22 In der Refeltſte 25 e An288 Badiſche Bolkszeitung.) Nr. 2330. Abonnement: 50 5fg. monatlich, Sringerlehn 10 Pfg. monatlich, durch die Peß bez. incl. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 pre Qnartal. Inſerate: Die Colenel⸗Zeile 20 Pfgs. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfz. Doppel⸗Nummern 5 Pfg. kannheimer der Stadt Mannheim und umgebung. (101. Jahrgang. Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint wöchentlich ſieben Mal. Dur nal Fa für e 2 U Lelegramm-Mdreſſe: „Journal Mannheim.“ Berantwortlich: für den politiſchen u. allg. Theik: Shef⸗Redakteur Julius Ratz, für den lokalen und pron. Toen (Mannbeimer Voltsblatt.) arl Apfel. Notationsdruck und Berlag de⸗ Dr. H. Haas'ſchen BDuch⸗ druckerei, (Das„Naunheimer Jonvngl“ iß Eigenthum des katheliſchen Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Nannheim. — Nr. 7.(Celepuen⸗Ar. 218.) Auflage über 1 1,300 Exemplare. (Notariell beglaubigt.) *Sonderbaten Anſchauungen begegnen wir in der heutigen Morgen⸗Ausgabe der „Frankf. Ztg.“, welche über die badiſchen Parteiverhält⸗ niſſe und die Stellung der Gr. Regierung zu denſelben leitartikelt. Im Anſchluſſe an eine in jüngſter Zeit viel erörterte Schrift eines Karlsruher Anwalts und auf Grund gewiſſer in einem Theile der badiſchen Preſſe gegen ein Karlsruher nat.⸗lib. Parteiorgan erhobenen Beſchwerden, konſtruirt ſich die Frankf. Zeitung„eine ganze Reihe von Einzelerſcheinungen„die(angeblich) in ihrer Geſammtheit beweiſen, daß ein Gefühl der Un⸗ ſicherheit und Unbehaglichkeit da Platz gegriffen hat, wo früher Uebermuth herrſchte.“ Es macht immer einen traurigen Eindruck, wenn Leute, die kaum mehr die Kraft beſizen, auf beiden Füßen zu ſtehen, von Anderen, die ſich der beſten Geſundheit erfreuen, behaupten, daß ſte ſchon mit einem Fuße im Grabe ſind und nach Ver⸗ weſung riechen. Die demokratiſchen Wortführer verfallen immer wieder in den alten Fehler, die nationalliberale Partei in Baden zu den Todten zu werfen, wäh⸗ rend die demokratiſch⸗ freiſinnige Partei aus dem berühmten„Aufſchwung“ nicht herauskommt und es in einer ihrer älteſten Domänen gluͤcklich ſoweit gebracht hat, daß wie es in den Amtsbezirken Mannheim, Weinheim und Schwetzingen der Fall iſt, in 32 Ge⸗ meinden 738 Bürgerausſchußmitglieder der national⸗ liberalen und— 24 der demokratiſchen Partei ange⸗ hören. Wenn alſo die„Frankf. Ztg.“ das Geklapper dürrer Knochen vernimmt, ſo wird es wohl daher rühren, daß die Demokratie es noch immer wagt am helllichten Tage umherzugehen; über die Geſundheit der todtgeſagten nat.⸗lib. Partei braucht ſich das demokratiſche Blatt weiter keinen unnützen Sorgen hinzugeben. Die„Frankf. Ztg.“ zerbricht ſich aber in böchſt uneigennütziger Weiſe den Kopf der nationalliberalen Parteiführer, indem ſie dieſe ſchon von der Gr. Regie⸗ rung— verlaſſen ſieht. Geſtützt auf den Mangel an Sachkenntniß, der ſelbſt durch phraſenhafte Redensarten nicht zemildert werden kann, verſteigt ſich die„Frankf. Zig.“ zu folgender Behauptung:„Die Regierung rechnet wohl mit der Möͤglichkeit, daß die nächſten Land⸗ tagswahlen dem Nationalliberalismus eine Niederlage bereiten werden, und ſie trägt moͤglicher Weiſe keine Lu ſt, ihre eigene Sache mit der einer Partei zu ver⸗ quicken, die im Februar dieſes Jahres von der großen Mehrheit des badiſchen Volkes eine entſchiedene Ab⸗ ſage erhielt. So iſt es zu verſtehen, wenn ſie Beſtrebungen, die auf eine Verſöhnung der Ge⸗ müther hinauslaufen, ihre Unterſtützung leiht.“ Nein, ſo iſt die Sache denn doch nicht zu ver⸗ ſtehen; wenn die Regierung eine Verſöhnung der Ge⸗ müther anſtrebt, ſo thut ſie dies in Erfüllung ihrer dem Lande gegenuber obliegenden Pflichten und ſte thut es nicht gegen den Willen der nat.⸗lib. Kammermehrheit, ſondern in vollſtem Einverſtändniſſe mit derſelben. Die „Frankf. Ztg.“ redet ihren Leſern ſo lange Erdichtetes über den„Terrorismus“ der nat.⸗lib. Partei vor, bis ſie, wie es ſcheint, ſelbſt an dieſe von ihr zu hoͤheren Parteizwecken erfundenen Fabeln glaubt. Und eine Fabel iſt es, wenn die„Fkf..“ ſich eine Differenz der Anſchauungen zwiſchen Regierung und Kammermehrheit conſtruirt, die nicht vorhanden iſt. Der von der„Frankf. Ztg.“ eitirte Artikel der„National Ztg.“— den wir vorgeſtern wie⸗ dergegeben haben— hat nach unſerer Kenntniß die Sach⸗ lage richtig gekennzeichnet, indem er vor allem darauf hinwies, daß die Großh. Regierung eine liberale iſt. Solange die jetzige Regierung am Ruder iſt, wird den nolitiſchen Freunden der„Frankf. Ztg.“ das Land nicht ausgeliefert werden; das ſollte ſich das demokratiſche Blatt ſelbſt ſagen und deßhalb keine zu weitgehenden Hoffnungen auf gewiſſe„Einzelerſcheinungen“ ſetzen! *Eine Klaſtprobe der Parteien. Bei der bevorſtehenden Stichwahl in Bochum ſtehen iich bekanntlich die Nationalliberalen und die Ultramon⸗ tanen in heißem Kampfe einander gegenüber. Die Stim⸗ menzahl der Nationalliberalen im erſten Wahlgange iſt eine etwas höhere, als diejenige des Centrumscandidaten, und die nationalliberale Partei kann, wie aus dem Er⸗ bebniß früherer Wahlen hervorgeht, noch eine ziemlich zah, iche Reſerve in den Kampf führen, aber man darf Skleſeuſte und verbrriteiſtt Zeitung in Maunheim und Umgebnng. nicht verkennen, daß auch der klerikale Candidat noch manche Stimme zu verzeichnen haben wird, die im erſten