Derantwartlich für den allgemeinen uucd Aanbelsteil: Chefredakteur Dr. Fritz Golbenbaum; für den Anzeigentell: Anton rieſer. 4 Bruc u. Berlag der Dr. B. Saas ſchen Buchibruckerei, G. m. b.., ſàmt⸗ üch in Raunheim— Praht⸗Rdreſſe: Sencral⸗Anzeiger annhbeim. Ferniprecher: Ar. 7949, 7941, 7942, 798, 7944, 795. Poitſcheck⸗ Ronto Ur. 2917 Cudwigshafen a. RB. Boöchentliche Beilag en: —— Der deutſche Tagesbericht. 4 Sroßes Hauptauarkier, 26. Juni.(WrB. Amilich.) 9 Weſtlicher Kriegsſchauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls Kronprinz Ruprecht von Bayern. 8 Längs der Front bekümpften ſich die Artillerien ſtellen weiſe unter großem Runitionseinſatz. Gegen die Infan⸗ kerieſtellungen richlete ſich die Jeuerwirkung nur an einzelnen Ab⸗ ſchnikten meiſt zur Vorbercitung von Erkundun gsvor⸗ ſtößen, die mehrſach zu Grabenkä myfeu führten. Heeresgruppe des deutſchen Kronprinzen. Bei Vauxaillon lag ſtarkes franzöſiſches Jeuer auf den ſeit den Kämpfen vom 20. und 21. Juni feſt in unſerer Zand beſinbüügen 3 Sräben. Rach lebhaftem Feuerkampf griſſen die Franzoſen nord⸗ . weſtlich des Gehöſtes Hurtebiſe die von uns neulich gewonnenen Höhenſtellungen au. Der Gegner drang lrotz hoher Verluſte, die ſeine Sturmwellen in unſerem Feuer erlitken, an einigen Stellen in unſere Linien. Sofort einſetzender Gegenangri ff warf ihn zum größten Teil wieder hinaus. Die Artilleriekätigkeit war auch in anderen Abſchnitten der Aiſne und Champagnefronk bei gut icht —7 guler Sicht recht 4 Ein eigenes Sloßkruppunternehmen ſüdöſtli Tahure führte zum beabſichtigten Erfolg. Beeresgruppe des Generalſeldmarſchalls Herzog alb 1 4 recht von Württemberg. Nichts beſonderes. —— een Tagen ſeinen 54., 55. und 56., Leulnank Alme beinen 20. Gegner imn Luftlampf beſtegt. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. Südweſtlich von Luck und am Skrypa und Dujeſir hielt die rege Gefechtstätigkeit an. Mehrſach wurden ruſſiſche Fkreiſabteilungen verjagk. Maʒedoniſche Kront. Die Lage iſt unveränderk. In Vorfeldgeſechten behielten die Bulgaren die Oberhand. Der Chef des Admiralſtabs der Marine. nröder geſtera Die neuen U⸗Booterfolge. Berlin, 25. Juni.(WB. Amtlich.) Reue-Bootserfolge im engtiſchen Kaual, im atlantiſchen Ozean und in der Rordſee: 24000 Brutkoregiſtertonnen. Unker den Kkerſenkten Schiffen befanden ſich: ein engliſcher Frachtdampfer, ein Froßer kieſbeladener, durch Zerſiörer geſicherter ergliſcher Tank⸗ mpfer, ein bewaffneter Dampfer von 6öo Tonnen, Ladung an⸗ ſcheinend Skückgut, der aus einem Geleitzug herausgeſchoſſen wurde. zwei bewafſnete Dampfer, von denen der eine Balmöl und Saffran⸗ ſaat geladen halte. Ein weiterer verſenkter Dampſer hatte Gruben⸗ bolz als Ladung. „ Berlin, 25. Juni.(7B. Amilich.) Auſere mittelmeer⸗ -Boote. haben neuerdings 10 Dampfer und 9 Segler von ins⸗ eſamt 28 580 Bruttoregiſtertonnen verſenkt. Unker dieſen Schiffen befanden ſich der engliſche bewaffnete Dampfer„Kallundberg“ G590.R..), der iialleniſche bewafſnele Dampfer„Ferk“ G562 B. R..) und ein unbekanntes feindliches Schiff von 4000 ..T. Die Ladungen aller verſenkten Schiffe waren für die Häſen der Entenke beſtimmt und enthielten 9400 Tonnen Kohle, 7100 Tonnen Eiſen, 5600 Tonnen Rüböl, ferner Schlachtoieh, Olibenöl, Erdnüſſe, Salz, Wein, Benzin und Schwefelkies. Der erſte Generalquarkiermeiſter: S udendorff. „Ein ſiegreicher öſterreichiſcher Gegenſtoß 4 an der Ciroler Front. Wien, 26. Junl.(WB. Nichtamel.) Amtlich wird verlautbart: 4 Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. BAnoeränderk. Italieniſcher Kriegsſchauplatz. Am 25. Juni haben Kaiſerſchützen und Teile des weſtgaliziſchen 1 Juſanterleregimenks 57 nach gründlicher Vorbereitung und mit wirk⸗ nſter Arkillerieunterſtühung die auf dem Grenzrücken ſüdlich des Fuganatales noch in Jeindeshand befindlichen Stellungs⸗ eite in tapferem, zähen Kampf voll wiedergewonnen. e Gegenangriffe des Zeindes ſcheiter'ten an der tapfe⸗ en Haltung unſerer Beſatzungen. Bisher wurden 1800 Mann n Gefangenen, darunter 44 Offiziere, eingebracht. Der Chef des Generalſtabs. EBerlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Von der Sübtfroler Front wird gemeldet: Die Jkaliener haben heute dacht an der Südtiroler Front den in den beiden letzten ſfenſidtagen gewonnenen Höhenraum durch einen ſchnei⸗ geführten Gegenſtoß der k. u. k. Truppen wieder verloren. die bisherige Beute dieſes Gegenſtoßes, der ein Gegenſtück zu der Jereichen öſterreichiſchen Gegenoffenſioe in der zehnten Iſonzo⸗ Racht darſtellt, betrug 39 Offiziere, 1600 Mann und meh⸗ Geſchütze und Maſchinengewehre. Allem Anſcheſn uch iſt auch hier der Führer der 6. ialieniſchen Armee wie der her⸗ i Aoſta bei Famiano in einem Augenblſck überraſchl worden, er ſelbſt die letzten Vorbereitungen zu einem eigenen Angriff EES — — 4 Jialiens Kriegsmüdigkeit. Rokterdam, 25. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) Aus Lugano wird meldet: Obgleich die italieniſche Zenſur nach wie vor alle Mit⸗ Aungen über kriegsfeindliche Strömungen in Stalien S8SS — Ritlmeiſter Freiherr von Richthofen hat in den beiden leh lmntliches Verkündigungsblatt fü Abend⸗Ausgabe. Amtsbezirk Mannheim.— * Anzeigenpreis: Die Iſpalt. Kolonelzeile 40 Pfg., Rellamezeile R. 129 Aunahmeſchluß: Mittagblatt vorm. 3¼ Uhr, bendblatt nachm. 5 Uhr. ur Anzelgen an beſtimmten Tagen, Stellen u Ausgebe wird keine Ver⸗ antwortung übernommen. Oczugopreis in Manntzeim u. Umg, monatk. Mt..40 einſchl. Bringerl. Vurch die Poſt dezogen viertelf M. 4 52 einſchl. Poſtzuſtellungsgebühr. Bei der pojt abgeh. M..90. Einzei⸗Ux. 5 Pig. mit aller Energie unterdrückt, treffen doch immer neu Nachrichten ein von dem unverkennbaren Umſchwung, der ſich in der öffent⸗ lichen Mein ung des italieniſchen Volkes vollzogen hat. Be⸗ ſonders in den durch die Ueberſchwemmungen hart mitgenommenen Teilen Oberitaliens ſteigt die Erbitterung gegen die ſtei⸗ genden Kriegsopfer, und faſt in jedem größeren Orte müſſen polizeiliche Vorbereitungen getroffen werden, um kriegsfeindliche Umzüge, öffentliche Verſammlungen uſw. zu verhindern. Der bulgariſche Bericht. Sofia, 26. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Generalſtabs vom 25. Juni. Mazesoniſche Leont Lebhaftes Arkilleriefeuer im Cernabogen und ſädlich von Doiran. Drei mit Maſchinengewehren ausgerüſtete engliſche Kompagnien rückten gegen unſeren vorgeſchobenen Poſten bei Breſt, nördlich vom Dorfe Doiran und des Doiranſees vor; ſie wurden jedoch durch Seuer verjagt. An der unteren Struma Scharmühel zwiſchen Wach⸗ abteilungen. Bei Enikkoef wurde eine halbe engliſche Kompaanie durch Feuer vertrieben. Bei Enik⸗Mahle zerſireule eine bulgariſche Erkundungsablellung eine berlitens von Radfahrer begleitete eng⸗ liſche Abteilung und erbeutete Fahrräder, Gewehre und anderes Kriegsmatericl. Rumäniſche Front. Bei Jaſaccea und Galatz Arlilleriefeuer. Vor einer Oſfenſive im Oſten. „Ueber die Kriegslage im Oſten wird uns von unſerm mili⸗ täriſchen Mitaxbeiter geſchrieben: Seit mehreren⸗Tagen kommen in unſerem Heeresbericht Mit⸗ teilungen vor, welche eine erhöhte Kampftätigkeit an der ruſſiſchen Front betreffen. Immer handelt es ſich um dieſelben Kampfabſchnitte, an denen ſich die Ruſſen bemerkbar machen, nämlich um die gali⸗ ziſche und einen Teil der Karpathen⸗Front. Wenn man die inneren Verhältniſſe Rußlands betrachtet, dann iſt man nicht geneigt, an eine größere Offenſive der ruſſiſchen Armee zu glauben, da die weiteſten Kreiſe in Rußland bereiks überzeugt ſind und dieſe Ueberzeugung auch täglich in den Zeitungen dahin zum Auedruck bringen, daß Rußland nur eine Offenſive für die imperialiſtiſchen Ziele der Entente machen ſoll. Oft genug haben wir von ruſſiſcher Seite gehört, daß Rußland lange genug das Opferlamm Englands geweſen iſt. Anderſeits machen ſich auch Stimmen bemerkbar, die für eine Offenſive an der ruſſiſchen Sront eintreten. Dieſe Stimmen klingen allerdings nur in dem großen ruſſiſchen Stimmkonzert mit und werden von einflußreicheren übertönt, die zwar nicht den Namen der Regierung tragen, aber mächtiger ſind als die Regierung ſelbſt. Die Tatſache, daß ſaſt regelmäßig an der galiziſchen Karpathenfront Kämpfe entbrennen, läßt einen Rückſchluß auf die Urſache dieſer Kampfhandlungen ohne weiteres zu. Hier ſind bekanntlich fran⸗ zöſiſche und engliſche Offiziere ſeit vielen Monaten bei der ruſſiſchen Artillerie tätig. Dieſe„Erzieher“ des ruſſiſchen Keeres ſind es wohl