt, öſtliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 31. Januay + 5,0 Grad, tiefſte Temperatux in der Nacht zum 1. Februar— 2,8 Grad; heute früh halb 8 Uhr— 2,6 Grad. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Februar Pbein-Bea- 28 20. 320 31, 1. Mbein-Begel 20 0 1 1. Möocinſelden.15.1102 04,1.971.97/ T 740)202)80206 ..48 4 Breiſach. 22 Köln Kehl.72 2,582.38 2,302. Marau:.4.20.10.912,81 N Mannheim 6093¼7 5103 20 3,13 Mannheim 042.63.28 .902,60.35 b18 Die Rettung „. Ulb wie entrann er dieſer ſchrechlichen Geſahr?“ „ham einfach, er hatte„ampf der örfahr“ peleſen- und wußte, was er jn tun hattel“ Saras darunter mehrere Doppel⸗ und dreifache Sprünge 2223322392 2 2.Q 55 ——— —=. ————— 5F2 FR — —— 66— as Seheimnis dex Ccłlagleu BILDER VOEH TAGE Eine Greisin finanzierte eine Verbrecherbande ohne es zu wissen Niöza, Ende Januar. Die Kriminalpolizei von Nizza machte dieſer Tage die erſtaunliche Entdeckung, daß eine der reich⸗ ſten Schloßherrinnen Frankreichs, die 75jährige Madame Le Meſnager du But ſeit längerer Zeit eine Verbrecherbande finanzierte und zu ihren Gäſten gemacht hatte, ohne davon die ge⸗ ringſte Ahnung zu haben. Hier hat das Leben wieder einmal die Phantaſie eines Edgar Wallace übertroffen. Eine ehrwürdige Greiſin wird unter dem Einfluß eines geſchickten Gauners zur Wirtin berüchtigter Gangſter. Die Geſchichte beginnt damit, daß Madame Le Meſnager du But vor einem halben Jahr aus ihrem bretoniſchen Schloß ſpurlos verſchwan d. War 5 ein Verbrechen, das an ihr begangen wurde? Lag Selbſtmord vor? Vergeblich bemühte ſich der Sicherheitsdienſt, den Verbleib der alten Dame aus⸗ zukundſchaften. Sie hatte nicht einmal ihren in Paris lebenden Enkelkindern eine Nachricht zukommen laſſen. Da entdeckte man vor kurzem plötzlich, daß die Greiſin eine prächtige Villa in dem idyl⸗ liſchen Oertchen Saint⸗Laurent in der Nähe von Nizza bewohnte, ohne von dieſem Wohnungs⸗ wechſel irgendjemand Mitteilung gemacht zu haben. Zwei Polizeiinſpektoren begaben ſich in das Haus, um den Fall zu unterſuchen. Die alte Dame war ſehr erſtaunt über den Beſuch. Sie habe ihren Enkelkindern wiederholt geſchrieben, verſicherte ſie. Im übrigen wohne ſie hier in der Beſellſchaft eines ſunaen Mannes namens Lucien Jean, zu dem ſie volles Vertrauen habe und der ihr ihren Lebensabend mit ſeinen zahl⸗ reichen Freunden verſchöne. Die Beamten entſchloſ⸗ ſen ſich, das Haus einer näheren Unterſuchung zu unterziehen. Der junge Mann, den die Greiſin er⸗ wähnt hatte, war jedoch rechtzeitig durch eine Hinter⸗ tür geflohen. Was man in ſeinem Zimmer fand, war ſeltſam genug: es waren Auslandspapiere, die auf drei verſchiedene Namen lauteten, gefälſchte Do⸗ kumente, Blankoſchecks, die die Unterſchrift der vertrauensſeligen Schloßherrin trugen, ſowie Briefe, aus denen klar hervorging, daß der angebliche Herr Lucien Jean mit Unterweltkreiſen in Verbindung ſtand. So kamen die ſonderbaren Vorgänge in der Riviera⸗Villa allmählich ans Tageslicht. Die Greiſin hatte den jungen Mann kennen gelernt und war vollſtändig unter ſeinem Einfluß geraten. Sie hielt ihn für einen ehrbaren Kaufmann und ging auf ſeinen Vorſchlag ein, eine Villa zu mieten und mit ihm gemeinſam zu beziehen. Lucien engagierte Hausperſonal, veranſtaltete Feſte, gab Einladungen und lebte mit ſeinen Freundinnen und Spießgeſellen in Saus und Braus— alles auf Koſten der alten Dame, die keine Ahnung von den wirklichen Vor⸗ gängen hatte, ſondern der Anſicht war, vom hoch⸗ achtbaren, angeſehenen Leuten umgeben zu ſein. Sie erteilte Lucien alle Vollmachten, erlaubte es, daß er für ſie„ſpekulierte“— der Betrüger ließ das Geld einfach in ſeine Taſche fließen— und vertraute ihm ihre Poſt an, die nie abgeſandt wurde. Auf dieſe Weiſe wurde ſie in kurzer Zeit nicht nur, ohne es zu merken, einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens los, ſondern unterſtützte auch un⸗ bewußt eine Verbrecher⸗ und Hochſtaplerbande, die mit dem Geld der Schloßherrin ihre dunklen Ge⸗ ſchäfte finanzierte und die Gewinne einſtrich. Nun iſt es gelungen, den angeblichen Lucien Jean zu ver⸗ haften. Er entpuppte ſich als ein langgeſuchter ſchwerer Junge namens Henri Charpentier, der wegen Betruges vielfach vorbeſtraft war und erſt vor Jahresfriſt zöſiſchen Gericht zu 20 Jahren Zwangsarbeit ver⸗ urteilt wurde. 5 Im Dienſt der Sprache: Anſinnige Redensarten Wenn iIhnen dieſes ein Begriff iſt, dann wer⸗ en Sie— um es entſprechend auszudrücken— auch darüber im Bilde ſein. Ja, Sie ſind im Bilde, ſind immer im Bilde. Noch bevor ich Ihnen erklärt habe, was ich meine, noch ehe ich ausgeſprochen habe. was ich ſagen will, unterbrechen Sie mich:„Ich bin im Bilde.“ Frage ich Sie, ob Ihnen das ein Be⸗ griff iſt, antworten Sie:„Bin im Bilde.“ Wir ſpre⸗ chen über dies und das. Alles iſt Ihnen ein Be⸗ griff, und Sie ſind ſtets im Bilde. Zunächſt muß ich mich ſehr daxüber wundern. welchen Begriff Sie von den Begriffen haben. Ich glaube, Sie haben keinen. Sonſt würde es Ihnen nicht gefallen, alles zum Begriff zu machen. Begriff heißt zwar auch Ahnung. Ich kann alſo behaup⸗ ten, wenn Jynen das deutlicher iſt, daß Sie keine Ahnung von den Begriffen haben. Wäre es an⸗ ders, würden Sie empfinden, daß Sie zwar von allem Möglichen einen Begriff, eine Ahnung haben können, daß Ihnen aber nicht alles ein Begriff ſein kann, weil der Begriff im engeren Sinne ſei⸗ nen Einfluß auf dieſe Art von Begriff geltend macht. Ob ich einen Begriff, eine Ahnung vom Sinn des Lebens hobe, darauf kann ich mit Ja oder Nein antworten. Aber ich werde niemals bejahen, daß mir der Sinn des Lebens ein Begriff ſei. Nun könnte allerdings der„Sinn des Lebens“ als Begriff aufgefaßt werden, als ein Begriff der Philoſophie. Aber für mich wie für die meiſten anderen wird er es nicht ſein. Oder iſt das Leben ein Begriff, iſt mein Leben Ihnen ein Begriff? Das ſoll es nicht ſein. Iſt Kaviar Ihnen ein Begrifſf? Lächerlicht Ge⸗ wiß, man denkt ſich nichts dabei, man nimmt es nicht d genau, eine Begriffsverwirrung will man nicht anrichten. Man redet es nur ſo daher, weil man der Abwechſlung von Zeit zu Zeit bedarf. Nur be⸗ dürfte man gerade dieſer unſinnigen nicht. Sind Sie im Bilde? Vom Begriff zum Bild iſt es für Sie nur ein Sprung, durchaus kein großer, ſondern ein ganz kleiner Wortſprung. Denn es iſt ſo: was Ihnen ein Begriff iſt, gilt Ihnen zugleich als Bild. So kann Ihnen ſelbſt ein Bild, über das Sie natürlich im Bilde ſind, ein Begriff ſein, und über einen Begriff können Sie ſelbſtverſtändlich im Bilde ſein. Dagegen wäre nichts einzuwenden. Denn das Bild vertritt hier einen Zuſammenhang, ein Ganzes. Wir Hdürfen nicht kleinlich ſein. Seien Sie ruhig im Bilde, un⸗ tterrichten, Sie ſich, verſtehen Sie ein Ganzes, machen Sie ſich einen Begriff bavon(aber ſo, daß er Ihnen kein Begriff wird). Nur rate ich Ihnen, nicht bei jeder Gelegenheit zu betonen, daß Sie im Bilde ſind. Schweigen Sie darüber, oder beſſer noch, ge⸗ wöhnen Sie es ſich ab. Oskar Jancke. Ruch die Ns-Schwekernfotienen föedeen Du durch Deinen Miiglieds⸗ beitrag zur n99.! Orthodoxe Kritik Ein ſtolzer und ſtrenger Unfehlbarkeitspapſt war der Geheimrat Frommann, der vor 60 Jahren Oberhaupt des Stuttgarter Konſiſtoriums war. Vor den Schranken dieſer Behörde ſtand einmal ein biederer Landprediger, angeklagt, daß er zu viel trinke und beſonders bei Bauernhochzeiten kein Maß au halten verſtehe. Es wurde beſchieden, daß er ſich runftig von allen Hochzeiten, die gefeiert wurden, fern zu halten habe. Das drückte den Aermſten denn doch gar zu hart, und er bemerkte in Demut, die in Abweſenheit von einem fran⸗ Dieſe beiden ſtehen auch im amerikaniſchen Geſellſchaftsregiſter! Ein amerikaniſcher Rechtsanwalt hat ſich einen Scherz erlaubt, um zu zeigen, was er von dem amerikaniſchen Geſellſchaftsregiſter hält, und zwar hat er ſein Dackelpaar als„Mr. und Mrs. F. A. von Schneider“ in das Geſellſchaftsregiſter für das Jahr 1939 eintragen laſſen. es ſich um zwei Dackels handelt, war erſt ſpäter herausgekommen. Frankreichs Uniform für Luftſchutzſchweſtern Die Modekünſtler Frankreichs laſſen ſich ofſenſichtlich keine Gelegenheit entgehen. Ein eleganter Hut mit einer Feder und ein dunkles, zweifarbiges Umhängecape vervollſtändigen die Tracht der neuen Luftſchutzſchweſtern. (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) Daß (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) Er verteidigt ſeine Meinung mit der Wafſe Ort der Handlung Medin a(SA). Dieſer Farmer verteidigt mit der Waffe ſein Rieſenpla⸗ kat, welches gegen die Abfall⸗ und Müllwirt⸗ ſchaft proteſtiert, die den Ort zu einem wahren Abfallplatz gemacht haben ſoll. Eine Schweine⸗ züchterei in der Nähe tut das ihre. (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) Sache ſelbſt könne doch nicht gar zu verwerflich ſein, ſintemalen Chriſtus der Herr ſelbſt auf der Hochzeit zu Kana erſchienen ſei. Die zürnende Konſiſtorial⸗ gewalt unterbrach ihn und ſagte wörtlich: „Chriſtus der Herr hätte dieſes auch können blei⸗ ben laſſen!