2 4 Donnerctag, 2. Auguft. an der * Puworruch für den allgemelnen und Handeisteil: Chefredakteur UbSeen fer den kinzeigentell: Anton Grſeſer. erlag der Dr. H. Haas'ſchen Buchdruckerei, G. m. b.., fämt⸗ 7 mannheim— raht⸗kidreſſe: General⸗knzeiger Mannheim. . 7070, 7041, 13, 7843, 794d, 7846. Poſiſcheck⸗ Ur. 2917 Tudwigsha a. Rh.—— Wöchentliche Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim.— Badi che Maueſt Abend⸗Ausgabe. 1917.— Nr. 356. alt, Kolonelzeile 40 Pfg., Reklamezeile R..20 att vorm. 8½ Uhr, Abendkckatt wachm. 3 Uhr. 5 r 9 1 Anzeigenpreie: Die! Annahmeſchluß: Mitta Für Kmzeigen an beſtimmten Cagen, Stellen u Ausgabe wird helne 18 9 4 0—— ng ũb Bezugspreis 4 im u. 1 R..70 einſchl Bringerl. Burck ie Poſt bezegen lrerg. Ut e Poſtzuſtellungsgebühr. Bei der Poſt abgeh. M..90. Einzel⸗Rr. 10 Pfg⸗ „Das Weltgeſchehen im Bilde“ in Kupfertiefdruck⸗Ausführung. Neue ſchwere Kämpfe in Flandern. Die Engländer überall zurückgeſchlagen.— Erfolgreiche deutſche Gegenſtöße. der deutſche Tagesbericht. Großes hauptauartier, 2. Auguſl.(wB. Amilich) Weſilicher Kriegsſchauplatz. heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls Kronprinz Ruprecht von Bauern Auf dem Schlachtſelde in Flandern kam es erſl nach⸗ mittags zu heftigen Artitleriekämpfen. Don Sangemart bis zur Oys lag mehrſtündiges kommelfener auf unſeren Linien, ehe der Jeind gegen Abend uneuen ſtarken Angriffen auf unſere Front einſetzte. Es entſpannen ſich wieder ſchwere Kämpfe, in denen die dom Gegner ins Jeuer geworſenen Diviſionen überall zu⸗ ücgeſchlagen, mehrſach auch unſere Kampflinien bei erſolgreichen Gegenſtößen vorverlegt wurden. 6 An keiner Stelle gewann der Jeind Vorteile, dagegen üͤßte er in unſerem ungeſchwächten Abwehrfener viel Blut, durch unſere Gegenangriſſe an Einbruchſtellen auch mehrere 100 Ge⸗ fangene ein. Rach ruhiger Nacht früh morgens füdlich von Wytſchaete ernent vorbrechende engliſche Angrifſe ſind gleichſalls verluſtreich geſcheitert. Heeresgruppe des deutſchen Mronprinzen Am Chemin de Dames wiederholten die Franzoſen ihre erfolgtoſen Anläufe gegen die von uns ſüdlich von Filain und füdöſtlich von Cernh gewonnenen Höhenſtellungen. Während des Kages unb in der Macht Kleßen ſie bis zu fünfmal gegen uuſere ———ꝰB— Auch auf dem Weſufer der Maas führte der Zeind einen erfolgloſen Gegenſtoß zur Wiedererobernng „Ler ihm entriſſenen Stellungen. —9 Gefangenenzahl aus den geſſrigen erſolgreichen en, an denen außer ba aue unove und olden⸗ kurtiſche Truppen Shen Aner akn. et h auf uber 50 Gefangene erhöht. Oefticher Kriegsſcharplatz. heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls Prinz Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generaloberſten vöhm⸗Ermolli 1 Im Winkel zwiſchen Ibrucz und Dnſeſir wurden ruſſiſche ach huten bei Dygota an der Straße nach Chotin geworfen. Rördluch von Czernowitz nähern ſich unſere Dibiſionen auch ſüanch des Dnjeſir der ruſſiſchen Grenze. Front des Generaloberſten Erzherzog Joſef 5 die ruſſiſche Karpathenfront iſt jetht zwiſchen tuth und den Südoſthängen des Kelenen⸗Gebirges i m eichen. Deutſche und öſlerreichiſch-ungariſche Diviſionen drän⸗ W. dem Jeind, der olelfach hartnäckigen Widerſtand leiſtet, nach. ſiehen vor Kimpolung. harte wilchen Ojtoz⸗ und Caſinutal ſetzte der Feind auch geſiern Aräſte ein, um den Mgr. Caſinului zu gewinnen. re nach heftigem Jeuer erfolgende Angriſſe ſcheiterten Standhaftigkeit der Verteidiger. Der Erſte Generalquartiermeiſier: Ludendorffg. 4* Der große Schlag im Weſten geſcheitert. In e. Von der ſchweigeriſchen Grenze, 2. Aug,(Priv.⸗Tel. g..) 0 ihren neueſten Betrachtungen zur Kriegslage betonen die weizeriſchen Wilitärkritiker übereinſtimmend, daß der große als g der Entente im Weſten, den gewiſſe franzöſiſche Blätter kriegsentſcheidend ankündigten und von dem ſich Lloyd Lorge ſelbſt, wie er den Parifer Preſſevertretern gegenüber rkläte, eine Wendung der geſamten Kriegslage verſprach, an eiſernen Widerſtandskraft der deutſchen ſtelaPpen geſcheitert iſt. Die militäriſchen Berichterſtatter ögen feſt, daß der Angriff auf einer Front von rund Keeit tlometern erfolgt ſei, jedoch ſei in dem 18 Kilometer Ueb en Abſchnitt von Nieuport bis zur Meeresküſte, wo ſich das wocher wemmungsgebiet der Yſer ausbreite, nur demonſtriert Dreifache Ueberlegenheit der Engländer, Der Bon der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Aug.(Priv.⸗Tel. z..) heit S, berichtet aus London, man beziffere die Ueberlegen⸗ über er engliſchen Front an Mannſchaften und Artillerie gegen⸗ em Feind auf das Dreifache. Der Zweck ber engliſchen Augriffe. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Aug.(Priv.⸗Tel. 3..) Zuricher Berichten aus Malland meldet„Secolo“ aus Paris, Flante“eſprochene Zweck der engliſchen Offenſibe ſei nicht nur, in dern rn ſtrategiſche und maritime Stützpunkte zu erreichen, ſon⸗ Sünſtien den Ruſſen die Möglichkeit zu geben, ſich im un⸗ ktigſten Falle zwiſchen Dnieſtr und Bug neu zu ſammeln und reorganiſieren Entwickelung einer großen Schlacht am Chemin bet dames. Nie Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Aug.(Prip.⸗Tel. 3..) Die der 8 an ürcher Tagesanzeiger“ berichtet, werden in die Kämpfe Dantenmneg fortgeſetzt färkere Kräfte von beiden Parteien ver⸗ ſtrickt, ſodaß ſich hier, ob gewollt oder ungewollt, eine große Schlacht zu entwickeln ſcheine. Die Rektung Nußlands und Rumäniens im Weſten. t. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Auguſt.(Pr.⸗Tel,, z..) Nach. Schweizer Meldungen aus Mailand ſchreibt der Secolo in ſeiner letzten Betrachtung zur Kriegslage: Wenn der Rückgug zur Räumung der ganzen Bukowina führt, ſo muß die anſchlie hende niſche Front wegen der Flankierungsgefahr ohne weiteres zu⸗ rückgehen. Der Erfolg für die Zentralmüchte iſt dann nicht abzu⸗ ſehen. Die Rettung Rußlands und Rumäniens liegt jetzt im Weſten. Die Mailänder Blätter vom Dienstag bringen an erſter Stelle ein Petersburger Telegramm von dem Hilferuf der proviſoriſchen Regierung an die Alliierten, Rußland durch die Offenſive an allen Fronten zuretten. Ruſſiſche Truppenverſchiebungen nach Wolhynien. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Aug.(Prib.⸗Tel. 9..) Nach einer Meldung des„Zürcher Tagesanzeiger“ finden augen⸗ blicklich große Truppenverſchiebungen von der ruſſiſchen Nordoſt⸗ front nach der wolhyniſchen Front ſtatt, worauf auch die vollſtän⸗ dige Stillegung der ruſſiſchen Angriffstätigkeit auf der Nordfront zurüdtzuführen ſei. Anzeichen einer neuen italieniſchen Oſſenſive. e. Von der ſchweizeriſchen Greuze, 2. Auguſt.(Priv.⸗Tel. z..) Die Schweizer Blätter melden von der italieniſchen Grenze, daß eine allgemeine Güter⸗, Poſt⸗ und Verkehrsſperre in den italieniſch⸗ ſchweigeriſchen Grenzdörfern die erſten Anzeichen der kommenden italieniſchen Offenſive darſteltt. die Revolution in Rußland. 2. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Meidung der Pe⸗ tersburger egraphen⸗Agentur. Der neue Miniſter des Innern, Tſchereſtelli, hat an älle Regierungskommiſſare in der Provinz ein Rundtelegramm gerichtet, in dem er ſie auffordert ſich bis zur Einberufung der vorfaſſunggebenden Ver mmlung jeder Löſung der Agrarfrage durch die Bauern kraftvoll zu wider ſe tzen. Der Generalgouverneur von Finnland, Stocho⸗ wit ſch, iſt nach Helſingfors zurückgekehrt und hat ſeine Tätig⸗ keit wieder aufgenommen. den größten Teil der Stadt Ein heftiger Brand hat Malta in der Krim zerſtört. Die neuen U⸗Booterfelge. Berlin, 1. Aug.(wrp. Amtlich.) Neue-Bookserſolge auf dem nördlichen Kriegsſchauplatz: 24000 5 ruttoregiſter⸗ tonnen. Anter den verſenklen Schiffen beſanden ſich die eng⸗ liſchen Dampfer„Valcate“ 66671 To.), voll beladen auf dem Wege nach England,„ceang Choon“(6807 To.) mit Stückgul von Auſtralien für die engliſche Regierung,„Caſtletou“(2395 Tonnen) mit Giſenerz von Frankreich nach England und ein großer vollbeladener durch Zerſtörer geſicherter Dampfer auf dem Wege nach England. Der Chef des Admiralſtabs der Marine. 2 Die Gefährdung der engliſchen Butterverſorgung. Ein Fachblatt des däniſchen Butterhandels vom 20. Juli 1917 bringt in ſeinem Marktbericht Mitteilungen, welche zeigen, wie ſtark die engliſche Butterverſorgung durch die unmittelbar oder mittelbar mit der Seeſperre guſammenhängenden Ereigniſſe ge⸗ fährdet wird. Nach Angaben dieſes Blattes aus London iſt gegen Ende Juni die Preisſteigerung auf dem engliſchen Buttermarkte darauf zurückzuführen geweſen, daß 20000 Kiſten auſtraliſcher Butter„auf See verloren gingen“, und daß ſich die engliſche Re⸗ gieung gezwungen ſah, in Tranſit lagernde auſtraliſche Butter zu beſchlagnahmen. Ueber die Zufuhr holländiſcher Butter heißt es, daß kleine Mengen angekommen ſeien, daß aber dieſe infolge ihrer Verſchiffung ohne entſprechende Kühlung in großem Maßſtabe verdorben 0855 Ueber die Englands mit Butter, welche eine ſo bedeutſame Rolle auf dem engliſchen Markte ſpielt, wird geſagt, daß in Neuſeeland nur geringe Vorräte vorhanden und aus Auſtralten nur ein oder zwei Dampfer mit Butter unterwegs ſeien, während im übrigen ein Ausfuhrverbot für Nutter dort beſtände. In Argentinien ſollen 45 000 Kiſten in Kühlhäuſern lagern, während es an entſprechenden Schiffen mit Kühlvorrichtung fehlt(bekanntlich hat die engliſche Regierung alle Schiffe, ſoweit es möglich war, auf, andere noch dringendere Verſorgungsgebiete konzentrieren müſſen.) In einem Bericht vom 20. Juli 1917 heißt es, daß die Vorräte an kolonialer Butter in England zu Ende gehen. Der türkiſche Tagesbericht. Konſtankinopel, 2. