(Badiſche Volkszeitung.) m der Poſtliſte eingetragen unter 9 Nr. 2249. 5 Abonnement: 50 Pfg. monatlich, Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 pro Quartal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 40 Pfg. Einzel⸗RNummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfg. der Stadt Mannheim und Umgebung. (98. Jahrgang. Journal. Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint täglich, auch Sountags; jeweils Vormittags 11 Uhr. (Mannheimer Volksblatt.) Telegramm-Adreffe: „Journal Maunheim.“ Verantwortlich: Chef⸗Redakteur Julius Katz. Für den nſeratentheil: K. Apfel. Notationsdruck und Dr.§. Haas ſchen ch⸗ druckerei, Das„Mannheimer Journal“⸗ Eigenthum des katholtſchen Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Mannheim. —.— +.—— Unſere heutige Nummer beſteht aus vier Blättern mit zuſammen 24 Seiten. 1. Hauptblatt: Locales, Feuilleton, Telegramme und andel. 2. Beilage:„Im Kampf um's Daſein“; Bekanntmachung Großh. Bezirksamtes die Handhabung der Baupolizei betr. 3. Beilage:„Ein Drama auf offener See“; das neue e Theater und Kunſt U. J. w. 4. Beilage 9 Firma Gebrüder Kaufmann, Der demokratiſch⸗ultramontane Herzensbund, der, trotz ſeiner Unnatürlichkeit, von gegenſeitigen Liebes⸗ bezeugungen überfließt, iſt durch die große nationalliberale Freiburger Verſammlung in tiefe Trauer verſetzt worden. Alle die kleinen Mittelchen aus der journaliſtiſchen Haus⸗ Apotheke verhelfen nichts gegenuͤber der überwältigenden Demonſtration des badiſchen liberalen Volkes; ſelbſt mit der Lüge iſt diesmal den Thatſachen nicht beizukommen. Die„Straßburger Poſt“, ein Blatt, das wegen ſeiner liberalen, unabhaͤngigen Haltung auch in Gunſt bei unſeren Demokraten ſteht und demnach ein unverdächtiger Zeuge iſt, ſpöttelt über die„komiſche“ Bundesgenoſſenſchaft der Demokraten und Ultramontanen, welche ſchließlich zu der Meinung verleiten könnte, die deutſche„Demokratie“ ſchwärme für Kapuzinerklöſter und für die Wiederher⸗ ſtellung des Kirchenſtaates. In der That ſchwärmt ſie aber nur für Schwächung einer ſtarken cen⸗ tralen Führung des Deutſchen Reiches und in innerbadiſchen Verhältniſſen für eine Untergrabung der liberalen Kammermehrheit. Dieſer hinkende Bund gibt unſerem inneren Kampfe ſeine heitere Seite, der man ſich um ſo herzlicher hingeben kann, als ja zum voraus feſtſteht, daß auch dieſer Jammerbund nicht aus⸗ reicht, dem buͤrgerlichen Rechtsſtaate gefährlich zu werden. Im Gegentheil iſt die badiſche Demokratie gerade durch ihre ultramontanen Bündeleien von Jahr zu Jahr um ihre beſten Kräfte und um ihren geiſtigen Einfluß im Parteileben gekommen. Sie hat in der Kammer ſo gut wie gar keine Vertretung mehr und ihre Lage wird ſicher nicht beſſer werden durch die Tonart, in welcher ſie, ge⸗ meinſam mit der Centrumspreſſe, über die Redner der Freiburger Verſammlung herfällt. Männer wie Kiefer Fieſer und die anderen liberalen Redner, die feſt erprobt und hochgeachtet im öffentlichen Leben ſtehen, lachen über ſo tief ſtehende Beſudelungsverſuche, und unſere Bevölker⸗ ung iſt in allen ihren Schichten von beſſerem Stoffe, als daß undesinficirte Preßangriffe auf Weſen und Talent unſerer erſten Parlamentarier für ſie einen Magnet bilden könnten. Auch jener Schimpfton iſt übrigens faule Frucht der confeſſionellen Verhetzung, zu der unſere„Demokraten“ ihr gutes Theil beitragen. Wäre die publiziſtiſche Vertretung, deren ſich die an den Rockſchößen des Ultramontanismus und der Sozialdemo⸗ kratie haͤngende Demokratie„erfreut“, nicht gar ſo poli⸗ tiſch erbärmlich und in ihren Verſtandeskräften getrübt, man könnte wahrlich über die Auswüchſe der demokrati⸗ ſchen„Welt“⸗ und der ihr nachbetenden Afterpreſſe erboſt ſein; ſo aber erſtreckt ſich das Intereſſe, das man dieſen Blättern entgegenbringt, nicht über den Courszettel hin⸗ aus. Das deutſche Volk mag von dieſen demokratiſchen Volksbeglückern ſo wenig wiſſen, wie alle wirklich liberalen und aufgeklärten Kreiſe vom Centrum. Aber als ein Zeichen tieftraurigſter politiſcher Verkommenheit muß die Unter⸗ ordnung der„Demokraten“ unter die Zuchtruthe der reaktionärſten Macht, des Centrums, gebrandmarkt werden. Generallieutenant v. Degenfeld 7. Herr Generallieutenant z. D. v Degenfeld, Reichs, ragsabgeordneter für den 7. badiſchen Reichstagswablbezirk und Präſident des Badiſchen Militärvereinsverbandes iſt geſtern früh in Karlsruhe an einer Lungenentzündung geſtorben. In dem ganzen badiſchen Lande, in welchem Generallieutenant v. Degenfeld eine allgemein bekannte und verehrte Perſnlich⸗ keit war, beſonders in den Kreiſen der gevienten Soldaten, die mit treuer Anhänglichkeit ihrem ebemaligen Führer zuge⸗ than waren, wird dieſe Nachricht einen ſchmerzlichen Eindruck machen. Hat doch Generalljeutenant v. Degenfeld in ſeinem ereignißvollen und arbeitsreichen Leben alle Kräfte dem Wohle des Vaterlandes gewidmet. Geboren am J. Februar 1816 zu Gengenbach, trat Degen⸗ ſeld 1833 in das 3. badiſche Infanterieregiment, wurde 1836 zum Offizier ernannt und in das Leibgrenadierregiment ver⸗ ſetzt. Im Jahre 1845 wurde er Hauptmann im 1. Infanterie⸗ ꝛegiment und 1858 Major im Leibgreuadierregiment in Geleſente und verbrritette Zeitang in Monuheim und Regimentskommandeur aufſtieg. Im deutſchen Kriege von 1866 führte er das Regiment und nahm an den Ge⸗ fechten von Hundheim, Werbach und Gerlachsheim theil, wurde 1868 zum Generalmajor und Commandeur der 2. Infauteriebrigade befördert und führte dieſe Brigade im deutſch⸗franzöſiſchen Kriege vom 16. Auguſt bis 27. September 1870 vor Straßburg. Am 1. Oktober 1870 wurde Degenfeld nach dem weſtlichen Abhange der Vogeſen entſendet, um die ſich dort ſammelnden Freiſchgaren zu zer⸗ ſtreuen; er rückte im Thale der Meurthe aufwärts, trieh in den Gefechten bei Raon'Etape und Nompatelize größere Abtheilungen Franctireurs auseinander, vereinigte ſich bei St. Die mit der Hauptmaſſe des neugebildeten 14. Armee⸗ Corps unter General v. Werder, deſſen Vorhut er zuletzt geweſen, ſchlug am 22. Ottober bei Etuz am Ognon die Diviſton des Generals Cambriels, am 26. Oktober bei Pas⸗ ques unweit Dijon die Garibaldianer und, vereint mit der Brigade des Prinzen Wilhelm von Baden bei Nuits die Diviſion des Generals Cremer. In der Schlacht au der Liſaine befehligte Degenfeld vom 15, bis 17. Januar 1871 den rechten Flügel der deutſchen Stellung, vertheidigte Villerſexel, mußte am 16. Januar vor überlegenen Maſſen, welche ſeinen rechten Flügel umfaßt hatten, zwar nach zehn⸗ ſtündigem Kampfe Chenebier räumen und nach Challon⸗ villars zurückgehen, nahm jedoch am folgenden Tage die verlorene Stellung wieder ein. Am 1. Juli 1871 trat er als Commandeur der 56. Infanteriebrigade in den Verband der preußiſchen Armee, ſchied jedoch am 18. Oktober 1871 85 1 harakter als Generallieutenant aus dem activen ienſte. Dem Reichstage gehörte Freiherr v. Degenfeld erſt ſeit den letzten Wahlen als Mitglied der nationalliberalen Fraktion an und er darf das Verdienſt für ſich in Anſpruch nehmen, daß er noch in den letzten beiden Jahren ſeines Lebens eine neue patriotiſche Pflicht auf ſich genommen und ihrer gewiſſenhaften Ausübung die letzten Kräfte ge⸗ widmet hat. Das Präſidium des Badiſchen Militär⸗ vereinsverbands erläßt folgende Bekanntmachung: „Der I. Präſident unſeres Landesverbandes, Herr General Frhr. v. Degenfeld, iſt verſchieden. Die Militärvereine des Landesperbandes werden es ſich zur Ehre rechnen, ihrem hochgeehrten, langjährigen Präſidenten das letzte Geleite zu geben. Den Vereinen iſt Gelegenheit geboten, ſich an der Trauerfeier in Weiſe zu betheiligen; ſie eröffnen den Trauerzug vom Sterbehauſe zur Stadtkirche Farlsruhe) und nehmen daſelbſt am Trauergottesdienſte Theil. Die Trauerfeier in Karlsruhe findet Sonntag den 18. d.., Nachmittags 2 Uhr ſtatt. Die Militärvereine, bezw. die Ab⸗ ordnungen derſelben, verſammeln ſich um 1¾ Uhr am Mün Nd Ecke der Karl⸗ und Stephanienſtraße. Die Mitglieder der Centralvertretung und die Vorſitzenden der Gau⸗ und Bezirksverbände verſammeln ſich gegen 2 Uhr im Hauſe des Herrn Major Frhrn. v. Schilling, tephanien⸗ ſtraße 22, und werden ſodann unmittelbar vor dem Leichen⸗ wagen Aufſtellung nehmen. Im Wunſche des Verſtorbenen liegt es daß Blumenſpendenunterlaſſen werden. Mit Großh. Generaldirektion der Staats⸗ Eiſenbahnen wird den Mitgliedern der Militärvereine, die ſich durch das Verbandsabzeichen legitimiren, die für Landes⸗ und Gauverbandsverſammlungen übliche Fahrpreiser⸗ mäßzigung gewährt. Am Montag Mittag um 2 Uhr findet die Beiſetzung in der Familiengruft zu Neuhaus bei Grom⸗ bach(Amt Sinsheim) ſtatt. Die Vereine des Bezirksver⸗ bandes Sinsheim und ſonſtige näher gelegene Vereine ſind eingeladen, ſich an dieſer Feier zu betheiligen. Der Gauver⸗ bandsvorſtand, Herr Oberamtsrichter Schindler in Sins⸗ heim, wird das Weitere hierwegen veranlaſſen. Politiſche Ueberſicht. Manuheim, 17. November, Vorm, Kaiſer Wilhelm hat in Breslau mit einem Worte allen Zweifeln über ſeine Stellung zu den Kartellparteien ein Ende bereitet. Der Kaiſer äußerte nämlich nach einem Berichte der„Schleſiſchen Zeitung“ beim Empfange auf dem Bahnhofe zum Oberbürgermeiſter Dr. Friedensburg wörtlich:„Ich freue mich, daß in Breslau gute Wahlen ſtattgefunden und daß zum erſten Mal die Kartell⸗ parteien den Sieg davongetragen haben.“ Es wird natürlich in der oppoſttionellen Preſſe an Hin⸗ weiſen auf die über den Parteien ſtehende Perſon des Monarchen nicht fehlen— natürlich in geſchickter journaliſtiſcher Verdrehungsweiſe, damit den Herren der Oppoſition nicht etwas Menſchliches paſſirt. Alle Freunde der Ordnung werden aber den Worten des Kaiſers zu⸗ ſtimmen, der es— wie in Berlin, ſo auch anberwͤrts — verſchmäht, ſich von politiſchen Perſonen bei öffent⸗ lichen Anläſſen in überſchwenglicher Weiſe anſprechen zu laſſen— von denſelben Perſonen, die ſich ſchon am nächſten Tage in ſtrammſter Oppoſition gegen alle ſeine Regierungs⸗ grundſatze wieder befinden. Die Präſidentenwahl ſoll im Reichstag gleich am folgenden Tage nach der Eröffnung erfolgen. In Abgeordnetenkreiſen zweifelt man nicht an Levetzows Wahl. Der Etat wird dem Reichstage ſofort zugehen und vorausſichtlich ſchon am Montag den 26. Nov. der erſten Leſung unterzogen werden. Weder der Militär⸗ noch der Marine⸗Etat ſollen nennenswerthe Mehrforder⸗ welchem er 1880 zum Oberſtlieutenant und 1865 zum Oberſt ungen enthalten. Betreffs der Martne dürften dieſelben a Iaeng Sonntag, 18. November 1888. in einer eigenen Geſetzesvorlage nachkommen und dann für das naͤchſte Etatsjahr durch einen Nachtragsetat be⸗ ſtimmt werden. Die Mißſtimmung im„freiſinnigen“ Lager wird bis auf Weiteres auf Befehl des Oberſtkomman⸗ direnden Eugen Richter nicht zum Ausdruck kommen. Die Leute haben ſich unter ſeiner Regierung glücklich zu fühlen, zu gehorchen und den Mund zu halten. Punktum! Und die tapferen Mannesſeelen verſchlucken ihren In⸗ grimm und ſchwören wieder auf die Ehrlichkett und Fähigkeit des Parteiverderbers Richter! Es ſſt eine all⸗ gemein bekannte Thatſache, daß gebildete, angeſehene und politiſch urtheilsfähige Männer, welche früher zur Fort⸗ ſchrittspartei zählten, allen Bitten gegenüber, ein Mandat für den Reichstag oder Landtag anzunehmen, in ent⸗ ſchiedenſter Ablehnung verharrten. So iſt es gekommen, daß die wenigen Sitze, über welche der deutſchfreiſinnige Parteireſt verfügt, zum größten Theil bei Leuten bleiben, welche, ſo wenig bedeutend als möglich, ſich der Diktatur des Herrn Richter um ſo gefügiger zeigen, als ſie ihm ſich zu größtem Danke verpflichtet fühlen. Die Einen oder die Anderen wiſſen zwar ſehr gut die abgeſtandenen fortſchrittlichen Phraſen wieder zu verarbeiten, welche ihnen ihr Vorgeſetzter im„Katechlsmus“ der Partei zum Auswendiglernen aufgibt, aber jede nicht vorgeſehene Frage, jede nicht vorher beſtimmte Antwort ſetzt ſie in die größte Verlegenheit. So oder ähnlich verhält es ſich mit den meiſten„parlamentariſchen Größen“ der Fort⸗ ſchrittler, welche die Claque bilden, falls ihr„Chef“ eine ſeiner„großen Reden“ vom Stapel läßt.— Es iſt Einer des Anderen werth. Der öſterreichiſche Katholikentag, welcher vom 26. bis 29. November hätte ſtattfinden ſollen, iſt bekanntlich bis auf Weiteres vertagt. Zu den beſtehen⸗ den Vermuthungen, als fände man es unthunlich, bei der jetzigen Lage der inneren öſterreichiſchen Politik die ſehr weitgehenden Berathungsgegenſtände des Katholiken⸗ tages in Verhandlung zu nehmen und als wollte Prinz Liechtenſtein ſein reaktionäres Schulreform⸗Projekt ein wenig mehr ausreifen laſſen, kommt auch noch die Wahr⸗ ſcheinlichkeit, daß die Anmeldungen nicht den Erwartungen der Einberufer entſprachen. Es iſt eben leichter, einen pompöſen Aufruf zu erlaſſen, als die ernſten Leute zu finden, welche ſich für die poli⸗ tiſchen Ideale der Ultramontanen einſetzen. Das Regierungsjubiläum des Königs von Dänemark hat auch für Deutſchland geſchichtliche Bedeutung: der am 15. Novobr. 