ot⸗ Die en, ier ier jen un⸗ en. 2 In Mannheim u. Umgebung feeli ins Baus ſowie durch oͤle poſt dezogen ohneseſtellgeld monatl. Mk. 1400.— freidteibens. eingeinummer mł. 30.— bis 40.—. poſtſcheckronts Ar. 178% Karteruhe in Baden und ne. 2917 uswigshafen am Ryeln. ghauptge ſchäfta ſtalle maunheim, E b. 2. Seſchäfts⸗ nebenſtelle Neckarſtaöt, Walshofſtraße Ur. 6. Fernſprecher nummer 704, 7042, 708, J0, 7046. Teiegramm: òreſſe: Seneralanzeiger Maunheim. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. Abend⸗Ausgabe Bodiſche Meueſte Nachtie 4028 Anzeigenpxaiſe: ad b,Bܶd⅜htung dir 2l. Jeite mk. 130.— Stellengeſ. u. Samtlien⸗Anz. 8% Nachl. Naklamen Mk. soe.— Rnnahmeſchin: Mittagdtalt vorm.%½ Ade, Abendbt. nachm · 2½ Uhr. Sür Anzelgen an deſimmt. Cagen, Stellen u·Nusgaben w. keine verantwortg. übern. Föhere Stwalt, Streiks, Setriebs- ſtörungen uſw. berechtigen zu kein. Erſatzanſprüchen f. aungef. oder deſchrünkte Ausgaden oder für verſpätete Rufnahme von Rinzeigen, Rufträge durch ernſprecher ohne Sewühe. Beilagen: Der Sport vom Sonntag. Aus der Welt der Cechnik. Geſetz u. Necht. Modezeitung. Aus Jeit u. Leben mit Mannbeimer Frauen-Jeitung u. Maunheimer Muſik-Zeitung Auch Dortmund beſetzt Die Kriſis der Kohlenlieferungen Kurze Aeberſicht Dertmund ſſt heute mitiag von den Franzoſen beſetzt worden. 5 2 Der geſtern in Bochum von den Jranzoſen erſchoſſene Deutſche iſt ein junger Arbeiter, Mitglied der.S. P. . Die Franzoſen haben mit der Konkrolle der Kohlen⸗ züge begonnen * Heule findet in Eſſen unter dem Vorſitz des Generals De⸗ goutle eine nochmalige Beſprechung wegen der Kohlenliefe⸗ rungen flatt. 8 Mehrere Abteilungen franzöfiſcher Kolonialtrup⸗ ve u, unter denen ſich 1200 marokkaniſche Schätzen befinden, ſind in eingefroffen, um die Beſatzungsarmee am Nhein zu ver⸗ ſterden. Immer mehr„friedliche“ Beſetzungen! JBerlin, 16. Jan.(BVen unſ. Berl. Büäro.) Es muß damit gerechnet werden, daß im Augenblick, wo dieſe Jeilen hinausgehen, die Stadt Ddortmund bereits von den Iranzoſen beſeizt iſt. Heute vormittag ſind bereits weilere Militärzüge ange⸗ foerdeet worden. Hagen iſt jurzeit noch nichk beſetzt. Bür⸗ germeiſter Dr. Iiſcher aus Dortmund leilte der„B..“ über die zu erwartende Beſetzung mit: Die Franzoſen ſind geſtern abend an der Ruhr vorbeigelangt bis Wiiten, das noch geſtern abend von den Truppen beſetzt wurde. Nördlich von Dorkmund ſind die Truppen bis Cünen vorgeſtoßſen. Eine franzöſiſche Ingenieurableilung iſt in Dortmund⸗Dorſtſeld eingetroſſen. Beſetzung Dortmunds Dorktmund, 16. Jan.(.20 Uhr.) Um 11.30 Uhr ſind 15 Offt⸗ ziere und 100 Mann Franzeſen auf dem Haupkbahnhof ein⸗ gelroffen, Verſtärkungen werden folgen. Uum 11 Uhr 45 rückfen die erſten franzöſiſchen Truppen in Stärke von einer Kompagnie in die Skadtmille. Während des Ein⸗ marſches kreiſte ein Flieger über der Stadt. Irgend weſche I u⸗ fammenſtöße ſind bis jetzt nicht zu verzeichnen. Poincare hat ſich übrigens raſch orientiert. Während er noch geſtern nachmittag den Preſſevertretern erklärte, nicht zu wiſſen. ob Dortmund beſetzt werden würde(ſiehe den Bericht im heutigen Mittagsblatt) teilte er ihnen am abend bereits mit. die Beſetzung Dortmunds habe ſich als notwendig ermieſen, weil die Part⸗ munder Kraftzentrale das e ee mit elektrxiſchem Strom verſarge, ferner ſei Dortmund Ausgangspunkt der Eiſen⸗ hahnnetze im Rührgebiet. Poincare fuhr fort, die franzöſiſche Regie⸗ rung habe Grund zu der Annahme, daß die Reichsregierung bal⸗ digſt zur Einſicht der von ihr begangenen Fehler gelangen werde.() Die Induſtriellen des Ruhrgeblets würden beim Reichs⸗ kanzler vorſtellig werden und es werde ihnen jedenfalls gelingen, 1 Regilerung zu einer weniger unnachgiebigen Haltung zu be⸗ immen. Nobert de Jounenel ſchreibt im Oeuvre, obwohl Frankreich nur eine Miſſian von Ingenieuren in das Ruhrgebiet ſchicken wollte, müßten doch folgende Maßnahmen noch in Betracht gezagen und getroffen werden; 45 1. Requlſition der Kohlen; 2. Inbeſißnahme der Bergwerke und vielleicht der Fabriken; 3. Beſchlagnahme der Eiſenbahnen: 4. Ernährung non mehroren Millloken Menſchen; A. Schaffung einer neuen Währung. Weil das, wgs jetzt eintriit, leicht vorauszuſehen war, dürfe man nicht einen Augenblick annehmen, daß unſere Regierung nicht bis in die kleinſten Einzelheiten vorbereitet iſt. Die Tatſache, daß Hundert Mark geſtern auf 11½ Centimes gefallen ſind, und Daß ein neuer Sturz der deutſchen Zahklungsfähigkeit eingetreten iſt, dürfte hiernach nicht meiter Uberraf en. Man hat, wenn man von den Einmarſchplänen der Franzaſen ſprach, auf deutſcher Seite immer z u el auf Eſſen geblickt und damit Frankreich einen großen Gefallen getan. Es war ein Nebenſpiel der franzöſiſchen Gewaltpolktik, das Geſamtvor⸗ gehen zu verſchleiern. Man ſprach immer nur von Eſſen als dem wirtſchaftlichen Vorort des Ruhrgebiets und Sitz des Kohlen⸗ ſyndikats und verbarg geſchickt, daß man ſich das Ziel viel weiter geſteckt hatte. So mußte es kammen, daß die Welt von der Tatſache ſch überraſcht wird, daß das ganze Ruhrgebiet beſetzt wird. Frank⸗ reich hat nach einem politiſchen Verſchleierungsmanö⸗ ver ſeinem militäriſchen Vormarſch freie Bahn gegeben und das ganze Ruhrgebiet militäriſch an ſich geriſſen. Das Gebiet iſt beſetzt; der Weg iſt frei für die Arbeit der Kontrollkommiſſare. Was wird ſie bringen? Die Bluttat in Bochum Der Getötete ein firbelter, Mitglied der.5. p. Berlin, 16. Jan.(Bon unſ. Berl. Büro.) Die Vorgänge in Bochum haben ſich, wie uns mitgeteilt wird, angeblich anders abgeſpielt als man nach den bisherigen Meldungen annehmen mußle, ümlich noch abſcheulicher. Es hat ſich um brave deuiſche Arbeiter gehandelt, die, von der Arbeit kommend, „Deutſchland über alles“ und andere Lieder ſangen und ſich in ihrer deutſchen Freiheit von der franzöſiſchen Soldateska nicht ſtören laſſen wolllen und dar aufhin niedergeknallt wurde n. Die Jahl der Verletzten iſt noch nicht feſtgeſtelll. Jeden⸗ falls iſt ein 7Tjähriger Arbeiler, Angehöriger der B. 5.., getötet und eine älfere Fran durch Bauchſchuß lebens⸗ gefährlich verletzt worden, Die anderen Verletzungen ſind weniger ſchwer. Bon Augenzeugen wird erklärt, die franzöſiſchen Soldaten hätten blindlings in die Menge, die ſchwarz⸗rol⸗goldene, ſchwarz⸗ weiß⸗rote und rotie Fahnen mit ſich führte, hineingeſchoſſen. Von franzöſiſcher Seite behauptet man, es ſei aus der Menge heraus ein Schuß(7) gefallen. Die Unterſuchung durch Polizei und Staatsanwaltſchaft iſt im Gange. Das„Echo“ ſchreibt: In offiziellen Pariſer Kreiſen habe man geſtern abend ſpät erklärt, noch keine Kenninis von dem Zuſammenſtoß in Bochum zu haben. Der blutige Zwiſchenfall hat zu einer Rückſprache des Ober⸗ bürgermelſters mit dem franzöſiſchen Kommandeur Veran⸗ laſſung gegeben. Der Kommandeur hat zugeſagt, er werde ſeine Trup⸗ pen anweiſen, nicht mehr ſo ſcharf gegen Demonſtrationen Jugendlicher vorzugehen. In Bochum liegen 1200 Mann Infanterie, 200 Mann Kaväallerie und eine kleine Abteilung Pioniere. Der Eiſenbahnverkehr iſt zurzeit noch normal, die Güterzüge verkehren fahrplanmäßig. In den Gruben wird noch voll gearbeitet, doch wüchſt die ſtarke Erregung der Arbeiter und alle Uber⸗ ſchichten ſind bereits eingeſtellt. Die Lebensmittelzufuhren laſſen nach und die Preiſe gehen ſprunghaft in die Höhe. Nach Mizteilungen vol zuſtändiger Stelle recznet man nach für heute mit der Verhängung des Belagerungszuſtandes über Bochum. Der Rampf zwiſchen Kohle und Säbel Die Franzoſen und Belgier ſind in Eſſen auf einen Wider⸗ ſtand geſtoßen, den ſie vermutlich nicht erwartet haben. Die Ein⸗ ſtellung der Kohlenlieferungen an Frankreich und Bel⸗ gien wirkt wie ein erlöſendes Signal. Der Kampf zwiſchen Recht und Gewalt hat damit begonnen. Alle Welt mag ſich danon überzeugen, daß wir doch nicht ſo wehrlos ſind, wie unſere Feinde wohl glaubten. Den erſten Schritt der Abwehr hat die Regierung Dr. Cuno getan, als ſie öffentlich das franzöſiſch⸗belgiſche Vorgehen als Rechtsbruch brandmarkte und unſere Vertreter aus Paris und Brüſſel abberiefen. Die Fortſetzung dieſes Widerſtandes verdanken wir zwei Waffen, die ſich bisher als außerordentlich wertvoll erwieſen haben. Das eine iſt die Organiſation, die in dem Kohlenſyn⸗ dikat geſchaffen worden iſt. An ſeiner Stelle fanden die Franzoſen eine leere Stelle und einen toten Paternoſteraufzug vor, denn ſie waren trotz aller ihrer Ingenieure, ihrer Truppen und Waffen ratlos. Sie ſind pvollſtändig in Unkenntnis, woher ſie die Kohle nehmen ſollen, nach denen ſie verlangen. Und ſie haben auch ſchon eingeſehen, daß