— ——— Neue Mannheimer Jeitung Mannheimer General-Anzeiger Berlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1.-0. Fernſprecher: Sammel⸗Mummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtauſchrift: Nemazeit Mannheim Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Brei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pig. Trägerlohn in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mek., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. gorpfa. Poſtbei.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtelen: Bald⸗ wittr. 12. Kronprinzenſtr. 42. Schwetzinger Str. 44. Meerſeldſtr. 13, Uesiſchertr 1. FeHauptſtr. 55, WOppauer Str.8, SeFreiburger Str. 1. bbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Einzelpreis 10 PY. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile 50 Pſennia Kür Familten⸗ und Rleinanzeigen ermäßigte Grundoteiſe. Allgemein gültig eit die Anzeigen ⸗ Pretsliſte Nr. 9. Bet Zwangsvergleichen oder Konkurſen wird keinerlet Nachlaß gewährt Anzeigen in beſtimmten Ausgaben. an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Auſträge Keine Gewähr für Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗Ausgabe a Mittwoch, 15. März 1939 150. Jahrgang— Nr. 125 Das iichechijche Volk ſtellt ſich ntex den Sadut des Tührers Der Führtt berpticht den Schechen Aulonomle- Deulſche Lruppen rücken ein Das Ende iſt da Die Tſchecho-Slowakei hat aufgehört zu erſtieren.“ (Funkmeldung der NMz3.) + Berlin, 15. März. 1 Der tſchechiſche Staatspräſident Dr. Hacha traf u Begleitung des tſchechiſchen Außenminiſters Chval⸗ woſky um.10 Uhr zu einer Beſprechuug mit dem hrer in der neuen Reichskanzlei ein. Im Ehren⸗ hof'ſchritt der Staatspräſident die Front der auge⸗ zetenen Kompanie der SS⸗Leibſtandarte ab, wäh⸗ der Muſikzug den Präſentiermarſch intonierte. Der Führer empfing Staatspräſident Dr. Hacha 0 leinem Arbeitszimmer. Bei der Beſprechung wa⸗ * zugegen von deutſcher Seite Generalfeldmar⸗ ball Göring, der auf Wunſch des Führers ſeinen rlaub in Italien unterbrochen hatte und gegen 18 r in Berlin eingetroffen war, ſowie der Reichs⸗ niſter des Auswärtigen von Ribbentrop. Nach einer erſten dreiviertelſtündigen Beſprechung zogen ſich der Staatspräſident und Außenminiſter hvalkopſky zur Beratung ſowie zu Einzelbeſpre⸗ ungen mit Miniſterpräſident Generalfeldmarſchall öring und Reichsminiſter von Ribbentrop krück. Nach dieſer Beſprechung wurde ſolgende reinbarung getroffen: „Der Führer hat heute in Gegenwart des Reichsminiſters des Auswärtigen von Ribbentrop den tſchecho⸗ſlowakiſchen Staats⸗ präſidenten Dr. Hacha und den iſchecho⸗ ſlowakiſchen Außenminiſter Dr. Chval⸗ Befehl des Führers anb Berlin, 15. März. Am Tage des Einmarſches der deutſchen Truppen in Böhmen und Mähren hot der Führer ſolgenden Beſehl an die dentſche Wehrmacht erlaſſen: Die Tſchecho⸗Slowakei beſindet ſich in Auflöſung. In Böhmen und Mähren herrſcht unerträglicher Ter⸗ ror gegen deutſche Volksgenoſſen. Mit dem 15. März 1939 beginnend werden daher Verbände des deutſchen eeres und der deutſchen Luftwaffe in das tſchechiſche taatsgebiet einrücken, um hier Leben und Eigentum —3 Bewohner des Londes gleichmäßig ſicherzu⸗ en. Ich erwarte von jedem deutſchen Soldaten, daß er ſich den Bewohnern des zu beſetzenden Gebietes ge⸗ euüber nicht als Feind betrachtet, ſondern nur als ir ider des Willens der deutſchen Reichsregierung, leelem Gebiet eine erträgliche Ordnung herzuſtel⸗ „Wo dem Einmarſch Widerſtand entgegengeſetzt wird, wird er aber ſofort mit allen Mitteln gebrochen werden. ſe Am brigen jeid euch bewußt, daß ihr als Reyrä⸗ * Deutſchlands den tſchechiſchen Boden be⸗ et. —— Führer und Oberſte Befehlshaber der Wehr⸗ gez. Adolf Hitl er. Die Prager Regierung hat Beſehl gegeben, dem Einmarſch der deutſchen Truppen keinen Wider⸗ ſtand entgegenzuſetzen und ihren Anordnungen in jedem Falle Folge zu leiſten. Der Einmarſch beginnt (Funkmeldung der NMz3.) + Berlin, 15. März. 412 Oberkommando der Wehrmacht gibt be⸗ Truppen des deutſchen Heeres unter Füh⸗ rung des General der Jufanterie, Blasko⸗ witz, und des Generals der Infanterie Liſt, haben Mittwoch früh die deutſch⸗tſchechiſche reuze überſchritten und befinden ſich im Vor⸗ kopſky auf deren Wunſch in Berlin empfan⸗ gen. Bei der Zuſammenkunft iſt die durch die Vorgänge der letzten Wochen auf dem bisherigen tſchecho⸗flowakiſchen Staats⸗ gebiet entſtandene ernſte Lage in voller Offenheit einer Prüfung unterzogen wor⸗ den. Auf beiden Seiten iſt übereinſtimmend die Ueberzeugung zum Ausdruck gebracht worden, daß das Ziel aller Bemühungen die Sicherung von Ruhe, Ordnung und Frieden in dieſem Teile Mitteleuropas ſein müſſe. Der iſchecho⸗flowakiſche Staats⸗ + Berlin, 15. März. Der Führer erläßt folgende Proklamation: An das deutſche Volk! Nachdem erſt vor wenigen Monaten Deutſchland gezwungen war, ſeine in geſchloſſenen Siedlungs⸗ gebieten lebenden Volksgenoſſen gegenüher dem unerträglichen terroriſtiſchen Regime der Tſchecho⸗Slowakei in Schutz zu nehmen, zeigten ſich in den letzten Wochen ſteigend ernent gleiche Erſchei⸗ nungen. Dies muß. in einem Raume, in dem ſoviele an die Wehrmacht marſch auf ihre Tagesziele in Böhmen und Mähren. Bereits geſtern abend haben Verbände des Heeres und Teile der Leibſtandarte Adolf Hit⸗ lers Mähriſch⸗Oſtrau und Witkowitz beſetzt. Geſchwader der deutſchen Luftwaffe unter Führung der Generale der Flieger Keſſel⸗ ring und Sperrle ſ und des Generalleutnants Löhr haben heute zu gleicher Zeit die deutſch⸗ iſchechiſche Grenze überflogen. präſident hat erklärt, daß er, um dieſem Ziele zu dienen und um eine endgültige Befriedung zu erreichen, das Schickſal des tſchechiſchen Volkes und Landes vertrauens⸗ voll in die Hände des Führers des Deut⸗ ſchen Reiches legt. Der Führer hat dieſe Erklärung ange⸗ nommen und ſeinem Entſchluß Ausdruck gegeben, daß er das tſchechiſche Volk unter den Schutz des Deutſchen Reiches nehmen und ihm eine ſeiner Eigenart gemäße auto⸗ nome Entwickelung ſeines völkiſchen Lebens gewährleiſten wird. Berlin, den 15. März 1939. gez.: Adolf Hitler gez.: Dr. Hacha gez.: v. Ribbentrop gez.: Dr. Chvalkopſky.“ Der Führer an ſein Volk! Nationalitäten nebeneinander leben, zu unerträg⸗ lichen Zuſtänden führen. Als Reaktion auf dieſe erneuten Angriſſe gegen die Freiheit und das Leben der Volks⸗ gruppen haben ſich dieſe nunmehr von Prag losgelöſt. Die Tſchecho⸗Slo⸗ wakei hat damit aufgehört, zu exi⸗ ſtieren. Seit Sonntag finden in vielen Orten wilde Exzeſſe ſtatt, denen nunmehr aber wieder zahlreiche Deutſche zum Opfer fielen. Stündlich mehren ſich die Hilferufe der Betroffenen und Verfolgten. Aus den volksreichen deutſchen Sprachinſeln, die der Großmut Deutſchlands im vergangenen Herbſt bei der Tſchecho⸗ Slowakei beließ, beginnt wieder ein Strom von Flüchtlingen von um Hab und Gut gebrachten Men⸗ ſchen in das Reich zu fließen. Eine Fortdauer dieſer Zuſtände muß zur Zer⸗ ſtörung der letzten Ordnung in einem Gebiet füh⸗ ren, an dem Deutſchland lebenswichtig intereſſiert iſt, ja das ſelbſt über eintanſend Jahre lang zum Deutſchen Reich gehörte. Um dieſe Friedensbedrohung nunmehr end⸗ gültig zu beſeitigen, und die Vorausſetzung für (Fortſetzung auf Seite 2) In Gegenwart des Reichsminiſters des Auswärtigen empfing der Führer in der neuen Reichskanzlei den in einem Sonderflugzeug nach Beylin gekommenen ſlowaliſchen Miniſterpräſidenten Dr. Tiſo und Miniſter Dr. Durcanſey zu einer Ausſprache über die ſchwebenden Fragen: Der Führer im Geſpräch mit Miniſterpräſident Dr. Tiſo, rechts neben dem Führer Miniſter Dr. Durcanſky, Reichsminiſter des Auswärtigen von Ribbentrop, links vorn; Staatsminiſter Dr. Meißner. (Preſſe⸗Hoffmann, Zander⸗M.) -gierungsgewalt war zerbrochen. Wie es kommen mußte: * Mannheim, 15. März. Die Ereigniſſe in Mitteleuropa überſtürzen ſich. Vorgeſtern beſuchte der ſlowakiſche Minſterpräſient Dr. Tiſo die Reichshauptſtadt und holte ſich den Rat der maßgebenden deutſchen Stellen: der Rat konnte nur ſo lauten, wie er der grundſätzlichen deutſchen Politik der letzten Jahre entſprach. Deutſchland hatte immer das Selbſtbeſtimmungsrecht der Völ⸗ ker vertreten, es war nur ſelbſtverſtändlich, daß es ietzt den Selbſtändigkeitswillen öͤͤer Slowaken bil⸗ ligte und unterſtützte. Am geſtrigen Mittag erklärte die Slowakei ihre Unabhängigkeit von Prag. Am Abend folgte dem ſlowakiſchen Beiſpiel die Karpatho⸗Ukraine: auch ſie löſte ihre Beziehungen zu Prag und proklamierte ihre ſtaatliche Selbſtän⸗ digkeit. Mittlerweile war dieſer äußeren Auflöſung der innere Zerfall der Tſchecho⸗Slowakei gefolgt. In der Slowakei und in der Ukraine herrſchte der tſchechiſche Terror. Deutſche und Ungarn wurden gleichermaßen davon betroffen. Ungarn reagierte darauf mit einem Ultimatum an die Prager Regie⸗ rung, dem ſofort der Einmarſch der ungariſchen Truppen in karpatho⸗ukrainiſches Gebiet ſolgte. Nach ſchweren Grenzgefechten drangen die ungari⸗ ſchen Truppen etwa 16 Km. weit in bisher tſchecho⸗ ſlowakiſches Staatsgebiet vor. Alles kam nun darauf an, was die Prager Regierungsſtellen tun würden. Sie waren aber bereits Gefangene des allgemeinen Chaos geworden: die Länder gingen ihre eigenen Wege, die Truppen marſchierten auf eigene Fauſt, der Mob hauſte nach Gutdünken. Die zentrale Re⸗ Sie wiederaufzu⸗ richten, war nach Lage der Dinge eine Unmöglichkeit Das Ende der Tſchecho⸗Slowakei in der bisherigen Form war gekommen. Was geſchehen konnte, das war der Verſuch, noch die Reſtbeſtände zu retten und vor allem dieſen Reſtbeſtänden die Möglichkeit einer Ueberleitung in eine geordnete Zukunft zu verſchaf⸗ fen. Es war ein Glück, daß der Prager Staatspräſi⸗ dent Dr. Hacha in dem halben Jahre ſeiner Präſi⸗ dentſchaft die Zeichen der Zeit deuten gelernt hatte. Er wußte um ſeine eigene Schwäche und er kannte die Unzuverläſſigkeit der Politik derer, die ſich ein⸗ mal als die Verbündeten der Tſchecho⸗Slowakei be⸗ zeichnet hatten. Er kannte auch die Loyalität der deutſchen Regierung— und er kannte vor allem die Macht der Deutſchen und ihre Entſchloſſenheit, ihren Willen, das, was ſie als Recht erkannt hatten, auch durchzuſetzen. Er mußte mit dem einen ebenſo rechnen, wie er ſich auf das andere verlaſſen konnte. Und er tat, was vielleicht nicht das einzig Mögliche, aber ſicher das einzige Vernünftige in ſeiner Lage war: er beſchloß, ſein und ſeines Landes Schickſal in die Hand des Deutſchen Reiches und ſeines Führers zu legen. In den Beſpre⸗ chungen zwiſchen dem Führer, dem Reichsaußenmini⸗ ſter Ribbentrop und Dr. Hacha wurde eine Verein⸗ barung getroffen, die für die Geſtaltung der mittel⸗ europäiſchen Beziehungen und Entwicklungen von ſäkularer Bedeutung ſein wird: Die Tſchechdi unterſtellte ſich dem Schutze des Deuf⸗ ſchen Reiches. Die Formel iſt vieldeutig und weitgehend. ſie im einzelnen praktiſch ausgefüllt werden wird, iſt augenblicklich noch nicht bekannt. Selbſtverſtändlich iſt nur zweierlei: daß die Unterſtellung unter den Schutz des Deutſchen Reiches auch die Unterſtel⸗ lung unter die Führung des Deutſchen Reiches bedeutet. Und das andere: daß die Tſche⸗ cho⸗Slowakei mit dem heutigen Tage auch als ſtaats⸗ rechtlicher Begriff zu beſtehen aufgehört hat. Es gibt keinen tſchecho⸗ſlowakiſchen Staat mehr, es Wie eeee, eeeeeeeee ————————— 2. Seite/ Nummer 123 ———————— —— KSS Mittwoch, 15. März 1890 gibt nurmehr die hiſtoriſchen Länder der Wenzels⸗ krone: Böhmen, Mähren, Slowakei und Karpatho⸗ Ukraine. Von dieſen Ländern haben zwet aber immer zum Deutſchen Reiche gehört: mehr als ein⸗ mal wurde die deutſche Kaiſerkrone in Prag getra⸗ gen und Mähren war immer mit dem alten Deut⸗ ſchen Reiche in unlöslicher Verbundenheit. Eine Wiederanknüpfung an dieſe hiſtoriſche Tra⸗ dition hat die Entwicklung der letzten 24 Stunden nahegelegt. Eine Wiederanknüpfung ſelbſtverſtänd⸗ lich in moderner Form: heute werden nicht Staaten annektiert, heute beanſpruchen Völker Rückſichtnahme auf ihr Recht und ihre Eigenart. Niemand verſteht das mehr als Deutſchland. Niemand wird das mehr als Deutſchland auch gegenüber Prag bedenken, dem gleichen Prag, das, ſolange es Hauptſtadt eines eigenen Reiches war, gegen dieſen Grundſatz geſün⸗ digt hat und dieſe Sünde jetzt mit dem Verluſt des ganzen tſchecho⸗ſlowakiſchen Staates zu bezahlen hat. Der Führer hat daher in der gleichen Proklama⸗ tion, in der er das Ende des tſchecho⸗ſlowakiſchen Staates verkündete, auch das Recht des iſchechiſchen Volkes auf ſeine Autonomie anerkannt. Der Weg iſt alſo im großen klar: es gibt keinen tſchechi⸗ ſchen Staat mehr gegen das deutſche Reich, es gibt nur mehr eine tſchechiſche Politik, die aufgeht in die große Politik des großen deutſchen Reiches. Es gibt auch keinen tſchechiſchen Chauvinismus mehr, der ſich gegen Deutſche wenden könnte, es gibt nur mehr ein iſchechiſches völkiſches Reich, das auf das Verſtändnis des deutſchen Volkes rechnen kann. Das iſt die große Linie der künftigen Entwicklung. Wie eng oder mie loſe die Anſchließung des tſchechi⸗ ſchen politiſchen und völkiſchen Elements an das Reich ſein wird, das werden die nächſten Tage, viel⸗ leicht die nächſten Stunden bereits zeigen müſſen. 1 Einſtweilen marſchieren nur als Vollzieher des deutſchen Willens und als unerbittliche, aber gerechte Hefolgsmänner des Führers die deutſchen Re⸗ gimenter in die tſchechiſchen Städte und Dörfer ein... Es mag Leute geben, die das als tragiſches Schickſal für Prag, für ihr Prag empfinden: es iſt jedenfalls das beſte, was die in ſelbſt mörderiſchem Bruderkrieg verbiſſenen Völkerſchaften dieſes Staa⸗ tes treſſen konnte,— und es iſt fedenfalls nicht unverdient. Dr. Hacha. Prags Staatspräſident, hat das ſelbſt eingeſehen: es iſt nicht mehr von allzugroßer Wich⸗ tigkeit, ob die tichechiſchen Generäle und die Führer des tſchechiſchen Mobs es auch einſehen. Zu wünſchen wäre ſchön, wenn es auch diesmal ſo wäre. Sollte die Grenzen des alten Reiches immer hinausgetra⸗ gen, ohne daß Blut vergoſſen werden mußte. Es wäre ſchon, wenn es auch diesmal ſo wäre. Sollte es nicht ſo ſein, ſo hätte es jedenfalls aber politiſch und militäriſch nichts zu bedeuten Und was ſagt die übrige Welt dazu? Dieſe Frage iſt in der Tat wichtig, aber wieder nicht ſo wichtig, daß ſich darauf die deutſche Aufmerkſam⸗ keit konzentrieren müßte. Die übrige Welt hat von Her Tſchecho⸗Slowakei bereits ſchon lange Abſchied genommen: im September des vorigen Jahres an jenem grünen Tiſch in München, als man ſich einigte, daß ſie ſo, wie ſie war, nicht mehr beſtehen konnte. Was jetzt geſchieht iſt nur die letzte Vollzugs⸗ meldung der damaligen Entwicklung. Das ſieht man augenſcheinlich in Paris und London auch ein. Das vielleicht etwas gekünſtelte Desintereſſement an dem Schickſal Prags in den letzten Tagen war auffällig. Man ſcheint erkannt zu haben, daß einer halben Reſignation nur die ganze folgen kann: die halbe, die war im September, die ganze, die iſt jetzt im März. Zudem hat die Geſchichte ſelbſt ihnen wieder ein⸗ mal dieſe Reſignation leicht gemacht: die Deutſchen rücken nicht als Angreifer in das tſchechiſche Gebiet, ſie rücken ein mit dem ausdrücklichen Wunſche der legitimen Prager Autoritäten. Auf ihrem Ein⸗ marſchbeſehl ſteht auch die Unterſchrift Dr. Hachas. Das Bedürfnis aber, tſchechiſcher als die Tſchechen zu ſein, wird man in Paris kaum ſpüren So geſchieht der deutſche Schritt in eine neue Aera der deutſchen Geſchichte unter günſtigſten Zei⸗ chen. Und wenn ihn die Welt richtig verſteht, wird er ein neuer, vielleicht der wichtigſte Schritt zum enòdgültigen Frieden ſein! Dr. A. W. (Fortſetzung von Seite 1) bdie erſorderliche Neuordnung in dieſem Lebens⸗ raum zu ſchaſſen, habe ich mich entſchloſſen, mit dem heutigen Tage dentſche Truppen nach Böhmen und Mähren einmarſchieren zu laſſen. Sie werden die terroriſtiſchen Banden und die ſie deckenden tſchechiſchen Streitkräfte entwafſ⸗ nen, das Leben aller Bedrohten in Schutz neh⸗ men und ſomit die Grundlagen für die Einfüh⸗ rrung einer grundſätzlichen Regelung ſichern, 5 die dem Sinne einer tauſendjährigen Geſchichte und den praktiſchen Bebürfniſſen des deutſchen und des tſchechiſchen Volkes gerecht wird. Berlin, dem 15. März 1999. gez. Adolf Hitler. Flaggen heraus! Der Reichsminiſter für Volksanfklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, fordert die ge⸗ ſamte Bevölkerung auf, aus Anlaß des Ein⸗ marſches der deutſchen Truppen in Böhmen und Mähren zu flaggen. Reileſperren beyr. Vöhmen und Mähren 8[Funkmeldung der NM3) + Berlin, 15. März. Jaeder Reiſeverkehr(Ein⸗ und Ausreiſe) in das unter deutſchem Schutz geſtellte böhmiſche und mäh⸗ riſche Gebiet iſt big auf weiteres geſperrt. „Kreuzfahrt frauzöſiſcher U⸗Boote an der afrika⸗ niſchen Küſte. Acht Unterſeeboote der II. Diviſion des Atlantikgeſchwaders ſind am Dienstag aus Breſt ansgelaufen, um eine 45tägige Kreuzfahrt an der marokkaniſchen und weſtaſrikaniſchen Küſte zu unter⸗ nehmen. internierten und And was ſagen ſie dazu?? Das Ausland und die Ereigniſſe in der Tſchechel Anbehagen in England, aber Einſicht, daß ſich an der Entwicklung nichts ändern läßt Drahtbericht unſ. Vertretersin London London, 15. März. Das engliſche Kabinett wird ſich heute mit der durch den Zerſall der Tſchecho⸗Slowakei ent⸗ ſtandenen Lage befaſſen. An den britiſchen Botſchofter in Berlin iſt die Inſtruktion ergan⸗ gen, gemeinſam mit dem franzöſiſchen Botſchafter einen Schritt bei der Reichsregierung zu unter⸗ nehmen. Miniſterpräſident Chamberlain wird heute im Unterhaus auf eine Anfrage des Abgeordneten Hen⸗ derſon Stellung nehmen. Die Antwort auf eine An⸗ frage in der geſtrigen Unterhausſitzung war nur vorläufiger Natur und beruhte auf Teilinformatio⸗ nen und wurde gegeben, bevor die Ereigniſſe ihren bekannten Verlauf nahmen, vor allem, bevor Deutſchland Mähriſch⸗Oſtrau beſetzte. In offiziellen Kreiſen wird weiterhin Zurückhal⸗ tung geübt. Die Haltung amtlicher Stellen iſt eine Miſchung aus Vorſicht, das heiße Eiſen anzufaſſen, und dem Bemühen, das Geſicht zu wahren. Die Rich⸗ tung Churchill verſucht die neue Lage für ſich aus⸗ zunützen und einen ſtärkeren Einfluß auf die amt⸗ liche Politik zu gewinnen. Sie nimmt die Ereigniſſe zum Vorwand, um eine noch größere Aufrüſtung zu fordern und einen deutſchfeindlichen Kurs der Po⸗ litik herbeizuzwingen. Einen ähnlichen Ton ſchlägt die große volitiſche Preſſe heute an. Im„Times“-Leitartikel heißt es: Im Augenblick kann die britiſche Regierung wie die franzöſiſche lediglich die erbarmungsloſe Behand⸗ lung einer kleinen, freundlichen Nation regiſtrieren, für deren Unabhängigkeit ihre Kraft gemeinſam im Kriege verantwortlich war. Dieſes Werk iſt jetzt zerſtört worden. Die Tatſache, daß dieſer Staat nirgends auf wirklichen Grundlagen ruhte, kann nicht das Bedauern über ſein Verſchwindern ver⸗ hindern. Herrn Hitlers Einfluß iſt beherrſchend in Mitteleuropa, wie es kommen mußte. Er erweiſt ſich als immer feindlicher gegenüber politiſcher Freiheit, wie die weſtlichen Dempkratien ſie verſtehen. Sie ihrerſeits können nur fortfahren, mit wachſender Energie nach ihrer eigenen Sicher⸗ heit zu ſehen, nicht weil ſie wünſchen, das normale Wachstum eines ſtarken Deutſchland zu hindern, ſondern weil das nationalſozialiſtiſche Reich mehr und mehr entſchloſſen ſcheint, nicht nur zu ſeiner vollen Größe anzuwachſen, ſondern auch ſeine Vor⸗ herrſchaft auszubreiten, wo immer die Schwäche anderer Nationen eine ſolche Ausbreitung möglich erſcheinen läßt. Der gleichfalls konſervative„Daily Telegraph“ ſchreibt, was Großbritannien anlange, ſo entſteht keine Frage militäriſcher Intervention. noch könne eine ſolche Frage entſtehen, da die Viermächtegaran⸗ tie der tſchechiſchen Grenze, die im September ver⸗ einbart wurde, niemals voll in Kraft getreten ſei. Aber obwohl keine möraliſche oder rechtliche Ver⸗ pflichtung beſtehe, die es England zur Pflicht mache, dem Opfer des Angriffes beizuſtehen. könne Eng⸗ land in keinerlei Zweifel über den Charakter der Macht befangen ſein, die England in Mitteleuropa entgegentrete. Einen vollſtändig anderen Ton ſchlägt die eben⸗ falls konſervative, aber mehr populäre„Daily Mail“ an, die ſich bemüht, die Meinung des Durchſchnitté⸗ engländers zum Ausdruck zu bringen. Sie ſchreibt, die Tſchecho⸗Slowakei ſei in Stücke zerfallen. Bei dieſem Prozeß ſei natürlich der Zuſammenbruch unvermeidlich geweſen. Die Gründung der Tſchecho⸗ Slowakei habe nichts mit Gerechtigkeitoder Logik zu tun gehabt. Sie ſei eine lediglich ſtrategiſche Konzeption geweſen, die nur ſo lange hätte aufrecht erhalten werden können, als der Völ⸗ kerbund ihr den Rücken ſtärkte. Seitdem der Völker⸗ bund zuſammengebrochen ſei, habe auch die Tſchecho⸗ Slowakei zuſammenbrechen müſſen. Dieſes Ereignis ſei kein Grund zu Befürchtungen und alarmieren⸗ den Gerüchten. 9 80 Das Verſchwinden dieſes Staates ſolle willkom⸗ men geheißen werden, denn ſolange er beſtand, babe er den geſamten enropäiſchen Frieden ge⸗ fährdet. Ein neuer großer Fehler, der in Verſailles began⸗ gen worden ſei, ſei berichtigt worden. Europa ſollte ſich freuen, daß erneut Grenzen geändert würden, ohne daß daraus ein größerer Konflikt entſtan⸗ den ſei. Der gleichfalls zur Morgenpreſſe gehörende „Daily Expreß“ ſchreibt, daß die Tſchecho⸗Slowakei einen zuſammenhängenden Staat dargeſtellt habe. Sie beklagt dann, daß England durch ſeine Mil⸗ lionenanleihe noch Geld für die Reſt⸗Tſchecho⸗Slo⸗ wakei nach dem Münchener Abkommen hinaus⸗ geworſen habe. Die Ereigniſſe könnten ferner der britiſchen Regierung eine große Lehre ſein, denn der Verſuch, die Grenzen des neuen tſchechiſchen Staates zu garantieren, ſtelle ſich jetzt als außerordentlich gefährlich heraus und es ſei ein Glück, daß dieſe Garantien nicht in Kraft ſeien. Das Blatt ändert dann jedoch den Ton und fährt fort, die Deutſchen ſammelten unter ihrem Banner Kräfte, die dem Reich feindlich geſinnt ſeien und die auf den Augen⸗ blick zur Revolte warten. Die Oppoſitionspreſſe befindet ſich in ihrer Ton⸗ art in Gemeinſchaft mit der großen politiſchen Preſſe. Das Blatt der Arbeiterpartei,„Daily Herald“ ſchreibt, der Nationalſozialismus iſt immer aggreſſiv⸗ geweſen. Er habe immer eine Außenpolitik beſeſ⸗ ſen, die Opfer von anderen fordert. Aber dieſe Opfer ſeien früher konkrete Dinge wie Vertragsrechte oder Gebiete geweſen. Jetzt gehe der Nationalſozialis⸗ mus weiter. Er fordere jetzt Macht, Macht um ihrer ſelbſt willen, lediglich um des Vergnügens willen, ſie auszuüben. Das Blatt der Oppoſitionsliberalen,„News Chro⸗ niele“ beendet ſeinen Leitartikel mit den Worten, die Frage ſei jetzt dringlicher denn je zuvor, wann dieſem aggreſſiven Triumphmarſch ein Halt geboten würde. ——„--——————— Eine Cigarette, die 50 Jahre besteht, muß schon etwas Besonderes seinl AriKan 5, —— Eine Erklärung Hore Beliſhas In ſechs Monaten ſchlagbereit In dieſer Seit hofft Beliſha Englands Armee abmarſchbereit zu haben dnb London, 15. März. In einer Ausſprache über die Haushaltsvorlage für das Landheer am Dienstagabend ging der bri⸗ tiſche Kriegsminiſter Hore Beliſha kurz auf die Frage ein, in welcher Zeit Eugland die Streitkräſte für die Feldarmee in ſeldmarſchmäßigem Zuſtand aus⸗ gerüſtet haben könnte. Man habe ihn gefragt, ob das in ſechs Monaten der Fall ſei. Er, Hore Beliſha, hoffe, daß das Haus ihn nicht drängen werde, die genauen Daten für die mögliche Abmarſchbereitſchaft für die Feldarmee bekannt zu geben, er glaube aber doch, daß das in der eben ge⸗ nannten Zeit möglich ſei. Im„Daily Telegraph“ beſaßt ſich der britiſche Generalmajor Temperley mit der Schaffand der Feldarmee. Es ſei wichtig, daß keine Einheit der Feldarmee Englands den Kontinent verlaſſen könne, bevor die ausgedehnten Phaſen der Luftangriſſe nicht erſchöpft ſeien. Die Verſchiffung und Landung der Feldarmee werde bei Bombenangrifſen eine außerordentlich ſchwierige Angelegenheit ſein. Es ergebe ſich auch noch eine andere wichtige Frage, näm“ lich die Beſchaffung eines erfahrenen Stabes oon Kom⸗ mandanten. Ferner könnten ſich Schwierigkeiten mechaniſcher und techniſcher Art, die bisher nicht be⸗ ſtanden, ergeben. Man müſſe ſich mit einer Anzah neuer Waffen und einer völlig neuen Organiſation vertraut machen. ——— Die Feiſt iſt abgelaufen: Keeine Einigung im Füichereikonflikt Moskau will die Fiſchgründe unter Ausſchluß der Japaner vervachten dnb Moskau, 14. März. Zur Frage der japaniſchen Fiſchereirechte in den fernöſtlichen Territorien der Sowfetunion fand heute zwiſchen dem fapaniſchen Botſchafter in Mos⸗ kau, Togo, und Außenkommiſſar Litwinow⸗Finkel⸗ ſtein, eine neue einſtündige Unterredung ſtatt. Dieſer Unterredung kommt inſofern eine beſondere Bedeu⸗ tung zu, als am 15. März in Wladiwoſtock die neue Verſteigerung der Fiſchereianteile ſtattfinden ſoll, an der die japaniſchen Konzeſſionäre diesmal nicht teilnehmen werden, da ſeit dem Ende des Vor⸗ jahres noch keine Vereinbarung in der Fiſchereifrage erreicht worden iſt. Der japaniſche Botſchafter wiederholte nochmals, daß die japaniſche Regierung, geſtützt auf die ihr nach dem Portsmouth⸗Vertrag zuſtehenden Rechte das einſeitige Vorgehen der Sowjetregierung, das in der Neuverſteigerung aller Fiſchereianteile zum Ausdruck kommt, nicht anerkennen könne. Ungarns Altimatum an Prag „Der Friede zunejſt geſährdet“-Alle Vorbereilungen zur Mobillſierung geſchaffen anb. Budapeſt, 14. März. Aus politiſchen Kreiſen wird über den bereits gemeldeten Inhalt der Note der ungariſchen Regie⸗ rung an die Prager Regierung bekannt: Die ungariſche Regierung hat auf Grund der ſtändig zunehmenden Gewalttaten tſchechiſchen Mi⸗ litärs gegen die ungariſchen Volksangehörigen in der Karpatho⸗Ukraine proteſtiert. In der Note wird feſtgeſtellt, daß der Friede der ungariſchen Be⸗ völkerung längs der Grenze zutiefſt gefährdet ſei. In der Note wird gefordert: 1. die ſoſortige Freilaſſung der in großer Zahl gefangengeſetzten ungariſchen Staats- und Volksangehörigen in der Karpatho⸗ Ukraine. 