jeue Mannhei Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: rei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pig. Trägerlohn in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Voſt.70 Mk einſchl. 50 Pfa. Poſtbei.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42. Schwetzinger Str. 44. Meerſeldſtr. 13. Neciſcherſtr. 1, FeHauptſtr. 55, WOppauer Str. 8, SeFreiburger Str. 1. er Sei Mannheimer General-Anzeiger Berlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,.6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 2495 obeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazei Mannheim Einzelpreis 10;. ung Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 m breite Textmillimeterzeile 50 Pfennia. Für Familien⸗ und Kleinanzetgen ermäßiate Grundoreiſe. Allgemein aültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 0. Konkurſen wirs ketnerlet Nachlaß gewährt Anzeigen in beſtimmten Ausgaben. an beſonderen Plätzen und kür fernmündlich erteilte Aufträge Bei Zwanasvergleichen oder Ketne Gewähr für Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗Ausaqabe A Vor Daladiers Antwort an Munſſollui Oienstag. 28. März 1030 150. Jahrgang— Nr. 145 England baut militäriſche Zuſammenarbeit mit Frankreich aus Rur halbes Entgegenlommen. Nach wie vor unbedingte Ablehnung aller territocialen Zugeſtändniſſe Drabtber. unſ. Pariſ. Korreſpondenten — Paris, 28. März. Die Morgenpreſſe weiß heute wie immer einige Indiskretionen über den Verlauf des geſtrigen Mi⸗ niſterrates nachzutragen. Mehrere Miniſter, und zwar Bonnet, Marchandeau, de Monzie und Pomaret ſeien für die Einleitung ſofortiger Verhandlungen eingetreten, mit der Nuance natürlich, daß es ſich nicht etwa um eine franzöſiſche Kapitulation handeln dürfe, ſondern eher um eine Bemühung zur Verſtän⸗ digung mit Italien. Die Mehrheit der übrigen Mi⸗ niſter ſei jedoch der Anſicht geweſen, daß die Rede Muſſolinis für franzöſiſche Ohren nicht gerade „freundlich und höflich geklungen“ habe, als daß Frankreich ſich nunmehr in die Arme Italiens ſtür⸗ zen könnte.—— Der Miniſterpräſident Daladier habe ſchließlich perſönlich den Ausſchlag gegeben. Er habe ein⸗ deutig ſeine Meinung dahin kundgetan, daß die Rede Muſſolinis in der Tat nicht dazn augetau ſei, ein regelrechtes Verhandeln zu ermöglichen. Immerhin euthalte ſie gewiſſe Anſätze, die man nicht fallen laſſen dürfe. Es müſſe daher zunächſt einmal durch ſormal⸗ diplomatiſche Vorverhandlungen feſtgeſtellt werden, ob und in welchem Umfang eine Verſtändigung mit Italien möglich ſei. Wahrſcheinlich werde daher der Miniſterpräſident Daladier in ſeiner Rundfunkrede am Mittwochabend ſchon eine erſte Antwort an Muſ⸗ ſolini geben. Er werde erklären, daß man den guten Willen Frankreichs nicht beſtreiten dürfe. Frankreich ſei zu Verhandlungen bereit. unter der abſoluten Bedingung aber, daß dieſe Verhandlungen keine Selbſtverleugnung Frankreichs zum Ziele haben könnten... Verhandeln könne man nur zwiſchen zwei gleichberechtigten Nationen, von denen nicht die eine die andere dominieren wolle. Wenn Italien lebenswichtige Forderungen zu ſtellen habe, dann habe Frankreich ebenſo lebenswichtige Rechte zu verteidigen. Das Recht Frankreichs ſei genau ſo heilig wie das Recht Italiens. Fraukreich habe daher unbedingt das Recht, alle Zugeſtändniſſe territorialer, politiſcher und wirt⸗ ſchaftlicher Art abzulehnen, die ſeine Sonveräni⸗ tät in Frage ſtellen könnten. Im Anſchluß an die Rundfunkrede ſoll dann eine diplomatiſche Note an die italieniſche Regie⸗ rung gerichtet werden, in der der Standpunkt Frank⸗ reichs noch näher begründet werden ſoll. Es ſoll vor allem die von italieniſcher Seite immer wieder vorgebrachte juriſtiſch⸗diplomatiſche Grundlage der italieniſchen Forderungen zerſtört werden, und zwar unter Berufung auf zahlreiche diplomatiſche italieni⸗ ſche Dokumente aus der Zeit der Verhandlungen zwiſchen Muſſolini und Laval. Polniſche„Luftabwehranleihe“ Ausſchreibung in kleinſten Stücken adnb Warſchan, 28. März. Der polniſche Miniſterrat beſchloß am Montag die Ausſchreibung einer ſtaatlichen Innenanleihe, die ausſchließlich dem Aushau der polniſchen Luftwaffe und der Luftabwehrartillerie zugutekommen ſoll. Die„Luftabwehranleihe“ wird in Namensobli⸗ gationen zu je 100 Zloty ausgeſchrieben. Minderbe⸗ mittelte können ſich ſogar durch den Erwerb von Bonds zu je 20 Zloty beteiligen. Italienreiſe des Reichsſtudentenführers. Am Samstag, dem 1. April 193g, fährt Reichsſtudenten⸗ führer Dr. Scheel auf Einladung des italieniſchen Studentenführers Dr. Salvatore Gatto nach Italien. Warſchau wird vernebelt Ein eindrucksvolles Biſh von den großen Luftſchutz übungen in der polniſchen Hauptſtadt. Am Stadt⸗ rand waren die Vernebelungsapparate aufgeſtell. (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) „Die Stunde der Gerechtigkeit ijt nahe!“ Eneroiſche Anterſireichung der Forderungen der Muſſolint-Rede durch die lalieniſche Preſſe EP Rom, 27. März. Das halbamtliche„Giornale'Jtalia“ kommentiert am Montagabend die beiden wichtigſten außenpoliti⸗ ſchen Teile der ſonntäglichen Rede des Duce: Die italieniſchen Forderungen an Frankreich und die Lage im Mittelmeer.„Europa hat heute die Beſtäti⸗ gung“, ſo bemerkt das Blatt,„daß die italieniſchen Forderungen ſich auf die kolonialen Gebiete beſchränken, anf die es ſeit dem Frühjahr 1915 Anſpruch hat, eeeeeeee „Memelſtatut eingehalten?“ Hier iert Herr Buller Eine Memelanfrage im Anterhaus und eine irreführende Regierungsantwort dnb. London. 27. März. Auf das Erſuchen, eine Erklärung über die Rück⸗ kehr Memels zu Deutſchland abzugeben, erwiderte Unterſtaatsſekretär Butler im Unterhaus, die bri⸗ tiſche Regierung ſei jetzt durch die litauiſche Regie⸗ rung amtlich davon in Kenntnis geſetzt worden, daß am Abend des 22. März zwiſchen Deutſchland und Litauen in Berlin ein Vertrag unterzeichnet wor⸗ den war, der die ſofortige Rückkehr des Memellan⸗ des zum Reich und die Errichtung einer Freiha⸗ ſenzone in Memel für Litauen vorſehe. In Beant⸗ wortung einer Anfrage der litauiſchen Regierung vom 16. März d. J. habe die britiſche Regierung es klar gemacht, daß ſie lediglich verſuchen könne, die Reſpektierung des Memelſtatuts ſicherzuſtellen, ſo⸗ weit es in ihrer Macht liege. Nach Lage des Falles ſei es ſelbſtverſtändlich, daß die litauiſche Regierung gehandelt habe, ohne die Signatarmächte erneut zu konſultieren. Als der Labour⸗Abgeordnete Henderſon darauf fragte, ob es nicht eine Tatſache ſei, daß die litauiſche Regierung das Statut von 1924 ein⸗ gehalten habe und ob nicht die Jntervention der Reichsregierung unrechtmäßig ſei, antwortete Butler unglaublicherweiſe:„Ja.“ Schließlich beſtätigte Butler noch auf Anfrage des Dabour⸗Abgeordneten Noel Baker, daß die britiſche Regierung nicht proteſtiert hahe. Weiter erklärte Butler auf eine Anfrage, daß die deutſchen Truppen bei der Beſetzung des Memellandes die eigentliche litauiſche Grenze eingehalten hätten. Die Erklärung des britiſchen Unterſtaatsſekretärs Butler, daß die litauiſche Regierung das Statut von 1924 eingehalten habe, iſt eine Behauptung, die der Wahrheit ins Geſicht ſchlägt. Die Behauptung wider⸗ ſpricht der Geſchichte des Memellandes, ganz abge⸗ ſehen davon, daß ſie den Kern des Problems, um das es hier geht, überhaupt nicht berührt. Es ſei nur daran erinnert, daß von den 16 Direktorien, die das Memelland hatte, nur drei das verfaſſungsmäßige Vertrauen des Landtages beſaßen. Daß man ver⸗ ſüchte, das Schulweſen des Memellandes entgegen den Beſtimmungen des Statuts zu litauiſieren daß memelländiſche Geiſtliche gegen Vertrag und Recht vom Gouverneur ihrer Aemter enthoben, daß über⸗ haupt die in dem Statut verſprochene Autonomie des Memellandes niemals Tatſache wurde, ſo daß in der Unterhausſitzung vom 30. Januar 1935 z. B. der damalige britiſche Außenminiſter Sir Joßn Simon die Unrechtmäßigkeit der Verhältniſſe im Memelland zugeben mußte, das ſind Beweiſe dafür, wie wenig genau ein britiſcher Unterſtaatsſekretär es mit der Wahrheit nimmt. Im übrigen iſt das Entſcheidende bei der Memelfrage aber die Tatſache, daß in Ver⸗ ſailles an der deutſchen Bevölkerung dieſes Landes ein ſchreiendes Unrecht begangen wurde, das eines Tages wiedergutgemacht werden mußte. Das iſt jetzt geſchehen. einen Anſpruch, der durch neue Notwendigkeiten der Geſchichte und durch die Tatſache des neu eroberten Imperiums geſtützt wird. Inzwiſchen aber iſt es ge⸗ wiß, daß Italien an keinem politiſchen Akt teilneh⸗ men wird, ſolange dieſem Rechtsanſpruch nicht Ge⸗ wüge getan iſt, und auch an keiner internationalen Ordnung teilnehmen würde, die— obwohl als Ver⸗ teidigung des Friedens hingeſtellt— ihm doch nur unbeſtändig und unaufrichtig erſcheinen würde.“ Der Teil der Rede über die Lage im Mittel⸗ meer findet folgende Auslegung: „Italien beabſichtigt, im Mittelmeer eine immer entſchloſſenere Verteidigung ſeiner Rechte und Intereſſen zu entwickeln, ohne dabei an eine Hegemonie und an Feindſeligkeiten gegen andere Mittelmeernationen zu denken. Vorausſetzung dafür iſt, daß dieſe Mächte nicht im Dienſte fremder, Italien feindlicher Mächte ſtehen. Eben deshalb verſolgt Italien mit Aufmerkſamkeit die neuen Bewegungen, die Frankreich und England in Form von Kontrollen und Rüſtungen in den Tei⸗ len des öſtlichen Mittelmeers entfalten, die ehemals zum türkiſchen Gebiet gehörten. Ebenſo verfolgt Italien in Nordafrika eine Politik feſten Wi⸗ derſtandes gegen ſolche Mächte, die ihm dort feindlich ſein könnten. Dies gilt um ſo mehr, als ſein Beſitz auf dem vierten Ufer inzwiſchen ein integrierender Beſtandteil des Mutterlandes geworden iſt. Der„Corriere della Sera“ ſchreibt, die faſchiſtiſche Revolution müſſe auch eine tieſe Rückwirkung auf internationalem Gebiet haben und hier die Ideale der Macht, der Expauſion und des Imperiums des italieniſchen Volkes mit unauf⸗ haltſamer Wucht zur Geltung bringen. Die faſchiſtiſche Diplomatie verſuche keine zweideuti⸗ gen Manöver, ſondern gehe gerade auf ihr Ziel los. Die Neugeſtaltung Europas und der Welt auf Grund der Gerechtigkeit gewährleiſte allein einen langen Zeitabſchnitt der Ruhe. Die faſchiſtiſche Ju⸗ gend, ſo heißt es in dem Blatt weiter, gebe der miß⸗ trauiſchen oder feindſeligen Welt zu verſtehen, daß die Stunde der Gerechtigkeit für Italien geſchlagen habe. Die„Stampa“ ſchreibt, die Mobiliſation müſſe ſchon jetzt beginnen; um mehr Geſchütze, Schiffe und Flugzenge zu beſchaf⸗ ſen, müßte ihre Herſtellung beſchleunigt werden. Da dem arbeitenden Volk nichts entzogen werden könne, müßte das Entbehrliche der bevorzugten Schichten beſchnitten werden. Falienerflucht aus Tunis EP Mailand, 28. März Wie die italieniſchen Blätter aus Tunis melden, haben bis jetzt 4000 Familienväter mit insgeſamt 25 000 Angehörigen die Einladung der italieniſchen Regierung zur Rückkehr in die Heimat angenommen. 40 Bergarbeiterfamilien aus Geriſſa, die wegen ihrer Haltung von den franzöſiſchen Behörden in Tunts entlaſſen worden waren, ſind bereits nach dem ſar⸗ diniſchen Bergwerk von Carbonia zurückgekehrt. Regierungsrücktritt in Kowno Neubildungsauftrag an den Generalſtabschef Oberſt Cerenius diuh. Kowno, 27. März. Miniſterpräſident Mironas iſt mit dem geſamten Kabinett zurückgetreten. Mit der Neubildung einer Regierung iſt der bisherige Generalſtabschef Oberſt Cerenius beauftragt. Der Armeechef Brigadegeneral Raſtikis hat den Auftrag zur Bildung der Regie⸗ rung zurückgegeben. Ueber die Zuſammenſetzung des neuen Kabinetts iſt noch nichts bekannt. Wie es heißt, ſoll zum Außenminiſter der frühere Außenminiſter Lozoraitis auserſehen ſein. Auch iſt nicht ausgeſchloſſen, daß dieſes Kabinett perſonell Angehörige der anderen Gruppen, vor allem aus der chriſtlich⸗demokratiſchen Oppoſition, heranziehen werde. Volen vertraut auf ſich ſelbſt „Kurjer Poranny“ über die Einkreiſungspolitik dub. Warſchau, 27. März. Mit dem Scheitern der engliſch⸗franzöſiſchen Ein⸗ kreiſungspolitik beſchäftigt ſich am Montag„Kuxjer Poranny“ und ſtellt ſeſt, daß es nicht allzu viele gebe, die bereit ſeien, ſich an neuen Deklarationen zu be⸗ teiligen, die zu nichts führten. Die polniſche Politik wende ihr eigenes Syſtem des Gleichgewichtes an und ſtütze ſich nicht erſt ſeit heute vor allem auf den Glauben an die eigene Kraft. Sie laſſe ſich ausſchließlich von den Intereſſen der polniſchen Staatsraiſon leiten. Ge⸗ rade jetzt zeige ſich ſtärker denn je die Richtigkeit die⸗ ſer Grundlage der polniſchen Politik. Polen glaube an ſeine militäriſche Kraft und gebe ſich keinen trü⸗ geriſchen Hoffnungen auf fremde Hilfeleiſtung hin. ——— 2. Seite/ Nummer 145 Neue Mannheimer Zeiiung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 28. März 1880 5—— Das Ende der ſowjetſpaniſchen Herrlichkeit: Franto verſetzt Rolſpanien den Todesſtoß Aeberall dringen die nationalen Truppen faſt ohne Widerſtand vor— Angeklärte Lage in Madrio (Funkmeldung der NM3.) + Burgos, 28. März. Der nationale Heeresbericht beſtätigt die Ein⸗ nahme von Almaden, des wichtigen Zentrums der ſpaniſchen Queckſilberminen. Das Gebiet von Al⸗ maden hat das zweitgrößte Queckſilbervorkommen der Welt und liefert die größte Ausbeute in Europa. Insgeſamt wurden an der Cordoba⸗Front rund 6000 Gefangene gemacht. 6 Im Abſchnitt Toledo wurde der Tafo⸗Fluß bei Polan und bei Aranjuez überſchritten; zwölf Ort⸗ ſchaften wurden beſetzt. Ein Umkreis von 40 Kilo⸗ meter Durchmeſſer um die Stadt Toledo iſt jetzt von den Bolſchewiſten befreit. Die nationalen Truppen —————— 9... 0 2 cο-- TESO 0* +.* 9 Alcoza- e 4* XCAIxUdi 228 Hanramares crs umaden ASAcHD—— An, oEαευu alcoy 2—— eEs—— Sege ee, Kurle casracEN 5 ——— e. + Sar0——— ¹——— 2 CS¹ ο——— e 2 Die neue Offenſive General Francos (Kartendienſt, Erich Zander..) ſtehen unmittelbar vor den Kreisſtädten Ocana lan der Straße Madrid.—Cindad Real) und Orgaz lan der Straße Toledo.—Ciudad Real). Bei den Kämp⸗ ſen im Abſchnitt Toledo wurden am Montag 4500 Gefangene gemacht. Die Front, auf der die Nationalen zwiſchen Aran⸗ juez und Toledo angriffen, hat eine Länge von etwa Ktkometer Aranjuez iſt bereits unmittelbar be⸗ droht, Dort errichteten, ſo ergänzt der Heeresbericht⸗ Erſtatter dſe amtliche Meldung, die Bolſchewiſten 1936 die erſte Verteidigungsſtellung vor Madrid, wo⸗ bei ſie von ausländiſchen Spezialiſten beraten wur⸗ den. Bei Araujuez ſind die Nationalen nur noch 35 Kilometer von der Hauptſtraße Madrid—Valen⸗ eia entſernt. Die weiteren Operationen dürften hier dem Lauf des Tajo folgen. Eingeſetzt ſind beſondere motoriſierte Kolonnen. Auch bei den Kämpfen am Montag zeigte ſich wie⸗ der, daß die roten Milizen vollkommen demo⸗ raliſiert ſind und keinen nennenswerten Wider⸗ ſtand mehr leiſten. Die Einwohner der eroberten Orte begrüßten überall die nationalen Truppen als ihre Befreier. Madrid wurde im Laufe des Tages mehrmals durch nationale Flugzeuge in geringer Höhe über⸗ flogen. Mehrere Stellungen an der Madrid⸗Front wurden von der nationalen Artillerie unter Feuer genommen, das die Roten— zum erſten Male ſeit Beginn der Kämpfe in Spanien— unbeantwortet ließen. Auch die Luftabwehr gab nur gelegentlich vereinzelte Schüſſe auf die nationalen Flugzeuge ab. An mehreren Abſchnitten vor Madrid liefen geſchloſ⸗ ſene Milizabteilungen zu den Nationalen über. Was iſt in Madrid los? dub. Burgos, 28. März. Im Madrider Sender kam es am Montagabend zu einer dramatiſch bewegten Rundfunkſendung, die mehr als alles andere zeigt, daß der Fall Madrids nicht mehr lange auf ſich warten laſſen ⸗kann. In dieſer Sendung ergriffen alle Mitglieder des Vertei⸗ digungsrates das Wort, wobei ſie ſich ſo plötzlich ab⸗ wechſelten, daß es den Anſchein hatte, als riſſen ſie ſich gegenſeitig das Mikrophon aus der Hand. Wäh⸗ rend der eine Redner behauptete, in der Stadt herrſche Ruhe, ſprach der nächſte von Panik; alle aber waren ſich darin einig, daß kein Widerſtand mehr geboten werde. Als letzter Redner ſprach Oberſt Caſado, der zyniſch behauptete, daß der Ver⸗ teidigungsrat nur ſein verſprochenes Programm er⸗ fülle, nämlich ſchnellſte Wiederherſtellung des Frie⸗ dens. Deshalb leiſte er keinen Widerſtand mehr gegen Franco. Während im Laufe des Abends Vertreter aller Parteien über den Rundfunk an die Bevölkerung die Aufforderung zur Ruhe richteten, war bereits eine ſolche Panik in der Stadt entſtanden, daß man keine Möglichkeit mehr ſah, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Gruppen von Milizen überfallen Autos und Gefährte aller Art, um mit ihnen ſchleunigſt aus Madrid zu entkommen. Die Polizei und die Truppen Miajas ſehen ſich außerſtande, der Verwir⸗ rung Herr zu werden und ſind gegenüber der Maſſen⸗ flucht völlig machtlos. Die Aebergabe der roten Flotte dnb. Paris, 28. März. In Bizerta ſind an Bord des nationalſpaniſchen Torpedobootzerſtörers„Ciscar“ der ſpaniſche Ad⸗ miral Morend und Viscount Mamblas eingetroffen, die von der nationalſpaniſchen Regierung beauſtragt ſind, die im Hafen von Bizerta internierte rotſpa⸗ niſche Flotte zu übernehmen. Frankreich will die Flüchtlinge abſchieben Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 28. März. Der neue ſpaniſche Botſchafter in Paris, Leque⸗ rice, der ſeit Samstag der vergangenen Woche auf ſeinem Poſten eingetroffen iſt, hatte geſtern eine erſte Ausſprache mit Außenminiſter Bonnet. Die Unterredung drehte ſich um die Geſamtheit der fran⸗ zöſiſch⸗ſpaniſchen Beziehungen, ſixierte ſich dann aber ausſchließlich auf das Problem der ſpaniſchen Flüchtlinge. Auf das lebhafteſte habe Bonnet darauf gedrängt, daß der Rücktransport der ſpani⸗ ſchen Flüchtlinge weſentlich beſchleunigt werden müſſe. Es ſtünden augenblicklich 80 000 Mann zum Rücktransport nach Spanien bereit und es ſei daher ein für Frankreich ganz unerträglicher Zuſtand, daß 9 nur immer 300 nach Spanien eingelaſſen wür⸗ en. Der Außenminiſter Bonnet habe ſchließlich be⸗ tont, daß Frankreich ſich gegebenenfalls gezwun⸗ gen ſehen könnte, die Maſſen der ſpaniſchen Flüchtlinge einfach mit Gewalt über die Greuze zurückzuſchicken, wobei es allerdings Sorge tra⸗ gen würde, die Flüchtlinge mit Lebensmitteln für einige Tage zu verſehen. Es müßten Mittel und Wege gefunden werden, um Frankreich von der Laſt der Beherbergung und Ver⸗ ſorgung der ſpaniſchen Flüchtlinge zu befreien. Die Verluſte der ttalleniſchen Flieger dnb. Rom, 27. März. Die Verluſte der italieniſchen freiwilligen Flieger belaufen ſich einer amtlichen italieniſchen Verlautbarung zufolge vom Beginn der Teilnahme an den Kämpfen in Spanien bis zum 22. März d. J. auf insgeſamt 88 Flugzeuge, darunter 75 Jagd⸗ flugzeuge, 11 Bomber und zwei Aufklärungsflug⸗ zeuge. Bis zum 22. März ſind insgeſamt 59 Offiziere, 57 Unteroffiziere und 58 Mannſchaften der italieni⸗ ſchew Luftwaffe in Spanien gefallen. Die italieni⸗ ſchen Legionärsflieger haben laut einer amtlichen Verlautbarung bis zum 22. März insgeſamt 900 feindliche Flugzeuge(727 davon einwandfrei ſeſtge⸗ ſtellt), zwei Luftſchiffe und einen Beobachtungsflug⸗ apparat abgeſchoſſen. Balkanreiſe Dr. Goebbels Miniſterſahrt nach Budapeſt und Athen dnb. Berlin, 27. Märs⸗ Reichsminiſter Dr. Goebbels tritt heute leine mehrtägige Reiſe nach Budapeſt und Athen an. ſeiner Begleitung befinden ſich ſein perſönlicher Re⸗ ferent, Oberregierungsrat Müller, die Oberregie⸗ rungsräte Knothe und von Weyſſenhoff ſowie ſeln Adfutant, Regierungsrat von Waldegg. 5üH—————. Besser ist besserl AIca 5, Der britiſche Botſchafter beim belgiſchen Außen⸗ miniſter. Der belgiſche Außenminiſter hatte am Samstag eine Beſprechung mit dem britiſchen Bot⸗ ſchafter in Brüſſel. Die militäriſche entente cordiale: Nelle Militärbejprechungen London-Paris Außerdem verhandelt London immer noch wegen einer antideutſchen Allianz ⸗ Eine Dienſtwflicht-Kriſe im Kabinett? Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters London, 28. März. Heute nachmittag fliegt, wie das Kriegsminiſte⸗ rium mitteilt, der Chef des Reichsgeneralſtabes, General Gord, nach Frankreich. Er wird beglei⸗ tet vom Chef der Operations⸗ und Nachrichtenabtei⸗ lung, Generalmajor Pownall, dem Leiter der Or⸗ ganiſationsabteilung, Generalmajor Carr, und deſſen Stellvertreter, Brigadegeneral Hotblack, der für die Operationen der Kampfwageneinheiten ver⸗ antwortlich iſt. Als Zweck der Reiſe wird affiziell die Beſichtigung der Maginot⸗Linie und franzöſiſchen Truppenübungen angegeben. Darüber hinaus wird, wie verlautet, die Ein⸗ richtung von Depots in Frankreich für ein etwai⸗ ges engliſches Expeditionsheer ſowie das Zu⸗ ſammenwirken zwiſchen frauzöſiſchen Lanbſtreit⸗ kräften und engliſcher Luftwaffe beſprochen werden. Die heute beginnenden Beſprechungen ſind eine Fortſetzung früherer, wie die Einleitung noch weitergehender Erörterungen zwiſchen dem eng⸗ liſchen und dem franzöſiſchen Generalſtab. Sie ſind nach hieſiger Angabe auf franzöſiſche An⸗ regungen zurückzuführen. Der franzöſiſche Generaliſſimus General Gamelin habe General Gord vor einem Monat eingeladen, als Gord auf der Rückreiſe aus Aegypten durch Paris kam. Ab⸗ geſehen von der außenpolitiſchen Bedeutung der Reiſe, kommt die Reiſe der engliſchen Regierung auch innenpolitiſch gelegen, da ſie zur Beruhigung der öffentlichen Meinung ausgewertet werden kann. Da die Stimmung in England aber außer⸗ ordentlich aufgeputſcht iſt, wird der Regierung das nur teilweiſe gelingen. In der Preſſe und in politiſchen Reden verſtärkt ſich täglich der Ruf an die Regierung, aus dem Re⸗ den und Zögern den Weg zu„irgendwelchen“ Taten zu finden. Inzwiſchen gehen im Schoße der Regierung die Verhandlungen weiter. Geſtern hielt der außen⸗ politiſche Kabinettsausſchuß unter dem Vorſitz Cham⸗ berlains unerwartet eine Sitzung ab über die immer noch andauernden Verhandlungen mit den anderen Mächten, beſonders mit Frankreich, Sowietrußland und Polen. Obwohl irgendwelche Abmachungen bisher nicht erreicht ſind, ſoll angeblich ſich eine ſo weitgehende Gemeinſamkeit der Anſich⸗ ten herausgeſtellt haben, daß die Verhandlungen fortgeſetzt werden ſollen. Chamberlain und Halifax werden heute im Ober⸗ und Unterhaus kurze Er⸗ klärungen hierüber abgeben. Die Erklärungen ſind von dem außenpolitiſchen Kabinettsausſchuß in der erwähnten Sitzung gebilligt worden. In der mor⸗ gigen Wochenſitzung des Kabinetts wird Lord Hali⸗ fax Bericht über die Verhandlungen erſtatten. Außerdem wird das Kabinett die Dienſt⸗ pflicht erneut beraten. Während die Meinungs⸗ verſchiedenheiten über die außenpolitiſche Taktik überbrückbar ſind, ſpitzen ſich die Gegenſätze im Kabinett in der Frage der Dienſtpflicht immer mehr zu. Es galt geſtern in politiſchen Kreiſen als nicht aus⸗ geſchloſſen, daß ſich daraus große innerpolitiſche Schwierigkeiten für die Regierung entwickeln kön⸗ nen, zumal die Oeffentlichkeit daran ein erheblich größeres Intereſſe nimmt als an rein diplomatiſchen Entwicklungen. Chamberlain wird Donnerstagabend eine Rede vor einer konſervativen Parteiorganiſa⸗ tion halten. Er wird keinen leichten Stand haben, das wachſende Bedürfnis nach„nationaler Einigkeit“ zu befriedigen obwohl im Parlament ſelbſt eine Ark Burgfrieden über die Außenpolitik vorläufig zu⸗ ſtandegekommen iſt. Die Fühlung zwiſchen Regieruns und Oppoſition wird ſehr gepflegt. Geſtern war der ſtellvertretende Oppoſitionsleiter Green⸗ wood bei Chamberlain. Die Beſprechungen werden heute fortgeſetzt. In den nächſten Tagen wird Chamberlain den Leiter der liberalen Oppoſition, Sinclair, empfangen. 00PP0PPPPPP0PPPPPPPPPGPPPGPPPPPPPGPPGGGGGGPPGGP PPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPP Die rumäntſche Außenpolitik Das Abkommen mit Deutſchland—„Ansdruck einer gründlichen Friedenspolitik“ EP, Bukareſt. 27. März. Miniſterpräſident Calinescu und Außenmini⸗ ſtee Gafencu gaben auf der Sitzung des Rates der „Front der nationalen Wiedergeburt“ einen Ueber⸗ blick über die außenpolitiſchen Ereigniſſe der letzten Tage. Miniſterpräſident Calinesen befaßte ſich mit dem deutſch⸗rumäniſchen Wirtſchaftsabkommen und be⸗ tonte, daß dieſes Abkommen nicht aus den füngſten politiſchen Ereigniſſen hervorgegangen ſei, da die diesbezüglichen Verhandlungen ſchon lange vorher im Gange geweſen ſeien. Das Abkommen bane ſich auf dem Grundſatz der vollkommenen Gleich⸗ berechtigung auf und werde dem rumäniſchen Wirtſchaftsleben bedeutſamen Nutzen bringen. Es habe keinen monopoliſtiſchen Charakter. Zum Schlus betonte der Miniſterpräſident, die Regierung ſehe mit voller Ruhe der Zukunft entgegen. Im Anſchluß an die Darlegungen des Miniſter⸗ präſidenten äußerte ſich Außenminiſter Gafeneu Wehryflicht für die 18jährigen? Dazu Werdoppelung der Territorialarmee und Einführung der Stammrollen?? (Funkmeldung der NMz3.) + London, 28. März. In der Londoner Morgenpreſſe hat plötzlich wie⸗ der der Ruf nach energiſcheren Maßnahmen, vor allem auf dem Gebiete der nationalen Verteidigung mit Wucht eingeſetzt. Beachtlich ſind dabei die Ausführungen der„Ti⸗ mes“, die ſich in einem längeren Leitartikel für eine Art zwangsmäßiger Uebungsperiode der Jugend, alſo für eine Art Wehrpflicht, ein⸗ ſetzt. Das Blatt meint, es wäre ſehr ratſam, wenn man heute als erſte Maßnahme zumindeſt ein allge⸗ meines Training für die Jugend von 18 Jahren ein⸗ führen würde. Techniſche Schwierigkeiten beſtünden nicht. Dieſe Maßnahme würde die Schwierigkeiten der Uebergangszeit zwiſchen dem Friedenszuſtand und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Kriegsfalle erleichtern. Im übrigen rät das Blatt der Regierung, außer der Einſührung der vorbereitenden Wehr⸗ pflicht für die 18jährigen, die Stärke der ſoge⸗ genannten Territorialarmee zu verdoppelu, und eine neue, groß angelegte Rekrutierungskam⸗ pagne zu unternehmen, die ſogenannten Stamm⸗ rollen ſoſort einzuführen, und ſchliet ich geeig⸗ nete Maßnahmen zu treffen, um wenigſtens einen Teil der Territorialarmee zu jeder Zeit ſoſort mobiliſieren zu können. Der politiſche Korreſpondent des„News Chronicle“ will aus zuverläſſiger Quelle erfahren haben, daß ſich das Kohinett bereits mit dem Plan der Einfüh⸗ rung der Wehrpflicht für die Jugend befaſſe. Geheimer Staa'srat einberufen EP. London, 28. März. Für Donnerstag, den 30. März, iſt eine Sitzung des Geheimen Staatsrats unter dem Vorſitz des Königs Georg anberaumt worden. In den Wandel⸗ gängen des Parlaments bildete dieſe Tatſache am Montag den Gegenſtand lebhafter Kombinationen. Man vermutet vielſach, daß dieſe Sitzung mit den erwarteten Entſchließungen der Regierung in der Frage der Dienſtpflicht in Verbindung ſtehe. Keine Bedͤrohung der Schweiz Bern tritt den internationalen Gerüchtemachern entgegen EP. Bern, 27. März. Amtlich wird mitgeteilt:„In gewiſſen Gegenden unſeres Landes werden alarmierende Gerüchte ver⸗ breitet, die die Bevölkerung in Unruhe verſetzen. Nüchterne Beurteilung der politiſchen Geſamt⸗ lage und die auch bei unſeren militäriſchen In⸗ ſtanzen vorliegenden zuverläſſigen Nachrichten ergeben eindentig, baß an der Behauptung einer unmittelbaren Bedrohung der Schweiz, ſei ſie direkter oder indirekter Natur, kein wahres Wort iſt. 2 Dieſe Gerüchte ſtammen aus trüben Quellen und werden von gewohnheitsmäßigen und intereſſierten Gerüchtemachern verbreitet. Die Sicherheit unſeres Landes fordert gebieteriſch, daß unſer Volk in allen ſeinen Schichten gegen dieſe leichtfertige Beunruhi⸗ gung unſerer öffentlichen Meinung Stellung nimmt.“ über das Verhältnis Rumäniens zu den einzelnen Staaten. Der Miniſter bezeichnete das deutſch⸗ru⸗ mäniſche Abkommen als den Ausdruck einer gründ⸗ lich erwogenen Friedens⸗ und Verſtändigungspolitik, die ihre Früchte bringen werde. Gafenen unterſtrich ſodann die guten Beziehungen Rumäniens zu Frankreich, England und Italien und bezeichnete die Beziehungen zu Sowietrußland als „gutnachbarlich“. Mit Bezug auf die Karpatho⸗ Ukraine erklärte Außenminiſter Gafencu das Des⸗ intereſſement Rumäniens an dieſem Gebiet. Araber-Führer erſchoſſen Hänfung der Freiſchärler⸗Ueberfälle auf Kraftwogen dnb Jeruſalem, 27. März. Heute morgen wurde einer der Führer der ara⸗ biſchen Freiheitskämpfer Paläſtinas, Abdulrahim Ibrahim bei einem britiſchen Angriff getötet. Abdul⸗ rahim war 1936 der Aſſiſtent des jetzt in Bagdad in der Verbannung lebenden Fauzi Kaukadſchi und galt als einer der beſten arabiſchen Nationaliſten und ſehr religiöſer Mohammedaner. Alle bisherigen Anſtren⸗ gungen und Militäroperationen mit dem Ziel, Abdulrahim, auf deſſen Kopf eine große Prämie aus⸗ geſetzt war, zu fangen oder zu töten, waren geſchei⸗ tert. Vor kurzem war Abdulvahim noch einige Zeit außer Landes und zwar zu neuen Inſtruktionen in Syrien. Heute morgen wurde das Dorf Es Sannour im Bezirk Tulkarem, wo er ſich aufhielt, von britiſchem Militär unter Einſatz von Flugzeugen umzingelt. Abdͤulrahim wurde bei dem Verſuch, zu entkommen, von einer britiſchen Kugel tödlich getroffen. Ein Begleiter wurde durch Schüſſe verletzt und gefangen genommen. Im Musrara⸗Biertel Hurde ein Jude erſchoſſen. Ueber das Viertel wurde durch Sirenengeheul ſofort ein 24⸗ſtündiges Auseelneyhot verhängt. Auf der Straße von Haiſa nach Nakura wurde ein jüdiſches Auto überfallen, wobei der jüdiſche Fahrer getötet und drei Inſaſſen ſchwer verletzt wurden. Zwiſchen Jaffa und Jeruſalem iſt gleichfalls ein jüdiſcher Kraftwagen angegriffen worden. Die vier In⸗ ſaſſen wurden getötet. Danziger Arbeitsdienſt. Der Senat hat eine Ver⸗ ordnung erlaſſen, nach der mit Wirkung vom 1. April 1939 der Danziger Staatliche Hilfsdienſt die Bezeich⸗ nung Danziger Arbeitsdienſt erhält. ZZZZZZBZZBZBZBZBBZZZZ——————— Hauptſchriteleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Winbauer. Stellvertreter des Hauptſchriftieiters und verantwortlich für Theater, Wiſſenſchaft und Unterbaltung: Cart Onne Giſenbart.— Han⸗ delsteil: l. B. W. Mäller.— Lokaler Teil: Dr. Fritz Hommeh. — Spoxrt: Wilv Mälier.— Südweſtdeutſche Umſchau, Geriche und Bilderdienſt: Curt Wilhelm Fennel.(ämtliche in Mannbeim⸗ Schriftleitung in Berlln: Dr. E. F. Schaffer, Berlin. Südweſtkorſo 60. Für unverlangte Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung nur bei Rückvorto Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannbeimer Zeitun Dr. Fris Bode& Co., Mannbeim, X 1.—6. Verantwortlich für Aneigen und geſchäftliche Mittellungen Jakob Faude, Mannbeim. Zur Zeit Preisliſte Nr 9 gültig. 5 Die Anzelgen der Auegabe A Abend und A Mittag erſcheinen gleic ieitia in der Ausgahe B Ausgabe& Miteag über 10 800 Ausgabe à Abend über 9 800 Ausgabe B über 11 000 Geſamt⸗D.⸗A. Monat Februar über 21 500 Die Sia dtseiie Mannheim, 285. März. Die ſtille Paſſage In dieſen eiſigen Frühlingstagen ſucht man gern nach ſtillen Ecken, die vor Schnee, Regen, Sturm und Kälte ſchützen; die Hauptpoſt iſt gut und der Plan⸗ kenhof, wo ſie den Globus„zeitgemäß“ erneuern, iſt ſehr zu loben. Beiderorts kommen wohlgelaunte Leute vorbei; die einen weil ſie reiſen wollen, die andern, weil ſie ihr Briefſchreibegewiſſen erleichtert haben. Aber man will auch mal ganz für ſich ſein, und da iſt jene ſtille, verſchwiegen daliegende Paſ⸗ ſage in Erinnerung zu bringen, die durchs Rat⸗ baus von der Breiten Straße nach N2führt, und in der man ſich ſtundenlang unterhalten kann, ohne geſtört zu werden. In dieſer Paſſage ſind die Paſſanten ſelten, aber es gibt doch viel zu ſehen, z. B. Bilder von„Enoch Arden“ und„Emilia Galotti“ die anderswo ſchon ſelten geworden ſind. Ferner ſind zu ſehen Bilder von Mannheims Muſeen, Mannheim im Spiegel der Proſpekte, und mitten darin ſogar eine Mann⸗ heimer Zeitungsnummer vom 8. 8. 38,— wer weiß noch, was damals gerade geſchah? Eine ſchwungvoll⸗breite Treppe, die zu nichts führt, weil die Tür unten verſchloſſen iſt, mag zum Nachdenken darüber anregen, was die Architekten ſich vor Jahrzehnten bei dieſem ſchönen Bauwerk wohl gedacht haben, und wie doch manches anders kommt als man denkt bei großen Gebäuden. Aber dann haben wir wieder große Freude an den vielen förm⸗ und maßgetreuen Modellen der Wehrmacht, da fehlt nichts an Panzerkreuzern und Torpedo⸗ booten, Panzerwagen und Langrohrgeſchützen, Funk⸗ und Munitionswagen. Und wer es endlich mal ler⸗ nen will, um bei kommenden Aufmärſchen mit Kennt⸗ nis aller Waffen zu glänzen, ohne ſich vor dem jüngſten Sprößling blamieren zu müſſen, der ſtu⸗ diere hier im ſtillen. Doch auch für ausgeſprochen geiſtige wie für ge⸗ ſchäftliche Betätigung iſt Raum. Denn ein paar Schritte weiter ſtehen viel Zwangsverſteigerungen von Grundſtücken und dergleichen ausgeſchrieben, und wie oft iſt man ſchon bei Verſteigerungen über Nacht reich geworden, man muß nur Obacht geben und flink ſein. Ich kenne einen, der hat Photo, Kino, Radio, Regenſchirm und Fahrrad und zehn Paar guterhaltene Handͤſchuhe, alles durch Gelegen⸗ heiten. Warum nicht zehn guterhaltene Grundſtücke, hier zu haben mit„Grundſtücksbeſchrieb“ und vetwaigen Einſprachen bei Ausſchlußvermeiden“ und wie das alles heißt. Natürlich gehört zur Verſteigerung„Pulver“, und wer ſolches nicht beſitzt, nicht flüſſig machen kann oder leider ſchon längſt verflüſſigt und durch den Hals geſchüttet hat, nun, der kann ſich ſtatt durch Geld durch Geiſt Unterhaltung verſchafſen. Es ſind näm⸗ lich, wie ſchon angedeutet, viel komiſche Wörter und Sätze zu leſen, krauſe Formeln, die man ſonſt nicht kennt und doch gebraucht. Ich weiß nicht, aber mich erinnern ſie immer an die alten Kriegsartikel, an denen ſich mancher tapfere Mann, der den Tod nicht ſcheute, den Kopf eingerannt oder mindeſtens die Zunge wundgebiſſen hat. Da iſt zu leſen„zum Zwecke der Betziehung der Angrenzer zu den Koſten der Herſteller“, von Zwangsweg und Errungenſchaftsgemeinſchaft, von Geſuchen um Erlaubnis zum Betriebe von Schank⸗ wirtſchaften mit und ohne Branntweinausſchank, und manches mehr. Und wenn man dran herumprobiert, es anders und klangvoller und doch juriſtiſch ein⸗ wandfrei voll Schärfe der zwingenden Logik aus⸗ zudrücken,— es iſt nicht ſo einfach, meine Herrn! Denn die Logik, die amtliche wie die geſchäftliche, iſt ſelten muſikaliſch. So gäb es hier viele Möglichkeiten, auch kann man das Auge an Handwebekunſt erfreuen oder nachſehen, was in der Straßenbahn alles verloren wird oder die 50⸗Km.⸗Grenze für den Güterverkehr ſtudieren, und ſchließlich den Buben zugucken, wenn ſie hier einen zünftigen Kopfkick⸗Ball hinlegen, voll Höflichkeit und„Achtung⸗die⸗Leit!“ ſofort den Durch⸗ gang räumend, wenn jemand ſehr ernſt und würdig dreinſchaut. Und die ganze Gegend vollkommen unbelannt! Man kann in Mannheim Forſchungsreiſender ſpie⸗ len, es muß nicht immer nur Zentralaſien ſein! Btick auf Sandhofen Es war eine ſehr eindrucksvolle Schlußfeier, die die Mädchenabteilung der Sandhofen⸗Schule in der Turnhalle des Turnvereins 1887 veranſtaltete. Nach dem Auftakt hat man die erlebnisreichſten Gaue der deutſchen Oſtmark in Wort, Lied, Tanz, Muſik und Dichtung gegenwärtig werden laſſen. Heiteres und Ernſtes aus Tirol, Kärnten. Steiermark, Salz⸗ burg, Oberöſterreich, Niederöſterreich bot ein erleb⸗ nishaftes Wandern durch das deutſche Volkstum der Oſtmark. Aus ihm ſtiegen große Deutſche, ein Mozart, Haydn, Beethoyen empor, kam der große Führer des deutſchen Volkes Adolf Hitler. Die Vor⸗ tragsreihe war vortrefflich aufgebaut. Zum Beſchluß folgte„Bekenntnis und Reifſprechung“. Der Chor der Schülerinnen ſang„Deutſchland, heiliges Wort“, dann Bekenntnis:„Ich bin ein Baldur von Schirach. Der Reiſſprechung durch den Schulleiter Rektor Fuchs folgte ein Sprechchor: „Wir helfen mit“. Ortsgruppenleiter Karl Weickum ſprach ebenfalls herzliche Worte zu den Schülerinnen. Dann beendeten die Nationallieder die Schlußfeier. In einer Kundgebung des VDA im Aolerſaal ſprach Pg. Pittermann. Er brachte u. a. zum Ausdruck, daß allen Kampfanſagen fremder Völker die Kultur des deutſchen Herzens gegenüberſtehe. Deutſche in aller Welt kämpfen um ihr Volkstum mit unerſchütterlicher Zähigkeit. Das müſſe jeder Volks⸗ genoſſe innerhalb der Reichsgrenzen wiſſen. ** Verſalzenes Mittageſſen. Montagmittag kehr⸗ ten die Inſaſſen eines ferſonenkraftwagens zum Eſſen ein und ließen den Wagen vor einem Hauſe in der Werderſtraße ſtehen. Plötzlich geriet der Wagen vom Motor aus in Brand. Der Wagen wurde faſt völlig zerſtört. Der Brand konnte nur mit Mſihe gelöſcht werden. ** Wer macht eine Oſterrreiſe? Zur glatten Ab⸗ wicklung des zu erwartenden ſtarken Reiſeverkehrs an Oſtern empfiehlt es ſich dringend, die Fahr⸗ ausweiſe und die erforderlichen Zuſchlags⸗ karten für die ganze Reiſeſtrecke vor Antritt der Reiſe zu löſen. Der Verkauf von Fahrausweiſen und Zuſchlagskarten in den Reiſezügen iſt nur für Ausnahmefälle eingerichtet. Unerwünſcht iſt, wenn die Schaffner in den Reiſezügen durch den Verkauf von Fahrausweiſen über Gebühr belaſtet und dadurch der ihnen obliegenden Betreuung hilfs⸗ reiſeunkundiger Perſonen entzogen wer⸗ en. * Mannheim ſtellt den Gauſieger Gauausſcheiöung der Friſeure im Handwerkerwettkampf Am Sonntag, dem 26. März, berief das Deutſche Handwerk in der Deutſchen Arbeitsfront die Kreis⸗ beſten des Friſeurhandwerks aus dem Hand⸗ merkerwettkampf 1939 zur Gauentſcheidung nach Mannheim in das Berufserziehungswerk. Zur Gauausſcheidung traten 7 Kreisbeſte aus dem Gau⸗ gebiet Baden an, alſo nur diejenigen, die die vorge⸗ ſchriebene Punktzahl bei den Kreisausſcheidungen erhielten. Die Gauausſcheidung nahm ihren An⸗ fang nachmittags 2 Uhr und war um 19 Uhr beendet. „Nach Schluß der Ausſcheidungen und Bewertungen irafen ſich die Teilnehmer und die Prüfungsaus⸗ ſchüſſe zu einem Kameradſchaftsabend im Schloß⸗ Hotel. Hier ergriff der Vertreter des Gauamtsleiters. Pg. Ibler, das Wort und unterſtrich nochmals den Sinn und Bedeutung des Handwerkerwettkampfes unter Berückſichtigung des Friſeurhandwerks mit ſeiner kulturellen Bedeutung. Anſchließend gab der Gaureferent für den Hand⸗ werkerwettkampf Parteigenoſſe Stix⸗Karlsruhe die Sieger bekannt. Gauſieger in der Leiſtungsklaſſe * Meiſter) wurde Hans B ogmann⸗Mannheim, in der Leiſtungsklaſſe B(Geſellen) Heinrich Rieth⸗ müller⸗Pforzheim. Die Gauſieger aus dem Friſeurhandwerk treten am 16. April zur Reichsausſcheidung in Wien an. Dort werden die Reichsſieger ermittelt. Die Reichsſieger kommen dann auf einige Tage nach Köln, zuſammen mit den anderen Reichsſiegern aus dem Handwerkerwettkampf und werden dort noch⸗ mals in weltanſchaulicher und fachlicher Hinſicht ge⸗ prüft. Die Beſten aus dieſer Prüfung werden dann am I. Mai 1939 dem Führer vorgeſtellt. ———— Im Dienſte des deutſchen Liedes Mon Lederpalme hält Rückſchau und Ausblick— Chorſeier auf dem Rohrhof Der MGV„Liederpalme“ Neckarſtadt⸗Wohl⸗ gelegen gehört zu jenen Geſangvereinen, die ſchon vor der Machtergreiſung ſich mit ihrem Lied zum Nationalſozialismus bekannt haben. Die geſamte Führerſchaft ſteht ſchon ſeit Jahren im Dienſte der Bewegung. Der Aufbau des Vereins vollzog ſich vorbildlich mit Diſziplin und ſtraffer Chorerziehung. Vereinsführer Karl Holl erinnerte in ſeinem Rechenſchaftsbericht an den ſchönen Erſolg des Ge⸗ meinſchaftskonzertes der Haagſchen Männerchöre, an die zweitägige Sängerfahrt und an die Familien⸗ abende in dem nun umgebauten Vereinsheim des Durlacher⸗Hof⸗Stammhauſes. Der MG ſtellte ſich auch der Partei zur Verfügung, er ſang für die Sportkameraden des„Phönir“ und erfreute mit ſeinen Liedern die Kranken. Die Arbeitsgemeinſchaſt wurde gerade von der Liederpalme als beſondere Aufgabe übernommen. Auch im kommenden Jahre wird die Liederpalme wieder mit Konzerten, Ge⸗ meinſchaftsabenden und einer Sängerfahrt ihr Pro⸗ gramm ausfüllen. Die Jugend iſt ſtark vertreten und die Werbeaktion hat in dem Gebiet Neckarſtadt und Wohlgelegen einen guten Erfolg. Der Kaſſen⸗ bericht des Kaſſierers Eppert wurde für gut befun⸗ en. Der Stellvertreter des Vereinsführers Ludwig Michl ſprach den Dank für die erfolgreiche Arbeit des Vereinsführers Karl Holl aus, der noch viele Jahre die Geſchicke des Vereins lenken möge. Karl Holl forderte alle auf, ſich reſtlos für das deutſche Lied einzuſetzen und unſerem Führer treueſte Ge⸗ folgſchaft zu leiſten. Er dankte beſonders dem ſeit Gründung(1924) tätigen Chorleiter Haag für die umſichtige Chorerziehung. Im Führerring wurden die Mitglieder neu beſtätigt, Schriftwart Ernſt Huiſſel, Kaſſenwart Paul Eppert. In einem Schluß⸗ appell des Vertreters der Kreisführung zur Ge⸗ ſchloſſenheit und zum Einſatz für die Liedbewegung und damit für Führer und Volk fand die Jahres⸗ hauptverſammlung ihren würdigen Ausklang, nicht ohne daß man der Toten des Weltkrieges und der Bewegung gedacht hatte. 