er“ en⸗ ert 1* 5. ſe l⸗ + 10 it E N — ſ—— . ut — 2 See 50 Pfg. monatlich, Hringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. incl. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 pro Quartal. Abomement: 55 Der Frankfurter Fozialiſtenprozeß Frankfurt, 17. Jan. Die Verhandlungen gegen die Sozialiſten, auf welche wir geſtern aufmerkſam machten, wurden heute Vormit⸗ tag 9¼ Uhr eröffnet. Der Gerichtshof iſt gebildet aus den Herren Landgerichtsdirektor Körner, Amtsrichter Scheuermann, Landrichter Walter, Landr. Göſchen, Aſſ. Bardtmann. Die Anklage vertritt erſter Staatsanwalt Herr Uhles. Die Angeklagten werden beſchuldigt, theils als Vorſteher, theils als Mitglieder in den Jahren 1884, 1885 und 1886 im Inlande, insbeſondere in Frank⸗ furt a.., an einer Verbindung theilgenommen u haben, deren Daſein, Verfaſſung und Zweck vor der Staatsregierung geheim gehalten werden ſollte und zu deren Zweck und Beſchäftigung gehörte, die Maßregeln der Verwaltung und die Vollziehung von Geſetzen, ins⸗ zeſondere des Sozialiſtengeſetzes vom 21. Oktober 1878 and die zu deſſen Handhabung getroffenen Anordnungen der Verwaltungsbehörden durch ungeſetzliche Mittel, ins⸗ beſondere durch fortgeſetzte Verbreitung verbotener ſozial⸗ demokr. Druckſchriften und Abhaltung von politiſchen Geheimverſammlungen, zu verhindern und zu entkräften. Einzelne Angeklagte werden außerdem noch der Verbrei⸗ zung ſoztaliſtiſcher Schriften beſchuldigt. Die Perſonalien ſämmtlicher Angeklagten wurden berleſen. Der Staatsanwalt beantragte Ausſchluß der Oeffentlichkeit. Nach längerer Berathung erklärte der Ge⸗ eichtshof, daß die Oeffentlichkeit nicht auszuſchließen ſei, da er darin keine Gefahr für die öffentliche Ordnung erblicken könne; die Organiſation ſei eine verhältniß⸗ mäßig ſehr einfache geweſen. Natürlich behalte er ſich bor, eventuell für einzelne Gelegenheiten die Oeffentlich⸗ keit auszuſchließen. Der Unterſuchungsrichter Dr. Fabri⸗ Aus hatte eine bei ihm ſchon aus der Lieske'ſchen Mord⸗ affaire her bekannte Rührigkeit entwickelt, wodurch es ihm gelang, bei einer Reihe von Verhafteten Geſtänd⸗ aiſſe zu erhalten, ſo daß die nunmehrigen Verhandlungen weſentlich erleichtert werden. Das Verhör der Herren Füllgrabe und Prinz bringt keine neuen Momente. Im großen Ganzen ſind ſie geſtändig, nur die gravirendſten Punkte ſtellen ſie in Abrede. Auch die weiteren Verhöre ergeben keine wichtige Punkte, im Allgemeinen leugnen die Angeklagten Alles und widerrufen theilweiſe ihr abgegebenes Protokoll. In wie weit die Anklage berechtigt, wird erſt das Zeugen⸗ berhör zeigen. Einzelne Epiſoden geſtalten das Verhör der Angeklagten intereſſanter, ſo die Aufklärung Trom⸗ peter's, der den Ausdruck in einem Briefe:„Die beiden Gräfinnen“ damit erklärt, daß darunter Frau Schack (die aus Offenbach ausgewieſene Dame) und eine höher⸗ ſtehende Frankfurter Dame zu verſtehen ſind. Ferner ſagt der Angekl. Gerecke aus:„Der Referendar des Unterſuchungsrichters habe ihn einen frechen, unverſchäm⸗ ten Lügner genannt, was einſtweilen notirt wird. Schließ⸗ lich beſchwert ſich der Angekl. Prinz gegen den Trans⸗ Teuilleton. — Der Doppelgaänger. In einem geräumigen Fri⸗ ſeurſalon ſaß der Schitalker Dr. L. wunderbar geel und erwartete das Meſſer. Da trat der Hof⸗ und Gerichts⸗ e E. ein, ſchlug ihn auf die Schulter und ſagte: »Servus!“ Schriftſteller(verwunderk):„Sie ſcheinen mich zu ver⸗ kennen; ich habe nicht die Ehre Advokat(noch verwunderter, dann ver legen):„Entſchul⸗ digen Sie gütigſt. aber dieſe fabelhafte Aehnlichkeit mit meinem Freunde Dr. S. Schriftſteller:„Ah, dem Arzte Dr. S. Dieſe Verwechs⸗ lung iſt mir ſchon einige Male paſſirt. Hat nichts auf ſich. Mein Name iſt Dr..“ Advokat(verbindlich.)„Dr. E. Sehr angenehm. Ent⸗ ichuldigen Sie nochmals.“ Schriftſteller:„Bitte, bitte.“ Zwei Wochen ſpäter. Dieſelbe Scene; nur befindet ſich „L bereits unter dem Meſſer des Raſeurs. Advokat(hinter ihn tretend):„Na, hörſt Du, da iſt mir kürzlich was Hübſches paſſirt; ſpreche ich einen wildfremden Herrn für Dich an. Schriftſteller(beluſtigt):„Nicht möglich!“ Advokat:„Gewiß, hier in demſelben Lokale war es, aller⸗ oings war er eingeſeift.“ Schriftſteller(auernd):„Hoffentlich ein anſtändiger enſch. Wer war es denn?“ Advokat:„Ein Schriftſteller, Dr.., war es. Schriftſtekler(lachend):„Er iſt es 1955 noch. Sie irren wieder. Wollte nur ſehen, wie weit das geht. , Advokat(verblüfft):„Unglaublichh entſchuldigen S wirklich zu dumm von mir aber meine ver⸗ dammte Kurzſichtigkeit! Soll mir nicht wieder pafftren! Eine Woche ſpäter. Der Adpokat ſitzt, noch in den Fri⸗ Smantel gehüllt, auf der einen Seite des Gemaches. Sein Freund, der Arzt Dr. S. tritt ein, ohne ihn zu ſehen und nimmt vor einem Spiegel auf der andern Seite Platz. Wird ſofort eingeſeiſt. derſtohles hiuüber und er Stadt Mannheim und Umgebung. Mannheimer Volksblatt. Erſcheiut täglich, Fonn- und Feſttage ausgensmmen. Mannheimer Handels⸗Zeitung. Inſerate: Die Petit⸗Zeile 20 Pftg⸗ Die Neklamen⸗Zeile 40 Pfg⸗ Einzel⸗Rummern 3 Pfg. Doppel⸗Rummern 5 Pfg⸗ !] ꝛꝛꝛ—— port von 18 Menſchen in einem unſauberen Wagen; der Präſident verſpricht Abhülfe. 18. Januar. Der Saal iſt heute faſt noch mehr mit Zuhörern beſetzt, als geſtern. Die Temperatur iſt nach kaum halbſtündiger Verhandlung bereits eine tropiſche. Er⸗ öffnet wird die Sitzung mit der Vernehmung des An⸗ geklagten Münzer, dem der Angeklagte Bornſtein folgt. Ihre Ausſagen unterſcheiden ſich faſt gar nicht von den⸗ jenigen, die wir oben mittheilten. Herr Prinz erklärt nachfolgendes, im Zuhörer⸗ raume etwas Senſation Erregendes:„Ich muß doch mit Rückſicht auf meine Freunde erwähnen, wie mit uns verfahren worden iſt. Meine Herren, ich kann nicht anders. Meinen Freunden und dem Rechte vis--vis. Ich hatte eine Ausſage über Herrn Trom⸗ peter gemacht, deren Richtigkeit dieſer, als ich mit ihm confrontirt wurde, in Abrede ſtellte. Nun gut, ſagte ich, ich kann mich ja geirrt haben. Als der Referendar dies dem Herrn Rath mittheilte, erklärte er mir:„Herr Prinz, wenn Sie ſo fortfahren, ſo werden Sie anſtatt zwei, vier Tage vernommen.“— Wenn man im Ge⸗ fängniß ſitzt, allein des Tags über, an ſeine ſtarke Familie denkt und hört, daß Einem gekündigt wird, ſo mag man ſich denken, was eine ſolche Behandlung ſei⸗ tens des Unterſuchungsrichters für einen Einfluß außübt. Irrt man ſich da, ſo iſt es nicht zu verwundern. Die⸗ ſer Ausſage ſchließen ſich die anderen Angeklagten an und beſtätigen dieſelbe. Das Verhör der Angeklagten wird fortgeſetzt. ————22 Das Aachener Hrandunglück. Im Laden der Material⸗ und Kolonialwaarenhandlung von Heinrich Drießen war das Feuer ausgebrochen. Wie? das iſt noch nicht aufgeklärt. Der hinter der Theke ſtehende Beſitzer bemerkte plötzlich einen Feuerſtreifen am Fußboden, beſorgt um das gefährdete Petroleum ergriff er deſſen Behälter und der ihn in die Hausflur. Hier muß es ſich doch noch entzündet haben, denn in einem Nu ſchoß eine Rieſenflamme die Treppe hinauf und ſetzte die zweite Etage in Brand. Letztere wird vom Beſitzer mit Frau und fünf Kindern und der Näherin Mertens bewohnt. Ein wackeres Mitglied der Dürener Feuerwehr, Herr Schreinermeiſter Croppenberg, welcher ſich 5 bei dem gegenüber wohnen⸗ den Photographen Herrn Exrens aufhielt, rettete in Gemein⸗ ſchaft mit dieſem Frau Drießen und drei ihrer Kinder aus dem ebenfalls bereits mit Qualm erfüllten Hinterzimmer der erſten Etage. Während deſſen erſchollen aus einem Zimmer der zweiten Etage jammernde Hilferufe, dort oben befanden ſich drei weibliche Perſonen, welche, da die Treppe in Flam⸗ men ſtand, in höchſter Gefahr waren, vom Qualm erſtickt zu werden. Da raſſelte die Feuerwehr heran— 4 Miunten nach dem Signal— und ging ſofort an die Rettung der Menſchenleben. Im Augenblick waren die Leitern eingehängt, die Rettungsgurte bereit und die drei Perſonen, die eben in Todesangſt vor den Flammen, nun davor zurückbebten, ſich dem rettenden Seile anzuvertrauen, halb mit Gewalt um⸗ gürtet und eines nach dem andern glücklich heruntergebracht, wo ſie ohnmächtig ankamen und ins Nachbarhaus geſchafft wurden. Hätten ſich die Drei in dem über dem Drießen ſchen blicken kann Advokat(nach einer Weile, ſchlau fſtr ſich):„Aha, das wär' ſo wieder eine Gelegenheit zur dritten Blamage. Aber diesmal ſchleich“ ich mich ruhig hinaus.(Er nimmt raſch ſeinen Pelz und geht, noch an der Thüre nach dem Doppel⸗ gänger zurückſchielend, ab.) Der Eingeſeifte ähn erkennend):„He! He!(Für ſich wüthend):„Ja, was hat denn der Kerl? Dem muß auf die Bude e werden. Na, wart', ich will Dir geben, Deine Freunde grundlos verleugnen!