Bezügspreie: n Maunzezu und Amgesnag ſrei die 7 25 Zeus und önzeh öle pen ebne Seſtellgeld zwnatüich* 34 Mare cdos. balbmonatlich Mark 3080.—. Nachforderung. vordehalten. Hoſtſcheckkonto Nr. 17890 Kariseude. Baupt⸗ N geſchäftsſtelie Maunneim, E 6. 2.— Seſchäfts⸗Hebenſtelle Neckarſtadt. Woldbofſtrage Nr. 6. Fernſprecher Nummer 7901, 2, 7048, i, 708. Celegramin-Röreſſe: Seneralanzeiger Mmonnbein: Erſcheint wöchentlich zwölfḿaal4 Beilagen: Der Mittaa⸗Ausgabe on Sport vom Sonntag. Aus der Welt der Cechnik. Geſetz u. Necht. Modezeitung. Aus Seit u. Leben mit r —1023— Ar. 103 Anzeigenpreiſe: oeil vorauszanlung dte kl. Jeite mkx. Streiks, Seteiedsſtörung. uſw. derechtig. zu keinen Erſatzanſpr. ſür aus getall. od. beſchrünkt. Ausgab. od. f. verſp. Rufnahm. v. Anzelg. Ruftr. ö. Lernfpr. oh. Gewähr. Gerlchtsſt. mannhelm Mannheimer Srauen-Zeitung u. Mannheimer Mnuſik-Geitung * Stellengef. u. Jamil.-Anzeig. aus Mannheim ærmäßigte preiſe AReklamen Me. 1000.—. Aunahmeſchl.: Mittagdl. vorm. 8% Uhr, Abenddl. nachm. 2½ Ahr. Kür Rnzeigen an beſtimmten Tegen, Stellen u. Rusgab. wird keine verantwort. übern. höh. Sewalt, Lür dauernde Feſtſetzung am R Kurze Aeberſichett Die Reichsregierung hal gegen die neuen Beſetzungen. deren Vollziehung ihr erſt 38 Stunden ſpater mitgeteilt wurde, ſchärf⸗ ſte n 5 tofeſt eingelegt. Eiue Schmadron franzöſiſcher farbiger Truypen(Spaßis) bat geſtern Simmerl beſezt. Jür die farbigen Mannſchaften mußten Zürgerquarſiere freigemacht werden. 5 25 3 Wie der Hfälziſchen Rundſchau“ von unierrichteter Seite mit⸗ geteilt wird, darf Reiſegepäck in der Eiſeubahn ungehindert die Aheinbrücke Tudwigshafen⸗maunheim und zurück paf⸗ een. 1* Poincare hal den urſprünglich auf geſtern angeſetzten Termin für die Fortſetzung ſeiner Ausführungen über die franzöſiſche Außen⸗ voſifik vor dem Sammerausſchuß für auswärkige Angelegenheilen auf unbeſtimmte Jeit ver kagk. 5 VVN 5 Dlie Jutierallierte Rheinlandkommiſſion gibt bekannk, daß die Berwaltung der deulſchen Eiſenbahnen einer alliſerten Regie übertragen werden wird. 55 Banar Law Jleilte im Unterhauſe auf eine Aufrage mit, er babe keinerlei Andeutung von Frankreich oder Belgien erhalten, daß dieſe ſich in der Dage befänden, Sonderverhaudlungen mit Deulſch⸗ land zu unternelmeu, auch läge keiue Mitteilung der deulſchen Regie· rung wegen ihrer Beteilwilligkeit verhandlungen mit den Verbün⸗ deſen zu eröffnen, vor. 8 1* 40 Das interalllierte Kommando hat zur Berhinderung der Sinreiſe deutſcher Miniſter in das beſetzte Gebiet ange⸗ ordnel, daß Beamte und Angeſtellte nor der Einreiſe in das beſetzte Gebiet um einen Ermächtigungsſchein nachzuſuchen pätten. Frankreichs Kheinlandplaäne In verſchiedenen Poriſer Miniſterien iſt man mit der Aus⸗ arbeitung von Plänen beſchäftigt, die verwirklicht werden ſollen, wenn die Dinge im Ruhrgebiet verhandlungsreif ſind. Frankreich merde nach dem„Echo de Paris ein Regime vor⸗ bereiten, demzufolge Bergwerke und induſtrielle Unternehmungen direkt oder indirekt zugunſten der zerſtörten Ge⸗ biete arbeiten ſollen. Außerdem wolle Frankreich ein Syſtem durchſetzen, durch das die Beſtimmungen des Verſailler Verkrages über die Entmilitariftesung des linken Rhein⸗ ufers und der 30 Kilometerzone auf dem rechten Rheinufer von Deutſchland dauernd reſpektiert werden ſoll, was mit anderen Worten heißt, daß Frankreich ſich dort dauernd feſtſetzen will. 1 Darüber äußert ſich bereits Pertinarx im„Echo de Paris“. Nach ſeiner Anſicht iſt es durchaus denkbar, duß England den franzöſiſch⸗belgiſchen Admachungen mit Deutſchland beitritt, um die erlangten Vorteile mitzugenießen, doch verbirgt der Mitarbeiter om Sckluſſe des Artikels nicht, daß es ihm ganz erwünſcht wäre, wenn England im Sinne der letzten Rede Lord Curzons das Bünd⸗ nis mit, Frankreich als etwas Vergangenes betrachtetee Iim Hinblick auf die von Frankreich erwünſchte Verſtändigung atwiſchen den deutſchen und franzöſiſchen Induſtriellen, meint der Be⸗ richterſtatter des„B..“, der Artikel von Pertinax beweiſe, daß die franzöſiſche Regierung Verhandlungen vorbereite, während nach allen Meldungen aus Deutſchland die Entſchloſſenheit zum Aushalten immer feſter werde. 0 Longuet weiſt in der„Ere Nauvelle auf den Artikel Bradfords im„NRew Leader hin, der das Programm der engliſchen Arbeiter⸗ dartei enthält, das im abſoluten Gegenſatz zu den Anſchauungen Holnease ſtünde. Eine Politik der Gerechtigleit und der Vernunft merde gegenüber den Gewaltmaßnahmen feſtgeſetzt. Freilich ſagt Lunguek, Frankreich füge dem deutſchen Bolke vieſe Uebel zu und zerſtöre ſeinen wirtſchaftlichen Organismus, aber es erhalte weder Kohle noch Koks. Poincare meint zwar, die Bebauptung, daß e⸗ Frankreich nicht gelönge die deutſche Seeſce Arbeitsmaſchine in Ordnung zu bringen, würde durch die deutſche Propaganda verbret⸗ 21. eeee ee hätte gehört, wie in den Vereinigten Stadten der Chefredakteur einer der größten Zeitungen ſagte, die beſte Propaganda für Deutſchland in den Vereinigten Staaten mache Poincare. daß er nicht die Auffaſſunng des Quai d Orſay, ſondern die im Eluſee, dem Sitze Millerands, vorherrſchende Anſicht wieder⸗ ſpiegele. Poincare gehe von dem Wunſche aus, daß ſein Experiment im Ruhrgebiet von der Londoner Regierung als berechtigt anerkannt ſobald ſich Deutſchland zur Unterbreitung nieuer Vorſchläge emiſchfieße. 5 2 deut Proteſt Die Reichsretzierung wandte ſich in einer Note an die franzöfiſche Wegierung und prateſtierte gegen die auf Veranlaſſung Frankreſch⸗ beeihſichtigte Erſetzuna der deutſchen Mitglieder des deutſch⸗franzöſiſchen gemiſchten Schie! icht durch neutrale Richter. Deutſcherſeits wird darauf hingewieſen, daß uur ein Rechtsſtillſtand eingetreten ſei, für den die franzöſiſche Regierung die Verantwortung trage Wenn Frankreich aus der Liſte des Völkerbundsrates neutrale Erſasrichter wählen würde und wenn dieſe dem Rufe folgen würden, erklärt die deutſche Regierung, daß ſie den ſo zufammengeſetzten Gerichtshof und ſeine Entſcheidungen 5 1 nicht ols rechtmäßie anerkennen werde. Schiedsgerichtshofes der Kaub der Eiſenbahnen Anler allſierter Regie I Berlin, 2. März.(Von unſerm Berliner Büro.) Nach einet Havasmeldung aus Paris hat die Interalliierte Rhein⸗ landkommiſſion geſtern zu der Frage der Eiſenbahnen im beſetzten Gebiet äußerſt wichtige Beſchlüſſe gefaßt. Die deutſche Verwaltung der Eiſenbahn ſoll darnach unter alllierte Regie genommen werden, deren Sitz zunächſt Düſſeldorf bleibt, wäh⸗ rend für ſpäter Koblenz in Ausſicht genommen iſt. Dieſe Regie werde über das geſamte Eiſendahnnetz des beſetzten Gebiets abſo⸗ lute Vollmacht auch in der Frage der Einſtellung und Entlaſſung des Perſonals haben. Ihre Stellung zu der Rheinlandkommiſſion werde die gleiche ſein, wie die der bisherigen deutſchen Eiſenbahnverwaltung. 8 Der Beſchluß der Rheinlandkommiſſion wird natürlich wieder mit der Haltung des Deutſchen Reichs begründet, die die deutſchen Eiſenbahner zum Ungehorſam aufgefordert und die Sicherheit der Alliierten im beſetzten Gebiet gefährdet habe. Die Verfügung tritt ſofort in Kraft. Einuigung bei den engliſch⸗franzöſiſchen Verhandlungen? Das„Echo de Paris“ glaubt zu wiſſen, daß die Frage des Durchgangsverkehrs durch die Kölner britiſche Zone bin⸗ nen kurzem geregelt ſein werbe. Frankreich ſei geneigt, ſich für den Augenbkick mit dem britiſchen Angebot zu begnügen. Die Drohung mit Todesſtrafen! Die Rheinlandkommifſion hat, wie ſchon kurz ge⸗ meldet, eine neue Verordnung Nr. 147 erlaſſen, die an drakoniſcher Strenge und Grauſamkeit alſes bisher von ihr auf dieſem Gedbiete Geleiſtete in den Schatten ſtellt. Sie bezweckt, die deutſchen Eiſenbahner unter allen Umſtänden zu Dienſtleiſtungen für das franzöſiſche Mikitär zu zwin gen.„ Unter anderem wird jeder, der durch eine frelwillige Handlung oder Enthaltung den Elſenbahntransport gefährdet, wenn dadurch ein tödlicher Unfall verunacht wird oder hätte ver⸗ Urſacht werden können, mit dem Tode beſtraft. Wenn die Handlungen nicht gerignet waren, einen tödlichen Unfall zu ver⸗ urfuchen, wenn ſte aber zurFolge hälten haben können, den Eiſen⸗ bahnverkehr in ſchwerer Weiſe oder für lange zu unterhrechen wird lebenslängliches Zuchthaus ader eine Zuchthaus⸗ oder Gefängnisſtrafe nicht under zehn Jahren eintreten Fahr⸗ läſſige Geführdung von Cifenbahntransporten ſoll mit Gefüngnis bis fünf Jahren und Geldſtrafen bis fünf Millionlen oder mit einer dieſer Strafen geahndel werden. Jeder Chefeines Dienſtzweiges, innerhalb deſſen irgendwelche Akte der Transporſgefährdung vor⸗ genommen worden ſind, ſoll dieſelben Strafen erhalten wie der Täter ſelbſt, wenn er nicht alles getan hat, was in ſeiner Macht ſtand, um die Akte zu verhindern. Eine weitere. Verordnung gibt den Mil türbefehlshabern das Recht, zu beſtimmen, daß die von den interalliterten Militärgerichten im Rheinland verhängten Freiheits⸗ ſtrafen von über fünf Jahren nicht in Deutſchland, ſondern in den Gefängniſſen des Heimaksſtagtes des betreffenden Militärgerichts zu verbüßen ſind. Außerdem hat jeber Ar mee⸗ befehlshaber zu beſtimmen, wann und mwo die Todes⸗ ſtrafen zu vollſtrecken ſind.„„„ Das iſt ein Rekord von Graufamkeiten, der, nicht mehr zu übertreffen iſt. Eine treffende Antwort gibt bereits der„Vor⸗ wärks“:„Wie die deutſche Arbeiterſchaft über den Verſuch der Rheinlanbkommiſſion denkt, im Gehiet ihrer angemaßten Hoheit die Arbeitsfreudigkeit durch Erſchieß⸗Erlaſſe zu heben, braucht nicht erſt geſagt zu werden Aber freilich die Rheinlandtommiſfion und die hinter ihr ſtehenden Regierungen wiſſen längſt, daß ſie in der Meinung der deutſchen Arbeiter nichts mehr zu verlieren haben. Mit Schmeicheleien fingen ſie anl Mit Todesdrohungen fähren ſie fort— wo werden ſie enden?! Die„Technink“ der Bentezüge Bei Veutezügen der Franzoſen, die auf Wegnühme von Lofo⸗ motiven und beladenen Kohlenwagen ginzielten, wurde beobachtet, daß regelmäßig vor Einkreiſung eines Bezirks von den franzöſiſchen Flugzeugen aus die Bahnhofsanlagen beobachtet und photo⸗ graphiert werden. Zeigen die Aufnahmen genügend beladene Wagen, dann wird der betreffende Pezirk umſtellt und aüsge⸗ räubert. 1705 Der Bahnhof Oberhauſen⸗ Weſt, der ſeit 28. Januar von den Franzoſen beſetzt war, iſt nunmehr wieder geräumt. Die Franzoſen hauſten in den Ankagen ganz furchtbar, ſämtliche Stellwerke ſind zertrümmert. Ddie Hebel, Weichen uſw. cßurden mit ſchweren Hämmern abgeſchlagen, das ganze Mobllar, die Telephone, Bilder uſw. ſind zerſtört und keine Scheihe iſt mehr Verwüſtungen ſind bereits photogra⸗ ganz. Von den phiſche Aufnahmen gemacht, die dem Auslande ein Bild von dem Treiben der Franzoſen geben ſollen. Geſtern früh beſetzten die Franzoſen die Bahnhöfſe Mül⸗ heim.⸗ Hauptbahnhof, Mülheim Styrum, Müthenn⸗Eppingtzen und en Die Strecke Müſheim⸗Kentwig iſt dadurch ſtill⸗ Die Voſſiſche Zeitung“ bemerkt zu dem Artikel von Pertinax, 8 Die neuen Heſetzungen Deulſcher Proteſt 7 Die Neichsregierung hat in Paris, Brüſſel und London Noten überreichen laſſen. in denen energiſchſte Verwahrung gegen die Be⸗ ſetzung der Städte Königswinter, Caub, Lorch, Lorchhauſen, Rieder⸗ und Oberdöllendorf eingelegt wird. Die vollzogene Beſetzung ſei dem Reich erſt 36 Stunden ſpäter mitgeteilt worden. Die Inter⸗ alliierte Rheinkandkommiſſion habe ſich in den Dienſt der Gewolt⸗ aktton der fronzöſiſchen und belgiſchen Regierung geſtellt. 5 Jarbige in Ehrenbreitſtein Geſtern vormittag haben die Franzoſen unter Hinzuziehung von farbigen Truppen in Ehrenbreitſtein die Bahnhofskaſſe beſchlagnahmt. Die Beſchlagnahme erfolate in dem Augen⸗ blick, als gerade die Auszahlung der Ruhegehälter an penſionierte Eiſenbahnbeamte oder Witwen begonnen hatte. Die meiſten von ihnen mußten, ohne einen Pfennig erhalten zu haben, wieder nach Hauſe gehen. Der Bebpölkerung bemächtigte ſich eine lebhafte Er⸗ regung. 5 Frankreſch- der Unruheſtiſter Europas Von Legationsrat Fchr. v. Rheinbaben. M. d. R. Frankreich wird durch ſeinen bisherigen wirkſchafklichen Miß⸗ erfolg an der Ruhr auch auf dem Gebiete der Pokitik ezu immer neuen Schritten gedrängt. Argwöhniſch und ſchwankend zwiſchen Ueberhebung und Sorge beobachtet es vor allen Dingen die Mög⸗ lichkeit einer engliſch⸗amerikaniſchen Interven⸗ tion. Auf jedes auftauchende Gerücht darüber antwortet ſeine ge⸗ kaufte und korrupte Preſſe mit Keulenſchlägen. Man kann ſogar den Verdacht nicht los werden, daß bei gewiſſen Nachrichten der letzten Jeit über angebliche bevorſtehende engliſche oder amerikaniſche Schritte geradezu ein abgekartetes Spiel vorliegt in der Weiſe, daß zunächſt abſichtlich engliſche oder amerikaniſche Interventionsabſich⸗ ten verkündet werden, um dann nach vorbereitetem Plan ſie gehörig zu diskreditieren und ihr Gelingen von vornherein unmöglich zu machen. Andere Anſtrengungen der franzöſtſchen Politik gehen un⸗ abläſſig in der Richtung an die öſtlichen Nachbarn Deutſchland⸗. Polen und Tſchechoſlowakei bleihen trotzdem aus wohl⸗ erwogenen eigenen Intereſſen ruhig. Nun verſucht Frankreich, Polen kühler zu behandeln und ſich mit Moskau anzufreun den. Die immer wieder auftauchenden Gerüchte über die Entſendung von franzöſiſchen Vertretern nach Rußland deuten klar auf die Abſicht hin, den Oſten in neue Verwirrung zu bringen und nun doch den Verſuch zu machen, ſich auch in Rußland feſtzuſetzen und die ruſſiſche Politik nach franzöſiſchen Rezepten zu beeinfluſſen. Man winkt Rußland mit Anleihen, Verzicht auß franzöſiſche Forderungen uſw., bald geht man ſo weit, heute ſchon Verſprechungen über eine großzügige fran⸗ zöſiſch⸗ruſſiſche wirtſchaftliche Zuſammenarbeit als Ergebnis der fran⸗ zöſiſchen Herrſchaft über das Ruhrgebiet zu machen. Mit Italien verſucht man dasſelbe. Gewiſſe italieniſche Blätter, die von ſeher dem franzöſiſchen Botſchafter in Rom naheſtanden, propagieren ſeit eini⸗ ger Zeit ein franzöfiſch⸗italieniſches gemeinſames Ausbeuten des deut⸗ ſchen Ruhrgebietes und in der Folge ein enges politiſches Bündnis zwiſchen beiden lateiniſchen Ländern. Hier war der Umgarnungsper⸗ ſuch ſo plump, daß bis heute wenigſtens die Mehrzahl der italieniſchen Blätter von ſolchen Plänen abrückt. Blicken wir ſchließlich zur Ab⸗ rundung des Spiegelbildes der franzöſiſchen Politik auf die letzten Verhandlungen in Lauſanne und auf die verzweifelten franzöſiſchen Verſuche, auch hier einen Frieden und die Rückkehr zur Ruhe und Arbeit zu verhindern, ſo wird es klar, welche Anſtrengungen die fran⸗ zöſiſche Politik macht, um Europa von allen Seiten her politiſch zu beherxſchen und ſeden Verſuch eines ſich langſam vorbereitenden Ausgleiches der Machtverteilung im Keime zu erſticken. Dieutſchlands Ahwehrkampf iſt und bleibt die lezte ernſte Probe über die Frage, ob es geßenüber den zerſtörenden Kräften ſeines Erbfeindes gelingen wird, ohne zeitweiliges Verſchwin⸗ deneiner deulſchen Nation den Weg zur Gleichberechtigung des deutſchen Volkes mit den andern Völkern Europas frei zu hal ten. Denn zeitweilig könnte— wenn überhaupt— das Verſchwinden einer deutſchen Ngtion nur ſein. Würde Frankreich wirklich ſeine ehrgeizigen überheblichen und weitgreifenden Pläne verwirklichen können, dann gingen wir in eine unrühevolle und friedloſe Periode europäiſcher Geſchichte hinein, die wohl ſpäter einmal dem 30jährigen Kriege zu vergleichen ſein würde. So kämpft Deutſchland in Wahr⸗ heit nicht nur für ſich, ſondern ohne Redensart für europäöiſche Kultur und Ziviliſation. Je mehr wir und das Ausland uns über dieſe große Problemſtellung im klaren ſind, deſto beſſer wird man verſtehen, was eben erſt wieder der engliſche Außenmini⸗ ſter ausſprach, wenn er auf den internationglen Charakter des Re⸗ paxationsproblems hinweiſt, das nicht für Frankreich, Belgien und Italien ollein gelöſt werden könne und an deſſen Regelung England hoffenflich beitragen werde—„wenn ſich die Gelegenheit bietet.