1863 erfolgte Tod des däniſchen Königs Friedrich VII. löſte die ſtaatsrechtliche Verbindung Schleswig⸗Holſteins mit Dänemark und brachte dadurch in der„deutſchen Frage“ den Stein ins Rollen. Vor 25 Jahren begann die Ent⸗ wickelung, welche mit der Kaiſer⸗Proklamation in Verſailles ihren Abſchluß erreichte * Ruſſiſche kirchlich⸗politiſche Beſtrebungen. Zum zweiten Mal in dieſem Jahre befindet ſich der Ruſſiſche Kammerherr von Jswolski in Rom, um mit dem Papſte über die Anbahnung beſſerer Beziehungen zwiſchen Rußlaud und dem Vatikan zu unterhandeln, nachdem die erſte Miſſion vollſtändig geſcheitert war. Die„Nordd. Allg. Ztg,“ bat die Auffaſſung zurückgewieſen, als ob eine Ver⸗ ſtändigung Rußlands mit dem Papſte auf einen Gegenſatz egen Deutſchland hindeute und iſt in ihrem Wider⸗ pruche ſoweit gegangen, eine Solidarität der deutſchen und ruſſiſchen Intereſſen in dieſer Richtung zu behaupten, ſo daß eine antiruſſiſche Stellung des Papſtthums auch Ausſtrahl⸗ ungen nach Preußen würfe und päpſtliche Zugeſtändniſſe an Rußland uns zu Gute kämen. Wir laſſen dahingeſzell ſein, ob darin mehr Feedaf oder Wirklichkeit liegt, ſind aher damit einverſtanden, daß die Annäherung der ruſſiſchen Re⸗ gierung an den Vatikan keineswegs auf kriegeriſche Abſichten und das durch dieſe erklärte Bedürfniß, die Katholiken m Ruſſiſchen Reiche zu verſöhnen, bezogen zu werden braucht. Nicht auf Einwohner Rußlands iſt die Bemühung den Papſt zu verſöhnen, gemünzt, ſondern auf Einwohner Oeſterreichs. Die katholiſchen Slaven ſollen gewonnen werden, der Zar will am Balkan mit dem Zauber des Alten von den ſteben Bergen wirken. Höchſt bemerkenswerth iſt das wiederholte 95 er von ruſſiſcher, die Zurückhaltung auf päpſtlicher Seite, offen⸗ bar herrſcht im Vatikan großes Mißtrauen. Seit dem ſtrengen Einſchreiten der ruſſiſchen Regierung in Polen nach der Niederwerfung des letzten Aufſtandes legt man in Rom auf kleine Conceſſionen kein Gewicht; bevor von einem rledensſchluſſe die Rede ſein kann, verlangt die atholiſche Kirche in Polen ihre Aneeemee Güter zurück, fordert ſie die Befreiung ihrer Angelegenheiten von der Direktive der Petersburger 0 weſens von der Aufſicht des Clerus, der Univer⸗ ſität Warſchau von dem bureaukratiſch⸗tendenzibſen Regiment, welches die Studirenden nach der Nationalität und dem irchenkommiſſion, des Schul⸗ 2. Seite. Senetal-Anzeiger; 28. Novemper. Glaubensbekenntnſſſe bevorzugt oder zurückſetzt Beinaheſ üppig entfalten, daß die in wenigen Schulſtunden empfangenen]kreuz: dem Generallieutenant z. D. von der Go Itz und zwanzig Jahre hatte der Verkehr zwiſchen guten Lehren da in unbeaufſichtigter Wildheit ſo ſchnell ver⸗ dem Generallieutenant 3. D. von Petersd orff; 2, das dem Vatikan und Petersburg gänzlich g es loren gehen, daß das rohe Fauſtrecht ſo praktiſch durchge⸗ Kommandeurkreuz 2. Klaſſe: dem Oberſt Priwe, Kom⸗ ruht, ale Alexander III. im Jahre 1883 ein Abkommen führt wird daß die Vorſtudien für Gefängniß und Zucht⸗ mandeur des Fu Artillerte Regiments Nr. 10. Außerdem mit bem Papſte zu Stande brachte, welches nur 1 Jahr ges haus ſo unbeirrt betrieben werden; aber die meiſten Menſchen erhielten noch mehrere Offiziere das Ritterkreuz L. und II. halten wurde. Als der Zar, durch einen Empfang mißhan⸗ denken, das ſei eben immer ſo geweſen und laſſe ſich nicht Klaſſe; u. A. auch der bekannte Afrikareiſende Sokondelieut. delter Griechiſch⸗Unirter ſeitens des Papſtes geärgert, den ändern. Tappenbeck. Verkehr wieder abbrach, ſagte man im Vatikan ſlolz: Nicht Und doch iſt die Hülfe ſo leicht zu bringen. In unſerem Oberlandesgericht ſind 3. 8. die Land⸗ wir haben Rußland geſucht. Wieder trat eine Pauſe von 4 Welch ein anderes Bild gewährt ein Knabenhort. Wie Ehriſt von Man neheim und Weſt von Jahren ein. Buteniew war abberufen, zu Anfang dieſes ſind die Knaben dort ſo froh, ohne Rohheit, ſo ſauber, wie Karlsrube als Hilfsrichter thätig. Von den Mitgliedern un⸗ Jahres traf zur Verwunderung des Papſtes ein neuer Agent kann man ſelbſt die Spiele zu erzieheriſchen Zwecken ver⸗ ſeres oberſten Gerichtshofes ſind drei erkrankt und weitere Varon Jswolski, ein. Mehrere Monate dauerten die Ver⸗ werthen! drei zur Begutachtung des deutſchen bürgerlichen Geſetzbuches handlungen, dann ſind ſie abgebrochen. Jetzt iſt Iswolski So oft hört man die Anſicht ausſprechen— die Buben bon der richterlichen Thätigkeit enthoben. 5 aufs nene erſchienen, ein Beweis, wie ſehr dem Zaren an ſollen wild ſein, durch fortwährende Heberwachung erziehe Fonntagsbinlete der Heſſiſchen Ludwigsbahn. einem Ausgleiche liegt. man Duckmäuſer und Heimtücker. Wollen doch die welche Die mit der Ausgabe von Sonntagsbilleten zum einfachen Einiges iſt über die ſtreitigen Punkte in die Oeffentlich⸗ſo urtheilen, nur mal ein Stündchen im Knabenort ver⸗ Fahrpreis betrauten Stationen der Heſſiſchen Ludwigsbahn keit gedrungen. Rußland iſt bereit zu kirchlichen Conceſſionen weilen, ſie würden anderen Sinnes werden. ſind angewieſen worden, dieſelben fortan bis Abends 6 Uhr in Polen, wenn der Papſt eine Gewähr für die Enthaltung Nachdem die Knaben ihr Vesperbrod, und wenn es ge⸗ an allen Sonntagen und geſetzlichen Feiertagen auszugeben, der Polen von politiſchen Umtrieben übernimmt— eine An⸗ rade die Mittel erlauben reſp. ein Spender ſich gefunden— vorausgeſetzt, daß es möglich bleibf, noch an demſelben forderung die man im Vatikan abgelehnt hat. ihren Apfel dazu verzehrt haben, verſammeln ſie ſich 3. B. Abend mit ug zur Ausgangsſtation zurüch⸗ Die Ruſſiſche Regierung behauptet, daß der Meinungs⸗ um das Klavier zu einem mehrſtimmigen Geſange. Und mit zukehren, ſonſt wird der Verkauf dieſer Billete ſchon mit gustauſch zwiſchen den Ruſſiſchen und den Galiziſchen Polen] welcher Jreudigkeit ſingen ſie da. Wahrlich in ſo ſtrahlende einem früher abfahrenden Zuge geſchloſſen. hauptſächlich durch die Geiſtlichkeit vermittelt wird, und ver⸗ Knabengeſichter ſehen, aus denen der Ernſt ſpricht, etwas„Für alle Gewerbetreibenden iſt es von Wichtig⸗ langt Abſtellung dieſes Beſchwerdegrundes. In Rom vermißt) möglichſt Gutes zu leiſten, iſt ein Hochgenuß für den Menſchen⸗ keit, nochmals auf die geſetzliche Beſtimmung binzuweiſen, man jeden Nachweis für die Thatſache, beſtreitet ſie, kann freund:— unwillkürlich kraveſtirt man Schillers Worte da⸗ nach welcher mit dem 31. Dezember d. J. die Friſt abläuft, daher nicht entgegenkommen. hin: Durch das Morgenthor des Schönen— geht ihr in der bis zu welcher die älteren, dem Pfundſyſtem angehörigen Drollig iſt der Umſtand, daß erſt von Ruſſiſcher Seite Geſittung Tempel. Dann geht es an die Turngerüſte— Gewichtsſrücke in den früheren Formen im öffentlichen Ver⸗ verlangt worden iſt, die katholiſchen Prieſter ſollten in Ruſs⸗ nicht getrieben, nicht als Pflicht, nein, allen ſieht man das kehr gebraucht werden dürfen. Vom 1. Janur 1889 ab ſiſcher Sprache predigen, was man in Rom zu concediren Vergnügen, den Wunſch an, etwas zu leiſten. Auch einfache dürfen nur Gewichtsſtücke des Kilogramm⸗Syſtems im Ge⸗ geneigt war, daß aber plötzlich dem heiligen Shnod ein Licht Spiele finden ihre Verwerthung, z. B. das Kegelſpiel, nicht. brauch ſein. Wer irgendwie im Zweifel über die Zuläſſigkeit aufgegangen iſt, die Polniſch predigenden Capläne machten als Vorſchule für den künftigen Wirthshausbeſuch, ſondern]von Gewichtsſtücken iſt, wird gut thun, ſich bei den Aich⸗ nur Polniſche Rebellen, die Ruſſiſch predigenden aber würden um die Knaben daran zu gewößhnen, auch in der Leidenſchaft⸗ ämtern Aufklärung zu holen. auch Ruſſen verführen— worauf von der Forderung Abſtand lichkeit des Spieles den Sinn für Ordnung, Billigkeit, Ge⸗*Silberne Neee Joſeph Eberlein, Wagner⸗ genommen iſt. rechtigkeit zu bewahren. meiſter und deſſen Egefrau feiern morgen Sonntag im engſten Die Verhältniſſe der Griechiſch⸗Unirten beſchäftigen die Nachdem ſo die körperliche Erholung gewährt, wird in Familienkreiſe das Feſt ihrer ſilbernen Hochzeit Mögen dem Ruſſiſche Regierung noch mehr als die der Polen. Die Er⸗ anderen Räumen den Knaben, die ſonſt zum Theil keinen] Jubelpaare noch recht viele Jahre glücklichen Zuſammenlebens ſchennung, daß eine religißſe Richtung durch Verfolgung am geeigneten, geheizten Raum fänden, Gelegengeit gegeben, ihre beſchieden ſein. kräftigſten wächſt, zeigt ſich bei dieſen an Rom angeſchloſ⸗ Schulaufgaben unter Aufſicht zu fertigen. Wer damit fertig Beſitzwechſel. ſtendt an an Wilhelm Fuld ſenen Bekennern der Griechiſchen Kirche eclatant. Ihre Zahl iſt kann mit Spielen(Damenbrett, Geduldsſpiele), Leſen und Wwe. in Worms verkaufte die ihr gehörigen in einander⸗ bermehrt ſich unaufhörlich. In Weißrußland ſind Hundert⸗ Anſehen von Bilderbüchern ſich unterhalten, zeitweiſe wird gehenden Häuſer E 3 Nr. 3 und 5 an Herrn Lederhändler kauſende, die von der Orthodoxie zur Union übergegangen auch an einem Werktiſch„gebäſtelt.“ Die letzte halbe Stunde Bär hier zum Preiſe von zuſammen 60.000 M. ſind, ihrer Güter beraubt, nach Sibirien transpotirt, jia verwendet der Lehrer gewöhnlich dazu, den Knaben aus. Eine ganze Wagenladung Konſerven haben, wie unter uneee e Beſchuldigungen hingerichtet worden, aber einem Unterhaltungsbuch etwas vorzuleſen und daran Er- wir ſchon gemeldet, vor einigen Tagen die Herrn Gebrüder der heimliche Uebertritt erfolgte maffenhaft. Bei dieſem läuterungen zu knüpfen. Faufmann hier erhalten. Ein Theil dieſer Konſerven Fortſchritte der Provaganda wird der Papſt kaum durch Die Grundbedingung des Gedeihens der Knabenhorte iſt iſt nunmehr in den Schaufenſtern dez genannten Geſchäfts Conceſſionen, deren Werth zweifelhaft iſt und deren Aus⸗ freilich, daß man die geeigneten Lehrkräfte findet, welche den aufgeſchichtet worden. führungen ſchwer zu controliren, ſich die Hände binden laſſen. Knaben mit warmer Liebe entgegenkommen, welche die Dis⸗*Stenographie. Es wird uns geſchrieben: Die Der„Evangeliſche Bund“, der ſich über viele Curopäiſche ziplin mit der ruhigen Kraft zu handhaben wiſſen, daß an Stenographie iſt eine Kunſt, deren Erlernung und Kennt⸗ Länder und Nordamerika erſtreckt, hat auf ſeine Bitte an den eine Strafe kaum gedacht zu werden braucht. Den Knaben niß heuk zu Tage eine unerläßliche Bedingung für das Un⸗ Zaren, daß ſeine nicht Griechiſch⸗orthodoxen Uẽterthanen eine muß die Einrichtung ſtets als eine Wohlthat, nicht als ein terkommen oder beſſere Fortkommen vieler jungen Leute iſt. menſchlichere Behandlung erfahren möchten, von dem Ober⸗Zwang, eine Beſchränkung der Freiheit, erſcheinen. In der In verſchiedenen Geſchäftshäuſern werden junge Leute nur procureur des heiligen Synod, Herrn Pobedonoszew, die Beziehung haben die Mannheimer Knabenhorte ein ganz be⸗ angeſtellt, wenn ſie ſtenographiren können, was leicht erklär⸗ Antwort erhalten,„daß Rußland ſeine große Culturmiſſion ſonderes Glück gehabt. 5 lich iſt. Ein Prinzipal oder Bureauvorſtand hat einem Aur erfüllen könne, wenn es feſt beharre anf ſeinen eigenen Aber ein Gedanke quält doch den, der aufs Freudigſte jungen Mann eben ſo raſch den Wortlaut einer Korreſpon⸗ Grundlageu und nicht hin und her chwanke, indem es fremden angeregt, den Raum des Knabenhortes verläzt. Da draußen denz dittirt, wie er demſelben Anweiſung zu richtiger Be⸗ Blaubensbekenntniſſen Aſyl ewähre Herr Pobedonoszew ſind noch ſo viele— viele Knaben und— Mädchen, die aus han lung der Sache gegeben hätte. In bieſem Falle iſt es iſt die mächtigſte Perſon in Rußland nächſt dem Zaren, der Mangel an Mitteln dieſer Wohlthat nicht theilhaftig werden anz gleichgültig, nach welchem Syſtem der junge Mann Zar thut nichts ohne den Rath des Oberprocureurs. So können fortwährend bitten Eltern vergebens um Aufnahme ſeaeeh In anderen Fällen, wo der Prinzipal ſelbſt ſehen ſich Petersburg und Rom gegenüber, nur in den ihrer Kinder, da man in einem Klaſſenzimmer nicht mehr als ſtenographirt, hat er den Wortlaut der Korreſpondenz eben Farben unter ſchieden. Dieſen Thatſachen gegenüber böchſtens 50 Knaben unterbringen kann. 5 8 ſo raſch fixirt, wie er ſchriftliche Weiſungen über deren Er⸗ fragt die„Berliner Börſen⸗Ztg.“: Kann da ein wirklicher Es war freilich ein Jahr, in welchem an jeden gar viele ledigung geben könnte, hier müßte alſo der Betreffende des⸗ Friede zu Stande kommen? Fruchtlos verkehrt Iswolski]SAusſprüche herantraten— aber die Mitgliedſchaft des Ver⸗ ſelben Syſtems mächtig ſein. In dieſen beiden Fällen be⸗ im Vatikan. eins für Knabenhorte(denen ſich hoffentlich bald Mädchen⸗ ſteht aber die Gewißheit, daß die Korreſpondenz 1 7 75 und horte anſchließen werden)— iſt nicht mit großen Opfern] wörtlich nach der eiſung des Vorgeſetzten erle igt wird. verbunden, der regelmäßige Jahresbeitrag iſt nur 2 M. und für Angeſichts des hohen Werthes, den die Stenographie über⸗ Aus Stadt und Cand jährlich 2, M. das Vewußtſein haben, mit zu thun an dem aupt hat und den man ihr in vielen Fällen ganz beſonders 2 15 988 der i e 5 Muſch 8 0 8 ic 10 des Glib 8 05 4 10 6—— Ma„17. November 1888. erlaſſenſeins— da ſollte der Entſchluf och nie wer„Glück und Segen bei Jakobſon“, welche die Stenographie Wieder n 2 4 orte“ fallen. Wir haben in unſerer durch Mildthätigkeit ſo her⸗ verunglimpft und n e ein ſchlechter Witz, der ee 95„ vorragenden Stadt freilich viele Mitbürger die mehr, ſehr[Urhebern gewiß nicht zur Ehre gereicht und den wir unbe⸗ Man ſchreibt uns: viel mehr thun. Die Spiele, Bücher, Werkzeuge für Hand⸗ achtet gelaſſen hätten, wenn er nicht bei manchen jungen Immer und immer wieder hört man die Klage, daß arbeit ſind zum großen Theil nicht aus den Beilrägen der Leuten verwirrend und nachtheilig wirken könnte. das derzeit lebende Geſchlecht ein entartetes ſei, daß alle nur Mitglieder bezagtt worden ſondern geſtiftet. Um aber dem Die Einweihung der neuerbanten Kirche in Rap⸗ dem materiellen Genuſſe nachjagen— und in dem ſüßen Ge- Unternehmen 1 e Aieen zu tönnen müßte peuau. Es wird uns bon dort lbung ber„Am 14. Nop. fübl nur zu thun was das Zeitalter bedingt, gehen die noch eine ftatt 7 Anzabl neuer Mitglieder gewonnen werden, bec hierſelbſt die feierliche Einweihung der auf der Stelle Klagenden ihren Weg weiter, kalt, vornehm herabblicend was der Zweck dieſer Zeilen iſt. er alten erbauten neuen evang⸗prot Kirche ſtatt. Im auf die kleinen Blüthen, die ſich allerorts entfalten und das Februar 1887 wurde die alte in ſehr bedenklichem Zuſtand Leben von Millionen ſchmücken, während ſich in früheren„Vom Hoflager in Baden⸗Baden. Der Großherzog befindliche Kirche e und ſeitdem behalf ſich die Ge⸗ iten eigentlich nur wenige Auserwählte ihres Lebens von Sachſen iſt vorgeſtern Abeud gegen 7 Uhr in Baden⸗ meinde mit einem Nothlokal, einem Schuppen der Güter⸗ euen konnten. Ja wer nur ſehen will, dem begegnet Baden eingetroffen; derſelbe wurde von dem Großherzog ſtation. Mit der Fertigſtellung des Neubaues iſt ihr wieder allüberall das Streben, den Schwachen zu helfen, die Be⸗ am Bahnhof empfangen und zum Schloſſe geleitet. Zur die Wohlthat ungeſtörten Gottesdienſtes geſichert. Die im drängten zu ſchützen. Tafel waren noch eingeladen der Fürſt und die Prinzeſſin] gothiſchen Stil gebaute Kirche, deren Koſten ſich auf eirca uch in unſerer Stadt hat ſich im laufenden— an Amelie zu Fürſtenberg, ſowie die Fürſtin Barjatinsky. Aus 98.000 Mk. belaufen, iſt ein impoſanter Prachtbau, eine weit⸗ Schmerz, Entſagung und Kampf ſo reichen— Jahre eine Anlaß des Regierungsjubiläums des Königs von Dänemark hin ſichtbare Zierde des Kurorts. Das Innere erinnert an ſolche Blüthe enkfalket. deren Pflege allen, die es mit der atte der Großherzog den Großherzoglichen Geſandten Frei⸗ die in Mannheim, deren Plan von demſelben Jugend, mit der 1 ̃ ernſt nehmen, nicht warm genug herrn von Marſchall in Berlin beaufkragt, ſich nach Kopen⸗ Baumeiſter ſtammt. Nur ſind die e der Würde znpfohlen werden kann. Wir meinen die Knabenhorte. hagen zu begeben und dem König ein Glückwunſchſchreiben eines Gotteshauſes entſprechender, nicht ſo drückend und be⸗ Nachdem die zuerſt geſtellte Aufgabe— die Verſorgung be überreichen. Freiherr von Marſchall wurde geſtern von engend wie in der Lutherkirche, was freilich in Anbetracht hungernder Kinder mit warmem Frühſtück beim Betreten der dem König em fangen und wird derſelbe wohl bis Sonntag der größeren evang. Gemeinde des Neckarſtadttheils umge⸗ Schule Seitens der Stadtverwaltung in dankenswertheſter]wieder in Berlin eintreffen. kehrt ſein ſollte. Die ſchlank aufſtrebenden eiſernen Pfeiler, Weiſe übernommen worden, blieb der Privatwohlthätigkeit Verleihung der kleinen Dane Verdienſtmedaille. die zu kühner Wölbung aufſteigenden Bogen, wie das in das in erſter Reihe die Aufgabe, die ideellen Bedürfniſſe der Der Großherzog hat dem Zolleinnehmer Faver Baumer Chorfenſter eingeſetzte ſelten 5 findende Glasgemälde, die ürmeren Jugend zu befriedigen. in Unteruhldingen die kleine goldene Verdienſtmedaille ver⸗ Auferſtehung Chriſti darſtellend, ſtimmen mächtig zur Andacht. , Wenn man in der ſchulfreien Zeit die Buben möglichſt liehen. Die Orgel ſt ein Meiſterwerk aus der Voit ſchen Werkſtätte ſchmutzig und mit wüſtem Geſchrei ſich balgend die Straßen Militäriſches. Der Großherzog hat unterm 3. Nov.] Herr Muſikdirektor Hänlein aus Mannheim zeigte in Ent⸗ durchziehen fieht, ſo meint man, das könne gar nicht anders den nachbenannten Königlich Preußiſchen Offtzieren den Orden faltung ſeiner meiſterhaften Technik die Leiſtungskraft der ſein: man bedauert wohl, daß die rohen Inſtinkte ſich da ſo] vom Zähringer Löwen verliehen und zwar! 1. das Groß⸗! Orgel nach allen Seiten hin, das Pianiſſimo war einzigartig. ill 1 auch 55 1 bellen 115 vereint, und Verehrung für das Gute unſere Seelen eichnungen oder ſchriftſtelleriſchen Arbeiten will ich dar⸗ erhebt. 