— * 4 ———— herantw Be. Prbortlch fur den allgemeinen und Handelstell: Chefredaktenn Faubeldenbaum für den 83 Anton Grieſer. iwanag dee Dr. B. Saas ſchen 5 Hnerel, e er Monnielr ſe: e 7 7942, 794 01 0 — Konto kir. 2917 Ludwigshafen a. Rh.— Uöchentſtche Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirkk Mannheim.— Badiſche Neueſte Nachrichlen „Das Weltgeſchehen im Bilde“ in Kupfertiefdruck⸗Ausführung. Inzeigenpreis: Oie Iſpalt. Kolonelzeile 40 Pfg., Reklamezeile M. 1 20 Anmalſmeſchluß: Mittagblatt vorm. 8¼ Uhr, Abendblatt nachm 3 Uhr. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen, Stellen u Kusgabe wird keine Her⸗ antwortung übernommen. Hezugspreis in Mannheim u. Umg monatl. Nt..70 einſchl. Bringerl. Purch die Poſt M. 4 b2 einſchl. Poftzutellungsgebüübr. Bei der Poſt abgeh. M..90. Einzel⸗Ur. 10 Pfg. Hortſchritte in der Gukowina. Heutſcher Abenoͤbericht. Westte, 6. Auguſt, abends.(WrB. Amilich.) Im Weſien Abberen Kampfhandlungen. u der Bukowina Fortſchtitte. der engliſche Mißerſolg in Flandern. 1 Perlä, 6. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Die erſte Schlacht i0* llandriſche U⸗Boot⸗Baſis iſt geſchlagen und für Whrifsländer verloren. Auch der 5. Auguſt, der ſechſte aſun fetag, brachte noch keine Wiederholung des fehlgeſchlagenen ſche Durchbruchsverſuchs. Die Engländer zerſplittern ihre artilleri⸗ 19* und infanteriſtiſchen Kräfte in Teilaktionen. Das eng⸗ fudli euer nahm in der Gegend von Driegrachten, Draaibank und Langemarck zeitweiſe große Heftigkeit an. Mehrfach ſcheiter⸗ W denriffsverſuche ſo in der Gegend Hollebeke. Bei Frezenberg in en zum Sturm bereitgeſtellte ſtarke engliſche Anſammlungen heabſc Gräben unter Vernichtungsfeuer genommen und der hier feßen üigte Angriff im Keime erſtickt. Deutſche Stoßtrupps fugſ in der Nacht zum 5. Auguſt an zahlreichen Stellen in die url* Gräben vor und kamen mit Beute an Maſchinengewehren Beiderſeits des Kanals bei Hollebeke wurden vier Offiziere, 8 ann und 4 Maſchinengewehre eingebracht, bei Bixſchoote 14 ſindun und 10 Maſchinengewehre. Die ganze Nacht zum 6. Auguſt in ch unternahmen die Engländer eine Reihe von Teilangriffen in Pernbogen. Eine engliſche Abteilung nach der andern brach eutſchen Abwehrfeuer zuſammen. und Im Oſten wurde öſtlich von Czernowittz die Linie erreicht bra überſchritten, aus der die Bruſſilowſche Offenſive 1916 vor⸗ der 9 In Oſtgalizien liegt ſie bereits bis zu 60 Kilometer hinter ſadſe uen Front. Die Ruſſen haben ſich zwiſchen Dnſeſtr und Pruth ke füdlich des Pruth an der rumäniſchen Grenze zu neuem ſtar⸗ iderſtand geſtellt. Im Radautzer Becken konnte als R* der erfolgreichen Gebirkskämpfe der letzten Tage die Stadt f09— beſetzt werden. Heftiger Wiberſtand, den die Ruſſen käm or der Stadt verſuchten, wurde von den mit großer Tapferkeit l pfenden öſterreichiſch⸗ungariſchen Truppen gebrochen. Weiter öſt⸗ iſt 10 die Ortſchaften Tereblaſtika und Hadukſalva erreicht. Damit Bahn großes Stück der von Czernowitz nach Suczawa führenden in den Händen der Verbündeten. Wüer den Höhen öſtlich der Moldawitza und Biſtritza im Bi der Vormarſch an. Ruſſiſche Gegenangriffe bei Lungeni Wüſſen ctbatal ſcheiterten. Auch ſüdlich der Biſtritza weichen die don o Der Flußlauf der Neagra iſt überſchritten und die Höhen nutut„Gainei bis zum V. Sacatal erreicht. Am Mgr. Caſi⸗ den bäufen ſich die rumäniſchen Verluſte. Alle Angriffe gegen Auofer verteidigten Berg ſowie gegen die Höhen nördlich des Be Lepſa wurden abgeſchlagen. iſuuc ihrem Rückzug hat die 12. ruſſiſche Kavalleriediviſion nord⸗ Wauh, ümpolung eine Reihe ſcheußlicher Grauſamkeiten der Brumaſſa wurde eine Anzahl in grauenhafter Weiſe mmelte Frauenleichen gefunden. Das Werk der Front und Heimal. wird on einem hohen Offizier, der an entſcheidender Stelle ſteht, ſchwereer Oberſten Heeresleitung unter dem friſchen Eindruck der zen Schlacht berichtett Rbar Aandern folgte dem erſten gewaltigen Schlachttage un⸗ 8 er zweite, bis zum ſpäten Abend hatten die Infanterie⸗ men n detobt und erſt die Dunkelheit brachte allmähliches Verſtum⸗ brochen das Feuer der Infanterie und Maſchinengewehre. Ununter⸗ zum 1 rollte aber der Kanonendonner in der Nacht vom 31. Juli und zu Auguſt über das blutgetränkte Schlachtengelände, nur ab im er übertönt von dem Angriffsruf der Deutſchen, mit dem ſie dem ſie dieber ihren unerſchütterlichen Siegeswillen bekundeten, mit Rabliebe ngländer, die zu dicht unſeren Stellungen gegenüber liegen gsüber verſcheuchten. Kein Abendrot leuchtete am Himmel, ſchon 0 en„hatten die Wolken tief über dem flandriſchen Boden ge⸗ pielt. Aund in ganz niedriger Höhe hatten ſich die Luftkämpfe abge⸗ und—* Abend erſchienen dicke Wolken am weſtlichen Horizont hurch die pechſchwarze Nacht folgts dem trüben Tage, nur erhellt en kurze zahlloſen Leuchtkugeln, das Aufblitzen der Geſchütze und Inen Lichtſchein der einſchlagenden Geſchoſſe. (Hlechbren Bericht über den 1. Auguſt melden die Engländer, daß Aus kalite s⸗Wetter ihre Operationen beeinflußt habe— ein für dage—9 nötiger Beweis, daß der ſchwere Regen, der an dieſem le n 10 ühen Morgen an auf die Deutſchen niederſtrömte, auch tionen änder durchnäßte. Nur wurden bei uns hierdurch die Ope⸗ Rachmit nicht beeinflußt, der engliſche erneute Anſturm, der am Kant wien des zweiten Schlachttages auf faſt der ganzen Kampf⸗ kaſelben der einſetzte, wurde aus den deutſchen Linien heraus mit Kam do Freude begrüßt, wie das gewaltige Ringen des Vortages. Nann 900 von neuem die erwünſchte Gelegenheit, Mann gegen ygen Trosurechnen mit dem verhaßten Feinde. Nach einem gewal⸗ nariffe mmelfeuer ſetzten von 6 Uhr nachmittags an die engliſchen ſenden Iwieder ein, während die auf dem nördlichen Flügel kämp⸗ Plang deanzoſen ſich vorſichtig zurückhielten. Nur an einer Stelle ü0 Engländern der Einbruch, doch war ihre Freude kurz. brigen zen ſie dort wieder vollſtändi Bobe Front fegte meiſt ſchon unſer englif n vielen Stellen wartete aber die deutſche Infanterie lgegeſtiſchen Angriff gar nicht ab, ſondern ging ihm ſtürmend Eudeteile In feſtem Draufgehen wurden dort am 3. verlorene Ge⸗ endet wieder erobert und mehrere hundert Gefangene abgeführt. und dierb, auch der 1. Auguſt mit einem Mißerfolg der, Engländer 0 Schwanch mit einem deutſchen Erfolge. a das— iſt es für einen Laien in der Heimat zu verſtehen, udere Bed ort„Erfolg“ bei den Kämpfen im Weſten eine ganz erden Eedeutung hat, wie bei den Operationen im Oſten. Dort errungen, die ſelbſt auf kleinen Atlaskarten zu ver⸗ zurückgeworfen. Auf der wehrfeuer den Angreifer folgen ſind. Im Weſten ſpielen ſich die Kämpfe trotz Einſatz größerer Kampfmittel in anderen Bahnen ab. Hier gilt es, die eherne Mauer, die das deutſche Weſtheer ſtets während der öſtlichen Operationen war, in ihrer großgeführten Linie zu erhalten, wenn möglich ſie durch örtliches Verſchieben zu verbeſſern, oder, feindlichem übergro⸗ ßem Druck ausweichend, ſie von neuem dicht hinter der alten Linie wieder aufzubauen. Jeder, der den Oſt⸗ und Weſtkrieg kennt, weiß, wie unendlich viel ſchwerer der Kampf iſt, wo nur Teile des deutſchen Heeres der verſammelten Macht der Engländer, Franzoſen und ihrer verſchiedenfarbigen Hilfsvölker gegenüberſtehen. Und hinter dieſem feindlichen Heere ſteht die feindliche hochentwickelte Induſtrie, die mit ihren bisher unerſchöpflichen Mitteln die engliſchen und fran⸗ zöſiſchen Kanonen mit unbegrenzter Munition verſieht. Hierin jedoch ſcheint nach und nach Wandel eintreten zu ſollen. Unſeren U⸗ Booten gebührt dabei das Verdienſt. Ein Flugblatt, das, von eng⸗ liſchen Fliegern abgeworfen, heute über unſere Stellungen nieder⸗ flatterte, hatte folgenden, von der feindlichen Heeresleitung wohl nicht gewollten, aber der Seele des engliſchen Soldaten entſpringen⸗ den und von einem Einſichtigen verfaßten Inhalt:„Wie ihr Luden⸗ dorff es richtig bemerkt, fehlt uns augenblicklich leider Munition wegen des U⸗Bootkrieges. Wir hoffen in ein paar Wochen dies zu ändern.“ Wir Deutſche hier draußen wiſſen ebenſogut wie die Deutſchen in der Heimat, daß dieſe engliſche Hoff⸗ nung trügeriſch ſein wird. Unſere U⸗Boote werden ſchon dafür ſor⸗ gen, daß ebenſo wie das engliſche Volk in ſeinem eigenen Lande ſich den Leibriemen enger ſchnallen muß, auch die engliſchen Ka⸗ nonen nach und nach den Munitionshunger ſpüren. Noch hat die flandriſche Armee in den letzten Wochen einen Munitionsmangel des Feindes an ihrem eigenen Leibe nicht erfahren. Noch gehen die Engländer und Franzoſen mit dieſem köſtlichen, für die Schlacht⸗ entſcheidung oft ausſchlaggebenden Stoff verſchwenderiſch um. Bald aber wird die Zeit kommen, in der die Maſſe des Eiſens und Stahls, die her und hin fliegt, ſich ausgleicht. Die deutſchen Soldaten, die draußen für ihr Vaterland kämpfen, werden einſt ihren Brüdern zu Hauſe bel der Rückkehr in die Hei⸗ mat treu die Hand ſchütteln für die Arbeit, die dort geleiſtet wurde für den Kampf in Feindesland. Unverſtändlich blieb deshalb auch die kürzlich ins Feld dringende Kunde, daß es Deutſche in der Hei⸗ mat gäbe, die durch Verſagen der Arbeit dem Heere nicht alles das geben wollen, deſſen es nach dem großzügigen Programm unſeres Feldmarſchalls bedurſte. Wir hier draußen wiſſen, daß ſolche Er⸗ ſcheinungen in unſerem Volksleben nur beruhen können auf augen⸗ blicklichen falſchen Eindrücken und wir hier draußen vertrauen dar⸗ auf, daß jeder deutſche Mann, der in der Heimat die Kohle fördert und Kampfmittel fertigt, ſich in ſeinem Innern voll bewußt iſt, daß ſeine ſchwere Arbeit letzten Endes nur zugute kommt dem in Feindesland ſchwer ringenden Sohne und Bruder. Der Schlachtenbericht A. Juli iſt am Abend dieſes Kampftanges niedergeſchrieben in Flandern, wo vielleicht die Entſcheidung dieſes Krieges ausgefoch⸗ ten wird, und betonte das gegenſeitige Vertrauen, das der Kämpfer hier draußen zur Heimat und der Arbeiter in der Heimat zum Feldgrauen an der Front haben ſoll und muß. Wir hier draußen haben bewieſen, daß wir dieſes Vertrauen rechtfertigen, denn im Kampf vertrauen wir auf uns ſelbſt. Wir vertrquen aber auch auf die Brüder zu Hauſe, deren Aufgabe es iſt, uns die Kampfmittel zu liefern, zum Niederringen des Feindes und zum deutſchen Endſiege. Dieſes Mahnwort ſei während der ſchweren flandriſchen Kämpfe nochmals gerichtet an diejenigen, die zu Hauſe in zeitweiſer Verblen⸗ dung ihre eigenen Intereſſen voranſtellen der künftigen Größe un⸗ ſeres deutſchen Vaterlandes. So iſt die Auffaſſung im Heere über die Pflichten in der Heimat. Der bulgariſche Sericht. Sofia, 6. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher General⸗ ſtabsbericht. Mazedoniſche Lront. Lebhaftes Artilleriefeuer nördlich Bitolia, zwiſchen War⸗ dar und Dorianſee, in der Moglenagegend und längs der unteren Struma. Feindliche Erkundungsabteilungen wurden bei dem Dorf Ehriſtian Kamilc zerſtreut. Rumäniſche Froat. Vereinzeltes Gewehrfeuer bei Mahmudia, Artilleriefeuer bei Iſaccea. Der türkiſche Tagesbericht. 4 E 6. Aug.(WTTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeres⸗ ericht. In Perſien griff eine 60 Mann ſtarke Abteilung von uns 25 Kilometer nordöſtlich Sardeſcht eine 300 Mann ſtarke ruſ⸗ ſiſche Abteilung überraſchend an. Die Ruſſen gingen nach einem Verluſt von 50 Toten und Verwundeten eiligſt zurück. Sinaifront. 8 feindliche Flugzeuge, die ohne Wirkung 16 Bomben auf einen Teil von Scheria abgeworfen hatten, wur⸗ den von zwei unſerer Flugzeuge angegriffen und vertrieben. Der uneingeſchränkte U⸗Bootkrieg. Optimismus nicht am Platze. Bern, 6. Aug.(WTB.)