17. d 5 100 960 fn 1 10 — 1 90 — 2 — Maunh 0 5 — — Samstag, 13. Saunar. Derantwortlich für den allgemeinen und Handelsteil: Chef⸗ redakteur Dr. Fritz Goldenbaum; für den Anzeigenteil: 110 Heinevetter. Druck u Berlag der Dr. B. Zaas ſchen m. b.., fämtlich in Mannheim.— Kbteilung 341. Poſtſcheck⸗Konto 2917 Cudwigshafen a. Rh. Abend⸗Ausgabe. kimer Genoral⸗Anzeiger Baoicche Neueſte Nachrichlen Anzgeigenpreis: Die iſpalt Kolonetzeile 40 Pfg., Reklame⸗ zeile 15 72⁰ Annahmeſchluß: Mittägblatt vorm. 8¼ Uhr, Abendblatt nachm. 3 Uhr Für Anzeigen an beſtimmten Tagen. Stellen u Kusgabe wird keine Verantwortung übernommen⸗ 9— reis in Mannheim u Umg monatl. M..40 einſchl. Bringerl. Durch die Poſt en vierteli M. 4 62 einſchl zuſtellungsgebühr. Bei der Poſt abgeh. M..90. Einzel⸗Nr s pig Wöchentliche Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirle Mannheim.—„Das Weltgeſchehen im Bilde“ in Kupfertiefdruck⸗Ausführung. Der deutſche Tagesbericht. Gtotes hauptquartiet, 13. Jan(WTB. Amilich.) weſtlicher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des Generalfeldmarſchalls Kronprinz Kuprecht von Bayern Nördlich der Aucre ſetzie der Engländer heute zu neuen Angriſſen gegen Serres an. Sie wurden größtenteils blutig abgewieſen. In einer Dor⸗ ſiellung ſetzle ſich der Jeind ſeſi; wir halten die Haupiſtellung. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. heeresfront des Generalfeldmarſchalls Prinz Leopolò von bayern. Die Gefechtstätigkeit blieb gering. Heeresfront des Generaloberſten Erzherzog Joſej. Durch erfolgreiche Angriſfe deulſcher Truppen wurde nördlich des Stanictales erneul Gelände ge⸗ wonnen. In den ihm entriſſenen Stellungen ließ der Jeind 7 Maſchinengewehre,? Minenwerſer, große Mengen Gewehr⸗ munition und Handgranaten zurück. 4 Offiziere, 170 Mann wurden geſangen genommen. Beiderſeits des Oiiuskales blieben ſlarke ſeind⸗ liche Angeiſſe gegenüber der kapferen Berteidigung deutſcher und öſterreichiſch⸗ ungariſcher Truppen erſolglos. In erbittertem Nahkampf wurden dem Gegner große Ver⸗ luſte beigefügt. Salkankriegsſchauplatz. heeresgruppe des Generalfeldmarſchall o. Mackenſen Am Juſammenfluß von Buzaul und Serelh nahmen Bulgaren ein von den Ruſſen noch gehallenes Kloſter. Rordweſilich Braila flürmten türkiſche Teup⸗ pen den Ort Mihales; von der ruſſiſchen Beſagung wur⸗ den 400 Maun geſangen, der Reſi, welcher zu enikommen ver⸗ ſuchte, ertrank im Sereth. 10 Maſchinengewehre ſind erbeutel. Im Übrigen lag ſtarker Nebel auf den Kampffeldern. Magedoniſche Front Oeſtlich der Cerna gegen Straving vorgehende Jeindliche Kompagnien wurden zurückgeworſen. Der Erſte Generalquarklermeiſter: Zudendorff. Beginnende Auſrollung der Sereth· Linie. Ueber die Kriegslage am Sereth, wie ſie durch unſere jüngſten Erfolge geſtaltet worden iſt, ſchreibt unſer milit ä⸗ riſcher Mitarbeiter: Nachdem unſere Truppen ſowohl bei Focſant als auch bei — bis dicht an den Sereth⸗Fluß ihre Linien herange⸗ choben hatten, haben wir in den letzten zwei Tagen keine wei⸗ teren Mitteilungen über die Kriegslage bei Joeſani und Fun⸗ deni erhalten. Es ſind neue Maßnahmen zur der tarken feindlichen Stellungen erſorderlich, die in dem Nach⸗ ub der notwendigen Artillerie uſw.— wodurch ſich die heinbare Kampſpauſe erklärt. Heute hören wir wieder einige erfreuliche Mitteilungen über die bei Galatz. Es kann keinem Zweiſel unterliegen, daß die— Stellun⸗ gen bei Galatz für die Behauptung der geſamten Serethſront von allergrößter Bedeutung ſind, da Galaß der ſüdliche Kopf⸗ P 91 der Sereth⸗Linie iſt. Mit dem Verluſt von Galaß wü de ie Aufrollung der geſamten Linſe von Süden her im Bereiche der Möglichkeit liegen. Aus dieſem Grunde haben die Ruſſen auch zur Verteidigung dieſes befeſtigten Kopfpunktes die um⸗ fangreichſten Maßnahmen getrofſen, da ſie ſelbſt der Behaup⸗ tung der Feſtunz Galatz den größten Wert beimeſſen. Von zwei Seiten gehen unſere auf beiden Ufern der Dnem gegen die Feſtung vor. Die Stützpunkte für unſeren Vor⸗ märſch bilden die beiden Brückenköpfe Braila und Mürein. Nach der Eroherung von Maein und ZJlija wurde von unſerem Eeneralſtab berelts am 5. Januar gemeldet, daß deutſche und bulgariſche Truppen auf Braila und Galatz vordringen. Nach⸗ dem an dieſem Tage Braila gefallen war, konnte am 6, Januar berichtet werden, daß Galatz unter unſerem Feuer liegt. In der nun vergangenen Woche dürflen auch von unſerer Seite die Urcrgaste en Maßnahmen zur glücklichen e des riffes auf Galatz getroffen worden ſein. Ruſſiſche Blätter befürchten im Hinblick auf dieſe Vorhereitunden bereits für Galatz das Schlimmſte und erklären jetzt, daß die Sereth⸗ Linie nur hedingten Wert babe. Nur einé ruſſiſche Zeitung tellt die Kriegslage für Rußland in recht ungünſtigem Lichte ar und erklärt,* Galatz zur Verteidigunz von Beſſzrabien als ſtarker linker Flügelſtühpunkt der geſamten ruſſiſchen— von der Oſtſee bis an die Beſer Peſt den allergrößten Wert aufweiſe und daß der Fall dieſer Feſtung ein großes Un»lück darſtellen würde. Während die Ruſſon derartige theoretiſche Ausführungen machen, die zur Verteidigung der Sereth⸗Linie nur wenig beitr natürlichen Entwicklung: agen, dringen unſere Truppen mit kraftvoller Die Schlacht am Sereth geht erfolgreich weiter. Ruhe immer weiter 90 en das bedrohte Galatz vor. Der Kampf hier iſt nicht leicht, da ſich zwiſchen Braila und Galatz roße ausdehnen, die ein ungeeignetes Feld für die Entwicklung von Trupenmaſſen darſtellen. Es kommt dazu, daß die Ruſſen und Rumänen ſede günſtige Bo⸗ dengeſtaltung zur Anlage ſtarker Befeſtigungen gemacht haben. Von unſeren Truppen wurde inzwiſchen La Burtea erobert. Das feindliche Beſtreben, auf der Donau ihren bedrängten Truppen auf Schiffen Hilfe zu bringen, iſt durch die Treffſicher⸗ heit unſerer Artillerie vereitelt worden, die einen Dampfer ver⸗ ſenkte und den anderen zwang, auf dem Nordufer aufzulaufen. Galatz iſt der letzte feindliche Stütpunkt an der Donau, die ſonſt von ihrer Quelle bis zum Schwarzen Meere ſich bereits in den Händen unſerer Truppen befindet. Auch aus dieſem Grunde ſind die Kämpfe bei Galatz von erheblicher Be⸗ deutung.(B..) BSelagerungszuſtand in Jaſſy. * Wien, 13. Jan.(Priv.⸗Tel, z..) Die„Zeit“ meldet aus Genf: Wie der Pariſer„Temps“ berichtet, herrſcht in Jaſſy der Belagerungszuſtand. Der Straßenverkehr während ⸗der Nacht iſt verboten und die Hotels und Kaffees werden polizei⸗ lich Überwacht. Der frühere Polizeipräſident von Bukareſt iſt an die Spitze der Jaſſyer Polizei getreten. die moraliſchen Gründe für Rumänlens Riederlage. Unter dieſem Titel 5 in„Stockholms Dagblad“ vom 24. 12, 1916 ein rumäniſcher Student, der lange in Paris hat und mit franzöſiſchen wie mit tumäniſchen Ver⸗ ältniſſen woblvertraut iſt, einen Artikel, in dem folgendes ausgeführt wird: Die Erklärung für den raſchen Zuſammenbruch iſt nicht nur in militäriſchen, ſondern auch in moraliſchen Ur⸗ lachen zu ſuchen. Rumänien unter dem Mangel einer es ſtarkem flaviſchem Einſchlag und lange Zeit kulturell ganz unter ſlawiſcher Herrſchaft ſtehend, hat es, zu nationalem Be⸗ wußtſein erwacht, S 0 ſeine Zugehörigkeit zu der großen romaniſchen Schweſter„Frankreich“ entdeckt und krampfhalt deren Kultur ſich aufzupfropfen bemüht. Daher dieſer klaſfende Zwieſnalt in dem Wollen und Können dieſes Volkes, daher dieſe Großmannsſucht und Affektiertheit auf allen Geb'eten. die ſo typiſch für den Rumänen iſt— es handelt ſich dbei natürlich nur um die oheren, aber gusſchlaggebenden Schich⸗ ten, Adel und Bourgeoiſie, Das geſuchte, theatraliſche in der Sprache, die dekadente Literatur, die ſchieſe und flache Lebens⸗ auſſaſſung, die grotesken ſozialen Zuſtände, ſchließlich auch die Selbſtüberhebung, mit der ſie mit der Kriegserklärung den Zentralmächten den Todesſtoß zu verſeßen meinten—alle das geht auf die“ eine große Urſache zurück. Politiſch deigt Rumänien bei freieſter Verfaſſung— ſe iſt der belgiſchen nachgebiſdet— unumſchränte Veamtenwill⸗ kür. In Europa gibt es kaum ein Land, mo individuelle Frei⸗ heit und Menſchenrechte ſo wenig gelten, als hier. Rumäniens ſosiale und politiſche Struktur, ſo fährt der Verfaſſer fort, weiſt überhaunt die ſtärkſten Widerſyrüche auf. Die Armut der großen Mehrꝛahl des Volkes ſteht in grellem Genenſatz zu dem natirlichen Reichtum des Landes, Nat und Elend bei den 5 Millionen Bauern, die eine kleine Minorität non Eroß⸗ grundbeſitzern und 0— in wirtſchaftlicher Knechtſchaft hält, haben ſtets die Träume des oſſtziellen Rumäniens durch⸗ kreuzt. Es iſt die Agrerfrage, die das Leben bes ſunnen Staa⸗ tes verqiftet hat, und indirekt iſt ſie auch eine der Hauptur⸗ ſachen der letzten großen Niederlagen geweſen. Wie ſoll man ſich ein irredentiſtiſches Ideal und Eyan⸗ ſionsgelüſte bei dieſen Bauern vorſtellen die dem Hungertode nabe ſind und deren Gerechtigkeits⸗erühl und Billigteitsſinn ein Miniſterium nach dem anderen ſeſtematiſch zu eſſtichm ſucht? Wie ſollte man wohl den rumäniſchen B uern für die Befreiung der Rumänen unter fremder Herrſchaft begeiſtern können, wo beren wirtſchaftliche Lage und materielle Mohl⸗ fahrt ihm ſelbſt als fernes Ideal vorſchweht, nach dem er ſicher ſtreben würde, wenn nur ſeine materiellen Sorgen und die Unwiſſenbeit, unter deren Druck er kümmerlich ſein Loben friſtet, ihm Zeit zum Nachdenken ließen? Die durch 10 viele Unbilden zur Verzweiſlung getriebenen Bauern erhoben ſich 1907. Im Blute von 11000 Bauern wurde der Aufſtand er⸗ ſtickt, und das Land ſetzte ſein Lehen des hohlen Scheines fort. So braucht man ſieh nicht zu wundern, daß die rumä⸗ niſchen Bauern, die die Mehrzahl des Heeres ausmachen, ſich ohne Ueherzeugung und Begeiſterung ſchlagen, Rumänien bedarf innerer Reformen, eines Körnchens ſozialer Gerechtig⸗ keit und Mitgefühls für die Landbevölkerung, nicht die proble⸗ Pt Annektion von Gebieten, die hiſtoriſch nie zu ihm ge⸗ rten. Haß gegen bie Deutſchen, die er nur als Lehrer und Meiſter kennt, liegg dem rumäniſchen Soldaten fern. Nie haben in ſeiner Vor t dern als das Volk, mit dem er in friedlichen Handelsbeziehun⸗ gen ſtand, daß ſeine Induſtrie geſchaſſen, ſein Land wirtſchaft⸗ li 198 hat, Sein Haß richtet ſich vielmehr gegen die 80 01%, die Adeligen und Großgrundbeſiger. Dieſer Haß bildet den ſtändigen Erundton ihrer Lieder, ihrer Klagen. Wenn nur die deutſchen Behörden, ſo ſchließt der Artikel, die das beſeßte Rumänien verwalten, ein wenig Mitgefübl für den Bauern zeigen und bieſe 0 Millionen, 1005 in Sklaverei Schmachtenden, nur ein kleln wenig nachſichtiges Wohlwollen ein ſrühreiſes Kind. Von ſtellungswelt als Gegner figuriert, ſon⸗ ———— —93 laſſen, ſo wird dies Volk zum erſten Male mit einem efühl der Erleichterung aufatmen. Dann werden viele Rumänen die Niederlage des offi⸗ ziellen Rumänien als ein Ereignis von hoher ſozialer Gerech⸗ tigkeit anſehen. Die rumäniſchen Kriegsgerichte bekommen Arbeit. O Rotterdam, 13. Jan.(Pr.⸗Tel., z..) Wie aus Jaſſy nach Paris gemeldet wird, hat das rumäniſche Parla⸗ menk einen Geſetzentwurf angenommen, wonach eine Sonder⸗ kommiſſion eingeſetzt werden ſoll, welche zu unterſuchen hat, auf welche Art die rumäniſchen Soldaten und Offiziere in Gefangenſchaft gerieten. Jeder Fall ſoll einzeln unterſucht und das Ergebnis einem Kriegsgericht unterbreitet werden. Bei der großen Anzahl der rumäniſchen Gefangenen in Deutſchland, Oeſterreich, Bulgarien und der Türkei wird das keine leichte Arbeit für die rumäniſchen Kriegsgerichte geben! Griechenlandz Antwort. Die griechiſche Regierung fügt ſich nicht ohne weiteres. m. Köln, 13. Jan.(Pr.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Amſterdamt: Griechenland hat ſich keines⸗ wegs, wie das Reuterbureau geſtern verkündete, dem Ulti⸗ matüm des Verbandes ohne weiteres gefügt. Seine Antwort lautet: 1. In der Erwägung, daß die von den verbündeten Mäch⸗ ten zu Lande und zür See gebotenen Bürgſchaften, eine wei⸗ tere Ausdehnung der reyolutionären 1* ausſchließen und in Erkenntnis, daß das weſentliche Streben dieſer Müchte dahin geht, die Sicherheit ihres im Orient ſtehenden Heeres zu gewährleiſten, willigt die griechiſche Regierung darin ein, die gewünſchten Verſendungen von Truppen und Kriegsgerät zu bewirken 25 Auch erklärte ſie ſich bereit, Aufſichtsmaßnahmen zu erlaſſen, ſoweit die Sicherheit des Heeres der Ver⸗ bündeten in Betracht kommt und die eigene Verwal⸗ tung und der allgemeine Verkehr im Lande nicht dadurch behindert werden. 3, Ferner erklärt ſie ſich bereit, Genugtuung für die Er⸗ eigniſſe vom 1. Dezember zu leiſten. Die Freilaſſung der ver⸗ Perſonen iſt auf Grund einer allgemeinen Verein⸗ arung zu regeln. Die Regierung äußert die Hoffnung, daß die verbündeten Regierungen Anordnungen für die Frei⸗ laſſung von Perſonen erlaſſen werden, welche die Aufſtän⸗ diſchen feſtgenommen haben. Sodann ſchlägt ſie vor, die Frage nach Schadenserſatz für die durch die Ereigniſſe vom 1. und 2. Dezember zu Unrecht geſchädigten Perſonen in gemeinſamer Erwägung zu löſen. 4. Da die in dem erſten Ultimatum verlangten Truppen⸗ verſchlebungen ſo gut wie vollzogen ſind und die des zweiten Ultimatums durch obige Zugeſtändniſſe erflüllt 12 erſucht die Regierung um Aufhebung der See⸗ perre. Die Zugeſtändniſſe aber befriedigen die Verbandsmächte immer noch nicht, wie die folgende Depeſche zeigt: London, 13, Jan.(WTB Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ Bureau meldet, es erfahre, daß die Antwort Griechen⸗ lands auf das Ultimatum der Alliierten zwar weſentlich als eine Annahme der Forderungen betrachtet werde, aber angeſichts der gegenwärtigen Lage nicht ge⸗ nauunb beſtimmt genug ſei. So—— die Antwort der Forderung 40 unverzügliche Freilaſſung der geſangen gehaltenen Beniſeliſten zu, ſehe aber keinen Termin dafür feſt. Es wurde bereits Anweiſung hezüglich der Antwort nach Athen telegraphiert. Der griechiſchen Regierung wurde mit⸗ geteilt, daß die Antwort zwar, ſoweit ſie gehe, Befriedigung hervorgeruſen habe, daß, aber beſtimmtere Zuge; ſtändniſſe notwendig ſeien, Eine 15tägige Friſt für die Ausführung der Forderungen der Alliierten, von der in einigen Stellen die Rede war, komme nicht in Heohn, Es beſtebe nicht die Abſicht, die Blockade aufzuheben, be⸗ vor die Forderungen der Alliierten voll ſeien. Ein großer Tell der britiſchen Kolonie habe bereſts Athen—* doch ſeien die Vertreter der Allijerten noch immer auf dem Poſten. Eine Stimme der verzweiflung aus Griechenlond. Der Athener Profeſſor Dr. K. D. Sphyris macht in der „Neuen Züricher Zeitung“ in einem„Die tragiſchen Folgen ber wohlwollenden Reutralttät“ betiteltem Auſſatz ſeinem ge⸗ ie Vin Herzen Luft. Er ſchreibt:„Die Verbündeten erklären die Blockade Üüber das Land und reden von Verrat und Atten⸗ tat, als ob einem freien ſouveränen Kultuxvolk verboten würe, ſeine Selbſtändigkeit zu vertelbigen und für die lethten Spuren 6655 verletzten Ehre und für ſeine Exiſtenz zu kämpfen. Man eſchimpft mit den ſchürſſten Worten ein edles Volk, und man verlangt für das vergoſſene Blut der alllerten Soldaten und Beſtrafung. Man wendet gegen Griechenland die bekannten Methoden der— Kolonſalpolitik an und 9 glaubt mit einer merkwürdigen Naivität, daß die Hauptſtabt eines K Staates ohne Widerſtand erobert werden kann. Man ſoll nicht vergeſſen, daß auf dem kiaſſiſchen Boden Griechenlands nicht einfach nur amilien bilden und die Friedensarbeiten lieben, wohnen, ſondern ein uxaltes Kulturvolk zu Hauſe iſt, das ſeit Jahrtauſenden als das Alteſt europäiſche Kulturvolk für Freiheit und Ziviliſation gekämpft — Pr.