2. die grauſamen Mißhandlungen ungariſcher Staatsangehöriger ſofort zu unterbinden. 3. dem ungariſchen Grenzſchutz die Erlanbnis zu geben, ſich ſofort zu bewaffnen, um ſich gegen die Ränberüberfälle tſchechiſcher Banden ſchützen zu können. 4. Die tſchechiſchen Truppen, die Urheber der Texrormaßnahmen gegen die ungariſchen Staats⸗ und Volksangehörigen nuud gegen die ungariſche Greuzbevölkerung, müſſen ſofort die Karpatho⸗ Ukraine räumen. Die Mobiliſierung in Ungarn kann jeden Augen⸗ blick erfolgen; Vorbereitungen hierzu ſind bereits getrofſen. In Preſiburg wird belannt, daß unga⸗ riſche Freiſchärler in der Südoſt⸗Slowakei in Rud⸗ nok ſhei Metzenſaifen) die Grenze überſchritten und den ſtrategiſch wichtigen Berg Kloptana beſetzt haben. das Schmöllnitz⸗Tal der Unter⸗Zips und erſchließt den freien Zugang nach Poprad. Dieſer Berg beherrſcht das Göllnitz⸗ und Die ungariſchen Truppen ſind nach Uebertritt auf karpatho⸗ukrainiſches Gebiet nach mehreren Geſech⸗ ten mit tſchechiſchem Militär dort weiter vorgeſto⸗ ßen. Am Nachmittag wurden die Orte Domanicze und Noyicke Podhradi erreicht. Eine Abteilung ſtößt von Ungvar in nordweſtlicher Richtung auf Dioſka vor. Von Munkacs aus bewegen ſich die ungariſchen Truppenteile im Tal der Latoriea auf Einadovs zu. Die neu erbauten Umgehungéſtraßen um Ung⸗ var und Munkaes herum ſind, wie berichtet wird, bereits in ungariſchen Händen. Tſchechengeneral Prchala aue Chuſt verſchwunden duhb Prag, 14. März. Wie in ukrainiſchen Kreiſen verlautet, iſt der von den Tſchechen als karpatho⸗ukrainiſcher Inneumini⸗ ſter eingeſetzte tſchechiſche General Prchala aus Chuſt verſchwunden. Er ſoll nach Rumänien geflohen ſein. Feuer auf Stad'verordnetenverſammlung dnb. Chuſt, 14. März. In dem an der ungariſchen Grenze gelegenen larpatho⸗nkrainiſchen Ort Nogyſzöllös bei Sepljus ſchoß am Montagabend tſchechiſches Militär auf die überwiegend aus Ungarn beſtehende Stadtver⸗ ordnetenſammlung. Ein Stadtverorodneter wurde ſchwer verletzt und ſtarb auf dem Transport ius Krankenhaus. Zwei weitere Stadtverordnete erlitten leichtere Verletzungen. von dem von der Der Botſchafter forderte darauf namens ſeiner Regierung die Aufſchiebung der Verſtei⸗ gerung. Litwinow antwortete hierauf, der Entſchluß der Sowjetregierung, die Berſteige⸗ rung der Fiſchereianteile morgen in Wlodiwo⸗ ſtock zu eröſſnen, ſei unabänderlich. So iſt alſo wiederum keine Einigung zuſtande ge⸗ kommen. In japaniſchen Kreiſen weiſt man darau hin, daß die Fiſchereiſaiſon ſchon in wenigen Wochen, Anfang bis Mitte April beginnen würde, wobet pon, ausſichtlich die japaniſche Fiſchereigeſellſchaften nich Verſuch abgehalten werden könnten, die ihnen bisher zuſtehenden Fiſcherel⸗ gründe auch in dieſem Jahre auszubeuten. Wieder ein Proteſt der Drei dnb. Tokio, 14. Märs⸗ Am Dienstagnachmittag überreichten der briti⸗ ſche, der franzöſiſche und der amerikaniſche Botſchaß ter dem japaniſchen Außenminiſter Arita Noten, in denen, wie verlautet,„Vorſtellungen“ wegen neuen Pekinger Regierung getroffenen Währungsmaßnahmen erhoben wurden. Dieſe Maßnahmen, ſo wird in den Noten behauptet, dis⸗ kriminierten dritte Mächte und ſtellten eine Ver⸗ letzung der Politik der offenen Tür dar. Unterrichtete japaniſche Kreiſe bemerken zu die ſem Schritt, daß die Pekinger Regierung unabhängih ſei und daß inſolgedeſſen die Vorſtellungen in Pe⸗ king hätten gemacht werden müſſen und nicht in Tokio. Außerdem bezögen ſich die Maßnahmen Pe⸗ kings auf alle Länder einſchließlich Japans. England und die Flüchtlingsfrage EP Paris, 14. März. Die Abreiſe des neuen franzöſiſchen Botſchafter⸗ bei der nationalſpaniſchen Regierung, des Mar⸗ ſchalls Pétain, iſt nunmehr endgültig auf den kom⸗ menden Mittwoch angeſetzt worden. Von frauzöſt⸗ ſcher Seite drängt man darauf, daß die Frage ſowfetſpaniſchen Flüchtlinge, deren Unterhaltung und Unterbringung den franzöſiſchen Staat täglich 7 200 000 Franken koſtet, eine umfaſſende und raſ Löſung findet. Beſondere Bedeutung kommt dem Beſuch 82 engliſchen Botſchaſters bei Bonnet zu. Sir Erie Phiſens unterrichtete den franzöſiſchen Außenminiſter davon, daß die engliſche Regierung ſich entſchloſſen hobe, Fraukreich bei der Verpflegung der ſpaniſche Flüchtlinge ſtärker zu unterſtützen als bisher. Da ſich bei der Rückbeförderung der Flüchtlinge nah Spanien Transportſchwierigkeiten herausgeſtellt ten, werde die britiſche Regierung über das inte, natipnale Rote Kreuz einen größeren Laſtkral wagenpark zur Verfügung ſtellen. Außerdem we England durch das Rote Kreuz Lebensmittel rnd Bettzeug liefern. 3. Seite/ Nummer 123 M im, 15. März. Mannheim, 15. März Bald werden wir gezählt! In einigen Wochen müſſen wir etwas tun, was wir eigentlich ſchon vor einem Jahre tun ſollten: uns in die Zählliſte einzutrage!: für die erſte Volks⸗ zählung Großdeutſchlands. Warum wir ein volles Jahr das ſpäter machen? Darüber be⸗ lehrt uns ein roter Merkzettel, der augenblicklich mit unſerer Zählliſte noch beim Amt liegt und der folgendes beſagt: „Achtung! Bei der Volks⸗, Berufs⸗ und Be⸗ triebszählung werden zum Teil Fragebogen mit er Jahreszahl 1938 verwendet. Die Zählung war bereits im Jahre 1938 geplant, mußte aber wegen der Wiedervereinigung Oeſterreichs mit dem Reich auf das Jahr 1939 verſchoben werden. Zwecks Rohſtofferſparnis werden Zählpapiere, die 1938 Eintopf- Gerichte: Tomstenteis mit Rindfleisch Königsberger Klops mit Reis, Sr⸗gediner Gutesch mit Sauerkraut, Gulasch mit Makka- roni, Schweinsgulesch mit Spötzle, Grüne Bohnen mit Hiammettleisch. Hühnerreis mit Flerschklößen, Kaibskopt m. Nudeln u. Madeira, Msjorankartotfeln mit Schweinefteisch. Veflen-en 8 Kilodose(2 pon.)..25 estelhete STEüuen ninter der Hauptpost. nut 23624 — Schmack⸗ halte bereits gedruckt waren, verwendet. An Stelle der in den Fragebogen mehrmals enthaltenen Jahres⸗ zahl 1938 iſt daher 1939 zu leſen!“ An die 20000 Kiſten, die etwa 70 Eiſenbahnwag⸗ gons füllten und die mit ihrem papierenen Inhalt rund 1000 Tonnen wiege: ſind in Gaue. in Stadt und in fedes Dorf geſwickt worden. Die Bildung von Zählungsausſchüſſen iſt überall erfolgt. Vom 1. bis 20. April müſſen die Hählpapiere überall eingegangen ſein. Dann finden 15 zum 10. Mai Zählerverſammlungen ſtatt. um ſie ber ihre Arbeit zu belehren, denn etwa 900 000 frei⸗ dallige Zähler werden in Stadt und Land an dieſem großen Werk mithelſen. Am 13. Mai muß leder ſeine Zählliſte haben und am 17. Mai aus⸗ Uen. Zwei Täge,⸗ſpäter wird ſie abgeholt werden, und etwa vier Wochen ſpäter wiſſen wir ſchon, wie⸗ viel Einwohner nunmehr das Großdeutſche Reich ben wird. Uebrigens genüat es nicht mehr, als Staatsan⸗ gehörigkeit„Deutſches Reich“ einzutragen. wenn ſich iede ſemand innerlich zu einem andern Volkstum be⸗ tennt, etwa zum polniſchen, tſchechiſchen, franzöſi⸗ ſchen, engliſchen oder italieniſchen Volke. Außerdem ſchas jeder Jude und jeder Abkömmling der jüdi⸗ ſchen Raſſe angeben, ob er Volljude iſt oder in wel⸗ n Teilen ſeiner Familie, Eltern und Großeltern er jüdiſches Blut hat. Wohl war ſchon bei der letz⸗ 30 Volkszählung vor ſechs Jahren eine Erfaſſung Glaubensjuden erſolgt. Jetzt aber wollen wir ſtmalig die Juden als Raſſe zählen und eine ge⸗ —9 Statiſtik aller Juden und Jüdenabkömmlinge — Deutſchen Reiche ſchaffen. Das wird die vollkom⸗ enſte Judenſtatiſtik werden, die es auf der ganzen rde gibt. SS. n Zum Abſchluß der Pimpfenwoche gibt es heute abend um 19 30 Uhr auf dem Markt⸗ atz eine große Kundgebung des Jungvolks und er Jungmädels, zu der die Maunheimer Bevölke⸗ ung herzlichſt eingeladen iſt. on Kdff⸗Kurſus⸗Berlegung. Der bisher in der Liſelotteſchule jeweils dienstags von 20 bis 21.30 OUr durchgeführte Kurſus in Allgem. Körperſchule (Sportlehrer Andräs) wird ab ſofort donnerstags in der Peſtalozziſchule durchgeführt. alle deutſchen Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Aus der Arbeit der NSV Mannheimer NSB ſchickte 2600 Mlitter in Erholung Beſte Erſolge in der Kräfligung kinderreicher Frauen Erinnern Sie ſich noch an die Röchlingburg an der Ecke Werderſtraße und Hildaſtraße? Da lagen vor 5 Jahren müde und ausgemergelte Frauen im Garten auf Liegeſtühlen; aber der Verkehr rollte, die Hupen ſchallten und nebenan in der Luftſchutz⸗ ſchule konnte es ſogar ganz erheblich knallen. Das war eine erſte behelfsmäßige Löſung, und inzwiſchen ſind wir erheblich weiter gekommen mit der Mütter⸗ erholung. In den letzten vier Jahren wurden 2600 Müt⸗ ter aus dem Kreiſe Mannheim in die ſchönſten Gegenden Deutſchlands, in den Schwarzwald und Odenwald, verſchickt, jede einzelne mit einem Mindeſtkoſtenaufwand von 110 bis 120 Mark. Nach St. Blaſien, nach Gernsbach(bei Baden⸗Baden) ging die Fahrt, nach Mülben und Waldkatzenbach im Odenwald, zum Laiſacher Hof im Münſtertal(bei Krotzingen), und ſchließlich noch nach Günterstal bei Freiburg, wohin jede Mutter ſogar einen Säugling bis zum Alter von einem halben Jahr mitnehmen durfte. Auch Nord⸗ und Oſtſee konnte in Frage kommen, wenn der Arzt beſonders Seeklima ver⸗ opdnete. Das Müttererholungsheim in Neckar⸗ gemünd, früheres Taubſtummenheim, gehört zwar auch zum Kreis Mannheim, wird aber mit Müttern aus Mannheim nicht belegt, weil es zu nah iſt, und ſegensreiche Luftveränderung nicht zu erwarten wäre; dagegen kommen öfter Mütter aus dem Schwarzwald und der Saarpfalz dorthin. Es ſind natürlich vorwiegend kinderreiche Mütter geweſen, viel junge Frauen vor allem, die eine geſegnete Liebe zu vielen Kindern haben. Es war manche junge Frau Dabei, die ſchon 10 Kindern das Leben ſchenkte, ja ſogar eine 36jährige, die ſchon 12mal geboren hatte, und nun im letzten Jahre blaß aber doch vergnügt mit ihrem Kleinſten auf die Reiſe ging. Vier Wochen lang an nichts denken brauchen was mit Küche, Wäſche, Treppenputzen, Staubwiſchen zuſammenhängt, und immer in friſcher Luft, das hilft ſchon. Da hat man durchſchnittlich Gewichtszunahmen von—8 Pfund feſtſtellen können, in ſehr vielen Fällen ſogar 10 und 12 Pfund. Das läßt ſich hören und muß auch erzielt werden; denn wie oft ſind⸗ kinderreiche Mütter unterernährt angetroffen worden, waren ſie neryenſchwach und völlig herunter aus der nachwirkenden Zeit der Arbeits⸗ loſigkeit. Aber auch von den Landortskreiſen werden viel Mütter verſchickt; denn hier gibt es öfter eine Schwächung durch Geburten, die ſich nach ſolch einer fröhlichen Freizeit bald wieder macht, und über's Jahr können die von der NS dann vernehmen: es iſt ſchon wieder ein Kleines da. Es gibt auf dieſen Penſionen, Heimen, Höfen, Gaſthäuſern natürlich viel Kurzweil und Fröh⸗ lichkeit, etwa mit der NS⸗Frauenſchaft, Kamerad⸗ ſchaftsabende, Singen, Spielen, etwas Gymnaſtik ſogar... Alles bei ärztlicher Aufſicht, die kontrol⸗ liert, und beobachtet und ihren Befund auf großen Formularbogen mitteilt. Und es iſt klar, daß ſolche Kameradſchaften von den Heimen auch weiter zu⸗ ſammenhalten. Das merken ſchon die Männer und Kinder, die bei der Rückkehr in Orgelpfeifen⸗ anordnung und allen Jahresklaſſen am Bahnſteig ſtehen, daß der 15jährige Lehrling ſchon ſeinem halb⸗ jährigen neuen Schweſterchen. eine Hand reichen mochte... Aber die Mütter haben jetzt vor lauter Abſchiednehmen mit den andern, mit denen weitere Kameradſchaftsabende verabredet werden, gar keine rechte Zeit für den wiedergefundenen Herrn und Gebieter, wollen es jedenfalls vor den andern nicht ſo ganz offen wahrhaben, daß er ihnen doch gefehlt hat, und daſteht er herum mit Koffern und Blumen, und macht ein recht verzweifeltes Geſicht. Ja, es ſoll auch Fälle gegeben haben, wo der Mann es gar nicht glauben wollte, daß es ſeine Frau war, die nach den vier Wochen ſo rotbackig, braun und munter wiederkehrte Allmählich findet ſich dann alles, und die Freude iſt groß. Aber ſo ein Wiederſehen am Bahnhof, das muß man erlebt haben, das iſt ein Bild, zwei glück⸗ liche junge Menſchen, und ein Schwarm von ſieben, acht, neun Kindern darum herum, zwei auf dem Arm, und das kleinſte wird daheim von der älteſten Schweſter bewacht. Das iſt ein Bild, das man ſo leicht nicht vergißt. Und das Ganze, die Fülle, Geſundheit, Fröhlich⸗ keit von 2600 großen Familien wäre nicht da, würde nicht eine zuverläſſige, ſorgende und liebevolle Orga⸗ niſations⸗ und Ueberwachungsarbeit der NSVüber dem Ganzen ſtehen. Wer es gemerkt und verſtanden hat worauf es ankommt, der weiß was er zu tun hat: Hinein in die NSB! Sie fuhren heim ins Egerland 99 ſudetendentſche Kinder wurde in Mannheim verabſchiedet. Sieben Wochen ſind eine lange Zeit, wenn man ſie vor ſich hat; aber ſteht man dann erſt mit roten, runden Backen und ſoooo—o bepackt und ein wenig betrübt ob des Abſchieds von den guten Pflegeeltern auf dem Bahnſteig, ſo ſcheinen angeſichts der fau⸗ chenden Lokomotive die ſchönen Ferientage im ba⸗ diſchen Land doch gerade wie im Fluge vergangen zu ſein. Freilich: die wohlgefüllten Koffer und Ruckſäcke bleiben, und auch die beträchtlichen Pfünd⸗ lein geſunder Gewichtszunahme wandern als ſicht⸗ bare Erfolgszeichen mit in die ſudetendeutſche Hei⸗ mat. Aber die Tränen fließen doch, und die nicht mehr ganz trockenen Taſchentücher winken noch lange aus den Fenſtern, als der Perſonenzug nach Karlsruhe ſich um 18.53 Uhr in Bewegung ſetzt Der Zug iſt nämlich noch nicht die enoͤgültige Bleibe für dieſe Nacht der Heimfahrt, ſondern in Karlsruhe wird jener Sammeltransport zuſammen⸗ geſtellt, der außer unſern 99 Gäſten des Kreisgebie⸗ tes Mannheim noch einige hundert weitere Pfleg⸗ linge der NSV. aus dem ganzen Gau Baden in die grüne Heimat um Eger zurückbringen ſoll. So gab es diesmal auch keinen Reiſeproviant weiter mitzu⸗ nehmen, der dank eigner Verſorgung aus dem jewei⸗ Leſcon der Stmae Uod Luffwege Fernrut 443 16 Frau Berta zwick, Paul Hartin-Uter 21 Durch Atem- u. Stimmbildune Beseitig. chron. Heiserkeit, Stimm⸗ schwäche. Asthma Bonchſtis, auch tür Kinder. Zu Krat kenkassen 2 oelassen- Neue erfolgreiche Wege. 11¹ ligen Gaſtquartier ohnehin ſo gut wie überflüſſig zu ſein ſchien. Denn das konnte man, wie geſagt, einem jeden der Buben und Mädel anſehen: die guten On⸗ kel und Tanten, in deren Hauſe man ſo herrliche Zeiten des Verwöhntwerdens und der Freiheit ver⸗ leben durfte, hatten ſich für den Abſchied noch einmal ganz beſonders mit Gebefreudigkeit gerüſtet, wie ja auch ſchon die Beſchaffung der Freiſtellen für dieſe ſudetendeutſchen Kinder ein voller Erfolg einſatzbe⸗ reiter Volksgemeinſchaft geweſen war. Denn 800 Kinder ſollten im Gau Baden untergebracht werden, aber an 2000 Plätze wurden im Handumdrehen bei der NSB. gemeldet. Sie wird nicht böſe darüber ſein und für die nicht eingelöſten 1200 Wünſche nach einem ſo netten Ferienkind, um freundwillige Auf⸗ bewahrung bis zum nächſten Mal bitten! M- S. u Neuregelung der Arbeiterrückfahrkarten. Der Kreis der Angehörigen, zu deren Beſuch die Fahr⸗ preisermäßigung in Anſpruch genommen werden kann, iſt etwas erweitert und die Geltungsdauer ͤer Karten von 10 auf 14 Tage verlängert worden. Außerdem wird Fahrtunterbrechung auf der Hin⸗ und Rückfahrt ie einmal geſtattet. Feuer, Zündholz, offenes Licht, Taugt für kleine Kinder nicht! 55 Das intereſſierte die alten Soldaten: Ausbildung einſt und jetzt Ein aufſchußreicher Vortrag bei der Militärkameradſchaft Mannheim Wohl nichts intereſſiert die Männer, die vor 20 Jahren nach treuer Pflichterfüllung die Waffen aus der Hand legten, mehr, als Neues darüber zu er⸗ fahren, was ſich heute bei unſerer Truppe abſpielt. Daher folgten die Mitglieder der Militärkame⸗ radſchaft bei ihrem März⸗Appell mit größter Auf⸗ merkſamkeit den Ausführungen des Majors Dr. Fluch, die ſich über„Das Regiment und ſeine Aufgaben einſt und jetzt“ ausließen. 8 Wohl wandte ſich der Vortragende in erſter Linie an die ehemaligen Infanteriſten; doch auch bei den anderen Waffengattungen fand er viel Beifall. Sei heute auch vieles nicht ſo wie früher, ſo herrſche doch unverändert der Geiſt des Frontſoldaten! Im Weltkriege noch ſei manches entwickelt worden, wie Panzerwagen, Panzerabwehrmöglichkeiten, Verſtär⸗ kung der Motoriſierung und dergleichen. Doch ge⸗ rade die letzten Jahre brachten vieles mit Rieſen⸗ ſchritten voran. Welch ein Unterſchied zwiſchen 1914 und heute! Stellen heute Maſchinenwaffen und Motori⸗ ſierung außergewöhnliche Anſprüche an das Können des einzelnen, ſo konnten dem die„Alten“ ihre Marſchleiſtungen mit bepacktem Affen entgegen⸗ halten. Dutzende von Kilometer Tagesleiſtung bei größter Hitze auf ſchier endloſer Landſtraße, Vor⸗ marſch in Belgien und Frankreich, ſtrapaziöſer Rück⸗ marſch nach der Marneſchlacht 1914, all dies brachte ſich ungerufen in Erinnerung. Mancherlei hraucht Unſere Jugend heute nicht mehr zu üben, auch nicht das in Friedenszeiten— alſo vor 1914— mit Freuden gepflegte„Links... Rechts... aufmgr⸗ ſchiert— marſch— marſch“. Doch iſt aller Verein⸗ fachung zum Trotz noch ein treuer Begleiter da: der Hafermotor. So wie vor Jahrzehnten und Jahrhunderten tut das Pferd unverändert ſeinen Dienſt. Vieles hat ſich geändert in den letzten zwan⸗ zig Jahren, doch geblieben iſt und wird ewig Be⸗ ſtand haben: die Pflichterfüllung! Kamerad Janſon, der an Stelle des erkrankten Kameradſchaftsführers Haas die Verſammlung leitete, ſprach dem Vortragenden den Dank der An⸗ weſenden aus und durfte dabei betonen, daß die Frontſoldaten den Worten des Vortragenden nicht nur aufmerkſam, ſondern mit ſichtlicher Freude ge⸗ folgt ſeien. Eine beſſere„Inſtruktionsſtunde“ habe man ſich nicht denken können. Eck RZ EUGENDE EACHLEISTUNO S S IAOVdN 4A H28 1. AUSGEWOGENES VOILFORMAT 2. TABAK EDELSTER ſtein 5 5— gamnlion In der Eckstein No. 5 sind fünf kigenschaften vereint, die die Güte einer Zigarette bestimmen. OSO * 94d 42 449 48418UVLNA1 ——— FBFSFPEFEPCCCCCPUVBVVV—TkFP—TX——XTX—————— —————,————— ———————— Neue Maunheimer Zeitung! Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 15. März 1989 Iak, Guclitk Khſu — Aclied D Die Schulentlaſſung ſieht bevor. Der neue Lehrling und der Unfallſchutz Der Neuling im Betrieb iſt erfahrungsgemäß beſonders gefährdet. Er kennt die Arbeits⸗ vorgänge und die Arbeitseinrichtungen noch nicht, und je fünger er iſt, umſo weniger wird er an die Tücken des Werkſtoffeg und der Maſchine glauben. Unverantwortlich wäre es nun, ihn erſt durch Schä⸗ den klug werden zu laſſen. Ein Betriebsunfall be⸗ inträchtigt die Erwerbsfähigkeit oft lebenslänglich. Dödlich verunglückten im Jahre 1937 in der ge⸗ werblichen Wirtſchaft 294 Jungkameraden im Alter bis zu 18 Jahren. Das iſt ſchon bevölkerungspoli⸗ tiſch ein unerſetzbarer Verluſt. Volkswirtſchaftlich geſehen, ſchwächen beſonders die Betriebsunfälle die Jugendlichen, ſelbſt wenn dieſe nur einen Teil ihrer Erwerbsunfähigkeit einbüßen, unſere Geſamtleiſtung und die Nationalkraft auf Jahrzehnte hinaus. Die Norddeutſche Holzberufsgenoſſenſchaft ver⸗ glich kürzlich z. B. den Unfall eines 15iährigen Lehrlings mit dem eines 45 Jahre alten Arbeits⸗ kameraden und nahm an, daß beide den Daumen, Zeige⸗, Mittel⸗ und Ringfinger der rechten Hand verloren haben, und jeder eine Teilrente von 50.H. erhält. Beide ſollen 65 Jahre alt werden. Für den Lehrling ſind bis da in 33 500 Mark Rente aus dem Volksvermögen aufzubringen, für den älteren Ka⸗ meraden nur 14000 Mark. Ein tödlich verunglückter junger Geſelle z. B. hätte täglich eine Tür herſtel⸗ len können. Aus dem vorhandenen Material im Wert von 20 Mark wird in einem Tag durch dieſe Arbeit ein Werk von 40 Mark. In 50 Jahren wäre das ein Zuwachs an Volksvermögen um über 300 000 Mark. Durch den vollen Ausfall einer Ar⸗ beitskraft iſt ͤieſer Wert unwiederbringlich dahin. Gerade bei der bevorſtehenden Lehrlingseinſtel⸗ lung ſollte der Betriebsführer entweder ſelbſt oder durch erfahrene Meiſter und Unfallvertrauensmän⸗ ner den Nachwuchs über die Gefahren im Betrieb und den Maſchinen eingehend aufklären und berchbren. Der Lehrling muß ein unermübdlicher Kämpfer gegen die Gefahr werden, ſein unfallſiche⸗ res Verhalten zur ſelbſtverſtändlichen Berufsge⸗ wohnheit. Die Betriebsunfälle verſchlingen jährlich 370 Millionei Mark. Wieviel Jugendherbergen und Mütterheime könnten wir mit dieſer unſichtbaren Steuer, die die geſamte Volkswiltſchaft und damit jeden einzelnen von uns belaſtet, bauen! Packt das Uebel an der Wurzel, achtet auf die Fungkameraden, helft Unfälle verhüten! Eindämmung der ungeſunden Fluktuation unter den Arbeitskräſten Löſung von Acbeiteverhältniſſen in beſtimmten, ſtaaispolt ſch beſonders wich⸗ ligen Wirtſchaſtszweigen nur muu Zuſummung des Arbeisamies Der Reichsarbeitsminiſter hat auf Grund der ihm vom Beauftragten für den Vierjahresplan erteilten Vollmacht eine zweite Durchführungsanordnung zur Verorònung zur Sicherſtellung des Kräfte⸗ bedarfs für Aufgaben von beſonderer ſtaatspoliti⸗ ſchex Bedeutung erlaſſen, die am 15. März in Kraft tritt. Einen Verluſt an wertvoller Arbeitskraft, wie er mit einem ungeſunden Wechſel unter den Ar⸗ beitskräſten verbunden iſt, kann ſich Deutſchland bei den großen Aufgaben ſeines weiteren Wiederauf⸗ baues unmöglich leiſten. Ans dieſem Grunde hat der Reichsarbeits⸗ miniſter beſtimmt, daß in Betrieben der Land⸗ wixtſchaft, der Forſtwirtſchaft, des Bergbaues mit Ausnahme des Steinkohlenbergbaues, der Ehemiſchen Induſtrie, der Bauſtoffherſtellung und der Eiſen⸗ und Metallwirtſchaft Betriebs⸗ führer, Arbeiter und Angeſtellte eine Kündigung des Arbeitsverhältniſſeg erſt ausſprechen dürfen, wenn das Arbeitsamt der Löſung des Arbeits⸗ verhältniſſes zugeſtimmt hat. Eine ohne vor⸗ herige Zuſtimmung des Arbeitsamtes erfolgte Kündigung iſt rechisunwirkſam. Die neue Beſtimmung enthält kein grundſätzliches Verbot einer Kündigung, ſondern macht die Kündi⸗ gung nur von der vorherigen Zuſtimmung des Ar⸗ beitsamts abhängig. Damit ſollen vor allem auch leichtfertige Kündigungen und die damit ver⸗ bundene Unruhe in den Betrieben vermieden wer⸗ den. Die neuen Vorſchriften erſtrecken ſich nicht nur auf arbeitsbuchpflichtige Arbeiter und Angeſtellte, ſondern in gleicher Weiſe auch auf deren Betriebsführer. Sie gelten, vor allem zum Schutze der Landwirtſchaft, ſinngemäß auch für Familienangehörige, die in Betrieben von Ehegatten, Eltern, Voreltern oder Geſchwiſtern regelmäßig mit⸗ helfen, auch wenn ſie nicht als Arbeiter oder Ange⸗ ſtellte beſchäftigt werden. Der Geltungsbereich der Durchführungsanordnung des Reichsarbeitsminiſters umfaßt nicht nur private und öffentliche Betriebe, ſondern auch Verwaltungen aller Art. Die vom Reichsarbeitsminiſter zugelaſſenen Aus⸗ nahmen entſprechen vor allem arbeitseinſatzmäßi⸗ gen Notwendigkeiten ſowie Erforderniſſen des täg⸗ lichen Lebens. Aus dieſen Gründen iſt beſtimmt wor⸗ den, daß keine Zuſtimmung zur Löſung des Arbeits⸗ verhältniſſes erſorderlich iſt in der Landwirt⸗ ſchaft, ſofern ſich die Arbeitskraft in einem anderen landwirtſchaftlichen Betrieb zur Arbeitsaufnahme vertraglich verpflichtet hat, und das neue Arbeits⸗ verhältnis ſich unmittelbar an das alte auſchließt, ferner bei vorübergehend beſchäftigten Erntearbeits⸗ kräften ſowie endlich bei den Arbeitskräften, die im Landdienſt, in der Landhilfe oder im weiblichen Pflichtjahr in der Landwirtſchaft tätig ſind. Eyfor⸗ derlich iſt jedoch, daß dieſe Kräfte nicht vor Ablauf der Vertragsdauer aus der Landwirtſchaft ausſchei⸗ den. Wollen ſie das doch. dann iſt die Zuſtimmün des Arbeitsamts notwendig. Ganz allgemein iſt eine Znſtimmung des Arbeitsamts nicht erſorderlich, wenn ſich beide Vertragsteile über die Löſung des Arbeitsverhältniſſes einig ſind. Da die allgemeine Regelung über Beſchränkun⸗ gen bei der Löſung von Arbeitsverhältniſſen nicht auf alle Wirtſchaftszweige ausgedehnt werden konnte, ſind, um ſonſtigen Arbeitseinſatznotwendig⸗ keiten in den verſchiedenen Gebietsteilen des Rei⸗ ches entſprechen zu können, die Präſidenten der Landesarbeitsämter ermächtigt worden, die gleichen Kündigungsbeſchränkungen auch für einzelne Betriebe ſchriftlich anzuordnen. Am 15. März bereits laufende Kündigun⸗ gen werden dann von den neuen Vorſchriften er⸗ faßt, wenn die Kündigungen erſt nach dem 55. März wirkſam werden. Sie bedürſen dann zu ihrer Rechtswirkſamkeit nachträglich der Zuſtimmung des Arbeitsamtes. 