hauptſächlich, denen es zuzuſchreiben iſt, daß die Artillerie an der ruſſiſchen Front ihre Tätigkeit umfangreicher geſtaltet. Sie wiſſen, daß das Lebens⸗ intereſſe Englands und Frankreichs an der uſſiſchen Offenſive hängt und ſind beſtrebt durch tatkräftiges Eingreifen die Urſache zum Kampfe zu geben. In der Hoffnung, daß das Vergeltungsfeuer, das von der deutſchen und öſterreichiſch⸗ungariſchen Artillerie gegen die ruſſiſche Front geſchleudert wird, die Offenſive aufflammen laſſen wird, bewerfen die engliſch⸗franzöſiſchen Artillerie⸗Offiziere an der ruſſiſchen Front unausgeſetzt unſere Linien mit ſchweren Geſchoſſen. Nach dem geſtrigen Generalſtabsbericht ſind bei Kirlibaba offenſichtlich größere Gefechte entbrannt, die allerdings noch keine Rückſchlüſſe auf eine bevorſtehende ruſſiſche Ofſenſive geſtatten. Bei der verſchiedenartigen Stimmung der einzelnen ruſſiſchen Front⸗ abſchnitte und bei dem Einſſuß, den die Mannſchaften im ruſſiſchen Heere an mehreren Frontabſchnitten haben, kann an ein einheitliches Vorgehen der geſamten Front auf einen Befehl hin, vor der Hand wohl kaum gerechnet werden. Auch die Tatſache, daß Bruſſilow den Oberbefehl übernommen hat, bedeutet trotz der Volkstümlichkeit dieſes Feldherrn nicht den Beginn der Offenſive. die Revolution in Rußland. Kerenski wird kränker. O Rolterdam, 25. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) Aus Petersburg wird gemeldet: Kerenskis Geſundheitszuſtand, über welchen bereits früher bekannt gegeben wurde, daß derſelbe nicht den großen Anſorderungen gewachſen ſei, die an den zur Zeit Mann in Rußland geſtellt werden, hat ſich in letzter Zeit wieder verſchlimmert. Nur mit Aufbietung aller Energie gelingt es Kerenski noch, die notwendigſten Staatsgeſchäfte perſönlich zu er⸗ ledigen, und immer mehr muß er ſeine Zuflucht zu Vertretungen nehmen. Der„ſtarke Mann“, den die proviſoriſche Regierung ſo nötig braucht, wird immer ſchwächer, und dieſem Umſtande wird auch von eingeweihten Kreiſen das Ueberhandnehmen der inneren Schwierigkeiten Rußlands ein gutes Teil der Schuld zuge⸗ ſchrieben. Friedensreden auf den Pelersburger Skraßen. m. Köln, 26. Juni.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Kopenhagen: Die in den letzten Tagen hier eingetroffenen Mel⸗ dungen aus Petersburg berühren eigenartig durch ihren ſich wider⸗ ſprechenden Inhalt. Nach der einen Lesart iſt ein gar nicht bekannter Eiſenbahnerſtreik glücklich beendet, nach einer an⸗ deren, ſpäteren, herrſcht in der Hauptſtadt große Lebensmit⸗ telnot, da die Hauptverkehrsader zwiſchen Petersburg und Mog⸗ kau, die Nikolaibahn, vollſtändig ſtilliege. Aus den meiſten privaten und amtlichen Telegrammen geht hervor, daß die Zahl der Frie⸗ densanhänger ſtetig wächſt. Danach werden die zahl⸗ reichen für den Krieg eifernden Redner, die an allen Straßenecken und Plätzen ſtehen, bald von der Menge an ihren, ihnen in den Mund gelegten bezahlten Schlagworten, denen das Temperament und die Ueberzeugungskraft fehlt, erkannt und vielfach gewaltſam entfernt, um von Rednern abgelöſt zu werden, die den Frieden verkünden und von den Zuhörern ermuntert und bojubelt werden. Biele von ihnen bedienen ſich des Hinweiſes in der letzten Rede Bethmann⸗Hollwegs, daß Deutſchland und Rußland ſich brauchten, um ſich in ſegensreicher Friedens⸗ arbeit zu ergänzen. Daneben ſchildern dieſe Friedensredner, wie ſchmählich die ruſſiſchen Soldaten als Vorkämpfer für England und Frankreich für deren erſt in der letzten Zeit ausgeſprochenen Erobe⸗ rungsgelüſte geblutet haben und noch weiterhin ausgebeutet wer⸗ zanns gewählt. den ſollen. Dieſe Darſtellungen verſehlen nicht ihre Wirkung auf ruſſiſche Volksſeele und ſtecken täglich immer größere reiſe an. Die depeſche Grimms— eine Kälſchung? Eine aufſehenerregende Erklärung von Nakionalrat Grimm. m. Köln, 26. Juni.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet von der Schweizer Grenze: Die„Berner Tagwacht“ vom 25. Juni enthält eine aufſehenerregende Erklärung von Nationalrat Grimm, worin dieſer auf das beſtimmteſte verſichert, ſolange er in Rußland geweſen ſei, habe er nie eine Depeſche an Bundesrat Hoffmann abgeſandt. Er habe überhaupt keine De⸗ peſche abgeſandt und mit Bundesrat Hoffmann in keiner Weiſe in Verbindung geſtanden. 1* Der Fall Grimm⸗Hoffmann wird immer mehr zu einem pein⸗ lichen und ſonderbaren Rätſel. Sollte die obige Nachricht zutreffen, ſo würde das Telegramm vom 27. Mai, um deſſen Uebermittlung Grimm die Schweizeriſche Geſandtſchaft in Petersburg erſucht hak, eine Fälſchung ſein. Die Schweizeriſche Geſandtſchaft und danach Bundesrat Hoffmann würden das Opfer einer Intrigue der Entente ſein mit der Abſicht, einen politiſchen Umſchwung in der Schw bi00 herbeizuführen. Na. iich bleibt auch bei dieſer Annahme ſehr vieles dunkel, wer war der falſche Grimm, der der Geſandtſchaft die Depeſche in die Hand ſpielte? Wie konnten dieſe ſo hereinfallen? Es würde außerordentlich nützlich ſein, wenn das ganze ſchmutzige Intriguenſpiel bis in ſeine leten Geheimniſſe aufgehellt werden könnte, das eingefädelt worden iſt, um die Schweiz an die Seite der Entente zu bringen. Wäre die Depeſche eine direkte Fälſchung, ſo würde man ſa auch leichter be⸗ greifen, wie die Antwort Hoffmanns den Engländern in die Hände geraten konnte. Doch wie dem auch ſei, die drängende ſcene die ſich erhebt, iſt die, werden die Engländer mit ihrem falſchen Spiel zum Ziel kommen? Der erſte Zweck iſt erreicht, Bundesrat Hoff⸗ mann, der mit eiſerner Entſchloffenheit ie Neutralität der Feſthr, bewahren wollte iſt gegangen. Nicht etwa von der Entente ge 1 worden, bewahrel Nuk das Opfer einer eigenen Unvorſichtigkeit iſt er geworden, die Engländer haben ſich mit nichten in die inneren Angelegenheiten der Schweiz gemiſcht. Wird auch der zweite Zweck erreicht werden, die Erſetzung Hokfmanns durch einen der En⸗ tente genehmen Mann? Faſt ſcheint es ſo nach den heutigen Nachrichten. Das Syſtem ſoll geändert werden, und dieſe Aende⸗ rung wird Herrn Ador die Tür öffnen. Das„Journal de Geneve“ meldete bereits geſtern auc Bern, die Kriſe ſcheine auf folgender Grundlage gelöſt zu werden. Der Bundesrat ſei der Anſicht, mau müſſe mit der bisherigen Politik gänzlich brechen und ſofort zum Wechſelſyſtem zurückkehren, wonach der Präſident jedes Jahr die Leitung des politiſchen Departements übernimmt, wie es früher der Fall war. Gleichzeitig werde man im Schoß des Bundesrats eine Abordnung von drei Mitgliedern für die auswärtige Politik bilden, zu der auch Ador gehören wird. Der Bundesrat wird, ge⸗ ſtützt 55 fen. allgemeinen Vollmachten, eine dahingehende Verord⸗ nung erlaſſen. Nach dieſem neuen Syſtem würde das politiſche De⸗ partement wieder an den Bundespräſidenten Schultheß gehen. Herr Schultheß iſt aber im Einvernehmen mit dem Bundesrat, mit Rückſicht auf den Frieden und die Einigkeit und, um dem Wunſche des Herrn Ador und ſeinen Freunden zu genügen, damit einver⸗ ſtanden, die Leitung des epartements bis Ende dieſes Jahres Herrn Ador zu über⸗ laſſen. Unter dieſen Bedingungen ſcheint die Wahl Adors gelie ert. Der neue Bundesrat werde ſein Amt ſchon am Fuli antreten. das Genfer Blatt bemerkr dazu:„Wir nicht zu ſagen, wie ſehr uns dieſe Löſung freut. Das glauben wir recht gerne. Denn während Herr Hoffmann nur Schweizer war, kein Freund Deutſchlands und kein Freund der Entente, iſt Herr Ador mit ſeinen politiſchen Sympathien zwei⸗ fellos auf ſeiten der Alliierten. Man tut dem alten Herrn, den Pichon bei der Kundgebung zu Ehren der ſchweizeriſchen Wohltätig⸗ keitsmiſſion in Paris zu Anfang dieſes Jahres als Staatsmann und vor allem als Freund Frankreichs feierte, wohl kein Unrecht, wenn man ihn als einen der Entente wohlgeneigten Schweizer Bür⸗ ger bezeichnet. Selbſtverſtändlich iſt die Löſung dieſer Perſonalfrage innere Angelegenheit der Schweiz und wir nehmen auch weiter an, daß die freie Schweiz ſie weiterhin als innerſchweizeriſche Ange⸗ legenheit behandeln wird ohne Rückſicht auf die Entente, ohne Rück⸗ ſicht auf Deutſchland. Aber ſeitdem der„Temps“ geſchrieben hat, die Schweizer Zeitungen fühlten wie die franzöſiſche Preſſe, daß mit der Vergangenheit gebrochen werden müſſe, man be⸗ greiflicherweiſe dieſer innerſchweizeriſchen Angelegenheit erhöhte Aufmerkſamkeit in Deutſchland ſchenken, zumal, wie wir mitgeteilt haben, auch in der deutſchen Schweiz die Kandidatur Ador lebhaftem Widerſtand begegnet, weil der ausgeſprochene Sympathien für eine kriegführende Partei hege. Soeben trifft nun die Nachricht ein, daß Herr Ador tatſächlich zum Nachfolger Hoffmanns gewählt worden iſt. Wenn die Nachrich⸗ ten über den Genfer Staatsrat zutreffend ſind, dann würde das Verhältnis zwiſchen Deutſchland und der Schweiz vielleicht einer recht ernſtlichen Prüfung ausgeſetzt werden können, ſofern nicht Verſicherungen gegeben werden können, die mehr ſind als gute Worte. Wir müſſen nun die weitere Entwicklung der Schweizer Kriſe abwarten und erwarten, daß die deutſche Diplomatie auf dem Poſten ſein wird. Ob ſie es in den letzten Wochen und Monaten geweſen iſt, iſt eine andere Frage. Die Entente wird die Wahl Adors mit Behagen verzeichnen, ob mit Recht oder Unrecht, das iſt die Frage, die uns nicht gleichgültig laſſen kann. Nationalrat Guſtav Ador zum Bundesrat gewählt. Bern, 23. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die ſchweizeriſche De⸗ peſchenagentur meldet: Die Vereinigte Bundesverſamlung wählte heute mit 168 von 192 giltigen Stimmen zum Bundesrat an Stelle Hoffmanns den Natinalrat Guſtav Ador, den Präſidenten des internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Der Neugewählte wurde am 24. Dezember 1845 in Genf ge⸗ boren. Er ſtudierte Jurisprudeng. Er war ſeit 1874 Großrat, von 1879 bis 1881 Staatsrat und ſeit 1889 Nationalrat. Seit 1901 iſt er Präſident des Nationalrates. Bern, 26. Juni.(WiB. Nichtamtlich.) Meldung der ſchweizerk⸗ ſchen Depeſchenagentur. Anläßlich der Neuwahl zum Bundespräſi⸗ denten beſchloß dieſer die Organiſation der Bündesverwaltung und die Einteilung der Departements zu verändern. Die Handelsabtei⸗ lung wird wieder dem Volkswirtſ haftsdepartement und nicht mehr dem politiſchen Departement zugeteilt, ferner ſoll das politiſche De⸗ partement mit zwei wichtigen Poſten zu einem vereinigt werden, *———— 2 —— 2. Seite. Nr. 292. Mannhein.er General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Dienstag, den 26. Juni 1917. das politiſche Departement beſtünde darnach wieder aus der Ab⸗ teilung für Auswärtiges und der innerpolitiſchen Abteilung. Für den Reſt des Jahres wird Bundespräſident Schultheiß das Volks⸗ wi Departement beibehalten, ſo daß ein anderes Bundesrats⸗ das politiſche übernehmen wird. O Rotterdam, 25. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) g Meldungen hierher, die immer beſtimmter die Uebernahme des politiſchen Reſſorts in der Schweizer Regierung durch den ententefreundlichen Ador in Ausſicht ſtellen. Die letzten Vor⸗ gänge bei der Hoffmann⸗Affäre hätten gezeigt, daß die Mehrzahl der Schweizer Volksgenoſſen auf dem Standpunkt ſtehe, es ſei im Inte⸗ reiſe ihres Landes gelegen, die herrſchenden Sympathien für die Woſemächte entſchiedener zu betonen, und obgleich von einer Aufgabe des ſtrikten Neutralitätsprinzips natürlich nicht die Rede ſein könne, ſo uriiſſe doch etwas getan werden, um den Verdacht der Unter⸗ ſtützung deutſcher Pläne von Seiten offizieller Schweizer Perſönlichkeiten durch einen eklatanten Gegenbeweis aus der Welt du ſchaffen. Die Entente war zu geduldig gegen die Schweiz. e. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) Die„Züricher Poft“ berichtet aus Mailand: Unter der Ueberſchrift: „Die Agonie der Neutralen“ ſchreibt Muſſolini im„Popolo 'Itasia“, die Entſcheidungsſtunde der Neutralen ſei gekommen. Das Dilermma wie ſchon im Auguſt 1914 ſei klar: entweder kämpfen, um zu leben, oder ſich fügen und ein ungewiſſes Schickſal zu erleiden. Auch der Schweiz gegenüber habe ſich die Entente viel zu geduldig gezeigt. Es gebe eine Grenze der Generoſität, wo ſie zur it werde. Zum Fall Hoffmann übergehend, ſagt Mufolini, die Demiſſion des fehlbaren Bundespräſidenten ſchließe den Fall nicht ab, ſondern eröffne ihn. Der Vierverband müſſe jetzt energiſche Schritte gegen die Schweiz unternehmen. Die Bergewaltigung Griechenlands. Nur noch verwaltete Provinz. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Pr.⸗Tel., z..) Der Schweizer allgemeine Preſſedienſt mekdet aus London: Im Un⸗ terhaus teilte Balfour mit, daß der bisherige engliſche Geſandte in Nihen Sir Elliot abberufen worden ſei, weil ſeine Beibe⸗ halzeng neben dem franzöſiſchen Oberkommiſſar Jonnart unnötig erſcheine. Damit gibt die engliſche Regierung äußerlich zum Aus⸗ druck, daß Griechenland völkerrechtlich als ſelbſtändiger Staat zu beſichen aufgehört hat und nur noch als verwaltete Provinz gilt. Aus der Schweiz „25. Zuni.(WTB. Nichtamtl.) Die„Agence Havas“, beri aus Athen: Jannart hat an Zaimis eine Note gerichtet in in der unter dem Hinweis auf die im der Note der Müchte ausein⸗ and e Erwägungen, die Verfaſſungswideigkeit der gegenwär⸗ tigen die Regiceneeg zur Ein berufung der aufge⸗ Fößſen veniſeliſtiſchen Kammer auffordert. Zaimis der zch ſeiuer dem Land und dem König gebesſteten Dienſte ſeine — 6 8— im Intereſſe der e des zur Bewuhigung und Berſöhnung. Das neue Kabinett Veni⸗ ſeros wird am Dieustag oder Mittwoch vererbigt. ung des Saventicens deuch Englandꝰ Das Leibblatt des einflußreichſten Mannes in der ruſſiſchen Kerengki, der„Ben“ verößfentlicht eine—— der! att reſt ſant, Saß es ſich dabei um eine Tatſache handle, die in der m Hauptſtadt gegenwärtig Auſſehen erregte. Kriegs⸗ miniſter Kerenzu habe eime mehrſtündige Beſprechung mit dem eng⸗ —— Buchanen gehabt, bei der der WMiniſter den ter auf das dringendſte erſucht haben ſoll, ſeine Pläne in Ws auf die Wiedererrichtung des Zarenthrones endgültig aufzu⸗ In Petersbang jei es ein oſßenes Geheimnis, daß der britiſche BGocſchafter ſert einicer Zeit mit den reaktionären Kreiſen Fühlung genemmen habe, um ſie zu einer Stellungnahme gegen die proviſo⸗ Reg zu beroegen. Wenn auch die Gefahr eines Sondor⸗ 5 nicht vonlüge ſo beunruhigten dach die Friedens⸗ —— der wiſfikchen Regierimg Herrn Buchanan auf das ſchröerſte. Es wird erzählt der Botſchafter habe den Monarchiſten reiche Mittel zer Beufegung gaßtellt, magegen Rieſe ihm zugeſchert häitten, daß ſie ſich für den einer Wiederherſtellung der Monar⸗ einem Miglied das es Nomanowm volkkommen in don der eugilſchen Pocduit und jede Fuedensneigung mit ——— 105 „ bei den belannten iel des tes zu Kereusti an Neſen Mittenlungen irgendwie Das Boegehen des b ſchen Botſchaſters überraſcht auch nach 7 was man Hiaher non Sſen Manne erkebt hat, nicht im ge⸗ u. Er war es, der die Voltsbe⸗ die aus den Schwie⸗ der Kon uden war, politiſch aus⸗ and, in ihm vaͤllig pe 5 0 ———— Us gewerden war. B +* r. Bachanau befand ſich in dem Walm, Wäzung wärde ihm die Möglichkeit geben, das vom Zarismus Neiad ganz nach den Wänſchen der engliſchen Regierung n. Die Mechmeulg erwies ſich in jeder Begzehung als falſch. Serchledon Friedensneigungen traten nun erſt in ihrem ganzen Derchenan zügerte nicht einen Augenblick, aus der überracchend venãnberten +*. 2 engen zu zieten. Der—— von wde Nacht zun Mederaufvichter des Jarenwegiments. Poularaent und die briniſche Regierung haben das ruſ⸗ ſi WBoik zu„Pirree Beſreiung vom Deſpotistmus begkückwünſcht. e ahptich Recher Geichünſch gemeint war, erkennt man jetzt aus dem Wirken des bnittſchen Botſchaſters in Petersburg. Mit reichen Mitteln, die ihm ſeine Regierung zur Verfügung geſtellt hat, war er das rutiche Volk erneut dem Deſpotismus auszuliefern, nur weil Englands Interaſſen es erſordern. Das it echt briliſche Pochlik. Throue werden errichtet und getzürzt, Vötzer befreit und Helssenhtet, gaug wie Gaglands Jutereſſen es erßordern, aber alles untor der houchevithen Masle, allein für die Wohlfahrt der Menſch⸗ heit zu winzen. — Knalends Suiunftsaufgebe? In einem offerten Brief an den Herausgeber des Londoner „2 Chroniele— abgedvuckt in dieſem Blatte am 4. Juni 1917— ſte ber engliche Dichter H. G. Wells die Forderung auf, daß die 2 mungen über den engliſchen Impericlismus, die in einem greßen Teile dor Welt beſtehen, von England ſelbſt durch ein unum⸗ wünnene Antwort richtig geſtellt werden. Die Briten müßten 6 erkwen, daß ihr Weltreich nur ein proviſo⸗ giſßbes ſei, und daß ſie bereit ſeien,„große Berzicht⸗ leikanges auf unſere jetzige Bormachtſtellung und unſere Prsilegien im Intereſſe der geſamten Menſch⸗ eit wüsommen zu heißen.“ Das von den Engländern in dieſem Bets beioute Argument, daß die Deutſchen nach der Weltherr⸗ eben, ſei zweiſchneidig. Wells fährt wörtlich ſort:„Man von uns, wir ſtreckten die Krallen nach Meſopota⸗ mien und Paläſtina aus, Frankreich nach Syrien; Italien Wir io dargeſtalt, als verfolge es eine macchiavelliſtiſche Poütik — die ungtlickichen griechiſchen Repüblikaner, wobei es ſeine He auf die griechiſchen Inſeln und das griechiſche Kleinaſien geworſen habe.