“ P. P. Ich laufe an mir ſelbſt vorbei/ Von Hans Günther Da habe ich alſo wieder einmal meinen Koffer gepackt— genauer: meine eigenen Koffer und die Koffer, die mir Bekannte gepumpt haben. Bei je⸗ em Umzug wird das Gepäck größer. Der Ballaſt eines möblierten Herrn wächſt im Laufe der Jahre, er wächſt im umgekehrten Verhältnis zu dem Gefiel des Wohlbehagens in dem Zuhauſe⸗Surrogat ſpar⸗ m beleuchteter Räume, die früher einmal Salon, eiſe⸗, Schlaf⸗ oder Ankleidezimmer geweſen ſind und nun ſämtlichen Verrichtungen des Alltags die⸗ nen. Die Wirtinnen, die guten, wiſſen es ſehr genau, und ſo läßt man ſich von Monat zu Monat mehr gefallen. Es wuß allerlei paſſieren, bis die Vorſtellung von Zimmerſuche und Koffern an Schrek⸗ ken verliert ud die düſtere Ahnung, vom Regen in te Traufe zu kommen, einem recht unbegründeten eiteren Optimismus weicht: „Mögen Sie ſich in der neuen Wohnung wohler lählen als bei mir“, wünſcht mit nicht ganz echtem Pathos die alte Wirtin. Wir gehen„im guten“ aus⸗ Inander, und nur ihr Ton iſt ſpitz und beleidigt. Sonſt blieben ihre Mieter, bis ſie heirateten oder tarben. „Sie werden ſich bei mir wie zu Hauſe fühlen“, ſagt die neue Wirtin. Ich habe gewiß vergeſſen, wie man ſich da fühlt, denke ich und ſtolpere mit den ſchweren Koffern polternd in das Zimmer, das heute morgen mein möblierter Vorgänger verließ, weil er atſächlich geheiratet haben ſoll. Ob ex ſich hier zu Zauſe fühlte? Und ob mir zwiſchen dieſen dunklen Tapeten wieder einfallen wird, wie das iſt? Man wird ſehen... Wenigſtens auspacken möchte ich ohne ißtrauen. Die erſten Tage wirken erfriſchend. Man über⸗ ſieht die Nachteile noch und erblickt in allem, was neu iſt, einen Vorteil. Hoch oben im vierten Stock ſchaue ich beim Erwachen in ein richtiges Stück immel. Das iſt ſchon etwas in dieſer großen Stadt. uch der Fahrſtuhl, in dem man durch das Haus binauf⸗ und hinunterſchwebt, hat ſeinen Reiz. „Noch bevor ich die zweite Miete zahle, iſt das Neue alt. Die Wirtin ſagt, ich verbrauche zu viel Licht, und wechſelt die Birnen aus. Trübſinnig brennen nun fünfkerzige Lampen in meinem Zim⸗ mer. Iſt es überall, wo ein Menſch ſich zu Hauſe fühlt, ſo dunkel? Es regnet, tagelang regnet es. Der Kafſee wird jeden Morgen grauer und dünner. Die Schuhe ſind ſchlecht geputzt, die Anzüge ſtaubig, ſie werden längſt nicht mehr in den Schrank gehängt. In einer Ecke hat eine Spinne ihre Netze ausgeworfen, ungeſtört wartet ſie auf die Fliege, die gelangweilt durchs Zimmer ſummt. Am Abend iſt der Ofen kalt, der Tee lau, der andere Mieter im Badezimmer und die Wirtin ausgegangen. Nur eine Karte liegt auf dem Tiſch die Erwartete wird nicht kommen. Lärmend dringen die Geräuſche der Straße her⸗ auf. Ich trete ans Fenſter. Es regnet noch immer. Ueber die grauen, verwaſchenen Dächer ſurrt haſtig ein Flugzeug hinweg, verſummt im blauen Dämmer des Abends. Eine Radioſtimme brüllt in die Gegend, es läßt ſich nichts dagegen ſagen, bis zehn kann jeder ſo laut ſprechen und ſprechen laſſen, wie er will. Meine Nerven kriechen tief hinein in die Finger⸗ ſpitzen, die machtlos gegen die Fenſterſcheiben trom⸗ meln. Noch bevor ich nur daran gedacht habe, den Mantel ausguziehen, verlaſſe ich mein Zuhauſe. Ich irre durch die Straßen— planlos, ohne Ziel. Der Regen drinat nur in Mantel, Hoſe und Schuhe, nicht in mein Bewußtſein ein. Plötzlich bleibe ich ſtehen. Ich ſehe durch die Scheiben in einen matt erleuchteten Raum. Jeder Gegenſtand iſt mir ver⸗ traut— das rote Plüſchtoda, die grünen Seſſel, im Hintergrund das ſchmale Bett, in dem ich noch woer wenigen Wochen ſchliefi. Am Schreibtiſch ſitzt— den Kopf in die Hand geſtützt— der neue Mieter, vor ſich Wurſt und Käſe im aufgeſchlagenen Paypier, neben ſich den Tee, von dem ich genau weiß. wie er ihm ſchmecken wird. Er ißt nicht, er trinkt nicht, er ſtarrt nur nachdenklich vor ſich hin und läßt mich ungeſtört mein Spiegelbild betrachten. Ehe wieber Bewegung in ihn kommt, bin ich an mir ſelbſt vor⸗ beigelaufen. Ein Abend iſt lang. So groß die Stadt auch ſein mag,— er reicht aus, jedem ihrer Teile, in denen man einmal zwei, drei Monate, vielleicht ein halbes oder gar dreiviertel Jahr gewohnt hat, einen kurzen Beſuch abzuſtatten. Der Omnibus zwängt ſich durch enge, winklige Gaſſen in den Norden hinein, und dann ſtehe ich in einem dunklen Hinterhof. Meine Blicke taſten ſich an der kahlen nackten Gartenhaus⸗ front zu einem ſchmalen Fenſterchen hinauf, hinter dem ſich ſchemenhaft eine Geſtalt bewegt— der Nach⸗ folger meines Ichs, von dem ein kleines Stück dort oben geblieben iſt. Auch damals klatſchte der Regen oft eintönig aufs Pflaſter, tropfte durch die Rinnen vom Dach, um rauſchend abzufließen. Aber das tat nichts. Man war nicht ſtets allein, und bisweilen füllte die winzige Stube ein ſtilles beſcheidenes Glück. Und dann bin ich doch weggezogen, weil die freundlichen Leute für anderthalb Taler in der Woche nicht mehr geben konnten. Ich habe erſt ſpä⸗ ter erfahren, wie wenig man bei den andern für ein Vielfaches bekommt. Die Stadtbahn bringt mich in den Weſten zurück. Unterwegs, zwiſchen altem und neuem Zentrum, ſieht man in viele Stuben und Zimmern hinein. Faſt ſcheint es ſo, als wüßten die Leute dort drüben nichts von der Indiskretion dieſer Züge, die ihren Alltag in ihrer ganzen Ungeſchminktheit jedem zei⸗ gen, der gerade vorbeifährt. Sollte nicht automatiſch ein Vorhang herunterfallen, um die Bewohner vor neugierigen Blicken zu ſchützen? Aber warum ver⸗ hängen ſie ſchließlich nicht ſelbſt ihre Fenſter? Frei⸗ lich, was wäre viel zu verbergen? Alle, die vorbei⸗ fahren, werfen ja nur einen flüchtigen Blick auf das Spiegelbild ihres Alltags, der in raſcher zwangloſer Reihenfolge wie ein Film vor ihren Augen abrollt, — ſie ſehen ſich im Zimmer ſitzen, zu Mittag oder zu Abend eſſen, die Kleider ausbeſſern, die Zeitung leſen, kurzum, ſie fahren für ein kleines Stück an ſich ſelbſt vorbei... Das iſt alles,— Geheimniſſe bleiben verborgen. Noch vor vielen andern Häuſern habe ich an die⸗ ſem Abend geſtanden und bin über den langen Weg der Vergangenheit dahinſpaziert. Am Ende bin ich vor mir ſelbſt davongelaufen. Es war überall das gleiche. Ich bin älter geworden, ſonſt hat ſich wenig verändert. Das iſt die Gegenwart. Am andern Morgen iſt der Spuk vorüber. Mein erſter Blick nach dem Erwachen fällt auf das rieſen⸗ große Bild, das der Schwiegervater meiner Wirtin gemalt hat. Es hängt über der Couch, und ich habe immex Angſt, daß es eines Tages herunterfällt und mich erſchlägt, ſo mächtig iſt es. Trotzdem bleibe ich noch eine Weile ſtill auf dem Rücken liegen, über⸗ denke meine nächſten Entſchlüſſe und betrachte neben⸗ bei das Schiff, das auf hoher See in Sturm geraten iſt. Die Segel ſind gebläht, aber die Flagge— ja, richtig, ich habe es bisher gar nicht bemerkt, die Flagge weht gegen den Wind. Luſtig, luſtig! Was ſo ein Maler nicht alles fertigbringt! Man muß nur die Nerven dazu haben, um wieder lachen zu können— über die kleinen amüſanten Unvollkom⸗ menheiten der Umwelt und ein bißchen auch über ſich ſelbſt und die Wichtigkeit, die man ſich bisweilen beimißt. Auch heute ſcheint die Sonne nicht. Aber es hat zu regnen aufgehört, und ich bin recht aufgeräumt und munter, als die Wirtin das Frühſtück bringt. Da gerade der Fünfzehnte iſt, komme ich ſehr ſchnell auf Kaffee, Tee und manches andere zu ſprechen. Häßlich wie die Nacht ſteht ſie im Morgenrock vor mir, beleidigt als Hausfrau, infundfünfzig Jahre alt und ganz Dame. Sie hat beſſere Zeiten geſehen, und eigentlich hat ſie es überhaupt gar nicht nötig, zu vermieten und ſich zu ärgern. Die andern Mieter, ausſchließlich Regierungs⸗ und Miniſterialräte, Rich⸗ ter und Aerzte, alles liebe Menſchen, waren be⸗ ſcheiden, dankbar und immer kufrieden, ſie verließen ſie erſt, wenn ſie heirateten oder ſtarben und ſchreiben noch heute. Welcher ebenſo alten und ebenſo vor⸗ nehmen Wirtin wäre es nicht ähnlich ergangen? Sie ſagen es alle. Gewiß, ich gebe zu, ich bin auch dies⸗ mal nur in die Traufe geraten. Trotzdem ſiegt von neuem die Hoffnung, nicht die Erfahrung. Vielleicht ziehe ich wieder in den Norden zu einfachen, ganz ge⸗ wöhnlichen Leuten, bei denen noch niemand ge⸗ ſtorben iſt. Seite/ Nummer 55 23 Blick auf Ludwigshafen Die Polizei ſammelte mehr als 17000 Mlk. Verkehrserziehung durch ſingierte Zwiſchenfälle— känzender Verlauf des Jeſtabends im 5..