„Daily Mail“ ſchreibt in einem„Un⸗ angebrachter Opt mismus“ uberſchriebenen Leitartikel:„Wenn das Land die wirkliche Lage hinſichtlich des Tauchbootkrieges verſtehen ſoll, ſo muß es zwei Dinge erfahren: nämlich die Han⸗ delsſchiffstonnage, die wir beſitzen und wie viel wir da⸗ von verlieren. Die Deutſchen behaupten, daß ſie 900 000 Tonnen verſenken und von Ende Februar bis Ende Jun 4600 000 Tonnen verſenkt haben. Selbſt wenn wir die Schiffe in weit geringerem Tempo verlieren würden, etwa 5 000 000 Tonnen in Jahr, wie lange könnten wir das ohne„deſaſter“ aushalten? Dic Antwort lautet, daß wir die Verluſte durch Neubauten er⸗ ſetzen; aber im Vorjahr beliefen ſich nach dem„Glasgow Herald“ die Neubauten im Vereinigten Königreich auf 589 000 und in der Welt auf 1955000 Tonnen. Haben wir das Tempo ſeither be⸗ ſchleunigt? Lloyd George erklärte in W daß das Programm, das in Angriff genommen ſei, im nächften Jahre etwa 4000 000 Tonnen Neubauten ergeben werde ſtatt 2 000 060, welche die bri⸗ über den erſten gewaltigen Kampf am tiſchen Werften in ſehr günſtigen Friedensjahren fertig ſtellten. Wir haben ſomit gegenüber der Gewißheit, daß die Schiffe in einem der Oeffentlichkeit unbekannten Tempo verſenkt werden, ein Programm, bisher aber lediglich ein Programm, das monatlich 340 000 Tonnen verſpricht. Iſt es aber ſicher, daß das Programm künktlich durchgeführt werden kann? Haben wir die erforderlichen Materialien und Arbeitskräfte dafür? Das Land hat während des Krieges zuviel gelernt, um ſein Heil blinden Händen, Mini⸗ ſtern und Beamten anzuvertrauen! Unter den Leuten, denen die Einzelheiten der Schiffsverſenkungen bekannt ſind, herrſcht ſehr ſtark das Gefühl, daß der von hohen Beamten bekundete Opti⸗ mismus nicht am Platze iſt. Die Berater des Premier⸗ miniſters mögen eine optimiſtiſche Poſe zur Täuſchung des Fein⸗ des für angezeigt erachten. Es beſteht aber die große Gefahr, daß er ſelbſt und das Land getäuſcht wird. Das ruſſiſch-franzöſiſche Geheimabkommen. Balfour kneift. Bern, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Abgeordnete Lees Smith befragte im Unterhauſe am 1. Auguſt den Staatsſekre⸗ tär des Aeußern, ob das Miniſterium amtlich oder nicht amtlich von der zwiſchen Frankreich und Rußland beſtehenden Abmach⸗ ung oder Verſtändigung Kenntnis habe, nach der Deutſchland im Falle des Sieges der Enkentemächte, abgeſehen von Elſaß⸗Loth⸗ ringen, irgend welcher Gebietsteile auf dem Weſtufer des Rheins beraubt werden ſollte. Balfour antwortete: Ich habe keine Nachricht von dem, was in der Preſſe erſchienen iſt. Lees Smith fragte weiter: Die Richtigkeit der von Ribot geſtern in der Deputiertenkammer abgegebenen Erklärungen angenommen, würde das nicht bedeuten, daß die Abſicht beſteht, Gebietsteile zu nehmen, die durch Generationen hindurch von Leuten bewohnt würden, welche... Der Redner wurde hier von dem Vorſitzenden mit der Bemerkung unterbrochen, daß das Sache der franzöſiſchen Kam⸗ mer ſei. * Churchill über Llond Georges pläne. Berlin, 7. Aug.(Von unſ. Berliner Büro.) Aus Amſter⸗ dam wird gemeldet: Churchill ſagte in einer Rede, Lloyd Georges Regierung werde ſelbſt unter den entgegenkommendſten Bedingungen keinen Frieden mit Deutſchland machen. England wolle erſt alle Neutralen der Welt überzeugen, daß ſie ſich gegen Deutſchland erklären müßten, und dies ſei in einigen Jahren zu erreichen. Erſt wenn Deutſchlands Welthandel keine Ausſicht mehr habe zu neuer Entwickelung, ſei es an der Zeit, Friede zu machen. Dieſe Forderung ſei der Hauptbeſchluß der erſten Pariſer Konferenz geweſen, und er ſei gebilligt von allen Alliierten mit Ausnahme Amerikas, welches man zum Beitritt noch zu gewinnen hoffe. die Friedensfrage. der weg über Oeſterreich? c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 7. Aug.(Priv.⸗Tel., 3.) Der„Neuen Züricher Zeitung“ zufolge meldet„Dally Expreß“ aus New Mork, daß in diplomatiſchen Kreiſen Waſhingtons ein Bericht eingetroffen ſei, wonach zwiſchen den verbündeten der En⸗ tente ein Gedankenaustauſch über Oeſterreich ſtattfindet, der binnen kurzem zu einer wichtigen Erklärung über die Friedensmöglichkeit führen werde. Wien, 6. Aug.(WTB.) In verſchiedenen Blättern des neu⸗ tralen Auslandes taucht in letzter Zeit die aus Waſhington kommende Meldung auf, Oeſterreich⸗Ungarn habe die Vermittlung der Vereinigten Staaten von Amerika angerufen oder ſtehe im Begriff, dies zu tun, um von ſeinen Feinden einen Waffenſtillſtand zu erlangen oder den gegneriſchen kriegführenden Staaten ein Friedensangebot zu machen. Das Wiener Korxeſpondenz⸗Bureau iſt demgegenüber zu der Erklärung er⸗ mächtigt, daß alle dieſe Nachrichten aus der Luft gegriffen ſind. Eine Erklärung der Abgeordneien Burckhardt und Behrens. Barmen, 4. Aug. Die chriſtlich⸗ſoizalen Abgeordneten Burck⸗ hardt und Behrens haben bekanntlich für die Friedensberitſchafts⸗ erklärung im Reichstage geſtimmt. In Parteikreiſen war man über dieſe Stellungnahme einigermaßen erſtaunt. Die beiden Abgeord⸗ neten haben deshalb eine Erklärung abgegeben, worin es u. a. heißt: Die unterzeichneten chriſtlich⸗ſozialen Mitglieder der Deutſchen Fraktion erklären, daß ſie der von den Mehrheitsparteien vorgeleg⸗ ten Entſchließung in derſelben Auffaſſung, wie ſie der Herr Reichs⸗ kanzler im Einverſtändnis mit den oberſten Heerführern in ſeiner Rede am 19. Juli 1917 dargelegt hat, zuzuſtimmen, um die in allen Schichten des deutſchen Volkes vorhandenen Bereitſchaft zu einem ehrenvollen Frieden zum Ausdruck zu bringen. Wir haben das Auf⸗ rollen der Friedensfkage im Reichstage unter der Vorausſicht nicht für nützlich gehalten, daß die Feinde und ihre Preſſe, wie auch ge⸗ ſchehen iſt, daraus über die Stärke und die Siegesentſchloſſenheit unſeres Volkes falſche Schlußfolgerungen ziehen würden. Nachdem jedoch die Frage zur Erörterung gebracht war, hielten wir es für unſere vaterländiſche Pflicht, der Entſchließung unſere Zuſtimmung zu geben, um der inneren Entſchloſſenheit unſeres Volkes zu dienen und eine möglichſt einmütige Bewilligung der Kriegskredite herbei⸗ zuführen. Dr. Burckhardt, M. d. R. Behrens, M. d. R. Die neuen Stockholmer Konferenzen, Bern, 6. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily News“ meldet aus Waſhington vom 31. Juli: Der Vorſtand der amerikaniſchen Arbeiterföderation hat die Einladung des holländiſch⸗ſfkandinavi⸗ ſchen Ausſchuſſes zur Entſendung von Mitgliedern nach Stockholm zwecks Darlegung der Stellungnahme der amerikaniſchen Arbeiter⸗ ſchaft zum Kriege angenommen. Es wird dieſen Abgeordneten nicht geſtattet ſein an den Auguſt⸗Konferenzen teilzunehmen, da ſie keine Sozialiſten ſind, aber ſie werden in der Vorperſammlung berichtan, was ihre 27 Millionen Mitglieder als Amerikas Kriegszlel anſehen. Die ſozialiſtiſchen Abgeordneten, die ausgeſchloſſen ſind, würden nur einige tauſend Arbeiter vertreten. Offenbar handelt es ſich bei dieſer Abordnung um die„großen Arbeiterführer Amerikas, die überwiegend für die Fortſetzung des Krieges ſind“, von denen Lloyd George erwähnte, daß die britiſche Regierung ſie nach Europa ein⸗ tern aller Länder untunlich und ſogar ſchädlich ſei. Goetheſchen Spruchs entgegenſchleudern: 2. Seite. Nr. 363. Manaheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe. Dienstag, den 7. Auguft, geladen habe. Höchſt auffällig iſt, daß die amerikaniſche Sozialiſten⸗ partei, deren ſen ifk. Führer Allen Benaon iſt, von der Konfe⸗ renz ausgeſchloſſen iſt. Stockholm, 6. Auguſt.(WTB Nichtamtlich.) Spenska Telegram⸗ byran meldet, daß die internationale Soziali tenkonferenz endgültig auf den 9. September feſtgeſetzt iſt. Die amerikaniſchen Arbeiler gegen internationale Konferenzen. New Bork, 6. Aug.(WTB. Nichtamtl.) Meldung des Reuter⸗ ſchen Büros. Der Präſident des amerikaniſchen Arbeiterverbandes, Compere, hat eine Erklärung veröffentlicht, daß nach ſeiner Mei⸗ nung eine internationale Konferenz von Arbeitervertre⸗ Keine Päſſe für die Ententedelegierten. EBerlin, 7. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Amſter⸗ dam wird gemeldet: Nach Erklärungen von Macdonald halten die Ententeregierungen nach wie vor daran feſt, keine Päſſe für Stockholm zu erteilen. Die Beteiligung der Sozialiſten der Ententeländer werde unmöglich gemacht werden. Die Revolution in Rußland. Ein neuer Sieg der Kadelten. Amſterdam, 6. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Der Stockholmer Korreſpondent des„Allgemeen Handelsblad“ erfährt von gut unter⸗ richteter ruſſiſcher Seite, daß der Landwirtſchaftsminiſter Tſcher⸗ now ſeine Entlaſſung angeboten habe. Das Kabinett habe die Demiſſion angenommen. Der Abgang Tſchernows ſei ein neuer Sieg für die Kadetten. Die Lage„klärt“ ſich. EBerlin, 7. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Amſter⸗ dam wird gemeldet: die Lage in Rußland betrachtet man in London jetzt als aufklärend, weil Kerenski den Plan Mil⸗ jukows angenommen und ſomit auf unbeſtimmte Zeit die Dik⸗ taturgewalt erhalten hat, ohne dabei ſelbſt verantwortlich zu ſein. Die Koſakenregimenter werden aus der Front gezogen. um eine Gendarmerie zu bilden, welche die Ordnung im Lande aufrecht er⸗ halten ſoll. Ein politiſcher Mord in Jinnland. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 7. Aug.(Priv.⸗Tel., z..) Der Berner„Bund“ berichtet aus Petersburg: Der Komman⸗ dant von Koska in Finnland, Oberſt Grosmeiko, wurde in ſeiner Wohnung ermordet aufgefunden. Lenin ein deutſcher Agent? Petersburg, 6. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die Petersburger Tele⸗ graphen⸗Agentur meldet: In den Zeitungen veröffentlicht der Staatsanwalt des Hauptgerichtshofes in Petersburg einige An⸗ gaben, die die Behörden dazu trieben, Lenin, ſeine Parteigänger und Anhänger, ſowie den Urheber der Kronſtädter Meutereien und andere maximaliſtiſchen Sozialdemokraten zu verfolgen. Alle dieſe Perſonen ſind von dem Staatsanwalt des Hochverrats und der Aufreizung zur Revolte angeklagt. Denn es iſt erwieſen, daß ſie, obwohl ruſſiſche Bürger, in verbotene Beziehungen zu Agenten der Rußland feindlichen Länder eintraten, um zuſammen mit dieſen die ruſſiſche Armee und das Rußland hinter der Front zu des⸗ organiſieren. Zu dieſem Zweck entwickelten ſie mit den von den erwähnten Agenten erhaltenen Geldern eine Propaganda unter der Bevölkerung und den Truppen, indem ſie dieſe dazu anſtifteten, dem Kampfbefehl nicht zu gehorchen. Außerdem werden ſie ange⸗ klagt, in Petersburg zu dem gleichen Zweck am 18. Juni eine be⸗ waffnete Erhebung gegen die Regierung organiſiert zu haben. Der Staatsanwalt betonte u.., daß die Unterſuchung zu dem Ergeb⸗ nis geführt habe, daß in Rußland eine ausgedehnte Spio⸗ nageorganiſation an der Arbeit ſei und daß gewiſſe un⸗ leugbare Tatſachen glauben machen, daß Lenin ein deutſ cher Agent ſei, der nach Rußland gehen wollte, um dort in einer Weiſe vorzugehen, die zu dem Erfolge Deutſchlands in ſeinem Kezupf gegen Rußland beitrüge. Schwere Meutereien uhrainiſcher Regimenter. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 7. Auguſt.(Pr.⸗Tel., z..) Schweizer Blätter berichten aus Petersburg: Aus Kiew wird ge⸗ meldet, daß ſich die in der Umgebung Kiews ſtationierten ukrai⸗ niſchen Regimenter neuerdings weigerten, an die Front zu gehen. Sie drangen ins Innere der Stadt Kiew ein und führten die Milizwache ab, verhafteten den Stadtkommandanten und be⸗ ſetzten das Generalkommando. Nach Beſetzung des Zeughauſes — meuternde Truppen in das Haus des Oberbefehlshabers des Kiewer Bezirks, Oberutskow, ein und zerſtörten die ganze Einrichtung und wichtige Akten, darunter die Strafliſte ukrainiſcher Regimenter. Als ein Regierungskommiſſar die Meuternden zu be⸗ ruhigne ſuchte, wurde er meuchlings erſchoſſen. Die neuen Männer. Anterſiaatsſekretär Dr. Schwander. Die„Straßb. Poſt“ gibt ein ſehr anziehendes Bild der Perſön⸗ lichkeit Schwanders, das etwa folgende Züge trägt. Unermüdliche, gewiſſenhafteſte Hingabe an ſein Amt, Verſtändnis für volkswirtſchaftliche Aufgaben nicht minder wie für geiſtige An⸗ forderungen— es ſei nur flüchtig an Schwanders Eintreten für Hans Pfitzner erinnert, den er an das Stadttheater berufen und gegen die wachſenden Schwierigkeiten, ſolange es ging, geſtützt, ſchließ⸗ lich auch in veränderter Stellung der Stadt zu erhalten gewußt hat—, ein zeitgemäßes ſoziales Empfinden, das zumal auch in der Kriegszeit in der Fürſorge für die Minderbemittelten vorbild⸗ lichen Ausdruck fand, ſchließlich eine entſchlußfreudige Tatkraft, die bei aller liebenswürdigen Verbindlichkeit des amtlichen und privaten Verkehrs ſich von einem als richtig erkannten Ziel nicht abbringen ließ— das ſind die weſentlichen Eigenſchaften, die Herrn Schwanders Wirken und Perſönlichkeit kennzeichnen. Politiſchfor tſchritt⸗ lich geſinnt, hat er niemals ein Parteiregiment geführt und ſich allen berechtigten Intereſſen zugänglich gezeigt. An national⸗ politiſchen Erörterungen, wie ſie im Landtag, wo er zuletzt! dem angehörte, um nach der Verfaſſungsreform von 1911 in die Erſte Kammer gewählt zu werden, pflegte er ſich nicht zu beteiligen. Wo er aber in ſeiner Eigenſchaft als Stadtoberhaupt ein Bekenntnis abzulegen hatte, geſchah es mit der phraſenloſen, dafür aber umſo eindringlicheren Art, die noch au⸗ ſeiner jüngſten Rede beim Beſuch neutraler Preſſevertreter in Erinnerung iſt: „Wir können und wollen nicht wünſchen, daß auch unſere Kinder dieſe zermürbenden Seelenkämpfe durchmachen. Wir wollen, ihnen dieſe Unſicherheit und innere Unruhe erſparen. Wir wollen, daß ſie ſich offen und frei und mit Freudigkeit zu ihrem deutſchen Vaterlande bekennen können.