Wahlgange fehlte, und daß den eigentlichen Ausſchlag die ſozialdemokratiſchen Stimmen(ca. 7500) geben, deren Richtung man vorher niemals feſt angeben kann. In der Wahl vom 20. Februar v. J. ſiegte der Centrums⸗ Candidat, weil er auch die Stimmen der Freiſinnigen und Sozialdemokraten auf ſich vereinigte, und merkwürdiger Weiſe trat das Antikartell mit dem Schlachtruf„Nieder mit dem Lebensmittelvertheuerer“ gerade für einen Centrumsmann, den Herrn v. Schorlemer⸗Alſt, ein, welcher auf der rechten Seite des Centrums ſtehend, der eifrigſte Verfechter der agrariſchen Zöoͤlle ge⸗ weſen iſt. Aber bei der vorigen Wahl handelte es ſich lediglich um parteipolitiſche Rückſichten, welche bei der diesmaligen Stichwahl mehr in den Hinter⸗ grund treten. Dieſes Mal iſt es weniger die Zugehörigkeit zu einer beſtimmten politiſchen Partei, welche die Richtung der ſocialdemokratiſchen und freiſinnigen Stimmen in der Stichwahl feſtlegen wird, als vielmehr die confeſſtonelle Verſchiedenheit der beiden mit einander kämpfenden Candidaten. Bürgermeiſter Vettmann als Angehöriger und Candidat des Centrums wird auch der Candidat faſt ſämmtlicher nichtgemäßigten Katholiken ſein, einerlei ob ſie ſich zur ſocialdemokratiſchen oder zur frei⸗ ſinnigen Partei bekennen, während der Fabrikbeſttzer Mül⸗ lenſtefen der Candidat aller jener ſein und bleiben wird, welche den Uebermuth der ultramontanen Gefolgſchaft eines Hrn. Windthorſt zurückweiſen wollen. Politiſche Fragen von prinzipieller Tragweite ſtehen augenblicklich kaum auf der Tagesordnung, wenigſtens nicht ſolche, welche die Parteien nicht auf einem Punkte vereinigen könnten, da⸗ gegen bewegen gerade in jener confeſſionell gemiſchten Gegend verſchiedene religiös⸗politiſche Fragen die Ge⸗ müther auf das Heftigſte und ſelbſt die Sozialdemokraten und die Freiſinnigen, welche im Allgemeinen dieſen reli⸗ giöſen Fragen gleichgiltiger gegenüber ſtehen, vermögen ſich dort dem Eindruck derſelben nicht zu entziehen. Der Freund des inneren Friedens, der Gegner daher des Windthorſt'ſchen Schulantrags und der Aufhebung des Jeſuitengeſetzes, ſteht als Candidat der Nationalliberalen auf der einen Seite, während auf der anderen Seite der Freund und Vertreter der Jeſuiten und der Gefolgsmann der kleinen ultramontanen Excellenz ſich befindet. Die Wahl zwiſchen dieſen beiden Gegnern kann dem friedlich und unabhängig geſinnten Wähler nicht ſchwer fallen, und wir ſind überzeugt, jeder gemäßigt denkende Wähler wird ſeine Stimme für den nanionalliberalen Bewerber abgeben.(Vergl. das Telegramm aus Bochum.) Der Streit det Aalionalitäten in Zöhmen. In der montägigen Sitzung des böhmiſchen Land⸗ tages wurde eine Zuſchrift des Statthalters verleſen, welche die Antwort auf den Beſchluß der Landtags⸗ Majorität vom 3. Juni v.., beziehungsweiſe auf die Aufforderung an die Regierung darſtellt, dem Landtage, entſprechend den Beſtimmungen der Landesordnung, die Grundſätze betreffend die Organiſation der Gerichte im Königreiche Böhmen im Sinne des Protokolles der Wiener Conferenz vom 19. Januar 1890, ſowie die Verord⸗ nungen, betreffend den Gebrauch der beiden Lan⸗ desſprachen bei den landesfürſtlichen Be⸗ hörden in Böhmen vorzulegen. Sehr bedeutſam ſtellt ſich die Zuſchrift des Statt⸗ halters in jenem Theile heraus, in welchem der Stand⸗ punkt der öſterreichiſchen Regierung gegenüber dem gleich⸗ zeitig ausgeſprochenen Wunſche des Landtages wegen Vor⸗ lage der Grundſätze, betreffend die Organiſation der Gerichte im Königreiche Böhmen, dargelegt erſcheint. Die Erklärung des Regierungsvertreters hat folgenden Wort⸗ laut: „Was den Wunſch des Landtages wegen Vorlage der Grundſätze, betreffend die Organiſation der Gerichte in Böhmen, im Sinne des Protokolls der Wiener Conferenz an⸗ belangt, ſo iſt die Regierung nach dem gegenwärtigen Stande der eingeleiteten Verhandlungen noch nicht in der Lage, hier⸗ auf bezügliche Vorlagen zu machen. Es bedarf wohl keiner weiteren Hervorhebung, daß, ſofern die Durchführung der Beſchlüſſe der Wiener Conferenz zu Aenderungen der Organi⸗ ſation der Gerichte in Böhmen führte, die Regierung nicht unterlaſſen wird, vor der Vornahme der e Ver⸗ änderungen das Gutachten des Landtages einzuholen. Was aber endlich die Reviſion der Verordnung vom 19. April 1880 über den Gebrauch der Landesſprachen im Ver⸗ kehre der Gerichts⸗ und ſtaatsanwaltſchaftlichen Behörden in Böhmen mit den Parteien und autonomen Behörden betrifft, ſo kann dieſe Reviſion im Sinne des Punktes 9 der Be⸗ ſchlüſſe der Wiener Conferens, an welcher die Regierung in Mittwoch, 2. Januar 1891. allen Punkten feſthält, erſt nach Durchführung der in Aus⸗ ſicht genommenen Aenderungen in der Abgrenzung der Ge⸗ richtsſprengel in weitere Erwägung gezogen werden. So⸗ wohl bei dieſer Reviſion, als auch bei den Aenderungen der Organiſation der Gerichte wird die Regierung den vom Land⸗ tage geäußerten Wünſchen die eingehendſte Würdigung ange⸗ deihen laſſen und beſtrebt ſein, unter Wahrung der Einheit des Landes und der Gleichberechtigung der Volksſtämme den berechtigten Intereſſen der Rechtſuchenden, ſowie den An⸗ forderungen des Dienſtes Rechnung zu tragen.