2 Neue Mannheimer Jeit⸗ Eeſcheinungsweiſe: Tägkic zmat außer Sonntag. Bezngspreiſe: M aunh eimer General- Anz eiger Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn. in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: Rl, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim 50 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfa. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ Montag, 17. April 1939 Der Führer wird Nooſevelt autworten Der Reichstug auf 28. April einberufen Wollte Rooſevelt im voraus die„Kriegsſchulofrage“ aufwerfen? Rooſevelt ſoll die Antwort haben Miaja in Frankreich Der Führer will ſie ihm vor dem Reichstag und der ganzen Nation geben! Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Y breite Textmillimeterzeile 50 Pß⸗ Kleinanzeigen ermäßiz Eiuꝛelpreis 10 E gültig iſt die Anzeigen⸗Preisli⸗ oder Konkurſen wird keinerlei für Anzelgen in beſtimmten Auen— und für fernmündlich erteilte Aufträge. 8 150. Jahrgang— Nr. *— R eiee (Funkmeldung der NM3.) + Berlin, 17. April. Der amerikaniſche Präſident Rooſevelt hat an den Führer in einem Telegramm die Bitte ge⸗ die Antwort dem Herrn amerikaniſchen Präſi⸗ denten namens des deutſchen Volkes vor dem Reichstag bekanntzugeben. — richtet, zu beſtimmten Fragen Stellung zu Er hat daher den Deutſchen Reichstag zum on nehmen. Der Führer hält dieſe Angelegenheit 28. April zur Kenntnisnahme dieſer Erklärung 45 für eine ſo wichtige, daß er ſich entſchloſſen hat, einberufen. üt⸗ ach Rooſevelts Hintergedanken gt. 94 3 44 9 9 9 07 Anbehagen auch in engliſchen Kreiſen über Rooſevelts merkwürdige Fnitiative“ mt nd Drahtber. unſ. Londoner Vertreters Schmeicheleien für den amerikaniſchen Präſidenten. 5— London, 17. April. Hierfür iſt insbeſondere der e be⸗ — Das engliſche Echo zu Rooſevelts merkwürdiger zeichnend, der ſchreibt, daß Rooſevelts Botſchaſt zu 25 Bolſchaft an Deutſchland und Italien iſt nicht ſo den wichtigſten Dokumenten der Welt⸗ einheitlich wie es nach außen hin den Anſchein hat. Nach außen wird natürlich nur Begeiſtexung gezeigt. Die Regi 5 auch ſofort nach Bekanntwerden der Bot velts eine Erklärung veröffent⸗ lichen, in der Rooſevelts„ſtaatsmänniſche Initiative“ begrüßt wird. Hinter den Kuliſſen aber hört man verſchie⸗ dene andere Meinungen. Die Gegner der früheren ſogenannten Chamberlainſchen„Befrie⸗ dungspolitik“, die dem Miniſterpräſidenten auch heute noch nicht ganz trauen, befürchten, die Verſuche einer Verſtändigungspolitik könnten durch Rooſevelts Botſchaft neu belebt werden. Von denjenigen, die nicht ſo unbedingt die Möglichkeit eines Krieges als unvermeidlich oder ſogar wünſchenswert anſehen, konnte man hören, daß Rooſevelts Botſchaft nicht ſehr intelligent abgefaßt ſei, ſalls ſie wirklich als ernſthafter Beitrag zum Frieden gedacht ſei und daß es zweifelhaft ſei, ob der Zweck der Botſchaft ſo fried⸗ liebend ſei wie Rooſevelt behauptet. In dieſen Kreiſen wurde die Vermutung aus⸗ geoͤrückt, daß Rooſevelt von der Anſicht ausgehe, ein Krieg ſei unvermeidlich und deshalb müſſe im Voraus die Kriegsſchuldfrage öffentlich und ein⸗ deutig präjudiziert werden. Selbſt in hieſigen amerikaniſchen Kreiſen wurde die geſchichte zähle, und daß nur ein weitſichtiger Staatsmann mit großen Ausblicken eine ſolche mutige Initiative habe ergreifen können. Nur eine Falle! dib Paris, 17. April. Der Leitartikel des„Excelſior“ zu Rooſevelts „Frieden“-Botſchaft an ea Führer und an den Duee ſpricht ganz offen davon, daß der„Wortführer Amerikas“— wie ſich Rooſevelt ſo ſchön nannte— Deutſchland und Italien nur eine Falle ſtellen wollte. Die Achſe werde, ſo ſchreibt der„Excelſior“, ent⸗ weder ablehnend entworten oder aber annehmen und die Waffen in der Garderobe des von Rooſe⸗ velt geplanten Konferenzſaales abgeben. Der frühere ſpaniſche General Miaja(mit Bas kenmütze) bei ſeiner Ankunft in Marſeille Miaja war bekanntlich der Oberbefehlshaber in Madrid, das er jetzt nach dem Sieg der Franco⸗ truppen verließ. (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) „Frankreich und England könnten ſich ſelbſtverſtänd⸗ lich nicht leichtfertig auf eine ungewiſſe Verhandlung einlaſſen und ließen ſich nicht einſchläfern. Mit voller Logik werden Frankreich und England eine tatſächliche Demobilmachung verlangen, die von allen von den totalitären Staaten beoͤrohten Län⸗ dern kontrolliert werden müßte.“ Rom und die Rooſevell-Botſchaft Rom erkennt den Zweck des Manövers und wird ſich nicht beirren laſſen (Funkmeldung der NMz3. Rom, 17. April. Der diplomatiſche Mitarbeiter der„Agenzia Ste⸗ den, mit der gebührenden Zurückhaltung ergriffen werde, und nicht, daß man wie bei einer Wahlkund⸗ gebung zu internen und perſönlichen Zwecken mit der letzten Neuheit Hollywoods die krankhafte Neu⸗ ſachen des Endes dieſer Staaten müßte ſich Rooſe⸗ velt mindeſtens des Diktates von Verſailles erin⸗ nern, für das einer ſeiner Vorgänger verantwort⸗ lich ſei. Was heute in Europa vor ſich gehe, ſei nur die Folge und zum großen Teil die berechtigte Wiedergutmachung jener Ungerechtigkeiten. Die ganze Welt lache über die wirklich über⸗ raſchende Liſte der Länder, für die der Präſident der Vereinigten Staaten die italieniſche Garantie verlange. Wie ſollte Italien mit ſeiner„aggreſſiven Gier“ Länder angreifen und verſchlingen, die Tau⸗ ſende von Meilen von ihm entſernt ſeien?! Welche Gefahr ſollte zum Beiſpiel von italieniſcher Seite für das mit Italien nicht nur durch den Antikomin⸗ ternpakt, ſondern vor allem durch eine Waffenbrüder⸗ ſchaft und gemeinſame Ideale gebundene Spanien beſtehen? 3 60 in ſei Komment Botſchaf 3 8 5 Botſchaft als bedauernswerte perſönliche 9990 8 0 gierde des Publikums aufreize. In Bezug auf den könne man ſich anmaßen, über Länder Demonſtration des amerikaniſchen Präſidenten eine ernſte Grundlage haben wollen geheim 1 Inhalt zeige das Dokument die unumwundenſte ge⸗ und Völker zu urteilen, wenn man von ihrer hingeſtellt. Es iſt ein offenes Geheimnis, daß der 0„geheimg 00 ſichtliche und geographiſche Unwiſſenheit. geographiſchen und geſchichtlichen Lage nichts wiſſe? ſäſt ausſchließliche Berater Rooſevelts über euro⸗ ten werden müſſen und nicht einem offenbar pro⸗ In der energiſchen Reaktion auf die„Botſchaft“ Roo⸗ häiſche Angelegenheiten der amerkkaniſche Botſchaf. Srpene er une, erezeiehen e diene fegeneenedeh woene t Eade des unarhengeen, Lrveles welſe Rlalien niche ein ehles 5 1 FIr 3557 ürfen. Er erinnert ferner daran, daß Rooſevelts Beſtehens von drei S aaten in Europa und eines Bemühen für d eieden ter in Faris, Bullitt, iſt der bier als dor große Theſe bei weitem nicht von der geſamten öffentlichen in Afrika, ohne ſich die Mühe zu geben, die Ur⸗ ſete ſih einem mhirbeden zurück ſondern es wiber⸗ Dilletant in der amerikaniſchen Diplomatie und Mei 905 5 8 9— e ſachen feſtonfkellen Bor n a. eetze ſich einem Manöver, das darauf gerichtet ſei, unter Rooſevelts Beratern bezeichnet wird. Wenn Die Aufſtellung d FFBFF 6 ſſekenen. Por im ſei lever dieſer Staa“ den Bemühungen der Männer ein Hindernis in den Ronpf irkEf 11 zJei Tri She⸗ g der zu garantierenden Staaten, ſo en ein Opfer eines Angriſſes der totalitären Weg zu le en, di 50 8 3 betont er weiter, iſt geradezu kindiſch; ſie Mächte geworden, die ohne weiteres in den An⸗ Gerechtigkeit Entet Ken Sr denn W 19 den Beweis einer völligen Unkennt⸗ klagezuſtand verſetzt werden. Von den vielen Ur⸗ reichen ſuchen. 0 zu er⸗ Methoden und auch andere Berater gewählt haben. daß 5 Die Meinung in Whitehall gibt heute morgen der anmaßenden Ton gehalten iſt 0 diplomatiſche Korreſpondent der„Times“ wieder. Die kritiſche Betrachtung ſchließt W 6 92 Er ſchreibt, daß in engliſchen Regierungskreiſen vor Feſtſtellung: allem die Anregung begrüßt werde, die wirtſchaft⸗ ein tiee ö lichen Hinderniſſe friedlich zu überwinden. Deutſch⸗ faſchiſtiſche Regierung wird im Einver⸗ 8 land habe beiſpielloſe Gewinne erzielt ohne einen nehmen mit der deutſchen Regierung tun, was 3 8 Schuß abzufeuern. Wenn jetzt, ſo Hperde in ſie zu tun hat. Der Friede iſt eine ſchöne Sache, Erneute eineinhalbſtündige Ausſprache zwiſchen den beiden Staatsmännern rungskreiſen geſagt, Deutſchland und Italien die aber derartige propagandiſtiſche Formeln können dub. Rom, 16. Mai.——— 8 Zeichen der Zeit leſen würden, ſo würden ſie ſich keine poſitiven Ergebniſſe zeitigen.“ Am Sonntagabend hat im Palazzo Venezia im 8 ſich R. 1 vergegenwärtigen, daß ein größerer Angriff auch. Di ſchaft« Beiſein des italieniſchen Außenminiſters Graf der Piazza Venezia. Mit ihren immer drehenden einen größeren Krieg bedeute und angeſichts dieſer Die norditalieniſche Preſſe übt an der Botſchaft“ Ffaud. ehie beitere a—— Benezia. Mit ihren immer drängender Möglichkeit würden ſie vielleicht Rooſevelts Anre⸗ des amerikaniſchen Präſidenten Rooſevelt ſchärfſte Unterredung zwiſchen Generalfeldmarſchall.d en veranlaßten ſie den Duee, Irtſchatl Kritik. 935 0 dem Generalfeldmarſchall zweimal auf den geſchicht⸗ gung annehmen, ihre wirtſchaſtlichen Probleme auf Göring und dem Duee ſtattgefunden, mit der der lichen Balko herauszutret 0 friedͤlichem Wege zu löſen. 335 Der ſpricht von einem belei⸗ oſſizielle Teil des römiſchen Auſenthalts des Gene⸗ 0 n herauszutreten Im Leitartikel warnt die„Times“ davor, ein igenden un lächerlichen Dokument. ralfeldmarſchalls abgeſchloſſen iſt. Auf ſei Wunſ großes Rätſelraten über die vermutliche deutſche und Die Lektüre enthülle die Lächerlichkeit und Unhalt⸗ 9100 ſich 88 e 5 Die Bedeutung der Beſprechung italieniſche Antwort anzuſtellen, da ſolche Spekula⸗ barkeit des Schriftſtückes, die das Kennzeichen einer reiſe, die am Montagnachmittag erfolgt, rein privat Drahtber. unſ. röm. Korreſpondenten tionen nur einen ungünſtigen Einfluß auf die Achſen⸗ demagogiſchen und anmaßenden Denkungsart ſeien. in Rom aufhalten.— Rom, 17. April. mächte ausüben würden. Die gute internationale Gepflogenheit verlange es, Bei der An⸗ und Abfahrt zum Palazzo Venezio In den politiſchen Kreiſen mißt man den poli⸗ Die übrige Preſſe überbietet ſich in Angrif⸗ daß jede Initigtive zur Regelung der Beziehungen war der Generalfeldmarſchall auch am Sonntag- tiſchen Beſprechungen Görings gerade im gegen⸗ ſen gegen Deutſchland und ehrerbietigen öwiſchen den Völkern, um ernſt genommen zu wer⸗ abend wieder von der römiſchen Bevölkerung aufs wärtigen Augenblick die größte Bedeutung zu. Her⸗ ——————— ——————— Rooſeveltſche 2 Seite/ Nummer 175 Neue Mannheimer Zeitung 7 Abend⸗Ansgabe Montag, 17. April 1939 mann Göring gilt in Rom als beſonderer Kenner und von der Notwendigkeit der Achſe zutieſſt über⸗ zeugter Anhänger Italiens. Kennzeichnend dafür iſt eine Epiſode aus ſeinem Leben, die in einem Bericht vom Berliner Korreſpondenten des„Giornale'Jta⸗ lia“ mitgeteilt wird, der ſie im vorigen Mai ſelbſt von Generalfeldmarſchall Göring gehört hat. Nach ſeiner erſten Rückkehr aus Italien, lange vor der Machtergreifung durch den Nationalſozialismus, brachte Hermann Göring ein altes Bild aus dem Jahre 1866 mit, das einen italieniſchen Berſagliere zeigt, der einem preußiſchen Grenadier die Hand drückt. Göring hängte das Bild trotz ſeines gerin⸗ gen künſtleriſchen Wertes als Symbol der hiſtori⸗ ſchen Freundſchaftsbeziehungen zwiſchen Deutſchland und Italien in ſeinem Arbeitszimmer auf. Zu den politiſchen Beſprechungen, die der Gene⸗ ralfeldömarſchall in dieſen Tagen in Rom führte, er⸗ klärt das halbamtliche„Giornalie'Italia“, daß ſie in den gegenwärtigen entſcheidungs⸗ reichen Augenblicken der europäiſchen Geſchichte weſentliche Beiträge zur Zuſammenarbeit der Achſe und zu ihrer Aktivierung liefern. Europa ſei in eine akute, vielleicht die entſcheidende Phaſe der Einkreiſungspolitik der Demokratien getreten. Demgegenüber bleibe die Politik der autoritären Staaten feſt auf der Grundlage der Forderung nach gleichen Rechten und gleichen, den Arbeitskräften entſprechenden materiellen Mitteln beſtehen. Italien und Dentſchland ſeien bereit, jeder Drohung zu begegnen und jeden Fehdehandſchuh aufzunehmen. Die Machtmittel Italiens und Deutſchlands ſeien gewaltig. Neben den 80 Millionen Großdeutſchlands ſtünden 62 Millionen Menſchen im Königreich Ita⸗ lien, in Albanien, im Imperium und in Libyen. Neben der gigantiſchen Induſtrie Deutſchlands ſtünden die kraftvolle induſtrielle und landwirt⸗ ſchaftliche Produktion Italiens und ſeine Rohſtoffe in Albanien, Libyen und im Imperium. Vor allem aber ſtünden ihre großen Führer und ihre geiſtigen Werte nebeneinander. Schon oft ſeit den Sanktions⸗ zeiten hätten ſich die Berechnungen der Demokratien über die Machtmittel der autoritären Staaten als falſch erwieſen. Auch jetzt bei der Berechnung der Einkreiſungsmöglichkeiten könnten ſie ſich als falſch herausſtellen. Italien und Deutſchland, die ſich von den Küſten der Oſtſee bis zum Herzen Afrikas aus⸗ dehnten, ſeien überdies in Europa und der Welt nicht allein. 20. April nationaler Feiertag! Eine Anordnung des Reichsminiſters des Innern (Funkmeldung der NM3.) + Berlin, 17. April. Auf Grund des heute im Reichsgeſetzblatt veröffentlichten Geſetzes über einmalige Sonder⸗ feiertage hat der Reichsminiſter des Innern im Einvernehmen mit den zuſtändigen Reichs⸗ hier außerordentlich miniſterien aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers verordnet, daß der 20. April 1939 in Großdentſchland nationaler Feiertag iſt. Die Lohnzahlungsbeſtimmungen für den 1. Mai fin⸗ den, wie dies in dem Geſetz über einmalige Sonderfeiertage ausdrücklich ausgeſprochen wird, entſprechende Anwendung. Der 20. April in den Schulen! — Berlin, 17. April. Am 50. Geburtstag des Führers ſpricht Reichs⸗ miniſter Ruſt von 9 bis.30 Uhr über alle Sender zu den Schulen im Deutſchen Reich. Die Ueber⸗ tragung der Rede des Miniſters iſt im Rahmen einer Schulfeier in allen Schulen gemeinſchaftlich anzuhören. Anſchließend iſt ſchulfrei. In den Volksſchulen nehmen nur die oberen Jahrgänge(nicht die Grundſchulklaſſen) an der Feier teil. Der Geburtsſag des Führers in Prag EP. Prag, 15. April. Die Regierung des Protektorats Böhmen und Mähren hat beſchloſſen, den Geburtstag des Führers als Schulfeiertag zu erklären. Sämtliche Staats⸗ gebäude werden am 20. April flaggen. In Prag findet aus Anlaß des Geburtstags des Führers auf dem Wenzelsplatz eine Truppenparade ſtatt. Abends findet im Prager Nationaltheater eine Feſtvorſtel⸗ lung ſtatt, an der die Mitglieder der Protektorats⸗ regierung teilnehmen werden. Die engliſch-ſowjetruſſiſchen Verhandlungen: Hat ſich London mit Moskau geeinigt? Eifriger diplomatiſcher Betrieb zwiſchen den beiden Hanptſtäbten—-Wie Moskaus Hilfe“ für Polen ausſehen ſoll Drahtber. unſ. Londoner Vertreters — London, 17. April. Miniſterpräſident Chamberlain wird wahr⸗ ſcheinlich im Unterhaus im Verlaufe dieſer Woche eine weitere Erklärung zur Außenpolitik abgeben. Man erwartet hier von dieſer Mitteilung insbeſon⸗ dere nähere Aufklärung über die Verhandlungen, die gegenwärtig mit Sowjetrußland und der Tür⸗ kei gepflogen werden. Ueber die engliſch⸗ſowjetruſ⸗ ſiſchen Verhandlungen waren unter dem Einfluß von Nachrichten aus Paris über das Wochenende optimiſtiſche Meinungen zu hören, die ſich zum mindeſten als verfrüht heraus⸗ ſtellten. Der engliſche Botſchafter in Moskau, Seeds, hatte während des Wochenendes eine zweite Unterredung mit Litwinow⸗Finkelſtein. Der hieſige ſowjetruſſiſche Botſchafter Maiſky wird heute London verlaſſen, um ſich nach Moskau zur Berichterſtattung zu begeben. Ueber den Charakter der Verhanolungen heißt es, daß weder eine völlige Allianz noch eine formloſe Zu⸗ ſammenarbeit, ſondern ein Mittelding zwiſchen bei⸗ den, was man als eine Art Halballianz bezeichnen könnte, erſtrebt werde. Es heißt, daß England ein Abkommen erſtrebe, wonach Sowjetrußland im Kriegsfalle ſeine Luftwafſe zur Verfügung ſtellen und Polen und Rumänien mit ſämtlichem notwendigen Kriegs⸗ material verſorgen ſoll. Ueber die Verhandlungen mit der Türkei heißt es ſeit Tagen nur eintönig, daß dieſe gute Fortſchritte machten. Worin dieſe Fortſchritte beſtehen, und was der eigentliche Inhalt der Verhandlungen, abge⸗ ſehen von der Meerengenfrage, iſt, wird nicht be⸗ kanntgegeben. Optimiſten glauben, daß die Ver⸗ handlungen mit der Türkei noch in dieſer Woche ab⸗ geſchloſſen werden können. Irland will neutral bleiben Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters de Balera will das iriſche Volk aus einem Krieg unter allen Umſtänden heraushalten London, 17. April. Der Miniſterpräſident von Irland, de Valera, kündigte geſtern in einer öffentlichen Rede an, daß Irland im Kriegsfalle verſuchen werde, neu⸗ tral zu bleiben. Es ſei der Wunſch des iriſchen Volkes und der iriſchen Regierung, die iriſche Nation aus einem Krieg unter allen Umſtänden herauszuhalten. Dieſe Feſtſtellung de Valeras widerſpricht einer Er⸗ klärung, die er im iriſchen Parlament am 16. Fe⸗ bruar abgegeben hat, wonach es für Irland im Kriegsfalle unmöglich ſein werde, ſeine Neutralität zu bewahren. GOleichzeitig warf de Valera erneut die Tei⸗ lungsfrage auf und erklärte, daß in ſolchen Zeiten wie dieſen die Bewohner Nordirlands ſich erneut die Frage überlegen müßten, ob ſie nicht ein einiges und ungeteiltes Irland einem uneinigen und geteilten vorziehen würden. „Sorge um Belgrad“ Böswillige Londoner Verleumdungen Ingoſlawiens dub. London, 15. April. Die Londoner Morgenpreſſe zeigt am Samstag auffallend ſtarkes Intereſſe für die inneren Verhält⸗ niſſe Jugoſlawiens.