FFFPTPPTPPPPPPPPPP — .. — den ellgemteinen und Haudelstell: Chefredaktteur 9 4 Goldenbaum; für den: Anton Grieſer. Eürierlag der dr. B. Haasſchen Buchdruckere, G. m. b. B. ſümt urechern eim— Draht⸗kdreſſe: General⸗Anzeiger Mannheim. ſer; Kr. 7944, 7945. Monto 7940, 7941, 794 945. Poſtſcheck⸗ — Uir. 2917— en a.—— Wöchentliche Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mamheim.— Bal checkueſlNachichee „Das Weltgeſchehen im Bilde“ in Kupfertiefdruck⸗Ausführung. 1917.— Ar. 379. elgenpreis: Oie Iſpalt. Kolonelzeile 40 Ofg., Reklamezeile R. 1 20 Annahſmeſchluß: Mittagblatt vorm. 3½ Uhr, Abendblatt nachm 5 Uhr. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen, Stellen u Kusgabe wird keine Ber⸗ antwortung übernommen. Sezugspreis in Mannheim u. Umg. monatl. M..70 einſchl. Bringerl. Durch die Poſt bezogen viertelj. M. 462 ein Poſtzuſtellungsgebühr. Bei der Poſt abgeh. M..90. Einzel⸗Ur. 10 Pfg. Gute Fortſchritte in Kumänien. Deutſcher Abenoͤbericht. Berlin, i5. Aug., abends.(WaB. Amtlich.) Wech⸗ d ſtarker Artilleriekampf in Flandern, kiehttels, an der Kisne und bei Derdun. Jnfante⸗ enLampfe bisher nur nördlich Lens und öſtlich Cerny agonnois im Gange. bir* Rumänien bei der berfolgung im Ge⸗ ſärt4 0 bei Angriffen am Sereth gute Jort⸗ e. 0 kuſſen und Rumänen in vollem Rückzug. Berlin, 16. Auguſt.(WrB. Nichtamtlich) Im Oſten ſind Oſtſee bis zum Trotus beſondere Ereigniſſe nicht * Die Kampftätigkeit konzentrierte ſich in der 0 eſtlichen Moldau. Hier hatte die ruſſiſch⸗rumäniſche Offenſive mit bemerkenswerter Zähigkeit verbiſſen und die Angriffe fort⸗ eht, auch als durch die weiteren Erfelge des deutſchen Durchbruchs ezow ſich die Geſamtlage von Grund auf geändert hatte. In ſt er erneuten Angriffen, vor allem gegen den Mgr. Caſinului er die Elite des neu aufgeſtellten und neu organiſier⸗ un umäniſchen Heeres geopfert worden. Erſt jetzt unter Rag,drue der im Norden von Focſani vordringenden Truppen fonſens haben die Ruſſo⸗Kumänen zwiſchen den Fluß⸗ u des Caſinu und Putna den Rückzug angetreten. ſnd 8 erbündeten folgen ihnen im ſcharfen Nachdringen und ereits über Soveja hinaus vorgedrungen. * Heeresgruppe Mackenſen iſt im weiteren zähen — von Baltaretu iſt die Bahnlinie von Tecueia weſtlichen Serethufer jetzt völlig in den Händen der Verbündeten tü en Ruſſo⸗Rumänen in der ſüdlichen Moldau die wichtigſte ſhiebt ürtige Verbindung geſperrt. Der linke Flügel den 0 0 ſtaffelförmig in den Bergen vor und überflügelt ſo von erhöhenden Bergrändern aus die noch in der Ebene haltenden 0 und Rumänen. Im Putnatal iſt das Dorf Serbeſti beſetzt mürblich der Suſita Straoand. guatti ien, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegspreſſe⸗ der er wird gemeldet: Durch die unendliche Zähigkeit und Ausdauer ſta oberen Putnatal gegenüber den Ruſſen und Rumänen ge⸗ i verbündeten Abteilungen, die allen Angriffen mit beoine loſem Heldenmute Trotz zu bieten hatten, war die Vor⸗ uon zung für den Erfolg im Naume nördlich Focſani gegeben. Der en Deutſchen auf den Brückenkopf von Baltaretu unter⸗ veſtre Angriff hatte vollen Erfolg. Hier und im Raume beg ich Panciu zu beiden Seiten der Putna befindet ſich der * im Rückzug. Auch die bisher im oberen Putnatal ihre dünne ngen heldenmütig verteidigenden Truppen der Verbündeten be⸗ herg nunmehr die Verfolgung des weichenden Geg⸗ nehrer Die Zahl der Gefangenen beträgt bisher über 3000 Mann, der Le Geſchütze und viele Maſchinengewehre wurden erbeutet. In fa0 egend öſtlich Tirgul⸗Ocna griff der Gegner wieder mehr⸗ Wbe bittert an. Alle ſeine Anſtrengungen, eine Aenderung der behw in dieſem Raume zu erzielen, ſind vergzeblich. Der Feind Rend. hier augenſcheinlich mit Aufbietung aller zur Verfügung Ranei en Kräften den Rückzug der im Raume nördlich Focſani— 25 zurückweichenden Truppen zu decken und zu erleichtern. ferum u der Bukowina arbeitet der Feind emſig an der Verbeſ⸗ 9 9 ſeiner Stellungen. Weiter nördlich bei vorübergehend aufleben⸗ ſere eindlicher Feuertätigkeit Patrouillenunternehmungen, die zu un⸗ unſten endeten. an hi e Fliegertätigkeit hat ſich auch in den letzten Tagen Aeſer Front e rhöht. der. Von der ſchweizeriſchen Greuze, 16. Auguſt.(Pr.⸗Tel., z..) au dallttäriſche Mitarbeiter der Baſler Nachrichten ſchreibt zur Lage 9* m rumäniſchen Kriegsſchauplatz: Es handelt ſich füt die ruſ⸗ ſeinumäniſche Armee in der Moldau um Sein oder Nicht⸗ auf mevas gefährlichſte ihrer Lage liegt in dem Umſtand, daß ſie donwehr als 200 Kilometer halbkreisförmig aufgeſtellt iſt, alſo Mümlicrei Seiten bedrängt nur eine einzige der 90 die über Jaſſy zur Verbindung mit ihrer Baſis beſitzt. künden Hſchub und der Rückſchub geſtalten ſich unter ſolchen Um⸗ derh außerordentlich ſchwierig. Die Schwierigkeiten vergrößern Wiegeldalb, weil die ruſſiſch rumäniſche Heerführung, geſtützt auf die Heſahr e, zuerſt der Meinung war und ſein mußte, die größte don Marobe aus der Richtung der Bukowina und ſich nun plötzlich Worveß aterſen im Süden angefallen ſieht, während Feldmarſchall an der Bukowinagrenze eine abwartende Haltung einnimmt. dus ſchwere Ringen der Artillerie im Weſten. 5 Derlin, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die mit unverminderter lrte. anhaltende Abwehrwirkung der deutſchen Ar⸗ an der Flandernfront ließ auch am 14. Auguſt ten 2 gliſchen Anſtrengungen, aus den zerſchoſſenen und verſchlamm⸗ ten richterfeldern herauszukommen, ſcheitern. In den waſſergefüll⸗ kurc zanattrichtern erleidet die engliſche Infanterie außer Aus zas deutſche Artillerie⸗ und Minenfeuer dauernd ſchwere dohl Alle durch Krankheit und Erſchöpfung. Aber ſo⸗ eon gein engliſcher Angriff am Morgen des 14. in der Gegend der angemarck wie auch ſtarke Teilangriffe öſtlich von Ppern in ſur, acht zum 15. Auguſt“ wurden reſtlos abgewieſen. Die mone Gefechtstätigkeit hielt die ganze Racht hindurch bis 6 Uhr san. Deutſche Patrouillen ſtießen vielfach erfolgreich in das Trichterfeld vor und brachten Gefangene zurück. Am Wege gemarck wurde ein Engländerneſt geſäubert. ringen zwiſchen Sereth und dem Gebirge. Mit der Be⸗ 2 An der Arrasfront ßprüften die Engländer durch zahlreich vorgetriebene ſtarke Patrouillen den Erfolg ihrer Artillerietätigkeit der letzten Tage. Die Patrouillen wurden überall abgewieſen. Dar⸗ aufhin nahmen die Engländer das Artilleriefeuer beſonders auf die deutſchen Stellungen vor und beiderſeits Lens mit großer Stärke wieder auf. In der Nacht flaute das Feuer ab, um am Morgen des 15. erneut mit außerordentlicher Heftigkeit einzuſetzen. Auch in der Gegend von St. Quentin wurden bei geſteigerter Artil⸗ lerietätigkeit mehrfache engliſche Patrouillen abgewieſen. An der Aisnefront wurden zwei franzöſiſche Angriffe bei Cerny zurückgewieſen, in der Champagne zwei gegen die deutſchen Stellungen vorfühlende Stoßtrupps im Nahkampf ab⸗ geſchlagen. An der Verdunfront dauert das Ringen der beiden Artillerien um die Feuerüberlegenheit an. In den Vormittagsſtunden des 14. Auguſt war das franzöſiſche Artillerie⸗ feuer unter dem Einfluß der deutſchen Abwehrwirkung abgeflaut. Von Mittag an lebte es wieder auf und erreichte am Nachmittag die größte Heftigkeit. Seitdem dauert die Artillerieſchlacht ununterbrochen an. Das franzöſiſche Feuer konzentriert ſich auf den Wald von Avocourt, die Höhe 304, den Talourücken, Foſſes⸗ wald und die Gegend von Vaux. Engliſche Uebertreibungen. Berlin, 15. Aug.(WTB. Nichtamtl.) Laut Carnavon⸗Funkſpruch vom 10. Auguſt 1917 behauptet der Berichterſtatter der„Weſtminſter Gazette“ in einer von Uebertreibungen ſtrotzenden Schilderung der letzten Flandernſchlacht unter anderem: Die britiſche Armee zeige ſich immer mehr als ein gewaltigeres Kriegsinſtrument, als man erwartet hatte. Der Beweis liege in dem unwiderſtehlichen, alles hinweg⸗ egenden Sturmangriff. Der Berichterſtatter beziffert die ſchweren deutſchen Verluſte bei vorſichtiger Schätzung auf eine halbe Million. Er bezeichnet den Eindruck, den die Eröffnung der Angriffe auf den Feind machte, als kataſtrophal und anderes mehr. Er behauptet ſchließlich, das Vertrauen zum deutſchen Heere an der Ppernfront und zur Heeresleitung hätte einen bedenklichen Stoß erlitten. Rirzr wird uns von zuſtändiger Stelle folgendes mitgeteilt: Bei der letzten Flandernſchlacht beſtand der Erfolg der„unwiderſtehlichen, alles hinwegfegenden engliſchen Sturmangriffe⸗ nach hartem Kampf und ſchweren Verluſten der Angriffstruppe lediglich in dem Beſitz eines teilweiſe überſchwemmten Trichtergeländes vor unſerer Haupt⸗ front. Der„kataſtrophale Eindruck“ unſerer Truppen war ſo groß, daß ſie ihre Hau energiſch geführten Gegenſtößen mehrere hundert Gefangene, zahl⸗ reiche Maſchinengewehre und Tankwaffen einbrachten. Infolge der vollbewährten Abwehrtaktik, die bei ſedem Kampf eine neue Steigerung des Vertrauens zwiſchen der Führung und Truppen bringt, wurde der engliſche Mißerfolg mit geringen Opfern der Abwehrtruppe erreicht. Tatſächlich betragen die deutſchen Verluſte etwa den zwanzigſten Teil der von der„Weſtminſter Gazette“ angegebenen Verluſte. Unſere Erfolge im Luftkampf im Monat Juli. Berlin, 15. Auguſt.(WTB. Amtlich.) Im Monat Juli haben unſere Gegner auf allen Fronten im ganzen 236 Flugzeuge und 34 Ballone verloren. Wir haben demgegenüber 60 Flug⸗ zeuge und keinen Ballon eingebüßt. Auf die Weſtfront allein entfallen von den 236 außer Ge⸗ fecht geſetzten feindlichen Flugzeugen 220, von den 60 deutſchen 52. Im einzelnen ſetzt ſich die Geſamtſumme folgendermaßen zu⸗ ſammen: 218 Flugzeuge wurden im Luftkampf, 29 durch Flieger⸗ abwehrkanonen abgeſchoſſen, 5 landeten unfreiwillig hinter unſeren Linien. Von dieſen Flugzeugen ſind 98 in unſerem Beſitz, 115 ſind jenſeits unſerer Linien erkennbar abgeſtürzt, 23 jenſeits zur Landung gezwungen. * Aus dem amtlichen deutſchen Bericht über die Ergebniſſe der Luftkämpfe im Juli geht hervor, daß unſere Gegner im letzten Monat rund viermal ſo viel Flugzeuge verloren haben als wir. Das iſt ein Abſchluß, der für die Tapferkeit unſerer Flieger und für die Tüchtigkeit unſerer Rüſtungsinduſtrie ein beredtes Zeugnis ab⸗ legt Der franzöſiſche Funkſpruch und die„Times“ haben auf Grund amtlichen Materials gleichfalls eine Gegenüb er ſtellung der beiderſeitigen Luftſiege veröffentlicht. Wenn die fran⸗ zöſiſche und die engliſche Auſſtellung ſchon unter ſich nicht überein⸗ ſtimmt, ſo brauchen wir uns nicht zu wundern, daß ſie mit der un⸗ ſeren vollends unvereinbar iſt. Nach dem engliſchen Bericht haben ſich die Engländer allein 253, mit den Franzoſen und Belgiern zu⸗ ſammen 338 deutſche Flugzeuge abgeſchoſſen. Als ihre eigenen Ver⸗ luſte geben unſere Gegner nur 129 Flugzeuge an. Die Mittel, durch die die Engländer und Franzoſen die für ſie höchſt ungünſtige Rech⸗ nung in eine günſtige verwandeln, ſind aus früheren Berichten be⸗ kannt, während die Engländer— nur um dieſe zu nennen— bei ſich nur Flugzeuge als verloren zählen, die nicht zurückkehren, rech⸗ nen ſie bei uns als Verluſte nicht nur Flugzeuge, die nicht zurück⸗ kehren, ſondern auch ſolche, die„zerſtört“,„ſteuerlos heruntergetrie⸗ ben“ und„beſchädigt zur Landung gezwungen“ werden. Daß der Führer ſein nur ſcheinbar ſteuerlos heruntergetriebenes Flugzeug wenige hundert Meter tiefer wieder„fangen“ und nach ſeinem Be⸗ ieben ſteuern kann, daß ein anſcheinend beſchädigt zur Landung ge⸗ zwungeens Flugzeug in den meiſten Fällen ſofort wieder aufzu⸗ ſteigen vermag, das wiſſen die engliſchen Flieger ſelbſt natürlich ganz genau. Ene haben auf Befragen auch offen zugegeben: Der britiſchen Heeresleitung genügt es, daß das Flugzeug überhaupt herunterigegangen iſt, um es als engliſchen Sieg zu buchen. Aber auch in England mehren ſich neuerdings die Leute, die dieſe allzu plumpe Bilanzverſchleierung dürchſchauen. So ſchreibt Sar' onyr am 28. Juli im New Statesman:„Offenſichtlich bewahrt unſer Bericht Schweigen über unſere eigenen Flugzeuge, die„ſteuerlos geworden fn Solange unſere Flugzeuge nicht„vermißt“ werden, das heißt, olange ſie nicht in den feindlichen Linien abgeſtürzt ſind, verlautet nichts über den Schaden, den ſie erlitten haben. Die zu ſimplen Zeitungsmänner und das engliſche Publikum werden dadurch in tſtellung hielten und außerdem in die Irre geführt. Dieſe Art Schlauheit, die bei den Berichten über Luftkämpfe angewandt wird, erinnert zu ſehr an die Argliſtigkeit der wöchentlichen Berichte über die Schiffsverluſte.