2* Die„Sängereinheit“ auf dem Rohrhof kann ſich rühmen, eine ſchöne Geſchloſſenheit in ihrer Gemarkung zu bilden. Sie machte ſich durch ihre Kulturabende ſehr beliebt und bewies gute Schule in der choriſchen Arbeit in einem Singabend unter der ſtraffen Direktion von Chorleiter Fritz Beck (Mannheim). Er hat ſeine Sänger feſt im Zügel und weiß ihnen das Lied beſonders nahe zu bringen. Die Liedfolge vom Frühling gewann die Herzen der Zuhörer. In einer kurzen Anſprache wies der Ver⸗ treter der Kreisführung auf die Bedeutung des Liedes, auf den Wert der Gemeinſchaft und auf die dankbare Aufgabe jedes Sängers hin. Es war eine ſchlichte, aber eindrucksvolle Chorſtunde.—3 Deutſcher“ von UerABEgadlre dindd a6. „Der wird 1930 seine Höchstreife haben!“ ((cck(tCHn, 6 N Non 0 W See —— — —— n In wenigen Tagen ist die neue 3 Pfennig-Zigarette überall zu haben, in der ausschließlich diese ausgereiften Tababe verarbeitet sind. „Besseres für dasselbe Celd— das ist wirklick Fortschritt!“ Die neue Kurmark ist etwas grundsätzlich Neues. Sie bietet allen Rauchern für 3) Pfennig Mehrwerte, die in dieser Summe sonst nur in den hohen Preislagen zu finden sind. Heute ein Beispiel: Nur durch und durch fermentierte Tabake, die nachweislich miadestens zwei bis drei Jahre in Deutschland gelagert haben. werden für die neue Kurmark verwendet. Das gibt einen Cenuß: Rein und mild wie alter Wein! Eine froke Botschaft für alle Raucher: Vom 3. April an ist die neue Kurmark überall zu haben; Die neue 3 Pfennig · Zigarette mit Mehrwerten hoher Preislagen. SSe= Die α= KD MWIT UNDU OHNE K mit Mehrwerten hoher Preisla C uc⁰me Zleng, dbmnlla CaBe, 21en N gen —— —————— r ——— ———— —. 4. Seite /Nummer 145 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 28. März 1939 Die Verſammlungswelle im Kreiſe Mannheim: Scharje Abrechnung mit den ewig Geſtrigen Pg. Maierhofer ſprach im vollbeſetzten Nibelungenſaal gegen die Kriegshetzer Bis zur oberſten Galerie war der Nibelungen⸗ ſaal durch die fünf Ortsgruppen beſetzt, die ſich hier zur Hauptkundgebung im Rahmen der Verſamm⸗ lungswelle vereinigten, die zur gleichen Stunde Mannheim mit dem gemeinſamen Ziel durchflutete: gründliche Abrechnung mit den Kriegshetzern! Der Saal hat anläßlich des Kreistages feſt⸗ lichen Schmuck angelegt. Ein mächtiges ſilbernes Hoheitszeichen hebt ſich von dem roten Tuch wir⸗ kungsvoll ab, mit dem die Orgelniſche verkleidet iſt, die von drei Hakenkreuzfahnen überhöht und flan⸗ kiert wird. Der gleiche Schmuck ſetzt ſich an den Emporebrüſtungen und den Pfeilern fort. Nach einigen flotten Muſikſtücken des Kreismuſik⸗ zuges unter Mohrs Leitung eröffnete Kreisleiter Schneider die Kunögebung mit der Feſtſtellung, daß ſich auch diesmal wieder gezeigt habe, daß Mannheims Nationalſozialiſten und National⸗ ſozialiſtinnen zur Stelle ſind, wenn die Partei ruft. Reichsreöner Maierhofer der alsdann das Wort zu 166ſtündigen packenden Ausführungen ergriff, iſt ein Redner, der die Kritik, die er an Deutſchlands Gegnern übt, durch beißen⸗ den Sarkasmus ſo vernichtend zu geſtalten weiß, daß man ſich ſagen muß: Jeder Satz hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Wer ſich, ſo führte der Reoner einleitend aus, in dieſen Tagen die Mühe macht, die Weltpreſſe durch⸗ zuſehen, ſtellt feſt, daß die Phraſen von Ziviliſation, internationalem Recht und internationaler Zu⸗ ſammenarbeit in der Weltdiplomatie eine ganz er⸗ hebliche Rolle ſpielen. Nun ſind wir Deutſche, ſeit⸗ dem Adolf Hitler unſer Führer iſt, in politiſchen Dingen erheblich hellhöriger geworden als es in der Vergangenheit der Fall war. Es iſt garnicht mehr ſo leicht, das deutſche Volk auf die Leimrute zu locken. Wenn wir namentlich die Phraſen aus dem Munde des Engländers hören, ſo erkennen wir ganz klar, daß ſie nur dazu dienen ſollen, das Un⸗ recht der anderen zu verbergen. Die Engländer ſind — das muß ihnen der Neid laſſen— in der politi⸗ ſchen Tarnung Meiſter. Man braucht nur nach Pa⸗ läſtina zu ſehen um zu wiſſen, was die Engländer unter Menſchlichkeit verſtehen. Mit der gleichen „Liebe“ haben ſie ſich ja auch ſ. Z. der Buren und Irländer ängenommen. Beim deutſchen Volke verfangen Mätzchen nicht mehr. Gerade die Deutſchen im mittleren Lebens⸗ alter haben am eigenen Leibe verſpürt, was heraus⸗ kommt, wenn ſo viel von Humanität geſprochen wird. Ich denke dabei an Wilſon, der ſchon von 1916 ab ſo ſchön auf der Schalmei geblaſen hat. Das deutſche Volk iſt auf dieſe Flötentöne leider herein⸗ gefallen. Man wird uns deshalb nicht übel nehmen, daß wir auf Dinge, wie die Wilſonſchen 14 Punkte, nicht ohne weiteres hineinplumpſen. Wenn der Eng⸗ ländex ſagt, daß der oſteuropäiſche Raum auch ſein Lebensraum iſt, dann muß man ſich die Frage vor⸗ legen: was heißt heute eigentlich Lebensraum? Der Raum, der durch die Neuorduung in Mitteleuropa geſchafſen wurde, iſt deutſcher 8 Lebensraum, nicht nur aus einem politiſchen Gegenwartsziel heraus begreiflich, ſondern aus einer tauſendjährigen Geſchichte. „Ihr könnt den Verſuch machen, Blöcke zu bilden, ſoviel ihr wollt. Um ſein Lebensrecht werdet ihr das deutſche Volk unter Adolf Hitlers Führung nicht mehr bringen. Einſicht iſt gar nichts zu erwarten. Wenn ihr heute manche bittere Pille ſchlucken müßt, dann liegt die Schuld nicht bei Adolf Hitler oder beim Dritten Reich, ſondern ganz allein bei euch.(Lebhafter Bei⸗ fall.) Es wird euch nur ein Teil von dem heim⸗ bezahlt, was ihr dem deutſchen Volke von 1918 bis 1933 zugemutet habt.“ Der Redner ging dann mit ſchonungsloſer Schärfe das Sündenregiſter der Weltkriegsgegner vom Waf⸗ ſenſtillſtand bis zum Umbruch durch, wobei er unter lebhaftem Beifall betonte, daß man uns die Kolo⸗ nien bedingungslos zurückgeben wird, denn je länger man ſich gegen eine berechtigte For⸗ derung ſperrt, deſto bedingungsloſer muß ſie erfüllt werden.„Wenn ich ein Demokrat wäre“, ſo bemerkte der Redner im Anſchluß an dieſe Feſtſtellung,„hätte ich mir die Blamage erſpart, die wir in den letzten vierzehn Tagen mit einer verblüffenden Geſwindig⸗ keit erlebt haben. Wir brauchen nur den ſeſten Glauben, daß die Kolonien bedingungslos an Deutſchland zurückgegeben werden, und das genügt. (Stürmiſcher Beifall.) Der Winzer erntet die Trau⸗ ben ja auch nur erſt dann, wenn ſie reif ſind. Je beſſer man den Reifezuſtand errät, deſto haltbarer ſind die Früchte. Die Demokraten meinen, wir wollen ſie mit dem braunen Bazillus infizieren. Kein vernünftiger Menſch denkt in Deutſchland daran, aus Demokraten Nationalſozialiſten zu machen, denn wir haben ein Intereſſe daran, daß ſie noch recht lange Demokraten bleiben. In tauſend Jahren wäre das großdeutſche Reich nicht gekommen wenn man auf die Juden und Freimaurer in Genf gewartet hätte. Die Englän⸗ der, die heute ſo viel von Gerechtigkeit ſprechen, haben nicht verhindert, daß 1923 die Franzoſen über das friedlich arbeitende deutſche Volk herfielen. Und wenn die Franzoſen von Biviliſation ſprechen, dann vergeſſen ſie, daß ſie die ſchwarze Schmach jahrelang am Rhein geduldet haben. In Wirklichkeit iſt Adolf Hitler der einzige enronziſche Wolitiker, der wirkliche Beiträge für die Befriedung Europas geleiſtet hat. (Lebßafter Beifall.) Er hat die Grundſätze angewen⸗ det, die von der Gegenſeite proklamiert und dann verraten wurden. Der Austritt Deutſch⸗ lands aus dem Völkerbund war ein Akt der Notwehr weil wir uns nicht in ein Netz von Ver⸗ trägen einſpinnen laſſen konnten. Die Achſe Berlin— Rom. für die während des abeffiniſchen Krieges das Fundament geleg wurde, iſt, wie erſt jetzt wieder der Duce erklärt bat, unzerſtörbar.(Stürmiſcher Beifall). Wir ſind zwei Nationen, die den gleichen Weg aus inne⸗ rer Uebereinſtimmung gehen. Der Führer hat die berechtigten Lebensſphären des engliſchen Volkes klar anerkannt, zugleich aber auch betont, daß Eng⸗ land im Herzen Europas nichts mehr verloren hat. Die Herrſchaften haben die Erklärungen des Füh⸗ rers offenbar nicht verſtanden. So ſcheinen die Franzoſen ganz zu verkennen, daß unſer nationaler Stolz einen empfindlichen Stoß bekommen hat, daß wir vom Rheinufer aus die Trikolore auf dem Straßburger Münſter wehen ſehen.„Haben Sie ge⸗ hört“, ſo führte der Redner weiter aus,„daß die Ge⸗ genſeite das Angebot einer allgemeinen Abrüſtung aufgegriffen hat? Die logiſche Folge war, daß wir aufrüſten mußten. Das haben wir getan und werden es weiter tun, weil wir wiſſen, daß wir nur zu unſerem Recht kommen kön⸗ nen, wenn wir ſo ſtark wie möglich ſind, * auch wenn wir den Kaffee nicht mehr in rauhen Mengen hamſtern können, oder wenn die Butter knapp wird. Dem Nationalſozialiſten ſagt ſchon der Inſtinkt, daß es eine Schande iſt, vor den Kaffee⸗ geſchäften Schlange zu ſtehen.(Stürmiſcher Bei⸗ fall.) Kanonen und Bomber ſind wichtiger als der beſte Bohnenkaffee. Wenn die Engländer uns 1938 die Kolonien frei⸗ willig zurückgegeben hätten, dann wäre der Führer nicht auf den Gedanken verfallen, das rumäniſche Wirtſchaftsabkommen ſo ſchnell abzuſchlie⸗ ßen. Ueber die Dinge, die uns allein betreffen, gibts kein verhandeln, es wird nur gehandelt.(Lebhaf⸗ ter Beifall.)„Was würdet“, ſo fuhr der Redner, ſich von neuem den Gegnern zuwendend, fort,„ihr beiſpielsweiſe ſagen, wenn der Führer ſich in Dinge einmiſchte, die nur euch betreffen? Was würde die demokratiſche Welt ſagen, wenn der Führer die deutſchen Intereſſen in Kanada oder am Miſſiſſippi verteidigen würde? Die Heimkehr Oeſterreichs war die konſequente Anwendung des Selbſtbeſtimmungs⸗ rechtes der Völker. Die Welt wird erſt in einer ſpäteren Zeit begreiſen, was Adolf Hitler der Meuſchheit für einen Dienſt durch die Schaffung des antibolſchewiſtiſchen Blocks erwieſen hat. Der Führer hat durch Aufrichtung eines Dammes gegen die rote Springflut eine Weltaufgabe erfüllt. Wenn man dem Führer vorwirft, daß er das Münchener Abkommen gebrochen habe, ſo liegt eine glatte Fälſchung vor. Schon dadurch, daß die Slowakei nicht die Autonomie erhielt, wurde der Münchener Plan aufgehoben. Das Protektorat über Böhmen und Mähren wiro ſich ſegensreich aus⸗ Garniſonen an Großdeulſchlands Grenzen Eine Gemeinſchaftsſendung des Deutſchland⸗ ſenders. Der Deutſchlandͤſender führt in Zuſammenarbeit mit der Wehrmacht und den Reichsſendern Bres⸗ lau, Frankfurt, Hamburg, Königsberg und Wien am Dienstag, 28. März, 20.10 Uhr, eine Gemein⸗ ſchaftsſendung durch, die dem Hörer ein lebendiges Bild von den einzelnen Garniſonen an den Gren⸗ zen des Großdeutſchen Reiches vermitteln wird. Nachdem ſich zu Beginn der Schaltſendung die verſchiedenen Garniſonen im Gegenſprechverkehr gemeldet haben, melden ſich abwechſelnd die betei⸗ ligten Reichsſender mit Berichten aus Tilſit, Mül⸗ heim, Oldenburg, Mähriſch⸗Schönberg. NsDAb-hſifieilungen Bartetamtlichev Behanatmachungen entuomman An alle Organiſationsleiter! Heute, Dienstag, 13.20 Uhr, treten ſämtliche Organiſationsleiter der Ortsgruppen vor der Kreisleitung, Rheinſtraße 1, an. Erſcheinen Pflicht. Dienſtanzug. Kreisorganiſationsamt. An alle Ortsgruppen! Die Eintrittskorten für die ſportlichen Veranſtaltungen des Kreistages im Stadion ſind ſofort auf der Kreisleitung, Zimmer 1, abzuholen. Kreispropagandaamt. An ſämtliche Kaſſenleiter des Kreiſes Mannheim. Die Beitraoswertmarken für Monat April 1939 ſind eingetrof⸗ ſen und können ſofort bei der Kreislaſſenverwaltung, Zim⸗ mer 1, abgeholt werden. Der Kreiskaſſenleiter. Ortsgruppen der NSDAP Neckarſtadt⸗Oſt. 29.., 19 Uhr, Antreten ſämtlicher Po⸗ litiſchen Leiter ſowie der NSV⸗Walter vor der Uhland⸗ ſchule zur Teilnahme an dem Gemeinſchaftscchend der Po⸗ litiſchen Leiter. Dienſtanzug, Zivil mit Armbinde. Waldhof. Dienſtſtundenänderung iab 1. April 1939: Mon⸗ tag, Miſtwoch, Freitag von 19 bis 21 Uhr. Plankenhof. Die Situng der Politiſchen Leiter am W. g. in Q 7, 12 fällt aus. S⸗Frauenſchaft Rheintor. 28. g. fällt die Chorprobe aus. Neckarau⸗Nord. 28. 3. ſällt der Gemeinſchaftsabend aus Dafür nehmen die Frauen am 29. 3. an der Verſammlung im Muſenſgal teil. 8 Humboldt. 28.., 19.90 Uhr, Fiſchkochkurs in I. 12, 6 — B.., 20 Uhr, Beſprechung des Ortsgruppenſtabes und der Zellenfrauenſchaftsleiterinnen in der Hildaſchule. Almenhof. 28. 3. fällt der Gemeinſchaftsgbend aus. Waldpark. 29.., 15.30. Uhr, treffen ſich die Zellen⸗ ud Blockfrauenſchaftsleiterinnen der Zellen 1 bis 7 im kohlenkontor, Parkring 31. Singen fällt dieſe Woche aus Käfertal⸗Nord. 18 bis 19 Uhr Markenabrechnung bei Siegmund, Obere Riedſtraße 2. Wallſtadt. 28.., 16 Uhr, findet die Beerdigung von Frau Stutz ſtatt. Die Frauen treffen ſich um 15.90 Uhr i„Pflug“, Ach!ung! Ortsfranenſchaftsleiterinnen..., Uhr, Beſprechung in L 9, 7. wirken. Auf alle Fälle wird niemals mehr eine antideutſche Politik getrieben werden und das iſt die Hauptſache.(Lebhafter Beifall.) Wir wollen aus den Tſchechen keine Deutſchen machen, aber die politiſchen Geſichtspunkte ſür dieſen Raum beſtim⸗ men Adolf Hitler und ſeine Beauftragten. Auch dies wird zur Beruhigung Europas beitragen. Wir wollen vergeſſen, was uns die Gegner nach dem Weltkriege angetan haben, aber nicht in dem Sinne, daß wir nichts daraus gelernt haben. Zu⸗ ſammenſtehen wollen wir auf Gedeih und Verderb, ganz gleich, was die Stunde bringt. Wir wiſſen, daß unſer Volk von einer tapferen und ſchlagkräf⸗ tigen Armee geſchützt wird. Im Frieden wollen wir unſerer Arbeit nachgehen und daßs Ziel verfol⸗ gen, unſer Deutſchland ſchöner, glücklicher und ſtär⸗ ker zu machen. Wir haben es nicht notwendig, noch einmal kriegeriſche Lorbeeren zu pflücken. Wir können die ſeſte Gewißheit haben, daß alle Schwierig⸗ keiten gemeiſtert werden. Es kommt nur darauf an, daß wir uns immer mit dem Führer verbunden fühlen und ihm bedingungslog folgen. Das deutſche Volk von 1939 iſt nicht mehr vergleich⸗ bar mit dem von 1914. Wir ſind nicht nur ein Volk dem Raum nach, ſondern durch die gemeinſame Idee aneinandergekettet wie kein zweites Volk auf dieſer Erde. Von uns wird mehr verlangt als 1914, aber trotzdem iſt unſer Leben ſchöner, weil wir die Ge⸗ wißheit haben: je mehr wir kämpfen, um ſo feſter werden die Grundlagen, auf denen das kommende Deutſchland errichtet wird. Wir ſind Arbeiter an einem Werk, das als ewiges Deutſchland Jahrhunderte überdauern wird. Kreisleiter Schneider führte in ſeinem Schluß⸗ wort aus, der langanhaltende Beifall habe dem Red⸗ ner gezeigt, daß er allem aus dem Herzen geſprochen habe. Er könne die Gewißheit mitnehmen, daß der Kreis Mannheim zu Adolf Hitler, zur Bewegung und zum Volke ſtehe. Als der Kreisleiter mit dem „Sieg Heill“ auf den Führer geſchloſſen hatte, wurde mit den Nationalliedern die eindrucksvolle Groß⸗ kundgebung beendet. Sch. 2 Mehr als 50 ähnliche Verſammlungen fanden im Kreis Mannheim ſtatt. Sie waren durchweg ſehr gut beſucht und einmütige Bekenntniſſe zum Führer in der Abwehr jüdiſch⸗demokratiſcher Lügenhetze ge⸗ gen Deutſchland und ebenſo einmütige Willensbekun⸗ dungen zur friedlichen Neuordnung Europas unter der deutſchen Sicherheit und Unabhängig⸗ eit. Hoheitszeichen für den NS⸗Reichskriegerbund. der Führer hat dem NS⸗Reichskriegerbund die An⸗ regung dieſes Hoheitszeichens genehmigt. Es wird u dem blauen Dienſtanzug auf der rechten Bruſt⸗ ſeite und in verkleinerter Form an der Dienſt⸗ mütze getragen. (Scherl Bilderdienſt, Zander⸗Multiplex⸗K.) Achtung! Am 29.., 20 Uhr, nehmen die Frauenſchofts⸗ und Frauenwerksmitglieder an der Verſammlung mit Reichsamtsleiter Pg. Dietel im Muſenſaaſ teil. Einbaßkar⸗ ten im Roſengorten erhältlich. Abt. Jugendgruppe 3G Erlenhof. 28 3. fällt der Gemeinſchaftsabene aus. 8 Geſ. 48 Ilvesheim. Die Sprechſtunden des Gefolgſchafts⸗ führers ſind jeweils donnerstags von 20.30 bis 21 Uhr im Hg⸗Heim. Neckarſtadt⸗Oſt. Mittwoch, 20.., 19 Uhr, Antreten ſämt⸗ licher Politiſchen Leiter ſowie der NSV⸗Walter vor der Uhlandſchule zur Teilnahme an dem Gemeinſchaftsabend der Politiſchen Leiter. Dienſtanzug, Zivil Hakenkrenzarm⸗ S 0 Dienstag, 28. März Nationaltheater: 20 Uhr„Der Wildſchütz“. Libelle: 20.30 Uhr Kabarett und Tanz. Planetarium: 20.15 Uhr Lichtbilder⸗Vortrag von Prof. Dr. Feurſtein:„Die techniſche Anwendung der Strahlen“ Tanz: Palaſthotel. Parkhotel, Libelle und Palaſtkaffee „Rheinoold“. Harmonie: 20 Uhr Brahms⸗Abend. Lichtſpiele: Ufa⸗Palaſt:„Bel ami“.— Alhambig;„Drunter und drüber“.— Schauburg:„Der Werkpilot“.— Palaſt: „War es der im dritten Stock?“— Gloria:„Drei Frauen um Verdi“.— Scala:„Unſere kleine Frau“.— Capitol: „Kleines Bezirksgericht“ Ständige Darbietungen: Gebffnet von 10—13 und 15 is 17— Sonderſchau: Bilder aus alten pfälziſchen Reſidenzen. Theatermuſeum, E 7. 20: Geöiſner von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr Sonderſchau: Schattenriſſe der Dalbergzeit. Städtiſche Kunſthalle: Geöienet von i bie 13 und von 15 bis 17 Uhr Leſeſaal: Geöffnet ven 10 bis 13, 15 bis 17 und 19.30 bis 21.30 Uhr NS Karl Albiker— Das geſammelte Wer Mannheimer Kunſtverein, 1 1, 1: Gebfinet von 10 bis 13 und 14 bis 16 Uhr Städtiſche Schloßbücherei: Ausleihe von 11—13 und 17 b19 19 Uhr Leſeſäle:—13 und 15, 19 Ubr. Gebächtnisausſtellungen für Giambattiſta Zoh. Gottlieb Fichie Städtiſche Volksbücherei: Zweigſtelle Neckarſtadt, Lertzing⸗ ſtraße 13: Ausleihe: 10.90 bis 12.90 Ubr. Leſeſaal geöffnet von 11 bis 13 Uhr und 16.30 bis 21 Uhr. Junendbücherei, R 7, 46: 16 bis 20 Uhr. Städtiſche Muſikbücherei, L 2, 9: Ausleihe 10 bis 13 Uhr und 16—19 Uhr. Städtiſches Hallenbab. U 6. 1: Geöfinet von 10 bie 20 Uhr Ralmenhaus am Luiſenpark: Geöltnet von 880 bis 17 Uhr Tierpart im Käfertaler Mald am Karlſtern. Bis Einbrus der Dunkelheit gebinet Fäalich 1% bis 17 Uhr Runoflioe und Keuch Eishedien im Friehrichspark: 10 bis 18.—8 und 19 bis 22 Uhr Laufzeit Alle Ausküufte durch den Verkehrs⸗Verein. Teleſon 343 21. — Bodon und Flughafen: huſtentiüa⸗ Aeber Oſtern keine Geſellſchaſtsfahrlen in D⸗ und Erlzügen Der zu erwartende ſtarke Oſterverkehr läßt ge⸗ meinſame und geſchloſſene Unterbringung von Reiſe⸗ geſellſchaften in D⸗ und Eilzügen nicht zu. Die Reichsbahn ſieht ſich daher veranlaßt, in der Zeit vom Montag, 3. April,.00 Uhr bis Freitag, 14. April, 24 Uhr die Fahrpreisermäßigung für Geſell⸗ ſchaftsfahrten in D⸗ und Eilzügen zu verſagen. Die gleiche Beſchränkung tritt auch bei der Fahrpreis⸗ ermäßigung für gemeinſame Fahrten zu ſport⸗ und Trainingskämpfen lichen Wett⸗ ein. Für Schul⸗ und Jugendfahrten ſind keine Beſchränkungen vorgeſehen. Die Fahrten müſſen jedoch mindeſtens zwei Tage vorher beim Abgangsbahnhof angemeldet werden. Weterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankſurt a.., vom 28. März: Von dem aus⸗ gedehnten adriatiſchen Tief ausgehend, hat ſich über Norodeutſchland ein Teilwirbel entwickelt, an deſſen Vorderſeite feuchtmilde Meeresluft, die dem Mittelmeergebiet entſtammt, aufgleitet. Dadurch kommt es zu meiſt geſchloſſener Bewölkung und ver⸗ einzelten Regenfällen, vor allem in Norddeutſch⸗ land. Auch unſer Wetter ſteht weiterhin unter Ein⸗ fluß dieſes Teilwirbels. Vorausſage für Mittwoch, 29 März Meiſt ſtärker bewölkt, weitere Niederſchlags⸗ tätigkeit, Temperaturen wenig verändert, Winde um Nordoſt. Es wird regnen, 8 denken Sie an Wurtmann-Schirme Höchſttemperatur in Mannheim am 27. März + 7,4 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum März 2,3 Grad; heute ſrüh halb 8 Uhr + 2,6 Hrad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh halb 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 0,2 Millimeter —)2 Liter je Geviertmeter. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März Runu. u. 240 25, 20 27, 28 en-Aege 20 ſ 20 Rheinſelden.172.21½ 202 15/2½08 Kan.882,93.95.89 Pü 4239 2 200 5 376.0 3ͤ gebl..572.57 26.50.52 Mecar⸗ Maxau 395 404 30 99 Wan nheim 3240332.5730 334 Tannbenn.6003,40 51 Schneebericht vom Dienstag, 28. März Schwarzwald: Feldberg: bewölk:,— 5 Grasd, Schneehöhe 210 em, Pul⸗ verſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. chauinsland: Schneefall,— 4 Grad, Schneehöhe 160 em, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Bärental⸗Altglashütten: Schneetreiben,— 2 Grad, Schneehöhe 100 em. Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Hinterzarten⸗Titiſee: Schneetreiben— 1 Grad, Schnee⸗ höhe 120 em, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gu:. Biend⸗Furtwangen: ſtark bewölkt,— 3 Grad, Schnee⸗ höhe 170 em, 10 em Neuſchnee, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Schönwald⸗Schonach:— 4 Grad, Schneehöhe 155 em, 5 em Neuſchnee, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Hornisgrinde: bewölkt,— 4 Grac, Schneehöhe 170 em, Z em Neuſchnee, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Nuheſtein⸗Hundseck: Schneereiben,— 1 Gracé, Schnee⸗ höhe 120 em 2 em Neuſchnee, Firnſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Sand⸗Bühlerhöhe: bewölkt,— 1 Grad, Schneehöhe 75 cm, 5 em Neuſchnee, Pulver, Ski und Rodel ſehr gut. Dobel⸗Herrenalb: Schneetreiben,— 1 Grad, Schnee⸗ hühe 5 em, 1 em Neuſchnee, Pulver, Ski und Rodel gut. Taunus: Kleiner Feldberg: Nebel,— 3 Grad, Schneehöhe 40 em, verharſcht, Ski und Rodel gut. Rhön: Waſſerkuppe: Nebel,— 4 Grad, Schneehöhe 105 em, 2 em Neuſchnee, bereift, Ski und Rodel ſehr gut. Pfälzer Wald: Kalmit: Nebel,— 2 Grad, Schneehöhe 18 em, Neuſchnee, verharſcht, Ski und Rodel mäßig Thüringerwald Großer Inſelsberg: Nebel,— 4 Grad, Schneehöhe 45 em, 4 em Neuſchnee, verharſcht. Ski und Rodel gut. 1 em Neuhaus: Nebel,— 3 Grad, Schneehöhe 70 em, ver⸗ harſcht, Ski und Rodel gut. Harz: Hahnenklee: bedeckt,— 3 Grad, Schneehöhe 75 em, §8 em Neuſchnee, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. St. Andreasberg: bedeckt,— 3 Grad, Schneehöhe 70 em, Pulverſchnee, Ski und Rodel ſehr gut. Alpen: Oberſtdorf: bedeckt,— 3 Grad, Schneehöhe 8z em, ver⸗ harſcht, Ski und Redel ſehr gut. Garmiſch⸗Partenkirchen: bedeckt,— 1 Grad, Schneehöhe 32 em, verharſcht, Sti und Rodel ſehr gut, Zugſpitze: heiter,— 6 Grad, Schneehöhe 550 cm, Pul⸗ verſchnee, Ski ſehr gut Predigtſtuhl: beiter,— 5 Grab, Schneehöhe 210 em, Firnſchnee, Ski ſehr gut. Bayeriſcher Wald: Arber Breunes: Schneetreiben,— 6 Grad, Schueehöbe 200 em. verharſcht, Ski und Rodet ſehr gu:. Von Oſten her werden wörmere Luftmaſſen heran⸗ geführt, ſo daß auch in höheren Lagen die Niederſchläge meiſt in Regen übergehen. Hinweis Das vierte Städtiſche Konzert. In dem heute Dienst 28. März, 20 Uhr, in der Hormonie ſtattfindenden Städt. Konzert ſingt Heinrich Hölzlin die 15 Ra⸗ mangen aus Tiecks Macelone von Joh. Brohms. An Stello zon Lotte Lang wird Richard Lauas Klavierwerke vos 8 ſpielen. Begleitung der Lieder Dr. Ernſt remer. Die Roman eines Fincleckincles Vom Wäschebũndel von Moskau zur Gräfin Loriol in der Schweiz Im Jahre 1012 ging ein ruſſiſcher Fürſt abends einer Moskauer Straße ſpazieren. Plötzlich ſah er auf der Steintreppe, die zur Pforte eines palaſt⸗ artigen Hauſes führte, ein Wäſchebündel liegen. Er meinte, leiſes Wimmern zu vernehmen und hob das Bündel auf. Er fand ein neugeborenes Kind da⸗ rin gewickelt. Der Fürſt, deſſen Ehe kinderlos war, nahm das Kind, ein Mädchen, mit ſich und brachte es ſeiner Gattin. Das fürſtliche Ehepaar zog das Kind als eigen auf. Der Fürſt war dem Findelkind berzlich zugetan und adoptierte es mit Zuſtimmung der Fürſtin. Die Jahre vergingen. In den Stürmen der bolſchewiſtiſchen Revolution verlor der Fürſt ſein Leben. Die Fürſtin und die Adoptivtochter wurden auseinandergeriſſen. Einer Dienerin gelang es mit dem Mädchen nach Paris zu flüchten. Die beiden lebten dort in Dürftigkeit. Doch vor einigen Jahren verliebte ſich der Graf de Loriol. ein in der Schweiz naturaliſierter Franzoſe in das ſchöne Mäd⸗ chen. Er führte ſie bald als Frau heim und begab ſich mit ihr in die Schweiz. Der Graf de Loriol ſtellte nun Nachforſchungen nach dem Verbleib der Adoptivmutter ſeiner Gattin an. Es ergab ſich, daß es der Fürſtin gelungen war, aus Rußland zu ent⸗ kommen und einen beträchtlichen Teil des unge⸗ beuren Vermögens des verſtorbenen Fürſten zu retten. Sie hatte ſich in der Schweiz niedergelaſ⸗ ſen und die Gelder auf Schweizer Banken deponiert. Nun erhob die Gräfin de Loriol als erbberechtigte Adoptivtochter, gemäß dem ſchweizeriſchen Recht, Anſpruch auf die Hälfte des Nachlaſſes. Die Fürſtin weigerte ſich jedoch, das von der Gräfin de Loriol geforderte Erbteil herauszugeben. Sie be⸗ ſtritt die Rechtsgültigkeit der Adoption. Vor Ge⸗ richt verlangte ſie, daß die auf die Adoption bezüg⸗ lichen Dokumente von der Klägerin vorgelegt wür⸗ den. Das Gericht gab der Gräfin de Loriol die Herbeiſchaffung dieſer Dokumente auf. Das ſchien ein unmögliches Unternehmen. Doch die Fürſtin hatte nicht mit der Zähigkeit des Grafen de Loriol gerechnet. Dieſer ließ jahrelang in vielen Archiven Europas nach den Dokumenten forſchen. Tatſächlich wurden ſchließlich im Archiv der ruſſiſchen Geſandtſchaft zu Prag zwei aufſchlußreiche Dokumente gefunden. In zwei Schriftſtücken war der Fund des Kindes und die Adoption ſeitens des Fürſten erwähnt. Dem dritten Dokument war eine vollſtändige Kopie des Protokolls beigefügt, das über die Adoption und die Zuſtimmung der Fürſtin ge⸗ richtlich aufgenommen war. Doch die Fürſtin, die übrigens inzwiſchen eine zweite Ehe eingegangen iſt, will ſich nicht geſchlagen geben. Nachdem die unteren Inſtanzen zu ihren Ungunſten entſchieden hatten, machte ſie vor dem Oberſten Bundesgericht der Schweiz zu Lauſanne den Einwand, daß die vorgelegten Dokumente ge⸗ fälſcht ſeien. Das Oberſte Bundesgericht hat dar⸗ aufhin eine neue Unterſuchung durch Sachverſtändige angeordnet, und es iſt noch lange nicht abzuſehen, wie der Prozeß enden wird. —— Berlin Imal ſo ſchnell wie London London, im März. Die Londoner Stadtverwaltung iſt ſeit langem bemüht, eins der dringendſten Verkehrsprobleme der Millionenſtadt zu löſen und eine breite Durch⸗ gangsſtraße zu ſchaffen, mit deren Hilfe man die Stadt auch in verkehrsreichen Zeiten möglichſt ſchnell durchqueren kann. Man findet mit dieſem Plan beim Verkehrminiſterium jedoch nicht das nötige Entgegenkommen, und ſo hat man in dieſen Tagen zum Beweis für die Notwendigkeit der Neuerung ein intereſſantes Experiment in Form eines Wett⸗ bewerbs zwiſchen Berlin und London ausgetragen, bei dem die deutſche Reichshauptſtadt als überlegene Siegerin hervorging. „In Berlin iſt man fünfmal ſo ſchnell als in London!“ Mit dieſer Feſtſtellung kenn⸗ seichnet die Londoner Preſſe den Wettlauf zwiſchen den zwei Millionenſtädten. Gleichzeitig durchquerte —— Dienher wurden 41 krntehindergürten, 5117 Schweſternſtationen, 22 280 fiiſs- und Beratungsſtellen neben vielen anderen ſozialen Einrichtungen durch die nsv. geſchaſſen. durch Deine Miigliedſchaft zur ns0. hitſſi Du dieſes Werk erweitern. verläuft je ein Kraftfahrer mit ſeinem Wagen Berlin und London, wobei jeweils eine Strecke von acht Kilo⸗ meter zurückzulegen war. Der Berliner Kraftfah⸗ rer ſtartete am Schloßplatz Unter den Linden, um über die neue Oſt⸗Weſt⸗Achſe den am Ende des Kai⸗ ſerdamms gelegenen Adolf⸗Hitler⸗Platz zu erreichen. Er bewältigte die ganze Strecke, die geradewegs durch das Herz der Reichshauptſtadt führt, in 7 70 Minuten, wobei er nur zweimal einen ganz kurzen Aufenthalt erlebte, im übrigen aber mit einer Geſchwiydigkeit von 60 Stundenkilometern ſei⸗ nem Ziel zuſtrebte. „Nicht einen Augenblick mußte ich auf der breiten zweibahnigen Charlottenburger Chauſſee die Fahrt verlangſamen, ohne dͤurch das angeſchlagene Tempo auch nur im mindeſten den Verkehr zu gefährden“, ſchreibt der Berliner Kraftfahrer, ein engliſcher Journaliſt, in ſeinem Bericht.„Trotz des ſtarken Verkehrs war es geradezu ein Genuß, in gleich⸗ mäßiger Fahrt die kerzengerade Strecke über Bis⸗ marckſtraße und Kaiſerdamm bis zum Adolf⸗Hitler⸗ Platz zurückaulegen. Ich ſtartete um 15.30 Uhr und hatte mein Ziel 30 Sekunden vor 15.38 Uhr erreicht.“ Wie aber ging es dem Londoner Kollegen dieſes Kraftfahrers? Auch er ſtartete um 15 Uhr 30 zu ſei⸗ ner Fahrt quer durch London. Sie begann am Buckinghampalaſt, dem Wohnſitz des engliſchen Königs, und führte acht Kilometer weit nach Oſten, und zwar über Knightsbridge am Rande des Hyde⸗ parks entlang, durch Kenſington Road und Ham⸗ merſmith Road in die King Street, an deren Ende am Poung's Corner das Ziel lag. Auch dieſe Strecke verhältnismäßig geradlinig. Aber der Italieniſche Gegenwartsdichtung 4 Von Kurt Zieſel Neben der Flut jährlicher Ueberſetzungen eng⸗ liſcher und amerikaniſcher Romane und Biographien ins Deutſche finden wir auf dem deutſchen Buch⸗ markt nur ſehr ſpärliche Zeichen einer geiſtigen Ver⸗ bundenheit mit der italieniſchen Dichtung. Den mei⸗ ſten Deutſchen iſt außer'Annunzio und Pirandello etwa und außer einigen gewichtigen politiſchen Wer⸗ ken das italieniſche Gegenwartsſchrifttum faſt völlig unbekannt. In dankenswerter Weiſe haben nun im Jahre 1938 eine Reihe deutſcher Verlage begonnen, dieſem Mangel abzuhelfen. Auch wenn die Aus⸗ wahl deſſen, was überſetzt wurde, noch eine zögernde Unſicherheit verrät, auch wenn die wirklichen geiſti⸗ gen Entſcheidungen, die auch in der italieniſchen Dichtung immer ſchneller zum Durchbruch kommen, in den bisher überſetzten Werken kaum zur Gänze klar werden, dürfen wir doch an dem Vorhandenen ſchon Symptome erkennen, die das italieniſche Schrif⸗ tum mit der durchaus bewahrten Eigengeſetzlichkeit romaniſchen Sprachweſens, Formempfindens und Weltgefühls zu neuen Leiſtungen und neuen ſchöp⸗ feriſchen Bildern dichteriſcher Intuition erfüllen und kräftigen. Ein charakteriſtiſches Beiſpiel dafür iſt der Ro⸗ man„Hauptmann Fileppeſchi“ von Luigi Ugolini, den die Union⸗Deutſche Verlagsgeſell⸗ ſchaft, Stuttgart, in einer ausgezeichneten Ueber⸗ ſetzung von H. F. Weißfeld herausgebracht hat. Ugo⸗ lini nennt ſein Buch im Untertitel„Roman der faſchiſtiſchen Reyolution“. Es iſt bezeichnend für das Stadinm der Reife der faſchiſtiſchen Revolution, daß dieſer in Italien ausgezeichnete, und erfolg⸗ reiche Roman die Revolution nicht in Form einer politiſchen Chronik oder Reportage, ſondern ganz aus den Gründen des einzelnen, menſchlichen Er⸗ lebniſſes holt, wo der Bauer und Soldat im Kampf um Boden, Ehre und Recht, das Weib in ſeinem Ringen um Muttertum, Liebe und ſoziale Neuorö⸗ nung ſteßt und das Volk in kaum bewußter, aber umſo heißerer Leidenſchaft nach einem neuen Sinn politiſchen Führertums begehrt. Das Buch iſt ein Glanzſtück neuromaniſcher Proſa, dramatiſch be⸗ lebt. zuchtvoll in Stil und Stoff gebändigt, ein er⸗ greifendes Bekenntnis zu Italien und ſeiner neu⸗ gewonnenen Lebenskraft. Was in dieſem Werk bereits als Dichtung gelun⸗ gen iſt, hat ein anderes zeitgenöſſiſches Buch als chroniſtiſcher Tatſachenbericht nicht minder über⸗ zeugend dargeſtellt: den Geiſt der italieniſchen Na⸗ tion unter dem Faſchismus. Wir meinen das Werk „Städte wachſen aus dem Sumpf“ von Vincenzo Roſetti, erſchienen im Verlag Rowohlt, Berlin, ins Deutſche überſetzt von Theodor Lücke. Es iſt das Tagebuch eines Arztes, der an einer der erſten Großtaten des faſchiſtiſchen Italiens, der Urbarmachung der pontiniſchen Sümpfe und der Gründung der Städte Littoria und Sabandian, an führender Stelle mitgearbeitet hat. Der Geiſt des Aufbaus, der Kampf um Boden und Lebensrecht gegen Krankheit, Wirtſchaftsnot und die Schreckniſſe der Elemente findet in dieſem mit Leidenſchaftlich⸗ keit geſchriebenen Werk eine getreue Chronik. Aus der Fülle der auch in Italien ſtark gepflegten hiſtoriſchen Romane hat der Verlag Köſel⸗Puſtet⸗ München das preisgekrönte Werk der italieniſchen Dichterin Bianca de Ma j„Starkes Herz der Lombardei“ in einer einfühlungsſtarken Ueberſetzung von Kurt Stiehler herausgebracht. Den Rahmen bildet das 19. Jahrhundert mit den Ein⸗ heitsbeſtrebungen in Italien. Die Lanoſchaft Ober⸗ italiens, die Lombardei und die dortigen Menſchen in ihrer fruchtbaren Miſchung von füolicher Far⸗ benfreude, Lebenswärme und nördlicher Verhalten⸗ heit und Strenge ſind der Hintergrund für die Ge⸗ ſtaltung einer ſtillkämpfenden, aus den Quellen alter Geſchlechter geſtärkten, unverzagten Frau, die eine Aufgabe auf ſich nimmt, die ſie überwältigt, ohne ihren Lebensgrund zu zerſtören. Hinter der menſchlichen Tragödie aber ſpüren wir die geiſtige Haltung einer Zeit, die in einem dienſtbereiten, phraſenloſen Heroismus ein neues Lebensideal ver⸗ körpert. Ein umfangreiches Unternehmen, das im Zuge des deutſch⸗italieniſchen Kulturaustauſches weiteſt⸗ gehende Beachtung finden ſollte, iſt die im Verlag Bruckmann⸗München erſcheinende Buchreihe ita⸗ lieniſcher Meiſterromane. von der eben die erſten ſechs Bände erſchienen ſind. Sie vermitteln einen Querſchnitt durch die italieniſche tung, der außerordentlich aufſchlußreich iſt. Der be⸗ kannte italieniſche Novelliſt und Dramatiker Bruno Arzeni hat jedem Roman eine ausführliche Bio⸗ arafie und literariſche Werkdeutung beigegeben. Außer einem reizvollen Novellenband des 1936 ge⸗ ſtorbenen Pirandello ſtammen die einzelnen Romane ausnahmslos von lebenden Dichtern und Schriftſtellern Italiens. Der füngſte der Reihe iſt Fabio Tombari, einer der meiſtaeleſenen Dichter des heutigen Ita⸗ liens. Seine Chronik„Die Leute von Fru⸗ Gegenwartsdich⸗ BILDER VOM TAGE General Franco als echter Landesvater Dieſer Tage war aus jeder der befreiten Provinzen eine binderrreiche Familie eingeladen, die der Generalaliſſimus perſönlich begrüßte und beſchenkte. mehr Kinder unter vierzehn Jahren. Das Kapital flieht Das iſt die Folge der Panikmache der engliſchen Preſſe. Unſer Bild zeigt einen dieſer Goldtrans⸗ porte nach Amerika. (Scherl Bilderdienſt, Zander⸗Multiplex⸗K.) FFEFEFE Fahrer brauchte, ſo ſehr er ſich auch bemühte, ſchnell vorwärts zu kommen, gen au 28“ Minuten, um die acht Kilometer zu bewältigen. Dabei war er ge⸗ zwungen, insgeſamt 11mal zu ſtoppen und konnte nur eine Durchſchnittsgeſchwindigkeit von 18 Kilo⸗ metern pro Stunde erzielen. Nicht weniger als 50 Fußgängerwege und ein volles Dutzend Verkehrs⸗ poliziſten hatte er zu paſſieren. „Das iſt ein Triumph, den Berlin keine zweite Millionenſtadt nachmacht“, ſo ſchließt eine Londoner Morgenzeitung ihren Bericht über dieſes Experiment. ſaglia“, die in der ausgezeichneten Ueberſetzung von Helene Moſer vorliegt, möchte man als über⸗ zeugenden Beweis einer volkhaften italieniſchen Er⸗ neuerung der Romantik bezeichnen, voll ungeſtümer Jugendͤlichkeit, unbedingt in ſeiner lebensbejahen⸗ den Kraft, berauſchend in großartigen Landſchafts⸗ bildern, farbig und unbekümmert in der bildhaften Charakteriſierung der Menſchen, nirgends litera⸗ riſch und blutlos, ein Epog von erſtaunlicher Reife und Orginalität. Ein Jünger Carduccis, der zum Ausgang des 19. Jahrhundert die jungen geiſtigen Kräfte des einigungshungrigen Itoliens in Bo⸗ logna verſammelte, iſt Alfredo Panzini, der auf ein umfaſſendes Lebenswert von Weltgeltung zurück⸗ blickt. Er iſt der lebenswarme Spötter der italieni⸗ ſchen Literatur. Humor und Ironie verbinden ſich mit einer wirklichen Herzenskraft, die nirgends die geſunde Ebene des echten Spottes verläßt. Von ihm leſen wir mit geiſtigem Genuß das Werk„Sokra⸗ tes und Xanthippe“, in dem zwiſchen Ernſt und Ironie der Geiſt der Antike durchſtrömt wird von der romaniſchen Geiſtesregſamkeit und Lebens⸗ nähe. Zwei weitere Bände der Reihe ſind über Italien hinaus bekannten Dichterin gewidmet. Grazia Deledda ſetzt mit dem Roman„Marianna Sirea“ ihrer Heimat Sardinien ein gewaltiges Denkmal. Ihre Erzählkunſt iſt einfach und volks⸗ tümlich, tief verbunden mit dem Innerſten ihres Volkes. Sie vermittelt uns ein lebendigeg Stück der italieniſchen Volksſeele in ihren zeitloſen Aus⸗ drucksformen. Ada Negri gibt mit ihrem Buch „Frühdämmerung“, das die Tage der eigenen Jugend verherrlicht, ein erſchütterndes Bild der italieniſchen Mutter. Der letzte Band der Reihe iſt dem vielgeleſenen italieniſchen Schriftſteller Lncic oͤAmbra gewidmet, deſſen Roman„Eheglück“ einen italieniſchen Unterhaltungsroman mit mo⸗ derner Problematik von hohem Rang vorſtellt. Keine geſchmeichelte Traumwelt, ſondern Schwere und Seligkeit des Alltags erhalten hier eine Schilde⸗ rung, die vielfach zu pſychologiſcher Tiefe nieder⸗ ſteigt. Wir möchten unſere Ueberſicht nicht beſchließen, ohne Werke zu erwähnen, die zwar nicht der un⸗ mittelbaren Gegenwart italieniſcher Dichtung die⸗ nen, aber doch in vorbildlicher Weiſe die verlegeri⸗ ſche Aufgabe des zwiſchen völkiſchen Kulturaus⸗ tauſches erfüllen. Der Piper⸗Verlag in München bringt eine Sammſung von Gescichten unter dem Titel„Romaniſche Dichter“ heraus, die, überſetzt von Karl Voßler. neben der kloſſiſchen Lyrik Spaniens und Portugals vor allem italieniſche Meiſter neu für die deutſche Gegenwart erweckt. Umfaſſender und Dieſe Familien hatten alle zehn und (Weltbild, Zander⸗Multiplex⸗K.) Deutſche Kampfflieger über Memel Deutſche Kampffliegerſtaffeln kreiſen über dem Deutſchland wieder eingegliederten Memelland. (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) auf Italien ſpezialiſiert iſt eine ähnliche Sammlung „Italieniſche Gedichte“ im Karl⸗Rauch ⸗Ver⸗ lag, Leipzig⸗Markleeberg, von Horſt Rüdiger herausgegeben. Hier iſt die italieniſche Lyrik des letzten Jahrtauſends nach Geſichtspunkten ihrer be⸗ ſten und eigenſchöpferiſchen Ueberſetzungen von Goethe, Herder, Schlegel, Opitz bis zu Weinheber, Rilke, George verſammelt. Dem italieniſchen Ori⸗ ginaltext iſt jeweils die deutſche Ueberſetzung gegen⸗ übergeſtellt, was die unerſchöpfliche Möglichkeit für Kundige des Italieniſchen gibt, dem Geheimnis und der von der deutſchen Romantik an ſo hoch ent⸗ wickelten Kunſt des Ueberſetzens nachzuſpüren. Von Scheidt bis Mozart Suiten, Arien und Flötenkonzert in der Hochſchule Zwei junge Vertreter des künſtleriſchen Nach⸗ wuchſes ſchickte Sigfrid Franz in der von ihm betreuten zweiten Morgenmuſik der Hochſchule er⸗ folgreich ins Treffen und ließ ſie ſich die erſten Spo⸗ ren erringen: Lucie Göriſch, Schülerin des Geſangsmeiſters Alfred König, und der Flötiſt Karl Fr. Meß, aus der Klaſſe Fühler. Die angehende Konzertſängerin ſang, begleitet lediglich vom Cem⸗ balo, die Arie der Fiordigligi aus der Oper„Il Palazöo Incantato“. Luigi Roſſi, der Komponiſt dieſes Werks, iſt melodiſch ziemlich erfindungsarm, aber ſonſt ein geſchickter Macher. Stärker ſprach L. Göriſch mit ihrem hellen, klaren, ſchon erfreulich tragfähigen und im Pianiſſimo reizvollen Organ in der erſten Arie der Tusnelda an. Karl Fr. Meß, der bei Fühler Flöte ſtudiert, ſpielte mit erſtaunlich gereifter Blastechnik, gutem muſikaliſchem Sinn und feinem Empfinden für Geiſt und Gemüt des Rokoko und deutſcher Empfindſamkeit Mozarts D⸗Dur⸗Kon⸗ zert für Flöte mit Orcheſter(K. V. 314). Das Kleine Hochſchulorcheſter ſpielte unter der umſichtigen Leitung von Sigfrid Franz mit Bra⸗ vour und Kultur außerdem die Suite für vier Streicher und Continud von Samuel Scheidt(1587 bis 1654), dem Tonſetzer mit der gewiſſen„trockenen Tüchtigkeit“, der in Halle ſehr produktiv war und durch die Formgeſtaltung doch intereſſiert. Selbſt mit der überaus anſpruchsvollen Sinfonie Nr. 3 f Streichorcheſter und Cembalo von Philipp Emanuel Bach, dem„kühnen harmoniſchen Neuerer, eigentüm⸗ lichen Rhythmiker, feinnervigen Dynamiker und raffinierten Klangkoloriſten“ wurde das Kleine Hochſchulorcheſter dank fleißigſter Vorarbeit ſertig, trotz der ganz ungewöhnlichen Anforderungen an den Contrabaß. Sigfrid Franz und die Soliſten wurden immer erneut herausgeruſen, und Gie Debütanten auch mit Blumen bedacht. Dr. Fritz Hau bol d. —————— ——————————————— 2n ñᷓ[(„—....