“ Internationcle Aktion— das iſt auch die richtige Linie für die deutſche Politik in dieſer Zeit des Abwehrkampfes. Die deutſche Re⸗ gierung darf auch öffentlich und in der Richtung der Beeinfluſ⸗ fung der öffentlichen Meinung im Auslandnichtlänger ſchwei⸗ gen. Sie muß den internationalen Charakter des deutſch⸗franzöſi⸗ ſchen Kampfes unermüdlich kennzeichnen und nicht längern davor zu⸗ rückſchrecken, diesbezügliche Ziele des deutſchen Abwehrkampfes zu bezeichnem Elne parlämentäriſche Aktion, von der Wichtigkeit, wie ſie die vergangenen Debattem der engliſchen Parlamente bedeuten, darf in Deulſchland nicht unbeantwortet bleiben. Die deutſche Ank⸗ wort, enthaltend die Ziele Deutſchlands, kann keine andere ſein, als immer wieder auf die Bereitwilligkeit Deutſchlands, einer internatio⸗ nalen, auf die Leiſtungsfähigkeit Deutſchlands baſierenden Regelung des Reparationsproblems zuzuſtimmen, dabei Frankreich gegenüber die von ihm geforderten Garantien ſowohl hinſichtlich gleichberechtig⸗ ter wirtſchaftlicher Zuſammenarbeit als auch hinſichtlich der politiſchen und militäriſchen Sicherheit zu geben. Hierfür gilt es kurze, durch⸗ ſchlagende flar und zuſammenfaſſende Formeln zu finden und ſie ohne Zeitverluſte nach Innen und Außen zu verkünden. bald nervöſen, bald weitſchweifenden brutalen Erobe⸗ rungspolitik Frankreichs gilt es, eine andere, friedliche Arbeit und Wiederaufbau ſichernde, Politik des Ausgleiches der Intereſſen gegen⸗ überzuſtellen Die Erfahrung und die Geſchichte lehrt, daß große po⸗ litiſche Entwicklungen nur dann herbeigeführt oder wenigſtens be⸗ einflußt werden können, wenn die zu ihr führenden Ziele beharrlich verfolgt werden und vor Allem, wenn ſie übereinſtimmen mit den Intereſſen anderer Länder. Die deutſche Politik, ſo ſcheink es, ver⸗ ſteht es noch immer nicht in ausreichendem Maße, die von ihr woh Der ſerkannten Zuſammenhänge des deutſchen Abwehrkampfes mit den Exeigniſſen dräußen in det Welt prakuſch und klar in das Getriebe der groößen Politik hineinzuſtellen. Nur darin, wenn es ihr gelingt, bis eigeiten Ziele hinüberzilleiten und in Einklang zu bringen mit dei ardßen internationalen Diskuſſton dieſer Tage und mit dem Streben des arößten Teiles der Welt nach Frieden und ruhiger Arbelt, wer⸗ den die Opfer und die Anſtrengungen des deutſchen Abwehrkampfes ſchließtich von Erfolg begleitet ſein und die unruheſtiftende franzö⸗ ſiſche Politik auch durch Kröfte von Außen her dazu geführt werden, ſich mit den iin Weltkrieg nur mit Hilfe ihrer Bundesgenoſſen errun⸗ genen über Erwarten großen Erfolge zu begnügen und Europa und die' Welt zur Ruhe und zum Ausgleich kommen zu laſſen. neue Ausweiſungen aus der Pfalz Von der Befatzungsbehörde der Pfalz wurden ausgewieſen: Oberregierungsrat Fuchs, Vorſtand des Bezirksamtes Rocken⸗ hauſen, Bezirksamimann Müner Kuſel, beide, weil ſie ſich wei⸗ gerten, die Ordonnanzen 132 und folgende auszuführen. Die Fa milien erhielten eine Friſt von vier Tagen.— Oberregierungsrat Romantſcheck von der Reichsbahndirektion Ludwigshafen wurde mit Familie ausgewieſen. Der Familie wurde eine Friſt von vier Tagen gegeben.— Die bereits gemeldete Ausweiſung des techniſchen Oberſekretärs Hellerich der Betriebswerkſtätte Ludwigshaſen er⸗ folgte, weil angeblich eine Lokomotive ſchadhaft geworden iſt, die die Franzofen heſchlagnahmt hatten.„ Verzkaufspreis. 180. eunl At ſeiger 1 huündert noch nicht viel nach dem Ausſehen der 2. Seite. Ar. 1ůs züber 1 Milliarde Mark beträgt. Mark an der Ruhrbrücke in Steele weggenommen. Die Fr⸗ den ſchweren Metallen Blei(207). Wismut(208), Manngezmer Generai-UAnzeiger(Miniag-Ausgabe) Freitag, den 2. März 1923 Ein Rotſchrei aus Bochum Der Magiſtrat der Stadt Bochum, ſowie fämlliche Ar⸗ beitgeber⸗ und Arbeitnehmer⸗Verbände der Stadt haben einen Aufruf an alle Welt gerichtet, in dem ſie einen Ueber⸗ blick über die Schandtalen der Franzoſen geben und dann fortfahren: 5 „Da die franzöſiſchen Gewalthaber die Annahme von Proteſten verweigern oder ſie dem Papierkorb überliefern, proteſtieren wir feierlich vor aller Welt gegen die Gewalttaten, die an unſerer fried⸗ lichen Stadt und unſerer friedlichen Bevölkerung begangen werden und fordern Zeugen von auswärts auf, ſich in Bochum an Ort und Stelle von dieſen franzöſiſchen Taten zu überzeugen.“ Weiter wird die deutſche Regierung aufgefordert, der Stadt pvolle Genugtuung zu verſchaffen. Inzwiſchn iſt der 5 Belagerungszuſtand weitker verſchärft worden. Geſchäftsſchluß und Straßenſperre wurden auf 4 Uhr nach⸗ mittags feſtgeſetzt. Schon geſtern wurden zahlreiche Perſonen verhaf⸗ tet und unter den Augen der franzöſiſchen Offiziere in roheſter Weiſe mißhandelt. Von den geſtern feſtgenommenen Schupo⸗ beamten Bochums ſind 90 ausgeſetzt worden. Einen Vorſchlag der Franzoſer eine Gemeindepolizei in Höhe von 350 Mann aufzuſtellen, wurde von der Stadtbehörde abgelehnt. Zu den Plünderungen und Verwüſtungen in der Bochumer Handelskammer erfährt das Verliner Tageblatt, daß nach ſachverſtändigen Schätzungen der Wert der zerſtörten Gegenſtände Bis zum geſtrigen Tage ſind bei dem Beſatzungsamt 42 Raubüberfälle durch franzöſiſche Soldalen bekannt geworden. Ueber jeden Fall iſt ein Protokoll aufgenommen worden. Die Angaben werden jedesmal durch Zeugen beſtätigt. Aus dem Kaufhaus Merkur und der Tabakhandlung Weiden wurden ſe ein Auto mit Waren von den Franzoſen weggenommnen. Am 27. Februar abends 9 Uhr iſt feſtgeſtellt worden, daß ein Offizier in Recklinghauſen die Straße hat abſperren laſſen. Die Gleiſe der Straßenbahn wur⸗ den durch Soldaten mit einer Laterne und die Straßenzugänge durch zwei bewaffnete Soldaten geſperrt. Den Inſaſſen eines Wagens wurde zum Teil das Geld abgenommen, ebenſo dem Schaff⸗ ner die Tageseinnahme. Am Mittwoch nachmittag wurde der Schulrat Schieffer von einem franzöſiſchen Kommando in ſeiner Wohnenig in Recklinghauſen verhaftet und nach dem Zuchthaus in ⸗Werden abgeführt. Er iſt vom Kriegsgericht zu einem Jahr Ge⸗ fängnis und einer Million Geldſtrafe verurtellt worden. Die Gründe ind bis jetzt noch nicht bekannt. IJIn Gelfenkirchen wurden der. Kommanditgeſellſchaft„Drei Ringwerke“ geſtern 100 Kiſten Seife im Werte von 21 eeen haben dort erneut Perſonen uned Laſtkraftwagen und andere Juhr⸗ werke angehalten und ſich ihren Inhalt, insbeſondere Fettwaren und andere Lebensmittel angesignet. In mehreren Fällen wurden die Kraftwagen nicht freigegeben. 5 9285 In Hagen iſt nach zuverläſſigen Mitteilungen ein franzö⸗ fiſches Werbebüro ausgehoben worden. Vier Werber wuürden verhaftet, jedoch ſpäter wieder freigelaſſen. Die franzöſiſchen Kriegsgerichte Der Sonderberichterſtatter des„B..“ im RMuhrgebiet beſchäf⸗ ligt ſich mit den vier franzöſiſchen Kriegsgerichten in Stockum, Sterkrade, Werden und Eſſen. Dieſe ſetzt ſchon ſtark überlaſteten Gerichte ſind lediglich Offiziersgerichte, wie wir ſie deutſcherſeits überhaupt nicht kennen. Juriſtiſch vorgebildete Per⸗ ſonen gehören ihnen nicht an. Es ſind ausgeſprochene Zweckgerichte. In einem Falle geſchah es, daß ein Anklager den Richtern zurief: „Wir befinden uns hier im Kampf. Nur keine Schwachheit!“ Verſtärkungen notwendig! Das„Journal des Debats“ weiſt darauf hin, daß Verſtärkungen der Militärſtreitkräfte im Ruhrgebiet notwendig würden, wenn ſich der deulſche Widerſtand verlängere. Das Blatt glaubt, daß es nitz⸗ lich ſein könne, ſich der Kolonialtruppen zu bedienen. Durch Drohungen ſind die Weſtfalen ganz gewiß nicht von ihrem Willen abzubringen. Das Aufgebot von Kolonialtruppen wird ſich Poincare wohl noch überlegen, da er weiß, welchen Ein⸗ druck dieſe Maßnahme in England und Amerika machen würde. Die Ernährungslage In Hamm in Weſtfalen fand auf Veranlaſſung des Rei und Staatskommiſſars Mehlich mit Preſſevertretern eine ſprechung über Wirtſchaftsfragen ſtatt. Im Verlauf der Ausſprache äußerte der bekannte Großinduſtrielle Dr. Knölle⸗Dortmund ſich über die Lage im Ruhrgebiet und betonte, daß bei der Induſtrie der Wille durchzuhalten niemals ſtärker geweſen ſei als jetzt. Die gebe zu keinerlei Beſorgniſſen Anlaß, da die Induſtriellen im Ruhrgebiet von Beginn der Be⸗ ſetzung an einen großen Teil der Deviſen dazu gebraucht haben, um die natwendigen Lebensmittel einzukaufen. Im übrigen habe der an ze Botſchafter in Verlin erklärt, daß die ameri⸗ aniſche 9 g eine neue Hungerblockade nicht dulden werde und bie Lebensmittelverſorgung ſel ber in die Hand nehmen Mit Gewalt aus der Kirche geholt „In Lorch erſchien ein franzöſiſcher Offizier mit 90 Mann beim Bürgermeiſter, dem er erklärte, daß er Lorch im Auftrage der fran⸗ zöſiſchen Regierung beſetzen müſſe. Von 5 Uhr nachmittags an dürfe niemand mehr die Straße betreten. Auf Grund dieſer Verfügung holte man ſogar Leuute aus der Kirche heraus, die dort zum Gottsdienſt verſammelt waren. Zu den verhaftungen in Offenburg Am Dienstag nachmittag ließ die Kommandantur von Offen⸗ burg den Oberbürgermeiſter Holler und den Bürgermeiſter Dr. Bührer vor die in Offenburg eintreffenden Oberſtleutnant Frey und General Michel laden. Den vorladenden Franzoſen wurde mit⸗ e beiden Bürgermeiſter ſeien bei einer Sitzung in Lahr. ierauf wurden die zwei Dienſtälteſten Stadträte Stadtrat Monſch und Stadtrat Schimpf vor den Oberſtleutnant Frey gerufen. Dieſer frug die beiden Herren, ob ſie bereit ſeien, die Stellvertretung zu übernehmen, wenn die beiden Bürgermeiſter nicht mehr da ſeien, und ob ſie die Anordnungen des franzöſiſchen Truppenkommandos und der Rheinlandkommiſſion befolgen wollten. Die beiden Stabt⸗ räte erklärten, ſie würden ſolche Anordnungen nur im Rahmen der deutſchen Weiſungen der deutſchen Regierung befolgen und Befehle und ſo weiter ablehnen, die gegen die Ehre eines deutſchen Staakls⸗ bürgers gehen. General Michel, vor den die beiden Stadträte dann wurden, ſtellte die gleichen Fragen u. erhielt die gleiche Ant⸗ worten. In einer Vollſitzung des Stadtrats, die am andern Tage ſtattfand, kam eine franz. Ordonnanz mit einem Perſonalien⸗ bogen der Familien der ausgew. Beamten u. frug den Oberbürger⸗ meiſter Holler, ob er bereit ſei, Auskunft über die Perſonalien zu erteilen. Der Oberbürgermeiſter lehnte dies ab, mit der Erklärung: zIch helfe nicht mit, meine Mitbürger auszuliefern, ich leiſte keine Henkersdienſteé. Bald darauf erſchien ein Adjutant mit demſelben Anſinnen. Oberbürgermeiſter Holler wiederholte ſeine Erklärungen. Der Adjutant erwiderte:„Ueberlegen Sie ſichs, Ste machen eine Dummheit,“ Oberbürgermeiſter Holler antwortete:„Das habe ich zu entſcheiden, ob ich eine Dummheit mache oder nicht.“ Nun berührte der Adjutant den Oberbürgermeiſter am Arm und ſagte:„Bitte folgen Sie mir“. Der Oberbürgermeiſter gab darauf ſämtlichen Stadtratsmitgliedern die Hand und olgte dem Adjutanten, indem er den zurückhleibenden Herren zurief;„Halten Ste ſtand: immer gut Deutſch!“ Er wurde abgeführt und in das Arxeſtlokal„Drei Könige“ gebracht, es wurde ihm dabei nicht einmal Zeit gelaſſen, ſich von ſeiner Familie zu verabſchieden. Das Stadr⸗ ratskollegimm wurde von den Franzoſen ſo lange im Haus zurück⸗ gehalten, bis Holler aus dem Rathaus weggegebracht war. Jolgen der Beſetzung Die Arbeitsloſigkeit nimmt hier täglich zu. Viele Be⸗ triebe haben Kurzarbeit eingeführt, ſo haben auch die Buchdruckerei⸗ betriebe ihre Arbeitszeit ſtark beſchränken müſſen. In der Spin⸗ nerei und Weberei iſt ca. Arbeitern gekündigt worden. Der Grund zu den Einſchränkungen wird in erſter Linie darin zu ſuchen laſſe daß es an Rohmaterialien fehlt und auch die Aufträge nach⸗ en. wolle. Warnung zur Vorſicht Da die Franzoſen nun dazu übergehen, die Leuie nach Briefen, die von auswärtigen Poſtämtern abgeholt werden, zu unterſuchen und die abgenommenen Briefe zu öffnen, iſt bei Abfaſſung von Briefen nach Offenburg Vorſicht geboten. Verdienter Cohn wurde die Tochter eines Schiffsſchaukelbeſitzers, In Offenbu ranzoſen eingelaſſen hatte, von deutſchen Burſchen die ſich mit den verprügelt. Einſchränkung der deutſchen Auslanosvertretungen Wie Berliner Zeitungen melden, zwingt die Valuta das Reich, die Koſten für die deutſchen Auslandsvertretungen abzu b auen. Es ſollen vom 1. April ab größere Perſonaleinſchränkungen bei den Geſandtſchaften und Konſulaten erfolgen. Die Regelung des Steuerabzuges. Im Anſchluß an die am 1. März in Kraft getretenen ermäßigten Sätze beim Steuerabzug vom Arbeitslohn wird von zuſtändiger Seite mitgeteilt, daß künftig dafür Sorge getragen wird, daß die Lohnſteuern den jeweiligen wirtſchaftlichen und Lohnverhältniſſen rechtzeitig angepaßt wird. * Die Verhandlungen über die amerikaniſchen Be⸗ ſazungsforderungen in Paris ſind ſtreng geheim An amtlicher Stelle in Paris wird erklärt, es ſeien äußerſt ſchwierige Fragen zu löſen. unter Dach und Fach zu bringen. Deutſcher Neichstag Berlin, 2. März.