„Times“,„News Chronicle“, „Daily Expreß“ und andere bringen übereinſtim⸗ mend Korreſpondentenmeldungen aufſehenerregenden Inhaltes, wobei man ſich nicht ſcheut, ſogar vom be⸗ vorſtehenden Rücktritt der jugoſlawiſchen Regierung wegen innenpolitiſcher Schwierigkeiten zu orakeln. Die„Times“ verzeichnet z. B.„lebhafte Beſorgnis diplomatiſcher Kreiſe über die interne Lage in Jugo⸗ ſlawien“. Es iſt anzunehmen, daß dieinfame Stim⸗ mungsmache von einer in Belgrad befindlichen bri⸗ tiſchen Stelle, die zugleich als Zentrale britiſcher Agenten„à la Lawrence“ gilt, ausgeht. Jialienſeindliche Kundgebungen in ſüdfranzöſi⸗ ſcher Stadt. In der ſüdfranzöſiſchen Stadt Draguig⸗ nan kam es zu Ausſchreitungen gegen italieniſche Kaufleute, die im Zentrum der Stadt verſchiedene Geſchäfte beſitzen. KeincbnHnetar Zeichen und Folgen der engliſchen Panikmache Wehrpflicht in England? dub London, 16. April. Die Londoner Sonntagspreſſe berichtet über die bevorſtehende Einbringung eines Antrages von drei Konſervativen Unterhausabgeordneten, die allge⸗ meine Wehrpflicht in England einzuführen. Amery, E. Grigg und Lord Wolmer beabſichtigten danach, eine entſprechende Entſchließung dem Unterhauſe bei ſeinem Wiederzuſammentritt am Dienstag vorzu⸗ legen. „Daily Expreß“ meldet, daß eine Reihe konſer⸗ vativer Abgeordneter am Dienstag im Unterhaus einen Antrag auf zwangsweiſe Mobiliſierung der Arbeitskräfte und des Vermögens einbringen würden. Franzöſiſche Kriegsſchiſſe in Gbraltar: dnb. Paris, 16. April. Die beiden franzöſiſchen Kreuzer„Lorrain“ und „Bretagne“ ſowie die beiden Zerſtörer„Fantasque“ und„Terrible“ ſind am Sonntagvormittag in Gibraltar eingetroffen und haben an der Südmole Anker geworfen, da ſie inſolge der Sperren nicht in den Hafen einlaufen konnten. Truppen aus Indien nach Aegypten: dnb Kairo, 17. April. Wie„Journal'Egypt“ meldet, wurden auf An⸗ ordnung des engliſchen Kriegsminiſteriums drei Brigaden aus Indien nach Aegypten verſchickt, wo äußerdem weitere engliſche Verſtärkungen— man ſpricht von 50000 Mann— erwartet würden. Das Blatt ſpricht im übrigen von einer„ſoziglen Die Rooſevelt-Botſchaft eine Wahlmache Amerikaniſche Blätter decken innerpolitiſchen Zweck des Rooſevelt⸗Manövers auf dub. Neuyork, 17. April. Die Neuyorker Preſſe bietet das groteske Bild einer Debatte über die Motive, die den amerika⸗ niſchen Präſidenten zu ſeinem Roßtäaſchertrick be⸗ ſtimmt haben könnten.„Herald“ Tribune“ betont mit aufdringlicher Befliſſenheit, ſie glaube an Rooſe⸗ velts Aufrichtigkeit().„Neuyork Times“ hingegen meint, die Botſchaft ſtelle eher eine Warnung als einen Friedensappell dar. Ein Bericht dieſes Blattes aus Waſhington wird noch deutlicher und bezeichnet den angeblichen„Friedensſchritt“ als üble innenpolitiſche Wahlmache des nach einer dritten Amtsperiode begierigen Präſidenten. Hier heißt es, ſofort nach Bekanntgabe der Botſchaft ſei in Regierungskreiſen erklärt worden,„ſelbſt wenn die Antwort negativ ſei, habe Rooſevelt die Be⸗ ſchuldigung der Iſolationiſten widerlegt, er ſei ein Kriegstreiber.“ Die„Neuyork Times“ fühlt ſich auf Grund deſſen Moskau iſt über Rooſevelt begeiſtert Ein bezeichnendes Glückwunſch-Telegramm Kolinins an Rooſevelt dnb Moskan, 16. April. Der Präſident der Sowietunion, Kalinin, hat nach einer Taß⸗Meldung am Sonntag an den ameri⸗ kaniſchen Präſidenten Rooſevelt ein Telegramm ge⸗ ſandt. Unter Bezugnahme auf die Botſchaft Rooſe⸗ velts an den Führer und an den Duce ſpricht der Präſident der Sowjets„von der augenehmen Pflicht“, die es ihm ſei, daß er Rooſevelt die„tieſe Sympathie und die herzlichſten Glückwünſche“ übermitteln könne. Er erklärte darin weiter, daß dieſer Schritt „in den Herzen der Völker der Sowjetunion den be⸗ geiſterten Widerhall“ gefunden habe. Ne Dieſes Telegramm ſpricht Bände. Die Bolſche⸗ wiſten im Kreml überſchlagen ſich vor Begeiſterung. Litwinow wird vor Neid erblaßt ſein, als er das „Meiſterſtück“ einer heuchleriſchen „Friedensbotſchaft“ ſah. Oder war auch Moskau ſchon über dieſen„ſpontanen“ Schritt des USA⸗Prä⸗ ſidenten unterrichtet, wie dies bei Paris und Lon⸗ don der Fall geweſen ſein muß? Gem ſchte Geſühle in Belgien dub. Brüſſel, 16. April. Die belgiſche Preſſe berichtet mit einer gewiſſen Zurückhaltung über die„neueſte Senſation“, den Schritt des amerikaniſchen Präſidenten. Die ganze Demagogie des Rooſeveltſchen Anſinnens geht deut⸗ lich aus einem Kommentar des„Vingtieme Sieele“ hervor, der auf die unkonſequente Haltung Rooſe⸗ velts hinweiſt. Rooſevelt habe bisher„nur polemi⸗ ſche Reden gegen die autoritären Staaten geführt, nun wolle er ſie plötzlich für ſeine Pläne gewinnen.“ „Nation Belge“ ſchreibt in einem Kommentar u.., daß die Botſchaft Rooſevelts angeblich zwar von„gutem Willen“ zeuge, aber gleichzeitig von einer großen Naivität. Daß Beiſpiel Wilſons und anderer amerikaniſcher Präſidenten zeige, daß es Europa ſelten gut bekomme, wenn ſich der Chef der Vereinigten Staaten in die europäiſchen Ange⸗ legenheiten einmiſche. berechtigt, dem politiſchen Scharlatan Rooſevelt be⸗ reits Vorſchußlorbeeren darzureichen, indem ſie ihn alg„einen der größten Friedens⸗ apoftel“ 1) in die Geſchichte eingehen läßt. Er habe ſich durch ſeine Botſchaft erneut zum Natio⸗ nalhelden gemacht und den letzten Reſt der Op⸗ poſition weggeſegt. Einige Sätze weiter gibt das Blatt die ganze Scheinheiligkeit des eben erſt als Weltbeglückter An⸗ geprieſenen ungeſchminkt zu und ſchreibt: Rooſenelt war nur an der Oberfläche freundlich, unſere Auf⸗ rüſtung und die unſerer Freunde geht weiter! Schüſſe in Tunis Revolverſchüſſe auf eine italieniſche Thegter⸗ aufführung dub. Rom, 17. Ayril. In Tunis wurde in der Nacht zum Sonntag eine italieniſche Theateraufführung, die von einer Gruppe der faſchiſtiſchen Freizeitbewegung veranſtal⸗ tet wurde, durch fünf Revolverſchüſſe geſtört. Zwei Italiener, ein 58jähriger Mann und eine 36jährige Fran, ſind, wie Agenzia Stefani meldet, leicht ver⸗ letzt worden. Die Schüſſe wurden aus einem Kraft⸗ wagen, der kurz zuvor angefahren war, in den Saal abgefeuert. Die Täter entkamen. Der üble Vorſall hat nach dem Bericht der Ste⸗ fani⸗Agentur bei der italieniſchen Kolonie in Tunis tieſſte Empörung hervorgerufen. Er zeigt die be⸗ denklichen Folgen der italienſeindlichen Hetze der Lokalpreſſe. Auf deuſelben Saal waren bereits in der letzten Woche und im Dezember norigen Jahres Anſchläge verübt worden. Wirbelſturm berwäſlet USA⸗Slaaten Sahlreiche Ortſchaſten zerſtört— Bisher 47 Tote und 218 Verletzie dub. Neuyork, 17. April. Ein Wirbelſturm, der ſchon in Oklahoma ſchwe⸗ ren Schaden angerichtet hatte, zog am Sonntag auch über die Staaten Texas, Louiſiana und Arkanſas hinweg, zerſtörte mehrere Dörſer und richtete über⸗ all furchtbare Verwüſtungen an. In Haynesville riß der Tornado mitten im Ge⸗ ſchäftsviertel eine breite Gaſſe, alle Häuſer dem Erdboden gleichmachend. Bisher wurden 47 Tote und 218 Verletzte gezählt. Der Sachſchaden geht in die Millionen. Auß den vom Wirbelſturm betrofſenen Staaten lan⸗ ſen fortgeſetzt weitere Berichte über entſetzliche Ber⸗ — — — wüſtungen ein. Die Verbindung mit den ländlichen Bezirken iſt teilweiſe unterbrochen, da die Telephon⸗ leitungen zerſtört und die Straßen unpaſſierbax ſind. In Collins(Arkanſas) brachte die Windhoſe eine Kirche zum Einſturz, in der 200 Menſchen zur Andacht verſammelt waren. Das Kirchendach wurde weggeriſſen, Turm und Mauerwerk ſtürzten auf die Kirchgänger. Bisher ſind die Leichen des Pfarrers und von 30 Gemeinde⸗ mitgliedern geborgen worden. Der Geſamtſchaden, den dag Unwetter angerichtet hat, iſt uoch nicht zu überſehen. 5 Verſchmelzung“ der ägyptiſchen und engliſchen Trup⸗ pen. Jeder Einheit ſeien zwei befehlausübende Offi⸗ ziere beigegeben, ein Engländer und ein Aegypter. Truppenverſchiebungen in Deutſch-Oſtafrika: dnb London, 17. April. Wie Reuter aus Daresſalam meldet, iſt eine Kompanie des 6. Bataillons der afrikaniſchen Schüt⸗ zen nach Tanga, einem Hafen Deutſch⸗Oſtafrikas, in der Nähe der Kenya⸗Grenze, entſandt worden. Es ſeien im Gebiet von Tanga, ſo berichtet die Agentur weiter, zwar keine Unruhen ausgebrochen, doch wohne dort eine vorwiegend deutſche Bevölkerung(). Warum ging die ASe-Flotte in die Süsdſee? dnb. London, 17. April. Die Entſendung der amerikaniſchen Flotte in den Paziſik gibt der Londoner Morgenpreſſe neue Ge⸗ legenheit zu kriegeriſchen Phantaſien. Die„Times“ erklärt, wenn es zum Kriege käme, liege das Schwer⸗ gewicht für die amerikaniſche Flotte im Pazifiſchen Ozean.„Daily Expreß“ meldet aus Waſhington, amerikaniſche Marinekxeiſe ſeien überzeugt, daß die USA⸗Flotte in den Pazifik beordert worden ſei, um im Kriegsfalle die Zurückziehung der britiſchen Flotte aus den fernöſtlichen Gewäſſern zu ermög⸗ lichen. Linödbergh erſtattet Bericht EP. Neuyork, 17. April. Hberſt Lindbergh iſt am Samstag mit dem Dampfer„Aquitania“ hier eingetroffen. Er wird am Dienstag oder Mittwoch vor dem Außenpolitiſchen Ausſchuß des Repräſentantenhauſes einen Bericht über die Stärke der europäiſchen Luftflotten er⸗ ſtatten. In unterrichteten Kreiſen mißt man dieſem „Bericht eine große Bedeutung bei. Kriegsmaterialkäufe der Sowiets: dub. Warſchau, 17. April. „Illuſt rowany Kurjer Codzienny“ berichtet aus Waſhington, daß dort zur Zeit eine ſowjetiſche Ma⸗ rineabordnung Verhandlungen über den Ankauf von Panzerplatten für Kriegsſchiffe im Betrage von zehn Millionen Dollar führt. Außerdem beſtehe die Möglichkeit eines Kaufes von zwei bis drei Kriegs⸗ ſchiffſen und von Material zum Bau von Schiffen in den Vereinigten Staaten für die Sowietunion. In maßgeblichen Waſhingtoner Kreiſen vermu⸗ tei man dem Blatt zufolge, daß die Sowjetunion auch die Erlaubnis für die Ausfuhr von Schiffs⸗ geſchützen aus Amerika in die Sowjetunion erhalten habe. Es handele ſich dabei um 30 40⸗Zentimeter⸗ Geſchütze. Der Führer in der Oſtmark Beſichtigung der jüngſten Wehrmachtsjahrgänge dub. St. Pölten, 17. April. Dex Führer und Oberſte Befehlshaber der Wehrmacht hat ſich am Sonntagabend in die Oſt⸗ mark begeben, um ſich vom Ansbildungsſtaud des in der Oſtmark eingezogenen jüngſten Jahr⸗ ganges zu überzengen. Der Führer traf, von München kommend, in den Morgenſtunden des Montag in St. Pölten ein, wo er vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt von Brauchitſch, und dem Oberbefehlshaber der Heeres⸗ gruppe 5, General der Infanterie Liſt, empfangen wurde. Nach Abſchreiten einer Ehrenkompanie begab ſich der Führer zum Kavallerie⸗Schützenregiment 10, wo er in den Vormittagsſtunden dem Dienſt bei⸗ wohnte. Der weitere Beſuch des Führers gilt Ein⸗ heiten der Infanterie, Pioniere, Artillerie und Ka⸗ nallerie in verſchiedenen Standorten von der Heeres⸗ gruppe 5 unterſtellten Teilen des XVII. AK und der 4. Leichten Divpiſion. Die Bevölkerung pon St. Pölten bereitete dem gen. Die Chineſen melden Erfolge Wieder vor den Vororten Kantons? EP. London, 17. April. Die Londoner Montagmorgen⸗Blätter veröfſent⸗ lichen Meldungen, in denen die Chineſen über Er⸗ folge bei Kanton und in den Provinzen Honan und Hopeh im Verlauf ihrer vor einer Woche eingeleite⸗ ten Offenſive zu berichten wiſſen. Nach dieſen chine⸗ ſiſchen Berichten ſollen chineſiſche Streitkräfte in die Nähe von Kanton vorgedrungen ſein und am Sonn⸗ tag die Vororte Kantons unter Geſchützfeuer ge⸗ nommen haben. In der Provinz Honan ſoll Tungſu von den Chineſen eingenommen und in der Propinz Hopeh die japaniſchen Streitkräfte von ihnen zurück⸗ rängt worden ſein. An ſämtlichen Abſchnitten er Kampffront in einer Geſamtlänge von mehreren hundert Kilometern ſei den ganzen Sonntag über erbittesi gelämpit worden. Führer bei ſeinem Eintreffen begeiſterte Kundgebun⸗ — —— Baldur von Schirach weihie neue Jugendherberge Der Reichsjugendführer weihte gleichzeitig mit der„Wilhelm⸗Frick⸗Jugendherberge“ in Fuloa 93 Jugendherbergen in allen deutſchen Gauen. Der Eingang zur Jugendherberge in Fulda (Weltbild, Zander⸗Multiplex⸗K.) Zur internationalen Verkehrs⸗Ausſtellung in Köln 1940 hatte die Ausſtellungsleitung einen Wettbewerd eines werbekräftigen Plakates Der wirkungsvolle Entwurf des Düſſeldorfer Graphikers Bruno Sueverkrüp. (Preſſe⸗Hoffmann, Zander⸗Muftiplex⸗K.) zux Erlangung ausgeſchrieben. Chineſiſche Kriegsgefangene müſſen arbeiten Die von den Japanern gemachten Kriegsgefange nen werden zur praktiſchen Zur Kenntlichmachung tragen ſie Kleidung aus kräftigen, grauen und gepolſterten Tuchen ſowie weiße Kappen. —— Blick in den Tagesraum (Weltbild, Zander⸗Multiplex⸗K.) Arbeit angehalten. (kAſſociated Preß, Zander⸗M.) Tankflugzeuge werden nach Kanada Zwei ehemalige Bomber, die zum Tanken aus der Luft für den neuen Transatlantikdienſt der Im⸗ perial Southampton verladen. Der größte U⸗Bahnhof der Welt wurde in Berlin eröffnet Beſtimmung übergeben worden. USA erneuert 49 zum Verſchrotten beſtimmte Kriegsſchiffe 49 amerikaniſche. Zerſtörer, die während des Krieges gebaut wurden und jetzt ver⸗ ſchrottet werden ſollten, werden in Dan Diego(Kalifornien) moderniſiert. 2(Aſſociated Preß, Zander⸗M.) gebracht Airways umgebaut wurden, wurden in (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) Neuer Tauchanzug für 800 m Tieſe Von dem amerikaniſchen Unterwaſſerforſcher Cyril in ic von Baumann wurde jetzt ein ſtruiert, mit dem es möglich iſt, Tieſen bis zu 800 Meter zu erreichen.— Unſer Bild zeigt den Forſcher mit ſeinem neuen Tauchanzug bei ſeinem erſten erfolgreichen Verſuch in New dem Anzug ſind die Sauerſtoff ſchlauchleitung nötig iſt. Nach mehrjähiger Bauzeit iſt nunmehr der unterirdiſche S⸗Bahnhof Potsdamer Platz ſeiner (Weltbild, Zander⸗Multiplex⸗K.) ir 3G Tauchanzug kon⸗ Jerſey. In Vorräte an keine Luft⸗ notwendigen untergebracht, ſo daß (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) Artur Müllers„König und Gott“ Urauſſührung anläßlich der Falckenberg⸗ Feſtwoche. — München. im April⸗ Heißatmige Klaſſiker⸗Inſzenierungen, zauberhaft beſchwingtes Komödienſpiel und Aufgeſchloſſenheit für das literariſche Experiment haben den Namen Otto Falckenbergs, dem der Führer unlängſt die Goethe⸗Medaille verliehen hat, berühmt gemacht. Der klug zuſammengeſtellte Zyklus der Feſtauffüh⸗ rungen, durch die die Münchener Kammerſpiele das fünfundzwanzigjährige Bühnenjubiläum ihres Re⸗ giſſeurs und künſtleriſchen Leiters würdig begingen, gab von alledem eindrucksſtarke Proben:„Kabale und Liebe“ und„Der Prinz von Hom⸗ burg“, zwei von intenſivem Leben erfüllte Inſze⸗ nierungen aus dem vergangenen Jahr, vertraten die Welt der Klaſſik. Tirſo de Molinars Luſtſpiel „Don Gil von den grünen Hoſen“ zeugte für Falckenbergs Gabe, ein unbeſchwertes Theater⸗ ſpiel ganz aus der Muſik aufwachſen und in tän⸗ zeriſcher Bewegung anmutig dahinſchwingen zu laſ⸗ ſen. Die mit Spannung erwartete Neuheit war die Uraufführung der Tragödie„König und die vereinſamte Gott“. Das fünfaktige Werk des dreißigjährigen, aus Altbayern ſtammenden Dramatikers Artur Müller ſpielt am Hofe Philipps II., hat mit Schillers„Don Carlos“ jedoch nichts als die Figu⸗ ren gemeinſam. Müllers Philipps, die Mittelfigur der Tragödie, der ſchwerlebig grübleriſche Ver⸗ walter eines gottverliehenen Amtes, ſteht als König zwiſchen Menſch und Gott, deſſen Reich er mit Feuer und Schwert auf Erden zu verwirklichen verſucht. Don Carlos, ſein verwachſener Sohn, und Iſabella, Künigin, verlangen nach ſeinem Herzen, doch er, die Macht und Weisheit des Her⸗ zens nur dunkel ahnend, beugt ſich der Verbiſſenheit des Großinquiſitors, dieſes machtgierigen Eiferers, für ein Gottesreich; für ihn opfert er Wilhelm von Oranien, den„Antichriſt“; weiterhin den rebellie⸗ renden Sohn, die Frau, ja mehr noch, das Glück des Volkes, das mit der Armada zerſchellt— dann ertt, auf dem Sterbebett, wird er ſeines Irrtums be⸗ wußt, er erkennt, daß das Gottesreich nicht mit Ge⸗ walt herbeizuführen iſt und verflucht den Groß⸗ inquiſitor als den ewigen Verführer, Müller hat ſich mit Geſchicklichkeit der hiſtoriſchen Geſtalten bemächtigt, um ſein Exemplum zu ſtatuie⸗ ren, und eine ſtarke geiſtige Spannung erzeugt. Da er jedoch nicht eigentlich vom Menſchen, ſondern von der Idee ausgeht und mehr beweiſen als geſtalten will, reagiert vor allem ſein Philipp ſo, wie es den Abſichten des Autors, und nicht, wie es der charakterlichen Anlage der Figur entſpricht. Eine gewiſſe innere Verworrenheit der Perſonen iſt ſomit nicht von der Hand zu weiſen. gel, das Ueberwiegen der Reflexion über die Hand⸗ lung, das bilderſelig überſchwengliche Pathos der Sprache und anderes rücken die Tragödie, ſo packend auch einiges, z. B. die Sterbeſzene der Königin, ge⸗ glückt iſt, näher an das Wollen als an das Voll⸗ bringen. Falckenbergs Inſzenierung allerdings, von bedingungsloſer Einſatzbereitſchaft zeugend, arbeitete den Dialog ſo intenſiv heraus, daß mancher Auftritt plaſtiſcher, hintergründiger, anſpruchsvoller erſchien, als er wirklich war: der ſchöpferiſche Regiſſeur ſtand hier dem unerfahrenen Theaterdichter als guter Kamerad zur Seite und verhalf dem anregenden Werk zu einem bemerkenswerten Achtungserfolg. Karl Ude. Der Oſimark-Zyklus im Nationaltheater Donnerstag beginnt der Oſtmark⸗Zyklus des Nationaltheaters mit einer Feſtvorſtellung von Handwerkliche Män⸗ Grillparzers Trauerſpiel„König Ottokars Glück und Ende“ zum fünſzigſten Geburtstag des Führers. Die weltpolitiſchen Ereigniſſe der letzten Wochen und Monate verleihen dieſem Werk Grillparzers als Auftakt des Oſtmark⸗Zyklus eine geradezu gleichnishafte Bedeutung und gaben ihm als Feſtvorſtellung zum Geburtstag des Führers einen beſonderen Sinn. Denn jener Chauvinismus des Beneſch-Staates trat vor nahezu tauſend Jah⸗ ren in der Figur des machthungrigen Königs Otto⸗ kar, ſo wie Grillparzer ihn ſchildert, mit den gleichen Anſprüchen in Erſcheinung, und das Schickſal, das Kaiſer Rudolf als Vertreter des Reiches ihm be⸗ reitet, mag uns heute wie eine Vorausahnung der Ereigniſſe erſcheinen, die zur Eingliederung Böh⸗ mens und Mährens durch die Tat des Führers ge⸗ führt haben. So ſchlägt gerade dieſes Werk durch die prophetiſchen Worte des klaſſiſchen öſterxeichi⸗ ſchen Dichters eine direkte Brücke von der hiſtori⸗ ſchen Vergangenheit zu unſeren Tagen, in denen die gleichen Probleme ihre endͤgültige weltpolitiſche Erfüllung gefunden haben. Den König Ottokar ſpielt Robert Kleinert, den Kaiſer Rudolf Wal⸗ ter Kiesler, die Spielleitung hat Helmuth Ebbs. —— See e ——————————— S ——————————— ———— 5 — — —— ———— —— 4. Seite Nummer 175 Neue Maunheimer Zeitung 7 Abend⸗Ausgabe Montag,. April 00 Die Siadiseite Mannheim, 17. April. Erholung jedem Schaffenden Die Richtſätze für die Urlaubsgewährung im Jahre 1939 In amtlichen Mitteilungen des Reichs⸗ treuhänders der Arbeit für Südweſtdeutſchland Nr.7 vom 1. 