Due 92 nevetter me. M m o 9. ſämtii in m 1— N. General · Anzeigei . 7943, 7943, 7984. 794 Poſiſcheck ⸗Honio — Ur 210 Tudwigsbaten 4 2— 8 Wöchentliche Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezick Mannheim.— Donnerstag, 22. Februar. R0 unh SDr m. für den Anzeigentel Druck u. Heriag der Br. h Haas ſchen Wittags⸗Ausgabe. ler 1917. 9 5 Nr. 89. er Heneral⸗Anzeiger Badiſche Neueſle Nachrichlen? 88 „Das Weltgeſchehen im Bilde“ in Kupfertiefdruck⸗Ausführung. enpreie Die iſpalt Rolenelzeule 40—5 25 0 12⁰ 8 ug: Minagblatt vorm“, Ubendblatt nachm 5 Uhr Für Anzeigen an beſtimmten Stellen u Kusgabe wird deine Verantwortung übernommen. Sezugspeeis in annhemm u Umg anatl M. 1 40 einſ l. Bringeri Durch die Poſt vierteli N 462— Po zuſtellungsgebühr Bei der Poſt abgeh Ut. 8. 90 Einzel ⸗Ur. õ ig K Die ne t ig— Geſetzes über die Erhöhung eines Ju Mrinnſteuer und die weiteren 9 Die neuen Reichsſteuern. Die Beſrüubunl ◻Berlin, 22. Februar. (Von unſerem Berliner Büro.) n Reichsſteuergeſetze liegen nunmehr Den bereits bekanntgegebenen Entwürfen fache zur Kriegs⸗ bgaben der Reichsbank, ſind Auun Vorlagen über die Kohlenabgaben und die Be⸗ der ſt Perſonen⸗ und Güterverkehrs gefolgt. Was zu umerf iellen Rechtfertigung geſagt wird, wird, was ja nicht f d WSen Oründel ensangebo Jeir d. u beend kindinaue eſchoben worden. Es 960 and Swirtſ a zu ſein braucht, im weſentlichen mit den wirk⸗ zuſammenfallen. Durch die Ablehnung unſeres tes ſind die Ausſichten dieſen fürchterllchen en, auf, wenigſtens von uns, nicht abſehbare 908 nicht an die In⸗ „die ja immer eine Wirtſchaft von aus der in den Mund iſt, länger zu treiben. Wir müſſen wohl gehen tra chten. däbhung auch vet c unſerer Finanzgebarung eine ſolidere Baſis zu Es wird nach Grundſätzen ſoliderer Finanz⸗ nicht zu rechtfertigen ſein, die ganzen Laſten wenfrunft zuzuſchieben, ſchon um deswillen nicht, weil nach lichem Ermeſſen der Kapitalmarkt nach dem Krieg Naun mr als jetzt angeſpannt ſein wird und es für das Reich Send 5 cht leicht ſein dürſte, Geld zu bekommen. Alle dieſe machen es notwendig, heute ſchon für laufende Ein⸗ zu ſorgen. Auch die anderen Kriegsteilnehmer ſind Anleihewirtſchaft nicht zu weit 69 M Nicht nur at ſein Friedensbüͤdget von vier illiarden durch — auf zehn Milliarden gebracht, auch Oeſterreich und reich haben ſich während des Krieges zu mehreren neuen ern es ni entſchloſſen. Bei den diesmaligen neuen Steuern— cht die letzten ſein werden, iſt eine ſchmerzliche Perden mit der wir uns nachgerade abzufinden haben 6250 Mi imſung der handelt es ſich darum, ein Defizit von rund llionen Mark, das in der Hauptſache aus der bisherigen Kriegskredite entſtanden iſt, zu Decu Es fragt ſich nur noch, ob die von der Regierung zur ſheidard. vorgeſchlagene Methode die richtige oder, um es be⸗ ener auszudrücken, von unterſchiedlich möglichen Uebeln, Aacbreuche kle ründen, Siten. A heuern von vo wäfl, Lage der fachlen, daß ſie 00 veranla bale Kpht rcloſenen ſtadenommen mütti dei ſtei Imen o inſte iſt. Unſere Einnahmen aus Zöllen und sabgaben, wie Branntwein und Bier, ſind aus die wir täglich an unſerem Leib ſpüren, ſtärker ge⸗ us den gleichen Gründen fällt eine große Reihe von rnherein fort. Nun kam es bei der gegenwär⸗ Dinge darauf an, die neuen Steuern ſo zu nicht nur Ertrag verheißen, ſondern auch ein⸗ gen waren. enabgabe trifft die Induſtrie nicht unvor⸗ Sie hat in der letzten Zeit in den meiſten von ihr Kontrakten bereits eine Kohlenſteuerklauſel Es wäre ja nun freilich auch an eine Ver⸗ chung des Bergbaues, der von vielen Seiten endem Nachdruck worden iſt, zu denken ge⸗ er vielleicht auch an ein Handelsmonopol. Unmerbin wird man der Regierung nicht unrecht geben Wtio Rie en zu kahntrolle C wandel 0 Mäelleicher 0 ng eingef vea erfren fauue 1 0 en a0 dor he vir er Krieg Uio keun Kr, diam i Sar uener 0 n e für erun renen,— wenn ſie kein ſonderliches Verlangen na 9 6 nen trug: drganifüte wohl die Ueberzeugung herrſchen, daß wir mit ſationen ausxeichend geſegnet ſind. So hat die Re⸗ ſtu ziemlich einfach ſein. ſg des Verkehrs hat wohl vor allem die einfache Art der ung gereizt. Mrigeer Frachturkundenſtempel, ſerden Jahr eingeführt wurde, wird jetzt erhöht. Auch sgewinnſteuer, Wuſh 0 iſt, nicht. ferlän Staatsſekretär Helfferich“ eine Verſchärfung und ungeFrung der Steuer angekündigt. Tſahri,des Geſetzes wird aber erſt möglich werden, wenn die gen aus der jetzt beginnenden Einſetzung vorliegen, vor dem Herbſt. Müurr vorjährigen Kriegsgewinne mit einem Fünftel in die lich eiter heranzuziehen. neuen Or⸗ in weiten Kreiſen des deutſchen Volkes einer Förder abgabe entſchloſſen. Da nun mäßig wenig Unternehmungen in Betracht kom⸗ Kuntiorunter noch als größtes der preußiſche Staat, wird die Auch bei der neuen Be⸗ der bereits im eln wir nicht gerade neue Bahnen: Oeſterreich iſt 1 Richtung vorgegangen. Auch England und ſelbſt aſtunntrale Dänemark haben eine derartige Verkehrs⸗ ührt. Neben der Belaſtung ſoll das neue Ge⸗ uch ausnahmsweiſe eine„Reform“ bringen. Der Fahr⸗ ſtempel, der ſeinen Zweck ja nur unvollkommen aufgegeben und ſoll durch einen prozen⸗ uſch n Straßenbahnfahrſcheinen nicht halt machen wird. Ariewworbereitet trifft uns auch der Zuſchlag zur lag erſetzt werden, der allerdings künftig die freilich eine Beſteuerung sgewinne bis auf den heutigen Tag nicht ge⸗ Schon bei der Beratung des Hilfsdienſt⸗ Eine neue Formu⸗ Deshalb entſchließt man ſich da⸗ Das bedeutet, wie wir aus⸗ reichen möchten, nicht etwa zwanzig Prozent gewinnes, ſondern zwanzig Prozent der Steuern. wird die neue Belaſtung nicht gering ſein. Sie iſt cht nicht für den einzelnen Wirtſchafter, der es für ſeine Robegen ſich und die Seinen hält, ſelbſt in dieſen Zeiten noch etwas zu erübrigen. Sie wird auch die Unter⸗ dieſe Tage der großen ſtaatlichen und Kriegs⸗ ia nicht ewig dauern werden, vielfach noch Alles in allem: Begeiſterung kann der effen. — den die Reichsboten bei ihrem Wiedereinzug — in den Reichstag vorfinden, nicht gerade erwecken. Seine ein⸗ 5 Rechtfertigüng liegt in dem harten Muß. Und um dieſes uſſes willen wird der Reichstag wohl oder übel ſich mit allem abzufinden haben. Not kennt kein Gebot! Der Juſchlag zur Kriegsſteuer. Berlin, 21. Febr. Der angeſagte Geſetzentwurf über —— Zuſchlag der Kriegsſteuer hat folgenden ortlaut: 8 1. Zu der auf Grund des Kriegsſteuergeſetzes vom 21. Juni 1916 bis 17. Dezember 1916 geſchuldeten außerocdentlichen Kriegs⸗ abgabe wird zugunſten des Reichs ein Zuſchlag in Höhe von 20 vom Hündert ihres Betrages erhoben. §. 2. Die Begrenzung der Zahlungspflicht auf den Betrag der nach dem Geſetz lber vorbereitende Maßnahmen zur ee der Kriegsgetbinne vom 24. Dezember 1015 zu bildenden Son⸗ derrücklage( 22 Abſ. 2 und 8 des Kriegsſteuergeſetzes) gilt für die Abgabe einſchließlich des Zuſchlags. .3. Die Feſtſetzung des Zuſchlags erfolgt durch den Steuer⸗ beſcheid(8 29 des Peghene ce Iſt ein Steuerbeſcheid ohne Reidung Feſtſetzung des Zuſchlags erteilt worden, ſo erfolgt die Feſtſetzung des Zuſchlags durch eine nachträgliche Mitteilung des Beſitzſteueramts an den Steuerpflichtigen. § 4. Wird die Kriegsabgabe im Rechtsmittel⸗, Berichtigungs⸗, Neu⸗ oder Nachveranlagungsverfahren anderweit veran⸗ lagt, oder wird die Kriegsabgabe aus Billigkeitsgründen ermäßigt oder erlaſſen, ſo iſt auch der Zuſchlag entſprechend anderweit feſt⸗ zuſetzen oder zu erlaſſen. § 5. Gegen die Feſtſetzung des Zuſchlags ſteht dem Steuer⸗ pflichtigen nach näherer Beſtimmung der oberſten Landesfinanz⸗ behörde nur die Anrufung der übergeordneten Verwal⸗ tungsbehörden offen. 8 6. Der Zuſchlag wird mit der Abgabe*5 den gleichen Fri⸗ ſten und Teilbeträgen erhoben. Die Vorſchriften in 9 55,§ 31 Abſ. 3 bis 5 und§ 82 des Kriegsſteuergeſetzes gelten auch für die Entrichtung des Zuſchlags. 8 7. Als Abgabe im Sinne von 8§ 10, 11, 8 28 Abſ. 3,§8 88, 34, 87 des Kriegsſteuergeſetzes gilt die Abgabe einſchließlich des Suſchlags. 950 § 8. Das Geſetz tritt am Tage ſeiner Verkündigung in Kraft. In der Begründung des Entwurfs heißt es: Die Erhebung eines Zuſchlags iſt durch die lange Dauer des Kriegs und durch die Kriegslaſten des Reichs begründet. Die Einwirkungen des Kriegs auf die geſamte Volkswirt⸗ ſchaft haben immer mehr an Wucht und Umfang zugenom⸗ men. Dadurch rechtfertigt ſich die Forderung n einer Er⸗ P 80 des Ausgleichs durch die reichsgeſetzlich vorge⸗ ehene Sonderbeſteuerung für diejenigen Perſonen und Unterneh⸗ mungen, die aus den während der Kriegszeit ſich vollziehenden großen Wertverſchiebungen mit einer Verbeſſerung odex wenigſtens ohne erhebliche Beeinträchtigung ihrer wirtſchaftlichen Lage hervor⸗ gehen. Die Geſamtbelaſtung durch die außerordeatliche Kriegs⸗ abgabe wird durch den Zuſchlag zwar verſchärft, ſie wird aber den durch ſie betroffenen Kreiſen im Vertrauen auf ihre vaterländiſche Opferbereitſchaft zugemutet werden können und volkswirtſchaftſich noch erträgli ein. Die Erhebung des Zuſchlags, beſſen Feſtſetzung in der Regel gleichzeitig mit der Veranlagung der außerordentlichen Kriegsabgabe ſelbſt wird erfolgen können, ver⸗ —*◻ keine beſonderen Veranlagungs⸗ und Erhebungsſchwierig⸗ eiten. Nach§ 2 des Entwurfs ſoll die Vorſchrift im§ 22 Abſ. 2 und 3 des Kriegsſteuergeſetzes für die durch den Zuſchlag erhöhte Abgabe gelten, ſo daß die ſteuerpflichtigen Geſellſchaften in keinem Fall mehr als 50 v. H. des nach den Vorſchriften des Geſetzes über vorbereitende Maßnahmen zur Beſteurung der Kriegsgewinne vom 24. Dezember 1915 berechneten Mehrgewinns zu zahlen haben. Dieſe Regelung iſt mit Rückſicht auf die Geſell⸗ ſchaften, welche die durch den Rücklagezwang nicht beanſvruchten Mehrgewinne bereits verteilt haben, geboten. Eine unterſchiedliche Behandlung der Geſellſchaften danach, ob ſie Mehrgewinne in den beiden erſten Kriegsgeſchäftsjahren oder im dritten Kriegsgeſchäfts⸗ jahr erzielt haben, und danach ob ihr drittes Kriegsgeſchiftsſahr bereits abgeſchloſſen iſt oder nicht. müßte als ungerecht empfunden werden. Es empfiehlt ſich daher allgemein im Intereſſe der gleichmäßigen Behandlung der Geſellſchaften; den Geſamtbetrag der zu zaßlenden Abhabe auf den von dem Rücklagezwang erfaßten Teil des Mehrgewinns nach oben zu begrenzen. Der Zuſchlag iſt neben der auf Grund des Kriegsſteuergeſetzes geſchuldeten Abgabe beſonders feſtzuſetzen. Wird die Abgabe im Rechtsmittel⸗ Berichtigungs⸗, Neu⸗ oder Nachveranlagungsver⸗ fahren anderweit veranlagt oder wird die Abgabe aus Billigkeits⸗ gründen ermäßigt oder erlaſſen. ſo iſt der Zuſchlag bon Amts wegen entſprechend anderweit feſtzuſetzen oder zu erlaſſen(EC8 8, 4 des Entwurfs), Da ſich die Höhe des Zuſchlags in der Regel rein rechneriſch aus der Kriensſteuerveranlagung ergibt und auch für die Begrenzung des Zuſchlags gemäߧ 2 des Entwarfs die Möglickteit der Nachprüfung der Berechnungsgrundlagen im ordentlichen Rechtsmittelverfahren vorliegt, ſo wird die Verwal⸗ tungsbeſchwerde als ausreichender Rechtsſchutz gegen die Feſt⸗ ſetzung des Zuſchlags anzuerkennen ſein(F 5 des Entwurfs). Die Feſtſetzung des Zuſchlags hat durch das für die Veranlagung der Kriegsabgabe zuſtändige Beſitzſteueramt zu erfolgen. Die für die Erhebung der Kriegsahgabe geltenden Vorſchriften finden auch für die Erhebung des Zuſchlags Anwendung. Ins⸗ beſondere ſollen auch bei Entrichtung des Zuſchlags die Kriegs⸗ anleihen des Deutſchen Reichs an Zahlungs Statt angenommen werden(§ 6 des Entwurfs). Der Zuſchlag verjährt mit der Kriegsabgabe(§ 25 des Kriegsſteuergeſetzes, 75 des Beſitzſteuer⸗ geſetzes!. Durch den 8 7 des Entwurfs wird die Kriegsſteuerrück⸗ lage auch zugunſten des Zuſchlaas geſperrt. Als gefährdete Abgabe im Sinne des§ 39 des Kriegsſteuergeſetzes ſoll die Abgabe einſchließlich des Zuſchlaas gelten. Ebenſo ſoll für die Berechnung des im§ 84 Abſatz 1 des Kriegsſteuergeſetzes beſtimmten Mindeſt⸗ betrags der gefährdeten Abgabe der Zuſchlag witberückſich“'g werden. Iſt das Vergehen der Steuergefährdung durch Abgabe unrichtiger oder unvollſtändiger Erklärungen bei dem Inkrafttreten dieſes Geſetzes bereits vollendet ſo findet nach allgemeinen ſtraf⸗ rechtlichen Grundlätzen(vergleiche 8 2 des St.⸗G⸗B.) die durch den§S 7 des Eatwurfs herbeigeführie Straſverichärfung leine Anwendung. Die den Bundesſtgaten durch 8 87 des Kriegs⸗ ſteuergeſetzes gewährte Enlſchädigung von ½ vom Hundert ihrer Roheinnahme erſtreckt ſich auch auf das Aufkommen an Zuſchlägen zur Kriegsabgabe. Dagegen ſoll ſich die Vorſchrift des § 88 des Kriegsſteuergeſetzes nicht auch auf den Zuſchlag beziehen. die Rohlenſteuer. Der Regierungsentwurf beſtimmt im 8 1: Die inländiſche ſowie die aus dem Ausland eingeführte Kohle unterliegt einer in die Reichskaſſe fließenden Abgabe.(Kohlenſteuer.) Unter Kohlen wird jede Art von Kohlen verſtanden, auch Koks und Briketts, Braunkohlen wie Steinkohlen. Die Steuer beträgt nach§ 6 des Entwurfes 20vom Hundert des Wertes der gelieferten oder ſonſt abgegebenen oder der Ver⸗ wendung im eigenen Betrieb oder dem eigenen Verbrauch zu⸗ geführten ſowie der eingeführten Kohle.§ 7 nimmt als Wert der auf Grund eines Kaufvertrages geliefer⸗ ten Kohlen den Verkaufspreis ab Grube oder 8 ſtelle gerechnet an. Für die Auslandskohle gilt als§ 9 der Erwerbspreis zuzüglich der bis zur Grenzeingangeſtelle ent⸗ ſtandenen Koſten. Die Steuer erfaßt die bereits aufgearbeitete Kohle, die Steinkohle nach der Aufbereitung, die Braunkohle als Preßkohle. Die Kohlenſteuer ſoll 500 Millionen Mark bringen. Bei dem zunehmenden Bedarf an Kohlen ſteigert ſich die Ergiebigkeit der Steuerquelle oon ſelbſt, denn nicht der Beſteuerung unterliegt allein die zur Aufrechterhaltung des Betriebes des Kohlenbergwerkes erforderliche Kohle..) Die verkehrsſteuer. Der Geſetzentwurf ſchlägt eine Beſt des geſamten Perſonen⸗ und Güterverkehrs vor. Nach dem§1 unterliegen die Beförderung von Perſonen und Gütern auf Schienen und Seilbahnen ſowie auf Waſſerſtraßen einer in die Reichs⸗ kaſſe fließenden Abgabe. Die Beförderung von Perſonen und Gütern auf Landchegen unterliegt dieſer Abgebe inſoweit, als die Beförderung durch ein dem öffentlichen Berkehr dienendes Unternehmen auf beſtimmten Linien mit planmäzi⸗ gen Fährten betrieben wird. Als Beförderung auf Land⸗ wegen 3 auch der Verkehr innerhalb geſchloſſener Ortſchaf⸗ ten, nicht aber der Brief⸗ und Paketverkehr der Poſt und Fährbetriebe. Bei der Perſonenbeförderung beträgt die Ab⸗ e in der erſten Wagenklaſſe 16 Prozeut, in der zweiten 14 Prozent, in der dritten 12 Prozent, in der vierten 10 Prozent des Beförderungspreiſes(§ 11). Bei der Güterbeförderung beträgt die Abgabe 7 Prozent des Beförderungspreiſes. Der Abgabe unterliegt die Beförderung, 3 a) von Perſonen und Gütern innerhalb des Reichsge · ietes, b) von Perſonen und Gütern im Schifſaverkehr zwiſchen deutſchen Oſt⸗ und Nordfeehäfen einſchließlich der Rheinſee⸗ häfen; ferner die Beförderung von Perſonen bei Fahrten in die freie See, und zwar auch dann, wenn die Fahrten nach dem inländiſchen Ausgangshafen ohne Berührung anderer Ortſchaften zurückkehren, c) von Gütern im Schiffsverkehr zwiſchen inländiſchen Häfen und ausländiſchen Feſtlandshäfen des Kanals und der Nord⸗ und Oſtſee, von Le Havre bis Riga eiaſchließlich, mit Ausſchluß der däniſchen Häfen. Die Steuer wird vom Beförderungspreis von demjenigen erhoben, der den Beförderungspreis zu zahlen hat. der Arbeitsplan des Reichstages. Berlin, 21. Febr.