“ — Die Geſchichte einer Kaiſerkrone Die Krone der Kaiſerin Eugenie iſt jetzt Eigenthum eines hervorragen⸗ den Juweliers der Broadſpay⸗Straße in New⸗Mork gewor⸗ den. Dieſes intereſſante und koſtbare Andenken an die napo⸗ leoniſche Oynaſtle hat eine ſehr intereſſante Geſchichte. Kurz vor dem Tage von Sedan fand die Kaiſerin, daß die im Palaſt beſindlichen alten Kronen nicht mehr dem modernſten Stile entſprächen. Sie beſchloß alſo, eine neue anfertigen zu laſſen und ſchickte zu Durſquet, dem erſten Juwelier von Paris, und beſtellte bei ihm eine Krone ganz aus Diamanten, indem ſie ihm dabei ſagte, daß er keine Koſten ſcheuen ſollte. Die Kaiſerin ſah ſich endlich nach vielen Jahren genöthigt, ſich von derſelben zu trennen und die Krone wurde ihrem Verfertiger um den urſprünglichen Preis von zehntauſend Pfund zurückgeſtellt. Duriquet, ein eifriger Anhänger des Hauſes Bonaparte, bewahrte die Krone als eine heilige Re⸗ lique, bis ihn eines 1 195 ein vertrauter Freund mit dem Autrag überraſchte, die Krone zu 5 und eine Darauf⸗ gabe über den von der Kaiſerin bezahlten Preis zu leiſten. Die Krone wurde in das Hotel des Amerikaners geſchickt und wenige Tage darauf von ihm nach den Vereinigten Staaten mitgenommen. Der Gentleman ſoll ein beſonderer Bewunderer einer Primadonna geweſen ſein und derſelben einen Brief mit dem Anerbieten geſchickt haben, die hiſtoriſche Krone auf ihre ſchöne Stirne zu ſetzen. Die Nachricht, daß die Primadonng verheirathet ſei, war dem reichen Eigen⸗ thümer etwas Neues und die Beſtätigung derſelben verur⸗ achte ihm eine ſchwere Krankheit In neueſter Zeit hat er ie werthvolle Krone dern Juwelier zur Disvoſition über⸗ etzt ſich endlich ſo, daß er des Eingeſeiften Spiegelbild er⸗ tgat. Laden belegenen Zimmer befunden, ſie wären unrettbar ver⸗ loren geweſen, denn hier quollen ſofort dicke ſchwarzgelbliche Ballen Qualmes, untermiſcht mit züngelnden Flammen aus den platzenden Fenſtern. Unglücklicherweiſe diente das Zimmer den zwei Söhnen des Herrn Drießen zum Aufenthalt Einer, 13 Jahre alt, ein begabter Schüler der Realſchule, lag hier im Bett, bei ihm am Krankenlager ſein jüngerer Bruder. Vereint traf ſie der grauſe Erſtickungstod! Eine Stunde ſpäter wurden durch die mit Todesverachtung pordringenden Feuerwehrleute die Leichen gefunden, zum Theil waren ſie noch unverſehrt. Die Feuerwehr mußte es ſich zur Aufgabe machen, den Brand auf ſeinen Heerd zu beſchränken und das wax ein ſchweres Stück Arbeit. Das Dach war von dem gefräßigen Element bereits verzehrt, das im Hinterhauſe befindliche Kolonialwaarenlager, ſowie die zu beiden Seiten anſtoßenden Häuſer, das eine die Bernats'ſche Liqueurfabrik enthaltend. ſchwebten in Gefahr. Wenn letztere in Brand gerieth, drohte der ganzen Straße Verderben, Nur ſchrittweiſe vermochte die Feuerwehr vorwärts zu dringen, die Flamme ſchien er⸗ loſchen, da brach ſie wieder hervor und erforderte neue An⸗ ſtrengungen. Die Wohlthat unſerer Waſſerleitun trat hier ſo recht zu Tage mit gewaltigem Dru praſſelte es aus zahlreichen Schlauchleitungen hinein in das feindliche Element und erranug ſchließlich den Sieg. Gegen 12 Uhr konnte die Gefahr als beſeitigt gelten, das Feuer blieb auf die eine Hälfte des Hauſes beſchränkt. Des Unheils war es noch nicht genug, eben von der Brandſtelle zurückkehrend, erfuhren wir dort, daß noch eine dritte Leiche und zwar die eines Mannes, in der 2. Eta gefunden wurde. Die Identität des Verunglückten ko noch nicht feſtgeſtellt werden.„„ In ſchönſter Weiſe benahmen ſich die in der Nachbar⸗ ſchaft wohnenden Schweſtern vom Orden der Franziskaner⸗ innen, indem ſie nicht nur die Familien der Abgebrannten aufnahmen, ſondern auch die erſchöpften Feuerwehrleute durch Speiſe und Trank erquickten. Bei den Schweſtern liegen auch die drei Leichen. Ausgerückt waren ſämmtliche Feuerwachen mit den Reſerven. Um 3 Uhr konnten zwei Kompagnien in die Kaſerne zurückkehren. 55 (Aachener Anzeiger.— Politiſches Tageblatt.) Es ſteht nun feſt, daß es Herr Fabrikdirektor Brues war, der ſeine Hülfsbereitſchaft mit dem Tode be iegelte. Seine Remontoiruhr nebſt Kette fand man heute Mittag im Brandſchutte, ebenſo ein Pincenez und eine kleine Scheere, welche Gegenſtände ſämmtlich als dem Verunglückten gehö⸗ rend, rekognoscirt wurden. Die Theilnahme der aagßee Stadt möge den Hinterbliebenen zum Troſt gereichen Ehre dem braven Mann, der ſein Leben hingab für die Rettung ſeiner Mitmenſchen! Der Kaiſer und die Neichstagsauflöſung. Berlin, 18. Januar. Angeſichts der Bemühungen der Fortſchrittspreſſe, die Worte, die unſer greiſer Kaſſer vorgeſtern zu dem Praͤſidium des Herrenhauſes bei dem Empfange desſelben geſprochen und die dem tiefſten patriotiſchen Schmerze des Monarchen Ausdruck geben, nach Thunlichkeit abzuſchwächen oder gar zu verſchweigen, muß ich auf Grund der zuverläͤſſigſten, von mehreren Stellen eingegangenen Erkundigungen hervorheben, daß die Andeutungen, die in ſo dankenswerther Weiſe geſtern Geheimrath Dr. Beſeler im Herrenhauſe über den In⸗ halt jener Worte gemacht hat, eben nur Andeutungen waren, welche weit hinter dem wirklichen Sachverhalt zurückgeblieben ſind. Die Herren, die dem Empfange eben. Es heißt Adelina Patti ſtehe gegenwärtig mit dem uwelier in Kaufsverhandlungen. — Ein verſchwundenes Schloß und eine ver⸗ ſchwundene Prinzeſſin. Der letzte Sonntag war ſein Tag großer Aufregungen für die Madrider. Zu ihrer Morgen⸗Chokolade wurde ihnen die Nachricht gebracht, das Schloß Karls V. in Toledo ſei ein Raub der Flammen ge⸗ worden. Nun ſind ſie zwar an ſtarke Dinge aus Toledo ebe haben ſie doch eines ſchönen Tages, da ſie den General Prim auf der Jagd in der Umgebung Toledos wußten, erfahren müſſen, daß von einem unbekannten Thäter nächtlicherweile dem berühmten Muttergottesbilde in der dor⸗ tigen Kathedrale Juwelen im Werthe von vier Millionen ſc75 worden ſeien. Daß aber das herliche Rengiſſance⸗ ſchloß in Toledo, wie dasjenige von Segovig vom Erdboden verſchwinden mußte, nachdem der Staat ſoeben Millionen auf die Wiederherſtellung verwendet hatte, erſcheint ihnen doch ſeltſam. Kaum waren die boshaften Kommentare über das Verſchwinden des Toledaner Schloſſes etwas zur Ruhe gekommen, ſo verbreitete ſich mit Blitzesſchnelle durch die ganze Stadt die Kunde, Prinzeſſin Iſabella ſei verſchwunden. Die ältere Schweſter des verſtorbenen Königs Alfonſo XII. liebt es, ihre eigenen Wege zu gehen. Als ſie des Abends nicht heim kam, gerieth der ganze Hof in gewaltige Aufregung. Um Mitternacht hatte freilich alle Romantit eine Ende, als die Prinzeſſin geſund und wohl heimkehrte und einfas) er⸗ zählte, ſie habe ſich in dem übrigens von wohlunterhaltenen Wegen durchzogenen Pardo verirrt und bei der herrſchenden Kälte im Freien ein Feuer gemacht, durch das endlich der Schloßaufſeher des Pardo mit ſeinen Leuten ihren Aufent⸗ halt entdeckt hahen.„Man darf ſich wundern nicht, z iſt eine ſpaniſche'ſchicht'““ — Die Bruunenbohrungen in Tunis find von — Erfolge begleitet. Vor einigen Monaten wurde ein Brunnen erbohrt, der 900 Liter Waſſer in einer Minut liefert, Am 19. Dezember iſt bei demſelben eine ungewöhn⸗ liche Erſcheinung eingetreten. Gegen 6 Uhr Abends wurde plötzlich ein furchtbares unterirdiſches Getbſe gehört. Im ſelben Augenblick erhob ſich das Waſſer des Brunnens in einem mächtigen Straßl etwa vier Meter hach in die Vußt, General⸗Anzeiger. 20. Januar. 2. Seite. beiwohnten, ſind auf das Tiefſte erſchüttert worden über die Niedergeſchlagenheit und Traurigkeit, die den greiſen Herrſcher während des Empfanges erfüllt haben. Der Kaiſer habe betont, ſagen ſie, daß die Reichstagsentſcheidung ihn ganz beſonders als Patrioten empfindlich berührt habe, und daß er nicht geglaubt habe, eine ſolche Behand⸗ lung verdient zu haben, nachdem er doch ſelbſt bei dem Empfange des Reichstagspräſidiums auseinander⸗ geſetzt und an das Herz gelegt habe, wie ſehr er die unveränderte Annahme der Heeresvorlage als nothwendig erachte. Die jetzige Bewilligung auf drei Jahre ſei unter den jetzigen Verhältniſſen völlig unzu⸗ reichend und unnütz. Er empfinde es bitter, daß zu ihm in dem hohen Alter, nachdem er eine unermüdliche 80jährige militäriſche Dienſtthätigkeit hinter ſich habe, der Reichstag kein Vertrauen habe. Berlin, 18. Jan. Der Schwerpunkt der parlamen⸗ kariſchen Angelegenheiten lag heute im Herrenhauſe, wo man dabei war, ſich über den Wortlaut der von dem Hauſe beſchloſſenen Adreſſe an den Kaiſer einig zu machen. Die Adreßkommiſſion trat geſtern nach Schluß der Plenarſitzung unter dem Vorſitze des Herzogs von Ratibor zuſammen und berieth mehrere Stunden. Lange vor der heutigen Fortſetzung der Berathung erſchien Fürſt Bismarck, der auch Mitglied des Herrenhauſes iſt, und verweilte mehrere Stunden im Hauſe, um an deſſen Be⸗ rathungen theilzunehmen. Aus dem Parlament. — Der Erlaß einer kaiſerlichen Proklamation betreffend die Neuwahlen ſteht wie konſervative Blätter er⸗ fahren, in ziemlich ſicherer Ausſicht. — Ein Reſervatrecht zu einer beſonderen Wahl⸗ broklamation ſoll nach der„Fr..“ Bayern beanſprucgen. Deshalb iſt nach der„Boſſ. Ztg.“ der bayeriſche Miniſter des Auswärtigen in Berlin eingetroffen, um über den Zu⸗ fſammenhang einer bayeriſchen Proklamation mit einer Pro⸗ klamation des Kaiſers zu verhandeln. — Der neue Reichstag ſoll, ſoweit bis jetzt bekannt iſt, ſchon am 8. März zuſammentreten. — Das Centralwahlkomite der ſozialdemokra⸗ tiſchen Partei Deutſchlands beſteht aus den Herren: Grillenberger, Nürnberg; Haſenclever, Halle; Liebknecht, Borsdorf bei Leipzig; Meiſter, Hannover; Singer, Plauen bei Dresden. Herr Wörmann in Hamburg nimmt eine Can⸗ didatur nicht mehr an. An ſeine Stelle ſoll ein Herr Wolf⸗ ſon jr. als nationall. Candidat im III. Hamburger Wahlkreis aufgeſtellt werden. — Die Kaufmannſchaft in Bremen(der Kaufmanns⸗ 5 8. trifft Vorbereitungen zur Wiederwahl des Herrn H. Meier. — In Meiningen wird an Stelle des nat.⸗lib. Karl Zeitz der conſ. Juſtizrath Kronacher candidiren. In Schwarzburg⸗Rudolſtadt tritt der natio⸗ nallib. Stadtbaurath Hobrecht(Bruder des Miniſters) aus Berlin gegen den freiſinnigen Hof mann auf. — In Landau-Neuſtadt wird Herr Dr. Albert Bürklin wiederum als nat.⸗lib. Candidat aufgeſtellt. Die ſtellen ihm Herrn Grillenberger gegen⸗ 25 Karlsruhe: Dr. Arnsperger(Nat) lehnt ab. Stuttgart: Fabrikant Siegle(Nat. und Conſ.) gegen Sigmund Schott(Dem.) ünchen: Commerzienrath Sedlmayer(Nat) lehnt ab. armſtadt: Bierbrauer Übrich⸗Pfunſtadt(Nat.) alle a. d..: Kaiſer(Soc.) eimar: Uhrmacher Giertz(Soc.) 5 — Heber„das Volk in Berlin“, ſo ſchreibt die „Freiſ. Zig.“, verbreitet die Regierungspreſſe die abenteuer⸗ lichſten Erfindungen.— Die beſtellte Arbeit von einigen Geheimpoliziſten und jungen Leuten, die bekannten Hochrufe vor dem Thore des Reichstagsgebäudes, welche die Paſſanten völlig kalt ließen, werden in den Kreisblättern und Regie⸗ tungsblättern aufgebauſcht zu einer Akklamation des„Volkes von Berlin“ zur Auflöſung. Etwas Komiſcheres kann, wenn man die Stimmung Berlins wahrnimmt, allerdings nicht ausgedacht werden.— Aber auch kaum etwas kleinlicheres, als Dinge verſchweigen zu wollen, die geſchehen ſind und gicht verheimlicht werden können. So zum Beiſpiel die An⸗ 5 rache, welche der Kaiſer beim Empfang des Präſi⸗ tums des Herrenhauſes gehalten hat, die wir bereits ge⸗ ſtern unſeren Leſern mitgetheilt haben und die von derſelben Beitung, die ſonſt ſeitenlange Hofberichte auftiſcht, mit fol⸗ enden vier Zeilen erledigt wird:„Beim Empfang des Präſdiums des Herrenhauſes ſoll nach den Regierungsblät⸗ lern der Kaiſer geäußert haben: eine Bewilligung der Prä⸗ ſenzſtärke auf 3 Jahre hätte vom milikäriſchen Standpunkte als ausreichend nicht erachtet werden können.