⸗Tel., z..) auffälligen Räumung von e Nr. 22. 2. Seite. mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Samstag, den 13. Januar 1917. und trotz allen Mißgeſchicks und aller inneren Zwiſtigkeiten ſich erhalten hat. Was jetzt in Griechenland geſchieht, verſtößt gegen die elementarſten Geſetze der Menſchlichteit und der Menſchenwürde. Wir verweiſen nur auf die weder durch die militäriſchen noch durch die politiſchen Notwendigkeiten gerecht⸗ fertigte Zwangsrekrutierung im beſetzten Gebiet durch die franzöſiſchen Militärbehörden und durch die von der Entente gegründete und rechtlich und faktiſch völlig unhaltbare Regie⸗ rung von Veniſelos, auf die Maſſenverhaftungen griechiſcher Patrioten in innerhalb und außerhalb der Kriegszone liegen⸗ den Gebieten, die Beſchießung der Hauptſtadt mit Schiffsge⸗ ſchützen, die unmenſchliche Blockierung, die herausſordernden, gar nicht gerechtfertigten und die Schuld am Vergießen von griechiſchem Blut tragenden Landungen in Athen und die An⸗ ſtiftung aller Umtriebe und Förderung eines Bürgerkrieges durch die Bewaffnung und Organiſierung einer Oppoſition. Jetzt bleibt dem griechiſchen Volk, das bis heute für die Neu⸗ tralität und den Frieden gegen jede Agitatiun gekämpft hat, nur ein Weg, d. h. der Weg des Widerſtandes bis zum Aeußerſten für Ehre, Selbſtändigkeit und Neutralität. Dies iſt ein verzweifeltes Mittel, aber auch das einzige, was den Geboten der Stunde entſpricht.“ Die Kriegslage. Die Kuſhen wollen Mitau erobern. Wien, 13. Jan.(Pr.⸗Tel., z..) Die„Zeit“ berichtet aus Genf: Wie aus London gemeldet wird, lautet die Order des Generals Ruskij bezüglich ſeiner neuen Offenſive, die für die allernächſte Zeit bevorſtehen ſoll, auf die Eroberung von Mitau. Italieniſche Cruppenkonzentration an der Schweizer Grenze. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 13. Jan. Das Berner Tagblatt meldet aus Paris: „Echo de Paris“ berichtet aus Mailand: Trotz der deutſchen Note und trotz der durchaus aufrichtigen Zuſicherung ver⸗ ſchiedener höherer ſchweizeriſcher Perſönlichkeiten, fürchtet die italieniſche oberſte Heeresleitung immer noch eine Offenſio⸗ aktion der Deutſchen durch die Schweiz und ſieht ſich deshalb ezwungen, energiſche Verteidigungsmaßnahmen zu treffen. eberall an der Schweizer Grenze baut man eiligſt Befe⸗ ſtigungsanlagen, ſtellt Batterien auf und führt Schützen⸗ gräben aus. Verſchiedene Grenzorte an der italieniſch⸗ſchwei⸗ zeriſchen Grenze, u. a. auch Como, wurden von der Zivil⸗ bevölkerung geräumt. Hierzu bemerkt das Berner Blatt: Sollte ſich dieſe Meldung beſtätigen, müßte man in dieſer eine beabſichtigte Gefährdung der Schweiz erkennen. In dem Augenblick, da Italien Como mit noch mehr Truppen belege, müßten auch die ſüdlichen Schweizer Grenzwachen verſtärkt werden. Der Zweck einer ſolchen Veranlaſſung könnte aber nicht anders als durchſichtig und unerfreulich ſein und die Meinung der Peſſimiſten vertiefen, welche glauben, in den franzöſiſch⸗ italieniſchen Winterquartieren an der Schweizer Grenze werde gerade das vorbereitet, was Franzoſen und Italiener jetzt den Deutſchen als A bſicht zuſchreiben. Die Nole der Allüerten an Wilſon. Zum Erlaß des deutſchen Kaiſers an ſein volk. m. Köln, 13. Januar.(Privat⸗Telegr.) Die„Kölniſche Voltszeitung“ ſagt zu dem Erlaß des Kaiſers: Dieſer Aufruf unſeres Kaiſers wird in allen deutſchen Herzen kraftvollen Widerhall finden. Er ſpricht die bittere, aber zugleich ſtahl⸗ hart entſchloſſene Sprache, wie ſie ſich aus dem jeder ſittlichen Verbreitung hohnſprechenden Verhalten un⸗ ſerer Feinde von ſelbſt ergibt. In der Tat, welcher Menſch, der auch nur noch einen Funken von edler Denkart, von Aufrichtigkeit und aufrechtem Sinn hat und der nicht völlig abgeſtumpft iſt gegen die Furchtbarkeit der Kriegsheere für alle Völker Europas, müßte nicht in tiefſter Seele empört ſein über die ſchnöde und heuchleriſche Abweiſung unſeres Frie⸗ densangebotes und gar noch über die Schamloſigkeit der in gleichem Atemzuge von Freiheit der Völker und Schutz der Ziviliſation faſelt und dabei als eigenes Kriegsziel ſelbſt die Zerſtückelung der Mittelmächte aufſtellt und um dieſe⸗ Zieles rder leichten Herzens neue Ströme von Blut und Elend rdert. Das Echo in der Schweiz. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 13. Jan. (Pr.⸗Tel., z..) Zu der Antwortnote der Entente an Wilſon —5 der Zürcher Tagesanzeiger: Das Aktenſtück iſt ein leidenſchaftliches Plädoyer der einen Mächtegruppe und zugleich ein brutales Bekenntnis zu einem rückſichtsloſen Sieger⸗ und Erober erwillen. Die eingeſtreuten Phraſen Recht und Gerechtigkeit, Menſchlichkeit und Ziviliſation, ohne welche man ſich keine Ententekundgebung denken kann, dienen nur zur— der Neutralen und erſcheinen be⸗ ſonders angebracht im Augenblick der letzten Erdroſſelung Griechenlands. Die Entente hütet ſich wohl, das Natio⸗ nalitätenprinzip gegen ſich ſelbſt in Anwendung zu bringen und aus dieſem Grunde ermangele die Darlegung ihrer Kriegsziele der inneren Wahrhaftigkeit. Ihr Programm ſordert nichts weniger als die Zerſtückelung Oeſter⸗ reichs und der Türkei auf Koſten ihrer ländergierigen Gegner und damit tritt auch die Mitſchuld am Ausbruch des Welttrieges wieder in die richtige Beleuchtung. Wenn man erinnert, wer ſchon viele Jahre vor dem Weltkrieg die Auf⸗ teilung Oeſterreichs und der Türkei proklamiert hat, dann wird auch die Frage nach der Mitſchuld am Ausbruch des Weltkrieges trotz des leidenſchaftlichen Plädoyers der En⸗ tente in gerechter Weiſe beurteilt werden. Für die Zen⸗ tralmächte gibt es auf dieſe Note nunmehr eine Antwort: Weiter kämpfen. Auf dieſer Baſis noch weiter zu verhandeln, wäre für ſie gleichbedeutend mit einer freiwil⸗ ligen Beſiegterklärung und Unterwerfung unter den Willen der Gegner. Die„Neuen Zürcher Nachrichten“ ſchreiben: Die neutrale Welt wird ſich durch ein paar ſchöne Phraſen des Entente⸗ dokuments nicht täuſchen laſſen. Sie ſieht 3 deutlicher als je zuvor, wo die völlige U oͤhnlichteit, wo der unge⸗ 0 5 Vernichtungswille und wo eine 99 2 roberungsgier den Beginn eines neuen Wel krieges bedeuten werde. Die neue Ententenote verſchärft — drückliche Krieg um die Welth ſchaft er aus eltherrſchaft ge⸗ Worden. Nicht daß Deutſchland oder gar Beſterreich⸗Ungarn Pläne hegten oder ſetzt hegen. t aber ſind nichts anderes, als der Anſpruch auf jene der völligen Ausſchaltung von ganz ——— Eindruck in wahrhaft erdrückender Weiſe. Nun iſt es ie Kriegsziele der En⸗ Mitteleuropa. Sie hat jetzt den Konflikt auf dieſen tra⸗ giſchen Punkt zugeſpitzt und damit den Weltkrieg zu einer Weltwende gemacht. Bei dieſem Punkt angelangt, kann der furchtbare Krieg nun auch bis 1918 hinein dauern, aber ſiegen werden Recht und Wahrheit und dieſe lie⸗ gen nicht bei der Entente. Zaürich, 13. Jan.(WTB. Nichtamtl.) Die Zürcher Poſt ſchreibt zur Ententenote u.., daß die Mittelmächte die furchtbare Verantwortung ablehnen und ſie dem Gegner zuſchieben. Auch das geht, wie jetzt ſchon geſagt werden kann, auf keinen Fall an. Die Mittelmächte waren immerhin zu einem Ausgleichfrieden bereit. Es iſt der Wille der Entente, wenn ein ſolcher Ausgleichfrieden heute zuſtande kommt. Sie beharrt nach wie vor darauf, Deutſchland und ſeinen Bundesgenoſſen einen Frieden, wie ſie ihn wollen, zu diktieren. Wenn dann ſchließlich 9 f0 dem un⸗ geheuren Ringen die Abſichten der Entente jedoch ehlſchlagen ſollten und doch ein Kompromiß geſchloſſen werden müßte, dann müßte freilich der Spruch der Weltgeſchichte, die das Weltgericht iſt, über die für die Ententenote vom 10. Januar verantwortlichen Männer, fürchterlich lauten. Rorwegen ſehnt ſich nach Frieden. Ehriſtiania, 12. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des norwegiſchen Telegrammbureaus Nach der Thron⸗ rede führte der Miniſterpräſident des Storthings, Mowin⸗ kelul, u. a. aus: Was die Vertreter der Nation in dem heutigen Zuſammentritt am ſtärkſten bewegt, iſt der innigſte Wunſch nach Frieden für das Vaterland, nach Frie⸗ den für den Norden, nach Frieden für alle⸗ Indem wir mit dem Gelübde an die Arbeit gehen, unſere ganze Kraft in die Arbeit zum Nutzen des Landes zu legen, knüpfen wir an unſeren Friedenswunſch den innigen Wunſch: Gott ſegne König und Vaterland. Die Abgeordneten erhoben ſich zum Zeichen der Zuſtimmung. Amerika hofft noch auf Frieden. m. Köln, 13. Januar.(Privat⸗Telegr.) Die„Kölniſche Zeitung meldet aus Waſhington: Ein Auszug der Ant⸗ wortnote der Verbandsmächte, der heute hier ver⸗ breitet wurde, erweckt Hoffnung und Vertrauen, daß die Friedenstür noch offen ſteht. Der Seelrieg. Romiral Jellicoe als Lobreöner. London, 12. Jan.(WTB. Nichtamtl.) Meldung des Reuterſchen Biüros. Admiral Jellicoe ſprach bei dem Feſt⸗ mahl in der City über die Schwierigkeiten der modernen See⸗ kriegführung und ſagte, daß Unterſeeboote und Minen eine dichte Blockade, wie man ſie früher hatte, verhinderten. Der Admiral fuhr fort: Trotzdem die Deutſchen ſich brüſten, daß ihre Flotte bei zwei Gelegenheiten die Nordſee nach der britiſchen Flotte abgeſucht habe, wagten ſich unſere Feinde nur zweimal, mit ihrer Hauptflotte nur einmal genügend weit vor, um uns Gelegenheit zu gehen, ſie in einen Kampf zu verwickeln. Weder neutrale noch britiſche Schiſffe haben bei irgend einer Gelegenheit die Hochſeeflotte in größerer Entfernung von ihren Häfen geſichtet. Richtig iſt, daß am 19. Februar 1916 die feindliche Flotte in beträchtliche Nähe der engliſchen Küſte kam, aber nachdem ſie von einem unſerer Patrouillenſchiffe ge⸗ ſichtet worden war, kehrte ſie offenbar um, weil durch ihre Luft⸗ aufklärer die Anweſenheit unſerer Flotte gemeldet worden war. Es wurden Ueberfälle auf die britiſche Küſte mit ſchnellen Kreuzern unternommen, aber bei allen dieſen Gelegenheiten wurde die Ueberfahrt von den deutſchen Gewäſſern offenbar unter dem Schutze der Nacht unternommen. Der Feind erſchien bei Tagesanbruch vor unſerer Küſte, um ſich dann vor verhält⸗ nismäßig ſchwachen Kräften zurückzuziehen. Solche Unter⸗ nehmen waren in den Tagen der geringen Geſchwindigkeit na⸗ türlich unmöglich und wurden jetzt offenbar in der Hofſnung gemacht, uns zu einer falſchen Strategie zu verleiten, nämlich dazu, unſere Streitkräfte zu zerſplittern, um alle verwundbaren Punkte zu ſchützen. Ich kritiſiere die Deutſchen nicht wegen ihrer Strategie, oder weil ſie mit ihrer Flotte kein Riſiko lau⸗ fen, aber ihre Prahlerei, daß ſie die Nordſee nach dem Feinde abgeſucht haben, muß als nicht begründet bezeichnet werden. (Notiz des WB.: Es handelt ſich keineswegs um eine Prahlerei, ſondern um die in den amtlichen deutſchen Berichten verzeichnete einfach wiederholte Tatſache, daß Teile unſerer Kriegsflotte weit in die Nordſee vorgeſtoßen ſind, ohne auf feindliche Streitkräfte zu ſtoßen.) Jellicoe ſprach hierauf über die die ganze Welt umfaſſende Tätigkeit der Flotte, von der mühſam unterbrochenen Arbeit der Kreuzergeſchwader in den Heimatgewäſſern, von der Rie⸗ ſenarbeit der Flotte auf der ganzen Welt und zollte der Arbeit der Handelsmarine ſeinen Tribut. Ueber 7 Millionen Mann, außerdem Geſchütze, Munition und Vorräte wurden transpor⸗ 2500 Kapitäne der Handelsmarine ſind für die Flotte ätig. Bewaffnete handelsſchiffe⸗ Zur Beurteilung der Frage der bewaffneten Handels⸗ Pa möge der Hinweis 9 einen Artikel dienen, den der anzöſiſche Vizeadmiral Beſſon im„Gaulois“ vom 4. ds. Mts. veröfſentlichte. In dieſem Artikel verlangte der Ver⸗ faſſer nichts mehr und nichts weniger, als daß die geſamte Be⸗ mannung der Handelsſchiffe der Kriegsmarine einverleibt werde. Jeder Kapitän eines Schiffes, das verſenkt wurde, ſoll nach dem Wunſch dieſes Marineſachverſtändigen vor ein Kriegsgericht geſtellt werden, damit feſtgeſtellt werden könne, ob er auch aufs äußerſte Widerſtand geleiſtet habe. Freiſpruch und auch Belohnung ſollen erfolgen, wenn nachgewieſen wird, daß der Kapitän den Feind gezwungen 1 Torpedos abzufeuern. Iſt das Schiff aber durch Ge⸗ chützfeuer, Sprengbomben oder auf andere Weiſe verloren egangen, ſo ſoll der Kapitän beſtraft werden. Das iſt die uffaſſung, die ein maßgebender franzöſiſcher Marineſachver⸗ ſtändiger vom Weſen des Seekriegs mittels Handelsſchiffes vertritt! Man wird ſich dieſes Gutachten merken müſſen. Der Untergang der„Regiua Murgherita“. Rom, 12. Jan.(B. Nichanttl.) Das Marine⸗Mi⸗ miſtertum tellt mit: Da ernſthafte militäriſche Gründe gegen die Veröffentlichung der folgenden Mitteilungen weggefallen ſind, karm betanntgemacht werden, daß in der Nacht zum 11. Dezem⸗ ber das LinienſchiffRegina Margherita“ uner⸗ wegs auf zwei Minen geſtoßen und geſunken iſt. Das Ereignis vollzog ſich in wenigen Minuten wegen der ſchweren Serteihungen des Schilfstörpers, miolge deren das Schift mit Zug voran ſank. Von 945 Mann, die ſich an Bord be⸗ fanden, wurden die meiſten mit in die Tiefe geriſſen und ſind mit dem Schiffe verſchwunden. Die ungünſtigen Um⸗ ſtände machten die Rettung der Ueberlebenden ſehr ſchwierig, von denen immerhin 270 geborgen wurden. Der Komman⸗ dant des Schiffes und 14 Offiziere ſind unter den Vermißten. Außer den bisher veröffentlichten Schiffsverluſten iſt kein weiterer Schiffsverluſt feſtgeſtellt worden. Seit einiger Zeit in der Oeffentlichkeit verbreitete gegenteilige Nachrichten ſind durchaus falſch. London, 13. Jan.(WT B. Nichtamtl.) Lloyd⸗Meldung⸗ Der britiſche Dampfer„Excellent“ iſt, wie man glaubt, geſunken. Brianòs merkwürdiger Geſundheitszuſtand. ORotterdam, 13. Jan.(Priv.