ſie ohne Verhandlung nicht einen Schritt vorwärts kommen. Unſere zweite Waffe iſt die nicht genug zu lobende, wenn auch eigentlich ſelbſtverſtändliche Haltung der Grubenbeſitzer und der Bergarbeiter. Für ſie waren der Franzoſe und der Bel⸗ gier vom erſten Tage an der eingedrungene Feind, der ſich eine Ge⸗ walt anmaßte, die ihm nicht zukam. In der Beſprechung mit den Zechenvertretern wurde den Franzoſen erklärt, daß die deutſche Re⸗ gierung die einzige Gewalt ſei, von der man Befehle annehme. Und alles Drohen mit Vermögenskonfiskation uſw. nutzte nichts. Die Franzoſen und Belgier werden ſich alſo auch damit abzufinden haben, daß die Vorſchriften des Kohlenkommiſſars für die Zechenverwaltung im Ruhrbezirk bindende Vorſchriften ſind. Und wenn der Kohlen⸗ kommiſſar anordnet, daß von deutſchen Gruben überhaupt keine Kohle mehr nach Frankreich und Belgien geliefert werden ſallen, ſo gewinnt das ſtolze Wort Fritz Thyſſens Kraft, der dem franzöſiſchen Oberingenieur Coſte rundweg erklärte:„Wir ſinddeutſche Staats⸗ bürger und würden uns vor aller Welt verächtlich machen, wenn wir von einer anderen Stelle Befehle entgegennehmen wollten, als von der deutſchen Regierung. Schon in früheren Zeiten, als die Regierung Wirth die Erfül⸗ lung zum Grundſatz erhoben hatte, iſt oft genug geſagt worden, daß niemand auf Erden die Macht hat, uns zu Leiſtungen zu zwingen. Zum erſten Male wird in den vier Jahren ſeit Beendigung des Krie⸗ ges dieſe Wahrheit auf die Probe geſtellt. Franzoſen und Belgier ſind in deutſches Land eingefallen, um mit dem Säbel und dem Ba⸗ jonette Kohle zu rauben. Die deutſche Antwort lautet: Nein, keinen Zentner! Run muß ſich allerdings erweiſen, was unſere moraliſche Widerſtandskraft vermag. Die Franzoſen und Belgier können die Bergarbeiter und die Zechenbeſitzer im Ruhrgebiet nicht zu Sklaven ihres Willens machen. Und ſie werden mit ihrem Gewaltakt ſcheitern, wenn das deutſche Volk ein feſtes Rückgrat'behält. Die Probe kann für uns hart und hitter werden, denn die Franzoſen und Belgier ſitzen im Ruhrgebiet und wenn ſie ſelbſt auch deutſche Leiſtungen nicht er⸗ zwingen können, ſo haben ſie doch Druckmittel in der Hand und ſie können uns dieſe Mittel fühlen laſſen. Am Sonntag hat das deutſche Volk in tauſenden von Kundgebungen gelobt, treu und feſt mit der Nene zuſammenzuſtehen. Es hat jetzt Gelegenheit, das Gelöbnis zu erfüllen. 0 verhandlungen bei Seneral Degoutte Berlin, 16. Jan.(Von unſ. Berl. Büro.) Der franzöſiſche Kommandant der Beſatzungstruppen in Eſſen hat den Oberbür⸗ germeiſter aufgsfordert, die Vertreter der Zechen, der Bergarbeiter und der Metallarbeiter zu einer Sitzung auf heute nachmittag 3 Uhr zuſammen zu rufen. Dieſe Sitzung, der ant⸗ eidende Bedeutung beigemeſſen wird, ſoll General De⸗ goutte pexſönlich leiten. 0 Wie das„Echo“ mitteilt, hat Ingenieur Coſte die Requirierung der Kohlengruben bis Mittwoch pvormittag aufge⸗ ſchoben. 5 Blatt führt dies darauf zurück, daß geſtern Abend um 7 Uhr die Zechenbeſißſer die Induſtriekommiſſion der Verbünde⸗ ten hätten wiſſen laſſen, ſie würden Dienstag vormittag unter den — onntag ſeſigeſetzten Bedingungen die Kohlenlieferungen über⸗ nehmen. Das ſcheint denn doch nicht recht glaubwürdig nach den pracht⸗ vollen Erklärungen Fritz Thyſſens, der übrigens die Franzoſen in peinlichſte Verlegenheit durch die Frage brachte, ob denn nach dem Verſailler Vertrag und nach dem Völkerrecht eine Gefahr für das Privateigentum beſtehe. Die Erklärung ſtellt feſt, daß der Ar⸗ tikel 248 des Frtedenkuertragesz auf den die Pfänderpolitik gemünzt iſt, nur von einer Haftung des Reiches und der Staaten, keineswegs aber von einer Haftung des Privateigentums Iweße Die Franzoſen Narſe darauf keine Antwort erteilt, weshalb die Mittellung des ariſer Blattes offenſichtlich eine Bemäntelung darſtellt. Die Kontrolle der Kohlenzüge Die Eiſenbahnlinien im Ruhrgebiet ſind durch die franzöſiſchen Kdene ſtark in Anſpruch genommen. Ddie Konkrolle der Kohlenzüge hat begonnen. Verſchiedene Stationen ſind zu Hauptkontrollpunkten beſtimmt worden, an denen alle Züge 15 Minuten halten müſſen. Vorläufige Bezahlung in Papiermark Das Pariſer„Journal teilt mit, die Bezahlung der Arbeiter und der allgemeinen Unkoſten im Ruhrgebiet ſolle in Papiermark aus⸗ geführt werden in Erwartung der demnächſtigen Schaffung einer neuen Münze, die man wahrſcheinlich Taler nennen würde. Die Kaufkraft dieſes neuen Geldes werde zwar nicht die des franzöſi⸗ ſchen Franken erreichen, aber doch die der deutſchen Mark weſentlich überſteigen. Dieſe Maßnahme werde, kombiniert mit der Einrichtung von Lebensmittelverkäufen, eine weſentliche Verbeſſerung der mate⸗ riellen Lage der Arbeiter herbeiführen, aus der die franzöſiſche Sache nur Nußen ziehen könne. Wenn die Informationen des Pariſer Blattes zutreffen, ſo geht daraus hervor, daß Frankreich im Ruhrgebiet die gleichen Maßnah⸗ men zur„friedlichen Durchdringung“ beabſichtigt, die es ſeit vier Jahren im Saargebiet ausgeprobt hat und die blühende deutſche Induſtrie an der Saar an den Rand des Abgrunds und weite Kreiſe der Saarbevölkerung in unbeſchreibliches Elend gebracht hat. Wie aber im Saargebiet alle Köderungsverſuche an der feſten deutſchen Geſinnung der Arbeiterſchaft und der geſamten Bepölkerung geſchei⸗ tert ſind, ſo wird ſich auch die deutſche Bevölkerung des Ruhrgebiets nicht durch wirtſchaftliche und materielle„Vorteile“ irre führen laſſen. Die neuen„Herfehlungen Wie bas„Gcho de Parts“ meidet, wird die Neparetionus⸗ kommifſion ſich heute vormittog um 11 Uhr auf Antrog de⸗ franzöſiſchen und belgiſchen Vertreters mit den angeblichen vorſätz lichen Verfehlungen Deutſchlands beſchäftigen, die ſich nicht nur auf die Holz⸗ und Kohlenlieferungen beziehen, ſondern guch auf die Ein⸗ ſtellung der Lieferung von Pflaſteeſteinen und endlich auf Nichterfüllung von größeren Arbeiten, die im öffentlichen Intereſſe Frankreichs verlangt worden ſind. Es handelt ſich offenbar um die Ausführung des noch gar nicht genau feſtgelegten Planes Le Troquers, der bekanntlich Kanalbauten und Elektrizitäts⸗ gewinnung vorſieht. Ueber die Ausführung iſt mit der deutſchen Regierung noch nicht verhandelt worden. Der„Petit Pariſien“ glaubt übrigens, daß noch weitere Verfehlungen feſtgeſtellt würden. Man habe geſtern abend die voll⸗ ſtändige Einſtellung der Holzlieferungen für Frankreich und Belgien erfahren. Nach dem„Petit Journal“ ſoll das Vorgehen der Repara⸗ tionskommiſſion den doppelten Zweck haben, die juriſtiſche Grundlage für neue Maßnahmen im Ruhrgebiet zu lieſern und unm den Zuſammenhang zwiſchen den feſtländiſchen Verbündeten aufrecht zu erhalten. Boydens Reparalionsplan Der„Aſſociated Preß“ zufolge hat der amerikaniſche Beobachter Boyden der Reparationskommiſſion den Anfang Nopember von Staatsſekretär Hughes gebilligten Plan zur Löſung der Reparations⸗ frage unterbreitet. Boyden erwartet, daß der amerikaniſche Repara⸗ tionsplan innerhalb einer Woche in Erwägung gezogen wird. Der Plan gibt keine techniſchen Einzelheiten für die Regelung, wie die⸗ der britifſche und franzöſiſche Plan taten, auch beſchäftigt er ſich nicht mit der Frage der Kriegsſchulden. Der Plan regt an, daß die Reparationsfrage an einen Ausſchuß verwieſen wird und wünſchi in allgemeiner Form ein Moratorium von 2 oder 3 Jahren, um Deutſchland Zeit zu geben, ſeinen Kredit im Ausland wie zu⸗ ſtellen. Ferner ſieht er für Deutſchland eine Anleihe zur Feſtigun der Mark vor. ‚ Das Staatsdepartement ſtellt in Abrede, daß Boyden den Auf⸗ trag erhalten hat, der Reparationskommiſſion einen Reparations⸗ plan zu unterbreiten und erklärt, der Plan ſei von Hughes nicht gebilligt worden. Jur Lage im Memelgebiet erfahren wir, daß auf Befehl der Litauer der geſamte Telegraphen⸗ und Fernſprechverkehr eingeſtellt werden ſel Die Franzo⸗ ſen haben ſich in ihre Kaſerne zurückgezogen. Gerüchtweiſe verlautet, daß zwiſchen den Franzoſen und den Litquern verhandelt wird. Es ſoll bereits eine Waffenruhe vereinbart worden ſein. Bei den Kämpfen um die Präfektur ſind zwei Franzoſen getötet und einer perletzt worden, der Reſt wurde verhaftet, aber bald wieder freigelaſſen. Die Litauer haben den Ausnahme⸗ zuſtand verhängt. Der Oberbürgermeiſter von Memel iſt von ihnen feſtgenommen worden. Die Polen werden unarkig Berlin, 16. Jan.