-Feierabendhaus Schon am Sonntagabend konnte Wachtmeiſter Gallinger, der prächtige, einfallreiche und tem⸗ peramentvolle Anſager des Feſtabends im JG.⸗ Feierabendhaus, voll berechtigten Stolzes bekannt⸗ geben, daß die Ludwigshafener Polizei an ihrem Ehrentage mehr als 17000 Mark geſammelt hat. Das iſt ein wohlverdienter Lohn für unermüdliches Büchſenſchwingen der Grünen, der Blauen und der Feuerlöſchpoliziſten und für die reizenden, farben⸗ prächtigen Verkehrszeichen. Zu reich fließender Geldquelle machte unſere Polizei auch den Durchlaß zu guten Beobachtungsplätzen bei der großen Haus⸗ ſprengung in der Mundenheimer Straße, die Stand⸗ konzerte der verſchiedenen Formations⸗Muſikzüge der Bewegung und die Schauvorführungen der Feuerlöſchpolizei am Pfalzbau(Trockenübung und Schaumlöſchverfahren). Die äußerſt inſtruktive gewürzte Darſtellung von Verkehrsbildern durch die Kraftfahrſtaffel der Schutzpolizei und zugleich humor⸗ werſpätete ſich nicht wie die Hausſprengung, ſondern verfrühte ſich im Gegenteil um ein ganzes Weilchen. ſo fanden ſich beiſpielsweiſe um 16 Uhr Ecke Bis⸗ marck⸗ und Kaiſer⸗Wilhelm⸗Straße Zuſchauer der Vorführung ein, die nach dem veröffentlichten Pro⸗ gramm von 16.00 bis 16.20 Uhr dort geſtartet wer⸗ den ſollte. Tatſächlich wax in dieſem Augenblick die fröhliche Aufklärungskomödie ſchon abgerollt. Sie hatte zu⸗ nächſt zwei als„Frauen“ aufgezogene Poliziſten auf die Beine gebracht, die ſich ihre Traktätchen ausge⸗ rechnet auf der Fahrbahn übermitteln mußten. Wäre ſtatt des ins Bild geſetzten Polizei⸗Kraftwagens im Ernſtfall ein anderes Auto auf die Klatſchbaſen auf⸗ gefahren, würden die Verkehrsſünder ihre Sorg⸗ loſigkeit wohl noch lange bitter zu bereuen gehabt haben. Das Gegenbeiſpiel, wie man ſich richtig in ſolchem Falle verhält, folgte auf dem Fuß. Aehn⸗ liche Beiſpiele aus der Praxis des Alltagsverkehrs gaben ein unbedachter„Zeitungsleſer“ und ein Rad⸗ fahrer, der ſeine Bewegungsfreiheit eingeſchränkt hatte durch eine kleine Leiter, die er unter den Arm nahm, ſtatt ſie auf den Rücken zu ſchnallen. In Lebensgefahr begibt ſich, wie ſchließlich noch gezeigt wurde, auch jeder Fußgänger, der bei Ueberfüllung des Bürgerſteigs die Fahrbahn benutzt, ſtatt auf dem Bürgerſteig freie Gehbahn abzuwarten Glänzend verlief der große Feſtabend im JG⸗ Feierabendhaus, der den„Tag der dentſchen Polizei“ würdig ſchloß. Einſtündige Unterhaltungsmuſik, dargeboten vom Muſikzug der/ unter Stabführung von MZF. Meißner, leitete die eigentliche Feſtfolge ein. Polizeidirektor Antz konnte ein ausverkauftes Haus begrüßen. Er gab zu, daß in Ludͤwigshafen zwar theoretiſch die Polizei als Helfer und Freund der Bevölkerung erkannt und anerkannt iſt, daß praktiſch aber der einen Verkehrsteilnehmer anhaltende, mah⸗ nende oder gar beſtrafende Poliziſt auf ſehr wenig Berſtändnis zu ſtoßen pflegt. Als unfehlbares Re⸗ gept für ſolche Fälle empfahl der Leiter der Lud⸗ wigshafener Polizei den Verkehrsteilnehmern Ent⸗ waffnung des Poliziſten durch— Höflichkeit. Der Polizeidirektor fand erfreulich viel Verſtändnis und rückhaltloſe Zuſtimmung des großen Hörer⸗ runds. Dann begann die umfangreiche Feſtfolge mit „1 Tiſch und 1 Gruppe Polizei“, geſtellt von Ange⸗ hörigen der Schutzpolizei⸗Hundertſchaft, der Kraft⸗ fahrſtaffel, der Waſſerſchutzpolizei und der Feuer⸗ ſchutzpolizei. Unter Leitung von ROW. Reuſing gab es hervorragende Beweiſe von Mut und Behen⸗ digkeit in Geſtalt verwegener Saltis vom federnden Brett, aber in voller Ausrüſtung mit Helm! Hilfs⸗ poliziſt Löſch und zwei Kinder ſpielten Hanoͤhar⸗ monika, zwei Züge der Schutzpolizei⸗Hundertſchaft unter ROW. Weixel ſangen ein zündendes Sol⸗ datenlieder⸗Potpourri. Groteske Szenen bot der luſtige Boxkampf zwiſchen Schwarz und Weiß. Am meiſten intereſſierten die Polizeigriffe in praktiſcher Anwendung, die ROW. Reuſing durch ſeine Kameraden vorführen ließ. Das Doppelquar⸗ tett der Techniſchen Nothilfe führte ſich ein unter dem Spitznamen„Frieſenheimer Sängerkna⸗ ben“. Als Zauberkünſtler erſten Ranges entpuppte ſich Hilfspoliziſt Heilmann. Die„Pyramide der Polizeihunde“ führte in die Halbzeit ein. Nach der Pauſe gab es wieder vergnügte Lichtbilderfolge des Polizei⸗Wachtmeiſter Steinfelder, zu der ROW. Braun humoriſtiſche Verſe geſchmiedet hatte. Im Schuhplattler zauberten fünf Wachtmeiſter und ein Hilfspoliziſt„ II D in Oberbayern“ auf die Bühne. Nach einer luftakrobatiſchen Nummer und wei⸗ teren Soldatenliedern machte man Platz zum Tanz; dazu ſpielte auf der Muſikzug der 66 unter M3F. Meißner, die Kapelle der Hilfspolizei BpeS. unter Hoch und die Hauskapelle der Schutzpolizei Anter Leitung von Pol⸗Rev.⸗Obw. Hellmann. S8h9. Geburtstag feierte in aller Friſche Frau Maria Medicus, Schützenſtraße 32. Herzlichen Glückwunſch! Vermißt wird ſeit dem 24. Januar die Ehefrau Paula Dörſam, geb. Zimmer, geboren am 30. Sep⸗ tember 1900 in Ludwigshafen a. Rh. Sie iſt 1,55 Meter groß, hat hellblonde Haare Bubikopf), rundes Geſicht, blaue Augen, kleine dicke Naſe. Die Frau iſt nervenleidend. Es beſteht die Möglichkeit, daß ſie ſich ein Leid antut oder ſchon angetan hat. Sachdien⸗ liche Mitteilung an die hieſige Kriminalpolizeiſtelle oder an die nächſte Polizeidienſtſtelle erbeten. nahme finden können. Während der Verdunkelung überfallen. Ein Ober⸗ realſchüler erhielt im Stadtteil Mundenheim von einem etwa 18jährigen Unbekannten einen Fauſt⸗ ſchlag ins Geſicht. Als der Ahnungsloſe zurück⸗ taumelte, entriß der Burſche ihm eine Taſchenlampe und flüchtete. Zwei Jahre ins Gefängnis 26 Vorſtrafen, die der 26jährige Jakob Hörn er von hier wegen aller⸗ lei Vergehen bisher erhielt, konnten ihn von ſeinem Hang zum Stehlen nicht heilen. Wiederum ſtand er vor dem Ludwigshafener Emtsgericht, weil er im Oktober v. J. zwei Fahrräder geſtohlen hatte. Aber dieſes Mal erhielt er einen fühlbaren Denkzettel. Er bekam eine zweijährige Gefängnisſtrafe zu⸗ diktiert. Der Karnevalverein„Hans Warſch“ und ſeine treuen Mitarbeiter ſind mit der Ausgeſtaltung des diesjährigen Faſchingsprogramms eifrig bemüht, um wieder wie im vorigen Jahre etwas Außerordent⸗ liches zu bieten. In der Prunkſitzung am 4. Febr. in der ſtädtiſchen Feſthalle im Stadtteil Oggersheim werden die beſten Büttenredner der Pfalz als ge⸗ übte Strategen des Humors auftreten. Eine Laut⸗ ſprecheranlage wird die Vorträge jedem Hörer deut⸗ lich übertragen. Die Ausſchmückung der Feſthalle und beſonders das prachtvolle Bühnenbild wird auch diesmal eine glückliche Zeitſpanne aus der Oggers⸗ heimer Stadtgeſchichte darſtellen. Ludwigshafener Veranſtaltungen Heute Ausſchank der Aktienbrauerei: Kappenabend. Pfalzbau⸗Kaffee und Kaſſee Vaterland: Kindermasken⸗ kränzchen. Baneriſcher Hieil: Konzert und Tanz Leſeſaal des Geſellſchaftshauſes: Geöifnet 15 bis 20 Uhr. Heimatmuſeum: Kollektivausſtellung Otto Dill. Lichtiviele: 5 Ufa⸗Palaſt im Pfalzbau:„Im Namen des Volkes“.— Palaſt⸗Lichtſpiele:„Menſchen, Tiere, Senſationen“. Ufa⸗Rheingold:„Der Blauſuchs“.— Atlantik:„Moienzeit“. Aus Baden Den Tod eines Kraftradfahrers mitverſchuldet * Freiburg i. Br., 31. Jan. Vor der Großen Strafkammer Freiburg hatte ſich ein Kraftwagen⸗ fahrer zu verantworten, der am 25. Oktober v. J. einen tödlichen Verkehrsunfall mitverſchuldet hat. Der Angeklagte, der bereits zweimal wegen Ver⸗ gehens gegen die Straßenverkehrsordnung vor⸗ beſtraft iſt, war an dem Unglückstag, an dem ſtarker Nebel herrſchte, auf der Reichsſtraße 33 zwiſchen Niederimſingen und Breiſach, ohne Signal zu geben, zu ſchnell in einen Feldweg eingebogen. Ein ihm entgegenkommender Kraftradfahrer prallte auf den Laſtzug und wurde ſofort getötet. Das Urteil lautete auf ſechs Wochen Gefängnis. Das Gericht hat eine Mitſchuld des Getöteten, der an dieſem Tage ein viel zu ſchnelles Tempo gehabt habe, als erwieſen erachtet. Reh als Verkehrshindernis * Pforzheim, 31. Jan. Auf der Straße von Ei⸗ ſingen nach Stein geriet ein über den Weg wechſeln⸗ des Reh unter ein Motorrad, deſſen Lenker ſtürzte und mit ſtarken Verletzungen ins Pſorz⸗ heimer Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Hemsbach, 31. Jan. Der Eiſen bahnüber⸗ gang bei der Schloßgaſſe in Hemsbach iſt bis auf weiteres wegen Umbauarbeiten geſperrt. * Bad Rappenau, 31. Jan. Unſere Stadtälteſte, Frau Joſefine Albbenſtein, vollendete am 30. Ja⸗ nuar ihr 99. Lebensjahr. Die Jubilarin erfreut ſich noch geiſtiger und körperlicher Friſche. * Karlsruhe, 31. Jan. Frau Sophie Seiler beging ihren 92., Jakob