“ Aus dieſem Theile geht mit vollſter Schärfe hervor, daß Graf Taaffe nach wie vor unerſchütterlich auf dem Boden des Wiener Ausgleichsprotokolls ſteht. Mit wahrhaft antiker Ruhe ſieht der Miniſter⸗Präſident jene ezechiſche Partei, welche unter ſeinen Auſpicien den Ausgleich mit den Deutſchen Böhmens ſchloß, in Trümmer zerſchlagen; ſieht er einen Theil des ſendalen Großgrundbeſitzes den Aus⸗ gleichsboden verlaſſen oder gar ſich den Gegnern der Ver⸗ ſöhnung zugeſellen. Unzweideutig erklärt die Zuſchrift des Statthalters betreffs der von den Czechen geforderten Revi⸗ ſion der Verordnung vom 19. April 1880, welche das Deutſche als interne Gerichtsſprache normirt, daß dieſe Re⸗ viſion im Sinne des Punktes 9 der Wiener Conferenz erſt nach der Durchführung der in Ausſicht genommenen Aen⸗ derung in der Abgrenzung der Gerichtsſprengel in Erwägung gezogen werden könne, weil die Regierung in allen Punkten an den Beſchlüſſen der Wiener Conferenz feſthält. Wenn vielleicht angeſichts des wachſenden Conflictes der Jungtſchechen in Böhmen im Lager der Deutſchen Böhmens die Sorge ſich eingeſchlichen haben mag, daß die Regierung durch den jungtſchechiſchen Anſturm, der auch bei uns nach der Verleſung der Zuſchrift des Statthalters nicht fehlte, ins Schwanken gerathen und verſuchen würde, ſich von den Wiener Punktationen im Sinne einer Annäherung an den jungtſchechiſchen Standpunkt hinweg zu interpretiren, ſo muß dieſe Beſorgniß nunmehr ſchwinden. Der öſterreichiſche Mi⸗ niſter⸗Präſident hat in den Ausgleichs⸗Protokollen den einzig möglichen Boden der nationalen Verſöhnung in Böhmen mit⸗ ſchaffen helfen. Daran hält er nun feſt, damit ſteht und fällt er. Keine Abänderung der Wiener Vereinbarungen ohne Zuſtimmung beider Compaciscenten— das iſt ſein po⸗ litiſches Programm. Er wird es aufrecht erhalten und durch dasſelbe entweder an's Ziel, zur Verſöhnung der Nationalt⸗ täten Böhmens gelangen, oder— die factibſe Oppoſition der Jungtſchechen wird es dahin bringen, daß man in Böhmen die Logik der Thatſachen wird auf die Tagesordnung zu ſtellen gezwungen ſein. — * Große Benuruhigung herrſchte geſtern in Paris. Mehrere Blätter veröoͤffenk⸗ lichten ein angeblich in Straßburg aufgegebenes Tele⸗ gramm, wonach Ende dieſes Monats eine Mobilmachung des XIV.(badiſchen), XV.(elſäſſiſchen) und XVI. (lothringiſchen) Armeecorps ſtattfiuden ſolle. Der Kalſer werde dieſer Mobilmachung beiwohnen. Die drei Armee⸗ corps würden nach der frauzöſiſchen Grenze hin concen⸗ trirt werden. Obgleich hereits von Berlin aus die Lärm⸗ nachricht widerlegt worden iſt, und obgleich ſie bereits von mehreren größeren franzöſiſchen Blättern als„un⸗ glaublich“ bezeichnet worden iſt, ſuchen doch viele Pariſer Blätter die Nachricht ſenſationell auszuſchlachten. Offen⸗ bar handelt es ſich bei dieſen blutigen Tatarennachrichten ebenſo um gemeine Börſenmanöver, wie dies neulich bei den Telegrammen aus Nancy der Fall war, welche ein dortiger Spekulant über Zwiſchenfälle an der Grenze, die er natürlich freihändig erfunden hatte, nach Paris ſandte, In dem Nancyer Falle gelang es, den Schwindler zu er⸗ wiſchen und zur Beſtrafung zu bringen. Hoffentlich wird dies auch jetzt möglich ſein. Die franzöſiſchen Behörden wer⸗ den aus den Urſchriften der betreffenden Telegramme ſchon bald das Nöthige erſehen. Daß dieſelben nicht aus Straßburg herrühren, liegt auf der Hand. Das Straßburger Telegraphenamt würde eine ſolche Nachricht ſicher nicht durchgelaſſen haben. Es liegt ſomit, wie die „Straßb. Poſt“ mit Recht betont, eine Fälſchung des Urſprungsortes der Depeſche vor: ſchon ein zwingender Beweis für die mala fides des Aufgebers. An ſich iſt zu der ganzen Sache noch folgendes zu bemerken: Selbſtverſtändlich hat Deutſchland das Recht, Manöver und Mobiltſtrungsverſuche mit ſeinen Truppen vorzu⸗ nehmen, wo und wann wir wollen. Das kann uns Niemand verbieten. Indeſſen übt ein Staat ebenſo wenig wie ein einzelnes Individuum ohne zwingenden Grund alle Rechte aus, die er beſitzt. Es kommen daneben auch Erwägungen praktiſcher Art in Betracht. Und dieſe Erwägungen ſagen, daß ein Mobilmachungsverſuch deutſcher Truppen an der franzöſiſchen Grenze in Frank⸗ J. Seite. reich ebenſo verſtimmen würde, wie ein Mobllmachungs⸗ verſuch franzöſiſcher Truppen an der deutſchen Grenze bei uns. Wer alſo ſolch' eine Nachricht aus der Luft greift und weiter verbreitet, der verfolgt damit kein anderes Ziel als das, die beiden Völker, deren Bezieh⸗ ungen ſeit einiger Zeit ſich merklich gebeſſert haben, aufs neue zu verhetzen und im Trüben zu fiſchen. —— Aus Stadt und Jand. *Maunbeim, 7. Januar 1891 Hofbericht. Geſtern Vormittag empfing der Groß⸗ herzog den Gehelmerath Dr. Nokk zu längerem Vortrag und nahm hierauf die Meldung des Hauptmanns Cruſius à la zuite des Pommer'ſchen Füftlier⸗Regiments Nr. 34, Vorſtand des Abnahme⸗Kommandos bei der deutſchen Metallpatronen⸗ fabrik in Karlsruhe entgegen. Die Großherzogin iſt geſtern Nachmittag halb 3 Uhr, begleitet von der Hofdame Freiin von Gaylina und dem Hofmarſchall Grafen Andlaw, nach Berlin abgereiſt. Dieſelbe verweilte in Frankfurt während des 1½ſtündigen Aufenthaltes bei der Landgräfin von Heſfen. Abends 95 der Großherzog den Vortrag des Legations⸗ ratbs Dr. Freiherrn von Babo entgegen. Um halb 9 Uhr traf das Erbgroßh. Paar aus Stuttgart in Karlsruhe ein.“ Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Direktor des Kaiſerlichen Haus⸗, Hof⸗ und Staatsarchivs in Wien, Geheimen Rath Ritter von Arneth, das Groß⸗ kreuz des Ordens vom Zähringer Löwen, dem Miniſterial⸗ rath a. D. Ludwig Wielandt in Karlsruhe, ſowie dem Oberlandesgerichtsrath Eugen Wolff in Karlsruhe das Kommandeurkreuz 2. Klaſſe des Ordens vom Zähringer Oowen verliehen. Militäriſcheg. Durch Allerhöchſte Kabinets⸗Ordre vom 27. December v. J. iſt Folgendes beſtimmt: Landwehr⸗ Bezirk Heidelberg: Nieſer, Unterarzt der Reſerve, zum Af⸗ fiſtenzarzt II. Claſſe befördert. Landwehr⸗Bezirt Karlsruhe: Dr. Buchmüller, Dr. Sternberg und Dr. Deis, Unterärzte der Reſerve, zu Aſſiſtenzärzten II. Claſſe befördert. * Forſtpraktikauten. Auf Grund der im Dezember vorgenommenen Staatsprüfung im Forſtfache ſind folgende Forſtkandidaten unter die Zahl der Forſtpraktikanten aufae⸗ nommen worden: Krutina, Karl, aus Freiburg, Wan⸗ kel, Rudolf, aus Pforzheim, Lang, Hans, aus Müllheim, Löffel, Hermann, aus Durlach. Zur deutſchen en in Karleruhe. In huldvollſter Weiſe hat nunmehr der Gro herzog die Räume der Orangerie und des Porphyr⸗Sagles im Reſidenzſchloß zux Verfügung geſtellt; dieſelben dürften Platz für ca. 3000 Fächer bieten. Die Ausſtellung dürfte demnach eine der groß⸗ artigſten auf dieſem Gebiete werden. Aus allen Städten Deutſchlands treffen bereits Anmeldungen Seitens der Künſt⸗ lerſchaft wie auch von Beſitzern und Sammlern werthvoller und ſeltener Stücke, ein Die Frau Großherzogin hat das Protektorat über die Ausſtellung und der Erbgroßherzog Friedrich das Ehrenpräſidium übernommen, Die Stadt Karks⸗ ruhe bat ferner in richtiger Würdigung des gemeinnützigen Zweckes der Ausſtellung einen zweiten Preis von 500 Mark bewilligt. Mehrere Herren des Comitss ſind ſeit einiger Zeit auf Reiſen, um in verſchiedenen Kunſtſtädten Deutſchlands Sammelſtellen zu errichten und auch ſonſtiges, auf die Ge⸗ ſchichte des Fächers Bezug habendes Material zu erwerben. Für Alterthumsfreunde wird die Ausſtellung ſchon deßhalb von grhßtem Intereſſe ſein, da eine möglichſt umfangreiche und vollſtändige Abtheilung für antike Stücke angeſtrebt wird. Von verſchiedenen Höfen iſt außerdem eine Betheiligung mit koftbaren 8 in Aus ſicht geſtellt. Herr J. Roſen⸗ bers in Karlsruhe hat ferner dem Comits ſeine reichhaltige und hochintereſſante Privatſammlung überwieſen und die ein⸗ ———5 Spezial-Kommiſſionen ſind bereits in volle Thätigkeit getreten. Erledigte Stellen. Die Stelle eines Hilfsarztes bei der Heil⸗ und Pflege⸗Anſtalt Illenau iſt im Laufe e Siaen zu beſetzen. Anfangsgehalt 1500 Mk. neben freier Station. Bewerbungen nebſt Zeugniſſen und currienlum vitae ſind iunerhalb 3 Wochen bei großh. Direktion der Heil⸗ und Pflegeanſtalt Illenau einzureichen. Werkmeiſterſtelle bei der Telegraphenwerkſtätte der großh. bad. Stagtseiſenbahnen in Karlsruhe. Kautionsfähige(800 Mi) Bewerber müſſen tüchtige, erfahrene Feinmechaniker und im Bau von Tele⸗ 1 5 und Signalapparaten gut bewandert ſein, auch die nöthigen theoretiſchen Kenntniſſe und Gewandtheit im Er⸗ ledigen ſchriftlicher Arbeiten beſitzen. Bewerbung iſt alsbald bei der Generaldirektion einzureichen. Telephonverbindung. Die Telepbonverbindung Heidelberg und Kaiſerslautern iſt nunmehr laut einer ekanntmachung des Kaiſerlichen Oberpoſtamtes in Karls ruhe auch dem öffentlichen Verkehre übergeden worden. Für die Aufbewahrung von Gepücktucken auf den Bahnbhfen der preußiſchen Staatsbahnen iſt bis ſetzt für iedes Stück und für jeden Tag, den Tag der Niederlegung und der Zurücknahme für voll gerechnet, 10 Pfa. erhoben worden. Jetzt tritt in der Gebüdrenberechnung eine Er⸗ Marguerite. Eine Nopelle von Ludwis Schreiner. Gortſetung)(Kachdruck verboten.) Marguerite ſtand einen Augenblick von dieſem Anblick überraſcht, dann aber, als ob ſie ſich plötzlich befinne, über⸗ lief ein dunkles Roth ihre unſchuldvollen Züge, mit tiefem Ernſte wandte ſie ſich ah und ſchritt geſenkten Hauptes durch den Torridor zurück.— Belas Entzücken über den Anblick dieſes engelgleichen Mädchens ſprach aus ſeinen glübenden, verlangenden Blicken, jedoch wagte er mit keinem aute, die Stille zu unterbrechen, durch welche ihr leichter Groll ſich offenbarte.— Schweigend ſchritten beide zwiſchen den Spiegeln dahin. Als fie den glänzenden Salon wieder erreicht hatten, den ſie kurz vorher verließen, und von der farbigen Decke die Amoretten auf ſie herablachten, ſchwanden die Wolken von Marauerites Stirne und in Harmloſigkeit wie zu⸗ vor warf ſie ſich auf jenen Divan, welcher der gebeimniß⸗ vollen Thüre gegenüberlag, und blickte mit kindlichen Augen zu dem Grafen auf, der neden ihr ſtand. ch beneide Sie nun umſo mehr, Herr Graf,— aber ich kann mir nicht erklären, weßhalb Sie mich bierherführten, um mir alle dieſe Reichthümer zu zeigen?“ „O glauben Sie nicht, daß ich es that, um mit meinem Beſitze zu prahlen! Was ſind dieſe Gemächer gegen die Pracht meiner heimathlichen Schloͤſſer, und doch erſcheinen ſie mir zu dürftig, um der lieblichſten Fee zum Palaſte zu dienen.“ Einer Fee?