5 Neben den neuen Vorſchriften über Beſchrän⸗ kungen in der Löſung von Arbeitsverhältniſſen ent⸗ hält die Durchführungsverordnung vom 10. März 1939 auch Vorſchriften über Beſchränkungen bei der Einſtellung von Arbeitskräften. Zunächſt ſind die bereits beſtehenden Einſtellungs⸗ beſchränkungen für Jugendliche unter 25 Jahren, für die Metallarbeiter und für Arbeiter und tech⸗ niſche Angeſtellte bei Betrieben der Bauwirtſchaft unverändert übernommen. Darüber hinaus iſt aber beſtimmt worden, daß Arbeitskräfte, die nach Ein⸗ tragung im Arbeitsbuch zuletzt in Betrieben oder Haushaltungen der Landwirtſchaft, der Forſtwirt⸗ ſchaft, des Bergbaues mit Ausnahme des Steinkoh⸗ lenbergbaues, der Chemiſchen Induſtrie, der Bau⸗ ſtoffherſtellung oder der Eiſen⸗ und Metallwirtſchaft beſchäftigt waren, in Betrieben jeder Art nur mit Zuſtimmung des Arbeitsamtes eingeſtellt werden Hürfen. Die Zuſtimmung iſt nicht erforderlich zur Einſtellung in einem Betriebe des gleichen Wirt⸗ ſchaftszweiges. Für den Bergbau beſteht hier eine Abweichung inſofern, als auch der Wechſel zwiſchen den verſchiedenen Bergbauzweigen, z. B. aus dem Erzbergbau in den Braunkohlenbergbau, zuſtim⸗ mungspflichtig iſt. Wichtig iſt noch der Hinweis, daß Einſtellungen in der Landwirtſchaft in keinem Falle einer Zuſtimmung bedürfen. Bei den Entſcheidungen über Anträge auf Zu⸗ ſtimmung zur Löſung eines Arbeitsverhältniſſes oder zur Einſtellung einer neuen Arbeitskraft iſt ſichergeſtellt, daß von den Arbeitsämtern nicht nur die ſtaatspolitiſchen Notwendigkeiten des Arbeitseinſatzes ſondern auch die Aufgaben und die Leiſtungsfähigkeit der Betriebe und die perſönliche und berufliche Entwicklung der Ar⸗ beitskräfte berückſichtigt werden. Der Vollzug der neuen Vorſchriften erfordert ein beſonderes Maß von Verantwortung. Sie kann nur getragen werden, wenn die ſtaatspolitiſche Notwen⸗ digkeit von allen Beteiligten nicht nur begriffen, ſondern, wenn danach auch praktiſch verfahren wird. Geſchieht dies überall, dann genügt das Vorhanden⸗ ſein der neuen Vorſchriften, um das ſtaatspolitiſch gewünſchte Ziel zu erreichen 10 f02 Ein kieines Gpfer wird mur von jedem einzelnen gefordert. Ich erwarte aber, daß jeder einzelne ſein Opfer nach ſeinem Hönnen beſtimmt, und daß der Reichtum hier mit glänzendem Beiſpiel vorangeht. * Adolf Hitler. Bei der Eroͤffnungs feier des WH)W. 1938 /59. Kergl, Schulbauten für neue Siedlungen Die vom Reichsarbeitsminiſter verfügte Finen zierungshilfe des Reiches für Gemeinſchaftsbauten in neuen Siedlungen betrifft beſonders die notwen⸗ digen Schulneubauten. Der Reichserziehungsmind⸗ ſter ſtellt in einem ergänzenden Erlaß feſt, daß bei den Gemeinſchaftsſiedlungen die erforderlichen Bolksſchulbauten und Lehrerwohnungen nach lichkeit fertiggeſtellt ſein müſſen, wenn die Arbeiterwohnſtätten bezugsfertis werden. Die Schule mit Spielplatz und Neben⸗ gebäuden muß entſprechend ihrer Bedeutung in die Geſamtanlage der Siedlung planvoll eingefügt wer⸗ den. Für den zu erwartenden Schulkinderzuwachs ſind mindeſtens ſo viele Klaſſenräume vorzuſehen, daß auf eine Klaſſe nicht mehr als durchſchnittlich fünfzig Kinder entfallen. * Ein nicht alltäglicher Verkehrsunſall ereignete ſich in der Dienstag⸗Nacht kurz nach 22 Uhr in der Breiten Straße. Auf der Straßenſeite 21 wollte ein in den 20er Jahren ſtehender Kraftradfahrer mit ſeinem Fahrzeug wegfahren. Hierbei geriet da Kraftrad nach der Behauptung des Fahrers durch den naſſen Aſphalt ins Rutſchen. Der Kraftradfahrer verlor dadurch die Herrſchaft über ſeine Maſchine, die in einen in Richtung Friedrichsbrücke fahrenden Wagenzug der Oberrheiniſchen Eiſenbahn⸗Geſell⸗ ſchaft hineinfuhr. Wie durch ein Wunder wurde der jugendliche Fahrer hierbei nicht im geringſten ver“ letzt. Er kam mit dem gewiß nicht geringen Schrecken davon. Das Kraftrad wurde beſchädigt. Die konnte nach kurzer Unterbrechung ihre Fahrt wieder ſortſetzen. Die Polizei erſchien alsbald an dem Ort des Zuſammenſtoßes und nahm die Ermittlungen zur Feſtſtellung der Schuldfrage auf. Der beſte Verkehrslotſe iſt die Vorſicht l Hinweiſe Heuie 4. Kouzert iunger Künſtler! Heute, Mittwoch, (18 Uhr) findet in der„Haxmonie“ 2,6, das 4. Kon⸗ zert junger Künſtler ſtatt. Zum Vortrag gelan⸗ gen Werke von Brahms, Chopin, Debuſſy, Franz, Ravel und Trunk. Der Beſuch des Konzertes iſt frei. Karten ſind an der Kaſſe des Nationaltheaters und an der Abend⸗ kaſſe erhältlich. * Die Mabrigal⸗Bereinigung Darmſtadt ſingt im Kaw“ mermuſikſaal, Im Rahmen der diesjährigen Konzertver⸗ anſtaltungen der Hochſchule ſingt am 18. März(20 Uhr) die Darmſtädter Madrigal⸗Vereinigung. Die meiſten der zum Vortrag gelangenden Volksweiſen ſtammen aus dem 16. Jahrhundert, als die Madrigalkunſt ihre Blütezeit er⸗ lebte. Die abwechſlungsreiche Vortragsfolge ſchließt mit einigen ungariſchen Zigeunerweiſen, die Joh. Brahms vertont hat. Die Leitung des Chores liegt in Händen von Prof. Dr. Friedrich Noack. * Das Kergl⸗Quartett in Schwetzingen. anſtaltung in der Reihe des diesjährigen Programms des Schwetzinger Schloßtheaters ſindet am Samsta), dem 18. März, 20.0 Uhr, im neuen Geſellſchaſtsſaal ſtatt. Mar wurde mit ſeinem Quartett zu einem Konzert⸗ abend verpflichtet. Als Soliſtin wirkt mit Erika Schmiht wom National⸗Theater Mannheim, am Flügel Albert Die dritte Ber⸗ Ellinger. Max Kergl bringt Werke von Franz Faver Richter, Franz Schubert W. A. Mozart, L. v. Beethoven und C. M. v. Weber. Geſchäftliches (Außer Verantwortung der Schriftleitung) Einem Teil zieſer Ausçabe liegt ein Proſpekt der Firma Gebrüder Braun, Mannheim, Breite Straße, K 1,—3 betr.„Stoffe“ bei. 5⁰ NSbDAb-liiieilungen PBartetatntiicher Bekanatmachunger Satmommes Ortsgruppen der NSDAP Erleuhof. Am 15. 3. 20.30 Uhr, Zellenabend der l⸗ len 3, 4, 5 im„Brückenlopf“, Stockhornſtraße 6; der len 6, 7, 8, 9 im„Vergißmeinnicht“, Riedfeldſtraße 87. Exlenhof. Sämtliche Zellenleiter haben ſich am 18.., 19.0 Uhr, zu einer ganz kurzen Beſprechung im Lokal „Zum Erlenhof“ einzuſinden. Waſſerturm. Am 16.., 20.15 Uhr, im Planetarium öffentliche Verſammlung für ſämtliche Politiſchen Leiter, Politiſchen Leiteranwärter, Gliederungen und For⸗ mationen. Erſcheinen Pflicht. Volksgenoſſen ſind ein⸗ geladen. NS⸗Frauenſchalt Lindenhof. 15.., 20 Uhr, Zellen⸗ und Blockfrauen⸗ ſchaftsleiterinnenbeſprechung im„Rennershoſ“. bücher und Handarbeiten mitbringen. Friebrichspark. 16.., 20 Uhr, Nähabend und Chor⸗ probe, ſowie Beſprechung ſämtlicher Zellenfrauenſchafts⸗ leitexinnen in B4. Walbhof. 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend für ſämt⸗ liche Frouenſchafts⸗ und Frauenwerksmitaltcber, ſowie Zuendgruppe im„Mohrenlopf“ Lieder⸗ Humboldt. 16.., 15 Uhr, Beitragsabrechnung in der Hilsaſchule. Edingen. 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend im Schul⸗ haus. Almenhof. 15.., 20 Uhr, Beſprechung der Stab⸗ und Zellenfrauerſchaftsleiterinnen auf der Ortsaruppe. Neckarſtadt⸗Oſt. 15.., 11.45 Uhr, treffen ſich die Frauen zur Feue beſtattung ter Frou Lehmann vor der Leichen⸗ Folle.— 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend* ſämtliche Frauenſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder, ſowie Jugend, gruppe im Duxlacher Hof, Käfertalex Straße 168. Ho fi⸗Weſſel⸗Platz. Die Zellenfrouenſchaftsleiterinnen müſſen bis 16. 3. das Hondarbeitsmatexial in der Mäochen⸗ beru'sſchule beim Hausmeiſter abgegeben haben. 30. Jaunar. 20.15 Uhr Gemeinſchaftsabend für alle Frauenſchaſts⸗ urd Frauenmerksmitglieder, ſowie Jugend⸗ gruppe bei Hack, Seckenheimer Straße 56. Liederbücher mit⸗ brinoen. Bismarckplatz. 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend für alle Frauenſchafts⸗ und Frouenwerksmitglieder, ſowie Jugend⸗ gruppe im„Schwarzwälderhof“, Kepplerſtraße. Liederbücher mithringen. Neckarau⸗Süb. 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend für alle Frauenſcholts⸗ und Frauenwerksmitalieder in der „Kone“. Achtung! Abteilungsleiteriunen für Propaganda. 16.., 15 Uhr, Beſorechung in J. 9, 7. Achtun⸗! Ortskindergruppenleiterinnen. 17.., 20 Uhr, wichtie Beſpr⸗ckung in J, 9, 7. Deutſches Eck. 16.., 20.15 Uhr, nehmen ſämtliche Frauenſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder ſowie Jugend⸗ gruppe an der VDA⸗Verſammlung im Caſino, R1, teil.“ Feudenheim⸗Oſt und ⸗Weſt. 16.., 20.15 Uhr, nehmen ſämtliche Frauenſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder an ber 'DA⸗Verſammlung im Kino Müller, Hauptſtraße 83, teil. Waſſerturm. 16.., 20.15 Uhr, nehmen ſämtliche Frauen⸗ ſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder an der VDA⸗Berſamm⸗ lung im Planetarium teil. Abt. Ingendgruppe 30 Horſt⸗Weſſel⸗Platz und Waſſerturm. 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend in der Mädchenberufsſchule. Lieder⸗ bücher und Inſtrumente mitbringen. J6 Deutſches Eck. 16.., 20.15 Uhr, nehmen fämtliche Mädel in Uniſorm(weiße Bluſe) au der VDa⸗Verſamm⸗ lung im Caſino, R 1, teil. Der Gemeinſchaftsabend am 16. 4. fällt aus. J6 Neckaran⸗Norb. 16.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend 93 im„Lamm“. Geſolgſchaft 54/171 Pfingſtberg. Am 15., 10.50 Uhr, in tadelloſer Untſorm auf dem Pfingſtbergplatz antreten. Papier und Bleiſtift ſowie 15 Pfennig ſind mitzubringen. Stamm VII/VVIII Sanbhoſen. Die HJ des Standoxtes Sanohofen tritt am 15,., 20 Uhr, am Heim in tadelloſer Uniſorm zur Uebergabe an den neuen Gefolgſchaftsführer an. Sämtliche Beurlaubungen für dieſen Tag ſind auf⸗ gehoben. Hitleringend Baun Manubeim 171. Der NSRe, Gau 14 Baden, Fachamt Schwerathletik, ſtellt der Hitleriugend zu ſeiner Vercaltuno am Somsé⸗ tag, 18.., 20 Uhr, im Roſengarten, Ländexkampf Deutſch⸗ land— Schweiz etwa 200 Karten zur Verfügung. Damit die Karten auch in ſolche Hände kommen, die dafür in⸗ tereſſiert ſind, erſuche ich die Gefolgſchaftsführer um ſofor⸗ tige Meldune, wieviel Karten für die Einheiten gewünſcht werden. Meldungen nach Freitaz können nicht mohr berück⸗ ſichtigt werden. Die Karten ſind koſtenlos. fedoch iſt die ſtädt. Einlaßgebühr von 10 Pfg. zu entrichten. Der Stellenlciter für Leib serziehung: Müller, Gefolgſchafteführer. BDM Glaube und Schünheit, Gymnaſtikſchar V(Tröltſch). 7 ſtatt 17. 3. am 15. 3. um 20 Uhr in der Gewerbe⸗ ule. IM⸗Sonderbienſt, Handball. Alle gemeldeten Mädel kommen am 16. 3. um 18 Uhr auf den Untergau, N 2,4, zwecks Einteilung. Singſchar. 15.., um 20.90 Uhr, Dienſt in N2, 4. Das Geld(1,28 Reichsmapk) für die Liederbücher iſt unbedingt mitzubringen. 0 Gruppen 17/18/171 Oſtſtadt. 16. 3. Antreten um 19.68 Uhr, Beethovenſtraße 15.— 17. 3. Antreten 19.6 Uhr, Philoſophenſtraße 15. Die Heimaberde fallen in dieſer Woche aus. Gruppenführerinnen. Die Fächer ſind ſoſort zu leeren(betr. Großverſammlung in der H am 22..) Feudenheim. 15.., 20 Uhr, Dienſt für die Mädel der Gemeinſchaft„Werkarbeit“. Feudenheim. 16.., 18.50 Uhr, Gymnaſtik. Reichsbund der Kinderreichen (angeſchloſſen dem Raſſenpolitiſchen Amt der NSDA) Kreisabſchuitt Neckarau. Am 17.., 20.15 Uhr, in der „Krone“, Berſammlung. Es ſpricht Profeſſor Kiefer⸗Hei⸗ delberg, über:„Das Kind ian Elternhaus und in der Schule“. Sämtliche kinderreichen Eltern— auch Nicht⸗ mitglieder— ſind hierzu eingeladen, deutſche Arbeitsfront Kreiswaltung Mannheim, Rheinſtr. 3 Propaganda Betr.: Ortswaltungen. Die Abrechnung der Karten für die Kundgebung mit Pg. Claus Selzner hat bis ſpäteſtens Freitag, 24. März, zu erfolgen. Ortswaltungen, die noch Karten benötigen, können dieſe umgehend auf der Kreiswal⸗ tumg abholen. Berufserziehungswerk der DAß Wir führen in oller Kürze im Berufserziehungswert, 0 4, 8/9, folgende Lehrgemeinſchaften durch: „Praktiſche Elektromeßkunde“. Kurze Wiederholung der Grurslogen der Elektrotechnik; Gleich⸗ und Wechſelſtrom: Das Ohmſche Geſetz; Inſtrumentenkunde, Widerſtandsſpan⸗ nung und Strommeſſung, Spannungsverteilung in Leitun⸗ gen. Fehlerortsbeſtimmung— Leiſtungsmeſſung für Gleich⸗ und Wechſelſtrom an elektriſchen Maſchinen und Apparate. Wechſelſtromtheorie— Transformatoren. „Praktiſcher Funklehrgang“, Stufe 1. Grundlagen der Elektrotechnik— Widerſtand— Selbſtinduktiyn— Kapazi⸗ tät. Der elektromagnetiſche Schwingungslkreis. Die Elek⸗ tronenröhre und ihre Kennlinten. Die Gleichrichtung Hoch⸗ und Niederſrequenzverſtärkung. Vom Detektor bis zum Großſuper. Meßtechnik am Rundfunkempſänger, Be⸗ ſprechung von Schaltbildern. Antennenanlagen. „Praktiſcher Funklehrgang“ Stufe II. Anmeldeſchluß 21. März. Am Freitag, 17. März, beginnen wir im Be⸗ unfserziehungswer“, O 4,—9, die Lehrgemeinſchaft„Tech⸗ niſches Zeichnen“ Stufe III. Am 22. März im Saal 59 die Lehrgemeinſchaft„Techniſches Zeichnen“ Stufe J. Für fämtliche Lehrgemeinſchaftn können noch Anmeldungen er⸗ folgen auf unſerer Dienſtſtelle, Rheinſtraße—5 und im Berufserziehungswerk O 4,—9. Franenabteilnng Hansgehilfen Neuoſtheim. Heute Mittwoch, 15.., um 20,30 Uhr, Fach⸗ gruppenabend in der Grünewaloöſtraße 24a. Neckarſpitze. Am Donnerstag, 16.., um 20.30 Uhr, 20 Uhr: Fachgruppenabend im„Haus der Ingend“, Luiſenrins 40, II. Hausgehilfinnen Horſt⸗Weſſel⸗Platz. Am 16.., 20.50 Uhr, findet in der Mäschenberufsſchule, Eingang Hugo⸗Wolf⸗Straße, ein Fach⸗ grunpenabend ſtatt. Erſcheinen für DAß⸗Mitglieder Pflicht. Ortswaltungen Käfertal⸗Norb. Am Mittwoch, 15.., pünktlich 20 Uhr, finde: im Lokal„Zum Adler“ eine Handwerkerverſamm“ lung ſtatt. Achtung! Betriebsobmänner der Betriebe über 20 Gefolgſchaſtsmitglieder Friedrichspark. Die Betriebsobmänner der Betriebe über 20 Gefolgſchaftsmitglieder haben ſich am Donnerstag, 16. Mörz, pünktlich 20 Üühr, mit dem Köß⸗Wart im Hoſe der Firma Koblenkontor Weyhenmeyer, Mannheim, Park⸗ ring 27—29, zum Beſuche einer Filmveranſtaltung einzu, finden. Erſcheinen tſt Pflicht. Außerdem treten daſelbſt noch die Straßenzellen⸗ und Blockobmänner an rſt⸗Weſſel⸗Plaß. Heute Mittwoch, 15., 20.15 Uhr, findet im Lokal„Zum Grünen Kranz“(Hach), Seckenheimer Straße, eine Shmalfilmreranſtaltung ſtatt Es haben anzutreten: Die Mitarbeiter der Ortswaltung, die Be⸗ triebsobmänner und deren Mitarbeiter, die Werkſchaxen der Betriebe Olex und Braunkohle, die Straßenzellen⸗ und Blockobmänner. Erſcheinen iſt Pflicht. Kran durch Freude Reiſen. Waudern, Urlaub Sountag, 19. März. Wanderfahrt ins Elmſteiner Tal⸗ Khfahr: ab Ludwigshaſen⸗Hbf..13 Uhr, Ankunft en Erſen⸗ ſtein.57 Uhr. Rückfahrt ab Elmſtein 18.40 ihr. Lus, wigshaſen⸗Obf. an 20.10 Uhr. Fahrpreis 2 Mark. Da es ſich um Geſellfhaftstahr arten handelt, haben dieſelben nur in' Verbindung mit dem Sammelſahrſchein Güttigleit. Andere Zuge können alſo nicht benutzt werden. gelten ab Ludwigshaſen⸗Hbf., auch wenn ab annheim aufgedruckt iſt. Wanderung: Erfenſtein Ruine Erſenſtein— Estal— Goldbrunnen— Finſterbrei⸗ tenboch— Forſthaus Schwarzſohl— Nibelungenheim Hagenfelſen Elmſtein. Fahrkaxten ſind erhülllich kei Köß⸗ Geſchäftsſtelle Plankenhof, P 6, Langſtraße 80a, Völk. Buch⸗ handlung, P 4, Zigarrenkiosk Schleicher am Tatterſall und HoöF⸗Geſchältsſtelle Neckaxau, Luiſenſtraße 46 Achtung Teilnehmer der Oß 822/39 ins kleine Walſer⸗ tal am 13. März. Die Abfahrt exfolgt wie im Proſpelt am 15. März, 20.15 Uhr, ab Karlsxuhe, Bahn⸗ hofsplatz. Die Teilnehmer müſſen alſo bis Karlsruhe zu⸗ ſahren. Die Zufohrtsloſten ſind ſelbſt zu zahlen. Volkschor Die nächſten Proben in der Liedertaſel, K 2, finden Katt am Mitwoßh, 15. 3. 20 Uhr: Geſamtprobe; Montag, 20. 3. 19.30 Uhr: Männer; Mittwoch, 22.., 20 Uhr: Fraueni Monkag, 27.., 19.30 Uhr: Männer; Mittwoch, 29.., Frauen; Montag, 3.., 19.30 Uhr: Geſamtprobe; Mittwoch, 5.., 20 Uhr: Gefamtprobe. 5, Milch LöGloria: umlhw umlh bfſr umty bfftvꝛoO ——.—.. PPPPVPUwUwUw VVVVVPVPPPPPPPVVCVCCCCCPPPPPPVPPVPVVVVVVVVVVVVVVCVVXCTTVXTXXTVXXXXCCCCCCC————— Ein kurzes Wort, doch ſagt es viel: Perſil war, iſt und bleibt Perſill —— — Frlelclen in MindexscuEe 95 Die kleine Ooreen verhaftet einen Einbrecher Ei— Nenyork, im März. Sne große amerikaniſche Kinderzeitung bringt 9— fünf„2 apferke it smedaillen für Madche 1 zur mit denen Knaben und enat die Sürch Ate Hel⸗ * eitrugen, r, zu verhüten. 8 errang ein ſechsjähriges Kapitänstöchter⸗ gen den erſten Preis, das durch ſeine Unerſchrocken⸗ * Schiffskataſtrophe verhinderte. Es geſchah Sommer, daß auf dem kleinen Aus⸗ ompfer„ heodore Rooſevelt“ der eine Küſten⸗ unternahm plötzlich ein Feuer ausbrach. Der ſhreggiere bemächtigte ſich eine Panit, man ſtürzte 10 Liend Zu den Rettungsbooten, und während man ch bemüht iſt, die Boote loszumachen, taucht plötz⸗ die kleine Mar jory ans der Kajüte ihres 05 auf. Erſtannt muſtert ſie die Szene, die ſich pielt, dann ruft ſie:„Habt nur keine Vater löſcht das Feuer ſchon wieder!“ Und Bunder dieſe Worte aus Kindermund wirken wiede 3 9 Die erregten Menſchen kommen plötzlich Mogli zur Beſinnung. Sie haben gax nicht an die 33 ichkeit gedacht, daß mau das Feuer löſchen noch 0 Nun eilen die Männer, die ſich eben um die Rettungsboote drängten, dem Kavitän zu Hiff f03; Hilfe, der mit ſeinen wenigen Leuten der Flam⸗ n Herr geworden wäre, hätte ihm nicht die Sgegenwart ſeines Kindes freiwillige Helfer ebracht. 55 Ebenfalls ein kleines fünfjähriges Mädchen war ſuchten 9 St. Louis die Feſtnahme eines lange ge⸗ —0 85 illen ein ber e che 5 ermöalichte. Der einen dem Hauſe des Fabrikanten Sheater 9 dülhtlichen Beſuch abgeſtattet und war eben in ſei ie einer Schmutkkaſſette entnommene Beute nen Taſchen zu verſtauen, als er ſich plötzlich Noſita Serrano, die bekannte ſüdamerikaniſche Sängerin, tritt am ommenden Sonntag zuſammen mit Peter reuder und ſeinen Soliſten in einem Konzert im Roſengarten auf. volle. einem kleinen Mädchen gegenüberſah. Es war die fünfjährige Tochter des Hauſes, die im Nebenzim⸗ mer wach in ihrem Bett gelegen hatte und das Ge⸗ räuſch des Türöffnens gehört hatte.„Was willſt du hier“? fragte die kleine Doreen den er⸗ ſtarrten Einbrecher. Sie ahnte, daß dieſer Mann mit der Blendlaterne irgendwelche böſen Abſichten hat. „Ich ruſe Papa, wenn du nicht ſofort weggehſt“. Unſchlüſſig greift der Bandit nach ſeinem Revolver. Aber die Unerſchrockenheit des Kindes. das gar nicht ahnt. in welcher Gefahr es ſchwebt und immer wie⸗ der ſagt:„Mach, daß du rausgehſt, du böſer Mann!“ lähmt ihn irgendwie. Und ſchließlich slarmiert die zornige Stimme des kleinen Mäd⸗ chens den Vater, der mit einem Blick die Situation erkennt und ſich auf den Einhrecher ſtürzt, den er mit Hilfe der herbeigeeilten Dienerſchaft unſchädlich macht. Er hat der Polizei zu einem guten Fang nerholſen; die Heldin des nächtlichen Dramas aber iſt Doreen, deren unbefangenes Auftreten den Ban⸗ diten nöllig aus der Faſſung brachte. Schließlich ſei als dritter Preisträger noch der iebenjährige John Dumpling erwähnt, der durch ſeine Geiſtesgegenwart eine Eiſen bahn⸗ kataſtrophe verhütete. Er ſah beim Spielen, da ſich ein rieſiger Baum den offenbar der Sturm umgeworfen batte, queer über den Eiſenbahndamm ge⸗ legt hatte. Sofort erkannte er die Gefahr und be⸗ gann auf dem Schienenſtrang bis zum nächſten vier Meilen entfernten Bahnwärterhäuschen zu lauſen, um den Beamten von dem Hindernis zu benach⸗ richtigen. Er kam gerode zur rechten Zeit, daß man den heranbrauſenden Zug aufhalten konnte, der ſeine Reiſe erſt fortſetzte. ala das Hinbernis beſeitiat worden war. Der wackere John hat übrigens eine Belohnung von 100 Dollar erhalten. ——— Hundekarte nach AMherdeen Mac William— Schotte und Schafzüchter, bei⸗ des aus Ueberzeugung— ſteht beim Schalter. Er hat eine Plaidrolle unter dem Arm. Mac William verlangt eine Fahrkarte noch Aherdeen. Und wäh⸗ rend er ſtöhnend und mit einem verzweifelten Augenaufſchlag ſoine Pennyſtücke auf dem Brett auf⸗ zählt, geſchieht das Sonderbare: ſeine Plaidrolle bellt. 8 „Herr..“ runzelt der Scholterbeomte die Stirne, „Sie haben ja einen Hund bei ſich?“ „Nicht doch...“ lächelt Mac William.„Das war mein Magen.“ In dieſem Augenblick kläfft Mac Williams Ma⸗ gen ſo laut, daß eine Frau hinter ihm erſchrocken auffährt. Die Situation iſt für Mac Williom holtlos ge⸗ worden. Nun tropft es auch noch aus ſeiner Paid⸗ „Für den Hund müſſen Sie zwei Schilling und nier Pence nich Aberdeen bezahlen“, erklärt der Schalterbeamte. „Wie?“— In Mae das Weiße. „Sie haben eine Hundekarte zu löſen“, faucht der Beamte. „Für einen ſo kleinen Hund?“ Der Schaſ⸗ züchter wickelt ein zottiges Etwas aus der Plaid⸗ rolle und hält es dem Schalterſeamten hin. „Das iſt ganz gleichgültig, Sir, wollen Sie bie zwei Schilling und vier Pence begleichen oder nicht? Ich habe keine Zeit.. Sie ſehen, es warten noch andere Leute“ Williams Augen gerinnt BILDER VOEH TAGE Demonsiraſionen in Preßburg 555 Die Brücke, die Preßburg mit dem deutſchen Ufer dex Douau in Engeran verbindet, iſt von tſchechiſchen Soldaten durch Drahtverhau geſperrt.(Preſſe⸗Bild⸗Zentrale, Zander⸗Multiplex⸗K.) ee 5——* K „Ich nehme Billn doch auf den Arm. Es iſt ein jo ulkiges Tier Alle haben ihren Spaß mit Billy. Sie ſollen ſehen, die Fohrgäſte lachen ſich krank au dem ſüßen Geſchöpf. Für einen Penny gißt er das Pföſchen. Und wenn Sie ihm ein Stück Zucker auf die Schnauze legen...“ „Herr machen Sie hier keine Geichichten. Wir ſind bei der Bahn und haben unſere Vorſchriften. Wollen Sie, jetzt endlich hezahlen..2“ „Ich biete Ihnen ſieben Pence für Billag „Herr, wenn Sie jetzt nicht ſofort den Schalter verlaſſen Der Beamte hat einen erſchreckend roten Kopf belommen. Hinter Mae William ſtampfen die Leute 2 ——— Die Lanoſchaft Weſtfalen Von Curt Hohoff Die Zeitſchrift„Dos Innere Reich“ veröffentlicht in ihrem Märzheft einen Auſſatz von Cuet Hogo!. „Ueber Weſtſalen“. Mit Eroaubnis der „Schriftleitung bringen wir daraus ſolgenden Aus⸗ ſchnitt: 6 Einzelhöfe neben ihrem Eichenbeſtand und Wall⸗ Paen. die die Felder und Wieſen begrenzen, ſind die Waten und Narben im Geſicht der Laudſchaſt. Die Ühecken, halbmannshohe Erdwälle, auf denen uſchzeug und zerzauſte Bäume ſtehen, den hotſtei⸗ cchen Knicks ähnlich, halten den Wind von den Fla⸗ ſen Aeckern ab, ſie begrenzen das Eigentum, hin⸗ Uun das Vieh am Ausbrechen und gliedern das Fand in zahlloſe Parzellen. Sie machen im Sommer 5 Ackerfläche und jede Wieſe mit ihrem wuchern⸗ den Grün zum geſchloſſenen Raum und geben dem gande im Winter etwas beſenreiſerhaft Geſpenſtiges. vu Kämpen und Wallhecken kommen die Baum⸗ und uſchreihen an Wegen und Pfaden, um den Ein⸗ kuck zu erwecken, als ſei das ganze Land ein äußerſt chter, nicht zu einer durchgehenden Bedeckung, des 95 e8 gekommener Wald. Die Ackerflur geht nie aucbreiten Streiſen dahin, und die Wieſen ſind keine unsgebreiteten Flächen, ſondern alles iſt umhegt, on Bäumen dun⸗ umſtanden. Das Land iſt nun er nicht, wie man meinen könnte ein bis auf Reſte derodetes Waldland ſondern Moor und Heide iſt ie urtümliche Beſchaffenheit des Bodens in Weſt⸗ ſalen. Die Anpflanzung der Kämpe, Wälle, Wall⸗ Leicken und Baumreihen geſchah durch den Menſchen; erſt in neuerer Zeit iſt das ganze Land dergeſtalt weteilt und gegliedert, je mehr man das Land urbar Hachte, feſtigte und vor dem ewigen Winde ſchützte. Noor und Heide ſind ſeit hundert Jahren in ſtän⸗ Aem Zurückweichen begriffen, nur ſelten trifft man in Stück Heide, das wie eine troſtloſe Inſel zwiſchen Pn Aeckern des Bauernfleißes liegt, Annette von Wroſte begriff die Natur ihres Weſtſalens noch als dor und Heide. 