4.(zu beziehen von der Südweſtdeutſchen Druck⸗ und Verlagsgeſellſchaft, Karlsruhe, Karl⸗ Friedrich⸗Straße 6) ſind Richtſätze für die Urlaubs⸗ gewährung veröffentlicht. Dieſe Richtſätze ſollen für ſolche Arbeitsverhältniſſe Anwendung finden, für die noch keine tarifliche Urlaubsregelung beſteht oder der Urlaub zwarxr durch Tariſordnung, Be⸗ triebsordnung oder als Tarifordnung weitergelten⸗ den Tarifvertrag geregelt iſt, die Beſtimmungen aber noch nicht dem jetzigen Stand des Urlaubs⸗ rechts entſprechen. Die Urlaubsrichtſätze bringen eingehend Beſtim⸗ mungen über den Erwerb des Urlaubsan⸗ ſpruchs, die Zeit der Urlaubsdauer und die Höhe des zu bezahlenden Urlaubsentgelts. Für Ha⸗Führer und BDM⸗Führerinnen ſind be⸗ ſondere Regelungen getroffen. Für Jugendliche ſind die Urlaubsbeſtimmungen aus dem Jugendſchutz⸗ geſetz erwähnt. Auch die Urlaubsgewährung für Heimarbeiter iſt geregelt. Für die Gewährung gibt 0 2 8 Hochglonz! SHDOUEWERKE dieſer Urlaubsſätze nach den veröffentlichten Richt⸗ linien braucht eine Genehmigung auf Grund der Anordnung zur Sicherſtellung einer ſtetigen Lohn⸗ entwicklung vom 20. 3. 39 nicht eingeholt werden. Betrieben, die eine Verbeſſerung ihrer Urlaubsrege⸗ Iung im Rahmen der Richtſätze zu Unrecht ablehnen, kann die Einführung dieſer Richtſätze durch eine Anordnung des Reichstreuhänders der Arbeit auf⸗ erlegt werden. Silcher zum Gebächtnis Gründungsfeier des Evangeliſchen Frauen⸗ und Jungfrauenvereins Wenn auch die Haupttätigkeit des Evangeliſchen Frauen⸗ und Jungfrauenvereins eine karitative iſt, ſo finden dieſe vielbeſchäftigten Hausfrauen und be⸗ rufstätigen Mädchen doch immer noch Zeit, unter ihrem erfahrenen und tüchtigen Chorleiter, Haupt⸗ lehrer Schübelin, in dem wacker ſingenden Frauen⸗ chor das deutſche Lied zu pflegen. Und aus dieſer Liebe zum Lied hatte man auch eine kleine Gedenk⸗ ſeier zum 150. Geburtstag der„ſchwäbiſchen Nachti⸗ gall“ des Komponiſten Friedrich Silcher in den Mit⸗ telpunkt der 29. Gründungsfeier des Vereins ge⸗ ſtellt. Die Vortragsfolge begann nach der Ouverture zu „Regina“ von Roſſini, die der immer bewährte Evangeliſche Stadtpoſaunenchor unter Stabführung von A. Jahn vortrug, mit dem Preis des Vaterlan⸗ des in Ehören und Gedicht(Sprecherin Toni Beck) und brachte zum Schluß des erſten Teils die Begrü⸗ ßungsanſprache der 2. Vorſitzenden, Frau Roſa Kätſch, da die erſte Borſitzende, Frau Beckenbach, durch Erkrankung am Erſcheinen verhindert war. Frau Kätſch gedachte mit Anerkennung der Tätigkeit der beiden Frauen, die ſeit Gründung des Vereins deſſen Vorſitz gehabt haben, und ſprach in warmen Worten dem wegen Arbeitsüberlaſtung ausgeſchie⸗ denen Pfarrer Speck, der den Verein fünf Jahre lang hilfreich betreut hatte, den herzlichen Dank der Mitglieder aus. Als ſein Nachſolger war Pfarrer Grimm anweſend. Nach dieſer Anſprache überbrachte ein Vertreter des Evangeliſchen Volksvereins, der in enger Ver⸗ bundenheit mit dem Evangeliſchen Frauen⸗ und Jungfrauenverein arbeitet, dͤeſſen Grüße und guten Wünſche zur Gründungsſeier. Dann begann die Silcherehrung, in deren Mittel⸗ punkt ein kleiner Vortrag Stadipfarrer Grimms über Philipp Friedrich Silcher ſtand und deſſen Be⸗ deutung für das deutſche Volkslied(Sammlung und Bearbeitungen), für den Männerchorgeſang, für den Evangeliſchen Kirchengeſang und für die nationale Bewegung, die zur Schafſung des 2. Reiches führte. Er zeichnete den Menſchen und den Komponiſten, deſ⸗ ſen Leben und Werk. Ein Gedicht von Friedrich Butz, dem 1915 an der Lorettohöhe gefallenen Heidel⸗ berger Seminarprofeſſor, wies ſinnvoll auf die Ehrung hin. Zwei Chöre Silchers und zwei ſeiner Schöpfungen, die der Poſaunenchor darbot, umrank⸗ ten den Vortrag. Nach weiteren Chor⸗ und Pyſannenvorträgen ſchritt ſchließlich die Vorſitzende zur Ehrung von vier Jubilarinnen, die für 25jährige Zuge⸗ hörigkeit die Ehrenbroſche erhielten. Beethovens „Die Himmel rühmen“(für Frauenchor und Po⸗ ſaunenchor) beſchloß feierlich die eigentliche Darbie⸗ tungsfolge. Nach einer Pauſe ſchloß ſich zum weiteren Aus⸗ klang des Abends ein Schwank an, geſpielt von der Spielſchar der Lutherkirche. Syortopvell der Rotriebe 1929 Voranmeldungen ſind bis zum 1. Mai abzugeben Wie das Sportamt der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ mitteilt, ſind die Boranmeldun⸗ gen zum Sportappell der Betriebe 1989 unter An⸗ gabe der Zahl der vorausſichtlich teilnehmenden männlichen und weiblichen Gefolgſchaftsmitglieder bis zum 1. Mai an die zuſtändigen Dienſtſtellen des Sportamtes abzugeben. Die endgültigen Mel⸗ dungen mit genauer Angabe der männlichen und weiblichen Teilnehmer ſowie der Betriebsklaſſen braucht jedoch erſt 14 Tage bevor der Betrieb mit der Durchführung des Sportappells beginnt, zu erſolgen. Es wird darauf hingewieſen, daß der endgültigen Meldung unbedingt die Voranmeldung vorausgehen muß. Der Mannheimer Rennplatz- ein Kleinod das das ganze Jahr über gehegt und gepflegt werden muß Es war an einem der herrlichen Frühlingstage, die dem Oſterfeſt ſolgten. Wir ſaßen in der warmen Nachmittagsſonne auf der Terraſſe des Rennwieſen⸗ Reſtaurant und genoſſen die Schönheiten der nächſten Umgebung: das ſatte Grün der Rieſenfläche des Rennplatzes, die leicht verſchleierten Odenwaldhöhen, die rege Flugtätigkeit, bei der einmal ein Doppel⸗ decker ſo niedrig über uns hinwegfliegt, daß man befürchten muß, er würde die Fahnenſtangen auf den Tribünen mitnehmen, und das Spiel auf den Golſplätzen. Auch der Oſterhaſe hat auf dem weiten Wieſen⸗ plan, auf dem ihm keine Gefahr droht, weder von Jägern noch von Spaziergängern, Wohnung genom⸗ men. Fünf Stück tummeln ſich ſo nahe, daß wir ihr Spiel genau verfolgen können. Auf unſere Frage, woher denn eigentlich die Haſen kämen, wird von Direktor Hohl, mit dem wir uns unterhalten, er⸗ widert, daß ſie jedenfalls von der Seckenheimer Ge⸗ markung herüberwechſeln. Man läßt ſie unbehelligt, weil ſie keinen Schaden anrichten. Viel gefährlicher ſind die wilden Kaninchen, die an der Südſeite des Rennplatzes ſich aufhalten und ſich hier in die Böſchungen wühlen. Der Badiſche Rennverein würde es ſehr begrüßen, wenn von der zuſtändigen Stelle Anweiſung zum Abſchuß der Kaninchen er⸗ ginge, da er auf dem Rennplatz keine Jagoͤberech⸗ tigung hat. Es war naheliegend, daß wir im Anſchluß an dieſe Bemerkungen auf die Pflege der Bahn zu ſprechen kamen.„Die Allgemeinheit iſt der An⸗ ſicht, daß die Herrichtung des Geläufes ſich auf die letzten Wochen vor den Mairennen beſchränkt. Kön⸗ nen Sie mir über dieſe für den Rennbetrieb unge⸗ mein wichtige Frage einige aufklärende Mitteilun⸗ gen machen?“ „Die richtige Pflege einer allen Anſprüchen ge⸗ nügenden Rennbahn hört eigentlich das ganze Jahr über nicht auf. Ueber die groben Erforderniſſe einer Wieſenpflege weit hinausgehend, ähnelt ſie mehr einer verfeinerten garten⸗ und raſentechniſchen Be⸗ handlung. Daß der Badiſche Rennverein hierin an der Spitze marſchiert, beweißt die vor zwei Jahren erfolgte Auszeichnung mit der 10000⸗Mark⸗Prämie durch die Oberſte Rennbehörde als Anerkennung für das beſtgebaute und beſtgepflegte Renngeläuf.“ „Wieviel müſſen Sie denn eigentlich für dieſe Ge⸗ läufpflege aufwenden?“ „Der alljährliche Nettoaufwan'd be⸗ trägt etwa 15 000 Mark. Sie können nunmehr ermeſ⸗ ſen, wieviel der Badiſche Rennverein im Laufe der Jahrzehnte allein für dieſen Zweck verausgabt hat. Schon in den neunziger Jahren wurde das geſamte Geläufnetz mit einer Waſſerleitungsanlage und etwa 70 Hydrantenſtellen ausgeſtattet, die aus einem eigenen Brunnen mit Pumpwerk ge⸗ ſpeiſt werden. Eine Beregnungsanlage, die im Notfall Tag und Nacht bedient werden muß, ſorgt für künſtliche Bewäſſerung, wenn das himmliſche Naß ausbleiben ſollte. Bei trockenem Boden würde kein Pferdebein auf die harte Bahn gehen, um Diſtanzen bis zu 4200 Meter mit einer Stunden⸗ geſchwindigkeit von 55 Kilometer zu beſtreiten, denn dazu ſind die Vollblüter zu koſtbar.“ * „Ich ſehe drüben beim Turnverein Ihren Trak⸗ tor laufen. Was hat er denn eigentlich für eine Arbeit zu verrichten?“ „Schon Wochen vor den Mairennen muß der raſche Frühlingstrieb des Graſes auf dem etwa 7 Kilometer langen Geläufnetz, das ein Flächen⸗ moß von 10,5 Hektar umfaßt, durch mehrmali⸗ ges Schneiden unterbunden werden, denn während der Rennen darf die Grasnarbe höchſtens drei Finger hoch ſtehen. Dieſes öftere Schneiden iſt zugleich die Vorbedingung für elaſtiſche Bewur⸗ zelung und eine dichte Grasnarbe. Im Spät⸗ herbſt und im erſten Frühjahr wird mit einer ſieb⸗ zigzinkigen Spezialegge ſieben Zentimeter tief in die Grasnarbe eingeſchnitten, um die dem Graswuchs hinderliche, ihn ſogar zerſtörende Vermooſung her⸗ auszureißen. Die mit Waſſer gefüllte ſchwere Walze verſchafft nachher dem Raſen dadurch die Glätte, daß die Winterſchwellungen hinuntergedrückt werden und die Wurzeln neuen Nährboden erhalten.“ „Die Bahn hat doch jedenfalls auch unter den Maulwürfen und Wühlmäuſen zu leiden. Wie rücken Sie denn dieſen unwillkommenen Gä⸗ ſten zu Leibe?“ „Eine Rennbahn mit lehmigem Boden wie die unſrige hat unter dieſen Schädlingen beſonders zu leiden. Der Kampf gegen dieſe Wühler dauert Mo⸗ nate. In jeden Maulwurfshaufen und in jeden Wühlgang wird Phosphor⸗Calcium geſtreut, das in der feuchten Erde giftige Rauchſchwaden entwickelt, die in dͤie Gänge dringen und ihren Bewohnern den Garaus machen. Dazu muß der Auswurf eines jeden Maulwurfhaufens ſachgemäß verworfen und jede Vertiefung des eigentlichen Stoßes ausgeglichen werden, weil die Löcher ſonſt bei Regenwetter zu gefährlichen Vertiefungen ſich aushöhlen. Feſtgefah⸗ rene oder die Unzahl unbewachſener Stellen, die von dieſem Haufen herrühren, die ſog.„Glatzen“ des Raſens, werden aufgekrault und friſch eingeſät. Sie 55————— Kehraus bei den Raſſehunden Sehntauſend Perſonen beſuchten die Ausſtellung im Friedrichspark Wer als Ausſteller dieſe anderthalb Tage vom Samstagmittag bis Sonntagabend neben ſeiner Box oder gar hinter dem Drahtgitter ſeines Sammel⸗ raumes zugebracht hat, der weiß, was dieſes ſtolze Endergebnis. von zehntauſend Beſu⸗ chern bedeutet: eine endloſe Menſchenſchlange näm⸗ lich, die ſich beſonders am Sonntag von morgens frühs bis unmittelbar vor Toresſchluß durch die verhältnismäßig ſchmalen Gänge ſchob oder ſich auch gelegentlich vor beſonders anſprechend wirkenden Zwingern zu beängſtigend dichten Knäueln ballte, während auch die Richterringe und das Feld der großen Gebrauchshunde⸗Vorführungen ſtändig von einer vielfachen Zuſchauermenge umlagert waren. Auch die Ausſtellungsleitung weiß nach zwei ſolchen Tagen, welches Maß an Arbeit ſie hinter ſich hat, und wie unendlich viele orga⸗ nilatoriſche Fragen gerade bei dem lebenden Material einer derartigen Veranſtaltung zu bedenken ſind. Anfahrt und Abtransport der zerlegbaren Boxen, Aufſtellung und Abſchlagen der für Mannheim eigens neu angefertigten Sammelräume; der ganze Schriftwechſel mit den einzelnen Züchtern, die trotz angeblich vorhandener Sachkenntnis ja immer wie⸗ der mit den unwahrſcheinlichſten Wünſchen und For⸗ derungen kommen; Verhandlungen mit den Ver tragspartnern über Dauer der Raumnutzung und die unerläßlichen Abmachungen über etwaige Haf⸗ tung; und dann der Katalog, die Preiſe, die notwen⸗ dige tierärztliche Auſſicht, zu der ſich diesmal Dr. Wolf⸗Mannheim und Dr. Schmitt⸗Viernheim ehrenamtlich bereiterklärt hatten. Schließlich die Be⸗ ſtellung der Nachtwächter, des„Rolltommandos“ tüchtiger Putzfrauen, die in beſtimmten Zeitabſtän⸗ den zur Beſeitigung von„Mannemer Dreck“ einge⸗ ſetzt werden mußten, und hinterher dann noch die bei dieſem großartigen Verlauf allerdings ſicher recht erfreuliche Abrechnung Hält man ſich nur eine ſolche Blütenleſe der Pflichten vor Augen, ſo wird auch dem Laien klar, weshalb Hundeausſtellungen von zweitägiger Dauer und derartig ſtarker Beſchickung nur alle paar Jahre am gleichen Orte ſtattfinden können, da ja auch den örtlichen Sonderleitern der einzelnen Fach⸗ ſchaften noch ein gerütteltes Maß an Arbeit zu⸗ fällt, das allerdinas umſo größer und verantwor⸗ tungsvoller wird, je höher hinauf bis zur ohetſten Leitung man blickt. Hier iſt es vor alem Reichsobmann Franz Bazille⸗Stuttgart, dem als Vorſitzer der Landesfacharnpye Vin der Reichsfachgruppe Deutſches Hundeweſen ollerhöchſtes Lob ge⸗ bührt. Er iſt allerdings ebenſo wie ſein Stellvertreter Karl Bitzer⸗Stuttgart ein in mehr als drei Jahrzehn⸗ ten bewährter Ausſtellungsfachmann von ſo großem Rang, daß für ihn die reibungsloſe Abwicklung auch einer verhältnismäßig ſo ſchwierigen und dabei hun⸗ deſportlich bedeutenden Schau ſchon eine Selbſtyer⸗ ſtändlichkeit war, an deren Gelingen übrigens auch der örtliche Ausſtellungsleiter Jakob Lehmann gebührenden Auteil hat. Mit Ehren und mit manchem ſchönen Preis be⸗ dacht ſind nun die Züchter aus nah und fern wie⸗ der von dannen gezogen. Und wenn— wie dies bei ſportlichem Wettkampf ja nicht anders möglich iſt — auch hier oder dort ſich nicht jede Hoffnung auf ein„.“, ein„Sg.