(Von unſ. Berliner Büro) Im Haus⸗ haltsausſchuß des Reichstags war das Goldanleihegeſetz geſtern mittag angenommen worden. Die Plenarverſammlung wollte ein übriges tun und dieſen Entwurf ſogleich in zwoiter und dritter Leſung durchberaten, um ihn mit größter Beſchleunigung Leider machten die Kommu⸗ niſten einen Strich durch die Rechnung, indem ſie das ihnen ge⸗ ſchäftsordnungmäßig zuſtehende Recht des Widerſpruchs ausübten und ſo einen 2aſtündigen Aufſchub der Beratungen erzwangen. Die eigentliche Tagesordnung wurde darnach im Eiltempo erledigt. Einige kleine Vorlagen, darunter auch das Kohlenſteuer⸗ geſetz, ſchob man dem Ausſchuß zu. Den Kompromißvorſchlag des Ausſchuſſes beim Preſſenotgeſetz, die Holzabgabe von den anfangs geplanten 2 Proz. auf 1½ Proz. herabzuſetzen, wurde vom Plenum Sanktion erteilt und ſchleßlich verabſchiedete man auch noch einen Teil des Etats des Reichsverkehrsminiſteriums und zwar die Kapitel Waſſerſtraßen und Luftfahrtweſen, ohne ſich dabei auf längere Erörterungen einzulaſſen. So kam es, daß ſchon zu ungewöhnlich früher Stunde gegen 3 Uhr nachmittags, die Hörer⸗ ſchar ſich in alle Winde zerſtreuen konnte. Die Oſterferien des Reichstags Nach den Beſchlüſſen des Aelteſtenrates wird der Reichstag heute eine Pauſe in den Plenarſitzungen bis zum nächſten Mittwoch eintreten laſſen. Es wird erwartet, daß der Reichstag am 2 4. März in die Oſterferien gehen kann. Aus dem Landtag Die kommuniſtiſchen Abgeordneten haben eine Förmliche Anfrage eingebracht, die die Ueberſtundenleiſtungen der Angeſtellten des Bankgewerbes zum Gegenſtand hat. FJerner haben die Land⸗ bundabgeordneten einen Antrag eingebracht, der Landtag wolle beſchließen, daß dieſenigen Landwirte, die Amlagegetreide ab⸗ eliefert haben, bei einer Ablieferung bis zu fünf Zentner einen entner Stickſtoffdünger, bei einer größeren Ablieſerung für jeden Doppelzentner des erſten Drittels einen Zentner Stickſtoffdünger auf Staatskoſten zugewieſen erhalten. Letzte Meldungen 5 Eine erfreuliche Erklärung 1J Berlin, 2. März.(Von unſ. Berl. Büro.) Die franzöſiſche Preſſe glaubt in einer Rede des ſozialdemokratiſchen Reichstagsabge⸗ ordneten und Parteivorſitzenden Wels auf dem Bezirksparteitag in Berlin den erſten Schritt zu einer Oppoſition gegen die Politik der Reichsregierung feſtſtellen zu müſſen. Dieſer Annahme gegenüber veröffentlicht der ſozialdemokratiſche Parlamentsdienſt eine Erklärung des Abgeordneten Wels, in der es heißt: „In Deutſchland gibt es nicht eine Partei, die den Kampf gegen den franzöſiſchen Militarismus im Ruhrgebiet ſo entſchieden geſührt hat und führen wird, wie die Sozialdempkratie. Die franzöſi⸗ ſchen Hoffnungen, daß die Sozialdemokratie die Intereſſen des Herrn Poincare fördern könnte, ſind deshalb nicht nur fälſch, ſondern auchtrügeriſch gegenüber der Bevölkerung Frankreichs. Eine Demonſtration vor der„Münchner Poſt München, 2. März. Ein Teil, der hier angekommenen Ruhr⸗ flüchtlinge, die ſich wegen einer Notiz der„Müunchner Poſt“:„Was eht vor?“ erregt hatte, zog geſtern vor das Verlagsgebäude der eitung. In der betr. Notiz war ausgeführt worden, daß es ſich nicht um Ruhrflüchtlinge, ſond s um Arbeitsloſe und durch Holau⸗ kreuzler nachMünchen gezogente Perſonen handle. Die Kundgeres, unter denen ſich auch Nationalſozialiſten befanden, verſuchten in da⸗ Gebäude einzudringen. Die Polizei verhinderte dies und räumte den Platz vor dem Gebäude, wobei eine Anzahl von Perſonen feſt⸗ genommen wurden. Zu Zerſtörungen iſt es nicht gekommen. Skörungen der Berliner Skadtverordnetenverſammlung. J Berlin, 2. März.(Von unſ. Berl. Büro.) In der Berliner Stadtverordnetenverſammlung iſt es geſtern zu wüſten Ausſchreitungen gekommen. Anlaß dazu gab eine Rede des deutſchnationalen Paſtors Koch, die ſich gegen eine allzu aufdringliche Ausgeſtaltung des Friedhofes der Märzgefallenen richtete. Ein Teil der Tribünenbeſucher ſpendete dem Redner ſtür⸗ miſchen Beifall. Gegen dieſen erhoben ſich die Kommuniſten und wiſchen beiden Teilen kam es zu gegenſeitigen Beſchimpfungen. Mehrere Stadtverordnete der Linken ſtürmten zur Tribüne hinauf, wo ſich zwiſchen ihnen und mehreren Beſuchern eine regelrechte Schlägerei entwickelte. Erſt dem Datzwiſchentreten des Stadt⸗ verordnetenvorſtandes gelang es, die Räumung der Tribüne zu be⸗ wirken. Die Sitzung mußte aufgehoben werden. München, 2. März. Botſchafter Dr. Mayer Paris, der an Magenblutungen leidet, iſt am Mittwoch in München operiert worden. 8 * Ein Hilfsbiſchof in Berlin. Papſt Pius XI. hat den Prälaten Deitmer zum Hilfsbiſchof des Fürſtbiſchofs Bertram von Bresla ernannt und ihm Berlin als Sitz zugewieſen. Naturwiſſenſchaftliche Kundſchau Atome In der Laienwelt nimmt man vielfach an, daß in der phyſi⸗ kaliſchen Wiſſenſchaft zur Zeit die Einſteinſche Relativitätstheorie das ümſtrittenſte Problem darſtelle. Dies iſt durchaus auſch Ein⸗ ſtein hat ſeine Lehre bereits vor vielen Jahren ſchriftlich nieder⸗ gelegt und der Oeffentlichkeit übergeben. Daß die Relativitäts⸗ theorie einer breiteren Oeffentlichkeit bekannt wurde, rührt u. a. daher, daß vor drei Jahren anläßlich einer Sonnenfinſternis zum erſten Male mit Gewißheit einige der Einſteinſchen Angaben be⸗ ſtätigt wurden. Den Gelehrten bot dieſe Tatſache kaum eine Ueber⸗ raſchung. Die Anhänger der Einſteinſchen Theorie waren bereits auf Grund wiſſenſchaftlicher, theoretiſcher Ueberlegungen von der Richtigkeit der Relativitätslehre überzeugt, die Gegner der Lehre haben ſich auch durch die Beobachtungen bei der Sonnenfinſter⸗ nis nicht überzeugen laſſen. Das Problem, das die Phyſiker der Neuzeit tief bewegt, iſt nicht die Relativitätstheorie, ſondern die Atomlehre, die erſt in den letzten Jahren ausgebaut worden iſt. Die Unterſuchungen über den Bau der Atome ſind noch in vollem Gange und manches iſt noch heute ungeklärt. Im„Türmer“ gibt Studienra den gegenwärtigen Stand der Atomlehre. Im Jahre 1802 wurde durch Arbeiten des Chemikers John Dalton in Mancheſter die Atomlehre begründet. Man ging von jener Zeit an von der Vorausſetzung aus, daß jeder Grundſtoff, d. h. ſeder nicht mehr teilbare Stoff aus kleinſten unter ſich gleich⸗ artigen Teilchen beſtände. Soviel verſchiedene Grundſtoffe (Elemente) es gibt, ſoviel verſchiedene kleinſte Teilchen gibt es auch. An ein Sichtbarmachen dieſer kleinen Teilchen für die grob empfin⸗ denden menſchlichen Sinne dachte man damals noch nicht. Die Theorie verlangte ein Phantaſiegebilde. Denkbar kleinſte Teilchen ſollten es ſein. In der Annahme, daß dieſe Teilchen ihrerſeits un⸗ teilbar wären, nannte man ſie mit dem griechiſchen Namen Atome (Unzerſchneidbare), Man konnte damals etwa 80 verſchiedene und unterſchied demnach auch ebenſoviele Atome von einandrr. 0 Bedeutungsvoll für die weitere Entwicklung der Atomlehre war die Art, wie man lernte, das Gewicht der Atome zu be⸗ ſtimmen. Es gelang natürlich nicht, die Atome nach unſerem Ge⸗ wichtsſyſtem mit der ge zu wiegen. Vielmehr mußte man ſich mit einer Verhältniszahl begnügen, Das leichteſte Atom, das Waſſerſtoff⸗Atom, wurde mit der Gewichtszahl 1 bezeichnet und Man ſtellte nun eine Skala der übrigen Gewichtsatome auf. Das Schwefel⸗Atomgewicht wurde z. B. mit 32 bezeichnet, d. h. es war Zzmal größer als das Waſſerſtoff⸗Atom. Die Skala endete mit Uran(238). In der chemiſchen Wiſſenſchaft fragte man im vorigen Jahr⸗ Atome. Man be⸗ t W. Möller⸗Neuſtettin eine ſehr gute Ueberſicht über gnügte ſich damit, ſie ſich als kleine maſſive Teilchen vorzuſtellen. Erſt ſeit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Frage nach dem Ausſehen der Atome aufgeworfen und diesbezügliche Unterſuchungen angeſtellt. Die phyſikaliſchen Arbeiten haben nun gezeigt, daß es heute nicht mehr richtig iſt, ein Atom aks unteil⸗ bar anzunehmen. Die Vorſtellung, ein Atom ſei eine kleine maſſive Kugel, iſt heute endgültig abgetan. Jedes Atom iſt ſelbſt wieder ein Gebilde von äußerſt kompliziertem Aufbau. Es gleicht einem Planetenſyſtem mit Sonne und darum kreiſenden Planeten. Eine neue Wunderwelt beginnt ſich vor unſeren Augen zu öffnen. Man erkennt ſtaunend, daß eine Parallelität des Aufbaues zwiſchen Planetenſyſtem der Aſtronomen nur ein winzig kleiner Raumteil des ganzen Syſtems mit Maſſe gefüllt iſt, wie die Maſſenteile ſelbſt, alſo die Sonne mit dem um ſie kreiſenden Planeten äußerſt winzige Gebilde ſind im Vergleich zu den giwaltigen Dimenſionen des Raumes, den das ganze Syſtem einnimmt, ſo ſind auch die Atome Sonne und die Atome Planeten verſchwindend kleine Teil⸗ chen in dem ſonſt leeren Atomraum. Das ſo gezeichnete Bild eines Atoms iſt namentlich von dein engliſchen Phyſiker Rutherford und dem Dänen Bohr entworfen worden. Aber auch der deutſche Phyſiker Planck hat ſehr wertvolle Beiträge zu der Atomlehre beigeſteuert. Neues vom Vogelzug Alle Menſchen haben ſich Gedanken über das jährliche Wandern der Vögel nach dem fernen Süden oder in näherliegende wärmere Gegenden gemacht. Und wie viele Erklärungen mögen in den ein⸗ zelnen Köpfen entſtanden ſein. Die Wiſſenſchaft hat ſich dieſer auffälligen Naturerſcheinung angenommen und iſt zu einer ſehr einleuchtenden Erklärung ge⸗ kommen. Wie alles Leben ſich aus einfacheren Verhältniſſen zu den heutigen Erſcheinungsformen entwickelt hat, ſo haben natürlich auch die Vögel eine Entwicklung durchgemacht. Wir kennen das Zwiſchenglied von Eidechſe und Vogel, das uns im Archageopteryx, den man 1861 im Solnhofener Schiefer gefunden hat, erhalten ge⸗ blieben iſt. In dieſem Zwiſchenglied miſchen ſich noch Eidechſen⸗ und Vogelmerkmale. Ein ſchlechter Flieger muß dieſer Urvogel ge⸗ weſen ſein. Es iſt nicht gut möglich, daß dieſer Archaeopteryr ſturz herein, größere Luftreiſen machen konnte. Er war Standvogel. Auf dieſe Erdzeiten, in denen die Solnhofener Schiefer und die Kreideſchichten ſich bildeten, folgte die ſogenannte Braunkohlen⸗ zeit, in der ſich die Vogelwelt weiter entwickelt hatte. Die klima⸗ tiſchen Verhältniſſe ließen es zu, daß ſich infolge des gleichmäßigen warmen Klimas bis zum hohen Norden hinauf, die Vögel weltweit ausbreiten konnten. Da brach aber in der nachfolgenden Eiszeit ein Temperatur⸗ der ſich in den letzten Perioden der Braunkohlenzeit vorbereitete. Nun mußten die Vögel wenigſtens im Winker ihre Oeburkslandſchaft verlaſſen. Manche Vögel fa Meiſen gehören. Andere Vögel mußten weitere Wanderu dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos beſteht. Ebenſa wie im ganz verſchieden ſtark entwickelt. wurden. Bei ihnen erwacht nden in der Nähe unternommen hat. des verſchneiten und vereiſten Verbreitungsgebietes ihre Zuflucht. So wurden dieſe Vögel, zu denen beute zum Seiſpiel 5 ternehmen, im in Gegenden zu kommen, die für ſie gönſtige Lebens⸗ aufwieſen. Wehe dem armen Vogel, der falſche Reiſe⸗ wege einſchlug, um der Unwirtſchuftlichkeit de Eiszeilw nter zu entgehen. Er ging zugrunde. Und je weiter in der Diluvialzeit das Inlandeis ſeine bergehohen Eismaſſen nach Süden verſchob, deſto weiter mußte der ogel ziehen. Auf den Wanderwegen wurde der Landweg eingehalten. Waſſerflächen wurden beim Flug gemieden. Da in damaliger Zeit die Landbrücken über das Mitielmeer hinüber noch beſtanden, ſo werden auch heute noch die alten Zugſtraßen über Gibraltar und Sizilien gewählt. So wurden damals die Vögel aus ihren nördlichen Brut⸗ gebieten durch die eiszeitlichen Klimaverhältniſſe nach Süden ge⸗ drängt, in die ſie wieder zurückkehrten, als das Inlandeis verſchwun⸗ den war. Und heute noch geſchieht das, was damals geſchah, inſtinktiver⸗ Der Zugvogel verläßt im Winter ſeine Verbreitungslandſchaft, in der er auch brütete und zieht nach Süden, um nach dem Aufhören winterlicher Verhältniſſe wieder zurückzukommen. Wie der Vogelzug vor ſich geht, darüber verdanken wir Friedrich von Lucanus grundlegende Angaben. So ziehen die europäiſchen Zugpögel in weſtlicher und ſüdweſttlicher Richtung⸗ Manche Vogelarken ziehen ganz beſtimmte Straßen. Eine ſoſche Zugſtraße iſt keine ſchmale Straße, ſondern ein ſcharf abgegrenztes Gebiet, das ſchmäler als der Brutraum iſt. Man hat drei Zug⸗ ſtraßen verfolgen können: eine weſtliche Küſtenſtraße, eine Zugſtraße und eine adriatiſche⸗tuneſiſche Zug⸗ raße. Gleichartige Zugvögel, die aus dem gleichen Brutraum fort⸗ ziehen, ſchlagen verſchiedene Richtungen ein und überwintern an verſchiedenen Stellen. Sie ziehen offmaks auch nicht zuſammen bis zu demſelben Endziel, ſondern bleiben öfter ſchon im Zug⸗ gebiet ſelbſt Winters über, der Zugtrieb der einzelnen Zugvögel iſt Um zu den Winterquartieren zu gelangen, benutzen die Zugvögel oftmals Umwege. Junge Vögel rüſten ſich im erſten Jahre oft eher zum Fortzuge wie die Alten. Nun gibt es auch Vogelarten, die in der Eiszeit Zugvögel geweſen ſind, aber wie die Amſel in der Nacheiszeit zum Stando im Herbſt inſtinktiv wieder der Wandertrieb und ſie ziehen dang auf die Wanderſchaft. Aber alle Strich⸗ und Zugvögel kehren im Frühjahr in ihr Brutgebiet zurück. Es hat ſich herausgeſtellt, daß bei den Wande⸗ rungen keine ſolchen Geſchwindigkeiten eingeſchlagen werden, wie man ſie immer angenommen hat. Alle dieſe Erkenntniſſe, die uns die Rätſel des Vogelfluges mit haben löſen laſſen, ſind durch die Vogelbewegung möglich geweſen die man von der Vogelwarte Roſſitken in Oſtpreußen aus Fteitog, den 2. März 1923 Mannheimer General · Anzeiger(Mittag · Aus gabe) 2 2 Wirtſchaſtliches und Soziales Toò und holznot Von 9. Fiſc,er⸗Neukölln Die alles überfluterde Teuerungswelle hat auch das Beſtat⸗ tungsweſen nicht verſchont. Ja ſteigendem Maße wird in völliger Verbennung volkswirtſchaftlicher Erforderniſſe dieſe Tatſache zum Anlaß genommen, die Kommunaliſterung als Verbilligungsmittel anzupreiſen Gewiß leidet ein erheblicher Teil der Bevölkerung, Rentner u. dergl., außerordentlich unter den bedeutend geſtiegenen Beſtattungskoſten. Von einer allgemeinen Notlage jedoch zu ſprechen, iſt nicht angängig. Jede Kommune beſißt ein Wohl⸗ fahrtsamt, das auf Antrag hin ſofort beim Eintreten eines Todes⸗ falles die für die Beſtattung notwendigen Vorkehrungen trifft, und um andern ſind etwa 80 Proz. aller Verſtorbenen Mitglied einer Krankenkaſſe geweſen, die zurzeſt bis zu 80000 Mark Sterbegeld zahlen Man könnte den Gedanken, die Schwierigkeiten im Be⸗ ſtattungsweſen durch die Einführung der kommunalen und unent⸗ geltlichen Totenbeſtattung zu beheben, auch mit dem Hinweis auf die trüben Erfahtungen abtun, die man bisher mit derartigen Einrichtungen, z B. in Frankfurt⸗Main und Neukölln, gemacht hat. Unerträglich iſt die Bevormundung, die z. B. Frankfurt ausübt, wenn es die Hinterbliebenen zwingt, den ſogenannten Einheitsſarg zu nehmen und, wenn ſich die Hinterbliebenen herzu nicht ver⸗ ſtehen, trotzdem die Koſten dieſes Einheitsſarges in Rechnung ſtellt, zuzliglich der Koſten des ausgewählten, ebenfalls ſtädtiſchen Sarges. Eine Polemik in dieſer Richtung ſcheint mir unfruchtbar, denn die Idee der Kommunaliſierung hat ſich bisher da wo ſie verwirklicht