“ Eine beſſere Recht⸗ fertigung unſerer Berichte können wir uns nicht wünſchen. die Friedensvorſchläge des Papſte s. Papſt Benedikt XV., der am 3. September 1914 gewählt wurde, hat ſich mehrfach um die Milderung der furchtbaren Schrecken des Krieges und um den Frieden bemüht. Schon zu Weihnachten 1914 ſuchte er für den Feſttag eine allgemeine Waffenruhe herbeizu⸗ führen, was aber am Widerſpruch Rußlands ſcheiterte. Dann hat er mit Erfolg für den Austauſch der kampfunfähig gewordenen Kriegsgefangenen gewirkt. Nach Ausbruch des Krieges zwiſchen Italien und Oeſterreich⸗Ungarn nahm er Gelegenheit zu verſichern, daß er vollkommene Neutralität üben wolle, er dürfe deshalb nicht bloß auf die Anklagen gegen die Deutſchen hören, was bekanntlich in Frankreich arg verſchnupfte. Am 30. Juli 1915 ließ Benedigt XV. dann ſeinen erſten Friedensruf ergehen, weshalb, ſagte er in ihm, ſolle man nicht ſchon jetzt mit ruhigem Gewiſſen die gerechten For⸗ derungen der Völker abwägen? Gefgnet der, der zuerſt den Fein⸗ den vernünftige Friedensbedingungen biete. In der Anſrache an das Konſiſtorium am 6. Dezember mahnte der Papſt alle krieg⸗ führenden Völker den Frieden herzuſtellen, der freilich nur erlangt werden könne, wenn man von der einen wie von der andern Seite in einigen Punkten nachgebe und auf einige der erhofften Vorteile verzichte. Es iſt bekannt, daß die Friedensbemühungen des Papſtes ohne Erfolg geblieben ſind. Er hat dann in der Folge Zurückhaltung geübt, bis er nunmehr an der Schwelle des vierten Kriegsjahres den Augenblick für gekommen erachtet, aufs neue hervorzutreten, um zu helfen, daß dem Kriege ein Ende gemacht werde. Im Unterſchiede zu den früheren Kundgebungen hat der Papſt dismal nach den geſtern mitgeteilten Inhaltsangaben beſtimmte Vorſchläge unter⸗ breitet und ſich nicht nur mit allgemeinen Anregungen begnügt. Zur Vorgeſchichte glaubt das„Giornale'Italia“ mitteilen zu können, der Papſt habe ſeit einiger Zeit Nachrichten bezüglich der Friedensbedingungen der Kriegführenden eingezogen, um durch eine Enzyklika einen neuen Friedensappell an die Staaten zu richten. Der Papſt habe dann, als er ſeine Unterſuchung vollendet, ſtatt einer Enzyklika eine angebrachte Note aufgeſetzt, die den kriegführenden und neutralen Mächten überreicht wurde. Die Note wurde von Be⸗ nedikt XV. perſönlich mit Hilfe des Kardinals Gaſparri abgefaßt. Sie wurde den Mächten in den erſten Tagen des Auguſt zugeſtellt. Ueber den Inhalt der neuen päpſtlichen Kundgebung liegen noch keine weiteren Angaben außer den bereits mitgeteilten vor. Das Berliner Zentrumsblatt, die„Germa nia“ ſcheint die Mitteilungen der ita⸗ lieniſchen Preſſe aber beſtätigen zu wollen. Wir haben ſchon geſagt, daß uns eine päpſtliche Vermittlung unannehmbar erſcheinen würde, die die„Erwartungen“ der engliſchen Räuber mit ihrer ſchweigenden Zuſtimmung decken würde. Doch warten wir die Mit⸗ teilung des Wortlautes der Note ab, bis der bekannt iſt, tappen wir im Dunkeln, wie auch die engliſchen Blätter, die ſchon:„un⸗ möglich“ rufen, weil ſie fürchten, der Papſt könne ſich auf den Stand⸗ punkt ſtellen, England müſſe nach der Formel vom annexionsloſen Frieden ſeinen Raub herausgeben, welche Sorge das bisher vor⸗ liegende Inhaltsverzeichnis widerſtreitet. Der Inhalt der Note nach Reuter. Haag, 15. Auguſt. Reuter meldet aus Rom: In ſeiner Friedens⸗ aufforderung an die kriegführenden Länder verweiſt der Pabſt auf die vor kurzem von den Regierenden der kriegführenden Ländern abgegebenen Erklärungen, die nach der Meinung des Papſtes nicht ſo ſtark in ihren Tendenzen auseinandergehen, wie man glaube. Der Papſt ſchlägt vor: keine Annexionen keine Schaden⸗ vergütungen, außer im Belgiens und der — Gebiete rankreichs und Serbiens, erner Löſung der Frage Elſaß⸗Lothringens, des Tren⸗ tinos und Trieſts nach den Wünſchen der Bevölke⸗ rungen,(0 ſoweit dieſe durch' die allgemeine Lage zuläſſig iſt, Wiederherſtellung des alten Königteichs Polens, Wieder⸗ herſtellung Belgiens und der franzöſiſchen von Deutſchland beſetzten Pebachns im Tauſche für die Rückgabe der deutſchen Kolonien. Weiter tritt der Papſt für die Freiheit der Meere ein, für Abrüſtung und Bildung eines oberſten Schiedsgerichtshofes zur Regelung zukünftiger Konflikte zwiſchen den Nationen. Von langer Hand vorbereitet. EBerlin, 16. Aug.(Von unſ. Berl. Büro.) Aus Rom wird über Rotterdam gemeldet: Der Vatikan iſt ſehr hoffnungsvoll in Bezug auf den Erfolg des neuen päpſtlichen Schrittes und hält das Ende des Krieges für nicht mehr weit entfernt. Man nährt im Vatikan die Hoffnung, daß der Vorſchlag des Papſtes im pſycho⸗ logiſchen Augenblick erſchienen iſt. Der römiſche Korreſpondent der „Tijd“ drahtet, daß die päpſtliche Friedensanregung, die bereits für den Anfang des vierten Kriegsjahres geplant war, von langer Hand vorbereitet war. rwurf de der Papſt habe mit ſeiner Anregung abſichtlich die deutſch⸗öſter⸗ Der Vorwurf der engliſchen Blätter, reichiſchen Erfolge im Oſten abgewartet, wird dadurch ent⸗ kräftigt. Vie Aufnahme in deutſchland. JBerlin, 16. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) In der Note des Papftes an die kriegführenden Mächte, die nunmehr auch bei der deutſchen Regierung eingetroffen iſt, erblickt das hieſige Zentrumtorga Germa ia“, deren Ausfüßrungen erſichtlich die Anſch ungen führender Kreiſe der katholiſchen Kirche Deutſch⸗ lands widerſpiegeln, den erſten großen Schritt des Pap⸗ ſtes als neutraber Souverän. Das Blatt ſchreibt in dieſem Zuſammenhang: „Darin liegt das Schwergewicht ſeiner neueſten Kundgebung. Sie iſt von ſo großer Tragw ite, daß wir ſie uns nicht denken kön⸗ nen ohne die Vorausſetzung einer vorherigen Stellung⸗ nahme mit den beiden Mächtearuppen, denn indem der ——ñ—— . zum Ausdruck kommt. 2. Seite. Nr. 379. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 16. Auguſt 10 Heilige Vater ſich hier auf dem amtlichen Wege mit einer Note an die Staatsoberhäupter der kriegführenden Mächte wendet, ſetzt er ſich mit ſeiner ganzen Autorität für ſeine Vorſchläge ein, was er gewiß nicht auf gut Glück unternehmen würde. In der Tat ſind auch die Vorbereitungen der päpſtlichen Demarche auf amtlichem Wege erfolgt. Was nun den Inhalt der Note des Papſtes anlangt, ſo wird man mit ihrer Beurteilung gütlich bis zur amt⸗ lichen Veröffentlichung des Dokuments warten müſſen. Als Gan⸗ zes genommen, zeigen die Angaben der italieniſchen Preſſe man⸗ cherlei Anklänge an die Friedensreſolution, auf welche die Mehrheit des deutſchen Reichstags am 49. Juli ſich zuſammengefunden hat unter Zuſtimmung des neuen Reichskanzlers. Man wird alſo nicht zu viel ſagen, wenn man annimmt, daß die päpſtlichen Vorſchläge mindeſtens zum größ⸗ ten Teile bei uns auf einen aufnahmefähigen Boden fallen würden. Daran hindert auch der Umſtand nicht, daß die italieniſchen Blätter glauben, die Fragen Elſaß⸗Lothringens und des Trentino würden in dem päpſtlichen Dokument einen Haupt⸗ punkt bilden, denn es kann nicht angenommen werden, daß das in einem anderen Geiſte geſchehe, als auf den Grundbedingungen des Rechtes der Nationalitäten.“ Die letzte Wendung der„Germania“ iſt doch wohl recht unklar und vieldeutig gehalten. In Bezug auf den Inhalt der päpſtlichen Vorſchläge hält es die„Germania“! für zutreffend, wenn ittalieniſche Blätter andeuten, der Gedanke, der Friede müſſe auf dem Recht, micht auf der Gewalt aufgebaut werden, ſollte verwirklicht werden durch die Proklamierung der Freiheit der Meere, der Vereinbarung eines Schiedsgerichtsverfahrens, durch Verzicht auf die Schadlos⸗ Hhaltung, die Räumung und Wiederherſtellung Belgiens und die Rückgabe der deutſchen Kolonien. Die„Gexmania“ fügt dann hin⸗ zu:„Wir möchten freilich annehmen, daß in dieſer Aufzählung ein nicht unweſentlicher Punkt fehlt, nämlich der der wirt⸗ ſchaftlichen Wiederannäherung der Völker nach dem Kriege.“ Nach dieſer Beſtätigung der„Germania“ wird man die italie⸗ niſchen Angaben über die Papſtnote bis zu einem gewiſſen Grade ernſt nehmen dürfen. Die„Voſſiſche Zeitung“ vermißt in der Inhaltsangabe, daß die Rechtsgrundlage vom Papſte gleichmäßig für alle Parteien außgeſtellt werden. Vor allem vermißt ſie ein Wort über die Rück⸗ gabe der von England beſetzten Gebiete in Meſo⸗ potamien, Arabien, Südpaläſtina und Perſien. (Auf dieſen„Schönheitsfehler“ haben wir bereits im geſtrigen Abendblatt hingewieſen. D. Schriftltg.) m. Köln, 16. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Vglks⸗ zeituno“ bemerkt zu der Friedensnote des Papſtes: Die neue Friedenskundgebung des Papſtes, über die uns im Augenblick die erſten Meldungen vorliegen, die aus den Ländern unſerer Gegner ſtammen und offenbar nur Bruchſtücke aus der Note geben, kommt in einem Zeitpunkt, in dem die Sehnſucht nach dem Frieden bei allen Völkern der ganzen Welt immer lebhafter Wie ſehr dies gerade auch in den Ländern unſerer Feinde der Fall iſt, haben die Ereigniſſe der letzten Monate und Wochen zur Genüge bewieſen, nicht zum wenigſten die An⸗ ſtrengungen der feindlichen Regierungen, dieſe Friedensſehnſucht mit aller Gewalt zu unterdrücken und den Krieg mit dem Ver⸗ nichtungsziel aufrecht zu erhalten. Wie ſich dieſe Regierungen zur Kundgebung des Papſtes ſtellen werden, wird beſonders lehrreich ſein zu beobachten. Jedenfalls wird aber auf die Völker der gan⸗ zen Welt die Stimme des Papſtes, die ſo oft ſchon, bisher leider vergeblich, zur Verſöhnung aufgerufen hat, den tiefſten Eindruck m Wir können nur hoffen, daß dadurch der Verſöhnung der Völker trotz aller Hinderniſſe Bahn gebrochen werde... Auf die konkreten Vorſchläge, die der Papſt den Regierungen unterbreitet, köunen wir ſelbſtverſtändlich erſt eingehen, wenn deren genauer Wortlaut in zuverläſſiger Form vorliegt. Ablehnende Haltung der engliſchen Preſſe. London, 16. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter⸗ ſchen Bureaus. Die„Morning Poſt“ ſchreibt über die Friedensvor⸗ ſchläge des Papſtes:„Es iſt leicht zu glauben, daß Deutſchland außerordentilch zufrieden ſein würde, wenn es unter den jetzigen Umſtänden den Frieden zu den vorgeſchlagenen Bedingungen be⸗ kommen könnte. Die Friedensvorſchläge ſind ſorgfältig darauf an⸗ gelegt, an die Kriegsmüdigkeit in allen Ländern zu appellte⸗ ren, ſie laden die Kriegführenden ein, ſich für quitt zu er⸗ Kären und einander das, was geſchah, zu vergeben. Aber gerade das iſt es, was ſich die Alliierten nicht leiſten können, ſelbſt wenn ſie zur Vergebung bereit wären. Nach dem, was Europa in den letzten drei Jahren erduldete, käme ein Ausgleich mit Deutſchland einer Kapitulation gleich. Solange Deutſch⸗ ſund nicht Reue zeigt und ſein Mut nicht gebrochen iſt, gibt es keine genügende Sicherheit vor einer Wiederholung der Prü⸗ fungen, die die Ziviliſation durchzumachen hat. Ein Kompromiß ohne Sicherheit bedeutet, daß alle Opfer und Leiden umſonſt waren. Die Alliierten wollten den Krieg nicht, er wurde ihnen aufgezwun⸗ gen. Jetzt, wo ſie und der Feind wiſſen, daß ſich die Lage endlich ihnen zuneigt, würden ſie, wenn ſie um den Preis eines ſofortigen vorübergehenden Friedens auf die Entſcheidung verzichten, ihrer Sache untreu werden. m. Köln, 16. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet vou der Weſtgrenze: Das„Handelsblad“ berichtet aus London: Wenn der Vatikan in der Tat einen Friedensſchritt unternehmen ſollte, welcher den Zielen der Verbündeten entſpricht und in dem er der Welt den Frieden bringt, ſo würde er allen Völkern einen großen Dienſt erweiſen.—„Dailh Mail“ führt aus: Die Vor⸗ ſchläge des Papſtes ſind undiskutabel. Der Plan iſt vollkommen nach öſterreichiſch⸗deutſchem Muſter zuxechtgeſchnitten.