“ — So mit Freuden iſt von keiner Partei im Lande, ſo ſchreibt das ſozialiſtiſche„Berliner Volksblatt“, — 9 8 e 22 2 wobei Sand, Schlamm und Gypsſtücke ausgeſchleudert wur⸗ den. Die in der Nähe eingerſchteten kleinen Baulichkeiten wuürden von dem Strom fortgeriſſen. Dieſer Ausbruch dauerte drei Minuten und hat ſich einige Male wiederholt. Die Mündung des Brunnens bildet ſeither einen kleinen, 10 Meter tiefen Teich von 15 auf 20 Meter Umfang. Seither iſt in derſelben Gegend ein Brunnen erbohrt worden, der 10,000 Liter die Minute liefert. Alle ſtattgehabten Bohrungen beſtätigen, daß die waſſerführende Schicht des Küſtengebietes viel reicher iſt, als man glauben konnte. Theater, Gunſtu. Wiſſenſchaft. Das Engagement der Frl. Roſa Woytaſch iſt, wie ins von compekenter Seite mitgetheilt wird, noch wüährend des letzten Auftretens der jungen Künſtlerin auf drei Jahre perfekk geworden. Wir geſtehen es gerne ein, daß unter derartigen Auſpicien unſerem Theater ein baldiger Auf⸗ ſchwung vorausgeſagt werden kann; möge über dem Enga⸗ zement eines Liebhahers, eines Helden und über den zu⸗ fünftigen Novitäten ein ebenſo glücklicher Stern leuchten. Mettſe Carpentier, Wie wir bören, hat dieſe exeel⸗ lente Künſtlerin ſich entſchloſſen, am künftigen eine Malinse zu veranſtalten, was von dem hieſigen kunſtlieben⸗ den Publikum gewiß mit Freuden begrüßt werden dürfte. „Saalbau. Am nächſten Donnerſtag beginnen im Saalbau die Operetten⸗Vorſtellungen der Heidelberger Geſell⸗ ſchaft mit Don Ceſar von A. Dellinger. „Preſſe und Intendanz in München. Herr von Perfall hat nach ſeiner Zurückkunft aus Wei⸗ mar und Dresden(wo ſein„Junker Heinz“ Triumphe feierte) eine Deputation des Münchener Preßausſchuſſes empfangen. Zur Sprache kamen die bekannten Theaterangelegenheiten und ſagte der Intendant in zuvorkommendſter Weiſe die Erfüll⸗ ung aller berechtigten Wünſche zu. Er betonte hierbei, die Auflöſung des Reichstags begrüßt worden, als von der ſocialdemokratiſchen.„Das zeigte beſonders das lebhafte Bravo, mit welchem die Abgeordneten dieſer Partei die Bot⸗ ſchaft entgegennahmen.“(Bis jetzt haben ſie aber in dem neuen Wahlkampfe noch wenig Freude daran erlebt, denn die beiden ſocialiſtiſchen Verſammlungen in Halle und Karls⸗ ruhe ſind aufgelöſt worden. Im Uebrigen ſtand in einzelnen ſtenographiſchen Berichten über die letzte Reichstagswahl zu leſen, daß das„Bravo“ von rechts her geklungen habe und zwar etwas vereinzelt und ſchüchtern. D. Red.) Gerichtsſaal und Polizei. — Ein Auhängſel zu tragen iſt ſe langem Mode geworden. Eine praktiſche Verwerthung des Anhängſels wird unter denen„vom Dietrich“ recht originell erzielt, wie die Polizei in Peſt zu konſtatiren in der Lage war. Bei einem Verhöre fiei nämlich dem Beamten ein ſilbernes Anhängſel an der Uhrkette des Inquiſiten auf, mit welchem dieſer im Sprechen zu ſpielen pflegte. Das zierliche, eine Hand dar⸗ ſtellende Spielzeug wurde ſchließlich dem Häftlinge abgenom⸗ men und es zeigte ſich, daß der Zeigfinger der Hand einen fleinen, ſcharfgeſchliffenen Diamant trägt, welchen der Ein⸗ brecher zum Durchſchneiden der Fenſterſcheiben benutzte. — Ein harmoniſcher Staatsanwalt. Der Kantons⸗ rath in Schwyz hat den jungen Muſiklehre Dominik Reich⸗ lin mit vier Stimmen über das abſolute Mehr zum Staats⸗ anwalt und den Fürſprech Anton Bürgi zum Vize⸗Staats⸗ anwalt gewählt. — Der Steckbrief.„Alois Quittenfeld, 34 Jahre alt, zu Kirchfeld geboren, iſt wegen Urkundenfälſchung im Be⸗ tretungsfalle anher einzuliefern. Der unbekaunt wohin Flüch⸗ tige iſt von großer Statur, trägt blonden Vollbart, ſchwarz gemärkt, ebenſolche Strümpfe, hat waſſerblaue Augen und eine weinrothe Naſe. Uebrigens trägt er ſtets ſeine wohlgetroffene Photographie bei ſich.“ Militäriſches. Laut einer am 13. ds. ergangenen Verfügung des Chefs der kaiſerlich deutſchen Admiralität ſind die vertrags⸗ mäßig angenommenen Köche und Kellnex auf den Reichs⸗ ſchiſfen und Reichs ahrzeugen zu den„Combattanten“ zu rechnen„und erwerben ſomit Anſpruch auf den Empfang der Dienſtauszeichnung für die an Bord der Schiffe und Fahr⸗ zeuge erworbene Dienſtzeit.“ Poſtaliſches. — Die neuen Weltpoſtkarten für das deutſche Reich ſollen auf Befehl des Generalpoſtmeiſters in deutſchem Aufdruck hergeſtellt werden. WVerbrechen und AUlnglücksfälle. — Unbedachte Worte. Die Frau eines Frankfurter Schneidermeiſters, welche aus einer anfmirten Kaffeetränzchen⸗ Debatte am Abend nach Hauſe kam, wurde von ihrem Manne, welcher ungehalten war, mit den Worten empfangen:„Du amüſirſt Dich in Geſellſchaft und während der Zeit ſtirbt hier Dein Kind. Die Frau erſchrak darüber ſo heftig, daß ſie mit einem lauten Auſſchrei zuſammenſtürzte. Als ſte durch ärztliche Hilfe nach einigen Stunden wieder zum Bewußtſein gebracht worden war, ſtellte ſich heraus, daß ſie einen Schlag⸗ anfall erlitten und die Sprache verloren halte. Der Mann befindet ſich begreiflicher Weiſe in großer Aufregung. Wir meinen in der That, daß er für ſeine Gattin die ſchlechteſte und empörendſte„Lection“ gewählt hat. — Kölu, 16. Jan Ein dreiſtes Verbrechen wurde hier⸗ 19 5 geſtern um die Abendſtunde verübt. Die Frau eines mtsgerichts⸗Sekretärs, welche in der zweiten Etage wobnt, ging gegen halb 7 Uhr in das Unterhaus, wo ſich eine Re⸗ ſtauration befindet, um für ihren Mann Abendbrod zu holen. Währenddem ſchlich ſich ein Kerl in ihre Wohnung ein, er⸗ brach einen dort befindlichen Sekretär, wurde aber von der Hausfrau, welche eben das Zimmer betrat, hierbei überraſcht. Der Dieb zog ſofort ein Meſſer, ſtürzte ſich auf die Frau und brachte ihr mehrere Stiche, g lcklicherweiſe nicht lebensgefähr⸗ liche, bei, warf dann das Maſſer fort und entfloh. Die Criminalpolizei iſt hinter dem Verbrecher her. — Selbſtmord aus religiöſem Wahnſinn in Ber⸗ Uin. Im Hauſe Dragonerſtraße 22 wohnte ſchon ſeit einigen Jahren ein Fräulein Sammtleben. Dieſelbe war 37 Jahre alt und den Bewohnern des Hauſes als ruhig und gefällig bekannt. Jüngſt fand man die S vergiftet in der Mitte ihrer Stube am Boden, auf dem Tiſch lagen religibſe Schrif⸗ ten und Tractätchen, in denen ſie offenbar kurz vor Ausfüh⸗ rung der That geleſen hatte. Auf der Kommode waren Werthpapiere in Höhe von 3000 Mark ausgebreitet, ein bei⸗ gelegter Zettel beſagte, daß dieſelben als Erbe für verſchie⸗ dene Hausbewohner beſtimmt ſeien; desgleichen zwei Hundert⸗ markſcheine für die Kirchengemeinde. Wie die Nachbarn der Verſtorbenen ausſagen, hat dieſelbe ſchon ſeit einiger Zeit Anzeichen von religißſem Wahnſinn gezeigt. Kulmbach.(Junge Räuber.) Am 6. Januar wurde die ledige 76 jährige Inwohnerin Richter von Wirs⸗ berg auf dem Wege von Hegnabrunn nach See von zwei 12 bis 14⸗jährigen Bürſchchen mit den Worten angefallen:„8 Geld her, ſonſt thun wir Euch ordentlich martern!“ Bie hochbeſahrte Frau äußerte:„Kinder, ich habe kein Geld, ich kann Euch keines geben!“ Der eine packte die Frau, warf ſie zu Boden, ſo daß ſie noch heute Schmerzen an der linken ſehen der ganzen Preſſe und könne man aus dieſem Grunde mit allen Aenderungen in dieſer Hinſicht einverſtanden ſein. Vor allen Dingen betreffe dieſe Abhülfe Punkte wie die fol⸗ genden, in denen Annoncenſammler ſich als Theater⸗ referenten fremder Blätter Freiplätze im Hof⸗ und Gärtnerplatztheater erſchwindelten. Hedwig Niemenn⸗Raabe. Hedwig Niemann wird Anfang Februar ihren längſt geplanten Gaſtſpielausflung nach Amſterdam unternehmen. Frau Niemann wird bei dieſem Anlaß zum erſten Male in Holland den„Tropfen Gift“ zur Aufführung bringen, der für ihr Gaſtſpiel zurückgelegt worden iſt. Auch die„Ale⸗ xandra“ von Richarb Voß gedenkt Frau Niemann in Amſter⸗ dam darzuſtellen. Die übergroße Sprödigkeit, welche das „Deutſche Theater“ in der Annahme von ernſten zeitgenöſ⸗ ſiſchen Novitäten kundgibt, hat dem Werke von Richard Voß bisher den Weg nach Berlin verſperrt. * Aus einem Berliner Adreßkalender v Jahre 1780, In einer„Anzeige der in Berlin wohnenden Perſonen“ finden wir unter Anderem folgende intereſſante Notizen: „Frau Anna Louiſe Karſchin, geborene Dürrbachin. Firt Gedichte haben ſie berühmt gemacht. Sie wohnt im urt'ſchen Hauſe, am Spandowiſchen Thore.— Herr Moſes Mendelsſohn. Er iſt wegen ſeiner philoſophiſchen Schrif⸗ ten berühmt. Er wohnt in der Spandowiſchen Sraßen ohn⸗ weit dem Güldenen Stern.“— Herr Daniel Chodo⸗ wincki, Mitglied der Königlichen Kunſt⸗Akademie. Dieſer berühmte Miniatürmaler, Zeichner und Kupferätzer ward im Jahre 1726 in Danzig gebohren und wohnte in der Behren⸗ ſtraße in ſeinem eigenen Hauſe. Er iſt ein fürtrefflicher Bildkünſtler.— Herr Franz Benda, Königlicher Coneert⸗ meiſter. Er wohnt in— Potsdam. Das kleine, in Schweinsleder gebundene Octapbüchlein iſt 1100 Seiten ſtark und enthält neben dem Verzeichniß aller, die in Berlin und Umgegend wohnen, auch eine lehrreiche Beſchreibung alles daß es deingend geboten ſei, in dem ihm unterſtellten Reſſort der immer mehr um ſich areifenden Unverfrorenbeit aewiſſer Wiſſenswerthen der damaligen königlichen Haupt⸗ und Reſi⸗ denzſtadt Berlin⸗ Clemente ein Ziel zu ſetzen. Dieſelben gefährdeten das An-⸗ Seite des Körpers verſpürt, und beide nahmen derſelben ihre ganze Habe, beſtehend aus zwei Stückchen Brod, ab. — Hayingen, 14. Jan. Ein entſetzliches Unglück trug ſich geſtern in dem hieſigen Eſſenwerke zu. Ein Keſſelſchmied hatte eben die Ausbeſſerung eines Waſſerkeſſels beendigt. Ein Lehrling, der in ſeinem Dienſteifer nichts Eiligeres zu thun hatte, als den Keſſel in Betrieb zu ſetzen, öffnete ein Ventil, durch welches derſelbe mit ſiedendem Waſſer gefüllt werden ſollte. Der Keſſelſchmied aber wollte noch einige bei ſeiner Arbeit zurückgelaſſene Werkzeuge herausholen, und wurde durch den direkt auf ihn gerichteten Strahl ſiedenden Waſſers am ganzen Körper verbrüht. Paſſau.