5 Teui eton. ringen, Waen 855 105 185 n das Leben 9 1 5 Ael 15905—— 5 erin meines geliebten Gatten, der ſo früh von un genommenedlem und heilbringendem Leben ſich an die erzen der Aaiſ Wictaria über Kaiſer wurde, zu ſchildern. Sie haben ihn nicht nur in ſonnigen Leſer wenden, gleichſam als Gruß von ihm an Eriedrich. Tagen gekannt, als er das Bild der Kraft und der Geſund⸗ ſeine Leidensgefährten im Krankenhauſe, „Friedrich III. als Kronprinz und Kaiſer.“ So betitelt] beit war, ſondern auch in dem letzten traurigen Jahre, alsdenen ich ſo gern einen kleinen Dienſt erweiſen möchte. ſich das Lebensbild von Rennell Rodd, das in einer deutſchen[die Krankheitihren Hchatten über ſein Leben Sie verſprechen freundlichſt, dieſem Zwecke Ihre Jeder zu Ausgabe von Sebaſtian Henſel ſoeben im Verlag von A. warf; deßhalb dachte ich, Niemand wäre geeigneter als Sie, leihen. Aſher und Co. in Berlin erſchienen iſt. Das Werk iſt mit eine kurze Lebensbeſchreibung abzufaſſen, welche ihn dem Ibre aufrichtig ergebene ziner Einleitung der Kaiſerin Friedrich und deſſen Porträt engliſchen Volke beſſer bekannt machen, und in ſeinem ictoric. derſehen. Erſtere lautet folgendermaßen: Herzen ihm eine Stelle neben meinem Vater gewinnen möge,—— riedrichskron, den 18. Auguſt 1888. den der Verewigte ſo ſehr liebte, bewunderte und verehrte, AUngeflügelte Worte. her Herr Rodd! und mit deſſen Anſichten und Beſtrebungen er aufrichtig Strebe nicht nach Gnade, dann wirſt Du auch nicht in er Wie Ihnen wohl bekannt ſein wird, be mein ge⸗ übereinſtimmte. Ich bin überzeugt, daß das Ledben Ungnade fallen. liebter Gatte, der verewigte Kaiſer Friedrich, Jahre eines guten und edlen Mannes allgemeine„Ich habe gedacht,“ ſo beginnt faſt Jeder ſeine bei ſeiner Anweſenheit in England, das Hoſpital für Hals⸗[Theilnahme finden muß, und daß ein ſoglän⸗ ung. wenn er ſagen ſollte, daß er aus Gedankenloſigkeit gefehlt. leidende, und das inniaſte Mitleid für die Kranken erfüllte zendes und reines Vorbild nur Gutes wirken Auch Diplomgaten ſagen zuweilen die Wahrheit— beſon⸗ f i i kean ders, wenn ſie wiſſen, daß man ſie ihnen nicht glaubt. Menſchen in beſcheidenen Lebensſtellungen, welchen viele binden don Geſcebers Wirze über die Gewirze aud ane ſar, die litedanernewertben. welche ſo viel ſchwerer von den Segnungen verſagt ſind, deren die Reichen ſich er⸗ dud dodet 5 55 ade e en das Krankenhaus in irgend einer Weiſ kerſtützen; meine] frenen und welche faſt alle vermeintlichen Genüſſe dieſer Welt] un Ein b r Merak ummt wenn ihm ſchöne Worte Abſicht war, einige kleine Zeichnungen zu 2— Nuran guubebren müſſen, ſind oft geneigt, ſich einzubilden, ihre einfallen, nachträglich die Gedanken dazu finden können mit einigen hübſchen unterhaltenden Erzählm dein Bul b an Laſt ſel die ſchwerie, Kömpte, Semerz und Taränen ſeien Wenn Einer viel von ſeinem Gelde ſpricht ſo hat er zuſammen zu ſtellen, welches zum Beſter des e ant 155 ſes nur ihnen beſchteden. Vielleicht werden ſie anders denken, ſich's nicht hart verdient datte verkauft werden können. Ach! Ich fand Aienn 18 Muße wenn ſie von Leiden leſen, die mit ſolcher Geduld getragen, Ein Sttedet und innere Ruhe zur Ausführung dieſes Planes 860 habe von Pllichten, die ſe freudig erfüllt wurden, während Krank⸗ Er war ein vielgeplagter Mann ſchtenor, Augen geſeßen, in wie dobem Grade irtiiche Ge. beit die Kraft des ſtarken Mannes untergrug; ſie werden War immer und überall vorne dran ſchlrtocbket und ſoraſälſige Pſtege den Zußzand Leidender er, kinigermaßen den tieſen Schmerz getäuſchter Lebenshoffnung Und wo ihn der kleinſte Vortheil rief— leichtern kann; doppelt lebhaft wird daher in mir der Wunſch begreiſen den ein von“iebe für ſein Volk beſeel⸗ Gleich war er zur Stelle und bückte ſich tief: rede, es möchte möglichſt vielen von Krankheit Heim eſuchten ter Herrſcher empfinden mußte, als er ſich ohn⸗ Und wenn er wo einen Fußtritt bekam bergönnt werden, in einer Heilanſtalt das zu Auden was] mäcdtig fügkte die lange gehegten Pläne für das allgemeine Man hörte nie, daß er's übel nahm; IAnen zu Hauſe unerreichbar iſt: zweckmäzige Bebandlung Beſte aus ſie werden den Muth bewundern, mit Daß man von ihm rede, erſtrebte er Wecuemlichkeit und die beſſe Ausſicht auf Heilung. Jett un] Dn er jeſten Jußes ſeinem Ende entgegenſchritt, während die Als Höchſes— und wenn's auch was Scklechtes wär ich erfahren habe, mit welch tiefer und aufrichtiger Theilnahme Schatten des Lodes ſeinen Pfad verdunkelten. Er ſtrebte und ſtrebte Tag und Nacht⸗ 5 meine eigenen Landsleute den Verlauf der Krankheit meines Trauer und Schmerz ſuchen Alle gleicher⸗] Das hat ihn denn auch in die Höh gebracht— en verfolgt haben, und mit wie warmerEmpfindung ſie ſeinen maßen geim, gebrochene Herzen finden ſich in Paläſten] AUnd als man ihn neulich gehenkt zum Lohn, luſt betrauern, fühle ich mich ermuthigt, meinen Plan wie in Hütten und das heilige Band der Bruderliehe] Da war er ſchon wieder die Hauptperſon. Unterſtützung des Krankenbauſes wieder aufzunebmen, I ißt ſicherlich da am ſtärkſten, wo werkthätiges Mitleid Alle(Münchener N. Nacht.) 18. November. General⸗Anzeiger. D. emn. Der Feſtzug bewegte ſch um 10 Uhr von dem Nothlokale unter Vorantritt der im Ornat erſchienenen Dibzeſangeiſt⸗ lichkeit durch eine finnig geſchmückte Ehrenpforte nach der neuen Kirche, zu der man auf zwei Staffeln emporgelangte. Nach feierlicher Uebergabe des Schlüſſels vor der Haupt⸗ forte fand der feierliche Einzug ſtatt. Der gut beſetzte tännerchor Rappenau's eröffnete den Feſtgottesdienſt. Darauf folgte der eigentliche Weiheakt, vollzogen durch Dekan Gräbener von Neckarbiſchofsheim. Nach dem nun folgenden Geſang des Kirchenchors und der Gemeinde, beſtieg der Ortsgeiſtliche von Langsdorff die Kanzel zur Feſtpredigt auf Grund des Pſalmworts„Heiligkeit iſt die Zierde dieſes Hauſes!“ Der Eindruck, den die einfachen, klaren und ergreifenden Worte des im Amt ergrauten Geiſtlichen in den Herzen hinterließ, wurde noch vertieft durch die Anſprache des inzwiſchen von Karlsruhe angekommenen Geh. Kirchenrath Dr. Schellenberg, der die Grüße des evang. Oberkirchenraths überbrachte, um dann in ernſten Worten die Gemeinde auf die ſinnbildliche Bedeutung des impoſanten Baues hinzuweiſen. Vor dem Schluß der Feier wurde die Taufe zweier Kinder vorgenommen. Mächtig brauſte, dann noch aus aller Mund:„Großer Gott wir loben Dich“ durch die Halle, und mit dem Segen des Ortsgeiſtlichen ſchloß die erhebende Feier, die den Theil⸗ nehmern durch den innern Gewinn, den ſie mitnahmen, un⸗ vergeßlich bleibt. Im Salinenhotel fand um 1 Uhr das Feſtmahl ſtatt, gewürzt mit Togſten und Reden.— Der Zu⸗ drang zu dem Feſte war von allea Seiten ſo ſtark, daß die geräumige Kirche kaum ausreichte. Die Häuſer prangten in feſtlichem Grün und Flaggenſchmuck. i dem Befinden unſeres berühmten Mitbürgers, des Koſoniſten Karl Iſenmann, der bekanntlich ſchon ſeit etwa 3 Monaten zu ſeiner Heilung in der Irrenanſtalt zu Illenau untergebracht worden, iſt wie wir beſtimmt ver⸗ nehmen, bis jetzt keine Beſſerung eingetreten. Die gegen⸗ theiligen Nachrichten beruhen leider auf Wieteeer * Der Metallarbeiter⸗Fachverein hielt geſtern Ahend in der Wirthſchaft Geh in der Schwetzingerſtraße eine Ver⸗ ſammlung ab, in welcher der Schloſſer Huber von hier einen Vortrag über das Bergwerk hielt. Die Verſammlung war von ungefähr 30 Perſonen beſucht. * Diebſtahl. Die Gebrüder Gleißner in Käferthal wurden vorgeſtern wegen Diebſtahls verhaftet. Dieſelben entwendeten aus den Werkſtätten der Fabrik Pallenberg, in welcher ſie beſchäftigt waren, fortgeſetzt Werkzeuge, Oel ꝛc. Eine bei den Dieben vorgenommene Hausſuchung ergab ein dieſelben ſehr belaſtendes Reſultat. Auf die unſerer heutigen Nummer beiliegende Beilage der Herren Gebr. Kaufmann in G 3, 1, ſowie auf die im Inſeratentheil befindliche Geſchäftsannonce der gleichen Firma machen wir hiermit aufmerkſam. Aus dem Groſtherzogthum. O Heidelberg, 16. Nov. Heute Morgen machte in ſeiner Behauſung der Weinwirth Jakob Hormuth, ein allſeits ge⸗ achteter Bürger, ſeinem Leben durch Erhängen ein Ende. Hormuth hat die unglückſelige That unzweifelhaft in einem Anfalle von Geiſtesſthrung verübt, welche Annahme um ſo berechtigter iſt, als ſich bei dem Unglücklichen in der letzten Zeit mehrfach Spuren von Irrſinn zeigten. Hormuth lebte in ſehr geordneten Verhältniſſen. m. VBon der Bergſtraße, 15. Nov. Die im Ganzen günſtige Herbſtwitterung hat das Einernten der letzten Feld⸗ früchte, ſowie die rechtzeitige Beſtellung der Felder ermöglicht, o daß nunmehr die Feldarbeiten als abgeſchloſſen zu be⸗ trachten ſind. Ein Rückblick auf das verfloſſene Jahr zeigt, daß dasſelbe für unſere Landwirthe kein gutes war; denn kaum ein Produkt befriedigte in ſeinem Erkrage, ſowohl was deren Quantität als Qualität betrifft. Am empfindlichſten dürfte die ſchlechte Futterernte berühren und es wird der vorhandene Futtermangel auf den Stand der Viehzucht nur einen nachtheiligen Einfluß ausüben. Die Futterpreiſe ſind jetzt ſchon hohe, und es würde daher im Hinblick auf den kommenden Winter mancher Landwirth ſeinen Viehſtand gerne verringern, wenn er nur einigermaßen annehmbare Preiſe erzielen könnte. Trotzdem ſind aber die Fleiſchpreiſe nicht heruntergegangen.— Sandblätter wurden in verſchiedenen Orten abgehängt und auch zu annehmbaren Preiſen, 18—23 Mark per Zentner, verkauft; deſſen ungeachtet iſt der Erlös, weil der Extrag ein geringer, doch ein unbedeutender. Unſere Landbevölkerung iſt wieſebe genöthigt, anderwärts Verdienſt zu ſuchen, weshalb dieſelbe in Maſſen in die Fabrik⸗ ſtädte wandert,— Zuſtände, die für unſere ſonſt geſegnete Pfalz freilich nicht als geſunde bezeichnet werden können.— Der diesjährige Neue wird in den meiſten Orten zu 12—15 Pfennig verzapft. An Einladungen zum Verſuch desſelben 93 Muſik, und Schlachtfeſten in Stadt und and fehlt es nicht. 98 Bruchſal, 16. Nov. In unſerer Stadt ſtehen die Wahlen zum Stadtverordnetenkollegium bevor. Es iſt im Imereſſe unſeres Gemeindeweſens ſehr zu wünſchen, daß Männer aus der Wahlurne hervorgehen, welche die Kennt ⸗ niſſe und Fähigkeiten beſitzen, das hochwichtige und verant⸗ wortungsvolle Ehrenamt eines Bürgerausſchußmitglieds aus⸗ zufüllen. Daß es in unſerer Stadt unter dem neuen Ober⸗ haupt ſchon um vieles beſſer geworden, iſt wohl Niemanden, der unſere ſtädtiſchen Angelegenheiten aufmerkſam verfolgt, entgangen. Große organiſatoriſche Aenderungen in der Ge⸗ Die Lieb blüht nur einmal. Novelle von M. Joſephy. (Nachdruck verboten.) 3 ortſetzung.) „Beklagen wir uns nicht darüber,“ ſagte ſie mit ihrem leiſen, verbindlichen Lächeln,„was iſt eine erſte Liebe? Ein Frühlingstraum, welcher kommt und geht, man weiß nicht wie,— das erſte Flügelſchlagen eines noch nicht er⸗ wachten Herzens, welches die eigenen, unklaren Empfindungen ſo gern vor ſich ſelbſt zu einer cause cslebre aufbauſchen und zurechtſtutzen möchte.“„Ganz recht,“ fiel Graf Tondern nun ein,„eine Gefühlseinbildung, die, wenn ſie nicht zufällig durch einen erſten Cotillon hervorgerufen worden iſt, mit dieſem zu verſchwinden pflegt, und die ſicherlich niemals einem Wie⸗ ner Faſching ſtandhalten würde!“ Die Anderen lachten, und ich fühlte, obgleich ich nicht von meinem Teller aufſchaute, wie Mamas Blick auf mir ruhte.—„Ach was, eine erſte Liebe!“ rief nun wieder die Baronin Tenzin,„die ſechſte, ſiebente, das iſt erſt die rechte! Was ſagen Sie dazu, feſcher Dragonerlieutenant?