— Die „Times“ bemerkt: Die Vorſchläge des Papftes erſcheinen uns als für die Verbündeten unannehmbar. Es genügt, darauf hinzu⸗ weiſen, daß ſie auf der deutſchen Formel gegründet zu ſein ſcheinen, nämlich keine Annexionen, keine Entſchädigungen, Frei⸗ heit der Meere. Wir könen nicht umhin, unſerem Erſtaunen da⸗ rüber Ausdruck zu geben, daß der Vatikan hoffen kann, ſeine Vor⸗ ſchläge würden eine günſtige Aufnahme finden und das Ende des Krieges beſchleunigen. die Wirkungen des-Bootkrieges in amtlicher Darſtellung. (3. Fortſetzung.) N. r — gegen die europãi Schließlich hat man das Problem noch von folgendem Geſichts⸗ punkte aus betrachten wollen. Der damalige Marineminiſter Ad⸗ miral Lacaze hat der franzöſiſchen Kammer zum Beweiſe, daß man die Entente mit dem U⸗Boot⸗Krieg nicht niederzwingen könne, die den alliierten und neutralen Ländern zur Verfügung ſtehende Ton⸗ nage auf 40% Millionen angegeben. Dieſe Zahl iſt wohl dadurch efunden, daß von der Welttonnage der Schiffsraum des Vier⸗ Balher, ſoweit er nicht in die Hände der Entente gefallen iſt, und die in der Oſtſee und dem Schwarzen Meer eingeſchloſſenen Entente⸗ ſchiffe abgeſetzt ſind. Sie mag als angenähert richtig angenommen werden. Falſch aber iſt die daraus abgeleitete Schlußfolgerung des Admirals, daß dieſer geſamte Frachtraum erſt vernichtet werden 23 um die Entente niederzuzwingen, ſo falſch, daß ſie nicht nur in de n mit dem Seeverkehr vertrauten neutralen Staaten, ſondern auch in England entweder nicht beachtet worden iſt oder ſogar aus⸗ drückliche Ablehnung erſahren hat. Daß ſich der U⸗Bootkrieg nur ſen Mitglieder der Entente und vornehmlich egen den England verſorgenden Frachtramn richtet, iſt im vor⸗ tehenden dargelegt; daß aber dieſer nicht gleichbedeutend iſt mit dem frachtraum, liegt klar auf der Hand. Denn England zu Liebe werden und können z. B. und Japan bindungen chten. lsverteyr die —— auf dem Skitlen, aber auch auf dem Indi⸗ ſchen Ozean iſt ſo bedeutend und ſteigert ſich vollends unter den Verhältniſſen der Kriegszeit und dem Ausdehnungsdrang ihrer Wirtſchaft ſo ſehr, daß er von der eigenen Tonnage nicht bewältigt werden kann und fremde Schiffe, z. B. norwegiſche, in beträchtlichem Maße heranziehen muß, um ſo mehr, als die in Friedenszeiten ſtark beteiligte engliſche Tonnage nun ausfällt. Auch die übrigen Flotten werden, ſoweit ſie nicht auf England fahren, unter den heutigen Verhältniſſen von der Heimat dringend gebraucht, ſind im übrigen zum guten Teil für die Ozeanfahrt nicht brauchbar. Es kann des⸗ halb ſchlechterdings nicht damit gerechnet werden, daß irgendwie nennenswerter Frachtraum fremder Flaggen noch in den engliſchen Seeverkehr eintreten ſollte; was dazu verfügbar war, iſt ſchon vor dem Februar 1917 von England mit allen Mitteln herangezogen worden. England hat alle Mühe, das feſtzuhalten, was bisher ſeinem Seeverkehr diente. Von der Rückſichtsloſigkeit, mit der es dabei verfährt, wiſſen die Neutralen zu erzählen. Ueberblickt man die ganze Frachtraumfrage ohne Voreinge⸗ nommenheit, ſo verſteht man Lloyd Georges beſchwörenden Ruf: „Schiffe! Schiffe! Schiffe!“, um die Todesgefahr zu bannen, die ſich über England durch den U⸗Boots⸗Krieg zuſammenzieht. Man begreift dann auch, daß der Parlamentsſekretär des Munitions⸗ miniſteriums, Kellaway, ſich nicht ſcheute vor den Birminghamer Munitionsarbeitern auszuſprechen, England werde unvermeidlich zu einem ſchmählichen Frieden getrieben werden, wenn nicht ein Teil der Schiffsverluſte durch vermehrten Neubau erſetzt werde. Daß dieſer Erſatz in ausreichendem Maße nicht möglich iſt, erſehen wir aus den vorſtehenden Darlegungen. 144. England kann auf den Frachtraum nicht verzichten, weil es als Inſelreich auf den Seeverkehr als einzige Verbindung mit andern Ländern angewieſen iſt und wie kein Land ſonſt, im Laufe der letzten Jahrzehnte in immerſteigendem Maße ſeine geſamte Volks⸗ wirtſchaft auf die Einfuhr von Lebensmitteln, Rohſtoffen und Halb⸗ fabrikaten eingeſtellt hat. Von amtlicher engliſcher Stelle iſt be⸗ rechnet worden, daß von dem Geſamtverbrauch des Inſelreiches in den letzten Friedensjahren von Weizen nur 19 Prozent, von Butter 25,1 Prozent, von Käſe 19,5 Prozent, von Früchten 36,3 Prozent und von Fleiſch 57,9 Prozent in dem Vereinigtem Königreiche er⸗ zeugt wurden, wobei noch zu berückſichtigen iſt, daß die engliſche Viehzucht mit ihrem Futtermittelbedarf ebenfalls beträchtlich auf die Einfuhr angewieſen iſt. Der Zucker muß vollſtändig aus dem Auslande beſchafft werden. Die engliſche Eiſeninduſtrie bezieht, wenn man den Gehalt der Erze berückſichtigt, 50 Prozent der Erze aus dem Ausland. Die Bedeutung der Einfuhr für den größten engliſchen Induſtriezweig, die Baumwollinduſtrie, erhellt aus der Tatſache, daß der Verbrauch an Rohbaumwolle in den Jahren 1912—13 in Großbritannien größer war, als derjenige von Deutſch⸗ land, Frankreich, Oeſterreich und der Schweiz zuſammengenommen. Bezüglich ſeiner gewaltigen überſeeiſchen Verſorgung lebt Eng⸗ land heute von der Hand in den Mund. Bei Beginn der Seeſperre waren ſeine Vorräte an Nahrungsmitteln und Rohſtoffen knapp und eine Aufſtapelung von Vorräten für eine längere Zeitdauer hatte nicht ſtattgefunden. Ganz beſonders gilt dies von Brotge⸗ treide und Futtermitteln. Zwar hat die engliſche Regierung es für nötig befunden, nach dem Beginn der Seeſperre alle Zahlenangaben über die eingeführten Mengen von Nahrungsmitteln und neuer⸗ dings auch von einzelnen Rohſtoffen zu unterdrücken, aber es iſt ihr durch dieſes Verfahren nicht gelungen, den tatſächlichen Mangel an Vorräten zu verheimlichen. In engliſchen Fachkreiſen iſt man ſich dieſes Mangels wohl bewußt. So konnte die„Morning Poſt“ in dieſem Frühjahr den Brief eines Getreidehändlers veröffentlichen, in welchem dieſer ſich darüber beklagt, daß die früheren Miniſter Asquith und Runciman, obſchon nachdrücklichſt darauf hingewieſen, keine Maßnahmen getroffen hätten, um eine Lagerung des Getreides in großen Mengen in England vorzuſehen. Vertreter der engliſchen Regierung haben es zwar in letzter Zeit aus wohl zu verſtehenden Gründen ſo hingeſtellt, als ob das engliſche Volk durch eine ſtärkere Zufuhr von Getreide in ſeiner Brotverſorgung ſichergeſtellt worden ſei. Die Beſchaffenheit aber des engliſchen Kriegsbrotes, über die weiter unten noch geſprochen werden ſoll, und die Weigerung der Regierung trotz heftigſten Einſpruchs des Publikums, dieſe zu ver⸗ beſſern, ſind vollgültige Beweiſe für die außerordentliche Knappheit der Getreidevorräte. Ueber die Verſorgung Englands mit Butter hat vor kurzem ein Fachblatt des Butterhandels berichtet, daß in⸗ folge der Berluſte von Buttertransporten, der häufig ohne ent⸗ ſprechende Kühlung vorgenommenen Verſchiffungen und des Feft⸗ liegens der Vorräte in Argentinien und Auſtralien die Butterver⸗ ſorgung Englands in große Schwierigkeiten geraten ſei. Nach einem Bericht vom 20. Juli gehen die Vorräte an kolonialer Butter in ich 185 ich liegen die Dinge hinſichtlich der Rohſtoffvorräte für die wichtigſten Induſtrien. 7 Wirkung des-Bootkrieges in den franzöſiſchen Weſt⸗Häfen. Berlin, 15. Auguſt.(WeB. Nichtamtlich) Der U⸗Bootkrieg zeigt in den Häfen der ſranzöſiſchen Weſtküſte deutlich ſeine Spuren. In Rochefort läuft nur noch alle zehn Tage ein Dampfer ein, gegen täglich ein bis zwei Dampfer im vergange⸗ nen Jahre. Das bisherige ſtändige Kohlenlager von 500 000 To. iſt ſeit Mai aufgebraucht. Auch die Gironde bis Bordeaux hat äußerſt geringen Verkehr. Die Geheimniſſe von Le Havre. (Von unſerm Brüſſeler Mitarbeiter.) Ji Brüſſel, 11. Auguſt. Es dürfte wohl das erſte Mal ſein, daß im Miniſterium eines parlamentariſch regierten Staates Perſonalveränderungen vorgenom⸗ men werden, ohne daß dem an dieſer Angelegenheit doch immerhin erheblich beteiligten Volk davon Kenntnis gegeben wird. Innerhalb der belgiſchen Regierung in Le Havre kriſelt es ſeit Wochen. Das iſt eine unbeſtreitbare Tatſache, aber trotzdem hat der Winiſterpräſident de Broqueville ſich bis jetzt nicht veranlaßt geſehen, ſeinen Landsleuten von Veränderungen Kenntnis zu geben, die bereits vollzogen wur⸗ den. Der Miniſter für auswärtige Angelegenheiten, Baron Beyens, 5 ſein Amt verlaſſen und Herr de Broqueville ſelbſt hat ſein ortefeuille übernommen. Die erſte Tatſache, der Rücktritt des Außenminiſters, wurde bekanntgegeben, aber bis jetzt wurde nicht geſagt, daß Herr de Broqueville ſein geworden iſt, obzwar verkündet wird, daß General de Ceuninck Kriegsminiſter geworden iſt, alſo de Broqueville erſetzt. Einzelne holländiſche Blätter behaup⸗ ten ſogar, weitere Veränderungen im belgiſchen Kabinett ſtünden be⸗ vor. Die ganze Angelegenheit ſpielt nunmehr etwa drei Wochen. Trotzdem ſieht man noch nicht klar. Was ſteckt hinter all dieſen Vorgängen? Das kann man nur raten. Genaues weiß man nicht. Selbſt die belgiſchen Flüchtlings⸗ blätter, die ſich in orakelhafter Weiſe mit dieſer Miniſterkriſe beſchäf⸗ tigen, tappen im Dunkeln. Nur zwei Aeußerungen liegen vor, die einigermaßen aufklären. Ein Artikel des bekannten Antwerpener Ab⸗ geordneten, Frans van Cauwelaert, in ſeiner Wochenſchrift„Vrij Belgié“, die in Scheweningen erſcheint, läßt vermuten, daß der Ab⸗ ang des Barons Beyens einen Frontwechſel in der auswärtigen Polllit Belgiens bedeutet. Cauwelaert iſt peſſimiſtiſch, warnt vor der Aufgabe der belgiſchen Selbſtändigkeit, woraus man ſchließen kann, daß Baron Beyens, ſolange er Außenminiſter war, dem Anſ 9 luß Belgiens an den Londoner Vertrag den ſtärkſten Widerſtand entgegenſetzte und daß er auch ſein Land ökonomiſch für die nicht binden wollte. Das Organ Camille Huys⸗ mans,„Le Socialiſte Belge“, warnt ebenfalls, es drückt ſich etwas kraß aus, indem es behauptet, es beſtehe die Gefahr, daß in der bel⸗ giſchen Politik ein Abenteurergeiſt und ein Raubgeiſt(Eſprit de pira⸗ terie) maßgebend werden könnte. Daß die beiden Aeußerungen den Nagel auf den— treffen, ergibt ſich dann aus der negativen Beweisführung des flämiſchen Organs des belgiſchen Miniſteriums, „Belgiſch Dagblad“, indem es den abgehenden Miniſter Beyens, deſſen Fähigkeiten es vor zwei nicht genug 1 104 50 konnte, 190 angreift. De Broqueville, ſagt das Blättchen, ſei der rechte für die jetzige Lage, in it drei ae w iben eeen uen Woheenb Baron Wepens mehr Be Lanfenden Geſcei“ Peſe hs, der hiſtoriſchen Entwicklung. Ferner ſoll eine Vorlage über it de⸗ t und kürzlich verſtorbenen Kammerpräſidenten Schollaert unterſtütz was aber nicht verhindert habe, daß er die auswärtige Poli damit nicht ſelten Verwirrung angerichtet habe. Baron Beyen⸗ 1000 ſich gegen den Beitritt Belgiens zum Londoner Vertrage erklär nich wirtſchaftlichen Zukunftsfragen des Landes vernachläſſigt und hobe genügend Propaganda für Belgien im Ausland gemacht. enö⸗ ſich auch von ſeiner früheren Bewunderung Deutſchlands nicht Hlil⸗ gend freimachen können, um einen unbefangenen Blick für die 1 ſchen, diplomatiſchen, militäriſchen und wirtſchaftlichen Fragen 90 giens zu haben. ie Daraus erkennt man erſtens, daß der neue Außenminiſter der⸗ de Broqueville das wieder gutmachen will, was Baron Beyen⸗ eht ſäumt haben ſoll, und zweitens, daß man fernerhin nicht raltil, in der Iſolierung bleiben will, zu der die belgiſche Neutt 5 ſr von der ja die leitenden Staatsmänner Belgiens behaupten,* immer noch vorhanden ſei und ſeitens Belgiens niemals be wurde, das Land gezwungen habe. Herr de Broqueville wird mit fliegenden Fahnen in'das Lager der En 9 p0. übergehen und dadurchdas Land wirtſchaftlich un litiſch für die Zeit nach dem Kriege binden. Eſt de⸗ das ſehr gut, nachdem ein Mann aus dem Leben geſchieden iſ 4 ihm gewachſen war: Frans Schollaert. Und es iſt in Berrkele auffällig, daß kurz nach dem Tode dieſes Mannes die Miniſte den ausgebrochen iſt und ſich nun in einer Weiſe entwickelt hat, die beſten belgiſchen Patrioten die ſchwerſten Beſorgniſſe aufzwengi fet, Broqueville wurde von uns immer als der ſtarke Mann beden lo⸗ als der Mann, der ſkrupellos auf das Ziel, das er 0 geſteckt 75 0 ſteuert und keinerlei Bedenken hat, auch kleine tadteſtregſee machen, wenn ſie ſeinen Zwecken dienen können. Solange Scho 9 in einer der bedeutendſten Männer im öffentlichen Leben Belgien den letzten Jahrzehnten, wirkte, konnte ſich de Broqueville de eſſe Seitenſprünge nicht erlauben. Jetzt aber konnte er alle 05 a0h ſprengen, denn er hat die Führer der Oppoſition mundtot gem 960 indem er ſie ins Miniſterium aufnahm und er ſchlägt alle Warnſch der im Ausland lebenden 55 in den Wind und entz ſich jeglicher parlamentariſchen Kontrolle. 