⸗Tel. z..) Wie aus Paris berichtet wird, erfolgte die Reiſe Briands zur großen Entente⸗Konferenz in Rom ſo heimlich, daß man in Paris vor⸗ her keine Ahnung davon hatte. Der franzöſiſche Miniſterprä⸗ ſident hatte ſich nach jener ſtürmiſchen öffentlichen Kammer⸗ ſitzung, welche ſechs Geheimſitzungen folgte, am kritiſchen 23. Dezember krank gemeldet und ließ ſich offiziell durch den Ju⸗ ſtizminiſter vertreten. Da er bekanntlich ſtark lungenleidend iſt, erſchien die Sache auch durchaus plauſibel, allein ſpäter erfuhr man, daß Briand nur ungeſtört ſeine Vorbereitungen für die Reiſe nach Rom treffen wollte, die er denn auch bald darauf zuſammen mit ſeinem engliſchen Miniſterkollegen in größter Heimlichkeit antrat. die vereinigten Staaten und der polniſche Staatsrat EBerlin, 13. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Warſchau läßt ſich, wie wir vernehmen, der Krakauer „Czas“ melden: Der Generalkonſul der Vereinigten Staaten, Fürſt de Froto, hat die Konſuln ſämtlicher neutralen Staaten in Warſchau zu ſich geladen und ihnen erklärt, daß er im Auf⸗ trag ſeiner Regierung bis zum Ende des Krieges das König⸗ reich Polen nicht anerkennen könne. Nichtsdeſtoweniger würde er in ſachlichen polniſchen Fragen die polniſche Regie⸗ rung und den polniſchen Staatsrat ebenſo behandeln, wie die Vertreter anderer europäiſcher Länder. Berlin, 13. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie wir hören, wird der neue polniſche Staatsrat morgen vom Generalgouverneur empfangen werden. Am Montag ſoll dann ſeine erſte Sitzung ſtattfinden. Die feindlichen Heeresher'chte. Der engliſche Bericht. London, 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 12. Januar. In den letzten 24 Stunden machten wir nörd⸗ lich der Ancre weitere 28 Gefangcecie. Somit iſt die geſamte Zahl der bei der erfolgreichen Unternehmung in jenem Gelände gemachten 204 geſtiegen. Wir drangen in der letzten Nacht nördlich Arras an zwei Stellen in feindliche Gräben ein und machten Gefangene; unſere Verluſte ſind gering. Die Artillerietätigkeit an verſchie⸗ denen Stellen zwiſchen Rancourt und Helentione(2) war beträcht⸗ lich. Wir bombardierten nördlich Rancourt und Givenchy feindliche Gräben mit gutem Erfolg. Der italieniſche Bericht Rom, 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich. Amtlicher Bericht vom 12. Januar. An der Trentinafront mäßige Artillerietätig⸗ keit. Feindliche Geſchoſſe trafen bei Andraz loberes Corvevole) eines unſerer Lazarette, das deutlich ſichtbare Neutralitätsab⸗ zeichen trug; es ſind keine Verluſte zu beklagen. An der Juli⸗ ſchen Front hftigere Tätigkeit der beiderſeitigen Artillerienn die unſrige verurſachte einen Bvand auf dem rückwärtigen Abhang des Monte Faiti(Karſt) und zerſtreute marſchierende Trup⸗ ven auf der Straße nach Kanziaro im Wippachtal und im oberen Tal von St. Johann(nordöſtlich von Duino). In der Nacht zum 12. Januar warf ein feindliches Waſſerflugzeuggeſchwader viele Bomben auf das Gebiet von Aquileſa, verwundeten drei Per⸗ ſonen und richteten einigen Schaden an. Ein Flugzeug wurde, durch unſer Abwehrgeſchütz abgeſchoſſen, die Flieger gefangen. Unterdeſſen bewarfen unſere Flieger feindliche Fliegerlager bei Proſecco(nordweſtlich von Trieſt) und den Waſſerflugzeugplatz des Trieſter Haſens wirkſam. Trotz heftigen Feuers der feindlichen Artillerie ſind unſere Flieoer wohlbehalten heimgekehrt. Zur Kontrolle der Kriegslieſerunge⸗Verträge. a Die Kommiſſion zur Prüfung der Kriegslieferungs verträge war in dieſen Tagen zum zweiten Male verſammelt. Sie wurde bekanntlich eingeſetzt, weil die hohen Geſchäftsge⸗ winne mancher Kriegslieferanten allgemein ſtarke Zweifel dar⸗ über erweckt hatten, ob bei Vergebung der Heeresaufträge die Reichsintereſſen immer genügend gewahrt worden ſeien. Es waren heftige Klagen erhoben worden über das Einſchieben ſpekulativer Händler⸗ und A gentenkreiſe zwiſchen die eigentlichen Erzeuger und die Heeresverwaltung. Auch betannt gewordene Fälle unlauterer Geſchäftsgeba rung von Kriegslieferanten trugen mit zur Schaffung jener Situa⸗ tion bei, in der die Einſetzung der Prüfungskommiſſion vom Reichstag einmütig gefordert wurde⸗ Nach den veröffentlichten Berichten hat die Kommiſſion bisher über die Grundſätze und Methoden des Herresliefe⸗ rungsweſens beraten. Es wäre erwünſcht, daß die beiihrer Arbeit von der Oeffentlichkeit in tatkräfti⸗ ger Weiſe unterſtützt würde, ſei es durch ent⸗ ſprechende und Fingerzeige, ſei es durch Ueber⸗ mittlung konkreten Materials bezüglich einzelner Fälle. Sicher⸗ lich würden die in der Kommiſſion angehöcenden Reichstags⸗ mitglieder ohne Unterſchied der Parteirichtung für ſolhe Unter⸗ ſtützung durch die Oeffentlichkeit dankbar ſein. Der Kommiſſion gehören an: von der Zentrumsfraktion: Mäller(Fulda) und Richter, von der ſozialdemokratiſchen Fraktion: Noske und Krätzig, von der ſozialdemokratiſchen Arbeits⸗ Dittmann, von der fortſchrittlichen Fraktion: ühnle und Laube, von den Nationalliberalen: viſt⸗ Eßlingen und 50 mmermann, von den Konſervatiren: Schiele und Weilnböck, von der Deutſchen Fraktion: Werner⸗ Hersfeld, von den Polen: Trampszinsky; als Adreſſe genügt fur alle Abgeordneten: Berlin⸗ Reichstag. De mehr die Oeffentlichkeit die Abgeordneten durch ſachdienliche Informationen unterſtuͤtzt, deſto beſſer können ſie und die ganze Prüfungskommiſſion ihrer ſchwieri⸗ gen Aufgabe gerecht werden. Gefangenen einſchließlich der geſtern gemeldeten auf 8 2 — S2 PF—P— ¶ ¶ ˖ ¶ ¶ Y ¶ PꝑU—:—:E ÿw——.ʒZĩ ¶»⸗ ⸗U x ̃ ̃ ¶Y ⏑⏑ p ⏑ DDO⏑ ⏑ O—— ‚—— ᷓ— 8 * 93 1 Kri * 6 Mannbekmer General⸗Anzeiger.(Abeno⸗Ausgabe.) Nus Stadt und Land. Mit dem 8 ausgezeichnet Unteroffizier d. R. Fritz Kübler, vom Reſ.⸗ 3 erſter ngenieur det Rih. Säment⸗Schaekerze Uis, ü Vir4g Dienſte. * Sonſlige Auszeichnungen. Zahnargt Fritz E& ſtei it Lei i Wieilus 9 tein, gux Zeit Leiter der närztlichen ———— 1 Karlsruhe, wurde— Badiſche W Weihnachts⸗ und Neufahrsverkehr bei den hieſigen Poſt⸗ tten. Die nachſtehenden Angahen über den letzten Weih nuchts⸗ Neujahtsverkeht bei den Meſtgen Ubeanpeiken Kae er —) bürften allgemeine Beachkung finden. 1. In der Zeit ſde 6. bis 24. Dezember ſind 45 542 Pakete aufgeliefert worden ſind— 201 im Vorjahre). In der Zeit vom 10. bis 25. Dezember 88910 088 Pakete zur Beſtellung u. Abholung eingegangen(gegen chſchnn Vorjahre). Den nach ſind hier im ganzen 93 690 oder dor mittlich täglich 11930 Paketſendungen(gegen 12 479 im ahre) bearbeitet worden(ohne die an den Bahnhöfen im Durch⸗ Andeverkehr umgeleiteten Pakete). 2. In der—9 vom 27. Dez. ittags bis 31. Dezember abends ſind an den Schaltern im 664 909 Freimarken, geſtempelte Poſtkarten und Karten⸗ 0(gegen 784 898 im Vorjahre) verkauft werden. Darunter 70* ſich 201 269 Marken gu 8 9 18 891 zu 7¼ Pfg. efe zu 15 Pfg., 30 803 Poſtkarten zu 7½ Pfg. und 240 Karten⸗ miſfe. Von dieſen Mengen entfallen auf die Zeit vom 30. Dezember Reſtemd ee pelten rten ur artenbrieſe 287 014 Stück en 907 Stüc im Vorfahre). 8 0 5 Nene Marken ber Invallbenverſicherung. Daß Geſetz betref⸗ lann Renten in der Invalidenverſicherung vom 12. Junt 1916, das be⸗ ſatlich die Altersrenten auf das vollendete 68. Lebensjahr herabge⸗ Mdat, und die Waiſenrenten ſowie die Zuſchüſſe der Fnoallden⸗ Iyn für die Kinder unter 15 Fahren erhöht hat, hat auch die N ge für die Invalidenverſicherung vom 1. Januar 80 0 Pfa., das heit in jeder Klaſſe um 2 Pfg. mehr für den Bei⸗ ſcen als früher. Auf Grund dieſer Beſtimmung hat das Reichsver⸗ neunnesamt, eine Bekanntmachung über die Ausgabe der helg en Beitragsmarken am 27. Oktober erlaſſen. Danach unb en die neuen Marken wie früher in Werten für je eine, je 2 Late 18 Wochen zur Ausgabe. Für die Zeiten der verſicherten Be⸗ heur gung, die nach dem 1. Januar 1917 liegt, ſind ausſchlißlich die bet— Marten zu verwenden. Dieſe Marken gelangen ſeit 1. Jauuar 90** Poſtanſtalten zur Ausgabe. Dagegen ſind für die Beiten, die dem 1. Januar liegen, zum Zweck der nachträglichen Beitrags⸗ ug noch die alten Marken zu 10, 24, 82, 40 und 48 Pfg. öu n. Die Poſtanſtalten werden dieſe alten Marken noch bis zum alen ni 1917 einſchließlich verkauſen; vom 1. Juli 1917 an ſind die 1 0 Marken dann nur noch von den Landesverſicherungsanſtalten ezlehen. Dieſe alten Marken können bis 61. Dezember 1918 noch kerürtauſcht werden gegen neue Marken unter Berückſichtigung des aiewenten Geldwertes. Der Umtauſch findet bei den Markenver⸗ ſihe ſtellen ſtatt. Bezüglich der nachträglichen Verwendung von Ver⸗ 10 rungsmarken für die Zeiten vor dem 1. Januar 1016 verdient hervorgehoben zu werden, daß die Verlährungsfelſten Reichsverſicherungsordnung Paragr. 20, die mit dem 31. Dezem⸗ De 1916 ablaufen würden, durch eine Bundesratsverordnung vom 2. kalember 1916 verlängert worden ſind, und zwar bis zum Schluſſe lenigen Kalenderſahres, das dem Fahr folgt, in welchem der 8 10 beendet ſein wird. Bis dahin tritt alſo eine Verſährung der ordi ändigen Beiträge nicht ein. Die nach der Reichsverſicherungs⸗ Hark. ausgegebenen bisherigen Zuſatzmarken im Werte. von 1 3 rk behalten nach wie vor ihre Gültigkeit und ſind auch für bie nach dem 1. Januar 10917 verwendbar. * Die biesmalige Tigung des Schwurgerichts hat ſich nur mit 30 Fällen zu befaſſen, die in zwei Sitzungstagen erledigt ſein den. Am Montag, 15. Januar hat ſich zu verantworten: keinu klebe 11 üh. Hagendorn, Heiger aus Lohrbach, wegen Bran dſtif⸗ eiſ., Den Vorſitz führt Landgerichtsdirektor Dr. Benckiſer, Drb Landgerichtsräͤte 991900 lex, Dr. Wolfhard, Staatsanwalt 9 Fleuchaus, Vertediger.⸗A. Dr. Moeckel. Dienstag, 16. Jan. iuninge r, Minna, Dienſtmädchen aus Heilbronn, wegen handeskötüng. Vorſſtender Landgerichtsrat Dr. Boden⸗ Stactrer, Beiſ. Landgerichtsräte Dr. Leſer und Wittmann, anwet,anwalt S e Dr. Weindel, Verteidiger Rechts⸗ älte Gumbel und Koch⸗Heidelberg. er S Zur Frage der Einführung der burchgehenden Arbeitszeit. zu B Sczialen Kommiſſion kaufmänniſcher Vereine und Verbände Bfz em en, die ſeit einiger Zeit eine lebhafte Werbearbeit zur behörnhrung der ungeteilten Arbeitszeit entfaltet, ſind eine Anzahl Atberdlicher Erklärungen über die Einführung der durchgehenden krbeitszeit zur Verfügung geſtellt worden. Das Stellver⸗ an erhöht, u. zwar in den Lohnklaſſen 1 bis Vauf 18, 20, 84, 42 i nde Generalkommando des VII. Armeekorps 4 Geite. Nr. 22. in Münſter ſchreibt:„Es iſt nicht zu verkennen, die fort⸗ laufende Arbeitszeit 0 Einteilung der Arbeitszeit. T ohdem kann das Ganetalkommando keinen Druck ausüben zur Einführung der amerikaniſchen Arbeits⸗ eit, weil die Lichtfrage durch den Bundesrat geregelt worden iſt. s iſt aber dankbar zu begrüßen, wenn die Großbetriebe aus eignem Antriebe Ihren Anregungen folgen.“ Das Kriegs⸗ miniſterium bat unter dem 81. Dezember mitgeteilt:„Für die Anxegung in Ihrem gefl. Schreiben vom 20. d. M. dankend, teilt die Kriegsrodſtoff-Abteilung ergebenſt mit, daß die Fvage diesſeits bereiis erwogen, ein weiterer Zwang aber nicht beab⸗ —— iſt. Es wird vielmehr von dem geſunden Sinn und dem gatriotismus unſerer Großfirmen erwartet, daß ſie ſich der ihnen bekannten und gewiß der Urſathe und dem Zweck nach verſtandenen Bundesra'sverordnung freiwillig ſo gut als möglich anſchließen. Veröffentlichungen in dem von Ihnen beabſichtigten Sinne begrüßt das Kriegsamt ducchaus.“ * Bad'ſche Gedenktage 1917. Vor 100 Jahren, am 18. Oktober 1817, wurde das Wartburgfeſt abgehalten: Gründung einet all⸗ meinen deutſchen Burſchenſchaft, wogu Heidelberg 20 Bundesbrüder abſandte. In dasſelbe Jahr fällt die Vollendung der evangeliſchen in Lörrach, deren Bau ſchon 1736 begonnen wurde.— Errichtung des Gartenſchloſſes in Karls⸗ ruhe durch die Markgräfin Friedrich zu Ehren ihres verſtorbenen Gemahls. Vollendung des Waſſerwerks in Karlsruhe. Er⸗ richtung einer Schule für israelſtiſche Kinder in Karlsruhe(ſeit 1828 öffentlich!. In demſelban Jahr paſſierten gegen 8000 zurück⸗ kehrende Ruſſen Mannheim. * Jubiläen. In dieſem Fahr können ihr 75jähriges Jubiläum feiern die Geſanovereine„Liederhalle“ in Karlsruhe, der Geſangverein„Bodan“ in Konſtanz, der Gewerbeverein und Handwerkerverband Mannheim, der Singperein Weinbeim u. das Corps„Vandalia“ in Heidelberg. Das 50jährige Jubiläum kann begehen der Keaufmänniſche Verein Mannheim und die Weinheemer Vereinsbank, hervorgegangen aus dem Vorſchußvetein. Das Konſtanzer Inf.⸗Regt. 114 kaun ebenfals die rr tirt Beſtandes begehen. Ihr S5fähriges Jubiläum können feiern der Badiſche Landes⸗ Gartenbauverein, der Geſangverein„Oermania“ in Weinheim, der Vincentiusverein in inheim und der evangeliſche Arbeiter⸗ verein in Weinheim. Die Schneeverhältniſſe auf dem Königſtuhl ſind, nachdem auch üher Nacht neuer Schneefall eingetreten, heute noch ſſer wie geſtern, wo ſchon eine recht große—9 Sportluſtiger die Rodelbabn belebten. Die Temperatur betrug heute früh auf dem Königſtuhl 2 Grad unter Null. Mehr Verſtänbnis für die Nährpflicht! In der Dezemberver⸗ ſammlung ſeines landwirtſchaftlichen Kreisvereins ſagte der Land⸗ wirtſchaftsdirektor Witkamp:„Im Kreis Recklinghauſen ſtehen 12 700 Milchkühe, die mindeſtens 40 000 Liter Milch täglich bringen müßten. Die Menuge der angelieferten Milch entſpricht dem nicht im entfern⸗ teſten und genügt nicht einmal für bie bevorrechtigten Bezieher.“— Ein ſübbeulſcher Tierarzt, der 500 ländliche Wirtſchaften kontrolliert hat, berichtet; Viehhalter mit Beſtänden bis zu 16 Kühen lieſern nicht ein Liter Milch und auch kein Pfund Milchfett ab, obwohl die Kühe weder hochträchtig ſind, noch trocken ſtehen. Die Kälber erhalten Voll⸗ milch bis zur vollen Süttigung. Die Schlachtſchweine erhalten Ge⸗ treide und Vollmilch. Die Schmalznudeln werden wie im Frieden hergeſtellt. Aller Mllchüberſchuß dient zur Herſtellung von Butter⸗ ſchmalzvorräten“.— Der Kreis Oppeln hat bei 44000 Stück Rind⸗ vleh(am 1. Dezember 1915 waren es genau 45 492 Stück) in einer Woche 4, Zentner Butter abgeliefert, alſo je ein Pfund auf 100 Rinder. Polizeibericht vom 19. Januar.(Schluß.) Auffindung elnes Kranken. Bor dem Hauſe Renners⸗ hoſſtraße 13 wurde geſtern Nacht 10 Uhr von Borübergehenden ein auf der Durchreiſe 7 97 Taglöhner von Frankſurt a. M. in bewußtkoſem Zuüſtande auf dem Boden kiegend aufgeſunden. Er wurde von einer auf die Wache des 7. Reviers und von ba, weil keine Beſſerung eintrat, ult einer Droſchke ins Allgemeine Krankenhaus verbracht. 