“ und die begehrten internatio⸗ nalen Siegeranwartſchaften erfüllte, ſo muß doch immer wieder betont werden, daß dieſe 13. Landesansſtellung des Gebie⸗ tes Baden⸗Württemberg in ihrem Geſamt⸗ durchſchnitt ganz hervorragend war. Die Gebrauchshunde freilich,— vor allem die Deutſchen Schäferhunde,— hätten ja etwas zahlreicher in Erſcheinung treten dürfen; denn es waren ihrer weniger als auf der um gut ein Dekt⸗ tel kleineren letzten Mannheimer Raſſehunde⸗Aus⸗ ſtellung des Jahres 1936 in den Rhein⸗Neckarhallen. Aber dafür zeigten ſich neben den bekannten guten deutſchen Raſſen aller Art die Exoten mit erſtklaſ⸗ ſigen und ſeltenen Züchtungen. Von der intereſſan⸗ ten Ausleſe verſchiedenſter Rauhhaar⸗Terrier bis zum Welſh, Jriſh Blue und Dandie Dinmont braucht man nicht erſt zu ſprechen, denn ſie haben ohnedieg genug begeiſterte Anhänger. Aber eine Sache für ſich war ſchon der herrliche afghaniſche Windhund Hazara's Candika, ein Vollblutenglän⸗ der, der ſeit einiger Zeit im ſüdlichen Baden behei⸗ matet iſt. Auch der Bobtail, jener merkwürdige, faſt ſchwanzloſe altengliſche Hütehund, verdient als einziger ſeiner Raſſe hervorgehoben zu werden. Eigenartig, wenn ſchon in ihrer Durchzüchtung noch nicht ganz abgeſchloſſen, waren auch die ſchwarzen Chow⸗Chows, bei denen es freilich noch eine große Geſchmacksfrage bleibt, ob nicht am Ende die wunderbaren mähnenreichen Aſiaten der bekannteren tiefroten Farbe den ſchwarzen doch vorzuziehen wären. Anders iſt es wieder mit den aus der Schweiz zugereiſten orangefarbenen Kleinſpitzen, die als eugliſche Neuzüchtung zum erſten Male auf einer deutſchen Raſſehundeausſtellung gezeigt wurden. Hier iſt wirklich ein Typus entſtanden, der ſchon aus praktiſchen Gründen Ausſicht auf größten Anklang hat; denn dieſe in ihrem dichten Haarkleid förmlich leuchtenden Tierchen beſitzen mit lackſchwarzer Naſe und vollem Pigment alle Vorzüge des weißen Spit⸗ zes, ohne zugleich auch ſeinen Nachteilen gelegent⸗ licher Gelbfärbung und ſtarker Verſchmutzung zu⸗ gänglich zu ſein. Um übrigens nicht nur die fachlichen Fragen zu erörtern, ſei am Rande noch erwähnt, daß ganz zum Schluß ſogar der Hundeklapperſtorch im Friedrichspark einkehrte und eine ſchwarze Zwerg⸗ ſchnauzerhündin mit Mutterfreuden zu bedenken an⸗ fing. Wenn ſchon ſich dies nun recht rührend anhört, ſo bleibt für den wirklichen Tierfreund hier aller⸗ dings die Frage offen, ob es nicht beſſer geneſen wäre, das kleine Weſen in dieſem Zuſtand von den Anſtrengungen einer zweitägigen Ausſtellung fern⸗ zuhalten. Immerhin iſt auch der Zwergſchnauzer⸗ Kinderſegen für die Veranſtaltung insgeſamt nur ein glückliches Zeichen, indem auf dieſe Weiſe ſogar mehr Hunde hinausgingen, als zu Beginn am Samstagvormittag eingeliefert worden waren können ſich nun wohl einen Begriff von der Arberta⸗ leiſtung machen, die die Bekämpfung der Maul⸗ würfe und Wühlmäuſe und ihrer oberirdiſchen Tä⸗ tigkeit erfordert.“ Ein weiterer Teil der Geläufpflege wendet ſich doch auch den Hecken an den Hinderniſſen zu. Die unzähligen Hindernispflanzen, Führungs⸗ hecken und Fänge werden im Sommer tief herunter⸗ ſchnitten, um ſchöne gewachſene dichte Sprünge in der erſorderlichen Höhe von etwa 1,70 Meter zu er⸗ halten, da bei einfachem Oberſchnitt die unteren Par⸗ tien ſich nicht mehr dicht belauben. Die Pferde ſind dann geneigt, hindurchzuwiſchen, anſtatt die Hinder⸗ niſſe in voller Höhe zu überſpringen. Es muß mit Waſſer und künſtlicher Düngung nachgeholfen wer⸗ den, wie denn überhaupt während eines heißen Sommers das Geläuf durch die 19 Naturhinderniſſe vor dem Verderben durch Bewäſſerung geſchützt werden müſſen. Die zahlreichen Heuhaufen, die nach den Rennen auf dem Platz zu ſehen ſind, laſſen den Schluß zu, daß ſie den üppigen Graswuchs nutzbringend werten. Gewiß. Nach den Mairennen wird der äußer 6 Geläufgürtel, der den Golſplatz umſchließt, der Heunutzung überlaſſen. Schon nach dem erſten Schnitt wird die ganze Geläuffläche künſtlich ge⸗ düngt, nötigenfalls eingeregnet und vor allem der Kampf gegen die Maulwürfe und Wühlmäuſe von neuem aufgenommen. Iſt auch der zweite Heuſchnitt eingebracht, dann ſetzt die intenſivere Geläufbehand⸗ lung wieder in größerem Umfange ein. Damit iſt das Niederhalten des Reſtwuchſes zur Winterung, die Schädlingsbekämpfung ſowie das Eggen und Walzen wie im Frühjahr verbunden. „Man kann alſo ſagen, daß das Geläufneg jeder Groß⸗ Rennbahn wie ein Kleinos behandelt wird. Man hat mir erzählt, dad braungetretene oder im Graswuchs abgeſchliffene Stellen auf einem Geläufnetz undenkbar ſind, weĩl Sbel rr, Dietrieh PIiele SeäwelzZiages und reneerelS 3217 1890 die in voller Fahrt befindlichen Pferde davor pul⸗ len, wegbrechen, ihre Reiter geſährden und für die Entſcheidung nicht mehr in Frage kommen.“ „Das hat ſeine Richtigkeit. Es muß außerdem darauf ſorgſam geachtet werden, daß keine Fremd⸗ körper wie Steinchen, Glasſcherben, Nägel uſw. im Raſen ſich verſtecken, denn ſie könnten bei den Rennen die ſchlimmſten Zwiſchenfälle verurſachen. Aus dieſen Erwägungen heraus war es denn auch gerade noch zu verantworten, einen Golfplatz in⸗ mitten des Geläufgürtels zuzulaſſen, da auch das Golfſpiel große Flächenausdehnung braucht und das innere Geläufnetz und die vielen Naturhinderniſſe bei dieſer Spielart nicht beſchädigt werden.“ „Sie meinen damit, daß mit der Zulaſſung des Golfſpiels bis zur äußerſten Grenze der Möglich⸗ keit einer dauernden Duldung von Sportarten ge⸗ gangen worden iſt.“ „Das iſt eine Anſicht, von der ich unter keinen Umſtänden abgehen kann. Spiel⸗ und Tum⸗ melplätze ſind nicht einmal für die allerkleinſte Rennbahn, geſchweige denn für eine Groß⸗Rennbahn von der Bedeutung der Mannheimer denkbar. Wer als Laie meint, daß man den gewaltigen Wieſenplan allen möglichen nützlichen Zwecken zuführen könnte, hat keine Ahnung von den Anforderungen, die an eine der Pferdezucht und dem Pferdeſport dienende Anlage geſtellt werden.“ 4 „Könnten denn nicht wenigſtens die Herbſt⸗ rennen wieder aufleben?“ „Wir haben nicht nur verſucht, die Herbſtrennen einzuführen, ſondern ſogar zweimal Sommerren⸗ nen. Leider ſind ſie fehlgeſchlagen, weil in jenen Zeitläuften Regierung und Stadtverwaltung über⸗ haupt kein Verſtändnis für den Pferdeſport, insbe⸗ ſondere auch nicht für den in der Vorkriegszeit in Mannheim ſpeziell gepflegten Wehrmachtsſport auf⸗ brachten. Seit dem Umbruch hat ſich hierin ein grundlegender Wandel vollzogen. Die Mann⸗ heimer Mairennen üben wieder die Anzie⸗ hungskraft wie in der Vorkriegszeit aus. Dies lommt auch dadurch zum Ausdruck, daß ſich die Turf⸗ ereigniſſe nicht nur vor dem badiſchen Reichsſtatthal⸗ ter Robert Wagner und Miniſterpräſident Walter Köhler abſpielen, ſondern daß auch der verſtorbene General von Seeckt, Herr von Papen, General⸗ oberſt von Fritſch, u. a. m. Mannheim mit ihrem Beſuch beehren.“ „Man kann dieſem Standpunkt nur beipflichten. Es iſt überdies zu bedenken, daß der Badiſche Rennverein im Laufe der Jahrzehnte auf dem ihm von der Stadtverwaltung pachtweiſe überlaſſenen Gelände Werte geſchaffen hat, die jedenfalls eine recht große Summe repräſentieren.“ „Die Gebäu lichkeiten, über deren Verwen⸗ dung dem Badiſchen Rennverein die alleinige Ent⸗ ſcheidung zuſteht, beſitzen einen Wert von über einer halben Million. Der Wert der Geſamtanlage iſt mit einer Million Mark kaum überſchätzt. Ueber⸗ dies muß auch berückſichtigt werden, daß die rück⸗ wärtigen Plätze ſchon ſeit 1917 während des Som⸗ mers und Herbſtes mit den Gebäulichkeiten und dem Zuſchauerhügel Verfügung geſtellt werden.“ un Seinen 80. Geburtstag begeht am 17. April Stadtverwaltungsdirektor a. D. Eduard Schil⸗ ling, Weſpinſtraße 13. in voller körperlicher Rüſtig⸗ keit. Herr Schilling, der zuerſt im badiſchen Nota⸗ riatsdienſt geſtanden hatte, kam im Jahre 1888 in den Dienſt der Stadt Mannheim, aus dem er 1924 ausſchied. Er beſorgte ſ Zt. die Geſchäfte des Rat⸗ ſchreibers und war zuletzt im Sekretariat des Ober⸗ bürgermeiſters an erſter Stelle tätig. Insgeſamt ſah er auf 50 Jahre erfolgreicher Tätigkeit im öffent⸗ lichen Dienſte zurück. Mit ſeinem großen Bekannten⸗ kreis vereinigen wir uns in den herzlichſten Wün⸗ ſchen für einen ſchönen Lebensabend un Der Geburtstag des Führers. Reichsminiſter Dr. Goebbels ſpricht am Vorabend des Führer⸗ geburtstages am 19. April um 18.30 Uhr über allt deutſchen Sender. koſtenlos der Kindererholung zur 282———— 232— 2e————2— —— 2—2 2 2 2 9 2==S8q 255 Wene Maunheimer Zeitung“ Abend⸗Ausgabe nee — S Umſchau Miniſterpräſident Köhler ſprach in Karlsruhe: Noch geſchloſſener, ſtärker und freuer als bisher! gart, Dr. Strölin, im Haus der Deutſchen Preſſe einen Ueberblick über die Reichsgartenſchan, ken des, und die in wenigen Tagen eröffnet werden wird geſtalters attern, die in gemeinſamer Arbeit eine Großkundgebung auf dem Platz der SA in der Gauhauptſtaòt Dr. Strölin ſchilderte, wie gerade Stuttgart, die umfaſſende Ueberſicht über den hervorragenden Großſtadt und doch ſeit jeher Gartenſtadt, geeignet Stand der Gartenkultur im Dritten Reich gegeben * Karlsruhe, 17. April. Anſchließend fand auf der Kaiſerſtraße, beim ſei, dieſe erſte große Schau des Gartenbaues zu be⸗ haben. Der Kreistag der NSDAP brachte am Sonntag⸗ vormittag als Höhepunkt eine von vielen Zehntau⸗ ſenden beſuchte Großkundgebung auf dem flaggen⸗ geſchmückten Platz der SA. Die Gliederungen der Partei und angeſchloſſenen Verbände, die Belegſchaf⸗ ten der Betriebe waren unter den Klängen flotter Marſchmuſik anmarſchiert. Vor der Tribüne der Ehrengäſte, von deren Stirnſeite auf rotem Grunde das Hoheitszeichen grüßte, ſtanden die kernigen Geſtalten von 75 alten Kämpfern des Kreiſes Karlsruhe, barhäuptig und in einfachem Braunhemd.— Nach dem Fahnen⸗ einmarſch, Vorſpruch und Liedvortrag der Karls⸗ ruher Sängervereinigung erklärte Kreisleiter Worch die Großkundgebung für eröffnet, worauf Miniſterpräſident Walter Köhler ſofort das Wort ergriff, um in mitreißender Rede die Maſſen in ſeinen Bann zu ziehen. Er führte u. a. aus: Wenn wir uns anläßlich des Kreistages hier in der Gauhauptſtadt der Südweſtmark zu einer machtvollen Demonſtration zuſammenſinden, ſo ge⸗ ſchieht es, um ein erneutes Bekenntnis zum Natio⸗ nalſozialismus, zu ſeiner ſtolzen Tradition, zur Gegenwart des nationalſozialiſtiſchen Reiches und zur großen ſtarken nationalſozialiſtiſchen Zukunft ab⸗ zulegen, an die wir alle aus frohem Herzen glauben. Es ſoll aber auch eine Stunde der Sammlung und Ausrichtung ſein. Wir wollen uns dar⸗ auf beſinnen, was wir ſind und warum wir es ge⸗ worden ſind. Die erſte Etappe uuſeres Weges wollen wir nicht Kampfzeit nennen— denn ein National⸗ ſozialiſt wird immer Kämpfer ſein— ſondern Zeit des Aufbruchs. Es iſt die Zeit, in die der Führer die Parole des Glaubens, der Kraft und des Willens in unſer Volk hineinwarf. Es gibt kein Ziel, das nicht erreicht werden kann, wenn man daran glaubt, dafür kämpft und arbeitet. So kam der Tag, an dem das Volk hinter dem Führer ſtand und er die Führung über⸗ nehmen konnte. Die zweite Etappe war die Zeit der Saat und des Aufbaues. Es galt die Grundlage zu ſchaffen, auf der ein großes und ſtar⸗ kes Deutſchland erblühen ſollte. Wir alle wiſſen, wie der Nationalſozialismus das deutſche Volk geformt, wie er es zu einer Einheit zuſammengezogen und ausgerichtet hat auf ein großes Ziel, wie er es auf⸗ gerufen hat zu geſteigerter Arbeit und Leiſtung. Unſer Volk hat in allen Schichten und Ständen dieſen Appell verſtanden. Alle Kreiſe des Volkes ſetzten ihre Ehre darein, ihre ganze Kraft für die zu bewältigenden großen Aufgaben einzuſetzen. So wuchs auch die Wehrmacht heran als Garant des deutſchen Friedens und Lebens. Es kam als dritte Etappe der national⸗ ſozialiſtiſchen Politik die Zeit der Ernte. Der Redner erinnerte an die Heimkehr der Oſtmark und des Sudetenlandes im Jahre 1938, ſowie an die entſprechenden Vorgänge in dieſem Jahre, die Rück⸗ gabe des Memellandes und das Protektorat über Böhmen und Mähren. Er geißelte den Hetz⸗ und Lügenfeldzug der deutſchfeindlichen Kreiſe des Aus⸗ landes und kennzeichnete die überflüſſige Aufregung in der Welt. Was geſchah, war nur die Wiedergutmachung des durch den Verſailler Vertrag geſchaffenen Unrechts. Dem Einkreiſungswillen werde das deutſche Volk energiſchen und erfolgreichen Widerſtand entgegen⸗ guſetzen wiſſen. Alle Erſcheinungen um uns, ſo fuhr der Redner fort, machen es uns zur Pflicht, noch geſchloſſener, ſtärker und treuer hinter den Führer au ſtehen wie bisher. Wir wollen immerdar eine klare innere Haltung bewahren. Der Rede folgte ſtürmiſcher Beifall. Das„Sieg⸗ Heil!“ auf den Führer und der Geſang der National⸗ Adolf⸗Hitler⸗Platz ein Vorbeimarſch der Formatio⸗ nen ſtatt. Drei vermißte Kinder wieder aufgeſunden Unẽnbegreifliches Verhalten der Eltern * Karlsruhe, 17. April. In einem Vorort von Karlsruhe hatten ſich am Donnerstag ͤrei Kin⸗ der im Alter von 10, 8 und 7 Jahren aus der elterlichen Wohnung entfernt. Die Kinder waren am Samstagvormittag noch nicht wieder aufgefun⸗ den worden. Trotzdem hatten die Eltern der Kinder es nicht für notwendig erachtet, dieſe als vermißt bei der Polizei anzumelden. Nachdem auf Veran⸗ laſſung der Schule, welche die Kinder beſuchen, die Kriminalpolizei benachrichtigt worden war, wurde ſofort im Benehmen mit dem Reichsarbeitsdienſt eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet. Bevor je⸗ doch die Suche nach den Kindern begann, konnten ſie von einem Polizeibeamten aufgegriffen werden. Sie waren vollſtändig ausgehungert und hatten ſich während der zwei Tage im Wald und in der Umgebung der elterlichen Woh⸗ nung herumgetrieben. In den Nächten wollen die Kinder in einem Schup⸗ pen des elterlichen Anweeſns geſchlafen haben. Es wird nachgeprüſt, ob und inwieweit die Eltern an dem Verſchwinden der Kinder ſchuldhaft beteiligt ſind. Maulwurf hamſtert Goloſtücke Zwei echte Lonis'or * Bruchſal, 17. April. Daß Maulwürfe Ham⸗ ſterer ſind, haben wir gewußt, daß ſich aber ihre Gier nach Beſitz nicht nur auf Lebensmittel erſtreckt, hat einer der ſchwarzen Eroͤſchaufler dieſer Tage bewie⸗ ſen. Wie ein Feldhüter aus Karlsdorf beim Ein⸗ ebnen von Maulwurfshügeln feſtſtellte, hatte ſich einer der Höhlenbewohner als beſonderen Schmuck ſeiner Behauſung zwei echte Louis dior aus den Jahren 1726 und 1733 geſammelt und ſie ſorg⸗ ſam verwahrt, bis nun der Rechen den kleinen Schatz ans Tageslicht förderte. Blumenwunder wird man ſehen können: Was bringt die Stuttgarter Reichsgartenſchau? Eine einzigartige Schau gärineriſchen Fleißes— Fährlich für 1,75 Mrd. RM Früchte des Gartenbaues aͤ Berlin, 17. April. Im Rahmen eines Empfanges für die Berliner und die auswärtige Preſſe gab der Oberbürger⸗ meiſter der Stadt der Anslandsdeutſchen, Stutt⸗ herbergen. Er gab ein Bild davon, wie die zwiſchen Hügeln, Wäldern und Weinbergen gelegene Haupt⸗ ſtadt des Schwabenlandes ſeit altersher die Garten⸗ kultur gepflegt habe, ſo daß die bevorſtehende Reichs⸗ ausſtellung nur eine Krönung des bisher Erſtrebten darſtelle. Aus der Darlegung des Oberbürger⸗ meiſters ging hervor, daß die Stadt Stuttgart die Vorbereitung dieſer Ausſtellung mit größter Intenſität ſeit Jahren betrieben hat, ſo daß auf dem Gartenbaugelände auf dem Kollesberg eine einzigartige Schau gärtneriſchen Fleißes und ſorgfältigſter architektoniſcher Planung entſtehen konnte, die in den kommenden Sommer⸗ monaten Hunderttauſende, ja Millionen nach Stutt⸗ gart locken wird. Der Oberbürgermeiſter ſchilderte aufs anſchaulichſte, wie emſige Arbeit viele hundert⸗ tauſend Kubikmeter Erde bewegte, um das Gelände für die Ausſtellung vorzubereiten, auf dem jetzt 35 Einbrüche auf dem Kerbholz! ser Karlsruhe, 17. April Am 17. November verurteilte die Große Karls⸗ ruher Strafkammer den Z9jährigen, erheblich vorbe⸗ ſtraften Ernſt Hodel aus Reinberg wegen Einbruchsdiebſtählen in 32 Fällen, verſuchten ſchwe⸗ ren ſowie einfachen Diebſtahls zu einer Geſamt⸗ zuchthausſtrafe von ſechs Jahren. Der Angeklagte, welcher die ſchweizeriſche Staatsangehörigkeit be⸗ ſitzt, verübte die ihm zur Laſt gelegten Diebſtähle in der Zeit vom Februar bis Mai 1938 u. a. in Köln, Koblenz, Düſſeldorf, Frankfurt a.., Mann⸗ heim und Karlsruhe. Er„ſpezialiſierte“ ſich auf Einbrüche in Bildhauerwerkſtätten. Seine Beute beſtand in der Mehrzahl der Fälle neben Bargeld in Blattgold, Briefmarken, Büro⸗ artikeln, Kleidungsſtücken, einer Sparbüchſe mit 60 Mark Inhalt, Aktentaſchen, Uhren, Arbeitskitteln, Verbandszeug, Firmenſtempeln, Ausweispapieren und Diamantſchneidern. Die erbeuteten Sachen machte er zu Geld. Die Karlsruher Strafkammer 55—————— Erundſteinlegung zur Großjngendherberge Karlsruhe 7 neue Jugenoherbergen mit rund 1500 Betten werden in dieſem Fahr in Baden dlb. Karlsruhe, 17. April. In der Reihe der Veranſtaltungen des Kreis⸗ tages der NS DAP. fand am Samstagnachmittag an der Banſtelle Schloß Rüppurr die feierliche Grundſteinlegung zur Großjugendherberge ſtatt. Nach Meldung der zur Feier angetretenen HJ an den Obergebietsführer wurde der ſymboliſche Akt der Grunoſteinlegung ͤͤurch das Spiel des Fan⸗ farenzuges des Jungbannes 109 eingeleitet; es ſolg⸗ ten Lied und Vorſpruch, worauf Oberbürgermeiſteer Dr. Hüſſy das Wort zu einer kurzen Anſprache ergriff. Der Leiter des Jugendherbergswerkes Baden, Hauptbannführer Baur, verlas darauf den Wort⸗ laut ͤer im Grundſtein niedergelegten Urkunde. Wiederum ertönten die Fanfaren. Dann ſprach Obergebietsführer Friedhelm Kemper. Ausgehend von der Tatſache, daß neben dem Bau von Jugendherbergen auch der Bau von HJ⸗Hei⸗ geſchaffen men für die Jugend mit zu den vorbildlichſten Krei⸗ ſen des Landes gehört und daß ſich Kreisleiter Worch dabei ganz beſonders verdient gemacht hat. Das gilt auch für die Schaffung dieſer Großjugend⸗ herberge. Der Obergebietsführer gab anſchließend bekannt, daß in dieſen Tagen die Stadt Karlsruhe auch dazu übergehen wird, mit dem Ban eines großen Hitlerjngendheimes zu beginnen. Die Rede klang aus in ein begeiſtertes Bekenntnis zu Führer und Reich. Es folgten die üblichen Hammerſchläge durch den Obergebietsführer Friedhelm Kemper, Oberbürger⸗ meiſter Dr. Hüſſy, Obergebietsführer Rodatz, Haupt⸗ bannführer Baur und den bauleitenden Architekten. Mit dem Siegheil auf den Führer und dem Geſang der Nationallieder ſchloß die Feier. Einſchließlich Karlsruhe wird in dieſem Jahr im Gau Baden der Grundſtein zu ſieben neuen 60 000 Roſenſtöcke, 150 000 Tulpen und viele Tauſende von anderen Sommer⸗ und Herbſt⸗ blumen ihrer Blüte harren. Er würdigte dabei das Wir⸗ Eingangs hatte der Reichshauptabteilungsleiter im Verwaltungsamt des Reichsbauernführers, M. v. Swinderen, die Bedeutung des Gartenbaues im Rahmen der deutſchen landwirtſchaftlichen Er⸗ zeugung dargeſtellt. Er hatte daran erinnert, daß der Geſamtwert der gartenbaulichen Erzeng⸗ niſſe jährlich etwa eindreiviertel Milliarden Reichsmark beträgt, während die geſamte landwirtſchaftliche Er⸗ zeugung zwölf Milliarden Reichsmark ausmacht, Dieſe Tatſache allein erhellt, welche Bedeutung dem Gartenbau im Rahmen der Ernährungswirtſchaft zukommt. In ähnlichen Gedankengängen bewegten ſich auch die Ausführungen des Vorſitzenden der Hauptver⸗ einignung öͤer deutſchen Gartenbauwirtſchaft, Johan⸗ nes Böttner, der die Vorbereitung der Stuttgarter Ausſtellung als vorbildlich bezeichnete. verurteilte in einer zweiten Verhandlung jetzt den Angeklagten als gemeingefährlichen aſozialen Ge⸗ wohnheitsverbrecher zu fünf Jahren Zuchthaus. Gleichzeitig wurde Sicherungsver wahrung angeoroͤnet. ſen Sie durch E bus⸗ pillen. in Apoth. zu Mu..