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Konkurſen wird keinerlet Nachlaß gewährt Anzeigen in beſtimmten Ausgaben. an beſonderen Vlätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Bei Zwangsvergleichen oder Keine Gewähr für Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗Ausqabe N Mittwoch, 7. Juni 1930 150. Jahrgang— Nr. 252 London ſucht neue Moskau-Formel Der Veſuch Dr. Fricks in Angarn-Neue Polen-Schikanen gegen das Deulſchlum Doch direkte Ausſprache mit Moskau? Die Siegesvarade der Spanien⸗Kümpfer Aligemeine Garantie für den Status quo in Oſteuropa als Kompromißorundlage (Funkmeldung der NMz3.) + London, 7. Juni. Die Londoner Blätter ergehen ſich am Mittwoch⸗ morgen in der Hoffnung, in den Beſprechungen mit Sowjetrußland einen neuen Ausweg aus der Zwickmühle gefunden zu haben. Wie es heißt, ſoll die Sowjetregierung in ihrer letzten Note eine eng⸗ liſch⸗franzöſiſche Garantie für ſämtliche Nachbarſtaa⸗ ten der Sowjetunion verlangt haben einſchlietzlich Eit⸗ lands, Lettlands und Finnlands, und zwax ſelbſt nachdem dieſe Länder eine derartige Garantie abge⸗ lehnt haben. Heute melden die Londoner Blätter aus Paris daß man eine Kompromißformel gefunden habe. Ebenſo wie die meiſten anderen Londoner Blät⸗ ter meldet die Times“ aus Paris, Bonnet habe auf dem Miniſterrat am Dienstag ſeinen Glau⸗ ben zum Ausdruck gebracht, daß es doch zu einer Einigung mit Sowjetrußland kommen wenrde, und zwar möglicherweiſe auf der Grund⸗ lage einer allgemeinen Garantie für den Status quo in Oſteuropa, ohne beſondere Bezeichnung der auf dieſe Weiſe garantierten bal⸗ tiſchen Staaten. Der diplomatiſche Korreſpondent der„Times“ veſtätigt indirekt dieſe Meldung und weiſt aufs neue darauf hin, daß mit einer möglichen direk⸗ ten Ausſprache zwiſchen Moskan und London zu rechnen ſei. Das britiſche Kabinett werde ſich heute vor allem mit den engliſch⸗ſowjetruſſiſchen Beziehungen befaſſen. Nachdem man ſich in den Grundfragen zwiſchen den beiden Parteien in ſo weitem Maße geeinigt habe, glaube man, daß die übrigbleibenden Schwierigkeiten bald bereinigt werden könnten. Drei Punkte ſtänden noch offen: erſtens die Frage der Verknüpfung des Paktes mit der Satzung der Genfer Liga, doch in dieſer Frage ſcheine eine Einigung ſicher zu ſein, zweitens der Wunſch der Sowjets, daß es im Kriegs⸗ falle keinen getrennten Waffenſtill⸗ ſtand oder Friedensvertrag geben ſolle; drittens der ſowjetruſſiſche Wunſch, daß Finnland, Eſt⸗ land und Lettland in die Dreimächte⸗ Garantie miteinbezogen werden ſollen. Der finniſche Außenminiſter habe am Dienstag aufs neue in deutlichſter Weiſe zu verſtehen gegeben, daß ſein Land jeder einſeitigen Garantie ge⸗ genüber abgeneigt ſei. Eſtland und Lett⸗ hand teilten dieſe Abneigung. Trotzdem hofſe man britiſcherſeits, daß ein Weg gefunden wer⸗ den könne, um die Sorgen der Sowjets zu beheben. ohne die berechtigten Befürchtungen der baltiſchen Staaten hervorzurufen. Aus Paris treſſe die An⸗ regung ein, daß der Sowjetregierung eine Unter⸗ ſtützung für jeden direkten oder indirekten Angriff angeboten werden ſolle. Gamelin bleibt bis Freitag in London Iſt er der neue Oberbefehlshaber im Kriegsfall? (Funkmeldung der NM3.) —+ London, 7. Juni. General Gamelin, der am Dienstag in London eintraf, wird bis Freitag in London bleiben. Am Mittwoch beſucht er zuſammen mit Lord Gort die Militärſchule von Sandhurſt. Anſchließend wird er den Truppen⸗Uebungsplatz Adlerſhot aufſuchen. Am Donnerstag veranſtaltet die britiſche Regierung ihm zu Ehren ein Frühſtück und abends findet im Unterhaus ein Eſſen ſtatt. Freitag wird General Gamelin Unterredungen mit dem Vexteidigungsminiſter Lord Chatfield haben. Mittags veranſtaltet Lord Gort ihm zu Ehren ein Abſchiedsfrühſtück, und nachmittags verläßt er Lon⸗ don wieder. Ueber die Beſprechungen ſelbſt berichtet der diplomatiſche Korreſpondent der„Times“, daß wich⸗ tige techniſche Probleme während des Beſuches mit ihm erörtert werden müßten. Außerdem werde man engliſcherſeits verſchiedene Angelegenheiten vor⸗ bringen und unter anderem auch über die neue Wehrpflicht Bericht erſtatten. Im Leitartikel be⸗ grüßt die„Times“ den Beſuch Gamelins und erklärt unter anderem, durch derartige Beſuche werde das gegenſeitige Vertrauen geſtärkt, und das ſei ein un⸗ ſchätzbarer Beitrag für die Wirkſamkeit der gemein⸗ ſamen„Sicherheitsmaßnahmen“, das heißt alſo für die Einkreiſung. In beträchtlicher Aufmachung meldet„Daily Mail“ aus Paris, dort ſei geſtern erklärt wor⸗ Die Marine marſchiert vorbei Es ſind die Beſatzungen der Panzerſchiffe, Torpedoboote und U⸗Boote, die den Dienſt in den ſpaniſchen Gewäſſern verſahen. den, daß England ſich grundſätzlich bereit er⸗ klärt habe, daß im Kriegsfalle General Gamelin alleiniger Oberbeſehlshaber der vereinigten und britiſchen Streitkräfte ſein werde. ————— Erinnerungsband Legion Condor“ Der Führer zeichnet oͤrei Verbände der Luftwaffe aus dnb. Berlin, 6. Juni. Zur Erinnerung an die Teilnahme deutſcher Frei⸗ williger an dem Freiheitskampf in Spanien hat der Führer und Oberſte Befehlshaber der Wehr⸗ macht drei Verbänden der Luftwaffe ein „Legion Condor“ verlie⸗ e u. In der Verleihungsurkunde vom 31. Mai 1939 heißt es u..:„An den Kämpfen um die Befrei⸗ ung des nationalen Spanien haben deutſche Freiwil⸗ lige, die die„Legion Condor“ bildeten, hervorragen⸗ den Anteil gehabt. Damit das deutſche Volt ſtets daran erinnert —— Woiwode Gratzinfki wütet: Polens Terror gegen das Deulſchtum Deutſche Einrichtungen in Karwin und Oderberg rückſichtslos enteignet dnb Kattowitz, 6. Juni. Durch Anordnungen des polniſchen Woiwoden in Kattowitz, Dr. Graezynſki vom 25. Mai wur⸗ den der Vorſtand und Auſſichtsrat der Deutſchen Bau⸗ und Heimſtättengenoſſenſchaft in Karwin aufgelöſt. Gleichzeitig wurde ein kom⸗ miſſariſcher Vorſtand und Aufſichtsrat eingeſetzt. Zu Mitgliedern dieſer beiden Organe hat Dr. Graczynſki ausſchließlich Nationalpolen ernannt, die niemals Mitglieder der Genoſſenſchaft waren. Der Zweck dieſer Maßnahme, die ohne Angabe von Gründen erfolgte, trat bald darauf in der erſten Amtshandlung des neuen polniſchen Vorſtandes am 31. Mai zutage. An dieſem Tage ergriff der pol⸗ niſche Vorſtand Beſitz von dem Deutſchen Haus in Karwin und taufte es ſofort in Polni⸗ ſches Haus um. Dieſes Gebäude, das zu den ſchönſten in Karwin gehört, war in der letzten Zeit wiederholt das Angriffsziel polniſcher Horden, die in ihm drei⸗ mal hintereinander große Verwüſtungen aurich⸗ teten. Der deutſche Hausverwalter, der 50jährige Georg Harmroſy, hat vor etwa 14 Tagen nach dem letzten Ueberfall Selbſtmord verübt, da ſeine Nerven den ſtändigen Drohungen des polniſchen Pöbels nicht mehr gewachſen waren. Die Enteignung des Deutſchen Hauſes in Karwin gibt zu den ſchlimmſten Befürchtungen Anlaß, da die deutſche Genoſſenſchaft im Olſa⸗ Gebiet mehrere wertvolle Grundſtücke und Gebäude beſitzt, die mit dem Spargroſchen des Olſa⸗Deutſch⸗ tums unter größten Opfern allmählich erworben und erbaut wurden. Eine weitere Enteignung ordnete der polniſche Woiwode in Kattowitz in Oderberg an. Die Genoſſenſchaft Deutſches Schüler⸗ heim wurde aufgefordert, ihren Beſitz, wie er ſteht und liegt, dem Staat zu übergeben. In der Verfügung des Woiwoden heißt es, daß die Entſchä⸗ digung nach der Uebergabe des Beſitzes durch den Staat feſtgeſetzt werden würde. einen Wert von 100 000 Zloty dar. Das Haus ſtellt wird, wie tapfer ſeine Söhne für die Freiheit der edlen Nation mitgekämpft haben, befehle ich: Kampfgeſchwader 53, Flakregiment, Luftnachrichten⸗Regiment 3 tragen am rechten Aermelaufſchlag des Waffenrocks ein Erin⸗ nerungsband mit der Auſſchrift„Legion Condor“. 50000 Blumenſträuße für die Legion Condor dinb Berlin, 6. Juni. Ein Zeichen der Freude und Dankbarkeit, mit der die Berliner die Kämpfer der Legion Condor an ihrem Ehrentag erwarteten, war das Blumen⸗ geſchenk der Kleingärtner für die Le⸗ gionäre. Es war ein wundervolles Bild, als die Heimkehrenden am Dienstagmorgen zu ihrem Marſch in die Reichshauptſtadt zwiſchen dem Bahn⸗ hof Witzleben und Knie in der Bismarckſtraße an⸗ traten und ſie hier von 600 BDM⸗Mädchen mit 50000 Blumenſträußen geſchmückt wurden, die aus Maiglöckchen, Veilchen, Wicken, Schwertlilien, Vergißmeinnicht und Stiefmütter⸗ chen beſtanden und von den Kleingärtnern Groß⸗ Berlins geſtiftet waren. Ehrenempfang in der Reichskanzlei Spaniſche und italieniſche Offiziere, die Tapferſten der Legionäre und die Kommandeure der Legion beim Führer dub. Berlin, 6. Juni. Im Anſchluß an den Staatsakt im Luſtgarten empfing der Führer in den Räumen der Neuen Reichskanzlei die ſpaniſchen und italie⸗ niſchen Offiziere, die aus Anlaß der Rückkehr der Legion Condor in Berlin weilen ſowie von den deutſchen Spanienkämpfern die Träger des Spanien⸗ kreuzes in Gold mit Brillanten und des Spanien⸗ kreuzes in Gold, ferner die Kommandeure der Trup⸗ penteile und die Kommandanten der Schiffe, die am ſpaniſchen Freiheitskampf teilgenommen haben. Der Führer ſchritt in der Marmorgalerie die Front der angetretenen Offiziere und Unteroffiziere (Weltbild, Zander⸗M.) Die Fahne der Legion Condor Die Spitze der Kolonnen marſchiert durch das feſtlich geſchmückte Brandenburger Tor in die Berliner Innen⸗ ſtadt.(Preſſe⸗Hofſmann, Zander⸗M.) ab und unterhielt ſich anſchließend in ſeinem Ar⸗ beitszimmer längere Zeit mit den hohen ſpaniſchen und italieniſchen Offizieren und den anweſenden deutſchen Generalen. Darauf nahm der Führer mit den Generalen und den ausländiſchen Offizieren an dem gemeinſamen Frühſtück der Offiziere und Un⸗ teroffiziere im Moſaikſaal und Speiſeſaal der Neuen Reichskanzlei teil. Zwei tapfere Rotkreuz-Schweſtern Mit der Legion in Spanien zum Einſatz bei der Truppe anb Berlin, à. Juni. Mit den Freiwilligen der Legion Condor kehrten auch zwei Schweſtern des Deutſchen KRoten Kreuzes aus Spanien zurück. Dieſe beiden tapferen deutſchen Frauen, Schweſter Ale⸗ 2. Seite(Nummer 252 Reue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgade Mittwoch, 7. Juni 1939 xandra Weyer und Schweſter Sophie Nien⸗ ſtedt verſahen in Spanien Dienſt bei der Truppe. Bei Teruel und Madrid, bei Leon und am Ebro⸗ Bogen ſetzten ſie in den deutſchen Feldlazaretten der Legion ihre Kenntniſſe ein. Sie betteten auch die Verwundeten in die wackere„Ju 52“ die als„Sa⸗ nitäts⸗Ju“ in acht⸗ bis zehnſtündigen Flügen ver⸗ wundete Deutſche von Saragoſſa nach Berlin über⸗ Sophie führten. Schweſter Alexandra und Schweſter ſtehen ſchon ſeit vielen Jahren im Dienſte des Deut⸗ ſchen Roten Kreuzes und ſind nach ihrer beiſpiel⸗ haften Pflichterfüllung unter ſchwierigſten Verhält⸗ niſſen zu neuem Einſatz in der Heimat bereit. Beide Schweſtern wurden mit der Medaille des Deutſchen Roten Kreuzes ausgezeichnet. Schweſter Sophie trägt außerdem die ſpaniſche„Medalla de la Cam⸗ Ppana“ am rot⸗gold⸗xoten Band. Im Seichen der deutſch-jugoſlawiſchen Freundſchaft Z3wei ſerbiſche Geſchütze werden zurückgegeben dnb. Berlin, 6. Juni. Der Führer und Oberſte Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorſchlag des Generalfeldmar⸗ „ſchalls Göring angeordnet, daß 2 bisher im Heeres⸗ muſeum in Wien befindliche alte ſerbiſche Ge⸗ ſchütze als ſichtbares Zeichen der freundſchaftlichen „Verbundenheit an das Königreich Jugoſlawien und deſſen Wehrmacht zurückgegeben werden. Die „Geſchütze werden am 17. Juni in feierlicher Form vom Deutſchen Militär⸗ und Luftwaffenattaché in „Belgrad Seiner Majeſtät König Peter II. übergeben werden. Bei den Geſchützen handelt es ſich um eine Hau⸗ bitze und ein Feldgeſchütz, die Fürſt Karadjorje, der Begründer der königlich ſerbiſchen Dynaſtie, auf dem Rückzug von der türkiſchen Uebermacht Anſang des 19. Jahrhunderts den öſterreichiſchen Militärbehör⸗ den übergab, um ſie nicht in die Hände des Fein⸗ des fallen zu laſſen. Beide Geſchütze ſind als hiſto⸗ riſche Erinnerungsſtücke an die damaligen Befrei⸗ ungskämpfe der ſerbiſchen Nation für das König⸗ reich und ſein Heer von großem nationalen Wert. Dr. Goebbels empfängt die deutſchen Dichter dub. Wien, 7. Juni. Die Dichterfahrt, zu der künſtig in jedem Jahr vom Reichsminiſter für Volksaufklärung und Pro⸗ paganda an Teil der deutſchen Dichter und Schrift⸗ ſteller eingeladen ſind, fand am Montagnachmittag in Wien ihren Höhepunkt. Reichsminiſter Dr. Goeb⸗ bels empfing die Dichter, die über Iglau zur Wie⸗ ner Reichstheaterwoche gekommen waren. in der Staatsoper. Er wiſſe, daß der Dichter als geiſtig ſchöpferiſcher Menſch die Einſamkeit brauche. Das dürfe aber nicht dazu führen, daß er ſich dadurch von der Gemeinſchaft entferne und ihr verſtändnislos und fremd gegenüberſtehe. In Gmunden(Gau Oberdonau) begann am Mon⸗ AItag ein von der Reichspreſſeſtelle der NSDAPper⸗ anſtalteter Informationskurſus für innerpolitiſche „Schriſtleiter, der deutſchen Tagespreſſe, der bis ein⸗ ſchließlich Samstag danert. —— Wie vernichtend des Führers Antwort an Rooſevelt war? Ein ſpäter und kraftloſer Rechtfertigungsverſuch Rooſevelts Mitarbeiter Welles findet langſam die Syrache wieder dnb. Waſhington, 6. Juni.“ Die ausgezeichnete in engliſcher Ueberſetzung in Hunderttauſenden von Exemplaren verbreitete Ant⸗ wort des Führers auf Rooſevelts Einmiſchung in deutſche Angelegenheiten hat Präſidenten und ſeinen Mitarbeitern das Wort ver⸗ ſchlagen. Sie wußten nichts darauf zu antworten aind haben in den darauffolgenden Wochen den gan⸗ zen peinlichen Vorfall nicht einmal erwähnt. Heute nun berührte Rooſevelts enger Mitarbeiter und Vertrauter, der Vizeaußenminiſter Welles, Rooſevelts„Appell“ ſeitdem zum erſtenmal wieder in der Oeffentlichkeit, und zwar in einer Rede vor der Neuyorker Vereinigung früherer Studenten der Columbia⸗Univerſität anläßlich der jetzt in ganz Amerika ſtattfindenden Abgangsfeiern an den Uni⸗ verſitäten und Hochſchulen. Welles verſuchte jedoch keineswegs dem Führer zu antworten oder auf irgendeine ſeiner Argumente einzugehen, ſondern er beſchränkte ſich darauf, den Schritt ſeines Chefs zu rechtfertigen, offenbar, weil nach der Antwort des Führers die Kritiken an Rooſevelts „Appell“ſehr häufig und ſcharf geworden ſind. Wel⸗ les behauptete,„der Appell ſei in höchſtem Inter⸗ eſſe des amerikaniſchen Volkes erfolgt und habe eine dynamiſche Wirkung auf verzweifelte Männer und Frauen in der ganzen Welt ausgeübt. Er habe eine heilſame Wirkung auf eine Generation gehabt, die immer ſtärker habe fürchten müſſen, daß man dem Schrecken des Krieges nicht entgehen könne. Was immer die Weltgeſchichte als offizielle Antwort auf dieſen Appell der Vernunft buchen werde, ſo bleibe die Tatſache beſtehen, daß man der Welt noch ein⸗ mal gezeigt habe, wie durch Selbſtbeherrſchung und Vernunft ein Krieg vermieden und friedliche Löſun⸗ gen für die Probleme unſerer modernen Welt ge⸗ funden werden können.“ Er, Welles ſei betroffen, über die in Amerika weit verbreitete Anſicht, daß es für Amerika genüge, nicht in einen fremden Krieg verwickelt zu werden. Unendlich wichtiger ſei je⸗ doch, daran zu arbeiten, daß es überhaupt nicht zum Kriege komme, denn wenn der Krieg ausbreche und ſich ausbreite, ſo ſei die Ge⸗ fahr der Hineinziehung Amerikas viel arößer als wenn es gar nicht mehr zum Kriege komme. Amerika habe ſo geſtand Welles ſodann ein, in den zwei Jahrzehnten ſeit Verſailles nichts getan, um die Grauſamkeiten, Ungerechtigkeiten, Dummheiten des Verſailler Friedens in Ord⸗ nung zu bringen, und das amerikaniſche Volk könne kaum mit Befriedigung auf ſeine Rolle in dieſer kritiſchen Uebergangsperiode zurück⸗ blicken. Die Spitzen und das Volk in Amerika hätten ſich begnügt, vom Frieden zu reden, an⸗ ſtatt praktiſch an einer wahren Befriedung zu Heute aber über, ob es weiter bei einer Iſolation verbleiben und ruhig zuſehen wolle, bis die Kataſtrophe komme, eeeeee. Das Reich und Angarn: Die Budapeſter Reiſe Dr. Fricks Der Reichsberweſer von Horthy empfänet den deutſchen Innenminiſter Gemeinſamer Kampf gegen den Bolſchewismus 3 dnb. Bubapeſt, 6. Inni. Reichsminiſter Dr. Frick wurde am Dienstag um 13 Uhr vom Reichsverweſer von Horthy in einer etwa 25 Minuten dauernden Privataudienz empfangen. Anſchließend gab der Reichsverweſer zu Ehren des deutſchen Gaſtes ein Frühſtück in kleinem Kreiſe. Am Abend gab Innenminiſter Dr. Kereſztes⸗ Fiſcher ein Eſſen, an dem außer dem Reichsinnen⸗ miniſter, ſeiner Gemahlin und ſeiner Begleitung von ungariſcher Seite ſämtliche Miniſter unter Führung des Miniſterpräſidenten teilnahmen. Innenminiſter Kereſztes⸗Fiſcher begrüßte den Reichsminiſter herzlich und ſagte: Ich begrüße in Ew. Exzellenz den Vertreter des befreun⸗ deten und benachbarten Großdeutſchen Reiches, den hervorragenden und getreuen Mit⸗ arbeiter ſeines Führers, den deutſchen Staatsmann, der ſeine aufrichtige Freund⸗ ſchaft für Ungarn ſo oft bewieſen hat und deſſen Wirken mit der kameradſchaftlichen Zuſammen⸗ arbeit unſerer beiden Verwaltungen ſo eng ver⸗ bunden iſt. In dieſem Sinne wurden auch die Grundlagen zur gemeinſamen Abwehr der kommuniſtiſchen Wühlarbeit ge⸗ legt. In der ungariſchen Verwaltung ſind die Ueber⸗ lieſerungen der eigenſtäudigen nationalen Ge⸗ ſchichte lebendig. Zu dieſen Ueberlieſerungen gehört auch die Freundſchaft zu dem aroßen Hbdeutſchen Volk und dem Deutſchen Reich, die Pflege der herkömmlichen engen Beziehungen zwiſchen unſeren beiden Ländern. Ich erhebe mein Glas auf die Geſundheit des Führers des Deutſchen Reiches, auf dag Glück und die Größe des deutſchen Volkes und auf das per⸗ ſönliche Wohlergehen Ew. Erzellenz und Ihrer hoch⸗ verehrten Gattin.“ Reichsminiſter Dr. Frick antwortete mit ſol⸗ genden Worten:„Herr Miniſter! Für die liebens⸗ würdigen Worte, die Ew. Epzellenz an meine Frau und mich gerichtet haben, und für den großartigen Empfang, der uns hier bereitet worden iſt, ſage ich Ew. Exzellenz meinen aufrichtigen und herzlichen Dank. Es iſt mir eine wirkliche Freude, daß ich der vor längerer Zeit an mich ergangenen Einladung zum Beſuch in Ungarn nunmehr habe Folge leiſten kön⸗ nen. Ich begrüße es ganz beſonders, daß ich Gele⸗ genheit habe, in Ungarns altehrwürdiger Hauptſtadt perſönlich der kameradſchaftlichen Verbundenheit Ausdruck zu geben, die ſich zwiſchen unſeren beiden Verwaltungen im Geiſte der erprobten deutſch⸗unga⸗ riſchen Freundſchaft herausgebildet hat. Sie bewährt ſich in der gemeinſamen Abwehr der kommuniſti⸗ ſchen Wühlarbeit, und ſie hat es uns auch auf ande⸗ ren Gebieten ermöglicht, die unſere Verwaltungen gemeinſam intereſſierenden Fragen in offener ver⸗ trauensvoller Ausſprache zu behandeln. Ich bin überzeugt, daß auch der Meinungsaus⸗ tauſch mit Ew. Exzellenz als dem Haupt der inneren Verwaltung des vergrößerten Ungarns zur weite⸗ ren Vertiefung der verſtändnisvollen Zuſam⸗ menarbeit unſerer beiden Verwaltungen beitragen wird. Damit dienen wir der hohen Aufgabe, die herkömmlichen engen Freundſchaftsbeziehungen zwi⸗ ſchen unſeren beiden Ländern zu fördern und aufzu⸗ bauen. In dieſem Sinne erhebe ich mein Glas auf die Geſundheit Seiner Durchlaucht des Herrn Reichs⸗ verweſers, auf das Glück und Gedeihen des ungari⸗ ſchen Volkes ſowie auf das perſönliche Wohlergehen Ew. Exzellenz.