———————— ————— —— *— — —————— 6. Seite /Nummer 145 Nene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 28. März 1 Nnuub w vrlluue E — In Deſſau wurde eine Biſamratte erlegt, die das außergewöhnliche Maß von 88 Zentimeter Länge hatte und 6,5 Kilogramm wog. Zwei Män⸗ ner hatten in der Dunkelheit, gegen 9 Uhr abends, in der Nähe der Mulde eine unheimliche Begegnung mit der Ratte. Im Schein der Straßenlaternen ſahen ſie plötzlich, wie ein faſt einen Meter langes Tier auf ſie zukam, zu fauchen anfing und ſie angrei⸗ ſen wollte. Die beiden Männer ſetzten ſich beherzt zur Wehr. Der eine blendete das Tier mit einer Fahrradlaterne, während der andere mit einem Knüppel zuſchlug. Der unheimliche Gaſt im Stra⸗ ßenbereich Deſſaus entpuppte ſich dann als eine Bi⸗ ſamratte von beſonders ungewöhnlichem Ausmaß, das zu den Seltenheiten gehört. * — Die Stadt Stade hat in ihrem Bereich eine Neuerung eingeführt, die im Intereſſe der Kennt⸗ nis der Stadtgeſchichte unter den Einwohnern als durchaus nachahmenswert bezeichnet werden kann. Den Namenſchildern der Straßen iſt ein kleines Schild angehängt worden, aus dem man entnehmen kann, wie alt die Bezeichnung der betreffenden Straße ſchon iſt. In Stade hat man auf dieſe Weiſe erſtaunliche und intereſſante Feſtſtellungen gemacht. Da iſt zum Beiſpiel die Straße„Der Sand“— ſie hieß ſchon im Jahre 1290„de Sande“. Der Bedeu⸗ tung entſprechend, den der Salzhandel einſt im Mit⸗ telalter hatte— Salz iſt einer der älteſten Handels⸗ artikel— findet ſich die Bezeichnung der heute noch beſtehenden„Salzſtraße“ urkundlich bereits 1356 als „ſoltſtrate“. Dementſprechend gab es auch ſchon 1436 eine„holtſtrate“, die auch heute noch„Holz⸗ ſt raße“ heißt. —* — Drei franzöſiſche Knaben ſind dieſer Tage ge⸗ wiſſermaßen Opfer des Weltkrieges geworden. Sie ſpielten mit noch zwei Kameraden in einem alten Unterſtand, den die britiſchen Truppen während des Krieges an der Somme benützt hatten. Hier, auf dem meiſtumſtrittenen Kampffeld der Weſtfront, wo wäh⸗ rend der fünf Monate dauernden Sommeſchlacht buch⸗ ſtäblich um jeden Fußbreit Boden erbittert gerungen wurde, wo 500 000 Deutſche und 750000 Franzoſen und Engländer fielen, erinnern noch viele Schützen⸗ gräben, Granattrichter und Unterſtände an das ge⸗ waltige Ringen. Während die fünf Knaben in ihrem Unterſtand das„Herannahen des Feindes“ erwarte⸗ ten, ſtürzte der Eroͤbau plötzlich, von den Regengüſ⸗ ſen aufgelockert, zuſanmen und begrub die fünf Jun⸗ gen. Zwei der Knaben gelang es, ſich aus den zuſammenfallenden Erdmaſſen herausznarbeiten, die übrigen drei wurden, wie es vor 23 Jahren an der Somme ſo oft vorkam, verſchüttet und lebendig be⸗ graben. Die Hilfe der Dorfbewohner, die von den zwei der Kataſtrophe Entkommenen alarmiert wor⸗ den waren, kam zu ſpät. Die drei Knaben waren in dem verſchütteten Unterſtand erſtickt. * — Eine Koſtprobe von hoher gaſtronomiſcher Be⸗ deutung wurde dieſer Tage in London veranſtaltet. Zwei Konſervenbüchſen, die ſeit über hundert Jahren im Royal United Service⸗Inſtitut lagen, wurden geöffnet, um den Zuſtand der in ihnen enthaltenen Fleiſchkonſerven zu prüfen. Das überraſchende Er⸗ gebnis war, daß das Fleiſch nach der Zubereitung ebenſo„friſch“ und wohlſchmeckend war wie aug einer neuen Konſervenbüchſe. Die Fleiſchkonſerven ent⸗ ſtammten dem Proviant, mit dem im Jahre 1824 eine Polar⸗Expedition ausgerüſtet worden war. * — Ein mächtiger Ochſe, der offenbar nicht damit einverſtanden war, ins Schlachthaus geführt zu wer⸗ den, hat im Zentrum von Bologna eine wahre Pa⸗ EEDDM WESTEVBEROER „Sie ſoll hierbleiben, bis ſie ſich ausgeweint hat!“ ordnete Herr Lauders noch an, mit einem ſchmalen, bedrückten Lächeln zu dem Bürofräulein hinüber; dann ging er zur Tür hinaus und hinüber in den Speiſeſaal, wo ſich bereits die erſten Gäſte zum Mittageſſen eingefunden hatten. Braungebrannt, erhitzt und vergnügt ſchwatzend ſaßen ſie da. Ihre Augen leuchteten; jeder hatte ainm Morgen irgend etwas Nettes erlebt; alle waren ſie irgendwie ſtolz auf ihre Skileiſtungen— auf das, was ſie ſchon gelernt hatten, und das, was ſie noch wagen würden.„Und ich, den Hang'runter, wiſſen Sie, wie ein junger Gott!“—„Stemmbo⸗ gen? Na, das geht jetzt ſchon im Schlaf! Da kann das Gelände ſo ſteil ſein, wie es will!“—„Fallen, denk' ich noch, das tuſt du doch. Und dann bin ich ſchußbum'runter, ich ſag' dir, und nicht gefallen! Denke mal!“ Zwiſchen all dieſen frohen, behaglich ſchwatzenden, mit ſich und der Welt zufriedenen. unbekümmerten Menſchen ging Herr Lauders hin und her. Bald hielt er an dieſem und bald an jenem Tiſch an und hörte lächelnd zu, was ſie wieder alles Spaßiges und Schönes erlebt hatten, ſeine Gäſte. Er lachte mit ihnen und gab fröhlich Antworten auf ihre fröhlichen Fragen. Und mit den Augen lenkte er dabei unmerklich den kleinen geſchäftigen Trupp ſeiner Serviererin⸗ nen. Hallo, Betty, warum läßt du die Fiſchmeſſer liegen, wenn die Herrſchaften keinen iſch nehmen? — Olala, Hedwig, iſt das eine Art, erſt die Speiſe⸗ platten niederzuſetzen und dann die Teller?— Herr Ober, wo iſt der Wein für Nummer 632— Und du, Klara, klapper nicht ſo entſetzlich mit dei⸗ nen Tellern herum! Ruhe, Kinder! Ruhe! Schnell arbeiten, flink ſein, aber nicht den Eindruck von Hetzerei machen— das iſt ungemütlich! Und dann wieder zu den Gäſten, ſorglos, ſcheir⸗ bar ganz unbekümmert und vergnügt:„Zum Kar⸗ tenſpielen ſoll ich heute abend kommen? Aber mit Veranügen. Gnädige! Um Geld wollen Sie ſpielen? Sehr ſchön! Nur weiß iſt nicht, ob Sie bei Ihrem nik hervorgerufen. Durch den Straßenlärm auf⸗ gebracht, riß ſich das ſtarke Tier von ſeinem Führer los und raſte mit geſenkten Hörnern wutſchnaubend durch die belebte Via Roma. Das Geſchrei der flüch⸗ tenden Paſſanten machte das Tier noch wilder; zahl⸗ reiche Leute, die nicht rechtzeitig genug ausweichen, konnten, wurden zu Boden geworfen. Eine Gruppe mutiger Leute verfolgte den Ochſen, und einem Ka⸗ rabinieri gelang es, das Vieh im wahrſten Sinne des Wortes bei den Hörnern zu packen, was ihm aber übel beham. Die Flucht ging durch mehrere Straßen weiter, bis es endlich dem Karabinieri, der die Verfolgung nicht aufgegeben hatte, mit Hilfe eines Poliziſten und anderer gelang, ſich von hinten auf das Tier zu werfen, das zu Boden fiel. Dem Karabinieri, der ſich von dem um ſich ſchlagenden Ochſen gefährdet ſah, blieb ſchließlich keine andere Wahl, als das Tier mit ſeinem Dienſtrevolver zu er⸗ ſchießen, womit die aufregende Jagd ihr Ende fand. * — Bei dem arabiſchen Dorf Salsel⸗Hager im Nil⸗Delta iſt, wie die italieniſchen Blätter aus Kairo melden, die Mumie eines Pharaos aufgefun⸗ den worden. Sie befand ſich in einem Sarkophag aus reinem Gold. Zur Zeit finden, wie die ita⸗ lieniſchen Blätter weiter melden, in der unmittel⸗ baren Umgebung der alten Stadtmauer von Tel⸗ Baſta, einer der alten Hauptſtädte Aegyptens, Aus⸗ gvabungen unter Leitung eines franzöſiſchen Archäologen ſtatt. Dieſe führten ſchon vor einigen Tagen zur Auffindung einiger Grabkammern. Schließlich ſtieß man dann auch auf eine Grabkam⸗ mer, in der ſich der erwähnte goldene Sarkophag befand. In dieſem war ein kleinerer ſilberner Sarg untergebracht, der die Mumie enthielt. Wahr⸗ ſcheinlich handelt es ſich hier um die Ueberreſte des Pharao Penennes. Die aufgefundenen Grabkam⸗ mern gehören in die Zeit von 1100 bis 950 vor unſerer Zeitrechnung. * — Im Zuſammenhang mit der demnächſt ſtatt⸗ findenden Ausſtellung der deutſchen Volksgruppe „Familie, Sippe, Volk“ berichtet das Kulturamt der Deutſchen Volksgemeinſchaft in Lettland über einen Fall, der in ſeiner Art wohl äußerſt vereinzelt da⸗ ſtehen dürfte: Fünf Generationen einer deutſchen Familie Rigas leben gleichzeitig— ein dreijähriger Knabe hat außer der Mutter und Großmutter noch ſeine Urgroß⸗ und Ururgroßmutter, welch letztere im Jahre 1853 geboren iſt und heute noch in Riga lebt. Wenn heute das gleichzeitige Erleben von fünf Generationen zu den größten Seltenheiten gehört, ſo waren derartige Fälle noch vor 40 oder 50 Jahren im Baltenlande nicht vereinzelt. Der erwähnte Fall hat für die deutſche Volksgruppe in Lettland beſon⸗ dere Bedͤeutung, da ſein Bekanntwerden mit dazu beitragen ſoll, die Verantwortung vor dem Volke und ſeiner in Lettland gefährdeten Erhaltung zu vertiefen und zu ſtärken. — Einem Mord, den ſein eigener Sohn an ihm beging, iſt in der Stadt Nancy ein Mann zum Opfer gefallen, der in die Leſebücher der franzöſiſchen Schul⸗ kinder als Kolonialheld einzog. Es handelt ſich um den bekannten„Trompeter von Tananarivo“, jenen Mann, der am 30. September 1895 an der Spitze der Expedition gegen Madagaskar in der Hauptſtadt Ta⸗ nanarivo einmarſchierte, auf dem Dach des Palaſtes der entthronten Königin Ranavalo die Trikolore hißte und auf ſeiner Trompete die Nationalhymne ſpielte. Joſeph Morhain hieß dieſer Mann, der ſich wiederholt als Kolonialſoldat hervortat und durch ſein unerſchrockenes Vorgehen an jenem hiſtoriſchen Tag einen unblutigen Sieg ermöglichte. Seit vielen Jahren ſindet man in allen franzöſiſchen Schulleſe⸗ büchern ein Gedicht, das unter dem Titel„Le Clai⸗ Ou il Nuei, Jun Ulllloro⸗ Zum Tode verurteilt Totſchlagsverſuch an einem Polizeibeamten dnb. München, 28. März. Das Sondergericht München verurteilte am Montag den ZB8jährigen Jakob Huebler aus Kolbermoor, der im Sommer vorigen Jahres im Münchener Oſten drei Schüſſe auf einen Polizeibeamten abgeſeuert hatte, wegen Totſchlagsverſuch und Verbrechens gegen das Rechtsfriedensgeſetz zum Tode und dauernden Ehrverluſt. Huebler hatte nach ausgiebiger Zecheret mit ſeiner Frau, ſeinem Neffen und deſſen Braut zu Rad die Heimfahrt angetreten. Als ein Polizeihaupt⸗ wachtmeiſter den Neffen anhalten wollte, weil dieſer ſeine Braut auf der Lenkſtange des Fahrrades mit⸗ führte, ließ ſich Huebler von ſeiner Frau eine Akten⸗ taſche, die ſeinen Revolver enthielt, geben, und ſchoß dreimal auf den Polizeibeamten, ohne ihn jedoch zu treffen. Nach der Verhaftung des niederträchtigen Schützen ſtellte es ſich heraus, daß man es mit einem ausgeſprochenen Ver⸗ brecher zu tun hatte, der auch an dieſem Tage ur⸗ ſprünglich mit ſeiner Frau zu Einbrüchen weg⸗ fahren wollte. Orkan über dem Aermelkanal EP. London, 27. März. Ein ſchwerer Orkan, der in den Nachmittagsſtun⸗ den des Sountags über dem Aermelkanal wütete, zwang alle kleineren Fahrzeuge, Zuflucht in einem Hafen zu ſuchen. Der Paſſagierdampferdienſt konnte nur mit Mühe aufrecht erhalten werden; eg gab große Verſpätungen. Wie noch verlautet ſoll es ſich um die ſchwierigſte Ueberfahrt ſeit langer Zeit ge⸗ handelt haben. Einꝛ ganze Familie vom Zuge zermalmt dub. Mailand, 27. März. In Bologna wurde eine aus ſechs Perſonen beſtehende Familie von einem elektriſchen Zug der Linie nach Ancona überfahren, als ſie den Bahnkörper auf einem Straßenübergang überqueren wollte. Die Eltern und vier Kinder im Alter von ſieben bis vierzehn Jahren befanden ſich gerade auf dem Gleis, als, von ihnen unbemerkt, der Zug her⸗ brauſte. Alle ſechs wurden von der Lokomotive erfaßt und bis zur Unkeuntlichkeit zer⸗ ſt ü ckelt. Eröòbeben in Sübauſtralien dub. Sydney, 27. März. Ein ſtarkes Eroͤbeben ſuchte am Sonntag meh⸗ rere Städte nordweſtlich von Adelaide heim. Be⸗ ſonders in den größeren Gebäuden waren heftige Erſchütterungen zu ſpüren. Der Sachſchaden ſoll je⸗ doch unbedeutend ſein. 47 Glück in der Liebe was gewinnen werden. Oder—2 Sie haben kein Glück in der Liebe? Schade Nein, das glaub' ich Ihnen nicht. Eine Frau wie Sie—1“ Und wieder zum nächſten Tiſch und zum über⸗ nächſten. Und dorthin eine lächelnde Verbeugung und Hahin ein luſtiges Wort. Und im Herzen die wahnſinnige Sorge um Silly Alders⸗Schöna: Liegt er unter der Lawine? Würden ſie ihn finden? Und — lebend finden? * Gegen Spätnachmittag fanden ſie ihn. Irgendͤwo zwiſchen den Schneemaſſen hatte einer ſeiner hüb⸗ ſchen Skiſtöcke mit den roten Ledergriffen heraus⸗ geſchaut. Stunden ſpäter hatten ſie ihn. Mit gezogenen Hüten verrichteten ſie ein kurzes Gebet über dem Toten. Dann luden ſie ihn mit ſeinen gebrochenen Gliedern auf eine Bahre— und nun lag er in der kleinen Kapelle neben dem Silderer Friedhof. Irgendein Mädel aus dem Dorf hatte ihm ein paar getrocknete Edelweiß zwiſchen die ſtarren Hände geſchoben, die ſich nicht einmal mehr ineinanderfalten wollten, und der Gendarm ſelber war es geweſen, der ihm, irgendeiner Ein⸗ gebung folgend, die Skiſtöcke an die Seite leate. Um ſieben Uhr kam der Kreisarzt und verſchloß die Kanellentüer. Zur gleichen Stunde ſaß Lore Schneider mit ſtarxem Geſicht in Herrn Landers' Privatzimmer. „Er hat alſo gar keine Angehörigen, Fräulein Schneider?“ Lore ſchüttelte den Kopf. Warum hatte ſie ihn gehen laſſen heute früh? Warum? Warum? „Und die im Paß eingetragene Wohnung ſtimmt nicht, ſagen Sie?“ Er hat zuletzt doch nicht mehr in Riga, ſondern in Wien gewohnt“, ſagte Lore mühſam. „Dann wiſſen Sie vielleicht die Wiener Adreſſe?“ „Nein. Er hat nur möbliert gewohnt und das Zimmer aufgegeben, ehe er herkam. Aber es muß in der Nähe vom Schwarzenbergplatz geweſen ſein.“ Dort fingen ſie zu graben an. Und zwei „Mehr wiſſen Sie nicht?“ Wieder ein gequältes Kopfſchütteln. Herr Lauders ſah ſie eine Weile mitleidig an. Arme kleine lebensluſtige Lore...„Dann werden wir ihn alſo hier begraben,“ ſagt er dann leiſe. Lore zwang tapfer ihre Tränen herunter. „Wann?“ fragte ſie kaum hörbar. „Uebermorgen wahrſcheinlich...“ Uebermorgen— da wollten wir abreiſen, da wollten wir Hand in Hand im Abteil ſitzen und zu den Eltern fahren... Uebermorgen! Warum ſind wir nicht zwei Tage eher gefahren?d Warum hat es nicht geſtürmt und geſchneit, ſo daß er ſeine Tour hätte aufgeben müſſen? Warum überhaupt mußte er unbedingt dieſe Tour machen? Warum hab' ich ihn nicht mit aller Kraft davon zurückgehalten? Warum hab' ich nicht geſpürt, was kommen würde? Aber ich hab's geſpürt! Ich hab's geſpürt— ganz gelaſſen und ahnungslos hab' ich ihm nachgeſchant, wie er doyon zog... Jetzt weinte ſie doch. Sie hob ihr Taſchentuch vor die Augen und ſchluchzte lautlos vor ſich hin. Herr Lauders ſaß ihr gegenüber, blaß und abge⸗ ſpannt und von einem faſt zärtlichen Mitgefühl er⸗ füllt. Und auch von einer ehrlichen Trauer um Silly Alders⸗Schöna. Gewiß, er war ein leichtſin⸗ niger Burſche geweſen ein Hansdampf in allen Gaſ⸗ ſen. Und dieſe Liebelei mit der Burgel war nicht ſehr nett von ihm— wo er doch ernſte Abſichten auf Lore Schneider gehabt hatte. Aber, du lieber Gott, er war eben ein richtiger Wiener: leichtlebig und raſch entflammt. Und es aab ſchließlich für einen jungen Mann ſchlimmere Fehler als die. Er erhob ſich und ging zu Lore hin, die ſich in⸗ deſſen wieder die Augen getrocknet hatte.„Verzei⸗ hen Sie“, ſagte er leiſe,„daß ich Ihnen gerade jetzt mit ſo banalen Fragen kommen mußte. Aber da Sie die einzige ſind, die zu ihm gehört—?“ Lore nickte und ſtand ebenfalls auf. Dann gaben ſie ſich ſtumm die Hand, und Herr Lauders gelei⸗ tete ſie behutſam und liebevoll bis zur Tür.„Es iſt keiner im Haus“, ſagte er noch,„der nicht mit Ihnen trauerte, Fräulein Schneider!“ Dann öff⸗ nete er die Tür und ſah ihr nach, wie ſie klein und ſchmal den Korridor entlangging, noch kleiner und ſchmaler und zietlicher als ſonſt und mit einer ſo rührend⸗demütigen Trauer in jeder Bewegung. Ja, ſie trauerten wirklich alle mit ihr. Noch nie war es im Hotel ſo ſtill geweſen wie heute. Kein Menſch in der Halle, kein Menſch im Spielzimmer. Faſt alle Gäſte hatten ſich in ihre Zimmer zurückge⸗ ron de Tananarivo“(„Die Trompete von Tanan rivo“) die Heldentat des Joſeph Morhain beſing Nun iſt der Siebzigiährige von ſeinem eigenen So ermordet worden— um eines Betrages vont Francs willen, den der Vater dem Sohn verweiger hatte. Erſt nach einer Woche entdeckte man die Leiche deg einſtigen Kolonialhelden, die der Mörder ver graben hatte. — Mit Bewunderung vermerken die Blätter auß San Juon(Argentinien) eine Operation, die der National⸗Senator Dr. Cantoni in ſeiner Eigenſchaſt als Arzt durchführte, eine Operation, die in ihrer Art in der chirurgiſchen Wiſſenſchaft nicht alltglich iſt. Dr. Cantoni wurde an das Krankenlager eines jun⸗ gen Patienten gerufen, der ſich infolge eines gefähr⸗ lichen Abſzeſſes unter den Rippen dem Tode nahe befand. Eine ſofortige Operation konnte nur noch helfen. Cantoni hatte aber die nötigen Inſtrumente nicht bei ſich. In der Not griff er zu behelfsmäßigen Mitteln. Mit einem gewöhnlichen Meſſer legte er den Krankheitsherd frei und bediente ſich dann einer Schere, wie ſie in den Weinbergen zum Stutzen der Weinſtöcke Verwendung findet. Mit dieſem primi⸗ tiven Inſtrument ſchnitt er dem Patienten eine ſei⸗ ner Rippen heraus, um dadurch die Entfernung des Abſzeſſes zu ermöglichen. Die Operation iſt geglückt, und der Patient iſt auf dem Wege der Geneſung. * — Modiſche Torheiten ſür Männer, angeblich in USA erfunden, haben ſich auch jetzt in Londons vor⸗ nehmen Stadtteil Mayfair eingeniſtet. In den Cock⸗ tail⸗Bars ſieht man ſie gelegentlich. Das„dinner“ jacket“(in Deutſchland Smoking) wird nicht in feier lichem Schwarz, ſondern in allen Farben des Regen⸗ bogens getragen, grasgrün, purpurfarben und knall⸗ rot. Und nun hat es ſich auch noch herumgeſprochen, daß als tonangebende Neuerung der Herr und die Dame Straßenkleidung aus der gleichen Stoffart tragen. Wieweit ſich dieſe Dinge in England wirk⸗ lich durchſetzen werden, iſt eine andere Frage. * — Auf Hawai veranſtaltete man ein Ananaswett⸗ eſſen, bei dem der Buchhalter eines amerikaniſchen Exporthauſes den erſten Preis und eine ſchwierige und langwierige Magenerkrankung davongetragen hat. Der Sieger hatte in der Rekordzeit von 55 Mi⸗ nuten 32 Ananas ohne Schale verſchlungen. Noch am ſelben Abend mußte er in das Krankenhaus gebracht werden, wo er operiert wurde. Obwohl keine un⸗ mittelbare Lebensgefahr für den Ananas⸗Eſſer be⸗ ſteht, wird er wahrſcheinlich nie mehr eine Ananas⸗ frucht auch nur anſehen wollen. * — Vor 80 Jahren ſtarb in London George Frede⸗ rick Robinſon Marqueß of Ripon, der bekannte eng⸗ liſche Staatsmann, der 1880 Vizekönig von Indien wurde und ſpäter lange Jahre dem Kabinett als Staatsſekretär für die Kolonien angehörte. An ſei⸗ nem 30. Todestage will man nun den Marquis zum „größten Jäger der Weltgeſchichte ernennen. Nach ſeinen eigenen Aufzeichnungen hat der Marquis von Ripon, der von Kindheit an ein leidenſchaft⸗ licher Weidmann war, 316 699 Tiere erlegt. Jede Art von jagdbaren Tieren, vom Kaninchen bis zum Rhinozeros, fiel ſeiner Büchſe zum Opfer. Allein über tauſend Tiger erbeutete er während ſeiner Amtszeit als Vizekönig von Indien, und ſein Weid⸗ mannsglück war in ganz England geradezu ſprich⸗ wörtlich geworden. fanten, Raubyögel ereilte ſeine Flinte in gleicher Weiſe. Seine Jagdtrophäen füllten ein ganzes Haus, und ſo oft Ripon an Wettbewerben, bei denen es auf die Schießkunſt ankam, teilnahm, ging er als Schützenkönig hervor. Im Alter von 80 Jah⸗ ren ging der Marquig noch regelmäßig zur Jagd. Ob er den Titel„Größter Jäger der Weltgeſchichte“ zu recht tragen wird, bleibt freilich zweifelhaft, denn es gibt ja kaum Vergleichsziffern, mit denen ſich das beweiſen lieſſe. Die Ripon⸗Fälle am Aus⸗ tritt des Nils, die 1862 entdeckt wurden, ſind nach dem Marquis benannt. zogen; hie und da ſah man ein paar auf dͤͤem Kor⸗ ridor oder im Büro zuſammenſtehen und flüſtern. Sehr viele meldeten ihre Abreiſe für den Tag nach der Beerdigung an; ein paar ſuhren ſchon vor⸗ her. Die Lawinenangſt war plötzlich über ſie ge⸗ kommen. Die Berge drückten ſie: das Atmen wurde ihnen auf einmal ſchwer. Nur Herrn Hartwig ſchien das Unglück merk⸗ würdig angeregt zu haben. Er war von einer ſelt⸗ ſamen Lebendigkeit, tauchte überall neben Herrn Lauders auf und geiſterte in einer ſonderbar ruhe⸗ loſen Weiſe im Hauſe umher. Wußte der liebe Himmel, was mit ihm los war! Aber wer achtete überhaupt darauf? Nicht ein⸗ mal Mrs. Alderman, neben der er ſeit einigen Ta⸗ gen wohnte und die ſein unaufhörliches Auf und Ab und Her und Hin doch zuerſt hätte bemerken müſſen. Mrs. Alderman hatte jedoch die Lawinen⸗ angſt am meiſten gepackt. Sie hatte ſchon am Mor⸗ gen— wahrſcheinlich infolge des ſtarken Föhns— ein wenig Migräne gehabt und darum Herrn Uhl⸗ feldt, der ihr vor Tiſch einen Beſuch abſtatten wollte, nicht empfangen. Als er dann aber gegen drei wieder bei ihr klopfte und ſehr dringlich bat, hereinkommen zu dürfen, da er ihr eine ſehr beſtürzende Mitteilung zu machen habe, hatte ſie ihn eingelaſſen. Und keine fünf Minuten ſpäter— Herr Uhlfeldt hatte ſeinen Bericht von dem Lawinerunglück noch nicht einmal ganz beendet— hatte ſie fürchterliche Weinkrämpfe bekommen, ſo daß der Arzt gerufen werden mußte und daß man über dieſer neuen Aufregung die an⸗ dexe, viel tragiſchere, vergaß. „Ich reiſe ab!