7 9 Das ſind die Zeichen, die man deuten kann. Steckt higte Kriſe vielleicht noch mehr? Das läßt ſich nicht ſagen. Aulgelhen iſt es, daß nun plötzlich auch Herr de Broqueville einen b elgiſ 1 Kriegsausſchuß einrichten will, dem nach Blättermeldung, außer ihm und dem neuernannten Kriegsminiſter noch Bander ſil Carton de Wiart, der Juſtizmintſter, Vandevyvere, der Finandheſer ſter, und Renkin, der Kolonialminiſter, angehören ſollen. Was n es Ausſchuß für eine Arbeit verrichten ſoll, weiß man nicht, 99 die ſcheint doch nach den Schlachtberichten der letzten Tage, als 90 belgiſche Armee überhaupt nicht mehr kämpfte. In dieſem Suſauntge 1 ang gewinnen auch die Nachrichten Bedeutung, die vor en auptet ochen durch ausländiſche Blätter gingen und in denen beh wird, belgiſche Regimenter hätten gemeutert und ſich gerweiger he aktiv an dieſem Kriege teilzunehmen. Man ſieht, die Lage iſte rt de maßen verworren, und man darf neugierig ſein, wann ſich 10 bel⸗ Broqueville entſchließen wird, die Schleier zu lüften, damit das giſche Volk weiß, wie und durch wen es regiert wird.— die Nicht überhört werden darf übrigens auch das Echo, dadel Veränderung im belgiſchen Kabinett bei den Holländern ſüile⸗ Man bemerkt hier wohl, daß mit der Ernennung de Broques 1 zum belgiſchen Außenminiſter die Möglichkeit eines wirtſchaf eic Und vielleicht auch politiſchen Bündniſſes mit Fran n gewachſen iſt. Es brauche keinen Beweis, ſchreibt der Haager„Ni Courant“, daß die internationale Lage Hollands— ſem Falle verſchlechtert werde; denn es ſei ein Unterſchieb an der Südgrenze des Landes ein Belgien liege, wie e⸗ vor maſt Kriege geweſen ſei, oder ein ſolches, das ſich mit einer Groß elche verbunden habe. Des öfteren ſei darauf hingewieſen worden, gen engen Beziehungen zwiſchen dem neuen Miniſter des Auswe die und der Gruppe des„20. Siecle“ beſtünden, aus der ger Ber⸗ Stimmen laut geworden ſeien, die von der Möglichkeit einer füt größerung Belgiens auf Koſten Hollands geſprochen und age Holland unannehmbare Löſung der Scheldef 00 gefordert hätten. Was die innerbelgiſche Seite des Kabinettswe 16 anlange, ſo bedrohe die Annäherung an Frankreich die miſche Bewegung. Daß letzteres auch von den Flame f Holland erkannt wird, geht aus einer ſcharfen Wendung von Ho übet⸗ in„Vrij Belgié“ hervor, der ſagt, Herr de Broqueville mög⸗ zeugt ſein, daß er keinen unabhängigen Flamen finden W9 dafſie eine Politik gutheiße, die im Prinzip von derjenigen de⸗ Miniſt Beyens abweiche. Die Revolution in Rußland. Berbringung der Zarenfamilie nach Sibirien. Gl Berſün, 16. Aug.(Bon unſ. Verl. Büro.) Aus Baſel— meldet: Havas berichtet aus Petersburg: Nach der Börſenzeitung en die Regierung in geheimer Sitzung beſchloſſen, den frü Zat 10 und die kaiſerliche Familie nach Tobolsk in Sibitien, 0 verbringen. Dieſer Entſchluß wurde infolge der gegene lutionären Agitationen gefaßt, deren Herd S Selo iſt. Man habe ſelbſt Nachrichten über Befreiung ſuche des Kaiſers Nikolaus. Dieſer und die Seinen w Gb⸗ von der baldigen Abreiſe benachrichtigt. Sie machten keinerlei de⸗ wendungen und nahmen die Nachricht ruhig auf. Die Töchter 60 Kaiſers, denen man erlaubt hatte, in Zarſkoje Selo zu büinn 40 klärten, daß ſie ihre Eltern begleiten wollten. Nach anderen dungen ſind Zar und Zarin bereits in einem Extrazug fortg worden. Deutſches Reich. Weitere Reform in Preußen. 901 E1 Berlin, 16. Auguſt.(Bn unſerem Berliner Büro.) nal⸗ preußiſchen Miniſterium des Innern werden, wie die eitung wiſſen will, neben der Wahlreform zwei bedeutſaup dem vorbereitet. Zugleich mit der Wahlreform w 30 Abgeordnetenhaus, ein Geſetz über eine ander w ei 9 Nuſte ſammenſetzung des Herrenhauſes zugehen. Als ſoll für die künftige Zuſammenſetzung des preußiſchen Oberhauſeset angeblich im allgemeinen die badiſche Ktand een und dienen, jedoch unter Berückſichtigung der preußiſchen Eigenart ine er⸗ Neueinteilung der preußiſchen Wahlkreiſe warten ſein. Einſpruch gegen die Haltung ihres—— des Profeſſors Dr. Doormann, Mitglied der Fortſch ſie Volkspartei, haben Wähler aus deſſen Wahlkreiſe erhaben, indem ihm folgende Erklärung geſandt haben: Die Unterzeichneten, zahlreiche national geſinnte Männer 30 Wahlkreiſes umfaſſenden Vereinigungen erheben gegen Ihre 109 ſtimmung für die Friedensentſchließung des Reichs ſchärfſten Widerſpruch und legen dagegen nachdrücklichſt Verwahh ein. Unabhängiger Ausſchuß für einen Deutſchen Frieden: 1 gruppen Bunzlau, Lüben und Kotzenau, envereine Sauch 9f und Lüben, Handwerkerverein Bunzlau, Katholiſche Lehr Bunzlau, Konſervativer Verein Bunzlan, Landwirtſchaftlicher Neuet verein Bunzlau und Lüben. Neuer Wahlverein Bunzlau und Wahlverein Lüben. Kleinwohnungsbau nach dem Kriege. 10 Es wird damit gerechnet werden müſſen, daß nach dem 1 5 in einer Reihe von Städten und Induſtrieorten ein Mauge 90 Wohnungen, namentlich an Kleinwohnungen, eintreten wird· noch in der Uebergangszeit die Herſtellungskoſten für Wohngebände e ſehr hoch und überdies die nötigen Hypothekengelder zu vorte Bedingungen kaum zu haben ſein werden, iſt nicht zu itere daß die private Bautätigkeit den Wohnungsmangel ohne 5 hei wird beheben können. Das Reichsamt des Innern hat desha dur den Bundesregierungen eine Prüfung der Frage ange 1* welche Hilfsmaßnahmen die Erbauung neuer 50 gebäude in der Uebergansszeit gefördest kann.* —— ——————————— — S l „FPEF—PTPP——T ——————— * — — *— 0 hilfe verliehen: in allen Teilen des Ddingt begegnet werden. Eine Donnerstag dent6. Wtguſt 1917, MRannheimer General⸗Anzeiger. ¶Mittage⸗Ausgabe. — Nr. 379. 3. Seite. —5 Nus Stadt und Cand. Auszeichnungen. In Anerkennung der beſonderen Verdienſte um die„Darlehnskaſſe des Reichs“ bei der Reichsbankhauptſtelle eim hat der Kaiſer das Preußiſche Verdienſtkreuz für Kriegs⸗ ver Herrn Geheimen Oberregierungsrat und Landes⸗ kommiffär Dr. Clemm als Reichsbevollmächtigter, Herrn Rechts⸗ anwalt König und Konful Stübel ats Beiſitzer. * Höchſtpreiſe für Kartoffeln. Das Miniſterium des Innern hat beſtimmt, daß der Preis für die Tonne(20 Kartoffeln aus der Ernte 1917 beim Verkauf durch den Erzeuger, falls die Lieferung nach dem 14. September 1917 erfolgt, 120 Mark⸗ nicht überſteigen darf. Dieſer Höchſtpreis von 6 Mark ſür den Zentner ſchließt die Koſten der Beförderung bis zur Verladeſtelle des Orts, von dem die 2 re verfandt wird, ſowie die Koſten des Einladens daſelbſt ein. Die Preiſe für den Verkauf von Kartoffeln aus der Ernte 1917 durch den Erzeuger unmittelbar an den Ver⸗ hraucher, falls die Lieferung nach dem 14. September ſtattkindet, ſind wie folgt feſtgeſetzt: 1. beim Verkauf in Mengen bis zu 12 Zentner ab Acker oder Keller auf höchſtens 6 Mark für den Zentner; frei Verladeſtelle des Verſandortes einſchl. der Koſten des Einladens Daſelbſt auf höchſtens 6,30 Mark für den Zentner; 2. bei Keferung der Kartoffeln durch den Erzeuger vor das Haus des Verbrauchers ohne Rückſicht darauf, in welchen Mengen die Kartoffeln geliefert werden, auf höchſtens 6,80 Mark für den Zentner. verbände ſind befugt, geringere Höchſtpreiſe feſtzuſetzen. Zuwiderhandlungen werden Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldſtrafe bis zu 10 000 Mark beſtraft. Neben der Strafe kann angeordnet werden, daß die Verurteilung auf Koſten des Schuldigen öffentlich bekannt zu machen iſet auch kann auf Vexluſt der bürger⸗ lichen Ehrenrechte erkaant werden, ferner neben der Strafe auf Einziehung der Kartoffeln, ohne Unterſchied, ob ſie dem Täter gehören oder nicht. *Arlaubsſtellen ſür heimatloſe Urlauber. Zahlreiche Familien —— haben ſich in bemerkenswerter Weiſe bereit erklärt, chaſten, die keine Angehörigen haben, bei denen ſie ihren Heimatsumanb verleben können, bei ſich aufzunehmen. Hierzu wird folgendes beſtimmt: 1. Sofern nicht die Gewährung von Freiſtellen auf Grund des vorbezeichneten Erlaſſes vom 23. November 1916 beantragt werden ſoll, wenden ſich die Truppenteile wegen Enterbringung heimatloſer Urlauber an die Stellvertretenden Generallommandos, in deren Vereich ſie aufgeſtellt worden find. Sonderwũ der Urlauber betroſfs Unterbringung an beſtimmten Orten oder in andern Korpsbereichen ſind dabet beſonders zum Ausdruck zu bringen. 2. Die Siellvertretenden Generalkommandos 15 die Verteilung der Urlauber auf die Urlaubsorte vor, und teilen dieſen und den Truppenteilen das Erforderliche mit. 3. Können in einem Korpsbereich nicht alle angenieldeten Urlauber unter⸗ gebracht werden, oder beſtehen Sonderwünſche für Unterbringung in andern Korpsbereichen, ſo wenden ſich die Stellvertretenden Generalkommandas an die Geſchäftsſtelle: orge für heimatloſe Urlauber.“ 4. Dieſe veranlaßt: a) Feſtſtellung geeigneter Urkaubsſtellen auf Grund des ihr vom Kriegsminiſterium Uherſandten Verzeichniſſes über norhandene Urlaubsſteken im Reich, Unter eee der von der Geſchüftsſtelle außerdem etwa noch ermitt Urlaubsſtellen. b) Anfrage bei den zuſtändigen Stelmertretenden Genenalkonunandos, ob dieſe Urlaubsſtellen zur Verfügung geſtellt werden können. c) Mitteilung des Er ebniſſer der Ermittlungen an das anfragende Siellvertretende General⸗ kommando. 5. Weſentliche Aenderungen hinſichtlich der von den Stellvertretenden Generalkommandos bisher hierher namhaft ge⸗ machten Ortſchaften und Famien, die heimatloſe Urlauber auf⸗ nehmen, dem Kri ium(Infanterie⸗Abteilung) mitzu⸗ Die Kommunal⸗ riogsminiſteri teilen, welches der Geſchäftsſtekle„Fürſorge für heimatloſe Urlauber“ davon Kenntnis gibt. * Der Deuiſchen Geſellſchaft für Kaufmanus⸗Erholungsheime (Ferienheime Hundel und Induſtrie) ſind in letzter Zeit u. a. wieder———.—— Sitift ungen zugegangen: Deutſche Waffen⸗ und Muniſſonsfabriten.⸗G., Kärkerthe weitere 5000 68 Suberit⸗Fabrik G. m. b.., Mannheim 5000 Mk.; Carl ärdtner, Pforzheim 2000 Mk.: Grün u. Bilfinger.⸗G., Mannheim weitere 1500 Mk.; Maſchinenfabrik Gritzner.⸗G., Durkach weitere 1000 Mk.; J. Ruef, Sohn, Freiburg 1000 Mk.; Süddeutſche Oelwerke— u. Co., Freiburg 1000 Mk.; Chemiſche Werke Grenzach.⸗G., Grenzach 1000 Mk.; Dreyfuß u. Siegel, Karlsruhe 1000 Mk.; J. Ettlinger u. Wormſer, Karlsruhe 1000 Me.; N. A. oler, Karlsruhe 1000 Mk.; Gebr. Schnurmann Nachf., Karlsruhe 1000 Mk.; Vogel u. Schnurmann G. m. b.., Karlsr. 1000 Me.; Hokzverkohlungsinduſtrie.⸗G., Konſtanz weitere 1000 Mk.: T. Baeuerle u. Söhne, St. Georgen 1000 Mk.,; Spinnerei Atzenbach, Schopfheim 1000 Mk.; Lonza⸗Werke elektro⸗ chemiſche Fabriken G. m. b.., Waldshut weitere 1000 Mk. * Spielkolonien. Alltäglich ſieht man um die Mittagszeit Kinderſcharen von ihren Spielplätzen in der Oitſiadt unter fröh⸗ lichem Geſang nach der Rennwieſe ziehen. Es ſind Kinder der Spiel⸗ kolonien, die dort durch die Kriegsküche nach getaner Arbeit ein Mittagoſſen erhalten. Wohltätige Menſchen haben durch reichliche Zuwendungen es ermöglicht, daß der Verein für Ferien⸗ kolonien den Kindern anſtelte des in Friedenszeiten gewährten Frühſtücks ein warmes Eſſen zukommen laſſen kann. Wie leuchten die Augen der Kleinen und mit welchem Jubel werden iedesmal die bekannten Wagen der begrüßt. An Tiſchen bei der Rennplatzwirtſchaft nehmen die Kinder Platz und verzehren mit ſichtlichem Appetit das von den Führern gereichte Mahl. Wie wird dann erzählt, wie es heute wieder gut hat und welch köſtliche Biſſen dem einzelnen zugefallen ſind. Die edlen Spendern dürfen des ſchönſten Lohnes., nämlich des Dankes der Kinder und ihrer Eltern, verſichert ſein. Manches bleiche Kinderantlitz hot ſich ſeit Ferienbeginn unter dem Einfluſſe der Luft und des reichlichen Eſſens gerötet und gerundet. 1100 Kinder werden auf dieſe Weiſe läglich im Grünen auf dem Mannheimer Rennplatz geſpeiſt. Leider P55 die ſchöne Zeit ſchon nächſte Woche zu Ende. Auf das am ienstag, den 21. Auguſt vo ags auf dem Sportplatz im Luiſen⸗ park ſtattfindende Schlußſpiel wird an dieſer Stelle noch beſonders aufmerkſam gemacht werden. * Einwecken als ernährungswirtſchaftliche Gefahr. Der häufig zu beachtende Mangel einer pfleglichen Behandlung unſerer Lebens⸗ mittel bildet eine ernſte 8 das ſogenannte„Einwecken“ von allerhand Lebensmitteln iſt in vielen Haushaltungen förmlich zu einer Krankheit geworden und alle Erfahrungen beftätigen, daß gerade dadurch ungeheure Mengen wertvoller Lebensmittel ver⸗ derben und für die Volksernährung verloren Heſten Der Geſamt⸗ verkuſt iſt bei vorſichtiger Schätzung auf mindeſtens 40 v. H. zu ſchätzen. Dem plan⸗ und verſtändnisloſen„Einwecken“ muß unbe⸗ würde zwecklos ſein, dahingegen erſcheint eine Anrechnung eingeweckter Lebensmittel angebracht, umſomehr, als gerade das Einwecken den Schleich⸗ handel außerordentlich begünſtigt. Ein Ausgleich wird ſich beſonders mit der Belieferung von Haferflocken, Grieß und dergleichen gegebenenfalls auch mit Kartoffeln erzielen laſſen. Dem Kriegsernährungsamt liegt ſchon ſeit einiger Zeit die Anregung vor, die Abgabe von Einmachegläſern und ähnlichen Behältern von Bezugsſcheinen abhängig zu machen. Jedenfalls ſiad etwelche zweckmäßige Maßnahmen hinſichtlich des Einweckens geboten. * Seid ſparſam mit den Kohlen! überſchreiben Sie, ſo wird uns aus Heidelberg geſchrieben, einen Artikel Ihrer w. Zeitung. Sie geben auch verſchiedene Urſachen der Kohlenknappheit an; ich erlaube mir, Ihnen einen weiteren Grund anzugeben. Vielleicht haben Sie ſchon Gelegenheit gehabt, zu beobachten, daß eine große Anzahl kleinerer Betriebe mit Waſſerkraft ftill liegen. Dieſe Betriebe ſind infolge Zuweiſung der Arbeit an die Groß⸗ unternehmer beſchäftigungslos geworden. Wäre die Berechnung der Kohlen derartig, daß bei einem täglichen Mehrverbrauch von etwa 100 Zeutner jeder Zentner Wpeite koſtete, ſo würde mancher Auftrag den Betrieben mit Waſſerkraft zufallen, und die jetzt unverwertete Waſſerkraft käme wieder zur Geltunig. Dem⸗ nach müßte auch der Verbrauch für elektr. Kraft und Gasanlagen berechnet werden. Dies bedeutet eine große Kohlenerſparnis. * Prächtige Himmelserſcheinungen kann man zurzeit beobach⸗ ten. Der große Sonnenflec, der vor etwa 14 Tagen auf⸗ tauchte, hat ſich inzwiſchen aufgelöſt in eine gewaltige Gruppe von 93 kleinen, ſchwarzen Ausbrüchen, deren Geſamtdurchmeſſer etwa 14 Erddurchmeſſer groß iſt. Die ganze Sonne ſcheint überhaupt der Hollunder..