Abonnement: 50 Pfg. monatlich, Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez incl. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 pro Quartal. Juſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 40 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfg. (Badiſche Volkszeitung.) der Stadt Mannheim und Umgebung. (98. Jahrgang. Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint täglich, auch Sonntags; jeweils Vormittags 11 Uhr. (Mannheimer Volksblatt.) 5 Y Für den Reklamen⸗ und Inſeratenthell: A. Lohner. Rotationsdruck und Verlag der Für die Redaktion verantwortlicht Chef⸗Redakteur Julius Katz⸗ Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckerei, „Mannheimer Jonff 1* ſt Eigenthum des katholiſchen Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Mannheim. Ar. 158. Crlephon Ar. 28 uflage 3500 Exemplare. E Aach fünfundzwanzig Jahren. Durch die Blätter geht die Nachricht, daß Fürſt Bismarck im Geſpräch mit einzelnen Mitgliedern des preußiſchen Herrenhauſes ſich mit Begeiſterung und Enthu⸗ ſiasmus über die Begabung und Tiefe der Auffaffung des jugendlichen Kalſers in Betreff der ihm gewordenen Aufgabe ausgeſprochen und ſeinen Willen, dem Kaiſer bis zum letzten Athemzuge zu dienen, kundgegeben habe. Das deutſche Volk wird dieſe Aeußerung des Reichs⸗ kanzlers mit großer Genugthuung vernehmen, da es die Wahrung ſeiner nationalen Intereſſen in beſten Händen weiß, ſo lange Fürſt Bismarck, geſtärkt durch das Ver⸗ trauen ſeines Monarchen, die Geſchicke des Deutſchen Reiches als deſſen oberſter Beamter leitet. Daß ſich die ſtaatsrechtlichen und politiſchen Anſchauungen des Kaiſers und ſeines Kanzlers innig vereinen, iſt eine bekannte Thatſache, die durch die hohe Verehrung, welche Wilhelm II. ſchon als präſumtiver Thronerbe dem Fürſten Bismarck entgegenbrachte, erhärtet iſt. Wenn der jugendliche Herr⸗ ſcher dem großen Staatsmann völlig vertraut, ſo folgt er damit nur den Spuren ſeiner Vorgänger, die dieſem Manne unter den ſchwierigſten Verhältniſſen zur Seite ihres Thrones den erſten Platz gnwieſen und ſeine Weisheit im aufopfernden Dienſte für das Vaterland nutzbar zu machen wußten. Da mag denn des Fürſten Auge oft zurückſchweifen in der Erinnerung an jene Zeit, in wel⸗ cher er— ein vom Volke gehaßter Mann— den parla⸗ mentariſchen Stürmen trotzen mußten, da er in mühſamer Arbeit dem Ziele zuſtrebte, Deutſchland zur ſtarken, eini⸗ gen Macht zu geſtalten. Und wenn er heute dem Enkel jenes erſten Wilhelm, des Schöpfers dieſes Reiches, trotz ſeines greiſen Alters, mit jugendlichem Eifer dient, ſo mag er wohl der eigenen Worte gedenken, die er am 27. Januar 1883 im Kampfe gegen die Oppoſition im preußiſchen Abgeordnetenhauſe geſprochen. Es ſtand die an den König Wilhelm zu erlaſſende Adreſſe zur Berath⸗ ung, in welcher das Miniſterium des Verfaſſungsbruches angeklagt wurde. Am Schluſſe ſeiner Entgegnung ſagte der Miniſterpräſident v. Bismarck: „Es iſt ein eigenthümliches Zuſammentreffen, daß die Berathung dieſes Manifeſtes, welches unſerem Königlichen Herrn überreicht werden ſoll, gerade zu⸗ ſammenfällt mit dem heutigen Geburtstage des jüng⸗ den muthmaßlichen Thronerben(des jetzigen Kaiſers Wilhelm II.) In dieſem Zuſammentreffen, meine Herren, ſehen wir eine verdoppelte Aufforderung, feſt für die Rechte des Königthums, feſt für die Rechte der Nachfolger Sr. Majeſtät einzuſtehen. Das preußiſche Königthum hat ſeine Miſſion noch nicht erfüllt, es iſt noch nicht reif dazu, einen rein ornamentalen Schmuck Ihres Verfaſſungsgebäudes zu bilden, noch nicht reif, als ein todter Maſchinen⸗ theil dem Mechanismus des parlamentariſchen Regiments eingefügt zu werden.“ Fürſt Bismarck hat Wort gehalten; mitten durch die Fährlichkeiten der Confliktsperiode hat er das preußiſche Königthum gefährt und zum Felſen von Bronze gemacht, an dem die Brandung der Demagogie zerſchellt; er hat durch 1866 und 1870 ſeinen König zum Ziele geführt und den Deutſchen ihren Kaiſer gegeben, er iſt, wie er es am 27. Januar 1863 gelobte, feſt für die Rechte der Nachfolger des Königs Wilhelm eingetreten und ſteht jetzt dem dritten Herrſcher aus dem Hauſe Hohenzollern als miniſterieller Berather treu zur Seite. Daß Kaiſer Wilhelm den Grundgedanken der Bismarck'ſchen Auf⸗ faſſung vom Königthum und der Verfaſſung in Preußen ſich angeeignet hat, eerhellt aus ſeinen erſten Thronreden. Achtung vor der Reichs⸗ und preußiſchen Staatsverfaſſung, gelobt Wilhelm II., aber er verlangt auch, daß die Ver⸗ treter des Volkes die Rechte der Krone unverbrüchlich hochhalten. Und wieder müſſen wir jener Rede Bis⸗ Mmarck's vom 17. Januar 1868 gedenken, in welcher der eee der Landtagsoppoſition die Worte zurief: „Was die Verfaſſung Ihnen an Rechten zu⸗ billigt, ſoll Ihnen unverkürzt zukommen. Was Sie darüber hinaus verlangen, das werden wir ab⸗ lehnen und Ihren Forderungen gegenüber die Rechte der Krone mit Ausdauer wahrnehmen.“ Fünfundzwanzig Jahre ſpäter ſpricht jener Hohen⸗ Alrainzan, für beſſen Andeichmälerte Rechte Herr von Seleſeuſle und vrrbreiletſte Zeitung iu Maunheim und Bismarck einſt im Landtag eintrat, zum erſten Male zu den Vertretern des preußiſchen und deutſchen Volkes und vollinhaltlich nimmt er das ſtaatsrechtliche Programm des dereinſtigen Miniſterpräſidenten auf, indem er, unbe⸗ ſchadet der durch die Verfaſſung verbürgten Rechte des Volkes, die Macht der Krone vor Einſchränkungen be⸗ wahrt. So prägt ſich die Einheit der Anſchauungen, die Kaiſer und Kanzler verbinden, in Wort und That aus zu des Reiches Wohlfahrt! — —— Politiſche Ueberſicht. R Mannheim, 5. Juli, Vorm. Es ſcheint, daß in den preußiſchen Regierungskreiſen ein größeres Gewicht auf Erhaltung des„Kartells“ gelegt wird, als in den unmittelbar an demſelben bethei⸗ ligten Parteien. Das anerkannte Organ des Reichs⸗ kanzlers bringt ſpaltenlange Artikel über die angebliche Nothwendigkeit das für die letzten Reichstagswahlen— und nur für dieſe— geſchloſſene Uebereinkommen der gemäßigt liberalen und konſervativen Parteien auch für die bevorſtehenden Landtagswahlen in Kraft zu ſetzen. An einzelnen Redewendungen der offiziöſen Argumen⸗ tationen merkt man den geiſtigen Urſprung derſelben nur zu gut. Es iſt infolge deſſen den Auslaſſungen der „Nordd. Allgem. Ztg.“ die gebührende Aufmerkſamkeit geſichert, ob aber auch die erwünſchte Wirkung, das wird man wohl bezweifeln dürfen. Da das Kartell für die Landtagswahlen überhaupt nicht beſtand, ſo kann von ſeiner Erneuerung oder von einem Bruche irgend einer Vereinbarung nicht die Rede ſein. Man wird es ſich demnach in den gemäßigt liberalen Kreiſen doppelt und dreifach überlegen müſſen, ehe man der offtziöſen Lockpfeife folgt und auf eine freie und ſelbſtſtändige Agitation verzichtet. Wir ſind der Anſicht, daß es ſich hier zunächſt um lokale und provinzielle Ver⸗ hältniſſe handelt, und daß demnach eine allgemeine bindende Vereinbarung zum minbeſten überfluͤſſig iſt. Es handelt ſich für die gemäßigt Liberalen diesmal darum, zu beweiſen, daß ihr Anhang im Lande, auch ohne durch parteipolitiſche Rückſichten erzwungene bindende Vereinbarungen, ein genügend großer iſt, um einen Ein⸗ fluß auf den Gang der inneren Politik auszuüben und deshalb iſt zu hoffen, daß ſte frei, und nur auf ihre eigenen Grundſätze geſtützt, in den Wahlkampf ziehen werden. In Petersburg ſpricht man, wie der dortige Correſpondent des„Daily Chronicle“ verſichert, viel da⸗ von, daß der Miniſter des Innern binnen Kurzem einen Erlaß an die ſüdruſſiſchen Behörden ſenden und dieſelben auffordern werde, ihm über das Verhalten der deutſchen Coloniſten den ruſſiſchen Bauern gegenüber Bericht zu erſtatten. Die Letzteren beſchweren ſich nämlich, wie es heißt, daß ſie von den Coloniſten übel behandelt werden, welche wüſtes, ihnen nicht gehöri⸗ ges Land ſich aneigneten.— Dieſe„Beſchwerden“ kom⸗ men der ruſſiſchen Regierung offenbar ſehr gelegen; es ſcheint, daß man im Süden Rußlands eine zweite Auf⸗ lage der bereits in den Oſtſeeprovinzen verſuchten Ruſſi⸗ ficlrung veranſtalten will. Jedenfalls geben die deutſchen Coloniſten, welche von allen Reiſenden als ruhige, tüch⸗ Leute geſchildert werden, keinen Anlaß zu Repreſ⸗ alien. Zum Volksſchullehrer-Geſen erhalten wir folgende Zuſchrift: In der Mittwoch⸗Nummer des„Genergl⸗Anzeiger“ iſt die Regierungsvorlage über das neue Volksſchullehrer⸗Geſetz nur ſummariſch beſprochen und nimmt 15 der angebliche Geſammtaufwand von 196,200 M. per Jahr ſehr ſchön aus, bietet aber für den einzelnen Lehrer eine ſo geringe„Aufbeſſerung“, daß die Enttäuſchung über dieſe Geſetzesvorlage in Lehrerkreiſen nur zu erklärlich iſt. Vor Allem iſt zu bemerken, daß es ſich bei dem Regierungs⸗ entwurf nicht um eine bleibende Ge halts⸗Erhöhung, ſon⸗ dern nur um eine der bisherigen Perſonal⸗ ulagen mit einiger Modiſtcation ihrer Vert eilung han⸗ elt, deren Bewillfgung nicht wie in Bavern und anderen deulſchen Ländern nach einer beſtimmten Reihe im Dienſte ſuren Veral Jahre eo ipso erfolgt, ſondern von dem ſitt⸗ ichen Verhalten und den Leiſtungen der Lehrer abhängig“ gemacht wird. Die Perſonalzulage betrug bisher für einen Hauptlehrer nach 5jährigem Verbleib auf derſ elben Stelle 60 M. und konnte bis zu einem Dienſteinkommen von 1300 Mark gewährt werden, dieſe 60 M. ſollen auf 100 M und die 1300 M. Maema gehart auf 1400 M. erhöht werden, auch ſollen Hauptlehrer auf Schulſtellen der erſten Klaſſe⸗ ſchon nach zjähriger Wirkſamkeit auf derſelben Stelle die erſte Zulage beziehen können, wenn ſie auch noch nicht 5 Jahre als Hauptlehrer gedient Sbelt 1 55 erhalten ſie, wenn ſie auf derſelben tells bleiben, die erſte Erhöhung der Perſonalzulage erſt Freitag, 6. Juli 1888. nach zehn Jahren, während ſonſt nach Zurücklegung von je fünf Jahren auf der gleichen Stelle die Perſonalzulage um je 100 M. anwächſt. Das iſt alſo Alles, was man nach der Gehaltsregulirung und der Gehaltsaufheſſer⸗ ung aller übrigen Beamten bis k den Erziehern der Jugend während ihrer aktiven Dienſtzeit bieten zu können glaubt. Wo die Unterlehrer bleiben, fragt man vergebens. Nach vierzigjährigem Dienſte betrug der volle Ruhegehalt eines Lehrers in IL. und II. Klaſſe 778 Mark, in der III. 877 Mk., in der IV. 1024 Mk. und in der V. 1131 Mk.; von jetzt an ſoll derſelbe 1 die drei niederſten Klaſſen gleichgeſtellt und auf 1000 Mark feſtgeſetzt werden, derjenigen der IV. Klaſſe ſoll 1100 Mk. und jener der J. Klaſſe 1300 Mark betragen. In dieſer Beziehung kann man alſo von einer Aufbeſſerung ſprechen, leider aber wird ſie nur wenigen Lehrern und nur auf kurze Zeit zu Theil werden, da ein Lehrer erſt bei abſoluter Dienſtunfähigkeit ſich penſioniren läßt und penſionirt wird, welche der Vorläufer baldigen Todes zu ſein pflegt. Der Wittwengehalt einer Lehrerwittwe wird von 300 auf 4360 Mark erhöht, die Mädchen ſollen Waiſengeld bis zum vollendeten 18. Lebensjahre cbisher bis zum 16.) erhalten, ferner ſoll das Waiſengeld für eine Vollwaiſe 144 Mk.(bisher 90 Mk.) und für zwei Vollwaiſen 252 M.(biszer 180 M) betragen. Der Wittwenkaſſenbeitrag mit 3 pCt. des Gehaltes bleibt beibehalten, und iſt dieſem Beitrag bei Hauptlehrern ein Arante n von 1400., bei Schul⸗ gehilfen von 800 M. zu Grunde zu legen, die und Verbeſſerungstaxen 18 15 ſollen künftig in Wegfall kommen.— Wie man ſieht iſt von einer wirklichen Auf⸗ beſſerung der Lehrergebalte in dem Regierungs⸗ entwurf keine Spur zu finden, und wird man ich nicht wundern können, wenn man angeſichts der Beiſeiteſetzung des Lehrerſtandes durch Nichtaufnahme in das Beamtengeſetz und angeſichts ſolcher Gehaltszuſtände bald ein emp udlicher Lehrermangel eintreten wird. Ich will heute keine Parallele ziehen zwiſchen den Gehältern der niederſten Beamten und jenen der Lehrer, es geſchieht dies vielleicht in einem ſpäteren Artikel, denn es ſol auf die Lehrer auch nicht der geringſte Schein von Mißgunſt und Neid fallen. Die Lehrer gönnen jedem Beamten die gewährte eee glauben aber a dem Satze feſthalten zu dürfen:„Wie⸗ ihnen, ſo uns!