“ hatte Mrs Alderman unter halt⸗ loſem Weiner geſchrien.„Ich reiſe ab! Ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr! Soll kommen was will— ich halt's hier nicht mehr aus! Ich werde verrückt! Ich reiſe ab— ich gehe zu Fuß zur Bahn, wenn's ſein muß! Nein, laßt mich! Seid ſtill! Was redet ihr denn? Was wißt denn ihr? Bitte,'raus aug meinem Zimmer! Raus! Laßt mich allein! Ich kann euch nicht ſehen, euch— euch!“ Sortſetzung folat) SIRörtprx Vorteilhöft beĩ Anker⸗ Löwen, Alligatoren, wilde Ele⸗ +55* ˙322—————————————— 2 7 2529 23 S2, 2 S +———— 2—— ——— 392———— —— —— rrn nstag, 28. März 1939 7. Seite Nummer 100 8— 15000 werden aufmarſchieren Neue Mannheimer Zeiktung/ Mittag⸗Ausgabe — LE Am 14. Mai in Karlsruhe: Landesfeuerwehrtag Landesausſchußſitzung des Badiſchen Feuerwehrverbandes bid. Lörrach, 28. März. Am Samstagnachmittag fand hier eine Lan⸗ desausſchußſitzung des Badiſchen Feuerwehrver⸗ bandes ſtatt, die letzte vor dem großen Lan⸗ desſeuerwehrtag in Karlsruhe, der in dieſem Jahr am 14. Mai durchgeführt wird. om Stab des Landesſeuerwehrführers konnte Mmerad Wolf die vollzählig erſchienenen Kreis⸗ ſeuerwehrführer und Sachbearbeiter ſowie Regie⸗ kungsrat Trippel als Vertreter des Staates begrü⸗ en. Landesfeuerwehrführer Bürgermeiſter Bürkle Baden⸗Baden) ſtellte zunächſt die Ziele heraus, die er Landesfeuerwehrverband mit ſeinem großen reffen in Karlsruhe verfolgt. Es gelte vor allem zu zeigen, wie groß und machtvoll die Organiſation heute daſteht und was ſie für den Staat und die olksgemeinſchaft leiſte. Wir brauchen, ſo führte der Landesfenerwehr⸗ führer aus, die Anerkennung der Maſſen des Volkes, wir brauchen die Auſmärſche aber auch im Intereſſe unſeres Nachwuchſes. Der Auſtrag, der geſtellt ſei, lautet, das Feuerlöſch⸗ weſen auf einen der heutigen Zeit entſprechenden Stand zu bringen. Deshalb müßten auch die neuen Veräte vorgeführt werden. Es müſſe auch endgültig mit der Anſchauung gebrochen werden, daß für die Feuerwehr nur Männer da zu ſein brauchten, die 45 Vahre alt ſind. Junge kräftige Männer müßten von der Feuerwehr geſordert werden. Der kom⸗ mende Landesfeuerwehrtag in Karlsruhe werde gegenüber dem Vorjahr eine weitere Steigerung ringen. An dem Aufmarſch werden diesmal, 15 000 Mann teilnehmen. Die Vorführungen durch ein ſogenanntes Uebungs⸗ bataillon von 500 Mann im Hochſchulſtadion werden insbeſondere auch Uebungen bringen, die in ſport⸗ licher Hinſicht dem Zuſchauer vieles bieten. Den Borführungen von 30 Leichtmotorſpritzen, wie ſie für kleine Gemeinden geeignet ſind, wie dieienigen er modernen Schaumlöſchgeräte dürſten allgemet⸗ nem Intereſſe begegnen. Nach den Vorführungen wird auf dem Platz der SA ein großer Appell ſtatt⸗ ſinden. Der große Vorbeimarſch wird inſofern etwas Reues bringen, als diesmal jeder Kreis mit dem Kreisfener⸗ wehrführer an der Spitze geſchloſſen auſtre⸗ treten werde. „Kuch Abteilungen auf Motorrädern und Fahrrädern werden ſich im Zuge befinden. Schließlich gab der Landesfeuerwehrführer noch en Dank des Reichsführers, bekannt für die Opferwilligkeit, die die Freiwilligen Feuerwehren rch ihre Mitwirkung am Tag der Deutſchen Polt⸗ zei an den Tag gelegt haben. Scheune durch Eroͤrutſch eingeſtürzt Folgen des naſſen Wetters OHeppenheim, 28. März. Durch die naſſe Witterung der letzten Zeit iſt im benachbarten Ham⸗ bach in kurzen Zeitabſtänden eine Scheune durch einen Erbrutſch eingeſtürzt. Diesmal handelt es ſich um die Scheune von Landwirt Joſ. Schmitt. Die Stallungen mit Viehbeſtand konnten durch die ſtarken Manern der Nachbargebände gerettet werden, o daß kein größerer Schaden entſtand. Die Feuer⸗ wehr hatte die Aufräumungsarbeiten ſofort auf⸗ genommen. Was gibt es Neues in Lampertheim? a Lampertheim, 28. März. Am Samstagabend hielt der Reichskolonialbund im„Darmſtädter Hoſ“ einen erſten Werbe⸗Abend ab. Ortsverbandsleiter Pa. Sinner konnte neben den mehr als 500 Volks⸗ genoſſen, Vertreter der Partei, Gaugeſchäftsſührer es RKB., Pg. Ferſe⸗Frankfurt, Hauptmann Ma⸗ rillak, ſowie die Ortsverbandsleiter von Mannheim, Ludwigshafen ſowie des Riedes begrüßen, die mit zahlreichen uniformierten Kameraden nach Lampert⸗ heim gekommen waren. Danach nahm Kamerad Zorn von Frankfurt die Fahnenweihe der Kolonial⸗Kriegerkameradſchaft Ried vor. Im Namen er 15 Lampertheimer Kolonialkämpfer übernahm g. Sinner die Fahne in treue Obhut. Sodann nahm Pg. Sinner die Ehrung des verdienten Tſingtau⸗ kämpfers Wilhelm⸗Bobſtadt vor. Er erhielt den Kolonial⸗ Elefantenorden. Haupt⸗ mann Marillak überreichte Pg. Sinner als Anden⸗ ken an dieſen erſten Werbeabend ein Bildnis des Bundesführers Ritter v. Epp. Der Betriebsobmann und Gemeinderat Pg. Lud⸗ wig Bräuler von bier. der 5 Jaßre bei der Doll⸗ ſtoffabrik Waldhof beſchäftigt iſt, wurde dort aus dieſem Anlaß geeyrt. Das Polizeiamt Lampertheim erhiel einen Polizeimeiſter. Nachdem längere Zeit dieſe Stelle beim hieſigen Polizeiamt unbeſetzt war, erfolgte jetzt die Beſetzung. Polizeihauptwachtmei⸗ ſter Götz, der Mitte März von Worms nach hier verſetzt wurde, erhielt durch Bürgermeiſter Grün⸗ wald als Ortspolizeibehörde ſeine Ernennung zum Polizeimeiſter für Lampertheim. Reichsbahninſpektor Eberts, der etwa 15 Jahre beim hieſigen Bahnhof als Vorſteher bedienſtet war, wurde mit Wirkung vom 1. März nach Groß⸗Gerau verſetzt, wo er ſeinen Dienſt bereits angetreten hat.— Herr Zollaſſiſtent M. Weiher vom hieſigen Zollamt wurde mit Wirkung vom 1. April nach Viernheim verſetzt. Die hieſige Friſeurinnung hat beſchloſſen, jeweils an beiden Feiertagen zu Weihnachten, Oſtern und Pfingſten die Geſchäfte geſchloſſen zu halten. Auch wurde beſchloſſen, den Ladenſchluß um 19 Uhr, Mittwochs und Samstags um 20 Uhr, ſtreng durchzuführen. lick auf Ludwigshafen Auf oſſener Straße beſtohlen Was die Polizei notiert h Ludwigshafen, 25. März. Geſtern nachmittag wurde einer ledigen Kon⸗ toriſtin auf offener Straße aus einer Einkaufstaſche der Geldbeutel mit 4 Mark Inhalt von einem unbekannten Bürſchchen letwa 13—14 Jahre alt) entwendet. *. Eine Ehefrau wird der Kuppelei an der eigenen, 17jährigen Tochter beſchuldigt. Handharmonika als Orcheſterinſtrument Nene Muſik von Friedrich Haag im Pfalzbau⸗ Konzertſaal dr. h. Ludwigshafen, 27. März. Die Fachſchaft Volksmuſik in der Reichsmuſik⸗ kammer bemüht ſich redlich darum, die orcheſtrale Verwendung der Handharmonika auf die muſikaliſch und kulturpolitiſch vertretbaren Bahnen zu lenken. So trat auch die hieſige Bezirksleitung zum erſten Male mit einer eigenen Muſterveranſtaltung vor die Oeffentlichkeit. Der Fachſchafts⸗Landesleiter Dr. Feiler ſprach über die Handharmonika als Solo⸗ und Orcheſter⸗Inſtrument und dann über die Fra⸗ gen der Programmgeſtaltung. Wird die Handhar⸗ monika als Solo⸗Inſtrument verwendet(bei Wanderungen, im Lager!), dann iſt ſie reines Volks⸗ inſtrument, auf dem man Ländler, Walzer und Märſche ſpielt. Anders liegt es, wenn ſie als Or⸗ cheſterinſtrument verwandt wird. Hier waren ſchwierige Aufgaben zu bewältigen. Anſangs war keine Fachliteratur vorhanden; jeder ſpielte aus ſei⸗ nen Noten dasſelbe: Märſche oder Walzer, und ſpä⸗ ter kamen ſchlechte Bearbeitungen von Opernmelodien u. dgl. heraus. Wenn man ſo eine große Zahl gleich⸗ ſpielender Spieler zuſammenfaßt und maſſiert, er⸗ zielt man lediglich eine größere Lautſtärke. Man muß darum eine Unterteilung der Stimmgruppen, entſprechend dem Orcheſter, vornehmen. Friedrich Haag, Hugo Herrmann und neuerdings Hermann Zilcher ſchrieben dafür Spezialkompoſitionen. Wie das Inſtrument richtig innerhalb der Klanggemein⸗ ſchaft des Orcheſters behandelt wird, zeigte anſchlie⸗ ßend eines der beſten Handharmonika⸗Orcheſter Schlußfeiern der Schwetzinger Schulen * Schwetzingen, 28. März. Zur Entlaſſung der Abiturienten veranſtaltete die Hebelſchule im„Haus der Treue“ eine Feier⸗ ſtunde, zu der die Elternſchaft ſowie Vertreter der Partei und der Stadt ſehr zahlreich erſchienen waren. Unter Leitung von Aſſeſſor Renner ſang, begleitet vom Schülerorcheſter, der Chor. Abiturient Fritz Nagel hielt die Abiturientenrede über„Großdeutſch⸗ land— Sehnſucht und Erfüllung“. Schulleiter Direktor Ernſt Karl ſprach dann zu den Abiturien⸗ ten und Ortsgruppenleiter Steil verſäumte es nicht, die jungen Menſchen zur höchſten Pflicht⸗ erfüllung aufzurufen. Im Anſchluß an die Reden konnte Direktor Karl für beſonders gute Leiſtungen verſchiedene Preiſe verleihen. 89 Im„Hirſch“ fand die Entlaſſungsfeier für 16 Schüler und Schülerinnen der Höheren Han⸗ delsſchule Schwetzingen ſowie für 46 Schüler und Schülerinnen der Handelsſchule ſtatt. Der Schulvorſtand verteilte nach einer Anſprache die Preiſe für gute Leiſtungen. * Die Volksſchule hatte 126 Schüler zu entlaſ⸗ ſen. In der prächtig ausgeſchmückten DT⸗Turn⸗ halle wurde die Feier begangen. Die Jugendkapelle ſowie Lieder, Sprechchöre und Einzelvorträge leiteten zur Anſprache von Rektor Breunig über. Auch Ortsgruppenleiter Steil ſprach hier zur Jugend. Ihren 75. Geburtstag konnte hier Frau Marie Bertſch, geb Umhey, Viktoriaſtraße, feiern. An der Bahnüberführung der Straße nach Heidel⸗ berg ſcheute ein Pferd eines Fuhrwerkes in⸗ folge eines entgegenkommenden Laſtkraftwagens. Dabei ſtießen beide Fahrzeuge zuſammen und es entſtand ein nennenswerter Sachſchaden. Das hieſige Standesamt verzeichnet an Ein⸗ tragungen in letzter Woche: 2 Geburten, drei Ehe⸗ aufgebote, drei Eheſchließungen und einen Sterbefall. Fubilaum in Oitereheim 10 Jahre Tabalfachſchaft * Oftersheim, 28. März. In der Jahreshaupt⸗ verſammlung der Tabakfachſchaft wurde das 10⸗ jährige Beſtehen der Tabakfachſchaft Oftersheim, gefeiert. Aus den Tabakbauvereinen iſt dieſe hervorgegangen, die ſich zur Hauptaufgabe die Erzeugung von Qualitätstabak gemacht hat. Der ſtellv. Ortsbauernführer A. Gieſer begrüßte die im„Hirſch“ verſammelten Bauern und Landwirte. Tabakfachſchaftsführer Jakobi ſchilderte ſodann die Aufgaben der Tabakfachſchaft. Daß dieſe auf dem beſten Wege iſt, zeigen die letzten Tabaklieferungen, wobei die Tabakbauern erhebliche Zuſchläge zum Grundpreis für gute Waren erzielt haben. Hockenheimer Frühlingsfeſt ohne Frühlngslüſtert 2 2* 2 Heute ſolgt der Frühjahrsmarkt * Hockenheim, B. März. Am Samstagabend hat hier das 6. Volks⸗ und Frühlingsfeſt be⸗ gonnen, das jedoch leider unter der Ungunſt der kalten Witterung zu leiden hatte. Trotzdem ließen ſich die Hockenheimer, beſonders aber die Jugend, nicht abhalten, dem Meßplatz einen Beſuch abzu⸗ ſtatten, auf dem eine ſchöne Zelt⸗ und Budenſtadt erſtanden war. Das Frühlingsfeſt, das am Montag ſpeziell den Kindern gewidmet war, leitet am Dienstag zum Frühjahrsmarkt über. Den Abſchluß bildet am Dienstag ein Brillantfeuerwerk. Generalverſammlung des Reilinger Sängerbundes * Reilingen, 25. März. Im Sängerheim fand die gutbeſuchte Generalverſammlung des„Sänger⸗ bundes“ ſtatt. Vereinsführer Langlotz ſprach herzliche Begrüßungsworte. Als erſten Punkt der Tagesordnung konnte der Vereinsführer mehrere Sängerkameraden für lückenloſen Singſtunden⸗ beſuch das Sängerglas überreichen. Schriftführer Firnkes gab den umfangreichen Tätigkeitsbericht bekannt und Kaſſierer Krämer konnte die Mit⸗ glieder mit einem guten Kaſſenbeſtand erfreuen. Der ſeitherige Vereinsführer, der auch ſeine Mitarbeiter erneut im Amt beſtätigte, wurde wiedergewählt. * Brühl, 25. März. Der Ziegenzuchtver⸗ ein Brühl, der auch Rohrhof ſowie die JG.⸗Sied⸗ lung umfaßt, hielt im„Löwen“ ſeine ordentliche Generalverſammlung ab, die von Vereins⸗ führer Franz Schmitt eröffnet wurde. Die Berichte des Schriftführers ſowie des Kaſſenwartes wurden in Ordnung befunden und zum Vorſtand wurde Mit⸗ glied Heinrich Keßler hinzugewählt. * Brühl, 28. März. Kreisſiegerin Fräulein Grete Grüner, in der JG⸗Siedlung wohnhaft, ging im Reichsberufswettkampf der Induſtriegruppe Chemie als Kreisſiegerin hervor und nimmt demzu⸗ folge am Gauwettkampf teil. Frl. Grüner war im letzten Jahr ſchon Gauſiegerin und hat ſich auch am Reichsentſcheid beteiligt. * Plankſtadt, 28. März. Die Volksſchule Plankſtadt hielt ihre Feierſtunde zum Schul⸗ ſchluß im feſtlich geſchmückten Roſengartenſaal ab. Dabei gelangte ein choriſches und muſikaliſches Werk „Das Lied der deutſchen Arbeit“ unter Mitwirkung des Schülerchors und des Streichorcheſters des Lehr⸗ körpers zur Aufführung. Nach dem Chor„Heilig Vaterland“ erfolgte die Anſprache durch den Schul⸗ leiter, Rektor Geiß. * Reilingen, 28. März. In der Abteilung Nah⸗ rung und Genuß gingen zwei Reilingerinnen als Kreisſiegerinnen hervor! Leuchen Gögely und Roſa Kneis. Deutſchlands, dasjenige aus Saarbrücken. Es be⸗ gann mit Haags feſtlichem Vorſpiel; hier ſind dem Handharmonika⸗Orcheſter auch zwei Trompeten und Pauken beigeſellt, die eine intereſſante und glanz⸗ volle Klangmiſchung ergeben. Dann folgten zwei Stücke aus Haags Romantiſcher Suite„Rothenburg ob der Tauber“: der„Mars⸗Marſch der Stadtpfeifer“ und„Vor einer alten Kirche“ erweckt ſinnvolle pro⸗ grammatiſche Vorſtellungen im Hörer. Wie das Inſtrument in chromatiſchem Trio zu verwenden iſt, zeigte dann Haags„Sarabande“, der alte Tanz, der in Bachſchen Suiten ſchon auftaucht, im Dreiviertel⸗ takt. Im Tänzeriſchen Intermezzo von Haag er⸗ zeugte die Stimmenunterteilung wiederum über⸗ raſchende Wirkungen. Nun folgten die Drei kleinen Feiermuſiken H. Herrmanns und Herm. Schitten⸗ helms bunte Reihe Schwäbiſcher Melodien, worin die chromatiſchen Begleitinſtrumente dem Chor der diatoniſchen Handharmonikas ſelbſtändig unter⸗ malend gegenübertreten. Vorausgegangen war dieſem Programm der Saarbrücker Gäſte unter Alfred Geiſels Stab⸗ führung ein kurzes Auftreten des hieſigen Be⸗ zirks⸗Orcheſters unter Leitung von Karl Bon⸗ quet mit den„Deutſchen Tänzen“ von Curt Mahr. Orcheſter und Dirigenten trugen wohlverdienten ſtar⸗ ken Beifall heim. Dr. Fritz Hanbold Segen feöge Lergouh Das wird teurer Salat werden! Eine Oggers⸗ heimerin entwendete vom Gelände eines Max⸗ dorfer Landwirtes etwa 30 Pfund Feldſalat, der von dem Beſtohlenen mit etwa 20 Reichsmark bewertet wird. Das Diebesgut wurde beſchlagnahmt und zurückgegeben. Ludwigshafener Veranſtaltungen Heute Pfalzban⸗Kaffeehaus; Dilettanten⸗Abend Pfalzban⸗Konzertſaal: Elternabend der Rheinſchule. Bayeriſcher Hieſl: Konzert und Tanz Kaffee Vateiland: Konzert und Tanz. Leſeſaal des Geſellſchaftshauſes: Geöffner 15 bis 20 Uhr⸗ Fichtſpiele: Ufa⸗Palaſt im Pfalzbau und Ufa⸗Rheingold:„Ich verwei⸗ gere die Ausſage“.— Palaſt⸗Lichtſpiele:„Bei ami“.— Union⸗Theater:„Piraten in Alaska“. Atlantik:„Scotland Yard auk falſcher Spur“. Juiuulbuuα u ͤ ni Was bringt der Kreistag der NS d? Der Kreistag der NSDAp wird am 31. März u. a. mit der Einweihung der neuen Dienſtſtelle der Kreisleitung(Schloßberg Nr. 1) eingeleitet. Am 1. April findet um 11 Uhr— nach der Flaggenhiſſung um 10.45 Uhr— die Eröff⸗ nung der Ausſtellung„Arbeit ſchafft Werte“, Leiſtungsſchau zum Kreistag der NSDAP Heidel⸗ berg, durch den Schirmherrn der Ausſtellung, Mini⸗ ſterpräſident Walter Köhler ſtatt. Um 15.30 Uhr iſt die Beſichtigung der Politiſchen Lei⸗ ter des Kreiſes durch Gauleiter Robert Wagner auf dem Univerſitätsplatz. Ab 20 Uhr ſind Kamerad⸗ ſchaftsabende in den Stadtortsgruppen. Am 2. April: Feierſtunde der Hitler⸗Jugend(Aula der neuen Univerſität, 11 Uhr)— Fußball⸗Städte⸗ kampf Heidelberg gegen Karlsruhe (Union⸗Sportplatz, 10.15 Uhr)— Großkundgebung (Univerſitätsplatz, 15 Uhr) mit anſchließendem Vorbeimarſch beim„Europäiſchen Hof“ in der Anlage— um 17 Uhr beginnend das große Volks⸗ feſt auf dem Marktplatz, Kornmarkt und Karls⸗ platz in der Altſtadt. Ueber das Programm des Kreistages im einzelnen berichten wir noch. Heidelberger Veranſtaltungen Hehte Städt. Theater:„Ich bin kein Caſanova“(St. Pl.⸗Miete A 6, Pr. Gr. 3, 20 bis 22.30 Uhr). Haus der Kunſt: Gemöldeausſtellung„Kunſtſchaffen der Oſtmark“ und„Steiermärkiſch⸗Kärntneriſche Graphik“. Aus den Kinos: Capitol:„Hotel Sacher“.— Schloß⸗Filmtheater:„Ein hoffnungsloſer Fall“.— Kammer und Odeon:„Drunter und drüber“.— Gloria: Neues Programm. Eppinger Schweinemarkt fällt aus Eppingen, 27. März. Da im 15⸗Km.⸗Umkreis die Seuche ausgebrochen iſt, muß nun wieder unſer Schweinemarkt ausfallen. * Eberbach, 24. März. In den Steinbrüchen zwichen Eberbach und Hirſchhorn wurden die Fahr⸗ räder zweier Eberbacher Arbeiter entwendet. Der Gendarmerie iſt es nun gelungen, die beiden Diebe bald nach der Tat zu faſſen.— Die Poſt⸗ autos, die von der Höhe des Winterhauchs kommen, waren auf den Höhenſtraßen ſtark am Fah⸗ ren behindert, da dort vielerorts große Schnee⸗ verwehungen beſtehen. Meiſt mußten ein⸗ zelne Straßenſtellen erſt gebahnt werden, da⸗ mit der Verkehr möglich wurde.— Die hieſige Oberſchule hielt am Donnerstag in der ſtädti⸗ ſchen Turnhalle ihre diesjährige Schlußfeier ab. —......———— wußte er, daß ſie die Unwahrheit geſagt hatte? Nun war alles aus! Durch die Blume. „Ihr Auftrag wird mit gewohnter Zuverläſſigkeit erledigt“, ſagte der Inhaber des Blumengeſchäftes und ſchloß mit verbindlichem Lächeln die Tür hinter dem Kunden. Dann ging er in die Binderei:„25 dunkelrote Roſen hat der Herr, der neuerdings täglich kommt, heute beſtellt. Tun wir mal was Extras, geben Sie 10 Roſen zu.“ An ihrem Geburtstagsmorgen empfing Erika die wundervollen Roſen. Klopfenden Herzens las ſie den Brief, der beilag: „... womit könnte ich wohl meine Bewunderung ſür Deine Schönheit mehr zum Ausdruck bringen als durch den 6 dieſen Königinnen unter den Blumen, von denen eine jede ein Jahr ines vergangenen Lebens verſinnbildlichen ſoll“ eiter kam Erika nicht. Was war das? 35 Roſen? Ja, aber ſie hatte Hans doch immer erzählt, daß ſie erſt 25 Jahre alt ſei. Woher mir verzeihen, daß ich dich belogen habe?“ Vergleich mit Noch nach Jahren mußten Beide lächeln, wenn ſie an die merk⸗ würdigen Begleitumſtände zurückdachten. Weinend war ihm Erika entgegengekommen.„Hans, kannſt du Und dann folgte eine Ueberraſchung der anderen. Die größte für Hans, wie eine Frau es fertig bringt, daß ſelbſt erfahrene Menſchenkenner ſie für 10 Jahre jünger halten als ſie wirklich iſt. Was hatte Erika getan? Vor 10 Jahren hatte ſie einmal von Marylan⸗Creme geleſen. Ein Freibezugſchein macht ihr, die zweifelte, den erſten Verſuch leicht. Und ſiehe da: Marylan⸗Creme hatte nicht zuviel verſprochen. Hautfehler ſchwanden. vorhandene kleine Fältchen glätteten ſich und ſamen dank der(äalichen Hautoflege mit Marylan⸗Creme nie wieder. Erika konnte ſich begeiſtert den zahlreichen Anerkennungsſchreiben, darunter auch viele von Aerzten, anſchließen. Machen Sie s wie Erika! Schneiden Sie den Freibezugſchein aus, legen Sie ihn in einen ofſenen Briefumſchlag, den Sie mit 3 Pfg. frankieren und ſenden Sie ihn an den Marylan⸗Vertrieb, dann er⸗ halten Sie koſtenlos die Probe und ein Buch, aus dem Sie erſehen werden, wie einfach es iſt, mit Hilfe von Marylau⸗Creme Jugend und Schönheit zu gewinnen und zu erhalten.— Beachten Sie bitte auch die anderen Erzeugniſſe des Marylan⸗Vertriebs: Marylan⸗Zahnpaft ugnif e8 B bs: N 3² a „Myrrhengold“, ein beſonders wirkſames Mittel zur Wflene 8 Zähnen und Zahnfleiſch, und Marylan⸗Schönheitsſeiſe, eine hochwer tige und milde Seife von zartem Duft.— Meine S 1 den einſchlägigen Geſchäften zu haben. Freibezugſchein: Marylan⸗Vertrieb, Berlin 302, Blücherſtr. 