8 i Die Wieſen ſind ſaftig, aber nicht ſett, der Boden 10 gut, aber nicht ſchwer. Flüſſe und Bäche durch⸗ eßen das Land in großer Zohl, ſie kommen aus P7 Waldaebirgen die die münſterſche Bucht auf tei Seiten uingeben, und fließen in vielen Win⸗ dungen durch ihr ſcharfgeſchnittenes Bett zux Ems hin. Das Waſſer iſt im Sommer warm und ſcheint dickflüſſig. eine ſchillernde Schicht von hauchdünnen Pflanzen lebt darauf, und über den einſamen Weihern zittern die Libellen am Schilf und die Mük⸗ tenſchwärme dreyen ſich ſinnlos ſauſend. Ueppig, gelbgrün, dampſend und voll Unkraut iſt der weſt⸗ fäliſche Sommer. Die Luft zittert unter dem ſchve⸗ ren, dunſtigen Himmel, der nichts von der gläſernen Glacke des Südens hat, er iſt ſtets mild verhangen und undurchſichtig, als möchte er die unbeholfenen Menſchen nicht dem nackten und ſchrecklichen Licht der Sonne ausſetzen das wie eine dämoniſche Be⸗ drohung iſt. So iſt ſelbſt die Luft gefüllt, ſchwanger mit Getier, und ein Dröhnen und Summen wird ſtändig vernommen, als mache das Wachſen der Ge⸗ treide und Gemüſe eine wohllüſtig ſchwere Marſik. Das Vieh, meiſtens oſtfrieſiſch ſchwarz⸗weiß, aber auch einheimiſch rot⸗hunt, drängt ſich in den Schat⸗ ten oder ſtellt ſich bis an den Bauch ins Waſſer. Es ſteht unbeweglich da in ſeiner Dummheit und brummt mißmutig hin über die umheckte Wieſe, als wolle es noch beitragen zu dem unheimlichen Ge⸗ räuſch des Sommers und den Menſchen gänzlich einſchſichtern. Die Landſchaft iſt gedrängt voll, es gibt keine leeren Räume, keine Flächen und keinen Blick auf den Horizont, alles ſteht wie in einem Bauerngaxten grell und bunt da. Die vielen Bäume ſcheinen grüner zu ſein als im Süden, faſt engliſch grün, aber doch nicht ſo friſch. Die Eiche iſt ſo recht der Baum, deſſen hart⸗knorrig in den Wind gereckte Aeſte, deſſen Zä⸗ higkeit und Kraft die Weſtfalen als Symbol ihres eigenen Weſens betrachten. Die Eiche iſt der Baum der Flußauen und des Tieflandes, aber die zartere, ſchattenfeſte Buche hat noch ausgeyrägtere zum ozeaniſch feuchten Klima, und der Teutoburger Wald beſteht ſozuſagen aus Buchen. Die Zeit zwi⸗ ſchen Laubentfaltung und herbſtlichem Verfärben iſt bei beiden Bäumen in Weſtfalen die gleiche, ſo daß im Herbſt das ganze Land ſich ebenmäßig vom Grü⸗ nen ins Goldene umfärbt und Weſtfalen auch im Herbſt, wenn die vielſarbige Unraſt des Sterbens die Landſchaften bunt macht, ruhig und würdig bleibt. ——— Rofoko⸗Muſik im Schwetzinger Schloßthealer Selten vereinen ſich Stimmung und Kunſt Stil⸗ echtheit der Klänge und bauliche Linien ſo zur voll⸗ endeten Wirkung wie in den Darbietungen des wiederhergeſtellten Schwetzinger Rokokotheaters, die in dieſem Jahre in größerer Zahl für die Oefſent⸗ lichkeit veranſtaltet werden. Die erſte muſikaliſche Darbietung am 9. März wurde von Wolfgang Fortner mit dem Heidelberger Kammerorcheſter und von Alwine Möslinger(Heidelberg) Cem⸗ balo, ſowie von Konzertmeiſter Max Kergl⸗Mann⸗ heim, Violine, und Fans Spengler⸗Karlsruhe, Cello, beſtritten. Die Vortragsſolge war abgeſtimmt auf die Zeit, die das Theater und den Park in Schwetzingen geſchaffen hat, auf die leiſe ſpieleriſche Wirkung, die ſie aus motiviſchem Zierat zum Gan⸗ zen ſormt und das Leben zum Feſt geſtaltet. Der „goldene Saal“ des Schwetzinger Theaters mit ſei⸗ nem intimen Zuſchauerraum und der geräumigen Bühne war in die Stimmung der Vergangenheit getaucht, als die Concertante⸗Sinfonie Johann Chri⸗ ſtian Bachs ertlang, als das Cembalokonzert Jo⸗ ſeyh Haydns ſilbern aufrauſchte, und vom Orcheſter weitergetragen wurde. Alwine Möslinger iſt eine jener Künſtlerinnen, die mit ihrem Inſtrument zur Einheit verwächſt, den Saiten Leben einhaucht und ſo im Klingen der unendlich bewegten Tonfülle ſelbſt zum Geſang jener zierlichen Motive wird, die wir als Rakoko verſtehen. Ihr Vortrag der Sarabande von Joh. Ludwig Krebs und die Sonate Ga⸗ luppis waren Meiſterleiſtungen Geiſtreich“ Sinn⸗ lichkeit in ſtilvoller Luſt blühte auch aus der D⸗Dur⸗Sinſonie Michael Haydus.— Alles in allem ein wohlgelungener Abend.“ BR de Neue Ausgrabungen bei Verona. Eine wich⸗ tige archäologiſche Entdeckung iſt ſoeben in Mezzane di Sotto bei Verona auf einem länd⸗ lichen Beſitztum gemacht worden. Bei Feldarbeiten ſtieß man auf Trümmer, und als man dieſen nach⸗ grub, entdeckte man darunter eine ganze Begrärb⸗ nisſtätte. Es wurden aus den Gräbern Lam⸗ pen, Salbentöpfe und allerlei Gegenſtände, die man den Toten mitgegeben hat, hervorgezogen. Man hat auch einige Münzen gefunden, die die Zeit in der iener Kirchhof entſtand klarlegen. Die Münzen zei⸗ Neigung * mit dem Fuß auf. Seine Lage iſt noch haltloſer ge⸗ worden. Uebrigens hat Billy der Frau hinter Mac die Handtaſche zerbiſſen. Das lange Warten hat ihn nervös gemacht. Mit finſter zuſammengezoge⸗ nen Brauen zieht ſich, der Schafzüchter zurück. Stampfend rollt der Zug in die Halle, ſchnaubend verläßt er nach einer Minute die Station in der Richtung nach Aberdeen. Da tritt Max William noch einmal, diesmal mit einem ſchadenfrohen Grinſen, an den Schaſter. „Nun?“, ſagt er zu dem Beamten.„Iſt esjetzt beſſer?— Das haben Sie davon, wenn Leute inkulant bedienen!— Jetzt gehe ich mit Billy zu Fuß nach Aberdeen!“ gen Bildniſſe des Kaiſers ſers Maxentius, weiſen alſo auf das 3. und 4. Jahr⸗ hundert hin. Man hat aus Padua den bekannten Archäologen Prof. Bruſin und einen Gelehrten aus Verona zur näheren Beſichtigung hinzugezogen. X 8 2 Zehn Jahre Deuiſcher Männerchor von Mai⸗ Der Deutſche Männerchor von land. Feſt ſeines zehnjährigen Beſtehens mit einem großen Jubiläumskonzert, dem unter Mit⸗ wirkung der Sopraniſtin Hilde Weſſelmann⸗ Wuppertal ein großer Erfolg beſchieden war. Der ſchön geſchmückte Feſtſaal Kulturgeſellichaft war bis auf den letzten Platz ge⸗ füllt. Die Männerchöre von Bruckner, Schubert, „Strauß und die Volkslieder ſowie die Lieder für Sopran von Beethoven und Schumann wurden mit großem Beifall aufgenommen— Kleine Theater- uns Muſilchrom Das Heidelberger Stolz Quortett, dem außer Rudolf Stolz?(1. Violine) neuerdings Frie, rich Rannelt(2. Violine), Heinrich Krug(Branſche) und Felix Anger(Cello) angehören(alls drei Mitglieder des Mannheimer Nationaltheg Orcheſters), erſpielte ſich vor lürzem in der Heidelberger dthalle mit Haydn, Mo⸗ zart und B ahms ſtarten Erſolg bei Püblitum und Preſſe. Auf der, Feierſtätte Heiliger Berg bei Heidelberg ſoll zu Pfingſten Schillers„Braut von Meſſina“ gufgeführt werden—* * Georg Basners Schauſpiel„Wind überm Slla⸗ venſee“ wulde von Generalintendant Prof. Krauß zur Uraufführung im Düſſeldorfer Schauſyielhaus angenommen. Die Premtere iſt für 28. März vorgeſchen. Kammerſängekin Erna Sichlüter vom Düſſeloorfer Opernhaus wird bei den Richerde Wone, Feſtſpielen Bor⸗ deaux die„Brünhilde“ und„Iſolde“ ſingen * Der Münchener Komponiſt Os car von Pander hat ein abendfüllendes Ehyrwerk berde“ as bei Aealph Fürſtner, Berlin, exſcheint.„Des Lebens Lied“ iſt eine Liederreihe für Chor, Soli, Orcheſter Uld Orget. Ter Text iſt zum weitaus größten Teil der älteſten dentſchen Fyrik entnommen. Des Oratorium wird im November in Wiesbaden uraufgeführt werden. * Eire neue niederdeutſche Komödie wird demnächſt von der Niederdentſchen Bühne am Staats⸗ theater Oldenburg uraufgeſührt werd Es hemselt ſich um das Werk„Twee Kiſten Rum“ gon Alma Rogge. Sie die Gallienus und des Kai⸗ 0 Mailand. Mitglied des Deutſchen Sängerbundes, beging das der Deutſch⸗Jtalieniſchen 6. Seite /Nummer 123 4 * Mittwoch, 15. März 4— Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Nauub ors ullne Borlt — Zwei aſoziale Individuen im Alter pon 40 und 53 Jahren, Ludwig Förſter aus Bad Kreuz⸗ nach und Joſef Tabara aus, Polen, die ein er⸗ ſchreckendes Vorſtraſenregiſter aufweiſen, wurden 1934 in Sicherungsverwahrung gebracht. Vier Jahre waren ſie hinter Schloß und Riegel und mimten den reuigen Sünder, und tatſächlich wurde auch ihren An⸗ trägen auf Entlaſſung ſtattgegeben. Ein Jahr wur⸗ den die ſchweren Jungen einem Arbeitskommando an der Nahe zugeteilt, damit ſie ihren angeblichen Beſſerungswillen auch unter Beweis ſtellen konnten. Förſter und Tabaxa kamen aus verſchiedenen Zucht⸗ häuſern und lernten ſich in dem Arbeitslager an der Nahe kennen. Schon nach einigen Wochen kam ihre verbrecheriſche Geſinnung wieder zum Durchbruch; gemeinſam durchſtreiften-ſie nach der Arbeit die Ge⸗ gend, um Einbruchsdiebſtähle zu verüben. Gewalt⸗ jam brachen ſie in ein Pſarrhaus ein und entwen⸗ deten Lebensmittel und Kleidungsſtücke. Wochenend⸗ und Jagdhäuſer ſtöberten ſie auf und plünderten ſie aus. Das Diebesgut wurde von der Ehefrau des Tabara an Ort und Stelle in Empfang genommen⸗ und nach Frankſurt a. M. gebracht. Mit beiſpielloſer Gemeinheit gingen die rückfälligen Verbrecher zu Werke und ſcheuten ſich nicht, auch die ärmſten Volks⸗ genoſſen zu begaunern. Die Große Strafkammer in Koblenz verurteilte Förſter und Tabara zu je fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverluſt. Gleichzeitig wurde die Sicherungsverwahrung über beide Verbrecher erneut verhängt. Die Ehefrau Ta⸗ bara wurde wegen Hehlerei zu vier Mongten Ge⸗ fängnis verurteilt. * — Ein Europäer wird kaum auf den Gedanken kommen, daß die gegenwärtig herrſchende Maul⸗ und Klauenſeuche etwas mit dem Heiraten zu tun haben könnte. Wie ſoll man einen Zuſammenhang zwiſchen krankem Vieh und jungen Mäochen, die nicht unter die Haube kommen, beziehungsweiſe jungen Männern. die nicht ein eigenes Heim grün⸗ den können, herſtellen? Um dieſen Zuſammenhang zzu verſtehen, muß man die Hetratsgebräuche der Zulus kennen, jenes größten Kafſernſtammes, der, einſt den ganzen ſüdafrikaniſchen Kontinent' be⸗ herrſchte. Bei den Zulus muß man ſich ſeine Braut kaufen. Je ſchöner und geſchmeidiger ſie iſt, deſto mehr will der Vater, der ihr zukünftiges Schickſal beſtimmt, für ſie haben. Allerdings fordert er kein Bargeld, denn das iſt im afrikaniſchen Buſch ſelten und wird auch nicht ſonderlich geſchätzt. Der Kauf⸗ preis muß in Rindern erſtattet werden, und zwar beläuft ſich der Durchſchnittspreis für eine Zulu⸗ braut auf—6 Stück Vieh. Iſt ſie aber eine beſon⸗ dere Schönheit oder die Tochter eines Häuptlings, kriegt man ſie nicht unter einem Dutzend Rinder, und wehe dem Freier, der ein niedrigeres Angebot zu machen wagt. Nun iſt gerade Südafrika, ganz be⸗ ſonders aber Natal, in den letzten Monaten von der Maul⸗ und Klanenſeuche beſonders heimgeſucht wor⸗ den. Man hat das Vieh zu Tauſenden und Aber⸗ tauſenden abſchlachten müſſen, um ein weiteres Um⸗ ſichgreifen der Seuche zu verhindern. Eigene ſtaat⸗ liche Viehvernichter ſind im Auftrage der Regiexung Durch die Zuludörfer gezogen und haben das Tödes⸗ Urteil über Ochſen, Kühe und Kälber gefällt. Zwar erſetzt der Staat den Eingeborenen den Wert der getöteten Tiere, um ſie vor einer Hungersnot zu ſchützen, aber mit Bargeld iſt den heiratsluſtigen jungen Männern nicht gedient, ſolange man nicht geſundes Vieh dafür kaufen kann. So iſt im ſüdafri⸗ kaniſchen Buſch eine wahre Heiratskriſe entſtanden, die ernſte Folgen anzunehmen droht. Vergebens harren die Schwarzen Schönen eines zahlungskräf⸗ tigen Freiers, vergebens ſchmachten die jungen Männer nach der Angebeteten. Die Depreſſion auf dem Heiratsmarkt hat es ſogar ſchon mit ſich ge⸗ bracht, daß die Bräute erheblich im Preiſe geſunten ſind, ohne daß das zu einer„Geſchäftsbelebung“ ge⸗ führt hätte. Reiſende, die in jüngſter Zeit in Natal waren, berichten, daß es geradezu Mode geworden iſt, angeſichts des Viehmangels eine Braut„auf Stottern“ zu kaufen. Heiratsgeſchäfte mit Raten⸗ zahlung— ein europäiſcher Zahlungsmodus hat Eingang im Urwald Afrikas gefunden. Aber damit wachſen die Sorgen der jungen Ehemänner nur, denn wenn ſie die vereinbarte Ratenzahlung nicht einhalten können, dann hat der Vater der Frau das Recht, ſeine Tochter ohne weiteres wieder nach Hauſe zu holen. 85 — Weinberge in Lettland— ſind eine Tatſache, die wenig bekannt ſein dürfte. Und was den Tatbe⸗ ſtand noch bedeutſamer macht, nicht erſt ſeit heute oder geſtern, ſondern ſeit rund 600 Jahren. Wer dieſe Weinberge ſeinerzeit an den idylliſchen Hängen des lieblichen Abau⸗Tals angelegt hat, iſt nicht mehr feſtzuſtellen. Wohl aber iſt kein Zweiſel daran, daß zu Zeiten des weit über die Grenzen Kurlands hin⸗ aus bekannten Herzogs Jakob pon Kurland die Trauben aus Zabeln— dem kleinen kurländiſchen Landſtädtchen— einen Saft hergaben, der ſo man⸗ chem wackeren Hofbeamten des Herzogs die Zunge ſchwer gemacht hat. Auch iſt bereits aus dem Jahre 1471 ein Schreiben des Comthurs von Windau an den Hochmeiſter des Deutſchen Ordens bekannt, in welchem jener Comthur für gewiſſe Dienſtleiſtungen um ein Paar Fäßchen Thorner Weins bittet, da der Wein in Kurland„dieſes Jahr nicht wohlgediehen ———————————n r emm, ee inee . Wieder zwei Autobanditen zum Tode verurteilt dnb Berlin, 14. März. Das Reichskriegsgericht hat in ſeiner Sitzung vom 13. März 1939 den Schützen Otto Vogl aus Wien wegen Verbrechens gegen das Geſetz gegen den Straßen raub mittels Autofalle zum Tode, wegen Vorberei⸗ tung zum Hochverrat und wegen Fahnen⸗ flucht zu einer Geſamtſtrafe von drei Jahren Zuchthaus ſowie den damit verbundenen Neben⸗ ſtrafen verurteilt. Vogl war Mitte Februar 1939 unter Mitnahme einer Dienſtpiſtole und einer Mappe mit Aufzeich⸗ nung hochverräteriſchen Inhalts fahnenflüchtig ge⸗ worden. Er hatte vor, ſich ins Ausland durchzuſchla⸗ gen, um dort im Sinne ſeiner ſtaatsfeindlichen Ein⸗ ſtellung politiſchen Aliſchluß zu ſuchen. Da er ohne Mittel war, zwang er einen Kraftdroſchken⸗ führer mit vorgehaltener Piſtole, ihn in Richtung der Reichsgrenze zu fahren. Nach kurzer Fahrſtrecke gelang es der Geiſtesgegen⸗ wart des Kraftdroſchkenführers, aus dem Wagen zu ſpringen. Der Tat folgte die fofortige und gerechte Sühne. Wenige Tage nach Bekanntwerden beim Reichskriegsgericht wurde der Verbrecher zum Tode verurteilt. Auch der Finſterwalder Autoräuber verurteilt dub. Finſter walde, 14. März. In den ſpäten Abendſtunden verkündete der Vor⸗ ſitzende des Sondergerichts 2 Berlin, das folgende Urteil gegen den 24jährigen Wilhelm Gerling zaus Finſterwalde, der am 12. März d.., den 70⸗ ſei“. Bis zur Mitte des worigen Jahrhunderts iſt eine ſüße Traube im Abau⸗Tal geerntet worden, dann gingen die Weinſtöcke ein und kurländiſcher Traubenſaft geriet in Vergeſſenhett. Nun hat die nlettländiſcheRegierung die Mittel urWiederbepflan⸗ zung der Abau⸗Hänge zur Verfügung geſtellt, und bereits im September dieſes Jahres dürfte die erſte Weinleſe dieſes Jahrhunderts im Norden Europas ſtattfinden. * — Klima und Ernährungsweiſe in den Tropen bringen für den Europäer faſt immer geſundheit⸗ liche Veränderungen mit ſich. Wie weit eine An⸗ paſſung möglich iſt, behandelt Profeſſor Rodenwaldt in„Forſchungen und Fortſchritte“. Er ſchreibt: „Europäer beiderlei Geſchlechts, gleichviel welcher Konſtitution, können im reifen Lebensalter in den Tropen leben, ohne daß eine größere Wahrſchein⸗ lichkeit für konſtitutionelle Schädigungen beſteht als in Europa. Allerdings gilt das nur bei gehobener Lebenshaltung, der Einſchaltung von Heimat⸗ oder Höhenurlaub und der Verhütung der Tropenſeuchen. Auch die Aufzucht europäiſcher Kinder iſt durchführ⸗ bar, wenn ſie zu angemeſſener Zeit für längere Dauer nach Europa zurückkehren. Dagegen zeigt die Unterſuchung älterer Europäerſiedlungen im tro⸗ piſchen Amerika, auch günſtig gelegener und wirt⸗ ſchaftlich lohnender, kein ermutigendes Ergebnis, obwohl ſich körperliche Entartung in der Folge der Generationen nicht gefunden hat. Die Geburtenrate iſt teilweiſe ſogar erſtaunlich hoch. Aenderungen im Wuchs, Schlankwüchſigkeit bei relativem Min⸗ dergewicht finden ſich anſcheinend in allen ſolchen Siedlungen bei Kindern und Erwachſenen; ſie ſind als phänotypiſch bedingt zu werten. Vielleicht kommt ihnen ein Anpaſſungswert zu. Wo konſtitutipnelle Minderwertigkeit vorkommt, iſt ſie in der Regel auf Infektionen, meiſt Wurminfektionen, zurückzu⸗ führen. Daß gerade ſolche Infektionen häufig faſt jährigen Autovermieter Hermann Palapies überfal⸗ len hatte. Das Urteil lautet: Der Angeklagte wird wegen Stellens einer Auto⸗ falle(Geſetz gegen Straßenraub mittels Autofalle vom 22. Juni 1938) in Tateinheit mit verſuchtem Mord und verſuchtem ſchweren Ranb zum Tode verurteilt. Ihm werden die bürgerlichen Ehren⸗ rechte auf Lebenszeit aberkannt. Der Angeklagte hat die Koſten des Verſahrens zu tragen. 18 Tole beim Eiſenbahnunglück in Frankreich dub. Paris, 14. März. Das ſchwere Eiſen bahn unglück bei Cha⸗ teauroux, wo der Schnellzug Paris— Toulouſe auf einige Wagen eines entgleiſten Güterzuges fuhr, hat bisher 18 Todesopfer geſordert. In den frühen Morgenſtunden gelang es der Hilfs⸗ kolonne, fünf weitere Todesopfer aus den Trüm⸗ mern zu ziehen. Außerdem iſt einer der Schwer⸗ verletzten ſeinen Verletzungen erlegen. Die Auf⸗ räumungsarbeiten werden beſchleunigt fortgeſetzt, und man glaubt nicht, daß ſich noch weitere Opfer unter den Trümmern befinden. Der Zuſtand von 14 der 30 Schwerverletzten iſt beſorgnis⸗ erregend. Gewitter und Schnee in Mailand dnb. Mailand, 14. März. Während eines heftigen Gewitters, das von Schneefall begleitet war, hat ein Blitz in den Turm von Quinto Vieentio eingeſchlagen und in der Pfarrkirche großen Schaden angerichtet. die Regel ſind, beweiſt aber, daß die ſeeliſche Reen tion des Europäers in den Tropen anders iſt a die Europa. Bei ungünſtiger Wirtſchaftslage ſinken an. Siedler raſch auf ein tiefes kulturelles K Aber auch in günſtigen Wirtſchaftsverhältn 125 tehlt es an jeder Aufwärtsentwicklung, die der 28 wicklung im Mutterlande entſpräche. Wohn⸗, 4 5 der⸗ und Ernährungskultur bleiben auf der 11 gangsſtufe. Beim heutigen Stand unſeres erſcheint es unentſchuldbar, Menſchen wertvo 5 europäiſchen Blutes zu Siedlungsexperimenten en den Tropen auszuſetzen. Der Europäer hat in Tropen eine andere Aufgabe, die der Erziehunf, Anleitung und Leitung der Eingeborenen zur—45 gabe, jene reichen Länder zum Nutzen der geſamte. Menſchheit auszuwerten. Dieſe Aufgaben kann erfullen, wenn er indinidnell für die Spanne ſeinſ⸗ Arbeitslebens den Einwirkungen des tropiſchen mas ſtandhalten kann, wenn er ſich alſo relatin akklimatiſiert.“ * im — Die 16jährige Emilie Dickſon verſtarb m Krankenhauſe von Glasgow und wurde begraheg Das junge Mädchen war pon Geburt an 0 lebensfähig und hatte von früheſter Kindheit ken Eltern mehr. Der einzige Menſch, der an ihr beieg war ein 26jähkiger Arbeiter namens Ghgis Branscombe. Mit Charles ging die kleine Emt 0 die ein wenig verkrüppelt war, ins Kino. und Ge les wich nicht von Emiliens Bett, als der Tod les reit ſtand, das Mädchen abzuholen. Auch Char 5 hatte niemand, der ihn liebte. Für ihn war 1045 zarte kranke Mädchen der Inbegriff allen Glü⸗ 13 genau, wie Emilie nur ihren Charles kannte⸗ 970 der junge Mann ſeiner kleinen Freundin die zugedrückt hatte, ging er ſtill in die ärmliche nung der verſtorbenen Emilie und drehte den Gao, hahn auf. Als man ihn auffand, trug man ihn 115 fort ins Krankenhaus zurück, aber es war zu ſpät. Charles wurde im Tode neben ſein Emilie gebettet. * — Einen guten Fang hat die Hausdetektivin eines Kaufhauſes im Weſten Berlins gemacht, die auf friſcher Tat eine gefährliche Taſchendiebin, 0 28 Jahre alte Anna Linke aus Charlottenburg, 50 nahm. Die Diebin hat zwei Jahre lang nur Diebſtählen gelebt. In den Abendſtunden beobachen⸗ die Detektivin in mehreren Abteilungen eine dächtige Frau, die ſich möglichſt ins Gedränge di gab und anderen Käuferinnen unbemerkt in 6 5 Handtaſche griff. Die Diebin wurde angebalhet und zur Direktion des Hauſes geführt, wo man 85 ihr ſechs leere Geldbörſen und Brieftaſchen loſes Bargeld fand. Die Beute hatte die Gauner innerhalb kurzer Zeit an ſich gebracht. Sie wur zum Polizeipräſidium befördert, wo man in ihr lang geſuchte Taſchendiebin erkannte, die ſchon de 1937 die Kaufhäuſer, Wochenmärkte und er Geſchäfte im Weſten und in dér Innenſtadt unſicher gemacht hat, ſich aber immer geſchickt dem Aut 8e der Polizei zu entziehen verſtand. Bisher hat 10 170 Taſchendiebſtähle zugegeben, bei denen ſie 6000 Mark erbeutet hat. Ihr Schuldkonto iſt abe vermutlich weit größer. — Die Hamburger Polizei ſuchte ein„Gelun beterin“, die mit ihren Schwindelmanövern 600 reiche Leute um ihr Vermögen brachte. Die Betrüge, rin kam als Hauſiererin an die Wohnungstüren une lenkte das Geſpräch auf Krankbeiten, gegen die 05 allerlei angeblich unfehlbare Mittel, insbeſonden Gebete habe für die ſie aber zum Zwecke der 0 lung zwölf Wäſcheſtücke benötigte, die der Krane zuletzt getragen habe. Die Geſundbeterin verlang 5 dann, daß dieſe Wäſcheſtücke über drei Straßclf kreuzungen getragen werden müßten. Binnen Minuten wollte ſie ſie zurückbringen, dabei dür aber kein Wort geſprochen werden. Es fanden ſi tatſächlich Dumme, die auf dieſe Weiſe geprellt wur⸗ den, denn die Geſundbeterin verſchwand auf Nim merwiederſehen. — HEDDA WETEVBEROER Alſo gell, wir halten's mal ſo, Herr Uhlfeldt?“ Und als Herr Uhlfeldt einen ſchwachen Verſuch zum Widerſtand machte, packte Silly ihn einfach am Arm und zog ihn die Treppe wieder hinunter. Dann holte er ſich den Anderweit und noch ein paar ſkifeſte junge Leute und zog nach Süden hin ab, während der Hegerle, ebenfalls pon einigen an⸗ dexen begleitet, in nördlicher Richtung davonſpurte. Die Zurückgebliebenen drängten ſich an die Tür, um den beiden abziehenden Gruppen nachzuſchauen. „Wie brap ſich der Silly der Sache annimmt!“ ſagte Mrs. Alderman, die neben Herrn Uhlfeldt ſtand.„Das dürfen Sie dem Silly nie vergeſſen!“ Und ihre Stimme zitterte, ein wenig dabei, und auch ihre kleine ringgeſchmückte Hand zitterte. die auf Herrn Uhlfeldts Arm lag. Ja, darin waren ſich alle einig, daß Silly Alders⸗ Schöna ſich' prachtvoll benommen habe. Ohne viel Worte hatte er ſich angezogen und alles für eine planmäßige Suche vorbereitet. Und wo er doch ſelbſt eine anſtrengende Tagestour hinter ſich hatte! Famos vom Silly, wirklich! Und er war eben doch ein netter Kerl! Im Entzücken über Silly Alders⸗Schöna aing faſt die Angſt um Milly Uhlfeldt unter. Wenigſtens während der erſten halben Stunde, ſolange man noch die roten Fackeln der Ausſchwärmenden über die nachtgrauen Schneefelder geiſtern ſah und ſo⸗ lange man noch das Rufen hörte, mit dem die Män⸗ ner ſich gegenſeitig verſtändigten und das wohl auch Milly Uhlſeldt hören ſollte, die vermißte Milly. Aber je mehr die Zeit vorrückte. deſto ſtiller wurden ſie alle, Heſto bedrückter wurde die Stim⸗ mung. In Mänteln eingemummelt. ſtand alles vor dem, Hotel herum. Niemand hatte Luſt, aus Abend⸗ eſſen. zu denken; niemand auch dachte daran, ſich „ſonſt irgendwie zu beſchäſtigen. Viele nahmen ſchließ⸗ lich ſogar die Bretter und ſtiegen auf die umlie⸗ genden Hügel hinauf, von denen aus man weiter. »ſehen konnte. 35 Es war jedoch gax nichts zu ſehen, nein, nicht das geringſte. Wohl tauchte von Zeit zu Zeit ir⸗ gendwo hoch oben zwiſchen den Bergen der Schein einer Fackel auf, die ihr rötliches Licht geſpenſtig gegen einen Felſen warf, aber niemand konnte ſagen, wo der betreffende Fackelträger ſelber ſich be⸗ fände, denn das Dunkel der Nacht verwiſchte ſowohl die Entfernung wie auch die Höhen.“ So gingen die Stunden hin. Es wurde zehn und elf und ſchließlich Mitternacht. 5 Um ein Uhr rückte auch von Dorf Silders eine Gruppe von acht Mann aus; man ſah ſie gegen. Weſten hinaufziehen, unheimliche Geſtalten im flak⸗ kernden Schein ihrer roten Fackeln, und man konnte beobachten, wie ſie, höher oben, ausſchwärm⸗ ten— waren. Je mehr die Zeit vorrückte, deſto mehr verfiel Herr Uhlfeldt. Faſt regungslos ſtand er auf der hell erleuchteten Terraſſe; ſein blondes, leicht ange⸗ grautes Haar wehte im Wind; unermübdlich gingen ſeine Augen im Dunkel der⸗Nacht hin und her— unerbittlich ſtießen ſie ſich an dem ſchwarzen Schwei⸗ gen der nächtlichen Berge. Neben ihm ſtand Lore Schneider. Sie hatte ihre Hand ſanft unter ſeinen Arm geſchoben, und zuweilen legte ſie beſänftigend ihren dunkeln Kopf gegen Herrn Uhlſeldts Schulter. O Gott, wie der Mann litt! Wie es ihn ſchüttelte! Wie hatte Milly jemals ſagen können, er liebe ſie nicht? Aber auch ſie, Lore, ſchüttelte es. Denn ſie bangte um zwei. Nur ſie wußte, wie kühn, wie wahnſinnig tollkühn Milly manchmal war und wie unbedacht auch Silly ſein konnte, wenn er die Bret⸗ ter untex den Füßen fühlte. Wie nun, wenn Milly auf Hen irrſinnigen Einfall gekommen wäre, den Höllengrat zu machen und hinunter ins Höllental abzufahren? Es war in der letzien Zeit manchmal die Rede davon geweſen, aber alle hatten ſeſtgeſtellt, daß es um dieſe Zeit unmöglich, daß es jetzt Wahn⸗ ſinn ſei, ſich dort hinunterzuwagen. ſo, wie zuvor die anderen ausgeſchwärmt Aber Milly, in ihrer ſonderbar verkrampften Stimmung— Millionäre alles zuzutrauen. Und vielleicht, da er nach Süden abgezogen war, hatte auch Silly an den Höllengrat gedacht? Dann würde alſo auch Silly dort hinunterfahren, noch dazu in der Nacht und im unſicheren Schein von Fackeln... Aber vielleicht hielten ihn die anderen zurück? Vielleicht machten ſie oben am Grat kehrt? Herrgott im Himmel, gib, daß ſie kehrtmachen! Gib, daß ſie heil zurückkommen— alle— auch die Milly— und, vor allem, der Silly... Denn ich hab' ihn ſo lieb! Schrecklich lieb hab' ich ihn! Und gleich morgen ſag' ich's ihm. Und dafür, daß ich's nicht ſchon lange geſagt habe, dafür werd' ich wohl heute geſtraft. Denn wenn man einen liebhat, wenn man ihm vertraut und glaubt, ſoll man ſich nicht mehr von anderen irremachen laſſen! Aber ich hab' mich irremachen laſſen, ich hab' Vernunftgründe auf⸗ kommen laſſen, und feige bin ich geweſen, ſo feige, daß ich noch nicht einmal gewagt hab', vor meinen Eltern für meine Liebe einzuſtehen... Aber wenn du ihn mir jetzt wiedergibſt, lieber Gott, wenn du ihn mir heil und geſund wiedergibſt, dann ſoll mor⸗ gen alle Welt wiſſen, wie lieb ich ihn hab'! So betete Lore Schneider, während ihr Kopf an Herrn Uhlfeldts Schulter lag und ihre Augen angſt⸗ voll ins Dunkel ſtarrten. Und ſie ahnte nicht, daß hinter ihr noch eine anderere ſtand, die inbrünſtig für Silly betete. Herrgott im Himmel, betete Mrs. Alderman hin⸗ ter zitternd geſchloſſenen Lippen, ich flehe dich an: Laß meinen Sohn nicht umkommen! Laß ihn mir — aib ihn mir zurück! Und ich will alles tun, ihn wieder auf den rechten Weg zu bringen... Ich war ihm eine ſchlechte Mutter— ich weiß! Ich hab' einen Hochſtapler und Abenteurer aus ihm gemacht, aber es iſt einzig und allein meine Schuld, und ich will büßen dafür... Aber nicht ſo, daß er ſterben muß! So nicht! Er liebt doch ſein Leben, er iſt im Begriff, ein neues anzufangen, er wird heiraten und ins bürgerliche Daſein zurückzufinden; er iſt ja nicht pöllig ſchlecht, die Sehnſucht nach dem Guten ſteckt noch in ihm, und ich werde ihm helfen, daß er wieder ein guter Menſch wird— ſo wahr ich hier ſtehe, lieber Gott... Und ſieh: Was ich getan habe, tat ich zuletzt doch aus Liebe. Er ſollte ein beſſeres Daſein führen, als ich es in jungen Jahren hatte, er ſollte Geld haben und frei ſein von Sor⸗ gen, und es gab für uns nur den einen Weg, und ich war ſchwach und ſchlecht genug, ihn zu gehen Aber laß den Buben es nicht entgelten! Laß ihn 0 nicht elend im Schnee umkommen, nicht abſtürzen, nicht ſterben! Er lebte doch ſo gern. und für iſt doch noch Zeit zur Umkehnr f Und als Mrs. Alderman aufſah, um einen ang! vollen Blick in die dunkle Nacht hinauszuſchicken, trafen ihre Augen auf die Burgel. 