(WrB.) Ueber den Arbeitsplan des Reichstages haben der Hauptausſchuß und Aelteſtenaus⸗ ſchuß des Reichstages Beratungen gepflogen. Es wurde eine Verſtändigung dahin erzielt, daß die morgen Donnerstag auf der Tagesordnung ſtehenden kleineren Beratungsgegenſtände erledigt werden. Am Freitag wird dei Staatsſekre⸗ tär des Reichsſchatzamtes zu den Kredit⸗ und Steuervorlagen ſprechen. Die Kredite ſollen an dieſem Tage zur Erledigung gebracht werden, Samstag und Mon⸗ tag ſollen ſitzungsfrei bleiben, am Dienstag wird voraus⸗ ſichtlich der Reichskanzler über die politiſche Lage ſprechen. Der Hauptausſchuß wird mittlerweile ſeine Be⸗ ratungen fortſetzen. Zur Entlaſtung des Hauptausſchuſſes wird ein beſonderer Ausſchuß zur Beratung der Ernährungs⸗ fragen gebildet. Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Dem Reichstag iſt ein von allen Parteien, diesmal auch der ſozialdemokratiſchen Arbeitsgemeinſchaft, unterrcyriebener An⸗ trag zugegangen, zur Vorbereitung der Ernährungs⸗ fragen einen Ausſchuß von 28 Mitgliedern einzuſetzen. * gab Eine Kriegszieldebatte im preußiſchen Abgeorònetenhauſe. Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Preußiſchen Abgeordnetenhaus kam es geſtern zu einer regelrechten Kriegszieldebatte. Begonnen hatte ſie im Grunde ſchon am Tage vorher, wo der ſozlaldemokratiſche Abgeordnete Hue ohne Not zum Bergetat, der ein ausge⸗ ſprochener Friedensetat iſt, im Sinne der bekannten Scheide⸗ mannſchen Ausführungen vorgebracht hatte, was er zu dem Thema der Kriegsziele auf dem Herzen hatte. Ihm trat ——— Nr. 89. 2. Seite. Donnerstag, den 22. Februar 1917. geſtern der Zentrumsabgeordnete Dr. Bell mit großer Ent⸗ ſchiedenheit entgegen und dem folgten Herr Fuhrmann, der geſtern wohl in erſter Linie als Sachwalter des Unab⸗ hängigen Ausſchuſſes für einen deutſchen Frieden fungierte, an deſſen Spitze er bekanntlich ſteht. Herrn Fuhrmanns Aus⸗ führungen fanden lebhaften Widerſpruch bei Adolf Hof⸗ mann, dem Genoſſen von der äußerſten Linken, der ſich nach ſeiner Gewohnheit in munteren Zwiſchenrufen übte, aber Herr Hofmann blieb in glänzender Vereinſamung. Die weit über⸗ wiegende Mehrheit des Hauſes ſtimmte im weſentlichen, wenn auch nicht in allen Einzelheiten, Herrn Bell und Herrn Fuhr⸗ mann hinſichtlich der Notwendigkeit eines ſtarken Friedens zu. Deutſcher Abenoͤbericht. Berlin, 21. Jebruar, abends.(WTB. Amtlich.) Auf den Kriegsſchauplähen keine weſentlichen Er⸗ eigniſſe. von der Weſtfront. Berlin, 21. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Weſt⸗ front ſteht bei Regen und unſichtigemWetter immer noch im Zeichen von Artilleriekämpfen und Vorfeld⸗ gefechten. Die Engländer haben bei den Bemühungen an der Ancre ſeit neuem nur ein unbedeutendes Geländeſtück, das größtenteils planmäßig geräumt wurde, beſetzt. Es iſt noch nicht einmal das Doppelte des deutſchen Gewinnes eines einzigen Tages, des Vorſtoßes auf der Höhe 185 ſüdlich Ri⸗ pont, der Gelände von 2600 Meter Breite und 800 Meter Tiefe einbrachte. Die Beute hat ſich hier auf 30 Maſchinen⸗ gewehre, 22 Schnellfeuergewehren, 1 ſchweren und zwei leichten Minenwerfern erhöht. An der Ancre iſt es wie⸗ der ſtill geworden, dagegen griffen die Franzoſen mit Erkundungsabteilungen aus dem Raume Remieres⸗Wald weſtlich Flirey die deutſchen Stellungen an. In der Haupt⸗ ſache brachen die Angriffe vor den deutſchen Stellun⸗ gen zuſammen. Einzelne Abteilungen kamen an der Bahn Thiaumont⸗Berencourt in die deutſchen Gräben, wurden aber durch ſofortigen Gegenſtoß wieder hinausge⸗ worfen, ebenſo wurden ſtarke engliſche Erkun⸗ dungsabteilungen, die nach Sprengung verſuchten beiderſeits der Bahn Ypern⸗Comines vorzudringen, durch das deutſche Sperrfeuer ſchnell zum Stehen gebracht. Hier gelangte nur ein kleiner Teil ſüdlich der Bahn in die deutſchen Gräben, der durch Gegenſtoß wieder geworfen, unter Zurück⸗ laſſung von Gefangenen, fliehen mußte. Bezeichnend iſt, daß die hier gefangenen unverwundeten Engländer in völliger Trunkenheit vernehmungsunfähig waren. Stegemann zur Kriegslage. Bern, 21. Febr.(WTB. Nichtamtl.) Stegemann ſchreibt im Bund zur Kriegslage u..: Die große Kälte hat unter den franzöſiſchen Kolonial⸗Truppen Opfer ge⸗ fordert, die Verſchiebungen notwendig machen. Es iſt die Vermutung nicht abzuweiſen, daß die in der Perepherie ange⸗ häuften franzöſiſchen Truppen vorübergehend auch nach dem Innern dislociert werden mußten und man wird kaum fehl gehen in der Annahme, daß neue Gruppierungen erforderlich ſind. Das Problem des engliſch⸗franzöſiſchen Durchbruches iſt einfacher oder konzentriſcher Geſtalt, mit oder ohne Flankendeckung. Es wird allmählich ſo genau abgegrenzt, daß die Deutſchen es verhältnismäßig leicht haben, die Zentralaufſtellung zu ſuchen oder offenſive Gegenmaßregeln zu treffen. Wenn es den Ruſſen nicht gelingt, Deutſchlands Kraft zu binden, verfügt die deutſche Oberſte Heeresleitung heute über größere Streitmittel als im Juil vorigen Jahres, um im Weſten zu operieren. Der bulgariſche Bericht. Sofia, 21. Jebr.(WB. Nichtamtlich.) Amtlicher Be⸗ richt des Generalſtabs. Maꝝxeooniſche Front Iwiſchen Wardar⸗ und Doiranſee lebhaftes Artilleriejener, das namentlich in der Umgegend von Matſchukowo gegen Nit⸗ iernacht ſehr lebhaft wurde, wo feindliche Infanterieabteilun⸗ gen vorzurücken verſuchten, aber durch Sperrſeuer angehalten wurden. Auf dem übrigen Teil der Front ſchwache Artillerie⸗ tätigkeit. Längs der Südabhänge der Belaſica ⸗ Planina und in der Ebene von Sereth zerſtreuien wir durch Jeuer ſeind⸗ liche Patrouillen. Ein feindliches Flugzeug warf wirkungslos Bomben auf den Bahnhof von Okſchila. Kumäniſche Front. Oeſtlich von Tulceg Artillerie ⸗ und Maſchinengewehrſener auf beiden Seiien des St. Georg⸗Armes. Schulter an Schulter. Sofia, 16. Febr.(WB. Nichtamtlich.) Die Birſhe⸗ wije Biedompſti, deren antibulgariſche Hetze bereits zu den widerlichſten Lügen greift, befaßt ſich wiederum mit dem obgedroſchenen Thema von angeblicher Unzufriedenheit und Unruhen in der bulgariſchen Armee. Zwiſchen den in Maze⸗ donien operierenden bulgariſchen und deutſchen Truppen ſoll großes Mißtrauen herrſchen und ernſte Mißhelligkeiten ſollen ausgebrochen ſein. Das rohe Betragen der an der Spitze der bulgariſchen Einheit ſtehenden deutſchen Offlziere würde unter den bulgariſchen Soldaten lebhafte Mißſtimmmung erzeugen. Viele bulgariſche Soldaten hätten ihre harmloſen Schritte gegen die fremden Kommandanten teuer bezahlen nrüſſen. Alle dieſe Meldungen ſind nichts als Lügen. Keine bul⸗ ariſche Einheit iſt bisher von einem Deuſchen befehligt wor⸗ — Unter ihrem ſiegreichen Banner geeint, iſt die bulg a⸗ riſche Armeeſtark und entſchloſſener denn je. Die Tatſache, daß die Bulgaren bereit ſind, Schulter an Schul⸗ ter mit ihren treuen Verbündeten die wirkungsloſen Verſuche ümſerer Gegner, die für die Fortſetzung des Krieges allein neraniworilich find, zum Scheitern zu bringen, bildel einen Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Der Wiener BGericht. Wien, 21. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher und Südöſtlicher Kriegsſchauplatz. Keine beſonderen Ereigniſſe. Italieniſcher Rriegsſchauplatz. Der Artilleriekampf an der küſtenländiſchen Front war nachmittags wieder recht lebhaft. Nachts warf ein feindliches Luftfahrzeug auf unſere Karſt⸗ ſtellung und auf einige Ortſchaften ohne jede Wirkung Bom⸗ ben ab. Im Judikarienabſchnitt holte unſer Maſchinengewehr⸗ feuer ein italieniſches Flugzeug öſtlich von Monte Dadria herunter. Der Führer iſt tot, der Beobachter ſchwer verletzt. Der ſiellvertretende Chef des Generalſtabs: von Höfer, Jeldmarſchalleutnant. Die deutſch⸗amerikaniſche Kriſe. Freilaſſung der amerikaniſchen Seeleute. Berlin, 21. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir er⸗ fahren, ſind die an Bord der„Harrowdale“ nach Deutſch⸗ land eingebrachten amerikaniſchen Mitglieder der Beſatzungen aufgebrachter bewaffneter feindlicher Handelsſchiffe freige⸗ laſſen worden. Obwohl nach Lage der Sache die Amerikaner als kriegsgefangen behandelt werden könnten, hat man ihre ausnahmsweiſe Freilaſſung ſchon vor längerer Zeit be⸗ ſchloſſen, da ſie bei Antritt ihrer Reiſe nicht wußten, daß ſie in Deutſchland als Beſatzung eines feindlichen bewaffneten Handelsſchiffes als kriegsgefangen behandelt werden würden. Die nach Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen mit den Vereinigten Staaten hier eingekommenen Nachrichten aus Amerika über die Beſchlagnahme deutſcher Schiffe und die In⸗ ternierung der deutſchen Beſatzungen ließen es jedoch ratſam erſcheinen, bis zu einer amtlichen amerikaniſchen Mitteilung über den wirklichen Sachverhalt die Leute nicht freizugeben. Dies iſt nunmehr geſchehen, nachdem auf amtlichem Wege die Mitteilung hierher gelangt iſt, daß die deutſchen Schiffe in Newyork nicht beſchlagnahmt und ihre Beſatzungen nicht inter⸗ niert ſind. Botſchafter Gerard. In einem Artitel über die Abreiſe des ameritaniſchen Botſchafters Gerard aus Berlin macht Graf Revent⸗ low in der„Deutſchen Tageszeitung“ folgende bemerkens⸗ werte Mitteilungen: „Wie ſchädlich das Daſein und die Tätigkeit der ameri⸗ kaniſchen Botſchaft für das deutſche Intereſſe geweſen iſt, darüber wird leider erſt ſpäterhin mit der erforderlichen Aus⸗ führlichkeit und Gründlichkeit geſprochen werden können. Die männigfachſten Anzeichen ließen dauernd darauf daß der unkontrollierte Kabelverkehr der Bot⸗ ſchaft und ferner ihr unkontrollierter Briefverkehr nach den Vereinigten Staaten gleichzeitig einen unkontrollierten Ver⸗ kehrsweg nach London, Paris uſw. bedeuteten und bedeuten ſollten. Im Laufe der Kriegsjahre hat die„Deutſche Tages⸗ zeitung“ wiederholt die Frage aufgeworfen, wie es eigentlich möglich geweſen ſein könne, daß dieſe oder jene Nachricht oder dieſer oder jener Bericht plötzlich in der engliſchen Preſſe erſchienen ſei. Wir bezweifeln nicht, daß ſolche Dinge auch von den betreffenden deutſchen Behörden als vollzogene Tat⸗ ſachen feſtgeſtellt worden ſind und gewiß ſehr häufig. Trotz⸗ dem aber blieb es dabei. Den Gipfel ſtellt vielleicht die Vor⸗ 49 7— der Gefangennahme und Hinrichtung Sir Roger aſements dar. Allem Anſcheine nach hat man das Unternehmen, welches Caſement an die iriſche Küſte fühete und ſeine Gefangennahme zur Folge hatte, in London vechtzeitig erfahren, und zwar über Waſhington. Der amerikaniſche Botſchafter zu Berlin, Mr. Gerard, und ſein Perſonal dürſten alſo von der Hauptſtadt des Deutſchen Reiches aus den edlen Iren an den Strang geliefert haben. Wieviele wertvolle Nachrichten und daueinde Unterrichtungen unſerer Feinde ſonſt denſelben Weg genommen haben, läßt 8 naturgemäß nicht feſtſtellen, und ebenſowenig, wie viele erichte amerikaniſcher Journaliſten in den geheiligten Poſt⸗ ſäcken der amerikaniſchen Botſchaft gereiſt ſind. Man kann aber zuſammenfaſſend ſagen, daß die großbrüanniſche Negie⸗ rung, Admiralität und Heeresleitung den Wegzug der ameri⸗ kaniſchen Botſchaft aus Berlin als das Verſiegen einer ebenſo ergiebigen wie wichtigen Nachrichtenquelle empfinden wird.“ Man ſollte meinen, daß über die in dem Artikel des Grafen Reventlow erwähnten mehr als ſonderbaren Dinge eine Aufklärung von amtlicher deutſcher Seite ſehr ange⸗ bracht wäre. * Ei Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus dem Haag wird berichtet: Aus Waſhington wird über London gemeldet: Im Senat ging ein Geſetz ein, das den Präſidenten ermächtigt, über die Land⸗ und Seeſtreit⸗ kräfte zu verfügen und ebenſo über jedes dem Staat oder einer Privatperſon gehörende Schiff im In⸗ oder Aus⸗ land. Damit ſoll diejenige Nachgiebigkeit erwirkt werden, die (ſeitens Deutſchlands) notwendig iſt, damit es nicht zu einer Berletzung der Verpflichtungen gegenüber den Vereinigten Staaten in völkerrechtlicher oder vertragsmäßiger Be⸗ ziehung kommt. Ein anderes Waſhingtoner Telegramm meldet: Die Unterbeamten Lanſings geben keine Auskunft darüber, ob die für Wilſon beantragte Vollmacht auch den Fall der Kriegserklärung einſchließt; aber die öffentliche Meinung ſieht die Sache ſo an. Der nueingeſchräunte U⸗Bootkrieg. Weitere Verſenkungen. Berlin, 21. Febr.(WB. Nichtamtlich.) Zwei heute zurückgerehrte U⸗Boote haben 24 Dampfer, 3 Segler und 9 Fiſcherfahrzeuge verſenkt. Unter anderen befanden ſich darunter Schiffe mit Ladungen von 9100 Ton⸗ nen Kohlen, von 3000 Tonnen Eiſenerz, von 3500 Tonnen Lehensmittel(darunter die Hälfte danon Butter und Mar⸗ garine), nun 2200 Tonnen Weizen und Heu, ein Dompfer von Zinn, von 800 Tonnen Stücgmt, von 300 Tonnen Huſeiſen Tank⸗ Ferner befand ſich unter den verſenkten Schiffen ein dampfer von 7000 Tonnen. Ein Geſchütz wurde erbeutet. Bern, 21. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die in der 55 zöſiſchen Preſſe geſtern und vorgeſtern veröffentlichten 4 liche Berichte über Schiffsverluſte herauszugeben und 9 en lichen Berichte über Schiffsverſenkungen umſaſe 36 823 Tonnen, wobei die in der Liſte aufgeführten 9560 Neufundlandſegler„Koſee“ und„Borothy“, der it 103 niſche Segler„Ala“ und der engliſche Dampfer„To ind (3504 Tonnen) in dieſe Tonnenzahlen nicht eingerechnet ſ 7 Die franzöſiſchen Behörden beabſichtigen. künftig täglich a 15 liche Berichte über Schiffsverluſte herauszugeben und alle p, vaten Meldungen zu unterdrücken. In die Tagesberichte we den anſcheinend nur Lloydsmeldungen aufgenommen. Die ſchwierige Siellung des engliſchen Landwirtſchafts Rotterdam, 21. Febr.