Ykl der Poſtliſte eingetragen unter Nr. 2249 2 GBadiſche Volkszeitung.) Abonnement: 50 Pfg. monatlich, 1 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 pro Quartal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 40 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfg. Mannheimer der Stadt Mannheim und Umgebung. (98. Jahrgang. Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint täglich, auch Sonntags; jeweils Vormittags 11 Uhr. N (Mannheimer Volksblatt.) Journal. Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Mannheim.“ Verantwortlich: Chef⸗Redakteur Julius Katz. Für den nſeratentheil: A. Lohner. Rotationsdruck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckerei, (Das„Mannheimer Journal“ iſt Eigenthum des kaf oliſchen Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Mannheim. Nr. 217.(Celephon⸗Ar. 218.) Notariell beglaubigte Auflage: 3500 Exemplare. ——— * Wahlbetrachtungen. Weitgehende Schlüſſe laſſen ſich aus der vorgeſtern in Berlin vollzogenen Reichstagswahl, bei welcher nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ihr Wahlrecht ausübte, nicht ziehen. Alle an dieſer Wahlentſcheidung betheiligten Parteien aber dürften ſich, wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ mit vollem Rechte betont, des Reſultates der⸗ ſelben zu ſchämen haben. Das gilt auch von den So⸗ cialdemokraten, welche Sieger geblieben ſind. Sie hatten angekündigt, durch die erlangte Stimmenzahl zeigen zu wollen, wie ihre Partei in ſtetigem Fortſchreiten begriffen wären, und ſie haben rund 4500 Stimmen gegen die vor Jahresfriſt von ihnen aufgebrachte Stimmenziffer eingebüßt. Damals ſtimmten 35,3 pCt. der Wahlbe⸗ rechtigten ſocialdemokratiſch, jetzt nur noch 27,7 p Ct. Da von keiner Seite beſtritten werden kann, daß die Social⸗ demokraten die denkbar größten Anſtrengungen gemacht haben, einen„glänzenden Sieg“ zu erringen, und da gewiß nur ſehr wenige für ſie mobil zu machende Wahlſtimmen nicht zur Abgabe gelangt ſind, ſo dürfte für die obſiegende Partei dieſes Reſultat gerade kein ſehr befriedigendes ſein. Wenig über ein Viertel der Wahlberechtigten haben dem Wahlkreiſe einen Vertreter geben können, weil über die Hälfte der Wähler darauf verzichtete, ihr Wahlrecht auszuüben! Das iſt die einzig bemerkenswerthe Er⸗ ſcheinung dieſes Wahlaktes. Wenn von 9 3,000 Wählern 52,000 ihr Wahlrecht nicht aus⸗ übten, ſo liegt darin ein glänzendes Zeugniß für die auch in jenem Wahlkreiſe obwaltende Zufriedenheit mit den öffentlichen Zu⸗ ſt änden, denn die Unzufriedenen ſind ſtets bereit, ihrer Stimmung durch den Wahlzettel Ausdruck zu geben. Es wird nicht daran zu zweifeln ſein, daß viele der Wähler, welche mit Vertrauen die Entwickelung der politiſchen Angelegenheiten betrachten, ſich der Stimmab⸗ gabe enthalten haben, weil ſie die Zerſplitterung der nichtſozialdemokratiſchen Elemente anekelte. Wenn aber das allgemeine Wahlrecht beſteht und wenn es gilt, eine umſtürzleriſche Richtung aus dem Beſitze eines Reichs⸗ mandates zu verdrängen, kann es dann mit der ſtaats⸗ bürgerlichen Pflicht in Einklang ſtehen, das Wahlrecht nicht auszuüben, und ſei es auch wegen der bitteren Empfindung, daß ein gemeinſames Vorgehen der Ordnungs⸗ elemente vereitelt werden kann? Gerade das jüngſte Wahlreſultat läßt erkennen, wie bei gemeinſamem Vorgehen Derjenigen, welche den Umſturz der beſtehenden Staats⸗ und Geſellſchaftsordnung nicht wollen, der ſozialdemokratiſche Kandidat hätte, und zwar ſogar leicht, geſchlagen werden können. Aber, gerade weil bei den obwaltenden Umſtänden geſtern 52,000 Wähler der Wahlurne fern blieben, wird der Vorſchlag eines gemeinſamen Vorgehens der Ordnungsparteien bei Aſſen Wahlen erneuert und durchgeführt werden müſſen. Die Taufe des jüngſten Hohenzollern. Ueber 100 Jahre ſind vdo ſo das„Berl. Fr.⸗Bl.“, ſeit Friedrich der Große ſeine Gemächer im Pots⸗ damer Stadtſchlo e zum letzten Male bewohnt hat, in denen am Freitag der Taufakt an dem jüngſten e en vollzogen wurde. Das Gemach, welches als Taufſaal diente, gehörte zu den inneren Gemächern des großen Kbnigs, Es iſt noch in demſelben Zuſtande erhalten, wie er es verlaſſen hat. Die Wände ſind mit blaßblauem Atlas und filbernen Treſſen bekleidet, der Plafond, in einer artroſa Nüance ge⸗ halten, mit ſilbernen Arabesken. Eine alluſtrade mit Ge⸗ nien in getriebenem Silber trennt dies Gemach von dem eigentlichen Bibliothekraum, der als Taufkapelle eingerichtet war. Der Altar war mit Purpucſammet bekleidet und mit einem goldgeſtickten Antepentium, überragt von einem pur⸗ purſammetnen Baldachin. An der Wandſeite befand ſich jenes herrliche Bild aus der Kapelle. des ehemaligen Kron⸗ prinzlichen Palais in Berlin, das in Schmerzen geneinte Haupt des Erlöſers darſtellend, ein Kleinod des Königlichen Hauſes und ein Symbol des Glaubens bei allen gottes⸗ dienſtlichen Feierlſchkeiten in der Köni lichen Familie. Auf den mit Purpurſammet bekleideten Tauftiſch vor dem Altare war das alte, bis zur Taufe des Kalſer Friedrich im B denburgiſchen 0 in Gebrauch geweſene ſilbervergoldete Taufgefäß aufgeſtellt, und daneben das aus ſchleſiſchem Golde geferkigte Becken mit Kanne, welches zum erſten Mal bei der Taufe des Kaiſers Friedrich in Schloß Friedrichskron in Gebrauch kam und dann fortdauernd bei allen ſpäteren Taufakten in Verwendung blieb: ebenſo wie die aus Silber⸗ ſtoff gefertigte Taufſchleppe des in welche mit gelbenen Buchſiaben die Namen aller der Prinzen und Seleſeuſtr und verbreitetſte Jritung in Maunheim und Amgebung. Prinzeſſinnen geſtickt ſind, die bei ihrer Taufe mit derſelben angethan waren. Vor dem Tauftiſche ſtand der mit Pupur⸗ ſammet bekleidete Schemel, auf dem während der heiligen Hand⸗ lung das Kind gehalten wird. Grüne Gewächſe und Blumen umgeben von allen Seiten die Altarſtätte und inmitten dieſes duftenden frühlingsgleichen Rahmens erſchien die erlauchte Mutter des Täuflings, J. Maj. die Kaiſerin Auguſta Vic⸗ koria. Se. Maj. der Kaiſer hatte ſeine Gemahlin bis zu der Taufſtelle geführt, wo die Hohe Frau ſich an der rechten Seite des Altars niederließ. Das blonde Haupt bedeckte ein Spitzenhäubchen, der einzige Schmuck auf dem Haare, der zugleich andeuten ſollte, daß ſich die Kaiſerin noch im uſtande einer Wöchnerin befinde. Dieſes Häubchen wird ekanntlich bei der heiligen Handlung von allen Taufmüttern des preußiſchen Königshauſes getragen. Da die Hoftrauer für die Zeit der Feier abgelegt war, ſo erſchien die Kaiſerin in einem Kleide von weißem Atlas, an den Aermeln und am Halſe geſchloſſen, verziert mit einem weißen in Seide geſtickten Gazevolant. In der Umgebung befanden ſich die Kaiſerinnen Auguſta und Friedrich, der junge⸗ Kronprinz und deſſen Brüder. Die Mitglieder der Königlichen Fami⸗ ſie ſowie die fürſtlichen Taufzeugen und Gäſte hatten ſich in der blauen Paradekammer verſammelt, die verſchiedenen Kategorien der Hof⸗Chargen, die Genergl⸗ und Flügeladju⸗ tanten, der Hausminiſter von Wedell⸗Piesdorf und der Geh. Kabinetsxath Dr. von Lucanus, ſowie das fürſtliche Gefolge im Bronze⸗Saal, alle anderen eingeladenen Per⸗ ſonen in den Zimmern Friedrichs des Großen. Unter letzteren befand ſich auch der Probſt Lilieneron vom Stift Johannes in Schleswig, welcher den Ehekontrakt der Kai⸗ ſerin gemacht hat. Von den genannten Zimmern aus nahm unter Vortritt des Hofmarſchalls von Liebenau und des Ober⸗Ceremonienmeiſters Grafen Eulenburg der Hof, die Fürſtlichen Gäſte und Geladenen ibren Ein⸗ tritt in das Taufzimmer Seine Majeſtät der Kaiſer führte die Königin von Sachſen; es folgten der König von Schweden mit der Großherzogin don Mecklenburg, der König von Sachſen mit der Erzherzogin Maria Thereſia von Oeſterreich; dieſen N ſich an der Großherzog von Mecklenburg⸗Schwerin, 5 5 Carl Ludwig von Oeſter⸗ reich, die Prinzen Heinrich, Albrecht, Friedrich Leopold und Alexander von Preußen mit den Prinzeſſinnen Viktoria, Sophie und Margarethe, Erbprinz und Erbprinzeſſin von Sachſen⸗Meiningen, Prinz und Prinzeſſin riedrich von Hohen⸗ zollern, Erbprinz und Exbprinzeſſin Reuß j. O, die Hohen⸗ zollernſchen und die anhaltiſchen Prinzen, die landfäſſigen Fürſten mit ihren Damen, die Oberſten, Ober⸗Hof⸗ und Vize⸗Ober Hof⸗Chargen mit ihren Gemahlinnen, die Generalität und die Skaatsminiſter mit ihren Damen u. ſ. w. Die Altarſtätte umſtanden der Ober⸗Hof⸗ und Dom⸗Prediger Dr. Kögel, ſowie die Potedamer Hofprediger. Als ſämmt⸗ liche Herrſchaften im Taufzimmer verſammelt waren, nahte der Zug mit dem Täufling aus dem Arbeitsgemach Friedrich des Großen, geführt vom Ober⸗Hof⸗ und Hausmarſchall v. Liebenau und gehcheder pom Ober⸗Hofmeiſter Freiherrn v. Mirbach. Das bloße roſige döpfchen es jungen Prinzen ruhte auf einem Kiſſen von Drap dargent. Das Taufkleid beſtand aus weißen Spitzen mit Schleppe. Ein purpurner, mit Hermelin verbrämter Mantel umpünte das Kind als äußeres Gralin ſeiner fürſtlichen Geburt. Die Ober⸗Hof. meiſterin Gräfin von Brockdorff trug den Täufling bis vor den Altar; die Hofdamen Gräfin von Keller und Fräulein von Gersdorff hielten die Schleppe. Zunächſt des Tauſſchemels ſtand der Erlauchte Taufvater in großer derd Generals⸗ uniform mit der Kette des Schwarzen Adler⸗Ordens. Nun⸗ mehr ertönten aus dem Innern der Taufkapelle die Klänge einer Hymne, gehur vom Domchor. Ober⸗Hofprediger Dr. Kögel betrat die Altarſtätte und die heilige Handlung begann. An den Tauftiſch um den Täufling waren die Pathen herangetreten. die theils anweſend, theils vertreten waren. Zu Palben waren geladen: Prinz Heinrich, Prin⸗ zeſſin Sophie, Prinz Friedrich Leopold und Prinz Alexander don Preußen, der Fürſt und die Fürſtin von Hohenzollern, die Kaiſerin von Oeſterreich, die Königin von Italien, der König von Schweden, die Königin von Sachſen, die Prinzeſ⸗ ſin von Wales, der Großfürſt und die Großfürſtin Wladimir von Rußland, der Erzherzog Carl Ludwig von Oeſterreich, die Großherzogin von Sachſen⸗Weimar, der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg Schwerin. Bei dem Be⸗ ginn der Taufhandlung überreichte die Ober⸗Hofmeiſterin Gräfin von Brockdorff der Königin von Sachſen den Täufling, welchen im Moment der Taufe der König von Schweden übernahm. Nachdem die Pathen die an ſie gerichteten Fragen beantwortet hatten, wurde der Täufling mit dem Tauſwaſſer benetzt und auf die Namen: Oskar, Karl, Guſtav, Adolf getauft. Nach Schluß der heiligen Handlung, wäh⸗ rend welcher vom Brauhauſe her Nanonenſchüſſe erdröhnten, übergab der König von Schweden den getauften Prinzen der Ober Hofmeiſterin, welche ihn der Kaiſerlichen Mutter überreichte. Ein Weihegeſang bildete den Schluß der Feierlichkeit. Dann ſegnete der Geiſtliche die hohe Wöch⸗ nerin und das Kind feierlſch ein. Alsdann nahten ſämmtliche amilienmitglieder und Pathen, um die erlauchte Mutter zu eglückwünſchen, welche darauf im Theezimmer Friedrich's des Großen eine Defilircour abhielt. Die erſten, ſeiner hohen Geburt gebührenden Ehren wurden dem Täufling nach dem Taufakte erwieſen. Das kräftige, wohlausſehende Kind lag in einer kunſtvoll geſchweiften Paradewiege, die im Thee⸗ immer aufgeſtellt war. Dieſe zeigte in naturfarbigem Holz die Alliancewappen der kaiſerlichen Urgroßeltern und Groß⸗ eltern; über dem Haupte des Kindes Fer das Wappen⸗ zeichen ſeines Hauſes, unter einem weißen, ͤ Seide gefütterten Spitzenſchleier kam das zarte in. Hermelin umbrämte Pur⸗ purmantel bedeckte das Vordertheil der Wiege. Daneben ſaß die Mutter, an deren Seite der Kaiſer ſtand, herum die Mit⸗ glieder der milie. Aus dem Taufzimmer kam dann der Zug der Taufzeugen und Gäſte, um ihre Glück⸗ Montag, 3. Septbr. 1888. wünſche darzubringen. Nach der Cour fand im Marmorſaal des königlichen Schloſſes Galatafel ſtatt. Die Marineübungen in Riel. Ueber die bereits angezeigten Zeſtungsübungen e Kiel wird uns von dort unter dem 29. d. geſchriehen: Das Meet war ſtürmiſch bewegt. Es fehlte in Folge deſſen leider nicht an ernſtlichen Unfällen. Eine Barkaſſe mit zahlreichen In⸗ ſaſſen kenterte bei Laboe, die Leute kamen mit dem kalten Bade davon, verloren aber zum großen Theil ihre Gewehre. Drei Boote, nur Pinaſſen des„Stein“ hatten Havarie, ſo daß das Flaggſchiff alle Notb hatte, für Erſatz zu ſorgen. Den großen Kriegsſchiffen freilich konnte Wind und We wenig anthun. In maleſtätiſcher Ruhe lagen bei Friedrichs⸗ ort die vier Kreuzerfregatten des Schulgeſchwaders, denen ſpäter ein Antheil an der Vertheivigung unter, dem Befehl des Kontreadmiral von Knorr zufällt. Beim Paſſiren von Friedrichsort ſah man in der Morgenſtunde den Höchſtkom⸗ mandirenten Vizeadmiral von Blane mit einem glänzenden Gefolge non Offizieren, die nothwendigen Weiſungen zu er⸗ theilen beſchäftigt. An der Meerenge gei Friedrichsort war Nene wie eine feſte Batterie das Wachtſchiff„Württem⸗ erg“ gelagert, das mit den Schlünden ſeiner Rieſenmörſer den Zugang zum inneren Hafen verſperrte. Im Laboer Hafen hatte eine Flotille von etwa 12 Barkaſſen einen Unter⸗ ſchlupf gefunden, deren gelbe Fähnchen gar munter im Winde wehen. Sie werden bei der Nachtzeit der Mienenſperre zu bewähetem Schutze dienen. Beim Strandpavillon war eine doppelte Schwimm⸗ und Minenſperre gelegt, deren Hols⸗ material bei dem niedrigen Waſſerſtande ſichtbar wurde. Zur Vertheidigung waren hinter einem deckenden Gebäude kleinere Geſchütze aufgefahren, die in einem beſonders errichteten Holzſchuppen gleich dem Sprengſtoff aufbewahrt wurden. Ueberhaupt hatte das friedliche Laboe ſich in einen Kriegslagerplatz verwandelt und war ganz dem Gotte Mars unterthan. Züge von Marinemannſchaften rückten an, glänzende Uniformen wurden ſichtbar. Von der Höhe bei der Hafeneinfahrt ſchaute man aus beſonderer Beobach⸗ tungsſtation in die offene See und unterhielt eine dauernde Verbindung mit den Hauptvertheidigungspunkten der Föhrde. Etwa um 9½ Uhr Morgens wurde das Panzergeſchwader bei Bülk ſichtbar. In Schlachtlinie rückten„Baden“, „Bayern“,„Kaiſer“ und„Friedrich der Große“ heran, be⸗ grüßt von einigen Salven der Geſchütze vom Fort Falken⸗ ſtein und Stoſch. Die beiden Ausfallforvetten wandten ſich dem weſtlichen, die beiden anderen Panzer dem öſtlichen Ufer zu, das ſie von Zeit zu Zeit beſchoſſen. Es entſpann ſich in langen Zwiſchenräumen ein etwa zweiſtündiger Kampf, bei welchem außer dem unter Kontreadmiral Knorr angreifenden Geſchwader die genannten Forts und das Wachtſchiff„Württemberg“ betheiligt waren.