— 8 verstärkt· Mk..50. Ehus-Pilen wirken miid u. sicher, regein die verdauung u. reinigen das Biut. Kuhgeſpann raſt in den Rhein Beide Tiere ertranken k. Rheinsheim, 17. April. Auf der Rhein⸗ inſel Grün war ein Landwirt mit Feldarbeiten be⸗ ſchäftigt, als die beiden Kühe ſeines in der Nähe ſtehenden Fuhrwerks mit dem Wagen zum Ufer rannten und in den Strom ſprangen. Da gerade ein Schleppzug vorüberfuhr, war die Ueber⸗ fahrt geſperrt und ſomit ſchnelle Hilſe unmög⸗ lich. Erſt ſpäter konnte der Wagen und die ertrun⸗ kenen Kühe geborgen werden. 75 Schaſe erſtickten * Waldshut, 14. April. Weil die Wagen, mit denen ein Transport Schafe von Rheinfelden nach Tiengen kam, nicht gelüftet waren,„mußten 7⁵ Schafe im Eiſenbahnwagen erſticken. Die Schuld trifft den Verlader. Eines der Schafe, das aus dem Wagen ſprang wurde durch die Räder getstet. Die Tiere wurden in die Abdeckerei nach Unter⸗ lauchringen geſchafft. Der Geſamtſchaden beträgt lich al Rdig Zuſammenprall beim Aeberholen Zwei Schwerverletzte in Ludwigshaſen h. Ludwigshafen, 17. April. Geſtern abend gegen 20 Uhr gab es zwiſchen Mutterſtadt und Ludwigs⸗ hafen⸗Maudach einen ſchweren Verkehrsunfall. Ein ſtadtwärts fahrender Kraftradfahrer ſtieß während des Ueberholens eines Perſonenkraftwagens mit einem entgegenkommenden Radfahrer zuſammen. Beide Fahrer ſtürzten und wurden ſchwer⸗ verletzt in das Marienkrankenhaus eingeliefert. Die Schuldfrage iſt noch zu klären. * Ecke Blücher⸗ und Welſerſtraße ſtießen zwei Perſonenkraftwagen zuſammen. Eine Perſon wurde ſchwer verletzt und mußte zum Kran⸗ kenhaus gebracht werden. Drei weitere Beteiligte kamen mit leichten Verletzungen davon. Bei dieſem B 99 lieder bildeten den würdigen Abſchluß der Groß⸗ men durchgeführt wird, ſtellte Pg. Kemper feſt, daß Jugendherbergen gelegt werden, die zuſam⸗ Zuſammenſtoß wurde ein Kandelaber der Straßen⸗ kundgebung. der Kreis Karlsruhe in der Beſchaffung von Hei⸗ men über rund 1500 Betten verfügen. beleuchtung umgeriſſen. 17 15 17. 15. 17. 15. 17 15. 17. 15. 17 15. 17. 15, 8 17. 15 8 5 4˙% achm. Kobewig 90,50 100,2 8 Sta 108,0 108,3/ Rrn᷑reeen„Siecene& Stan 101.8 102.2] Sect. Sendelsgeſ. 117.0 112.0 Ber lin 88 10 Landschatten Lacde Maſchines 105.7 Schnenoreſſer 80,22 81,— e 1292 110 E„110,3... Stader Scberfabr⸗..Com. u. Privatb 106.0 106,0 Deutsche—— 1 4% Schl. Sandſch. 5/ do. Siquib. 101.1 101,1 Baſali.⸗G... 64.25 64,— Düren. 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Amperwerke... 115,0Pierig, Chriſuao 98,50— Mlateſe +— 142,0——„ 101,1 101,0 Badiſche Bank Ramerun Giſenrn 6% Pemmern 80 ,e. Bl. A. 26 11 09, 99. ½% Ur Pfandbr. Anhalt-Koblenw. 110,0 109,7 Dortm. Akt.⸗Se.——— 170 K S— Schwabenbräu.... Sank ſ. Brauind, 117,0 117,0 Neu-Guineen. 185,0 2un Sachſen A. 17——Soldoop. k 50 90, 00,— Aſchaſſog. Zellſt. 107.0 108,20 do. Unionor.... 2150 ieee 152,0. Seld EMauuaun:. Gayt Gyp. u. Wö. 9/,75 08.25 Otavt⸗Minen 20,12 20,30 e S Nll ee 25/0 98,87 96,671½ bo, Kom,k 60 98,50 98,50 Eingsb Alasd.⸗ alG. 130,7 140,7 Garbiy 110,0 110,1. 4— un üsn.. HSamaxsGlakn 110%0: d. Wdlasek 104. 104,7] Schantzan-.u 90/— 1. Hauptrunde zum Tſchammer⸗Pokal Oſtpreußen: BfB Tilſit— orck Inſterburg:0; VüB Oſterode— BuéEs Danzig:3; Maſovia Lyck— Gedania Danzig.4: Danziger Sc— Polizei Danzig:2; Grün⸗ 0 weiß Gumbinnen— o. d. Goltz Tilſi::2, Vfe Barten⸗ ſtein— Raſ, Preußen Königsberg:5. Pommern: HS Pionier Podejuch— Minerva Ber⸗ lin:2 n..; Fürſt Bismarck Schneidemühl— Tennis⸗ Bor Berlin:2; Greifswalder SE— Union Oberſchöne⸗ weide:3; Nordring Stettin— Weißenſee 1900 Berlin 222 nach Verl. Berlin⸗Mark Brandenburg: Hertha⸗BSC Berlin— Preußen Landsberg:0; BſC Stern 89 Berlin— Branden⸗ burger SC G:1; Planet Finowfurt— Berliner S 92 :1; Askania Forſt— Frieſen Cottbus:3; Eintracht Landsberg— VfB Pankow:4; Eintracht Babelsberg— Attila Berlin 223. Schleſien: BfB Breslau— Breslau 02:4; ATV Lieg⸗ nitz— Breslau 06:0; Sportfr. Oppeln— 1. FC Breslau 122; STC Görlitz— Hertha Breslau:1; Sportfr. Klaus⸗ berg— Preußen Hindenburg:2; Sportfr. Ratibor— Ra⸗ tibor 06 24, Reichsbahn Gleiwitz— Hütte u. Scha ht Glei⸗ witz:0; TSu Weißwaſſer— Cherusker Görlitz 110. 8 Sachſen: Guts Muts Dresden— Spe Leipzig:3; Sͤportfr. 01 Dresden— Wacker Leipzig•1. Sportfr. Leip⸗ zig— Fortuna Leipzig:0; Sportſr. Markranſtädt— Po⸗ lizei Chemnitz:1; BCE Hartha— Bſcs Reichsbahn Dresden :1; FC 02 Zwickau— BfB Leipzio:3; SC Planitz— Eintr Leipzig:1; Konkordia Plauen— Helios Leipzig 31; BiB Auerbach— TuR 99 Leipzg 211. Mitte: Fort. Magdeburg— SV Wiſtrow:1; Bern⸗ beurg 07— Ericket⸗Vikt. Magdeburg:0; SV 99 Merſeburg gegen Germ. Halberſtadt:1 nach Verl.; Thüringen Weida Luſſia Sportfr. Halle kampflos ſ..; 1. SB Gera— Bo⸗ ruſſia Halle:3; SC Erfur:— SpBg Zeitz:0; Phönix Pößneck— 1. S Jena:3; Spg Erfurt— Vich Söm⸗ mera:2; Spg Breitungen— 1. FC Lauſcha:3; SB 08 Steinach— Spog Heinrichs Suhl:0. Nordmark: Huſum 18— Eimsbüttel Hamburg 013; Vi Oldesloe— Holſtein Kiel:3; Viè Kiel— Komet Hamburg:1; Boruſſia Kiel— Raſenſport Hamburg 23; Lübecker SB— We Schwerin:2; Schweriner SB Wilhelmsburg 09:1; HSV Güſtrow— Polizei Lübeck 055. Niederſachſen: Schinkel 1— Werder Bremen 42; WSV Linden— Osnabrück 1897:1; Teutonia Uelzen— Arminia Hannover:5; MSVNebeltruppe Celle— BiB Peine.2; SWöPetershütte— 05 Göttingen:4; Nort⸗ heimer S— 06 Hildesheim:0; Eintracht Hannover— MS Lüneburg:2; Hötensleben 1911.— Algermiſſen 1911 kampflos für.; Preußen Hameln— Jäger 7 Bückeburg 073; Shöningen 08— Eintracht Braunſchweig.7. Weſtfalen: Boruſſia Dortmund— Pfe Altenbögge 410; Preußen Münſter— Grünweiß Bieleſeld:2; Preußen Bochum— Spog Herten:3; BiB Bottrop— Beſtſalia Herne:4; Teutonia Lippſtadt— Arminia Bielefeld 01: BiB Bielefeld— Bfe 48 Bochum:1 nach Verl.; BSG Wilh. Vikt. Gelſenkirchen— S Höntrop:6; Union Gel⸗ ſenkirchen— Weſtende Hamborn:1 nach Verl.; VſeL Ge⸗ ſeke— Arminia Marten:2; MBV Linden— Erin Caſtrop 11:2; Spog Röhlinghauſen— Sus Men⸗ den 09 611. 6 Niederrhein: Solingen⸗Gräfrath— Bis Benrath 024; Union Hamborn— BſeL 99 Köln 013; SS Velbert— Duisburger⸗SB 4; Elmax Alſtaden— Edelſtahl Kreſeld 111 nach Verl.; ViB Mülheim— Se Wuppertal:1; S„Gladbgch— Eintr..⸗Gladbach 2·1; Homberger SB— Turu Düſſeldorf:2; Meidericher SV—- Rotwei Eſſen:0; VfB Hilden— Schwarzweiß Eſſen:4; Sporfr. Katernberg— Duisburg 48⸗99:1; Krupp Rheinhauſen— Hamborn 07:4; Polizei Duisburg— BſBB Alſum 314; Bayer Leverkuſen— Köln⸗Mülheimer S 114. Mittelrhein: Spg Eitorf— Sus Troisdorf:4; Vikt. Kellersberg— Rhenania Würſelen:1; Kölner Be— VfR Köln:2; S Godesberg— Alemannia Aachen:5; Sport⸗ freunde Hellertal— SV Altenſeelbach:3; FC Koblenz 12 gegen S Bonn⸗Beuel:4; SC Kreuzau— Bonner 59 122; SB Weißenthurm— Tura Bonn:4; 1. FC Idar— Tus Neuendorf 011. Odſtmark: Auſtria Wien— Vorwärts 06:0; Rapid Wien— Red Star Wien:2; Amateure Steyr— Hertha Wels:0, Wacker Neuſtadt— Donauwitz:2; Wacker Wien gegen Fiſhamend 570; Grazer SC— Sturm:0; Baden BVienna Wien:6; Wiener SC— FC Wien 22 nach Verl. Sudetenland: UfBB Teplitz— DaßC Graslitz:0; Sport⸗ freunde Schreckenſtein Sparta Karlsbad:2; DS Drahowitz— Dec Komotau:2; Reichenberger FK Teplitzer Fͤ:1; BSͤ Gablonz— Amateure Roſenthal 523; SB Jägerndorf— De Troppnau:1 nach Verl., Troppau verzichtet. Böhmen⸗Mähren: SͤK Liben— Sͤ Kladno:2; Sla⸗ via Prag— Bata Zlin.1; Sͤ Schimitz Brünn— Sͤ Pilſen 2·1; Sͤ Nachod— SK Schleſ. Oſtrau.2. Fußball Bezirksklaſſe Südweſt Tiſchammer⸗Pokalſpiele: S Völklingen— TS Sulz⸗ Hbach:1 n..; Saar Saarlautern— FE Quierſchied 42; Kufel— Niederbexbach 3ꝛ1; Gieè Landau— MS.(IR413 Darmſtadt:2; Norm. Pfiffligheim— Sosg Weiſenau:3; Vi Frieſenheim— Spög Griesheim⸗Fim.:2 nach Verl.; Woörth— Tura Ludwigshafen:3, Homburg⸗Beeden 1. FC Kaiſerslautern:4; Germ. Oberroden— Kickers HObertshauſen 1·4, Blauweiß Worme— Olympia Lampert⸗ heim:0; Groß⸗Geran— F 02 Biebrich 2·3 Meiſterſchaſtsſpiele Grnppe Rheinpfalz: Vſe Speyer— SpBg Munden⸗ heim 313, Biht Frankenthal—(8 Mutterſtadt 211; Olym⸗ Meiſterſchafts⸗Endſpiele ru˙pe 1 SB JR 10 Bor. Carlowitz— SW Elektra Blu. 57(:5) izei Stettin— Hindenburg Biſchofsburg:6 63:1) u ppe 2 Me Lüneburg— MSV Weißenfels 5·5:3) indenburg Minden— Oberalſter Hamburg:4 63:3) ruppe 3 TS 61 Ludwigshafen— Lintſorter SB 326(.2) Ss Arolſen— BſB 08 Aachen 13:6(:2 Gruppe 4 Wiener Ac— Poſt SB München:6 63:2) Gaugruppen 2, 3 und 4 in die Vorrundenſpiele der Deut⸗ ſchen Handball⸗Meiſterſchaft ein, die in der Gruppe 1, die bekanntlich fünf Mannſchoften umfaßt, bereits in vollem HGange waren. Auf allen Plätzen gab es ausgeglichene Kämpfe, die eine erſtaunliche Gleichwertigkeit der Mann⸗ ſchaften beweiſen. In der Gruppe 1 war der Titelverteidiger M7A Leipzig, der in drei Spielen bereits 6 Punkte erringen konnte, ſpielfrei; aber auch der Berliner Gaumeiſter SV Elektra brachte es am Sonntag ſo weit. Die Berliner ſchlugen den ſchleſiſchen Meiſter, der in ſeiner Spielſtärke gegenüber dem Vorjahr ſtark zurückgegangen iſt, den MS JR 49 Boruſſiia Carlowitz, mit.5:3) Toren. zweite Begegnung der Gruppe endete in Stettin zwiſchen Polizei Stettin und dem Oſtpreußenmeiſter Hin⸗ enburg Biſchofsburg:6(:1) unentſchieden. Außerordentlich hart verſpricht das Ringen in Gruppe 2 zu werden. Trotz ſchlechten Wetters hatten ſich in der weſtfäliſchen Handball⸗Hochburg Minden 4000 Zuſchauer Start ihres Meiſters eingefunden, der einen knappen :4.(:2) Sieg über den Nordmark⸗Meiſter Oberalſter mburg davontragen konnte. Dabei hatten die Pioniere es Me Hindenburg Minden das Pech, ſchon in der Am Sonntag griſſen nun auch die Mannſchaften der Minute ihren Torwart einzubüßen und von da ab mit Jußball im Reich pia Lorſch— Reichsbahn Ludwigshafen:2; 89 Oppau— SpVg Oggersheim 33. Gruppe Mittelpfalz: TS 61 Kaiſerslautern— 1. FC Kaiſerslautern(Sa.):1; Vfgi Kaiſerslautern— ViL Hom⸗ burg:3; 05 Pirmaſens— VBB Zweibrücken 021. Ginppe Main: Vſe Germania 94— Germ. Schwan⸗ heim:1; VfB Unterliederbach— Spyg Neu⸗Iſenburg:1 Gruppe Starkenburg: S 98 Darmſtadt— Gfe Darm⸗ ſtodt:1; Kickers Vikt. Mühlheim— SpBg Arheilgen:3. Gruppe Rheinheſſen: Fontana Finthen— R7S Mainz 05:2; Hofheim— Opel Rüſſelsheim:0; TS Albenheim— SBKoſtheim 12. Der Gruppenſpielplan für den 23. April Für die Gruppenkämpfe um die deutſche Fußboll⸗Meiſter⸗ ſchaft ſind für den hommenden Sonntag vorerſt vier Spiele angeſetzt. Mit Rüchſicht auf den Länderkampf in Frankreich ſollten urſprünglich die Mannſchaften der Gruppen 3 und 4 pauſieren. Nach der am Samstag überraſchend eingetrof⸗ fenen Abſage des Länderſpiels beſteht noch die Möglichkeit, daß auch für dieſe beiden Gruppen noch nachträglich Spiele angeſetzt werden. Nachſtehend der vorläufige Spielplan: Gruppe 1: in Königsberg: Hindenburg Allenſtein gegen Hamburger SV; im Olympia⸗Stadion in Berlin: Blauweiß Berlin— Bſs Osnabrück. Gruppe 2a: in Köln: Köln⸗Sülz 07— Viktorio Stolp. Gruppe 2c: in Warnsdorf: Warnsdorfer Fͤ gegen Dresdner SC. TS 61 Ludwigshaſen— Spielverein Lintſort :6(:2) Faſt 3000 Zuſchauer erlebten in Ludwigshafen auf dem Platze der TS 61 beinahe eine Ueberra⸗ ſchung. Mit großem Elan beginnt der Angriff des Südweſtmeiſters und geht durch Härtner, Böhmerls und Pauli:0 in Führung, ohne daß der tüchtigen Hintermannſchaft des Niederrheinmeiſters mit dem internationalen Torwart Körvers an der Spitze Ge⸗ legenheit geboten wird, dies zu verhindern. Nach dem man ſich aber auf den Gegner eingeſtellt hatte, blieben die Erfolge desſelben aus. Brüntgens und Groſch holen bis zur Pauſe zwei Tore auf. Als der Schiedsrichter Kehl VfR Mannheim das Zeichen zum Beginn der zweiten Hälfte gegeben hat, mußte man feſtſtellen, daß der bis dahin ſeitlich wehende Wind ſich zum reinen Rückenwind für die Gäſte gedreht hatte, die nun das Spiel beherrrſchen. Wohl haben die bler noch Gelegenheit, aber ſie haben einmal Härtner auf Außen genommen und darüber hinaus verpaſſen ſie beim Stande von:4 die Chance eines 13 Meter, was ausſchlaggebend war für den Gäſteſieg, da dieſelben im Gegenzug das fünfte Tor einwerfen und ſchließlich verdient ſiegreich bleiben. Der Sieg der Spielvereinigung fußt in erſter Linie auf der konſequenten Deckung der geſamten Hinter⸗ mannſchaft und dem einfallreichen Spiel von Bründ⸗ gen, der bekanntlich auch ſchon die Nationalfarben getragen hat!! 5 eeee Einen neuen Weltrekord ſtellte die Monnſchaft des Neu⸗ vorker AC bei den amerikaniſchen Hallenmeiſterſchaften in Chicago in der 4⸗mal⸗100⸗Hards⸗Kraulſtaffel mit 3131 Min. auf. Die alte Beſtleiſtung mit:31,4 war im Be⸗ ſitz der Univerſität Michigan. In Brünn wurde am Sonntag die Waldlaufmeiſterſchaft des Protektorats Böhmen⸗Mähren durchgeführt. Ueber die 9 Kilometer lange Strecke ſiegte Scholle(Slavia Brünn)'n 24:23,2 Mn. vor Paluza(Hochſchule Brünn) und Hoſchek (Sparta Prag). Der Titelverteidiger Pivonka belegte nur den 5. Platz. SluRk Lampertheim— Sieofried Ludwigshafen:5 Endlich kam alſo der Kampf obiger Gegner zuſtande, nachdem ſchon zweimal vorher abgeblaſen wurde, da man die komplette Mannſchoft der Gäſte ſehen möchte. Aber auch diesmal konnten die Ludwigshafener das Verſprechen nicht halten, do Schäfer und Ehret in Wels die deutſchen Farben gegen Ungarn zu vertreten hatten. Das waren aber auch die einzigen Ringer, die erſetzt wurden, ſonſt kam die Mann⸗ ſchaft mit den bekannten Standardringern Daß gegen eine ſolche Beſetzung die Lampertheimer Stafſel vor eine ſchwere Aufgobe geſtellt war, verſteht ſich am Rande. Doch haben ſich dieſelben recht gut geſchlagen. In den beiden erſten Gewichtsklaſſen mußten Erſatzleute eingeſtellt wer⸗ den, was ſelbſtverſtändlich von vornherein ein Handicap war. Die beiden Siege errang Lampertheim in den ſchweren Klaſſen. Ein Kapitel für ſich war der Kampfleiter Sölch aus Darmſtadt, der ſolchen Kämpfe nicht gewachſen iſt. Die Begegnungen ſelbſt zeigten nachſtehende Aun die Deutſche Handball⸗Meiſterſchaſft zehn Mann ſpielen zu müſſen. In Lüneburg gab es zwi⸗ ſchen dem Niederſachſen⸗Meiſter MSV Lüneburg und dem ſtapk eingeſchätzten MS Weißenfels nach erbittertem Rin⸗ gen ein:5(68:3) Unentſchieden. Gruppe 3 wies die einzige Begegnung auf, bei der man von einer Ueberlegenheit der Siegermannſchaft ſprechen konnte. Hier war es die/ Arolſen, die über den Mittel⸗ rhein⸗Meiſter VſB 08 Aachen mit 13:6(:2) Toren einen eindeutigen und in dieſer Höhe verdienten Sieg davontrug. Etwas unglücklich kämpfte der Südweſtmeiſter TSG 61 Ludwigshafen, der auf eigenem Platz nach einer Halbzeit⸗ führung von:2 eine:6⸗Niederlage vom Lintforter SV hinnehmen mußte. Im Gruppe 4 ſtand nur ein Spiel auf dem Programm, das mit einem überraſchenden Sieg des Poſt SV München über den Wiener AC in Wien endete. Der Sieg des Bayernmeiſters war etwas vom Glück begünſtigt, Volak ſchoß nicht weniger als achtmal an die Latte, jedoch zeigten die oſtmärkiſchen Stürmer diesmal bei weitem nicht ihr gewohntes Können. Die Tabellen: Gruppe 1: 1. MTSA Leipzig 3 41:15:0 2. SV Elektra Berlin 3 27215.0 9. Hindenburg Biſchofsburg 3 16:26:5 4. Polizei SV Stettin 3 14:96 5155 5. MSV JR 49 Boruſſig Carlowitz 2 12:18 0˙4 Gruppe 2: 1. MS Hindenburg Minden 1 514:0 2. MSW Lüneburg 1:5 12¹ 3. MSV Weißenfels 2 525 11 4. Oberalſter Hamburg 1.5 969902 Gruppe 3: 1. 