(Von unſerm Berliner Büro.) Aus War⸗ ſchau wird der B. Z. gemeldet: Der Generalſtabschef Pilſudskfi reiſte geſtern mit ſeinem Stab nach Kowno und Br 85»Litowsk. Alle Militärpflichtigen von 22—40 Jahren haben Geſtellungsbefehle zur Muſterung erhalten. Eine neue Deutſchenh 95 e wurde durch die Nachricht von der Einnahme Memels durch die Litauer ver⸗ anlaßt, die ſoeben bekannt wird und in Warſchau ungeheure Erregung hervorruft. Letzte Meloͤungen Zur Verhaftung Schulenburgs Der in dieſen Tagen mit zwei anderen Gefährten in Kettwig verhaftete Smeetsanhänger Graf Günther von der Schu⸗ lenburg, iſt der Gründer des Rheiniſchen Späherkorps, das nach Art der Mfabfinder gebildet iſt und die Aufgabe hat, die Smeets⸗ verſammlungen gegen unerwünſchten Beſuch zu. Das Naen Späherkörps hat Ortsgruppen in Aachen, Bonn und Uren. ii Berlin, 16. Jan. In der vergangenen Nacht tötete ſich in Hohenſchönhauſen ein I4jühriger Schüter wegen eines ſchlechten Schulzeugniſſes durch einen Schuß in den Kopf. Paris, 16. Jan. Der Miniſter des Aeußeren hat in der geſtrigen Sitzung des Kabinettsrats die Unterzeichnung des ſpaniſchen angdugs vivendi für Deutſchland mitgetellt. Deutſchland erhent Rer⸗ günſtigungen für ſeinen Wein, Mineralien, Früchte und Kork. Londen. 16. Jan. Reuter meldet aus Dublin: Geſtern obend wurden das Hauptquartier des iriſchen Befehlshabers und das Ge⸗ bäude von Freemans Journal hier angegriffen. Im Stadtmittel⸗ punkt gab es heftige Schießereien, wobei zahlreiche Bomben abgeworfen wurden. Die knientekommiſſionen in Bapern ſind nach den gen in Ingolſtadt und Paſſau verſtärkt worden. Wie wir weilen in München 15 Offiziere, 9 Unteroffiziere und 10 von denen die Hälfte Franzoſen ſind. kaufte er für das Geld Mannheimer General · An eiger(Abend · Ausgabe) Dienslag. den 16. Januar 1922 2. Seite. Nr. 28 Wirtſchaftliche Fragen. „Wuchermärchen“ Unter dieſer Ueberſchrift veröffentlichte Dr. Kulen⸗ kampff, M. d. R.(Dtſch. Vp.), in der„Bremer Zeitung“ einen Artikel, in dem an Hand von Zahlen die verderbliche Wirkung der Wucherparggraphen für den Einzelhandel tveffend gezeigt wird. So iſt dieſer Artikel in Wirklich⸗ keit kein Wuchermärchen, ſondern wirft ein grelles Schlag⸗ licht auf die durch die Wuchergeſetzgebung geſchaffene kata⸗ ſtrophale Lage des Einzelhandels. Ein braver Mann hatte ein Geſchäft und pflegte im Frühjahr jedes Jahres 10 000 Kilo einer Ware zu kaufen, die er im Laufe des Sommers an ſeine Kunden abſetzte. Die Ware war Gegen⸗ ſtand des täglichen Bedarfes, und der Mann war ehrlich und achtete die Geſetze. 1913 hatte er an ſeinen 10 000 Kilo einen guten Nutzen von 20 Prozent gehabt. Die Ware koſtete 1,70 M. das Kilo, ſo daß ſein Kapital von 20 000 M. ungefähr darin aufging. Im Früh⸗ jahr kaufte er ſeine 10 000 Kilo für 17 000 M. und im Herbſt hatte ex ſeinen Unterhalt mit 3400 M. verdient.(In Wirklichkeit ſetzt der Kaufmann ſein Kapital zwar mehr als einmal um. Aber das ändert nichts an dem, was zu beweiſen iſt. Und mein Märchen ſoll ein⸗ jach und klar ſein.) Da kam der Krieg und der Mann ging ins Feſd. Zu Hauſe lagern die 10 000 Kilo zu 1,70 M. das Kilo und der Reſt ſeines Geldes: 3000 M. in bar. Als der Mann 1918 nach Hauſe zurückkam, las er gewiſſenhaft alle Wucherverordnungen. Damit war er im Frühjahr 1919 fertig und nun ging er, voll neuen Wiſſens, wieder an das alte Geſchäft. Zwar war der Preis für ſeine Ware inzwiſchen auf 20 Mark ge⸗ ſtiegen, aber das kümmerte ihn nicht. Er wollte ehrlich bleiben uno die 20 Prozent verdienen, die 10 5 für angemeſſen halten mußte. Und ſo löſte er für die 10 000 Kilo 20 500., nahm dazu die 3000., die er noch hatte und beſaß nun 23 500 M. Er ſchränkte ſich bitter ein und entnahm für ſein Leben nur 2500 M. Der Reſt ſollte wieder in die Ware geſteckt werden. Und 1920 wieder Ware. Jetzt koſtete ſie 30 M. im Einkauf und er bekam für ſein Geld 700 Kilo. Einige Wochen lang lernte er die neuen Verordnungen auswendig, und dann begann er den Handel wieder. Wieder war er mit 20 Prozent Verdienſt zu⸗ frieden und im Herbſt beſaß er 25000 M. Zwar konnte er nicht mehr, wie im vorigen Jahre, von 2500 M. leben, ſondern mußte 5200 M. verbrauchen, doch ſein Urſprungskapital hatte er noch, als er im Frühjahr 1921 wieder ſeine Ware kaufte. Jetzt koſtete ſie 60 Mark und er erſtand 30 Kilo, verdiente 20 Prozent und hatte im Herbſt 24000 M Nun koſtete ſein Leben 14000 M. und im Frühjahr 1922 ſeine Waxe 100 M. das Kilo. 100 Kilo wird er in der nächſten Zeit kaulfen. Aber 20 Prozent verdienen wird er nicht mehr, denn bis die Ware angekommen iſt und verkauft werden kann, wird er ver⸗ hungert ſein in dem ſtolzen Gefühl, der deutſchen Geſetzgebung Zeit ſeines Lebens Genüge getan zu haben. Der böſe Mann dagegen hatte dasſeche Geſchäft und das gleiche War er, aber ein weiteres Gewiſſen oder mehr Mut, ſich dem Unmöglichen nicht zu fügen. Er kam im Auguſt 1919 zurück, erlöſte im Herbſt 1919 ſoviel er der Marktlage gemäßt konnte, nämtlich die rieſige Summe von 200 000 M. an ſeinen 10 000 Kilo und de⸗ ſaß im Frühjahr 1920 203 000., von denen er zum Leben 3000 Mark entnahm. Seine Steuern zahlte er ehrlich, und ſo befaß er, als er neu kaufen wollte, 170 000 M. Mit dieſen kaufte er 6000 Kilo Ware, und die ſchlug er im Herbſt zum Marktpreiſe los, nämlich zu 40 M. das Kilo, ſo daß er 60 000 M. verdient hatte und 230 000 Mark beſaß. Auch er ſchränkte ſich ein, gab 10 000 M. aus, zahlte 8000 M. Steuern und hatte 1921 212 000 M. Dafür kaufte er 1921 3500 Kilo Ware zu 60., und die verkaufte er im Herbſt zu 80 M. das Kilo, erlöſte 280 000., gewann 68 000., verlebte und ſteuerte 30 000 M. und beſaß nun rund 205 000 M. Da wurde er wegen Wuchers angezeigt, denn er hatte ja ſoviel verdient; und er verſtand gar nicht, warum man ihn verurkeilte, denn in Wirklichkeit hatte er gar nichts verdient, ſondern drei Viertel 9977 Vermögens verloren. 1914 beſtand ſein Vermögen aus 10 000 Kilo ſeiner Ware, 1922 nur noch aus 2500 Kilo. Seine einzige Hoffnung iſt, daß ein Kaufmann endlich wieder als ehrlich gilt, wenn er ſagt: Ich muß eine Ware zu dem Preiſe verkaufen, der mir den Ankauf eines gleich großen Poſtens neuer Ware geſtattet. Und keiner darf mich dann wegen Wuchers anfaſſen dürfen. Der Staat kann nicht wollen, daß ich bei jedem Verkauf zwar ſcheinbar verdiene, aber meine Ware, d. h. mein Vermögen, verliere; ſonſt ruiniert er eine eigene Wirtſchaft. Oder ſollte der dem Staate am angenehmſten ſein, der, ohne zu arbeiten und anderen Arbeit zu geben, einfach ſeit 1914 ſeine Ware behalten und ſo ſein angelegtes Kapital von 17000 M. auf eine Million vermehrt hat? Stäotiſche Nachrichten Verſetzt wurde Vitar Fridoln Schinzinger in St. Blaſien an die Herz Jeſukirche nach Mannheim. Reue Reichsge Von neuen Reichsgeſetzen, die ſoeben in Kraft getreten ſind, iſt das wichtigſte und umfangreichſte, das Geſetz über die Erhaltung der Kriegergräber aus dem Welt⸗ Die lachende Maske Roman von Paul Oskar Höcker Copyright by J. Engelhorns Nachf. 5 Nachdruck verboten) 52) FFortſetzung) 4 Hella ging weiter. Er hatte ſeine Hand mit dem Stöckchen auf die ihre gelegt. Sie nahm ihm nun den Stock ab und behielt ihn. „Das macht Sie wohl nervös, kleine Frau, wenn ich ſo um mich haue?“ „Es tut mir um all die hübſchen jungen Blüten leid.“ „Mimoſe!“ Spaziergänger begegneten ihnen. Ein Trupp Schüler, mit Bo⸗ taniſtertrommeln ausgerüſtet, kam, im zweiſtimmigen Chor ſingend, des Weges daher. Das Zirpen im Graſe, das Quellgerieſel machte den Abend heimiſch. Der Wald lag ſchon im Dämmerungsſchatten. Aber der Himmel glühte noch nach. Hella erzählte ihm die Fabel der Oper. Dabei wurde ſie ſehr eifrig. Er hatte wieder bei ihr eingehängt und beöobachtete ihr Ant⸗ liß beim Weiterſchreiten. Ihre Mimit war ſehr lebhaft, ſie ſprühte gleich, wenn ſie ns Schildern geriet. „Jetzt ſehen Ihre Augen ganz dunkel aus,“ ſagte er plötzlich,„wie zwei ſchwarze Kirſchen.“ 1 „O, Sie haben gar nicht zugehörtt⸗ „Doch, doch. Es iſt ja zu reizend, wenn Sie ſo mit ſich ſelber durchgehen.“ „Nein, ich weiß ſchon, es intereſſiert Sie gar nicht.“ Sie ſagte es ſo traurig, daß ſie ihm leid tat. Er blieb ſtehen und faßte ſie bei beiden Ellbogen. Allmählich rutſchten ſeine Hände weiter empor und liebkoſten ihre Arme, ihre Schultern.„Es intereſſiert mich ſehr. Gewiß. Und— ich werde es Ihnen beweiſen.“ Sie ſchluckte.„Wirtlich?“ fragte ſie unter Herzklopfen. Ich werde Joſetti ſagen, er muß das Ding aufführen.“ „Ganz fertig— iſt die Oper aber noch nicht.“ „Alſo: wenn ſie fertig iſt. In dieſer Saiſon noch.“ ⸗Das würde mich ſo glücklich machen.“ Sie kämpfte mit dem Würgen, das in ihrer Kehle aufſteigen wollte.