“ Das ſſt aber nach dem Regierungsentwurf n icht der Jall, weßhalb der Mißmuth und die Erbitterung in Lehrerkreiſen mehr als gerechtfertigt erſcheinen dürfte en Herrn Lehrern ſteht ja das Recht wie allen anderen Beamtenkategorien.. w. zu, ſich mit einer beleuchtenden Darſtellung der Verhältniſſe an die Kammern zu wenden, aus deren Berathung ein Re⸗ ierungsentwurf erſt als beſchloſſenes Geſetz Werden de und ie beiden Kammern werden e. den berechtigten Wünſchen der Lehrerſchaft nach Möalichteit Rechnung tragen. D. Bulgarilſche Auſtiz. „Soſta, 2. Juni. So haben ſich denn die Wogen der Erregung wieder gelegt, welche die Affaire Popo w und ſeine Entlaſſung aus dem Gefängniſſe verurſacht hatte; aber es ſcheint mehr die Ruhe eingezogen zu ſein, die dem Sturme voranzugehen pflegt, denm unzufrieden iſt man im kon⸗ ſervativen Lager mit dem Ausgange dieſes Prozeſſes und nur um größeres Unheil abzuwenden, haben ſich die Miniſter Stoilow und Natſchewitſch dem Premier Stambulow unterworfen. Ueber die Geneſis des Prozeſſes Popow werden, je nachdem der Erzähler der einen oder der anderen Partei angehört, die verſchieden⸗ ſten Gerüchte in Umlauf geſetzt. Im konſervativen Lager ſtellt man die Sache wie folgt dar: Als Prin⸗ zeſſin Clementine, die Fürſtin⸗Mutter, zum erſten Male nach Sophia reiſte, um dem jungen Fürſten mit Rath und That beizuſtehen, da wurden ihr, einige Tage nach ihrer Ankunft in der kleinen Reſidenz, neben den höchſten Staatswürdenträgern auch die höheren Offiziere, welche dazumal in Sofig weilten, von ihrem Sohne vorgeſtellt. Nach dem Miniſter X. kam Oberſt ., dann Oberſtlieutenant Mutkurow und in ſpäterer Folge Major Popow. Während der Fürſt bei den vorhergehenden Perſönlichkeiten ſich begnügte, ſeiner Mutter einfach den Namen der betreffenden Herren zu nennen, ſagte er, bei Popow angekommen, indem er ihm freundſchaftlich die Hand reichte:„Und dieſer Mann hier iſt mein Freund, Major Popow, in den ich ſeit dem erſten Betreten bulgariſchen Bodens unbegrenztes Vertrauen ſetze.“ Dieſe Popow vor allen Anweſenden ſo ſehr auszeichnenden Worte des Bulgaren⸗Fürſten ſollten für den jungen und intelligenten Offtzien verhängnißvoll werden. Mutkurom fürchtete in ihm einen Rivalen für ſein Miniſter⸗Portefeuille, und Stambulow, wohl wiſſend, welch' großer Popu⸗ larität ſich der Commandeur der erſten Brigade, beſonders bei dem gebildeteren Theil der bulgariſchen Bevölkerung im Allgemeinen und bei der Armee im Beſonderen er⸗ freute, widerſtrebte es, in der Nähe des Fürſten irgend Jemanden zu dulden, der ſeine Pläne und ſeinen Einfluß auf den Fürſten hätte zu Schanden machen können. Stambulow und Mutkurow wurden Popow's heftigſt! Gegner und verſuchten anfangs beim Fürſten Ferbinanl die Aufnahms⸗ ——— 2. Seite. Seneral-⸗Anzeiger⸗ d. Jurt. direkt ſeinen Freund ſchwarz zu malen, indem ſie den Letzteren der Heuchelei ziehen; ein ſo ergebener Freund des früheren Fürſten Alexander, ſagten ſie, kann, ohne eigennützige Zwecke zu verfolgen, unmöglich auch der er⸗ gebene Diener des neuen Fürſten ſein; als dieſe An⸗ ichwärzungen beim Füͤrſten Ferdinand nicht verfingen, ſondern ſeine Hochachtung und Freundſchaft für Popow auch in der Folge dieſelbe blieb, übernahm es Mutkurow, ſeinen Untergebenen durch allerlei Nergeleien zu provo⸗ eiren, um ihn vielleicht zu einer Inſubordination zu ver⸗ leiten. Doch dieſe Machinationen führten nicht zum gewünſchten Ziel, bis endlich die Prüfung der Rechnungen des Alexander⸗Regiments die ſo lang erſehnte Handhabe bot, Popow für immer unſchädlich zu machen. Jeden⸗ falls iſt es, ob nun Popow ſchuldig iſt oder ob er unge⸗ rechter Weiſe verurtheilt wurde, ein großer Verluſt für Bulgarien und ſeine Armee, einen ſo ſchneidigen und in⸗ telligenten Offizier verloren zu haben.“ Aus Stadt und Land. *Maunheim, 5. Juli 1888. Vom Hoflager in Baden⸗Baden. Die Großher⸗ zoglichen Herrſchaften brachten auch den vorgeſtrigen Abend bei der Kaiſerin⸗Mutter zu. Geſtern Vormittag ertheilten der Großherzog und die Frau Großherzogin verſchiedenen Perſonen Audienz. Die Hofdame Freiin v. Gayling iſt nach 8 zurückgekehrt und an ihrer Stelle die Hofdame reiin von Schönau zum Dienſt bei der Frau Großherzogin in Baden⸗Baden eingetroffen. Huldigung In den Kreiſen der Karlsruher Ein⸗ wohnerſchaft herrſcht der lebhafte Wunſch, unſerem um die Einigung unſeres deutſchen Vaterlandes im Innern und die Kräftigung ſeines Anſehens nach Außen ſo hochverdienten Großherzog bei ſeiner Rückkehr nach der Reſidenz eine Hul⸗ digung darzubringen. Sicherem Vernehmen nach hat der dortige Stadtrath ſich bereits entſchloſſen, eine derartige Kundgebung zu leiten und die Einwohner der Reſidenz ein⸗ zuladen, bei nächſter Anweſenheit des Großherzogs in der Reſidenz in feſtlichem Znge vor das Schloß zu ziehen und durch eine Abordnung ihrer dankbaren Geſinnung Ausdruck zu verleihen. Zunächſt wurde eine Anfrage an das Oberſt⸗ kammerherrnamt gerichtet, ob und bezw. wann der Groß⸗ herzog geneigt ſein werde, die geplante Huldigung entgegen zu nehmen. „Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Ober⸗ baurath a. D. Sulzer die nachgeſuchte Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von dem König⸗Großherzog von Luxemburg verliehenen Offisierkreuzes des Großherzog⸗ lich Luxemburgiſchen Ordens der Eichenkrone zu ertheilen geruht. „Das Geſetzes⸗ und Verordunngsblatt für das Großherzogthum Baden Nr. 24 vom 2. Juli enthält eine Verordnung des Miniſteriums des Innern: die Ausführung der Unfall⸗ und Krankenverſicherung betreffend. Die Generaldirektion der Gr. Bad. Staatseiſen⸗ bahnen macht bekannt, daß aus Anlaß der Ausſtellungen in München Sonderzüge zuerm äßigten Preiſen ab⸗ gelaſſen werden und zwar am 14. Jult, 28. Juli, 11. Auguſt und 1. Septbr. Die Sonderzugsbillete können zur Rückfahrt in aufgelöſter Ordnung mit fahrplanmäßigen Zügen inner⸗ gere 14 Tagen benützt werden. Die Abgangszeit der Sonder⸗ üge iſt auf den Abend feſtgeſetzt, ſo daß die Ankunft in ünchen Morgens 7 Uhr erfolgt.(Näheres ſiehe heutiges Inſerat). Bemerken wollen wir noch, daß wegen Zimmer⸗ beſtellung mündliche oder ſchriftliche Anfragen an den Woh⸗ Zungsausſchuß, welcher ſein Geſchäftszimmer im Central⸗ Bahnhof München hat, gerichtet werden können. Partei⸗Verſammlung. Wir vernehmen, daß noch im Laufe der Woche, vermuthlich Samſtag, eine größere Verſammlung der nationalen und liberalen Partei abgehalten werden ſoll, in welcher u. A. Herr Ph. Diffens die jüngſte Eröffnung des Reichstages beleuchten wird. 4, Großherzogl. Hoftheater Maunbeim. Wegen Unpäßlichkeit des Herrn Tietſch wird am Freitag, 6. Juni ſtatt der„Der Herrgottsſchnitzer“ „Krieg im Frieden! mit Herrn Schönfeld als Gaſt ge⸗ geben werden. TLebrerkonferenz. Wie wir erfahren, wird heute Nachmittag eine Lehrerkonferenz hier ſtattfinden, auf welcher beratben werden ſoll, welche Schritte bezüglich des Volks⸗ ſchullehrer⸗Geſetzentwurfs zu machen ſind, um den berechtigten ünſchen der badiſchen Lehrerſchaft Gehör zu verſchaffen. Daß die Lehrer bei den beiden Kammern und, wenn nöthig, hei dem Landesfürſten ſelbſt vorſtellig werden, dürfte außer Zweifel ſtehen, da dieſelben wiſſen möchten, woran ſie eigent⸗ lich ſind. Im Jahre wurde ihnen der Beitritt ſie der ſtädtiſchen Penſionskaſſe mit dem Bedeuten verſagt, ie ſeien vom Oberſchulrath angeſtellt und folglich keine ſtäd⸗ tiſche, ſondern Staatsbeamten, jetzt heißt es umgekehrt, Teuilleton. .Eine Sammlung von Nekrologen Kaiſer Friedrich's hat der Kaiſerin Bictoria der Inhaber eines Berliner Zeitungs⸗Leſebureaus zur Verfügung geſtellt. Die Sammlung nimmt einen großartigen Umfang an, denn ſie umfaßt ſchon 2 900 Nachrufe in engliſcherl, 700 in franzö⸗ ſiſcher Sprache, ferner Nachrufe aus der Schweiz, aus Hol⸗ land, Spanien, Portugal, Oeſterreich⸗Ungarn, Italien, Ru⸗ mänien, Rußland, Griechenland und der Türkei. Aus Deutſchland liegen bis jetzt 800 Nummern in deutſcher, fran⸗ biſcher, polniſcher, däniſcher und wendiſcher Sprache vor. Rübrend ißt die einmüthige Bewunderung aller Völker für den edlen Fürſten und Menſchen, der mit Kaiſer Friedrich dahingegangen iſt. Die hohe Frau läßt übrigens nicht nur die Nekrologe und die größeren Artikel, welche ihrem Ge⸗ mahl gewidmet worden find, 1epſe de ſammeln, ſondern einverleibt dieſer Sammlung auch die kleinſte Notis, welche ſich auf den verewigten Kaiſer bezieht. — Warum Kaiſer Friedrich nach Potsdam 808. Kaiſer Wilhelm empfing am Sonnabend, wie der„B. B. .“ meldet, eine Deputation der ſtädtiſchen Behörden Pots⸗ Dams. Auf die Anſprache des Herrn Oberbürgermeiſters Boie erwiderte Seine Majeſtät in längerer Rede betonte dabei, wie lieb dem Kaiſer Friedrich die Stadt Potsdam orden ſei! Kaiſer Friedrich habe den Wunſch gehabt, in Vaterſtadt 1 ſterben, und habe trotz des ungünſtigen ers und des Abrathens der Aerzte ſeine Ueberſiedelung Charlottenburd nach Potsdam bewirkt, um noch einmal ihm liebgewordenen Plätze zu ſchauen. — Der Herzog v. Marlborongh, von deſſen Fami⸗ lien und Vermögensver ſeiner Scheid⸗ und des Verkaufs allerie von Blenheim viel die wgar, hat ſich in der letzten Woche in New⸗Vork mit einer reichen Wittwe verheirathet. Das Einkommen der neuen Herzogin wird auf 150,000 Dollars angegeben. Das Ver⸗ iacen ſtammt von dem erſten Mann derſelben, der, kränklich de It wie er war, es durchſetzte eines der ſchönſten „Vorty in beiratben. Als ber oriainelle Mavor ſie würden haußtſächlich von den Gemeinden bezahlt, folglich wären ſie Gemeinde⸗ und nicht Staatsbeamten. Dieſer Widerſpruch harrt alſo noch der aufklärenden Löſung. Geſellſchaft der Aerzte. Vorgeſtern Abend gab der Vorſitzende der Geſellſchaft der Aerzte den Gefühlen der Ver⸗ ehrung und Liebe Ausdruck, mit der die Mitglieder des Ver⸗ eins um den verſtorbenen Collegen, Herrn Dr. S. Mer⸗ mann, ihren bisherigen Alterspräſidenten, trauern. In ſeiner Anſprache betonte Redner hauptſächtlich, wie edel und un⸗ zigennützig Herr Mermann ſich ſtets der Armen annahm, keine Mühe und Unbequemlichkeit für ſie ſcheute und bis in ſein hohes Alter ihr gerne bereiter Helfer war. Nur die qualvolle, ſchwere Krankheit, die er mit großer Faſſung ertrug, konnte ſeinem Streben ein Ziel ſezen. Im Verein der Aerste, dem er ſeit ſeinem Entſtehen angehörte, war er bis zuletzt ein ſehr fleißiges und anhängliches Mitglied. Aber auch als nobler College, als Arzt und Gelehrter, ſowie als ein durch ſein biederes, rechtſchaffenes Weſen bevorzugter Charakter wurde der Verſtorbene geehrt und als Vorbild geprieſen. Die ganze Verſammlung gab durch Aufſtehen von den Sitzen ihr Ein⸗ verſtändniß zu erkennen, nachdem durch die große Betheilig⸗ ung ſeitens des Publikums ſowie der Aerzte bei der Beerdig⸗ ung die allgemeine Theilnahme ſich bereits Vormittags kund⸗ gegeben hatte. Selten deckte die heimathliche Erde einen ver⸗ dienteren Mann; möge ihm dieſelbe leicht ſein! Von den hieſigen Armen wird er nicht ſo bald vergeſſen werden. Allgemeine Verſorgungsanſtalt für das Groß⸗ herzogthum Baden. In der letzthin ftattgefundenen Ver⸗ ſammlung wurde beſchloſſen, dem wegen leidender Geſundheit zurücktretenden ſeitherigen Birektor der Anſtalt, Prof. a. D. Dr. Dinger, das lebhafte Bedauern der Verſammlung über ſeinen Zurücktritt auszudrücken und ihm für ſeine langjähri⸗ gen, der Anſtalt geleiſteten treuen Dienſte den herzlichſten Dank auszuſprechen. Zu ſeinem Nachfolger wurde einſtim⸗ mig Herr Altbürgermeiſter und Landtagsabgeordneter Fri⸗ derich in Durlach gewählt. Der achte deutſche Glaſertag findet in den Tagen vom.