ch in mann Erprecher: —— kür den allgemeinen und Handelsteil: Chefredakteur Nr. Pritz Golbenbaum; für den ſeigenteil: Anton Grieſer. Rr bate der ör. 90.K Ks uuchbruckerei, G. m. b.., ſämt⸗ eim— Draht⸗Köreſſe: General⸗Anzeiger Mannheim. Ar. 7930, 7941, 7942, 7948, 7944, 7945. Poſtſcheck⸗ Nonto Nr. 2917 Sudwigshafen a.——— Wöchentliche ———— BadiſcheReueſteNachtich Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirle Maunheim.—„Das Weltgeſchehen im Bilde“ in 1017.— Ar. 203. * „Reklamezeile M. 20 enpreis: Depalt. NKolonelzeile 40 Pf, —— endblatt nachm. 5 Uhr. Annahmeſchluß: Mitragblatt vorm. 8¼ Uhr, Für Anzeigen an beſtimmten Cagen, Stellen u Rusgabe wird Keine Ber⸗ antwortung übernommen. Hezugspreis in Mannheim u. Umg monatl. M..40 Sudcht. Sriagerl, Huürch die Hoſt bezogen viertelf M. 402— Poſtzuſtellungsgebühr. Bel der Poſt abgeh. M..90. Einzel⸗Nr. ö Pig⸗ Kuptfertiefdruck- Ausfiihrung, Rußland und die Schweiz. die Lage. Rußland und die Schweizz ſind heute die Brennpunkte der internationalen Politik. In beiden Ländern arbeitet die Entente mit Hochdruck. Rußland ſoll an der Kette gehalten werden und er⸗ neut angreiſen, die Schweiz ſoll aus ihrer Neutralität heraus intri⸗ guiert werden. Es kann nach den Heeresberichten der letzten Tage keinem Zweifel unterliegen, daß die Engländer die ſchwerſten Anſtrengungen machen, um die Ruſſen wieder in den Kampf zu treiben; mit wel⸗ chen plumpen Mitteln gearbeitet wird, zeigt eine Reutermeldung, Een auch ſchon wankende 8 A ortgewürzten Reden predigte, ſcheint noch nicht Feuer fangen zu „die heute vom deutſchen Auswärtigen Amt als eine dreiſte Lüge roch. viel zu gnädig abgetan wird. Wie weit es gelingen wird, 3 ſteht dahin, Kerenski treibt und die Revolution hemmt. Der Kriegs⸗ berichterſtatter Gömott ſchildert die Lage an der Oſtfront folgen⸗ tmaßen: „Der entſcheidungſuchende Geiſt der Aktivität, den der bereits nski der Armee und dem Lande in ſchlag⸗ können, und ſo läßt die ruſſiſche Tätigkeit in den Kampfräumen der Oſtfront vielmehr vermuten, daß ſie einen Kiuneud e den 05 uns 905 6005 anzeige. Lage. Rußland lebt jedoc der täglich neue Ueberraſchungen beſcherk Ententegenoſſen machen ſoll, als 9035 achen des Gegners anzeige. So iſt di inem Zuſtande, I konle es auch möglich ſein, daß allen Meutereien und ſonſtigen t, n· ꝓ. Ditzipüntoſigkeiten zum Trotz 8 ſo. Der FS ein neuer Kampf beginnt. Sei Gegner wird ſchnell erkennen, daß die 40 Sat , am Iſonzo und in Mazedonien unſeren REwall t ſchwächtenz er ſteht als die ihm bekannte kauer von Meer zu Meer. ſo Während England die ruſſiſche Offenſive braucht, braucht Ruß⸗ land den Frieden. Es liegt uns ein neues Zeugnis von einem ſicher kuverläſſigen Beobächter, dem etzt viel genannten Nationalrat Urimm, vor, der aus ſeinen eigenen Erfahrungen in einem Brief in den Stockholmer Bürgermeiſter Lindhagen berichtet hat, aus dem has Berliner Tageblatt einiges mitteilt. Er ſchreibt über die Zu⸗ de in Rußland u. a. folgendes: „Sch verrate keinerlei Geheimniſſe, wenn ich feſtſtelle, daß die böffiſtiſche Preſſe Rußlands faſt jeden Tag chreibt, was ſeloſt zwweite pro⸗ e, Regierung in ihren Kundgebungen big Veinem gewiſſen Beode daß bie gegenwärtigen üſtän de in Rußland m iſch, wirtfchrhtlich ſoszial hältbat ſind und daß es einer Reorganiſation bedarf, die mermehr das Werk einiger Wochen ſein kann. Es iſt Richt nur feine Meheeengung ſondern die Anſchäuung der großen Mehrzahl ir Sozialiſten, mit denen ich zu ſprechen Gelegenheit hatte, 55 ine ſolche Reorganiſation, ohne die die vollſtändiee Karaſtrophe Pbermeiblich it, raſch die Liquidierung des Reieges bebingt, und daß ein ſchleuniger Frieden die einzige Röglichkeit zur Rettung der Revolution iſt.“ es fragt ſich eben immer nur, ob Rußland die engliſche Kette Pengen känn und wird und ob die Diplomatie der Mittet⸗ nächte imſtande ſein wird, hinreichend erfolgreiche Gegenarbeit IE leiſten. Wir dürfen uns die Aufgabe nicht allzu leicht vorſtellen und raten daher immer wieder an, in den ruſſiſchen Dingen und II den Kriegszielforderungen gegen Often größte Zurückhällung „ üben. Die Befteiung Rußlands von der Entente würde für uns 2 zu 17 er on 5 Ii nicht glauben will, dann möge man auf die Engtänder viel größerer Gewinn ſein, als die Erreichung irgend eines er fonſt nach Oſten aufgeſtellten Kriegsziele. Und wenn man es ſhen und hören, wir wollen das Wort des engliſchen Kolonialpoliti⸗ 5 Gervin abermals anführen, das er ſchon dor mehr als 85 lachresfriſt in einem Vortrag in Royal Colonial Inſtitute geſpro⸗ 2.[len hat:„Die Zukunft nach dem Krieg wird vor allem abhängen In einem dauernden Bund zwiſchen Rußland und England oder er Mand und Deutſchland.“ Dieſe Zukunft ſucht England ſchon jetzt ſüt ſeiner bekannten, ſehr unſympathiſchen, aber leider ſehr er⸗ 7[reichen Rückſichtsloſigkeit vorzubereiten. Derſelbe Nationalrat ne* 7 7 2 4* 9 4 ne, agwacht, deten Redakteur er iſt, ſehr intereſſante Mitteilungen im hat über die engliſche Herrſchaft in Rußland in der Berner 60 macht. Es erhellt aus demſeleben, daß alle ruſſiſchen Zollſtationen — ſohe er ſeit Monaten unter der Kontrolle engliſcher Offiziere ſtehen 0* ſu alle Poſtſachen, die ins Land gehen und das Land verlaſſen, e auch der ganze Telegraphenverkehr derſelben unterworfen ſind. 0 ſuch die im Innern des revolutionären Rußland abgeſchaffte Zenſur her von England an den Reichsgrenzen wiederhergeſtellt, ſo daß ſies Telegramm, das nach Rußland geſchickt wird oder von dort 2 umt, von England zenſiert wird, bevor es die Grenzſtation ver⸗ Ien kann. England knechtet alſo die öffentliche Melnung Ruß⸗ Es und es wird ganz gewiß nicht leicht ſein, durch den Stachel⸗ 2 hindurchzudringen, der um das Reich im Oſten gezogen iſt, ler* mit es muß gelingen, mit Takt und Zähigkeit zugleich. Wie in Rußland, ſo ſucht die Entente in der Schweig Boden en, ewinnen. Ihre ſtrikte Neutralität mußte ihr aus bekannten mili⸗ Iichen Gründen ein Dorn im Auge ſein. Wie weit England mit — 5¹ oder 464, men Anſtrengungen, die Neutralität der Schweiz zu zerbrechen, err, eits gekommen iſt oder kommen wird, läßt ſich noch nicht über⸗ ſeu. Viel Neues iſt im Augenblick nicht zu ſagen. Die Norddeutſche ügemeine Zeitung ſtellt nochmals feſt, daß Hoffmanns Schritt aus kvater Inttiative hervorgegangen iſt, nicht alſo im deut⸗ ſen Auftrage erfolgte. Weiter hat Herr Grimm mitgeteilt, daß boch tatſichtich ein Telegramm an Herrn Hoffmann geſandt hat klern wurde berichtet, dieſes Telegramm ſei eine Fälſchung). Umann als einen deutſchen Agenten zu verdächtigen, weil er Ubekannte Kriegsziele einem für den allgemeinen Frieden tätigen amentarier auf Erſuchen bekannt gegeben, ſei abſurd. Grimm: mit ſeiner Anfrage an das politiſche Departement in⸗ Bern K de ſich hundt, weil wiederholt non ſozialdemokratiſcher wie bürgerlicher bis die ausſchlaggebende deutſcheſch Seite die ſchweizeriſche Regierung aufgefordert worden ſei, eine Friedensvermittlung anzubahnen, und weil die ſchweizeriſche Re⸗ gierung, bevor ſie zu dieſer Forderung Stellung nahm, ſich über die Kriegsziele und Friedensmöglichkeiten hatte orientieren müſſen. Alſo alles iſt höchſt korrekt und neutral zugegangen. Aber Herr Hoffmann wurde dem von den Franzoſen gut gepflegten Zorn der Welſchſchweizer geopfert, und Herr Ador gewählt, um dieſen Zorn zu beſänftigen. Dieſe Wähl in den Bundesrat iſt und bleibt ein Erfolg der Ententefreunde in der Schieiz und damit der Entente. Es hät gar keinen Zweck, dieſen Tatbeſtand zu leugnen oder zu verdunkeln. Herr Ador hat bei ſeinem Amtsantritt ſelbſtver⸗ ſtändlich eine neutralitätstriefende Rede gehalten, wir haben es gar⸗ nicht anders erwartet. Aber er hat auch gleichzeitig der Armee an der Grenze einen Gruß geſandt. Das iſt die ſchöne Geſte, die man in Paris erwärtet hat und verſtehen wird. In die ſchweizeriſche Neütralität iſt mit dieſer Wahl eines ganz ausgeſprochenen Partei⸗ gängers der Entente, die unter dem Druck der Ententefreunde er⸗ folgt iſt, die erſte Breſche gelegt. Die Entente wird ſuchen, das Loch zu erweitern, und in der Feſtung hat ſie jemanden, der von innen hilft. Die deutſche Schweiz faßt die Lage nicht anders auf und iſt ſehr unzufrieden, weit miehr noch, als ihre Preſſe zum Ausdruck bringt. Wir aber im Reich haben allen Anlaß, mit klarem und entſchiedenem Wort den Willen der Schweizer zu ſtüten und zu ſtärken, die ſich frei vom Kriege, frei von der Umklammerung durch die Entente, frei vom Schickſal Grie⸗ chenlands halten wollen. Mit Leiſetreten und Vertuſchen iſt nichts geſchafft. Dieſe Methoden haben wir in Rumänien und vorher in Stalien angewandt, mit der Hoffnung, daß durch unſere Zu⸗ rückhaltung die Dinge ſich eher wieder zurechtrücken würden, und mit dem einzigen Erſolg, daß den ehrlichen Neuträlitätspolikikern in dieſen Ländern der einzige ſtarke Rückhalt in der europäiſchen öffent⸗ lichen Meinung genommen würde. G. Ador. 3 Verſicherungen. 4 c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 27. Juni.(Pr.⸗Tel, z,.) S Site r en gewählt worden olgend 5 Ich ſtehe tief bewegt auf, um Ihnen, Herr Prüͤlſtbent, Herten Ständerdte und Nationaltäte den fieſſten Nat auszuſprechen für die impoſante Kundgebung Ihres Willens. Ich weiß, daß die Ehrung weniger meiner Perſon, als meinem lieben Kanton Genf zu⸗ kommt. danke auch im Namen der ganzen welſchen Schweiz, die in der Wähl ein Unterpfand des Entgegen⸗ kommens für ihre berechtigten Anſprüche ſieht. Ich danke auch namens meiner politiſchen Freunde von der liberal⸗demokratiſchen —— 0 Sie ein weitgehendes Zugeſtändnis in meiner Per⸗ on machen. Ich war weit von dem Gedanken entfernt, daß man in meinem Alter noch an meine Mitarbeit appellieren werde. Ich werde alles tun, was meine Kräfte geſtatten, um dem Land zu dienen. Ich werde die ſtrengſte Reutralität beobachten und gewiſſenhaft alle Pflichten des Amtes erfüllen und niemals die feierliche Ex⸗ klärung vergeſſen, die der Bundesrat hinſichtlich der Neutralität ab⸗ gegeben hat. Ich werde die Rechte des Staates wahren helfen, der von keinem fremdländiſchen Einfluß ab⸗ hängen darf. Ich werde mich beſtreben, die ſchönen Ueberliefe⸗ rungen der Loyalltät, Ehrenhaftigkeit, Rechtlichkeit und Demokratie, die dem Schweizervolk teuer ſind, hochzuhalten und zu befeſtigen. Der Redner ſandte der Armee an der Grenze einen Grüß und erklärte daraufhin die Annahme der Wahl. Auf allen Seiten des Rates wurde dem Redner Beifall gezollt. Gute Miene e. Von der ichweizeriſchen Grenze, 27. Juni.(Priv.⸗Tel. Die„Neuen Zürcher Nachrichten“ melden zur Erklärung des desrats Ador:— Wir nehmen die Erklärung des Herrn Ador mit jener 05 achtung entgegen, welche ihr Inhält verdient. Die deutſche Schweiz wird ihmkeine Schwierigkeiten in den Weg legen, trotzdem ſie ſein'e Wahl 1 jede Wärme aufnimmt. Die weſt⸗ Preſſe hat vor der Wahl Adors erklärt, dieſe werde eine Neuorientierung der Politik des Bundesrats bedeuten. Mit der Erklärung Adors fällt dieſe verhängnisvolle Pro⸗ —3 dahin. Daß ſie ſich nie erfüllen möge, iſt unſer einziger Unſch. 1* K0 un⸗ Berlin, 27. Juni.(Von unſ. Berl. Bilro.) In einem Berner Telegramm der„Voſſiſchen Zeitung“ witd der Verſuch gemacht, der Wahl Adors doch noch eitte gute Seite abzugewinnen. Es heißt da u..: Gewichtige Gründe ſind es geweſen, die die Deutſch⸗Schweiz bewogen haben, ſich dieſer Wendung det Dinge 10 fügen. Aber in jenem Reſultat lät ſich eine ſtarke Einmütigkeit der politiſchen Meinung ertennen. Volks⸗ und Fraktionsverſammlungen laſſen Herrn Ador keinen Zweifel über die innere Verpflichtung, welche er von der Mehrheit des Schweizer Volkes übernommen hat. Die deutſche Schweiz hat ein großes Opfer gebracht, um größere zu vermeiden. Man gibt ſich der Hoffnung hin, daß nun⸗ mehr eine ſtarke Beruhigung in dem Berhältnis von Welſch und Deutſch eintreten werbe. Dieſe Hoffnungen haben bisher allemal getrogen. Zubel in Genf. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 27. Juni.(priv.⸗Tel. z..) Der„Neue Züricher Anzeiger“ meldet aus Genf: Kurz nach 10 Uhr, ſofort nach Eintreffen der Nachricht von der Wahl Adors in den Bundesrat wurden 28 Böllerſchüſſe abgegeben. Genf traf große Vorbereitungen für den des neuen Bündesrates. Ador wird Mittwoch Abend halb 7 Uhr von den Genfer Behörden und Vereinen am Bahnhof feierllch abgeholt und zum Nenen Platz begleltet, wo der Präſident des Genfer Stabtrates und Ador An⸗ ſ e 1 60 „Perlin, 27. Juni,(Bont unſ. Berl. Bürg.) Aus Fürich wird gemeldet: Mit 23 Böllerſchüſſen haben ſie geſtern die. Wah ihres Landsmantes A bot b⸗ rüßt und ſie wollten ihn mil Btumen, Reden und Fenerwerk heimhozen. Nül eine Woche hat es gedauert, 2 weizeriſche Partei⸗ gruppe jeder Forderung der Weſtſchweiz nachgab, ** der ausſchließlichen Verwaltung des Außenamtes durch Ador zuſtimmt, und auf jede Bewegung verzichtete, die zu einem Mißerfolg des vielumſtrittenen Mannes hätte führen können. Ein Ausſchuß für austärtige Angelegenheiten. Bern, 26. Juni(WrB. Nichtamtlich.) Der Bundesrat hat in K helitigen Sizung einen Ausſchuß für auswärtige ngelegenheiten beſtellt, beſtehend aus den Herren Bundespräſident Schultheß, Bizeprüſident Ealander und Bündesrat Ador. * Berlin, 27. Juni.