(WB. Nichtamtlich.) Der 7 Rolterdamſche Courant“ meldet aus London unterm 20. Prö⸗ In einer Verſammlung der Landwirtſchaftskammer ſagte der heän⸗ ſident des Ackerbauamtes Prothero: Das Kriegsamt hat mehr 9 11 ner für die Armee verlangt. Ich würde erne ſtärkere Stel 1 haben, wenn ich ebenſo wie das Munitionsminiſterium die Befugch, hätte, zu beſtimmen, welche Männer unabkömmlich find. J iſen dann in der Lage ſein, dies für die einzelnen Fälle nahzuwen 6 Rotterdam, 21. Febr.(W7B. Nichtamtlich.) Daily 9 ſchreiben, daß die Stellung des Präſidenten des Acker de⸗ amtes Prothero von Tag zu Tag unhaltbarer w aſr Er habe abermals um die Ermächtigung bitten müſſen, den Aun, derungen des Kriegsamtes an die Landarbeiter Widerſt nd gegenzuſetzen. Die Rohal Agricultural Socieiy hat eine iſe ſchließung angenommen, daß Prothero dieſelben Nachtbefugn erhält, wie der Munitionsminiſter. England enideckt ſein Herz für Irland. London, 21. Februar.(WB. Nichtamtlich⸗) Morne Poſt ſchreibt in einem Leitartikel: Jetzt, wo es ſich herausſ 10 wie gefährlich es iſt, in der Lebensverſorgung von Dänemark, Schweden und anderen Neutralen abhängghh, ſein, dürfen wir hoffen, daß eine neue und verſtändigere inem tit es als ihr Ziel betrachten wird, Irland wieder zu achen großen wohlhabenden Ackerbauland zu ma Das Blatt verlangt, daß in Irland die Glasinduſtrie ih Leinweberei, für die das Land wohl geeignet ſei, eingefü würde. Hier würde das Band zu einem Großbritannien ſide Irland gefeſtigt werden und eine neue Einigkeit auf der ſo fi Grundlagen, der Intereſſengemeinſchaft, geſ werden. Eine engliſche Ausfahriserlaubnis für holländiſche Schiſe m. Köln, 22. Febr.(PrTel) Aue Amſterdam mehn die Kölniſche Zeitung: Der Niederländiſche Üeberſeetruſnn, von der britiſchen Regierung endlich erreicht, daß die ho n00 diſchen Getreideſchiffe, die bereit lagen, um mit Ballaſt a110 den Vereinigten Staaten auszufahren, unter der Bedinuel abreiſen dürfen, daß ſie Hallifax anlaufen und fürs erſte al. Hafen ſüdlich von Kap Hatteras. Die Erlaubnis gilt 5 fi gemein für die Zukunft, ſondern es muß über jeden 8 ſich entſchieden werden. Die Bemühungen der Schweiz um Erleichterung ihrer Zufoh, m. Köln, 22. Febr.(Pr.⸗Tel.) Die„Kölniſche Se ſ meldet aus Zürich: Die Schweizer Regierung beſprich fortgeſetzt mit den Vertretern Frankreichs und der mei mächte, um keine Möglichkeit, die Zufuhr nach der Scen zu erleichtern, unerörtert zu laſſen. Nächſtens wird in dpen eine ſchweizeriſch⸗italieniſche Konferenz ſtattfinden, um ef, Transport von Schweizer Waren über Italien und die nung des Hafens von Genua für dieſe Waren zu erzielen. 0 Vorſicht iſt die Meldung eines Genfer Blatte⸗ aufzikaſſcſh werde, da der Hafen von Cette überlaſtet ſei, der Durchhe dur chdas Gefahrengebiet geplant, um ſo in andere erſel⸗ zu gelangen. Es iſt nicht anzunehmen, daß ſchweizeriſch an einen ſolch fragwürdigen Verſuch gedacht wird. der Bezirkspräſident von Lothringen an die Lothringer. 5 ei; Berlin, 22. Febr. Von unſerem Berliner 5 0ch Aus wird gemeldet: Aus Anlaß ſeiner Silbernen rei zeit empfing dmer Bezirkspräſident von Lothringen, 500 herr von Gemmingen, eine große Anzahl von Gen wünſchen. In ſeiner Dankrede ſagte Freiherr von he⸗ mingen:„Vieles iſt hier geſchehen, was dem Herzegerol, Kaiſers weh getan. Was mich aber betrübt, iſt die er mit welcher ſolche Vorkommniſſe behandeig 90 en. Noch mehr betrübt es mich, wenn Lothringer ſſue⸗ durch bewegen laſſen, ſich in den Schmollwinkel zu t del Sie ſollten doch daran denken, daß ihrer Heimat da rt he⸗ Tapferkeit unſeres Heeres eine wirkliche Kriegsnot erſpar ze blieben iſt, wie ſie beiſpielsweiſe Oſtpreußen traf. Kaiſer wieder nach Metz kommt, ſollte eine Abordnung ſagen:„Wir wiſſen, daß Eurer Majſeſtät Herz ſich von l abgewendet hat, aber unſere Söhne und Brüder w mil im Felde und haben geblutet. Sie werden zurückkehren ge dem Eiſernen Kreuz, zum Zeichen, daß auch die Lothr! ihren Mann geſtanden haben. Was den Lothringern hier Ks da vorgeworfen wird, ſind Einzelerſcheinungen, die Euer die jeſtät nicht unſer Volk entgelten laſſen wollen.“ Ich kann perſönlich beſtätigen: Der Lothringer iſt nicht der, für vielfach verſchrien wird.“ Eine Eutſchließung des Bundes der Landwirt“ „ESBerlin, L2 Febr.(Jon unſ. Berl. Büro.) Die de. verſammlung des Bundes der Landwirte endete einſtimmigen Annahme folgender Entſchließung: „Das hochherzige Friedensangebot unſeres Kaiſers, ölker del beſtimmt war, den gegenſeitigen Vernichtungskampf der Bö niſch weißen Raſſe ein Ende zu machen, iſt in ſchnöder und 90 f. Weiſe von unſeren Feinden zurückgewieſen worden. Aue eeſe wort der Feinde haben wir deren klaren und nicht n u, den Willen erkannt, Deutſchland zu vernichten. Wir neeite ſerem kaiſerlichen Herrn für den Entſchluß, nunmehr alle u, des Kampfes anzuwenden, um mit der Kraft des Schwertes teichen, was mit friedfertigem Willen nicht zu erreichen D. Ende des Krieges und einen vollen Sieg unſeres Volles 60 Worte unſeres Kaiſers an Heer, Marine und Volk deich gihe, Unberbrüchlichen Willen au, daß es ein Zurück nicht mezugen Mehr noch als bisher gilt nun, wo alle Kraft auf da Wn 70 anzuſpannen iſt, die Aufgabe der Landwirtſchaft, an ihrem de⸗ alles daran zu ſetzen, um den ſchlimmſten Burdesgenſoae die gegen uns führen wollen, den Hunger, zu entwing In voller Erkenntnis des Ernſtes der Lage, aber auch in geben brochenem Hpfermut wollen hir deutſchen Landwirte Slles au was wir haben, ſchaffen, was Menſchentraft zu ſchaffen 9, und mil den! geſourten dentſchen Volke Enthehrungen 1 ſchränkungen leilen, um auch unſererſeits alle——— * Sben, Urr den Teil dei Kampies Regreich at beitaben, Eren ente ——— 3 SS S. 0 —————————————————— ————————— * ——— 2 „1. Der Vorſitzende berichtet über die Er baltlich der Sbedelt werden 0 Pennerstog, den 22. Februar 1917. Maunheimer General ⸗ Anzeiger. Mitta ys⸗Ausgabe.) Aus Stadt und Land. Mit dem eeinet 8 Unteroffizier Joh. Härtling, bei einer Se der Firma Benz& Co. * Leutnant Wilhelm Hartmann in einem Reſ. Feld⸗Art.⸗ Aet, Sohn des belannien Kaufmannshauſes unſerer Stadt, hat füngit für tapferes Verhalten in ſchwerem Ringen das Eiſerne Kreuz 1. Klaſſe erhalten. Gleichzeitig wurde er in Anerkennung ſeiner—* Verdienſte zum Regimentsadſutanten ernaant. Die —— laſſe des Kreuzes erwarb er ſich ſchon im erſten Monat des 6 Leutnant d. R. und Kompagnieführer Theophil Meyer, ewerbelehrer an der hieſigen Gewerbeſchule, wurde ebenſalls mit Eiſernen Kreuz t. Klaſſe ausgezeichnet. Drei Wachen vorher wurde ihm das Ritterkreuz 2. Klaſſe mit Schwertern dom Orden des Zähringer Löwen verliehen. perſonal-Veränderungen. Ernennungen, Betcenpe und Berſetzungen im Bereiche des 14. Armeekorys. Es wurden befördert: 3 Zum Fähnrich: Vogel, Unteroſſigier im Feldart.⸗Regt. Rx. 14, jetzt im 3. Batl. dieſes Regts. I Zu Leutnants vorläufigohne Patent: Rocholl, Fähnrich im Dragoner⸗Regt. Nr. 21; Dreßler, Fähnrich im Feldart.⸗Regt. Nr. 14. Zu Leutnants der Reſerve: Lehmann(Fohannes) Wagdeburg), Bigewachtmſtr. im Feldart.⸗Regt. Nr. é6(in den Pedeich des 15..⸗K. kommandiert), dieſes Regts.; von Roh⸗ and Fähnrich der Reſ. im Drag.⸗Regt. Nr. 21, zum Leutnant — Reſ,, dieſes Regts.; Vollrath(Freiburg), Vizeſeldw.; enz— Vigeſeldw.; Himmelheber(Karlsruhe), Uiewachtmſtr. berle(Nannheim), Vizefeldw.; Franz (Oſſenburg). Bizefeldw. im Inf.⸗Megt. Nr. 140, dieſes Regts. dum Keutnant der Landwehr 1. Aufgebots: Deber(ceong)(Heidelberg), Bigewachkmſtr. der Landlö,Feldart. u Bezirksoffizieren ernannt: Hakle, Haupt⸗ Aö beim Stabe des Inf.⸗Regts. Nr. 151, in Genehmigung ſeines Bichiedsgeſuchs mit der geſetzlichen Penſion zur Dispoſition —. und zum Bezirks⸗Offizier beim Landwehr⸗Bezirk 2 Mül⸗ ſen i. E. ernannt; Wegmann, Hauptmann und Kompagnie⸗ Führer an der Unteroffizier⸗Schule in Ettlingen, in Genehmigung Abſchiedsgeſuchs mit der geſetzlichen Penſion zur Dispoſition Pfiellt und zum Bezirks⸗Offigier beim Landwehr⸗Bezirk 1 Bochum Dericht über die 1. und 2. vollverſammlung der Handelskammer Mannheim. nom 23. Januar und 19. Februar 1917. inſame ungskundgebung des Badiſchen Handelstags, i Weetelen Berbände und der Saeee auf den Aufruf Seiner zgaieſtät des Kaiſers an das deutſche Volk und über das hierguf der Handelskammer zugegangene Antwort⸗ telegramm, die beide bereits in der Preſſe veröffentlicht wurden, — die weiteren Antworten vom Chef des Generalſtabs des Feld⸗ res, der Reichskanzlei, dem Staatsſekretär des Reichsmarine⸗ 3, dem Kriegsminiſterium und dem Kriegsamt. 2. Rechnungsſtellung und Voranſchra 9 der Wahlberechtigten⸗Verſammlung, werden am 7. M fit ben ſon hmigt. März in„genehmig 8 8. K Syndikus Dr. Blauſtein berichtet über die kündung eines Kriegsausſchuſſes der weſt⸗ Nauticen vi en Binnenſchiffahrt, der aus dem Bedürfnis nach gemeinſchaftlicher Arbeit he veyſchiedenen Kreiſe der Rhein⸗ Kaſet Main und Necarſchiffahrt entſprungen ſei und den Iweck weleige, die kriegs, und w erh gennſene ee erane ltdeuiſchen Binnenſchiffahrt durch gemeinſame Arbeit der ange⸗ wohlenen Körperſchaften zu fördern. Die Handelskammer tritt Kriegsausſchuß bei, nachdem ſie bereits in der Gründung⸗⸗ Waaben in Duisburg in den Arbeitsausſchuß gewählt n iſt. be, Lebensmittelengelegenbeiten. Herr Schrei⸗ a berichtet öber ſeine Tätigleit im Beirat des Kriegsernährungs⸗ Herr Vögtle über Fragen der Lebensmittelpreſs⸗ Rüfung, die von der Händelskammer ſchon ſeit längerer Zeit 105 Aufmerkſamkeit verſolgt wurden, Herr Dr. Ehriſtianſen die bisherige Tätigkeit der Lebensmittelverſor⸗ dungsſtelle für Schwerſtarbeiter. wäP Nach einem Bericht des Herrn Dr. Jüger uüber die Ab⸗ kündung der Waren umfatzſteuer beſchließt die Handels⸗ 69 f einſtimmig, durch einen Nachtrag zum Warenumſatzſtempel⸗ etz ſolle möglichſt öald feſtgeſtelt werden, daß die Lieferanten ihren nehmern den Warsſumfatzſtempel nicht in Rechnung ſtellen dürfen. 6, Ueber die Kohlenverſorgungsfrage— Berichterſtatter par, Direktor Dr. Hans Clemm— ſindet eine eingehende Aus⸗ Aurabe ſtatt, in der ſowohl die Urfachen, die Mafnahmen der Regie⸗ ng, wie auch zukünftig zu ergreifende Maßregeln beſprochen wur⸗ den darüber ſoll in einer Intereſſenbeſprechung demnächſt eingehend Bekenntniſſe zur Heldenehrung. hai Zu dem von der„Arbeitsgemeinſchaft für Deuiſchlands Helden⸗ 0 ne(Wannſce) ſeit 1914 geſtalteten und verbreileten Gedanken Willh Lange:„Jedem Gefallenen in ſeiner Heimat eine 3* Heldenhaine!“ haben nun Männer geſprochen, zu denen Ur Vaterland mit beſonderer Dankbarkeit aufblickt; ſie bekunden volles Einverſtändnis, indem ſie ſchreiben: Großes Hauptquartier, den 8. Februar 1917. ſie Unſere brabſten Soldaten kehren nichk in die Heimat zurück; dei aben ihren Treuſchwur mit dem Tode beſiegelt und ruhen in indegland. berb Dabeim ihnen ein Denkmal in Heldenhainen zu ſetzen, iſt ein ienſtliches Werk der Dankbarkeit und treuen Gedenkens. ögen dieſe deutſchen Eichen ein Wahrzeichen werden für das attee und, die kommenden Geſchlechter, ſtets der Männer ſich zu Regenern, deren Herzblut Deutſchlands Durchyalten und Sieg ſeſt n eine Welt in Waffen verbürgte. Der deutſche Baum, knorrig nen„Wurzel entwachſend, ſei ein Sinnbild der Kraft des Einzel⸗ ihre Vereinigung ein Abbild der Sammlung zu gleichem Ziel. die Nach Menſchenaltern noch künde das Rauſchen der Heldenhaine Lief erinnerung an die Zeit, in der das Vaterland all ſeine Söhne cah und von jedem forderte, ſein Veſtes willig zum Wohle des die zen zu geben. Kinder und Kindeskinder ſollen in den Hainen wenKraft finden, nachzufühlen, nachzueifern und bereit zu ſein, wieder das Vaterland ruft zu neuem Waffengange. Das iſt ſchönſte Dank an diejenigen, die durch ihr Sterben für Kaiſer unf eich den Boden ſchafften zu freier, ſtolzer Weiterentwickelung eres geliebten, deutſchen Vaterlandes! walte Gott! von Hindenburg. * MWietenintferiunt Perlin W. 86, den 6. Jauuar 1017. ich 80 Arbeitsgemeinſchaft für Deutſchlands Heldenhaine ſage Rügen eberſendung der Schrift„Deutſche Heldenhaine“ mit Nach⸗ nach de über die neueſten Maßnahmen der Regierung, welche das Oeffnen der Läden erſt um 10 Uhr geſtatten. Sie wurden ohne vorherige Aus⸗ —— dem Kleinhandel über ſeine Zweckmäßigkeit erlaſſen und haben ihn, Gleichzeitig trifft dieſe Maßregel auch dieſenigen Kreiſe der Käufer⸗ ſchaft, insbeſondere Handwerker und Gewerbetreibende, die frühmor⸗ gens Einkäufe für ihren Betrieb zu machen gezwungen ſind und ge⸗ gebenenſalls ſomit zwei Arbeitsſtunden verlieren. * Verſegt wurde Eiſenbahnſekretär Friebrich Götz in Gerns. bach nach Säckingen. * Verkehrsnotiz. Zum 20. Fehrnar wurde auf den Linien des beſetzten weſtlichen Gebiets ein neuer Fahrplan aus⸗ gegeben. Die ſeit etwa 14 Tagen angeordneten Einſchränkungen im Schnellzugverkehr bleiben in der Hauptſache unverändert beſtehen. An Verbeſſerungen im Fahrplan ſind hervorzuheben: Das bisher zwiſchen Lille und Köln verkehrende Schnellzugpaar 5 413/414 verkehrt ab 20. Februar zwiſchen Camhrai und Köln(5 413 Cambrai ab 6,18, Brüſſel⸗N. an 10,53, ab 11,08, Köln an 5,55 Uhr; D 414 Köln ab 10,05, Brüſſel N. an 4,36, ab 4,51, Cambrai an 8,.52 abends). Die zwiſchen Köln und Möziéres—Charleville verkehrenden Nachtſchnellzüge D 284, D 253 werden nach und von Laon durchgeführt. Zwiſchen Cambrai und Süddeutſchland(Stuttgart und München) iſt durch Zu⸗ lammenſchluß der Züge D 711/59 und b 50/12 in Namur(Cambrai ab 6,16 abends, Namur an 11,15 abends, ab 11,39 abends, Stuttgart an 4,50, München an 10,22 abends; ab 19,20, Stuttgart ab 4,50, Namur an 5,40 nachts, ab 5,34 nachts, Cambrai an 10,25) eine gute Schnellzug⸗ verbindung hergeſtellt. 9 Gerichtsſchreibergehilſenyrüſung 1917. Auf Grund der im Monat Februar d. J. abgelegien Gerichtsſchreibergehilſenprüſung(Aſſiſtenten⸗ prüfung) ſind die nachſtehend genannten Anwärter für beſtanden er⸗ klärt worden: Richard Dahme aus Stettin, Guſtay Friebolin aus Säckingen, Karl Haag aus Boxberg, Friedrich Hafner aus Konſtanz, Eugen Heitz aus Freiburg, Wilhelm Kirchbörſer aus Sake +* 8 27 aus Robert Schreck aus Karls⸗ „Erwin hweinſurth aus Richen, Johan Zell⸗Weierbach. en ieen * Handels⸗Hochſchule. Die heutige Vorleſung des Herrn Dr. Moede über Reklame, ſowie die pſuchologiſche Einführungs⸗ übung am Samstag nachmittag müſſen ausfallen, da Herr Dr. Moede aus dienſtlichen Gründen verhindert iſt, die Vorleſungen abzuhalten. * Die Generalverſammlung der Mannheimer Parkgeſellſchaft fand geſtern Vormittag im SSe der Rbeiniſchen Credit⸗ bank unter Vorſitz des Herrn Direltor Richard Sauerbeck ſtatt. Die Bilanz für das Geſchäftsſahr 1916 wurde genehmigt und der ſich laut derſelben ergebende kleine Ueberſchuß von Mk. 286.04 auf neue Rechnung des Gewinn⸗ und Verluſt Contos vorgetragen. Der Bericht erwähnt, daß der den Umſtänden nach als befriedigend an⸗ ieN Abſchluß der wachſenden Gunſt des Publikums zuzu⸗ chreiben iſt, der in der Zunahme der Conti Jahreskarten um ea. Mk. 2350.