—10. Juli in Frankfurt ſtatt. Die dortige Glaſer⸗ innung hat es übernommen, die zahlreich aus allen deutſchen Gauen eintreffenden Fachgenoſſen feſtlich zu empfangen. „Von Seiten der Bewohner am Rbein wird über das unnöthige Signalgeben mit dem Nebelhorn der Trajeetboote, insbeſondere des Abends, lephaft Klage geführt. Das Läuten der Schiffsglocke genüge vollſtändig. Der Verein Badiſcher Lehreriunen hielt am 29. Juni in Karlsxruhe ſeine erſte Generalverſammlung ab. Zweck des Bereins iſt bekanntlich die Gründung eines Heimes für erholungsbedürftigte, ſtellenloſe 0 ausgediente Lehrerinnen. Die Verſammlung war von et 60 Mitgliedern beſucht; auch Hr. Oberſchulrat von Sallwirck beehrte dieſelbe mit ſeiner Anweſenheit, ein Zeichen, daß die Behörde das Streben der Lehrerinnen freundlich anerkennt. Um von vornherein dem Vereine, deſſen innere Leitung in den Händen eines von der Generalverſammlung gewählten Vorſtandes liegt, auch den Rath eines erfahrenen, rechtskundigen Mannes zu ſichern, wurde Hr. Präſident Grimm, Miniſter a. D. gebeten. den Damen des Vorſtandes berathend zur Seite ſtehen zu wollen, welcher Bitte derſelbe freundlichſt entſprach. Zunächſt wurden die Statuten des Vereines berathen und feſtgeſtellt, und die Ziele desſelben näher ins Auge gefaßt. Neben dem Beſtreben, das angedeutete Heim zu gründen, ſoll der Verein, der bereits 141 Mitglieder zählt(94 ordentliche und 47 außerordentliche), dazu dienen, durch perſönliche Verbingung der Mitglieder ein freundliches gegenſeitiges Berathen und Helfen zu ermög⸗ lichen, das Berufsleben anzuregen und zu fördern. Zu dieſem Zweck ſollen pädagogiſche Aaedſen vom Vereine angeſchafft werden, welche unter den Lehrerinnen curſieren. Auch wurde beſchloſſen, Unterabtheilungen des Vereines zu bilden, welche jeweils die Mitglieder verſchiedener Orte zu einem engeren erbande mit einem Hauptort Der Sitz des Vereines iſt aus hieſi doch wurde in den Vorſtand auch ein Mitglied aus hieſiger Stadt berufen, wodurch die Ver⸗ bindung mit der Hauptſtelle ſtets lebendig erhalten bleibt. Möge doch gerade hier, wo ſo viele Lehrerinnen an unſern Schulen thaͤtig ſind, die Betheiligung derſelben an deut Vereine, der ſo ſchöne Zwecke erſtrebt eine recht lebhafte ſein und mögen auch Familien durch ihren Beitritt als außerordent⸗ liche Mitglieder oder durch Stiftungen und Schenkungen das edle Werk fördern helfen. „Große Sendungen Erdbeeren treffen jetzt von Metz per Bahn in deutſchen Conſervefabriken ein, wo ſie zu ſehr hohen Preiſen gekauft werden. Tauſende von Mark wandern auf dieſe Weiſe nach Metz, wo die Erdbeerkultur ausgedehnt betriehen wird In landwirthſchaftlichen Verſammlungen wird bei uns ſtets auf die lohnende Cultur der Erdbeeren hingewieſen, ohne daß die Landwirthe aber bis jetzt ein größeres Intereſſe daran genommen hätten. .. Geflügelzucht. Da gegenwärtig wieder viel junges italieniſches Geflügel eingeführt wird, werden die Geflügel⸗ freunde hieſiger Gegend auf einen Artikel der Thierbörſe aufmerkſam gemacht, welcher ſolgendermaßen lautek: Italie⸗ niſches Geflägel. Nach einer Meldung des„Bollettio dell Asricultura della Lombardia“ iſt in den italieniſchen Pro⸗ vinzen Rovigo, Mantua und Verona die ſogenannte Hühner⸗ Cholera in ſo beftiger Form ausgebrochen, daß z. B. der Magiſtrat von Verona den Verkauf von geſchlachtetem Ge⸗ flügel bis auf Weiteres gänzlich unterſagt haben ſoll. Da von New⸗Pork, Herr Hewitt, die Trauung in City Hall voll⸗ zogen hatte, konnte er ſich nicht enthalten, der neuen Herzogin durch einen kräftigen Kuß auf die Wange zu gratuliren. — Ein vornehmer Dolmetſch. Zwei elegant geklei⸗ dete Herren beſuchten am 29. Juni die Muſik⸗Ausſtellung zu Bologna. In einer Seitengalerie bemerkten ſie einen alten Engländer, welcher ein Inſtrument zu kaufen wünſchte, ſich aber mit dem betreffenden Ausſteller, da er der italieni⸗ ſchen Sprache nicht mächtig war, nicht verſtändigen konnte. Einer der beiden Herren bot ſich als Dolmetſch an, und ſeiner Intervention gelang es tbatſächlich, das Geſchäft zum Ab⸗ ſchluſſe zu bringen. Als der Engländer ſich mit dem Inſtru⸗ mente entfernt, hielt der Ausſteller den liebenswürdigen Dolmetſch zurück und ſagte:„Ich wage es nicht, Ihnen ein Vermittler⸗Honorar anzubieten, aber eine Flaſche Wein wer⸗ den Sie wohl mit mir trinken.“ Lächelnd folgte der Fremde mit ſeinem Gefährten, und zum Abſchiede üdergab er dem FJabrikanten ſeine Viſitenkarte. Auf derſelben ſtanden die Worte:„Herzog von Edinburgh, engliſcher Admiral.“ — Die Liebe eines Vielfraßes. Der Fall, der am 27. Juni in London zur Verhandlung kam, zeichnete ſich da⸗ durch vor anderen ähnlichen Prozeſſen aus, daß es diesmal die Braut iſt, die den Bräutigam im Stiche gelaſſen, daß der Letztere ſie wegen ihrer Treuloſigkeit vor den Richter eitirt. Der Commis John Wels lernte im Jahre 1887 eine junge Modiſtin kennen, in die er ſich ſterblich verliehte. Gleich Romeo pflegte er, wie er nun erzählt, balbe Nächte lang vor ihren Fenſtern zu ſtehen, er ſagt dem Richter:„Wie ſollte ich ein Mädchen nicht lieben, das jährlich in ihrem Geſchäfte hundert Pfund Sterling verdient während ich mich mit einem Gehalte von einem Pfund Sterling per Woche begnügen muß?“ Es macht einen tragikomiſchen Eindruck, den jungen ſtattlichen Mann laut ſchluchzen zu hören, wenn er erzählt, daß ihn der Gedanke tödte, nie wieder ſolches Roaſtbeef eſſen zu ſollen, wie ihm ſeine Braut ſervirte. it kindlicher Aufrichtigkeit ſagt er:„Sie hat mir mein ganzes Leben verſüßt. Ich konnte meinen Gehalt auf Wohnung und Mittagsmahl ausgeben, wußte ich doch, daß ich mich am Abend an ihrem Tiſche ſättigen werde Die Modiſtin, Miß Roſa Kloding erklärt, ſie hätte die beſte Abſicht gehabt, Wels die Einfuhr von lebendem Geflügel aus Italien nach Deutſch⸗ land ziemlich umfangreich iſt(durchſchnittlich 10,000 Doppel⸗ zentner), ſo dürfte beim Einkauf desſelben Vorſicht zu beo⸗ bachten ſein. Die Hühner⸗Cholera iſt eine furchtbare Seuche, welche rapid ganze Geflügelbeſtände wegrafft. Aus dem Großherzogthum. OHeidelberg, 4. Juli. Hierſelbſt ereignete ſich geſtern Nachmittag ein ſchwerer Unglücksfall, indem das 5½ Jahre alte Kind eines Bahnwarts aus dem 3. Stock eines Hauſes auf die Straße fiel und ſofort todt liegen blieb. Das Kind war ſeinem 14 Jahre alten Bruder zur Obhut anvertraut worden, dieſer hatte es jedoch vorgezogen, das Kind allein zu laſſen, um mit mehreren Kameraden ſich zu beluſtigen. Wiesloch, 4. Juli. Auf Veranlaſſung des hieſigen Gewerbe⸗Vereins hielt Herr Profeſſor Dr. Gothein vom Polytechnikum in Karlsruhe einen ſehr zahlreich beſuchten und beifällig aufgenommenen Vortrag über die Erhalt⸗ ung des Mittelſtandes. Herr Profeſſor Dr. Gothein ſchilderte an verſchiedenen Vorgängen, die in unſerer Zeit ſich ſo ſcharf gegenüberſtehenden Verhältniſſe der Großinduſtrie und des Handwerks und damit zuſammenhängenden Er⸗ ſcheinungen im gewöhulichen Leben. Die Großinduſtrie nehme manche Thätigkeit für ſich in Anſpruch, die früher dem Hand⸗ werk zugehört habe, allein dies laſſe ſich nicht ändern. Nun ſei aber dadurch, daß der Großbetrieb ſich ausdehne, die Gefahr vorhanden, daß der durch das Kleingewerbe und das Handwerk gebildete, geſunde und kräftige Mittelſtand ver⸗ drängt werde. Dagegen anzukämpfen ſei Pflicht des Staateß und jedes Einzelnen aus dem Gewerbeſtand. Der Staat habe in erſter Reihe die Pflicht, dem Gewerbeſtand analog dem Kaufmannsſtande eine geſetzliche Vertretung in Form von Gewerbekammern oder obligatoriſchen Gewerbe⸗Vereinen unter Umſtänden auch freiwilligen Innungen zu ſchaffen, damit dieſer in der Lage ſei, ſeine Anſchauungen zur Geltung zu bringen. Eine weitere Aufgabe des Staates ſei die obli⸗ gatoriſche Einführung des Gewerbeſchulunterrichts und die Regelung des Submiſſionsweſens. Als Hauptaufgabe des Gewerbetreibenden ſelbſt bezeichnete der Herr Redner die für den Gewerbetreibenden, als zur Jetztzeit unbedingt noth⸗ wendige Erwerbung kaufmänniſcher Kenntniſſe, ferner die Anwendung der für das Kleingewerbe vorhandenen Hilfs⸗ einrichtungen Kleinmotoren ꝛc und die Heranbildung tüchtiger Lehrlinge. Wenn alſo der Staat durch Bildung einer geſetz⸗ lichen Vertretung des Gewerbeſtandes, Einführung des obli⸗ gatoriſchen Gewerbeſchulunterrichtes, Regelung des Submiſ⸗ ſionsweſens dem Gewerbeſtand, der ſelbſt in der oben angs⸗ deuteten Weiſe vorgehen ſoll, an die Hand gehe, ſo werde der Nation der gute Mittelſtand erhalten bleiben, wobei aber immer zu bemerken ſei, daß es nie und nimmer gelingen werde, jedem Einzelnen alle gleichen Vortheile zu bringen, denn nirgends beſſer als in dieſem Falle ſei das Wort am Platze; Selbſt iſt der Mann! Hiermit ſchloß Herr Prof. Gothein ſeinen/ Stunden währenden Vortrag, dem die Anweſenden mit großer Aufmerkſamkeit gefolgt waren. A. Mosbach, 4. Juli. Der Arreſtant Georg Eger von Schöneich(Bayern) ſollte geſtern zur Aburtheilung per Bahn nach Würzburg verbracht werden. Im Dallauer Tunnel ſprang er aus dem Wagen, wobei ihm ein Fuß über⸗ fahren wurde. Trotz der ſchweren Verletzung, ſchleppte ſich der Flüchtling noch eine Strecke fort bis er von dem ihm nachſpringenden Wachtmeiſter Großklaus eingeholt und ins Spital hierher verbracht wurde, allwo ihm heute der Fuß abgenommen werden mußte. Wachtmeiſter Gloßklaus befindet ſich wohl. 5 Siugen, 4. Juli. In bedenklichem Maße nähert ſich unſeren Rebengeländen der Todfeind aller Weinbergsbeſitzer: die Reblaus. In Heſſen, Württemberg und Elſaß wurden Reblausberde entdeckt. Dieſe Thatſache war die Veranlafſung der überaus dankenswerthen Einrichtung, welche das Großh. Miniſterium des Innern zwecks Bekämpfung der Reblaus und Rebenkrankheit ins Leben ruft. Die fämmtlichen Land⸗ wirthſchaftslehrer in Verbindurg mit 18 Obmännern werden demnächſt als Rebenbeobachtungs⸗Commiſſion, jeder in ſeinem Bezirk, die ſämmtlichen ſbadiſchen Rebengelände nach Reb⸗ läuſen und anderen Krankheiten(incl. Sauerwurm, Mehl⸗ thau) durchſuchen, um alsbald geeignete Gegenmaßregeln und Vorkehrungen zu treffen. Die Vernichtung der Reblaus⸗ gerde iſt das einzige Mittel, um unſere Reben vor völligem Ruin zu ſchützen. X Tauberbiſchofsheim, 4. Juli. In der letzthin in dem benachbarten Orte Ilmſpan ſtatkgefundenen Beſprechung des landwirthſchaftlichen Vereins Tauberbiſchofsheim hielt Herr Bezirksthierarzt Mock von hier einen längeren äußerſt intereſſanten Vortrag über die Zucht, Pflege und Ernährung des Rindviehes, ſowie üher die Aufzucht des Jungviebes. Hinſichtlich der Farrenhaltung empfahl Redner eine gute und regelrechte Fütterung mit Hafer und gutem Heu. Die Fütterung mit Grünfutter ſei vollſtändig zu verwerfen. Nur dadurch ſei es möglich, die Farren auf längere Zeit ge⸗ brauchsfähig zu erhalten.— Herr Hauptlehrer Schäfer von Großrinderfeld hielt einen Vorkrag über Bienenzucht. Die Zuſammenkunft fand dadurch einen ſehr würdigen Ab⸗ ſchluß, daß der Geſangverein zu Großrinderfeld einige ſehr ſchöne und entſprechende Lieder zum Vortrag brachte. Freiburg, 4. Juli. Die Reben ſind ausgezeichnet und berechtigen zu den ſchönſten Hoffnungen. Die Trauben⸗ blüthe iſt nun ganz vollendet. der Anfang der Blüthe war zu heirathen, allein ſie ſei zur Ueberzeugung gelangt, daß ihn nur eigennützige Motive leiten. Sie ſagt, Geld habe ſie keines, um es ihm als Entſchädigung zu geben, doch wäre ſie, ſeliger Stunden gedenkend, bereit, ihm durch ſechs Mo⸗ nate gratis durch eines ihrer Lehrmädchen das Nachteſſen Der Kläger iſt offenbar ſehr gerührt ob dieſes utrages, er blickt nach ſeiner Ex⸗Braut und ſagt:„Machen wir ein Jahr aus den ſechs Monaten und ſcheiden wir als Freunde.