Gegenheimer ſeinen 98. Geburtstag. L. Neidenſtein, 31. Jan. Als einer der älteſten Einwohner konnte Landwirt Gottlieb Böbel ſeinen 80. Geburtstag begehen (SEein Greis erfroren aufgefunden * Neckarſulm, 31. Jan. Am Freitag wurde in einem Graben an der Ecke Bleichwieſe⸗Mühlſtraße der 78 Jahre alle Witwer David Klopfer tot aufgefunden. Klopfer ſcheint, wie die Ermitt⸗ lungen ergaben, bei dem Verſuch, ſein nordweſtlich der Bleichwieſe gelegenes Eigenheim aufzuſuchen, in der vorhergehenden Nacht vom Weg abgekommen und in den Graben geſtürzt zu ſein, aus dem er ſich— zumal er noch an den Folgen eines vor Jah⸗ ren erlittenen Schlaganfalles litt— mit eigenen Kräften nicht wieder herausarbeiten konnte. Zwar lagen Mund und Naſe Klopfers frei, als man ihn auffand aber die Kälte des Waſſers in dem Graben hatte ſeinen Tod durch Erfrieren herbeigeſührt, uncl um ieeeeeeeeeeeeeee in 4 Aebergabe 4. des neuen NSB-Kindergariens Platz für 100 Kinder Dr. Hr. Schwetzingen, 31. Jan. Am Sonntagvormittag wurde in Anweſenheit von Kreisleiter Schneider, Kreisobmann Schmerr und einer Reihe weiterer Vertreter der Partei und des Staates ſowie der Stadt, der neueingerichtete NSV⸗Kindergarten in der Maximilianſtraße (in der Nähe des Bahnhofes) eingeweiht. Der Mu⸗ ſikzug des JV. ſtand unter ſeinem Leiter, RB⸗Mu⸗ ſikzugführer Ueltzhoeffer, ſpielte u. a.„Aufhebt unſere Fahnen“. Nach dem Vortrag einiger grundſätzlich wichtiger Sätze der Partei dͤurch ein BDM⸗Mädel über die Löſung der ſozialen Frage, nicht für einzelne Schich⸗ ten, ſondern für alle, für den deutſchen Menſchen, begrüßte NSV⸗Kreisamtsleiter Eckert die Erſchie⸗ nenen, dankte dem Bürgermeiſter von Schwetzingen für dieſe Muſteranlage, ebenſo dem Stadtbaumei⸗ ſter Kirchner und ſeinem Aſſiſtenten Back, und machte einige grunoͤſätzliche Ausführungen üher die ſchon früh erkannte Hauptaufgabe der Ne zur Schaffung von Kindertagesſtätten. Bürger⸗ meiſter Stober dankte dem Pg. Friedrich von der Kreiswaltung für die gute Zuſammenarbeit und gedachte des neuen Geiſtes, der hier einziehen ſoll, des Geiſtes des Nationalſozialismus, der in die Kinderherzen eingepflanzt werden muß, damit ſpäter tüchtige Männer und Frauen, Kämpfer der Bewe⸗ gung, daraus werden. Daß Habei eine kleine Ueberſchreitung des Voranſchlags nicht hätte ver⸗ mieden werden können, möge der Landrat einſehen; denn wenn man ſchon ans Werk gehe, ſolle es auch richtig gemacht werden. Kreisleiter Schneider erinnerte ſich einganas daran, daß er in Schwetzingen groß geworden. Es erfülle ihn mit beſonderer Freude und Genugtu⸗ ung, daß er gerade am 30. Januar hier ein ſo ſchönes Heim für die Jugend mit einweihen dürfe. Wir wollen heraus aus der Zerklüftung in Stände. Schichten, Konfeſſionen. Die Jugend ſoll früh ſpüren, daß eine Gemeinſchaft ſie umhegt. Im Kinderherz ſchon muß das Bewußtſein erweckt werden, einem Volk anzugehören, ein Stolz, ſtack genug, dafür ſpäter das Leben einſetzen zu kön⸗ nen. Der Redͤner ſchloß mit oͤem Dank an die Stadͤt Schwetzingen und mit der Uebergabe des Heimes an die NSV. Mit den nationalen Liedern ſtieg dann die Flagge, von zwei Jungvolkjungen gehißt, und man begab ſich ins Innere. Das alte Gebäude hat eine Generalrenovierung erfahren. An einem Flügel wurden die Räume für die neuen Toilettenanlagen angefügt. Hier waren Duſchen, moderne Waſch⸗ und Planſchbecken zu ſehen, etwa 100 Zahnbürſten und Zahnputzgläſer ſtanden aufgereiht unter eben⸗ ſovielen Handtüchern, darüber die charakteriſtiſchen bunten Merkzeichen für die Kleinen, die doch noch keine Nummer und Buchſtaben leſen können. Drei große Aufenthalts⸗ und Spielräume mit den kleinen Kindermöbeln, mit allerlei Soldaten, Puppen und Spielſachen angefüllt, und eine Küche vervollſtän⸗ digen die Anlage, in der etwa hundert Kinder Auf⸗ Die Leitung hat Fräulein 3 Blumenbeete. aufmarſchiert und über CClauelzngen „Bender, die von zwei Kindergärtnerinnen unter⸗ ſtützt wird. Im oberen Stockwerk ſind wunder⸗ ſchöne Wohnräume mit neuen Möbeln und auch ein Büro für die Betreuerinnen der Kinder eingerich⸗ tet. Wie Fräulein Bender verſicherte, wird es an einem großen Sandkaſten im Sommer nicht fehlen. Die Kinder bekommen auch ihre eigenen kleinen Und ſchließlich hat man noch einen großen Gemüſegarten für die Küche, die täglich ein Mittageſſen für die Kinder herausgibt. Im Keller ſind ſchließlich Räume für das Jungvolk geſchaffen worden. Eine Reihe von Kindergärtnerinnen aus Mannheim, Schriesheim, Ladenburg ließen durch⸗ blicken, dͤaß ſie gern auch ſo eine ſchöne Anlage da⸗ heim hätten! Große Hanowerkerverſammlung Das Schwetzinger Hanoͤwerk hielt am Freitag⸗ abend im Saale des Schloßreſtaurants eine Ver⸗ ſammlung ab, zu welcher auch der Fachabteilungs⸗ leiter des Handwerks in der Deutſchen Arbeitsfront, Pg. Nietfeld⸗Mannheim, erſchienen war. Daß es um wichtige Dinge ging, bewies der ſehr große Beſuch. Nach den Begrüßungsworten des Pg. Jakob Moll ergriff der Pg. Nietfeld das Wort, um zahlreiche Fragen, welche das Handwerk intereſſiert, zu ſprechen. Insbeſondere behandelte er den Reichsberufswettkampf und den Leiſtungs⸗ kampf der Betriebe. Schließlich ſprach er noch über das Jugendſchutzgeſetz und ſtreifte kurz die Alters⸗ verſorgung der Handwerker, über welche in nächſter Zeit ein beſonderer Vortrag Aufklärung bringen wird. Zum Schluß behandelte der Redner Fragen des Bauhandwerks und rügte dabei beſonders das unkorrekte Verhalten mancher Handwerker bei Sub⸗ miſſionen. menen Ausführungen ſchloß ſich eine lebhafte Aus⸗ ſprache. 6 Das Standesamt Schwetzingen verzeichnet an Eintragungen in letzter Woche: eine Geburt, ein eine Eheſchließung und zwei Sterbe⸗ fälle. Ehrungen bei der Feuerlöſchpolizei. Am„Tage dͤer Deutſchen Polizei“ erhielten vier Wehrmänner der Schwetzinger Feuerlöſchpolizei das vom Führer verliehene Treudienſtehrenzeichen. Hierzu war die Feuerlöſchpolizei ſowie die Schutzpolizei im Rathaushof angetreten, woſelbſt nach der Flaggen⸗ hiſſung Sturmhauptführer und Beigeordneter Krauß die Ehrung vornahm. In einer Anſprache dankte er oͤen Feuerwehrmännern für die in 25 Jahren zum Wohle der Allgemeinheit treu geleiſte⸗ ten Dienſte. Mit einer Ehrenurkunde und Medaille wurden ausgezeichnet Guſtav Brixner, Heinrich Frank, Pilipp Huber und Philipp Rößler. Die eindrucksvolle Feier wurde mit dem„Sieg Heil!“ auf den Führer beendet. Fahrradmarder. In vergangener Woche wurden hier fünf Damen⸗ und Herrenfahrräder, welche nicht abgeſchloſſen vor dem Bahnhof und vor Gaſthäuſern ſtanden, geſtohlen. Die Täter konnten bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Planig. An die mit reichem Beifall aufgenom⸗ — N Miniſter Schmitthenner zum ⸗Oberführer er⸗ nannt. Der Rektor der Univerſität Heidelberg, Staatsminiſter Prof. Dr. Schmitthenner, wurde mit Wirkung vom 30. Januar zum 1⸗Oberführer ernannt. Zum 30. Januar ſtand Heidelberg im Zeichen flatternder Fahnen, der Feierſtunden der Schulen und der Kameradſchaftsabende in ſämtlichen Orts⸗ gruppen der NSDAp mit dem Gemeinſchaftsemp⸗ fang der Rede des Fürers in der Sitzung des erſten Großdeutſchen Reichstags. Tauſende und aber Tau⸗ ſende erlebten auf dem Wege über den Lautſprecher die geſchichtliche Stunde mit.— Am Vormittag ſand die Reichsgründungsſeier der Univer⸗ ſität ſtatt, bei der Profeſſor Dr. Krieck die Feſt⸗ rede über das Thema„Volk unter dem Schickſal“ hielt. Ein betrunkener Radfahrer, der das Verlaſſen ſeiner Fahrtrichtung nicht zu erkennen gab, wurde an der Kreuzung Czerny⸗Blücherſtraße von einem Perſonenkraftwagen angefahren und zu Boden ge⸗ worfen. Der Verunglückte mußte mit einer Kopf⸗ verletzung ins Akademiſche Krankenhaus gebracht werden, von wo er nach Anlegung eines Verbandes und einer Blutprobeentnahme wieder entlaſſen wer⸗ den konnte. Rabiate Puppe. In einem Schaufenſter der Haupt⸗ ſtraße kam plötzlich„Leben“ in eine der Ausſtell⸗ Modepuppen. Beim Sturz ging die Fenſterſcheibe in Trümmer. Das Faſenachtsſingen der Singſchule findet am 12. Februar ſtatt. Die von echter Heiterkeit erfüllte Veranſtaltung im großen Stadthalleſaal wird auch dieſes Jahr wieder ein beſonderer Anziehungspunkt unter den Faſenachtsveranſtaltungen ſein. Schnellkur bei Erkällung, Grippegeſahr⸗: Man trinke kurz vor dem Zubettgehen möglichſt heiß zweimal je einen Eßlöffel Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt und Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Waſſers gut verrührt. Kindern gebe man die Hälſte. 