S SK S* r — K E 1 ———————————W de jüngſten Gro leak und weſtlich der Linie Gouzeaucourt.⸗Epehy—Temp⸗ Wittwoch, 11. September. Perantwortlöck für den allgemetnen und Handelsten: Cdefredakteur * Fadee Pürakr für den——— Anton Grieſer. Wen erlag: Druckerei Dr. Haas Mannheimer General Rseiger G. m. b.., ſämtlich in Raunheim— C reſie: General⸗Anzeiger Rannheim.— Fernſprech⸗ An⸗ 3 Mgeee, e. 1 cuteee an ke — Poſticheck⸗Montor Ur 2917 cudwigsbafen am Rhein. —— fenenul Awzeig Badiiſche Neueſte Nachrichten 1918.— Ar. 423. Angeigenpreiſe: Die 1 ſpalk. Nolonerzetle 40 0 P0 Heklemen 1.— Ceueru uſchla Mittagblatt vorm. 8½ Uhr, blati na zeigen an behimmten CTagen, Stellen und antwortung übernommen. Bezugspreie in und —25 monatl. M..— mit Bringerlohn. poſtbezug: 2/,* aben Urage⸗ L. Iukeliungsdebühr. Bei der polt abgeh..70.— W0dts Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim.— Das Weltgeſchehen im Bilde in moderner Kupfertiefdruck ⸗Ausführung. GP000000000PPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPP————————————————— Dorbereitung zu neuen Kämpfen im Veſten. der mißglückle Luflangriff auf Mannheim⸗ Ludwigshafen. 24 feindſiche Flugzenge beteiligt. Berlin, 10. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Am 7. Sept. derſuchten die Gegner abermals einen Flie gerangriff auf Mannheim⸗Ludwigshafen. Nach den letzten iterfolgen ſollie er diesmal unter allen Amſtänden glücken. Deshalb hatten ſie die ſiattliche Anzahl von 24 de Havil⸗ land⸗ Flugzeuge für den Bombenflug angeſetzt. Trotz⸗ blieb ihnen infolge der Aufmerkſamkeit und Angriffs⸗ freudigkeit unſerer Jagdflieger ein Erfola wiederum derſagt. Als das Geſchwader die Linien mitiags überflog, wurde es ſofort von Jagdfliegern der Front in Kämpfe ver⸗ wickelt. Dabei verlor der Gegner ſein Führer⸗ Ungzeug. Bei dem weiteren Anflug ſließen ihm Jagd⸗ ſleger des Heimatſchutzgebietes enigegen. In erbitterten Kämpfen verlor der Gegner zwei weitere Flug⸗ deuge. Wahllos warf er darauf ſeine Bomben ab. die nur ganz geringen Sachſchaden anrichteten, und wandie ſich ſchleunigſt zur Flucht. Unſere Jagdgeſchwader dränglen ihm hart nach und brachten noch zwei weitere Flug⸗ zeuge über unſerem Gebiet zum Abſturz. Im Ganzen büßie der Gegner alſo fünf Flugzeuge ein. Wieviele Flug⸗ zeuge außerdem beſchädigt wurden, entzieht ſich unſerer enntnis. Mit dieſen Erſolgen erhöht ſich die Jahl der ſeit Ayril über unſerem Heimalgebiet abgeſchoſſenen feindlichen Flug⸗ zeuge auf 67. Deutſcher Abendͤbericht. Berlin, 10. Seplember abends.(W7B. Amtlich.) Südlich der Straße Peronne—Cambrai wurden Aueute Angriffe der Engländer, beiderſeits der kraße 9am—5t. Ouentin Teilangriffe der Fran⸗ zoſen abgewieſen. Deriliche Kämpfe an der Ailette. In nuſeren neuen Slellungen. Ein neuer Abſchnitt der gewaltigen Schlacht hat be⸗ gonnen! Unſere Truppen ſtehen jetzt in ihren neuen Stel⸗ hangen, die das Ziel unſerer Rückzugsbewegung gebildet daben. Wir können heute die endgültige Geſtaltung unſerer tfuen Front in allgemeinenZügen erkennen. von Armen⸗ deres geht ſie ſüdwärts weſtlich der Linie Douai—Cam⸗ Nra i, um von hier über den Abſchnitt Gouzeaucourt—-Epehy empleur nach Vermand anzuſchließen. Unſere Front verläuft ſtruemäß in dieſem Teile wenig weſtwärts der großen Heer⸗ —.— Cambrai—St. Quentin, welche die Verbindung nſerer Linien herſtellt. Von nordweſtlich St Quentin bei Strmand geht unſere Linie gradenwegs nach Süden bis zur Straße St. Buentin-Ham, die ſie überſchreitet, um über St. imon, ſüdlich dieſer Straße, nach Südoſten abzubiegen. Sie erläuft nunmehr über Premontre, weſtlich Laon, und Bran⸗ Mrt nach Süden und trifft hier die beiden Orte Vauxaillon nd Vailly, öſtlich Soiſſons. Der Feind iſt unſeren Truppen auf der ganzen Front heſolgt und iſt dabei beſtrebt, unſere Bewegungen möglichſt ſtörc. Es iſt ihm bisher in keinem Fall geglückt. Nun, nachdem unſere feſten Stellungen erreicht ſind, die ſich in meh⸗ teren Beziehungen zur Verteidigung vorzüglich eignen, dürf⸗ ** alle weiteren Verſuche der Heinde, unſere Linien zu zer⸗ Pmettern und einen entſcheidenden Sieg zu erringen, zur ffnungsloſigkeit verurteilt ſein. Alle Umfaſſumgs⸗ rſuche, die den Gegner zum Kampfe zwingen ſollten, ſind f der glänzenden Führung unſeres Heeres geſcheitert. Der ſrontale Angriff, der jetzt unſeren Gegnern allein Unig bleibt, iſt ſchon darum um ſo ausſichtsloſer, als auch Mee umfaſſenden und flankierenden Angriffe, in denen ſie ihre Ebermacht zur Geltung bringen konnten, ohne weſentlichen influß auf den Verlauf der Rieſenſchlacht geblieben ſind. „Das Beſtreben des Feindes iſt es auch weiterhin, an ichtiger zentraler Stelle unſere Front zu zerbrechen, um ſt erem Heere wenigſtens die Benutzug der großen Verkehrs⸗ kraßen zu entziehen. Bemerkenswert in dieſer Beziehung ſind Saneft ſüdlich der Straße Peronne—Cam⸗ wüt. Gerade dieſer Abſchnitt bildet das Zentrum unſerer üncbtigen Stellung weſtlich der Straße Cambrai—St. Quen⸗ *8 Die ſtarken Angriffe des Feindes beweiſen, daß, er hier Metgeſteckte Ziele verfolgte. Zu gleicher Zeit warf er große waſſen gegen den linten Flügel dieſes Frontahſchnittes ſäd⸗ ch von St. Quentin auf der Linie Verinend-—St. Simon Fozat⸗Kanal. Wir erkennen ſomit einen ſtark unterſtützten 6 alangriff, der verbunden iſt mit zwei iumaſſend gedach⸗ — Vorſtößen gegen die beiden Flanken. Auf allen Teilen urden die Angriffe reſtlos abgewieſen. Auch auf dem Südflügel der geſamten Angriffs⸗Front Raren aufs neue ſehr ſtarke Angriffe zu verzeichnen, deren unkte Premontre—Brancourt und Bauraillon Vailly Bren. Dieſe gegen Lach gerichteten Vorſtöße erſtickten im ute der Angreifer. 25 Berlin, 10. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Seit Tagen ſtehen Wrdeuſchen in ihren neuenStellungen, nor denen mehrere meter weit vorgeſchobene Nachhutſtellungen le⸗ gen. Alle in den letzten Tagen von der Entente gemeldeten Gefechte und„Erfolge“ haben ſich dieſen enüber abge⸗ ſpielt. Den Crozatkanal verſuchten die Franzoſen am 8. September in wiederholten Angriffen unter ſtarkem Ar⸗ tillerieeinſatz zu forcieren. Die deutſchen Maſchinengewehre ſchlugen jeden Uebergangsverſuch blutig ab und gingen in der Nacht unbehelligt in die befohlene Sicherungslinien Ras die mehrere Kilometer weſtlich der neuen Stellung iegen. An den Flügeln der Schlachtfront erneuerten die Engländer bei Armentieres und die— zwiſchen Ailette und Aisne am 8. September ihre Angriffe. Der erſte franzöſiſche Angriff dicht ſüdlich der Ailette wurde um 6 Uhr morgens durch einen ſofortigen Gegenſtoß abgeſchlagen. In gleicher Weiſe ſcheiterten wiederholte heftige Teilvorſtöße am Nachmittage, ebenſo wie Teilangriffe zwiſchen der Straße Soiſſons—Saon und der Aisne. Am Abend ſetzten die Fran⸗ zoſen nach einſtündiger ſtärkſter Feuervorbereitung nochmals zu geſchloſſenem Angriff zwiſchen Ailette und Aisne an. Be⸗ reits in der Bereitſtellung wirkſam gefaßt, brach der Angriff zuſammen. An einzelnen Stellen, wie bei Saney, hatten die Franzoſen bis zu ſechsmal vergeblich angegriffen. Vor neuen Weſtkämpfen. ., Köln, 11. Sept.(Pr.⸗Tel.) Die Kölniſche Volkszeitung meldet aus Baſel: In ſeinem Bericht in den Baſler Nachrich⸗ ien über die Schlacht in Frankreich gelangt Oberſt Egli zu der Auffaſſung, daß ſich bei de Parteien auf dem weſt⸗ lichen Kriegsſchauplatz in einer Periode der or bereitung befinden, und daß ſich wohl bald neue Kämpfe ent⸗ wickeln werden. Oberſier Rat der Alliierten. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Pr.⸗Tel. g. K) Nach ſchweizeriſchen Blättermeldungen aus Paris wurde an der Weſtfront ein oberſter Rat der Alliierten gebildet, der beſtimmt iſt, die Pläne Fochs auszuarbeiten und durchzuführen. Foch ſelbſt führt den Vorſitz. Schlechte Stimmung in Enaland. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Pr.⸗Tel. g..) Die„Morningpoſt“ berichtet, daß Foch bei ſeinem letzten Beſuch in Reims erneut erklärte, daß mit Ablauf die⸗ ſes Jahres auch in Reims der Wiederbeginn der bürgerlichen Tätigkeit einſetzen werde. Schweizer Blätter geben Londoner Berichte wieder, wo⸗ nach die Stimmung im engliſchen Volkk derart ſei, daß man die größten Opfer nur unter der Vorausſetzung willig hinnehme, daß Foch den Frieden im Laufe dieſes Jahres erkämpfen werde. Die Sriedensbemühungen der Mitlelmüchte. Die Anſprache Buriaus. Wien, 10. Sepi.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter be⸗ zeichnen die geſtrige Rede des Grafen Burian bei dem Emp⸗ fang zu Ehren der deutſchen Preſſevectreter als eine poli⸗ tiſche Kundgebung von internationaler Trag⸗ weite. Sie betonen, daß Graf Burian damit allen Kriegs⸗ verlängerern im feindlichen Lager mit logiſcher Schärfe zeigte, wie zwecklos ihr Beginnen iſt. Die Blätter ſtellen feſt, daß Graf Burian mit ſeinen geſtrigen Ausführungen zu dem Ge⸗ danken zurückkehrte, den er bereits in ſeiner Dezembernote autsſprach. Sie hoffen, daß die Rede, die als eine Ergänzung der Rede des Staatsſekretärs Dr. Solf und des Prinzen Mar von Baden gelten kann geeignet ſei, auch in den feind⸗ lichen Ländern alle Beſonnenen, denen der Keieg nicht Selbſtzweck geworden iſt, aufhorchen zu laſſen. Die Blätter drücken ſchließlich in voller Uebereinſtimmung mit dem Grafen Burian ihre feſte Ueberzeugung aus, daß der Friedensgedanke erſt dann eine Förderung finden werde, wenn die Gegner zu der Erfahrung gekommen ſind, daß der Erfolg unſere Friedfertigkeit ſo wenig wie ein vorübergehen⸗ der Mißerfolg unſere Standhaftigteit erſchüttern kann. J Berlin, 11 Sept.(Von unſerem Berliner Büro.) Zur Rede des deutſchen Botſchafters Grafen Wedel beim geſtrigen Feſteſſen der Preſſevereinigung ſchreibt die Neue Freie Preſſe!, wie der„Norddeutſchen Allgemeinen Zei⸗ tung“ aus Wien gedrahtet wird: „Was der Botſchafter über die Aufgabe des Diplo⸗ maten ſagte, ſind Gedanken, die von einem ſo hohen deut⸗ ſchen Diplomaten, vor Würdenträgern der Monarchie und Angehörigen der Preſſe ausgeſprochen, eine ernſte, un⸗ mittelbar politiſche Bedeutung haben. Graf Wedel hat, wie dieſe Rede, welche ſo ganz den Verhöltniſſen in Oeſterreich angepaßt war, zeigt, die Pſycholoaie, welche Lord Grey den deutſchen Diplomaten abſprechen wollte. Die Rede war klug und der Erfolg berechtigt. Eine wichtige Rede Payers. Berlin, 11. Sept.(Von unſ. Berl. Büro.) Wie das„Neue Stuttgarter Tagehlatt“ meldet, wird ayn Donnerstag, 12. Sep⸗ tember, der Vizekanzler von Payer auf Veranlaſſung der Stuttgarter Preſſe in einer Effentlichen Verſamm⸗ lungin Stuttgart über'die politiſche Lage ſprechen, Dieſer Stuttgarter Nede darz man noyl augeſichts der ſchwe⸗ benden volitiſchen Frogen nit beſonderem Intereſſe eutgegenſehen, umſomehr, als für den gleichen Tag in England eine Rede Lloyd Geoorgess angekündigt iſt. Legien gegen Gompers. Berlin, 10. Sept.(WTB. Nichtamtl.) Auf der Konferenz der Vorſtandsvertreter der Gewerkſchaften ſagte der Vor⸗ ſitzende der Generalkommiſſion der Gewerkſchaften Deutſch⸗ lands, Reichstagsabgeordneter Legien, am 10. Septewber im Anſchluß an den von ihm erſtatteten Bericht: Wir waren ununterbrochen bemüht, mit den Ge⸗ werkſchaften der Ententeſtaaten über die gewerk⸗ ſchaftlichen Forderungen zum Friedensvertrag zu einer Verſtändigung zu kommen und damit dem Frieden zu dienen. Leiderohne neunenswerten Erfolg. Jede Friedensbeſtrebung der Arbeiterſchaft der Ententeſtcaten wird mit allen Mitteln zu unterdrücken verſucht. Jetzt iſt auch der Vorſitzende der American Federation of Labour, Compers, nach Europa ge⸗ kommen, aber nicht, um ſeine Pflicht als Arbeitervertreter zu er⸗ füllen und ſeinen Teil dazu beizutragen, daß dem grauſigen Morden 8 und Verwüſten ein Ende bereitet wird. Er will im Gegenteil das Fünkchen von Friedensneigung, das in der Arbeiter⸗ ſchaft Englands aufgeflammt iſt, wieder verlöſchen. Auf einem Bankett, das am 30. Auguſt in London zu ſeinem Empfam veranſtaltet wurde, antwortete Compers auf die Begrüßungsrede des engliſchen Miniſterpräſidenten Lloyd George. Er forderte die Niederwerfung Deutſchlands und lobte die engliſche Nation. die in dem Kampfe gegen die Hunnen ſich ſo tapfer ge⸗ halten habe. Die Zuſtände in dem Lande, das Compers vertritt, geben ihin keine Veranlaſſung, in dieſer belerdigenden Weiſe von der Arbeiterſchaft Deutſchlands zu ſprechen. Alle Achtung vor der Energie und Arbeitsleiſtung der Bevölkerung der Vereinig⸗ ten Staaten. Aber auch ihr begeiſtertſter Freund wird nicht in Ab⸗ rede ſtellen können, daß in dieſem Lande alles noch im Werden be⸗ griffen iſt. Die Kapitalmacht herrſcht dort unbe⸗ ſchränkter als in irgend einem Staat Europas. Arbeiterſchutz und Arbeiterverſicherung ſind nur in einzelnen Staalen Nord⸗ amerikas und in geringen Auſätzen vorhanden. Die von dezr oberſten Gerichishof der Vercinigten Staaten erlaſſenen Urteile zeigen, wie wenig das Recht der Gewerkſchaften geachtet wird, die Anheilvollen Wirkungen des Kapitals zu beſeitigen oder zu mildern. Hinter dem Mutterland England, oas unbegrenze imperiali⸗ ſtiſche Ziele verfolgt und mit allen Mitteln durchzuſetzen ſucht, jtehen die imperialiſt'ſchen Tendenzen der Ver⸗ einigten Staaten nicht weſentlich zurück. Die Lynch⸗ juſtis wird nachſt den Berichten der eigenen Preſſie in den Ver⸗ einigten Staaten ron den Richtern geduldet und von den ſogenann⸗ ten beſſeren Elementen der Geſellſchaft unterſtützt. Sie iſt zu einer Schmach für das Land geworden Es ſteht dem Vertreter eines ſolchen Landes ſchlecht an, die Arbeiterſchaft Deutſchlands als Hun⸗ nen zu bezeichnen. Umſchau im eigenen Lande gäbe ihm Veran⸗ laſſung genug, dort das zu ſchaffen, was innerhalb der kapitaliſti⸗ ſchem Geſellſchaft an Kültur erreicht werden kann. Was will denn die Bevölkerung, insbeſondere die Arbeiterſchaft der Vereinigten Staaten von uns? Wir haben ihrem Lande unſere Arbeit und un⸗ ſere Arbeiter gegeben. Deutſche Arbeit und deutſche Arbeiter haben weſentlichen Anteil au den Kulturfortſchritten, die in den Vereinig⸗ ten Staaten gemacht worden ſind. Für die brutale Kriegführung unſer Volk allein verauuwortlich zu machen, heißt abſichtlich das überſehen wollen, was die anderen kriegführenden Stagten tun. England hat unter Bruch des Völkerrechts durch Abſchneidung der Zufuhr von Nahrungsmitteln die Frauen und Kinder Deutſchlands dem Hunger preiszugeben rerſucht und auf dieſe brutale Art den Krieg zu ſeinen Gunſten beendigen wollen. Gegen dieſe Art der Kriegführung hat Deutſchland ſich mit allen Mitteln gewehrt. Wir bedauern mit jedem Kultur⸗ und Menſchenfreund den Torpedoſchuß auf die„Lu⸗ ſitania“ und die entſetzlichen Folgen, die er hatte Wir dürfen aber nicht vergeſſen, daß der