“ Nach langen Debatten einigt mau ſich ſchließlich auf eine Fütterungszeit von acht Monaten. Beim Abgehen ruft er der Geliebten noch zu:„Schicke auch ſtets kleine Gurken zum Fleiſch, Schatz, Du weißt, die eſſe ich gerne.“ DDas neue und letzte Haus Jsraels. In den Woodlands ſtarb das Haupt der ſonderbaren Secte, welche ſich das neue und letzte Haus Jargel's nennt, die von ihren Anhängern als Königin Eſther, Mutter Israels, verehrte Eſther Jezreel. Die Secte glaubt die Miſſion zu haben, die in der Offenbarung erwähnten 144,000 Perſonen zu ſammeln. Dieſe werden nach ihrer Lehre memals den Tod ſchauen, ſondern bis zur Wiederkunft Chriſti auf Erden wandeln. Der Glaube der Secte erhielt ſchon vor einigen Jahren einen Stoß; als ihr Prophet James Jershom Jezreel den Weg alles Fleiſches ging, und dürfte der Tod ſeiner Frau, welche ſeine Nachfolgerin wurde, den Zuſammenbruch der ſchwärmeriſchen Religionsgenoſſenſchaft zur Folge haben. —Eine junge Pariſerin wird von ihrem Geliebten entführt. Das Paar ſitzt liebestrunken und traumverloren im Eiſenbahnwagen; der Zug muß jeden Augenblick abgehen. Da ſtürzt noch eine einzelne Dame auf den Perron, eilt ſuchend die Wagenreihe entlang und ſteht plötzlich vor den ahnungslſoſen Liebenden.„Meine Mutter!“ ſtammelt das junge Mädchen entſetzt.—„Wohin willſt Du, Du Elende?“ ſchreit die Erboſte.—„Nach Brüſſel.“— Das Zeichen zur Abfahrt übertönt den Zornausbruch der unglücklichen Mutter. Der Zug ſetzt ſich in Bewegung. Da ruft ſie ihrer Tochter nach:„Dann bring' mir wenigſtens Spitzen mit, wenn Du wiederkommſt!“ — Mitleidig.„Ja, gnädige Frau, eine Na Nordpol dauert 41 Tage.“—„O Gott, wie bedauere ich da die armen Nachtwächter ⸗ Baregprerr enrunn. 8. Jull. General⸗Anzeiger. 8. Seite. dieſes Jahr ſchon Mitte Jun In Folge des damals war⸗ men Wetters hoffte man raſchen Verlauf, bis einige Tage darnach naßkalte Witterung eintrat, welche eine Hemmung ee und dem unvermeidlichen Heuwurm Gelegenheit gab, ſich einzuniſten. Glücklicherweiſe aber nur in beſchränk⸗ tem Maße, denn die nachher darauf folgenden äußerſt warmen, wenn auch gewitterreichen Tage bewirkten, daß angeſetzten Samen verhältnißmäßig raſch ver⸗ en. L Lahr, 4. Juli. In dem nicht weit von hier entfern⸗ ten Orte Schönberg hat ſich ein erſchütterndes Familiendrama abgeſpielt. Der ungefähr 18 Jahre alte Wilhelm Geiger gerieth mit ſeinem Vater wegen einer geringfügigen Urſache in Streit. Der Sohn entfernte ſich bald darauf von zu Hauſe und wurde nach wenigen Stunden als Leiche aufgefunden. Derſelbe hatte ſeinem Leben durch Erhängen ein Ende ge⸗ macht. Der Vater des Unglücklichen ſoll untröſtlich ſein. 88 Neberlingen, 4. Juli. Die Auswanderungsluſt nach Amerikg ſcheint in unſerer Gegend noch immer eine ſehr lebhafte zu ſein. Nachdem erſt vor wenigen Wochen mehrere hieſige Einwohner der alten Welt den Rücken gekehrt, um drüben in Amerika ihr Glück zu verſuchen, haben ſich vor wenigen Tagen wiederum 6 hieſige Einwohner aufgemacht, um in dem Lande, in welchem zwar ſchon Viele das erträumte Glück gefunden, Viele aber auch ſchon bittere Enttäuſchungen erfahren mußten, ſich eine neue Heimath zu gründen. Nicht viel anders ſcheint es in den umliegenden Ortſchaften zu ſtehen, denn aus vielen zu unſerem Bezirk gehörigen Dörfern wird gemeldet, daß die Auswanderungsluſt in dieſem Jahre große iſt, namentlich unter den kleineren Land⸗ irthen. Kleine Chronik. In Weiher bei Bruchſal ſchlug der Blitz, während des Gottesdienſtes in eine neben der Kirche ſtehende Scheune. Das Gebäude ſtand in einem Au⸗ genblick in hellen Flammen. Der Schaden ſoll ein ziemlich bedeutender ſein.— In Bretten wurde einem Knaben von einer entladenden Patrone, mit welcher der Junge ſpielte, die rechte Hand vollſtändig zerriſſen.— In Babſtadt hat ſich die 79 Jahre alte Eliſabeth Hirſchmann in dem in der Nähe gelegenen Feuerteich, in einem Anfall von Geiſtesſtörung, ertränkt.— In Aach fiel das 5jährige Mädchen des dortigen Landwirths F. Trippel in den Aachfluß und wäre er⸗ trunken, wenn es nicht durch Löwenwirth Flur mit Einſetz⸗ ung ſeines eigenen Lebens noch gerettet worden wäre.— In Karlsruhe wurde das 2 Jahre alte Kind des Kaufmanns ., welches in das Pferdebahngeleiſe gelaufen war, von einem Trambahnwagen überfahren und ihm ſchwere Verletz⸗ ungen zugefügt.— In Singen wird ſeit längerer Zeit die Ehefrau des Taglöhners Ley vermißt. Die Bedauernswerthe ſcheint ihren Tod gefunden zu haben.— In Obergrom⸗ bach iſt ein Metzger nach Zerlegung einer umgeſtandenen milzbrandigen Kuh bedenklich erkrankt und ſchwebt z. Zt. noch in großer Gefahr. Da der Betreffende keinerlei äußere Ver⸗ letzung an ſich hatte, iſt ſomit der Beweis geliefert, daß die Uebertragung auch ohne ſolche erfolgen kann.— In Stock⸗ matt, Gemeinde Wies, hieſigen Bezirks, brannten 3 Häuſer mit Zubehör ab. Entſtehungsurſache:„Feuerlemachen“ durch Kinder. Die Beſchädigten ſind weder mit Gebäudefünftel noch mit Fahrniſſen verſichert. Vfälziſche Nachrichten. Ludwigshafen, 4. Juli. Einen ſolchen Menſchenſtrom, wie er ſich heute Nachmittag nach dem Feſtplatze hin bewegte, hat unſere Stadt noch nie geſehen. In ununterbrochener Reihe folgte ſich bis zum Abend Wagen aaf Wagen, ſodaß es für die auf den Trottoirs ſich bewegenden Menſchenmaſſen Nrußer Vorſicht bedurfte, um nicht überfahren zu werden. uf dem Feſtplatze der 85 anz trocken war, in der Feſt⸗ und Bierhalle ſowie in den Garlen⸗ und Wirths⸗ localitäten des Schießhauſes lten die Feſtgäſte nach Tau⸗ enden Das intereſſante Schauſpiel des Ochſen⸗Bratens atte jedenfalls viel zu dieſem ſtarken Beſuch des Feſtes bei⸗ eigetragen, wurden doch gegen 1000 Portionen zu 50 Pfg. von dem rieſenhaften Braten innerhalb einer 1 5 Stunde verzehrt, ſodaß man auf den Gedanken kam, am nächſten 1 auf welchen Tag der ſchlechten Witterung wegen das Volksfeſt wurde, nochmals einen ganzen Ochſen 5 braten. Der nchener Eigenthümer der Bratvorrichtung oll 400 Mk. erhalten, welche durch das geſtrige Eintrittsgeld (20 Pfg.) mehr als gedeckt ſein dürften. Auf baldige Be⸗ günſtigung des Feſtes durch die Witterung können wir, wie es den Anſchein hat leider nicht rechnen.— Heute ſchoſſen ſich noch folgende Herren Becher: Julius Krafft jun, von Neuſtadt a.., Friedrich Krug von hier und Spediteur Lambinet von Mainz auf der Standſcheibe;: auf der Feldſcheibe: Georg Schenk Fiſchhändler von Mainz, e und H. A. artin, Beide von Neu⸗ O Ludwigshafen, 4. Juli. Nachdem der geſtrige Tag in 905 auf das Wetter ſich etwas günſtiger geſtaltet hatte, ſo daß Abends das Geſangs⸗Concert auf dem Schützenfeſt⸗ platz ſtattfinden konnte, regnet es ſeit heute Morgen wieder. Trotzdem ſind mit den e ce viele Beſucher von aus⸗ wärts gekommen, die der Ochſenbraterei zuſehen wollen.— Die Feſthalle wird nach dem Feſt eine 155 proſaiſche Verwendung finden: als Ziegel⸗Trockenhalle. Herr Ludowiei hier hat ſie um den Preis von 4500 Mk. ange⸗ Theater, Kunſtu. Wiſſenſchaft. Gr. bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Maunbeim. Mittwoch, den 4. Juli. Der deutſche Michel. Oper von Adolf Mohr. Eine Oper ſoll das Zuſammenwirken aller Künſte dar⸗ ſtellen; dazu gehört alſo als erſtes Erforderniß, daß die Kunſt beim Werden einer Oper zu Gevatter geſtanden. Fragt man aber moderne Künſtler nach ihrer Kunſt, ſo heißt es nur zu oft:„Kunſt iſt Handwerk“ und da Handwerk angeblich einen goldenen Boden laß⸗ ſo iſt jene Kunſt am edelſten, aus welcher möglich viel Gold geprägt werden kann. Daher die 8 jener Muſiker, die ihr Talent in ſeichter Waare verſchleudern, ihren Melodienſchatz für die Walzen einer Drehorgel ausmünzen, um zur Popularität zu gelangen. Populär ſein als Künſtler, iſt aber gleichbedeutend mit„Geld machen“ und da wären wir glücklich wieder am goldenen Boden des Handwerks an⸗ gekommen. Vor dieſem Realismus flüchtet die Muſe in das Studirzimmer der„gelehrten“ Künſtler, die ſie zwiſchen die Bände ihrer Bibliothek ſo feſt einpreſſen, daß beſagter Muſe nichts mehr übrig bleibt als den gelehrten Herren die niedrigſten Mägdedienſte zu verrichten, die pfundweiſe auf den Büchermarkt gebracht werden. In dieſem auf das Materielle gerichteten eitalter gehört außer einer mitunter geringen Doſis Talent, ſehr viel Muth dazu. mit einer neuen Oper vor die Oeffentlichkeit zu treten. Daß Herr Adolf Mohr dieſen Muth hat, darf man freudig an⸗ erkennen, denn er beſitzt in der That ausgiebiges Talent und geläuterte Fähigkeit um einen Verſuch zu wagen. Die geſtrige Wiederholung der Mohr'ſchen Oper hat uns zwar nicht über die Schwächen derſelben hinwegzutäuſchen vermocht, aber ſie hat aufs neue die Befriedigung über das echt muſikaliſche Talent des Componiſten wachgerufen. Der harmoniſche, ungekünſtelte Fluß ſeiner Lieder ſtellt Mohr hoch über die füßlich⸗ſentimentale Schaffensart Neßlers, und es darf ſchon als ein Glück betrachtet werden, daß Mohr es verſtanden hat, den Spuren dieſes allzu populären„Com⸗ voniſten— nicht zu folgen. Hoffentlich iſt die Zeit nicht kauft und wird ſie nach Jockgrim transportiren laſſen. Von der Schützenfeſthalle zur Ziegelhütte— welch' ein Abſtand. = Frankenthal, 3. Juli. Das 1 5 Landgericht hat den Brauereibeſitzer Ludwig Geiſel, welcher vom Amtsge⸗ richt Neuſtadt wegen einer Aeußerung in einer Wirthſchaft ſeines Wohnortes Gimmeldingen bezüglich der Errichtung eines Denkmals für Kaiſer Wilhelm zu 100 M. Geldſtrafe wegen groben Unfugs verurtheilt worden war, in heutiger Sitzung auf Berufung hin freigeſprochen, da es in jener 0 weder eine Beleidigung des Kaiſers Wilhelm noch einen groben Unfug finden konnte. Mittheilungen aus Heſſen. O Worms, 4. Juli. Geſtern Abend 6 Uhr wurde der Grundſtein zu unſerem Volkstheater infolge der Kaiſer⸗ trauer ohne Sang und Klang gelegt. 5 UKlein⸗Welzheim bei Seligenſtadt, 2. Juli. In hieſiger Gemarkung läßt eine Frankfurter Firma eben Boh⸗ rungen nach Braunkohlen anſtellen, und ſoll man thatſächlich in der Tiefe von 40 Meter auf ein mächtiges Kohlenlager geſtoßen ſein. S Koſtheim, 2. Juli. Das heſſiſche Oberlandesgericht hat den Rechtsſtreit der Höchſter Fiſchereigenoſſenſchaft gegen den großherzoglich heſſ. Fiskus und die am Main gelegenen heſſiſchen Ortſchaften wegen Anerkennung des ausſchließlichen Rechtes zur Ausübung der Fiſcherei in dem Main vom rothen Hamm(iederrad) abwärts bis zur Einmündung desſelben in den Rhein bei Koſtheim in zweiter Inſtanz ebenfalls zu Gunſten der Höchſter Fiſcher entſchieden. Die Berechtigung datirt noch aus kurfürſtlich Mainzer Zeiten. 2 Mainz, 3. Juli. Dahier kam am Dienſtag der ge⸗ wiß ſeltene Fall vor, daß ein Urgroßvater zur Feier ſeines 83. Geburtstags einige Mozart'ſche Klavier⸗ und Violinſona⸗ ten ſpielte, wobei ihn ſeine jüngſte Urenkelin tadellos auf dem Klavier begleitete. Der betreffende Herr heißt Bernhard Bommler und iſt penſionirter Pfandamtskaſſier. Gerichtszeitung. Maunheim, 4. Juli.(Schöffengericht) Es kamen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) Johann Georg Eiffler von Lohrbach wegen Betrugs. Urtheil 3 Tage Gefängniß.— 2) Juſtine Bernhard von Karlsruhe wegen Uebertretung des§ 361 Ziff. 3, 6 und 8 St.⸗G.⸗B. Urtheil: 5 Wochen Haft und wird der Landespolizeibehörde über⸗ wirſen.— 3) Friedrich Wagner, Gärtner von Bellingen, wegen Diebſtahls, wird mit 4 Wochen Gefängniß beſtraft.— 4) Eliſe Etairno von Neidenfels und Andreas Zick von Dittingsfeld, wegen Diebſtahls bezw. Hehlerei. Urtheil: Erſterer 7 Wochen, Letzterer 3 Wochen Gefängniß.