2 Wer dieſes ausgezeichnete Mittel erprobte, wird es bei Erkältungserſcheinungen gern wieder anwenden. Laſſen Sie ſich nicht erſt noch einmal von einem Anfall überraſchen, ſondern kaufen Sie noch hente Kloſterfrau⸗Meliſſengeiſt. Sie erhalten ihn in der blauen Originalpackung mit den drei Nonnen in Apotheken und Drogerien in Flaſchen zu .80,.65 und.90 Mark. 808 Heidelberger Veranſtaltungen Hente 9 Städt. Theater:„Station 15“(St. Pl.⸗Miete D 20, Pr⸗⸗ Gr. 3, 20 bis nach 22.90 Uhr). 93 Stadthalle: Städt. Symphonie⸗Konzert. Aus den Kinos: Capitol:„Frauen für Golden Hill“.— Schloß⸗Filmthegter: „Napoleon iſt an allem ſchuld“.— Gloria:„Heirats⸗ ſchwindler“.— Kammer und Odeon:„Menſchen, Tiere, Senſationen“. 8 Kraftwagen fährt in marſchierende 9 *Bad Kreuznach, 81. Jan. Eine Abteilung Kreus⸗ nacher Hitler⸗Jugend marſchierte in Richtung Gen⸗ ſingen auf der rechten Seite der Dorſſtraße durch Nahe dem Ehrenmal kam von rückwärts aus Richtung Bad Kreuznach ein Perſonenkraft⸗ wagen. Nach ſeinen Angaben bemerkte der Fahrer u ſpät die vor ihm marſchierende Kolonne, wödürch er beim Ausbiegen vier Jungen erfaßte, die zu Bo⸗ den geriſſen wurden. Drei erlitten leichtere Ver⸗ letzungen, der vierte mußte ſchwerverletzt— u. a. mit einer Gehirnerſchütterung— ins Kran⸗ kenhaus eingeliefert werden. Die fünf Autoinſaſſen kamen ohne Schaden davon. * Buchen, 31. Jan. Im nahegelegenen Uettingen feierte die Gemeindeälteſte, Witwe Sibylle Thoma, ihren 92. Geburtstag. FDageebaleucles Mittwoch, 1. Februar Nationaltheater: 20 Uhr„Enoch Arden“. Muſenſaal: 20 Uhr Orcheſterkonzert. Aleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Hausfrauen⸗Nachmittag: 20.30 Uhr Kabarett und Tanz. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternenprofektors. Tanz: Palaſthotel, Parthotel, Libelle, Wintergarten. Lichtſpiele: Ufa⸗Palaſt:„Frauen für Golden Hill“.— Alhambra: „Lauter Lügen“.— Schauburg:„Im Namen des Volkes“, — Palaſt:„Verwehte Spuren“.— Capitol und Gloria: „Heidi“.— Scala:„Fracht von Baltimore“. Ständige Darbietungen: 3 Städtiſches Schloßmuſeum: Geöſiner von 10 bis 12.30 und von 14.30 bis 16 Uhr. Theatermuſeum, E 7, 20: Geökfinet von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr 3 Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 10 bis is und von 14 bis 16 Uhr Leſeſaal: Geöfinet von 10 bis 13, bis 17 und 19.30—21.30 Uhr. Maunheimer Kuuſtverein, L 1. 1: Gebffnet von 10 bis 13 und 14 bis 16 Uhr Städtiſche Schloßbücherei: Ausleihe von 11—13 und 17 bis 19 Uhr. Leſeſäle:—13 und 15—19 Uhr. Städtiſche Volksbücherei, Zweigſtelle Neckarſtadt, Lortzing⸗ ſtraße 13: Ausleihe: 16 bis 19 Uhr. Leſeſaal geöſſn von 11 bie 13 und 16.30 bis 27 Uhr Möhlblock, Weidenſtraße 16: Geöffnet von 18 i hr Kinderleſehalle: Geölſnet von 15 bis 19 Uhr. Städtiſches Hallenbad, U 3. 1: Geöffnet von 10 kis 20 Uhr. Valmenhaus am Luiſenpark: Geöffnet von.30 bis 17 Uhr. Tierpark im Käfertaler Wald am Karlſtern Bis Einbru der Dunkelheit geöffnet. Flughafen: Täglich 10 bis 17 Uhr Runoflüge und Keu huſtenflüge 8 Alle Auskünfte durch den Verkehrs⸗Verein. Teleſon 348 21. Was hören wir? Donnerstag, 2. Februar Reichsſender Stuttgar! .30: Frühkonzert.—.30: Ohne Sorgen jeder Nor⸗ gen.—.20: Für Dich daheim.— 10.00: Volksliedſingen: — 11.30: Volksmuſik.— 12.00: Mittauskonzert.— 14.00 Zur Unterhaltung(Schallplatten).— 16.00: Schöne Melo⸗ Lien.— 18.00: Aus Zeit und Leben— 19.00: Roſſink, der Meiſter in zweierlei Künſten. Heitere Hörfolge.— 20.10: Nachrichten.— 20.10: Der Diener zweier Herren. Luſt⸗ ſpiel nach Goldoni.— 21.00: Haydn⸗Zyklus. Die deulſ Hymne.— 22.00: Nachrichten.— 22.20: Deutſche und Wehrmacht⸗Skimeiſterſchaften.— 22.30: Volks⸗ und Unter⸗ halt:ungsmuſik.— 24.00: Nachtkonzert. Deutſchlandſender .00: Kleine Melodie.—.30: Frühkonzert.— 10.002 Volksliedſingen.— 11.30: 30 bunte Minuten.— 1 Muſik zum Mittag.— 14.00: Allerlei von zwei bis drei.— 15.15: Hausmuſik— 16.00: Muſik am Nahmittag.— 18.00: Sie erobern ſich die Welt. Eine Rückſchau.—18 Wie Nelſon ſtarb.— 18.30: Virtuoſe Violinmuſik.— 19. Die Königsballade. Uraufführung aus der Wiener Staats oper.—.00: Bunte Nachtmu ſit. 5 3 Vier Buſierversorgungsgebieie erricniei Der Reichsnährſtand hat durch die Hauptvereini⸗ gung der deutſchen Milch⸗ und Fettwirtſchaft eine Anordnung Nr. 35 über Butterverſorgungsgebiete erlaſſen. Danach wird das Reich in folgende vier Butterverſorgungsgebiete eingeteilt: 1. das Butter⸗ verſorgungsgebiet Nordoſt, umfaſſend die Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbände Oſtpreußen, Pommern, Mecklenburg, Kurmark, Schweswig⸗Holſtein; 2. das Butterverſorgungsgebiet Weſt, umfaſſend die Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbände Weſer⸗Ems, Rheinland⸗ Weſtfalen, Kurheſſen, Heſſen⸗Raſſau, Saarpfalz, Ba⸗ den, Württemberg; 3. das Butterverſorgungsgebiet Mitte, umfaſſend die Milch⸗ und Fettwirtſchaftsver⸗ bände Niederſachſen, Thüringen, Sachſen⸗Anhalt, Sachſen, Schleſien, Bayern, Allgäu; 4. das Butter⸗ verſorgungsgebiet Süd, umfaſſend die Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbände Alpenland, Südmark, Do⸗ nauland. Ab 1. Mai 1939 ſind Butterlieferungen nur inner⸗ halb eines Butterverſorgungsgebietes zuläſſig. Aus⸗ nahmen können für Grenzbezirke zwiſchen den ein⸗ zelnen Butterverſorgungsgebieten nur gewährt wer⸗ den, wenn dieſe Lieferungen für die Verſorgung eines Gebietes unbedingt notwendig ſind und es ſich um beſtehende Lieferungen von Molkereien unmit⸗ telbar an Kleinverteiler handelt. Die Ausnahme⸗ anträge ſind mit eingehender Begründung über den für den Lieferbetrieb zuſtehenden Milch⸗ und Fett⸗ wirtſchaftsverband an die Hauptvereinigung der deutſchen Milch⸗ und Fettwirtſchaft zu richten. Be⸗ ſtehende Butterlieſerungen im Poſtverſand an Ver⸗ braucher von einem Butterverſorgungsgebiet in ein anderes bleiben geſtattet, wenn der Lieferant im Beſitz des Haushaltsnachweiſes des Verbrauchers iſt. Die Lieferungen im Poſtverſand an Kleinverteiler und Großverbraucher(Krankenanſtalten, Hotels, Wehrmacht uſw.) von einem Butterverſorgungsgebiet in ein anderes ſind verboten. Butterlieferungen von Molkereien an Kleinver⸗ teiler ſind ab 1. Mai 1939 nur innerhalb eines Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbandes zuläſſig. Ausnahmen kann der für den Lieferbetrieb zuſtändige Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverband bewilligen. Die bei Erlaß dieſer Anordnung auf Grund der Anordnung Nr. 9 und 22 der Hauptvereinigung der deutſchen Milch⸗ und Fettwirtſchaft(RNBVbl. Seite 581 und 595) in⸗ nerhalb des Butterverſorgungsgebietes beſtehenden Lieferungen von Molkereien an Kleinverteiler gel⸗ ten bis zur Entſcheidung des Milch⸗ und Fettwirt⸗ ſchaftsverbandes vorläufig genehmigt. Für die But⸗ terlieferungen innerhalb eines Butterverſorgungs⸗ gebietes und die Lieferungen eines Milch⸗ und Fett⸗ wirtſchaftsverbandes bleiben im übrigen die Anord⸗ nungen Nr. 9 und 22 der Hauptvereinigung in Kraft, ſoweit durch die vorliegende Anordnung keine Aenderungen eintreten. Molkereien oder Großverteiler, die bei Erlaß dieſer Anordnung unter Beachtung der Anordnun⸗ gen Nr. 9 und 22 Abnehmer eines anderen Verſor⸗ gungsgebietes mit Butter beliefern, haben eine Aufſtellung über Lieferungen dem für ſie zuſtändi⸗ gen Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverband auf den vor⸗ geſchriebenen Formblättern in doppelter Ausferti⸗ gung einzureichen. In der Aufſtellung ſind die ge⸗ nauen Anſchriften und die Wochenkontingente der einzelnen Abnehmer anzugeben. Weiterhin zuge⸗ laſſene Poſtverſendungen ſind nicht aufzuführen. Groß⸗ und Kleinverteilerbetriebe, welche bei Erlaß dieſer Anordnung Butter aus einem für ſie nicht zuſtändigen Butterverſorgungsgebiet beziehen, haben dem für ſie zuſtändigen Milch⸗ und Fettwirtſchafts⸗ verband auf den vorgeſchriebenen Formblättern in doppelter Ausfertigung eine Aufſtellung dieſer Lie⸗ ferungen einzureichen. der Neuen Mannheimer Zeitung Mittwoch. 1. Februar 1939——————.