“„Die wievielte gerade die rechte ſein mag, Frau Baronin, das wage ich nicht zu entſcheiden, aber daß es nur eine einzige wahre und echte gibt, davon bin auch ich überzeugt,“ antwortete Guſtav und warf der Mimi Wel⸗ fen einen feurigen Blick zu. Das Geſpräch wurde immer be⸗ lebter und allgemeiner, jeder trug ſeine Bemerkung bei, nur Bernhard Dronsky und Fred Harding betheiligten ſich mit keinem einzigen Worte. Mama, der die Diskuſſion wohl all⸗ mählich zu lebhaft und ungenirt zu werden drohte, verſuchte nun ein paarmal dem Geſpräch eine andere Wendung zu geben, aber es gelang ihr nicht. Ein allgemeines großes Intereſſe vn dem einmal angeſchlagenen Thema war in der Geſellſchaft meindeberwaltung ſind vollzogen und ſteben noch bevor. Das Armenweſen hat eine vielverſprechende Verbeſſerung erfahren, die Leichen⸗ und Friedhofordnung, die Waſſerleitungsſatzungen haben wichtige Zuſatzbeſtimmungen erhalten, im Kranken⸗ und Unfallverſicherungsweſen ſind eine Reihe wichtiger Be⸗ ſchlüſſe gefaßt worden und der Schulbausneubau iſt ſeiner Ben nahe gerückt, hoffen wir für die Zukunft das eſte *Pforzheim, 16. Nov. Auf Veranlaſſung des Ge⸗ ſammtvorſtandes des Landeshilfvereins zu Karlsruhe wurde in einer durch Herrn Geh. Regierungsrath Pfiſter einbe⸗ rufenen Verſammlung die Gründung eines Männerhilfs⸗ Vereins für Pforzheim beſchloſſen. In den geſchäfts⸗ führenden Ausſchuß wurden einſtimmig gewählt: die Herren Medizinalrath Thumm als Vorſitzender, Dr. Marold als Stellvertreter, Kaufſmann Steinmetz als Kaſſier, Oberamtsrichter Dr. Heins heimer als Schriftführer. Durch die Feſtſetzung des Jahresbeitrags auf 2 Mark iſt es den weiteſten Kreiſen Mitbürger ermöglicht, ſich den edlen Beſtrebungen des Vereins anzuſchließen. * Sulzburg, 16. Nov. Der im verfloſſenen Frühjahr erſtmals aufgetauchte Plan der Erbauung einer Zweigbahn von hier nach e iſt ſeiner Verwirklichung einen bedeutenden Schritt näher gerückt, indem eine Aktiengeſellſchaft ihre Zuſtimmung zu dem ierortg gemachten Angebote ange⸗ Vat hat. 1 iſt die Geſellſchaft bereit, Bau und zerwaltung der Bahn zu übernehmen, wenn Seitens der hieſigen Stadt und der betheiligten Nachbargemeinden das Gelände, ſowie 80,000 M. zur Verfügung geſtellt werden. Da nun behufs deſſen innerhalb einiger Wochen als frei⸗ willige Schenkung bereits die Summe von 31,000 M. von Privaten gezeichnet wurde und vorausſichtlich die Höhe von 40,000 M. erreichen dürfte, ſo iſt dadurch die Möglichkeit een des wichtigen Unternehmens bedeutend ge⸗ ördert. IJ Mosbach, 16. Nov. Kommenden Sonntag, 18. ds., Nachmittags 2 Uhr findet im Gaſthaus„zum Hirſch“ in Unterſchefflenz eine Beſprechung über„Errichtung einer Vieh⸗ uchtgenoſſenſchaft“, eingeleitet durch einen Vortrag des 1. Vereinsvorſtandes und damit in Verbindung die Auszahlung der in dieſem Jahre im Bezirk zuerkannten Staatsprämien für Rindvieh und Zuchtſtuten bulb— Auch in Boxberg wird am genannten Tage Nachm. halb 4 Uhr in der Brauerei Geiger die Aushändigung der am 15. Sept. d. J. zuerkannten Staatsprämien und anſchließend hieran eine Beſprechung über Rindviehzucht, mit einleitendem Vortrage des Herrn Land⸗ wirthſchaftsinſpektors Schmidt von Tauberbiſchofsheim abge⸗ halten werden. „Kleine Chronik. In Altenheim iſt die Behauſung des Jakob Dürr II. nebſt Oekonomiegebäude⸗— In Frohnſtetten und Stetten herrſcht die Rotzkrankheit unter den Pferden. In beiden Ortſchaften mußten bereits einige Thiere getödtet werden. Pfälziſche Nachrichten. + Lndwigshafen, 16. Novbr Einer Bettelbande„en miniature“ in Bezug auf die Perſönlichkeit kam die Polizei auf die Spur und verhaftete ein Glied derſelben Die Bande beſteht aus etwa 7 Kindern, die von ihrer Mutter, die ſich am Rheinufer aufhielt, in die Stadt geſchickt wurden. Bei dem in Gewahrſam genommenen kleinen„Genoſſenſchafter“ fand ſich unter dem Oberkleid ein größerer ſackartiger Be⸗ hälter, der mit allem möglichen erbettelten Zeug gefüllt war, darunter ſieben neue Eßlöffel. Woher das Kind dieſelben hat, iſt zur Stunde noch nicht ſicher ermittelt. (Speyer, 16. Nov. Die Kreisumlage für das Jahr 1889, welche bei Eröffnung der Pfälziſchen Landrathsver⸗ ſammlung auf 41,3 Prozent angeſchlagen war, verringert ſich durch verſchiedene vom Landrath vorgenommene Streichungen auf 39 Prozent. Im Jahr 1888 betrug dieſelbe 38,3 Prozent. Ruppertsberg, 15. Nov. Bei einem Treibjagen auf der hieſigen wurden zuſammen nur 14 Haſen ge⸗ Fahn ein Beweis, wie groß der Mangel an Haſen dieſes ahr iſt. 2 Homburg, 15. November. Geſtern Nachmittag eggte Herr Landwirth Ruffing von der Entenmühle ſeinen Acker. as junge Pferd ſcheute und R. kam unter die Egge zu lie⸗ gen, wobei ſich die eiſernen Spitzen derſelhen in deſſen Bruſt bohrten. Die Verletzung des Verunglückten ſoll ſehr bedeutend X St. Jugbert, 16. Nov. Auf der Grube„König“ in Neunkirchen wurde vergangene Nacht der Bergmann Hilpert aus Limbach(Pfalz) von herabſtürzenden Felsmaſſen erdrückt und war ſofort todt. OWolfſtein, 16. Nov. Herr Adam Brügel, Müller in Lauterecken, kam in das Räderwerk ſeiner Mühle und ſo ſchrecklich zugerichtet, daß er alsbald ſeinen Geiſt aufgab. Mittheilungen aus Seſſen. * Mainz, 16. Nov. Unſer Landsmann, Herr Ernft Vohſen, der Vertreter der dentſch⸗oſtafrikaniſchen Geſellſchaft in Sanſibar, ſoll, wie auswärtigs Blätter ſchreiben, ſeine Entlaſſung eingereicht haben. Nach Erkundigungen in dem hieſigen Elternhauſe des Herrn Vohſen iſt weder hier noch in Berlin von einem derartigen Schritte oder einer ſolchen Abſicht bis jetzt etwas bekannt geworden. erwacht, man kam immer wieder darauf zurück, disputirte darüber, halb im Ernſt und halb im Scherz; die Herren be⸗ gannen, meiſt lächerliche Epiſoden aus ihren frühen Jugend⸗ jahren zu erzählen, die Damen zeigten ſich halb entrüſtet und hörten doch mit lachenden, animirten Geſichtern zu.„Nun, meiner lieber Fred Harding, und wie ſtet's mit Ihnen?“ ließ ſich da wieder das trompetengleiche Organ der Baronin Tenzin vernehmen. ⸗Sie ſitzen dabei, ſtumm wie ein Fiſch, haben Sie uns denn gar nichts zu ſagen und zu beichten?“ „Nein, Frau Baronin,“ entgegnete Fred Harding ziemlich kühl; ich hatte es ihm die ganze Zeit über angeſehen, daß ihm das Geſpräch nicht recht war.„So, ſo,“ ſagte die Baronin, ſtützte den Arm auf und fixirte ihn über den Tiſch hinüber,—„alſo gar nichts! Nun, ich habe bisher geglaubt, man wird nicht fünf oder ſechsundzwanzig Jahre,— oder wie alt ſind Sie denn eigentlich, Baron?“„Siebenundzwanzig Jahre, drei Mouate,“ entgegnete Fred lächelnd.„Nun alſo, was ich ſagen wollte,— man wird für gewöhnlich nicht ſiebenundzwanzig Jahre drei Monate alt, ohne in dieſer Sache aus eigener Erfahrung mitreden zu können.“ Ich ſah, wie Fred Harding das Blut ins Geſicht ſtieg.„Bös zu werden brauchen Sie nicht, wenn eine alte Freundin Ihnen das ſagt,“ fuhr die ſchreckliche Baronin fort,„Sie werden ja roth, als ob Sie in Wahrheit der ſiebzehnjährige Student wären, der über ſei⸗ ner erſten Liebe ſchluckt.“ Dann wandte ſie ſich ſogar an mich:„Haben Sie ſchon etwas Lächerlicheres geſehen, wie dieſen großen, ſchüchtern erröthenden Menſchen, liebes Kind, und glauben Sie es ihm, daß ſein Herz noch keine Kreuz⸗ berichten könnte, wenn er nur wollte?“ Ich glaube, ich erröthete noch viel tiefer als Fred,— ſie iſt eine fürchterliche Frau. die Baranin! Iich war froh, als und Querſprünge gemacht hat, von denen er uns ſo manches 7 Froß: Winterußeim, 16. Nop. Geſtern waren hier mehrere Offtziere, ein Auditeur von dem Kriegsgericht, der Unterſuchungsrichter und andere Herren des Landgerichtes Mainz, um Erhebungen über eine ee zwiſchen Sol⸗ daten und hieſigen Bürgern zu machen. Am Sonntag waren mehrere Soldaten nach hier gekommen, um Nirchweih zu feiern; da dieſe um 8 Tage verſchoben iſt, machten die Krieger ihrem Aerger durch Schimpfereien Luft; allmälig ging man 8 Thätlichkeiten über, wobei einem hieſigen Einwohner der aumen faſt vollſtändig abgeſchnitten wurde. Von der Nahe, 15. Nov. Von dem vor etwa drei Wochen verſchwundenen Fuhrmann Jöckel von Wald⸗Hilbers⸗ heim hat man immer noch keine Spur gefunden. Es wird als feſtſtehend angeſehen, daß er ermordet worden iſt. Der verhaftete Gefährte des Jöckel, Lunkenheimer, wurde letzter Tage aus der Haft entlaſſen. Wie aus Bingen erzählt wird, hatte Jöckel dort noch kleine Geſchenke für Frau und Kinder Liebeszeichen, die mit dem Aermſten verſchwunder ind. Gerichtszeitung. *Maunheim, 16. Nov.(Strafkammer II.) Vor ſitzender: Herr Großh. Landgerichtsdirector Müller. Ver⸗ treter der Du ⸗ Staatsbehörde: Herr Großh. Staatsan⸗ 155 von Duſch. Es kamen folgende Fälle zur Verhand⸗ ung: 1) Johannes Ritz und Genoſſen von Dilheim wegen Verletzung der Urtheil: Ritz wird zu zeiner Geldſtrafe von 160 M. event. 22 Tagen Gefängniß verur⸗ theilt; ebenſo erhielten die übrigen eine entſprechende Geld⸗ ſtrafe.— 2) Johann Vogel, 19 Jahre alt, lediger Bäcker von Dörzbach, wegen Unterſchlagung, Urkundenfälſchung und Betrugs. Der Angeklagte, welcher bereits 2 Jahre bei Bäckermeiſter Link in Heidelberg als Bäckerburſche thätig war, hat das Vertrauen ſeines Meiſters dadurch mißbraucht, daß er Ende vorigen Jahres von verſchiedenen Kunden Gelder im Betrage von 110 M. 64 Pfg. in Empfang nahm und dieſe zu ſeinem Nutzen verwendete. Ferner ſtellte Ange⸗ klagter Quittungen mit dem Namen ſeines Meiſters aus und nahm Gelder in Empfang, wozu er nicht berechtigt war. Bei dem Nachfolger ſeines Meiſters, Mulein erhod der Angeklagte unter der Angabe, ſein Meiſter Link habe bei ſeinen früheren Kunden noch 102 M. ausſtehen und er ſolle das Geld holen, genannte Summe und verwendete die⸗ ſelbe ebenfalls für ſich. Vogel erhält eine Geſammtgefäng⸗ nißſtrafe von 1 Jahr 12 Wochen, abzüglich 4 Wochen Unter⸗ ſuchungshaft.— J) Karl Friedrich Daubold, 41 Jahre alt, verheirathet, Gürtler von Oelsnitz, und Marie Bang, 24 Jahre alt, Stieftochter des Angeklagten Daubold, von Aglaſterhauſen, z. Zt. beide in Heidelberg, wegen Vergehens gegen§ 173 Abſ. 2 des.⸗Str.⸗G.⸗B. Urtheil: Da wird zu einer Gefängnißſtrafe von 10 Monaten, abzüglich 2 Monaten Unterſuchungshaft und Lang zu einer ſolchen von 4 Monaten verurtheilt. Auch werden dem Daubold die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren aberkannt. Vertheidiger: Herr Rechtsanwalt Dr. Loe h.— J) Karl Auguſt Voit, 52 Jahre alt, verheirathet, Kauf⸗ mann von Durlach und Karl Jung, 19 Jahre alt, ledig, von Heidelberg, Commis bei Voit, wegen Körperverletzung. Die Angeklagten mißgandelten gemeinſchaftlich den Kaufmann Reiß, bei welchem Voit in Miethe war, mit Fauſtſchlägen. Vom Schöffengericht Heidelberg wurde dezwegen Voit zu einer Geldſtrafe von 60 Mark und Jung zu einer ſolchen von M. verurtheilt. Gegen dieſes Urtheil legten die Ange⸗ klagten die Berufung ein. Dieſelbe wird aber als unbe⸗ gründet verworfen.— 5) Jakob Guldemann, 67 Jahre alt, Wittwer, Bierbrauer von Sandhofen wegen Diebſtahls. Der Angeklagte hat 015 Nachtheil eines gewiſſen Brecht, 1 Hammer und Stiefelhölzer im Werthe von 3 M. entwendet. Wegen dieſes Vergehens vom Schöffengericht Heidelberg zu einer Gefängnißſtrafe von einer Woche verurtheilt, legte An⸗ geklagter gegen dieſes Urtheil die Berufung ein. Dieſelhe wird für begründet erklärt, das ſchöffengerichtliche Urtheil aufgehoben und Angeklagter freigeſprochen.— Philipp Abel IV., verheiratheter Taglöhner, von Schriesheim, wegen Körperverletzung. Der Angeklagte, ſchon vorbeſtraft, hatte nach vorhergegangenem Wortwechſel einem gewiſſen Haas mit einem Bierglaſe auf den Kopf geſchlagen. Wegen dieſes Vergehens vom Schöffengericht Mannheim zu 14 Tagen Ge⸗ fängniß verurtheilt, legten ſowohl die Staatsanwaltſchaft als auch der Angeklagte gegen dieſes Urtheil die Berufung ein. Die Berufung des Angeklagten wird als unbegründet ver⸗ worfen, dagegen diejenige der Staatsanwaltſchaft für be⸗ gründet erklärt und die Strafe von 2 Wochen auf 3 Wochen Gefängniß erhöht.— 7) Sebaſtian Weber, 50 Jahre alt, ledig, Taglöhner von Waldmichelbach z. Zt. in Neckarhauſen, wegen Vergehens gegen 8 176 Abſ. 3 des.⸗St.⸗G.⸗B. Urtheil: 1 Jahr 3 Monate Gefängniß, Verluſt der bürger⸗ lichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren.—) Jakob Gropp, 28 Jahre alt, ledig, Unterlehrer aus Seckenheim 3z. Zt. in Neckarhauſen, wegen Vergehens gegen 8 176 Abſ. 3 des.⸗St.⸗G.⸗B. Der Angeklagte wurde freigeſprochen. Ver⸗ theidiger Herr Rechtsanwalt Dr. Katz.— Leopold Sautter, Wittwer, geweſener Rathſchreiber in Käſerthal, wegen Unterſchlagung. Der Angeklagte hatte im Monat Juli 1887 in ſeiner Eigenſchaft als Rathſchreiber vom Stadtrath in Mannheim durch die Poſt ca. 570 M. erhalten. Dieſen wir bald darauf von Tiſche aufſtanden, und ich denke Mama war es auch, obgleich ſie es eigentlich geweſen, die das Ge⸗ ſpräch urſprünglich auf das gefährlich Thema geleitet batte. Die Schönſteins verſicherten mir, es wäre zu amüſant gewe⸗ ſen, und ſie hätten ſich lange nicht ſo unterhalten, wie bei dieſem Diner; ich lachte mit ihnen über die verſchiedenen Aeußerungen, die gefallen waren, aber es kam mir nicht recht von Herzen. Später trat Fred Harding an mich heran.„Sie waren heute während des Diners ſo ſtill,“ ſagte er zu mir. „Ich habe klügere und erfahrene Leute reden und mich von ihnen belehren laſſen.“ Er ſchwieg einen Augenblick ſtill. „Ja,“ ſagte er dann,„es klang einiges ganz gut, faſt als ob es die Wahrheit wäre, aber Irene les iſt das erſtemal, daß er mich mit meinem Namen angeredet hat, und alles Blut ſtrömte mir zum Herzen,) laſſen Sie ſie reden, dieſe klugen. erfahrenen Leute und glauben Sie mir, es gibt darin für einen jeden von uns nur einen einzigen Lehrmeiſter,— das eigene Herz!“ Ich ſchaute zu ihm auf und begegnete ſeinem tiefen, warmen Blick. Ja, Fred Harding, auf nichts und Nie⸗ mand will ich hören, wie auf das eigene Herz, und dieſes ſagt mir, daß ich dein bin jetzt und für immer——— Es iſt ſehr ſpät geworden; die Lampe erloſch mir plötz⸗ lich, und ich habe die Kerzen angezündet, um fertig zu ſchrei⸗ ben, was ich noch zu ſchreiben habe.— Das Ende des Diners hatte dem unerſchöpflich ſcheinenden Thema alſo ſchließlich doch auch ein Ende gemacht; wir vertheilten uns in die Sa⸗ lons und dann ſpäter, nachdem ſchwarzer Kaffee und Tſchibuk vorüber war, ſpielte Graf Bernhard Dronsky, Er ſpielt wundervoll; ich kenne Niemand, deſſen Spiel ſo zu Herzen geht, der dieZuhörer ſo fortzureißen vermag.„Sie müſſen ihn ſpielen hören, um ihn zu verſtehen, hat Fred Harding einmal zu mir geſagt,„ſeine Seele, ſein ganzes Sein liegt in ſeinem . Selte. Seueral-· Anzeiger. 18. Novemner-. Betrag, welcher zu Gemeindezwecken. beſtimmt war, ſollte er und die Sſeger halſen keine Luſt, die Schulden ſhrer Feind⸗ ahmung finden werde.“— Sodann dankte der Kaiſer an die Gemeinde abliefern. tatt dies zu thun, bebielt An⸗ geklagter das Geld zurück und verwendete es zu ſeinem Nutzen. Urtheil: 4 Monate Gefängniß abzügl. 