“ Um dieſe Unterſtellungen zurück⸗ uwetſen, wären deutliche Erklärungen notwendig, über Afrila ſowie über Aegypten und Indien. Zu letzterem Punkt ſagt Wells:„Endlich naht auch die Zeit wo uns die Aegypter und die Nationen Indiens en:„Sallen die Dinge immer ſo weiter fortgehen, wie eber dürſen wir die Zeit ins Auge faſſen wo wir die Afcikaner, 233 und die Auſtralier zugeſtandernermaßen eure gleich⸗ geſteskten Partner ſein werden?“ Würde es nicht weiſe ſein, dieſe Fraze in beiahendem Sinne zu beantworten, ehe die Stimme, mit der ſie geſpagt wird, vor Zorn zu grollen beginnt? Zum Beiſpiel in Aeupten Fen d wür entweder Räuber— abgeſehen von einei gewiſſen Outakikätsvenſchiedenheit, ſehr ähnlich den Deutſchen in — oder aber wir ſind ehrenamtliche Verwalter, Groß⸗ britammien hat ſeine Weltnolitit vor der Welt zu erklären.„Wir möchten“, ſo ſchließt der Auſſatz,„daß alle unſere Völker es verſtehen, und daß die ganze Menſchheit es verſteht: Unſer Weltreich iſt nicht ein Netz um die ganze Welt, in dem ſich der Fortſchritt des Menſchen⸗ geſchlechts verwickelt, ſondern ein politiſches Syſtem, das mit Be⸗ wußtſein Schulter an Schulter mit den andern Demokratien der Erde arbeitet und den Weg bereitet für einen Weltbund freier und gleicher Völker und ſich ſelbſt darauf vorbereitet, ſich zu opfern und mit dieſem Welibund zu verſchmelzen.“ Wie die Stimme des Propheten in der Wüſte klingen dieſe poli⸗ tiſchen Forderungen eines engliſchen Dichters. Die britiſchen Auguren werden entſchuldigend und vielleicht wohlgefällig lächeln. Denn entweder ſpricht hier ein idealiſtiſcher Wolkenkuckucksheimer, über deſſen Bewertung ſich die engliſche Oeffentlichkeit von jeher ganz klar war, oder es produziert ſich ein Meiſter im„cant“, jener parfümierten undurchdringlichen Heuchelei, die ſich ſtets in der Ver⸗ hüllung des wahren engliſchen Weſens und ſeiner Ziele ſo großartig bewährt hat. 5 England lächelt, aber vielleicht werden die politiſchen Dichter⸗ worte in Frankreich, Rußland und Italien, wo man Grund zu haben glaubt, nicht mehr ſo ganz feſt auf die engliſche Uneigennützigkeit zu bauen, beruhigend wirken. 42* Deutſches Neich. Zum Wiederzuſammentritt des Reichstages. Berlin, 26. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Die nächſte Vollſitzung des Reichstags findet am 5. Juli, nachmittags 3 Uhr, ſtatt. Auf der Tagesorönung ſteht die erſte und eventuell die zweite Beratung der Kreditvorlage. E Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Wir haben ſchon vor ein paar Tagen hier mitgeteilt, daß dem Reichstag ei ſeinem Wiederzuſammentritt am kommenden Donners⸗ tag außer der Kreditvorlage nur noch ein Geſetzentwurf über die kriegsbeſchädigten Kriegsgefangenen zugehen wird. Daneben rechnet man damit, daß auch noch der Entwurf über die Verlängerung der Legislaturperiode den Reichs⸗ tag nun beſchäftigen wird. Daß die Tagung ſich auf wenige Sitzun⸗ en beſchränken wird, iſt nach wie vor ſicher. Immerhin iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß es dabei bewegte Tage geben wird. Es liegt etwa wie Kriſenſtimmung in der Luft.— In ſteigendem Maße bellagt man ſich über den Quietismus der Regierung— und es wird wohl ſein, daß dieſe Stimmungen und Strömungen jetzt nach Entladungen ſuchen werden. Die Bolksernährung. Regelung der Kartoffelverſorgung. Die Beratungen über die Regelung der Kartoffelverſorgung aus der diesjährigen Ernte ſind noch nicht zum Abſchluß gebracht. Es liegen eine Reihe von Anregungen auf eine anderweitige Ge⸗ ſtaltung der Kartoffelberſorgung vor, jedoch dürften im weſent⸗ lichen dieſelben Maßnahmen zur Anwendung gelangen, wie für die Ernte des Jahres 1916. Von einer Feſtſetzung der Preiſe für die Winterkartoffeln wird einſtweilen ab⸗ geſehen werden, da es ſich nach den vorjährigen Erfahrungen nicht empfiehlt, Erzeugerpreiſe feſtzuſetzen, bevor ſich der Ernte⸗ ertrag auch nur einigermaßen überſehen läßt. Der gegenwärtige Stand der Kartoffeln berechtigt im allgemeinen zu der Hoffnung auf eine auskömmliche Ernte, wozu die teilweiſe reich⸗ lichen Niederſchläge, die in vielen Gegenden Deutſchlands in den letzten Tagen niedergegangen ſind, weſentlich beigetragen haben. Daß wir aber nicht auf eine glänzende Kartoffelernte zu rechnen haben, wie ſie in normalen Friedensjahren die Regel bildete, iſt ſelbſtverſtändlich. Die Unzulänglichkeit des Saatguts wird ſich un⸗ zweifelhaft im Ausfall der Ernte fühlbar machen. Im übrigen ſind naturgemäß auch noch die Witterungsverhältniſſe der nächſten Monate von großem Einfluß auf die künftige Ernte. Unter dieſen Umſtänden erſcheint es ſehr viel richtiger, die Preisfeſtſetzung einſtweilen zu vertagen, bis man in der Lage iſt, den Ausfall der Ernte mit einiger Sicherheit zu überſehen und danach die Preiſe einzurichten. 1 ketzte R Die Abbürdung auf die ruſſiſche Revolution. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Pr.⸗Tel., z..) Der Schweizer allgemeine Preſſedienſt berichtet über Kopenhagen aus London, vor einigen Tagen habe der Leiter des engliſchen Zivil⸗ dienſtes Chamberlain erklärte, die ruſſiſche Revolution habe jedenfalls das Gute, daß ſie den Verbündeten die Verantwor⸗ tung für ein etwaiges Fehlſchlagen des Krieges abnehme. Der Friede könnte nicht mehr als eine Niederlage der Verbünderen und als ein aus eigener Kraft gewonnener Sieg der Mittelmächte angeſehen werden. Das engtiſche Volk wird alſo jetzt ſchon auf einen erfolgbochen Kriegsausgang allgemein vorb .ewitert. 0 70 Neue franzöſiſche Kriegskredite. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Pr. Jel., z..) Nach Genfer Meldungen aus Paris berichtet das Petit Journal, im Finanzausſchuß der Kammer ſei der Regierungsantrag auf neue Be⸗ willigung von 15 Milliarden Franken Kredit eingegangen. Sie die⸗ nen zur Fortführung des Krieges bis 31. Dezember. Die gefarderte Summe bringt gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Steigerung von nahezu 50 Prozent. Neutrales Arteil über die deuiſcher„Herſtörungen“ im Rückzugsgebiet. c. Von der ſchreizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) Der ſchweizeriſche Oberleutnant Frey, der unlängſt die deutſche Weſtfront beſuchte und dabei auch Gelegenheit hatte, teilweiſe das Rückzugsgebiet zwiſchen Arras und Reims zu beſichtigen und mit franzöſiſchen Evakuierten ſich zu unterhalten, wendet ſich in der „Bafler Nationatzeitung“ gegen die im Ausland verbreitete Auf⸗ faſſung, daß bei der Zurücknahme der Front unnütze Zer⸗ ſtörungen verübt worden ſind. Man müſſe, ſchreibt er, mehr Verſtändnis dafür haben, daß im Krieg nur der militäriſche Zweck entſcheiden könne. Selbſt ein Obſtbaum muß eben umgelegt werden, wenn er dem Feind Schutz gegen Fliegerſicht gewährt, ſelbſt ein Kirchhof muß niedergelegt werden, wenn er dem Angreifer Deckung bieten könnte. Ich habe ſelbſt die vor den deutſchen Stellungen niedergelegten franzöſiſchen Dörfer mit unbewaffnetem Auge geſehen, aber als Militär mich ohne weiteres von der Notwendigkeit jener Zerſtörungen überzeugen müſſen. Auch war ich zufällig drei Nächte in einem Haus einquartiert, wo franzöſiſche Flüchtlinge verkehrten, unter anderem einige Evakuierte aus St. Quentin. Gewiß war ihr Los ſehr traurig, aber über barbariſche Behandlung bellagten ſie ſich nicht. Das tun nur die Maulhelden und Propogandiſten hinter der Front. Wir traten ja mit unſerem Auto im Raume zweier Armeen da und dort überraſchend auf, aber überall ſah es friedlich aus und verkehrten Einwohner und Soldaten zuſammen faſt wie im Manöver. Veniſelos kommt aus Ruder. Paris, 25. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Die Agence Havas mel⸗ det aus Athen: Miniſterpräſident Zaimis gab dem König den Wunſch zu erkennen, ihm das Entlaſſungsgeſuch des Ka⸗ binetts zu überreichen. In der geſtrigen Unterredung mit Jon⸗ nart erklärte der König ſein Einverſtändnis, Veniſelos die Sorge für die Bildung des neuen Miniſteriums anzuvertrauen. Das Programm des neuen Miniſteriums. Wien, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Programm des neuen Kabinetts umfaßt nur die Erledigung des Budget⸗Provi⸗ ſoriums, die Delegationswahlen und die Verlängerung der Abge⸗ ordnetenmandate. Die parlamentariſche Billigung des Programms erſcheint geſichert. Damit iſt der Beweis geliefert, daß die ab⸗ lehnende Haltung des Reichsrats gegen den früheren Miniſter⸗ präſidenten aus rein perſönlicher Gegnerſchaft gegen ihn und nicht durch die ſachlichen Momente begründet iſt. Dadurch, daß nach Befeitigung dieſer Gegnerſchaft das Parlament mit einem reinen Beamtenminiſterium mit einem kleinen und unpolitiſchen Pro⸗ gramm die Staatsnotwendigkeiten glatt zu bewilligen ſich an⸗ abgelehnt. ſchickt, ohne dafür nationale politiſche Konzeſſinen zu verlangen.