———— In der Aufſtellung ſind die genauen Anſchriften der Lieferanten und die von den einzelnen Lie⸗ feranten bezogenen Wochenkontingente aufzuführen. Gleichzeitig iſt anzugeben, welcher zuſätzliche Bedarf ab 1. Mai 1939 infolge des Ausfalles auf Grund des § 2 beſteht. Der zuſtändige Milch⸗ und Fettwirt⸗ ſchaftsverband wird im Benehmen mit der Haupt⸗ vereinigung dieſen Betrieben die zur Erfüllung ihres Kontingents erforderlichen Erſatzlieferungen von Lieferungen des eigenen Verſorgungsgebietes oder durch die Reichsſtelle zuweiſen. In den Mel⸗ dungen iſt ausdrücklich die Richtigkeit der Angaben zu verſichern. Die angeordneten Meldungen müſ⸗ ſen bis ſpäteſtens 1. März 1939 im Beſitz des zuſtän⸗ digen Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbandes ſein. Bei den Milch⸗ und Fettwirtſchaftsverbänden ſind Form⸗ blätter für dieſe Meldungen anzufordern. Arbeiisenilastung durch Einsaß der Technik Winieriagung des Reichsnährstanndes— Eine Ansprache von Bauer Behrens Bei der Eröffnung der Wintertagung, die der Reichs⸗ nährſtand anläßlich der„Grünen Woche 1939“ vom 31. Ja⸗ nuar bis 3. Februar in Berlin abhält, ſprach der Reichs⸗ obmann des Reichsnährſtandes, Bauer Guſtav Behrene. Er führte u. a. aus, daß es die Aufgabe der Reichsbauern⸗ tage ſei, eine Leiſtungsbilanz der deutſchen Landwirtſchaft für das ganze Volk ſichtbar äufzuzeigen und im Gegen⸗ ſatz dazu auf dieſer Wintertagung die Landwirtſchaft mit den techniſchen Vorausſetzungen zur Erreichung des ge⸗ ſteckten Zieles im einzelnen vertraut gemacht werden ſolle. Vier Jahre Erzeugungsſchlacht ſeien nunmehr beendet. Die Leiſtungen der deutſchen Landwirtſchaft in dieſem Ringen ſeien gewaltig. Trotz der großen Erfolge bleibe aber noch ſehr viel zu tun übrig, um das Endziel, die Nohrungsfreiheit zu erreichen. Infolge des gewaltigen Auſſchwunges der deutſchen Wirtſchaft hätten ſich der Er⸗ zeugungsſchlacht immer mehr Hemmungen ſchwerſter Art entgegengeſtellt. Der Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande ſei zu einer faſt unüberwindlichen Schwierigkeit ge⸗ worden. Der deutſche Bauer dürſe aber nicht mutlos die Flinte ins Korn werfen, ſondern er müſſe Ausſchau hal⸗ ten nach Mitteln und Wegen, um auch dieſe Schwierig⸗ keiten zu überwinden. In faſt jedem Betrieb würde es bei gutem Willen und entſchloſſener Mitarbeit eine ganze Reihe von organi⸗ ſatoriſchen und techniſchen Möglichkeiten geben, um dem Kräftemangel in mancher Beziehung zu begegnen. Aus dieſem Grunde ſei die Möglichkeit zur Arbeitsentlaſtung im Bauernbetrieb durch den Einſatz der Technik in den Mittelpunkt dieſer Tagung geſtellt worden. Da es in den meiſten Fällen den Bauern aus wirtſchaftlichen Gründen nicht möglich ſei, die notwendigen und wünſchenswerten Maſchinen zur Arbeitsentlaſtung anzuſchaffen, bleibe nur der Weg der gemeinſchaftlichen Anſchaffung dieſer Geräte übrig. Weiter kam Bauer Behrens auf die Arbeit der Bäuerin⸗ nen zu ſprechen und führte aus, daß die Hauptlaſt im Be⸗ triebe auf ihren Schultern ruhen würde und daß es auch hier gelte, nach Mitteln und Wegen zur Arbeitsentlaſtung Ausſchau zu halten. Neben der Ueberwindung des Kräfte⸗ mangels in der Landwirtſchaft ſeien noch zahlreiche andere Auſgaben zu löſen. Die Leiſtungsſteigerung auf dem Ge⸗ biete der Tierzucht⸗ und ⸗haltung ſei dovon eine der wich⸗ tigſten. Dieſe Leiſtungsſteigerung müſſe ſowohl auf dem Wege der Züchtung als auch der Fütterung erreicht wer⸗ den. Mit Hilfe des Tierzuchtgeſetzes ſei man beſtrebt, Tiere zu züchten, die das wirtſchaftseigene Futter in entſyrechende Milchleiſtungen mit hohen Fettprozenten umzuwandeln in der Lage wären. Abſchließend betonte dann Bauer Beh⸗ rens, daß er trotz aller Schwierigkeiten die ſeſte Ueber⸗ zeugung habe, daß die deutſche Landwirtſchaft im Kampfe um die Nahrungsfreiheit nicht nachlaſſen werde, um ihr Endziel allen Schwierigkeiten zum Trotz zu erreichen. Anſchließend an die Rede des Reichsobmonns hielt der Londeshauptabteilungsleiter 2 der Landesbauernſchaft Württemberg, Kohler, einen Vortrag über„Gemein⸗ ſchaftliche Maſchinenanwendung als Mittel zur Arbeits⸗ erleichterung in bäuerlichen Betrieben“. Der Redner ging davon aus, daß vor allem auch im Bauernbetrieb eine Ra⸗ tionaliſierung der Arbeitsweiſe durchgeführt werden muß. Bei der Techniſierung kann der Kleinbetrieb aber nicht ohne weiteres den Großbetrieb nahahmen, weil ſeine Be⸗ laſtung durch die Anſchaffung koſtſpieliger Maſchinen zu groß würde und die Maſchinen hier auch zu wenig ausge⸗ nutzt werden können. Deshalb müſſen andere Wege be⸗ ſchritten werden. Was über die Kräſte des einzelnen hinausgeht, muß durch Zuſammenſchluß in Genoſſenſchaſ⸗ ten oder Gemeinſchaften erreicht werden. So werden die hohen Anſchaffungskoſten für ſolche Maſchinen auf mehrere Schultern verteilt. Das größte Hindernis für einen wirt⸗ chu tlichen Mesbineneinſatz iſt vielfach die Zerſplitterung des Grundbeſitzes. Die Umlegung der Felder zu großen Fetcen iſt daher eine der vordringlichſten Aufgaben des Staates und des Reichsnährſtandes. Um ſie möglichſt ein⸗ ſach zu geſtalten und im Verlauf von wenigen Jahren zum Ziel zu gelansen, erſcheint es notwendig, auch hier ganz neue Wege zu beſchreiten. * Mannheimer Maſchinenſabrik Mohr u. Federhaff AG, Mannheim. In der oHV der Mannheimer Maſchinen⸗ fabrik Mohr u. Federhaff AG, wurde der Abſchluß ſür das Jahr 1937 vorgelegt, der nach den üblichen Abſchrei⸗ bungen und Rückſtellungen einen Gewinn von 5108„ aus⸗ weiſt(in 1936 diente der Gewinn von 82 926/ zur Deckung des Verluſtvortrages von 78 979). Das Bilanzergebnis wurde beeinträchtigt durch größere Umſtellungs⸗ und Er⸗ weiterungsmaßnahmen.— Zu der Weiterentwicklung der Firma teilte der Vorſtand mit, daß infolge konſtruktiver Neuſchöpfungen in allen Abteilungen— insbeſondere auf dem Gebiet des Kranbaus— im Jahre 1938 eine weitere bedeutende Steigerung des Umſatzes und damit auch eine weſentliche Beſſerung des Geſchäftsergebniſſes erzielt wor⸗ den ſei. Die Verhältniſſe haben ſich auch weiterhin günſtig entwickelt. Die Geſellſchaft iſt bereits über das Jahr 1939 hinaus mit Arbeit verſehen. 3 Gaebler⸗Werke AG, Radebeul bei Dresden.— 5(ʃ5) v. H. Dividende. Der AR beſchloß, der HVam 27. Febr. eine Dividende von 5 v. H.(i. B. 4 v..) auf die Stamm⸗ oktien vorzuſchlagen. Der Reingewinn einſchließlich des Vortrages aus dem Vorjahr beträgt 101 473(83 441) 45 nachdem Abſchreibungen in Höhe von 262 123(i. V. 201 842) // auf Anlagen und 20 953“ andere vorgenom⸗ men worden ſind. * Organiſation für Kundendienſt beim Volkswagen. Die ſeinerzeit beim Faheinzelhandel aufgetauchten Be⸗ fürchungen, auch der Vertrieb der Erſatzteile zum Bolks⸗ wagen könne unter Umgehung des Handels vorgenommen werden, haben ſich bereits vor einiger Zeit als un⸗ begründet erwieſen. Neuerdings wird bekannt, daß das KeF⸗Volkswagenwerk ebenſo wie die übrigen deutſchen Fabriken eine Organiſation ſür Kundendienſt und Repa⸗ ratur aufkauen wird. Die Mitarbeit der Handels⸗ und Handwerksorganiſationen bei der Auswahl geeigneter Be⸗ triebe konnte ſichergeſtellt werden. Der Betrieb, der für den Volkswagen tätig werden ſoll, muß u. a. Erſahrungen auf den Gebieten der Erſatzteillagerhaltung und vertei⸗ lung aufweiſen, gewiſſe Verpflichtungen für die Lagerhal⸗ tung übernehmen und ſtets eine beſtimmte Kapazirät für den Kundendienſt am Volkswagen bereithalten. * 10 Millionen oſſene Stellen.— Die Bilanz des Jah⸗ res 1968. In welchem Maße die Arbeitsämter mit der ſtändigen Bewegung im Arbeitseinſatz und den ſich daraus ergebenden Vermittlungsaufgaben befaßt ſind, ergibt ſich aus einer Vermittlungsbilanz, die das Reichsarbeitsmini⸗ ſterium für das Jahr 1938 veröffentlicht. Im ganzen Jahre 1938 betrug bei'den Arbeitsämtern der Zugang an Arbeits⸗ geſuchen zuſammen mit dem Beſtand am Jahresanfang rund 8 Millionen. Die Zahl der Vermittlungen in Dauer⸗ beſchäftigung betrug 5,55 Millionen, in kurzfriſtige Beſchäf⸗ tigungen 2,6 Millionen. Dazu kommt die umfangreiche Tä⸗ tigkeit der Arbeitsämter auf Grund der Anordnungen über den Arbeitseinſatz. In der zweiten Jahreshälfte hat der planmäßig gelenkte Einſatz der Arbeiter in ſtaatspoli⸗ tiſch wichtige Bauten und Betriebe großen Umfang an⸗ genommen und die Tätigkeit der Arbeitsämter, beſonders im Baugewerbe, ſtark beeinflußt. Die Bauorbeiter hoben⸗ mit rund 697 000 Vermittlungen in Dauerbeſchäftigung die höchſte Zohl von allen Berufsgruppen. Es folgen die Eiſen⸗ und Metallinduſtrie mit 532600 und die Landwirtſchaft mit 493000. Die Zahl der Dauervermittlungen hat von 1934 bis 1938 um faſt 60 v. H. zugenommen. Im Bau⸗ gewerbe haben ſich die Vermittlungen faſt verdoppelt, in der Landwirtſchaft dagegen machen ſie nur noch 86,5 v. H. der Vermittlungen von 1934 aus. Vermittlungen in kurz⸗ friſtige Beſchäftigung finden ſich hauptſächlich im Gaſt⸗ und Schankgewerbe, im Verlehr und bei Muſikern. Im Gaſt⸗ und Schankgewerbe und im Verkehr haben ſie ſeit 1934 um mehr als ein Drittel auf rund 400 000 abgenommen, wäh⸗ rend gleichzeitig die Dauervermittlungen von 123 000 auf 353 600 ſtiegen. An die Stelle kurzfriſtiger iſt die lang⸗ friſtige Beſchäftigung getreten. Auch bei den Muſikern hat ſich eine Beſſerung der Beſchäftigung ergeben. Insgeſamt wurden im Jahre 1938 bei den Arbeitsämtern 9,97 Mil⸗ lionen offene Stellen gezählt. Ihnen ſtehen 8,15 Millionen Vermittlungen gegenüber, faſt 82 v. H. der offenen Stellen. Januar 652 2552.25271,00271,0 HANbRLS- WIRTSCHAFTS-ZRTTUNG Mittag-Ausgabe Nr. 52 