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht vom 1. Auguſt. Von den verſchiedenen Fronten iſt kein Ergebnis von Bedeutung zu melden. der bulgariſche Bericht. Sofig, 2. Auguſt.(TB. Nichtamtlich.) ſtabsbericht vom 2. Auguſt. Mazedoniſche Froat Ziemlich lebhaftes Artilleriefeuer öſtlich der Cerna und auf bei⸗ den Ufern des Wardar. In der Gegend der Moglena wurden feind⸗ liche Erkundungsabteilungen bei dem Hügel Bahove und Buyukbaſch Amtlicher General⸗ zurückgeſchlagen. An der unteren Struma verſuchten bei Chri⸗ ſtian Kanila einige Truppen von Erkundern, beſtehend aus Infan⸗ terie und Kavallerie, vorzugehen, wurden aber durch Feuer zurück⸗ getrieben. Rumäniſche Frout. Bei Tulcea ſpärliches Artilleriefeuer. * Die Enthällungen des Reichskanzlers. Bern, 2. Aug.(WTP. Nichtamtlich.) Die franzöſiſche Preſſe veröffentlicht endlich die Erklärungen des Reichskanzlers und des Grafen Czernin. Gleichzeitig erſchien die Erwiderung Ribots in der Kammer. „Journal des Débats“ ſchreibt: Michaelis wird niemand überzeugen können, wenn er verſucht, die Anklage über die Verant⸗ wortung für den Krieg zurückzuweiſen, auch dann nicht, wenn er in der Politik jener Macht, die das Hauptopfer des Angriffs von 1914 werden ſollte, die Spuren von Eroberungsſucht zu denunzieren ve t. „Temps“ ſchreibt: Der Kanzler unternimmt eine diploma⸗ tiſche Offenſive gegen den angeblichen Imperialismus Frank⸗ reichs, un die ruſſiſche Demokratie über die militäriſche Offenſiwe Deutſchlands im en hinwegzutäuſchen. Wir werden Den nd auch weiterhin für den von ihm vorbereiteten Krieg, den es heute mit Willen fortſetzt, zur Rechenſchaft ziehen. „Journal“ ſchreibt: Der Kanzler wollte zuerſt Mißtrauen über das Geheimnis der Erklärungen im franzöſiſchen Parlament ermecken, dann Mißverſtändniſſe über den Gang der politiſchen Maſchine Frankreichs ſäen, hauptſächlich aber wällte er bei den Ruſſen die Meinung erwegen, daß die ruſſiſche Regieru den Krieg zur R imperia 72 Boſtrebungen Erankreiche 1 au, un etit Pariſien eibt: Greift der Kaugler am, 0 1 7 verteidigen? Die ſScker des Krieges wohnen in Verlin en. Frankreich wäll niomanden Die„Liberté“ führt aus: kwoachten. Es wül nur Bürgſchaften gegen die Wiederheleng des Angriffs haben, nicht mehr. Llond George hält ſeine Friedensbedingungen aufrecht. m. Köln, 2. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Amſterdam: Im Unterhaus verlangte Oberſt Mark Sykes von Lloyd George anläßlicheiner Verhandlung über Hen⸗ derſons Reiſe eine deutliche Erklärung, daß die Regierung nicht mit dem Frieden ſpiele, denn wenn das der Fall wäre, würde das ganze Königreich ſich dagegen auf⸗ lehnen. Lloyd George äußerte ſich dazu wie folgt: Die Regie⸗ rung hat ihre Auffaſſung über allein mögliche Frieden nicht im geringſten geändert. Dieſe Bedingungen entſprechen krt⸗ ſerer Ehre und dem Gebot der Sicherheit für unſer Land. Damit nicht genug. Wir ſind feſt entſchloſſen, uns nicht au einer Kon⸗ ferenz wie der beabſichtigten zu beteiligen. Ich gohe ſogar weiter und erläre ohne Zägern, daß wir nicht geſonnen ſind, Tefkonfe⸗ rengen gutzuheißen, auf denen Friedensbedingungen behandelt oder auſgeſtelt werden. Die jeweilige Regierung, die das Bolk vertritt, iſt für die Friedensbedingungen ver⸗ antwortlich. Das iſt meine Antwort auf die Anfrage, Was Henderſons Stellung angeht, ſo befand ich mich zufällig in Paris, als die Beſprechungen ſtattfanden und er und die Ar⸗ beiterkonfereng ihren Beſchluß faßten. Wir weikten in dem Augen⸗ blick nicht in Paris, um Friedensbedingungen, ſondern um ge⸗ eignete Mittel zu einer glücklichen Fortſetzung des Krieges zu beſprechen. Wir beabſichtigen, die Verhandlungen in einigen Tagen hier wieder aufzunehmen, wenn die Vertreter der großen Verbandsländer bei uns eingetroffen ſind. Um auf Henderſons Stellung zurückzukommen, ſo unterliegt es keinem Zweifel, daß etwas Richtiges in den Bemerkungen über die dop⸗ pelte Eigenſchaft liegt, indem er dem jetzigen Kabinett wie auch ſchon dem früheren angehört. Das iſt eine Frage des Prüfens und Wägens, des Gebens und Nehmens. Das einzige, was hier⸗ bei zu berückſichtigen iſt, bleibt die Art, wie der Krieg am beſten fortgeſetzt werden kann. Friedensverlangen in Dänemark. m. Köln, 2. Auguſt.(Priv.⸗Tel.) Die Kölniſche Zeitung melbet aus Kopenhagen: Extra⸗Bladet ſchreibt in einem Leitartikel zur dreijährigen Kriegsdauler; Was auch noch geſchehen mag, ſicher iſt, daß Japan ſiegreich, Amerika geſtärkt und Europa ruiniert aus dem Kriege hervorgehen wird. Enthält jede einzelne dieſer Tatſachen nicht eine ausreichende Aufforderung an die Mächte den Kriegsabſchluß zu be⸗ ſchleunigen? In Deutſchland hat man Verſtändnis dafür und ſich bereit erklärt danach zu handeln, in England will man an⸗ dauernd das nicht verſtehen und in richtiger Don Quichote⸗Manier kämpfen bis der preußiſche Militarismus beſiegt iſt, was in Wahr⸗ heit ein Kampf gegen eine Windmühle genannt werden muß, denn der preußiſche Militarismus iſt ſchon längſt beſiegt und ſo auch dieſes Kriegsziel geſichert. In ber Welt, die nach dem Kriege kommt, ſelbſt wenn der Friede ſchon heute eintreten ſollte und zu welchen Bedingungen er auch geſchloſſen ſein möge, wird am aller⸗ wenigſten Platz ſein für den Militarismus, unter dem die Feſt⸗ länder vor dem Krieg geſtöhnt haben. Wie wir ſchon ſo oft geſagt haben, gibt es nichts mehr worum noch gekämpft werden kann, gleichwohl wird der Krieg wohl noch 1 Jahr fortgeſetzt werden, warum ſollte die Vernunft auch plötzlich ſiegen, nachdem der Wahn⸗ ſinn ſo lange regiert hat? die Neuordnung. Fur bevorſtehenden Ceilung des Reichsamt des Innern. Man ſchreibt uns: Man darf es nunmehr als feſtſtehend anſehen, daß im Zuſammenhang mit den in dieſen Tagen zu erwartenden Veränderüngen in hohen Stellungen der Re regierung und der preußiſchen Regierung auch die Teilung des Reichsamis des Innern zur Durchführung gelangen wird. Bereits bej ber Ernennung des Herrn von Bethmann⸗Hollweg zum Staatsſekretär des Innern im Jahre 1907 wurde in halbamtlicher Form eine Teilung des Reichs⸗ amts des Innern in Aueſicht geſtellt, die jedoch nicht ausgeführt wurde. Für die Teilung des größten Rei Ysamts ſind Vorſchlüge — verſchiedener Art gemacht worden, denen aber von ſeiten der zuſtän⸗ digen Stellen grundſätzliche Bedenken entaegenſtanden. Die ichige 2. Seite. Nr. 356. Mannhein. er General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Bonnerstag, den Löſung der Frage dürfte dahin gehen, daß von dem Reichsamt des Innern ein Reichswirtſchaftsamt abgezweigt wird, das aus der Ab⸗ teilung für⸗ Sozialpolitik und der wirtſchaftspolitiſchen Abteilung be⸗ ſteht. Dieſe Löſung der Frage beſeitigt die Bedenken, die gegen die Schaffung eines Reichsamts für Sozialpolitik mit Recht erhoben wurden. Die Wirtſchaftspolitik des Reichs und die Sozialpolitik ſtehen in einem ſo engen Zuſammenhang, daß ihre Trennung un⸗ Durchführbar erſcheint. Aus der Abteilung 3a des Reichsamts des Innern dürfte das Referat über Seeſchiffahrt dem neuen Reichs⸗ wixrtſchaftsamt angegliedert werden, weil die Sgen der Seeſchiffahrt von der Handels⸗ und Wirtſchaftspolitik nicht zu trennen ſind. Es darf als wahrſcheinlich gelten, daß auch das Reichs⸗ kommiſſariat für Uebergangswirtſchaft dem neuen Reichswirtſchafts⸗ amt angegliedert wird. Bisher unterſtand der Reichskommiſſar dem Reichsamt des Innern. Unter ſeinen Mitarbeitern hat man dieſe Unterſtellung als eine Beeinträchtigung der freien Betätigung des Reichskommiſſars empfunden, und die Beſtrebungen gingen dahin, das Reichskommiſſariat zu einer ſelbſtändigen Reichsbehörde u machen, die dem Staatsſekretär des Innern unmittelbar unter⸗ ſteht. Wenn nun aber jetzt ein Reichswirtſchaftsamt gebildet wird, das alle Vorbereitungen für die Wiederbelebung unſeres geſamten wirtſchaftlichen Lebens in der künftigen Friedenszeit zu treffen hat, dann erſcheint ſes zweckmäßig, ihm auch die Uebergangswirtſchaft, die doch im engſten Zuſammenhang mit der künftigen Wirtſchafts⸗ politik ſteht, zu übertragen. Dem Reichsamt des Innern verbleibt nach der Teilung die erſte Abteilung, in der vor allem die politiſchen Fragen bearbeitet werden, und die Abteilungen Za und 3b ohne die Seeſchiffahrt.