“ Das waren ſeine zuſammenfaſſenden Schlußworte und wir wiſſen, daß die ausländiſchen Beſucher von dem Redner und ſeinem Bekenntnis einen ſtarken Eindruck mit⸗ genommen haben. Scharfe Oppoſikion der Sozialdemokratie gegen die neue Regierung. E Berlin, 7. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Der „Vorwärts“ äußert ſich erſt heute kritiſch zu dem neuen Aemter⸗ tauſch. Er faßt ſich dahin zuſammen: Ob die Regierung für die drohende Feindſchaft von rechts die der Mittelparteien und der Linken eintauſchen wird, teht dahin. Was vor allem die Sozialdemokratie betrifft, ſo iſt eine grundſätzliche Gegnerſchaft ſchon dadurch ge⸗ geben, daß ſich die nneue Regierung abermals als eine Beamten⸗ und Obrigkeitsregierung erweiſt. DieSozialdemokratie be⸗ kämpft das Syſtem, welchem die Regierung ihre Entſtehung ver⸗ dankt, und verlangt ſeine Erſetzung durch das Syſtem der Volks⸗ regierung. Für ſie ſteht es ſeſt, daß die neue Regierung, ſo⸗ lange oder ſo kurz, wie ſie im Amte bleiben mag, die letzte deutſche Beamtenregierung geweſen ſein muß. Dieſe grundſätzliche Gegner⸗ ſchaft wird die Sozialdemokratie aber ſo wenig wie bisher daran hindern, die Taten der Regierung objektiv zu beurteilen, ſie in dem zu beſtärken, was ihr nützlich erſcheint, um ſie in ſchädlichem Tun umſo energiſcher zu bekämpfen.“ Die„Kreuzzeitung“ nimmt Anſtoß an der Berufung des Sozialdemokraten Dr. Auguſt Müller zum Unterſtaatsſekretär. Sie meint:„Wir haben kürzlich die Gründe geſagt, aus denen uns die Berufung eines Sozialdemokraten an eine leitende Stelle nicht angenehm erſcheint. Sie treffen in einem gewiſſen Grade auch für den hohen hier in Frage kommenden Poſten zu.“ Die„Germania“, das Zentrumsblatt, bemerkt u... wir glauben(nämlich daß die Berufung eines Nationalliberalen und eines Zentrumsabgeordneten grundſätzliche Bedeutung habe), rechtfertigt ſich vor allem daraus, daß im Gegenſatz zu früher eine rößere Weitherzigkeit bei der Berufung inbezug auf die Partei⸗ ſtellung bewieſen wurde. der erſte Zentrumsmann auf einem preußiſchen Miniſterſeſſel iſt ohne Frage der Ausfluß grund⸗ ſätzlicher Abkehrung von dem alten Vorſatz, daß man in Preußen, um Miniſter zu werden, konſervativ gerichtet ſein müſſe, und weiter links höchſtens ein Nationalliberaler einmal Gnade finden könne. Freilich iſt der erſte Schritt zur Heranziehung aller parlamentari⸗ ſchen Kräfte ohne Unterſchied der Partei zu der Staatsleitung kein allzu umfangreicher, aber anders erſcheint uns auch nicht geradezu notwendig. Deutſches Reich. Baſſermanns Nachfolger Berlin, 7. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Die „Deutſche Volkswirtſchaftskorreſpondenz“ hört, anſtelle des verſtor⸗ benen Abgeordneten B aſſermann wurde der Reichstagsabgeord⸗ nete Schiffer den Vorſitz der nationalliberalen Reichstagsfraktion übernehmen. Die Meldung eilt wohl den Tatſachen voraus. Einſtweilen iſt die Fraktion ja nicht beiſammen, und wie ſie ſich entſcheiden wird, läßt ſich im Augenblick wohl kaum ſagen. Badiſche Politik. Fürſorge für körperliche Ertüchtigung der Jugend. Der Badiſche Landesausſchuß für Leibes⸗ übungen hat in einer Eingabe darum nachgeſucht, es möge von ſeiten der Regierung noch während des Krieges bei den badiſchen Gemeinden darauf hingewirkt werden, daß in Rückſicht auf die nach dem Friedensſchluß zu erwartende Bodenſpekulation ge⸗ nügende Flächen Geländes für öffentliche Spiel⸗ und Turnplätze der Jugend und der Bürgerſchaft, beſonders auch bei Aufſtellungen neuer Beſiedelungspläne, rechtgeitig geſichert werden. Die Frage der Beſchaffung ſolcher Plätze verdient vom Geſichtspunkt der all⸗ gemeinen Geſundheitspflege ſowohl wie im Intereſſe der Jugend⸗ erziehung und einer ſachgemäßen Jugendwehrausbildung in hohem Maße Beachtung und Förderung. Wenn auch ſeitens der größeren ſtädtiſchen Gemeinden in den beiden letzten Jahrzehnten der An⸗ lage von Spiel⸗, Turn⸗ und Sportplätzen vielfach dankenswerte Fürſorge zugewandt wurde, ſo fehlt es dagegen zumeiſt in den kleineren Städten und faſt durchweg in den ländlichen Gemeinden an geeigneten Plätzen, auf denen die Jugend und die Erwachſenen turneriſche und ſportliche Uebungen in größerem Stile pflegen] gezeichnet. könnten. Da aber infolge der ſchweren, durch den Krieg 99 ſachten Einbuße an Volkskraft die Frage der körperlichen rer ziehung unſeres Nachwuchſes und der Geſunderhaltung wanlilen Erwachſenen die Aufmerkſamkeit der verantwortlichen Ste 3 mehr als je erfordert, hat das Miniſterium des Innern die n zitksämter angewieſen, die erwähnten Beſtrebungen des Badiſte Landesausſchuſſes für Leibesübungen nach Kräften zu ſtützen und bei allen Gemeinden, für die ſolche Einrichtungen n Betracht kommen, die Anregungen hierzu nicht nur tunlichſt 1 zu geben, ſondern ſie auch bei ſeder ſich bietenden Gelegenheit Nachdruck weiter zu verfolgen. Es wurde dabei darauf hingewieſen, daß, ſofern in eindeer Gemeinden die Erweiterung des Baugebiets und die Anlage ne Ortsſtraßen in Frage kommt, nach§ 2 des Ortsſtraßenseg auch die Anlage öffentlicher Plätze in angemeſſener Lage, Ver⸗ Art und Größe vorzuſehen iſt. Daß hierbei nicht nur an end, kehrsplätze, ſondern namentlich auch an Tummelplätze der Fuggir⸗ an Spiel⸗ und Erholungsplätze gedacht iſt, darüber beſteht gends ein Zweifel. 0 die Ernte in Rumänien. Berlin, 6. Auguſt.(WTB.) Von maßgebender Stelle win gemeldet: Die Ernte⸗ und Druſcharbeiten im beſehien 4 Gebiet Rumäniens ſchreiten vorzüglich voran. Der W e10% ſchnitt hat ſich ohne Reibungen vollzogen. Mit dem Druſch überall begonnen Das Ergebnis verſpricht zum mind e ſten 2 Mittelernte. Der Mais hatte im Mai wegen Trockenhe, noch zu großer Beſorgnis Anlaß gegeben, jetzt iſt im ganzen La0 infolge reichlichen Regens eine gute Ma isernte zu erwocken Am beſten ſteht die Maiskultur in den Donau⸗Niederungen. iſt nach Anſicht der Beſitzer ſtellenweiſe mit einer Rekordern, zu rechnen. An den Bergabhängen ſteht der Mais nicht ſo 93 Im Durchſchnitt kann man mit einer guten Malsernte im g Lande rechnen. Das Ergebnis der Rapsernte war nicht heroo 11 ragend, dagegen verſpricht die Sonnenblume n⸗Ernte gn zu werden. Die Erbſen⸗Ernte iſt zufriedenſtellen Auch die Bohnenernte, die Ende Auguſt beginnt verſpün gute Ergebniſſe. Sehr gut ſtehen die Weinberge, ſo daß 10 einer vollen Weinernte gerechnet werden kann. Die Boſternte 9. gegen, beſonders die Pflaumenernte, hat durch Schädlinge ſtol gelitten.— Ein Lebensmittelabkommen Amerikas mit den neutralen Newyork, 6. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des 10 terſchen Bureaus. Der Waſhingtoner Berichterſtatter der Aſſor Preß berichtet, daß demnächſt ein Abkommen mit den neu Staaten über die Verſchiffung von Lebensmitteln er den Vereinigten Staaten getroffen wird. Mehrere neutrale Län 1 verſprachen bereits, daß ſie die aus Amerika bezogene Ware n1 nach Deutſchland ausliefern, und daß ſie ſie auch ni 9 Erſatz für Lebensmittel, die nach Deutſchland ausgeführt werbg, verwenden werden. Die Neutralen werden erſucht, anzugeben, 9 viel Eiweiß, Kohlehydrat und Fett ſie nötig haben, damit ihr Bed pro Kopf der Bevölkerung berechnet werden kann. Der deutſch⸗niederländiſche Iwiſchenfall vor der internation Kommiſſion. er Berüün, 6. Auguſt.(B B. Nichtamtlich) Deutſche Un ſeeboote verſenkten am 13. März 1917 den niederländiſchen kder⸗ dampfer„La Campine“ und am 16. März 1917 den müen ländiſchen Fiſchdampfer„Amſteldyk“. Von den Kommanden 9 der Unterſeeboote wird auf Grund ihrer Ortsbeſtimmungen. 5 nommen, daß die Verſenkungen innerhalb des in der Erklä 1. der deutſchen Regierung vom 31. Januar 1917 bezeichneten ung gebietes ſtattfanden. Dagegen nimmt die niederländiſche Regie hen auf Grund der Angaben der Schiffsbeſatzungen an, daß die ben 1 Dampfer ſich zur Zeit der Verſenkung außerhalb de⸗ S9 Re⸗ gebietes befanden. Bei dieſer Sachlage kamen die beide 99 gierungen überein, die Tatfrage, ob die Verſenkungen inner eige oder außerhalb des erwähnten Spergebietes ſtattfanden, durch aux internationale Kommiſſion entſcheiden zu laſſen⸗ ⸗ den Fall, daß die Auffaſſung der niederländiſchen Regierung ſich un richtig herausſtellen ſollte, erklärte ſich die deutſche Regierung enen Ausdruck des Bedauerns und zur Gewährung einer angemeſ 7 Entſchädigung bereit. Die Kommiſſion, die inzwiſchen im Hylen zuſammengetreten iſt, beſteht aus einem deutſchen und 60 niederländiſchen Seeoffizier ſowie einem ſchwediſ fit Offizier als Obmann. Sie entſchied ſich im Falle Amſterdy de die die niederländiſche Auffaſſung, während die Entſcheidung in Falle La Campine noch ausſteht. Neue Ehrung Hindenburgs und Ludendorffs. Berlin, 6. Aug.(WTB. Amtlich.) Seine Majeſtät der K von Württemberg verlieh dem Generalfeldmarſchall Hindenburg aus Anlaß der bevorſtehenden Wiederkeht 9⸗ Jahrestages ſeiner Ernennung zum Chef de⸗ Generalſtab⸗ one Feldheeres das Großkreuz des Ordens der württembergiſchen arde mit Schwertern. General der Infanterie Ludendorff w 1* durch Verleihung des Großkreuzes des Militärverdienſtordens — alen znib 5 n 1 des ————— Farben. Zeitgloſſe von Alexander v. Gleichen⸗Rußwurm. Im politiſchen wie im perſönlichen Leben wird das Verlangen geſtellt„Farbe zu bekennen“. Jeder ſoll ſeine Farbe haben, auf die er hält. Das Gleichnis ſtammt aus dem feudalen Mittelalter, wo ſich die Zugehörigkeit zu einem beſtimmten Herrn oder zu einer beſonderen Gruppe in derlei Aeußerlichkeiten kundgab An der Schwelle einer veränderten Zeit, wo die Farbe nurmehr übertragen von der Geſinnung galt, ſteht Hamlets Wort: 0 Der angebornen Farbe der Entſchließung Wird des Gedankens Bläſſe angekränkelt. Wer entſchließt ſich noch frei, wer kann die Farben beliebig auf der Palette ſeines Lebens miſchen und wird nicht angemalt, wie es Borurteil, Zeitſtrömung, Parteigeiſt verlangen? Wenn die Malerei echt iſt, kann man es ſich ja noch gefallen laſſen, aber jetzt, wo alles im Zeichen des Erſathes ſteht, läßt ſie ſich leichter als ſonſt abwaſchen und ändern 8 Nur gewiſſe Dinge ſind farbecht geblieben in allen Ländern, bei allen Nationen und bei allen Parteien Von dieſen ſei kurz die Rede in Scherz und Ernſt Der entſtaubten Studierſtube entſtammt Fauſts Gleichnis von der grauen Theorie. Sie ſteht im Gegenſatz zur Praxis und verbannt die Erfahrung, um dem Schema Platz zu machen. Wir könnten heute gerabe ſo gut ſagen, grau, Freund, iſt alle Organi⸗ ſation, denn die eigentliche Theorie iſt uns ziemlich gleichgültig ge⸗ worden, weil wir keine Zeit haben, uns damit zu beſchäftigen. Wo aber ihr verſtaubtes Grau bemerkbar, oft recht ſchmerzlich fühlbar wird, in der Organiſätion, verliert auch der Sanfteſte den Humor und wünſcht die ganze Theorie mit ihren Ergebniſſen zum Teufel. Schier zornig möchte man denen, die's angeht, die Fortſetzung des „Und grün des Lebens goldner Baum!