wurde, noch immer als unfruchtbar erwieſen. Bei der Frage, wie die Beſtattungskoſten auf ein geringeres Maß herabzuſetzen ſind, darf man ſich nicht in theoretiſche Erör⸗ terung praktiſch längſt erledigter Ideen verlieren, ſondern muß verſuchen, der Urſache des Uebels beizukommen. Hieſe Urlache iſt in unſerem Fall der unglaubliche Holzwucher. Der Preis des Nutzholzes iſt heute bereits auf dem 15 000fachen des Friedens⸗ preiſes angelangt. An dieſem für die holzverarbeitenden Induſtrien geradezu kataſtrophalen Preis ſind vor allem die Preistrei⸗ bereien bei den Holzverſteigerungen Schuld. Hier muß durch eine gründlichere Reform der Verſteigerungen Wandel geſchaffen werden. Stagt und Gemeinden fällt die Pflicht, hier einzugreifen, in allererſter Zinie zu, denn ihnen allein gehören 8,82 Proz. der deutſchen Forſten. Die Oeffentlichkeit kann nicht ſtark genug darauf hinwirken, daß die öffentlichen Verbände Holz zu erſchwinglichen Preiſen ab⸗ geben. Wie ſtark allerdings das fiskaliſche Intereſſe dieſem ſozialen Geſichtspunkt entgegenſteht, erhellt aus der Tatſache, daß allein Preußen in den neuen Etat rund 600 Milliarden Mark als Einnahmen aus Staatsforſten eingeſetzt hat. Es bleibt alſo nicht wegzuleugnen, daß allein die Holzpreiſe für die hohen Sargpreiſe verantwortlich zu machen ſind. Für einen Sarg werden im Durch⸗ ſchnitt.5 Om. Holz gebraucht; es iſt ein leichtes, hiernach allein den Holzpreis des Sarges zu berechnen. Mit dieſem Holzpreis mußte auch eine kommunale Totenbeſtattung von vornherein rechnen, ganz abgeſehen davon, daß gerade auf dem Gebiete der Totenbeſtattung die kommunaliſierten Betriebe im allgemeinen teuerer wirtſchaften. Eine Kommunaliſierung würde aber auch des⸗ wegen wenig Erfolg haben, weil gerade dann die, die jetzt den größten Holzwucher kreiben, der Staat und der größte Teil der Ge⸗ meinden, zum Unternehmer würden. Badiſcher Konditoren⸗Berband rr. Baden⸗Baden, 1. März. Der Badiſche Konditoren⸗ Verband und die Einkaufsgenoſſenſchaft desſelben hielten dieſer Tage ihren 24. Verbandstag hier ab. Eingeleitet wurden die Be⸗ ratungen mit einer erweiterten Vorſtands⸗ und Aufſichtsratsſitzung. Die Hauptperſammlung für den Verband und die Geneſſenſchaft be⸗ gann unter zahlreicher Anweſenheit der Delegierten. Der Verbands⸗ vorſitende ODehler⸗Karlsruhe begrüßte die Anweſenden, gedachte der im Laufe des Jahres verſtorbenen Mitglieder, beſonders des Mitbegründers und Ehrenmitgliedes des Verbandes Haagen⸗ Mannheim. Weiter gedachte er auch der Brüder im beſetzten Gebiet. d Nach den Berichten des Herrn Kreuzer⸗Karlsruhe über den Ge⸗ ſchäftsgang der Genoſſenſchaft und des Herrn Freund⸗Karlsruhe über die Tätigkeit des Verbandes brachte Herr Friedrich⸗pforz⸗ heim den Reviſionsbericht zur Kenntnis, worauf die Gewinnvertei⸗ lung auf 10% feſtgeſetzt und dem Vorſtand und Aufſichtsrat Ent⸗ loſtung erteilt wurde. Des weiteren wurde beſchloſſen, die Summe eines Anteils auf mindeſtens 50 000 feſtzuſetzen und die Höhe des Verbandsbeitrags nach der Menge des Zuckerbezugs zu bemeſſen. Der 1924 ſtattfindende 25. Jubiläumsverbandstag wird in Karlsruhe abgehalten. 105 000„ wurden für die Ruhrſpende geſammelt. Städtiſche Nachrichten Aus der Stadtratsſitzung vom 1. märz 1923 Die Steigerung der Kohlenpreiſe, der Löhne und der ſonſtigen Unkoſten. in den letzten Wochen macht eine abermali ge Er⸗ höhung des Preiſes für Markenbrot und Marken⸗ mehl notwendig. Es koſten nunmehr ab Samstag, 3. März 1923 ein 1500 Gramm⸗Brot 685., ein 750 Gramm⸗Brot 345., ein 100 Gramm⸗Brot 50., ein Pfund 85prozentiges Weizenbrotmehl 180 M. Wie erwähnt, iſt für alles Brot, das ab Samstag ent⸗ nommen wird, der neue Preis zu bezahlen. Für das Brot, das auf die Marken 9 und 10 bezogen wird, iſt auf jeden Fall der neue Preis zu bezahlen. 8 Sitzung der Mannheimer Preisprüfungskommiſſion Die geſtrige dreieinhalbſtündige Sitzung der Mannheimer Preis⸗ prüfungskommiſſion wurde wieder durch die brennendſte Frage der Gegenwart, die Preisbildung, beherrſcht. Diesmal ſchilderten drei Vertreter des Einzelhandels die Situation. Ueber die Lage in der Glas⸗, Haus⸗ und Küchengerätebranche konnte nichts Erfreuliches berichtet werden. Von einem Preisabbau iſt nichts zu merken. Die Lieferanten erhöhen unentwegt die Aufſchläge in einer Weiſe, daß der Einzelhändler unmöglich billiger verkaufen kann. So wurde der Aufſchlag auf Stahlkochgeſchirre, der am 25. Januar 60 000 betrug, auf 90 000 am 8. Februar oder um 502 erhöht. Der Aufſchlag auf Aluminiumkochgeſchirr ſtieg um 507% von 30 000% am 25. Januar auf 45 000 am 8. Frebruar und auf 50 000% bis heute. Der Aufſchlag auf Blech⸗ und Meſſinggeſchirre erhöhte ſich von 10 000% am 10. Oktober auf 120 000 3 am 29. Januar. Ebenſo ungeheuerlich iſt die Steigerung der Preiſe der Preßglasſachen. Hier ſtieg der Auffchlag von 90007 im Jauuar auf 27000% am 24. Februar. Kriſtallwaren koſten heute das Doppelte gegen Januar. Bei Porzellanwaren ſtieg der Multiplikator von 70 am 11. Januar auf 250 am 16. Februar. Bei Steingut iſt die gleiche Aufwärtsbewegung feſtzuſtellen. Hier betrugen dlie Auffchläge ſeit 13. Janvar 25, 50, 50 und 33 auf die Geſamteinſtandsſumme. ſchüſſelchen—5000. Die gleiche Erſcheinung iſt bei Blech⸗ und verzinkten Waren feſtzuſtellen. Bei Gewichtswaren erhöhte ſich der Ein hölzerner Kochlöffel— ein Exemplar wurde als Beweisſtück vorgezeigt— koſtet heute ſage und ſchreibe 1347.50. Hier be⸗ trägt bei einem Grundpreis von.75 der Aufſchlag 6000. Der Vertreter dieſer für unſere Hausfrauen ſehr wichtigen Branche mußte zum Schluß ſeiner niederdrückenden Ausführungen feſtſtellen, daß ſein einſtmals Lager nahezu völlig geräumt iſt, weil es nicht mehr in der wünſchenswerten Weiſe ergänzt werden kann! Die Kapitalien für die Wiederbeſchaffungen ſind nicht mehr aufzubringen. Wenn ſich nicht bald die Verhältniſſe gewaltig ändern, ſtehen viele Geſchäfte dieſer Branche vor dem Ruin. 5 Ein freundlicheres Bild vermochte der Vertreter der Schuh⸗ branche zu entrollen. Die Schuhfabrikanten haben Grundpreiſe auf einem Dollarkurs von 5000 errichtet. Dazu kommt ein Multi⸗ plikator. Auf dieſer Baſis werden die Kleinverkaufspreiſe kalkuliert. Im Gegenſatz zu anderen Branchen iſt der Schuhwarenhändler in der Lage, den Dollarſchwankungen genau zu folgen. Am 15. Fehr. ſetzte die Rückwärtsbewegung der Preiſe ein. Ein guter Herrenſtiefel. der am 21. Jebruar noch 79 000 koſtete, war am nächſten Tage für 50 000% zu haben. Der Preis für ein Paar noch beſſere Herrenſtiefel iſt von 101000% auf 69 000/ heruntergegangen. Trotz der am 1. März enorm in die Höhe geſchnellten Unkoſten— das Bedienungsgeld iſt allein von 300 auf 1000 geſtiegen— wird der Schuhwarenhandel verſuchen, den Abbau auf weitere 4 Wochen durchzuhalten. Was aber dann geſchieht, kann heute noch nicht geſagt werden. Der Vertreter der Textilbranche hielt ſich mit ſeiner Schilderung in der Mitte zwiſchen den beiden Kollegen, die vorher geſprochen hatten. Die Tertilwarenhändler ſeien, der Not gehorchend, ebenfalls dem Ruf nach Abbau gefolgt. Die heutigen. Angebote bewegen ſich durchſchnittlich um 907 unter dem jetzigen Beſchaffungspreis. Am ungeheuerlichſten iſt in der jüngſten Zeit der Aufſchlag bei Nähfaden geweſen. Eine 1000 Meter⸗Rolle koſtet heute im Einkauf 6900„. Verkauft wird ſie zu 5700, alſo um 1200„ unter dem Einkaufspreis. Ein Meter Schürzenſtoff, der im Frieden zu—.15 angeboten wurde, koſtet heute bei einem Dollarſtand von 27 cts. ungefähr 16 000. Schirting iſt heute billiger im Elſaß als im Inland zu haben. Aus naheliegenden Gründen wird trotzdem nicht im Ausland gekauft. Der Dollar müßte auf 15000 heruntergehen, wenn die jetzigen Kleinverkaufspreiſe ge⸗ halten werden ſollen. Bleibt der Dollar ſtabil, dann muß der Preis für alle Artikel bis April langſam in die Höhe gehen. Der Zeit⸗ punkt zum Einkauf iſt heute äußerſt günſtig, aber es ſind nicht ge⸗ nügende Ecldmittel vorhanden. Auch in der Textilwarenbranche ſchmelzen die Läger rapid zufammen. Die Unkoſten haben ſich neuer⸗ dings wieder dermaßen endem erhöht, daß nunmehr zu Perſonal⸗ enitlaſſungen geſchritten werden muß. Den verhelrateten Frauen, ie als Verkäuferinnen zu den Doppeltverdienern gehören, wurde bereits gekündigt. Der Vertreter der Lebensmittelbranche mußte feſt⸗ ſtellen, daß die Angebote auch in dieſer Branche keine rückläufige Tendenz zeigen. Teigwaren werden in der meiſten Geſchäften noch zu 1400„ das Pfund verkauft. Dieſer Preis iſt auf die Dauer nicht zu halten. Der Salzpreis wird um 50.—60% erhöht werden müſſen, weil die Fracht allein auf 30„ für das Pfund geſtiegen iſt. Schmalz wird auf einem Preis von 4300—4500 gehalten werden können, wenn der Dollarkurs weiter ſtabil bleibt. Wenn die Regierung nicht in der Frachtenpolitik andere Wege einſchlägt, dann iſt an eine durchgreifende Verbilligung nicht zu denken. Eine längere Ausſprache entſpann ſich zu Beginn der Sitzung über die ſog. ſtädtiſchen Kartoffeln. Regierungsrat Dr. Hofmann gab für die Bemeſſung des Preiſes des noch vorhandenen Neſtes bekannt, daß nach einer Aufſtellung des Lebensmittelamts 24 500 Zentner eingelagert wurden. Verkauft wurden bis 28. Februar 19 648 Zentner. Von den reſtlichen 4952 Zentnern muß der Zeniner mit 2534 verkauft werden, da bei einem Geſamtaufwand von 31 Millionen noch 12,7 Mill./ zu decken ſind. Unter 35 kann das Pfund nicht mehr im Kleinverkauf abgegeben werden. In der Ausſprache wurde feſtgeſtellt, daß bei der Steigerung der Unkoſten die Löhne ein ſehr gewichtiges Wort mitſprechen. Im Oktober be⸗ kamen die Frauen, die mit der Kartoffelabgabe beſchäftigt ſind, 512„ die Stunde. Heute werden ungefähr 6500 pro Tag bezahlt. Von Arbeiterſeite wurde gewünſcht, daß der erhößte Preis erſt „Ich möchte jedem Deutſchen zurufen: Schweige, arbeite und er⸗ ſetze durch felſenfeſtes Zuſammenhalten den Parteihader. Man ſchwatzt noch zu viel, man arbeitet zu wenig, man erſchöpft die Kräfte ſeines Kopfes und ſeiner Arme, um dem politiſchen Gegner im eigenen Lande zu ſchaden, und ſchadet dadurch nur ſich ſelbſt und dem Ganzen, ohne etwas anderes zu erreichen, als das ganze Reich zu einem Spiel⸗ balle in der Hand der Feinde zu machen. Wenn ſechzig Millionen Deutſche zuſammenhalte n und nach demſelben hohen Ziele ſtreben, dann kann die ganze übrige Menſchheit ſie nicht unter das Joch der Sklaverei zwingen. Sie ſind ſtark genug, um ſich ihr Recht allein zu erkämpfen und es zu verteidigen. 5 Spven Hedin. KRunſt und Wiſſenſchaſt Der erſte weibliche Privaldozent der Heidelberger Aniverſität. Fräulein Dr. Gertrud v. Uebiſch, die ſich am 3. März im Botani⸗ ſchen Inſtitut durch eine Probevorleſung über„Phylogemie und Ver⸗ Wandtſchaft im Pflanzenreich“ in der naturwiſſenſchaftlichen Fakultät Ur das Fach der Botanik habilitieren wird, iſt der erſte weibliche Privatdozent der Heidelberger Univerſität. Theater und Muſik Theaternachrichl. In der morgen Samstag im National⸗ theater ſtattfindenden Aufführung des„Irpheus in der Unter⸗ welt“ iſt die Partie der„Venus“ mit Mimy Ruske⸗Leopold be⸗ ſetzt. Die Eurydice ſingte als Gaſt Gertrude Runge.— In der am Sonntag als Morgenveranſtaltung des Journaliſten⸗ und Schrift⸗ ſteller⸗Vereins ſtattfindenden Erſtaufführung der dramatiſchen Dich⸗ zung„Der Landſtreicher“ von Fritz Droop ſind beſchäftigt Maria Andor, Ilſe Lahn, Richard Eggarter, Georg Köhler, Wilhelm Kolmar, Fritz Linn und Robert Vogel.—„Luiſe Millerin“ wird im Neuen Theater morgen Samstag wiederholt. Das vieraktige Luſtſpiel„Günſtling wider Willen“ von Erich Feldhaus wurde bei der Uraufführung am Stadtthegter in Magdeburg mit herzlichem Beifall aufgenommen. Das liebens⸗ würdige Stück ſpielt Ende des 18. Jahrhunderis in einer kleinen fränkiſchen Reſidenz. Es verdankt ſeine Entſtehung der bekannten Novelle„Der Leibmedikus“ von Riehl. Das Luſtſpiel zeichnet ſich nicht nur durch ſtraffe. ſichere Tenmik aus, ſondern auch durch Ele⸗ anz und ſeine Charatteriſierung der Perſonen. Geht es auch keine e Wege, ſo ragt es doch aus den Durchſchnittsluſtſpielen durch Die künſtleriſche Geſkaltung der lebendigen Handlung hervor. Brief aus Baden-Baden.(1. März.) Nur im Hohen Schwarz⸗ herrſcht noch Wintereinſamkeit; aber wie lange noch! Warmer Lenzwind brauſt das Tal der Oos entlang und hinein in die ſtillen Vergwäldgründe. Die wachgsküßte Erde in Baden⸗Baden blickt ihm nach; Krokus und Schneeglöcchen haben ihre Augen aufgetan. Blau, weiß, goldgelb leuchtet es auf den Wieſen der Anlagen und in den Gärten. Und Vogelruf iſt erwacht. Die Tage langen. Kein künſtliches Licht; magiſcher Abendſchein liegt jetzt auf der Freitreppe des Kur⸗ haufes, wenn zur Stunde des Theaterbeginns Fremde und Ein⸗ heimiſche non allen Seiten herbeiſtrömen. Man ſprach wieder ein⸗ mal von der Kurhausbühne und ſoll auch auswärts von ihr hören Eine Verdi⸗Auffügrung(Othello) von edelſtem muſikaliſchem Rhythmus und hoher darſtelleriſcher Wirkſamkeit verſetzte eine zahl⸗ reiche, den künſtleriſchen Darbietungen innig verbundene Zuhörer⸗ ſchaft in ſtarke, ehrliche Begeiſterung. Das Orcheſter leiſtete unter Leitung des Karlsruher Dirigenten Adolf Lorentz an Stil, dra⸗ matiſchem Schwung und Tougebung Hervorragendes, die Soliſten, ſtimmlich beſtens disponiert, feſſelten auch durch die Reife der Dar⸗ ſtellung. Willi Zilken⸗Karlsruhe ſpielte den Mohren mit der ganzen ungezügelten, aber auch ungekünſtelten Leidenſchaft eines naiven Individuums. Seinen reichen Stimmitteln gelang der dra⸗ matiſche Ausdruck der ſeeliſchen Erſchütterungen, während die Far⸗ bigkeit ſeines Organs den Gefühlsſchwankungen der Nolle als Sprache diente. Rudolf Weyrauchs(Karlsruhe) Jago ſchöpfte mit ſeinem voluminöſen, prachtvollen Bariton die üppigen Schön⸗ heiten ſeiner Partie aus. Guſſa Heiken⸗Mannheim war als Desdemona in der Erſcheinung von rührender Reinheit und holdeſter Anmut. Die Tragik ihrer Rolle war durch die wunderbare Innigkeit ihres Spiels verklärt und durch ihren ſilberhellen ſüßen Sopran brutaler Erdennot vollends entrückt. Dioſer Verdi⸗Erſt⸗ aufführung folgte eine Carl Hauptmann⸗Erſtaufführung. Regie(Pr. Wolrad Rube) und Darſteller mühten ſich an dem tragiſchen Schai⸗ ſpiel„Die Austrei bung“ ab, in der der Weibsteufel ſein Unweſen treibt. Die Verſchleppungen in Wort und Handlung, die zu Laſten des Dichters gehen, lisßen ein wärmeres Intereſſe nicht aufkommen. Dagegen feſſelte das Auſtellungsgaſtſpiel des Heidel⸗ bergers Eberhard Krumſchmidt als Ferdinand in„Kabale und Liebe“ ungewöhnkich ſtark. Der hochbegabte Künſtler wurde als jugendlicher Held und Liebhaber verpflichtst. Die beſonderen Ver⸗ anſtaltungen des Februar ſchloß eine ſehr gute Aufführung der „Walküre“ ab, in der Hans Bahling auf bekannt vortreff⸗ liche Weiſe den Wotan ſang. In der Monatsmitte ſtand ein Bach⸗ Brahms⸗Abend des Stadtorcheſters mit der noch immer eindrucks⸗ vollen Altiſtin Maria Philippi als Soliſtin. Alfred Maderno. 