— Die Bekanntgabe der Veränderungen in den Reichsämtern und den preußiſchen Miniſterien wird für Freitag abend erwartet. Deutſches Reich. Eine neue ſozialdemokratiſche Fraktion? Die Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokraten geht, wie die ſozialdemokratiſche„Internationale Korreſpondenz“ zu melden weiß, einer neuen Spaltung entgegen. Das Organ der Mehrheits⸗ ſozialiſten ſchreibt: n Sozialdemokraten beſtehen bekanntlich aus zwei Gruppen, den Arbeitsgemeinſchaftlern um Haaſe, Stadthagen und Ledebour, und den Internationaliſten und Franz Mehring. Die ugeoſer haben ſich aber den„Unabhängigen“ überhaupt nicht ange chloſſen und veröffentlichen jetzt, um einem dringenden Bedürf⸗ nis abzuhelfen, in der Bremer Arbeiterpolitik den Aufruf zur Grün⸗ dung einer nieuen ſozialdemokratiſchen Partei. Die Gruppe Inter⸗ nationale habe, ſo behaupten ſie organiſatoriſch und politiſch voll⸗ kommen verſagt: ſie jage pazifiſtiſchen Illuſionen nach und ſei damit tot. Die Trümmer gelte es für die neue„Internationale ſo⸗ zialiſtiſche Partei Deutſchlands“ zu ſammeln. Ein Aktionskomitee iſt ſchon da. Bis Mitte Auguſt ſollen Programm, Organiſationsform und Gründungsarbeit durchberaten ſein, dann wird ſich, wie es in dem Aufruf heißt, eine Partei erheben„kampf⸗ fähig und 815 C0 zur Erfüllung der großen Aufgaben, die die Zu⸗ heiſcht die Gegenwart ſchon von der deutſchen Arbeiterklaſſe Die deutſche Anleihe in der Schweiz. In einer halbamtlichen Kundgebung aus Bern über die Ver⸗ handlungen zwiſchen Deutſchland und der Schweiz über ein neues Handelsabkommen iſt ausgeführt, daß vorausſichtlich der Vertrags⸗ abſchluß ünter Gewährung einer Anleihe in beträchtlicher Höhe zu⸗ ſtandekammen würde Unter dieſer Anleihe iſt aber nicht etwa eine Maßregel zur Beſchaffung von finanziellen Mitteln für das Deutſche Reich zu verſtehen. Deutſchland iſt nach wie vor in der Lage, ſeinen Geldbedarf ausſchließlich auf dem heimiſchen Geldmarkt zu decken. Es handelt ſich vielmehr um Kredite, die vonſeiten der Schweiz im Intereſſe der Valuta eingeräumt werden, da Deutſch⸗ lands Bezüge aus der Schweiz ſeine Lieferungen an Kohle und Eiſen dem Werte nach überſteigen. Aehnliche Maßnahmen ſind auch im Verkehr mit anderen neutralen Staaten getroffen, ſo bei⸗ ſpielsweiſe mit den Niederlanden für den Bezug von Rohtabak. Wien 2. Aug(wev. huchtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: ODienlicher Krtegeſchauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarſchalls von Mackenſen. Keine beſonderen Ereigniſſe. Heeresfront des Generalfeldmarſchalls Erzherzog Joſef. Der Feind griff beiderſeits des Caſinutales zu wiederhol⸗ ten Malen heftig an. Unſere tapferen Truppen blieben im Ge⸗ genſtoß und in andauernden Nahkämp⸗ ſen Sieger. Die ruſſiſch⸗rumäniſchen Diviſionen n unter ſchweren Berkuſten in ihre Stellungen zurück⸗ weichen hHheeresgruppe des Generals von Uoeveß. Die Armee gewinnt unter Kämpfen Raum. Die Höhen öſtlich Mrageieſſa in der Dreiländerecke und die Gegend nörd⸗ lich von Kimpolung ſind in unſerer hand. Heetesgruppe des Generalfeldmarſchalls prinz Leopold FFFEvon Banern. Die Streitkräſte des Generaloberſten Böhm⸗Ermolli dringen unmiktelbur füdlich des Djneſir gegen die ruſſiſche Grenze Brüſſel. Zu en ſonderbarſten Eindrücken des Krieges gehört es zweifel⸗ los, in eine Stadt zu kommen, die man aus friedlichen Zeiten her ut kennt, die man gerne hatte, deren Bevölkerung man damals mit ſenen wohlwollenden Blicken betrachtete, die uns nun einmal für alles Fremde eigen ſind. Jetzt ſtehen wir plötzlich mitten zwiſchen denſelben Häuſern, denſelben Menſchen— und ſind doch ganz andere geworden. Selbſt beim beſten Willen und dem Wunſch, objektiv zu ſein, einmal rein menſchlich wie früher zu fühlen, gelang es mir in Brüſſel doch nicht. Obgleich es faſt drei Jahre her iſt, daß unſere Truppen in Brüſſel einzogen, obgleich ich ſelbſt weder damals noch ſpäter mit der Waffe in der Hand das mir von früher her ſo ver⸗ traute Belgier⸗Land betreten habe, und obgleich ich dafür, daß die Leute ihre Heimat verteidigten, genau ſo viel Verſtändnis habe wie für die herechtigten Gegenmaßnahmen unſerer Soldaten, konnte ich doch des Gefühls nicht erwehren, Eroberer zu ſein, Sieger zu ſein. Vielſeicht liegt das weniger an mir und meinem guten Willen zum Gegenteil, als an den Brüſſelern ſelbſt. Jede ihrer Bewegungen, ſede ihrer Mienen iſt noch heute ein ſtiller Widerſpruch; die Art, wie ſie auf der Straßenbahn nicht Platz machen, ein heimlich ge⸗ flüſtertes Wort, von dem ſie glauben, daß der„Barbar“ in Unkennt⸗ nis ihrer Sprache es nicht verſtehen würde— das alles bringt den Gegenſatz zutage und zwingt auch mich in jene Empfindung hinein. Die Häuſer, das Aeußerliche an Brüſſel iſt noch dasſelbe; der Krieg hat hier nichts verr gebüßt, äber dennoch iſt vieles anders geworden. Ich war nur 24 Stunden in Brüſſel, aber dieſe kurze Friſt genügte mir, die Aen⸗ derung feſtzuſtellen, eine Aenderung zum Guten und zum Böſen. Das, was uns früher an Brüſſel reizte, was dort gefiel: jener leichte franzöſiſche Firnis, die Fähigkeit, vom Pariſer Leben das Beſte, das Geſchmackvolle zu kopieren, iſt verſchwunden. Brüſſel iſt nicht mehr die elegante Hauptſtadt, die es war. Man führte mich, wie das wohl 7 üblich iſt, die wenigen Stunden, die in den Sommertagen des s die Lichter angezündet werden, in ein Tanzlokal. Gewiß, es wurde getanzt, es wurde franzöſiſch geſprochen, aber von jenem unleugbaren Reiz, den ein franzöſiſcher Tanzſaal, ſelbſt dritter und vierter Sorte, ſelbſt- in den Provinzen, einſt hatte, war nichts zu — das lag nicht an den deutſchen Soldaten, die an den Getrã ſaßen, an den Tiſchen, auf denen die ſchlechten und teuren änke vertilgt wurden— denn ſie alle Srrcen ſiher beret, fran⸗ bisherigen, die die freie Entwickelung aller Nationen gewährleiſtet, „Kriegszeit, für die Uebergangszeit zum Frieden und für die Zeit Verſchlechterung ſprach, ſo liegt darin gleichzeitig auch die Ver⸗ tum Brüſſels auch zweifellos geſiegt hat, jetzt weicht der Firnis von Einfluß der Deutſchen gewinnt das flämiſche Volkstum an Bewußt⸗ ſein. 5 vernichtet und die Geſchäftigkeit der Stadt nichts ein⸗ vor. Der Mündungswinkel des Pruth wurde zum größten Teil vom Jeinde geſäuberk. Italieniſcher und Balkankriegsſchauplatz. Nichts zu melden. Der ſlellvertretende Chef des Generalſtabs. Die ſchweren ruſſiſchen Verluſte. Berlin, 31. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Bei ihrer kürzlich unternommenen und ſo kataſtrophal verlaufenen Offenſive haben die Ruſſen ganz außerordentlich ſchwere Verluſte erlitten. Am 1. Juli wurde die 23. Diviſion faſt gänzlich aufgerieben Von der kombi⸗ nierten ſibiriſchen Diviſion blieben nach dem Angriff pro Kompagnie kaum 40 Mann übrig, ebenſo vom 10. finnländiſchen Schützen⸗ regiment. Von einzelnen kehrten kaum dreißig Mann zurück. Das Infanterie⸗Regiment 239 der 74. Diviſion iſt evenfalls faſt auf⸗ gerieben. Die 108. und die 153. Diviſion wurden. als der Angriff nicht vorwärts kam, zur Unterſtütung eingeſetzt. Sie erlitten der⸗ artige Verluſte, daß ſie nach—3 Tagen bereits zurückgezogen werden mußten. Vor einem Frontabſchnitt von drei Kilometer Breite wurden allein viertauſend Leichen gezählt. Vielfach waren die ruſſiſchen Regimenter entſchieden gegen die Offenſive. Unter anderem verweigerte das Regiment 205 der 52. Diviſion und das Infanterieregiment 82 der 21. Diviſion den Angriff in der Ueberzeugung, daß jedes Weiterkämpfen nur England bezw. der Bourgeoiſie nütze. Der Glaube an Kerenski iſt erſchüttert, weil dieſer eine Artillerievorbereitung verſprochen hatte, die der Infanterie ein Vorgehen mit„Gewehr über“ geſtatten —— Die Enttäuſchung war angeſichts der Verluſte umſo furcht⸗ arer. Einſtellung der rumäniſchen Entlaſtungsoffenſive. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Auguſt.(Priv.⸗Tel. z..) Der„Zürcher Tagesanzeiger“ meldet: Die Einnahme von Zaleſzyci und das Ueberſchreiten der beſſarabiſchen Grenze durch deutſche Korps bringt die noch in der Bukowina zurückgebliebenen Ruſſen in die ſchwierigſte Lage, zumal auch noch der Widerſtand bei Kimpo⸗ lung an der Südgrenze der Bukowina abzubröckeln beginnt. Die rumäniſche Heeresleitung betrachtet dieſe Entwickelung mit ſtändig wachſender Beſorgnis und hat infolgedeſſen ihre Entlaſt ungs⸗ offenſive im Putna⸗ und Suſitatal eingeſtellt. Das neue öſterreichiſche Kabinett. Wien, 2. Aug.(WTB. Nichtamtl.) Das„Wiener Fremden⸗ blatt“ beſpricht in einem Leitartikel die Aufgabe, an deren Löſung das in der Bildung begriffene neue Kabinett zu treten gedenke. Das Ziel der neuen Regierung, die nicht ein Koalitionsminiſte⸗ rium, ſondern vielmehr ein Miniſterium der Sammlung aller lebendigen Kräfte Oeſterreichs darſtellen ſoll, ſei die Ausſchaltung der die lebendigen Triebfedern unſeres Volkes hemmenden Strei⸗ tigkeiten und die Beſeitigung der die wirtſchaftliche Entwickelung der Monarchie ſtörenden Zwiſtigkeiten zwiſchen den verſchiedenen erzeugenden und erwerbenden Klaſſen der Bevölkerung. Die wich⸗ tigſte Aufgabe der neuen Regierung ſei die Verfaſſungs⸗ reviſion und die Schaffung einer anderen Konſtitütion als der den Kampf der Völker ausſchaltet und dadurch die Zufammen⸗ faſſung aller nationalen Kräfte ermöglicht. Es handle ſich hierbei nicht um geringfügige Aenderungen, ſondern um die Schaffung einer vollſtändigen Neuordnung auf der Grundlage der Nationa⸗ litäten, Autonomie mit einer Kreiseinteilung unter Beibehaltung der bisherigen Grenzen der Kronländer. Um den Kampf der ein⸗ zelnen wirtſchaftlichen Intereſſengruppen zum Aufhören zu brin⸗ gen, gelte es einen wirtſchaftlichen Plan aufzuſtellen für die der Wiederkehr normaler friedlicher Zuſtände. Um dieſes Ziel zu erreichen, es nur ein wirkſames Mittel, nämlich die Hebung der Produktion. Dr. Michaelis vom Kaiſer Karl in Audienz empfangen. Wien, 2. Aug.