(Verbrannt.) Der Monteur bei den Waſſerbauarb ten war mit Zuſammenlöthen von Röhren beſchäftigt, als ein vorübergehender Burſche den mit geſchmol⸗ zenem Blei gefüllten Keſſel aus Unachtſamkeit umſtürzte. Das heiße Metall ergoß ſich auf den im Graben befindlichen Mon⸗ teur und verbrannte ihm das Hinterhaupt. Die übertragenen Naſen. Sofia, 17. Januar. Wie die„Neſaviſſima“ erfährt, lagen die Beweggründe, welche eine Abberufung Gadban's herbeiführten, unter Anderm in der Entdeckung einer Defrau⸗ dation, die Gadban als Gouverneur von Beyruth begangen. Die„Neſaviſſima“ bringt dieſer Beſchuldigung umſo mehr Glauben entgegen, als Gadban auch in Sofia ſeine hohe Amtsſtellung mißbrauchte und eine hieſige Wohnungsver⸗ mietherin um das ganze Miethgeld prellte. Nach ſeiner Ab⸗ reiſe, welche in der Nach' erfolgte, betrat die Vermietherin früh Morgens die Wohnung und fand ſtatt anderweitiger, etwa als Deckung zurückgelaſſener Möbelſtücke in einer Zimmerecke ein Packet Liebesbriefe und mehrere„übertragene“ Papiernaſen. Die geprellte Vermietherin ließ dieſe Nach⸗ laſſenſchaft Gadban's notariell aufnehmen und ſtrengte beim Großvezier auf diplomatiſchem Wege eine Klage an, welcher außer Gadban's Miethskontrakt auch die erwähnten Briefe und drei lange rothe Papiermachs⸗Naſen als Beilagen“ an⸗ geheftet wurden. Dienſtesnachrichten. Der bisherige Miniſterreſident in Santiago, Legations⸗ rath Freiherr Schenk zu Schweinsberg iſt zum außer⸗ ordenklichen Geſandten und bevollmächtigten Miniſter am perſiſchen Hofe ernannt worden. Aus Stadt und Land. * Maunheim, 19. Januar 1887. *„ Dem Rechenſchaftsbericht des Sterbekaſſevereins des badiſchen Gendarmerie⸗Corps pro 1886 entneh⸗ men wir folgendes: Die Einnahmen betrugen 22.157 Mark 65 Pf., denen die Ausgaben mit 21,678 Mirk 38 Pf, gegen⸗ überſtehen, ſo daß ſich ein Ueberſchuß von 479 Mark 27 Pf. ergibt. Unter den Ausgaben figuriren die an die Erben von 21 verſtorbenen Mitgliedern ausbezahlten Benefizien von je 900 Mark. Das Vermögen des Wreins beträgt am Schluſſe des vergangenen Jahres 98,654 Mark 63 Pf., die Mitglie⸗ derzahl 476 aktive und 451 Nichtaktive, zuſammen 927. * Sozialiſtiſches. Im Arbeiter⸗Wahlverein ſind an Stelle des Herrn Hänsler, der eine Wiederwahl nicht meor annehmen zu wollen erklärte, die Herren Schriftſetzer Fentz zum., Lorenz zum 2. Vorſitzenden, Reinert zum Schriftführer und Müller zum Kaſſier gewählt worden. * Herr Stadtrath Auguſt Dreesbach iſt wiederum als Reichstag⸗Candidat von ſeiner Partei nominirt worden. Herr Jakob Willig ſollte am Montag in einer ſocialdemo⸗ kratiſchen Verſammlung in Karlsruhe ſprechen, gelangte aber in Folge polizeilicher Auflöſung derſelben nicht zum Worte. Es wird uns gerüchtweiſe gemeldet, daß derſelbe von der be⸗ treffenden Partei als Reichstags⸗Candidat für den Wahlkreis Karlsruhe auserſehen ſei. Wie dagegen die„Fr..“ meldet, iſt Herr Redacteur Geck⸗Offenburg zum Candidaten in Carls⸗ ruhe auserſehen. Statiſtiſches aus der Stadt Mannheim, mitge⸗ theilt vom Großh. Bezeirksarzt. In den Monaten Oktober, November und Dezember 1886 ſind im Amtsbezirke Mann⸗ heim geſtorben(ohne Todtgeburten) 503(Stadt Maunheim 300). Darunter waren unter einem Jahr 183(Stadt Mana⸗ heim 87), im Alter von—15 Jahren 70(Stadt Mannheim 44). Es ſtarben im Amtsbezirke an Blattern Niemand, an Maſern Niemaltd, an Keuchhuſten 6(Stadt Mannheim), an Ruhr Niemand, an Typhus 10(Stadt Mannheim), an Rachendiphtherie 11(Stadt Mannheim), an Kehlkopferoup 9(Stadt Mannheim Nemand), an Scharlach 6(Stadt Mann⸗ heim), an Puſrperalfieber 4(Stadt Mannheim). Die Zabl der Erkrankungen betrug in Mannheim an Blattern 0, an Typhus im Oktober 23, im November 11, im Dezember 11, an Puerperalfieber: im Oktober 1, im November 1, im Dezember 2, an Scharlach: im Oktober 20, im Novemzer 26, im Dezember 18, an Diphtherie; im Oktober 5, im Novem⸗ ber 1, im Dezember 2 *Verdi'e Otyello. Die erſte Vorſtelluna von Verdi's„Othello“ in Mai⸗ land, die am 25. d. M. ſtaftfinden ſollte, iſt auf den 29. ver⸗ ſchoben. Der Textdichter Boito hat ſich ſtreng an das Shake⸗ ſpeareſche Drama gehalten. Der Andrang des Publikums zu den Billets iſt ein ganz enormer, die Preiſe ſind zu iner 05 Höhe hinaufgeſchwindelt(200 Fres. für einen Par⸗ quetſitz). * Rundſchau über Theater, Muſik und Kunſt. Aus München wird geſchrieben: Der Schriftſteller Dr⸗ L. Fulda iſt ſeit einigen Tagen an der Diphteritis ſchwer erkrankt. G. v. Moſer hat ſein neues Luſtſpiel„Der Soldaten⸗ freund“ im heimathlichen Landau zur Probe⸗Aufführung ge⸗ langen laſſen. 5 Herr Poſſart, welcher gegenwärtig in Königsberg gaſtirt, wird von dem Reſt ſeines contraktlichen 1½jährigen Urlaubes keinen Gebrauch machen und im nächſten Monat nach München zurückkehren. Marcella Sembrich, welche zur Zeit mit großem Erfolge in Wien gaſtirt, iſt vom Kaiſer zur königlich pren⸗ ßiſchen Kammerſängerin ernannt worden. Eeine Bülow⸗Anekdote. Haus von Bülow ker in letzter Zeit wieder ſo viel Genannte, ſollte dereinſt eine empfindliche Probe von der Schlagfertigkeit und ſcharfen Replik Franz Lachner's erhalten. Es war kurze Zeit darauf, als Hans von Bülow die Nachfolgerſchaft Lachner's in Mün⸗ chen angetreten hatte, und er dirigirte eines Abends eine Symphonie von Beethoven. Als Bülow unter den Zuhbrern in der erſten Rihe den Lachner bemerkte, trat er in det Zwiſchenpauſe triumphirend auf dieſen zu und ſagte mit ziem; lich herausforderndem Lächeln:„Nun, Herr Lachner! Das Orcheſter ſpielte ſüperb, nicht wahr?“— Lachner ſtarrte den Sprecher eine Weile an und antwortete dann in ſeinem brei⸗ ten baieriſchen Dialekt:„Na freili, dös Orcheſter, woas dreißig Jahre dirigirt hab', können Sö doch not in dö zwei Monat ruimirt haben.“— Bülow ſoll den alten Lachner Nie⸗ mals wieder um ſeine Meinuna gefragt haben. — 20. Januar. General⸗Anzeiger. 8. Selte, 5 Ein patriotſſch deksrirſes Schaufenſſer Wohl in Folge der verſchiedenen patriotiſchen Kundgebungen, viel⸗ leicht auch des 18. Jannar wegen, prangt das eine Schau⸗ fenſter des Herrn Th. Sohler in patriotiſchem Schmucke. Die Helden ührer des letzten Krieges, die Baumeſſter des Deutſchen Reiches: Kaiſer Wilhelm, Kronprinz Friedrich Wilhelm, Bismarck und Moltke ſind in verſchſedenen Por⸗ träts ausgeſtellt. Andere Bilder zeigen uns dagegen das greiſe Kaiſervaar in Ems, Bismarck den Exkaſſer Napoleon nach Bellevue geleitend. So rufen uns hier die Bilder jener Männer im Verein mit den letzten Verhandlungen des Reichstags eine gewiſſe Sehnſucht nach jenen Jahren der deuiſchen Einigkeit zurück.— Ganz vorn in der Ecke lehnt einſam das Conterfei eines jener Oppoſitionsmänner, die ekleine Excellenz“ Windthorſt; ſo hoch wir auch dieſen Mann ſchätzen, in eine Kategorie mit jenen vier Gewaltigen möchten wir ihn doch nicht ſtehen. Das Eisfeſt im Stadtpark. Es hat etwas Berau⸗ ſchendes, ſo über die ſpiegelglatte Fläche in finſterer Nacht dahenzufliegen. Ueber uns der ſchwarze, von keinem Stern erhellte Himmel, ringsum in geſpenſtiſch zuckendes Licht ge⸗ tauchte kahle Gebüſche, von ſchmutzigem Schnee bedeckte Raſen, wo ſonſt üppiges Leben grünte. Ringsum erhellen phantaſtiſche Lamplons, große Papierblumen, Gas⸗ und Pechfackeln die zauberhafte Gegend. Die Bahn beleuchtet eine mächtige Pyramide mit farbigem Lichte: die Muſit ſchallt in luſtigen Weiſen durch die Nacht und in fröhlichem Ringen tummelt ſich die übermüthige Jugend. Dort ein Paar in trauteſter Unterhaltung, in ſüßem Geſpräche gleitet es dahin bis— ein Ungalanter in ſeiner rückſichtsloſen Art oder ein Ungeſchickter die in die ſchöuſte Poeſie Verſunkenen mit einem harlen Anprall in die kalte Wirklichkeit, auf die Elefläche niederſetzt. Ein anderes Bild: Ein ſchüchterner Adonis umfährt in kühn gewagten Bögen und Pirouetten ſeine ſchmachtende Venus, die ihm bewundernd zuſchaut, da ein Fehltritt und— er liegt, wo andere ſchon gelegen. Eilig, errbthend macht er ſich von der Stelle und flucht den tückiſchen Eisnixen, die ihm ſein Spiel verdorben. Doch da alles ein Ende haben muß, kommt ſchließlich der unſympatzhiſche Ruf: „Ausſchnallen!“ Nach und nach leert ſich die Bahn und alles liegt ſtill wie zuvor. * Unfälle. Geſtern Vormittag verlor ein hieſiger Metz⸗ gerburſche an der Wurſtmaſchine das oberſte Glied des rech⸗ ten Mittelfingers. Er fand Aufnahme im allg. Kranken⸗ hauſe.— In einem hieſigen Drahtgeſchäft verletzte ſich eine Arbeiterin am Zeigefinger der rechten Hand. Sie wurde im allgem Krankenhauſe verbunden und wieder entlaſſen. Hockenheim, 18. Januar. Der Schulhausbau, von dem wir früher berichteten, iſt nun bereits unter Dach. — Geſtern Abend, als die Zeimmerleute bis in's Dunkel der Nacht ohne Licht auf dem Gebälke beſchäftigt waren, glitt einer derſelben aus und fiel durch den ganzen Bau hinunter in den Keller. Der Schwerverletzte wurde zuerſt in ein Nachbarhaus und dann in ſeine Wohnung getragen. Faſt zur gleichen Zeit fiel eine Dienſtmagd, welche in ein Bäcker⸗ haus geſchickt wurde, in den Keller, da ſie in der Dunkelheit ſtatt der Hausgangthür die Kellerthüre erwiſchte. Weinheim, 18. Jan. Geſtern Nachmittag hatten wir auf den Muggenſturmer Wieſen ein Eisfeſt, das zu all⸗ gemeiner Zufriedenheit verlief. Zahlreiche Schlittſchuhläufer von hier und Umgegend fanden ſich ein und bot die Eisfläche ein bewegtes heiteres Durcheinander bis in die Nacht hinein. Zahlreiche Damenſchlitten flogen über die Eisfläche, von ga⸗ lanten Herrn kunſtgerecht geleitet. Mit einbrechender Dunkel⸗ heit wurden Fackeln und Pechkränze angezündet, welche dem fröſtelnden Vergnügen einen feurigen Reflex gaben, der durch warmen Punſch, Grog und andere Getränke einigermaßen den Schein zur Wirklichkeit machte. Es ſollen ſogar 4 Faß Bier verzapft worden ſein, ein Heroſsmus, der bei„die Kälte“ allerdings ſchwer verſtändlich iſt. Das Feſt dauerte bis gegen 8 Uhr Abends, wo ſich die heiteren Eisſpörtler nach und nach verzogen, um ihre Winterquartiere aufzuſuchen und Herz und Nieren wieder aufgefrierxen zu laſſen. Muſik ſpielte den ganzen Nachmittag unverdroſſen fröhliche Weiſen bis zu Ende. Enzberg bei Pforzheim 18. Januar. Geſtern Abend nach 9 Uhr iſt in einer Scheuer, während der Eigenthümer derſelben von zu Hauſe abweſend war und deſſen Ehefrau mit den Kindern ſich ſchon zu Bette befanden, Feuer ausge⸗ brochen, welches ſo raſch um ſich griff, daß auch die Scheuer des Nachbars in Brand gerieth und mit der erſteren voll⸗ ſtändig niederbrannte. Von den Getreide⸗ und Futtervor⸗ räthen konnte nichts gerettet werden. Aus Baben, 18. Jan. In Villingen iſt die zur Uhren⸗ fabrik der Gebr. Maier gehörige Schreinerei niedergebrannt.