“ frug Marguerite mit anmuthigem Lächeln. Gibt es in Heimath noch Feen? Oder meinen Sie damit ein irdiſches— 5 2“ fuhr ſie ernſter fort,„lebt Ihnen daheim eine ſolche Ferp“ Nein, ſchöne Marguerite, ich bin kein Märchenprinz⸗ die Märchen der Kinderzeit habe ich verträumt und vergeſſen, aber ſeit einſger Zeit habe ſch die Empfindung wiedergefunden, die Entſchlaſeßſes weckt und doppelt ſelig neue Märchen träumt. Marquerite, ich will Ihnen ſagen, warum ich Sie bierherge⸗ drachl. In meiner Heimatß hätte ich Sie weit in die Puzsta General⸗UAngeiger. Mannheim, 7. Januar. mäßigung dabin eln, daß filr jedes Stück ſür die beiden erſten Tage zufammen 10 Pf, und für jeden folgenden Tag weitere 10 Pf. erhoben werden. Die Heſfinmung, daß der Tag der Niederlegung und der Tag der Zurücknahme, als ie ein voller Tag gerechnet werden, iſt unverändert geblieben. Meſſen und Märkte in Baden. Zu dem vom Gr. Statiſtiſchen Bureau zu Anfang vorigen Jahres herausgege⸗ benen Verzeichniß der Meſſen und Märfte im Großherzog⸗ thum Baden für 1891 theilen wir nachfolgend die inzwiſchen bekannt gewordenen Veränderungen mit: Aach(Engen). Der auf den 16, März angeſetzte Krämer⸗, Vieh⸗, Roßmarkt iſt auf den 17. März verlegt.— Engen. Am 19. Septem⸗ ber wird kein Zuchtvieh und Farrenmarkt, ſondern nur Far⸗ renmarkt abgehalten.— onſtanz. Statt des auf 21. Dezember angeſetzten Krämer⸗, Vieh⸗ und Schweinemarkts wird am 22. Dezember Vieh⸗ und Schweinemarkt abge⸗ halten.— Hornberg(Triberg.) Mit den Krämermärkten in den Monaten März und September ſind Vieh⸗ und Schweinemärkte verbunden nund die Abhaltung wird vom 19. März und 8. September auf den 20. März bezw. 10. Sep⸗ tember verlegt; ferner werden am 17. Mai und 18. Novem⸗ ber Vieh⸗ und Schweinemärkte abgehalteu.— Mönch⸗ weiler. Der am 7. September angeſetzte Krämer⸗ und Viehmarkt iſt auf den 1. Oktober verlegt worden. Bonndorf. Der auf 28. April angeſetzte Zuchtviehmarkt fällt aus.— Stühlingen. Am 28. April wird Zucht⸗ vieh⸗ und Ochſenmarkt abgehalten.— Emmendingen. Am 7. Jan. wird Vieh⸗, Roß⸗ und Schweinemarkt abge⸗ halten.— Neuenburg(Müllheim). Die beiden auf 30 April und 19. November angeſetzten Krämermärkte fallen aus.— Unterbwisheim. Der auf 11. November ange⸗ ſetzte Krämermarkt iſt auf den 19. Oktober verlegt.— Wall⸗ dürn. Am 12. Febr., 12. März, 9. April, 14. Mai, 8. Okt. und 12. Nov. werden Vieh⸗ und Schweinemärkte abgehal⸗ ten.— Külsheim. Am 11. März, 8. April, 20. Mai, 17. Juni, 15. Juli, 12. Aug., 9. Sept. und 7. Okt. werden Vieh⸗ und Schweinemärkte 970 und am 11. Februar, 24. März 22. April und 18. Novp. Viehmärkte— Wert⸗ heim. Der mit dem am 6. Okt. ſtattfindenden Krämer⸗ markt verbundene Viehmarkt fällt aus; die alle 14 Tage abzuhaltenden Viehmärkte nehmen am 7. Jan. ihren Anfang. Jufolge der anhaltenden Kälte haben ſich Wölfe, wie aus dem Elſaß gemeldet wird, in der Nähe mehrerer dortigen Ortſchaften ſehen laſſen, ſodaß ſich die ländliche Be⸗ völkerung der betreffenden Bezirke begreiflicher Weiſe in großer Aufregung befindet. In Pisdorf hatte ſich ein Wolf bis unmittelbar an den Ort gewagt, wo er ſich ganz gemüthlich herumtrieb. Der dortige Jagdinhaber kam ſogleich mit ſeiner Flinte, konnte aber nicht ſchießen, denn durch die Aufregung gewarnt, gab der Wolf Ferſengeld und verduftete in dem nahen Wald. *Das Neueſte wird in folgender Weiſe colportirt. Kommt da ein Handwerksmeiſter zu einem Arzt, der es ſeinem Patienten immer ſchon an der Zunge anſteht, woran es fehlt.„Na, zeigen Sie mal die Zunge!“ fordert er den Patienten auf. Dexrſelbe gehorchte und der Doktor fährt ent⸗ ſetzt zurück.„Na, Sie müſſen ſich den Magen am Sylveſter aber ordentlich verdorben haben; die ſieht ja ſchauderhaft aus!“—„Ach nee, Herr Doktor“, ſo antwortet der Meiſter, „deß kummt nit vum verdorwene Mage, ich hab nor for mein''ſelle, deß Dienſtmeedche, die Wäſch⸗ un Butzfraa un for's Bügel⸗ un Nähmeedche die Marke for deß neie Inva⸗ liditäts⸗ und Altersverſicherungsgeſetz eingeklebt— doher die belegt Zung!“ Eine ſchöne Ueberraſchung wurde einem jungen flotten Landwirth im Orte B. im Odenwald zu Theil. Der junge Mann batte ſeine Militärzeit in M. verbracht und da⸗ ſelbſt eine Liebſchaft angebündelt. Als er im Herbſt v. Js. entlaſſen wurde, lud er beim Abſchied ſeine Braut in M. ein, ihn zu beſuchen, Er ſcheint aber ſeinen Schritt bald bereut zu haben, denn vor 14 Tagen verlobte er ſich mit einer hüb⸗ ſchen Gaſtwirthstocher aus dem Bayriſchen. Von früher her hatte er aber noch eine Liebe, die ein lebendes Andenken der Bekanntſchaft aufwies. Dieſe erfuhr von der Verlobung und reiſte am Neuighrstage nach., wo aber auch die Geliebte aus M. und die Gaſtwirthstochter zugleich eingetroffen wa⸗ ren. Es gab einen fürchterlichen Skandal. Der bäuerliche Don Juan ergriff das Haſenpanier und die betrogenen Schö⸗ nen, welche zuletzt gegen einander handgreiflich wurden, ſchei ⸗ nen alle Drei das Nachſehen zu haben, denn der Pſeudobräu⸗ tigam, heißt es, wäre vor lauter Angſt über See. Eisfeſt. Auf dem Collekturweiher findet heute Abend bei Beleuchtung der Bahn ein großes Eisfeſt mit Concert ſtatt. Die kaufmänniſche Geſellſchaft„Merkur“ ver⸗ anſtaltete verfloſſenen Samſtag im Saale der Caſinogeſell⸗ ſchaft zur Feier ihres vierten Stiftungsfeſtes einen Ball, welcher aufs zahlreichſte beſucht war und unter der vortreff⸗ lichen Leitung des Herrn Tanzlebrers Guſtav Lüner in 5 und fröhlichſter Weiſe verlief. Große Heiterkeit rief er Cotillon hervor, welcher aus den orginellſten und ab⸗ wechslungsreichſten Touren beſtand. Eine beſondere Ueber⸗ raſchung wurde der Geſellſchaft am Abend noch zu Theil, indem ihr eine prachtvolle Erinnerungsſchleife, ſowie ein prächtiger Humpen, von Gönnerinnen geſtiftet, unter einer hübſchen Anſprache überreicht wurden. Sonntag Vormittag UPB KKKKBBBBKKKK—— entführt, um Ihnen unbelauſcht ſagen zu können, wie hell und heiter mirs im Herzen wurde, ſeit ich Sie geſehen.