(WTB. Nichta⸗mtl.) Reichskanzler Dr. Mich a⸗ elis iſt heute Vormittag von dem Kaiſer und der Kaiſerin in beſonderen Audienzen empfangen worden. Hierauf fand beim Kaiſerpaar ein Frühſtück ſtatt, zu dem geladen waren: Reichskanzler Dr. Michaelis, Unterſtaatsſekretär v. Stu mm, Legationsſekretär von Trittwitz, Botſchafter Graf Wedel, der deutſche Militärbevollmächtigte Generalmajor Cramon, der Miniſter des Auswärtigen, Czernin, Botſchafter Prinz Hohenlohe, Erſter Oberhofmeiſter Prinz Hohenlohe, Ge⸗ neraladjutant Prinz Lobkowitz, die Flügeladjutanten Oberſt⸗ leutnant Brougier und Major Graf Hunya dy und die Hof⸗ dame Gräfin Schön born. Beſuch des Kanzlers in Karlsruhe. Berlin, 2. Aug.(Priv.⸗Tel.) Nach ſeiner Reiſe nach Wien wird, wie aus parlamentariſchen Kreiſen verlautet, der Reichs⸗ kanzler in der 3. Woche des Auguſt nach Stuttgart, ſodann nach Karlsruhe und Darmſtadt zu Antrittsbeſuchen bei den dorti⸗ gen Höfen und Regierungen eintreffen. Die ruſſiſchen Kriegsgerichte wieder in Tätigkeit. e. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Aug.(Priv Tel., 3..) Nach Züricher Meldungen aus Mailand meldet die„Unione am Montag aus Petersburg, daß ſeit letzten Freitag wieder die ruſ⸗ ſiſchen Kriegsgerichte amtieren. Straßenweiſe werden die Häuſer nach Flüchtigen abgeſucht und es haben ſchon eine ganze Anzahl von Hinrichtungen ſtattgefunden. Die Spannung zwiſchen Jinnland und Rußland. c. Von der ſchweizeriſchen Greuze, 2. Auguſt.(Pr.⸗Tel., z..) Die Neue Züricher Zeitung berichtet aus Petersburg: Die Beziehun⸗ zöſiſcher Grazie im Leichtſinn zu huldigen, auf den man die Liebe des Deutſchen für den franzöſiſchen Wein— will man ehrlich ſein — ruhig ausdehnen kann: den Mädchen dort fehlte das, was der Pariſer„Charme“ nennt. Sie waren plump, grobſchlächtig, auf⸗ dringlich, tanzten ſchlecht und hatten häßliche, unſchöne Gewänder. Das war Abkehr vom Franzöſiſchen, und wenn ich vorhin von einer beſſerung. In dieſem Rückgang des franzöſiſchen Einfluſſes, der, wo er den Geſchmack hebt, zu loben iſt, liegt gleichzeitig der Fort⸗ ſchritt, das Vorſchreiten des Flamentums gegenüber den Wallonen. Die Frage, ob Brüſſel einmal flämiſch oder walloniſch ſein ſoll, wird ſich, dauert die deutſche Herrſchaft noch eine Zeit an, unſchwer ent⸗ ſcheiden. Das Volk in ſeiner breiten Maſſe iſt in Brüſſel flämiſch, und wenn unter dem Einfluß eben jener beſtechenden Aeußerlichkeit des Franzoſentums der Wallone zu ſiegen begann und im Bürger⸗ dem Brüſſeler Volk; unter dem unbewußten, ſogar ungewollten Die flämiſche Sprache wächſt an Ausdehnung und zwar der⸗ art, daß mir das in den wenigen Stunden dort klar werden konnte. Auf der Straße hörte man den Kehllaut der Flamen häufiger, und in einem Warenhauſe begegnete es mir, daß mir auf eine franzöſiſch geſtellte Frage nicht etwa deutſch, ſondern gleich flämiſch geantwortet wurde von einem Mädchen, das ſeinem Aeußern nach ſich durchaus nicht zu der flandriſchen Raſſe hätte zählen brauchen. Ich kann nicht leugnen, daß ich über dieſe Feſtſtellung eine gewiſſe Genugtuung empfand, denn hier begegnete ich etwas Echtem, und das Echte iſt ja immer das Erfreuliche, womit ich aber nicht ſagen will, daß ich das Flamentum beſonders hochſchätze, auf die Gefahr hin, von verſchiedenen Seiten Steinwürfe zu beziehen. Zwar iſt mir der Wallone nicht im Entfernteſten ſympathiſcher, aber der Flame, zum wenigſten der Stadt, iſt kein angenehmer Geſelle. Es gehört zu einer der vielen Täuſchungen, denen man ſich bei uns gern hingibt, daß die Flamen ein biederer, deutſcher Volksſtamm mit einer nur leicht abweichenden Dialektform ſeien Dem Blute nach ſind ſie allerdings wohl in der Hauptſache Germanen, obgleich ihre Miſchung mit Kelten und ſpäter Spaniern nicht dazu beigetragen haben wird, die Raſſe rein zu halten oder gar zu veredeln, aber ihre Biederheit muß unbedingt beſtritten werden. Sie ſind von einer Roheit der Sitten und des Gefühls, die wir unbedingt ab⸗ lehnen müſſen, will man ſie dem deutſchen Stamm in die ſchieben, und hat man ſich in Belgien vom Deutſchen auch die — poniſt des„Bergſee“ und erfolgreich auf dem Gebiete ſtiſchen finniſchen Landtags trafen in Petersburg ein um mit de Regierung und den Sofjets Verhandlungen anzuknüpfen. finniſchen Landtag geäußerten Wunſch nach dem Zurückziehen der ruſſiſchen Truppen aus Finnland hat die proviſoriſche Regierung nicht entſprochen, ſondern im Gegenteil eine Verſtärkung der ruſſi⸗ ſchen Garniſonen dortſelbſt beſchloſſen. Die Angriffe auf Henderſon. London, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter⸗ ſchen Büros. Unterhaus. Duncannon beantragte Ber⸗ tagung des Hauſes, um dagegen zu proteſtieren, daß da⸗ Kriegs⸗ kabinett Henderſon geſtattet habe, mit Ramſay Macdo⸗ nald nach Paris zu gehen, um an der ſozialiſtiſchen Konferenz teil⸗ zunehmen. Henderſon erklärte darauf, er ſei nach Paris auf Ein⸗ ladung der franzöſiſchen unifizierten Sozialiſten gegangen 1. die Abmachungen für die ſozialiſtiſche Konferenz der Allierten voll⸗ ſtändig zu machen, um die Einladung der internationalen Sozia⸗ liſten⸗Kenferenz in Stockholm zu prüfen, die vom holländiſch⸗ſkan⸗ dinaviſchen Ausſchuß ausgegangen iſt und von dem Ausſchuß des ruſſiſchen Arbeiter⸗ und Soldatenrates unterſtützt wurde. Als Macdonald von dem ausführenden Ausſchuß der Arbeiterpartei zum Mitglied des Nusſchuſſes für die Konferenz ernannt wurde, habe er es für ſehr wichtig gehalten, mit Macdonald zu gehen, um ihn au dem rechten Wege zu halten. Dieſe Bemerkung wurde vom Haus mit großer Heiterkeit aufgenommen. Henderſon fuhr fort, er halte die internationale Konferenz ſün unumgänglich und habe ſich deswegen entſchloſſen, darauf hinzuwir⸗ ken, daß ſie nur eine beratende Körperſchaft wird und nicht imſtande ſei, die Kriegführenden durch die Stimmen der Neutralen zu bin⸗ den. Es würde ein Votreil für England ſein, wenn ſeine Stellung im Ausland, wo ſie vielſach mißverſtanden werde, klar gemac⸗ werde, ebenſo wie auch die der ſozialiſtiſchen deutſchen Minderheit. Er habe ſeine Haltung dem Krieg gegenüber nicht geändert und ſei bei ſeiner Reiſe nach Paris nur von den Intereſſen des Landes ge⸗ leitet worden. geine Friedensaktion des Papſtes. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 2. Auguſt.(Priv.⸗Tel. z. K. Die„Neuen Zürcher Nachrichten“ melden aus Rom: Kardinalſtaat⸗ ſekretär Gaspari erklärt, daß es der Vatikan nach wie vor em, ſchieden ablehne, auf Friedensdemonſtrationen in einer Weiſe zu antworten, die ihm als einſeitige Parteinahme für dieſe oder jene kriegführende Mächtegruppe ausgelegt werden könnte. Der angebliche Potsdamer Kronrat, mi Köln, 2. Auguſt.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Amſterdam: Sir Henry Dalziel wird heute im Unterhein die Regierung um eine Erklärung zu den ſogenann Enthüllungen der„Times“ über den Kronrat in Pots⸗ dam vom 5. Juli 1914 erſuchen. * Deutſcher Turnertag. 5 deutſchen Mainz, 2. Auguſt.(Priv.⸗Tel.) Die Beratung des de— Turnertages, der im Zuſammenhang mit der Hundertjahrsfeier 2 Mainzer Turnpereins von 1817 vom.—5. Auguſt abgehalten w hat heute Vormittag mit einer Sitzung des Hauptausſchuſſes be gonnen, der damit ſeine dritte Kriegstagung abhält. Den Vorſitz führte für den erkrankten Geheimrat Dr. Töplitz der geheime Medizinalrat Dr. Partſch aus Breslau. Nach einer Begrüßung überreichte er dem Schatzmeiſter der deutſchen Turnerſchaft Provin zialrat Agrott aus Stegligtz, der ſeit 25 Jahren Ausſchuß, mitglied und Schatzmeiſter iſt, ein Album mit den Bilder 5 der Mitglieder des Ausſchuſſes. Der Geſchäfte führe Stadtſchulrat a. D. Profeſſor Dr. Rühl aus Stettin erſtattete 9 Jahresbericht aus dem ervorgeht, daß annähernd ein Million deutſcher Turner im land ſteht. Es wurden Ehrenurkunden der deutſchen Turnerſchaft ver ger Turnerſchaft von 1816 Ludwig Lambert aus Hamburg, dem bayeriſchen Türninſpektor Hirſchmann in München und dem Turnlehrer Viktor Röſel in Pößnik. Mord und Selbſtmord. Wiesbaden, 2. Aug.(Priv.⸗Tel.) Am Mittwoch morgen e früh wurde in der Nähe des Vorortes Dotzheim auf einem Acker 19 Leiche des Forſtgehilfen Eduard Lang aus Dotzheim m einem Schuß in der Bruſt aufgefunden. Die Nachforſchungen nach dem Mörder Woet am Abend auf Birk. Der Polizeiſergeant Sperze' zwei Kriminalbeamten mit einem Polizeihund zwiſchen 5 und 6 19 den Mörder in einer Wirtſchaft feſtnehmen. Dieſer bat, noch eimm in ſeine Behauſung gehen zu dürfen. Dort ſprang er plözlich in einen Schuppen und ehe die Beamten ihm folgen konnten, krachte durch eine Lücke ein Schuß, durch den der Polizeiſergeant Sper⸗ zel ſchwer verletzt wurde. Darauf machte Birk durch einen Schuß in den Kopf ſeinem Leben ſelbſt ein Ende. 0 Retzte Handels⸗Hachrichten. Berliner Proanlrtenmartt. Berlin, 2. August.