5 Unfalt. An der Halteſtelle Kaſerne kam geſtern Abend, etſva um es Uhr, eine 82 Jahre alte Fabrikarbeltersehefrau von hier beim Einſteigen in einen Straßenbahnwagen 91 Fall, fiel, gegen einen Riunſtein und wurde außerdem etwa 5 Meter geſchleift. Sie trug im Geſſcht ſtarke Hautabſchürfungen und blutunterlaufene Stel⸗ len davon und mußte ürztliche Hilſe in Anſpruch nehmen. Epltepttſcher Anfall. Eine 90 Jahre alte Taglöhners⸗ ehefrau von hier ſtürzte am 11. ds. Mts. vormittags auf der Straße vor U infolge von epileptiſchen Krämpfen zuſammen. Von Bor⸗ übergehenden wurde ſie ins Haus U 6, 1 getragen und erholte ſich bald wieder. Ländung einer Kindsleiche. Am 7. Januar wurde in Mannheim im Hochwaſſer des Neckars die Leiche eines neu⸗ geborenen, ausgetragenen Kindes weiblichen Ge⸗ ſchlechts geländet, welchez nach der Geburt gelebt hat. Die Leiche war in einem Wäſchebeutel verpackt, wie ſie in den Militärtorniſtern angebracht ſind. Der Beutel iſt aus braunem Segeltuch und kann mit 2 Lederſchnallen zugeſchnallt werden. Ein mllitäriſcher Stempel befindet ſich nicht darin, wohl aber iſt in dem Leder als Herſteller Eckart 1915 Ulm a..“ eingepeßt. Das braune Packpapier, in „M. gewiſſe Vorteile bietet vor der jetzt üblichen welchem der Beutel eingewickelt war, wurbe von dem Finder gleich 90 98 8— 75 15 5 ee weggeworfen, es hat angeblich keine Kennzeichen gehabt. Die nackte Leiche war in Zeitungspapier und braunes Packpapier eingewickelt. Die Zeltung iſt die Abendausgabe des Stuttgarter„Neuen Tage⸗ blatts“ vom Donnerstag, 22. Dezember 1910 Nr. 657. Der Beutel war mit Meſſingſchildern, 15¼ Zentimeter lang, 8 Zentimeter breit und 1 Millimeter dick, beſchwert, auf welchem die Patentnummern von 13 Staaten eingeſetzt ſind, darunter D..⸗P. 100 741, 190 072, 192 807, 196 549, D 24 921, 25 785. Es iſt wahrſcheinlich, daß die Leiche nicht in Mannheim, ſondern an irgend einer am Lauſe des Neckars gelegenen Stelle ins Waſſer geworſen wurde. Unaufgetlärter Diebſtahl. In der Nacht vom 81. De⸗ zember auf 1. Jannar wurden aus dem zerbrochenen Auslageſenſter am Laden des Hauſes O 1, 12 hier folgende Gegenſtände entwendet: 4 Flaſchen griechiſcher Kognak mit der Auſſchriſt:„Koniak en Nat⸗ haie“, 10 Flaſchen Kognak mit der Aufſchriſt:„Deutſcher Kaiſer⸗ Kognak“, 10 Flaſchen Wermuth mit der Aufſchrift:„Vine Vermouth“, 15 Fälſchchen 4 Liter Punſcheſſenz mit Auſſchriſt:„Punſcheſſenz mit Arac“, 30 Fläſchchen 1 Zehntel Liter mit der Aufſchrift„Kirſchwaſſer“, 10 Fläſchchen 6 Liter Kognak mit der Auſſchrift:„feinſter alter Kog⸗ nak— Weinbranb“, ſowie eine Anzahl anderer Spirituoſen, die nicht genau angegeben werden konnten. Um ſachdienliche Mitteilung au die wird erſucht. erhaftet wurden 26 Perſonen wegen verſchiedener ſtraf⸗ barer Handlungen, darunter ein Taglöhner von Birnbach und ein ſolcher von hier wegen Diebſtahl und ein Taglöhner von Munden⸗ heim wegen Hehlerei. vergnügungen. Bolkstümlicher Abend im Roſengarten. Am morgigen Abend wird, wie mitgeteilt, die moderne Tänzerin Clara Bauroff auf⸗ treten. Clara Bauroff iſt, ſo wird uns hierzu geſchrieben, eine ſu⸗ gendliche eigenartige Tänzerin modernſter Richtung, ſie tanzt nach der Schule Dalcroze und Dr. Bode in leicht geſchürztem Münchner Künſtlergewande rhythmiſche Tänze von Brahms, Grieg und Liſst. Sie gehört, unſtreitig zu den berufenſten Vertreterinnen der mo⸗ dernen Richtung. Ihre Tänze atmen temperamentvolle Friſche und Lebendigkeit, in dem Beſtreben zugleich den muſikaliſchen Inhalt des Tonſtückes in freier plaſtiſcher Tanzdarſtellung wiederzugeben. Mit ihren Darbietungen hat ſie in Darmſtadt, Nürnberg, Flankfurt und in allen deutſchen Badeorten ſtürmiſchen Beiſall geerntet. * Jugendtheater Bernharbushof. Die nächſte Vorſtellung des Jugendtheaters findet am Mittwoch, den 17. Jannar, nachmittags 8 Uhr, ſtatt. Vielſachen Wünſchen und Anfragen entſprechend findet eine nochmalige Aufführung des reizenden Märchenſpiels„Hänſel und Gretel“ ſtatt. Der Kartenverkauf beginnt ab heute in den Vor⸗ verkaufsſtellen.(Siehe Anzelge in heutiger Mittagsnummer.) Sonn⸗ tag, den 28. Jannar findet die Erſtaufführung des Stückes von 01 1*9 185 nt 3 + 0 l 91 t“ ſtatt. In ereitung befinden ſich folgende Märchenſpiele:„Die Pilgerfahrt Roſe“,„Rotkäppchen“ und„Dornröschen“. W Aus dem Großherzogtum. Bh. Karlsruhe, 12. Jan. Wie der Poliseibericht mit⸗ teilt, hat ein Hochſtapler am verfloſſenen Sonntaß und Montag in der Wirtſchaft 3. Klaſſe des hieſigen Hauptbahn⸗ hofes einen raffinterten Dieb'tahl zur Ausführung gebraht, in⸗ dem er jeweils abends im Eedränge einer Kellnerin die Geld⸗ taſche ſamt Inhalt vom Schurze abhüngte und damit verſchwand. Zweifellos handelt es ſich um einen getieb nen Gauner, der auf dieſe Spezialität geübt iſt und ſeine„Kunſt⸗ ſtücke“ vermutlich auch anderorts verſuchen wird.— We en Entwendung von Feldpoſtpaketen iſt hier ein Poſtaushelfer aus Wilferdingen verhaftet worden; ferner gel mgte ein Imker aus dem Amtsbezirk Stockach wegen übermäßiger Preisſteigerung zur Anzeige; er verkaufte an einen hieſigen Kaufmann Inlandshonig zum Preiſe von 6 Mark pro Pfund. Karlsruhe, 12. Jan. Der im Jahre 1913 mit dem Mittelbadiſchen Brauereiverband Tarifver⸗ trag wurde, wie dem„Volksfr.“ vom Verband der Brauerei⸗ und Mühlenarbeiter(Ortsverwaltung Karlsruhe) mitgeteilt wird, um zwei Jahre herlängert. Die Brauereia⸗beiter hatten zur Kündigungsfrage des Vertrages Stellung genom⸗ men und faßten eine Entſchließung, wonach von der Kündi⸗ gung abgeſehen werden ſollte, wenn die Lohnſätze um 5 Mark pro Woche aufgebeſſert werden. Eine Verhandlung mit dem Syndikus, Herrn Direttor Walter, führte zu dem Ergebnie, daß die Brauereien ſich bereit erklärten, ah 1. Januar 1917 eine Lohnerhöhung um 4 Mark pro Woche eintreten zu loſſen. Die bisher gewährte monatliche Teuerungszulage bleibt da⸗ von unberührt. Diejenigen Brauereien, welche den Arbe tern noch keinen Urlaub gewährt haben, werden eine Barablöſung eintreten laſſen. Auch wurden für Arbeiterinnen Tariflöhne neu eingeführt und betragen dieſelben für Arbeiterinnen über 18 Jahre 23—25 Mark und für Arbeite innen unter 13 Jahre 21 Mark die Woche. Die Unionbrauerei in Karlsruhe hat ſich dieſer Vereinbarung angeſchloſſen. Pfalz, Heſſen und Umgebung. P. Frankenthal, 12. Jan. Einen ſchweren Verluſt erleidet unſere Stadt durch den Lod des 1.—93— Dr. früh, als er eine Reiſe antreten ————— med. Becker, der heute Siegeswille 1017. Aus„Eiſerne Blätter“ von Gottfried Traub. U. neuen Jahr kenne ich eine einzige Loſung. Sie lautet: r Siegeswille. Wenn nichl alles trügt, fallen in ſor großen Entſcheidungen. Sie werden der Kraft ent⸗ Uir en, die wir zu entfalten willens ſind. Wenn je, ſo haben werletzt keine Zeit, müde zu fein. Das ſagen wir nicht, weil wir * wir müßten die Leidenſchaften un ungen un⸗ 0 Voltes aufpeitſchen. Das deutſche Volk braucht keine euſche⸗ Ruhig ſehen wir der Zukunft entgegen unk trotzen 83 hatt. Das neue Jahr wirb ſchwerer, als all“ die andern. und altig ſind die Proben, die es unſerm Witlen, unſerm Leib inmUnſerer Seele zumutet. Unſere Braven draußen müſſen noch daß al alle Kraft zuſammennehmen, und es tut uns bitter leid, lalbwir ihnen keine andere Außſicht eröffnen kormen. Aber Eug⸗ ker will das ſo. Es will ſeine Vorherrſchaft bie zum letzten nzug verteidigen und hat in ſeinen Zeitungen unſere Friedens⸗ h4.5046 als„widerliche Verſuche, uns anzubiedern“, abgewieſen. Ruh zum Frieden gerötigt wird, erhält Europa keine Wire. Auch wir zuhauſe wollen allen Rut zuſaumennehmen. Lon lerden die 1 uns ſchlecht und recht durchhungern, aber den Durteden wir auf das erſte Wort und ſagen durch hungern. ſumenh hun ern iſt noch lange kein Verhungern. Es geht uns ſind er ertränlich. Unerträglich iſt nichts, als die Niederlage. Wir erſch von Jahr zu Fahr gewachſen und die früheren Entbehrungen wir einen uns heute gering, Wenn die Rotwendigkeit ruft, können der Rotd mehr. Das 3 traut uns wirkkich zu, daß wir mit kn Kot fertig werden. So laſſen wir uns nicht beſchämen. eber ſa 1Jabr entbehrt, als ein Menſchenalter gelähmt. Alles geſchieht unſer um des eigenen Blutes willen. Unſer Dorf, unſere Stadt, Siler Volk ſoll in Ehren bleiben, wachſen grünen. Nur ein voller widle ſeff. einen klaren Frieden. Darum ſteht unſer Sieges⸗ e 1017 feſter denn ſe. Wir bringen einander glite Wünſche, in erſter Linte: Stille. Ren haben Küein das* reden; alles andere iſt Geſchwätz. Güte gten ſoll das Eiſerne Kreuz zeugen. Aber auch ſede Hilfe, Kful⸗ reue und Kraft zuhauſe iſt eine Tat. K G — 0 und ſtill die Pflicht des Tages. Das iſt unſer Eiſern gebor, Auch herber Tadel 0 geſund, wenn er aus Vaterlandsliebe Danden iſt, Rur dem Nörgler und Mallex, der nichts und nie⸗ Nurpen gelten läßt, als ſeine eigene Verbrießlichkeit, weiſe die dart Der Maultourf ſoll ſich nicht einbilden, die Sonne ſei nicht weil er ſie nicht ſehen mag. Diele aun wünſchen wir einander gute und getreue Freunde. Weund weggegangen, ſo viele! Bande lockern ſich, alte finden ſich nicht mehr. Deſto heißer ſtrömt unſere Sehn⸗ Italien empfin „Straußiſchen Art für die Bühne“. Klein und Groß ſucht nach neuer Freundſchaft und Kameradentreue. Im un⸗ menſchlichen Krieg Gem man Menſchen, oft da, wo man es gar nicht hermutet hatte. emeinſame Not und gemeinſamer Sſeg ver⸗ binden neue Weggenoſſen. Halte ſie feſt und pflege die Liebel Der britte Wunſch heißt Glaube. Ohne Glauben iſt nichts Großes in der Welt geſchehen. Vertrauen allein hält das Haus und ſtützt den Staat, füllt die Seele und** die weite Welt. Noch heute wie 1914 haben wir ein reines Gewiſſen in dieſem Weltkrieg. Noch heute wie 1914 leben wir der frohen daß der„beutſche Tag“ anbricht, indem die übermſttige herr⸗ ſchaft Englands weicht und die Freiheit der Tüchtigen in der Völ⸗ kerfamilie geſichert wird. Dann kommt ein anderer Frieden, als der von Englands Gnaden. um des wahren Friedens willen ſchärfen wir unſer Schwert, denn das türkiſche. Wort hat recht: „Im Schatten des Schwertes liegt das Paradies“. Deutſchland laube! Dein Schwert iſt geſegnet. Die deutſche Erde 0 unſer gauber und der deutſche Himmel unſer Licht. Wir ſtehen auf Felsgrund und wanken nicht. 1917 ringt mit uns, wir ringen K Wir laſſen es nicht, es ſegne denn uns und unſere Kinder Die dramatiſchen werke von Richa d ZItrauß „Mit gar keinem Wort italieniſch und ſehr wenig franzöſtſch“ (ſo viel man eben damals vom Münchener Ghmnaſium mitbekam) zog Richard Strauß im April 1886 aus, um Rom, Neapel, Capri, Sorrento, Pompeji, Florenz und den Comerſee zu ſehen. In den römiſchen Ruinen käamen ihm, der nie ſo recht an Anregungen durch Naturſchönheit 1 975 hatte, die Gedanten„nur ſo ge⸗ flogen“. So entſtand die ſymphoniſche Fantaſie: Aus Italien. 91 dieſem ſymphoniſchen Werke ſteckte ſchon der Dramatiker ichard Strauß: Eduärd Hanslick, der ee der ganzen neudentſchen Kunſt, erkannte„das Vorheſtimmte der Zeit, da jedermann detroffen: Richard Strauß wurde 1886 dritter Hofkapellmeiſter in München— wo er die für einen jungen Dirigenten ſchwierigen „Spielopern leitete—, dann aber(1889)„aroßherzoglich⸗ſächſtſcher⸗ Der alte Hofkapellmeiſter Eduarb Laſſen übe 40 Kapellmeiſter“. 1% dem jungen Kollegen eine ganze Reihe klaſſtſcher Opern. befinden uns in Weimar und folgen dem jungen Käpellmeiſter, deſſen Jahresgehalt 2100 Mark betränt(, an das Pult des alten Hoftheaters. Im September 1891 körte ich dort die Zauberflöte und war entzückt über die kammermuſtk⸗liſche Feinbeit, mit der Michaxo Strouß hrachte Muſit zum Tamino, das kleine Orcheſter Mozgart ſplelte,„Str eben den muſikaliſch⸗dramgtiſchen Ausdruc dieſer⸗ Erklingen, und ſo entſtand der unbergeßliche Eindtuck! er mächtige Eindrücke von Natur und Kunſt. In Der alte Wißzbold aus der; „geiſtreich“ ſein müßte, hatte das Richtige Paming und Saraſtro ſangen überdies recht e die Zeit⸗ maße des jungen Dirigenten hatten Feuer ohne 92 und Ueberhetzung. Genug: Hanslick hatte richtig gefühlt.. Neben den Operndirigenten ſtellte ſich alsbald der Leiter von Wei⸗ marer„Abonnements⸗Konzerten“. Hier trat noch eine anbere Seite des Muſikers 63 Strauß hervor: er liebte, troß aller Liſgtbegeiſterung, nicht die überreizte Harmonik und die raffinierte Inſteumentatiol. Ein Sug ur Einfachheit, zur Größe, zur Tieſe gab auch den hen Werken neues Lében. Damals arbei⸗ kete Strauß an einem„ſelbſterfundenen“ tragiſchen Originalterte in drei Akten... Eine ſchwere Krankheit unterbrach den Vertreter allerfortſchrittlichſter Kunſtanſchauungen: Strauß verbrachte den Winter 1892/93 in Gricchenland. Zuvor aber hatte der junge Meiſter in Leipzig einen ſeine Zukunft erhellenden Erfolg gehabt: Tod und zogen in die alte, noch heute 9 e. Neues eiwas widerwillige Muſikſtadt ein. Aber nun zog der Sie⸗ ger, in die weite Welt: über Brindiſt, Korfu, Patras Pu Athen. Auf dieſer Reiſe las er eifrig Goethe und ſchuf 43 Muſikdrama Guntram. In Aeghpten, dann wieder auf Kigilien, gewann dieſe„hitzige Muſik“— bei 40 Grad Wärme— Geſtalt.„Bei weitem die perſönlichſte, reichſte Perſönlſchteit“ nannte Hans von Bülow, der immer verſchloffener werdende, letdende große Künſt⸗ ler, den in blühender Geneſung nach Weimar zurückgekehrten Tondichter. Sein Wort ſchallt mit der Bedeutung der Prophetie in unfere Gegenwart hinein. Und noch ein anderes Bülow⸗Wort: „Strauß wird einmal populär wecden, Verleger⸗ umworben. Sagen wir; ſo um das Jahr 1889.“ Im Sommer 1584 tat Hans von Büloto dieſen Ausſpruch... Güntram, ein ernſtes Muſikdrama— etwa parallel dem Parſifalſtoffe und der Muſik zu Pfitners„Armem Heinrich“ gehend— iſt noch heute nicht durchgehrungen. In Weimar fand die Uraufführung 1605 dann kam die Münchener Darſtellung vam 16. Nopember 189ö. Richard Strauß war inzwiſchen Hofkapellmeiſter in ſeiner Vater⸗ ſtadt geworden; er wurde alsbald guch der Nachfolger des General⸗ mufikdirektors Hermann Lebi. Als Dirigent wurde Strauß ſehr gefeiert, in Bahreuth(Tannhäuſer) wie in München(Mopart⸗ zyklus), aber über ſeinen Guntram waren die Urteile abweiſend. „Alles verzeihen einem die Leute, nur nicht, daß man ſo ge⸗ ſchrieben hat, wie einem ums Herz iſtt“(Brief von Richerd Strauß an Seidl.) Das Schichſal ſeines„armen Gunttam“ ging dem Meiſter nahe. Er wandte ſich nunmehr an⸗ deren Gebieten zu; ſeine Lieder entſtanden, Till Eülenſpiegel, Zarathuſtra, die ſechgehnſtimmigen Geſänge für ün⸗ bealeiteten demſſchten CPor, die Geſänge mit Orche⸗ſter⸗ begleitung, Don Oitixote, das Heldenlehen. Inzwiſchen war Rich. Strauß auf die Höhe ſeines Rußmes gelanat, don 180) ay wirden die Einlidunden zur Leitung eſtener und ſremdar Merſe jmmer gahlreicher; Berlin, Leihzig, Köln, Düſſelborf,(Muſtkfeſt), un ien, London, Patis, Moskäu, Barcelona, Briiſſel. wer zählte U Nr. 22. 4. Seite. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Samstag, den 13. Jannar 1 wollte, von einem Schlaganfall betroffen wurde, dem er bald erlag. Am 10. September hatte der verdiente Mann 70. Geburtstag gefeiert und vom König, dem bayr. iniſterium und der pfälziſchen Regierung waren Glück⸗ wunſchſchreiben zu dieſem Ehrentage eingetroffen. Dr. Becker ſtammt aus Freinsheim. Anfang der 70er Jahre ließ er ſich hier als prakt. Arzt nieder. Dem Stadtrate gehörte er 10 Jahre an. Am 29. Auguſt 1914 wurde er definitiv zum 1. Adjunkten ernannt und als ſolcher führte er bis zu der vor wenigen Wochen erfolgten Rückkehr des Bürgermeiſters Dr. Ehrenſpeck deſſen Geſchäfte mit Umſicht, Geſchick und Tatkraft. Er hinterläßt Frau, Tochter und einen Sohn, der als Haupt⸗ mann im Felde ſteht. Sportliche Runoͤſchau. Zum Eutſcheidungsſpiel um die Meiſterſchaft des Bezirks Ldes Pfalegaues treffen ſich am kommenden Sonntag nachmittags 2 Uhr auf dem Germania⸗Sportplatz in Judwigshafen, Schlachthofſtraße, die erſten Mannſchaften des.⸗C. Pfalz und des.⸗C. Phönir Zudwigshafen. Beide Vereine haben im Verlauf der irks⸗ ſpiele gleiche Punktzahl erreicht, weshalb zur Feſtſtellung Meiſters des Bezirks ein Entſcheidungsſpiel erforderlich iſt. Der Be⸗ Zirksmeiſter tritt dann in die weiteren Spiele um die Pfalzgau⸗ und Weſtkreismeiſterſchaft ein. Das höchſt intereſſante Treffen findet bei ieder Witterung ſtatt und wird bis zur Entſcheidung durchgeſpielt. 2* 91 1 7 3391 K Fußball. Am morgigen Sonntag findet auf dem Phönixſport⸗ Platze bei der Fohlenwelde das Privatſpiel zwiſchen u b Hertha und Fußballgeſellſchaft„1903“ Ludwigs⸗ hafen ſtatt. Es iſt ein ſehr intereſſantes Spiel zu erwarten, zumal 1903“, im Pfalzgau an dritter Stelle ſteht und Hertha verſchiedene neue Spieler erhalten hat. 2 Spielbeginn 123 Uhr. Kachtrag zum lokalen Teil. * Betämpfung des Lebensmittelwuchers. Im Monat Dezember 1916 gelangten im Letirk Mannheim wegen Verfehlungen gegen die kriegswirtſchaftlichen Verordnungen auf dem Gebiete des Lebensmittelverkehrs und der Bekämpfung des Kriegswuchers zur Anzeige 105 Perſonen, deren Beſtrafung größtenteils erfolgt iſt oder die ihrer Beſtrafung noch entgegenſehen. Im einzelnen ent⸗ fallen die Anzeigen auf: Agent 1, Bäcker 5, Darm⸗ und Gewürz⸗ handlußig 1, Drogeris 1, Geflügelhändler 1, Geſchäftsführer (Filialleiter) 2, Hauſierer 1, Kaufleute und Reiſende 6, Kolonial⸗ warenhändler 30, Landwirte 4, Lumbenſammler 1, Metzger 3, Milchhändler 2, Oelhändler 1, Obft⸗ und Gemüſehändler 29, Private 1, Schokobadengeſchäfte 3, Seifenhändler 1, Wirte 2. Geheimrat Sothein: Der Wiederaufbau des deutſchen Handels. N. Heidelberg, 12. Jan. Im vollbeſetzten großen Saale des Neuen Kollegienhauſes ſprach heute abend Geheimrat Gothein in 1Kſtündigem Vortrag über den Wiederauf⸗ hau des deutſchen Handels. Er gab ein umfaſſendes Bild von der Geſamtlage des deutſchen Handels ſeit Kriegsbeginn und erörterte ſodann die Ausſichten, welche ſich nach Abſchluß des Krie⸗ ges dem deutſchen Handel éröffnen. Hier ſeien nur einige Haupt⸗ gedanken des Vortrags wiedergegeben.— Während durch den Krieg die Leiſtungen von Landwirtſchaft und Induſtrie eine gewaltige Steigerung erfuhren, ſah ſich der Handel röllig ausgeſchaltet. An Stelle des freien Handels trat die Organiſation. Bewährt hat ſich die Organiſation, ſo beſonder die..G. und die Einkaufsgenoſ⸗ ſenſchaft ſüddeutſcher Städte, als es ſich darum handelte, den kleinen Reſt der aus dem Ausland kommenden Güter zuſammenzufaſſen und zu verteilen; verſagt hat ſie, als ſie auch auf den übrigen Handel ihre Hand legte; hier zeigte ſich der Mangel an kaufmänni⸗ ſcher Schulung, Einſicht und Erfahrung. Die Organiſation, welche an Stelle des Handels trat, ſah vom Dienſte der Groß⸗ und Klein⸗ händler ab, außer in der Verteilung. Die großen Geſellſchaften, welche ſich für einzelne Handelszweige bildeten(Leder, Metall eic.), haben ſich für Staat und Heer als unentbehrlich erwieſen. Bei dem wichtigſten des Handels, dem Nahrungsmittelmarkt, trat an Stelle dieſer Jentraliſierung die Lokalberſorgung durch die Kommunalverbände. Dieſe letzteren haben ſich gut be⸗ währt als Selbſtberſorger, ſie haben verſagt als Liefe⸗ rungsverbände. Jeder Bezirk ſchloß ſich ab vom andern. So entſtand z. B. der Kleinkrieg zwiſchen Maunheim und Lud⸗ wigshafen. Mannheim, deſſen Lage im Frieden die denk⸗ bar günſtigſte war, befindet ſich im Kriege in der übelſten Lage: es ſieht ſich eingeſperrt zwiſchen 3 Landesgrenzen— und ſein eigenes Hinterland kann wenig liefern.— Wo die Kommunalver⸗ bände nicht ausreichten, wurde zu ihrer Ergänzung eine zen⸗ trale Organiſation geſchaffen. Glänzendes leiſtete dieſe in der Getreideverſorgung,— 0 ſchlug fehl auf den übrigen Ge⸗ bieten der Nahrungsmittelverſorgung; denn eine obrigkeitliche Regulierung der landwirtſchaktlichen Produktion iſt unmöglich. Das hat ſich am ſchlagendſten bei der Kartoffelverſorgung gezeigt. In der Preisbildung verſagte die zentrale Organiſation ſo t wie vollſtändig; bankerott gemacht hat die Theorie, daß die roduktionskoſten den Preis beſtimmen müſſen; recht behalten hat das alte Geſetz der Preisregulierung durch Angebot und Nach⸗ frage.— Eine Rückkehr zu den alten Verhältniſſen iſt vorerſt nicht möglich; wer aber Verſchärfung der Zwangsmaßregeln fordert, iſt im Irrtum. Es ſollte vielmehr, ſoweit wie irgend möglich, der des Handel zugezogen werden von den Orgauiſationen, was überall, wo es geſchah, gute Früchte gezeitigt hat.— Die Schuld an den beſtehenden Mißſtänden trifft am wenigſten die Regierungen, ſon⸗ dern fällt am meiſten der öffentlichen Meinung, den großen Maſſen zur Laſt, deren Unorganiſierbarkeit ſich aufs Neue erwieſen hat⸗ Nach Abſchluß des Krieges wird eine größere Kriſis des Han⸗ dels nicht ganz zu vermeiden ſein. Vei der Ueberleitung in die Friedenswirtſchaft iſt auf eine Rationierung nicht gleich zu ver⸗ zichten; die des Brotes und der Schnittwaren wird wenigſtens ein Jahr noch durchgeführt werden müſſen; es iſt auch für die Valuta nicht wünſchenswert, daß wir ſogleich der Einfuhr die Pforien öffnen. Die landwirtſchaftliche Produktion— abgeſehen von Getreide— wird aber ſofort freigegeben werden müſſen. Die Preisbildung wird ſich wieder durch Angebot und Nachfrage regeln. Die..G. wird verſchwinden, die großen Syndikate wer⸗ den bleiben. Ein unbedingtes Erfordernis wird die Kontingen⸗ tierung des Schiffsraums ſein. Der Einfuhrhandel(beſonders wichtig: Fette, Futtermittel, Kautſchuk, Rohſtoffe für die Textil⸗ induſtrie) muß die Baſis des Ausfuhrhandels bilden. Die Hebung der Valuta wird keine großen Schwierigkeiten bieten.— Auf dem Gebiet der Handelspolitik wird Deutſchland weiterſchreiten auf der bisher erfolgreichen Bahn. Ein engerer handelspoli⸗ tiſcher Zuſammenſchluß mit Oeſterreich⸗ungarn wird kaum möglich ſein. Die Selbſtgenügſamkeit Mitteleuropas hat ſich zwangsweiſe im Kriege bewährt; im Frieden wird Deutſchland ie Flagge des freien Weltverkehrs hiſſen. Dem Handel winken für die Zukunft glänzende Siege auf dem Gebicte des inter⸗ nationalen Handels.(Stürmiſcher Beifall.) ie Vollsernährung. verwendung von Kohlrüben. Berlin, 12. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Die Knappheit von Kartoffeln macht eine möglichſt ſtarke Heranziehung der Kohlrüben unabweislich. Die Kohlrübe hält ſich im Gegenſatze zur Kartoffel für menſchlichen Genuß im allgemeinen nur bis Mitte März. Deshalb muß, um für ſpäter genug Kartoffeln zu haben, mit Nachdruck auf möglichſt reichliche Verwendung von Kohlrüben in den nächſten Monaten hingewirkt werden. In Preußen iſt die Anordnung ergangen, daß überall, wo genügend Kohlrüben vorhanden ſind, die Wochenkopfmenge auf drei Pfund Kartoffeln herabgeſetzt wird und daß die fort⸗ fallende Kartoffelmenge durch mindeſtens die doppelte Menge Koblrüben erſetzt wird. Die Kartoffelzulage für Schwerarbeiter bleibt beſtehen. Den übrigen Bundesſtaaten wurde, ſoweit es die Verhältniſſe zulaſſen, das gleiche Verfahren anempfohlen. Die Einfuhr von Schweizer Käſe. Berlin, 11. Jan. Die Zentral⸗Einkaufsgeſellſchaft m. b.., Warenabteilung 13, Käſe, gibt bekannt, daß die Gel⸗ tungsdauer der Regelung von Einfuhr und Vertrieb von Schweizer Hartkäſe(Emmenthaler Käſe)— Beſtimmungen vom 20. September 1916— zunächſt bis zum 30. April 1917 verlängert wird. Den gleichen Beſtimmungen werden von jetzt an auch Einfuhr und Vertrieb von Schweizer Kräuter⸗ käſe unterworfen, jedoch wird für die Käſeſorten die für die Zuläſſigkeit der Verrechnung erforderlichen Mindeſtmenge auf nur 100 Kilogramm feſtgeſetzt, die Beſtimmungen für Verkauf im Zwiſchenhandel und im Ausſchnitt kommen bei ihnen nicht zur Anwendung und der Großhandelshöchſtzuſchlag von 10 Pfennigen für das Pfund gilt nur bei Abgabe der Ware in Originalpackung, wird dagegen auf 15 Pfennige erhöht, ſoweit die Ware in Teilmengen(nicht in Originalpackung) abegeben wird. Abdrücke der für Einfuhr und Vertrieb von Schwei er Kräuterkäſe geltenden Beſtimmungen ſind von der Ver⸗ rechnungsſtelle für Schweizer Käſe in München 8 zu beziehen. Bis auf weiteres dürfen folgende Preiſe bei dem Verkau'e an den Verbraucher im Kleinhandel nicht überſchritten werden: bei Schweizer Hartkäſe(Emmenthaler Käſe) und hartem(ge⸗ trocknetem) Kräuterkäſe Mk..60, bei weichem Kräuterkäſe Mk..40 für ein Pfund. Auch die Einfuhr von Emmenthaler Schachtelkäſe unter⸗ liegt nunmehr dem Verrechnungsverkehre; nähere Auskunft erteilt die Verrechnungsſtelle für Schweizer Käſe in München. (WTB.) Letzte Meldungen. Der Wiener Bericht. Wien, 13. Jan.(W. Richtamilich.) Amilich wird verlautbart. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Mihales, weſtlich Vodeni, wurde durch osmaniſche Truppen geſtürmt. 400 Mann und einige Maſchinen⸗ gewehre blieben in der Hand des Angreiſers. Gleich nahmen die Bulgaren ein noch von den Ruſſen beſe Kloſter nördlich des Buzaulfluſſes nächſt deſſen Mündung. Beiderſeits des Oikoskales—3 öſterreichiſch⸗u riſche und deutſche Kräfte ruſſiſche Angriffe zum im Handgemenge reſtlos ab. Nördlich des Sztanictales wurde durch Angriff den ſcher Abteilungen Gelände gewonnen. 1 Ofſiziere u 170 Mann wurden gefangen, 7 Maſchinengewehre und Minenwerfer erbeutei. Italieniſcher und ſüoöſtlicher Kriegsſchauplatz. Lage unverändert. Der ſiellvertretende Chef des Generalſtabs: von Höfer, Feldmarſchalleutnant. Ruſſiſche Truppentransporte nach Beſſarabien. Wien, 13. Jan.(Priv.⸗Tel. z..) Die„Wiener gemeine Zeitung“ meldet aus Petersburg: Auf den ſüdruſſ ſchen Eiſenbahnen wurde die Beförderung von Zivilperſnen zum Teil gänzlich eingeſtellt, zum Teil ſtark beſchränkt. Dien Maßregel ſoll mit ſtarken ruſſiſchen Truppentransporten 5 ruſſiſchen Gouvernements nach Beſſarabien zuſammel ängen. c. Von der ſchweizer. Grenze, 13. Jan.(Prib Tel. z..) Laut Schweizer Korreſpondenzmeldungen Petersburg berichtet die ruſſiſche Zeitung„Nowoſti“, dah die Bahnlinie vom Tecucin nach Maraſeeci durch dauerndes feindliches Artilleriefeuer unterbrochen iſt. Das ru ſiſch⸗rumäniſche Hauptquartier iſt weiter zurück in die Geg von Berlad verlegt. Schweres Unglück auf dem Main— 12 Perſonen ertrunkel Aſchaffenburg, 13. Jan.(WT B. Nichtamtl.) Heut Morgen gegen 6 Uhr ereignete ſich auf dem Main bei Klein Grotzenburg bem Ueberſetzen von 25 Arbeitern, une denen ſich eine Frau befand, ein ſchweres Unglück. 1 der Dunkelheit ſuhr die Fähre gegen die Schleuſenanlage, wo⸗ durch der Nachen umlippte, und die Inſaſſen rückwärts in den Main fielen. Von den 25 Perſonen wurden nur 13 gerettel die übrigen 12 ſind ertrunken, darunter der Fährmann; eine Leiche wurde bereits geländet. Fliegeralarm in Paris. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 13. Jau (Pr.⸗Tel., z..) Laut Berner Tagblatt meldet die Agentut Havas aus Paris: Nachrichten von der Front meldeten a Honnerstag Abend, daß Zeppeline und ſeindliche Flugzeug ſich gegen Süden gewendet hätten. Sofort wurden in Pan die nötigen Vorſichtsmaßnahmen ergriffen. Der Alarw dauerte von.45—.40 Uhr. Ein Angriff erfolgte aber nich Kündigung italieniſcher Handelsverträge. Baſel, 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einel Depeſche aus Rom enthält das italieniſche Amtsblatt eine kanntmachung des Miniſteriums des Aeußern, nach der Ha delsverträge mit Japan, Rumänien, Rußlanh, Serbien, Spanien und der Schweiz getündit, werden und mit dem 31. Dezember ihre Wirkſamkeit ven lieren. 9 * Bern, 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps meldet aus Buenos Aires: Der Miniſter des Aeußern hat ver„ fügt, daß die deutſchen Matroſen des Kanonenbool „Eber“, die auf der Inſel Matin Garica interniert ſind, Bord des öſterreichiſchen Dampfers„Seydliß verbracht werden ſollen, der im Hafen von Bahia Blancc liegt; 100 argentiniſche Marineſoldaten werden mit ihrer B wachung betraut. Nepardturen und Exwe terun en 9088 alle die Triumphe im Konzertſaal! Der Königlich⸗Preußiſche Generalmuſikdirektor ſchuf inzwiſchen die 800 zu Ernſt von Wol⸗ agens Feuersnot(1900), ſeine Salome 71905) Elektra 83 0 den Roſenkavalier(1911), Ariadne auf Naxos(1912.) In Berlin nabmen allerhöchſte Perſonen ſittlichen Anſtoß an der Feuersnot, die Uraufführungen aller dieſer muſikdramatiſchen Arbeiten fanden denn auch außer⸗ halb der Berliner Hofoper ſtatt, zumeiſt in Dresden. Laſſen wir die ſprechen! Salome hat von 1905—1912 über ſiebenhundert Aufführungen gehabt, der Roſenkavalier in einem Jahre(1911) ſchon 228 Vorſtellungen, Feuersnot in einem Jahrzehnt nur 100, eltra überhaupt nur 214 Vorſtellungen. Elektra verſchwand, Guntram kam überhaupt nicht auf, Salome hatte einen ſchnell verwehenden Senſationserfolg, Feuersnot wird allmählig wieder aufgenommen. Unſere Mannheimer Statiſtik kennt weder Guntram noch Elektra, aber Salome hatte im Jahre 1906/7 dreizehn— en, im Jahre 1907/8 noch fünf wei⸗ tere. Wer die Tafeln der Hoftheaterſtatiſtik vergleichen will, wird finden, daß dieſer Erfolg ein ganz außerordentlicher, faſt beiſpiel⸗ loſer iſt... Richard Strauß iſt populär geworden.„Ich fordere, 1 ſchrieb einſt Beeihoven. Auch Richard Strauß kann dasſelbe ſagen; aber wenn er ſich„begahlen“ läßt, ſo ſchilt man ihn einen Geſchäftsmann. Unſere Muſikfreunde, die noch mit friſchen, geſunden Sinnen hören, erfreuen ſich indeſſen der ſchönen Lieder, der Kammermuſikwerke des werdenden Meiſters, erfreuen ſich an der Burleske für Klavier und Orcheſter, an Till Eulenſpiegels luſtigen Streichen, an ſo vielen Muſikſtücken voll Reiz der Erfindung, die der Roſenkavalier birgt. Wir werden nun drei muſildramatiſche Werke des Meiſters in kurzer Folge hören, dazu einen Konzertabend haben. In Summa: eine Strauß⸗ woche. Eine ſolche haben Wien und Köln 1911 gebabt, aber auch niederrheiniſche Städte wie Eſſen und Krefeld haben es ſchon vor einigen Jahren zu Straußtagen gebracht. Es waren jeweils große Kunſtereigniſſe, wir dürfen uns alſo wohl auf die mit der neueinſtudierten Salome beginnenden Straußabende unſeres Hof⸗ theaters freuen. Der Meiſter wird den Aufführungen ſeiner Salome und ſeiner neuen Ariadne beiwohnen, und den Roſen⸗ kavalier werden wir unter Leitung des Herrn Dr. Richard Strauß genießen. Empfangen wir ihn mit frohem Mutel 8 Arthur Blaß. Richard Strauß⸗Woche. Es iſt ſchon lange her, daß Mannheim die Freude hatte, Mei⸗ ſter Richard Strauß am Dirigentenpult zu ſehen und eine ſeiner ſumphoniſchen Dichtungen unter ſeiner eigenen Leitung zu hören. 