“ in einem Zuſtand der Eruptionen zu ſein. Die Oberfläche unſeres Muttergeſtirns erſcheint wie mit Flecken überfät. Man beobachtete allein 14 ſolcher Gruppen von Flecken. Im Südoſten erſcheint ein neuer großer Sonnenfleck, der in etwa fünf Tagen durch Pen Meridian gehen wird. Die 14 Gruppen beſtehen aus mehreren hundert kleinen Flecken. Sonnenbeobachtungen dürfen natürlich nur mit ſtark geſchwärztem Schutzglas geſchehen.— Wie von der Zür⸗ cher Sternwarte mitgeteilt wird, kann man jetzt vor Mitternacht, ohne ſtörenden Mondſchein, zahlreiche der ſchießenden Stern⸗ ſchnuppen im Oſten ſehen. Sie entſpringen dem ſchönen Stern⸗ bild des„Perſeus“ und ſind ſeit einem Jahrtauſend bereits beob⸗ achtet worden. Der Auguſt iſt bekannt durch ſeine zahlreichen Meteorſtröme; nicht weniger als 12 ſolcher größeren Ströme begeg⸗ nen in dieſem Monat der Erde. * Wer ſchimpft, kann eingeſperrt werden. Ueber da⸗ Recht der Polizeibehörden, Perſonen, von denen eine Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Kriege zu befürchten iſt, in Schutzhaft zu nehmen, macht das Reichsgericht in einer Entſcheibung bemerkens⸗ werte Ausführungen. Danach können Schimpfreden gegen die Stadtverwaltung wegen ſtädtiſcher Kriegsmaßnahmen, insbeſondere auch Wirtshausſchimpfereien, den Polizeiorganen be⸗ gründeten Anlaß zur Inhaftnahme der ſchimpfenden Perſonen geben; von einer Amtspflichtverletzung der Polizeibeamten und dem⸗ gemäß von einer Schadenserſatzpflicht der Gemeinde kann in ſolchem Falle keine Rede ſein.— Ein wahres Glück, daß zwiſchen der Mög⸗ lichkeit des Einſperrens und der Tat ſelbſt noch eine weite Lücke iſt. Wenn man wirklich alle Schimpfer einſperren würde! So viele ſtaatliche Penſionsanſtalten gibts ja gar nicht! * Hafer⸗Ausdruſch. Eine große Rolle ſpielt neben dem Brotgetreide der Hafer für die Schlagfertigkeit unſeres Heeres. Wenn man be⸗ denkt, was für große Aufgaben in dieſem Krieg allein den Verpfle⸗ gungskolonnen zufallen, und wie oft das Wohl und Wehe ganzer Truppenteile von dem rechtzeitigen Eintreffen der Munitions⸗ und Sebensmittel⸗Transporte abhängt, dann können wir ungefähr ermeſſen, wie wichtig die ſortlaufende Verſorgung der Kriegspferde mit Hafer iſt. Und nicht zuletzt haben wir Landwirte ein tiefes Mitgefühl für jedes Haustier, das mit dem Meuſchen gute und ſchlechte Zeiten teilt, ohne zu murren und ohne irgendwelche Kritik zu üben an den Ver⸗ vrbnungen, welche ſie oft härter treffen als den Menſchen. In erſter Limie kommt der Menſch, dann aber gleich das Tier, und hier zuerſt das Pferd. Es wäre daher verkehrt, wollte man den Ausdruſch des Hafers bis zuletzt hinausſchieben, ſo daß man ſchließlich von der Hand in den Mund leben müßte, was wiederum unſer eigenes Zugtier kreffen könnte. Unſer Bedarf iſt ausreichend, doch iſt der Vorrat am Ende des Wirtſchaftsjahres ſelbſtverſtändlich kleiner als zu Anfana desſelben, auch müſſen wir eine gewiſſe Reſerve ſtets vorrötig haben. Daher emp⸗ fiehlt es ſich, auch den Hafer der Dreſchmaſchine bald zuzuführen, beſon⸗ ders da, wo ein Teil der Brotfrucht ſchon georoſchen iſt. Die Prämie auf Hafer iſt die gleiche wie für Brotfrucht und beträgt vom 16. bis 31. Auguſt zwei Mark ſür den Zentner. * Schwer vom Schickſal heimgeſucht wurde Farrenwärter Auguſt Hau von Breiſach. Vor 4 Monaten ſtarb in Mannheim ſein Schwiegerſohn und bald darauf deſſen beide Kinder. Dieſer Tage verſchied nach kurzer Krankheit ſeine Gattin und am anderen morgen erhielt er von Immendingen die erſchütternde Nachricht, daß ſein einziger vor einigen Wochlen zum Militär eingezogener Sohn Oskar im jugendlichen Alter von 18 Jahren von einer heimtückiſchen Krankheit hinweggerafft wurde. vergnügungen. *Mannheimer Künſtlertheater„Apollo“.„Wenn im Frühling von Heinz Lewin wird in dieſer Woche heute um letzten Male gegeben. Morgen Freitag findet eine Vorſtellung für die der Rüſtungsinduſtrie ſtatt. Am Samstag, den 18. b. M. begeht der Oberſpielleiter Herr Oskar Brönner die Feier ſeiner 20jährigen Bühnen⸗ tätigkeit, die am Künſtlertheater durch eine Feſtvorſtellung⸗ begangen wird, in der die Gilbert'ſche Operette„Die keuſche Suſanne“ mit Herrn Brönner als Baron Conrad zur Auf⸗ ſührung kommt. Herr Brönner betrat am 18. Auguſt 1897 zum erſten Male als John in„Die Waiſe von Lowood“ am damaligen Kaiſerthegter in Hamburg die Bühne. Von dorr aus führte ihn ſein Weg über das Zentralhallentheater Hamburg, jetzt Neues perettentheater, wo er unter dem bekannten Theaterdirektor Pollini, tätig war, an das Staditheater Hamburg(1899—1903), worauf er eine große Gaſtſpielreiſe nach Amerika mitmachte, um 1905 wieder nach Hamburg an das Carl⸗Schulzetheater zurückzukehren. Die nächſten Jahre führten Brönner längere Zeit weg von ſeiner Heimat⸗ ſtadt. Wir ſehen ihn auf einer internationalen Gaſtſpielreiſe durch den Orient, am Stadttheater Metz, Deutſchen Theater in Lodz, Stadttheater Krefeld u. a. m. Seine Verdienſte um das hieſige Künſtlertheater wurden von der Preſſe und dem theaterbeſuchenden Publikum ſchon des Oefteren gewürdigt und ſo ſteht zu erwarten, daß an ſeinem Ehrenabend die zahlreiche Gemeinde ſeiner Verehrer im Theater vollzählig erſcheinen wird. 90356 Mannheimer Strafkammer. Direktor Dr. Bartſch in zweiter Inſtanz freigeſprochen. Unter der Anklage eines Vergehens gegen das Höchſt⸗ preisgeſetz hatte ſich vor der Strafkammer nochmals der Direktor unſeres Lebensmittelamts Dr. Bartſch zu verantworten. Es handelt ſich um die gleiche Angelegenheit, über die wir gelegent⸗ lich der Verhandlung vor dem Schöffengericht Mai aus⸗ führlich berichtet haben. Damals wurde Dr. Bartſch für ſchuldig befunden und zu 100 Mark Geldſtrafe verurteilt; er legte aber gegen das Urteil Berufung ein, und ſo ſtand die Sache erneut zur Verhand⸗ lung. Die Anklage lautet dahin, Dr. Bartſch, als verantwortlicher Leiter des ſtädtiſchen Lebensmittelamtes, habe Landbutter mit Molkereibutter in der Mannheimer Milchzentrale verarbeiten und dieſe Miſchbutter als Tafelbutter zum Preiſe von 2,07 Mark per Pfünd in den Verkehr bringen laſſen, während der Höchſtpreis für Landbutter zu damaliger Zeit— es war im Junt 1916— 2 Mark betragen habe. Veranlaßt war das Verfahren gegen Dr. Bartſch auf Betreiben des Milchhändlers Schmitt von hier, der in der erſten Verhandlung als Zeuge bekundete, er habe einmal Butter erhalten, die fleckig und keine Tafelbutter geweſen ſei. Es hätte demnach nur ein Preis von 2 Mark genommen werden dürfen. Die diesmalige Beweisaufnahme legte ganz deutlich dar, Nelt ſich der Kommunalverband bezw. Lebensmittelamt zu jener Ze in einer Zwangslage befand. Die Organiſation der Butter⸗ verteilung war noch ziemlich neu. Die Landesfettſtelle, die damals noch einen anderen Namen führte, wies unſerer Stadt Butter zu, entweder direkt durch ihre Bezirksſtellen und Aufkäufer oder von Karlsruhe aus, wohin die von der Reichsfettſtelle für Baden be⸗ ſtimmte Auslandsbutter geſchickt wurde. Es kamen alſo ganz ver⸗ chiedene Qualitäten in unterſchiedlichen Mengen und Formen an den hieſigen Kommunalverband, und zwar nicht ſehr ſelten in einem Zuſtand, daß man die Butter nicht ohne weiteres an die Bevölkerung ätte abgeben können. Deshalb und auch, weil eine richtige Unter⸗ cheidung und getrennte gerechte Verteilung der Butter ganz und gar unmöglich geweſen wäre, wurde die ein⸗ gelaufene Butter unterſchiedslos in der Milchzentrale, als dem aus⸗ führenden Organ des Lebensmittelamtes, be⸗ und verarbeitet. Sie wurde gewaſchen, friſch gepreßt und ausgepfundet. Der Begriff „Tafelbutter“ iſt erſt in neueſter Zeit feſt umriſſen worden. Die einen verſtanden unter Tafelbutter Süßrahmbutter, unter Landbutter Sauerrahmbutter, die anderen den Unterſchied einzig in der Qualität, ganz unabhängig von dem Säuregrad⸗ des Rahnies. Nach den Informationen, die Dr. Vartſch von dem Direktor der Milch⸗ zentrale erhielt, war er der Anſicht, daß die in dieſem Betrieb neu berarbeitete Butter der Tafelbutter gleichwertig ſei. Der Preis für Tafelbutter war damals 2,16 Mark per Pfund; im Einverſtändnis mit dem Vorſitzenden des Kommunalverbands, Bürgermeiſter Dr. Finter, wurde der Preis für die Miſchbutter auf 2,07 Mark feſtgeſetzt, da ſie beſſer als Landbutter war, für die ein Höchſtpreis von 2 Mark galt. In der Verhandlung beſtritt Dr. Bartſch zunächſt ſeine Ver⸗ antwortlichkeit, da er an die Beſchlüſſe des Kommunalverbandes gebunden ſei und nicht ſelbſtändig Preiſe feſtſetzen könne; er focht aber auch die Anklage in tatſächlicher Beziehung an, da keine Höchſtpreisüberſchreitung vorliege und ſchließlich die Anwendung der Höchſtpreisbeſtimmungen auf die Kommunalver⸗ bände nicht könne, da ſie weder Herſieller der Butter ſeien, noch Handel damit trieben, lediglich Verteil— tionen ſeien. Als Zeuge und Sachverſtändiger wurde der Karis⸗ Freitag, den 17. Auguſt, gelten folgende Marhen: Butter: Für ein Achtel⸗Pfund die Buttermarke 73 in den Verkaufs⸗ ſtellen—385 auf Kundenliſte. Fett: Für ein Achtel⸗Pfund die Marke 35 in den Verkaufsſtellen 481—560 auf Kundenliſte. Mager⸗ und Buttermilch: Für Liter die Marken 23—26. Doſenmilch: Für jede Haushaltung 1 Flaſche kondenſierte, gezuckerte Vollmilch zu 1,85 Mk. gegen die Haushaltungsmarke 35 in den Verkaufsſtellen für Butter und Eier 601—625. Suppeneinlagen(beſtehend in Suppenwürfeln und Suppeneinlagen offen): Für 100 Gramm die Allgemeine Lebensmittelmarke V 6 in den Kolonialwarengeſchäften—746 auf Kundenliſte. Die Preiſe ſind für die Würfel 10 Pfg. das Stück und für offene Einlagen: Grießſuppe in Würfeln von 250 Gramm zu 54 Pfennig das Pfund, Hülſenfruchtſuppe in Würfeln von 250 Gramm zu 86 Pfennig das Pfund und für alle übrigen Einlagen 65 Pfennig das Pfund. Kunſthonig: Für 150 Gramm die Allgemeine Lebensmittelmarke V7 in allen Kolonialwarengeſchäften und in den ſtädtiſchen Läden Haußerhalb der Kundenliſte. Der Preis iſt für das Pfund 55 Pfg. Eier: Für 1 Inlandei(20 Pfg.) die Marke 35 in den Verkaufs⸗ ſtellen—188. Steriliſierte Milch: markenfrei, die kleine Flaſche zu 1,20 Mk. Teigwaren: Für 100 Gramm die Allgemeine Lebensmittelmarke V 5 in den Kolonialwarengeſchäften—746 auf Kundenliſte. Kartoffeln: Zum Einkauf für 3 Pfuünd die Lieferungsabſchnitte B der 41 und der Zuſatzmarke 35, ſowie die Wechſel⸗ marken. Zur Beſtellung bis ſpäteſtens Donnerstag Abend die Be⸗ ſtellabſchnitte der Kartoffelmarke 42 und der Zuſatzmarke 36, ſowie die Wechſelmarken. Zucker: Für je 206 Gramm die Zuckermarken 54 und 55 in den Ko⸗ lonialwarengeſchäften—746 auf Kundenliſte. Grünkern: Für 200 Gramm die Allgemeine Lebensmittelmarke V 4 in den Kolonialwaren⸗Geſchäften—746 auf Kundenliſte. Das Pfund Grünkern koſtet 58 Pfg. Kindernährmittel Geſtehend in Schweizer Kindermehl in Doſen, Hafer⸗ mehl, Haferflocken und Hafergrütze in Paketen): Zum Einkauf für 2 Pfund die Marke F der Karte für Kindernährmittel in den Ge⸗ die ſ. Zt. bei der Beſtellung die Marke F abgeſtempelt haben. Die Preiſe ſind für das Schweizer Kinderm r 2 Mk. für die Doſe, für das Hafermehl 64 Pfg., Haferflocken und Hafergrütze 56. Pfg. für das Pfund. Städt. Lebensmittelamt. Kartoffelverſorgung. Das Ernten der feldmäßig angebauten Frühkar⸗ toffeln iſt nach einer im Anzeigenteil veröffentlichten Bekannt⸗ machung des Bürgermeiſteramts nunmehr allgemein in der Ge⸗ markung Mannheim geſtattet. Bei dieſer Gelegenheit machen wir dar⸗ auf aufmerkſam, daß die Erzeuger im Gartenbau angepflanzter Kartoffeln von einer Ablieferung an den Kommunalverband be⸗ freit ſind, daß ihnen aber ihre Erzeugniſſe vom 1. September 1917 ab auf ihren zuläſſigen Bedarf angerechnet werden. Sie ſind damit immer noch weſentlich beſſer geſtellt, wie die anderen Bevöl⸗ kerungskreiſe, da auch den Erzeugern im Garten gebauter Kartoffeln als Selbſtverſorger ein Bedarf von 7 Pfund für die Woche zugeſtanden iſt, während die übrigen Einwohner nur 5 Pfund in der Woche er⸗ halten. Im übrigen ſei auch hier darauf hingewieſen, daß der Kar⸗ toffelhöchſtpreis für den Erzeuger ſeit 15. Auguſt auf 8 Mark für den Zentner feſtgeſetzt und infolgedeſſen der Kleinhandelshöchſtpreis ür den Verkauf an den Verbraucher) mit Wirkung vom 20. Auguſt auf 11 Pfennig ermäßigt iſt. ——— Wir verweiſen auf unſer Ausſchreiben im Inſeratenteil betr. Bereitſtellung von Kriegsſtiefeln, Strümpfen, Socken, Manufakturwaren, Arbeitshoſen zum Verkauf Städtiſche Bekleidungsſtelle F 9, 5/6. 