%. Zu der Poſtliſte eingetragen unter(Badiſche Volkszeitung.) Nr. 2288. 0 Abounnement: 50 Pfg. monatlich, Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. incl. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 pro Quartal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfg. annh ei er der Stadt Mannheim und Umgebung. (99. Jahrgang. Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint täglich, auch Sonntags; jeweils Vormittags 11 Uhr. (Mannheimer Volksblatt.) (N für den lokalen und prov. Theil: 1 92 aene ür den Inſeratentheil: * K. Apfel U Telegramm⸗Adreſſe; „Journal Mannheim.“ Verantwortlich: für den politiſchen u allg. Theil? Chef⸗Redakteur Julius Katz, Rotationsdruck und Verlag den Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckeret, (Das„Mannheimer Journal““ iſt Eigenthum des kaeie Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Mannheim. Nr. 130.(zelephon⸗Ar. 218.) Auflage über 11,300 Exemplare. (Notariell beglaubigt.) T Vor der Eutſcheibung. Wir haben bereits geſtern die Beſchlüſſe des Vereins zur Wahrung der bergbaulichen Intereſſen im Oberberg⸗ amtsbezirk Dortmund, der ſämmtliche Gruben des Bezirks umfaßt, im Wortlaut mitgetheilt. Man wird anerkennen müſſen, daß die Grubenvorſtände in loyaler Weiſe be⸗ müht ſind, der Strikebewegung ein raſches Ende zu be⸗ reiten, indem ſte in feierlicher Form rückhaltlos erklären, daß jede einzelne Grubenverwaltung des Bezirks bereit und ernſtlich entſchloſſen iſt, den Arbeitern, wenn ſie die Arbeit wieder aufgenommen haben werden, erhöhte Löhne zu bewilligen. Noch iſt nicht bekannt geworden, wie die feiernden Bergleute dieſen Beſchluß ihrer Arbeitgeber aufgenommen haben, und ob ſie gewillt ſind, nun auch ihrerſeits ein entgegenkommendes Verhalten zu bezeugen. Leider kann man nicht mit Sicherheit darauf rechnen, daß die aus⸗ ſtändiſchen Arbeiter ſofort zu ihren Zechen zurückkehren werden, denn für ſie iſt die Frage der Löhnerhöhung gegenüber der Forderung der achtſtündigen Schicht von geringerer Bedeutung. Bekanntlich hat eine Delegirten⸗ verſammlung der Arbeiter vor einigen Tagen beſchloſſen, an der Forderung einer achtſtündigen Schicht allgemein feſtzuhalten, dagegen die Regelung der Lohnerhöhung(von 15 bis 25 Proz.) und der übrigen Forderungen den ein⸗ zelnen Belegſchaften zu überlaſſen. Da nun aber die Arbeiter in der achtſtündigen Schicht, auch die Zeit von der Ein⸗ fahrt in die Grube bis zur Ausfahrt berechnet wiſſen wollen, wogegen die Grubenvorſtände das Verlangen, die jetz 8 Stunden unter Tage betragende Arbeitszeit ab⸗ zukürzen, als jeder ſachlichen Begründung entbehrend bezeichnen, ſo iſt gerade in der Hauptſache die zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern obwaltende Verſchiedenheit der Anſprüche noch nicht beſeitigt; ja man wird die Befürchtung nicht abzuweiſen vermögen, daß gerade an dieſer Forderung der Arbeiter, welche die eigentliche Arbeitszeit auf faſt ſieben Stunden er⸗ mäßigt, der Ausgleich ſcheitern dürfte. Und doch iſt ein ſolcher im Intereſſe der Arbeiter dringend geboten, wenn nicht ſpäter Mangel und Noth als Nachfolger dieſer wenig klugen Beharrlichkeit das Leben des Berg⸗ manns und ſeiner Familie verbittern ſollen. Die Gruben⸗ vorſtände haben gezeigt, daß ſie, wenn auch etwas ſpät, ſo doch thatſächlich den Forderungen der Arbeiter entgegengekommen ſind, ſie werden ihr vor aller t und in einem kritiſchen Augenblicke abge⸗ gebenes Verſprechen halte. An den Arbeitern iſt es jetzt, zu beweiſen, daß auch ſie den Ernſt der Lage zu würdigen wiſſen und dem guten Worte der Gruben⸗ beſitzer eine gute Statt gewähren. Unter entgegenkom⸗ menden Bedingungen eine Verſtändigung zu ſuchen, iſt ehrenvoll. Das deutſche Volk hat mit Genugthuung geſehen, daß die hundderttauſend feiernden Arbeiter ruhig und beſonnen in einer ſchwierigen Situation ausgeharrt und ſtichhaltige Proben ihres Bürgerſinnes ge⸗ geben haben; die Bergleute werden ſich die ihnen entgegen⸗ gebrachte ſympathiſche Geſinnung aller arbeiterfreundlichen Kreiſe erhalten, wenn ſie jetzt, nachdem ihre Brodgeber von ihrem prineipiell ablehnenden Standpunkte zurück⸗ getreten ſind und nicht zu unterſchätzende Zugeſtändniſſe gemacht haben, an ihre Arbeitsſtätten zurückkehren würden! Die 22 Streik Hetzenden ſuchen alle Mittel aufzubieten, burch erfundene Nachrichten die Bergleute in Sicher⸗ heit zu wiegen, daß ihre Sache den von ihnen gewünſchten usgang nehmen werde. Dahin gehört u. a. die in einer Gelſenkirchener Verſammlung gemachte Andeutung, daß durch erbindung mit den Bergleuten in Oberſchleſien, England und Amerika ſchon die nöthigen Unterſtützungsgelder zur Aufrecht⸗ erhaltung des Streiks zuſammen gebracht werden würden. Auch die andere Behauptung gehört dahin, als wenn der Oberpräſident von Weſtfalen, v. Hagemeiſter, bei ſeiner An⸗ weſenheit in Gelſenkirchen die vor ihm erſchienene Abordnung von ſtreikenden Bergleuten zum„Verharren aufihren gerechten Forderungen!“ aufgefordert haben ſoll. Wie es damit in Wahrheit ſtand, geht aus folgenden, den Ver⸗ waltungen der Zechen zugegangenen Schriftſtücken bervor; „Bochum 11. Mai. In der am 8. d. M. bier ſtattgefundenen Verſammlung bon Bergwerksvertretern wurde mitgetheilt, nach Ausſage einer Deputation von Bergleuten in Gelſenkirchen habe Seine reellenz der Herr Oberpräſident von Hagemeiſter die gegen⸗ wärtige Streildewegung als eine berechtigte anerkannt. Der ergebenſt 5 8 15 15 den errn Oberpräſidenten brieflich um Auskunft darüber zu ob und insieweit dieſe ohne Zwelel aul Meiß⸗ 8 e Geleſeuſte und verbreitetſte Zeitung in —————— ̃——m verſtändniß beruhende Behauptung begründet ſei. Den mir ſchon heute zugegangenen Beſcheid beehre ich mich unten folgend auf Grund der am Schluß desſelben ertheilten Erlaubniß zu Ihrer Kenntniß zu bringen. Mit Hochachtung zeichnet aare. „Münſter, 10. Mai. Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich, auf das gefl. Schreiben vom 9. d. M. ergebenſt zu erwidern, daß, wenn angenommen und verbreitet wird, ich habe den Streik der Bergarbeiter für berechtigt erklärt, dieſe Angabe nicht dem thatſächlichen Hergange entſpricht. Einer in Gelſenkirchen vor mir erſchienenen Deputation ſtreikender Bergarbeiter habe ich unter Hinweis auf die Beſtimmungen der 88 152 und 153 der Reichs⸗Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 bedeutet: Verabredungen und Vereinigungen der Arbeiter zum Behufe der Erlangung günſtigerer Lohn⸗ und Arbeits⸗ bedingungen mittelſt Einſtelung der Arbeit ſeien ſtraf⸗ geſetzlich nicht verboten, dagegen machten diejenigen ſich ſtrafbar, welche verſuchten, durch Zwang, Drohungen oder Ehr⸗ verletzungen andere zu beſtimmen, an ſolchen Verabredungen theilzunehmen oder die Arbeit einzuſtellen. Die Feſtſetzung der Lohnſätze ſei eine Sache der gegenſeitigen Vereinbarung zwiſchen beiden Theilen und unter⸗ liege nicht der Entſcheidung der ſtaatlichen Behörden, letztere ſeien daher auch nicht berufen, über die von den ſtreikenden Bergarbeitern erhobenen Forderungen in Betreff der Lohn⸗ erhöhung ein Urtheil abzugeben. Meine perſönliche Meinung gehe dahin, daß, ſofern die Bergleute zuvor die Arbeit wieder aufgenommen, die Werkbeſitzer bereit ſein würden, die Forderungen der Arbeiter wohlwollend zu 11 5 und deren Löhne, unter Rückſichtnahme auf die ſtattgehabte Steigerung der Kohlenpreiſe angemeſſen zu erhöhen, in ſo weit dies nicht bereits geſchehen ſei. Einen Theil der vor⸗ gebrachten beſonderen Forderungen müſſe ich für gänzlich ungusführbar und unbegründet erachten. Ew. Hochwohl⸗ geboren ſtelle ich ergebenſt anheim, den betheiligten Werks⸗ beſitzern in geeignet erſcheinender Weiſe hiervon Kenntniß zu geben. gez, von Hagemeiſter.“ Darnach nimmt alſo der Herr Oberpräſident von Weſt⸗ falen denſelben Standpunkt ein, wie die Zechenperwaltungen, welche auch von den Arbeitern verlangen, daß ſie ihren Kon⸗ traklbruch zunächſt durch Wiederaufnahme der Arbeit wieder gut machen ſollen. Bochum, 11. Mai. Die letzte Nacht iſt in der That hier vollſtändig ruhig verlaufen. Das betrübende Vorkomm⸗ niß am Donnerſtag Abend ſcheint einen nachhaltigen Eindruck hervorgebracht und abmahnend gewirkt zu haben. Leider iſt in der Nähe der benachbarten Zeche Herminenglück Liborius (Bitterburg), wohin geſtern noch ein Kommando Infanterie von hier aus entſandk wurde, wieder ein beklagens⸗ werther Vorfall vorgekommen. Ein allgeme in ge⸗ achteter Arbeiter Friedrich Breder, Haupt⸗ mann des Kriegervereins in der Vöde, iſt von Soldaten erſtochen worden, Der,Märkiſcher Sprecher“ macht ſoeben über den Sachverhalt folgende Mittheilung: „Ein Sohn des B. wurde auf dem Heimwege von Soldaten, welche auf der Zeche lagen, und die von jungen Burſchen mehrfach gereizt worden waren, angehalten und rief laut nach ſeinem Vater. Dieſer, vor deſſen Sb ſich die Szene abſpielte, öffnete die Thür, um ſeinen Sohn hereinzulaſſen und erhielt ſofort einen Bajonnetſtich, der ihm das Leben koſtete. Ob die Angaben vollſtändig zuverläſſig find und eine traurige Uebereilung der Soldgten vorliegt, wird wohl die weitere Unterſuchung ergeben. Die einzelnen Punkte der in der geſtrigen Delegierten⸗Verſammlung der ſtreikenden Zechen gefaßten Beſchlüſſe lauten:) An der Sſtündigen Schicht inkl. An⸗ und Abfahren wird abſolut feſtgehalten. 2) Es wird nicht eber angefahren, bis der Deputierte mündlich, durch die Zeitung oder durch Anſchlags⸗ plakate bekannt macht, daß die geſtellten Forderungen in ihrer urſprünglichen Form voll und ganz bewilligt ſind. 8) Die Deputierten dürfen nach Wiederaufnahme der Arbeit durch⸗ aus nicht gemaßregelt werden. 4) Den Unternehmern iſt für die Zukunft keine Arbeit— wie Querſchläge, Schachtabtäufen und dergl.— zu überlaſſen. 5) Den Hauern iſt ein Normal⸗ Schichtlohn von 4 M. zu bewilligen, wenn von ihrer Arbeit Störungen eintreten. 6) Der Wagen Kohlen iſt zu 2,50 M. an den verheiratheten Arbeiter abzugeben. 7) Die Wagen müſſen auf 10 Etr. geaicht ſein. 8) Beſeitigung ſämmtlicher Ueberſchichten. 9) Hauptſtrike. Centralſtelle befindet ſich „Tonhalle Bochum.“ 5 Bochum, 11. Mai. Den Arbeitern des Bochumer Ver⸗ eins iſt mitgetheilt worden, daß wegen Kohlenmangels keine Enlaſſungen ſtattfinden werden, da zur Aufrecht⸗ erhaltung des Betriebs Kohlen von der Saar unterwegs ſeien. Die ausfallenden Leute würden inzwiſchen mit Repa⸗ raturen und Erdarbeiten beſchäftigt werden. Eſſen, 11. Mai. Der Grubenvorſtand der Zeche„Her⸗ kules hat geſtern beſchloſſen, in Anerkennung, daß die Be⸗ 2 5 treu ausgehalten hat, eine weitere Erhöhung des Lohns eintreten zu laſſen. Oberhauſen, 11. Mai. Auf hiefiger Zeche„Concordia“ wurde ſeitens der Direktion ein Plakat angeſchlagen mit der Aufforderung:„Leute arbeitet!“ und darunter mit dem Hinweiſe„Es iſt eine Ehre für die Concordia“ das Verſpre⸗ chen:„Die 15 pCt., welche andere durch Streik erzwingen wollen, ſollt Ihr auf gütlichem Wege haben.“ Der Anſchlag ſcheint ſeine Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn bis jetzt iſt die Zeche, dem Vernehmen nach, von keiner Arbeitsein⸗ ſtellung betcoffen. 1 Wattenſcheid, 10. Mai. Die Arbeiter halten Verſamm⸗ lung auf Verſammlung ab, in denen meiſtens Arbeiter von anderen Zechen als Redner auftreten und die Bergleute von „Centrum“ ermahnen, nicht eher wieder anzufahren, bis ſämmt⸗ liche Zechen des Reviers die geſtellten Forderungen angenom⸗ Hauunheim und Umgebung. men haben. Beide Schächte der genannten Zeche ſind mili⸗ täriſch beſetzt. Von herumlungernden halbwüchſigen Burſchen Dienſtag, 14. Mai 1889. wurden geſtern Abend auf den auf Schacht II. aufgeſtellten Infanterie⸗Poſten mehrere Schüſſe abgegeben; einer der Tu⸗ multanten wurde verhaftet und bei einem Fluchtveeſuch durch einen Bajonnetſtich verwundet. * Hamboru, 11. Mai. Am verfloſſenen Donnerſtag, als die Frühſchicht der hieſigen Zeche„Deutſcher Kaiſer“ nicht anfahren wollte, erſuchte die Verwaltung die Bergleute, eine Deputation zu wählen, welche mit ihren Wünſchen vorſtellig werden möchten. Dieſe hat nun am genannten Tage mit der Direktion verhandelt. Seitens derſelben wurde eine Lohnerhöhung von 15 Prozent bewilligt; über die Vermin⸗ derung der Arbeitszeit konnte die Direktion noch keine feſte Zuſage geben. Als nun heute Morgen die Bergleute der Frühſchicht ſich auf dem Zechenplatze verſammelt hatten, wurde ihnen bekannt gemacht, daß alle ihre Forderungen gewährt ſeien, nämlich eine Lohnerhöhung von 15 Prozent, eine acht⸗ ſtündige Arbeitszeit, Ein⸗ und Ausfahrt mit eingerechnet, ebenfalls die Lieferung der Lohnkohlen 1 billigeren Preiſen. Die Belegſchaft begab ſich darauf zum Schacht und fuhr in die Teufe. Hierzu bemerkt die „Rhein⸗ und Ruhr⸗Ztg“: Dem Grubenvorſtande und den Beamten der Zeche„Deutſcher Kaiſer“ gebührt für dieſes willige Entgegenkommen und humane Auftreten die größte Anerkennung. So iſt unſere Gegend von allen Ausſchreitungen und Ruheſtörungen ver⸗ ſchont geblieben. 2 Neuß, 10. Mai. Mittheilungen aus dem Kohlendiſtrikt des Wurmreviers laſſen befürchten, daß es auch dort zu einem allgemeinen Streike kommen wird. 5 Mühlbeim(Ruhr), 11. Mai. In unſerem Bezirke herrſcht Ruhe. Alle Zechen desſelben arbeiten ruhig weiter und ſelbſt auf Zeche Alſtaden, wo auf Schacht II die Arbeit eingeſtellt worden, iſt geſtern wieder der größere Theil der Belegſchaft eingefahren, der Reſt wird wohl heute folgen. Dasſelbe iſt der Fall von Oſterfeld, wie wir ſchon geſtern mittheilen konnten. Wie der Verkehr unter dem Ausſtand leidet, geht daraus hervor, daß ſtatt der früher die hieſige Station paſſierenden 40 Kohlenzüge jetzt nur 2 bis 8 täglich durchfahren. Politiſche Ueberſicht. Nach einem Telegramm des„New⸗Pork Herald“ aus Berlin nehmen die amerikaniſchen Vertreter an der Samoa⸗Konferenz folgende Stellung ein. Was das Verlangen Deutſchlands wegen einer Beſtrafung Mataafas anbetrifft, fo ſind ihrer Anſicht nach die Samoaner nicht verantwortlich, weil die Tödtung der deutſchen Soldaten eine Folge der Handlung Dr. Knappe's war, der nach des Kanzlers Depeſchen ſeine Befugniſſe überſchritten hat, als er Truppen zur Entwaffnung der Samoaner landete. Die Konferenz dürfte ſechs bis acht Wochen länger dauern als angenommen wurde. Die Landfrage iſt äußerſt verwickelt. Der Bericht des Landkomités iſt an denſelben zurückgewieſen worden zur Amendirung der topographiſchen Theile, welcher dieEngländer und Amerikaner betreffen. Die deutſchen Anſprüche ſeien dagegen auf das Sorgfältigſte verzeichnet, überhaupt überraſchen die deutſchen Vorarbeiten durch ihre abſolute Gründlich⸗ keit; die deutſchen Vertreter bemeiſtern alle techniſchen Fragen bis in die kleinſten Einzelheiten. Die dritte Leſung der Alters⸗ und Invaliden⸗ verſicherungsvorlage wird am Donnerſtag oder Freitag im Reichstage beginnen. Das Centrum will gegen das Verſicherungsgeſetz jetzt beſonders die Hand⸗ werker mobil machen; der klerikale Abg. Metzner er⸗ läßt auf Wunſch des Herrn Windthorſt an dieſelben einen Appell, worin es mit der gewohnten Uebertreibung und Vermengung von Dichtung und Wahrheit heißt: „Wir Handwerker müſſen, wenn das Geſetz zu Stande kommt, furchtbar zahlen und haben nichts davon, da unſere Geſellen, für die wir zahlen und welche ſelbſt zahlen müſſen, mit der Zeit Meiſter werden und die Wohlthaten des Ge⸗ ſetzes nie in Anſpruch nehmen können. Die gezahlten Bei⸗ träge verfallen dann zu Gunſten der von der Großinduſtrie ausgenutzten Arbeiter, und ſo müſſen wir noch die Unter⸗ drücker des Handwerks unterſtützen.