22 Senden Sie mir bitte völlig koſtenlos und portofrei eine Probe Maxylan⸗ Creme, das lehrreiche Schönheitsbüchlein mit Abbildungen und Druck⸗ ſachen über Seiſe und Zahnpaſta. ——————ñ— 4 3 * 12 3* r — —————— —— ——— 8. Seite Nummer 145 Dienstag, 28. März 109 Jußball in Tura triumphiert auf dem Horeb— Die Abſtellung von Spielern unſerer ſpielſtarken Be⸗ ſtarken Bezirtsklaſſen zum Kampfe der Nachwuchself gegen die Mannſchaft von Jtalien B in Frankfurt a. M. und die ehrenvolle Berufung der tüchtigen Stürmer Rein⸗ hardt vom Vfg Frankenthal, Walter vom 1. FC Kai⸗ ſerslautern, dem Meiſter von der Mittelpfalz, ſowie des famoſen, ſtahlharten Läufers Gärtner der Olympia Lorſch, die mit dem großartig ſpielenden Stopper Heer⸗ mann vom Se Walohof,(um im engeren Kreis zu bleiben), an dem glanzvollen:1⸗Siege größten Anteil hatten, trug dazu bei, daß man in den Spielen um die Punkte eine kleine Gefechts⸗ und Atempauſe einlegte, die der Mehrzahl der Vereine, denen noch das„Geſpenſt des Abſtiegs“ im Nacken ſitzt, zur Samm ung neuer Kräfte, für den Endkampf nicht ungelegen kam. „Nur die Tura, die ja bekanntlich ihr„Schäſchen ins Trockene“ gebracht hat und die nach oben nichts mehr zu erhoffen, noch unten aber auch nichts zu befürchten hat, war rege. Man tat einen kleinen Abſtecher in die Schuhmetro⸗ pole Pirmaſens und landete dort in dem Treffen auf dem Hor eb: Fg Pirmaſens— Tura Ludwigshaſen:4 einen eindrucksvollen Sieg. Dem ſoeben abgeſtiegenen Fg, der auch in Mannheim kein Unbekannter iſt, war man ſtets überlegen und bereits beim Wechſel lag„Kornblumenblau“ mit:0 Treffern in Front, um dann ſofort das 4. Tor zu ſchießen. Die Gaſtgeber verſuchten ſich nun in allerlei Um⸗ ſtellungen, wendeten mehr Mühe auf und holten ſchließlich, nachdem der Torhunger der Tura geſtillt war, zwei Treffer heraus, ſo daß ihre Niederlage einigermaßen in erträg⸗ lichem Rahmen blieb. der Pfalz Bürſtadt aus der Pokalkonkurrenz In Bürſtadt hatte man in dem Treſſen BVfR Bürſtadt— Konkordia Gernsheim 223 das im Rahmen des Wettbewerbes um den Tſchammer⸗ pokal als Wiederholung ſtieg, da das Vorſpiel in Gerus⸗ heim trotz Verlängerung unentſchieden ausgegangen war, die Rechnung„ohne den Wirt“ gemacht. Zweimal war der Vſck in Führung gegangen. Die Männer aus Gernsheim ließen ſich jedoch nicht den Schneid abkaufen, ſondern kämpften, nach Bedarf mitunter rauhbeinig, mi: größtem Eiſer und dem Erfolg, daß der allzu ſiegesſichere Gaſt⸗ geber klein bei drehen mußte. Beſonders erwähnt zu werden verdient auch der hohe Sieg der Kammgarn Kaiſerslautern— Fé Rodalben 71 Die Lauterer waren in dieſem Treſſen, das als Punkte⸗ und Pokalſpiel gewertet wurde, ihrem Gegner haushoch überlegen und kanterten dieſen in überaus ſicherer Ma⸗ nier nieder. Erſt in der 60. Minute, als die Kammgarn⸗ leute Rodalben mit:0 ſchon ſicher„umgarnt“ hatten, kamen die Unterlegenen zu ihrem einzigen Tor, dem die Lauterer noch 3 weitere Treſfen entgegenſetzten. In den Gruppen der Kreisklaſſe 1 iſt das Rennen um die Abteilungsmeiſterſchaften gelaufen. Während in Gruppe 1 die TS Rbeingön heim bei 20 Spielen, 85:18 Toren und 30:1 Punkten! klar und deutlich das„längere“ Ende für ſich hatte, kam in der 2. Abteilung Lambsheim nur dank eines beſſeren Torverhältniſſes zum Zug, das bei 34·6 Punkten, 81:14 Tore ſchoß, während Grünſtad: bei gleicher Punktzahl auf nur 75:20 Treffer kam. Deutſche Fußball-Meiſterſchaft Sechs Gaugruppenſpiele am 2. April Der kommende Sonntag bringt den Start zur erſten Großdeutſchen Fußball⸗Meiſterſchaft. Der für dieſen Taa betanntgegebene Spielplan hat nachträglich noch einige Aen⸗ derungen erfahren. Insgeſamt werden ſolgende ſechs Spiele am 2. April ausgetragen:: Grupppe 1: Blouweiß Berlin— Homburger SB im Olympiaſtadion zu Berlin, Vfs Osnabrück— Hindenburg Allenſtein in Hannover. Gruppe 2a: SpVg Köln⸗Sülz o7— Fortuna Düſſeldorf in Köln. Gruppe 3: Admira Wien— Stuttgarter Kickers im Wiener Stadion. Gruppe 4: FcC Schalke 04— SC Kaſſel og in Gelſen⸗ kirchen, Vorwärts Raſenſport Gleiwitz— Wormatia Worms in Gleiwitz. Dos für den 2. April angeſetzte Spiel zwiſchen dem Warnsdorjer§K und dem Sachſenmeiſter findet erſt am Karfreitag, 7. April,in Außig ſtatt. Der Bayernmeiſter greift ſogar erſt am Oſtermontag, 10. April, in die Ereia⸗ niſſe ein. Die Gaue Sachſen und Bayern haben dadurch eine letzte Friſt erhalten, ihre Meiſter auf dem Spielfeld zu er⸗ mitteln. Im Gau Sachſen trägt der Dresdener SC den letz⸗ ten entſcheidenden Kampf am kommenden Sonntag gegen Tura Leipzig aus, während im Gau Bayern der führende Sc Schweinfurt 05 noch mit zwei Spielen im Rück⸗ ſtand iſt. Drei Kämpfe am Karfreitag Am Karfreitag werden die Gruppenſpiele mit nachſtehen⸗ den drei Treffen ſortgeſetzt: Gruppe 2a: Viktoria Stoly— Köln⸗Sülz o7 in Stolv (Germania⸗Platz). Gruppe 2b: Außig. Gruppe 3: S Deſſau 05— VfR Mannheim in Deſſau. Am Oſtermontag, 10. April, ſteigt die Begegnung des Bayernmeiſters mit dem Warnsdorfer Fͤ am Ort des bayeriſchen Meiſters. „Es war ein Spiel von hoher Klaſſe“ Pozzo zum Freundſchaftskampf in Florenz Der italieniſche Verbandskapitän Vittorio Pozzo er⸗ klärte nach dem deutſch⸗italieniſchen Fußballkampf in Flo⸗ reng, daß es ein Spiel von hoher Klaſſe war. Pogzo iſt der feſten Ueberzeugung, daß ohne den leidigen Wind beide Mannſchaften die beſte Partie des Jahres geliefert hätten, denn in jeder Beziehung wurde eine wirklich erſtklaſſige Darbietung geboten. Der Commandatore lobt den Flan und Angriffswillen der deutſchen Mannſchaft und bezeich⸗ nete Helmut Schön als die größte Hoffnung des deutſchen Fußballſports, deſſen ſtrategiſche Eigenſchaften und gute Körperbeherrſchung ihm ausgezeichnet gefallen haben. Die geſamte italieniſche Preſſe ſchließt ſich dieſer Anſicht en, Hahnemann wird übereinſtimmend als der beſte deutſche Stürmer hervorgehoben. Bemerkenswert ſind die Ausführungen eines Blattes, das feſtſtellt, daß die deutſche Mannſchaft mit einem Angriffsführer von den Quali⸗ Warnsdorſer Fͤ— Sachſenmeiſter in täten eines Piolas von einer enormen Durchſchlagskraft ſein müßte. Nur zwei Alfa Romeo waren ſchneller Schöner Erfolg der BMW⸗Wagen im Wüſtenſtraßenrennen Einen großartigen deutſchen Erfolg gab es am Sonntag im 2. Wüſtenſtraßenrennen Tobruk—Tripolis, den nach Afrika verlegten früheren 1000 Meilen von Brescia. Drei BMW⸗Sportwagen mit der NSͤKK⸗Rennmannſchaft waren am Start und alle dͤrei erreichten mit einem Stundenmittel von mehr als 133 Kilometern auf der 1500 Kilometer lan⸗ gen Rennſtrecke das Ziel in Tripolis. Nur zwei der mo⸗ toriſch ſtärkeren Alfa Romeo⸗Sportwagen, die in der 2⸗ Liter⸗Klaſſe ſtarteten, waren dabei ſchneller. Ercole Bo⸗ ratto, der Fahrer des Duce und Vorjahrsſieger, benötigte 10:37,19 141,416 Klm,⸗Std. und ſchlug den bekannien Rennfahrer Biondetti um nur 21 Sekunden. An dritter Stelle im Geſamtergebnis erſcheint dann ſchon die beſte NSͤK⸗Mannſchaft Briem⸗Holzſchuh mit einer Fahrzeit von 10:43,10 und einem Mittel von 140,196 Km⸗Std. Prinz Schaumburg⸗Roeſe wurden mit 11:61,11- 136,337 Km.⸗Std. und Heinemann⸗Richter mit 11:12,45 133,9 Km.⸗Std. ge⸗ zeitet. Bemerkenswert iſt, daß Priem⸗Holzſchuh auf dem BMwW noch den Italiener Pintacuda auf Alfa Romeo um 6 Minutn übertrumpften, während Farina mit dem vierten 2h½⸗Liter⸗Alfa⸗Romeo unterwegs aufgeben mußte. Die Fahrer hatten keineswegs günſtiges Wetter. Es war drückend heiß und ein Ghibli führte ſolche Sandmengen mit, daß zeitweiſe die Sicht nahezu ganz genommen war. An einem der beiden Erſatzteillager wechſelten die Deut⸗ ſchen, deren Fahrzeuge ſofort überall erkannt wurden, vor⸗ ſichtshalber die Reifen und fuhren dann ohne jeden Zwi⸗ ſchenfall auf der ausgezeichnet aſphaltierten Straße bis zum Ziel, der Malloha⸗Rennbahn in Tripolis, durch. Die deutſchen und ungariſchen Turner, die am Sonntag in Paſſau den Länderkampf beſtritten haben, erhielten am in einem Schauturnen in Nürnberg ſtarken eifall. Jean Kreitz(Aachen) wird bei der Boxkampfveranſtal⸗ tung am 31. März in Köln im Halbſchwergewicht den guten Fronzoſen Lauriot zum Geaner erhalten. Außerdem wurden die Kölner Eſſer und Prodel verpyflichtet. — 7 4 — Jeſt der Jugend beim VfR Jugenderziehung und Jugendertüchtigung waren ſchon immer zwei Faktoren geweſen, die für den VfR beiliges Gut ſind. Nicht nur weil die Jugend etwa das Reſervoir des aktiven Stammes des Vereins verkörpert, ſondern, weil man in vorderſter Linie— die ethiſchen Werte des Sportes früh der Jugend übergeben— in der Jugend den ſicherſten Garanten erblickt, der unſeren Sport ewig jung erhält. So geſehen darf ſich der VfR glücklich preiſen, eine Jugend um ſich zu ſehen, auf deren Wirken er ſtolz ſein kann. Kein Jahr ohne irgend eine Meiſterſchaft, ſei es nun in der Sparte des Fußball⸗ und Handballſports, oder ſei es im Boxen, wo man erſt vor kurzer Zeit wie⸗ der 4 Bannmeiſter ermittelte. Es iſt dabei ſelbſtverſtändlich, daß Jugendabteilungen einer beſonderen Pflege bedürfen und da iſt denn ge⸗ rade der Beſte gut genug, der dieſe Jugend betreut. Ju⸗ gendführer Sieber verſieht dieſes Amt ſeit Jahren im VfR mit großem Erfolg, und ſeine jüngſte Berufung als Sachbearbeiter im Bann 171 unterſtreicht nur noch ſein großes Verſtändnis für die Belange der Jugend, für die er ein Führer iſt, wie er ſein ſoll. Ein beſcheidener Mit⸗ arbeiterſtab, der ihm treu zur Seite ſteht, iſt ebenfalls pflichtbewußt in ſeiner Arbeit, und ſo weiß man, wie ge⸗ ſagt, die Jugend beim VfR in guten Händen. Wenn Vereinsführer Bühn das Feſt der Jugend we⸗ nige Wochen nach dem Abend der Alten und nur wenige Stunden nach der Meiſterſchaftsfeier der Aktiven in ſeiner Begrüßungsanſprache als eines der ſchönſten Feſte im ViR bezeichnete, ſo kann man nur ſagen, daß dies in jeder, aber auch in jeder Beziehung ſtimmt. Da ſaßen ſie beiſammen an großen Tafeln und bei feſtlicher Bewirtung und über allen Geſichtern lag die Schönheit des Abends, auf den man ſich doch ſchon ſo lange gefreut hatte. Hier die Ju⸗ gend, dort die freiwillige Sportdienſtgruppe, und bei der Jugend in bunter Reihe die Eltern oder Geſchwiſter ud nicht zuletzt die Alten und Treueſten des VfgR, die es ſich nicht nehmen ließen, in beſonders großer Zahl zu er⸗ ſcheinen. Unter ihnen Mannheims älteſter Fußballſpieler Alex Schrade, das verdiente Ehrenmitglied des BfR, Pro⸗ feſſor Geiger als Vertreter der höheren Schulen ſomte die beiden Bannſachwarte Eppel und Schmetze r. Ohnen allen, insbeſondere aber der großen Jugendgemeinde des VfR galt der innige Gruß des Abends durch Direktor Bühn. Mit trefflichen Worten umriß er das geſunde Wirken des VfR, dem einmal die Alten unentbehrlich ſind, weil ſie die Wahrer der Vereinstradition und der Vereiné⸗ treue ſind. Der aktive Stamm, deſſen große Taten— wie die jetzt errungene Gaumeiſterwürde— leuchtende Bor“ bilder ſein ſollen für die Generation der Jugend, ver körpert die Kraft und Stärke und damit den Erfolg des Vereins. Und unſere Jugend als tatenfrohe Kämpfer⸗ ſchar des Vereins weiß an ſeinen Vorbildern der K⸗ tiven zu ſtudieren und zu lernen, damit auch ſie das Fußballſpiel— wenn einſt der große Ruf zur Berufung in die Ligaelf ergeht— von A bis Z meiſterhaft beherrſcht. In trefflichen Worten zeichnete Bühn ſeine Jugend, wie er ſie haben will, und wie ſie nicht ſein ſoll. Den Jungens machte er klar, daß der Sport nie Selbſtzwe ſein darf, ſondern, daß er im Intereſſe unſeres Volkes dazu berufen iſt, eine herrliche und große Miſſion zu er⸗ füllen. Die Lieder der Nation beſchloſſen die markanten Ausführungen des Vereinsführers, der ſeinen Jungens im wahrſten Sinne des Wortes ein getreuer Ekkehard iſt. Ein abwechſlungsreiches, buntes Programm ſorgte für beſte Unterhaltung und hierbei erwies ſich die Jugend als ein beſonders dankbares Publikum. Margot Stünde bek mit ihren Tänzen war allerliebſt und Horſt Neu⸗ mann und Helmuth Landwehr zeigten, daß ſie an“ gehende Meiſter auf dem Akkordeon ſind. Einige aus dem Programm der Meiſterſchaftsfeier übernommenen Varieté⸗ nummern hatten natürlich ihre beſtimmten Liebhaber ge⸗ funden, namentlich der Kraftakt der„Drei Weltons“, die Männer der harten Muskeln. Zwiſchendurch bam Kar Walter zu Wort und Seppel Müller, dem die An ſage des Abends oblag, hatte ſeine Jugend ſchon früh auf vollen Touren. Den muſikaliſchen Teil des in beſter Stim⸗ mung verlaufenen Abends beſtritt die Kapelle Mayer wie allerorts ſo auch hier mit beſtem Erſolg. . Kleine Svort-Nachrichten Das traditionelle Straßenrennen Wien—Budapeſt—Wien wird vom 27.—29. Mai als Dreietappenfahrt auf der Strecke Wien—Budapeſt—Graz—Wien ausgetragen. Das Tennisturnier der Berufsſpieler begann in der Londoner Olympiahalle. Der Italiener Maskell ſchlug den Prager Jan Kozeluh:4,:6 und Henry Cochet trug ütber den früheren italieniſchen Amaateurmeiſter Palmieri mit:11:0 einen überraſchend leichten Sieg davon. Maxi Herber⸗Ernſt Baier, das deutſche Weltmeiſterpaar im Eiskunſtlaufen, leiſtet am 3. und 4. April einer Ein⸗ ladung noch Mailand Folge. Adolf Wagner(Eſſen), der deutſche Weltmeiſter im Ge⸗ wichtheben, wird im Oktober die finniſchen Gewichtheber auf die Olympiſchen Spiele vorbereiten. Walter Lohmann ſiegte in den Dauerrennen um den „Preis der Matadoren“ am Samstagabend in der Berliner Deutſchlandhalle vor Weltmeiſter Erich Metze, Lemoine (Frankreich) und Hoffmann(Berlin). Wieder Vie Neckarau Badiſche Gewichtheber⸗Meiſterſchaft in Lahr Kuhbach⸗Lahr war am Sonntag der Schauplatz der badi⸗ ſchen Meiſterſchaft im Mannſchafts⸗Gewichtheben. Der Titelverteidiger VſL Neckarau, Germania Karlsruhe, AS Lahr und der KS Kuhbach traten zur Entſcheidung an, aus der erneut die Mannheimer Vorſtädter als Sieger hervorgingen, obwohl die Karlsruher Germanen einen ſtarten Gegner abgaben. Neckarau ſiegte in dem Drei⸗ kampf, der aus einarmig Reißen, einarmig Stoßen und beid⸗ armig Stoßen beſtand, mit einer Geſamtleiſtung von 276⁵ Pfund vor Germania Karlsruhe mit 2720 Pfund, KS Kuhbach mit 2625 Pfund und ASV Lahr mit 2285 Pfund. Im Reißen brachte es Karlsruhe auf 710 Pfund, wäh⸗ rend Vi Neckorau mit 700 Pſund knapp dahinter lag. Kuh⸗ bach war mit insgeſamt 665 Pfund ſchon ſtark abgefallen. Im einarmigen Stoßen ſicherte ſich Neckaran dann einen Vorſprung, da die 820 Pfund der Neckarauer von Karls⸗ ruhe mit 760 und Kuhbach mit 770 Pfund bei weitem nicht Jugenodmeiſter im Fechten Erſte Hallenkampſſpiele der Hz in Stuttgart Bei den erſten Hallenkampfſpielen der HJ in Stuttgart fielen am Sonntagvormittag die letzten Entſcheidungen im Fechten. In der Endrunde der HJ auf Säbel blieb nie⸗ mand ohne Niederlage. Am beſten ſchnitten Prenn(Ober⸗ dowau) und Oelkers(Thüringen) ab, dabei hatte Oelkers den Oſtmärker geſchlagen. Im Stichkampf jedoch ſiegte Prenn gegen Oelkers mit:5 erhaltenen Treffern und wurde damit deutſcher Jugendmeiſter auf Säbel.— Im Die Spiele der Handball-Bezirksklaſſe Staffel 1: Die Favoriten ſiegen weiter M26— Luftwaffenſportverein:5 Poſt— Turrerſchaft Käfertal 14:3 TV 46— SA⸗Standarte 171(SA n. angetr.) TV Viernheim— Kurpfalz Neckarau 12:7 Auch an dieſem Spieltag kamen wiederum zwei Spiele nicht zum Austrag. So mußten die Spiele TV 46— SA und Jahn Weinheim— Reichsbahn ausfallen, da jeweils eine Mannſchaft nicht am Start war. Wenn vielleicht auch bas Fehlen der SA⸗Männer Hurch Verpflichtung derſelben am Bormittag beim Fahnenaufmarſch an der Eröffnung des Kreistoges verſtändlich iſt, ſo überraſcht umſomehr der Aus⸗ fall des Spieles in Weinheim In Viernheim waren die Kurpfälzer zu Gaſt und er⸗ wieſen auch dort ihre Stärke. Die Heſſen müßten ſchon alle Regiſter ihres Könnens ziehen, um die Neckarauer ſchlogen zu können, die gegen Beginn der Spielzeit lange nicht das Können zeigten wie nun gegen Ende der Runde. Der Poſtſnortverein hatte diesmal die Käfertaler Turner⸗ ſchaft als Gegner. Wenn man auch nicht daran zweifelte, daß auch die Käſertaler den Poſtlern den Tribut würden zollen müſſen, ſo hatte man doch damit geregnet, daß der Widerſtond härter ſein werde. Schon beim Wechſel lagen die Platzherren mit:1 in Führung, um dann mit 14:3, uner⸗ wartet hoch, ſiegen zu können. 8 Zwei verſchiedene Hälften erlebten die Zuſchauer auf dem MtG⸗Plotz. Da kamen in der erſten Hälfte die Flieger kaum auf die Beine. Der Platzverein beherrſchte eindeutig das Geſchehen. Die Läuferreihe konnte im Verein mit einer guten Tordeckung ſeden Anariff der Gegenſeite unterbinden und bis zum Wechſel, der beim Stande von 50 angetreten wurde, ihr Tor reinhalten. Das änderte ſich aber nach dem Seitenwechſel gewaltig. Mit:2 ging dieſe Hälfte nun an die Flieger, die wie ausgewechſelt waren. Zum Siege reichte es aber doch nichr mehr. In der Staffel 2 wurde das einzige Spiel Ziegelhauſen gegen Neulußheim im Loufe des Samstaas abgeſetzt Vie Neckarau Kreisklaſſenſieger In der Mannheimer Staffel der Kreisklaſſe iſt nun auch die Entſcheidung gefallen. Die Neckarauer, die nach einem Sieg auf eigenem Platz und einer Niederlage bei der Po⸗ lizei punktgleich mit den Ordnungsleuten geworden waren, ſtellten ſich an dieſem Wochenende auf dem Germaniaplotz den Poliziſten zum dritten und entſcheidenden Gang. Wider Erwarten ſetzten ſich diesmol die Mannen des Bſe ein⸗ deutig durch und gaben den Poliziſten mit 712(:1) das Nachſehen. Die Polizei konnte, wie ſchon om vorſonntäg⸗ lichen Spiel, des Tages der Wehrmacht gegen die Flak⸗ ſoldaten, nicht mehr die früheren Leiſtungen zeigen. Dem Spiel wohnten wiederum einige Hundert Zuſchauer bei. Der Vis Neckarou muß nun mit dem Sieger der Staffel Bergſtraße, deſſen Ermittlung noch auf ſich warten laſſen wird, um die Meiſterſchaft des Mannheimer Kreiſes kämpfen. Frauen-Handball TV 46 verſchenkt einen Punkt Im Kampf um die badiſche Meiſterſchaft der Frauen gob es am Sonntag nur ein Spiel Der Karlsruher Fuß⸗ ballverein mußte wegen Verhinderung 5 ſeiner Spie⸗ lerinnen abſagen und verzichtete auf die Punkte, die gegen den Vſci auch ſo kaum hätten gewonnen werden können Wie wir allerdinas hören, wollen die Mannheimer dieſes Spiel doch noch, und zwar an Oſtern, austragen. Die Mädels des TV 46 ſtellten ſich dem Fußbollklut Phönir, der ſchon hier gegen den VfR trotz der:0⸗Nieder lage eine aute Leiſtung gezeigt batte. Nach wechſelvollem intereſſantem Spiel gelang den Karlsruhern der Gewinn eines Punktes, der für dieſe einen Achtmnoserfola bedeutet Im Monnheimer Kreis verzichtete der T Friedrichs feld auf ſein Spiel gegen die Voſtreſerven, do die Mädels am Wolölauf teilnehßmen woſlten. Die dritte Wannſtof des BſR ſpielte beim Fußballverein Beul und landete dort nach guten Leiſtungen einen nicht erwarteten:1⸗Sieg. 1 Florettfechten des BͤM erkämpfte ſich Elſa Lindau⸗Berlin den Meiſtertitel. Die Ergebniſſe: Säbelſechten der HJ: 1. Fritz Prenn(Oberdonau) 5 u. 1 Sieg, 14 u. 4 erh. Treffer; 2. Oelkers(Thüringen) 5/21 u. 5; 3. Sadeler(Oberdonau) 4/22; 4. Grau(Bayeriſche Oſtmark) 4/28; 5. Sprenger(Mittelland) 3/29; 6. Fehlings (Düſſeldorf) 3/31; 7. Rabenſtein(Bayeriſche Oſtmart) 2/28; 8. Mierſch(Sachſen) 2/31.— Florettſechten BdM: 1. Elſa Lindau(Berlin) 6/16; 2. Marlies Nikolau(Heſſen⸗ Naſſau) 5/16; 3. Edith Blumhagen(Sachſen) 5/18; 4. Giſela Kraußgrill(Heſſen⸗Naſſau) 4/22; 5. Marianne Wenkenbach (Baden) 3/12; 6. Ilſe Poſtel(Sachſen):24; 7. Chriſta Wölke(Niederſachſen) 2/25: 8. Julia Müller⸗Albert(Nie⸗ derſachſen) 1/25. Abſchluß der Hallen⸗Kampfſpiele der H Die Hallenkampfſpiele der Hꝗ wurden am Sonntag⸗ abend in der Stuttgarter Stadthalle mit einer eindrucks⸗ vollen Kundgebung abgeſchloſſen. Auf der Ehrentribüne hatte der Reéichsjugendführer Baldur von Schirach Platz genommen; außerdem ſah man in Vertretung von Reichs⸗ führer 35 Himmler den Chef des Hauptamtes der Ober⸗ gruppenführer Heydrich, den Kommandierenden General des V. Armeekorps General der Infanterie Geyer. Als Vertreter des Reichsſportführers von Tſchammer und Oſten war Graf von der Schulenburg erſchienen. Der Führer der ſchwäbiſchen Hg, Gebietsführer Sunder⸗ mann, eröffnete die Veranſtaltung und gab unter ſtür⸗ miſchem Beifall bekannt, daß auch die nächſten Hallenkampf⸗ ſpiele der HJ im Jahre 1940 wieder in Stuttgart ſtatt⸗ finden werden. Dann begannen die Vorführungen, die in ſchneller Folge noch einmal die prächtigen Kampfbilder während der Wettbewerbstage heraufbeſchworen. Der harte Kampf kam noch einmal zum Wort bei dem Handballſpiel zwiſchen den H⸗Mannſchaften von Stuttgart und Berlin. Die Stuttgarter gewannen nach ſpannendem Verlauf dank der guten Arbeit ihres Torhüters knapp mit 423(2:). Beſonderen Beiſall erhielten die zehn beſten HJ⸗Turner, die am Barren, Reck und im Bodenturnen abermals her⸗ vorragende Leiſtungen boten und ſo richtia erkennen ließen, wie weit unſer Nachwuchs in allen ſportlichen Uehungen worgedrungen iſt. Auch im Fechten, Gewichtheben, Ringen und Judo nerriet unſere Jugend wieder ihr großes Talent Den Abſchluß bildete die Siegerehrung. Die neuen vitelträger marſchierten mit Front zur Ehrentrißüne auf und wurden dany vom Reichsingendführer perſönlich durch Handechlag beglückmünſcht Die Siegerebrurg ſelßſt wurd⸗ in Vertretund des Reichsiugendfübrers, der an einem Ftimmbänder⸗Kotarrk ſeidet. von Oberaebietsſührer Dr. Achlünder vorgenomwen. Wit den Liedern der Nation und dem Diee Heil auf den Füßrer kanden donn die Hallen⸗ ſamyfſyiele, die uns ſo erfreuliche Ausblicke auff unſere ſportliche Zukunſt eröffnet haben, ihren Abſchluß. erreicht wurden. Dieſer Abſtand konnte im beidarmigen Stoßen auch nicht mehr aufgeholt werden, do Neckarau hier mit 1245 Pſund vor Karlsruhe mit 1240 und Kuhbach mit 1190 Pfund erfolgreich war. Europarekord über 4x 100--Kraulſchwimme Auf Anordnung des Reichsſportwartes Nrewitz ſtarteten zwei deutſche Vergleichsſtaffeln zu einem 4 mal 100 Meter⸗ Kraulſchwimmen. Dabei gelang es der Staffel. den bis⸗ her in ungariſchen Beſitz befindlichen Europarekord von :02 auf:00,5 zu unterbieten. Fiſcher und Heibel gaben dazu den Aueſchlag, die beide unter einer Minute blieben. Die Ergebniſſe: 100 Meter Kraul Männer: 1. Fiſcher(Bremen) 59,2 2. Heibel(Bremen):00,5; 3. Soboka(Breslau):01,2; 4. Laugwitz(Stuttgart) und Schlüricke(Neukölln) je:01,2.