1 Monat Unterſuchungs⸗ haft. Vertheidiger Herr Rechtsanwalt Dr. Katz. Tagesveuigkeiten. — Zur Warnung. Ein Würzburger Dienſtmann ritzte ſich mit einem ſtark verroſteten Eiſenſtück beim Transporkiren eines Schrankes und verklebte den wunden Theil mit Brief⸗ markenpapier. Es trat Blutvergiftung ein, welche den Tod zur Folge hatte. — Ein Kalender für Schwiegermütter! Ein Berliner Fabrikant bereitet ſoeben die Herausgabe eines „Bonnivardkalenders“ vor. Derſelbe iſt allen Schwieger⸗ müttern gewidmet und führt ſeinen Namen nach dem im Berlit er Wallnertheater gegebenen Schwanke, bringt neben einem gut getroffenen Bilde der auch hier bekannten Anna Schramm eine Anzahl von Notizblättern, auf dem ſich in zierlicher Druckſchrift die Frage befindet:„Wie betrug ſich heute mein Schwiegerſohn?“— Wir wären be⸗ glerig eine Anzahl dieſer Kalender nach täglichem Gebrauch mit den Aufzeichnungen der betreffenden Schwiegermütter zu leſen! „Was Gott zuſammengefügt!“ Zu der jetzt ſtattgehabten ſ eü Klaſſenlotterie nannte auch ein in Königsberg erſt kürzlich etablirter junger Kaufmann ein Loos ſein eigen, hatte aber das Unglück, dasſelbe einige Tage vor der Ziehung zu verlieren. Eine junge hübſche Dame fand dasſelbe, verſtändigte den auf der Vorderſeite des Looſes ver⸗ zeichneten Inhaber von dem Funde und erſuchte ihn, ſein Eigenthum abzuholen. Der Kaufmann, freudig überraſcht, eilte in die ihm angegebene Wohnung, wo er aus der Hand des Fräuleins das Loos mit dem Wunſche, einen recht großen Gewinn zu machen, zurückempfing. Mit dem Verſprechen, der Dame von einem etwaigen Gewinnſte Mittheilung zu machen, empfahl ſich der junge Kaufmann. Aber der Wieder⸗ beſitz des Looſes hatte dem jungen Manne die Ruhe geraubt — die Liebenswürdigkeit und Anmuth der Dame hatten ſein Herz bedeutend verwundet. Auch das Fräulein fand an dem jungen Manne großes Gefallen, und Gott Amor hatte leichtes Splel mit den Beiden. Als am zweiten Ziehungstage das betreffende Loos thatſächlich mit einem Gewinnſte von 10,000 Mark aus der Urne herauskam, da betrachtete der junge Mann dies freudige Exeigniß als einen Wink des Schickſals, erſtand in einem Juwelierladen einen ſchönen Ring und über⸗ ſandte unter dem Motto:„Was Gott zuſammengefügt, das ſoll der Menſch nicht ſcheiden!“ der im waß ren Sinne des Wortes„gewonnenen“ Dame ſeines Herzens einen wohl⸗ ſtilifirten Heirathsantrag. Der Reſt iſt eine Anzeige unter den Famiſiennachrichten. — Uuglück im Cireus. Die Familie Bourgeois, welche ſeit einem Jahrhundert mit ihrem Circus die Welt durchzieht und deren Mitglieder ſämmtlich vortreffliche Reiter und Clowns ſind, befindet ſich in dieſem Augenblicke in Tarbes(Südfrankreich), wo ſie einen ſchweren Verluſt er⸗ litten hat. Der 18jährige Bourgeois zeigte treffliche Anlagen, die Traditionen ſeiner Familie fortzuſetzen. Er hatte ſchon einmal öffentlich 12 Stühle mit dem de ee über⸗ ſprungen, aber ſeſt einiger Zeit perſüchte er dasſelbe auch nach rückwärts, eine gußerordentlich ſchwere Tour wegen der enormen Schwierigkeiten, einen Anlauf in dieſer Stellung zu nehmen. Es war ihm ſchon gelungen, acht Stühle auf dieſe Weiſe zu überſpringen. Obſchon ſehr ermüdet, wollte er doch, durch den Erfolg ermuthigt, den neunten Stuhl—0— fügen, verfehlte aber den Sprung und fiel mit dem Rücken 91 eine Stuhllehne. Bewußtlos wurde er aufgehoben und in's Spital getragen. Er hatte ſich die Wirbelſäule gebrochen und ſtarb nach zwei Tagen fürchterlichen Leidens. —, Ein brennender Waggon. Als 1 0 Tage der Großfürſt Alexei Nikolajewitſch auf der Eiſenbahn unweit Minsk fuhr, gerieth, dem Warſchauer„Kurjer Poranny zu⸗ ſolge in demſelhen Zuge ein Waggon in Brand, in dem ſch ein Pferd des Groß ürſten mit dem nöthigen Heuvorrath be⸗ fand. Auch der nächſte Wagen brannte ſchon, als ein Bahn⸗ wärter den Brand bemerkte und durch Halteſignale einer Kataſtrophe vorbeugte. — Moderne Verkehrsmittel. Eine überaus ſchnelle Reiſe machte der Peninsular and Oriential Steam-Shi.-Navi- gation-Dampfer„Arkadia“, der die Reiſe von Brindiſi nach Fugliſch⸗Indien in zwölf Tagen zurücklegte. Somit hat 25 von London nach Bombay nur vierzehn Tage ge⸗ mert. Werthvolle Makulatur. Nach dem großen Krach dam Jahre 1873 war es eine Zeit lang Mode, die Wände nilt werthlos gewordenen Aktien und Obligationen zu tape⸗ Uren. Das Gros dieſer ſchönen Erzeugniſſe der lithogra⸗ allen Kunſt rangirte allerdings in die Kategorie der dauer⸗ aften Nonvaleurs, aber es iſt vorgekommen, daß irgend ein ur werthlos gehaltenes Papier mit der Zeit doch wieder auflebte und neuerdings einen Werth erlangte. In Amerika Abt es eine Species alter Makulatur, die jetzt nach und nuch wieder Handelsartſkel wird. Wir prechen von den Confederated States Bonds“, jenen Bonds der n welche nach der Beſiegung der letzteren durch die brbſtaaten nicht eingelöſt wurden. Die konfßderirten Staaten haben dieſe Bonds für Kriegszwecke ausgegeben, piel; ſowie er ſpielt, ſo ſſt er.“ ifl, dann gäbe es kaum einen Menſchen, der ihm gleicht!— Fred Harding lehnte neben mir an der Wand, während ſein Freund ſpielte, er beugte ſich plötzlich zu mir nieder:„Solche Tbne nehmen die Seele gefangen, Gräfin,“ ſagte er leiſe,„ich kann mich auf einmal des Wunſches nicht erwehren, daß— Sie ſie nicht hören möchten! Was bleibt uns armen anderen Webden ſolchem Gottbegnadeten?“ Ich fühlte, wie meine Augen voller Thränen ſtanden, aber ich ſchaute doch zu ihm empor und ſah ſeinen Blick mit üünigem Ausdruck auf mich gerichtet, und da— da ſtreckte ich ihm plötzlich wortlos meine Hand entgegen. Wie ich es gewagt, woher ich den Muth genommen, ich wüßte es jetzt nicht mehr zu ſagen; ich war ohnehin bewegt und erſchüttert, bazu dieſe leiſe, geliebte Stimme, dieſe Worte,— ich handelte wie im Traume, und wie im Traume iſt es mir, wenn ich an dieſen Moment zurückdenke! Wie übervoll mir das Herz iſt!— Zwei Uhr,— jetzt iſt er wohl gerade zu Hauſe angelangt, und ich will mich zur Ruhe begeben, an ihn denken, und im Traume werde ich dann wieder bei ihm ſein! den 15. November. Nun iſt es ſtill bei uns geworden; Guſtav iſt fort, Anng und Egon ſind nach Wien zurückgekehrt, und ſo hat auch das hin und her zwiſchen Tettau und Fürſtenau ſein Ende erreicht. Wenn es etwas gäbe, das mich mit dem Gedanken an Wien ausſöhnen könnte, ſo wäre es die Ausſicht, mit ihnen und Guſtav dort wieder vereint zu ſein, aber doch, mir graut vor dieſem Wiener Faſching,— wie gern bliebe ich ruhig in un⸗ ſerem ſchönen Tettau! Geſtern iſt Papa in Klatten geweſen bei dem alten Ba⸗ ron Harding, der ſich ſeit Jahren nicht mehr von Klatten fort⸗ Wenn das wirklich ſo zu bezahlen. Die Alles heilende Zeit hat auch die amerika⸗ niſchen Sieger und Beſiegten wieder ausgeſöhnt. Zwiſchen Nord und Süd herrſcht jetzt Freundſchaft, und um dieſe zu beſtegeln, iſt die Idee aufgetaucht, die alten Bonds der Oonfederated States einzulöſen. Von dieſer Anregung bis zur Einlöſung iſt zwar noch ein ſehr weiter Weg, allein ſie ge⸗ nügte, um die Bonds wieder in Verkehr zu bringen. Die Bonds, welche bisher um ein halbes Prozent ihres Nomi⸗ nalwerthes erhältlich waren, werden bereits mit zwei Prozent gehandelt. Theater und Muſtk. Im roßherzoglichen Hof⸗ und Nationaltheater wird an Stelle der berſchobenen Aufführung von„Triſtan und Iſolde“ morgen Abend„Lohengrin“, mit Herrn A. Oberländer aus Karlsruhe als Gaſt, gegeben werden. * Repertoire des Großh. Hof⸗ und National⸗ theaters in Maunheim vom 17. Novb. bis 26. Novb. Samſtag, 17.:(4) Zum erſten Male.„Der Pfarrer von Longueval“(Abbe Conſtantin). Sonntag, 18.:(4)„Lohen⸗ grin“,(Lohengrin— Herr Oberländer aus Karlsruhe als Gaſt.) Montag, 19.:(8)„Wehe den Beſiegten“. Dien⸗ ſtag, 20.:(A)„Der Troubadbur“. Mittwoch, 21.:(B)„Der Bibliothekar“. Freitag, 28.:(Abonn. susp.) Volksvorſtellung: „Die Karlsſchüler“. Verkauf der feſten Plätze von Mitt⸗ woch, den 21. d. M. ab. Sonntag, 25.:(B)„Oberon“. Montag, 26.:(4)„Die Jungfrau von Orleans“(Johanna — Fräul. Schultze von Breslau a..) Kammerfänger Ladislaus Mierzwinski gibt unter Mitwirkung des Klaviervirtugſen Herrn Georg Liebling aus Berlin äm kommenden Montag im Muſeumsſaale in Heidelberg ein Konzert. 5 — Thereſina Tua in Gefahr. Dein„Kuryer Po⸗ ranny“ wird aus Smoleusk mitgetheilt, daß Tereſina Tua guf ihrer Fahrt von Dünaburg nach Smolensk beinahe ums Leben gekommen wäre. Die Künſtlerin hatte ſich an die Coupethüre des Eiſenbahnwaggons gelehnt, welche nicht ge⸗ ſchloſſen war und ſich nunmehr plötzlich öffnete. Die Tua fiel anf das Trittbrett, und nur mit großer Mühe gelang es, zwei in demſelben Coupe befindlichen Herren Tereſina Tug an den Kleidern zu erſaſſen und in das Coupe zurück⸗ zuziehen.(Sollte das nicht ein neues Reklamemittel ſein 7) Kunſt und Wiſſenſchaft. In der permauenten Kunſtausſtellung des Kunſtver⸗ eins ſind neu ausgeſtellt: J. F. Hennings„Spaziergang im Schloßgarten“. Ch. Mali:„Am Mühlbache“ und„Motiv am Starnbergerſee“ G. Heſſe:„Gardaſee“. Franz Häußler: Unerwarteter Beſuch“. R. Lipp's:„Kanal in Venedig“. K. Veyßer:„Motiv aus Wimpfen am Berg“. Ju der Ausſtellung Morſchhäuſer ⸗Donecker wurden verkauft: Eine große Marine von Andreas Achen⸗ hach, eine Landſchaft von Oswald Achenbach, von demſelben Maler eine Mondſcheinlandſchaft mit Architektur und reicher Perſonenſtaffage, alles Bilder erſter Qualität; ferner ein kleines reizendes Genrebild von Gaumann. Zum Gedächtni. Vor 150 Jahren, am 14. Nov. 4738, wurde der Vater der praktiſchen Aſtronomie, Friedrich Wilheim Herſchel, in Hanover geboren. Der Sohn eines ee trat er in ſeinem 14 Lebensjahre bei einem dortigen Regiment als Hautboiſt ein und ging 1759 nach England, wo ihn der Graf von Darlinton als Direktor eines von ihm errichteten Muſikkorps anſtellte. In allen dieſen Stellungen jedoch benutzte er ſeden freien Augenblick um ſich mit Mgthematik und namentlich mit Aſtronomie u beſchäftigen. Nicht im Stande, ſich ein Teleſkop anzu⸗ ſaa faßte er den Gedanken, eigenhändig den Bau eines olchen zu verſuchen, was ihm his 1774 ſoweit glückte, daß er durch einen ſelbſtge fertigten Reflektor von 1,5 Mt. den Ring des Saturn und die Trabanten des Jupiter beobachten konnte. Im Jahre 1780 ſtellte er ſeine Beobachtungen über den veränderten Stern des Walfiſches und ſeine Berechnung der Höhe der Mondgebiete an. Am 13. März 1781 entdeckte ereinenneuen Planeten, den Uranus, den er dem Könige von England 5 Ehren Georgsſtern nannte. Georg III. be⸗ rief ihn darauf in ſeine Nähe und machte ihm zum König⸗ lichen Aſtronomen. Im Jahre 1787 entdeckte Herſchel die beiden Nebenplaneten des Uranus ſowie mehrere Trabanten des Saturn. Für die Aſtronomen aller Zeit bleibt Herſchel durch ſeine Kenntniß der Inſtrumente und deren Verbeſſer⸗ ung ebenſo wichtig, wie durch ſeine Entdeckungen am Himmel. edrich Wilhelm Herſchel ſtarb am 25. Anguſt 1829. —— Neueſtes und Telegramme. Breslan, 16. Nov. Bei dem Empfang der Ar⸗ beiter⸗Deputation ſagte der Kaiſer:„Das Wohl der Arbeiter liegt mir am Herzen. Breslau's Arbeiter ſind die erſten geweſen, welche dies erkannt. Ich hoffe und wünſche, daß das Beiſpiel, welches die Arbeiter in Breslau, der Hauptſtadt Schleſtens, gegeben haben, bei der arbei⸗ tenden Bevölkernng in allen Theilen der Monarchie Nach⸗ rührt. nun ſehr verändert gefunden, ſo daß er faſt erſchrocken war über ſein Ausſehen ſowohl als über ſeine Stimmung. Der arme Fred ſoll ſchwere Stunden verleben bei dem alten, wunderlichen Herrn, der den Sohn durch ſein ſeltſames We⸗ ſen quält. Ich hörte Papa erzählen, er habe einer Scene beigewohnt, die ihm einen überaus peinlichen Eindruck gemacht; er könne ſich des Gedankens nicht erwehren, daß der alte Herr ſich ſchwer beunruhigt fühle, wie durch das Bewußtſein irgend eines Unrechtes, das er, vielleicht ſeinem Sohne, viel⸗ leicht ſonſt Zemand zugefügt haben mag, und das ihn nun, da er ſich ſeinem Ende nahe geglaubt, quält und ängſtigt. den 22. November. Baron Harding iſt geſtorben. Geſtern bekamen wir die Nachricht, und heute wohnt Papa ſeinem Begräbniß bei. Ar⸗ mer Fred, er hat mit ganzem Herzen an ſeinem Vater gehan⸗ gen! Nun iſt er allein in ſeinem einſamen Klatten,— ich denke an ihn, ich fühle und ich leide mit ihm; dürfte ich nur bei ihm ſein, ſeine lieben Hände in die meinen nehmen und ihn tröſten mit allen Troſtesworten, die meine grenzenloſe Liebe mich würden finden laſſen! den 20. Dezember. Vier tödtlich lange Wochen ſind vorüber gegangen,— waren es wirklich nur vier Wochen? Es kommt mir vor, als müßten es eben ſo viele Jahre geweſen ſein, ſo ganz anders ſcheint mir in dieſer kurzen Spanne Zeit Alles geworden! Und ich ſelbſt fühle mich ſo anders, daß ich mich manchmal fragen möchte, ob ich in der That noch dieſelbe bin, vor der vor Kurzem die Welt und das Leben im hellſten Sonnenſchein gelegen hat.— Ich habe Fred Harding lange nicht geſehen, aber das iſt es nicht allein, was ſo ſchwer auf mir laſtet, mit einem Druck, unter dem ich mich vergeblich emporzurichten Papa hat ihn ſeit dem Sommer nicht geſehen und ihn dem Oberhürgermeiſter für die Ausſchmückung der Stadt. „Sagen Sie ihr namentlich“, ſo ſchloß der Kaiſer,„daß ich über die vortrefflichen Wahlen der hieſigen Stadt ſehr erfreut bin.“(Vergl. Polit. Ueberſicht.) *Breslan, 16. Nov. Bei den heutigen Stadtverord⸗ netenwahlen in der zweiten Abtheilung wurden ſieben Kar⸗ telliſten, ſechs Deutſch Freiſinnige und ein Neutraler gewählt. „Berlin, 16. Nov. Die Kaiſerin Friedrich wird am Sonntag Vormittag mit ihren Töchtern die Relſe nach England antreten. Der Kaiſer gedenkt Sonntag hier wieder einzutrefſen. Die Nachricht eines engliſchen Blattes, daß Prinz Heinrich das Commando über das deutſche Blockade⸗Geſchwader an der Küſte von Zanzibar erhalten ſolle, iſt falſch; ſchon die militäriſchen Rangverhältniſſe machen das unmöglich, da Prinz Heinrich erſt Corvetten⸗ capitän, und zwar einer der jüngeren, mit dem Datum ſeines Patents vom 18. Oktober 1887 iſt. Der Bundesrath ertheilte dem Geſetzentwurf be⸗ treffend die Alters⸗ und Invaliditätsverſicherung in zwei⸗ ter Berathung die Zuſtimmung und genehmigte die Etats⸗ entwürfe für 188990 über den allgemeinen Penſtons⸗ fonds, für die Verwaltung des Reichsheeres, des Reichs⸗ ſchatzamtes ſowie für die Einnahmen des Reichs an Zöllen, Verbrauchſteuern und Averſen und an Stempel⸗ abgaben. Der Entwurf einer Grun dbuch⸗Ordnung wurde dem Ausſchuß für Juſttzweſen überwieſen. *Wien, 16. Nov. Der„Polit. Corr.“ zufolge wird die italieniſche Regierung vom Parlament die Er⸗ mächtigung fordern, einen Theil der für 1889 bean⸗ ſpruchten Militärkredite noch vor Erledigung des Budgets verwenden zu dürfen.