“ Ein Rückblick auf die bisherige Berathung der Vorlage ergibt Folgendes: Nachdem auf die erſte Leſung des Entwurfs drei Sitzungen verwendet worden waren, wurde derſelbe einer Kommiſſion zur Vorberathung über⸗ geben. Dieſe Kommiſſion verwendete auf die Erledigung ihrer Aufgabe 41 Sitzungen. Zwiſchen der erſten und zweiten Berathung in der Kommiſſion hatte ſich außerdem eine Subkommiſſion gebildet, welche in Gemein⸗ ſchaft mit Vertretern der Regierungen berieth. Mehrere Paragraphen des Entwurfs gelangten zu einer dritten Leſung an die Kommiſſion und wurden in derſelben einer Abänderung unterzogen. Inzwiſchen war das Plenum des Reichstages ſelbſt in die zweite Berathung eingetreten und dieſe hat 18 Sitzungen in Anſpruch genommen. *Die Kataſtrophe von Apia. Im Marine⸗Verordnungsblatt ſind ſoeben die Berichte erſchienen, welche die Korvetten⸗Kapitäne Fritze, Freiherr von Ehrhardt und Lieutenant zur See Gaedeke über den Unter⸗ gang des„Adler“ und„Eber“, ſowie über die Strandung 2. Seite Beneral-Anzeiger. LZ. ut. der„Olga“ an den Chef der Admiralſtät erſtattet haben. Weſentlich Neues über die furchtbare Kataſtrophe können dieſe Berichte nicht mehr bringen; eine Hervorhebung ver⸗ dienen indeſſen noch die folgenden Mittheilungen: Ueber die letzten Augenblicke des„Eber“, ſowie über die eigene wunderbare Rettung ſchreibt Lieutenant z. S. Gaedeke: „Die Maſchine arbeitete mit„Alle Kraft“ und brachte das Schiff auf etwa 20 Meter wieder vom Riff ab. Gleich nach dem erſten Aufſtoßen befahl der Kommandant, Kette einzuhieven, doch wurde das Schiff zum zweiten Male auf das Riff geworfen. Die Mafchine wurde geſtoppt. Ein weiteres Abkommen erfolgte nicht mehr. Ich ſtand während des Vorfalles auf der Kommandobrücke und hielt mich beim Ueberholen des Schiffes an einem Sprachrohr feſt, ließ das⸗ ſelbe jedoch los, als ich zu tief unter Waſſer gezogen wurde, und bin dann wahrſcheinlich mit der nächſten See über das Schiff hinweg auf das Riff geworfen worden. In Folge Auf⸗ ſchlagens meines Kopfes auf das Riff kam ich zur Beſinnung und ſchwamm nun dem Lande zu, das ich gegen 6 Uhr Morgens glücklich erreichte. Am 16. März habe ich um 10 Uhr Vormittags ein Stück vom Hinterſchiff des„Eber“ treiben ſehen, und am 17. März iſt ein Theil des Vorſchiffes mit dem Vorſteven an den Strand geworfen; im Uebrigen habe ich von dem Kanonenboot nichts mehr geſehen.“ Eingehend ſchildert Korvetten⸗Kapitän Fritze die Leiden des„Adler“. Wiederholt war ſchon das Riff berührt worden, ehe die Kataſtrophe erfolgte:„Erſt nach⸗ dem eine beſonders ſtarke Boe eingeſetzt hatte, in der vor Giſcht und Regen das Vorſchiff nicht zu ſehen war, ſah ich das Unmögliche des Aushaltes ein und entſchloß mich, mit dem Schiff auf den Strand zu laufen. Ich ließ alle Mann an Deck kommen, die Barrings und Bootszurrings kappen, Korkweſten herausholen und als das Fahrzeug ſich noch feſter gegen das Riff ſetzte, befahl ich:„Maſchine halt!“ „Dampf ablaſſen!“„Boot zu Waſſer!“„Alle Mann über Bord!“ und gab dem erſten Offizier den Befehl, die Ketten zu ſchlippen(d. h. ins Meer zu laſſen). Die erſte Jolle mit drei Mann iſt glücklich an Land gekommen.„Kaum waren die Ketten geſchlippt, ſo warf die nächſte See das Fahrzeug hoch auf? Riff. Nur dieſem Umſtande iſt es zu danken, daß größeres Unglück vermieden wurde. Während die Ketten nicht geſchlippt worden, ſo würde ſich das Fahrzeng am Riff zerſchlagen haben und neben dem Riff geſunken ſein. Gegen Mittag war niedrig Waſſer, einige Einge⸗ borene kamen an Bord um Hilfe zu leiſten; ſie brachten eine Manilaleine an Land, mittelſt welcher mehrere Leute gerettet wurden, indem ſie an derſelben entlang gingen. Es mochten vielleicht fünfzehn Mann ſo gerettet ſein, als die Leine brach. Die Eingeborenen wollten jetzt mit 30—40 Mann kommen, von denen Jeder einen von den an Bord befind⸗ lichen Leuten mitnehmen ſollte. Die Zeit verging aber, ohne daß ſonderliche Hilfe kam. Die Verſuche von Land, ein Boot ans Wrack zu ſchicken, blieben erfolglos. So kam der Abend mit ſeinem Hochwaſſer und die Nacht heran. Das Wrack und der Wind hatten ſich etwas gedreht, ſo daß wir während der Nacht in durchnäßten Kleidern Wind und Wetter vollſtändig ausgeſetzt waren. Am nächſten Morgen, den 17. März, es mag gegen 6 Uhr geweſen ſein, die See hatte ſich etwas beruhigt, kamen mehrere Boote und holten in kurzer Zeit den Reſt der Beſatzung an Land, 0 einige geſunde Leute, dann die Verwundeten. Mit dem etzten Boot ging ich mit den Offizieren an Land. Die Kreuzerkorvette„Olga“, die ſich jetzt in Sydney befindet, hatte vielleicht von allen drei deutſchen die arbßten Gefahren auszuſtehen.„Vandalia“,„Calliope“, Nipfie“ und„Trenton“ kollidirten nach einander mit ßer„Olga unß drobten dieſelbe aufs Riff zu ſtoßen; aber im letzten Augenblick ging regelmäßig die Gefahr vorüber, Nur zuletzt war die Kolliſton mit der„Trenton“, einem Schiff von 4000 Tonnen, und damit der völ⸗ lige Untergang unvermeidlich. Da entſchloß ſich der Kom⸗ maudant, die„Olga“ rückwärts auf den Stand zu rennen. „Die„Trenton“ warf ſich mit ihrem Heck gegen den Bug der Olga“ und zertrümmerte derſelben Bugſpriet, riß den Kopf der Gallionsgruppe ab und bog das Schech nach Steuerbord. Im nächſten Augenblick ſchor ich dicht längsſeit der„Tren⸗ ton,“ nahm ihr mit meinen beiden Unterraaen die Steuerbord⸗ Seitenboote fort, ehenſo die Backe und ſtieß mit ihr am Heck 7 5 ohne beſonderen Schaden zu nehmen. Die Mann⸗ chaft der„Olga, bereits auf das Schlimmſte vorbereitet, ohne auch nur einen Augenblick ihre muſterhafte Haltung bis⸗ ger verloren zu haben, brach, als wir die„Trenton“ paſſir⸗ ten, in ein dreifaches Hoch aus, wahrſcheinlich war dies der Ausdruck der Freude, daß dieſer gefährliche Koloß die„Olga“ nun nicht mehr in den Grund zu bohren vermochte und letztere dem ſicheren Strande zueilte.“ Aus Stadt und Land. Maunbeim, 12. Mai 1889. Unſer Schloßgarten prangt jetzt im herrlichſten Früh⸗ masfteld und iſt es für jeden Nalurfreund ein 995 5 9985 genuß, in demſelben luſtwandeln zu können. Der Garten bietet denn auch ſtets ein 185 belebtes buntfarbiges Bild. Auf allen Wegen und Bänken erblickt man Spaziergänger, die ſich an dem Anblick der ſchönen ſorgfältig gepflegten —..— vÄ—u— eeee welches auf ſie einen großartigen Eindruck machte. Sie führen Feuilleton. — eine Geſandtſchaft des Sultaus der Mandara⸗ Neger an den deutſchen Kaiſer wird demnächſt über Hamburg in Berlin eintreffen und zwar unter Führung des Afrika⸗Reiſenden Herrn Otto Ehlers, welcher namentlich durch ſeine Beſteigung des Kilimandſcharo bekannt geworden iſt. Der Sultan der Mandara⸗Neger hatte ſich bewogen gefühlt, die Geſandtſchaft an den deutſchen Kaiſer zu ſchicken; dieſelbe heſteht aus vier Mitgliedern nebſt einem Dolmetſch und bat eine andere Route als Herr Ehlers eingeſchlagen, welcher in Hamburg früher 5 en wünſchte, um den Empfang der dunklen Gäſte vorzuhereiten. Man mußte von Sanſibar, wo⸗ ſelbſt der Generaltonſul Michahelles dem Afrika⸗ Reiſenden und ſeinen Begleitern die freundlichſte Aufnahme gewährte, den Weg über Bombay nehmen, woſelbſt eine Er⸗ krankung einen 75 von 14 Tagen veranlaßte. Dann ſchiffte ſich die Geſandtſchaft auf dem nach Hamburg beſtimm⸗ ten Bremer Lloyddampfer„Schwan“ ein, welcher in den näch⸗ ſten Tagen dort fällig war, Herr Ehlers den Weg üher Genug einſchlug; in Port Said traf er mit 55 Mandara⸗Freunden noch einmal zuſammen und ſorgte daſelbſt für die ihnen nöthige warme Winterkleidung. Einige weitere Ausrüſtung wird in Hamburg noch beſchafft werden müſſen, da die Mandara⸗Leute ſtark dekolletirt zu erſcheinen pflegen und die Präſentation am Berliner Hofe doch etwas decentere Toilette erfordert. Die Herren Oſtafrikaner werden im Ueb⸗ cigen vor dem ſchen Kaiſer im vollen Kriegsſchmucke — 7— Die Geſandten, 1 9 denen zwei etwas dunkler ge⸗ ärbt ſind, als die 555 eren(wobei erwähnt ſein mag, daß zwei der Geſan 5 noch unverheirathet find), kommen auch nicht mit leeren Händen. Ihr Sultan hat ſie, wie der 7775.“ meldet, mit mancherlei Geſchenken an den deutſchen onarchen ausgerüſtet, von denen das Exwähnenswertheſte ein Elephantenzahn im Gewichte von 118 Pfund ſein dürfte, welches kolofſale Stück Elfenbein einer der Neger auf ſeinem Kopfe von der Höhe des 11. hinab bis zur Küſte agen hat, eine reſpektable Leiſtung! Dieſe Gebirgsmen⸗ ſahen bei dieſer it zum eyſten das Meer, Raſenplätze und an den üppig grünenden und blühenden Baumgruppen erfreuen wollen. Deſto betrübender iſt es, wahrzunehmen, wie rückſichtslos manche Spaziergänger mit den Anlagen des Schloßgartens verfahren. Viele glauben, unbedingt etwas„Grünes“ mit nach Hauſe bringen zu müſſen. Namentlich iſt dies Morgens bei den ſogen. Mai⸗ kuren der Fall. An allen Ecken und Enden werden die Sträucher u. ſ. w. ihres ſchönſten Blüthen⸗ und Blätter⸗ ſchmuckes beraubt Vor allem hat man es auf die ſo ange⸗ nehm duftenden Weinblumen, die zur Jetztzeit blühen, abge⸗ ſehen. Mit denſelben wird ganz unbarmherzig verfahren und alle Augenblicke ſieht man einen Spaziergänger aus dem Schloßgarten kommen, welcher einen Strauß von ſolchen Weinblumen in der Hand trägt. Möge doch jeder wahre Naturfreund ſuchen, dieſem groben Unfuge zu ſteuern und unnachſichtlich jeden Blumendieb zur Anzeige bringen, denn nur durch ſtrenge Beſtrafung der Betreffenden kann hier Abhilfe erfolgen. *Maimeſſe. Die Maimeſſe hatte ſich während des geſtrigen zweiten Sonntages ebenfalls, Dank der üheraus günſtigen Witterung, eines ſehr guten Beſuchs zu erfreuen. Das ländliche Element war zwar nicht ſo ſtark vertreten, wie das am erſten Maimeßſonntag und am Maimeßdienſtag der Fall war, doch ſtellte die Landbevölkerung e wieder ein nicht unbedeutendes Kontingent der Meßbeſucher. Die Schaubudenbeſitzer auf dem Meßplatz überm Neckar haben durchgängig, gemäß ihrer eigenen Verſicherung, während der diesjährigen Maimeſſe ein ſehr gutes Geſchäft gemacht. Dieſes für dieſelben erfreuliche Reſultat iſt wohl in erſter Linie dem Einfluſſe des herrlichen Frühlingswetters, welches faſt an jedem Maimeßtage, mit nur wenigen Ausnahmen, uns erfreute, zuzuſchreiben. Auch die Inhaber der Verkaufs⸗ ſtände auf der Verkaufsmeſſe haben zum größten Theil ſchöne Einnahmen erzielt. * Statiſtiſches aus der Stadt Mannheim von der 17. Woche von 1889(21. April bis 27. April). An Todes⸗ urſachen für die 41 Todesfälle, die in unſerer Stadt vor⸗ kamen, verzeichnet das kaiſerliche Geſundheitsamt folgende Krankheiten: In 1 Falle Diphtherie, in 5 Fällen Lungen⸗ ſchwindſucht, in 7 Jällen akute Erkrankung der Athmungs⸗ organe, in 4 Fallen akute Darmkrankheiten, in 2 Fällen Brechdurchfall. In 21 Fällen ſonſtige verſchiedene Krank⸗ heiten. 1 Falle Selbſtmord. * Todesfälle in der Zeit vom 21. April bis 27. April 1889. Nach den Veröffentlichungen des kaiſerlichen Geſund⸗ heitsamts ſind in der bezeichneten Woche, berechnet auf das 1000 Einwohner und das ganze Jahr, als geſtorben ange⸗ meldet: In Crefeld 12,7;.⸗Gladbach 12,7; Metz 17,1; Hannover 17.8; Potsdam 17,8; Bremen 18.2; Mainz 19,3; Stettin 19,3; Frankfurt a. O. 19,4; Barmen 19,7; Zwickau 19,7; Leipzig 19,8; Kaſſel 19,8: Kiel 199; Darmſtadt⸗ Beſſungen 20,4; Lübeck 20,4; Plauen i. B. 20,4; Erfurt 20,9; Aachen 21,2; Altona 21,3; Elberfeld 21,4; Bochum 21,5; Würzburg 21,6; Berlin 22,7; Dortmund 22,7; Gör⸗ litz 22.7: Karlsruhe 22,7; Wiesbaden 22,8; Düſſeldorf 22,9; Münſter 23,4; Stuttgart 23,5; Dresden 23,6; Ham⸗ burg 23,7; Halle a. S. 24,4; Frankfurt a. M. 25,2; Köln 25,7; Eſſen 26,4; Braunſchweig 28,1; Poſen 28,2; Mann⸗ geim 30,3; Straßburg i. E. 31.5; Augsburg 31,6; Roſtock 31,7; Danzig 35,1; Chemnitz 32,0: Magdeburg 32,3; Nürn⸗ berg 32,6; Breslau 33.6; Charlottenburg 34,7; Kbnigsberg 35,4; Liegnitz 35,9; Mühlhauſen i. E. 36,5; München 36,9; Elbing 37,7; Freiburg i. Br. 39,4. Prof. Moeſt in Karlsruhe, der bei der erſten Con⸗ currenz für Lieferung von Modellen für das e zu erbauende Kaiſer Wilhelm Denkmal einen zweiten Preis errang und zur 0 Wettbewerbung aufgeſordert wurde, hat jetzt den abgeänderten Entwurf im Kunſtverein in Karls⸗ 115 ausgeſtellt. Der Kaiſer in Uniform und Helm, ſitzt in ruhiger Haltung im Sattel, das Auge in die Ferne gerichtet, als ob er einer Truppenbewegung 1 VII deutſches Turnfeſt in München. Den am III. deutſchen Turnfeſte in München theilnehmenden Turnern iſt für die Reiſe nach München und zurück eine Ermäßigung von 50 Proz, der normalen Fahrpreiſe in der II. und III. Wagenklaſſe der Perſonenzüge auf den bayeriſchen Staats⸗ eiſenbahnen bewilligt worden, und die gleiche Ermäßigung wird auch für die Theilnehmer an den Turnfahrten, welche anläßlich des Feſtes von München aus in das Gebirge ver⸗ anſtaltet werden, gewährt. Die kgl. Generaldirektion iſt außerdem mit ſämmtlichen übrigen deutſchen Bahnverwalt⸗ ungen ins Benehmen getreten, um den zu dem Turnfeſte nach München kommenden Turnern für die Hin⸗ und Rückfahrt die weiteſtgehenden Begünſtigungen für die Perſonenpreiſe der U. und II. Wagenklaſſe zu verſchaffen. RNeuer eiſerner Schleppkahn. Ein für Rechnung der Firma K. 5. Schmitts& Co. bierſelbſt von dem Schiffsbaumeiſter Herrn A. J. Otter zu Krimpen in Hol⸗ land neuerbauter eiſerner Schleppkahn„Anna und Karl“ ge⸗ tauft, iſt geſtern am Erbauungsorte glücklich vom Stapel gegangen. Der neue Kahn beſitzt eine Tragfähigkeit von 20,000 Centner. * Geſunkener Kahn. Am vergangenen Samſtag ſank an der Pferdeſchwemme am Neckar ein mit Holz ſchwer be⸗ ladener Kahn, dem Herrn Weber von Hirſchhorn Aundum Der Unfall geſchah dadurch, daß der Kahn bei der Landung etwas ſchief ging und in Folge deſſen Waſſer faßte. eine ethnologiſche Sammlung, Waffen ꝛc., eine reiche Schmet⸗ terlingscollektion und manche andere oſtafrikaniſche Produkte mit ſich. Der Table'hote dürften ſie ſich ſchon aus dem Grunde fernhalten, weil ihre Lebensgewohnheiten recht ab⸗ weichend von den hieſigen find: Gänzlich verſchmähen ſie Fiſche, Geflügel, Eier, ihre Hauptnahrung beſteht aus Bana⸗ nen und Ziegenfleiſch. Da ſie bei ſich zu Hauſe eine Art Bier brauen, dürften ſie auch den hieſigen Stoff nicht ver⸗ ſchmähen, und ſind ſie des Weiteren bereits in dem Grade civilifirt, daß ſie ſich das Cigarren⸗Rauchen angewöhnt haben. Herr Ehlers wußte in einem kurzen Interview manches Wiſ⸗ ſenswerthe über die Mandara⸗Neger und ihre Eigenthümlich⸗ keiten zu erzählen, ſchilderte in großen Zügen den Charakler des Sultans wie ſeines Volkes als vortrefflich und lobte ihre ausgezeichneten Manieren und ihr angeborenes Taktgefühl. Das iſt um ſo mehr anzuerkennen, als dieſe Neger keinerlei Erziehung genoſſen haben; die Tultur iſt noch in den erſten Anfängen. Die Männer ſind lediglich Krieger, die Weiber beſorgen Feld⸗ und Hausarbeit. Auch bei ihnen hat der Afrikareiſende die Erfahrung gemacht, daß die von den Eu⸗ ropäern gut behandelten Leute ſich den Fremden freundlich egenüber ſtellen. Der Gottesbegriff fehlt dem Mandarg⸗ 5 er gänzlich; doch nimmt ihre Moral eine verhältnißmäßig hohe Stufe ein. Ueber die geſammten dortigen Verhältniſſe wird Herr Ehlers in Berlin einen Vortrag halten, der ebenſo wie der Anblick der ſchwarzen Geſandtſchaft werden e. — Es Kiſch doch ein Reunthier, Es war Prüfung in einer Stadtſchule. Das Lehrerkollegium ſaß, der Herr Schulinſpektor ſtand vor der Klaſſe. Er prüfte in Naturge⸗ ſchichte.„Von wenn hat der Lappländer Alles?“ war ſeine erſte Frage. Siegesbewußt antwortete ein Knabe:„Vom Renntbier!“ Der Geſtrenge zog ſein Geſicht in ernſte Falten. Vom Rennthier? Dummer Junge, gibt's denn ein Renn⸗ thier? Es gibt ja gar kein Rennthier!