— und Tageskarten um ea. Mk. 3800.— zum Ausdruck kommt. Freilich zwangen die Zeitverhäliniſſe auch zu Erhöhung der Ausgaben, ſo bei Arbeitslöhnen, Angeſtellten, Muſik nud Kriegsbeihilfe. Die turnusgemäß ausſcheidenden Mitglieder des Aufſichtsrates, die Herren Dir. Boeker, ſtädter, einſtimmig wiedergewählt. Zuckerverbrauch am jübiſchen Oſterfeſt 1917. Wir machen die israelitiſchen Gemeindemitglieder auf die im Anzei entell e. findliche Bekanntmachung des Synagagenrats aufmerkfäm „„Jur Holzteuerung. Eine ſchöne Tat vollbrachte neulich der baheriſche Baron Perfall. Er beſitzt ſchöne Waldungen und ſchlägt alljährlich viel Holz. Er iſt reich, und die Leute, welche ihm Ster und Wellen abkaufen, müſſen in beſcheidenen Verhält⸗ niſſen leben. So wollte er nicht, daß ihnen in dieſer Zeit der Teuerung auch noch das Brennmaferial koſtſpielig wird. Er ſetzte ſich mit umliegenden Gemeinden ins Benehmen und verein⸗ karte mit ihnen die Holgpreiſe in Klaſſen abgeſtuft, nicht zu niedrig für den Darbieter, nicht zu hoch für den Abnehmer: ohne jede Verſteigerungsaufregung, ohne den bangen Gedanken der Bezahlung einer unnatürlich hinaufgetriebenen Ware. Könnte etwas ähnliches nicht auch bei uns geſchehen, wo man ſo yiele mit roten Köpfen von den Saen e heimkommen ſieht, weil ſo manche ſich nicht ſcheuen, übermäßige Preiſe zu bieten, ein gewiſſes„Hamſtern im Walde“ ſich erlauben, wie wenn ein Mangel an deutſchen Tannen, Buchen oder Eichen rorhanden wäre, und den minderbemittelten Kreiſen für ihre warmen Stuben und jochenden Küchen ſo unendlich viel aufzuraten geben? Freilich, in der Freiheit des Wirtſchaftslebens gedeiht eben ſolten das Schöne und Gute. Ein Zwang von oben muß ausgeübt werden. Der deutſche Wald will haben, daß wir uns über ihn freuen und nicht über ihn ärgerlich werden. Seine am Wege ſi enden Helz⸗ maſſen werden laut und bitten uns nur um— Höchſtpreiſe im heſten Sinne des Wortes! Unerkört iſt es doch, wenn bei den ſtädt. Holzverſteigerungen in Lörrach und Lahr für beſſere Holz⸗ ſorten 24—30 Mark pro Ster bezahlt werden, und zwar ſeitens Heerestieferanten, ſchreibt das Schopfheimer„Markgräfler Tabl.“ 2Schneller Tod. Diensiag abend erlitt eine Frau aus Maunheim namens Eliſe Zoeller im Abort des Heidelberger Verkehrsamts einen Schlaganfall. Sie wurde durch die Sanitätskolonne ins Akadem. Krankenhaus überführt, wo ſie ſpäter ſtarb. vergnũgungen. “ Maunheimer Künſtlerthegter„Apollo“. Auf die Samstag und Sonntag ſtattſindenden Barietévorſtellungen ſei hiermit ermäßigten Preiſen ſtatt. ſein, ſoll. meinen herzlichen Dank. Man ſollte ſolche Fragen nicht in Geldwerte behandeln. Etwas Höheres liegt zu Grunde muß gepflegt werden. nochmals hingewieſen. Die Sonntag⸗Nachmittagsvorſtellung findet zu 7. Herr Rothſchild beſchwert ſich im Namen des Kleinhanbels obne die Kohtennot lindern zu können, ſchwer geſchädigt. Stadtrat Darm⸗ Dir. Pallenberg und Dir. Sauerheck, wurden ſeine Turn 3. Seite. Nr. 80. Im Sreitag, den 23. Februar gelten folgende Marken: Brot: Für 750 Gramm die Marke 1 der neuen Brotkarte. Kartoffein: Zum Einkauf: Mr je 4 Pfund die vom Händler geſtempelten Abſchnitte der Marte 16, ettel, der Zuſatzmarke 10 und die Wechſe eſtellung: Die Beſtellabſchnitte der 17, „Zuſatzmarke 11 und die Wechſelmarken. Die Beſtellfriſt wird guch diesmal bis Donnerstag Abend ausgedehnt. Ber ſie verſäumt, geht ſeines Anſpruchs auf Kartoffeln für die nächſte Woche verluſtig. Den Händlern werden die Marken zur 8 in der neuen Woche nicht mehr abgenommen. Kohlrüben; Für 7 Pfund die Allgemeine Lebensmittelmarke P 1. Butter: Für ein achtel Pfund die Buttermarke 48 in den Verkaufs⸗ ſtellen—500 auf Kundenliſte. Fett: Für ein achtel Pfund die Fettmarke 24 in den Verkaufs⸗ ſtellen—900 auf Kundenliſte. Eier: Für ein Ei die Giermarke 11 in den Verkaufsſtellen—20 auf Kundenliſte. Milch: Fur Vollmilch die Tagesmilchmarken; für Mager⸗ milch die Magermilchmarken 17—19. 5 Für dieſe Woche 0 Gramm. cker; Für je 250 Gramm die Zuckermarken 28 und 29 in den Kolonialwaren⸗Verkaufsſtellen—744 auf Kundenliſte. Teigwaren: Für 125 Gramm die Marke O 3. 5 Graupen: Für 250 Gramm die Marke O 4. Haferflocken: Für 150 Gramm die Allgemeine Lebensmittelmarke B 2 in den Kolonialwaren⸗Verkaufsſtellen 1500 auf Kundenliſte. Hafermehl: Für 1 Pfund die„Lebensmittelmarke für Kinber“ Nr. 4 in den Kolonialwaren⸗Verkaufsſtellen—500 auf Kundenliſte. Süßſtoff: Für jede Haushaltung 2 Brieſchen gegen die Haushal⸗ tungsmarke 10 der Ausweiskarte. Seife: Fur 50 Gramm Zeinſeiſe(Toilette⸗ u. K..⸗Seife) und 250 Gramm Seifenpulder die Februar⸗Marken der Seiſenkarte Für ein Pfund die„Lebensmittelmarke für Kinder“ Nr. 2 Für 125 Gramm die Marke 01. Kondenſierte Milch: Nar jede Haushaltung eine Doſe auf Kunden⸗ liſte in den Verkauſsſtellen für Butter und Eier Nr.—714 gegen die Haushaltungsmarke 7 der Ausweiskarte. Gilt ſchon ab Samstag) Doſen⸗Käſe: Für jede Haushaltung eine Doſe auf Kundenliſte in den Verkaufsſtellen für Kolonialwaren Nr.—744 geren die Haushaltungsmarke 8 der Ausweiskarte. Außerdem für die Haushaltungen mit 5 und mehr Mitgliedern eine Doſe gegen die Haushaltungsmarke 9 der Ausweiskarte. * Mit Kartoffeln hpackan wirtſchaften! Zur Milchverſorgung. Die unbeſtändige Witterung dieſer Tage iſt der Grund, daß zur Zeit verſchiedene Milchſendungen angeſäuert hierher kommen. Im beſonderen leidet die Magermilch unter der Witterung und wird des öfteren ſauer verkauft werden müſſen oder zur Ver⸗ teilung nicht ausreichen. Skädtiſches Lebensmittelamt. * Es iſt vaterländiſche Pflicht jeder Hausfrau, alle irgend enthehr⸗ lichen getragenen Kleidungs, Wäſche⸗Stücke, Schuhwaren und Uniſormen möglichſt loſort entg Atlich oder unentgeltlich abzuliefern. An⸗ nahmezeiten—12 und—6 Uhr. Städt. Bekleidungsſtelle F 3, 566. Nus Eudwigshaſen. Das pfälziſche Turuweſen während des Krleges. Trotzdem der Krieg die meiſten und beſten Turner den pfälziſchen Turnvereinen em⸗ ſührt hal, herrſcht in einer Reihe von Vereinen noch rege Tätigzeit und der alte Turngeiſt. Beſonders die Bereine der größeren Sädte der Pfalz halten ihren Betricb aufrecht, während in vielen müllexen und kleinen Bereinen das Turnen röllig eingeſtellt werden mußee⸗ Recht rege iſt die Tätigkeit im Turn⸗ und Fechtklub dud wigeshaſen, deſſen ſchöner Turn⸗ und Spielplatz im Juitpolshafen von Turnern, Turnerinnen und Zöglingen immer bevöllert iſt. Der Turnnerein udwigshaſen 1931 konnte bereits ſein 2. Kriegsſchauturnen mit großem Erfolg abhalten. Die gleiche Veran⸗ ſtaltung beging vor kurzem die Turngef ellſchaft Fran ken⸗ thal. Auch die Tuzngeſellſchafi Ludwi shafen, die ein eigenes Bereinsblatt herausgibt, iſt ree an der Arbeit. Der Tur⸗ Jahn“ in Oggersheim konnte auf ein 80 lähriges eſtehen zurückblicken, das ein zwiſchen ſechs Bruderrereinen und durch einen Baterländiſchen Abend gefeiert wurde, Im Speyexrer Turngan, im Turnverein Fran⸗ lenthal, in der Kaiſerslauterer Turnerſchafß uſwh,, üherall wird der Betrieb mit den vorhandenen Turnfreunden aufrecht erhalten. In Iweibrücken turnt der T. B. 1831 in der Turn⸗ halle der ſtädt. Mädchenſchule, da er ſeine eigene Halle perkauft hat, den Männerturnverein hat ſeinen Betrieb elngeſtellt, nachdem halle militäriſchen Zwecken beſtimmt war. In verſchiedenen Gegenden unſeres Vaterlandes ragen ein⸗ zelne Bäume einſam aus der Umgebung hervor. Ihr Urſprung und Alter iſt ſagenhaft umwoben Mögen ſie die Verſammlungs⸗ plätze unſerer Vorfahren beſchattet hahen oder zur Erinnerung an beſondere Ereigniſſe gepflanzt ſein, oder auch das einſame Grab eines Helden bezeichnen, immer werden ſie einen Schauer der Ehr⸗ furcht erregen als Zeugen eines beſonderen Geſchehens aus alter Zeit, an denen viele Jahre des Lebens unſeres Volkes vorübergezo⸗ gen ſind, Wenn wir heute unſeren gefallenen Helden zum Gedächtnis Haine pflanzen, ſo ſollen ſie ein lebendiges Zeugnis geben von dem größten Kampfe um Deutſchlands Beſtand und Zukunft und von der Volkstreue unſerer Toten. Mag auch ſie einſt die Sage um⸗ ſpinnen und die längſt vergangene ſchwere Zeit verklären, ſo ſollen ſie doch den Nachfahrenden das große Ereignis dauernd im Ve⸗ wußtſein erhalten. Vielleicht lauſcht ein Dichter oder das dichtende Volk dem Rauſchen ihrer Wiyfel und dem Geſang der gefiederten Sänger, die in ihnen wieder eine Heimſtätte gefunden haben. Dann mögen neue Lieder erklingen, die das Gedächtnis und die Taten unſerer Gefallenen lebendig erhakten, ſolange unſer deut⸗ ſches Volk beſteht. So denke ich mir den Sinn der Heldenhaine und ich begrüße ſie als Wiederaufnahme eines geheiligten uralten Brauchs un⸗ ſeres Volkes. v. Stein, * Kriegsminiſterium. Kriegsamt. Berlin W. 9, den 7. Dezember 1016. Ich begrüße die Beſtrebungen der Arbeitsgemeinſchaft, durch Errichtung von Heldenhainen die Dankbarkeit für die auf dem Felde der Ehre Gefallenen wach zu erhalten, aufs wärmſie. Solche Crinnerungsſtätten werden das Volk ermahnen, an der unter dem Drange der Not neuerſtandenen Einigkeit aller Volksſchichten untereinander feſtzuhalten, wenn anders nicht das Leben von hunderttauſenden von. Deutſchlands Söhnen. umſonſt Keopfert Groener, kleinen „Deutſche Kleinſtädter“ unter der Leitung von ter neu einſtudiert zur Aufführung. —— Runſt und Wiſſenſchaſt. Frau Kammervirtupſin Pedwig Marx⸗Kirſch wirkte am Montag im fünften Kammermuſikabend der Wend⸗ ling⸗Quartettvereinigung in Stuttgart mit. Das Haus war am Montag ausverkauft, ſodaß das Konzert am Diegasiag wiederholt werden mußte. —— Rus dem Mannheimer Kunſtleben. Theaternachricht. Am kommenden Samstag, den 24. Februar, erſcheint neu in⸗ Ceniert Hebbelt„Judith“ im Spielplan des Schauſpiels. Dig Dekorationen ſind nach Entwürfen von Ludwig Sievert in den Werkſtätten des Hofthegters hergeſiellt. Die Hauptrollen ſpielen Thila Hummel und. Franz Everth. Die Geſamtinſzenierung leitet Richard Weichert. Die Vorſtellung beginnt um 7 Uhr. Sonntag, nachmitiag findet bei aufgehohenem Abonnement zu Preizn eine Aufführung der„Fledermaus“ ſtatt. Die Vorſtellung beginnt um 2 Uhr. Sonntag abend 616 Uhr wird der„Roſenkavalier“ im Abounement gegeben. Das Theater iſt für die Vorſtellungen genügend geheigt. Im Neuen Theater kommen am Sonntag 7½ Uhr Rei⸗ —— düchertiſch. „Der Kaiſer im Jelde“, Von Dr. Bogdan Krieger. 20 Seiten Text und 80 Bolbülder nebh einem Titelbild in Tieſdruc. den. Soldatenausgabe.50 Maxk. Liebhaberausgabe.0 Mark. lag Kamerabdſchaft.W0. m. b. H. Kaiſer⸗Wilhelm⸗Daul Buchha Berlin W. 85, Flottwellſtraße 3. Das Buch gibt, aus zuver Quellen ſchöpfend, ein umfaſſendes Bild von der Tätigkeit des Katſere im Felde während der beiden erſten Kriegsſabre. Faßbender, Elnſache medieo⸗mechauiſche 137 3 Iung ſür Lazaretie, Krankenhänſer und Landpraxis, ei 75 52 Sa9 Schriſtchen ſall dazu dienen, zu zeigen, mit welch ein* teln medico⸗mechaniſche Appargte, ſoweit ſie für ein Reſern Lazaxort dringendes Bedürfnie ſind, ohne erhebliche Koſten hergeſtellt werden (WTB.) Generalleutnant, Chef des Kriegsamts⸗ können. —— 4 1 4 165 14 90 10 4 - 11 9 4 9 113— 4 N K 10 U1 805 eüun Nr. 89. J. Seite. Mannheimer Geveral⸗Anzeiger.(Mit'tags⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 22. Februar 1917. Ein Möbelwagen, einer Freiburger Firma gehörend, iſt 1 Genehmigung der Reichsſtelle für Gemüſe und Obſt, Ver⸗ Dienstag abend in der Jahnſtraße total abgebrannt. waltungsabteilung, vorgeſehen. Letzte Meldungen. Spielende Kinder, die ein Feuerchen dorten gemacht hatten, haben den Brand verurſacht. Nachtrag zum lokalen Teil. * Leichter Froſt hat ſich in der verfloſſenen Nacht wieder Singeſtellt. In den Straßen waren heute morgen nach die naſſen Stellen, die das geſtrige Regenwetter zurückgelaſſen hatte, gefroren. Die Raſenplätze ſchimmerten weiß. Die Kälte hatte ſie mit leichtem Reif überzogen. Am Rhein wurden heute morgen 08 Grad C. unter Null feſtgeſtellt.— Wie uns aus Bingen gemeldet wird, iſt die Nahe immer noch mit einer Eisdecke verſehen. Es ſcheint noch keine Ausſicht zu ſein, daß das Eis losgeht. Die Eisdecke iſt ſehr dick, ſonſt wäre ſie ſchon abgetrieben. Zu einem Teil ſteht auf dem Eis Waſſer von den letzten Regengüſſen, im übrigen zeigt ſich die Decke noch feſt.— Aus St. Goarshauſen wird uns berichtet, daß das Brückenſchiff der Niederländiſchen Dampf⸗ ſchiffahrts⸗Geſellſchaft geſunken iſt. Schwere abtreibende Eis⸗ ſchollen, die dagegen ſchlugen, haben das Sinken bewirkt. Nit Sen Arbeiten zur Hebung wurde begonnen.— Im kanali⸗ fierten Main wird vorausſichtlich morgen mit dem Wieder⸗ aufrichten der Wehre begonnen. Die Pioniere ſind noch dabei, das Eis in den einzelnen Schleuſen und Schleuſenkanälen zu ſprengen, Das teilweiſe eine Dicke von 50—70 Ztm. hat.— Niederrheiniſchen Rachrichten zufolge ſteigt infolge der Eisſtauung, die ſich auf dem Rhein unterhalb Emmerich bis tief in das holländiſche Gebiet hinein gebildet hat, das Waſſer in gefahrdrohender Weiſe, ſodaß die Regierung Schutzmaßnahmen angeordnet hat. Polizeibericht Unfälle. Eine 22 Jahre alte ledige Apothekergehilſin von hier verletzte ſich am R7. ds. Mts., abends in ihrer Wohnung in J1 an der Unken Hand. Da ſich die Wunde verſchlimmerte, mußte ſie am 20. ds. Mts. ins Allgemeine Krankenhaus aufgenommen werden.— Am 20. ds. Mts., abends 7% Uhr, ſprang eine 22 Jahre alte ledige Kontoriſtin von hier vor dem Fauptbahnhofe von einem in der Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen ab. Hierbei wurde ſie von dem Anhängewagen er⸗ faßt, zu Boden geworfen und erlitt dabei einen linksſeitigen Knöchel⸗ bruch. Mit einer Droſchke mußte ſie ins Allgemeine Krankenhaus überführt werden.— Am gleichen Tage vormittags kam ein 3² Jahre alter verheirateter Schloſſer von hier in einem Fabrikbetriehe auf Waldhof beim Andrehen eines Flugzeugmotors dem Propeller zu nahe und erhielt von dieſem einen Schlag an den Kopf. Er trug eine er 2 hebliche Verletzung davon und mußte mit dem Betriebs⸗ krankenwagen ins Allgemeine Krankenhaus überführt werden.— In einem Fabrikbetriebe im Jnduſtriehafen gerieat am 19. ds. Mts., vor⸗ mittags ein 20 Fahre alter lediger Maſchiniſt von hier mit der linken Hand in das Jahngetriebe einer Bohrmaſchine. Es wurde ihm der Zeigefinger vollſtündig abgeriſſen und der Mittelfinger gequetſcht. Der Verletzte wurde in einem Privatautomobil ins Allgemeine Kran⸗ kenhaus verbracht.