— Der derzeitige Vizepräſident der galiziſchen Statthalterei Hermann Ritter v. Löbl iſt zum Statthalter von Mähren erannt worden: Löbl iſt der Sohn eines einfachen iſraelitiſchen Bürgers, der ſich mit eigenem Fleiße hinaufgearbeitet hat. Er war lang⸗ jähriger Beamter der eentraliſtiſchen Aera in Galizien, beherrſcht das Deutſche, verſteht jedoch nicht Polniſch. — Die Wahlmännerwahlen in Serbien lieferten für die Fortſchrittler, die langjährige Regierungspar tei des Königs, überraſchend günſtige Ergebniſſe.“ *Paris, 16. Nov. Die anläßlich des geſtrigen Wortgefechts zwiſchen Caſſagnac und einigen anderen Deputirten ſchwebenden Forderungen ſind friedlich beige⸗ legt worden. Präſtdent Carnot jagte heute bei Rambouillet mit den bier anweſenden ruſſiſchen Groß⸗ fürſten. In Rambouillet waren alle Häuſer mit fran⸗ zöſiſchen und ruſſiſchen Fahnen geſchmückt.— Rouvier und ſechs andere Deputirte, ſowie Rochefort ſind be⸗ reits in Nimes eingetroffen, um den Verhandlungen des Prozeſſes Gilly beizuwohnen. Paris, 16. Nov. Der Pariſer Gemeinderath beſchloß It. Frkf. Ztg. ſtädtiſche Bäckereien zu begründen, die Brod zu den Selbſtkoſten abgeben werden, und ernante eine Kommiſſion zur Ausaxbeitung dieſes Planes. * Liſſabon, 16. Nov. Zur Ver 1 0 der portugie⸗ fiſchen Flotte gehen demnächſt die Korvette„Königin von Por⸗ 1 165 das Kanonenboot„Sambeſi“ von hier nach San⸗ ar ab. *London, 16. Nov. Im Unterhauſe theilte der Unter⸗ ſtagtsſekretär Gorſt heute mit, daß Dinizulu geſtern in Natal und der Häuptling Tſchingana im Zululand verhaftet wor⸗ den ſeien.— Der Unterſtaatsſekretär Ferguſſon erklärte, daß der Oberbefehlshaber der engliſchen Kriegsſchiffe an der Küſte von Sanſibar keine ſpeciellen Inſtruktionen in Betreff der Sicherheit der engliſchen Unterthanen, denen der wele Konſul jede W Warnung habe zu Theil werden laſſen, erhalten hätte. Die Blokade ſei um eine Woche verſchoben worden, damit ſich die engliſchen Staatsan⸗ gehörigen aus den bedrohten Poſitionen zurückziehen könnten. *Madrid, 16. Nov. Eine in dieſen Tagen ver⸗ öffentlichte Kundmachung Pi y Margalls entzieht der Annahme der ſpaniſchen Regierung, daß eine neue republikaniſche Bewegung gegen den Thron ſich vorbereite, ihre Grundlage. Der Zwieſpalt in der republikaniſchen Partei dauert fort. —— ſtrebe, auch meine Trauer um Freds Vater, mein inniges Mitfühlen iſt es nicht allein,— ach, ich weiß ja ſelbſt nicht, was eigentlich mit mir geſchieht, warum mir oft zu Muthe iſt, als ſollte ich nun und nimmer mehr froh werden! Mit Fred ſoll eine große Veränderung vorgegangen ſein, ich hörte es von Vielen, die ihn in ſeinem einſamen Klatten aufſuchten, und auch Papa ſagte es. Ich hörte darüber reden, daß bei all ſeiner Liebe zu dem alten Vater eine ſolche Trauer um ihn, auf deſſen Verluſt er denn doch ſeit Jahren vorbe⸗ reitet ſein mußte, eine Trauer, die ihn ganz und gar ver⸗ wandelt hätte, unbegreiflich und faſt unnatürlich wäre. Alle Verſuche, ihn zu zerſtreuen und aus dem Zuſtande dumpfen, wortloſen Schmerzes aufzurütteln, in dem er ſeit dem Todestage ſeines Vaters verſunken iſt, ſind vergeblich. Als Papa ihm neulich zuredete, nun doch wieder einmal zu uns zu kommen, hat er ihn wie geiſtesabweſend angeſtarrt, dann plötzlich,— ſo erzählt Papa,— ſeine beide Hände ge⸗ faßt, ſie gedrückt, daß es ſchmerzte, und mit einer Stimme, als koſte jedes Wort ihm Anſtrengung, hervorgeſtoßen:„Ja, ja, ich komme ſchon noch einmal!— Ich komme ſchon noch einmal,“— wann wird dieſes einmal ſein? Graf Dronsky iſt vor einigen Tagen bei uns geweſen. Er ſprach kein Wort über Fred, und ich warte doch mit Sehn⸗ ſucht und tauſend Aengſten auf den Augenblick, wo er den Namen ausſprechen würde; nur deswegen, um dieſen Moment nicht zu verſäumen, habe ich mich ja in all den langen Stun⸗ den, die er bei uns geweſen iſt, nicht von ſeiner Seite fort gerührt. Endlich fragte Papa,— ich fühlte, daß ich die Frage nicht über die Lippen gebracht hätte,— ob Fred ſich auch ge⸗ gen ihn ſo völlig abſchlöſſe.„Wir find oft beiſammen,“ er⸗ wiederte Graf Dronsky kurz. (Fortſetzung folat.) 18. November. Seneral⸗Anzeiger. 8. S Mannheimer Handelsblatt. Mannheimer Waaren⸗Bericht. Originalberiche des„General⸗Anzeigerz.“) Kohlen. Das Geſchäft liegt bei etwas ruhigerem Ver⸗ kehr unverändert feſt und werden namenklich für nächſtſährige Abſchlüſſe heute ſchon bedeutend böhere Preiſe als in dieſem Jahre verlangt. Die Urſache hiervon liegt vorzugsweiſe in der im ganzen Ruhrrevier beſtehenden Hauſſe-Konfunktur, unter deren en ſd ſchon große Quantitäken pro 1889 kon⸗ trahirt worden ſind. Der hieſige Platz verhält ſich indeß für ſpätere Deckungen noch abwartend und dürfte damit je nach dem Verlauf des Winkergeſchäfts nicht unvortheilhaft operiren. Holz. Das Verladegeſchäft in dieſem Artikel bewegt ſich fortwährend noch in guten Bahnen und würde nichts zu wünſchen übrig laſſen, wenn nicht ſeit 17 ſich fühlbarer Mangel an geeigneten Fola beſf eingeſchlichen hätte. Die Frachten haben auch in Folge deſſen bedeutend augezogen. Es wäre zu wünſchen, daß bald durch Eintreffeu von kleineren Schiffen dem Uebel geſteuert würde, damit die Verſchiffungen mit den Einläufen gleichen Schritt halten. Die Jahreszeit 10 ſchon weit vorgeſchritten und müßte ſonſt, wenn unverhofft früh Winter eintritt, Manches zurückgeſtellt werden. „Petreleum. Amerſkantſches raffinirtes Newyork 7½ Philadelphia 7¼ pipe line certificates 85¾, Antwerpen Fr. 19½ Bremen M..77½, Rotterdam M..10, Mannheim verzollt M. 25½ ͤ bei Doppelwaggons. Getreide. Im Getreidegeſchäft hat es im Laufe der letzten Woche wenig Neues gegehen; nachdem die Witterung etwas gelinder geworden, hat i die Stimmung eher etwas abgeſchwächt. Auch die Preiſe ſind im großen Ganzen un⸗ verändert geblieben. 0 Hopfen. Der Markt iſt augenblicklich ſehr ſtill. Nach⸗ frage und Kaufluſt unbedeutend, da die meiſten Konſumenten zhren nöthigen Bedarf theilweiſe gedeckt haben. Die Nach⸗ beſtellungen haben alle nur au beſſere Waare Bezug, wäh⸗ rend für geringe gar keine Kaufluſt herrſcht. Unfern Hopfen⸗ bauern wird dieſes doch zur Warnung dienen. Jute. Der Markt verfolgt auch dieſe Woche eine ſtei⸗ ſher Richtung und ſind die Preiſe durchweg um 3 Prozent Dher. Reichsbauk Maunheim. Die Reichsbank hat den Privat⸗ Discont von 3½ auf 3¾ erhöht. Maunheimer Effektenbörſe vom 16. November. An der heutigen Börſe waren Brauereiaktien ziemlich feſt; Sinner wurden zu 181 17 75 und Badiſche Brauerei zu 114.50 pCt. umgeſetzt. Heidelberger blieben zu 146 PpCt. geſucht. Spinnerei Oggersheim waren zu 46.50 pCt. gefragt und Gummifabrikaktien gingen zu 46 pCt. um. Coursblatt der Maunheimer Börſe vom 16. November Obligationen. 4 Bad. Oölig. Mark 105.10 öf. 4 N. Hyp. Pfanbbr. S. 40-480100.80 G. 4„„ 1883 109. b3. 4„„ 408—49 102.40 G. 4 fl. 103.60 4½„ 1 1888100.80 S. — com. O. 100.— C. 4 T. 100 Sooſe 189.50 C. 4 Mannheim 1881—— 4. Keichbanleihe 108— F. 4„ 133885—— 3½ 55 108.50 53. 4„ 1885 108.— 8 4 Preuß. Conſol 107.50 bz. 4 Heidelberg 108.25 5 375 burg i. B. Obligat. 101.— G. 104.—;8. 37½—0 4 Bayer. Obligationen Mk. 107.— 4½ Ludwigshafen Mk. 4 Pfälz. Ludwigsbahn Mk. 104 75 G. 4 75 5 4 Pfälz. Ludwigsbahn fl. 4⁰2 25 Zuckerfabrik 105.50 G. 103.76 G „ Mapbahn 104.10 G. 5 Oggersheimer Spinnerei 101.70 G. 4„ Norbbahn 104.10 G. 5 Verein g Fabriken 99.— bz 31⁰³ Priorit 101.75.5 Weſteregeln Alkaliwerke 104.— G 37% kihein. Hyp.⸗Pfandbriefe 98.70 bz Actien. Babiſche Bank 110.— G. Brauerei Schwartz 161.— 5. Rheiniſche Creditbank 124.50 66. Bierbrauerei Sinner 167.— B. , Hyp.-B. 50 pet. K.—.— Malzfabr. Hochheim—.— Pfälziſche Bank 186.20 G. 70 0 e Brauerei 112 80 B. Mannheimer Volksbank 119 50.] Badiſche Brauerei 114.50 5 Deutſche Unionbank 96.— G. Mannh. Dampfſchleppſchiff. 128.50 B. Pfälziſche 227.— G. Chln. Rhein-u. Seeſchifffahrt 81.— 8. „ Maxbahn 138.— G. Bad. S K ecuranz1429. bz. Nordbahn 107.20.Bad. Rück- u. Mitverſich. 640.— bz. -»Speyerer Bahn 38.—.] Mannheimer Verficherung 515.— 8. erein Chem, Fabriken—.— Mannheimer Rückverſich. 370.— G. Badiſche Anilln u. Soda 289.f0 bz.] Württ. Transportverſich. 825.— B. Weſteregeln Alkaliwerke 185.50 öb3. Oberrhein. Berſ.⸗Geſellſchaſt 805.— G. u. Schötenſack 121 56 G. Oggersheimer Spinnerei 46.50 G. Verein Oelfabriken 129— Ektlinger Spinnerei 126.— 5 Waghäugler Zuckerfabrit 97.50 B. Mannheimer Lagerhaus 97.— G 5 uckerraffin. 90.— b3.] Deutſche Seehandl. 25.— Mannheimer Aktienbrauerei 910.— by Manuh. Cum, u. Asbfbrk. 48.— bz Eichbaum-Brauerei 79 50 8Karlsruher Maſchinen—.— Judwigshafener Brauerei 215— uttenheimer Spinnerei 104.50 B Schwetzinger Brauerei 76.50 8 ahn chinen Hald u. NReu—.— Brauerei z. Storch 186 50 B. Nähmaſchinen Gritzner—.— Heidelbergerdletienbrauerei 146— G. Speyerer Dampfsziegelei 127.— Mannheimer Börſenwoche. (Driginalbericht des„General⸗Anzeigers.“) Das Geſchäft an unſerm Localmarkt war in der abge⸗ laufenen Woche ſchleppend bei ſchwacher Tendenz. Brauereien lagen ſtill, ausgenommen Schwartz, von denen das angebotene geringe Material bei ſteigenden Cpurſen ſchlank gekauft wurde. Kleinlein weiter anziehend ohne Abgeber. Bad. Brauerei 114 bis 114 50 in gutem Verkehr Der Verſicherungsaktien⸗Markt zeigt keine nennenswerthen Veränderungen. Mannheimer Rück etwas höher(370). Mannheimer Verſicherung ebenfalls feſt. Anilinaktien mußten in Sympathie mit Frankfurt, ebenſo wie Waghäusler und Alkali etwas nachgeben; indeſſen bleibt die Grund⸗Tendenz für en auſe genannte Werthe durchaus feſt. Pfälziſche Bankaktien anfaugs nachgebend, ſchließen be⸗ feſtigt(126.25) 15 Genehmigung der Vorſchläge der Direction durch die Generalverſammlung. Frankfurter Mittaabörſe. 5 Frankfurt a.., 16. Nov. Die geſtrige Abend⸗ börſe war flau verlaufen, großer engliſcher Goldausgang und Artikel der Berliner öfftzibſen Blätter geben hierfür die Ur⸗ ſache ab. Heute wirkten noch die gleichen Motive, während die feſte Haltung des PariſerPlatzes kein genügendes Gegen⸗ gewicht bildete. Man eröffnete in matter Haltung und die während der eingetroffenen Telegramme, die nachträgliche Fallit⸗Erklärung einer großen? etersburger rma und der Artikel des„Journal de St. Pétersbourg“ trugen nichts dazu bei, einer beſſeren Stimmung Platz zu machen. Indeſſen brach ſolche dennoch durch und vermochte ſich faſt während der ganzen Börſe zu behaupten, als Berliner Gerüchte von einer Verlobung des ruſſiſchen Thronfolgers mit einer preußiſchen Prinzeſſin wiſſen wollten. Staatsbahn⸗ getien waren belebt und zeitweiſe ſtärker ſteigend. Nachbörs⸗ lich alles wieder matter. Creditaktien ſind ſeit geſtern Mittag beinahe 2 fl. Dis⸗ konto 1½ pEt. gefallen. Darmſtädter verloren 1 pCt. Han⸗ delsgeſellſchaft ca. 2 pEt. Von deſttſchen Bahnen Marien⸗ burger 1 pCt. niedriger. Schweizer Bahnen behauptet. Von öſterr. Ciſenbahn⸗Aktien Lombarden und Duxer anfangs ſehr matt, 1 resp. 2 fl. unter geſtern, Donau ebenſoviel feſter, Staatsbahn nach matter Cröffnung auf höchſtem geſtrigen Stand, in der Nachbörſe wiederum weichend. Buſchtherader fl. matter. Von ausländiſchen Fonds waren die meiſten wächer, nur Ruſſen relativ behauptet, dagegen haben Un⸗ garu 0,40, Italiener 0,20, Egypter 0,20, Türken 0,10 nach⸗ gegeben. Auch der Anlagemarkt zeigt durchweg mattere Ten⸗ denz. Von Induſtriepapieren Elektricit. 1 pCt. niedriger, Siemens zu 170 umgehend, Deutſche Verlagsanſtalt 2 pet. Batter. Privatdiskont 3½ PCt. Prämien Stellagen Prämien Stellage ult. Nov. Dez. Nov. Dez. ult. Nov. Dez. Nov. Dez Credit fl..87.—.80 15.— Ung.⸗R.%.50.80.—.20 Staatsb.,.—.75.— 15.— Eghpt.„.40.75.60.— Lomb.„.25.50.— 10.— Gokth.„.25.—.—.50 Disk. ¼.75.50.— 12.60 Nordoſt„—.———— Fraukfurter Effektenſscietät. Schlußcourſe: Kreditaktien 252/, Staatsbahn⸗Aktien 210¾, Diskonto⸗Commandit 218.50, Lombarden 82, Berliner Handelsgeſellſchaft 170.10, Galizier 174¼, Elb⸗ thal 169 ¼, Prag⸗Duxer Prior-Aktien 90½, Dux⸗Bodenbacher 328,ͤ Graz⸗Köflacher 197, Laurahütte 124.20, Marienbur⸗ ger 90.50, Gofthard 125.20, Fentral 119.30, Nordoſt 97.60, Jura 108.50, Union 89.80, Weſt 29.90, Italiener 95.50, 4 pCt. ung. Goldrente 84, ungar. Papierrente 76.40, 18860r Looſe 117.50, Silberrente 68.75, 1880r Ruſſen 86.10, Egypter 81.85, Türken 15.20, neue do. 77.50, Griechen 71.90, Tribut 82.50, Ottoman. Zoll⸗Obl. 68, Verlag Richter 147.75.— 6½ Uhr: Creditaktien 258¼, Diskonto 218.40, Gotthard 125.40. Nach ſchwacher Eröffnung veranlaßten Wiener Notirun⸗ en und lokale Käufe mäßige Erholung der leitenden Speku⸗ ationswerthe. Gotthardaktien waren anſehnlich gebeſſert. Frankfurter Vörſenwoche. (Hriginalbericht des„General⸗Anzeigers.“) Frankfurt a.., 17. Nov. Die deutſch⸗türkiſche Anleihe iſt glücklich vom Stapel ge⸗ laſſen und an dem Abſchluß einer großen ruſſiſchen Anleihe durch Pariſer Firmen kann nicht gezweifelt werden. Nichts⸗ deſtoweniger war das Ergebniß dieſer Thatſachen für die Börſenſtimmung ein keineswegs erfreuliches. Die türkiſche Anleihe iſt gar nicht gegangen, die ruſſiſche wird von unſeren Offiziöſen nis Rüſtungsanleihe verdächtigt. Paris hält zwar den Cours von Ruſſen, beſonders von 1880r und erreicht damit wenigſtens, daß ſich die Contremine an ruſſiſche Werthe nicht heranwagt, aber von der erhofften Belebung des Ge⸗ ſchäfts und der Beſſerung der Geſammttendenz war nichts 8 verſpüren, auch dann nicht, als die e deutſcher unter Führung der Firma Mendelſohn bekannt wurde. Die Courſe ſind eben noch ganz außerordentlich hoch und die Poſitionen uoch ſo zahlreich à la hausse, daß Artikel wie der Norddeutſchen gegen den„Rappel“ unbedingt ver⸗ eneigt wäre, an die bekannte„Drückerſchwärze“ zu denken. n den letzten Stunden kamen noch verſtärkte Befürchtungen wegen theuerem Geldſtand; nachdem auch bei uns, in Ham⸗ burg und Berlin Goldentnahmen aben, muß mit der Möglichkeit einer weiteren Diskontoerhöhung der Reichsbank gerechnet werden. Dazu kömmt, daß die Bank bereits begonnen hat mit Zurückweiſung der ſog. Finanzwechſel zu drohen. Die Stimmung iſt ſehr unbehaglich geworden, von einem Eingreifen der haute fnance oder des Privat⸗Publikums iſt nichts mehr zu bemerken an die noch zu erwartenden gro⸗ ßen Transactionen, wie die ungariſche Converſion, denkt jetzt kein Menſch mehr.— Die Einbußen der abgelaufenen Woche ind ſehr beträchtliche, beſonders Disconto hatten von ſh erliner Abgaben zu leiden, denen nur wenige ſüddeutſche aufgrdres gegenüber ſtanden. Staasbahn wurden wiederholt pouffirt wie immer bei ſolchem Anlaß, unklare erüchte über türki ſchen Anſchluß Handelsvertrag mit Rumänien ꝛc., ohne daß wohl etwas Poſitives dahinter ſteckte. Seit Jahresbeginn iſt das Papier um ca. fes. 50 geſtiegen. Die Einnahmen der letzten Wochen ſind befriedigend, aber die kilometriſche Zahl hat auch entſprechend zugenommen. Heute Freitag Abend war die Tendenz auf größere norddeutſche Kaufordres weſentlich feſter, namentlich waren Credit⸗Akten belebt und höher. Amerikaniſche Produkten⸗Märkte.