“ Aber da packt uns etwas und erſtickt das Wort, wir möchten auflachen und hörenſchon jene kichern, denen wir mit der lebendigen Farbe im Gegenſatz zur toten auſtrumpfen wollten. Sind die Bäume wirklich grün? Das iſt Anſichtsſache, der moderne Maler nimmt ganz andere Dinge auf ſeine Palette, wenn er Bäume malt. Aber der Tiſch iſt grün— der Tiſch, von dem die ganze graue Theorie ausgeht, und alle Tiſche ſind grün, von denen aus Europa in getrennten Kagern aus regiert wird. Bisher iſt es noch keinem gelungen, dieſe Tiſche aneinander zu rücken und denen, 4 0 iſt es gelungen, die d i lle grün ſind— 8 ———————— . B lere Seit auf dem Wiener Kongreß Europas Diplomaten an langer, mit grünem Tuch bedeckter Tafel einen Frieden zuſammenſtümper⸗ ten, der die graue Theorie des Legitimitätsprinzips vertrat, ohne an die Bedürfniſſe der lebendigen Völker zu denken, iſt der Ge⸗ meinplatz vom grünen Tiſch entſtanden. Man ſpottet über ihn, ſchreibt dagegen, wackelt ab und zu einmal daran, aber noch keinem ihn endgültig umzuſtoßen. Ich fürchte, wir müſſen uns mit ihm abfinden, und geſchäftige Dienſtboten ſtellen immer einen neuen hin, wenn der alte Schaden erlitten hat. 3 Alle Herren, wo ſie auch immer ſelbſtbewußt und gewichtig um einen grünen Tiſch verſammelt ſind, fühlen ſich von weißer Un⸗ ſchuld beſeelt, ſobald ihre Maßregeln allzu unliebſam ſich fühlbar machen. Immer iſt die Abſicht blütenweiß und unbefleckt geweſen. Makellos wie die weiße, leuchtende Frackweſte. Wir nennen die Unſchuld weiß in der Symbolik des Sprachgebrauchs, ſeit nach Sitte der jungen chriſtlichen Kirche die Neuaufgenommenen in weißem Gewand den Bund ſchloſſen. Dies weiße Gewand— ein äußer⸗ liches Zeichen reiner Geſinnung— iſt auf das bißchen Weiß zu⸗ ſammengeſchrumpft, das der ſchwarze Frack ſehen läßt: die weiße Weſte. Auch ſie iſt ein Symbol. Laſſen wir es nicht fahren mit vielen anderen Symbolen, die der große Aufwaſch weggewaſchen hat! Weiß iſt auch die Geſtalt des Friedens— eine Allegorie aus der Rumpelkammer menſchlichen Denkens und Malens. Wir ſtellen ihn weniger konkret vor, als die Vorfahren, die ihn bei jedem Friedensſchluß nach Stil und Sitte ein wenig anders auf ihre Bil⸗ der malten— und zwar meiſt in der Umgebung beſonders kriege⸗ riſcher Herrſcher. Sein Name allein hat im Weltkrieg— bei unſeren Feinden— wie das rote Tuch gewirkt. Und die Dichter ſehen ihn doch in der Unſchuld ſchillerndem Weiß. Da wären wir ſchon bei einer anderen politiſchen Farbe. Jeder hat, wie der Stier, dem man es nachſagt, ein rotes Tuch, auf das er blind wütend losgeht. Und jetzt ſteht die ganze Welt im Zeichen des roten Tuchs. Ein jeder 14 etwas, glaubt etwas haſſen zu müſſen, und keiner mag zuerſt Vernunft annehmen. Es ſieht 0 aus, als ob wir Deutſche das rote Tuch der ganzen Erde entgegen⸗ hielten, ſo haßt man uns, ſo ſinnlos greift man uns an. Halten wir aber wirklich etwas ſo durchaus Aufregendes, Reizendes empor, ein Plakat, auf das alle wütend losſtürzen? Wenn ſich die Wut einmal legt, wird es mal offenkundig, daß es nur rote Tücher —3 auf die erſchrockene Tiere losrannten, wie es in der Fabel Aund wütend der nkte die Hörner Aes welcem Grunde Op wür es je erfahrene Eir Metn unt wiſſen wir: der gelbe Neid, der ſich immer zeigt, wenn es irgendget vorwärts geht. Er iſt ſchlimmer als die graue Theorie, a ſn⸗ rüne Tiſch und das rote Tuch zuſammen, er greift die weiß chuld an und gießt auf albes ſeine zerſetzende Lauge. Ein 9510 hiloſoph und Politiker, Kosmo von Medici, ſagte bedächtig füt iſt eine Pflanze, die man nicht begießen ſoll.“ Eine Weishefchen Staatsmänner und Privatleute. Wer nicht mit ſeinen Erf ir) protzt und ſeinen Reichtum weniger augenſcheinlich macht, ihel ſchwerlich bis zur Gefahr von Verleumdung und Angriff beng die Wer ſich in ſeinem Bekanntenkreis umſieht, wird wohl übera gleiche Erfahrung machen. das Aber ſchließlich wird mir ein nüchtern Denkender lagen, een alles iſt blauer Dunſt, damit ſie noch eine Farbe au Sdeale Palette haben. Ueberall, wohin wir ſehen: Blauer Dunſt. Wul⸗ und Lügen, Phraſen und gute Wahrheiten, Wünſche und einet täuſchungen, Hoffnungen und Reſignation entſchweben in kühl Wolke von blauem Dunſt und zeigen auf einmal nackt un derel die Wirklichkeit. Wer hat nicht ſchon blauen Dunſt den 9 ol vorgemacht, wer iſt nicht ſchon hineingewickelt worden? In 0 it und Leben kann jeder ein Liedchen davon ſingen und ſo will ich Hht, einem Verschen ſchließen, das mir von irgendwoher inꝰ gekommen iſt: Wer nichts weiß, macht blauen Dunſt In Leben, Politik und Kunſt, Wer was weiß. macht's ebenſo, Wird ſonſt nicht des Lebens froh. Kunſt und Wißenſchaſt. Vlämiſches Kunſileben. Der„Rhein.⸗Weſtf. Ztg.“ entnehmen wir: Seit dem 1. Auſfer beſitzt Brüſſel ein neues vlämiſches Theater, ſo daß es jeh urh im ganzen vier gibt. Es iſt die große, geräumige Olympiaſchaubine wo vor der Hand jeden Tag abwechſelnd eine franzöſiſche und feſt plämiſche Aufführung ſtattfindet. Gazet van Brüſſel konnte 6 ſtellen, daß am Eröffnungstage der Beſuch ſehr ſtark war wurde das Luſtſpiel von A. Hendricks„Prima Donna“ aufgefühnen und daß man nichts ſprechen höcte als vlämiſch. Franzöſiſch he nur ein paar Leute vom Theaterperſonal geſprochen! mbel Brüſſeler Blätter teilen mit, daß ungefähr Mitte Septeng iges vlämiſches Kunſtef eiſt ſtattfinden ſoll, welche ohk iſt Die ein prächt * 2 * * 2 der 1 f 7 8 a ugb 1012. Mannheimer General⸗Anzeiger.(wittags⸗Ausgabe.) Nr. 368. 3. Seite⸗ Nus Stadt und Land. mit dem Kasgeheichaet Gefreiter Adolf Piſter, bei einem Fuß⸗Art.⸗Regt., Sohn von Wran ne Piſter Wöe., Schimperſtraße 28. K 2 Kkeiter Alfons Levy, Inhaber der Metzgerei Gebr. Levy, 9 6/17, am Marktplatz. Regt, Owehrmann Hch. Sonnleitner, bei einem Landw.⸗Inf.⸗ Sohn von Wwe. Eliſe Sonnleitner, Lortzingſtr. 26. die Heil⸗ und pflegeanſtalt für Epileptiſche in Nork unftänn Herbſt ihr 25jähriges Jubiläum ſeiern. Der Kriegs⸗ ge—* wegen muß das Feſt in aller Stille und Einfachheit ab⸗ fehhe en werden. Da aber die Anſtalt eine ausgedehnte ſoziale Arbeit Stele die hauptſächlich Baden zugute kommt, ſo darſ wohl an dieſer mnnert ihrer Erwähnung getan werden. Das ganze Anweſen hat ſich des Said der 25 Jahre unter der umſichtigen, tatkräftigen Leitung groß uſpektors, Pfarrers H. Wiederkehr, ausgewachſen au einem und. Komplex von Aeckern, Feldern, Gärten, Hekonomiegebäuden bette ohnhäuſern. In 5 verſchiedenen Häuſern ſind 260 Kranken⸗ U1en eingeſtellt; zu Anfang 1917 waren 218 belegt und zwar durch Anabnnnliche und 107 weibliche Epileptiker. Die ſchulpflichtigen gewi en und Mädchen, vielfach durch das Badiſche Miniſterium zu⸗ die Elen. erhalten von eigenen Lehrkräften in der Anſtalt Unterricht; im Hausachſenen werden im Garten und Feld oder durch Handarbeit zu—0 beſchäftigt; die Arbeitsunfähigen ſind im ſog.„Pflegehaus“, ſchaft en Einweihung vor drei Jahren die Großherzoglichen Herr⸗ Nackten erſchienen waren, untergebracht und ſtehen da Tag und Aber unter ſtändiger Pflege und fürſorglicher Bewachung. Ein tüch⸗ beit d in jeder Hinſicht wohlerſahrener Obergärtner leitet die Ar⸗ außen; die Krankenpflege einen ſelbſt wird durch Schweſtern und berſe Oberwärter,— alle anderen Wärter wurden eingezogen— hen. Die Behandlung der Kranken und des Dienſtperſonals, Aft febört auch eine größere Wäſcherei zur Anſtalt, unterſteht dem pezittsarzt Dr. Vortiſch van Vloten, der ſich aus ſeinem le ie ulgebiet der Tropenmedizin nun in 37 Jahren in das der Epi⸗ thode eingearbeitet hat. Durch die Einführung der Ulrichſchen Me⸗ minal Sedebrol bei ſalzarmer Koſt) und durch Anwendung von Lu⸗ Relen in beſonderen Fällen gelang es, weſentliche Erfolge zu er⸗ * Folgende Aufſtellung mag die jedes Jahr ſteigende Beſſerung * n: 1913 blieben 21 Prozent der Kranken ohne Schwindel und An 9 1914 26 Prozent, 1915 28 Prozent und 1916 35 Prozent. ſe— wie die Korker haben jetzt während des Krieges mehr als jeht kerſtützung und Anerkennung nötig; wie vielen Familien, die abl Chendwie in Not geraten ſind, nimmt ſie kranke Mitglieder zum Be⸗ iſt auch Kriegshilfsdienſt, der in aller Stille geleiſtet wird, nicht boten der Heimat. Da die Anſtalt ohne freiwillige Unterſtützung ond eſtehen kann, möge man ſich ihrer zu ihrem Jubiläum be⸗ ers erinnern und an ihrem Weitergedeihen mithelfen. e eee Auszeichnung. Herrn Dr. Erich Nöther iſt für ſeine Arbeit edas Austoärtige Amt das preußiſche Verdienſtkreuz für Kriegshilfe ehen worden. erhob Ium Bezug von Spätkartoffeln. Die überall mit Nachdruck Be ene Forderung, die Regierung ſolle unter allen Umſtänden das declegsſcheinverfahren bei der G ätkartoffel⸗ Halog orgung zulaſſen, hat gefruchtet. Die„Karlsr. Ztg.“ gibt din elich folgendes bekannt: Die Abſicht der Großh. Regierung, der ie ſen, das Bezugsſcheinverfahren nicht wie⸗ ſei betzulaſſen, hat vielfach Beunruhigung hervorgerufen. Hierzu endemerkt, daß die Entſchließung der Regierung noch keine gültige iſt, zumal die Veſtimmungen des Kriegsernährungs⸗ der Reichskartoffelſtelle noch Soweit übrigens durch vigung beſteht, nicht etwa, weil man befürchtet, beim Bezug ond den Kommunalberband nicht die nötige Menge zu bekommen, derſahn. deshalb, weil man glaubt, bei Ausſchluß des Bezugsſchein⸗ m ahrens nicht die gewünſchte Sorte oder Güte zu erhalten, ſollte in hannehmen, daß derartige an ſich gewiß verſtändliche Anſprüche rachtz egsgeiten zurückgeſtellt werden könnten, wenn durch ſie die genchitge, gleichmäßige und ausreichende Verſorgung der All⸗ auf di heit gefährdet wäre. Auch unſere kämpfenden Truppen ſind wün de allgemeine Belieferung angewieſen und müſſen auf Sonder⸗ e verzichten. der Brolpreis in Bahnhofswirtſchaften. Die Generaldirektion nfälle, Foſofortiger Wirkun 605 Gäſte für 5 Pig. gegen Abgabe von 50⸗Gramm⸗Brotmärken oder demm Brot, d. b. der 15. Teil eines Stückes von 750 Gramm * er 90. Teil eines Stückes von 1500 Gramm zu verabreichen iſt. lattet Schutvevordnungen. Das Unterrichtsminiſterlum hat ge⸗ Schulerdaß ſich im Hinblic auf den Mangel an Arbeitskräften die Samn der Schwarzwaldorten unter Führung der Lehrer an dem kann— eln der Heidelbeeren beteiligen. Wenn notwendig rum die Unterricht ausfallen. K hat das Unterrichtsminiſte⸗ Geb e Leiter der Schulen erſucht, die Schüler zum ſparſamen cbau ch des Schuhwerkes anzuhalten, ſowie auf den Das Bch von genagelten Schuhen oder Holzſchuhen hinzuweiſen. Uhnlicharfußgehen ſoll empfohlen und gefördert werden. Eine 0 Berordnung war ſchon vor 2 Jahren vom Unterrichts⸗ lerium erlaſſen worden. Lerka Sein unreifes Obſt verkaufen. Trotzdem das Abernten, der Stachel und Kauf von Obſt und Beerenfrüchten mit Ausnahme der geüne beeren in unreifem Zuſtand bei Strafe verboten iſt, kommen fe di Nüſſe in Verkehr. Bei der großen Bedeutung, die den Nüſſen olchene Delgewinnung zukommt, ſind die Bezirksämter angewieſen, ßſtänden nachdrücklich entgegenzutreten. des er gewitterreiche Juni 1917. Nach den Aufzeichnungen Penigrchen badiſchen Wetterbüros iſt der Juni ds. Js. ſehr warm, M ticſebewölkt und ſehr reich an Gewittern geweſen. Mehrmals iſt die n Lagen das Thermometer über 30 Grad angeſtiegen und alg e8 Pehl der Sommertage iſt nahezu doppelt ſo groß geweſen, dewöh em langjährigen Durchſchnitt entſpricht. Gewitter ſind un⸗ Wpnlich häufig geweſen. Nus Luòwigshafen. * ban Auszeichnungen. Auf Antrag des Bayer. Induſtriellen⸗Ver⸗ Keihe wurden vom K. Staatsminiſterium des K. Haufes und des —-m Ehrenurkunden nebſt ſilberner Verdienſtmedaille be⸗ an Soldaten für 3 Pfg. und an ſon⸗ zatsbahnen hat angeordnet, daß in den Bahnhofswirtſchaften iieeeee eeeeeeeeee, eeeeeeeeeeeeee Mitlwoch, den 8. Auguſt, gelten folgende Marken: Brot: Für je 750 Gramm die Brotmarken und Zuſatzmarken Nr. 1. Für 750 Gramm Brot oder 500 Gramm Brotmehl die Allgemeine Lebensmittelmarke U 8. Mehl: Für 200 Gramm Brotmehl die Mehlmarke Nr. 1. Butter: Für ein Achtel⸗Pfund die Buttermarke 72 in den Verkaufs⸗ ſtellen—245 auf Kundenliſte. Eier: Für je 1 Julandei(26 Pfg.) die Marke 33 in den Verkaufs⸗ ſtellen 257—539 und die Marke 84 in den Verkaufsſtellen—00; für 1 Auslandei(84) die Marke 33 in den Verkaufsſtellen 581——714. Mager⸗ und Buttermilch Für Liter die Marken 14—17. Kartoffel: Zum Einkauf für 2 Pfund die rechte Hälfte des Lieferungs⸗ abſchnittes der Kartoffel⸗Erſatzmarke 15, ferner für 4 Pfund die linke Seite A des Stammabſchnittes der neuen Zuſatzkarte für Schwerarbeiter(beim gleichen Händler wie in voriger Woche); außerdem die Wechſelmarken. Zur Beſtellung bis ſpäteſtens Donnerstag Abend die Kar⸗ toffelmarke 41 und die Zuſatzmarke 17 ſowie die Wechſelmarken. Schweizerkäſe: Für 100 Gramm die Allgemeine Lebensmittelmarke 2 in den Verkaufsſtellen für Butter und Eier—300 auf Kundenliſte. Konenſterte Milch: Für ſede Haushaltung 1 Flaſche kondenſierte, ge⸗ zuckerte Vollmilch zu 1,85 Mk. oder 1 Doſe kondenſierte gezuckerte Vollmilch zu 1,55 Mk. gegen die Haushaltungsmarke 85 in den Verkaufsſtellen für Butter und Eier 260—530. Seiſe: Für 100 Gramm K..