3 Arolſen 4 13²6:0 2. Lintſorter S 1 623:0 J. TS 61 Ludwigshafen 1 3·6 02 4. VfB Aachen 08 1:13:2 Gruppe 4: 1. Poſt SV München 1 625 2˙0 2. SV Waldhof 5 3. TWAltenſtadt——— 1 5²⁰ 0²² 4. WAC Wien * Spielzeit ſtand es noch immer 111. ſchafften die Hannoveraner noch einen:1⸗Sieg und treffen e Miontag, 17. Aprit — 24 74—— ee, Am die HF-Gebietsmeiſterſchaft im Fußball Bann 171— Bann 110 92 Die in dieſem Jahre erſtmalig auch im Gau Baden zur Durchſührung kommenden Spiele um die HJ⸗Gebiets⸗ meiſterſchaften verſprechen ein voller Erſolg zu werden, denn der Start zu dieſen Spielen in unſerer Mannheimer Ecke läßt dieſen Schluß unbedingt zu. Auf alle Fälle ſind dieſe Spiele eine wertvolle Bereicherung des Spiel⸗ programms unſerer Jugerrd und damit zugleich eine äußerſt wertvolle Talentprobe für die Vereine, nicht zu⸗ letzt auch eine ſyſtematiſche Vorbereitung und Schulung des Fußballnachwuchſes, deſſen Prüſung auf längere Sicht nur von Vorteil ſein kann. Der Start zu dieſen HZ⸗Gebietsmeiſterſchaften wurde⸗ in Mannheim auf dem Phönixplatze mit dem Treffen der Banne 9 Mannheim—Heidelberg vollzogen, und zu dieſem Auswahltreffen hatten ſich etwa 400—500 Zuſchauer eingefunden, die nicht nur eine ſtatt⸗ liche Heerſchau unſeres Fußballnachwuchſes, ſondern oben⸗ drein auch einen ebenſo ſtattlichen Sieg unſerer Mann⸗ heimer Vertretung erleben durften. Die Mawaheimer Jungens in ihrer bekannten Aufſtellung mit: Bohrmann; Freund, Hering; Friedel, Bander, Vogt; Geörg, Danner, Siffing., Sälzler, Rößinger waren ihren Heidelberger Gegnern: Böhm; Stadtler, Schmidt; Gutfleiſch, Müller, Laninger; Böhler, Sommer. Röſch Zwirn, Zimmermann um die bewußte Naſenlänge voraus, denn techniſch und taktiſch waren die Mannheimer nicht klein zu kriegen. Das vor 14 Tagen ausgetragene Uebungstreffen hatte in vollem Umfange die Richtigkeit der Mannheimer Auf⸗ ſtellung gezeigt, und ſo durfte man mit heller Freude und Begeiſterung ein erfolgreiches Debut des HJ⸗Bann 171 erleben. Während der Bann 110, was den Eifer angeht, wirklich ganz aus ſich herausging, lag die Spielſtärke doch eben auf Mannheimer Seite, wo man allerdings zu Beginn einige ſchwache Minuten zu überſtehen hatte, die dann aber auch prompt beſeitigt waren. Der Links⸗ außen brachte die Heidelberger in Front, während Mann⸗ heim durch ein Eigentor zum Ausgleich kam. Dann war es Danner, der Mannheim zur Führung brachte, aber auch dieſes Tor wurde von Gegners Seite wettgemacht als die Mannheimer Abwehr nicht voll im Bilde war. Mit einem feinen Durchbruchstor von Sälzler nahmen die Mannheimer die Partie erſt richtig in die Hand, und Danner und der mächtig drückende Mittelläufer Bauder ſtellten ſchließlich bis zur Pauſe auf:2. Der zweite Teil ließ die Ueberlegenheit der Mannheimer weiterhin deut⸗ lich klar werden, und ſchließlich fielen wie reie Früchte vier weitere Tore für die Danner(), Rößinger und L. Siffling bemüht waren. Leiter des Spieles war Nagel⸗Feudenheim, der dem ſchönen Treffen mit einer gutan Leitung vorſtand. Unter den Zuſchauern bemerkte man den Gebietsſachwart Schäã⸗ ſert⸗Ofeinburg, Kreisfachwart Heck und nicht zuletzt die beiden Bannfachwarte Schmetzer und Eppel, die mit dem erſten Spiel ihrer Bannauswahl vollauf zufrieden waren und die vertrauensvoll dürfen. HC Heidelberg in der Swiſchenrunde Die Spiele zur deutſchen Hockey⸗Meiſterſchaft Durch das Regenwetter in Hamburg iſt auch an dieſem Sonntag in der Vorrunde zur deutſchen Hockeymeiſterſchaft eine Spielverlegung notwendig geworden, ſo daß erſt ſieben Teilnehmer der Zwiſchenrunde feſtſtehen. Das letzte Vorrundenſpiel zwiſchen Harveſtehude Hamburg und dem Berliner HC wird nun am kommenden Wochenende durch⸗ geführt. Die Vorrunde brachte in dieſem Jahr einen großen Erfolg der ſüddeutſchen Gaue, da nach dem Süd⸗ weſtmeiſter TV 57 Sachſenhauſen nun auch Badens Mei⸗ ſter HC Heidelberg und Bayerns Meiſter Wacker München die Zwiſchenrunde erreichten. Ueberraſchend ſchwer hatte es der DSV 78 Hannover, um über den Oſtpreußenmeiſter Viͤ Königsberg die Zwiſchenrunde zu erreichen, denn ſowohl nach der Pauſe als auch beim Ablauf der regulären In der Verlängerung nun am kommenden Sonntag in der Zwiſchenrunde auf Etuf Eſſen. Sicher und verdient war dagegen erwartungsgemäß der Sieg des bayeriſchen Meiſters Wacker München gegen den Oſtmarkmeiſter HE Währing Wien mit:1(:). Aus⸗ ſchlaggebend für den Erfolg war die beſſere Technik und größere Stockſicherheit der Münchener, deren Tore Höpfel, Bierſtorfer und Geiger ſchoſſen. HC Heidelberg in blendender Form In einer ausgezeichneten Form ſtellte ſich Badens Mei⸗ Kleine Sport-Nachrichten Ergebniſſe: Bantamgewicht: Drakert(.)— Grimm(Lu.). Der Lampertheimer hatte ſchon vorher in der Jugend mitge⸗ wirkt, wodurch Grimm leichtes Arbeiten hatte und ihn nach 3,50 Minuten auf die Schultern legte. Federgewicht: Köcher(.)— Impertro(Lu.]) Ueberraſchend gut hielt ſich der Lampertheimer Erſatzmann, obgleich er größtenteils in der Defenſive kämpfte. Immer⸗ hin brauchte der Ludwigshafener 10 Minuten, um durch Nackenhebel zu gewinnen. Leichtgewicht: Stahl(.)— Vondung(Lu.). Ein hartnäckiger Kampf zweier gleichwertiger Gegner. Vondung ſiegte ſchließlich nach Punkten. Weltergewicht: Schollmeier(.)— Vondung (Lu.) Schollmeier hatte dem erfahrenen Vondung nichts entgegenzuſetzen und verlor durch Untergriff be⸗ reits in der 2. Minute. Mittelgewicht: Nüller(.)— Freund(Lu.). Ein ſympathiſcher Ringer mit feiner Ringweiſe und Technik war Freund, der ſeinen Gegner nach 4 Minuten durch finniſchen Aufreißer beſiegte. Halbſchwergewicht: Stahl(.)— Henge(Lu.). Der Punktſieg des Lampertheimers geht vollkommen in Ord⸗ nung, da Stahl von Anfong bis Ende im Vorteil war. Schwergewicht: Litters(.)— Deutſchel(Lu.). Deutſchel mußte kräftig abwehren, aber in der 9. Minute legte ihn Litters durch Hammerlock auf die Schultern. Luftwaffen S Spandau vor Kreuznach Erſte deutſche Baskettball⸗Meiſterſchaft Als zweifellos beſte Mannſchaft erkämpfte ſich der Luft⸗ waffen⸗SV Spandau bei den Schlußſpielen der Gruppen⸗ turnierſieger in Hamburg den erſten deutſchen Meiſter⸗ ſchaftstitel im Baskettball. Die Spandauer gelangten durch einen hohen Sieg von 40:25(25:10) Punkten über den Eimsbütteler TV in die Endrunde. MTV Bad Kreuznach, der Jahn München knapp mit 29:21 (11:11) ausgeſchaltet hatte. Im Endkampf gab das über⸗ legte Zuſammenſpiel der Spandauer den Ausſchlag; ſie ſiegten 47:16(28:10) über Kreuznach, deſſen Deckung ſchwer⸗ wiegende Fehler machte. Im Kampf um den dritten Platz gewann Eimsbüttel über Fahn München erſt in der Ver⸗ längevung 32:23. Bei Halbzeit lautete das Ergebnis 12:12 und kurz vor Schluß führte München noch, als es Eims⸗ büttel gelang, auf 22:22 gleichzuziehen. Der Schlußſtand: 1. und Deutſcher Meiſter Luftwaffen⸗SV Spandau; 2. MTV Bad Kreuznach; 3. Eimsbüttel; 4. Jahn Mürchen. Ihr Gegner war der ſter HC Heidelberg in ſeinem Vorrundenſpiel beim Ulmer FV 94 vor. Die Heidelberger waren ihrem Gegner ſo⸗ wohl techniſch als auch taktiſch leicht überlegen und kamen ſo vor 1000 Zuſchauern mit:1(:1) zu einem verdienten In der erſten Hälfte hätte Ulm vielleicht noch die Sieg. Möglichkeit gehabt, die Führung zu erreichen, ſpäter fie⸗ len die Schwaben aber ihrem eigenen Tempo zum Opfer. Der HCh ging zunächſt durch eine unhaltbar von Auguft Peter geſchoſſene Strafecke in Führung, Dempel glich dann überraſchend aus, aber noch vor dem Wechſel brachte Henk die Heidelberger wieder in Führung. Nach dem Wechſel ſtellte nach dauernder Feldüberlegenheit Stieg den Sieg durch ein drittes Tor ſicher. Hockey-Freundſchaftsſpiel VfR Mannheim— Turnverein 1846 Mannheim:1 Nach Beendigung der Verbandsſpiele haben die Mann⸗ heimer Hockeyvereine nun nochmals die Gelegenheit erfaßt, um in Freunoſchaftskämpfen ihre Schläger zu kreuzen. Am Sonntagvormittag ſtanden ſich auf dem BfR⸗Platz am Flughafen die Elf des Platzbeſitzers dem Turnverein 1816 gegenüber. Dieſe Lokalkämpfe haben aber nicht mehr den Charakter der früheren Begegnungen, man konn fetzt nicht mehr die kompletten Mannſchaften zuſammenbringen und nimmt die Sache auch nicht mehr ſo ernſt. Beim Spiel der“ beiden Mannheimer Rivalen war es auch ſo. Die ViRler hatten zwar weitaus mehr vom Spiel, konnten aber keinen Sieg erreichen, was beſonders die Schwäche im Sturm be⸗ weiſt. Hier war nur Heiler wie immer gefährlich, Henſolt zu langſam und Briegel fiel aus. Die Mittelreihe hatte in dem unermüdlichen Härle ſeinen beſten Spieler. Die Verteidigung hatte in Dr. Kulzinger ſeine ſtärkſte Waffe, Meyer beging einen Fehler, der gleich zum Tor benutt wurde. Auch Cayiz im Tor zeigte manchmal Unſicherheit. Auch die Turner hatten mehrfach Erſatz und ſpielten nur zeitweiſe überlegen. Im Tor ſtand Brucker, er hielt ſich gut. Greulich und Aubel zwei ſchlagſichere Verteidiger. Die Läuferreihe zeigte eine gute Geſamtleiſtung. Im Sturm klappte es auch hier nicht. Lutz 1 war der eifrigſte. Ueber den Spielvrlauf iſt wenig zu ſagen. In den erſten Minuten drängt der VfR, dann kommen die Gäſte überraſchend ſtark auf, aber alles wird abgewehrt, bis Meyer einen Ball zu leicht abſchlägt und Schlenvoigt ſich die Kugel holt und mit einem Prachtſchuß Cayiz das Nach⸗ ſehen gibt. Eine von Dr. Kulzinger geſchoſſene Strafecke bringt noch vor der Pauſe den Ausgleich. In der zweiten Hälfte ſind es zuerſt die Turner, die drängen, aber bald iſt der VfR wieder vor dem Gäſtetor, ohne daß der Er⸗ folg ſich einſtellt. Die beſte Chance vergibt Heiler, als er im Anſchluß an eine Ecke über den Ball ſchlägt. Ein Bomben⸗ ſchuß von Heiler geht übers Tor, und in den Schluß⸗ minuten iſt der Turnverein noch einmal vor dem BfR⸗Tor, aber auch hier ohne Erfolg. Banmann(VfR) und Dr. Leber(TV 46) leiteten den Kampf einwanofrei Meiſterſchafts⸗Endſpiele Gruppe A DSV 78 Hannover— BfK Königsberg:1 nach Berl. Gruppe B 5 Ulmer FB 94— 56 Heidelbeig:3 Harveſtehnder TC Hamburg— Berliner HC ausgef. Gruppe D Wacker München— HC Währing Wien:1 Süddeutſche Spiele Gau Südweſt(Auſſtiegsſpiele): TG Frankenthal — T 1860 Frankſurt:0; TV 1860 Fechenheim— Sc Frank⸗ furt 1880:5; Saar 05 Saarbrücken— BfL Bad Dürtheim :2; Gſè Darmſtadt— DocC Wiesbaden:1; Reichsbahn Kaiſerslautern— Tgd Worms:4; Allianz Frankfurt— .⸗Bl. Aſchaffenburg(GS):0; Offenbacher RV 74— .⸗Bl. Aſchaffenburg(GS) 211. Gan Württemberg: Tgſ Stuttgart— Stuttgarter Kik⸗ kers:2; SpVa Ludwigsburg— ViB Stuttgart:1; BfR Gaisburg— SS Ulm:10; VfR Gaisburg— Eintracht Stuttgart(Frauen):0; Eßlinger TSV— Stuttgarter Kickers(Frauen)):1; Breuninger Stuttgar:— VfR Heil⸗ bronn(Frauen) H. n. angetreten. Gan Bayern: 1. Fc Nürnberg— Nürnberger THC :0; Rotweiß München— FC 05 Schweinfurt 111. Leuna entthront München 1860 Deutſche Vereinsmeiſterſchaft im Turnen Im bis auf den letzten Platz beſetzten Deutſchen Haus in Flensburg ſand am Sonntag vor 2000 Zuſchauern die Deutſche Vereins⸗Meiſterſchaft im Gerätturnen der Män⸗ ner ſtatt, der ſich zu einem ſpannenden und mitreißenden Kampf zwiſchen dem Titelverteidiger TSV 1860 München, TSVLeuna, TWBillingen und Polizei⸗Sportverein Stutt⸗ gart geſtaltete. Der TSꝰ Leuna mit Krötzſch, Müller, Kleine, Freier und Otto überflügelte den Titelverteidiger München und ſicherte ſich den Meiſtertitel mit 1144,8 Punkten vor München 1860 mit 1143,2, TV Villingen mit 1142 und PSV Stuttgart mit 1419 Punkten. Beſter Ein⸗ zelturner war Kurt Krötzſch(Leuna) mit 236,2 Punkten, der Göggel(Stuttgart) mit 235,5, Stangl(München) mit 677 und Pludra(Villingen) mit 233,2 Punkten hinter ſich ieß. Der geforderte Zwölfkampf, beſtehend aus ſechs Pflicht⸗ und ſechs Kürübungen, begann am Vormittag mit den Pflichtübungen am Barren und der Bodenübung, Villin⸗ gen ſetzte ſich in Front vor München und Leuna und be⸗ hauptete den Vorſprung bis zum Schluſſe der Pflicht⸗ übungen. Hinter Villingen wechſelte die Reihenſolge der Vereine mehrmals. Nach Erledigung der Vormittags⸗ übungen lag Villingen mit 817,6 Punkten vor München (816 Punkte) ſowie Leuna und Stuttgart. Am Nachmittag ſchob ſich Leuna bei den Pflichtübungen auf den zweiten Platz und in der Bodenübung überholten die Leunger durch eine ganz hervorragende 20 von Krötzſch die Villin⸗ ger. Am Reck blieb Leuna wiederum unerreicht, dagegen überholten die Münchener noch Villingen, während Stutt⸗ gart mit der Entſcheidung nichts mehr zu tun hatte. Der Endſtand: 1. TSVLeuna 1144,8 Punkte; 2. TS 1860 München 1143,2 Punkte; 3. TV Villingen 1142 Punkte; 4. PSV Stuttgart 1119 Punkte.— Beſte Einzel⸗ turner: 1. Krötzſch(Leuna) 296,2 Punkte; 2. Göggel(Stutt⸗ gart) 295,5, 3. Stangl(München) 234,2, 4. Pludra(Villin⸗ gen) 235,2, 5. Kleine(Leuna) Bl.1 Punkte. 9 in die Zukunft blicken 0 Höl dat der un Ho eir ker bie In bei dee gle an 195 W̃i geſ Ha Ge eir im tig ial Vr biete neue Möglichkeiten Zuweiſung an Reſerveſond 4000. ———— HANDELS- ο WIRTSC der Neuen Mansbeimer Zeitung Montag, 17. Aprii 1929 Deuische Bank In der heutigen Hauptverſammlung der Deutſchen Bank in der ein Aktienkapital von 77,7 Mill. 4 vertre⸗ ten war, ergriff wie üblich, das Vorſtandsmitglied Dr. Eduard Mosler das Wort zu längeren Ausführungen, in denen er ſowohl den Abſchluß der Bank für 1938 erläu⸗ terte als auch allgemeine Fragen der Kredit⸗ und Bank⸗ politik behandelte. Er wies beſonders darauf hin, daß eine Erhöhung der Dividende von bisher 6 v. H. ſchon desbalb nicht ernſthaft in Frage gekommen wäre, weil die Bank aus den verſchiedenſten Erwägungen mit äußerſtem Nachdruck um eine weitere Stärkung ihrer Kräfte bemüht ſein müſſe, weshalb man nicht nur auf die ausgewieſenen Proviſionseinnahmen die exforderlichen Rückſtellungen vorweg gekürzt, ſondern der üblichen Bilanzierungstradition folgend alle übrigen Einnahmen und Erträgniſſe, die nicht dem eigentlichen laufenden Ge⸗ ſchäft entſtammen, für innere Rücklagen und Abſchreibun⸗ gen verwendet habe. Insgeſamt erreichen die Zifſern der geſamten ofſenen Rücklagen einſchließlich des Vortrages 36,6 v. H. des Aktienkapitals. Die Bank habe die Um⸗ wandlung von ſtillen in offene Rücklagen in der Ueber⸗ deugung vollzogen, daß ſie als Großbank mit einem Kre⸗ ditorxenbeſtand von weit mehr als 3 Milliarden 4 größ⸗ tes Gewicht darauf legen müßte, in ihrer Bilanz ein höheres verantwortliches Eigenkapital auszuweiſen und damit zugleich das Verhältnis von Eigenkapital zu frem⸗ dem Kapital zu verbeſſern. Hinſichtlich des neuen Finanzplans der Reichsregierung und ſeiner Auswirkungen ſagte Dr. Mosler, daß die Hofſnung berechtigt ſei, daß Kapitalmarkt und Börſe vor einer Entwicklungswende ſtehen die auch für die Ban⸗ ken auf dieſem für die Geſamtwirtſchaſt ſo wichtigen Ge⸗ erfolgreicher Betätigung bringt. Im erſten Vierteljahr des neuen Geſchäftsjahres ſeien bei der Deutſchen Bank die Umſätze etwa der Zunahme des vorigen Jahres entſprechend weitergeſtiegen. Es werde eine lebhafte Kreditnachfrage verzeichnet, während gleichzeitig Gläubiger⸗ und Spareinlagen ihre Beſtände anſteigender Kurſe beibehalten haben. Der Abſchluß für 1938 wurde zuſtimmend zur Kenntnis genommmen. Dr. Mosler iſt wegen Altersrückſichten auf eigenen Wunſch mit dem heutigen Tage aus dem Vorſtand aus⸗ geſchieden und wurde dem Aufſichtsrat zugewählt. * Pfälziſche Häute⸗Berwertung eGmbch, Ludwigshafen am Rhein. Nach dem Bericht des Vorſtandes hot der Häute⸗ und Felle⸗Umſatz der Verwertung im aögelaufenen Rechnungsjahr in Auswirkung des verſtärkten Fleiſchver⸗ brauchs, insbeſondere infolge zuſäczlicher Verſorgung im Grenzgebiet mengen⸗ und wertmäßig eine weſentliche Stei⸗ gerung erfahren. Im Berichtsjahr wurden insgeſamt 55 952(i. V. 43 753) Häute und 59 382(56 133) Felle im Ge⸗ ſamtwert von 1,72(1,44) Mill. 4 angeliefert. Damit konnte die erſte Stelle der Ludwigshafener Verwertung innerhalb der Häute⸗Zentral⸗Auktion Mannheim hinſichtlich Menge und Wert der angedienten Häute und Felle weiterhin be⸗ hauptet werden. Die Entwicklung des Anfalls an Neben⸗ produkten war ebenfalls erfreulich; die mengenmäßigen Steigerungen betragen bei Hörnern und Klauen rund 5 v.., bei Leimleder rund 108 v. H. bei Rinderſchweifen rund 43 v. H. und bei Schweinshaaren(friſch) rund 134 v. H. Auch die Warenumſätze haben ſich in der Berichtszeit gegenüber dem Vorſahr erhöht und zwar auf 2,06 Mill. 4 gegen 109 Mill.„ in 1937. Auf Häute und Felle entfollen dabei 1,80(1,51) Mill.. Lediglich der Schmalzumſatz iſt auf 0,215(0,494) Mill./ zurückgefallen, ein Beweis, daß die Schweineverknappungen 1908 nicht in gleich ſtarkem Maße wie 1037 hervorgetreten ſind und demzufolge größere Bedarſsmengen aus eigenem Anfall gedeckt werden konnten, Die Jahresrechnung weiſt einen Ueberſchuß von 19251 4 aus, der wie folgt verwendet werden ſoll: 5 v H. Zins auf Geſchäftsanteile 9003, 5 v. H. Zins auf Darlehen 1554, Rückſtellung für Er⸗ weiterungsbau 9500 4, Vortrag auf neue Rechnung 205. (.24. April in Grünſtadt.) * Ac der Kleinmünchner Baumwollſpinnereien und mechaniſchen Weberei, Linz a. D. Wie man erfährt, wird der am 20. April ſtattfindenden H für das Geſchäſtsjahr 10gs die Verteilung einer Dividennde von 9(10) v. H. ouf das AK von 4,0. Mill. S vorgeſchlagen.