„ wird es nunmehr ſeine Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit er⸗ weiſen. Wien, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Abgeordnetenhaus: Miniſterpräſident Dr. Ritter von Seidler ſtellt das neue Kabinett dem Hauſe vor. Er bezeichnet als die Aufgabe der Regierung die Erledigung des Budgetproviſoriums, die Mandatsverlängerung, die Delegationswahlen und die Kriegsgewinnſteuer und ſagte unter. anderem: Es haandelt ſich um Volks⸗ und Staatsnotwendigkeiten, deren rechtzeitige Erledigung jedem Staatsbürger, welcher politiſchen Richtung er immer angehört, am Herzen liegt. Die Regierung wird die Geſchäfte im Geiſte ſtrengſter Unparteilichkeit fortführen und ſich die aufrichtige Fürſorge für die in den ſchwern Bedrängniſſen der Kriegszeit mit einer wahrhaft bewunderungswerten Standhaftigkeit ausharrenden Bevölkerung angelegen ſein laſſen, wobei ſie nament⸗ lich der Volksernährung und der damit zuſammenhängenden Fragen, einſchließlich der Kohlenverſorgung ihre vollſte Aufmerkſamkeit zu⸗ wenden wird, und zwar ſowohl der Förderung der Erzeugung als auch der gerechten Verteilung der Vorräte.(Beifall.) Das gegen⸗ wärtige Kabinett trägt einen vorläufigen Charakter. Seine Amts⸗ führung ſoll die Fortſetzung einer bereits eingeleiteten Aktion ſein, die auf die Schaffung der politiſchen Vorausſetzungen für eine weit⸗ ausgreifende Tätigkent der Volksvertretung abzielt. Sie wird ihr in keiner Weiſe vorgreifen, ſondern ihr im Gegenteil einen freien Spielraum verſchaffen. Iſt dieſe Entwicklung zum Abſchluß gekommen, ſo wird das Kabinett in dem frohen Bewußtſein einer erfüllten Pflicht einer deſi⸗ nitiven Regierung den Platz räumen. Der Miniſterpräſident bat ſchließlich das Haus, von dem ehrlichen Willen der Regierung über⸗ zeugt z uſein und ihr auch jene werktätige Mitarbeit nicht zu ver⸗ ſagen, an der alle ihre Bemühungen zum Schaden des Anſehens des gemeinſamen Vaterlandes als fruchtlos ſich erweiſen müſſen.(Leb⸗ hafter Beifall.) Der Miniſterpräſident wird vielfach beglückwünſcht. Die Leiter des Finanzminiſteriums übermitteln den Geſetzentwurf betreffend die Kriegsgewinnſteuer. Das Haus tritt in die zweite Leſung des Budgetproviſoriums ein. Das ungariſche Abgeordnetenhaus. Budapeſt, 26. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Meldung des unga⸗ riſchen Korreſpondenzbüros. Graf Tiſza ſtellte im Laufe der Er⸗ örterungen über das Ermächtigungsgeſetz bezüglich der Wahlrechts⸗ reform einen Kompromißantrag, demzufolge vorläufig nurInduſtrie⸗ arbeiter das Wahlrecht erhalten, während durchgreifende Beſtim⸗ mungen derzeit nicht getroffen werden ſollen. Kultusminiſter Graf Appony lehnte im Namen der Regierung den Kompromißantrag ab. Er erklärte: Nach jahrelangen Erwägungen und im vollen Be⸗ wußtſein der Verantwortung vor Gott und den Menſchen unter⸗ ſchreibe ich, was der Miniſterpräſident Graf Eſterhazy in ſeiner Pro⸗ grammrede erklärte: Dieſe Regierung iſt eine Regierung der Wahl⸗ rechtsreform; ſie ſiegt oder fällt damit. Der Wahlrechtsblock berief ſofort nach der Rede Apponyis eine Sitzung ein und ſtellte feſt, daß der Vorſchlag Tiſzas einen ver⸗ zweifelten Verſuch darſtellt, die Wahlrechtsreform zu vereiteln und eine reaktionäre Partei vor dem vernichtenden Urteil der Neuwahl, zu retten. Der Vollzugsausſchuß des Wahlrechtsblocks weiſt ein⸗ ſtimmig den Antrag Tiſzas zurück, welcher durch eine verdächtige einſeitige Befriedigung der induſtriellen Arbeiterſchaft die Einheit des Wahlrechtsblocks zu erſchüttern und die dem ganzen Volke gleiche Rechte erteitende Demokratiſierung des Landes, welche die Regierung beabſichtigt, zu verhindern ſucht. Aufhebung der verfaſſungsmäßigen Garantien in Spanien. Mabrid, 26. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Das Reuterbüro meldet: Der Miniſterrat hat am Montag abend die Aufhebung der ver⸗ faſſungsmäßigen Garantien beſchloſſen. Die Lage in Finnland. m. Köln, 26. Juni.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Kopenhagen: Einer Drahtmeldung aus Helfingfors zufolge be⸗ abſichtigt die ruſſiſche Militärbehörde, in Finnland die Zenſur für inländiſche Poſtſendungen wieder einzuführen. Die finnländiſche Preſſe erhebt dagegen den ſchärfſten Einſpru und erklärt, daß ſie jede Verantwortung für die Folgen eines ſolche Schrittes ablehne. Die finnländiſchen Eiſenbahnbeamten be⸗ ſchloſſen, unverzüglich in den allgemeinen Ausſtand einzu⸗ treten, wenn der Senat auf ihre Lohnforderungen nicht umgehend Antwort erteile. Abſlimmung über Krieg oder Frieden. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) Nach Schweizer Berichten aus Mailand meldet„Secolo“ aus Petersburg, daß die Hauptabſtimmung über die Frage Krieg oder Frieden endgültig am 8. Juli ſtattſindet. ondon, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuterſche Büro meldet aus Petersburg, daß bei den wichtigſten Privatbanken die Zeichnungen auf die Freiheitsanleihe je 100 Millionen Rubel erreichten. 8 Die iriſche Frage. c. Bon der ſchweizeriſchen Grenze, 26. Juni.(Priv.⸗Tel. z. K) Nach Schweizer Meldungen aus Paris meldet das„Echo de Paris aus London: Die iriſchen Sinnfeiner haben die Beſchickung der von Lloyd George vorgeſchlagenen iriſchen Nationalkonferenz Die iriſche Verſtändigungsaktion ſcheine abermals an den übertriebenen nationalen Forderungen der iriſchen Radikshen zu ſcheitern. Die engliſchen Verichte. London, 25. Juni.(BB. Nichtamtl.) bekannt ge⸗ geben, daß die Verluſte bei dem Luftangriff am 13. Juni 157 Tote und 432 Verwundete betragen. London, 26. Juni.( TB. Nichtamtl.) Die Zunahme der Zahl der Todesfällen infolge des Luftangriffes auf London am 19. Junt iſt darauf zurückzuführen, daß eine Anzahl Verletzter geſtorben während noch mehrere Leichen unter den Trümmern gefunden wur den. Unter den Toten befinden ſich 24 Frauen und 42 Kinder, unter den Verletzten 110 Frauen und 100 Kinder. London, 25. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Amtlicher Nach“ mittagsbericht. Geſtern abend wurden an mehreren Punkten erfolgreiche Unternehmungen durch uns ausgeführt. Wir grifſen die feindlichen Gräben ian der Nähe von Zpehy, Reux, Lens und Hooge an und töteten viele Feinde. Oeſtlich Formell machten wir Gefangene erbeuteten zwei Grabenmörſer und ſprengten die Unterſtände in die Luft, wodurch wir dem Feinde ſchweren Verluſt zufügten. Auch ſüb, weſtlich Loos und nordweſtlich Warneton machten wir erfolgreiche Operationen, durch welche wir bei den beiden Ortſchaften Boden gewonnen. London, 25. Juni.(Wr7B. Nichtamtl.) Amtlicher Abendbe⸗ richt. Unſere Erfolge während der Nacht ſüdweſtlich von Lenz wur, den heute auf beiden Souchezufern ausgebaut. Unſere Truppen machten in dieſer Gegend auf einer Front von ungefähr 1½ eng, liſchen Meilen einen bedeutenden Fortſchritt. Ein nächtlicher An, griffsverſuch des Feindes ſüdweſtlich Bpern wurde durch unſer Maſchinengewehre völlig vereitelt. Geſtern wurden im Luftkampf 11 deutſche Flugzeuge abgeſchoſſen, 5 der unſrigen werden vermißt. Bericht der Orientarmee. Paris, 25. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Amtlicher Bericht der Orientarmee. Artillerietätigkent in der Gegend von Monaſtir, Nördlich von Pozer wurde eine feindliche Kompagnie zurückgoſchlagen. An der übrigen Front Ruhe. Retzte Handels⸗Hachrichten. Berliner Wertpagferbörse. Berlin, 26. Juni. WITB) Bei geringer Unternehmungslust beschränlcte sich der Börsenverkehr auf verhältnismägig Kleinen Umsätzen. Realisierungen drüclaten teiweise etwas, jedoch 2 t0 sich die Besserumg in anderen Papieren als der Fo 3 ſesten Grundstimmung. Es stellſen sich Vereinigte Cheunsche Fabrik Chanlottenburg und Scheidemantel, ferner Baimler Mot höher. Die starke Steigerung der Bochumer auf den 1e Zzu erwartenden recht befriedigenden Jahresabschluß veramlabt 5 eine Beſestigung des Montanmarktes, wovon namentlich Puceh* Proſtierten. Als gebessert sind ferner Prinz Heinrichbahn 2u bei werancberten Krursen. Mannhetmer General⸗Anzeiger.