“— Allgemeines Befremden. Schließlich unterwand ſich der Lehrer der be⸗ treffenden Klaſſe zu bemerken, daß die Naturforſcher in der That die Exiſtenz eines ſogenannten Rennthiers behaupteten und wies, um den Herrn Pfarrer zu überzeugen, in ſein Fuſolge des Streits der Bergleute im weſt, phäliſchen Kohlengebiete wurden drei am Samſtag von dortſelbſt hier angekommene mit Kohlen beladene Schiffe auf telegraphiſchem Wege nach dorthin zurückbeordert. HBefſitzwechſel. Das Haus J I, 17, bisher Herrn Korbmacher Kropp gehörig, iſt um den Preis von 56,000 M. an Herrn Ebel übergegangen. Der bieſige Alterthumsverein machte am geſtrigen Sonntage einen Ausflug nach Worms. Die Abfahrt erfolgte von Ludwigshafen um 8 Uhr 11 Minuten Vormittags. In Worms trafen die hieſigen Ausflügler mit den von Frankfurt eingetroffenen Mitgliedern des dortigen hiſtoriſchen Vereins zuſammen. Der erſte Gang galt dem Volksmuſeum. Sodann wurde in Worret's Etabliſſement das Frühſtück eingenommen, Hierauf beſichtigte man das Volksſchauſpielhaus und verſchie⸗ dene andere Sehenswürdigkeiten. Zu Mittag wurde im Ca⸗ ſino geſpeiſt. Den Nachmittag verbrachte man mit der Be⸗ ſichtigung des Domes, des Rathhauſes, der Liebfrauenkirche ꝛe. * Der Geſangverein„Frohſtun“ veranſtaltet kom⸗ menden Samſtag Abend im Badner Hof zum Beſten der Angehörigen des unglücklichen Liederkomponiſten Carl Iſen⸗ mann ein Concert. Der Eintrittspreis zu demſelben beträgt 50 Pfg. Möge der Beſuch dieſer wohlthätigen Veranſtaltung ein recht zahlreicher werden. Der hieſige Ev. Männer⸗ und Jünglingsverein ver⸗ anſtaltete geſtern Abend in ſeinem Vereinslokale eine gut be⸗ ſuchte muſikaliſche Unterhaltung. Das Programm derſelben umfaßte 12 Nummern. Es enthielt drei Claviervorträge, ſo⸗ wie zwei Vorträge für Violine und Clavier, Violin⸗ und Zitherſolis, ſowie verſchiedene Deklamationen. Die ſämmt⸗ lichen Programmnummern wurden ſehr anſprechend durch⸗ geführt und geſtaltete ſich der Abend zu einem äußerſt ge⸗ nußreichen und amüſanten. Ein beſonderes Verdienſt um die ſchöne Veranſtaltung erwarb ſich Herr F. Gellert, welcher in bereitwilligſter Weiſe den auf das Clavier entfallenen Theil des Programms übernommen hatte und auch in meiſterhafter Weiſe zur Durchführung brachte. * Veloeiped⸗Sport. Bei dem geſtrigen Rennen des Straßburger Velocipediſten⸗Clubs holte Herr T. Herbel, Mitglied des hieſigen Velociped⸗Clubs, im Dreiradfahren und Zweiradtandemfahren je einen erſten und im Sicher⸗ heitsfahren den zweiten Preis. Die Leiſtungen des Herrn Herbel verdienen um ſo größere Würdigung, als alle drei Rennen„Handicap“ waren und Herr Herbel ziemlich große Vorgaben einzuholen hatte. Elektriſche Beleuchtung. Die Annehmlichkeit des elektriſchen Lichtes wird bei der Einrichtung von Reſtaurants neuerdings mehr und mehr gewürdigt. Nachdem hier in Mannheim unſer bewährter„Pfälzer Hof“ als der erſte ſeinen Gäſten dieſen Comfort geboten, ſind ihm das Reſtau⸗ rant„Zur Wartburg“ und neuerdings auch die„Neue Land⸗ kutſche darin gefolgt. Auch das neue Reſtaurant(früher Cafe Witz) der Actiengeſellſchaft„Zum wilden Mann in Schwetzingen wird elektriſche Aend erhalten. In Lud⸗ wigshafen war der unternehmende„Bayeriſche Hisl“ der erſte, der ſeine ſchönen Räume mit elektriſchem Lichte verſah, Dem guten Beiſpiele folgten„der Storchen“ und neuerdings das„Geſellſchaftshaus“ und die neu erbaute„ e Pfalz“ des Herrn Scherrer. Alle dieſe Anlagen ſind, bezw. werden gemacht von Heinrich Röth, Mannheim, Vertreter von S. Schuckert in Nürnberg. „Bezüglich der Eutlaſſung des Feld⸗ und Wald⸗ büters Kling in Heddesheim, über welche wir in Num⸗ mer 126 unſeres Blattes berichtet haben, geht uns von einem Heddesheimer Einwohner ein längeres Schreiben zu, in welchem die gewichtigen Gründe, die zur Entlaſſung des Kling geführt haben, dargelegt werden. Der Einſender der betreffenden Zuſchrift wird es jedoch erklärlich finden, wenn wir aus leicht begreiflichen Gründen den Abdruck dieſes Schreibens ablehnen. „BVerſuchter Einbruchsdiebſtahl. In der Nacht vom Samſtag auf Sonntag wurde im Innern der Jeſui⸗ tenkirche, und zwar an der Sakriſtei, ein Einbruch ver⸗ ſucht. Der Dieb hatte jedenfalls die Abſicht, den dort befindlichen Opferſtock ſeines Inhalts zu berauben. Glück⸗ licherweiſe gelang dem frechen Einbrecher die Ausführung ſeines verbrecheriſchen Vorhabens nicht, da ihm die Erbrech⸗ ung der in die Sakriſtei führenden Thüre mißglückte. Der Dieb mußte deßhalb mit leeren Händen abziehen. Man ver⸗ muthet, daß ſich derſelbe während der am Samſtag Abend ſtattgefundenen Maiandacht in der Kirche verſteckt hatte. »Eine geiſteskranke Fran in Neckaran mißhan⸗ delte geſtern in der Dammſtraße daſelbſt ein ca. 10 Jahre altes Mädchen in brutaler Weiſe. Glücklicherweiſe konnte dem Treiben der Geiſteskranken bald Einhalt geboten werden. Dieſelbe wurde feſtgenommen. Aus dem Grofherzogthum. OSHeidelberg, 12. Mai. Die hieſige Sektion des Oden⸗ waldklubs hielt vorgeſtern hierſelbſt ihre diesjährige General⸗ verſammlung ab. Die zur Verhandlung gekommenen Gegen⸗ ſtände waren ſämmtlich nicht ſehr von Belang. Die Haupt⸗ punkte der Tagesordnung bildete die Ablage des Rechenſchafts⸗ berichts für das abgelaufene Jahr und die Vorſtandsneu⸗ wahlen. Letztere hatten die Wiederwahl der ſämmtlichen bis⸗ herigen Vorſtandsmitglieder, mit Ausnahme eines einzigen Ausſchußmitgliedes, zum Reſultate. Lehrbuch. Ja, dann muß ich mich geirrt haben“, geſtand er zögernd und dann, ſich an die Prüflinge wendend fuhr er fort:„Nun, Kinder, es gibt doch ein Rennthier. Von wem hat alſo der Lappländer Alles?“„Vom Rennthier!“ ſchrie die ganze Klaſſe. Danach muß das betreffende Buch des Schulinſpektors, welches offenbar einer naturgeſchichtlichen Entwickelungsphaſe, die vom Rennthier noch nichts wußte, angebört, um ein Beträchtliches älter ſein als jenes des biedern Schneidermeiſters. .—.Graue Schuhe. Die Pariſer Schuhmacher beſchenken die Ausſtellung mit einer Neuheit, an welcher ſich ſowohl Männlein wie Weiblein erfreuen können. Es ſind dies hell⸗ graue Schuhe, eine Mode, die für den Sommer als von Plus ultra der Vornehmheit erklärt wurde. In weiſer Be⸗ achtung, daß ſchwarze Fußbekleidung ſofort von Staub ent ſtellt wird, hat man ſich für die graue entſchieden, welcher der Staub nichts anhaben kann. Die grauen Schuhe für Herren werden aus Leder hergeſtellt, jene für Damen aus Seide oder Wollſtoff. Die Abſätze ſind ringsum mit kleinen, allerliebſten Silbernägeln beſchlagen. Das erſte Paar dieſer grauen Schuhe wurde von einer Abordnung der Madame Carnot überreicht, welche ſich auch bereit erklärte, den ganzen Sommer hindurch für die neue Mode im wahrſten Sinne des Wortes eiazutreten. — Viſiten an Gräbern. Ein Wiener Geſchäftsmann iſt beim Gemeinderath um die Bewilligung eingekommen, auf Beſtellung an den Gräbern und Denkmälern des Zentral⸗ riedhofes Metallkäſtchen anbringen zu dürfen. Dieſe ſollen Beſuchern des betreffenden Grabes oder der Gruft die Mög. lichkeit bieten, ihre Viſitenkarte hinterlegen zu können und auf dieſe Art den Hinterbliebenen Kenntniß von dem Beſuch zu geben. Die Abtheilung ſprach ſich jedoch gegen die Ge⸗ g. des Anſuchens aus. — Wichtig. Welche Tracht wäre für die Abgeordneten noch kleidſamer als die Hoftracht,— Die Eintracht. — Strafe.„Warum weinſt Du denn, Karlchen?— „Ich hatte mir eine Cigarre für zwei Pfennige gekauft und rdelte Dich d. 5 zund kam 110 0 auß ſte 852 „Prügelte Dich durch?“—„Nein, er ſagte, ich muß ſie ganz zu Ende rauchen.“(Ulk), — 2* rtn ieneerne eeeee eeeerr Ne I. Ycdk. Weneral-runzeiger. D. r. Heiligkreuzſteinach, 12. Maf. Der Steinbauermeſſter 10 von hier iſt ſeit vorgeſtern unter Hinterlaſſung ſeiner zahlreicher Familie und ganz bedeutende Schulden verſchwun⸗ den. Derſelbe wird jedenfalls in Amerika ſein Glück von Neuem verſuchen wollen. Baden, 12. Mai. Das Armenbad(Landesbad) iſt geſtern für die Saiſon 1889 eröffnet worden und haben ſich im Laufe des Tages 64 Badegäſte, darunter 17 weniger be⸗ mittelte Selbſtzahler eingefunden. In der nächſten Saiſon wird das neue„Landesbad“ an der Seufzer⸗Allee eröffnet werden und das jetzige Armenbadgebäude zum Abbruche ge⸗ 05 55 auf deſſen Platz das neue Frauenbad erbaut wer⸗ en wird. Pforzheim, 12. Mai. Der bdieſige Gartenbauverein wird am Sonntag, den 28. Mai, wieder ein Kinderfeſt nach Art der ſchwäbiſchen Maifeſte veranſtalten, geſtützt auf den glänzenden Verlauf des vorjährigen Feſtes und die höchſt beifällige Aufnahme, welche die Veranſtaltung in allen Krei⸗ ſen der hieſigen Bevölkerung fand. Es ſoll ein Feſtzug mit geſchmückten Karoſſen, koſtümirten Mädchen und Knaben, Spielgruppen, Armbruſtſchützen ꝛc. ſtattfinden, an welchen ſich eine Aufführung von Aufzügen und Reigen im Stadtgarten, durgeſtellt von koſtümirten Kindern, anreihen wird. Mit der Leitung der Aufführungen iſt Reallehrer Gruner betraut worden, der auch das vorjährige Feſt leitete. 5 Mosbach, 8. Maf. Letzter Tage wurden in die Elz (Gemarkung Mosbach) 2000 und desgleichen Gemarkung Auerbach 4000 junge Forellen eingeſetzt. Verſuchsweiſe wurden der Elz(oberhalb der ſog. Eſelsbrücke) ca. 50 Stück einjährige e übergeben. Sämmtliche Fiſche ſtammen aus der Brutanſtalt des Herrn Riedel in Heidelberg. *Horuberg, 12. Mai. Die diesjährige Auerhahnjagd iſt von dem prachtvollſten Maiweeter begünſtigt. In dem benachbarten Gutach hielt ſich Fürſt Egon von Fürſtenberg längere Zeit auf. Hier verweilen der Stadtkommandant von FKarlsruhe und Herr Commercienrath Sander von Lahr. Bei ſämmtlichen Jägern war die Jagd von gutem Erfolge. Wfälziſche Nachrichten. Ludwigshafen, 11. Mai Herr Dreher 5 Kneiſel hat ein Wohnhaus des Herrn Bäckermeiſter K. Eſſelborn an 905 Heinigſtraße um den Preis von 32,000 M. käuflich erworben. Ludwigghafen, 12. Mai. Herr Biſchof v. Ehrler, welcher geſtern Abend hier eintraf, ſpendete heute an etwa 800 Kinder die Firmung und begibt ſich von hier zur Aus⸗ übung ſeines Amtes heute Abend nach Frankenthal. Wie nothwendig hier die Erbauung einer zweiten kath. Kirche iſt, erhellt daraus, daß die Angehörigen der Firmliage wegen fen en uelb in der Rirche gebeten werden mußten, der Feier ern zu bleiben. 8 Fraukentbal, 11. Mai. Auch unſere Stadt will ihr Scherflein zum Baue der Bekenntnißkirche in Speyer beitragen u. zw. in der Höhe von faſt 3500 M. für das laufende Jahr. 5 . Landau, 12. Mai. Etwa 20 Grundbeſitzer wurden dieſer Tage in Eſſingen von der Gendarmerie protokollirt, weil ſie ihre Bäume nicht abgeraupt haben. *St. Ingbert, 11. Mai. In ſeiner geſtrigen Sitzung gab der Stadtrath von St. Ingbert im Einvernehmen mit einer Anzahl von Höchſtbeſteuerten dem Beſchluſſe des Fabrik⸗ rathes, zum Neubau einer katholiſchen Kirche dahier eine von 60,000 Mark zu machen, einſtimmig ſeine Zu⸗ immung. * Aus der Pfalz, 12. Mai. Trauerbotſchaften über Verheerungen, welche die in den letzten Tagen niedergegan⸗ enen Gewitter angerichtet haben, treffen aus allen Ecken und Enden der Pfals ein. Unſere Landwirthe müſſen wir 8. Nid⸗ immer und immer wieder mahnen: Verſichert euere Jeld⸗ früchte! Mittheilungen aus Heſſen. * Darmſtadt, 11. Mai. Nach einem geſtern hier ein⸗ getroffenen Telegramm ſei es wahrſcheinlich, daß Se. Majeſtät der Kaiſer in nächſter Woche, zum Beſuche Sr. Kgl. Hobeit des Großherzogs dahier eintreffen würde. Hoffentlich be⸗ wahrheitet ſich dieſe Nachricht, welche jedenfalls allſeitig mit großer Freude begrüßt werden wird. =Gießen, II. Mai. Die Leiche des Bahnaſſiſtenten Greiner, über deren vorgebliches Fehlen in dem wieder geöffneten Grabe auch wir ſeiner Zeit berichtet haben, wurde bei nochmaliger amtlicher Nachforſchung in der vorgeſchrie⸗ benen Sohlentiefe von 2 Metern aufgefunden. „Schotten, 11. Mai. In der füngſten Sitzung des Schöffengerichts wurde ein Fortbildungsſchüler, welcher ſich während des Unterrichts in nicht näher zu bezeichnender Art aufführte und trotz Warnung des Herrn Lehrers Fiſcher beim Weggehen dieſes Gebahrens wiederholte, zu 20 Tagen Ge⸗ füngniß und in die Koſten verurtheilt. Tagesneuigkeiten. —Berlin, 12. Mai.(Die Berliner Studenten⸗ ſchaft) hat beſchloſſen, dem König Humbert bei ſeiner An⸗ weſenheit in Berlin eine beſondere Huldigung in Form eines Wagenzuges mit Chargirten zu Pferde darzubringen. Sie will damit nicht nur die Antheilnahme, die der König den deutſchen Studenten wiederholentlich bezeigt hat, anerkennen, ſondern zugleich dem italieniſchen Volke für den begeiſterten Der Schwur am Sterbebett. Original⸗Roman von Leopoldine Baronin Prochazka. Nachdruck verboten. 116(Fortſetzung.) Sie traten hinaus und ſchritten gegen die Burggaſſe zu, die damals noch nicht ausgebaut war. Hinter den im Bau begriffenen Häuſern war ein leerer, öder Platz und hier nahm der junge Mann zwanzig Gulden in Empfang, die Mathias ihm reichte mit der Verabredung, daß ſie am folgenden Abend bei Eintritt der Dämmerung an der Stadiongaſſe in Fünf⸗ haus Gie erwentten würden. „Ob ſie nur der Hans Holler noch hat?“ dachte ſich der eeſche Fritz“, denn er war es.„Hergeben muß er ſie, denn ich habe ihn ja in der Hand.“ Gern wäre er noch heute hinaus nach Hietzing gegangen, aber es war zu ſpät. Jedoch beſchloß er, ſich frühzeitig Mor⸗ gens auf den Weg zu machen. 7. Kapitel. Die verbrannte Photographie. . Am Vormittage des nächſten Tages ſtellte ſich der„feſche ſritz“ in der Wohnung Hans Hollers ein. „Wohnt hier der Hans Holler?“ fragte er den älteſten Knaben, der eben den Säugling in die Wiege legte. „Ja, aber er iſt nicht zu Hauſe.“ „Kommt er zu Mittag?“ Das weiß ich nicht, fragen Sie die Mutter,“ und hier⸗ nit deutete er auf den Hof. Aber auch ſie konnte ihm keinen Beſcheid geben. Sie glaubte nicht, daß er zum Eſſen nach Hauſe kommen würde, er habe Arbeit gefunden. So,“ ſagte er gedehnt,„und wiſſen Sie nicht, wo?“ Sie war über und über roth geworden. Es lag etwas in der Intonation dieſes gedehnten„So“, welches ihr den reck in die Seele jagte. Er bemerkte ihre Verlegenheit und fand ſie erklärlich. „Nein, auch das könnte ſie nicht ſagen, erwiderte ſie nach kiner Weile. Empfang danken, den es ihnen in Bologna bereitet hal.— Uebrigens findet in der„Humbert⸗Woche noch ein ſtuden⸗ tiſches Feſt in Berlin ſtatt, nämlich ein allgemeiner Kommers zu Ehren des ſiebzigſten Geburtstages von Prof. Bardeleben. — VBerlin, 12. Mai.(Für den Aufenthalt des Künigs von Italien) am Berliner Hofe iſt nach der Poſt? folgendes vorläufige Programm entworfen worden: 21. Mai: Ankunft auf dem Bahnhofe, Empfang durch die Kaiſerin im Garde du Corps⸗Saal des Königlichen Schloſſes, Familientafel, Gala⸗Abendtafel. 22. Mai: Große Parade auf dem Tempelhofer Felde, Spazierfahrt nach Charlotten⸗ burg, Beſuch der Oper, Abendtafel. 28. Mai: Parade im Luſtgarten zu Potsdam, Mittagstafel im Stadtſchloß, Waſſer ⸗ fahrt nach der Pfaueninſel, Abendtafel bei dem italieniſchen Botſchafter. 24. Mai: Exerzitien bei Berlin, Frühſtück beim Offizierkorps des 2. Garde⸗Regiments, Beſuch der Ruhmes⸗ halle, Jamilientafel bei Prinz Albrecht, Fahrt durch die Stadt, Concert im Weißen Sagl. 25. Mai: Beſuch der Anien büüngs⸗ Ausſtelluns⸗ Abſchiedstafel bei den Maje⸗ en. ſt —Berlin, 12. Mai.