5 i nden Auffü —— hohe Preiſe).„Die Königin von Saba“. Anfang 6 Uhr, am Hof⸗ Publikum Gelegenheit gehabt, ſich einerſeits an die manchmal hie wirftihe Farben ſeiner Tonmalerei zu gewöhnen, anderſeits die wirkliche Großzügigkeit der Form zu entdecken. Strauß wird hier nun„Ein Heldenleben“ dirigieren, die geniale Schilderung eines Helden, welcher durch Kampf und Sieg bis zu ſeiner Welt⸗ flucht und Vollendung gelangt. Man wird nicht fehl gehen, zu bermuten, daß dem Komponiſten in ſeiner Phantaſie ſein eigenes Ringen und Streben vorgeſchwebt hat, bringt doch der 5. Satz: „Des Helden Friedenswerke“, einen Blütenkranz von Reminiſzen⸗ zen ſeiner eigenen früheren Werke, und iſt auch der 2. Satz:„Des Helden Widerſacher“, mit ſeinen verwegenen Kakophonien ein drolliges Tonbild ewig nörgelnder Kritiker und verſtändnisloſer Philiſter. Doch ſei es, wie es wolle, man wird ſich wieder an der genialen Art und Weiſe, wie der Komponiſt ſeine Abſichten ver⸗ wirklicht hat, und an den vielen Schönheiten, an welchen das Werk ſo reich iſt, begeiſtern. Die Orcheſtrierungskunſt, in der Strauß in der Jetztzeit un⸗ übertroffen iſt, erfordert einen großen orcheſtralen Apparat, welcher mit ſtaunenswerter Meiſterſchaft behandelt wird, allerdings nicht 9— Höchſte in techniſchen Schwierigkeiten von dent Orcheſter zu fordern. Den Abend eröffnet Beetbovens 4. Symphonie unter Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters Wilhelm Furtwängler. Außerdem wird Herr Hofopernſänger Wilhelm Fenten ſeine Künſtlerſchaft in der Wiedergabe zweier Straußſcher Lieder mit Orcheſterbeglei⸗ tung aufs neue beweiſen. Nus dem Mannheimer Kunſtleben. Großh. Hof⸗ und Nalional⸗Theater Mannheim(Spielplan). Sonntag, 14. Jan.(Außer Abonn., hohe Pretſe): Neu einſtu⸗ diert:„Salome“.(.: Inkendant..: Furtwängler.) Anfan 7 Uhr.— Montag, 15. Jan.: Keine Vorſtellung.— Dienstag, 16. Jan.(Außer Abonn., hohe Preiſe):„Ariadne auf Naxos“. An⸗ D10 7 Uhr.— Mittwoch, 17. Jan.: Volksvorſtelung:„Maria Mag⸗ alene“. Anfang 7½ Uhr.— Donnerstag, 18. Jan.(Außer Abonn., hohe Preiſe): Reu einſtudtert:„Der Roſenkavalier“. nfang 674 Uhr.—. Freitag, 19. Jan.(A, kleine Preiſe):„Der Wele Kater“. Anfang 6 Uhr.— Samstag, 20. Jan.(C, kleine Preiſe): „Im weißen Rößl“. Anfang 7½ Uhr.— Sonntag, 21. Jan.(A, Neues Theater(Spielplan). Sonntag, 14. Jan.:„Die fünf Frankfurter“. Aufang 7 Uhr. — Montag, 15. Jan.: Einheitspreisvorſtellung:„Der Raub der war. das gleichgerichtete Schaffen dieſer Künſtler geſtattet. Später* Sabinerinnen“. Anfang 7½ Uhr.— Mittitoo S0 Strauß⸗ ———— 10 8 Jan,: Saafkak, Al. Jar.: Sie Pariſhe üche Arfei Gaſtſpielreiſe des Mannheimer Hoftheaters in der Schweiz. Das Hoftheater iſt eingeladen worden, Ende Janun „Axiadne auf Naxos“ in den Hauptſtädten der Schweig gu, Aufführung zu bringen. Dr. Richard Strauß wird ſelbſt d gieren. Die Oper ſoll genau in der Mannheimer Inſzeniern 4 und Einſtudierung gegeben werden, weshalb das geſamte Orch 5 mitgehen und der ganze Dekorations⸗ und Koſtüm⸗Apparat m geführt werden muß. Nur in einigen Hauptvartien ſollen Gäſt von der Wiener Hofoper mitwirken, die für 8 weck beren verpflichtet wurden, ehe man an das Hoftheater erangettehg Außerdem ſoll auch ein großes Richard Strauß⸗Konzert geſamten Hoftheater⸗Orcheſters in Baſel ſtattfinden, das der Kom poniſt ebenfalls ſelbſt dirigieren wird. Aus der Kunſthalle. 1 Das kunſtwiſſenſchaffliche Inſtitut wurde durch ein Geſchen, von beſonderer bereichert. Ein Leipsi, Kunſtfreund, der bereits früher dem Inſtitut eine Reihe wch, voller Bücher und Bucheinbände überwies, ſchenkte ein Pra.ů exemplar des Fakſimile⸗Neudruckes der 2⸗zeiligen Gu tenbe Bibelf, die ſeinerzeit als Prunkſtück deutſcher Buchbinderei der Bugra ausgeſtellt war. Die beiden ſtarken Bände werden demnächſt im Leſeſaal öffentlich ausgeſtellt werden. Die Hixliotver bounte in ihrem Beſtaude wach den 96% ſchiedenſten Richtungen erweitert werden, da⸗ es dem Leiter* Inſtituts trotz ſeiner derzeitigen militäriſchen Verwendung de noch möglich war, weſentliche Arbeiten zu erledigen. Auch 0 Mehrzahl der Zeitſchriften hat ihr Erſcheinen, werin auch oft unregelmäßig, wieder Sie liegen nach wie vor 6 Leſeſaal zur öffentlichen Beſichtigung offen. Die ausgiebige Nul barmachung aller Neuerwerbungen des araphiſchey Kabinettes und kunſtwiſſenſchaftlichen Iai. tutes wird in vellem Umfang allerdings erſt nach Friebeneſchg* eintreten können mit einer infolge der wachſenden Ausdehnu“,“ notwendig werdenden Neuordnung der Geſamtbeſtände. 6 4 Für die nächſte Zeit wird eine Ausſtellung von Hanye eichnungen Han Thomas, Emil Fus 17 10 9 lbert Langs borbereitet, die einen intereſſanten Cinbne ſoll, wann die Zeitumſtände es zulaſſen, eine Ausſtellung Bühnenbild⸗ und Plakatentwürfen Paul Lenis ſolgen; Unternehmen, die die Ausſtellungstätigkeit des graphi Kabinetts langſam weiterzuführen beſtrebt ſind. —— „ 4 3 F 3————— 8 8 7 —* 2——————— — SSSrS ⸗ E ———————————————————— —————————3 — ————— — — 3 — Samstag, den 13. Januar 1917. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) 5. Seite. Nr. 22. Handel und Industrie. Frankfurter Wertpapierbörse. Hat die Unternehmungslust sich auch in ziemlich engen Greu· zen gehalten und sind auch die Kursbesserungen keineswegs er⸗ heblich, so läBt doch die tatsächlich aber alle Märkte verbreitete keste Grundstimmung, welche in den ersten Tagen der Woche an⸗ hielt, daraui schließen, daß der Grundton des Verkehrs trotz der Verdunkelung der Friedensaussichten, ein durchaus zuversicht- licher ist und daß auch die Versteifung des Geldmarlctes, welclie in gewohnter Weise am Jahresschlusse eingetreien ist, das Ver- trauen nicht beeinträchtigte. Es ist um so erfreulicher, daß bei der Reichsbank in der ersten Jauuarwoche eine wesentliche Ent⸗ lastung eingetreten ist. Mehr als eine Milliarde Mark sind zurück⸗ geklossen. Das ist der beste Beweis für die Flüssigkeit des Geld- markies. Dieses trug viel zur freundlichen Tendenz bei. Die Eriolge der verbündeien Armeen in Rumänien hinterließen einen guten Eindruck. In politischer Beziehung wollte man auch dem Rücktritt des russischen Ministerpräsidenten größere Bedeutung beilegen. Unter dem Einiluß zunehmender Geschäftslosigkeit zeigte die Börse im Verlaufe der Woche vereinzelt schwächere Tendenz. Die Aeußerungen des amerikanischen Botschafters über die Beziehungen zwischen Amerika und Deutschland wurden bei- Killig auigenommen, jedoch ging eine Wirkung auf die Kurse nicht davon aus. Zu dem lustlosen Aussehen trug die von parlamen⸗ tarischer Seite angeregte große Verschäriung der Vermögensbe⸗ steuerung bei, die Gegenstand lebhafter Erörterungen bildete. An der Börse hielt die Reaktion gegen die Aufwärtsbewegung an. Man gewinnt zen Eindruck, daß der Steuerkurszettel doch in dem Sinne zu wirken beginut, daß mancher Kapitalist dem Gewinn, den er aus seinem Besitz mitnehmen will, sichert. Die Ausein⸗ andersetzungen über die Steueriragen verstimmen. Geld ist nach wie vor außerordentlich leicht, der dritte Einzahlungstermin auf die Kriegsanleihe blieb völlig unbeachtet. Infolge des leicaten Geldstandes zeigten deutsche Anleihen eine gut behauptete Ten⸗ denz. Zproz. und%proz. Anleihen gefragt. Für österreichisch· ungarische Renten bestand jeste Tendenz unter dem Eindruck der Kriegsanleihe-Zeichnungsergebnisse. Ausländische Fonds wiesen uur mäßigen Verkehr auf. Interesse bestand für Argentinier, Japaner und Chinesen. Russische Werte lagen durchweg fester bei stillem Geschäft. Zeitweise bestand Nachfrage nach Türken⸗ lose. Für deutsche Hypothekenbank-Obligationen machte sich Nachit age geliend. Auf dem Bankenmarkt, machen sich die be- vorstehenden Jahresabschlüsse bemerkbar. Schon heute steht es iest, daß unsere Banken durchweg beiriedigende, verschiedenilich Sogar gute Gewinnziffern aufweisen werden, nachdem sie für ihre iunere Festigung reichlich Vorsorge getronien haben. Zu erwäh⸗ nen sind bei fester Lendenz: Diskonto-Konimandit, Deutsche Bank, Dresdner, Nationalbank sowie einige Mittelbanken. Nachfrage bestand ferner für russische Bank-Aktien unter Bevorzugung von Russenbank. Von Eisenbahnwerten koben sich Prince-Heuri- Bahn unter der Nachwirkung der Mehreinnahmen. Canada waren etwas gebesscri und Schantung fest disponiert. Schiffahrtsaktien belestigten sich, ausgehend von Hansa. Von Eleictrizitätspapieren standen vorübergehend A. E. G. Schuckert im Vordergrunde des Interesses. Fest lagen ſerner Felten und Guilleaume. Von Kali- werten zeigte sich erneut aui erhöhter Basis lebhafte Auinahme⸗ neigung für Deutsche Kali, die mit Dividendenerwartungen in Zusammenhang gebracht wurde. Auch ſür einzelne Zementaktien trat Kauflust hervor. Zement Heidelberg wurden höher bezahlt. Von chemischen Aktien erzielten Höchster Farbwerke eine wesent⸗ liche Besserung aui Gerüchte, wonach die Gesellschaft größere Terrainkäufe vollzogen hat, ſeste Haitung zeigten auherdem Scheideanstalt. Höher begehrt wurden: Gummi Peter aui die Mit⸗ teilungen über den Geschäftsgang in der Generalversammlung, ſerner Moenus, Augsburg-Nürnberger Maschinenſabrik, Kunst⸗ Seide, Gebr. Fahr und andere Spezialpapiere. Ausgesprochen schwache Haltung zeigten Petroleumaktien. Waffen und Muni⸗ tionswerte unterlagen geringeren Schwankungen. Rheinmetall, Deutsche Wafien, Köln-Rottweiler ermähigten ihren Preisstand. Automobilwerte konnten sich behaupten. Auf montanindustriellem Gebiete waren in den führenden Papieren Preisabstriche jestzu- Stelien, so u. a. für Phönix, Bochumer, Gelsenkirchen. Eine merk⸗ liche Beſestigung erkuhren Friedrichshütte, welche über den Phönixkurs hinausgegangen sind. Deutsch-Luxeniburger hatten denselben Kurs wie Aumetz-Friede. Die Antwortnote der Alliier- ten auf die Friedensnote Wilsons ging einflußlos vorüber. Die Börsenwoche schloß bei stillem Geschäft und behaupteter Tendenz. Der Privatdiskont notierte 4% und darunter. * * Frankfurt, 13. Jan.(Priv.-Tel.) Die Stimmung am Wocbenschlusse zeigte gegen die Vortage keine Ver⸗ änderung. Die vom Vierverband kundgegebenen Friedensbe- dingungen waren auch heute noch Gegenstand der Unterhaltung. Gute Aufnahme fand der Aufruf des Kaisers an das deutsch- Volk. Was die Einzelheiten des Verkehrs betrifft, so zeigte der Montanmarlet bei bescheidenen Umsätzen jestere Tendenz. Für Caro Hegenscheid, Bochumer und Ribeck Montan bestand Nach- krage. Unter den Elektrizitätswerten wurden Siemens und Halske höher bezahlt. Schuckert notierten inkl. Dividende. Chemusche Aktien behaupteten den Kursstand. Schiffahrtsaktien ruhig und kaum verändert. Von Automobilaktien waren Benz höher. Von Rüstungswerten standen Deutsche Wafien im Vordergrund. Die Festigkeit dieses Papieres kam auch anderen Papieren zustatten. Von Bankaktien wurden Deuische Bank, Diskonto Commandit und Dresdner Bank höher bezahlt. Von Staatspapieren waren öster⸗ teichisch-ungarische ſest unter dem Eindruck des Zeichnungsertol- ges. Heimische Anleihen behaupiet. Privatdiskont 4% Proz. Die treundliche Grundstimmung erhielt sich bis zum Schluß. Die Umsätze beschränkten sich aui einzelne Papiere. In Frage kamen Quano, Kabel-Rheidt und Rütgerswerke. Berliner Wertpapierbörse, Berlin, 13. Januar 1 7 Auszahlungen für: Geld Briet Geld Brief Newyork 1 Dolla.52.54.52.54 Holland 100 Gulden 238.75 23025 238.75 239.25 änemark 100 Kronen.. 163.— 163.50 163.— 163.50 hweden 100 Kronen.. 171.75 172.25 171.75 172.25 Norwegen 100 Kronen... 16525 165.75 105 25 165.75 hweiz 100 Franken 116.—% 117.—½ 116.— 6117.—1½ Oest.-Ungarn 100 Kronen. 6395 64.05 63.95 64.05 Bulgarien 100 Leva 79.50 80.50 79.50 80.50 Berlin, 13. Jan. kreie Börsenverkehr insofern Rechnung, als sich die Auimerkksam⸗ keit heute etwas mehr den sogenannten Kriegswerten zu⸗ neigte. In dieser Beziehung sind bei zeitweise etwas regerem Oeschäft die führenden Monfan-, Rüstungs-, Pulver- und Eleltrizi- Mtsaktien zu erwähnen. Im Gegensatz hierzu bröchelten von den Sogenannten Friedenswerten Schiffahrtsaktien ah. Allgemein kann Sesagt werden, daß die Zurüclchaltung auch heuie den Verkehr hennzeichnete. Newyorker Wertpapterbörse. New-Vort 12. Jan.(WIB) Im Zusammenhang mit der Eutente an Wilson war die Stimmung ankangs 3 Sst. wobei sich spexzielles Interesse naturgemäß wieder ſür In⸗ Wmtricwerte zeigie, Im weiteren Verlaut war der Verichr ruhig, Der Fortsetzung des Krieges trug der da die Antwort der Alliierten verschiedenartig beurteilt und Un⸗ gewißheit über die weitere Entwicklung der Verhältnisse am poli- tischen Horizont Zurückhaltung auslöste. Nachmittags konnte je- doch eine Erholung Platz greiſen, namentlich Kupferwerte waren im Zusammenhang mit der günstigen Lage des Kupferhaudels ge- fragter. Der Börsenschluß war hehauptet. Aktienumsatz 640 000 Stück. AEWVORK, 12. Januar(Devisenmnarkt) 12. 11. 12. 1. Tendenz für Geldt——— IWeohsel auf London Geid auf 24 Stunden Tage)..71.28.71.50 (Durohsohnittsrate)“ 1/.— Weohsel auf London gelu letztes Dariehenf.—.1(Cahie Transfers)..78.50.76.50 Slohtwechsel Berlin 69.5/.— Süber Sulllon74.%8 74.%/ Sichtwechsel Paris.84.25.84.50 Rew-Vork, 12, Januar(Bonds- und Ak ienmarkt). F& 40 55 9 Kissourl Pacirt— . Top. Santa issouri Paoitio 9 103— 103— ct. Rallw. of. Mex. 9 6. United States Corp. Corps New Vork Centr. o. 101/8 101— 5% Sondos. 107— 106¼ do. Ontario& Western 275¼⁸ 23— Acht. Top. Santa FE.. 104½ 104½/ Norfolk& Western. 183½ 132½ 90. prefl. 95% 38% Korthern Facifie 107%½ 107½ Baltimore à Ohlo.83½ 33%8 Fennsyvanlae53½ 56%8 Canadian Pacifto 158/ 158—[ fReadingg 99¼%8 96½ Ches.& Ohio 63/% 63½ Ohio. Aok. Isl.& Pae. 30½/ 31½ Chio. MiUW. à St. Paul. 68, 66.—[Sou hern Paolflo 967% 86½ Denever& fio Grande. 15.— 15—[Southern RalWaß 30% 30% FB 32— 31% Southern Rallway pret.. 66¼ 653 Erie ist prefn..47— 47— Union Facifio 143½ 142¼ Erie 28t preii. 3½ 37½[Wabash prei.54½ 54 Great Hothern pref..115/ 116½ Amerio Gan 43/% 45% filinois Central. 105/½ 105—[amer. Smelt.& Re7. 