Rhein-Mainische Abendbörse Uneinheiſlich Die Abendbörſe zeigte eine nicht ganz einheitliche Ten⸗ denz, die Grundſtimmung bleibt aber freundlich Die Ver⸗ änderungen bewegten ſich meiſt innerhalb der Einprozent⸗ grenze. Montanaktien waren gut gehalten; ſo Stahlverein 109,75, Mannesmann 112, Rheinſtahl 138,50, Laurahütte 14,75(fämtlich ohne Veränderung), Buderus 108(—.40, Deutſche Erdöl 127,75(—). Die Farbenaktie notierte auf Baſis des Mittagsſchlußkurſes unverändert 150,25, ebenſo Goldſchmidt 134,25, Vereinigte Deutſche Metallwerke 281 und Bemberg bei 139. Metallgeſellſchaſt gabben 5 auß 120,75, Scheideanſtalt 1 v. H. auf 204 nach. Großbankem zeigten keine Veränderung ausgenommen Reichsbank⸗ anteile 182(plus 36). und zwar Deutſche Bank 118, Dresòdner Bank 112½6, Commerzbank 113/6. Kaum beachtet waren wiederum Elektropapiere; Licht und Kraft unver⸗ ändert 132, Geſfürel gaben 4 auf 138,25 nach. Sonſt ſined noch zu erwähnen Gebrüder Fahr, Pirmaſens 157(plus %), Neu⸗Guinea⸗Anteile 172(plus), unverändert klieben Bayer. Motorenwerke 150, Adler⸗Kleyer 106,50 Gebrüder Junghans 97, Moenus bei 125, während Daimler 137,75, Deutſche Linoleum 158,75, Rheinmetall 135, DEMAc bei 149 je 4 v. H. nachgaben, MAN 141,50(—(); ſtärker gedrückt aber Contigummi nach der Mittagsſteigerung 217 (—). Renten zeigten gut gehaltene Kurſe; 36 Farben⸗ Bonds 119(plus 76), Altbeſitzanleihe 19898(unv.), Um⸗ ſchuldungs⸗Anleihe 93,15 bis 93,20 nach 93,15. Waren unel Märkte 2. Rotterdamer Getreidenotierungen vom 31. Jau.(Eig⸗ Dr.) Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) per März 3,77½; Mai 8,97½; Juli 4,15; Sept. 4,20; Mais(in Hfl. per Laſt von 2000 Kilo) per März 93,25; Mai 89,75; Juli 88,507 Sept. 89. 2 Liverpooler Baumwollkurſe vom 31. 4—(Eig. Dr.) Febr. 473; März 473; April 471; Mai 470; Juni 466; Juli 462; Auguſt 459; Sept. 455; Okt. 451; Nov. 451; Dez. 452 Jan.(40) 453; Febr. 454; März 456, Mai 458; Juli 460 Okt. 458; Tendenz kaum ſtetig. * Großmarkthalle Handſchuhsheim. Kreſſe 52. gelbe Rü⸗ ben—5, Lauch 15—18, Sellerie 1 S. 14—19, 2 S.—12. Spinat 20, Feldſalat das Pfund 60—65, Zwiebeln 7 und 4 Pfg. Anfuhr gut, Nachfrage ſehr gut. * Der Londoner Goldpreis betrug am 31. Januar 1930 für eine Unze Feingold 148 ſh 6 d= 86,6498„, für ein Gramm Feingold demnach 57,2926 Pence= 2,78585 4. Geid- und Devisenmark! Paris, 31, Januar.„Schluß amtlich' London 179.99 Zelgien 641 25 Oslo 891.— Neuyort3787.— Schweiz 860, Stockholm 913.2 Berlin 1522.— Kopenhagen 791,50 Svanien Italien 199.— Holland 2043.— Warſchau 720,— Kondon, 91 Januar.(Schluß amtlich). Neuvork 467.81 Liſſabon 110,18 Hongkong.300 Montreal 470.75 Helſingfore 226,80 Sch anghai 0 831 Amſterdam 800,37 Budapeſt 2362, Vokobama 24 Paris 176.97 Belgrad 209,— Auſtralien 125.— Vrüſſel 2766.75 Sofia 280, Mexiko— Italien 8805,— Moskau 2475, Montevidev 1850,— Berlin 1166.50[Rumänien 655,— Valparaiſo 117.0 Schweiz 2071,50 J Konſtantin 580,— Buenos Spanien 8 Athen 548.— auf London 200,— Kopenhagen 2240,— J Warſckan 2475. Südafrika 100,12 Stockholm 1941.— BuenosAires] 1700,- Cslo 1990,37 1 Rio de Jan. 361.— Meialle Hamburger Metallnotierungen vom 31. Januar Banca- u. Kuvſer.üraiks ſinn BrieiſGeldſBriefſcheld Hüttenrohzint w. 100 K9) 17,—17,.— Feinſilber(RM eper kg)..9030, 90 Februar(52.2552.252710271.0 l Feinaold(RM ver 9)..84/ 2,79 März 52.25/52.2J271.0/271.0 Uit⸗Platin(Abfälle) April 52.2552.25271,0271,0 Circapr. RM per g⸗ 2,40 2,20 Mai 52,2552.2271,00271.00 Lechn. reines Platin 52,2 52.25271,0271,0 Detailpr.(RM per g.400 Juli„ Uuguſt 9* 8 8 voco bl Septemberi.. Antimon Regules chineſ Oktober(& per io) 43.—43.— Queckſiiber(Lper Flaſche). 71750 Wolframerz chineſ, imen 59,— Novemben**3 Dezember 4 4 Frachienmarki Duisburg-Ruhrori Die Nachfrage nach Kahnraum für Reiſen bergwärts war au der heutigen Börſe etwas lebhafter. Dagegen wurde ſür talwärts nur vereinzelt Kahnraum eingeteilt. Die Frachten und Schlepplöhne nach allen Richtungen blieben unverändert. T7!!!! TT—————. TTrrTrTrT PPP——PPPPPPPPPPPP—————:::—————————————————————————— NSDAP-Iſiiieilungen Hartetamtlichen Behauntmachungen anmommeo An ſämtliche Kaſſenleiter des Kreiſes Mannheim Die Beitragswertmarken für Monat Februar 1939 ſind eingetroſſen und können ſoſort bei der Kreiskaſſen⸗ waltung, Zimmer 14, abgeholt werden. Der Kreiskaſſenleiter. Achtung! Organiſationsleiter der Stadt⸗ und Landortsgruppen des Kreiſes Mannheim Am Mittwoch, 1. Februar, 20.15 Uhr, ſindet im Haus der Deutſchen Arbeit, P 4, 5, eine Beſprechung der Or⸗ ganiſationsleiter der Stadt⸗ und Londortsgruppen ſtatt. Erſcheinen iſt Pflicht. Dienſtanzug. Kreisorganiſationsamt. Ortsgruppen der NSDAP Rheinau. 2.., 19.30 Uhr, Dienſtappell für alle Poli⸗ tiſchen Leiter, Wolter und Warte im„Bodiſchen Hoſ“. Humboldt. Am 2.., 19.30 Uhr, Antreten ſämtlicher Politiſchen Leiter auf dem Neckarmarktplatz. Dienſtanzug, Zivil mit Armbinde. Lindenhof. Am 2.., 20.15 Uhr, findet in der Wirt⸗ ſchaft„Zum Rheinpark“ ein Dienſtappell ſtatt, an dem ſämtliche Politiſchen Leiter ſowie Duß und NSB, ebenſo die Mitglieder des Stabes der NS⸗Frauenſchaft teilzu⸗ nehmen haben. Wohlgelegen. 1.., 19.40 Uhr, Antreten ſämtlicher Po⸗ litiſchen Leiter vor der Geſchäftsſtelle. Dienſtanzug. NS⸗Frauenſchaft Humboldt. 1.., 15 Uhr, treffen ſich die Frauen am Meßplatz. Bismarckylatz. 1.., 15 bis 16 Uhr, Abholen der Bei⸗ tragsmarken in der Geſchäftsſtelle, Thoräckerſtraße 10. Neckarau⸗Süd. 1.., 20.15 Uhr, Probe der Sing⸗ und Jugendgruppe bei Frau Barth, Rheingoldſtraße 28.— 2.., 20 Uhr, treſſen ſich die Frauen zur Kochvorführung im Kohlenkontor, Parkring 31. Rheintor. 1.., 20 Uhr, e Chorprobe in der„Arche oah“, F 5, 2. Edingen. 2.., 20.90 Uhr, Gemeinſchaftsabend im Schulhaus. Waldhof. 1.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend im „Mohrenkopf“. Erlenhof. 2.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend für ſämt⸗ liche Frauenſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder in der „Flora“, Lortzingſtraße. Bismarckplatz. 1.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend in der Thoräckerſtraße 10. Anſchließend Zellenfrauenſchafts⸗ leiterinnen⸗Beſprechung. Liederbücher mitbringen. Achtung! Abteilungsleiterinnen für Kultur. 1.., 1 2* wichtige Beſprechung(Rundſchreiben für Februar! ** „ 6— Achtung! Die Sprechſtunde der Abteilungsleiterin für Hilfsdienſt iſt donnerstags von 16 bis 17 Uhr in.9,7. Die eingeſetzten Hilfsdienſtmädel haben die Dienſtkleidung in L9, 7 abzuholen. Achtung! Jngendgruppe. Ortsjugendgruppenführerin⸗ nen, Arbeitsberichte und Mitgliederliſten müſſen bis ſpä⸗ teſtens 2. 2. in L9,7(Kartei) abgegeben werden. Ingendgruppe Deutſches Eck. 2. 2. 20.15 Uhr, Gemein⸗ ſchaftsabend im Reichswandererheim, U5. Jngendgru-e Horſt⸗Weſſel⸗Platz und Waſſerturm. 2.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend in der Geſchäftsſtelle Karl⸗ Ludwig⸗Straße 85. Ingendgruppe Edingen. 2.., 20 Uhr, obend im Schulhaus. Neckarſtadt⸗Oſt. 2.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend im „Durlacher Hof“, Käfertaler Stroße 176, für alle Frauen⸗ ſchafts und Frauenwerksmitglieder. Für die Jugendgruppe iſt der Beſuch dieſes Gemeinſchaftsabends ebenfalls Pflicht. 90 Bannmuſikzug. Am 2.., 19.45 Uhr, tritt der geſamte Muſikzug in todelloſer Uniſorm im Kaſinoſaal an. Bannorcheſter. Das geſamte Bannorcheſter tritt am 2.., 19 Uhr„in tadelloſer Uniform im großen Kaſinoſaal an. Baunorcheſter. Am 2.., 20 Uhr, tritt das geſamte Orcheſter in tadelloſer Uniſorm im Kaſino an. Notenſtänder mitbringen. Erſcheinen iſt unbedingt Pflicht. Pfingſtberg. Am g. 2. tritt die Geſolgſchaft 54/171 um 19.50 Uhr in tadelloſer Uniform auf dem Pfingſtbergplatz an. Motorgeſolgſchaft 6/171, Luzenberg, Schardienſt der Schar 1(Boxen, Sport mitbringen). Antreten um 20 Uhr: Luzenbergſchule. Schardienſt der Scharen 2 und 3. Licht⸗ bildervortrag. Antreten um 20 Uhr: Luzenbergſchule. Motorgeſolgſchaft 5/171. Die Geſolgſchaft ſteht oam 1. 2. um 20 Uhr auf dem Clignetplatz angetreten. Motorgefolgſchaft 5/171. Die Gruppe à ſteht am Don⸗ nerstag und Gruppe B am Freitag um 20.15 Uhr auf dem Clignetplatz angetreten.(Motortechniſcher Unterricht.) BDM Gruppe 22 Neckarſiadt⸗Oſt. 1.., 20 Uhr, Gruppenappell in der Uhlandſchule. Orcheſter. Am 2. 2. tritt das Orcheſter in tadelloſer Kluft um 19 Uhr im Kaſinoſaal an. Gemeinſchaft der Ruheſtandsbeamten. Am 2.., 15 Uhr, wichtige Verſammlung der Ruheſtandsbeamten im Saale des alten Rathauſes. Deutſche Arbeitsfront Kreiswaltung Mannheim, Rheinſtr. 3 Gemeinſchafts⸗ Beruſserziehungswerk. O 4. 8/9 Am Mittwoch, 8. Februar, beginnt in 0 4. 