(Durch eine Rieſen⸗Spie⸗ gelſcheibe gelaufen)—dieſer ſeltene Unfall paſſirte am geſtrigen Vormittag gegen 11 Uhr einem etwas kurzſichtigen älteren Herrn im Reſtaurant des Hotels„Leipziger Hof“, Während der Genannte ſeine Zeche beglich, hatte ein mit ihm dort ſitzender Bekannter ſich vom Platze erhoben und war voran auf die Straße gegangen, woſelbſt er ſich nun vor der 9 05 Spiegel⸗Fenſterſcheibe, welche bis zum Jußboden des Locales reicht, poſtirte, um den Freund zu erwarten. Der Letztere entdeckte den auf der Straße Ste⸗ henden ſofort, leider aber nicht die trennende Glasſcheibe und vermeinend, daß dieſelbe in das Sonterrain hinunterge⸗ laſſen und die Paſſage frei ſei, rannte er in die Scheibe hinein und zertrümmerte dieſelbe derartig, daß auch nicht ein Atom von Glas im Rahmen blieb. Mit vielfach zer⸗ ſchnittenem Geſicht und Kopf brach der von Schmerz und Schreck völlig betäubte alte Herr zuſammen, und blieb ſeinem 55555 nichts anderes übrig, wie den Verletzten in eine roſchke und nach der nächſten Sanitätswache zu ſchaffen. Die Verletzungen ſollen ſeltſamer Weiſe ziemlich leichter Natur geweſen ſein. — Verſailles, 10. Mai. Vom hieſigen Schwurgerichts⸗ 955 wurde heute der Bauer Lecomte von Orgeral zum ode verurtheilt. Lecomte hatte als einziges Kind von ſeinen Eltern ein Gut geerbt, welches mehr als 30,000 Fes. Reingewinn pro Jahr ergab, allein trotz einer entſprechend reichen Heirath ging es mit ihm immer mehr Berg ab, ſodaß Ende 1887 ſein Gut mit Hypotheken ſchwer belaſtet war. Um ſich aus der Verlegenheit zu helfen, fertigte er mehrmals falſche Wechſel aus, und nach dem Tode ſeiner erſten Frau ſtand er in ſolchem Rufe, daß er es als ein Glück anſehen mußte, ein Mädchen heimzuführen, welchem eine einſtmalige Erbſchaft von 12,000 Fres. in Ausſicht ſtand. Lecomte hatte aber nur die Abſicht, überhaupt wieder eine Frau zu bekommen, um ſie aus der Welt zu ſchaffen. Er verſicherte nämlich ſeine Frau zu 12000 und zu 30.000 Fres. und ſuchte nun ſeine Frau mit Gift aus dem Wege zu räumen und ſchoß ihr ſogar zwei Revolverkugeln in den Kopf, welche durch einen reinen Zufall den Tod der Un⸗ glücklichen nicht herbeiführten. Die arme Frau wußte, daß ihr Mann ſie wiederholt zu vergiften ſuchte und nahm ſogar ſchließlich den Gifttrank aus ſeiner Hand an, um endlich von ihren Qualen erlöſt zu werden, allein die Doſis, Arſenik, war ſo ſtark, daß Erbrechen eintrat und die Frau gerettet wurde. Auf die Frage, warum ſie nicht Anzeige über dieſe Mordverſuche gemacht, antwortete ſie, das Kind aus der erſten Ehe ihres Mannes ſei ihr ſo ſehr an's Herz gewachſen, daß ſie deſſen Vater nicht habe unglücklich machen wollen. Das Publikum nahm die Verkündigung des Todesurtheiles mit wahrer Genugthuung auf. — Newyork, 11. Mai.(Ein verheerender Wir⸗ belſturm), Ein überaus verheerender Wirbelſturm ſuchte die geſammten Oſtſtaaten von Maryland bis Connecticut heim. Aus Williamsport wird der Einſturz von Barnums Zircus während der Vorſtellung gemeldet: Zehn Bedienſtete und mehrere werthvolle Schulpferde wurden ſchwer verletzt. Unter dem Publikum enſtand eine Persor Im Gedränge nach den Ausgängen wurden mehrere Perſonen getoͤdtet und Hunderte verletzt. Auch in der Seidenſpinneref in Ports⸗ ville entſtand eine furchlbare Panik unter dem Arbeiter⸗Per⸗ ſonal, das zumeiſt aus Frauen beſtand, mehrere derſelben wurden ſchwer verletzt. Der Sturm entdachte die Fahrik. Im Ganzen ſind mehrere hundert Häuſer demolirt. In viele ſchlug der Blitz ein und ſteckte ſie in Brand. Mehrere Per⸗ ſonen kamen in den Flammen um. Der Geſammtverluſt an Menſchenleben iſt ein ſehr beträchtlicher. Theater und Muſtk. Sr. bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Maunbeim. Da Herr Erl plötzlich unwohl wurde, mußte die für geſtern angeſetzte Aufführung der„Hugenotten“ ver⸗ ſchoben werden. Herr Erl iſt eines der fleißigſten und verwendbarſten Mitglieder unſeres Theaters; man wird ihm das Zeugniß ausſtellen dürfen, daß er ſtets hilfs⸗ bereit auch dort eintritt, wo ihm ſeine ſtimmlichen Kräfte gewiſſe Rückſichten auferlegen. Wenn Herr Erl ſich krank meldet, wird man thatſächlich davon überzeugt ſein dürfen, daß ſein Auftreten unmöglich iſt. Eine andere Frage Er entfernte ſich mit dem Bemerken, daß er gegen Abend wieder kommen würde. Mittlerweile ſchritt Hans Holler wacker gegen Fünfhaus zu, um ſich einen Anzug zu kaufen. Neue Kräfte ſchienen ihn zu beleben. Nur ſchwach regte ſich noch zeitweiſe das Gewiſſen. 15 war ein ſo angenehmes Gefühl, Geld in der Taſche zu aben. Bisher war er mit geſenktem Blick gegangen, in Gedanken verſunken. Nun fing er an, um ſich zu ſehen. Beim„Hotel Holzwarth“ fiel ſein Auge auf die großen Plakate. Was gab es da zu leſen, daß ſo viele Leute ſtanden? Er ſchritt hinüber, um ſeine Neugierde zu befriedigen. Es war der Aufruf. Wie vom Blitz getroffen, bemühte er ſich, den Sinn zu erfaſſen. Mit bebenden Lippen flüſterte er es vor ſich hin:„Vierhundert Gulden Belohnung.“ Er wankte weiter. Was hatte er gethan, warum wartete er nicht ein paar Tage. Dann tröſtete er ſich, gleich dem„feſchen Fritz“ dachte er, es könnte eine Falle nur ſein. Er irrte noch Zeit umher und nachdem er an den verſchiedenen Ecken den Aufruf geleſen, bis er ihn faſt auswendig konnte, trat er mißmuthig den Heimweg an. Es war ſechs Uhr vorbei, als der„feſche Fritz“ mit dem keck aufgedrehten Schnurrbärtchen den Steg, der von Penzing nach Hietzing führt, überſchritt. Vor ihm ging ein Mann mit einem Rock unter dem Arme, in dem er ſofort ſeinen Freund Holler erkannte. Es war ihm dieſe Begegnung auf offener Straße ganz angenehm, Daheim ſtörte ihn die Frau, eine Verhandlung ohne Zeugen war ihm erwünſcht. Längs der Wien, rechts vom Steg ging Niemand, es konnte keinen geeigneteren Platz für die projek⸗ tirte Unterredung geben. Holler,“ rief er laut. 5 Dieſer wandte ſich um, wer konnte ihn rufen, der Kreis ſeiner Bekannten war ein ſehr kleiner. Als er den„feſchen Fritz“ erkannte, erbleichte er. Mit pochendem Herzen blieb er ſtehen. „Ich habe etwas mit Dir zu beſprechen,“ rief er ihm zu. Ihn unter dem Arme nehmend, ſagte er, ihn ſcharf fixi⸗ iſt es jedoch, oß Herr Ert den„Raoul üßerbaupt ſingen ſoll, und da ſagen wir rundweg, daß eine derartige Aufgabe ſein Können überſteigt. Es iſt dies kein Tadel Herrn Erl, deſſen Kraft auf lyriſchem Gebiete liegt und der in dieſem Fache ſtets gut ausgefeilte Leiſtungen bietet; aber die Direktion ſollte einem Künſtler nicht alles zumnthen. Iſt nun einmal unſer Heldentenor andauernd ſo krank, daß er thatſächlich mit Ausnahme des„Triſtan“ keine Rolle ſeit Mongten bereits zu ſingen vermochte, ſo hatte die Direktion die Pflicht für einen Erſatz zu ſorgen und ſie durfte nicht den lyriſchen Tenor durch Ueberbürdung die Gefahr verſetzen, ebenfalls der Ueberanſtrengung zum Opfer zu fallen. Daß man hier von einer ſolchen ſprechen darf, lehrt ein Blick auf das Repertoir. Das künſtleriſch gerechtfertigte, vom praktiſchen Standpunkte— und unſer Thegter hat wohl einen ſolchen zu berückfichtigen— ver⸗ werfliche Wagnis einer„Triſtan“⸗Aufführung hat unſern Heldentenor für den Reſt des Theaterjahres lahmgelegt. Dieſer Befürchtung mußte jeder Sachverſtändige Ausdruck geben,— es kann eben Niemand Uebermenſchliches leiſten— und auch wir haben bei Zeiten vor einer völlig ungekürzten Aufführung des Wagner'ſchen Werkes gewarnt. Nun iſt Herr Götjes ſeit Monaten krank, das Repertoir liegt brach, wenn nicht Herr Ober länder aushülft, und mögen ſich mit der Hoffnung auf die Zukunft tröſten. An Stelle der„Hugenotten“ wurde„Madame Bonivard“ gegeben. Wir wollen nicht die Frage erörtern, ob es nicht möglich geweſen wäre, ein anderes Luſtſpiel aufzuführen, nachdem„Madame Bonivard“ erſt vor 5 Tagen ihre Viſiten⸗ karte an unſerem Hoftheater abgegeben hat. Das Haus war thatſächlich leer. Hätte man, wie wir es ſo oft vorgeſchlagen haben, das luſtige Stück im Winter aufgeführt, dann hätte es, wie an anderen Theatern, auch hier ein aen Sümmchen der Theaterkaſſe eingebracht. Im herrlichen Mo⸗ nat Mai bedarf es anderer Reizmittel, um am Sonntag ein Theater zu füllen. Ueber die Aufführung iſt nichts Neues zu ſagen. Der Tenoriſt van Dyck, welcher bei den Bayreuther Feſtſpielen in dieſem Jahre den Parſifal ſingen wird, ſoll, wie man uns mittheilt, in den erſten Tagen des kommenden Monates als Lohengrin ein Gaſtſpiel an unſerer Bühne abſolviren. Lauger's neueſte Oper„Murillo“ iſt nunmehr von den Bühnen in Frankfurt a. M. und Stuttgart zur Auffüh⸗ rung angenommen Das hübſche Tonwerk wird nunmehr 15 nen, wie wir nicht zweifeln, erfolgreichen Zug über den deutſche Bühne antreten. Ueber Fräulein Julia Berger, unſere ehemalige ſen⸗ timentale Liebhaberin, ſchreibt die„B. B..“: Es iſt nie⸗ mand unerſetzlich! Einen Beleg für die Richtigkeit dieſes Erfahrungsſatzes bot die Vorſtellung im Leſſingtheater am Freitag. Frl. Petri, die durch„Krankmeldung! am Auf⸗ treten verhindert war, wirkte nicht mit und dennoch war das Haus ſehr gut beſucht und das Publikum unterhielt ſich auf das Beſte, Frl. Julia Berger hatte die Rolle der„Jza“ übernommen, und falls ſie nicht undankbaren Sinnes iſt, wird ſie wohl thun, ihrer ohne Zuſtimmung des Arztes er⸗ krankten Collegin als Zeichen tiefer Erkenntlichkeit ein koſt⸗ bares Geſchenk zu überſenden. Ohne den glücklichen Zwi⸗ ſchenfall wäre Frl. Berger wohl kaum ſo bald dazu gekom⸗ men, von der Vielſeitigkeit ihrer Begabung eine üherraſchende Probe abzulegen. Sie gab die„Iza“ in vollſtändig ſelbſt⸗ ſtändiger Auffaſſung und vermied es mit erſtaunlichem Ge⸗ ſchick, zu einem Vergleich mit ihrer Vorgängerin herauszu⸗ fordern. Die Charakteriſtik war vortrefflich und ganz im Geiſte des Stückes. Die heiteren, muthwilligen Pointen der Rolle glückten der Künſtlerin beſonders gut, die empfindungs⸗ vollen Stellen dagegen hatten einen leichten Stich ins Con⸗ ventionelle. Allein im Ganzen war die Leiſtung vortrefflich. Es ſtellte ſich wieder einmal heraus, daß, wenn ein Stü gefällt, es ziemlich gleichgiltig iſt, wer darin beſchäftigt wird, falls die entſprechenden Darſteller und Darſtellerinnen nur hervorragende Begabung beſitzen und ihre Aufgabe mit Ge⸗ wiſſenhaftigkeit durchführen. Bayreuth, 11. Mai.(DLie Feſtſpielproben) werden bereits in der zweiten Hälfte des Monats Juni heginnen; die Leitung werden in dieſem Jahre Hofkapellmeiſter Levt aus München, Hans Richter aus Wien und Felix Mottl aus Karlsruhe übernehmen. Levi wird den„Parſifal“, Hans Richter„Die Meiſterſinger“ und Felix Mottl ſchließlich „Triſtan und Iſolde“ leiten. Die Mitwirkung Levi's, wel⸗ cher im vergangenen Jahre einer nervöſen Krankheit wegen den„Parſifal nicht leiten konnte 5iſt für die diesjährigen eſtſpiele vollkommen ſicher.„Parſifal“ wird an neun lbenden,„Triſtan und Iſolde“ an vier Abenden zur Auf⸗ führung gelangen. Die„Meiſterſinger“ werden fünf Mal gegeben werden, und zwar jeden Mittwoch(am 24. und 31. Juli, ſowie am 7. und 14. Auguſt); außerdem wird noch am Sonnabend, den 17,. Auguſt, alſo am Tage vor Schluß der Feſtſpiele, eine Vorſtellung dieſes Tondramas ſtattfinden, an den andereu Sonnabenden bleibt das Feſtſpielhaus ge⸗ ſchloſſen. Parſifal wird jeden Sonntag und Donnerſtag(21., 25. und 28. Juli, ſowie am.,.,., 11., 15. und 18. Au⸗ uſt),„Triſtan und Iſolde“ jeden Montag(22. und 29. Juli owie am 5. und 12. Auguſt) zur Aufführung gelangen. Den „Parſifal“ wird Herr van Dyck von der Wiener Hofoper, rend:„Ich komme, Dir ein Geſchäft anzutragen, Du biſt im Beſitze einer Photographie, die ich Dir gerne abkaufen möchte. Holler ſchwieg— ſein ſchwerer Athem kam pfeifend aus der hohlen Bruſt, „Ich denke, Du verſtehſt mich doch,“ ſagte bedeutungs⸗ voll der„feſche Fritz“, dem das Slillſchweigen nicht geſiel. „Jawohl verſtehe ich Dich,“ preßte er nun ängſtlich her⸗ aus.„Du haſt mich neulich bei der erſten ſchlechten Hand⸗ lung meines Lebens ertappt und ich ſoll Dein Schweigen mit der Photographie erkaufen, die in dieſem Augenblick den Beſitzenden einen Werth von zweihundert Gulden hat.“ Er mußte ausſetzen, der Huſten quälte ihn zu ſehr. „Leider kann ich Dir die Photographie nicht geben,“ fuhr er nach einer Weile fort,„aber die Hälfte von der Summe, die ſich in der Brieftaſche befand, will ich Dir ehr⸗ lich abtreten. Ich hatte damals nur ein paar Gulden finden wollen. Leider waren es fünfundneunzig Gulden.“ „Und warum kannſt Du mir die Photographie nicht geben?“ fragte er mit finſteren Blick.„Du ſchweigſt, haſt Du ſie vielleicht ſchon an den Mann gebracht?“ „Ich habe ſie verbrannt!“ erwiderte er dumpf. „Weshalb biſt Du ſo eilig geweſen?“ ſchrie er ihn an mit der Zornesröthe auf den Wangen. „Es ſchien mir gefährlich, ſie zu behalten, im Falle einer Hausunterſuchung.“ „Tölpel,“ brummte der„feſche Fritz“ zwiſchen den Zähnen. Sie gingen ſchweigſam neben einander. Der eine zitterte, was der Mann, in deſſen Gewalt er ſich wußte, beſchließen würde. Der andere betrauerte die Zertrümmerung ſeiner Luft⸗ 180 Er war der fünfhundert Gulden ſchon ſo ſicher geweſen. Fritz drängte vorwärts, der kranke Mann konnte ihm kaum nach. Im Laufe des ferneren Geſpräches erzählte er ihm, daß die Photographie eine wichtige Beſtimmung habe und ſchließ⸗ lich verſprach er, unter keiner Bedingung ihn zu verrathen. In der Nähe des Hauſes kam ihm der älteſte Knabe ent⸗ gegengelaufen. „Die Mutter iſt plötzlich erkraukt, erzählte er weinend 4. Sette⸗ Seneral⸗Anzeiger. I. Mdt. den„Triſtan Herr Vogl von der Müfnchener Boſoper, und den„Walther Stolzing“ Herr Gudehus von der Dresdener Hofoper ſingen; außerdem iſt für den„Parſifal“ noch Herr in Ausſicht genommen. München, 11. Mai(Neues Theater.) Vom Archi⸗ tekten E Seidl wurde Namens eines Fonſortiums abermals neue Pläne für ein Vergnügungs⸗Etabliſſement mit Theater Ecke der Briennerſtraße und Stiegelmayerplatz, bei dem Magiſtrat eingereicht, welche in der heutigen Sitzung zur Berathung vorlagen. Was die frühere Vorlage anlangte, ſo wurde die Genehmigung verſagt, weil die Baulichkeiten nicht bollkommen freiſtanden und die Trennung des Bübhnenraumes von dem Zwiſchenraum nicht gbſchließend durchgeführt war. Die Pläne ſind nun einer vollſtändigen Umarbeitung unter⸗ zogen worden. Der Magiſtrat genehmigte nun mit Abänder⸗ ung einiger unweſentlicher Punkte den Theaterbau in feuer⸗ polizeilicher Hinſicht. München, 11. Mai.(Shakeſpeare) Am Dienſtag, den 21. Mai, wird Shakeſpeare's„König Lear“ zum erſten Mal auf der neu eingerichteten Bühne in Szene gehen. Berlin, 10. Mai.(Herr Wachtel) vom„Berliner Theater“ hat vor Kurzem am Weimarer Hoftheater als Caxlos im„Clavigo“ und als 12 gaſtirt und einen vollen Leſun errungen.— Frt. Petri ſoll, mit der Direktion des Leſſing⸗Theaters in Differenz gerathen ſein, ſo daß, wenn keine Ausgleichung derſelben ſtattfindet, ihr Austritt aus dem Verband dieſer Bühne zu erwarten wäre. 5 Berlin, 12. Mai. MReue Stücke.) Von der General⸗ ntendantur der Kgl. Schauſpiele iſt ein einactiges Luſtſpiel von Ernſt Wichert„Der Mann der Freundin“ zur Auffüßh⸗ rung angenommen worden; desgl. das Schauſpiel„Der Volksfeind“ pon Henrik Ibſen in der autoriſirten Ueber⸗ ſahng, 99 55 1 Nas 85f 5 bet ſi en, 11. Mai. e ch nun auch das hieſige Burgthegter erybert welches unter Genehmigung der Hof⸗ theater⸗Zenſur des Dichters„Voltsfreund“ zur Aufführung bringen 99 0 rag, 11. Mgi. as Richard Wagner⸗The⸗ ater, welches im Jahre 1881 von Angelo Neumann ge⸗ gründet und im Monat März anläßlich der Nibelungen⸗Auf⸗ führungen in Peters zu neuem Leben erweckt worden iſt, ſoll auch in Zukunft beſtehen bleiben. Direktor Neumann hat die Abſicht, den Richard Wagner'ſchen„Nibelungenring“ an den hervorragendſten Theatern Englands, Velgiens, Schwedens, Dänemarks, ſowie in andern größeren Städten d f Obdeſſa, Warſchau, auf allen be⸗ deukenden Bühnen, welche die gewaltige Schöpfung nicht wiedergeben können, zur Aufführung zu bringen, und zwar mit einer eigens zu 3 eck das Richard Wagner⸗ verpflichteten Künſtlerſchaar. Im nächſten Jahre ſollen in den Kaiſerlichen T eatern zu Petersburg durch das Richard Wagner⸗Theater„Triſtan und Iſolde“ ſowie die Meiſterſinger aufgeführt werden; die diesbezüglichen Ver⸗ zwiſchen der Kaiſerlich ruſſiſchen Theaterleitung und Direktor Neumann ſind bereits eingeleitet worden. New⸗Dork, 8. Mai.(Gans von 5 ſollte am 4. Mai mit der„Fulda“ bon New⸗Dork nach Deutſchland urückehren; ſein amerikaniſcher Unkernehmer hat an 15 benden eine Einnahme von 100,000 Mark erzielt— ein Neſultat, welches die kühnſten Erwartungen übertroffen hat. Im nächſten Frühjahr wird von Bülow nach Beendigung eeeeee 5 zur Ab⸗ ie von oncerten(darunter 12 Orcheſter⸗ Conterte) wiederum nach Amerika 5 75 Theater⸗Repertoire. Frankfurtar Opernhaus. Dienſtag, 14. Mai: „Trompeter von, äkkingen.