⸗Seife die Allgemeine Sebensmittelmarke Vin den Kolonialwarengeſchäften—400 auf Kundenliſte. Skädt. Lebensmittelamt. Zur Kartofſelverſorgung. Die Zufuhren von Kartoffeln ſind zwar immer noch recht unregel⸗ mäßig, doch hat ſich kerausgeſtellt, daß mancher Kartoffelhändler die zugewieſenen Kartofſeln ſehr ſpät abholen läßt. Jeder Kartoffethänd⸗ ler iſt verpflichtet, die bezahlten Kartoffeln ſpäteſtens Linnerhalb 24 Stunden vom Lager abzuholen, wenn er ſie ſich nicht durch die Kar⸗ toffelſtelle zufahren läßt. Beſchwerden wolle man ſofort bei der Kar⸗ toffelſtelle E 7, 28 anbringen, damit jeder einzelne Fall verfolgt und abgeſtellt werden kann. Verkauf friſchgebackenen Brotes verbotenl Es kommt neuerdings wieder öfters vor, daß in den Bäckereien von den Käufern friſchgebackenes oder gar warmes Brot verlangt wird. Demgegenüber muß erneut darauf hingewieſen werden, daß nach der 55 des Reichskanzlers über die Bereitung von Backwaren vom 26. Mai 1916 das Brot erſt 24 Stunden nach Beendigung des Backens aus der Bückerei abge⸗ geben werden darf und unter Strafe ge⸗ ſtellt ſind. Ueberdies iſt hervorzuheben, daß der Genuß friſchgebackenen Brotes unbedingt geſundheitsſchädlich iſt, namentlich Magen⸗ und Darmkrankheiten verurſacht und in der jetzigen Zeit der Ruhrepidemie hier doppelt gefährlich iſt. Unſere Hausſammlung wird erſt wieder nach den Fe⸗ rien fortgeſetzt. Die Sammlerinnen der Metallſammelſtelle ſind zur Annahme von Kleidungs⸗ und Wäſcheſtücken nicht berechtigt. Spart an Schuhen und Skiefeln! Schonk Eure Lederſtiefel für den Winter! Leder iſt unerſetzlich. Geht in Holz-Sandalen, oder laßt Eure Kinder während der warmen Jahreszeit barfuß gehen! Tragi Holz⸗Sohlent Städtiſche Bekleidungsſtelle, F 8, 5/6. * Kaninchenfleiſch. Am Donnerstag findet wieder auf dem Marktplatz Verkauf von lebenden und geſchlachteten Kan inchen ſtatt. Be⸗ ſtellungen auf geſchlachtete, bratfertige Kaninchen pro Pfund 2,30 Mk. (markenfrei) nimmt die Geſchäftsſtelle der Mannheimer Abfall⸗Ver⸗ wertung, Telephon über Rathaus, jederzeit entgegen. Sammelt die Küchenabfülle. Bewahrt ſie vor Verderb. Ihr ſtreckt dadurch unſere Viehfuttervorräte. Bringt ſie zu den Annahmeſtellen der Mannheimer Abfall⸗Ver⸗ wertung oder meldet, Ihr Hansfrauen, in der Geſchäftsſtelle, wo und wann ſie abgeholt werden können. Die Annahmeſtellen ſind geöffnet: 687 Uhr: am Marktplatz jeden Tag, Ecke Wallſtadtiſtraße: täglich, Uhlandſchule: Montags, Mittwochs, Samstags, Luiſenring 44: Jeden Tag(Annahme von jegl. Sorten Altwaren wie Papier, Lumpen, Mekalle, Korken, Flaſchen, Gummi, Knochen, 4 Kaiſeeſatz. (Johanniskirche)z: Montags, Mittwochs und amstags. Die Kommiſſion der Mannheimer Abſall⸗Verwertung: Geſchäftsſtelle: O 7, 0. Telephon über Rathaus. 8 dacht die Herren Prokuriſten Friedrich Hage und Wilh. S ch war z für 0 9710 238 505 ununterbrochene treue Dienſte bei der Firma „Faſig u. Sohn, wohnhaft in Mannheim. BUeberwachung des Lebensmittelhandels. Die Kgl. Eiſenbahn⸗ direktion Ludwigshafen a. Rh. gibt ihren Stationen bezüglich der Ueberwachung des Lebensmittelhandels folgendes bekannt: Nach Feſtſtellungen des Miniſteriums des Innern hat der unbefugte Lebensmittelaufkauf, Lebensmittelhandel und Lebensmittel⸗ verkehr in gewiſſen Gegenden einen K6bege Umfang, ſowie eine ſolche Art und Weiſe angenommen, da dagegen mit aller Strenge vorgegangen werden muß, wenn nicht Ordnung und Eigentum, die Sicherheit der reifenden Ernte und damit die geſamte Volksernäh⸗ rung gefährdet werden ſollen. Insbeſondere wird gegen ſolche Leute vorgegangen werden müſſen, welche die Lebensmittel aus Bayern entgegen den erlaſſenen Beſtimmungen ausführen wollen und welche dieſe nicht für einen eigenen Haushalt, ſondern zum weiteren —.7 fortzuſchaffen ſuchen. Nach Aeußerung des Staatsminiſte⸗ riums des Innern legen jedoch die Eiſenbahnbeamten dieſe Beſtim⸗ mungen ſo aus, daß ſie das Vorgehen der Polizei als eine Unbe⸗ quemlichkeit und eine ihren Dienſtaufgaben fremde und abträgliche Maßnahme eben noch dulden, nicht aber fördern ſollen. Wenn auch durch die Ueberwachung und Unterſuchung der Reiſenden, des Hand⸗ gepäcks uſw. der Eiſenbahnbetrieb nicht behindert oder geſtört werden darf und auch das Eiſenbahnperſonal die Interſuchung nicht ſelbſt vornehmen oder K deen darf, ſo iſt doch ein Entgegenkommen ge⸗ ſtattet. Streng iſt darauf zu achten, daß alle Be ſtimmungen über Verbote genau eingehalten werden.(.) 5 —— Ha fanlihſede daß man Feſte feiert, als wäre tiefſter Frieden. Er⸗ Eine ſtes Anzeichen! ungewöhnliche Dichterehrung. ſollen d Veranlaſſung des Staatsſekretärs des Reichsmartneamts hurger In in der Seeſchlacht am Skagerrak untergegangenen Ham⸗ NartDichter Gorch 567 ck zum Gedächtnis vier im Bau ene Seefne! Hilfsſchifſe die Namen:„Gorch Fod“— nlabrt iſt not“—„Hein Godenwind“ und don Guenwärder“ erhalten.— Ein neuer Nachlaßband Hamburch Fock erſcheint—5 im Verlag von M. Glogau in eined„Sterne überm Meer“, Tagebuchblätter und „Jugend⸗ Lebensbeſchreibung und einem Bild. ür die Jugend. legten* oſſ. Ztg. ſchreibt: Mein Weg führte mich an einem der wurde gonntage an einem Vorſtadttheater vorüher. Die Kaſſe EWigſdherade zur Nachmitta gegfſuet, viele Kinder, „du endbrig meiſt, drängten ſich um Einlaß. Man gab— Halbes Rom Und ein eiwa grwölffähriger ret ſur, Nue⸗ 2 richther weiten Male und ſei 5 der Anſicht ſeiner Mutter, Kientopp e a, wenn ooch Kindervorſtellung, ſei beſſer als (Leaband d* ſicht. ſtrühmte Rechtslehrer der Straßburger Univerſität, beab⸗ Zarg ich mit dem nächſten Winterholbjahr von der Lehrtätigkeit fläfiſchen 3 1e hen. Er wird dann 46 Jahre dem Lehrkörper der en ah +—— haben und im Alter von 80 Jahren er Baterſtadt Heidelberg und Berun und kehrte vor ſeiner Ueber⸗ edichte Sohn eines Breslauer Arztes, ſtudierte in ſiedelung nach Straßburg in Heidelberg und Königsberg. Ehren⸗ volle Berufungen nach Heidelberg, Tübingen, Wien und Berlin haben ihn aus Straßburg ebenſowenig fortlocken können wie Aner⸗ bietungen hoher Stellen im Juſtizdienſt. Die bedeutendſten Staats⸗ rechtler, Staats⸗ und Verwaltungsbeamten der Gegenwart ſind La⸗ bands Schüler geweſen; viele als Hörer ſeiner formvollendeten Vor⸗ leſungen, die meiſten als Lehrer ſeiner Schriften, die dem Staatsrecht gänzlich neue Bahnen gewieſen hat. Eine Petrarca-Bibliothek in Oeſterreich. Den„M. N..“ entnehmen wir: Eine der Kollektion Fiskes, über die vor kurzem berichtet worden iſt, vollkommen ebenbürtige Sammlung iſt, wie der k. k. Bibliotheksdirektor Grolig in Wien mit⸗ teilt, die von dem Rechtsanwalt Domen er de Roſetti angelegte Biblioteca Petrarchesca, die ſich jet in der Stadtbibliother zu Trieſt 5 Ihr urſprünglicher Beſitzer war auch der Verfaſſer des erſten gedruckten Patege, der bereits 1834 erſchienen iſt und in Neubearbeitungen von Hortis(1874) und von Suttina(1908) heraus⸗ gegeben worden iſt. Im Serapeum(1862) und in den Transactions of roy. ſoc. of lit.(1878) wurde ausführlich über dieſe Bibliothek berichtet.— Die Kollektion Fiske iſt 5 weder in der Idee noch in der Ausführung etwas Neues oder Einzigartiges.— Uebrigens hat L. S. Olſchki in Florenz eine ſchöne Petrarca⸗Sammlung ange⸗ legt und in der Bibliophilia(1904) beſchrieben. Sie wurde für die Stadtbibliothek in Ravenna angekauft.— Die in den Bibliotheken Roms vorhandene Petrarca⸗Literatur hat bereits 1874 Narducci Seſandmengeſtelt— Wir brauchen alſo nicht erſt eine Reiſe über en Ozean nach Ithaca zu unternehmen, wenn wir uns mit dem Studium Petrarcas zu beſchäftigen Luſt haben. Inhaber Kommerzienrat Anton Faſig, 65 Scheidemann in Mannheim. 85 Eine ſtürmiſche Friedens-Verſammlung. Die ſozialdemokratiſche Verſammlung, die geſtern abend im Nibelungenſaal des Roſengartens mit dem Reichstagsabg. Scheide⸗ mann als Redner ſtattfand, nahm einen ſehr bewegten Ver⸗ lauf. Ums Haar wäre es einem Häuflein von ſogen.„Unabhän⸗ gigen“, die mit der Politik Scheidemanns nicht einverſtanden ſind, gelungen, die Verſammlung zu ſprengen. Der Zudrang war dermaßen ſtark, daß ſchon gegen 8 Uhr die Eingangstüren zum Roſengarten geſchloſſen werden mußten, ſodaß Hunderte keinen Ein⸗ laß finden konnten. Im Saale ſelbſt war jedes verfügbare Plätzchen beſetzt. Selbſt das Podium hatte man mit Beſchlag belegt. Die Erſchienenen ſetzten ſich nicht durchweg aus Anhängern der ſozial⸗ demokratiſchen Partei zuſammen. Auch die bürgerlichen Kreiſe waren ſtark vertreten. Die Perſon des Redners intereſſierte. Ebenſo waren ſehr viele Frauen erſchienen. Selbſt Kinder hatte man mitgebracht, eine Unbedachtſamkeit, die gerügt werden muß. Wenn es nicht mög⸗ lich iſt, die Kinder daheim zu laſſen, dann ſoll man auf den Beſuch derartiger Veranſtaltungen verzichten. Die Verſammlung wurde pünktlich um 9 Uhr durch Herrn Reichstagsabg. Lehmann mit der Mitteilung eröffnet, daß das Bezirksamt unterſagt habe, daß ſich an den Vortrag eine Diskuſſion anſchließe. Schon dieſe Bemerkung rief große Unruhe hervor. Stürmiſche Pfuirufe erſchollen. Als die energiſche Hand⸗ habung der Glocke ſoweit wieder Ruhe hergeſtellt hatte, daß ſich der Vorſitzende verſtändlich machen konnte, wurde die Verſammlung er⸗ mahnt. ſich in das Unabänderliche zu ſchicken. Herr Lehmann bemerkte, die Verſammlung würde überhaupt nicht geſtattet worden⸗ ſein, wenn man ſich dem Beſchluß des Bezirksamtes nicht gefügt hätte. Wenn die Verſammlung nicht den gewohnten Verlauf nehme, dann beſtehe zudem die Gefahr der Auflöſung. Außerdem müſſe damit gerechnet werden, daß weitere Verſammlungen über⸗ haupt nicht mehr geſtattet würden. Damit würde dem Friedens⸗ gedanken ein ſchlechter Dienſt erwieſen. Der Redner wird von neuem unterbrochen. Aus der Gruppe der„Unabhängigen“, die mitten im Saale an zwei Tiſchen Platz genommen hatten, wird das Wort zur Geſchäftsordnung verlangt. Der Stadtö. Remmele von hier, der zu den Radikalen gehört, verſucht zu ſprechen, vermag ſich aber bei der allgemeinen großen Unruhe und bei den ſtürmiſchen Zurufen nicht verſtändlich zu machen. Herr Lehmann ſchwingt unaufhörlich die Glocke. Ohne Erfolg. Die Erregung, die das Verhalten der Radikalen hervorgerufen hat, will ſich nicht legen. Die„Unabhängigen“ ſtimmen die Marſeiltaiſe an. Der Anfang des Liedes wird mit ziemlicher Ruhe angehört. Als aber der Geſang nicht aufhören will, erhebt ſich der Ent⸗ rüſtungsſturm, in den ſich Rausrufe miſchen, von neuem. Das Bureau auf dem Podium iſt machtlos. Nun verſucht Herr Scheidemann zu ſprechen. Er tritt ans Rednerpult und bemerkt, man dürfe überzeugt ſein, daß in dieſem Saale kein Menſch mehr bedaure, wie er, daß das Diskuſſionsverbot ergangen ſei. Er wiſſe die verbitternde Wirkung dieſer Verbote am beſten zu würdigen, denn ihm ſelbſt ſei monatelang das Sprechen in Deutſchland verboten geweſen. Das Verbot mache es ihm aber zur ſelbſtverſtändlichen Pflicht, Reſerve zu üben. Er habe die Abſicht ge ⸗ habt, ſehr deutlich zu reden. Das könne er nicht, nachdem ihm be⸗ kannt geworden ſei, daß die Gegner leider nicht zu Worte kommen könnten. Als Herr Scheidemann nunmehr ſeinen Vortrag beginnen will, wird durch Zwiſchenrufe neue Unruhe erzeugt. Herr Scheidemann gibt den Ruheſtörern zu bedenken, daß die Ver⸗ ſammlung zu dem Zweck einberufen ſei, für den Frieden zu arbeiten. Eine Handvoll Leute ſcheuten ſich nicht, dieſe Aktion zu ſtören. der Lärm wird wieder dermaßen arg, baß ſich Herr Scheidemann nicht mehr verſtändlich machen kann. Herr Lehmann gibt, nachdem ſich die Unruhe wieder einigermaßen gelegt hat, be⸗ kannt, daß der Wunſch geäußert werde, daß darüber abge⸗ ſtimmt werde, ob Herr Scheidemann ſprechen ſolle oder nicht. Der Redner wendet ſich gegen dieſen Vorſchlag mit dem Bemerken, daß die überwiegende Mehrzahl der Verſammlung zu dem Zwecke gekom⸗ men ſei, Herrn Scheidemann zu hören. Von neuem wendet ſich die Entrüſtung gegen das kleine Häufchen, das Tauſende terroriſiert. Als Herr Scheidemann wieder das Wort ergreifen kann, iſt es bereits 349 Uhr. Die Unruhe legt ſich ſoweit, daß der Red⸗ ner einigermaßen verſtändlich iſt. Er beginnt mit einem Kückblick auf die Verſöhnungsbeſtrebungen der deutſchen Sozialdemokratie vor dem Kriege, die in den Konferenzen von Bern und Baſel gipfelten. Als der Redner zur Beſprechung der Urſachen des Weltkrieges, die er hauptſächlich dem Imperialismus zuſchiebt, übergehen will, wird er von Neuem durch Zwiſchenrufe unterbrochen. Wieder erhebt ſich ein Entrüſtungsſturm. Ein Verſammlungsteilnehmer verſucht der Obſtruktionsgruppe Vernunft beizubringen. Er kann ſich am Tiſche des Bureaus aber nur ſchwer verſtändlich machen. Die Entrüſtung der Verſamm⸗ lung macht ſich in Zurufen Luft, die die Hinausbeförderung der Störenfriede verlangen. Man muß jeden Augenblick auf Tät⸗ lichkeiten gefaßt ſein, da die radikale Gruppe immer mehr umdrängt wird. Schließlich kann die Stimme des Herrn Land⸗ tagsabgeordneten Strobel den Lärm durchdringen. Der Red⸗ ner ſpricht ebenfalls ſein Bedauern aus, daß in einer ſolch ernſten Zeit derartige Radauſzenen aufgeführt werden von Leuten, die kein Verantwortungsgefühl haben. Derartigen Elementen gegen⸗ über könne es keine Rückſicht mehr geben. Der Sozialdemokratiſche Verein Mannheim habe die Verſammlung einberufen, um für den Frieden zu wirken. Wer heute eine derartige Arbeit ſtöre, ver⸗ ſündige ſich nicht nur an der arbeitenden Bevölkerung, ſondern an der ganzen Nation. Als Mieter des Lokals fordere er die Ruhe⸗ ſtörer auf, den Saal zu verlaſſen. Herr Strobel nennt drei Namen, darunter einen Braunſchweiger namens Oerterer, der ſich beſonders durch Zwiſchenrufe bemerkbar gemacht hatte, und den Stadtv. Remmele. Neue große Unruhe. Die Hinausge⸗ wieſenen ſchicken einen Geſinnungsgenoſſen aufs Podium, der um die Zurücknahme des Lokalverbots mit dem Verſprechen erſucht, daß ſie ſich nunmehr ruhig verhalten würden. Herr Strobel verſucht vermittelnd einzugreifen mit der Zuſicherung, daß das Bureau beim Begirksamt auf die Zurücknahme des Dis⸗ kuſſionsverbotes einwirken werde. Mon ſollte Herrn Scheidemann inzwiſchen ſprechen laſſen. Das half. Um 9 Uhr konnte Herr Scheidemann endlich in ſeiner Rede fortfahren. Er wurde zwar auch jetzt noch durch manchmal recht törichte Zwiſchenrufe unterbrochen, auf die er recht ſchlag⸗ fertig erwiderte, aber die Ruhe hlieb nunmehr wenigſtens gewahrt. Wer gemeint hatte, Neues zu hören, wurde nicht wenig enttäuſcht. Die Rede war im Großen und Ganzen eine Rechtfertigung der Taktik der Mehrheit der deutſchen Sozialdemokratie während des Krieges. Jedem Zeitungsleſer, der die Tagesereigniſſe aufmerk⸗ ſam verfolgt, waren dieſe Einzelheiten bekannt. Es iſt auch be⸗ kannt, daß ſich Herr Scheidemann für einen Verſtändigungsfrieden SSSSS 4. Seite. Nr. 3633. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Dienstag, den 7. Auguſt 151. ohne Annexionen und Entſchädigungen einſetzt. Auch dieſe Stel⸗ lungnahme wurde eingehend begründet. Durch die am(9. Juli im Reichstag angenommene Friedensreſolution habe ſich die Mehr⸗ heit, hinter der neun Zehntel des deutſchen Volkes ſtünden, ein für alle Mal auf den Verſtändigungsfrieden feſtgelegt. Auch der Reichskanzler habe ſich mit aller Deutlichkeit gegen Vergewaltigun⸗ gen ausgeſprochen. Schwer enttäuſcht habe die bisherige Haltung der engliſchen Arbeiterſchaft, die man in Deutſchland jahrzehnte⸗ lang als Muſter hingeſtellt habe. Um den Frieden zu beſchleunigen, brauche man eine Regierung, die einmal klipp und klar auf dem Boden der Wahlrechtsbotſchaft ſteht und zum andern die Reichstagsreſolution zur Durchführung bringen will. Unter allen Umſtänden müſſe weiter der engliſche Glaube zerſtört werden, daß es einerſeits in Deutſchland noch eine Menge Menſchen gebe, die den Krieg zur Vergewaltigung des Feindes weiterführen, und daß andererſeits Deutſchland vor dem Zuſammen⸗ bruch ſtehe. Der gegenwärtige ruſſiſche Zuſammenbruch zeige, was. aus Deutſchland geworden wäre, wenn die Mehrheit der Sozialdemo⸗ kratie von ihrer bei Kriegsbeginn eingenommenen Haltung abgewichen wäre. Der deutſche Zuſammenbruch mußte unter allen Umſtänden vermieden werden, denn niemand hätte ihn ſchlimmer bezahlen müſſen, als die deutſche Arbeiterſchaft.(Lebhafter Beifall.) Mit der Auswahl der neuen Regierungsmänner iſt der Redner wenig einverſtanden. Das ſei keine Neuorientierung. Man wolle kein Beamtenminiſterium, ſondern eine Regierung, in dem der Wille des Volkes klar zum Ausdruck komme. Er hoffe deshalb, daß das neue Miniſterium ein möglichſt ſchnelles Ende nehmen und durch ein wirklich parlamentariſches Miniſterium erſetzt wer⸗ den wird. Als Herr Scheidemann ſeine ſtark einſtündigen Ausführungen beendigt hatte, gab Herr Strobel bekannt, daß das Bezirksamt die Aufhebung des Diskuſſionsverbots abgelehnt habe. Dann wurde über folgende Entſchließung abgeſtimmt: Die heute im Nibelungenſaal des Roſengartens tagende, „von der Sozialdemokratiſchen Partei Mannheims einberufene Volksverſammlung ſtimmt den Ausführungen des Referenten, Reichstagsabg. Scheidemann, zu. Sie erklärt ſich mit den von der Sozialdemokratiſchen Partei Deutſchlands eingeleiteten Ar⸗ i beiten für einen Verſtändigungsfrieden ohne Annexionen und 4 * Kriegsentſchädigungen einverſtanden und begrüßt insbeſondere den von der Mehrheit des Reichstages gefaßten Beſchluß vom 19. Juli 1917. Da bei der Abſtimmung keine Gegenprobe erfolgte, konnte man nicht die Stärke der anweſenden Gegner feſtſtellen. Mit einem Hoch auf den Frieden wurde die Verſammlung gegen halb 41 Uhr geſchloſſen. Aachtrag zum lokalen Teil. Gedenkblatt für Angehörige gefallener Krieger. Das Kriegs⸗ miniſterium beſtimmt, daß beim Gedenkblattverſand auf der Rück⸗ ſeite des Gedenkblattes ſtets ein kleiner Zettel mit der genauen Be⸗ zeichnung des abſendenden Erſatztruppenteils und ſeines Standortes anzubringen iſt. Die Polizeibehörden ſind als⸗ dann in der Lage, mit den Erſatztruppenteilen unmittelbar in Ver⸗ bindung zu treten, wenn ſich die auf den Gedenkblättern vermerkten Angehörigen der Gefallenen nicht ermitteln laſſen. 9 * Brände in der Nähe von Erfahrungsgemäß mehren ſich in der heißen die Brände in der Nähe von Bahnanlagen. Wenn jemals, ſo iſt jetzt mit allen Mitteln zu ver⸗ 83 daß auch das mindeſte an Feldfrüchten unnöti verdirbt. Brände werden feſtgeſtelltermaßen nicht nur durch Funkenflug aus den Lokomotiven, gegen den die Eiſenbahnverwaltungen beſon⸗ dere Vorkehrungen getroffen haben, hervorgerufen; ſie ſind oft auch durch leichtfertiges Wegwerfen von brennenden Zigarren⸗ und Zigarettenſtummeln oder Zündhölzern verurſacht. Darim im vater⸗ ländiſchen Intereſſe Vorſicht! 8 Polzeibericht vom 7. Auguſt. Tödliche Unglücksfälle: Die im geſtrigen Polizeibericht erwähnte 21 Jahre alte verwitwete Schaffnerin, welche am 3. ds. Mts. auf dem Bahnhof Käfertal zwiſchen eine Rampe und eine rangierende Maſchine gedrückt und an beiden Oberſchenkeln erheblich gequetſcht wurde, iſt am 6. ds. Mts. vormittags 3/ Uhr im Allgemeinen Kran⸗ kenhaus hier ihren Verletzungen erlegen.— Geſtern Nacht 10% Uhr wurde die 70 Jahre alte Witwe Franziska Reinhard von hier am Tatterſall von einem elektriſchen Straßenbahnwagen erfaßt und über⸗ fahren. Es wurde ihr der rechte Fuß am Knöchel abgefahren und mußte ſie ins Allgemeine Krankenhaus überführt werden, woſelbſt ſie heute früh 5½ Uhr geſtorben iſt. Brandausbruch: Durch Kursſchluß entſtand geſtern Nach⸗ mittag 4 Uhr in einem Fabrikanweſen auf Waldhof au einem elek⸗ triſchen Aufzug ein Brand, welcher durch die Fabrikfeuerwehr als⸗ bald wieder gelöſcht werden konnte. Es entſtand dadurch ein Gebäude⸗ ſchaden von etwa 1000 und ein Fahrnisſchaden von etwa 2000 Mark. Verhaftet wurden 14 Perſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen, darunter zwei Fabrikarbeiterinnen von Oberkirchen, bezw. Mundenheim wegen Diebſtahls, ein Taglöhner von Rettigheim Diebſte und ein Metallſchleifer von Neckarau wegen Rus dem Großherzogtum. 850 6. Auguſt. Prof. Dr. Ludw. Lemme ein be⸗ kannter Lehrer der evang. Theologie an unſerer Univerſität, kann am 8. Auguſt ſeinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar in Salzwerd in der Altmark als Sohn des Tiſchlers Heinrich Lemme geboren. Seine Studien hat Lemme in Berlin zurück⸗ elegt, dann wurde er Hauptlehrer, 1872 Repetent der theolog. Fakultät in Göttingen, 1874 zweiter Inſpektor des Berliner Dom⸗ kandidatenſtiftes und Domhilfsprediger 1876 Konviktsinſpektor des „„Johanneums“ und Privatdozent in Breslau, ſpäter Profeſſor in Bonn, 1890 wurde Lemme nach Heidelberg berüfen auf den Lehr⸗ ſtuhl, den einſt Richard Rothe inne hatte. Seither wirkte dort Lemme als einziger Vertreter der Richtung in der evang. Fakultät der Heidelberger 8 er Generalſynode hat Lemme lüngere Zeit angehört. Seit vielen Jahren iſt er zweiter Vorſitzender der Evang. Konferenz, der Organiſation der Kirchlich⸗Poſitiven Badens.— Im Akter von 78 Jahren ſtarb hier Medizinalrat Dr. Guſtavp Vulpius, der frühere langjährige Vorſtand der Apotheke des hieſigen Akadem. Krankenhauſes. Von dem Verſtorbenen, der ſehr beſcheiden und zurückgezogen lebte, ſtehen zwei Söhne im Felde, von denen der eine der bekannte hieſige Prof. der Chirurgie Dr. Oskar Vulpius iſt. 9 6. Aug. Ein ruſſiſcher Kriegsgefangener hat dem Sjährigen Ad. Berg, der auf einem Futterwagen ziemlich ver⸗ borgen ſaß, die Senſe ins Auge geſchlagen. Er wollte die Senſe im Getreide bergen und traf dabei unglücklicherweiſe den Jungen. Die Senſe drang tief ins Gehirn. Der Junge, der in das Heidelberger Akad. Krankenhaus eingeliefert wurde, iſt unter großen Schmerzen heute morgen geſtorben. GGamburg bei Wertheim, 5. Aug. Ein hier bei einer Fa⸗ milie zu Beſuch weilender 11jähriger Knabe iſt beim Baden in der Tauber ertrunken. Der zur Zeit auf Urlaub weilende Unteroffizier Edward Günzer bemerkte den ſinkenden Knaben ihn retten; aber auch er ertrank bei dem Rettungs⸗ werk. “ Karlsruhe, 6. Auguſt. In würdevoller, den Zeitverhältniſſen Rechnung tragender Weiſe beging am Sonntag die St. Stephans⸗ pfarrei das goldene Prieſterjubiläum ihres Pfarrherrn, des Geiſtl. Rats, Stadtdekans und Ehrendomherrn Anton Knörzer. An der Feier nahmen neben der katholiſchen Gemeinde auch viele Andersgläubige teil. Vormittags fand Feſtgottes⸗ dienſt mit levidiertem Hochamt ſtatt, das der Jubilar ſelbſt zele⸗ brierte, daran 1900 ſich Tedeum und Feſtpredigt durch Herrn Jom⸗ en ferner der Prüſident des Evangeliſchen Oberkirchenrats Uibel. Das Großherzogspaar hatte ein herzliches Glückwunſch⸗ ſchreiben geſchickt, ebenſo Großherzogin Luiſe, die ein ſes Blumengebinde überreichen ließ, ferner Prinz und Prinzeſſin Max. In der Kirche verlas Stadtpfarrer Iſe⸗ lreichen Gratulationen war Bürgermeiſter Dr. Paul erſchienen, kapitular Dr. aus Freiburg. Der feierlichen Handlung u. a. an Miniſter des Innern Freiherr von Bodman, iniſter Rheinboldt und Kultusminiſter Hübſch, man von Karlsruhe⸗Mühlburg da⸗ 4 1 hatten Miniſter v. Bodman um die Glückwünſche der Stadtgemeinde zu überbringen. Faſt endlos war: lt.„Bad. Preſſe“ die Zahl der eimaufenden Schreiben, Telegramme und Blumen⸗ Arrangements. Nach dem Zeſtgottesdienſte fand in den unteren Räumen des Stephanspfarrhauſes ein den Zeitverhältniſſen ange⸗ aßtes, beſcheidenes Miitagsmahl im engſten Kreiſe von Confratres tatt. Erwähnt ſei noch, daß beim Feſtgottesdienſt der Stephans⸗ kirchenchor ein eigens für den geſtrigen Feſttag komponierte⸗ Tu es sacerdos und die Missa solemnis-moll von Fr. Picka, ferner ein vom Chorleiter, Obermuſiklehrer Steinhart, komponiertes Veni creator ſtimmungsvoll zum Vortrag gebracht wurden. rr. Baden⸗Baden, 6. Auguſt. Wie heüte früh gemeldet wurde, iſt der von ſeiner Familie als vermißt gemeldete Rentner Fried⸗ rich Fiſcher geſtern wieder in ſeine Wohnung zurückgekehrt. Der Meldung darf angefügt werden, daß ihm erfreulicherweiſe keinerlei Unglücksfall zugeſtoßen iſt. Wie es heißt hatte Fiſcher in den aus⸗ gedehnten Waldungen der Umgebung eine Wanderung unter⸗ nommen, ſich dabei verirrt und den Heimweg nicht mehr ge⸗ funden, ſodaß er auch die Nacht im Freien bezw. im Walde ver⸗ bringen mußte. * Raſtatt, 4. Aug. Der Generalſekretär des Landesverbandes badiſcher Gewerbe⸗ und Handwerkervereinigungen, Herr Endres, erhielt für ausgezeichnete Patrouillenführung vom Kaiſer perſön⸗ lich das Eiſerne Kreuz 2. Klaſſe und wurde zum Vizefeldwebel befördert. * Ottenhoſen, 6. Auguſt. Einige Zeit vor Abfahrt des Zuges, als dieſer noch rangierte, ſprang dieſer Tage auf dem hieſigen Bahnhof der vom Urlaub zurückkehrende Soldat Wilhelm Maier von Seebach vorſchriftswidrig auf den noch in Bewegung befindlichen Zug. Hierbei erhielt er das Uebergewicht und fiel ſo unglücklich wiſchen zwei Wagen, daß ihm mehrere Räder über den Unterleib — Der Schüerverletzte wurde nach wenigen Minuten durch den TDod von ſeinen fürchterlichen Schmerzen erlöſt. Das Unglück geſchah vor den Augen der Schweſter, welche den ſcheidenden Bruder zum Bahnhof begleitet hatte. *Ebersweier(Offenburg), 4. Aug. Der Eiſenbahnſchloſſer Karl Brunner von hier, ein 30 Jahre alter verheirateter Mann und Vater eines Kindes, der als Soldat ſchon an der Front ſtand, dann aber als Reklamierter in der Eiſenbahnwerkſtätte arbeitete, traf, wie er ausſagte, abends im Felde einen wildernden Soldaten an. Dieſer gab einen Schrotſchuß auf ihn ab, der Brunner in den Bauch traf. Der Schwerverletzte wurde noch am gleichen Abend ins Offenburger Krankenhaus gebracht, wo er verſtor ben iſt. 2 )2( Aach, 4. Auguſt. Der Pächter der Bommermühle, Valentin Schacher, hatte einen Gang abgeſtellt, um ein warmgelaufenes Lager nachzuſehen. Der Transmiſſionsriemen ſcheint dann ſelbſttätig den Vollauf wieder erfaßt zu haben, denn plötzlich lief das Getriebe wieder an. Schacher wurde am linken Arm von einem Kammrade erfaßt, und bis auf ſein Hilferufen ſeine Frau herbeieilte und die Mähle abſtellte, war der bedauernswerte Mann ſchrecklich zugerichtet. Im Spital in Engen, wohin er durch Mitglieder der Sanitätskolonne verbracht wurde, mußte ihm der linke Arm vollſtändig abgenom⸗ men werden. Auch hat er ſchwere innere Verletzungen erlitten. oc. Freiburg, 6. Auguſt. Auf Grund der im letzten Winter mit der Kartoffelverſorgung gemachten Erfahrungen iſt der Stadtrat beim Miniſterium des Innern mit allem Nachdruck für die Selb ſt⸗ eindeckung der Kartoffeln auf Grund des Bezugsſchein⸗ verfahrens eingetreten, ( Konſtanz, 6. Aug. Zwiſchen dem Inſelhotel und der Rhein⸗ brücke hat ſich ein ſchweres Bootsunglück ereignet. Die erſt jüngſt zurückgekehrten Austauſchberwundeten Heinrich Hufer aus der Gegend von Frankfurt a. M. und Friedrich Tömpfmann aus Bielefeld fuhren auf den See und wollten die Ruder wechſeln. Hierbei kippte das Boot um. Während ſich Tömpfmann an der Gondel feſthalten konnte, wurde Hufer abgetrieben und ver⸗ * ſank, bevor ihm Hilfe gebracht werden konnte. Pfalz, heſſen und Umgebung. p. Schifferſtadt, 5. Aug. Das ſeltene Ereignis der Herab⸗ ſetzung der Gemeindeumlagen wird in dieſem Jahr hier Tatſache. Infolge der aus Holz und Gras erzielten Mehreinnahmen werden die budgetmäßig auf 200 Prozent feſtgeſetzten Gemeinde⸗ umlagen auf 150 Prozent erniedrigt. 