106% 105— interborough Cons. Corp. 15% 15—[Anao. Copp. MIn. 62% 52— do. do. prei.“ 69— 69˙½ Bethlesem Steel. 486— 475 Kansas Oity& Southern 24— 23%[Centrel Leather..91— 90% do. pref..57— 57— intern⸗ Meroantile Harins 24½% 24½ do. do. pref.. 79% 80½ Louisvlile u. Mashyllie 131½ 131—[UnitedStates SteelsCorp. 111½ 111½ Missouri Kaus.& Texas 8— 8⁰8 I United Stat. Steel Corp pr. 119¼ 119% Aktlen-Umsatz 640000(1030 000) NEWVORX, 12.)(Ergüngsungskurse). . Bait. Ohlo 4½ BGe. 96.— 96— 1 UnlonPeo.s.% Bds. 95½ 94 Ches. Ohio 4d% Bs. 36/ 65½ 4% Union Siat. 110½ 110— 4% Chig. R. Isl.& PaN. Denver Rio Gr. pr.36— 36% Firstck.& l. B8.9347. 77% 77½% KMiss. Cans. Tex.pr. 18½ 17¾ Norih. Pao. 3 Bds. 66% 68½,[West Harylance 23/ 26½% . Pao. Pr.l. len 4B60s. 95¼ 96— American Canpref.. 106— 103½ Amerio. LOoom. Oo 76.— 75⁵¼. St. l. S Fr.-Ll. Mortg. 4 B. 70% 70½ do. Sugar Ref. o. 110% 109— St. Louis& San. F. indome Mexio. Fofroleum:. 104— 103½ Hortgage 6% Serie A. 52½ 83.—Virgin. Car. Chem. o.. 42—42. Souta. Pab, o. 4/ 1949 33 83.—86ʃ½ J Searsfloeduck oom. ꝗẽ227—225%8 Londoner Wertpapierbörse. LOKMDOM, 12. Januar. 12. 11. 12. 11. 12. 11. 2½ Konsol. 53½ 54½ J Baltimore——— flio Tinto 62%%8 62½ 5 Argenlin. 93 3312 Saad.Fao. 160, 1691 Chac-eres 1141½¼5 4 Brasilian.— 49½¼ JErle.39%8ỹ——[be Seers— 13 139%/8 4 Japaner. 70%——[Pennsylvan.—— Goldfidels 1½16 1 Fortuglesen—— 62¾ Soutn. Fac.. 102— 102- Mat. R. Mex.— 6¹ 5 Russeni900 83— 62/ Union Pac,, 152 152— Randmies. 3½ 34½ 4% Russ.1909 77—P Steeis.. 117— 116½[Fr. Diskont. 5% 5½ 4— Kriegsl. 99 99½[Anacondac. 17½ 17/ Sliber— 35 3½% Kriegsanleihe 85½(zuletzt 95¼. Londoner Wollauktion. London, 13. Jan.(WIB.) Der Wettbewerb war heuie Weniger lebhaſt wie an den Vortagen. Angeboten wurden 9083 Ballen, davon wurden im späteren Verlauf 600 Ballen zurucecge- Zz0gen. Die Widerstände gegen den bargeldlosen Zahlungs⸗ Verasehr. Bereits vor dem Kriege haben amtliche Stellen und die Ver⸗ tretungen von Haudel, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft sich bemülit, in möglichst weiten Kreisen Verständnis äür die Bedeu- tung des bargeldlosen Zalllungsverkehrs zu erwecken. Der Krieg hat in besonderem Grade gezeigt, wie notwendig die Einschrän- kung der Bargeldzahlungen ist. Unausgesetzt sind daher die amt- lichen Stellen und die wirtschaftlichen Körperschaften bestrebt, der Bevölkerung den persönlichen Vorteil des bargeldlosen Zah- lungsverkehrs und seine große Wirtschaftliche Bedeutung für die Allgemeinheit klar zu macien. Daß diese Bestrebungen von Erkolg sind, beweisen die Zunahme der Teilnehmer am Post- scheckverkehr und das Anwachsen der Koutoinhaber bei den Ge⸗ nossenschaftsbanken. Aber es muß auf diesem Gebiet noch er⸗ heblich mehr an Arbeit geleistet werden, wenn wir endlich zu einem Zahlungsverkehr gelangen sollen, wie ihn die durch den Krieg verursachte außerordentliche Inanspruchnahme unserer Zah- lungemittel unbedingt notwendig macht. Man vergegenwärtige sich, daß zurzeit 6 bis 7 Milliarden Mark Zahlungsmittel mehr im Umlauf sind wie vor Kriegsausbruch. Die berufenen Vertre- tungen besonders des Haudels und des Handwerks werden sich daher nicht allein auf die Aufklärung beschränlen dürten, sondern zu éiner persönlichen Einwirkung aui die ihnen ange⸗ Schlossepen Händier und Handwerker übergenen müssen, wenn der bargeldlose Zahlungsverkehr zu einer allgemeinen Einrich⸗ tung werden soll. Schwer verständlich ist es, wenn der preußizche Handelsminister soeben erneut genötigt ist, die Krankenkas- s en auf seinen Runderlaß vom März 1914, in dem zur Einschrän- kung des Bargeldverkehrs das Postscheckveriahren zur Ueberwei⸗ sung der Krankenkassenbeiträge einpfohlen wurde. Trotzdem haben von den rund 3300 Krankenkassen nur 600, also noch nicht einmal der künfte Teil, ein Postscheckkonto. Diesé Tatsache zeigt, daß die Belehrung allein nicht ausreicht. Es ist für die Organe uttserer sozialen Versicherung eine selbetverstindliche Pflicht, den bargeldlosen Zahlungsverkehr auf jede Weise zu fördern. Fehlt ihnen hierfür das Verständnis, dann muß es Sache der Auf⸗ sichtsbehörden sein, auf dem Wege von Verordnungen die Kaesen dazu anzuhalten, das Postscheckverfahren ſür die Einzienung der Beiträge zur Anwendung zu bringen. —— Preiserhöhung für Nieten. r. Düsseldorf, 13. Jau.(Priy.-Tel.) Der Verein Deutscher Nietenfabrikanten in Düsseldorf er⸗ höhte wegen der weiter gestiegenen Selbsikosten den Grundpreis kür sämitliche eiserne Gewichtsnieten um 30 Mark für 1000 leg. für Türhandnieten und sonstige Nieten um 10 Prozeut auf die be- stehenden Nietenpreise. Die erhöhten Preise treten sofort in Kraft. Preiserhöhnug für Schrauben. r. Düsseldorf, 13. Jan.(Priv.-Tel.) Die Handels- schrauben-Vereinigung beschloß wegen der weiter ge⸗ stiegenen Selbstkosten mit Gültigkeit vom 12. Januar dieses Jahres ab eine Erhöhung der Preiszuschläge auf die Ladenpreise, für Maschinen-, Stell-, Schloß-, Hütchen- und Wagenschrauben scwie angeschweißte Enden um 10 Proz., für Ladenschrauben um 5 Pro- zent und für Mutterschrauben um 20 Proz. vorzunehmen. Die Preise für Pflug- und Schlüsselschrauben bleiben unveränderi. Höchstpreise für Draht. r. Düsseldorß 13. Jan.(Pr.-Tel.) Die vor einiger Zeit angekündigte gesetzliche Regelung der Verkaufspreise für Draht und Drahterzeugnisse ist nunmehr vom Kriegsamt im Einverneh- men mit einer aus Vertretern der Drahtindustrie gebildeten Kom- mission erfolgt. Diese Preise sind als eine Art Richtpreise an- zusehen, die nach oben hin nicht überschritien werden dürfen. Für die zweite Hälfte des laufenden Monats ist eine Sitzung der Verschiedenen Drahtkonzessionen in Aussicht genommen, in wel⸗ cher dann diese Richtpreise als neue Konzessionspreise festgelegt werden sollen. 5 Leonurd Viein,.. In abin. Die Gesellschait hat Berliner Blättern zufolge in Geschäits- jahr 1916 recht bedeutende Umsätze erzielt. Wie sich das geldlicke Ergebnis gestalten wird, lasse sich gegenwärtig jedoch noch nicht Sagen, da die Abschlußarbeiten erst in einigen Monaten iertigge⸗ stellt sein werden. Unverbindlich erwarte man in Kreisen, die mit den Verhältnissen vertraut sind, ein Ergebnis, das gegen das vorjährige(5 Proz.) zum mindesten nicht zurückstehen werde. Baumwollsplnnerei Kolbermoor in München. Nach Abzug der Abschreibungen und aller sonstigen Lasten im Betrage von 239 361 M.(i. V. 346 232.) beträgt der Reingę· winn für das abgelauſene Geschäftsjahr 213 705 M.(711451), wozu noch 344 935 M.(131 610.) Vortrag kommen. Es sollen wiecer 9 Proz. Dividende verteilt und 345 341 M. vorgetragen werden. Zur Sicherstellang des Holzabtrausportes aus den Forsten. In den deutschen Forsten lagern größere Meugen von Rund⸗ Bholz, die von den Sägewerken gekauft sind, aber nicht von den Gespannhaltern gegen Entgelt abtransportiert werden, wie dies Sonst üblich war. Um nun eine Grundlage zur Abhilie zu schat- ſen, wirch augenblicklich von den Behörden bei sämtlichen Säge⸗ werksbesitzern eine Umſrage darüber veranstaltet, welche Mengen Eüuindholz noch in den Wäldern unabgefahren lagern. Je nach dem Ausſall dieser Umfrage werden entsprechende Schritte zur Rege⸗ lung der im luteresse der Holzversorgung überaus wichtigen — seitens der zuständigen Behörden geiroſſen werden. Die Einschräünkung der Zigarrenerzeugung. Man schreibt uns: In den nächsten Tagen werden Aus⸗ kührungsbestimmungen zu der letzten Verordnung über Rohtabak erlassen werden. Von Bedeutung wird darin die Regelung iür die Erzeugung derjenigen Fabriken sein, deren Tabakverbrauch im Jahre 1916 geringer war, als im Jahre 1915. Auch solche Fabriken sind vorhauden. Nach der letzten Verordnung soll die Herstel⸗ lung von Zigarren dadurch eingeschränkt werden, daß für den klinitigen Verbrauch von Tabak der Bedarf in den ersten sieben Monaten des Jahres 1915 zugrunde gelegt wird. Diese Regeluug Setzte voraus, daß die Erzeugung im Jahre 1916 gegenüber der⸗ jenigen von 1015 durchweg gestiegen ist, was auch für die Mehr⸗ zalil der Fabriken zutrifft. Bei einzelnen Fabriken hat jedoch im vergangenen Jahre der Iabakverbrauch gegenüber dem Jahre 1915 eine Einschränkung erfahren. Diese Fabriken würden nun nach der Verordnung eine Heraufsetzung ilires Kontingenis er⸗ fahren, was der Absicht der Verordnung widerspräche. Obwohl von amtlicher Stelle bei Bekanntgabe der letzien Verordnung darauf hingewiesen wurde, daß durch die neue Rege- lung die Herstellung von Zigarren für den privaten Bedarf nur unerheblich eingeschränkt wird, sind doch starke Vorratskäufe im Kleinhandel festzustellen, die dazu führen können, daß bei den Händlern vorübergehend die Lager geräunt werden. Es sei da- her aui eine Besimmung in der letzten Verordnung hingewiesen, deren Bedeutung der Oeffentlichkeit nicht bekannt geworden ist. In Zukunft haben sämtliche deutsche Zigarrenfabriken, also auch dieſenigen, die bisher an den Lieferungen für den Heeresbedark durch Vermittlung der Zentrale in Minden nicht beteiligt waren, 60 v. H. ihrer Erzeugung zur Veriügung zu stellen. Diese Maß⸗ regel bezweckt einmal, den Heeresbedari sicherzustellen, außer⸗ dem aber ein Aufkaufen der Vorräte zu verhindern. Denn es ist nicht anzunehmen, daß die Zentrale in diesem Umfang über die Erzeugung verfügen wird. Infolgedessen gelangen jedenfalls in absehbarer Zeit wieder größere Vorräte für den privaten Bedart in den Handel, so daß Vorratskäufe, die nur eine gleichmäßige Versorgung erschweren, durchaus übertlüssig sind. Rerliner Proäduktenmarkt. Berlin, 13. Jan. Frühmarkt. m Warenhandel ermit⸗ telie Preise.) Großhandelspreise. Die Preise sind' gegen gestern unverändert. Berlin, 13. Jau. Infolge des kalten Wetters ist der Verkein in Rüben ganz ins Stocken geraten. Hleu bleibt knapp, doch ist durch Verteilung einiger Posten seitens des hiesigen Magistrats die dringendste Nachfrage wenigstens etwas befriedigt worden. Industriehaler wurde nach wie vor angeboten, doch entsprachen die Forderungen meistens nicht der Qualität. Da noch Bedart vorhanden ist, so kommen mancherlei Umsätze zustande. Sera⸗ della wurde etwas weniger offeriert. Newyorker Warenmarkt. MEWVORK, 12. Januar. B auwwolle. 12, 11. 12. 11. Weizen hard“ 12. 11. Zut. Atl. Häf.“ 100% 3090] pr Jag. 17.79/ 17.700 Wt..2 neuef 197.½] 200.— im innern. 10000, 10070/ pr Aärz 17.8 17. 73[Mo. 1 Kothern Exp. n. Engl. 40000 3000 Terptssw. 53e/ 53.½(ouluth) 220.½ 224.— Exp. n. d. Ct. 6000 600(RVorE 66.½ 56.2/Bess.Sahi, 60% 604½/ Mvork loko 18.1 16.15/ Sohmalr WSt 16.— 15.87/Ma's joko nom. nom. pr Jan... 18. 17.93/ Taig spezial 11. 11. Mehisprr.. pr Febr. 18.05 17.98/ Zuck. 96 6t. 539— 5 Wn. ol.(neu) 840.580 650.690 pr März 16.19/ 16.13 loko 10.— 10.—Kleesam la 16.25 18.25 pr April 18.28 16.23 Kaffee Jan.5800.75, d0. na 17.75 17.75 Er Hai. 168.42 18 38 Rl0 März.60.85ſ8lektr. Kupf. 9 99 pr J1unl. 18.42—.— r. 7 Mal.72.92/Roh inn. 42/ 426627 or Jul.143/ 16 06* un.830.02/Petroleum. NM Ocieanslk 18.13 10,13 Sept.9½.12/0red.Salano.] 305.— 30⁵.— ) dle ersten drel Quartale nom. 25 32(nom. 23—32ʃ2). Ciaicageer Warenmarkt. oH640 0, 12. Janzar. 12 11. 12.11. 12 11. Welzen Mal 138.½ 157./ Schmalz Speok eeel pr Iull. 150.% 151.1 6 pr. Mar. 16.02 15.92 Schwelne Mais Hal. 87½ 56. Pork: Jan.. 23.90 28.75 ſeichts. 9259.20 pr Juli— 98.%e 97.%/ pr Mal 28.62 28.15 schwer— 18.10.90 Hlafer Mal 56./ 57.5/8 Hlppen Schweine· Sohmalz:. pr. Jan..13.67 13.50 Zuf. 1. West. 120 000 173 000 pr. Mal.15.67 16.45ſ br. Mal. 15.1. 14.90 dv. Chioag. 27 000] 55 908 Londener Meiallmartct. London, 12. Januar Kupfer: Kassa 130.— 3 Ronate 128.—. Elektretio ger Kusse 14½%939, per 3 Honate—.— Best-Seiekted p. Kasse——, per 3 Honate —.— inn per Nasea 184., per 3 Vonate, 186.—, Slel loko per Kassa 30.½ per 3 Monate., Zink; ver Kassa 48.%, Spexial 42.½ Geberseeische Schiffis⸗Felegramme. Köntgl. holländischer Lioyd, Amsterdam. Buenos Aires, 10.)an, Der Bampier Hollan dia ver⸗ ließ am 6. Dezember Amsterdam und gelangte am 10. Januar in Bbenos Aires an. Mitgeteilt dureh die Generalagentur Gundlach& Bürenklau Nachf., Mannheim. Telefon No. 7215. ärzlich 3 3 4 lle—— n Wirkung, In 9007 uferreichtes trockenes Haar⸗ eztfettungsmittel, entfettet die Haare rationell auf trockenem Wege, macht ſie locker und leicht ju friſieren, verhindert Auf⸗ öſen dex Friſur, nerleiht ſeinen haut. Geſ. geſch. Aerztl. em⸗ „.50 u. 2,50bei Damenfriſcuren, ahmung weiſe manzurück. ieen Duft, reinigt d. Ko ſpohlen. Doſen M. 0. in Parfümerien. N — —————-— — + 93 4 Samstag, den 13. Januar 1917. 65 Todes Anzeige. Verwandten, Freunden und Beftannten die traurige Mitteilung, dah unsere liebe Tante, Frau Latharina Bäntsch Wò Mannheim, Die traueraden Hinterbliebenen. Die Beerdigung ſindet Montag, 15. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle aus statt. geb. Christmann 12. Januar 1917. TOod.SS-⏑ e2i Gesteru abend ½10 Uur verschied meſne liebe Frau, unsere Berzeusgute Mutter, Frau Mannheim, den 13 Jauuar 1917. In tiefer Trauer namens der Die Beerdigung fludet am Montag, den 18 2 Uhr von der Leichenhalle aus statt. ———— Bekaunimachung. Jahresfeier vetr. Die Stiftlinge der Frei⸗ herrlich von Hövel'ſchen Stiftung werden hiermit gufgefordert, Original⸗ eugniſſe über ihr Ver⸗ alten im Stiftungsjahre 1916/7 bis Ende Februar D. 36. einzureichen. Säumige Stiftlinge kön⸗ nen bei der Verteilung der Preiſe nicht berück⸗ ſichtigt und außerbem wegen Unſolgſamkeit durch den Stiftungsrat zur Rechenſchaft gezogen werden. Sp71 Mannheim, 10. Jan. 1917. Stiftungsrat der Freiherrlich von Hövel'ſzen Stiftung. von Hollander. Das Ausdreſchen von Broigetreide, Gerſte un“ Hafer betr. Durch Verordnung Gr. Miniſteriums des Innern vom 10. ds. Mts. iſt an⸗ geordnet, daß fämtliches Brotgetreide, Gerſte und Haſer ſpätenens bis 31. Jannar 1917 auszu⸗ Dreſchen iſt. Sw Mannheim, 12. Jan. 1917 Bürgermeiſteramt: Dr. Finter. Straßenbahn. Es wird hiermit— Kenntnis gebracht, daß ein Verzeichnis der im Bereich der Straßen⸗ hahnen und der Bahn nach Dürkheim im Monat De⸗ zember 1916 S71 gefundenen Gegenſtände a) im Hausflur des Ver⸗ waltungsgebäudes der Straßenbahn in Mannheim— Collini⸗ ſtraße 1— b) im Hausflur des Stadthauſes in Lnd⸗ wigshafen a. Rh. Ludwigsſtraße Nr. 69 während 6Wochen zur Ein⸗ ſichtnahme ausgehängt iſt. Mannheim, 12. Jan. 1917. Straßenbahnamt. Bekäunimachung. Aufgebot von Pfandſcheinen. Es wurde der Antrag ge⸗ ſtellt, folgende Pfand⸗ ſcheine des Städtiſchen Leihamts Mannheim, welche angeblich abhanden gekommen ſind, nach 8 23 der Leihamtsſatzungen un⸗ giltig zu erklären: Lit. B 1 Nr. 107820 vom 2. November 1016, Lit. C 1 Nr. 7682 vom 9. November 1916. Die Inhaber dieſer Pfandſcheine werden hiermit aufgefordert, thre Anſprüche Unter Vorlage der Pfanbſcheine inner⸗ halb 4 Wochen vom Tage des Erſcheinens dieſer Be⸗ kanntmachung an gerechnet beim Städt, Leihamt Lit. O5, 1 geltend zu machen, wibrigenfalls die Kraft⸗ ter Pfandſcheine erfolgen. wird. Sꝛi Mannheim, 12. Jan. 1917. Städtiſches Seihamz. Amkliche Bekanntmachungen Feiherſeh bon Hövel'ſche Stifturg in Maunheim. Jahtesſeier pro 1917 betreffend. 