2 Unſere Verkaufsräume bleiben bis auf Weiteres geſchloſſen. Städtiſche Bekleidungsſtelle F 3, 5/6. Unſere Hausſammlung wird erſt wieder nach den Fe⸗ rien fortgeſetzt. Die Sammlerinnen der Metallſammelſtelle ſind zur Annahme von Kleidungs⸗ und Wäccheſtücken nicht berechtigt. Leder iſt unerſetzlich. Geht in Holz⸗Sandalen, oder laßt Eure Kinder während der warmen Jahreszeit barfuß gehen! Tragt Holz⸗Sohlen! Spart an Schuhen und Stiefeln! Schont Eure Lederſtiefel für den Winter! 1 Sammelt die Küchenabfälle. Bewahrt ſie vor Berderb. Ihr ſtreckt dadurch unſere Viehfuttervorräte. Bringt ſie zu den Annahmeſtellen der Maunheimer Abfall⸗Ver⸗ wertung oder meldet, Ihr Hausfrauen, in der Geſchäftsſtelle, wo und wann ſie abgeholt werden können. Die Annahmeſtellen ſind geöffnet: 45—½7 Uhr: am Marktplatz jeden Tag, Ecke Wallſtadtſtraße: täglich, Uhlandſchule: Montags, Mittwochs, Samstags, Luiſenring 44: Jeden Tag(Annahme von jegl. Sorten Altwaren wie Papier, Lumpen, Metalle, Korken, Flaſchen, Gummi, Knochen, Kaffeeſatz. Lindenhof⸗Marktplatz(Johanniskirche): Montags, Mittwochs und Samstags. Die Kommiſſion der Mannheimer Abfall⸗Verwertung: Geſchäftsſtelle: O 7, 9. Telephon über Ratbaus. ruher Lebensmitteldiktator Bürgermeiſter Dr. Horſtmann Potter der den Ausführungen Dr. Bartſch völlig beipflichtete, Der Butter iſt ein Produkt, das raſch verarbeitet werden muß; es iſt oft minder⸗ wertig gewordene Ware dabei, die man in Anbetracht der Fett⸗ knappheit nicht ausſchalten darf, die aber durch die Bearbeitung und Vermiſchung wieder genießbar werden kann. Der Verteidiger, Dr. Eder, beleuchtete den Sachverdalt von juriſtiſchen Geſichtspunkten aus. Intereſſant war die Feſtſtellung, daß, wollte man die Höchſtpreisverordnungen auch auf die behörd⸗ lichen Lebensmittelſtellen anwenden und ſie als Großhändler be⸗ trachten, nicht nur der Kommunalverband Mannheim, ſondern ſchon die Badiſche Landesfettzentrale ſich gegen das Höchſtpreisgeſetz ver⸗ gangen hätte. Das Gericht kam zu einem Freiſpruch unter Ueberbürdung der Koſten auf die Staatskaſſe. Maßgebend für die Entſcheidung war in erſter Linie der Umſtand, daß Dr. Bartſch zu wenig ſach⸗ verſtändig und die Organiſation noch zu neu geweſen ſei, als daß er ſich nicht habe in dem Glauben befinden können, es handle ſich um Tafelbutter, für die er, da ſie gemiſcht war, einen geringeren Preis anſetzte. Er befand ſich in einemtatſächlichen Irrtum und ging auf Grund des§ 59 Str.⸗G.⸗B. ſtraffrei aus. Aber auch aus der Erwägung heraus erging der Freiſpruch, daß dem Ange⸗ klagten die Beſtimmung des Bundesrats vom 18. Januar 1917 üher das Beſtehen und die Anwendbarkeit von Kriegsgeſetzen zur Seite ſtand. Was Dr. Bartſch getan habe, unterſcheide ſich nicht von dem, was die Stadt Karlsruhe heute noch tue. Ohne auf die Anklage ſelbſt näher einzugehen, könne man aber doch ſagen, daß ſie ſich nicht zu einer Verhandlung vor dein Strafrichter geeignet habe. Aus Ludwigshafen. * Aufgefundener Knabe. Am 6. Auguſt dieſes Jahres wurde durch die Polizei Ludwigshafen am Rhein ein ungefähr—6 Jahre alter Knabe aufgegriffen, der über ſeine Herkunft keine Ausſagen machen kann. Bekleidet iſt der Kleine mit weißem Hemd, weißem baumwollenem Anzug mit dunkelblauen Streiſen. Er iſt blond, hat blaue Augen, friſche Geſichtsfarbe und iſt körperlich gut gepflegt und entwickelt. Eine Kopfbedeckung, Schuhe und Strümpfe trug das Kind bei ſeinem Auffinden nicht. Er gibt an, Phitipp Moos zu heißen, ſein Vater heiße Heiner Moos: dieſer ſoll im zneuen Schloß“ arbeiten. Als nennt er Wilhelmſtraße. Bis jetzt angeſtellte Nachſorſchungen blieben ergebnislos. Es wird erſucht, Mitteilungen über Namen, Stand und Wohnung deſſen Eltern alsbald der Armenpflege Ludwigshafen am Rhein zukommen laſſen zu wollen. durch den Kleinhandel. Stäbtiſche Bekleidungsſtelle, F 3, 5/6. 5 4. Seite. Nr. 379. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 16. Auguſt 1917. Nachtrag zum lokalen Teil. Polizeibericht vom 16. Auguſt 151%. Selbſtmord. Geſtern Nachmittag wurde im Gebüſch bei der Fohlenweide, Gemarkung Neckarau, ein 58 Jahre alter verh. Packer aus Marth, Amts Heiligenſtadt, erhängt aufgefunden. Der Lebensmüde hat ſich am Sonntag, den 12. ds. Mts. aus ſeiner Wohnung in Fulda entfernt und iſt hierher gereiſt. Grund zur Tat P1 Schwermüt ſein. Die Leiche wurde in die Leichenhalle des riedhofs Neckarau verbracht. 3 Tödlicher Unglücksfall. Beim Abnehmen eines Waſſer⸗ leitungsrohres auf dem Bahnſteig 111 des hieſigen Hauptbahnhofes ſtürzte geſtern Nachmittag B041 3 Uhr der 43 Jahre alte verw. Spenglermeiſter Wilhelm Baitter, Meerlachſtraße 5 wohnhaft, etwa 2 Meter hoch von einer Leiter rücklings herunter auf den Boden. Baitter zog ſich hierbei am Kopfe ſchwere Verletzun⸗ gen zu und wurde nach Anlegung eines Notverbandes auf der Sanitätswache im Bahnhofe mittelſt Droſchte ins Allgemeine Krankenhaus überführt. Abends 6/½ Uhr ſtarb er daſelbſt an den Folgen ſeiner Verletzungen. Die volksernährung. Dis künftige Fleiſchverſorgung. Man ſchreibt uns: Die Nachricht, es wären für die nächſten beiden Monate zwei fleiſchloſe Wochen in Ausſicht genommer, iſt bereits von zuſtändiger Stelle als irrtümlich bezeichnet. Mit dem Beginn dieſer Woche iſt die Fleiſchmenge wieder auf die urſprüng⸗ liche Höhe herabgeſetzt worden, nachdem während mehrerer Mo⸗ nate eine doppelte Fleiſchration gewährt wurde, um die Knapp⸗ heit an Brot und Kartoffeln auszugleichen. Die Frage der erhöh⸗ ten Fleichration iſt bekanntlich eine lebhaft umſtrittene. Während von der einen Seite eine dauernde Beibehaltung der doppelten Fleiſchmenge als gänzlich unbedenklich hingeſtellt wurde, erblickte man auf der anderen Seite darin geradezu den Ruin unſerer Viehhaltung. Beide Anſichten haben ſich als unzutreffend heraus⸗ eſtellt. Eine Beibehaltung der doppelten Fleiſchration kann nicht in Frage kommen, weil dadurch unſer Rindviehbeſtand unzweifel⸗ haft in einem Grade angriffen würde, der zu ſchweren Bedenken Anlaß geben müßte. Andererſeits haben die vermehrten Abſchlach⸗ tungen, die durch die Erhöhung der Fleiſchration notwendig wur⸗ den, überall da, wo die Beſchaffung des Schlachtoiehes unter Be⸗ rückſichtigung einer möglichſt weitgehenden Schonung der Milch⸗ kühe ſtaktgefunden hat, keinen nennenswerten Schaden angerichtet. Unſere Viehhaltung während des nächſten Winters wird infolge der großen Trockenheit des Frühjahrs und der dadurch entſtandenen 8 an Rauhfutter ſchwierig werden. Die Viehhalter werden desh zweifellos gezwungen ſein, manche⸗ Stück Vieh abzu⸗ ſtoßen, weil ſie über ausreichende Futtervorräte nicht verfügen. Dieſe Notwendigkeit iſt bedauerlich, aber als Folge der ungün⸗ — Witterung unvermeidlich. Sie macht es unmöglich, unſere ehbeſtände ſo zu ſchonen, wie es im Zntereſſe unſerer künftigen Verſorgung mit Fleiſch, Milch und Butter wünſchenswert wäre. Die Tatſache der Futterknappheit wird alſo eine weitere Einſchrän⸗ kung der Fleiſchration, wie Wochen ſie bedeuten würden, überflüſſig machen. Es ſteht aber bereits heute ſeſt, daß wir zum kommenden Winter jedenfalls mit einer ſtärkeren zu rechnen haben, die naturgemäß auch eine unzureichende Verſor⸗ gung mit Butter zur Folge hat. Unter dieſen Umſtänden muß mit allem Nachdruck dafür geſorgt werden daß bei der Auswahl de⸗ Schlachtviehes die Milchkühe, ſoweit es irgend möglich iſt, geſchont werden. Daß dies bisher keinesweg⸗ überall geſchehen iſt, beweiſen die zahlreichen Beſchwerden von Viehhaltern, aus denen hervorgeht, daß ſelbſt Kühe mit einem für die heutigen utterverhältniſſe Kreichlichen Milchertrag zur Abſchlachtung gelangt ſind. Letzte Meldungen. die neue Schlacht in Slandern. Telegramm unſeres Kriegsberichterſtatters H. Katſch. Kriegspreſſequartier, 15. Auguſt. Als Vorbereitung neuer großer Angriffe legte der Feind geſtern Zerſtörungsfeuer großer Kaliber auf Stellungen und rückwärtige Verbindungen des nördlichſten Abſchnittes. Nördlich von Dix⸗ muiden bis zum großen Walde von Houthulſt ſuchte er unſere Bat⸗ terien zu bekämpfen, in den zur Küſte nordwärts führenden Straßen Boeſinghe—Langemark und Bixſchoote—Dixmuiden un⸗ ſere borderen Stellungen zu zerſtören. Dieſes Feuer reicht bis Zandworde herunter. Von da bis Lille lag Zerſtörungsfeuer auf allen unſeren Stellungen, am ſtärkſten bei Warneton. Dagegen brachten wir die ſüdlich von Weſthoek von den Engländern genom⸗ menen Waldſtellungen im Sturm und Nahkampf wieder in unſexe Hand und nahmen ſtarke feindliche Anſammlungen an der Straße Hpern—Meenen unter Vernichtungsfeuer. Trotz veränderlichen Wetters ſehr ſtarke Fliegertätigkeit. 11 feindliche Flugzeuge, da⸗ von eines durch Flakfeuer, als ſicher abgeſchoſſen beobachtet. Jeſte Zuverſicht auf glücklichen Fortgang des Krieges. Berlin, 15. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Norddeutſche Allgemeine Zeitung“ ſchreibt: Der öſterreichiſch⸗ungariſche Miniſter des Aeußern, Graf Czernin, in Begleitung der Legationsſektetäre Graf Walterskirchen und Graf Demblin hat die Heimreiſe angetreten. Sein Aufenthalt in Berlin gab Gelegenheit die ſchwebenden poli⸗ tiſchen und wirtſchaftlichen Fragen zwiſchen den leitenden Staats⸗ männern der verbündeten Reiche eingehend zu erörtern. In einer zweitägigen Ausſprache wurde der Gedankenaustauſch fortgeſetzt, der vor wenigen Wochen bei der Anweſenheit des Reichskanzlers in Wien aufgenommen worden war und ſodann während des gemein⸗ ſamen Aufenthalts der beiden Staatsmänner im Großen Hauptquar⸗ tier fortgeſetzt wurde. Die in kurzer Zeit wiederholten Zuſammen⸗ künfte entſprechen den auf beiden Seiten beſtehenden Wünſchen, die emeinſamen politiſchen Aufgaben in vertrauensvoller Zu⸗ mmenwirkung zu bearbeiten. Die Beſprechungen der letzten Tage waren von feſter Zuverſicht auf einen günſtigen Fortgang des Krieges getragen. Sie haben die volle Einmütigkeit der leitenden Staatsmänner über die Grund⸗ linien der zu befolgenden Politik erneut bekräftigt. Die Entente ſucht noch dieſes Jahr die Entſcheidung. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 16. Aug.(Priv.⸗Tel. z..) Der„Neue Züricher Anzeiger“ ſchreibt: Die überraſchende Reiſe des franzöſiſchen Präſidenten ins italieniſche Hauptquartier muß als ein Ereignis angeſehen werden, daß wichtige Dinge vor⸗ bereitet werden. Die Entſendung italieniſcher Hilfe nach der Weſtfront ſchließt nicht aus, daß Cadorna am Iſonzo kräf⸗ tig demonſtriert, ſchon um die Aufmerkſamkeit von den wichtigen Vorbereitungen im Weſten abzulenken. Alle dieſe Vor⸗ gänge ſind als Beweis anzuſehen, daß die Entente, ohne die amerikaniſche Hilfe abzuwarten, dieſes Jahr noch einen großen Verſuch unternehmen will, den Krieg durch eine Hauptaktion im Weſten zur Entſcheidung zu bringen. Sie handelt dabei offenbar unter dem doppelten Zwang: der ſtetigen Schiffsraumverminderung infolge des U⸗Bootkrieges und der drohenden ruſſiſch⸗ rumäniſchen Auflöſung, die trotz aller tapferen Gegen⸗ wehr einzelner Heereogruppen immer weiter um ſich greift. Außerordentliche Situng des talieniſchen Miniſteriums. 1 Berlin, 16. Auguſt.