— 5) Karl Kunz, Conditor, von Freiburg, wegen Diebſtahls wird zu einer Gefängnißſtrafe von 10 Tagen verurtheilt.—6) Johann Seib, Dienſtknecht, von Kallſtadt, wegen Bedrohung, wird mit 1 Woche Gefängniß beſtraft.— 7) Leo Hellinger, Metzger, von Heckfeld, wegen fahrläſſiger Körperverletzung. Urtheil: 30 Mark Geldſtrafe envent. 6 Tage Gefängniß.— 8) Melchior Siebeneck, Kaufmann hier, wegen Betrugs, wurde freigeſprochen. Tandwirthſchaftliches. — Eine furchtbare Raupenplage, die jeder Beſchreib⸗ ung ſpotlet, iſt dem„Seehauſer Wochenblatt“ zufolge über den unweit der nordweſtlichen Grenze des Kreiſes Oſterburg gelegenen Ort Niendorf hereingebrochen. Sämmtliche Hack⸗ früchte der Feldmark Niendorf ſind zu Grunde gerichtet, Bäume und Sträucher ihrer Blätter gänzlich beraubt. Das Ge⸗ ſchmeiß, das trotz aller angewandten Vertilgungsmittel immer maſſenhafter auftritt, iſt ſelbſt ſchon in die Wohnhäuſer und Viehſtälle gedrungen, wo es bei Menſchen und Thieren arge Beläſtigungen verurſacht. Anfangs der zwanziger Jahre dieſes Jahrhunderts ſoll das Dorf von einer ähnlichen Raupenplage heimgeſucht worden ſein. Verſchiedenes. — München, 3. Juli. Der 23jährige Maſchinenmeiſter Joſ. Maier aus Wieſenfeld, der ſeine frühere Geliebte, die das Verſprechen, ihm nach Amerika zu folgen, nicht gehalten, ſondern den Zurückgekehrten ſchnöde abgewieſen, am 19. Mai hier durch einen Revolverſchuß tödtete, wurde vom Schwur⸗ gericht wegen Todtſchlags ohne mildernde Umſtände zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Vor Gericht hat Maier heute erklärt, er habe„in Liebeswahn“ gehandelt. Das Verhältniß ſei rein platoniſch geweſen. Maier war im höchſten Grade eiferſüchtig. das Mädchen aber wollte ihn nicht heirathen; er hatte ihr mit dem geladenen Revolver wiederholt Wochen hindurch aufgepaßt, bis er ſie erſchoß. — Juwelendiebſtahl bei Juwelier Thomas in München. Herr Thomas jun., welcher mit ſeinem Vater nach London gereiſt war, iſt von dort zurückgekehrt. Sie hahen daſelbſt einen großen Theil der ihnen vorgelegten, im Beſitze der nunmehr verhafteten Amerikaner Billy Porter und Frank Buck vorgefundenen Juwelen mit Beſtimmtheit als ihr Eigen⸗ thum erkannt. — Mißverſtanden. Als neulich Miniſter Frhr. von Freilitzſch Paſſau beſuchte, arrangierte man ein Kellerfeſt und beſtellte telegraphiſch in Regensburg 20 Raketen zu einem glänzenden Feuerwerk. Die Expreßſendung beſtand aber in 20 ſchönen, kadelloſen— Rettigen, die ja auch zu einem Kellerfeſt gehören, aber nicht zum Feuerwerk taugen. mehr fern, wo der„Trompeter“ ſtter letzten Male zum Ab⸗ ſchied bläſt; kein verſtändiger Muſiker wird ihm eine Thräne nachweinen, und ſeufzend klagen:„O wär' er nie geweſen, und hätt' es laſſen ſein. Gegen den ſentimentalen Trom⸗ peter iſt„Der deutſche Michel“ ein Fortſchritt in muſikaliſcher Beziehung. Man könnte eine noch größere Befriedigung em⸗ pfinden, wenn ſich dasſelbe vom Textbuche ſagen ließe; ein an und für ſich hübſcher Stoff wird da in nicht immer glück⸗ licher Weiſe in Verſe gebracht, die auf etwas holperigen Füßen ſtehen. Vielleicht macht es Herr Mohr nächſtens beſſer, vielleicht auch ſucht er ſich einen Dichter, deſſen Gedanken er vor ſeinen muſikaliſchen Wagen ſpannt. Den weiß Herr Mohr ganz gut zu leiten und deshalb hoffen wir, daß es ihm gelingen wird. einen Mitarbeiter zu finden. Nur mag er ſich nicht gar zu weit in Jungdeutſchlands lyriſchen Dichterwald hinetn⸗ wagen; was jetzt dort hauſt, hat ſchon manchem Muſiker das Leben verbittert und mancher Oper ein vorzeitiges Ende bereitet. Glück auf zur Suche— Die geſtrige Aufführung war, gleich den vorhergehenden. eine dem Werke angemeſſene; mit beſonderer Anerkennung verdient Herr Knapp genannt zu werden, der vortrefflich bei Stimme war. J. RZ. Ein hiſtoriſches Bild. Anton v. Werner iſt. dem Vernehmen der„Tägl. Rundſch.“ zufolge, vom Kaiſer beauftragt worden, das glanzvolle Schauſpiel der Reichstags⸗ eröffnung in einem großen Gemälde zu verewigen. Bereits am Dienſtag früh nahm zu dieſem Zweck Herr v. Werner im Weißen Saale eine Skizze auf. Bei dieſer Gelegenheit ereignete ſich ein kleiner Vorfall, der einen hübſchen Beweis für die Leutſeligkeit unſeres Kaiſers und ſeine Hochſchätzung der Künſtler liefert. Er trat nämlich ganz unerwartet in den Saal. Als nun v. Werner beim Anblick des Herrſchers baſtig von ſeiner Arbeit aufſprang, fiel im ſein Reißbrett zur Seite. Da bückte ſich der Kaiſer und überreichte es, ehe Herr v. Werner hinzuſpringen konnte, dem Künſtler mit freund⸗ lichen Worten, indem er ſich ſogleich wegen der Störung entſchuldigte. Die Meininger Hofſchauſpieler haben am 2. Juli ihr Gaſtſpiel im Brüſſeler onnaie⸗Theater beſchloſſen. 2. Kaſſel, 2 Juli. Die„Köln. Zig.“ und nach ihr eim Reihe anderer Blätter brachte vor einigen Tagen nachſtehende Notiz:„Daß Kaiſer Friedrich guch Inhaber der Ret⸗ tungsmedaille geweſen iſt, dürfte nur wenig bekannt ſein. Derſelbe hat, nach der Erinnerung der Altpreußiſchen Zeitung, ſich dieſe Medaille dadurch erworben, daß er den jetzt in Elbing lebenden Hauptmann a. D. v. Loſſau, als dieſer in Breslau beim 11. Regiment ſtand, in der dortigen Schwimmanſtalt vom Tode des Ertrinkens rettete. Bekannt⸗ lich war Kaiſer Friedrich ein vorzüglicher Schwimmer.“— Dieſe Notiz erinnert hier lebhaft an die Verleihung der Rettungsmedaille am Bande an den früheren königlichen Eiſenbahn⸗Sekretair Adolph Zahn, welcher ſpäter eine lange Reihe von Jahren eine Zeitung in Mannheim redigirte. Derſelbe hatte aus einem in vollen Flammen ſtehenden Haufe mit eigener, höchſter Lebensgefahr eine Familie von Barde⸗ leben, Mutter mit fünf Kindern, nach und nach aus dern vierten Stock auf einer ſchwanken Leiter glücklich gerettet. Der verſtorbene Kaiſer Wilhelm hatte damals hier, nach Abhaltung der großen Parade, die freiwillige Turnerfeuer⸗ wehr, deren Mitglied Zahn war, auf dem Friedrichsvlatz be⸗ grüßt und demſelben hierauf in einem Etui den Orden ſelbſt überreicht. In einer herzlichen Anſprache an den ſo Ausge⸗ zeichneten ſagte der Kaiſer u..:„Sie ſind der Einzige dem ich außer meinem Sohn, dem Kronprinzen, dies Ehrenzeichen ſelbſt überreicht habe.“ — Die neue Landwehruniform, welche die zu 12⸗ tägigen Uebungen in Mainz, Darmſtadt u. ſ. w. eben einbe⸗ rufenen Landwehrmänner bereits tragen, beſteht insbeſondere in einer dunkelblauen Blouſe aus Wollſtoff, welche um die Hüften durch eine Schnur zuſammengehalten iſt, während ſie ſonſt in breiten Falten liegt. Metallknöpfe befinden ſich nicht daran; der umgelegte Kragen und die Achſelklappen ſind roth, letztere jedoch ohne Nummern. — Ein ſchrecklicher Tod. Auf ſchreckliche Weiſe kam in Oerlinghauſen ein junges Mädchen um's Leben. Die Un⸗ glückliche hütete eine Kuh am Strick auf der Weide und hatte das Ende des Strickes ſich mehrere Male feſt um die Hand gewunden. Die Kuh fing plötzlich an zu ſpringen und zu laufen, das Mädchen kam zu Fall und wurde über Stock und Stein geſchleift. Als die Kuh endlich zum Stehen gebracht war, gab das Mädchen ſofort ſeinen Geiſt auf. — Die allgemeine Wehrpflicht rief dieſer Tage auch einen Alumus des Mainzer Prieſterſeminars unter die Waffen. Der ſchmucke Einjährig⸗Freiwillige erhielt jedoch die Erlaubniß, im Seminar ſchlafen zu dürfen. 25 — Trieſt, 3. Juli. Der Gerichtsſaal von Procenicco in der Nähe von ÜUdine, war der Schauplatz einer Blutthat. Der in Folge Anklage einer Frau Rodaro wegen Ehrenbe⸗ leidigung verurtheilte Arbeiter Capparo zog plötzlich einen Revolver hervor und ſtreckte die Klägerin als Leiche nieder, worauf er gegen den Richter, die Zuſchauer und gegen ſich ſelbſt mehrere Schüſſe abfeuerte, die alle fehlgingen. Es ge⸗ lang dem Verbrecher hierauf inmitten der erſchreckten Wachen zu entkommen. Derſelbe iſt ſpurlos verſchwunden. — Der farbige Prediger am Zwiebelnbach in Travis County, 12 Meilen von Auſtin in Texas, überraſchte neulich, wie die„.⸗D. Staatsztg.“ berichtet, ſeine Zuhörer am Schluſſe ſeiner Predigt mit folgenden Worten:„Brüder und Schweſtern! Ich muß Euch heute noch ſagen, daß ich es ſatt bin, für zwei Dollars wöchentlich Euch durch meine Predigten in's Himmelreich zu ſchieben; und wenn Ihr mein Gehalt nicht wenigſtens auf drei Dollars die Woche erhöht, ſo muß ich ſtreiken. Ich würde mich dann lieber mit 8 auf die nächſte Hühner⸗ und Ferkeljagd begeben und es auf einen Platz im Himmel(d. h. auf einen tödtlichen enz ſeitens des rechtmäßigen Hühner⸗ und Ferkelbeſitzers) an⸗ kommen laſſen.“ Die Kirchenälteſten beriefen darauf nach dem Gottesdienſt eine Gemeinde⸗Berſammlung, und es dourde von den Brüdern und Schweſtern einſtimmig beſchloſſen, das Gehalt des predigenden Bruders auf zwei Dollars wöchentlich zu belaſſen und ihn lieber behufs Erhöhung ſeiner Sporteln auf die Hühner⸗ und Ferkeljagd gehen zu laſſen. — Wirkung des Blitzes. Während des am letzten Sonntage niedergegangen Gewitters ſchlug der Blitz in die Rattenhuber'ſche Ziegelei zu Deining bei München ein. Der Blitzſtrahl ſprang von dem an dem Kamin der Brennerei angebrachten Blitzableiter, der oben völlig abgeſchlagen wurde, in den Kamin, drang von dort in den Brennofen, beſchädigte denſelben an vielen Stellen und gelangte durch die Oeffnung deſſelben in das Innere der Ziegelei, tödtete die drei Arbeiter, welche vor der Oeffnung auf einem Schragen ſaßen, zerſplit⸗ terte ein Fenſter, ſchmolz die vor demſelben angebrachten Eiſenſtangen theilweiſe ab und kam ſo wieder in das Freie. In der Ziegelei ſelbſt wurde das dort ſtehende eiſerne Werk⸗ zeug, ſowie die Beſchläge mehrerer Schubkarren faſt völlig geſchmolzen. Heiteres vom Tage. — Verſchiedener Geſchmack.„Martha iſt doch eine reizende Oper! So anmuthige, einſchmeichelnde Melodien hat kaum eine zweite; ich kenne wirklich nichts Schöneres als die„Letzte Roſe“!“—„Mir, meine Gnädige, iſt der erſte Spargel lieber!“ — An Zahlungsſtatt.„Mein Herr, ich habe Sie nun drei Monate hindurch jeden Tag rafirt, und Sie machen noch immer keine Anſtalt, mich zu bezahlen!“—„Was, Sie Das finanzielle Ergebniß war ein ungünſtiges, denn das Gaſtſpiel endet mit einem Fehlbetrage von 15,000 Francs. Dagegen hat ihr Gaſtſpiel in Rotterdam einen Ueberſchuß von 35,000 Frs. und das in Antwerpen einen Ueberſchu von 22,000 Frs. ergeben. Deutſche Oper in London. Von London erging an Herrn Direktor Julius Hofmann, vom Stadt⸗ theater zu Köln, in den jüngſten Tagen die Aufforderung in der nächſten Saiſon(Mai und Juni) entweder im Covent Garten oder in der Her Majeſty's Theater eine größere An⸗ zahl deutſcher ſehiar daßſr am i zu veranſtalten. ektor Hofmann beabſichtigt daher, im Monat Auguſt nach London zu reiſen, um ſich an Ort und Stelle genau zu en. Sofern ſich das Projekt auf ſolider Grundlage als au bar erweiſt, dürften alsbald die Verhandlungen um Ab⸗ ſchlüſſe mit den hervorragendſten Mitgliedern deutſcher Opern erfolgen. Bertha Rother Braut. Die aus dem Mrozeß Graef bekannte Sängerin Bertha Rother will laut Bekannt⸗ machung des Charlottenburger Standesamts mit dem Guts⸗ beſitzer Karl Edler v. Schroll in Wien die Ehe eingehen. Herr v. Schroll iſt, wie das„B..“ hierzu bemerkt, der Sohn eines der reichſten Großinduſtriellen Oeſterreichs Sie hielt ſich in letzter Zeit zu Wien auf, woſelbſt ſie als Chanſo⸗ nettenſängerin(„auf dem Brettl“, wie der vulgäre Ausdruck Ausdruck lautet) auftreten wollte. Eine intereſſante Aufführung von„Schil⸗ lers Räubern“ wird in etwa 14 Tagen im Oſtendtheater u Berlin ſtattfinden, intereſſant dadurch, daß die Hauptdar⸗ ſteller des Trümpelmannſchen Lutherfeſtſpiels die hervor⸗ ragenden Rollen übernommen haben. So wird der Studio⸗ ſus der Philologie Meier, welcher Herrn Müller⸗Hanno in ſeiner Thätigkeit als Regiſſeur unterſtützt hat, den Franz. Studioſus Nemer, der Kapuziner des Lutherfeſtſpiels, den Karl Moor ſpielen. Der Leiter der gleichnamigen Theater⸗ akademie, Herr Höppner, iſt der Veranſtalter der welche ſich des Intereſſes des Publikums in hohem erfreuen dürfte. 