deutſche Geſandte in Waſhing⸗ ton eindringiich davor gewarent hatte, auf dem zum Trans⸗ port von Munition und Kriegsmaterial dienenden Schiff Paſſagiere befördern zu laſſen, zumal das Geſetz der Vereinigten Staaten ſolche Beförderung verbot. Daß Compers und die A. F L. gegen dieſe ungeſetzliche Handlung Proteſt erhoben haben, iſt uns nicht bekannt geꝛworden. Als gegen unſeren Willen der uneingeſchränkte U⸗ Bootkrieg angetündigt war, erſuchte Compers die Gewerkſchaf⸗ ten Deutſchlands, die Regierung zu veranlaſſen, von der Anwendung dieſes Kampfmittels abzuſehen. Wir antworteten, das Verhand⸗ lungen mit der Regierung nur dann Erfolg haben könnten, wenn die Vereinigten Staaten auf England dahin ein⸗ wirken, daß es ſeinen Hungerkrieg gegen die Frauen, Kin⸗ der und Greiſe Deutſchlands einſtellt. Das geſchah nicht, ſondern die Vereinigten Staaten, die unter angeblicher Neutralität alles getan haben, die Gegner Deutſchlauds in der Kriegführung zu unterſtützen. traten ſelbſt in den Krieg ein. Die A. F. S. und ihr Präſident haben während der Zeit, in der die Dinge ſich ſo ge⸗ ſtalteten, das Gegenteii von dem getan, was eine Arbeiter⸗ orgäniſation und ihre Führer tun ſollten. Demgegenüber haben die Gewerkſchaften Deutſchlands getreu den Grundſätzen, die am 4. Auguſt 1914 von der ſozialdemokratiſchen Fraktion um Reichs⸗ tag aufgeſtellt worden ſind, gehandelt. Sie ſtanden zu ihrem Lande in dem Bewußtſein, daß es ſich allein um deſſen Verteidigung han⸗ delt. Sie wollten nur die Sicherung dereigenen Gren⸗ zen und lehnten mit Entſchiedenheit alle weitergehenden Kriegs⸗ zicle ab. An Bemühungen, die Gewerkſchaften der Enkenteſtaaten zu gleichem Vorgehen zu veranlaſſen, hat es unſererſeits nicht gefehlt. Vor der Weltgeſchichte werden die Arbeiterorganiſatio⸗ nen Deutſchlands gerechtfertigt daſtehen, wenn die Frage entſchieden wird, ob ſie bemüht waren, das entſetzliche Rin⸗ gen, das zur Vernichtung der Kultur und der Kraft der Völker 2. Seite. Nr. 423. Maunheimer Geueral⸗Anzeiger. (Mitiag⸗Ausgabe.) MNülwoch, den II. Seßtender 1918 Europas führen muß, zu beendigen. Den Beweis, daß ſie in glei⸗ cher Weiſe handelten, werden die A. F. L. und ihr Präſident Gom⸗ pers noch zu erbringen haben. Noch ein anderes aus der Rede Gompers ſei erwähnt. Er lobte die engliſchen Seemannsgewerkſchaften, die auf eigene Fauſt, vielſach im Gegenſatz zu der Auffaſſung der Mehrheit der Gewerk⸗ ſchaften Englands, Politik trieben. Die engliſche Seemannvereini⸗ gung hat ihre Mitglieder verpflichtet, die Delegierten zur Stock⸗ holmer Konſerenz nicht zu befördern, und hat es dem Sekretär des internationalen ſozialiſtiſchen Büros unmöglich gemacht, nach Frank⸗ reich zu gelangen, un in der franzöſiſchen Arbeiterſchaft friedens⸗ fördernd zu wirken. Was die Regierungen der Ententeſtaaten durch Paßver⸗ weigerung erſtrebten, hat dieſe gewerkſchaftliche Organiſation praktiſch durchgeführt. Die engliſchen Gewerkſchaften dürften wenig geneigt ſein, dieſe von Gompers verkündete neue Lehre ge⸗ werkſchaftlicher Diſziplin anzunehmen. Unkenntnis der Dinge und Haß gegenüher den Angehörigen einer andern Nation koben dieſen Gewerkſchaſtsführer verteitet, Desorganiſation lobend hervorzuheben. Die Reden non Gompers ſind geeignet, die All⸗ deutſchen zu ſtüzen, deren Veſtrebungen und Ziele die Gewerk⸗ ſchaften Deutſchlands mit aller Entſchiedenheit ablehnen. Es wäre verhängnisvoll, wenn die Arbeiterſchaft der En⸗ tenteſtaaten dem Rate Gompers folgen würden. Dann könnte der Krieg noch jahrelang dauern. Die Hoffnung, zu einem Verſtändigungsfrieden zu kommen, würde aufgegeben wer⸗ den müſſen. Wir wollen erneut ausſprechen, daß nur ein Friede ver Verſtändigung ohne Annezion und Kriegs⸗ entſchädigungen ein dauernder ſein und allein dazu führen kann, das Nebeneinander⸗ und Miteinanderarbeiten der Völker wie⸗ der zu ermöglichen. Wir erwarten, daß die kulturwidrigen Reden Gompers die beabſichtigte Wirkung auf die Arbeiter⸗ ſchaft der Ententeſtaaten nicht ausüben werden. Wir hoffen, die Gewerkſchaften Englands werden der Strömung des jetzt tagenden engliſchen Gewerkſchaftskongreſſes folgen, der einem Frieden der Verſtändigung zuſtrebt, ſodaß dem Krieg bald durch ein Ende bereitet wird. e Konferenz ſchloß ſich den Ausführungen an und be⸗ ſchloß deren Veröffentlichung. 95 * Legien gibt in dieſer Rede ein vortreffliches Bild der amerikaniſchen Politik und der üblen Rolle, die der Herr Sa⸗ muel Gompers in ihr ſpielt. Aber über den uneingeſchränkten U⸗Bootkrieg ſcheint er uns doch noch immer die ſchiefe Mei⸗ Kung zu hegen die von der Frankfurter Zeitung und Genoſſen aufgebracht worden iſt. Es iſt nicht ſo, daß der uneinge⸗ ſchränkte U⸗Bootkrieg Amerika in den Krieg getrieben hat. Wie oft haben wir aus Organen der Linken gehört, ja wie günſtig möchten wir jetzt wohl im Weſten daſtehen, wenn wir nach dem Zuſammenbruch Rußlands uns nicht durch den U⸗Bootkrieg die Amerikaner auf den Hals geladen hätten. Solchen Stimmen gegenüber ſei auf das Zeugnis eines Man⸗ nes verwieſen, dem man wohl ein zuverläſſiges Urteil zuſchrei⸗ ben kann. Der frühere Marineattaché in den Vereinigten Staaten, Kapitän zur See v. Boy⸗Ed, hat mit aller Be⸗ ſtimmtheit ſein Urteil dahin abgegeben, die Amerikaner würden auch ohne Erklärung des uneingeſchränkten U⸗Bootkrieges unter allen Umſtänden in den Krieg eingegriffen haben. Das iſt unzweifelhaft richtig. Heute, wo der ameri⸗ kaniſche Imperialismus ſeine letzten Ziele nur allzu deutlich erkennen läßt, kann darüber ja gar kein Zweifel mehr ſein. Der amerikaniſche Imperialismus, deſſen übler Agent dieſer Herr Samuel Gompers iſt, macht den Krieg mit und ſucht ihn zu verlängern, um das Weltfrachtgeſchäft an ſich zu reißen und London als behrrſchende Macht auf dem Geldmarkt zu erſetzen. Er erſcheint in Europa nicht mehr als Helfer eines bedrüngten Freundes, ſondern als der Führer der Koalition, die ſchon nicht mehr engliſche, ſondern amerikaniſche Zwecke verfolgt oder ver⸗ ſolgen muß. Wenn Wilſon in Europa erſcheint, wird Lloyd George an die zweite Stelle rücken. Amerika würde ſich auch durch äußerſtes Wohlverhalten Deutſchlands im Seekrieg nicht davon haben abhalten laſſen, die günſtige Weltkonjunktur aus⸗ zunutzen. Anſcheinend als Englands Freund. In Wirklich⸗ keit als der Feind Europas, der von Anfang an nur auf eine Gelegenheit lauerte, ſich in die europäiſchen Höndel zu miſchen, um ſeine eigenen weltwirtſchaftlichen und weltpolitiſchen Ziele au erreichen. Samuel Gompers. „Feuille(Genf) vom 4. September gibt nach den Infor⸗ mationen eine⸗ Amerikaners folgendes Bild des Sozialiſten⸗ führers Gomper: Samuel Gompers iſt weder Sozialiſt noch Arbeiter noch echter Ameri⸗ kaner. Die Führer der amerikaniſchen Sozialiſten ſind Allen Benſon und Eugen Debs, die früheren Kandidaten der ſozia⸗ liſtiſchen Partei für die Präſidentſchaft oder Männer wie Hillquit und Max Eaſtmann. Gompers hat niemals der amerikaniſchen ſozialiſtiſchen Partei in Beziehung geſtan⸗ en. Er iſt außerdem ein in den Vereinigten Staa⸗ ten naturaliſierter Engländer und hat niemals aus ſeinen ultraenglandfreundlichen Geſinnungen ſeit Kriegs⸗ beginn ein-Hehl gemacht. Er iſt ein in allen Sätteln gerechter erupelloſer Politiker. Durch ſeine Geſchicklichkeit in der Organiſgtion von Streiks hat er eine autokratiſche Stellung erlangt; er iſt in der amerikaniſchen Arbeiterwelt gefürchtet, aber wenig populär; er hat ein hübſches Ver⸗ mögen zuſammengebracht, das ihm ein komfortables Leben geſtattet. Sein Sohn hat eine gutbezahlte Stellung in einem der Departements der Regierung in Waſhington. Es iſt ein offenes Geheimnis in Amerika, daß die berühmten Eiſenbahn⸗ ſtreiks im Herbſt 1916, die zugunſten der Streikenden von Wilſon angebahnt wurden, was ihm die Stimmen der Eiſen⸗ bahner bei ſeiner Wiederwahl einbrachte, das Werk von Gompers waren, der ſie ohne Zweifel auf Befehl ſeines höch⸗ ſten Chefs in Szene ſetzte. Gompers hat ſozuſagen nichts am mit den Leuten der Henderſonſchen Richtung, und es iſt wenig wahrſcheinlich, daß die engliſchen Gewerk⸗ ſchaftsführer ſich von dieſem anglo⸗amerikaniſchen„Boß“ beeinfluſſen laſſen. * dClemenceau wird über Krieg und Frieden ſprechen. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Pr.⸗Tel. g..) Der Pariſer„Temps“ meldet, daß Clemenceau in der weiten Oktoberwoche über die geſamte militäriſche age und die Friedensausſichten in der Kammer in geheimen Sitzungen ſprechen wird. Wieder ein neuer Londoner Ausſtand. m. Köln, 11. Sept.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Bern: Der Ausſtand der Londoner Schutz⸗ leute hat den engliſchen Politikern einen tiefen Schreck ein⸗ geſagt und faft alle Blätter ſtellen feſt, daß Lloyd Gearge durch ſein Nachgeben auf der ganzen Linie zwar das ſchnelle Ende des Ausſtandes herbeigeführt, aber die Geſahr einer Wiederholung oder eines Ausſtandes ähnlicher für das Gemeinwohl unentbehrlicher Berufe nicht beſeitigt, ſondern babe. Inzwiſchen ziebt ſchon wieder ein neuer Ausſtand drohend am Londoner Himmel herauf. Die Feuerwehrleute verlangen die Anerkennung ihrer Ge⸗ werkſchaft und wollen die Arbeit niederlegen, wenn ihre For⸗ derungen nicht umgehend erfüllt werden. Sie oerweiſen dabei auf das Vorgehen der Schutzleute als auf ihr Vorbild. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Pr.⸗Tel. g..) Der„Avanti' ſchreibt in ſeiner Nummer vom Sonntag: Die neue ſozialiſtiſche Parteileitung beſtätigt den Beſchluß, nicht an der in London ſtattfindenden Interalliiertenkonferenz teilzunehmen, falls nicht die Friedensfrageim Sinne der italieniſchen Sozialiſtenpartei von den übrigen Sozialiſten anerkannt werde. Die Juſatverlräge zum Breſter Frieden. Stockholm, 10. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Zu dem Zuſatzvertrag zum Breſter Frieden ſchreibt„Aftonbladet“: Was man als neutraler Beobachter ſofort feſtſtellen kann, iſt das Streben der deutſchen Regierung, Klarheit zu ſchaffen, ſodaß beide Teile unzweideutig wiſſen, wonach ſie ſich zu richten haben. Dies erſte Werk Hintzes iſt der Grundpfeiler zu einem Werk, das Ordnung ſchaffen und einen dauerhaften ſowie für beide Teile nutzhringenden Handelsaustauſch er⸗ möglicht.—„Nya Dagligt Allehanda“ betont vor allem, es ſei ungeheuer intereſſant zu ſehen, wie hier zwei Staaten, die ſich auf grundſätzlich verſchiedener Grundlane aufbauten, gemeinſame Formeln zur Löſung der gegen⸗ ſeitigen wirtſchaftlichen Beziehungen geſucht haben. Da Deutſchland ſich verpflichtete, ſich nicht in Ruß⸗ lands innere Angelegenheiten zu miſchen, müßte es ja auch zugeben, daß es eine eigene Angelegenheii der ruſſiſchen Nation ſei, falls dieſe als ſozialiſtiſcher Staat exiſtieren wolle, wenn ſie nur die ausländiſchen Mitbürger für ihre geſetzlich erworbenen Rechte ſchadlos halte. EBerlin, 11 Sept.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Wochenſchrift„Soziale Praxis und Archiv für Volkswohlfahrt“ hat einen auch in die Tagespreſſe übergegangenen Artikel gebracht, worin auf das Fehlen ſozialpolitiſcher Beſtimmungen in den neuen deutſch⸗ ruſſiſchen Ergänzungsverträgen hingewieſen wird. Dazu ſchreibt nun die„Norddeutſche Allgemeine Zeitung“: „Der Artikel geht offenbar von der Vorausſetzung aus, daß die neuen Ergänzungsverträge des an den Friedensver⸗ trag mit Rußland anknüpfende deutſch⸗ruſſiſche Ver⸗ tragswerk bereits vollſtändig zum Abſchluß gebracht haben. Dieſe Vorausſetzung iſt nicht zutreffend. Tatſächlich ſind in den Ergänzungsverträgen nur diedrin⸗ gendſten Fragen geregelt worden, während die Verhandlungen ſich noch im Fluß befinden, um eine große Anzahl weiterer Fragen, insbeſondere ſolche, die unmittelbar mit den Breſter Verträgen zuſammenhängen, der Löſung zuzuführen. die Lage im Oſten. Verſchärſter Belagerungszuſtand in Moskau. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Priv.⸗Tel., g..) Die„Neue Züricher Zeitung“ meldet von der ruſſiſchen Grenze: Ueber Moskau wurde der verſchärfte Belagerungszu⸗ ſtand verhängt. Alle Hauptſtraßen der Stadt ſind militäriſch ab⸗ geſperrt und ſämtlichen Reiſenden werden Ausweiſe abgefordert. Aus Furcht vor Unruhen getrauen ſich die Einwohner Moskaus nicht aus ihren Häuſern heraus. Neue Revolten ſeitens der Sozialrevolu⸗ tionäre gegen die Sowſetregierung werden nicht gemeldet und man hofft, daß dieſe vorläufig eingeſtellt werden, da die Moskauer Re⸗ gierung mit der Erſchießung von tauſenden von Sozialrevolutio⸗ nären ſofort beginnen würde. 36 britiſche Beamte in Rußland verhaftet. m. Köln, 11. Sept.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Amſterdam: Ein Stockholmer Bericht der „Times“ betont, nach einem Telegramm aus Helſingfors ſollen 36 britiſche Beamte in Rußland verhaf⸗ tet worden ſein und Gefahr laufen, erſchoſſen zu werden, falls Lenin ſeinen Wunden erliegen ſollte. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Priv.⸗Tel, g..) Laut den„Ruſſiſchen Nachrichten“ befanden ſich unter den in der Verſchwörerwohnung(wo das Attentat gegen Lenin ausgeheckt wurde) verhafteten Perſonen ouch der geweſene Oberſtleutnant Friede vom Kriegskommiſſariat. Er und ſein Bruder ſtanden im Dienſt der Sowjetmacht. Sie haben ſyſtematiſch Geheimdokumente entwendet und übermittelten auch die Nachrichten über die Sowjet⸗ truppenverſchiebungen an die engliſch⸗franzöſiſche Miſſion. Als Ver⸗ mittlerin diente eine Schauſpielerin des Künſtlertheaters in Moskau. Alle drei ſind bereits zum Tode verurteilt worden und werden ſtandrechtlich erſchoſſen. der Kaiſer bei Kruyp. Eſſen, 10. Sept.(W7B. Nichtamtlich.) Der Kaiſer fuhr heute morgen 834 Uhr von Hügel ab, um wieder eine Reihe Betriebe der Krupp'ſchen Gußſtahlfabrik zu beſichtigen. der Beſuch galt im Einzelnen dem Preßbau 3, den Geſchoßdrehereien 6 und 7, der 9. mechaniſchen Werkſtatt und der 11. Kanonenwerkſtatt. Bevor der Kaiſer⸗ im Beſuch weiterer Werkſtätten fortfuhr, beſichtigte er den Arbeiterſpeiſeſaal und die Küchenanlagen in der Hammerſtraße. Nachdem ſodann noch der Preßbau 3b und der Martinsbau 7 beſucht worden waren, erfolgte die Fahrt zum Schießplatz, wo dem Kaiſer eine Reihe von Schießverſuchen vorgeführt wurden. In Vegleitung des Kai⸗ ſers befanden ſich wiederum Herr und Frau Krupp und Bohlen⸗Halbach, während die Krupp'ſchen Direktoren die Führung in den einzelnen Wertſtätten übernahmen. Auch heute ſprach der Kaiſer wiederholt Arbeiter und Arbeiterinnen an und erkundigte ſich eingehend nach ihren perſönlichen Verhältniſſen. Vom Schießplatz aus begab ſich der Kaiſer nach der Friedrichs⸗ halle, dem Verſammlungslokal der Firma Krupp, wo ſich 1500 Kruppſche Arbeiter und Beamte, ſo wie ſie von der Arbeit aus den Werkſtätten und Büros gekommen waren, eingefunden hatten. die preußiſche Vahlrechisreſorm. Die Sozialdemokraten fordern ſoſortige Auflöſung des Abgeordneienhauſes. Berlin, 11. Sept.