“ Nach dem Abendeſſen fand ein großer diplomati⸗ ſcher Empfang in den Feſträumen des Innenminiſte⸗ riums ſtatt. bekanntlich dem ſehe ſich Amerika der Frage gegen⸗ 8 falls ſie kommen müſſe, um dann hinterher aus dem allgemeinen Zuſammenbruch die paar Brocken zu retten, die noch zu retten ſeien. Amerika, ſo verlangte Welles, müſſe alle fried⸗ lichen Staaten ermutigen und dadurch zu einer friedlichen Löſung der ernſten Pro⸗ bleme beitragen. Amerika müſſe ſelbſt ſo ſtark rüſten, daß es ſein Land ſchützen und zuſammen mit den Nachbarn dieſen Erdteil gegen Angriffe ver⸗ teidigen könne, Amerika müſſe ſeine Neutralitäts⸗ geſetzgebung ſo abändern, daß es möglichſt nicht in einen Krieg verwickelt werde, gleichzeitig aber die Vertreter der militäriſchen Eroberungsmethoden nicht ermutigen oder gar unterſtützen, Amerika müſſe den anderen Nationen ſeine konſtruktive Mitarbeit auch weiterhin anbieten, ſo wie Präſident Rooſevelt das in ſeinem Appell vom 14. April getan habe. Das ſtelle nicht eine Verwicklung in Bündniſſe oder eine „Weltverbeſſerei“, ſondern intelligentes nationales Selbſtintereſſe dar. 21* Dazu ſchreibt der Deutſche Dienſt: Mit einer im⸗ merhin beachtlichen Verſpätung hat ſich der Staats⸗ ſekretär im amerikaniſchen Außenamt, Miniſter Welles, einen„Rechtfertigungsverſuch“ jenes frag⸗ würdigen Friedensappells des Herrn Rooſevelt ab⸗ gerungen. Er hat nicht weniger als fünf Wochen gebraucht, um nach der vernichtenden Antwort des Führers die Sprache wieder zu finden. Sein Recht⸗ fertigungsverſuch iſt eine einzige kraftloſe Phra⸗ ſeologie, die wirklich nicht dazu angetan iſt, hierzu⸗ lande Eindruck zu machen, geſchweige denn über⸗ zeugend zu wirken vermag. Wir nehmen allerdings mit Intereſſe zur Kenntnis, daß nun auch Miniſter Welles von den Grauſamkeiten und Ungerechtigkei⸗ ten des Verſailler Diktates zu ſprechen beginnt. Will er ſich dadurch den Anſchein beſonderer Unpartei⸗ lichkeit mit einem leichten Anflug von Vorwurf geben, wenn er behauptet, ſich dafür einzuſetzen, daß Amerika möglich nicht in einen Krieg verwickelt wird, daß aber auch die Vertreter der militäri⸗ ſchen Eroberungsmethoden nicht ermutigt oder unterſtützt werden“, ſo quittieren wir dies als eine lapidaxe Feſtſtellung, die in kraſſem Widerſpruch zu ſeiner bisherigen Handlungsweiſe ſteht. Als Lauf⸗ burſche Rooſevelts habe Miſter Welles bisher keine Mühe geſcheut, die ſträflich leichtfertige Ein⸗ Amerikas kataſtrophale Zuſtände herrſchen. miſchungspolitik Rooſevelts in europäiſche An⸗ gelegenheiten zu fördern und durch geheime und offene Zuſagen die Vertreter der weſtlichen militä⸗ riſchen Einkreiſungspolitik gegen Deutſchland zu er⸗ mutigen und zu unterſtützen. In Deutſchland iſt es nicht üblich, ſich in amerika⸗ niſche Angelegenheiten einzumiſchen. Es iſt uns hier völlig gleichgültig, ob in USA ein ooͤer einhundert Bessere Cigaretten wählen und bedächtiger rauchen verdoppelt den Genuß Neger gelyncht werden. Wir veranſtalten keine Pro⸗ teſtkundgebungen, weil im öffentlichen Schulweſen Wir gründen keine Komitees zur Errettung der amerika⸗ niſchen Chriſtenheit, weil dort 55 v. H. aller jungen Leute außerhalb jeder Kirche ſtehen. Wir erlauben keine„Stop⸗Rooſevelt“⸗Paraden, weil der derzeitige Präſident in Waſhington imperialiſtiſche Abſichten auf die militäriſche Beherrſchung Südamerikas hat. Wir laſſen auch keine Emigranten aus USA zum Krieg gegen Amerika und zum Sturz der amerika⸗ niſchen Regierung hetzen. Mit einem Wort: Wir ſtellen durch unſer Ver⸗ halten unter Beweis, daß das deutſche Volk mit dem amerikaniſchen Volk in Ruhe und Frieden zu leben wünſcht. Will das derzeitige Regime in Waſhington nun endlich durch ein gleiches Verhalten dasſelbe beweiſen oder nicht? Belgien bleibt! unabhängig Deutliche Abſage an kollektive Sicherhei!“ und Einkreiſung „ Anb. Brüſſel, 7. Juni. e eüin ne es en Der Außenpolitiſche Kammeraus⸗ ſchuß nahm am Dienstag den Bericht des flämiſch⸗ katholiſchen Abgeordneten und Kammexpräſidenten van Cauwelaert über die belgiſche Außen⸗ politik an. Der Bericht enthält einige ſehr be⸗ merkenswerte Einzelheiten über die Stellungnahme Belgiens zu internationalen Fragen. Einleitend wird erklärt, daß Belgien im Intereſſe ſeiner Sicher⸗ heit und Exiſtenz äußerſte Wachſamkeit zeigen und die von König Leopold feſtgelegte„Poltitik der Unabhängigkeit und des Gleichg ewichts“ mit unbedingter Treue befolgen müſſe. Der Bericht formuliert dann eine deutliche Ab⸗ ſag⸗ an die Politik der kollektiven Sicherheit und der Einkreiſung. Belgien will— ſo heißt es in dem Bericht— von jeder militäriſchen Verpflich⸗ tung gegenüber dem Auslande, ſei ſie kollektiv ober gegenſeitig, frei bleiben. Es beabſichtige, ſich vorſätzlich aus den Streitigkeiten ſeiner Nachbarn herauszuhalten. Belgien werde je⸗ dem dieſer Staaten durch ſeine Politik der Unabhän⸗ gigkeit und der Enthaltung, und durch die Bewah⸗ rung der Unverletzbarkeit ſeines Bodens den Frie⸗ den an den gemeinſamen Grenzen ſicherſtellen, aber es werde ſich widerſetzen, das belgiſche Gebiet für einen Angriff oder eine militäriſche Operation, die gegen einen anderen Staat gerichtet wäre, zu benüt⸗ zen. Belgien ſei nicht mehr durch ein internationa⸗ les Status gebunden, das es verhindern würde, ſeine politiſche Linie ſrei abzuändern ohne gegen inter⸗ nationale Verpflichtungen zu verſtoßen. In dem Bericht wird ferner ſtark die Solida⸗ rität zwiſchen Belgien und Holland unterſtrichen und zum Außenhandel erklärt, daß es zwecklos wäre, einen Ausgleich für die erlittenen —— Die Engländer ſollen abtreten: Das unruhige Paläſtina güsoiſche Bombe ery odiert in Feruſalem- Juden und Araber in Tooſeinoſchaſt dub. Jeruſalem, 7. Juni. Ganz Jeruſalem iſt immer noch in änßerſter Erregung über den jüngſten jüdiſchen Ter⸗ rorakt, bei dem in der Nähe des Jeruſalemer Jaffa⸗Tors fünf Meuſchen getötet und 19 verletzt wurden. Augenzeugen berichten, daß durch die Gewalt der Zeitmine einige der Getö⸗ teten 20 Meter hoch und ihre Glieder zum Teil 200 Meter weit bis vor die Läden der Jaffa⸗ ſtraße geſchlendert wurden. Trotz der unüberbrückbaren Gegenſätze zwiſchen Arabern und Juden wird heute in beiden La⸗ gern das Abtreten der Engländer ge⸗ fordert. Beide Parteien werſen ihnen vor, daß ſie, die überall ihre neuen Verſprechungen anboten, ſeit 20 Jahren ihr Doppelverſprechen hin⸗ ſichtlich Paläſtina nicht löſen und ſeit über drei Jahren mit der Aufſtandsbewegung nicht fertig werden konnten, weder die erſten zwei Jahre unter der Zivilverwaltung noch im dritten Jahr unter der Militärherrſchaft. Die Araber rufen: Ihr werdoͤt niemals mit unſerer arabiſchen Bewegung fertig werden! Die Juden rufen: Ihr habt uns be⸗ trogen und wir werden euch zeigen, daß ihr mit uns noch weniger fertig werdet als mit den Ara⸗ bern! Die Reviſioniſten des radikalen Judenflügels, die zur Fortſetzung des Terrors entſchloſſen ſind, be⸗ haupten, beſſere Ingenieure und Spezialiſten für. Sabotageakte zu haben, als die Engländer in Palä⸗ ſtina zur Abwehr hätten. Auch unter den neutralen Ausländern Paläſti⸗ nas herrſcht der peinliche Eindruck vor, daß die britiſche Verwaltung längſt nicht mehr Herr der Lage, ſondern unfähig iſt, Friede und Ordnung herzuſtellen und den Schutz aller Einwohner ein⸗ ſchließlich der Ausländer zu gewährleiſten. Seit der Veröffentlichung des Weißbuches iſt Palä⸗ ſtina in blutigere Unruhen geſtürzt als je zuvor; es ſind nunmehr zwei Bevölkerungsteile, die unter⸗ einander und beide gegen die britiſche Verwal⸗ tung kämpfen. Wenn England, ſo wird gefordert, ſeine geprieſene Völkerbundsliebe ernſt nimmt, ſoll es nach ſo viel Mißerfolgen ſeinen Mandatsauftrag zurückgeben. Miniſter des Aeußeren, Selter, „Verluſte nur bei den großen Demokratien zu ſuchen. Schließlich erwähnt der Bericht auch die Kolonialfrage. Der Annahme des außenpolitiſchen Berichts durch uden Auswärtigen Kammerausſchuß war eine lebhafte Ausſprache über die Unabhängigkeit Belgiens vor⸗ ausgegangen. Der eſtniſche Außenminiſter in Berlin dib. Berlin, 6. Juni. Am Dienstag gegen 17 Uhr traf der eſtniſche mit dem fahr⸗ planmäßigen Flugzeug, von Reval kommend, auf dem Flughafen Tempelhof ein, um am Mittwoch im Auswärtigen Amt mit dem Reichsminiſter des Aus⸗ wärtigen v. Ribbentrop den deutſch⸗eſtniſchen Nicht angriffspakt zu unterzeichnen. Im Namen des Reichsaußenminiſters y. Ribbentrop wurde der eſtniſche Gaſt von Unterſtaatsſekretär Woermann begrüßt, der mit dem Vortragenden Legationsrat Grundherr und Dr. Kleiſt von der Dienſtſtelle Ribbentrop erſchienen war. Zur Begrüßung hatte ſich ferner der Geſandte Eſtlands in Berlin, Tofer, mit den Herren der Geſandtſchaft eingefunden. In der Begleitung des eſtniſchen Außenminiſters befindet ſich Miniſterialdirektor Kirota. Nach der Begrüßung geleitete Unter⸗ ſtaatsſekretär Woermann Außenminiſter Selter zum Hotel Eſplanade, wo der eſtniſche Außenminiſter für die Dauer ſeines Aufenthaltes wohnt. Der ſpaniſche Innenminiſter in Rom dnb. Rom, 6. Juni. Der ſpaniſche Innenminiſter Suner traf mit ſeiner Gemahlin und in Begleitung des italieniſchen Außenminiſters Grafen Ciano und des ſpaniſchen Botſchafters beim Quirinal am Dienstag um 19.40 Uhr in Rom ein. Nach einer außerordentlich herzlich verlaufenen Begrüßung ſchritt Innenminiſter Suner unter den Klängen der Nationalhymnen die Ehrenkompanie ab, während die im Bahnhof anweſenden faſchiſti⸗ ſchen Aboroͤnungen immer wieder Hochrufe auf den Duce und General Franco ausbrachten. Beim Ver⸗ laſſen des Bahnhofes wurden dem ſpaniſchen Mini⸗ ſter von Seiten einer nach Zehntauſenden zählenden Menge ſtürmiſche Ovationen dargebracht. und berantwortlich für Politik: Dr. Alois Winbauer⸗ (in Urlaub) Stellbertreter des Hauptſchriftleiters und derantwortlich für Tbeater, Wiſſenſchaft und Unterbaltung: Fart Onno Eiſenbart.— m˙ delsteil: Dr. Fritz Bode.— Lokaler Teil u. i. B. Gericht: Dr. Frig Hammee.— Sport: Willv Müller.— Südweſtdeutſche Umſchau: i. V. Richard Schönfelder.— Bilderdienſt: i. B. C. O. Eiſenbart, ſämtliche in Mannheim. Schriftleitung in Berlin: Or. E.§. Schaffer, Berlin, Südweſtkorſo 60. Für unverlangte Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung nur 2* rausgeber, Drucker und erleger: eue Mannbeimer Zeltin Dr. Feitz. Bode& Co. Mannbeimm. R 1,—6. Verantwortlich für Anzeigen und geſchäftliche Mittellungen Jakob Faude annheim. 1 Zur gelt Preisliſte Nr. 9 alltia. Die Anzeigen der Ausgabe A Abend und A Mittag erſcheinen glelch⸗ teitia in der Ausgabe B Ausgabe A Mittag über 10 000 Ausgabe A Abend über 9 500 Ausgabe B über 11 000 Geſamt⸗D.⸗A. Monat Mai über 21 000 2 2 * e eeeeee e ere 31 getätigt, gefertigt und dem Käufer ein Ausweis Xeue Maunheimer Zeitung) Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 250 Die Stadiseiſe Mannheim, 7. Juni. 150 Fahre Mannheimer Fruchtmarkt Die Anfänge der Produktenbörſe Die geregelte Verſorgung der Mannheimer Be⸗ völkerung mit Getreide gehörte in der kurfürſtlichen Zeit zu den beſonderen Aufgaben der Behörden. Vor⸗ übergehend wurde ſchon im Jahre 1663 in hieſiger Stadt ein Fruchtmarkt eingerichtet. Im Jahre 1775 verbot man den Getreidehandel auf dem Lande und beſchränkte ihn auf vierzehn ſtädtiſche Frucht⸗ märkte. Auffallenderweiſe befand ſich die Reſidenz⸗ ſtadt Mannheim nicht darunter. Infolgedeſſen herrſchte hier öfters Getreidemangel, was ſteigende Brotpreiſe im Gefolge hatte. Dieſer mißliche Zu⸗ ſtand änderte ſich erſt, als Mannheim im Jahre 1789 ebenfalls einen Fruchtmarkt erhielt. Abgehalten wurde dieſer Fruchtmarkt auf dem Platze zwiſchen D 4 und E 4, der aber ſeit der Umgeſtaltung der Plan⸗ ken anfangs dieſes Jahrhunderts ſeinen Platzcharak⸗ ter verlor. Im Sommer begann der Markt um acht Uhr, im Winter um neun Uhr; beim Beginn wunde eine Fahne ausgeſteckt und mit der Trommel ein Zeichen gegeben. Das feilgebotene Getreide dͤurfte bis mit⸗ tags zwölf Uhr nur an die Verbraucher verkauft werden und erſt von da ab, wenn ein Reſt vorhanden blieb, an den Spekulationshandel. War ein Kauf ſo mußten ſich beide Teile nach dem Fruchtmarktgericht begeben, das ſich im Kauf⸗ haus befand, wo die Verkaufsbeſtätigung aus⸗ übergeben wurde, der ihn berechtigte, das gekaufte Getreide abwiegen zu laſſen, was durch die öffentlichen Frucht⸗ meſſer, die ſogenannten„Mitterer“, geſchah. Die bis 12 Uhr unverkaufte Ware wurde im Fruchtlagerhaus(dem ſpäteren Spritzenhaus in E 3, 12, das heute noch ſteht) gelagert. Hülſenfrüchte und Mehl wurden an der Mehlwaage verkauft, die ſich damals noch im Kaufhaus befand. Sie durften nur durch Mehlhändler verkauft werden. Die ur⸗ ſprüngliche Aufgabe des Fruchtmarktes war es nur, die Stadt Mannheim ſelbſt mit Ge⸗ treide zu verſorgen. In den erſten Jahr⸗ zehnten des vorigen Jahrhunderts entwickelte ſich jedoch aus dem lokalen Fruchtmarkt allmählich eine Landesproduktenbörſe, die lange Zeit ihre Geſchäfte vor und in dem Hotel„Portugal“ ab⸗ wickelte, deſſen Stelle ſpäter das Börſengebäude ein⸗ nahm. Der Fruchtmarktplatz wird nach einem Stadtfüh⸗ rer aus dem Jahre 1840 dahin beſchrieben, daß er 100 Schritte lang und 36 Schritte breit und von einer Anzahl Gaſthäuſer umſtanden ſei. In E4 ſtand außer dem bereits erwähnten Hotel„Portugal“ noch das„Küchlerſche Kaffehaus“, „Zum Viehhof“, in D4 das„Blankharoſche Kaffee⸗ haus“ und in D5 der„Weinberg“. Auf dieſem Platz wurden ehemals auch die Viehmärkte abgehal⸗ ten. Im Jahre 1839, jetzt vor hundert Jahren, kam auch noch ein Pferdemarkt dazu. Das erwähnte große Gaſthaus„Zum Viehmarkt“ ging ein, als der Viehmarkt im Jahre 1865 aus der Stadt hinaus ver⸗ legt wurde. Acht Ballone werden ſtarten Zielwettfahrt ab Flugplatz Neuoſtheim Am kommenden Sonntag veranſtaltet die Stan⸗ darte 80 des NS⸗Fliegerkorps vom Flug⸗ platz Neuoſtheim aus eine Freiballon⸗ Zielwettfahrt, an der acht Ballone teilnehmen werden. Jeder Ballon wird mit 3 Mann— darun⸗ ter ein Unparteiiſcher— beſetzt ſein. Gemeldet haben u. a. der international bekannte Ballonfahrer Ober⸗ ſturmführex Götze aus Düſſeldorf(Ballon„Düſſel⸗ dorf“), der ebenfalls ſehr beſannte Sturmführer Becker aus Stuttgart(Ballon„Stragula“) ind Sturmführer Melber, der mit einem neuartigen Wettfahrtballon kommen wird. Natürlich iſt auch der Ballon„Baden⸗Pfalz“, der Vorjahrsſieger, beteiligt. Mit dem Füllen der Ballone wird morgens um 6 Uhr begonnen werden. Der Start iſt auf 11 Uhr feſtgeſetzt. Je nach dem, wie zur Zeit des Startes der Wind geht, wird kurz vorher das Ziel feſtgelegt und in einem verſchloſſenen Umſchlag, der erſt nach dem Start geöffnet werden darf, mitgeteilt. Es wird am Sonntag ein Programm verkauft werden gegen deſſen Erwerb man den Flugplatz betreten und bis nahe an die Ballone herangehen darf— allerdings nur, wenn man nicht raucht! Jedes Programm iſt numeriert. Unter den Nummern findet eine Aus⸗ loſung ſtatt. Der Gewinner bekommt einen Ballon⸗ Freiflug.— ro— u Goldene Hochzeit. Der frühere Korrektor der „Neuen Mannheimer Zeitung“, Hermann Heitz, E 7, 8, feiert am 7. Juni mit ſeiner Frau Maria, geb Feißt das Feſt der goldenen Hochzeit. Wir wünſchen dem Jubelpaar alles Gute ſür die kom⸗ menden Jahre! * 84 Jahre alt wird heute Herr Julius Pohl, Waldhofſtraße 45, bei beſtem Wohlbefinden. Er iſt langjähriger Leſer unſerer Zeitung. Wir gratulieren herzlichſt! Die Rettung .. Und wie entrann er dieſer ſchrecklichen Gefahr?“ „Ganz einfach, er hatte„nampf der befahr“ geleſen- und wußte, was er ju tun hattel“ ara⸗ in Ds das Gaſthaus „Wir geloben 2142 jnoe Kaufmannsgehilfen und Facharbeiter Feierliche Losſprechung i im Nibelungenſaal— Gemeinſchaftsfeier von Induſtrie⸗ und Handelskammer und Deutſcher Arbeitsfront In der Zeit von Jannar bis April unterzogen ſich in Mannheim 1407 Kaufmanns⸗ und 934 Fach⸗ arbeiter⸗Lehrlinge der Kaufmannsgehilfen⸗ und Facharbeiter⸗Prüſung. Bei den kaufmänniſchen Lehrlingen ſtammten die meiſten aus dem Einzel⸗ haudel(497), Induſtrie(393) und Großhandel(312), während beim Facharbeiternachwuchs die Maſchinen⸗ ſchloſſer(264) und die Dreher(112) am ſtärkſten be⸗ teiligt waren. Die Prüfung beſtanden 1284 Kaufmanns⸗Lehrlinge und 858 Facharbeiter⸗Lehr⸗ linge. Die insgeſamt 2142 erfolgreichen Lehrlinge wurden am Dienstagabend im Nibelungenſaal in etner Gemeinſchaftsfeier der Induſtrie⸗ und Han⸗ delskammer Mannheim und der Deutſchen Arbeits⸗ front feierlich freigeſprochen. Nach Werkſcharaufmarſch und Fahneneinmarſch und Orgelvorſpiel Arno Landmanns(Präln⸗ dinm Es⸗Dur von Bach) begrüßte Vizepräſident Winterwerb namens der Induſtrie⸗ und Handelskammer die An⸗ weſenden, unter denen man— neben den Freizu⸗ ſprechenden und ihren Eltern, Lehrern, Lehrherren — zahlreiche Vertreter von Partei, Staat, Stadt und Wehrmacht ſowie der Wirtſchaft ſah. Der Redner wandte ſich an die Prüflinge mit dem Hinweis: die große Forderung für jeden einzelnen heiße von nun ab Selbſterziehung: Nur durch Selbſterzie⸗ hung könne das Leben wirklich gemeiſtert werden. Als Vorbild ſolcher Selbſterziehung möge jedem diſe Geſtalt des Führers vor Augen ſtehen. Fabrikant Winterwerb ſchloß ſeine Anſprache mit den Wünſchen an die Freizuſprechenden, Herr ihrer ſelbſt und vorbildliche Mitbürger des Dritten Reiches zu werden. Nach einem unter Leitung von Stoßtruppführer Lind wirkungsvoll zum Vortrag gebrachten Feierſpiel der Werkſcharen ergriff der Vorſitzende des für Facharbeiter, Po. Leicher das Wort zur Freiſprechung. Der Redner wies dar⸗ auf hin, daß von jedem deutſchen Menſchen verlangt wird, daß er an ſeiner Stelle nach beſtem Können verantwortungsbewußt Taten vollbringt. Nur Wiſ⸗ ſen, Können und Wollen zuſammen machten den Meiſter aus. An erſter Stelle ſtehe dabei das Wollen, das di, Vorausſetzung zu Wiſſen und Kön⸗ nen bilde. Können aber verpflichte. Der Redner be⸗ tonte, daß die Lehrzeit nicht allein der Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntniſſen gedient habe, ſon⸗ dern vor allem auch Erziehung geweſen ſei. Er bat alle, die Mühe, die— abgeſehen von den Koſten ihre Berufserziehung aufgewendet nicht zu vergeſſen. Als junge Gehilfen und Fach⸗ arbeiter ſollen ſie mit nationalſosialiſtiſcher Geſin⸗ nung in die Betriebe hineingehen. Der Redner richtete an die Lehrfürmen und Be⸗ triebsführer einen Appell zur Intenſivierung der Berufserziehungsarbeit, wobei er unterſtrich, daß der Erfolg der Berufserziehungsarbeit mit dem Actsbildungsperſonal ſteht und fällt. Die beſten Werkſtätten und Einrichtungen ſeien umſonſt, wenn ſie nicht wirkſam zur Anwendung gebracht würden. An das Ausbildungsperſonal müßten ſehr hohe Anforderungen geſtellt werden, die beſten Fach⸗ kräfte ſeien als Ausbilder gerade gut genug. Pg. Leicher wies weiter darauf hin, daß man ſich mit dem Erfolg der diesjährigen Prüfungen nicht zu⸗ frieden geben könne. Es ſei bedauerlich, daß eine ſo große Zahl Lehrlinge nicht die Prüfung beſtand. Bei einer näheren Nachprüſung habe ſich übrigens die Feſtſtellung ergeben, daß in manchen Fällen die Ausbildungsmethode nicht dazu angetan geweſen ſei, das notwendige Wiſſen und Können zu vermitteln. Das ſei für die Induſtrie⸗ und Han⸗ delskammer Veranlaſſung geweſen, dieſen Firmen die Zuweiſung von Lehrlingen ſolange zu entziehen, bis die notwendigen Vorausſetzun⸗ gen zur Behebung dieſer Mißſtände vorhanden ſeien. Der Redner kam dann auf die Prüfungen ſelbſt zu ſprechen. Bei der Facharbeiterprüfung habe man das Hauptgewicht auf die Beobach⸗ tung des Prüflings am Arbeitsplatz ge⸗ legt. Grundſätzlich habe die Prüfung in einem fremden Betrieb abgelegt werden müſſen, und zwar für alle unter gleichen Bei den Fach⸗ arbeitern ſeien 155 Prüfer und 55 Prüfungskommiſ⸗ ſionen an der Arbeit geweſen, Prüflinge aus 41 Be⸗ rufen zu werten. Bei der Kauſmanns⸗ gehilfenprüfung ſtanden 274 Männer der Wirtſchaft ſhundert Prüfungskommiſſionen) bereit; die Zahl der Berufsgruppen ſtellte ſich hierbei auf 53. Bei der Kaufmannsgehilfenprüfung ſei darauf geſehen worden, daß keine einſeitige Aus⸗ bildung vorlag. Man wolle nicht den Lageriſten oder Buchhalter uſw., ſondern den ganzen Kaufmann, der alle Zweige ſeines Berufes be⸗ herrſcht. Die Prüfer hätten ſich ſo auf Grund des Ergebniſſes des Prüfungsgeſpräches davon über⸗ zeugen müſſen, daß der Prüfling nun als vollaus⸗ gebildeter Kaufmann eingeſetzt werden könne. Der Redner dankte allen Prüfungshelfern aus Schule und Praxis. Dann forderte er die Lehrlinge auf, ſich zu er⸗ heben und das Gelöbnis abzulegen, das er ihnen abſchnittsweiſe vorſagte und das ſie nachſprachen. Es lautete wie folat: „Wir geloben dem Führer des Deutſchen Reiches treue und opferfreudige Ergebenheit. Wir geloben, durch unſer berufliches und ſitt⸗ wurde, liches Verhalten die Volksgemeinſchaft zu för⸗ dern und dadurch das Anſehen des deutſchen Kaufmannes und Facharbeiters im In⸗ und Ausland feſtigen zu helfen. Wir wiſſen uns verantwortlich unſerem Führer, unſerem Volke und vor Gott!“ Nun erklärte Pg. Leicher die Lehrlinge für frei⸗ geſprochen und übergab ſie dem Vertreter der Deut⸗ ſchen Arbeitsfront zur weiteren Betreuung mit der gleichzeitigen Bitte an die Betriebsführer, die DAß dabei zu unterſtützen. Kreispropagandawalter Brunner ſprach namens der Deutſchen Arbeitsfront. Er er⸗ innerte die jungen Kaufmannsgehilfen und Fach⸗ arbeiter daran, daß jetzt neue Verpflichtungen mit größerer Verantwortung an ſie herantreten. Er ſtellte ihnen den Unterſchied vor Augen, der zwiſchen den Betrieben vor dem Umbruch und denen nach der nationalſozialiſtiſchen Revolution beſteht, und er⸗ mahnte ſie, ſich glücklich zu ſchätzen, in Betriebsge⸗ meinſchaften zu ſtehen, die ſich ſelber bemühen, frei⸗ geſprochen zu werden, das heißt: die goldene Fahne zu erhalten. Die DAc erwarte von den Freige⸗ ſprochenen reſtloſen Einſatz und ein entſchloſſenes — von Schwierigkeiten durch national⸗ ſozialiſtiſche Geſinnung, Haltung und Lauterkeit den Charakters. Anſchließend wurden nachgenannte Lehrlinge durch Ueberreichung von wertvollen Buchpreiſen be⸗ ſonders ausgezeichnet: 8 1. Kaufmänniſche Lehrlinge: Gd. reis, Giſela Diehl, Kurt Ebert, Luiſe Gamber, Otto Henn, Martin Heß, Bernhard Hubbert. Rudolf Heinrich Kuppinger, Bruno Kurz, E. Kurzenhäuſer, Klara Melcher, Ernſt Müller, Julius Mutſchler, Andreas Otto, Pfläſterer, Anna Rimmler. Paul Sarreither, Hans Schenk, E. Schenkenwald, K. Schwarz, Kurt Schwinger, Hans Stephan, Eliſabeth Wartmann, Rudolf Weber und Hans Wendland 2. Facharbeiter ⸗Lehrlinge: A Carpentier, Heinz Bauer, Heinz Glanzner, L Abends wichiig morqens richtig IEEE Heiſelbes, Helmut Kapp, Hermann Krämer, Hein⸗ rich Lichter, Ludwig Marquetant. Hans Mattauſch. Walter Roſchauer, Karl Roubicek, Hans Karl Ruhm, Paul Sander, Franz Sättele, Ludwig Schrank und Hermann Triebskorn. Den Schluß der Feier bildeten die Fantaſie Lanö⸗ manns über das Lied„Heilig Vaterland“, der ruf des Führers, die Lieder der Na und der Fahnenausmarſch. Es wirkt Muſikzug der Pe unter Leitung von Muſikzugf Mohr mit. 8 Kleines Volk in guter Hut Dertliche Erholungsfürſorge der NS-Volkswohlfahrt auf den Riennwieſen Seit vorgeſtern iſt nun— wie teilweiſe ſchon im vorigen Jahr— draußen im Bereich der Renn⸗ wieſen wieder fröhliches Leben eingekehrt. Wo während der Maimarktwoche die Pferdekenner ſich um den Führring drängen und Wettluſtige den Totos zuſtrömen, ſpielen während der nächſten drei Monate kleine Mannheimer Buben und Mädel unter den ſchattigen Bäumen herum.