4. Seite. GSeneral⸗Anzeiger.—— nic nicht ſcden Deodgerrwaſſet Faer nen Halſen een Netien Bekannt —.. ᷑ ekanntmachung. N 4 2 4. 1— 2 2 „Kaſernenhofblüthe. Unteroffizier:„Stillgeſtanden!„ Hyp.⸗B. 50 pct, K. 128.- B. Malzſabr. Hochheim 2 Das Amtsverkündigungsblatt für Ganez tomi den Geſicktsmuskeln) Kerl ich habe] Nlen heiner bonsdant l16 36 ff. Budiſce Prauere; zsco 8. den Amtsbezirk Mannheim betr. 55 Paaſe it und Sie machen noch Frei⸗ Sſc⸗ dleabahn 222— 6 bbin feheden Geee 1955 5 No. 42,474. Wir bringen zur öffentlichen 1 e Zud 223.— G. 8 in-.Seeſchifffahrt 95.— G. Höhere Bildung. Unteroffizier(inſtruirend):„Der Kenntniß, daß durch Erlaß Gr. Miniſteriums des Innern dreißigjährige Krieg dauerte alſo von 1818 bis—— na Fedeiberg.Spelerer Bahn 86.50 C. Deannbeimen erſicherlng 780.— 8z. vom 21. Juni d. J. No. 12,068 dem Mannheimer Knetſchte?“— Feldwebel leinfallend):„Laſſen Sie ſolche] Feren Chem Jabren—— Maannßeimer Nückverſtch. 600.— 3. Journal auch nach der Vereinigung deſſelben mit dem Fragen, Unteroffizier; Sie mü Badiſche Anilin u. Soda 264.— b3. Württ. Transportverſich. 826.— 8 12 85 gung 3 5 hier nicht mi zrSie üſſen immer bedenken, daß, Sie Weſteregeln Alkaliwerke 159.—. Sberrhein. Verſ⸗-Geſellſchaſt 320.— 6. General⸗Anzeiger die Eigenſchaft als Amts⸗ und Kreis⸗ es hier nicht mit Univerſitätsprofeſſoren zu thun haben. 0 30— sheimer Spinnere! 52.— 5 Hofmann u. Schötenſack 130— B. Oggersheimer Spinnere! 52.— 5z. perkündigungsblatt belaſſen wurde —„Schauderhaft, gauz ſchauderhaft!“ Wir leſen] Verein Oelfabriken 117.50 U3Ettlinger Spinnerei 130.—. gung 5 8 in der Sonntagsnummer eines Frankfurter Lokalblattes: Manſthenſe Suelee,. Peſe Lecgeudt s 0— 55. Mannheim, den 3. Juli 1888. 2Von einer hartnägigen Selbſtmörderin meldet der Polizei⸗ Maannheimer dittenralere 21 G. Manuh. 4 Asbfbrt. 55.— bb. Großh. Bezirksamt bericht: Geſtern Nachmittag verſuchte eine Frau auf dem Eichbaum-Brauerei 192 25 B Farlsruher Maſchinen Benſinger 11665 Garküchenplatz einen Selbſtmord, indem ſie ſich mit einem e 8. Taſchenmeſſer in den Hals ſtieß. Das Waſſer wurde ihr] Sraueker v. Storc 45 F. Nabmaſchinen rizne.z—.— 1 jedoch Pfeiſt ſe 0 dam iſem menen 1 entriſſen. Seidelberger Actienbrauerei 140.— G. Speyerer Dampfziegelei 130. 6. Ditrauf eilte ſie na em ain, um in's eſſer zu ee ee en kade een en mrankigter gfereenpeetent 9 rt, Die Frau ſchien betrunken zu ſein.“— i. Di ͤ Unſerer unmaßgeblichen Meinung nach 8 die letztere ee e eee für ein ee 117 auf deza ſan der Site — erzfragen. as ſagt der Schutzmann, wen den Chineſen in's Loch ſteckt? 1 5 8 Man da rin. Wie ruft man Gräfinnen am kürzeſten zum Diner? Comt eſſen. Was ſagt man, wenn der Scorſeſehe geſtorben iſt? Er kehrt nie wieder. Was ſagt man, wenn die Wäſcherin geſtorben iſt? Sie hat ausgerungen. —— Neueſte Nachrichten. Berlin, 4. Juli. Morgen findet unter dem Vor⸗ ſitze des Kaiſers ein Kronrath ſtatt. * Berlin, 4. Juli. In diplomatiſchen Kreiſen gilt es für gewiß, daß Graf Bismarck den Kaiſer Wilhelm auf der Reiſe nach Petersburg begleiten wird. Dieſer politiſche Charakter der Reiſe wird damit auch äußer⸗ lich unbedingt klargelegt. Die Reiſe des Kaiſers zu ſeinen Verhündeten nach Wien und Rom wird ſchwerlich vor Spätherhſt ſtattfinden. Berlin, 4. Juli. Der„Kreuzztg.“ ſchreibt man aus Petersburg, daß die Sendung des Generals von Pape weit über den Rahmen einer ſolchen hinausginge, die lediglich einen Thronwechſel zu notifizieren habe. Der General habe außer ſeinem offiziellen Schreiben noch ein privates Handſchreiben an den Zaren überbracht und ein eben ſolches wieder zurückgenommen. Seine Audienz habe ungewöhnlich lange gedauert und man habe dem Zaren angemerkt, daß er von den mündlichen Mittheilungen des Generals in hohem Maße befriedigt war. Berlin, 4. Juli. Der Bundesrath wird morgen die letzte Sitzung vor den Ferien halten, falls es gelingt, die umfangreiche e zu erledigen. Berlin, 4. Juli. Der Kaiſer beſichtigte von einem e Gefolge umgeben, das Leib⸗Garde⸗Huſaren⸗ egiment. Leipzig, 4. Juli. Landesverrathsproceß. Die ganze heutige Verhandlung im Landesverrathsproceß fand unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt. Die Beweis⸗ aufnahme wurde beendet. Morgen beginnen die Reden der Staatsanwaltſchaft und der Vertheidigung. Breslau, 4. Juli. Heute Nachmittag erſchoß der Tiſchlergeſelle Joſeph Krahl aus Schlegel den Schutz⸗ mann Pötter auf deſſen Poſten. Der Mord war wohlvorbereitet. Der Mörder behauptete bei ſeiner Ver⸗ haftung erſt, gedungen zu ſein, verweigerte aber dann weitere Auskunft. Wien, 4. Juli. Neue ruſſiſche Vorſchläge über Bulgar ien ſind hier nicht gemacht worden, weder unmittelbar noch durch Berliner Vermittlung.— Erispis Familie trifft dieſe Woche in Karlsbad ein, wo ſpäter auch Crispi erwartet wird.— Der päpſtliche Nuntius Galimberti kehrt morgen früh nach Salz⸗ burg in ſeine Sommerfriſche zurück. Die Zeitungsnach⸗ richten, daß er dort in Verbannung ſei, werden als leere Erfindungen bezeichnet. Paris, 4. Juli. Nach endgiltiger Feſtſtellung wurde die geſtern für das Cabinet beantragte Vertrauens⸗ Erklärung nicht mit 326 gegen 172, ſondern mit 270 gegen 158 Stimmen angenommen. Einige Blätter halten den geſtrigen Tag für einen Selbſtmord der Opportuniſten und meinen, daß der Kampf ſich in Zukunft allein zwiſchen Radikalen und Conſervativen fortſetzen werde. Rom, 4. Juli. In Betreff der Beſchwerden der franzöſiſchen und der griechiſchen Regierung wegen der in Maſſauah Seitens Italiens eingeführten Beſteue⸗ rung meldet die„Agenzia Stefani“, daß die genannten Steuern die Italiener ebenſo wie die Ausländer treffen. Neapel, 4. Juli. Das engliſche Geſchwader iſt heute früh hier eingelaufen. Peterburg, 4. Juli. Der Kaiſer und die Kai⸗ ſerin ſind geſtern nach dem finniſchen Archipel ab⸗ Mannheimer Handelsblatt. Mannheimer Effektenbörſe. Mannheim, 4. Juli. An der heutigen Börſe ſtellten ſich Anilin⸗Aktien auf 264 bez. Brauerei 1 wurden 9 5 und Brauerei Werger zu 118 umgeſetzt. Deutſche onbank 92 B. Coursbiatt der Maunheimer Börſe. vom 4. Juli. Obligationen. 6 Bad. Oblig. Mark 105.15 bz. J 4 R. Hyp. Pfandbr. S. 40-49100.60 G. „„ i888 107.40 Pg. 4„ 5 43—49108.40 B. . 108.90 G. 4½„ 7 1888100.50 B. fl.— 4„ Com. O. 100.— bz. 4 T. 100 Looſe 187.70 G. 4 Mannheim 1881—.— 4 Rleichsanleihe 107.90.4„ 1885—— 35⁰ 85 108.40 bz. 4 1 1885 104.— B. Preuß. CTonſol 106.50.4 Freiburg 103.25 G. ½„ 103.50 G. 4 Freiburg i. B. Obligat.—.— 4 Baher. Obllgationen Mt. 104.95 G4½ Ludwigshafen M. 103.50 G 4 5. Ludwigsbahn Mk.104 35 0 4 5 5—.— 4 Pfälz. Judwigsbahn fl. 10.50 G. 4% 12 Zuckerſabrik 102.25 G. „ Maxbahn 103.90 B. 5 Oggersheimer Spinnerei 101.70 G. Norbbahn 1035 90 G. 5 Verein 8 abriken 97.— G. 54½ flhein. Hyp.-Bfandöriefe 97.50 5z. 5 Weſteregeln Alkaliwerke 104.— G. Dresdener 134.50 b. G. wieder zu ſehr feſten Courſen, Geſtützt auf ſchwächeres Wien verſuchte die Baiſſe⸗Partei indeß, auch heute auf das Preis⸗ niveau zu drücken und hatte wirklich einen vorübergehenden Erfoig, indem ſowohl die leitenden Bankaktien, als Bahnen zeitweiſe durch Abgaben und einzelne Regliſirungen ſtärker affieirt wurden. Gegen Schluß des offiziellen Verkehrs und beſonders nachbörslich hatte ſich die Tendenz aber wieder nach der anderen Seite gedreht, ſo daß wir die Anfangscourſe weſentlich überſchritten ſehen. Auch von Paris empfing die Hauſſe Unterſtützung, die in der Hauptſache beendete dortige Liquidation und das geſtrige Vertrauensvotum für das Ka⸗ binet Floquet wirken befeſtigend. 2 Uhr 30 Min. Credit 254.37, Stgatsbahn 190,50, Lom⸗ barden 78,50, Galizier 170,50, Aproc. Ungarn 83,60, Aproc. Egypter 83,35, Diskonto 215,40, Gotthard 121,20. Handelsgeſellſchaft 166.40 b. Darmſtädter 151.80, 152 b. Meininger 98.70 b. G. Staats⸗ bahn 190%, ½ b. Lombarden 78, /8, ¼, ½ b. Galizier 171¼½, ½ b. G. Mittelmeer 128.10, 127.90 b. Mecklenburger 163.70 b. Marienburger 70.60, 50, 71.— b. G. Gotthard 181.60, 40, 50 b. Türk. Tabakactien 101, 101.20 b. Egypter 88.45 b. Tributanleihe 85.60 b. G. compt. Italiener 97.80 b. Liſſaboner 84.50 b. G. Argentiner 95.50 b. G. Ungarn 83.60, 70, 55 h. Ungar. Papierrente 73.90 b. Goldrente 92.10 b. Serb. Tabak 81.15 b. G. Türken 14.90 b. Türk. Looſe 11.80 b. Mexikaner 91.50 b. Spanier 73.20 b. G. 1880r Ruſſen 83.80 ept. II. Orient 59.20., III. dto. 59.10 b. G. Nach Schluß. 6 Uhr 30 Min. Kreditaktien 254¼. Disk.⸗Comm. 215.20. Elbthal 150. 8 Geld⸗Sorten. Dukaten Mk..50—45 Ruſſ. Imperials Mk. 16.71—61 20 Fr.-Stücke„ 16.18—15 Dollars in Gold„.29—16 Engl. Sovereigns„ 20.35—20 Schifffahrts⸗Angelegenheiten. Ruhrort, 4. Juli. Am Samſtag lief auf der Werft des Herrn Oſtrop am Hafenamt das bölzerne Segelſchiff des Schiffers v d. Heiden reparirt vom Stapel.— Das Schrau⸗ benboot„Franz Haniel II.“, welches an der Inſelwerft der Gutehoffnungshütte in Reparatur lag, hat am Samſtag den Hafen verlaſſen und ſeinen Dienſt wieder aufgenommen. Wahrſcheinlich wird an ſeiner Stelle das Räderſchlepphvot kainane Haniel 1“ an die Inſelwerft in allgemeine Reparatur ommen. Koſtheim, 5. Juli. Um den Störungen im Mainkangal auf der unteren Strecke zwiſchen der Mündung in den Rhein bis zur Koſtheimer Ueberfahrt gründlich fſich anz ſoll jener lußtheil derart neu regulirt werden, daß ſich am Koſtheimer egel bis zu 1,14 Meter Tiefe ergiebt. Das Flußbett wird ierbei durch Querbahnen auf 120 Meter Breite Auf Anſuchen der preußiſchen Flußbauverwaltung legt die eſſiſche Regierung den betreffenden Plan vom kommenden ontag ab 8 Tage lang auf der Bürgermeiſterei Koſtheim zur Einſicht offen. Rotterdam, 2. Juli. Das dem Schiffer Staub von Heilbronn gehörige Schiff„Moritz Mahr welches aus einem engliſchen Dampfer Eiſenerz für Ruhrort einlud, iſt mit 4000 Ztr. Ladung im Hafen geſunken. Der Schiffsboden ſoll vollſtändig durchgebrochen ſein. Neuwied, 3. Jul. Vorgeſtern Abend mußte das auf der Bergfahrt begriffene Schleppſchraubendampfſchiff„Burgerhout Nr. 3“ wegen Achsbruch am ſogenannten„Guten Mann“ die Fahrt einſtellen und vor Anker gehen. Heute Morgen wurde daſſelbe der„Kbl. Ztg.“ Niclg im Schlepptau des Schrauben⸗ dampfers Niederrhein r. 5“ behufs Reparatur nach Hom⸗ berg a. Rhein geſchleypt, 55 8 55 Koſtheim, 3. Juli. Die unkanaliſirte Mainſtrecke zwiſchen hier und der Mündung, welche ſich immerwährend verſandete, oll dem Vernehmen nach correctionirt werden und zwar erart, daß am hieſigen Pegel eine Tieſe von 1,40 Meter erzielt wird. Mannheimer Hafen⸗Verkehr. Folgende Schiffe ſind am 8. Juli angekommen: Hafenmeiſterei I.(Rheinvorland). Schiffer ev. Kapitän Schiff Kommt vou Ladung Ctr. Claßmann Chrimhilde Rotterdam Stückgüter 617 Koch Eliſabeth Köln 389 Eidam Germania 5 5 62 A. Bütefür Stormpolder 5 5 15000 H. Görgen Philipp 79 Coakes3600 Hafenmeiſterei III. J. Hömmerich eee 7 Rotterdam Getreide 9106 8 Senftleber Zufriedenheit Heilbronn Stückgüter 1600 Hauck e Falhron Salz 1020 Ph. Knecht Ph. Knecht Heilbronn Steine 860 Hafenmeiſterei VI.(Neckarvorland). 55 Engelmann Hermine Ruhrort Kohlen 11400 Höhr Hatharine Duisburg— 872⁰ Hr Bock Cintracht 65 5 462⁰0 r. Buſchbruch Sophie 5 85 4000 oh. Meſcher Guſtav und Leo 75 8000 h. Schaden Marias Anna 5 7600 Floßholz: angekommen 5750 Cbmtr., abgegangen——. Meteorologiſche Station Mannheim. muregte dulteru e Wind Bewölkung merkungen Nacte o ühr 1.%% 2% n.S W. ſehr bewilkt Nachts egen 0 uhr +. 