(Von unſ. Berl. Büro.) An der Spitze des Blattes veröffentlicht der„Vorwärts“ heute morgen einen geharniſchten Aufruf„An die Partei“, der von der Parteileitung der Sozialdemokratie Preußens und dem Vor⸗ ſtand der ſozialdemokratiſchen Partei Deutſchlands unter⸗ zeichnet iſt und die ſofortige Auflöſung des preußiſchen Abgeordnetenhauſes fordert. Die Schlußſätze des Aufrufs lauten: „Im Namen der Millionen, die hinter uns ſtehen und die heute ihren Einfluß auf die Entſchlüſſe der Regierung nicht geltend machen können, proteſtieren wir auf das ſchärfſte gegen die Fortſetzung der Wahl⸗ rechtskomödie im Herrenhaus und fordern die ſo⸗ fortige Auflöſung des Abgeordnetenhauſes⸗, Fort mit dem Dreiklaſſenparlament! Fort mit dem Herren⸗ haus! Her mit dem allgemeinen, gleichen, direkten und 965 heimen Wahlrecht! Es lebe die Demokratie und der Friede“ Uns will ſcheinen, als verfolge dieſe pompöſe ſozialdemo⸗ kratiſche Kundgebung nicht zuletzt den Zweck, als Piropa⸗ gandamittelbeiden bevorſtehenden Berliner Reichstagserſatzwahlen zu dienen, an denen ſich, wie wir bereits mitteilten, auch die Scheidemann⸗Sozialdemo⸗ kraten eifrig beteiligen wollen. Zu auffallend iſt es nämlich, daß in der gleichen Nummer des„Vorwärts“ eine h eftige Attacke gegen die ſortſchrittlichen Kandidaten Juſtizrat Kempner geritten und gleichzeitig auf der ganzen Linie ein erbitterter Angriffgegen die Berliner For ſchrittspartei eingeleitet wird. EBerlin, 11. Sept.(Bon unſ. Berl. Büro.) In einer Ver⸗ ſammlung des ſozialdemokratiſchen Verein? Breslau⸗Stadt wurde folgende Entſchließung ein⸗ ſtimmig angenommen: Die Mitgliederverſammlung des ſozial⸗ bemokratiſchen Vereins Breslau erwartet von der preußiſchen Regierung die ſofortige Auflöſung des Abgeord⸗ netenhauſes, wenn das gleiche Wahlrecht nicht noch in dieſem Herbſt in beiden Kammern zur Annahme gelangt. Im Falle eines Wahlkampfes unter dem alten Wahlſyſtem hält die Verſammlung ein einheitliches Vorgehen aller Wahlrechtsfreunde ſchon bei den Wahlmännerwahlen für erforderlich, um die Mehrheit der Wahlrechts⸗ gegner zu brechen. Sie erſucht den Landesvorſtand der ſozialdemokratiſchen Pariei Preußens, zu dieſem Zwecke mit den wahlrechtsfreundlichen Parteien in Verhandlungen einzu⸗ treten. Die chriſtlichen Arbeiter ſind, aufzufordern, dieſem Wahlkompromiß ebenfalls beizutreten. Deulſches Reich. Die Kriegervereine und die Heilung der Kriegsſchãden. Berlin, 10. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der unter dem Vorſitz von Generalleutnant von Winneberger und Geh. Rat Weſtphal zuſammengetretene Vertretertag des Kyffhäuſerbundes(beutſcher Kriegerbund) hat gende Telegramme abgeſandt: Des Kaiſers und Königs Majeſtät! Der 27. Vertretertag des Kyffhäuſerbundes der deutſchen Landes⸗ kriegerverbände erneuert namens der Geſantheit des deutſchen Krie⸗ gervereinsweſens in unwandelbarer Treue zu Kaiſer und Reich, du Landesfürſt und engerem Vaterland, den Schwur feſter Entſchloſſen⸗ beit, Eurer Kaiſerlichen Maſeſtät Führung zu folgen. Hinter unſerem unvergleichlichen Heere und hinter unſerer unvergleichlichen ſteht die Heimatfront, und in ihr werden die Kriegervereine ausharren bis zum ehrenvollen, Deutſchlands Zukunft ſichernden Frieden. Die Kriegervereinsorganiſation wird zielbewußt an der Heilung der Kriegsſchäden mitarbeiten. Sie wird nach ihren Kräften die Fürſorge für Kriegshinterbliebene, für Kriegsbeſchädigte und für be⸗ dürftige Kriegsteilnehmer mit übernehmen. In aller Zukunft wird es der Kriegervereine ernſtes Beſtreben ſein, den Geiſt der Vaterlandsliebe unter ihren Mitgliedern wie in dem ganzen Volke wach zu erhalten. Generalfeldmarſchall von Hindenburg, Exzellenz, Großes Hauptquartier. In tiefſter Dankbarkeit gegen Eure Exzellenz und Exzellenz Lu⸗ dendorff, ſtolz auf die unvergleichlichen Heldentaten der Armee. wer den ſich die deutſchen Kriegervereine in ihrem feſten Vertrauen auf einen ehrenvollen, ſiegreichen Frieden nicht beirren laſſen. Pflicht der Heimat iſt es, opferfreudig und entſchloſſen hinter den kämpfenden Fronten zu ſtehen. Tief empfinden die deutſchen Kriegervereine die Dankesſchuld gegen die Opfer des Krieges. In dieſem Empfinden werden ſie für Kriegshinterbliebene und Kriegsbeſchädigte ſorgen und den bedürftigen Kriegsteinehmern im Reichskriegerdank, Eurer Exzellenz Ehrenpräſidium, treue Helfer ſein. Die 27. Vertreter⸗ verſammlung des Kyffhäuſerbundes bittet Eure Exzellenz, ihre kame⸗ radſchaftlichen Grüße dem Feldheere übermitteln zu wollen. Reichskanzler Graf Hertling. Die 27. Vertreterverſammlung des Kyffhäuſerbundes der deut⸗ ſchen Landeskriegerverbände ſpricht im Namien ihrer faſt drei Mil⸗ lionen Kameraden den feſten Entſchluß aus, durchzuhalten bis zum ehrenvollen, Deutſchlands Zukunft ſichernden Frieden. In tiefer Dankbarkeit gegen die Brüder an den Fronten, wird die Krieger⸗ vereinsorganiſation mit allen Kräften an der Heilung der Kriegsſchäden mitwirken und für Kriegshinterbliebene und Kriegsbeſchädigte ſorgen, wie auch für bedürftige Kriegsteilnehmer, für die wir im Reichskriegerdank uns des Schutzes Eurer Exzellenz erfreuen. Chef der Hochſeeflotte. In Bewunderüng der Ruhmestaten unſerer h Flotte, ſtolz auf die unvergleichlichen Heldentaten unſerer U⸗Boote, die durch Ver⸗ ſenkung von mehr als 18 Millionen Tonnen Schiffsraum dazu getragen haben, daß die Kriegführung erleichtert worden iſt und zum ſiegreichen Ende fortſchreitet, ſenden dis 32 600 deutſchen Krieger⸗ vereine ihre kameradſchaftlichen Grüße den Kameraden der Flotte⸗ Der Neckar⸗Donaukanal. Stuttgart, 10. Sept. Der badiſche Miniſter des Innern, Frei⸗ berr v. Bodman, beſichtigt zur Zeit mit dem württembergiſchen Miniſter des Innern, Dr. v. Köhler, die geplante Verbindungs⸗ ſtrecke eines Grobſchiffahrtsweges vom Reckar zur Tonau. Die Reiſe für die Teilnehmer, unter denen ſich auch der Großherzoglich badiſche Oberbaurat Kupferſchmied, Präſident von Leibbrand und Oberregierungsrat Schüle befinden, führt durch das Filstal über die Alb nach Ulm, weiterhin durch das Brenz⸗, Kocher⸗ und Nenztal über Heidenheim, Aalen, Gmünd, Göppingen aurüͤck in das Nedkartal, wo der Großſchiffahrtsweg über Marbach, Heil⸗ bronn bis zur Landesgrenze verfolgt wird. Im Anſchluß daran wird die badiſche Strecke des Großſchiffahrtsweges auf dem Necbar beſichtigt werden. Die Vollsernahrung. 1950 Gramm Brol wöchentlich. 4 Eine Entſcheidung über die Erhöhung der Kartoffelration ka in der gegenwärtigen Zeitlage nicht getroffen werden, da ſich—— Ernteausfall noch nicht überſehen läßt. Die Feſtſetzung der Ratio ür das neue Wiriſchaftsſahr wird eiwa Mitte Oktober erfolgen fi D en beſteht die Abſicht, vom 1. Oktober ab die Ration von 2999 Mehl, die heute den Kommunalverbänden ge“ liefert wird, um 10 Prozent Streckungsmittel zu öhen, ſobaß die Verbände in die Möglichkeit verſetzt werden, 3120 von 1950 Gramm Brot wieder zu ver⸗ teilen. Der Wucher im Weinbaugeſchãäſt. m. Köln, 10. Sept.(Priv.⸗Tel.) Der Wucher im Weinbar⸗ geſchäft überſteigt alle Grenzen. Oberrheiniſche Meldungen zufolge ſtreiken in beiden Diſtrikten angeſichts der fort⸗ geſetzten Preiserhöhung für den gewöhnlichen Sch die Weintrinker, ſodaß der größte Teil der Dorfwirt⸗ ſchaften geſchloſſen werden mußte. Stück 1913er Wein mittlerer Güte(1200 Liter) mindeſten⸗ 15 000 Mark. Für beſſeren 1917er Moſelwein Brauneberger wurden in Neufilzen 17 000 Mark für das Fuder geboten, Es handelte ſich um ſieben Fuder, die aber nicht zugeſchlagen wurden. Unterdeſſen nehmen die einzelnen Weinbauver Stellung gegen die Einführung von Höchſtpreiſen, die die Winzer ſchädigen. Nur der Kettenhandel hat den Wen fol⸗ ——2— ————————————— Heute bereits koſtet ein 342VB——— —— —————— +⏑⏑————2 229222—0———————— —. ———.SS—„„rr S SS.25—2 ——S S— ⏑— 4„„55 ——— ————— 8 Sne i —.— W. 2 f S280 die Wohnungsfrage im Mannheimer Bürgerausſchuß. Sitzung am dienstag, den 10. Seplember. Algemeine Bemerkungen zu den Maßnahmen der Skadt auf dem Gebiete des Wohnungsweſens. Sto. Nerz(fortfahrend): Das Kapital müſſe ſich an den Bau⸗ henoſſenſchaften beteiligen. Die Mieter hätten ſich in überkapitaliſti⸗ ſchem Sinne entwickelt. Man dürfe den Mieter nicht zu ſtark be⸗ en, insbeſondere ſei der Tilgungszwang zu beanſtanden, die Til⸗ gungsquote ſollte man dem Zuſchuß zuweiſen, der für die Hausbeſitzer gedacht iſt. Wir ſollten nicht an eine Mictſteuer denken. Wenn von einer Beitragsleiſtung der Mieter an die Zuſchußkaſſe geredet würde⸗ blnne man der Sache näher treten, nur ſollten diejenigen beitragsfrei leiben, die ſich in irgendeiner Weiſe an der Förderung der Woh⸗ nungsfrage beteiligen. Wenn die Baugenoſſenſchaften einmal einge⸗ arbeitet wären, würde auch das Mißtrauen, das man vielfach dei Rietern ihnen gegenüber finde, ſchwinden. Die Bindung der Miet⸗ Anſen, wie ſie der Vorſchlag des Oberbürgermeiſters bringe, ſei not⸗ wendig. In Städten mit größerem Bedürfnis für Großwohnungen empfehle ſich auch für dieſe die Mietzinsbindung. Die Tilgungsdauer non 50 Jahren hält Redner für zu lang, es ſei zu erwägen, ob man ſie nicht nur bis zur Erreichung des Beharrungswertes gelten laſſen oll. Man könnte dem Entwurf des Oberbürgermeiſters eine Ent⸗ ſchließung an den Reichstag mitgeben, in der gewünſcht wird, daß er Vorſchlag zur Grundlage eines Reichsgeſetzes gemacht werde Sto. König(natl.) führt aus: Die Vorlagen ſtellen in ihrer Geſamtheit einen tatkräftigen Verſuch dar auf dem Gebiet der ſtädti⸗ chen Wohnungspolitik. Wir werden den Vorlagen zuſtimmen. Auch ließen wir uns gern der Anregung des Oberbürgermeiſters an. Die Notwendigkeit, daß Staat und Gemeinde an der Löſung der ohnungsfrage teilnehmen durch finanzielle Leiſtungen und ſonſtige Raßnahmen, iſt nach meinem Dafürhalten unbedingt zu bejahen. Es iſt ausgeführt, daß hier etwa 3600 Wohnungen notwendig werden. unſeren Reihen ebenſo wie bei den anderen Fraktionen iſt die rage geſtellt worden, ob ſo viel Wohnungen notwendig werden. ch weiß das nicht. Jedenfalls ſteht aber ſoviel feſt, daß die Not⸗ wendigkeit graß und dringlich iſt. Wenn jemand etwa Zweifel haben ollte über die Richtigkeit der Zahlen, welche in der Vorlage auf⸗ geſtellt ſind ſo kann er durchaus keine Gegnerſchaft gegen die Vor⸗ lage daraus ableiten. Wenn wir der Vorlage zuſtimmen, werden wir einesfalls mehr Wohnungen haben als wir brauchen. Die Stadt will nicht ſelbſt bauen, ſondern das Bauen andern überlaſſen, Ge⸗ goſſenſchaften und Privaten und dieſe Bauweiſe unterſtützen durch Leiſtungen aller Art. Darin liegt zweifellos ein durchaus fruchtbarer edanke. Es iſt weiter ausgeführt worden— auch das iſt ein frucht ⸗ barer Gedanke, über welchen man ſich hier Gedanken machen muß—, daß der Wohnungsbau nicht mehr dem freien Spiel der Kräfte erlaſſen werden kann. Es iſt zweifellos richtig, daß die Kommune den Wohnungsbau, ſoweit möglich, beeinfluſſen kann und ſoll dahin wirken, daß die Wohnungen gut und geſund werden und die Miet⸗ ſſen, nicht allzu raſch in die Höhe gehen. Aber ich frage, wieweit oll die Hemmung des freien Spiels der Kräfte gehen? Will man em Hausherrn den Mietzins vorſchreiben, berechnet auf gewiſſen theoretiſchen Unterlagen? Will man dem Hauseigentümer, der ſein us ſelbſt gebaut hat, vorſchreiben: in Zukunft darfſt Du nur ſoviel Mietzinſen nehmen? Ich weiß nicht, ob die Vorlage darauf hinaus will. Will man noch weiter gehen und dem Hauseigentümer durch das Mietamt oder ſonſtige Inſtanzen weitere Beſchränkungen auf⸗ erlegen? Jedenfalls muß hier mit aller Entſchiedenheit der Satz aus⸗ geſprochen werden, daß das freie Spiel der Kräfte nicht boſeitigt werden düsfe, ſondern daß ein gewiſſes freies Spiel der Kräfte wal⸗ ten müſſe. Sonſt erreichen wir das Gegenteil. Das Gros der Häuſer wird immer gebaut werden von den leiſtungsfähigen Hauseigen⸗ tümern. Dieſe werden aber von der Stadt keine Unterſtützung wollen, ſie werden ſich nicht hineinreden laſſen wollen. Wenn dieſen Haus⸗ beſitzern Vorſchriften gemacht werden ſollen, wie es möglicherweiſe der Entwicklung der Vorlage liegt, dann werden ſie das Bauen ein laſſen, weil niemand mehr ein Haus unter dieſen Bedingungen beſitzen will. Wir werden alſo erreichen, daß weniger Wohnungen gebaut werden als beim freien Spiel der Kräfte gebaut werden. Dieſer Geſichtspunkt ſollte nachdrücklich betont werden. Aus dieſem runde möchte ich zunächſt Bedenken trogen, einer Anregung des orredners zuzuſtimmen, daß wir die Grundgedanken des Vor⸗ lages des Oberbürgermeiſters hinausgeben als Anſicht der Birger⸗ ſchaft Mannheims. Wenn uns der Oberbürgermeiſter ſagt: es iſt nicht die Tendenz der Vorlage, das freie Spiel der Kräfte unbedingt Auszuſchalten, dann bin ich beruhigt. Aber ich mußte es zur Syrache ringen, weil mit mir viele Andere glauben, daß dies mit dieſer Borlage gewollt iſt. Im übrigen iſt dasjenige, was hier vorgeſchlagen iſt, durchaus begrüßenswert. Meine Parteigenoſſen werden der Vor⸗ lage zuſtimmen. Einzelnes wird noch zu ſagen ſein bei den einzelnen orlagen. Es genügt, wenn ich namens der Fraktion erkläre: vorbe⸗ altlich der vorgetragenen Bedenken ſtimmen wir der Vorlage zu. Stv. Nagel(Soz.): Auf dem Wohnungsmarkt dürfe nicht ein⸗ deißen, was auf dem Lebensmittelmarkt eingeriſſen ſei. Das freie piel der Kräfte könne man nicht uneingeſchränkt walten laſſen. Wucherforderungen an Mietpreiſen dürften nicht eintreten, der Haus⸗ beſitzer müſſe ſich dieſem Eingriff unterwerfen. Die Forderung nach geſetzlicher Regelung der Mietpreisſteigerungen und Mietkündigungen glaubt Redner für Mannheim nicht notwendig, da das hieſige Miet⸗ einigungsamt hier Gutes wirke Wenn wir kein Mieteinigungsamt itten, würde die ſozialdemokratiſche Partei die vorerwähnte For⸗ derung auch erheben. Oberbürgermeiſter Dr. Kutzer iſt nicht ſo optimiſtiſch, zu glau⸗ ben, daß auf Grund ſeines Vorſchlages ein Reichsgeſetz erlaſſen würde. Wir hätten eine Notlage, die außerordentliche Maßnahmen edinge, Maßnahmen, die unter Mitwirkung der Stadt, vornehmlich ee finanziellen Mitwirkung, geſchehen ſollen. Nicht für alle Zeiten ſoll die freie Feſtſetzung der Mieten verhindert werden, ſondern ſo⸗ bald der Zuſchuß aufhört, fällt auch die Beſchränkung. Die Feſtſetzung er Renten und Mieten ſoll ja auch erſt auf Antrag des Bauenden auf Zuſchuß erfolgen. Der Entwurf ſtellt nur eine Notmaßnahme dar, die vielleicht Ausblicke auf die Zukunft gewährt. Sto. Dr. Weingart(F. Pp.): Die Hausbeſitzer hätten die Entwicklung der Verhältniſſe auf dem Wohnungsmarkt vorausgeſehen, ie Notlage wäre gekommen auch ohne den Krieg. Dadurch, daß dem gausbeſitzer immer neue Laſten auferlegt würden, hätte man ver⸗ hindert, daß vor dem Krieg viele Häuſer gebaut worden ſeien. Der Punſch des Stv. Nagel nach amtlicher Feſtſetzung oder Kontrolle der Mieten wäre zu verſtehen geweſen, wenn er die Einſchränkung ge⸗ macht hätte,„während des Krieges“. Aber die machte er nicht. Der von Profeſſor Wendling geäußerten Anſicht, daß auch An⸗ und Ver⸗ äufe der geſetzlichen Regelung unterliegen ſollten, tritt Redner ent: gegen. Es liege eine gewiſſe Inkonſequenz in dieſem Verlangen Prof. Vendlings, der damit über die Forderung des Stv. Nagel hinaus⸗ ginge. Er freut ſich im übrigen mit den Ausführungen Prafeſſor endlings einmal übereinzuſtimmen. Bezüglich des Reichszuſchuſſes kaubt Dr. Weingart, daß es einerlei ſei, ob der Zuſchuf einmal zu dem Bau, oder jährlich zu den Mieten gegeben würde. Der Tendenz des Kutzerſchen Entwurfs, der übrigens in Berlin ſchon zur Bearbei⸗ ung ſtehe, ſtimme er zu. Er betrachte das, was heute beſchloſſen ürde, als eine außerordentliche Maßnahme durch die gegenwärtige Not geboten. Sto. Wendling weiſt den Vorwurf des Vorredners, er(Red⸗ her) ſei inkonſequent, zurück. In der jetzigen Zeit ſei eine Beſchrän⸗ zumg der Freiheit des Einzelnen nicht zu umgehen. Der Kutzerſche Entwurf enthalte bedeutende Gedanken und man ſollte den Vor⸗ ſchlag des Stp. Nerz bezüglich der Entſchließung annehmen. Sto.