(Bon unſ. Berl. Büro.) Zu der Wahl des Herrn Ador zum Nachfolger des Bundestats Hoffmann wird dem „Berliner Tageblatt“ aus Bern noch gemeldet: Herr Ador, der jetzt im 72. Lebensjahre ſteht, mußte das Verſprechen abgeben, daß er eine ehrliche Neutralitätspolitik betreibe und das Abzeichen der franzöſiſchen Ehrenlegion, deren Ritter er ſeit 20 Jahren iſt, nicht tragen wolle. Zu Neuſahr wird er die Führung des politiſchen Departements an Bundesrat Eglander abtreten, während bis dahin ein aus 3. Mitgliedern beſtehender Ausſchuß im Bundesrat die äußere Politik überwacht. Der Teſſiner Natidnalrat Boſſi hat geſtern im Nationalrat einen Anträg eingebracht, in welchem die Abſetzung des Generals Wille und die Ahberufung des Generalſtabchefs gefordert wird. Ausſicht auf Annahme des Antrags beſteht nicht. Berlin, 27. Juni.(Von unſ. Berl. Büro.) In Berner parlo⸗ a P Kreiſen erhält ſich 6 0 das bisher unkontrollier⸗ bare Gerücht, daß der franzöſiſche Geſandte Bean ünd der itälieniſche Gefandte Caucücini von ihren Poſten ab⸗ berufen und durchneue Männer erſetzt werden ſollen. Me bringt das Gerücht mit bisher von verſchiedenen Seiten verbreiteten Nachtichten in Zuſammenhang, daß die beiden Diplomaten Herrn Hoffmann in ſeiner Privatwohnung beſucht und ihm B e⸗ dauern über ſeinen Rücktritt ausgeſprochen haben. Eine Kombi⸗ nation läßt verlauten, daß die beiden Diplomaten vielleicht in die Angelegenheit der Dechiffrierung der bewußten De peſche verwickelt ſind und den ſchweizeriſchen verletzten Empfin⸗ dungen in dieſer Weiſe die Sühne geſchehen ſollbe. Eine neue Reuterlüge. Bertlin, 26. Junt.(8TB. Amtlich.) Reuter meldet die Nochricht, daß deutſche Flieger an der Oſtfront ſüdlich Smorgon über den ruſ⸗ ſiſchen Linien Flugblätter folgenden Inhalts abgeworfen „Wir danken euch für die lauge Ruhe utd unſere Verbrͤderung, die uns geſtattet hat, Truppen an die Weſtfront zu bringen, um der engliſch⸗franzöſiſchen Ofenſive ſtandzuhalten. Jetzt haben wir davon genug. Wir werden den Kampf wieder aufnehmen und auf alle euere Soldaten ſchießen, die ſich mit uns an⸗ biedern wollen.“ Dieſe Meldung iſt von Anfang bis zu Ende erlogen⸗ die Revolution in Rußland. Widerſtand gegen die Auflöſung der Duma. Stockholm, 26. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Nach der„Rußkoje Wolja“ trat am letzten Samstag der Interimsausſchuß unter 9 Vorſitz von Rodzianko zuſammen, wobei jedoch die Progreſſiſten und die Kadetten fehlten. Man erörterte die vom Arbeiter⸗ und Soldatenrat vorgeſchlagene Auflöſung der Duma und ſprach ſich dahin aus, daß 3 rage vor Ablauf der Mandate der Duma⸗ mitglieber nicht entſchieden werden könne. Die vorläufige Regierung ſei nicht berechtigt, die Duma aufzulöſen. Ein Militärkongreß der Ukrainer in Kiew. E Berlin, 27. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Amſterdam wird gemeldet: Am 20. Juni hielten einer„Times“⸗ Meldung zufolge die Ukrainer einen Militärkongreß in Kiew ab, welcher von etwa 2000 Abgeordneten beſucht war. Der Kongreß lehnte die Haltung Kerenskis ab, welcher die Zuſammenkunft hatte perhindern wollen, und beſchloß, leleltendig porzugehen. Auf dem Kongreß wurde die Anſchauung vertreten, daß die Ukrainer volle Aufonomie haben müſſen und die Weigerung der Regierung, die Autonomie zu gewähren, als eine feindliche Haltung angeſehen werden müſſe. Neue ernſte Uuruhen der Sinnfeiner. Amſterdam, 26. Juni.(wep, Achitamtl.) Das„Allgemeen Handelsblad“ meldet aus London, daß die Anrühen in Cork ſehr eruſter Ratur waren. die Sinnfeiner hatten die Stadt am Samstag früh vollſtändig in ihrer Mach't, die Menge begann die Gebände zu zerſtören. als eine Abteilung der Bolizei mit aufgepflanztem Bajonett heranrückte. die Polizei mußte ſich, nachdem mehemals gefenert worden war, zurückziehen. Sie erhielt Verſlärkungen, worauf der* mit wechſelndem Erfolg fortgeſetzt wurde; ſchließlich wurde ilitär zu hilſe ge⸗ rufen. Deutſchland und Holland. Berlin, 26. Juni.(WB. Amtlich.) Die Verhandlungen zwiſchen der deutſchen und der niederländiſchen Regierung, wegen der am 22. Januar 1917 infolge eines unglücklichen Zufalls durch ein deutſches U⸗Boot im Sperrgebiet verſenkten niederländiſchen Handelsdampfer ſind nunmehr Abſchluß gelangt. Der Admiralſtab hatte bekanntlich den nieder⸗ ländiſchen Needereien zugeſagt, den im Sperrgebiet tätigen Unterſee⸗ booten die Schonung dieſer Dampfer für den erwähnten Tag durch Funkſyruch zu hefehlen, dahci aber ausdrücklich binzugefügt, daß er eine Gewehr für das Auffangen des Funkſpruchs durch ſämtliche beteiligten U⸗Boote nicht übernehmen könne. Die Reedereien hatten daraufhin das Auslaufen ihrer Schiffe peranlaßt, anſtatt den ihnen als unbedingt ſicher bezeichneten Termmin pom 17, Mürz zu en. In der ſind die, niedetländiſchen Schiffe durch ein U⸗Boot ver 5 worden, das wider alles Erwarten infolge Störung ſeiner Funk⸗ ſpeugeee den Befehl nicht erhaiten kann. 5 Bei dieſer Sachlage konnte die deutſche Regierung ein Vetant⸗ wortung für den äuch von ihr lebhaft bedauerten Votfall nicht anerkennen. Sie hat ſich jedoch aus Teilnahme und in freund⸗ nachbarlicher Geſinnung bereit finden laſſen, zur Abwendung der den ——————— —— Mannheimer General · Anzeiger. ¶Mittags⸗Ausgabe.) Mittwoch, den 27. Juni 1917. Niederlanden durch die Schiffsverluſte erwachſenen wirtſchaftlichen Schäden gleichwertige, in Niederländiſchndien liegende deutſche Schiffe der niederländiſchen Regierung zur Verfügung zu ſtellen, wogegen dieſe die für die verſenkten Schiffe zu zahlenden Verſicherungsſummen herausgeben ſoll. Die Erſatzſchiffe ſind für die niederländiſche transozeaniſche Fahrt beſtimmt und werden erſt aus⸗ laufen, nachdem unſere Gegner den Flaggenwechſel anerkannt haben. Die deutſche Regierung wird weiter den Beſatzungen der verſenkten Schiffe, wovon glücklicherweiſe niemand ums Leben gekommen iſt, den etwa erlittenen Schaden erſetzen. Die niederländiſche Regierung hat das bei dieſen Verhandlungen bewieſene Entgegen⸗ kommen der deutſchen Regierung mit Dank anerkannt, ſodaß damit der die Beziehungen der beiden Länder trübende Zwiſchenfall glücklich erledigt iſt. Die Vergewaltigung Griechenlands. EBerlin, 27. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Athen wird gemeldet: Sobald das Parlament zuſammenberufen iſt, wird Veniſelos der Volksvertretung ſein Prgramm vor⸗ legen. Vielleicht wird es den Antrag enthalten, daß Griechenland ſich auf die Seite der Entente ſteelln möge. Veniſelos hat jedoch nicht die Abſicht, das griechiſche Vlk wider ſeinen Willen zu moobiliſieren. In Epirus bekundete die Bevölkerung ihre Ergebenheit für die vorläufige Regierung. Die Times meldet aus Athen, daß das jetzt gegen Bulgarien kämpfende veniſe⸗ liſtiſche Heer auf Staatsbefehl an der Front bleiben werde. Zur freiwilligen Dienſtnahme in dieſem Heer ſoll ferner⸗ hin ermuntert werden. Uebrigens würden die Truppen in Pelo⸗ pones über gewöhnliche Garniſonen verteilt werden. Die Armee will man auf ihre Friedensſtärke bringen und zwar durch Einbe⸗ rufung zweier Armeekorps. Dieſe Truppen würden nicht nach der Front abgeſchickt, aber in regulärer Weiſeausgebildet werden. Nach Erledigung der vorläufigen Arbeit in der Kammer wird Veniſelos eine große Champagne unternehmen, um dem Volle deutlich zu machen, weshalb es notwendig ſei, daß Griechen land ſich der Entente anſchließe. In Theſſalien dauert in⸗ zwiſchen die Entwaffnung der Bevölkerung fort. Es wurden bereits über 12000 Gewehre nd viele Revolver und Jagdgewehre geſammelt. Man glaubt aber, daß die Bauern noch ſehr viele Waffen verſteckt haben. EBerlin, 27. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Amſterdam wird gemeldet: Wie die Times aus Athen berichtet, beſetzten am Sonntag morgen franzöſiſche Truppen das Stadion und verſchiedene Punkte der Stadt. Auf den Rat von Jonnart ſoll die vorläufige Regierung von Salonii nach dem Piräus über⸗ ſiedeln. Eine ſtarke Abteilung von Gendarmerie hat Saloniki am Sonntag verlaſſen um ſich nach Athen zu begeben, das ſie zuſammen mit franzöſiſchen Truppen zu beſetzen beſtimmt waren. In Preveſa ſind nach den franzöſiſchen Abteilungen Truppen der vorläufigen Regiexung gelandet. Amſterdam, 26. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Reuter meldet aus Athen unterm 24. Juni: Ein Teil der Blätter ſchlägt politiſches Zapital aus einer antiveniſeliſtiſchen Kundgebung, die am 23. Juni(nach der Reuterſchen Darſtellung von betrunkenen Rederviſten und Soldaten) veranſtaltet worden iſt. An der Kund⸗ gebung hatten einige hundert Perſonen unter Führung Gunariſti⸗ ſcher Agitatoren teilgenommen. Vom 25. Juni meldet das Reuter⸗ ſche Büro aus Athen, daß infolge dieſer Kundgebung Truppen der Alliierten in Athen einmarſchiert ſeien, um bei der Aufrechterhaltung der Ordnung mitzuwirken. Bern, 26. Juni.(WXBB. Nichtamtl.) Progreß de Lyon meldet aus Athen, im Epirus ſei eine Grenze feſtgeſetzt worden aur Trennung des von den Italienern beſetzten und der National⸗ regierung unterſtehenden Gebiets. Demnach ſcheinen die Gefahren von Ztoiſchenfällen ausgeſchaltet zu ſein. Deutſcher Abenobericht. Berlin, 26. Jnni, abends.(WTB. Amtlich.) Von den Fronten ſind keine größeren Kampfhandlungen gemeldek. Der Stand der Kämpfe. Berlin, 26. Juni.(WTB. Nichtamtl.) An der flandriſchen Fvont herrſchte am 25. Juni rege Artillerie⸗ und Flie⸗ gertätigkeit. Die deutſche Artillerie ſetzte mit beobachtetem guten Erfolg die Bekämpfung der engliſchen fort. Feindliche Be⸗ wegungen und Anſammlungen wurden geſtört. Schweres Fernfeuer rief in Armentieres zahlreiche Munitionsbrände und einen Fabrikbrand hervor. Auch in Ypern wurde eine große Exploſion mit nachfolgendem Brand beobachtet. An der Arrasfront fanden in der Nacht zum 25. Juni ſowie in der Nacht zum 26. Juni mehrfache Patrouillen⸗ zuſammenſtöße und erbitterte Gefechte kleinerer Abteilungen ſtatt. Deutſcherſeits wurden mehrfach Gefangene eingebracht. Die Engländer fühlten nach anhaltendem Zerſtörungsfeuer mit Patrouil⸗ len bis zu Kompagnieſtärke gegen den Lensbogen vor, die im all⸗ gemeinen abgewieſen wurden. Ein bei Givenchy um 11 Uhr abends in den deutſchen Graben vorgedrungener engliſcher Stoßtrupp wurde ſofort hinausgeworfen. Weſtlich Fontaine gelang es den Engländern am 23. Juni überraſchend in Kompagniebreite in die deutſche Stellung einzudringen. Sofort einſetzende Gegenangriffe 4 hatten Erfolg. Der Kampf iſt noch im Gange. An der Aisnefront opferten die Franzoſen erhebliche Men⸗ ſchenmaſſen für die Wiedereroberung der Bergnaſe nordweſtlich von Hurtebiſeferme. Die Opfer ſtehen in keinem Verhältnis zu den erzielten Gewinnen. In der Weſtchampagne war bei ſehr guter Sicht die Ar⸗ tillerie⸗ und Fliegertätigkeit rege. Schwerſtes franzöſiſches Flach⸗ feuer wirkte weit in das Hintergelände der deutſchen Stellungen. Die deutſche Artillerie nahm mit beſtem Erfolg den Kampf gegen die Franzoſen auf. Zahlreiche Bründe und Exploſionen wurden beobachtet. Anwahre Behauptung der Franzoſen. Berlin, 26. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Der Funkdienſt Lyon vom 24. Juni, 10 Uhr vormittags, gefällt ſich darin, die Wahrhaftig⸗ keit der deutſchen Heeresberichte anzuzweifeln. Der deutſche Heeres⸗ bericht vom 22. Juni ſoll lediglich die von den Franzoſen zugegebe⸗ nen deutſchen Erfolge bei Vauxaillon und am Poehlberg gebracht haben, dagegen die Gewinne, die die Franzoſen im Gegen⸗ angriff machten, unterſchlagen haben. Eine Irreführung des franzöſiſchen Publikums fällt wahrſcheinlich der franzöſiſchen Regie⸗ rung leicht, da ſie es bisher wagen konnte, ihrem republikaniſchen und demokratiſchen Volke die Lektüre der deutſchen Heeresberichte zn verbieten. In neutraten Ländern dürfte dieſes Täuſchungsmanö⸗ ver ſchwierig ſein, da ein Blick in den deutſchen Heeresbericht vom 22. Juni genügt, die Unwahrhaftigkeit der franzöſi⸗ ſchen Vehauptun'g zu erkennen. Im deutſchen Heeresbericht vom 22. Juni heißt es über den franzöſiſchen Gegenangriff bei Pauxoillon:„Nach zähem Nahkampf verdrängten die Franzoſen un⸗ ſere Truppen aus einem Teil der Gräben nordweſtlich von Vauxail⸗ lon“ und über den franzöſiſchen Angriff am Poehlberg ſchreibt der Heeresbericht vom gleichen Tage:„Während der Nacht ſetzte der Gegner ſieben heftige Gegenangriffe an, die ihm nur unweſentliche olt— 0 9557 Am 14 en als Angriffsziel des erſten Tages .— hinaus vorſtoßen. Am 25. exkiſerte ſich der franzöſiſche Funkdienſt über die Frage, ob i Höhengelände weiter ſüdlich dieſer Linie einige Meter mehr oder wenigerzimſchegenangriff von den Deutſchen zurückgewonnen 80 würden Der bulgariſche Bericht. Sofia, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Generalſtabs. Mazedoniſche Kront Auf der ganzen Front ſchwaches Artilleriefeuer. Feindliche Erkundungsabteilungen, die in der Moglenagegend vor⸗ zurücken verſuchten, wurden zurückgeworfen. Auf dem rechten War⸗ darufer wurde bei Ljumnica eine feindliche Erkundungsabteilung durch Feuer zerſtreut. An der unteren Struma bei Emikſoey Pa⸗ trouillengeplänkel. Rumäniſche Front. Bei Mamuhdia und Iſaccea vereinzelte Kanonenſchüſſe. Der türkiſche Tagesbericht. Konſtantinopel, 26. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Amt⸗ licher Heeresbericht vom 25. Juni. Kaukaſusfront: Am rechten Flügel verlor eine feind⸗ liche Abteilung in Stärke von einer Kompagnie beim Juſam⸗ menſtoß mit unſeren Aufklärungspalrouillen Tote und Verwundele und zog ſich zurück. Am linken Flügel in einigen Abſchnitten bedeutungsloſes Artillerie⸗, Inanterie⸗ und Maſchinengewehrfeuer. An einem Abſchnitt wurde ein feindlicher Ueberfallsverſuch durch unſer Feuer abgewieſen und dabei einige Beute gemacht. An den anderen Fronten keine erwähnenswerten Bewegungen. Der engliſche„Sieg“ von Gaza. Berlin, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Unter den Papieren eines am 18. Juni abgeſchoſſenen engliſchen Fliegerleutnants befin⸗ det ſich ein Brief aus London vom 20. Mai folgenden Inhalts: Es gibt nicht viel Neuigkeiten hier, außer daß uns erzählt wird, daß die Rußkis ſich entſchloſſen haben, zu kämpfen und keinen Separat⸗ frieden zu machen. Aber ich glaube verdammt wenig von dem, was wir jetzt offiziell hören, beſonders ſeit uns offiztell berichtet wurde, daß wir bei dem„Sieg“ von Gaza 8000 Türken getötet und nur 400 britiſche Verluſte hätten. Denn ich habe die glaubwürdige Nachricht durch unſeren nahen Verwandten an dieſer Front. Er erzählte mir: es war ein Fiasko und daß wir nicht weiter gekommen ſind, als wir vor zwei Monaten waren. Ich kann dieſe Sorte Nachrichten, die uns vorgeſetzt werden, nicht verſtehen. Soweit ich ſehen kann, wer⸗ den ſie uns alle brauchen, bevor die Boches niedergerungen ſind. Oeſterreichiſches Abgeordnetenhaus. Wien, 26 Juni.(WTB.) Der Landesverteidigungs⸗ miniſter beantwortet ſchriftlich die Interpellttion des Abgeord⸗ neten Langenhan, betreffend Beleidigung des Offiziers⸗ ſtandes im allgemeinen und der Offiziere deutſcher Nationalität im beſonderen durch tſchechiſche und ſlavoniſche Abge⸗ ordnete. Der Miniſter bedauert, daß wider Eruarten nicht von allen Seiten des Hauſes die Armee für ihren beiſpielloſen Helden⸗ mut, ihre unüberwindliche Ausdauer und Selbſtverleugnung ſowie für den Schutz des bedrohten Vaterlandes rückhaltloſe Anerkennung fänden. Die meiſten Kltgen, ſagte er, betreffen Dinge, die ſich hinter der Front oder gar im Hinterlande zugetragen haben. Der großen Kulturarbeiten, die unſere braven Truppen überall leiſteten, gedenken nur wenige. In der freien neutralen Schweizer Revu⸗ blik ſogar wird jeßt vom Generalſtabschef unter Hinweis auf die augenblickliche Lage gefordert, daß jede Kritik an der Armee ver⸗ mieden werde. Für uns gilt das umſo mehr, als wir mitten im Kricge ſtehen. Gegenüber den Angriffen des Abgeordneten Dr. Stransky hebt der Miniſter das volle Verſtändnis und die volle Obiektivität der Militärrichter hervor und proteſtiert gegen den Abgeordneten Koroſoc, weil dieſer ſpesiell den deutſchen Teil des Offtzierſiandes in einer Weiſe angriff, die ſeinem prieſterlichen Hauptberuf gewiß nicht entſpreche. Uebrigens, erklärte der Miniſter, gibt es keine nationglen Teile des Offizierskorps, und es darf keine geben. Wir ſind alle Offiziere des Kaiſers und wollen es zum Wohle der gelcmtea bewaffneten Macht auch bleiben. Die „KHauptbeſchwerden richten ſich gegen die Militärgerichts⸗ barkeſt und gegen die von den Truppen an der Jcoit wegen Verrats getrofenen ſchezſen Maßregeln. Man muß aber bedenken, daß der Verrat im cigenen Lande durch irregelnette Elemente ſchärfſte Repreſſalien nötig machte, die auch berechtigt ſind. Taß dabei Mißgriffe vorgekommen ſind, iſt tief bedauerlich, aber durch die Umſtände zum Teil erklärlich. Die große Geſamtheit der Offiziere und Mannſchaften aller Nationalitäten und das ganze Volk in Waffen hat ſich herrlich bewährt. Ich muß daher die An⸗ griffe, die verallgemeinern wollen, als unberechtigt ſcharf zurück⸗ weiſen. Der Berichterſtatter Steinwerder leitet die Verhandlungen über das Budgetproviſorium ein. Der Leiter des Finanzminiſteriums Dr. Freiherr von Wim⸗ mer ſtimmt der Einſchränkung des Budgetproviſoriums auf vier Monate ſowie der Beſchränkung der Kreditermächtigung auf 6 Milliarden zu und ſagt, es ſei anzunehmen, daß man mit dieſem Betrage während der nächſten vier Monate ausreiche. Bezüglich der Anregung für die hilſsbedürftigen Staatsbedienſteten eine größere Aktion einzuleiten, erklärte der Miniſter, daß die Regierung ſich wohl bewußt ſei, in welcher außerordentlich ſchwie⸗ rigen Lage ſich ein großer Teil der Staatsbedienſteten befindet und daß ſie die Frage der Abhilfe eingehend prüſen und erwägen werde. Die heilige Pflicht der Finanzverwaltung ſei ſtrenge Sparſamkeit; dennoch müßten für die Förderung und Entwicklung der Produktion unter allen Umſtänden die Mittel aufgebracht werden. Die Vor⸗ lage des Budgets werde im Herbſte möglich ſein. Der Miniſter ſtellte die außerordentlichen Erfolge der ſechſten Kriegsan⸗ leihe feſt, die ein Ergebnis vn ſicher 5 Milliarden hoabe. Er ſagte: Der Erſolg iſt durchaus echt. Die Notenpreſſe wird für die Zwecke der Kriegsanleihe nicht in Anſpruch genommen. Es kam auch bisher bei der Kriegsanleihe die Inanſpruchnahme der Noten⸗ banken und Kriegsdarlehenskaſſen für Zwecke der Lombardierung ſo gut wie gar nicht vor. Der Erfolg der ſechſten Kriegsanleihe zeigt, daß wir die Kraft und den Willen haben, durchzuhalten. (Lebhafter Beifall. Der Redner wurde beglückwünſcht.) Die Sitzung dauert fort. Wien, 26. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern zufolge verlautet in parlamentariſchen Kreiſen, daß in den nächſten Tagen dem Abgeordnetenhaus ein Geſetzentwurf unterbreitet werden wird, durch den die zu Kriegsbeginn auf die Zivilperſonen ausgedehnte Zuſtändigkeit der Militärgerichte für gewiſſe Verbrechen dahin ein⸗ geſchränkt wird, daß dieſe Zuſtändigkeit nur für das Kriegsgebiet aufrecht erhalten wird, während ſie für das Hinterland aufgehoben wird. Die Blätter begrüßen dieſen Schritt mit großer Genugtuung. Verechtigte Klagen neutraler Seefahrer an der falſchen Stelle. Von Kontreadmiral z. D. Kalau v. Hofe. Das engliſche Verbot, die Nordſee zu befahren außer auf den von England erlaubten Wegen, der ihren aus⸗ und heimfahrenden Schiffen aufer egte Unterſuchungszwang in engliſchen Häfen, die Handelsſpionage im eigenen Lande, die ſchwarzen Liſten, das Feſt⸗ halten ihrer Schiffsladungen in England, um ihre Handelsfreiheit mit Deutſchland einzuſchränken, die ungeheuren Koſten und Ber⸗ luſte, die mit dieſem willkürlichen, völlig unberechtigten Vorgehen der engliſchen Regierung verbunden ſind, alle dieſe Maßnahmen 95 nommen; dennlescchändelt' ſich icwnadas*Lebensintereſſe der⸗ zwerden von den Neutralen als etwas Selbſtverſtändliches hinge⸗ erſten tralen Schiffsabzeichen und Flaggen keinen Schutz; ſie ſind Reichstagerſatzwahl im Wahlkreis Sörrach⸗Müllheim als Kandida 2 und Fürſtin Bülow ſind aus ⸗der Schweiz in Berlin mn Seemacht. Hingegen erfahren die Maßnahmen, die die Mittelmächte treffen, um ſich der Erdroſſelung durch England zu erwehren, in der Preſſe des Auslandes dauernd ſchärfſten Widerſpruch. Trotz aller Warnungen und trotz aller Aufklärung durch den deutſchen Admiralſtab wird das Verbot, die um England und ſeine Verbün⸗ deten ſich erſtreckende Sperrzone zu befahren— ein Verbot, das min⸗ deſtens ebenſo berechtigt iſt, wie das engliſche Verbot hinſichtlich der Nordſee— mißachtet. Dieſe Verſchiedenheit des Verhaltens beruht zum Teil auf der Ueberſchätzung der engliſchen Seemacht und Unterſchätzung der Ab⸗ hängigkeit Englands von neutralen Zufuhren und Hilfeleiſtungen mit Frachtraum, zum Teil auf dem Glauben, daß England den Krieg gewinnen muß. Man will es mit dem Sieger nicht verderben⸗ So überwinden die Gewinnſucht der neutralen Reeder und der Wagemut ihrer Schiffsbeſatzungen immer wieder alle Bedenken, die gegen die Fahrten in dem gefährdeten Sperrgebiet ſprechen Treten dann die bedauerlichen, aber vorher angekündigten Verluſte von Schiff und Ladung ein, gehen dabei Leben und Geſundheit der Beſatzungen und Paſſagiere bei ſtürmiſchem Wetter und Seegang) oder wegen Widerſtandes gegen die deutſche Seemacht verloren, dann erhebt ſich ein Sturm der Entrüſtung in der feindlichen und in der neutralen Preſſe über die Grauſamkeit und Brutalität der deutſchen Seekriegführung. Und dieſe in möglichſt grellem Lichte erſcheinen zu laſſen, werden Berichte beſonders norwegiſcher See⸗ leute in verleumderiſcher Weiſe aufgebauſcht, wird das rückſichtsloſe engliſche Vorgehen als menſchlich geprieſen: es bringe nur Geld⸗ und Zeitverluſte mit ſich, richte ſich aber nicht gegen das Leben der Beſatzungen und gegen die Schiffe ſelbſt. Zweifellos iſt das richtig⸗ Dieſer Unterſchied der Folgen erklärt ſich aber ganz einfach dadurch, daß die neutralen Reeder und Kapitäne ſich den Vorſchriften der engliſchen Regierung ohne weiteres fügen, da ſie aus jahrhunderte⸗ alter Erfahrung wiſſen, mit welcher Brutalität die engliſchen Schiffs⸗ kanonen ſonſt gegen ihre Schiffe ſpielen würden, und weil ſie im Vertrauen auf die falſchen Nachrichten über die Wirkſamkeit der Seeſperre und im Vertrauen auf die Ratſchläge der engliſchen Admiralität immer noch glauben, dem Griff der U⸗Boote entgehen zu können. England hat das dringende Bedürfnis, den Druck der deutſchen Seeſperre zu lockern und auf jede Weiſe ſich Zufuhren zu verſchaffen und den Ausfall ſeiner Handelsflotte durch neutrale Schiffe zu er⸗ ſetzen. Um dieſe zur Fahrt durch das Sperrgebiet nach England zu bewegen, werden von engliſcher Seite die Erfolge der U⸗Boottätig leit ſo weit als möglich verheimlicht und die U⸗Bootsgefahr al⸗ übertrieben hingeſtellt. So hat kürzlich der Premierminiſter Lloyd George im Parlament mit aller Entſchiedenheit vom Siege über die U⸗Boote geſprochen— allerdings mit einigen Wenn's—, ein drei⸗ ſter Bluff, der die flaue Stimmung in England, die nach der glatten Ohnmachtserklärung der engliſchen Flotte durch den Erſten Seelord und infolge der fühlbaren Lebensmittelknappheit und wachſenden Teuerung weite Schichten der Bevölkerung ergriffen hatte, bannen und die ſinkende Kriegsluſt der Entente anfeuern ſollte. Was die engliſchen Miniſter und ihre Preſſe durch Wort und Schrift erſtreben, erzielen die engliſchen Kreuzer durch die Tat, Alle Handelsſchife, deren ſie in der Nähe engliſchen Gebietes, aber außerhalb der Sperrzone, anſichtig werden, ſie mögen völlig ein⸗ wandfreie Ladungen und Reiſeziele haben oder nicht, werden unter Befehl engliſcher Wachtkommandos geſtellt und gezwungen, u engliſchen Häfen zu laufen und das Sperrgebiet zu paſſieren, mindeſtens einer langwierigen Unterſuchung unterworfen zu wer⸗ den. Das Ende vom Liede, wenn die Schiffe nicht durch U⸗Boote vorher verſenkt wurden, iſt dann in der Regel die Abgabe der für England nützlichen Ladung und die Annahme von Frachten in Bienſte der Entente. Wird aber ſolchen Schiffen ausnahmsweiſe die Freiheit wieder gegeben und treten ſie in dem begreiflichen Wunſche, ihren Peim⸗ gern möglichſt ſchnell zu entgehen, ohne die von der deutſchen Regierung für das gefahrloſe Paſſieren der Seeſperre bekannt ge⸗ gebenen Vorſchriften und Zeiten zu beachten, die Rückfahrt an, laufen ſie erneut Gefahr, im Sperrgebiet von den deutſchen h * werden,— 83 wiſſen können,— ickſal die Bedauernswerten dorthin geführt hat. Beſondere ſtimmung in neutralen Ländern haben in ſhngſter Zeit einige 5 dieſer Art erregt, die Preſſe hat bewegte Klagen über die Vern tung wichtiger, für die neutrale Volkswirtſchaft dringend benötigtet Ladungen und Schiffe erhoben und die Schuld allein den deutſchel U⸗Booten angehängt. Auf den erſten Blick mag dem Laien ein Vei, ſenken von auf der Heimfahrt begriffenen Schiffen als ſinn⸗ unt zweckloſe Zerſtörung erſcheinen; nur haben nicht die U⸗Boote Unglück herbeigeführt, ſondern die brutale Vergewaltigung neutec ler Intereſſen durch die enaliſche Seekriegführung, die mit 1 ſicht den neutralen Reedern und Kapitänen trügeriſche Sicherhel vortäuſchte. Bekanntlich hat die engliſche Admiralität ihren zu Tauſenden vor den engliſchen Küſten ſchwärmenden Wachtfahrzeugen, ſtörern, Kreuzern und Hilfsſchiffen den Mißbrauch neutraler Flag gen und Schiffsabzeichen und Anwendung jeder Verſtellung 11 Liſt(U⸗Bootfallen) zur Pflicht gemacht, ſo daß die deutſchen Boote, ohne ſich in Gefahr zu begeben, eine Unterſuchung der dolt verkehrenden Handelsſchiffe nicht vornehmen können, ſelbſt w 1 die ſeit dem 1. Februar 1917 geitenden Sperrvorſchriften ſie dieſe, Mühe im Sperrgebiet nicht grundſätzlich enthoben hätten. Im Spert, gebiet ſoll jedem Handelsverkehr, gleichgültig in welcher Richtun er ſich vollzieht, ohne weiteres mit den Waffen entgegengetret werden— nur ſo iſt eine erfolgreiche Abſchnürung des engliſ Seehandels möglich, nur ſo kann den Neutralen der verboten Handel mit England verleidet und die wirtſchaſtliche Erſchöpfun Englands herbeigeführt werden. Im Sperrgebiet bieten die 92 England entwertet. Aus dem Kurs eines neutralen Handelsſchiffes, auf dem 6 im Sperrgebiet angetroffen wird, kann unter den geſchilderten u ſtänden ſelbſtverſtändlich auf die Harmloſigkeit ſeiner Ladung 1 ſeiner Abzeichen keinerlei Schluß gezogen werden. Noch we drei iſt dies möglich, wenn ſich neutrale Schiffe, wie es kürzlich 11 ſchwediſche Dampfer getan, auf engliſchen Rat von vier Zerſtöre 7 durch das Sperrgebiet ſicher geleiten laſſen wollen; in dieſer ſellſchaft fordern ſie im Gegenteil geradezu zur Annahme feindn, Abſicht heraus; ihre Verſenkung iſt deshalb ohne weiteres ger h fertigt. Dieſe Verſuche der neutralen Reeder, die höchſtwahrſcheinle im Einverſtändnis mit der engliſchen Regierung ſind und auf imugt 9804 Profite hoffen, werden die Wirkfamkeit der Seeſperre m rechen. Außerhalb des Seeſperrgebietes gelten für die Tätigkeit 5 deutſchen U⸗Boote die Vorſchriften der Priſenordnung und er⸗ Kreuzerkrieges ebenſo, wie für die übrigen in Ausübung des Unt en ſuchungsrechts begriffenen deutſchen Seeſtreitkräfte. Alle Handlurmng dieſer deutſchen Kriegsſchiffe, die zur Aufbringung oder Verſenk len von Handelsſchiffen führen, werden von deutſchen Priſengerichm, nachgeprüft. Falls durch Irrtum oder Zweifel der Kriegsſchiffgen mandanten nachteilige Folgen für die neutralen Reeder entſtan iſe ſein ſollten, wird von Reichs wegen in entgegenkommender Wet Schadenerſatz geleiſtet. Die Keichstagserſatzwahl in Lörrach. 