„Oertliche Er⸗ holungsfürſorge“ nennt es der Fachmann, und nie⸗ mand anders als die allgegenwärtige NS⸗Volks⸗ wochlfahrt iſt es, die auch hier wieder zum Beſten beſonders pflegebedürſtiger Kinder ein großzügiges Liebeswerk tätiger Volksgemeinſchaft aufbaut. „Am liebſten möchten wir unſere Kinder natürlich alle nach auswärts in geſchloſſene Heime zur Er⸗ holung ſchicken,“ meint Pg. Klock, der als Beauf⸗ tragter für die Jugenderholung an dieſem blitz⸗ blanken Frühmorgen den Mannheimer Preſſevertretern das wieder⸗ erſtandene Rennwieſen⸗Kinderglück zeigt. 5 geſchloſſenen Heime, in denen die Kleinen unter ſtändiger ärztlicher Auſſicht auch Heilbehandlung mit Solbädern und ähnliche Kurmaßnahmen genießen können, haben gegenüber der örilichen„Ver⸗ ſchickung“ von einer Stadtgegend in die andere frei⸗ lich unbeſtreitbare Vorzüge. Andererſeits bedeutet für ſehr ſenſible und kör⸗ perlich zarte Kinder der Wegfall einer meiſt etwas aufregenden gänzlichen Trennung vom Zuhauſe und die daraus zwangsläufig folgende Notwendigkeit einer oft längere Zeit dauernden Akklimatiſierung auch ein Plus, das unter anderem häufig eine raſchere und nachhaltigere Gewichtszunahme mit ſich bringt, als ſie ſich bei gleichlangem auswärtigem Er⸗ holungsaufenthalt erzielen läßt. Schließlich geht es dann ja auch nicht nur um das körperliche Wohl allein, ſondern ebenſo wie in den von zuverläſſigem, geprüftem Pflegeperſonal geleiteten NSV⸗Kinder⸗ gärten, vollführen die guten„Tantens“ hier bei der örtlichen Erholung unmerklich eine bedeutſame er⸗ zieheriſche Aufgabe, die im Beibringen der wichtig⸗ ſten hygieniſchen Grundbegriffe, in der Anleitung zu manierlichem Eſſen und vielem anderen mehr be⸗ ſteht. Die Auswahl der 3⸗ bis 6jährigen erfolgt unter dem Geſichtspunkt ihrer Erholungs⸗ bedürftigkeit und nach gründlicher amtärzt⸗ licher Unterſuchung vor allem aus den mit Induſtriebevölkerung beſiedelten Vierteln. So ſind eben die Kinder aus der weſtlichen Neckar⸗ ſtadt, von Neueichwald bis Humboldt und Erlenhof daran, und auch die Ortsgruppen Lin⸗ denhof, Schlachthaus, Schwetzingerſtadt ſollen im Laufe der geplanten drei Einmonatskuren dieſes Sommers berückſichtigt werden. Morgens zwiſchen acht und neun kommen die„Tantens“ in die verſchiedenen Reviere und ſammeln ihr Völkchen ein, um es mit der Straßenbahn ſicher und ut in die ſchöne Gegend der Oſtſtadt zu befördern. Da gibt es dann nach einem kleinen Eröffnungsſpielchen mit Freiübungen bald das erſte große Händewaſchen in den wie immer vorbildlich mit Becherchen und Zahn⸗ bürſten und Waſchfleckchen über fließendem Waſſer ausgeſtatteten Waſchräumen, worauf man im großen Wirtſchaftsraum der Rennwieſengaſtſtätte zum erſten Frühſtück einkehrt. Da ſtehen dann wieder die niedlichen, wie aus dem Märchenbuch hergezau⸗ berten kleinen Stühlchen um ſauber mit Linoleum belegte runde Tiſche, und vor jedem Platz hat die fürſorgliche Küchenhilfe ſchon eyne Taſſe mit warmer Milch oder Milchkaffee oder Schokotrunk hingeſtellt, während auf dem bunten Preßſtoffteller ein geſun⸗ des Knäckebrot mit Marmelade⸗ oder Honigauſſtrich wartet. Mittags gibt es nach dem vom Amtsarzt allwöchentlich genau überprüften Speiſezettel eine nicht minder bekömmliche Hauptmahlzeit, und am ſpäten Nachmittag folgt ſchließlich noch ein Veſper, das zweimal wöchentlich aus warmem Brei mit Zucker und Zimt, ſonſt aber aus Butterbrot mit Tomate oder ſonſt einer kräftig⸗leichten Zukoſt ſteht. lle Speiſen und Getränke kommen täglich dreiml friſch in eigens dafür angeſchafften Trai portkeſſeln aus der NSV⸗Küche in B5, und da die gute Frau Baſel dort es weder an Kalorien, reichtum noch an Wohlgeſchmack fehlen läßt,— das weiß ja jeder, der nur einmal ihre Kochkünſte hat erproben dürfen. So iſt für das leibliche Wohl der Kleinen a beſtens geſorgt, während die eigentliche Körper erholung ſchützenden Dach der Haupttribüne geſtellten Liegeſtühlen wohl ihre beſte Beihilfe hat. So in Sonn ler gemeinſam mit den dieſer vorbildlichen Ho⸗ leiterin unterſtellten ſieben weiteren geprüften Kin dergärtnerinnen wahrhaft mütterlich geni⸗ alſo die kleinen Waloͤhöfler, Neu⸗Eichwäldler Neckarſtädter ſchönſtes Ferienglück. Und nach die Preſſe ihnen während einer fröhlichen Morgen⸗ ſtunde nicht nur e ſogar einmal ausgezeichnet 8 Knäckebrot mit echtem Pflaumenmus probiert hat, blieb nur der ei nenſchein und blauer Himmel beſchieden ſein möge, auf daß die kleine 8 auch in dieler keinen Mangel erleide. un Ein Mannheimer in der Pfalz 40 Meter tief abgeſtürzt. Durch Hilferufe aufmerkſam geworden, machten ſich Dorfbewohner von Rindersbach in Pfalz auf 950 Unweit der Mudie Sch—-„ 2 ck ermann, Kaufmann in Mannheim, lanie Den Inhaber dieſer Gegenſtände fand man am E bacher Weg. Er war vom Fels geſtürzt und hat den linken Fuß gebrochen. Er wurde ſofort ins kenhaus geſchafft. E vertiefen ihr Wiſſen und Wollen durch ort und Bild im- Ju beziehen durch alle nsbav und deren Blockleiter Zentralverlag der NSDORp., franz Eher Nachf., Berli Pbausgeräte, Stuhl und ciſch, alles wird mit G kriſch! O fäubert alles ſchneller-Töpfe, platten, flaſchen, dellerl + 8 9 8 ———— Mittwoch, 7. Juni 1989 4 Seite /Nummer 252 Auch die Beſchäftigung des Sohnes genehmigungspflichtig Nach der Dienſtpflichtverordnung und ihrer Aus⸗ führungsverordnungen unterliegt auch die Einſtel⸗ lung jener Jugendlichen der Arbeitseinſatzregelung, die in einem familienrechtlichen Verhältnis zum Lehrherrn oder Betriebsführer ſtehen. Der Reichs⸗ arbeitsminiſter führt dazu in einem Schreiben an die Reichswirtſchaftskammer aus, daß die Beſchrän⸗ kungen in der Löſung von Arbeitsverhältniſſen und in der Einſtellung und Beſchäftigung auf alle Arbei⸗ ter und Angeſtellten anzuwenden ſind, darüber Hinaus auch auf Familienangehörige, die regelmäßig mithelfen. Danach iſt die Ein⸗ ſtellung auch ſolcher Arbeiter, Angeſtellten, Lehr⸗ linge, Praktikanten und Volontäre unter 25 Jahre im Betriebe jeder Art an die Zuſtimmung der Arbeitsämter gebunden, die in einem familien⸗ rechtlichen Verhältnis zum Betriebsführer ſtehen. NSDAb-NMiiſeilungen nichen Ben chung Ortsgruppen der NSDAP Waldhof. Am 7. 6. läuft im Saalbau(Trunzer) der Film„Deutſches Land in Afrika“ und Beifilm Sudeten⸗ land. Beginn um 19 und 21 Uhr. Karten ſind bei den Blockleitern zu 50 und 70 Pfennig erhältlich. Erlenhof. Am 9. 6. treten die Politiſchen Leiter, Ob⸗ leute der DAc und Walter der NSV um 19,45 Uhr auf dem Erlenhofplatz an. Strohmarkt. 9. 6. Antreten ſämtlicher Politiſchen Lei⸗ ter, Walter und Warte der Gliederungen in M 6, 12. NS⸗Franenſchaft Humboldt. 7.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend in der Alphornſtraße 17. Zellenfrauenſchaftsleiterinnen müſſen erſcheinen. Waldhof. 8.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend im„Mohren⸗ kopf“. 0 pti RSr Oenn die Hugen G45 nimmer ſdugen 2. lieferant sãmtl. EuE22222 Neckaran⸗Süd. 8. 6. fällt der Gemeinſchaftsabend aus. Wohlgelegen. 7.., 20 Uhr, Gemeinſchaftsabend für Frauenſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder, ſowie Jugend⸗ gruppe im„Durlocher Hoſ“, Käfertaler Straße 168. DAc, Rotes Kreuz und RB ſind eingeladen. Rheinau. 8.., 20 Uhr, Zellen⸗ und Blockfrauenſchafts⸗ leitexinnen⸗Beſprechung im„Badiſchen Hoſ“. Achtung! Vorverkauf für das Sommerfeſt in L9, 7 und in den Ortsgruppen. Abteilung Jugendgruppe: Schlachthof. 7.., 20 Uhr, Gemeinſchaſtsabend in Ler Biehhofſtraße 2. Liederbücher, Papier und Bleiſtift mit⸗ bringen. Lindenhof. Der Baſtelabend am 7. Sport in der.-Schule. Achtung! Sämtliche Mädel, die Loſe verkaufen, müſ⸗ ſen ſich ſofort auf der Kreisfrauenſchaftsleitung LE97 melden. 8 80— ³ e e Streiſengeſolgſchaft 171. Antreten der Geſolgſchaft um 20.15 Uhr in Sommeruniſorm auf dem Marktplatz. 20 Pfg. 6. ſällt aus, dafür mitbringen. BDM Gruppe 17/18/171 Oſtſtadt. Für die Mädelſchaft von tel Zimmermann fällt der Dienſt am bommenden Mitt⸗ woch, 7. 6. aus. BDM⸗Werk Glaube und Schönheit. Am 9. 6. fällt die Sprechſtunde der Untergaubeguftragten von 20 bis 21 aus. Gruppe 13/171 Almenhof. 7.., 19.30 Uhr, Sportzeug und 20 Pfennig mitbringen. Gruppe 11/171 Lindenhof. Die Mädelſchaften E. Groß und C. Bleſſing bringen ihren Sport mit in den Heim⸗ abend. Gruppe 12/171 Waldpark. Mädelſchaft Otti Zeh bringt ihren Sport mit in den Heimabend. BDM⸗Werk Glaube und Schönheit Gymnaſtikſchar. Kurfürſt⸗Friedrich⸗Schule Antreten, hat Dienſt am 7.., 20 ihr. Gymnaſtikſchar. Allgemeine Gewerbeſchule(Fräulein Trbelltſch) hat Dienſt am 7. 6. um 20 Uhr. Deutſche Arbeitsfront Kreiswaltung Mannheim, Rheinſtr. 3 Ortswaltungen Bismarckplatz. Am Donnerstag, 8. Juni, 20.15 Uhr, findet im Lokal„Siechen⸗Bräu“ N 7, ein Schulungsvor⸗ Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Der Abſchluß des Tabalprozeſſes: dem man ſpricht“.— Palaſt:„Abenteuer in Alaska“. Capitol und Scala:„Silveſternacht am Alexanderplatz“. Gloria:„Der Florentiner Hut“. Ständige Darbietungen Geöffnet von 10—13 und von 4* Stäbtiſches Schlohmnſeum: 15 bis 17 Uhr. weieinhalb Fahre Gej non 8 U E 0 0 8 Theatermuſenm E 7, 20: Geöffnet von 10—1ů Ubr und 15 bis 17 Uhr. Dazu 50000 Mark Geloſtrafe und Verbot der Berufsausübung auf 5 Fahre Der Verurteilte nahm die Strafe an Nach ſiebentägiger Verhandlung wurde am geſtrigen Abend nach zweiſtündiger Beratung in dem großen Tabakprozeß gegen den 1889 in Mannheim⸗Seckenheim geborenen Tabaklohnver⸗ gärer Albert Georg Volz von der Zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts Mann⸗ heim folgendes Urteil gefällt: Der Angeklagte Albert Gg. Volz wird wegen Untreue in Tat⸗ einheit mit Unterſchlagung, zu einer Gefängnis⸗ ſtrafe von zwei Jahren und ſechs Monaten, und zn einer Geldſtraſe von 50000 Mark, erſatzweiſe zu weiteren ſechs Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Jahr der Unterſuchungshaft wird angerech⸗ net. Dem Verurteilten wird die Ausübung des Gewerbes als Tabaklohnvergärer auf die Dauer von fünf Jahren unterſagt. Die Koſten des Verfahrens hat der Angeklagte, ſoweit er verur⸗ teilt worden iſt, ſelbſt zu tragen. Die Koſten des zum Teil eingeſtellten Verfahrens fallen der Reichskaſſe zur Laſt. Der Haftbefehl wird auf⸗ rechterhalten. In der Urteilsbegründung erklärte der Vorſitzende, daß ſich der Angeklagte der Untreue im Sinne des§ 266 ſchuldig gemacht habe. Die Lohnfermentation ſei auf dem Treuever⸗ hältnis aufgebaut und der Angeklagte habe die Pflicht, fremde Vermögenswerte, die ihm in Form des Tabaks anvertraut waren, zu betreuen, verletzt. Ein beſonders ſchwerer Fall liege aber nicht vor. Die geſamten Verfehlungen des Ange⸗ klagten wurden als eine fortgeſetzte Tat be⸗ urteilt. Der Vorſitzende erklärte weiter, daß die Schadenshöhe nicht genau feſtgeſtellt werden konnte. Der Schaden belaufe ſich aber mindeſtens auf 69 000 Mark, wie ihn der Angeklagte ſelbſt angab. Die Höhe des Schadens war für dͤie Strafzumeſſung von Bedeutung. Zugunſten des Angeklagten habe ge⸗ ſprochen, dͤaß ſein Lebenslauf keinen großen Makel an Unehrenhaftigkeit zeige, daß ſich der Angeklagte in einem erbitterten Konkurrenzkampf ſtrafbar ge⸗ macht hat und daß ihm die Geſchäfte über den Kopf gewachſen ſind. Andererſeits fiel aber ſtrafverſchärfend ins Ge⸗ wicht, daß der Angeklagte jahrelang ſeine Straftaten beging, daß er in keiner Not⸗ lage gehandelt hat, auch wenn er, wenn man es glauben kann, wenig verdient hat. Der Angeklagte hätte beſtimmt das unſaubere Geſchäftsgebaren in ſeinem Betrieb abſtellen können, wenn er gewollt hätte. Das lag alſo nicht bei ſeinen Angeſtellten, die er in der Hauptverhandlungen belaſten und ſich damit entlaſten wollte. Der Vorſitzende brachte bei der Urteilsverkündung zum Ausdruck, daß es un⸗ begreiflich ſei, wie der Angeklagte, noch bis zur letzten Verhandlungsſtunde, noch in ſeinem Schluß⸗ wort nicht die Einſicht der Verwerflich⸗ keit ſeiner Tat einſehen wollte. Dazu hat der Angeklgate nicht die geringſte Spur von Reue gezeigt, auch hinſichtlich der ſchon erhaltenen Steuer⸗ und Zollſtrafen. Das Ge⸗ richt hofft, wie der Vorſitzende in ſeiner Urteilsver⸗ kündung verlas, daß die Höhe der ausgeſprochenen Strafen dem Verurteilten endlich die nötige Ein⸗ ſicht bringen und ihn vor weiteren Veruntreuungen bewahren wird. Da die Oeffentlichkeit vor ſolchen Geſchäftemachern geſchützt werden muß, wurde dem Verurteilten die Ausübung des Gewerbes als Tabakvergärer auf die Dauer von fünf Jahren unterſagt. Auf Grund der Amneſtie vom Auguſt 1934 und der Verjährung wurde das Verfahren in Ziffer 1 der Anklageſchrift eingeſtellt. Der Verurteilte nahm die Strafe ſofort an und verzichtete guf das Rechtsmittel der Reviſion. Der Staatsanwalt behielt ſich eine Erklärung vor. —* CCCCGGGGGGGGPGGPGGGPGPGPGPGPGPGGPGPGPGPPPPGGGGGGPG00GGPPGPPPGPGGGG0PTPTPTPTPT—————— Straßenblockobmänner. Betriebsobmänner und deren Mit⸗ arbeiter ſowie die Köc⸗Warte. Deutſches Eck. Am g. Juni, 20 Uhr, findet im Lokal zum„Friedrichshof“, S 2, 1, eine wichtige Sitzung ſtatt, zu der ſämtliche Betriebsobmänner, Straßenzellen⸗ und Blockobmänner zu erſcheinen haben. Entſchuldigungen nur im Krankheitsſalle. Friedrichspark. Am Mittwoch, 7. Juni, 20.15 Uhr, Sitzung der Betriebsobmänner im Nebenzimmer der „Rheinſchanze“, Parkring 2. Erſcheinen iſt Pflicht. Kraft durch Freude Reiſen, Wandern, Urlaub 8 Oc 908 vom 12. bis 24. Inni an den Bodenſee. Unter⸗ kunſt am Ueberlinger See. Teilnehmerpreis einſchließ⸗ lich Fahrt, Unterkunft und Verpflegung 44,50 Mark ab Karlsruhe, ab Mannheim für Zuſahrt Mehrpreis 2,50 Mk. Oc 884 vom 12, bis 24. Juni in den Südſchwarzwald. 13 Tage Urlaub im wildromantiſchen Höllental; Unterkunft in Buchenbach und e Teilnehmerpreis ab Karls⸗ ruhe 43 Märk, ab Mannheim für Zufahrt Mehrpreis 2,50 Mark. Achtung! Neu eingelegte Omnibus⸗Pendelſahrten. Wir verweiſen alle Volksgenoſſen auf das neue zuſätzliche Omnibus⸗Fahrtenprogramm, welches bei allen Ortsgruppen beziehungsweiſe Köc⸗Betriebswarten erhältlich iſt. Außer⸗ dem iſt es an den Haustafeln der NSDAP einzuſehen. Sonntag, 11. Jnni. Wanderung ab Heidelberg nach Handſchuhsheim— Siebenmühlental— Hohe Niſtler— Hartenbühl— Schriesheim. Wanderzeit etwa vier Stun⸗ den. Abfahrt Mannheim(Friedrichsbrücke) OCch.90 Uhr. Sonntagskarte Schriesheim 1,20 Mark. Eintrittskarten zum Boxkampf Schmeling— Heuſer ſind auf den„Köc“Vorverkaufsſtellen erhältlich. Bayreuther Bühnenfeſtſpiele 1939 Die NSG.„Kraft durch Freude“, die im Rahmen der Bayreuther Bühnenfeſtſpiele Aufführungen durchſührt, kann für die beiden Vorſtellungen„Triſtan und Iſolde“ am 10. und 14. Auguſt d. J. noch einige Kaxten zur Verfügung ſtellen. Anmeldungen nimmt die Kreisdienſtſtelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Mannheim, Rheinſtraße 3⸗5, ent⸗ gegen. Volkschor Heute, Mittwoch, 7. Juni, 20 Uhr, Geſamtprobe in der Liederafel, K 2. fxaſt du S Donnerstag, 8. Juni Allgem. Körperſchule für Männer und Frauen: 18 bis 19.30 Uhr Herzogenrieoͤplatz(Eichbaumbrauerei]; 18 bis 19.30 Uhr Stadion(Verein Deutſcher Oelfabriken); 17 bis eg ſtatt. Es ſpricht Kreisſchulungswalter Pg. Bieber 13.90 Uhr Stadion(Bayer, Pyupothekenbank); 19 bis 20.90 Es haben teilzunehmen ſämtliche Straßenzellen⸗ und Uhr 110er⸗Weg(Ortsgruppe Neu⸗Eichwald); 18.30 bis 20 neee Duheimlaſſen der Frau-3000 Mk. Sirafe Darf ein verheirateter Mann allein verreiſen?— Was das Reichsgericht ſagt BWichtige Konferenzen und dringende Geſchäfts⸗ reiſen des Mannes ſind bei verheirateten Frauen äußerſt unbeliebt. Folgender kürzlich vor dem Reichsgericht verhandelter Eheſcheidungspro⸗ 3 eß ſpricht jedenfalls ſtark dafür! Ein recht lockerer Vogel von Ehemann war ſchwer in Nöten. Seine Frau wollte ſich von ihm ſcheiden laſſen. Er verreiſte ihr zu viel und war auch ſonſt kein Engel. Um das Schlimmſte zu verhüten, gab der Mann klein bei und ſchloß mit ſeiner Frau einen — gab ihm recht. regelrechten Sühnevertrag ab, der weder für ihn noch für ſeine beſſere Hälfte rühmlich war. In fäuberlich aneinandergereihten Paragraphen degra⸗ dierte ſich der Mann zum Pantoffelhelden und ver⸗ Pflichtete ſich vertraglich:„in Zukunft keinerlei Ge⸗ ſchäfts⸗ oder Vergnügungsreiſen allein zu unter⸗ nehmen.“ Für jeden Fall der Zuwiderhandlung war eine Konventionalſtrafe von 3000 Mark zu Händen der Frau fällig. Kaum glaublich, aber leider wahr! Eines Tages gab es einen neuen Krach, und die Klagerei ging los. Die getrennt lebende Frau vexrlangte mehr Geld, der Mann erklärte den Sühnepakt für ſittenwidrig. Das Reichsgericht Dabei ſei allerdings nicht ver⸗ ſchwiegen, daß die Urteilsgründe wenig ſchmeichel⸗ haft ſind— und zwar weder für den Mann noch für die Frau. Man braucht nur zwiſchen den Zeilen zu leſen! Die Beſtimmung, nach der ſich der Mann ver⸗ pflichtete, in Zukunft keinerlei Geſchäftsreiſen allein zu unternehmen, ſtellt, ſo führte das Reichsgericht aus, eine unzuläſſige Beſchränkung der Freiheit des Mannes dar. Eine derartige Ueberwachung des anderen Ehegatten widerſpricht dem ſittlichen Weſen der Ehe. Die Beſti'nmung würde dazu führen, daß der Mann gezwungen wäre, Geſchäftsreiſen überhaupt zu unterlaſſen oder eine andere Ueberwachungsperſon mitzunehmen, wenn die Frau an ſeiner Begleitung dürch Krankheit oder ſonſtige Umſtände verhindert wäre. Die in dem be⸗ treffenden Paragraphen vorgeſehene Beſchränkung kann auch nicht mit dem damit angeblich verfolgten ſittlich anzuerkennenden Zweck gerechtfertigt wer⸗ den, weiteren ehelichen Verfehlungen des Mannes vorzubeugen und die Ehe dadurch aufrecht zu erhal⸗ ten. Dieſer Zweck durfte nicht mit Mitteln verfolgt werden, die ſich wegen der darin enthaltenen, mit dem ſittlichen Weſen der Ehe unvereinbaren Ein⸗ griffen in die wirtſchaftliche und perſönliche Freiheit des Mannes ihrem Inhalt nach als gegen die guten Sitten verſtoßend darſtellten. Wer's nicht glaubt: Aktenzeichen RG IV 145/38 vom 3. 11. 1938. Uhr Stadion(Kohlenkontor); 17 bis 18.30 Uhr Stadion (Bad, Aſſekuranz); 20 bis 21.30 Uhr Herzogenriedplatz (Mohr und Federhaff); 18.15 bis 20 Uhr Stadion(Ortsgr. Strohmarkt); 20 bis 21.30 Uhr Peſtalozziſchule(Werk⸗ ſchar 219); 20 bis 21.30 Uhr Fortbildungsſchule(Ortsgruppe Plankenhof); 18 bis 19.30 Uhr Stadion(Gerling⸗Konzern). Fröhl. Gymnaſtik und Spiele für Frauen und Mädchen: 17 bis 18.30 Uhr Uhlanoͤſchule(Korſettfabrik Felina); 20 bis 21.30 Uhr Wohlgelegenſchule(offener Kurſus); 20 bis.90 Uhr Feudenheimſchule(offener Kurſus); 19 bis 20 Uhr Humboldtſchule(Hutchinſon); 20 bis 21.30 Uhr Humboldtſchule(offener Kurſus); 20 bis 21.90 Uhr Uhland⸗ ſchule(Hanſa): 18 bis 19.30 Uhr Fortbildungsſchule(Boſch); 20 bis 21.30 Uhr Sporthalle am 110er⸗Weg(Neu⸗Eichwald). Kindergymnaſtik: 18 bis 10 Uhr Neu⸗Eichwald(oſſener Kurſus); 18 bis 19 Uhr Humboldtſchule loffener Kurſus). Schwimmen für Männer und Frauen: 18.30 bis 20 Uhr Hallenbad, Halle 2(Kühnle, Kopp u. Kauſch); 21.30 bis 23. Uhr Hallenbad, Halle 2(Zellſtoff⸗Fabrik); 21.30 bis 23 Uhr Hallenbad, Halle 3, Reiten für Frauen und Männer: 23 3-Reithalle, Schlachthof offen(Reitinſtitut Soem⸗ mer))). 