„Ich kann es Ihnen ſein Körper ſich eng an ſie ſchloß. Nach Atem ringend machte ſie krieg. Sie ſollen im Reichsgebiet dauernd erhalten werden. Die Sorge dafür liegt in Ergänzung einer Pflege von anderer Seite dem Reiche und den Ländern ob. An Grundſtücken, die nicht im Eigen⸗ tume des Reiches oder der Länder ſtehen, beſteht für die darin lie⸗ enden Kriegergräber zugunſten des Landes das dauernde Ruherecht. it Zuſtimmung der oberſten Reſchsbehörde können Kriegergräber verlegt werden.— Das Lichtſpielgeſetz wird dahin geändert, daß der Widerruf gegen Bildſtreifen ohne erneute Prüfung erfolgen kann, wenn der Streifen nicht binnen einer von der Oberprüfſtelle Neſeſten Friſt zur Prüfung vorgelegt wird.— Die Zuſchläge zur Kraftfahrzeugſteuer können nach einem dritten Geſetz jetzt von der Reichsregierung mit Zuſtimmung des Reichsrates feſtgeſetzt werden. *Verbilligung der Kindermilch. Das Reichskabinett wird dem Reichstag ſofort nach Wiederzuſammentritt einen Nachtragshaushalt zugehen laſſen über Bewilligung von 3 Milliarden zur Verbilligung von Milch für kleine Kinder. Die Maßnahme bezweckt in keiner Weiſe, eine allgemeine Milchverbilli⸗ gung durchzuführen, wogegen die bekannten volkswirtſchaftlichen Gründe und die Rückſichtnahme auf die Reichsfinanzen entſcheidend ſprechen würden. Es handelt ſich vielmehr nur um die Linderung des ganz außerordentlichen Notſtandes, der in vielen Bezirken enger Bevölkerungsanhäufung dadurch entſtanden iſt, daß nennenswerte Teile der Vevölkerung, angeſichts der allgemejnen Verarmung die Mittel zur Bezahlung der Milch einfach nicht mehr aufbringen kön⸗ nen. Hier muß eingegriffen werden, wenn nicht unſer Bevölkerungs⸗ nachwuchs auf das ſchwerſte geſchädigt werden ſoll. Der Weg einer Höchſtpreisfeſtſetzung oder ſonſtiger Zwangsmaßnahmen kann zum Ziel nicht führen, weil alle Zwangsmaßnahmen die in erſter Linie erforderliche Vermehrung der Milcherzeugung erfahrungsgemäß hem⸗ men. Die vom Reich bereitzuſtellenden Mittel werden der Höhe nach zur Behebung der Not ſicher nicht ausreichen, vielmehr werden ſtarke Ergänzungen durch Mittel der Länder und örtliche Aufwendungen oder preisausgleichende Maßnahmen kommen müſſen, wie ja der⸗ artige Hilfe durch Länder und durch örtliche Stellen zum Teil bereits wirkungsvoll gewährt iſt. Ferner wird dafür geſorgt werden müſſen, daß die Reichsmittel auf die Fälle ernſteſter Not zuſammengefaßt und nicht durch Verwendung auch in minder ſchwierigen Verhält⸗ niſſen zerſplittert werden. Hamſtern brauner Tauſendmarkſcheine. Wie erneut feſtge⸗ ſtellt wurde, machen ſich ſeit Jahren kurz nach Ausbruch der Revolu⸗ tion Beſtrebungen geltend, alte braune, namentlich rot geſtempelte Tauſendmarkſcheine zu großen Poſten aufzukaufen und zu hamſtern. So hat noch am Montag abend eine Berliner Firma für mehrere Millionen Mark derartige Tauſendmarkſcheine in geſchloſſenen Pake⸗ ten bei der Reichsbank aufgekauft, auch der Reichsbank ſelbſt iſt bereits Nachricht zugegangen, daß derartige Hamſteraufkäufe von Tauſendmarkſcheinen ſich breit machen. Dieſe Tatſache hat in Berlin das Gerücht entſtehen laſſen, daß die Reichsbank den Auftrag er⸗ teilt habe, daß derartige Noten nicht mehr ausgegeben werden. Wie von der Reichsbank mitgeteilt wird, trifft dies nicht zu, auch iſt nicht bekannt, zu welchem Zweck dieſer Hamſterkäufe vorgenommen wer⸗ den ſollen. Man vermutet, daß dieſe Tauſendmarkſcheine ins Aus⸗ land geſ alle und dort mit einem Aufgeld abgeſetzt werden, weil alte Tauſendmarkſcheine im Auslande angeblich vielfach lieber ge⸗ nommen werden als neue Ausgaben der Tauſendmarknoten. Selbſt⸗ verſtändlich ſind derartige Nae unbillig und aufs ſchärfſte u perurteilen. Tragen ſie doch dazu bei, unſeren ohnehin traurigen tand der Währung weiter herabzudrücken. Im Kampf um die Volksſitklichkeit. In Altong hat der Magi⸗ ſtrat den Polizeichef um Aufhebung der öffentlichen Häuſer erſucht, damit in den betreffenden Gebäuden Familienwohnungen eingerichtet werden können. Er folgt damit dem Beiſpiel des benach⸗ barten Hamburg, wo die öffentlichen Häuſer ſchon ſeit lüngerer Zeit. geſchloſſen ſind und trotz gegenteiliger Ausſtreuungen keine maß⸗ gebende Stelle an eine Wiedereröffnung denkt. In Bayreuth will der Magiſtrat im Juli d. J. mit der Schließung beginnen.— Könnte in Mannheim nicht in ähnlicher Weiſe vorgegangen werden? Bei Freimachung dieſer Häuſer für Familienwohnungen würde wenigſtens etwas die hieſige Wohnungsnot gemildert. 5 Geh. Kommerzienrat Guſtav Dyckerhoff 7. Im bibliſchen Alter von 85 Jahren verſchied in Biebrich a. Rh. Geh Kommer⸗ zienrat Guſtav Dyckerhoff, der Senior und letzte Mitbegründer der Firma Portlandzementfabrik Dyckerhoff u. Söhne, G. m. b. 75 Amöneburg bei Biebrich a. Rh. Erſt im hohen Alter trat der nun⸗ mehr Entſchlaſene, der die hieſige Zweigniederlaſſung der Haupt⸗ firma gründete, von der Leitung des großen Unternehmens zurück. veranſtaltungen ch. Der männheimer Schifferverein E. B. beging letzte Woche in den gaſtlichen Räumen des Friedrichsparks ſein diesſähriges traditio⸗ nelles Winterfeſt, das immer eine ſtarke Anziehungskraft aufwies. Nach einigen einleitenden Muſikvorträgen der Kapelle Pe⸗ termann hielt der bewährte langjährige Vorſitzende, Rechtsanwalt Dr. Moekel, eine von heißer Vaterlandsliebe durchdrungene An⸗ ſprache, in der er auf die dunklen Wolken verwies, die für Deutſch⸗ land eine ſchwere Gefahr bedeuten. Wie im letzten, ſo wolle der Schifferverein auch in dieſem Jahr wieder das Gelöbnis der Treue und Liebe zum Vaterland aufs neue hekräftigen. Mag der Feind, ſo führte der Redner aus, rauben was er will, die deutſchen Geiſteskräfte und die Liebe zum Vaterland kann er nicht nehmen. Es iſt ein Verhängnis, daß die Deutſchen unter ſich nicht einig ſind. Aber trotzdem iſt Deutſchland groß geworden. Kein Deutſcher verliert die Hoffnung auf ſeines Vaterlandes Zukunft. Nur eine Welt konnte Deutſchland auf die Knie zwingen. Ein jeder muß von neuem den Schwur leiſten, hinzugeben für das Vaterland was Er hielt ſie noch immer feſt und wiegte ſich mit ihr leicht hin und her.„Und werden Sie nun auch nett zu mir ſein?? „Nett?“ Sie lächelte hilflos.„Bin ich das nicht?“ „Doch. Wenn Sie ſo herzig das rote Mäulchen aufſperren— und glänzende Kirſchaugen machen— und das reizende Grübchen Und dann muß ich das Mädel halt abtüſſen, Potzblitzt“ Er hatte raſch und ſtürmiſch ihren Kopf über ſeinen Arm zurück⸗ gebeugt und küßte ſie lange, ſehr lange. Nur für ein paar Atem⸗ züge gab er ſie frei, dann küßte er ſie noch einmal, unter einem tiefen, verliebten Seufzer. Sie hatte die Augen geſchloſſen. Willenlos war ſie ihm hin⸗ gegeben. Sie fühlte das Zittern in ihren Knieen. Sie fühlte, wie ſich endlich frei. Und nun ſchlug ſie die Hände bor die Augen. Es war faſt dunkel geworden. In den Büſchen zwiſchen Weg und Waſſer leuchteten die Johanniskäferchen. Die Abendluft war ſommerwarm. Bei dem Ueberfall war ihm der Hut vom Kopfe gefallen. Er hob ihn in die Höhe, ſetzte ihn aber nicht auf, ſondern nahm ihn unter den Arm. Etwas unſicher hielt er ihr die freie Hand hin. „Böſe?“ fragte er halblaut, ſelbſt verwundert über den fremden Klang in ſeiner Stimme. Sie ſchüttelte den Kopf.„Es mußte wohl ſo ſein,“ ſagte ſie. Das verſtand er nicht. Aber er fragte nicht. Sie mußte bei ihm einhängen und er zog ſie in lebhafterer Gangart mit ſich. Sie hatten die Richtung nach dem Kurhaus eingeſchlagen. „Wollen wir hier bleiben— bis morgen?“ fragte er unterwegs leiſe, faſt flüſternd. 55 Sie lachte über die Vorſtellung.„Nein. Ich muß doch heim. Mein Bub'!“ Er wußte nicht, ob ſie ihn recht verſtanden hätte, und drückte ſie leicht an ſich: Morgen muß ich nämlich nach der Garniſon zurück. Mein Urlaub iſt zu Ende.“ Er blieb ſtehen, wollte ſie wieder küſſen, doch nun riß ſie ſich lachend los und eilte davon.