— Zürnen Sie nicht und hören Sie mich zu Ende! fuhr er, als ihre bittende Geberde ihm zu ſchweigen gebot, haſtig fort, indem er neben ihr auf den Divan ſank.„Die Jagd des Lebens hatte mich entnüchtert. In wildem Ritte jagte ich an den Schönheiten der Natur vorüber, flüchtig ſtreifte mein Blick über ſie hinweg, ohne Zeit zu finden ihre reine Tiefe zu ergründen. So ſah ich auch Sie, Marguerite, wie eine ſchöne Blüthe am Wege, deren Duft den Wanderer reizt, ſie zu brechen, zu genießen und nach kurzer Friſt die verdorrten Blätter auf den Weg zu ſtreuen. Ich wollte auch Sie brechen, genießen und verwerfen. Aber als ich die Hand zu der herz⸗ loſen That ausſtreckte, umwob mich der berauſchende Duft der Blüthe mit einem Zauber, den ich bei keiner Blülhe zu⸗ vor empfunden, und die Blätter ſpielten vor meinen Blicken in niegeſetzener Pracht. Da hielt ich an und zum erſten Male ſprach mein Herz: Dieſe Blüthe iſt kein Alltagskind, zukurzer Luſt des Wandexers geſchaffen, ſie iſt von ſeltener Art, und wenn Du ſie brichſt, wird ihr Blut Deine Finger netzen und keine Dauer der Zeit wird ſie wieder reinwaſchen von dem Verbrechen! Wer ſie beſitzen will, muß ſie mit der Wurzel verpflanzen und hegen und pflegen wie das theuerſte Gut auf Erden!— O Marguerite, Du duftige Blüthe, darf ich Dich mit mir netzmen in meine Heimath, darf ich Dich hegen und pflegen, damit Du nur mir blüheſt, mir ganz allein? Willſt Du mein Eigen ſein vor Gott und den Menſchen?“— Marqauerite hatte mit wechſelndem Empfinden dieſen Worten gelauſcht. Sie ſuchte ſich ſelbſt wiederzufinden, denn dieſe Wirklichkeit ſchien ihr undenkbar. Doch als nun der ſchöne Mann zu ihren Füßen niederſank, ihre Kniee umfaßte und mit bebender Stimme hauchte:„Marguerite, kannſt Du mich lieben, ſo geb' ich Dir wieder, was Du mir gibſt, den Himmel!“— Da durchrieſelte ein Gefühl der Wonne und Furcht ihre Glieder, gewaltſam ſuchte ſie ihren Blick von jenem dunklen Blicke loszureißen, der ſie glühend zu durch⸗ bohren ſchien, aber immer wieder tauchte er zurück in das berauſchende Meer, und als ſie in ſeine Tiefen ſchante, erſchloß ſich ihr ein Märchen namenloſen Glückes, voll Liebe und Wahrheit, und willenlos ſtammelten die Lippen Ich hinterging die Mutter und folgte Ihnen!“— überge ſand im Vocale T I. IS ein Früßſchoppen⸗Concert flatt, welches fen ſcls ſtark beſucht war. Ein gemeinſchaftliches Mittageſſen ſchloß die Feſtlichkeit. Der bekaunte Schriftſteller Dr. Fränkel wird am 22. d. M. einen Vortrag halten über„Bellam's Zukunftsſtaat.“ 5 Geltſamer Fund. Im Rheine bdei Altlusbeim ſtießen vorgeſtern Schiffer auf einen im Wafſer feſtliegenden Wagen, an dem zwei kodte Pferde hingen. Vermuthlich iſt dieſes das Juhrwerk eines Wirthes von Wieſenthal, welches vor einigen Wochen mit Wein beladen bei der Heimfahrt ver⸗ unglückte. Todesfall. Der Bruder der Frau Prinzeſſin Wilhelm von Baden, Herzog Nikolaus von Leuchtefberg, iſt geſtern Mittag in Paris geſtorben. Zimmerbrand. In einem Packraum des Hauſes J 7 26 gerieth geſtern ein neben dem Ofen befindlicher Balken infolge der intenſiven Hitze in Brand. Das Feuer wurde jedoch alsbald gelöſcht. Meteorologiſche Beobachtungen der Station Mann⸗ heim vom 7. Januar Morgens 7 Uhr. Barometer⸗ Thermometer Höchſte und niederde Tem⸗ Iin Celſtus bvexatar des verg. Tages in mm Trocken ſ Feucht Stärle Makimum MNinimum 752.8— 74—.9 Nicd 4— 4.—.7 ) Sindſtille; 1: ſchwacher 2: etwas ſtarter ꝛc.; 3: Sturm: 10; Orkan. IAuns dem Grsfherzogthum. (c) Heidelberg, 6. Jan. Geſtern Nacht 3 Uhr verſtarb in München nach längerem Leiden der dortige kgl. Hofmufiker Hermann Kindler, ein hervorragender Celliſt, im Alter von 27 Jahren. Aus Heidelberg gebürtig, machte er eine ſchwere, entbehrungsreiche und mühevolle Jugend durch, bis er in einem Alter von 21 Jahren in die Muſikſchule nach München kam, woſelbſt er unter der Leitung des kgl. Pro⸗ feſſors J. Werner bei ſeinem eiſernen Fleiße und ſeinem außerordentlichen Talente raſche Fortſchritte machte. Nach⸗ dem er zwei Jahre an der Muſikſchule ſtudirt hatte, bethei⸗ ligte er ſich mit glücklichem Erfolge an der Konkurrenz um die Mendelsſohnſtiftung in Berlin. Nach einigen Monaten weiteren Studiums bei dem im vorigen Jahre geſtorbenen Davidow in Moskau kam er in die Münchener Hofkapelle, wo er bis Anfang November 1890 wirkte, bis ihn ein ſchweres Nervenleiden zwang, ſeine angeſtrengte Thätigkeit einzuſtellen. In unſerer Stadt iſt der Verſtorbene wiederholt mit großem Erfolge aufgetreten. Hemsbach, 5 Jan. Geſtern verunglückte in der Näbe des beſſiſchen Ortes Hornbach(bei Birkenau) der hiefige Fuhrmann A. Döringer beim Holzfuhren, indem er, von einem Rain abgleitend, zu Boden ftürzte und unter die Vorderräder ſeines beladenen Wagens gerietb. Der Tod des Schwerverletzten trat nach einer halben Stunde ein. Eberbach, 6. Jan. In einer dahier ſtattgefundenen Verſammlung von Gewerbetreibenden wurde beſchloſſen, eine Petition an das Großh. Miniſterium zu richten, in welcher behufs Einſchränkung des alle Geſchäfte ſtark ſchädigenden Hauſir⸗ und Detailhandels geboten werden ſoll, die Hauſirer und Detailreiſenden zu den Gemeindeſteuern beranzuzieben und außerdem eine höhere Steuer für die Ausſtellung von Legitimationskarten einzuführen. Naſtatt, 6. Jan. Im Hauſe des Reſtaurateurs Berg⸗ mann, Kriegsſtraße 100 dahier, ereignete ſich vergangene Nacht ein Unfall, welcher leicht die beklagenswertheſten Folgen hätte nach ſich ziehen können. In der im zweiten Stockwerk ge⸗ legenen Wohnung eines Offiziers vom 25. Inf.