(Produktenmarkt.) Das Wetter ist die Einbringung der Ernte außerordentlich günstig und die lielerungen des Roggens an die Mühlen am Hiesigen Piatz und 1 der Provinz nehmen zu. 5 5— falſchen Vorſtellungen gemacht, die aus der Ententepreſſe überan zutage treten, ſo mag das vielfach daran liegen, daß man ſie den Flamen, die man zur Genüge kannte, Saden Dieſe allen dings ſind noch ganz ſo, wie wir ſie auf den alten flämiſchen Bilder⸗ finden mit ihrer Berbheit und übertriebenen Lebensluſt ohu Grazie. Daß es in den flämiſchen Gegenden nicht zu den Fraue reurgreuels gekommen iſt, das liegt zweifellos nur an der heilloſe Angſt, die man dort vor dem Schickſal hatte, das verſtändiger Weiſ den walloniſchen Franktireurs hereitel wurde. Die Art, wie 5 harmloſen Deutſchen, die zufällig am Tage des Kriegsbeginns Belgien waren, gerade in Antwerpen behandelt wurden, ſpri nicht gegen meine Ausführungen. Dieſe Furcht iſt es Kdenſen auch nur, die den Brüſſeler 7 ſtimmt, ſeine Unmanierlichkeiten und ſeinen Mangel an Hoch ſchätzung gegenüber der deutſchen Beſetzung nicht noch ſtärber zum Ausdruck zu bringen. Aber es ſcheint mir der richtige Weg 70 ſein, daß wir uns über dieſe Aeußerlichkeiten gelaſſen hinwegſetze und daß wir die Hand ruhig in der Taſche behalten, wenn es un⸗ auch danach lechzt, ſolchem Brüſſeler Lümmel in die Viſage fahren. Laſſen wir ihnen dieſe kleinliche Form der Abwehr, ebenſo wie es unſere Verwaltung ihnen nicht verbietet, ſich am Geld⸗ beutel der dort lebenden Deutſchen ſchadlos zu halten. Die Preiſe, die für alle noch im Ueberfluß angebotenen Lebensmittel geforder werden, ſind mehr als wucheriſch. Sicher wird man vom Belgier nicht im Entfernten ein Gleiches verlangen. und zum Schluß zu der großen Frage der Angliederung Bel⸗ giens. Ich befürworte ſie nicht; wir werden das Volk niemals ſür uns gewinnen, das walloniſche ſchon nicht, weil ſie Romanen ſind, das flämiſche nicht, weil ſich auch hier die Gegenſätze im Laufe der Jahrhunderte zu ſehr geſteigert haben. Aber natürlich können wit nicht dulden, daß Belgien wöeder ein engliſch⸗franzöſiſcher Wafſen⸗ platz gegen den europäiſchen Frieden wird, und ich kann nur ſeden beglückwünſchen, deſſen Heil nicht davon abhängt, in dieſer Frage den Mittelweg zu finden. SZugelaſſen vom Oberkommando in den Marken.) Büchertiſch. Max Schillings Streichquartett Op. 92 in Es⸗dur. Ein gedanken reiches, vornehm empfundenes, ſchön gearbeitetes Werk, das die Be achtung aller Kammermuſikfreunde verdient. Julius Bittner Str uich mit eee t“ betä 2. Auguſt 18. gen zwiſchen Helſingfors und Petersburg bleiben geſpannt. Zwei ſozialiſtiſche Mitglieder des bekanntlich in ſeiner Mehrheit Dem vom Kampfe für das Vate liehen: an den Vorſitzenden der Hambur“ 6 Uh die Spur des Steinhauer“ lwollte in Begleitung von artett II in Es⸗bur. Der Wiener Kom⸗ 5 Werke ———— 222 4 FFPPPPPPPPPP——— ————PPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPFPPPPPPPP— 4. SSSS—————— —— — tungsfeier de 00 Sen 2. Ausuſt 1917. S N Nr. 856. 3. Seite. Nus Stadt und Land. Mit dem Kansgegeichner Landſt Ada i m Bub, Malermeiſter, wohnhaft Augartenſtr. 93. Kapr ftfahrer Hans Knapp, Sohn des Malermeiſters Anton anonie 8—— S0 r Walter Eichelsdörfer, in einem Fußart.⸗Regt., on des Kaufmann Hans Eichelsdörfer, Mittelſtraße 32. 8 Gedächtnisfeier für Eruſt Baſſermann. richt, daß ſich der Nationalliberale Verein m entſchloſſen habe, am kommenden Sonntag vormittag Ledächt 5 im Ballhausſaale für Er nſt Baſſermann eine nisfeier abzuhalten, iſt von allen Verehrern des heim⸗ worhen Parteiführers mit großer Genugtuung aufgenommen Iſt doch mancher nicht in der Lage geweſen, der Beſtat⸗ n ei beizuwohnen und hat nun Gelegenheit, in einer beſon⸗ Emt eierſtunde der unvergeßlichen Verdienſte zu gedenken, die ſich und um fi⸗ um unſer teures engeres und weiteres Vaterland wie Vaterſtadt Mannheim erworben hat. Die Feier wird, Herrn mehr feſtſteht, mit dem von der Kapelle Petermann unter Keeihor, n eiſter Beckers Leitung geſpielten Trauermarſch von dant en eröffnet. Hieran ſchließt ſich der Vortrag des Altniederl. Hebets von Kremſer durch die Mannheimersiedertafel al der Muſikdirektor Hanſens Leitung. Die Gedächtnisrede herr R. erſte Vorſitzende des Nationalliberalen Vereins Mannheim, 0 A. K5 ni g. Der a cappella⸗Chor„Trauergeſang“ von Schu⸗ mehe Gastragen von der Mannheimer Liedertafel, und der allge⸗ ales⸗ eſang des Nationalliedes„Deutſchland, Deutſchland über Arkeſren Orcheſterbegleitung werden die Feier beſchließen. Die 0 in Stadt und Land, die auch an dieſer Stelle zu der Lef Alich eingeladen ſind, werden gebeten, für einen recht ſtarken Sorge zu tragen. * 2 Schminche und Ferdheer. Wie wir hören, hat Herr Prälat d. Ve thenner in dieſen Tagen wieder eine Reiſe an die int angetreten, um den badiſchen Truppen und den in der ſorge ſtehenden badiſchen evang, Geiſtlichen die Grüße des Töoglichen 8 und der Heimatkirche zu überbringen. auf Peranral erf die Reiſe, wie ſeine zwei vorausgegangenen, ankaſſung des Großherzogs und im Auftrag der Evang. den örde. Jus Auge gefaßt iſt der Beſuch aller größe⸗ Truppenverbände, die im Weſten ſtehen, ſoweit die gae es geſtattet. Es wird dieſer Beſuch aus der Heimat ſiud, 50 Augenblick, wo wir in das vierte Kriegsjahr eingetreten ſein 8 Truppen an der Front und ihren Führern willkommen Gaterland ann ihnen angeſichts der weiteren Ausdauer, die das dienen. von ihnen fordert, nur zur inneren Stärkung epb. * lorg, Neufe der Obſthöchſtpreiſe. Die Bad. Obſtver⸗ 2 r Obſthöchſtpreiſe e Ba ſtver Die aunhei öffentlicht die von ihrer Preiskommiſſion feſtgeſetzten Ng, Ochſtpreiſe wie folgt: nnisbeeren Erzeugerpreis 25 eis) 38 96 elspreis 30 Pfg., Kleinhandelspreis(Verbraucher⸗ W Pf 8 Pfg., reife und unreife Stachelbeeren 25 Pfg., 30 Pfg., 90— Himbeeren 50 Pfg., 55 Pfg. 63 Pfg.; Heidelbeeren 35 Pjg, eſt ⁰ Pfe. Preiſelbeeren 40 Pfg., 46 Pfg. 55 Pfg.; große 24 5 0 Pig- 35 Pfg., 40 Pfg., kleine Brennkirſchen 20 Pfg., Krüne Wi Pfg.; Reineclauden 30 Pfg., 34 Pfg., 40 Pig- große N05 Fabellen 35 Pfg., 39 Pfg., 45 Pfg.; Frühzwetſchgen und fnbechüge Pflaumen 22 Pfg., 26 Pfg., 32 Pfg.; großfrüchtige Eürſiche Obfirſiche 22 Pfg., 20 Pfg., 35 Pfg., kleinfrüchtige Weinberg⸗ fe, Pe 18 Pid, 22 Uia, Cdelpürſice 40 Pfg, 46, Pfg, birnen 25 Prikofen 40 Pfg., 46 Pfg., 55 Pfg.; großfrüchtige Früh⸗ (Pig., Big,, 30 Pfg, 44 Pig, kleinfrüchtige 25 Pfo, 20 Pfg., Acnen) Frübepfel 30 Pfg,, 34 Pig, 10 Pſg.; Follobſt(epfel und die le Nart, 8 Mare und 10 Mark für den Zentner. den ten drei genannten Obſtſorten bis 1. September. Nndele Städten mit über 20 000 Einwohnern können die Klein⸗ Slachelhre e wie folgt erhöht werden: Johannisbeeren 40 Pfg., kleine Beren 40 Pfg., Himbeeren 65 Pfg., große Kirſchen 45 Pfg, bellen rennkirſchen 30 Pfg., Reineclauden 45 Pfg., große Mira⸗ einber fg, Frühzwetſchgen und Pflaumen 34 Pfg., großfrüchtige Kenniopfirſiche 38 Pfg., kleinfrüchtige 24 Pfg., Edelpfirſiche 60 lige prikoſen 60 Pfg., großfrüchtige Frühbirnen 46 Pfg., klein⸗ 36 Pfg. und Frühäpfel 42 Pfg. ie neue Rhein⸗Main⸗Bahnverbindung durch den Oden⸗ 32 Rakhaus zu Miltenberg a. M. fand vorige Woche Gwenſenbahn⸗Konferenz ſtatt, die zwei Tage dauerte. de Ween 16 Vertreter deutſcher Eiſenbahndirektionen erſchienen. Wuchliehandlungen betrafen wichtige Verkehrsfragen; ſämtliche ſcheft Wungen wurden einſtimmig gefaßt. Wie in der Oeffent⸗ ſt ſchrlautet, wird infolge dieſer Verhandlungen die ſchon Nafnſchwebende Frage der Erbauung der neuen„Rhein⸗ nber„Bahn“(Würzburg⸗Miltenberg⸗Worms) der Löſung Kittee ilhr. Welche Bedeutung man dieſer neuen Bahnlinie u der“ It u. a. daran zu erkennen, daß die Eiſenbahnverwaltung zur Au! Wormſer Gemarkung„Mariahilf“ bedeutendes Terrain eaung eines großen Zentralbahnhofs erworben hat. Ferner gentralmon Freudenberg und Stadtprozelten bereits ausgedehnte ſende Süchenſtellen errichtet. Weiter werden in aller Kürze fol⸗ Bisckpecken neu gebaut: 1. Gelnhauſen⸗Partenſtein, 2. Gers⸗ WMleeich sbeim(Rhön), 3. Hünfeld⸗Schlitz. Des weiteren ſind 14 5 Umbauten vorgeſehen. käihetailtemuftk am Waſſerturm. Die Muſikabteilung des 1. Er⸗ tu 11 90.5 110 veranſtaltet am Sonntag, 5. Auguſt, vormittags ürm 0 Uhr bis 12.30. Uhr, Platzmuſik am Waſſer⸗ * aſe nen 70. Geburtstag begeht heute Herr Kaſernenwärter a. D. 5 ahrinm mn, Mitkämpfer von 1870/71. Möge Herrn Dumm, densah ger Bezieher unſeres Blattes iſt, noch ein recht freundlicher 6. 2 end beſchieden ſein. in deutfodesfall Aus Konſtantinopel kommt die Nachricht, daß dort bher 9+ Krankenhauſe am 25. Juli Baurat Julius Gräbner, undes, ge hervorragendſten Architekten auf dem Gebiete des Kirchen⸗ i0 halteſtorben iſt. Baurat Gräbner war 1858 in Durlach geboren Fchnte wi in Karlsruhe ſeine Ausbildung erhalten. Faſt drei Jahr⸗ Wällicer e er in Dresden. Er hat wertvolle Bauten kirchlicher und unſt geſchaffen. Polizeibericht vom 2. Auguſt 1917(Schluß⸗) wurde arnung vor einer Schwindlerin. Verhaftet nefte* 31. Juli in einem Hauſe in I. 15 die vielfach vorbe⸗ nlegerin Wilhelmine Grabo. Nicht weniger als len liaz nehmen wollten. Die Grabo, die ſich jeweils 1 Mk. ei bollzeß, wurde mit 14 Tagen Haft beſtraft und die Strafe badringlicgen. Von deu Treiben ſolcher Schwindlerinnen wird amit rechn gewarnt. Perſonen, die ſich wahrſagen laſſen, müſſen 90 üder gen, daß ſie in öffentlicher Gerichtsberhandlung als geu⸗ ihre eigene Dummheit vernommen und ihre Namen ver⸗ wer n. 80 a lle. Im Hauſe F 2, 5 ſtürzte am 31. v. Mts. nachmit⸗ 5 16 Jahre alte Verkäuferin von hier etwa 2 Meter hoch iter herab und zog ſich einen Bruch des linken Fuß⸗ ladige DAm gleichen e vormittags brachte eine 19 Jahre 8 Fabrikarbeiterin von Altrip in einei Fabrikbetriebe urden 10 abrikſtation die linke Hand in eine Stanzmaſchine und 8 5 2 Ringer erheblich gequetſcht.— Einem 15 Jahre alten 90—— am gleichen Tage normittags im Hauſe C 3, 3 We mt kochendem Waſſer über die Füße, wodurch es er⸗ onS Srandwunden davontrug.