— In Freiburg iſt dieſer Tage, wie in anderen Garniſons⸗ orten, eine aus Filz hergeſtellte Baracke zu Lazarethzwecken errichtet worden, welche Raum für etwa 10 Kranke bietet. Es handelt ſich hiebei vorerſt nur um einen Probeverſuch.— Aus Konſtanz kommt die Nachricht, daß der Unterſee vollig zugefroren und für ſolche, die dem Eisſport huldigen, eine weite ausgedehnte Schlittſchuhbahn darbietet.— In welchem Maße allenthalben die Vereine gegen Haus⸗ und Straßen⸗ bettel von wanderuden Handwerksburſchen in Anſpruch ge⸗ nommen werden, das zeigt ein Bericht des Vereins in Wert⸗ heim, dem zufolge im Jahre 1886 an 3400 Handwerksbur⸗ ſchen Unterſtützungen verabreicht wurden.— In Heidelberg wurde bei der am letzten Samſtag vorgenommenen Wahl eines Prorektors für die Zeit von Oſtern 1887—88 Herr Profeſſor Holſten mit großer Maſorität gewäht.— In Karlsruhe verſuchte geſtern Mittag der Comptoirgehilfe Hurrle, im Geſchäfte von Junker und Ruh, mittelſt eines Revolverſchuß in die Bruſt ſeinem Leben ein Ende zu machen. Die Verletzung ſoll zwar eine ſchwere, aber nicht tödtliche ſein. Das Motiv, welches den erſt 21 Jahre alten jungen Menſchen zu dieſer That getrieben hat, iſt noch unbekannt.— In Konſtanz haben mit dem geſtrigen Tage die Schwur⸗ gerichtsverhandlungen des 1. Quartals begonnen. Ludwigshafen. 17. Januar. Die heutige Stadt⸗ rathsſitzung hatte ſich nur mit der Feſtſtellung des Bud⸗ 3995 beſchäftigen. Ich theile Ihnen aus den Berathungen as Intereſſanteſte mit. Da beſonders die außerordentlichen Ausgaben ſehr hoch find, ſo kam man wieder auf das Projekt eines Lokal Malz⸗ Aufſchlags zurück und ſollen wejtere Erhebungen in den Städten gemacht werden, wo ein ſolcher beſteht. Hauptfäch⸗ Reiochsbank%. 8 Frankfurter Bank%. lich in der Richtung, ob dieſer Aufſchlag vom Ton⸗ fumenten oder Producenten getragen wird. Auch die Frage der Errichtung einer ſtädtiſchen Sparkaſſe wurde angeregt und ſollen durch das Bürger⸗ meiſteramt Erhebungen angeſtellt werden, um eventuell die Sache verwirklichen zu können. 5 1 Eine Petition des hieſigen Wirthsvereins um Herab⸗ Fn der Gaspreiſe für Wirthſchaften wurde abge⸗ ehnt, ebenſo ein Antrag auf allgemeine Ermäßigung des Gaspreiſes, da die finanzielle Lage der Stadt dies nicht zu⸗ laſſe, die Gaspreiſe hier überhaupt nicht ſehr hoch ſeien. Auch die Frage der Anfertigung eines Adreßbuches— für hier— wurde angeregt und ſteht zu hoffen, daß in Bälde dieſer Angelegenheit näher getreten und einem wirklich fühl⸗ barem Mangel dann abgeholfen wird. Als Höchſtbeſteuerte in hieſiger Stadt ſind zu den Verhandlungen zu laden die Badiſche Anilin⸗ und Sodafabrik, 85 Eiſenbahnen und die Schwefelfabrik von Tulint. Wie uns aus Ludwigshafen, 18. Jaunar gemeldet wird, fand daſelbſt die Generalverſammlung des Arbeiter⸗ wahlvereins ſtatt. Herr Ehrhart ſpricht zunächſt über die bevorſtehenden Wahlen, worauf dann noch Herr Fuhr mann den Antrag ſtellt, mit der Aufſtellung eines Candidaten bis zur Sonntag, 23. ds. ſtattſindenden Wählerverſammlung zu warten. Der Antrag wird ſchließlich abgelehnt und Herr Franz Joſeph Ehrhart als Candidat der ſozialdemo⸗ kratiſchen Partei aufgeſtellt. Außer den Genannten ſprachen noch die.H. Traub und Sattler. Aus der Pfalz. 19. Jan. In der Oehler'ſchen Fabrik im Thal bei Neuſtaßt verunglückte vorgeſtern der Arbeiter Joſef Koch. Demſelben wurde von der Maſchine ein Bein herausgeriſſen und er war ſofort eine Leiche.— In Eiſen⸗ berg ſteht ſeit dem 17. d. Mts. Mittags 3 Uhr bie Thon⸗ waaren⸗ und Chamottefabrik von K Flieſen in Flammen.— In Altenbamberg erhielt ein dortiger Bürger beim Anſpannen der Pferde von einem derſelben einen ſo wuchtigen Schlag auf den Kopf, daß er bewußtlos und blutüberſtrömt zuſammenſank. Das eine Auge iſt gänzlich verloren. Gerichtszeitung. *Maunheim, 18. Jan. Strafkammer. Es kamen fol⸗ gende Fälle zur Verhandlung: 1) Der 20 Jahre alte Hauſtrer Peter Huckele von Plankſtadt z. Zt hier, wird von der gegen ihn wegen uner⸗ Ausſpielung erhobenen Anklage koſtenlos freige⸗ prochen. 2) Der 18 Jahre alte wegen Betrugs ſchon wiederholt beſtrafte Schuhmacher Heinrich Ku by von Peundenheim iſt geſtändig, den Steinhauer Johann Seifert hier durch die Vorſpiegelung der falſchen Thatſache, er ſei Ausläufer bei den Geſchwiſtern Alsberg und bedürfe bei ſeinem Dienſte nothwendig einer Taſchenuhr, zur leihweiſen Herausgabe ſeiner Taſchenubr veranlaßt zu haben, die er alsdann im Leihhauſe verſetzte. Er wird deßhalb in eine Gefängnißſtrafe von 10 Monat verurtheilt. 3) Der 17 Jahre alte Hauſirer Johann Nepomuk Hu⸗ ber von Aixheim, z. Zt. hier, wird, weil er ohne bezirks⸗ amtliche Erlaubniß in der Wirthſchaft zum bayriſchen Hof“ und in derjenigen von Hochſchwender eine Ausſpielung von Orangen veranſtaltete, zu einer Geſammtſtrafe von 10 Mark verurtheilt. 40 Die 22 Jahre alte Ehefrau des Müllers Karl La⸗ ſchinger, Wilhelmine geborene Schäfer von hier, ſchon vorbeſtraft, entwendete in dem Hauſe Lit. 2. E. 1. 19 einer Dienſtmagd aus deren verſchloſſenem Koffer mittelſt Erbre⸗ chens ein Kleid im Werthe von% Sie wird deshalb in eine Gefängnißſtrafe von 5 Monaten verurtheilt. 5) Kaufmann Rudolf Nauen, Kaufmann Karl Eduard Peter erhalten wegen Vergehens gegen die Gewerbeordnung ie eine Geldſtrafe von 40%. * Schwurgericht. Geſchworenenliſte des 1. Quartals 1887. 1) Heinrich Steingötter, Gerber von Wiesloch. 2) Ludwig Heinrich, Bürgermeiſter von Mülben. 3) Friedrich Korrel, Hammerſchmied von Ziegelhauſen. J) Ed. Speißer jr., Kaufmann von Sinzheim 5) Daniel Oreanz, Bierbrauer und Gemeinderath von Nußloch. 6) Heinrich Ehrmann, Privat⸗ mann von Heidelberg. 7) Ferd. Edelſchild, Kaufmann von Heidelberg. Jakob Scheidt. Kaufmann von Schönau. 9) Dr. Ludwig Frank, Privatmann von Heidelberg. 10) Johann Leonh. Beiler, Maurermeiſter von Heidelberg. 11) Dr. Moritz Cantor, Profeſſor von Heidelberg 12) Wilhelm Cuntz, Bankier von Heidelberg. 13) Friedrich Brenner, Bürgermeiſter von Neunkirchen. 14) Carl Hehſt, Kunſtmüller von Bammenthal. 15) Johann Georg Schroder, Oekonom von Nenenheim. 16) Friedrich Eſchelmann, Fabrikant von Eberbach. 17) Cark Knauf, Bürgermeiſter von Kleingemünd. 18) Johann Georg Haas, Bürgermeiſter von Schollbrunn. 19) Johann Philipp Schmiech IV., Kaufmann und Bürgermeiſter von Doſſenheim. 20) Theodor Lang, Wirth von Buchen. 21) Max Bär, Kauf⸗ mann von Heidelberg. 22) Hermann Arnold, Privatmann von Heidelberg. 23) Johann Anton Jäger, Landwirth von Aſſamſtadt. 2) Chriſtian Metzler, Landwirth von Borberg. 25) Wilhelm Kieſer, Kaufmann von Buchen. 26) Joſeph Oppenheimer, Kaufmann von Buchen. 27) Louis Bären⸗ klau, Kaufmann von Mannheim 28) Carl Anders, Kauf⸗ mann und Tabakhändler von Heidelberg. 29) Anton Hirſchel Sohn, Kaufmann von Heidelberg. 30) Simon Marx III., Kaufmann von Sandhauſen. ———————̃̃—— Ueueſte Nachrichten. Frankfurt a. M. 18. Januar. Oberbürgermeiſter Miquel hat an das Stadtrathscollegium ein Schreiben gerichtet, in welchem er es demſelben anheimſtellt, zu entſcheiden, ob die Uebernahme eines Reichstagsmandats mit der Stellung eines Oberbürgermeiſters von Frank⸗ furt a. M. vereinbar ſei. Die Verſammlung nahm von dem Schreiben Kenntniß und vertagte auf Antrag des Stadtverordneten Sonnemann die Beſchlußfaſſung. Typhus⸗Epidemie in Vilbel. Wie aus ärzt⸗ Coursblatt der Frankfurter Börse vom 18. lanuar 1887. lichen Kreiſen mitgetheilt wird, iſt in dem benachbarten Vilbel eine Typhus⸗Epidemie ausgebrochen: es ſollen innerhalb 10 Tagen etwa 180 Perſonen erkrankt ſein. Die Stadt ſelbſt zählt 3600 Einwohner⸗ Stuttgart, 18. Jan. Der türkiſche Miniſterratß ſchloß mit der Waffenfabrik Mauſer in Oberndorf, in Verbindung mit der Berliner Commanditgeſellſchaft F. Löwe u. Co. einen Vertrag auf Lieferung von 500,000 Mauſer⸗Repetirgewehren und 50,000 Repetircarabi⸗ nern ab. München, 18. Jan. Die Reiſe des Miniſters v. Crailsheim nach Berlin iſt wegen techniſcher Eiſenbahn⸗ fragen erfolgt. Wien, 18. Januar. Kaiſer Franz Joſef telegraphirte zum ruſſiſchen Neujahrsfeſte an Zar Alexander:„Ich hege die feſte Ueberzeugung, daß es uns bei vorurtheils⸗ loſer Beurtheilung der Sachlage und geleitet von unſeren Gefühlen gelingen werde, die Schwierigkeiten, die uns umgeben, zu beſeitigen und unſeren Völkern die Seg⸗ nungen des Friedens zu erhalten. Budapeſt, 18. Jan. Im Kabinet Tisza iſt eine neue Wendung eingetreten. Der Handelsminiſter Sze⸗ chenyt, wie auch der Staatsſekretär Matlekovits verblei⸗ ben deſtnitiv im Amte. Theils die glimpfliche Behandlung betreffs der Nachtragskredite ſeitens der Oppoſition, theils die Unentbehrlichkeit des Staatsſekretärs in der Aus⸗ gleichskampagne haben den Ausſchlag gegeben. Zürich, 18. Januar. Der Gießer Goeckler von Wiennenheim, der den belgiſchen Werkmeiſter Delange in der Maſchinenfabrik Oerlikon niederſchlug, wurde heute von den Geſchworenen zu 4 Jahren Arbeitshaus und 5000 Franken Entſchädigung verurtheilt. Es wur⸗ den keinerlei politiſche Motive bei der Verhandlung ge⸗ funden. Brüſſel, 18. Jan. Fürſt Alexander Battenberg iſt geſtern Nachmittag hier angelangt und reiſt Nachts über Calais nach London weiter. London, 18. Jan. Das engliſche Kanonenboot „Firm“ iſt heute früh bei Beadnell an der Küſte von Northumberland geſcheitert. Die Mannſchaft wurde ge⸗ rettet. Athen, 18. Jan. Nach den bis jetzt bekannten Ergebniſſen der Kammerwahlen verfügt das Miniſterium über eine große Mehrheit; ſämmtliche Miniſter ſind ge⸗ wählt. —— Mannheimer Handelszeitung. (Schifffahrt, Handel und Verkehr.) Rheinhafen(Hafenmeiſterei): Am 17. Jauuar ſind angekommen: Dampfboot„Bismarck“, Capt. Hewel von Rotterdam. 75„Rheinländer“,„ Beekhuizen do. Hafenkanal(Hafenmeiſterei II): Am 16. u. 17. Januar ſind angekommen: „Antwerpen“, Schiff. J. van Beck von Autwerpen. Emma“, W. Keienburg von Rotterdam. Schiff „„Borſehung“,„ J. Maus do. 53„Emma Sophia“, Schiff. H. Weinmann do. „ b e S de 0. 