(Abens⸗Ausgabe.) — Nr. 292. 3. Seite. Nus Stadt und Cand. Wit dem—— Unteroffizier J. Hammerſtean, wohnhaft U 3, 14. Das Eiſerne Kreuz 1. Klaſſe erhielten Hauptmann und Bataillonskommandeur v. Oppenau und Gefreiter Alois Ber⸗ er, Sohn des Landwirts Valontin Berger in Plankſtadt. Ferner K. d. Reſ. und Kompagnieführer Ernf arl von Mannheim, Lt. Leo Werner von Konſtanz, Vizeferdwebel und Zugführer Karl Leonhardt von Wilferdingen, Gefreiter d. Reſ. Eble von Konſtanz, Lt. d. Reſ. und Kompagnieführer Ratze l, Inf.⸗Regt. 111, von Teutſchneureuth. Sonſtige Auszeichnungen. Gefr. Ehriſtian Wehner, in einem Reſ.⸗Inf.⸗Regt., erhielt die Badiſche ſilberne Verdienſtmedaille. * Militäriſche Beſörderung. Zum Unteroffizier beſördert wurde der Wte Mangold, wohnhaft k 3, 8a. * Reviſionsdienſtprüfung. Die diesjährige Prüfung der Bewer⸗ ber für den Reviſionsdienſt der inneren Verwaltung wird am Montag, den 15. Oktober beginnen. * Verwendung kriegsverletter Ofſiziere. Vor kurzem fand eine Sigzung der ſüddentſchen Mitgkieder und Freunde des Deutſchen Hilfsbundes für kriegsverletzte Offiziere E. B. in Stuttgart unter Vorfitz des Herrn Staatsrats von Kern im Saale der Handelskammer ſtatt. Auweſend waren Vertreter des Baye⸗ riſchen und des Würltembergiſchen Kriegsminiſteriums, des Kom⸗ mandos der Schutzteuppen, der ſtellv. Generalkommandos des 14., 16. und 21. Armeekorps, verſchiedener Regierungsſtellen, mehrerer Handelstemmern, großer Firmen und Hochſchuben und eine Anzahl der Präßdialmi er des Deuiſchen Hälfsbundes aus allen Teilen Süddeutſchlends. Kommerzienrat x Krais, der erſte ſtellv. Vor⸗ ſitzende der Handelskammer Stuttgart, hielt als Präſidialmitglied bes Deutſchen Hüfsbundes einen auf Grund ſeiner reichen Erſahrun⸗ gen beſonders wertvollen Bortrag über„Die Verwen dung von triegsverletzten Offizieren in Handel und In⸗ duſtrie, unter beſonderer Berückſichtigung der ſüd⸗ deutſchen Verhältniſſe“. Die von ihm gegebenen An⸗ Jregungen in mit den anſchließenden Ausführungen des geſchäftsſührenden Direkiors des Deutſchen Hilfsbundes, Major a. D. Romberg, ergaben einen angeregten Meinungsaustauſch, der für den weiteren Ausbau der Arbeit des Deutſchen Hilsſbundes wichtige Jund nüzsche Gagebniſſe brachte. Im Anſchluß an die Stuttgarter Tagung fanden in den folgenden Tagen Sitzungen in den Handels⸗ kammern zu Mannheim und Darmſtadt ſtatt, die ebenfalls den Gedanten der wirtſchaſtichen Notwendigkeit des Deutſchen Hilfs⸗ bundes für kriegsverletzte Offiziere in ſtarkem Maße hervortreten ließen. Verichte über die Sitzungen werden den Teilnehmern und Intereſſenten zugehen. Etwaige Berichte betr. Zuſendung dieſer Be⸗ richte ſind an die Geſchäftsſtelle des Deurſchen Hilßsbundes für kriegs⸗ verletzte Sfßgiere E.., Berkin W. 8, Leipzigerſtraße 104, zu richten, die auch auf alle Aerfragen der Perrpsberatung und Berufsvermitt⸗ lung iatereſſierten Firmen und Offigieren, ſowie Offiziers⸗Aſpiran⸗ ten der Aktivität wie des Beurlaubtenſtandes jede gewünſchte Aus⸗ kunft erteilt. * Aeber einen Maſſenhereinfall beim Ohſteinkauf beim Er⸗ euger wird uns von unſerm Weinheimer(Korreſpondenten —— geſchrieben: Die Ernte von Johannis⸗ ünd Stachelbeeren iſt ebenſo reichlich ausgefallen wie die Kirſchenernte, die im Laufe dieſer Woche zu Ende geht. Zum Einkaufe von Kirſchen und Beeren waren am Sonntag Tauſende aus Mannheim, Darmſtadt, Frankfurt a.., Worms, Offenbach uſw. nach den Bergſtraßenorten geeilt. Die Beſucher gingen von Haus zu Haus und kauften aus erſter Hand, was zu erlangen war. Der Obſtmarkt ſelber war wieder leer, da die Obſtbeſiter es unter disſen Umſtänden nicht nötig hatten, ihre Ware erſt zum Markle anzufahren. Von den Käufern mar aber leider die neue Beſtimmung nicht beachtet worden, vonach der Verſand von Obſt über den Amtsbezirk Weinheim hinaus ſur bis zur Höchſtgrenze von 3 Kg. erlaubt iſt. Am hieſigen Neben⸗ hnhofe der elektriſchen Sträßenbahn Mannheim—Weinheim pürde durch Gendarmerie und Poligei ſtrenge Kontrolle aus⸗ eübt. Wer mahr als 6 Pfund Kirſchen bei ſich hatte, mußte den Keberſchuß abliefern und betam dafür den Höchſtpreis von 90 Pfg. ausbagahlt; denn mehr hätten die Erzeuger von den Ver⸗ brauchern nicht nehmen dürſen. Da indeſſen ſeitens der Käufer durchweg 40 und ſogar bis zu 50 Pfg. für das Pfund bezahlt worden war, ſo erwuchs den Leuten bei der Zurückgabe der Ware an die Behörde ein erheblicher Schaden. Iusgeſamt wurden gegen 8 Obſt beſchlagnahmt, das heute durch den ſtädtiſchen Kom⸗ munalverband anderweit verkauſt wurde. Nebſtdem haben noch eine nzahl von Käſern und Erzergerg zu gewärtigen, daß ſie wegen eberſchreitung der Höchſtpreiſe zur Berantwortung gezogen werden. Die Kontrolle an den Bahnhöfen wird auch an den folgenden Tagen fortgeſetzt werden. Wer ſich daher vor Unannehmlichkeiten ſchützen will, begnüge ſich mit anem Einkauf von je 6. Pfund und beachte enau die Höchſtpreisbeſfimmungen. Das hieſige Bezirksamt gibt eute bekaunt, daß der Erzeuger beim unmiktelbaren Ver⸗ auf an den Bebraucher ſich nicht den häheren Klein⸗ ndelspreis, ſondemn nur den Erzeugerpreis bezahlen laſſen uf, und zwar bei Ki 30 P19. Johannis⸗ und Stachelbeeren 15 Peg. für Doe Pfactd. 9*Eine Uaterländiſche Feier verayſtaltete, ſo ſchreibt man uns, die Kurfürft⸗Friebrich⸗Schule am Sonniag im Turnſaale der Peſtalozziſchule. Der Name Hindenburg beherrſchte das Programm das in bunter Reihe Lichtbilder aus dem Leben des Vorträgen, bei denen Schüter und Lehrer der Schule ſich den Beifall und Dank des zahtveich euſchienenen Publikums erwarben. „Die Tagungen der Badiſchen Bauernvereins-Hrganiſalion nden am nächſten Sonntag, den 1. Juli, nachmittags ½2 Uhr, 1 Freiburg im Burſenſaal ſtatt. Verbandsdirektor Dr. A engen⸗ iſter wird über„Kriegswirtſchaftliche Tagesfragen und der Beamte der Reichsgetreideſtelle, Berbandsreviſor Paul Sattler, Uber die„Frühdruſchorganiſation in Baden“ ſprechen. I. Beſeitigung der Schiſahrtsſperre im Binger Loch. Aus ingen wird uns geſchrieben: geſchleppt wurde der vor dem keuen Fahrwaſſer, vor kurzem geſunkene Schleppkahn„Köln Nr. 53“, der mit einer Ladung von 20 000 Zentner Zement auf der Talfahrt Car und am untern Ende der Mäuſeturminſel ſank. Die Ladung en Lar herausgeſchafft und das Schiff, das ein Heck hatte, leergepumpt 9[Forden. Es wurde nach der hieſigen Reede geſchleppt. Das neue Fahrwaſſer iſt mun, nach der kurzen Sperre von einer Woche. hieder für den Schiffahrtsverkehr frei.— Der bei dem leichen Schiffsunfall talwärts getriebene und unterhalb Oberweſel ſtgefahrene und geſunkene n, der mit einer Ladung Salz fährt, IPird gegenwärtig gehoben. e Zementladung des erſten Schiffes k zum großen Teil zugrunde gerichtet. . Sigarrenkarten? Mit einer nicht unweſentlichen Erhöhung Ur Tabakpreiſe iſt in Bälde zu rechnen, die Preiserhöhung für Iigaretten foll ſogar ſchon am 1. Juli in Kraft treten. Der Heeres⸗ edarf umfaßt zur Zeit zwei Drittel aker Vorräte. Der Reſt ſoll Pperarbeibet werden, daß wührend des ganzen Jahres noch Fabri⸗ ate im freien Handel, wenn auch in beſchränktem Maße abgegeben Perden können; es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß Zigarr enkarten Einführung gelangen. Polizeibericht vom 26. Juni. Waruung vor einem Eopreſſer. Am., 16. und 19. Aui 1917 hat ſich in Frankfurt a. M. ein Erpreſſer mit Erfolg betä⸗ t, zum Nachteil von Fracten, 4 im Felde oder ander⸗ eit abweſend ſind. In erhouchelter Ausfragung verlangte er zum ein nach den betreffenden Männern und ließ nach anfänglicher heinbarer Auskunſtsverweigerung den fragenden Frauen durch,⸗ en, er habe homoſexuelle Beziehüngen zu dem Manne, deren ren die Polizei entdeckt habe. Zur Verwiſchung dieſer Spuren zur Rettung des Mannes vor Beſtrafung brauche er zur cht. Der Täter nannte ſich in einem Falle„Polkert“ und in zwei eren„Willi Becker“. Es gelang ihm, Summen bis zu 2000% zu angen. Beſchreibung: Etwa 20 Jahre alt, 1,65—41,70, Meter groß, Pank, aber kräftig, blondes, volles Haar, bartlos, vvales blaſſes Ge⸗ AN Feldmarſchalls bot, umrahmt von deklamatoriſchen und muſikaliſchen ſicht, grünblauer Sackanzug, hinten mit Spange, grauer, weicher, längs eingedrückter Filzhut mit ſchwarzem Bande, ſchwarze Lackſchuhe mit hellgelbem Einſatz, blauſeidene Strümpfe. Es wird hiermit vor dem Erpreſſer gewarnt und um ſachdienliche Mitteilung über die Perſönlichkeit desſelben an die Schutzmannſchaſt erſucht. Unfall. Geſtern Nachmittag 3 Uhr fiel der 3 Jahre alte Hans