„Hallol“ rief er und jagte hinter ihr drein. Kurz vor der Straße rannte Hella gegen ein Liebespaar an, das im Dunkel am Gebüſch ſtand, in inniger Umarmung ganz ins Küſſen verſunken. Da holte er ſie ein. Das Pärchen war erſchrocken auseinander gefahren. Er hatte eine ſo drollige Art, die beiden Leutchen um Entſchuldigung zu bitten, daß Hella wieder ins Lachen geriet. er hat. Wir wollen das Erbe der Väter heilig halten. Dieſen Schwur wir erneuern und an die Freiheit und Größe Deutſchlands glauben. Die Ausführungen wie die Liedervorträge des aus Ver⸗ einsmitgliedern gebildeten Doppelquartetts errangen ſtarken Beifall. Im Laufe des Abends ergriff der Vorſitzende noch wiederholt das Wort. Zunächſt erinnerte er an die Not und an all das Elend der Stadt; er appellierte an den bewährten Wohltätigkeitsſinn der Anwe⸗ ſenden. Die im Anſchluß an die Worte vorgenommene Tellerſamm⸗ lung ergab die ſchöne Summe von 125 000 Mark für die Mann⸗ heimer Notgemeinſchaft. Zum andern gedachte der Vor⸗ ſißende der verdienſtvollen und arbeitsfreudigen Tätigkeit des Kapi⸗ täns Wilhelm Boßmann während deſſen 25jähriger Zugehörigkeit zum Verein. So verlief der Abend in ſchönſter Harmonie und treueſter Freundſchaft, die von jeher die ſturm⸗ und wetterfeſten Männer des Schiffervereins miteinander verband. Der Saal war mit Schiffs⸗ wimpeln ſämtlicher den Rhein befahrenden Schiffahrtsgeſellſchaften geſchmückt und bot dadurch einen recht farbenprächtigen Anblick. Rommunale Chronik Jüunfzehnfache Wohnungsbauabgabe Der Reichsrat hat ſich mit der Regierungsvorlage einverſtanden erklärt, nach der die bisherige Wohnungsbauabgabe ver⸗ fünfzehnfacht wird. Ueber den ſogen. Aus leichsfonds kam ein Kompromiß zuſtande, nach dem die Regierung ſich mit 10 Mark pro Kopf der Bevölkerung begnügt. Ferner wurde beſtimmt, dasß höhere Zuſchläge für ſolche Räume erhoben werden können, die nicht zu Wohnzwecken dienen, vor allem alſo für Bars und Schank⸗ wirtſchaften aller Art. Die erhöhten Abgaben ſollen vom 1. Januar 1923 an bezahlt werden. Erläuternd iſt zu dieſer Meldung 2 bemerken, daß die Regie⸗ rungsvorlage die en michs der Bemeſſung der Abgabe zu⸗ grunde legt. Wenn alſo die Wohnungsabgabe verfünfzehnfacht wird, ſo würde dies 105 Prozent des Steuerwertes ausmachen, nach dem wir in Baden die Wohnungsabgabe berechnen. Von dieſen 105% Prozent erhält die Gemeinde die Hälfte. Die Mannheimer Stadt⸗ verwaltung braucht alſo nur noch%½ draufzuſchlagen, um die 60% zu erhalten, die, wie Bürgermeiſter Dr. Walli in ſeinem dieſer Tage gehaltenen Vortrage betonte, unbedingt zur Fertigſtellung der ſtädti⸗ ſchen Wohnbauten notwendig ſind. 8 Vorausbezahlung auf Gas⸗ und Stromverbrauch. In Stuttgart wird jetzt erſt bekannt, daß der Gemeinderat ſchon Ende Dezember beſchloſſen hat, beim Einzug der Januarrech⸗ nungen für Gas⸗ und Elektrizitätsverbrauch eine einmalige An⸗ zahlung in Höhe der Hälfte der Januarrechnungsbeträge(abge⸗ rundet auf 50 Mk. nach unten) zu erheben. Denjenigen Ver⸗ brauchern, die ſich zur Leiſtung der Anzahlung außerſtande erklären, werden auf Anſuchen Teilzahlungen geſtattet oder es wird ihnen die Anzahlung geſtundet. Krankenanſtalten und charitative Verbände ſind von der Anzahlungspflicht ausgenommen. Es han⸗ delt ſich, wie das Stuttgarter Städtiſche Nachrichtenamt hierzu er⸗ läuternd bemerkt, bei dieſer Neuerung zunächſt lediglich um eine einmalige Anzahlung für den Gas⸗ und Stromverbrauch, der zwi⸗ ſchen dem Tag der letzten Aufnahme und dem Vorzeigen der letzten Rechnung liegt. Die anzuzahlenden Beträge kommen von Ende dieſes Monats an zum Einzug. Die Stuttgarter Stadtverwaltung geht nach dieſen Mitteilungen bei weitem nicht ſo ſcharf wie die Mannheimer vor, die von ihren Gas⸗ und Stromverbrauchern den doppelten Betrag der Dezemberrechnung verlangt, den ſie, wie wir bereits aus⸗ führten, in vielen Fällen nicht erhalten wird, weil die Verbraucher zur Hergabe dieſes Zwangsdarlehens garnicht in der Lage ſind. 1 Aus dem Lande Pforzheim, 15. Jan. Im 63. Lebensjahr iſt geſtern Kirchen⸗ rat Dekan van der Floe geſtorben. Mit ihm iſt einer der hieſigen bekannteſten und beliebteſten evangeliſchen Geiſtlichen aus dem Leben der ſeit 700 als 27 Jahre hier ſeelforgeriſch en iſt. Geboren zu Heidelberg, war der Entſchlafene uw Jahre 1882 in den Seelſorgedienſt der evangeliſchen Landeskirche eingetreten und u. a. in Heiligkreuzſteinach und Schopfheim Pfarrer tätig geweſ geweſen. Auch im Dienſt der Stadtgemeinde hat ſich der Entſchla⸗ fene betätigt; er war einige Zeit Mitglied des Bürgerausſchuſſes. Zwei ſeiner Söhne hatte der Krieg als Opfer von ihm geſordert. rr. Baden⸗Baden, 14. Jan. Der heutige Sonntag geſtaltete ſich zu einem Tag der Trauer über den neueſten Gewaltſtreich der Fran⸗ zoſen im Ruhrgebiet, die in einer machtvollen Proteſt⸗ kundgebung im Gartenſaale des Kurhauſes zum Ausdruck kam, zu welcher Oberbürgermeiſter Fieſer eingeladen hatte. Tauſende von Männern und 1 aus allen Kreiſen und Parteien waren der Einladung Alelge ſodaß der große Saal, in dem ſich auch viele Ain weilende Ausländer r enee hatten, bis auf den letzten latz beſetzt war. Landtagsa tete eine teſt, gegen die Vergewoltigung deutſchen Gebiets und ſeiner Bewoh⸗ ner erhob und gleichzeitig zur Einigung aller Deutſchen mahnte, da uns nur Einigkeit und Geſchloſſenheit über alle ſchweren Prüfungen hinweghelfen und einer beſſeren Zeit entgegenführen könne. Die von vaterländiſchem Geiſt getragenen——— die von geſang⸗ lichen Darbietungen der Liederkafel Aurelia umrahmt wurden, fan⸗ den ſelant Juſtemnun und das gemeinſam geſungene Lied „Deutſchland, Deutſchland über alles“ bildete den Ab chluß der har⸗ moniſch verlaufenen Veranſtaltung.— In den Kirchen fanden vor⸗ mittags Trauergottesdienſte ſtatt und ſämtliche Veranſtaltungen, wie Theater, Konzerte uſw. waren zum Zeichen der Trauer abgeſagt. Kinder, gingen ſie dann in den kleinen Speiſeſaal zurück, in dem ſie den Tee genommen hatten. Die große Schwarzwälder Uhr zeigte die neunte Stunde. Hella wollte durchaus nicht länger bleiben. Er hatte aber ſchon vorher die Mahlzeit beſtellt und bat noch um ein Halbſtündchen. Natürlich wollte er Champagner kommen laſſen. Er war ganz erſtaunt, daß ſie nicht damit einverſtanden war. Die hausfrauliche Art, in der ſie den Tiſch bediente, die linde, weiche Stimmung, in der ſie plauderte, nahm ihn wieder gefangen. Sie hatte ſo gar nichts von der Theaterdame. Er ſah ſich im Geiſt wieder neben ihr ſitzen, beim Kommandierenden, an dem ſtolzeſten, N und ſchönſten Abend ſeines Lebens. 0 omme bald wieder,“ ſagte er plötzli„ mitten aus einer Gedankenkette heraus.„Und bahn—5* ee „Dann?“ Er beugte ſich und küßte ihre Hand.„Dann möcht' ich, daß Sie alles, alles Traurige überwunden haben. Daß Sie mir ein Paar recht, recht glückliche Augen machen. Die dunkeln Kirſchaugen von vorhin. Mit denen Sie einen angucken können, daß einem ſo das Herz pocht.“ 8 Sie neigte das Geſicht, wagte nicht den Blick zu heben. „Ich komme ſehr bald wieder, kleine Frau Hella.— Ach, bitte, ſagen Sie doch ein Wort.“ Er näherte ſeinen Mund ihrem Ohr. „Sag doch ein Wort.“ Nun ſchüttelte ſie den Kopf.„So nicht. Bitte, bitte, ſo nicht.“ Er küßte ſie ins Haar, mußte aber raſch zurückfahren, denn fremde Gäſte betraten den Speiſeſaal. Gleich darauf brachen ſie auf. der Braune war äußerſt kregel. auf der Heimfahrt ſchlug er ein gefährliches Tempo ein. Treutlein hatte alle Mühe, das Tier zu zügeln. Er ſagte allerlei verliebtes Zeug zu Hella, aber ſie befand ſich in ſehr luſtiger Stimmung und nahm 2 5 war ein fortgeſetztes Geplänkel. „Wenn ich im Junt keinen Urlaub bekomme,“ lötzlich, „dann mach' ich eine Dummheit.“ e 5 Sie lachte.„Die erſte?“ „Die erſte große. Ja. Ich muß herkommen. Der Komman⸗ deur will ja nicht. Es paßt ihm vieles nicht. Die Theatergeſchichte weiß er natürlich noch gar nicht. Wenn er mich nicht herläßt, daun n m ich elaſach meinen Agſckted 2 1 4 — 11. 45 ee FCC geordneter Prof. Max Weber rich⸗ nſprache an die Anweſenden, in der er flammenden Pro. Hand in Hand, die Arme ſchwenkend, wie zwei ausgelaſſene nehmer, Dienstag. den 16. Januar 1923 Maunheimer General-Anzeiger(Abend-Ausgube/ 3. Seile. Nr. 25 Emmendingen, 16. Jan. Das hieſige Hotel„Falken“ ging don dem derzeitigen Beſitzer H. Schröder um den Kaufpreis von 25 Millionen Mark an einen früheren Politzeibeamten aus dem beſetzten Gebiet über, nachdem es vor wenigen Jahren für 125 000 Mark veräußert worden war. . KRümmingen bei Kandern, 15. Jan. Einige 16⸗ und 18⸗ jährige Burſchen ſtiegen in den Stationsraum der Nebenbahn Hal⸗ tingen—Kandern durch das Schaltenfenſter ein und ſtahlen 6000 M. Kaſſenbeſtand. 