5 Die Burgel ſtand weit ab von den anderen un hatte die Hände gefaltet. Und die roten Lippen. dem blaſſen Geſicht bewegten ſich unaufhörlich, als ob ſie in großer Angſt ſei und bete. Auch die Burgel hat alſo einen dabei, um den ſie bangt! dachte Mrs. Alderman gerührt, und ein ner vöſes Weinen ſtieg in ihr auf. Aber um wen au die Burgel bangte, das ahnte Mrs. Alderman nicht. * Gegen ſechs Uhr am Morgen betrat die Burgel Sillys Zimmer. Sie ſah ſich ſeufzend um und lie ſich dann todmüde in den Seſſel fallen. der neben dem Kleiderſchrank ſtand. Jö, was für eine ſchreckliche Nacht das geweſen war! Dies Warten und Horchen und Herumtele⸗ phonieren! Dies Hinausſtürzen, wenn irgendwo am Horizont ein Lichtſchein zu ſehen war, und dies ſchrecklich enttäuſchte Umkehren und Wiederdaſitzen und Weiterwarten! Die weniaſten unter den Gäſten waren ſchlafen gegangen. Die meiſten hatten ſich die halbe Nach draußen herumgetrieben, auf den Uebungshängen, auf der Straße nach Dorf Silders hinunter oder auf der Terraſſe. Und die andern hatten in der Halle um den Kamin geſeſten und ſich fröſtelnd ſchaurige Geſchichten von den Verunglückten erzählt' Und niemand war es aufgefallen, daß ſchließlich auch viele vom Perſonal mit in der Halle geſeſſen hatten. Das Unglüc, das ſeinen dunklen Schatten über das Haus warf, hatte alle Ranaunterſchlede verwiſcht, und als Herr Lauders ſchließlich um vie Uhr morgens Kaffee kochen ließ für alle die, die aufgeblieben waren, da bekamen auch die Stuben⸗ mädel und die Hausleute ihre Taſſe, und ſie trankes ſie in der Halle, genau wie die Gäſte. (Fortſetzung folgt) + kooft Bo. Mo Mktntar größere * * auf der abfallenden Mittwoch, 15. März 190 Aus Baden Der Mövelwagen in der Küche Fahrer verlor die Gewalt über ſeinen Wagen k. Heidelsheim bei Bruchſal, 15. März. Kurz nach 7 Uhr morgens vorlor der Führer eines von tuttgart kommenden beladenen Möbellaſtwagens Straße von Bretten her an der kurve die Gewalt über den Wagen und raunte gegen das Haus des Landwirts Chr. Bauer. ie hintere Haus wand wurde eingedrückt — in der Küche kam der Wagen in dem Trümmer⸗ hauſen zum Stillſtand. Glücklicherweiſe hatte die Familie die Küche kurz vorher verlaſſen, ſo daß ein Unglück vermieden wurde. Die Fahrer kamen mit leichten Verletzungen davon. Tragiſcher Tod eines Lokomonvheizers Beim Ueberſchreiten der Gleiſe getötet *Karlsruhe, 15. März. Ein jähes Ende fand der ljährige? Lokomotivheizer Senn aus Langenſtein⸗ bach. Als er am Morgen im hieſigen Hauptbahnhof ſeinen Kameraden auf der Rangiermaſchine ablöſen wollte, wurde er beim Ueberſchreiten der Gleiſé durch 3 por. meiſter⸗Ehret⸗Straße wurden die alten Spengler, ſeinen 70. Geburtstag. einen einfahrenden Zug erfaßt und ſo ſchwer aß der Tod eintrat. Brief aus Ladenburg Tr. Ladenburg, 15. März. In feierlicher Weiſe, vor geladenen Gäſten, des Lehrerkolleginms und der Schüler wurde die„Hans⸗Thoma⸗Schau“ im ſeſtlich geſchmückten Zeichenſaal der Volksſchule von — Dingler⸗Heidelberg im Auftrag des aniſchen Unterrichtsminiſteriums eröffnet. Einige treſfende Schülerchöre, von Hauptlehrer Wiesler wirkungsvoll am Flügel begleitet und einſtudiert, leiteten ein, Elenore Ulſenheimer, Werner Schweizer und Hans Bender trugen Gedichte Herr Schulrat Dingler leitete zur Feſtrede über, die Rektor Aſchermann als feiner Kenner er Hans⸗Thoma⸗Kunſt hielt. Ein Rundgang ſchloß ſich an, der ſehr befriedigte. Die beſten Wiedergaben Thoma' ſcher Kunſt grüßte inmitten von Immergrün von den Wänden und ſprachen zum Beſchauer. .. und aus Weinheim k. Weinheim, 14. März. Zu der Heldengedenkfeier, die von der Saet am Ehrenmal in der Bahnhofsſtraße unter eteiligung der Gliederungen und verſchiedener Verbände veränſtaltet wurde, herrſchte günſtiges etter. Nach der Kranzniederlegung gedachte Orts⸗ gruppenleiter Bock der Helden des Weltkrieges und er Blutzeugen der Bewegung. Zum Schluß der eier, die von Marſchweiſen und Gedichten umrahmt —0 nahm dann Ortsgruppenleiter Niceus das Wort, um die Opfer und das Werden des Großdeut⸗ en Reiches zu würdigen. In der Bergſtraße(Weſtſeite) von Obſtgroß⸗ markt bis zur Mannheimer Brücke Ueberführung er OEc) ſtanden bisher Pſoſten mit Eiſengeländer. dieſelben wurden nunmehr entfernt und durch Liguſter erſetzt. Hierdurch wird das Straßen⸗ ild ohne Zweifel verſchönert.— In der Bürger⸗ äume(Akazien) in den letzten Tagen entfernt. Ob mit einer Neupflanzung von Zierbäumen zu rechnen iſt, ſteht noch nicht feſt. Am Sonntag beging Fabrikant Bergſtraße, bei Ferdinand beſter Geſundheit wurden ſchaft: J. Heidelberg unter Zier⸗ Neue Mannheimer Mittag⸗Ausgabe —— aus der——— Reges Kunſtleben— Wietſchaftliche Veranſtaltungen im Marz- X Karlsruhe, 15. März. Es kommt wohl nicht jedes Jahr vor, daß inner⸗ halb eines Monats zwei reichsdeutſche Ur⸗ aufführungen auf ein und derſelben Bühne hintereinander ſtarten. Am badiſchen Staatstheater zu Karlsruhe iſt dies im Monat März der Fall. An⸗ läßlich des vergangenen Heldengedenktages(2. März) fand die Uraufführung des Schauſpiels „Kampf um die Kargn wanken“ von Hans Baumann ſtatt, und bereits am 24. März ſolgt die Opernuraufführung„Dorian“ von Hans Leger. Kunſt⸗ und Kunſtgewerbe⸗Ausſtel⸗ lungen finden gegenwärtig im Badiſchen Kunſt⸗ verein und in der Badiſchen Landesgewerbehalle ſtatt. Dort iſt es die Aussſtellung„Hilfswerk für die deutſche bildende Kunſt“, hier die Ausſtellung „Keramik und Textil“, die reich und intereſſant be⸗ ſchickt ſind und allgemeiner Beachtung begegnen. Aber auch wirtſchaftspolitiſch bedeutſame Veran⸗ ſtaltungen und landwirtſchaftlich und ernährungs⸗ politiſch wichtige Tagungen geben dem Monat ihr Gepräge. So wird am 17. und 18. März der Lan⸗ desbauerntag veranſtaltet, auf dem Reichs⸗ bauernführer Darré das Wort ergreift. Ein Heimatabend wird die Tagungsteilnehmer mit den kulturellen und heimatpolitiſch bodenſtändigen Kräf⸗ ten am Oberrhein vertraut machen. Daß der Frühling bereits ſeinen Einzug im Badnerland gehalten hat, merken wohl am eheſten die Benützer der Weee Frankfurt Heidelberg—Karlsruhe oder der Oſt⸗Weſtlinie von Karlsruhe—Durlach—Pforzheim nach Stuttgart. Denn ſie überſehen in kurzer Zeit ein gut Stück der oberrheiniſchen wie ſie der Wanderer nicht ſo kaleidoſkopartig in ſich ſten Frühlingsboten, Krokuſſe, Anempnen, Veilchen und Schlüſſelblumen gucken vorwitzig aus Gärten, Anlagen und geſchützten Wieſen hervor und künden aus, daß das Oſterfeſt nicht mehr fern iſt. Da ſind denn auch die Sonntagsausflügler in hellen Scharen auf den Beinen; ſie begegnen uns nicht nur auf den Hängen des Turnbergs zu ſie machen auch ihre Abſtecher von den Ausläufern des nahen Schwarzwaldes und ſeinen Seitentälern(Alb⸗ tal) bis hin zu den Geſtaden des Rheinſtromes, in deſſen Nähe die-herrlichen Rhein waldungen jetzt im friſchen Saft ſtehen. Quncl um Ccluuetzingen Jahresappell der Militär- und Kriegerkameraoſchaft * Schwetzingen, 15. März. Unter Leitung von Kameradſchaftsführer Wei⸗ ſenſeel fand im„Weißen Schwan“ der Jahres⸗ hauptappell ſtatt. Der erſte Teil der Tagesordnung war ausgefüllt mit den Jahresberichten. Der Schieß⸗ bericht des Schießleiters Kamerad Sauer war ſehr erfreulich. Die Erfolge waren: 1 Siegerplakette (Kam. Sauer), 2 große goldene Plaketten, 2 goldene, 4 ſilberne- und 11 bronzene Plaketten. Im Landes⸗ ſchießen erwarb ſich die Militär⸗ und Kriegerkame⸗ radſchaft den Titel des B⸗Meiſters. Hierauf nahm Kameradſchaftsführer Weiſenſeel die Ehrung ver⸗ dienter und langjähriger Kameraden vor, und zwar K. Kreuzwieſer, P. Merk, für 40jährige Mitglied⸗ 0 Heiler, Hch. Zahn, Hch. Naßner, H. Reinle, Gg. Staudt, Gg. Zimmermann, Wilh. Hoffmann; für 25 Jahre: M. Binkele, B. Joachim, Joh. Kürſch⸗ ner, Heinrich Ritter, Hch. Böll, Aug. Graſer, Fr. Reichert, Wilhelm Rinklef, Joſ. Litzel. Am kommenden Donnerstag findet das erſte große müſikaliſche Ereignis im Rokoko⸗ Theater ſtatt, veranſtaltet vom Kammerorcheſter Leitung von Dirigent Wilhelm Fortner. * Im Alter von 54 Jahren iſt hier Metzgermeiſter Adolf Mall, Friedrichſtraße, geſtorben. 5 * Plankſtadt, 15. März. Das Feſt der goldenen Hochzeit konnten hier Landwirt und Ehrenkomman⸗ dant der Freiw. Feuerwehr Johann Georg Trei⸗ ber und ſeine Ehefrau Anna, geb. Wacker, Schwet⸗ zinger Straße, in voller Rüſtigkeit feiern. Slick auf Ludwigshafen Ihr Ooelene iſt verhaſlet„ Laugſchläſer wollte ſich ein Alibi verſchafſen * Ludwigshafen, 15. März. Ein in Mannheim wohnender lediger Friſeurgeſelle dehnte am März ſeine Bettruhe bis gegen Mittag aus. Um' ſeinem Meiſter gegenüber dieſe Tatſache zu ver⸗ ſchl leiern, glaubte er auch die Polizei vorſpannen zu müſſen. Von einem Telephonapparat aus ſtellte er ſich ſeinem Meiſter als„Kriminalbeamter“ vor und gab an, ſein Geſelle ſei verhaftet worden.— Dann erſtattete er auf einem Ludwigshafener Polizeirevier dahingehend Anzeige, er ſei von „falſchen Kriminalbeamten“ verhaftet, in einem Auto verſchleppt und dann ausgeſetzt worden. Er war auch nicht um eine Beſchreibung von Tätern und Auto verlegen. Beim Verhör wurde jedoch ieſes Manöver durchſchaut und der findige Lang⸗ ſchläfer vorläufig feſtgenommen. Er hat mit einer entſprechenden Beſtrafung in rechnen. Zwei Maſtſchafe wurden geſtohlen Aus einem Pferch in Oggersheim Aus einem Schafpferch im Stadtteil Oggers⸗ beim wurden in der Nacht vom 1. zum 2. März dwei Maſt ſchafe durch bis jetzt noch unbekannte Täter geſtohlen. Das linte Ohr der Schaſe iſt durchlocht. Das Loch hat einen Durchmeſſer von ſünf Zentimeter. Außerdem tragen die geſtohlenen afe an der Schulter einen grünen Farbring von etwa 8 bis 10 Zentimeter Durchmeſſer. Die Farb⸗ breite beträgt ungefähr zwei Zentimeter. Sollten die heſchzenen wattsifes⸗ Aage⸗ Leſeſaal des Geſellſchaftshauſes: kauft oöer geſchlachtet worden ſein, ſo wird um Mit⸗ teilung an die Kriminalpolizei Ludwigshafen am Rhein gebeten. Sitzung der Ludwigshafener Ratsherren. Am Freitagnachmittag findet im großen Sitzungszimmer des Staoͤthauſes Süd eine Sitzung der Ratsherren des Stadtkreiſes Groß⸗Ludwigshafen ſtatt. Zur Be⸗ ratung ſtehen der Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 1938, die Aufnahme von Reichsdarlehen zur Erſtellung von Volkswohnungen verſchiedene Sat⸗ zungsänderungen und ortspolizeiliche Vorſchriften, die Ueberleitung des Ortsrechts der Stadt Ludwigs⸗ hafen auf die eingegliederten Gemeinden Maubdach, Oggersheim, Oppau und Rheingönheim, die Ein⸗ fühhrung des Landwirtſchaſtstarifs und Verſchiedenes. Silberhochzeit ſeierten Guſtav Baumann und Frau Joſefine, geborene Schentgen, Ludwigshafen a. Rh., Fuggerſtraße 81. Herzlichen Glückwunſch! Ludwigshafener Verauſtaltungen Heute Pfalzbau⸗Konzertſaal: 10.15 Uhr vormittags Schlußſeier der Abiturienten des Gymnaſiums(mit Realgymnaſium) Ludwigshafen. 4 Großer Saal des„Pfälzer Hof“: Elternabend der Ober⸗ realſchule. Großer Saal des JG⸗Feierabendhauſes: 15 Uhr Schul⸗ vorſtellung, 20 Uhr Aufführung für die Ortsgruppe Lud⸗ wigshaſen⸗Mitte der NSDAP:„Die Schwiegerſöhne“. Pialsbau⸗Kaſſeehaus: Kletutuntbühne, Naueriſcher Hieſl: Konzert und Tanz. Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz. Geöfnet 15 bis 20 Uhr Ufa⸗Palaſt im Pfalzbau:„ Schriß vom Wege“. Palaſt-Lichtſpiele:„Karthagos Fall“.— Ufa⸗Rh'ingold: „Bie vier e— Auenüt: Kale für 50jährige Mitgliedſchaft ausgezeichnet: Eine Schwetzinger Spargelverſandhalle * Schwetzingen, 14. März. Um den Anſorderun⸗ gen der bevorſtehenden Spargelzeit zu genügen, läßt die Stadt eine in ihrem Beſitz befindliche Scheune in der Nähe des Schloſſes zu einer 8 umbauen. * Plankſtadt, 15. März. Den 70, Geburtstag konnte hier Frau Eliſabeth Feil, Hildaſtraße, in guter Geſundheit begehen. Herzliche Glückwünſche! * Oftersheim, 15. März. Der Muſikverein wird auch in dieſem Jahre mit Unterſtützung der Ge⸗ meindeverwaltung den Sommertagszug am 26. März zur Durchführung bringen. * Hockeuheim, 15. März. Im Alter von 60 Jah⸗ ren verſtarb hier infolge eines Herzichlages der Schmelzermeiſter Joſef Schmeckenbecher, Hei⸗ delbergerſtraße 20. 8 * Reilingen, 15. März. Feloͤhüter i. R. Jakob Hoicker, Hockenheimerſtraße, konnte in guter Ge⸗ ſundheit ſeinen 80. Geburtstag begehen, * Altlußheim, 15. März. Die Eheleute Schmidt II und Ehefrau Eva Maria geb. heimer, Rheinhäuſerſtraße, feierten ihre Hochzeit. Herzlichen Glückwunſch! * Schluchſee(Schw.), 14. März. Frau Mathilde Albiez, die älteſte Einwohnerin unſerer Ge⸗ meinde, konnte geſund und 90. Ge⸗ burtstag begehen. Naiuulbuuouie Oααſiill Schneedecke auf den Höhen Ergiebiger Flockenfall brachte Stadt und Umgebung bei Temperaturen um Null— auf den Höhen einige Kältegrade— noch einmal eine ge⸗ ſchloſſene Schneedecke bis ins Tal. Wäh⸗ rend ſie dort zum Matſch zuſammenſchmilzt, hält ſie ſich auf dem Königſtuhl, Weißen Stein und benach⸗ barten Höhenzügen. Oskar Scheyv 7 Vielen Heidelbergern bekannt wax der Kaufmann und frühere Stadtrat Oskar Schepp, der hier geſtern im Alter von 78 Jahren geſtorben iſt. Er war auf vielen Gebieten Helfer und Förderer, ſeit er ſich von der geſchäftlichen Tätigkeit zurückgezogen hatte. Durch eifrige Mitarbeiten förderte er früher den Gartenbauverein und den Obſtbauverband, nahm ſich dann mit großer Tatkraft auch der Handſchuhs⸗ heimer Großmarkthalle an, für die er in den erſten Jahren ihrer Entwicklung viel Arbeit leiſtete. Eifriger Förderer war er ferner dem Verein Alt⸗ Stephan Schwech⸗ goldene Heidelberg, dem ehemaligen SS und der Artilleriekameradſchaft. Profeſſor Seldner 7. Der hier vor einigen Tagen im Alter von 85 Jahren verſtorbene Profeſſor Dr. Karl Seldner hat lange Jahre an den Mittel⸗ ſchulen in Eberbach und Weinheim gewirkt. Seldner ſtammte aus Wertheim, ſtudierte in Frei⸗ burg und Heidelberg, wurde 1892 Vorſtand der Höheren Bürgerſchule in Eberbach, die unter ſeiner Leitung zu einer ſechsklaſſigen Realſchule erweitert wurde, und im Jahr 1900 erfolgte ſeine Verſetzung an das Realgymnaſium in Weinheim(Benderſchule), wo er bis zu ſeiner Zurxuheſetzung tätig war. Der Sommertagszug am kommenden Sonntag beginnt wie ſeit jeher vormittags um 11 Uhr auf dem Karlsplatz. Der Zug geht durch die Haupt⸗ ſtraße, über den Bismarck- und Bahnhofplatz durch die Anlage zum Langemarckplatz. Näheres iſt aus der heutigen Anzeige des Verkehrsvereins erſichtlich. Heidelberger Beranſtaltungen Hente Städt. Theater:„Der goldene Pierrot“ Harmonie: Konzert des Heidelberger Rare oceſtee Aus den Kinos: Capitol;„Der Schritt vom Wege“.— Gloria:„Der dunkle Ru“.— Schloß⸗Filmtheater:„Der weiße Diger“.— Kammer: N 5 aufnehmen kann. Die er⸗ Was gibt es Reues in Sam Weis innerungsgabe in 7. Seite/ Nummer 123 eeeee, Kraſtwagen ſtießen zuſammen Fünf Schwerverletzte auf der Autoumgehungsſtraße * Frankfurt a.., 15. März. Ein ſchwerer Verkehrsunfall ereignete ſich auf der Auto⸗ umgehungsſtraße zwiſchen Unterliederbach und Zeilsheim, wo zwei aus verſchiedener Richtung kom⸗ mende Perſonenkraftwagen faſt auf 3 Mitte der ſchnurgeraden Straße zuſammenſtie⸗ eee eeeee 3 ßen. Der Lenker des aus Frankfurt kommenden Wagens, ein Spielleiter des Reichsſen⸗ ders Fraukfurt, wurde ſchwer verletzt, eine jüngere Frau und ein zwölfjähriger Junge, die im gleichen Wagen ſaßen, erlitten ſchwere Geſichts⸗ und Kopfverletzungen, während eine ältere Frau ohne Verletzungen davonkam. Die beiden Inſaſſen des anderen Wagens, ein Mann und eine Frau aus Oppenheim, wurden ebenfalls ſchwer am Kopf und im Geſicht verletzt. Alle fünf Schwerver⸗ letzten mußten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Kraftwagen wurden ſo zertrümmert, daß ſie ob⸗ geſchleppt werden mußten. Wie ſich das Unglück auf dieſer geraden Strecke ereignen konnte, iſt noch nicht ganz getlärt. Raubmörder Dörr hingerichtet Sühne für Mord an einer Witwe * Frankfurt a.., 15. März. Die Juſtizpreſſe⸗ ſtelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 14. März 1939 iſt der am 29. Juli 1912 geborene Albert Dörer aus Wiesbaden hingerichtet worden, der durch Ur teil des Sondergexichts Frankfurt a. M. vom 13. Fe⸗ bruar 1939 zum Tode verurteilt worden iſt. Dörr hatte in Eſchborn im Taunus an der 56 Jahre alten Witwe Wilhelmine Kirchner, geb. Roth, 8 Raubmord verübt. 45 Lampertheim, 14. Märß. Im„Goldenen Rina“ fand an wichtiger Appell der hieſigen Freiwil⸗ ligen Feuerwehr ſtatt. Durch die Anglie rung der Freiwilligen Feuerwehr an die Feuerlöſ polizei, ferner durch die Umgliederung Lampert⸗ heims an den Kreis Worms und nicht zuletzt durch den Tod des Oberbrandmeiſters Otto Oelze war eine Neukonſtituierung der hieſigen Wehr erforderlie U. a. gab der Verſammlungsleiter-bekannt, daß der Führerrat den Kameraden, Schoruſteinfeger Ludwig Hahl der Kreisleitung zum Führer der hieſigen Wehr vorgeſchlagen habe, der nun auch von ihr zu ernannt wurde. Der Führerrat ſetzt ſich je wie folgt zuſammen: L. Hahl, Hauptbrandmeiſter, Gg. Hannew ald, Sberbrandmeiſter, Hch. Her⸗ weck und Jean S Simon, Brandmeiſter. Am Ehrenmal verſammelten ſich am Sonnta vormittag neben den ſehr zahkeeich angetretene Formationen etwa 2000 Volksgenoſſen zu ei ſchlichten Gedenkfeier für die im Weltk und im Kampfe um Großdeutſchland gefallenen deutſchen Helden. 5 Seitens des hieſigen Poſtamtes kommen nen Wertzeichenautomaten zur öffentliche Auf⸗ ſtellung. Einer davon in der Hauytverkehrsſtraß der Kaiſerſtraße, der zweite am 1 umn Heſſen * Darmſtadt, 14. März. Der Rückgang der ſeuche in Heſſen hat auch in der zweiten Hälſte des Februar angehalten. Es waren insgeſamt noch acht Kreiſe mit 29 Gemeinden und 77 Gehöften a 1. März verſeucht. Gegen die letzte Nachweiſung 15. Februar mit vierzehn Kreiſen und 47 Gemei mit 127 Gehöften, bedeutet das einen erfreulich 5 Fortſchritt. Am ſtärkſten verſeucht iſt immer der Kreis Friedberg. 44. Ii Neckargemünd, 15. März. Vor der Hand⸗ werkskammer Mannheim hat: Heinrich Stein⸗ brenner die Meiſterprüfung im Malerhandw mit beſtem Erfolg beſtanden. Stammführer Hein (Neckargemünd) wurde vom Reichsſuge d⸗ führer durch Ueberreichung des goldenen Führer⸗ kampfabzeichens— Dieſer Tage fand Schluß⸗ prüfung der hieſigen Landwirtſ chafts ſchule ſtatt. Schulvorſtand Aſeſon Sutter begrüßte— bei Landrat Naumann, die Parteivertreter ſowie zahlreich vertretenen Eltern der Schüler. Ein Form ernes jungen Obſtb im Schülern des zweiten Jahrganges g macht, ferner konnten bei Preis Sverteilung ac Schüler des erſten und acht Schüler des zwei Jahrgangs ausgezeichnet werden. U Laudenbach, 15. März. Frau W mon geb. Keßler feierte ihren 74. Geburtsta Der lang erwartete Wunſch nach der Erſtellung eines Hg⸗Heimes ſoll nun bald erfüllt werden. Der He bau ſoll noch in dieſem Jahre fertig werden Jungen. Mädels freuen ſich ſchon heute Kuk Grundleinlesuus. wurde den eeee e eee nrit den übrigen Lager der Kre gebracht werden Die Spiele der Kreisklaſſe 1 Mannheim Kurpla-z Neckarau erkämpft wichtige Vunkie Das Wiederholungsſpiel in der Tſchammer⸗Pokolrunde zwiſchen Oftersheim und Schwetzingen brachte es mit ſich, duß das Spiel Keiſch—Oſtersheim ausfallen mußte und da⸗ mit hos te das an und für ſich kleine Progroamen der Kreis kluſſe 1 für dieſen Sonntag eine weitere Schmälerungder⸗ ſahren müſſen Daſür verſne ſich ber bis jetzt als einziger Pflichtſpielen zu Ende getommene T 1816 im erſten Privatſpie und zwar empſing man auf eigenem Gelände den T Viernbeim, der bekaantlich bei den Punkteſpielen der Gruppe Eſt eine beochtensrerle Rolle zu ſpielen wußte. Die Freundſcha'tspartie ſegelte durchaus in onſtändigen Rahmen uns lief das Sniel recht wechſelvoll Den Heſſen war es ernent möglich, ihr gereiſtes techniſches Können in den Vorbergrund zu ſtellen, während man hin⸗ ſichtlich der Durch Söraft ebenſo zu wänſchen übris ließ, wie der Angriff der 46er. Ein zweiter Vergleichskampf der Gruppe Oſt und Wett, ebenſalls im Privatſtelcargcter, war in Ladenburg im Ganug, wo die Alemannia Rheinau mit:1 den Sieg denontrug. Bezeichnens für das Ergebnis war die etwas ungenügende Lbwehrarbeit der Lodenburger, die hinten nicht ganz dicht hiellen,»erd man anderer⸗ ſeies nicht vertennen doſ, daß ſich die juugen Stürmer von Rheinau in beſon ders gute Spiellaune brachten. Das Hauptintereſſe der Kreisklaſſe 1 konzeutrierte ſich indes auf die Pflichtſpiele: Kurpfalz Neckaran— Reilingen:0 Rohrhof— Altlußheim:1 und hier wieder genoß das Abſtiegstrefſen in Neckarau den Vorzug. So brauchte man ſich beſtimmt nicht zu wundern, daß die Kürplälzer ein beſonders gut beſuchtes Haus hai⸗ ten. In überwiegender Zahl war natürlich Neckarau ſelbſt, do unter ein Großteil von der lieben Nachbarſchaſt und Zugleich tärkeren Konturrenz('e Necharau) vertreten, es ſehlten aber auch nicht eine Anzohl Intereſſenten aus dem isklaße. War ſo allein ſchou für die⸗ ſes wichtige Abſtiegstreiien ein günſtiner Rahmen geſchaſſen, umſomehr wurde er es aber durch das anſtändige Spiel heider Manuſchaften, die in ihrer Kampiesweiſe abſolut Micht erkennen ließen, daß hier Abſtiegs andidaten unter ſich waren. Das Spiel beherrſchte— was allein ſchon das Reſultot erkennen läßt— eindeutig der VſB Kurpfal z Neckarau, deſſen Leute diesmal auffallend ruhig und damit ſicher an die A beit aingen. Es maäg ſein, daß das früh erzielte Führunstor die Spannung eꝛwas in die Schranken wies und ſo war dies für Neckarau die beſte Vorausſetzung, um das gaze Mannſchaftskönnen entalten zu können. Damit muß gleichzeitig geiagt ſein, daß die Neckarauer ein Spiel hin⸗ legten, daß abſolut mit Abſtieg nicht in Zuſammenhang (ann. Uberall ein Auleuhten früheren Könnens und was wohl mit den Hauptanteil zum Erſorg brachte, war die Uneigennützigleit einzelner Spieler, die da im camerasſchaftlichen Aushgelſen, bort im Einſaß des beſſer poſtierten Nebenmannes beſtans. Hätle Ku pfalz Neckarau bisher mit gleichen Waſſen geiämpft, dann hätte es wohl für dieſe Leute eine Abſtiegsfrage nicht zu geben brauchen. Die Torerſoſge ven Montag, Seitz, Deut ſch und nich: zuletzt von Ludwig Schmitt, der ſeit Wochen, als es breuzlich wurde, auch noh einmat die „Kictſchtaſpen“ herangcholt hatte, waren der ſichtbar. Aus⸗ druck einer im Auſteigen begzi'ſenen Mannſchaſts eiſtung, von der nur zu wünſchen iſt, daß ſie nahn zu ſpät gekem⸗ men iſt. Während die Reilinger Elf in manchen Be angen enttäuſchte, geſiel um ſo mehr, wie geiagt, die plötzlich wieder erwachte Tatkraft der Neclarauer, bei denen Gyzont, L. Schmitt und Mittzlläuſer Henneber er die ruhenden Pole Ser Mannſchaft waren. Der Vollüändegkei halber ſei noch geſaßt, daß den. Spiel in Hördt⸗Weirn⸗ heim ein auſmertſamer Spielleiter vorſtand was natür iih auch von weſentlicher Bedentung war. Im zweiten Treiſen des Tages hatte Rohrhüf den Be⸗ ſuch von Altlußheim, mit denen man ſich auch bei Ler zwei ten Auflage mit einer Punkteteilung.1 trennte. All⸗ gemein iſt von dieſem Spiel zu ſagen, daß es recht hart durchge ührt wurde, aber immer im Rahwen des Erlausten blieb. Nur zu Beginn herrſchte vorübergehend ein klei er Mißton als Altlußheim bei einem freien Durchlauſ zum Führungstor kam, wobei allerdines ein« kleine ⸗Portion Handſpiel günſtige Aſſiſtenz gelie ert haben ſoll. Die Rohrhöſer Abwehr hatte mi: einer lnterbindung des Spiels gerechnet, als ein Altlußbeimer Stürmer upbelün⸗ mert auf und davon ging und ziemlich mühelos:0 mar⸗ kierte. Schließlich war Rohrhef der verdiente Ausgleich doch beithieden und gar leicht hätte es auch noch zum Sieg reichen können, wenn nicht der Altlußbeimer Terwart in ſo glänzender Art in der letzten haſben Stunde ſeiner Pflicht genüg: hätte.“ Gruppe Weſt: Vereine Sniele gew. unent verl. Tore Punkt. 