75„Füuderich,“ 75 Lösken von Ruhrort. „„Guſtav“,.Pieper von Duisburg. 5„Jenny“, 7 Kluſen von Ruhrort. „„aöniggrätz“,„ E. Nachtigall do. „.„Poluſe“,„ H. Marcus do. Wasserstands-NMachrichten, Rhein. Datum Stand Datum Stand Konstanz, 17. Jan. 3,80—%2Düsseſdorf, 17. Jan. 2,07—0,11 Hüningen 17.„ 1,55—0,05 Dulsburg. 18.„ 1,30—0,15 5 18 5 1,51—0,02 Runrort, 18 1,89—9f17 Kohl, 17.„ 2,05—0,02 Emmerieh, 175 20502 Lauterburg 17.„.98—0,04 Arnhelm, 00.„.85—%08 5 18.„ 2,4 ,0% ymwegen, 17. 822 029 Haxäu, 17.„.20—004 Vreeswyk, 17.„ 228 J002 germershelm, 18.„ 0,88—0,%[) NeekKar. Hannhelm, e— galge, 1%%% ee derdeen, 90,„ 880 3005 Slebrloh, 7.„96—.00 Nannheim, 19.„ 308 0755 7 12* 3* 5 Bingen 1 600.— 9 90 Main. 1,76—0,0— 285 18 000 Frantlürt 17.„ 138 0,90 Ooblenz, 18.„ 2,07—0,01 NM9s1. Köln, 18. 5.01%%%8 Trier, 18 109—.08 Der Rhein geht stark mit Treibeis. Temperatur-Nachriehten lauten von Unten dürchschnittlich 5% R. Kälte; Süd-Ost-Wind und be⸗ deckter Himmel. Rotterdam, 17. Jan. Seit am 15. ds, strenge Kälte Mor⸗ gens 80 R. Die Maas ist voll Treibeis; die Rheinfahrt geschlossen, jedoch nach See ununterhrochen. * Manunheim, 18. Jan. Effektenbörſe. An heutiger Börſe war das Geſchäft etwas lebhafter. Anilin⸗Aktſen haben bei regem Umſatze ca. 2 verloren. Schwartz'ſche Brauerei ½% gewonnen und bleiben zum Umſatzeburſe gefragt, ummi⸗Aktien zur letzten Notiz offerirt. Wir notiren! Ani⸗ lin⸗Aktien 218 bez. Waghäusler 81¾ Geld. Brauerei 127½ bez. und Geld. Gummi⸗Aktien 70 Geld 2 Brief. Mannheim, 15. Jan. Der I. Theil des Jah⸗ resberichts pro 1886 der Handelskammer für den Kreis Mannheim iſt nunmehr fertiggeſtellt und bereits mit der Vertheilung an die Firmen begonnen worden, die Material hiezu geliefert haben, während Exemplare für alle übrigen Firmen zur Entgegennahme im Bureau Litera D 2 Nr. 6 parterre rechts bereit liegen. 2 KKKÄ—öÜ—§———ͤKK8— Chefredacteur: Dr. Jur. Hermann Haas, Verantwortlich: Für den redactionellen Theil: S. Frey, Für den Reklamen⸗ und Inſeratentheil: F. A Werke. Rotationsdruck und Verlag der Dr. H. Haas ſchen Buch druckerei, ſämmtlich in Mannbeim —— ——— ů Präm.-Erklärung 28. jan. Ultimo 31. Jan. Bank-Aktien. 4 Hest. Staats...101.40 52. Anlshens-Looss. Industrie-Aktſen. Staaspaplers. Elsenbahg- Akkſen, t Dtsch id 108.40 bz. 4 Hess. Ludwigsbahn 94.40 bz. 4½ Otsch. Reichsbk. 140.10 bz. Oest. I. VIII. E. Fr. 81.— bz. 3½ Cöln-Mindener 130.50 bz. 5 Zuckerk. Waghäusel 81.80 dz. 6 4Preuss. Consols. 106.20 G. 4 Bexbacher 219.40 G. 3 Frankfurter Bank 128.90 bz. 4 Prag Duxer 99.90 G. 4 Bayer. Prämien 137 50 bhz. 4 Dtsch. Edison-Ges. 107— b2, G. 8½ Frankf. Stadt-Anl, 100 30 bZz. LDübek-Büchener 158.50 bz. 4 Darmstädter Bank.139 80 bz. ſe Ras 8.69.— bz. 4 Bad. Prämien 135.50 G. 5 Scheide-Anstalt 232.— z. G. 4 Bapr. Oblig....105 0 da. 5 Alröld-Eium 148. bz. G. ſ Peutsche Bank.65 70 bz. Kudoif Silb. 6. W..75.— bz. 68 Oidenb. 40 Thir. 13190 G, 5 Ptsch. Verlgs.-An. 187.34 G. 4 Württb. Oöl... 5. 104.90 bz. 5 Böhm. Nordb 144 bz. 4 Ptsch. Handelsges. 70.70 bz. 4 Gotthardldl Fr. 106.70 bE. 4 St. Raab-Grazer 98.10 G. 4 Erkf. Brauerei-Ges. 1780 bz. 4 Bad, Oblig... M. 105.00 bz. 5 Böhm. West 228 bz. 4 Dksch. Vereinsbk. 97.70 bg. 5 Tosgan. Cent. Lirz Badische fl. 35 5 Brauerei Storehen 121— bz G. 4 Gr. Hess, Obl, M. 106.80 bz. ſs Buschth. Lt. B. 103.½ bz. 4 Disc.-Com. p. ulk. 205 10 bz. g Atlautie Und Tacrad 87 50 bz. G. Braunschw. 20 Thlr.95.10 bz. 4 Lothr. Eisen-Werke 18 40 bz. öst. Gol-Rente. 60.50 G. 5 Donau-Drau 146½ bz. DPresdener Bank 182.90 G. Buffalo.. T. g. Ph. 43.70 bz. Kurh. 40 Thlr.-Loose205.— bz. 5 Westereg. cons. Alk. 154 80 ba. 4½ öst. Silb.-R. 6. W. 66 10 bz. 4 Dux-Bodenb. 267½ bz. 4 Frankf. Bankverein 5 Chio. Milw. u. St. P. 107.70 bz. 5 Oester. v. 1860 5. W. 115.90 bs. 4 Türk. Tab.-Reg. ult. 7870 G. % öst. Pap. Mal] ö..ss 80 bz. 5 Elisabeth..95 bz. G. Meininger Bank..20 bz..J3 Louisville u. Nashv. 59.— 6. Qesterreich. v. 1864 275.— bz. Versioh.-Aktien, 5 6st. Papier von 1881770.10 bz. 5 Franz-Josef 5 Oest.-Ung, Bank 701.— G. ſ6 Missouri Pae. cons. 128.— bz. Hest. Credit v. 1888 288.— b2. G. D. Phönix 20% E. 186 G. Jug..-R. p. cpt. 83.00 bz. P. 5 Galiz. Carl-L. p. ult.162 bz. 5 Oest. Hredlitakt. P. u. 232½ bz. Denver u. Rio Gr. 43.50 52,.] Ung. Staats fl. 100 214.90 bz. 3 Ekf. Leb. Vers. 10% E. 121 b2 f. Ung. Pap.-Rents 78 70 G. 5 Graz-Köflacherf„ 173½ bz. 5 Ung. Oreditb. p. ult. 239 bz. Georgia Aidd 5 Don. Reg. ö. W. fl. 100 101 10 bz. 3 Erkf. Rückv. 10% E. 118.00 P. talienische Rente 99— bz. ß5 Oest. Fr.-Stb 2035% UE. 5 Wisner Bankyerein 82%½ dz,. Pfandbrlofe 3 FHoll. Comm. fl. 10010230 6. 4 Providentia 10% E. 132,00 C. 5 Rumän. Rente., 93.60 G. ſ5 Gest. Lokalb. 16% G. 4 Würteb. Vereinsbk. 119.— C. andbelafs, 5, Madrider Fr. 100 49 50 bz. G. 4 ditto Rückv, 20% E. 128.00 P. 2 Russ. Gold-Rente. 109.60 G. ſs Oest. Süudbahn„ 66½% G. 4 P. Elfektenbank. 122.— G. Erkft. Hyp.-B. M. 101.— bz. Türkk. F. 400 inel. Goup. Meohsel. Kurze Sicht. 5 Odl. 1877 Rente. 36.0 G. 5 Oest. Nordwest 135.% G. 4 Fr. Hxpothekenbk. 121— G. Erkf. Hyp.-OGr.-V. M. 101.80 bz. Freiburger Fr. 15 28 60 G. 3½ London L. 1 20.40 bz. 6 Obl. II. Orient p. ult. 58 70 bz. Elbthal 132¾ G. Priorltäten. 4 Nass. Lds.-BR.. M. 108.80 G. Genuwa Ue. 150118.70 bz. 8 Paris Fr. 10080,4 bs. ½ Russ. Consols 1875 90.00 bz. 5 Rudolf 1351 6. Dortmunder Un. V. Act. 3½ Nass. Lds.-Bk. 11.10 50 G. Mailänder.„ Fr. 45 44.30 bz. 4 Wien fl. 100161.15 b. 7 Russ. anl. 1880 p. ept bz 4 Vorarlberger 159¼ bz. 4 Klis.-Pr. stntl...94.90 bz. 6.% Rhein. Hyp.- B.. 100.40 5z Mailänder. Fr. 10 geldsorten. 1 Serb. Rente 4 Bern-Jura 483.— G. 4 Elis.-Pr. stfr... M. 101.80 bz. Südd..OUr.. M. 100.40 G. Meininger fl. 724.40 bz. Dukaten.68—63 1 Serb. Eisenbahn 79. 4 Gotthard-Bahn Fr. 94.70 bz. 4 Franz-Jos. Silb. ö. W. 77.60 G. 5 5 Or. Fong.88 20 bz. Neuchateler Fr. 10 20 Fr.-Stücke 16.1208 Spanler 65. 98 80 bz. 5 Oest.§.-Ib. f. Pr. 101 40 G. s5 Ital. Imm.-Ges. gars 0i 0, G. Schwedische Thlr. 105.80 bz. Engl. Souvereigns 20.26—81 Lonv. Türken 14 25 bz. 4 Schw. Nord-Ost Fr. 68.20 bz. 3 Oest..-Lb. fl. Fr. 68.50 bz. ſ Russische S. B. 24.70 bz. Lenetianer. Lire 30 Russ. Inperfahs 16.69—64 Unik. Egypt. p. ult, 74 60 ba 4 Verein. Schw.-B. 681.— G. 5 Oest. Staats fl. 4 Schwedische 94.90 bz. G. Gräd. Pappenh. f 722.30 bs. Dollars in Gold.20—16 4. Seite. General⸗Anzeiger 20. Junuar-. PROSPECT. 0bfückzablbare fypot der Actien⸗Geſelſchaft in Worms am Nhein im Betrage von M. 1,000,000. Die Actiengeſellſchaft Werger'ſche Brauereigeſellſchaft in Worms a. Rh. hat auf Grund des§ 14 ihrer Statuten eine zu erſter Stelle hypothekariſch eingetragene Anleihe von M. 1,000,000 auf Partial⸗Obligationen aufgenommen. Dieſelbe iſt eingetheilt in: 700 Obligationen à Mk. 1000. 600 5 500. Die Partial⸗Obligationen lauten auf Namen und ſind durch Indoſſament oder Ceſſion übertragbar. Das Darlehen iſt zu 4½ pCt. p. a. in halbjährigen Terminen, am 1. April und 1. October jeden Jahres, verzinslich und binnen 39 Jahren von 1887 ab nach Maßgabe des den Obligationen aufgedruckten Tilgungsplanes zum Courſe von 105 pCt., alſo mit einem Auf⸗ ſchlage von 5 pCt., rückzahlbar. Die ſchuldneriſche Geſellſchaft hat ſich nach Maßgabe der Anleihebedingungen das Recht verſtärkter oder gänz⸗ licher Tilgung vorbehalten. Zur beſonderen Sicherheit für die pünktliche Zahlung der Zinſen, ſowie für die Rückzahlung der Anleihe hat die ſchuldneriſche Ackiengeſellſchaft dem Bankhauſe Veit L. Homburger in Karlsruhe in Vertretung der Rechte der Obligationäre in ihrer Geſammtheit auf ihren geſammten Immobilienbeſitz Hypotheken zur erſten Stelle(gemäß den Anleihebedingungen) errichtet. 15 o verpfändete Immobilienbeſitz hat nach den vorliegenden Sachverſtändigen⸗Taxen einen reinen Immobiliarwerth von „=d, Die Auslooſung der jeweilig am 1. October rückzahlbaren Obligationen findet alljährlich am 1. Juli im Lokale der Geſellſchaft ſtatt. Die fälligen Zinscoupons und Partial⸗Obligationen ſind inhaltlich ihres Textes zahlbar geſtellt in Worms bei der Caſſe der Geſellſchaft; in Frankfurt a. M. bei der Deutſchen Effecten⸗& Wechſel⸗Bank; in Karlsruhe bei Herrn Veit L. Homburger. Alle Bekanntmachungen bezüglich der Anleihe erfolgen im Deutſchen Reichsanzeiger und außerdem in den im§ 7 der Anleihe⸗ bedingungen bezeichneten Zeitungen. Der Text der Partial⸗Obligationen, auf welchen ein Auszug der Anleihe⸗Bedingungen abgedruckt iſt, kann bei der Deutſchen Effecten⸗ und Wechſel⸗Bank in Frankfurt a. M. und Herrn Veit L. Homburger in Karlsruhe eingeſehen werden. Das Grundcapital der Geſellſchaft beſteht aus U. 2000,000 Ketien, eingetheilt in 2000 Stück Actien à H. 1000. 85 Die ſchuldneriſche Actien⸗Geſellſchaft, conſtituirt durch Statut vom 25. October 1886, iſt aus der bisherigen Firma Karl Werger in Worms hervorgegangen und hat deren bedeutendes Brauereigeſchäft vom 1. October 1886 an für ihre Rechnung übernommen. Das Darlehen wurde zur theilweiſen Berichtigung der der Actien⸗Geſellſchaft überlaſſenen Karl Werger ſchen Brauerei⸗Etabliſſements aufgenommen. Werger'ſche Brauerei-Geſellſchaft. Worms a. Rh., den 13. Januar 1887. gez.: Karl Werger. Die Subſeription auf obige M. 1,000,000 4½proc. zu 105 pCt. rückzahlbare, an erſter Stelle hypothekariſch ſichergeſtellte Partial⸗Obligationen der Aktienge⸗ ſellſchaft Werger ſche Brauereigeſellſchaft findet Donnerſtag, den 20. Jauuar a. e. in Franſifurt a. M. bei der Deutſchen Effecten⸗ und Wechſel⸗Vanſt, „ Karlsruhe bei Herrn Veit L. Homburger ſtatt und zwar zu folgenden Bedingungen: 1) Der Subſcriptionspreis iſt auf Mark 102½ für Mark 100 Nominalcapital feſtgeſetzt. Außer dem Preiſe ſind die Stückzinſen zu 4½ pCt. p. a. für den laufenden Zinscoupon vom 1. October pass. bis zum Tage der Abnahme der Stücke zu vergüten. 742 Bei der Subſcription muß eine Kaution von 5 pCt. in Baar oder Werthpapieren hinterlegt werden. Früherer Schluß der Subſeription bleibt jeder An⸗ meldeſtelle vorbehalten. 