43 0 S iie inen Tennis: 19 bis 20 Uhr Tennisplatz Friedrichsxing 2224. Koſtenloſe ſportl. und ſportärztl. Beratungsſtelle: 16.30 bis 17.30 Uhr Geſundheitsamt, Haus der Allgem. Orts⸗ krankenkaſſe, Zimmer 121. Freitag, 9. Juni Allgem. Körperſchule für Männer und Frauen: (Gebr. Braun KGy 17.00 bis 18.90 Uhr Stadion(Oeffentl Lebeneverſicherung); 18 bis 19.30 Uhr Stadion(Siemens); 18.30 bis 20 Uhr Sta⸗ dion(Dresdner Bank, Handelskammer); 19.90 bis 21 Uhr Wohlgelegenſchule(Korſettfabrik Felina); 17.30 bis 19.00 Uhr Stadion(Bad. Komm. Landesbank),.30 bis.30 Uhr Peſtalozziſchule(Deſaka); 20 bis 21.30 Uhr Nebenius⸗ Schule(Neugebauer): 19.30 bis 21 Uhr Stadion loffener 18 bis 19.30 Uhr MTG⸗Platz(Waldherr. Appa⸗ ratebau). Fröhl. Gymnaſtik und Spiele für Frauen und Mäbdchen: 17 bis 18.30 Uhr Friedrichſchule(Ammon u Herrmannf; 19.90 bis 20.30 Schillerſchule(Schok., Haaſ); 17.15 bis 18.15 Uhr Halle im Betrieb(Deutſche Bank); 20.00 bis.30 Uhr Uhlandſchule(Hanſa); 20 bis 21.90 Uhr Seckenheimſchule(offener Kurſus); 20 bis 21.30 Uhr Mäd⸗ chenberufsſchule(Defaka): 17 bis 18.90 Uhr Eliſabethſchule (Zigarrenfabrik J. Reiß). 3 Deutſche Gymnaſtik für Frauen und Mädchen: 19 bis 20 Uhr Goetheſtraße 8 loffener Kurſus). Kindergymnaſtik: 14 bis 15 Uhr Feubdenheimſchule 8 loffener Kurſus); 18 bis 19 Uhr Seckenheimſchule loffener Kurſus). Schwimmen für Frauen und Männer: 9 bis 10.30 Uhr Hallenbad, Halle 2(nur Hausfrauen und Mädchen offen); 18.30 bis 20 Uhr Hallenbad, Halle 2(Kohlenkontor, Biſchoff und Henſel und NM3); 20 bis 21.30 Uhr Hallenbad, Halle 2 (Bopp u. Reuther]: 21.30 bis 23 Uhr Hallenbad, Halle 2 loffener Kurſus). Rollſchuhlauf: 20 bis 21.90 Uhr Karl⸗Friedrich⸗Gym⸗ naſium loffener Kurſus). Reiten für Frauen und Männer: 12 bis 16 Uhr/ Reithalle Schlachthof ofſen(13. /Reiterſtandarte); 20 bis 22 Uhr Reithalle Schlachthof offen(13. ⸗Reiterſtan⸗ darte). Samstag, 10. Juni Allgem. Körperſchule: 16 bis 17 Uhr Stadion(Deutſche Wörnerwerke). Reichsſportabzeichen für Mänuer und Frauen: 15.30 bis 17 Uhr Stadion loffener Kurſus) Schwimmen für Männer und Frauen: 20 bis 21.90 Uhr Hallenbad, Halle 1 lofſener Kurſus); 20 bie 21.30, Uhr Hal⸗ lenbad, Halle 3(offener Kurſus]; 20 bis 21.30 Uhr Hallen⸗ bad, Halle 2(Hch. Lanz). Tennis für Frauen und Männer: 17 bis 18 Uhr Sta⸗ dion. Tennisanſage loſſener Kurſus). Reiten: 17.30 bis 18.30 Uhr /½⸗Reithalle Schlachthof offen(Reitinſtitut Soemmer!). Sonntag, 11. Juni Allgem. Körperſchule ſür Männer und Frauen: 11 Uhr Stadion(Ortsgrüppe Strohmarkt). Reichsſportabzeichen für Männer und Frauen:.30 bis 11 Uhr Stadion loſſener Kurſus). Tennis für Männer und Frauen: 9 bis 10 Uhr Sta⸗ dion Tennisanlage(offener Kurſus), Reiten ſamstags und ſonntaas nach beſonderer Verein⸗ barung mit Reitinſtitut Karl Soemmer Wallſtadtſtraße 33, Telephon 424 32, oder 13.„ Reiterſtandarte in I. 8, 8 9 bis (Telephoniſche Anmeldungen nimmt der Reitſtall der 18 Iſſteiterſtandarte unter Nr. 440 13 entgegen. SDageobaleucle Mittwoch, 7. Juni Nationaltheater: 20 Uhr„Das Land des Lächelns“. Libelle: 20.30 Uhr Kabaxett und Tanz, Stadt Baſel: Konzert(Nerlängerung! Tanz: Palaſthotel. Parkhotel, Libell. Brückt, F 3. 8 Lichtlviele: — Alhambra:„Ich ver⸗ Ufa⸗Palaſt:„Die weigere die Ausſage“.— Sch uburg:„Der Mann, von 17 bis 18 und 21 bis 10 Sonderſchau: Schattenriſſe der Dalberggeit. Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 10 bis 19 und von 15 bis 17 Uhr. Leſeſaal: Geöffnet von 10 bis 13, 15 bis 17 und 19.30 bis 21.30 Uhr. Städtiſche Schloßbücheret: Ausleihe von 11—13 und 17 Nis 19 Uhr. Leſeſäle:—13 und 15—19 Uhr. Gedächtnisausſtellung für Joh. Gottlieb Fichte. Mannheimer Kunſtverein,. 1, 1: Geöffner von 10 bis 18 und 14 bis 16 Uhr Städtiſche Volksbücherei, Zweigſtelle Neckarſtadt, Lortzing⸗ ſtraße 13: Ausleihe: 16 bis 19 Uhr. Leſeſaal geöffnet von 11 bis 13 und 16.30 bis 21 Uhr. Zweigſtelle Möhlblock, Weidenſtraße 16: Geöffnet von 10 bis 20 Uhr. Kinderleſehalle: Geöfenet von 15 bis 19 Ußr. Städtiſche Muſikbücherei, C 2, 1: Noten⸗ und Bücheraus⸗ gabe, Leſeraum und Schallplattenraum geöffnet von 10 bis 13 und von 16—19 Uhr. Städtiſches Hallenbad. U 3. 1: Geöffnet von 10 Pis 20 Uhr. Bis Ein⸗ Tierpark im Käfertaler Wald am Karlſtern: bruch der Dunkelheit geöffnet. Täglich 10 bis 17 Uhr Rundflüge und Keuch⸗ huſtenflüge. Flughafen: Eudwigshafener Veranſtaltungen Heuie Hindenburgpark: 16—18 Uhr und 20—22 Uhr Konzerie. Neuer Matrkt: Märchenſtadt Liliput. Pfalzbau⸗Konzertſaal: 20.30 Uhr Großkundgebung der NSDA in Verbindung mit dem'ꝰDel und dem Ne⸗ Reichskriegerbund. Turnhalle Daunſtadt: 21 Uhr Anſprache des Kreisleiters Kleemann über„Wir helfen dem Bauern“. Pfalzbau⸗Kaffee: Konzert, Tanz und Kleinkunſtbühne. Loiden der Stime und Luftwoge Fernrut 443 16 Frau Serta Zwiek, Paul Martin-Utar 21 Durch Atem- u. Stimmbildung: Beseitig. chron. Heiserkeit, Stimm · schwäche, Asthma. Bronchitis, auch für Kinder. Zu Krankenkasgen zugeſassen- Neue erfolgreiche Wege. 111 Bayeriſcher Hieſl: Konzert und Tanz. Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz. Leſeſaal des Geſellſchaftshauſes: Geöffnet 15 bis 20 Uhr. Lichtſpiele: Ufa⸗Palaſt im Pfalzban:„Die Pfingſtorgel“.— Palaſt⸗ Lichtſpiele:„Soweit geht die Liebe nicht“.— Ufa⸗Rhein⸗ gold:„Premiere“.— Union⸗Theater:„Mit Pauken und Trompeten“.— Atlantik:„Der rote Reiter“, Heidelberger Neranſtaltungen Heute Städt. Theater:„Der müde Theodor“(Pr.⸗Gr. 4, 20 bis 22.30 Uhr). Schloßhof: Beethoven⸗Tage, Serenadenkonzert(20.30 Uhr) Kurpfälziſches Muſeum: Sonderausſtellung„Gemälde des 10. Jahrhunderts“. Haus der Kunſt: Ausſtellung Slevogt und Grimm(Mudau) Aus den Kinos: Capitol:„Eine Nacht im Mai“.— Schloß⸗Filmtheater: „Marguerite:“.— Gloria:„Die Dſchungel⸗Prinzeſſin“— Kammer:„Muſik für Dich“.— Odeon:„Die Hochzeitsreiſe“ Was hören wir? Donnerstag, S. Juni Reichsſender Stuttgart .30: Frühkonzert.—.30: Ohne Sorgen jeder Mor⸗ gen..2; Für Dich daheim.— 10.00: Volksliedſingen — 11.60: Volksmuſik.— 12.00: Mittagskonzert.— 14.00: Nachrichten.— 14.10: Aus Meiſteropern des Auslandes (Schallplatten)— 16.00: Nachmittagskonzert.— 18.00: Unterhaltungskonzert.— 18.45: Aus Zeit und Leben.— 19.00: Film und Kleinkunſt(Schallplatten).— 19.45: Kurz⸗ berichte.— 20.00: Nachrichten.— 20.15: Heitere Abend⸗ muſtk.— 21.00: Warum küſſen ſich die Menſchen? Prak⸗ tiſcher Leitfaden für Lippengymnaſtik.— 22.00; Nachrich⸗ ten.— 22.30: Volks⸗ und Unterhaltungsmuſik.— 24.00: Nachtmuſik. Deutſchlandſender .00: Kleine Melodie.—.30: Frühkonzert.— 10.00: Volksliedſingen.— 11.30: 30 bunte Minuten.— 12.00: Muſik zum Mittag.— 14.00: Allerlei von zwei bis drei. — 15.15: Erhard Bauſchke ſpielt(Shallplatten).— 16.00: Muſik am Nachmittag.— 18.00: Kampf dem Verkehrs⸗ unfall.—. 18.10: Bücherſtunde.— 18.30: Die Sonate.— 19.00: Großdeutſchlandfahrt 1999: 7. Etappe Nürnberg— Paſſau.— 19.15: Tänze aus aller Welt.— 20.15: Begeg⸗ mung mit einem Dichter: Otto Rombach.— 20.40: Orche⸗ Rn— 22.30: Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Neue Muſik. Wetierbericht des Reichswetterdienſtes vom 7. Juni: Der hohe Luftdruck, der ſeinen Schwer⸗ punkt nach Südoſteuropa verlagert hat, iſt noch immer für die Witterung Deutſchlands beſtimmend. Ueber Frankreich kommt es dagegen ſchon ſeit Tagen zu Gewitterbildungen, die aber nur langſam weiter oſtwärts greifen. Im weſentlichen bleibt der Schönwettercharakter bei uns auch weiter⸗ hin erhalten. Vorausſage ſür Donnerstag, S. Juni Meiſt heiter und trocken, tagsüber ſehr warm, Winde aus Oſt bis Süd, in Gebirgsgegenden ſchwache Neiung zur Ausbildung gewittriger Störungen. Höchſttemperatur in Mannheim am 6. Junk: + 30,0 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 5 + 17,5 Grad, heute ſrüh ½8 Uhr: + 22,9 Grad. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juni Khein⸗Neae 2, 5 866 6. 7 We 4 5. 6 7 E Rheinfelden 3,1716/312,1737/ Kaud.. 3,082.982.92ʃ2,98 Breiſach. 3,173,19/3.17½ 20/3.20 flöln..972.852,70½2,68 Hehl..05643.2 3,52 354 Meckar⸗Beger Warau 524 49)50.1005 0%————. Mannheim.57,.4844 30,4.33.30 Mannheim.——⁴ 3².2404, 21 Hinweis Der Richard⸗Wagner⸗Verband Deutſcher Frauen(Orts⸗ verband Mannheim⸗Ludwigshafen) veranſtaltet am 9, Juni im Palaſthotel eine Feierſtunde in Anweſenheit der Reichsvorſitzenden Frau Grotrian. Bekannte Mann⸗ heimer Künſtler vom Nationaltheater wirken mit. —— 22—22———— 2.———— 2 S—— 22———225253232 — 6— e,— ——.23323—28283 ꝑ02 222—2 2 **—— 3 Mittwoch, 7. Juni 1939 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 252 Bauen als Kulturgeſtaltung Eine bedentſame Rede Alfred Roſenbergs Auf der Tagung des Hauptamtes für Technik, die dieſer Tage auf der Plaſſenburg bei Kulmbach ſtattſand, ſprach Reichsleiter Alfred Roſen⸗ berg über das Thema„Bauen als Kultur⸗ geſtaltung“. Bei einem Ueberblick über die Tätigkeit aller Be⸗ rufe im nationalſozialiſtiſchen Reiche können wir, ſo ſagte Reichsleiter Roſenberg, die eine entſcheidende Feſtſtellung machen, daß ſie alle eine innere Umformung in Bezug auf ihre Aufgabe, aber auch in ihrer ganzen inneren Haltung durchzumachen haben. Manche dieſer Neuformungen bedeuten da⸗ bei einen Verſuch zur Wiederherſtellung eines frü⸗ heren Anſehens, das dank mancher Vertreter dieſer Berufe in den letzten Jahrzehnten ſchwere Einbuße erlitten hat. So iſt es auch zweifellos mit den vielen Erſchei⸗ nungen des Lebens, die wir mit den Begriffen„Tech⸗ nik und Bauen“ umſchreiben können. Sämtliche Architekten und Techniker unſerer Zeit ſind von der Kraft der Vergangenheit in noch viel höherem Maße und viel unmittelbarer betroffen, weil nun einmal das Auge ſinnfälliger als andere Organe ſtändig an die techniſchen Taten des letzten Jahrhunderts erinnert. Eine ſcheußliche Gemäldegalerie kann man aus⸗ räumen, Skulpturen einer Niedergangsepoche kann man wegſtellen, dagegen Häuſer und Induſtrie⸗ anlagen, die einſt rieſige Vermögen gekoſtet haben, ſind nicht in wenigen Jahren, ja ſelbſt in vielen Jahrzehnten nicht umzugeſtalten. Wir werden tag⸗ täglich an die Wahrheit erinnert, daß die Sünden der letzten 50 Jahre auch in einem ganzen Jahrhun⸗ dert nicht abgetragen werdͤen können. Nach einer Aufzählung verſchiedener Beiſpiele für die Bauſünden der Vergangenheit und ihrer hiſtoriſchen und weltanſchaulichen Urſachen fuhr Roſenberg fort: Wenn wir das heute tauſendmal ausſprechen, ſo hat unſere Epoche daraus auch ent⸗ ſcheidende Entſchlüſſe zu ziehen, und zwar nicht in dem ſentimentalen Sinne, die Technik als Teu⸗ felswerk zu verurteilen, ſondern ganz im Gegenteil, ſie wieder einzufügen in eine lebenser⸗ haltende und naturgebundene Idee und damit ihr jene Würde wiederzugeben, die die alten Baumeiſter einmal in großen Zeiten deutſcher Ver⸗ gangenheit beſeſſen haben. Jede Tat des Bauens, jede Tat der geſamten Technik iſt entweder ein Stück Kultur oder ein Stück Unkultur, und es liegt in der Hand des Menſchen und einer Zeitepoche, ſich in Werken einer Barbarei oder in Werken einer höchſten Kunſt zu verewigen. Da Erfindungen und Entdeckungen neue Probleme zeitigen und neues Bauen fordern, ſo muß dieſes neue Bauen angeſichts einer allgemeinen Neu⸗ ordnung unſeres Lebens auch einem neuen Stilwillen eingefügt werden. Wir kön⸗ nen dabei keine Unterſchiede machen, ob es ſich um ein Wohnhaus, eine ſtädtebauliche Raumgeſtaltung, eine Großſtadtſiedlung, eine Brücke, ein Schleuſen⸗ werk oder eine große Fabrik handelt. Es wird eine der ſchönſten, vor unſeren Augen ja ſchon begonnene Aufgabe des Hauptamtes für Technik ſein, hier aus einer neuen weltanſchaulichen Haltung heraus jene innere Bindung zwiſchen all jenen Menſchen zu ſchaffen, die heute am Werk ſind, das neue Deutſch⸗ land auch dem Auge ſichtbar darzuſtellen. Die Sünden der Väter können nicht in wenigen Jahren gut gemacht werden. Die falſchen Waren⸗ hauspaläſte und die öden Straßenkreuzungen der Großſtädte, die man anmaßend Plätze nennt, können nicht in einigen Jahrzehnten überall neuer Geſtal⸗ tung weichen, aber eine große Anzahl von Beiſpielen ſoll zeigen, welch ein Unterſchied zwiſchen Haus und Haus, zwiſchen Technik und Technik und letzten En⸗ des zwiſchen Weltanſchauung und Weltanſchauung beſteht. Die Ehrfurcht vor der großen Vergangenheit und der harte Wille zur Erkämpfung einer ebenſo großen Zukunft, verbunden mit der Wirltanſchauung des 20. Jahrhundert, das erſcheint uns als jene Bindung, die alle Berufe heute mit neuen ſchöpferiſchen Antrieben erfüllen kann. eee Deutſches Theater in Rumänien Von Dr. Richard Cſaki Leiter des Deutſchen Auslands⸗Inſtituts Stuttgart Das Deutſche Landestheater in Ru⸗ mänien gaſtiert am 9. Juni im Mannheimer Nationaltheater mit Singſpiel „Mädchen aus dem Kobeltal“. Wenn eine deutſche Volksgruppe im Auslande eine über hundertfünfzigjährige ruhmvolle Theater⸗ geſchichte aufweiſen kann, wenn bald nach ihrem Erſcheinen die klaſſiſchen Werke der deutſchen Lite⸗ ratur auch hier aufgeführt wurden und von hier dem leuchtende Sterne der deutſchen Bühnenkunſt ihren Ausgang nahmen— dann iſt dieſes ein Kultur⸗ zeugnis, ausreichend, um zzu veranſchaulichen, daß dieſe Volksgruppe in Wahrheit die ihr geſteckte geiſtige Aufgabe ſchöpferiſch erfüllt hat: nämlich in fremder Umwelt eine in ſich ſelbſt geſchloſſene Kul⸗ turgemeinſchaft zu bilden und bei aller Eigenſtän⸗ digkeit doch organiſch empfangendes, aber auch mit⸗ teilendes Glied der großen Geſamtkulturgemein⸗ ſchaft zu bleiben. Das Theater der Siebenbürger Sachſen, das eine ſolche Tradition aufweiſt und das heute unter zäher, zielbewußter Führung ſich zu ein em Theater der geſamten deutſchen Volks⸗ gemeinſchaft in Rumänien entfaltet hat, iſt höchſter Ausdruck des Kulturwillens und des Pflichtbewußtſeins. Deutſches Theater im Auslande bedeutet nicht nur für das bodenſtändige Deutſchtum felbſt ein Mittel der Selbſtbehauptung und der Verbindung mit dem geiſtigen Leben des Mutter⸗ landes, ſondern es iſt vielleicht die wirkſamſte Form, in der das geiſtige Deutſchland zu den Völkern deutſcher Umwelt ſpricht. Der deutſche Theater⸗ direktor im Auslande leiſtet hervorragende Mitt⸗ lerarbeit zwiſchen Deutſchland und den Völkern— Mittlerarbeit, die immer und überall einen verſöh⸗ nenden, poſitive Werke ſchaffenden Charakter trägt. Wenn das„Deutſche Landestheater in Rumä⸗ nien“ eine Gaſtſpielreiſe öͤurch Deutſchland unter⸗ nimmt, ſo begrüßt in ſeinen Mitgliedern das deutſche Theaterpublikum Gäſte ganz beſonderer, erleſener Art: Pioniere, die deutſches Gedankengut durch das Mittel des Theaters zum Allgemeinbeſitz der Völ⸗ ker machen und dadurch deutſcher Literatur und Kul⸗ tur dauernde Freunde werben! Syielſolge und Spielleiter der Reichsfeſtſpiele Heideiberg Die diesjährigen Reichsfeſtſpiele in Hei⸗ delberg, deren Beginn auf Mittwoch, den 12. Juli, feſtgeſetzt iſt, dauern bis einſchließlich Sonntag, 20. Auguſt,, Der Spielplan ſieht folgende Stücke vor: William Shakeſpeare„Ein Sommernachts⸗ traum“. Joſef v. Eichendorff„Die Freier“, Gerhart Hauptmann„Schluck und Jau“, Fried⸗ rich v. Schiller„Die Räuber“. Für die Inſze⸗ nierung des Shakeſpeareſchen„Sommernachts⸗ traum“ konnte Hans Schweikart⸗München, ge⸗ wonnen werden, der bereits 1936 und 1937 im Hei⸗ gelberger Schloßhof Paul Ernſts Luſtſpiel„Panta⸗ lon und ſeine Söhne“ und Heinrich v. Kleiſts „Amphitryon“ in Szene geſetzt hat.— Die Regie des romantiſchen Luſtſpiels„Die Freier“ von Joſef von Eichendorff, das ſeines großen Erfolges wegen aus dem Spielplan des letzten Jahres wieder auf⸗ genommen iſt, liegt wieder bei Richard Wei⸗ chert⸗Berlin.— Gerhart Hauptmanns„Schluck und Jau“ ſteht unter der Szenenführung von Karl Heinz Stroux⸗Berlin, der im vorigen Jahre die vitale Inſzenierung„Der Widerſpenſti⸗ gen Zähmung“ leitete.— Walter Bruno Iltz⸗ Wien, der bereits 1937 in Heidelberg bei„Romeo und Julia“ die Regie führte, inſzeniert in dieſem Jahre die Schillerſchen„Räuber“. Anſichtbares Glas Wie die Deutſche Optiſche Wochenſchrift mit⸗ teilt, iſt es der Forſcherin Dr. Katharina Blod⸗ gett gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, durch das man gläſerne Gegenſtände unſicht⸗ bar machen kann. Das Glas wird hierbei von einer Haut bedeckt, die nur ein Zehntauſendſtel Milli⸗ meter ſtark iſt. Dadurch wird die Reflexion des Lich⸗ tes ausgeſchaltet, und das ſo präparierte Glas läßt 99,2 v. H. der Lichtſtrahlen durch. Die Dicke des Glaſes ſteht in einem genau ausgewogenen Ver⸗ hältnis zur Wellenlänge des Lichtes. Gegenſtände aus dieſem Glas werden damit tatſächlich für das Auge unſichtbar. Eine große praktiſche Bedeutung erlangt dieſe Methode vor allem für gewiſſe optiſche Inſtrumente, z. B. für Kameras, Ferngläſer und Periſkope. Erich Hallſtroem ſingt in Bayrenth. Erich Hallſtroem, der Heldentenor des Mannheimer Nationaltheaters, iſt für die diesjährigen Bay⸗ reuther Feſtſpielſe verpflichtet worden. Er ſingt in ſämtlichen Aufführungen des„Fliegenden Holländer“ den Erik und in zwei Aufführungen des„Rheingold“ den Froh. * Der Volks⸗Brockhans. Verlag F. A. Brockhaus, Leip⸗ zig. Preis 5 Mark, Ganzleinen. Der Volks⸗Brockbausin ſeiner neuen Ausgabe berückſichtigt die gewaltigen Ereig⸗ niſſe des vergangenen Jahres. Die etwa 42000 Stichwörter wurden auf den neueſten Stand gebracht. Der Brockhaus enthält 3500 Abbildungen ſowie einen Atlas mit bunten Karten. Die Angaben ſind knapp, aber ſehr zuverläſſig. Das wichtigſte Wiſſen von heute iſt auf kleinſtem Raum zuſammengedrängt. Auf allen Gebieten wird der Benützer das finden, was er ſucht. W. Müller. Sausbcimer Nuuucus llu 777 Wofür die heilſamen Moorbäder gut ſind Hier ſpricht der Arzt zur Frage der Sommer reiſe Deutſchland iſt immer reich an Kurorten geweſen. Seit aber die Oſtmark und das Sudetenland ins großdeutſche Reich zurückgekehrt ſind, liegen faſt alle berühmten Heilbäder innerhalb unſerer Grenzen. Im deutſchen Marienbad wurde im Jahre 1822 das erſte Moorbad errichtet. Die Erfolge mit die⸗ ſem damals neuen Heilſtoff müſſen groß geweſen ſein, denn in raſcher Folge begannen andere Kur⸗ ſtädte Einrichtungen zu Badekuren mit Torf⸗ moor⸗ und Schlammbädern einzurichten, und heute gibt es über hundert Badeorte, in denen Moor und Schlamm zu Bädern und Packungen an⸗ gewendet werden. Das Prinzip dieſer Behandlung beruht in erſter Linie auf der Anwendung feuchter Wärme. In welcher Weiſe einzelne Beſtandteile dieſer Heilerden dabei auf den Körper wirken, iſt ſchwer zu ſagen, daß aber noch ſpezifiſche Einflüſſe dabei zur Geltung kommen, darf wohl auf Grund langer Erfahrungen Kurorte mit Sicherheit angenommen wer⸗ en. Zur Auſſchließung aller Heilkräfte werden die Moore in beſonderer Weiſe vorbereitet. Vielfach hat das Moor eine Art Reifungsprozeß durchzumachen, ehe es benutzt werden kann. Während die Moore aus zerfallenen pflanzlichen Stof⸗ fen beſtehen, ſind die zu Heilzwecken verwerteten Schlamme mineraliſchen Urſprungs. Beide werden jedoch bei denſelben Krankheitszuſtänden be⸗ nutzt und kommen vor allem zur Aufſaugung chro⸗ niſch entzündlicher Veränderungen in Betracht. Dazu rechnet man Folgezuſtände nach Gelenkleiden aller Art, insbeſondere den chroniſchen Gelenkrheu⸗ matismus, aber auch Ischias, Neuralgie und Ner⸗ venſchmerzen verſchiedenſter Form ſowie Muskel⸗ rheuma. Unterleibsentzündungen der Frauen wer⸗ den ſehr günſtig ͤurch Moorbäder und Packungen beeinflußt. Entzündliche Ergüſſe, Reſtzuſtände nach Bruſtfellentzündung und Gallenleiden weröen in Verbindung mit anderen Behandlungsverfahren in Moorbädern gebeſſert. Friſche Entzündungsvorgänge ſind dagegen nicht ſür eine Behandlung dieſer Art ge⸗ eignet. wie denn akute Krankheitszuſtände überhaupt nicht in Bädern behandelt werden ſollten. Jede Behand⸗ lung mit feuchter Wärme führt zu einer gewiſſen Wärmeſtauung. Es muß daher immer auf den Zu⸗ ſtand des Herzens und des Kreislaufs Rückſicht ge⸗ nommen werden. Viele Kranke, die an rheumati⸗ ſchem Fieber gelitten haben, vertragen Moorbäder nicht gut und müſſen erſt vorſichtig auf eine ſolche Kur vorbereitet werden. Glücklicherweiſe verfügen wir heute über ſo viele verſchiedenartige phyſikaliſche Heilverfahren, daß es nicht ſchwer fällt, eine Bade⸗ kur, die nicht wirkſam genug erſcheint oder ſchlecht vertragen wird, durch eine andere zu erſetzen. Dr. G. K. eeeeeeeeeeeee Bunte Torte als Abendmahlzeit Ein hübſcher Erſatz für das„einſache Butterbrot“ Für feſtliche Gelegenheit im Familienkreiſe wird eine Torte zum Abenoͤbrot große Ueberraſchung und Wohlgefallen auslöſen. Wir reichen vorher eine Gemüſeſuppe oder ergänzen mit einer Salatplatte, worauf als Abſchluß noch Käſe folgen kann. Für die Torte benötigen wir ein in der Spring⸗ form gebackenes helles Brot, das uns jeder Bäcker gern auf Beſtellung backt. Bei Verwendung muß es aber mindeſtens 24 Stunden alt ſein, damit es ſich gut ſchneiden läßt. Mit einer groben Reibe wird die Kruſte abgerieben, ſie kann ſehr gut zum Panieren oder zu Semmelklößen verwendet werden. Dann ſchneidet man die Torte zweimal flach durch, ſo daß man drei Tortenböden erhält. Inzwi⸗ ſchen hat man ein 7 Pfund gekaufte Mayonnaiſe mit Kondensmilch ohne Zucker unter Zuſatz von Senf zu