5 15 Ein Hartſteingutteller koſtet heute im Einkauf 1800„., ein Salat⸗ Aufſchlag von 11 400% im. Januar auf 24 100% am 18. Februar. am Montag in Kraft trete und daß bis dahin keine Kartoffeln mehr an die Händler abgegeben würden, um zu verhindern, daß zum alten niedrigen Preis eingekaufte Kartoffeln zum neuen er⸗ höhten Preis abgeſetzt werden. Die Ausſprache gipfelte in dem Beſchluß, daß die Kartoffeln nur auf dem Markte und bei Schreiher und im Konſumverein verkauft werden dürfen. Der Pfundpreis wird auf 35 erhöht. Die Kleinhandelsſpanne beträgt 10; ſie wurde von Arbeiterſeite beanſtandet, aber man wies auf der Gegenſeite nach, daß der Kleinhändler dieſe Spanne haben muß, wenn er be⸗ ſtehen walle. VVV 1 Der Vertreter der Wucherpolizei gab bekannt, daß in den letzten zwei Monaten 105 Fälle von unerlaubtem Handel zur Anzeige gelangten. In 40% der Fälle wurden Geſchäfte van Auf⸗ käufern ausgeplündert. Die Geſchäftsfeute können die Wucherpolizei bei der Abfaſſung derartiger Elemente tatkräftig unterſtützen, menn ſie ſofort telephoniſch die Wücherpolizei verſtändigen. Die Sigung endigte in der üblichen Weiſe mit der Feſtſetzung der Markt⸗ richtpreiſe, die vom kommenden Montag ab gelten. Es ſollen koſten: Kartoffeln 23(bisher 20,) bis einſchließlich Montag. Rote Rüben bis 50„(50), Gelbe Rüben bis 60(60), Zwiebeln 50—60„(50 0, Erdkohlraben bis 40 t(40), Obſt (ausgeſchnitten) bis 50 l(50), Aepfel und Birnen bis. 189. 41 (160) das Pfund, Lauch bis 20.%(20) das Stück. Sch. Eine ſoziale Tat geine Kündigung oder Entlaſſung von Arbeiinehmern Das Kartell der Mannheimer Arbeitgeberver⸗ bände hat auf Grumd eines einſtimmigen Beſchluſſes ſeiner Mit⸗ gliederverſammlung ſämtlichen Mitgliederverbänden und Firmen dringend empfohlen, im vaterländiſchen Intereſſe infolge der aus Anlaß der Ruhrbeſetzung eintretenden Betriebsſchwierigkeiten vor⸗ läufig keine Kündigungen oder Entlaſſungen von Arbeitnehmern vorzunehmen. Wo trotz Arbeitsſtreckung eine Wei⸗ terbeſchäftigung aller Arbeitnehmer nicht möglich iſt, wird empfohlen, die Leute nicht zu entlaſſen, ſondern nur ausſetzen zu laſſen Schlechte verbindung Mannhe mes mit dem bagdiſchen Oberans Nach Mitteilung der Reichsbahndirektion Kartsrube wurde zur beſſeren Verbindung Unterbadens mit Oberbaden und der Schmeiz ab 28. Februar ein neues Eilzugspaar 386/387 von Karksruhe über Pforzheim—Calw—Horb.—Villingen—Freiburg nach Baſel einge⸗ führt. Die Reichsbahndirektion iſt der Anſicht, daß der bisherige Fahrplan unmittelbare Verbindungen an und von dieſen Zügen auch für Mannheim bringen würdee. Dieſe Anſicht beſteht hier durchaus nicht. Zu dem Eilzuge nach Freiburg—Baſel ab Karlsruhe.15 vorm. beſteht über Schwetzingen außer.3. 740 Mannheim ab.38, Karlsruhe an .34 mit Warteßeit bis.15 kein Anſchluß: über Heidelherg der D 108, ab.55, an Heidelberg 6 15, ab.36, Karlsruhe an 737. In Karlsruhe wieder eine Zaſtündige Wartezeit. In umgekehrter Richtung bei Ankunft des Eilzuges in Karls⸗ ruhe um.59 nachmittags, beſteht über Schwetzingen die einzige öglichkeit.05 ab Karlsruhe mit.3. 719, oder über Heidelßerg .12 ab Heidelberg, an.05, ob 8 20, Mannheim an.40 zu fahren. Anmittelbare Verbindungen oder Anſchlüſſe können dieſe Fahr⸗ zeiten wirklich nicht genannt werden. Es geht doch nicht an, daß die größte und Hauptinduſtrieſtadt Badens mit Perſenenzügen oder Um⸗ wegen mit großen Wartezeiten mit den neuen Eilzügen rerbunden wird. Das wirtſchaftliche Hauptintereſſe an der nun⸗ mehr einzigen Verbindung mit dem Oberland liegt in Mann heim. Es iſt erfreulich zu hören, daß die Stadtverwaltung, die Hun⸗ delskammer und der Verkehrsverein bereits telegraphiſch, mündſtch und ſchriftlich bei der Reichsbahndirektion vorſtellig geworden ſind, um unter allen Umſtänden eine Durchführung der Eilzſige von und bis Mannheim zu erreichen. Fleiſch⸗ und Butterſchieber vor der Strafkammer ZJauchkhausſirafen für Schiebae Vor der Strafkammer J fand geſtern eine 7ſtündige Verhand⸗ lung gegen fünf Angeklagte, darunter zwei Ausländer, wegen un⸗ erlaubter Ausfuhr und verbotenen Handels ſtatt. Es waren angektagt der Kellner Cornelius van Ryſſelberg aus Schiedam, der Kaufmann Adrian Weyers aus Beel en Tont, der Metzgermeiſter Otio Hafner aus Mannheim, der Leti⸗ kateſſenhäadler Friedrich Kallenberger aus Mannheerm, der Hotelpförtner Valentin Stadtmüller aus Gerbach und der Kellner Johann Rommeis aus Ludwigshafen. Den Vorſitz führte Landgerichtsdirektor Dr. Benckiſer. Die Anklage vertrat Oberſtaatsanwall Bender. Als Verteidiger waren beſtellt die Rechtsanwälte Walter(für Ryſſelberg), Ur. Hart⸗ mann(für Weyers), Dr. Katz(für Hafner), Dr. Pude Gür Kallenberger), Dr. Keller für Stadtmüller und Rommets. vie Anklage war urſprünglich beim Wuchergericht anhängig geweſen, doch hatte ſich dieſes für unzuſtändig erklärt und den Fall an die Strafkammer verwieſen. 3 Veor einigen Monaten erhielt die Kriminalpolizei Mitteilungen über den verdächtigen Verkehr zweier Ausländer in der Fleiſch⸗ worenhandlung H. Hafner in C 3, der Sch ebergeſchäfte ver⸗ muten ließ. Bei der Hausſuchung wurde ein blaues Büchlein ge⸗ funden, deſſen Einträge vollen Aufſchluß über die Art der verdäch⸗ tigen Geſchäfte gewähr en. Es ergab ſich daraus, daß die beiden Holländer in der Jeit von Auguſt bis Mitte November v. J. Fleiſchwaren im Werte don 1834 000 Mark und Butter im Werte von 1400 000 Mark eingefauft hatten und daß faſt täglich Sendungen von 50— 160., Pfund expediert worden waren. Am Tage vor Hafners Verhaftung hatte dieſer noch 96 Pfund Butter, die er bei Händler Rommeis am Markte gekauft hatte, geliefert. Für 700000 Mark Ware hatten die beiden Holländer von Feinkoſthändſer Kallenberger bezogen, namentlich viel Wild: Haſen, Rehſchlegel, Rebhühner u. a. Die Waren wurden in der Regel von dem Angeklagten Stadtmüller vom Pin Hof in Ludwigshafen, wo Weyers verkehrte, oder einem von Stadt⸗ müller beauftragten jungen Buſchen geholt und unter Aſſiſtenz des Kellners Rommeis. der auch den damit verbundenen Fern⸗ ſprechdienſt verſehen haben ſoll nach dem Bahnhof Ludwigshaſen geſchafft, wo die Pakele in den Straßburger Schnellzug und zwar in ein vor dem Zugriff deutſcher Zollbeamten ſicheres Militärabteil verſtaut wurden. In zwei Fällen wurde auch zu Schiff geſchmug⸗ gelt. Der Schiffsinſpektor dan Keſſem eimnes holländiſchen Dampfers brachte zwenmal 12 oder 13 Kiſten im Werte von je etwa einer halben Milion nach Holland, von wo aus ſie nach der bekannten Methode tranſit nach der Schweiz an ein von Weyers aviſiertes Speditionshaus gingen. g Weyers gibt zu, daß er aus Deutſchland ſtammende Lebens⸗ mittel von ſeinem Wohnorte Straßburg nach Mülhauſen, Metz⸗ Nancy, Landau uſwd. hauptſächlich an franzüſiſche Offiziere ver⸗ ſandt hat. van Ryſſelberg ſagt, er ſei zu den, Geſchäften durch zwei fraſcöſiſche Soldaten gekommen, die er auf einer Fahrt von Straßburg durch die Pfalz kennen gelernt habs. Pigaud hahe der eige, Alban der andere geheißen, die angegeben hätten, für franzöfiſches Militär einzukaufen. Ex habe nicht gewußt, daß die Ware über die Pfalz hinausgebracht werde. Auch Weyers de⸗ hauptete, er habe nicht annehmen können, daß die Waren ins Ausland kämen. Die großen Schiffsſendungen ſeſen freilich unter ſeinem Namen gegangen, aber er habe geglaubt, daß Kob⸗ lenz det Beſtimmungsert ſei da dort die amerikaniſche Ausfuhr⸗ erlaubnis beſchafft werden follte. Hafner ſagte, er habe nicen ge⸗ wußt, daß er ſich ſtrafbar mache. Kallenberger verantwortete ſich dahin.„direkt“ habe er gerade nicht angenommen, daß es ſich um unerlaubte Geſchäfte handle, er hade es aber auch gar nicht wiſſen wollen, wohin de Ware gehr Die beiden Hotelalngeſtallten ver⸗ wieſen zu ihrer Entſchuldigung auf den internationglen Betrieb im Pfälzer Hof, der es nicht zulaſſe, über einzelne Aufträge ſich den Kopf zu zerbrechen. Das beſtätigte auch der als Zeuge geladene 4. Seite. Nr. 103 heim beim Landgericht Karlsruhe und der Kammer ſeine Sache aber recht gut. Maunteimer Genetral-Anzeiger mintag⸗Ausgabe) Freitag, den 2. März 1923 Oberkellner des Pfälzer Hofs. Der andere der beiden Zeugen, Kriminalſekretär Hoffmann, berichtete über die Ve rfolgung der zweiken Schiffſendung durch die Mannheimer Kriminolpolizei den Rhein hinab bis Köln, doch kam ſie zu ſpät. Schiffsinſpektor van Keſſem habe aber auf der mächſten Bergfahrt ſich krank gemeldet und ſei von Bord verſchwunden. Oberſtaatsanwalt Bender verglich die Verſuche der Angeklagt⸗ ten Ryſſelberg und Weyers ſich weiß zu waſchen mit ihrem Vor⸗ leben, das ſie als durchtriebene Schieber erweiſe und mit den Ergeb⸗ niſſen der Vorunterſuchung. Aus Berlin ſei Ryſſelberg wegen eines faulen Butterhandels ausgerückt und ebenſo Weyers, nachdem er eine Geldſtrafe von 3000 Mark erhalten habe, ohne dieſe zu be⸗ zahlen, aus Düſſeldorf ſei er nach dem Elſaß verzogen. Die Hand⸗ ungsweiſe des Angeklagten Hafner und Kallenber ger ſei ebenfalls ſcharf zu verurteilen. Der Angeklagte Stadtmüller habe ſich über den Inhalt der Sendungen nicht im Unklaren befinden können, und die Entſchuldigung des Kellners Rommeis ſei eben⸗ alls nicht ſtichhaltig. Der Oberſtagtsanwalt ſchloß mit dem Antrag, en Angeklagten van Ryſſelberg zu einer Zuchthausſtrafe von 2 Jahren und einer Geldſtrafe von 2 Millionen Mark zu ver⸗ urteilen. Der Angeklagte hatte an Wertſtücken neben Dollars und Franken 6 Nobel⸗Bynamit⸗Aktien im Werte von 1370 000 Mark im Beſitz. Gegen Weyers beantragt er ebenfalls Zuchthausſtrafe und eine entſprechende Geldſtrafe. Gegen die übrigen Angeklagten Ge⸗ fängnis und Geldſtrafe. Die Verteidigung(Rechtsanwälte Walter, Dr. Hartmann, Dr. Pudel, Dr. Katz und Dr. Keller traten für eine weſentlich mildere Beurteilung der Straftaten ein. Das Arteil murde nach mehr als einſtündiger Beratung abends um 7½ Uhr verkündet. Es wurden verurteilt: Die Angeklagten van Ryf⸗ ſelberg und Wegers zu je 1 Jahr Zuchthaus und zwen Millionen Mark Geldſtrafe, 5 Jahre Ehrverluſt und Stellung unter Polizeiaufſicht. Der Angeklagte Hafner erhielt 1 Jahr Gefängnis abzüglich drei Monate Unterſuchungshaft und eine Geldſtrafe von 100000 Mark, der Angeklagte Kallen⸗ berger eine Gefängnisſtrafe von 6Monaten und 100 000 Mark Geldſtrafe, der Angeklagte Stadtmüller eine Gefängnis⸗ ſtrafe von 4 Monaten 15 Tagen abzüglich der Unterſuchungshaft und 30 000 Mark Geldſtrafe. Der Angeklagte Rommeis wurde freigeſprochen. Weiter wurde die Veröffentli heimer bürgerlichen Zeitungen un Der Haftbefehl gegen die Angeklagten aufgehoben. In der Urteilsbegründung wird auf die g deutſchen Wirtſchaftslebens und die Beeinträchtigung des Ernäh⸗ rungsſtandes durch die Angeklagten hingewieſen. Das Vorſchieben franzöſiſcher Agenten wird zurückgewieſen. Als ſtrafmildernd wurde berückſichtigt, daß Ryſſelsberger und Weyers Ausländer ſeien, denen nicht zugemutet werden könne, die Not Deutſchlands ſo zu würdigen, mie man es von Deutſchen verlangen könne. Wären ſie Deutſche, o würden ſie zur doppelt ſo hohen Strafe verurteilt worden ſein. lus dem—8 77 Grunde war das Verhalten der Lieferanten der beiden Holländer umſo ſchärfer zu verurteilen. in der„Volksſtimme“ verfügr. große Schädigung des Ernaunt murde Kriminaloberinſpektor Karl Weigel in Mannheim zum Poligeioberinſpektor. „Zugelaſſen murde Rechtsanwalt Dr. Albrecht Fuchs in Mann⸗ ur Handelsſachen in Pforzheim, der Gerichtsaſſeſſor Hans Degerdon als Rechts⸗ anmalt beim Landgericht Mannheim. ee Zurückgenommen wurde die Ernennung des Kreis ulxats Dr. Philipp. Muckle in Maunheim zum eee Miniſte⸗ rium des Kultus und Unterrichts. Die Teuerung in Baden. Die vom Badiſchen Statiſtiſchen Landesamt berechnete Landesindexziffer beträgt nach dem Stand vom 21. Februar 241170, d. h. die Teuerung der Lebenshaltungskoſten iſt rund auf das 2412fache gegenüber der Vorkriegszeit geſtiegen. In den letzten 14 Tagen hat ſich die Zunahme der Teuerung infolge Sinkens des Dollars und damit der Großhandelspreiſe erheblich verlangſamt; gegenüber der Stichtagerhebung vom 17. Februar iſt die Landesinderziffer vom 21. Februar nur um 26 577 Punkte höher, d. h. die Zunahme in der Zeit vom 7. bis 21. Februar beträgt nur noch 12,4 Prozent. 8 Bahnbeförderung kleiner Tiere. Lebende kleine Tiere(auch Ferkel) dürfen vom 1. März ab als Gepäck auf der Eifenbahn nur befördert werden, wenn ſie in Käfigen, Kiſten und Körben aufge⸗ liefert werden Die Beförderung in Säcken iſt nicht mehr zuläſſig. Auf Monatskarten, Wochenkarten und Schülermonatskarten wird vom aleichen Zeitpunkt ab Gepäck überhaupt nicht mehr angenommen. FJahrrad-Diebſtähle. Nach dem uns zugeſtellten Polizeibericht ſind in der Zeit vom 21.—26. Februar ſieben Fahrräder ge⸗ ſtohlen worden, und zwar an folgenden Orten: Am 21. aus dem Keller der Gewerbeſchule G 6, am 22. aus dem Kantinenraum Mühlheimerſtraße 10 in Rheinau, am 22./23. aus dem Hauseingang Tatterſallſtraße 9, am 26. im Bezirksamt(Meldeſtelle), am gleichen Tage aus dem Keller der I 2⸗Schule, in der Zeit vom 24.