8 Neuftadt a.., 5. Aug. Verhaftet wurde geſtern abend in Speyer der bei der Färberei und chemiſchen Reinigungsanſtalt Friedr. Meier im Neuſtadter Tal(Gemeinde Lindenberg) beſchäftigte Kut⸗ ſcher Wilhelm Wächter aus Gimmeldingen. ieſer hatte neben dem Stallgebäude ein größeres Quantum chemiſcher Waſchmittel geſtern früh zur Entzündung gebracht, wodurch das Pferd im Stall erſtickte und auch die Familie Meier, deren Wohnung über dem Stallgebäude liegt, gefährdet wurde. Glücklicherweiſe wurde der Brand noch rechtzeitig entdeckt, ſo daß die Feuerwehr Lindenberg einſchreiten und das Feuer löſchen konnte. Man nimmt an, daß der Kutſcher aus Rache die Tat verübt hat. Bei ſeiner Verhaf⸗ tung fand man bei ihm noch einige hundert Mark, die von Geldern hertühren ſollen, die Wächter unterſchlagen hat. Dieſe Unterſchla⸗ gungen ſollen ſich auf etwa 2000 Mark belaufen. Nach der Tat ging Wächter flüchtig, iſt aber, wie eingang⸗ bemerkt, ſchon in Speyer verhaſtet worden. § Pirmaſens, 6. Aug. Nunmehr ſind neun Wochen ſeit dem ſpurloſen Verſchwinden des Berliner Großkaufmanns Löwen⸗ thal vergangen, ohne daß der Schleier des Geheimniſſes gelüftet werden könnte. Bis heute iſt weder von der Leiche des Vermißten noch von der mitverſchwundenen Geldſumme von über 40 000 Mark auch nur eine Spur gefunden. Mit dem Fortſchreiten der Zeit ent⸗ ſtehen für die Aufdeckung des Verbrechens immer größere Schwierig⸗ keiten. Von den fünf vorgenommenen Verhaftungen konnten nur zwei aufrecht erhalten werden, die von Schuhfabrikant Geb⸗ hardt und Sohn, die im Zweibrücker Unterſuchungsgefängnis ſitzen und die immer noch ſchwer belaſtet erſcheinen. Nach wie vor iſt aber nichts Aufklärendes aus ihnen herauszuholen. Sie tragen ſortgeſetzt ein zuverſichtliches Weſen zur Schau. Die Unterſuchung wird inzwiſchen raſtlos weitergeführt. Letzte Meldungen. Ein Abrücken Japans? c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 7. Aug. japaniſche Regierung hat beſchloſſen, keine freund⸗ ſchaftliche Abordnung an die Alliierten zu ſenden, ſie will ihnen dafür aber Unterſtützung für Verwundete und Kranken zu⸗ kommen laſſer. Frankreich, England, Belgien und Italien ſollen zu dieſem Zwecke 360 000 Yen erhalten. Dieſe Gabe wird im Auguſt ausbezahlt und von je einer in engliſcher und franzöſiſcher Sprache abgefaßten Sympathieerklärung begleitet ſein. Die Entwicklung der neuen Flandernſchlacht. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 7. Auguſt.(Pr.⸗Tel. z..) Die Schweizer Blätter geben den geſtrigen offiziöſen Havaskom⸗ mentar wieder, der beſagt, daß die neue Schlacht in Flandern noch von langer Dauer ſein wird, daß es aber wahrſcheinlich ſein wird, daß ſie mehrere Wendungen, ja ſogar einen Stillſtand zeigen werde. Kaiſer Karl in Czernowitz. Czernowitz, 6. Aug.(WrBNichtamtlich.) Meldung des Wiener k. u. k. Korreſpondenz⸗Büros. Kaiſer Karl RPte Morgen unter grenzenloſem Jubel. der Bevölkerung in zernow itz ein⸗ gezogen. Eine kürliſche Offenſive in Meſopotamien? c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 7. Aug.(Priv.⸗Tel., z..) Die„Basler Nachrichten“ melden: Wie„Secolo“ berichtet, rechnet man in Ententekreiſen für September mit einer türkiſchen Offenfive in Meſopotamien, welche die Rückeroberung Bagdads bezweckt. Neue Verſenkungen. Bern, 6. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Einer Meldemg „Imparcial“ zufolge haben U⸗Boote ſüdweſtlich von Cadix den nor⸗ (Priv.⸗Tel., z..) Die ſchweizeriſche Depeſchen⸗Information meldet aus Tokio: Die des wegiſchen Dampfer„Carol“(2345 B. R..), in der Nähe von Gi⸗ kondenſierter Milch für Hotels im Harz mit Fett verſorgte, braltar den engliſchen Dampfer„Jyes“ mit Zucker, Kaffee und runa einen engliſchen Dampfer von 3000 B. R. T. verſenkt. Rotterdam, 6. Aug.(WTB. Nichtamtl.)„Maasbode“ meldet, daß der italieniſche Dampfer„Car lo“(5572 B. R..) auf der Fahrt von England nach Italien torpediert wurde. Der ſchwediſche Dampfer „Anna“ iſt geſtrandet und befindet ſich in geführlicher Lage. Beiſpielloſe Verelendung Griechenlands. EBertin, 7. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Baſel wird gemeldet: Dem Briefe einer hochgeſtellten griechiſchen Perſön⸗ lichkeit in Athen an einen in der Schweiz lebenden Verwandten entnimmt der„Schweizer Allgemeine Preſſedienſt“ folgende Stellen: Du kannſt Dir keine Vorſtellung davon machen, was wir in Athen durchmachen: Hungersnot, Verelendung, Ver⸗ kommenheit. Alle ſtehlen, alle ſind wahre Briganten geworden. Die Frauen und Kinder ſterben vor Erſchöpfung auf offener Straße. Meine Frau hat Hunderten von Säuglingen, welche von ihren Müttern nicht mehr ernährt werden konnten, das Leben gerettet. Die kleinen Kinder ſterben wirkſich wie Fliegen. Die Hungerblockade iſt direkt verbrecheriſch. Die Hunde und Katzen liegen in den Gaſſen. Die Pferde können ſich kaum noch von der Stelle ſchleppen. Seit 3 Monaten wird die Stadt nachts nicht mehr beleuchtet. Da ſie vollſtändig im Dunkeln liegt, die Gen⸗ darmen und Poliziſten aber nach dem Pele ponnes verſchleppt ſind, ſo haben die Verbrecher frei Hand und fallen die Bürger an, um ſie 8 und zu mißhandeln. Die Perſonen, welche die Entente mit dieſen unmenſchlichen Maßregeln treffen will, werden natürlich nicht in Mitleidenſchaft gezogen, wohl aber das griechiſche unglückliche Land Der ſchweizeriſche Bundesrat. Pern, 6. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der ſchwei⸗ zeriſchen Der Bundesrat hat den Entwurf des Bundesbeſchluſſes betreffend die Reviſion des Artikels 95 der Bundes⸗ verfaſſung im Sinne der Erhöhung der Mitgliederzahl des Bundes⸗ rats von 7 auf 9 angenommen. Der Bundesbeſchluß unterliegt nur noch der Abſtimmung des Volkes in den Kantonen. 34 Die italieniſchen Paziſiſten.— Lebensmitielnot in Korenz. e. Von der ſchweizeriſchen Greuze, 7. Auguſt.(Pr.⸗Tel., z. Die Baſler Nachrichten melden aus Mailand: Dortigen Blättern zu⸗ folge verurteilte das Gericht von Aleſſandria zwei Sozialiſten und zehn Frauen zu Gefängnisſtrafen und Bußen, weil ſie dieſer Tage an einer Friedenskundgebung teilnahmen. Dem Avanti zufolge leidet Florenz unter einer ernſten Lebens⸗ mittelkriſis; die Behörde vermöge den Bedürfniſſen der Be⸗ völkerung nicht mehr zu genügen. Die Dienſtyflicht in Kanada. Rotterdam, 6. Auguſt.(W B. Nichtamtlich.) Der Nieuwe Rot⸗ terdamſche Courant meldet aus London, daß auch der kanadiſche Senat die Geſetzesvorlage über die Militärdienſtpflicht angenommen hat. Beſchlagnahme des Stahls in Amerika. Amſterdam, 6. Auguſt.(W7 B. Nichtamtlich.) Times meldet aus Newyork: Präſident Wilſon hat den geſamten, für die Aus⸗ fuhr beſtimmten Stahl, der nicht für Kriegszwecke der Alliierten benötigt wird, mit Beſchlag belegt. Kriegskredite in Braſilien. Paris, 6. Aug.(WTB. Richtamtlich.) Nach einer„Temps“⸗ Meldung aus Rio de Janeiro ſind den Kongreßausſchüſſen Anträge auf Eröffnung von Spezialkrediten in Höhe von 250 Mil⸗ lionen Francs für Heer und Marine zugegangen. Ordensverleihungen. Berlün, 6. Aug.(WXB. Nichtamtlich.) Der„Reichsanzeiger“ meldet: Dem Reichskanzler Dr. Michaelis wurde das Großkreuz des Roten Adlerordens, dem Staatsſekretär des Innern, Dr. Hͤlf⸗ ferich, ſowie dem Staatsſekretär des Reichsſchatzamtes, Grafen Roedern, der Rote Adlerorden erſter Klaſſe verliehen. Aufdeckung einer geheimen Schlüchterei. Wernigerode, 6. Aug.(Priv.⸗Tel.) Wie die„Wernigeroder Zeitung“ meldet, hat die Aufdeckung einer geheimen Schlächterei in Wernigerode, die in der Hauptſache eine Reihe größerer zur weiteren Folge, daß vom 15. Auguſt ab die Hotels„Fürſt Stollberg“ in Schierke,„Becker“,„Drei⸗Tannen⸗Höhe“ und„Fürſtenhöhe“ in Schierke von Seiten des Landrats in Wernigerode geſchloſſen worden ſind. Die großen Hotels bezogen ſeit langer Zeit große Mengen von Fleiſch aus dem verbotenen Fleiſchhandel und ver⸗ arbeiteten ſie für ihre Betriebe. Weitere Schließungen von Hotels ſtehen in Ausſicht. Auch einer Reihe von Händlern, ferner einigen Fleiſchermeiſtern in der Umgebung von Wernigerode wurde die Ausführung ihres Gewerbes unterſagt. 990 Handei und industrie. Einschränkung für den Vertrieb und die Herstellung von Glühlampen. Von der zuständigen behördhichen Stelle wird uns mitgeteilt, daß die vor einigen Tagen in die Presse gebrachte Mitteilung über Einschränkungen in dem Vertrieb und der Herstellung von Glühlampen nücht Zutreffend ist. Ueber die Frage der Ausfuhr von Glühlampen sind Erhebungen im Gange. WWiemer Wercparterderan. Wien, 6. Aug. VIB.) Der weitere siegreiche Vormarsch der verbündeten Truppen in der Bukowina verlieh dem Börsen- verkehr eine ſeste Haltung, doch nahm das Geschäft einen ruhigen Verlauf. Interesse zeigte sich für leitende Bank- und Mon⸗ tanaktien sowie für einzelne Kohlen-, Zement- und Eisenindustrie- werte, wogegen Schiffahrtsaktien drvch Enttastungsverkäufe wei⸗ ter gedrückt wurden. Am Anlagemarkte war der Kursstand gut behauptet, nur Südbahnwerte waren schwächer. Personalien. An Stelle des verstorbenen Reichstagsabgeord- neten Herrn Ernst Bassermann ist Herr Direktor Frank als Vor- Sitzender des Aufsichtsrats der ciein. Schuckert-Gesellschaft für elelctrische Industrie.-., gewälilt worden. Sehsterörse zu Bulsdurg-eanrer. Duisburg-Ruh rort, 6. Aug. Notierungen.) (Bergiabirt.) Frachtsätze von den Ritein-Ruhrhafen nach Mainz- Gustavsburg.50, nach Mainpläitzen bis Frankiust a. M..65, nach Mannheim.50, nach Karisruhe.05, nack Lauterburg.75, nach Straßburg i. E..—; Schlepplöhme von den Nhein Riuirhäfen .20—.40, nach Mannheim.40—.60. 1 5 Wasserstandsbeobacktungen im Monat August. Pegelstation vom Datum Rhein FF Hunlagen) 42.40268.502.50 Kehll!ll.. 4312.93.333.20 Maxauu 44.70.83.06505 annhelm„„ 443.70.86 404.23 alnzz:%4 40%„.10—.31 16.45 Kaub%„ 2*.132.53 Köln 2⁰¹ 201.94.29 vom Neckar: Hannheicri 43.613.77.004.05 Hellbronnnn.49 0⁴⁵.35 7 Rofter 4 1 55 Gibraltar und in der Nähe von Co⸗ N 0 9* Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Nr. 363. 5. Seite. Heute entschlief das Mitglied unseres Aufsichtsrats Herr Geheimer Kommerzienrat in Lahr in Baden. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen treuen und liebenswürdigen Freund und Berater, der an dem Emporblühen unserer Bank stets den regsten Anteil genommen hat. Er war jederzeit bereit, seine reichen Kenntnisse und grossen Erfkahrungen in den Dienst unserer Bank zu Stellen, wodurch er sich um den Ausbau und die Entwicklung unseres Instituts grosse Verdienste erworben hat. Wir werden dem Verschiedenen stets ein ehrendes und dankbares Andenken béwahren. MANNHEIM, den 6. August 1917. Auisichisrat und Vorstand der Süddeutschen Disconto-Gesellschzft.-G. Wirte-Innung creie innung) Mannheim Unseren verehrlichen Mitgliedern die Trauernachricht, daß unser lieber Kollege und Vorstandsmitglied leur OSkar Schindler gestern abend nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Der Verstorbene war ein treues Mitglied und guter Freund, dem wir stets ein treues An⸗ denken bewahren werden. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. August, nachmittags ½4 Uhr von der Friedhofkapelle aus statt, und ersuchen wir unsere Mitglieder recht zahlreich, dem allzufrüh Dahinge⸗ schiedenen die letzte Ehre erweisen zu wollen. Wirte-Innung. Gtate Aarten 287500 Frieuel Hegerkamy Naul Naumann Heutnaut òͤ. Re/. BVBerlobte Oðᷣerkaſſel. iie 65 3 Sbatt Karten. Paula Conrad Adrian Platz Veriobte. Mannheim Ludwigshafen S630 August 1917. Erkrankt aus dem Felde heimgekekrt, entschlief sanft nach schwerem mit grosser Geduld ertragenen Leiden in unserem Heim mein innigstgekebter Mann, unser treusorgender Vater, mein Sohn und Schwiegersohn, unser Bruder, Schwager, Neffe und Onkel Robert Niemann Leutnant der Landwehr Inkaber des Eisernen Kreuzes Ii. Klasse im Alter von 38 Jahren. Am Sonntag, den 5. August 1917, mutter und e im 53. Lebenszahre. Theodor Lennig, rab Erna Rossmann, ceb. Eltriede Niemann, geb. W Eduard Niemann Hildegard Niemann Robert Niemann. Die Ueberführung vom Trauerhause, Dürerstrasse 2, zum Hauptbahnhof Mannheim findet Dienstag, den 7. August, nachmittags 45 Uhr statt; die Bei- setzung auf dem Ehrenfriedhof in Duisburg am Mittwoch, den 8. August, nach⸗ mittags 4 Uhr ab Duisburg. und 3 Enkelkinder Die Einäscherung findet am Mitt Wir bitten, von Beileidsbesuchen geduldvollst ertragenen Leiden unerwartet schnell meine liebe unvergessliche Lebensgefährtin, unsere herzensgute, treubesorgte Mutter, Schwester, Gross- Frau Elisabeth Lennig veb. Morings MANNHEIM-FEUDENHEIM, den 7. In tiefer Trauer: Jacob Rossmann, Didiom- Handelstehrer, Ulm a. D. Maria Mörings, Mannheim Auguste Lennig Witwe. 3 Uhr im Krematorium in Heidelberg statt. abends 6¼ Uhr entschlief nach langem, August 1917. rikdirektor Lennig, Ulm à. D. woch, den 8, August 1917, nachmittags absehen zu wollen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Luise Blochmann ob. Delanek heute früh nach kurzer, aber schwerer Krankheit im Alter von 56½ Jahren sanft entschlafen ist. MANNHEIM, den 6. August 1917. R 3, 10a Am 31. Juli flel unser zweiter, guter Sohn Leutnant der Reserve Karl Futherer Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Ki. in den schweren Kämpfen. G252 NEUSTADT a. d. Hdt., den 6. August 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Carl Futherer. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Ludwig Blochmann. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. August, nach⸗ mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. 4873a Elektrische Bligeleisen 220 Volt, 120 Volt, einge⸗ troffen. 4600a Armbruster, E 1, 13. Ergraute Haare! erh. prächt. die Naturfarbe wieder mit Hennigſon's „Julco“ Fl..80 u..50, blond, braun u. ſchwarz, Unübertroſt. Wirkung. Un⸗ Brennholz. Mehrere waggon Buchen- und Eichenholz wieder eingetroſfen und in Klötzen geſchnitten Lager Nsokarhafen, Luisenring 62 4, 19a, Tel. 2025. Dresdner Bank Filiale MANNHEIM Aktien- S halt Sureau: L 1, 2 Teieph. 7280-7263 Ichosdet, rünte..ie. P 2. 12. Planken. Postsoheck-Kanto Ludwisshaken 2. Phein Mr. 349. H Srgeag- Stercen Erun. 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Bisheriger Straßen⸗ baͤhnſchaffner, 36 Jahre alt, verh., beide Oberſchenkel amputiert, ſucht leichte ſitzende Beſchäftigung oder Heimarbeit, 5 Lediger Landwirt, 24 Jahre alt, rechter Fuß gelähmt, ſucht Stellung als Bürogehilfe. 6 Ehemaliger Zementeur, 27 Jahre alt, verh., ner⸗ venletdend und 4 Finger der linken Hand lahm, ſucht Stelle als Botengänger. 7. Früherer Metzger, 33 Fahre alt, verh., linker Armſchuß und Lungen⸗ quelſchung, ſucht Stellung als Aufſeher. 8. Seit⸗ heriger Hilfsarbeiter, 35 Jahre alt, ledig, lungen⸗ leidend, ſucht Stelle als Einkaſſierer, Kaſſenbote oder Bitrodtener. 9. Ehemaliger Kellner. 46 Jahre alt, verh., herzleidend, ſucht Stelle als Einkaſſterer Kaſſen⸗ bote oder Bürodiener. 10, Früherer Lackierer, 31 Jahre alt, verh., zeitweilig Nervenanfälle, ſucht Be⸗ ſchäftigung als Bote oder Aufſeher. 11. Bisheriger Maſchinenführer und Heiger, 37 Jahre alt, verh., Luugenſteckſchuß und Verletzung des linken Unter⸗ armes, ſucht Stellung zur Ueberwachung einer kl. 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Tel. 5403. aufe gebr. Möbel, ſowie ganze Ginrichtungen Starkand * 2... 18 5 ———— 55 5B5FC TTTTTTTT0TTTTccc 917. — m er 8 ———— ———— Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Nr. 368. 7. 0 das hochwertige Nahrungsmittel der Pilze in 50 htem Maße für die Volksernährung nubbar zu Müden, hat das Großh. Bezirksamt unſerem Nutrage ſeherochend geſtattet, daß unter Beachtung der nach⸗ ben Vorſichtsmaßregeln die folgenden Pils⸗ lütem auf den Märkten der Stadt Maunheim feilge⸗ Eie und verkauft werden dürfen: Hiegerpils(Pfifferling), Steinpilz, Champignon, Ihkeunbart, Deutſche rüffeln, Morcheln, Berken⸗ Kubing, Kapuzinerpilz, Rothautröhrling, Butter⸗, ling, Sand⸗Pilz, Rotfuß⸗, Maronen⸗, Zimmt⸗Röhr⸗ Echter Semmel ⸗Stoppelpilz, Kahler⸗Krämpling, und Leberpilze, Nelken⸗Schwindling Schopf⸗ tagen jeweils nachmittags von 5 bis 7 Uhr in Zim⸗ mer 6 des alten Rathauſes Sprechſtunden ab. Sie ſteht während der genannten Zeiten nicht nur zur Unterfuchung der für den Marktverkauf beſtimmten Pilze zur Verfügung, ſondern nimmt auf Wunſch auch die Unterſuchungen aller ſonſtwie beigebrachten Pilze vor. Es iſt dringend erwünſcht, daß von der Einrichtung der Pilzunterſuchung reichlich Gebrauch gemacht wird. Insbeſondere werden private Pilz⸗ ſammler und Händler, die in ihren Ladengeſchäften Pilze zum Verkauf bringen, auf dieſe Gelegenheit Dingewieſen. Im Anſchluß hieran ſei auch auf die von der Reichsſtelle für Gemüſe und Obſt in Gemeinſchaft mit dem Kriegsausſchuß für Volksernährung heraus⸗ gegebene Pilztafel aufmerkſam gemacht. Dieſe Pilz⸗ tafel, die von dem bekannten pilzkundigen Profeſſor Dr. Udo Dammer bearbeitet und von dem Maler Profeſſor Harder ausgeführt iſt, gibt die hauptſäch⸗ lich in Betracht kommenden eßbaren und Giftpilze F————— 85 3 * Nch 4 4% pet, teizker, Grünreizker, Stehpilze, Totentrom⸗ Anker enpilg, Echter Tinten⸗Pilz, Wieſen⸗Ellerling, Rüeer bilchvilz, Hoſmaipilz, Olivenbrauner Schner⸗ Winterpilz, Echter 9 Fricht Raut Bläuling, Nebelgrauer erpilz, Maskan⸗Ritterling, Mehlpilz, Anispilz, aſe, Großer Schirmling, Flaſchenboviſt, Haſen⸗ Rieſenboviſt, Birnenboviſt, Eierboviſt, Leder⸗ Tül ner Täubling, Graugelber Täubling, Blänlicher Aun ng, Schöngelber Täubling, Grünlicher Täub⸗ Rke,Lila Täubling, Haſenrohr, Herbfttorchel, Gru⸗ 8 W9 Schweinsohr, Gelblicher Kraterolle, Fornbeelporling, Ziegenfuß⸗Porling, Zimmtröhrlina, ſas, ken lumenröhrling, Bronzeröhrling, Trichtergelb⸗ enh Honigritterling, Rotbrauner Gallertpilz, Rie⸗ Gbrling, Waldfreundrübling, Hartpilg, mtliche zum Verkauf auf den Märkten beſtimm⸗ Wunie müſſen vor dem Verkauf der ſtädt. Pilz⸗ ſſion zur Unterſuchung vorgelegt werden. Nach Rlellung der Genußfähigkeit erhalten die Ver⸗ eine Beſcheinigung darüber ausgehändigt, die Afer Rährend der ganzen Dauer des Verkaufs an den Ef 2 aelnen Verkaufsſtänden in augenfälliger Weiſe ebracht werden muß. Rark, ſtädtiſche Pilzkommiſſion tagt während der kecltzeiten an den Hauptmarktiagen in Zimmer 6 wark, ten alten Rathauſes Litera F 1, für den Neckar⸗ am Dienstag und Freitag in einem Zimmer und Scarſchule, für den Luiſenmarkt am Mittwoch amstag in Zimmer Nr. 1 der Luiſenſchule. 8 ontrolle und Unterſuchung der auf dem Lin⸗ 0 kmarkt und Kleinen Plankenmarkt vor O 5 und e, zum Mentclied der en zur Verkauf gelangenden Pilze ſteht jeweils PAskoneweiſfton auf dieſen beiden Aerdcur Serfügung. ——em hält die Pilzkommiſſion an den Werk⸗ in Lebensgröße und in den natürlichen Farben wieder, ſtent jedesmal den guten und den unbrauch⸗ baren Pilz, der mit jenem leicht zu verwechſeln iſt, unmittelbar nebeneinander, ſo daß die Unterſchei⸗ dungsmerkmale ſich ohne weiteres einprägen. Die Pilztafel kann von der ſtädt. Pilzkommiſſion an den obengenannten Beratungsſtellen zum Preiſe von 15 Pfg. für das Stück bezogen werden. Mannheim, den 31. Juli 1917. Bürgermeiſteramt: Dr. Finter. Fehl. Schlangen aus Kupfer, Meſſing und Reinnickel) und nahezu auf alle für Küche, Haushaltung und ſonſtigen Bedarf vorhandenen Gegenſtände aus Alu⸗ minium, auch Feldflaſchen und Aehnliches. Wer noch ſäumig iſt, kann innerhalb der nächſten 10 Tage ſeiner Ablieferungspflicht bei der ſtädt. Me⸗ tallſammelſtelle Luiſenring 44(werktäglich geöffnet von 10—12 Uhr und—4 Uhr) ſtraffrei nachkommen. Wer dieſe letzte Möglichkeit der Ablieferung vor⸗ übergehen läßt, hat beim Betreten die ſtreuge Be⸗ ſtrafung nach der Verordnung über die Sicherſtellung des Kriegsbedarfs zu gewärtigen. Mannheim, den 30. Juli 1917. Die Direktion der ſtädt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitätswerke: Metallſammelſtelle: Pichler. Straßenbahn. Infolge ſtarken Andrangs auf die letzten Wagen nach den Vororten, machen wir die Fahrgäſte darauf aufmerkſam, ſich nicht auf dieſe letzten Wagen zu ver⸗ laſſen, da ſie ſonſt Geſahr laufen, nicht mehr befördert zu werden. Weitere Wagen können aus betriebstech⸗ niſchen Gründen zur Zeit nicht geſtellt werden. Die letzten Wagen fahren ab Paradeplatz und ſind die Abfahrtszeiten an den dort angebrachten Tafeln angegeben. Mannheim, den 3. Auguſt 1917. Swi4 Swig etzte Friſt zur Ablieferung der bereits im Vorjahre ablieferungspflichtig geweſenen enteigneten Küchen⸗ und ſonſtigen Haushaltungsgeräte aus Kupfer, Meſ⸗ ſing und Reinnickel, desgleichen der Gegenſtände aus Aluminium. Das ſtellvertretende Generalkommando wird in nächſter Zeit in den Haushaktungen und ſonſtigen Räumen durch Militärperſonen Nachſchan abhalten laſſen, ob ablieferungspflichtige und bereits enteig⸗ nete Metalle bezw. Metallgegenſtände(insbeſondere Gegenſtände aus Kupfer, Meſſing, Reinnickel und Aluminium), ſowie Fahrradbereifungen wirklich reſt⸗ los abgeliefert ſind. Dieſe Nachſchau wird ſich alſo beiſpielsweiſe in den Haushaltungen in der Hauptſache erſtrecken auf die bereits im Jahre 1916 enteigneten Küchengeräte aus Kupfer, Meſſing und Reinnickel und die dieſes Früh⸗ jahr enteigneten Geräte aus Aluminium,(insbeſon⸗ dere alſo auf Töpfe, Pfannen, Mörſer, Waſchkeſſel, Bade Küchenherden, 3 Kaſſerollen, Schüſſeln, wannen, Kupferſchiffe von Warmwaſſerbehälter und für monatliche u. Straßenbahnamt. für viertelj ähr⸗ liche Zahlungen Hauszinöhüchlein. der Dr. H. Haas'ſchen Buchdruckerei G. m. b. H. Bekanntmachung. Die von der früheren ſtädtiſchen Kohlenvertei⸗ lungsſtelle und deren Nebenſtellen ausgeſtellten gel⸗ ben Bezugsſcheine verlieren vom 5. ds. Mts- ab ihre Gültigkeit. Eine Belieferung von Brennſtoffen iſt nur noch auf Grund der von der Städt. Ortskohlenſtelle aus⸗ geſtellten Bezugsausweiſe geſtattet. Zunächſt erfolgt eine Vorbelieferung mit je 8 Ztr. für alle Haushalte, in denen keine Zentralhei⸗ zung vorhanden iſt, gegen Abtrennung der Breun⸗ ſtoffmarken für Küche und Haushalt für die Nongte Auguſt und September. Diejenigen Wohnungsin⸗ haber, die augenblicklich einen Vorrat von miehr als 3 Ztr. beſitzen, dürſen an der Vorbelieferung nicht teilnehmen und bis auf weiteres gegen die Auguſt⸗ und Septembermarke höchſtens Anſeuer⸗ holz beziehen. Für Wohnungen mit Zentralheizungen dürſen, ſalls nicht Vorräte von 6 oder mehr Zentner vor⸗ handen ſind, 6 Zentner entnommen werden. Die Abſchnitte für Anfeuerholz berechtigen zum Bezug von ½ Zentner Holz. Wir verweiſen dabei auf§ 27 der Anordnung des Kommunalverbandes Mannheim⸗Stadt vom 11. Juni 1917, wonach Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften derſelben oder der zu ihrem Bollzug ſeitens der Ortskohlenſtelle erlaſſenen Ausführungs⸗ beſtimmungen mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldſtrafe bis 1500 Mk. beſtraft werden. Swag Ortskohlenſtelle Mannheim. Bei ARRAS,& 2, 1920 sind stets 4⁰ 16 sowie alle vorkommenden Haar⸗ auf Lager 9 arbeiten, zu den billigsten Preisen. . Referenzen. Alſcem. ncerleler EB. Serecen Strengste Diskrotion. Kontrahent staatlicher und städtischer Behörden. Wissenschefilicher Lelter: Dr, Gemoll, Chemiker. —.— Buch w ZurVerarbeit. kommen nur reine deutsche Frauenhaare. Raclikale Vertiigung von Käfer, Ameisen, Ratten u. Mäusen“ e Elle von Dr. Retau mit 39 nur Mk..— E. Elsner, AbT115 Möbel er A xt, neue und gebr. läaft vanze Einrichtungen zu den höchſt. Preiſ. —8 d2. cheps, ahle die höchſten Preiſe für neue und gebrauchte NMB5S21. jeder Art, ganze inrichtungen, Sofa, Nähma⸗ Masin, E 3, 10 Möbel lahrauchte Ahne Einrichtungen, Rer. u. Klappwagen. u Kkinger. 2. 3. Liéa Ibmaschinen egisrier-Kassen Muft beſſ. Möbelſtüicke E0 hohen Preiſen Wecbtorn, R1. 9. 9246 Uenkurrenzies Hahle di MScht die höchſt. 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