3000 Mark davon perbrauchten ſie in Haltingen, konnten aber erfaßt und feſtgenommen werden. Sie wurden in den We Rümmingen eingeliefert, konnten aber wieder ent⸗ weichen. *Schopfheim, 15. Jan. Das Oekonomiegebäude des Gaſthauſes —— Löwen brannte in der Nacht von Samstag auf Sonntag voll⸗ tändig nieder. Außer dem Viehbeſtand konnte nichts gerettek wer⸗ Umfangreiche Fahrniſſe mit allen ſonſtigen Vorräten wurden ein Raub der Flammen. ̃ Sportliche Rundſchau Winterſport Skiwettläufe auf dem hohen Schwarzwald in Jurtwangen War ſchon der am 13. Januar ausgelaufene große Dauerlauf des Skiklub Schwarzwald über 30 Kilomcter, über den ſchon be⸗ richtet wurde, von außerordentlich günſtigen Schneeverhältniſſen begleitet, die Zeiten ergaben, die dem beſten bisher Erreichten ziemlich nahe kommen, ſo war den Wettläufen der Vereinigten Ortsgruppen auf dem hohen Schwarzwald Triberg, Schönwald, chonach, St. Georgen und Furtwangen am 14. Januar ein richtiger kalter Wintertag mit prachtvollen Stimmungen und tadel⸗ loſen Schneeverhältniſſen beſchieden. Die Kälte hatte an Schärfe zugenommien und ſich auf 13 Grad geſteigert. Der Neuſchnee war ganz trocken durchgefroren und geſtattete ſo ziemlich alles, was man ſich denken konnte. Der Beſuch, ſowohl an Zahl und Güte der Wettläufer wie auch an Menge der Zuſchauer, hat alle Er⸗ wartungen hinter ſich gelaſſen, ſodaß die Unterbringung von allen keine kleine Aufgabe war. Nie iſt bisher ein ſolcher äußerer Rahmen erzielt worden. Alles bedeutet zuſammen genommen, daß die Wettläufe auf dem hohen Schwarzwald im Zug ſind, ſich im Skiſport einen Rang zu erobern, über deſſen Weiterentwicklung man geſpannt ſein darf. Beſte Läufer für Dauerlauf und Hindernislauf ſowie beſte Springer nicht allein aus der Nachbar⸗ ſchaft, ſondern aus ganz Baden und aus Württemberg waren zur Stelle und ſtritten in harten Kämpfen. Daß bei dieſer über⸗ raſchenden Fülle die Organiſation doch nicht litt, vor allem die Sprungläufe ſich Schlag auf Schlag abwickelten, ſpricht nur für ie Leiſtungsfähigkeit von Furtwangen, dem dieſes Jahr im Wechſel die Durchführung der Rennen zugefallen war. Im Langlauf liefen in drei Klaſſen insgeſamt 50 Teil⸗ eine Zahl, die nicht leicht überboten werden kann. Darunter Läufer von Klaſſe, von denen man gutes erwarten konnte. Die Erwartungen wurden auch nicht enttäuſcht. Die Zeiten, die um eine Stunde herum ſchwanken, ſtehen durchaus auf der Höhe. Der Damenlauf mit 19 Teilnehmerin⸗ nen hatte gute Beſetzung, hier hätte freilich noch mancher Zulauf von auswärts das Bild verändern können. Im Hindernis⸗ lauf gab es bei vielen Läufern herbe Enttäuſchung, weil nach faſt einſtimmigem Urteil dieſer Lauf zu einem reichlichen Stück als Dauerlauf ausgeſteckt war und Stellen aufwies, denen man normal aus dem Wege geht. Es mußte ſo zu großen Zeitabſtänden kommen, weil eben viele, die keine Dauerkäufer ſind, ſich auch zu einem wirklichen Hindernislauf eingeſtellt hatten. Hier wird fortan für eine reinere Geſtaltung der Strecke Sorge zu tragen ſein, ſchon im Intereſſe der Pflege der Technik. Schönes wurde im Sprunglauf geboten, an dem in zwei Klaſſen 35 Teil; neahmer ſich dem Starter ſtellten. Leider waren allerlei Stürze zu perzeichnen, da etliche Teilnehmer von auswärts naturgemäß mit der Eigenheit der Schanze nicht ſo vertraut ſein konnten. Mancher Sturz, der einem an ſich gut angeſetzten und kühn aus⸗ gebauten Sprung folgte, weckte ehrliches Pedauern. Es ließ ſich aber der Eindruck mitnehmen, daß unter dem Nachwuchs brauch⸗ bares ſteckt, wenn es ernſt an der Arbeit bleibt. Für das Kampf⸗ gericht aus den Herren Rother⸗Furtwangen, Karl Maier⸗ Triberg und W. Romberg⸗Triberg war bei der Menge und Güte der Beteiligung die Aufgabe nicht leicht. Man hofft im nächſten Jahre, wo dieſe Rennen in St. Georgen ſtattfinden werden, die Anſätze dieſes Jahres fortgeführt zu ſehen. 5 In ruhigem ſportlichen Ernſt war die ganze Veranſtaltung ge⸗ tragen. Ganz Furtwangen war auf den Beinen und ſtaunte ob des Lebens in ſeinen Mauern. Ueber allem ſtand morgens die Sonne bei wolkigem Himmel mit Zug aus Oſt; nachmittags ſchloß ſich der Himmel. Als die Rennen vorbei waren, fing es an zu ſchneien mit alsbald ſtürmiſchem Charakter auf den Höhen. Ergebniſſe: Langlauf über 12 km: Erſte Klaſſc, vier Teil⸗ nehmer: 1. Sepp Allgeier⸗Freiburg 52.30 Minuten; 2. Hubert Kuner⸗Schönwald 53.13 Minuten; 3. Bernhard Burger⸗Schönwald 34.26 Minuten.— Zweite Klaſſe, 43 Teilnehmer: 1. Edwin Schwer⸗Schönwald 52 Min.; 2. Wilhelm Schwer⸗Schönwald 54.50 Min.; 3. Theodor Grieshaber⸗Schönwald 55.09 Min.— Altersklaſſe, drei Teilnehmer: 1. Karl Jäckle⸗St. Georgen .01.41 Stunden; 2. Adolf Petrino⸗Schonach.18.56 Stunden. Damenlauf, 19 Teilnehmerinnen: 1. Roſa Kaltenbach⸗ Schonach 12.30 Min.; 2. Roſa Kienzler⸗Schönwald 12.42 Min.; 3. Cecilie Reiner⸗Schonach 12.50 Min. Hindernislauf, 41 Teilnehmer: 1. Sepp Allgeier⸗ Freiburg.28 Min.; 2. Oskar Dorer⸗Furtwangen.47 Min.; 3. Hermann Richter⸗Freiburg.49 Min. Sprunglauf: Erſte Klaſſe, 7 Teilnehmer: 1. Sepp Allgeier⸗Freiburg Note.466; 2. Tröndle⸗Neuſtadt Note.600; 8. Richter⸗Freiburg Note.644. Zweite Klaſſe, 28 Teil⸗ nehmer: 1. Fehrenbach⸗Schönwald Note.700; 2. Hermann⸗ Freudenſtadt Note.777; 8. Feiß⸗Schonach Note.522.— Wei⸗ teſter Sprung: Fritz Müller⸗Furtwangen, 283 Meter (gefallen). W. Romberg Wetterdienſtnachrichten der badiſchen Landeswelterwarte in Karlsruhe Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(72s morgens) iDR——— See⸗ druck ern 8 3 8 Win, 8 2 2 Be⸗ 0 1 8 8 2 2 225 358 U 8 Michte ürcef 88 aaien Wertheim—— 221 4 7 önigſtuhl 563 762.9—1 2 0 Karlsruhe. 127 765.1—4 4 0,5 Baden-Baden 213 765.8 4 4 3 Villngen 780 767.4—0—2 1 eldberg. Hof 1281653.4——3— enweiler 715———— ienn— Allgemeine Witterungsüberſicht Das nördliche Tiefdruckgebiet bewegt ſich über Polen nach Süd⸗ oſteuro wobei es ſich Deutſchland genähert hat und es mit kälteren nör n Luftſtrömungen überflutet, die ſtrichweife Schneefälle brin⸗ gen. Deutſchland wird auch morgen noch im Bereich der Rückſeite es Tiefdruckgebiets bleiben, ſo daß meiſt trübes Wetter mit zeitwei⸗ igen Schneeföllen, beſonders im ſüdlichen Baden zu erwarten iſt. Vorausſichtliche Witterung für Mittwoch bis 12 Uhr nachts: Meiſt trübe, zeitweiſe Schneefälle, beſonders in Südbaden, im Jebirge Froſt, in der Rheinebene Temperaturen um den Gefrier⸗ kunkt, nördliche Winde. Schneeberichte: Feldberg: 130 em pulvriger Neuſchnee— 4 Gr., ſchwacher Wefwind, Schneefall, Skiſport ſehr gut. 0 Königſtuhl: 4 em klebriger Schnee, 1 Gr., friſcher Weſt, Villingen: 2 em Neuſchnee, Tauwetter, leichter Weſt, Schnee⸗ ſall. Titiſee: 30 em Neuſchnee,— 5 Gr., Ski⸗ und Rodelſport ſehr Kiababn voaxzünalich. Am Sonntaa, den 21. aroße Skirennen. Handel und jndustrie Deutsch-Südamerikanische Export- und Import-Aktiengesellschaft(Industrie- Ron- zern) in Mannheim Die heutige.0..-., in der 2392 Stammaktien und 265 Vorzugsaktien mit 30fachem Stimmrecht vertreten waren, hatte über die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von bisherigen 3 Millionen Mk. auf 31 Millionen Mark Beschluß zu fassen. Zur Begründung dieses An- trages und gleichzeitig über die Aussichten der im April v. Js. gegründeten Gesellschaft wurde mitgeteilt, daß die Er- gebnisse des ersten Jahres bis jetzt„zufriedenstellend bis gut“ gewesen seien. Die Gesellschaft werde in der Lage sein, eine Dividende zu verteilen und auch einen Betrag in Reserve zu stellen. Wie hoch die Dividende und die Rück- lage sein werden, darüber lassen sich heute noch keine ge- nauen Angaben machen, da das erste Geschäftsjahr erst am 30. April abläuft. Die Kapitalserhöhung sei nötig, da das bei der Gründung gewählte Kapital von 3 Millionen Mk. bei der heutigen Ent- Wertung nicht einmal als Reisegeld für einen nach Südame- rika gehenden Vertreter ausreichen würde, dem man doch auch Werte in Form von Waren mitzugeben habe. Zu dem Antrag auf Ausgabe von Vorzugsaktien wurde von Rechtsanwalt Dr. Schoch- Heidelberg, der den zehnten Teil des Aktienkapitals vertrat, gewünscht, daß das mehrfache Stimmrecht der Vorzugsaktien auf die drei Fälle des Verkehrssteuergesetzes(Wahlen zum Aufsichtsrat, Aenderung des Gesellschaftsvertrages, Auflösung der Gesell- schaft) beschränkt bleiben solle, mit Rücksicht auf die Kapitalsverkehrssteuer, die Schwierigkeiten bei einer Bör- seneinführung und endlich mit Rücksicht auf die Aktionärę, deren Stimmrecht sonst zu völliger Bedeutungslosigkeit her- abgedrückt werden würde. Nach kurzer Erörterung wurde die Sitzung unterbrochen und die Verwaltung zog sich zu einer Besprechung zurück. Diese dauerte nur ein paar Mi- nuten und nach Wiederaufnahme der Sitzung wurde mitge⸗ teilt, die Verwaltung habe festgestellt, daß die veröffentlichte Jagesordnung die Berücksichtigung der vorgebrachten Wünsche zulasse und daß die Ver Waltung selbst bereit sei, der gewünschten Einschränkung des Mehrstimmenrechtes z uzustimmen. Die Anträge der Verwaltung wurden hierauf einstimmig genehmigt. Das Grundkapital beträgt nunmehr 31 Millionen Mk., eingeteilt in 30 Mill. Mk. Stammaktien und 1 Million Mk. Vorzugsaktien mit 30fachem Stimmrecht mit Beschränkung auf die erwähnten drei Fälle. Ueber die Modalitäten der Begebung wurde mitgeteilt, daß die Aktien von einem Konsortium, das in der Hauptsache aus der Verwaltung besteht, übernommen wer- den, mit der Verpflichtung, den Aktionären