“ Mittwoch, 15.:„Großherzogin e 16. 85 1205 505 Martha: 5 b. Samſtag, 18.:„Othello.“ Sonntag, 19.: 2 ae Frankfurter auſpielhaus. Dienſtag, 14. Mai:„Nervbſe Frauen.“„Ein Pfycholog.“ Mitunch 15.: „Tartuffe.„Der Geizige“ Freitag, 17.:„Graf Waldemar.“ Samſtag, 18.:„Das Urbild des Tartüffe.“ Sonntag, 19.: „Neu 1 7 Sof nchener Hoftheater. Sonntag, 19. Mai.„Ben⸗ venuto Cellini.“— Montag, 18.„Die zärtlichen Verwand⸗ ten.“—. Dienſtag, 14.„Fauſt“ von Gounod.(Margarethe Daräulein Juchs vom Stadthegter in Elberfeld als Gaſt.)— Mittwoch, den 15.:„Biegen oder brechen.“— — Samſtag, 18.„Der Donnerſtag, 16.„Benbenuto Cellini.“ Holländer.“ Senta— Frl. Fuchs als Gaſt.)— e Kiew, ugteh 85 775 5 eſidenzthegter. Sonntgg, 12.„Feodora,“— Frei tgg, 17.„Die Erzählungen der Königin von Navarra.— Sonntag. 18.„Der Hüttenbefitzer.“ Aunſt und Miſſenſchaft. Stuttgart, 11. Mai. obfelſes Zwiſchen der Deutſchen Verlagsanſtalt(vormals Eduard Hallberger) und Geh. Hofrath Prof. Kürſchner in Stuttgart haben ſeit Beginn dieſes Jahres Unterhandlungen geſchwebt, die dahin zielten, den letzteren als literariſchen Direktor und zugleich als Vorſtandsmitglied für die Deutſche Verlagsan⸗ ſtalt zu gewinnen. Nachdem ſich am 4. April d. J. der Verwaltungsrat einſtimmig für das Engagement des Prof. Kürſchner entſchloſſen hat, iſt am 20. April d. J. zwiſchen dieſem und der Deutſchen Verlagsanſtalt ein bindender Ver⸗ 0 liegt mit geſchloſſenen Augen und gibt keine Ankwork 15 zurück, ich 7205 5 fn + Sich zum wendend, ſagte er:„Tritt ein und ſuche, mich hat die Strafe des Herrn ſchon erreicht“ 55 Ja, auf dem Strohſack, in welchem das geſtohlene Geld verborgen lag, wandte ſich die arme Frau in Schmerz und Fieber. Sie wurde nicht gewahr, daß ein fremder Mann 12755 155 1 Aſche 1 oller mit dem Arzt kam, war der„ itz“ verſchwunden. Es war halb neun Uhr Abends, als Mathias, der bereits längere Zeit ungeduldig in der Nähe der Stadiongaſſe um⸗ hertrigpelte, plötzlich den„feſchen Fritz erblickte, der eben dem Rauchcoupe eines Hietzinger Omnibus entſtieg. „Nun?“ rief er ihn an. Mit freudeſtrahlendem Geſichte erwiederte er:„Gelungen, aber leider beſchädigt. Sodanu überreichte er ihm die Photographie, wovon der nur gelitten hatte. Das Geſicht war unbe⸗ tat. Der alte Mann, außer ſich vor Freude, ſchritt nun zur Ordnung der Geldfrage. 8 8 5 „Hier,“ ſagte er,„find Ihre fünfhundert Gulden und jetzt muß ich Sie erſuchen, mir die Adreſſe des urſprünglichen Beſitzers der Photographie zu geben. Ich verbürge, daß ich einzig und allein den Zweck verfolge, ihm die in dem Aufruf verſprochene Belohnung perſönlich zu überreichen.“ Einen Augenblick zögerte der„feſche Fritz“, dann erwi⸗ derte er:„Ihr Wort genügt mir, denn es iſt ein Armer, vom Unglück Verfolgter, den ſeine bittere Nothlage zum Ver⸗ brecher machte, welchen ich Ihnen liefere.“ „Beruhigen Sie ſich, es geſchieht ihm nichts.“ Mit dieſem Verſprechen nahm er die Adreſſen eutgegen, dann eilte er leuchtenden Auges nach Hauſe. Und wie war die Photographie den Flammen entgangen? Der Kleine hatte ſie mit der Brieftaſche herausgenommen trag zu Stande gekommen. Prof. Kürſchner wird, abgeſehen von ſeinen ſonſtigen ihm als Vorſtandsmitglied obliegenden Verpflichtungen, in erſter Linie der literariſchen und Künſtler⸗ welt gegenüber die Deutſche Verlagsanſtalt vertreten und Mb ls Herausgeber der Zeitſchriften Ueber Land und eer“(Folio- und Quart⸗Ausgabe),„Deutſche Roman⸗ Bibliothek“,„Illuſtrirte Wellt“,„Illuſtrirte Romane aller Nationen“ zeichnen. Prof. Kürſchner wird übrigens ſeine im Erſcheinen begriffenen Werke ganz in der bisherigen Weiſe fortſetzen und nur von der Redaktion von„Vom Fels zum Meer zurücktreten, die er ſeit dem Beſtehen dieſes Blattes leitete, und den Literatur⸗Kalender vom nächſten Jahrgang ab im Selbſtverlag erſcheinen laſſen. Neueſtes und Telegramme. Mannheim, 18. Mai. Der Vorſtand des hieſigen Frauenvereins ſendete an die Großherzogin von Ba⸗ den die innigſten Glückwünſche zur Geburt Ihres jüngſten Enkels und erhielt folgende Antwort:„Der Frauen⸗ verein Mannheim hat in treu bewährter Ge⸗ ſinnung die Freundlichkeit gehabt, mir zur Geburt meines jüngſten Enkelſohnes ſeine Glückwünſche darzu⸗ bringen. Bei den nahen und herzlichen Beziehungen, in welchen ich ſtets zu dem Vereine und ſeiner opferwil⸗ ligen Thätigkeit geſtanden, haben die warm empfundenen Worte und Wünſche deſſelben zu dieſem glücklichen Ereig⸗ niſſe mir eine wahre Freude bereitet. Empfangen Sie meinen aufrichtigen Dank und ſeien Sie verſichert, daß ich dauernd der treuen Theilnahme gedenke, welche der Verein von jeher in ſchweren Zeiten, wie bei freudigen Erlebniſſen mir bewieſen hat, und die hierdurch bethätigte enge Zuſammengehörigkeit als ein Pfand kräftiger, weiterſtrebender Thätigkeit und ge⸗ meinſamer Arbeit betrachte. Meine Tochter fügt den Ausdruck ihres herzlichſten Dankes und die beſten Wünſche für das Gedeihen des Vereins bei. Ich ſelbſt hoffe den Mitgliedern bei meinem baldigen Beſuche in Mannheim wiederholt meinen Dank ausſprechen zu können. Luiſe.“ Stockholm, den 7. Mai 1889. VBerlin, 12. Mai. Die Kaiſerin iſt heute früh 6½½ Uhr von Kiel hier eingetroffen. »Berlin, 18. Mai. Der Reichskanzler empfing geſtern Nachmittag den Abgeordneten v. Ben nigſen und konferirte mit ihm über eine Stunde. Der Mi⸗ niſter des Innern, Herrfurth, iſt geſtern früh aus dem weſtfaͤliſchen Ausſtandsgebiet zurückgekehrt. Am Nach⸗ mittage konferirte er längere Zeit mit dem Reichskanzler. * Paris, 12. Mai. Das„Journal offiziel“ ver⸗ öffentlicht einen Erlaß, durch welchen die Einfuhr und der Tranſtt von lebendem Vieh, insbeſondere von Rindern, Schafen und Schweinen bei einer Anzahl Zollämtern in Delle, in den Departements Doubs, Jura und ver⸗ ſchiedenen anderen unterſagt wird.— Der Strike der Weber in Thizy an der Rhone iſt durch gegenſeitige Konzeſſionen der Arbeiter und der Arbeitgeber beendigt. Rom, 12. Mai. Einer der beiden Vulkane auf der Inſel Lipari iſt ausgebrochen; auch der Vulkan auf der Inſel Stromboli droht auszubrechen. Petersburg, 12. Mat. Ein von der„Allgemeinen Reichs⸗Korreſpondenz“ in Berlin verbreitetes Petersburger Telegramm, nach welchen der Reichsrath dem früheren Verkehrsminiſter Poßjet wegen Läſſigkeit bei der Ge⸗ ſchäftsführung einen ſcharfen Verweis ertheilt habe, ent⸗ behrt der Begründung. Es iſt in dieſer Angelegenheit noch gar kein Beſchluß gefaßt und falls es zu einem ſolchen Beſchluß kommt, ſo unterliegt derſelbe zuvor noch der Sanktion des Kaiſers, ehe er überhaupt zur Ausführung gelangen kann. Maunheimer Handelsblakt. Niederlagen unverzollter Gegenſtände in Deutſchland. Im Märzheft der Statiſtik des deutſchen Reichs finden wir eine Tabelle über den Stand der Niederlage für unverzollte Gegenſtände. Darnach hat das Großherzogthum Baden 159 derartige wobei aber natürlich nur die Nieder⸗ lagen für unverzollte, nicht auch jene für unverſteuerte Gegen⸗ ſtände in Betracht kommen. Von dieſen 159 Niederlagen kommen auf Mannheim allein 109, nämlich 3 öffentliche Niederlagen(für Baden 9) 15 Tranſitlager unter amtlichen Mitverſchluß(82), 73 ohne amtlichem Mitverſchluß(79), lager(J, 1 Gewäßrung forklaufender Konten( 1 Weinlager mit eiſernem Credit(), 2 Mühlenlager(). Dazu kommen für ganz Baden noch 4 beſchränkte öffentliche Niederlagen. Im Vergleiche mit den übrigen deutſchen Stagten wird Baden in der Zahl der Niederlagen für unverzollte Gegen⸗ ſtände nur überboten von Bayern(161), Sachſen(289), Lübeck I Bremen(316), Hamburg(391) unv Preußen(1870). m Verhältniß zu den Niederlagen in ganz Deutſchland zu⸗ ſammen beträgt die Zahl derſelben in Baden ca. 8 pCt. Deutſchland in Japan. Der öſterr.⸗ ungar Konſul in Aen ſchreibt darüber in ſeinem Jahresbericht für 1887; Deutſchland hat im Betriebsjahre abermals einen Rivalen im hierländiſchen Importhandel überflügelt und rangirt nun vor den Vereinigten Staaten und Frankreich. Die wichtigſten Einfuhrartikel aus Deutſchland ſind: Kanonen und andere Waffen, Inſtrumente und Maſchinen, Papier: Mehreinfuhr für 65,000 Pen. Droguen, Schießpulver: Mehreinfuhr für 102,000 Pen. Leder: Mehreinfuhr für 24,000 Den. Eiſen aller Art, darunter namentlich Eiſenbahnſchienen: Mehrein⸗ fuhr für 146,000 Yen. Drahtſtifte: Mehreinfuhr für 43,000 15 Verſchiedene Eiſengeräthe: Mehreinfuhr für 58000 en. Gemuſterte Kattune: Mehreinfuhr für 29,000 Oen gegen 1400 Hen Import im Jahre 1886. Wollgarne: Mehr⸗ einfuhr für 87,000 Pen. Flanelle: Mindereinfuhe für 14,000 en. 8 Mindereinfuhr für 38,000 Den. Tuche ehreinfuhr für 301,000 Pen. Seide und Atlas; Mehrein⸗ fuhr für 8000 Den. Bier: Mehreinfuhr für 139,000 Hen. Portland⸗Cement: Mehreinfuhr für 8000 Men. Bier: Mehr⸗ einfuhr 155,000 Den. In Bezug auf Bier, deſſen Conſum in Japan einen ſo nennenswerthen Erfolg für die deutſche Brauerei aufweiſt, iſt von beſonderer Wichtigkeit, daß ſchon in nächſter Zukunft ein bedeutender Rückgang in der Einfuhr von Bier nach Japan zu gewärtigen iſt, nachdem gerade deutſcher Unternehmungsgeiſt in Pokohama eine in größerem Maßſtab angelegte Bierbrauerei geſchaffen hat, welche auf das volltommenſte eingerichtet und, unter der Leitung eines tüchtigen und ehrgeizigen deutſchen Braumeiſters ſtehend, allen Vorbedingungen entſpricht, um dem Bierimport nach Japan einen empfindlichen zu thun. Dieſes Etabliſſement rechnet nicht nur mit dem Konſum in Japan, ſondern ſpe⸗ kulirt auch auf den Export nach den Nachbarländern und da die Preiſe um mindeſtens 25 pCt. billiger ſein werden als die des importirten Biers, ſo liegt die age des Erſatzes lediglich in der Qualität des Gebräues. Malz und Hopfen wird aus Deutſchland, letzterer theilweiſe aus Saaz bezogen und iſt es deßhalb mehr als Na daß das Ane en proſperiren dürfte, denn die Nachtheile des importirten Biers(zu ſtarker Alkoholgehalt und Zu von Salicylſäure) ſind abſolut ausgeſchloſſen.— Aüch in Tokyo beſchäftigt man ſich mit dem Plan ein, eine große Brauerei zu erbauen; es iſt dies japaniſches Unternehmen, für welches bereits mehrere deutſche Brauer engagirt wurden. In dieſer Brauerei ſoll Bier nach dem Muſter des Flensburger Stock⸗ biers, welches ſich bisher der größten Beliebtheit unter den Japanern erfreute, erzeugt worden. Ueber die indiſche Müllerei ſchreibt der öſterreichiſch⸗ ungariſche Generalkonſul in Bombay: Vor Kurzem war es noch kaum zu ahnen, daß indiſche Dampfmühlen ihre Pro⸗ dukte auch in Europa abſetzen werden; doch iſt der erſte Schritt dazu bereits geſchehen. Die indiſche Dampfmühlen⸗ induſtrie wird ſich trotz momentaner Kriſen und Schwierig⸗ keiten vorausſichtlich ebenſo raſch entwickeln, wie die Baum⸗ wollinduſtrie. Unternehmungsgeiſt und Capital ſind in Indien reichlich vorhanden; wer weiß, wie bald man in Wien und Budapeſt Brod aus indiſchem Mehl backen wird. Mannheimer Hafen⸗Verkehr. Folgende Schiffe ſind am 11.—12. Mai angekommen: Hafenmeiſterei J.(Rheinvorland) Schiffer ev. Kapitän. Schiff. Kommt von Ladung Etr. Mer Arndt Rotterdam Stückgüterſr A. Bieſemann Niederländer 0 Koch Eliſabeth—5— Kempters Agrippina 5 1 8 A. Böcking Lothringen 15 9848 Hafenmeiſterei II. Angekommen am 11. Mai. H. Ducoffre Concordia Amſterdam Stückgüter 2968 D. Joſten Rheinluſt Ruhrort Kohlen 7542 W. Maternus Mannheim!6 Rotterdam Stückgüter 13816 P. Michel Mannheim 15 5 8 1374⁸ A. Weinheimer Mannheim 25 5 14256 J. Meuvſen Loreley Ruhrort Kohlen! 19864 Hafenmeiſterei IV. G. Stoffels Pes⸗ FIrdr. Karl Duisbur Kohlen 9016 Johann Asbeck Helene Hochfel 85 15600 a 3 Duisburg 85 16000 Welker ottvertrauen 45¹9 Waſſerſtands⸗Nachrichten. Rhein Mainz, 11. Mai.11 m.=.8. Bingen, 11. Mai. 2,69 m. + 90.09. Kaub, 11. Mai..92 m. +.18. Koblenz, 11. Maf..05 m. +.f11. Köln, 11. Mai. 3 34 m. +.12 Ruhrort,.65 m +.04. eckar. Mannbeim, 18. Mat..07 m.00.[Mannhelm, 18. Mai,.07 m. +.00. 26749 Kouſtanz, 11. Mai.76 m. +.02. Süuingen, 12. Maf..23 m. +.08. Kehl, 11. Mai. 3 20 m +.28. Sauterburg, 12. Mai. 4 70 m..00. Maxan, 11. Mai. 481 m— o 0O 11 Theilungslager unter amtlichen Mitverſchluß(20), 3 Kredit⸗ 8. Kapitel: Der Brief des Herrn Kretſchmann. Nur allmählich gewinnt Karl Norbert ſeine Faſſung wieder. Seine ängſtliche Stimmung wird erhöht durch den Umſtand, daß es ihm unmöglich iſt, von dem Ausgang ſeiner fluchwürdigen That Kenntniß zu erlangen. Wird ſie ſterben oder gerettet werden? Aber ſelbſt in dieſem Falle hat er nichts zu befürchten, ſie wird nie gegen ihn auftreten. Dennoch iſt das Bewußt⸗ ſein ihrer Exiſtenz ein brennender Stachel in ſeiner Erinne⸗ rung. Die plötzliche Ankunft der Gräfin mit ihrer Tochter am folgenden Tage iſt nicht geeignet, ihn zu beruhigen. Sie wollte noch eine Woche verbleiben. Weshalb dieſe plötzliche Sinnesänderung? Er forſcht ſeine Frau aus, aber ſie vermag ihn keine andere Aufklärung zu geben, als daß ihre Mutter wähnte, ſie die Seeluft nicht länger, ſie fühle ſich ange⸗ griffen. Im Laufe des Geſpräches erfährt er, daß ſie von dem Unglück wußte, aber ſie ſprach ſo wenig darüber, daß auch hier kein Anhaltspunkt ſich ergibt, daß der Name der Ver⸗ unglückten ihr zu Ohren gekommen wäre. Aber weiß er denn, welchen Namen ſie trägt? Er bedauert nun, nicht gefragt zu haben. Melanie hat ihren Aufenthalt im eigenen Palais genom⸗ men, aber ſie bringt den größten Theil des Tages bei der Mutter zu. Sie kann ſich nicht verhehlen, daß ſeit dem Tage ihrer Abreiſe von Helgoland eine äußerſt ungünſtige Aenderung eingetreten iſt. Melanie, ernſtlich beſorgt um die geliebte Mutter, ver⸗ traute dem Gatten ihre Befürchtungen an. Karl Norbert kann ſich dieſe plötzliche Verſchlimmerung ebenſo wenig erklären, wie die anderen, aber er ſieht mit Be⸗ friedigung dem Ende dieſer verhaßten Schwiegermutter ent⸗ gegen. Sein Herz jubelt, während er Theilnahme heuchelt; und ſie war unbemerkt in den Aſchenbehälter gefallen, wo⸗ ſelbſt ſis Fritz jand. F. Kör ner Schirmfahrik E 1, 4 Breiteſtraße. Sein Freund Kretſchmann fängt an, unruhig zu werden, er beſucht ihn öfter und klagt über die Zeiten, Niemand will zahlen. Er berührt leichthin die Möglichkeit, daß er einen Theil ſeiner Forderung in Bälde benöthigen wird. Die Geſammtſumme beträgt Achthunderttauſend Gulden. Er zerknittert den Brief in ſeiner Taſche und begibt ſich in ſein Arbeitszimmer. „Das kann nicht richtig ſein,“ denkt er. Ungeduldig reißt er das Fach auf, in welchem er ſeine Aufzeichnungen bewahrt über Einnahmen und Ausgaben. Aber, wie bei allen Verſchwendern, ſind ſeine Bücher lückenhaft und daher unverläßlich. 5 Uebrigens, wozu ſoll er ſich quälen, ſind ja doch die Wechſel der ſicherſte Ausweis. In dieſem Augenblick tritt Melanie eiu. Sie iſt im Begriffe, zu ihrer Mutter zu gehen. Er ſchiebt das Fach haſtig zu, aber der Brief Kretſch⸗ mann's, der eine ſehr deutliche große Schrift hat, liegt auf dem Tiſch. Er bemerkt es nicht. Durch einen Zufall fällt ihr Auge auf die runde Summe von Achthunderttauſend. Aufmerkſam gemacht durch den Ausdruck des Erſtaunens in ihren Zügen, folgt er ihrem Blicke. Er beißt ſich in die Lippen und legt ſeine breite Hand auf den Brief. Lächelnd ſagt er zu ihr mit verwegener Kühn⸗ heit:„Denke Dir, der arme Kretſchmann iſt um Zweihundert⸗ tauſend Gulden betrogen worden und er bittet mich, ihm mo⸗ mentan Zweihunderttauſend Gulden zu borgen. Aber es wird wohl nicht möglich ſein,“ ſagte er, ſeinen Arm um ſie ſchlingend. Der raſche Farbenwechſel ihres Geſichtes ließ ahnen, daß ſie mehr geleſen, als er glaubte. „Du weißt, lieber Karl, ich verfüge über ſo große Sum⸗ men nicht mehr.