90 51 Lörrach, 27. Juni. Nach Blättermeldungen kommk füür der nat. lib. Partei in erſter Linie Bürge Dr. Gugelm in Lörrach in Frage. Eine neue Rede Qond Georges. Si⸗ Ei Berlin, 27. Juni.(Von unſerem Berliner Büro)(ce, Amſterdam wird gemeldet: Lloyd George hält am Freitag in gow über den Kriegöszuſtand und die Kriegsziele ze⸗ Alliierten eine neue Rede, die man als ſehr wächeres —— zeichnet. Fa EI Berlin, 27. Juni.(Von unſerem 19% E SYOODS Sa. 9 2 222————— S2.8 —— Mittwock, den N. Juni 181N. — Mannheimer Seneral ⸗Anzeiger.(cuttags⸗Ausgabe) Nr. 208. 4. Seite. Nus Stadt und Land. —— Stereotypeur Emil Grunert, wohnhaft Fröhlichſtr. 8, Ange⸗ ——3.8.„„Druckerei Dr. Haas Mannheimer Generalanzeiger Die Obſtverſorgung itt durch die neueſte Verfügung der Badiſchen Obſtverſorgung, wo⸗ nach der Verſand und die Verbringung von Obſt vom Erzeuger zum Verbraucher über den Amtsbezirk des Erzeugers hinaus bei einem Gewicht von über 3 Kg. nicht mehr frei iſt, in ein Stadium getreten, daß wir es für unſere Pflicht halten, auf die Angelegenheit einmal etwas näher einzugehen. Zunächſt mächten wir feſtſtellen, daß wir wohl mit der Allgemeinheit die Verwunderung darüber teilen, daß die neue tief einſchneidende Maßnahme der Bevölkerung nicht vor⸗ her mitgeteilt worden iſt. Wir waren erſt am Montag Mittag in der Lage, eine keurze Meldung zu bringen, die uns von der Ober⸗ rheiniſchen Korreſpondenz zuging. Andererſeits aber hören und leſen wir, daß bereits am Sonntag auf den Bahnhöfen durch die Gen⸗ darmerie die neue Verfügung zur Anwendung gebracht wurde. Die ahnungsloſen Ausflügler, die in der Annahme, wie bisher zum Einkauf von mindeſtens 50 Pfund Obſt berechtigt zu ſein, die Obſt⸗ erzeugungsorte aufgeſucht und an der Quelle ſich verſorgt hatten, wurden von den behördlichen Aufſichtsorganen angehalten und mußten ſich die Beſchlagnahme de⸗ über die zuläſſigen 6 Pfund hin⸗ ausgehenden Quantums gefallen laſſen. Wir meinen, in einer Zeit, in der das Durchhalten ohnehin ungemein erſchwert wird, ſollte man alle Maßnahmen vermeiden, die Erbitterung erzeugen. Wir ſtehen mit dieſem Proteſt nicht allein. Auch die oberbadiſche Preſſe tadelt das von der Obſtverſorgung beliebte Vorgehen, das ſich in keiner Weiſe mit dem Verhalten den Publikums entſchuldigen läßt. Es iſt richtig, daß die Bevölkerung ſelbſt viel ſchuld daran iſt, daß die Bergünſtigung der Selbſtverſorgung erheblich einge⸗ ſchränkt wurde, aber das entſchuldigt in keiner Weiſe das am Sonn⸗ tag beliebte Vorgehen. Es muß zugegeben werden, daß das Ent⸗ gegenkommen, welches in der Zubilligung lag, daß der Verbraucher 50 Pfund Obſt vom Erzeuger unmittelbar beziehen dürfte, ſchwer mißbraucht worden iſt. Die ganze Bergſtraße wurde ſeit Beginn der Frühkirſchenernte dermaßen ſyſtematiſch abgegraſt, daß für die Kommunalverbände zur Verſorgung desjenigen Teiles der Bevölke⸗ rung, der nicht in der Lage iſt, in direkten Verkehr mit dem Obſt⸗ erzeuger zu treten, ſo gut wie nichts mehr übrig blieb. Es iſt un⸗ z. B. aus Weinheim berichtet worden, daß dort der ſtädtiſche Markt der Nachfrage der eingeſeſſenen Bevölkerung nicht im entſernteſten genügen konnte. In den anderen badiſchen Obſterzeugungsgegenden, wie überhaupt in ganz Süddeutſchland, machte ſich die gleiche Er⸗ ſcheinung geltend. So wird gemeldet, daß noch am letzten Sonntag in einem Orte in der Nähe von Bühl ungefähr 200 Leute, meiſtens aus Straßburg und Karlsruhe, von Haus zu Haus zogen und nach Obſt, zu gle Zeit aber auch nach anderen eßbaren Dingen, ahndeten. An einem der letzten Sonntage ſind in Bühl ungefähr nicht zur Beſichtigung des Stüdtchens und ſeiner Umgebung zu⸗ ereiſt waren. 8 3 Württemberg war es nicht viel anders. Leſen wir doch in einem Bericht aus dem Remstal, daß dort ſozuſagen unter jedem Kirſ eine Familte aus Stuttgart, Ludwigsburg oder Eß⸗ üngen ſaß und wartete, bis die Kirſchen gebrochen waren. Dazu kommt noch das e, daß für den Erzeuger der Anreiz, un⸗ mittelbar an den Berbraucher abzuſetzen, dadurch nicht geringer wurde, daß dieſer ſich nicht an den vorgeſchriebenen Höchſtpreis hielt, ſondern die Greuze teilweiſe beträchtlich überſchritt, wozu aller⸗ „dings der Umſtand beitrug, daß in Mannheim z. B. für das Pfund Pfennig begahlt werden mußten. Die Verbraucher werden in vielen Fällen dieſen Preis dem Erzeuger bereitwilligſt zugeſtanden haben, weil ſie die Gewißheit hatten, tadellof w ſe Ware zu erhalten, was auf dem Mannheimer Markt nicht immer der Fall war. Die Mühen des ſelbſt bewerkſtelligten Transportes, die Reiſekoſten und die Zeitverſäumnis wurden dabei gern mit in den Kauf genommen. Und was nicht von den Verbrauchern eingeheimſt wurde, das nah⸗ * un ſen vor allem die Kommunaloerbände darauf ã haben, daß die von der Badiſchen Obſtverſorgung bisher ge Vergünſtigung ſo bedeutend eingeſchränkt wurde. Es wird ſich nun zeigen müſſen, ob die Einſchränkung des Verkehrs zwiſchen Erzeuger und Verbraucher, die die Herabſetzung des freien Obſt⸗ quantims ſicherlich im Gefolge hat, von förderndem Einfluß auf e Verſorgung der Kommunalverbände iſt. Wenn wir die Hoffnung ausſprechen, daß dies geſchieht, dann handeln wir im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit, die möglichſt allen Obſtbeziehern das gleiche Ouantum zukommen laſſen möchte. „ Vom Hofe. Der Großherzog, welcher am 11. ds. Mis., zum Beſuch badiſcher Truppen an die Weſtfront reiſte, iſt geſtern abend wieder nach eee 4* angeſtellt wurden in Sekretärſtellen die akteri⸗ Hermann Müller aus Siglingen beim Poſtamt Säckingen, Wilhelm Kopf aus Kürzell beim Bähnpoſtamt Nr. Win Konſtanz und Karl Wiehl aus Möhringen beim Poſtamt Freiburg, ſowie der charakteriſterte Telegraphenſekretär Rigobert Engler aus Villingen beim e „ Opfertag. eilten bereits mit, da roßherzogs 9 3 durch einen Opfertag gefeiert werden ſoll. Nach einem in der letzten Nummer des„Stagtsanzeigers“ veröffentlichten % Aufruf, der von den Vertretern der für die Veranſtaltung in Be⸗ LEyriſches von der flandriſchen Front. r noch als das, was unſere anerkannten Dichter aus dem Falege ſchöpfen, intereſſieren uns die kleinen Werke der Front⸗ . Joldaten, die erſt durch das Erleben im Kampfgebiet zu Dichtern ſourden und in bald volkstümlich, bald erſtaunlich kunſtmäßigen Lie⸗ un dern den Geſichten und Empfindungen des Kanipfes Ausdruck ver⸗ he, leihen. Einige Proben dieſer im beſten Sinne urſprünglichen Kriegs⸗ het lyrik entnehmen wir einer Sammlung von Gedichten von Soldaten 9 4 der 4. Armee, die demnächſt unter dem Titel„Krieg in Flandern“ ich] bei der Deutſchen Verlags⸗Anſtalt in Stuttgart erſcheinen wird. Die Soldaten, die dieſe Gedichte geſchaffen haben, ſind literariſch unbe⸗ kannt, und ihre lyriſchen Erzeugniſſe legen vor allem das rein Menſchliche im Kriegsgefühl bloß. So begeiſterte ein Offtzierſtell⸗ e vertreter der Marſchtag im Felde zu folgenden Verſen: de? e Es gehen viele Füße Er,* 5 nach einem Takt wie nie— zen Viel Wege und viel Gaſſen die Mörgenröte ſchreitet ing daheim ſind ganz vexlaſſen, voran— die Fahne breitet len] wo ſonſt ihr Schritt erklang. ſich mütterlich um ſie. mNun gehen viele Füße Nun gehen viele Füße wohl einen neuen Schritt. in einem Garten ein— den Wer ſonſt allein gegangen, Ein Gräber ſteht und ſcharret, ein Wächter ruft und harret,— 8——— Lorbeer und Roſmarein Deie Wildheit der Schlacht ſchildert ein Kriegsfreiwilliger mit Jfolgenden Worten: angen be„Schreie entroll'n wie Fahnen, JDie blanken Seelen dürſten dere das Ich entflieht dem Leib. nach feſtlichem Gefechte. er Sind ohne Mutter und Weib; Der Himmel aufgeriſſen! nur deutſches, ſeliges Ahnen. Tods Trommler ſind die Höhen. Bir ſind ſturmkühne Mächte! Dörfer und Wald vergehen, Der Tod ſucht ſeine Fürſten. wo wir die Herzen hiſſen! Auch an einer gewiſſen Kriegsphiloſophie fehlt es nicht in dieſen 0% Laiengedichten, wie die folgenden Verſe beweiſen mögen: „Drei Roſen in den Flintenlauf, Die Roſen hat der Sturm zerwühlt, be.— um den Säbelknauf— den Uebermut die Zeit gekühlt, unbändig und verwogen—, wir wurden ernſt und ſtille von tiger Kampfesl Aus, jugendlicher ſg 9 9 Fuſt ar 116 160 2 wsmut ee e e 9 itracht kommenden Körperſchaften, an der Spitze 2000 abfahrende Perſonen gezählt worden, die ſelbſtverſtändlich Händler in Em die um den A nicht beſorgt zu Nelrr———* daß—333* Prinz Max von Baden als Ehrenvorſitzender des Badiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz, unterzeichnet iſt, findet der Opfertag am Sonntag den S. und Montag den 9. Juli ſtatt. Der auff wendet ſich mit fol⸗ genden Ausführun en an die Bevölkerung: Unſer Landesfürſt Groß⸗ herzog Friedrich II, beſchließt am 9. Juli, im 36. Monat des Völker⸗ ringens, ſein 60. Lebensjahr. Das badiſche Volk nimmt von ganzem Herzen teil an dieſer Geburtstagsfeier Auf Vorſchlag de⸗ Badiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz hat Seine Königliche Hoheit zu genehmigen geruht, daß aus— Anlaß zur Linderung der Not des Krieges im ganzen Lande geſammelt und die Spenden ihm zur Förderung der Beſtrebungen des Badiſchen Landesverein⸗ vom Roten Kreuz dargebracht werden. Wer möchte da ſich nicht beteiligen an dieſer Großherzogs⸗ Geburtstags⸗ Spende! Wer möchte nicht auch ſeine Gabe darbringen, ſeinem Fürſten eine Freude zu bereiten und zugleich Krankheit und Not in vielerlei Geſtalt lindern zu helfen! Wir ſind der feſten Ueber⸗ zeugung, daß auch in Mannheim dieſer Aufruf den lebhafteſten Widerhall finden und zu reichen Spenden Veranlaſtung geben wird. Volle Ausuntzung aller Verkehrsmittel. Der ſtellv. komm. General des 14. A. K. hat eine Verordnung erlaſſen, die dazu dienen ſoll, zur unbehinderten Abwickelung des Verkehrs eine möglichſt volle Ausnutzung aller Verkehrsmittel und dement⸗ ſprechend eine richtige Verteilung der Güter auf Eiſenbahn und Waſſer⸗ ſtraßen anzuſtreben. Dazu iſt erforderlich, daß über die tatſächlichen und möglichen Leiſtungen der Waſſerſtraßen und der Schiffahrt⸗ und Umſchlagbetriebe, ſowie über die Vorausſetzungen für dieſe Leiſtungen fortlaufend und ſchnell einwandfreie Angaben beigebracht werden. Die Schiffahrtsabteilung beim Chef des Feldeiſenbahnweſens führt dieſe Aufgaben durch. Auf Anforderung ſind durch die Hafenverwal⸗ tungen, wirtſchaftlichen Verbände uſw. und alle mit dem Waſſerver⸗ kehr in Berbindung ſtehenden Perſonen und Firmen die hierfür er⸗ forderlichen Angaben in der von der Schiffahrtsabteilung feſtgeſetzten Zeit und Form unmittelbar zu machen und jeweils in Abſchrift der Kriegsamtsſtelle Karlsruhe, Abteilung II g 2 einzuſenden. * Hommandierung von Anteroffizieren als Hilfsgendarmen. Das ſtellv. Gen.⸗Komm. des 14..⸗K. hat eine größere Anzahl von Unteroffizieren abkommandiert zur Ergänzung des Mannſchafts⸗ beſtandes des Gr. Bad. Gendarmeriekorps. Dieſe Unteroffiziere werden, verteilt auf die einzelnen Gendarmerieſtationen, eingeſtellt und vereidigt als Hilfsgendarmen und als Hilfsbeamte der Staats⸗ anwaltſchaft. Die Bevölkerung hat, wie die„Karlsr. Ztg.“ halb⸗ amtlich bekannt gibt, ihren Weiſungen in gleicher Weiſe wie denen der Gendarmen Folge zu leiſten. Als Abzeichen tragen ſie eine Armbnide mit dem Aufdruck„Hilfsgendarm“ und dem Stempel des Gr. Gendarmeriekorps. n Sicherſtellung der Feldarbeiten. Man ſchreibt uns: Das Stell⸗ vertretende Generalkommando des 14. Armeekorps in Karlsruhe hat eine Veroroͤnung erlaſſen, durch die zux Sicherſtellung der notwendi⸗ gen Feldarbeiten und der Ernte die Bürgermeiſterämter ermächtigt werden, im Bedarfsfalle an höchſtens 2 Tagen in der Woche, die nicht unmittelbar aufeinander folgen dürfen, die Schließung der in ihrer Gemeinde befindlichen Zigarren⸗ und Tabakfabriken anzuord⸗ nen. In Baden macht das Tabakgewerbe in ausgedehntem Umfang von der Hausinduſtrie Gebrauch. Es iſt daher in zahlreichen Dörfern ein großer Teil der Bevölkerung mit der Herſtellung von Tabaker⸗ zeugniſſen beſchäftigt. Um dieſe ganz überwiegend auch in landwirt⸗ ſchaftlichen Arbeiten geübten Kräfte in den Dienſt unſerer Lebens⸗ mittelverſorgung zu ſtellen, iſt die Verfügung, die die Schließung der Tabakfabriken an einzelnen Tagen zuläßt, notwendig geworden. npt. * Jur Frage der Marmeladenverſorgung wird der„Köln. Ztg.“ aus Berlin mitgeteilt: Da die Lieſerung von Fett im kommenden Winter wahrſcheinlich ſich noch ſchwerer geſtalten dürfte als im letzten, gewinnt die Verſorgung mit Marmelade erhöhte Bedeutung. Wie wir erfahren, rechnet die Reichsſtelle für Gemüſe und Obſt für das Jahr mit neun Marmeladenmonaten und drei Kompott⸗ monaten. Nimmt man für die Marmeladenmonate für die Perſon und den Tag dreißig Gramm Brotaufſtrich in Ausſicht, ſo ſind insgeſamt über acht Millionen Zentner erforder⸗ lich, und zwar rechnet man mit 2 400 000 Zentnern Kunſthonig, 400 000 Rübenſaft und 5 600 000 Zentnern Marmelade. Eine Beſchlagnahme der für die Marmeladenherſtellung erfor⸗ derlichen Obſtes iſt nicht in Ausſicht genommen; vielmehr lehnt die Reichsſtelle eine ſolche unter allen Umſtänden ab. * Der Papiermangel. Das Armeeverordnungsblatt bringt fol⸗ gende Verordnung des Generals von Groener:„Die erheblich gewachſenen Schwierigkeiten bei der Herſtellung von Papier aller Arten erfordern eine weitgehende Einſchränkung des Verbrauchs. Es wird deshalb beſtimmt: 1. Druckſachen ſind nur in dem unbedingt erforderlichen Maße herzuſtellen. Die Höhe der Auflage iſt genaut Zu Fus he Veröffentlichungen, die nicht oder zur⸗ geit nicht erforderlich ſind, haben zu unterbleiben. 