8) Die Zutheilung erfolgt ſo bald als möglich durch ſchriftliche Benachrichtigung an die einzelnen Zeichner. Die eventuelle Reduction der Zeichnungen reſp. die Höhe der einzelnen Zutheilungen bleibt dem Ermeſſen der Anmeldeſtellen überlaſſen. Die Abnahme der zugetheilten Obligationen in deſinitiven, mit dem deutſchen Reichsſtempel verſehenen Stücken kann gegen Zahlung des Preiſes vom 5, Februar a. c, ab geſchehen, muß aber ſpäteſtens am 15. März a. C. bewirkt ſein. Frankfurt a. M. und Karlsruhe, den 17. Januar 1887. Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. Veit L. Homburger. 20. Januar. General⸗Anzeiger⸗ Den geehrten Damen Maunheims u Umgegend erlaube ich mir die gefällige Anzeige zu machen, daß ich hier eine 357 Fachſchule für Frauenbekleitung eröffnet habe. Der Curſus dauert je nach Bedürfniß—.6 Wochen und umfaßt 6 und prakti⸗ ſchen Unterricht im Kiedetchen und kann ich, da der Unterricht von durch⸗ 89 2 625 82 5 655 dieſes Monats zu erheblich aus tüchtigen Lehrerinnen unter meiner 8 ſpeciellen Leitung ertheilt wird, für den Cra gese 1 EI re§ecn. Ich mache dabei beſonders darauf aufmerkſam, daß ich nur voll⸗ ſich als Zuſchneid⸗Lehrerinnen ſtändig moderne tadellos gearbeitete Trieht⸗Tuilken und oder Zuſchneiderinnen ausbil⸗ 69 dauerhaften Stoffen und Zuthaten— wie ſie meine zahlreiche Kund⸗ ſchaft von mir immer zu erhalten gewöhnt iſt— zum Verkaufe bringe. Erfolg garantiren. Zugleich mache darauf aufmerkſam, daß Damen, welche den Wollen hierzu die beſte Gelegen⸗ G heit am Platze ſelbſt gegeden wird und 8 denſelben, wenn befähigt, Plätze als Zuſchneide⸗ ien oder Zuſchnei⸗ derinnen an dungen erden ſtets Angeg d men. Indem ich um recht rege Theil⸗ G nahme bitte, zeichne Ich habe mich zur Frau L. Kümmel, N 2, 11, bei Frau Derba⸗ SGSGes ee 5 In meiner Arbeitsſchule 88 werden jederzeit Schülerinnen 38 aufgenommen 270 Elise Hähner, 388 8, 5.— — 5 geräumt zu haben. von ſämmtlichen e 9 SSessssssadnssedesse Meine große Auswahl in Pricot-Pafllen — jede Größe, Farbe und Machart umfaſſend— verkaufe ich bis Ende 479 flen ee SPreis herabsetzung meines Vorrathes in Tricot-Taillen Achtungsvoll 8¹5 deßhalb entſchloſſen, um vor den, Anfang Februar bereits be⸗ ginnenden, neuen Eingängen in Frühlahrs⸗Tricot⸗Taillen mög⸗ 1 D 4, 6 Fruchtmarkt D 4, 6 8 Lager und Anfertigung zu billigen, feſten Preiſen. 8Wisze e Ausſatungsgegenſtärden 2— Auswahl von Ein anſtändiges Mädchen empfiehlt P 1, 2. Richard Aein werden—.——— gemacht. ſich im Flicken und Ausbeſſern, pro Tag 70 Pfg.— 5— 6, 13.—45 ſah, vollendet die profectirten Bauten, beutet die Ziegelfelder aus, und ſo weiter, und dann, wer weiß?— werden die Leute vielleicht den Namen Clayters⸗ Narrenheim vergeſſen, die Villen werden vermiethet und das Bad kommt in Aufnahme.“ „Es iſt ein erbärmliches Ende“, klagte der Capitän. „Es iſt das einzig Mögliche“, erklärte ſein Compagnon,„alles andere führt zum Bankerott und Elend. Sie übertragen Ihr Eigenthum gegen Baar⸗ bählung und Aetien, die Geſellſchaft findet ſich mit meinen Clienten ab, und die Sache iſt geordnet.“ Wenn Frere von ſeinen Clienten ſprach, meinte er natürlich ſich ſelbſt. „Selbſtverſtändlich muß etwas Anſtändiges für mich, als den Gründer der Geſellſchaft, dabei herausſpringen“, fuhr Frere fort, der ſich bereits in großen Eifer hineingeredet.„Es iſt keine leichte Sache, eine Geſellſchaft für ein derartiges Projekt zu Stande zu bringen. Was wir brauchen, ſind große Ramen. Mit einigen vornehmen Leuten an der Spitze, ſind die Actien leicht unterzubringen. Sie acceptiren doch einen Sitz im Verwaltungsrath?“ „Natürlich, und wer noch außerdem?“ fragte dei Capitän, deſſen elaſti⸗ ſches Gemüth neue Hoffnung faßte bei der Ausſicht, doch noch Einfluß auf die Zukunft von Claytersville ausüben zu können. „Das iſt die richtige Frage“, erwiederte der Advocat,„wer noch? Wo haben Sie Tinte und Feder?“ Die Beiden ſetzten ſich an den Tiſch, der zwiſchen den Fenſtern ſtand golten ſich Schreibmaterialien herbei. Frere nahm und ſchrieb auf einen Bogen Papier folgende Namen und Adreſſen: Lord Carew zu Framlingham Park in Suffolk und Oberſt Carl Carew, zu Borley bei Rochford und Capitän Clayters cuf Clantersville und Reeches— Herr Hohn Hawkins Frere, Rechtsanwalt in London. „Hier“, ſagte der Advocat, indem er die Feder hinwarf und dem Capitän das Papier zuſchob. „Das iſt ein Anfang, und ein guter Anfang iſt Ales 5 Der Capitän las die Namen laut. Das Project gefiel ihm ſehr gut. Aber woher wiſſen Sie,“ fragte er,„daß Lord Carew ſeinen Namen hergeben Wird?“ „Der Oberſt wird ihn ohne Zweifel dazu veranlaſſen.“ „Aber wird der Oberſt ſelbſt dazu bereit ſein?“ „Überlaſſen Sie das mir“, erwiederte der Advokat,„Carew muß mir ſelfen: er hat keinen Schilling im Vermögen und iſt bis über die Ohren in shulden. Er hätte längſt ſeine Stellung aufgeben und aus dem Lnde fliehen Waſſen, wern ich ihm nicht geholfen hätte in der Zuverſicht auf beſſere Zeiten.“ (Fortſetzung folgt,) ———ů— Ballfäacher in Hols, Horu, Bein, Elfenbein 1 empfiehlt in großer Grossherzogl. Badischer Hof-Photograph Mannheim, 1 2. 7. 500 Tricot-Taillen in anerkannt vorzüglicher Qualität und Facons werden Saiſon⸗Wechſels halber mit 25%5 Nachlaß in allen 7 u. Qualitäten ausverkauft, Ferner: o Theater-Rader mit reinwollenem Ueberzug und ſolidem Atlasfutter, früher 25 bis 50 885 letzt 36 „J5 Sophie Link, Q l,.. Derenneter deben 665 Zahnersatz, resp. jede Behandlung der Zähne besorgt unter Garantie J. Eckard, Weinheim, bei Herrn Ph. Dell. Sprechstunden jeden Tag, ausser Freitag und Samstag P 1, 2. von 10—4 Uhr. Sonn- ufd Feiertag von 10—1 Uhr. 272 382 Roman Beilage „General⸗Anzeiger“ (Kaunheimer Polksblatt und Handelszeitung.) 5 Kampf um's Daſein. Original⸗Roman von Moy Thomas aus dem Engliſchen von 5 Heben (Nachbruck verboten⸗ Fortſetzung.) Seiner Tochter gab er als Grund dieſes ſonderbaren Aufenthaltsortes an ⸗ daß er ſich keine Feiertage erlauben könne, ohne zugleich ſeine geſchäftlichen In⸗ tereſſen zu wahren. Er könnte allerdings hinzugeſetzt haben, daß es ihm ein angenehmes Gefühl ſei, zu wiſſen, daß ſeine ſämmtlichen Unkoſten im Royal⸗ Hotel auf Rechnung des unglücklichen Capitäns geſetzt wurden. Die Verhältniſſe des Letzteren mochten noch ſo verzweifelt ſein, ſo fand er immer noch die Mittel, Aufſehen nach außen hin zu machen. Eine Poſtkutſche mit vornehmen Gäͤſten und einem betreßten Poſtillon mußte das Landvolk glauben laſſen, daß irgend etwas Neues beabſichtigt werde in Eſſex⸗Margate und that es auch etwas Ein⸗ trag, daß dieſer vornehme Einzug bei der Nacht erfolgte, ſo freute ſich der Ca⸗ pitän um ſomehr, als in der nächſten Nummer der Diſtricts⸗Zeitung die Ankün⸗ digung zu leſen war: Herr John Hawkins Frere, der bekannte Londoner Ca⸗ pitaliſt, begleitet von ſeiner Tochter, Fräulein Iſabella Frere, ſowie auch Capi⸗ tän Clayter mit Gattin befinden ſich unter den angekommenen Gäſten im Ropal⸗ Hotel zu Clayterville. Für Iſabella Frere waren dieſe Beſuche die ungetrübteſte Freude. Sie kannte die Verlegenheiten des Capitäns nicht, und hörte dem ſanguiniſchen Ge⸗ plauder der Frau Clayter über die vorzüglichen Ausſichten und das Aufblühen der Stadt mit ruhiger Gleichgiltigkeit zu. Clayterville ſelbſt hatte kein Intereſſe für ſie— aber hatte ſie nicht dort den Anblick der See? Dem ſandigen Strand und die herrliche erquickende Seeluft, den Sonnenſchein und die Spaziergänge über die Wieſen und Felder— gegenüber der viele Monate langen Einſamkeit im Hauſe ihres Vaters in London? Lange, ehe die übrige Geſellſchaft im Hotel ſichtbar wurde, war ſie ſchon auf ihrem Morgenſpaziergange am Strande, wo ſie Carrel getroffen hatte, und es dauerte nicht lange, bis ihre blaſſen Wangen von Geſundheit ſtrahlten, und ihre blauen Augen fröhlicher um ſich blickten. Ihr Vater hatte ſeine Freude an ihrem guten Ausſehen, und eines Morgens nach dem Frühſtück flüſterte er ſeinem Clienten zu:„Bella beſſert ſich.“ Dies war eine günſtige Gelegenheit für den Capitän, ſich über das vor⸗ zügliche Klima des Platzes im Allgemeinen und ſeine beſonderen guten Eigen⸗ ſchaften in geſundbeitlicher Beziehung des Weiteren auszulaſſen, aber die Gedanek General⸗Anzeiger. Feuerwehr⸗ Singchor. Heute Donnerſtag Abend halb 9 Uhr Probe. Der Vorſtand. Thhalia. Singchor. Heute Abend präzis 9 uhr Chorprobe. Um pünktliches Erſcheinen bittet 181 Der Vorſtand. Maunheimer Athleten Club Schwetzingervorſtadt. Unſere regelmäßigen Uebungsabende ſind bis auf Weiteres folgendermaßen feſtgeſetzt: Montag: Senior⸗Mannſchaft: Abends von—10 Uhr: Riegeſtemmen und Ringkampf. Junior⸗Mannſchaft: Dienſtag und Donuerſtag: von—10 Uhr: Riegeſtemmen, Freiübungen und Ring⸗ kampf. Mittwoch und Freitag: oon—10 Uhr: Spezialübung füͤr Bymnaſtiker. Gesichts-Masken von 40 Pfennig per Otzd. an. 643 Masken⸗Schmuck, Bigolphenes(musikalische Scherzartikel) Kopfbedeckungen(karreumützen) aus Papier und Stoff von 60 Pfg. per Dtzd an. aroßer Auswahl zu ſehr billigen Prei en Wiederverkänfer und Vereine erhalten hohen Nabatt. 55 J 1. 14. askenleihaust (Charaktertoſtüme, Domnios, Nationaltrachten) Ae bei Th. Hirsch, Ww. höch Wiederverkäufer und Vereine erhalten ſten Rabatt. mit Patentmundſtück, den wirklichen Blech⸗ u. Holzinſtrumenten täuſchend ähnlich. 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Es wurde hinter ſeinem Rücken geſagt, daß dieſes Anhängſel ſeinen einzigen Anſpruch auf den Titel Capitän bildete, aber in Wirklichkeit hatte er denſelben von der Behörde erhalten, weil er in früherer Zeit einmal Miliz⸗Hauptmann geweſen. Er ſtrich jetzt bedächtig ſeinen Schnurrbart und ſagte:„Der Oberſt? Welcher Oberſt?“ „Still“, ſagte Frere, mit dem Daumen nach Iſabella zeigend, die am andern Fenſter mit dem Leſen eines Briefes beſchäftigt war. Dann bückte er ſich, um ſeinen Mund dem Ohr des Capitän's näher zu bringen, und ſagte: „Oberſt Carew.“ „Ganz recht“, bemerkte der Capitän im Tone eines Menſchen, von dem man erwartet, daß er irgend etwas ſagen ſolle über eine Sache, die ihm ſehr gleichgillig war.„Ich erinnere mich jetzt— iſt bereits alles in Ordnung?