— Auf der Straße und 5 rutſchte eberfalls am gleichen Tage vormittags jeun traf die Polizei an, die die„Kunſt“ der Gauklerin Mannheimer General⸗Anzeiger. Abens · Ausgabe.) —— ——— 3——————— Zwieback und Weißbrot für Kinder. Wie ſ. Zt. bekannt gegeben wurde, können für Kinder im erſten und zweiten Lebensjahr die Kinderbrotmarken in Zwieback⸗ marken umgetauſcht werden. Der Einfachheit halber werden die Brot⸗ marken für Kinder in Zukunft den Aufdruck erhalten:„Brotmarke für Kinder, giltig für 750 Gramm Brot oder 600 Gramm Zwieback“. Die jetzt ausgegebenen Kinderbrotmarken enthalten dieſen Aufdruck noch nicht, werden jedoch, bereits von den Bäckereien für 600 Gramm Zwie back angenommen. Der Umtauſch von Kinderbrotmarken in Zwieback⸗ marken iſt alſo von jetzt ab nicht mehr nötig. Jede Brotmarke, welche den Aufdruck:„Brotmarke für Kin der, 750 Gram m Brot“ enthält, gilt ohne weiteres auch für 600 Gramm Zwieback. Dagegen können Weißbrotmarken in Hinkunft auch für Kinder unter 2 Jahren nur noch auf Grund eines ärztlichen Antrages auf vorgeſchriebenem Kartenformular(Tullaſtraße 19, Zimmer Nr. 1 er⸗ hältlich) eingetauſcht werden. Städtiſches Lebensmittelamt. P S 9 7 S— 5 — SSS ein 66 Jahre alter verheirateter Mann auf einer Obſtſchale aus, fiel mit dem rechten Knie gegen die Kante des Randſteins und er⸗ litt einen Bruch der Knieſcheibe. Sämtliche Verletzten muß⸗ ten mit dem Sanitätsauto ins Allgemeine Krankenhaus überführt werden.— Geſtern Nachmittag etwa um 2 Uhr wurde an der Kurne bei der Feuerwehrkaſerne eine 23 Jahre alte ledige Konto⸗ riſtin von hier von der hinteren Plattform eines in der Fahrt be⸗ findlichen Straßenbahnwagens herausgeſchleudert. Sie erlitt daber mehrere Hautabſchürfungen. Zimmerbrände. Am 29. v. Mts. vormittags entſtand in einem Schlafzimmer des Hauſes Aufeldſtraße 16 in Neckarau dadurch ein Brand, daß ein 2 Jahre altes Kind mit Streich⸗ hölzern ſpielte und dadurch die Fenſtervorhänge Feuer fingen. Es entſtand ein Schaden von etwa 100.; das Feuer wurde vom Wohnungsinhaber wieder gelöſcht.— In der Manſarde des Hauſes Kleine Riedſtraße 10a brach in der Nacht vom 31. v. Mts. Feuer aus, indem ein 16 Jahre alter Bäckerlehrling eine brennende Zi⸗ arre auf den Nachttiſch legte, welche anſcheinend durch einen Kuftzug auf das Bett geweht wurde. Letzteres iſt beinahe voll⸗ ſtändig verbrannt. Es wurde ein Fahrnisſchaden von 350 M. verurſacht. Auch hier wurde das Feuer vom Wohnungsinhaber gelöſcht. Berhaftet wurden 8 Perſonen wegen verſchiedener ſtraf⸗ bauer Handlungen, darunter ein Taglöhner von hier wegen Dieb⸗ ſtahls, ein Zwangszögling von St. Johann wegen unerlaubter Entfernung aus der Erziehungsanſtalt, ein Kaufmann von Magde⸗ burg wegen Sittlichkeitsverbrechens und ein Sekretär von Zürich wegen Diebſtahls. Nus dem Großherzogtum 8 Brühl, 1. Auguſt. Geſtern wurden drei Glocken von der katholiſchen und eine Glocke von der evangeliſchen Kirche für Kriegs⸗ zwecke nach Schwetzingen verbracht. ac. Heidelberg, 1. Auguſt. Zu einem Journaliſtenſtreik iſt es in der letzten Sitzung des Bürgerausſchuſſes gekommen. Der Bürgerausſchuß hatte um 5 Uhr begonnen und bei einer ſehr aus⸗ gedehnten Debatte vergingen 2 Stunden, bis endlich die erſten beiden Punkte der Tagesordnung, von denen einer ganz unwichtig war, erledigt waren. Da die anweſenden Vertreter der Preſſe an dieſem Abend noch andere Berufspflichten zu erfüllen hatten, ſo waren ſie nicht mehr in der Lage, den Verhandlungen weiter Pii zu können und verließen deshalb um 8 Uhr die Sitzung. ie „Heidelb. Neueſte Nachr.“ ſchreiben dazu, die Journaliſten ſeien zu dieſem Schritt genötigt geweſen, weil der Bürgerausſchuß jedes zu⸗ läſſige Maß der Redefreiheit überſchritt; er möge ſich gegen die Unſäglichen Schwätzer wehren, die in allen Fraktionen ziemlich gleichmäßig verteilt ſind.(Auch die Karlsruher Journaliſten waren vor einiger Zeit aus gleichen Gründen zu demſelben Schritt ge⸗ zwungen. In Karlsruhe ſind Dauerſitzungen von fünf bis ſechs Stunden ſozuſagen an der Tagesordnung.)— oc. Heidelberg, 2, Auguſt. Im Amtsbezirk Heidelberg iſt in erwarten. Die Bäume hängen ſo voll, daß ſie unter der Laſt der Früchte zuſammenzubrechen drohen. Das Gr. Bezirksamt hat daher angeordnet, daß ſofort in allen Gemeinden mit dem Stützen der Bäume begonnen wird, und daß die zurückgeſtellten Leute in den Betrieben, in denen es an den nötigen Arbeitskräften fehlt, aus⸗ helfen müſſen. oc. Jeukhern bei Bruchſal, 1. Auguſt. Wegen Unzuverläſſigkeit in der Befolgung der den Müllern obliegenden Pflichten wurde der Mühlenbetrieb des Müllers Chriſt. Lutz polizeilich geſchloſſen. oc. Karlsruhe, 1. Auguſt. In den nächſten Tagen reiſen von einiger Wochen der Ferien. Gerichtszeitung. Mannheimer Schöffengericht. Unter der Spitzmarke„Die verſchwundene Leberwurſt“ brachten wir im Samstag Abendblatt einen Bericht über eine Schöffengerichtsverhandlung, bei der es ſich, wie wir nachträglich berichtigend mitteilen möchten, um eine Anklage gegen die Landesproduktenhändlerin Valt. Benner von Neckarau handelte. mit ziemlich großer Frechheit Streiffahrten nach fremden Eigentum aus, zunächſt fünf Angeklagte jugendlichen Alfers aus Zweibrücken und Bubenhauſen, die am und Zweibrücken aus einem Eiſenbahnwagen etwa 90 Pfund Kriſtall⸗ und Würfelzucker ſtahlen bei Befürwortung der bedingten Begnadigung belegt wurden; ein bereits vorbeſtrafter Teilnehmer erhielt 14 Tage Haft ohne Vewäh⸗ rungsfriſt. Ferner hatten ſich ſechs Jugendliche aus Höchen und Oberbexbach zu verantworten, die eines vollendeten und eines ver⸗ ſuchten Kellereinbruches angeklagt waren, wobei ſie etwa 15 Fla⸗ ſchen Wein und 1 Zentner Kartoffeln erbeuteten. Die meiſten ſind wegen Eigentumsdelikten trotz ihrer Jugend ſchon vorbeſtraft. In ſchriftlichen Eingaben ans Gericht hatten die Bürſchchen höchſt charakteriſtiſche Erklärungen gegen die Anklage abgegeben, in denen 8 in barſcher und herausfordernder Weiſe jede Schuld ableugneten. ier der Beſchuldigten wurden durch die Beweisaufnahme über⸗ führt und zu 5 Wochen, 5 Monaten, 6 Monaten, ſowie 7 Monaten zwei der Burſchen wurden freigeſprochen. * Aſchaffenburg, 1. Auguſt. Bei dem Verkauf von 307 Zent⸗ nern Malz verdiente der Bierbrauereibeſitzer Michael Schlegel aus Langfurt glatte 14585 Mark. Die Strafkammer ver⸗ urteilte Schlegel wegen verbotenen Malzhandels unter Annahme mildernder Umſtände zu 17 800 Mark Geldſtrafe oder zwei Jahren Gefängnis. —— Handel und industrie. Rein'sche Kunstmünte.-., Mannheim. Die Gesellschaft hielt heute eine außerordentliche Generalver- Sanmnlung ab, die in den Räumen der Disconto-Gesellschaft statt- ſand und in der der Beschluß iiber die Erhöhung des Aktien- kapitals um 250 000 M. auf 1 Miſlion und über die Modalitäten der neuen Aktien zu ſassen war, Von dem 750 000 M. betragenden Aktienkapital waren 613 000 M. durch 8 Aktionäre vertreten. Vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Bankdirektor Weil, wurde zur Begründung der Kapitalserhöhung ausgeführt: In der jetzigen Kriegszeit, in der Kapitalserhöhungen von Aketiengesellschaffen nicht gerne geshen werden, ist es uns nicht leicht geworden, das Kapital der Heftschen Kunstmühle zu er⸗ Köhen. Wir können uns trotzdem nicht der Notwendigkeit ver⸗ schließen, einigermaßen die eigenen Mittel der Gesellschaft in Einklang mit der Ausdehmung des Geschäfſes zu bringen. Noch Vor einigen Jahren war die Hefftsche Kunstmühle u die Vermah⸗ Lung eines Tagesquautums von etwa 2000 Sack Getrelde eingestellt. Da wir aber neue Geschäftszweige in den letzten fahren auige- dieſem Jahre eine ausgezeichnete Spätobſternte zu hier 200 Schulkinder in die Schweiz zur Erholung während §. Zweibrücken, 25. Juli. Elfjugendtiche Diebe führten und 55 mit je einer Woche Haft wegen Genußmittelentwendung Gefängnis einſchließlich bereits ausgeſprochener Strafen verurteilt; nommen haben und die beiden in unserem Besitz beſindlichen Mühlen heute in der Lage sind, 3200 Sack nicht nur Getreide, Sondern andere Artikel zu verarbeiten, ist eine Verä in der Bilanz insofern eingetreten, als die Kriegsanleihen die wir besitzen, zum größten Teil wieder bei Kriegsstellen deponiert worden sind für Waren, die wir beziehen. Außerdem haben wir, wie erwälnt, noch einzelne Artikel aufgenommen, für deren Roh- material jeweils Vorauszahlung zu leisten ist. Der Stand der Ge- Sellschaft ist sonach heute der, daß sie wieder mit einigen 100 000 Mark Bankschulden arbeitet. Es liegt aber nicht in der Absicht des Aufsichstrat und des Vorstandes, den Zeitabschnitt, in welchem in der Hauptsache mit Bankschulden gearbeitet wurde, wiederkeh⸗ ren zu lassen. Wir haben uns deswegen entschlossen, ungefähr den Betrag, welchen wie bei der Banlk schulden, durci die Neu- ausgabe von Aktien hereinzuholen und schlagen deswegen die Ka- Eitalserhöhung vor. Von einem Konsortium, unter Führung der Sücldeutschen Disconto-Gesellschaft, werden die neuen Aktien zu 105 Prozent übernommen. Für die Aktionäre wird das recht ausgeschlossen, doch hat sich das Konsortium verpflichtet, nach Durchführung der Kapitalserhöhung dei Aktionären die neuen Aktien derart zum Bezug anzubieten, daß auf drei alte eine neue Alctie zu 108 Prozent entfällt. Den Aktionären, die bei der Gesellschaft auch schlechte Zeiten mitgemacht haben, wolle man eine Vergünstigung dadurch einräumen, daß ihnen die Divi- dende für das ganze Jahr zugevendet wird. Deswegen sind die neuen Aktien schon vom 1. April 1917 berechtigt, an der Divi- dende teilzunehmen. Die Kapitalserhöhung wurde nach diesen Ausführungen einstimmig genehmigt, ebenso die dadurch bedingte Aenderung der Satzungen. Auf Anfrage eines Aktionärs wurde mitgeteilt, der Gang der Geschäfte Si derart, daß man auch im laufenden Jalire mit einem befriedigenden Ergeb- nis rechnen könne, doch sei die Zukunft natürlich ungewig. Das sei ein Grund mit dafür gewesen, die Gesellschaft in geid- licher Beziehung auf eigene Füße zu stellen. Vom Tabakmarkt. Mannheim, 2. Aug.