auf eine alte Stammaktie zwei junge Aktien zum, Kurse von 150 Proz. an- zubieten. Die neuen Aktien werden vom 1. Mai ab an der Dividende teilnehmen. Die für die Begebung im erwähnten Verhältnis nicht erforderlichen Aktien werden von der Ver- wWaltung im Interesse der Gesellschaft bestmöglichst ver- wertet. Zum Zwecke der Ausdehnung des Geschäftes auf andere Länder habe man der Industrie zugesagt, daß man eine bescheidene Kapitalbeteiligung für sie ermöglichen werde. In der ersten Zeit habe man sich auf das überseeische Geschäft beschränkt, man habe aber fest- gestellt daß die Gesellschaft selbst am Kontinent in der Lage sei, vielfach Geschäfte abschließen zu können. Dabei habe aber der Name des Unternehmens etwas gestört und man habe deshalb die Firma Baum& Co. G. m. b. H. als eine Unterabteilung der Gesellschaft gegründet. Diese Firma pflegt die kontinentalen Geschäfte. Man habe sich dadurch ein Instrument geschaffen, um jedes Geschäft, das an die Gesellschaft herantritt, durchführen zu können. Börsenberichie Mannheimer Uffektenbörse Von morgen ab gelangen nom. 519 050 000 Mk. 5prozentige Teilschuldverschreibungen vom Jahre 1922 der Badi- schen Landes-Elektrizitäts-Versorgungs- Aktiengesellschaft(Badenwerk), Karlsruhe, zum Handel und zur Notierung. Gleichfalls von morgen ab sind 20 400 000 Mk. neue Stamm- aktien der Neckarsulmer Fahrzeugwerke.-G. in Neckarsulm(20400 Stück über je 1000 Mk. Nr. 10001 bis 40 400) gleich den bisher notierten Aktien lieferbar.* Frankfurter Werthapferbörse Frankfurt, 16. Jan.(Drahtb.) Schon lange herrschte nicht mehr solche Unsicherheit und Unruhe an der Börse wie heute. Der Fortgang des Vormarsches der französischen Truppen im Ruhrrevier ist noch nicht zum Stillstand ge- kommen. Die heute vorliegenden Meldungen lauten trübe und gaben vielfach Anlaß zu lebhafteren Meinungsaustausch. Auffallend bei all den ungünstigen politischen Meldungen ist aber wieder, daß die Börse nach wie vor kauflustig bleibt und wahllos Aktien aus dem Markte nimmt. Die gute Nach- krage nach Industriewerten hält an. Es handelt sich bei der heutigen Aufwärtsbewegung nicht etwa um Ausschreitungen einer Spekulationssucht, vielmehr ist diese Steigerung eine Art Verzweiflungshausse. Dazu kam heute die Bewegung der ausländischen Zahlungsmittel, Wo besonders Devise New- vork, London und Holland erhebliche Kurserhöhungen auf- wiesen. Dollar im Frühverkehr 15 000. Später 16 500 bis 15 500. Im Effektenverkehr von Büro zu Büro war die Ten- denz ausgesprochen sehr fest. Es herrschte grohe Nach- frage nach Elberfelder Farben, Scheideanstalt, Holzver- kohlung Deutsch-Luxemburg, Caro, Gummi Peter. Vereinigte Faßbfabriken Kassel, Süddeutsche Metallaktien, Norddeutscher Lloyd und Hapag. Daimler hörte man mit 5800—6000, Mans- felder ca. 26 000—27 000, Kaliaktien sehr gesucht. Für fremde Werte gab die Bewegung der ausländischen Zahlungsmittel erneute Anregung. Türken, Anatolier und Bagdad gesuchter. Dollarnoten um 1 Uhr ca. 15 600. Deuisenmarkt „Mannheim 16. Jan.(.30 Uhr nachm.) Am Devisen- markt ist die Tendenz unter großen Schwankungen un⸗ sicher geworden. Im Augenblick, in dem diese Zeilen niedergeschrieben werden, ist die Haltung etwas schwächer, obwohl Newyork den Eröffnungskurs der Mark mit 0,0060, d. s. 16 650 Mk. für den Dollar meldet. Da sich etwas Abgabe zeigte, wurde der Dollar mit 16 200 Mͤk. genannt, London mit 75 000, Holland 6430, Schweiz 3050, Paris 1100, Brüssel 1020, Italien 790 und 460. rankfurter Devisen *Frankfurt, 16. Jan.(Drahtb.) Die Hausse in Devisen machte weitere Fortschritte. Sehr gesucht sind Lstr.-Devisen Newyork. Im Verlaufe machte die Aufwärtsbewegung wei⸗ tere Fortschritte. Im offiziellen Verkehr hielt die sehr feste Haltung an. Im freien Verkehr wurden folgende Kurse ge- nannt: London 64—75 000(75 000), Paris 1080—1100(1110), Brüssel 990—1000(1000), Newyork 15 500—16 000(16350), Holland 6300(6300), Schweiz 3000—3050(3062½), Italien 780—790(800). Amtlich 6. 15 1 8 15 1. G. 16. 1. f. 16 1 Amtlioa 6. 15. l. 8. 15. 1 Gl. 16. l. B. 18. 1. Holland.. 4713 42%6 0298 6301ILorwegen. 2229 2240 2992 3007 Belglen.. 758 741 997 1002[Schweden. 701 3718 4351 4385 London. 3580 3610 7381. 75187 fflelsingfors 298 299 399 401 Faris. 687 884 1107 1112lew-Vork. 12144 12205 16300 16500 Sohwelz.. 2254 2265 30541 070 Men, abg.. 17.46 17.54 22.69 22 80 Spanlen. 13870 1879 2553 2500 Zudapest..88.91.38.41 Itallen 388 591 783 802 fraa 3J77 384 459.— 459.— Dänemark. 2309 2330 319) 3208Agram—.—— 149.— 150.— Frankfurter Notenmarkt 15. Jan. Geld Zrlet geld Brief amerikanieche Noten 16000.- 16700.- Oesterr.-Ungar., alte—.——— Belglsche 8 998.— 1005— forwegischs———.— Dänische 3170 32 30 Kumanische.. 3750.— 8850.— Engllschs. 70750.—77259.— Spanlsche— Französische. 1III3.50 1121 50 Schwelzer 3070.— 3170.— Hollündisohe 650. 6620— Sohwedische—.——.— Itallenisoe 725.%.— Tscheoho-Stovak. 453.50 469.50 Oesterreloh abgest. 22.50 23.— Ungarisne.30.64 Berliner Devisen Amtllion(. 15. l. B. 15, l. G. 18. J. B. 6. l. Amtlioh 6 15 l. 3 15 1. 6 18 f. K.! Holland. 4063 4680 4303 2080 Faris. 515 829 1107 1112 Buen.-Alres 4413 4436 3 4430 Sohwelz.. 2224 2235 3117 313: Brüssel 748 7i„1 8 75 Spanlen 1850 1850 2583 2570 Christlanla 2169 2188 2169 2188 lapan. 5700 3799 7880 7519 Kopenhagen 2344 2375 2344 2355 ſdo de Jan. 1356 1353 1895 1901 Stockholm. 3162 3177 31602 3177 Wien abg.. 16 90 1700 2 94 23.86 Helsingfors 299 300 299 300 Prag. 33 340 458 461 Itallen 583 389 583 3386 Budapest 461 4765.38.42 London. 35002 5588 753 750 Sofla.. 81.29 81.71 100 110 New-Vork. 11845 11504 10008 16691 jugoslavien 120.44 121.56 161.59 162.41 *** Umrechnungskurse fur die Berechnung der Ausfuhrabgabe nach dem Stande vom 8. Januar 1923 gültig fur die Zeit vom 11 Januar dis 16 Januar 1823. Holland. io üaennnn 470 Zudapest 3 Buenos Alres P. 3600 England... 4400 Zuigarlen 6 Buenos Alres G. 8100 Amerlka 3500 RKRumaänlen 50 Belglen 600 farliss 860 jugoslawlen Horwegen.. 13800 Sohwelz 18 6(tür 100 Oinar) Dänemark 900 Spanlen. 1500 TLauxemburg Sohweden 500 deu-Men. 14.— für 100 Lokohama 4700 Flnnland 280 Rio de Janelro. 1100 Veher London ermittelte Kurse. Aten„„ 56 40 Alexandrlen 990 Lissabon 39308 Valparaise 117090 Kurse der Federal Reserve Bank, New- Tork tür Reparationslieterungen m teien Verkent nach FPtankteich Da 1 Gold nau 1 Goldma.k Goldmark 5 lum= französ. Sneigische= portugies. ae 5 923 tanten Franken ESkudos 5. 1. 3,403 3,682 5,101 2018,782 0,238216288¹5 .1. 3,433 3,716 4978 2058,589 desgl. * X Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschalt.-G. in Berlin. Nach der Börsenkundmachung über 13% Mill. Mark neue Stammaktien beabsichtigt die Gesellschaft zunachst ihre frühere Kabelverbindung mit Spanien wiederherzustellen und ein neues Kabel nach den Azoren auszulegen, das auf Grund eines mit der Commercial Cable Co. in New Lork abgeschlossenen Vertrags Anschluß an ein von dieser Ge- sellschaft herzustellendes Kabel von den Azoren nach New- vork finden soll. Sie wird ferner die ihr verbliebenen Kabelstücke nach Möglichkeit nutzbar machen. Die Gesell- schaft hofft, einen Teil dieses Planes bereits im nächsten Jahre auszuführen und aus den ihr zufließenden Einnahmen eine angemessene Verzinsung des Aktienkapitals zu ermög- lichen. Unter dem üblichen Vorbehalt glaubt die Gesell- schaft eine Dividende(1921: 5 Proz.) auch auf das er- höhte Kapital ausschütten zu können. Die Preisbewegung auf dem Textilmarkt. Die vom Reichsbund des Textil-Einzelhandels als Grundlage für eine angemessene und notwendige Kalkulation festgesetzten marktmäbigen Notierungen von ca. 90 verschiedenen Gegen- ständen des Leinen-, Baumwollwaren-, Kleiderstoff-, des Konfektions-, Wäsche-, Wirk- und Kurzwarenfachs enthalten, wie die Textil-Woche mitteilt u. a. folgende Preise: 80 om Rohnessel 950—1125 Mk.; 80 em Hemdentuch 1100—1250 Mk.; 80 em Perkal 1100—1500 Mk.; 80 em Reinleinen grobfädig 1700—2000 Mk., feinfadig 3000—6000 Mk.; Herrenoberhemden —14000 Mk.; baumwollene Herrentrikothemden-5000 Mk.; reinwollenes Herrenhemd Jäger K. K. einfache Brust 19000 Mark; reinwollenes Kindertrikot(für 8 Jahre) Jäger K. K. 14000 Mk.; Kragen(Mako) 900—1500 Mk.; Damenstrümpfe Mako, das Dtzd. 16—30 000 Mk.; Flor-Mouselin 24—36 000 Mx.; Herrenmakosocken d. Dtzd. 10—20 000 Mk.; Obergarn, 1000 4fach 1299 Mk. Die allwöchentlich regelmäßig in dem Bun- desorgan des Reichsbundes des Textil-Einzelhandels, der „Textil-Woche“, veröffentlichten Preise sind auf Grund der Vergleichung einer größeren Anzabhl marktgängiger Ange- bote ermittelt und beziehen sich auf Waren mittlerer Güte. X Wandererwerke.