“ Als Frau Clayters, die bisher ſehr in ihre Häkelarbeit verlieft zu ſein ſchien, ſah, daß ihr Gemahl und der Advocat leiſe mit einander ſprachen, und deshalb wahrſcheinlich Privat⸗Angelegenheiten zu verhandeln hatten, berührte ſie den Arm Iſabella's und ſagte:„Laſſen Sie uns einen Gang in die Stadt machen, meine Liebe.“ Iſabella, die keine Ahnung davon hatte, wie nahe ſie die Unterredung der beiden Männer anging, fallete ihren Brief zuſammen und die beiden Damen verließen das Zimmer. Frere halte auf die letzte Frage des Capitäns nicht geantwortet. Nach der Entfernung der Damen ſchritt er langſam im Zimmer auf und ab, mit der Miene eines Mannes, deſſen Geiſt mit einer ihn tief intereſſirenden Angelegen⸗ heit beſchäftigt iſt. Er war ein großer, hagerer Mann mit etwas nach vorne gebeugter Hal⸗ tung. Seine Kleidung, wenn der Schnitt auch nicht ganz nach der neueſten Mode war, zeigte von darauf verwandter Sor falt, die weiße Halsbinde und die Wäſche waren von tadelloſer Sauberkeit. Seine ſchlichten, ehemals blonden Haare hatten jene unbeſtimmte Farbe angenommen, die aus grau und gelb ge⸗ miſcht iſt. Da er eine geſunde.ſichtsfarbe und keine unangenehmen Geſichts⸗ züͤge hatte, ſchätzte man ihn in der Regel für nicht älter als fünfzig Jahre; blickte er jedoch Jemanden mit ſeiner gebückten Haltung ſcharf in das Geſicht, ſo nah⸗ men ſeine kleinen grauen Augen unter den buſchigen grauen Augenbrauen einen raubthierartigen Ausdruck an. Der Capitän ſaß rittlings, mit übereinander geſchlagenen Armen auf einem Stuhl und beobachtete die Bewegungen des Advocaten. „Sie alauben, daß dies blos meine eigene Angelegenheit ſei“, ſagte dieſer LueiwwisSRHaTSii Steriliſirte(leimfreie) Kindermilch 69 der beſte Erſatz für Muttermilch, für Kinder vom erſten Der Vorſtaud. Monat bis zum zweiten Jahre, täglich friſch zu haben Gebrüder Nelf, Dampfmelzerei. Kreuzſaitig, neu, billig abzugeben. 74 Mannheim B 4, 11. A. Heekel. Verſteigerungen aller Art übernimmt 109 eeee Gerüſtſtangen PI àndler aller Dimenſionen, nebſt Baum⸗ 520 werden unter ſtrengſter Verſchwiegenheit pfähle billig bei 224 in und aus dem Leibhauſe beſorgt. 307 20 1 8 Hbern nefar, Adam letz Il,, Aetharhanſen Lager in Friedrichsfeld. Hinterhaus parterre. — 71— nach einer Pauſe, ſich zu dem Capitän herabbeugend,„damit ſind Sie indeß ſehr im Irrthum. Dieſer Oberſt Carew repräſentirt eine Goldgrube für uns.“ Des Capitäns Geſicht glänzte und ſeine bisherige Gleichgültigkeit machte großer Erregung Platz, als er erwiderte:„In der That? ſagen Sie mir, wie das zugeht— ich hätte dies nie für möglich gehalten.“ „Ich weiß ganz genau, was ich thue, ſagte Frere, während er in der⸗ ſelben unruhigen Weiſe im Zimmer auf und ab ging.„Darüber beſteht bei mir kein Zweifel mehr, daß wir unter allen Umſtänden aus dieſem Clayters⸗ ville⸗Elend herauskommen müſſen. Es iſt angenehm und geſund hier, das iſt aber auch alles und die ganze Geſchichte iſt eine total verfehlte Speculation, das iſt das Kurze und Lange daran und verſchwenden wir kein Wort weiter darüber. Wiſſen Sie, wie viel ich in dieſe Wildniß ſchon hineingeſteckt habe?“ „Wildniß?“ erwiderte der Capitän,„ein Ort, an den nur noch einige Tauſende gewandt zu werden brauchen, um ihn zu einem der angenehmſten Badeplätze zu machen, wie es ſchon von Natur aus einer der geſündeſten iſt?“ „Plunder“, unterbrach ihn der Advocat,„ſparen Sie derartige Phraſen für den Prospertus auf. Der Platz iſt geſund genug, aber ich habe es ſatt, mehr Geld herzugeben. Ich frage Sie nochmals, ob Sie wiſſen, wie viel ich bereits in dieſer ſo geſunden Wüſte angelegt habe?“ „Gegen zehntauſend Pfund“, antwortete der Capitän,„aber was will das bedeuten gegen das Capital, das ich bereits hineingeſteckt?“ „Beinahe elftauſend“, erwiederte der Geldleiher, mit einem Tone, der wie das Knurren eines Hundes klang.„See vergeſſen die Zinſen und Koſten. Wenn ich heute die Sache zur Subhaſtation brächte, wo würde ich bleiben?“ Dem Capftän wurde ſehr ungemüthlich auf ſeinem Stuhl, er ſagte indeß muthig:„Es würde alles doppelt und dreifach bezahlt!“ „Das iſt eben die Täuſchung, der Sie ſich hingeben“, und der Advocat ſetzte ihm klar und ſachgemäß die Unhaltbarkeit des ganzen Unternehmens aus⸗ einander. Der Capitän fuhr mit der Hand über die feuchte Stirn; es erſchien ihm wie ein Profanation, in dieſer Weiſe von ſeinem großen Project zu ſprechen. „Ah!“ rief er mit weinerlicher Stimme,„ich wünſchte nur, daß Sie die Sache von meinem Geſichtspunkte aus ſehen könnten!“ „Unſinn“, beharrte ſein Compagnon.„Seien Sie Geſchäftsmann. Sehen Sie den Dingen in's Geſicht und der Spaß hat ein Ende; der Platz iſt bereits zum Geſpötte geworden und hat den Spitznamen Pompeji erhalten; ſehen Sie, wie das Gras in den Straßen wächſt, und Brombeeren auf dem Markte, und ſagen Sie dann ſelbſt, ob dies eine Anlage iſt für weitere Tauſende?“ „Aber was können wir thun?“ fragte der Capitän hilflos. „Es giebt nur einen einzigen Weg, um herauszukommen“, erwiederte Frere. „Es muß eine Clayterville Actien⸗Geſellſchaft gegründet werden. Die Geſell⸗ ſchaft kauft die Ländereien von Ihnen, löſt die darauf eingetragenen Hypotheken Srrrrre 73 1 tmte Feer r„ „Januar. General⸗Anzeiger. Heitacſsgeſch. Ein kinderloſes, armes Mädchen oder Wiuwe von 35 bis 40 Jahren, welches einer Haushaltung gut vorſtehen kann und Luſt hat, einen Wittwer in den beſten Jahren, mit gutem Auskommen, der jedoch etwas gelähmt iſt, zu hei⸗ rathen. Dieſelben wollen ihre Adreſſe unter B. A. 732 in der Expd. d. 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Is., Aͤkbends 8 Uhr 2 im Prinz Max(Alt⸗ deutſche Bierhalle) Bier⸗Abend wozu 5 unſere verehrl. Mitglieder freundlichſt einladen. Einführungen ſind geſtattet, 743 Oiss Turnhalle bleibt für dieſen Abend Der Vorſtand. Merceuria. Mittwoch, den 19. Jan., Abends 9 Uhr Verſammlung zei unſerem Mitgliede Knoll. 82950 reiches Erſcheinen erwartet Der Vorſtand. Dr. Carl Cahn, rakt. Arzt. Speoialarzt für Naſſen⸗ Halb⸗ 1. Bruf⸗ ktaukheiten“ Wohnung E 3, 17(alte Poſt.) Sprechſtunden für Unbemittelte täglich von—5 Uhr ausgen. Sonntags. — Meine Sprechstunde ist in Mannheim, B 2, 5 prt. täglich(ausser Sonntag) von 10 bis ½2 Uhr. Für Unbemittelte un- entgeltlich. 289 Dr. Beichenheim, Augenarzt. %e„%%%% Lahn-Klinik für Damen und Herren. Schmerzloſes Zahnziehen, dauer⸗ hafte Plomben in Gold, Silber, 5 Cement. 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Tagesordnung: 1) Berichterſtattung über die Thätigkeit des Bezirksvereins im Jahre 1886. 2) Rechn ingsablage. 3) Erneuerungswahl des Bezirksausſchuſſes. 4) Wahl dreier Rechnungsreviſoren. Der Vorſtand. Verein für Geſtügelzucht. Unſere alljährliche Generalverſammlung findet Dienstag den 25. Jauuar, Abends 8½ Uhr im Badner 93 dahier ſtatt. Die Tagesordnung umfaßt: 1) Bericht des Vorſitzenden über die Ergebniſſe des abgelaufenen Vereins⸗ jahres. 2) Rechnungsablage und Decharge⸗ Ertheilung. 3) Wahl von 5 Vorſtandsmitgliedern und 2 Rechnungsprüfern. Indem wir den Mitgliedern hiervon Kennlniß geben, laden wir bieſeſben zu recht zahlreichem Grſcheinen freundlichſt ein. Mannheim, den 17. Januar 1887. Der Vorſtand. Velociped-Club Mannheim. Masken- Ball Sonutag, den 6. Februar 1887 in den Säflen des„Zallhauses“ wozu unſere verehrlichen getiven und paſſiven Mitglieder und Freunde unſeres Clubs freund⸗ lichſt einladet. Der Vorſtand. Anfang 7 Uhr. We für Einzuführende bitten jeweils an unferen im Café Bavaxlis ſchriftlich einzureichen. 746 Pflägersgrund-Narren. Unſern verehrlichen Mitgliedern zur Nachricht, daß wir unſer Lokal vom 5 1. „14(Friedrich Haag) 85 1 726 Samſtag, den 22. ds. Mts., Abends präzis 7 Uhr Eiumweihung des neuen Narrenpalaſtes egreen Sonntag, den 23. ds. Mts., Abends 7 Uhr Grossarlige Damen-Litzung mit närriſchem Schlorum. Hierzu ladet alle Narren und die es werden wollen höflichſt ein Der Vorſtand. „zRNRhlneinlucgst.““ Donnerstag, 20. Jaunar 1887: Geſellige Unterhaltung mit Muſik im Saale zur„Rheinluſt“, wozu ſämmtliche hier überwinternden Schiffer und Steuerleute ſowie deren Freunde freundlichſt eingeladen ſind. Das Comitò&. NB. Zur beſſeren Ueberſicht der Betheiligung liegt Einzeichnungsliſte 111 Mittwoch Abend in der„Rheinluſt“ auf. Großer Mayerhof. Heute Mittwoch Großes Schlachtfeſt mit Anſtich von hochfeinem „Viener Bol“ und„Winter⸗Bier“ direkt vom Faß. 750 Zur Eintracht. Dounerſtag, den 20. Jaunar Humoristischer Bler-Abend. Aufang halb 8 Uhr. Wirthſchafts⸗Uebernahme& Füpfehlnmg. Einem verehrlichen Publikum, ſowie meiner verehrlichen Nachbarſchaft die lergebene Anzeige, daß ich die Wirthſchaft zur Stadt Stuttgart, H 7, 7 von Herrn A. Siun übernommen und eröffnet habe. Gleichzeitig empfehle ich vorzüglichen Stoff aus der Actienbrauerei Löwenkeller, kalte und warme Speiſen zu jeder Tageszeit und wird es ſtets mein eifrigſtes Beſtreben ſein, meine werthen Gäſte aufs Beſte und Auf⸗ merkſamſte zu bedienen und bitte um recht zahlreichen Zuſpruch⸗ 671 Achtungsvollſt Mihelm Müller. Tenibücher zu„Hugenotten“ 5„„Jessonda““ 5 „Die Afrikanerin“„ 45 bei 85 H. Schreckenberger, Theater⸗Geſchäfts⸗Bueau, 0 65 47 geöffnet von—6 Uhr Nachmittags. Fursgeſchtteles Caunen Hindelhoh, billigſtes Material zum Feueranmachen, llefert à Mk..25 pro Ztnr. frei ans Haus Ein Mece Tann das Fernen. J 2, 28, 2, St. H7 28. Jac. Hoch. HII 7. 28. Zu zahlreicher Betheiligung ladet höflichſt ein 741 ünchener 1 4 aut⸗Orangen Hessina-Mandarinen per Stück 10 Pfg., Dutzend Mk..— Alle Sorten Fische zu möglichſt billigen Preiſen. 758 Ph. Gund, D 2, 9. Planken. Telepbon 313. Schellfiſche Kieler Sprotten 75⁵ Kieler Bücklinge. Ernst Dangmann, N3, 12. — Neue Fle H 1, 7. H 1, 7. Heute früh wieder ie lehend friſche Egmonder Schellfiſche ver Pfd. 30 Pfg. prima Qual., Helgoländer Schellfiſche billiger, ſehr ſchönen Cahljau im Ausſchnitt billigſt, friſch gewäſſerſen Daberdan und ſehr ſchönen gewäſſerten(weißen) Stock⸗ ſiſch, per Pfund 25 5 friſche Häringe(zum Braten), grüne Hi⸗ Finge ungeſalzen, per Pfund 25 Pfg., ferner lebende Rhein⸗Hechte, Karpfen ꝛc. ꝛc. Rhein⸗Salm im Ausſchnitt per Pfd. 3., heute friſche Oſtender Seezungen oles), per Pfd. 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