(Schlußeburſe vom 16. November.) —— New- Vor! Ehlieag o M t enak ceizen Mais Schmalz Caſfee Weizen Mals Schmalz Jannar 21178 4974——.— 1117. 388/Ä—— Februar 113—— 12 2⁵———— März—————.— Aprit—————— Mai 116% 485/—— 18.20 114½ 38 7%—— uni————————— Jult———— 18 2⁰—— Auguſt—————.———— September———— 18.20————— Oktober————————— November 109½¼————— 40 ſä—— Dezember 110 49]—— 18.40 107%—— Geld⸗Sorten. Dukaten Mk..60—70 Ruſſ. Imperlals Mk. 16.74—69 20 Fr.-Stücke„ 16.17—18 Dollars in Gold„.90—16 Engl. Ssvereigns„ 20.88— 8 Schifffahrts⸗Angelegenheiten. Mannheimer Hafen⸗Verkehr. Folgende Schiffe ſind! am 16. November angekommen: Hafenmeiſterei I.(Rheinvorland). Schiffer ev. Kapitän, Schiff. Kommt von Ladung Ctr. v. Weyngardten Wiſtem 1 Rotterdam 1056 Koch Eliſabeth Köln 8 14⁰0 Hafenmeiſterei II. C. Vetter Hubwia Carl Rotterdam Roggen 10500 A. Wehner Ludwigshaf. 10 5 eizen 6530 L. Senftleber Adelheid 7 9936 P. Michel Mannheim 15„Stückgüter 10590 Hafenmeiſterei III. J. Krapp Induſtrie 5 Düſſeldorf Stückgüter 3000 F. Zimmermann Adelmaun Heilbronn. Salz 111⁰ do. Johann 7 984 J. Bell Bitzer Jagſtfeld 5 1480 M. Reinmuth Adolf 1 5 10⁴⁴ H. Müßig Gundermann 7 1076 Ph. Holler Nanna 75 1 1672 Waſſerſtands⸗Nachrichten. Rhein. Mainz, 16. Nov..21 m.—.02. Kaub, 16. Nov.98 m.—.02. Konſtanz, 16. Nov..64 m.—.03.Koblenz, 16 Nov.25 m.—.08. Hüningen, 16. Nov.19 m.—.04.] Köln, 16. Nov..32 m.—.05. Kehl, 16. Nov..40 m—.06. Ruhrort, 16. Nov..79 m.—.07. Lauterburg, 16. Nov..53 m.—.05. Neckar. Maxau, 16 Nov..84 m—.6. Mannheim, 17. Nop..85 m.—.08. Mannheim, 17. Nov..67 m..08. JHeilbronn, 15. Nov..97 w.—.01. Hotel Nationa!l vis--vis dem Bahnhof — Cafe, Reſtaurants erſten Ranges—— Anerkannt gute Küche. Münchener Bier. Abendeſſen im Abonnement, ſowie volle Penſion zu mäßigen Preiſen. 2 R. Voigt. Die beſte Bezugsquelle für Kinderwagen und Korb⸗ waaren aller Art, von den billigſten bis zu den feinſten Arlikeln iſt bei 19696 Chriſtian Ihle, Mannheim F 2, g. ſtimmenden Eindruck machen müſſen, wenn man auch ſonſt 5 Frieurich Bühler, Mannheim D 2 No. 11— Theatertfe Weißwaaren u. Wäſche-Geſchäft Specialitàt: Anfertigung von Eerren- Damen u. Kinderwäsche. Julius Körber, Mannheim, Schreinermeiſter, empftehlt als Spezialität: Ladeneinrichtungen aller Branchen in ſolideſter Ausführung zu coulanteſten Bedingungen. Beſte Referenzen ſtehen zu Dienſten. 14829 Im Jahre 1439 war es, als es nach jahrelangen Mühen dem Abt Jacobus gelungen, die St. Jacobstropfen in ihrer heutigen Geſtalt herzuſtellen. Wer zählt die Tauſenden von Leidenden, denen ſie Heilung gebracht, und welch' glänzender Beweis iſt es für ſie, da die St. Jacobstropfen heute ge⸗ ſuchter und begehrter ſind als je. Darum verſuche jeder Leidende die Tropfen, ſie bringen Troſt, Hülfe und Heilung. Man achte ſtets auf die Schutzmarke:„Fim Stern“, Ueberg in den Apotheken zu haben; Flaſche 1 M. große Flaſche 2 M. Central⸗Depot M. Schulz, Hannover, Eſcherſtr. 10. 18650 Zu haben in den meiſten Apotheken, ſowie Haupt⸗Depot bei Jakob Uhl in Mannheim und C. Th. Chelius in Ludwigshafen.—— C. Sieberling Kaufhaus, Mannheim. empfiehlt als Neuheiten für Weihnachtsgeſchenke paſſend: Photograpßie⸗ Album, Portemonnaies, Cigarren⸗Etuis, Brieftaſchen, Viſi⸗ tenkartentäſchchen, Schulranzen, Schreibzeuge, Schreibmappen, Schreib⸗ u. 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Steegmann. Im NMamen der trauernden Hinterbliebenen Hlise Steegmann. Die Beerdigung findet Sonntag, 15 den 18. November, Vormittags 11 Uhr vom Trauerhause O 3, 4 aus statt. (Dies statt jeder besonderen Anzeige.) 20050 7 5 daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unſere liebe Frau, Frau Hargaretha Müiler, geb. Schmidt Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die ſchmerzliche Nachricht, Mutter, Tochter, Schweſter und Nichte znach langem, ſchweren Leiden, im Alter von 25 Jahren geſtern früh 8/ Uhr zu ſich in ein beſſeres Jenſeits abzurufen. Die Beerdigung findet Sonntag, 18. d. Vorm. 9½ Uhr vom Trauerhauſe H 2, 12 aus ſtatt und bitten um ſtille Theilnahme. 20108% Die trauernden Hinterbliebenen: Val. Schmidt. Hch. Müller nebſt Familie. Manuhe den 17. November 1888. Mittagstiſch und! Danksagung. Für die vielen Beweiſe herzlicher Theilnahme bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte, ſprechen wir auf dieſem Wege unſern tiefgefühlteſten Dank aus Die trauernden Hinterbliebenen: Adolf Kunz Wwꝛe. mebst Kinder. 6. Seite SGenueral⸗Anzeigen 10. rpbenane Großh. Badiſche Skaakseiſenbahnen. Zum Ausnahmetarif No. II für den Getreide⸗Verkehr von Stationen der Donau⸗Dampfſchifffahrts⸗Geſellſchaft nach ſüddeut⸗ ſchen Stationen iſt mit Geltung vom 15. November 1888 ab der Nachtrag I erſchienen. Derſelbe iſt durch die Stationen unent⸗ geldlich zu beziehen. 20032 Karlsruhe, den 15. November 1888. Generaldirektion. Großh. Badiſche Itaatseiſenbahnen. Dienſtag, den 20. November, Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Büreau des Unterzeichneten, das alte zweiſtöckige Uebernachtlokal⸗Gebäude im hieſigen Bahnhofe auf den Abbruch öffentlich verſteigert werden. 19885 Die Bedingungen liegen inzwiſchen zur Einſicht auf, Mannheim, den 13. November 1888. Bahnbau⸗Inſpektor. Bekanntmachung. Die Naturalleiſtung für die bewaffnete Macht im Frieden betreffend. (292). No. 88 462. Unter Hinweiſung auf§ 9 des Reichs⸗ geſchas vom 13. Februar 1875 bezw. Art. II§ 6 des Reichsge⸗ ſetzes vom 21. Juni 1887, die Naturalleiſtung für die bewaffnete Macht im Frieden betr., wonach die Vergütung für verabreichte Fourage mit einem Aufſchlag von fünf vom hundert nach dem Durchſchnitt der höchſten Preiſe des Kalendermonats, welcher der Lieferung vorausgegangen iſt, an dem für den Amtsbezirk maß⸗ gebenden Hauptmarktorten erfolgt, werden die für den Amtsbezirk Mannheim maßgebenden Vergütungsſätze für den Monat Oktober 888 hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1. Hafer pro 100 Kilo 1 16,45 Mk. 2. Stroh„ 100„ 5 4 8„ 6,64 Mk. i, i0%o,„, 8„ 9,40 Mk. Mannheim, den 13. November 1888 Großh Bezirksamt. Genzken. 20113 Fahndung. Dahier wurde Folgendes entwendet: 1. In der Zeit vom 4. bis 6. d. Mts. im Hauſe 2P 1, 28½ 2 vernickelte Preſſionshahnen. 2. Am 12. l. Mts. in der Nähe des Speiſemarktes ein ſchwarzledernes Portemonnaie mit 2 M. 30 Pfg. Inhalt. 8. In der Nacht vom 11./12. l. Mts. im Hauſe J 2, 21 eine ſilberne Cylinderuhr nebſt Kette. 4. Am 12. l. Mts. auf dem Marktplatz zwiſchen Litera N und 0 5, 32 Krautköpfe und 1 Sack. 5. Vor ca. 7 Wochen im Hauſe J 2, 8 ein Zimmerſchlüſſel, 1 goldener Ehering, 2 M. baares Geld. 6. Vom 10./11. I. Mis. aus dem Hofe M 7, 2 ein weiße Bettjacke. 7. Am 10. l. Mis. im Hauſe D 1, 8 ein braungelbes, ge⸗ ſtreiftes Frauenkleid. Um ſachdienliche Mittheilungen wird erſucht. Mannheim, 16. November 1888. Criminalpolizei. Meng, Polizei⸗Commiſſär. Bekanntmachung. Nr. 16082. Die Ehefrau des Colporteurs Sigmund Neu⸗ Dörfer, Margarethe Friderike geb. Kraft in Mannheim, hat gegen ihren Chemann bei dieſſeitigem Landgerichte eine Klage mit dem Begehren eingereicht, ſie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzuſondern. Termin zur Vehandlung hierüber iſt auf Mittwoch, den 16. Jannar 1889 Vormittags 9 Uhr beſtimmt. Dies wird zur Kenntnißnahme der Gläubiger andurch veröffentlicht. Mannheim, den 14. November 1888. Gerichtsſchreiberei des Gr. Landgerichts. Schulz. Bekanntmachung. Nr. 66607. Die Wittwe des Agenten Eduard Schwab in Mannheim, Margarethe geb. Meixner hat den Antrag auf Ein⸗ weiſung in die Gewähr des Nachlaſſes ihres verlebten Ehemannes geſtellt. Dieſem Antrag wird ſtattgegeben, ſofern nicht binnen vier Wochen Einſprache erhoben wird. Mannheim, den 10. November 1888. Der Gerichtsſchreiber Gr. Amtsgerichts. Wagenmann. Königl. Amts⸗Gericht Cüflrin. In unſer Geſellſchaftsregiſter iſt bei No. 25, woſelbſt die Handelsgeſellſchaft Norddeutſche Kartoffelmehl⸗Fabrik eingetragen ſteht, am 10. November 1888 Folgendes eingetragen worden: Durch Beſchluß der außerordentlichen General⸗Verſammlung vom 6. November 1888 haben die§§ 6 und 41 des Geſellſchafts⸗ ſtatuts folgende Faſſung bekommen: 6 20078 20072 19914 Das Eigenthum an den Aktien kann zu jeder Zeit mittelſt rechtsgültiger, in beweiſender Form beigebrachter Urkunde auf andere Geſellſchaftsmitglieder übertragen werden. Tritt der Fall ein, daß eine Actie durch Kauf, Erbſchaft u. ſ. w. an mehrere Eigenthümer gemeinſchaftlich übergeht, ſo muß von denſelben eine Perſon bezeichnet werden, welche der Geſell⸗ ſchaft gegenüber als ausſchließlicher Eigenthümer der fraglichen Aetie zu betrachten iſt. Die Uebertragung von Actien an Per⸗ ſonen, welche nicht bereits Aktionäre der Geſellſchaft ſind, darf vor Ablauf des Jahres 1890 nur mit Genehmigung der Geſellſchaft ſtattfinden, welche darüber in der General⸗Verſammlung der; Aktio⸗ näre mit der in§ 39 der Statuten vorgeſchriebenen Mehrheit Beſchluß zu faſſen hat. Eine Verlängerung dieſer Veräußerungs⸗ beſchränkung über das Jahr 1890 hinaus, kann nur in einer General⸗Verſammlung durch dreiviertel Mehrheit beſchloſſen werden. Verkäufer von Aktien vor dieſem Termine, welche auf Lieferung derſelben nach Ablauf dieſes Zeitpunktes abzielen, ſind unſtatthaft. 41 § 41. Die Auflöſung der Geſellſchaft kann vom Aufſichtsrath oder von einer ſoſchen Zahl Stimmberechtigter, welche wenigſtens ein Dritttheil ſämmtlicher Aktien beſitzt, auch vor der, in§ 4 be⸗ ſtimmten Zeit beantragt und von einer Anzahl Stimmberechtigter, welche zuſammen wenigſtens drei Viertheile der Aktien beſitzt, beſchloſſen werden. Beglaubigte Abſchrift des vorſtehenden Beſchluſſes befindet ſich Blatt 136 des Beilagebandes. 20079 Cüſtrin, den 10. November 1888. Gerichtsſchreiberei Ulb des Königlichen Amtsgerichts. .* 0 Oeffentliche Verſteigerung. Montag, den 19. November d. Is., Nachmittags 2 Uhr, werde ich im Hauſe F 7, 13 hier: Ein Doppelcentner Mehl, 4 Weckkörbe, 1 Reſt Salz, 4 Wannen, 1 Reſt Prügelholz, 1 Bretzelbreche, Drahtbleche, 1 Keſſel, 2 Betten mit Zubehör, 2 Kleiderkäſten, 2 Waſchtiſche, Tiſch, 1 Kanapee, 1 Kiſte Zuckerwaaren, 2 Lehnſtühle und ſonſt Verſchiedenes gegen bagre Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern. Mannheim, en 16. November 1888. 0101 Weixel, Gerichtsvollzieher Verſteigerung. Mittwoch, den 21. d. M. und die darauffolgenden Werk⸗ tage, Nachmittags von 2 bis 4 Uhr, werden im hieſigen ſtädtiſchen Leihhauſe die Pfänder vom Monat Oktober 1887 Lit. B Nr. 73927 bis mit Nr. 87675 welche am 20. d. M. nicht ausgelöſt oder erneuert ſind, gegen baare Zahlung öffentlich verſteigert. Mannheim, den 1. November 1888. Die Leihhaus⸗Verwaltung. Verdingung. . 1088. Die Herſtellung nachſtehend aufgeführter Mobiliar⸗ gege ſtande für die innere Einrichtung der beiden Zeichenſäle in der uenen Gewerbeſchule Lit. N 6, 4 ſoll im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden. 19811 28 Zeichentiſche, 84 Hocker aus Buchenholz, 84 Vorlagenſtänder, 2 Wandtafeltritte, 2 kleine Tiſche mit Tritt, 2 Wandtafeln und 2 Reißbrettſtänder. Die Vergebung erfolgt entweder an einen Unternehmer. Zeichnungen, Bedingungen ꝛc. liegen in den Geſchäftsräumen der unterzeichneten Stelle zur Anſicht auf, Angebote mit der Aufſchrift„Angebot auf Lieferung von Mobiliar für die neue Gewerbeſchule“ ſind bis längſtens: Montag, den 19. November, Vormittags 11 Uhr anher einzureichen. Mannheim, den 12. November 1888. Das ſtädt. Hochbauamt: Uhlmann. Eivilſtaudesreziſter der Stadt Mauuhrim. November. Verkündete. 9. Karl Müller,.⸗A. und Anna Aeuſer. 10 Melchior Hardt, Handelsm. und Marig Marg. Mähler. 19213 „oder an mehrere oh. Michael Spörle, mied und Magdalena Schwind. dam Raule, Maurer und Barbara Scheerer. Georg Roos, Kaufm. und Eliſabeth Eichenherr. 8 Weber, Sergeant und Eva Becker. Max Nerlich, Kaufmann und e Braun. Nudolf e Kaufm. und Anna Bitter. oſ. Chriſt. Flic Kaufm. u. Thereſe Ernſt geb. Seiler⸗Vierling. ranz Lochner, Tagl. und Mathilde Deininger. 15. Aun Groskopf, Bäcker und Anna Fitzer. Konrad Kunsch Schiffer und otz. Ludwig von bunc 10 5 ter und Maria Schmitt. Wilhelm Friedrich, Kupferſchmied und Karoline Metzger⸗ Rudolf Kroel, Locomotivh. und Kath. Eliſ. Schollenberger. Leo ſſtof Martin, Feae und Anna Marig Marſula. Chriſtof Martin, e und Juſtine Nikolai. 5 797 Kling, Steinhauer und Eva Kath. Fath. eorg Adam 55 Tagl. und Eliſe Helm. Chriſtian Friedr. Belſchner, Schreiner und Kath. Sofie Seez. Karl Schulze, Bergmann und Sofie Höing. November. Getraute. 10. Vitus Schloſſer mit 910 Winderroll. 10. Jak. Weyer. Schloſſer mit Lina Schmitt. 10. Ludw. Vay, Tagl. mit Katharina Reichel. 10. Karl Krempin, Schloſſer mit Dorotheg Schuhmgcher. Jas, Phil. Dann, Kaufmann mit Anna Maria Lothſpeich. Fucas Rombach, Schloſſer m. Luiſe Sperling geb. Kittelberger. ann Zehner, Telegraphenleitungsaufſeher m. Clara Weick⸗ enannt. ranz Bloch, Aſſecuranzbeamter m. Ottilie Thomas. oh. Adam Karl, Schmied m. Eliſabeth Hüther. ranz 50 Fabrikarb. m. Katharina Jäger. arl Knöbel, Tagl. m. Cäcilie Wieſer. Wilns Schäfer, Janrat m. Marg. Gabriel geb. Feindel „Wilh. Schrein, Sergeant m. Marie Boſſert. Robert Weingärtner, Bäcker m. Anna Kath. Sommer. Bartholomäus Bender, Glaſer m. Charlotte Friedel. „Konrad Dietz Keſſelſchmied m. Karoline Hammel. Mofes Jakobfohn, dafen faſr m. Jenny Weil. Karl Lippmann, Kaufm. m. Martha 9 097 „Peter Kirſtein, Eiſengießer m. Eliſabeth Brecht, „Robert Heinbach, Schloſſer m. Eliſabeth Diſcher. „Michael Lipponer, Schuhmacher m. Karolina Adam. Joh. Heinrich Billmann, Lan wirth m. Johanna Weiß. November. Geborene. 