„FKaiſer“ jetzte mehrere Boote zu Rekognoszirungen aus, offenbar hatte man die Sperre entdeckt, aber man traute ſich nicht heran. Aviſo„Ziethen“ und Minenleger„Rhein“ bildeten die Nach⸗ hut. Ein Torpedoboot, das den unparteiiſchen Kapitän Hollen an Bord hatte, ging den Angreifern voran. Um die i e ben wurde der Kampf aufgegeben, der ernſtlich wohl erſt heute Abend wieder aufgenommen wird. In der Nacht wurde, wie weiter berichtet wird, das Manöver fortgeſetzt. Der die Angriffskolonne befehligende Kontread⸗ miral Knorr unternahm gegen 2 Uhr einen Landungsverſuch in der Strander Bucht, welcher mit großer Genauigkeit und Schnelligkeit ausgeführt wurde. Die wachſame Vertheidig⸗ ung verhinderte aber das weitere Vordringen. Des Weiteren wird vom 30. Auguſt gemeldet: Am Morgen kurz nach 10 Uhr war das Panzerge⸗ ſchwader vor Bülk angelangt. Es fuhr in der auch geſtern beliebten Schlachtlinie, an der Oſtſeite„Friedrich der Große“ und„Kaiſer?, an der Weſtſeite„Flaggſchiff„Baden“ und „Bayern“. Sogleich wurde eine kräftige Kanonade von allen vier Schiffen gleichzeitig eröffnet, denen wieder als Nachgut der Aviſo„Ziethen“ diente und der Unparteiiſche auf be⸗ hendem Torpedoboote vorauseilte. Fort Falkenſtein nahm zuerſt den Kampf auf; ſeine Schüſſe wurden aber bald immer ſpärlicher und ſchließlich mußte es jegliche⸗ Vertheidung auf, geben. Nicht beſſer ac es dem gleichfalls armirten Fort Stoſch und dem achtſchiff„Württemberg“, das in der Friedrichsorter Enge von Oſt nach Weſt dampfte, um die günſtigſten Angriffspunkte zu erſpähen. Man erkannte, daß nach der Manbverordnung die Sperre bei Laboe als vom Feinde geſprengt, erachtet wurde, und dieſer muthig bis über die erſten Befeſtigungswerke vordringen würde⸗ Niemals hat unſer Kriegshafen ein großaxtigeres und aufregenderes Schauſpiel geſehen, da um die Hälfte der zwölften Stunde der Feind den freundlichen Badeort Laboe erreicht hatte. Jetzt begann ein Dröhnen und Knattern als ob die Höhen auseinandergeſprengt werden ſollten, unheimlich 975 es von den Hügeln wider. Zu Füßen des Forts Falkenſtein wurden Strandbatterien aufgepflanzt, es blitzte aus den kleinen Ge⸗ ſchützen, während aus den Maſtkörben der Panzer die Revol⸗ vergeſchoſſe herniederſauſten. Auf beiden Küſten wimmelte es plötzlich von Menſchen, Hornfignale ertönten, Seeſoldaten und Matroſenarkilleriſten rügten heran. Der Schall aus den Rieſenmörſern miſchte ſich mit dem Krach aus den Hotchkißtanonen und dem eigenthümlichen Knattern der Ge⸗ wehrſalven aus den neuen Magazingewehren. Man wollte diesmal offenbar alle üßzerſeeiſchen Vertheidigungs mittel her⸗ anziehen und in erſter Linie die Mannſchaft für die Küſten⸗ vertheidigung zu Waſſer und zu Lande erproben, So war auf beiden Ufern förmlich die Kriegsfurie 1 und es gab einen halbſtündigen Kampf bis auf s Me ſex, namentlich als gegen 12 Uhr das Schulgeſchwader die Vertheidigung des Hafens aufnahm. Die vier Kreuzerfregatzen,„Stein“, „Moltke“,„Gneiſenau“, und„Prinz Adalbert“ waren vor Friedrichzort dermaßen gelagert, daß ſie die. Waſſerfläche zwiſchen den Forts mit ihren Geſchützen beſtreichen konnten. Kurz nachdem die Sternwarte die Mittagszeit angezeigt hatte, 2. Seite. General-Anzeiger. 32 September. gab der Oberbefehlshaber von ſeinem Torpedoboot aus das Zeichen zum Einſtellen des Kampfes. Das Wachtſchiff „Württemberg“ dampfte ſogleich dem inneren Hafen zu, wäh⸗ rend die Panzer ihre Stellung unfern Laboe behaupteten. Die kriegeriſchen Uebungen, welche alle Mannſchaften zu ſchwierigſtem Dienſt herangezogen, ſind für dieſen Monat beendet. Im September bildet die Nordſee den Schauplatz gleich umfaſſender Manöver unter Hinzuziehung der gefähr⸗ lichen Torpedowaffe. Aus Stadt und Land. *Maunnheim, 2. September 1888. *Studium auf den techniſchen Hochſchulen. Zwi⸗ ſchen der Großh. Regierung einerſeits und der Königl. Preuß., Königl Bayr, Königl. Sächſ, Königl. Württem, Großh. Heſſ. und Großh. Braunſchw. Regierung andrerſeits iſt lt. Karlsr..“ feſtgeſtellt bezw vereinbart worden, daß das Studium auf den techniſchen Hochſchulen in den beiderſeitigen Staaten für die Zulaſſung zu den Staatsprüfungen im Bau⸗ fach(Hochbau⸗, Bauingenieur⸗ und Maſchineningenieurfach) als einander gleichſtehend anerkannt wird. Demnach kann das gedachte Studium dermalen auf den techniſchen Hoch⸗ ſchulen in Berlin, Hannover und Aachen, München, Dresden, Stuttgart, Darmſtadt und Braunſchweig mit gleicher Wirk⸗ ung für die dieſſeitigen bezüglichen Staatsprüfungen wie auf der techniſchen Hochſchule in Karlsruhe und ebenſo auf der letzteren mit gleicher entſprechenden Wirkung in den betreffen⸗ den andern Staaten wie auf der techniſchen Hochſchulen zu⸗ rückgelegt werden. ..B Schnellzüge auf der Heſſiſchen Ludwigs⸗ bahn. Mit Eröffnung des Hauptperſonenbahnhofs in a. M. hat die Heſſiſche Ludwigsbahn zwei weitere chnellzüge eingelegt, die für Mannheim von ganz beſon⸗ derem Intereſſe ſein dürften; ſo vermittelt nunmehr der hier um 7 U. 5 M. Früh abgehende neu eingelegte Schnell⸗ zug der genannten Bahn den directeſten Verkehr mit Berlin, indem er Frankfurt um 8 U. 36 M. erreicht und ſomit Anſchluß an den um 8 U. 45 M. über Bebra nach Berlin fahrenden Schnellzug bat, welcher um 8 U. 55 M. daſelbſt eintrifft. Für eine directe Verbindung von Sachſen ſorgt der ebenfalls neu eingelegte um 4 U. 15 M. Nachm Frankfurt verlaſſende und um 6 U. 4 M. hier ein⸗ treffende dee Derſelbe hat Anſchluß an den um 7 U. 25 M. Früh von Leipzig abgehenden Courierzug, welcher Frankfurt um 4 U Nachm erreicht. Die bisherigen Schnell⸗ züge auf der in Rede ſtehenden Strecke courſiren außerdem nach wie vor zwiſchen hier und Frankfurt(bezw. Berlin) und zurück. Auch hier finden ſich in verſchiedenen Alerlei. Gärten ſchon reife Frühtrauben ſowohl am Spalier als auch an freiſtehenden Stöcken vor, wie wir uns perſönlich zu über⸗ zeugen Gelegenheit hatten. Ueber die Verwendung der au der nordweſtlichen Ringſtraße verſteigerten und theilreiſe ſchon gefällten Ahornbäume erfuhren wir, daß dieſelben ſo⸗ fort geſchnitten, ausgedämpft und namentlich zur Herſtellung von Treppengeländern u. ſ. w. verwendet werden. Der Erlös aus dieſen 37 Bäumen, welche vor 53 Jahren gepflanzt wurden, war theilweiſe ein ſehr geringer, ſo koſteten 3 der⸗ ſelben zuſammen nur 6 Mark. Mit der Entfernung des ſo⸗ genannten Koſakenſtalles ſcheint es noch gute Wege zu haben, da der Militärfiskus ſoeben erſt längs desſelben an der Bahnhofſtraße Cement⸗Trottoirs anlegen ließ, ein Vorgehen, welches zu zahlreicher Nachahmung nur beſtens empfohlen werden kann. Die Lauerſtraße iſt ſeit Kurzem vollſtändig hergeſtellt und macht einen ſehr guten Eindruck, wie über⸗ haupt der in den Lauergärten und ihrer Umgebung erbaute Stadttheil mit ſeinen herrlichen Gärten einer der ſchönſten unſerer ganzen Stadt iſt. Erſt jetzt, nachdem das Monument auf dem Marktplatze in einen Brunnen mit vier mächtigen Waſſerſtrahlen umgewandelt iſt, zeigt es ſich in ſeiner ganzen Schönheit; nur iſt zu bedauern, daß das zu hohe Eiſengitter den Eindruck des Brunnens und die Schönheit des Monu⸗ mentes ſelbſt nicht ganz zur Geltung kommen läßt. Nepertoire des Gr. Bad. Hof⸗ und National⸗ Theaters in Mannheim vom 2. bis 11. September 1888. Sonntag, 2. ds.(Abonn, ſusp. Vorr. 4) Zweites Geſammt⸗ gaſtſpiel des Carl Schultze⸗Theaters aus Hamburg:„Der Zigeunerbaron.“ Montag, 3. ds.(Ab. ſusp. Vorr. B) Drittes eſammtgaſtſpiel. Zum erſten Male:„Der Viceadmiral.“ Dienſtag. 4. ds.(Ab. ſusp. Vorr. 4) Viertes Geſammtgaſt⸗ piel: VDon Ceſar.“ Mittwoch, 5. ds.(Ab. ſusp. Vorr. B) Fünftes Geſammtgaſtſpiel:„Der Hofnarr.“ Freitag, 7, ds. Neu einſtudirt:„Das Stiftungsfeſt.“(Hartwig: Herr Homann vom Lobetheater in Breslau a..) Sonntag, 9. ds.() Zur Feier von Großherzogs Geburts⸗ tag: Jubelouverture.„Murxillo!“ Montag, 10. ds.(B) „Damenkrieg“ und Engliſch.“(Grignon und Ippelberger: Herr Homanna..) Beſitzwechſel. Durch Vermittlung des Herrn Rechts⸗ gonſulenten Stützel hier, ging heute durch Kauf das Haus 9, 4 von Herrn Balzar an Herrn Eugen Lutz, Kauf⸗ mann, über. Berein gegen Haus⸗ und Straßeubettel. Im Monat Auguſt erhielten Unterſtützung durch Gewährung von Mittageſſen 146 Perſonen, Abendeſſen, Obdach und Teuilleton. Zur Grinnerung an den Tag von SBedan. Wenn auch nicht eine Glocke mehr erklänge, Und wenn verſtummten Lieder und Geſänge, Der Tag von Sedan war— das iſt genug. Doch uns zur Freude, andern nicht zum Leide, Begrüßen wir auch heut' im Feierkleide Die Stunde, die der Auferſtehung ſchlug. Geſühnt iſt bittre Schmach, der Geiſt der Ahnen, Er darf uns nicht an alte Zeiten mahnen: Germania trägt wieder Schwert und Schild. Was je die Franken ſchnöd an uns verbrochen, Der einz'ge große Tag hat es gerochen Auf Frankreichs weitem blutigem Gefild. Was uns gefehlet, haben wir nun wieder: Ein kräftig Haupt und lebensfriſche Glieder: In neuer Jugend ſteht das alte Reich; Und bleibt uns noch zu wünſchen und zu hoffen, Die ſchönre Zukunft ſtehet uns ja offen, Es fällt die Eiche nicht auf einen Streich. Das Volk in Waffen, das den Sreit entſchieden, Es feiert auch den heut'gen Tag in Frieden, Und Friede bleibt, da Deutſchland Friede will. Das iſt die Frucht, dem edeln Blut entſproſſen, Das dort ſo heiß und reich für uns gefloſſen— D, ehrt die Helden, ehrt ſie laut— und ſtill! Frühſtück 1631 Perſonen, zuſammen 1777 Perſonen, mit⸗ hin 13 Perſonen mehr als im vorigen Monate, in wel⸗ chem ſich die Zahl auf 1764 Perſonen belief. Anmeldungen in den Verein werden täglich im Vereinslokal Vormittags zwiſchen 11 und ½ Uhr, ſowie bei dem Erheber der Vereinsbeiträge entgegen genommen. Wünſche über Zuweifung von Arbeitskräften werden ſtets berück⸗ ſichtigt. Im Intereſſe der gedeihlichen Vereinsthätigkeit muß dringend gewünſcht werden, daß Bettler von den Vereins⸗Mitgliedern unnachſichtlich abgewieſen werden. * An der Brechruhr ſtarben vor einigen Tagen dem Winzer K. Metzger von Niederkirchen zwei Kinder von 11 und 9 Jahren infolge des Genuſſes unreifen Obſtes. Es dürfte dies eine Mahnung für Eltern ſein, ihren Kindern den Genuß des halbreifen Obſtes, wie es auf dem hieſigen Markte faſt durchgehends feilgeboten wird, nicht zu geſtatten, und beim Ankauf des Obſtes unter vorſichtiger Auswahl zu verfahren. Aus dem Großherzogthum. h Weinheim, 29. Aug. Zu den Sehenswürdigkeiten unſeres lieblich an der Bergſtraße und den Abhängen des Odenwaldes gelegenen Städtchens gehört die Freiherrlich von Ulner'ſche Stiftungskapelle. Urſprünglich zur Aufnahme von Pilgern in der Zeit der Kreuzzüge gegründet, dient die reiche Stiftung jetzt zur Linderung von Noth und Armuth. Eine beſondere Fürſorge wird der Unterhaltung der ſchon oben erwähnten Kapelle gewidmet, welche erſt vor wenigen Jahren mit einem bedeutenden Koſtenaufwande würdig aus⸗ geſtattet worden iſt. Gleichwie die Rechtsverhältniſſe der bis in das graue Alterthum zurückreichenden Stiftung be⸗ ſonders ſeltſam geſtaltet find, ſo gehört auch der Zugang zu der ſchönen Kapelle zu jenen Merkwürdigkeiten, für die eine Erklärung nur in der Länge der Zeit, die ſeit der Erbauung verfloſſen iſt, geſucht und gefunden werden kann. Der Haupt⸗ eingang zur Kapelle, welche unten an der ſ. g. Grundelbach gelegen iſt, findet von unſerem maleriſch gelegenen alterthüm⸗ lichen Marktplatze aus und zwar mitten durch fremdes Eigen⸗ thum, nämlich durch das Münch'ſche Haus ſtatt. Vor einigen Monaten iſt der Eigenthümer dieſes Hauſes geſtorben und in unſerer Bürgerſchaft die Frage aufgeworfen worden, ob ſich nicht durch Ankauf des Münch'ſchen Hauſes Seitens des Ulner'ſchen Stiftungsfonds eine Arrondirung des Grund⸗ eigenthums der Stiftung und damit eine würdigere Ausge⸗ ſtaltung des Zugangs zur Kapelle ermöglichen laſſe. Wie wir hören, ſind Unterhandlungen zwiſchen dem nunmehrigen Eigenthümer des Münch'ſchen Hauſes und dem Großh. Ver⸗ waltungshofe in Karlsruhe hierüber eingeleitet worden, von denen wir wünſchen, daß ſte zu einem der Sache günſtigen Ausgange führen möchten. Wenn auch die Lage des Münch'⸗ ſchen Hauſes am Marktplatze, im Centrum der Stadt eine überaus günſtige genannt werden muß, ſo erhebt der jetzige Eigenthümer doch keine exorbitanten Anſprüche, ſondern iſt erbötig, der Stiftung in thunlichſter Weiſe entgegenzukom⸗ men. Die Erwerbung des Hauſes, durch welches der Zu⸗ gang zur Kapelle ſtattfindet, iſt um ſo gerechtfertigter, als es der Würde eines Gotteshauſes wenig entſprechen kann, wenn unmittelbar neben und über dem Hauptportale des⸗ ſelben enwa ein Metzgergeſchäft betrieben wird, wie das ge⸗ rade zur Zeit der Fall iſt. Da alſo die Anſprüche des Ver⸗ käufers keine unbilligen und baare Mittel des Fonds hin⸗ reichend vorhanden ſind, erhofft unſere Gemeinde zugleich von dem Ankaufe der Stiftung eine Verſchönerung ihres Hauptplatzes, welche durch eine Freilegung und den monu⸗ mentalen Ausbau des Kirchenportals leicht Herbesguführen iſt. Weinheim, 31. Aug. Hierſelbſt ſollen unter dem Verdachte des Verſuchs der Brandſtiftung zwei Perſonen verhaftet worden ſein. * Weinheim, 31. Auguſt. Es geht uns folgendes Schreiben zu„Ihr h⸗Berichterſtatter erlaubt ſich in Nr. 214 des General⸗Anzeigers unter„Weinheim“ den Satz:„dieſe Werkſtätte ſammt ihrem Inhalt brannte ſehr raſch nieder, da totaler Waſſermangel herrſchte, und unſere tüchtige Feuerwehr unter Kommando des Herrn Fabrikanten Vogler mußte ſich darauf beſchränken, die umliegenden und anſtoßen⸗ den Gebäulichkeiten vor dem verheerenden Elemente zu ſchützen.“ Dem gegenüber habe ich feſtzuſtellen, daß ein Reſervoir mit 9 Ebm. Waſſer und eines mit 2 Cbm. in nächſter Nähe der Brandſtelle waren, daß 2 Dampfpumpen und eine Handpumpe gingen, welche zuſammen in der Stunde bequem 8100 Liter Waſſer werfen, daß ferner in kürzeſter Zeit 2 Fuhren Waſſer da waren, denen ſehr bald andere folgten, und daß, als die Feuerwehr abzog, das größere Reſervoir, welches von der einen geſpeiſt wird, noch nicht leer war. Die eine Dampfpumpe verſagte allerdings für einige Zeit infolge von Verſtopfung durch Flugſand, war aber bald wieder arbeitsfähig. Daß ſich unſere tüchtige Feuerwehr unter der taktvollen und energiſchen Leitung des Herrn Vogler auf den Schutz der umliegenden Gebäude beſchränken mußte, iſt richtig, allein aus dem Grunde, weil ſie nichts mehr hätte retten können und wenn der Rhein vorbeigefloſſen wäre, da bei ihrer Ankunft, die allerdings raſch erfolgte, ſchon das ganze Gebäude ſammt W. Pia vollſtändig in Flammen ſtand. Achtungsvoll atz.