einer ſchlanken Maſſe verarbeitet. Fleiſch⸗ und Wurſtreſte wurden in ſchmale, halbfinger⸗ lange Streifen geſchnitten und mit der Hälfte der Mayonnaiſe vermiſcht. Nun beſtreicht man die unterſte Platte mit un⸗ gemiſchter Mayonnaiſe, ſtreicht dann den Fleiſchſalat darauf, gibt auf die untere Seite der darüberge⸗ hörigen Platte ebenfalls Mayonnaiſe und deckt dieſe ſeſt auf die unterſte Platte. Der obere Boden der zweiten Platte wird wiederum mit Mayonnaiſe be⸗ ſtrichen; darauf legt man dann mittelſtarke, in kleine Stücke geſchnittene Sülze, ſtreicht die untere Seite der oberſten Platte ebenfalls mit Maynnaiſe ein und klappt nun auch dieſen letzten Tortenboden auf die Brottorte. Zum Schluß läßt man den Reſt der Mayonnaiſe über die Torte laufen und beginnt mit der äußeren Schmückung des leckeren Gebildes. Als Verzierung dienen Radieschen. Schnittlauch und andere grüne Kräuter ſowie Pumpernickel. Auch einige Scheiben rohen oder gekochten Schinkens ſind — wenn vorhanden— nicht zu verachten. Ebenfalls können pikant angemachte Blumenkohlröschen, Gur⸗ kenſcheiben, als Salat angemachte Spargelſtückchen und geriebene, leicht geſalzene Mohrrüben verwendet werden. Tortenähnlich aufgemacht, verſehen mit einem hübſchen, bunten Mittelſtück, den ſenkrechten Rand mit geriebenem Bumpernickel beworfen, wird dieſe Torte eine Zierde ür den Tiſch ſein. ſch. Kleines ABC der Würzkräuter „Ach, wie praktiſch“, war die einſtimmige Meinung aller Hausfrauen, die im Kochkurſus einer Schule des Reichsmütterdienſtes zum erſten Male das Würzkäſtchen zu ſehen bekamen, das in kleinen Glasröhrchen die verſchiedenen Küchenwürzen ent⸗ Wir reisen in einen Necrori Kleid aus bunter Blauer Nachmit⸗ Lavabeldruckſeide tagsmantel; der in weicher Schnitt iſt in Schnittform. Spenzerart quer — Ultra⸗ Mo⸗— geteilt. Ultra⸗ dell K 8349— Modell M2842 6 er Entſchluß, in einen Kurort zu fahren, D feſt. Nun wird die Garderobe dar ⸗ aufhin durchgeſehen, ob ſie den Anforderun⸗ gen eines vierwöchigen Aufenthaltes an einem Platz genügt, wo ſich das Leben ohne Haſt in vielen geruhſamen Stunden abſpielt. Kurgäſte haben Muße genng, ſich darum zu kümmern, was die andern treiben und— was ſie an⸗ ziehen. Alſo lohnt es ſich ſchon, der Mode ihre neuſten Errungenſchaften abzugucken und ſie ſich ſelber dienſtbar zu machen. Nachdem die vormittäglichen Kurpflichten im Intereſſe der Geſundheit gewiſſenhaft erfüllt ſind, bieten Promenade und nachmittägliches Kaffee⸗ konzert Gelegenheit, neue Kleider und neue Mäntel der Kurwelt vorzuführen. Man wäre keine Frau, wenn es einem nicht Spaß —————————————r hielt, die den mancherlei Speiſen erhöhten Wohl⸗ geſchmack zu verleihen vermögen. Wohl wußten ältere Hausfrauen aus eigener Erfahrung, daß es neben der viel gebrauchten Peterſilie, dem Schnitt⸗ lauch, Bohnen⸗ oder Pfefferkraut, dem Kümmel und Majoran, auch den köſtlichen Beifuß als unerläßliche Würze des Gänſebratens gibt und einige Stangen Eſtragon jeden Eſſig aufs ſeinſte zu kräftigen und zu würzen vermögen, aber darüber hinaus ging ihre Kenntnis ſelten. Woher aber die Kenntniſſe neh⸗ 1 machte, möglichſt viel Abwechſlung darin zu zeigen. Mal kommen wir in bunter Lavabel · druckſeide, und leuchten bunter als die bunteſten Staudenbeete, mal gefallen wir uns in ein⸗ farbigen Kleidern, die dafür aber irgend eine aufregende Neuheit im Schnitt zeigen. Etwa wie die Zickzack⸗Einreihung eines hellen Seiden⸗ kleides ſie iſt. Oder wir tragen Seide und Spitze vereint an marineblauen Kaſackkleidern, denen wir eine Kleinigkeit friſches Weiß als Pikeegarnitur zuſetzen. Zu allen Kleidern paſ⸗ ſen blaue Nachmittags⸗ mäntel. Häufig haben ſie neue quergeteilte Spenzer⸗ formen mit glockigen Rock⸗ teilen, wodurch ſie ein wenig an den beliebten Trachtenſtil erinnern. M. Ol. Aus blauer Seide und Spitze gefertigtes Kieid im neuen Kaſackſchnitt. Ultra⸗Modell K 8383 Gelbes Seidenkleid. Der neue im Zickzack eingereihte Schnitt. Ultra⸗Modell K8425 men, an welche Speiſen die einzelnen, weniger be⸗ kannten Gewürze gehörten, um ihren Geſchmack in wünſchenswerter Weiſe zu heben und zu verbeſſern? Das war die Frage vieler Hausfrauen, die jetzt aber leicht zu beantworten iſt, da es in der Drogerie neuerdings ein Wür z⸗ABC gibt, das eingehend und überſichtlich die Verwendung der einzelnen Würzen angibt, der Hausfrau alſo ein zuverläſſiger Helfer beim Kochen ſein kann. E. L. Verantwortlich: Maraot Schubert, Mannheim. Thee Sucl 6. Seite/ Nummer 252 tung/ Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 7. Junt 1839 Neue Maunheimer Zei Nynb onb vllor POul — Unaufhörlich fließen Ströme von Gold nach Amerika; man möchte, wenn man die fortgeſetzten Goldtransporte aus Europa nach den Vereinigten Staaten verſolgt, zu der Ueberzeugung kommen, daß ſich das gleichbleibende Metall in der alten Welt nicht mehr ſicher fühlt. Beſonders England und Frankreich werden von dieſem fortgeſetzten Gold⸗ abfluß betroffen, und in den Kellern von Fort Knox, dem vor Jahresfriſt fertiggeſtellten„Gold⸗Kaſtell“ der Vereinigten Staaten, mehren ſich die Schätze, die Hunderte von ſchwer bewaffneten Panzerzügen vom Newyorker Hafen aus nach Kentucky bringen. Es entſpricht ſicherlich nicht einer geſunden Weltwirt⸗ ſchaft, wenn ſich heute bereits über 60 Prozent des geſamten Welt⸗Goldͤbeſtandes in den USA befinden. Gleichwohl iſt von Amerika, das nach wie vor in eine furchtbare Würtſchaftskriſe verſtrickt iſt, von „goldenen Zeiten“ nichts zu bemerken. Man ſieht, daß die einſeitige Verteilung des koſtbaren Metalls im Gegenteil zu tiefgreifenden Störungen der Wirt⸗ ſchaft führt. Um überhaupt die Möglichkeit zu haben, dieſe unermeßlichen Goldbeſtände aufzunehmen, wurde im Herzen Kentuckys die modernſte Feſte der“ Welt gebaut, und die in ihren Ausmaßen kaum vor⸗ ſtellbaren unterirdiſchen Golöſchränke von Fort Knox ſind mit einer Serie von bis ins letzte ausgeklügelten Sicherungen verſehen. Um das quadratiſche Ge⸗ bäude, das ſich auf der Ebene erhebt, zieht ſich ein Balkon, der Tag und Nacht von bewaffneten Wachen heſetzt iſt. Schon von weitem kann man hier jeden Menſchen, der ſich der Feſtung nähert, ſichten, und nachts ſorgen die Rieſenſcheinwerfer, die ihre Kegel nach allen Richtungen werſen, für die nötige Hellig⸗ keit. Um die Feſtung läuft eine hohe quadratiſche Eiſenbetonmauer, die weder von einem Fenſter noch von einer Tür unterbrochen wird. Die Schatzkammer ſelbſt befindet ſich tief unter der Erde. Mit Eiſen⸗ platten verkleidete Gänge führen in die Goldgruft. Gewaltig gepanzerte Türen ſchützen das Gewölbe, das, reihenweiſe aufgeſtapelt, die Goldbarren ent⸗ halten ſoll. Hier wäre ſelbſt ein Dillinger machtlos, und„wenn ſich ſämtliche Gangſters der Vereinigten Staaten verbünden würden“, ſo verkündet trium⸗ phierend der Gouverneur dieſer Goldfeſtung,„ſie würden hier nicht eindringen können!“ Denn in höchſter Not, wenn die Mauern und die Panzertüren und die Wichen wirklich überwältigt würden, kann ein beſonderer Poſten, der ſtändig an einem elek⸗ iriſchen Pumpwerk ſteht, das unterirdiſche Gewölbe mit einem einzigen Griff⸗ vollſtändig unter Waſſer ſetzen. —„Angeſichts der Tatſache, daß Reué Brochet ein Menſch von hochſtehender Moral iſt— daß er in ſich Gefühle von ſeltener Qualität birgt— daß die Raymonde Larripee niemals den Sinn ſeiner großen Liebe verſtanden hat— daß ſie infolgedeſſen ſich ſeiner zärtlichen und tiefen Liebe unwürdig erwieſen hat— aus dieſen Motiven wird die Obengenannte hiermit zum Tode verurteilt. Gegeben zu Paris im Jahre 1939. René Brochet.“ Dieſes eigenartige Do⸗ kument, das ſichtbar auf den Kaminſims geſtellt wor⸗ den war, fanden die Poliziſten in der Pariſer Woh⸗ nung eines jungen Mädchens namens Raymunde Larrivee, das, durch zwei Revolverſchüſſe nieder⸗ geſtreckt, tot auf dem Boden lag. Wenige Stunden ſpäter wurde der Buchhalter René Brochet in dem Büro, in dem er ſeit Jahren tätig war und wo er als Muſter eines Angeſtellten galt, verhaftet.„Ich habe Sie erwartet, meine Herren“, begrüßte er die Kriminaliſten.„Ja, es iſt wahr, ich habe meine Braut Raymonde zum Tode verurteilt und das Ur⸗ teil perſönlich vollſtreckt. Der Gerechtigkeit iſt Ge⸗ Märta hatte keine Decken für ihn. Aber er ſolle mal zu Gürie Ohlſen gehen, Spens Witwe, meinte ſie. Das Haus nebenan. Es wären nur wenige Schritte. Aber er würde es wohl nicht finden in der Dunkelheit? Eckmann hatte eine Taſchenlampe, und er brüllte ihr zu, darüber ſolle ſie ſich keine Sorgen machen. Sie ſolle lieber endlich in die Küche gehen und etwas zu eſſen heranſchaffen. Es hatte gerade wieder aufgehört zu regnen, nur der Sturm heulte noch. Vom nahen Strand her donnerte die Brandung. Die Wolken jagten niedrig über den Himmel. An einer Stelle bildeten ſie ein Loch, und darüber ſtand eine Weile lang ſtill und einſam ein Stern. „Eckmann fand, daß dieſe Gürie faſt noch aufge⸗ regter war als die alte Märta. Auf dem Sofa in der Stube ſaßen die beiden Matroſen der„Skane“. Im Gegenſatz zu ihm machten ſie einen völlig er⸗ ſchöpften Eindruck. Ohle gegenüber waren ſie noch geſprächig geweſen, aber jetzt hatte die Abſpannung ſie gepackt. Sie waren in Spens Sachen eingekleidet, ihre eigenen Kleider hingen über dem Herd zum Trocknen. Beide blickten gleichgültig und ſtumpf auf Eckmann. „Ihr macht ja Geſichter, als wäre euch die Braut vor der Hochzeit davongelaufen“, ſagte er. „Sitzt da trocken und warm und bekommt gleich zu futtern! Weiß der Teuefel, wann meine alte Hexe ſo weit iſt!“ Gürie deckte den Tiſch, lief hin und her, Eckmann ſagte, daß Märta ihn geſchickt habe, um eine Woll⸗ decke zu holen. Ja, die könne er haben. Auf dem Boben, gleich links hinter der Tür fände er drei Wolldecken, rief ſie ihm zu und rannte wieder in die Heroſtube. Eck⸗ mann hatte die Bodentreppe beim Betreten des Hanſes ſchon geſehen. Er ging hinauf. Plötzlich hörte er einen Schrei, Gürie kam binter⸗ brein geſtürzt. Auf halber Treppe holt ſie ihn ein. Sie erſchien ihm maßlos erſchrocken, faſſungslos. In ihrer Aufregung und Verwirrtheit hatte ſie völlig, verg⸗ben, daß Syen auf dem Boden war. „— Sie können nicht gehen, Sie werden— n Sie nur, Sie werden die Decke doch nicht Unden“, ſtammelte ſie. — 1 nüge geſchehen. Verfahren Sie mit mir nach Ihrem Gutdünken“. Die Anklage vor dem Schöfſengericht der Seineſtadt gegen René Brochet, die in dieſen Tagen verhandelt wird, lautet auf vorſätzlichen Mord. Aber der Angeklagte, den die Sachverſtändi⸗ gen als etwas phantaſtiſch veranlagt, im übrigen je⸗ doch als voll zurechnungsfähig bezeichnet haben, hat ſich ſo in ſeine Rolle als„Richter“ über ſeine Braut hineingelebt, daß er ſeine Situation gar nicht richtig Toöoliche Abſtürze am Waxenſtein dnb. Garmiſch⸗Parten kirchen, 6. Jnni. Am Waxenſtein ereignete ſich ein ſchweres Abſturzunglück, das das Leben zweier junger Leute forderte. Die beiden Touriſten Jehle und Haslach, die ſchon manche ſchwierige Tour mit Er⸗ folg durchgeführt haben, unternahmen einen Auf⸗ ſtieg auf den Waxenſtein. Plötzlich ſt ürzte Has⸗ lach ab und riß den vorausgehenden führenden Jehle mit ſich in den Abgrund. Beide Tonriſten konnten nur tot geborgen werden. Ein Biſchof und ſeine Mutter Opfer eines Autounglücks Paris, 7. Inni. Der Biſchof von Longre, der von einer Katho⸗ likentagung in Dijon wieder in ſeine Dizeſe zurück⸗ kehren wollte, iſt unterwegs einem Autonnfall zum Opfer gefallen. Sein Automobil rannte aus bisher noch nicht geklärter Urſache mit voller Ge⸗ ſchwindigkeit gegen einen Baum und wurde dabei völlig zertrümmert. Der Biſchof trug einen Schä⸗ delbruch davon und ſtarb kurz nach der Einlie⸗ ferung ins Hoſpital. Auch ſeine im Wagen mitfah⸗ rende 8ojährige Mutter erlitt einen Bruch der Wirbelſäule und ſtar b 48 Stunden ſpäter. Großfener in Bukareſt Lagerhaus abgebrannt 8 dnb. Bukareſt, 6. Juni. Ein Großfen er vernichtete am Montag eines der größten Bukareſter Lagerhäuſer, in dem vornehmlich Baumwolle, Kaffee, Kolonialwaren und Südfrüchte eingelagert waren. Der Schaden be⸗ läuft ſich auf über 10 Millionen Lei. Ein Mörderpaar hingerichtet db Berlin, 7. Juni. Am Dienstag ſind der am 20. Februar 1885 gebo⸗ rene Lorenz Fiſcher und ſeine am 30. Juli 1980 geborene Ehefrau Roſa Fiſcher aus Weiſchau(Bez. Coburg) hingerichtet worden, die am 31. Januar 1939 vom Schwurgericht in Co⸗ burg wegen Mordes zum Tode und zum Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit ferner wegen weiterer ſchwerer Verbrechen zu langjährigen Zuchthausſtrafen verurteilt worden ſind. Die Eheleute Fiſcher haben im März 1929 in Weiſchau ihr wenige Wochen altes Kind verhungern laſſen, weil es ihnen läſtig war, Roſa Fiſcher hat weiterhin ein im Juni 1936 ge⸗ borenes uneheliches Kind kurz nach der Geburt ge⸗ tötet, in vier anderen Fällen hat ſie verſucht, ihre neugeborenen Kinder verhungern zu laſſen. erkennt Immer wieder blättert er in ſeinen„Ak⸗ ten“, in denen er das„Material“ gegen die unglück⸗ liche Raymonde ſammelte, auf Grund deſſen er ſie dann in aller Form„zum Tode verurteilte“. Sechs Jahre waren René und Raymonde nach dieſen Auf⸗ zeichnungen verlobt. In dieſer Zeit hat der Buch⸗ halter ſeine Braut genau 400 mal ermahnt, ſich zu beſſern. Er hatte ſie der Verſchwendungsſucht und Oberflächlichkeit, der Putzſucht und Eitelkeit, der Untreue und Flatterhaftigkeit beſchuldigt und ihr all⸗ monatlich auf den Sou genau vorgerechnet, welche Ausgaben er für ſie hatte. Es waren. wie eine ſorg⸗ fältig detaillierte Auſſtellung zeigt, in 6 Jahren 100 000 Franes geweſen. Er drohte ihr an, er werde ſie„vor das Gericht ſeines Herzens“ ſtellen, wenn ſie ſich nicht ändere, aber Raymonde, das lebens⸗ luſtige junge Ding, lachte nur über dieſe Abſonder⸗ 1 111 OLe. Großfeuer im neuen⸗ Warſchauer Hauptbahnhof Schwerverletzte und rieſiger Sachſchaden dnb. Warſchau, 6. Juni. Auf dem Gelände des im Neuaufbau begriffenen Hauptbahnhofs brach heute in den Morgenſtunden ein rieſiges Schadenfeuer aus das zur Zeit noch andauert. Das in mehr als zehnjähriger Ar⸗ beit errichtete Gebäude des neuen Hauptbahnhofes, das jetzt im Rohbau annähernd ſertiggeſtellt iſt, iſt in Gefahr, vollkommen vernichtet zu werden. Das Feuer wurde heute morgen nach ſechs Uhr bemerkt, als es ſchon erhebliche Ausmaße angenom⸗ men hatte. An die Brandſtätte begaben ſich ſofort alle verfügbaren Löſchzüge der Warſchauer Feuer⸗ wehr, ſtarke Polizeiaufgebote und Behördenvertreter, die die Urſache des Brandes feſtſtellen wollen, über die zur Zeit die verſchiedenſten Vermutungen vorlie⸗ gen. Der Verkehr über den Warſchauer Hauptbahn⸗ hof iſt völlig lahmgelegt worden. Die Eiſenbahnver⸗ bindungen zwiſchen der polniſchen Hauptſtadt und den umliegenden Ortſchaften wird über die Vorort⸗ bahnhöfe geleitet. Ueber den Umfang des bisher angerichteten Scha⸗ dens kann man ſich noch keine genaue Vorſtellung machen. Es iſt nur bekannt, daß verſchiedene MWau⸗ enn des neuerrichteten Rieſengebändes geſprun⸗ gen ſind, daß der Brand noch immer wütet, und daß bisher mehrere Perſonen zum Teil ſchwere Verlet⸗ zungen davongetragen haben. Alle Zufahrtsſtraßen zum Hauptbahnhof ſind durch ſtarke Polizeiaufgebote abgeriegelt. Schon wieder Feuer auf einem franzöſiſchen Schiff dnb. Paris, 6. Juni. An Bord des auf einem Trockendock in Marſeille liegenden Paſſagierdampfers„Andre Lebon“ brach ein Feuer aus, über deſſen Umfang noch nichts bekannt iſt. Nach einſtündigen Bemühungen mehrerer Feuerlöſchzüge und Löſchboote gelang es, den Brandherd zu lokaliſieren. Brand einer Zuckerplantage 32 Tote EP. Mexifko, 7. Juni. Ein Rieſenfener, bei dem 22 Perſonen ge⸗ tötet wurden, brach auf einer im Regierungsbeſitz befindlichen Zuckerplantage in Zacatepec aus. Fünfzig Perſonen wurden durch Brandwunden ſchwer verletzt. Die Flammen, die ſich mit großer Schnelligkeit ausbreiteten, zerſtörten 200 Gebäude der Stadt. 7 ROMAN VoN HANS HEISE „Warum denn nicht?“ fragte er erſtaunt. „Nein— ja— laſſen Sie mich, ich hole ſie ſchon.“ Sie bemühte ſich, raſch an ihm vorbeizukommen, aber er hielt ſie feſt. Er lachte, verſuchte, ſie zu kneifen. 1 „Das gibt es ja gar nicht! Mußt ſchon entſchul⸗ digen— mit hübſchen Frauen iſt Per Eckmann im⸗ mer Kavalier.“ Er ſchob ſie zurück. Unten rief einer der Matro⸗ ſen, daß auf dem Herd etwas anbrenne. Gürie hatte Eier in die Pfanne geſchlagen. Sie ſtand un⸗ ſchlüſſig, atmete heftig, blickte in Eckmanns lachendes Geſicht. Durch die offene Tür fiel von der Stube her Licht, und ſie konnte ihn im Halboͤunkel der Bodentreppe undeutlich ſehen. Sie hörte, wie die im Fett brennenden Eier ziſchten, der ſengerige Ge⸗ ruch drang bis hieher. Noch einmal machte ſie den Verſuch, vorbeizukommen, aber Eckmann ließ es nicht zu. Sie ſeufzte gequält. Plötzlich örehte ſie ſich um, rannte die Treppe hinunter. Sie riß die Pfanne vom Herd. Zu ſpät. Alles war zu ſpät. Sie wußte nicht, was werden ſollte, ſie wußte überhaupt nichts mehr, konnte nicht denken, konnte keinen einzigen klaren Gedanken faſſen. Dann lauſchte ſie geſpannt. Warum kam er noch nicht zu⸗ rück? Wenn er im Dunkeln hinter die Tür faßte, mußte er doch dͤie Decken ſofort fühlen! Sie wußte genau, daß ſie an dieſer Stelle lagen. Geſtern noch war ſie auf dem Boden geweſen und hatte ſie dort liegen ſehen. Mein Gott, wie konnte ich ihn nur gehen laſſen, wie konnte ich es nur vergeſſen! dachte ſie. Nein, Sven wird ſchlafen. Er iſt die Nacht hin⸗ durch mit Lars geſegelt, er iſt lange auf den Beinen geweſen, er muß ja hundemüde ſein. Per Eckmann braucht wirklich nur hinter die Tür zu greifen, auf dem Boden iſt doch kein Licht, er kann doch gar nicht mit Spen— aber— aber warum kommt er nicht? ſchreckliche Sturm, man kann überhaupt nichts ren. Eckmann dͤrückte die Klinke der Bodentür auf, trat ein und knipſte ſeine Taſchenlampe an. Im ſelben Augenblick packte ihn Spen und hielt ihm den Mund zu. „Still!“ flüſterte er. Aber ſogleich ließ er ihn wieder los. Er war ge⸗ ſie hatte ſich an die eigenartigen Ge⸗ lichkeiten ihres Verlobten pflogenheiten und die Pedanterie gewöhnt und nahm ſie nicht tragiſch. voll war“, erklärte René vor Gericht,„fällte ich nach langen Ueberlegungen und genauer Prüſung des Beweismaterials das Todesurteil über Raymonde. Ich fertigte das Urteil aus und begab mich in ihre Wohnung. Als ſie als Antwort auf meine Frage, ob ſie nun endlich auf den rechten Weg gehen wolle, in ein ſchallendes Gelächter ausbrach, vollſtreckte ich das Urteil, indem ich ſie mit zwei Revolverſchüſſen tötete. Dann begab ich mich, das ſchriftliche Urteil zurücklaſſend, zu meiner Arbeitsſtätte.“ Nun iſt der Mann, Todesurteil vollſtreckte, ſelbſt von einem Todesurteil bedroht. * — Der jüugſte Aſtronom, der ſich durch die Ent⸗ deckung eines Kometen die Unſterblichkeit geſichert hat, iſt Olaf Haſſel, ein taubſtummer Bauer aus dem norwegiſchen Dorf Oevre Eiker. Schon auf Grund ſeiner Herkunft nimmt dieſer Mann eine Sonder⸗ ſtellung unter den Kometenentdeckern ein, von denen die meiſten berufsmäßige Himmelsforſcher waren. Man hat nunmehr offiziell beſchloſſen. einen vor einiger Zeit von dem Bauern Olaf Haſſel entdeckten geſchweiften Himmelskörper, der bisher unbekannt war, als„Haſſel⸗Kometen“ zu bezeichnen. Wie kam Olaf Haſſel dazu, einen Irrſtern im Weltenraum zu finden? Als Sohn eines norwegiſchen Groß⸗ bauern beſuchte er von ſeinem achten Lebensjahr an die Taubſtummenſchule in Oslo, auf der er ſich durch ſeinen Eifer und ſeine raſche Auffaſſungsgabe auszeichnete. Als er dann den väterlichen Hof über⸗ nahm, beſchäftigte er ſich in ſeiner Freizeit mit Na⸗ turwiſſenſchaft und dem Studium aſtronomiſcher und meteorologiſchen Bücher. Schon als Knabe hatte er ſich aus Brillengläſern ſelbſt ein Fernrohr kon⸗ ſtruiert; als 25jähriger aber konnte er ſeinen Lieb⸗ lingswunſch, ſich ein richtiges Himmelsfernrohr an⸗ zuſchaffen, verwirklichen. Abend für Abend begab er ſich mit dieſem„in die himmliſchen Sphären“ und ſtudierte unermüdlich den Lauf der Geſtirne. erſtenmal machte Haſſel bereits im Jahre 1920 von ſich reden, als er einen neuen Stern entdeckte, um ein Jahr ſpäter einen neuen Kometen im Weltall zu erſpähen. In beiden Fällen aber konnte er ſich nicht als den erſten Entdecker dieſer Himmelser⸗ ſcheinungen bezeichnen, denn gleichzeitig mit ihm hat⸗ ten auch die großen Sternwarten die Neuigkeiten im Himmelsraum wahrgenommen. Aber immer⸗ hin wurden bei dieſer Gelegenheit die norwegiſchen Aſtvonomen auf den Bauer Haſſel aufmerkſam und übertrugen dem leidenſchaftlichen Amateur ⸗Aſtro⸗ nomen verſchiedene fachwiſſenſchaftliche Arbeiten, denen ſich Haſſel mit großem Eifer hingab und die er auch ſtets zur Zufriedenheit ſeiner Auftraggeber löſte. Schließlich wurde Haſſel zum Mitglied der norwegiſchen Nova⸗Geſellſchaft, einer Vereinigung von Himmelsforſchern, ernannt, und erwies ſich als wertvoller Mitarbeiter des bekannten Aſtronomen Profeſſor Störmer, der ſich mit Himmelsphotogra⸗ phien befaßte. Vor einiger Zeit übertrug die Nova⸗ Geſellſchaft Haſſel die Beobachtung des lichtver⸗ änderlichen Fixſternes Triangulum, der mehr und mehr an Lichtſtärke einbüßt und neuerdings ganz zu verſchwinden droht. Bei dieſer Gelegenheit geſchah es, daß Haſſel plötzlich einen Kometen im Himmels⸗ raum entdeckte, den er auf Grund ſeines umfaſſen⸗ den aſtronomiſchen Wiſſens ſofort als eine Neuer⸗ ſcheinung erkannte. Haſſel beeilte ſich, den Stern⸗ warten von ſeiner Wahrnehmung Mitteilung zu. machen. Und diesmal war er, wie eine Rundfrage ergab, tatſächlich der Erſte geweſen, der den ge⸗ ſchweiften Weltenwanderer entdeckt hatte. Daher wird der jüngſte Komet, der nun auf die Sternen⸗ karte eingezeichnet wird, den Namen„Haſſel⸗Komet“ erhalten— zu Ehren jenes norwegiſchen Bauern, der tagsüber ſeinen Acker beſtellt, um nachts den Sternenhimmel zu erforſchen. nau ſo erſchrocken wie Eckmann. Im Schein der Lampe hatten ſie ſich erkannt. „Menſch, Nils?!