8 Mannheim 17 1³ 2 2 59.20 28˙6 Altlußßeim 17 9 4 1 38.25 2212 Oftersheim 17 7 4 6 30.34 18 66 Rohrhof„ 8 5 6 20*3 18214 TN 1846 18 7 2 9 147 16 20 Rheinan 17 6 3 8 31:20 1519 Poſt Mannheim 17 6 3 8 B03 15 19 Ketſch 17 6 2 9 29·30 14*¹ nteilingen 17 5 8 10 3141 12.22 Kurpfalz Neckarau 17 5 2 10 19.32 122² Piolrowfli gegen Europameiſter Nüenberg Vorrunden⸗Vaarung en zu den Amaleurbox-Meiſterichaften In der nächſten Woche werden in Eſſen die Deutſchen Amcenr⸗Box⸗Meißerſthaften eneſchieden, insgeſamt hat das Meichsſachomt 171 Kämpſer Ler beſten Klaſſe zugetaſſen. Die einzelnen Gewichts laſſen ſind mit 20, 20, 23, 22, 22, 22, 22. 20% Teilnehmern beſetzt. Wer bis zur Entſcheidung Zurch⸗ ſtoßen will, wird alſo ſchwere Kämpſe zu überſtehen haben, Es belörf alſo eines ganzen Manhes. teſ erh wellen wir einmat ſeſtſtellen, welche Loſe die Vertreter der Gaue Südweſt und en gezohen haben. Wo ſind die Südweſt⸗Borer? Der Frankfurter Bamberger hatte bisher meiſtens mi: der Entſcheisung etwas zu tun, im Fliegengewicht wird er ſeinen erſten Gegner Gundelbacher(Eſſen) wahrſcheinlich abſchütteln können. Stoub(Saarbrücken) hat im Bantam⸗ gewicht in dem Hertener Strengfeld einen weſentlich ſtär⸗ keren Gegner erwiſcht. Im Federgewicht dürſte Schöneber⸗ ger(Frankfurt) ſicherlich über Grajetzti(Inſterburg) hin⸗ wegkommen, da egen wiſſen wir nicht, ob es dem zweiten Vertreier, Joswig(Fran(ſurt) gelinet, Büttuer 2 aus Bieslau. zu beſiegen. Bettendorf(Frankfurt) ſteht im Leichtgewicht gegen ben Weſtſalen Eünſerig, der für Stettin boxt, vor einer laum lösbaren Auſgabe, mihrend der er⸗ ſohrene Peitry(Quierſchiedl im Weliergewicht gegen Kalker (Köln) auttitt. Der Fronkſurter Ims hat im Mittelgewicht gegen Rremann(Samburg) einige Ausſichten, dogegen kann man im Halbſchwergewicht Louven(Frankfurt) zu ſeinem Gegner Hauer(Leipzigſ nicht gerade beglückwünſchen. Der Ludwigsheſener Freuz erhielt im Schwergewicht in dem Breslauer Kloſe ebenſalls einen ſeoxken Gegner. 3 und die babiſchen Verir ter? Im Flie engewicht blieb der Gau Biden unvertreten. Der Mannbeimer Geisler wird ſich im Bentamgewicht zunächſt mit Bormann(Stettin) zu beſalſen haben. Stütter iſt diesma! ihe hauy: nicht abei Im Fede gewicht hätte Hoſſmann unheim) einen eichteren Gegner als gerade den Kaſſeler Rerry erwiſchen lönnen. Das größte Lech halte aber unſtreitig Piotrowſki(Mann⸗ heim) im Leichtgewicht, wy men dem ſympatziſchen„Pial, wie man ihn in ſeiner weſtſäüliſthen Heima immer nannte, ausgerechnet Europgeiſter Herber Nürnber? vor⸗ ſetzte. An Pictrowiti liegt es, die Frößie Ueberraſchung der Vorrunde zuwege zu bringen Schächtele FFrei⸗ burg) lann in Eſſen viel lern⸗ ſeinen Vorrundenlämp' im Weitergewicht gegen den Hamburger Racſchke wir“ er aber kanmn ſiegre geſtateu önnen. Im Mitte ewicht iſt Weirich(Kouſſanz) mit ven der Narte Der Ulmer Loibl wirg für ühn ſieis ein außerordentlich⸗ ſtarter Geg⸗ ner ſein. Im Falbſchwergew hat ſich Schwarz wäl⸗ der(Fonſtanzj aus erechnet den Bouner Voſen als erſten Pariner„ansgeſucht“, das hedentet ein(undertpro⸗ zentie s Ausſchei'en am erden Jage. Bielleicht hat Wagner(Mannheim) im Schtvergewicht gegen den 2 2 57 Sachſenheuſen Nach“argaues be⸗ Mltmeiſters und Bei den Gauklaſſenſpielen unſer onpruchte nantgemaß„as Sriel de ſeines Riralen dem TKeE Wiesbaden Ldas gößte Iniereſſe. In Anbetracht der Wichtigkeit dieſes Tie ſens ſand ſich eine größere Zuf auerzah ein, die le'deuſchaftlich am Splelgeſchehen tei'nahm. Den Gäſten aus der Kurfadt denen nur noch ein Sieg etwas nützen( nute, ſ ielten da en auch ihr ureigenes Hockey. ber die T atzherren mit ihrer in erugtienal durchſetzien Einheit,⸗wuß en ſich geiint zſen ungeſtümen Angriffen ihres Gegners zu erwehren. Lan“⸗ ſom aber eutlih vor allen n die reiiere Erſahrung des zweiten deutſchen Meiers urh. Die Wieihdener, die bis zum Schlußpfi 7, ſich auſe zer Relr ſebten, onnten a er abwehren In imvonieren“em die:0⸗Niederlege ni Sa ſenhanſen aIhne Pun tverinſt Stile wurde der 7B 57 233* Di beiden anderen Treſſen dergteiher Klaße naßmen f⸗⸗ gen en Ausgang. Iu ꝛe; der Mainzer His die Einzacht Frankfurt:0 Kaiiers antern gegen TS368 langte es den Mainzer Rudere nut zu einem 111. Der Tabellenſtand iſt ſomi: ſolgender: T 57 ch ouſen 9 189 7 H zeshaden 10 15:5 Mainter HC 9 10:8 Eintvacht Frankfurt 10⁰ 1071 Maointer RW. 1* 5215 TS Haiſerslautern 10 2218 Der erſte Spietſonntaß der Rückrund bei den Auiſtien ſpieten brachte geeich ne Ueberraſbungen. Nach den ley⸗ ten großen S eßen der Sher gab marden Gäſten aus Frau kentbal herzlich wenig Aueſi ten, au un einen Punkt zu ofern. Aber wieder ei wa! klaun es a' dors. Die Zu er⸗ ſikcter we en ſich wi einem Mute in den Kampf, der wirk⸗ lich bewunderuswert war, hte ſich Las beſſerr Stehvermügen und' Oldeuburger ten Hoff etwas mehr Glück, aber zu unter⸗ ſchätzen iſt auch dieſer Gegner keineswegz. Im allgemeinen darf man wohil ſagen, daß gerade die Badener„ſchwarze“ Loſe gezogen haben. Zum erſten Ma'e Gtoßbeutſche Jußballmeiſterſchaſten Wenn am 2. April die Gangruppenſpiele beginnen, dann treten die erſten Großdeutſchen Fußball⸗Meiſterſchaften in ein eniſcheidendes Stadium. Zum erſten Male ſind unſere Sportkameraden aus der befreiten Oſtmark und dem be⸗ freiten Sudetenland mit dabel. Ihnen gilt die Sympathie der ganzen deutſchen Sportgemeinde. Geſpannt ünd wir aus das Abſchneiden beider Vertreter. In dem einen Falle Admira oder Wacker Wien, im anderen Teplitzer Fcͤ oder Warndorfer Fͤ. Was den Sudetengau betrifft, ſo iſt der allgemeine Tip, Teplitz oder Warnsdorſ im End⸗ ſpiel zu ſehen—, der Teilnehmer wird ja, wie man weiß. ngch dem Pokalſyſtem„ausgeknobelt“—, in Erfüllung ge⸗ gangen. Die Art, in der ſich die beiden Vereine in das Enoöſpiel gekämp't haben, hat bewieſen, daß tatſächlich die würdigſten Vertreter des ſudetendeutſchen Fußballſports am kommenden Sontag in Reichenberg zum Endkampf an⸗ treten werden. Der Teplitzer Fͤ iſt ja den meiſten deut⸗ ſchen Fußballanhängern gut bekannt. 7 2 Süddeutſche Gauliga im Kampf Als erſter der vier füldeutſchen Gaue iſt der Gau Süd⸗ weſt' mit ſeinen Meeiſterſchaſtsſpielen ſertig geworten, letz⸗ ter wird diesmat ſichertich der Gau Bayern ſein, çbenn ſo⸗ wohl in Würtlemoerg aes auch in Basen ſteht zer Meiſter bereits teſt und die Abſtiegsfrage wird auch bals geklart ſein. Gan Südweſt Freundſchaſtsſpiele Im Gau Südweſt haben jetzt die Vereine Gelegenheit, ſich in Freunöſcheſtsſpielen zu betätigen. Wormatia Worms, der Meiſter, hat ſeiner Elf jetzt den letzten Schliff für die Gruppenſpiele zu geben. Am Suntag hat er den SSV Troisdorf zu Gaſt, ler am Mittelrhein zabellenzweiter wurde und nom Meiſter Sülz 07 nur durch das beſiere Toverhältnis übertrofſen werden konnte Kickers Oſſenbach hat am Bieberer Berg den würz⸗ tembergiſchen Gau ſigiſten Union Böchingen zu G F S Frankſurt unternimmt eine Reiſe zu dem bereits entthronten deutſchen Meiſter Kin nover 96. Gan Baden Bfk Mannheim Bfa Mühlburg(10) SpVaa Sandhoſen— Karlsruher FB(:1 Phönix Karlsruhe— Ve Neckaran(072 Auch in Baden nähern ſich die Spiele ihrem Abſchluß Der Meiſter hat im letzten Meiſterſchoftstreſſen BſB Mühlburg zu Gaſt. Es müßte ihm gelingen, un⸗ geſchlagen über die Strecke zu lommen. Spgg Sandhoſen und Phönix Karläruhe ringen noch um den Verbleib va der höchſten Srielklaſſe. Die Entſcheigung lann am Sonn⸗ tag ſallen. Sandhofen iſt zu Hauſe durhaus in der Lage den Karlsruher F zu beſiegen, zumal die Kartsruher au' verletzte und geſperrte Spieler verzichten müſſen. Ein Sieg der Sandhöfer iſt alſo wahrſcheinlich. Nun han auch Phönir Karlsruheen Heimſpiel, der Gegner heißt Vſe Neckarau der am Sonntag noch in Pforzheim ein Unentſchieden herausholte. Es wird alſo für den Thönix, der dem Meiſter ebenſalls ein Unen⸗ ſchieden aufzwang, nicht leicht ſein, gegen die Neckarauer zu gewinnen. Gewinnt Phönix, dann ſteigt Sandhoſen ab. Gan Württemperg Vi Stuttgart— Stuttgarter Kickers(:3) Stuttgarter SE— F Zuffenhauſen(:0) Das grote Stuttgarter Lokaltreſſen hat für die Me ſterchaſt leine Bedeutung mehr. Bei der augenblicklich Form beider Mannſchaften muß man auch bezweiſeln, den Bewegungsſpielern überhaupt eine Revanche gelingt, deun die Meiſterelf iſt in ſehr guter Form. Trotzdem wird es wahrſcheinlich eine knappe Entſcheidung geben. Der Ausgang des zweiten Spiels iſt für den Abſtieg von Bedeutung. Gewinnt nämlich Zuffenhauſen, dann mu die Spgg Cannſtatt abſteigen, lich da Habrücken, wenn die Punkte geteilt werden. A er immerhin muß Zuſſenhanſen erſt einmal den SSC zu einer Punkteteilung zwingen. Gan Bayern Schwaben Augsburg— 1. FC Schweinfurt 93(229) Spvgg Fürth— Jahn Regensburg(:4) In Barern hat der Meiſterſchaſtsſavorit Schweinfurth b05 einen ſchweren Gang vor. S ben Augsburg iſt in Abſtiegsgeſahr, hat aber Ausſichten, ſich den Klaſſenverbleib zu ſichern. Allerdigs müſſen die Mannen um Lehner dann das Spiel am Sonn⸗ tag gewinnen. Für den Kugelſtädter wird es jedenfalls ſehr ſchwer ſein, in Augsburg beide Punkte zu holen. Sp⸗ Vgg Fürth erwartet Jahn Regensburg und möchte die hahe Vorſpiel⸗Niederſage ausgleichen. Die Regeusburger ſind aber im Augenblick ir ſo ſeiner Form, daß man ihnen auch in Fürth einen glatten Sieg zutrauen darf. :-Sieg der Kurſiſten Erſtes Uebungsſpie! beim Frankfurter Lehrgang Auf dem FSVPlatz am Bornheimer Hang beſtritten die am Herberger⸗Lehrgang beteiligten Nachwuchs⸗Fußballer ihr erſtes Uebungsſpiel, bei dem eine Groß⸗Frankfurter Auswahlmannſchaft, die ebenfalls in der Hauptſache aus Nachwuchsſpielern beſtand, den Gegner abgab. Vor nur 500 Beſuchern kam es zu einem recht flotten Kamypf, bei dem allerdings nicht alle Erwartungen reſtlos erfüllt wur⸗ oen. Die in der Beſetzung Vetter(ViR Mann⸗ beim), Müſch(SS Troisdorf), Immig(Karlsruher FB), Folz(1. FC Kaiſerslautern), Piceard(SS Ulm), Schädler(Ulm 960 Bigllas(Daisburg 48,/991, Walter(1. Fc Kaiſerslauter⸗“, Gauchel(Tus Neuendorf), Safaxtk (Auſtria Wien) und Aurednik(Tus Neuendorf] ſpielende Lehrgangself beherpſchte zwar gegen den etwas ſchwachen Gegner durchweg die Lage, aber das Zuſammenſpiel im Sturm war ziemlich mangelhaft, und außerdem wurde jchlecht geſchoſſen. Aurednik gefiel durch Schnelligkeit und gute Flanken, Gauchel ſchoß viel, aber nicht genau genug, und auch der etwas weiche Safarik verſchoß viel. Walter tat viel für den Aufbau, während Biallas nur gelegentlich Proben ſeines Könnens gab. Von den Abwehrſpielern war Schäcdler weitans der Beſte. Piccard fiel etwas ab und wurde nach der Pauſe Woldhof) erſetzt. Auch Gauchel trat vorzeitig ab und überließ ſeinen Platz dem Frankſurter Doſedzal. In der Frankfurter Elf, in der zeitweiſe Schmidt(Saar⸗ brücken) und Reinhard(Frankenthal) mitwirkten, war Tor⸗ hüter Michel(TSc Kaiſerslautern) der überragende Mann. Weiterhin zeichnete ſich noch Seibert(Union Rieder⸗ roödy aus.— Nach viertelſtündigem Spiel gingen die Kur⸗ ſiſten in Führung, als Safarik unter Mithllſe des Frank⸗ furter Verteidigers Kolb den Boll ins Netz brachte. In der Mitte der zweiten Hälfte ſchoß dann Biallas nach einem energiſchen Vorſtoß, der von Doſedzal ausging, das zweite Tor. Am Donnerstag werden nun auf dem Frankfurter Eintracht⸗Platz zwei Lehrgangs⸗Mannſchaften gegeneinander ſpielen, deren Aufſtellung zur Stunde noch nicht bekannt iſt. Auf der einen Seite werden dabei die Spieler ein⸗ geſetzt, die Südweſtdeutſchland am 26. März im Kampfge⸗ 20. Länderſieg unſerer Ringer? Zum zweiten Male im freien Stil gegen die Schweiz Mannheim, die Induſtrieſtadt am Neckar und am Rhein, züſammen mit Ludwigshaſen die Ringerhochburg Sübweſt⸗ deutſchlands, iſt am Samstag, 18. März, der Schauplatz des zweiten Ländertampfes unſerer beſten Freiſtilringer mit der Schweiz. Der große Saal des Roſengartens wird ſicherlich die Zuſchaner nicht alle faſſen können, ſtehen ſich doch hier die in Europa führenden Freiſtilringer gegen⸗ über. Unfere Vertretung iſt darauf bedacht, den vor einem Jahre in Bern errungenen 52⸗Sieg zu wiederholen, wäh⸗ end die Eidgenoſſen den ſelbſtverſtändlichen Ehrgeiz haben, den Deutſchen eine Länderkampf⸗Niederſage beizußringen Auf beiden Seiten hat man bei der Auswahl der Kämpier die größte Sorgſalt walten laſſen, ſo daß harte und auch Meiſter von Südweſt Nachdem das Treſſen bei der Pauſe 111 geſtauden hatte, machte ſieh bei dem Tabellenführer eine immer grüßer wer⸗ dende Nervoſität bemerebar. Das nücten die Franlen⸗ thaler geſchickt ͤus. Die Frankfurter bezogen mit 223 ihre erſte Niederlage. Die Turugemeinde hat ſomif ihre 112⸗ Heimniederlage wettgemacht und dürſen die Tab lle der Gruvve 1 anführen. 5 In der eleichen Abteilung ſiegte de: T 60 Fran!ſur: in Saarbrücken gegen 05 mit:3 Toren Eine(naupe 12⸗ Niedertage bezog Dürkh im auf„ſeineu“ Platz in Lud⸗ wigshafen vom T 66 Zethenheim. Der plälziſche Vertreter der Gruppe 2, Viè Speye, hat ſich wieder gefunden In er Domſtodt traſen ſie auf die Vertretung des DHé Biesbaden. Mit 2½ wu de der Sieg und die Punkte für die Piä zer gebucht. Die Barba oſſa⸗ Stäster mußten zu Hauſe'rotz großen Ei ere den techniſe eßeren 5 überlaſſen ⸗Leyten den Sien mit 2 T ren und zieren ſomit das Ende der Tarell'. Die Darmſſähter. die in Worms ſpielten konnten das Vorſpiele gebnis 0 nicht verbeſſern. Im Gegenteil der 31⸗Sieg des Gaſt⸗ gebers, geht vollauf in Ordunng. Gruppe 1: TIgde Frankenthal 6 10: 80 Frankſur: 5 8: TB 60 Frank'urt 6 7: GN 60 Fechenheim 6 92 Vi Dürkheim 3 12 Saar 65 Sagarbrücken 6 43 Gruppe 2 Gers Frankfurt 6.3 Vis Speyer 5 6 7 8 6 626 St 60 9 6 957 Relchsbahn Kaiſerslautern 4·8 ſportlich ſchöne Kämpfe zu erwarten ſind. Während Deutſch⸗ lands Staffel ſchon längere Zeit ſeſtſtand, hat die Schweiz am vergangenen Sonntag in Luzern gegen die ſtarte Tſchechö⸗Slowakei eine„Generalprobe“ veranſtaltet, die voll⸗ anf glückte. Am Samstag werden ſich alſo gegenüberſtehen: Bantamgewicht: Pulheim(Köln)— M. Cyſin(Muttenz). Federgewicht: Schmitz(Köln)— E. Leemann(Bürich). Leichtgewicht: Nettesheim(Köln)— F. Vordermann(Gla⸗ rusſ. Weltergewicht: Schäfer Eudwigshafen]— Wa. Angſt (Winterthur). Mittelgewicht: Schweickert(Berlin)— Wi. Augſt(Winterthur). Halbſchwergewicht: Ehret(Eudwigs⸗ hafen)— F. Stöckli(Aigle). Schwergewicht: Hornſiſcher. (Nürnberg)— W. Lardon(Baſel). 2 Darüber hinaus werden im Rahmenprogramm noch nier Turnierkämpſe veranſtaltet, in denen die Paaxungen wie folgt lauten: Weltergewicht: Benzinger(Mannheim⸗ Feudenheim— Hägi(Bern). Mittelgewicht: Wen z (Stuttgart)— Stuck(Neuenburg). Halbſchwergewicht: H. Rupy(Mannheim⸗Sandhofen)— Eggenberger(Bern). Schwergewicht: Rudolph(MNannheim⸗ Feudenheim)— Buchmüller(Bern). Außerdem treten im Rahmenyrogramm noch die fünf Poutios aus Neunkirchen⸗Wellersweiler, die beſten deutſchen Amatenr⸗Artiſten, auf. Wie ſind unſere Ausſichten? Die Möglichteit eines klaren deutſchen Sieges iſt ge⸗ geben, aber es wäre leichtfertig, zu behaupten, dies ſei ſchon eine feſiſtehende Fatſache. Die Schweizer gehören ge⸗ rade im freien Stil mit zu den beſten Ringern Europas. Ihre Kampfſtärke liegt vor allem im Standtampf, wohei ſie immer wieder durch ihre ausgezeichnete Beinarbeit auſ⸗ fallen. Gerade hier müſſen unſere Vertreter. die bekannt⸗ lich den Bodenkampf vorziehen und bier auch unſtreitig geſſer ſind, beſonders auf der Hut ſein. Europameiſter Frin Fchäfer, der im Vorkampf in Bern durch Willy An a ſt eine umſtrittene Niederlage erlitt, wird wahrſcheinlich um ſeine Pevanche ommen, da Willn Angſt Gewichtsſchwie ſa⸗ leiten bat. Walter Angſt, der dann im Woltergewicht fämyft. ſteht aber ſeinem Eruder kanm nach ſo daß Fchäſer ichon ſein großes Können zeigen kann. In den leichteren Sfaſſen dark mon den drei Köſvern ſchon einige Vorteile heſcheinigen Wilnn Angſt wird guch für L. Schweichert ein gefährlicher Gegner ſein ſo daß man bier wie auch im Schwergewiché wit einer erbitterten Auseſnanderſetzuna rechnen muß Kurt Hornſiſcher hat gerade zur rechten Zeit mieder zn ſeiner enten Form zurück⸗emnnden. er wird mit dem Schweizer„Schwingertönia“ Lardon ſchwerſte Ar⸗ beit haben. Unter der Müller Nenst Leitung des neutralen Matteurichters (Colmar) wird man pröchtige Kämrie einen Fien lio koſſen wir! und ſicherſeh oych die eine der andere Ueberroſchung erlebeyn, Frilft das letztere zu, dann erhält dieſer Kampf die nötige Spannung und Farbe! Freiburg— S Waldhof. dürch Heerma n(S8B. Edmund Conen hat ſeine gen Italien B vertreten oollen. und war nicht Teilnahme an dieſem Lehrgang abgeſagt in Frankfurt a. M. Badens Handball-Zermine geändert Die Meiſterſchaftsſpiele der badiſchen Hondball⸗Gau⸗ liga mußien erneut geändert werden. Der Spielplan hat nunmehr folgendes Ausſehen: 19. März: Tgde Ketſch— S Waldhof, TVSeckenheim— Tſchft. Durlach, TV Weinheim— TSu Oitersheim, Tſchft. »Freiburg— TVäLeutershanſen, 26. März: Freiburger§C— Tade Ketſch, TV Secken; heim— Sꝰ Woldhof, Vin Maunheim— ſchft. Durlach, TSu Oftersheim— XVLeutershauſen. 2. April: Ifn Mannheim— Freiburger FC, Tſchft, 7. April(Korfreitag): Te'tersheim— S Waldhof „Freiburger§é— Tſchft. Durlach, TV Seckenheim— Bial Maunheim. 16. April: Tſchft. Freiburg— TS Oſtersheim. 28. April: Freiburger FE— T Seckenheim. Davispokal⸗Reiſen nur ſür Männer Jahr für Jahr wird zwiſchen den auſtraliſchen Davis⸗ volalſpielern und ihrem Verband ein erbitterter Komp! auägetragen. Jedesmal, wenn es an die Organiſation der Reiſen nach Europa oder USA geht, lauteie die Froge: mit Ehefrauen oder ohne? Vor einigen Jahren lautete die Frage auders: Belommen wir für unſere Frauen Speſen oder nicht? Nachdem zunächſt die Speſen für die Frauen ge⸗ ſttichen wurden, iſt jetzt nicht einmal die Mitreiſe der Frauen geſtattet. Der auſtraliſche Verband muß mit ihnen ſehr ſchlechbe Erſahrungen gemacht haben. Sahara-Jiug beendet Der Sahora⸗Flug ſand in Trivolis ſeinen Abſchluß, Als Sieger ging der Italiener Crocco vor ſeinem Lanbsmann Marino, dem Franzoſen de lo Cheneliere und Regoli(Italien] hervor. Von den Deutſchan belegte Dipl.⸗ Ing. Bader den fünſten, Dipl.⸗Ing. Dietrich den ſechſten, Oblt. Goetze den achten und Flugtapitän Zieſe den fünfsehnten Plotz. * * 8 2 — * Hauptſchriftleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Win baner lellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Jiſſenſchaft und Unterhaltung: Caci! Duno Eiſen bart.— Han“ lsteil: Or. Fritz Bode.— Lokaler Teil: Dr. Fritz Hammes, Sport: Willy Müller.— Südweſtdeutſche Unmſchan, Gericht in Biſderdienſt: Curt Withelm Fennel, ſämtliche in Mannheim'⸗ Schriftleitung in Berlin: Dr. E.§F. Schaffer, Berlin, Südweſtkorſo 60. Für unperlangte Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung nur bei Rückporto. erausgeber, Drucker une Verleger: Neue Mannheimer Zeitung Or. Frig Bode& Co., Mannbeim, R l. 46 Berantwortlich für Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen Jakob Faude, Mannheim, Zur Zeit Preisliſte Nr. 9 gültig⸗ zie Anzeigen der Ausgabe à Abend und à Mittag erſcheinen gleich · zeitig in der Ausgabe Ausgabe à Mittag über 10 S0e Ausgabe à Abend über 9500 Ausgabe B äber 11 C0⁰ Geſamt⸗D.⸗A. Monat Februar über 21500 7 Mittwoch, 15. März 190 ſie wird auch wahrſchein⸗ 3 65 — Mittwoch 15. März 19329 Umsahstergerung der Adca * Allgemeine Deutſchecredit Anſtalt Leipzig bean⸗ 1300 bei der HV am 31. März wieder 4 v. H. Dipidende, zugefuh ſie vorher 0,5 Mill. 4 den offenen Rücklagen eſt ührt har. Der Umſatz iſt von 18.6 auf 20,6 Mrd. 4 alſo um rund 14 v. H. Die Kontenzahl er⸗ Koblt ſich um 5800 Stück. Das Juſtitut bewilligte Neu⸗ 6162 e ohne Diskontkredite und Prolongationen von 192,4 Mill. 4, wobei 61 v. H. auf Beträge bis zu 50 000 1 3 ſhäftslielen. Eine Aufteilung der Schuldner nach Ge⸗ teil 8zweigen zeigt wieder den höchſten prozentnolen An⸗ f6 410 den Geſamtdebitoren beim Textilgewerbe mit 17,5 8 an.., während Maſchinen, Aparate und Fahrzeug⸗ 800 12,34(14,42) v. H. ausmachten. Jnsgeſamt ſind die die Ganer von 14557 auf 147,81 Mill. geſtiegen, dagegen ſotg. abiger von 2727 auf rund 287 Mill. 4. Die Kund⸗ 2862 und Spareinlagen allein wuchſen von 210,5 auf 259 Mill. 4, wobei auf Einlagen bis zu 5000 rund 50 v.., darüber bis 50 000 34,4 v. H. und über 7 er Abſchluß 000 4 30,4 v. H. eutfielen. für 1938 ergab aus Zinſen und Diskont 03 670, Proviſionen 6,60(6,36) und ſonſtige Erträge 0,50 Zweg oean Perſonalaufwendungen 9,52(9,26), —— 1,01(0,92), ſonſtige Aufwendungen 1,46(1,31), Wis 0,92 630,83), Abſchreibung auf Bankgebäude 0,15 * Mill. 4 beanſpruchen Nach der ſchon erwähnten —— 0 50 Mill. 4 verbleiben wieder — 2 1 *** un zur Verteilung von wieder 4 v. H. Verordnung zur Erhöhung der Irderieistung und des Leistungs- lohnes m Bergbau — er Beauftagte für den Vierſahresplan, Generalfeld⸗ Löhucball Göring, hat nachſtebende„Verordnung zur Er⸗ Ber 50 der Förderleiſtung und des Leiſtungslohneg im 3 au vom 2. März 1939“ erlaſſen: Durchfu Behrhaftmachung des deutſchen Volkes und zur feiſtchfübrung des Vierſahresplans müſſen die Förder⸗ Merffüren im Bergbau weſentlich geſteigert werden. Grund doe Vorausſetzungen zu ſchaffen, pla er Verordnung zur Durchführung des Vierfahres⸗ us vom 18. Ottober 1336 mit Wilung vom 1. April 1930: I. untstie Schichtzeit der Untertagearbeiter wird um 45 Mi⸗ Verlängert ch nicht über 8 Stunden 45 Minuten hinaus, 1 — Weitloon Beſchäftigten den entſprechenden Lohnanteil Palich 25 v. H. Mehrarbeitszuſchlag. ſich er, Mindeſtlohn der Gedingearbeiter untertage erhöht rach 9. prechend. Die Bemeſſung des Gedingelhones erfalgt Aunggien, toriflichen Beſtimmunge. Für eie zuſätzliche Lei⸗ Lie Gleigerung, d. h. eine Leiſtunesſteigerung, die über *„B. zu gewähren. 1 Seitras, Gedinge iſt noch Möglichteit für einen längeren aum als einen Monat zu vereinbaren. Die Anwen⸗ r ſogenannten Gedingeſchere iſt unzuläſſig. H. 600 5 kaoliche Arbeitszeit der Uebertagearbeiter verkängert Söͤchſta Prechend den Betriebsnotwendigkeiten. Die zuläſſige a gernbeitszeit Horf nicht überſchritten werden. Die Ver⸗ Lohna ng der Arbeitszeit wird mit dem entſprechenden ten anteil zuzüglich 25 v. H. Mehrarbeitszuſchlag abgegol⸗, bepweit die Förderung überhaupt im Gedinge erfolgt, n die Vorſchriften oer Ziff. I Abſ. 2 und 3 Anven⸗ Poigiodaene Ueberſchichten ſind zu vermeiden. Nach⸗ ben Ichten und Ueberſchichten in beſonderen Fällen blei⸗ zuläſſig. Di IV. S vach 8 Gewährung von Alterspenſionen(Altersxuhege Wrause des Reichsknappſchaftsgeſetzes wird nicht an die werti Sſetzung geknüpft, daß der Verſicherte keine gleich⸗ ge Lohnarbeit mehr verrichtet. Muß V.— hat 0 unvorhergeſehene Mehrarbeit geleiſtet werden, ſo 0 hung. Geſorr ſoloſchaftsmimwlieder zu ſorgen. Die Lage der Rheinschiflahrt S Manuheim, 14. März. Wersrttic milde Witterung von bis zu 14 Grad zu 11 chnen bei Süd⸗Weſt⸗Wind und regneriſcher ſonderur„was eine ſehr ſtarke Waſſerzunahme be⸗ 9 9 auf der Oberrheinſtrecke zur Folge hatte. Meteegel in Waloshut ſtieg am 11. d. M. auf 255 tu und in Kaub auf 4,76 Meter. Die Tempera⸗ auf2 gingen allerdings zu Ende der Woche wieder 1ed und 3 Grad zurück, ſo daß die Hochwaſſerwelle er am Ablaufen iſt. v delle Abladetieſe von den Seehäfen bergwärts nach Na berrhein, ebenſo auf der Strecke oberhalb Das uheim bis Karlsruhe und Kehl/ Straßburg zu. Ru Ladungsangebot in den Seehäſen und an der laſter war wenig lebhaft, ſo daß bei der vollen Aus⸗ nicht der Fahrzeuge Wartezeiten für die Schiffe vermeiden waren. die uſolge der angezogenen Schleppſätze, die durch ſich 9 rbe Waſſerführung verurſacht wurde, glichen ſiachte Frachtſätze trotz der etwas ermäßigten Kahn⸗ üte en wieder einigermaßen aus, ſo daß die Fracht⸗ in Rotterdam nahezu unverändert notiert wur⸗ vier Ersfrachten nach der Ruhr 35 bzw. 40 Cent bei Get bzw. acht Löſchtagen, für geſchloſſene Ladungen Ceut ſde 50 Cent und für gemiſchte Ladungen 55 de ie Tonne. Für Reiſen oberhalb Koblenz wur⸗ Cent verlangt: für ganze Ladungen Maſſengut 90 070 ie Tonne.