(Wochenbericht.) Uebereinstimmende Berichte aus den südwestdeutschen Anbaubezirken sprechen sich über den Stand der Tabake KP aus. Obwohl die Nächte viel- lach kühll waren, schritten die im Wachstum doch gut voran. Die Blätter hreiteten sich weiter aus, sind jetzt viel Schon voll entwickelt und versprechen der Menge nach, soweit heuie schon ein Urteil möglich ist, eine befriedigende Erute. Aber auch hinsichtlich der Beschaffenhieit steht ein guter Ausfall zu erwarten. Die Hagelwetter richteten bisher an den Tabalepflanzungen nur ge⸗ ringfügigen Schaden an, und es sind auch die Beschädigungen durch Ungeziefer unbedeutend. Die Stimmung am Markt in alten Pfälzer Tabaken war durchaus fest und zuversichtlich, Die Ver⸗ arbeitung ist heute fast völlig auf 1916er Tabake angewiesen, nachdem die Vorräte an älteren Jahrgängen fast gänzlich geräumt sind. Soweit für den Bezug vorjähriger Ware Bedarfsanerkennt⸗ nisse vorlagen, wurde Ware abgerufen, die Ablieferung verzögerte Sich allerdings mitunter erhehlich, da für die Sortierung und das Verpacken meist nur ungeühte Arbeitskräfte verfügbar sind. Durch die langsame der Verfügungen entstanden nicht selten bei den Verarbeitern Verlegenheiten, durch die die Betriebe stört wurden. Ueberseeische Tabake wurden in starkem Mage gehrt, aber es gebrach auch darin an Andienun- * Bei uneingeschränlcter Fortdauer der Bezugsmöglichlkeit von are aus Holland dürften sich aber in der Versorgung des Mark- tes bald günstigere Verhältnisse herausbilden. Deck- und Umblit- ter standen im Mittelpunkt des Interesses, weil darin die V. i- tung am knappsten mit Ware versehen ist. Es wurden neuerdiugs u. à. ängeboten leleinere Mengen feine Sumatra-Sandblatt-Decker zu Preisen von 335.—420 c, je nach Güte. Bezocki-Decker in 1. und 2. Längen wurden zu 235.260., je nach Güte, angeboten und gekauft. Rippen zogen in Inlands- und Auslandswarè große Beachitung auf sich, dochi standen die Andienungen hinter den An⸗ forderungen zurück. Durch eine neue Verfügung bezüglich des Verkehrs in Rippen wurde dem Handel dadurch wieder ein, wenn auch kleines Feld zur Betätigung überlassen, daß er beim Verlrauf für eigene Rechnung einen Aufschlag bis zu M. 1 für volle 50 kg auf die Höchstpreise nehmen darf. Im Wege der Einschreibung wurden in Amsterdam 17 500 Packen Java-, 2700 Ballen Brasil- 1750 Seronen Havanna- und 50 Faß Kentucky-Tabale verkauft. Ein erheblicher Teil des Angebots wurde unter N. O. T. Bedingun- gen werkauft, so daß deutsche Käufer davon nichts erwerben konn⸗ ten. Die angebotenen Vorstenlanden stellten im großen und ganzen eine hinsichtlich des Blatt und der Farbe befriedigende Ware dar- Skrubse zogen im Preise weiter erheblich an. Besonders traf dies auf die sich zu Eigarettenzwecken eignende Ware zu. Der größte Teil aller Tabake ging an holländische Firmen über. Es Wurden U. a. erlöst für 1250 P. EE/ Kebontjandi/Ma /A, 440 P. FE/ Kepont- jandiMA/AB und für 2300 P. desgl. MA/C 135 C(Schätzung 79), 320 B. Dantie/ A/180(Anschlag 77,5), 170 P. desgl./C.(72 c, 167 P. Pajoe/O/1010(70), 169 P. desgl./(70 c) durchschniſt- lich 115 c. 100 P. PHTTF/io1 1is c 9, 473 P. Trogoſs/5 1015 und 456 P. desgl./C 150 c.(95.507,5), 457 P. SpadaſBᷣ/B 180 C(00.5). 437 P. Spada/ Aloes/ B/ A/1015 130 Cc(82.. 210 P. BI./1910HCMILHT 84 c(66.5). 200 P. THS/ Kedeo/Malagan 111. c(73,5), 104 P. NGOEPIT/V/A/1910 100 c(110,5 G. 105 P. MN/ Cruc das Almas und 101 P. desgl. 03 c(70 00 101 P.—9 92 c(76), 340 P. Rindeshoek Sao Felix 98 c(13.5), 40 P. desgl. 98 C(73). 208 P. desgl. 05 C(73), 153 P. M/Gyan/VII 137 c(95 O, 100 P. Prada/PSK/ Bezoekie/ A en S/ K 120 e (69,5), 308. P. AS/CH1916 100 c(72 O. Wie vom Markt in New' Vork gemeldet wird. hat dort Ende ſuni die erste Sumatra-Ein⸗ schreibung nach holländischem Muster stattgefunden. Der Ver⸗ Kauf erstreckte sich dabei auf 3000 Ballen Deli Mij. Deli Ba Mij, P. V. DA, Holl. Sum. Cie., W. u. S. in Kavelingen; die Erlöse bewegten sich, je nach Sorten und Beschaffenheiten, Zwischen 185 und 303 c. was hohe Preise darstellen gegeiüber dem Einkauf von—5 Fl. ab indischen Häfen. Die Wochenzufuhr an den Market in Baltimore wird auf rund 660 Faß, der Wochenumsatz auf 750 Faß angegeben. Vom 1. Januar bis Mitte juni sind daselbst rund 9300 Faß Maryland- und 085 Faß Ohio-Tabake eingetroffen und 6800 Faß beziehungsweise 770 Faß abgeliefert worden; der Vorrat um Mitte ſuni dieses Jahres bestand aus 14900 Faß Maryland- und 3000 Faß Ohio-Tabaken. Der Markt stand unter dem Zeichen einer sehr festen Stimmung; die jüngsten Zu⸗ fuhren enthielten in steigendem Maß geringere Ware. Wie ſetzt bekannt wirc, setzte die Bezockie Tabak-Maaschappij neuerdings auch ihre 1016er Nachernte Blattware ab indischen Häfen ab; es handelt sich dabei um rund 8000 Balſen, für welche angeblich 65“ erlöst worden sind. Wie aus Batavia gemeldet wird, Sind Seither rund 16000 Ballen Sumatratabake von Inclien nach St⸗ Franzisko und Newy Vork verschifft worden. E Badische Bank, Mannheim. Mannheim, 31. Juli. Wochen-Ausweis der Bad. Bank 23 ſuli 31. Juli Mk. Mk. Metallbestanttte 6440387.64 6448348.96 Reichskassen-Scheine 2387327.— 2453550.— Noten anderer Banken. 5306550.— 4759250.— Wechselbestand 666„„„ W 18991036.78 19123071.62 Lombard-Forderungen 4656875.— 4770475.— Wettpapierbestancttd. 2285659.66 1874503.11 Sonstiges Vermögen. 36444794.70 40 110558.30 75511630.87 79530846.99 Verbindlickkeiten. Grundkapitalll 0000000.— 9000000.— Reservefonddss. 2250000.— 2250000.— Umlaufende Nofen 24203 700.— 24197600.— Tägl. fällige Verbindlichkeiten 39213054.83 42077098.50 Sonstige Verbindlichkeiten— 194307004 2015 148.48 76611630.87 70539 846 90 Berlin, 2. August. Auch heute war die Stimmumg im freien 1 Barsenverkehr wiecerum durchaus fest, wenn das Gescht un —— — ———— 4. Seite. Nr. 356. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 2. Au guſt 0rl. —— allgemeinen auch nicht allzu lebhaft war. Am Montanmarkte lenk⸗ ten insbesondere Oberschlesische Werte die Aufmerksamkeit auf sich. Namentlich Care wurden höher bewertet. Phönix, Bochumer und andere leitende Werte konnten ihre Kurse hehaupten. Leb⸗ haftes Treiben entwickelte sich in verschiedenen Wie Varzinerpapiere, Orenstein u. Koppel, Rheinmetall und Hacke⸗ tal, Alle diese Papiere konuten ihren Kursstand wesentlich er⸗ höhen, Veber Schiffahrtswerte ist nichts besonderes zu berichten. Oesterreichische Kreditaktien und türkische Werte verkehrten auf dem gestiegenen Niveau. Der Anleihemarkt war gegen gestern un⸗ veründert. Spezialpapieren KEWW VonK 1. August (Durchechnlttsrate).— die angeblich geplante Wiederaufnahme des mexilanischen Zinsen- dienstes den Anlaß bot. Japaner und Chinesen höher. Privatdiskont 4,25 Prozent ünd darunter. Die Börre schloß in ſester Haltung. Newyerker Weripapierbörse. 7 97. Tendenz für Ssia bohaupt. SoWach Wochsel auf London Seid aut 24 Stunden 2 1. Geld leiztes Varlehen.½.— Stohtwechsel gerlln.——— Sichtwechsel Paris.76.50.76.50 1. 31 Berlin, 2. August(Devisenmarkt.) Aoht, Jop. Santa Fü 45, Auszahlungen für: 2. 1. Celd Briei Oeld Brief Konstanunopel.. 109.95 2005 10.95 200 Leht 0h entedwig 90,% 9 Holland 100 Qulden 288.75 280.25 287.75 286.25 Saltimore L. bpio.68% 691 Dänemark 100 Kronen 205.50 206.00 04.50 205.00 Sanadlan Faeltto 180, 169, Schweden 100 Kronen.. 213.25 21875 217.25 217.75 55FSSSC Norwegen 100 Kronen. 206.75 207.25 205.75 206.25 Schweis 100 Franken 141.25 141.50 140.75 140.— krſe— Pest. Ungarn 100 Kronen 64.20 64.30 64.20 64.0 File Let Weiii Spanien 5 In 10 1254% 186., m graFrer. 8 1 6 i—. Bulgarien 100 Leva 80.%% 81.% 80./% 81.½ B Crankrurter Wertpanterborse⸗— In Fraukfurt, 2. August.(Pr.-Tel.) An der Börse entwickelte sich ein ziemlich lebhaftes Geschäft und die Hahiung war vor⸗ übergehend fest. Das siegreiche Verdringen unserer E Streifleräfte an der russisch-galizischen Grenze sowie die siegreiche Abwehr des englischen Flandern übten eine anregende Virkung auf die Stim⸗ aus, Auf dem Montanmarkte stellten sich Caro und Laura⸗ Angrifis in Aktien-Umsatz 280 600(500 600) MEW VoRX. 1. August(Erglngeungskurse). 1. 