8/9, 20.30 Uhr, die Aufbaukameradſchaft„Einführung in die Tarife der Reichsbahn und des Laſttraftwagens mit prakt. Uebungen“ Anmeldungen ſind bis ſpäteſtens 7. Februar in der Rhein⸗ ſtraße—5 abzugeben.— Die Lehrgemeinſchaft Nr. 195, Buchführung Stufe III, Nr. 202b, Vorſtufe für das Bilanzbuchhalter⸗Seminar, fallen infolge Krankheit des Uebungsleiters dieſe Woche aus. In den nächſten Tagen beginnen neue Lehrgänge in Kurzſchrift, Maſchinenſchreiben, Buchhaltung, Sprachen uſw. Aumeldungen werden in der Rheinſtraße—5 und beim Berufserziehungswerk, 0 4. 8/, entgegengenommen. Wir machen nochmals darauf aufmerkſam, daß die Ab⸗ teilung Berufserziehung und Betriebsführung ſeit 90. Ja⸗ nuar in der Rheinſtraße—5 ihre Sprechſtunden hat. Fern⸗ ſprecher Nr. 345 21 und 342 31, nach 19 Uhr Nr. 238 38. Kraſt durch Freuze uß 4/9 vom 16. bis 21. Februar. Sonderſahrt zur diesjährigen Automobilausſtellung nach Berlin. Teil⸗ nehmerpreis beträgt für Bahnſahrt, drei Uebernachtungen mit Frühſtück, Eintritt zur Automobil⸗Ausſtellung 28 4. Bahnfahrt und Eintritt zur Automobil⸗Ausſtellung(Ueber⸗ nachtung bei Verwandten bzw. Bekannten) 17,50 J. Drei Uebernachtungen mit Frühſtück und Eintritt zur Automo⸗ bil⸗Ausſtellung 10,50. Abfahrt am 16. Februar ab Karlsruhe(Hauptbahnhof) 17.52 Uhr, Ankunft am 17. Fe⸗ Fruar in Berlin(Anhalter Bahnhof).34 Uhr. Soſortige Anmeldung erſorderlich, da der Sonderzug immer früh⸗ zeitig ausverkauft iſt. Anmeldungen nehmen alle Kidſh⸗ Geſchäftsſtellen entgegen. Winteromnibusfahrt nach dem befreiten Sudetenland Oc 828/9 vom 12. Februar bis 19. Februar. Teil⸗ nehmerpreis ab Karlsruhe 47.60 Mark, mit Skikurs 52.60 Mark. Ab Stuttgart 43.60, mit Skikurs 48.60 Mark. Bei genügender Teilnahme erſolgt die Abfahrt am 12. Februar, 6 Uhr, ab Karlsruhe, Bahnhofsplatz. Evtl. müſſen die Teil⸗ nehmer bis Stuttgart zufahren. Unterbringung in Hurkenthal, außerdem Halt in Mün⸗ chen mit Stadtführung, Abendeſſen und Uebernachtung. Hurkenthal iſt ein idealer Winterſportplatz und den Ski⸗ fahrern beſonders zu empfehlen. Im Teilnehmerpreis iſt enthalten: Verpflegung, Fahrt, Uebernachtungen, Führun⸗ gen und Beſichtigungen. Anmeldungen bei allen Koͤc⸗ Geſchäftsſtellen. Zum Winterſport in den Hochſchwarzwald! OßF 813/39 vom 5. bis 12. Februar nach Menzenſchwand. Teilnehmerpreis einſchließlich Omnibusſahrt, Unterkunft un Verpflegung 2,50“, mit Skikurs 37,50(. Die Abfahr' erſolgt pünktlich ab Mannheim(Waſſerturm) 7 Uhr). Anmeldungen nehmen die Kocß⸗Geſchäftsſtellen entgegen. Volksbildungswerk Mittwoch, 1. Februar: Italieniſch für H§ und Jugend⸗ liche. 20 Uhr: Casa'ltalia. Die Kursgebühren ſind umgehend zu bezahlen. Vortrag„Erlebniſſe an der Front des ſpaniſchen Bürgerkrieges“. Vortrag erſt im März halten. Donnerstag, 2. Februar: Arbeitskreis„Chemie und Vierjahresplan“, 20 Uhr, in der Eliſabethſchule. Fotokurs für Fortgeſchrittene, 20 Uhr, Peſtalozziſchule. Montag, 6. Februar: Beginn des Rechenkurſes:„Vor⸗ teile und Kniffe bei ſämtlichen Rechenarten“. Unter an⸗ zerem werden behandelt:„Zinsrechnen nach der Zins⸗ formel“,„Die moderne Zinsſtaſſel“,„Dos Schaubild zur Dr. Schiſſauer kann ſeinen Darſtelbung von Zahlenwerten“ und ferner intereſſante Probleme aus der Unterhaltungsmathematik. Dauer des Kurſus 10 Abende. Preis des Kurſus 6 Mark. Der Kurs wird in der Allgemeinen Berufsſchule, U 2, 5, durchgeführt. Beginn 20 Uhr. Mittwoch, 8. Februar: 20.15 Uhr, in der„Harmonie“: Zweiter Vortrag der Vortragsreihe D„Nordiſches Weſen“. „Auf nordiſcher Fahrt“. Lichtbildervortrag mit Schall⸗ platten von Frau Aino Nordlund von Schenck, Mannheim. Karten zum Preiſe von 0,60 Mark, für Inhaber der Hörer⸗ Larte.30 Mark, ſind in den bekannten KöcF⸗Vorverkaufs⸗ ſtellen und an der Abendkaſſe zu haben. Freitag, 10. Februar: 20.15 Uhr, Aula, A 4, 1: Erſter Vortrag des natur⸗ und heimatkundlichen Vortragsdienſtes. „Der Boden unſerer Heimat.“ Redner! Fritz Kramer.— Schachkurs für Anſänger. Beginn 20 Uhr in der All⸗ gemeinen Berufsſchule, U 2, 5. Preis des Kurſes, der acht Albende dauert, 2 Mark. Montag, 13. Februar: Anſöngerkurs„Spaniſch“. Mon⸗ tags und donnerstags. Beginn 20 Uhr in der Allgemeinen Berufsſchule, U 2, 5. Der Kurs dauert ois Ende Mai und⸗ koſtet 8 Mark. Da er nur bei genügender Beteiligun durchgeführ: werden kann, iſt vorherige Anmeldung au der Kreisdienſtſtelle notwendig. Dienstag, 14. Februar: Anfängerkurs„Engliſch“. Dienstags und freitags. Beginn 20 Uhr in der Allgemeinen Berufsſchule, U 2 5. Anmeldungen zu dieſem neuen Sprachkurs„Engliſch für Anfänger“ nimmt die Kreisdienſt⸗ ſtelle des Volksbildungswerkes entgegen. Preis des Kur⸗ ſes 8 Mark. Mittwoch, 1. Februar: Die Teilnehmer des Sprach⸗ kurſes Italieniſch für Anfänger werden gebeten, die Ge⸗ bühren bis Mittwochabend auf unſerer Kreisdienſtſtelle zu bezahlen. Der Vortrag Dr. Schiffauers findet im Mänz ſtat!. Donnerstag, 2. Februar: Arbeitskreis„Chemie ung Vierjahresplan“, 20 Uhr, in der Eliſabethſchule. Fotokurs für Fortgeſchrittene, 20 Uhr, Peſtalozziſchule. SFFFFPPPPPPTPPPPPPPPPPPPGPTPTPGPPGPPPGPGGGGG0PP0PGG00P Haupeſchrifeieitet und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Windauer. Srellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich kür Theater, Wiſſenſchaft und Unterbalkung: Car! Onno Elſenbart.— Hau⸗ delsteil: Dr. Frig Bode.— Lokaler Teil: t. B. C. W. Fennel.— Sport: W. Mälter. Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht i. V. R. Schönfelder.— Bilderdienſt: C. W. Fenuel, ſämtliche in Mannbeim. Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin, Südweſikorſo 60. Für unverlangte Beitrage keine Gewäbr.— Rücktendung nur bei Rückvorto. Herausgeber, Drucker und Berieger: Neus Mannbeimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Co., Mannbeim, R 1, Verantwortlich tür Anzeigen und geſchäftliche Mittellungen Jakob Fande, Mannbeim. Zut Zeie Preisliſte Ne. 9 gültig. die Anzeigen der Ausgabe à Abend und A Mitkag erſcheinen glalch⸗ zeitig in der Ausgabe B Ausgabe& Mittag über 10 500 Ausgabe A Abend über 9500 Ausgabe B über 11 000 Geſamt⸗D.⸗A. Monat Dezember über 21 500 9. Seite(Nummer 52 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Aotomarkt ü0 V Hanas Limoune Baujahr 1938, 170 B. Atürige Cabrio⸗Limonſtne, Baujahr 1937, 2,9 Lir. Mercebes bſitzige Pullman⸗Lim., 14/60 PS. Mercedes 6ſ. Pullm.⸗Cabrio⸗Lim., 6/32 PS. Stöwer Cabrio⸗Lim., 8/40 PS. Andi⸗Cabriolet, 4fenſtr., Gläſer⸗Kaxoſſerte. 1019 mans Schmit annheim N 7. 8, Fernſpr, 202 93. ſi-ſtc Taüwex. Wir suchen ſür die Aoſtrags- und Rechnungs⸗ Beerbeliung in unserer Aht Uung Beumeschinen zum 1. 4 Sotl. früher 2 tüentige Konteristinnen Brio deriſch sind gew. 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Lebensjahre nach kurzer, schwerer Krankheit unser Aufsichtsratsmitglied Herr Ministerialrat Anton Seeger Wir verlieren mit diesem hervorragenden Manne einen Menschen, gem wir über das Grab hinaus danken für seine vornehme Gesinnung, seinen klugen Rat und seine stete Hilfabereitschaſt die er unserer Gesellschaft während Seiner 14.-jährigen Zugehörigkeit zu unserem Aufsichtsrat hat zuteil werden lassen. Das Andenken an den allzu früh Verstorbenen in Ehren halten. werden wir stets Mannheim, den 31. Januar 1939. Aulsichisrat und Vorstand der Rbeinschillahrt Alctiengesellschalt vorm. Fendei Am 26. Januar 1930 wurde mein lieber Mann, mein guter Vater, Bruder und Sehwager. Herr Dipl.-Ing. Heinrich Fod- durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst. Mannheim(Elisabethstraße 5, den 1. Febrüar 1930. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adele Fodc, geb. Riemer Die Binäscherung iet in Freiburg erfolgt. Die Beisetsung der Urne lindet auf dem hiestgen Friedhoſ statt am Montag, dem 6. Februer 1939. 15 Uhr. 2422 833— 9*——————————————————— 90 gr Silberaufl. .72 Teile d. B RA 105.- bequeme Teilz. Gratiskatalog. A. Paſch& Co., Solingen 87. V36 Neues S852 Lüädselongue verſtellbar Koyf Ausnahmepreis Mk. 25.— H. seeberger S 4, 20. Polſterei Gebrauchte Lasson- Schlänke preiswert zu Verk. 6g. Schmidt Feudenheim, 1. Stock links. Schöne S944 Ferkauſe Herr.⸗, Damen-Masken Da.. Ainlr, rad gebr., 5 Hanſen, L. 2. 8 *14⁵3 billig und Trausporten 8 2. 12-Luf 285 27 Ausführuns v. Rep. 7 he, Lüster, Parkplatz Kinderwagen 17.95 29.— 49.— Nunmasechinen neu, mit Gatantie 93.— 115.— Schtannaust, 175.- geblaucht 20.- 25. Zahtungserleicht. Endres, Hecauad Gebrauchter Weiber Herd Kachelofen Terzch. kl, Oeten zu verkf. 91460 Meerfelbſtr. 44, Fernſpr. 202 28. Modernes neues fblaiamer ſowie weißer äbden f. Marke Roeder. G 6, 10, 2 Trepp. 91471 fotdl asch- Maschine 5 verk. 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