—26. aus dem Hofe Friedrichsplatz 11 und am 27. aus einem Verkaufs⸗ laden in S 4, 6. veranſtaltungen Klavierabend Irmgard Gudehus. Irmgard Gudehus, die bekannte Schülerin von Hans Bruch, wird— heute Freilag in der Harmonie einen eigenen Klavierabend veranſtalten. Wir verweiſen an dieſer Stelle nochmals auf dieſen intereſſanten Abend, der unter Mitwirtung von Hans Bruch Klavierwerke von Korngold, Schumann und Nachmaninom bringt. Der Stenagraphenverein Stolze⸗Schren Mannheim eröffnet e Freitag abend in der Kurfürſtenſchule einen A nfänger⸗ urs. ü: Das Sandbichlerſche Bauerntheater, das hier nicht freid iſt, eröffnete ſein diesjähriges Gaſtſpiel im Apollo⸗ 2 heater geſtern abend mit Der hohe Beſuch in Wuzelhofen“. Das Stück, das der Eigenart der Truppe angepaßt iſt, ſpielt in den oberbayeri⸗ ſchen Bergen und behandelt natürlich eine Liebesgeſchichte mit Hinder⸗ niſſen. Vorweg ſei es genommen: die ſich lieben, die ſich kriegen. Es iſt einmal ſo im Roman und auf der Bühne; ſo hat ſich auch der Begrbeiter Benno Hirtreiter, der für die Spielleitung zeich⸗ net und nebenbei einer der beſten Darſteller der Truppe iſt, dieſem angepaßt. Obwohl die Handlung etwas gewaltſam zuſammen⸗ getragen iſt, wie es bei ſolchen Volksſtücken nun einmal iſt, iſt das Spiel der Darſteller wie immer flott. Nur ſcheint geſtern abend die Truppe noch nicht recht warm geworden zu ſein. Die Handlung bleibt trotz der angeführten Gründe zuſammenhängend. Der Bürgermeiſter von Wuzelhofen(Direktor Sandbichler) verlobt ſeine Tochter mit einem Lehrer. Die Tochter, die in München war, hat ſich einem Maler verſprochen, der eines ſchönen Tages auch ins Dorf kommt und alles auf den Kopf ſtellt. Das Ende davon iſt, daß der Cehrer das Nachſehen hat und der Maler ſich nachts vor dem Hauſe des Bürgermeiſters auch die Zuſtimmung der geifernden Bäuerin zur Verlobung holt. Die Figur des bäuerlichen Bürgermeiſters war ſehr aut, nur ſollte ſich Direktor Sandbichler etwas Mäßigung auferlegen in ſeiner polternden Art. Die Frau des Bürgermeiſters(M. Stal⸗ ler) war in Spiel und Maeske ſehr gut, ſo richtig die verſchlagene Bäuerin. die ſberall Vorteil und auch Betrug witkert. Die Tochter wurde von der durch ihr Spiel vom letzten Jahr bekannten G. Stürzel ſehr gut dargeſtellt, die es fertig brachte, ſogar ihre überſchlaue Mutter mit dem Maler hereinzulegen. Der poeliſch ver⸗ anlagte Lehrer(Denge) war eine faſt zu komiſche Figur, er machte Den Maler ſtellte B. Hirtreiter in ſeiner bekannten Art dar. Nur ſchien ihm die Rolle nicht ſo recht zu liegen, man hatte den Eindruck, als ob er ſich nicht recht wohl —9 445 Das Boyriſch⸗Ländliche liegt der Truppe viel beſſer, et ſo wieder auf volle Häuſer rechnen dürfen. ung des Urteils in allen Mann⸗ Hafner und Stadtmüller wurde ſie ouch bleiben. Die Truppe kann aber mit ihrem Erfolg von geſtern abend zufrieden ſein, ſie wird, wie vorgangeneß Jahr, 2 18 Rommunale Chronik Kleine Mitteilungen Der Frankfucter Magiſtrat hat einer Neufaſſung ſeiner Verordnung zur Ausführung des Reich⸗mietengeſetzes zuge⸗ ſtimmt, die hinſichtlich der Zuſchläge zur Grundmiete weſentliche Veränderungen enthält. Für Steigerung der Zinſen ſollen darnach 40 Prozent, für Betriebs⸗ und Verwaltungskoſten 300 Prozent, für Treppenhausbeleuchtung bis zu 300 Prozent, für Verſicherungsbeiträge bis zu 500 Prozent der Grundmiete erhoben werden können. Für laufende Inſtandſetzungsarbeiten iſt ein Pauſchalzuſchlag von 2800 Prozent der Grundmiete vorgeſehen, zu welchem bei Nachweis der Unzulänglichkeit im Umlagewege ein weiterer Zuſchlag bis zu 1200 Prozent treten ſoll. Hierbei iſt hervorzuheben, daß nach dieſer Neuregelung die laufenden Inſtand⸗ ſetzungsarbeiten im Innern der Wohnräume mit Ausnahme der ſogen. Schönheitsreparaturen unter dieſen Zuſchlag fallen.— Der Preis des Markenbrotes wurde mit Wirkung vom 24. Febr. auf 680 M. erhöht. Die neue große Deckungsvorlage wirkt ſich in München wieder durch Gebührenerhöhungen bei allen ſtädtiſchen Betrieben aus. Im Müllerſchen Volksbad koſtet nunmehr ein Schwimmbad für Erwachſene mit Zelle 500, ein Wannenbad 800, ein Brauſebad 400, ein elektriſches Lichtbad 2500„. In den Brauſe⸗ und Wan⸗ nenbadeanſtalten koſtet ein Wannenbad 700, ein Brauſebad 400 Mark, die Wäſcheleihgebühr 200. Bei den Bedürfnisanſtalten wird die Gebühr für die 2. Klaſſe auf 30, fütr die 1. Klaſſe auf 40 er⸗ höht. Auch die Beſtattungsgebühren werden wieder ſtark, nach den einzelnen Klaſſen um 4000—4500 4 hinaufgeſetzt. Bei den Grabgebühren bewegen ſich die Erhöhungen zwiſchen 8000 und 8500%. In der Großmarkthalle werden die Anſchluß⸗ und Ueber⸗ fuhrgebühren um durchſchnittlich 50—100 25, die Kleinhandelsplätze um durchſchnittlich 100%, und ebenſo die Verkaufsplätze auf dem Gärtnergroßmarkt, und die Gebühren für Kühl⸗ und Gefrierräume erhöht. Die Wiegegebühren ſteigen um durchſchnittlich 250 Im Schlacht⸗ und Viehhof werden die Schlachtgebühren um 40 bis 6500 96, die Marktgebühren um 30—800% je nach der Tiergattung erhöht. Beim Pflaſterzoll wird der Bahnzoll für je 100 kg von 85 auf 150„ erhöht. Vom 1. März an betragen die Verpflegungsſätze in den Krankenanſtalten für Einheimiſche je nach Klaſſe 5690 Mark, 4990, 4510 l, 4220„. Hiezu kommt noch ein Heizzuſchlag von 940 bis 550„. Für Auswärtige erhöhen ſich die Sätze ent⸗ ſprechend. Gerichtszeitung Deutſche verkaufen Waffen an Franzoſen Vor dem Schöffengericht Mannheim ſtanden am Donnersiag der Maſchiniſt Peter Gampfer aus Donsrieders und der Waffenhänd⸗ ler Ludwig Frauenſtorfer aus Mannheim wegen verbote⸗ nen Handels mit Waffen. Gampfer, der hier in Arbeit ſleht, iſt, weil ſeine Mutter in Frankreich geboren iſt, franzoſenfreundlich. Er führte⸗ während des Krieges mit Franzoſen Briefwechſel und verkehrt ſeit der Veſetzung Ludwigshafens drüben viel mit Franzoſen. Eines Tages rühmte er ſich in öffentlicher Wirtſchaft, daß er den Franzoſen viele Waffen verkauft habe. Ein Gaſt ärgerte ſich über die dumme Prahlerei und zeigte Gampfer an. Bei der Hausſuchung ergaben ſich Quittungen über den Verkauf von 31 Selbſtladerpiſtolen und eines Jagdgewehres an die Franzoſen aus dem Jahre 1919. Die Waffen hatte Gampfer teils von dem Waffenhändler Frauenſtorfer, teils von dem Büchſenmacher Ebert in Weinheim gekauft. Frauenſtorfer wußte, daß die Piſtolen an Franzoſen verkauft werden ſollten, doch habe ihn die Angabe, daß ſie mit nach Afrika genommen würden, be⸗ ruhigt. Der Angeklagte Gampfer wollte heute die Oeffentlichkeit aus⸗ geſchloſſen haben, da er ſich ſchäme. Gegen Gampfer beſtand auch Verdacht wegen Spionage, doch konnte hierzu kein Beweis erbracht werden. Das Gericht verurteilte Gampfer zu einer Gefäng⸗ nisſtrafe von 4 Monaten abzüglich 3 Wochen der Unterſu⸗ chungshaft, den Waffenhändler Frauenſtorfer zu einer Geldſtrafe von 1000 000 4. Der Vorſitzende, Oberamtsrichter Säge 1+ wandte ſich, wie ſchon in der Verhandlung, ſo auch bei der Begrün⸗ dung des Urteils ſcharf gegen die Geſi ſinnungslumperei der Angeklag⸗ ten, indem er auf die Schreckensherrſchaft unſeres Feindes im Ruhr⸗ gebiet verwies und betonte, daß die Beweisaufnahme ergeben habe, daß die verkauften Waffen franzöſiſches Heereseigentum geworden ſeien. Der Schleichhandel in Kondiloreien Vor den Wuchergerichten der drei Berliner Landgerichte hatten ſich in mehreren Einzelverhandlungen die Beſitzer von größeren Ber⸗ liner Konditoreien unter der Anklage des Schleichhandels mit Zucker, Mehl und Schlagſahne zu verantworten. In dem erſten Falle hatte ſich vor dem Wuchergericht des Landgerichts Ul der jetzige mhaber der bekannten Konditorei Telſchow, Dr. phil. Ernſt Telſchow, in Ge⸗ meinſchaft mit dem Kaufmann Hermann Stock und dein Sekretär Georg Wullf unter der Anklage des Schleichhandels mit Zucker und Mehl zu verantworten. Die Angeklagten ſtanden vor längerer Zeit ſchon einmal wegen derſelben Sache vor Gericht. Dr. Telſchow war damals zu drei Wochen Gefängnis, an deren Stelle eine Geldſtrafe von 30 000 treten ſollte und weiteren 10000 Geldſtrafe verur⸗ teilt worden, während die Mitangeklagten mit je einer Woche Gefüng⸗ nis bezw. 2000 und 3000 Geldſtrafe davongekommen waren. Hier⸗ gegen hatte Juſtizrat Dr. Wulffen Reviſion eingelegt, auf welche hin das Reichsgericht das Urteil aufhob, da die Beteiligung des Dr. Tel⸗ ſchow nicht einwandfrei feſtgeſtellt ſei. Nach mehrſtündiger Verhand⸗ lung kam das Gericht jetzt zu einer Freiſprechung von der An⸗ klage des Schleichhandels mit Zucker und verurteilte Dr. T. nur we⸗ gen Schleichhandels mit Mehl und Nichtanmeldung zu zwei Wochen Gefängnis, an deren Stelle auf Grund des Geldſtrafengeſetzes eine Geldſtrafe von 7500% treten ſoll, und zu einer weiteren Geldſtrafe non 20 000 und 1500, d. h. eine Geſamtſtrafe von 29 000. Die beiden Mitangeklagten wurden freigeſprochen.— In einem ande⸗ ren Falle handelte es ſich unr eine verbhotene Abgabe von Schlagſahne in einer Konditorei in der Pariſer Straße. Angeklagt waren der Kon⸗ ditoreibeſiger Düring und ſeine Ehefrau) Wie die Beweisauf⸗ nahme ergab, konnte man in dem Geſchäft der Angeklagten Schlag⸗ ſahne zu recht anſtändigen Preiſen ſchlemmen, während die Kinder⸗ krankenhäuſer kaum die zur Ernährung der Säuglinge notwendige Milch erhalten können. Mit Rückſicht darauf, däß eine derortige Handlung äußerſt verwerflich ſei, da ſie einen ſchweren Verſtoß gegen die Volksernährung darſtelle, erkannte das Wuchergericht des Land⸗ gerichts III auf ſe einen Monat Gefängni s mit einer drei⸗ jährigen Bewährungsfriſt und außerdem auf je 100 000 Mark Geldſtrafe. Sportliche Rundſchau Eröffnung der deutſchen Schwimmſalſon. Die Eröffnung der deulſchen Wettſchwimmſafſon 1923 erfolgt nach Beendigung der offi⸗ ziellen Ruhepauſe des Deutſchen Schwimmverbundes am 3. und 4. März in Berlin, Frankfurt a.., Ruhrort, Elberfeld und Deſſau. In Frankfurt a. M. iſt die geſamte ſüddeutſche Klaſſe am Start. Das Meeting in Berlin iſt durch den Start von Nemzeti⸗Budapeſt international. Sportlich beſonders wertpoll iſt dies erſte Zuſammen⸗ treffen von Hellas⸗Magdeburg mit dem Bremiſchen So., Poſeidon⸗ Berlin, Skl. 89 Berlin uſw. Am 10. und 11. März folgen ein inter⸗ nationales Wettſchwimmen in Breslau, Schwimmfeſte der Ger⸗ mania Berlin und des Neptun Leipzig, am 17. und 18. März ein in⸗ ternationales Meeting der Spandauer Waſſerfreunde. Den Beſchluß der Märzfeſte bilden die internationalen Einladungskämpfe des Hel⸗ las Magdeburg am 24. und 25., zu dem u. g. Arne Borg⸗Stock⸗ holm und Barta⸗Budapeſt, Ungarns beſter Rückenſchwimmer, erwar⸗ tet werden. Raòſport Bauer-Tietz gewinnen das Berliner Sechskagerennen mit 376 Punkten. Das Sechskagerennen im Berliner Sportpalaſt ging geſtern abend zu Ende. Nach wechſelvollem Kampf gewannen Bauer⸗ Tietz das große Rennen mit 376 Punkten gegen die Gebrüder Huſchke mit 388 Punkten und Hahn⸗Krupat mit 306 Punkten unter dem ſtürmiſchen Beifall der Zuſchauer, die ſich wleder äußerſt zahlreich eingefunden hatten. In dem Rennen wurden in 144 Stun⸗ den 4286, Kilometer zurückgelegmg. 8 85 Neues aus aller Welt Der Dank der Balten Dem Oberbürgermeiſter von Baden⸗Baden iſt mit einer Spende von 250 000 Mk. von dem Vertreter des Baltiſchen Vertrauensrates und Baltenverbandes Baden⸗ Baden folgendes Schreiben zugegangen: Hochverehrter Herr SBerbürgermeiſter! Am heutigen Tage, vor 5 Jahren, wurde die deutſch⸗bal⸗ tiſche Bepölkerung Eſtlands durch die Deutſchen Truppen vom ſicheren Untergang errettet. Am 25. Februar 1918 zogen die wackeren deutſchen Truppen, von den Deutſch⸗Balten enthuſiaſtiſch empfangen, in Repal ein und wurden auf Verwendung der oberſten Heeresleitung an 1500 Deutſch⸗Balten— Gutsbeſitzer, Paſtoren, Schriftſteller, Beamte und Kaufleute, welche von den Bolſchewiſten nach Krasnojarsk in Sibirien verſchleppt worden waren, ihrer Hei⸗ mat zurückgeführt. In dankbarem Gedenken jenes, in der Geſchichte des Deutſch⸗Baltentums ſo bedeutenden und denkwürdigen Ereig⸗ niſſes, hat bereits von den Deutſch-⸗Balten Eſtlands eine Samm⸗ lung ſtattgefunden für die Nothilfe zur Unterſtützung der Leiden unſerer deutſchen Stammesbrüder. Das Ergebnis kam acht größeren deutſchen Städten zugute: darunter wurde auch Karlsruhe mit ca. 270 000„ bedacht. Wir hier in Baden lebenden Eſtländer glauben unſeren Dankgefühlen dem deutſchen Volk gegenüber keinen würdi⸗ geren Ausdruck verleihen zu können, als an Sie, hochverehrter Herr Oberbürgermeiſter, die Bitte zu richten, das Ergebnis einer von uns unter Mitgliedern des eſtländiſchen Adels aus Anlaß der Wiederkehr des Jahrestages der veranſtalteten Sammlung von 250 000 Mark zum Zwecke der Leinderung der Winternot der Baden⸗Badener Einwohnerſchaft freundlichſt annehmen zu wollen. 5 — Rieſenpreiſe für alte deukſche Briefſmarken. Bei einer Brief⸗ markenauktion in Hannover wurden für alte deutſche Brief⸗ marken Rieſenpreiſe bezahlt. Für zwei hannoverſche grüne 10Groſchenmarken wurden trotz kleiner Fehler 160 000 und 250 000 Mark gezahlt: eine bogenförmig durchſtochene gelbe 1⸗Groſchenmarke von Braunſchweig koſtete 1 Million Mark. Den höchſten Preis er⸗ zielten zwei loſe Stücke ſächſiſcher 3⸗Pfennigmarken mit dem ſeltenen Poſtſtempel„Bautzen“, die als ſenkrechtes Paar verwendet geweſen waren. Von den beiden Marken war das untere Stück ein Kabinett⸗ ſtück, während die obere Seite der anderen Marke leicht berührt war. Für die beiden Marken wurden 10 Millionen Mark gelöſt. Auch für ſämtliche übrigen Marken wurden außerordentſich hohe Preiſe erzielt. — zwei Preßkohlen oder 100 Mark. Eine recht geführliche Methode, jugendliche Beſucher anzulocken, betreibt der Inhaber eines in Berlin⸗Moabit gelegenen ſogenannten An dem Eingange des Platzes prangt ein Plakat des Inhalts, daß der Eintritt entweder 100 Mark oder zwei Preßkohlen oder 50 Mark und eine Preßkohle betrage. — Jeichen der Zeil. In Stolp in Pommern erſchoß ſich aus Nahrungsſorgen der Juſtizrat Zileſch. Krankheitshalder hatte der bereits im vorgerückten Alter ſtehende Juſtizrat ſeine Praxis auf⸗ geben müſſen; ein Anerbieten ſeiner Amtsgenoſſen, ihn im Notariat weiter zu vertreten, lehnte er ab. — Wiener Faſchingsrekord. Der abgelaufene Faſching hat einen Rekord an Feſten gebracht. Im Jahre 1921 wurden beim Wiener Magiſtrat 2782 Einzelfeſte angemeldet. Im Vorfahre zeigte ſich ein kleiner Rückgang, die Ziffer betrug 2579. Heuer iſt eine Zunahme um nahezu 1000 Veranſtaltungen zu nerzeichnen. Da die Tanzluſt auch keinesmegs mit dem Aſchermittwoch ihr Ende erreicht, ſo iſt e⸗ nicht ausgeſchloſſen, daß noch der Viertauſender erreicht wird. Im Jahre 1921 betrugen die Einnahmen an Luſtbarkeitsabgabe kaum 4 Millionen Kronen, im Jahre 1922 nahezu 42 Millionen, heuer bisher 1196 Millionen Kronen, wohei die Wertänderung der Valuta berückſichtigt werden muß. Die Feſte mit den grüßten Einnagmen waren die Modereboute, die Caligariredoute und der Böſe⸗Buben⸗ Ball, die an Abgabe zwiſchen 53 und 24 Millionen Kronen ein⸗ brachten. Minder gut iſt das Ergebnis der Speiſen⸗ und Getränke⸗ abgabe, die geſondert von der Luſtbarkeitsabgabe zu entrichten iſt. Während im Vorjahr auf den Redouten und Bällen noch ſehr viel champagniſiert wurde, ging es heuer viel ſolider zu und es kam ſogar Soda mit Himbeer wieder zu Ehren. Neue Bücher. (Beſprechung einzelner Werke nach Maßgabe ihrer Bedeutung und des uns zur Verfügung ſtehenden Raumes vorbehalten Furche⸗Almanach gauf das Jahr 1923. Furche⸗Verlag, Berlin.(82) Philipp Krämer: Das nächtliche Schulhaus. Ebenda.(83) Inlie Schloſſer: Aus dem Leben meiner Mutter. Ebenda.(84) Doſtoſewski: Ein ruſſiſches Evangelium. Ebenda.(85) Willf Hellemann: Die Neugeburt der menſchlichen Gemeinſchaft. Ein Wort zur Frage der Erziehung. Ebenda.(86) Werner Mahrkolz;: Doſtojewski, ein Weg zum Menſchen, zum Werk, zum Evangelfum. Ebenda.