Gentner, Glasſtraße 19 in Waldͤhof, beim Spielen am Waldhof⸗ becken in den Altrhein. Er wurde von dem hinzukommenden 14 Jahre alten Peter Schall, Hafenbahnſtraße 7, aus dem Wa ſßde r.eioo⸗ gen und dadurch vom ſicheren Tode des Ertrinkens gerettet. Das Kind wurde in ſeine elterliche Wohnung verbracht. Epileptiſche Anfälle. An der Ecke Hafen⸗ und Akademie⸗ ſtraße erlitt geſtern Vormitag 10/ Uhr ein 28 Jahre alter lediger Straßenwart von hier einen epileptiſchen Anfall, wobei er zu Boden ſtürzte und ſich an der Stirne eine ſtark blutende Verletzung zuzog. Mit dem Sanitätsauto wurde er ins Allgem. Krankenhaus überführt. — Ein 58 Jahre akter, verh. Mühlenbauer von hier brach geſtern Nachmittag 2 Uhr auf der Induſtrieſtraße infolge epilepniſcher Kräm⸗ pfe bewußtlos zuſammen. Durch den Fall erlitt er am Kopfe erheb⸗ liche Quetſchwunden und mußte mit dem Sanitätsſpagen ins Allgm. Kankenhaus überführt werden. Berhaftelt wurden 12 Perſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen, Farunter ein Taglöhner von hier wegen Diebſtahls. vergnügungen. * Friedrichspark. Eine angenehme Abwechſlung erfährt das Konzert am kommenden Donnerstag Abend durch das Gaſtſpiel eines Piſtonkünſtlers, des Großh. heſſiſchen Kammermuſikers Küm⸗ mel vom Hoftheater in Darmſtadt. Herr Kümmel iſt unſtreitig einer der beſten Cornet a Piſton⸗Virtuoſen. Das übrige Programm des Abends beſtreitet die Kapelle Petexmann. Nus dem Großherzogtum. UIVon der Bergſiraße, 21. Juni. Die Halzveykäuße aus den Gräflich von Berckheim'ſchen Waldungen(Weinheim) haben durchweg hohe Erlöſe gebracht. Mit den dieſer Tage ſtatt⸗ findenden Eichenſchälholzverſteigerungen dieſer Ver⸗ waltung geht die Holzſaiſon 1917, die ein ſo gewaltiges Intereſſe beanſpruchte, zu Ende. Die bei der genannten Verwaltung erzielten Holzpreiſe betrugen reichlich das Doppelte der Friedenspreiſe. Der Ster Eichenſchälholz ſtellte ſich an der Bergſtraße auf über 20 Mk., im Weſchnitztal ein Drittel weniger. Eine große Schülholzver⸗ ſteigerung ſteht noch aus, nämlich die vom Gorxheimer Tal(mit 800 bis 1000 Ster Schälholz J. und II. Klaſſe)ß. Immerhin iſt Hoffnung vorhanden, daß für die Bewohner Weinheims und der Nachbarorte Eichenſchälholz zu noch erträglichen Preiſen erhältlich iſt. *Neulußheim, 25. Juni. Der 14 Jahre alte Sohn des Herrn Gaſtwirts Jakob Zahs hier iſt geſtern nachmittag beim Baden im Rhein oberhalb Altlußheim ertrunken. Die Leiche kennte eine halbe Stunde nach dem Unfall von einem älteren Kameraden ge⸗ ländet werden. Pfalz, heſſen und Umgebung. p. Edenkoben a.., 25. Juni. In der letzten Stadtratsſitzung kam es zwiſchen dem Bürgermeiſter Satter und dem Stadtrat Engel zu einer ſcharfen Auseinanderſetzung, die darin ihren Grund hatte, daß die Mißſtände am Schafplatz und in der Poſtſtraße, dig nach einem ſtadträtlichen Beſchluß ſchon vor zwei Jahren hätten behoben werden ſollen, noch immer auf er warten und bei den le Gewittern ſtark fühlbar wurden. er kegte dargufhin das Amt des Bürgermeiſters nieder. Trotz des Bemühens des Abiunkten kam eine Einigung nicht zuſtande. 0 Rus dem Mannheimer Kunſtleben. Theafernachricht. Die„Antigone“ des Sophokles, die am Donnerstag, 28. ds., zur Aufführung gelangt, iſt die letzte neue Rolle, in der Thila Hummel vor ihrem Weggang an das Hoftheater Wiesbaden hier auftritt. Das Werk iſt ſeit dem Jahre 1875 nicht mehr in Mann⸗ heim aufgeſpielt worden. Hochſchule für Muſik in Mannheim. Infolge Verhinderung des Hoftheaterorcheſters iſt es notwendig geworden, das auf Donnerstag den 28. Juni angeſagte erſte Schlußkonzert auf Montag, den 2. Juli, zu verlegen. Das⸗ ſelbe findet, wie ſchon angezeigt, im Bernhardushof ſtatt und be⸗ ginnt abends 7 Uhr. Räheres iſt aus den Plakaten, Inſeraten die in den Muſtkalienhandlungen aufliegen, er⸗ ichtlich. Die Zweigſtelle Ludwigshafen a. Rh. veranſtaltet auch in dieſem Schuljahre einige Schüleraufführungen, die am 29. Juni, 3. und 10. Juli, abends 7, Uhr, im Saale des Bürgerbräu, Ludwig⸗ ſtraße 75, ſtattfinden. Am erſten Abend werden Schüler der jüng⸗ ſten Jahrgänge(vom.—10. Lebensjahre) vorgeführt werden, wa⸗ beſonderes Intereſſe erwecken dürfte, da es ſich hier um beſondere Talente handelt. Programme, die zum Eintritt berechtigen, im Sekretariat in Mannheim I. 2, 9, und in der Zweigſtelle Ludwigs⸗ hafen, Kaiſer⸗Wilhelmſtr. 15. Flendel und indusirie. Radische Bank, Mannheim. Mannheim, 23. Juni. Wochen-Ausweis der Bad. Bank 23. Juni 15. Juni Mkk. Mk. Metallbestannce 6446228.68 6446 640.82 Reichskassen-Scheine. 2409968.— 2554976.— Noten anderer Bankeen. 3941 100.— 4344430.— Wechselbestanltt 17474266.34 17207046.90 Lombard-Forderungen 4151775.— 4011925.— Wertpapierbestannctetc 20993167.98 3892952.90 Sonstiges Vermögen 23085921.87 23876315.37 6 598427.87 62334287.17 Verbindlickkeiten. Grundkapitaaam 0000000.— 9000000.— Reservefonde 2250000.— 2250000.— Umlaufende Noten 23010400.— 23478 400.— Tägl. fällige Verbindlichkeiten 24799415.67 26006 498.63 Sonstige Verbindlichkeiten. 1532 612.20 1509388.54 60592427.87 62334287.17 Sranlfurter Wertpaplerborse. Frankfurt, 26. Juni.(Pr.-Tel.) Der Geschäftsverkehr war heute Es zeigie sich für einzelne Gebiete Abgabeneigung, welclie sich besonders in Schiflahrtsaktien fühlbar machte. Neben Norddeutscher Lloyd wurden auch Paketſahrt erheblich gedrückt. Mit vorübergehenden lebhaften Umsatzen wurden Gelsenkirchen und Harpener gehandelt, Buderus schwächten ab. Begehrt waren Sachsenwerke. In Autowerten fanden starke Verkäufe statt. Adler- Werke Kleyer gaben von der erzielten Steigerung erheblich nach, schwächer zagen außerdem Benz und Fahrzeug-Eisenach. l regen Unsätzen und fester Tendenz sind Gummipeter zu erwäh⸗ nen. Maschinenfabriken neigten nach unten. Augsburg-Nürnberg lagen im Angebot. Auf dem Gehiet der chemischen und Elektro- gruppe fanden nur selten Umsätze slatt. Das Kursniveau ist im Aligemeinen bellauptet. Begehrt waren Felten u. Guilleaume. Von Bankaktien sind Dresdner Bank fest. Der Handel wurde im wei⸗ tereii Verlauf unregelmäßig. Am Rentenmarlet sind heimische Anleihen gefragt. Mexikaner Wesentlich ruhig, nur Türkenwerte lagen fest. Die Börse schloß hei behaupteter Tendenz und rukigem Geschäft. Tägliches Geld leicht%½ Prozent. Der Privatdiskont notierte 4% Prozent und darunter. Newyorher Wertpapierböres. Newyork, 26. Juni.(WIB.) Das Geschäſt an der Fonds- börse war heute wiederum reclit lebliaft, besonders da das Publi- kum sich wiederum mehr an dem Verkehr beteiligte. Bie Umsätze beliefen sick schlieflich auf 860 000 Aktien. Die Tendenz erwies sich bei Beginn als reclit fest, da man bald eine für die Bahn gün⸗ stige Entscheidung in der Frachtratenfrage erwartete. Transport- ten werte und Ausrüstungsaktien wurden infolgedessen in größeren Posten zu steigenden Kursen aus dem Markt genommen. Später trat, ausgehend von Liquidationen, in Steels und Motor-Shaxes eine vonübergehende Ermattung ein. Der Schlußverkehr gestaltete sich, da erneute Deckungsküufe vorgenommen wurden, als fest. MEW Vonk. 25. Juni(Dovisenmarkt.) 2. 23. 2³. Tendenz für Gelcd— nom. EWeohsel auf London Geid auf 24 Stunden(50 Tage). 44.72.—.72.— (Burchschnkttorate).% nom. Wechsel auf London 8 Gold letztes Barlehen.— nom.(Cable Transfers)..70. 25.78.45 Sichtwechsel Berlin———.— Silber Bullion— 78.½ 78.% Sichtwechsel Paris..74.—.75.50 Rew-Vork 25. Jun(üonds- und Aktienmarkt). 2⁵. 2³. Aoht. Top. Santa Fé 4% Missouri Pachfliio SSSS 101— 101— Kat. Rallw. of. Mexx. United States Corp. Corps New Vork Centr. 0. % Sone 104¼ 104½ do. Ontarlo&. Western. Acht. Top. Santa PE. 100½ 100%/ f Norfoix& Western do. pref. ecl. Divid. 96% 967/6 Horthern Paoitio 8 Baltimore&. Ohlcec 74— 73½ Fennsylvania Canadian Pacifto.„ 60½ 160½ Beadinicg Ches.& Ohio 61½[607/ Shlo. Bok.Usl.& Pao. Chic. MIIW.&. St. Faul. 75 7b— Southen Faolflo Denever& Rio Grands. 82.— Southenn Ralbva S 93 20% 26¼ Southern Railway pret. Erie ist pret. 391/½[38½[Union Paclfilo Erie 28t prei. 5 29% 29% Wabash pret. Great Hothern pret.. 107/ f107/½ Amerie, Gan lilinois Central. 103½ 102½ Amer-Smelt,& Ref. nterdorough Cons. Corp.—8 8— Anac, Copp. MIin. 0. do. pref. 55—] 56—[Sethichem Steel Kansas Olty& Southern 2½, 22—Ceniral teather. do. pref. 54-—+fP 53 ½ lntern. Mercantile Marine do. do. pref. Louleville c. Nashville 126-126— Unitedstates SteelsCorp. Hissouri Kans.& Texas 6¼ 6— 1 UniteckStat Steet Corppr Aktien-Umsatz 860000(320 000) NEW VORK, 26, Juni(Ergängsungskurse). 2. 