„V. Benſinger begrüßt den Kutzerſchen Entwurf als eine ausgezeichnete Arbeit. In Einzelheiten des Entwurfes würden die fünf Mitglieder des Stadtverordnetenvorſtandes natürlich nicht immer bereinſtimmen, aber dem Entwurf im ganzen würden ſie einſtimmig ihre Zuſage geben. Redner geht dann näher ein auf die Frage des Bevölkerungsſtandes in unſerer Stadt nach dem Kriege. Er iſt bez. der Belieferung der Mannheimer Induſtrie mit Rohſtoffen nicht op⸗ und er glaubt, daß der Arbeiterſtand der Induſtrie den des kdensichres nicht überſteigen wird. Jetzt ſei Wohnungsnot, aber mit einigen Hundert Wohnungen wäre momentan hier dem Mangel abgeholfen. Ob nach Friedensſchluß für Mannheim eine Woh⸗ nungsnot beſtehen werde, das laſſe ſich nicht ſagen. Jedenfalls müſſe mancher vorſorgen. Daß die Wohnungen in Mannheim errichtet werden ſollen, iſt bedauerlich, beſſer wäre es außerhalb der Arbeits⸗ ſtätte; aber das iſt ein frommer Wunſch bei dem heutigen Stand der Verkehrsmittel. Damit ſchließt die Ausſprache. Errichtung eines ſtädtiſchen Wohnungsamtes Sto.⸗V. Benſinger begründet die Vorlage. Das Amt iſt bereits in Tätigkeit getreten. Sto. Anſelm(F. Vyp.) bemängelt das viele Schreibwerk, das der Verkehr mit dem Wohnungsamt erfordere. Die Beantwortung der Formulare mache namentlich Frauen manche Schwierigkeiten, es ſeien Fragen darauf, die nicht gerade notwendig wären. Man ſolle die Formulare A und B nehmen, das Formular C aber fallen laſſen. Bürgermeiſter Dr. Finter bemerkt, die Beanſtandungen des Vorredners beziehen ſich auf die Angaben, die nicht gemacht zu wer⸗ den brauchen, aber wünſchenswert ſind, weil ſie das Bild, nach Mög⸗ welches der Mieter von der Wohnung bekom⸗ men ſoll. Sty. Wendling meint, das Wohnungsamt ſollte durch Ver⸗ öffentlichungen in der Preſſe populär gemacht werden. Der Melde⸗ zwang ſollte auf ſämtliche Wohnungen ausgedehnt werden. Stv. Schenk(Ztr.) führt aus, ſeine Fraktion werde der Vor⸗ lage zuſtimmen. Aus der Vorlage gehe nicht klar hervor, ob auch möblierte Zimmer angemeldet werden müſſen. Stv. Knodel(natl.) frägt an, ob die Hilfskräfte aus der Be⸗ völkerung genommen werden ſollen. Wenn dies der Fall iſt. dann ſollten Hausbeſitzer und Mieter paritätiſch zugezogen werden Bürgermeiſter Dr. Finter entgegnet, daß die Hilfskräfte der Beamtenſchaft entnommen werden, weil die ehrenamtliche Tätigkeit auf die Dauer nicht aufrecht erhalten werden kann. Bisher hätten ſich auf dem Wohnungsamt 376 Wohnungsſuchende gemeldet. Seit 1. Auguſt wurden 105 Wohnungen gemeldet, von denen ungefähr die Hälfte vermietet wurde, weil von den angemeldeten Wohnungen ein großer Teil nicht ohne weiteres vermietbar war. Aus dieſen Feſt⸗ ſtellungen gehe die Größe der Wohnungsnot hervor. In der darauffolgenden Abſtimmung wird die Vorlage einſtim⸗ mig angenommen. Einrichtung von Dachſtockwohnungen und Ambau gewerb⸗ licher und anderer Räume zu Notwohnungen.“ Sty ⸗V. Noll meint bei Begründung der Vorlage, es wäre am zweckmäßigſten geweſen, die Zeitweiligkeit der Zulaſſung dieſer Not⸗ wohnungen fallen zu laſſen, weil ſich die Hauseigentümer an dieſer einſchränkenden ſtoßen würden. Auch die Zurückzahlung des Zuſchuſſes werde auf Hinderniſſe ſtoßen. Stv. Gräble(Soz.) fordert die Fertigſtellung der 1914 be⸗ gonnenen Bauten. Bürgermeiſter Dr. Finter erwidert, die Fertigſtellung dieſer Bauten hänge mit der Abbürdung der inzwiſchen geſteigerten Bau⸗ koſten eng zuſammen. In den Begriff der Herſtellung von Not⸗ wohnungen hänge auch die Herſtellung beſtehender Wohnräume zu wohnungsfähigen zuſammen. Sty. Schenk(3Ztr.) frägt, ob die mit Altwaren gefüllten ſtädti⸗ ſchen Magazine nicht auch hergerichtet werden können. Bürgermeiſter Dr. Finter bemerkt, das Hochbauamt ſei gegen⸗ wärtig mit der Prüfung dieſer Frage befaßt. In der darauffolgenden Abſtimmung wird die Vorlage einſtim⸗ mig angenommen. Förderung des Bodenkredits für den Kleinwohnungsbau. Die Begründung der Vorlage gibt Sty.⸗V. Ihirig. Er empfiehlt Annahme. Stv. Knodel(natl.) verweiſt auf§ 6, der eine Verteuerung des Hypothekenzinſes um Prozent bedeute. Hierdurch würde die Miete geſteigert, nicht durch Schuld des Vermieters, ſondern durch eine ſtädtiſche Beſtimmung. Bürgermeiſter Dr. Finter bemerkt, daß dieſe Beſtimmung ſchon 1914 gefaßt wurde. Es ſei eine wirtſchaftliche Maßnahme, die eine Verſicherung des Riſikos der Stadt bedeute. Str. Dr. Weingart(Fortſchr. Vp.) knüpfi an eine Bemerkung Dr. Kutzer's an und bemerkt, daß der Hausbeſitz ein Inſtitut gründen wolle, das die 2. Hypotheken fübernimmt. Sty. Oppenheimer(matl.) ſchlägt vor, ſtatt der 4 Prozent nur ½ oder“ Prozent zu nehmen. Bürgermeiſter Dr. Finter iſt der Anſicht, daß eine Herab⸗ ſetzung des Prozentſatzes einer geringeren Einſchätzung des Riſikos gleichkäme. Das Riſiko habe ſich aber im Gegenteil vergrößert, da könne man die Prämie für das Riſiko nicht herunterſetzen. Stv.⸗V. Benſinger hat keine Bedenken wegen der Prozent, welche noch nicht die Hälfte der Zinſen betrügen, wie bei privaten Geldgebern. In der darauffolgenden Abſtimmung nird die Vorlage einſtim⸗ mig angenommen. Nachlaß der Siraßen⸗ und Gehwegkoſten für den Kleinwohnungsbau. Die Begründung wird durch Sto.⸗V. Ihrig gegeben Stv. Dr. Weingart hat Bedenken gegen Ziffer 3 der Vor⸗ lage, die Bürgermeiſter Dr. Finter zu zerſtreuen ſucht. Das müſſe einheitlich von reichswegen geregelt werden. Der Abzug von Straßen⸗ koſten dürfe natürlich nur gemacht werden, wenn vom Reich ein Zu⸗ ſchuß zu dieſen erfolgt wäre. Die Vorlage wird hierauf einſtimmig angenommen. Baulätigkeit der Siedelungsgeſellſchaft. Bürgermeiſter Dr. Finter gibt die Aenderungen bekannt, die ſich ſeit der Bearbeitung der Vorlage ergeben haben. So ſei die erfreuliche Mitteilung zu machen, daß die Großh. Domäne jedenfalls ein Drittel ihres Beſitzes in der Unteren Mühlau zu 5,80 Mk. pro Quadratmeter abtreten wird. Der Kaufpreis wird auf 20 Jahre geſtundet. Die Verhandlungen, die mit der Großh. Regierung megen der Beteiligung von dem von der Stadt zu tragenden Niſiko geführt wurden, haben ergeben, daß der Staat ſich mit 2 Millio⸗ nen an der Bürgſchafts⸗ und Ausbietungsgarantie beteiligen will, das iſt die Hälfte der vorgeſehenen Summe. Weiter könne die Re⸗ gierung aus Paritätsgründen nicht gehen. Bei der Abbürdung der erhöhten Baukoſten durch den Reichszuſchuß von 500 Mill. Mk. ſcheine großzügiges geleiſtet zu werden. Der badiſche Staat werde jedenfalls aus dieſem Zuſchuß ebenfalls Mittel zur Verfügung ſtellen können. Es ſei beabſichtigt, die geſamten Mehrkoſten auf die öffentlichen Schultern zu übernehmen. Ueber die Art der Ver⸗ rechnung beſtehe allerdings noch keine Klärung. Man könne auch erwarten, daß der Reichszuſchuß ſo groß ſein werde, als wie in der Vorlage bezügl. des Zuſchuſſes der badiſchen Regierung vorge⸗ ſehen ſei. Die Verhandlungen mit den Geſellſchaftern der Siede⸗ tungsgeſellſchaft um Uebernahme eines Teiles des ſtädtiſchen Riſi⸗ kos ſchweben noch. Für die Stadtgemeinde ſei Vorausſetzung, daß die Kälfte des Riſikos von anderen Stellen übernommen werde. Wer dieſe Hälfte übernehme, ſei gleichgültig. Redner hat die Hoff⸗ nung, daß die Siedelungsgeſellſchaft bauen könne. Das Kriegs⸗ amt hat die Erlaubnis zum Bauen von 600 Häuſern mit ungefähr 2000 Wohnungen erteilt. Man hoffe deshalb, noch in dieſem Jahre auf der Unteren Mühlau und in der 18. Sandgewann bauen zu können. Die Baupläne ſind fertig. In der Unteren Mühlau ſind 305 Häuſer mit 965 Wohnungen in der 18. Sandgewann 138 Häu⸗ ſer mit 407 Wohnungen geplant und zwar Ein⸗ bis Dreizimmer⸗ Wohnungen mit Wohnküche. Die Siedelungsgeſellſchaft hat ſich zum Mehrfamilienhaus mit je 2 Wohnungen in jedem Stockwerk entſchloſſen. Das Einfamilienhaus iſt idealer, kommt aber zu teuer. Zu jedem Haus kommt ein Gartenſtück von 70 Qm. In den ande⸗ ren Stadtteilen ſoll das Gartenſtück möglichſt größer werden. Die 0 . Siedelungsgeſellſchaft werde ein Werk zuſtande bringen, das der Stadt Mannheim würdig iſt und den Vergleich mit anderen Städten aushält. Er möchre die Gelegenheit nicht vorübergehen laſſen, allen denjenigen, welche die Siedelungsgeſellſchaft ins Leben gerufen haben, vor allem den Herren Geh. Kommerzienrat Dr. Broſien und Direktor Bühring, den herzlichſten Dank zum Ausdruck zu bringen. Alle beteiligten Perſonen und Firmen ſetzten ſich hier ein überaus ehrendes Denkmal. Stv.⸗V. Benſinger verweiſt auf die Großzügigkeit der Vor⸗ lage. Ihm als Freund der Vorlage, falle es nicht leicht, den Stand⸗ punkt des Stadtverordneten⸗Vorſtandes zu erklären, da er kritiſch ſei. Die Schraube ohne Ende trete in die Wirklichkeit. Die Teuerung der Baupreiſe iſt das dreifache des Friedenspreiſes. Eine Klein⸗ wohnung wird über 15 000„ und unter 20 000 Mark koſten. Für die 20 Millionen werden nicht wie urſprünglich geglaubt 4000, ſon⸗ dern 1200 Wohnungen erzielt werden, oder 1372, wie Bürgermeiſter Dr. Finter meint. Die Mieteinnahmen wären 700 000„. Die Ver⸗ hältniſſe der Siedelungsgeſellſchaft ſind ungünſtiger als die des pri⸗ vaten Hausunternehmers. Bei einer 73prozentigen Bruttoverzin⸗ ſung ſind die Ausgaben rieſig hoch. Der ſtädtiſche Zuſchuß wird 800 000 /, vielleicht aber auch eine Million betragen, auf eine Reihe von Jahren. Haben wir die Gewißheit, daß wir zwei Drittel unſerer Auslagen herausbekommen, iſt es gut. Redner ſelbſt tritt für die Vorlage ein. Arbeitsvertrag und Mietsvertrag häften mit⸗ einander nichts zu tun, das ſei ausdrücklich feſtgelegt. Oberbürgermeiſter Dr. Kutzer wendet ſich gegen den Vorwurf, daß in der Vorlage nicht genug Zahlen genannt wurden. Dem⸗ gegenüber ſei darauf hinzuweiſen, daß die Hälfte des Riſikos un⸗ bedingt auf andere Schultern gewälzt werden muß, wenn ſich die Stadt beteiligen ſoll. Der deutſche Städtetag habe ausgeſprochen, daß ein Drittel unbedingt zu wenig ſei. Bezüglich der Baukoſten habe die Siedelungsgeſellſchaft die Hoffnung, daß ſie nicht ſo groß würden, wie Sto.⸗V. Benſinger befürchte, vor allem bei der Art des Baues und der Größe der Vergebung. Die Miete ſei allerdings eine ganz dunkle Sache. Mit—7/½ Prozent Verzinſung werde man wohl rechnen müſſen. Stv. Nagel(Soz.) läßt ſich von den vom Sty.⸗V. Benſinger vorgebrachten Zahlen nicht abſchrecken. Im einzelnen hat der Redner verſchiedene Einwände und Wünſche. U. a. ſollte feſtgelegt werden, daß bei Ausſperrungen und Streiks keine Kündigung erfolgen darf. Stv. Speidel(Natl.) wünſcht, daß bei dem Bau der Häuſer der Siedlungsgeſellſchaft das hieſige Handwerk bevorzugt wird und zwar nicht nur große Firmen, ſondern auch die Kleinhandwerker, die durch genoſſenſchaftlichen Zuſammenſchluß leiſtungsfähiger ge⸗ worden ſind. Sty. Vögtle(Fortſchr.) ſieht durch die Ausführungen Dr. Finters n. Sty.⸗V. Benſingers das große Riſiko, das die Siadt über⸗ nimmt, ſo recht vor Augen geführt. Nur ſchweren Herzens ſtimme ſeine Fraktion der Vorlage zu, in der ſicheren Erwartung der Zu⸗ ſchüſſe von Reich und Staat. Stv. Koſch(Ztr.) erklärt, daß ſeine Fraktion der Vorlage nur unter ſchweren Bedenken zuſtimmen könne. Er weiſt auf die ideellen Nachteile des Zuſammenwohnens wirtſchaftlich Gleichgeſtellter in Kolonien hin. Beſondere Bedenken habe man bezügl. des Riſikos der Stadt. Eine Erleichterung, der Vorlage zuzuſtimmen, gäbe der Umſtand, daß die Stadt von dem Unternehmen zurücktreten will, wenn nicht die Hälfte der erforderlichen Summe gedeckt werde. Stv. Gräble(Sotz) rügt den Mißſtand, daß in der Nähe der 18. Sandgewann, wo die neue Siedelung errichtet werden ſoll, ein Schornſtein ſtändig ſchwefelgelben Rauch abgebe. Man müſſe das auf irgend eine Weiſe abſtellen. Bürgermeiſter Dr. Finter gibt noch einige Erläuterungen zu dem Vertrag. Was Stv. Nagel wünſche, ſei darin deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Geſellſchafter müßten auf Zinſen ſolang⸗ verzichten, bis die Stadt gedeckt ſei. Die Beſtimmungen bezüglich der Wohn⸗ und Arbeitsverhältniſſe ſollen in dem Begleitſchreiben an die Siedelungsgeſellſchaft noch einmal ausdrücklich feſtgelegt wer⸗ den. Das Bedenken des Stv. Koch ſei unbegründet; es ſollen keine Arbeiterkolonien, wie z. B. die Kruppſchen, errichter werden. Die Bauten ſollen einem Generalunternehmer übertragen werden, der dann die einzelnen Handwerker heranzieht. Was die gelben Dämpfe anbelange, ſo würden ſie in der Hauptzeit des Jahres(Weſtwind) die Siedelung nicht ſchädigen, man würde aber darauf dringen, daß die Beläſtigung nach Möglichkeit vermieden wird. Die Vorlage wird darauf einſtimmig angenommen. Damit wird die Beratung kurz nach 8 Uhr abgebrochen und auf Miitwoch Nachmittag hi Uhr vertagt. Belrachtungen zur geſtrigen Bürgerausſchuß⸗ Hitung. Der Bürgerausſchuß hat, wie vorauszuſehen war, die ihm vor⸗ liegende Tagesordnung in der geſtrigen Sitzung nur zur Hälfte er⸗ ledigen können. Nach Genehmigung der finanziell und ideell gleich wichtigen Vorlage„Bautätigkeit der Siedelungsgeſellſchaft“ wurde die Beratung um 8 Uhr abgebrochen und auf heute Nachmittag ver⸗ tagt. Aber auch der Reſt der Vorlagen dürfte nicht im Hand⸗ umdrehen verabſchiedet werden. So wird