“ „Pſſſſt!“ flüſterte Spen.„Du haſt mich nicht ge⸗ ſehen. Ich bin überhaupt nicht da, verſtehſt du? Ich ſchlage dir den Schädel ein, wenn du ein Wort ſagſt.“— „Nanu!“ „Still, Per! Biſt du wahnſinnig, Mann?“ Eckmann dachte an das Bild, das er bei Märta ge⸗ ſehen hatte und an das, was er gehört hatte. „Intereſſant!“ ſagte er nur, diesmal gleichfalls im Flüſterton. Der Boden des alten Hauſes war niedrig, der lange Eckmann konnte nur gebückt ſtehen. Der Sturmwind war hier viel ſtärker zu hören als unten in der Stube, er übertönte Spen keuchendes, lauern⸗ des Schweigen. Eckmann ließ den Lichtſtrahl ſeiner Taſchenlampe flüchtig den Mann abtaſten, der unter den ſchrägen Dachbalken wie eine Höhle wirkte. Aus einer alten ausgedienten Matratze, mitten zwiſchen Hausratgerümpel, hatte Sven ſich ein Lager gebaut. Syen ballte heimlich die Fauſt, Eckmann ſah es, griff zu und hielt ſie feſt. Er lächelte gutmütig. Er war ein geriebener Burſche. Er durchſchaute noch micht, was hier geſpielt wurde, aber auf alle Fälle war es etwas nicht ganz Sauberes, und er begriff eine Chanee. „Wieviel iſt ͤir mein Schweigen wert?“ flüſterte er geiſtesgegenwärtig. „Hundert. Komm morgen, wenn ſie weg iſt. Wir reden darüber.“ „Zweihundert.“ „Gut, zweihundert. morgen, ja?“ Eckmann nickte ſtumm, packte eine Decke und ging. Auf der Treppe begann er zu pfeifen. Zweihundert Kronen? Bei der Sache iſt ſicher noch mehr heraus⸗ zuquetſchen, dachte er. Er pfiff lauter, und er lachte als er in die Stube trat. „Da iſt die Decke. Natürlich habe ich ſie gefun⸗ den!“ rief er luſtig. Die Matroſen blickten gleichgültig von ihren Tel⸗ lern auf. Sie aßen ſchon. Gürie ſah ihn mit gro⸗ ßen Augen an. „Sie haben ſie— die Decke lag an den Platz, wie ich es ſagte?“ „Klar.“ Aber geh jetzt, ſofort— „Und iſt Ihnen— mir war vorhin, als hätte ich Geräuſch auf dem Boden— und—“ „Geräuſch? Muß wohl der Wind geweſen ſein. Hab' nichts anderes gehört. Decke. Gute Nacht, Jungens!“ Damit ging er. Gürie ſah ihm nach, bis er die Tür hinter ſich geſchloſſen hatte. Es war nun plötz⸗ lich ſehr ſtill. Sie hörte nur das mahlende, ſchmatzende 0 Vielen Dank für die Kauen der Matroſen und ihren eigenen leiſen Atem in dem ſtändigen orgelndden Brauſen des Sturmes. Einen Augenblick lang dachte ſie, ob es vielleicht gut geweſen wäre, wenn dieſer Fremde. der da fort⸗ ging, Spen gleich entdeckt hätte? Oder war es doch beſſer ſo? Völlig geiſtesabweſend blickte ſie auf die beiden Matroſen. „Das ſchmeckt!“ ſagte der eine von ihnen, der ihren Blick gefühlt hatte, mit einem müden, ſchwa⸗ chen Lächeln. Er ſchob den Teller vor ſich weg. „Sie können noch mehr haben“, ſagte Gürie. „Nein, danke, ich will nicht mehr, ich will jetzt ſchlafen.“ Gürie hatte ihnen Decken hingelegt, der eine der Geretteten ſollte auf dem Sofa liegen, der andere auf öͤͤer Sproſſenbank unter dem Fenſter, es blieb ihr nichts mehr zu tun. Sie bot noch einmal Eſſen und einen heißen Grog an, aber auch der zweite Matroſe lehnte ab. Dann ging ſie in ihr Schlafzimmer. Es lag an der Küſtenſeite des Hauſes und war ein kleines Zimmer, das nur Bett, Kleiderſchrank und eine Waſchkommode enthielt. Spens Bett hatte ſie— bald nach ſeinem„Tode“— verkauft. Sie hatte die Lampe aus der Heroͤſtube mitgenommen und ſtellte ſie auf die Waſchkommode neben dem Bett. Da ſie Angſt hatte, wagte ſie es nicht, ſich auszukleiden. Sie dachte auch, daß ſie doch nicht ſchlafen könnte. In ihren Kleidern, die Hände im Schoß blieb ſie eine Weile auf dem Bettrand ſitzen, ehe ſie die Lampe aus⸗ blies und ſich auf das Bett legte, denn ſie war es gewohnt, zu ſparen. Ihr Kopf ſchmerzte. Sie lag ſteif ausgeſtreckt, ſtarrte mit weit geöffneten Augen in die Finſternis. Immer wieder wurde dieſe Schwärze unterbrochen. Die hölzernen Fenſterladen hatten in dreiviertel Höhe je ein Lichtloch, kleine, herzförmige Ausſchnitte, durch die mit der furcht⸗ baren und aufreizenden Regelmäßigkeit maſchineller Bewegungen der vorüberflitzende, kreisrunde Licht⸗ ſtrahl des Leuchtturmes huſchte und jedesmal für den Bruchteil einer Sekunde den Oberteil des Klei⸗ derſchrankes und die Wand erhellte. Gürie war dieſe Erſcheinung aus Hunderten von Nächten gewöhnt, heute war ſie ihr unerträglich, ſie konnte nicht nach⸗ denken dabei, ſie ſchloß verzweifelt die Augen, aber ſelbſt durch die geſchloſſenen Lider fühlte ſie den Lichtſchein aufleuchten. Aufſtöhnend wälzte ſie ſich herum, grub den Kopf in die Kiſſen und weinte. (Fortſetzung folgt) MürfftKar „Als das Maßz der eigenhändig ein von ihm verkündetes Zum ——— 2232 E SS—. 2 28128. FFFFFFFFXXC r— 11 „„• FN * Mittwoch, 7. Juni 1939 Aus Baden Erſolg badiſcher Rinderzüchter auf der Reichsnährſtandsausſtellung in Leipzig * Karlsruhe, 6. Juni. Der Landesverband badi⸗ ſcher Rinderzüchter iſt auf der 5. Reichsnährſtands⸗ ausſtellung in Leipzig in ſeinen Abteilungen Höhen⸗ fleckvrieh und Wäldervieh mit insgeſamt 29 Tieren vertreten. Es gelang, in der Abteilung Fleckvieh ſogar gegen ſtarke Konkurrenz Württembergs und Bayerns insgeſamt in beiden Abteilungen 13 erſte, 12 zweite, 3 dritte und 2 vierte Preiſe zu erringen. Ferner erhielten die badiſchen Tiere drei Ehren⸗ preiſe und in dem Preiswettbewerb der großen Landesſammlungen ebenfalls einen erſten Preis. Be⸗ ſonderen Eindruck hinterließ bei der Vorführung der preisgekrönten Tiere im großen Ring die Vor⸗ ſtellung eines Bullenviererzuges im ſchweren Zuge. Viele erholungsbedürftige Kinder warten auf einen Freiplatz. Willſt Du dieſen Kindern den Wuunſch er⸗ füllen? Wenn ja— dann gehe ſofort zur nächſten NS'⸗ Ortsgruppe und melde Deinen Freiplatz an. Ein Schwarzwälder Spanienkämpfer ausgezeichnet * Karlsruhe, 7. Juni. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt von Brauchitſch, begrüßte bei Ueberreichung der den deutſchen Legionären vom Führer verliehenen Auszeichnungen beſonders herz⸗ lich den 51jährigen Freiwilligen Karl Kübler aus dem Schwarzwald. Karl Kübler arbeitete bei Aus⸗ bruch des Krieges als Ingenieur der AEG in Spa⸗ nien. Er meldete ſich ſofort bei den nationalen Truppen und machte den ganzen Krieg mit. Für ſeine vorbildliche Einſatzbereitſchaft wurde der Legionär vor der Front der Legion zum Leut⸗ nant a. D. ernannt. * Weinheim, 6. Juni. Frau Maria Weſtarp, die ſich bei dem Zimmerbrand erhebliche Brand⸗ wunden zugezogen hatte, iſt geſtorben. * Sinsheim, 6. Juni. Treſchklingen iſt die Maul⸗ und Klanenſeuche ausgekommen. Gutshof und Gemeinde bilden einen Sperrbezirk. Die Abhaltung der Schweinemärkte in Eppingen und Sinsheim wurden aus dieſem Grunde vertagt. * Wiesloch, 7. Juni. Bei der Neuſieoͤlung Frauen⸗ weiler wurde ein Storchtot aufgefunden, der vermutlich gegen die Hochſpannungsleitung geflo⸗ gen war. L. Unteröwisheim, 6. Juni. Landwirt Karl Friedrich Holz feierte mit ſeiner Ehefrau Luiſe, geb. Maier, das Feſt der goldenen Hochzeit. * Tauberbiſchofsheim, 7. Juni. Der 18jährige Motorradler Fritz Hofmann aus Großrinderfeld iſt auf der Heimfahrt von ſeiner Arbeitsſtätte zwi⸗ ſchen Krensheim und Paimar auf einen ſchweren Kraftwagen gerannt und wurde dabei erhebli ch verletzt. * Sonderriet, 7. Juni. Zimmermeiſter N. Doſt⸗ mann feierte bei guter Geſundheit ſeinen 91. Ge⸗ burtstag. * Pforzheim, 6. Juni. Der elfjährige H. Senſen⸗ brenner, der in Eutingen von der Enzbrücke 10 Meter abgeſtürzt iſt, erlag im Krankenhaus ſeinen Verletzungen. * Waldkirch, 7. Juni. Mitten in dem Dorfe Köndringen(Amt Emmendingen) prallte ein Motorrad mit zwei in den 20er Jahren ſtehenden Männern aus Stuttgart an einen Eckſtein der Brücke, die über den Dorfbach führt. Der Motor⸗ radfahrer, ein Medizinſtudent, wurde kopfüber in den Bach geſchleudert und erlitt dabei ſo ſchwere Verletzungen, daß er kurz darauf im Krankenhaus ſtarb. Der Beifahrer, ſein Bruder, trug eine ſchwere Knieverletzung davon. Das Motorrad wurde völlig zertrümmert. Quncl um Vermögen ſowie auf euer In der Gutsverwaltung 0 4 UN.—10 ut! 6 veitde 2 che Um E Reue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe SA hilft dem Bauer? Jeder SA-Mann leiſtet Erntehilfe! „Was deutſche Bauern in harter Arbeit geſät, reift zum Segen unſeres ganzen Volkes. Die Frei⸗ heit der Nation wird nicht nur durch die Schärfe der Waffen gewährleiſtet, auch das tägliche Brot muß geſichert ſein. Deshalb müſſen alle Kräſte des Volkes frei⸗ gemacht werden, um unſern Bauern zu helfen, die Ernte reſtlos und ohne Schaden einzubringen. Mehr als ſonſt ſoll der Bauer gerade in den Tagen der Erute wiſſen, daß er in ſeiner ſchweren und ver⸗ antwortungsvollen Arbeit nicht auf ſich ſelbſt ange⸗ wieſen iſt. Auch der SA⸗Mann wird in ſelbſtver⸗ ſtändlicher Pflichterfüllung dem deutſchen Bauern helſend zur Seite ſtehen. Ich fordere daher alle Männer der S A⸗Gruppe Südweſt auf, unſeren Bauern jede mögliche Hilſe zu gewähren. Alle Dienſtſtellen werden angewieſen, den Einſatz ſofort und tatkräftig in Verbindung mit den zuſtändigen Stellen der Landesbauernſchaften Württemberg und Baden zu regeln. Der Führer der SA⸗Gruppe Sübweſt Ludin, Obergruppenführer. 555 Slick auf Ludwigshafen Der Kampf der Polizei gegen die unbelehrbaren Verkehrsſünder Radſahrer! Fahrzeuglenker und Fußgänger! Sehr viele eurer Kameraden ſind im Monat Mai durch Unachtſamkeit, Leichtſinn oder Rückſichtsloſig⸗ keit im Straßenverkehr zum Verkehrsſünder gewor⸗ den. Sie mußten daher mit den gebotenen Mitteln zur Diſziplin gezwungen und zur Verantwortung gezogen werden. In rund 1000 Fällen mußten in Ludwigshaſen Verkehrsteilnehmer gebühren⸗ pflichtig verwarnt werden. In 192 Fällen, bei denen die Uebertretungen grob fahrläſſig begangen wurden und die allgemeine Verkehrsſicherheit ein ſchärferes Vorgehen unbedingt erforderte, mußte gegen die Verkehrsſünder mit Strafanzeige vorgegangen wer⸗ den. Viele dieſer Zuwiderhandlungen hätten be⸗ ſtimmt vermieden werden können, wenn ſich jeder Verkehrsteilnehmer mit dem nötigen Verant⸗ wortungsbewußtſein im Verkehr bewegen würde. Daher: Uebt mehr Vorſicht im Straßenver⸗ kehr! Achtet mehr auf eure Geſundheit und euer Leben und das Leben euerer Mitmenſchen! Die Polizei berichtet: h. Ludwigshafen, 6. Juni. Der verheiratete Rohrleger Kurt Minor, ge⸗ boren am 24. April 1911, wohnhaft in Schauern⸗ heim, Untergaſſe 7, fuhr betrunken auf dem Rade durch Ludwigshafen⸗Rheingönheim. Er ge⸗ fährdete dabei den Verkehr und ſich ſelbſt und wurde bis zur Wiedererlangung der Nüchternheit polizei⸗ lich verwahrt. * In Ludwigshafen⸗Mundenheim verübten ein ver⸗ heirateter Mann und ſein Sohn durch gegenſeitiges Beſchimpfen Unfug. Bei dieſer Gelegenheit verſetzte der Vater ſeinem Sohne mit einem Spaten einen Schlag an den Unterkiefer. Der Verletzte mußte in das Krankenhaus eingelieſert werden. * Im ſelben Stadtteil lief eine alte Frau einem Kraftradfahrer in die Fahrbahn. Die Frau brach den rechten Arm und erlitt Hautabſchürfungen im Geſicht. * In der Frankenthaler Straße in Ludwigshafen⸗ Oggersheim ſtürzte ein dort wohnhafter Arbeiter mit ſeinem Kraftrad und brach Knöchel und Zehen. Er war ohne Führerſchein und polizeiliche Zulaſſung ſeines Fahrzeuges gefahren. Ebenfalls ohne Führer⸗ ſchein belangte man eine ledige Kontoriſtin, die auf einem Kraftrad Rheingönheim unſicher machte. Angezeigt wird auch der Beſitzer des Kraftrades, weil er das Fahrzeug überließ, obwohl er wußte, daß die Kontoriſtin keinen Führerſchein beſaß. etʒi Preisſchießen * Schwetzingen, 7. Juni. Während des Spargelfeſtes wurde gleichzeitig der Schützenkönig für 1939 ermittelt. Die Durchführung des Preisſchießens lag in den Hän⸗ den des Schießleiters der NSDAP, Dr. Eber⸗ hard, und des Schützenmeiſters- Max Wilhelm vom Schützenverein. Nachdem am Sonntagmorgen die letzten Uebungen geſchoſſen waren, traf man ſich im grünen Saal des ſüdlichen Zirkelgebäudes, um die Preiſe von Bürgermeiſter Stober in Empfang zu nehmen. Der Dank des Bürgermeiſters galt auch den Stiftern der Preiſe, die damit ihren Idealismus für den Schießſport bewieſen haben. Dann erfolgte die Bekanntgabe der Sieger. Mit dem Gedenken an den Führer ſchloß die eindrucksvolle Stegerehrung. Schützenkönigsſchießen: Max Fr. Wil⸗ helm 159, Exwin Bertſch 157 und Gg. Eichhorn 141 Ringe. FF Erwin Bertſch 36, Joſef Czerwek 36, Julius Utz 36, Joſef Moß⸗ brucker 35, Gg. Eichhorn 35, Oskar Kreiter 35, Karl Werner 34, Max Wilhelm 34, Guſtav Böſt 34 Ringe. *Plankſtadt, 6. Juni. Am Sonntagabend fuhr am Ortsausgang ein Perſonenwagen gegen einen Straßenbahnſtänder⸗ wobei ihm die Kotflügel und das eine Licht beſchädigt wurden, ſo daß die Weiter⸗ fahrt erſt um Mitternacht angetreten werden konnte. Der Fahrer kam mit einigen Schnittwunden im Ge⸗ ſicht davon. * Hockenheim, 6. Juni. Bei der Schinderhütte im Gemeindewald fand am Sonntag das große Waldkonzerſtt ſtatt. Außer unſerer prächtigen Stadtkapelle konzertierten auch die befreundeten Ka⸗ pellen von Oftersheim, Ketſch und Sandhauſen. Es war ein fröhliches Leben und Treiben vom Morgen bis zum ſinkenden Abend.— Am Sonntagmorgen führten BDM und Hg ihr großes Sportfeſt durch. Nach der Flaggenhiſſung im feſtlich geſchmück⸗ ten TV.Stadion begaben ſich die einzelnen Gefolg⸗ ſchaften zur Durchführung der Wettkämpfe nach den Sportplätzen. Große Anteilnahme der Beyölkerung fand der 10 mal 100⸗Meter⸗Staffellauf durch die, Stadt. Am Nachmittag wurden verſchiedene Spiele ausgetragen. In einer hieſigen Fabrik wurde in einer Klei⸗ derablage aus einer Rocktaſche eine ſilberne Arm⸗ banduhr im Werte von 38 Mark entwendet. Der Dieb konnte erfreulicherweiſe ermittelt werden. . Im Umkleideraum des Reichsbahnſportplatzes wurden in drei Fällen 18 Mark, 30 und 25 Pfg. ge⸗ ſtohlen. Als Täter wurde ein Jugendlicher von hier ermittelt, dem außerdem ein Diebſtahl in Mannheim nachgewieſen werden konnte. Die Geflügelcholera wurde im Gehöft des Fabrik⸗ arbeiters Emil Boffo im Stadtteil Maudach amts⸗ tierärztlich feſtgeſtellt. Das Gehöft bildet einen Sperrbezirk. Die älteſte Einwohnerin des Stadtteils Oggers⸗ heim, Frau Apollonia Süß geb. Eberlo, iſt im Alter von 94 Jahren geſtorben. 3* Heidelberg, 7. Juni. 38 Grad Celſius zeigte öͤͤas Thermometer am Dienstagnachmittag an der ſonnbeſchienenen Hang⸗ ſeite— ein Höhepunkt der ſeit einigen Tagen herr⸗ ſchenden Hitze. Am Bismarckplatz kommen jetzt die Roſen ins Blühen. Als eine einzige oͤuftende Pracht erfreut der Garten, eine Oaſe inmitten des hier ſtändig ſtarken Verkehrs. Im Tiergarten trafen vier Flamingos ein, diie als„Neulinge“ beſonderes Intereſſe be⸗ anſpruchen. Das Feſt der goldenen Hochzeit begingen der Landwirt und Kirchendiener Michgel Reinig und ſeine Ehefrau Katharina, geb. Schwöbel, Steckels⸗ gaſſe 15. Die Beethoventage beginnen heute Mittwoch⸗ abend mit einem Serenadenkonzert im Schloßhof, der nun nach Eintritt der langerſehnten warmen Witterung gerade auch zu dieſer Veranſtal⸗ tung ſeine Gäſte erwartet. Die Leitung des vom Städtiſchen Orcheſter ausgeführten Konzerts hat Generalmuſildirektor Overhoff. Vom Theater. Ilſe Gebhardt⸗Buttlar wurde als erſter jugendlicher Sopran für die Feſt⸗ ſpiele am Hohentwiel und Schloß Mainau veryflich⸗ tet.— Agnes Fink egeht nach Leipzig Emmy Mör⸗ ſchel nahm ein Engagement an die Breslauer Oper an. Zum Abſchluß der Spielzeit am 25. Juni bereitet das Theater das Luſtſpiel„Hochzeitsreiſe ohne Mann“ von Leo Lenz vor. Lampertheimer Notizen ſ Lampertheim, 6. Juni. Die hieſige Volksbühne ſpielte im gutbeſetzten Reichsadlerſaale für ihre Mit⸗ glieder das Luſtſpiel von Robert Robbs„Der neue Papa“. Die dem Stück eigene Situationskomik ſorgte für gute Unterhaltung. Die Darſtellung unter Spielleitung von Pg. Rockenfeld war durchweg gut und die Rollenbeſetzung erſtklaſſig, Die Bühnen⸗ bilder waren ſehr anſprechend geſtellt. Der Reichsbund der Kinderreichen hielt im„Rheingold“ eine Mitgliederver⸗ ſammlung ab, in der Landeswart Pg. Rinks⸗ Frankſurt und Kreisamtswart Beiſel⸗Worms über neuzeitliche Fragen ſprachen. Der hieſige RDͤ⸗ Abſchnitt führt hier eine Werbeaktion durch. Da nachher eine einjährige Mitgliederſperre eintritt, ſollten ſich ducß noch Fernſtehenden im eigenen Inter⸗ eſſe umgehend anmelden. Als Hauptfrage ſteht die Schaffung des Ehrenbuches der deutſchen Familie im Vordergrund. An der Ecke Alice—Bürſtädter Straße ſtießen ein Motorradfahrer und eine Radfahrerin zuſammen. Der Unfall hätte gut vermieden werden können, wenn die Radfahrerin dem Motorrad das Vorfahrts⸗ recht eingeräumt hätte. Die Radlerin wurde verletzt, das Rad ſchwer beſchädigt. * Donaueſchingen, 6. Juni. Als der 18jährige Kaufmann Karl Barth von hier von einer Fe⸗ rienreiſe nicht zurückkehrte, ließ die Familie polizei⸗ liche Nachforſchungen anſtellen. Einer nun aus Wien eingetroffenen Nachricht zuſolge wurde der Geſuchte dort als Leiche aufgefunden. 7. Seite/ Nummer 252 Kraftrad raſt in Fußgängergruppe Zwei Tote und vier Schwerverletzte * Baden⸗Baden, 7. Juni. Geſtern abend fuhr ein mit zwei engliſchen Tou⸗ riſten beſetztes ſchweres Motorrad in einem Tempo von weit über 60 Stundenkilometer auf eine Gruppe von Fußgängern von hinten auf. Der die Maſchine ſtenernde Eugländer und einer der Fußgänger waren nach wenigen Minuten tot, während ein zweiter ſo ſchwer verletzt wurde, daß an ſeinem Aufkommen gezweiſelt wird und der engliſche Bei⸗ fahrer und zwei weitere Fußgänger teils ſchwer und teils leichter verletzt ſind. Die Urſache des ſchweren Unglücks liegt, wie„Der Führer“ berichtet, nicht nur in der großen Geſchwin⸗ digkeit der engliſchen Maſchine, ſondern in dem Um⸗ ſtand, daß im Augenblick des Ueberholens die an ſich ſehr ſchmale Rheinſtraße beim Schweigrother Hof noch durch einen parkenden Lieferwagen verſchmälert wurde. * Zwei Kraftradler tödlich verunglückt * Hetzbach, 6. Juni. Durch vorübergehende Paſſanten wurden nahe Marbach zwei ſchwerver⸗ letzte Motorradler aufgefunden. Beide hatten ſich Schädelbrüche zugezogen, an deren Folgen ſie bald verſchieden. Die Nachforſchungen haben er⸗ geben, daß ſie die Kurve nicht richtig genommen haben und dadurch an einen Baum prallten. Bei großer Hitze wirkt cHonhetgbt. SGNsCt Wasske wahrhaftig bahre Wunder Ein Stein verurſacht tödlichen Unſall * Waldshut, 7. Juni. Auf der Albtalſtraße nach Niedermühle kam es am Sonntagabend zu einem tragiſchen Verkehrsunfall, der ein Menſchenleben forderte. Das Unglück entſtand durch einen Stein, der gegen das im ſchnellen Tempo das Albtal hinauf⸗ fahrende Motorrad des Ferdinand Ebner aus Immenreich ſchlug, ſo daß der Soziusfahrer Leopold Ebner zu Boden ſtürzte und lebensgefährliche Ver⸗ letzungen davontrug, die ſeine Ueberführung in das Waldshuter Krankenhaus notwendig machten. Dort iſt der Verunglückte, der Vater von neun größten⸗ teils noch ſchulpflichtigen Kindern, am Montag⸗ früh geſtorben. Der Fahrer kam mit leichteren Verletzungen davon. ——U ◻¹Sll 58 ze U Weinheim, 7. Juni. Ein Verkehrsunfall exeig⸗ nete ſich am Dienstagmorgen an der Ecke der Badeniaſtraße bei der Ueberführungsbrücke der OcCc, dem der 18 Jahre alte Ledͤerarbeiter Hans Sebaſtian Andes von hier zum Opfer fiel. Der Verunglückte war auf dem Wege zu ſeiner Arbeits⸗ ſtätte zum Lackierbau der Firma Freudenberg, als er mit ſeinem Fahrrad von einer Zugmaſchine mit zwei Anhängern überholt wurde. Er geriet unter einen der beiden Anhänger und erlitt ſo ſchwere Verletzungen, öͤͤaß der Tod alsbald eintrat. Der Führer der Zugmaſchine und ſein Beifahrer hatten den Unfall nicht bemerkt. Paſſanten brachten das Fahrzeug zum Stehen. * * Sa«arlautern, 6. Juni. Ein verheirateter Kraft⸗ radler aus Neunkirchen iſt aus bisher noch nicht ge⸗ klärtem Grunde hinter einer Linkskurve auf den Bürgerſteig geſahren und gegen einen Baum ge⸗ rannt. Seine Verletzungen waren ſo ſchwer, daß bald darauf der Dod eintrat. Bei dem Toten han⸗ delt es ſich um Straßenbahnſchaffner Erwin Bauer, 4* * Merzig, 6. Juni. Der frühere Kreisleiter und Bürgermeiſter von Merzig und heutige Kreisleiter von Homburg, Dr. Reiſel, iſt mit ſeinem Wagen, den er ſelbſt ſteuerte, von der Fahrbahn abgekom⸗ men und gegen einen Baum gerannt. In ſchwer⸗ verletztem Zuſtande ſchaffte man Dr. Reiſel ins Krankenhaus. * * Obrigheim, 7. Juni. Unterhalb der Eiſenbahn⸗ brücke iſt beim Durchſchwimmen des Neckars der 17 Jahre alte Ludwig Hemberger ertrunken. *. * Beusheim, 6. Juni. In der Papierfabrik Eu⸗ ler wurde der 39jährige Arbeiter Konrad Rödel durch eine aus der Gleitſchiene ſpringende Laufkatze ſo unglücklich getroffen, daß der Tod ſoſort eintrat. Der Verunglückte hinterläßt Witwe und zwei Kinder. 