⸗Regl, ent⸗ zündete ſich, offenbar in Folge unvorſichtigen Gebrauchs eines Lichtes, ein größeres Quantum Schießpulver, welches vor⸗ bend daſelbſt aufbewahrt war. Die Wirkung der Ex⸗ ploſton war eine außerordentliche: die Wände zweier Zimmer und mehrere Kreuzſtöcke wurden eingedrückt, die Decke des unteren Stockwerkes und der Exploſionsſtelle fiel herab, zahl⸗ reiche Mobiliarſtücke wurden demolirt, kurzum, das ganze Haus ſehr ſtark beſchädigt. Wunderbarer Weiſe iſt eine Ver⸗ letzung von Menſchen nicht vorgekommen. *Schopfheim 6. Jan. Um das Andenken ihres kürz⸗ lich verſtorvenen Vaters und Schwiegervaters des Herrn Fabrikanten C. W. Grether von hier zu ehren, haben Herr Fabrikant C. F. Krafft von St. Blaſien und ſeine Frau Ge⸗ mahlin dem hieſigen Krankenhaus die Summe von 20.000 Mark mit der Beſtimmung überwieſen, daß das Erträgniß des Kapitals im Sinne belfender Nächſtenliebe verwendet werden möge. Freiburg, 5. Jan. Um den Unterofſizieren und Mannſchaften den Aufenthalt in der Kaſerne möglichſt ange⸗ nehm zu machen und ihnen Gelegenheit zu geben, ihre Be⸗ dürfniſſe innerhalb derſelben befriedigen zu können, wurde hier kürzlich Seitens eines Bataillons eine Art Kaſino, ähnlich wie dies auf Veranlaſſung des Karſers vor 0 81 in Berlin geſchah, für dieſelben errichtet, was von allen eiten dankvarſt begrüßt wird. Neben der Unterhaltung durch verſchiedene Spiele und Bücher, die das Bataillon an⸗ ſchaffte, werden allmonatlich—2 Mal Vorträge, Vorleſungen, Exzählungen kriegeriſcher Ereigniſſe, Epiſoden aus den Feld⸗ zügen u. ſ. w. durch die Unterofftziere ſeltſt gehalten, was die Zuſammenkünfte anziehend, unterhaltend und zugleich be⸗ AA ¶dddd ͥã cc „Weil Du mich liebſt?“— Sag', daß Du's deßhalb thateſt! Sag', daß Du mich liebſt!“ Krampfpaft zuckten Marauerites Lippen, in den Augen glänzten ſchimmernde Perlen, jäh umſchlaug ihr Arm den geliebten Mann und ihre Tyränen netzten ſein dunkles Haar. Da preßte Bela das zitternde Mädchen mit jubelnder Selig⸗ keit an ſeine Bruſt und ein feuriger Kuß brannte heiß auf ihren Lippen. Wie Höllenlärm in Himmelsmelodie tönte es plötzlich durch den ſtillen Sgal. Die Flügelthüre, welche Dinge ver⸗ barg, die Bela Marquerites Augen nicht ſchauen laſſen wollte, flog krachend auf, und an reichbeſetzter Tafel ſtand die vor⸗ nehme, junge Welt, mit frenetiſchem Jubel den Sieg des glücklichen Genoſſen feiernd. Die Champagnerkelche klirrten aneinander und die Luft zitterte unter den Hurrahrufen der Uebermüthigen:„Mayteny, hoch! Von Dir kann man das Lieben lernen! Hoch, Mayteny, der Meiſter hoch!' wogte es durcheinander.— Die Liebenden ſprangen empor. Mar⸗ guerite ſtand entgeiſtert, Böla aber, der an die Genoſſen und die frivole Wett“ nimmer gedacht, deſſen Bruſt noch ſtürmiſch wogte in dem Rauſche der reinſten Wonne, entflammte in heiligem Zorne. Der Lärm degann ſich zu legen. als die ſchrille Stimme der Antoni mit beißendem Hohne ertönte? „Hoch, Marguerite! Sie iſt endlich geſcheidt geworden! Hoch unſere tugendſame Marguerite!“— Da durchzuckte es Marguerite mit ſchrecklicher Ahnung, angſtvoll preßte ſie die Hand auf's Herz und das Auge irrte wie im Wabne umher. „Beruhige Dich, armes Kind“, erklang es neben ihr ſich dem Laute zu und ſab in Belas glüdendes ntlitz. „Betrüger!“ ſchrie ſie fürchterlich auf, indem ſie ſich kraftvoll den Armen des Magparen, der ſie zu umſchlingen ſuchte, entwand und mit wallendem Haar aus dem Saale entflah. Den ganzen Vorgang begleitete ſchallendes Gelächter der Zechenden, die, Alle in den Saal drängend, Bela um⸗ ringten. Dieſer aber ſtieß die Nächſten bei Seſte, folgte Margnerite und ſah, wie ſie zwiſchen den Spiegeln wie eir gehetztes Wild den Corridor durchraſte. (Fortſetzung folgt.) — nmne, J. Fannar. A. Dne. lehrend macht. Selbſtredend ſind dei denſelben immer auch einige Offiziere anweſend, und wird auch von dieſen zur Unterhaltung und Belehrung beigetragen. *Konſtanz, 6. Jan. Vorgeſtern früh wurde die 45 Jahre alte Wittwe Schlotterbeck von hier hinter einem in der Nähe der deutſch⸗ſchweizeriſchen Grenze befindlichen Lager⸗ hof ermordet aufgefunden. Etwas Näheres iſt noch nicht de⸗ kannt. Man kennt weder den Mörder, noch den Ort wo die blutige Tuat geſchehen iſt. Denn daß der Mord nicht auf der Stelle geſchah, wo der Leichnam, der 3 Stiche auf der linken Bruſtſeite trug, gefunden worden iſt, geht ſchon daraus her⸗ vor, daß der Schnee am Fundort keine Spur von Blut zeigt. Von woher aber die Leiche an den Fundort gebracht wurde, iſt noch völlig dunkel; da das Feld mit Schnee bedeckt iſt, ſo hätten vielleicht Schneeſpuren die Richtung angeben können, aus welcher die Leiche beigeſchleppt worden, allein auf die erſte Kunde von dem Leichendefund waxen ſo viele Leute auf den Platz hinausgeſtrömt, daß eine ſichere Spur nicht mehr aufzufinden war. Schneider Müll, der zu der einen ſchlechten Lebens⸗ wandel führenden Schlotterbeck in näheren Beziehungen ge⸗ ſtanden und Sonntag Abends noch in ihrer Wohnnng ge⸗ weſen ſein ſoll, wurde lt. Konſt. Ztg.