— Auf der Rhenaniaſtraße in der Nähe der Süd⸗ deutſchen Kabelwerke in Neckarau wollten am 19. ds. Mts., nachmittags ein 6 Jahre alter Knabe und ſeine 3 Fahre alte Schweſter vor einem elektriſchen Straßenbahnwagen über die Straße ſpringen. Während es dem Knaben gelang, hinüverzukommen, wurde das Mädchen von dem Wagen erfaßt und zur Seite geſchleudert, wobei es einen links⸗ ſeitigen Oberſchenkelbruch und Hautabſchürfungen im Geſicht davontrug. Es wurde von ſeinem Vater ins Allgemeine Krankenhaus verbracht. Gerichtszeitung. Zweibrücken, 2. Febr. Am 29. vor. Mts. erſchien das militäriſche Nachſchaukommando der Garniſon Zweibrücken bei dem Ackerer Heinrich Fenrich in Stambach, um die Erhebung der Kar⸗ toffelbeſtände vorzunehmen. Im Hauſe des Genannten waren etwa 200 Zentner Kartoffeln, davon rund 170 Zentner Saatkartoffeln. Die Fragen nach weiteren Vorräten verneinte der Mann. In Wirklichkeit hatte er jedoch noch rund 600 Zentner Kartoffeln zu Brenn⸗ und Saatzwecten in auswärtigen Kellern liegen. Fenrich, der wegen Zuwiderhandlung gegen die Kriegegeſetze bereits dreimal vorbeſtraft lſt, hatte ſich geſtern wegen jener Verheimlichung der Vorräte vor den ſtandrechtlichen Gericht zu verantworten, wo der Vertreter der Anklage 1200 Mark Gelbdſtrafe beantragte, der Verteidiger dagegen Freiſpruch befürwortete, da jene behördlicherſeits angeordneteĩeſtands⸗ aufnahme ſich hauptſächlich auf Speiſekartoffeln beziehe. Das Urteil lautete auf 150 Rark Geldſtrafe. Köln, A. Febr. Vom Außerordentlichen Kriegs⸗ gericht für den Bereich der Feſtung Köln wurden geſtern der am 22. Jannar 1887 zu Eſſen⸗Borbeck geborene Fräſer und Kellner Franz Hahn und der am 11. Mai 1893 zu Lank bei Krefeld geborene Fräſer und nachmalige Kontrolleur Peter Kaefer wegen Rau bmordes Zum Tode verurteilt, weil ſie am Abend des 19. Dezembers 1916 zu Köln⸗Deutz den Kaufmann Johannn Haferkamp aus Eſſen⸗ Borbeck und deſſen 12jährigen Sohn gemeinſchaftlich ermordet und be⸗ Taubt hatten. Der Angeklagte Hahn legte in der Verhandlung ein um⸗ ſaſſendes Geſtändnis ab, wie er angab, aus religisſen Gründen und ſeines Gewiſſens wegen, während der Angeklagte Kaefer bis zum letz⸗ en Angenblick der Berhandlung die Tat beſtritt. Nach Beendigung des Prozeſſes hat, wie die„Kölniſche Zeitung“ hört, im Gerichtsgefäng⸗ nis auch der Verurteilte Kaeſer dem Gefängnisdirektor ſowie dem Kriminalkommiſſar Merbeck gegenüber ein volles Geſtändnis abgelegt. Kommunales. Borbildliches aus der küdtebaulichen Geſetzgehuug der Stadt 1 beſpricht Dr. Ing. Martin Wagner, Berlin⸗Hruuewald, in r. 19/1917 des„Techniſchen Gemeindeblattes“, wobei er zunächſt eine Ueberſicht über die Züricher Stadtverfaſſung gibt, die zeigt, in wie kohem Maße die Bürgerſchaft am Gemeinwohle mitzuarbeiten berufen R. Der 8§ 4 des der Volksabſtimmung noch nicht unterbreiteten Eniwurſes zu einem neuen Baugeſetz ſür den Kanton Zürich vom 20. Nonember 1018 enthält Behimmungen gegen die Berunſtaltung von Ortſchaſten uſw., die auch die Zwangsenteignung vorſehen. Die Ge⸗ meinden ſind ſerner verpflichtet, tögeſtaltungspläne aufzuſtellen und können ſich, wo dies zweckmäßig erſcheint, mehrere politiſche Ge⸗ meinden für die Auſſtellung und Durchführung ſolcher Pläne zu einem Berbande vereinigen. Hierbei können die Gemeinden den Boden⸗ wert für das Gebiet, das zur Durchführung der Straßen und zur Herſtellung öffentlicher Plätze und Anlagen notwendig wird, im Scha⸗ Bungsverfahren feſtſtellen laſſen und dieſen Preis bei ſpäteren Ent⸗ eignungen maßgebend ſein laſſen. Die Gemeinden können verlangen, daß ihnen bis 5— der Fläche des Quartlerplangebietes für öffent⸗ liche Anlagen und Spielplätze unentgeltlich abgetreten werden. Der Regierungsrat kann den Gemeinden das Enteignungsrecht zum Zwecke des Exwerbs von Baugelände erteilen; er muß es erteilen, wenn das Gelände für die kommunale Wohnungsfürſorge oder an gemeinnützige Bangeſellſchaften uſw. in Eigentum oder Erbpacht abgegeben werden ſoll. An Straßenbaukoſten dürſen von den Anliegern nie mehr als die tatſächlich aufgewendeten Koſten erhoben werden. Die Gemeinden ſind berechtigt, ihr Entwäſſerungsnetz an das einer benachbarten Ge⸗ meinde anzuſchließen und haben hierfür nur der letzteren die etwa dadurch entſtandenen Baukoſten zu erſetzen. Grundſtücke dürfen in der ofſenen Baumeiſe nur bis zu, in der geſchloſſenen bis über⸗ haut werden, wobei Zwiſchenſtufen zuläſſig ſind. Weitere Vorſchriſten Baudeln von der Feſtſetzung von Innenfluchtlinien und der ſoviel muſtrittene Frage der zuſammenhängenden Innengärten. Dies der weſentliche halt der von Wagner wiedergegebenen mungen. R. Me Voläsernührunn. Zum Abſchluß von Anbau⸗ und Lieferungsverträgen teilt die Reichsſtelle für Gemüſe und Obſt fol⸗ gendes mit: Kommunalverwaltungen und Großverbraucher, welche die von der Reichsſtelle für Gemüle und Obſt herausgegebenen devorrechtigten Anbau⸗ und Lieferungsvertrüge für die Reichsſtelle oder für deh abſchließen wollen, werden dar⸗ auf dufmertſam gemacht, ihnen von den zur Deckung der M von dem Anbauer an die Reichsſtelle Arb, Gemüſe und Oyſt, Geſchäftsadteilung, zu gahlenden 5 Pro des Rechnungsbetrages 23 Prozent zur Deckung ihrer Koſten ver⸗ n. Die der Reichsſtelle für Gemüſe und Obſt, Geſchäfts⸗ abteilung, verbleibenden 2) Prozent des De⸗ der Berteilungs⸗ und Konttrollkoſten a Schoffung eines Ausgleichsſonde mit Frieden wilftäsifche Riederlage beizubringen Es wird ferner darauf hingewieſen, daß die Beauftrag⸗ ten der Kommunalverwaltungen und Großverbraucher zum Abſchluſſe der bevorrechtigten Anbau⸗ und mit Ausweiskarten der Reichsſtelle für Gemüſe und Obſt, Verwaltungsabteilung, verſehen ſein müſſen und ſtets nur für beſtimmte Kreiſe oder Bezirke zugelaſſen werden und daß es daher empfehlenswert iſt, mit den Anträgen auf Ausſtellung der Ausweiskarten außer Namen und Wohnort des Beauf⸗ tragten zugleich diejenigenKreiſe oder Bezirke zu bezeichnen, in denen Anbau⸗ und Lieferungsverträge getätigt werden ſollen. Der wahre Charakter Englands. Auffaſſung eines Spaniers. Spaniens Stellung zu England und den Charakter Eng⸗ lands erörtert Salaverria im Madrider„ABC“ vom 16. Januar(in Ausführungen, die das beſondere Mißfallen des engliſchen Botſchafters in Madrid erregt haben). Salaverria ſchreibt: Eine unparteiiſche Unterſuchung der gegenwärtigen Lage zur See ergibt, daß die Engländer die offiziellen, die Deutſchen die tatſächlichen Herren des Meeres ſin d. Ein neutraler Staat, der ſeine Intereſſen zu ſchützen wünſcht, muß den Sinn der wahren Realität zu ermitteln und ſeine Stellung in dem Konflikt zu beſtimmen ſuchen. Bei ruhiger Betrachtung der Lage ſehen wir ſofort, daß Spanien oder wenigſtens die romanoniſtiſche Regierung ſeit langem ſich auf die Seite der offiziellen Herren geſtellt hat. In Kriegszeiten bleiben die der Kriegshekatombe nahen Na⸗ tionen niemals völlig unberührt, ſondern ſind Preſſionen, Drohungen, oder wie immer man dieſe Art diplomatiſchen Zwanges nennen will, ausgeſetzt. Spanien hat bis zu einem gewiſſen Zeitpunkt eine relative Neutralität aufrecht erhalten können; neuerdings hat es ſich aber in ſehr merklicher Weiſe zu England geneigt. England befiehlt und wir werden nicht ſo bald erfahren, durch welche Drohungen unſere Regierung zu dieſem Reſultat gelangt iſt. Man darf nicht überſehen, daß Spanien eine ſehr ſchwie⸗ rige Stellung in Europa einnimmt, vielleicht die ſchwierigſte unter allen Nationen.(Folgt eine kurze Schilderung der Lage Hollands, Skandinaviens und der Schweiz.) Aber Spanien iſt weit und ſteht iſoliert inmitten der Verbandsmächte und ſtets vor dem Geſpenſt der engliſchen Flotten. Seine Lage iſt ſehr kritiſch, denn wenn es ſich dem Drucke der Verbands⸗ mächte widerſetzen wollte, würde es in eine tragiſche, verzwei⸗ felte Situation geraten.... und zurzeit ſcheint es nicht, daß wir über tragiſche oder heroiſche Regierende verfügen. Nachdem einige Seekabel geriſſen ſind, gehen die Tele⸗ gramme aus Saloniki, Aegypten, Malta und ſogar Marſeille über Gibraltar und Madrid nach Bilbao und von dort nach England. Nahezu unſere geſamte Handelsflotte ſteht im Dienſte Englands. Faſt alle unſere Reeder begünſtigen und unterſtützen in ihren tendenziöſen Kampagnen die Engländer. Die„ſchwarzen Liſten“, die von vielen Ländern abgelehnt wurden, erhielten in Spanien offizielle Sanktion. Die letzten Noten unſerer Regierung waren, wie man deutlich geſehen hat, von den Engländern inſpiriert, empfohlen und vielleicht gar diktiert. Es„riecht nach England“ in unſerem Lande. Und es iſt nicht ſchwer, dieſe Nation zu riechen oder vorherzu⸗ empfinden, denn die engliſche Politik läßt ſich mit keiner an⸗ deren verwechſeln. In dieſem Kriege kann ich alles verſtehen; nur eins bin ich unfähig zu faſſen, daß es in Spanien Eng⸗ landfreunde geben kann. Ich kann die ſpaniſche Anglophilie als Reſultat von Familienbanden und auch noch auf Grund geſchäftlicher Rückſichten begreifen, aber unverſtändlich iſt die Anglophilie aus Sympathie, aus Spaniertum(espanolismo). Ein Sklave des Dandytums oder ein Gimpel, den die ariſto⸗ kratiſchen und eleganten Formen begeiſtern, kann, was ich begreife, für die Engländer als ſolche eine äffiſche An⸗ ziehungskraft empfinden. Es gibt viele Südländer, die ſich erhöht fühlen, nur weil ſie eine engliſche Weſte tragen. Sicher⸗ lich bietet die engliſche Literatur unſterbliche Vorbilder. Aber die engliſche Politik iſt ein immerwährender Albdruck für die Welt. England iſt der geborene und ſchickſalgegebene Feind alles Großen. Es iſt der Dorn, der in Europas Fleiſch ſteckt. Der wahre Imperialismus iſt der engliſche, der keine andere Größe wünſcht als ſeine eigene. Es iſt die zur Invaſion be⸗ reite Inſelnation par excellence. Es iſt ein Neſt privilegierter Korſaren, die Frankreich oder Spanien, Holland oder— jetzt gerade— Deutſchland angreifen. Feind eines jeden, der ihm die Größe ſtreitig machen könnte, will England allein herr⸗ ſchend und mächtig ſein. Es will allein befehlen. Seine Politik beſteht lediglich darin, jede Größe, jeden Rivalen zu ſtürzen. Und ſeine Fänge greifen nicht vergeblich: die ganze Welt iſt geſprenkelt und zerkratzt von ſeinen Fängen. Wie kann man eine ſolche rein räuberiſche Nation achten? Wer ſie achtet, beweiſt unmittelbar damit ſeinen Sklavenin⸗ ſtinkt, ſeine Unterwerfung unter die übermächtige, unerbitt⸗ liche Kraft. Man muß dazu die Seele eines Dandy oder eine⸗ Negers haben. Und wie können wir als Spanier England achten? Seit Mitte des 16. Jahrhunderts iſt England der Hebel, der am ſpaniſchen Gebäude angeſetzt iſt. Es hat uns bis zum Tode verfolgt und befeindet. Kaum kamen wir nach Weſtindien, als die Engländer, unfähig, eine Welt zu er⸗ obern und zu koloniſieren, ſich beeilten, unſere Fattoreien zu plündern. Man wird uns raten, zu vergeſſen. Aber das hiſtoriſche Vergeſſen iſt nur möglich, wenn die ſchädigende Macht zerfallen iſt; England jedoch iſt noch immer die herr⸗ ſchende Nation, der gegenwärtige Feind, die ewige Drohung, der Gegner alles Großen und Starken. England ſchwächt erſt die Völker und wirft ſich dann zum Beſchützer der ſchwachen Völker auf, und es iſt ſtets auf der Wacht, daß keins aus ſeinem Zuſtand eines ſchwachen und beſchützten Volkes heraus⸗ trete. Wie kann man eine ſolche„Hercenmoral“ achten? Rotterdam, 21. Februar.(WeB. Nichtamtlich.) Der Nieuwe Rotterdamſche Courant berichtet weiter über die Lerrtag Unterhausſitzung: Noel Buxton ſtellte an Walter ong die Frage, ob er eine Aufklärung zu ſeiner Bemerkung geben könne, daß England die eurfchen Kolonien behalten ſoll. Long erwiderte, er habe nicht in ber eigenen Namen oder in dem der Regierung geſprochen, ſondern im Namen der Dominions, deren Wortführer er als Kolonialſekretär ſei, er habe übrigens nicht gelehrt, daß Deutſchland keine Kolonien haben dü Die Regelung am Ende des Krieges würde von den Bedingungen abhängen, die von den Teilnehmern der Friedenskonferenz aufgeſtellt würden und ſie würden nicht von dem Wort eines einzelnen Miniſters abhängen, ſondern davon, ob England entſchloſſen wäre, ſeine ganze Kraft einzu⸗ ſetzen, um den Krieg zu Ende zu bringen. Wardle(Arbeiter⸗ partei) erklärte, das einzige Mittel, einen dauernden ſchaffen, ſef Deutſchland eine große 1 tierten, geſtern die Mehrheit. Sie vereinigten etwa 150 drungen, für ihre ſelbſtverſtändliche nationale Der Bruch mit Amerika. Auf des Meſſers Schneide. Bern, 21. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Londoner Berichterſtatter des„Matin“ in New Hork kabelt, daß es ſeit Abbruch der Beziehungen mit Deutſchland keine Par“ teien in Amerika mehr gebe, ſondern nur Entente freunde und Vierbundsfreunde. Dreiviertel der republikaniſchen Partei ſeien augenblicklich eine feſte Stütze Wilſons, dagegen ſei die Hälfte der demokratiſchen Partei zur Oppoſition übergegangen. In dieſer Hinſicht werde die Abſtimmung des Kongreſſes ein merkwürdiges Bild ergeben, jedoch wird Wilſon vorausſichtlich die Mehrheit haben. Bezüglich der von Wilſon vom Kongreß verlangten Maßnahmen ſagt der Korreſpondent, werden außer der Bewaffnung der amerikaniſchen Handelsſchiffe auch die Begleitung der Handelsſchiffe durch die amerikaniſche Kriegsflotte ſowie ein neuet Kredit von drei Milliarden Franken für die Kriegsmarine gefordert werden. Ferner wird wahrſcheinlich verlangt, daß die amerikaniſchen Häfen den Kriegsſchiffen der Alliierien zur Begleitung amerikaniſcher Schiffe geöffnet werden. Der uneingeſchränkte U⸗Boothrieg. London, 21. Febr.(WTB. Nichtamti.) Der engliſche Dampfer„Brigele“(425 Tonnen) iſt verſenkt worden. Das Stilliegen der däniſchen Schiffahrt. m. Köln, 22. Febr.(Priv.⸗Tel.) Die Kölniſche Zeitung meldet aus Kopenhagen: Geſtern iſt hier ſeit dem Inkraft⸗ treten der verſchärften Sperre gegen England die erſte eng⸗ liſche Poſt angelangt. Sie iſt mit norwegiſchen Dampfer teils in Dronthjem, teils in Bergen eingetroffen. Die Pof enthielt ſowohl Briefe wie Zeitungen aus England, Frank reich und Amerika. Man wird nun den Verſuch machen. eine weitere Poſtverbindung nach nordnorwegiſchen Häfen einzu⸗ leiten. Die däniſche Schiffahrt liegt infolge des andauernden Ausſtandes der Schiffsbeſatzungen noch immer ſtill. Die 5 ſichten für eine Wiederaufnahme der däniſchen Lebensmittel⸗ ausfuhr nach England ſind immer noch ſehr unſicher. Hoffnung, die Ausfuhr über Bergen zu leiten, wo die Waren von engliſchen Dampfern abgeholt werden ſollten, iſt anſche, nend aufgegeben worden, einmal wegen der Unſicherheit de Fahrten über die Nordſee infolge der Unterſeebootsgeſaht und dann auch, weil man in Bergen wenig Neigung zeigte⸗ in dieſer Art die däniſchen Ausfuhrſorgen mit zu tragen. Die Munitionsexploſion in Archangelsk. Kopenhagen, 21. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Blalt„Haparanda Nyheter“ erfährt, wie„Politiken“ melde daß die Munitionsexploſion von Archangelsk am 27. Jan. eine furchtbare Kataſtrophe war, die Tauſende von Men⸗ ſchenopfern forderte. Das Blatt ſchreibt: Nach Be⸗ richten von Augenzeugen wurde am 27. Januar vormillag⸗ das größte Munitionslager der Welt in die Luft geſprengl⸗ Die Kataſtrophe hatie vollſtändig den Charakter eines Erd⸗ bebens. Die Vorräte an Munition und Kriegsmaterial be deckten eine Fläche von 2 Kilometer Länge und 1 Kilometet Breite. Die Exploſionen folgten einander Schlag auf Schlag. Bei den erſten wurde bereiſs die 2 Kilometer entfernt liegende Eiſenbahnſtation zerſtört. Der Materialſchaden wird auf meh⸗ rere hundert Millionen Rubel veranſchlagt. 2 allgemeine Auffaſſung geht dahin, daß die Kataſtrophe nich durch Fahrläſſigkeit verurſacht wurde, ſondern daß es ro der ſtrengen Bewachung Perſonen gelang, eine Höllen“ maſchine in das Lager einzuſchmuggeln. Bisher wurden gegen hundert Finnen unter dem Verdacht der Teil⸗ nahme verhaftet. Der italieniſche Sericht Rom, 21. Febr.(WeB. Nichtamtl.) Amtlicher Herresberich⸗ In der Nacht auf den 20. Februar wurden neue feindliche Angae⸗ verſuche gegen unſere Linien auf dem linken Ufer des Maſen (Suganertal) und öſtlich von Vertobizza(Frigidotal) reſtlos!0- ſchlagen. Während des geſtrigen Tages war die zeitweilige T en teit der Artillerie ſüdlich von der Senkung des Lozzio, am oberen Vanoi und auf dem Karſt häufiger. i In der letzten Nacht beſchoß eines unſerer lenkbaren Luftſch cle feindliche Lager nordöſtlich von Comeno(Karſt) und berurffen ungeheure Brände. Trotz e Feuer der feindlichen Arti kehrte das Luftſchiff unverſehrt in unſere Linien zurück. Aus der Sozialdemokratie. Berlin, 22. Febr.(Von unſerem Berliner Büro⸗) Bei den geſtrigen Erſatzwahlen der Wahlmänner im 11. Ber liner Landtagswahlbezirk, einer Hochburg der Radikalen, waren insgeſamt 269 Wahlmänner zu wählen. Dabei* langten die Kandidaten der Arbeitsgemeinſchaft und 5 Spartakus⸗Gruppe, welche für Dr. Franz Weteing, ahl. männer auf ſich. Die alte ſozialdemokratiſche Partei Gich tung Scheidemann) zählte etwa 60 Kandidaten und die b1 gerlichen etwa ebenſoviel. Es kommt nun darauf an, wie di⸗ —— 360 Wahlmänner bei der Abgeordnetenwahl ſtimm werden.* Die Studenten und der Zivildienſt. Frankfurt a.., 21. Febr. Laut Frankfurter Um verſitätszeitung wurde von einer vom Allgemeinen Studenten⸗ ausſchuß der Univerſität Frankfurt a. M einberufenen a 1 meinen Studentenverſammlung heute Abend folgendes Te er ramm an den Kaiſer abgeſandt:„Die Studentenſchaft 0 niverſität Frankfurt a. M. von ihrem Rektor zum Zivildlen aufgerufen, hält es, vom Geiſte der Auguſtta 7 101. f e licht, ſich neut dem Vaterlande ſar Verfügung zu ſtellen. Bürger—5 Bürgerinnen der jüngſten Alma Mater bekunden damit, ſie von demſelben opferwilligen Geiſte, von derſelben Treu⸗ zu Kaiſer und Reich beſeelt ſind, wie die alten deutſchen 909 ſchulen. In begeiſterter Verſammlung geloben ſie Ihrer Male ſtät unwandelbare Treue und bringen Gefühle tiefſter Ber⸗ Pie SS2S23 S SSSS5 — S S SS S PS2 PS S2S22 2. SS—————2—— S232—2 S2 mannheimer General⸗Anzeiger.(mittaas⸗Ausaabe.) 5. Seite. Nr. 80. 3—— Badiſche Politik. die wohnungsfrage in Saden nach dem Kriege. Die Beſchaff ar di mi eſchaffung guter und preiswerter Wohnungen für die ker dernittelte Bevölkerung iſt eine der wichtigſten Auf⸗ Migchene dre Löſung wird künftig noch dringlicher ſein, denn die eine—— Opfer, die der Krieg uns gebracht hat, zwingen uns, Naßn 0 mäßige Bevölkerungspolitik zu treiben, deren wichtigſte uuß. men in der Wohnungsverhältniſſe beſtehen ken, die Vorbereitung auf dieſe Aufgabe ſoll eine Schrift die⸗ if ale Heft—12 in„Heimat und Handwerk“ ver⸗ Lundegid wurde und jetzt als Heft 9 der Schriften des Badiſchen und Ahnungsverein erſcheint: Wohnungsfürſorge Kanpffmerli edel ug nach dem Kriege. Von Dr. H. uchdr— und Baurat A. Stürzenacker.(G. Braunſche Hof⸗ i8 erh erei und Verlag. Karlsruhe i. B. 1917. Preis 50 Pfg.) lihen Betert zunächſt die Frage, wie ſich vorausſichtlich die wirk⸗ n Verhältniſſe nach dem Kriege geſtalten werden und gibt der ing Ausdruck, daß wie anderwärts auch in badiſchen —3 erheblicher Wohnungemangel nach dem Kriege ein⸗ ſt ird. Es folgt dann eine überſichtliche Darſtellung der en Maßnahmen, die zur Beſeitigung dieſes Wohnungs⸗ 85 enen können. Hierzu gehört die Einrichtung ſtädtiſcher mit Meldezwang, um eine möglichſt vollſtän⸗ 0 Ueberſicht in Wohnungsbedarf zu erhalten. Der Neu⸗ fäd Kleinwohnungen ſoll durch eine planmäßige Bodenpolitik Geländ tiſchen und ſtaatlichen Behörden, durch Verbilligung der Nuueng uifſchließung und Verbilligung und Verbeſſerung des 1 Se gefördert werden. Hierbei wird der Miniſterialerlaß vom Rürdernteniber 1916 abgedruckt, der wichtige Anregungen für die baueg ng, vor allem für die Verbilligung des Kleinwohnungs⸗ dem Kriege bietet. ſung, deeiteren Kapiteln wird die Bauberatung, die Geldbeſchaf⸗ Aigeik Wohnungs bau der Gemeinden, die gemeinnützige Bau⸗ Wageſtell und vor allem die Anſiedelung von Kriegsbeſchädigten beſten— Die Schrift zeigt in 46 Abbildungen eine Reihe der 0—— 8— zum Schluß ſorg⸗ arbeitete Vor e f i ſebelungat—. rſchläge für die ſtädtiſche und ländliche — der Staat und cle Elektrizitätserzeugung. Gcde, staatliche Eingreiien in die Elektrizilätsversorgung, das Wondudie Auslassungen des Ministers von Breitenbach im Ab- Wckt letenhause wiederum in den Mittelpunlet des Iuteresses ge- munnt ist, stellt eine Frage dar, die bereits seit Jahren die Regie- linie Geutscher Bundesstaaten lebhaft beschäftigt hat. In erster wahern men natürlicherweise solche Staaten in Frage, die wie Neuer, und Würtiemberg, über reiche Wasserkräfte verfügen. im Koines ist, wie eingehend berichtet, die Angelegenheit auch Preugen Sreich Sachsen aktuell geworden. Wenn man jetzt in —— 25 und industrie. Wom e an ein staatliches Eingreiſen denlct, s0 ist, wie vorgestern nen, egierungstisch aus hervorgehoben wurde, nicht anzuneh- — der Staat seiner heutigen Auflassung nach auf ein Flek- au Kemoncpol hiusteuert. Der Berliner Börsen-Courier erfährt be 4 reisen; die der Elektrizitätsindustrie nahestehen, daß es sich ( In Plänen der preuß. Regierung anscheinend darum hau⸗ die Verleihung von Konzessionen für neue Ueberlandzentra- Küren unterbinden, während die bereits bestehenden privaten Ver- letet ue Aenderung nicht eriahren dürften. Aller Wahrscheini⸗ den 86 nach werden später neue Ueberlandzentralen nur durch Wwen irc werden dürien, die er auch selbst in Betrieb ird. 8 4 Rchs, Maschinentabrilc vorm. Rich, Hartmann,.-G. in Chemnitz. hemnitz, 21. Febr. Die heutige außerordentliche Haupt- ebenmnlung, in welcher WI. 4 300 200 Alclien und 710 Stinunten waren, genehmigte endgültig die Verschmelzung der Kotine Schinnnel u. Co.,.-G. in Chenmitz mit der Sächs. Ma- Wecheabrik. Der Vorsitzende verbreitete sich über die Gründe, den e die Verwaltung veranlaßt kaben, den Aktionären erneut Miherutag aui Verschmekung zu unterbreiten, trotzcem die —28 Hauptversammlung sich dagegen ablehnend verbielt. Wlvor Sebenck für den Erwerb der Orkkar, Schinmmel d. Co,.-., de Pr allem der Umstand, daß die Sächsische Maschineniabrik in agchbomme, den Bau von Baumwoll-Feingespinst Waschinen aufzunehmen. Bisher war nämlich das deutsche Keren Hgewerbe hinsichitlich der Beschaffung von solchen beson- Geutsc chinen fast uur aul England angewieesn. Die großen Shinenen Webstolwerbände seien deshalb au die Sächsische Ma- Gees ubrit mit der Auregung herangetreten, ihrerseits den Bau Sollgew, aschinenzweiges aufzunehmen, um das deuische Web⸗ D5 erbe von Englaud unabhängig zu machen. Pchaut Oesellschalt habe bisher aur grobe Webstolimaschinen 6. Durch Erwerb der Fabrik von Oskar Schimmel u. Co., maschi omme sie nun in die Lage, auch die erweiterten Spezial⸗ deruninen in vollstem Maße herzustellen. Die gedachte Anglie- Schafte zudem neue Herstellungsmöglichkeiten; sie sei àuch Leit üͤb Willkommen, weil die Sächs. Maschinenfabrik auf längere Bederf eraus stark beschäftigt sei, und zwar nicht nur für den fürs Heer, sondern auch aui den übrigen Gebieten. wurde die Verschmelzung, wie erwühnt, einstimmig — Agt, und zwar auf der Grundlage, wie sie die jüngst statt- beschf ene Hauptversammlung der Oskar Schimmel u. Co.,.-G. Ossen hatte. Grer genehmigte die Versammlung die beautragte Erhöhung Jbooadundkapitals der Sächsischen Maschinenfabrik um de M. auf 15 000 000 M. durch Ausgabe von 2500 Stück kumit. tien zu je 1200 M. Die neuen Aktien, für welche das Aind Abbare Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen bleibt, Vom 1. Juli 1916 ab gewinnauteilberechtigt. Vou diesen N8 Abſe halten die Aktionäreè der Oskar Schinunel u. Co.,.-Gi., tablesung 1525 Stück. Die resllichen 075 Stücke werden den Zu 125 Proz. angeboten. Islor-Fahrrad-Werlee Gebr. Contad& Plats.-G. Jahr Der nach der Bilanz sich ergebende Gewiun für das Khre 515-10 beträgt eiuschließlich des Vortrages aus dem Vor- ewin 801., die Abschreibungen 70 90 Vl. Sodaß ein Beiu⸗ Drwice yon 157 961 M. verbleibt, wovon 82 500 M. gleich 5 Proz. ihung e(i. V. 10 Proz) und 30 900 M. für Lantiemen zur Ver⸗ Mchm Lelangen, währerd 45 401 N. gegen 24 345 M. aui neue 0 welelre Vorgetragen werden sollen. Die Generalversammlung, 8— diese Vorschläge untet breitet werden, lindet am 10. 0 Die Sewerbebante Reideiberg m für die atn 7. März statttindende ordentliche Hauptrer- ichltene Hocben, ihren Ttigleitsberient lur das Jahr 1016. Der waist* Vorstaudes gedenkt den Ereignissen des Krieges uud fchalt hüan aul den günsfigen wirtschattlichen Stand der Genossen. us vergaugene Jahr brachte eine Erweiteruug des —— Während des 3 9 R wunden Lorar eine Snosere Amfabt mſug — Flüissiges—5 war insgesamt am Jahresschlubß 9 Sche— Spe um rund 500 000., einen grsteigerten Uimsatz, S0 dag ist, wieclerum eine Divideude von 6 Prozent vorzu. 38 Millionen auf 54%½ Miflionen. Die Spareinlagen stiegen trotz der Kriegsanleihen um über 100 000 Mark, die Kontokorrent-Gut- haben um über 300 000 M. Der Reiugewinn beträgt 63 619.92 M. Die Herausgabe des amtlichen Steuerkurszettels eriordert eine Be- richtigung des Wertpapieren-Bestandes, wofür der Hauptrersamm- lung in Vorschlag gebracht wird, aus der Effekten-Reserve 30 000 Mark abzusetzen. Neben der Dividende werden an die einzelnen Fonds zugewiesen: Effekten-Reserveiond 21 000., Dispositions- fonds 4700., Liegenschaftskonto 600., Inventarkonto 400 M. Auf neue Rechnung wird vorgetragen 1070.12 M. Die Bank war in der Lage, der Sparlasse eine Million Mark zur Verfüg⸗ ung zu stellen, Nach dem Bericht des Aufsichtsrats ist im Lauie des Jahres auf Wunsch Herr Architekt Georg Nollert aus dem Auisichtsrat ausgeschieden. Hierfür ist Neuwahl notwendig. Aktien-Neugründung. Urter der Firma Hanseatische Flugzeugwerke Karl Caspar, .-G. in Hamburg, ist ein neues Unternehmen mit 1 500 000 Mark Kapital eingetragen nach Uebernahme der Hamburger An- der HanseatischBrandenburgischen Flugzeugwerke in Brandenburg a. H. Vorstand ist Oberleutnant Karl Caspar. Der Aufsicntsrat besteht aus folgenden Fersonen: Dr. Hallier, Carlo Z. Thomsen, Direktor Bannwarth, Paul Schifier, die Kommerzien- räte Karl Bödiker und J. Mavr-Bartheaux. Wiener Wertpapierbörse. Wien, 21. Febr.(IB.) Die Unsicherheit über die Weiter⸗ entwicklung der Lage hätte heute im freien Börsenverkehr zunächst Eutlastungsbestrebungen zur Folge, die mit leichien Kursmäßigungen von Montan- und Rüstungswerten verbunden waren. Später trat jedoch unter dem Einfluß von Rückkäufen eine allgemeine Erholung ein, ohne daß aber der Verkehr an Lebhaftig- keit gewonnen hätte. Neben führenden Kulissenwerten erziellen auch einzelne industrielle Sonderpapiere sowie Türkenlose höhere Preise. Der Anlagemarkt verharrte wie bisher in ſester Haltung. Amsterdamer Wertpapierbörse. AnSTEEDAE 21. Februar. 2. 20. 223 21. 20. Son. Beriin 41. C7½ 41.07½5% Niederid.)“ 101½/ 101/eSouth. Fac..— 91— „ Wien..25.62½ 25.60 3% 5„ 74— 2,„ Kailw. Schwelz 48.27½ 19.20 Kgi. Petr. 6 509¼ 501—Union Pac. 138½[137½ „ Kopenhg.J68.5 68.02 /oli.-Am..51 401—Anagonda 169.— 166/ „ Stockhol. 73 20 710 fl And... 228.—-Steeis. 105% 104½ „ London..11.73½ 11.45/ätchison, 101½ 10Frang. eng *Parls. 42.40 42.30 ffock Island 76 Mel Anlelne—— 88¾ Scheck auf New-Vork 247.50(246.75). Hamburg-Amerika-Linie(—9. Londoner Werepapierbörse. . OEDOR 20. Februar. 20. 19 20. 20. 2⁰. 10. 2½ Konçol.] 52/ 52½[Saltimore Rio Tinto 61, 61/ 5 Krhentin.. Canad.Fao. 160/ 161“/, Chartered- 1/%122 4 Brasilian.—50—[Erie—— 30% Jde Beers. 10%8 10%¼8 4 Japaner.. 67½—.[Penisylva.—— Soldtidels 1% 1% Fortugiesen 49%—— South Pac...——[Kat. R. Mex.— 5Russeni900——— Union Pac. 145½— Bandmines. 35 3½18 / Russ.1909———[Steels. 1— Fre. Diskont. 5%%6 2½ Kriegel.—— Anacondso. 17/½ 7½ lSiider. 28—39½ 3½9% Kriegsanlelhe 65—(zuletzt 94½). London, 20. Febr.(...) Weohsel auf Amsterdam 3 Konate 11.92½, kurz auf Paris 3 Ronate 23.07.—, kurz 27.62.— auf Petersburg urz 166.½ Bethlehem Steel Companv. Der Anirag der Verwaltung, das Aktienkapital von 30 aui 75 Millionen Dollars zu erhöhen, ist von der Generalversammlung der Aktionäre angenommen worden. Das Kali-Syudikat teilt mit, daß imolge stockender Kohlenzufuhr zahlreiche Werke ihren Betrieb stillegen mußten, wodurch die Lager 40prozentiger Kalidüngesalze frühzeitig erschöpft seien, Eine rechtzeitige Ver- sorgung der Landwirtschaft sci jedoch gewährleistet, wenn die Landwirte mehr als bislier 20prozentige Kalidüngersalze beziehen würden, welche den einzelnen Werken oline ſabrikatorische Ver⸗ arbeitung unmittelbar aus ihren Gruben geliefert werden können. Achnlick sei es mit 30prozentigen Kalidüngesalzen, welche ehen⸗ falls direkt ohne Verarbeitung aus den Gruben gewonnen werden könnten. Verband der Wollhänditer Deutschlands. In der Generalversanumung des Verbandes der Wollhändler Deutschlands erstattete der Vorsitzende ſulius Michele den Jahresbericht, der folgende allgemein bemerkenswerte Angaben enthält. Gegen eine Verlügung des Landwirtschaftsministers, nach der die Schanfung provinzieller Beratungsstellen ſür die Schaizüch- ter in Erwägung zu zichen sei, um eine Zusammenfassung der Rohwolle von Kleinzüchtern zu veranlassen, hat der Verbaud im Interesse des Wolllandels Verwahrung eingelegt und seine Dienste für die Wollzüchter Zur Verfügung gestellt. Der Landw'irtschaſts- minister hat hierauf geantwortet, daß er eine Ausschaltung des Wollbandels nur da angeregt habe, wo nach Lage der Dinge eine Uebervorteilung der Landwirte zu bekürchten sei. Zum Bezuge von Rohstoffen aus der Türkei und Bulgarien ist das Friegsministerium gebeten worden, dem Verbande Näheres über die Deutsch-Orientalische Haudelsgesellschalt mitzuteilen. Nach dem erhaltenen Bescheide ist aber ein Ankauf durch private Fir- men in den genannten Ländern nicht angängig. Westdeutsche Jatespinnerel und Weberei in Beuel. C. G. Der Generalversammlung wird die Verteilung einer Divi⸗ dende von 10 Proz.