2. Die Eindeckung der Dienſtſtellen mit Papier auf 5 re Zeit iſt zur Vermeidung einer Verſchärfung der Knappheit und von Preistreibereien unzu⸗ läſſig. Dies gilt beſonders für gebleichtes Papier. Im inneren Dienſt 68. B. zu Vordrucken, Entwürfen, Umdrucken) iſt nur ungebleichtes Papier zu benutzen. 3. Wo viertel oder halbe Bogen ausreichen, darf nicht mehr Papier verwendet werden. 4. Die Benutzung von beſonders gutem Papier als Schreib⸗ und Druckpapier und zu Brief⸗ umiſchlägen wird unterſagt, vielmehr ſind alle Anforderungen an die Güte des Papiers ſoweit als möglich herabzuſetzen. Die ver⸗ antwortlichen Dienſtſtellen haben Verſtößen gegen dieſe Anordnun⸗ gen unnachſichtlich entgegenzutreten.“ Es iſt ſehr zu begrüßen, daß man es nicht nur den Zeitungsdruckereien überläßt, ſoviel wie mög⸗ lich am Papier zu ſparen, ſondern daß auch die Behörden zu Maß⸗ nahmen übergehen, die geeignet ſind, eine erhebliche Einſchränkung des Papierverbrauchs herbeizuführen. Auch in der Bevölkerung wird man ſich an eine größere Papiererſparnis gewöhnen müſſen. Vor allem ſollten die doppelten Briefbogen verſchwinden. Ehenſo kann bei der beruflichen Korreſpondenz der Papierverbrauch ohne Not noch weit mehr als früher eingeſchränkt werden. * Der Pranger für die Kriegswucherer! Das Juſtizminiſterium hat den Staatsanwaltſchaften empfohlen, die Nebenſtrafe der Nus dem Maunhelner Kunteben. Theaternachricht. Der Neueinſtudierung der„Antigone“ unter— Weicherts Leitung liegt in den Dialogpartien die Vollmöller'ſche Ueberſetzung zu Gründe, während die Chorlieder aus älteren Ueberſetzungen zu⸗ ſammengeſtellt ſind. Die verbindende Muſik nach Motiven Mendel⸗ ſohns leitet Kapellmeiſter Max Sinzheimer. Das Bühnenbild iſt von Ludnig Sievert entworfen. Die Beſetzung iſt folgende: Anti⸗ one— Thila Hummel, Ismene— Lore Buſch, Kroon— Wilhelm olmar, Eurydike— Lene Blankenfeld, Hämon— Fritz Odemar, Teireſias— Fritz Alberti, Wächter— Robert Garriſon, Bote— Wenzel Hoffmann, Chorführer— Hans Godeck. Die übrigen Haupt⸗ rollen werden geſprochen von den Herren: Max Grünberg, Georg Köhler, Julius F. Janſon, Alexander Kökert, Karl Neumann⸗Hoditz, Adalbert Schlettow, Meinhart Maur, Joſef Renkert, Walter Pieau. Süchertiſch. uniheft von„Nord und Süd“(Herausgeber: Prof. Dr. S 9 8 84 0 W. 10 Verlag: Schleſiſche Buchdruckerei, Kunſt⸗ und Verlagsanſtalt v. S. Schottlaender,.⸗G. Breslau III.— Preis pro Quartal 6 Mk.) führt Karl von der Heydt aus, wie ſich in dieſem Kriege der Obrigkeitsſtaat als der leiſtungsfähigere bewieſen hat. Wie richtig Eduard von Hartmann über„deutſche und fremde Stgats⸗ einrichtungen“ geurteilt, wie er ſchon im letzten Drittel des 19. Jahr⸗ hunderts mauches vorausgeahnt und vorausgeſehen hat, was jetzt durch den Krieg offenbar wird, lehrt die von Amtsgerichtsrat Guſtay Schnei⸗ der gegebene Ausleſe qus den politiſchen Schriſten des Philoſophen. Ueder die kürzlich erſchienene Schrift„Engliſche Dokumente zur Erbroſſelung Perſiens“ berichtet Dr. Adolf Koch und teilt daraus einige intereſſante Stellen über die Polititk und die Intrigen Englands im Verein mit Rußland, aber auch gegen Rußland, mit. In längeren Ausführungen erörtert Prof. Akos von Timon„die Theorie der heili⸗ gen ungariſchen Krone und die Krönung.“ Baxon Fulius Wlaſſics' Abhandlung:„Die Neutralität im Weltkriege“ gelangt in dieſem Hefte zum Abſchluß. Das ſtarke Hervortreten der Nationalitätenfrage in dieſem Kriege gibt Chefredakteur Siegfried Dyck Anlaß zu allge⸗ meineren Betrachtungen über„Nationalindividuglismus und Natio⸗ nalitätenprinzip.“ Die Höhe friſcher Kultur ſucht Dr. Hedwig Fiſch⸗ e WAsB 91 0 3˖ aneräshahit tie 5F5 Eu 90 iieen Hein⸗ 5 zu Saee 6 10 0 6 Gonb Ligegebeß, Am Oonnerstag, den 28. Juni, gelten ſolgende Marken⸗ Brot: Für je 750 Gramm die vom 23. Junt und vorher giltigen Brut⸗ marken und die Zuſatzmarken. Brot: Für je 300 Gramm Brot oder 200 Gramm Brotmehl der Sie⸗ ferungsabſchnitt B der Kartoffelmarke 38 und der Zuatzmarke 87. Mehl: Für 200 Gramm die Mehlmarken Nr. 1 und 2. Kartoffeln: Zum Einkauf für 1 Pfund der—— A Kartoffelmarke 34, der Zuſatzmarke 28 und die marken. Zur Beſtellung bis ſpäteſtens Sb abends die Beſtellabſchnitte der Kartoffelmarke 35 der 29 und die Wechſelmarken., e Suppeneinlagen: Für 125 Gramm(beſtehend in einem Sup; arnd 75 Gramm Suppeneinlage koſe) die Allgemeine marke F 1 in den Kolonialwaren⸗Berkaufsſtellen—28, af Kundenliſte. Die Preiſe ſind für den kleinen Würfel 10 Pfg., kür den großen Würfel 15 Pfg. und für 75 Gramm offene Suppen⸗ einlage 9 Pfg. Fett: Für ein Achtel⸗Pfund die Fettmarke 81 in den B 501—750 und 831—900, die Fettmarke 33 in den B —411, auf Kundenliſte. 9 Butter: Für ein Achtel⸗Pfund die Buttermarke 65 in den Verkauke⸗ ſtellen 341—445, auf Kundenliſte. Eier: Für ein Inland⸗Ei die Etermarke 30 in den Verkaufesſteken —275 auf Kundenliſte. 8 Mil h: Für Vollmilch die Tagesmilchmarken; für Magerd⸗ und Buttermilch die Magermilchmarken—8. Doſenmilch: Für Haushaltungen von 1 Perſon(graue karte) 1 Doſe kond. Milch(gezuckerte Vollmilch Mk. 1,50, u. zuckerte Vollmilch Mk. 1,40) für Haushaltungen von—5 ſonen(braune und viollette Haushaltungskarten) 2 Doſen, für Haushaltungen von 6 und mehr Perſonen(grüne karten) 3 Doſen, gegen die Haushaltungsmarke 34 in kaufsſtellen für Butter und Eier—200, auf Kundenliſte. Einmachzucker: Für 2 Pfund die Zuckermarke 47 in den Kolonial⸗ waren⸗Verkaufsſtellen—746, auf Kundenliſte. Kirſchen: Für je 1 Pfund die Marken—3 von ſämtlichen Obſtkarten und die Marke 4 der grauen und roten Obſtkarte. Obftmarken. Die Obſtverkaufsſtellen werden nochmals darauf hingewieſen, daß ſie nach der Vorſchrift des Lebensmittelamtes vom 20. Juni die einige⸗ laufenen Obſtmarken fortlaufend dem Lebensmittelamt, 1, abzuliefern haben. Verkaufsſtellen, die die Vorſchriften über den Verkauf des Obſtes nach Marken nicht einhalten, werden vom weiteren Verkauf ausgeſchloſſen. Städt. Lebensmittelamt. Städtiſche Bekleidungsſtelle, Mannheim— F 3. 6. Demnächſt beginnen wir mit einer Hausſammlung fümdte ganze Stadt. Möchte doch jede Hausfrau, wenn ſie im Brie unſere Mitteilung findet, daß nach einigen Tagen ein Sammler eine Sammlexin wieder zur Abholung vorſprechen wird, eingeiden ſein des Gebots der Stunde, die Größe unſerer er⸗ ſchaffer ſund alles Entbehrliche richten! Nur ſo können Gutes en! An die Dienſtboten aber richten wir den Appell, unſeve Be⸗ auftragten nicht ohne Weiteres abzuweiſen, oft gegen den Walen K. Herrſchaft. Auch ſie möchten die Bedeutung erkennen. Es dü hier empfehlen, daß von herrſchaftlicher Seite die nötige A rung und Anweiſung im voraus erteilt würde. Kinder⸗Wagen ſind in der gegenwärtigen Jahreszeit beſonders geſucht. Wir bitten um entgeltliche oder unentgeltliche Ankieferung, um die dringendſte Not beſeitigen zn können. Städt. Bekleidungsſtelle, E 3, 56. Sammelt die Küchenabfälle. Bewahrt ſie vor Verderb. Ihr ſtreckt dadurch unſere Viehfuttervorräte. Bringt ſie zu den Annahmeſtellen der Mannheimer Abfall⸗Ver⸗ wertung oder meldet, Ihr Hausfrauen, in der Geſchäftsſtelle, wo und wann ſie abgeholt werden können. Die Annahmeſtellen ſind geöffnet: 65—½7 Uhr: am Marktplatz jeden Tag, Ecke Wallſtadtſtraße: Dienstags, Donnerstags, Samstags, Len 4————— niſenring 44: ienstags, Donners e e(Johanniskirche): Montags, Mitiwochs un amstags. Die Kommiſſion der Mannheimer Abfall⸗Berr Geſchäftsſtelle: O 7, 9. Telephon über R* mäßige Preisſteigerung in allen Füllen in Antrag zu denen ſie wegen der Schwere oder Gemeinſchädlichkeit der wegen der Niedrigkeit der vom Täter bekundeten Geſinnung an⸗ gebracht erſcheint. * Sonntags⸗Ladenſchluß der Bückereien. Der Bezirksrat hat uur ſeinex letzten Sitzung auf Antrag von mehr als zwet Drittel de⸗ beteiligten Gewerbetreibenden folgende Anordnung 28— en 2 Ladenſchluß an Sonn⸗ und Feiertagen in den 9 ren Ber kaufsſtellen der Bäckereien der Stadt— Veröffentlichung bs Urteils bei Vorgehen—— Vororten wird mit ſofortiger Wirkung bis zum 1. 1 Uhr nachmittags feſtgeſetzt. vergnügungen. * Mannheimer Künſtlertheater„Apollo“. ichands „Die wehrpflichtige Braut“ bleibt noch bis eiſchcheglte auf dem Spielplan. Am Freitag geht die Operette als letzte Vor⸗ ſtellung für die Arbeiterſchaft der Rüſtungsinduſtrie in die Monat zum Einheitspreis von 30 Pfg. pro Platz in Szene. 2 e eee für die am Samstag erſtmalig zur kommende Operette„Der dumme Auguſt“ von Rudi Gfall ſind im Gange. Stimmen aus dem Publikum, Gewährung einer einmaligen Teuerungszulage an ſtädtiſche Aushilfskräfte. Wie bekannt, beſchäftigt ſich der Bürgerausſchuß in ſeiner näch⸗ ſten Sitzung u. a. auch mit der Gewährung einer einmaligen Teue⸗ rungszulage an Aushilfskräfte. Vorausſetzung iſt jedoch, daß allen Aushilfskräften unr dann eine einmalige Zülage zu gewähren iſt, wenn ſie das volle Jahr 1916 beſchäftigt waren. Nun frügt man ſich, was ſollen die bekommen, die erſt während des Jahres 1916 bei der Stadt eingetreten ſind? Haben dieſe nicht auch mit den gleichen Lebensverhältniſſen zu rechnen wie die anderen? Da man den ſtäd ſtändigen Beamten, die ebenfalls erſt während des Jahres 1916 ſhre Tätigkeit aufgenommen haben, eine einmalige Teuerungsgulage für die entſprechenden Monate ihrer Tätigkeit zukommen ließ, ſo iſt es nicht mehr wie recht und billig, daß man die Aushilfskräfte, die dasfelbe, wenn nicht noch mehr, als wie ſtädt. Beamte arbeiter müſſen, in derſelben Weiſe bei Gewährung einer einmaligen Tere⸗ rungszulage behandeln würde.„Gleiches Recht für* Aus Ludwigshafen. * Höchſtpreiſe für Frühobſt in der Pfalz. Mit Ermächtigung d Landesſtelle für Gemüſe und Obſt iſt mit ſofortiger Wirkung 9* Pfalz beſtimmt worden: Der Preis für folgende Obſtarten darf beim Verkauf durch den Erzeuger die nachſtehe nicht überſchreiten: Blaubeeren(Heidelbeeren) 35 Pfg., ſüße 30 Pfg., Sauerkirſchen(Schattenmorellen, Amorellen und Weichſ 36 Pfg. Für die vorſtehend nicht genannten Obſtarten(Erd Walderdbeeren, Johannis⸗, Stachel⸗ und Himbeeren ſowie Pu beeren) gelten die Preiſe nach der Bekanntmachung der desſtel für Gemüſe und Obſt vom 9. Juni 1917. * Im Kriegerheim der Dadiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik berei⸗ tete dieſer Tage Frau Ida Grotta aus Mannheim den verwim⸗ deten Kriegern einen recht angenehmen Nachmittag. Die Mann mer Dame wirkte nicht nur als Geſangsſoliſtin, ſondern f Kunſt auch auf dem Klavier vor und bemährte ſich gußerden verſtändnisvolle Begleiterin der anderen Soliſten(Geſang und line). Frau Grotta, die mit dieſer Veranſtaltung nun zum 125. Male in verſchiedenen Städten den Verwundeten genußreiche Stunden reitete, wurde 55 6055* 2 der nd den Damen riegerheime mit nerdientem ſ Wefrüsgen Esdegeſchnek en Sätze für je 19 and —— 2 — —— HH————— —— 55———————— ————— ———— — — Sre. —— ————— —— — er e — .Seite. Nr. 8. Manahetmer Mittwoch, den 27. Juni 1917. n Einen tödlichen Ausgang nahm der Unfall⸗ der iungen Fabrik⸗ arbeiterin, die beim Aufſpringen auf einen noch im Fahren begriffe⸗ nen Straßenbahnwagen zu Fall kam und ſich einen Schädelbruch und innere Verletzungen zuzog. Im ſtädt. Krankenhauſe iſt ſie den Fol⸗ gen des Unglücksfalles erlegen. Wetterumſchlag und Uultureuſtand. h. Aus Baden, 24. Juni. Nach einer ungewöhnlich lang an⸗ dauernden Hitze⸗ und Trockenperiode iſt in ganz Baden und im Schwarzwald am Donnerstag Abend ein durchgreifender Witterungsumſchlag eingetreten. Die Hitze, die ſich in der Rheinebene um Mitte der letzten Woche tagsüber bis zu 32 Grad geſteigert hatte, begann allmählich in Verbindung mit der unab⸗ läſſigen Trockenheit, die nur von ſtrichweiſen ſchwachen Gewitter⸗ regen unterbrochen war, einen nachteiligen Einfluß auf die Vege⸗ tation auszuüben. Der Donnerstag Abend brachte den in Stadt und Land heiß erſehnten Wetterwechſel. Mächtige Sturmböen, die aber überall, ohne Schaden anzurichten, vorübergingen, kündeten das allerorts raſch aufziehende Wetter an; nur vereinzelt kam es zu leichten elektriſchen Entladungen, was als gewiſſe Abnormität be⸗ zeichnet werden kann, denn in der Regel werden derartige Witte⸗ rungsumſchläge nach langanhaltender Hitze durch ſchwere, oft ver⸗ heerende Weſtgewitter eingeleitet. Böen folgende Regen war überall ſehr ergiebig und hielt faſt die ganze folgende Nacht und den nächſten Tag mit lünterbrechungen an; 10, 15 und ſogar 20 mm Regen fielen an einzelnen Orten, ſodaß dem ausgetrockneten Erdreich reichliche Feuchtigkeit zugeführt wurde. Zugleich ſtellte ſich ſtarke Abkühlung ein, die beſonders am Samstag Empfindlicher wurde, und in der klaren Nacht zum Sonntag fielen die Morgentemperaturen im Schwarzwald bis zu§, in manchen geſchützten Tälern bis zu 6 Grad, in der Rheinebene bis zu 10 Grad; erſt im Lauf des Sonntags, der trockenes, heiteres und ſonniges Wetter im ganzen Lande und auch in den Bergen brachte, gab es mieder mäßigen Temperaturanſtieg. Die reichlichen Niederſchläge in den beiden letzten Tagen der verfloſſenen Woche waren, wie man allgemein vernimmt, von außerordentlich guter Wirkung a uf die ſämtlichen Kulturgewächſe des Feldes und Gartensz einzelne kümmerlich erhaltene Pflanzen traten raſch in ein beſſeres Vegetationsverhältnis. Der Gemüſeknappheit, die ſich oh der Trockenheit da und dort zeigte, dürfte raſch abgeholfen worden ſein. Die Knollenanſätze der Kartoffeln, die bereits zu! blühen be⸗ ginnen, können ſich nunmehr gut entwickeln. Auch den ſämtlichen Wurzelgewächſen, beſonders den Bohnen, die bereits anfingen, gelb⸗ lich au werden, kommt der Wetterumſchlag zugute. Die Spätgemüſe und die verſchiedenen Kohlrabiſorten können jetzt geſetzt werden; auch für die noch erfolgenden Ausſaaten iſt das feuchtere Wetter ſehr günſtig, da die jetzt dem Boden anvertrauten Samen in Bälde auf⸗ gehen werden; namentlich erlaubt der Wetterumſchlag nunmehr die Vornahme der Runkelrübenpflanzungen. Für Korn, Hafer, Gerſte und Roggen kam der Regen gerade noch rechtzeitig, da die Entwick⸗ Iung ſeither, namentlich in den trockenen Bodenlagen, vielfach ge⸗ hemmt war. Nicht minder vorteilhaft iſt der Regen für das weitere Wachſen der Grasflächen, wodurch die Aüͤsſichten für das Oehmd ſich ſtändig beſſern. Mit Einbringung des Heus iſt man noch hie und da heſchäftigt, beſonders in mittleren Gebirgslagen größtenteils iſt aber das Heu bei dem heißen, trockenen Wetter ſchon eingebracht worden. Uebereinſtimmend hört man, daß der Ausfall bezw. Güte und Menge durchaus befriedigt. Die Erdbeeren litten zuletzt ſehr unter der Hiße und die Ernte ging raſcher vorüber, als ſonſt, und war weniger als man erwartete; umſo ergiebiger fällt ganz beſonders i 7 1 Baden und in den Schwarzwaldtälern die Kirſchenernte aus. Die Sätkirſchen werden eben geerntet und fallen durch ihre vorzügli — 0 10 f. 5—— Ertrag,: es mit der En ung und de i übrigen Bbftſorten befriedigend. 