9 * Frankenthal, 5. Juni. Die Zweite Große Straf⸗ lammer verurteilte den ſchon mit 15 erheblichen Vorſtrafen belaſteten 34 Jahre alten Heinrich Raa b aus Mainz⸗Biſchofsheim, zuletzt in Neuſtadt a, d. Weinſtraße wohnhaft, wegen Rückfalldiebſtahls zu einer Zuchthausſtrafe von einem Jahr zehn Monaten. R. hatte am 18. Juni 1938 in Kaiſerslau⸗ tern ein Fahrrad auf Abzahlung gekauft. Nach An⸗ zahlung von 15 Mk. verkaufte er es ſpäter in Lud⸗ wigsburg für 25 Mk. Des weiteren entwendete er ein faſt neues Fahrrad auf der Iggelbacher Kirch⸗ weihe im September vorigen Jahres. Zweibrücken, 6. Juni. Im Stadtteil Ernſt⸗ weiler vollendete Herr Karl Klein ſein 91, Lebensjahr. 6555 * Alſenz, 6. Juni. Das Amtsgericht Ober⸗ moſchel verurteilte die 36jährige Aug. Kreunrich, geb. Müller, wegen Milchfälſchung in Tatein⸗ heit mit Betrug in zwei Fällen zu einer Geſamt⸗ gefängnisſtrafe von drei Wochen und zur Tragung der Koſten des Verfahrens. * Niederhochſtadt, 6. Juni. Im benachbarten Freimersheim ſeierte der Gemeindeälteſte, Herr Michael Muth, Altveteran von 1870/71, ſeinen 93. Geburtstag. * Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Bemerkungen zu zwei Großkämpfen: Aomira, Schalke und Dresöner SC 140 000 Zuſchauer in zwei Vorſchlußrundenkämpfen um die Deutſche Fußball⸗Meiſterſchaft. 100 000 werden ſicher auch am nächſten Sonntag ins Olympiſche Stadion kom⸗ men um Zeuge des Wiederholungskampfes zwiſchen Schalke und Dresden zu werden, und das Endſpiel im Olympiſchen Stadion zwiſchen dem Sieger dieſer Begegnung und Admira Wien wird totſicher ausverkauft ſein. Fürwahr, der Kampf um die Deutſche Fußball⸗Meiſter⸗ ſchaft feiert in dieſem Jahr auch in dieſer Beziehung einen Triumph. Ganz abgeſehen von der ſportlichen Seite, die uns einen glänzenden Endkampf von vier wirklichen Klaſſemannſchaften beſcherte. Die Schalker haben die Berliner Fußballanhänger wie⸗ der einmal enttäuſcht. Enttäuſcht, weil ſie nicht gewannen. Herrlich lief ihr Spiel zeitweiſe, ganz wie zu ihren Glanz⸗ zeiten. Aber wenn man ſah, wie ſie mit dem Ball buch⸗ ſtäblich ins Ter laufen wollte, ſo hatte man im Hinblick auf den Endkampf— falls gegen den DSc gewonnen wird, was wir glauben möchten—. gegen Admira doch einige Bedenken. Zumal ſich die Adͤmira in Frankfurt a. M. in wahrhaft meiſterlicher Form präſentierte. Viele fragen ſich heute, gewiß nicht zu Unrecht, ob es der Donauſtadt gelingt, nach dem Tſchammerpokalſieg Rapids auch die erſte Großdeutſche Fußball⸗Meiſterſchaft zu erringen. Wir möchten es faſt glauben, wenn wir die Mängel der Schalker Verteidigung betrachten, in der Sontow allerdings als Erſatzmann ſtand. In beiden Kämpfen regten ſich die Zuſchauer über die Seiſtungen der Schiedsrichter auf. In dem einen Falle in Berlin über Schiedsrichter Pfützner⸗Karlsbad, im anderen weiter im Rennen in Frankfurt a. M. über Rühle⸗Merſeburg. Gewiß, beiden unterlief hier und da ein Fehler,, aber die„Pfeif⸗ konzertler“ und ewigen Schreihälſe ſollten einmal be⸗ denten, wie ſchwer die Aufgabe der Schiedsrichter in ſol⸗ chen Kämpfen iſt, die mit ſtärkſtem Einſatz beider Mann⸗ ſchaften durchgeführt werden, und die mit einer Atmoſphäre der Nervoſität überlagert ſind. Es gab z. B. im Berliner Olympiſchen Stadion Zu⸗ ſchauer, die die Objektivität des Schiedsrichters in Zweifel zogen. Eine derartige Unterſtellung iſt eine grobe Be⸗ leidigung für einen Mann, der der deutſchen Sport⸗ bewegung in einer nicht immer beneidenswerten Poſition dient. Es gehört nicht wenig Idealismus dazu, einen Kampf von aufgeregten Spielern und vor noch aufgereg⸗ teren Zuſchauern zwei Stunden lang zu leiten. Die For⸗ derung nach Objektivität muß daher nicht an die Adreſſe des Schiedsrichters, ſondern an die der Kritikaſter ge⸗ richtet werden. Gewinnt Schalke 04 am nächſten Sonntag? Das iſt die große Frage, die Deutſchlands Fußballgemeinde augenblick⸗ lich beherrſcht. Wenn man bedenkt, daß der Dresdner SE, der uns ſehr, ſehr angenehm überraſcht hat, einiges Glück in dieſem Kampf gehabt hat— das werden auch die Dres⸗ der zugeben—, wenn man weiter annimmt, daß die Schal⸗ ker am nächſten Sonntag weniger kreiſeln und mehr ſchießen werden, wenn man weiter annehmen kann, daß ſie während der ganzen 90 Minuten nicht einen Augen⸗ blick nachlaſſen, dann müßte ihnen ein, wenn auch knapper Sieg ſicher ſein. Denn ſie waren am letzten Sonntag zweifellos die beſſere Elf. Mannheims große Ruderregatta eröfinet das badiſche Turn⸗ und Sportſeſt am 17. und 18. Juni Die große Mannheimer Regatta, die diesmal das ba⸗ diſche Gaufeſt am 17. und 18. Juni einleitet, hat eine aus⸗ gezeichnete Beſetzung erfahren. 35 Vereine mit rund 150 Booten haben zu 32 Rennen gemeldet. Viele Rennen erſordern Vorrennen. Der Ruderclub Zürich, ein gern geſehener Gaſt in Mannheim, hat für den erſten Vierer und den Jubiläums⸗Achter gemeldet. Der Olympiaſieger Guſtav Schäfer geht im Einer an den Start. Auch der Schweinfurter Kai del und von Opel haben für die Rheinmeiſterſchaft ihre Meldungen abgegeben. Vom Nach⸗ wuchs werden Skeda⸗Beuel und Netzer⸗Worms am Start erſcheinen. Der Doppelzweier bringt eine Vorent⸗ ſcheidung in der Meiſterſchaft zwiſchen der Skuller⸗Zelle Berlin⸗Grünau(Schäfer⸗Kaidel) und Viktoria Ber⸗ lin(Fürth⸗Pürſch). Weiter haben gemeldet die Wormſer Renngemeinſchaft, der Ulmer RC Donau und der Kreuznacher RB. Im Achter treffen die Mannheimer Amicitia, der Kölner RC und der Ruderclub am Wannſee aufeinander. Hinzu kommt hier noch der Ruderclub Zürich und der Sieger vom Zweiten Achter. Im Vierer ohne Steuermann ſtarten der Züricher RC. Mannheimer Amicitia und der Ludwigshafener RB. Im Zweier mit Steuermann treffen die Olympiaſieger Guſtmann und Adamſki auf Rüſſelsheim, Homburger Germania und Frankfurt⸗Oberrad. Im erſten Vierer haben gemeldet die Renngemeinſchaft RC am Wannſee⸗Frieſen Berlin, RC Zürich, Amicitia Mannheim und Rüſſelsheim. Im Zweier ohne gehen der Europameiſter RE am Wannſee(Eckſtein⸗Stelzer) und die Frankfurter RG Ober⸗ rad an den Start. Auf die Meldungen werden wir noch zurückkommen. Der Jußballpionier der Bergſtraße 30 Jahre 5 Weinheim 09— Fubiläumswoche vom 10. bis 17. Juni Sehr nahe ſtand dieſes Jahr einmal mehr der Fuß⸗ ballvetein Weinheim 09 dem Abteilungsſieg in der Be⸗ zirksklaſſe. Er hat dann durch einie Reihe ganz hervor⸗ ragend bſtandener Privattreſfen aufhorchen laſſen. bet denen der badiſche Meiſter, Bſa Mannheim, dann SV Waldhof, SpVa Sandhofen und VfR Köln die Gegner waren. Im Zeichen des 30jährigen Jubiläums ſtanden dieſ Ereigniſſe. Mit der Begegnuna gegen Wormatia Worms wird am kommenedn Samstag die Sportwoche eröffnet an der Kirchheim, VfR Pforzheim, Neckarhauſen und Hemsbach ſowie die Altersmannſchaft des VſR Mannheim teilnehmen. Ein neuer Abſchnitt wird damit eingeleitet. Wenn wir zurückblicken, ſehen wir nicht nur eine Summe von Svielreihen, die von einigen Höhepunkten beſonderer Erfolge beſtimmt ſind, wir finden das Auf und Ab, wie es die Entwicklung iedes Sportvereins kennzeichnet. Das Beſondere, um deſſentwillen Anerken⸗ nung gebührt, ſind die Pionierdienſte, die unmittelbar und mittelbar für die Ausbreitung unſeres Spiels an der Bergſtraße und i— nahen Odenwald geleiſtet worden ſind. Die Kenner am Neckar und Rhein wiſſen, daß 09 im⸗ mer wieder im Lauf der Zeit Spieler, die vieder i über dem Durchſchnitt ſtanden, hervorgebracht bat. und es iſt nicht notwendig, hier Namen aufzuzählen. Wenn auch der Auf⸗ ſtieg zur erſten Klaſſe leider nicht gelungen iſt, ſo konnte ſich der Verein im Schatten der Großen eihten Namen ſchafſen. Spät hat Fußball in Weinheim Eingang gefunden. Daß es bei den Vorurteilen nicht leicht war, das weiß jeder, deſſen Erfahrung weiter zurückreicht. Sicher war jo das Spiel, obwohl ja die Verbindung zu der nahen Großſtadt Mannheim lange nicht ſo eng war wie heute, ſchon früher hier bekannt. Dafür ſorgten junge Männer, die der Beruf hinousgeführt hatte, ſorgten Ausländer, die das Gymnaſium beſuchten oder die einſtige Bender⸗ ſchule, in der der Wert der Körperertüchtigung ſchon ſehr ſrüh durch tüchtige Pädagogen erkannt worden war. Eine kleine Schar gründete am 20. März 1909 den Fußball⸗ verein Weinheim. Als im erſten Spiel immerhin 150 Zuſchauer gekommen waren und gleich ſogar ein Sieg ge⸗ lung, da hatte man gute Hoffnung. Aber viele Schwierig⸗ keiten gab's zu überwinden. Der Beitrit“ zum damaligen Verband Süddeutſcher Fußballvereine erfolgte im Auguſt 1911 und damit wohl auch die Grundlage für die Schaf⸗ fung eines geregelten Spielbetriebs. Man hatte ſogar. um der Leichtathletik Raum zu geben, von ſich aus eine ein⸗ monatliche Spielruhe, die ja damals nicht allgemein be⸗ ſtand, eingeführt. 93 1914 rückten viele Mitglieder ins Feld. Junge Jahr⸗ gänge foloten. Dert toten Helden iſt eine Ehrentafel im Bereinslokal gewidmet. Im Krieg war das ideale Gelände beim Schlachthof, das ausbaufähig geweſen wäre, Sitlichen Zwecken verwendet worden. Der Verein be⸗ kom nach längeren Verhandlungen nunmehr von der Stadt den Platz beim Stahlbad zugewieſen, der mit gro⸗ ßen Aufwendungen umgebaut wurde. Lange war er die „Heimat“. Als die Dietrich⸗Eckart⸗Siedlung entſtand, be⸗ kaan 09 das Spielfeld bei der Naturin zugewieſen. Von den Etappen iſt beſonders zu erwähnen die Oden⸗ waldkreismeiſterſchaft 1924⸗25. Der Abteilungsſieg in der Gruppe Unterbaden⸗Oſt führte 1934 ebenſalls nicht Fum Aufſtieg. Als dannn auf eigene Antrag die Zuteilung Zur ſicherlich ſpielſtärkeren Gruppe Weſt erfolgte, hat die Mannſchaft auch hier, wie noch in guter Erinnerung iſt, ſtets eine gute Klinge geſchlagen. Wir wünſchen weiter⸗ hin guten Erfolg! Höhere Dienſtgrade für jahrelangen Einſatz Der Führer des deutſchen Kraftſahrſports, Reichsleiter Korpsführer Hühnlein, hat eine Anordnuna erlaſſen, die für jahrelang bewährte Träger des Motorſportabzeichens Höchſtdienſtgrade vorſieht. Die Anordnung lautet: „NSKͤKK⸗Führer, ⸗unterführer und ⸗männer, die als Träger des Deutſchen Motorſportabzeichens nicht ſcheu auf Grund ihrer Dienſtſtellung in höhere Dienſtgrade kommen, können unter den üblichen Vorausſetzungen nach Jahren der Bewährung nachſtehende Höchſtdienſtgrade erreichen: Inbaber des Abzeichens in Eiſen: Sturmhauptſührer; In⸗ haber des Abzeichens in Silber: fe haber des Abzeichens in Gold: Standartenführer.“ zu ernährungswirt⸗ Oberſtaffelhührer; In⸗ Durch dieſe Regelung habe ich für bewährte Männer des Korps, die ſich viele Jahre im In⸗ und Ausland auf den Rennſtrecken, wie auch bei den ſchweren Gelände⸗ Zu⸗ verläſiigkeits⸗ und Süchſahrten durch beſte Leiſtungem aus⸗ gezeichnet haben, die Möglichkeit geſchaffen, doch noch in höhere Dienſtgrade aufzurücken. Heerſchau des deutſchen Polizeiſports Polizeimeiſterſchaften in der Leichtathletik und im Geyäckmarſch in Frankjurt/ Oder Wieder ruft der deutſche Polizeiſport ſein Kämpfer zu einer Heerſchau nach Frankfurt a. d.., der Grenzſtadt des deutſchen Oſtens, wo in den Tagen vom 9. bis 12. Juni die Deutſchen Polizei⸗Meiſterſchaften in der Leicht⸗ athletik und dem Mannſchafts⸗Gepäckmarſch ausgetragen werden. Die Wahl der Oderſtadt iſt nicht dem Zufall zu ver⸗ danken. Die deutſche Poligei bevorzugt für ihre Veran⸗ ſtaltungen gerade die mittelgreßen Städte in unſerem Va⸗ terlande, da es ihr nicht allein darum zu tun iſt, die Kämpfe zur Abwicklung zu bringen, ſondern ſie hat ſich darüber hinaus noch die Aufgabe geſtellt, volkstümlich für den Sport zu werben. Dieſe Aufgabe, das iſt auch unſere Ueberzeugung, kann in einer mittelgroßen Stadt weit leich⸗ ter erfüllt werden, als in einer Großſtadt, denken wir bei⸗ ſpielsweiſe an die Reichshauptſtadt. 8 s hat ſich gezeigt, daß der Polizeiſport durch die immer neue Wahl von Kampfſtätten in den verſchiedenen Teilen des Reiches eine volkstümliche Angelegenheit ge⸗ worden iſt. Durch die großzügige Durchführung gibt er den verſchiedenen Sportvereinen in jenen Städten einen beachtlichen Auſſtieg; die Erſohrungen in den Städten wie Wupperteil, Lübeck, Halle und Plauen haben das bewieſen. Dazu kommt noch, daß die Volksgenoſſen in allen Tei⸗ len des Reiches Gelegenheit haben, die Polizei einmol „außerdienſtlich“ zu ſehen, als ritterliche Kämpfer in ſportlichen Wettbewerben, deren Leiſtungen längſt über den Durchſchnitt hinausgewachſen ſind und von denen eine große Anzahl bereits einen Namen hat. Denken wir hier nur an die beiden Namen Woellke, Trippe und Schröder. Auf der anderen Seite haben die Spitzenſportler der Polizei Gelegenheit, das deutſche Vaterlond kennen zu ler⸗ nen. Eine ſchöne Belohnung für diejenigen Polizeiſportler, die ſich jahraus, jahrein einem eifrigen Training über die dienſtlichen Verpflichtungen hinaus unterziehen. Das Programm umfaßt alle leichtathletiſchen Uebungen, oͤrei Staſfelläuſe, Dreikampf, Zehnkampf und nach den Ausſchreibungen der NS⸗Kampfſpiele zum erſtenmal einen Führer⸗Mehrkampf in zwei Klaſſen ſchließlich als Ueberprüfung für den Marathonlauf einen 25⸗Klm.⸗Lauf. Den Höhepunkt der Frankſurter Kampftage bildet der Mannſchafts⸗Gepächmarſch, an dem ſich alle Inſpekteurbe⸗ reiche der Ordnungspolizei beteiligen müſſen. Der Mann⸗ ſchaftsgepäckmarſch(ein Führer und 20 Mann), in feld⸗ marſchmäßiger Ausrüſtung durchgeführt, ſieht eine Scharf⸗ ſchießübung vor und geht auf der 25⸗Kilometer⸗Strecke über zahlreiche natürliche und künſtliche Hinderniſſe, die den letzten Einſatz der Mannſchaft verlongen. Deutſche Polizeimeiſterſchaften ſind mehr als rein ſport⸗ liche Wettbewerbe. Sie ſtellen durch den Einſotz aller poli⸗ zeilichen Hilfsmittel eine ſcharfe Prüfung der polizeiberuf⸗ lichen Ausbildung dar. Das Programm bildet eine Ver⸗ bindung zwiſchen Sport und Wehrſport, beide ſich gegen⸗ ſeitig ergänzend und nach dem Geſetz der Einfachheit prak⸗ tiſchj geſtaltet. Der Mannſchaftskampf als der erziehe⸗ riſch wertvollere ſteht natürlich im Vordergrund jeder Ver⸗ anſtoltung, die Einzelkämpfe bilden den Rahmen und ge⸗ ben den Spitzenkönnern hinreichend Gelegenheit, ihr Kön⸗ nen zu beweiſen. Beide Kampfarten, im Sport und im Wecrſport, werden von einer grundſätzli einer grundſätzlichen Forderung beherrſcht: In den Höchſtleiſtungen muß eine gewiſſe Breite erreicht werden, das heißt, es iſt nicht das Ziel der ſport⸗ lichen Arbeit der Polize, dieſen oder jenen Spitzenkönner herauszubringen, ſondern auf allen Wettbampfgebieten ſol⸗ len die jeweiligen Sieger eine Gruppe gleichſtarker Wett⸗ kämpfer oder Wettkampfmannſchaften anführen. General der Polizei Daluege, dem der Polizeiſport al⸗ lergrößte Förderung verdankt, hat die Aufgaben des deut⸗ ſchen Poligeiſports und ſeiner Meiſterſchaften ſehr klar umriſſen: Auf der Grundlage ſollen Höchſtleiſtungen umfaſſenden Breitenarbeit die durch ihr einer entwickelt werden, Ambenhauer Etappenſieger und Spitzenreiter 5. Etappe der Deutſchland/ahrt bei ſengender Sonne Die fünfte Etappe der Großdeutſchlandfahrt von „Reichenberg nach Chemnitz über 210,7 Kilometer endete mit dem zweiten deutſchen Sieg. Georg Umbenauer(Nürn⸗ berg) gewann die ſchwere Fahrt in Sonnenbrand und Staub und erkämpfte ſich gleichzeitig den erſten Platz in der Ge⸗ ſamtwertung. Nach dem Raſttag in Reichenberg nahm das Feld am Dienstag mit Ausnahme des erkrankten Stutt⸗ garters Weimer den Kampf wieder auf. Vorbei ging es an den in Gärten und Feldern verſteckten Bunkern der ehemaligen Befeſtigungslinie im befreiten Sudetenland und dann wieder zurück ins Altreich. Bei 28 Grad im Schatten geſtaltete ſich die Fahrt zu einer wahren Sonnenſchlacht. Vor allem die Bodenwellen unweit von Dresden ſtellten größte Anforderungen. Mit Ausnahme von kleineren Vor⸗ ſtößen belebte ſich die Fahrt nur durch einige Prämien⸗ ſpurts. Erſt kurz vor Freiburg(175 Kilometer), als es in die Steigungen ging, wurde Ernſt gemacht. Eine aus 12 Fahrern beſtehende Spitzengruppe, in der ſich u. a. Um⸗ benhauer, Thierbach, Oberbeck und Scheller ſowie der Bel⸗ gier Gryjſolle befanden, verſchärfte das Tempo. Der Schweizer Spitzenreiter Zimmermann wurde von ſeinen Landsleuten wenig unterſtützt und hatte in Dresden ſchon über fünf Minuten verloren, und dieſer Rückſtand ver⸗ größerte ſich auf neun Minuten. Der Holländer Gerrit Schulte war an dieſem Tage von Pech verfolgt. Er hatte einen Defekt an der Gangſchaltung und mußte lange Zeit auf den Erſatzteilwagen warten. Bis der Schaden behoben war, betrug der Zeitverluſt bereits eine halbe Stunde. Die Spitzengruppe fuhr unterdeſſen unentwegt dem Ziel ent⸗ gegen. Die Entſcheidung fiel in den beſetzten Straßen von Chemnitz. Umbenhauer, Gryjſolle und der Franzoſe Choque kamen gut weg und trafen auf der Chemnitzer Kampfbahn mit einer halben Minute Vorſprung ein. Den Endſpurt gewann Umbenauer gegen Gryjſolle und Choque, aber das Zielgericht hatte überſehen, den Fahrern bekannt⸗ zugeben, daß zwei Runden zurückzulegen waren. Erſt nach einem kleinen, aber bald beigelegten Streit, wurde es beim erſten Ergebnis belaſſen. Die Ergebniſſe: 5. Etappe Reichenberg— Chemnitz, 210,7 Km.: 1. Georg Umbenhauer auf Khänomen(Nürnberg):02:35 Std.; 2. Gryjſolle(Belgien) auf Vicktoria; 3. Choque(Frank⸗ reich)hauf Dürkopp alle gleichauf; 4. Diederichs(Deutſch⸗ land); 5. Thierbach(Deutſiland); 6. Wengler(Deutſchland); 7. Kijewſki(Deutſchland); 8. Nievergelt(Shweiz); 9. Scheller; 10. Peterſen(Dänemark); 11. Oberbeck; 12. Bautz; 13. Middelkamp; 14. Bonduel(Belgien); 15. Plappert; 16. Fiſcher:09:44; 17. Weiſchedel; 18. Kutſchbach:10:13; 19. Wendel; 20. Heide:11:32; 21. Spießens(Belgien):11:56; 22. Wierinckx(Belgien); 23. Meyer(Chemnitz): 24. Oubron (Frankreich); 55. Zimmermann(Schweiz); 26. Amberg (Schweiz) alle dichtauf. Geſamtwertung: 1. Umbenhauer 32:47:35 Stunden; Micdelkamp(Holland) 32:51:55; 3. Scheller(32:51:57); Zimmermann(Schweiz) 32:52:03; 5. Gryjſolle(Belgien) 5; 6. Bautz 32:55:50; 7. Bonduel(Belgien) 32:56:50; 8. Oubron(Frankreich) 32:56:56; 9. Spießens(Belgien) 32:57:11; 10. Thierbach 32:58:47. Länderwertung: Belgien 98:46:56 Stunden; 2. Schweiz 98:55:24; 3. Deutſchland(Diamantmannſchaft mit Thier⸗ bach, Bautz und Oberbeck) 99:10:39; 4. Gemiſchte Mann⸗ ſchaft 99:12:49; 5. Frankreich 99:15:24 Std. Ein unfreiwilliger Aufenthalt bei der zweiten Etappe Auch die zweite Etappe der diesjährigen Deutſch landrundfahrt, die von Stettin nach Kottbus ſührte, gewann— wie am Eröffnungstage— der Holländer Schulte in beſtechendem Stile.