vor allem über die Ge⸗ währung von neuen Teuerungszulagen an die ſtädtiſchen Beamten und Arbeiter manches zu ſagen ſein— nicht im ablehnenden Sinne, wie wir gleich betonen möchten—, da der über den ſtadträtlichen Vorſchlag weit hinausgehende Zentrumsantrag vorausſichtlich nicht allein bleiben wird. Der geſtrigen Sitzung kam in mehrfacher Hinſicht eine außer⸗ gewöhnliche Bedeutung zu. Einmal erhielten die Verhandlungen diesmal ein beſonderes Gepräge durch die Tatſache, daß vier Ju⸗ bilare geehrt wurden, die nunmehr ein Vierteljahrhundert un⸗ unterbrochebn dem Kolſegium angehören: zwei Stadtratsmitglieder, der Fortſchrittler Dr. Stern und der Sozialdemokrat Foshag, der Obmann des Stadtverordnetenvorſtandes, Herr Pfeiffle, der durch ein Unwohlſein am Erſcheinen verhindert war, und der ſo⸗ zialdemokratiſche Stadtverordnete Kramer. Die Rücklehnen der Sitze der vier Herren waren mit Tannengrün umkränzt und vor ihnen lag ein Blumenarrangement. Oberbürgermeiſter Dr. Kutzer würdigte mit Herzlichkeit und Wärme die Verdienſte der vier Jubi⸗ lare, die trotz der Wandelbarkeit in der Geſinnung und Zuſammen⸗ ſetzung der Wählerſchaft ſich ununterbrochen 25 Jahre in ihrem Ehrenamt behaupten konnten, im allgemeinen und im beſonderen. Zwei, die Herren Dr. Stern und Pfeiffle, ſtehen im Kollegium ſeit Jahren im Vordergrund, Herr Dr. Stern nicht nur in ſeiner Eigenſchaft als Stadtrat, ſondern auch als tatkräftiges Mitglied der Theaterkommiſſion. Wenn er in Kunſtfragen, die ſein eigenſtes Gebiet ſind, nicht immer den ungeteilten Beifall des Kollegiums findet, ſo erregt er mit ſeinen Darlegungen doch immer große Auf⸗ merkſamkeit und hat oft zur Belebung der Debatten beigetragen. Herr Pfeiffle niimt ſchon in ſeiner Eigenſchaft als Obmann des Stadtverordnetenvorſtandes eine gewiſſe„gehobene“ Stellung ein und hat ebenfolls oft Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, da den Mitgliedern des Stadtnerordnetenvorſtandes bekanntlich die ein⸗ leitende Begründung und die Bekanntgabe der Stellungnahme des Stadtverordnetenvorſtandes zu den einzelnen Vorlagen obliegt. Stadtrat Foshag hält ſich mehr im Hintergrund. Umſo eifriger iſt ſeit jeher ſeine Arbeit in den Kommiſſionen, vor allem zum Beſten unſerer Krankenanſtalten. Der Vierte im Bunde, Herr Kramer, gehört zu den Stadtverordneten, die öfterer das Wort ergreifen und ihren Standpunkt mit Entſchiedenheit und Sachlichkeit vertreten. Auch wir ſchließen uns dem Stadtoberhaupt an und wünſchen den Jubilaren noch ein recht langes Wirken zum Beſten der All⸗ gemeinheit. »Was nun die neun Vorlagen umfaſſende Wohnungsfrage anlangt, ſo zeigte ſchon der mit dem Fortſchreiten der Beratungen zunehmende Beſuch der Galerie. daß unſere Bevölkerung dieſem ſchwierigen Problem die gebührende Beachtung ſchenkt. Es war naheliegend, daß die„allgemeinen Bemerkungen zu den Maß⸗ — 4. Seite. Nr. 423. Maunheimer General⸗Anzeiger(mitiug- Musgabe.) Mittwoch, den 11. September 1918. nahmen der Stadt auf dem Gebiete des Wohnungsweſens“, die Bülrgermeiſter Dr. Finter den einzelnen Vorlagen vorausgeſchickt hatte, eine allgemeine Ausſprache—„Generaldiskuſſion“ würde man früher geſagt haben— im Gefolge haben mußte. Am Stadt⸗ ratstiſche überließ man die Einleitung dieſer Ausſprache diesmal den Stadtverordneten, weil in der Tat all das, was zu ſagen war, bereits gedruckt vorlag. Wenn wir die Ausführungen der Fraktionsredner rückſchauend überodlicken, ſo müſſen wir feſtſtellen, daß im allgemeinen nicht viel Neues geſagt worden iſt. Es iſt in den letzten Jahren ja auch ſo viel über das Wohnun oblem und ſeine Löſung geſprocher und geſchrieben worden, daß Stadtverordneter Wendling den richtigen Ausdruck für dieſen, ut“ fand. Damit ſoll nun nicht e ſein, daß wir dieſe ungewöhnlich ſtarke Anteilnahme an für die Zukunft des deutſchen Bolkes außerordentlich wichtigen Frage für ein Zuviel halten. Im Gegenteil, es kann in dieſer An⸗ gelegenheit nicht genug geſchehen, es muß jedem Einzeinen die Er⸗ kenntnis eingehämmert werden, daß das Wohnungsproblem zu einer Volksfrage in des Wortes vollſter Bedeutung geworden iſt, daß die Beſchaffung von Wohngelegenheit ſo wichtig iſt, wie Nahrung und Kleidung, wenn unſer Volk den ſchweren Exiſtenzkampf, der dem Kriege ſolgen wird, beſtehen ſoll. Im Kollegium herrſchte deshalb grundſäblich Einmüligkeit darüber, daß die Stadtverwaltung in ihrem Bemühen, die auch hier jetzt ſchon beſtehende Wohnungs⸗ not zu lindern, die tatkräftigſte Unterſtützung verdient und mit den zur Beratung ſiehenden Vorlagen erfolgverſprechende Schritte tut⸗ Vor allem würde übereinſtimmend gefordert, daß recht bald der Plan in die Tat umgeſetzt wird. Das ſoll geſchehen. Bei der Beſprechung der Baulätigkeit der Siedelungsgeſellſchaft hat man ja gehört, daß auf der Untern Mühlau und in der 18. Sandgewann möglichſt noch in dieſem Jahre mit dem Bau von zweiſtöckigen Häuſern mit vier Wohnungen begonnen werden ſoll. Das Kriegsamt hat die Bau⸗ erlaubnt! erteilt und die Bauſtoffe freigegeben. Auch die übrigen Schritte, die der Linderung der Wohnungsnot dienen ſollen, werden nach Möglichkeit beſchleunigt werden, denn die Stadtverwaltung hat ſelbſt das größte Intereſſe daran, daß die ſchweren Gefahren ab⸗ gewendet werden, die ſich in der Wohnungsbeſchaffung heute ſchon zeigen. Einmütigkeit beſtand auch in der Beurteilung des Vorſchlages des Oberbürgermeiſters, der zur Belebung des Wohnungsbaues die Sicherſtellung einer angemeſſenen Rente anregt. Wir haben über die Anregung, die weit über Deutſchlands Grenzen hinaus berech⸗ tigtes Aufſehen erregt, a hrlich berichtet, ſodaß ſich ein noch⸗ maliges Eingehen darauf erübrigt. Alle Redner bezeichneten die Kutzerſche Schrift als eine ausgezeichnete Arbeit. Nur bei Einzel⸗ heiten ſetzte die Kritik ein, die den Stv. Nerz aber nicht hinderte, eine Entſchließung rorgeſchlagen, durch die der Reichstag oder der Deutſche Städtetag auf die Kutzerſche Arbeit aufmerlſam gemacht und zur Aufnahme der Anregung aufgefordert werden ſollte. Die weitere Ausſprache hat ergeben, daß eine derartige Entſchließung keine einſtimmige Annahme gefunden hätte und ſo unterblieb ihre örmliche Einbringung. Wir halten ſie auch für unnötig, denn Reichstag und Städtetag werden ſich mit dem Vorſchlage unſeres Oberbürgermeiſters ſicherlich ohnehin beſchäftigen Es iſt bei Be⸗ ſprechung der„lex Kutzer“ der Befürchtung Ausdruck gegeben wor⸗ den, daß bei ihrer proktiſchen Durchführung das„freie Spiel der 93 0 zu ſehr beſchränkt werden würde. Wir teilen nicht dieſe Be⸗ fürchtungen, ſind vielmehr der Anſicht, daß R und Gemeinde Mittel und Wege finden werden, unt der Privatinitiative genügend Spielraum zu laſſen. Der Wandel der Anſchaungen, der ſich im Ver⸗ laufe dieſes Krieges in ſo vielen Dingen vollzogen hat, wird ſich auch hier geltend machen. Die Privatinitiative kommt bereits in hervorragender Weiſe zur Geltung in den Veſtrebungen der Siedelungsgeſell⸗ ſchaft. Die Stadt iſt an den Plänen der Vereinigung in einer Weiſe finanziell beteiligt, daß die Deyatteredner mit ihren Bedenken nicht zurückhielten, zumal Sir.⸗V. Benſinger in ſeiner Eigenſchaft als Mitglied des Stadv.⸗Vorſtandes mit nicht gerade günſtigen Rentahilitätszahlen aufwartete. Bürgermeiſter Dr. Finter ſchwächte in ſeinen einleitenden Ausführungen bereits dieſe Bedenken eiwas ab. Er iſt der Ueberzeugung, daß die ſchwebenden Verhand⸗ lungen ein befriedigendes Ergebnis zeitigen werden. Nach ſeiner Anſicht ſprechen alle Anzeichen dafür, daß andere Stellen der Stadt die Hälfte des Niſikos abnehmen werden, ſodaß die Vorausſetzung für die Beteiligung an der Siedelungsgeſellſchaft gegeben iſt. S8ch. Nus Stodt und Land. om Hoſe. Das Großhergogspagr traf am Montag aus Anlaß der Erinnerung an den Geburtstag Großherzog Friedrich 1. von Schloß Eberſtein ein, beſuchte das Mauſoleum und legte dort einen Kranz nieder. Abends kehrte das Großherzogspaar nach Schloß Eberſtein zurück.— Im Geſundheitszuſtand der Großher⸗ Sogin Luiſe, welche leicht erkrankt war, iſt erfreulicherweiſe eine Beſſerung eingetreten. Ordensauszeichnungen. Der Großherzog hat dem Ehren⸗ — verbandsdirektor des Verbands der landwirtchſaftlichen Kredit⸗ genoſſenſchaften im Großherzogtum Baden, Oekonomierat Alfred Schmid in Freiburg das Ritterkreuz des Ordens Berthold des Erſten, und dem Fabrikanten und Kaufmann Robert Karl Dürr in Brüſſel das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. *Ernannt wurden die Oberſteuerinſpektoren Viktor Hornung, Dr. Wilhelm Mühe und Ludwig Schneider bei der Zoll⸗ und Steuerdirektion unter Verleihung des Titels Finanzrat zu 23 Kollegial⸗ mitgliedern bei dieſer Behörde, und die Zipſe in Karlsruhe und Theodor Sachs in ſekretären. * Handesherrlich angeſtellt wurden die Juſtizſekretäre Wilhelm Hofmann beim Landgericht Waldshut, Friedrich Eber⸗ hardt beim Amtsgericht Bonnderf, Peter Würth beim Land⸗ gericht Mannheim, Matthäus Fiſcher beim Notariat Lahr, Ludwig Ehrmann beim Amtsgericht Karlsruhe, Adolf Raif beim Amts⸗ gericht Bruchſal, Ferdinand Baur beim Amtsgericht Offenburg, Otto Metz beim Notariat Mannheim VI-VIII und Joſeph Gras⸗ berger beim Notariat Vruchſal unter Verleihung des Titels Ober⸗ juſtizſekretär. Palenffeſtjetz kabinetts gibt zur Bauaſſiſtenten Theodor Offenburg zu Bau⸗ 4 ungen der aktiven Offiziere. Der Ehef des Militär⸗ Bermeidung unnötiger Schreibarbeit folgendes be⸗ kannt: Die Feſtſetzung der Patente für die zu Leutnants heförderten Fähnriche erſolgt von hier aus ohne Antrag. Die Veröffentlichung derſelben erfolgt erſt nach und nach in Grunpen, bis zu dieſer iſt der Beförderungstag als Dienſtalter maßgebend. Dieſenigen Offiziere, welche die Abitürientenprüfung vor ihrer Beförderung zum Offizier beſtanden haben, erhalten bei Feſtſetzung des Patents einen Vorteil, der nach Maßgabe, ob ſie Voll⸗ oder Notabiturienten ſind, 2 Jahre oder weniger beträgt. Eine Berückſichtigung derſenigen Offiziere, welche dieſe Prüfung erſt nach ihrer Beförderung zum Offizier be⸗ ſtanden haben, kann grundſätzlich nicht erfolgen, ebenſowenig kann neben dem Abiturientenvorteil noch ein weiterer für, Studienzeit pp. gewährt werden. Die Feſtſetzung der Patente auf einen ſpäteren als den Beförderungstag iſt geboten durch die Zuſammenfaſſung der Offi⸗ ziere in größere Beförderungsgruppen und durch den Anſchluß der Patente der während des Krieges beförderten Offitiere an die Patente der bei Kriegsausbruch beförderten Kriegsſchüler, die ein ſolches und zwar gleichfalls zurückliegendes, nach Maßgabe des planmäßigen Kriegsſchulkurſ B. —. irſes erhalten haben. 6 Zur Beſchlagnahme der Sonnenvorhänge uſw. Die Beſtim⸗ mung in der Bekanntmachung der Reichsbekleidungsſtelle vom 25. Juli 1918 über die Beſchlagnahme von Sonnenvorhängen und der⸗ gleichen, wonach Vorhänge in Privathaushaltungen von der Be⸗ ſchlagnahme befreit ſind, iſt vielfach vom Publikum ſo ausgelegt worden, als ob ſämtliche Vorhänge in den Privathäuſern von der Beſchlagnahme befreit ſeien. Dieſe Auffaſſung iſt un⸗ richtig. Innerhe, der Pein igebäude anterliegen nur die Ben hänge in den Haushaltungen nicht der Beſchlagnahme; dagegen ſind elle ſonſtigen Behänge in Privutgebäuden, wie Treppenhausvor⸗ hänge in Mietshäuſern, ferner Vehänge in Fabriken, Banken, Büro⸗ räumen, Waren⸗ und Kaufhäuſern, Hotels, Geſchäften und ſonſti⸗ gen gewerblichen und kauſmänniſchen Betrieben grundſätzlich von der Beſchlagnahme betroffen. WTB 3 Heimatdienſt, Orisausſchuß Lindenhof. An Stelle des am Erſcheinen verhinderten Herrn Hoſmuſikers Otto Nichardt haben für heute Mitiwoch abend die Herren Hauptlehrer Oskar Schla⸗ geter(Bioline) und Ludwig Gaber(lavier), welche durch ihre glanzvollen Darbietungen bei den Verſammlungsbeſuchern noch in beſter Erinnerung ſtehen, den künſtleriſchen Teil des 25. Vor⸗ tragsabends in liebenswürdiger Weiſe übernommen. 3 Kinder⸗Ferienheiim des Vereins für Erholungsurlaub und Ferienaufenthal“(E..) Mannheim. Geſtern abend ſind die Kinder der 2. Abteilung wieder nach hier zurückgekehrt. Das Heim in Lautenbach iſt für dieſes Jahr geſchloſſen worden. Allen Kindern ſah man den vierwöchentlichen Aufenthalt in der geſunden Gebirgsluft an, alle haben ausnahmslos Gewichtszunahmen zu verzeichnen, welche diejenigen der 1. Abteilung noch überſteigen. Die Kinder ſowohl der 1. als auch der 2. Abteilung ſind von den Großherzoglichen Herrſchaften auf Schloß Eberſtein empfangen worden. Ihre Königlichen Hoheiten haben ſich in herzlicher Weiſe mit jedem einzelnen Kinde unterhalten und dasſelbe beſchenkt, ſo⸗ wie der Leiterin des Heims, Hilfsſchweſter Herta, in beſonders anerkennenden Worten für die Durchführung ihrer Aufgabe gedankt. Auch die Kinder dankten beim Abſchied im Hauptbahnhof der Leite⸗ rin in rührender Weiſe, ein Beweis dafür, daß ſie alle Kinderherzen gewonnen hatte. Splelplan des frosh. Hof- u. Vational-Theaters Mannheim Hof-Theater Neues Theater 11. Sept.*2 Vorstellung, Mignon Mittwoch Aufang 7 Uhr. 8 2. Vors ellung Zum ersten Maie: 5 Sept. · im Abonnem. BJ Die Menschenfreunde onnerstagſ Mittiere Preise Anfang 7 Uhr 13. Sept. Djamileh— Versiegelt Freitagſ, Mittere Preise Ankang 7 Uhr 14. Sept. Auss. Abonnem. Alt Fleidelberg Samstagſ Mittiere Preise Anfang 7½ Uhr, N 3. Vorstellung Pri Meme Frau 15. Sept. im Abonnem. B Thisteg ae de die Hofschauspielerin Sountag] Hiohe Preise Anfang 5 Uhr Anfang 8 Unr Nus Ludwigshaſen. * Auszeichnung. Der Kaiſer geziehmigte die Aufnahme der Ehemiſchen Fabrik Knoll u. Cic. in Ludwgishafen als Mitglied der Kaiſer⸗Wilhelm⸗Geſellſchaft zur Förde⸗ rung der Wiſſenſchaften und die Zulaſſung des Kommerzienrats Hans Knoll in Ludwigséhafen als Vertreter der vorgenannten Fabrik. S 8N0 Eeeeeeee Weeeeeee “ Erſatzlebensmiktel in der zweilen fleiſchloſen Woche. In* vorgeſtern begonnenen 2. fleiſchloſen Woche werden gleichwie 50 zen anderen Teilen des Neiches, in den Bayeriſchen Kommun verbänden, in denen die Wochenfleiſchmenge auf 200 Gramm feſt⸗ geſetzt iſt, als Erſatz für das ausfallende Fleiſch drei Pfund, den übrigen Kommünalverbänden zwei Pfund Kartoffe gewährt. Sollte in einem Kommunalverband wider Erwarten Lieferung dieſer Erſatzkartoffelmengen nicht möglich ſein, ſo iſt 8 Erſatz in Mehl vorgeſehen. Außerdem iſt Vorſorge getroffen worden, daß in der zweiten fleiſchfreien Woche die Käſemen, gen trotz der beſtehenden Schwierigkeiten, wenn irgend möglich liberall voll verteilt werden. Infolge der Bemühungen des Staats, miniſteriums des Innern iſt vom Kriegsernährungsamt eine größere Menge von Heringen überwieſen worden, die von der Baye⸗ riſchen Lebensmittelſtelle ſofort abgerufen wurde und vorausſi lich Ende der zweiten fleiſchfreien Woche zur Verteilung gelangen wird. Das Staatsminiſterium des Innern hat ferner die Bayeri Fleiſchverſorgungsſtelle und die Landesſtelle für Fiſchverſorgung angewieſen, alles daran zu ſetzen, daß in den fleiſchloſen Wochen eine möglichſt gute Belieferung der Städte uſw. mit Wild und Geflügel bezw. mit Süßwaſſerfiſchen ſtattfindet. An Nährmitteln(Grütze, Grieß, Nudeln, Suppen, Marmeladen uſw. hat die Bayexiſche Lebensmittelſtelle von ihren Vorräten hinaus⸗ gegeben, was nur irgend möglich war. X Gegen die Feſtſetzung des Höchſtpreiſes für Honig haben verſchiedene Vereine des Pfälziſchen Bienenzuchtverbandes Ein⸗ gaben an das Kriegsernährungsamt gerichtet. Neuerdings faßte der Zweigderein Mutterſtadt eine Entſchließung. in det es heißt:„Der Verein proteſtiert mit aller Entſchiedenheit gegen den Höchſtpreis von.75 Mk. und fordert den Hauptverein auf, i kommenden Jahr dafür einzutreten, daß der Höchſtpreis für dieſe Jahr minde S fünf Nark beträgt, da alle Imkerbedarfsartit eine drei⸗ bis fünffache Steigerung erfahren haben, ohne daß ein Einſchreiten zu ſehen iſt.