— Der Schlepplohn Rotterdam/ notierte nach dem erhöhten 35⸗ „Tarif. W1. der Ruhr war die allgemeine Betriebslage, Di regelmäßig im Frühjahr, nerhältnismäßig ruhig. genn rennſtoffzufuhren erreichten infolge des Wa⸗ ſan tangels noch nicht wieder den gewünſchten Um⸗ War Die Entwicklung der Frachten au der Ruhr ten dem Waſſerſtand entſprechend. Die Kahnfrach⸗ gin ür Kohlenreiſen von der Ruhr nach Mannheim W—* auf 1/ je Tonne zurück; an Schlepplöhnen .Cn für kleine Kähne 1,10. und für größere 4e Tonne verlangt. ichlr, Maſſengüter belieſen ſich die Kahnfrachten Mannhelich Schleppfätzen von Rotterdam nach u ſchlae Mannheim auf 200—.10 je To. mit Zu⸗ Kehlaen non 0,60“ nach Karlsruhe und.15 4 nach tru, Straßburg. Der Anſchluß nach Heilbronn be⸗ Fr..75 einichließlich Neckarkanalabgaben. Für gaben 0,15 4 je To. W aſſer die Fahrt vorübergehend einen Tag geſtört. D * Verſand nach der Schweiz war in der Berichts⸗ oche ſehr mäßig. Die 5 notiert. ſoziale Um beſtimme ich auf Für dieſe Mehrarbeit erhalten die im Schicht⸗ o ngungsgrnnöloge binausgeht, iſt ein Zuſchlag von nternehmer für die notwendige Verpflegung der 0 Zu Beginn der Berichtswoche war eine außer⸗ ie gute Waſſerführung des Rheins ließ eine ſür Die Schiffsmeldeſtelle in Rotterdam notierte eim auf 2,40—2,50/ je To. und von Ruhrort F. 8 Ubankſurt betrug der Zuſchlag ausſchl. Mainkaval⸗ in Verkehr nach der Schweiz war infolge Hoch⸗ Talſchlepplöhne wurden zum Normaltarif HaNDELS- WIRTSTCT der Neuen Mannheimer Zeitung Bayerische Rypoſhehen- und 55 Wechselbank Niünchen 3(40 vn Dwidende— 2,17(1,95) Mill. biu. Ueberschuß Beirledigende Weuereniwicklung Im Bericht über das Geſchäftsjahr 1938 wird nach einem allgemeinen Ueberblick übex die wirtſchaftliche Entwicklung Deutſchlands in den Ausführungen über die Arbeit der Hypothelengoteilung zunächſt die Emifſionsſpeprre erörtert, die hinſichtlich der Liquidations⸗Pfanöbrieſe eine gewiſſe Erleichterung erfuhr durch die Ausgabe von ſogenannten Umtauſchpfandbriefen. Die gegebene Lage zwang zwar zu ſtarker Zuxückhaltung im Beleihungsgeſchäft. Wenn trotz⸗ dem über 75 Mill. Hypotheken zur Neuanwelſung kom⸗ men konnten, ſo ſei dies nur möglich geweſen durch Zur⸗ verfügungſtellung freier Bankmittel. Wie in den letzten Jahren wurden die Darlehen in rei⸗ chem Maß dem Klein⸗ und Kleinſtwohnungsbau zur Ver⸗ fügung geſtellt. Durch die Belehnungstätigkeit konnten im Berichsjahr faſt 12000 Kleinwohnungen finanziert werden. Der weitere Rückgang der Zinsrückſtände zuſammen mit den Eingängen auf ſchon abgeſetzte Beträge ermöglichte es bet einer Abſchreibung von nur 300 000“ auf die Aktivie⸗ rung aller vor dem 15. Dezember 1938 keiten zu verzichten. Die Pfankriefſpezialreſerve wurde durch Zuweiſung von 9,17 auf 3,26 Mill. erhöht. Bei einem Stand von 771,14(7378,5) Mill. Hyvoptheken und einem Pfandbrieſumlauf von 724,07(718.58) Mill./ beſteht eie Ueberdeckung von 43.18(19,43) Mill. 4. Auf Amor⸗ tiſationshypotheken entfollen dabei 672,97(633,29) Mill.. Ueber die Tätigkeit der Bankobteilung wird darauf hinge⸗ wieſen, daß die Kreditoren(Gläubiger und Spareinlagen) zum Jahresende einen Stand von rund 880(321) Miſl.% erreichten. Die eigenen Wertpapiere ſind von 58,03 auf 64,02 Mill. geſtiegen. Der Nettoabſatz an eigenen Pfand⸗ brieſen hat ſich wegen der anhaltenden Materialknappheit von 17 auf 13 Mill.& verringert, Das Konſortialageſchäft iſt zufriedenſtellend geweſen. Schuldner ſind von 176 auf 191 Mill.& geſtiegen. Die eigenen Indoſſamentverbindlichkeiten beziffern ſich auf 12,84(2,25) Mill. 4. Waren und Märkte Mannheimer Großviehmarkt Amtlicher Preis für je 50 k0 Lebendgewicht 301 Kühe 913 Külber 1882 Schweine lunge vollfl 41 44 A Sonderklaſſe üh 300 Pfd 58,5 ſonſtige„ 30 41 beſte Maſt 24 0 57.5 fleiſchige. 2 343 Andere Kälber 200—240, 565 203 Fürsen beſte Maſt 60 65 160 200„ 52.5 ausgemäſtet 42 45 mittlere.. 53 50 120—160„ 495 voufleiſchig 38 41geringe 4150 unter120%— lleiſchig.. 30% Ugeringſte. 28 40 Sauen. 57,5 100 Oehsen ausgemäſte. 43 46 vollfleiſchig 39 42 ſtonſtige. 37½ 143 Bullen junge vollf41 44 ſanſtige„ 30 41 fleiſchig.. 25 34 Marktverlauf: Großpieh zugeteilt, Schweine zugeteilt, Kälber flott, Schaſe flot.. * Mannheimer Pferdemarkt. Zufuhr insgeſamt 5 Pferde. Im einzelnen wurden zuge ahren. 41 Arbeits⸗ Pferde, Preis für das Stück 365—460 4; 10 Schlachtpferde, Preis für das Stück 40—215 K. Amtlicher Großmarkt für Getreide und Futtermittel Stutigart, 14. März. Je 100 Kilo fret verladen Vollbahn⸗ ſtation: Weizen. württembergtſcher ourchichnittliche Be⸗ ſchaſſenheit, 75—77 Kilo, Erzeugerſeſtpreis Wö 14 21,10; W 16 21,30, W 17 2,40, W 18 21,50, 28 19 2,70; Roggen⸗ durchſchnittl. Beſchaffenheit, 70—72 Kilo, Erzeugerſeſtpreis R 18 20,00; R 19 20,20; Futtergerſte, Huschſchnittliche Beſchaffenheit, 50—60 Kilo Erzeugerſeſtpreis 6 7 17,10; GS 17710; Induſtriegerſte, Mindeſtgewicht 68 Kilo, G7 Erzeu⸗ gerfeſtpreis 19,10; G 8 19,40; Braugerſie Bch 2 Erzeuger⸗ preis 17,30.14 17,80, Kung der Hauptvereinigung der Deuiſchen Getreide⸗ und Futiermittelwirtſchäft vom 1. 7. 1038. Abſchnitt 6, ſeſt⸗ gelegten Beſtimmungen. Als vorläuſige Erzeugerpreiſe wer⸗ den nottert. Wieſenheu: a) Wteſenhen handelsüblich, ge⸗ ſund trocken mit Beſatz(bis eiwa ic an minderwertigen Gräſern 4,40—5,40; b) Wieſenhen gut geſund, trocken mit unerheblichem Beſatz(bis etwa ½0) an minderwer⸗ tigen Gräſern 5,40—6,40 4. c) Acker⸗ und Feldheu(Suß⸗ heu), angeſätes Futterheu, gut, geſund, trocken, ohne nen⸗ nenswerten Beſatz an minderwert. Gröſern 6,20—7,20 4 Luzerne, Eſparſette: a) trocken, handelsüblich mit bis etwa 16 vollwert. Gräſerdurchwuchs 7— 4 b) gut, ge⸗ ſund, trocken, ſchöne Farbe mit bis etwa ½, vollwertig Gräſerdurchwuchs 7,60—8,60 4; Klecheu ay) geſund. trocken. handelsüblich mit bis etwa 6 vollwertigem Grälſerdurch⸗ wuchs—7 4: b) gut, geſund, trocken, ecchöne Farbe mit bis etwa ½ỹ0 vollwert. Gräſerdurchwuchs 6,60—7,60. Spelzſpreu, Erzeugerpreis 0,80 bis 1 4. Die Preiſe gelien je 100 Kilo waggonfrei loſe verladen Erzeugerſtation. 5 90 Mit Bekanntmachung der HVouß vom 17. 8. 38 wurden für das Gebiet des G Württembera die nachſtehenden Erzeugerhöchſtpreiſe je 100 Kilo Stroh waggenfrei Erzen gerſtotion feſtgeſetzt: Roggenſtroh 3,30„4, Weizen⸗ und Dinkelſtroh.10&. Haſer- und Gerſtenſtroh.—. Dieſe Preiſe gelten für geſunde. handelsübliche, bindfaden⸗ nepreßte oder gebündelte Ware. Für orahtgepreßtes Stroh Harf ein Aufſchlag bis zu 0,20 4 je 100 Kilo berechnet werden. Die Mehlnotierungen im Getreidewirtſcharts⸗Verband Württemberg(Preiſe für 100 Ktto, plus 0,50 4 Frachten⸗ ausgleich frei ſeder Empfangs⸗Station!. Weizen⸗ mehl mit einer Beimiſchung von 20 v. H Kernen oder omtlich anerkanntem Kleberwetzen.25 4 ver 100 Kilo, Aufſchlag, mit einer Beimiſchung von kleberreichem Auslandswetzen.50 4 Aufſchlag ver iih Kiio Für Type 812. Reines Kernenmehl.50 4 ver 100 Kilo Auſſchlag auf dte teweiliae Tyre 5 Weizenmehl, Baſis⸗Type 812 mit 4 v 8 Kortoftel⸗ ſtärkemehl Wü14 20,75; W 16 29,75; Wö17 29,65; W 18 29,75; Wü19 29,75 4.— Roggenmehl, Baſis⸗Type 997 R 18 23,90. R 19 23,50: Kleiegrundpreiſe ab Mühle ein⸗ ſchließlich Sack, Weizenkleie Wö 14 10,30; W 16 10,40; W 17 10,45; W 18 10,50) Wͤ' 19 10,60; Roggenkleie R 18 10,40; R 19 10.50 Weizenfuttermehl ieweils bis zu 250 ver 100 Kilo teurer als Kleie. Zuſchlag für Roggenfuttermehl .— 4 je 100 Kilo Für alle Geſchäfte ſind die Bedingun⸗ gen des Reichsmehlſchlußſcheins moßgebend Morkt⸗ verlauf: Durch größere Abſchlüſſe ſowohl mit der Reichs⸗ ſtelle as auch 7 Verarbeitunesbetrieben iſt in einzelnen Bezirken des württembergiſchen Unterlandes eine Ent⸗ laſtung am Weizenmarkt eingetreten. Ebenſo kennte Futterweizen zu annehmbaren Preſſen untergebracht werden.— Das Geſchäft in Brau⸗ umwd Induſtriegerſte geht dem Ende entgegen.— Die Verwertungsmöglichkeiten für Futtergerſte und Futterhaſer ſind nach wie vor un enügend Mehl und Mühlennacherzeu⸗niſſe haben bei der kleinen Vermahlungsguote normalen Abſatz. S Rotterdamer Getreidenotierunnen vom 14. März. (Eig. Dr.) Weizen(in Hfl, per 100 Kiloſ per Mär 3,22 Mai 3,50; Juli 3,72½; Sept 3,8213.— Mais lin Hfl. per Laſt von 2000 Kilo) per März 88,75; Mai 88, Juli 85,507 Sept. 86 Br. ELiverpooler Baumwollkurſe vom 14 März.(Eig. Dr. März 505, April 503; Mai 501; Juni 491; Juli 482; Auguſt 476; Sept. 4707 Okt. 464; Nov. 159, Dez 459; Jan. (40) 459; Febr. 460; März 461; Mai 462; Juli 403; Ok:. 459, Jan.(41) 4617 Tendenz ſtetig. Starke Nachfrage nach Ortenauer Weinen. Nach der verhältnismäßig ſehr knappen Weinleſe des Jahres 1938 konnte man mit Recht geſpannt ſein auf die diesjährigen Weinmärkte, zumal dieſe ein ſr getreues Spiegelbild abgeben bezüglich Angebot und Nachfrage. Auf dem älteſten der badiſchen Wein⸗ märkte in Offenburg trat dieſes Bild gegenüber den übrigen Märkten noch klorer bervor, da die ange⸗ botenen Sorten aus den Weinbaugebieten des Bo⸗ eker liegenden Fällig⸗ höchſtpreis 20,50;, BG 321; BG 4 2,50, Futterhoter, ducch⸗ ſchnittliche Beſchaffenheit, 46—49 Kilo H. 11 Erzeugerſeſt⸗ Fürhen ung Stroh, gelien in, Zukunſt, dle⸗ in der Anord⸗ Ufa⸗Palaſt:„Der grüne Kaiſer“.— Alhambra: „War es der im dritten Stock?“.— Capitol: 4* „ Zum 61. Male Offenburger Wein markt.— Aus der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung geht hervor, daß die Hypothekenerträge 41,04(40,16), die Beteiligungen 0,5 (0,22), die Wertpapiererträge und Konſortiölbeteiligungen 0,70(1,37), die Wechſelerträge 5,12(4,56), Proviſionen 7,01 (6,90) und ao. Erträge 0,08(0,08) Mill. erbrachten. An⸗ dererſeits erforderten Perſonal⸗ und Sachausgaben 16,85 (15,68), Zinſen 34,31(34,34), Abſchreibungen auf Hypo⸗ thekenzinſenrückſtände 0,30(0,76), ſolche auf das Bank⸗ gebäude 0,15(.10) und ſolche auf übernommene Anweſen 0,21(0,30) Mill., der Penſions⸗ und Sterbekaſſe wurden vorweg 500 000(120 000). überwieſen, der Beitrag zur Pfandbriefſpezialreſerve beträgt 0,17(0,37) Mill. 4. Unter Einrechnung von 0,45(0,43) Mill. wird ſchließlich ein Geſamtgewinn von 2173 071(1954 287) 4 ausgewieſen. Die Akionäre erhalten eine auf 5(4) v. H. erhöhte Divi⸗ dende, ſo daß nach Abzug der Auſſichtsratstantieme ein Vortrag von 0,52 Mill. 4& verbleibt. Aus der Bilanz(alles in Mill..: Barreſerve 10,555 (9,60), fällige Zins⸗ und Dividendenſcheine 0,98(0,60), Schecks 2,27(2,28), Wechſel 61,08(62,27), Schatzwechſel 13,58 (4,58), eigene Wertpapiere 64,02(58,03), Konſortial⸗ beteiligungen 0,12(0,23), kurzſällige Forderungen 17,53 17,53(19,82), andere Forderungen 0,04(0,05), Vorſchüſſe auf Waren 091(0,96), Schuloner 194,56(176,75), Hypotheken 788.29(755 31), Kommungldarlehen 0,53(0,08), Zinſen 6,48(7,0), Beteiligungen 15,04(6,77) Grundſtücke und Ge⸗ bäude 20,94(23,52), eigene Aktien 1,67(18), Rechnungs⸗ abgrenzungspoſten 0,38(0,31), andererſeits Glſſubiger 298,79 (258,92), Wechſel 15,33(13,54), Spareinlagen 80.94(62,24), Hyyotheken.04—), Anleihen im Umlauf 722,87(715,07), Dorlehen 8,36(891), Verbindlichkeiten 0,34(1,40), Grund⸗ kapital 3401(34,01), Rücklagen 22,56(22.39), Rückſtellun⸗en 3,25(1,45), Zinſen 8,58(8,65), Rechnungsabgrenzungs⸗ poſten 1,55(1,37).( 31. März.) denſee, der Ortenau, dem Bühler Tal, der Berg⸗ ſtraße und dem Taubergrund hier beſonders ſtark vertreten waren, wie noch in keinem der Jahre zu⸗ vor. Angeboten waren über 1000 Hektoliter Wein der verſchiedenſten Sorten von den Jahrgängen 1936 bis 1938. Dabei hat gerade der Jahrgang 1938 wider Erwarten den breiteſten Raum eingenommen. Das Hauptkontingent des Fahres 1938 wurde je⸗ doch frühzeitig ſchon auf Flaſchen gezogen und da⸗ durch eine vorbedingte Qualitätshaltung erzielt, die ſich würdig neben die übrigen vertretenen Jahrgänge von 1935 und 1937 ſtellen konnte. Ueber 100 einzelne Sorten waren auf dem Markt vertreten, dabei ſtachen die Ortenauer Weine und Weine aus dem Bühler Tal zahlenmäßig beſonders hervor. Die Preiſe wurden zuvor der Feſtſetzung durch eine beſondere Preiskommiſſion unterworfen. Für die einzelnen Sorten wurden erzielt: Bur⸗ gunder Rotwein 1,40—1,80„ die Flaſche, Kleyner 130—160 4 pro hl, 1,60—1,95/ die Flaſche, Klingel⸗ berger 120—140„ pro hl, 1,50—,185/ die Flaſche, Weißherbſt 100—130/ pro hl, 1,20—150/ die Fla⸗ ſche, Ruländer 130—150% pro hl, 1,45—2,00„ die Flaſche, Ausleſe 2,30 /, Riesling 90—120 pro hl, 0,90—1,50„ die Flaſche, Sylvaner 1,10—1,30 die Flaſche, weißer Bordeaux 130—1 Rotweine 170189 pr hl. Schon gleich nach Begiun des, Beinmanktes wicklete ſich 210 285 3 zum Schluß des Weinmarktes anhielt. feſtgeſetzten Preiſe gehalten und auch erzielt. Der Markt hat in dieſem Jahre beſonders gezeigt, daß keineswegs von einem bemerkenswerten Mengen⸗ ausfall des nächſten Jahres geſprochen werden kann, da die geſteigerte Nachfrage durch eine ſtarke Be⸗ teiligung der angrenzenden Weinbaugebiete in die⸗ ſem Jahre ausgeglichen werden konnte. um ſo den anfallenden Bedarf reſtlos zu decken. 50/ die Flaſche, nes ent⸗ Es wurden durchweg die ————————————————————————— AFTS-ZEITUNG Mittag-à4 usgabe Nr. 123 nnein-Kiainische Abendbörse Ruhig Frankfurt, 14. März Die Abenöbörſe hatte nur ein kleines Geſchäft außßſu⸗ erhöhten weiſen. Die Kurſe waren meiſt auf Baſis der Mittagsſchlußnotierungen unveräandert. noch leichte Erholungen einſtellten betrugen dieſe, wenigen Ausnahmen abgeſehen, etwa bis ½ v. H. Unter der Bergbauwerten Laura 13(plus 60, Deutſche Erdöl 122(plus), Rheinſtahl 1334 Plus%, Mannes⸗ mann 109(plus), ohne Veränderungen blieben Stahl⸗ verein 109, Buderus 103 ſowie von Chemieaktien 9 Farben 14994, Vereinigte Deutſche Metallwerke 180, wäh⸗ rend Metallgeſellſchaft 74 auf 114/4, Bemberg v. H. auf 131/½ anzogen. Gegenüber den Mittagsſchlußnotie⸗ rungen unverändert ſämtliche Bank⸗ und Elektropapiere, ausgnommen Geſfürel 133(plus), 1177/4, Dresdner Bank 111. Commerzbank 111½, Licht und Kraft 131/1, Bͤ 158½, Mainkraftwerte 90,50, auch Auto⸗ von wrte unverändert; BMW 147, Adlerwerke Kleyer 105½ Daneben zogen je 74 v. H. an MAN 14094, Rheinmetall 129,50, Weſtdeutſche Kaufhof 4 o. H. 1½ v. H. geſteigert Demag mit 144, Renten gehalten, Reichsbahnvorzüge 123/, dungsanleihe 93,25, Farben Bonds unv. 121 K. güt gelaunt! ROTBART-SONOERKLASSFE— die Klinge 20 18 Pf., wirklich„eine Klasse för sich“! Geid- und Devisenmarkf Paris, 14. März Schluß amtlichn 887. 25 London 176.88 nelaien 634 50 Oslo Neuyor.3771. Schweiz 857.75 Stockholn 911.— Berlin 1514.— Kopenhagen789 50 Snanien Italien 1 198.50 Holland 12001.75 Warſchau 713,.— KLondon, 14 März.(Schlus amtlich). Peunor“ 468.00 Liſſabon 110,18 Songkong.300 Moptrea 40.43[Selfinafor⸗ 250,80[ Schaneha, 0831 Amſterdam 883.20 Budapeſt 2362, Nokof ama Paris 176.85 JBeſarad 200,— Auſtralien 125.— Prüſſel 2787.— Sofia 280, Meriko— Italien 8015,— Moskan 2475, Wontevidev 1850,.— Berlin 1168.75 Rumänien 655.— Nalnaraiſo 117,6 Schweiz 2061,87 Konſtantin 580.— Puenos Spanien 9— Btben 548.— auf London 200,— Kopenbager 2240,— Warſckan 2475. Südafrika 100,12 Stockholm 1941.62[PuenosAiree 1700.— Cslo 1984,37 1 Rio de Jan. 361.— Melalle ambnraer metannatierungen vom 14 mürz Bauca- u. i6f Kupen tate n lrief Geld BrieeſGeldſörieiſcheld Hüttenrohzink p. 100 Kg 17,25/17,25 Jannat e. Feinſilber(RM per Kg) 40.9037,00 Februa E ee Feingold(RMvergy.84 2,70 9 März 652 25/53.2276,0276,0[At⸗Blatin(Abfäuey 5 April 653.2553,25276.0½276.0% Circapr. Roht per g.30/ 2,40 Mai 53.20.5.257.0/276.0/ Techn, reines Platinn Junt 35.25/53.25270,0276,0 Detailpr RM ver g.27 3,52 Juli 53.25.53.25270,0/276.0—— Auguſt 53,2553,250270,0276,0 Loco 4b. Septemh.. ÜAntimon Regules chine Oktober Eerr 45,— 46.— NovemteD.. Queckſiiber(Lper Flaſche 78,50 Lezember 1%. Wolframerz chineſ. in„ 59 Frachienmarki Duisburg-Ruhrori Das Geſchäft an der heutigen Börſe erfuhr gegen geſtern keine weſentliche Aenderung. Frachten und Schlepplöhne blieben unverändert. SFageolaleucles Wittwoch, 13. März Natioualtheater: 20 Uhr„Trau, ſchau, wem“. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr: Hausfrauen⸗Vorſtellung; 20.30 Uhr Kabarett und Tanz. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternenprojektors. Stabt Baſel: Konzert(Verlängerung). Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Lichtſpiele: „Das „Aufruhr in Damas⸗ Gloria. Mexiko Schauburg: unſterbliche Herz“.— „Karthagos Fall“ kus“. Palaſt: 6„Nach, verſchleppt“.— Scala:„Der Muſtergatte“. Ständige Darbietungen: Städtiſches Schloßmuſenm: Geöffnet von 10 bis 12.30 und von 14.30 bis 16 Uhr. Sonderſchau: Bilder aus alten pfälziſchen Reſidenzen. Theatermuſenm. E 7, 20: Gebeſner von 10 bis id uno von 15 bis 17 Uhr Sonderſchau: Schattenriſſe der Dalpergzeit. Städtiſche Kunſthalle: Geonner von u dee is und von 15 bis 17 Uhr Leſeſaal: Geöffnet ven 10 bis 13, 15 bis 17 und 19.30 bis 21.30 Uhr. Karl Albiker— erk. Mannheimer Kunſtverein, 1 1. 1: Geöffnet oon 10 bis 13 und 14 bis 16 Uhr Städtiſche Schloßbücherei: Ausleihe von 11 13 und 17 bie 19 Uhr Leſeſäle:—13 und 15 19 Ubhr. Gedächtnisausſtellungen für Giambattiſta Bodont und Joh Gottlieb Fichee. Städtiſche Volksbücherei, Zweigſtelle Neckarſtadt, Lorning ſtraße 13: Ausleihe: 16 bis 19 Uhr. Leſeſaal geöſſnet von 11 bie 18 und 16 30 bis 21 Uhr Zweigſtelle Möhlblock, Weidenſtraße 16: Geöffnet von 16 bis 20 Uhr. 0 Kinderleſehalle: Geöfenet von 15 bis 19 Uhr Städtiſches Hallenbad, 1 3. 1: Gebfinet von 10 bis 20 Uhr Das geſammelte Balmenhans am Luiſenvark: Gebltnet von.30 bis 17 Ubr Wald am Karlſtern. Bis Einbruch Tierpark im Käfertaler der Dunkeiheit gebifnet. Flughafen: Täalich 10 bis 17 uhr Runoflüge und Keuch⸗ huſtenſlüge Eisſtadion im Friedrichspark: bis 22 Uhr Laufzeit. Was hören wir? Donnerstaa, 16. Wärz Reichsſender Stuttgart .30: Frühlonzert.—.30: Ohne Sorgen feder Mor⸗ gen.— 920: Für Dich daheim.— 19.90: Volksfiebſingen. — 11.90 Volésmyſik. 15.00: Mittaaslonzert 13.00: Lucdwig van Beethoven.(Schall latten). 16.00: Nach⸗ mittagskonzert.— 18.00: Schwäbiſcher Liederſtrauß.— 10 bis 13. 15—18 und 19 18.30: Aus 1885 und Leben.— 19.00 Beliebte Melodien (Schallplatten).— 20.00: Nachrichten— 20.10: Nichts gegen den 20 6 Eine vergnügliche Auseinander⸗ ſetzung.— 21.00: Abendkonzert.— 22.00: Nachrichten.— 22.30: Volks⸗ und Unterhaltungsmuſik.— 24.00: Nacht⸗ konzert. Deutſchlandſender .00: Kleine Melodie.—.30: Frühkonzert.— 10.000 Voltsliedſingen.— 11.30: 30 bunte Minnten 12.00: Muſik zum Mittag.— 14. 15.15: Hausmuſik.— 16.00: 18.00: Der erſte Seehund. funk.— 18.25: Melodie.— 19.15: — 20.10: muſik.— 22.30: Nachmittag. Muſik am Erzählung.— 18.10: Gedankenſprünge im März. Plauderei Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Spätkonzert Aussickzt Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Fraukfurt a. M. vom 15. März: ſtellung der Wetterlage auf eine Nordweſtſtrömung iſt der Witterungsablauf ein ſehr raſcher geworden. In den frühen Morgenſtunden des Mittwoch zog unter verbreiteten Regen⸗ und Schneeſchauern eine neue Kaltfront über unſer Gebiet hinweg, Auf ihrer Rückſeite wird das wechſelhafte und zu einzelnen Schauern geneigte Wetter anhalten. Vorausſage für Donnerstag, 16 März Wechſelnd bewölkt, noch einzelne Schneeſchauer, kühl, nachts lebhafte nördliche nde. Höchſttemperatur in Mannheim am 14. März + 7 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 15. März 3,.0 Grad; heute früh halb 8 Uhr 3,6 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh halb 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 2,4 Millimeter — 2,4 Liter je Geviertmeter. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März bein- Mer 11 13 14 15,[[ idein ⸗Regel 12. 13 1 ſis Rbeinielde, 255/2 623.402 28 2,20 kaub 67 4/4.203,71,37 Breiſach.—12.472 9/2 312,23 böln 551/509/4.554.10 Keun 57.19.01½2 68.80 l vecor-wege; araun, 516/478465445 5,30— Mannheim 2440% 75 3140 4,81 0 Mannheim 4 8 5 24,13ʃ3,82 Soweit ſich den⸗ ſo Deutſche Bank feſter bei 1024 Umſchul⸗ Altbeſitzanleihe 12974(—), J8 11S8 Allerlet von zwei bis drei.— Sport⸗ Norwegiſche Klaviermuſik.— 18.50: Kleine Ländlicher Reigen.— 21.10: Neue deurſche Blas Mit der Um⸗ 3 Auch ein Zaunkönig Mittwoch, 13. Mätz 1939 (Photo Seidenſtücker) SONNENKIND“ Olk Cüre Uxb PüxHSWEEIE Noccenbe, e2 Fög bas KikIAEINO So möchten's die Männer! Broniſches Vorfrühlingsgeſpräch „Auch an eines Mannes Herzen geht der Frühling nicht vorbei. Liebſte, wo es ſo tut märzen für die Welt und für uns zwei. Nimmer ſollſt im Winterkleide du im Lenz beſcheiden gehn. Darum meine Augenweide. nimm und kaufe für Mark zehn.“ Alſo ſprach er voll Vergnügen, aus erfüllter Kehle ſchwoll's, und es brannt in ſeinen Zügen Geberglück und Gönnerſtolz! Hatt' doch ſeine Frau bis heute keinen Finger noch geregt zum den Schein, den er als Beute kampflog auf den Tiſch gelegt. „Liebſter“, dankt ſie mit Entzücken, „deine Güte reicht zu weit! Von den Sorgen, die mich drücken, werd' ich unvermerkt befreit. Ach, ich brauch ja nur noch Schuhe, Mantel, Ausgehkleid und Hut. Bei dem andern hilft die Truhe. denn du weißt: ich ſchneid're gut! Aber was du mir geſpendet, war zuviel mein Schatz, beſtimmt! Schnell wird eine Frau verblendet, wenn ſie ſo im Gelde ſchwimmt! Nimm darum und notabene fünf und trag ſie auf die Bank. Fünf genügen mir ſtatt zehne— Dank, mein Liebſter— tauſend Dank!“ ————————— erhees, G 50257 50222 Beilage der Neuen Mannheimer Zeitung Bedeutung des Zuckers für die Ernührung Die im Jahre 1986/37 in Deutſchland hergeſtellte Zuckermenge belief ſich insgeſamt auf 18 096 331 dz Rohwert. Im Inland wurden im Jahre 1937 davon verbraucht: 16 260 141 dz Verbrauchszucker, die ſich 9910 die einzelnen Verbrauchergruppen wie folgt ver⸗ teilen: — 130 Dz. Haushalt 9 318 461 Zuckerwaren und Schokolade 1791 374 Backwaren 3 167 516 Marmeladen und Gelees 6²3 200 Alkoholiſche Geträrke und Obſtkonſerven 315 361 Bienenfütterung 2²4 000 Kunſthonig 131 367 Nichtolkoholiſche Getränke 217 324 Sonſtige Gewerbe und Induſtrie 472 538 Zuſommen 16261 141 Ueber die Hälfte unſerer Zuckererzeugung wan⸗ dert alſo als reiner Zucker in die Haushaltungen, und wird dort als„Zutat“ zur geſchmacklichen Aus⸗ richtung der Speiſen und zum Süßen verwendet. Dabei iſt bisher von den Hausfrauen meiſt beachtet worden, daß der Zucker ein ausgezeichnetes, leicht verdauliches Nahrungsmittel von beſonders hohem Nährwert iſt. Er muß deshalb auch als ſolches geachtet und in der täglichen Koſt mehr und plan⸗ mäßiger verwendet werden.(Süße Morgenſuppen, Süßſpeiſen uſw.) Auch die Tatſache, daß der Zucker in der menſchlichen Ernährung in weitem Umfange Fett, beſonders bei Backwaren zu er⸗ ſetzen vermag, ſollte die Hausfrau veranlaſſen, dieſes wichtige Nahrungsmittel mehr zu beachten. Die Bedenken, die ſo mancher gegen den höheren Zuckerverbrauch hegt, werden durch folgende Ent⸗ ſchließung der Reichsarbeitsgemeinſchaft für Volks⸗ ernährung entkräftet: „Gegen eeine Steigerung des Zuckerverbrauchs innerhalb des Kohlehydratbedarfs(zuſammen 400 bis 500 Gramm Kohlehydrate täglich) beſtehen keinerlei geſundheitliche Bedenken. Erfolgt eine Erhöhung des Zuckerverzehrs über den normalen Kohlehydrat⸗ bedarf hinaus in Verbindung mit einer Zurück⸗ ſetzung des Fettverzehrs, dann empfiehlt ſich eine gleichzeitige Steigerung der Vitaminzufuhr durch friſche Gemüſe, Milch, Vollkornbrot, Kartoffeln und ähnliche Vitaminträger.“ Innerhalb dieſes von der Reichsarbeitsgemein⸗ ſchaft für Volksernährung vorgezeichneten Rahmens läßt ſich alſo der Zuckerverbrauch unbedenklich ver⸗ doppeln. Die Erzeugung iſt durchaus geſichert: Jah⸗ reserzeugung an Zucker in Millionen d2: 1932/33 9,8; 1937/38 19,9. Von dieſer jährlichen Erzeugung war der Verbrauch je Kopf der Bevölkerung 1932 20,12 Kilo und 1937 24 Kilo. Ein Vergleich der flächenmäßigen Anbauſteigerung mit der Verbrauchs⸗ ſteigerung je Kopf der Bevölkerung in den Jahren ſeit 1932/33 läßt erkennen, daß der Zuckerverbrauch nicht annähernd mit der flächenmäßigen Ausdehnung des Anbaues Schritt gehalten hat. Im Vergleich zu Deutſchland liegt der Zuckerverbrauch in anderen Ländern weſentlich höher. Er betrug in Kilo je Kopf und Jahr in Deutſchland 24, in England 45,6, in der Schweiz 42,2 und in Dänemark 53,7. Zwei feine Rezeyte: Engliſcher Früchteauflauf Blätterteig aus 100 Gramm Mehl, 80 Gramm Butter oder harte Margarine, 1 Priſe Salz und etwa eine halbe Taſſe Waſſer. Fruchtfüllung aus 500 Gramm mit Zucker ge⸗ dünſteten Früchten, 3 Eigelb, etwas Kartoffelmehl oder ge⸗ riebene Semmel. 