— Im laufen⸗ den Jahre habe ſich die günſtige Entwicklung fortgeſetzt „ Kampnagel⸗A(vormals Nagel& Kaemp), Hamburg. Der Vorſtand ſchlägt der HB am 8. Mai für 1038 eine Dividende von wieder 6 v. H. vor. Export⸗Schlachterei und Schmalz⸗Raffinerie A6, Hamburg. Die H genehmigte die Abrechnung für das Geſchäftsjahr 1038 mit wieder 6 v. H. Dividende aus einem Reingewinn geat B 310(25073) /. Daßg Unter⸗ nehmen, das mit einem AK von 360 000 arbeitet, mar im abgelauſenen Geſchäftsjahr zufriedenſtellend beſchäſ⸗ tigt. In den erſten beiden Monaten des neuen Geſchäfts⸗ jahres war die Beſchäftigung geringer als in der gleichen Voriahrszeit. Aluminium Walzwerke Ac, Schaffhauſen. Die Ge⸗ winn⸗ und Verluſtrechnung für 1938 weiſt einen auf 309 652(226 358) ffr. geſtiegenen Ertrag aus Zinſen au', Dagegen ſind die Erträgniſſe aus Beteiligungen nuf 190 118 (207 212) ffr. zurückgegangen. Einſchl. 151 101(133 501) ſſr. Gewinnvortrag ergibt ſich ein auf 541 871(453 845 ſir. erhöhter Gewinnſaldo, der zur Ausſchüttung einer Divi⸗ dende von unv. 5 v. H. verwendet wird; 153 340 ffr. wer⸗ den auf neue Rechnung vorgetragen. * Schaffhauſer Kantonalbank. Unveränderter Rein⸗ gewinn. Der Geſchäſtsbericht ſtellt die günſtige Entwicklung der Metoll⸗ und Moſchineninduſtrie ſowie eine außerordent⸗ lche Beſchäftigung der Uhreninduſtrie ſeſt, macht jedoch gleichzeitig auf die wenig exſreulichen Verhältniſſe der Textilunternehmungen aufmerkſam. Bei unveränderter Bilanzſumme hat ſich der Umſatz um 3 Mill. auf rund 50 Mill ſfr. geſenkt. Der Reinertrag iſt mit 676 210 ffr. ſoſt gengu auf der Höhe des Vorfahres geblieben. Die Spar⸗ einlogen ſtiegen um 0,38 Mill. allerdings nur unter Berück⸗ ſichtigung der Zinsgutſchriften, da die Rückzahlungen größer als die Einzahlungen geweſen ſind. Aus dem obenerwähn⸗ ten Reinextrag werden 0,34 Mill. ſſr. ſür die Verzinſung des Grundlapitals verwendet, den Reſerven werden 0,16 Mill. zugewieſen. * Pfälziſche Textil⸗Induſtrie Otterberg Ac, Otterberg. — Wieder 4 v. H. Dividende. Die Geſellſchaft konnte im Geſchäſtsjahr 1938 trotz gewiſſer Schwierigkeiten in der Nechſtoffbeſchafſung durch vorteilhalte Verwertung der Roh⸗ ſtoffe ſowie vermehrte Pflege der im Zellwolleſcheckver⸗ ſahren begünſtigten Warengattungen und des mittelbaren Exports eine leichte Verbeſſerung des Warenumſatzes Akiien ruhig wenig veränderie Kurse— Renien kaum geiragt Rhein⸗Mainiſche Mittagsbörſe: Still Fraukfurt, 17. April Die neue Woche eröffnete ſehr ſtill. Aufträge lagen nur wenige vor und die Kurſe am Aktienmarkt neigten zur Schwäche, wobei die Ermüßigungen ſich im Rahmen von 1 v. H. hielten. Am Aktienmarkt gaben Jc Farben bei kleinem Umſatz um 71 v. H. auf 147 4 nach 148ʃ½ nach, auch Deutſche Erdöl— 4 v. H.(12474). Montan⸗ aktien ſaſt durchweg um 4 v. H.(ſo Hoeſch mit 108 nach 108½4) bis 1 v. H.(Mannesmann mit 110½ nach Buderus mit 104 nach 104½) v. H. abgeſchwächt. Ver. Stahlwerke mit 103/ nach 103/%½ ebenfalls nur knapp gehalten. Von Autowerten waren Adlerwerke dagegen mit 107 um v. H. gebeſſert, auch Daimler zum letzten Kurs genannt und gut behauptet. Von Elektroaktien hörte man Geſfürel wiederum um v. H. auf 136 ermäßigt. Von ſonſtigen Werten waren Conti Gummi 216 nach 217, Ver. Gothania Werke erſchienen mit Minuszeichen an der Tafel, nach⸗ dem Mitte Februar letztmals ein Kurs von 148,5 zuſtande gekommen war. Am Rentenmarkt hörte man die Altbeſitzanleihe des Reiches mit ca. 1317“ nach 131,60. Nichtamtlich nannte man die ſpäten Schuldbücher mit unv. 9996, Kommunale Um⸗ ſchuldung mit ca. 93,45 nach 93,50 und⸗4 v. H. Rentenbank⸗ Ablöſung zum letzten Kurs mit 8976 gegen 899/ leicht abgeſchwücht. JG Farbenbonds lagen analog der Farben⸗ aktie und der allgemeinen Bewegung nicht ganz behauptet. Sonſt waren Induſtrieobligationen ſehr ſtill. Auch Stadt⸗ anleihen gelangten auf bisheriger Baſis zur Notiz. Pfand⸗ brieſemiſſionen wurden zu letzten Kurſen etwas umgeſetzt. Reichsſchätze wurden verſchiedentlich gehandelt und blieben gefragt. Reichsbahnvorzüge unv. 12474. Am Anleihemarkt ergaben ſich im Verlaufe nochmals kleine Abſchwächungen, ſo bei Hoeſch, die erneut 4 v. H. abgaben. Demag verloren v.., Zement Heidelberg mit 155 ebenfalls ½ v.., auch RWeé zunächſt ſpäter v. H. nachgebend, auf 114/, RWeé büßten 1 v. H. ein. Scheideanſtalt wurde nach kurzer Unterbrechung 3 v. H. niedriger bezahlt. Fendel⸗Bezugsrechte wurden im Freiverkehr mit wieder 4 v. H. genannt. Sonſt lag dieſer ebenfalls ſehr ruhig, Raſtatter Waggon wurde nicht geſprochen, Ufa⸗Film etwa 77½, Growag etwa 84½ unv. Am Einheitsmarkt wurden 7 v. H. Großkraftwerk Mannheim Vozugsaktien geſtrichen, Brief notiert. Berliner Börſe: Aktien»neinheitlich Zu Beginn der neuen Woche bewegten ſich die Umſätze an den Aktienmärkten wieder in ziemlich ruhigen Bahnen. Der Anlagebedarf der Bankenkundſchaft, der in der vorigen Woche wiederholt in lebhafteren Anſchaffungen Ausdruck fand, ſcheint vorerſt bis zu einem gewiſſen Grade geſättigt zu ſein. Es iſt auch möglich, daß ein Teil noch verfügbarer freier Mittel für die Zeichnung auf die angekündigte Induſtrie⸗Emiſſionen Verwendung finden ſoll; bekanntlich gelangt heute die Anleihe der Deutſchen Induſtriebank AG in Höhe von 40 Mill. zur Auflegung. Der Berufshandel nahm, ſoweit vom Samstag noch ein Ueberhang vorhanden wax, Glattſtellungen vor, vereinzelt erfolgten auch kleine Publikumsabgoben. Die Kursgeſtoltung war daher unein⸗ heitlich, es überwogen kleine Rückgänge. Von Montan⸗ werten ſielen Buderus mit minus 1 und Harpener mit minus 7 v.., dagegen Mansfelder mit plus 1½ v. H. auf. In der chemiſchen Gruppe lagen die ausſchließlich Dividende gehandelten ven Heyden 0,30 und Goloſchmidt K v. H. höher, während Farben um 76 v. H. auf 14776 zurückgingen. Elektro⸗ und Verſorgungswerte woren meiſt angeboten und ſchwächer, wobei Lichtkraft und Elektr. Werke Schleſien mit minus 1 v. H. die größten Einbußen erlitten. Von Maſchinenbauaktien ſind Deutſche Waſſen mit minus 17—5, von Textilpapieren Dierig mit minus 1 und Stöhr mit minus 1, von Brauwerten Engelhardt und von Schiffahrtsaktien Nordd. Lloyd mit je minus 1 v. H. als auffällig verändert zu nennen. Im variablen Rentenverkehr gaben Reichsoltbeſitz zu⸗ nächſt um 10 Pig. und ſpäter nochmals im gleichen Ausmaß auf 131,40 nach. Die Gemeindeumſchuldungsanleihe ſtellte ſich auf 93,45(93,50). Im Börſenverlauſe bröckelten die Notierungen über⸗ wiegend ab. Der berufsmäßige Börſenhandel nahm weiter⸗ hin Glattſtellungen vor. Rütgers, Klöckner, Hap, und Geffürel ſowie Rheinſtahl verloren je 6 v.., Goldſchmidt gaben um v. H. nach. Accch und Rheinmetall Borſig büßten je 1 v.., Aſchaffenburger 1½ und Stöhr 1½ v. H. ein. Farben notierten 1477—. Der Kaſſarentenmarkt lag ruhig und wenig verändert. „ Reeichsſchuldbuchforderungen Ausgabe 1: Kolonialobligationen und Pfandbrieſe ſowie Reichs⸗ und Länderanleihen wurden faſt durchweg aufs Vortagsbaſis gehandelt. Liquidations⸗Pſandbriefe lagen vielfach etwas freundlicher. Von Provinzanleihen ſtiegen Oſtpreußen alte um ½ v. H. Im gleichen Ausmaß höher lagen 206er Hin⸗ denburg J. Dekoſama ſchwächten ſich im allgemeinen um v. H. ab. Von Induſtrie⸗Obligationen fielen g7er Har⸗ pener durch einen Verluſt um v. H. auf. 4½ proz. Har⸗ pener gaben v. H. nach. Farbenbonds büßten v. H. ein. Von den zu Einheitskurſen gehandelten Bankaktien er⸗ ſuhren Deutſch⸗Aſiatiſche einen Rückgang um 2. Bei den Hypothekenbanken ſtellten ſich Bayeriſche Hypotheken ½ und Deutſche Zentralboden 74 v. H. niedriger. Auch Meininger Hypotheken büßten 4 v. H. ein. Am Markt der Kolonial⸗ werte zogen Doag um ½ v. H. an, während Schantung gegen die Notiz vom 13. April 1 v. H. einbüßten. Bei den Induſtriepapieren wurden Saxonia um 2 und Meinecke, letztere nach Pauſe, um 4 v. H. heraufgeſetzt. Niedriger lagen, gleichfalls nach Unterbrechung, Verein. Gumbinner Maſchinen um 3½ Chem. Werke Albert um 4 und Verein. Harzer Portland⸗Cement um 7 v. H. Steuergutſcheine blieben unverändert. 1040er und 1941er 100 G 100,75 B; 1942er 99,87 G 100,62 B; 1943er 99,5 G 100,25 B; 1944er 99,25 G 100 B; 1945er bis 1948er je 99,12 G 99,87 B.— Ausgabe 2: 1940er 100 G 100,75 B; 1942er 99,87 G 100,62 B; 1947er und 1948er 99,12 G 99,87 B. Wiederaufbauanleihe: 1944⸗45er 84,37 G 85,12 B; 8 83,87 G 84,62 B; äproz. Umſchuld.⸗Verb. 93,075 G 93,825 B. Obwohl zum Börſenſchluß die Kursgeſtaltung uneinheit⸗ lich, blieben Anzeichen einer Erholung unverkennbar. AEG ſtiegen um 4, Conti Gummi um 36 v. H. Farben zogen auf 148 an. Andererſeits gaben Reichsbank“4, Bemberg und Daimler je/ und Schuckert 74 v. H. her. Nachbörslich blieb es ruhig. Geld- und Devisenmarki Berlin, 17. April. Am Geldmarkt war die Lage weiter recht ſtetig, ſo daß für Blankotagesgeld Sätze von 27 v. H. und darunter genannt worden. Der Anlagebedarf erſtreckte ſich ſowohl auf kurz⸗ alg auch auf langfriſtige Titel. Dre Privatdiskontſatz war mit 21 v. H. un⸗ verändert. „An den internationalen Deviſenmärkten war das eng⸗ liſche Pfund etwas feſter. Da aber auch die kontinentalen Valuten durch dieſe Befeſtigung mitgezogen wurden, ergaben ſich gegen den Samstag im allgemeinen keine we⸗ ſentlichen Veränderungen. Pfunde⸗Kabel ſtellten ſich auf 4,6804(4,6807), die Amſtepdamer und Züricher Pfund⸗Notiz lautete faſt unverändert. Später ſiel der Belga offenbar im Zuſammenhang mit der Heraufſetzung des Diskonts von 2,50 auf 4 v. H. mit einer kröftigen Beſeſtigung auf, ſo ſtellte ſich die Amſter⸗ damer Notiz auf 31,66 nach 91,64, die Züricher auf 77,94 nach 74,90 und die Londoner auf 2,844 nach 27,8576. Hamburger Schmalznotierungen vom 17. April.(Eig. Dr.) Marktlage ruhig, unverändert. Diskont: Reichsbank 4. Lombard 6, Privat 8 v. 0. Ummlich n Mm Dis- I7. Roril 15 Tpril fur kont Sield J Brief Geld 1 Brief degypten 08 0—* 16,055“ 11,085 11,03511,985 Urgentinien 1B.⸗Peſof.5750.579 0,576 0, 580 Beigien. 100Belga] 2½ 4186 419,04 41,90 41,08 Braſilien. 1 Milrei 0,140/ 0,148 0,146 0,148 Bulgarien, 1008evaf 0.047/ 3,053 3,.047] 3,053 Dänemark 100Kronen 4 52.05 52,15 52.05 32,15 Danzig 100Gulden4 47.— 47,10— 77,10 England.. 18f02 11.655/ 11,685 11.655 11,685 Eſtland. 100eſtn. Kr. 4/[ 68.13 68,27„13, 66,27 Finnlandi00finn. Mk. 4 5,140 5,150 5,140 5,150 Franlkreich. 100r 2.503/ 6,607 6,503 6,607 Griechenland 100Dr. 0.353 2,357.353% 2,3570 ——— 100ulden,? 132,24 132,50 132.24 132,50 ran(Teheran) ſpafle 14,4914,51 14.40 14.51 Jsland„ 100 181 Kr. 5% J43,18 43, 43,18 43,25 Italien„. 100 Lire 4 15,00 13,11 13.00 13,11 aban.. i9en] 3,29] 0,580 0,682 0,650] 0,682 ugoflavienido Dinar 5 85 8,700 5,604 5,705 onada 1 ian. Dollar 2,478 2,482.478.482 Lettland.. 100 Latis] 5¼ J 48,748,83 48,75 48,85 Sitauen„. 1008itas3 41.94 42.02 419% 4202 Rorwegen i00fFronen 5 58.5758.09 58,57 58,00 Polen.. 100 loty 44 47.— 47.10 47.— 47,10 Porſugat 100 Eskudo 83 10,580 10,650 i0,5So 10,000 Rumänien, 1009ei 3————*2—2 Schweden: 100fr 60,07 60,10 60,06 00,20 Schweig 160fFranken/ 55,86 55,08 5580 55798 Spanten. 100 Peſeten 5 Türtet.„ 4tu/1. Pfd. 5½ 1,978] 1,982 1,978.982 Ungarn„ 100Pengb—9 99—*2* Uruguan, 1Goldpeſo 0,89900 1,901 0,899 1, 901 Ger. Staaten 1 Dollar!.401!.405.491“ 2405 * Frankfurt, 17. April. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. wie bisher. —————————————.., ę᷑.........ĩð⁊v'ði⁊v?.——ʃ5 der Mangel an genügenden Arbeitskräſten ausgeglichen werden. So konnte auch ein befriedigendes Jahresergebnis erwirtſchaftet werden. Nach der Gewinn⸗ und Verluſtrech⸗ nung beziffert ſich der Warenxohertrag auf 1,13 Mill. gegen 0,93 Mill. in dem inſolge Umſtellung auf das Ka⸗ lenderjahr nur elf Monate umfaſſenden Geſchäftsjahr 1937. Nebeneinnahmen erhöhten ſich auf 3 100(2600) /. An⸗ dererſeits erſorderten Perſonalaufwendungen 0,36(0,33), Zinſen 0,05(0,04), Beſitzſteuern 0,18(0,09), alllle übrigen Auſwendungen 0,37(0,30) Mill. 4. Nach verminderten Anlageabſchreibungen von 115 400(142 200) verbleibt ein reichlich verdoppelter Jahresgewinn von 67 196(30 4160 4, zu dem noch 3350(4621) Vortrag treten. Aus dem Keberſchuß von insgeſamt 70.546(35 637)& werden wieder 4 v. H. Dividende auf 0,40 Mill. AK ausgeſchüttet, 50 000 gehen an das neugebildete Sonderrücklagekonto (i. V. 15 687 an Hie ordentliche Rücklage). * Eröffnung der Belgrader Muſtermeſſe.— Deutcchland führt unter den Ausſtellern. Die pierte Internationale Belgrader Muſtermeſſe wurde am Samstagmittog in Gegen⸗ wart eines Vertreters des Königs ſowie mehrerer Mitglie⸗ der der jugoſlawiſchen Regierung und des diplomatiſchen Korps vom Induſtrie⸗ und Handelsminiſter Tomitſch feier⸗ lich eröfſnet.— Unter den zahlreichen ausländiſchen Aus⸗ ſtellern nimmt Deutſchland entſprechend ſeiner führenden Stellung im jugoſlawiſchen Außenhandel den erſten Platz ein Lettlond zeigt im Rahmen der Meſſe eine beſondere Wanderausſtellumg, die auch nach den übrigen Balkanhaupt⸗ ſtädten gehen ſall. * Mauſer⸗Werke AG, Oberndorf am Neckar.— 7(6) v. H. Dividende. Die Mauſer⸗Werke Ach, Oberndorf am Nechar, die neben Waffen auch Werkzeuge, Nähmaſchinen, hebt in ihrem Bericht über das Geſchäſtsjahr 1937/8 her⸗ vor, daß die Betriebe bis zur Grenze ihrer Leiſtungs⸗ fähigkeit in Anſpruch genommen waren. Der Ausbau der Betriebsanlagen wurde weitergeführt und eim neue Fer⸗ tigungsſtelle in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres voll in Gang geſetzt. Der Umſatz hat ſich gegenüber dem Vorfahre weiter we⸗ ſentlich geſteigert. Erfreulicherweiſe iſt der prozentuale Anteil des Exportgeſchäftes am Geſamtumſatz trotz ſchärf⸗ ſtem ausländiſchen Wettbewerb nicht unweſentlich geſtiegen. An dieſen erhöhten Umſatzziffern waxen ſämtliche Fabri⸗ kationsabteilungen in gleichem Maße beteiligt. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung zum 90. Septem⸗ ber 1938 wird ein auf 41,97(20,51) Mill. erhöhter Roh⸗ überſchuß ausgewieſen. Außerordentliche Erträge erfuhren eine beträchtlihe Steigerung auf 0,52(0,608) Mill, /, während ſonſtige Erträge auf 0,09(0,10) Mill. 4 zuxück⸗ gingen. Löhne und Gehälter beanſpruchten 30,9 122,16), ſoziale Abgaben 2,21(1,59), Zinſen 0,95(0,54), Steuern 3,01(9,95), Zuweiſung zum Unterſtützungsfonds 0,25(0,10) und Zuweiſung zum Hermann⸗Zillinger⸗Fonds 0,10(—) Mill. J.(Im Geſchäftsjahr 1995⸗37 waxen noch 1,44 Mill. Mark übrige Aufwendungen ausgewieſen, die zum rich⸗ tigen Vergleich von dem oben erwähnien Rohertrag ab⸗ zuſetzen ſind.) Nach Anlageabſchreihungen in Hühe von 4,85(2,10 und außerdem 0,10 Abſchreibungen auf Beteiligungen) Mill. ergibt ſich ein Jahresgewinn von 769 494(641.547) 4, der ſich um den Vortrag auf 1203 971(952 692)& erhöht. Hier⸗ aus komt eine auf 7(6) v. H. erhöhte Dividende zur Aus⸗ ſchüttung; 0,60 Mill. werden zur Bildung freier Rück⸗ lagen verwendet. erreichen. Durch die Moderniſierung des Betriebs konnte Rechenmaſchinen und Geſenkſchmiede ⸗ Artikel herſtellt, 17 15. 17 1[Goldhyp. ⸗Pfandbrlefe 55 1 4*„Od. 8„ Hyp.⸗ Frankfurt anteihen d. Kom.-Verb. W 0. Ryestnekenpenner Na Dberbeſf. Pr.⸗Unl. 134,0 K 19.. 100,0 100, 17. 4½ do. K 95,88,90 00,— 90.— Deutsche de R 22, 100,0 100,0% Baurvodener.%% do. Lid. Bför- 101.1 101, lestverunsl. Werte Stedtentelnor do..⸗Romzit 100.0 100,0/ Würzb. 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Der Grund für dieſe verſchiedenartige Entwicklung liegt in den Witterungsverhältniſſen, die in dicſem Jahre bereits im Januar und Februar die Aufnahme zahlreicher Außenarbeiten geſtatteten. Insbeſondere galt es ſtaats⸗ politiſch wichtige Arbeitsvorhaben ſo raſch wie möglich in Angriff zu nehmen. Der unerwartete Kälterückfall im März dieſes Jahres verurſachte eine vorübergehende Ein⸗ ſchränkung der Außenarbeiten, die in einzelnen Landes⸗ arbeitsamtsbezirken auch Ende des Monats noch nicht recht überwunden war. In dieſem Winter war infolge der Grippe in den erſten beiden Monaten des Jahres der Krankenſtand ungewöhn⸗ lich hoch, ſenkte ſich dann aber im März ganz erheblich um rund 220 000. Die Zunahme der tatſächlichen Be⸗ ſchäftigung im März war alſo weſentlich höher als die Beſchäftigungsziffern einſchließlich der Kranken erkennen laſſen, da im März auch 220000 Kranke wieder ihre Be⸗ ſchäftigung aufnehmen konnten. 