1. Nach den Satzungen der Freiherrlich v. Hövel'ſchen Stiftung ſoll alljährlich am Schluſſe des Schuljahres eine Prüſung der weiblichen Stiftlin je und Aus⸗ ſtelung ihrer Urbeiten, die Prämienverteilung an männliche und weibliche Stiftlinge, ſowie die Ver⸗ teilung von Ausſtatt engspreiſen ſtattfinden Die Vornahme der diesjährigen Prüfung der weiblichen Stiftlinge und Ausſtellung deren Arbeiten haben wir auf Samstag, den 28. April 1917, vormittags 11 uhr, und die Prämien⸗ und Preisvertei ung auf Sonntag, den 20. Aprit 1917, nachmittags/ 4 Uhr, in Ausſicht genommen. Eine Abteilung der Stiftung des Freiherrn von Hövel hat die Beſtimmung, die Heranbildung unbe⸗ mittelter hieſiger Bürgerſé ne zu tüchtigen Bürgern und Handwerkern zu fördern; ſie gewährt ihren Stiftlingen nicht nur Unterſtütz ung durch Zahlun des Schulgeldes in der Gewerbeſchule, ſondern au weitere Belohnungen in Verabreichung von Schul⸗ artikeln und Geldprämien. Der 8 21 der Statuten ſtellt ſolgende Aufnahme⸗ bedingungen: „Zur Aufnahme in dieſe Stiftungsabteilung eignen ſich unbemittelte Bürgerſöhne ohne Unter⸗ ſchied der chriſtlichen Konfeſſion, welche aus der Volksſchute entlaſſen ſind, und über ihre Befähi⸗ ung, ihren Fleiß und ihr religiös⸗ſittliches Ver⸗ Fallen befriedigende und beglaubigte Zeugniſſe vorlegen.“ Für dieſes Jahr ſollen wieder einige wenige Stiftlinge aufgenommen werden. Desfallſige Geſuche ſind ſchriftlich unter Darlegung der Familienver⸗ hältniſſe und Anſchluß der vorgeſchriebenen Zeugniſſe letztes Volksſchul⸗ und pfarramt⸗ liches Zeugnis), ſowie unter Angabe des zukünſtigen Berufé des Aufzunehmenden bis ſpäteſtens Ende Februar ds. Js. hierher(Rathaus) einzureichen. 1II. OIn der Freiherrlich von Hövel'ſchen Stiftung, Induſtrieſchule, für unbemittelte,der Volksſchule ent⸗ laſſene hieſige Bürgerstöchter der chriſtlichen Kon⸗ ſeſſionen werden einige Plätze ſrei. Aufnahmegeſuche ſind unter Begründung bes Geſuchs und Beiſügung des Geburts⸗, pfarramtlichen und des letzten Schulzeugniſſes bis ſpäteſtens Ende Februar ds. J6. ſchriftiich anher(Rathaus) ein⸗ IV. Aus der 8. Abkeilung der Freiherrlich von Hövel⸗ ſchen Stiſtung ſind einige Ausſtattungspreiſe in Höhe von je mindeſtens 350 Mk. zu vergeben. Bewerbungsfähig ſind unbemittelte Bürgers⸗ töchter chriſtlicher Konſeſſion der Stadt Mannheim, welche das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben, durch einen reinen ſittlichen Lebenswandel ſich auszeichnen und einen badiſchen Staatsangehörigen heiraten. Bei gleicher Würdigkeit erhalten jene den Vor⸗ zureichen. Lehſthet 9e ſich in der 2. Abteilung der Stiftung aus⸗ e det haben Bewerberinnen haben ihre Geſuche chriftlich unter Darlegung ihrer Verhältniſſe und unter Anſchluß eines Geburtsſcheines, eines pfarr⸗ amtlichen und eines Dienſtzeugn iſſes, eines Ver⸗ mögenszeugniſſes und eines Sittenzeuguiſſes der zuſtändigen Behörde für ſich, ſowie eines Staats⸗ angehörigkeitsausweiſes, eines Dienſtzeugniſſes und eines Sittenzeugniſſes der zuſtändigen Behörde und der Angabe der Religion für den Bräutigam bis ſpäteſtens Ende Februar ds. Zs. anher(Rathaus) einzureichen. Maunheim, den 10. Januar 1917. Stiftungsrat der Freiherrl. v. Hövel'ſchen Geite von Hollander. Sp71 Auorduung über Butter⸗ und Eierverteilung. Zur Ergänzung der Anordnungen über Butter⸗ perteilung vom 15. Hauuar 1916 und über Eierver⸗ tellung vom 16. Mal 1916 wird angeordnet: 1,5 Auber dem Marken⸗ unb Bezugsſchein⸗Verfahren unterliegt die Abgabe und Entuahme von Valer und Eiern der Beſchränkung des Kundenzwanges. Die Verkaufsſtellen dürſen Butter und Eier nur dlejenigen Verſ 9„ die 4 Saabenlie kangekeen Kake bcbenr. Pr, 9. Haus Ichen Buch unbemittelle Mädchen zu ver eben. deren Vater oder Karlsruhe, Kaiſerſtr. 135, Telephon 339. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgade.) Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste meines lieben Mannes, unseres Bruders, Schwagers und Oukel Wege unseren sonders Schwe⸗ ihre liebevolle 5185 „13. Januar 1917 herzlichsten Denk, ster Emma Funk fi Pflege. Mannheim(G 7, 855 Die glückliche Gehurt eines kräftigen, gesunden Jungen zcigen hocherfreut an Bergassessor, Vünnesmann und Frau Lusi geb. Beyer Buer-Erie(Wesltalen), Friedrichstraße 45. Bekanntmachung. Aus der Karl und Fanny Eckhard⸗Unsſteuer⸗ Stiftung ſind auf 13. März 1917 zwei Ausſteuer⸗ Priſe in Höhe von je 300 Mark an hier wo nende, Vorausſetzung zur Erlangung eines Preiſes iſt, daß die Bewergerin einen unbeſcholtenen Ruf genießt, micht unter 18 Jahren und nicht über 4) Jahre alt iſt und daß Wutter mindeſtens 3 Jahre in Monnheim gewont hat. Der Bräutigam darf nicht unter 25 und nicht über 45 Jahre alt ſein Die Brautleute müſſen deutſche Reichsangehörige ſein Geſuche denen behördliche Zeugniſſe über vor⸗ ſtehende Erſorderniſſe beizufügen ſin), wollen bis 1. Februar 1917 anher eingereicht werden. Sp.0 Mannheim, den 2. Januar 1917. Stiftungskommiſſion: von Hollander. Goegele. * NId-Veihächtung. Die Ausübung der Kagd im Kagd⸗ bezirk 11 Regareu wird im Büro der zulhr⸗ und, Gutsverweltung 5„Luiſenring 49. Ammer Nr. 2, am: 81 Donnerstag, deſl 25. Januar 1917 zMags ii uhr im Wege der ier Steiſerung für die Zeit vom l. Februar 1917 bis 31. Januar 19.8 neu ver⸗ pachtet. Der Jagdrezirk umfaßt, Niederfeld, Rottſeld, Aufeld, Rheingärten, Waldpark und die Reis'ſche Iuſel, 48 ha. Plan und Bedingungen können bis zum Stei ze⸗ rungs⸗Termin jeweils von 10—12 und—6 Uhr auf genanntem Büro eingeſehen werden. Als Steigerer werden nur ſolche Perſonen zugelaſſen, welche ſich im Beſitz eines Fagdpaſſes beſinden oder durch ein Zeugnis des zuſtändigen Bezirksamtes nachweiſen daß gegen die Erteilung eines Jagöpaſſes vedenken nicht obwalten. Spꝰ Mannheim, den 8. Januar 1917. Städt, Gut- verwaltung Bekaunkmachüng für die Rheinſchiffahrt Gegenüber der Mühlauhafenmündung in Mann⸗ heim(Em 75 bay. Und 257,4 bad. Rheinuſereinteilung) iſt mitten im Strom ein eiſerner Kiesnachen geſunken. Zu Berg fahrende Schiffe und Schleppzüge haben auf der bay Rheinſeite, zu Tal gehende auf der had. Rhein⸗ ſeite an dem mit Vermalung verſehenen Nachen vor⸗ beizufahren. 22 Mannheim und Speyer, 12. Januar 1917. Gr. Rheinbauinſzektion K. Strahen⸗u. Fiu bauamt Siebert. J..: Marthaler. 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Nachmittags 2 Uhr C riſten⸗ lehre, Dekan von Schoepffer. Abends 6 Uhr Predigt, Garniſonotkar Waag Chriſtuskirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Klein. 11½ Uhr Kindergottesdienſt, Abends 6 Uhr Predigt, Stadt⸗ Stadtpfarrer Klein. pfarrer Dr. Hoff. Friedenskirche. Morgens 10 Uhr Predigt Stadtpfarrer Gebhard. 11 Uhr Ehriſtenlehre, Stadt⸗ pfarrer Gebhard. Abends 6 Uhr Predigt, Stadt⸗ pfarrer— 14698 Johanniskirche-Lindenhof. Mor ſens 10 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Sauerbrunn. 11 Uhr Chriſten⸗ lehre, Stadtpfarrer Sauerbr un. Abends 6 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Weißheimer Eutherkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadt⸗ 11 Uhr Kindergottesdienſt, Stadtotkar Riehm. 11 Uhr Chriſten ehre für Knaben, Stadtpf. uß. Nachmittags 1½ Uhr Chriſtenlehre für Mädchen tadtpfarrer Huß. Abends 6 Uhr Predigt, Stadtpf Dr. Lehmann. Me auchton⸗Pfarrei.—Turnſaal Uhlandſchule Morgens 10 Uhr Predigt, Stadtpfarrer Rothenhofer 11 Ufr Cöriſtenlehre, Stadtpfarrer Rotſenhöfer. Heinrich Lanz⸗ Krantenhaus— Lindenho Morgens ½11 Uhr Predigt, Stadtpf. Dr. Lehmann iatoniſſenhauskapelle. Vorm. ½11 Uhr Predigt, Pfarrer Schöne. Neckarſpitze. Morgens 10 Uhr Predigt, Stadt⸗ pfarrer Saenkel. 11 Uhr Kindergottesoienſt, Stadt⸗ pfarrer Schenkel. Neckarau. Vorm. /10 Uhr Predigt. /11 Uhr Nachm. 1 Uhr iſtenlehre der Nord⸗Pfarrei. onnerstag. Abends ½8 Uhr Bibelſtunde Pfarrer Noll Freireligiöse Gemende. Am 14. Januar 1917, vorm. um 10 Uhr, in den Aula des Realgymnaſiums, Tugaf Sonntagsfeier⸗ mit Anſprache des Herrn Rud Walbaum Prediger der Religionsgemeinſ in Rheinheſſen über G²⁰ „Welſall und Menschheit“. Nach der Feier Bibliothekſtunde in U 5, 14. raße 4, Am Donnerstag, den 18. Jannar 1917, abends um 3½¼ Uhr, dugendabend in der Aula des Realgymnaſiums, Tullaſtraße Nr. 4. W. beeidigter Bücherreviſor. Akfreier Proteſtanten e 2 —— „16. Ja⸗ halb Uhr Tnger-Kurse der Frie rich Schule, 2, Zimmer 5. 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Nr. 22 98 9 8 7 8 7 7 8* 7 7 8— 8— 88 8 0 L 4 90 1 9 * 10 99 2 Mu. 1 8 4 weiss und farbig Seschten Sie bitte meine Schaufenster. E Tüchtige Swi7 Tausbalterin Ein Kleiderſchra 2 Küchenſchrank, Rosengarten— Musensaa——— elkee ebbergg ſzu kaufen“ 9 im EinquartierungsweſenKinderpf erfahrene M 1 u. Aufſtellung von Servis⸗Frauen zur Führung des voeh, 7. febrwar 1917, abenus K Uur berechnungen bewandert, Haushalte eſucht. Näh.“ für ſofort geſucht. Ge⸗ Auskunft erteilt K 8 2 2 F K man deisschut S 95 00 2 0—— Ar riegsbeſchädigte) wollen Mannheim, 9 2 uue ſich beim Städt, Stellen⸗Stock Zimmer Nr. 7. kauft, tauſ kir auber Eli 2 2ER nachweis Büroan⸗ Städt. Arbeisamt. Sommer, SSDE VSS ſtelle a(Erdge⸗ 5 ſchoß) meſken. 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Hof- und National-Tnoater Sonntag, den 14, Januar 1917 Bei aufgehobenem Abonnement Ren eingeübt: Drama in einem Aufguge nach gleichnamiger 8 Nee in deutſche von Lachma Muſik von Richard Strauß Szene geſetzt von Carl Hagemann Muſitaliſche Leitung: Wilhelm Für:wängler Kaſſeneröſ. 6½ Uhr Anf. 7 Uhr Onde 3½ Uhr Hohe Vreiſe. Keues Theater im- Rosengarton Sonntag, den 14, Kannar 1917 Die fänt Fränkfurter Luſtſpiel in drei Akten von Carl Roehler —1 Emil Reiter Nach jedem Akte ſindet eine Pauſe ſlatt Safenersf. EU. Anf T Uhr. Lube 12 Uhr Rosengarten 2: Mannheim Nibelungensaal. Sonntag, 14. Jankar 1917, abends ½j uhr Wolkslü licher Abend itwirkende: hauroß, moberne Tänzerin aus Manz, Konzertſängerin aus räulein Sephie Menter aus 4 Batl, 2. Bad, Gyen, Reg. „ 110 Mannheim unter 2u Kapeumeiſters Schulze, ält moberne cheſtervorträge. Ra 1 attet. Die Veranſtaliun 1 0 Seee ſlatt. Kaſſeneröſſnung abends ½7 Uhr. geskarte 80 Pig., Dutzendkarten in Uniſenm vom Felbwebel ab⸗ rtenverkauk in den du aceley Siervertaule Grus K. Roſengarten und an 0 5 + W von e über 10 3 die Glake—9— — Fden 1 me liegen au en im —————————————— lich abgegeben. — änze— Lieder—Nr. 4, Piibarmonischer Lerein- 1 Musensaal. Dienstag, den 23, Ianuar, abends 7 Uhr Die Fürstl. Hokkapele Ciaug Sers. Leitung: Hofkapellmelster Heh. Laber, Gera. FAEene Nr. 5,-Moll, Beethoven. 2. Variatignen Juan“ für Klavier und Orchester, Chopin— PAU8 mauze,-Moll, Schumann. Etüde, F. Moli, Lis 5 oeeeeeeeeeee — g. Ron do,-Moll. Karten zu Mk..—,.—,.—.B0,—,.50 bei K. Stohplätze auch bel Eugen Pfeifker, 0 9, Rund Mannheimer Musikhaus, P 12 15 rig) Pianist, Chile. ber ein Thema aus Mozarts„Don 95 Mogart. Ro- 4 Ouvertüre„Oberon“, Weber, 96 Eerd. Heckel und an der Abendka sse. 7, 143. Friedrichs Jeden Sonntag nachm. Lich—.—— Eintritispreis 50 Pig. Militär 20 Pfg. Abonnenten frei. Mittwoch, den 17.—.— 1917 öosters, Forstarkt Stadtorchesters. musikdirektor Strauss ſüunahnnnffüneasfumfnngunngbusuſthnnfgüumnöfnnakünnflfunſünugnnul Zum Besten des Roten Kreuzes und der Kriegsfürsoege Manaheim Semäldeausstelh ng Sollat: Hefk Hofopernsänger— Wlineim benten.„ e Mannheimer Privatbesitz „dur. itung! Herr Hofkapellmeister Veranstaltet von f Furtwüngler. Richard Strauss: a) Der Ein⸗* same, b) U, Lieder für Bass mit Orchester- Stãdtischen K Nne auge,— 3. Richard Strauss:„Ein d d8 63212 Heldenlehen Tondichtung für grosses Orchester. And Leltunx: Hes Generaimueikdir, Dr. Riek. Strausä,] N Mannheimer Kunstverein E. V. r1s ½ Uhr.— Kassens 7 Un Geöffnet Werkta on 112½ꝭ2 und ½3 bis Ende gegen* ½9 Uhr,* tags von K Eintrittspreis: Serkasten AM..— Preice der Plütaez karten à M.—, Sonatagskarten(guttig von Nu 712, I. Reihe Mk. 7,50, II, Reihe Mk, 6,—-4 Uc) M..50. 110 93*. 5 900 140 Nr. 190 18. NA 4 Mark a——— teil) Mx. + bteiſung Mx, E*. 0. 3 S 8 94²4⁰ 10* 8 en beltehiger Stehplätze auf dem Bſes(Em—— Mark.50, E Stachzabi zu 10 15 Hofwusſka— 2* haben ty der em Ronsertsbend an der ——— l R. 9. Haus lcen 6. 4 15 Uannbelms Iinstes und ◻ Vornehwstes Likätsplelhaus P 6, 28/ͤ24 — Der Herr welcher heute morgen den ſchwarſ gehäkelte Beu⸗ (Inhalt; Schlüſſel, Porn monnaié mit Geld), a den Planten aufgehohe wird höflichſt erfucht, ſel bigen B 5, 4, Hinterhau 2. St,, abzugeben. 31 3100 Prraj- Woöchner Hnenbein J 7, 27. Teleph. 252 252 9„Keirat 2 Beſſ. alleinſt. Witw tücht. Schneiderin, mun kaliſch, ſchöne ſchl. Erſch Ende 30. mit ſchön. Hen u. Vermögen, möchl mit beſſerem Serrn 600 Witwer) in ſich. Stell. he kannt werden zwecks ii Heirat. Gefl. Zuſchr. unt. au die Geſchäftsft. 58. Junger Mann, 36 Jahte 19767 vermögend, ſucht Dauz evtl. Witwe zwiſchen bis 30 Jahren zwec AKeirat. Berm. iſt ni 00 Bedingune. euſtgemenng Anträge“mit Bild u 3) a. 5Weſchäftsſt erbele“ Wiederhefral, mangels SBamenbekann ſchaft wünſcht prot. Kau, U mann, 50 F. alt, mittl. (Pfälz.„ ſol. Charakt. m 11 Kind. v. 8 u. 15 J. mit M. 50 000 Verm. Geſunde, 3 ſame ſtattl. Dame 0 ohne Kind nicht ausgeſchl, zw. 30 u. 40 F. m. Vern, u. u. Pik. 20 000, welche prakt. Sinn u. Verſtän, — en für Anoranug 5 bürgerl. Haushalg — Her en gewillt 990 die durch den bereits 2 J. erſolgten Tod in e glüdl Familienleben 9, riſſene Lücke wieder an zufüllen, bezw. mir e 59 herzensreiche Gattin 19 den Kin ern eine gule mütterl. Beraterin zu ſei rden höſl. gebeten, d nebſt näyeren i N unter C27 an 9 äftsſt. d. Bl. eine, +— Abfolute Ver Iaceucene als Ebren, ugeſichertu.verlang 2 2 zwedlos.— — Ehering liebes Andenken, Dienstag Abendn. d. 904 — zert i. Noſengarten ven 1 Abzugeb. daſelbſt geg. 226 Belobnung beim Hat, meiſter oder Waldven ſtraße 27 a 11II. 3² Plefon 867 —————————— Neute Sonntag Aning 2 Unr Am Tagea des Gerichte Drama in 4 Akten Personen: EOswald am Rhyn Henning am Rhyn Carlo Wie Konrad Ehlers lse Fabrizius 3 Ebbs—— Peter Fiektrup Svend Melsing du Seeee Schwank in 3 Akten Harry Liedike Ossi Osswalda Mayß Güistorfk en Hauptrolle I ilf lallà Winter jahrt ch die Lchären Tüche Naturaufnahme Kriegsherichte: ischer Kriegsschauplatz e nach Undlin-200 m föhe