(S) und 45.50 M. für jeden Genußschein in Vorselllag gebracht. elserhöhung für Tapeten in Sicht, Der Verein deutscher Tapetenhändler beruit auf den 25. G. M. eine außerordentliche Hauptversammiung nach Berlin ein, aul deren Tagesordnung als wichtigster Punkt steht die Festlegung neuer Verkaufspreise und Verkauisbedingungen. Wie man mitteilt, Wird seitens der Fabrikanten eiue neue Preiserhöhung beantragt, ein Vorgehen, dem man sich iu Häadlerkreisen nicht auschlieben Rüöchic. Zwischen Händlern und Fabtikauten sind imolgedessen Meinungsverschiedenhelten entstauden, die in der Versammlung zum Austrag kommen sollen. Neuer Zusummenschlußimsüddeutschen Kleingewerbe Wie mau uas berichtet, wurde mit dem Sitz in Nüru⸗ berg der Verbaud süddeutscher Einkauis- und Lieierungsgenos- senschlalten gegrüncet. Die Tätigkeit dieser neuen Vereinigung erstreckt sich auf Bayern, Württemberg, Hohenzolleru, Baden, Hessen-Darmstadt und Elsaß-Lotliringen. Sämtliche süddeutschen Schneidergenossenschaiten sind dem Verband bereits beigetreten. dessen Vorstand sich zusammensetzt aus den Herren Schneider⸗ meister Rückert(Nürnberg), Herbst(Nüraberg) und Feineis (Regensburg). Amsterdamer Warenmarkt. AnSTERPAAN 21 rebrunr 4. 24. 209. 21. 2 Rüpbi loko. 66/ oer febr..680.0 60.½ ber, Mal— per Febr.—- per Hüc:. S 6 J KaftSaat lan. Kelnsi i0“0 61.—— per April. 63% 6 ½ Ueva-Kattses CBele an den hedingungen des Riederiünsisohen beberseeteustes⸗) Zur Lage des Ledermarktes. — lm allgemeinen hielt die Bodentederkuappheit vor. Bie lüntte Verteilung von teigegebeuem Bodenleder ist jetzt eu Endle Segaugen, es Soll aber, Wié verlautet, cie sechste Ueberweisuug Schon bevorstehen. Dabei sollen pro Arbeiter der betrerleudeu Schuhmachermeister 2 Eg Bodenleder, 1½: kg Echen und 4 Paer Ersatzechleu überwiesen werden. Was ſeiuere Oberieder anlangt, haaf. Krabbe Berlag Erich S0 herrschte großer Mangel au Boxcalb, für weiches Lederkarten vorlagen, aui die aber nur Teilmengen zugewiesen werden hoyn- ten. Chevreaux war etwas reichlicher am Markte vertreten, aber dafür fehlten viellach die Lederkarten zum Bezug. Wegen der von Sattlerleder zur Verteilung kommenden Mengen ist man bis jetzt im unklaren, diese selbst soll noch in diesem Monat vor sich gehen. Die vorläufige Verschiebung der Gründung der Feinleder-Oesellschaft m b. H. begründet der Verband der Porie- feuille- und Feinleder-Hersteller und Händler mit den Schwierig⸗ keiten, die sich nachträglich ergäben hätten. Diese seien darin zu erblicken, daß zum Zwecke einer gerechten, planmäßigen Vertei⸗ lung nicht nur der Verbrauch in Portefeuille- und Feiuleder, son- dern auch von sämtlichen Buchbinder-, Möhelleder, Leder für technische, opiische und ähnliche Zwecke kontingentiert werden müßte, eine derartige Kontingentierung aber in Rücksicht aut die umfangreichen und verschiedenartigen Verbraucherkreise nicht lückemos durchzuführen sei. Letzte Handelsnachrichten. Berlin, 20. Febr.(Amtlich.) Auf Grund der Verordnung über den Verkehr mit Schwefel vom 27. Oktober 1910 (Reichs-Gesetzbl. S. 1195) hat der Reichskanzler eine am 20. Februar 1917 in Kraft treiende Bestimmung eriassen, wonach die inländische Erzeugung von Schweielkies an die Kriegschemikalien Aktiengesellschaft, Verwaltungsstelle für private Schweielwirt⸗ schaft, in Ber lin W. 9, Köthenerstr. 1/4 zu liefern ist. Diese Maßnahme setzt die Verwaltungsstelle in die Lage, hinsichtlich der Art der Verwendung und der Preisgestaltung regeind einzu- greiſen. Wasserstandsbeobachtungen im Monat Februar. Pegeistation vom Datum ein. 18. 16. 20 2..Pe Muchage“) 42 22/ d85oSe dss 117 Sbende 8 Ubr Kehl 1 145 1. 183 21i Taoum. 2 Uhe Balon 831 31 3 33.5 347 Maohm. 2 Uhr, Rannhem 4225 2 20/ 28 2 25 Lorgens 7 Uur Rainzz: 07 603 0 07.15-3 12 Uhe Kaud 14 11 4„orm 2 Uhr. K6Iin 12 1 12 1i41 Aachm. 2 Ubr vom Neckar: Mannheln.ẽ 230 235 243 242 265 225 Vorm. 7 Uur Hellbronn 4050.46.57.201.0“ Vorm. 7 Uhr Mebel 29. ——————————————————————————— Briefkaſten. (Anfragen ohue vollſtändige Adreſſenangabe und Beifügung des letzten Bezugsausweiſes werden nicht beautwortet.) O. M. Sobald Sie Geſtellungsbefehl haben, können Sie ſich zn keinem Truppenteil mehr melden.(320) M. H. Ein Erbrecht gegenüber dem Gliefvater beſteht nicht, auch kein Recht auf eine Ausſteuer. Dieſe Anſprüche beſtehen nur zwiſchen leiblichen Verwandten. Daß die Frau von ihrem Mann getrennt lebt, hat auf das Erbrecht keinen Einfluß.(6338) 100 E.., Schifferſtabt. Wie wir im Briefkaſten auf wiederholie Anfrage mitteilten, iſt es gegenwärtig nicht geſtattet, Mittel zur Her⸗ ſtellung von Seifen anzugeben.(350) Oüchertiſch. Wieland. Eine deutſche Monatsſchrift. Herausgegeben von Bruno Paul unter Mitwirkung von Dr. Wilhelm von Bode, Dr. Cäſar Flaiſchlen, Lotte von Mendelsſohn⸗Bartholdy, Emil Orlik. 2. Jahr⸗ gang, Heft 11. Preis 1 Mk. Wieland Verlag, München, Hubertus⸗ ſtraße 27.— Soeben erſchien Heft 11 des 2. Jahrganges dieſer gauz vortrefflichen, farbig illuſtrierten Monatsſchrift in beſonders reichhalti⸗ ger Ausſtattung als Theaterheft. Es enthält vor allem einen Auſſatz von Ernſt Stern, Die Drehbühne, in dem der bekannte künſtleriſche Beirat Max Reinhardts durch Wort und Bild(zahlreiche, außerordent⸗ lich amüſante und inſtruktive Federzeichnungen) die letzte bedeutende Errungenſchaft des modernen Theaters erläutert. 4 Das freie Wort. Frankfurter Halbmonatsſchrift für Fortſchritt auf allen Gebieten des geiſtigen Lebens. Herausgegeben von Max Hen⸗ ning. XVI. Jahrgang. Heft 21/2. Frankfurt a. M. Neuer Frank⸗ furter Verlag G. m. b. H. Preis vierteljährlich 2 Mk. Der Verlag gibt auf Wunſch Probehefte ab. Inhalt des Februarheftes: Sieg oder Untergang. Von M. H.— Kundgebungen der Freunde des huma⸗ niſtiſchen Gymnaſtums. Von Ludwig Gurlitt.— Bom Weſen der Ge⸗ ſchlechtlichkeit. Von Engelbert Pernerſtorfer.— Richard M. Meyers Nietzſche. II. Das Problem Nietzſche. Von Adolf Teutenberg.— Das Gotteshaus in Mekka. Von Max Henning.— Otto Borngräber 7, der Dichter des„König Friedwahn“. Von Paul Schulze⸗Berghof.— Noch einmal: Arbeitspflicht und kirchliche Trauerfeiern.— Eingabe des Wei⸗ marer Kartells an den Deutſchen Bundesrat betreffs Wahl von Diſſi⸗ denten zu Offizieren. Kriegs⸗Atlas. 52 Karten von allenh Schauplätzen des Weltkrieges. Verlag Ullſtein u. Co., Berlin und Wien. 1 Mark. Buchwald, Georg D. Martin Luther. Eine Erzählung von ſeinem Leben und Wirken. Den deutſchen evangeliſchen Kindern dargeboten. Verlag des Evangeliſchen Bundes, Berlin W. 35. 48 Seiten. Preis 25 Pfg., in Partien billiger. Die mit dem Motto Luthers:„Meinen Deutſchen bin ich geboren, Meinen Deutſchen will ich dienen“ verſehene Schrift des bekannten Lutherforſchers D. Buchwald iſt eine ganz vor⸗ zügliche Gabe für das Reformationsjubelfeſt, in ganz beſonderer Weiſe geeignet, den deutſchen evangeliſchen Kindern das Bild des großen Re⸗ formators vor Augen zu malen, des größten deutſchen Mannes, der am 31. Oktober 1517 die Schläge ſeines Hammers auſweckend über die deutſchen Gefilde ſchallen ließ. Selten iſt eine Volksſchrift dargeboten, die bei ſo großer Sachkenntnis in dieſer Weiſe den rechten Ton für die Kinder des deutſchen evangeliſchen Volkes getroffen hat. Sie ſei darum bei dem billigen Preis zur Maſſenverbreitung aus Anlaß des 400jährigen Reformationsjubiläums aufs nachdrücklichſte empfohlen. Stillvergnügte Geſchichten. Einer der Hauptvorzüge der Werke Otto Ernſts, dem dieſe unſtreitig in erſter Linie ihren großen Er⸗ folg verdanken, iſt der unzerſtörbare Optimismus, die nie verſagende Hoffnungsfreudigkeit, die uns in den meiſten Erzählungen, Satiren und Plaudereien des Dichters entgegentritt. Dieſer Hoffnungsfreudig⸗ keit bedürfen wir in dieſer ſchweren Kriegszeit mehr denn je, es iſt daher mit beſonderem Dank zu begrüßen, daß Kürſchuers Bücherſchatz, die bekannte vom Geh. Hofrat Profeſſor Joſeph Kürſchner begründete Roman⸗ und Novellenſammlung— Hermaun Hillger Verlag, Berlin⸗Leipzig— als ihren neueſten— 1100.— Band unter dem Titel„Stillverguügte Geſchichten“ eine Reihe prächtiger, von echtem, ſonnigem Humor erfüllte Erzählungen herausgebracht hat. Der Preis des geſchmackvoll ausgeſtatteten Baudes ſtellt ſich gleich dem aller übrigen Bände von Kürſchners Bücherſchatz auf uur 20 Pfg. Sveben iſt, rechtzeitig zum 50jährigen Jubiläum der Nativnallibe⸗ ralen Partei(28. Februar), das von Generalſekretär Kalkoff im Saufe der Jahre vorbereitete und herausgegebene Jubiläumswerk⸗ „Nationalliberale Parlamentarier 1867—1917“ des Reichstags und der Einzellandtage, ein hiſtoriſch parlamentariſches Handbuch der National⸗ liberalen Partei Deutſchlands(Berlag Schriſtenvertriebsſtelle der Na⸗ tionalliberalen Partei, Berlin W. 35, Lützowſtr. 89/90, 500 Seiten ge⸗ ſchmackvoll gebunden Mk..—) erſchienen. Das Werk bildet eine Er⸗ gänzung des„Politiſchen Handbuchs“ und des von demſelben Verfaſſer ſeit 10 Jahren herausgegebenen„Organiſations⸗Handbuches“. Als Schluß⸗Stück erſcheint im Laufe der nächſten 2 Jahre„Kalkoffs hiſto⸗ riſcher Wahlatlas der deutſchen Parlamente“, ein in ſeiner Art einzig⸗ artiges hiſtoriſch⸗parlamentariſches Kartenwerk, welchem ſämtliche Par⸗ teien und Parlamente größtes Intereſſe entgegenhringen. Hiſtoriſch⸗politiſche Hahresüberſcht für 1916. Von Gottlob Egel⸗ Geheftet Mk. 3J.—, in Leinen gebunden Mk..80.— Cart Gußmann in Stuttgart.— Dieſes kleine Fahrbuch, welches letzt in ſeinem 9. Jahrgang vorliegt, hat ſich als ein überaus' brauchbares 91 zur Orientierung in der allerneueſten Geſchichte bewährt. In kurzer, aber doch klarer und erſchöpfender Weiſe berichtet der Verfaſſer über alle bemerkenswerten Vorgänge des äbgelaufenen Jahres und läßt uns noch einmal im Fluge eine drang⸗ vall bewegte Zeit durchleben, in der das geſchulte Auge des Hiſtorikers die bedeutſamen Einzelheiten feſtgehalten hat. Der vorliegende Jahr⸗ gang iſt beſonders auch dadurch wertwoll, daß er eine zu ſam men⸗ hängende Schilderung des Verlaufs des Welkkraiegeß im. Jahr 1916 bietet. Den Schluß des Buches bilden wie immer eine eſer, dem die tägli ugslektüre m nur kung it Leate des chne Behrbnck rüsliche Sierke —— —— . 10 4 —— Nr. 89. 6. Seite. Mannheimer General⸗Anzeigen.(ittags⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 22. Jebruar 1042 Mäthilde Fandreys neue Eye. Rowan von Kurt Moreck. (Nachdruck verboten.) 50)(Fortſetzung.) Die meiſten Zuſchauer dieſer Flucht blieben ſtummem Ernſt. Nur hier und dort in prang ein höhniſcher 9 ein Schimpfwort auf, nur da und dort ſpie einer ſeinen aß gegen die ilfloſen aus, und ſelten geſchah eine Geſte der Drohung. Vor dem hellen Tage verfloͤg der Rauch, der am Abend zuvor das Blut geglüht, und den Erwachten lag die Ungewißheit Herz. der Zukunſt ur Wirklichkeit ſchwer ums Erſt als Mathilde ihrem Begleiter gegenüber in ihrem Abteil ſaß, ließ die furchtbare Spannun und die Müdigkeit, der nach, wenig ihrer Nerven ein unſch zu ſchlafen, meldete ſich. Sie ſchloß für Minuten die Augen, um das er⸗ regende Bild dieſer Flucht zu verlieren, aber es drang in grellen Lauten durch ihr Gehör ein. Es ließ ſich in ſeiner traurigen Wirklichkeit nicht abwehren. Zug ab. Endlich fuhr der Das Abteil, in dem Mathilde und Martini dieſe Reiſe zur Grenze machten, war kaum überfüllt. Beredſamkeit lenkte Mathilde ab und verkürzte die Fahrt. Am Nachmittag durchlief der Zug die letzten Kilometer franzöſiſchen Bodens. den blaſſen Geſichtern der Abteils und auch ſie beruhigte ſich an der uverſicht der andern. Martinis kluge Mathilde ſah, wie die Spannung in Hounſit ſich en löſte, it ihnen überwand ſie auch noch die letzte Härte dieſer Heimkehr, die in einer Wanderung über die Grenze beſtand. mußte die Schar die nächſte belgiſche Statian erreichen. Martini gelang es, einen Burſchen zu gewinnen, der ſein und Mathildens viele das Zu Fuß epäck auf einem Karren ſchöb, während ihre auf den Schultern ſchleppen oder ſelbſt die Wägelchen, auf denen ihr Reiſegut verſtaut war, ziehen mußten. ſchweigſam Dahinziehenden die Feindſchaft der Bevölkerung bis zur Schwelle des Landes. Die Weiterfahrt nach Deutſch ſamkeit, mit der der Zua der Flüchtenden durch Bel vien e⸗ ſelbſt die Unbill des mehrfachen Um⸗ ſteigens verlor ſich in der freudigen Sicherheit, bald die hei⸗ matliche Grenze zu gewinnen. Martini war um Mathilde leitet wurde; aber Am Dienstag abend kurzem, schweren Leiden unser treubesorgter Grossvater, Bruder und 0 Im Pritz im nahezu vollendeten 60. (Tuisenring 61). Die Fęuerhestattun In ſtummen Blicken verfolgte die trotzig und beſorgt, aber lächelnd verſicherte ſie ihm, daß die Nähe der Heimat ihre Kräfte ſtärke. Als endlich die erſte deutſche Station erreicht war, riet Martini, die Reiſe zu unterbrechen, um auszuruhen und den nächſten Tag zu erwarten; Mathilde beſtand jedoch darauf, die Fahrt bis an ihr Ziel fortzuſetzen. .