— 100 Meter Rücken: 1. Schlauch(Erfurt):09,8; 2. Rund“ mund(Bremen):10,8; 3. Schwarz(Magdeburg):11..— 200 Meter Bruſt: 1. Ohrdorf(Magdeburg):40,7; 2. Heina (Gladbeck):41; 3. Köhne(Magdeburg):45,2.— 200 Me⸗ ter Bruſt(für Frauen): 1. Wollſchläger(Duisburg):01,67 2. Piechaida(Duisburg):03,4; 3. Hölzner(Breslau) .06,4.— 4 mal 100 Meter Männer: Mannſchaft Plath, Laugwitz, Heibel, Fiſcher:00,5.— 4 mal 100 Meter Kraul IB: 1. Bremer S.57,8; 2. SV Weſer 10:35,2; 3. T Schreckenſtein 10:30,2. Hocken BfR Mannheim— T Wiesbaden 5ꝛ8 Nach der Abſage vom Vorſonntag kam es nun doch uoch zum Treffen der beiden Zweiten der Gaue Baden und Süd⸗ weſt, dem THC Wiesbaden und dem BfR Mannheim. Die Gäſte hamen mit mehrfachem Erſatz und mußten ſich der gut aufgelegten VfR⸗Elf beugen. Die erſte Hälfte des Kampfes ſtand ganz im Zeichen der Mannheimer, die au zwei Erfolge buchen bonnte. Trautmann war der Schütze des Führungstreffers, während Geyer ſpäter mit einem Prachtſchuß zum zweitenmal einſenden kann. Die Gäſte laſſen ſich auch bei Beginn der zweiten Halbzeit verwirren und bald konn Geyer das dͤritte Tor ſcharf einſchießen. Ein billiges Tor gibt es dann, als der Gäſtehüter reklamiert u. dabei vergißt zu ſpielen. Henſolt benützt die Gelegenheit und markiert Nr. 4. Eine Strafeche wird von Heiler noch zum 5. Tor verwandelt und dann ſind die Gäſte überraſchend da und können in kurzer Zeit durch prächtige Einzelleiſtungen ihres Halblinken Künsler drei Tore auf⸗ holen, bis es dem BiR gelingt, Reihen zu bringen. THC: Kettenbach; M. Niedermeier, Willert, Fleitmann; Färber, Künsler, Kilian, M. Niesder⸗ meier, Bruch. BfR: Renſch; Junge, Dr. Kulzinger; Härle, Schwab, Seidler(Funk 1/N. 33); Heiler, Geyer, Henſolt, Traut⸗ mann(Funk 1/N. 33), Baunach. Die Gäſte hatten ihre beſten Spieler in den Gebrüder Niedermeier, die beide hervorſtachen. Dann kam der Tor, ſchü tze Künsler gut zur Geltung. Die Mannſchaft fand ſich erſt ſpät, war ober dann vor dem Tore ſehr gefährlich. Der BfR hatte im Sturm trotz der 5 Tore nicht den richtigen Einſatz, es wurde viel vergeben. Sehr gut beide Außen⸗ läufer und in der Verteidigung Dr. Kulzinger. Junge war bei der Drangperiode der Gäſte nicht auf der Höhe. Als Unparteiiſche amtierten Bremſer(Wiesbaden) und Geyer (BfRy) ſehr gut. wieder Ruhe in ſeine Dortmund, 26. März Anemonen⸗Preis. 2300 Mark, 1200 Meter: 1. W. Mof⸗ jays Viper(H. Schmidt); 2. Mazurka; 3. Propaganda · Ferner: Olymp, Orplid, Abendſonne. Toto: 31, 13, 16, 20:10. Lg.: 14—1—6. EW: 223:10 Schneeglöckchen⸗Rennen. 2900 Mark, 1800 Meter: 1. Oberſtlt. J. Bührers Helliot(E. Stock); 2. Alluſion; 3. Sa⸗ rafan. Ferner: Oberſteiger, Mogul. Toto: 33, 19, 14:10. Lg.:——4. EW: 62.10. Schlüſſelblumen⸗Jagdrennen. 2600 Mark, 3200 Meter: 1. Oberſtlt. J. Bührers Seni(W. Wolff); 2. Mahatma: 3. Gloricus. Ferner: Staufſen, Lota, Jock. Toto: 26. 17, 18, 19:10. Lg.:——4. EW: 276110. Frühlings⸗Preis. 4000 Mark, 1400 Meter: 1. H. Flied⸗ ners Janiculus(L. Sauer); 2. Staatsoper; 3. Märchen, wald. Ferner: Leopard. Toto: 42, 20, 18:10. Lg.: 1 bis 16—W. EW: 92:10. Fliederrpeis⸗Jagdrennen. 2700 Mork, 3500 Meter: 1. C. Schröders⸗Hoyas Mailänder(W Jallus); 2. Jungrit⸗ ter; 3. Kurzer Kopf. Ferner: Rodrigo, Ancona, Gold· korn. Toto: 24, 13, 18, 22:10 La.:——1 EW: 52.10. Krokus⸗Preis.(Ausgleich). 3000 Mark, 1600 Meter: 1. Willi Schmidts Metternich(L. Haut); 2. Staatspreis: 3. Stobno. Ferner: Lockruf, Natango, Friggo, Fandangs · Toto: 74, 23. 30, 23:10. Lg.:——2. EW: 822:10. Veilchen⸗Rennen.(Ausgleich). 2400 Mark, 2000 Mtr. 1. Willi Schimdts Kurigfalu(L. Haut); 2. Noſtrus; 3. Sil⸗ veſter; 4. Marland. Ferner: Graf Han, Heidekönig, Golf, Bolero, Kukuruz, Sarro, Nußknacker. Toto: 62, 20, 145* 33, 26:10, Lg.:——5. EB; 310.10. Abſeits SS Malſch: Beres, ———(——— —————————— ———————————————02—.— 3 2 — FFCFFPPö ——— 335FCCĩ P000— „F 34 Dienstag, 28. März 1930 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe EIMokis- Uno WinrScMnETs Schwankungen am Welimeiallmarkf Neuer Ouoienschniit iür Kupier?— Zinnkariell vor schwieriger Enischeidung— Blei jreundlich In der erſten Märzhälfte hatte an den inter⸗ nationalen Metallmärkten eine freundlichere Haltung die Oberhand gewonnen und die Umſatztätigkeit war“ ſpeziell für Kupfer und Blei in leichtem Zunehmen begriffen. Auf Grund der jüngſten außenpolitiſchen Ereigniſſe trat dann von Mitte März ab ſeitens der internationalen Verbraucherſchaft wieder eine grö⸗ here Zurückhaltung in Ercheinung. Die Metallpreiſe vermochten infolgedeſſen ihren höheren Stand nicht aufrecht zu erhalten, und beſonders Kupfer und Zinn waren etwas größerem Abgabedruck ausge⸗ ſetzt.— Der Beſchäftigungsgrad in der amerikani⸗ ſchen Eiſen⸗ und Stahlinduſtrie iſt mit 55 v. H. der Leiſtungsfähigkeit recht gut behauptet geblieben. Vor einem Jahre ſtellte ſich die Ausnutzung der Werke nur auf 32 v. H. Die Lage an den Kupfermärkten wurde auch weiterhin durch eine größere Unſicherheit gekenn⸗ zeichnet. Kurze Erholungen und Rückſchläge wechſel⸗ ten miteinander ab. Die Bedarfsnachfrage nach dem koten Metall ließ anfangs Anſätze zu einer Beſſe⸗ kung erkennen. Im Verlauf ſchrumpfte jedoch die Umſatztäligkeit infolge fehlender Anregungen ſchnell wieder zuſammen. Nachdem ſchon die weitere Her⸗ abſetzung der Kupferquote auf 95 Prozent mit Wir⸗ kung vom 1. März, die eine Einſchränkung der Ge⸗ winnung um monatlich 3000 To. bedeutet, auf den Markt ohne Einfluß geblieben war, wird nunmehr eine nochmalige Kürzung der Produktionsquote auf etwa 90 v. H. für den Fall erwogen, daß in den nächſten Wochen eine Hebung der Umſatztätigkeit in der alten und in der neuen Welt nicht eintritt. Der Ausfall der Weltkupferſtatiſtik für den Mo⸗ wat Februar kann ebenſowenig befriedigen, wie es ſchon in den Vormonaten der Fall war. Die eltvorräte an raffiniertem Kupfer ſind erneut um 18 000 To. auf 493 100 To. angewachſen und haben damit ungefähr wieder den Stand von Auguſt v. J. erreicht. Die Welterzeugung von Raffinade⸗ kupfer iſt um 10 000 To. zurückgegangen. Sie über⸗ ſteigt aber mit 163 000 To. den Weltkupſerverbrauch noch um 18 000 To. Die unbefriedigende Verbrauchs⸗ entwicklung in den Vereinigten Staaten iſt auf das Feſthalten der amerikaniſchen Erienger an dem hohen Inlandspreis von 11,25 Cents, der rund ein Lent über Londoner Parität liegt, im weſentlichen zurückzuführen. Als Ausweg aus der gegenwärti⸗ gen Lage bleibt alſo nur eine Verkürzung der Pro⸗ duktion oder eine Senkung der Preiſe übrig. Eine gewiſſe Unſicherheit iſt in dem Markt auch durch die von der chileniſchen Regierung beabſichtigte Einführung einer Kupſerexportabgabe getragen worden, die dem Wiederaufbau des Landes dienen ſoll. Am Neuyorker Terminmarkt haben ſich die bordem ſtärker rückläufigen Kupfernotierungen ſeit Anfang Februar leicht erholt, und zwar an der Juli⸗ ſicht gemeſſen von 9,40 auf 9,65 cents je lb. Die amerikaniſchen Außenſeiterpreiſe lagen mit 10,02 eents bis 9,92 cents per Saldo leichtem Druck aus⸗ geſetzt. Am Berliner Markt iſt die Notiz für Elek⸗ trolytkupfer(Delnotiz) in Verbindung mit der Ten⸗ denz des Weltmarktes zuletzt auf 59 Mark feſtgeſetzt worden. Infolge der Preishochhaltungspolitik der Zinn⸗ erzeuger und infolge der in dem Zinnpufferpool auf⸗ gefangenen Ueberſchußbeſtände, welche im April einen Umfang von etwa 15000 Tonnen erreicht haben werden, iſt der Zinnmarkt in eine immer ſchwierigere Lage hineingeraten. Daran kann auch die gebeſſerte Beſchäftigung in der amerikaniſchen ſowie in der Waliſer Weißblechinduſtrie vorläufig nichts ändern. Die amerikaniſchen Zinnverbraucher verharren jedenfalls in ihrer bisherigen Zurückhal⸗ tung, und ihre ſehr ſkeptiſche Einſtellung gegenüber allen Beſchlüſſen des internationalen Zinnkomitees iſt ja nur allzu bekannt. Das Zinnkomitee ſieht ſich jetzt vor ſchwierigen Entſcheidungen geſtellt. Eine neue Quotenkürzung über 5 Prozent hinaus müßte auf den entſchiedenen Widerſtand namentlich der malaiſchen Erzeuger ſtoßen. Andererſeits würde ein weiteres Anſchwellen der Poolbeſtände über 15000 Tonnen hinaus die Abſatz⸗ und die Preisaus⸗ ſichten der kommenden Monate im voraus erheblich beeinträchtigen. Im vergangenen Jahre iſt die von den der Reſtriktion angeſchloſſenen Ländern erzeugte Weltzinnmenge von 87 Prozent auf 81 Prozent zu⸗ rückgegangen. Zu dieſer Entwicklung hat auch die Zinnausfuhr Chinas ihr Teil beigetragen. Sie iſt um Jahre 1938 um weitere 8 Prozent auf 11,250 Ton⸗ nen geſtiegen und dürfte von jetzt an um mindeſtens 1000 Tonnen fährlich zunehmen. Der Bleimarkt lag eher freundlicher. Dieg prägte ſich weniger in einer Hebung des Preisſtandes, ob⸗ wohl die Londoner Notierung zeitweiſe die 15⸗Pfd.⸗ Grenze je Tonne erreichen konnte, als hauptſächlich ſtimmungsmäßig aus. Die Weltbleivorräte ſind an ſich nicht ſonderlich umfangreich. Hierzu kommt, daß die Bautätigkeit langſam einzuſetzen beginnt, und dann beſonders in den Vereinigten Staaten bereits eine regere Nachfrage nach Baumaterialien herrſcht. Die internationale Kabelinduſtrie iſt weiter gut be⸗ ſchäftigt. Auch der neue große Kabelauftrag des britiſchen Poſtminiſteriums wird dem Bleimarkt unmittelbar zugute kommen. Die ſtatiſtiſche Lage kann als ziemlich ausgeglichen angeſehen werden. Das Verhältnis zwiſchen Erzeugung und Verbrauch wird von den in der Lead Producers Aſſociation vereinigten Bleierzeugern aufmerkſam verfolgt. Die Bleinotiz iſt in den Vereinigten Staaten von 4,75 auf 4,85 Cents heraufgeſetzt worden. Man rechnet dort für die nächſten Monate mit einer ſteigenden Nachfragebelebung. Die Zin kmärkte paßten ſich in ihren Schwan⸗ kungen der jeweiligen Haltung der übrigen Märkte an. Auf Grund des reichlichen Angebots deckten die Verbraucher nur ihren laufenden Bedarf. Be⸗ züglich der engliſchen Zinkzollfrage läßt eine Klä⸗ rung immer noch auſ ſich warten. England, das in⸗ nerhalb ſeines Empires über genügende Zinkreſer⸗ ven verfügt, iſt zuſehends beſtrebt, ſich gegen das ausländiſche“ Zink abzuſchließen. Die Weltzink⸗ erzeugung ſtellte ſich für das Jahr 1938 auf 1,57 Mill. Tonnen gegenüber 1,67 Mill. Tonnen im Jahre 1937. Die Abnahme beträgt 108000 Tonnen und entfällt hauptſächlich auf die Vereinigten Staaten. PPCPGPGPGPGPPPPPPPPP0P0PPTPPT0TTTTTTTTTTTTTTT Rhein-Mainische Abendbörse Uneinhelilich Bei leicht beleßter Geſchäftstätigkeit gah die Abendbörſe Güie der Geireideernie 1938 Das Statiſtiſche Reichsamt veröffentlicht ſoeben ſeine Erhebungen über die Qualität der Getreideernte 1988. Do⸗ nach war im Durchſchnitt des Reichsgebietes die Qualität er Getreideernte bei allen Getreidearten etwas beſſer als im Vorjahr und auch in den einzelnen Ländern und Pro⸗ Ninzen hat meiſt die Roggenernte am heſten abgeſchnitten. In Baden und im Saarlond verteilte ſich die Getreideernte — auf ſolgende Güteklaſſen(in Klommer Reichsdurch⸗ nitt): Baden: Winterroggen: Geſamtertrog 76976 To., davon 67(62,8) v. F. gut, 22,3(27,5) v. H. mittel, 10,7(9,7) v. H. gering; Winterweizen: Geſamtertrag 157 84z To., davon 45,8(62,8) v. H. gut, 20,5(25) v. H. mittel, 13,7(12,7) v. H. Mering; Sommergerſte: Geſamtertrog 88 982 To., davon 65/9 68,9) v. H. gut, 22,6(88,5) v. H. mittel, 11(120) v. 9. gering; Haſer: Geſamtertrag 87 856 To, davon 46,9(55,5) u. H. Kut, 50,1(88,4) v. H. miftel, 28,6(16,1) v. H. gering⸗ Saatland: Winterroggen: Geſamtertrag 25 623 To., da⸗ von 64,1(62,8) v. H. gut, 25(27,5) v. H. mittel, 10,9(9,7) . H. gering; Winterweizen: Geſamtertrag 18 072 To, da⸗ Pon 68,4(62,3) v. H. gut, 23,4(25) v. H. mittel, 13,(12,7 v. H. cering; Sommergerſte: Geſamtertrag 2424 To., davon 8,9(88,0) v. H. gutt, 33(28,5) v. H. mittei, 13,7(12,6) v. H. gexing: Hafer; Geſamtertrag 17 705 To., 89(55,5) v. H. gut, .4(28,50 v. H. mittel, 20,(16,1) gering. Vermahlungsquoien für April Durch Bekanntmachung der HV der deutſchen Getxreide⸗ und Futtermittelwirtſchaft vom. März 1030 wird die Verarbeitungsqguote für den Monat April 1999 für die Müßlen, die ein Grundkontingent von mehr als insgeſamt 500 Tonnen Roggen und Weizen haben, auf 6 v. H. des Roggen⸗ und 6 v. H. des Weizengrundkontingentes(wie im Lormongt) ſeſtgeſet. Den Mühlen, die ein Hrund⸗ kontingent bis einſchließlich insgeſamt 500 Tonnen Roggen und Weizen haben, werden für die drei Monate April, Mai und Juni 1999 20 p. H. des Roggen⸗ und 20 v. H. des Weizengrundkontingentes zur Vermahlung freigegeben. Die Aufteilung dieſer Vermahlungsguoten auf die ein⸗ zelnen Monate bleibt den Mühlen überlaſſen. Für Müh⸗ len, die ein Grundkontingent von mehr als 500 Tonnen Roggen und Weizen insgeſamt haben und denen auf An⸗ trag Vierteljahresquoten bewilligt worden ſind, werden ſür die drei Monate April, Mai und Junlk 1930 17 u. H. des Roggen⸗ aund 18 u. H. des Weizengrundkontingntes zur ermahlung freigegeben. Die Auſteilung dieſer Ver⸗ mahlungsquoten auf die einzelnen Monate bleibt den Müh⸗ len überlaſſen. Der Verkauf der gewonnenen Erzeugniſſe rf jedoch nur im Rahmen der jeweils geltenden Monats⸗ guote erfolgen. Lohn⸗ und Umtauſchmüllerei für Selbſt⸗ verſorger, Deputatempfänger und Empfänger eines Leib⸗ gedinges ſowie Vermahlungen für Heeresverpflegungs⸗ ämter und Marine⸗Intendanturen werden auf die Ver⸗ arbeitungsquoten angerechnet. Lohnvermahlungen einer ühle für eine andere Mühle werdeet auf die Verarbei⸗ tungsgnoten der Mühle angerechnet die den Mahlauftrag erteilt hat, Waren unc Märkte Rotterdamer Getreibenotierungen vom 27. März. (Eig. Dr.) Weizen(in Eil. per 100 Kiko) per März 9,47; Maf 3,5%, Juli 3,70/ Sepk. 3,88.— Mais(in Hfl. ver Laſt pon 2000 Kilo) ver März 97; Mat 89,75; Juli 87,25 Sept. 87,50. Liverpooler Baumwollkurſe vom 27.(Eig. Ir) März 481: April(81, Mal 470; Juni 4717 Juli 4% Auguſt 458; Sept. 405, Okt. 453; Nev. 450; Dez. 451; Jan. 40) 759: Fehr. 18: u Je. Mai 47 Juli 458; Oct. 485;, Jan.(44) 457; Tendenz ruhig. 3 in ihrer Kursentwicklung einesteils für Während uneinheitliches Bild ob. die Abwärxts⸗ ein wenige Werte bewegung neue Fortſchritte machte, konnten zum anderen eine Reihe von Werten, die am Mittag erlittenen Verluſte wieder auſholen. Immerhin war doch ſelbſt innerhalb der Einzelmärkte die Bewertung eine Montanmarkt Stählperein 1023/, Hoeſch 104%¼ unterſchiedliche. Am lie— 700„ Rheinſtohl 131(—), Ilſe Genußrechte 128(—), ohne Veränderungen notierten Buderus 102%, Laura 13, Deutſche Erdöl 122 und von Chemieaktien Scheideanſtalt 900,50, Metallgeſellſchaft ben 140(—), Bemberg 120(— 172). Banken lagen unver⸗ ändert, ſo Deutſche Bonk 117¼, Dresoner Bank 111, Com⸗ nierzbank 111, 17794. Lahmeyer 114, ſchuldungsanleihe unv. Ho Renten uneinheitlich, v. H. nachgebend 12278. eeeeeeee eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Leinölnotier don: v. H. feſter 114/, aber JG⸗Far⸗ nur Reichsbankanteile 1 v. H. ſchwächer Vernachläſſigt waren mieder Elektroyapiere, Licht u. Kroft 128, Daneben Moenus 122/% %), MuN 140, Adlerwerke 108(1K8. Linok. 1/4 v. H. feſter bei 155, Kauſhof 101(—), Daimler 190%(—), 12⁷ lzmann 146, Hanſwerke Füſſen 134½. JG⸗Forben⸗Bonds 121½(), Um. unp. unv. 55), Deutſche andexerſeits Weſtdeutſche Rheinmetaoll 93,35, Reichsbahnvorz.⸗Akbien“ ungen vom 27. März.(Eig. Dr.) Lon⸗ Leinſ. Pl. per Mörz 113/; Leinſ. Kle per März 1995, Bombay per März 12¼8,7 Leinſaatöl loko 25,0; Dto. April 24,0; per Mai⸗Auguſt 24,0; Baymwoll⸗Oel äg. 16,6; Neu⸗ vork: Terp. 94; Savannah: Terp. 29. Geid- und Devisenmark Paris, 27, März Schluß amtlich London 176.82 Zelgien 635 12 Oslo 800.— Peuyor“3775,75 Schweiz 849,62 Stockholn,912.— Berlin 1516.— Kopenhagen 790,75 nanien 4 Italien 1198.70 Holland 2005.— Warſchau 713,.— London, 27 März.(Schluß amtlich), „Peunor“ 468.28 Liſſabon 110,18 Hongkon 1. Montreal 4/0.18 Helſingfore 226,80 Schanobat 5 3 Amſterdam 881,06 Bubapeſt 2362, Hokokama 20 Paris 176,70 Belarad 209,— JAuſtralien 125, Prüſſel 2783,87 JSofia 280, Mexiko 90 Italien 8905.— Moskan 2475, Montepidev 1850, Berlin 1167.50 JRumänien 635,— Nalparaiſo 117.6 Schweln 2084,75 J Konſtantin 580,— Puenos Spayien 3 Athen 548.— auf London200, Copenbagen 2240,— Warſckan. 2475. Südafrika 100,12 Stockholm 1039,87 J NuenosMires 1700,— Slo 1989.— Rio de Jan. 361.— kieialle Hamhurger Metallnotierungen vom 27. märz Banca⸗ u. 440 Ruhien traits zinn BrieiſGeldſBriefſcheld ſdünenrohent v. 100 69/ 17,25/17,25 Januar Feinſilber(RM per kg) 30.90 36,70 Februa 92 80 Feingold(RM perg, 2 84 2,79 März 52 25(53.25276,0276,0 it⸗Blatin(Ahfälle, Ayri! 52.2553,25/276,00276.0 Circapr. RM ver g 2,300 2,4 Mai 53.2653.2 276.076.[ Techn. reines Platin Jun 53.2553.25/270,0/276,0 Detailyr(RN ver g.52ſ.52 Juli 33.2553.25276.0276.0 Auguſt 53,25.251270,0276.0 17—⏑⏑◻ Septemo 1Ii.. UAnttmon Regules chineſ Iktober 9 E per i09 45.— 44.50 SS Queckſilber(Sper Flaſche 81 ezember 8 9457, * Der Lonboner Goldpreis betrug am 24. Märs 1939 füür eine Unze Feingod 148 ſh 5„ gleith 86,0754 /, für ein Gramm Feingold demnach 57,2505 Pence gleich 2,78668 /. Geſchäftsſtelle d. Bl. EEUUNne ANUAGEAG Die neue Frühjahrs-Kollektion Kleider/ Mäntel/ Kostüme Zeigt NHA.: W. 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Wenn ſie im Vergleich zu neuer einen grauen Ton hat, dann iſt das gleichfalls ein Zeichen dafür, daß ſie lange in hartem Waſſer gewaſchen wurde. Dann hat ſich nämlich ein feiner Schleier von Kalkſeife aufs Gewebe gelegt, der die feinen Poren verſtopft und Ihre Wäſche vorzeitig mürbe macht. iſt, das Waſſer vorher weich zu machen! Geben Sie jedes⸗ mal, bevor Sie waſchen, einige Handvolk Henko⸗Bleichſoda(dieſelbe, die Sie zum Einweichen nehmen) ins Waſſer, und zwar am beſten 15 Minuten vor Bereitung der Waſchlauge. Dann haben Sie immer das ſchönſte weiche Waſchwaſſer und wiſſen, daß Ihr Waſchmittel voll ausgenutzt wird. U28182 ͤ TTTTTTPPP Nimm fienko, das beim Waſchen ſport und seife vor berluſt bewahrtt Haſt du ein Zimmer zu vermieten Auch eine Wohnung anzubteten Und möchteſt deinen Hund verkaufen Du ſuchſt ein Fahrrad, willſt nicht laufen Dir ging der Ehering verloren Euch wurden Zwillinge geboren— All dieſe Sorgen, Wünſche, Schmerzen, Sie fallen dir beſtimmt vom Herzen Befolg du nur den guten Rat Gib auf ein Seitungsinſerat⸗ 8 9 79 7 * ul nerbiser ——— meo Uinsen 4 Letzte Tase:.00 10. Seite/ Nummer 145 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Die FIlmsensat Des Weslbil wit ctork Gabe Nyrna Letzte Tage: Schäbßöké Uaoexe nit Käthe v. Nagy, iesten Füce Ab heute: 400.00 SCALR aLRRHBRR 10n des Jahres! der lie . einer iett Alb.——— penswürcdigsten un .20 Uhr · 33 Iindenhet, Fe nsprecher 269 40 uNtER Heuſiges Tndenn, 1er1018g! 00 iemann— kna .30.30.30 Uhr p 7, 22 Pianken) Fernsprecher 239 02 ibot- 1or- Spencer Trasy .40 820 Uhr K 1, 5(öreite Strabe .10 Fernsprecher 240 88 Kemp, 69. 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