37. Hütts höher. Nachirage fanden ſerner Bismarcklrütte md Bochumer. Cpäg 4e. 0% 37 Auf dem Markte der Rüstungswerte wurden Rlieinische Metall,%Ohig KeiE PaN 2 Benzaktien, Adlerwerke Kleyer, Neckarsulm und Daimler höher Fsta&.. ö8.47 Z8% 70%¼ bezahlt. Bei lebhaften Umsätzeu und jester Tendenz sind Maschi- fat.Prlen Aüs 6/ 675, nenfahrizen anzuführen. Augsburg-Nürnberger gehen mit ansen. lichem K winn aus dem Markte, ebenfalls bestand rege Nach⸗[ USfr-Ll. Kortg.4 B. 60½ 61— lrage nach Eßlinger Maschinen. Kaliaktien sowie auch chemische et44 6 4% 44% 463 Bekaupteſen den Kursstand. Erheblich höher stellten sich deutsche South. Pab 47S620 öf% 10 Nachfr. Ercel. Unter den Elektrizitütswerten traten Schuckert, Bergmann durch keste Haltung hervor. Schiffahrtsaktien hatten bei einiger Kursgewinn zu verzeichnen. Infolge starken Angebots inzer Gas im Kurse nach. Auf dem Bankenmarict trat auflust für Diskonto-Kommandit, Deutsche Bank hervor. Oester- reichische Kreditalctien waren auf Wiener Anregung höher. In heimischen Anleihen bestand Nachfrage, Mexikaner wurden in größeren Mengen umgesetzt. Goldmexikaner besonders fest, wozu Soutn. gegen 507.70 M 40.0 4/8 100 8s 5U,⁰ 61½ (0 oveonmarki). 2 (66 Tage).72— Woohsel aui London (Cable Transters).76.4 Sllber Bullion 8 79.— RNew-Vork 1. August(Bonds- ung Akttenmerkt). .72.—— 71 1 Ar or Bayerische Handelebank in Munchen. Die Bank verzeichnet am 30. Juni 1917 gegen ber 1916 eine Mehrung des Piandhriefunuaues um.15 416.56 auf 419.71 Mill. einschl..47(.01) Mill. eigener Be Der Umlauf an Kommunalschuldverschreibungen betrug 930 (.34). Der Bestand an Registerhypotheken erhöhte sich im 0³⁰ . Halbiahr um.19 Mil. auf 420.30 Mill.; davon waren 032 6 2 Mill. nicht deckungsfähig. Der Bestand an Kommunaldarichen trug.39(.80) Mill. AoWyorher Warenrerne. NEWVORK, 1. August. den A. Deren MMill. von 90 M .— i 118 19.25 27•20 310.— 90 4 10⁰ 1 14 20 3 7⁰ 22*5 Baumwolle 1. 31.. 1, Si. Zuf. Al. fHäf.O——— br u..9 228 Missourb Baolflo.. 32% 31, im innern.—— br OKt..7 2297 Aet. Raſw, of Mex. 6—-8 Exp. n. Engl. 14000 10000(Sav. 37½ 37.½ Ne Lork Gen c 0., 6% Exp. n. d. Li.—— ſTerptxyVork 9060 41.—0 d0. Ontarlo&, Western 22*ο 29 Q* NVork oko 25.55 25.00] Sohmalz Wstſ 21.35 21.10 Morfolk& Western. 12ſ 12½ pr August. 2590 24.55, Taig spezial 5. 18½, Northern Faoifiodn 161—101— pr Septemb. 24.30 25.— Zuck. 98 Tst. 702.— 702— PoanexlVaaa 95%83 pr Oktober 24.70 25.01 10ko.½%.4½ P 54/ 94½¾ pr NoV. 24.55 23.66 Sept.75.70 Obioage noor 18& Pao. 83. 83 brbez. 24.9 28.75 Kaftee] Be: 781 7063 Southern Pagiflo 694½ 93¾ pr lanl.. 2141 23.89J 9 Pian. 78.86 Souihern Raſwaß7. 27½ 28% Mr.7 Mürz.97.96 outhern Rawa prek.. 55.— So. Orieansit 28.— 24.78 Mai 307/.06 Union Pachfle 183² 185, Wabash pret 49¾ 49% Okalcagoer Warenmarm. Amerio Can 461 48 amer Smelt. Ref. 102—1029% OHioAco, 1. August. —* 93ꝗ— 1. 31 1. 81 othlenen Steel s125— 3 8 Central Leather 91½ 66./ 71 5 5 10 21.16—— 52 intern Reroantile Rarine 26% 283/ als Sept—4 1644 Pork: Sept. 176] 10.35 +94805 10 e 97½ 84 Lber. 115/117%“ r ber 40.75 40 70/ Schwer United States Steelscorp. 12¼ 123½ Ukter Sopt 78.½ 65— lhpen 83 3 United Stat, Steel orppr 119— 1189% Sohmalz:: pr. Sept.. 22.— 21.85 Zul. i. Wost. pr. Sept.. 21.10 21.— pr. Dez 21.92 21.97T d Chioag. .ondoner Metallmarkt. 1. 31. Lendon, 1. August.(upfer: Kassa 125.— 3 Kenate 123.½ Eletiseg 0 UnlonPeo. e.% Bds. 66/ 69½ Kasse 137/33, per 3 Monete—.— Best-Selekted 3 4% Unlon Stat. 104¼ά) 164½—.— Einn per Kassa 247.½, per 9 Monate, 243./ denver Bio Gr. pr.„„ e 15 Mias Cans, Tex. prr. 10/; 10— West Marylaneee 19¼% 19% Amerloan Canpref. Amerio. Looom. o. do. Sugar Ref. o ——— 5 72“& 73— Mexlo Pefroleum.55¼½ 35.— Virgin. Car. Chem..40½40.— 166¼ 169½ Sears Rosbuck om Süddentsche Bzedenkreditbank in München. Am 30, Juni 1917 bezifierte sich der Gesamtbetcag der in Um- lauf hefindlichen Hypothekenpfandbrieie auf 487.98 Mill. M. gegen 401.73 Mill. M. am 31. Dezember 1916 und der Gesamtbetrag der in das Hypothekenregister eingetragenen Hypotheken nach Abzug aller Rücklagen oder sonstigen Minderungen auf 505.54 Mill. ill. M. am 31. Dez. 1916. ⏑ fekckungskörne tür elektrisches Lioht. 3 2 BROWN, BOVERI CEA.-G. Abtcilung Installationen goes O 4, 8/. Fernspr. 662, 980, 2082, 7465. Flauptniederiage der Osramtampe. —9⏑ο⏑⏑‚R˙‚R˙C 9Peeeeheh ee e Kassa per 8 Monate.—. Zink: per Kassa——. Spezlal—.— 2 ο 7 2 eKängtmachung⸗⸗ Letzte Friſt zur Ablieferung der bereits im Vorjahre ablieferungspflichtig geweſenen enteigneten Küchen⸗ und ſonſtigen Haushaltungsgeräte aus Kupfer, Meſ⸗ ſing und Reinnickel, desgleichen der Gegenſtände aus Aluminium. Das ſtellvertretende Generalkommando wird in nächſter Zeit in den Haushaltungen und ſonſtigen Räumen durch Militärperſonen Nachſchan abhalten * ob ablieferungspflichtige und bereits enteig⸗ nete Metalle bezw. Metallgegenſtände linsbeſondere Gegenſtände aus Kupfer, Meſſing, Reinnickel und Alüminium), ſowie Fahrradbereifungen wirklich reſt⸗ los abgeliefert ſind. Dieſe Nachſchau wird ſich alſo beiſpielsweiſe in den —* in der Hauptſache erſtrecken auf die bexeits im ahre 1016 enteigneten Küchengeräte aus Kupfer, Meſſing und Reinnickel und die dieſes Früh⸗ jahr eüteigneten Geräte aus Aluminium, linsbefon⸗ dere alſo 9 Töpfe, Pfannen, Kaſſerollen, Schüſſeln, Mörſer, Waſchkeſfel, Badewannen, Kupferſchiffe von Küchenherden, Keſſel, Warmwaſſerbehälter und Schlangen aus Kupfer, Meſſing und Reinnickel) und nahegu auf alle für Küche, Haushaltung und ſonſtigen Bebaxf vorhandenen Gegenſtände aus Alu⸗ minium, auch Feloflaſchen und Aehnliches. er noch ſäumig iſt, kann innerhalb der nüchſten 10 Tage ſeiner Ablieferungspflicht bei der ſtädt. Me⸗ tallſammelſtelle Luiſenring 44(werktäglich geöffnet 10—12 Uhr und—4 Uhr) ſtraffrei nachkommen. dieſe letzte Möglichkeit der Ablieferung vor⸗ Spergehen läßt, hat beim Betreten die ſtrenge Be⸗ 2 nach der Verorbnung über die Sicherſtellung des Kriegsbedarfs zu gewärtigen. Mannheim, den 30. Juli 1917. Die Direktion ber ſtädt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerte: Metallſammelſtelle: Pichler. Sw14 Anbrbuung ber Aenderung über Brot⸗ und Mehlverteileng. 82 der Verordnung des Kommunaglyerbandes vom 21. September 1916 erhält unter Aufhebung der Ver⸗ ordnung vom 12. April 1917 folgende Faſſung: Der zuläſſige regelmäßige tägliche Verbrauch an Brot beträgt 241 Gramm, für Kinder im erſten und zweiten Lebensfahr 134 Gramm. Jugendliche Perfo⸗ nen im Alter von 10 bis 17 Jahren erhalten zur — Verbrauchsmenge eine Zulage in Höhe von 53,60 Gramm täglich. An Mehl darf in 4 Wochen nicht mehr als 600 Oramm auf den Kopf verbraucht werden. Ueber die Zulage für Schwer⸗ und Schwerſtar⸗ beiter, für die die höheren Orts noch zu beſtimmende Grundlage noch ausſteht, werden die Vorſchriften eſe mmungen treten am 11. Auguſt 1 uguſt in Mannheim, den 31. Juli 1917. Kommunalverband Mannheim⸗Staht: Dr. Finter. Diebold. Maßregeln zum Schutze der öffentlichen Geſundheit betreſſend.* Gemäߧ 20 des Poltzeiſtrafgeſetzbuches wird wegen der, Gefahr der Berbreitung der Rührkrank⸗ hei mit ſöfortiger Wirkung angeyrdnet: Die Eigentümer oder Verwalter derjenigen Häuſer, in welchen Erkrankungen an übertragbarer Ruhr vorkommen, ſind verpflichtet, täglich zweimal den Hausmüll, die Aborte und die etwa noch vor⸗ handenen Abortgruben zu desiufizieren. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Anordnung werben mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft bis zu 6 Wochen beſtraft, Gleichzeitig machen wir alle anderen Eigentümer oder Verwalter von Häuſern darauf aufmerkfam, daß nach§ 2 der Ortspolizeilichen Vorſchrift vpm 15. März 1915 die Müllbehälter möglichſt reinlich zu halten ſind. Wir werden in der nächſten Zeit durch die Schutzmannſchaft Nachſchau halten laſſen und hei Zuwiderhandlungen ſtrafend einſchreiten. Mannheim, den 30. Jult 1917. Oroßh. Bezirksamt Mannheim— Abt. III.— gez. Dr. Loeb. Dies veröffentlicht. Sw4 Mannheim, den 31. Zuli 1917. Bürgermeiſteramt: von Hollander, Schweigert. Amtliche Impreſſen ſtets zu haben in der Dr. H. Haas ſchen Bugdruckerei& m. b. 9. Straßenbahn. Ausgabe von Fahrſchein⸗ bündeln hetr. Außer den ſeit 1. April ds. Js. eingoführten Fahr⸗ ſcheinbündeln zu.00/M. und 1,50 M. gelangen vom 1. Augüſt ab auch Bündel zu.00., enthaltend 10 Fahrſcheine für eine 20⸗Pfennig⸗Strecke, durch die Schaffner zum Ver⸗ kauf. Gleichzeitig werden auch Fahrſcheinbündel, gültig für Gemarkung Ludwigshafen ausgegeben Mannheim, 26. Juli1917. Straßenbahnamt. Feuerſchau Bezirk XII Käfertal be⸗ treſſend. Mit den Vorerhebungen zurallgemeinenßfeuerſchau im XII. Bezirk, Stadtteil Käfertal, durch den Feuer⸗ ſchauer wird in der 1. Hälfte des Monats Auguſt 1917 begonnen. Die Unterſuchungen wer⸗ den vorgenommen in der Zeit von 8½ Uhr vorm. bis 6 Uhr nachm. und er⸗ ſtrecken ſich auf alle gewerb⸗ lichen Betriebe, Läden, Wirtſchaften u. bergl. Die Hausbeſitzer, Mieter oder ſonſtige Inhaber der Gewerbebetriebe haben den mit den Vorerheb⸗ ungen Beauftragten den Eintritt in das Haus und die Beſichtigung aller Räume zu geſtatten. Bzi05 Mannheim, 14. Juli 1917. 9 7 gez. Stehle. licht. Spoo Mannheim, 27. Juli 1917. Bürgermeiſteramt: Dr. Finter. ettler. Berliner Eek-u. Musen-ans Große Auswahl in eleg. Blusen, Rücken, Kinderbekleidungen u. ſ. w. 4680a Mantel, 6 3, 2. Schuhnot! Hausſchuhe werden aus Stoffreſten angefertigt R 7, 85, 2 Tr. r. 4670a Baden Badener Paslillen gegen Kotarrh-Eausten eeee NPuenza Schacdtuelpreis⸗NIKNA- Pastillerifabrik Beden Baden Bom Vorſtehendes veröffent⸗ Tn. Balz, 8323 Kriegs-Versicherungen ehne Zuschläge) mit und ohne— Sofortige Vollauszahlung im Kriegssterbetfalle durch die Fil Mannheim, Eriedrichsring U 33 17. Tel. 3640. ial-Direktion: ——— ——————— 7 4 — Musterlager E5, 5 esenüder der Börse Aerztl. 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