(87) Emil Engelhardt: Minne und Liebe. Ebenda.(88) Guüſt. v. Bodelſchwingh: Friedrich von Bodelſchwingh, Leben und Lebens⸗ werk. Ebenda.(89) Tony Kellen: Die Natur in der Dichtung. 2. Aufl. Franck ſche VBerlogs⸗ handluag, Stuttgart.(91) Erdbſchlein, Kleines Jahrbuch der Erdkunde, 1928. Ebenda.(92) Ebbe Kornerup: Peru, das Land der Inkas. Kosmos, Geſellſchaft der Naturfreunde. E(98) 5 Enno Nielſen: Das große Geheimnis Fälle aus dem Gebiete des Ueber⸗ 8 ien, Wilt. Nngemeſche⸗Brandt. Ebenhauſen bei München.(83) Waicher Flaig: Im Kampf um Tſchomolungma, den Gipfel der Erde. Kosmos, Geſellſchaft der Naturfreunde. Franckſche Verlagshandlung, Stuttgart.(94) Vom ſchöpſeriſchen Sinn der Liebe. R. Laßze: Jahreszahlen der Erdgeſchichte. Ebenda.(85) Robert Henſeling: Sternbüchlein 1923. Ebenda.(96) Vertolt Brecht: Trommeln in der Nacht. Drama. Drei⸗Masfen⸗Berlag, München.(07) Albert Trentini: Goethe. Callwey, München. 2. Bd. Deutſches Leſebuch, 2. Band. Karlsruhe.(89) Woodrow Wilſon: Memoiren und Dokumente über den Vertrag zu Ber⸗ ſgilles, herausgeg, von R. St. Baker; autoriſierte Ueberſetzung von C. Theſing. 1. Bd. Paul Liſt Verlag, Leipzig.(100) Die Beſchwerden der ungariſchen Minderheit in Rumänjen. Verlag des ungariſchen Szekler Vereins.(103) Jakob Dirſcherl: Schwerathletik, Gewichtheben. Grethlein u. Co., Leipzig. 104) Deutſchlands tiefſte Erniedrigung. Betrachtungen eines europäiſchen Staats⸗ mannes. Otto Mieth, Verlag, Böblingen.(105) Maria Regina Jünemann: Kämpferinnen, Roman aus der Theaterwelt. J. P. Bachem, Köln.(106) Alexander Dumas: Die Gräfin von Charnv. 2. Verlag Dieck u. Co., Stuttgart.(107a, b) Fritz von Hake: Zuſammenbruch und Aufftieg des franzöſiſchen Wirtſchafts⸗ lebens 1789—1799. C. H. Beckſche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, München.(108) Der Roman ſeiner Erweckung. Georg D. W. (98a, b) Tertia—Unterſekunda. G. Braun, Verlag, Bd. Heimat u. Welt⸗ Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Febeuar Rbein-Begel 28. 28. 27. 20.J 1. 2. HNerar-Bescf 25 2 2. Schu ſerinſele).48.80 f 65 01.80 l. 68.72 Mannteim.144 0104.04ff 2004 8U Heeen: 8 442 8 deicrenn..67.87 12./ il8s Maxau. 451.42.49.89 461.81 Mannbeim..97.84.80 3 94.11.16 Taub. 312 KBUn 374.65.85 4 23 e Weſtwind, Regen 22 Mannheimer Wecterbericht v. 2. März morgens 7 Uhr Barometer: 744. mm. 6%& Niedrigſte Temperatur nachts:.200. Höchſte Temperatur.00 C. Nieden hlag 35 Litern auf den am. Südwind 3, Regen. 9— 5 1 5 — bheitz Eig 2 Freitag, den 2. März 1924 Mannheimer General-Buzeiger(menag-Busgabe) Ir. 103 . ertte- ———— Preisabbau— Kursabbau Der erste und wichligste Zweck jener Stützungsaktion der Reichsbank, die den Kurs des Dollars von 40 000—50 000 auf 20000—25 000, also um die Hälfte herabdrückte, war die Hemmung des weiteren Fortschritts der inneren Teuerung und darüber hinaus die Herbeiführung eines die Massen beruhigenden und die Lage der Konsumenten erleichternden allgemeinen Freisabbaus. Mit allem Nachdrucke versucht die Regicrung dicse von ihrem politischen Standpunkte wesenflichste Auswirkung der Erhöhung des valutarischen Markwerts zu fördern, sicherzustellen, zu erzwingen. Die Mahnung zu patrietischer Pflichterfüllung wird mit Straf⸗ androhungen für diejenigen verknüpft, die sich weigern, der neuen Situation Rechnung zu tragen und die Preise ihrer Waren dem ermäßhigten DoEarkurse anzupassen. Die Handels- kammern und andere wirlschaftliche Verbände werden in den Dienst der Preibsabbaupropaganda gestellt; auf die Kar- telle und Syndikate wird Wwohl unmittelbar vom Reichswirtschaftsministerium ein energischer Druck aus- geübt. Nur den Reichsverkehrsminister und den Reichsfinanzminister hat die Regierung bisher offenbar für den Preisabbau nicht zu interessieren vermocht; der erstere darf ohne Rücksicht auf die Besserung der Mark seine Personen-Tarife zum 1. März verdoppeln und der letztere steigert die ohnedies schon beinahe unerträglich hohen Kohlenpreise durch seine Kohlensteuer nochmals um 402%. Auch' die Finanzminister der einzelnen Länder, die das Holz der Staatswälder zu immer fabelhafteren Preisen verkaufen, scheint man von der Notwendigkeit, der euerung Einhalt zu tun, noch nicht überzeugt zu haben. Die Reicksregierung, die so tapfer gegen die private Preis- treiberei kämpft, hält sich sicher für verpflichtet, auch der amtlichen mutliger und entschlossener entgegenzutreten als bisher. Aber es scheint lange zu dauern, bis sie diesen Ent- schluß in die Tat umsetzt. Natürlich wird dem Preisabbau von Produktion und andel ein gewisser Widerstand entgegengesetzt, der nicht lediglich der Ausfluß bösen Willens und sträflicher Habsucht ist. Anfangs wollte man von einer Herabsetzung der Preise Uberhaupt nichts wissen, weil man den ganzen Dollarsturz kür einen Bluff hielt und eine neue gründliche Verschlechte- rung der deutschen Valuta schon für eine sehr nahe Zukunft SrWartete. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß die Reichsbank doch offenbar für einen längeren zeitraum ũber die Mittel verfügt, um den Markkurs zu„regulieren“ und zu halten, und dap sie eifrig und auch mit Erfolg bestrebt ist, ihren Devisenvorrat weiler zu verstärken. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge und der von der Regierung, der Reichsbank und, unter dem Einflusse der Reichsbank, auch von den Privatbanken— durch Kreditrestriktion— ausgeübte Druck haben nun tatsächlich über den Kreis der elgentlichen Valutawaren hinaus zum Beginne eines all- Semeinen Preisabbaues geführt. Die Tendenz der Rück⸗ bildung der Teuerung wird verstärkt durch die Zurück- haltung der Konsumenten, die durch die offiziellen und Okfiziösen Kundgebungen und Ankündigungen veranlaßt wer⸗ den, auf eine noch beträchtlichere Verbilligung der Waren- Preise zu warten. Sie wird beeinträchtigt durch die Tatsache, daß die Kohlenpreise in sehr raschem Tempo Weitersteigen und daß auch die Löhne und Gehälter dem Hinaufschnellen der Lebenshaltungskosten in den jüngsten Wochen angepaßt, also vorläufig erhöht Wwerden müssen. eitere Hemmungsmomente sind die verhältnismäßig feuer eingekauften Läger, die noch zu hohen Preisen laufenden Bestellungen und die trotz allem fortbestehende Unsicherheit uüber die künftige politische, wirtschaftliche und valu- tarische Entwicklung. Die amtlichen Mahnungen und Warnungen haben wohl keine durchschlagende Wirkung; aber Käufezurückhaltung, Kreditbeschränkung und Kreditkündigung zwingen die Fabri- kanten und namentlich den Einzelhandel, schon vielfach zu dem Versuche, ihre Vorräte mit wesentlich verkleinertem oder ohne Gewinn, oder sogar mit augenblicklichem Verlust loszuschlagen. Im Einzelhandel der Konfektion tauchen An- gebote mit— vorläufig freilich ziemlich begrenzten— »Preisabschlägen“ bereits überall in den Zeitungen auf. Ein ausgiebigerer Preisabbau ist bei Schuhwaren eingeleitet, wo allerdings die Steigerung der Preise besonders groß und der ückgang des Konsums besonders erheblich war; in den Schuhfabriken wird fast überall mit wesentlich verkürzter Arbeitszeit produziert. Im Bereiche der Lederindustrie leistet aber der inländische Rohstoffhandel dem Abbau der Preise rtnäckigen Widerstand; die letzten Häuteauktionen in eipzig und Düsseldorf sind abgebrochen worden, weil die ngebote der Käufer den Verkäufern nicht genügten. Im Lebensmittelhandel ist vor allem auf den Viehmärkten ein nlicher Widerstand zu spüren. Gründlicher als der Preisabbau auf den Warenmärkten Far bisher im allgemeinen der Kursabbau an den Ekfektenbörsez. Die Niedrighaltung des Dollarkurses Würde nach der Anpassung der Aktiennotierungen an den veränderten Valutastand, die schon seit längerer Zeit ein- Setreten ist, eine Neubelebung des Effekten- eschäfts nicht verhindern. Die entscheidende emmung der Erholung ist vorlaufig die Geldknapp- nicht nur die Geldknappheit für die Effekten- Sdekulation selbst, sondern auch die Geld- und Kreditknapp- eit im Waren- und Devisengeschäft, die Industrielle, Kauf. leute, Importeure— neuerdings namentlich auch Hamburger mporteure— vielfach gezwungen hat, Aktien abzustoßen, um sich flüssige Mittel zu verschaffen. Kalchas. Versand aus dem englisdi-besetzten nack dem unbesetzten Gebiet Wie uns die Auflenhandelsabteilung der Handelskammer zür den Kreis Mannheim mitteilt, unterliegt der Waren⸗ Versand aus der englischen Besatzungszone nach dem freien Deutschland den gleichen Bestimmungen der Ordonnanz 136 der Interalliierten Rheinlandkommission wie die Ausfuhr der Waren aus der französischen und belgischen Zone. Wenn auch die Ordonnanz 136 bisher braktisch im Innern des britisch- besestzten Gebietes nicht zur Durchführung gebracht wird, so wird doch der Zesamte Warenversand aus der britischen Zone durch die Belgier und Franzosen überwacht, da sämtliche Kus- Fangs punkte nach dem Ausland und dem unbesetzten Deutsch- land in den Handen der Franzosen und Belgier sind und die Kontrolle genau wie im übrigen Gebiet gehandhabt wird. usnahmebestimmungen bestehen nicht. Verlängerung des deutsch-witalienisch. Wirtschalisabkomtueus Das vorläufige deutsch italienische Wirt- Shaktsabkofmen vom 28. August 1921, erneuert am Mai 1922, ist ohne Veranderung für weitere neun Monate 1. März verlängert Worden. 22 Hendelsblaft des — Wirtschaftsverhandlungen mit Spanien Wie uns die Außenhandelsabteilung der Handelskammer für den Kreis Mannheim mitteilt, haben bekanntlich die deut- sche und die spanische Regierung unter dem 15. Januar 1923 in Erwartung des baldigen Zustandekommens eines allgemeinen deutsch-spanischen Handels- vertrages ein vorläufiges Handelsübereinkommen mit Wirkung vom 14. Januar 1923 abgeschlossen. Das Ab- kommen, das zunächst bis zum 28. ds. Mts. Geltung haben sollte, wird voraussichtlich um zwei Monate verlangert wer⸗ den. Spanien erhält also damit von Deutschland für die Dauer 358 Abkommens das Recht der Meistbegünsti- gung sowie die Zusicherung, daß in der Zollbehandlung gewisser spanischer Erzeugnisse keine Verschlechterung egenüber dem Zustand vor dem 10. Januar eintritt. Diese Tzeugnisse sind: Eisenerze, Zinkerze, Bleierze, Kupfer- erze, Blei in Blöcken, Olivenöl, Zitronensaure, roher Wein⸗ stein, Wolle ungewascken, Wolle gewaschen, wollige Felle, Bananen, Korkstopfen, Nüsse, Haselnüsse, grüne Mandeln, trockene Mandeln, Traubenrosiffen, trockene Feigen, Apfel- sinen, Tafelweintrauben, Obstpülpe, Weinsäure, raffinierter Weinstein, Brechweinstein, Sardinen in Oel, in hermetisch verschlossenen Behältnissen und andere Fische in Oel, in hermetisch verschlossenen Behältnissen. Außerdem gewährt Deutschland an Spanien für die Geltungsdauer des Abkom- mens: Aufhebung des Einfuhrzolles auf spanische Bananen, Zollherabsetzung für spanische Korkstopfen auf 30 Goldmark, ein Einfuhrkontingent von 70000 Hektoliter Wein. Deutsche Erzeugnisse unterliegen bei ihrer Ein- kuhr nach Spauien wWie bisher dem Zollsatz der 2. Spalte des spanischen Zolltarifs, welcher um den bekaunnten Valutazuschlag erhöht wird. Die Verhandlungen über ein umkassendes Handelsabkommen werden in den nächsten Tagen in Madrid aufgenommen werden. Eine Neueinführung au der Mannheimer Effektenbörse Die Aktien der bekannten Heilbronner Lebensmittel- kabrik C. H. Knorr.-G. kommen an der Mannheimer Börse zur Einführung. Es handelt sich um 60 000 000 Stammaktien(Nr.—60 000) über je 1000, deren Zulassung von der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft .-G. beantragt wird. Es handelt sich bei der Knorrgesell- schaft um ein großes Unternehmen mit weitverzweigten Ver⸗ bindungen, über die der zu erwartende Prospekt interessante Mitteilungen bringen dürkte.* * Ermäßigung des Goldzollaufgeldes. Das Goldzoll- aufgeld betragt für die Zeit vom 7. bis einschl. 13. März 1923 598 00096(595 40096). Badlische Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen à/Rh. Nach dem Prospekt über 440 Mill.„ Aktien letzter Ausgabe betrugen nach dem Stande vom 1. November Kasse, Wechsel, Bankguthaben ungefähr das Fünffache des Eude 1921 ausgewiesenen Betrages, also rund 1,6 Milliarden und die Befeiligungen 334 Mill.„. Das Verhältnis der Debi- toren zu den Kreditoren War ungefähr dasselbe wie in der Bilanz vom 31. 12. 1921. Das Geschäft habe sich befriedi- alel gend entwickelt, sodaß auch auf das erhöhte Aktienkapital mit einem„zufriedenstellenden“ Ergebnis zu rechnen sein dürfte(i. V. 30% auf 400 Mill. 4 Stammaktien). pDeutsche Grundereclit-Bank, Gotha. Das rasche Wachsen der Unkosten und die durch das Darniederliegen der Bau- tätigkeit stark erschwerte Wohnhäuserbeleihung veranlaßte die Gesellschaft zur Ausdehnung des Geschäfts- betriebes auf die bisher nicht geübte Hergabe von Kommunaldarlehen. Es wurde die Ausgabé von zu- nächst 250 Mill.&4 Ssiger Kommunalobligationen beschlossen, dlie bereits guten Absatz im börsenmäßigen Handel fanden. Die Bank, die aus 3 059 539(i. V. 2392 797) Reingewinn wieder 9 ividende verteilt, beschlol im November 1922 die Kapitalverdoppelung auk 45 Mill. 4. Aus dem A iogewinn wurden der Reserve 2 215 000„ zugeführt, Wodurch sich diese auf 7 Mill. erhöhte. Pfandbrief- geschäft wie Hypothekengeschäft unterlagen starken Schwankungen, insbesondere durch starke Rück⸗ klüsse. Pen Wünschen der Darlehnsnehmer auf Rückzahlung nicht fälliger Varlehen wurde gegen angemessene Entschädi- gung entsprochen, soweit es die Pfandbrief-Deckungsvor- schriften gestatten. Die Interessengemeinschaft mit der Preußß. Central-Bodenkredit-.-G. und der Rhein-Westf. Bodenkreditbank wurde von der.-V. im Februar 1923 ge- nehmigt. Dem Pfandbrief-Agio-Konto wurden 385 483 Agio- Gewinn neben 67 163„ Disagio-Gewinn zugeführt. An Par- lehenszinsen wurden 17,76(i. V. 15,56) Mill. A, an Darlehens- Provisionen 9,02(1,51) Mill. 4, an Zinsen aus Effekten usw. 6,12(1,73) Mill. 4, an verschiedenen Einnahmen 12,80(2,74) Mill.„ erziell. Anderseits erforderten Pfandbriefzinsen 14,04(12,25) Mill. K. Nach 59 400(742 275)„ Aufwendungen kür Gratifikationen und Tantiemen werden aus dem Rein- gewinn von 3059 535(2 392 797)% kür die Dividende 2025 000„ beansprucht. Für neue Rechnung bleiben 851 400 (384 658). Zur Zwangsversteigerung kamen 7(5) Grund- stücke, davon 4(4) auf Antrag der Bank. Die Forderungen wurden überall herausgeboten. Die Meistgebote betrugen .38(0,65 Mill. bei.08(0,48) Mill.% Beleihungen, gleich 46,10%(74,39%). Außerdem war die Bank an der Zwangs- verwaltung von weiteren 5(13) GErundstücken beteiligt, wo⸗ von 3(10) auf ihren Antrag erfolgten. Die Zinsrückstände aus 1922 betrugen am Jahresschluß 14 427(i. V. aus 1921: 9541). Der Hyxpothekenbestand stellte sich Ende 1922 auf 352.66(380.73) Mill.