35 — 3 Sauerkraut. ie Krieegsgefellſchaft für Sauerkraut hat mit Genehmnigung des Bevallmächtigten des Reichskanzler⸗ 8 daß Frühweißkochl auch in dieſem Jahre zu Sauerkraut * werden darf, da dieſes„Erzeugnis vielſach dem Friſch⸗ gemüſe vorgezogen wird. Das Frühweißkohl⸗Sauerkraut kann bei ſeiner nür beſchränkten Haktbarkeit nicht rationzert werden. Auch einen einteitlichen Höchſtpreis dafür feſtzuſetzen, iſt nicht möglich, weil die Preiſe für den Frühweißkohl innerhalb des Deutſchen Weichs ſehr verſchieden ſind und mit dem Fortſchreiten der Ernte ſkündig ſinken. Nach einer im Reichsanzeiger veröffentlichten Be⸗ konntmachung wird vielmehr der Preis, den die Herſteller beim Ab⸗ Ber 9 ee 5 bringen dürfen, von iegsgeſellſcha r Sauerkraut ſtets für den Einzel Verich fü zelfall unter mächtigten des Reichskanzles gegebenen endgältig beſtunmt werden. Damit eine wirkſame Kontrolle ſtatt⸗ fenden kann, dürſen die Herſteller das Kraut nur gegen einen von der Kriegsgeſellſgchaft für Sauerkraut ausgefertigten Bezugsſchein I Die Fabriken werden außerdem von einem bei der Reichs⸗ ſtelle für Gemüſe und Obſt eingerichteten, mit fachmänniſch vorge⸗ bildeten Kräften beſetzten Reviſionsbüro ſtändig überwacht werden. Bei dieſer Bindung der Herſtellerpreiſe werden die Groß⸗ und Klein⸗ 0 ſich im freien Verkehr in den angemeſſenen Grenzen aſear 0—5— in großem nge zur Verfügung, und andererſeits muß das Kraut i kürzer Zeit abgeſetzt werden. 8 Dieſe Regelung gilt nur für eingeſchnittene Kraut und nur bis dieſem Tage ab wird das Winter und Früſahr planmäßig an die Bundesſtaaten verteilt wer⸗ den, die ihrerſeits die ihnen überwiefenen Mengen den Kommunal⸗ verhänden zur Abgabe an die Verbraucher zuteilen werden. Die Preiſe füüy das rationierte Sauerkraut werden noch feſtgeſetzt WET Die Frühdruſchorganiſation in Baden. Wöisder ſtehen wir vor einer Kriegsernte, deren Ausfall für un heute von größerer Bedeutung iſt als je. Die Natur hat in dieſem Frühfahr alles getan, was dem Wachstum förderlich ſein konnte, nun zomimt aber die Zeit der ſauren Wochen für den Landwirt, da die Arbeit, drängt. Viel größer ſind die Schwierigkeiten, welche wir heute bei der Einbringung unſerer Ernte zu überwieden haben und trotzdem müſſen unſere Erntearbeiten nach Möglichkeit beſchleunigt werden, damit bei unſeren knappen Vorräten keine Stockung in der Brotverſorgung des Landes eintritt. Unter dieſen Verhältniſſen müſſen wir es freudig begrüßen, daß die Regierung durch eine be⸗ ſondere Organiſation die ſo wichtige Unterſtützung der Landwirte hei der Ernte in die Wege geleitet hat. Zu dieſem Zweck ſind zunächſt die früherntenden Gebiete Ba⸗ dens in acht ſogenannte Hrühdruſchbezicke eingeteilt worden, an dexen Spitze die Großherzoglichen Landwirtſchaſtslehrer ſtehen. Die Einfeilüng iſt folgende: .5 rühökuſchbezirk Müllheim umfaßt die Kommunalverbands⸗ Hezirke Mültheim, Lörrach⸗Land, Staufen und Breiſach; techn. eiter: Oekonomierat Vincenz in Müllheim; grundſätzlichen Anweiſungen das vor dem 1. September 1917 zum 15. September 1917. Von 2. Frühdruſchbezirk Freiburg umfaßt die Kommunalverbandsbezirke FPreiburg⸗Hand, Emmendingen und Ettenheim; techn. Leiter: Dekonomierat Häcker in Freiburg; JFrühdruſchbezirk Offenburg umfaßt die Kommunalverbands⸗ Abezirke Offenburg⸗Land, Lahr⸗Land und Kehl; techn. Leiter: „Dekonomierat Huber in Offenburg; 4rihdruſchoezirk Raſtatt umſaßt die Kommunalverbandsbezirke Paſtatt⸗Land,—— und Bühl; techn. Leiter: Oekonomierat Schmezer in 3 5,Prühdruſchbezirk Karlsruhe umfaßt die Kommunalverbands⸗ bezitke Karlsruhe⸗Laud und B ſal⸗Land; techn. Leiter: Land⸗ mriſchaftslehrer Stolzenberg in Auguftneberg; üydruſchbezirk umfaßt die Kommmmalverbandsbezirke * und Bretlen; techn. Leitet: Landwirtſchafts⸗ 5 8050 Selg ezirk Herderlberng umfaßt die Kommunalver⸗ kKandsbezirke Heidelberg⸗Caudund Wiesloch, terhn, Leiter⸗ Kreis⸗ ackerbauinſpektor Keeutz in ⸗Heidelberg; Der im Laufe des Abends den igung der Geſtehungskoſten nach den von dem Bevoll⸗ geſamte Sauerkraut wie im vergangenen 8. Frühdruſchbezirk Mannheim umfaßt die Kommunalverbands⸗ bezirke Mannheim⸗Land, Schwetzingen und Weinheim⸗Land; techn. Leiter: Oekonomierat Kuhn in Ladenburg. Dieſe Einteilung iſt notwendig, um die in den einzelnen Be⸗ zirken ſich ergebenden Schwierigkeiten durch unmittelbares Eingrei⸗ fen des Frühdruſchleiters ſofort beheben zu können. Wo irgend welche Druſchmittel fehlen, wo es an Leuten, Pferden, Kohlen, Schmiermitteln und dergl. mangelt, ſollten die Dreſchleiter ſofort be⸗ nachrichtigt werden, da ſie wiederum in direkter Fühlung mit der Regierung und mit dem Kriegswirtſchaftsamt ſtehen, was eine ſo⸗ fortige Erledigung aller Anſtände verbürgt. Die ganze Frühdruſchaktion bedeurtet für den Landwirt eine ganz erhebliche Erleichterung der jetzigen ſchwierigen Arbeitsver⸗ hältniſſe und bringt ihm außerdem einen nicht zu verachtenden finanziellen Vorteil, ohne daß er ſich irgend einem Zwang zu unter⸗ werfen braucht. Nach wie vor kann jedermann für ſich Ausdreſchen, nur iſt es dieſes Jahr notwendig, den Druſch nach Möglichkeit zu beſchleunigen, da das Reich ſeine Vorräte baldmöglichſt wieder er⸗ gänzen muß. Aus dieſem Grunde bezahlt es dem frühliefernden Landwirt mehr als demjenigen, welcher ſein Getreide erſt ſpäter ausdriſcht. Für die nächſten Monate kommenden folgende Zuſchläge zu den geſetzlichen Höchſtpreiſen in Betracht. Der Landwirt erhält: Bis zun 16. Au den Höchſtpreis und eine Drr ie von M..— Pro Vom 16. bis 31. Auguſt 1917: den Höchſtpreis und eine Druſchprämie von M..— pro Vom 31. Auguſt bis 30. September 1917: den Höchſtpreis und eine Druſchprämie von M..— pra Zentner. Der organiſierte Frühdruſch erſtreckt ſich allerdings nur auf die obengenannten Bezirke und in denſelben wieder auf die frühen Gemeinden. Daraus könnte man vielleicht ſchließen, daß die Druſchprämie nur dieſen, von der Organiſation erfaßten Früh⸗ druſchgemeinden zukäme. Dem iſt aber nicht ſo. Jeder einzelne Landwirt, welcher innerhalb der oben feſtgeſetzten Zeiträume ſein Zentner. Zentner. Getreide abliefert, hat Anſpruch auf die vom Reich bezahlte Früh⸗ druſchprämie. Außerdem hat auch jeder einzelne Landwirt An⸗ ſpruch auf die Unterſtützung hinſichtlich der Breſchmittel, nur mit dem Unterſchied, daß hier der Kommunalverband das Nötige ver⸗ anlaßt, während in den organiſierten Frühdruſchbezirken die Früh⸗ druſchorganiſation ſelbſt für alles ſorgt. 3 Beſonders betont ſoll werden, daß durch dieſe be keineswegs beabſichtigt iſt, den Landwirten das Recht der Selbſtver⸗ ſorgung zu entziehen. Wenn auch für alle Fälle in der Verordnung vorgeſehen wurde, daß im äußerſten Notfall auch die Selbſtverſorger⸗ menge zur Ablieferung herangezogen werden kann, ſo iſt dies jedoch nicht zu befürchten, weil die hohe Frühdruſchpräͤmie die Landwirte zur genügend raſchen Ablieferung veranlaſſen wird. Selbſt dann, wenn im äußerſten Fall die ganze Ernte eines Landwirtes abge⸗ liefert werden müßte, iſt Vorſorge getroffen, daß ihm das zur Selbſtverſorgung benötigte Ouantüm ſo raſch wie möglich durch die Reichsgetreideſtelle frachtfrei an die nächſte Bahnſtation wieder zu⸗ rückgeliefert wird. Genau geſehen hätte der Landwirt dadurch einen doppelten Vorteil, da er dann auch für ſeine Selbſtverſorgermenge die Druſchprämie erhalten wird. 34 0 So ſtellt ſich die Frühdruſchorganiſation als eine großzügige Maßnahme zur Unterſtützung der Landwirte bei der diesjährigen Kriegsernte dar. An uns liegt es, von den gebotenen Hilfsmitteln recht gusgiebigen Gebrauch zu machen. eiburg i. Br. Bethe Die Sozialiſtenkonferenzen in Stockholm. E Berlin, 27. Juni.(Von unſerem Verliner Büro.) Aus Kopenhagen wird gemeldet:„Sozialdemokraten“ meldet aus Stock⸗ holm: Nach Abſchluß der Verhandlungen mit den deutſchen Minder⸗ heitsſozialiſten können die vorbereitenden Beratungen als vorläufig beendet angeſehen werden., Sowohl die Deutſchen wie die Holländer verlaſſen bis auf weiteres Stockholm. Von den auswärtigen Ver⸗ tretern bleibt nur Huysman zurück, welcher übrigens eingeladen wurde, jetzt nach Petersburg zu kommen. Aus den Kreiſen des Ko⸗ mitees wird verſichert, daß man mit den bisherigen Ergebniſſen zu⸗ frieden ſei. Man habe tatſächlich mit den Vertretern aller wichtigen Länder verhandelt, auch mit ſolchen aus Frankreich, England, Bel⸗ gien und Amerika. EBerlin. 27. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Der„Vor⸗ wärts läßt ſich aus Stockhalm melden: Die Berſchiebung der allgemeinen Stockholmer Konferenz durch den ruſſiſchen Arbeiter⸗ und Soldatenrat auf einen ſpäteren Zeitpunkt hat ihren Grund ledig⸗ lich in der phyſiſchen Unmöglichkeit der Engländer und Franzoſen, zu dem feſtgeſetzten Termin nach Stockholm zu kommen. 1400 und öſterreichiſche Kriegsgefangene in Rußland drahteten dem Konferenzkomitee in Stockholm ihre Glückwünſche für die Kon⸗ ferenz. Weiter ſprachen ſie die Hoffnung aus, die Konferenz möge auch dahin wirken, daß die Gefangenen in Rußland die gleichen Rechte erhalten, wie ſie die ruſſiſchen Bergleute haben. Sozialdemokratiſche Erwarkungen an die Tagung des Verjaſſungs⸗ dusſchuſſes. ſe. Berlin, 27. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Der „Vorwärts“ ſchreibt unter der Ueberſchrift„Die Eutſcheidung des 3. Juli“: Der Verfaſſungsausſchuß des deutſchen Reichstages iſt von ſeinem Vorſitzenden Scheidemann für den 3. Juli 10 Uhr vor⸗ mittags einberufen worden. Auf der Tagesordnung ſtehen die An⸗ träge betr. die Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts in den Bundesſtaaten. Die bisherigen Ergebniſſe der Ausſchußarbeit ſind ſtark umſtritten. Die Konſervativen tun ſo, als bedeutete ſie die halbe Revolution. Die Sozialdemokraten ſehen in ihnen einen be⸗ ſcheidenen Fortſchritt, der als Vorläufer weiterer in normalen Zeiten bedeutſam ſein köunte, der aber ganz gewiß nicht das iſt, was ſie brauchen, um den Weg aus äußeren Wirren und inneren Begeben⸗ heiten herauszufinden, eine weithin ſichtbare entſcheiden de Tat. Eine ſolche Tat könnte es ſein, wenn der Verfaſſungsausſchuß die Ein⸗ führung des gleichen Wahlrechts in allen Bundesſtaaten beſtimmte und wenn der Reichstag den Beſchluß ſeiner Juli⸗Tagung beſtätigen würde“. Es wird dann zum Schluß noch geſagt, daß falls der Ver⸗ faſſungsausſchuß in der Wahlrechtsfrage verſagen würde, das Inte⸗ reſſe der Sozialdemokraten an ſeiner weiteren Betätigung ſehr gering ſein würde. Heimkehr des Fürſten Bülow aus der Schweiz. m. Köln, 27. Juni.(Pr.⸗Tel.) Laut der Kölniſchen Zeitung mel⸗ det die Neue Züricher Zeitung, Fürſt und Fürſtin Bülow haben am Montag die Rückreiſe nach Deutſchland angetreten. Die in der aus⸗ ländiſchen Preſſe verbreiteten Nachrichten über eine Reiſe des Für⸗ ſtenpaares nach Lugano und Zürich, ſind unrichtig. Das Fürſten⸗ paar hat Luzern überhaupt nicht verlaſſen. Die Heimreiſe nach Flottbek erfolgte über Baſel—Berlin. Die italieniſche Miniſterkriſe nicht endgültig gelöſt. m. Köln, 27. Juni.(Pr.⸗Tel.) Die Kölniſche Zeitung meldet von der italieniſchen Grenze: Seit dem Beginn der geheimen Sitzung der Kammer fand in Rom geſtern der erſte Miniſterrat ſtatt. Die amtlichen Mitteilungen darüber enthalten nur Beſchlüſſe bezüglich der Verwaltungsgeſchäfte. Der Corriere della Sera warnt vor einer zu günſtigen Auffaſſung der parlamentariſchen und militäriſchen Lage. Die politiſche Lage ſei dieſelbe wie bei der Eröffnung der Kammer. Der Schluß der geheimen Sitzung müſſe eine vollſtändige Löſung geben, da die öffentliche Meinung ſich nicht mit den von —— Blättern verherrlichten Geheimniſſen des Parlaments egnüge. Deſe Meldung beſtärkt die auch in italieniſchen Blättern aus⸗ geſprochene Auffaſſung, daß die Miniſterkriſe vor 14 Tagen durch die Neubeſetzung einiger Poſten nicht endgültig gelöſt worden iſt und daß dies nur eine Verlegenheitsmaßregel für den Augenblick war. Die Juſammenſetzung des neuen griechiſchen Kabinelts. m. Köln, 27. Juni.