“ Rommunales. * Heideſberg, 10. Sept. Der Bürgerausſchuß wird ſich in ſeiner nächſten Sitzung mit der Errichtung von Kleinwoh, nungen zu befaſſen haben, wofür ein Betrag von 300 000 Me 3 angefordert wird. Ferner ſoll der Bürgerausſchuß ſeine Zuſtim müng zur Errichtung eines ſtädt. Kinderheims, die 62 000 Mark erfordert, geben. e Konſtanz, 9. Sept. Der Stadtrat hat beim Miniſterium des Innern den Antrag geſtellt, daß mit Wirkung vom 15. Septbr. bis 15. Dezember der Aufenthalt für Fremde in Konſtanz auf drei Tage beſchränkt wird. Nus dem Großherzogtum. Ladenburg, 10. Sept. Eine bulgariſche Studien⸗ kommiſſion für Landwirtſchaft bereiſt z. Zt. Deutſch- land unter Führung des Bundes der Landwirte. Sie veſuchte hier die landwirtſchaftliche Winterſchule, mehrere landivirtſchaftliche Kleinbetriebe und den Roſenhof, überall mit größtem Intereſſe die intenſwe Betriebsweiſe bewundernd. Unter den Teiſnehmern be⸗ fand ſich der Generaldirektor des Verbandes der bulgariſchen land⸗ wirtſchaftlichen Genoſſenſchaften, der Landeszuchtinſpektor, der In⸗ ſpektor der bulgariſchen Zentralgenoſſenſchaftsbank, Abgeordnete, Landwirtſchaftslehrer u. a. Die Gäſte ſolgten mit regſtem Intereſſe den Ausführungen des Gr. Oekonomicrats Kuhn über landwirt⸗ ſchaftliche Betriebsweiſe und Schulweſen und den Erläuterungen bei der Beſichtigung der Kleinbetriebe. Seitens der Stadt begrüßte Bürgermeiſter Dr. Fritſch die Gäſte bei der Mittagstafel, ſchil⸗ derte die geſchichtliche Entwicklung der Stadt und den wiriſchaftlichen Eharakter ihrer Bevölkerung und toaſtete auf Zar Ferdinand, Kaiſer Wilhelm und Großherzog Friedrich. Der bulgariſche Genoſſen⸗ ſchaftsdirektor antwortete mit dem Vergleich bulgariſcher Verhält⸗ niſſe und toaſtete auf einen guten Ausgang des bulgariſchen Bünd⸗ niſſes mit Deuiſchland und auf die Fürſtenhäuſer. Den Ausfüh⸗ rungen des Er Hekoncmierats Kuhn über die Bulgarien und Deutſchland gemeinſam intereſſierenden Fragen antwortete Pro⸗ ſeſſor Mitſchaikyw. Die Stadtverwaltung hatie es ſich nicht nehmen laſien, den Gäſten ihre hiſtoriſchen Sehenswürdigteiten zu zeigen und zum Abenbbrot cinzuladen, ſodaß die Bundesbrüder aus Bulgarien die beſten Eindrücke erhielten und ſich von allem Ge⸗ botenen in herzlichſter Weiſe aufs höchſte befriedigt erklärten. )6Baden⸗Uaden, 9. Sept. Der Oberrealſchüler und Jungmanne der Freiwilligen Fenertoehr, Heinrich Gommeel, hat an den Ret⸗ lungsarbeiten beim Brande des Hotels„Bellevne“ ſich in hervor⸗ ragendem Maße beteiligt. Leider erlitt er dabei einen Unfall, ſodaß ihm ein Bein abgenommen werden mußte. Der Amtsvor“ ſtand, Geh. Oberregierungsrat Frhr. v. Reck, ſprach Gommel die An⸗ erkennung der Regierung aus. Nach vollendetem 17. Lebensjahr ſoll er die Kriegsverdienſtmedaille erhalten. * Freiburg, 11. Sept. Wie ſchon berichtet worden iſt, ſpielt die Unterſchlagungsaffäre bei der Preußiſchen Staaté⸗ bank in Berlin auch nach Freiburg. Außer dem Betrag von 575 0⁰⁰ Mark, der von der Schweſter des Bankbeamten Joſef Ziegler bei der Sparkaſſe hier beſchlagnahmt werden konnte, wurden weiter noc 13 500 Mk., die auf ein Sparkaſſenbuch der Mutter Zieglers, un 5000 Mk., die auf ein Sparkaſſenbuch eines mit der Jamilie be⸗ kannten Mädchens eingezahlt worden waren, beſchlagnahmt. Die Schweſter Zieglers, ſowie ſeine Mutter und das mit der Familie befreundete Mädchen wurden auf freiem Fuße belaſſen, weil au⸗ genommen wird, daß ſie in gutem Glauben gehandelt haben. Ziegler hat ihnen nämlich vorgeſchwindelt, er habe das Geld bei Kriegs“ häften verdient. eeee r S eh 7 2220 Barometer. Von Richard Rieß(München). Taute Lollchen ſchrieb mir:„Zu Deiner Hochzeit komme ich. Selbſtverſtändlich. Und ich habe auch ſchon ein wunderbares Ge⸗ ſchenk für Dich. Freu Dich inzwiſchen. Ich zenne ja Deinen Ge⸗ ſchmack und Du kennſt den Deiner alten Ternte.“ Taute Lottchen kam. Mit einem Paket. Als ich es aufgeſchnürt Hatte, ſtand ein großer, prunkbafter Barometer vor mir. 2 Hrauche ich deun einen Wettergott? dachte ich ketzeriſch. Denn einem geſchenkten Barometer ſoll man ja nicht ins Maul ſehen. Ich habe gar kein Intereſſe an den Witterungsverhältniſſen des morgigen Tages. Ich bin weder Hotelbeſitzer, noch laſſe ich Pferde laufen. Wozu alſo einen Wetterpropheten? Unbeſorgt, mein Guter. Mein Barometer war ja gar tem Wettervorherkünder. Heute praſſelte Hagel; nach viertägigem Landregen. Und mein Varometer zeigte auf ſchön. Auf u, wie er auch ſelber war. Um ſeine meteorolo⸗ iſche Scheibe ſchlängelten ſich zwei verſilberte Löwen, deren Pran⸗ en ſogar aus Gold waren. Jedenfalls golden angeſtrichen. Ein Wrachlſtück!“ ſagte Tante Lottchen.„Zu dem müßt Ihr Sie ſagen“ Ich ſagte Sie zu ihm: Sie Hausgreuelt! Und dann kam auch Tante Klärchen. Sie kam, ſah und ſchimpfte. Und rief meine Mutter:„Emma, kennſt Du dieſen Barometer dort? Mir jedenfalls kommt er merkwürdig bekannt vor!“ Meine gute Mutter kannte ihn auch, aber ſie ſagte:„Wieſo deun?“ Da erhob Tante Klärchen die Stimme:„Erinnerſt Du Dich nicht an mein Geſchenk zu Lottchens Silberhochzeit? Ich gab ihr einen— Baro- me-terl!“ „Es gibt aber doch viele Barometer,“ ſagte meine Mutter. „Gibt es vielleicht auch viele Barometer,“ fuhr Tante Klärchen mit ganz hoch erhobener Stimme fort—„viele Barometer, bei Denen ausgerechnet die linke Löwenklaue beſchädigt iſt?? Nun?? Und überhaupt ſchenkt man heutzutage keine Bacometer mehr Heutzutage ſchenlt man Gallé oder Kopenhagen eder was in irgend einem Stile!“ Tief ewpört eutrauſcht Taute Klärchan. Sie mußte ihren Meann ſuchen, der einen Zug ſpäter gelommen war. Ihren Eugen, der niemals viel Zeit hatte und mit ſeinen Gedanken ſtets bei ſeinen Geſchäften war, auf der Börſe... in ſeiner Bank weiß der Himmel. wo) Tante Klärchen fand Onlel Eugen, und ſie brachte ihr zu uns, und wir begrüßten ihn. Und auch Tante Lottchen zeigte ein ſüßes Schnutchen, und meine Mutter brachte die Schüſſel unt dem Kuchen. So ſtanden alle um Onkel Eugen, der ſich die Geſchenke zeigen ließ, 8 4* Was. * „Dieſen, Baxometer“ hat Tante Lortchen geſtiftet,“ ſagte ich, und Tante Lotichen nickte, ganz rot vor Stolz. Hnkel Eugen brummte' nnr. Aber als er den Baromceter ſah, da ſchien ein Gedanke ihn zu befeuchten, und er ſagte: „Schau, ſchau, Klärchen... gerad ſolchen Barometer hah ich boch vor ſieben Jahren zu meinem fünfzigſten Geburtstage bekom⸗ men. Nur. im Vertrauen geſagt: die Dinger ſind nur zum anſehen... funktionieren mögen ſie nicht recht Tarum haben wir ihn woh! auch weitergegeben nicht, Klärchen?“ Klärchen ſagte nichts, ſondern ging ſchnell mal hingus. Tante Lottchen, die ſich jetzt erſt des Spenders erinnerte war emßpört. Alſo io war es um die Liebe ihrer einzigen Schwägerin beſtellt. Zur Silberhochzeit einen unfäbigen VBarometer Der zeigte unentwegt„Schön Wetter“ und bewies, wie recht Tante Lottchen hatte 94 — 4 Theater, Kunſt und Literatur. Darmſtädier Hofthealer. Die neue Spielzeit des Gr. Hoftheaters wurde am Sonntag abend mit einer vollſtändigen Neueinſtudierung von Mozarts „Hochzeit des Figaro“ eröffnet, durch welche ſich unſer neuer Intendant Dr. M. Kraetzer in recht vielverſprechender Weiſe eingeführt, ſo daß man zu großen Hoffnungen berechtigt iſt. Dar⸗ ſteller, Regie und Orcheſter unter Hofrat Ottenheimer ſtan⸗ den auf vornehmer künſtleriſcher Höhe. Zahlreiche auswärtige Büh⸗ nenleiter und Kritiker wohnten dem Eröffnungsabend bei, zu dem ouch der Großherzog erſchienen war. Das geiſtliche Spiel„Der Friede“, von Sebaſtign Wieſer, das den Sündenfall der erſten Men⸗ ſchen und Kains Brudermord zum Vorwurfe hat, iſt zum dritten Male vor einer Zuſchauerſchar von mehreren tauſend Köpfen auf der Oetigheimer Naturbühne bei Raſtatt unter Leitung von Pfarrer Saier gegeben worden. Die wohlgelungene Wieder⸗ gabe des ergreifenden Dramas und der wohlgelungene Geſang der in das Stück verwobenen Chöre und Einzellieder fanden den unge⸗ teilten Beifall der großen Feſtgemeinde. Ein vergeſſenes Skigzenbuch Goethes. In den Sammlungen des Goethehauſes zu Weimar befindet ſich als Stiftung von Graf Henckel v. Donnersmarck und Dr. Vul⸗ pius ein Zeichenbuch Goethes, das bislang der, Oeffentlichkeit völlig unbekannt iſt. Das 80 Blatt enthaltende Buch, über das jetzt Geheimrat Prof. Dr. v. Oettingen ſowie Prof. Dr. H. G. Gräf nähere Mitteilungen machen, enthält eine große Anzahl kleinen Häuſern, eine Feſtung auf einer Bergplatte, von Skizzen, wie ſie Goethe bei den verſchiedenſten Gelegenheiten mit flüchtiger Hand hinzuwerfen liebte. Dieſe Skigzen enthalten Bauſtudien, Feisgruppen, Bauernhäuſer, Anſichten von Wieſen⸗ tälern, die von gelinden Höhen eingefaßt werden, Dörfer, die ſich im Buſchwerk verteilen, dann einmal eine Barock⸗Kirche zwiſchen deren Fuß ein Fluß durchſtrömt uſw. und ſchließlich als figürliche Darſtellung eine Skizze, einen der koloſſalen Atlanten vom Zeustempel bei Girgen wiedergebend, ſowie eine Anzahl mit Feder, Pinſel und Tuſche ge“ ſchickt ausgeführter Köpfe und Figuren— Kinder, Bauern, Frauen, Pilger und Schifferin— in ganz kleinem Maßſtabe, die ſedoch offenbar von fremder Hand(Sohn, Enkel oder Schwiegertochter?) beigeſteuert worden ſind. Mehrere Blätter, die durchaus die Goetheſche Zeichen⸗ und Maltechnik erweiſen, ſind mit einem bezeichnet, was v. Oettingen ſo erklärt, daß Goethe bei A ertigung dieſer flüchtigen Zeichnungen in träumeriſchen Stunden— die Blät⸗ ter Kitſtanden in den Jahren 1807 und 1808, da die Empfangs, abende bei Frau Johanna Schopenhauer ſtattfanden, von der die Fäden direkt nach Jena ins Frommſche Haus liefen— an„Wil, helmine“, d. h. Minchen Herzlieb gedacht habe, deren faſt no kindliche Lieblichkeit ſein altes Herz damals mit jugendlicher Glut erfüllte. Bemerkenswert iſt ſchüießlich noch an dem Büchlein, daß auf der Vorderſeite des letzten Blattes von Goethes Hand der Vers geſchrieben ſteht:„Unſelger Fürſt! Mich nur allein ni fürchtet!“ Wie Profeſſor Gräf vermutet, iſt dieſer Vers einer Dichtung Goethes entnommen, und zwar kann hier der Zeit nach nur eine dramatiſche Dichtung bezw. Tragödie in Betracht kommen, deren Stoff der Zeit Karls d. Großen entnommen iſt, wahrſcheinli den Titel„Eginhard“ erhalten ſollte, aber leider Fragment ge“ blieben iſt. Von dem Entwurf ſind nur 130 Verſe erhalten bezo⸗ bekannt. 5 Wellreiſechronik. Von Carl Hagemann. Verlag Georg Mül⸗ ler, München.) Der Mannheimer Intendant gibt in dieſem Buche Eindrüche von ſeiner Weltreiſe. Er will kein Gemälde entwerfen von dem, was ex ſah und erlebte. Momentaufnahmen, die das Auge glei einer Kamera erhaſcht hat, ſind hier geſammelt. Wer keine gründ, liche Kenntnis ferner Länder und Menſchen ſucht, ſondern ur koſten will von den Früchten Afrikas, Aegyptens und Indiens, wird von Hagemanns Buch nicht enttäuſcht ſein. 5. G. Der Wächter. Das ſoeben erſchienene IV. Heft der im Verlag Parcus(Mün, chen) erſcheinenden Zeitſchrift des„Eichendorff⸗Bundes“ enthält wiederum Altes und Neues, das romantiſchen Geiſt atmet, in reicher Fülle. Wort und Bild ergängen ſich wie ſtets aufs glückli⸗ Mutwoch, den 11. September 1918. Mannheimer General⸗Anzeiger. (Mittag⸗Ausgabe.) Nr. 423. 5. Seite. Pfalz, Heſſen und Umgebung. Darmſtadt, 9. Sept. Ein ſchwerer Einbruchsdieb⸗ ſtahl, bei welchem Gold⸗ und Silberwaren, Uhren für Herren und Damen, zahlreiche Armbanduhren, zahlreiche Herren⸗ und Damen⸗ ringe, etwa 70 goldplattierte und etwa 20 goldene Trauringe, 16 Paar vergoldete Manſchettenknöpfe, Bleiſtifte, wertvolle Hals⸗ und Armbänder, Serviettenringe, filberne Geldbörſen und Eluis aller Art, abhanden kamen, wurde am Sonntag in dem Gold⸗ und Silber⸗ warengeſchäft von Jäger in der Rheinſtraße begangen. Man ſchätzt den Verluſt auf etwa 20000 Mk. Anſcheinend hat ein Fachmann mitgewirkt, da nur dic wertvolleren Gegenſtände ausgewähit den. Die Diebe haben ſich am Sonntag durch den in der Georgen⸗ ſtratze befindlichen unverſchloſſenen Eingang eingeſchlichen, konnten dort durch eine leicht zu öffnende Tür in einen Vorraum gelaugen und haben von dort ungeſtört ein Loch in die Werkſtätie vor dem Zaden gebrochen, durch welches ſie glatt durchſchlüpfen konnten. Vor 5 Jahren wurde der Laden ſchon einmal ausgeräumt, doch gelang es damals innerhalb weniger Tage, die Diebe wie das Diebsgut wieder zu erwiſchen. Für die Ermittlung der Täter iſt eine Be⸗ lohnung von 1000 Mk. ausgeſchrieben. Letzte Meldungen. Kaiſerliches Geſchenk an Hermannſtadt. Budapeſt, 11. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Kaiſer Wil⸗ helm hat zum Andenken an ſeinen Beſuch vom 25. Sep⸗ tember vorigen Jahres der Stadt Hermannſtadt eine prächtige Vaſe, ein Kunſtwerk der Berliner königlichen Porzellanfabrik, zum Geſchenk gemacht. Der deutſche Konſul in Kronſtadt, Lerchen, übergab am Donnerstag das Ge⸗ ſchenk des Kaiſers in Anweſenheit des Magiſtratsrates dem Bürgermeiſter von Hermannſtadt. Hierbei wurden herzliche Anſprachen gewechſelt. Akrainiſche Reichsſprache. Kiew, 8. Sept.(WTB. Nichtamtl.) Nach Kiewskaja Myfl“ überreichte Senator Scheluchia dem Miniſterpräſidenten eine Denk⸗ ſchrift über die Notwendigkeit der kategoriſchen Pro⸗ ilamierung des Ukrainiſchen als Rerchsſprache Keinerlei Abweichungen ſollten im ukrainiſchen Staat zuläſſig ſein. Auch das Hauptkomitee der ſozialföderaliſtiſchen Partei erklärt, daß in der Ukraine nur die Reichsſprache, das Ukraintſche, exiſtieren köne. Finanzminiſſer Ezepetzki machte nach der„Nydrodshanja“ den Preſſevertretern folgende Mitteilung über Finanzfragen: Die Wiederherſtellung des Bankapparates in Form von Reichsbank und Privatbanken werdc erſtrebt, um das Wirtſchaftsleben regeln zu können. Das Budget ſei noch nicht auſgeſtellt. Ein Defizit ſei nicht zu vermeiden. Es müſſe durch Anleihen gedeckt werden. Eine hohe Bewertung der ukrainiſchen Valuta im Anſchluß an die große Wirtſchaftskraft der Ukraine ſei zu erwarten. Gegen Jahresende werde eine eigene Valuta geſchaffen ſein. ie Depoſiten der Privatbanken ſeien ſeit dem 1. 