18,.2 7460 88.W. bedeckt Vorm. Regen 5 uhr + 18,8 744% 62.S. W. 5 Wetter Vorausſage für Maunheim. Noch keine Ausficht auf erhebliche Aenderung. Waſſerſtands⸗Nachrichten. Rhein. Kaub, 4. Juli..12 m. T 041. Koblenz, 2. Juli..17 w.—.04, Hünnigen, 4. Juli 4 o8 m. +.10.Köln, 4. Juli..55 m T.01. Lauterburg, 4. Juli,.35 m. 4..11. RNuhrort, 4. Juli..92 m.—.00. Kehl, 4. Jui. 4,08 w...40. Nedar Maxau, 4. Juli. 5 50 m. 7.10, Mauuheim, 5. Juli..66 m. 4.88.Seilbronn, 5. Juli..04 m.—.25. Mainz,. Jull..38 m. +.10. Mannheim, 5. Ju i..60 m. +.11. Biltr wiheln Detul! Mannheim. Die Bewohner Mannheim's beabſichtigen, zum ehrenden An⸗ denken an Kaiſer Wilhelms große Thaten und ruhmreiches Wirken, Reiterstandbild zu errichten. 11895 Zu dieſer nie en ſinb eingeladen und ausſchließlich zugelaſſen: Künſtler von deukſcher Gepurt oder Solche, die im deutſchen Reiche anſäſſig ſind, ſowie die deutſch⸗öſterreichiſchen Künſtler. Verlangt wird ein Gipsmodell. Einreichungstermin: 1. Dezember 1888 Für die beſten Entwürfe ſind folgende Preiſe ausßgeſetzt: M. 4000, M. 2900 und 2 Preiſe à M. 1000, welche unter allen Umſtänden für die relativ beſten Löſungen zur Ausbezahlung gelangen. Die näheren Bedingungen, ſowie Lageplan u. ſ. w. ſind durch Herrn Oberbürgermeiſter Moll in Mannheim zu beziehen. Das Central-Comité. Mannheim, 1. Juli 1888. Großh. Badiſche Flaatseiſenbahnen. Bekanntmachung. Aus Anlaß der Ausſtellungen in München werden mehrere Sonderzüge zu ermäßigten Preiſen da⸗ hin abgelaſſen werden. Als Tage ſind vorgeſehen: 14. Juli, 28. Juli, 11. Auguſt, 1. September. Die Züge vom 14. Juli, 11. Auguſt und 1. September werden je⸗ weils ab Mannheim und Karlsruhe abgelaſſen mit Halt in Friedrichsfeld, Heidelberg und Bruchſal bezw. Durlach, Söllingen und Pforzheim, die Züge vom 28. Juli ab Mannheim und Straßburg mit weiterem Halt in Kehl, Appenweier, Achern, Bühl, Oos, Raſtatt, Ettlingen und Karlsruhe. Die Sonderzugsbillete können zur Rückfahrt in auf⸗ gelöster Ordnung mit fahrplanmäßigen Zügen innerhalb 14 Tagen benützt werden. Auf denjenigen Stationen, welche von den Sonderzügen nicht beruͤhrt werden, oder auf welchen Sonderzüge nicht anhalten, werden An⸗ ſchlußbillete für Hin⸗ und Rückfahrt zum Preis für einfache Fahrt und gleicher Giltigkeitsdauer wie oben aus⸗ gegeben. 11721 Die Abgangszeit der Sonderzüge iſt auf den Abend feſtgeſetzt, ſo daß die Ankunft in München Morgens 7 Uhr erfolgt. Nähere Auskunft ertheilen die Statlonen. Karlsruhe, den 2. Juli 1888. General-Direction. Großh. Badiſche Staatseiſenbahnen. Zum Tarife für den Verkehr der Rhein⸗ bezw. Mainhafen⸗ ſtationen mit Württemberg iſt mit Giltigkeit vom 1. ds. Mts. der II. Nachtrag erſchienen. Derſelbe enthält neben bereits früher publizirten Aenderungen auch ermäßigte Sätze für Steinkohlen und Kokes; ferner wird durch denſelben in Ausnahmetarif Nr. 10 (für Getreide ꝛc.) die Giltigkeit für Mehl und Mühlenfabrikate und Kleien auf 1. September l. J. aufgehoben. Der Nachtrag iſt durch unſere Statſon Mannheim unentgelt⸗ lich zu beziehen. 11608 Karlsruhe, den 2. Juli 1888. Generaldirektion. Bekanntmachung. Die Aufſicht über die Führung der Arbeitsbücher und über die Be⸗ ſchäftigung der jugendlichen Ar⸗ beiter und der Arbeiterinnen betr. Nr. 42,264. An die Ortspoltzeibehörden des Landbezirks: Die Ortspolizeibehörden werden beauftragt, bei den Ge⸗ werbetreibenden ihrer Gemeinden eine allgemeine Nachſchau über die Führung der Arbeitskarten und Arbeitsbücher zu halten und in den Fabriken und den gleichgeſtellten Anlagen insbeſondere die im§ 156 der Vollzugs⸗Verordnung zur Gewerbeordnung vom 28. Dezember 1883 angegebenen Punkte feſtzuſtellen. Hiebei ſind die im§ 157 der genannten Verordnung vorge⸗ ſchriebenen Beurkundungen vorzunehmen und vorgefundene Ord⸗ nungswidrigkeiten entweder ſofort aßzuſtellen oder geeigneten Falls zum weiteren Einſchreiten hierher zur Anzeige zu bringen. Ueber das Ergebniß der Nachſchau iſt binnen 14 Tagen zu berichten. Mannheim, den 1. Juli 1888. Großh. Bezirksamt. Geulsen. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Wirths Richard Boppenhauſen in Mannheim iſt auf Antrag des Ge⸗ meinſchuldners, unter Zuſtimmung der Konkursgläubiger durch Beſchluß Gr. Amtsgerichts, Abth. 2 dahier, vom 15. Mai l. Is. No. 28689 eingeſtellt worden. 11709 Mannheim, den 26. Juni 1888. 11670 Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts. Meier. 8. Jull. Jbr med. L. Schme pract. Arzt, Wnndarzt und Geburts⸗ helſer. soss —— §. Gentil 5D 5, 1 P 5, 1 Cigarren 9 en gros& detail. Echt egyptiſche, türkiſche u, ruſſiſche 10589i Cigarretten& Tabake. Franz. Cognace Grande Champagne e von Alfred Dubols Lizée& Cie. Importirte Habana-Cigarren. 888288 Anerbieten für die Schulferien. Eine Beamtenwittwe, welche mit ihrer Tochter einen Heflaten ort im Schwarzwalde beſuchen will, erbietet ſich einige erholungs⸗ bedürftige Kinder aus guter amilie unter ihren Schutz und ufſicht zu nehmen. 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In den entlegenſten Fernen der Vergangenheit hatte es ſchon Heathcotes im Lande gegeben. Obwohl er im Vergleich zu Julian Wyllard keineswegs reich genannt werden konnte, ſtand er doch in der Achtung jener ehrenhaften Konſervativen, denen Geld nicht Alles bedeutet, höher als der begüterte Finanzier. Herr Wyllard war ein Fremder und hatte Penmorval kurz vor ſeiner Heirath angekauft und zu ſeinem Aufent⸗ halt gewählt, nicht aus eigener Neigung, ſondern weil dieſer Landſitz Theodora Dalamaine geftel. Man wußte, daß er den größten Theil ſeines Vermögens ſelbſt erworben hatte, und da ſogar ein durch Handelsunternehmungen gewonnenes Vermögen durch Vererbung von Generationen erſt geheiligt wird, kam es, daß man Julian Wyllard trotz ſeiner hervorragenden Stellung in der Nachbarſchaft und trotzdem er durch ſeinen Güterankauf zu den Vorn men gehörte, beinahe als Emporkömmling betrachtete und geneigt war, ihm das Uebergewicht zu ver⸗ übeln, das ſein Reichthum ihm in lokalen Angelegenheiten verlieh. Squire Heathcote ſtand im Ruf, der beſte Leichaubeſchauer du ſein, der ſeit Menſchengedenken dieſe Würde in Bodmin ausgefüllt hatte. Seine juriſtiſchen Erfahrungen dehnten ſich auf ein weiteres Gebiet aus, als es dem Durchſchnitts⸗ anwalt der Provinz zur Verfügung ſteht. Nichts konnte gelaſſener oder anſpruchsloſer ſein, als die Art u. Weiſe, mit der er ſeinen Platz an der Spitze der langen Tafel im Saal des„Lebensfunkens“ einnahm, und doch verriethen ſich im düſtern Feuer ſeiner tiefliegenden grauen Augen und dem nervöſen Zittern der ſonnverbrannten Hand, die mit ſeinem dunkelbraunen Bart ſpielte, Spuren der Bewegung. Er ſaß ein paar Minuten ſtill und ſah auf ſein Notizbuch, dann erhob er langſam die Augen und über⸗ blickte das Zimmer, das gedrängt voll war. Julian Wyllard ſaß am entgegengeſetzten Ende der Tafel neben dem kleinen Or. Menheniot. Bothwell Graham ſaß abſeits von ihnen, der Jury näher. Er ſah verſtört aus, fand Herr Heathcote, wie Einer, der eine unruhige Nacht zugebracht hat. Umkreiſe von zehn Meilen. (Fortſetzung folgt.) Seneral-Anzeiger Wenig gefahrenes feines engl. Velveiped, und 1 neues vor⸗ züglich kreuzſ. Pianino, wegen Wegzug billigſt abzugeben. 11400 Adreſſe in der Erpedition. 8 jſunge, ſehr hübſche Salon⸗ hündchen(kl. Raſſe) billig zu verkaufen. 11704 F 4, 14, 3. Stock. 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Gute Nacht!“ Er küßte ſie und ſie wünſchte ihm gute Nacht, behielt ſich deswegen aber boch vor, aufzubleiben „Julian ſieht abgeſpannt und unruhig aus,“ ſagte ſte zu ihrem Kouſin, der vor dem Fenſter ſtand und eine Cigarette rauchte. „Kein Wunder,“ erwiderte Bothwell. Der Unfall auf der Baßhn reicht gerade aus, Einem unwohl zu machen. Ich werde lange genug daran zu denken haben.“ „Es muß furchtbar aufregend geweſen ſel. Zudem ſind ſtarke Naturen und kräftige Geſtalten zuweilen empfindlicher als Ihr zarten Puppen mit Eurem nervöſen Temperament,“ ſagte Dora.„Es iſt mir oft ſchon aufgefallen, mit welcher krankhaften Erregtheit Julian vor Dingen zurückſcheut, von denen man meinen ſollte, daß ſie ein ſtarker Mann mit Gleichgiltigkeit betrachtet.“ „Er iſt ein rieſig gutmüthiger Menſch,“ ſagte Bothwell, der von dem Mann ſeiner Kouſine mehr Großmuth erfahren hatte, als von ſeiner geſammten Sipp⸗ ſchaft.„Wollen wir nicht noch einen Gang in den Garten machen? Ich zünde mir keine Cigarre weiter an, wenn Du's nicht leiden magſt.“ „Du weißt, ich habe nichts gegen das Rauchen,“ erwiderte ſie, indem ſte mit ihm ging.„Weshalb zittert denn Deine Hand, Bothwell? Du kannſt Dir ja kaum Deine Cigarette anſtecken!“ „Hab' ich Dir nicht geſagt, das mich der Vorfall ganz nervös gemacht hat? Ich werde heute Nacht gewiß kein Auge zuthun.“ 5 Sie ſpazierten über eine Stunde im Roſengarten einher. Die Nacht un Seneral⸗Anzeiger. 8. Jukk. Sen Hausuerwalterſtelle. Von einem gebilbeten, verheiratheten in feſter Stel⸗ 5 lung befindlichen Mann geſucht. Es wird nur auf; freie Wohnung reflectirt. Dfferten werden erbeten sub O. Nr 11518 an die Exped. d. Bl. 115135 Ein Mann mit ſchöner Schrift ſucht geg. mäß. Honor. Beſchäftig. in Weeiben Arbeit im Hauſe. Offerten unt. R. 11625 beſ. d. Exped. d. Bl. 1162⁵ Ein Mann in den beſten Jahren ſucht Stellung iu einem Buxreau, nimmt auch Arbeit in's Haus, beſitzt Ke. Tien enntniß; Offerte D. U. 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Der Mond, nun ſilbern ſtatt golden, ſtand hoch am Himmel. Jetzt gehörte er Allen, verſilberte die Dacher Bodmin's, beleuchtete Kirche, Gefängniß und Irrenhaus und ſchien auch auf die beſcheidene Dorfherberge, nieder, unter deren ländlichem Dach die Todte ſchlummerte, für die kein Leid⸗ tragender ein Gebet zu ſtammeln kam. Bothwell ſchlenderte ſchweigſam neben ſeiner Kouſine hin. Auch ſie war ſtill und zu keinem Geplauder aufgelegt. Es war ihr lieb, ſich im Garten auf⸗ zuhalten, während ihr Mann ſeine Briefe durchſah. Sie wußte, Stoß auf ihn warte, Briefe, aber auf der Stalluhr zwölf zu finden. daß ein ganzer wie ſie die Muße jedes Landbeſitzers von Rang und Reichthum in Anſpruch nehmen, unintereſſante, häufig läſtige Briefe. Julian Wyllard mußte geraume Zeit daran ſetzen, ſie alle durchzunehmen. So wie es ſchlug, hoffte Dora, ihn mit ſeiner Aufgabe fertig „Gute Nacht, Bothwell,“ ſagte fie.„Ich werde nachſehen was Julian macht.“ Die Dienerſchaft war zu Bett gegangen und die Lampen brannten nur noch im Vorſaal und in den Korridoren. Eine Glasthür führte aus dem Garten in das Entrce, die zur Bequemlichkeit Bothwell's ſtets offen blieb, weil er gern zu ſpäter Stunde noch in's Freie ging. Am entgegengeſetzten Ende des Hauſes befand ſich die Bibliothek, ein prächtiges Zimmer, das mit einer auserwählten Sammlung von Büchern, dem Anwuchs der letzten ſieben Jahre, angefüllt war; denn Julian Wyllard war nicht des Landes gebürtig und hatte Penmorval erſt ſeit dieſem Zeitraume inne. Ein helles Feuer brannte in dem künſtleriſch mit Ziegeln gedeckten Herd⸗ gitter, einer modernen Erneuerung des urſprünglich in Schmiedeeiſen ausge⸗ führten. Herr Wyllard hatte alle ſeine Briefe geöffnet und einige derſelben augenſcheinlich in's Feuer geworfen, denn ein Geruch von verbranntem Papier und Siegellack durchdrang das Zimmer. Er ſaß auf einem niedrigen Stuhl am Herd in gebückter Haltung und ſtarrte, in tiefes Sinnen verloren, auf einen Gegenſtand in ſeiner Hand. So ganz verſunken war er in dieſer Betrachtung, daß er Dora's Gegenwart nicht eher gewahrte, als bis ſie dicht neben ihm ſtand. Das Ding, das ſeine Aufmerkſamkeit ſo ſehr in Anſpruch nahm und ſeine Gedanken in eine ferne Vergangenheit zurückgeführt hatte, beſtand aus einer lasgen Flechte kaſtanienbraunen Haares. Er hatte ſie um ſeine Finger gewunden, und das ſprühende Herdfeuer ließ ſie von goldenem Licht durchſchimmert erſcheinen. „Was für ſchönes Haar!