“ Bruchſal, 31. Auguſt. Aus Heidelsheim wird ſchon wieder von einem gemeinen Akt der Bosheit oder Rache berichtet; dem Küfer Jäger dort wurde in geſtriger Nacht Den Feinden Deutſchlands außen und von innen, Die ihm nur Böſes und nur Unheil ſinnen, Mag dieſer Tag ein Tag der Trauer ſein; Uns aber, uns und unſern Kindeskindern Wird nichts von ſeinem hohen Glanze mindern. Ein Hoch dem Tag beim Wein von unſerm Rhein! Mannheim. A. Banſpach. Sedan 1888. Tag von Sedan, ſo groß in der Geſchichte Des deutſchen Volks, ſonſt hab' ich dich begrüßt In Wort und Schrift mit jubelndem Gedichte, Wiess deutſchem Buſen ſtolzbewußt entfließt. Doch heute will die Harfe mir nicht klingen, Begeiſtrung finden will das Herz mir nicht; Wie könnte ich auch heute jubelnd ſingen, Da es vor Schmerz und ſtiller Wehmuth bricht! Noch hat es Kaiſer Wilhelm nicht vergeſſen, Der zielbewußt den deutſchen Bau gefügt Und Alles wohl erwogen und ermeſſen, Bis, Deutſchland einigend, ſein Schwert geſiegt. Ja, niemals, niemals wird vergeſſen werden, Was Kaiſer Wilhelm für ſein Volk gethan; Dank ihm, Dank ſeinen tapferen Kampfgefährten Für ihren Sieg am Tage von Sedan. Und wenn wir ſeine Siegsgefährten nennen, Erſtrahlt ein Name uns im hehrſten Wer ſollte„unſern Fritz“, den Held, nicht kennen, Dem wir gewunden oft den Siegeskranz? Tag vor Sedan! Das herrlichſte der Blätter Des Ruhmes haſt dem Helden du gereicht, Jum, der dem Feind, verheerend wie ein Wetter, Seit Weißenburg ſtets deutſche Art gezeigt. Sie ſind dahin! Drum will uns heut nicht leuchten Der Freude Stern, nicht klingen Jubelton. ein Tabaksacker, der reiche Ernte verſprach, in abſchenlicher Weiſe verwüſtet. Es wäre ſehr zu wünſchen, daß die Thäter feſtgeſtellt würden und ihre verdiente Strafe erhielten.— Ein Beförderungsmittel ganz neuer Conſtruction, ein zwei⸗ rädriges Dampfvehikel, ließ ſich geſtern, mit zwei 15jährigen Knaben beſetzt, in hieſiger Stadt ſehen. Die Conſtruetion desſelben erſchien aber noch ſehr verbeſſerungsbedürftig, denn Geſicht und Kleider der Beiden waren über und über von Rauch geſchwärzt.— Während wir in früheren Jahren ſtets reichlich mit Einquartiernng bedacht waren, bleiben wir beim diesjährigen Manöver, wie es ſcheint, hiervon faſt ont. Nur vorgeſtern und geſtern war die Raſtatter Eskadron unſeres Dragonerregiments hier einquartiert, welche mit Rück⸗ ſicht auf den Geſundheitszuſtand der Pferde das Regiments⸗ 17 85 nicht mitmachte und jetzt nachträglich ins Manöver abrückt. 88 Pforzheim, 31. Auguſt. Die vorgeſtern hierſelbſt ſtattgefundene Synode der hieſigen Dibzeſe war zahlreich beſucht und nahm dieſelbe einen befriedigenden Verlauf. Die Verhandlungsgegenſtände waren mehr interner Natur. Schwere Klage wurde geführt über die groben Ausſchrei⸗ tungen der Jugend, welche in letzter Zeit in dem Orte D. vorgekommen ſind. Einer der Theilnehmer hielt einen äußerſt intereſſanten Vortrag über die Geſchichte der Kirchen der Diözöſe Pforzheim, die in der letzteren vorhandenen Kirchen⸗ denkmäler u. ſ. w. Ferner wurde der Diözeſan⸗Ausſchuß be⸗ auftragt, dem Plane, die bisherige Filialgemeinde Hüchen⸗ bronn zu einer eigenen Pfarrgemeinde zu erheben, näher zu fuche und denſelben der Wirklichkeit entgegen zu führen zu uchen. Achern, 30. Aug. Der Erntebericht für den Amts⸗ bezirk Achern lautet: Waizen⸗(Körner) ziemlich gut, Spelz ziemlich gut, Roggen ziemlich gut, Gerſte Durchſchnitt, Hafer ziemlich gut, Miſchfrucht ziemlich gut. Reps gut. Die Ge⸗ treideernte iſt im Ganzen ziemlich gut. Die Strohernte iſt im Ganzen wenig unter Durchſchnitt. Wieſen⸗Heu nach Menge: Durchſchnitt, nach Güte: ziemlich ſchlecht. Stockach, 31. Auguſt. In unſerem Orte ſind in die⸗ ſem Jahre die Ausſtellungen beſonders zahlreich. Nachdem erſt kürzlich hierſelbſt eine Bienenausſtellung ſtattgefunden, lant man jetzt ſchon wieder eine andere derartige Veran⸗ taltung, nämlich eine e und zwar iſt die⸗ ſelbe ſchon für die allernächſte Zeit in Ausſicht genommen. Man hofft, daß auch dieſe Ausſtellung aus dem ganzen badi⸗ ſchen Oberlande, beſonders aus der Baar, gut beſchickt werden wird. Dieſelbe kann der Hebung der Landwirthſchaft ohne Zweifel nur äußerſt förderlich ſein. . Heſtringen, 30. Aug. Am geſtrigen Tage hat Herr Biſchof Paulus Haffner von Mainz an ca. 1000 hieſige Einwohner das Sakrament der hl. Firmung geſpendet. Die große Zahl der Firmlinge erklärt ſich aus dem Umſtand, daß ſeit über 40 Jahren kein Biſchof mehr in unſerem Orte war. Das ganze Dorf hatte aus Anlaß dieſes freu⸗ digen Ereigniſſes das Feſtkleid angelegt. Am Eingang in den Ort war eine prächtige Ehrenpforte errichtet worden. Hier wurde der Herr Biſchof von dem Ortsgeiſtlichen, Herrn Pfarrer Strang, dem Bürgermeiſter und dem Ge⸗ meinderath, begrüßt. Ferner hatten an dieſer Stelle faſt ſämmtliche hier beſtehenden Vereine, ſowie die Schulkinder mit ihren Lehrern Aufſtellung genommen. Von hier aus ging der Zug unter Vorantritt einer Muſikkapelle in die Kirche, woſelbſt der feierliche Aet der Firmung vor ſich ging. Am Abend fand ein Fackelzug ſtatt, welchem ſich Feſi⸗ bankette in verſchiedenen Gaſthäuſern anſchloſſen. Freiburg, 31. Auguſt. Vor einigen Tagen hatte ſich vor der hieſigen Strafkammer ein 1r ein 2al Bürſchchen, nämlich der Schulknabe Karl Zimmer von Wallburg, wegen Verüßung groben Unfugs in der Kirche und Sachbeſchädig⸗ ung zu verantworten. Der Knabe kam an einem Nachmittage im Juni d. J. auf dem Rückwege von Ettenheim, woßin ihn ſein Vater zur Erledigung eines Auftrages geſchickt, nach Münchweier. Dort beſuchte er zwei Tanten, die ihn beide mit Wein regalierten. Dieſe Getränke ſcheinen den kleinen Reichsbürger etwas zu ſehr erheitert zu haben, denn er ging nun in die Kirche und verübte da allerlei Unthaten, zog die ewige Lampe herab, verſtellte eine Kanontafel an einem Altar und entfernte ein Tragband von einer Fahne. Schlimmer noch hauſte er auf der Orgelbühne. Erſt überkletterte er das die Orgeltreppe abſchließende Gitter, zündete einige auf dem Notenkaſten liegende Wachskerzen an, ſchloß den Orgelſpiel⸗ tiſch ab und verſteckte den Schlüſſel, dann ſtieg er in den Orgelkaſten, nahm einige kleine Pfeifen ganz heraus und ver⸗ drehte einige größere. Der Gerichlsßof kam indeß zu der Anſicht, daß der Knabe dabei nicht das Bewußtſein gehabt habe, eine gerichtlich ſtrafbare Handlung zu begehen und er⸗ ließ danach eln freiſprechendes Urtheil, Pfälziſche Nachrichten. Speyer, 31. Auguſt. Das Wohnhaus mit Metzgerei⸗ Einrichtung des Herrn Privatier M. Weiß, gelegen in der Hundgaſſe, ging nach der„Pf..“ um 34,000 Mt. baar an Herrn Metzger Euſtachius Weber aus Insbach, Amt Achern Gaden) über. *Kaiſerslautern, 31. Auguſt. Daß auch in unſerer Stadt das Sedanfeſt ſeitens der Militärvereine begangen wird, iſt nichts Auffälliges, aber bezeichnend dürfte es ſein, daß wir hier 5 verſchtiedene Militärvereine haben.— Die auf vor⸗ Doct deutſchem Blicke ſich, dem thränenſeuchten, er große Kaiſer und ſein großer Sohn, Daß ohne ſie dal if ſ wir heut' begehen 5 i 5 iſt er 155 1000 Grund, 1 en Wehmu merz der Deutſchen zu verſte Der feloſt verſtummen macht des Süngers Mund⸗ Und doch iſt's ſeine Pflicht, voll einzugreifen In ſeines Spieles Saiten, trotz dem Weh, Iſt's ſeine Pflicht, die Wolken wegzuſtreifen, Damit ſein Volk der Zukunft Sonne ſeh'; Daß es die große, heil'ge Pflicht erkenne, m von der Gegenwart jetzt auferlegt: aß, wenn der Tod auch Liebesbande trenne, Es ſteh' zu Reich und Kaiſer unentwegt. Ein Erbe ward den Deutſchen hinterlaſſen, Es zu bewahren ſei ihr höchſter Ruhm; Ein Kleinod iſt's, das Treue ſtets ſoll faſſen Als heil gen Gral und Aller Eigenthum. Denn wie der heil'ge Gral der Heldenſage Beſaß belebend zauberiſche Macht, So hat der deutſche Sieg am Sedanstage Alldeutſchlands Traum zur Wirklichkeit gebracht Wie Kaiſer Wilhelm, Kaiſer Friedrich ſchufen Das Deutſche Reich in nie geahnter Pracht, Werd' auf dem Thron und um des Thrones Stufen Ihr großes Werk vom deutſchen Volk bewacht, Daß nie ein Feind es wieder mög zerſtören; Steh Jeder ein mit ſeines Herzens Blut, Daß jene Zeiten niemals wiederkehren, Wo uns beherrſcht der Fremden Uebermuth. Ja, ſchwören wir, der Nachwelt zu bewahren, Was unſſre große Zeit uns anvertraut Daß Kind und Kindeskinder ſtets erfahren, Wie dei Sedan das Reich ward neu gebaut, Wo Deutſchlands Söhne als die Fundamenke Des ſtolzen Bau's nach Sieg durch Heldentodt Sind eingeſenkt, wie damals fand ein Ende Des Vaterlands Zerriſſenheit und Notz. 3. September. General⸗Anzeiger. 8. Selle. deſtern Abend ½9 Uhr in den Saalbau einberufene, von ca. folgende Fälle zur Verhandlung Schuß 55 iſt es ͤ i f j 995 g: 1. Schuſtergeſelle Auguſt Waß iſt ein Berliner Hauswirth? Der Haus⸗ 80 beſuchte öffentliche Bauhandwerkerverſammlung, Streib von aibſtadt, Schuſtergeſelle Jobann Philipp beſitzer⸗Verein des Wedding und der angrenzenden Bezirke 4 bei cher Souis Hckſtein aus Zwickau i. S. über die Mohr von Sponsheim und Schuſtergeſelle Jacob Blümel beantwortet dieſe Frage in einem Aufrufe an die Hausbeſitzer 1 iſſe im Baugewerbe ſonſt und jetzt ſprechen von Seckenheim wegen Körververletzung. Urtheil! Streib 1 ſeines Bezirkes folgendermaßen:„Noch immer iſt der ſollte, wur 17 85 ſehr kurzem Vortrag des Referenten poli⸗ Monat, Mohr 3 Wochen und Blümel 14 Tage Gefängniß.] Grundbeſitzer das Laſtthier des ſtädtiſchen Gemeinweſens, zeilich 1 1 2. Schuſter Georg Schmitt von Ganangelloch wegen Unter⸗ der Prügeljunge der Polizeibehörde, der Hausknecht ſeiner — 11 5 er Pfalz, Auguſt. Endlich iſt das Pro⸗ ſchlagung, Urtheil! 1 Tag Gefängniß. 3. Konrad Deutſch. Miether, das Opfer unlauterer Geldmänner. Von allen ramm für die Reiſe des Prinzregenten in die Pfalz defini⸗Taglöhner von Brühl wegen Körperverletzung. Urtheil: 3 Seiten drohen dem legitimen Beſitz Gefahren. Er bildet v feſtgeſetzt und veröffentlicht worden. Demſelben zufolge Wochen Gefängniß. 4. Fabrikarbeiter Michael Rothacker den Sturmbock zwiſchen den gährenden Beſtrebungen nach reiſt der hohe Herr am 17. September von München ab nachſ von Schwetzingen wegen Bedrohung mit der Begehung eines unten und oben, und darum wird er erdrückt und von den Aſchaffenburg, wo Nachtquartier genommen wird. Die An⸗ Verbrechens und Hausfriedensbruchs. Urtheil: Wegen Be⸗ ſozialen Strömen der Zukunft weggeſpült, wenn er nicht kunft des Prinzregenten findet ſtatt: drohung 1 Tag Gefängniß, wegen Hausfriedensbruchs er⸗ unter einer gemeinſamen mächtigen Fahne ſich ſammelt, um Am 18. in Speyer, Edenkoben, Ludwigshöhe, am 19. in eeeen 5. Die düobuu Anna 3 5 egler von 80 175 a bieten.“ 15 88 Kaiſerslautern, am 20. in Neuſtadt a. H. i ersheim erhielk wegen Diebſtahls einen Verweis.] Samme ſtelle“, heißt es dann weiter,„kann nur unſer Verein 81. 71 in Zweibrücken und An 8 85 Sebaſtian Geſchwill, Landwirt9 von Brüht wegen Hach, ſein, der unter des Deviſe Alle für Einen, Einer für Alle „am 22. in Kirchheim⸗ beſchädigung. Urtheil: 15 M. Geldſtrafe. 7. Maurer Georg] das Wohl und Wehe des Hausbeſitzers mächtig vertritt. bolanden, am 23. in Speyer und Ludwigshafen, am 24. in Schweinfurth von Schwetzingen wegen Sachbeſchädigung. Darum bitten wir Sie, nicht zurückzubleiben und ſich uns Homburg und St. Ingbert, am 25. in Frankenthal, Dürk- Urtheil: 8 Tage Gefängniß. S im um unſer gutes Recht und die heim und Deidesheim, am 26. in Landau, am 27. in Ger⸗ etigkeit unſeres Beſitzes. mersheim und am 28. Vormittags 10 Uhr Abfahrt von Beſprechungen und— Eine unverboffte große Freude iſt einer Jami⸗ Edenkoben nach München. Das Gefolge Sr. k. Hohei Verſammlungen lie in Forſt(.⸗L.) zu Theil geworden. Der frühere Tuch⸗ efolge Sr. k. Hoheit am Sonntag, den 2. September. macher., welcher den Feldzug 1870.—71 mitgemacht, hatte bilden: Generaladjutant Freyſchlag von Freyenſtein, vier Lahr. Nachmittags 3 Uhr in der Gaſtwirthſchaft zur die rechtzeitige Anmeldung ſeiner Penſionsanſprüche unter⸗ Flügeladiutanten, die oberſten Hoſchargen, die Miniſter]Linde in Seelbach Beſprechung, eiugeleitet durch einen Vor⸗ laſſen, obwohl er in Folge der Strapazen bald nach dem von Lutz und von Zeilitzſch, Hofrath Klug, ſowie das trag des Landwirthſchaftsinſpektors Magenau von Offenburg. Kriege kopfkrank und zu jeder Arbeit unfähig wurde. Spätere Canzleiperſonal 8 Sernsbach. Nachm. 4 Uhr in Lautenpach bei Gernsbach. Meldungen konnten nicht mehr berückſichtigt werden, und ſo 5 im Gaſthaus zur Sonne Beſprechung über Futterbau mit mußte denn die Gattin des W. für den Unterhalt der Fami⸗ Mittheilungen aus Heſſen. einem einleitenden Vortrag des Landwirthſchaftsinſpektors lie, welche ſich um drei Kinder vermehrt batte, ſorgen. Vom Mainz, 31. Auguſt. Wie dem„M. Taagbl.“ mitge⸗ Junghanns von Aspichhof. ſrühen Morgen bis zum ſpäten Ahend ſchaffte und arbeitete theilt wird, hat der Kutſcher, welcher geſtern die Königin Durlach. Nachm. 3 Uhr, in Liedolsheim(Rathhausſaal)] ſie für die Ihren. Als durch Kaiſerlichen Erlaß diejenigen, Jſabella von Spanien nebſt Gefolge an den Bahnhof fuhr Beſprechung über Beerenobſtkultur und Beerenweinbereitung welche ſich nicht rechtzeitig gemeldet hätten und aus dem für ſeine Fahrt einen Hundert⸗Markſchein als Bezahlung welcher der Vorſtand der Großh. Obſtbauſchule, Bach von letzten Kriege noch Penſionsanſprüche zu haben auf⸗ erhalten. eaurtige Fahrgäſte ſind leider ſelten Karlsruhe, den einleiteuden Bortrag übernommen hat. gefordert wurden, ſich zu melden, ſandte auch W. ein erneu⸗ O Darmſtadt, 31. Aug. Von 25 Candidaten, welche Durlach. Nachm. 3 Uhr. im Lammwirthshauſe zu tes Geſuch ein, er wurde aber wieder abſchläglich beſchieden. ſich zum Einjährig⸗Freiwilligen⸗Examen gemeldet hatten Grünwettersbach Beſprechung über die Anwendung künſtlicher Gelegentlich der Konfirmation eines Sohnes kam jetzt die waren nur 15 erſchienen, von welchen jedoch nur 6 die] Dünger, wobei Landwirthſchaftsinſpektor Schmid von Durlach] Familie um eine Unterſtützung bei der Victoria⸗Stiftung ein. Prüfung beſtanden haben»Gewiß ein klägliches Reſultat den einleitenden Vortrag übernommen hat. nochmals die Verhältniſſe ausführlich klarlegend. Die Ange 5 Eberbach. Nachm. 2½ Uhr, im Gaſthauſe des Franz legenheit muß auch dem Kriegsminiſter vorgelegen haben, Gerichtszeitung. Berg in Hberſchwarzach Beſprechung, verbunden mit einem denn dieſer ordnete bei dem Bezirks Commando in Sorau e Maunheim, 31. Aug. Ferien⸗Strafkammer. Vorkrag des Landwirthſchaftslehrers Römer von Freiburg eine nochmalige genaue Durchſicht der Akten an, hervorhebend. Vorſitzender: Herr Landgerichtsdirektor Baſſermann. über„Geflügelzucht“ daß W. penſionsberechtigt fein müſſe. W erhielt nun dieſer Vertreter der Skaatsbehörde: Herr Staatsanwalt Duffner. Weinheim. Nachm. 