** Es war eine veränderte Stadt, in die ſich Mathilde am nächſten Tage von ihrem Hotel aus begab. Der Spätſommer lag mit warmer Helle in den Straßen und zog leuchtende Umriſſe um die Kirchtürme und aufragen⸗ den Dächer. Der Dom ſtand ſteindunkel in der blauen Strö⸗ mung der Luft. Schon gab es gelbes Laub in dem Grün der magern Anlagen, die zwiſchen Häuſerblöcken eingetlemmt lagen. Durch die Straßen ſtieß das Leben in einer überſtür⸗ zenden Bewegung und doch rollte ſich alles in ſchöner Ord⸗ nung ab, als ſei es auf einen neuen Rhythmus eingeſtellt. Die Geſichter waren ernſt; die von Frauen manchmal mit den Spuren von Tränen: in allen aber noch etwas von jener erſchöpfenden Spannung der letzten Tage, von jener Ungewißheit. Durch die Straßen marſchierten die grauen Karrees der Fußtruppen in langen Zügen. Ein Geſang dröhnte durch den harten Aufſchlag der Tritte. Aus einer Seitenſtraße hervor quollen neue Maſſen. Ein ſcharfer Ledergeruch wehte von den Schuhen und Torniſtern. Mathilde durchwanderte ohne ein beſtimmtes Ziel die ganze Stadt. Sie verſolgte keinen Zweck, als den, in dieſer Wanderung eine befriedigende ioee für den Morgen zu finden. Aber ſie hatte auch die Empfindung, daß ſie erſt die bekannten Straßen und Plätze müſſe wiedergeſehen haben, ehe ſie ſich wieder heimiſch fühlen könne. Doch ſie fand alles anders, als ſie es verlaſſen. Wohl waren es noch dieſelben Häuſer, die mit ihren hellen, ſaubern Fenſtern in dieſelben Straßen ſchauten; aber es war in die ruhige, gleichmäßig le⸗ bende Stadt ein Zeitmaß gekommen, ſie glich einem erregten Herzen, das großen Dingen entgegenklopft. Und wie alle von dieſer neuen Regſamkeit mitgezogen wurden, als ſeien ihre Pulſe einheitlich darauf eingeſtellt, ſo wurde auch Mathilde Am Nachmittag beſ es gab verſchiedene D Der alte Juſtizrat dankengang verwirrte ſchiedentlich. Er hatte näml die ins Feld ausrückten, Ab ne ihn ſchonen und die Beſprechung verſchieben, aber 12 Herr lehnte ihre Rückſicht ab und vertiefte ſich mit Enne 1 für ihn ein wohltätiges Untertauche Prozeß kam,— die Arbeit. Es war die alltägliche Pflicht. uchte Mathilde ihren Rechrpane inge, die eine Beſprechung erforde war ein wenig zerſtreut, und ſein ſich zu Anfang ihrer Unterredung ich am Morgen von zwei Sö olle ſchied genommen. Mathild ale Bevor nun die Rede auf Mathildens der Juſtigrat einen Brief hervor, der am Morgen angetomihe n Mathlide beſtimmt war. del⸗ Als Mathilde das auseina Händen hielt, kam eine gro regung über ſie, aber das Gefühl, das wie eine mächtige fim über ſie hinſchlug, war in ihrem Bewußtſein noch unbeſt und namenlos. Doch es ergriff ſie wunderlich und war und zur Weiterbeförderung a Norbert. Brief kam von gefaltete Papier in den heimliche Luſt, Norbert hatte dieſe Zeilen geſchrieben, nachdem er wißheit erhalten, daß er nun aus ſeiner Zurückgezo 10 heraustreten und ſich in den Dienſt des bedrohten Vater ſtellen müſſe. Er wollte ganz nüchtern und ſachlich erſcheinen, aber Worte verrleten doch eine gewiſſe Befriedigung an jener ſache, daß das Leben noch einmal mit einer bebeutende derung an ihn herangetreten war und er ſie erfüllen 0 2 Schmerzlich war ihm nur der Gedanke, Wolfgang, 1 ziehung er ſich bisher ſo eifrig hatte widmen können, 3 ſchen loſſen zu müſſen. Er mißtraute der Obhut bezahlter Men und ſeine Erfahrungen gaben ihm recht. Er ließ nun Mathilde wiſſen, daß an den Folgen einer Waſſer geſtürzt, und auf den heftigen S ſchlimme Erkältung gefolgt, von der der Knabe ſich Todes-Anzelge, guter Vater, Redakteur MANNHEI, den 22. Febru a5 5 Die tleltrauernder Higg 45 R 2. Zt. beim Heer Sadet Sountag vormittag 11 Uhr im hiesigen Krematorium statt. 8 Dies statt besonderer Anzeige. davon ergriffen. land litt unter der Lang⸗ Als Mathilde ins Hotel kam, gab man ihr eine finde. Martinis, der ſie hatte beſuchen wollen. Er ſchrieb ein paar Zeilen, daß es ihn beruhige, ſie ſo früh ſchon auf einem ziergang zu wiſſen; er erwarte deshalb, daß ſie ſich wohl be⸗ erholt hatte. Karte pa⸗ Krankheit. Er bedurfte heute mehr als ſonſt einer fl den Hand. Und Norbert, der einſt die Forderungen der 9 den anderen Intereſſen nachgeſtellt hatte, betonte heute mit einer beſonderen Bedeutung, in dem er eß eine Mahnung ſein ließ. (Rortletzuna ſolat.) er um Wolfganh, willen auch heute ihre Rücktehr ins Haus noch wünſchſhen erhoffe, und dies ſeine einige Bitte an ſie ſei. Es 9 ihm noch einge Tage der Vorbereitung, ehe ſeine Abrei uttel folgen mußte, und er hoffte, daß er auf Wolfgangs noch nicht vergebens werde warten müſſen, denn das Kind Es war beim e Er, bel, eine die Oe, eit genſe 0 n Fol deſſen rüch Spiel/ reck war, Mannbeimer dournalisten- und Schriftsteller-Vereln E. V. Nach kurzem Krankenlager vey⸗ schied unser hochgeschätztes, selz getreues Mitglied, Herr Friedrich Kunert 9 Uhr entschlief sanft nach mein innigstgeliebter Gatte, Schwiegervater, nkel Wir beklagen aufs Tietste den Heim-⸗ gang des vortreffliehen Mannes, der unserer Vereinigung a itbegründer und Mitglied des Vorstandes beson; ders nahe staud. Die Erinnerunglan den lieben Ent- schlafenen wir 2 ei uns hochgehalten 21 werden für t. Der Vorstausd. Die Peürat kindet Sonntag vormittaß 11½¼ Uhr statt. Wirpitten unsere verehrl. Mitslieder hereſichst, sich au derselben mötlichst 2 ich beteiligen zu wollen. 2 Lebensjah *⁰ Euangeliſch⸗proteſtantiſche Gemeinde Dottnerstag, den 22. Februar 1017. Kriegsandacht. Konkorvienkirche. Abends 8 Uhr, Stybtvikar Jundt öériedenskirche. Abends Uhr, im Konfkrmanden⸗Saal Stabtyikar Sieger. Zohanniskirche. Abendss Uhr, im Kgͤſirmanden⸗Saak, Stadtvilax Riehm. verschieden. * mittags 2 Uhr vou qer hiesig 850 7 3 Dr. jur. Gustav Mayer Statt besonderer Anzeige. ꝗ9E Unsere liebe, treubesorgte Schwester, Schwägerin und un* enn Tante, Frau 51⁵¹ geb. ler K6s Baak M den 23. Nebruer 1917 geb. Messer— ist gestern Abend auf der Reise u eines Schlaganfalls daselbst im Alter, Mannheim, C 2, 8, Münch amilie Georg Messer Die Peerdigutg ündet Freitag, den 23. d. Mts., nach⸗ eidelberg infolge u 58 Jahren plötalich Kppobte Haarfar Marke Rabot. Hreise und rote Hohre sofort braun u. schWarz onvergünglich echf zu färben, wird jeder ersucht, dieses neu den 21. Februar 1617 trauernden Hinterbliebenen: Sari Messer en Leichenhalle aus statt. hringen, da ein Fürben der Haa immer echt färb Schachtel Mk.— 0 Kurfürsten-D Th. v. Eichstedt, 4,18/14. Tante, Frau — nowie für die zahlreichen Kraur⸗ allen unseren herzlichen Dank. Danksagung. Für die liebevolle Teilnabme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste weiner lieben Gattin, Ungerer lieben Mutter Babette Kretzler die trostreichen Worte des Herrn Stadtp Kunststr. Kurtürgtenhaus. Institut Büchler, Kaunbeim“ 6, 1 Sesr. lSe7 O 6, 1 27 Bestrenomm. Privathahdelsschule für Söhne und Töchter guter Foln. Individuelle Unter- 6 weisuns in Tageg und Abendkursen. Unterricht und Blum ohann Kretaler und Kinder Karoline Wöhrie und Einder. Kein Masspnunterricht! e * lieteri sohnel, unop oilng Rascheste sbildung möslich! à 0 Dr. M. Maas'sche zur allgemeinen Kenntnis. Bekanntmachung. Nachſtehende Veordnung bringen wir hiermit Mannheim, den 19. Februar 1917. Gr. Bezirksamt.— Volizeidirektion. Verordnung. (Vom 16. Februar 1017) Kohlenverſorguung betr, Auf Grund der Bekanntmachung pom 25. Sept. 1915 über die Erxichtung von Preisprüſungsſtellen und die Verſorgungsregelung in der Faſſung vom 4. Noy. 1915(Reichs⸗Geſetzlatt Seite 607, 728) wird ver⸗ 81. S 4 unſerer Veroxbnung vom 3, Februar 1917, ordnet, was folgt: Kohlenverſorgung betreſfen (Geſetzes⸗ und Ver⸗ ordnungsblatt Seite 20), erhält ſolgende Faſſung: Bis auf weiteres bleiben geſchloſſen: 1. Theater, Lichtſpielhäuſer ſowie Räume, in denen Schauſtellungen oder Konzerte ſtait⸗ finden, mit Ausnahme der Samstage und Sonntage; 2, ſonſtige öſſentliche Vergnügungsſtätten aller bäder der Badanſtalten 8. von 7 Uhr ahends— Samstag von 8 Uhr abends— bis 10 Uhr vormittags die offenen Berkaufsſtellen; ausgenommen ſind nur Avo⸗ theken und Verkaufsſtellen, in denen der Ver⸗ kauf von Lebensmitteln als Haupterwerbs⸗ zweig betrieben wird; 4 von 10 Uhr abends bis 11 Uhr vormittags Gaſt⸗, Speiſe⸗ und Schankwirtſchaften ſowie Axt, ſowie Schwimm ohne Einſchränkung; Vereins⸗ und Geſellſchaftsräume, in denen Speiſen oder Getränke perabreicht werden. Wirtſchaften, welche vorwiegend Kaſſees ſind, ſowie die Erfriſchungsräumé der Konditoreien dürfen erſt um 2 Uhr nachmittags geöffnet werden. Die ſoweit ein Bedür Ortspolizetbehörden ats hierfür vorliegt, das ſind beſugt, frühere Oeffnen einzelner Wirtſchaften zu ge⸗, ſtatten. Die Gaſtwirtſchaften dürſen auch vor 11 Uhr por nittags und nach 10 Uhr abends diejenigen Räume geöffnet halten, welche für den Auſenthalt der bei ihnen übern achtenden Fremden 9289* ſind. Die 88 5 und 6 der Verordnung vom 3. Febr. 1917, auf weiteres in Kräft. Kohlenverſorgung betreffend, bleiben bis 8 3. Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft. Karlsruhe. den 16. Febrnar 1017. B318 Großherzogliches Miniſterinm des Innern: von Bobman. Dr. Schühly. Vorſtehendes hringen wir hiermif zur W lichen Kenntnis, Mannheim, den 18. Fehruar 1617. Bürgermeiſteramt: Dr. Fi nter Diebold. in den Abenghtunden ſtatt. benslauf mit Alters und das M munheim, zu xichten. werber, welche unſerem Dienſt beſchäf⸗ Etigt waren, demnach als Schaffner ausgebildet find, werden bevorzugt. Swi⸗ Manuheim, 20. Febr. 1917. Oh. Vanner, Inh. staatl. eprüft. ruckerel,& 6, 2 Heckel, 0 Strazenbahu. nerdienſt an erden Män⸗ rauen einge⸗ Die Ausbüdung ſindet Selbſtgeſch ngabe des öße iſt an Straßzubabnamt chon in Straßenbahnamt. nur uin Selbſtgeb., gegen? 2 monaſſiche Abzahlung von n Age e . Angebche unter U. M. Mieie dei Pes“ are 10 10. ein Darlehen von IK 110.— darf er⸗· teilt Unt. Gewerbebetriſben Kommunalvckban ucker bezie nach den für dos 3 gelienden Beſtimm hergeſtellt iſt, ſeinen hel darf binnen 8 Taagelbel uns mündlich anzum hat. Telephoniſche ungen können ni genommen werdenzeho Der augemeldete de⸗ Einzelnen 400 Pramehe überſteigen und at vom Lebensmittel⸗ 69 uckermarken ramm für den 10 einbehalten. Mannheim, 21. Fe Der Sunagogent Par Glbf7 für werden gewaſchen e geſucht, waches anhe Angene) M. Chriſt, heater 5 g. u. 5190an.W 56 *—— 9* Staatl. geyr · in ag. Nr. 450. af Se. 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St. 5170 Speiſe⸗ Kaffee, S Die Anmeldung der Knaben und Madche Donne Fstag, den 22. Februar 1917, tog, den 24. Februsr Bekanntmachung Nachmuſterung der dienſtunbrauchbaren und der zurückgeſtellten Wehrpflichtigen betreſſend⸗ In deu nächſten Wochen ſindet cemäß Aneh nung des Kriegsminiſteriums vom 3. Februar! eine Nachmuſterung ſolgender ungedienten Webi⸗ pflichtigen fatt: ¹⁰ a) Pflichtige des„ungedienten 2 4305 tur ms“ der Heburtsjahrgänge 16 i⸗ bis 1605, ſoweit dieſe bisher die Entſch⸗ dungen„dauernd untaugtich„dauerne m, a“ oder wegen zeitiger Untauglichteit ſcheidungen wie 3, 4, 5,6 Monate nicht 76 oder„1 Jahr nicht 3“ oder„vorlän* zurück“ erhalten haben. Ungediente Lau ſturmpflichtige, welche jedoch na ch 416 1. Oktober 1916 die Entſcheidung„vorlän— zurück“ oder 3 Monate, 4 Monate, 6*3 nate oder 1 Jahr nicht a erhalten haben ſind jetzt nicht muſterungspflichtig.* trifft insbeſondere für die vorläuſig zahr⸗ geſtellten Landſturmpflichtigen des 9 gangs 1808 zu, welche nach dem 1. Ok 1916 gemuſtert worden ſind. 2 b) Dauernd Untaugliche n970 diente) der Geburtsjahrgänge 167 bis 1806, ſoweit dieſe bei den bisherige Muſterungen die Entſcheidungen„dauene untauglich“,„ auernd nicht a“ oder weg zeitiger Untauglichteit Entſcheidung n we L, à, 4, 6 Monate, 1 Jahr nicht b1 vor-äuſig zurückgeſtent“ erhalten haben, Itt die vetreffende Entſcheidung wegen 1 tiger Untaug ichkelt u ach dem 1. Ertone, 19.6 gefällt worden, ſo findet eine Muft 9 rung dieſer Pflichtijen nicht ſtatt, währen,⸗ jedoch dieſegi en mit Entſcheidungen„Pen, oder„dauernd nicht a“ zu erſcheinen Wtunn⸗ c) Militärpflichtige der Retrutehh jahrgänge 1807, 1896, 1805, 1894, 189, und 106 vorhandener äterer Jahrgänge, welche aktive Militärdienſtpflicht zu erfüllen Far und welche bei den früheren Kriegserſath ſchäften wegen zeitiger Untauglichkeit—* läuſig zurückgeſtellt oder aus anbere Gründen(Krankheit zc.) nicht gemu worden ſind. Iſt die Zurückſtellung weger zeitiger Untauglichkeit nach dem 1. Detofe⸗ 1916 ausgeſprochen, ſo findet eine Muſe⸗ rung dieſer Leute letzt nicht ſtatt.—*— Rekrutenjahrgang 1897 wird jedoch von, ſtändig zur Muſterung herangezogen gleich, viel, ob die bisherige Entſcheibung„i⸗ 10 69g..“,„a..“, J Monate nicht a,„D. R. pder„vorläuſig zurück“ gelautet hat. 3• Die obenerwähnten ungedienten Muſterunhſte pflichtigen werden hiermit aufgeſordert. ſoweit lle nicht ſchon bei dex unterzeichneten Koutrotlſt6. gemeldeg ſind, in der Zeit vom 23., 24. un⸗ Februch 1017, vormittags—12 Uhr im Groß 4 Bezirtsamt Mannheim,, 6, 1, Zemmer Nr. 9 die Anmeldungen unter Vorlage ihrer Militärbs piere nachzuholen. Da anzunehmen iſt. daß ſich in hieſiger Stee eine größere Anzahl ungedienter Tschrpflichttde, anfhält, welche bei frühexen Muſterungen die 6 ſcheldungen„dauernd untaugeich“, danernd nich erhalten haben und daher gkauben konnten, 1195 mehr wehrpflichtig zu ſein, ſo werden dieſe Pfli 1 tigen neben den oben erwähnten Wehrpflichtig, hiermit nachdrücklichſt auf ihre Melde⸗ und Geſte lungspflicht hingewieſen. le Angehörige des ungedienten Sandſturms ſon, der Dauernd Untauglichen(Ungediente) oder o. Militärpflichtigen der aufgeführten Fahrgänge, welche ſeit der letzten Meldung ihre Wohnunger ändert haben, werden zur ſofortigen Auzeige ihr jetzigen genauen Wohnung bierher veranlaßt. el⸗ Beun Wehrpflichtige ihrer Melde⸗ und Geſſiich lungspflicht nicht nachkommen oder wiſſenthn falſche Angaben machen, ſo baben ſie empfindl die Beſtrafung zu gewärtigen. Daneben erfolat des Einſtellung der ſäumigen Pflichtigen im Wege ilt Zwangs als unſichere Heerespflichtige. Dies Ein u. a. auch ſolchen Pflichligen, welche ſich zum Sche unrichtig bei anderen als den zuſtändigen Auneh bungsbezirken an⸗ oder abgemeldet haben. Soll Wehrpflichtige über ihre Melde⸗ und Geſtellungn pflicht nicht genau Beſcheid wiſſen, ſo wird hiet in Großh. Bezirksamt L 6, 1, Zimmer Nr. Ignft der Zeit von—12 uhr vormittags Ausku erteilt werden. Mannheim, den 19. Februar 1917. Der Zivilvorſitzende der Erſatzkommiſſion des Aushevungsbezirks Mannheim: Büchelin. 2 Vorſtehendes bringen wir hiermit zur oſen lichen Kenntnis. Bürgermeiſteramt: Dr, Finter. Bekanntmachung. Die Aufnahme von schulanfängefs in die Vorschuſe des Instit Schwarz betreffend- — e. 5 welche in diesem Jahre in die Vorschule lich Institut Schwarz eintreten sollen, findet 48 zwischen 11 und 12 Uhr in M 3, 10 statt. Schäler, die zu Ostern————— Stitüt werden durch die Aufnahme in das Rerbet warz auf Antrag der Eltern bis zum Kle on jedem Schulbesuch befreit. gemäß Scculte⸗ orduung des Großh. Ministeriums des und Unterrichts vom 20. Januar 1915. die Die Vorschule hat die Auigabe, Kinde0per. später in ein Gymmnasium, Ranie)mmasium, cuu realschule oder in eiue 8 höhere u eintreten wollen, für diese inahme voleh bereiten. Die Vorschule übernimmt Kindet Jul, 6 dis 11 Jahren. Schulanfänger sollen im 50 nahmejahr 6 Jahre alt werden. Mannheim, den 20. Februer 1917. Die Schulleitung: Mäller, Dr. Sesler— Buchdruckerei G u b. — .r ——— SSS —————— 2— — 3 — S S 8 2 — 2 S——— 2 — — *—— — —— 3