“ ſagte Dora ſanft, als ſie hinter ſeiner Schulter barauf niederſah. „Wem gehört es, Julian?“ „Meiner Schweſter,“ antwortete er. Ein Herr ſucht auf 1. Oktbr. oder früher entweder 3 unmöbl. 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Ja, Liebſte, ich bin abgeſpannt.“ „Und der gräßliche Eiſenbahnfall hat Dich aufgeregt. Der arme Both⸗ well iſt ganz außer ſich. Wie leid Du mir thuſt, Julian,“ ſagte ſeine Frau, lehnte ſich an ſeine Schnlter und ſtrich ihm das dichte Haar aus der breiten vollen Stirn. „Ich brauche Dir nicht leid zu thun, mein liebes Kind. Schreckliche Ereigniſſe tragen ſich alle Tage und aller Orten zu. Wir hören davon und fühlen, wie hinfällig die Bedingungen ſind, unter denen wir unſer Daſein ertragen müſſen. Heute Abend habe ich zufällig einem entſetzlichen Tode gegen⸗ über geſtanden. Das iſt der ganze Unterſchied.“ Zweites Kapitel. Nach der Todtenſcha 1. An dem für die Leichenſchau beſtimmten Nachmittag herrſchte eine große Aufregung in Bodmin. Es war ein entzückender Sommernachmittag, ganz zu arkadiſchen Freuden angethan. Doch mag es ſein, daß die Bewohner Bodmins zur Genüge aus dem Becher ländlicher Freuden getrunken, daß die von Moor und Haide, wehender Wipfeln und Stromwindungen übergenug geſehen hatten, und daß gerade dieſe Ueberſättigung ſie ſchaarenweiſe nach der kleinen Herberge bei Station Bodmin führte, wo ſte ſich drängten und ſtießen, um eine bequeme Ausſicht auf den Leichenbeſchauer und die Zengen zu gewinnen. Eine Totenſchau an ſich war kein ſo ſchauriges Ereigniß. Es hatten ſchon mehrere in Bodmin ſtattgefunden, ohne in den Gemüthern der Stadtbewohner Neugier oder Aufregung hervorzurufen. Das heutige Verhör jedoch interefftrte Jedermann. Das Gerücht hatte ſich verbreitet, daß das Opfer aus dem Aus⸗ lande ſtamme, und das verlieh dem Geheimniß eine noch dunklere Färbung⸗ Weshalb war das Mädchen hierher gekommen, um ſich zu tödten? Oder wer hatte ſie hergelockt, ſie hier zu morden? Dieſe Fragen wurden an dem heiteren Julimorgen am häufigſten erörtert, und jede derſelben lieferte den Anlaß zu — 6. Jult. H 7, 16 a e nung, 5 Zimmer, Küche und allem Zubehör mit Gas⸗ und Waſſerleitung, ſofort oder ſpäter zu vermiethen. 1104⁵ Näheres H 7, 18, 1. Stock. J 1 12 2. Stock, 2 ſchöne 9 Wohnungen je 2 Zimmer u. 1 Küche mit Waſſer⸗ leitung an ruhige Leute ſofort zu vermiethen. 11393 7 Wohnung, 2 4J 45 16 Zimmer u. Küche zu v. 10796 J 5 18 Ringſtraße ein 9 ſchöner 3. St. zu vermiethen. 10588 Näheres im 2. Stock. zwei freund⸗ liche Woh⸗ 5 nungen mit prachtvoller Ausſicht, je 5 Zimmer nebſt Zubehör, Waſſerleitung und Glasabſchluß ſof. zu verm. Näheres im Laden. 11690 K 3 10b Neubau, 2. 9 Stock, 4 Zim⸗ mer, Küche, Keller mit Gas⸗ und Waſſerleitung z. v. 9999 K 3 10b Neub. Hinth. 7 mehrere Woh⸗ nungen je 2 Zim. und Küche zu vermiethen. 10000 3. Stock, ein un⸗ L 4, möblirtes Zimmer z. v. 10477 eine kleine Woh⸗ L 6, 15 nung und 2 ein⸗ zelne Zimmer zu verm. 11096 L 10 4 eleganter 8. 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General⸗Anzeiger 6. Jullt Verdingung. No. 722. Die Ausführung der für den Neubau bes Schul⸗ dauſes in Lit. U 2 erforderlich werdenden„Dachdeckerarbeiten“, welche zu rund 11,000 M. veranſchlagt ſind, ſollen im Wege des öffentlichen Angebots verdungen werden. Der Zeitpunkt der Einſendung der verſchloſſenen mit ent⸗ ſprechender Aufſchrift verſehenen Angebote iſt auf tontag, den 9. Juli l.., Vormittags 11 Uhr feſtgeſetzt. Die Lieferungs⸗Verzeichniſſe können bei unterfertigter Stelle, woſelbſt auch die Bedingungen zur Einſicht aufliegen, in Empfang genommen werden. 11564 Mannheim, 30. Juni 1888. Städt. Hochbauamt: Uhlmaunn. Ankündigung. In Folge richterlicher Verfügung werden dem Schuhmacher Peter Hund II. und den Erben ſeiner Ehefrau in Ludwigsha⸗ fen die nachverzeichneten Liegenſchaften in der Gemarkung Neckar⸗ 15 hauſen am Montag, den 16. Oktober d.., Vormiktags 11 Ahr, im Rathhaus zu Neckarhauſen öffentlich verſteigert, wobei der Zuſchlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird. 1 Haus No. 132. Ein einſtöckiges Wohnhaus mit gewölbtem Keller, einem Tabaksſchuppen mit chweinſtällen. 22 Ruthen Haus⸗ Hofraithe⸗ und Gartenplatz, worauf die Gebäude ſtehen, einſeits Hirſch& Nadenheim, anderſeits Georg Schreckenberger, an gelegen 1200 M. 9 Ar 92 Meter Acker, im Unterfeld, 21. Gewann, die Mülben 5 3 350 M. 8. 5 Ruthen 31 Meter Acker, 8. Gewann, im Eck, zwiſchen der Eiſenbahn und den Dorfgärten, einſeits Johann Volkert, anderſeits Peter Orth 200 M. uſammen 1750 M. Eintauſend ſiebenhundert fünfzig Mark. Ladenburg, den 16. Juni 1888. Großherzogl. Notar. Leonhard. Fahrniß⸗Verſteigerung. Im Vollſtreckungswege verſteigere ich Donnerſtag, 5. Juli I.., Nachm. 2 Ahr in K 3, 16 gegen Baarzahlung: 1 Regulator, 1 Commode, 1 Chiffonnier, 1 Canapee, 1 Fliegen⸗ ſchrank, verſch. Tiſche, Stühle, Spiegel, Büffet, 14 Kaffeelöffel, 1 VBorleglöffel, 1 Salatbeſteck, 1 Tranchirbeſteck und zwei Zuckerzangen. Mannheim, den 4. Juli 1888. 11691 Hüffner, Gerichtsvollzieher. Verſteigerunge⸗ nzeige. reitag, den 6. d. Mis., Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, werden im Gaſthaus zum ſchwarzen Lamm, 2, 17 dahier, folgende Gegenſtände der Konkursmaſſe des Wirths Friedr. Ay gegen bagre Zahlung öffentlich verſteigert: 6 Tafeltücher(4,65 Meter lang), 8 Tiſchtücher, 95 Servietten, verſch. Leibweißzeug, Vorhänge, kleine Tiſche, 36 Flaſchen Cognae und Kirſchwaſſer, 10 Flaſchen Madeira, à große Petroleum⸗Patent⸗ Hängelampen, mehrere Bilder und Figuren, 1 engliſche Küchenwaage, 2 Wirthsſchilder, Küchenge⸗ ſchirr und Porzellan, 4 Dutzend Biergläſer, Servir⸗ Heterauen⸗Perein Maunheim. Einladung. Die Dampfſchifffahrt nach Speyer, welche am 24. Juni ſtattfinden ſollte, aber wegen Ableben unſeres vielgeliebten Kaiſers Friedrich verſchoben wurde, findet nun am Sonntag, den 8. Juli ſtatt. Wir erſuchen unſere verehrl. Mitglieder und Familienangehörigen, ſich recht zahl⸗ reich betheiligen zu wollen. In Speyer wird unſer Verein von dem Bruderverein Speyer empfangen. Abfahrt in Mannheim Vormittags punkt 11 Uhr am Nieder⸗ länder Dampfboot(Rheinvorland), Abfahrt in Speyer Abends 7½ Uhr. Vereinsabzeichen ſind anzulegen. Näheres durch Circular. 11565 Der Vorſtand. eeeeeeeeee Philharmoniſcher Perein. Sonntag, den 8. Juli, Vormittags 11 Uhr, 11397 Tconcert der Vorschule im Aula-Saal. rrrrr Mannheim. 2 9 Uhr Versammlung im Vereinslokale Reſtaurant zum Weinberg. Der Vorſtand. Radfahrer⸗Perein Heute Freitag Abends 11678 Velocipediſten⸗Verein Mannheim. boss Freitag, 6. Juli 1888 Abends ½9 Uhr Verſammlung im Lokale Cafs Letſch. Wir bitten um pünktliches und vollzähliges Erſcheinen. aelocihed⸗Club Mannheim. Freitag, den 7, Juli g.., Abends 9 Uhr 8356 Um pünktliches und zahlreiches Er⸗ ſcheinen bittet Der Vorſtand. 77 bretter, verſch. kleinere Wirthſchaftsutenſilien, leere Flaſchen und Sonſtiges. Das Weißzeug iſt noch 11658 ſehr wenig gebraucht. Mannheim, den 4. Juli 1888. Die Konkurs⸗Jerwaltung. Ludwigshafen a. Rh. X. Verbands-Schiessen des bad. Landes-Schlltzenvereins, des mittel- rhein. und des pfälz. Schützenbundes. Donnerſtag, den 5. Juli, Nachmittags 4 Uhr, ch Volksbeluſtigungen auf dem Feſtplahe. Abends 8 Uhr: Producetionen des Turnvereins Ludwigshafen. Eintritt zun Feſtplatze 2O0 Pf. 11720 Das Fest-Comité. X. Verbandsschiessen in Ludwigshafen a. Rh. Ich exlaube mir, die geehrten Herren Schützen u. Schützen- freunde zum Besuch meines neu arbauten ersten Ranges) freundlichst einzuladen. Anerkannt reine MWeine. Prima Küche. a Bier grad wi'a Oel. E. Kitzmüller. Zum Anſetzen empfiehlt 11715 per Liter 25 bis 60 Pfennig E. A. Kohler Wwe, J 3, 16. Verftleberin e 55 Bürſten und Beſen aus Baſt, Johann Schreiber. Ailerfübungs⸗ Nerein Deutſcher Buchdrucker. (Bezirksverein Mannheim.) Sonntag, den 8. Juli 1888 Johannis-Feier in den Lokalitäten des„Baduer Hofes“. Nachmittags 3 Uhr: QGGoNGRRT ausgeführt von der Kapelle Petermann, unter gefl. Mitwirkung 0 Mitgliebern des en de der„Süänger⸗inheit“ Abends halb 9 Uhr: 11696 D BALIL. 222 Das Fest-Comité. Chemiſch reine transparente Mlycerin-Schmierseife per Pfund 20 Pf., bei Abnahme von 25 Pfund⸗iſtchen 16 Pf., Reine eryſtalliſirte Soda, per Pfd. 4 Pf, bei 10 Pfd. 3 Pf., bei Abn. v. 100 Pfb. M..60. Prima Fettlaugenmehl per Pfd. 18 Pf., bei 5 Pfd. 15 Pf., bei 10 Pfd. 12 Pf. Bleiehsocda große Packete, per Stück 12 Pf. Extraprima Reisstärke, feinſte Marken„Union“,„Hoffmann“ u. ſ. w. per Pfund 30 Pf., bei—6 Pfd. 25 Pf., bei mehr Pfd. 24 Pf. Prima Kernſeife, gelb und meiß, per Pfd. 21 und 28 Pf., in friſchem Zuſtande vorgewogen. Jümmtliche ſonſtige Waſch⸗ u. wie: Pottaſche, cale. Soda, Chlorkalk, Waſcheryſtall, er wurzel, Panamarinde, Teigſeiſe, Ultramarin, Schrubber, eisſtroh, Fiber u. Borſten 11661 empfiehlt in guten Qualitäten billigſt Maale Karaſei per Pfund 14 Pfg., bei 10 Pfund 13 Pfennig, bei Faß en gros Preis. 11719 Joſeph Pfeiffer. eerfea Zur Bewirthſchaftung des Mannheimer Saalbaues ſu⸗ chen wir einen tüchtigen cau⸗ tionsfähigen Wirth, der ſchon ähnliche größere Eta⸗ bliſſements mit Erfolg gelei⸗ tet hat. Die Uebernahme kann ſofort oder nach Vereinbarung auch ſpäter erfolgen. 102¹2 Bewerber wollen ihre, mit Zeugniſſen verſehenen An⸗ träge an den Unterzeichneten einſenden, durch deſſen Ver⸗ mittelung die Beſichtigung der Räume ſtattfinden kann und der auch zu jeder weiteren Auskunft gerne be⸗ reit iſt. Der Vorſtand des Mannheimer Saalbanes. Turn-Verein. Unſeren verehrl. Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Uebungsabende bis auf Weiteres wie folgt, feſtgeſetzt ſind: Montag: Kürturnen, Dienſtag: Mäunerturnen, Mittwoch: Riegenturnen, (der Turner und Jugendturner). Freitag: Riegenturnen, (der Turner und Jugendturner, Samſtag: Männerturnen, jeweils von—10 Uhr Abends in unſerer Turnhalle vor dem Heidelberger Thor. 9948 Der Vorſtand. Anmeldungen zum Beitritt in den Verein beliebe man ſchrift⸗ lich an den Vorſtand zu richten; auch werden ſolche an den Ueb⸗ ungßabenden in unſerer Halle (Heidelberger Thor) entgegen ge⸗ nommen. Singverein. Freitag Abend keine Probe. 11679 Der Vorſtand. Arbeiter⸗Forth.⸗exein R 3, 14. Sonntag, 8. Juli, Abends 8 UÜhr im Lokal Vortra 8 renner des Hrn. ÜUber Die Umwälzungen im Weltall mit erläuternder Darſtellung von Lichthildern. Zutritt nur für Mitglieder. Montag, 9. Juli, Abends 9 Uhr im Lokal Verſammlung der Hilfstaſſen⸗ mitglieder behufs Rechnangsable 5 Wir bitten um zahlreiche Be⸗ theiligung. 11707 Der Vorſtand. Mannergeſang⸗Verein. Heute Abend 16488 Probe. Die Bibliothek des Ge⸗ werbe⸗ und Induſtrie⸗ Vereins(im Thurmſaal des Kaufhauſes) iſt jeden Sountag Vormittag von 11 bis 12 Uhr ge⸗ öffnet und wird der Benü⸗ 3 10 unſerer verehrlichen Mitglieder beſtens empfohlen. 9128 Der Vorſtaud. Für Vereine! Trinkhörner in großer Auswahl empfiehlt zu billigſten Preiſen 11557 Rich. Adelmann, PI, 3. PI, 3. Avis Specfalität aller Sorten Waagen eigener Fabrikation. Beſte Reparaturwerkſtätte. Allei⸗ nige Garantie nur vom Anfertiger 8502 Waagengeſchäft. Alle fehlerhafte Handels⸗ u. Ma⸗ gazinwaagen werden unter lang⸗ ihri er Garantie gut reparirt. . Wüilſet Aegengecheft 6651 Geſchmiedete Bügelſtähle von 40 Pfeunig an. 10329 F 1, 9 Adolf Cafewitz. F1, 9. Klavierunterricht für An⸗ fänger wird billig ertheilt. Näheres in der Exped. 11008 Getragene Kleider kauft Frau Pauline Hebel, 4845 K 2, 16. Zum Bügeln wird ange⸗ nommen. 10844 R 2, 2, im 4. Stock. Mehger& Kaufleute. 8 C. Hüller, E 2, 6. 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