9. d. Maurer Georg Karl Koch e. S. Karl Georg. Wilt, We oh. Andreas Wünſchenmaier e. T. Chriſtine tlh. Luiſe. Schuhmacher Philipp Heinrich Maier e. S. Karl Philipp. Tüncher Karl Marx e. T. unbenannt. Heizer Alois Rupp e. S. Karl Wilhelm. „Krahnenführer Georg Kraus e. S. Paulus. ee 2 Albert Gimplinger e. S. Albert. ller dee oſef Roth e. T. Friedg Albertine. Küfer Melchior Bankhardt e. S. Andreas Ernſt. Fabrikarb⸗ Thaddäus Ullmer e. S. Oskar u. e. S. Hermann. Tagl. Joh. Bapt. Silberbauer e. T. Anna Roſa. Tagl. Otto Heudorf e. S. Adolf Otto. „Bierbrauer Anton Rupp e. T. Anng Katharina. Schneider Philipp Jung e. S. Philipp Willi. Bäcker Karl Wallmann e. S. Karl Michael Adolf. Schuhmacher Johannes Stein e. T. Anna. „Lohnkutſcher Hernan Ries e. S. Curt Friedrich Gottlieb Korbmacher Hermann Schott e. T. Wilhelmine Sofie. .Kellner Andreas Weſtermann e. S. Hermann. Steinhauer Georg Peter Roth e. T Magdalena Eva. Fuhrknecht Friedrich Deufel e. S. Philipp Friedrich. Nnrer Gerne Diemer e. S. Wilhelm. Tüncher Arnold Niermann e. S. Arnold Karl. Frachtbriefträger 8 Menold e. T. Roſa Lina. Müblſteinarbeſter ochus e. T. Maria. Tagl. Chriſtian Sturm e. S. Martin. Nikolaus Zachmann e. T. Anna Margaretha. 8 —— —— TVTTTTTTTTTTTCV N N ee 13. d. Eiſendreher Georg Reinemuth e. S. Georg Karl. 15. d. ilir 9555 90 185 89 8 iedrich Wilhel 10. d. Fabrikarb. Philipp Beißele e. S. Friedri ilhe 13. Tagl. Andreas Veh e. S. Leopold. 13. d. Magazinarb. Wilhelm Riedele e. S. Karl. 15. d. Heizer Joh. Dionis Mitſch e. T. Suſanna. November. Geſtorbene. 8. d. ledige Taglöhner Johann Stahl, 49 J. 4 M. 14 T. 8. 9 liſabeth, T. d. Ofenputzers Phil. Chriſtian 5 35 „d. verh. Eiſengießer Georg Richard 55 J. 10 M. a. „ d. verw. Pfründner Johann Heinrich Schaaf, 87 J. 2 M. 22 T. a. „Ottilie geb. Schulz, Wwe d. Kaufmanns Adam Grübel, 78 J. a. d. verw. Schuhmacher Wilhelm.5 45 J. 4 M. 4 T. a. 5 Hearec ˙5 Göttler, Ehefr. d. Poſtſchaffners Joh. Georg Hennrich, 0. Harie Anna geh. Rückher, Ehefr. d. Schutzmanns Karl Schön⸗ a. Schäfer, S Y 1 11. ſtein, 29 J. 9 M. a. 10. 57— 5 geb. Adler, Ehefr. d. Tagl. Heinrich Börzel, 41 J. 3 *„. 11. geb. Baldauf, Ehefr. d. 81 Peter Stapf. 11. Franzis. Wwe. d. 7 Taglöhners Karl Friedrich Kampp, 8 0. 12. Fulian Kaiſer, Wwe. d. 7 Floßſteuermanns Peter Dann, 55 J. 6 M. a Eliſabeth geb. Braun, Ehefr. d. Maurers Bernhard Oberſt, 38 Jan T. d. Taglöhners Georg Peter Münd, 5 J. 4 M. Koncan Georg Friedrich, S. d. Schriftſetzers Johannes Schneider, Frlrde ina Wilhelmine, T. d. Schneiders Franz Bayer, 3 J. 18. Frledrich S. d. Schreiners Friedrich Brenner, 1 J. 1 M. 18 T. a. 13. 5. verh. Buchhalter Adolf Kunz, 38 J. a. 5 13. A geb. Horbach, Ehefr. d. Tagl. Joh. Karl Ludwig, 21 12. 12. 1. 13. 90 14. D. Ied. Racharſnad Weingärnier, I N. 13. Johann Martin S. d. Oberarbeiters Ehriſtian Braun 2 14. Marie, T. d. Glaſers Adam Lamerdin, 6 J. 8 M. 3 T. d. 14. Diſtler, Wwe. d. 7 Kammachers Wilhelm Daniet, 0 15. d. led. Eiſendreher Hermann Dörr, 20 J. 1 M. g. 15. d. verh. Taglöhner Peter Zech, 55 J. 11 M. 25 T. a. 15. Chriſtian Friedrich, S. d. Fuhrmanns Chriſtian Jun 15. Stegmann, Wwe. d. 7 Kaufm. Phil. 10 16. Anng Maria 1 9 Schmitt, Ehefr. d. Mechaniker 5 8855 Müller, 25 J. 8 Vewi 15. Pauline T. B. Schloſſers Calpar Heislit.7 T.. Auszug aus den Civilflandes⸗Kegiſern der Nadf Ludwigshafen a. Nh. 9. ihem Sc A. und Gih. 8 Wilhelm ump,.⸗A. und Cath. Sporer. 9. Valentin Leonhard, Valler und Hardarn Fath. Johann Marz, Tagner und Maria Franz. 10. artin, Friſeur und Juſting Nikolai. 12 und Evg Barb. Schwarzokt. 12. Mich. Linfurt, Maſchinentechniker und Anna Spann 12. Carl Friedr. Geiger,.⸗A. und Magd. Diehl. 12.— ak. Zahn, Landwirth und Eva Katharina Stephan 13. Gottlob Beckert,.⸗A. und Dorothea Marig Eberz. 14. Jacob Altfelix, Tagner und Maria Anna Mieger. 14. Carl Gilbert,.⸗A. und Sofie Hettinger. November. Getraute. 10. Carl Gottlob Stricker, Fuhrm. m. Chriſt. Magd. Noſin. 10. Moritz Richard Kirſten, 1 er m. Anna Marg. ug 10. Alphons Eſer, Vorarb. mit Anna Köglmeier. 11. Konr. Valt. Bumüller,.⸗A. mit Eliſab. Suſaung Furbon, 15. Em. Kaufmann, Aufſeher mit Eliſab. Geib. 15. Wilh. Weber, Kupferſchmied mit Magd. Pfirrmann. November. Geburten: 8. Eliſab., T. v. v. Ludwig Wolf,.⸗A. 9. Margaretha, T. v. Jacob Schuhmacher,.⸗A. 9. Marig Barb., T. v. Julius Fi A. 10. Carolina Katharing, T. v. Peter er, 2 Mauren 7. Heinrich, S. v. Johann Schanzenbächer, Trödler. 11. Ernſt. S. v. Anton Kutterer. Maurer. 5. Max Otto, S. v. Damian Morczinchyt, Lakirer. 5 Thereſia,. Peter Fried 8. Thereſia, T. v. Fran er ed. „Martha Eliſabetha, 2 v. 19 „Marbara, T. v. Karl Jacob Knecht, T. v. Philipp Mertel, Schm Cva, T. v. Gg. Wo lfart,.⸗A. Karl Hermann, S. v. Hermann Steimle, Küfer „Margaretha, T. v. Joh. Fußer, 8 55 er. Anna Henriette, T. v. Phil. Bonn A. .Katharina, T. v. Michl. Sund, rknecht. ohanna Magd., T. v. Joh. Haß⸗ Schreiner. hriſting. uich S Friedrich Pri Friedrich, S. v. Frie encuer, Privatmann. katharina, T. v. Gg. Sen Mlaurer: Guſtav S. v. Karl 9090 Gräber, Feilenhauer. v. Joh. Sponagel, Metzger. T. v. Joh. Stredel, Maß inenführer. 13. Jakob, S. v. Jak. Frankmann, 15.. 8 Stark, Eiſendreher. 15. Wilh. Pet. Joh., S. v. Joh. Adolf Alfr. Schick, Kaufmann. . alaria. 1 M. 22 T*„Foſef Het rich, Steuerauff Martia, 8„., T. v. Joſef Heinrich, Steuer 12. F Wilhelm Adam, 1 J. 1., S. v. Karl Bile Lht eviſor. 12. Emil, 3 M.., S. v. Hch. Knoll, Schuhmacher. 13. h 7 M. a. 14.—— Bürrmüller, 72 J.., Ww. v. Seb. Engel, Telegr⸗ rter. 13. Valentin Dreſcher, 53 J.., Verwalter. 14. Barbara, 11 T.., T. v. Joſef Wittmann, Fuhrknechk. 14. Jacob, 2 J. 2 M.., S. v. Gg. Röhrig, Maſchiniſt. Kirchen⸗Anſagen. Sonntag, 18. Nov.: Ernte⸗Dankfeſt. Trinitatiskirche. 8½ Uhr Predigt Herr Stadtv. Fiſcher. Collekte. 10 Uhr Prebigt Herr Stadtpfr. Ruckhaber. Collekte. Concordienkirche. ½10 Uhr Predigt Herr Stadtpfarrer Greiner. Collekte. 11 Uhr Kindergottesdienſt Herr Stadtpfarrer Greiner. 2 Uhr Chriſtenlehre Herr Stadtpfr. Greiner und Herr Stadtpfr. Ruckhaber. Abends 6 Uhr Predigt Herr Stadtpfr. Hitzig. Lutherkirche. 10 Uhr Predigt Hr. Stadtpfr. Simon. Collekte. Diakoniſſeuhauskapelle. 8 Uhr Abendgottesdienſt Hert Vikar Schluſſer. Epangeliſches Pertinshaus, K 2, 10. Sonntag, den 18. November. VBorm. 11 Uhr Sonntagsſchule. Nachmittags 8 Uhr bibliſcher Vortrag von Herrn Pfarrer Neeff. — A. m, Schleifer, Maria 8 7 7 SeN Schwehingervorfladt, früherem Reffungahaus 7178 Sountag: Nachmittags 1 Uhr Sonntagsſchule. Abends 8 Uhr Bibelſtunde von Herrn Stadtmiſſtonar Simon. Katholiſche Geneindt. Sonntag, den 18. Nov. Jeſuitenkirche. 6 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Zweiter⸗Gottes⸗ dienſt. ½10 Uhr Hauptgottesdienſt(Predigt und Amt.) 11 Uhr Meſſe. 2 Uhr Chriſtenlehre. ½3 Uhr Vesper. Schulkirche. 9 Uhr Kindergottesdienſt. Katholiſches Bürgerhoſpital. 8 Uhr Singmeſſe. 4 Uhr Abendpredigt. Untere kath. Pfarrei. ½7 Uhr Frühmeſſe. 8 Uhr Sing⸗ meſſe, vorher Predigt u. Fahnenweihe des Jünglingsvereins. ½10 Uhr Amt mit Predigt. 11 Uhr ſtille hl. Meſſe. 2 Uhr Chriſtenlebre. ½3 Uhr Vesper. Neckarkirche. ½10 Uhr Amt mit Predigt. Altkatholiſche Gemeinde. Sountag, den 18. Nov. 10 Uhr Gottesdienſt. Freireligiüſe Gemeinde. Sountag, den 18. ds. Mts., Vorm. 10 Uhr im großen Cafino⸗Saale R 1, 1. Vortrag des Hrn. Prediger Schneider über das Thema: 5 „Die Ausſöhnung der Kirche mit der Bildung der Zeit. Jedermann haf freien Zutritt. Der Vorſtand. Miethodiſten⸗Gemeinde, 8 7, 23. Sonntag: Nachm. 3 Uhr Predigt. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen. Gottesdienſtordnung in der kath. Kirche zn Zudwigshafen. Pfarrkirche. Samſtag: 3 Uhr Beicht. 4 Uhr Salve, Sonntag: 6 Uhr Beicht. /7 Uhr Frühmeſſe mit Homilie.½2 Uhr hl. Meſſe für die Schulkinder. /½10 Uhr Predigt und Hoch⸗ amt. 1 Uhr Chriſtenlehre für die Knaben, ½2 Uhr für dis Mädchen. 2 Uhr Herz⸗Mariä⸗Bruderſchaftsandacht mit fakr. Segen 6 Uhr Roſenkranzgebet. Während der Woche:„7 Uhr hl. Meſſe 8 Uhr Pfarrmeſſe.(Donnerſtag: Feſt der hl. Cäcilie. 7 Hochamt mit ſakr. Segen.) Mittwoch und Samſtag: 9 J. Meſſe. Nothkirche Hemshof. Sountag:)9 Uhr hl. Meſſe fülr die Schulkinder. ½10 Uhr Predigt und heilige Meſſe. 1 Uhr Chriſtenlehre für die Knaben, /2 Uhr für die Mädchen. 2 Uhr Andacht. 5 Uhr Roſenkranz⸗Gebet. Während der Woche: Dien⸗ ſtag, Donnerſtag, Freitag und Samſtag: 7 Uhr hl. Meſſe. NB. Donnerſtag: Feſt der hl. Cäcilie. 7 Uhr Hochamt mit ſalt, olKsküche⸗ Behufs Einrichtung einer Volksküche wird ein geeigneten Lokal zu miethen geſucht. 5 eonhard, S. d. Landwirths Georg Schröder, 10 M. 24 T. a. 12. d. perh. Leihhauscommiſſtonär Ludwig Brand, 44 J. 9 M. a. 2 M. 16 T. a d. ledige Dienſtmagd Regina Neumann, 24 J. 5 M. 19 T. a. verh. 14. d. ledige Schuhmache: Ferdinand Moliton 22 K 5 T. Anmeldungen mit der Ueberſchrift„Volksküche“ mimmt bin Expedition dieſes Blattes entgegen. 2010 18. November. General⸗Anzet Musikverei Musikverein. Donnerſtag, u 22. November, Abends 7 Uhr N 8 im großen Saale des Saalbaues, unter Direction des Herrn Hofcapellmeiſter Paur. Die Schöpfung Oratorium für Soli, Chor und Orcheſter von Joseph Haydn. Die Soli werden geſungen von Fräulein Sophie Fritſch, Großh. Bad. Hofopernſängerin aus Karlsruhe(Sopran), Herrn Erl, Großh. Bad. Hofopernſänger von hier(Tenor), Herrn Joſ. Mödlinger, Großh. Bad Hofopernſänger von hier(Baß). Orcheſter: Großth. Hoftheaterorcheſter. Der Text iſt in den hieſigen Muſikalienhandlungen und Abends um Saaleingang für 20 Pfg. zu haben. 20114 Main⸗Neckar⸗Vahn. Mittwoch, den 21. Nov. d. Is. werden im Bezirk der Bahnhmeiſterei in Weinheim ca. 4600 Stück alte Bahnſchwellen und verſchiedenes Abfallholz loosweiſe verſteigert.— Beginn der Verſteigerung: In Laudenbach ½8 Uhr Vormittags. Hemsbach 9 „Weinheim 11„ 7 „ Großſachſen 2„ Nachmittags. Darmſtadt, den 15. November 1888. Der Bau⸗Inſpector: Dittmar. 20099 A— 2* 7* Vereinfachte Stolzeſche Stenographie. Nachdem die Mitte vorigen Monats eröffneken Unterrichts⸗ Kurſe mit beſtem Erfolge beendet find, erlauben wir uns hiermit, zur Betheiligung an den neuen Kurſen, welche Ende d. M. be⸗ ginnen, benß einzuladen. 20058 Unterrichtsgeld einſchließlich der Lehrbücher M..— Gefällige Anmeldungen werden von der Firma Rabus& Stoll, L. 2, 14, ſowie im Vereinslokal Zum Zwiſchenakt, B 2, 12 entgegen genommen.“ Stolze'scher Stenographen-Verein. Friedr. Stoll, 1. Vorſitzender. Medicinal- Verband. — 5 Wir laden hierdurch unſere verehrl. Mitglieder zu der am Souutag, den 25. November, Nachmittags 2½ Uhr im Saale des Belle-vue-Keller ſtattfindenden 20055⁵ Außerordentlichen General⸗Verſammlung freundlichſt ein und bitten um zahlreiche Betheiligung. Tagesordnung: 1. Die Apothekenfrage, 2. Das Weihnachtsfeſt. Der Vorſtaud und Ausſchuß. „Ffiler Hof“ in Ludwigshafen. Roth, Bismarckſtraße). Sonntag, den 18. Nov. Oeffentlicher Feſt⸗Ball im großen neuerbauten Saale. Anfang 8 Uhr. 20084 Wirthschafts und Empfehlung. Meinen geehrten Freunden und Bekannten, ſowie der verehrlichen Nachbarſchaft zur gefl. Nachricht, daß ich die 9 Wirthſchaft Zum Mohrenkopf E 4, 3 E A, 3 übernommen und eröffnet habe. 20080 Empfehle zugleich vorzüglichen Stoff bayeriſches Lagerbier aus der Schwan⸗Brauerei(Gebrüder Hock in Oſtheim), ſowie reingehaltene Weine, warme und kalte Speiſen zu jeder Tageszeit. Achtungsvoll Jos. Schmidt, zum Moahreukopf, E 4, 3. Meine Wohnung iſt von heute ab jDES, 2 ODurlacher Hof). 20097 A eee SchelIHsch eben eingetroffen per Pfund 25 Pfg. Sebr. Zochn. 2012¹ 5——— 8 8—— Gadiſche Geſellſchaft für Zuckerfabrikation. Wir beehren uns, die Aktionäre unſerer Geſellſchaft Runter Hinweiſung auf die§8 19—22 der Statuten zu der auf 19357 Donnerſtag, den 22. November d. Is., Vormittags 10 Uhr, im Lokal der Rheiniſchen Ereditbank(Lit. B 4 No. 2) da⸗ bier anberaumten ordeutlichen General⸗Verſammlung einzuladen. 5 Tagesordnung: 1. Berathung und Beſchlußfaſſung über die in§ 27 der Statuten aufgeführten Gegenſtände. 85 2. Antrag auf Verpfändung von Liegenſchaften zur Sicherſtellung des in Folge des neuen Zuckerſteuer⸗ geſetzes erforderlichen höheren Steuereredits. 15 Der Geſchäftsbericht und die Bilanz werden vom 8. d. Mts. an auf dem Bureau des Vorſtandes in Waghäuſel zur Einſicht der Betheiligten bereit liegen. Mannheim, den 6. November 1888. Der Aufsiohtsrath. Dr. Ladenburg. — in Mannheim. Wir vermitteln den An-& Verkauf v. Werthpapieren, ſowie alle mit der Anlage, wie Realiſtrung von Kapitalien zu⸗ ſammenhängenden Transactionen zu billigſten Bedingungen und übernehmen die Perwahrung und Perwaltung von Werkhpapieren, indem wir die Abtrennung und Einziehung der Zins- und Dividenden- Coupons, ſowie die Controle über Verloosungen beſorgen. Wir eröffnen auch Drovisionsfreie Cheek-Rechnungen und verzinſen die Einlagen hierauf jeweils nach Maßgabe des Geldwerthes. Die auf uns gezogenen Checks werden auch in Berlin und Frankfurt a. M. bei den hierauf bezeichneten Stellen ſpeſen⸗ frei eingelöſt. Die Bekanntgabe der näheren Bedingungen, ſowie Ertheil⸗ ung ſonſtiger wünſchenswerthen Aufſchlüſſe erfolgt auf Verlangen bereitwilligſt. Maunheim, April 1887. 14196 Deutsche Union-Bank. 3 85 Der Verkauf zurückgesetzter Teppich Beſte& Vorlagen Portièren, Vorhänge und 19829 Möbelstoffe ändet bis Ende dieses Monats zu bedeutend herabgesetzten äusserst billigen Preisen statt. 728 J. Hochstetter 12.8 Gebr. Stadel, Juweliere und Uhrmacher D 3, 10 Mannheim D 3, 10 Fruchtmarkt Planken Fruchtmarkt 5 Reichhaltiges Lager in: 5 Jumelen, Sald⸗& Silberwaaren, Ahriſtofle⸗Beſtecke ett. Goldne u. silberne Herren- u. Damenuhren, Wand- und Standuhren, Weeker ete. 14177 Auswahlſendungen. Einkauf und Eintauſch von altem Gold und Silber, Perlen, Brillanten ꝛc. Aassif-Gold-Trauringe, 5, 6, 7, 8 Millimeter breit, zu 14, 20, 25 und 30 Mk. per Paar. J. Kraut, Goldwaarenhandlung, I qI, 10. Geſchäftsempfehlung. 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Mts., bei guter Witterung Spaziergang auf den Waldhof, zu Mitglied Katzenberger(Cantine). ſammenkunft um 2 Uhr 1 rünen Haus“. 28 Uhr. Zu⸗ im Abgang präcis 20061 Der Vorſtaud. Geſangverein„Jyra“ Sonntag, den 24. Rovember ordentliche Generalversamlung im Local, H 2, 11. Tagesordnung: 1. Rechenſchaftsbericht. 2. Vorſtandswahl. 3. Weihnachtsfeier. 4. Berſchiedenes. Oekonomiepf erde fuhrwerk geeignete enhof iſt zu Fuße Jahre wieder ein abe ſi daher auf 15 Gaben— ſei ese zur Ausführung dieſes 18; Herr Prediger Schneider, am Samſtag punkt 9 der Hundert Stück Um zahlreiches Erſcheinen bittet( 19786 Der Vorſtand. Y 6, 13 Neſtauration. SOOe Morgen Sonntag, olahiel 20086 8 3, 20. 8 8, 27.7 emrilen Wagner 2 mſtag früh Wellfleiſch, mit —— 1 ur hausgemachte Würſte⸗ 20016 Klavier⸗Anterritht. Eine vorzüglich ausgebildete Klavierlehrerin empftehlt ſich zu Unterichtsſtunden gegen mäßiges Honorar, Näh. H 7, 28, 2. 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