8 Der Arbeitseinſatz war im Berichtsmonat allerorts und in faſt allen Wirtſchaftszweigen äußerſt angeſpannt. Das Mißverhältnis zwiſchen der zu bewältigenden Arbeit und den zur Verfügung ſtehenden Arbeitskräften wurde immer größer. Während im Vorjahr noch Arebitsloſe für den Einſatz zur Verfügung ſtanden, iſt dieſe Reſerve heute ausgeſchöpft. Bei den noch gezählten Arbeitsloſen handelt es ſich z. T. um ſogenannte Fluktuationsarbeitsloſe, d. h. Perſonen, die am Stichtag gerade in einem Arbeitswechſel begriffen ſind, z. T. um nichtvermittlungsfähige Perſonen. Eine Wiedergabe der Zahl dieſer Arbeitsloſen würde daher nur eine Reſerve vortäuſchen, die praktiſch nicht mehr vorhanden iſt. Aus dieſem Grunde wird künftig von einer Veröfentlichung der Arbeitsloſenziffern in der Preſſe abgeſehen. Auch ſonſtige Perſonengruppen, die als Arbeitsreſerven in Betracht kommen, wie z. B. Frauen, die noch nich oder nicht mehr als Arbeiterinnen tätig waren, Selbſtändige aus Handwerk und Handel, Heimarbeiter, Rentner, mit⸗ helfende Familienangehörige, ſind ſchon bisher weitgehens als Arbeiter und Angeſtellte eingeſetzt werden. Die Stei⸗ gerung des Beſchäftigungsſtandes um rund 1,2 Millionen in der Zeit von Ende Mörz 1938 bis Ende März 1990 war zu einem erheblichen Teil nur durch Heranziehung ſolcher Kräfte möglich. Die Zahl der beſchäftigten Männer har ſich in dieſer Zeit um 4,9 v.., die Zahl der beſchäftigten Frauen dagegen um 8,6 v. H. vermehrt. Waren unel Märkte Berliner Getreidegroßmarkt vom 17. April. Eine Be⸗ lebung der Kaufluſt im Berliner Getreideverkehr war auch zu Beginn der neuen Woche nicht zu verzeichnen. Die Ver⸗ arbeiter und Verbraucher verfügen zumeiſt noch über ſehr beträchtliche Vorräte und ſehen daher vorerſt von einer Ergänzung der Beſtände ab. So überſteigen namentlich in Brotgetreide und Futterhafer die an ſich mäßigen Zufuhren weiterhin erheblich den Bedarf. Kaufintereſſe beſteht für Futtergerſte ſowie verſchiedentlich für Brau⸗ und Induſtrie⸗ gerſte. Hierbei werden jedoch Poſten mit niedrigen Fracht⸗ loſten bevorzugt aufgenommen, auch ſpielt für den Ge⸗ ſchäftsumfang der Qualitätsausfall eine entſcheidende Rolle, Mehle und Futtermittel liegen ruhig. 40• Bremer Baumwolle vom 17. April.(Eig. Dr.) Lolo 530. Magdeburger Zuckerterminnotierungen vom 17. April. (Eig. Dr.) Unverändert; Tendenz ruhig.— Gemahlener Melis per April 31,50; per April⸗Mai 81,45—31,50, Ten⸗ denz ruhig; Wetter Regen. * Schweinemärkte. Weinheim. Zufuhr; 66 Milchſchweine und 155 Läufer. Preiſe: Milchſchweine 22—29 4, Läufer 30—65/ das Stück.— Wiesloch. Zufuhr: 20 Milchſchweine und 84 Läufer. Preiſe: Milchſchweine 58—65 4, Läufer 58—70 das Paar.— Bergzabern. Zufuhr: 160 Milch⸗ ſchweine und 53 Triebſchweine. Die Preiſe bewegten ſich zwiſchen 60 und 80/ für das Paar. Berliner Metallnotierungen vom 17. April.(Eig. Dr.] Es notierten in für die 100 Kilo Elektrolyttupfer (wirebars) 58,25; Standard⸗Kupfer lid. Monat 52,50 nom.; Originalhüttenweichblei 17,75 nom.; Standard⸗Blei Iſd. M. 17,75 nom.; Originalhüttenrohzink ab norod. Statiynen 16,75; Standard⸗Zink lid. Monat 16,75; Originalhütten⸗ Aluminium 98—90 v. H. in Blöcken 133; dto. in Walz⸗ oder „Drahtbarren 99 v. H. 187; Fein⸗Silber 36,60—39,90. * Der Londoner Goldpreis betrug am 15. Aprit für eine Unze 148 ſh 6 d gleich 86,6498 /, für ein Gramm Feingold demnach 57.2926 Pence gleich 2,78585 4. * Der Rheinhaſenverkehr in Weil. Der Umſchlag im Rheinhafen Weil betrug im März 7623 Tonnen und zwar in der Bergſahrt 58 To., in der Talſahrt 1800 To. gleichen Mertat des Vorjahres wurden 8761 To., Fag ſind rund 1000 To. mehr, umgeſchlagen. —————————————————— Hauptſchelfelelter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Winbauer. Steſlvartreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſenſchaft und Unterhaltung: Carl Onne Eiſenbart.— Han⸗ delsteil: Dr. Fritz Bode.— Lokaler Teil: Dr. Fritz Hammes. — Spert: Wiuy Müllee.— Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt: Curt Wilhelm Fennel, ſämtliche in Niannbeim. Schriftleitung in Berlin: De. E. F. Schaffer, Berlin, Südweſtkorſo 60. Für unverlangte Belträge keine Gewähr.— Röckſendung vor bei Rückporto. Herausgeder, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeicung Or. Frit Bode& Co., Miannbeim, R 1,—6. Verantwortlich für Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen akob Faude, Mannheirn. Zur Zeit Preisliſte Nr. 9 gültig. Auogabe à Abend und à Mittag erſcheinen gleich · zeitig in der Ausgabe B Ausgabe A Mittag äber 10 500 Ausgabe A Abend über 9500 Ausgabe B über 11 Oσ Geſamt⸗D.⸗A. Monat März über 21 500 Die Anzeigen der diſche Malch 95 915 Broßkraft. N etſteis 10 151 W 8 a e Maſch. N. Proßkraft. NMyWu. denw. 151.0 151,0 5 avr. Br. Pforzh. 75.— 75, Frün é Bilfinger 0 9 8——— 7 5 470 Verkehrs- Aktien 5—5 555 L4 Walbbof. 120,5 122,5 SB0·..f. dein · Juling Perger 145,2„ ſapenmugie.. 165.0 168 0——— 120.0 120.0 BrauerKleinlein 115,5 103,0 103 00Bi. Vreßd.⸗Sv 0— i Bt.Reichab Nor“ 12 Bronce Schlent 8 165.0 165,0 0 8 5 103.0 10,%0 Sank-ktien 94.3 124%3 — B—* 0* 2.„ 185 15.5 BarAl E 0 20/ Sene Innoac 108,0 165.0 Versicherundea 2 1380 138,50 Ubei Fom⸗ u Prio Lären uee. 156,0. do. R 63 117.7 112.7 ees, Uhekurene⸗ em. ert.. 100,0 111,5 118,.0 117, enme Dresdner Banr 105,5 105.5 4 87. 8 K. W G... 114.0 116.0frankfurter Ban. 07.— * 795 vd. 140,3 146,7 Roeder. Gebe.. 94,— 94.25 378 eo Bant 49) 30 7% Würn Fremveri. 2 50 Hop.⸗ 08,50 08.50 S. Bie e 200.0 208,0 Jcnabant... 60,— 90, 252.0 252, Richeben7 170.2 170. t. Steinzeug—*——.[Rhei Ban!.0 131.5 Dürrwerke.. 120,0 12%½0 Kucor. Schanzus 140,0 140,6 Sriſig. Stem-t 91,— 91750 Warcte Fan“ 11370 113·0 durlacher 50% 110,0 110,0 Mnorr, Heilbrenn 237.0 250,0 S 115,0 115.0 Seunekpege 119.9 J19.9 Seshere Preu Seren-Beiatd 104f 1e mñinger-Union ·— 8 5—— Külnte, eſc 108 Jides Siane, orag 1030 oi- Amtiien nient nouerte werte Eitlinger Spinn 105,0 105, R Münch 187.0 168·0 8 Umtausch Odligatiogen cvortmals.. 107½0 1755 10 145,0 Peans Peraban.5%—„¶NR¶¶RR?;;;;;;;;————— 4 alamübts 130,0 132,0 15,7 e 9 0 0 18800 115,7 11.7 Setunes Snübinh, Slern cherd Suln.-I. Aer 5 147, 148.50 Maintreuterc, 89,50 69,, ſersin er Oettes. ünt eon 19 181 99.— Farben. 1835 Mainzer Akt⸗Bu... 87,500U. de. Slangſteſ:. e% Großkraft Maunteim u Bfäljwerte] 1841 10,— einmech(Jetter! 103.0 e.... de. Seibanig. 4 NB.⸗Wef Clektr. Anl bon 102/ 1952 00,— elbmühle Bapieer.. 118,0 Moenus 1250 1250 de. Strobſtefſ 05,0 1050/4% 1 105³ 90,— riebrichsbütin... Notoren dermt 11½0 1170 8 119,2 119.4/ + 1630 1055 90,20 oldſchmidt. 133,7. Ftederch-Geber oigt 4 Haeffner 4%— 1⁰⁵8 9. 7⁰ — Reslei 90,— 90.— 1— Belſhen S%— 90,— 47½ Per. Siohlwerke 1960 60685 1 95 2 Im 8. Seite/ Nummer 175 Neue Maunheimer Zeitung? Abend⸗Ausgabe Montag, 17. April 1933 Ruth Hellberg in dem Film„Die Unteroffiziere“ den wir gegen Wochenende in Mannheim auf der Leinwand ſehen werden. Georg Basner: „Wind überm Sklavenſee“ Uraufführung im Düſſeldorſer Schauſpielhaus — Düſſeldorf, Mitte April. Wenn ein Autor ſich ſelbſt als einen„Hetzer zum Leben, Aufwiegler der Ja ſagenden Inſtinkte“ be⸗ zeichnet, ſo weiß man, daß bei ſeinem Schaffen für die Bühne keine morbide pſychopathologiſche Dra⸗ matik zu befürchten iſt. (geb. 1905) als Schulungsleiter im Gemeinſchafts⸗ lager der Rechtswahrer in Jüterbog einer ſoldati⸗ ſchen, kameradſchaftlichen Grundhaltung zu nahe, um von ihm die Tragödie eines verſtiegenen Idealiſten zu erwarten, was nicht ausſchließt, daß die Helden ſeines ſoeben im Düſſeldorfer Schauſpiel⸗ Auch ſteht Geopg Basner Drei Männer lein Engländer, ein Deutſcher und ein Kanadier) ſinden in der Schneewüſte Kanadas ihre Aufgabe: Uran⸗Erze zu entdecken, aus denen ſich das heilbringende Radium gewinnen läßt. Ver⸗ bot der Regierung, die eher an Gold glaubt und ent⸗ ſprechende Schürfrechte an einen amerikaniſchen Kon⸗ zern verkauft. Expedition der drei Männer auf eigene Fauſt. Fünf Bilder zeigen die Bewährung an Widerſtänden. Der zunächſt aggreſſive Spekulant wird überwältigt. Der Kampf gegen die„grauſame“ Natur beginnt: Hunger, Kälte, Wahnſinnsanfälle. Der Engländer opfert ſich für ſeine zwei Kameraden, damit die letzte Ration etwas länger reichen kann. Das Funkgerät bringt den beiden in letzter Stunde die Rettung. „Die motoriſche Kraft, mit der die Spannungs⸗ momente inſzeniert werden, darf nicht ohne weiteres mit der dramatiſchen gleichgeſetzt werden. Echte „tragiſche Verſtrickung“ kann nicht entwickelt werden, weil der Begriff„Schuld“ dieſen Männern nicht an⸗ ſtände. So handelt es ſich im Grunde um den Einſatz von Kräften(phyſiſcher und pſychiſcher Art), bei de⸗ nen es mehr oder weniger dem Zufall überlaſſen bleibt, ob der angeſtrebte Erfolg, der„Sieg“, an den ſie glauben, erreicht wird. Auch hier erweiſt ſich wieder, daß der Stil, eine bis zu nervenkitzelnden Senſationen, die einer filmiſchen Wildweſt⸗Kolpor⸗ tage mitunter bedenklich nahekommen vorgetriebe⸗ nen Naturalismus der Geſinnungsdramatik nicht ge⸗ mäß iſt. Das Pathos des Heldiſchen, das von Bas⸗ ner etwas laut akzentuiert wird, bindet ſich nicht mit einer durch alle ͤynamiſchen Stufen gejagten Proſa. Die epiſche Ballade eines R. Goering(Kapitän Scott“) oder die zum dramatiſchen Gleichnis über⸗ hühte Abſtraktion eines C. Langenbeck(„Hochver⸗ räter“) ſtehen da der dichteriſchen Verwirklichung heldiſchen Wollens weit näher. So ſympathiſch die Tendenz des Schauſpiels„Vor den Händlern zu retten die ewigen Wunder der Welt“ und ſei es durch ein ſoldatiſches Opfer berührt, ſo ſehr muß man bedauern, daß der Autor des„Thron im Ne⸗ bel“, den wir leider zur Begründung einer Entwick⸗ lung nicht heranzuziehen vermögen, trotz beacht⸗ lichen Blicks für die Wirkungen der Bühne noch nicht Letzt⸗Gültiges erreicht hat. Die Düſſeldorfer Aufführung(Regie: Hanskarf Friedrich, der ſelbſt den Kanadier mit diskreten und dennoch farbigen Mitteln ſpielte) war den ver⸗ ſchiedenen Geſtaltungsanſätzen zu eng gefolgt, wo⸗ durch die Unentſchiedenheit des Werks noch unter⸗ ſtrichen wurde. Wilhelm Umminger zeichnete eine tapfere Kraftnatur, vorbildlich im Kampf und im Tod.— Der Autor konnte ſich mit ſeinen Helfern oft an der Rampe zeigen. Dr. Julins A. Flach. ſind im Verlag Arthur Fürſtner(Inhaber Johan⸗ nes Oertel, Berlin Wi), erſchienen. 4 50 Jahre Städtiſches Orcheſter Heidelberg. Das Städtiſche Orcheſter in Heidelberg begeht in dieſen Tagen die Feier ſeines 50jährig en Be⸗ ſtehen s. Das eigentliche„Geburtsjahr“ des Städ⸗ tiſchen Orcheſters war das Jahr 1889 mit der Uebernahme des beſtehenden Orcheſters in ſtädtiſche Regie. Dirigenten waren F. Roſenkranz, C. Zſchoppe, P. Radig(bis 1931). Bei dem Aufſtieg des Orcheſters iſt insbeſondere Muſikdirektor Ph. Wolfrum, der damalige Dirigent des Bachver⸗ eins, zu nennen, deſſen fruchtbares Wirken der Stadt das Erlebnis großer Muſikfeſte mit berühmten Di⸗ rigenten verſchaffte. Im Jahre 1931 trat, von Kob⸗ lenz kommend, Kurt Overhoff an die Spitze des Orcheſters, ͤͤas unter ſeiner zielklaren Leitung den Weg erfolgreicher Auſwärtsentwicklung mit Hin⸗ gabe auch an neue und erweiterte künſtleriſche Auf⸗ gaben fortſetzte. Im Zeichen dͤes Aeskulay Internationaler Kongreß in Baden⸗Baden * Baden⸗Baden, 10. April. Am 23. April tritt die Internationale Union der Sanatorien und Privatkrankenanſtalten zu ihrem dritten Weltkongreß in Baden⸗Baden zuſammen, deſſen Durchführung dem Reichsverband Deutſcher Privatkrankenanſtalten übertragen worden iſt und der unter der Schirmherrſchaft des Reichsminiſters Dr. Frick ſteht. Profeſſor Panegroſſi⸗Italien wird als erſter Vorſitzender über ſeine Erfahrungen und Heilerfolge bei Encephalitis Parkinſon(vulgär: Kopfgrippe) ſprechen, eine Krankheit, die bisher als unheilbar galt. Bis jetzt liegen an feſten Anmeldungen bereits vor: aus Italien 60, Frankreich 20, Belgien 7, Jugo⸗ ſlawien 20, aus der Schweiz 15, aus Bulgarien 5. Die übrigen Länder haben die Entſendung von De⸗ legationen in großer Stärke in Ausſicht geſtellt. So⸗ wohl für die fachwiſſenſchaftlichen Sitzungen, als auch für das umfangreiche Rahmenprogramm ſind die beſten und modernſten techniſchen Apparaturen vorgeſehen. Die Kongreßſprachen ſind deutſch, italie⸗ niſch und franzöſiſch. Außerdem wird für die Vor⸗ träge ein Bildſchreiber verwendet, der den Vortrag durch Skizzen, Zahlen und ſonſtige Erläuterungen ergänzt. Badͤiſche Sonderzüge rollen nach Leipzig NSG. Karlsruhe, 13. April. In der Reichsmeſſe⸗ ſtadt Leipzig wird vom 4. bis 11. Jundie 5. Reichs⸗ nährſtandsausſtellung, verbunden mit dem XVIII. Internationalen zentiger Fahrpreisermäßigung und dreitägiger Dauer nach Leipzig. Ein Zug wird ab Frei⸗ burg und der andere ab Karlsruhe geführt. Anmel⸗ dungen bzw. nähere Auskünfte erteilen auch alle Kreis⸗ und Ortsbauernſchaften. Treue zu Baden-Baden 50 Jahre Kurgaſt an der Oos * Baden⸗Baden, 17. April. Zu einem beſonderen Treueverhältnis iſt es zwiſchen der Bäderſtadt und einem Berliner Ehepaar, Geh. Juſtizrat Prof. Dr. Bornhack und Frau, gekommen, das in dieſem Jahr ein Jubiläum feiern konnte. Seit 50 Jahren kommen die beiden Berliner Gäſte in jedem Jahr mehrere Male zur Kur nach Baden⸗Baden, ſo auch in dieſem Frühjahr. Als ſie dieſer Tage nach mehr⸗ wöchigem Aufenthalt Abſchied nahmen, wurden ihnen im Auftrag der Kur⸗ und Bäderverwaltung Blumen und ein Geſchenk überreicht. Fördert durch kure mitgnedſchaſt zur nsv. deren Vorſorgearbeit ſür die se⸗ lunderhaltung des deutſchen menſchen. Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ansgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 17. April: Deutſchland verbleibt auch weiterhin an der Südſeite der über Nordeuropa hinwegführenden Wirbeltätigkeit. Das Wetter behält daher ſeinen unbeſtändigen Charakter. Vorausſage für Dienstag, 18. April Veränderlich, doch zeitweiſe auch ſtark be⸗ wölkt und Niederſchlag, bei lebhaften Win⸗ den um Weſt Temperaturen wenig geändert. Höchſttemperatur in Mannheim am 16. April + 18,0 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 65 + 11,8 Grad; heute früh halb 8 Uhr 4 11,6 rad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh halbe8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 2,0 Millimeter — 2,0 Liter je Geviertmeter. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat April Seeeee2eee Landwirtſchaftlichen Kongreß 5 haus uraufgeführten Schauſpiels„Wind überm Dresden, veranſtaltet. Es wird die größte bisherige ee 13 14, 15 16. 17[ Kbein-Begel“ 14.15 16 17. Sklavenſee“ ſich dem Idealismus der Tat, die*„Daphne“ und„Friedenstag“. Text und Kla⸗ landwirtſchaftliche Schau des Reiches und die erſte Rbeinfelden.872.842.85 3 92.81 faub...30.3,173,13 3,98 5 2 2* 2 5 9 X 2 7 2 8. 2 Breiſach.82 2,892, 89ſ.95.86 J/ Köln 3 613,463.303,19 es bei männlichem Einſatz und heroiſcher kamerad⸗ vier⸗Auszüge der ſoeben mit großem Erfolg im Veranſtaltung dieſer Art in Großdeutſchland wer⸗ Fehl.. 3444 4 5415,4.31[l Mecar⸗Regeii. ſchaftlicher Pflichterfüllung zu erſtreben gilt, mit Mannheimer Nationaltheater erſtaufgeführten bei⸗ den. Die Landesbauernſchaft Baden führt aus die⸗ Hiannt in 1484%43)425——.4,204.1 Leidenſchaft verſchworen haben. den Opern⸗Einakter von Richard Strauß ſem Anlaß zwei Verwaltungsſonderzüge mit 75pro:- ndeim 451441.14 25 420[ Manngeim 438,4.40.20.45 ———— Kauimännischer Gehilfe Besal. ebrlic.]Nrrt0reBenen 3 Z⸗Perſon.⸗Haus⸗ 255 2 Offene Stellen ſür allgem. Büroarbeiten geſucht. I2 balt t K tge Vermietungen 4 Nn —8——.—— 5. f UU Allein— 9— 2 Lebenslauf u. 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Da die Vermählung angezeigt, erkennt man, wer uns wohlgeneigt“, ſagt voller Freude Vater Schlau und richtig meint drauf ſeine Frau: „Man ſieht es auch an den Geſchenken, die Zeitung lehrt an alles denken.“ — Ang. u. F TP 30 a. d. Geſchäftsſt. Berufst. ſol. Frl. ſucht zum 1. 5. leeres Zimmer br. leeres Zim. mit Bad mögl. freie Lage, von Reichsahige⸗ ſtellten ſoſort od. 1. Mai geſucht. Ang. u. G B 38 an d. Geſchäfts⸗ ſtelle.*4987 Käuigesüche Piano aus Priyathand geſucht. ni. el. L. Ang. u. .C B a. Geſch. 1 SNSERER Sie bobt J. SDelER DRNMEETE2822, Fahfräder Adler Dürkopp Torpedo w. Rate.50 Pfaffenhuber H 1. 14 Angab., Marke, Farbe, äußerſt. Preis u. Nr. 9817 an d. Geſchäfts⸗ ſtelle d. Blattes. Gut erh., weißes Kinderhett zu kauf. geſucht. Ang. u. G D 40 a. d. Geſchäftsſt. *4990 Jallehen an Feſtangeſtellte u. ſelbſt. Hand⸗ werker* 986 Zu vergehen Attfr. u. 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(Für die Augaben in 0) keine Gewähr!) Mannheim, den 14. April 1939. Neueintragungen: B 466. Mannheimer Zeitungs⸗ verlag Geſeliſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim(H 2.). Der Geſellſchaftsvertrag iſt am 18. Ja⸗ nuar 1939 feſtgeſtellt. Der Gegen⸗ ſtand des Unternehmens iſt: die Herausgabe von Zeitungen, Zeit⸗ ſchriften. Werken und Büchern, die Errichtung und der Betrieb einer Druckerei und einer Verlagsanſtalt ſowie aller Geſchäfte, die damit zu⸗ ſammenhängen. Die Geſellſchaft kann zu dieſem Zwecke auch gleich⸗ artige oder ähnliche Unternehmun⸗ gen erwerben und ſich an ſolchen beteiligen ſowie Zweigniederlaſ⸗ ſungen und Agenturen errichten und unterhalten. Das Stamm⸗ kavital beträgt 20 000./ͤ/ Ge⸗ ſchäftsführer iſt Heinrich Otto, Ver⸗ lagsleiter in Mannheim. Sind mehrere Geſchäftsführer beſtellt, ſo wird die Geſellſchaft durch zwei Geſchäftsführer oder durch einen Geſchäftsführer und einen Proku⸗ riſten vertreten. Bekanntmachungen der Geſellſchaft erſolgen durch den Deutſchen Reichsanzeiger, A 2199. Joſef Baur, Mannheim (Holzhandel, Gluckſtraße). In⸗ haber iſt Joſef Baur, Kaufmann, Mannheim. A 2200. Guſtan Rheinſchmidt, Mannſeim(Sackaroßhandel und Sackfabrikation. Induſtrieſtr. 45). Inhaber iſt Guſtan Rheinſchmidt, Kaufmonn, Mannheim. A 2901. Wilheſm Ebert. Mann⸗ heim(Handel in Mühſenfabrikaten: Mehl, Grieß, Dunſt, Chamiſſoftr.). Inhaber iſt Wiſhelm Ebert, Kauf⸗ mann, Mannheim. —