3 Uhr, in Oberflockenbach Be⸗ Tage die Nachricht,„daß ihm die volle Penſion von 66 M. ) Henriette Litzel, 20 Jahre alt, 15 90 von Fe gen ſprechung, mit Vortrag des Hofraths Profeſſor Dr. Neßler für den Monat vom Jahre 1871 ab im Betrage von 13600 wegen Vergehen gege 183 5„Str.⸗G.⸗B. aus Karlsruheüber künſtlichen Bünger und über Weinbehandlung. Mark nachzuzahlen und von jetzt ab eine monakliche Penſion Sch 8d eane am 5 555 5 0.] von 66 M. zu zahlen ſei.“ Die große Freude der Familie öffengericht Mannhei 20 von e Far eſangnißſtra e 11 e Verſchiedenes. iſt leider durch das unheilbare Leiden des Gatten getrübt. geklagte gegen dieſes Urtheil die Berufung ein. Dieſelbe— Aus der Vogelwelt wird nachſtehender ſeltene Ein ſeltener Fall bat ſich in Rahmel ereignet. wurde aber als unbegründet verworfen. Vertheidiger Herr Fall aus Erpolzheim in der Pfalz berichtet. Der Beſitzer Jüngſt wurde dort ein junger Weltbürger geboren der ſich Referendär Dr. Wittmer.—) Jakob Löffler 17 Fahre des Gaſthofes„zum Weinberg Herr Franz Hubach, hatte noch ſeiner 4 Urgroßmütter erfreut. Es leben noch die ber⸗ alt, ledig, Hausburſche von Beerfelden, wegen Diebſtahls. vor einigen Wochen bei feſtlichem Anlaß ſeinen Tanzſaal] derſeitigen Großmütter ſeines Vaters und ſeiner Mutter. Angellagter, ſchon vorbeſtraft, hat am 6. Juli dem Dienſt⸗ mit Kränzen dekorirt. Einer dieſer Kränze blieb nun hängen Drei von ihnen halten ſich in Rahmel auf, während die vierte mädchen Margaretha Maier im Pfälzer Hof in Weinheim und ein Schwalbenpaar baute ein Neſt oben auf den Rand nach Amerika ausgewandert iſt. eine Uhr mit Kette im Werthe von 50 Mark entwendet. des Kranzes, legte fünf Eier hinein und brütete dieſelben rtbeil: 4 Monate Gefüngniß.. Georg Sükterlin, aus, Das Fnzereſſanteſte min in, daß, anz elens deß Tagesneuigkeiten. 43 Jahre alt, verheiratheter Taglöhner von Buggingen, Firchweihe dieſer Kranz mit den jungen Vögelein vors— Berletzung. Der Zuſtand des hochbetagten Com⸗ wegen Vergehens gegen§ 178· des.⸗Str.⸗G.⸗B. Urtheil: Fenſter an die Nordſeite des Saales gehängt werden mußte, mandeurs des II. bayeriſchen Armeekorps, General v. Orff, 9 Monate Gefängniß Vertheidiger Herr Referendär Dr. und daß das Vogelpaar trotz der Muſik und der vielen Be⸗ welcher bekanntlich vor einigen Tagen bei einer Truppen⸗In⸗ Wittmer.— 9) Karl Löffler, 28 Jahre alt, lediger ſucher ungeſtört herangeflagen kommt und ſeine hungrigen, ſpektion in Würzburg mit ſeinem Pferde ſtürzte, ſtellt ſich Maurer von Bödigheim, wegen Nöthigung. Angeklagter, die Schnäbel ſo häufig öffnenden Jungen mit der größten] nachträglich doch als bedenklicher heraus, als die erſten tele⸗ ſchon vorbeſtraft, hat im Juli in der Schwetzingerſtraße elterlichen Liebe und Sorgfalt füttert. graphiſchen Nachrichten über den Unſall vermuthen ließen. einen gewiſſen Schweikert durch Andrücken an eine Wand— Der Wildſtand im bayeriſchen Oberlaud hat durch] Die Aerzte baben nämlich die Verbisgung wein Rippen genöthigt, ihm Geld zu geben, und als dies nicht geſchah, den letzten Winter in einer Weiſe gelitten, deren ſich die äl⸗] conſtatirt, und iſt der General, welcher kürzlich ſein fünfzi⸗ ihm mit Gewalt 7 Pfennig aus dem Portemonnaie ent⸗] teſten Jäger nicht erinnern können und es iſt nicht zu hoch jähriges Dienſtjubiläum eierte, nicht im Stande die Truppen⸗ nommen. Angeklagter wird zu 8 Wochen Gefängniß ver⸗ gegriffen, wenn man die Hälfte deſſelben als vernichtet an⸗ inſpektionen fortzuſetzen. Als eventueller Nachfolger desſe urtheilt, abzüglich 6 Wochen Unterſuchungshaft..— nimmt. Die koloſſalen Schneemaſſen, in denen die armen wird ſchon längſt der Kriegsminiſter v. Heinleth genannt, 5) Wilhelm Reichwein, 33 Jahre alt, verheiratheter Hau'⸗ Thiere oft geradezu verſanken, machten es ihnen unmbglich, an deſſen Stelle General v. Safferling treten ſoll. ſirer von Dorchheim, und Marie Eliſabeth Hofmeiſter, zu ihrem Futter zu gelangen, ſo daß ſie verhungerten oder— Eine auf offener Straße aus dem Sarge ge⸗ 38 Jahre alt, verheirathet, Hauſirerin von Meiches, wegen erfroren. Bei ſolchen Naturgewalten vermochten natürlich Leiche verurſachte Dienſtag Abend größeres Auf⸗ Diebſtahls und unerlaubter Ausſpielung. Die Angeklagten auch die umfaſſendſten Maßregeln der pflichteifrigen Forſt⸗ ſehen in der Greifswalderſtraße zu Berlin. Dicht hinter aben hier und in Heidelberg bewegliche Gegenſtände, als beamten nicht ausgiebig zu helfen, welche bei Bayriſchhall der Verbindungsbahn iſt man gegenwärtig mit der Nen⸗ ruzifixe, Körbchen mit Blumen ꝛc Ohne Reen efe allein gegen 1800 Zentner Hen an das, zu Hunderten heran⸗ pllaſterung der Straßend amm beſcheſtiat und nur die Hälfte ſpielt. an de dieſelben auf dem hieſigen Friedhofe] ziehende Wild verfütterten, Mit dem Sinken des Schnees desſelben iſt für den Juhrverkehr freigegeben. Um genannte Körbchen und Roſen von verſchiedenen Gräbern entwendet ſand man in einem Graben unweit davon allein 24 Stück Zeit fuhr nun ein Leichenwagen, welcher einen Todten nach und wieder verkauft. Während ihres Aufenthaltes hier, im] Wild en zuſammengedrängt, verendet vor. So kommk es, der Leichenhalle des Weißenſeeer Kirchhofes bringen ſollte, Ritter St. Georg, baben die Angeklagten ſich als Theleute] daß der Jäger jetzt dagelang herumſtreifen kann, ohne zunt über dieſe Streck. Durch Berſehen des Kutſchen: enmen ausgegeben; Reichwein hat ferner bei ſeiner Vernehmung Schuß zu kommen. Merkwürdig iſt es, daß die Gemſen den die Wagenräder dem ungepflaſterten, daher tieferliegenden porgegeben, Philipp Jakob Hofmeiſter zu heißen. Es werden ſtrengen Winter viel beſſer überſtanden, als das andere Wild. Straßendamm zu nahe, der Wagen ſtürzte herunter, wobei für dieſe Vergehen Reichwein mit 4 Wochen Gefängniß und In der That fand man auch wenige von dieſen Thieren unter die Achſe desſelben brach, und das Gefährt fiel um. 8 1 Wochen Haft und Hofmeiſter mit 4 Wochen Gefängniß und] den vsrendeten Stücken. Dafür hat aber vor einigen Jahren lich ſtürzte auch der Sarg beraus und mit ſolcher Wucht auf 3 Wochen Haft beſtraft.— 6) Johann Reinhard 54 eine Krankheit, der ſog. Lungenwurm, welche ſich infolge] einen daneben liegenden Haufen Steine, daß der Leichnam Jahre alt, verheirathet, Korbmacher von Kimbach wird wegen ſtarker Sommerhitze entwickelte, ihre Reihen ſo furchtbar ge⸗ aus dem aufgeplatzten Sarge herausſiel. Erſt mit Hülfe Vergehens gegen 8 176˙ 175 des.St.⸗G.B. zu einer lichtet, daß in den vier Geune der herzoglichen Jagd mehrerer Augenzeugen gelang es, den Todten ſo lange in Zuchthausſtrafe von 2 Jahren verurtheilt;: auch werden ihm allein an 2000 Stück zu Grunde gingen und daß jetzt noch dem zerbrochenen Sarge zu bergen, bis ein anderer Leichen⸗ die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren] zuweilen der ſtreifende Jäger in irgend einem ahgelegenen pragen herbeikam und ſo die Umladung bezw. Weiterbeför⸗ aberkannt.— 7) Georg Schmitt, 49 Jahre alt, lediger ae ds die gebleichten Knochen un Krickeln eines Thieres derung des Todten erfolgen konnte. Taglöhner von Heidelberg, wegen Bettelns. Vom Schöffen⸗ findet, das jener Seuche zum Opfer gefallen.— Die Hochzeit der Obdachloſen. Ein ſonderbares gericht Heidelberg zu 3 Wochen Haft verurtheilt, legte der— Pflichtgetreu. Schutzmann. in der Tegelerſtraße[Brautvaar und noch eigenthümlichere Trauzeugen reichten Angeklagte gegen dieſes Urtheil die Berufung ein. Dieſelbe] zu Berlin, iſt ein gar geſtrenger Herr, Wenn er früh morgens ſich vor einigen Tagen vor dem Standesbeamten in Berlin wird aber als unbegründet verworfen. 8) Mathilde] die Straße betritt, läßt er ſeine Blicke nach Ungehörigkeiten die Hand zum ewigen Bunde. Ein„ehemaliger Arbeiter“ 1 Bieter, 33 Jahre alt, verheirathete Taglöhnerin von Voll⸗ ſchweifen und nichts entgeht ſeinem Scharfblick. Da hört erkund ſeine Braut erſchienen am vorigen Sonnabend auf merſtein, wegen Vergehens gegen 8 361 des.⸗St.⸗G.B. neulich ein praſſelndes Rauſchen, er ſpäht umher und ſieht, einem Standesamt im Norden der Stadt, beide in einem vom Schöffengericht Heidelberg zu 3 Wochen Haft verurtheilt, wie ſeine eigene Frau einen Eimer unreinen Waſſers in den Aufzuge, der darauf deutete, daß beide zur Zunft der Penn⸗ legte die Angeklagte gegen dieſes Urtheil die Berufung ein. Rinnſtein gießt. Seine erſte Meldung vom Tage lautete: brüder gehörten. Die Braut, eine etwa Jjährige Perſon, Dieſelbe wird aber als unbegründet verworfen.— Ein Fall][Die. Schutzmannsfrau W. goß verbotener Weiſe einen Eimer] deren kupferfarbenes Geſicht auf nähere Bekanntſchaft mit wurde vertagt. unreinen Waſſers auf der Straße aus. Die Folge war ein] der Schnapsflaſche deutete, in Lumpen gekleidet, gab in Schöffengericht, 31 Aug.(Schöffengericht).] Strafmandat über 3 Mark, welche Herr W. natürlich ſelbſt ihrem Aeußeren dem Bräutigam, welcher in ziemlich ange⸗ Vorſitzender Gr. Oberamtsrichter Herr Mündel. Es kamen„berappte.“ trunkenem Zuſtande erſchien, nichts nach. Auch die Zeugen 717 an. Erreicht er die Boje, ſo wird er mittels der Drahtleine Adlers— dem oberen Bande. Den unteren Abſchluß der Dan ten, 5 5 —5 e i 1285 Bänder bildet ein dreifacher Frangenſchmuck in Gold und an Bord gezogen: reißt aber die Leine oder gelingt das Erfreuend uns der Früchte jener Saaten farbiger Seide und oben hält Bänder und Schleife eine Rettungswerk aus anderen Gründen nicht, ſo ſchüßen die auf Die ſterbend bei Sedan ſie ausgeſtreut goldene bezw. ſilberne Agraffe mit dem gekrönten Namens⸗ der Boje vorhandenen Lebensmittes den Verunglückten a Wo aus dem Blut, das ſie für uns vergoſſen geſ des Kaiſers zuſammen. Die reich in Gold und Silber längere Zeit vor dem Verhungern und Verdurſten. Nach ſchrecklich langer ſchrecklich banger Nacht Pperler Bänder ſind nach Zeichnungen des Malers E.—Gefoppt. Der berühmte Drientaliſt Profeſſor Zäncker ür uns erſtand, von Ruhmesglanz umfloſſen; bepler d. J. in der Hofkunſtſtickerei⸗Anſtalt von P. Beſſert⸗ erhielt eines Tages die Kopie einer Inſchrift zugeſangt, die das deutſche Reich die deutſche Friedensmacht. Nettelbeck ausgeführt worden. Das am 29. d. M. dem Leib⸗ ein Verehrer von ihm in einem mittelalterlichen Buche ge⸗ Garde⸗Huſaren⸗Regiment verliehene Band iſt ſcharlachroth] funden haben wollte. Der Einſender bat um Entzifferung Doch wollen wir den theuren Todten danken, mit dunkelblau und nennt die Zeit vom 16. September 1885 der räthſelhaften Inſchrift, und verſprach, das alke Beweiſen, daß wir ihrer würdig ſind: bis 27. Januar 1888. werthvolle Mannſkript einzuſchicken, ſowie er dasſelbe Ser Reich und Kaiſer halten ohne Wanken,— Das Baby als Hauptperſon. Aus einem kali⸗ von einem Verwandten, bei dem es ſich befand, erhalten ei unſre Loſung! Lehrt das deutſche Kind, forniſchen Goldgräber⸗Dorf wird uns folgender Vorfall be⸗ hätte. Die Inſchift lautete: nenhi se theg eiw rossefg Was ſie gethan, lehrt ſelbſt es, zu vererben richtet, der an ſo manchen gemüthvollen Zug in den„kaliforn. r reh gat netug. Drei Tage lang zerbrach ſich Auf ſpät're Zeit der Helden Glorienſchein, Erzählungen“ Bret Harte's gemahnt. In ſenem Dorfe gehören der Profeſſor den Kopf, ohne einen Sinn herauszubekommen. Dann wird ihr Ruhm und Vorbild niemals ſterben, und Kinder noch zu den größten Seltenheiten; kein Da geräth ſein Söhnchen, ein Quartaner, in ſein Studir⸗ Das Herz wahrt beſſer ſie, als Erz und Stein! Wunder, daß die Männer auf der Straße ſtehen bleiben zimmer und findet das Blatt mit der Inſchrift auf Papas Mannheim, 1. September 1888. wenn ihnen von Zeit zu Zeit ein ſo ſeltener Anblick zu Theil Tiſch. Nachdem er eine Weile die Schrift betrachtet, fragt ; wird. Unlängſt gab nun eine durchreiſende Schauſpieler⸗er ſeinen Vater, ſeit wann er ſich mit Rückwärtsſchreiben Ludwig Rudolph Schaufert. Geſellſchaft eine Reihe von Vorſtellungen im Dorfe. Eines beſchäftige.—„Wieſo denn?“ fragt der Profeſſor ganz er⸗ Abends befindet ſich zur freudigen Ueberraſchung der Theater⸗ ſtaunt.—„Nun, antwortet ſein Söhnchen,„wenn man das — Die neuen Fahnenbänder, deren Verleihung an beſucher auch eine Frau mit ihrem Kinde im Zuſchauerraum. rückwärts lieſt, heißt es:„Guten Tag, Herr Professor, wie die Regimenter der Kaiſer Freitag Nachmittag 85 Das Orcheſter fängt gerade an zu ſpielen— da ſetzt auch] gent es Ihnen“, tragen fämmtlich auf dem oberen Bande die Inſchrift;„Zur das Baby ſeme Lungen in Bewegung. Sofort erhebt ſich— Auch eine Mode. Aus Paris ſchreibt man: Erinnerung an die KommandoFührung 20. Oktober 1883 ein alter Goldgräber ruft mit mächtiger Stimme den Mu⸗„Jene Herren, welche in letzterer Zeit durch Brieſchen vor⸗ bis 2. September 1885(bezw. 27. Januar bis 15. Juni ſikern zu:„Hoͤrt auf mit Eurem verdammten Fiedeln und nehmer Damen beglückt worden, werden zu ihrem Erſtaunen 1888). Wilhelm.“ Darunter befindet ſich der preußiſche laßt das Baby ſchreien ſo was habe ich ſeit zehn Jahren geſehen haben, daß dieſelben durchwegs ſtatt mit Tinte mit Adler im bekrönten Schilde, umgeben von der Kette des nicht gehört“. Das Publikum war mit dieſer Auf⸗ einer goldfarbenen Flüſſigkeit geſchrieben waren. Das iſt Schwarzen Adler⸗Ordens. Die Eckzwickel ſind ausgefüllt forderung völlig einverſtanden das Orcheſter verſtummte, nämlich der neueſte Pariſer Genre, und die Idee, die von mit Eichen⸗ und Lorbeerzweigen und das ganze Vand iſt] und das Kind führte ſein Konzert unter allgemeinem Jubel einer bekannten Malerin ſtammt, machte auch ſofort Jurore mit einer ornamentalen Einfaſſung verſehen, deren Farben zu Ende. 0 Die Künſtlerin hatte nämlich einen Brief an eine Gräfin zu im Verein mit der Grundfarbe des Bandes auf die Regi⸗— Eine neue Rettun sboje hat ein nordamerikaniſcher richten, verſchüttete aus Achtloſigkeit ihre Tinte und tauchte mentsfarben hinweiſen und zwar: für das 1. Bat. 1. Garde⸗] Seeoffizier erfunden. Groß genug, um einen. Mann über ihre Feder in der Verlegenheit in jenes Näpfchen, in welchem Regiment z. F. weiß mit roth(20./10. 88.—./9. 