6. um 200 Millionen Kaxowanzen geſtiegen. Ein Wechſel, der niemals eingelöſt werden kann. c. Von der ſchweizeriſchen 11. Sept.(Pr.⸗Tel. g..) In einem Auſſehen erregenden Artikel ſchreibt geſtern der Corriere della Sera, Sonnino habe ſich von den Alliierten Italiens in den Krieg führen laſſen. Der Vertrag von London vom April 1915 ſei inhalt⸗ und wertlos, falls es nicht durch die Erfüllung der Wünſche Italiens zum gänz⸗ lichen Zerfall Oeſterreichs käme. Wenn Deutſch⸗Oeſterreich in ſeinem Staatsverband beſtehen bleibe, ſo ſei ein Friede mit Gebietszugeſtändniſſen an Italien, wie ſie der Bertrag non London vorſieht, unmöglich. Die Alliierten hätten es leicht, in dieſer Beziehung Zugeſtändniſſe zu machen. Bei Erfüllung der Wünſche ohne eigentliche Nationalitätenpolitik ſei der Ver⸗ trag von London ein Wechſel, der niemals eingelöſt werden könnte. Schließzung der amerikaniſchen Brauereien. m Köln, 11. Sept.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Amſterdam: Wie der„Times“ aus Newyork gemeldet wird, hat die amerikauiſche Vehörde für die Kriegsinduſtrie die Schlie⸗ ßung der Bierbrauereien bis 1. Dezember verfügt, un. die Verkehrsanlagen zu entlaſten und Rohſtoffe freizumachen. Die Brauer erklärten, daß ſie dann nur noch auf ſechs Wochen Bier auf Lager hätten, ſodaß ſie nach dem Januar nichts mehr ab⸗ geben könnten. Man nimmt an, daß in Newyork allein 1009e Wirtſchaften geſchloſſem werden müſſen, woraus dem Schqtzamt ein Verluſt von 56 Millionen erwachſen ſoll. 16 amerikaniſche Dampfer überfällig. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 11. Sept.(Pr.⸗Tel. g..) Der„Corriere della Sera“ meldet aus Newyork: Für den Monat September werden 164amerikaniſche Dampfer als überfällig angegeben. Der„Herald“ meldet, die New⸗ Horker Schiffahrtsbörſe berichtet den Verluſt von drei amerikaniſchen Dampfern an der kubaniſch⸗ameri⸗ kaniſchen Küſte. wur⸗ Herbef rechnen. in Baden weisen die mittelbadischen Rehbezirke Zum chileniſchen Miniſterwechſel. EJ Berlin, 11 Sept.(Von unſerem Berliner Büro.) Zu dem Wechſel im chileniſchen Miniſterium erfährt die„Norddeutſche Allgemeine Zeitung“ von ihrem ſüd⸗ amerikaniſchen Mitarbeiter, daß es ſich hierbei keineswegs um Angelegenheiten der internationalen Politik, ſondern um eine Frage ausſchließlich eigener Intereſſen handelt. * Berlin, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der türkiſche Großveſier Talaat Paſcha folgte heute einer Einladung zum Frühſtück bei dem öſterreich⸗ungariſchen Botſchafter Prinzen von Hohenlohe. Kopenhagen, 9. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Telegramm aus Drontheim wurde der große norwegiſche Dampfer„Ariadne Chriſtine“ auf der Reiſe von England nach der Murmanküſte mit Stückgut am Samstag abend torpediert. Das Schiff wurde an der Küſte bei Vardoe auf Grund geſetzt. Die Beſatzung wurde gerettet. Der Rauminhalt des Schiffes beträgt 7000 Bruttoregiſtertonnen. Amſterdam, 10. Sept.(WTB. Nichtamtl.) Das„Allgemeen Handelsblad“ meldet aus London, daß noch drei Kame⸗ raden des Vertreters der Bolſchewiki Litwino feſtgenom⸗ men und gefangen geſetzt wurden. Handel und Industrie. Badische WBank, Wunnheim. Mannheim, 7. September. Wochen-Ausweis der Badischen Bank 31. August 7. September Mk. Mx. Metallbestannld 6344400.97 6343 192.90 Reichskassen-Scheine. 3333811.—“ 3430811.— Noten anderer Banken. 6810330.— 6745050.— Wechselbestancetktk 20018675.27 19378087.64 Lombard-Forderungen 4830290.— 4521540.— Wertpapierbestancet 2232694.13 1671500.73 Sonstiges Vermögen 57724544.13 62307 362.18 101 204 835.50 104397013.45 Verbindlichkeiten. Grundkapital! 9000000.— 9000000.— Reservefonddds 2250— 2250000.— Umlaufende Noten 26413500.— 26446 600.— Tägl. fällige Verbindlichkeiten 60538059.85 63581348.64 Sonstige Verbindlichkeiten 3093275.65 3119664.81 101294 835.50 104397613.45 Die Aussichten der denischen Weinernte. Man schreibt uns: Nach guter Ueberwinterung traten die Reben wit ausgereiftem Holz ins Frükiahr und trieben kräſtig aus. Mildes Wietter förderte ihr Wachstum. Es zeigte sich durchweg reicher Samenansatz. Die Blüte zog sich allerdings infolge ver· änderlichen Wetters ziemlich lange hinaus und verſief nicht über⸗ all gleichmäßig, ein Umstand, welcher sich heute noch öfters durch verschiedene Entwicklung des Behanges bemerkbax macht. Rechtzeitige Vorbeugungsmaßnahmen verhüteten das Auikommen bzw. die Ausbreitung von Rebkrankheiten. Allerdings trat in letz- ter Zeit, begünstigt durch das teilweise kühle, feuchte Wetter, der Sauerwürm verhesrend in mauchen Gebieten äuf; der von ihm ar⸗ gerichtete und noch zu erwartende Schaden läßt sich heute noch nicht überschen. Im einzelnen läßt sich aus den verschiedunen Weinbaugebieten ſolgendes berichten: In Rheinhessen kann der Behang auf Hlalb- bis Dreivierſelherbst geschätzt werden. Stel. lenweise hat der Wurm geschadet. Frühburgunder sind bereits ausgereift und ihre Lese hat begonnen. Portugiesef siud im Reiſe- stadium vorgeschritten, weiße Trauben werden heli und weich. Ini Rheiugau steht ein guter Mengeertrag in Aussicht. Krank⸗ heiten sind nur wenig aufgetreten. Im Rheintal ist der Behang befriedigend, die Trauben reifen zuschends. An der Nahe ist die Menge günstig, mehr als eine halbe Ernte. Au, der Mose! neigt sich inſolge Ungleichheit in der Blüte verschiedener Stand der Entwicklung. Der Menge nach wird eine gute Ernte erwartet, nur Vereinzelt bleiben Lagen hinſer dem Vorjahre zarück. In der Kheinpfalz schätzt man den Behang am mittleren unc unteren Gebirge auf einen halben bis ganzen Herbst, an der Oberhgardt auf nahezu einen vollen Herbst. Malingretrauben sind schon ge⸗ Esen und die 40 Liter Trebermaische zu 120—150 M. verkauft. In Franken sind die Nachteile der ungleichen Blüte annähernd ausgeglichen, Oesterreicher etkas stärker als Biesling und Elbling behangen. Man rechnet auf guten Ertrag. In Eisaß-Loth⸗ ringen zeigen die elsässischen Gebiete durchweg guten Behang. namentlich die besseren und besten Sorten. In Lothringen ist der Behang mittel bis gut, stellenweise dari man auf einen vollen geringeren Bellang auf, die Bodenseegegend besseren Behang, Neckar und Täubertal zeigen mittelmäßigen, dagegen die Berg· straße recht günstigen Behang. Iin Württemberg sind die Mengeaussichten recht befriedigeud, doch wird weder in Menge Das Ballet des Todes. Novellen von Leonhard Stein.(Landhaus⸗ verlag, Jena.) Seite für Seite enthält eine Fülle der ſeltſamſten Ausdenkun⸗ gen, atemraubender Spannung, geheimnisvoller, höchſt merkwür⸗ diger Erzählungen. Die Schmetterlingspuppe. Romon von Wilhelm Lehmann. (S. Fiſcher, Verlag, Berlin.) Eine heiße ungeſunde Sinnlichkeit pulſt in dieſem wirren Buche, das kein Roman iſt, ſondern ein Gemengſel von unver⸗ dautem naturwiſſenſchaftlichem Wiſſen und ekſtatiſchen Ausbrüchen einer unglücklichen Seele. 10 5 manchen Kritikern enthuſiaſtiſch gerühmt; man möchte dieſen Be⸗ urteilern etwa die Novellen Storms oder H. Heſſes empfehlen, da⸗ mit ſie empfinden, welch beſtrickenden Zauber Werke, die aus dem Exleben der Natur geboren ſind, auszuüben vermögen. Durch ſinnlos gehäuftes Anführen mehr oder weniger bekannter Pflanzen und Tiere in Lehmanns„Roman“ wird keine Stimmung erzielt, ſondern Verwirrung des Leſers. Die Geſchlechtsgier, die offen und verſteckt aus jeder Zeile ſpricht, mag auf einen gewiſſen Leſerkreis anziehend wirken; Ge⸗ ſundempfindende ſtößt ſie ab. 95. G. Die Flöte. Im Verlag A. Roßteutſcher in Coburg erſcheint ſeit 1. Mai 1918 eine Zeitſchrift obigen Titels, die, obwohl ſie in erſter Linie als„Dramaturgiſche Blätter des Coburger Hoftheaters“ und„Zeit⸗ ſchrift der Geſellſchaft für Literatur und Muſik in Coburg“ gedacht iſt. Beachtung in ganz Deutſchland verdient. Carl Stang, der Eoburger Dramaturg, und Dr. Julius Kühn(Coburg) leiten das vornehme Organ mit erfreulichem Verſtändnis für alle Zweige moderner Dichtung. So kommen neben Werfel, Bruno Frank, Heinrich Wann, Kornfeld und Wildgans auch R. M. Nilke, W. von Scholz, Morgenſtern, Gorch Fock und Ernſt Liſſauer mit Beiträgen, die meiſt noch unveröffentlicht ſind, zu Wort. Schon nach den vorliegenden 6 Heften läßt ſich erkennen, daß die„Flöte“ bei Beibehaltung des eingeſchlagenen Pfades ein ſchät⸗ zenswertes Glied unſerer periodiſchen Literatur ſein wird. II. G. Eine Vorleſung über künſtleriſche Reklame. Eine Vorleſung„Künſtleriſche Reklame“(mit Lichtbildern) kün⸗ digt für das bevorſtehende Winte⸗ſemeſter an der Handelshochſchule exlin der Dozent Geh. Rat Dr. Jeſſen, Direktor am Kunſtgewerbe⸗ uſeum, an. Die einzelnen Vorträge werden behandeln: Ziele und der Reklame. Die Kunſt im Geſchäftsleben de⸗ Kaufmanns. Das Naturgefühl Lehmanns wird von Druckverfahren, Zeichnung und Farbe, Geſchäfts⸗ Der Laden. Die Reklame Plakate: Zweck, 1 druckſachen, Anzeigen, Packungen. Das Geſchäftshaus. Dos Schaufenſter. Fabriken und Arbeiterſiedelungen. auf Ausſtellungen. Aus oͤem Mannheimer Kunſtleben. Theater⸗Nachricht. Richard Dehmels Drama„Die Menſchenfreunde“, das am Donnerstag die Erſtaufführung erlebt, ſchildert in ſeinem ſpan⸗ nenden Verlauf das Ende eines Multimillionärs, der auf ungeklärte Weiſe zum Mörder wurde, und, von Gewiſſensqualen gefoltert, ſeine Tat vor ſich ſelbſt und der Welt vergeſſen machen will. Die Hauptrolle liegt in den Händen des Herrn Godeck, die ſeines Gegenſpielers in denen des Herrn Alberti. Spielleitung: Richard Gſell. Das Schauſpiel bereitet als erſte klaſſiſche Neueinſtudierung eine Inſzenierung von Schillers„Die Räuber“ vor, die Rich. Weichert leitet. Das Werk, das längere Zeit im Spielplan fehlte, gelangt in der Textfaſſung der Erſtausgabe zur Darſtellung, der nur die Piſtolenſzene zwiſchen Franz und Hermann aus der ſogenannten Mannheimer Bühnenausgabe eingefügt wird. Das durchgängig völlig neubeſetzte Werk wird zum Teil von Ludwig Sievert neu ausgeſtattet. Das Bruderpgar Moor ſpie⸗ len Wenzel Hoffmann und Max Grünberg. Als Amalie debutiert die neu engagierte Heroine Maria Petri. Spielplanänderung, Anſtelle der heute Mittwoch abend angeſetzten Vorſtellung„Der arme Heinrich“ wird Thomas Oper„Mignon“ gegeben. Einmaliges Gaſiſpiel des Warſchauer Ballett⸗ Wir verweiſen nochmals auf das heute Mittwoch, 11. Septbr., abends 7½ Uhr im Nibelungenſaal ſtattfindende Gaſtſpiel des Warſchauer Balletts. Hochſchule für Muſik in Mannheim, L 2, ga. Es iſt der Anſtaltsleitung gelungen, als weitere Leheltaft im Geſangsſach die ehemalige Altiſtin des Mannheimer Hof⸗ theaters, Fräulein Jane Freund zu gewinnen, der bekanntlich ein ausgezeichneter Ruf als Stiminbildnerin vorausgeht. Sonaten⸗Abend Beethoven, Mozart, Brahms. Unſer einleingſcher Pianiſt Haus Bruch wird mit dem eben⸗ falls hier hochgeſchätzten Führer des Wendling⸗Quartettes Profeſſor Karl Wendling am 30. September im Verſammlungsſaal des Roſengartens einen Sonatenabend veranſtalten. noch in Güte das vorige Jahr erreicht werden, Hagel hat hien und da Scliaden verursacht. Im allgemeinen ist die weitere günstige Entwicklung der ausstehenden Ernte vom Eintritt wärmeren, ständigen Wetters abhängig. Herausgube der Bankdepots und Bankguthaben Wischen Deutschland und Rußland. Berlin, 9. Sept.(WTB. Amtlich) Das am 6. September d. J. ratiſizierte deutsch-russische Finanz-Abkommen enthäſt Bestim⸗ mungen über die Herausgabe der beiderseitigen Bankdepots und Bankguthaben, wobei unter Bankguthaben fällige Geldforderungen jeder Art gegen Banken und Bankiers zu verstehen sind. Diese Bestimmungen haben eine neue Aufforderung der deutschen Gläu- biger zur Anmeldung ihrer Ansprüche, soweit sie sich gegen Banken und Bankiers im Gebiete der Sowietrepublik richten, not⸗ wendig gemacht. Zu diesem Zweck hat der Reichskanzler am 7. September d. J. eine Bekanntmachung erlassen. die außer im Reichsanzeiger auch in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung vom 8. Seplember und in einem großen Teil der Tagespresse ver⸗ öfientlicht ist. Die eingehenden Anmeldungen werden am 25. Sep⸗ tember 1918, am 15. November 1918 und am 15. Februar 1919 dem russischen Staatskonunissar mitgeteilt. Die Anmeldungen sind zwar an sich bis zum 31. Januar 1919 zulässig, die Aufnahme in die erste Liste vom 25. September d. J. hat aber den Vorteil, daß die danach herauszugebenden Depots und Guthaben, soweit die Ausprüche keinen Anlaß zu Beanstandungen geben, bereits am 25. Oktober d. J. zu übergeben sind, während für die späteren beiden Listen ein entsprechend späterer Termin(31. Dezember, 31. März) für die Auszahlung vorgesehen ist. Wenn auch für die Aufuahme in die erste Liste keine Gewähr übernommen werden kann, so ist doch umgehende Aumeldung hiernach zu empfelien. Wegen der Einzelheiten, insbesondere auch wegen der Not⸗ wendigkeit der Einreichung einer beglaubigten Quittung, wird auf den Wortlaut der Bekanntmachulig verwiesen. Formulare werden wegen der Kürze der Zeit, nichf ausgegeben. Die Adresse des Staatskommissars lautet: Staatskommissar für die deutschen Depots und Gutliaben bei russischen Banken, Berlin W. 8, Kronen⸗ strabe 42. H. Fuchs, Waggonfabrik.-., Heidelberg. Heidelberg, 10. Sept. In der heutigen Bilauzsitzung über das Geschäitsjahr 1017—18 hat der Aufsichtsrat beschlossen, nachi reichlich bemessenen Abschreibungen und hohen Extraahschreib· ungen die Verteiſung einer Dividende von 12 Progent und eines Bonus von gleichfalls 12 Prozent in bar in Vorschlag zu bringen. Dem Beamten- und Arbeiterunterstützungekonto sollen M. 100 000 und dem Badischen Heimatdauk, sowie der Luden⸗ dorffspende je M. 10 000 als Stiftungen überwiesen werden.— Die Generalversammlung ündet am 15. Oktober d. J. Statt. Weyersberg, Mirschbaum& Co.,.-G. für Wasken und Fahrrmnäteile in Solingen. r. Düsseldorf, 11. Sept.(Pr.-Tel.) Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der auf den 8. Oktober einzuberuienden Hauptver⸗ Samunlung die Verteilung einer Dividende von 20 Prozent und darüber hinaus 10 Prozeut Sondervergütung an die Aktionäre vor⸗ zuschlagen. Iusgesamt werden also 30 Prozent ausgeschüttet gegen 7 18, 20 und 20 Prozent für die Jahre 1913—14 bis 1916—17. Verein Veutscher Wirkereien E. V. Der 1015—16 gegründete Verein umfaßt jetzt nachdem aul seiner außerordeatlichen Mitglieder-Versammlung in Nürnherg am 31. August d. J. eine 4. Abteilung für die Flach- und Strumpi⸗ wirlereiindustrie angegliedert worden ist, restlos die gesamte deutsche Wirkereiindustrie gemäß ihrer Glicderung in die vier Hauptgruppen: Trikotegen-, Slrickerei-, Stoffhandschuh-, sowie Flach- und Strumpfwirlereiindustrie, denen die vier Abteilngen des Vereins entsprechen. Die Vorsitzenden der vier Abteilungen sind Direklor Mann-Ludwigshafen a. Rh., zugleich 1. Vorsitzen⸗ der des Gesamtvereins, Stellvertreter Th. K uh-Stuttgart und C. Rützer-Cheumitz, Kommerzienrat Georg Vagner-Cabw, Siellivertreter Horst Pfotenhauer-Frankeuberg i. Sa. und Her⸗ mann Wahlefeld-Schönental(Westi.), Kommmerzienrat Theodor Grobe-Oberfrohna, Stellvertreter Otto Allmer und Artur Kretzschmar in Burgstädt i. Sa., und Kommerzienrat Döh⸗ ner⸗Chemnitz, Steilvertreter Kommerzieurat Rodig-Chemnitz und Oskar Minkos-Thalheim i. Sa. Dem Verein gehören nach dem jetzigen organisatorischen Ausbau über 1000 Einzelürmen an. Die außerordentliche Mitgliederversammlung in Nürnberg he⸗ faßte sieli neben anderen Facherörterungen mit der Organisatiou der Iuteressen der deutschen Witkerei bei der Rohstoffzuteilung, worüher Direktor Alfrec Mann eingehend Bericht erstattete.— Die Geschäſtsstelle des Vereins unter der Leitung von Syndikus 5 1 9 ver befindet sich nach wie vor in Stutigart, Friedrich⸗ straße 1b. Frrankfurter Wertpapierbörse. Frankfurt, 10. Sept. Abendbörse. Bei belebtem Geschäit blieb die Stimmung allgemein fest. Am Einheitsmarkte standen Lederwerke Rothe, Schriftgießerei Stempel, Daimler. Pfälz. Näh⸗ maschinen(Kayser), Waggoniabrik Fuclis im Vordergrund des Interesses, die um melirere Prozent in die Höhe gingen. Feste Hal⸗ tung zeigten ferner Lombarden, Mitteldeutsche Kreditbank, Pfälz. Bank, Maschinenfabrik Karlsrule, Scheidcanstalt und Höchster Farbwerke. Wiener Wertpapierbörse. Wien, 10. Sept.(WIB.) Börsenbericht. Die Rede des Grafen Burian über deu Frieden hat die aligemeine Stimmung der Börse hei Beginn des Verkelirs vorteilhaft beeinflußt, doch gingen die Kursbesserungen in vielen Fällen wieder verloren, als für Buda⸗ pester Rechnung Abgaben erfolgten. Einen bemerkenswerten Um⸗ satz erreichten die Umsätze in Südbahnwerten. Nachhaltig von der Tariierhöhung profitierten Kanonenfabriksaktien. Letztere stell⸗ ten sich nach einer anfänglichen Abschwächung um 10 Kronen köher, verloren aber die Steigerung später wieder teilweise. Zu tieteren Kursen wurde das an den Markt gelangende Eſſekten⸗ material ruhig angenommen. Der Anlagemarkt hlieb unverändert. Wasserstandsbeobachtungen im Monat September Pegelstation vom Datum 4edeln, Sonee Hününgen 9 102165.62 Sbenda 6, Uhr 22.02.21/ 218 225.57 Kachm. 2 Uhr RMaKaÄu 32 J 7/½ 10 Kaeim. 2 Uir Mannhelm.83.79.7⁰.72.70.92J Korgens 7 Uur .46.44 0. 1 54/.38.-E 12 Uhr Kaubb 68/ 1152 11/1.52 Vorm. 2 Uhr. N.18 Naohm. 2 Ubr vom Neckar: Heannhein 276 272 2712662.64.76 Vorm. 2 Uhr Hellhron 4016.25.26.32.31 Vorm. 7 Uhr 15⁰ Wetteraussichten für mehrere Tage im voraus. (Z..) Unbekugter Machdruok wird geriohtlich verfolgt 12. September: Wenig verändert. 13. Sepiember: Wolkeig, strichw. Regen, Gewitter. Ziemlich warm. 14. September: Wenig verändert, teils heiter. Briefkaſten. Streitfrage 1001. In Baden kann jede Perſon über 21 Jahre ohne Waffenſchein eine Schußwaffe tragen, in Preußen dagegen wird ein Waffenſchein benötigt.(518) H. Dieſes Recht ſteht dem Offizier ohne Weiteres zu, wenn er es zur Aufrechterhaltung ber Disziplin für notwendig hält.(521) Gretel. Fragen Sie einmal beim Hoftheatex nach, wer für ſolche Stunden in Frage kommen könnte. Oder verſuchen Sie es mit einem entſprechenden Inſerat.(529) . H. Dieſes alles liegt im Ermeſſen des Arstes, da auch nur dieſer alle Verantwortung trägt.(6501) Lonbſturmm. H. Die Höhe der Kriegsunterſtützung richtet ſich nach bem Grad der Bedürftigkeit und wird nach genauer Prüfung des(in⸗ zelnen Falles feſtgeſetzt. Die Einnahme aus einer Berufstätigkeit wird dabei mit berückſichtigt.— Ueber dieſe Fragen wird das hieſige Stan⸗ desamt Ihnen Beſcheid geben. 6646) — 6. Seite. Nr. 423. 55 Maunheimer General⸗Anzeiger. (Mietag⸗Ausgabe.) * Miftwoch, den IT. September 198. Amtliche Veröffentlichungen der Stadigemeinde Donnerſtag, 12. September gelten folgende Marten: 12. 1. Für die Verbraucher: Butter: Für% Pfd. die Buttermarke 46 in den Ver⸗ kaufsſtellen 26—450. Eier⸗ Für 1. Kühlhausei zu 84 Pfg. die Eiermarke 17 in den Verkaufsſtellen 971—1000, ferner für 1 Kühlhausei zu 34 Pfg. die Eiermarke 21 in den Berkaufsſtellen—500. Mager⸗ oder Buttermilch: Für Liter die Marke 7. : Für 4 Pfund die Buttermarke 50 in den Ver⸗ kaufsſtellen 951—960. Die Marke gilt bis Mittwoch abend 7 Uhr. Kartoffein: In den Verkaufsſtellen—418 ſowie in den ſtädtiſchen Läden für 3 Pfund die Kartofſel⸗ marke 130, außerdem die roten Wechſelmarken. Der Verkaufspreis iſt 11 Pf. für das Pfund. Mehl oder Brot: Für 250 Gramm Mehl oder einen kleinen Laib Brot(375 Gramm) anſtatt Fleiſch die rot gedruckten Beſtell⸗ und Lieferungsab⸗ ſchnitte der Fleiſchkarte in ſämtlichen Bäckereien, Brot⸗ und Mehlverlaufsſtellen. Der ſchwarz ge⸗ druckte Beſtell⸗ u. Lieſerungsabſchnitt der Fleiſch⸗ karte für Kinder berechtigt zur Entnahme von 125 Gramm Mehl. Gegen den Beſtellabſchnitt ohne Lieſerungsabſchnitt oder umgekehrt dari keine Ware verabfolgt werden. Das Brot muß auf Verlangen zu dem den Marken eutſprechen⸗ den Gewicht ausgewogen werden. Die Beſtell⸗ und Lieferungsabſchnitte der Fleiſchkarten müſſen bis ſpäteſtens Donnerstag, den 19. September in der Markenablieferungs⸗ ſtelle des Lebensmittelamtes, Zimmer 26 abge⸗ liefert werden; ſpäter abgelieferte Abſchnitte werden nicht mehr gutgeſchriehen. II. Für die Verkaufsſtellen: Bei den Großhändlern ſind zur Abgabe bereit: Dutter: Für die Butterverkaufstellen 451—600 am Donnerstag, den 12. ds. Mts. Eier: Für die Eierverkaufsſtellen 501—725 au Don⸗ nerstag, 12. ds. Mts.(1 Kühlhausei zu 34 Pfg.) Fett(6 Pfd.): Für die Fettverkaufsſtellen 620—731 bei der Freibankkaſſe(Viehhofſtr.) am Mittwoch, 11., ds. Mts., nachmittags von—5 Uhr. Das Geld iſt abgezählt mitzubringen. Der Abgabe⸗ preis beträgt für die Kleinhändler 2,36 Mk. für das Pfund. Kartoffeln: Für die Hauptmarke 130 3 Pfund. Die Kartofſelverkauſsſtellen 419—71ʃ0 müſſen ihre Empfangsbeſcheinigungen Mittwochnachmittag bei der Kartoffelſtelle, Zimmer 84, abholen. Städtiſches Lebensmittelamt, C 2, 16/13. Beir. Beſtandsaufnahme von Sonnenvorhängen und ühnlichen Gegenſtänden. Den Handelsgeſchäften, Fabrik⸗ und Gewerbe betrieben, Reichs⸗, Staats⸗, Kommunalbehörden, ſo⸗ wie Büros gingen dieſer Tage die Anmeldebogen zur Beſtandsaufnahme von Sounenvorhängen und ähnlichen Gegenſtänden zu. Die diesbezügl. Bekannt⸗ machung der Reichsbekleidungsſtelle vom 25. Juli 1918 liegt bei der Städt. Bekleidungsſtelle(F 3, 6) zur Einſicht auf und ſind auch weitere Meldebogen dort erhältlich. Sollte der einen oder anderen zur Mel⸗ dung verpflichteten Stelle kein Meldebogen zugegan⸗ gen fein, ſo wird erſucht, ſolchen bei der unterzeich⸗ neten Amtsſtelle abzuholen und bis 15. September ds. Is., ausgefüllt wieder einzuteichen. Nichterhalt des Meldebogeus entbindet nicht von der Meldepflicht. 2 Städt. Bekſeidungsſtelle, E 3, 6. Beratungsſtelle in allen hauswirtſchaftlichen Fra⸗ gen und Kochkiſtenverkank in 4, 2. Kochkiſten von 10 Mk. an. N66 Handelsſchule der Hauptſtadt Mauuheim. Die Schulpflicht beir. Gemäߧ§ 1 u. 2 des Ortsſtatuts vom 19. Dezbr. 1912 ſind die innerhalb des Gemeindebezirks Maun⸗ heim im Handelsgewerbe oder in anderen Be⸗ trieben mit kaufmänniſchen Verrichtungen beſchäftig⸗ ten Lehrlinge und Gehilſen beiberlei Geſchlechts bis zum vollendeten 18. Handelsſchule veryſlichtet. Von Herbſt 1918 Knaben, geboren nach dem 10. »mindeſtens ein Jahr lang eine fern ſie noch nicht Lebensjabr zum Beſuche der 385 ab ſind handelsſchulyflichtig: Dezbr. 1900, ſo⸗ öfſentliche Handelsſchule beſuchten oder nicht im Be⸗ ſitze des Einfährig⸗Freiwilligen⸗Zeugniſſes ſind. Schülcraumeldungen. A. Knaben. 5 Die in genannten Betrieben Beſchäftigten männ⸗ lichen Geſchlechts, welche geboren ſind nach den 10. Dezember 1900 und ſich noch nicht zur Handelsfortbildungsſchule an⸗ gemeldel haben, werden aufgefordert, ſich zu melden Dunnerstag, den 12. September 1918, morgens—11 Uhr in der Friedrich⸗Schule in U1 2 (Eingang Neckarſeite) Die Schulzengniſſe ſind mitzubringen. Zuwider⸗ handlungen werden nach 8 18 des obigen Statuts beſtraft. Die nach dem 20. Juui 1904 geborenen und im Gemeindebezirk Mannheim wobuhaften männlichen Haudlungslehrlinge ſind nach diſchen Elementarunterrichtsgeſetzes noch pflichtig und werden ſofort der hieſigen überwieſen. ch§ 2. Abſatz 1 des ba⸗ volksſchul⸗ Volksſchule Die Firmen werden auf K11 des Statuts auf⸗ merkſam gemacht, wonach Handelsſchule Verpflichteten 3 Tage⸗ nach tritte in das Geſchäft, auch während der anzumelden haben. ſie die zum Beſuche der dem Ein⸗ Probezeit, Ferner wird darauf hingewieſen, daß das Orts⸗ ſtatut nur das Alter der Beſchäftigten, nicht aber Gehilfen zum§ Mdersfortoildungsſchulunterrich⸗ ver⸗ v e, ſofern dieſelben noch nicht das 18. Lebens⸗ 1 vollicudet haben. Pt einem visher öfters aufgetretenen Irrtume zu begegnen, wird beſonders daxauf aufmerkſam ge⸗ wacht, daß für die Handelsſchulpflicht nur der Be⸗ ſchäftigungsort, aber nicht der Wohnort entſcheidet. im Gemeindebezirk Mannheim Wer alſo in einem gelegenen Geſchäfte unter der algegebenen Boraus, ſetzung verwendet wird, iſt in Mannheim handels⸗ er außerhalb Mannheims ulpflichtig, auch wenn iheim fortbildungsſchulyflichtig wohnt und am Wohnorte ſein ſollte. Mannheim, den 2. Auguſt 1918. Das Handelsſchulrektorat. — Handelsſchule. Unterrichtsbeginn Der regelmäßige Unterricht der ſchon in die An⸗ ſtalt aufgenommenen Schüler beginnt Donnerstag, den 12. September 1918, morgens 8 Uhr. Die verehrlichen Firmen werden höflichſt ge⸗ beten, den betr. Pflichtigen das letzte Schulzeugnis unterſchrieben. zur Abgabe an den Klaſſenlehrer mitzugeben. 5 7 Mannheim, den 1. Scpiember 1918. 38⁵ Das Handelsſchulrektorat. Ackerpachtzins. Dic diesjährige Herbſt⸗ Wir erſuchen die Päch⸗ meſſe betr. ter ſtädtiſcher Sn „ ie Herbß⸗den am 1. September fällin E rige Herbſt⸗ 3 eraſg geweſenen Pachtzin⸗ Geſchirrmeſſe abgehalten* und dürſen nur Geſchirr⸗(niteneng, und Glaswaren verkauftrichten und Merbe. en werden. E88 Beſtandsbrieſe(Pachtver⸗ Mannheim, 5. Sept. 1918. äge) vonudeteen. Hö deren Stellung im Geſchäfte berückſichtigt; es ſind alſo nicht nur Lehrlinge, ſondern auch Volountöre u. R 1—— Manaheim, 7. Sept. 1918. Bürgermeiſteramt. Städt. Gutsverwallung., DlionwerkeAktiapeselsbaft Maschinenfabriken Mannheim-Berlin Bei der am 30. Auguſt ds. Is. in Gegenwart eines öffentlichen Nolars erfolgten 9. Ausloſung un ſerer 4½ Foigen Teilſchuldnerſchreibungen ſind ſol⸗ gende Nummern gezogen worden: 4, 6, 28, 47, 19, 76, 79, 159, 166, 245, 267, 273, 849, 397, 420, 447, 474, 477, 487, 509, 573, 681, 640. Die Auszahlung des Nennwerts dieſer Schuld⸗ verſchreibungen erfolgt mit einem Aufgeld von 3, alſo mit 1030.— per Stück, vom 1. Jaunar 1919 ab bei den Kaſſen unſerer Geſellſchaft in Mannheim oder in Berlin, bei der Rheiniſchen Creditbauk in Moennheim und deren Filialen gegen Rückgabe der Teilſchuldverſchreibungen und der dazu gehörenden noch nicht fälligen Zinsſcheine und der Zinsleiſten. Die Berzinſung der oben bezeichneten Teilſchuld⸗ verſchreibungen hört mit dem 31. Dezbr ds. Is. auf. Mannheim, 9. Sept. 1918. Der Vorſtand: Beuno Danziger. Otto Johns. Privat-Handels- Tcſranstalt Merkur inh. Dr. phil. Knoke staatlich geprüft für das Lehramt in den Handelswissenschaften J6a Mannheim E 1, 1 u. 2 PAtadeplatz) Telephon 5070 Neue Rurse (in allen Handelsfächern u. Sprachen) beginnen 7. Oktober. Prospekte und Auskunft kostenlos. —* ichtkaare Vibratlonsmassage. Spezialistin für 7 2 Haarentfernung* Maiers Mannheim, P 1, 6, geg. Landauer. 2 Warzen, Leber- flecken entfernt mit⸗ tels Elektrolyse für dauernd unier Ga- rantie. Elektr. 14jährige Praxis. Unnbertroffen ist Henuigson's Maartarde⸗ Wiederhersteller 3 33 336 HKggar ie neuz22 Flasche Mk..— zur Wiedererlangung der Ursprünglichen Naturfarbe erbleichender und „rgrauter Haare. Unschädlich. VS9OC Löwen-Apotheke, Mohren-Apotheke, Einhorn- Apotheke, Kronen-Apotheke am Tattersall, Th. von Eichstedt, Kurfürsten-Drog., N 4, 19/14, Storchen-Drogerie. En gros: Leo Treusch, D 1. 3. Süutlutn. PuninatBuuz Vorschule und Höhere Lehranstalt Cegr. 1872. MANNHEIM. reieph. 5280. Das neue Schuliahr beginut am Samstag, den 14. September. An diesem Tage ver⸗ sammeln sich sämtliche Schüler vorm. 9 Uhr im großen Schulsaale des Schulhauses M 3, 10. Der Unterricht für die Schulanfänger L. Vorschulklasse) begiunt am Dienstag, den 17. September, vormittags 10 Uhr- Nichtversetzte Schüler haben die Mög⸗ lichkeit, das verlorene Jahr wieder zu gewinnen. Gleichzeitig beginnen bei uns an 16. September Abendkurse zur Vorbereitung uf die Einjährigen- und Ahiturienten- rükung. Die Teilnehmer hieran melden sich am 16. September, abends 6 Uhr im Schulhause. Anmeldungen neueintretender Schüler Werden täglich von—12 Uhr und nachm. vons—6 Uhr im Schulhause M3, 10 enigegen- genommen. Prospekte, Referenzen, Prüfungserseb- nisse u. Auskunft in allen Schulangelegen⸗ heiten durch Die Schulleitung: Dir. J. Müller, Dr. phil. G. Sessler staatl. gepr. Lehrer. Grundſtück⸗⸗Berſteigerung. Auf Autrag der Eigentümerin Albertine Weber Witwe in Keuzingen werden am Freitag. den 13. Sepiember, vormittags 11 Uhr quf dem Rathaus in Seckenheim freiwillig nach⸗ verzeichnete Accker, Wald⸗ und Spekulationsgrundſtücke öffentlich meiſtbietend unter den allgemein üblichen Bedingungen zu Eigentum verſteigert. Hervorzuheben hleibt nur, daß der Zuſchlag als erteilt gilt. un die Taxe und mehr geboten wird und, daß Nachgebote nicht angenommen werden. Berzeichnis der Grundſtücke: Gemarkung Seckenheim Lab⸗Rr. 1667, Acker im Kloppenheimerwinkel, Lgb.⸗Nr. 6616, Acker auf der Hochſtätt Gemarkung Maunheim⸗iheinau 41,94 ar 89,39„ Sgb.⸗Nr. 6135, Acker im vorderen Riemen, 39,04 ar Egb.⸗Nr. 8787, Acker auf den Altriperweg, r. 38,93„ Egb.⸗Nr. 8836, Acker auf den Altriperweg, l. 35,18„ Lgb.⸗Nr. 8949, Bei den 40 Morgen 36,65„ Ogb.⸗Nr. 9113, Wald im Diſtelſand, abgeholzt 38,26„ Ogb.⸗Nr. 9133, Wald im Diſtelſand 19,04„ Lgb.⸗Nr. 9270, Hochwald bei der großen Stube Seckenheim, den 6. Seytember 1918. 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