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus Lugano, wird gemeldet: Eine außerordentliche Sitzung des ita⸗ lieniſchen Kabinetts iſt für den nächſten Samstag in Rom anbe⸗ raumt worden. Die eingeweihten Kreiſe betonen, es ſei dieſem Mini⸗ ſterrat größere Bedeutung beizumeſſen. Es werde hier auch die neueſte Friedensnote des Papſtes verhandelt werden. Ueber den angeblichen Inhalt der Note des Papſtes gehen die Meinungen der Preſſe weit auseinander. Der„Secolo“, der ſich ſehr gereizt zeigt, vermutet, der Papſt wolle Oeſterreich vor der Zertrümme⸗ rung retten. Die katholiſche Preſſeagentur verbreitet D die Nachricht, daß die Note auf dem Bode nder Botſchaft Wilſon⸗ für die Stockholmer Konferenz nur folgende Wahl:„Entweder ſo⸗ die neuen Stocholmer Ronſerenzen. Die verweigerten Päſſe.— Eine ſcharfe Drohung. Kopenhagen, 15. Aug.(WT B. Nichtamtlich.) Der Stockholmer Korreſpondent des Blattes„Politiken“ hatte mit Huysman eine Unterredung über den Beſchlußder Ententeregierungen, der Stockholmer Konferenz die Päſſe zu verweigern, wobei Huysman u. a. ausführte: In dem Bericht Bonar Laws heißt es, daß——9 die ſich in dem vereinigten Königreich aufhalten, an der Konſerenz mit feindlichen Staatsangehörigen nicht ohne Zuſtimmung des Königs teilnehmen können. Wer ſagt jedoch, daß der König es nicht ver⸗ nünftig findet, ihr ſeine Zuſtümmung zu erteilen? Da der Regie⸗ rungsbeſchluß nicht unantaſtbar iſt, beſteht ein Grund, die Lage als ernſtanzunehmen. In demokratiſchen Ländern kann man ganz einfach nicht gegen den Willen des Volkes regieren, ſelbſt wenn auch einige Regierungen ſich weigern, Päſſe auszuſtellen. Regie⸗ rungen beſtehen nicht ewig. Glauben Sie mir, daß alle Regierungen, die den Beſchluß gefaßt haben, eher ver⸗ gehen werden, als die Konferenz vergeht. Daß die Konferenz zur Wirklichkeit werden wird, geht ſicher aus der Lage, die nunmehr entſtehen wird, hervor. Die Konferenzbeſteht und kann durch keinen Beſchluß irgend einer Regierung verhindert wer⸗ den. Sie beſteht allein dadurch, daß es der Wille der ſozialdemo⸗ kratiſchen Partei iſt, zur Verhandlung zu kommen. Die Regierungen können verſuchen, zu verhindern, daß dieſer Wille zum Ausdruck kommt, falls ſie ſich aber wirklich dazu entſchließen, bedeutet dies den Bruch des Burgfriedens und es iſt dann Sache der verſchiedenen Arbeiterparteien, zu beſchließen, welche Mittel im Kampf gegen die Regierung anzuwenden ſind. Schließlich gibt es lange zu warten, bis die Ententevertreter in Stockholm eingetroffen ſind oder die Konferenz allein mit den Vertretern der neutralen Mächte und der Mittelmächte und den ruſſi⸗ ſchen abzuhalten. Die Vertretet Rußlands treffen in einigen Tagen in Stockholm ein und wir werden dann unſere Entſcheidung treffen. Stärker werdende Sehuſucht nach Stockholm. Rotterdam, 15. Aug.(WTB. Nichtamtl.)„Daily Expreß“ be⸗ richtet: Ein Mitglied der Arbeiterpartei, das der Regierung an⸗ gehört, hat geſagt, die endgültige Weigerung des Premier⸗ miniſters, Päſſe für Stockholm abzugeben, habe den Wunſch nach Stockholm zu gehen, nur verſtärkt, Revolution in Rußland. Die Stellung der proviſoriſchen Regierung auf die Dauer unhallbar. Berlin, 16. Aug.(Von unſ. Berl. Büro.) Aus Wien wird ge⸗ meldek: Die„Reichspo t“ berichtet aus Petersburg: Die Unruhen in Petersburg begannen von neuem. Am Samstag brachen in mehreren Stadtvierteln gleichzeitig Bewegungen aus. Eine Abteilung Koſaken wurde beſchoſſen. Von allen Seiten kamen Be⸗ waffnete zum Vorſchein, welche gegen die Soldaten vorgingen. Die Schießereien dauerten mehrere Stunden. Die Lage in Petersburg iſt andauernd kritiſch. Die Stellung der proviſoriſchen Regierung ſcheint auf die Dauer unhaltbar zu ſein. Eine Skaatskonferenz in Moskau. Petersburg, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die vorläufige Regierung beſchloß in Verfolg der außergewöhnlichen gegenwärtigen Ereigniſſe und angeſichts der Verbindung der Regierung mit den organiſierten Kräften des Landes, zum 25. bis 28. Auguſt eine Staatskonferenz in Moskau zuſammenzuberufen. Zur Teil⸗ nahme daran wurden eingeladen Vertreter der öffentlichen, demo⸗ kratiſchen, nationalen, wirtſchaftlichen, kommerziellen und induſtriel⸗ len Körperſchaften, Organe, die die revolutionäre Demokratie leiten, höhere Vertreter des Heeres, der wiſſenſchaftlichen Einrichtungen, der Univerſitäten und die Mitglieder der vierten Duma. Dem oberſten Befehlshaber und dem ehemaligen Miniſterpräſidenten Fürſten Lwow wurden beſondere Einladungen überſandt. Die Kon⸗ ferenz wird nach dem Kreml einberufen und durch eine Rede des Miniſterpräſidenten eröffnet, der eine allgemeine Er⸗ klärung verleſen wird, die den Mitgliedern der Konferenz Auf⸗ ſchluß über die Lage des Landes und das Programm und die Tätigkeit der neuen Regierung geben wird. Dann werden ihr Er⸗ klärungen gegeben durch die Miniſter. Die Vertreter der verſchie⸗ denen Abteilungen werden Reden halten, die die Lage der verſchie⸗ denen Verwaltungszweige und der Staatswirtſchaft beleuchten ſollen. —— glaubt, daß etwa tauſend Perſonen an der Verſammlung teil⸗ nehmen.—* Die Angſt vor den Freunden. Bukareſt, 15. Aug.(WTB. Nichtamtl.) Meldung des Wiener F. u. k. Cor.⸗Bur. Der Leiter des Miniſteriums des Innern, Lupu Koſtaki, ſande an den König von Rumänien ein Telegramm, worin er der Beſorgnis der rumäniſchen Bevölkerung Ausdruck gibt, daß die Privatdepots der hieſigen Banken, die ſeiner⸗ zeit nach Jaſſy übergeführt worden ſind, nun angeſichts der Offenſive gegen die Moldau nach Rußland geſchafft werden könnten. Dieſes Privateigentum beziffert ſich auf rund eine Milliarde. Lupu Koſtaki bittet den König, die Ueberführung dieſer Depots nach Rußland zu verhindern. * Graf Bernſtorff zum Botſchafter in Konſtantinopel auserſehen. JBerlin, 16. Aug.(Von unſerem Verliner Büro.) In Berlin, war geſtern das Gerücht verbreitet, daß Graf Bernſtorff zum Bot⸗ ſchafter in Konſtantinopel an Stelle Kühlmanns auserſehen ſei. Das Gerücht knüpft an einen tatſächlich erfolgten Beſuch des Gra⸗ ſen Bernſtorff beim Reichskanzler an. Die Nachricht ſcheint uns im übrigen zutreffend zu ſein. Die franzöſiſche Grenze noch immer geſperrt. c. Von der Grenze, 16. Auguſt.(Priv.⸗Tel. z..) Der ſchweizeriſche Preßtelegraph berichtet: Die Erwartung, daß die franzöſiſche Grenze in der Nacht zum Mittwoch 0 werde, hat ſich nicht erfüllt. Man iſt noch vollſtändig im Ungewiſſen, wann dies geſchehen wird. Am Dienstag haben zwölf mit diplomatiſchen Püſſen verſehene Perſonen die Grenze paſſieren dürfen. China beſchlagnahmt erneut Schiſſe der Mittelmächte. Shanghal. 14. Auguſt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterſchen Büros. ie chineſiſche Flottenbehörde beſchlag⸗ nahmte drei öſterreichiſche Handelsſchiffe und internierte ſie im Hafen, die Schiffe wurden nicht be⸗ ſchädigt, die Ruhe wurde nicht geſtört. Die beſchlag⸗ nahmten deutſchen und öſterreichiſchen Schiffe weiſen zuſammen einen Inhalt von 18 000 Tonnen auf. Handel und industrie. Aus dem deutschen Tabakgewerbe. Man schreibt uns: Der von der Deutschen Tabakhandels- gesellschaft von 1910 m. b. H. in Mannheim den Tabakhändlern Zugestandene Zuschlag von 25 Prozent auf inländische Tabake bis zur durchgeführten Fermentation bzw. bis zum Verkaufe für Gewichtsverluste hat den Zentralverband deutscher Zigarrenfabri- kanten zu einer Eingabe an diese Gesellschaft veranlaßt, die eine angebliche Begünstigung der Händler auf Kosten der Hersteller beſiauptet. Beim Bezug von Vorbruch und Sandblättern 1916er Ernte, der bis zum Frükjahr hin freigegeben worden sei, für die Zigarrenherstellung habe sich bei diesen noch ſermentiert gewese⸗ nen Gewächsen beim Nachlrocknen ein Gewichtsverlust bis zu 15 Prozent ergeben, der aber bereits in den 25 Prozent Dekalo enthalten gewesen sei. Bei vorzeitigem Verkaufe der Tabake nieße also der Händler einen Mehrerlös bis zu 15 Prozent außer dem ihm von der Tabalchandelsgesellschaft zugebilligten Betrag von 10 M. pro Zentner, während der Hersteller neben dem Nach- 8 Eahe cderſent wird in Ententekreiſen der Note allſeits große edeutung beigemeſſen. teil der Zuvielzahlung noch den Zolverlust durch den sich er- gebenden Schwund und den Schaden an seinem Kontingente z2u tragen habe. Zur Verhütung dieses Mißstandes wird der Ge- wichtsnachweis der Tabake beim Ein- und Verkauf durch den Händler und Kürzung des so gewonnenen Unterschiedes zum Verhältnisse der gewährten 25 Prozent durch die Tabakhandels- gesellschaft und Gutschrift der entsprechenden Gewichtsunter⸗ schiedes am Kontingent des Herstellers vorgeschlagen. Behufs leichmäßiger Verteiſung der vorhändenen Labakvorräte an die — ist eine Ueberlassung des gemäߧ 2 der Bekannt⸗ machung vom 10. Oktober 1916—— Tabakes an die Deutsche Tabaſchandelsgesellschaft geplant. Durch die freiwillige oder auf dem Wege der Enteignung erfolgte Abgabe von Tabak werden die Verarbeiter nicht aus diesem Kreise ausscheiden. Die Anmeldung der Tabakabgabe an die Hebestelle wird wohl ge⸗ nügen, auch dürfte für die Berechnung des Wertzollzuschlages der Preis zugrunde zu legen sein, der von dem abgebenden Verar- beiter als Ersterwerber gezahlt ist. Sache der Tabakhandelsgesell- schaft wird es sein, daß der neuentstelende Preis, weicher für den Wertzollzuschlag maßgebend ist, nicht hinter dem vom Erst- erwerber gezahlten Zurücksteht. E◻ Zur Regelung der Weinpreise. Man schreibt uns: Auf die kürzliche Eingabe verschiedener Reichstagsabgeordneter hat das Kriegsernährungsamt erklärt, daß eine Festsetzung von Weinhöchstpreisen von Reichs wegen nicht in Aussicht genommen sei, dagegen Erwägungen wegen der Be- schränkung der Weinverstei auf die Weine—— Wachstums schweben. Außerdem aber ist auch die Einführung der Verpilichtung zur Ausstellung einer Bescheinigung über die Veräußerung von Weinen an Händler sowie Inhaber von Gast-, Schank- und Speisewirtschaften beabsichtigt. Schließlich hat das Kriegsernährungsamt in einem Rundschreiben an die Bundesregie- rungen mit Rückesicht darauf, daß Wein als Lebensmittel im Sinne der sog. Kettenhandels- und Lebensmittelhandelsverordnung anzu- sehen ist und daher der Handel damit nur von Personen betrie- ben werden darf, welche die Erlaubnis dazu erhalten haben, die wegen Bedenken volkswirtschaftlicher Art, aus persönlichen und sonstigen Gründen oder weil der Antragsteller vor dem 1. Aug. 1914 fit Wein nicht gehandelt hat, versagt werden dari. dieselben darauf aufmerlesam cht, daß die Einschiebung unnützer Han⸗ delsglieder in den Weg der Ware vom Hersteller zum Verbraucher auch im Weinhandel strafbaren Kettenhandel bedeutet, wie auch das Erscheinen einen und desselben Weines auf mehreren Verstei- gerungen als Kettenhandel anzusehen ist. Schließlich wurden die darauf hingewiesen, die Preisprüfungsstellen und Kriegswucherämter bei ihrem Vorgehen übermäßige Preissteigerungen beim Wein zu unterstützen und durch Veröffent- lichungen vor dem Kettenhandel mit Wein zu warnen. Londoner Wertpapierdörse. LoBOO 14. August. 8 16% 14. 14. 13. 14. 13. 2½ Konsol./ 55¼ 55/— 5% heuekrgsanl.— 1810 Tiato 62 2½] 62— 5 Argentin.—— 95¾ 3½% Krlegsl.) 97½ 67˙9 Ohartered. 13-2 13-1 4 Brasilian.—— Canad. Pao. 180%][—. De Beers.12½[12— 4 Japaner..74½—— kErle——— Soldfſdels.1½ 1½ Portuglesen 49½——[South Fao.—[Kat. R. Hex. 6—— 5 Russeni9060.— 71—[Union Pao.———. Randmaunes.%8 3½¼6 4½ Russ.1909 6940 63/ Steelis 130—129/ Fr. Diskont 4¼%8L 5% Kriegel. 94½ 94½ L Anacondaoc.—— ISlber 42 42½1 London, 14. August.(...) Weohsel auf Amsterdam 3 Konate 11.50— kurz 11.33½ Weéchsel auf Paris 3 Honate 27.87—. kurz 27.50.— aut Fetersburg kurz 227.—. Amsterdamer Wertpapierbörse. AksTERDAM, 14. August. 14. 13. 14. —33.45— 5% Mlederld. . 13. 24. 13. Soh. Berlin.33.40 1010.] 10½½ South. Pao. 83½ 82½ „ Wien 21.5— 21.32½/8% 9 90 60% 73% Rallw.— 25½¼ , Sohwelz.58.50— 58.75—[lof, peir. 0 640— unlon Pao. 137½ 1375, „ Kopenhg.72.35— 72.50—.Holl.-Am.-..—.——.—Anaconda 16— 164½ „ Stookhol. 78.95.— 76.00—[Nal.-Ind. H.. 212½ 213—[Steels. 112% 112¼ „ London..11.68¼ 11.36—Atohison 99——Franz.- engl „ Faris 4147½ 41.45—[Rock Island 1— Anieibe—-. Sichtbare Getreidevorrate in Nord-Amerika. 11. Aug. 28. juli Bsh. Bsh. Weizen exkl. Canada 33819000— — 7 17715000 insgesamt—— N00 314⁴ 000 FCoo00000000 8267 000 Roggen 479 000 401 000 K“T0 1475000 Newyorker Warennerte:. UMEW VOEK, 14. August. Weizen hard 14. 11. Baumwolte 11. 14. 1. Zut. Atl. Hät.—or okt...24.4 23.960 Wt..2 neue 257— 285.