-., Schönau(bei Chemnitz). Nach Zuweisung von 2,2 Mill. Mark für Werkinstandhaltung und 21,(4,5) Mill. Mk. Abschreibungen steigt der Reinge- winn auf 95 470 924 Mk./(17 427 722 Mk.), woraus, wie ge⸗ meldet, auf das erhöhte Kapital 50 Proz.(O0) verteilt werden. Den Rücklagen fließen 27(1) Mill. zu, den Wohlfahrtseinrich- lungen 17(5,9) Mill., so daß noch 4 130 924 Mk.(997 722 Mk.) zum Vortrag verbleiben. Vor Feststellung des Reingewinns wurden die Steuerrücklagen von 8 auf 50 Mill. und die Werk⸗ erhaltungsrücklage von 12 auf 20 Mill. erhöht. Der Bericht betont die besonders vorsichtige Bilanzierung und die Star- kung der Rücklagen. Im neuen Geschäftsjahr haben die Nachfragen„ angehalten. Das Kapital soll, wie gemeldet, um 38,5 Mill. Stammaktien und 2 Mill. Vorzugs- Aktien erhöht werden. Waren und Märkie Berllner Produktenmarkt Berlin, 16. Jan. Drahtb.) Am Produktenmarkt zeigte sich die Hauptwirkung der 1 e Devisensteigerun darin, daß Angebot vom Inland grundsätzlich mangelte un die Ware auch zu beträchtlich höheren Preisen nicht herausgelockt wurde. Im Großgetreideverkehr kamen nur vereinzelte Umsätze zu ungefähr 3000 Mark höheren Preisen als gestern zustande. Das Gerstengeschäft ruhte fast vollständig. Hafer wurde zu beträchtlich gesteigerten Notie- rungen in großen Posten nach dem Ruhrgebiet verkauft; auch Nährmittelfabriken und der Konsum nahmen Ware auf dem Markte. Mais, Mehl und die übrigen Artikel stellten sich beträchtlich teuerer. *Metalle.(Wochenbericht. Berlin, 12. Jan. Wie nach Abbruch der Pariser Konferenz zu erwarten war, zogen die Preise am deutschen Metallmarkt in der heute zu Ende gehenden Berichtswoche weiter erheblich an. Verstärkt wWurde diese Bewegung durch die Nachricht, daß Frankreich das Ruhrgebiet besetzen wird. Inzwischen ist die Besetzung zur Tatsache geworden, und ist hierdurch die Geschäftstätig- keit etwas erlahmt, da bisher noch nicht zu übersehen ist, welchen Einfluß die französische Militärherrschaft im Ruhr- gebiet auf die Kohlenversorgung der deutschen Industrie haben wird. Die Grundstimmung des Marktes ist aber durch- aus als fest zu bezeichnen da in Anbetracht der ungünstigen politischen Verhältnisse einstweilen wohl kaum mit einer wesentlichen Besserung der Mark gerechnet werden kann. HP—————.....ññ—...........—...——ñ— Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Mannheimer General⸗Anzeiger, Gm ͤb., Mannheim. E 6. 2. Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur. Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kurt Fiſcher; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik: und An t für Handels⸗ ri⸗ 5 es en übrigen redaktionellen: Franz Kircher: für Anzeigen: Karl Hügel. 2 4. Seite. Nr. 26 Dienstag, den 10. Jaunar 1923 Handelsregisfer. Zum Hanbelsregi iſter Z Band XX.⸗. 43, 5 Firma„Großtraftwerk Mannheim Aktiengeſell⸗ ſchaft“ in Männheim, wurde heute eingetragen: Das Grundkapital iſt gemäß dem bereits durch⸗ geführten Beſchluſſe der Generalperſammlung vom 8. November 1922 um 180 000 000%/ erhößt, Die Generalverſammlung vom 18. November 1922 hat die weitere Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 600 000 000 ¼ beſchloſſen, durch Ausgabe von Inhaber ⸗Vorzugsaktien, und zwar 15 000 Stück über je 10 000, 15 000 Stück über je 20 000%/ und 3000 Stück über je 50 000% Dieſe Erhöhung iſt um den Betrag von 100 000 000 Mart durchgeführt. Das Grundkapital beträgt darnach jetzt 400 000 000 4 und iſt eingeteilt in 30 000 auf den Namen lautenden Aktien über je 10 000% und 2500 Stück über je 10 000 4, 2500 Stück über je 20 000„ und 500 Stück über je 50 000„ auf den Inhaber lautenden Wor⸗ zugsaktien. Namensaltien zum Nennbetrage, die Inhaber⸗ Vorzugsertten zum Kurſe von 4 ausge⸗ geben. Die Vorzugsaktien erhalten bis 1. Juli 1923 10% Zinſen und nehmen von dieſem Tage ab an dem 172 teil. Sie erhalten als Divi⸗ dende 1075 des Nennbetrages, ſoweit er eingezahlt iſt, Vebor auf die Stammaktien ein Gewinn ent⸗ fällt mit Nachbezugsrecht. Mehr als 1075 vom Nennwert— den Vorzugsaktien nicht zugeteilt werden. Im Falle einer Liquidation erhalten die Vorzugsaktien aus dem Liquidationserlös, be⸗ dox eine Ausſchüttung an die Stammaktien er⸗ folgt, einen Anteil bis zur Höhe von 15077 des Nennwertes zuzüglich etwa rückſtändiger Vorzugs⸗ Gewinnanteile, während der darüber hinaus ſich ergebende Liquidationserlös den Stammaktien allein zufällt. Die Geſellſchaft iſt berecheigt, die Vorzugsartien vom 1. April 1928 ab jederzeit ganz oder teilweiſe mit mindeſtens Gmonatiger Kündigungsfriſt gegen Zahlung von 150% des —— zuzüglich etwa rückſtändiger Ge⸗ winnanteile und 100 Stückzinſen für den abge⸗ laufenen Teil des laufenden Geſchaftsiahres oder im Wege des freiwilligen Ankaufs auch unter dieſem Kurſe oder in ähnlicher Weiſe einzuziehen. Mannheim, den 10. Januar 1923. Badiſches Amtsgericht B. G. 4. 8⁴ Zum Handelsregiſter B Band XXIV.⸗Z. 17 wurde heute die Firma„Georg Berg, Nährmittel⸗ kabelk, Geſellſchaft mit 5 Haftung“ in — 150 kingetragen. 2 82 Seneee Ascart mit beſchräntder Haftung iſt an: 2 feſtgeſtellt. Gegenſtaud des Hertez 3 iſt: Die Fabrikation Nähr⸗ aitteln an tterreittelf iurb der Handel urit dieſen. Die— iſt berechtigt, P oder ähnliche Unternehmen zu errichten und zu erwerben, ſich an ſolchen zu beteiligen und Juureſſengertehegeerg 0 HPunſehbaßen, Das Stammkapital beträgt 1 Johann Georg Berg. Wibeee in bereei iſt Geſchäfts⸗ führer. Heinrich Haas, Schriesheim, iſt als Einzelprokuriſt beſtellt. Sind mehrere Geſchäfts⸗ führer beſtellt, ſo wird die Geſellſchaft durch zwei ee e zuſammen vertreten. Johaun Geor Mühlenbeſitzer, Schriesheim, iſt als Gestaftefa rer Heſugt, die Geſellſchaft ſeleſe 2 5 zu pertreten. Die Bekanntmachungen der G ſchaft erfolgen durch den Deutſchen Reiche 5 annheim, den 10. Jannar 1923. Badiſches Amtsgericht B. G. 4. Aifien-Gazelpchaft ar Tgcbppbere wormals Gobrüder Mann in Tadwigswafen a. Nn. Bei der heute ſtattgehabten notariellen Aus⸗ loſung von Faier duneen unſerer Ge⸗ ſind folgende zur Rückzahlung auf 923 gezogen worden: 978 8 4— 111, 139, 168. 183, 229, 232, 237, 248. Bieſe Teilſchuldverſchreibungen werden nach 1* Anleihebedingungen zum Nennwert, alſo mit 4 1000.— pro Stück, am 1. Aprif 19383 bei der Von den neuen Aktien werden die im 1 bensfanr. Luise Dyckerhoff geb. Helmreich Oberregierungsrat Dr. Wilh. Dyckerhoff u. Frau geb. Pfarrius Kommerzienrat Karl Dyckerhoff u. Frau geb. Albert Otto Dyckerhoff u. Frau geb. Valentiner Helene Wilkening geb. Pyckerhoff Eduard Dyckerhoff u. Frau geb. Pfarrius und 23 Enkel. Biebrich, Aurich, Hannover, Wunstorf, den 13. Januar 1923. Die Einäscherung findet im engsten Famillenkreise statt. Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bitten wir freundlichst absehen zu woilen. rleute nacht entschlief sanft mein Wea unser treuer Vater und Grossvater Herr Geheimer Kommerzienrat 8373 Srin und I Seb. Brandeis. daanbehn Iaen⸗ 150 Januar del Wete Selinger Im Namen der Hinterbliehenen: Alfred Selinger, Waldparkdamm 2 Irma Selinger, Collinistraße 12 a Die Beisetzung lindet Donnerstag, den 18. Januar, vormittags 11 Ubr, von der Leichenhalle des isr. Beileidsbesuche und Blumenspenden dankend verbeten. Friedhofs aus statt, 255 25 und TTmundene dölengen „bmicitia“ — 29237 Men 8350 Bler vom Fass. * 28 Uhren aller Art werden gut und billig repariert A. Ringer Uhrmacher H 2, 16, neb. Markiplatz 815 CSTarf KARTENI —— Dr. Marie Levi Altred Biedermann e der Wirtſchaft von ranz Jagd-Verpachtung. Montag, den 29 Jauuar 1923, nachm. 3 Uhr, wird die am 1. Februar 1923 leihfällig werdende Jagd der hieſigen Gemarkung, 1400 Morgen Wald, Feld und Wieſen auf weitere 9 Jahre ch Emig dahier öffent⸗ Herrn entſpr. zu merden zw Frdl. berufst. Mä ch. 30., gr., ſchl, bld., ſpät. einger. 3 8. ⸗Wohng. w m. vornehmdenk,, energ. Alts. ecks hek. 8342 Helirat. Zuſchr. unt. H. A. 86 an die Geſchäftsſtelle. Bülro⸗Angeſtellter, 30 91 —.— neuer Auto⸗ Nippfachen ufw., 1 Jaßdgewehr; nachmittags 2 Uhr: 5 Sekretär, Chiffonier, Kleiderſchränke, Kommode Tiſche, Stühle, Nachttiſch, Betten, Faſp 8 Möbel aller Art, 1 neuer Gasher N 2 Korbſeſſel, 1 Lederklubſofa, 1 Hange Bilder, Spiegel, Wormſer Zimmerßſen, Rohr⸗ und prima Holzſtühle, 2 Sofas, Rohrhocker, Windfän e elektr. anddekorationen, 1 Eisbüſel Feseege vernickeltes Geſtell. 30⁰ 10 em Donnerstag, den 18. 959 Uhr, im le des Kleider, Matratze, 4 gro große gerahmte Julius angeliefert werden. Große Versteiseru Schuhe. 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