&, anderseits der Obligationen- umlauf auf 353,83(375,57) Mill. 4. Die.-V. am 31. März soll eine neue Kapital- erhöhung in noch zu bestimmender Höéhe und Form beschließen. *Zuckerfabrik Offstein,.-G. zu Neuoffstein(Pfalz). Der Abschluß für das Geschäftsiahr 1921/2 Welst. wie von uns bereits gemeldet, bei dieser zur Gemeinschaft der süddeutschen Zuckerfabriken gehörenden Ge- sellschaft einen Fabrikationsgewinn von 232 222 761„(i. V. 76 939 149) aus. Unkosten erforderten 216 070 141(70 867 339) 4, Abschreibungen 4 209 739(1 344 133) l. sodaß einschl. 573 128 (198 566) Vortrag ein Reingewinn von 12516 008 (4 926 243) verbleibt. Hieraus gelangen 40% Dividende (2596) auf die Stamm- und 79% auf die Vorzugsaktien(.. i..) zur Verteilung. Dem Extra-Reservefonds werden 1 Mill. 4 (199 615%), dem Dispositionsfonds gleichfalls 1 Mill,(i. V. 400 000, auherdem 220 000 kür sonstige Rücklagen) über⸗ wiesen. Kuf neue Rechnung gelangen 1 490 408(573 128) zum Vortrag. In der Bilanz erscheinen u. a. Effekten mit 1938 395(845 134) I. Beieiligungskonto mit 4301 760(—.) A. Debitoren mit 63 597 324(25 569 897). Bestände mit 33 925 034 6862 757)„ und Kreditoren mit 80 971 862(13 457 627) A. Nach dem Berieht des Vorstandex umfaßt das ab- gelanfene Gesecbäftsjahr die 7eit vom 1. Oktaber 1091 his zum 31. August 1972. Die Rübenernte entsprach infalge der an- haltenden Trochenbeit bei wWeitem picht den auf Grund eines Wesentlichen Mehranbanes gehegten Etwartungen, trotzdem der Zuckergchalt der Rüben recht gut war. Die Verarbei- kung der Rüben ging in beiden Fabriken in zukriedenstellen- nheimer General-Anzeiger Fiſcher: für das Feuilleton: Dr Fritz Ha der Weise vonstatten. Die anfallenden Trockenschnitzel und Melasse fanden guten Absatz. Die Anlagekonten haben nicht unwesentliche Zugänge erfahren, in erster Linie durch Neu- bauten von Lagerhäusern und weitere Verbesserungen der Betriebseinrichtungen. Der Ausbau der Fabrik Groß-Gerau ist noch nicht abgeschlossen. Der Betrag der Rücklage für Talonsteuer mit 65 000„ wurde dem Extra-Reservefonds zu- geführt. Die Rübenernte für die Campagne 1922½3 War Wesentlich größer als im Vorjahre und dementsprechend auch die Gesamtzuckererzeugung, trotz des geringeren Zucker- gehaltes. Dagegen beeinträchtigten die außergewöhnlich schlechten und nassen Witterungsverhältnisse nicht nur die Rodung der Rüben und deren Anfuhr, sondern auch die sonst gewohnte ununterbrochene Arbeit der Betriebe. Trotzdem Rofft die Gesellschaft, auch für das laufende Geschäfts- jahr wieder mit einem befriedigenden Ergebnis rechnen zu können. Hansa-Lloyd Werke.-., Bremen. Der Aüfsichtsrat beschloß die Verteilung einer Pividende von 5026(626) auf die alten und 259% auf die jungen Aktien vorzuschlagen. Zur Stärkung der Betriebsmittel wird außerdem beantragt werden, das AKktienkapital um bis zu 96 Mill. 4 ab 1. Januar 1923 dividendenberechtigte Stammaktien und 10 Mill.„ Sh%eige Norzugsaktien mit 20 fachem Stimm- recht zum Schutze gegen Ueberfremdung auf 250 Mill. 4 2u erhöhen. Die Festsetzung der Bedingungen der Ausgabe und der Höhe des Bezugsrechtes für die Aktionäre bleibt der .-V.(26. März) vorbehalten. X Preisermäßigungen. Nachdem die Interessen⸗ gemeinschaft der chemischen Industrie zu⸗ letzt Anfang Februar ihre inländischen Farbstoffpreise um ca. 100% erhöhl hatte, ist nunmehr laut F. Z. eine teilweise Ermäßigung beschlossen worden, und zwar wurden für eine gröhere Gruppe Farbstoffe Abschläge zwischen etwa 109% und 259 festgesetzt.— Die Preise für eiserne Bett- stellen sind vom Reichsverband auf 2300% ermäßigt worden. Deuisenmarkt Mannheimer Devisenmarkt, 2. März. Es notierten am hiesigen Platze(alles Geldzurse): New Vork 22750(22750,, Holland 8995(9000), London 107000 07000, Schwei, 4265(4250) 65/ 1380(1390), Brüssel 120(1215), Italien 10935(1095), Prag 675 675. Tendenz: Stabil, ohne Umsatz. New Nork, 1. März.(Wa) devisen. 2 1 28. 18 29 1. Frankrelch.11.09 Sohwelz: 18.75 18 78 Spanfen 15.81 15 61 Zelgien.24 833 Englaad 470.70 ltallen.38.81 XNew aLoerk, 1. März. Kurs der Reichsmark bei Börsen- schluß 0,0044½(0,00447) Cents. Dies entspricht einem Kurs von 22 472(22 472) für den Dollar. Waren und Märkte Berliner Metallbörse vom 1. März Prelse in Hark für 1 Kg. 28. 1¹ Aluminlum 25. 1 Elektreiytkupfer 38512,.— 33870— in Zarren 8441.— 31.— Baffinadekupfer 7200-7300 7300 7400 Zian, auslünd. 22000.22400 0 3050-3200 3150-3200 Hutteneinn 21500 22000 22³⁰⁰ Rohzink(Vb.-Fr.) 3875 03 3959.62 Mlekel 12500.12700 12500.1270 do.(Ir.Verk) 3600-3700 3750-3880 Antimon 2500.200 2800.200 Plattenzink 2600-3000 2900-3100 Sſider für 1 6r. 480-468 440.458 Aluminlum 18.— 9127.— Platin p. Gr.„V London, 1. Mirz.(WI) Betallmarkt.(in Lst. für d. engl.. v. 1018 kg.) 28. 15 destseledt. 24.— 74.50 f Sle! 85 285 Kupferkass 72 45 73— NMlekel 10.— 130.— Zinun...5 8 40. 3 Monst 73— 73.65 Zian Kasss 209 45 209.— Gueckenber 10.25 10.5 d0. Elektrol 79.50 60.30 d0. 3 Honat 210.45 210.— Antdmon 34.—.— Neuer Mehlpreis. Der heutige Richtpreis für Weizenmehl, Spezial 0, wurde auf 180 000 4(gestern 185 000) für die 100 kg mit Sack ab Mühle festgesetzt.& Amerikanischer Funkdienst New Lork, 1. NMürz.(WS) Funkdlenst.(NMaeadruck verboten!. Tuf. zus. 34000 6000 stand wt 1380 13. Kaſte lode 12.85 12.85 Elektrolyt 16 78 16 85 Ored. Ral. 425.25 Mal 132 11.23 Zlan loko 40 87 46 75 Zucker Contr? 708 2 00 uſl 9 97 10.59 Blel 822 822 Terpentin 181.— 152— Zeptbr..43.75 Ziak 170 7735 Savannah 14.— 143.50 Oktoder.15—.— Elsen 25 50 286 50 M. Orl gaum 30.13.18 Vezemnder—..45 Welsdleen.—.— Welzen rot. 22 Baumw. 1000 30.95 30 40 Sehmalr wt.. 12 89 12 80 fart leko 130 8 132.80 März 29.93 3 20 Taig 925 8 25 Nale 10 89.80 88.— Apri! 20 85 30 21 Baumwsatöl 11.80 11.10 Kehl niesr.Pr 3 83. Nai 29 97 30 23 Nal 13 113 nöohst Pr..80 380 zunt 29.38 28 73 Petrel. cases 16 52 16.50 Getratr. Engl. 1˙ 1 Jull—.— 20 27 tankse.—.—] Kontnent 10.— 10.— Chleago, 1 März(WS) Funkdienst,(Nachdruck verbeten!. 28 1. Welzen Mal 118 63 118 85 Rozgen Juli 83 65 83.— Sohweine 4 ju 115.45 115 75 Senmalz Mrz 11 50 11 50 leloht niesde. 810 8 gals ma. 74 25 25 5„ mei 1180 11.62 nbeast. 8 8 — Jull 75.65 78 50 Pork——— Schw. niedr. 72.83.08 Hater a 45 15 45 50 Kippen Mal 10 70 10 50 nöchst. 805 2 „ fJull 44.75 45 Speok niedr. 10 12 10 2] Luf. Goago 29.9 Rohgen mal 34.75 83 5. höoast. 11.12 11% Westen 1409 000 „Zur verkehrslage im Einbruchsgebiet. Der Versuch der Franzosen, westdeutsche Wasserstraßen für ihre Zwecke auszubeuten, kann als gescheitert bezeichnet werden. Der Verkehr auf dem Rhein-Herne-Kanal, der, wie gemeldet, durch einen gesunkenen Kahn unterbunden wurde, ruht voll- ständig. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal Wurde gestern nach Aufhebung der Eissperre der Verkehr wieder aüfgenommen, aber aàam Nachmittag wieder eingestellt, Weil in Heinrichen- burg stationierte Wachen, die aus dem Einbruchsgebiet ins unbesetzte Deutschland fahrenden Schiffe nur Fedden Entrich- tung einer 1096igen Abgabe vom Wert der Ladung durch: lassen wollten. Von méhreren Kähnen wurde außerdem die Unterzeichnung eines in drei Sprachen abgefaßten Mani- festes verlangt. Da die Erfüllung dieser Fordenungen im Widerspruch mit den amtlichen deutschen Verordnungen steht, Wurde sie abgelehnt und der Verkehr sofort èin- gestellt. *Schilfsnachrichten der Hamburg-Amerika Linie. Vork: D.„Thuringia“ am 1. März. D.„Mount Carroll“ am 8. März. D.„Hansa“ am 15. März. D.„Mount Clinton“ am 22. März.— Philadelphia-Baltimore: Ein Dampfer am 20. März. — Boston-Baltimore: D.„Emden“ am 10. März.— Cuba und Mexiko: D.„Holsatia“ am 27. Februar. D.„Toledo“ am 27. März.— Weskküste: D.„Krizona! oder M. S.„Missourian“ am 15. März.— Ostasien: M. S.„Ermland“ am 3. März.— Westindien: D.„Antiochia“ am 7. März.— Süd-Amerika: D.„Baden“ am 2. März. D.„Liguria“ am 3. März. P.„Rugia“ am 27. März.— Südamerika-Westküste: D.„Wasgenwald“ am 10. März.— Levante: D.„Galilea“ am 24. Februar.— Riga: wöchentlich. New Drucker und Verleger: Druckere! Dr Haas. Mannbeſmer General⸗Anzeiger G m b H. Mannbeim f 6 2 Direktion ferdinand Heyme— Cbefredateut Kur Fiſcher. Verantwortlich für den oolitiſchen und volkswiriſchaftlichen Teil: mmes: Herausgeber Kurt für Kommu 5 Richard Schönfaſder; für Gericht und Sport“ Willy Müller: für Handels⸗ nachrichten, Lokales und den übrigen redaktionellen Inhalt: Franz Kircherz für Anzeigen: Karl Hügel. 22 * 6. Seife. Ar. 103 Maunheimer General-Anzeiger.(Mintag⸗Ausgabe.) Freitag, den 2. März 1923 5 Für die Notzage im Ruhrgebiet ſind bei der Uebertrag 14— ees Uebertrag 20 302 866 ⸗4 „ der Fa. Gummiwerke Neckar.⸗G. 5„[Durch den Verkehrsverein: Handelskammer Mannheim e e ee 31000 8 1576„ der Fa. Jo 1 m MMW.. 85. e e 83 2 an der Ja. Wih in menlhen Lach. 200 000„ RMr Von den Angeſtellt en der F Böhringer& Söbne„ der Fa. J. Mannh. D e Ed. deteeran 85. 100000„ Ungennunʒtt 33 5 000„ „ der Fa.„„ der Ja 238 900„ 9 enater, Oppauanu 1000 „der Fa. 10 7„„ der 3 250 000„ Viktor Medlenrn Iee⸗ „ den Ange dam. 69 000„„ der Fa 25 000„ E. K. 33000 den Baumeiter Kemer„„ 20%0„„ 5000„ Friedt 59000.„ 5. Ailes* COoO. 50 00„„ Proturi ſten und Angeſtellten der Fa. Aheinſchiff⸗ 9 nden der Süd⸗ 8 Rhz 5 5 8 N 5 8 0.⸗G. vorm. Fendel, Bad..⸗G. für Rheinſchiff. pfarrei der Lutherkircheeee 2 500„ 0 5 Aheinſchif fagrts⸗ Akt. 0 vorm. Fende 500 000„ u. Seetransport u. Rhenaus Ttansport⸗G. m. b. H. 340 000„ Sammlung des Mädchenvereins der „ Se mot 350000„ der Fa. H. Garber 7VCFCCCCCCC gleichen Pſarrednd 5 3000„ 1 2 9900 5„ der Fa. Bügler Co 85 m. 5 25 965 2 Aus ciner Sammlung von Beamten 206 000„ 245 100 r S*„%*„ 000„ rrn 5 i e J. Löbmann 50 00 5 5 annt 5 JF 0 0 duh 85 8 5 8 9 5 Ferner wurden bei der Mannheimer Bank.⸗G. 1. Brüder Landmann%) ͤ 25 000„ 8 Herrn Direktor A. B. Geißler 20 000„ folgende Beträge gezeichnet: 5 25 „ der Fa. Geſchwiſter Alsberg 100 c0a„„ der Fa. Kiſſel e Wolff. 30000„„Direktor Otto Wüſt—- 5 900„5 der Fa. Gebrüder Wolftf„ Herrn Wilh. Möſſinger, 2. Rate 20000 Angeſtellte der Fa. W. Landes Se. 34500„ „ der Fa. Gebr. Beermann„„ Herin Jean Flußß 6eae.. 10 000„ N eninge 20 900„ „ einem Geſchäftsfreund der Fa Ed. Kaufmann S„„ der Fa. Oscar Lußheimer 80 000„ Peter Bingert VVV 18 000„ „ Firma u. Angeſt. der Fa. Rhein. Hppothekenbant„„ den Arbeilnehmern der Fa. Oscar Lußheimer 20 000„ Heinrich Kling jr. Nachf. 2 000 den Beamten der Fa. Marx& Goldſchmidt. 9„„ den Beamten u. Angeſt. ber 80. Papyrus.⸗G. 253 200„ Angeſtellte der Fa. Joſ. Samsreitheer 4500„ 5 Jer Fa. Roſenbaum& Kann 50 000„„ der Fa. Max Meyer 100 000„ Angeſtellte der Mannheimer Bank.⸗GG. 104 000 „ der Fa. Alois Akermannmngn„100000„„ den Sarneen, der Darmſtädt er und Nationalbank 258 400„Von Philiyp Rockert, Mannhem 5 000 4 Wreß Naah. 50 000„„ der Fa. Blum& Straus 50 00%0 Ono Wüſt, Nonnemnm 8 5 009„ Dder Ja. 20 000„„ den Ange n der Deuſchen Oel⸗Import⸗ Gef.„ Ungenannt, Mannheim 7F 25 000„ „ der Fa. Hch. Bromm 10 000„ Mainzer& Co. 40 000„„ Otto Schweyer, Mannheim 80 000„ „ ͤ der Fa. Baſſermann UU 150 000„f„ Herrn Francois A. Veſelg, Turin 1 105000„„ Ungenannt, Nannhem 5 000„ „ den Angeſtellten einer Bank im beſetzten Gebiet 661 500„„ Ungenannt„„„„ 15000%0, ç„ r. Weber, Nanm'm 1000„ „% der Fa. Iſolation JJJT 55 Herrn 9 7 Lenz Mexiko JC Müller III Wwe., Käfertall 10 600„ n der Fa. Liebhold S5q„ꝙ/ 65 000„ der Fa. tt i 8 50 000„„ Fr. Reitlinger, Mannheim VF 3 000„ „ der Fa. Götzl& Darnbacher 8 20 000„„ der Ja. N. Gries& Co. 3333200 39 000„„ Ungen aunt, Mannheim FVVVE 1000„ „ der Fa. Suberitſabrit Nachf. Rud. Meſſer 2500 000„„ der Fa. Aug. Wilhelm Me uthen 88 100 000„„ Walter Eppſtein, 4500„ der Fa. Friedmann& Häusler 1850 000„]„ den Beamten der Nig Wilhelm Meuthen 10 000„„ Ewald Plättrief, Mannheimm 5 000„ „ der Fa. Ludwig Zahn G. m. b. H 1 20 000„„ C. Sch., Markt FTW 50 000„„ Ludwig Pauk, Mannheim 10000„ aee. Wein& Comp 25 000„,„ der Fa. Gebr. Bauer„ 200 000„„ rirü 2000„ „ der Fa. Rhenania Spedit.⸗Geſ. vorm. Leon Weiß 339 600„„ der Fa. Deutſche Vacum Oel A. G. 40 000„ 5 riſc Mannbeim WVFVVVTV 500„ der Fa. Oscar Dreyfuß 1090 000„„ Vorſtand der Rhein. Elektrizitäts⸗A.⸗G. 600 000„„ Dr. Ai, N e der Ta. Deutſche Woerner⸗ Werte 25000„„ der Fa. Marx 8. Goldſchmiddt 200 000„„ Sebaſtian Hirſch, Mannheim 1000„ % der Fa. A. Freiberg Nachtt. 40 000„„ der Fa. Fröhlich& Zivt: 1 8 50 000„[„ Adolf Laun, Mannheinrnmn 1000„ „ der Fa. Jacob Barrf mne, d Fa. Vereinigte Spediteure und Sch i ffer er. 1 000 000„„ Ungenannt, Mannheim 4000„ der Fa. Franz Haniel&(oOo. 3500 000„„ der Fad. Blum& Levi 15 600„„ Fr. König, Re chtsanwalt, Mannheim 20 600„ der Fa. Friedrich Witenee 10 000„„ der Fa. M.& S. Löwenſtein„„„„ 120, Morg Bühler, 10 000. „ der Fa. de Gruyter& Cto. 1 83 200„„ der Fa. Alerander Heberer 5 70 000„ „ der Fa. Rhein. Braunkohlen⸗ Syndikat 1664 266„f„ der Fa. Sigmund Löbmann 8e Co. 15 000„ 4 Summa 20 908 966. „ der Fa. Oberrheiniſcher Eſſenhandel G. m. b. H. 125 000„„ der Fa. Dreyfuß& Wertheimer 10 000„zuzüglich der bereits veröffentlichten Zeichnungen 35 651053% der TJa. Mannheimer Kohlenhandelsgeſellſchaft„ 250 000„„ der Fa. Heinrich Maier G. m. b. H. 23 600„ 1——5 C. G. Roo 309900.„ 5 5 Ja, Fuchs;. Prieſter 50 000„ Summa 76 560 019 4 r Fa. Joſ. Samsreither„ 5 20 000„„ der Fa. Stromenyer Eiſenhandel 100 000— Ferner wurde durch die Handelskammer ein Konto fü Be⸗ „ der Fa. Schuhbaſm 22*** 50 000„„ der Fa. Aberle& Friedmann I00000„ 198 5 15 295 5 Gebiet 8 5 5„ andes Offenburg, Appenweier uſw.“ eröffnet, auf das von Un⸗ . 14 339 416 4 20 302 866 Euenn ein Betrag von 100 000 + übrmielen wurde. —2 E—. 2 4 2 4 2 2 N 2 2 2 15 aus Feuerungsrückſtänd. zu äußerſt billig. Preiſen laufend abzugeb. 1385 Anton Hauſer, Gärtnerſtr. 18. Wammer-Lichtzpigle. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten machen wir die traurige Alitteilung, dass unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwis⸗ germutter, Schwester, Schwägerm und Tante fiau Eisabgtha Heidenroich Keb. Bickel heute an ihrem 77. Geburtstage nacli langem Leiden sanft verschieden ist. 1404 Mannheim, Rheinhäuserstr. 20, den 1. Marz 1923. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Heidenreich. Die Feuerbestattung findet Samstag, den 3. März, nachm. 3 Uhr statt. Kranzspenden im Sinne der Ver· storbenen dankend abgelehnt. Ipieſplan von Freitag bis Donnerstag: Uirtus bra9 Spannendes Zirkus- und Sportsdrama in 6 Akten.— In der Hauptrolle: Eddie Polo. 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