— im innern.— br Dez...24.40 23.92Ju0 Mothern 4 ExR-n. Engl.—Irerpcsew.. Si, cbcl 2— 2⁵⁰0.— Exx. n. d. bi. Terpexvor 42.— Li-mfgebs-Stahl. 85—„9— WWorbione—* Sohmalz 7— 8—* 191.—. 200.— r August.—ITaigspez. Vki12. ehi Spr.. 5 Sehe 2⁵.30 Tubk. 36 Tst. 7. 52¹.55 Wh. ol.(neu) 11-12 11412 pr Oktober 25.02 10ko¶ 9¼.½ 2925 19.25 pr NoVW. 24.3⁵ kaftee] Sept 706.640 do. ſia 19.70 19.0 pr Dez 2477/0 de—— iſetettr. Kupk./— 228 pr Jan. 24.760 1 9 Jian.—— JSohzinn 63.— 63.25-50 pr Febr,—.—Vr. 7 Nürz——.90Petroleum. H. Orieanslk.75] 26.25 Hai—.—.10Cred.Balano.] 325.— 310— Newyork, 13. Aug.(WTB.) Baumwolle war bei Er- öfinung schwach auf günstige Wetierberichte, das Ausbleiben der Haussiers und günstige private Erntemeldungen; am Nachmittag erholten sich die Kurse infolge e Nachfrage seitens der Spin- ner im Süden. Der Schluß war kaum behauptet. 8 in träger und Newyork, 14. Aug.(WIB.) Kafiee eröſinete Haltung zu unveränderten Kursen, 0h. dann aui Berichte aus Brasilien und schloß au— Baumwolle eröfinete mit 17 Punkten höheren bis 2 niedrigeren Kur- sen bei behaupteter Lendenz,* weiter auf Deckungen, ungün⸗ stige Ernteberichte, Käuſe der Wallstreetspekulanten, geringe Zu- fuhren und die Nachfrage der Spinner. Schluß ſest. Ccngοοr Warenmarse. OHcA0, 14. August. 14. 11. 14. 71. Speok 14. 14. Welzen Sep! 20,—213.— Sohmals 9„ 2250.0 pr Dez br. Okt..22.2 22.87 Sbhwelne..-. Hais Aug. 115./—.—Pork?: Sept-] 42.90 42.17/ leichte 16.55 1c1700 pr bez. 113.% 114.½ pr Okt.. 4290 42.— schwer 16.72 00-17•10 Hafer Sept. 57½ 58,, Hippen Sohweine⸗ Sohmalz: pr. Sopt.. 23.67 2346/zuf. 1. West.] 57 000 32000 pr Sept.. 22.67 22.75 pr. Okt 23.40] 23.20 dv, Ohloag. 9000% 7000 Chicago, 13. August.(WIB) Weizen verkehrte bei schwächeren Kursen inioige guter Wetterberichte. Abgaben der Lokohäuser und der Zunahmeè der Ankünfte. Der Schluß vollzog sich bei schwacher Tendenz. Chicago, 14. Aug. 8 eröfinete 1 c. höher infolge Deckungen, geringe Zufuhren und ungünstige Ernte- berichte aus Eufopa, schwächte sich dann ab auf günstigere Ernte- berichte, günstiges Wetter und politische Nachrichten scwie Liqui- dationen. Der Schluß war kaum bellauptet.— Mais zeigte bei Eröffnung ſeste— und notierte 6 c. höher infolge Deckun⸗ en und ungünstige Ernteberichte. Auch im weiteren Verlaufe onnten die Kurse anziehen auf Exportirage und Käufe Armours, s0 daß die Kurse bei behaupteter Tendenz schlossen. Wasserstandsbeobachtungen im Monat August. Pegelstation vom Datum Lelegheln 11. J 12. 13. 1. 6. 16 Semerkunden Huningen“) 2722.6 2657.7026 250 adende 8 Ubr Kehlhll]]lklll.4J3.43.42.35.49.55 Machm. 2 Uh. Maxauu 4500.22.18.075.13].2 Raohm. 2 Uht Mannheim.13.24.35.29.22.37 Korgens 7 Uh Rlainñzz 146 146.57.66.b4 FeB 12 Uhr EaüSn„ 28.56.67.67.62 Vorm. 2 Uhr. EKn.65.67 Machm. 2 Uhr vom Neckar: Mannheltee„4.03.14 424474.12 425 Vorm. 7 Uur Hollbroren 02.480.,470.57 8 Vorm, 7 Uur 7 5 ————— 7 9 * 3* 1 f ——————————PPPPPPGPWPGGGGGGGGGGGGGGGGGSGSGGGGSSGSSS** 992 0 f 3 1 älanaderi 374 .nneretag, den 16. Auguſt 1917 Mannheimer General⸗Anzeiger.(Mittags⸗Ausgabe.) Nr. 379. 5. Seite. 72 Braves, fleiß. Mädchen Damenhüte i 2 13,23III.— per ſofort Ber 1. Sevbör. hrmädch 25,—5 E— 70 geſucht i— aumi U Tr.Fmnbt 5 25 6 eräumige mbl. Zim. Von 5 8— 9085 5 10 5 2, 10, III. und e 10 P2,8, 63 z. v. 4954a größerem hieſigen Verſicherungsbüro werden Piensimädehen Laufmädchen 5 Zimmer-Wohnung P I. 72 2 22 3 8⸗ ſofort geſucht. k214 0 0 militärfreie halt v. ſofort gef. Baba] Geselw. Wolf, E. 2, 1. NNR 7 Herren Sowie Damen E ſchon auf einem Büro tätig waren, geſucht. Bewerbungen ſind 127 an die einzureichen unter W. C. P214 Tüchtiger Meilnis fur. Lokomobile sofort gesucht. IIll Keizer Nb213 Metalischeide Rheinau. 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F Grünbaum (mit Benutzung eines Luſtſpieles Gatti⸗Trotha) Muſik von Leo Fall In Szene geſetzt von Direktor H. Norbert Kaſſeneröff.7 uhr Auf. ½3 uhr Eude ¾11 uhr Mannheimer RUnstlertheater Fornruf 1624„Apolle“ Fernruf 7144 9 Heute Donnerstag abends 7½ Uhr: Suw.. 15. NMaie: enn in ffühlagerHofunaer.. ereeeeeeeeeneοfα Freitag: Rüstungs-Vorstellung. Samstag18. August, abends 7¼ Uhr: — Ehrenabend- kür den Oberspielleiter Oskar Brönnerg Zur Feier seiner 20jährigen Bühnentätigkeit.) Zum ſ. Male: Die keusche Susanne die Tänzerin. Sichern Sie sich Plätze Telephonlsche Vorausbestellungen Worden möglichst berücksichügt. Vorauzeige! Hwir bringen ah Freitag, den 17. ds. den interessantesten Wegener-Film der Saison Telephon 2017 17.7 9 Aeues Proyramm iom lenstag bis iatl. Bonnerstag ätxxAiaf Ein entzüekendes Lustspiel in 3 Akten V. Franz Hofer, Hauptdarstellerinnen: Aerztl. Damenkopiwaschen mit Frisieren und prima Ondulation M..60. empiohlene elektrisehe Kopfbe⸗ Handlung gegen Hanraustall und Ergrauen. Verkaut u. Antertigung all. Haararbeiten. Frislersalon Ploch, D 1, 3, 11. Telephon 2708. F30e— geb. Böhler Mannheim(Eichelsheimerstr.10, In tiefer Trauer: von der Leichenhalle aus statt. Heute fruh 5½ Uhr wurde meine liebe Krau, unsere herzensgute, treubesorgte Mutter En Sophie Haas durch einen sanften Tod von ihrem schweren Leiden erlòst · Konrad Haas, Lokomotivfũhrer, nebst Familie. Die Beerdigung findet Freitag, 5½ Uhr nachm., 15. Aug. 1917. 5364a Danksagung. Vaters, Herrn gefühlten Dank. Marie Bechtel Für die vielen Beweise inniger Teilnahme anlässlich des Hinscheidens meines lieben Gatten, Grossvaters und Schwieger“ ohristian Bechtel, Schübmachermeister sugen wir allen auf diesem Wege, besonders Herrn Stadtpfarrer von Schöpfler für die trostreichen Worte unseren— Die trauernden Hinterbliebenen: mebst allen Angehörigen. und Kinder Helene Voss und Lya Ley. Das SKeleft Ein grosses spannendes Filmschauspiel in 4 Akten nebst einem Vor- und einem Nachspiel 13 der Hauptrolle; Ellen Ricnter. Unverstanden Musterlager E ö,5 gegenüber der Börae assenschränke Hermann Hauer Generalvertreter der Osteriag · Werke, Aalen Telephon 7276 ker dernih bitts lurul. Jiz⁊a Eine Tragödie in 4 Akten. Palalt⸗ uallipiele 231, 8 Breitestraase J1, 6 as hostüssuchtsste Lichtspiel- Thgater Hasnheims. ———— BHeute letzter Tag: Erst-Aufführung 1e KloueffesTees Drama in 4 Akten. Anna Müller-Linke 1 Traus nie dem bloßen Schein Lustspiel in 3 Akten. Ueskbä,—— Razsdenlseh. Front. Frage kommenden hältlich sind. Städt. Bekleidun Erroro Einladung zu der am Moutag, den 27. Auguſt 1917, abends 9 Uhr im Vereinslokal„Zähringer 97, 2, 9 ſtattfindenden„W a4 beueral-Versammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. riums des Innern Pfünd 11 Pfg. beträgt.« rſorgung vom 12. Juli ds. 3. de Bekkanf der Frühkartoffeln diegjähriger von den Verkaufsſtellen an die Verbraucher 5 Höchſtpreis mit Wirkung vom 20. Auguſt ab* 8 1. ——9 9— Socken, 01 Manuiakturwaren, Arheitsbosen zum Verkauf durch den Kleinhandel betr. Die Stadtgemeinde Mannheim fordert diejenigen Kleinhandelsgeschäfte des Kom- munal-Verbandes Mannheim-Stadt, die sich an dem Verkauf der obigen Waren be- teiligen wollen, auf, ihre Anmeldung bis 22. August schriftlich bei der Städt. Beklei- dungsstelle einzureichen, woselbst auch dié Bedingungen, sowie, Muster der betr. in Artikel aufliegen und die vorgeschriebenen Anmeldebogen er- Die Zuteilung der Waren erfolgt durch 5 eine besondere Kommission, im Verhältnis der zur Verfugung stehenden Warenmenge. gsstelle Mannheim; rund des 8 5 der Verorbnung Gr. Miniſte⸗ ** über die Regelung der Kartoffel⸗ 8. wird beſtimmt, daß Mannheim, den 16. Auguſt 1017. ———— Maunheim⸗Stadt von Hollander. Diebold. 2. Kaſſenbericht. 3. Wahl des Geſamtvorſtandes. 0 4. Verſchiedenes. 3 Um zahlreichen Beſuch bittet 7 Der Vorſtand: 8 77, des Konkurs⸗ C. Balles. 2 verwalters.⸗Anw. Dr. Möckel die zur Konkurs⸗ maſſe der Firma Gegenſtände öffentlich Antertigung und Lager von PF2, 6 am Mart F 2, 6 Max Jo Haz Heſſenlſche Be Am Diengtag, den 21. Auguſt l. Js., nach⸗ Schweizerwer 3 große Keſſelöfen für Helfeuerung, 3Keſſelunterſäge, 4Kiſten mit Armaturen, F EBBE 3 kleine Keſſel, 2 Ventilatoren, J. 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S5rr0f. 1 Trah iynagoge, in der Auguſt September. äheres 96 die—— Frau Plarg Laug, Ernten der Frühkartoſſel Das Ernten der feldmäßig angebauten Frühkartoffel wird nunmehr allgemein guf der Gemarkung Maun⸗E heim(in Altſtadt und Vor⸗ orten) geſtattet. Swo Maunheim, 15 Aug, 1917. Bürgermeiſteramt. Bekauutmachung. Den Gottesdienſt an den hohen Feiertagen betr. Der Beſuch des Gottes⸗ dienſtes an den hohen Feiertagen in dem Bet⸗ ſaale des Caſinoſaales und der Auguſt Lamey⸗Loge ſteht, ſoweit die Räum⸗ lichkeiten es geſtatten, ſo⸗ wohl den Erwachſenen, wie auch der Jugend, mit Ausnahme der Kinder unter 6 Jahren frei. Das Recht auf einen feſten Platz wird jedoch nur durch Vorzeigen einer in unſerem Sekretariat F 1, 2 gelöſten Eintritts⸗ karte nach feſten Taxen begründet. Ritus und Beginn der Gottesdienſte im Caſino⸗ ſaale wie in der Haupt⸗ Lamey⸗Loge wie in der Clausſynagoge. T0214 Mannheim, 13. Aug. 1917. Der Synagogenrat: Max Goldſ 8 Schorſch. Wirtſchaftliche Frauenſchule des verb. pfälz. Vereine für Frauenintereſſen Frankenthal(Pfalz) 1..—.— 5 Beginn d. Kurſe Sept. Edentümeennleſe. inn April u. Seytember. —— 55 5 ssie eſe artenbau und Zucht. Veginn April und bilan bei Zweibrücken. 177²5 Elnspänner übrwerk übernimmt Lebensmittel herumzufahren. 533Ba Peter Spitzer, Neckarau E 4 Wil 0 elmſtraße 68. Göriner übernimmt aller Art Arbeiten. Sorgfäl⸗ tigſte Bedienung zu⸗ geſichert. H10 W. Goldberg F 6, 6/%, II. Barlehen au reelle Perſonen jeden Stand. m. u. o. Bürgen, a. a. Möbel, gibt 4. Bant eſch. ohne vorh. . Sprechſt.—AKnachm. 886a Prov. üh.: Danksagung. Für die uns von allen Seiten be⸗ zeugten Beweise aufrichtiger Teil- nahme anläßlich des plötzlichen Hin⸗ scheidens unseres lieben, unvergess- lichen Sohnes und Bruders Alired, innigsten Dank. Familie ec Mannheim(Haydustr.), August 1917. Letzte Friſt zur Ablieferung der bereits im Vorjahre ablieferungspflichtig geweſenen enteigneten Küchen⸗ und ſonſtigen Haushaltungsgeräte aus Kupfer, Meſ⸗ ſing und Reinnickel, desgleichen der Gegenſtände aus Aluminium. Das ſtellvertretende Generalkommando wird in nächſter Zeit in den S und ſonſtigen Räumen durch Militärperſonen Nachſchan abhalten laſſen, ob ablieferungspflichtige und bereits enteig⸗ nete Metalle bezw. Metallgegenſtände(insbeſondere Gegenſtände aus Kupfer, Meſſing, Reinnickel und Aluminium), ſowie Fahrradbereifungen wirklich reſt⸗ los abgelieſert ſind. Dieſe Nachſchau wird ſich alſo beiſpielsweiſe in den Haushaltungen in der Hauptſache erſtrecken auf die bereits im Jahre 1016 enteigneten Küchengerate aus Kupfer, Meſſing und Reinnickel und die dieſes Früh⸗ jahr enteigneten Geräte aus Aluminium,(insbeſon⸗ dere alſo 80 Töpfe, Pfannen, Kaſſerollen, Schüſſeln, Mörſer, Waſchkeſſel, Badewannen, Kupferſchiffe von Küchenherden, Keſſel, Warmwaſſerbehälter und Schlangen aus Kupfer, Meſſing und Reinnickel) und nahezu auf alle für Küche, Haushaltung und ſonſtigen Bedarf vorhandenen Gegenſtände aus Alu⸗ minium, auch Feldflaſchen und Aehnliches. Wer noch ſäumig iſt, kann innerhalb der nächſten 10 Tage ſeiner Ablieferungspflicht bei der ſtädt. Me⸗ tallſammelſtelle Luiſenring 4½/(werktäglich geöffnet von 10—12 Uhr und—4 Uhr) ſtraffrei nachkommen. Wer dieſe letzte Möglichkeit der Ablieſerung vor⸗ übergehen läßt, hat beim Betreten die ſtreuge Be⸗ nach der Verorbnung über die Sicherſtellung des Kriegsbedarſs zu gewärtigen. Mannheim, den 30. Juli 1917. Die Direktion der ſtäbt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrisitätswerke: Metallſammelſtelle: Pichler. Swi4 Detektiv- Institut und Privatauskumtel. Rrgus“ I. Kaler& Co., d. M. b.., Kannheim, 0 6,6— Telephon 330ö. 2 Vertrauliche Auskünfte jeder Art, Erhebungen in allen Kriminal- u. Zivilprozessen. Reisebegleitung. K 4, 4 HAUeeeee EEE Die fliegende Wachtel in K 4, 4 kauft Möbel, Korke, Flaſchen, Papier Roßhaar, Keller⸗ und Speicherge⸗ rümpel(ſoweit beſchlagnahmefrei). 8 El ILLLEE uvzun Berranf vr X HIIIAeeeeeee eeee Fur die bohördlloh Eü1d 55 bonressionierte in ualitat u. Ausgiebigkeit unubertrotfene Ia. Krait-Suppenwürze Pmtt oa 18%ů Elweissgefält ſolen Besſer bestempfohlene Abnehmer unter äugerst günstigen Bedingungen. Muster gegen 60 Pig. in deutſcher Rech —2 70 Inicht telephonisch, Wer ethopäsisck. Muuone Fuß) 5 höhere Sohle u. 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