(Pr.⸗Tel.) Die Kölniſche Zeitung meldet von der Schweizer Grenze: Wie Petit Journal meldet, ſetzt ſich das neue griechiſche Kabinett folgendermaßen zuſammen: Präſidium und Aeußeres: Veniſelos, Krieg: General Danglis, Marine: Kundurivptis, Inmeres: Repulis, Bolkswirtſchuſt: Micha⸗ lakopulos. Die Vergewaltigung Griechenlands. London, 26. Juni. GB. aurtl.) Im Unterhaus-Hat-Bal⸗ four nach' dem„Menoe Golder Conrant“ mitgekeilt, daß die“ P. Sattler. franzöſiſche und die engliſche Regierung Jonnart Generalvollmacht er⸗ teilt hatte, die griechiſche Frage einer radikalen Löſung zuzuführen. Jonnart hatte keine ins einzelne gehende Weiſung er⸗ halten, da man der Anſicht war, daß Sie ihn nur behindern würde. Die britiſche Regierung ſei über die genaue Form der Mitteilung, die an König Konſtantin gerichtet war, nicht befragt worden, hätte aber die franzöſiſche Regierung und Jonnart wiſſen laſſen, daß ihres Erachtens die Thronentſagung und Entfernung des Königs unveräu⸗ derlich ſei. . c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 27. Juni.(Pr.⸗Tel., z..) Die ſchweizeriſche Depeſchenagentur berichtet: Havas meldet aus Petersburg, daß in Tomsk das Kriegsrecht verhängt wurde, da Verſchwörungen entdeckt worden waren, deren Teilnehmer beabſichtigten, Banken und Kaufläden zu plündern. 8 c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 27. Juni.(Prio.⸗Tel. z..) Nach dem„Baſler Anzeiger“ meldet eine Havasmeldung aus Lon⸗ don, daß die Sinnfeiner in Dublin Vorbereitungen treffen, wie ſie dies vor einem Jahr ebenfalls getan hätten. Es ſeien mehrere Verhaftungen erfolgt. Vor den Ruinen der bei dem Aufſtand niedergehrangten Häuſer finden abends Kund⸗ gebungen der Sinnfeiner ſtatt. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 27. Juni.(Priv.⸗Tel. z..) Laut ſchweizeriſchen Meldungen aus London berichtet„Daily Mail“, die britiſche Regierung habe die Einſtellung der Bekanntgabe der für den Handelsverkehr zu ſperrenden Häfen befohlen, um dem Feinde keine Anhaltspunkte für die Vorlage einer Minengefahr zu geben. Die neutralen Schiffe ſollen künftig durch die Schiffsbüro Unmittelbar unterrichtet werden. Ein Erdbeben in der Südſee. Darmſtadt, 26. Juni.(WTB.) Die Erdbebenwarte in Jugen⸗ heim meldet unterm 26. Juni: Ein Erdbeben in der Südſee von gewaltiger Stärke fand heute früh ſtatt. Die Aufzeichnung in Jugenheim begann um 8 Uhr 9 Min. 29 Sek. Sommerzeit. Die ſtärkſten Wellenſchwingungen waren hier 9 Uhr 12 Min. Erſt gegen, 11 Uhr trat Ruhe ein. Das Erdbeben hat mutmaßlich im nördlichen Teil des Tonga⸗Gebietes oder auf den Neuen Hebriden ſtattgefunden, 16 000 bis 16 500 Kilometer entfernt. Handel und lndustrie. Getreide-Wechenberient. In der verflossenen Woche sind erfreulicherweise die lange herbeigewünschten Niederschläge eingetreten, so daß der Staud der Ernte heute als sehr befriedigend bezeichnet werden kann. Die Berichite aus dem Sũden und Westen lauten vorzüglich, stel- lemweise werden gegenüber dem Vorjahre verdoppelte Erträgnisse erwartet. Auch die Nachrichten aus Mitfeideutschland, dem Nor- den und dem Osten lauten befriecligend. Der Stand von Roggen und Weizen wird zum größeren Teil als dicht und die Körner⸗ bildung als gut bezeichnet. Auch von dem Stande des Hafers und der Gerste ist man befriedigt. Die neue Reichsgetreideordnung für das Wärtschaftsjahr 1917—18 ist vom Bundesrat in seiner letzten Sitzung genehmigt worden und trat am 25. d. M. in Kraft. Darnach sind nicht nur Roggen und Weizen, sondern auch Hafer, Gerste Hülsenfrüchte, Buchvieizen und Hirse beschlagnahmt und unterliegen der Be- Wirtschaftung durch die Reichsgetreidestelle. Die neue Reichs- getreideordnung ist in jeder Hinsicht sowohl für den mittelbar als auch den ummittelbar Beteiligten sehr interessant und wird noch zu eingehender Erörterumg und—* mit den frühe- ren Bundesratsverordnungen an anderre Stelle Gelegenheit bieten. Die Veröffentlichung ist in diesem ſahre anerkennenswert frül erfolgt, so daß die Gefahr der Veriütterung der in diesem Jahre mmn auch beschlagnahmten Gerste nicht mehr besteht. Auf die Tatsache der Besciilagnahme hat das Kriegsernährumgsamt in einer besonderen Bekanntmachung hingewiesen, jerner darauf, daß die Landwirte nicht berechtigt sind, Gerste zum Verkauf oder Ver⸗ brauch zurückzubehalten, selbst nicht als Saatgut. Die Ablieferungen inländischen Brotgetreides halien sich in den bi 1 Grenzen, eben lich welcher nur insofern eine Aenderung eingetreten ist, als ein erhebhcher Teil der zur Einfuhr gekangenden Mengen aus beſinden sich noch derartig reichliche Vorräte aler Erute in diesem Laude, daß noch einige Zeit vergehen dürfte, bis neu⸗ erntiges Getreide über die Grenze gelangt. n den Vereinigten Staaten war die Stimmung an den Börsen Zzu Beginn der Woche fest, doch trat alsbald iniolge Eintrefiens günstiger Wetier- und Ernteberickte und inicige Befürchiungen, daß die Regierung in den freien Handel eingreiſen oder die Aus- fuhr verbieten würde, eine wesentliche Abschwä ein, die als die Berichte wieder ungünstiger lauteten. In Argentinien scheint eine wesentliche Verbesserung des Standes der Maisernie nicht eingetreten zu sein, so daß der Erlaß eines Ausfuhrverbotes auch für Mais als wahrscheinlich bezeich⸗ net werden kann. Die Getreidebestäinde in Australien sollen durch Mäusefraß, Wie ee Quellen zu ersehen ist, enormen Schaden ge- litten 3 Wfener Wertapierberss. Wien, 26. Juni.(WITB.) Bei unveränderter fester Grund- Stimmung beobachtete die Börse große geschäftliche Zurücł⸗ haltung, die sich aus der Rücksicht auf die— Geschüfts- pause und die bevorstehende Einbringung der Gesetzesvorlage über die Kriegsgewimisteuer im Abgeordnetenkause und die Er- eignise in Rußland erklärt. In der Kulisse beschränkte sich das Interesse auf Kanonenfabrikswerte, die zu höheren Kursen ieb⸗ haft umgesetzt wurden. Der Schrankenverkehr umfaßte wohl eine größere Anzahl von Papieren, doch blieben die Abschlüsse meist Vereinzelt. Nachfrage bestand insbesondere für Schiffahrtsaktien, böhmische Bahnwerte, Lokomotiven-, Wagen- und Ledertabriks- altien, ferner Kabel-, Wafſen- und Zündwarenwerie, dagegen waren schwächer Petroleum-und Waggonleihwerte. Der Anlage- markt stand unter dem nachhaltigen Eindruck des großen Erſolgs der 6. Kriegsanleihe. Dingler'sche Maschinenfabrik.-G. in Eweibrücken⸗ Die Gesellschaft erzielie im Geschäftsjahr 1946—17 nach Er⸗ höhung bei Abschreibungen von 494 000 M. auf 960 000 M. ein⸗ schließlich 189 000 fl.(i. V. 130 000) Vortrag einen Reingewinn von 840 000 M.(645 000). Der Aufsicirtsrat beantragt die Ver- teilung einer Dividende von 10 Prozeut(Y. Sciaüfferbärse zu Suiswerg-Gubrert. Duisburg-Ruhront, 20. Juni.(Amtliche Notierungen.) Bergfahri. Frachtsätze von den Rhéin-Ruhrhäſen nach Mainz-Gu⸗ Stavsburg.50, nach Mainplätzen bis Frankfurt a. M..05, nach Manuheim.50, nach Karisriche.05, nach Lauterburg.75, nach Straßburg i. E..—; Schlepplöhne von den Rhein-Rrutrhäben nach St. Goar.10, nach Mainz-Gustavsburg.60—.80, nach Mann⸗ heim.80—2.— Talfrachten ſür Kohlenladungen(für die Tonne zu 1000 kg): Groningen 100 fl. 275 M. Wasserstandsbeobachtungen im Monat Juni. Pegeistation vom Rhein 22.23. 22. Bemerkungen — 8275——— ͤ— Aaohm. 4 Mazau ee.09 Saohm. 2 Uht Mannkeim— 427 2 U⁰ Kaub„„„„„„rrri F.—— RRR Aachm- 2 Uin vom Neckar: Mannd„ O α⏑αα⏑— 8 R 1 „Herlbrenn„„„ 2 4* 5 bec. 19, 80 die: Zufuhr aus Rumänien, hezüg⸗ Mais besteht. Die Ernie in Rumäirien hat bereits begonnen, doch in den letzten Tagen wieder einer ſesten Stimmung Platz machte, F SA. —— 3 2 an ein 7 S ch, den 2. Junk 191r. Meerumſchlungen. Roman von K. von dien Eider. (Nachdruck verboten!) Fortſet ing. Sie hatte das alte Haus gewählt, das ihr als ihr eigen erſchien. Guſte war eine treue Seele, ſauber, fleißig und grundehrlich; ſie wurde nur mit zunehmendem Alter etwas ſchwerfälliger. Die Er⸗ gebenheit für ihre junge Herrin lag in ihren hellen Augen ausge⸗ drückt. Sie nahm die ſchelmiſche Frage der Herrin bitter ernſt. „Ja, Frau Paſtor,“ entgegnete ſie, während ſie den Tiſch deckte, „da kann ich nichts zu ſagen. Die anderen Frau Paſtors gingen immer in ſchwarz, Sommer und Winter. Aber wenn die Frau Paſtor blau trägt, wird es ſich wohl ſo ſchicken.“ Thora lachte.„Ja Guſte, ſchau: blau iſt ja die Farbe des Himmels; da kann es doch keine Sünde ſein, wenn eine Paſtorsfrau ein blaues Kleid trägt.“ „Das hat wohl keine Not,“ wieder hinausging in die Küche Die junge Frau büäckte ihr lächelnd nach.„Delf,“ ſagte ſie, Du hätteſt vorhin ſehen ſollen, was die Guſte für ein Geſicht machte, als ich in dieſem Kleide in die Küche kam. Sie ſchlug beide Hände über den Kopf zuſammen und rief:„Ach Gott, was für ein feines Ballkteid!“ Die Leute ſcheinen es hier wirklich ſehr einfach gewohnt zu ſein. Sahſt Du geſtern, wie die Menſchen an den Fenſtern ſtanden, und ſich ſchier die Naſen plattdrückten, als wir durch die Straße fuhren?“ 3 „Sie waren neugierig, mein Schatz. Dich zu ſehen.“ „Aber weshalb begrüßten ſie uns nicht einfach auf der Straße —— Nebeafalls koloſſalen Reſpet „Sie hatten uf ololſalen Reſrekt vor Deiner Perſon.“ „Haha, mir war's gerade, als wäre ich eine Königin, die in ihr 55 meinte Guſte todernſt, während ſie * Die Straßen waren wie leergeſegt; nur an unſerer G ſtand ein kleiner ſchmutziger Bengel. Sahſt Du, wie hinterher den Mund abwiſchte, als ich ihn küßte? Den Schmutz hat er ſich nicht abgewiſcht, wohl aber meinen Kuß.“ „Du ſollſt beinen anderen Menſchen küſſen als Deinen Mann!“ Ich + die ganze Welt umarmen und küſſen.“ End ich g fer aus?“ „O Du E90 Da haft Du einen Kuß und noch einen. O da kommt Gute mit der Suppe! Geliebtes Guſichen, haben Sie. 0 ſehen, wie ich meinen Herrn und Gebieter geküct habe?“ „Ja,“ hauchte Guſbe; ſie nickte verſchämt mit —— 2 20 Die Wahl wird am Donnerstag, den 28. Juni 1917 nachmittags von 3/—4½ mhr »„HDas hätt' ich nicht gedacht,“ ſtotterte Guſte. Dann als der junge Paſtor und ſein Weib in ein helles Lachen ausbrachen, merkte ſie, daß ſie etwas Dummes geſagt hatte; mit rotem Kopf lief ſie in die Küche. .„Delf, Paſtor, ich ſtelle Dir das ganze Dorf auf den Kopf!“ jubelte die junge Frau. O, wie ich mich freuel Weißt Du, am meiſten freue ich mich auf die Dorfleute. Es ſoll ein ſo kaltblütiger, ſteifer Menſchenſchlag ſein hier in der Marſch. O, wie will ich ſie vermandeln. Sie ſollen lachen und ſingen lernen. Ich will den Frohſinn in ihre Herzen pflanzen.“ „Wie willſt Du denn das anſtellen, Du wundertätige Fee?“ „Höre, wir müſſen doch Viſiten machen; unbedingt müſſen wir das. Aber nicht nur bei den Bauern und den Leuten in der Straße, nein, auch zu den Handwerkern, zu den Arbeitern, die auf dem Deiche wohnen, zu den Allerärmſten müſſen wir gehen. Die Leute ſollen nicht ſagen, daß die neue Frau Paſtor ſtolz iſt. O, ich will ſo lieb, ſo freundlich zu ihnen ſein! Ich ſpreche mit den Bauernfrauen über Milch und Butter und mit den armen Leuten über ihre Kinder. O, die Kinder! Delf, die müſſen mich lieben; ich habe ſie ja auch ſo gern. Weißt Du, ich möchte eine Sonntagsſchule für die größeren Kinder einrichten und eine Spielſchule für die kleinen. Für die jungen Mädchen würde ich einen Leſeabend arrangieren. Und was meinſt Du zu einem Teeabend in der Woche für die Frauen der Bauern und der beſſer ſituierten Leute in der Straße? O, ich habe noch viele Pläne!“ 7 BBehalte ſie vorläufig im Sack, mein Schatz. Wir müſſen erſt die Leute hier kennen lernen, ihre Anſichten und ihre Neigungen. Nachher kramen wir dann die guten Dinge eines nach dem anderen hervor. Wir müſſen erſt lernen, mit den Leuten hier umzugehen.“ Draußen ertönte die Hausglocke. „Beſuch? Wer kann das ſein? Laß mich los, Delf, mache ein ernſtes Geſicht; wir müſſen einen ehrfurchterweckenden Eindruck machen.“ „Herein!“ Nn die Tür trat ein junger Mann, groß, blond, mit einer ge⸗ ſunden Geſichtsfarbe; es war der junge Elementarſehrer Karſten Hennings.„Guten Tag, Paſtor Gröhn, willkommen in Olderswortl“ „Karſten, mein lieber Karſten! Und ich heiße Dich willkommen in meinem Heim. Das Frauchen dort iſt Dir wohl keine Fremde; das iſt meine Frau Paſtor. Thora, kennſt Du Karſten Hennigs nicht mehr?“ Karſten ſtand wie vom Blitz getroffen und ſtarrte die junge Frau in dem pfaublauen Kleide an wie eine Erſcheinung aus einer an⸗ deren Welt. Endlich begriff er.„Thora,“ murmelte er. Sie reichte ihm die Hand und lachte ihn mit ſtrahlenden Augen Todſen aus der Twiete. Nicht wir ſind alte ekannte? 5 Cſhrünkung in Heswelbrund. Inſolge der beſchränkten Kohlenzufuhr wurden Karſten Hennigs lachte gezwungen.„Ja, ſehr alt.