85), für] Waſſer zu halten, iſt die Boje mit einem kleinen Borrath von] ſie ihre zerlaſſene Goldfarbe aufbewahrt hatte. Der Gräfin das 2. Garde⸗ Regiment z. F. bponceauroth mit dunkel⸗ Lebensmitteln und einem chemiſchen Beleuchtungsapparat geſiel die Idee ſo gut, daß ſie ſie imitirte, und auf dieſe roth, für das Garde⸗Füſilier⸗Regt. orange mit hellgelb, für verſehen, der bei der Berührung mit Waſſer eine glänzende Weiſe entſtand eine neue Mode die mindeſtens drei das 4. Garde⸗Regt. z. F. dunkelblau mit hellblau(bei den Helligkeit entwickelt, die ungefähr 20 Minuten andauert. Die Monate leben wird, wenn ſie ſich nicht— und davor drei letztgenannten mit dem Datum 27,/1. bis 15./6. 88).] an einer Drahtleine befeſtigte 205 wird in's Waſſer geworfen, ſchütze Gott die armen Galans— überhaupt völlig Das untere Band 1—5 die Bezeichnung des Bataillons und ſobald Jemand über Bord gefallen iſt, und zeigt dem Ver⸗ bürgert. Kegiments und gleicht im Uebrigen— mit Ausſchluß des! unglückten bei Nacht durch ihr helles Licht ihren Standvunkt—— 4. Seite. Seneral-Anzeiger. S. Septmidt⸗ waren des Paares würdig, denn dieſe ſowohf, wie die Neu⸗ vermählten, erklärten dem Standesbeamten, nach ihrer Wohnung befragt daß ſie obdachlos ſeien. Däs junge Ehe⸗ paar gerieth bald nach der Trauung in unerquickliche Differenzen: an der Thür des Standesamtes entſpann ſich zwiſchen ihm und den gefälligen Trauzeugen eine derartige Schlägerei, daß zwei Schutzleute die ganze Hochzeitsgeſell⸗ ſchaft nach der Polizeiwache führten. Es iſt anzunehmen, daß die Neuvermählten ihre Flitterwochen nicht bei„Mutter Grün' gefeiert haben. Einen gräßlichen Anblick gewährte die auf dem Obduktionstiſch in der Leichenhalle des rbeitshanſes zu Rummelsburg liegende, im Park des dortigen ſtädtiſchen Waiſenhauſes am Freitag aufgefundene Leiche. Dieſelbe war nach der Staatsb. Ztg. in der Gegend der Bruſt faſt zer⸗ hackt, ſo daß daß die Obduzenten 27 Meſſerſtiche zählten. Außerdem befand ſich am Halſe ein Meſſerſtich und ein tiefer Schnitt, der quer durch den Hals verlief und die Lnft⸗ und Sgeiſeröhre völlig durchtrennte. Die Art der Veletzungen ließ ſchon darauf ſchließen, daß ein Selbſtmord vorliege, und zwar ein ſolcher, bei deſſen Verübung der Verſtorbene un⸗ bedingt nicht im völligen Beſitzt ſeiner Geiſtesgegenwart ge⸗ weſen ſein könne. Dies ſtellte fich denn auch ſowohl durch den Obduktionsbefund, wie durch das Reſultat der Rekogni⸗ tion heraus. Als Reknoszentin hatte ſich die Ehefrau des Verſtorbenen eingefunden, welche zu Protokoll erklärte, daß ihr Ehemann, ein hieſiger Ingenieur und Maſchinenbauer ſich dem Trunke ergeben habe, längere Zeit ſchon nicht mehr earbeitet habe und 10 von ihr habe ernähren laſſen. Die Leiche wird auf dem Kirchhof des ſtädtiſchen Arbeitshanfes in Rummelsburg ihre letzte Ruhe finden. Ungkücklicher Sturz. Hauptmann v. Günther vom Generalſtabe der Infanteriediviſion zu Königsberg, ein Sohn des ehemaligen Oberpräſidenten von Poſen, machte am Sonntag auf einem zwar ſchon gerittenen, aber noch ſehr jungen Pferde einen Spazierritt in Leſſienen bei Allenburg, dem Gute des Herrn von Boddien, und hatte dabei das Un⸗ glück, von dem plötzlich ſcheu gewordenen Thiere herabzu⸗ ſtürzen. Man brachte ihn ſofort nach der Wohnung des Herrn von Boddien, und trotzdem der ſchnell herbeigerufene Arzt alle Mittel anwandte, verſtarb der Unglückliche an den Vexletzungen bereits um 2¼ Uhr Nachts. Wie die„K. Allg. Ztg.“ hörte, fiel der Verſtorbene ſo unglücklich mit dem Kopf auf einen ſpitzen Stein, daß er ſich eine ſchwere Gehirn⸗ verletzung. —„Ein Stückchen franzöfiſchen Deutſthenbaſſes. Herr Apotheker Lang in Pfeddersheim, welcher ſchon zum Ufteren die von ihm fabrizirten inſektenvertreibenden Räu r⸗ kerzen nach Frankreich, u. a. auch an Herrn N. Lambert in Reims, geliefert und ſolche neuerdings angeboten hatte, er⸗ hielt darauf dieſer Tage folgende Antwort:„An Herrn Lang! Wenn Ihre Räucherkerzchen die Eigenſchaft haben das ahſcheuliche und mißthätige Inſect zu vertilgen, welches man Bismarck nennt, ſo will ich gern Ihnen für eine einzige Kerze hunderttauſend Francs zahlen. Weiter wird jeder Franzoſe ſein Scherflein anbringen, um Ihnen eine Bildſäule zu errichten. Eintauſendmal hochachtungsvoll N. Lambert.“ Die Opferwilligkeit dieſes Franzoſen verdient alle Aner⸗ kennung. Hunderttauſend Franken will er allein geben! Bei uns gibt es gewiſſe Leute, denen der Reichskanzler viel weniger werth iſt und die ihn jeden Tag billiger abgäben. Glücklicherweiſe werden ſie ihn nicht los und die Franzoſen dürfen ſich hoffentlich noch lange über ihn ärgern. Schein und Wahrheit. Eine erſchütternde Tragödie ſpielt ſich am Dienſtag Abend, dem„B..⸗C.“ zufolge, in unbarmherziger Wahrheit auf der Wallnerbühne, unſerer proviſoriſchen Hofbühne, ab. So hart haben Schein und kraſſe Wirklichkeit ſich noch ſelten berührt. Während der Held des Wartenburg'ſchen Dramas, Urbain Sansnom, auf der Bühne im Schein der ouliſ ſtarb, lag ein Sterbender, ein Todter, hinter den Couliſſen. Bei Be inn der Vor⸗ ſtellung erſchien ein Herr auf der Bühne, der Fräulein Clara Meyer ſprechen wollte. Es war ein Bekannter, der die Künſtlerin höflich begrüßte. Er ſei eben„vom Tode aufer⸗ ſtanden“ von einer ſchweren Krankheit geneſen, nehme er ſeinen erſten Weg ins Theater, um Fräulein Meyer zu ſehen. Während die Künſtlerin in freundlichen Worten erwiderte, ſiel der Herr plötzlich um. Ein hatte ihn ge⸗ troffen. In kurzer Zeit war er— der eben„vom Tode auferſtanden“— eine Leiche. Das Publikum mag es be⸗ wundert haben, in welch' tiefer, echter Ergriffenheit an dieſem Abend geſpielt wurde. Ahnte es doch nicht, indem es den ſcheidenden Matkowski mit Abſchieds⸗Ovakionen überhäufte und ihm ſogar einen ſilbernen Lorbeerkranz überreichte, daß ein Todter auf der Bühne lag. . Ein rätbſelbafter Vorfall. Wien, 31. Auguſt. Heute früh nach 8 Uhr iſt der Reviſor der öſterreichiſch⸗ Ungariſchen Bank, Franz Lutzenleithner dahier infolge eines Sturzes aus dem 4. Stockwerke eines Hauſes verunglückt und blieb auf der Stelle eine Leiche. Da der pflichtgetreue Beamte in den geordnetſten Verhältniſſen lebte, iſt kaum an⸗ unehmen, daß bhier ein Selbſtmord vorliegt. Der etreffende Herr wollte in jenem Hauſe einen Beſuch machen und erklärte dem Dienſtmädchen, da er die Herrſchaft nicht antraf, er wolle die Rückkehr derſelben abwarten und ſetzte ſich auf die Brüſtung des Gangfenſters. Man glaubt annehmen zu müſſen, daß der Mann, vom Schwindel erfaßt, das Gleichgewicht verloren habe. Ein Dienſtmädchen aus einem anderen Stockwerke, das zufällig auf der Treppe war, erzählt jedoch, ſie habe geſehen, wie der fremde Herr auf das Fenſter geſtiegen und hinabgeſprungen ſei. 0 Carbariſche Juſtiz. Ein tragiſcher Fall ereignete ſich an Bord des engliſchen Kriegsſchiffes„Carysfort“ im Mittelländiſchen Meere. Zwei Seeleute wurden wegen eines Vergehens gegen die Manneszucht in die Strafzellen geſteckt und der Korporal der Wache ſollte ſie jede Stunde heſuchen, um zu ſehen, daß Alles in Ordnung ſei. Auf einer ſeiner Runden fand er den einen Gefangenen todt und den anderen in beſinnungsloſem Zuſtande vor. Die Bellen, in den ſie ſich defanden, ſind im heißeſten Theile des Schiffes, in dichter Nähe der Maſchinen und unter allen Verdecken gelegen. Die Matroſen waren erſtickt. — Noble Räuber. Sofia, 30. Auguſt. Unter den Räubern befinden ſich drei Abgeordnete der Sobranje; zwei ſind bereits gehängt, einer, ein Mitglied der Rylobande, wird verfolgt. 5 —. Alligatoren im Nil. In Berlin producirt ſich gegenwärtig eine Beduinentruppe. Der Kaiſer hat nun zur Erinnerung an eine auf kaiſerlichen Befehl ſtattgehabte Revue der Afrikaner aufdem Tempelhofer Felde von den Beduinen ein Album angenommen. Der Ueberzug des Deckels iſt, ſo be⸗ richtet das„Kl. Journ.,“ aus Alligatorenhaut, welche die Beduinen aus Egypten mitgebracht haben, hergeſtellt und mit keinem, blauſchwarzen Lederlack überzogen. Alliggtoren im Nil! Zu welchem Zwecke mag wohl die egyptiſche Regierung das amerikaniſche Reptil im Lande der Pyramiden züchten? Sie hätten ja dort doch Krokodile genug, die im Verſpeiſen lebender Neger und als Material für Cigarren⸗Etuis dasſelbe leiſten! Heiteres vom Tage. — Aus Pauline Lucca's Kindheit erzählt L. Erbach in der„Muſikaliſchen Jugendpoſt“ unter der Ueberſchrift Die erſte Prüfung“. Der Gegenſtand der letzteren wax die Erdbeſchreibung, die keineswegs zu Paulinens ſiarker Seite gehörte. Der Lehrer wählte Nord⸗Europa.„Pauline Lucca“ extönte es und ſchnell ſprang ſie auf, wie werden die Lappen eingetheilt?“ Sie hatte keine blaſſe Ahnung und ſtarrte den Lehrer, blutroth werdend, verblüfft an, der nochmals fra te: „Weißt du nicht, wie die Lappen eingetheilt werden Sie wußte es nicht, und wenn es ihr Lehen galt, aber da flüſterte ihr ihre Nachbarin etwas zu und triumphirend rief ſie kaut: „in die Wiſchlappen und in die Waſchlappen!“ —„ Am Achenſee. Wie idylliſch! Vielleicht geben die Bootfahrer einen nationalen Jodler zum Beſten!“— Sing⸗ ſtimmen aus dem Boot: „„Fiſcherin, Du kleine. „Sie reiſen ſo allein, meine Gnädige. iſt Ihnen noch niemals etwas zugeſtoßen?“—„Leider, nein!“ Der Genügſame. Vertheidiger:„Meine Herren Ge⸗ ſchworenen! Betrachten Sie die rieſigen Körperkräfte meines Klienten, die es ihm ermöglicht hätten, leicht einen Mord zu begehen; dennoch benügte er ſich damit, einen ganz kleinen Meineid zu leiſten.(L. Bl.) Zurſch und Fuchs.„Was, Du kraſſer FJuchs, Du haſt noch nicht einmal eine ordentliche Meerſchaumpfeife? Denkſt Du denn, Dein braver Alter ſchickt Dir die Kollegien⸗ gelder blos zum Verſaufen?(L. Bl.) 10,— Diplomatiſch. Junger Mann(auf einem Balle zu ſeinem Mentor):„Was ſoll ich denn nur mit meiner Dame ſprechen?—„Von ißrer Schönheit.—„Wenn ſie nun An de richt eſchön iſt?“—„Von der Häßlichkeit der ren! Mlaunheimer Handelsblatt. AKene Eiſenbahntarife. Mit Gültigkeit vom erſten September 1888 ſind erſchienen: a. lüebernahmetarif für die Beförderung von ſchwefelſaurer präparirter Thonerde in Wagenladungen von 10 900 Kgr. von den Stationen Mann⸗ heim badiſche Bahn, Ludwigshafen a. Rh., Guſtavsburg und Mainz 0 nach Stationen der ſchweizeriſchen Nordoſtbahn und der ereinigten Schweizerbahnen mit Um⸗ kartirung der Sendungen in Waldshut, Singen und Konſtanz, Stationen der Gr. Staatseiſenbahnen. b. Nachtrag X zu den Entfernungstabellen und beſonderen Frachtſätzen des dritten ſüdweſtdeutſchen Eiſenbahnverbandsheftes für den Verkehr zwiſchen den Stationen der Eiſenbahnen in Elſaß⸗Lothringen und der Wilhelm⸗Luxemburg⸗Bahn einerſeits und der heſſ. Ludwigsbahn anderſefts betr. Aenderungen infolge Eröffnung des neuen Bahnhofs der preußiſchen Staatsbahnen in Frank⸗ furt a. M. c. Allgemeine Tarifvorſchriften nebſt Güterklaſſi⸗ fikation für den internen und gegenſeitigen direkten Verkehr der ſchweizeriſchen Eiſenbahnen. Ferner ſind erſchienen mit Gültigkeit vom 1. Sept. l. J. ab: 1) Nachtrag IJ zu dem aun 1. Jan. l. J. in Kraft getretenen Tarife für den direkten Güterverkehr den Stationen der Gr. Bad. Staats⸗ eiſenbahnen einerſeits und den Bad. Uferſtationen des Boden⸗ ſees andererſeits, enthaltend Aenderungen der Ausnahme⸗ tarife Nr. 3 für Steine, Nr. 5 für Getreide, ſowie einen neuen Ausnahmetarif Nr. 16 für Steinkohlen 2. Nachtrag III zur zweiten Abtheilung des Tarifs für die Beförderung von Gütern auf den Gr. Bad. Staatseiſenbahnen vom 1. Dez. 1887, enthaltend Aenderung der Nomenklatur der Ausna metarife Nr. s für Steine, Nr. 5 für Getreide, Erweiterung des Aus⸗ nahmetarifs Nr. 16 für Steinkohlen, ſowie den neuer Aus⸗ nahmetarif Nr. 17 für Roheiſen. 3. Tarif für den Donau⸗ ſchlagsverkehr zwiſchen Baſel Schaffhauſen, Singen und tanz, Stationen der Gr. Bad. Staatseiſenbahnen und der ſchweizeriſchen Nordoſtbahn einerſeits und Paſſau, Donau⸗ länder Tranſit, ſowie Regensburg, Donauländer Tranſit an⸗ derſeits. Hierdurch treten die Frachtſätze für Schaffhauſen und Konſtanz, enthalten im Tarif für den ſüddeutſchen Donau⸗ umſchlagsverkehr, giltig vom 1. März 1887, außer Kraft. Mannheimer Effektenbörſe vom 1. September. An der heutigen Börſe waren Anilinaktien.50 pCt. höher als geſtern, blieben aber zu 285 pCt. geſucht. Weſteregeln 163. 50 G. Pfälz. Nordbabn 107.60 G. Von den Papieren, die heute excl. Diyidende gehandelt werden, ſtellten ſich nach Abtrennung des Dividende⸗Coupons: Waghäusler Zucker⸗ fabrik auf 90.90 bez. Schwetzinger Brauerei 85 B. Mann⸗ heimer Zuckerraffinerie 87 G. Deutſche Seehandlung notirten 0 G. 25 B. Speyerer Dampfziegeleien 130.25 G. 131 B. Coursblatt der Mannheimer Börfe vom 1. September. bligationen. 4 Bad. Oblig. Mark 105.50;. 4 R. Hyp. Pfandbr. S. 40-49100,.60 G. 109.— bDz. 4„ 5 48—4910.40 G. 108.90 4½„ 5 1888100.50 B. 8„„ 5——— 8 om. O. 100.— G. 4 T. 100 Looſe 139,50 J. 4 Mannheim 1881—.— 5 Reichsanleihe 108.50 C.[4„ 11888—— 7 5 105.85 G. 4 0 1885 108.50 G. 2 Preuß. Conſol 107.— G. 4 Heidelberg 108.85. 8½„ 104.48 53.8½½5 Dabez 1. B. Obligat. 11—. 4 Baher. Hölſgationen Mk. 107.— 4½ Judtwigzhafen k. 108.50 G. 4 Plalz Ludwigsbahn Mk. 105— 4 5 7—.— 4 Pfäls. Zudwigsbahn ſl. 102.80 53. 4½ 157280 Zuckerſabrik 10.786 G. 4„ Nurdbahn 108.90 B. 5 Oggeröheimer Spinnerei 101.70&. 35 55 25 15 n 18 15 5 em. Fabriken 99.— bz. 1½„ rior 85 5 erege! aliwerke 104.— G. 3½ Rhein. Hyp.-Pfandbriefe 99.— 55 Actien. Badiſche Bank 110.— D. Branerei Sch 160.— B. Rheiniſche Ereditbank 124.50 G. Bierbrauerei Sinner 167.50 B. 7 Nan 50 pet. F. 130.— B. Malzfabr. Hochheim—.— Pfälziſche Bank 24.60 G. Werger ſche Brauerei 116.28 G. 0 ee 119 25— 980 e Brauerei 125.— 55 eutſche Unionban 93.75 G. annh. Da chleppſchiff. 131.— 5z. Pfälziſche Zudwigsbahn 224.— G. Cöln. Nheinne eſe 91.— G. 5 Nochbaßn 136.50—5 Bad. Fültta eiſeenren 1450 G. „ Norbbahn 107.50 G. Bad. Rück⸗ u. Mitverſich. 690.— B. eidelberg-Speyerer Bahn 36.— G. Mannheimer cherung 720.— B. erein Chem. Fabriken—.— Mannheimer Rückverſich. 680.— G. Badiſche Anilin u. Soda 285.—. Württ. Transportverſich. 810.— G. Weſteregeln Alkaliwerke 163.50 G. Oberrhein. Verſ.⸗Geſellſchaſt 820.— G. u. Schötenſack 128 50 B. Sggersheimer Spinnerei 58.— B. erein Oelfabriken 122.25 B.[Ektlinger Spinnerei 180.— B. Waghäusler uckerfabrit 99 90 bz. Aaaneer 95.50 B. Mannheimer Zuckerraffin. 87.— G. Deutſche Seehandl. 25.— B. Maunheimer Aktienbrauerei 240— G. Manuh. Gum. u. Asbfbrk. 46.— B. Eichbaum⸗Brauerei 198 50 bz. Karlsruher Maſchinen—.— Ludwigshafener Brauerei 217.— G.— Spinnerei 108.— G. Schwetzinger Brauerei 85— B. ähmaſchinen Haid u. Neu—.— Brauexei z. Sto—. Nähmaſchinen Gritzner—.