“ Gortſetzung folgt.) —— ſoll doch ihr Tod ihm die Pforten zu den wohlgehüteten Millionen öffnen— und die Zeit drängt. Die H der Bau⸗ und Straßenpo⸗ lizei betr. (128) Nr. 48826. Mehrfache, in ber 1 ſn Zeit vorgekommenen Ung 40 älle geben zur Annahme Veranlaſſung, daß von Seiten der Hauseigenthümer die über die Anlage und Verwahrung der Rinnen und Abwaſſerkändel be⸗ ſtehenden Beſtimmungen nicht ge⸗ hörig beachtet werden. Dieſelben lauten: 1. Sind keine vorhanden, ſo iſ das Abwaſſer aus den Höfen, da wo die Geh⸗ raße noch nicht mit Bandſteinen eſetzt iſt, in flach ausgehauenen oder gepflaſterten Rinnen in den Straßenkandel zu leiten. Iſt die Gehſtraße mit Band⸗ einen eſel„ſo find in der bene derſelben Kändel anzu⸗ legen, welche mit eiſernen gut eingepaßten(nicht durchbro⸗ chenen) werden müſſen.(5 18 der ſtädt..⸗O. vom 6. Mai 1879. 2. Die von den Häuſern in die Straßenkandel ſein, daß Rinnen müſſen ſo ließ ein, daß ſie die darin abfließende Waſſermaſſe vollſtändig zu 9 6 vermögen und Rinnen, welche zum Abfluſſe ößerer Waſſermaſſen dienen, 15 mit gehbrigen, gefügten und efeſtigten Deckeln zu verſehen. 22 der ſtraßenpol. Vorſchriften ir die Stadt annhen vom September 1 Rinnen bezw. Kandelanlagen, welche dieſen Anforderungen nicht entſprechen, ſind alsbald bei Ver⸗ meiden ſtrafenden Einſchreitens in geordneten Zuſtand zu verſetzen. Mannheim, den 6. Mai 1889. Srofff ezirksamt. aum. Hekanntmachnng. Die Handhabung der Bau⸗ polizei hier, die Siche⸗ rung der öffentlichen La⸗ ternen bei Bauausführ⸗ ungen betr. (129) Nr. 47808. Zufolge mehr⸗ facher Zuwiderhandlungen ſehen wir uns veranlaßt, den Bau⸗ unternehmern, Bauhandwerkern, Anſtreichern, Häuſerabwaſchern —85 Stadt den§ 6s der ſtädt. au⸗Ordg. in Erinnerung zu bringen, wonach bei N 52117 rungen, Aufſtellung von Gerüſten, Bauzäunen und dergl. darauf zu achten iſt, daß die öffentlichen Laternen, während Au Koerzel der betreffenden Arbeit jederzeit nutzbar bleiben, bezw. gegen Be⸗ digung verwahrt werden. Es ürfen daher, insbeſondere die an den 4 f010 Later⸗ nen bei ſolchen Anläſſen für die el nicht mehr entfernt werden, es ſei denn, daß die Verwaltung des ſtädtiſchen Gas⸗ und Waſſer⸗ werks ihre Genehmigung ießde ertheilt hat, ſind vielmehr die Baugerüſte, Bauzäune u. ſ. w. derart anzubringen, daß die La⸗ ternen jederzeit unbehindert bedient werden können. benſo haben die genannten Gewerbetreibenden 215 Sorge zu tragen, daß 5 ührdete Laternen während Aus⸗ ührüng der Arbeit durch Bedeck⸗ ung mit Körben gegen Beſchädi⸗ gungen geſchützt werden. Mannheim, 6. Mat 1889. Gr. Bezirksamt Nußbaum. Aufgebot. Der Rechtganwalt Kroll hier⸗ ſelbſt namens des Barbiers Hein⸗ rich Böllert in Ruhrort hat das Aufgebot der über folgende Bd. II. Art. 6 des Grund uchs von Ruhrort, e III Nr. 3 k. 4000, auf Nr. 1 Viertauſend Mark Kaufgeldreſt nebſt 5% inſen ſeit dem 1. Mai 1877, jährlich am 1. Mai und mit 1500 Mk. in ſue ichen Raten von 300 Mk., anfangend mit dem 1. Mai 1878, der Reſt von 2500 Mk. dagegen falen halbjährige Kündigung ällig, bei Zins⸗ oder Ratenzah⸗ nuch denn e von 6 Wochen nach dem Verfalltage ohne alle Kündigung rückzahlbar, für den Uhrmacher Wilhelm Heckner in Mannheim auf Grund des Kauf⸗ vertrages vom 6. November 1876 eingetragen am 16. Juni 1877, gebildeten Hypothekenürkunde be⸗ antragt. Der Inhaber der Ur⸗ kunde wird aufgefordert, ſpäte⸗ ſtens in dem auf den 18. September 1889, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, immer Nr. 8 anberaumten Auf⸗ gebotstermine ſeine Rechte anzu⸗ melden und die Urkunde vorzu⸗ widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunde erfolgen wird. 52266 Ruhrort, den 9. Mai 1889. Königliches Amtsgericht. 52³23 Bekanntmachung. 6 Das, in circa 1380 Strohſäcken efindliche Lagerſtroh ſoll am Montag, den 20. Mai d.., Vormittags 11 Uhr 85 Büreau der unterzeichneten erwaltung, 4A I, 4, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die dem Verkaufe zu Grunde zu legenden Bedingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gegeben. 52197 Harniſon⸗Verwaltung Maunheim, General⸗Anzeiger. —— Handelsregiſtereinträge. Zum Handelsregiſter wurde ein⸗ getragen: 52273 u.⸗Z. 808 Firm.⸗Reg. Bd. II und.⸗Z. 622 Firm.⸗Reg. Bd. III. Firma:„B. Herrmann's Bazar“ in Mannheim. Die Firmg iſt umgeändert in„Benedict Herr⸗ mann“ in Mannheim. —5 15.⸗Z. 628 Firm.⸗Reg. Bd. III. Firma:„Carl Burger in Mannheim. Inhaber iſt Cc Burger, Kaufmann in Mannheim. 8. Zu.⸗Z. 101 F. Ni Bd. II. Firma:„Jo 105 Mannheim. Der am 20. März 1889 zwiſchen Johann Pilz, Kauf⸗ mann in Mannheim und Katha⸗ rina Keller daſelbft Ehevertrag beſtimmt in Art. 1, daß die Gütergemeinſchaft auf den von jedem Theil einzuwer⸗ enden Betrag von 25 M. und die rrun 1 92 beſchränkt werde. 4. 115. 624 Firm.⸗Reg. Bd. III. Firma:„Jwei Trefz“ in Stuttgart mit laſſung in Mannheim. iſt Jacob David Trefz in Stutt⸗ gart. Carl Trefz in Mannheim und Ernſt Trefz in Stuttgart ſind als ocnen beſtellt. 5. Zu.⸗Z. 534 Bd. UI. Firma:„Nicolaus Kolb“ in Mannheim. Die Firma iſt erloſchen. 6. Zu.⸗Z. 184 Firm.⸗Reg. Bd. I. Firma: Wiem Reis“ in Mannheim. Die Firma iſt er⸗ lo 18.2 Geſ.=N Zu.⸗3Z. 366 Geſ.⸗Reg. Bd. II. Firma„David& Car Sitmon“ in Mannheim. Der Geſellſchafter Carl Stmon hat ſeinen Wohnſttz von Mainz nach Mannheim verlegt. 8. Zu.⸗Z. 186 Bd. VI. Firma:„Gebrüder Weigel“ in Mannheim. Der am 21. Mär d. Is. zwiſchen dem Geſellſchafter Joſef Hepp, Kaufmann dahier und Maria Amalia Schleyer von Eppelheim errichtete Ghevertrag beſtimmt in Art. 1, daß die Güter⸗ WPhale n auf den von jedem heil einzuwerfenddn Betrag von 50 M. und die Errungenſchaft beſchränkt werde. 9. 55.⸗Z. 187 Geſ.⸗Reg. Bd. arl weignieder⸗ Inhaber VI. Firma: Ladenburg. er am 18. März 1889 zwiſchen dem Geſellſchafter Georg Eberhard Heiß und Anna Maria Barbara Siegel von Schwetzingen errichtete Ehever⸗ trag beſtimmt in Art. 1, daß die Gütergemeinſchaft 151 den von jedem Theil einzuwerfenden Be⸗ trag von 30 M. beſchränkt werde. 10. Zu.⸗Z. 528 Firm.⸗Reg. Bd. II. Firnie:„A. Merkel“ in oe Die Firma iſt er⸗ oſchen. annheim, den 10. Mai 1889. Großh. Amtsgericht III. Düringer. Ankündigung. Auf Antrag der Landwirth Wilhelm Frey Ehefrau Erben von ſchaftstheile werden der Ge⸗ meinſchaftst eilung wegen die den Erben in unabgetheilter Gemein⸗ ſchaft chnten e nachbeſchriebenen Aegenſchaften am amſtag, 18. Mai d.., Vormittags 9 Uhr im Rathhauſe zu Feudenheim durch den unterzeichneten Notar öffentlich verſteigert, wobei der endgiltige Zuſchlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. 5 eee der zu verſteigern⸗ den Liegenſchaften: A. Auf der Gemarkung Lagerbuch Nr. 249. 388ſ½ Ruthen altes oder 1 Viertel 89 Ruthen neu badiſch Maaß Acker im Mühlfeld auf der Mühl oder Neckarauer⸗ weg, t B. Au 1 der Gemarkung eddesheim. 1* Lagerbuch Nr. 368. 2 Viertel 62 Ruthen 5 uß neu bad. Maaß cker im Straßenheimer⸗ 185 ober den Waſſer⸗ öchern, taxg 800 M. Summa: 1,200 M. (Eintauſend zweihundert Mark). Mannheim, 1. Mai 1889. Gr. Notar Weihrauch. Verſteigerung von Oelgemälden. Aus der Verlaſſenſchaft des Hrn. S. Sondheim werden in K 3, 16 Mittwoch, den 15. d.., Vormittags 10 Uhr öffentlich gegen Baarzahlung ver⸗ ſteigert: 5 Oelgemälde von Max Sond⸗ heim und Marquardt, 2 Portraits von Cheniſſon, ausgeſtellt geweſen Mai 1888 Kunſtverein Mannheim, 1 Standuhr, 1 gold. Taſchenuhr, 1 Ring mit Brillant, 2 ſilberne Leuchter, Löffel, 1 Opernglas, ſodann Herrenkleider, Hemden, Stiefel, Koffer, 1 Schränkchen u. Verſchiedenes. 52265 C. J. Schwenzke, Waiſenrichter. Danksagung. Aus Anlaß des Dahinſcheidens des Herrn Seligmann Mammels⸗ dorff hier erhielten wir von deſſen Herren Söhnen zur Vertheilung an hieſige Arme chriſtlicher Con⸗ feſſion das Geſchenk von 100 Mk., wofür wir hiermit unſeren herz⸗ lichſten Dank ausſprechen. Mannheim, 10 Mai 1889. Armenkommiſſion: 52246 Klotz. Katzenmgier. Heiß& Boch“ in Badische Anilin-& Soda-Fabrik Ludwigshafen am Rhein. Aetiva. Bilanz per 31. Dezember 1888. Passivn. 4 3 4 4 Liegenschafts-, Bau- und Apparate- Actien-Capital-Conto: Conto: ausgegebene Actien 5 16,500,000— Liegenschaften, Gebäude, Appa- Reserve-Conto: rate und Utensilien von Stutt- Zzurückgestellte ordentliche Re- gart und Ludwigshafen serve. 1,650,000— M. 25,869,387.67 Ausserordentlicher Reserve-Conto 2,297,006 26 Hievon ab Dividenden-Conto: Abschreibung pr. unerhobene Dividenden-OCoupons 1,032— 1873 bis 1887 M. 17,699,784.358,169,603 32 Arbeiter-Unterstützungsfonds- 30088078 N Jonto. 8 eee und Fabrikations- 11 binmt Stedlttoresn.970,49644 Verlegungs-Conto 5 325,272 80 n und Verlust.Conto: 899.485 48 Wechsel-Conto 8.„1,105,995 30 Erträgniss pro 1888 7„end Gassa 0n0 5 2 150,188 35 Vortrag Von 1887 0 0 0 952,613 16 Fuhrwesen-Conto 15,255 21 Betheiligungs-Conto Duisburger Kupferhütte 302,000— [Gesammt-Debitoren einschliesslich der Anlagen unserer Zweig⸗- Anstalten 3„ 8een M. 30,494537 09 I. 30,494,587 09 — Die vollkommene Uebereinstimmung der vorstehenden Bilanz mit den von uns eingesehenen Büchern der Badischen Anilin-& Soda-Fabrik in Ludwigshafen am Rhein beurkunden wir hiermit. Am 15. April 1889. Die aufgestellten Revisoren: R. Keller, Gerichtsnotar a. D. hr. Wagner. Soll. Gewinn- und Verlust-Conto. Haben. ———— I———— ů ů ů— x 23 4 5 Verluste auf Ausstände 20,009 55 Gewinn-Vortrag von 1887 952,61816 General-Unkosten-Conto: Waaren-Conto- einschliesslich Steuern und Asse- ZBilanz-Ergebniss von Ludwigs- kuranz 5.1,047.548 06 hafen-Stuttgart und Filialen 5,684,786 49 Gewinn- und Verlust-Conto: Interessen-Conto: Netto-Erträgniss pro 1888.4,822,455 48 Mehrbetrag der Activ-Zinsen. 205,26 60 Gewinn-Vortrag von 1887 952,61316 M. 6,842,626 25 M. 6,842,626 25 Bei der heute abgehaltenen Generalversammlung der Aktionäre der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik wurde die Dividende pro 1888, Coupon XVI auf 100 Mark pro Aktie festgesetzt. Die Einlösung erfolgt sofort in Stuttgart: bei der Württ. Vereinsbank und deren Zweiganstalten, in Mannheim: bei der Rheinischen Creditbank und deren Zweiganstalten, bei W. H. Ladenburg& Söhne, in Frankfurt a/H.: bei E. Ladenburg, bei der Deutschen Vereinsbank, in Moskau: bei J. W. Junker& Cie. Die nach der Reihenfolge der Amtsdauer ausgeschiedenen Mitglieder des Aufsichtsraths Herr Consul Carl Reiss Herr Kommerzienrath H. Rothschilé Herr Dr. K. Steiner wurden wieder- und Herr Geh. Kommerzienrath G. Siegle neugewählt. Ludwigshafen am ſthein, den 11. Mai 1889. Badische Anilin- und Soda-Fabrik. Großh. Bad. Staakseiſenbahnen. Die nachſtehenden Bauarbeiten zur Herſtellung eines Gebäu⸗ des mit Aufenthaltsräumen auf dem Terrain des Binnenhafens hier, ſollen im Submiſſionswege einzeln oder im Ganzen ver⸗ geben werden: 1. Erd⸗, Maurer⸗ und Steinhauerarbeiten 5 1610 Mk. 2. Verputzarbeiten 8 8 8. 3. Zimmerarbeiten.„„1340„ 4. Schreinerarbeiten..„ 0 5. Gluſerarbeiten.. 5 5 1 204„ 6. Schloſſerarbeiten..„ 1 7. Blechnerarbeiten 5„ N.„1 8. Anſtreicherarbeiten 2 8 8 5 Koſtenvoranſchläge, in welche von den Submittenten die Einzelpreiſe einzutragen ſind, werden auf der Kanzlei des Unter⸗ zeichneten, woſelbſt auch die Pläne und Bedingungen zur Einſicht aufliegen, auf Verlangen abgegeben. Die Angebote ſind längſtens bis Donnerſtag, den 23. Mai d.., Vormittags 10 Uhr zu welcher Zeit die Eröffnung der Submiſſionen ſtattfindet, an den Unterzeichneten einzureichen. Mannheim, den 9. Mai 1889. Bahnbauinſpektor. 52057 Grosse Gewinnchauce. Iu Mitgliederſtand 2000 Perſonen Die Ite Stuttgarter Serienloosgeſellſchaft iſt eine der ſolibeſten Geſellſchaften Deutſchlands und bietet ihren Mitgliedern die größtmöglichſte Gewinnchance. Für dieſelben werden nur ſolche Staatsanlehenslooſe beſchafft, welche in der Serie ſchon ge⸗ zogen ſind und daher bei der Prämienziehung unbedingt ge⸗ winnen müſſen. Jeden Monat eine Prämienziehung. Jahres⸗ beitrag M. 42.—, vierteljährl. M. 10.50, monatl. M..50. Nächſte Ziehungen am 1. Juni und 1. Juli, wobei zur Verlooſung kom⸗ men: 4% Badiſche 100 Thl.⸗Looſe, Haupttreffer M. 120000.—, kleinſter Treffer M. 300—, Kurheſſiſche 20 Thl.⸗Looſe, Haupt treffer M. 96000.—, kleinſter Treffer M. 255.— FFFFCCTCCCCCCC—— 51942 Statuten verſendet F. J. Stegmeher, Stuttgart, Eßlingerſtr. 34. Mitgliedern des Vorſtandes und Ausſchu haben wir zu dieſem Zwecke eine Gener Gemeinde⸗Canzlei E anbergumt. Wir erſuchen die Mitglieder, verſammlung gefl. zahlreich einfinden zu wo Zugleich theilen wir denſelben mit, d rechnung pro 1888 während 8 Tagen de Mannheim, den 5. Mai 1 Bekanntmachung: D en edmann⸗Verein betr. In Gemäßheit des§ 10 der Statuten iſt eine Wahl von je 8 es vorzunehmen, und verſammlung in der 5, 9 auf Sonntag, den 19. d.., Vormittags 9 Uhr 5 in dieſer General⸗ en. die geprüfte Bexreins⸗ 25 ihrer Einſicht in dem bezeichneten Jokale von 11—12 Uhr offen— 5 Der Vorſtand. am Binnenhafen, langes Becken, nächſt d Zollhalle. Mein in Mann Tomptoir befindet ſich von heute ab meinem Lagerhauſe 12155 heim, 10. Mai 1889. Eug. Lutz. Grosse Gewinne ohne Eisies. 1¹ mit 1 Nachn Fros. 2000 000, J000 000ö, 500,000. 250.000, 400 000, 50,000, 20,000 ete sind auf Prämien-Obligationen der stadt Barletta 2zu gewinnen. Jedes Loos muss mindestens mit Handert Fran gezogen werden. 5 1 Nüchste Ziehung am 20. Mai. Mit Reichsstempel versehene Loose, welche in ganz Deutschland erlaubt sind, auch immer ihren Werth behalten, versende ſch gegen vorherige Finsendung ode anme des Beträges von Mark 66,— per Stück. ſe Theilnahme zu erleichtern, verkaufe ich diese Looseß, auch gegen 10 Monatsraten unter Anzahlung von Mark.0 „tortigem Anrecht aufsümmtliehe Gewinne. Liste h jeder 2 * V Jährlich vier Ziehungen. 51941 iehung. Gen. Aufträge erbitte baldigst. lentin, Bankgeschäft, Frankfurt a. M 4 6. Seite. General⸗Anzeiger. Feuerwehr. Die enee der dritten Compagnie wird hiermit aufgefordert, ſich behufs Nal⸗ tung einer Probe Montag, den 13. Mai 1889, Abd. ½6 Uhr pünkt 1 und vollzählig am en. einzufi Der Hauptmann: W. Bouquet. Café Mechler. Von hente ab 52194 AnsStiehn von hochfeinem Speyerer Export⸗Bier aus der Storchenbrauerei Sick Krug zu 1O0 Pfennig. Restauration Löwenkeller B 6, 30. gegenüber dem Stadtpark. B 6, 30. Bei Eröffunng der Gartenwirthſchaft empfehle käglich von—4 Uhr—51035 kriseehen Gaafe. Gleichzeitig bringe meinen vorzüglichen Mittagstiſch im Abonnement und à la carte in empfehlende Erinnerung. Hochachtungsvoll I. Stammel. Wirthſchafts⸗Eröffunng und Empfehlung. 17 8 hlermit die ergebene Mittheilung, daß ich die Neckartßal in FJeudenheim käuflich übernommen habe. Durch vorzügliches Lagerbier aus der Brauerei Eichbaum Mannheim, reine Pfälzer Weine, kalte und warme Speiſen zu jeder werde ich bemüht ſein, mir bei reeller Be⸗ dienung das Wohlwollen eines tit. Publikums zu ſichern. NB. Gleichzeitig bringe ich meine Gartenwirthſchaft in empfehlende Erinnerung. Ergeben ſt Friedriech Sattler. Fendenheim, 7. Mai 1889. Wirthſchafts⸗Aebernahme und Empfehlung. Freunden und Bekannten, ſowie meiner geehrten Nachbarſcha die ergebene Anzeige, daß ich die Wirthſchaft f„Tum feiephon I 8, 36 8, mit 1 921 übernommen habe. Ich werde beſtrebt ſein, meine werthen Gäſte durch Verabreichung eines vorzüglichen Lagerbieres aus der Badiſchen Brauereigeſellſchaft, ſowie reine Naturweine, kalte und Speiſen zu jeder Tageszeit nach beſten Kräften zufrieden zu ſtellen und bitte um freundlichen, zahlreichen Beſuch. Hochachtend 52089 Joh. Georg Schell, früß ger ane im Grenadier⸗Regiment Nr. 110. Es werden noch einige Abonnenten zum Mittagstiſch zu 80 Pfg⸗ und 70 Pfg. angenommen. Nie Schmimm- und Bade⸗Anffalt für Männer und Knaben iſt unterm Heutigen eröflnet. 