— Der Güterzug hat„BVorſahrtrecht“— die Meute muß hinter der geſchloſſenen Schranke warten. (Schirner, Zander⸗Multiplex⸗K.) Vorbild den Leiſtungsdurchſchnitt der Maſſe heben. Vorous⸗ ſetzung hierſür iſt eine Körperſchulung, die in ihrem Auf⸗ bau eine Planung auf Jahrzehnte bedeutet und in ihrer Durchführung die beſte Verbindung Breitenarbeit⸗Höchſt⸗ leiſtung darſtellen muß. Die Polizei hat nach eigenen Richtlinien— ausſchließ⸗ lich bedingt durch dienſtliche Erſorderniſſe— den Neuauſbau dieſer körperlichen Schulung nach mitionalſozialſtiſchen Grunoſätzen in Angriff genommen. Im Rahmen dieſer Aufbauarbeit haben die Deutſchen Polizeimeiſterſchoften auf allen Gebieten des Sports eine beſondere Zweckbeſtim⸗ mung zu erfüllen; den Höchſtleiſtungen die größtmögliche Breite im Manſchafts⸗ und Einzelkompf zu geben Ent⸗ ſcheidend iſt daher nicht, ob dieſe oder jene meßbare Lei⸗ ſtung erreicht wird, ob Rekorde aufgeſtellt werden, ſondern ob die Leiſtungen als Folge diefer Körperſchulung im Durchſchnitt geſteigert ſind ober nicht. Dieſe Forderungen, davon ſind wir überzeugt, werden auch in den Tagen vom 9. bis 12. Jun in der alten Oder⸗ ſtadt erfüllt werden. Schmeling wieder im Ring Max Sohmeling wird am Mittwoch das öffentliche Trai⸗ ning mit einem Waldlauf auf der Straße der waldreichen Gegend ſeines Aufenthaltsortes Oberſtendorf im Bott⸗ wardtal wieder aufnehmen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß Schmeling am Mittwoch noch mit einer gewiſſen Vorſicht an die Arbeit gehen wird, um eine Ueberanſtrengung ſeines verletzten Armes zu verhindern. Eine ſyſtematiſche Stei⸗ gerung in den nächſten Tagen wird ihm aber Gelegenheit geben, den Ausfall einiger Trainingsſtunden wieder wett⸗ zumachen. Der Sportelub Gartenſtadt in der erſten Kreisklaſſe Dem Sportklub Gartenſtadt, der bekanntlich in den Pflichtſpielen der 2. Kreis⸗Klaſſe eine hervorragende Lei⸗ ſtung gezeigt hatte und nur beſonderer Umſtände wegen die Meiſterſchaft verſagt blieb, iſt es gelungen, durch Für⸗ ſprache des Kreisfachwarts Heck in die 1. Kreis⸗Klaſſe anf⸗ zuſteigen. Den Gartenſtädtlern, die durch die Neueichwald⸗Sied⸗ lungen im letzten Jahre bedeutenden Mitglieder⸗Zuwachs bekamen, iſt der Aufſtieg in die 1. Kreis⸗Klaſſe zu gönnen. Es iſt beſtimmt anzunehmen, daß der Auſſtieg der Ver⸗ einsführung, der Aktivität und nicht zuletzt den Einwohnern der ſchönen Gartenſtadt für die kommenden Spiele noch miehr Elan geben wird. Die traditionelle Zuverläſſigkeitsfahrt Rund um Heidelberg am 18. Juni BWieder einmal ruft die NSͤKK⸗Motorgruppe Kurpfalz⸗ Saar die ſüdweſtdeutſchen Motorſportmänner zu ihrer be⸗ kannten Zuverläſſigkeitsfahrt„Rund um Heidelberg“, die NSͤK⸗Motorſtandarte 153 zur Durchführung gebracht wird. Der Wettbewerb, der für alle Inhaber einer für 1939 gültigen Lizenz oder eines nationalen Fahrausweiſes offen iſt, ſofern ſie im Bereih der Motorgruppen Kurpfalz⸗Saar und Heſſen wohnen, gliedert ſich in eine Startprüfung, die eigentliche Zuver⸗ läſſigkeitsfahrt über rund 215 Kilometer, eine Waſſerdurch⸗ fahrt und eine Ohnehalt⸗Bergfahrt. Die in 7 Kraftrad⸗ und Beiwagenmaſchinen⸗ ſowie 8 Perſonen⸗, Kübel⸗ und Sportwagen⸗Gruppen unterteilten Fahrzeuge werden nach der am 17. Juni, abends 19.15 Uhr, auf dem Meßplatz Heidelberg ſtattfindenden Flaggen⸗ hiſſung am Frühmorgen des 18. Juni, ab.30 Uhr vom Meßplatz aus geſtartet, während das Ziel ſich auf dem Jubiläumsplatz bei der Heidelberger Stadthalle befindet. Für Nichterfüllung der Startprüfung, Nichteinhaltung der geforderten und ͤͤurch Zwiſchenkontrollen laufend über⸗ wachten Solldurchſchnitte bei der Zuverläſſigkeitsfahrt und für Nichterfüllung der zwei Sonderprüfungen werden Schlechtpunkte erteilt, doch kann nach der Wertung dies⸗ mals jede Mannſchaft und jeder Einzelfahrer noch mit bis zu 3 Schlechtpunkten die Höchſtauszeichnung, nämlich die Goldene Plakette erhalten. Da die Erfolge bei„Rund um Heidelberg“ für den Er⸗ werb des Deutſchen Motorſportabzeichens gewertet werden, rechnet man mit einer hohen Teilnehmerzahl. Turnier des Großdeutſchen Schachbundes Das Wertungsturnier des Großdeutſchen Schachbundes in Bad Elſter wurde om Sonntagvormittag mit einer Be⸗ grüßungsfeier eröffnet.— Nachmittags begann die erſte Runde. Ergebnis: Eliskaſes gegen Roeß:0, Koch gegen Heinike 7/. Die Partien Herrmann gegen Herzog, Michel gegen Puechl und Lockvenz gegen Joeger blieben unvollendet und werden heute nachmittag weitergeſpielt. am 18. Juni durch die Bei der am Dienstag geſpielten dͤritten Runde des Meiſterturniers gab es folgende Ergebniſſe: Eliskaſes gegen Puechl:0, Herrmann gegen Heinike :0, Jaeger gegen Herzog 01, Michel gegen Kach und Lock⸗ venz gegen Roeß:½. Stand nach der dritten Runde: Eliskoſes führt unge⸗ ſchlagen mit 3 Punkten. Es folgen Herrmann und Mi⸗ chel je 2, Lockvenz und Roeß je 1½, Neinike, Herzog, Jae⸗ ger, Koch und Puechl je 1. Am Mittwoch werden zwei Ründen geſpielt. Deutſche Mannſchaften ſiegten im Sternflug der Luftfahrttruype nach Rom Der mit dem erſten Weltkongreß der Luftfahrttruppe nerbundene Sternflug nach Rom endete mit einem großen Erſolg der deutſchen Teilnehmer. Die von Wellershauſen geſteuerte Siebel(Dr. Keller, Zeitungsdienſt Graf Reiſchach) trug mit über 8400 Kilometern und 42 000 Punk⸗ ten einen ganz überlegenen Sieg davon und ſicherte ſich damit den Pokal des Duce. Den dritten Platz belegte Glardon, ebenfalls auf Siebel(Dr. Kredel, Völ⸗ kiſcher Beobachter)? mit über 4500 Kilometer und 2000 Punkten, wodurch der V. B. den Pokal des„Popolo 'Italia“ gewann. Die Kongreßarbeiten wurden Dienstagnachmittag fort⸗ geſetzt, wobei einleitend Dr. Orlovius, Reichsluftfahrt⸗ miniſterium, die Grüße und beſten Wünſche von General⸗ feldmarſchall Göring und Dr. Ehrhardt die vom Reichs⸗ propagandaminiſter Dr. Goebbels und Reichspreſſechef Dr. Dietrich überbrachten. Ein italieniſcher Antrag, den Kon⸗ greß 1942 anläßlich der Weltausſtellung wieder nach Rom einzuberufen, wurde einſtimmig angenommen. Von den zahlreichen Vorträgen des Nachmittags wurden auch drei von deutſchen Referenten gehalten. Weiterhin wurde am Dienstag eine Luftpoſt⸗Briefmarken⸗Ausſtellung mit zahl⸗ reichen Raritäten eröffnet. Belgien holte im Agramer Davispokalkampf gegen Jugoſlawien einen Punkt auf. Lacroix⸗de Bormann ge⸗ wann das Doppel gegen die Jugoſlawen Puncec⸗Mitic ſogar leicht in drei Sätzen. 9 — — —— S 4„* Aittwoch, 7. Juni 1929 Badische Assecuranz-Gesell- Schafi AG, Mannheim Wieder 4%½ Dividende Der in der Bilanzſitzung vom 6. Juni vorgelegte Rech⸗ nungsabſchluß für das Jahr 1938 weiſt einen Reingewinn einſchließlich Vortrag von 45 422/ aus. Der Aufſichtsrat beſchloß, der am 23. Juni ſtattfindenden Hauptverſamm⸗ lung die Ausſchüttung einer Dividende von 4 v. H.(wie im Vorjahre) auf das eingezahlte Stammaktienkapital vorzuſchlagen. Außerdem wurde beſchloſſen, dieſer Haupt⸗ verſammlung die Verſchmelzung mit der Württembergiſchen „Transport⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft zu Heilbronn vor⸗ zuſchlagen. Der Aktienumtauſch ſoll im Verhältnis 21 erfolgen,§. h. für je nem. 600/(davon 5 v. H. ein⸗ bezahlt) Badiſche Aſſekuranz Aktien ſollen je nom. 300“¼ (davon 25 v. H. einbezahlt) Württembergiſche Transport⸗ Verſicherungs⸗Geſellſchaft Aktien aawährt werden. * 0 Schifſahrts⸗Aſſecuranz⸗Geſellſchaft AG., Mannheim Wieder 8 v. H. Dividende In der Bilanzſitzung beſchloß der Aufſichtsrat, der am „29. Juni ſtattfindenden Hauptverſammlung die Ausſchüt⸗ dem wurde beſchloſſen, tung einer Dividende von 8 v. H.(wie im Vorjahre) auf das eingezahlte Stammaktienkapital vorzuſchlagen. Außer⸗ dieſer Hauptverſammlung die Ver⸗ ſchmelzung mit der Württembergiſchen Transport⸗Verſiche⸗ „rungs⸗Geſellſchaft zu Heilbronn vorzuſchlagen. Der Aktien⸗ ihrer Auslandsmärkte umtauſch ſoll im Verhältnis 111 erfolgen, d. h. für je nom. 100(davon 25 v. H. einbezahlt) Schiffahrts⸗Aſſecuranz⸗ Aktien ſollen je nom. 100/ ldavon 25 v. H. einbezahlt) Transport⸗Verſicherungs⸗Aktien gewährt werden. Deuische Golddiskontbank Wieder 3,5/ Dividende In dem ſoeben vorgelegten Bericht über das Geſchäfts⸗ jahr 1938 wird hervorgehoben, daß die ſich aus der be⸗ ſonderen Lage Deutſchlands ergebende' Notwendigkeit, die Ausfuhr zu heben, in letzter Zeit mit dem größten Nach⸗ druck in den Vordergrund wirtſchaftlicher Betrachtungen ge⸗ ſtellt worden iſt. Die im ganzen nicht ausreichende Roh⸗ ſtoff⸗ und Ernährungsgrundlage des deutſchen Volkes be⸗ dingt eine Ergänzung durch entſprechende Einfuhr, die wiederum nur durch eine weſentliche Erweiterung der deut⸗ ſchen Ausfuhr erreichbar iſt. In dem Ringen der deut⸗ ichen Wirtſchaft um die Erhaltung und die Erweiterung fallen der Deutſchen Golddiskont⸗ bank vielfältige Auſgaben zu, von denen die Verſorgung der heimiſchen Wirtſchaft mit mittel⸗ und langfriſtigen Aus⸗ fuhrkrediten eine der wichtigſten iſt. Die durch die Bank zur Verfügung geſtellten Ausfuhrkredite zeigten im Jahre 1938 eine leicht ſteigende Tendenz; ſie erhöhten ſich von rund 150 Mill./ Ende 1937 auf rund 160 Mill. am 31. Dezember 1938. Für 1939 wird mit einer weiteren Zunahme gerechnet. Infolge der bei den fremden Währungen eingetretenen ſtarken Veränderungen und der weiterhin anhaltendn Un⸗ ſicherheit auf dieſem Gebiete iſt der Wunſch der deutſchen Ausfuhrwirtſchaft nach einer Kursſicherung für ihre Fremd⸗ währungsanſprüche immer lebhafter geworden. Die Bank⸗ iſt infolgeſſen im Berichtsjahre in ſtärkerem Maße als zu⸗ vor dazu übergangen, ſie hier zur Verfügung zu ſtellen, und zwar ſoweit Gelegenheit war, die mit dem Kurs⸗ ſicherungsgeſchäft verbundenen Riſiken durch Gegenpoſi⸗ tionen auszugleichen. Das betraf vor allem das Gebiet der Hauptwährungen im internationalen Handel. Nachdem keſtgeſtellt war, daß darüber hinaus auch in Nebenvaluten ein ſtarkes Bedürfnis nach Kursſicherung vorhanden war, — ibat ſich das Inſtitut im Verein mit der Reichsbank ent⸗ ſchloſſen, dieſen erweiterten Wünſchen Rechnung zu tragen. Die damit verbundenen erheblichen Gefahren von Kurs⸗ einbrüchen, für die nunmehr ein voller Ausgleich fehlt, nimt die Golddiskontbank bewußt auf ſich, um eine wei⸗ tere Anregung für die Ausfuhr zu geben. Während ſich die Reichsbank der kurzfriſtigen Kursſicherung widmet, nimmt die Golddisontbank die darüber hinaus notwendig 0,06(0,03) Mill./ Vortrag HANDELS- ο WIRTSCHAFTS-zkErruNx6 der Neuen Mannheimer Zeitung werdende Sicherung vor. Gegenüber den bisher vorhan⸗ denen Möglichkeiten iſt eine weſentliche Erleichterung für die deutſche Ausfuhrwirtſchaft, ſowohl was den Umfang dieſer Geſchäfte als auch die mit ihnen verbundenen Koſten anbelangt, gegeben. Die Bant hofft, im nächſten Jahresbericht über eine erhebliche Erweiterung dieſer Ein⸗ richtungen für die Kursſicherung berichten zu können. An Solawechſeln der Goldoiskontbank wurden im Be⸗ richtsjahre insgeſamt 4,321(i. V. 3,978) Mrd.„ neu be⸗ geben. Die in der erſten Geltungsperiede des Anleihe⸗ ſtockgeſetzes— bis Ende 1937— einſchließlich aufgelaufener Zinſen angeſammelten Kapitalanlagen in Höhe von rund 102,5 Mill./ ſind im Laufe des Jahres 1938 bis auf einen verhältnismäßig geringen Betrag, der beſonderen Auflö⸗ jungsbeſtimmungen unterliegt, den Anleiheſtockberechtigten nach Maßgabe der geſetzlichen Vorſchriften zur Verfügung geſtellt worden. Dem Anleiheſtock Il ſind im Berichtsjahre einſchließlich Zinserträge weitere rund 48,25 Mill./ zuge⸗ floſſen, ſo daß ſich zuſammen mit den im Vorfahresbericht ausgewieſenen rund 1,9 Mill./ Ende 1938 ein Beſtand von rund 50,15 Mill./ ergibt. Die am 31. Dezember 1937 noch mit rund 88,82 Mill. ausgewieſenen Stillhalteverpflichtungen konnten 1938 wei⸗ terhin um 19,63 Mill. auf 69,19 Mill./ zurückgeführt werden. Weſentlich begünſtigt wurde die Abwicklung im Jahre 1038 dadurch, daß auf Grund der Londoner Ver⸗ einbarungen vom Dezember 1957 der größte Teil der aus der Garantieübernahme entſtandenen eigenen Verbindlich⸗ keiten der Deutſchen Golddiskontbank gusgeſchüttet wurde, da im allgemeinen die Reichsführung der Gaxantien nur auf dem Wege der Regiſtermarkzahlungen möglich iſt. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung erſcheinen Zin⸗ ſen und Diskont aus Wechſel, Schecks, Beteiligungen und ſonſtigen Forderungen erhöht mit 93,1(80,6) Mill. Proviſionen, Gebühren und ſonſtige Einnahmen ſtiegen auf 6,9(4,4) Mill. /, während außerordentliche Einnah⸗ men mit 1,0 Mill. neu ausgewieſen werden. Anderer⸗ ſeits beanſpruchten Zinſen, Proyiſion und Wechſelſteuer 56,0(47,7), Verwaltungskoſten 3,8(3,5), Steuern 195 (17,6), Kursdifſerenzen 6,5(0,01) und außerordentliche Aufwendungen 0,04(—) Mill /. Nach Zuweiſung von 0,25(0,81) Mill. an die geſetzliche Rücklage und von 0,3(1,3) Mill. an freie Rücklagen verbleibt einſchl. ein verſügbarer Ueberſchuß von 14 046 123(14 077 281) 4. Hieraus ſoll auf das Ak⸗ tienkapital Gruppe& und B eine Dividende von unv. 9% v. H. ausgeſchüttet werden. Nach Abſetzung der Auf⸗ ſichts ratsvergütung verbleiben 14873/ zum Vortrag. Rheiniſche Elektrizitäts⸗Ach Mannheim. Die Haupt⸗ verſammlung findet am 30. Junt ſtatt(nicht wie irrtüm⸗ lich gemeldet, am 29. Juni). Waren unel Märkte Nannheimer Groſwiehmarki Amtlicher Preis für je 50 lag9 Lebendgewicht 16⁴ Külber 4285 Schwelne junge vo Sonderklaſſe it Pf ſonſtige„ 39 41 fbeſte Maſt 240.300 883 fleiſchige.25 34 Andere Kälber 200—240, 57˙0 97 Fürsen beſte Maſt 62 65160 200„ 53.0 ausgemäſtet 43 45 mittlere.. 54 59120—160„ 50,0 ſonſtige„ 39 41 vollfleiſchig 38 41 geringe.. 40 50 unter120, 500 fleiſchig.. 25 34 fleiſchig.. 30½ geringſte. 35 401 Sauen 50,0 Amtlicher Großmarkt für Getreide und Futtermittel Stuttgart, 6. Juni. Je 100 Kilo frei verladen Vollbahn⸗ ſtation: Weizen, württembergiſcher, durchſchnittliche Be⸗ ſchaffenheit, 75—77 Kilo, Erzeugerfeſtpreis W 44 21,40; 'ͤ16 21,60; Wͤ 17 21,70; Wö 18 21,80; W19 22: Roggen⸗ durchſchnittl. Beſchaffenheit, 70—72 Kilo, Erzeugerfeſtpreis R 18 20,30; R 19 20,50; Futtergerſte, durchſchnittliche Beſchaffenheit, 59—60 Kilo Erzeugerfeſtpreis G 7 17,10: G8 17,40; Futterhafer, durchſchnittlicher Beſchaffenheit, Kilo H 11 Erzeugerfeſtpreis 17,60; H 14 18,10. Für Heu und Stroh gelten in Zukunft die in der Anord⸗ 28 Oehsen ausgemäſtet44 46 vollfleiſchig 4142 ſtonſtige.. 37½ 118 Bullen junge vollfl42 44 nung der Hauptvereiniguna der Deutſchen Getreide⸗ und Futtermittelwirtſchaft vom 1. 7. 38, Abſchnitt 6, feſtgelegten Beſtimmungen. Als vorläuſige Erzeugerpreiſe für Heu wer⸗ den notiert: Wieſenheu: a) Wieſenhen, handelsüblich, ge⸗ fund, trocken mit Beſatz(bis etwa 0) an minderwertigen Mittag-Ausgabe Nr. 252 Gräſern 4,40—5,40 /; b) Wieſenben, gut geſund, trocken mit unerheblichem Beſatz(bis etwa ½0) an minderwer⸗ tigen Gräſern 5,40—6,40 4, c) Acker⸗ und Feldheu(Suß⸗ heu), angeſätes Futterheu, gut, geſund, trocken, ohne nen⸗ nenswerten Beſatz an minderwert. Gröſern 6,20—7,20 K4 Luzerne, Eſparſette: a) geſund, trocken, handelsüblich mit bis etwa vollwert. Gräſerdurchwuchs 7— 4 b) gut, ge⸗ ſund, trocken, ſchöne Farbe mit bis etwa ½0 vollwertig Gräſerdurchwuchs 7,60—8,60 4; Kleeheu a/ geſund, trocken, handelsüblich mit bis etwa 1 vollwertigem Gräſerdurch⸗ wuchs—7 1; b) gut, geſund, trocken, ichone Farbe mit bis etwa 10 vollwert. Gräſerdurchwuchs 6,60—7,60 4. Spelzſpreu, Erzeugerpreis 0,80 bis 1 4. Die Preiſe gelten ie 100 Kilo waggonfrei loſe verladen Erzeugerſtation. Mit Bekanntmachung der HVGuß vom 17. 8. 38 wurden für das Gebiet des GW Württembera die nachſtehenden Erzeugerhöchſtpreiſe je 100 Kilo Stroh waggenfrei Erzeu⸗ gerſtotion feſtgeſetzt: Roggenſtroh 3,30 4, Weizen⸗ und Dinkelſtroh 3,10. Hafer⸗ und Gerſtenſtroh.— J. Dieſe Preiſe gelten für geſunde, handelsübliche, bindfoden⸗ nepreßte oder gebündelte Ware. Für drahtgepreßtes Stroh darf ein Aufſchlag bis zu 0,20& ie 100 Kilo berechnet werden. Die Mehlnotierungen im Getreidewirtſchafts⸗Verband Württemberg(Preiſe für 100 Kito, plus 0,50 4 Frochten⸗ ausgleich frei ſeder Empfangs⸗Station). Weizen⸗ mehl mit einer Beimiſchung von 20 v. H. Kernen oder omtlich anerkanntem Kleberwetzen.25 4 ver 100 Kilo Aufſchlag, mit einer Beimiſchung von kleberreichem Auslanosweizen 1,50 4 Aufſchlag per ih Ktlo für Tyoe 812. Reines Kernenmehl 4 4 per 100 Kilo Auſſchlag auf die iewetliae Type Weizenmehl, Baſis⸗Type 812 mit 4 v. H. Kartofkel⸗ ſtärkemehl W' 14 20,05; W 16 30,05; W 17 30,05, W 18 30,05; Wͤ 19 30,05 l. Roggenmehl Baſis⸗Type 997 R 18 23,30, R 19 23,50; Kleiegrundpreiſe ab Mühle ein⸗ ichließlich Sack, Weizenkleie Wͤö 14 10,30; W 16 10,40; W 17 10,45; Wͤü 18 10,50;'ö 19 10,60: Roggenkleie R 18 10,40; N 19 10.50. Weizenfuttermehl leweils bis zu.50 4 per 100 Kilo teurer als Klete. Zuſchlag für Roggenfuttermehl .— 4 ie 100 Kilo. Für alle Geſchäfte ſind die Bedingun⸗ gen des Reichsmehlſchlußſcheins maßgebend. Markt⸗ verlauf: Das Geſchäft in Brotgetreide iſt nur noch un⸗ bedeutend, obwohl die Verteiler noh große Mengen Wei⸗ zen auf Lager haben.— Für Futterweizen beſteht Inter⸗ eſſe, jedoch wollen die Käufer erſt den Julipreis abwarten. — Futtergerſte iſt nahezu ausverkauft, während ſich bei Futterhafer noch keine bemerkbar gemacht hat.— Die anfallenden Mengen Mehl und Mühlennach⸗ produkte können laufend untergebracht werden. * Der Wachstumsſtand des Obſtes in Baden. Die für die Entwicklung der Obſtkulturen günſtigen Witterungs⸗ verhältniſſe laſſen in dieſem Jahr eine beſſere Ernte als im Vorjahr erwarten. Der Mitte Mai ermittelte Wachs⸗ tumsſtand läßt auch in den badiſchen Obſtbaugebieten eine weſentliche Verbeſſerung gegenüber dem Vorjahr erkennen. Die einzelnen Obſtarten wurden dabei wie folgt bewertet (1 ⸗ ſehr gut, 2 ⸗ gut, 3= mittel, 4= gering, 5= ſehr gerino): Süßkirſchen 1,7(Mitte Mai 1938: 4,6), Sauer⸗ kirſchen 1,8(4,0), Pflaumen und Zwetſchgen 2,1(4½), Mirabellen und Reineklauden 2,1(4,3), Pfirſiche 2,0(4,8), Aprikoſen 2,1(4,9), Walnüſſe 2,1(4,6), Aepfel 1,8(3,9), Birnen 1,8(3,7). Vercglichen mit dem Reichsdurchſchnitt werden in Baden die Kirſchen„Pflaumen und Zwetſchgen, Mirabellen und Reineklauden ſowie Birnen um 1 Punkt ſchlechter, Aprikoſen und Aepfel um 1 Punkt, Walnüſſe um 2 Punkte beſſer bewertet. * Der Londoner Goldpreis betrug am 6. Juni für eine Unze Feingold 148 ſh 4 0 ⸗ 86,6637, für ein Grammi Feingold demnach 57,2283 Pence= 2,78690 l. Am Dienstag wurde Gold im Werte von 255 000 Pfund Sterling zu einem Preiſe von 148/ ſh pro Unze fein ver⸗ kauft. rachienmarki Duisburg-Ruhrori An der heutigen Börſe erfuhr das Geſchäft gegen geſtern keine weſentliche Aenderung. Es herrſcht immer nrch Mangel an Kahnraum für bergwärts ab Kanal ſowie ab Ruhrhäfen. Die Frachten und Schlepplöhne notierten mit dem geſtrigen Satz. Rhein-hiainische Abendbörse Eſwas freundlicher Frankfurt, 6. Juni Im Abendbörſenverkehr konnten die Aktienwerte bei kleinem Geſchäftsumfang in der Mehrzahl leichte Kurs⸗ verbeſſerungen zwiſchen und ½ v. H. liegend, ver⸗ zeichnen. So Stahlverein 100,75, Rheinſtahl 128(je plus 56), Buderus 96,25(plus 74), Mannesmann 105/, Deut⸗ ſche Erdöl 121,75(je plus 75). Ohne Veränderung notierte Laurahütte 14,75 ſowie die Banken und zwar Reichsbonk⸗ anteile 178,50, Deutſche Bank 111,50, Dresdner Bank 105,50, Commerzbank 105/, daneben am Chemiemarkt Scheide⸗ anſtalt 202, Vereinigte Deutſche Metallwerke 171. Gegen⸗ über dem Mittagsſchluß ſtellten ſich JG Farben mit 150, Bemberg bei 133,25 je ½ v. H. feſter. Unter den Elektro⸗ papieren Licht und Kraft 126,75(plus 74), Schuckert 176,50 (plus 74), ohne Veränderungen blieben Geſſürel auf dem erhöhten Stand vom Mittag bei 130, AEc mit 113,25. Zu erwähnen ſind ſonſt noch Weſtdeutſche Kaufhof 103,75, Rheim⸗ metall 125, Daimler Motorenwerke 123(je plus), BMW 192, Hartmann u. Braun 122, Lindes Eismaſchinenf. 171, Demag 141,25(ſämtlich unverändert). Eine Ausnahme machten lediglich MAN mit 140,50(— 75). Renten gehalten und zwar Reichsbahnvorzüge 12296, Umſchuldungsanleihe etwa 93,60, J6 Farben Fonds bei 121. E Rotterdamer Getreidenotierungen vom 6. Juni. (Eig. Dr.) Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) per Juli 3,67%; Sept. 3,92½6; Nov. 4,10; Jan. 4,25.— Mais(in Hfl. per Laſt von 2000 Kilo) per Juli 88,50; Sept. 89,25, Ney. 91; Jan. 91,50. Liverpooler Baumwollkurſe vom 6. Juni.(Eig. Dr.) Juni 517; Juli 502: Augnſt 482; Sept. 475; Okk. 467; Nov. 466; Dez. 456; Jan.(40) 456 Febr. 457; März 457; April 458; Mai 459; Juni 459; Juli 459; Okt. 450 Jan.(41) 456; März 456; Tendenz ſtetig. ELeinölnotierungen vom 6. Juni. Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſ. Pl. per Juni 12½6; Leinſ Klk. per Juni 1367 Bomban per Juni 1356; Leinſaatöl loko 26,3; dto. per Juni 25,3; per Juli⸗ Auguſt 25,3; Baumwoll⸗Oel äg. 17,6. Geid- und Devisenmarkt Paris, 6. Juni(Schluß amtlich. 7 London 176.76 Belgien 642.75 Oslo 887.25 Neuyork3771.25 Schweiz 85125 Stockholm 910,50 Berlin 1515.— Kopenhagen 788.75 Spanſen Italien 1198,45 Holland 2005,50 Warſchau 713,— Kondon, 6 Juni.(Schluß amtlich). Neuyork 468.50 Liſſabon 110,18 Hongkong.300 Montreal 469.00 Helſingfors 226,80 Sch anghai 0,831 Amſterdam 881,12 Budapeſt 2362, Nokohama— Paris 176, 76 Belgrad 200,— Auſtralien 125.— Prüſſel 2752,25 Sofia 280,— Mexiko—.— Italien 8900,— Moskan 2475, Montevides 1850,— Berlin 1168.75 J Rumänien 655.— Valparaiſo 117,0 Schweiz 2075.— Konſtantin 580.— Buenos Spanien 4225,— Athen 548.— auf London 200,— Kopenhagen 2240,— J Warſckan 2475. Südafrika 100,12 Stockholm 1943,37[[Ruenosires] 1700.— 5 Cslo 1989,— 1 Rio de Jan. 301.— bieialle Hamburger Metallnotierungen vom 6. Juni Banca- u. grief Kupfer Straitszinn BrieſfGeldſBriefſceld Hüttenrohzint p. 100 K9) 17,2517,25 Januar 4e Feinſilber(RM per kg). 39036,50 Februar„. Feingold(RMper 9).84 2,79 März.. e. Ait⸗Platin(Abfälle) April Cireapr. RM per gy 2,500 3,— Mai 3 E techn reines Blatin Junt 53.—53.— 290,0250,00] Detailpr. 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