— Heidelbergerklctienbrauerei 140— Speyerer Dampfziegelei 181. Frankfurter Mittagbörſe. Frankfurt a.., 1. Sept. Kredit 260¼8, Staats⸗ bahn 210, Lombarden 94¾, Galizier 175¼, Diskonto⸗Com. 285.70, Egypter 85.60, Ungarn 84 80, Ruſſen 84.10, dto. ge⸗ miſchte 97.50, Gotthard 135.— Tendenz:— 5 feſt. Fraukfurter Effektenſoeietät. Schlußcourſe: Kreditaktien 261¼ Staatsbahn⸗Aktien 211, Lombarden 93, Diskonto⸗Commandit 226.30, Galizier 175, Ungax. Rente 84.60, Egypter 85.60, Gotthard 135.— Tendenz: feſt. Geſchw. Alsberg, Mannheim. Specialität: Gardinen, Portièren, Stores. Verkauf zu Engros-Preiſen. 12254 Die Fabrikate der Firma Otto Herz& Cie., Schuh⸗ fabrik, Frankfurt a.., übertreffen die beſte Maaßarbeit in Bezug auf Haltbarkeit und Eleganz und ſind nur Weniges theuerer als andere minder gute Wagre Für Mannheim und Ludwigshafen Alleinverkanf bei Georg Hartmaunn, Schuhgeſchäft, E 4, 6, am Fruchtmarkt untere Ecke(Telephon 443). 12052 Haus- und Hoteltelegraphen-Anlagen 14202 L. Frankl, L I7, 1, Mannheim. n nachſtehende, mit Beſchluß des Miniſteriums des Bekanntmachung. Die Lieferung einer größeren Anzahl von Möbeln für das Bahnpoſtamt Nr. 27 in Mannheim ſoll im Wege des An⸗ bietungsverfahrens vergeben werden. Die Nieferungsbedingungen u. ſ. w. liegen im dieſſeitigen Geſchäftszimmer 34 und bei bem oben genannten Bahnpoſtamte aus. Angebote ſind bis zum 4. k. Mts. hierher einzureichen. Karlsruhe(Baden), 22. Auguſt 1888. Der Kaiſerliche Ober⸗Poſtdirektor In Vertretung Schmücker. Bekanntmachung. Den Farreumarkt in Engen betr. (205) No. 55,662. Den Gemeinderäthen des Landbezirks gehen wir auf den Wunſch der Direktion des lanbwirthſchaftlichen Be⸗ zirksvereins Engen in Nachſtehendem die Beſtimmungen über den diesjährigen Farrenmarkt dort bekannt, wobei wir nicht unter⸗ laſſen, dieſelben auf die Gelegenheit zum Ankauf von zuchttaug⸗ lichen ächten ſimmenthaler Gelbſcheck aufmerkſam zu machen. Mannheim, 18. Auguſt 1888. Großh. Bezirksamt. 14845 Genzken. 14916 Farrenmarkt Engen. Samſtag, den 22. September 1888, früh 8 Uhr beginnend, findet in der Stadt Engen der markt ſtatt. J. Den aufgeführten und zuchttauglichen Farten hat die Kom⸗ miſſton Aufzuchtsprämien im Ge ammtbetrage bis zu 200 Mark zuzuwenden, ſofern der betreffende Bewerber durch hürgermeiſteramtliches Zeugniß nachweiſt, daß er mindeſtens 4 Monat im Beſitze des betreffenden Farrens iſt. Händler, welche die meiſten uchttauglichen Gelbſcheck⸗ weidfarren, unter welchen Thiere ſich befinden, die von der Kommiſſton für die beſten erklärt worden find, zum Ver⸗ kauf ausſtellen, erhalten anerkennende Beurkundungen. Die zuchttauglichen Farren werden in 2 Klaſſen eingetheilt und am rechten Horn mit einem Zeichen F. E. gezeichnet, die vorzüglichſten Thiere erhalten das Zeichen zweimal, die übrigen nur einmal eingebrannt, III. Die Farren ſind Freitag, den 21. September, Mittags 1 Uhr bei Herrn Poſthalter Munding hier anzumelden und müſſen um dieſe Zeit zur Muſterung in Engen ſtehen. IV. Die Kommiſſion wird gebildet aus den Herren: Oroßh. Oberregierungsrath Or. Lydtin aus Karlsruhe, Freiherr Hermann von Horuſtein in Binningen. Bürgermeiſter Willlbald Martin in Ehingen, Bürgermeiſter Müller in Welſchingen; als Erſatzmänner ſind gewählt: Kaſſier Müller in Engen, Altpoſthalter Homburger in Hilzingen. V. Die Farten dürfen nicht durch die Stadt, ſondern müſſen über den Köpferplatz auf den Viehmarkt transportirt werben. Engen,(Baden), im Auguſt 1888. Die Direcktion des laudwirthſchaftlichen Bezirks⸗Vereins Engen. Bekanntmachung. Dte Krankenverſicherung der unſtändigen land⸗ und forſt⸗ wirthſcha—5 Arbeiter er 5 Die Erlaſſung ſtatutariſcher Beſtimmungen derſelben betr. (202) Nr. 58701. In Gemüßheit des§ 28 ber Verordnung dom 25. Juni d.., die Ausführung der Unfall⸗ und Kranken⸗ verſicherung betr., bringen wir nachſtehende, vom Bezirksrathe Mannheim unterm 2. Auguſt d. J. für den Amtsbezirk Mann⸗ heim erlaſſene und durch Beſchluß Gr. Miniſteriums des Innern vom 7. d. Mts. Nr. 15929 genehmigte ſtatutariſche Beſtimmung über die Krankenverſicherung der unſtändigen land⸗ und forſt⸗ wirthſchaftlichen Arbeiter hiemit zur öffentlichen Kenntniß. Die Ortspolizeibehörden des Lanbbezirks werden beauftragt, die ſtatutariſche Beſtimmung außerdem noch in ihren Gemeinden in ortsüblicher Weiſe bekannt zu machen und den Vollzug hierher anzuzeigen. 15087 Mannheim, 18. Auguſt 1888. Großh. Bezirksamt Genzken. Flalufariſche Beſtimmung für den Ankabefick Mannheim. Auf Grund des§ 142 des landwirthſchaftlichen Unfall⸗ und Krankenverſicherungsgeſetzes vom 5. Mai 1886 und des 8 21 des Landesgeſetzes vom 24. März 1888, die Ausführung der Unfall⸗ und Krankenverſicherung betr., wird für den Amtsbezirk Mann⸗ Innern vom 7. Auguſt 1888 Nr. 15929 genehmigte ſtatutariſche Beſtim⸗ mung erlaſſen: jährliche Farren⸗ II. 8 1. Siein der unſtändigen land⸗ und forſt⸗ wirthſchaftlichen Arbeiter bei der Krankenverſicherungs⸗ Auſtalt des Wohnorts. Perſonen, welche innerhalb des Amtsbezirks Mannheim wohnen und ohne zu einem beſtimmten Arbeitgeber in einem dauernden Arbeitsverhältniſſe zu ſtehen, vorwiegend in land⸗ oder forſtwirth⸗ ſchaftlichen Betriehen dieſes Bezirks gegen Lohn beſchäftigt find (unſtändige land⸗ oder forſtwirthſchaftliche Arbeiter), werden auch für diejenige Zeit, in welcher eine Beſchäftigung gegen Lohn nicht ſtattfindet, der Krankenverſicherungspflicht unterworfen. Dieſelben ſind derjenigen für ihren Wohnort beſtehenden Gemeindekrankenverſicherung bezw. Ortskrankenkaſſe als Mitglieder zu überweiſen, welcher die ſonſtigen land⸗ und forſtwirthſchaftlichen Arbeiter angehören; und zwar behalten ⸗dieſe unſtändigen land⸗ und forſtwirthſchaftlichen Arbeiter, ſo lange ſie im Amtsbezirk wohnen, dieſe Mitgliedſchaft auch für diejenige Zeit bei, wo ſie ſelbſtſtändig(ohne Lohn) in der Land⸗ oder Forſtwirthſchaft oder in einem anderen Erwerbszweige thätig ſind, wo ſie ohne dauern⸗ des Beſchäftigungsverhältniß eine ſonſtige Thätigkeit G. B. bei Waſſer⸗ und Straßenbauten, in Transport⸗ oder ſonſtigen Gewer⸗ ben) gegen Lohn ausüben oder auch vorübergehend außerhalb des Amtsbezirks beſchäftigt ſind. § 2. Ueberweiſung und Zurücknahme derſelben. Der Eintritt der in§ 1 bezeichneten Perſonen(unſtändige land⸗ oder forſtwirthſchaftliche Arbeiter) in die Gemeinde⸗Kranken⸗ verſicherung beziehungsweiſe Ortskrankenkaſſe wird gemäߧ 142 des landwirthſchaftlichen Unfall⸗ und Kranken⸗Verſicherungsgeſetzes und§ 35 der Landesverordnung vom 25. Juni 1888, betr. die Ausführung der Unfall⸗ und Krankenverſicherung, dadurch bewirkt, daß der Bürgermeiſter der Wohnortsgemeinde dieſelben aus drück⸗ lich der Gemeindekrankenverſicherung beziehungsweiſe Ortskranken⸗ kaſſe überweiſt. Der Austritt erfolgt, wenn die Vorausſetzungen für die Zuläſſigkeit der Ueberweiſung aufhören, durch Zurücknahme deſſelben Seitens des Bürgermeiſters der Wohnortsgemeinde. 8 Verpflichtungen der Ueberwieſenen und ihrer Arbeit⸗ geber hinſichtlich der Beitragszahlung, An⸗ und Abmeldung. Die in§ 1 bezeichneten Perſonen ſind verpflichtet, die wäh⸗ rend ihrer Zugehörigkeit zur Gemeindekrankenverſicherung bezieh⸗ 5. Seite Seneral⸗Anzeiger 3. September⸗ ungsweiſes ranfenfaſſe des Woßnoris fällig werdenden Kran⸗ kenverſicherungsbeiträge ſelbſt im vollen Betrage in den geordneten Terminen zu bezahlen. Die Arbeitgeber, welche ſolche Perſonen zur Beſchäftigung mnehmen oder aus derſelben entlaſſen, ſind nicht verpflichtet, zieſelben gemäߧ 49 des Krankenverſicherungsgeſetzes an⸗ oder abzumelden, die Verſicherungsbeiträge einzuzahlen oder einen Theil berſelben aus eigenen Mitteln zu leiſten. §4. Kichteintritt der Verſicherungspflicht wegen Zugehöbrigkeit zu einer Betriebskrankenkaſſe oder Hilfskaſſe. Die Verſicherungspflicht eines unſtändigen land⸗ und forſt⸗ wirthſchaftlichen Arbeiters bei der Gemeinde⸗Krankenverſicherung der Orts⸗Krankenkaſſe des Wohnorts tritt nicht ein: 1) Wenn und ſolange der Betreffende kraft ſeines Beſchäf⸗ tigungsverhältniſſes in einem land⸗ oder forſtwirthſchaft⸗ lichen Betriebe oder Nebenbetriebe Mitglied einer für dieſen Betrieb errichteten Betriebskrankenkaſſe iſt. 2) Wenn und ſolange derſelbe einer den Anforderungen des § 75 des Krankenverſicherungsgeſetzes entſprechenden Hülfs⸗ kaſſe angehört, vorbehaltlich übrigens der hinſichtlich des Austritts aus der Ortskrankenkaſſe nach§ 19 Abſ. 4 des Krankenverſtcherungsgeſetzes zu beachtenden Beſtimmungen. 5 Aufhören der Verſicherungspflicht bei einem dauernden Beſchäftigungs⸗Verhältuniß und bei vorwiegender Be⸗ ſchäftigung in anderen Erwerbszweigen. Die Verſicherungspflicht eines unſtändigen land⸗ und forſt⸗ würthſchaftlichen Arbeiters bei der Gemeindekrankenverſicherung der Ortskrankenkaſſe des Wohnorts fällt weg: 1) wenn ſich die unſtändige(vorübergehende) Beſchäftigung in der Land⸗ oder Forſtwirthſchaft in ein dauerndes Be⸗ ſchäftigungsverhältnſß bei einem beſtimmten Arbeitgeber umwandelt; dies iſt im Zweifel anzunehmen, wenn der Betreffende ununterbrochen länger als drei Monate bei einem und demſelben Arbeitgeber in land⸗ und forſtwiſ th⸗ ſchaftlichen Betrieben oder Nebenbetrieben beſchäftigt iſt; wenn der unſtändtge land⸗ und forſtwirthſchaftliche Ar⸗ beiter vorwiegend oder dauernd zu einer die Ver⸗ ſicherungspflicht begründenden Beſchäftigung in anderen Erwerbszweigen(3. B. in Gewerben, bei Bauten) über⸗ geht. Eine vorwiegende Beſchäftigung in anderen Er⸗ werbszweigen iſt dann anzunehmen, wenn der Betreffende mehr als ſechs Monate während des Jahres in ſolchen anderen Erwerbszweigen beſchäftigt iſt. Eine dauernde Beſchäftigung in andern Erwerbszweigen iſt im Zweifel dann anzunehmen, wenn der Betreffende ununter⸗ brochen länger als drei Monate bei einem Arbeitgeber eines anderen Erwerbzweiges beſchäftigt iſt. Wenn die unter Ziffer 1 oder 2 bezeichneten Fälle vorliegen, ſo hat der Bürgermeiſter des Wohnorts die Ueberweiſung zurück⸗ zunehmen und gleichzeitig, ſofern der Betreffende nach ſeinem Beſchäftigungsverhältniſſe nunmehr bei der Gemeindekrankenver⸗ ſicherung oder Orkskrankenkaſſe des Beſchäftigungsorts zu ver⸗ ſichern iſt, der letzteren Mittheilung zu machen. 86 — § 6. Ausſchluß der anderwärts bei der Krankenverſicherungs⸗ anſtalt des Wohnorts verficherten unſtändigen land⸗ und ſorſtwirthſchaftlichen Arbeiter. Die in land⸗ und forſtwirthſchaftlichen Betrieben innerhalb des Amtsbezirks Mannheim vorübergehend Beſchäftigten, aber daſelbſt nicht wohnhaften Perſonen welche auf Grund des§ 142 des Reichsgeſetzes bei der Gemeindekrankenverſicherung oder Ortskrankenkaſſe ihres Wohnorts verſichert ſind, bleiben inſolange vom Beitritt zur Gemeindekrankenverſicherung oder Orts⸗ krankenkaſſe des Beſchäftigungsorts befteit. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffent⸗ lichen Kenntniß. Mannheim, den 27. Auguſt 1888. Stadtrath: Bräuuig. Lemp. trlokrankenkaſſe Mannheim I. Die Stelle des Kaſſen⸗ und Rechnungsführers der Ortskrankenkaſſe Mannheim., welche durchſchnittlich gegen 6000 Mitglieder zählt, iſt in Erledigung gekommen und ſoll ſofort wie⸗ der beſetzt werden. Bewerber, welche in Krankenverſicherungsweſen bewandert und in der Lage ſind eine Caution von 3000 M. zu ſtellen, werden erſucht, ſich unter Angabe ihrer Gehaltsanſprüche innerhalb 8 Tagen bei dem Unterzeichneten zu melden. 14986 Nähere Auskunſt ertheilt Herr Sekretär Katzeumaier, 1. Mannheim, den 28. Auguſt 1888. Der Vorſtand: A. A. Bräunig, Bürgermeiſter. Bekanntmachung. Nr. 11,545. Wir bringen hiermit zur Kenntniß daß der Medicamentenbezug für Mitglieder der ſtädtiſchen Krankenverſicherungs⸗Anſtalt und Stadtarme vom 1. September l. Js. an bis auf Weiteres in folgenden Apotheken zu geſchehen hat: 1) Einhorn⸗Apotheke des Herrn Aug. Hainz, R 1, 2/8. 2) Mohren⸗Apotheke des Herrn F. Bennighof, O 3,5. 3) Schwan⸗Apotheke des Herrn S. Lomnitz, E8. 14. Löwen⸗Apotheke der Frau Dr. Hirſchbrunn Wwe. (Verwalter Aſcher) E 2, 16. 5) Neckar⸗Apotheke des Herrn H. Eberhard, Neckar⸗ vorſtadt, ZE 1, 4. Die Wahl unter den eben genannten Apotheken ſteht frei. Dabei machen wir die übrigen Herren Apotheker auf§ 7 des dab. Armengeſetzes aufmerkſam. 14974 Mannheim, den 29. Auguſt 1888. Die Armen⸗ und Kranken⸗Commiſſton. Bräunig. 14986 Katzenmaier. Verdingung. Nr. 1161. Für die Kanaliſation der Neckargärten ſoll die Lieferung folgender Eiſen⸗Waaren öffentlich vergeben werden: 1. 20 Stuck Schachtabdeckungen, beſtehend aus gußeiſernem Rahmen, gußeiſernem Deckel und Schlammeimer aus ver⸗ zinktem Eiſenblech. 2. 200 Stück gußeiſerne Steigeiſen. Angebote mit Angabe des Gewichts ſind vortofrei und ver⸗ ſiegelt mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis Mittwoch, den 5 September d.., Vormittags 11 Uhr bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Die Außführung hat nach vorhandenen Muſtern zu erfolgen, welche während der Bureauſtunden eingeſehen, auf Wunſch auch leihweiſe abgegeben werden können. 14958 Mannheim, den 28. Auguſt 1888. Tiefbauamt In Abweſenheit des Vorſtandes Mayher. Zahlungs⸗Aufforderung. Von der ſtädtiſchen Umlage pro 1888 iſt auf den Heutigen ver letzte Viertheil zur Zahlung fällig um deſſen Entrichtung wir erſuchen. Mannheim, den 1. September 1888. Die Stadtkaſſe: Hoffmann. 15099 Altkatholiken-Kongress in Heidelberg im grossen Harmoniesaale. Samſtag, den 1. September, Abends 8 Uhr: Begrüßung der Gäſte; Familienabend. Geſchloſſene Sitzungen: Moutag und Dienſtag, Vormittags 9 Uhr. Zutritt für Altkatholiken gegen Löſung einer Karte. Oeffentliche Verſammlungen, in denen die hervorragendſten Führer der altkatholiſchen Bewegung ſprechen werden, Sonnutag um 5 Uhr; Montag um 8 Uhr. Zu den letzteren freier Zutritt für Jedermann. Die Gemeindemitglieder, ſowie die Freunde und Gönner unſerer Sache werden zu zahlreicher Betheiligung hiermit geziemendſt eingeladen. 