51842 Hochachtungsvoll Chr. Herweck. EEENEAMHHEHEE EGeſchäfts⸗Herlegung und Empfehlung. Einem hieſigen ſowie auswärtigen Publikum mache hiermit die ergebenſte Mittheilung, daß ich vom 15. Mai ab, mein 2200 bi Here Gold⸗ und Kübrrwatren-Geſcäft EELEI von meinem Hauſe T 1, 10 nach 1, 1(breite Strasse) in das— der Herren Gebr. Bundſchn verlegt habe. Indem ich für das mir ſeither geſchenkte Wohlwollen beſtens danke, richte ich die erg. Bitte an Sie, mich auch ferner⸗ hin in meinem Unternehmen gefl. unterſtützen zu wollen. Bei reeller Waare billige Preiſe zuſichernd, zeichne Hochachtungsvoll TI, 1 J. Kraut, I I, 1 Uhrmacher und Juwelier. EAd EHHEAHIEIAHEIH Ludwigshafen a. Rh. General ⸗Anzeiger. Autsblatt für den Gerichtsbeſirk Iudmigshafen a. Rh. Billigſtes und verbreitetſtes Blatt der Vorderpfalz. Auflage täglich 9000 Exemplare. Vorzüglichſtes Inſertionsorgan. Durch Beſchluß des Kgl. gandgerichts Frankenthal 115 51159 23. Febrnar 1889 als„Amtliches Organ“ ernannt. 100 Stück halbfranz. polirte Bettſtellen 8 mit Roſt und Polſter zu 55 Mk. 52018 J 5, 4. M. Trey, Capezier. J 5, 4. Rappeuauer Badeſalz empftehlt 51103 Norddeutscher Loyd. Post- und Schnelldampfer von BREUIEN nach Newyork Baltimore Brasilien La Plata Ostasien Australien. Prospecte und Fahrpläne versendet auf Anfrage Die Direction des Norddeutschen Lloyd, oder deren General-Agent 50198 Ph. Jac. Eglinger, Mannheim. Geſchäfts⸗Empfehlung. Hierdurch beehre ich mich, die ergebene Mittheilung zu machen, daß ich zwiſchen Maunheim und Ludwigshafen einen regel⸗ mäßtigen Güter⸗Verkehr eröffnet habe. Die Abfertigung der Fuhren findet je nach Bedürfniß einmal oder mehreremale täglich ſtatt. Anmeldungen zur Abholung der Güter können in meinen bekannt ten Anmeldekäſtchen niedergelegt werden. Außerdem empfehle ich ba zur Uebernahme von Gütertransporten jeder Art am hieſigen Platze, unter Zuſicherung prompter Bedienung und ge⸗ wiſſenhafter Ausführung der mir gewordenen Aufträge. Durch bedeutende Vergrößerung meines Fuhrparkes bin ich in]! dder Lage, allen Anforderungen, die an ein derartiges Inſtitut 8 26645 geſtellt werden, entſprechen zu können. Mannheim, im Auguſt 1888. Hochachtungsvoll J. Reichert, Güterbeſtätter der Gr. Bad. Eiſenbahn. (Telephon Nr. 138.) Ichann Schreiber, Jwctusaa Geſchäfts⸗Herlegung& Empfehlung. P. P. Meine Werkſtätte und Wohnung befindet ſich von heute ab hier im Hauſe S, Ak. Zugleich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich jetzt hier alle Arten von Reparaturen und nene zu erſetzende Theile, ſowie auch Reſerve⸗Theile, die an allen Conſtruktionen von Deutzer Gasmotoren vorkommen, arsführen und ſchnell liefern kann. Einzelne kleinere Theile auf Lager. Uebernehme auch das Montiren von Gasmotoren u. ſ. w. Ferner übernehme auch alle Arten von Reparaturen, die an Dampf⸗ maſchinen, Lokomobilen und ſonſtigen Maſchinen und Apparaten vorkommen. 51848 Mannheim, den 30. April 1889. Hochachtungsvoll Eduard Jacobs, 5, 4. Mechaniker 5, 4. 23 Monteur Deuz. Louis Franz O 2, 2, Paradeplatz, O 2, 2. Reichhaltiges Lager in: Porzellan, Criſtall, Majolica ꝛc. Taſel-, Caſé-, Trink- k Dessertser vice. Decorationsgegenstände für Buffets und Speisezimmer. Kupfer, Nickel, Bronce. Petroleum-Lampen, Bestecke, Christoſle. Figuren und Service der königl. Sächſiſchen Porzellau⸗Manufactur Meißen. M. Klein& Söhne Mannheimer Steppdecken⸗Fabril Ausftattungs⸗ĩEtabliſement Hemden-Fabrik Leib⸗, Ciſch⸗ und Bell⸗Wüſche (ie Wolle älterer Decken wird auf Wunſch geſchlumpt und zu neuen Decken verarbe tet.) Verkaufslokalitäten:EI, 6, Planken, Treppe hoch Fabrik: 0 6, 2. 50788 H. Hommel „3, 13, MANNHEIM. 51075 5 0 FReishauer's Dn effe dewinde 00 hrer, Ju verkaufen. Eine ſehr gut rentirende und im beſten Zuſtande ſich befindliche Dampf⸗Ziegelei iſt wegen Aufgabe des Geſchäftes unter günſtigen Bedingungen zu verkaufen. in der Exped. ds. Bl. 27896 50737ü „Olym 6 Dienſlag, den 14. 185 1889 Verſammlung in unſerm Vereinslokal„zum abereck“, Q 4, 1 wozu wir unſere perehrl Mitglie⸗ der um vollzähliges Erſcheinen erſuchen. 28425 Der Vorſtand. Geſangverein Concordia. Kein Ku pfloch braucht man durch den padentteten Judel nr Zu u befe ohne n. Nadel u. Zwirn. 5 K. 5 ros 21,2 für Klei Heute Dienſtag Abend Weſten Dtz. 1,70 15 Mk. Gegen Einſendun des de PrOHe. 1 8 und Angabe des Kleidungs⸗ Um vollzähliges Erſcheinen ſtückes u. d. Farbe g. d. Den bittet Der Vorſtand. Knopfberſchluß⸗Jabrl 1 Geſaugverein Eintract. Dienſtag Abend 9 Uhr Probe. 26668 Der Vorſtand. 5 77 Geſang⸗Verein„Lyra“. Heute Dienſtag Abend ½9 Uhr Geſang⸗Probe. Der Vorſtand Breslau, Herrenſtr. 4. Wiederverkäufer geſucht. Ein Kind wird in Pflege ge⸗ nommen. 52198 Näheres im Verlag. Zum Waſchen wird ange⸗ nommen und billigſt beſorgt. H 6, 10 51519 Eintracht. 1431 Auf Eredit 25 graue Almer Dogge abhanden gekommen, Abzugeben in D 3, 11½, Laden, Vor Ankauf wird gewarnt. 52288 Aeue Jommer⸗ Malta⸗Kartoffeln von ausgezeichneter Güte em⸗ pftehlt billigſt. 52277 J. d. Volz, N 4, 22. zu kaufen geſucht. Offerten Neue Sommer⸗ nter No. 52262 an die Malta-Kartoffeln Exped. 52262 Matjes-Häringe heute eingetroffen 52279 Ernſt Dangmann N3, 12. Blaufelchen hochfein, empfing die Erſten. Eine guterhaltene Laden⸗ einrichtnng u. eine Copir⸗ preſſe, ſowie 2 Mehlkaſten Billig zu verkaufen. Neue Decorations⸗Motive v. C. Poliſch, Ornamentenwerk v, A. Picard, Japaniſche Vorbilder Ferner empfehle heute beſonders: v. H. Dolmetſch. 51088 2. Holt Mauſiſch Wo, ſagt die Expod. r. Holl. Maifiſche, Rhein⸗ und Elb⸗Salm, Wegen Umzug leb Sgdele, ein Tafelklavier Ohazsse. Matſes⸗Häringe, 5 longue, ſowie verſchiedene Mö⸗ ff. Nalta⸗Kastoffein bel ꝛc. zꝛc. preiswürdig zu ver⸗ tägl. feiſch, Ruſſiſchen Salat. kaufen. Näh. im Berlag. 51588 Moritz ollier Kachfolg. D 2, 1, Alfred Hrabowski, D 2,1 Heute Montag Abend u. Dien⸗ ſtag früh werden am Schlachthauſe Hammelsköpfe u. Hammels⸗ gelingen verkauft. 52272 Ein gebrauchter Flügel, für Anfänger paſſend, ſehr billig zu verkaufen. 51596 Näheres K 4, 7½a, 4. Stock. 1 Ziehharmonſfa, u. 1 werißh⸗ volle Violine zu verk. 51433 2E I, 15, 4. Stock, n. Stadth. Neckargarten als Bauplatz günſtig gelegen zu verkaufen. Näh. L II, 29a. 5¹931 Halte! fheen Fie 7 Ha f. en. Prima Apfelwein. s 2 Ganz franzöſiſche Bettſtellen, große zweithürige nußbaumene und tannene Schränke, fertige Betten von 25 M. an, 2 elegante Salonſpiegel, Küchenſchränke und Verſchiedenes billig zu verk. 51650 K. Brodbeck, H 2. 7. Reſtauration Epple, 52071 D 6, 5. Auf Eredit 51303 5 2 2 Ein neues 5 und 24. Segel⸗Boot,(Kielboot) von L. Heymann 207 feinem eichenem Spiegelholz, ., 4 Länge 6,25m, Breite 1,25 4, 2. St. ſm, hoch 48em ſteht fertig unter Garantie, mit allem Zugehör preiswürdig zu verkaufen bei Michael Weis, 52267 Schiffbaumeiſter in Worms 1 Nähmaſchine(noch ganz neu), 1 großer Tiſch, 1 Bett⸗ lade mit 2 Stroh⸗ und 2 See⸗ grasmatratzen, 1 Nachtſtuhl ſofort zu verkaufen. 51653 Es wird fortwährend zum Näheres E 7, 8, parterre. Eine Ladeneinrichtung Waſchen und Bügeln(ſchwarz) billig zu verkaufen. 51927 D 2, 1 angenommen und prompt und 54827 billig beſorgt. 26872. Schöne Bettſedern zi, 145 kaufen. H 5, 7. 51431 Q5, 19 parterre. Ein großes feltenes Marken⸗ Zerbrochene Gegenſtände buch zu verkaufen. in Glas und Porzellan werden 50098 R 5, 9, 2. Stock. dauerhaft gekittet. 26661 7 Stück gut ltene Feuſter 8 2,8 Jacob Metz. G 2, 8. üück gut erhaltene d zu verkaufen. S 2, 21. 51080 22 fänder werden unter streng- Wäſche zum Bügeln wird angenommen, große Vorhänge pr. Stück von 40 Pfg. an. 50360 G 2, 8, 3. St. Zum Bügeln wird ange⸗ nommen in u. außer dem Haus. 50970 S 4, 14, 3. St. Ein eiſerner Brunnen, beſt. Fabr., faſt neu, billigſt zu verk. Näheres im Verlag. 29748 ster Verschwiegenheit] 14 Meter gut erhaltenes hölz. in und aus dem Leih-] Geländer zu verkaufen. 51333 hause besorgt. 26652 G S, E 5, 10.11 3 ſchöne Oleanderbäume 3. Stock 2 Thüre links zu verkaufen. J 3, 21. 52140 Pfänder 12. verſchiedene Raſſen, Cauben büllg zu verkau fen. werden unter ſtrengſter Dis⸗ 50431 4 3, 7½. kretion in und außer dem Leih⸗ Graublaue Ulmer Dogge, hauſe beſorgt. 5 26658 Männchen, gut dreſſirt, zu ver⸗ Gg. Fiſchlein, 8 3, 1 kaufen. Näheres Expd. 29803 11In e fer N 1282822 195— r reer leeerrrrr Senueral⸗Angeiger. Ein ſchönes gut gerittenes es 52031 Walach iſt zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Kaufmann Metze ger, zur„Stadt Karlsr — zu G 4, 16. 51145 Ane! 7 7 Shreibgehilfe geſucht. Ein Fabrakgeſchäft ſucht einen jüngeren Schreibgehilfen, der pünitlich und ordnungsliebend iſt, und eine ſaubere Handſ ſchrift führt. Bewerbungen mit Zeug⸗ nißabſchriften und Angabe der Gehaltsanſprüche ſind zu richten unter Nr. 52009 an die Exped. dieſes Blattes. 52009 Ein tüchtiger 52029 Buchdrucker ſofort geſucht, in J. Ph. 8 Buch⸗ druckerei, D 6, 5. Colporteure auf neueſte Romane und Ab⸗ zahlungs⸗Artikel, gegen höchſte Proviſion geſucht. 52162 „Brunner, Liebenauerſtraße 78, Worms. Ein junger, tüchtiger Zeichner zur Bearbeitung von Villen⸗ und Wohnhausprojekten ſogleich auf das Bureau eines Architekten in der Pfalz zu engagiren geſ. Näheres im Verlag. 51855 Ein Preher, der ſchon an einer Horizontal⸗ Vohrmaſchine gearbeitet hat und daran gewandt u. erfahren iſt, aber nur ein ſolcher, findet gute dauernde Stelle in der Werkzeugmaſchinenfabrik Ludwigshafen 52252 am Rangirbahnhof. Geſucht tüchtige 52253 Maſchinenſchloſſer, in Bankarbeit und Werkſtatt⸗ Montage geübt, ſowie Eiſen⸗ dreher für ſtändige Arbeit. Gebr. Schultz, Mainz. Ein tüchtiger .7 geſucht. 52021 H. Perrin, Gr. Merzelſtr. 31. Nal Möbelſchreiner 5 ſucht 50818 J. Peter, Hehrbafabr⸗ Maunheim, 0 8, 3. Tüchtige B 1 50807 C. Shreiner 50720 6 2 50720 G 2, 22. Ban⸗ und Möbelſchreiner gelucht. H 7, 9. 51558 Tüchtige Bauſchreiner geſ. 52257 96 6, 170 Ein ſelbſtſtändiger Wagner zu ſofortigem Eintritt geſucht. Näheres im Verlag. 52271 S 5 228 u hmacher Albeiler⸗Geſuch. Bei J. Fuhrmann, Hof⸗ ſchuhmacher in Baden⸗Baden werden gute Herren⸗ und Damenarbeiter geſ. 52185 Einige gute Arbeiter per ſof. geſucht, am liebſten Schloſſer oder Schmiede. F 7, 32. 52119 Ein tüchtiger Zapfburſche ſofort geſ. Näheres Maxſtr. 45 Ludwigshafen. 52269 Jüngerer 45 geſucht. N 2. 5, 1 9 5 Theilhaberin⸗Geſuch. Eine alleinſtehende Frau, In⸗ baberin einer Maſchinen⸗ ſeieret ſucht zu dieſem Ge⸗ ſchüft und einer noch zu 8 nehmenden Garn⸗ un 11 waarenhandlung eine Thei haberin. Desfallſige Offerten wollen an K. Wörner, Pforz⸗ heim, Leopoldſtraße 20, einge · neicht werden. 52033 Kellnerinnen, ſowie ſskellnerinnen werden ge⸗ cht. Stephanienſchlößchen, Schwetingerſtr. 69. 52065 DSortirerinnen und Bekleberinnen ucht. Aheres D 7, 18. „Arbeiternnnen 522 75 Neeed Hellmann, Verbindungskanal. e erſte Arbeiterin für 8 und Röcke ſofort geſucht. 81 D 8, 1b, 2. Stock. Eine Kleidermacherin ſofort K 3, 8, 8. St. 82270 52251 Tüchtige, erſte Taillenarbei⸗ terin ſofort geſ. 52282 G 5, 6, 2 Treppe. Ordentliche Mädchen können das Kleidermachen erlernen. 52260 J. Weick(Schloß). Tüch. Areiterinnen werden ſofort geſucht bei 52191 Geſchw. Bodeuheimer, Robes. E 5, 6. Arbeiterinnen und Lehr⸗ mädchen zum Kleidermachen ge⸗ ſucht. P 1, 10, 2. St. 52237 Tüchtige Rock⸗ u. Taillen⸗ arbeiteriunen geſucht. 52013 K. Kunzweiler, B 2, 16, II. Lehrmädchen u. Arbeiterin zum Kleidermachen geſucht. 51585 L 12, 8, 4. Stock. Lehrmädchen geſucht. 51642 Clara Zeller, Robes, O.16. Ein Mädchen das gut Nähen kann geſucht. 52078 L. Hitſchfel, B 5, 5. Eine ältere Perſon aus guter Familie wird als Haushäl⸗ terin geſ. d 1, 10. 52140 Tüchtiges Dienſtmädchen, wel⸗ ches Liebe zu Kindern hat, geſ. 52242 P 2, 1, IV. Ein zuverl. aus anſtänd. Familie wird d. Tags⸗ über zu zwei Kindern geſucht. 52192 M 2, 13, parterre. Ein junges, fleißiges Mädchen, welches willig alle Hausarbeit verrichtet, ſofort geſucht. 52032 2) 2, 6, neuer Stadttheil. Pußzfran ſofort geſucht. Näheres Verlag. 52258 Ilellen ſuchen Fir Eigarren⸗Fabriten, Ein Cigarrenreiſender, ſelbſt⸗ ſtändiger, ſucht für die Provinz Sachſen, Herzogthum Anhalt, Thüringiſche Staaten ꝛc., die Jerttetungen higer fähiger Eigarrenfabriken zu über⸗ nehmen.(Am liebſten für mitt⸗ lere Qualität.) Offerten sub G. H. 5128 befördert die Annoncen⸗Expedition von Hermann Röder in Bitter⸗ feld. 52268 Bauführer, ein tüchtiger, ſolider, ſelbſtſtän⸗ diger, mit guten Zeugniſſen, ſo⸗ wie ein tüchtiger Maurerpo⸗ lier ſuchen ſofort Stelle. 52179 Offerten unter No. 52179 an die Exped. Ein qualif. verh. J. Mann, gew. Rechner und Schreiber, z Zt. Fabrikaufſeher hier, wünſcht ſich per ſofort oder ſpäter zu verändern und erbittet ſich An⸗ trüge unter P Nr. 52097 an die Erped. ds. ds. 52097 Perfette Sueiderin empftehlt ſich in und außer dem Hauſe. 29844 Näheres E 8, O, parterre. Eine zweitſtillende Amme ſucht Stelle. 52086 Näheres im Verlag. Ein Mädchen aus guter da⸗ milie ſucht aufs Ziel als Zim⸗ mermädchen oder als Jungfer Stelle. Näheres Exped. 51925 Eine gefunde Amme ſucht ſofort Stelle für auswärts. Näheres J 7, 27 52288 Lehrlinggeſuche Lehrling bei ſofortiger Bezahlung für ein Aſſecuranz⸗ und Agentur⸗ geſchäft für ſofort geſucht. Näh. in der Exped. 51992 Ein mit den nöthigen Vor⸗ kenntniſſen verſehener junger Mann als Lehrling für ein Drogen⸗, Material⸗ u. Farb⸗ waaren⸗Geſchäft geſucht. Näheres in der Expd. 50703 Ein braver Junge in die Lehre geſucht. 50156 G. Weger, Lacktrer, G 7, 22. Ein ordentlſcher Junge kann die Bäckerei erlernen. Näh. im Verlag. 51019 Ein Schloſſerlehrlins 0 geſucht. Gr. Merzelſtr. 31, H. Miethgeſuche Geſucht eine Wohnung—3 Zimmer und Küche von anſtänd. pünktl. Leuten. Offerten nebſt Preisangabe an die Expedition dieſes Blattes. 52131 Zu pachten oder fah 725 er ein eau⸗ tionsfäh irt ne 1 bare Helnere 15 1% n hie 22 Stadt ſofort oder ſpäter. Offerten zu richten an das Geſch ifts ureau von 5¹ Gg. Auſtett, B 5, 2. 8 eignet billig zu verm. ſämmtlichem .F 5, 11 Eine ruhige kinderl. Familie ſucht in der Nähe des Tatterſalls, 2 Zimmer u. Küche bis Anfang oder Mitte Maj. Näh. bei Wirth Ocker, beim Tatterſall. 51150 In der Neckarvorſtadt—3 gut möbl. Zimmer von einem Herrn zu miethen geſucht. Offerten unter No. 52028 an die—— 52028 1 2 85 Keller 0, 22 mit Comptoir zu verm. Näh. im Hinterh. 51017 Ein geräumiger Seitenbau auf dem Lande, zu einer Cigarren⸗ fabrik geeignet, iſt nach Ueberein⸗ kunft zu vermiethen. 51889 Näheres d.—— d. Bl. D 4 am Fruchtmarkt, 1 7 Laden in dem ſeit 5½ Jahren ein Weißwaaren⸗ Geſchäft betrieben, mit oder ohne Wohnung bis 1. November zu verm. 52096 U 5 3 Rheinſtraße, hübſche 9 Comptoir⸗Räum⸗ lichkeiten und Lager per 1. Juni a. e. zu vermiethen. 51437 F 4, 3 Laden mit Wohng., auch zu Bureau⸗ räumlichreiten ſehr geeignet, ſof. zu vermiethen. 50948 H 7,8 Laden für ein Raſir⸗Geſchäft ge⸗ 51809 In beſter Lage Mannheim's habe ich eine Metzgerei mit Inventar ſofort zu vermiethen ev. zu verk. 51224 Scholl, Tatterſallſtraße D. Ein ſchöner Laden in beſter Lage per 15. Juli zu v. Zu erfr. G 2, 25, im Laden. 51928 Sehr helle, große u. geräumige Werkſtätten, für Schloſſer, Spengler, Schmiede, Wagner, Schreiner ꝛc. geeignet, bis 1. Juni zu v. Näheres bei F. Gruber, Neckarvorſtadt⸗ 51471 Ein feines Vereinslokal zu verm. Näheres Expd. 52098 Zu bermiethen 4 2, 1 Geegenbeim ſches Haus), 1 ſchöne große Wohnung Gel-EHtage) fofort zu verm. Näheres zu er⸗ ſragen bei den Eigenthümern, rechter Flügel, Bel-Etage, 26655 4 2, 2 5 immer, Küche, er u. Waſſerl., 5. auf die Straße., per 1. Juni o zu beziehen. 28453 Näheres im Atelier. B 5 2 kl. Wohnungen, 9 je 2 Zimmer und Küche ſofort zu verm. 51157 B 7, 6 der 1. Stock, beſthd. aus 8 Zimmern, Küche, Speſſekan, Manſarden⸗ und Kellerräumen, ſowie allem ſonſtigem Zubehör zu vermiethen, Davon find 2 Zimmer, mit be⸗ ſonderem Eingang vom Hofe aus, zu Bureauränmen ge⸗ eignet. 