23. 23. 2. Balt. Ohio 4½ Bds. 89¼] 89½ J. UnionBaC..% Sds. 89— 89% Ches. Ohio 4½ Ss. 79— 79½ 4% Unlon Stat. 405—.106— 4% Chig..Isl.& Pa. N. Denvor Rio Gr. prr. 15— 15— First&R.& l. 38.9347 71—71— Mies, Cans. Tex. pr. 11— 11½ Korth. Pab. 3 Bds. 62% 62½ West Marylancdgd 20% 2% N. Pac. Pr. Llen 4A80s. 87% 87½ American Canpret. 403½(462— Awevio. LoSοm. o. 73/½ 78% St. L. S Fr.-Ll. Mortg. 4.62½ 62½, do. Sugar Ref. o. 20— St. Loule-& San. F. Inoome Mexic. Befroleum.. 97— Nie Rogtgage 6% Serle A. 49— 49.— Virgin Car. Shem. o. 42—442— South. Pao.0 4/8 1929 38 61/ 81/ Sears Rochuck oom. 1170— 5170— Pariser Wertpapierbörse. PanRIs 25. Juni(Kassa-Markt.) 2 25. 22. 25. 2². 3% Rente. 60.25 60.—Saragossa..— 436 Toulle 260 965 50% Anleibe 96.25 G. 20 Suez Kanal. 4390 4375 MiO Tinto—1735 4% Span.üuß. 105.5007.—Thom Houst... 712 714[Cape Copper 124.—1123.— 5% Russen1906 73 50 74.—Baff. Fa/.. 47/9 480 china Copper.—. 30% do. 18658— 47.-[Caoutohouo. 200/ 200 Utha Copper, 660.—554.— 4% Türken 62.——.— Nalakka 143— ESIs Bang. do Paris 475.78[BK u. 41380 1376 Pe Reers. 350.— 678.— Sréd Lyonnals 11.10/ 11.05/Srlansc 377 360 Boldfiolds—— 46 Un. Parisien.. 615—.— Eanosoft.. 340/ 340 Lena Gold 44.—49.— Metropolltain 410 gnofMatlzoff Fahr.] 500 493 ägersjont.1056.— 16.— Rord'ESpdag.— 420JLe NMaphte. 335 337 Randmines,. 85.—93.— Spasskl Copper 50.—(zuletzt 49.50) Dr. M. Haus'sche Bachdrackerei G. m. b.., Maunheim. In den heutigen Gesellschafterversammlung wurden die Regu- larien erledigt und die Rirma in:„Druckerei Dr. Haas Mann⸗ heimer General-Anzeiger G. m. b..“ abgeündert. Das seithen M. 450000.— betragende Gesellschafiskapital wurde auf Mark 700 000 festgesetzt. Die neuen Anteile wurden von der Gesellschaft nahestehender Seite übernommen. Die entsprechenden Aenderun⸗ gen des Gesellschaftsvertrags wurden genekmigt. In den Auf⸗ Sichtsrat der Gesellschaft wurden zugewählt die Herren Direhtoren Theodor Frank von der Süddeutschen Disconto-Gesellschalt .-G. und Dr. Jahr von der Rheinischen Creditbank. Eisenwerk& Maschinenbaa-K.., Düsseldort-Heerdt r. Düsseldorf, 20. Juni.(Pr.-Tel.) Die Gesellschaft, die“in den letzten Jalren mehrfach eine Sauierung durchgemacht kat, nimmt nech vielen dividendenlosen Jahren jür das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividendenzahlung wieder auf und zwar wer⸗ den 20 Prozent in Vorschlag gebracht. Die Aussichten für das neue Jahr sollen nack bedeutend günstiger sein Der Versand im ersten Halbjahr soll mehr als doppelt so groß sein als in derselben Zeit des Vorjahres. Bergbau Aktengesellschaſt Justus in Velbrmausen. r. Düsseldorf, 25. Juni.(Pr.-Tel.) Die heutige Hauptyer⸗ Sammlung, in der M. 3 165 000 vertreten waren, genehmigte den Abschluß. Nach Abschreibungen in Höhe von M. 290 404 stellte sich der Rohgewinn einschließlich Gewinnvortrag auf 2129 169 Mark. Nach Deckung aller Unkosten, Steuern, Zinsen usw. Ver⸗ leibt ein Reingewinn einschließlich Vortrag von M. 583 126. Eine Dividende gelangt nicht zur Auszahlung. Der Bericht des Vor⸗ Standes betont die bekannten Schwierigkeiten, die der Krieg für die Kaliindustrie geschaffen hat. Von dem Tochterwerke Hildas Glück wird bericlitet, daß der Betrieh sich in dem verflossenen Jahr auf die Wasserförderung und Instaudhaltung des Schachtes beschränken mußte. Newforken Wäreinenaipit⸗ NEW Voßk, 26. Juni. Baumwolle 26.] 23. 26. 23. Weizen hard] 20. 2³. Zuf. Atl. Häf.)———— yr Jull. 24.80—.—...2 neuef——— im innern———- prokt.. 24.95—.—-o 1 Nothern Exp. n. Engl.“ 2000 5000 Ter(Sav.. 6/- 43.—](Duiutn)——.— Exp.- n. d. Ct. 20000 4000 ErP(NVorX 42.— 38.—[Bess-Stabl. 90—180— MVork oko 26.60 27.15 Sokmalz Wstf 21./ 21.95/Ks. loK0.Lig 187./½ 165% pr Juil.. 25.96—.—Talg spezial 17./½ 7 Heht Spr.—— pr August. 25.96 25.77 Zuck. 96 Tst.“ 602 87.5 W n. 8l.(neu). 11-17% 17-10 pr Septemb.“ 25.94 25.70 10koũ90./.eKleesam la 16.50 18.50 pr Okioher 25.82 26.72 Kaffoe Jult.59.55 do. lia 18.00 18.00 br NHov... 25.65 26.68] fIo JSept.67.75“Slektr. Kupf. 2984 2984 pr Dez... 25.96 26.65 Ur. 7 Dez.77.82/Bchzlnn. 4 66-64 pr Jan..26.03 28.730[an..81.7Petroioum. M. Orieansik 25.—] 26 251ʃ März].91.961Cred.Balanc 310.— 510— ) die ersten drei Quartale 29½—34—(29½—34—). Cialengoer Warenmarke. chA00, 26. IJunt. 26. 23.. 23 2. 2. Welzen zull 210.— 213.—Schmalz Speck pr Sept.. 165.—167.—pr. Sept., 21.75 21.80 Schwelne, Hals jui.157/ 155 /Pork: Z0li. 39.75 10.—felchto..14.85 1445 pr Sept. 146.½ 147.½ pr Sept.. 39.35 40.07/ schwer 1520 18•35 Haker jull. 62.½ 63½ Rippen Schwoine⸗ Sohmalz: pr. Juli.. 21.2 21.66/ zuf. i. West. 105 000/ 82 000 pr, Juli.. 21.50 21.57 pr. Sept.. 21.800 21.87/ dv. Chioag. 45 U00/ 10 000 Londoner Metallmarlcz. Longon, 25. Jun!. Kupfer: Kassa 130.— 3 Honate 129.½ Elektroiio per Kasse 142/138, per 5 Monate—.— Best-Selekted p. Kasse—-.—, ber 3 Konate —.— Tinn per Kassa 213.—. per 3 KMonate, 228./ Blel loko per Kasea 30.½ per 3 Honate—. Zluk: per Kassa—.—, Spezial—.— 5 9 cnefhanntbesteietalldraftlampe Peichhaltiges lager in allen gangbaren TeR für Engros- u. Detailverkau NBOVERIsEIE RernvonnSto⁰Cie.Sielt- 8498 /9 Neiefon 662,080 030 Rauptmiederlage der GrUfamn —— 90 00 Se9 Hoccgooosseecααοαοεαοðαοεααοεαοðοεοεααt ο — 3* *3 Mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Dienstag, den 28. Juni 1912. beitszeugnis ſollen bis 7. Juli vorgelegt werden. ſ Mannheim, den 20. Juni 1017. „Die Großh. Direktion der Eliſabeihſchule: J. Buſch. Die Großh. Direktion der Liſelotteſchale: Sp.57 ahrtsgeſellſchaft ſucht zum 1. Juli Tien Hanten auch Triegsbeſchädigten oder ücktiges Fräulei tücktiges Fräulein (keine Anfängerin) für—— 9 6 Maſchinen⸗ ſchreiben und ſonſtige Kontorarbeiten. Augebote mit Angabe der Gehaltsanſprüche er⸗ Heten unter M. A. 176 an die Geſchäftsſtelle ds. Bl. 1 8 4822 SE.*3 7 9998 61* Sie KearaturScniesser ſoſort geſucht. Meldungen werden auch in Mann⸗ heim Hotel Krouprinz, direkt am Bahnhof am WMittwoch, den N7. ds. Mts., abends von 6½ bis BUhr beim Portier entgegengenommen. S164 eis& Se., Friedrichsfeid. eeeeeeeeieeee Auf ein grösseres Fabrikbüro Nähe Industriehafen werden zu möglichst so- fortigem Eintritt 2163 Aei jüng. Kaufloute gesucht. Gute Schulkenntnisse, leichte Auffassungsgabe, sicheres Rechnen und ordentliches, gewissenhaftes Arbeiten müssen vorausgesetzt werden. Ausführl. Bewerbungen mit Eeugnisabschriften er- beten u. M. C. 177 an die Geschäftsstelle. ee Eür Generalagentur Mannheim, grosser Feuerversicherungs-Gesellschaft, die auch U. und H. betreibt, zum baldmöglichsten Autritt tüchtige, geschäftsgewandte, Wilitärkreie a — e eeeeeeee D Fl Sesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen .. 182 an die Geschäktsstelle dieses Blattes erbeten. 4190 Präulein das flott Maſchine ſchreibt und gut ſtenographiert, ſowie anit allen ſonſtigen Bürvarbeiten beſtens ver⸗ traut iſt, ſür ſoſort oder ſpäter geſucht. Angebote mit Gehaltsanſprüchen an M 162 Ta163f beſeitigt man ſchnell und ſchmerzlos durch Th. von Eichſtedt's„Hühneraugen⸗ Tod.“ Seit Jahren erprob⸗ tes Spezial⸗Mittel. Preis 1 Mark. Lb1a das in Stenographie und auf der Schrei geübt ist und erbitten schriftl. Angebote m Mannbeimer Eummi-, Guttapercha- und Asbest-Fabrik. namentlich zum Zweck der Geſchäftsausdehnung oder Ablöſung von Teil⸗ habern, Ausführung von Heereslieſerungen, Warenbeleihung. Vertreter des Konzerns: S. 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Aber die Eltern müſſen ſich aus⸗ in erſter Linie berücſich⸗⸗⸗ 9—— +* ag. und 8—— drücklich damit einverſtanden erklären, daß das Er⸗ tigt. Zuſammenkunft am Neben den bestehenen à nenen 9 tagen ſteht das Bad den Frauen zur Berſügung, 1 Auf; 5 8 dam beginnt am Rontag, den 2. Juli H. Js. auf Grund mehrerer ſoweit es nicht vom Militär benützt wird. Inwie⸗ gebnis dieſer Juliprüfung über die Aufnahme ent⸗ Frauzoſenweg vor dem⸗ 1 8*— 2 ſcheibet, ſobaß im Falle des Nichtbeſtehens der Prü⸗ Eingang zur Reiß⸗Inſel. Anmeldungen ein neuer(vierter) weit dies der Fall iſt,— 0 b ** 61 5 2 5— 9 5 7 32 22 22 8 9 3 die— zu der 8—— Kbendkurs Lär Anfänger—.— S———— Prüfung am 13. S Sgeſchloſſen iſt. Städtiſc keſ t 55 Wir ſetz 19 84 vormittags von 10 J..: Ehlgötz. Spö7 zur Vorbereitung zum für 1917 Spdꝛ der Anmeldung und den 06 S Säners⸗ Filiisen⸗Enemen BHürgermeiſteramt: Kuhr an, als Pnfung8⸗] Zwalgs⸗Verſteigetung. Einiäbrig Erelu 92 von Hollauder. Sauter. znd Prüfung findet für beide Mittwoch, 27. 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