15040 Der Kirchenvorſtand. Bekanntmachung. Wir haben beſchloſſen, auch in dieſem Jahre an den hohen Feſttagen, Neujahr und Verſöhnungstag, Gottesdienſt im Saale der Klaus⸗Stiftung abzuhalten, was wir mit dem Bemerken zur Kenntniß der Gemeinde⸗ mitglieder bringen, daß Anmeldungen für Plätze auf unſerer Kanzlei H 5, 9, entgegen genommen werden, und der Beſuch des Gottesdienſtes nur gegen Vorzeigen einer Einlaßkarte geſtattet iſt. 14822 Mannheim, den 27. Auguſt 1888. Der Synagogenrath. Bekanntmachung. Auf 1. September 1888 wird das ſechste Sechstel der direkten Staatsſteuer für 1888 fällig, welches längſtens bis 14. September 1888 zu bezahlen iſt. 15100 Die Steuerpflichtigen werden hierauf mit dem Anfügen auf⸗ merkſam gemacht, daß nach Ablauf dieſes Termins vorſchriftsge⸗ mäß die weitere Betreibung eingeleitet werden muß, wenn nicht inzwiſchen Zahlung erfolgt iſt. Mannheim, den 30, Auguſt 1888. Gr. Steuereinnehmerei. I. Eiche. II. Grünewald. Schafweide⸗Verpachtung. Wallſtadt(Amt Maunheim). Die hieſige Winterſchafweide, welche mit 400 Stück Schafen betrieben werden kann, wird Moniag, den 10. Septenber d. J, Vornitlags 10 Ahr, für das Jahr 188889 auf dem Rathhauſe dahier öffentlich ver⸗ ſteigert. 14885 Wallſtadt, den 25. Auguſt 1888. Bürgermeiſtetamt: Hecker. Winkerſchafweide⸗Verpachtung. Mittwoch, den 5. September d. J. Vormittags 10 Uhr wird im Rathhauſe dahier die Witterſchafwelde pro 1888/89 auf hieſiger Gemarkung, welche mit 400 Stück betrieben werden kann, in öffentlicher Verfteigerung verpachtet, wozu Steigliebhaber ein⸗ geladen werden. 15007 Feubenheim, den 30. Auguſt 1888. Der Gemeinderath Bohrmaunn. Ohmetgras⸗Verſteigerung. Die Freiherrlich von Berckheim'ſche Verwaltung Weinheim wird 15048 Montag, den 10. September 1888, Nachmittags 2 Uhr in der Reinig'ſchen Wirthſchaft zum goldenen Adler“ in Weinheim das diesjährige Ohmetgras von a. 36 Morgen 1 Prtl. 19 Rth. Wieſen auf Weinheimer Gemarkung, b. 4 Allmendwieſen, o. 21 Morgen 69 Klafter Wieſen auf Unterflockenbacher Gemarkung loosweiſe verſteigern. Weinheim, am 1. September 1888. orſchner. Ohmeigras⸗ u. Obſt⸗Verſteigerung. Vom Tröſeler Hofgute werden Freitag, den 7. September 1888, Nachmittags 1 Uhr in der Kohl'ſchen Wirthſchaft zu Tröſel verſteigert: a, 33 Looſe Ohmetgras, b. das Obſterträgniß an Aepfeln, Birnen, Zwetſchen, Nüſſen. Weinheim, am J. September 1888. Freiherrlich von Berckheim'ſche Verwaltung Forſchner. Ohmet⸗Gras⸗Verſteigerung. Montag, den 10. und Dienſtag, den 11. September ds.., jedes Mal Morgens um 9 Uhr beginnend, wird das Ohmetgras von 1150 Morgen Wieſen zu Seehof in den auf dem Gute errichteten Hallen, und zwar am erſten Tage auf dem oberen und am zweiten Tage auf dem unteren Theile des Gutes, loosweiſe verſteigert.— Steigerer in größeren Be⸗ trägen können koſtenfreie Einſcheuerungs⸗Räume erhalten.— Die früher dem Herrn Baron von Rothſchild in der Gemarkung See⸗ hof zugeſtandenen Wieſen ſind kürzlich an die Erben des ſeeligen Herrn Dr. G. Herth durch Kauf übergegangen und kommen darum von jetzt an immer der Reihenfolge der Nummern nach bei der diesſeitigen Verſteigerung mit zum Ausgebote. 15041 Ehrhardt, Rentmeiſter. 2** Fahrniß⸗Verſteigerung. Im Auftrage werden Lit. F 4, S parterre, Montag, den 3. September 1888, Nachmittags 2 Uhr, Dienſtag, den 4. September 1888, Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Ühr, nöthigenfalls Mittwoch, den 5. Septbr., Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, gegen ſofortige Baarzahlung durch Unterzeichneten verſteigert: Verſch. Küchengeräthe, Herren und Frauenkleider, Bett⸗ und Leibweißzeug, 1 Küchenſchrank mit Glasaufſaßz, 8 nußb. Bettladen mit Roſt, Roßhaarmatratzen und Polſter, Bettung, 1 Album, 2 große Spiegel in Goldrahmen und Andere, 1 Kanapee in braun Damaſt, 2 Fauteuilles, 6 Stühle, 1 Kanapee in grau Peluche mit 4 Fauteuilles und 2 Buffets, 1 Kanapee in braun Damaſt und 4 Polſterſtühle, 2 Kleider⸗ und 1 Schirmſtänder, 1 Waſch⸗ commode mit Marmorplatte, 1 amerik. und 1 Wienerrohrſeſſel, 2 ovale Tiſche nußb., 5 Pfeilerſchränkchen, 1 ſchöner Sekretair, 2 nußb. Kleiderſchränke, 1 Pendule und dergl. mehr. 15044 14925 Veter Lincker. Großherzogliche Kunftgewerbeſchule. Das neue Schuljahr 1888/85 beginnt Montag, den 1. Oktober d. J.(Schüleraufnahme 7 Uhr Abends). 14989 Der Unterricht wird in 3 Abtheilungen und nachfolgenden Lehrfächern ertheilt: Geometriſches Zeichnen, darſtellende Geometrie, Beleuch⸗ tungslehre, Perſpektive, architektoniſche und ornamentale Formenlehre, aie e de und Ana⸗ tomie, Flächenmalen bekoratives alen, Darſtellen nach der Natur, kunſtgewerbliches Zeichnen und Entwerfen, Modellieren, Ciſelieren und Gravieren, Holzſchnitzen, Stil⸗ lehre, Kunſtgeſchichte, Methodik des Zeſchenunterrichts, Kalligraphie, deutſcher Aufſat und Rechnen. Die erſte Abtheilung(Vorſchule) umfaßt zwei Jahreskurſe für ſtändige Schüler. Die zweite Abtheilung(Fachſchule—2 Jahre) um⸗ faßt vier Fachkurſe: A. Architekturkurs: Architektur⸗ und Möbelzeichnen, Metallarbeiten, Keramik und Verwandtes; B. Bildhanerkurs: Modellieren in Wachs und Thon, Holz⸗ ſchnitzen: C. Ciſelierkus: Ciſelieren und Gravieren; D. Deko⸗ rationskurs: Dekoratives Malen und figürlich⸗ornamentale Illuſtration. Die dritte Abtheilung Abendunterricht im Freihandzeichnen und Modellieren für Lehrlinge und Gewerbsgehilfen. 185 bietet die Schule Gelegenheit zur Ausbildung zum Zeichenlehrer. Anmeldungen für die erſte und zweite Abtheilung ſind bis längſtens 15. September ſchriftlich unter Beilage von Schul⸗ zc. Zeugniſſen und Zeichnungen an die Direktion einzureichen. Das Schulgeld, welches bei der Aufnahme zu ent⸗ rich ten iſt, beträgt für das Winterhalbjahr in der I. und II. Ab⸗ thellung für Reichsangehörige 25%, für Ausländer 40; außer⸗ dem haben die Schüler dieſer 2 Abtheilungen(ſtändige und Gäſte) eln einmaliges Eintrittsgeld von 10 zu entrichten. Das Schul⸗ geld für die III. Abtheilung, Abendſchüler, beträgt 10. Die weiteren Beſtimmungen über Au fnahme, Stipendien, Schulgeldbefreiung ꝛc. ſind aus dem Programm der Schule en erſehen, welches auf Erſuchen gratis zugeſtellt wird. Karlsruhe, ben 8. Auguſt 1888. 14582 1 Die Direktion. G56. Aisfftük Rotp, C J, 10. Anfang des Schuljahrs: Donnerſtag, 13. September. Aumeldungen täglich. 1441 ath Jnſtitut Porbach. Beginn des Unterrichts: 10. Sept. 7. uud 8. Septbr. 15085 Aufnahme neuer Schülerinnen. Danksagung. ür bdie vielen Beweiſe herzlicher Theilnahme an dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſerer unvergeßlichen Gattin, Mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante Frau Katharina Wolpert, nsbeſondere für die aufmerkſame Behandlung durch die Herren Dr. Winterwerber und Dr. Bertheau, den Niederbronner Schweſtern für die freundliche und iebevolle Pflege, den Freunden und der Nachbarſchaft für die zahlreichen Blumenſpenden und die Leichenbe⸗ Igleitung ſprechen wir hiermit unſern innigſten Dank aus. Mannheim, 1. September 1888. 15112 Rudolf Wolpert, nebſt Familie. 2 3 Waaren⸗Abzahlungs⸗ Oazar H1, 12 II. Stock. 22e 2 . 8 In Zkägigen, IAtägigen und monaklichen Raten. Miethverträge practische Hauszinsbüchlein stets vorräthig in der 3595 Ersten Mannheimer Typograph. Anstalt Wendling, Dr. Haas& Co. FFFUUUCCCTCTCTCT((((((TT(TTTTu 8. Seite. General⸗Anzeiger deutend vergrößert. Ich bin nun in der Lage, meinen verehrten Kunden durch große Auswahl und permanente Ausſtellung ſtets das Neueſte vor Augen führen zu können. Neben meinem bekannt gut affortirten Lager in Kurzwaaren und Beſatz⸗Artikel, Letztere ich theilweiſe ſelbſt fabrizire, ſowie den zur Schneiderei gehörigen Artikel habe ich eine ganz großartige Auswahl in Tricot-Artikel, wie: Tricottaillen, Tricotkleidchen, Tricotjäckchen, Tricotröcke für herren, ſowie Unterziehzeuge, Strumpf⸗ u. Wollwaaren jeder Art, Kinderhütchen, Corſetts ꝛc. ꝛc. Ich führe nur tadellos gute Waare und verkaufe zu ſtreng feſten, aber ſehr billigen Preiſen. 3. Septemder. Geſchäfts⸗Vergrößerung. Um ſelbſt den allergrößten Anſprüchen in vollem Maaße gerecht zu werden, habe ich mei Indem ich um gütiges Wohlwollen bitte, empfehle ich mich EINe. 3. Hochachtungsvoll n Lager, ſowie meine Geſchäftslokalitäten be⸗ — 41—3 2 Tabn telſer für Damen und Herren. Schmerzloſes Zahnziehen, dauerhafte Plomben in Gold, Silber, Cement. Ge⸗ biſſe werden ohne die Wur⸗ zeln der Zähne zu ent⸗ fernen, ſchön ſitzend, nach neueſter Methode hergeſtellt und von Morgens bis Abends 15 0 Zahn⸗ pulver das die Zähne nicht angreift und erhält. Zahn⸗ bürſten. Zahntropfen, den Zahnſchmerz zu ſtillen, 34 Pfg. Alles unter Garantie. Frau Eliſe Glöckler, 8 Breiteſtr. E 1 Nr. 5, 2. St. Sſprechſtunden jeden Tag von Morgens 7 Uhr bis Abends 8 Uhr. Sonntags auch Sprech⸗ ſtunden, Arme finden Be⸗ rückſichtigung. 14192 20000 Mk. zu 47% u. 30000 M. zu 4½% ſofort oder ſpäter auf 1. Hypoth. auszuleihen. D 6, 15. 14985 Mädchen zum Weißnähen geſucht. C 7, 11. 15000 14905 255 155 1 2 Tanz-Cursus. Derſelbe beginnt Montag, den 1. Oktober und bitte ich die geehrten Damen und Herren um baldigſie Anmeldung, wegen Zuſammenſtellung der tit. Geſellſchaften. Ferner empfehle ich mich den geehrten Herrſchaften für Pri⸗ 05 vatunterricht im Hauſe, ſowie den Geſellſchaften zum Arrangiren von Charaktertänzen auf Bällen, Familienfeſtlichkeiten und dergleichen. 14541 Hochachtungsvoll Rosa Kaltenthaler Wwe., 2. 1S5. TTTTVTVVVT—————WTWFWWꝓVTTTF Tanzi Mache hierdurch den geehrten Herrſchaften die ergebene Mit⸗ cheilung daß ich meinen diesjährigen Tanzkurſus Montag, den 3. September, Abends 8 Uhr im Saalbau cröffnen werde. Wegen Zuſammenſtellung der Geſellſchaften erſuche ich die derehrl. Damen und Herren ſich baldigſt in die bei Herrn A. Donecker, Kunſt⸗ u. Muſikalienhandlung, aufliegende Liſte gefl. einzeichnen zu wollen. Möchte noch ganz beſonders darauf aufmerkſam machen, daß ich Einzel⸗ ſowie Privatunterricht zu jeder Zeit ertheile. 18707 Hochachtend Gustav Lüner, Tanz-Institut J. Schröder, 6 2, 7. Schwarzes Lamm. 6 2, I7. Den geehrten Herrſchaften zur gefl. Nachricht, daß meine Tanzkurſe Samſtag, den 8. September, Abends 8 Uhr beginnen werden. 14059 Wegen Eintheilung der Geſellſchaften erſuche ich die verehrl. Damen und Herren ſich baldigſt in meinem Lokale(„Schwarzes Lamm“, G 2, 17) oder in meiner Wohnung anmelden zu wollen. Hochachtend J. Schröder, J 5, 9, NB. Ein Extra⸗Curſus für Bäckergehilfen beginnt Sonntag, den 16. September, Mittags 3 Uhr. Faa9 Tepeten-Manafactur F 2. 9 Friedr. Rudolf Schlegel. Reichhaltigſte Auswahl. Billigſte Preiſe. Muſterkarten auf Wunſch zu Dienſten. Geſchüfts⸗Erüffnung& Empfehlung. Einem tit. Publikum, ſowie der verehrlichen Nachbarſchaft die ergebene Anzeige, daß ich in meinem Hauſe 14981 FI1, S, Neckarrorstadt eine Küblerei errichtet habe und halte mich in allen in mein Geſchäft ein⸗ ſchlägigen Artikeln und Reparaturen beſtens empfohlen. Bernhard Braun. Eiumachgläſer und Einmachtöpfe empfehlen zu den billigſten Preiſen 14615 Gebrüder Wissler, Glas⸗, Porzellan⸗, Bürſtenwaaren⸗ und Kücheneinrichtungsgeſchäft S1 No. 4 breite Strasse. Geſchüſtsübernahme und Empfehlung. Einem hochgeehrten Publikum mache ich hiermit die ganz ergebene Anzeige, daß ich das von Frau Friedrich Gallian bisher betriebene 13419 „99 22 2* 8 N Friseur- und Parfümerie-Geschäft käuflich erworben habe und ſolches vom 1. Auguſt ab in Litera FP 29, gegenüber dem Jurlacher Hof unverändert weiterführe. Um zahlreichen Zuſpruch bittet Hochachtungsvoll Balthasar Keil. Stiſeur, P 4. 9. reitefraße In nstitut Lüner, Saalbau 3 JOSEPH DTIEAU GRAVEUR MANNHEIM- CI Nr. 5. BREITTESTRASS E bedenüner den KAUFH AUS ATELIER EINE TREPPE HOCH. SSGGSsGS 000 Zur gefl. Beachtung. 55 Wir verkaufen von Samſtag, den 1. September 3 an eine größere Partie 14998 Buntſtickereien und montirte Gegenſtände zu ſehr billigen Preiſen aus. Der Ausverkauf dauert nur einige Tage. 5 M.& E. Lein, 5 2³ 4533 Kaufhaus N I, 9. SSssssssosssasdss Bodenanstriche. Spirituslacke, Bernſteinlack, Oelfarben, Boden⸗ vel, Parket⸗Wichſe, Pinſel zc. in beſter Qualität bei Jos. Samsreither, 110741 Specialist in Farbwaaren, P 4, 12, Strohmarkt. H4,1 J. Lutz H4, lö. vorm. Lutz& Hauck Holz- und Kohlenhandlung liefert Ja, ſtückr. Ruhrer Fettſchrot für Hausbrand und Dampf⸗ keſſelheizung, Ia. gew. u. geſ. Nußkohlen, Anthraeitkohlen für amerik. Füllöſen, ſtets direct aus gedeckten Schiffen, Ia. Buchen⸗ u. Tannen⸗Brennholz, ſterweiſe ſowie centnerweiſe zerkleinert, beliebte Sorte Bündelholz, buchene Holzkohlen (Bügelkohlen) bei prompter Bedienung und billigſter Preis⸗ notirung. 11996 Prima Fettſchrot, Außkohlen, Schmiede⸗Kohlen. Anthraeitkohlen empfehlen 12221 Gebrüder Bender, 2 3, 19, Jungbuſch, Celephon Ar. 224. Neue Spezialität. Engliſche Anthracitkohlen der„Gwaun-Cae-Gurwen-Mine““(beſte bekannte Welt⸗ marke) empfiehlt als hochfeines alle Vorzüge bietendes Heizma⸗ terial für amerikaniſche Oefen in direkt importirter Ia. Waare, wovon Probezentner zu Dienſten, die alleinige Ver⸗ kaufsſtelle H7. W. Jac. Hoch. H7, 28. Telephon No. 438. 15056 Holz und Kohlen. Prima ſtückreichen Ruhrer Fettſchrot, gewaſchene und ge⸗ ſiebte Nußkohlen, Authracitkohlen vorzügliche Qualität für amerik Füllöfen, Braunkohlen Brickets Marke B, ſowie Buchen⸗ und Tannenholz und Bündelholz empfiehlt zu den billigſten Tagespreiſen. 14940 Friedrich Grohé. K 2, 12/14. Telephon No. 436. K 2, 12/(14. Panz-Instftut. Den geehrhten Damen und Herren zur gefl. Nachricht, daß der Unterricht in meinem Juſtitut im September beginnt und werden gefl. Anmeldungen von heute an entgegengenommen. Privatunterricht wird zu jeder gewünſchten Zeit ertheilt. 14099 Hochachtungsvoll J. Kühnle, A 3, 7½. Deutsches Linoleum. Fabriklager von der German Linoleum Manufaeturing Co. 14: inm Delmenhorst. 9084 Anerkannt bestes Fabrikat; Reichste Dessins- Auswahl. Ersatz für Parquetböden. Verkauf in 3 verschiedenen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Muster versendet auf Verlangen franco. A. Ciolina. Mannheim Kaufhaus. Möbeltransport. Ie Einem verehrlichen Publikum empfehle ich einen großen Verſchlußwagen zu Amzügen mit Möbelverpackung in und außerhalb der Stadt, bei billigſter Berechnung. Um geneigtes Wohlwollen bittet 9475⁵ Franz Holzer, Q 4, 89. Wein-Etiquetten liefert ſchnellſtens 14568 Adolf Bartsch, Lith. Anſt., R 4, 4. e Dampfleſſelaulage und Dampfheizung wird in einem größeren induſtriellen Etabliſſement einzurichten beabſichtigt. Man erbittet Offerten zur Ausarbeitung von Voranſchlägen ꝛc. unter Nr. 13855 an die Exp. d. Bl. 13855 Tſcgelcs Fesef-Pepfhf-Pader-höccade, welche Geheimrath Professor Dr. Leyden für weiland Se. Maj. Kaiser Friedrich III. als Frühstück-Getränk emfahl, wird mit Zusatz von Dr. Kochs“' Fleisch-Pepton nur allein hergestellt in der Dampfehokoladenfabrik von F. W. Altgelt in Crefeld. Erfinder und alleiniger Fabrikant. 12703 Preis des Pulvers M. 1,20, pr. Büchse 4 ½ Ko. Preis der Pastillen„.