51452 Jos. Hoffmann& Söhne, Baugeſchäft, B 7, 5. kl. Wohnungen zu F 7 45 12 vermiethen. Zu erfragen G 3, 16. 51171 Me dim., K„24 II. Stock im., Küche u. Zugehör (Gas⸗ u. Waſſerleitung) ſofort beztehh z. vm. Näh. Part. 29596 Ringſtr. beſter F 7, 26a Lage ein ele⸗ ganter 3. St. 7 Zim., Badezim., m. Zubeh., comfortabel einge⸗ richtet, zu vermiethen. 25260 Näh. eine Treppe hoch. F 8, 11 Ringſtr. Eckhaus, ſchönſte Lage, neben neue Poffliale, iſt der 4. Stock, 5 Zim. mit Zubehör, Gas⸗ und Waſſerleitung, per Juni oder früher beziehbar z. v. 51010 Näheres 1 Treppe hoch. 66, 2 0 7, II u. Küche, ſowie 1 Gaupenwohng., 2 Zim. und Küche zu verm. Näheres im 2. Stock. 51926 6 75 1 1 großes J. part., für ein ſtilles Ge⸗ Zimmer u. Küche zu verm. 52061 ſchäft pfort zu verm. 51796 6 65 abgeſchl. Part.⸗ 9 Wohnung, vier Zimmer, Küche u. Zubehör, mit Gas⸗ und Waſſerleit. zu verm. Näh. im Hinterhaus. 51018 0 7 2 eine ſchöne Par⸗ 9 terre⸗Wohnung, heſtehend aus 4 Zimmer nebſt allem Zubehör, zu vermiethen. Näheres 2 Stock 51439 6 8 1 3. St., 1 ſchöne 9 freundliche Woh⸗ nung, beſtehend aus 7 großen Zimmern, Badezimmer, Man⸗ ſarde und Zubehör mit Gas⸗ u. Waſſerl. zu vermiethen. 25996 Näheres daſelbſt 1. Stock. 601 8 22a Wohng., 9 Stock, 5 Zim. Küche u. Zugehör mit Waſſerl. zu v. Näheres 3. Stock. 51651 0 8, 22b 2 Zimmer u. Küche ſofort zu vermithen. H2, 7 3 Zim. u. Küche 1. Juni zu verm. 2 im 3. Stock bis 51921 Zu erfragen im 2. Stock. II 7, 13150 1. Stock, beſtehend 308 6 Zimmern, Küche, 2 Manſarden, Keller und allem ſonſtigem Zubehör zu vermiethen. 26681 Joſ. Hoffnaun& Söhue, Baugeſchäft, B 7, 5. H 5, 12 del Segge Küche und Zubehör. Näh. H 6, 50237 H 7, 15 Ningſtr⸗ Part.⸗ Wohnung,—6 Zim. 5 Zubehör zu v. 29402 H 7, 22 1 ſch. 2. Stock, beſt. aus ca. 7 Zim. u. Zubehbr mit Waſſerltg., ganz oder getheilt, deßgl. 1 gr. guter Keller, als Weinkeller ſehr geeignet, per 1. Okt. zu v. 51479 C 1 5 4. St., 2 Zim., Küche 2 u. Zubeh. m. Waſſerl. an ruhige Leute zu v. 50588 2. Stock, 6 Zim. 0 3, 20 mit Abſchluß, Magdzim. u. ſämmtl. 32182 ſofort zu verm. 51182 Näheres Hinterhaus. 0 8, 12 roße Wohng. (Beletage) 14 0 Küche und Keller per 1. Auguſt a. c. in vor⸗ theilhafter Preislage zu verm. 55 Comptoir daſelb 52038 0 8, 13 2. Stock, 6 Zim., Küche u. Zubehör, Gas⸗ 5 Waſſerl., bis Auguſt zu v. Näheres Seitenb. part. 51498 8. St., 2 Zim., D 6, 12 Küche m Waſſer⸗ leitung ſof. zu v. 50671 D 7 4 Rheinſtr. 2. St., zu 2 vermiethen, 7 Zim. Küche, Kammer, Manſarden, u. ſ. w. 28523 II 8, 10 eleg. Hochpar⸗ terre, 7 große 7 5 Badez., Mädchen⸗ zimmer, Küche, Keller und allem ſonſtigem Zubehör zu vermiethen. 51453 Näheres daſelbſt. E 2, 6 1 Zim. nebſt Küche ſofort zu v. 28698 E 8, 11 1 ſchöne Wohng., 3. Stock, 3 Zim. u. Küche mit Zubehör, Gas⸗ u Waſſerl. bis 1. Juni zu verm. Näheres daſelbſt. 51594 F 5 1 2 Zim. u. Küche 9 z. derm. 29669 1 Wohnung ſogl. zu verm. 52049 H 9 2 nächſt der Ringſtr. 9 Parterre, 4 Zimmer und Küche auch zu Bureau ge⸗ eignet zu vermiethen. 51607 H 10 6 Neubau, einige 2 ſchöne Wohng. zu vermiethen. 29432 Vörtlein, Baumſtr., H 10, 1. J 1 12 1 abgeſchl. dritter 9 Stock, 5., Küche mit Waſſerltg. zu verm., bis 1. Juni beziehbar. 52041 J 2 3 1 Hochpart.⸗Wohng. E in der Nähe des Speiſemarkles, 4 Zim., Küche u. Zubehör zu verm. 51592 J 5, 3. Stock, 2 Zim. u. Küche pr. ſofort be⸗ ziehbar zu vermiethen. Näheres J 5, 2. 51430 4J 7 2 3. Stock, 1 kleine 9 Wohnung ſof. zu vermiethen. 51654 K 2 5 2. Stock, Wohnung 3 von—5 Zim. mit Zubehör zu verm. 51591 Ringſtr., Neu⸗ K 3, Ila bau, 2. und 4. Stock, je 5 Zim, mit allem Zu⸗ behör per Juni oder Juli zu v. Näheres parterre. 50973 T 4 Zim, Alkov, L 4, 10 bee hör p. 1. Juli od. früher z. v. Näh. 2. Stock. 2. St., 5 Zim. L 11, 28a 88 auf 1. Juli zu vermiethen. Näheres parterre, 29678 „R 4, 24 Küche nebſt Zube⸗ Bismarckſtraße L 14, 1 Bel-Etage, Zim., Badezimmer, Speiſekammer große Veranda zu verm. 51161 Näh. O 5, 13 parterre. NIS S der s. Stock, 4 3. nebſt Zubehör, bis 5227 10 Auguſt zu v. NA, 21 0 7,6 kl. Wohnung zu verrm. 51458 —2 leere Zim. ſo⸗ fort zu v. 51906 ein 2. u. 3. Stock zu verm. 51658 0 7,1 1„Stock, 2 ſch. Zim. J 3, 9 basfertg mel ſchluß billig zu verm. per ſofort. Näheres 2. Stock. 52091 P 3 9 3. St., 2 große Zim. 9 m. Abſchl.(Waſſerl.) ſofort zu verm. u. 2 Part.⸗Zim. (Waſſerl.) für einz. Herrn oder Comptoir zu vermiethen. 51647 Näheres 2. Stock. 4 Zim. und Küche 1 6, 2 im 2. Stock zu v. Näheres im Laden. 51467 P 6, 2383„St., Tabgeſchl. Wohnung,—4 Zim., Küche ꝛc., Gas⸗ u. Waſſerl. per Auguſt zu vermiethen. Näheres parterre. 51901 Part.⸗Wohnung 7, 15 auch als Bureau geeignet ſof. z. v. 50337 0 4, 1 9 2 Stock 1 Schlaf⸗ 32 u. 1 Wohnzimmer möbl. zu vermiethen. 50814 3. Stock, 1 fein möbl. Zim. auf die Str. ghd. zu verm. 51915 D 5, 14 Geughausplatz) 2. Stock, 1 fein möbl. Zim. zu verm. 51205 2II, 1 ſch. möbl. J 6, 13 fl Zim. an 1 oder 2 Herren zu verm. 51944 E 3 4. Stock, 1 möbl. 7 Zim. a. d. St. geh. ſof. billig zu verm. 5205⁵³ E 3, 8 1 Treppe hoch, möbl. Zim. zu v. 51880 I 5 1 Stock, hübſch möbl. Zim. mit ſepar Eingang, auf die Str. ghd., an 1 oder 2 Herren mit oder ohne Penſion per 1. Juni zu vermiethen. 51851 F 4 12 2 möblirte Zim⸗ 9 mer,(Wohn⸗ und Schlafzimmer) auf die Straße gehend, zu vermiethen. 51454 U 5, 10 4. St. möbl. Zim. V ſofort oder ſpäter zu vermiethen. F6, 8 9 4, 37 Parterrewohng., auch für Comptolr iege zu verm. 51474 5, 13 parterre, 3 Zim., Küche u. Zubeh. zu v. 1 2. Stock. 50508 9 7 3a 3 bis 4 Zimmer 2 nebſt Küche und Zubehör zu vermiethen. 4. St., 1 einf. möbl. Z. ſof. zu v. 52171 1 4. Sꝗt., 1 einf. G 7 45 27 2 möbl. Zim. auf die Str. ghdi, zu verm. 51950 0 8 auf d. Ringſtr.., 2 Beletage, ein eleg. möbl. Zim. mit ſeparatem Eing. zu vermiethen. 51667 Oꝗ Nähed. Lager⸗ G 8, 22a häuſer, 8. St, 1 fein möbl. Zim. ſofort z. v. Näheres 2. Stock. 50723 Näheres daſelbſt. parterre, 4 Zimmer ſchön 9 7, 4 und Küche, Keller H 1, 115 aucl 3. 5 Penſ. u. Waſſerleitung b. 1. Juni zu an 1 1855 2 anſt. H. zu v. 52062 vermiethen. 28353 H 5, ein möbl. Zimmer 2 Zim., u. Küche zu verm. 51499 2. Stock, 3 Zimmer R 6, 6 und Küche mit Waſſerleitung ſofort beziehbar zu vermiethen. 51619 im 4. St. S 1, 23 ſoß zu v. 51755 2 Wohnungen ſof. beziehb. zu v. 51002 73,6 D Kan u. Küche p. 1. Juni z. v. Näh. 2 Treppen hoch. 51825 1U 6 2 der 2. Stock und 2 eine ſehr ſchöne Manſarden⸗Wohnung, je 5 Zim. Küche, Kammer zc. mit Gas⸗ u Waſſerleitung, Aeaen, zu vermiethen. 29513 Näheres U 6, 2 im 2. Stock und P 5, 1 im Eckladen. 4. Stock, 3 Zim., 1 6, 20 Küche u. Zubehde mit Waſſerleitung, per 20. Mai beziehbar, zu verm. 29628 Näheres im Laden. +2 5, 2 1 frdl. Wohnung zu vermiethen. 51916 20 1, 116 früh. Espenſchied'⸗ che Villa, 4 Zim. und Küche in Mute eines großen Gartens ſof. zu beziehen. 51385 2D 1, 70 mehrere kleine Wohnungen, 2 u. 3 Zim., billig z. v. 51438 Näh. bei Schreiner Müller. Wohnungen in der Zufahrtſtraße zu ver⸗ miethen: Ein 2. Stock, 7 Zim⸗ mer, Badezimmer und Zubehör. Desgleichen ein 3. und 4. Stock. Sämmtliche Wohn⸗ ungen äußerſt elegant ausgeſtattet, pr. 1 I. Mai zu vergeben. Näheres zu erfragen bei Emil Klein, Agent, I1, I1e. 27884 Zu vermiethen. Eine ſchöne Wohnung von 8 und Zubehör, Bel- tage im Europ. Hof 2 2, 13. Näheres bei der Beccue Frau Müller. 29409 Bel-Etage in der Oberſtadt zu vermiethen. Näheres M 4, 4. 25596 Oberſtadt: hübſche, kleinere Parterrewohnung zu verm. Näheres Exped 28718 Schwetzingerſtraße 67b 2. Stock, 2 Zim. u. Küche, ſo⸗ wie im 4. Stock 1 Zim. u. Küche zu vermiethen. 52037 L 12 5 der 2. Stock, 5 7 Zim. mit Zu⸗ behör pr. Juli zu verm. Näheres parterre. 51461 Schwetzingerſtr. 70, abge⸗ ſchloſſene Wohnungen je 3 Zim. u. Küche, ſowie mit 2 Zim. u. über die Meſſe zu 51432 .ierhen, H 7, 5a möbl. 3 ſep. ene 2 Fenſter 15 55 Str., ſofort zu verm. 52030 H 8 3 möbl. Zim. an 9 1 oder 2 Herren ſof. z. v. Näh. 4. St. 52180 4. St., Hths., 1 L 12,I einfach möbl. 3. an 1 ſol. Arbeiter zu v. 51922 EI e N3,7 ſch. möhl. Fim. mit oder ohne Penſion bei billigem Preiſe zu v. 26667 N 2, 5 2 ſchön möbl. Zim. auf den Paradeplatz geh. 22 1 od. 2 Herren per 15. ds. zu verm. 51947 N 3 17 1 Treppe hoch gut 9 möbl. Zimmer mit od. ohne Penſion ſof. 3. v. 51691 9 7 9 1 Tr. hoch, möbl. — Zimmer zu miethen. 51805 R 3, part., 1 möbl. Z. ſof. zu v. 50988 2 I Ib e möbl. g18, zu verm. In ſehr ſchöner Lage d. 51 traße, ſchönſte Aus ſicht, Nähe der Poſtfiliale, find 2 möblirte Zimmer, Ecke mit Glaserker 125 zu vermiethen. 51478 Näheres E 8, 1, 4. Stock. (Schlafstellen.) 2. St. Hth. ſchöne 6 2, 13 Schlafſtelle zu vermiethen. G 5, 4 2. St., 1 gute reinl. 5 Schlafſt. ſof +75 16 7, 30 Hths., Naser, ſofort zu verm. .St., 1 e H 3, 14 Koſt zu verm. 2. Stock, 1 e m. 51456 U II 3, 15 5 158 Schlafſtell H 5, 21 b 8. J7, 27 mieden, 188 8 Schlafſt. mit Koſt ſofort zu K 4, 16 vermiethen. 52276 8 2, 2 part. links, Schlafſt. 51470 zu verm. 84, 21 miethen. Koſt und Logis N 6, Koſt und Logis. 2. Stock, 1 gute Schlafſtelle zu ver⸗ 51905 51 51617 R.2 2—5 Koſt und 2— S 2, 12 Fr. er. Buge Küche nebſt Waſſerl. zu v. 50986 Wohng zu v. 52094 bei J. Hofmeiſter. 13632 8. Seite General⸗Anzeiges I. atnt., Aorm& Nio M2, 8. neben Herrn baulnamn Uhl. v0 Reichste Auswahl, billigste Preise. Waanren- und Musterkarten werden überall hin franco zugesendet. Billgste Anfertigung n Schriften, onle für Sehanfs J. L. Levy, unststrasse 0 2, Y. Optisches Institutß Gasluſtres, P 2, 14, vis--vis der Post an den Planken. MHannbeim. 26663 6 32 0 UAgszsunI Wir Feabſichtigen, unſere ſämmtlichen Geſchäftslokalitäten nach unſerem Hauſe K 2, 16 zu verlegen und ſetzen daher unſer reichhaltiges Lager in Einrichtungen, Fontainen, Wandbrunnen, dem Ausverkauf unter FJabrikpreiſen aus. Gebrüder Kieser, Gas- und Wasserleitungs-Geschäft Kunststrasse O 2,. Ampeln, Suspenſions, Bade⸗ Zimmer⸗Cloſets ꝛc. 5154⁵ Kunststrasse O 2, 9. e Oel⸗Preiſe der Specialhandlung Louis Lochert Maunheim R 1, 1 am Speiſemarkt. Salatöle. Feines Mohnöl a 70 u. 80 Pf. per Liter. „Seſamöl à 100 Pf. p. Nlt. Sürfeines franz. Mohnbl (DOilette) à M..20 per Liter. Feines Pfälger Mohnbl à M..40 per Liter. Extrafeines Pfflz Mohubl à M..80 per Liter. Nizzaer Olivenbl à M..60 per Liter. 5 Nizz. Olivenöl à M..— per Liter. Feines Buchelhl à M..60 per Liter. Backöle. Abgelagertes Rübzl à 70 12 per Liter. Abgelagertes Borſchlag⸗ Nliederla per Liter. Kunststrasse 0 2, 9. 9000000000000000000000 E XK, 17, Jruchtmarkl. Mederlage der Chocoladefabrik„Badenia⸗ Chocoladen, Caramels, Cachou, Bonboniéren, Atrappen eto. EX, 17, Fruchtmarkl. Cacao, Bonbons, feine Dessert, ge von Taen-Arr-Hee Dresden— Shangai Berlin. Aecht chinesischer und Japanischer Artikel reichste Auswahl. 5225⁵9 EA, 17, Jruchtmarkt. gooοο Rüböl à 80 Pf Feines Erbaußl à 100 Pfg. 95 Liter. Feines Nußbl à M..40 per Liter. Buchelöl .40 per Liter. abgefüllt in Flasſleſchen a ½ u. 1 Liter Inhalt u. offen gemeſſen, ſowie in Kannen von 5, 10, 15 und 25 Liter. 2. Adolf Geber, P 5, I. 4. Louis Lochert, R 1, 1. 8 ame n 5. Wilh. a 2 815 72 ſter, 1. Carl Müller, R 3, 10. 8. Ludw. Widemayer, G 7,27. 8 Aaiſer Friedrich⸗Guelle zu Offenbach am Main. Das Medieinal⸗ wie das der friſcher Füllung bei mir direct, auch bei nachſtehenden iſt in ſtets Kaiſer Friedrich⸗Ouelle“ 5 51299 irmen zu haben. Mii;vollſt mller, 2Z 10, II. 42.4, 1 10. H. Thomae, D 8, 1 6.„ V. + 1 2 e Sbergen 15 11. Eruſt Dangmann, N3, 12. Jass Lichtenthäler, B5, 10. 12. Jacob Uhl, M 2, 9. Jul. Hammer, M 2, 12.[18. J. Klob, Schwetzingen. Bei 15 erer Abnahme werben die billigſten Engros⸗ preiſe eingeräumt. 52016 Ziehung 9. Juli 1889. Wormſer Looſe à Stück 2 Mark, 11 Looſe 20 Mark ſind zu haben bei: Moritz Herzberger, Emallitte Küchenausgüſſe, ee Closettrichter, E 3, 17. cb ammel 51913 Orfrenbaen AIMI. empflehlt ſein reichhaltiges Lager in Babe⸗, Pferde⸗, Putz⸗ und Toilettſcwämmen, Fenſter⸗ und Wagenleder zu bekannt billigen Preiſen. QJur Meſſ unterm Kaufhaus.. Geſchäfts⸗Empfehlung. Unterzeichneter empfiehlt ſich den geehrten Herrſchaften——5 28666 heims zur Uebernahme von Möbeltransporten dei Umzügen. P. L. Gedde, Schreinermeiſter, K 3, 6. Fabrik Nieberlage von Ph. Jac. Winer in Taunheim. 28263 Heidelbergerſtraſte, Lit. O 7, Runst-Els aus ſtädtiſchem Leitungswaſſer Jergeſtellt 8 zu bisherigen Preiſen und Bedingungen Erſte Mannheimer Eisfabrik Gebrüder Bender. lapben Ne. 24. 51074 Poliren u. Wichſen der Möbel wird beſtens beſorgt. 8 8 70 Wonhal⸗ Sacpappen 197 Wasserabläufer, Syphons etc. liefert die 29651 Mannheimer Bisengiesserei Carl Elsässer Mannbeim. 9 dns 5Carl Georg Exter B 4, 11 5 B 4, 11 Lasger 51803 von japanesischem Porzellan, Decorationsstfücken, Rüstungen und Waffen. FJoSEPEH DTEEI GRAVEUR MANNHEIM. CI Nr. 5. BREITESTRASSE gegenũber dem KAUFHAUS ATELIER EINE TREPPE HOOH. 25603 Bodenanstriche. Spirituslacke, Beruſteinlack, Oelfarben, Boden⸗ Oel, Parket⸗Wichſe, Pinſel ꝛc. in beſter Qualität bei Jos. Samsreither, Speoialist in Farbwaaren, P 4, 12, Strohmarkt. 27724 — 8— EnammEE Maunhrin. EEA ee e Großes Lager in 1015 5 Holz⸗ und Eiſen⸗Bettſtelen. Mortz Schlesinger Mannheim, 0 2, 23 E Spezial-Betten-Geschäft. Pom 1. bis 15. Mai aussergewöhnlich herabgesetate Preise! [RnRegenschirme in Zanella zu 1.,.50,.—,.10,.80 bis.50 in Goria zu.I0,.50,.—,.50, 780 bis 14— In Seide zu 180,.80,.50,.—, 1050 bis 28 NM. * Sonnenschirme für Damen 90 Pfg.,.30,.—,.J0,.80,.50 bis 22 M. für Herren 1 MEk.,.50,.—,.30,.80,.50 Pis.50 Für Kiuder 40, 60 und 80 PIg..20, I50 250 5I8 8 Schirmreparaturen aller Art Ferden schnellstens und billig besgrgt. 51445 Karl Pfund, 0 J. 4— Zur Frühjahre-Salson empfehle ich: Strumpf längen in großer Auswahl Fertige Strümpfe und Socken Strickwolle, Baumwolle und Seide in allen Farben und Qualitäten, Tricot-Kleidchen, Tricot-Knabenanzüge, Tricot-Taillen, Kinderkleidchen, Kinderjäckchen und Corſetchen, Reform⸗UHũterkleider nach Dr. Lahmann, Normal⸗Artikel in Wolle, Unterkleider in Wolle, Halbwolle u. Baumwolle, Handſchuhe in Seicle, fil de Perse u. fil'Eeosse, Echarpes, Chaies, Kragen und Plaids, Damen⸗ und Kiuder⸗Röck, Große Auswahl ſämmtlicher Kurzwaaren. Anfertigung von Strümpfen und Socken nach Maaß und Garnwahl. 51777 F h 4. J. Daut, Fl4. Dnle Unterzeichnete empfiehlt ſich den geehrten Damen im Anſer⸗ 2255 50889 Putzarbeiten in und außer dem Hauſe. Visher in feinen Geſchäften hier und auswärts lange Jahre als Directrice thätig, bin ich in der Lage, allen Anforderungen zu entſprechen, unter Zuſicherung billigen Bedienung. Achtungsvoll Henriette Jacob, H 2, 19, 2 Treppen. Sladt-Vark Mannheim. Von Sonntag, den 12. Mai ab beginnen wieder die regelmässigen Concerte,“ ſo zwar, daß an den Wochentagen je ein Coucert des Abends, an Sountagen je zwei Concerte des Nachmittags u. Abends ſtattfinden werden, bei ungünſtiger Witterung im Saale. Die Abonnenten werden dringend erſucht, ihre Karten vor⸗ zuzeigen, da ohne ſolche der Eintritt nicht geſtattet werden kann. 52249 Der Borſtand. Nationaltheater. Montag. 1123. Vorſtellung. den 13. Mai 1889.“ Abounement B. Zum 1. Male Aleazrandra-. Schauſpiel in 4 Akten von Richard Voß. Frau Präſidentin von Frl. v. Rothenberg. Erwin, ihr Sohnn Herr Stury. Alexandra 8 Frl. Schulze. Dr. Andrea, Rechtaanwalt 8 Herr Jacobi. Anton Möll, Förſter auf 5 vute der Präſidentin Herr Tietſch. Herr Bauer. b er, Bauer Gerland 5 Frau Lemm, Beſitzerin eines eleganten Hotel garni Frau Jacobi. Ein Arzt 5 Herr Eichrodt. Ein Portier. 0 Herr Moſer. Ein Kind Helene Fink. im Dienſte der Präfdentin Ge⸗ Sgel. Geſinde. Landvolk. Kinder. Der 1. Akt ſpielt in einer großen Stadt, der., 3. und 4. Akt auf einem einſamen Schloſſe in Süd⸗Deutſchland. Anfang ½7 Uhr. Ende n. 9 Uhr. Kaſſeneröffn. 6 Uhr. Mittel⸗Preiſe. i a i e i