3 Eiweiß und 150 Gramm Puderzucker zur Schaummaſſe. Zum Blätterteig reibt man dos geſiebte Mehl, das man mit dem Salz gemiſcht hat, an kühlem Ort mit kühlen Händen mit der kalten, harten Butter zu gro⸗ ben Flocken zuſammen. Mit einem Holzlöffel arbeitet man dann die Flocken unter Zugabe des Waſſers ganz raſch zu einem zuſammenhängenden Kloß, den man auf bemehltem Brett ſchnell ausrollt. Mit dieſer Teigplatte legt man eine gefettete Auflaufform aus Zur Fruchtfüllung werden die Eigelb mit dem Sirup der Früchte ſchaumig gerührt, mit den Früchten und dem Kartoffelmehl gemiſcht und in die mit Teig ausgelegte Aufloufform gefüllt. Die Schaummaſſe bereitet man wie unter Schaumkronen angegeben, ſtreicht ſie dann über den Auflauf und verziert ſie. Der Auflauf wird bei mäßiger Hitze goldgelb und gar gebacken. Schaumkronen 3 Eiweiß, 150 Gramm Puderzucker, etwas Vanillezucker oder Zitronenſoft. Das Eiweitz wird zu feſtem Schnee ge⸗ ſchlagen, dem man zum Schluß den geſiebten Puderzucker und das Gewürz einſchlägt. Dieſe Maſſe wird auf Papier gebacken, das man mit Puderzucker beſtäubt hat. Man muß ſich das Backblech mit dem beſtäubten Papier vorrichten, ehe man mit der Zubereitung beginnt; denn ſobald dieſe ſertia iſt, muß man ſie weiter verarbeiten. Man kann ſie tee⸗ löffelweiſe aufſetzen oder mit dem Spritzbeutel aufſpritzen. Man läßt ſie in einem ſehrſchwach geheizten Ofen mehr trocknen als backen. Die Schaumkronen dürfen höchſtens hellgelb werden und müſſen innen durchgebacken ſein. Am beſten ſchiebt man ſie dann abends in den Kohlenherd ein, wenn man den Herd ausgehen läßt, und läßt ſie über Nacht im Backoſen ſtehen. TTTPPPPPPPPPPPPTPPP—PPP————PT————PP——————————PT———PP———P—————————————————————— i ie Löde zuniaal uud Loptenen maun Wenn die Hausfrau Kalbs⸗ oder Schweine⸗ ſchnitzel und ⸗koteletten auf den Tiſch bringt, ſo kann ſie oftmals feſtſtellen, daß ſie„zäh“, ſaft⸗ und kraftlos ſind und trotz Panierens mit Ei und Semmel nicht die erwünſchte Kruſte aufweiſen, wie die in Gaſt⸗ wirtſchaften ſervierten. Auch mir als erfahrener Hausfrau gerieten die Schnitzel manchmal„daneben“. Doch eines Tages erfuhr ich in der Sommerfriſche durch einen Ein⸗ blick in die Hotelküche, den von Köchen angewandten „Kniff“. Sie wälzten nach tüchtigem Klopfen die Fleiſchſtücke vor dem Wenden in ein Ei und Sem⸗ melmehl, nach vorherigem Abwaſchen und ⸗trocknen mit ſauberem Tuch, zuerſt auf einen Teller mit Mehl. Ferner brachten ſie dann die Schnitzel ein⸗ zeln in die Pfanne mit„dampfendem“ Oel oder Rindertalg, da dieſe Fette höhere Hitzegrade errei⸗ chen, in dem ſie ſofort auf beide Seiten, zur„Schlie⸗ ßung der Fleiſchfaſer“, wie ſich die Köche ausdrück⸗ ten, gewendet wurden. In einer anderen heißen So trägt man's in Wien! Pfanne wurden ſie dann zuſammen mit Fett auf bei⸗ den Seiten goldbraun gebraten und verließen mit leckerer Kruſte umgeben, die Pfanne. Seit dieſer Zeit wandte ich dieſen„Kniff“ an und möchte meinen Mitſchweſtern dieſen ſehr empfehlen. Warum man Sellerie in geschältem Zustande kochen solile Mit dem alten Verfahren, den Sellerie nach flüch⸗ tigem Reinigen ungeſchält zu kochen, ſollte man bre⸗ chen, da bekanntlich beim Kochen die im Sellerie enthaltenen Extraktipſtoffe und Nährſalze ſich dem Kochwaſſer mitteilen, das beim ungeſchälten Sellerie ungenutzt weggegoſſen wird. Setzt man den Sel⸗ lerie jedoch geſchält zum Kochen auf, ſo bleiben die wertvollen Stoffe im Kochwaſſer erhalten, von dem man mit Ei und Mehl eine köſtliche Sellerieſuppe bereiten kann. Ferner iſt Selleriewaſſer, taſſenweiſe getrunken, Gicht⸗ und Stoffwechſelkranken ſehr zu⸗ träglich. Anſer monatlicher Modebrief aus der Oſtmark-Hauytſtadt Wien, im März 1939. Schneiderkoſtüme und Straßenkleider gehören zum Frühling wie der blaue März⸗Himmel, wie die erſten Veilchen und der violette Krokus... Und dies⸗ mal kommen ſie in leuchtenden Farben, die ihnen eine frohe, jugendliche Note verleihen. Taillen⸗betonte Entwürfe mit weiten, beſchwingten Röcken, pliſſier⸗ te oder in Falten gelegte Kleider ergeben jugend⸗ lich⸗anmutigende Umrißformen. Viele hübſche, neue Einzelheiten können auch dem ſchlichteſten Entwurf eine beſondere Anziehungskraft verleihen. Reiz⸗ voll und überraſchend ſind breite, ausgeſtanzte Gür⸗ tel aus Lackleder, bunte Hals⸗ und Stecktüchlein, neue Knöpfe, apart geformte Taſchen, abweichende Vor⸗ ſtöße. Und wieviel gäbe es über farbige Wollſchleifen, leichte Stickereien, Steppereien und Anſteckblumen zu ſagen! Zuletzt, nicht zumindeſt, erwähnen wir Gar⸗ nierungen aus Weißwaren, die immer ſo friſch und adrett wirken. Krawatten aus Taft oder Faille, Weſt⸗ chen aus krauſen Krepprüſchen, Plaſtrons und Ja⸗ botg können unſere Koſtüme mit einem luſtigen Farbfleck beleben. Auch die Stoffſchöpfer warten mit intereſſanten Neuheiten auf. Da ſind vor allem Streifen und Karos, die durch ihre Anordnung und ungewöhnliche Farben auffallen. Breite und ſchmale, ſchräge und gerade, ſtrichlierte und abgetönte Streifen gibt es in tauſend und einer Spielart. Die Schotten ſind kühner denn je, auch Noppen unb Pepita ſind wieder ein⸗ mal da, alle dieſe Muſter ſind für Koſtüme, Mäntel, Komplets wie auch für Laufkleider beſtens geeignet. Man kann ſie zu bunt zuſammengeſtellten Komplets und Jackenkleidern ausgezeichnet verwenden, und ſo kommen ſie der Freude an Buntheit und Ab⸗ wechslung in liebenswürdiger Weiſe entgegen. Auch ſind ſie an und für ſich ſo dekorativ, daß ſie in ein⸗ fachſter Verarbeitung am beſten wirken. Modellbeſchreibungen: 50 222 Nachmittagskleid, blauer Taf., Miederrock, Or⸗ gandi⸗Aufputz. Stofſperbrauch für Größe 44 Tafi 3,45 Meter 90 Zentimeter breit, Organdie 0,40 Meter bei 100 Zenti⸗ meter Breite. Recordſchnitt 40 und 44. 50 257 Frühjahrskleid, karierter Wollkrepp, helle Stoff⸗ blenden. Steſiverbrauh für Größe 42: 3,35 Meter bei 130 Zentimeter Breite. Recoroſchnitt. 40, 42. 44. 50 298 Frühjahrsmantel aus Kamelhaarſtoff, zwei⸗rethig, gegürtete Faſſon, aufgeſetzte Taſchen. Sto'fverbrauch für Größe 44: 2,75 Meter bei 130 Zentimeter Beite. Record⸗ ſchnitt. 42, 44 und 46. 50 303 Frühjahrskoſtüm aus Angora⸗Wollſtoff. Anlie⸗ gende, einreihig gelnöpfte Jacke mit dekorativer Säumchen⸗ verzierung. Sto fverbrauch für Gr. 42. 2,75 Meter bei 130 Zentimeter Breite. Recoroſchnitt 40, 42 und 44. 150. lahrgans/ Nt. 123 8 Aones Miegel⸗Ehrung Zu Ehren der großen Balladen⸗ und Heim, dichterin, die ſoeben ihr 60. Lebensjahr vollenn4 gab der Gauleiter und Oberprärſident Er Koch im Königsberger Oberpräſidium einen E fang, zu dem die Spitzen von Partei. Staat* Wehrmacht, Vertreter der Wiſſenſchaft und Reich kulturkammer erſchienen waren. Verleihung d Literaturpreiſes, wie auch des Ebren bürgerbriefes der Stadt Königsberg, w weitere Ehrungen ſeitens ihrer oſtpreußiſchen* mat. Von Hanns Johſt, dem Präſidenten Reichsſchrifttumskammer, gingen der„großen K 6 derin deutſcher Oſtlandſchaft und tiefen mütterliche — mit Weltruf Niclene bf. Lee oαμ eeeſe ELBEO-Strümpfe NWANN%os— es) u. Au S2 ldt⸗ der NSB. Hilaenfe. 5 Anerken“ Namen NF. Frauentums“ telegraphiſche Glückwünſche 3 der Hauptamtsleiter ſandte ihr ein Glückwunſchtelegramm. in dem e gleichzeitig mitteilte, daß als bleibende nung das NSV⸗Mütterheim Buckow, den Agnes⸗Miegel⸗Heim erhalten habe. Der beleuchtete Raſierſpiegel eben Dem Spiegel eine richtige Beleuchtung zu genr⸗ iſt eine Angelegenheit, die von den Wenigſten ve ſtanden wird. Gewöhnlich liegt das Geſicht des ſchauerz im Schatten, und es entſteht ein ungenügeig des Spiegelbild. Ganz beſonders unangenehm 3 ſolche falſche Beleuchtung des Spiegels für die He (Deike.) ren beim Raſieren. Sie bedienen ſich vielfach eines Sonderſpiegels und wandern mit dieſem im Bian mer umher, den günſtigen Lichteinfall ſuchend.* vorſchriftsmäßig beleuchteter Spiegel wird darn, jedem Herrn ein willkommenes Geſchenk ſein. elektriſch beleuchtete Raſiierſpiegel ſpendet ſich 1 ſein Licht durch ſeinen mit Mattglas überdechteg Rand, der durch eine elektriſche Birne, die Anf an die Lichtleitung verlangt, mit Licht geſpeiſt wg und ein gleichmäßig helles und blendungsfren⸗ Licht abſtrahlt. Er kann als idealer Raſierſpieg, gelten. Er iſt zum Aufhängen und Aufſtellen eian richtet, und läßt ſich ſo zuſammenlegen, daß er 0 im Reiſekoffer keinen großen Platz einnimmt. Verantwortlich: Maraot Schubert. Mannheim ———— ———— 50298 von Heisterhend setertis und aut Wiener Record-Schnittmuster der Süste sustrobier zu allen Hedellen verrnis dei or erun ahr 939 gev ersche er und vorrsti- d und Saison-Nusgaben Buchhandiung Emma Schäfe rT, KioceSuenel und Schnittmuster-Zentrale N 7, 24 anu 28822 ————— eereee RP 335 11. Seite/ Nummer 123 Miethesüche Tnite U in Dauerstellung gesucht. Austühtliche Bewerbungen mit Gehaltsſord. unter 5704 an die Geschäftsstelle d. Blattes Für Verwaltungsbüro zum 1. April. 1939 TLabel-Ciuxichung 6 Wannc zum 1. April ſür Groß⸗ Uung(Deviſengenehmigung) uſax Tinoie koons, Stenographie und Maſchinenſchreiben, wandt in Mütfäxfkk —— Radfahrer) unt 18 Jahren, per ſofort ge⸗ uch t. * Adreſſe in der Geſchäfts⸗ — Dieſes Blattes. 5695 2 Damen Saiſon⸗ Ren Ver⸗ 0 40—50 R.“/. Borſtell. tägl. Schl 95 Uhr bei H. Weber, im ohkotel, I 5. 8/9. 703 Wö chen f. Zur 8 f 2 aer R Führg. ein. Weinverkaufsſtelle ungeres Fräulein 5710 an die Geſchäftsſt. lun Anges Sauberes Mädchen —.— edienen ſofort geſucht bei Ga a400 Station. Gg. Flörſch, Aheinan. Bheinanhaen, Maunh. N0% Stengelhofſtr. 1. 3402 Leassigesxädehen ag ten Haushalt zum 1. April Skraße Wachter, Richard⸗Wagner⸗ 8, Fernſpr. 44172. 3454 Junges, zuverläſſiges Mscdchen onal, Nähtiſchchen Au ſſ0 U ſucht zum 1. April Stelle als An⸗ u. ſonſt. Hausrat ſangsbedienung. Gute Vorkenntn. preisw. au vert. Bew Zuſchriften unter JN 33 an die 9 216,. I. ZxGuten Zeug erbungen mit Lebenslauf, Geſchäftsſtelle d. Bl. 28447—344¹ unte und Lichtbild— ſte 31 an die Geſchäſte. 77 Hausangestellte Trsrel mit Matr. preis⸗ perfekt im Kochen u. Haushaltung, mit guten langjähr. Zeugniſſen, Jur GGebenzmittel), sucht Stellung a. ener Tour in Baden⸗ Pfalz wird ſſzum 1. oder 15. 4. in gepflegtemn— nbilcher, zielbewußter, mit der frauenloſ. Haushalt od. bei älteremſ nöſchaft vertrauter 5272[Ehepaar. Angebote unter J J 29 1 Basherd 45fl. Reise der an die Geſchäftsſt. d. Bl. 23432] mit Backofen, N Frau ſucht 1Gasherd-fl (Bobn 6 11 Kustert. Mannbeim] geſucht. n ganen Persenel, fu Kabumpem Abſchr., Gehalts Sanſprüch⸗ eber Art finden 5 ünt. 0 7243 an Ala, Maunheim⸗ Elnt gen Sie durch eine(Mende. 4500 Angeb. 5 V4I[ Anzelge in Jun 20h au d. Geſchäſts⸗] dieſer Zeitung! Im Lohr vr ſtelle. 9468 8 0 3458 Fast noue Zinkwanne 100 em 2, Guß⸗ Eiſentopf 47 m wert abzugeb. bei Kari Walz. Waldnot Für Herren- ünd Damenkleidung geelgnet bestehen d Regalen, Tische, Stühle, Spiegel. Schreibtische I mpen u. Sonstiges gut ei halten preisw. zu verkaut. Eilangebote an: Franz Meitner Embk. Mannheim a u8 8 1, 6 zu mriet. 5707 anerou mit Küche und Zubehör ſofort oder ſpäter Angeſtellten, Neckarau Zzu mieten gesudn. Fernſprecher 48120/21. für einen unſerer möglichſt Nähe 5712 in freier Lage (Oſtſtadt, Neuoſt⸗ heim, Lirdenhof) zum 1. April od. ſpäter geſucht. Ang. u. Nr. 5720 a. d. Geſchäftsſt. Schöne Wohnung g. 1. 4. od. ſpät. geſucht. Ang, u. J T 39 an o. Geſchäfts⸗ ſtelle. 3465⁵ Aelt., erwerbst. Mäahen ſucht gr. leer. Zimn. oder Zimmer und Küche Ang. u. P6 197 a d. Geſchäftsſt. *9456 Zum 1. April v. Dauermieter fral. möhl. 2. Fa. Feldbahnfabrik Breidenbach zu——9 eincht & Co., Maunheim⸗Neckarau,(Nicht Beſtſtadt) Mäöbl. Zimmer mit 2 Betten nebſt Küche od. Kü.⸗ Benützung von zum 1. April geſucht. ruhigem Ehepaar Angebote unter K D 49 an die Geſchäſts, 7 ſtelle dieſes Blattes. 57 heſucht. Ausführl. Angeb. 75 kleidung vorge führt. rinpſce a 4„ 100 Laden. ürr 0 Bie Egeler Bier⸗ übe, f —3 Solides 8 dulein 05 Hervieren 9. L. Lieteth⸗—. V 15 7, 40, 11 * ernſyr. 833 208 uänd üch . n Koch⸗ utniſſen bei 152 Lohn 1 Stnitgart Iu ert4. eſucht. rhragen bei Caan —674 Pli ehrliche fau — — S 8 Beimal in, der 9407 ucht. — 6,27. äte fleißig⸗ für Küche und Haushalt, gute Pehandlen zum 1. Aprile89 gesucht Reſt, Frledrichs⸗ hof, S 2, 1. 5¹96 mädchen m. Kochkenntniſſ. zun⸗— 3 in kl. Hesueh Fernſpr. 418 63. Tages⸗ Mañcchen in kleiner Haus⸗ hal bei gut. Be⸗ zahlg. 3. 1. April hesucht Robert⸗Blum⸗ Ztraße Nr. 93, 11 Fernſor. 253 01. 49460 3466 Tüchtige äusoehik ſucht zum 1. 4. Sltellung in I. Privat⸗ oder Geſchäſtshaush. Ang. u. J U 40 on d. Geſchäſts⸗ ſtelle.*3436 il. Heushaltye⸗ Orcheſter ſpielt auf. Anſ ſage: Joſef, Offen MobExSCcHAU Am Samstag, den 18. März, veranſtalten wir in den Sälen des Palaſthotels„Mannheimer Hof“, Auguſta⸗Anlage-8, unſere große Früh⸗ jahrs⸗Modenſchau. Unſere Damenabteilung zeigt elegante Mäntel und Koſtüme. Außerdem werden hübſche Neuheiten in Strick⸗ u. Strand⸗ bach vom Nationaltheater Männheim. In den Pau⸗———.— ſen tanzt Ballettmeiſterin Vera Donälies mit⸗ Partner. Es ſingt Opernſänger Franz Koblitz vom Nationaltheater. Ein prominentes Künſtler⸗ Sichern Sie ſich rechtzeitig eine Eintrittskarte an unſerer Hauptkaſſe in O5 (Eintritt frei) in Abteilung Damen⸗Mäntel und Koſtüme Berufst. Frl. F. 1. od. 15. 4. ün U. Küche Ang. u. J W 42 a. d. Geſchäftsſt. *3469 Ang. u. K KA 46 an d. Geſchäfts⸗ ſtelle. 347 Zum 1. April: Gut möbliertes Ji anne mit fließ. Waſſer od. Bad, v. Hru. Ang. u. Nr. 5694 d. Geſchäftsſt. d. gegen Sicherheite beteiligung geſucht. Mk. 5000.— d IteresvVn-Eintaas von gut florierendem Unternehmen n und Gewinn⸗ unt. Bl. Nr. 5711 an die Geſchäftsſt. --Un.-Wonn. Oststädt(Maydnstr. 8) mit Helzung, eingeb. Bad, warm. Waſſer d. Automat, zum 1. 4. 1939. oder ſpäter zu verinieten. Groß, Fernſprecher 446.70. Sonnige -Llml.-Wohng. m Zentrum zu vermieten. Wig. u. NR 37 an d. Geſchäſts⸗ R*9463 Käfertal⸗Süd: Schöne, helle -Zim.-Wokng. m. Bad, Speiſek., 2 Balkone. z. 1. April zu verm. Oſſtadt: Kaufeesuche Wilv, v. Kabel Gemälde Tiere od. Reiter in heller Landſchaft kauft zu hoh. Pr. A. Loevenich, Köln⸗E, Körnerſtr. 117. Alteisen EE öBel 1 Blattes erbeten. 3 9 zu vermieten an Motoren usw Mibekeiner Abtomarkr Se Gchen⸗ E 4 1 Evt elegen⸗ kauft gegen Kaſſe k5, 13— heit zur Klein⸗ Heinrich Krebs.— tierzucht, da Vor⸗ Pettenkoferſtr. 6. ort.— Angeb. u. Feruſpr. 539 17. P H 198 an die unuswraon Kauf U KW Seleta elle 0, lür attere Fameſz, oder 4Siter, ſteuerftei, 51———.—.—— zu kauf. geſucht. 5 3 Kaufe Derſelbe muß SrFel, Katleruhe 1. B. ſeer. Aumer tadellos erhalten part., für Möbel ſei— Auguſtaſtraße 10, III.„für Möbe LolU H ana. 8 1Zu erfr. Kruſe N i ie 10. 4* Sritanischmuck Uihr 7 5 88— ERI Lod. 9 atürig, Baulahr 1035/30, ſteuer⸗— R entl. mit 15 frei, 80 PS., in ſehr aiem, Zu⸗ Mobliert.*3462 K., Stwabe Iu kauf. geſucht.[Hande, zu verkaufen. Balkonzimmer derehelpte, r. 65 anez, Gg. Zwanz'ger, Mannheim an berufst. Frl. 3* 9 3 2 5⁴⁰ ſſtelle. 73470[Rbeinhänſerſtraße 27, Tel. 4 70. Hfr.“. Falthoot er. T 6 ſowie Beſegelg. dazu, 3473 zu kauf. geſucht. Angebote unter K B 47 an die Geſchäftsſtelle§. Laaaaaaͤuaaaa Vas Sie suchen linder p. Sie durch eine Klelre Anzeige o de- NM2Z. fffhahuͤnaͤaum Eleg.-Zimm. Woknungen mit Bad, Hekäg, Warmwaſſ., Diele, Mäcdchenzi. uſw., ſo. od. ſpäter zu verm. 8 597 Immobil.⸗Büro Schäſer, K. 1. 9. A. Hde Osistadt Planken Schönes —(Geschälts⸗ Familien- Häuser Ia Hapialanlage en NIERONVMI, mobhien Eo Einfamil.- Haus mit grobem Garten Augusza-Anlare 78 Eintamil.- Haus ruhige Lage Haadabe Moderne Milien in sonniger Lage Hbang DEEE Renten⸗ Haus J. Geschäftslage 2 u. 8 84 Waockenend leer. Zinmne: n.—3. Rim, u. Küche in Heiligkreuz⸗ ſteinach zu verm. Ang. u. Nr. 4830 a. 8 Möbl. Zimmer ſowie*5706 Seie Mensarde m. Gas urd El. bill. zu vermiet. Almenhof Nr. 26 schün möbl. Zimmer m el. Licht, in gutem Hauſe ſof. zu perm. 3475 Paul Hirſch, P. 6, 3/4. Iun Wasserturm möbl. Z mmer ouch vorübergeh. zu verm. 63482 Näh. Tel. 205 40. Möbl. Zimmer a. berufst. H. ſof. auch vorüberg., z. v. P 6. 19, 3. Sick. 3480 Wohnhaus in Oggersheim mit 5 Zimm. u. Küche, Einf. und 5650 am Land b. Haus, Anweſen eign. ſich f. Gärt⸗ ner, od. Obſtanl., zu verkauf., orch. d. Beauſtragten: K. Anſpach, Makler, Oggersheim Schillerplatz 17. 5697 3 Z mmer- Wonnungen in bestem Tustand 5699 Geſchäftsſt. 2- his-Zim.- Lchene-A- Tcnner Mobans m. Gart. Teppiche Bouclé · Teppiche, solide Haorgorn Qoclitäten, mocderne, farbenfrohe Moster, cc 200/300 ͤmp Wollplüõsch. Jeppiche, hochflorige Qua- litöten in feinforbigen Musterungen, c 2007800 Tournay-Velours-Teppiche, besondets haltbare Quclitöten, gote Kopien per- sischer Originale, co 250 /350 m· Gardinen londhousgardinen mit teichen Volonts, co 70 cm breit, pro Meter 46— 7406— 145. 0* 3 Reffgordinen, bostforben, kleingemo· stert m. Spitze, ca 150 cm hreit, p. Meter Stores, Méterwore, Grobtöll mit Hand.- durchzug und Fransen, co 235 cm hoch, Pro Metckte. 3* Stores, Meterwore, Jacqvordtöl mit schwerem Spitzensbschluß und Fron- 5² 93 sen, c 225 cm hoch, pro Meter 2N⁶ 3 Oekorcnionsstoffe in und Jocquard-Musterungen, co 120 cm Brei P Oruckstoffe für Obergordinen, wir⸗ kungsvolle Auster in goten Quclitöten, co 120 cm breit, pro Meter Steppdecken 5 Steppdecken, Kunstseiden-Domost mit 2⁵ guter Wollföllung, in vielen Mode: forben, e 50/ 200 Dounendecken, erprohte hochwertige Qoalität, Kunstseiden-Damast mit dav- nencicfter Röckseite und halbweißzer Dcunenföllung, co 150/200 cW. MAN N HETM p 5,1-4 an den Pin Anrut: 233 54·56 ber 92 9 von dem die Stadt 9 sedetb u Sesinn:.00 aEMAHBE Kristina Ein ergteifendes Aufrufer im mit Brigitte Horney, Norgen letr:er Tea!.10. züeinz ker, Norsen 1 E. 8 21119 oller dese Das Unsterbliche Nerx it Heinrieh Georse, Bin Ueit Uerlan · Filra————*—— .40.20 7, e 3.18— 5 nMare 8 8 —5 Kiel rinnenseuer. ———— SCAL A. Ferreprech Erauenschicksal 1 —— oachim Gottschalk jugendl. gugel. 3(Sreite Straße) K 1 RG Ferheprecher 240 88 ach. 99771, 8 isteruns apricht! ianker) Ssteleisiundl stergatte 3— Fütterer .00.10.25 Unr 9 0 239,02 Ein Monumentalfiim wie Lit iha seit Ishren nicht mehr ishen! Karihagos Falt gröser und gewaltiser ais Ben Hur und Quo vadis mit qen höcasten italieniscnen und deutschen Ausze ichnungen —— bevertet. Jusend zugelassen! Tägl.:.00.10.20 Uhr Rermasà Hanke MANNHEIIM, au 5,-4 (wischen Defaka und Habereckl) 180Kuchenherde für Bze theisung und Dauerbrend jormschön und kohlensperend. in jeder Größe und Preistage solort ab Dager lieferbar. — Autf Wunsch Zahlungserleichterung- Ausführung aller einschlégtgen Repersturen und installationen groge 6 Von 12 bis Mittemacht E. bie* bas Ballett der Wiener Mädel mit Auna Zelano ⸗ Jansen Jacobs Mara Maro 3 Komikern ⸗ 10 Artisten Regie: preise: Nlc..80 bis.50— Buch: Gg. Mandt Musik: O. Pichelmann Gg. Man dt Tinze. Behnenbilder: Proſessor K. K öhler, Bern + ũ Atel. Hofet, Wien. Kistenmacner, Berlin Jansen Ja cobs Rolsebüro Kohler am Vorverkaut: Verkehtsverein Plankenhot. Musikhaus Heckel, O 3. 10, Zigertenkiosk Schleicher.(Tatterssſhy, Mualkhaus Kretzschmann, O 7, 13 Papief warenhaus Schenk. MittelstteBe 17- Uudwigshafen: Verkehrskiosk am und S S Ein Kximinaltüm aus dem Leben und für das Leben geschrieben! Ein Uta. Fiim nach dem Roman von Frank H. Braun Henn/ Porten, Mady flahl Lucle Höllich, Else Elsier Iwa Wanja, Paul Dahlke Erust Dumcke, Siepanek Walier Steinbeck, Gernol Das, was sich hier ereignet, ict er- regend und erschütternd zugleich. Die Leiden einer gũtigen Frau zeigen sich neben den Capriolen eines ni. kanten Mddchans, die Herrschaft eines Fumitienraters neben dem de- zaubernd. Giũct eines jung. Paares · Ab heute E.00.00.20 Jugen l. r 25 85un Enuerne 0 Tülowierug. Lar-Feler Spezlallst Schermer Mannneim, Gr. Merzelstr. 2 Ha Laat mit guten Verlegerverbindungen überarbeitet Romane, Noyvellen, Erzählungen uſw., Weiterleitung d. druckfertigen(Schreibmaſchinen⸗ ſeiten) Manuſkriptes. Lameystrabe 7, parterrt. ſucht Geſchäftsverbindung mit Angebote unter Nr. Geschäftsverbindung Kapitalkräftiges elektrotechniſches Unternehmen tüchtigem ſelb⸗ ſtändigem Elektromeiſter, welcher für deren Rechnung alle Reparaturen, Um⸗ und Neuwick⸗ lungen an Gleich⸗, Wechſel⸗, Drehſtrommotoren und Generatoren ſowie Transformatoren kurg⸗ friſtig unter Garantie ausführen kann. Gefk. 570¹ au die Geſchäftsſtelle. Amtl.Bekanntmachungen Oeffentliche Erinnerung! Zur Zahlung an die Stadtkaſſe Männheim waren bezw. werden ſallig ſpäteſtens am: 76 15. März 1939: Gebändeſonderſtener und Gruudſtener, Rate für März 1923; 20. März 1633: Gemeindegetränke⸗ ſteuer für Februar 1939. 20. März 1939: die auf Grund von Stundungen und Forderungs⸗ zetteln bis dahin fällia werden⸗ erzahlungen u. Säum⸗ ge. inner alb einer Woche nach Zu⸗ ing des Forderungszettels: bändeverſich eruugsumlage, wenn dieſe 20.“ nicht über⸗ ſteigen. An dieſe Zahlungen wird erinnert. Wird eine Steuerzahlung nicht rechtzeitig entrichtet. ſo iſt nach den Vorſchriften des Steuerſäumnis⸗ geſetzes mit dem Ablauf des Fällig⸗ keitstages ein einmaliger Zuſchlag (Säumniszuſchlag! in Höhe von 2 v. H. des rückſtändigen Steuer⸗ betrages verwirkt. Der Schuldner hat außerdem die mit hohen Koſten verbundene l. Zwangsvollſtreckung zu erwarten. Eine beſondere Mahnuna iedes einzelnen Säumigen erfolat nicht. Stadtkaſſe. Berſteigerung. In unſerem Verſteigerungsſgal — Eingang Platz des 30. Januar Nr. 1— findet an ſolgenden Tagen die öfſentliche Verſteigerung ver⸗ fallener Pfänder gegen ſtatt: a) für Fahrräder, Büstenrauhen⸗ Avvarate, Anzüge, Mäntel. Weißzeng. Schuhe u. dergl. am Donnerstac, dem 16. Wära igga⸗ b) für Anzüge, Mäntel. Weißzeng, Schuhe u del. am Donnerstaa dem 23. März 1933 Beginn ſeweils 14 Mör(Saal⸗ öffnung 12 ußpr Städt Leihamt. Hälfte für das Geſchäf ftsiahr d 1933 bzw. die Jahresbeträge, auf neu Wäscht 1 türbt 1 588 apannt Ruf 533 30 ———— Gbernimm Reinigungs inst. E. Lorenz Lenausir. 42 Geruspr. 528 11 5⁴²⁰ Mobeltransporte Lagerung, Umzüge Prommersnerger B 6. 9 323 5³9 fecmiebein Garten⸗ und Feldſämereien Düngemittel Gebrauchte Kassen- Sclänke gteiswerr zd vern. ſig. Schmidt 82. 12-Kul 265 27 Austührung v. Rep. und Trensporten; Wäschexei 1Seee Alphornstr. 1⸗ 5 Wohnzimmer gr. Auswähl in Schlafzimmer Eiche und ganz poliert. n ur Qualiätsarbeit Küchen zu niedt. Preiſen H. Gramlich Schreinerme ſter 1.10. Eheſtandsdar eb. Rurolf Hauer S 6. 10, Samen⸗ 7⁰ enpiechea ab haute.13. 6. 20..2 3 autrecende Tose Ein Kriminslabenteuer, bei dem es hoch her geht: Kault man vom Hersteller 22 E. Rübm, Aertal Ceen: Mansbsin, K. 4, 10 Telephoa 212 86. 543 fa5• lien Knudsen 45. 70, l. 23493 Bech mexiko Fersclleppt-, En pfituger Detektiv blutft eine Diebesbande und darũber hinaus das Publikum, das sich be diesem Kriminaitilm köstlich untethält UISEIUIE Heute 16 Uhr: Haustrauen · Vorstellung Heute 20.50 Uhr: Abschlecis- Vorstellung des Progtemms der ersten Hörzhälfte Horgen 16 Uhr: Mauskrauen · Vorstellung mit dem nenenProgramm hiorgen 20.50 Uhr: Max Eberty rontenen leue Araktionen 0 Beschten Sie bitte d. motg. Anzeisen U 692 Al Lunmnunnannnnfsanmuuumnmpnmmpmmnie LD ohde Hiuo- uud felu Mie 10⸗ und 25⸗ Wen ſowie Plakal- wegen Auſgabe abzugeb. 3459 ———————— PBorns, 20. Hitler⸗Straße 11. 2 Mush.-Batten mt Rost 2 Noßhaar- Matraizen 1 Waſchtiſch und 1 Nachttiſch mit Marmorplatten, 1 Schrank zu verkf. 34209 II 6. 17, parterre Neue Keſalulatten Stück 50 4 u. 14 Opern Horſt Eugen 10,/ Tel Moderner 3443 Kinderwagen zu verk. Bürger⸗ meiſter⸗ Fuchsſtr. Nr. 29. Balmert. Kohlenbadeofen Badewanne, Bek⸗ ken, Gasbadeoſen m. Schlauchbrauſe u. w. komb. Herd zu verkf. 3481 2/ Inſtall. Kemkes, Qu 7, 15, part., a. Friedrichsring Kappel- drucker Record fa ſten eu, billia bill. zu verkauf. Riedfeldſtraße 50 Hausfrauon! 133 185. ſt„billi Verkaufshäuſer zu verkf. 43435 T 1,—8 Reinhänſerſtr. 34, fachgeſchäft. 523 II, links. Fer ruf 278 85 699 Anstich der beliebten Feuerio-Tre Ja Hemigen ict uα lLoo⸗ Dienstag. Mittwoch. Donnerstag. Samstag NACHTBETRIEB TAGLICRE KONZEERIT Besuchen Sie unsere Bar HUTTE, qu 5, 4 ab Bonberstag die bekannt, Feuertotropfen 34⁰ Bei Bronchiłis nusten, Verschleimung, Asthma .. Boether-Jabletten Bewährtes, kräuterhaltiges Epezialmittel. Enthält 7 erprobte Wirk⸗ ſtoffe. Stark ſchleimlöſend, auswurffördernd. Reinigt, beruhigt und karions d. Artikels bill. kräftigt die angegriffenen Gewebe. In Apotheken&.43 und.50 ahlreiche ſchriftliche Anerkennungen zufriedener Arzie! DODNELHER deruhigend, nervenſtählend, Y e kraſtebildend oppelhetz Verkautsstellen: udwig& Schötthelm, O 4. 3 u. Filiste eu 19 80 ational⸗Theatermmen Mittwoch, den 15. März 1939 Miete MNr. 19 l. Sondermiete MNr. 10 Trau, schau, wem? Lustspiel in drei Aufzügen von Albert Kehm Anfang 20 Uhr Endé nach 22,15 Uhr Vorstellung Nr. 234 von det geise zutück Ungeſundes Blut iſt die Urſache vieler Krankheiten. Beugen Sie darum vor: Herbſt und jedes Frühiahr eine aründliche Blutreinigungs⸗Kur mit dem echten Alpenkräuter⸗ Blutreinigungs⸗Tee Narke„Wurzelſepp“ Original⸗Packung Rm.— —— Bis 10— Bouele- Teppiche von RM2 72—9 ie en e Steppdecken Daunensteppdecken kerner Läufer, Polster Gardinen und Dek. Ston Fordern Sie Muster oder 978 gebot von nur Autoriſierte Verkaufsſtelle: Ludrio-schüiiheim 0 4, 3 und Filiale: Friedrichsplatz W. Schmitz. Wissbaden, Platanenstraße 2. Tel- Verkbuisleuer der Fa. 85 Schlöter tzonn. Deutschlends,—— keppich⸗Spesiel- Versen Satz und Druck unserer Werbedrucksächen in zeitgemäßer Ausführung zeigen lbnen die überragende Leistungsfähigkeit unseres für Qualitätsarbeit bekannten Hauses. Dr Haas Mannheim. R 1.-6 Fernsprecher 24931 Cebr.Schreitiach eb. Esschranx (Laden).*347¹ Hücen 1en uns 165. 155. 921 Märs lch. Baumann& Co. 12 27,f. 79.20065 2 Kunst 6s· U. Hoserre Obe ſocne KOINER FRUHYAHRS- ⁰ ce R 109. e 575 Kleſſe, des ugeme 2⁰ Eelbe, 0He 9 F Fung in Fort mit unreinem Gesicht! Dürch einlaches Abrelben mit der kosmetischen Milch„UIia“ ein reines, ſungtrleches Gesicht. Sestbewährtes Geslohtspflegemittel gegen vnrelnigkelten, Pickel, Mitesser, schlaffe Haut un heine schädlichen Stoffe. Wer„Uifa““ probiert, ist damit zuiriede langen Sie heute voch ausführlichen Prospekt und Auskun Drogerie Ludwig& Schütthelm. Selfenhaus am Markt, F. Ochel. Markſplatz; Langerötter: Drogerie, Hofmans, Langerötterstraße 16; Merkur⸗ piatz 2; Richard-Wagner Drogerie, Apotheke J. Kratochvil, Au Runzeln; enthält enanle 0 4, 2 und Piiale Drogerie, Hch. Merckle, Conterex — ——— e 4AOAHRE Ein festliches buntes 132 Seiten starkes Jobiläums-Heft Ein Zeitdokument von bleibendem Wert. Oberoll för 40 Pfennig 2