—, pr. Dose à ea. 100 gr. „Vor werthlosen Nachahmungen wird gewarnt““. Niederlage: Mannheim, W. Sieberg. Zur gefl. Beachtung! Wir machen die ergebene Anzeige, daß Herr Bod⸗ hatſchek nicht weiter von uns beauftragt iſt, Abonnements und Inſerate anzunehmen und Gelder füͤr uns einzuziehen. Herr Friedrich Schenk, Wredestrasse 10, III. Stock, wird für Ludwigshafen Abonnements und Inſerate für den General⸗Anzeiger der Stadt Mannheim (Mannheimer Journal) von nun an für uns entgegennehmen. Mannheim, den 12. Auguſt 1888. Hochachtungsvoll Verlag des General⸗Auzeigers der Stadt Maunhein (Mannheimer Journal). 15 Seite. General⸗Auzeiger. 3. Septemder. Mittheilung. Für das mir bisher geſchenkte Wohlwollen ſage ich meinen verbindlichſten Dank und bitte ich daſſelbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Achtungsvoll D 5, 6. Carl Schweitzer, D 5, 6. Geſchäfts⸗nebernahme ꝑ& Empfehlung. Beehre mich hiermit ergebenſt anzuzeigen, daß ich von Herrn Schweitzer die Weinwirthſchaft und Beſtauration.) 5. 6 übernommen und am 1. September eröffnen wende. Für vorzügliche Weine, gute Küche werde ich beſtens Sorge tragen. Indem ich um geneigten Zuſpruch bitte, zeichne 14906 Hochachtungsvoll D 5, 6. Gottfried Greiner, D 5, 6. Da ich 30 Jahre hindurch Weinwirthſchaft innegehabt und ſeit 2 Jahren, wie bekannt, ſelbſtſtändige Metzgerei Schwetzingerſtr. No. 12 gewiß zur Zufriedenheit meiner Abnehmer betrieben habe, ſo glaube ich auch in dieſer Richtung, ſowohl bei Eröffnung meiner Weinwirthſchaft(verbunden mit Schlachtfeſt), als auch fernerhin die Zufriedenheit der mich beehrenden Gäſte mir zu erwerben. ſirctschafts Eroffnung und Empfeſfung Freunden und Bekannten, ſowie dem verehrl. Publikum und meiner Nachbarſchaft die ergebene Anzeige, daß ich die neu hergerichteten Lokalitäten Zur Stadt Lück PF2., 1 den 1. September eröffnen werde. 14826 Empfehle vorzügliches Bier aus der Bad Aktienbrauerei, reine Weine, ſowie kalte und warme Speiſen zu jeder Tageszeit. Um recht zahlreichen Zuſpruch bittet Achtungsvoll 28 Jacob Lieser. Specialität in Oefen und Kochherden F. H. ES CH, B I, 2, Breitestr. Fabrik und Handlung aller Arten Oefen insbesondere Irischer, Amerikaner etc. für ununterbrochene Hejzung. 14830 Roeder'sche u. a. Kochherde. Die Pfaffnähmaß chine unterſcheidet ſich von allen andern vortheilhaft dadurch, daß ſie nur ſolche Neuerungen und Ver⸗ beſſerungen beſitzt, die wicklich practiſchen Werth haben und nicht durch nutzloſe Spielereien die nur zu marktſchreieriſchen Reklamen dienen, ſich einzuführen ſucht. Die Pfaffnähmaſchine zeichnet ſich durch exacte Arbeit und vortreffliches Material, durch Dauerhaftigkeit und überraſchend ſchöne Ausſtattung ganz beſonders aus. Die Neuerungen, als vollſtändig geräuſchloſer Gang, — Jadengeber, hoher Durchgangsraum ſind Meiſterſtücke praktiſcher Erfindung und für die heutigen Bedürfniſſe geradezu unentbehrlich. 12256 Hauptniederlage für das Großherzogthum Baden bei Martin Decker, Maunheim A 3, 4. EEETEEBEHET 8 4,16 AnStalt EHHHHEAHNHHHEHHN 4 0 Milchkur⸗Anſtalt 9 Dettweiler. Verehrlichem Publikum bringe meine 11lehngkEur im empfehlende Erinnerung. 13655⁵ Intereſſenten lade ich zur Beſichtigung meiner neu eingerichteten Stallungen ergebenſt ein, welch' letztere ſich im zweiten Stock befinden, mit den neueſten Einrichtungen verſehen ſind und alle praktiſche Erfahrungen auf dieſem Felde umfaſſen. Recht zahlreichem Beſuche entgegenſehend, empfehle mich beſtens. J. Dettweiler. demes Nahiprochuſc. Billigstes, uncl leicht ver⸗ aulichstes Speisefel Gleich vorzüglich⸗ 1 parsamer Wie ſedes audere Feltwell vollständlig Wasserkrel. Versandt in kassern von 150 Ke, Kübel von 50,2512½ Ko. Posfsendungen von%½ Ro uiter Nadlmahme. können keine Berückſichtigung mehr finden. Stets friſchen Cafs. 118161 Gewerbe⸗ und Juduſtrie⸗Verein Mannheim. Vom Großherzoglichen Miniſterium des Innern iſt uns fol⸗ gender Erlaß zugegangen: Miniſterium des Innern. Karlsruhe, den 4. Auguſt 1888. Die Verwilligung von ſtaatlichen Beihülfen zum Beſuch von Fach⸗ ſchulen betreffend. An die dem Landesverbande angehörenden Gewerbevereine. Den Gewerbevereinen bringen wir zur Kenntniß, daß wir mit der Bewilligung von Beihilſen zum Beſuch von Fachſchulen an mindervermögliche Gehilfen und unter Umſtänden auch an Meiſter unter den ſeitherigen Bedingungen fortzufahren gedenken. Wir erſuchen die Gewerbevereine, wie bisher, in den bethei⸗ ligten Kreiſen dies bekannt zu geben, da, wo Arbeiterbildungs⸗ vereine beſtehen, auch dieſe davon zu verſtändigen und bei ihnen einkommende Geſuche mit gutächtlicher Aeußerung bis ſpäteſtens 1. Oetober l. Js. uns vorzulegen. Der Minſterialdirektor gez. Eiſenlohr. Indem wir hiermit obigen Erlaß den erwähnten betheiligten Kreiſen zur gefl. Kenntnißnahme bringen, erſuchen wir diesbezüg⸗ liche Bewerbungen bis ſpäteſtens 20. September l. Is. an uns gelangen zu laſſen. 14808 Mannheim, 27. Auguſt 1888. Gewerbe- und industrie-Verein Bouquet. Radfahrer⸗Perein Mannheim. Sonntag, den 2. Sept. Ausfahrt nach Worms ziur Sedanfeier daſelbſt. Die Apfahrt findet präzis 1 Uhr an der Schloßwache ſtatt und bittet die verehrl. Mitglieder um vollzähliges und pünktliches Er⸗ ſcheinen. 15089 Der Vorſtand. Kaufmänniſcher Keel, lee Ae, Sienograßhli:⸗Elul für einzeilige Kurzſchrift Mannheim. Einladung zu der am Dienſtag, den 4. Sept. d. Is., Abends ½9 Uhr im Lokale ſtattfindenden 15065 ordentlichen Monats⸗Verſammlung. Wir bitten unſere verehrlichen Mitglieder um pünktliches zahlreiches Erſcheinen. Der Vorſtand. Kaufmänniſcher Verein. Abtheilung für Anterricht. Am 15. September eröffnen wir neue(Anfangs⸗)Kurſe für franzöſiſche, engl., ital. und ſpaniſche Sprache, Buch⸗ haltung, Kaufm. Rechnen, deutſche Orthographie und Stil, und praectiſche Chemie. chriftliche Anmeldungen wolle man möglichſt bis 10. September einreichen. Meldungen nach dem 15. September 13974 NB. Die Theilnahme an unſeren Unterrichtskurſen dispenſirt Der Vorſtand. Kaufmänniſcher Verein. Abtheilung für Ankerricht. Beim Beginn des I. Terlials unſeres Schuljahres(Septem⸗ ber—Weihnachten) können in die beſtehenden Unterrichtskurſe für franzöſiſche, engliſche und ſpaniſche Sprache noch Theil⸗ nehmer(mit den entſprechenden Kenntniſſen verſehen) eintreten. 13973 Der Vorſtand. Hotel, Café-Restaurant National vis--vis dem Hauptbahnhof. Schönstes Lokal Mannheims. Vorzügliche Reſtauration. 1 Münchner Bier. Reine Weine. Mittagstiſch Couvert M..20 und M..—, im Abonnement billiger. Hochachtungsvoll R. VoiSt. vom Beſuche der Fortbildungsſchule. ir Cigurren uud Fabaßfabriß Tür Cigarren⸗ und Cabakfabriken! Vom 9. Auguſt ab tritt das„Geſetz betr. die Einrichtung und den Betrieb der zur Anfertigung von Cigarren beſtimmten Anlagen“ in Kraft. Der nach dieſem Geſetze in jedem Lokale von Tabak⸗ und Cigarrenfabriken ſichtbar anzu⸗ bringende„Auszug aus den Beſtimmungen des Bundes⸗ raths vom 9. Mai 1888“, ſowie die in gleicher Weiſe an⸗ zuſchlagenden Tafeln, enthaltend„die Raumperhältniſſe ꝛc. der betr. Lokale“ ſind im Verlage der Unterzeichneten erſchienen und gegen Einſendung von je 10 Pf. pro Stück zu beziehen. Erſe Maunheimer Aypographiſche Auftalt Wendling, Dr. Haas&. Co. 13255 Geſchüfts⸗Eröſfnung und Empfehlung. Hiemit mache ich dem hieſigen, ſowie auswärligen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in meinem Hauſe Schwetzinger⸗ ſtraße No. 69 am Samſtag, den 1. September eine Ninds⸗- u. Schweinemetzgerei eröffnen werden. Es wird mein eifrigſtes Beſtreben ſein, meine werthen Abnehmer mit nur guter Waare zu bedienen und bittet um geneigten Zuſpruch. Hochachtungsvoll 6. Kälble, Metzger, 14939 vorm. in Heidelberg. Zur gefl. Beachtung. Ich werde das Geſchäft wie früher auf eigene Rechnung weiter führen. Hochachtungsvollſt 3, 6. Karl Mauer, S 14378(früher bei W. Landes.) Singverein. Dienſtag, den 4. September Abends 729 Uhr Wiederbeginn der regelmäßigen Proben. Um pünktliches und vollzäh⸗ liges Erſcheinen bittet 15046 Der Vorſtand. Möbellager von 14012 J. Schönberger, 1 4, 13 empfiehlt ſein großes Lager in allen Sorten Kaſten⸗ u. Polſter⸗ möbel, Spiegel, Betten, Ma⸗ trazen ꝛc. in guter Arbeit und billigen Preiſen. Goldene Gerſe, I 1,13. Oelfarben, Schellack⸗Bodenlack, Beruſtein⸗Bodenlack in allen Farben, Leinöl, roh und gekocht, Terpentinöl, Wachs, Parquetbodenwichſe, Stahlſpähne, Putzſchwämme billigſt in beſten Qualitäten empfiehlt 15071 Friedr. Becker. Naphtalin Camfer Inſectenpulver Carbolſäure Carbolſaurer Kalk Eiſenvitriol Chlorkalk empftehlt billigſt in beſter Qug⸗ lität 15072 Triedr. Becker, D 4, I. Hppothekendarlehen zu 4¼8%, in größeren Beträgen zu%, beſorgt prompt u. billig Ernst Weiner, 5 6, 15. eintransportfaß von 20 bis 600/50 J Liter, ovale /, ½ u. Stückfaß, eine große Parthiegebrauchte, ſehr gut erhaltene Weinfaß verſchie⸗ dener Größe billigſt zu verkaufen in der Küferei von 14140 P. Schumm, U. 4, Ble SGoldene Gerſte. Zu gutem Mittagstiſch werden noch einige Abonnenten angenommen. 13836 Zum Krauteinſchneiden in und außer dem Hauſe empftehlt ſich bei billiger Bedienung B. Bonsch, 14527 ZA 1, 1, Neckargärten. Das Einrahmen von Bil⸗ dern, Spiegeln u. Braut⸗ kränzen wird ſchnell u. billig beſorgt bei 14175 H. Hofmann, G 3, 11a. Zum Waſchen und Bügeln wird angen. H 6, 10 im Hof rechts. 13498 Wäſche zum Waſchen und 13729 JGlanzbügeln wird fortwährend angenommen und billig beſorgt H 5, 4, 4. Stock. 13478 Klavier gutes, für 60 M. zu verkaufen. P 1, 3, 1. St. 15111 Eine ſpauiſche Wand wird zu kaufen geſucht. 15017 F 5, 27, 3. Stock. K 1 Sb 2 freundl. Wohn⸗ 9 ungen m. pracht⸗ voller Ausſicht, je 5 Zimmer u. Zubehör mit Gas⸗, Waſſer⸗ und elektr. Leitung preiswürdig zu verm. Näheres parterre. 15086 N65, Laden(Bureau) kleines Magazin und großer Keller z. v. 15090 N6, 2. Stock, 7 Zimmer, Küche, 2 Manſarden mit Gas⸗ u. Waſſer⸗ leitung per ſofort z. v. 15091 7 9 2 Neckargärten, 20 30 eine gute Schlafſtelle zu verm. 15066 Penſionanerbieten. Knaben oder Mädchen, welche hieſ. höhere Lehranſtalten beſuchen, erhalten gute Penſion bei einer Lehrerfamilie. 15109 Näheres in der Expeb. d. Bl. Chering (H. Sp. eingravirt) im Verlag. perloren. Abzugeben 1509 8. Seite General⸗Anzeiger. 3. Septemver: Spezial-Bett-und Bettausstattungs-Geschäft 125. Moriz Schlesinger. 02, 23. Pun heute an ſowie während der Aunen friſ von— — 2u r Holländ. Kugelkäſe(ächten Edamer) 100 Pf. per Pfund, bei von ganzen Kugeln 90 Pf. per Pfund. Wir machen Wirthe, Reſtaurateure, Hoteliers auf genannte Offerte beſonders aufmerkſam. 1802 Sebrüder Eaufmann,&2, 1. WFFFFTCC h 1, 13. Jur noch bis ö. Septenber. h, 13. Herrenhemden nach Maass. Total-Ausverkauf Eute Enalifät. Lolide Arbrit. Jadeliſer Lit. 7. C. Spock. c 7. wegen vollftändiger Geſchäftsaufgabe unker Jabrikpreiſen. a leengeſhen,. le CSlgarren in größter Auswahl, wunderbar ſchönem Sortiment und aller⸗ beſten Qualitäten empfiehlt 14903 P 5, 15. Heinrich Schneider P 5, 15. Nach auswärts Frauco⸗Verſandt. Pianino's, Flügel, Harmoniums von Bechſtein, Berdux, Blüthner, Lockingen, Mand, Leinen- und Baumwollwaaren. Steppdecken von M..50 an. Wollene Schlafdecken, Bügeldecken. Handtücher, Tiſchdecken, Theegedecke, Servietten, Taschentücher, Stickereien. Matratzendrelle, Barchent, Federleinen. Federn, Daunen, Rosshaare. Schwechten, Schiedmaher, Seiler ꝛc. empfiehlt 9082 Damenhemden von M..20 bis M..— A. Hasdenteufel Damenhoſen von M..10 bis M..— 0 2, 10. Mannheim 0 2, 10. E Damen-Nachtjacken und Nachthemden. Kunſt., Muſtkalien⸗ und—— Weiße Damen⸗ und Kinderröcke. 14828 Kinderhemden und Hoſen, Knabenhemden. Alles prima Elsässer Stoffe und feinste Arbeit. 27. Vorſtellung 4 — den 2. Sept. 1888 K außer Abonnement. Vorrecht der A⸗Abonnenten. W. Freymann, vormals Zeteler Weberei, Janssen& Co. D 1. 13 im des enee Kelller D 1, 13. Der Bigeunerbaron. ——— 5 Operette in drei Akten nach einer Erzählung des Mauruß (Mit aufgehobenem Abonnement.) Zweites Geſammt⸗Gaſtſpiel der Geſellſchaft des e Carl Schultze⸗Theaters von Hamburg unter Direction von Herrn L. Stauber, Jokai, von J. Schnitzer. Muſik von Johann Strauß. In Scene geſetzt von Direktor Stauber. 9 Dirigent: R. Dellinger. 8 bl fff f 6 01 T a 2 II Graf Peter Homonay, 3 0 des Temeſer ne 2 11 5——5 e Conte Carnero, königl. Komm är oritz Sternau. Mey 8 Stoff kr agen sind keine Papier Sandor Barinkay, ein jung. Emigrant Jerome Lenoir. b denn sie sind mit wirklichem e e ee 1 züchter im Ban 8. 8. a Webstoff vollständig überzegen, Arſena, ſeine Tochten Alma Nitſch. haben also genau das Aussehen von Mirabella, Cnchan in Hauſe Leinenkragen; sie erfüllen alle An- Zſupans uveline Breit. forderungen an Haltbarkeit, Billig- Otlokar, ihr Sohn Bernhard Roſen. keit, Eleganz der Form, be Czipra, Zigeunerin Albertine Stegner.* HRRZOG FRANKLIN kel Danz der Form, bequemes IINCOLN B WAdNER Safft, Zigeunermädchen Soſte Link. U Dtzd. M.—.88. Dtad. M.—.60. Sitzen und Passen. Dtzd. M.—.55. Dtud-Paat M..20. Pali 25 Morway. — Jeder Kragen kann eine Woche lang getragen werden. Ferko Emil bagk. Mihaly J Zigeuner(e Mirtſch. Janeſt Rudolf Frenzel. Fabriklager von Mey's s Stoffkragen in: von Wien Feodung. Mannheim: f. C. Menger, M 2, I.— Gebrüder Meigel, 2E l, 4½ 0. 3, 1o und el Se daneb8 ck gelng f RKäferthal.— A. Herzberger, D 4, 8.— Aug. Dreesbach, U l, 9.— Louis Schimmer, 915 Jee Zſupan's Knecht Wicn Le E oder direct vom 9 8 8 f 5 Irma Herm. Serpenthin. Versand-Geschäft MET X EDLICI, Leipzig- Plagwitz. E Katicza Emma Seewald. Arſena's Freundinnen Neueste Faęeons:;: Fue Dea emann. Etelka Bertha Stix. Gedoppelte Stehkragen. Gedoppelter Stehkragen. Jolan Martha Stephani Neues System, gesetzlich geschützt! Specialität für die Herren Geistlichen. Illa Ida Venthold—5 Leis Aufranten in den Lanten mebr! Vorderansicht. Rückansicht. Gyuri Hermine Wismar. — g ſe Sch 1011 alman uguſte mechel. Matyas 1 Junge Eſikos Alma Rambow. Dénes Gertrud Hellmer. Marton Bertha Perger. GOETHE. ScHILIER. RMISCH COLLAR. Schiffsknechte, Bauern, Zigeuner, Zigeunerinnen, Zigeuner⸗ Vordere Höhe ca. 5 Om. Vordere Höhe ea 4½ Om. Ca. 3½ Cm. hoch. kinder, Trabanten, Grenadiere, Huſaren, Marketenderinnen, Dtzd. M.—.90. Dtzd. M.—.80. Dtzd. M..20. Pagen, Hofherren, Hofdamen, Rathsherren, Volk. — NB. Man verlange Mey s Stoff⸗ Ort der Handlung: 1. Akt im Temeſer Banat, 2, Akt in einem Zigeunerdorfe ebendaſelbſt, 3. Akt in Wien. Aufang 7 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. Kaſſenöffn. ½7 Uhr. Großte Preiſe. EF wäsche und achte genau auf 5 gedruckte Fabrik-Marke. die jeder Schachtel auf⸗