“ Ur zwang ſich zu ein paar gleichgültigen Redensarten. Er liez ſich in Einem der hochlehnigen Stühle nieder und zündete ſich die Zigherre an. die der Paſtor ihm bot. In ſeinem Innern aber tabten die Ge⸗ danken; ſüße und bittere Gefühle durchfluteten ſeinHerz. Wahrend Thora hinausging, um den Kaffee zu beſorgen, und der Paſtihx eiſrig dieſes und ſenes erzählte, blickte der junge Lehrer auf die fer Rauchwolken, die vor ihm in die Höhe ſtiegen, und ſeine Godanden ſchweiften in vergangene Zeiten. Er gedachte der Zeit, da er in Huſum die Schule beſuchte und im Vorbeigehen in den kleinen Laden in der Twiete trat, uſn ein Schulheft oder ein Buch zu kaufen. Wie eine Königin war il das dunkeläugige, hoch aufgeſchoſſene Mädchen erſchienen, wenn ſie neben der viel kleineren Mutter hinter dem Ladentiſch ſtand. Er bewunderte alles an ihr, die langen Wimpern, den Augenaufſchlag, die brßun⸗ liche Bläſſe ihres Geſichtes, das reiche goldblonde Haar. Später hatte er ſie öfters auf der Eisbahn im Hafen getroßfen, und als das höchſte Glück war es ihm erſchienen, daß er ihr einmal die Schlittſchuhe anſchnallen und ſie führen durſte. Das Eis war wie Marmor, die friſchkalte Luft ſtreichelte ihre Wangen. Ja, es war eine köſtliche Zeit. Alles, was blaue Mützen trug, ſchwärmte für Thora Todſen. Sie merkte es gar nicht; unbefangen und ruhig ging ſie ihren Weg. Jahre vergingen. Karſten Hennigs beſuchte in Tondern das Se⸗ minar. Da ſah er ſie wieder. Sie war bei ihrer verheirateten Schwe⸗ ſter auf Beſuch, und in einem Bäckerladen führte ſie der Zufall wie⸗ der zuſammen. Herrliche Tage begannen. Wie vertraut gingen ſie miteinander durch die ſchmalen Straßen mit ihren kleinen, alt⸗ modiſchen und doch ſo netten Häuſern, wo die Leute plaudernd vor der Tür ſtanden und ihnen nachſahen. Dann kamen ſie hinau⸗ vor die Stadt aufs freie Feld. Die Sonne ſchien extra für ſie, die Vögel ſangen ihnen vor, am Wege blühten kleine, blaue Feldblumen für ſie, extra für ſie. 8 In ſein Herz zog die erſte, heilige Liebe. Eine Liebe, die ſich ſcheu verſteckte, die keinen Ausdruck fand. Als er das Examen beſtanden hatte und Lehrer geworden war, da hatte er ſie noch einmal wiedergeſehen in dem halbdunklen Laden in der Twiete. Sie war dieſelbe geblieben; nein, ſie war größer ge⸗ worden, voller, anmutiger, und ihre Augen waren tieſer und nner⸗ gründlicher geworden. Und er liebte ſie noch immer. Sie war ſeine erſte und einzige Liebe; ſein ganzes Sinnen und Denken hing an ihr. Mauch liebes Mal hatte er ſich vorgeſtellt, wie ihre ſchlanke Geſtalt durch ſeine Räume ſchreiten, wie ſie ſich zwiſchen den Fliederbüſchen und Roſen⸗ ſtöcken in ſeinem Garten ausnehmen würde. 4 Es waren Träume. Und er wußte ja, daß Träume Schäume ſind. Melaſſebrennereien(auch wenn vorübergehend im Zwiſchenbetriebe andere mehlige oder nicht⸗ mehlige Stoſſe verarbeitet werden); im Rathaus(N 1) II. Stock, Zimmer Nr. 18, vor⸗ genommen; wir laden hierzu die Miiglieder des —— unter Zuſtellung eines Stimm⸗ zett 55* Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier umd dürjen mit keinem Kennzeichen verſehen ſein; ſie ſolen ein Quartblatt, ſomit ein Viertel des nor⸗ malen Aktenbogens von 38 zu 42 em groß und von mittelſtarkem Schreibpapier ſein; ſie ſind außer⸗ + Den Bürgerausſchuß berufe ich zu einer Ver⸗ auf Dongerstag, den 28. Jani 1912, nachmittags 4 Uhr, in den Bürgerausſchußfaal des Rathauſes. Tagesorduung: 1. Erwerbung und Verkauf von Grundſtücken. 2. Verkauf von Gekände an die 88 9 ger ſche Achſen⸗ und Federnfabriken.⸗G. hier. halb des Wahlkokals mit dem Namen derjenigen, 8— aun Jahre 701. bier.fweichen derrahrer Bee S 0 geben wil, hand⸗ Aurfwahme eines Amfehens⸗ ſchriſtlich oder im Wege der Vervielfälti eie e Sadtten b 1 3 Mannheim, den 16. Juni 1917. G. Gewährung einer einmaligen Teuerungszu⸗ der aen Der Stadtrat: 4 Arſter Tagesorduung künnen Da Kucper. am Tage der Situng im Sitzungsſaal von den r. Haucher Klemann. Herren Mitgktedern des Bürgeransſchußes Pläue ernhe, der 10 Sunt 1917. Der Oberbürgermeiſter: Dr. Kuzer. Das bisg Vorſtands, Herr Anton Geiß, Wirt iſt in den Stadtrat eingetreten. Es iſt deshalb für ihn bis zur nüchſten Ernene⸗ ratugswaßl ein Erfatzmaun als Mitglied des Stadt⸗ 0 ur ie aus Brer Mitte 0 h die Stadtverordneten Die Wahl wird am Donnerstag, den 28. Juni 1917 8 nachmittags von 3/½—4½ Uhr ürgeraus im Nathaus(N) 2. Stoc, Zimmer Nr. 18 — und zwar auf——————* Herren 8 werden 2 t 8 benktigten Borſchlagsliſte 5 Zuſtellung eines Stimmzettels hierzu einge⸗ 0 aden. Velche folgende Namen euthält: Das Wahlrecht wird in Perſon durch Stimm⸗ Die Dieuſtzeit der Stiſtungsratsmitglieder Privatmann Geong Wahl Apotheker—————9— (cosgelaufen; es hat deshalb eine Erneuenungswahl ige Amtsdauer ſt 4 f elre ſech fähride 8 nden. 3 am 5. November 1979 4—— Februar ar ihn S A des Stiftungsgej Die, Watt erfonet h ß mittels geheimer Ab⸗ 1. Atiguſt, Apotheker ettel ohne Unterſchrift ausgeübt. 2. Wißler Friedrich, Kaufmann Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier und 3. Moekel Friedrich, Rechtsanwakt dürſen mit keinem Kennzeichen verſehen ſein; ſie 4. Kuld Joſef, A t ſollen ein Quartblatt, ſomit ein Biertel des nor⸗ rchilet 5. Schveikart Karl, Architekt malen Aktenbogens von 33 zu 42 em groß und v 6. Dr. Wegerle Jarob, Medizinalrat f9 b mittelſtarkem Schreibpapter ſein; ſie ſind außerhalb 2. Gremm„ Buchdruckereibeſitzer des Wahllokals mit dem Namen desjenigen, welchen 8. Lill Hubert, Hofphotogr aph Wähler ſeine Stimme geben will, handſchriftlich 9. Kaeſen Wilhelm, Kaufmann oder im Wege der Vervielfältigung zu verſehen. okerbach, Adolf, Prokuriſt 55 r Friedrich, Architekt 2. 8*3 Direktor. Die Wahl wird am Donnerstag, den 23. Juni 1917 nachmitkags von 3/—4½ Uhr Iuin Kathaus(N 9 2. Stock, Zimmer Nr. 13, vor⸗ IFrommen; wir laden hierzu die Mitglieder des 9 els ein rfes unter Zuſtellung eines Stimm⸗ ein. Der Vorgeſchlagene iſt ſo zu bezeichnen, daß die Perſon des Gewählten unzweifelhaft zu erkennen iſt. Zur Gültigkeit der Wahl iſt erforderlich, daß mehr als die Hälfte der Stabtverordneten abge⸗ ſtimmt haben. Als gewählt gilt derjenige, der die meiſten Stimmen erhalten hat; bei Stimmengleich⸗ heit entſcheidet das Los. Mannheim, den 16. Juni 1917. Der Obmann des Stadtverordnetenvorſtandes: — Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier und Pfeifſie. Sõ⸗ e ee f ere en ein Quartblatt, ſomit ein Bi es normalen 99 Utenbo von 33 zu 42 em groß und von Bekanntmachung. kittelſtarkem Schreibpapier ſein; ſie ſind außerhalb des Wahllokals mit dem Namen derjenigen, welchen ber Wähler ſeine Stimme geben will, handſchriftlich der im Wege der Vervielfältigung zu verſehen. Mütterberalungs⸗ und Sünglüngsſürſorgeſtelle Die Mütterberatungs⸗ und Säuglingsfürſorge⸗ Mannheim, den 16. Juni 1917. Spõỹ ſtelle will der Säuglingsſterblichteit entgegenarbeiten — Der Slastec und ſie bezweckt deshalb vornehmlich die Förderung Dr. Kutzer. Klemaun. des Selbſtſtillens. Fhre Aufgabe iſt es, allen Müttern, — die ſich in Angelegenheiten der Sänglingspflege 4 Einladung zur Exnenerungswahl dort einſinden, Velehrung und Rat unentgeltlich 653 zu erteilen, außerdem werden ſolchen Müttern, die den ihre Kinder ſelbſt ſtillen, unter beſtimmten Voraus⸗ ſetzungen Stillyrämien(14tägige Geldbeihilfen) zu⸗ gewendet. Die Stillprämien werden bei regelmäßiger latägiger Borſtellung des Sänglings in der Regel bis zur Beendigung des Z. Lebensmonats des Säug⸗ lings gewährt. Die Sprechſtunde der Mütlerberatungsſtelle ſteht Frauen der Altſtadt ſowie der Vororte oſfen und findet, jeweils Dienstags und Freitags nachmitkags von 25 bis ½6 Uhr im alten Rathaus Lit. E 1, 2. Stock, Zimmer 23 unter ärztlicher Mitwiekung ſtatt „Dte Stillprämien gelten nicht als Armenunter⸗ ſtützung und ihre Annahme hat nicht die Beein⸗ trächtigung politiſcher Rechte zur Folge. Auch nicht ſtillende Mütter werden koſtenlos be⸗ raten, ebenſo ſteht die Beratungsſtunde den Müttern größerer Kinder im vorſchulpflichtigen Alter bis zum 6. Lebeusſahre oſſen; es wird ihnen Rat über Pſlege und Ernährungsweiſe der tleinen Kinder dort erteilt Suſtungsrat der Eruſt B. Kauſſwaun⸗Stiſtung. Die Dienſtzeit der Stiftungsratsmitglieder Alt⸗Stadtrat Heinrich Löwenhaupt und Kaufmann Eugen Nöther abgelaufen, weshalb Erneuerungswahl für eine oszährige Amtsdaner ſtattzufinden hat. k. Die Wahl erfolgt nach§ 21 des Stiftungsgeſetzes irch den Bürgerausſchuß mittels geheimer Abſtim⸗ g und zwar aufgrund der vom iftungsra duug und igrund d Stiftungsrat e Stadkrat gemeinſchaftlich aufgeſtellten und vom veßb. Bezirksamt genehmigten Vorſchlagsliſte, elche folgende Name 6 n enthält: *— +— Altſtadtrat, 2. Nöther en, Kaufmann, 3. Dr. Hohenemſer Guſtav, Bankier, 4. Otto, Fabrikant, bin der Stadt Maunbeim ſolgende einſchränkende Maßnahmen im Gasverbrauch getroſſen: a) vollſtändige Einſtellung der öſfentlichen Straßenbeleuchtung b) erhebliche Ermäßigung des Gasdrucks in den Nachtſtunden von 11 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. An dic Bürgerſchaft wirddas Erſuchen gerichtet, im Gebranche des Gaſes die größte Sparfanrkeit walten zu laſſen, insbeſondere ſoll die Benmtzung desſelben in der Zeit der Druckvermin uur in dringenden Fälben ſtattänden. „ Während der Druckverminderung wird haupt⸗ ſächlich bei engen Leitungen das Brennen beeinträch⸗ tigt. In dieſem Falle ſollte die 9 eines Inſtallateurs, weil zwecklos, nicht erfolgen. Bei Lampen kann nötigenfalls ſelbſt reguliertwerden. Bei den Heizapparaten ſollte ein Umregulieren wäh⸗ reud der Zeit der Druckverminderung überhaupt unterbkeiben, weil dadurch das richtige Brennen in —— Nia des gewöhnlichen Gasdrucks Bei dieſem Aulaß weiſen wir ernent darauf hin, daß zur Erreichung des richtigen Brennens des zuge⸗ jührten Gaſes die ſtändige einwandſreie Beſchaffen⸗ heit der Hausleitungen ſowohl wie der einzelnen Breunſtellen gewährleiſtet ſein muß. In den meiſten Füällen des ſchlechten Breunens des Gaſes feylt es an der geordneten Reinigung oder an der richtigen Regulierung der Gas⸗ und Luftzuſuhr am Beleuch⸗ tungs⸗ oder Heizapparat. Wenn die Flamme zurück⸗ ſchlägt, muß beim Hängelicht der Luftſchieber verrückt werden Bei den Gasherden mit Luſtregulierungs⸗ vorrichtung hat dasſelbe zu geſchehen; bei Gasherden Aenderung der Luftzufuhr ein Blechring um die Luftöffnung des Miſchrohres zu legen. Bei Badeöfen und Warmwaſſererzeugern kann der gewünſchte höhere Temparaturgrad letztenfalles ſtets erreicht werden, wenn der Waſſerhahn gedroſſelt wird. Alle dieſe eben erwähnten Regulierungen bei der Gasentnahme im Hauſe laſſen ſich ſtets vom Laien ſelbſt vornehmen. Sollte da und dort das Gas trot⸗ dem nicht in der richtigen Weiſe der Brennſtelle ent⸗ ſtrömen, ſo kann der Grund nur noch an zu enger oder verſtopfter Hausleitung oder zu enger oder ver⸗ ſtopfter Gaszufuhr am Beleuchtungs⸗ oder Heiz⸗ apparat ſelbſt liegen. In dieſem Falle empfiehlt ſich die Inanſpruchnahme des nächſten Inſtallateurs. Bezüglich neuer Gasanſchlüſſe müſſen wir darauf hinweiſen, daß Aumeldungen zwar nach wie nor an⸗ genommen, daß aber mit einer baldigen Ausführung der Anſchlüſſe in der Regel nicht gerechnet werden kann. Mannheim, den 22. Juni 1917. Die Direktion der ſtädt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elextrizitätswerke: Egetmeyer. Bekanntmachung. Anfahren von Tannenſcheitholz. Das Anfahren von Tannenſcheitholz von den ſtädtiſchen Lagerplätzen in Käfertal und Rheinau nach den ſtädtiſchen Verbrauchsſtellen für die Heiz⸗ periode 1917/18 ſoll an einen leiſtungsfähigen Fuhr⸗ unternehmer vergeben werden. Angebote hierauf ſind verſchloſſen und mit der Auſſchrift„Anfahren von Tannenſcheitholg“ ver⸗ ſehen, bis ſpäteſtens Mittwoch, den 4. Juli 1917 beim ſtädt. Materialamt L 2, 9 abzugeben, woſelbſt die Bedingungen koſtenfrei erhältlich ſind und Aus⸗ kunft erteilt wird. Mannheim, den 25. Juni 1917. Städt. Materialamt: Hartmann. Melbung der beſchlagnahmten Deſtillations⸗ Apparate aus Kupfer, Meſſing, Rolguß und Bronze. Die Beſtandsmeldung der ſeit 15. Mai 1917 be⸗ ſchlagnahmten Deſtillationsapparate aus Kupfer und Kupferlegierungen(Meſſing, Rotguß und Bronze) iſt auf vorgeſchriebenem Meldeformular dis zum 30. Juui 1517 der ſtädtiſchen Metallſammelſtelle, Luiſenring 44, einzureichen. Die Meldeformulare, denen der Wortlaut der Beſchlagnahme⸗Verordnung aufgedruckt iſt, ſind bei vorgenaunter Stelle erhält⸗ lich und können daſelbſt ſchriftlich oder perſönlich an⸗ gefordert werden. Zur Meldung verpflichtet ſind: 1. alle Brennereien und zwar: a) landwirtſchaftliche Brennereien, b) Obſtbrennereien, c) Brenhereien, die den Obſtbrennereien gleichge⸗ ſtellt ſind, Mannheim, den 12. Jauuar 1617. Kan 1 R Saurl. Biferd. Kanfmann, Städt. Jugendamt. 6. Nauen Welheim, Privatmann Sp72l d) gewerbliche Breunereien, insbefondere alle: Ge⸗ ohne Regulierungsvorrichtung empftehlt ſich zwecks 3. B der reinigungsanſtakten; Fru geordnet. Mannheim, den 23. 2. Sikör⸗ und Hefefabriken, etriebe Die Direktion 8 Waſſer⸗, Gas⸗ und N Elektri e. Städt. Metallſammelſzelle: i. B. Egetmeyer. änduſtrie, insbaſundere enzen⸗, Kognak⸗, Obſtwein, Sprit, Eſſig⸗ und S ee Ken, Alkoholrektiſizter⸗ und t⸗ und Limonadefabriken. Die Meldungen ſind in 2 Gruppen à und B ein⸗ zuxeichen. Näheres über die Trennung iſt aus kem Meldeformular zu entnehmen. Die Meldung nach Gruppe K iſt in doppelter Fertigung cinzureichen. Wer die Meldung verſänmt, macht ſich ſtrarher. Die Enteignung und Ablieferung wird ſpürer aw⸗ Juni 1017. S Vom Dienstag den 26. d. Mis. ab f die Linie 5 infolge unrd Perſpnalmangels nurnoch in 10⸗Minutenfolge. Mannheim, 23. Juni 1917. Straßenbahnam — ſoſort zu verm. amt in Karlsruhe. Zu Fabrit 22 gesucht. SKekenheirnerstralkeflan 18immerwohnung, 5. St. genehmigt vom Kri Gare in B— kumnſert Geſchäften ohne Marten. 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