“ in Verhaft genommen, es ſcheinen ſich aber vorerſt noch keine weiteren Anhaltspuukte gegen ihn ergeben zu haben.— Die Leiche des auf dem Unter⸗ ſee verunglückten Herrn Architekten Holtzmann wurde geſtern gehoben und hieherverbracht. e Sahr 5. Jan. Ueber den verſtorbenen Landtagsab⸗ geordneten Friedrich Geßler bringt die„Lahrer Ztg.“ folgende biographiſche Notizen. Friedr. Geßler war in Lahr am 14. November 1844 geboren. Sein Vater, ein einfacher Landmann, konnte ihm eine gelehrte Bildung nicht mit auf den Weg geben. Geßler beſuchte die Volksſchule und trat mit 14 Jahren bei der Firmg Stoeſſer⸗Jiſcher als Lehrling ein. Seine tüchtigen Gaben halfen ihm bald vorwärts und ſein lebhafter Bildungsdrang blieb nicht unbefriedigt; Prof. Holtzmann ertheilte ihm griechiſchen und lateiniſchen Unter⸗ richt. 1887 gab exr in Gemeinſchaft mit Hugo Oelbermann ein„Friederiken⸗Album“(zur innerung an Friederike Brion von Seſenheim, die im benachbarten Meiſſenheim ge⸗ ſtorbene Jugendgeliebte Goethe3) heraus, in welchem ſich von ihm das Drama„Reinhold Lenz“ befand. Der Krieg von 1870 führte Geßler in glühender patriotiſcher Begeiſte⸗ ſterung als Freiwilligen in's Feld, er trat in ein württem⸗ bergiſches, von dem bekannten Ottfried Mylius(Karl Müller) gegründetes Corps ein, das aber ſpäter der regu⸗ lären Armee einverleibt wurde und bei Champagny tapfer mitkämpfte. Nach ſeiner Heimkehr und Geneſung von einer ſchweren Krankheit die er den Kriegsſtrapazen verdankte, wurde er Prokuriſt der Firma Stoeſſer⸗ ſcher und 1875 wurde ihm die Direktion der Reichs⸗ anknebenſtelle Lahr übertragen, die er bis zur Gründung eines eigenen Bankgeſchäftes inne hatte. 1871 hatte er die Sonette eines Feldſoldaten“ herausgegeben, 1877 folgte ſeine Tragödie„Kaſſandra“, die auch zur Aufführung gelangte, 1881„Diether und Walheide“, Geſchichte aus alter Zeit, 1886 ſe„Hobengeroldseck“ und in neueſter Zeit ſein humoriſti⸗ ches Epos„Der Röhrle von Häfner⸗Neuhauſen.“ Geßlers dichteriſcher Ruf war, zumal in ſeinem Heimathland, feſt be⸗ gründet, und man glaubte von ihm noch Bedeutendes er⸗ warten zu dürfen. Nachrichten, daß eine neue epiſche Dicht⸗ ung, die den Romeias von Billingen zum Helden habe, und ein Drama„Bernhard von Weimar“ ſich der Vollend ung näherten, waren bereits in die Oeffentlichkeit gedrungen. Mit vielen der beſten deutſchen Dichter der Gegenwart, wir nen⸗ nen nur Wilhelm Jenſen, J. G. Fiſcher, H. Vierordt, E. Rittershaus u. ſ. w. ſtand der Berftorbene in engem Freund⸗ ſtsverhältniß.— Als Geſchäftsmann hat Geßler für die brer Induſtrie Bedeutendes geleiſtet. Friedrich Geßler war ein selfmademan, ein ſelbſtgemachter Mann, im heſten Sinn des Wortes, und zugleich ein echter deutſcher Mann von dem Schrot und Korn, wie unſere Zeit ſie erfordert. Er wird in Lahr nicht vergeſſen werden und auch in der Geſchichte der deutſchen Dichtung ſeinen Platz erhalten. Er ruhe in Frieden! Kleine Mittheilnugen. In Achern verfehlte auf dem dortigen Bahndofe der Bremſer Bankert, ſtationirt in Karlsruhe, während der Abfahrt eines Zuses deim Auf⸗ ſpringen den Wagentritt, gerieth unter den Zug, wurde über⸗ fahren und war ſofort todt.— In Büßlingen ſtarb nach langer Krankheit Pfarrer Theodor Kern im Alter von 61 15 ren.— In Gaggenau ſpielten zwei Burſchen auf dem iſe beim Schlittſchuhlaufen mit einer Piſtole; die Waffe wurde gelaben, durch unvorſichtige Behandlung ging der Schuß jedoch vorzeitig los und dem einen der Burſchen der⸗ art in die linke Hand, daß der Zeigefinger ganz weggeriſſen, überhaupt die ganze Hand arg beſchädigt wurde.— In Konſtanz ertränkte ſich im dortigen Hafen ein junges Mädchen, Sophie Auer von Gailingen. Das Motiv zu dieſer That iſt bis jetzt noch nicht bekannt.— In Geiſingen wurde das neuerbaute Schulbaus feierlich eingeweiht. Pfälfiſch-Heſſiſche Machrichten. Ludwigshafen, 6. Jan. Geſtern entſpann ſich zwi⸗ ſchen zwei Arbeitern in der Fabrik Gebr. Sulzer dier eine blutige Schlägerei, wobei einer dem andern mit einem Hammer auf den Kopf ſchlug, ſo daß ein Auge ſchwer berletzt wurde und derſelbe bewußtlos in das Krankenhaus Ein Kampf um's Daſein. Amerikaniſcher Roman, frei bearbeitet von Max v. Weiſßenthnrn. Nachbruck verbsten. 38 Gortſezung) „Dir wollen noch eingebender darüber Rückſprache galten,“ ſprach Madame und das Endreſultat dieſer Be⸗ ſprechung war, ſich bereit erklärte, Alice mit allen nötbigen Zeugniſſen zu verſehen und ihr Möo⸗ lichſtes zu thun, um ihr die in Ausſicht ſtehende Stelle Garſchaffen Als die deiden Damen ſich wieder allein ſahen, ſprach Mrs. Howard zu ihrer Prinzipalin: Glauben Sie, daß Sie einen weiſen Beſchluß gefaßt? „Ja, Fräulein Dervent das ſehe ich Dieſe erwiderte ohne Zögern: iſt don einem Geheimniß umg ben, 0 eben ſo klar wie Sie; doch lege ich meine Hand dafür in's Feuer, daß es nichts iſt, was zu ihrer Unehre gereicht! Ich bin überzengt, daß ſie uns niemals Unehre machen wird!“ Am folgenden Tag ſchon ſchrieb Madame an die Gräfin, ihr mittheilend, daß ſie ihr eine junge Dame auf das Wärmſte empfehlen könne, welche in jeder Hinſicht der Siallung ent⸗ ſprechen werde, die einzunehmen ſie beſtimmt ſei Die Gräfin war entzückt und erklärte, ſie verlaſſe ſich blindlings auf Madame's Urtheil, ſie möge die Dame Mitte Mai nach Roſeneck ſenden. Sie bingen mir gute Kunde!“ rief Alice, als Madame mit dem Brief in der Hand in ihr Zimmer trat;„ich ſeh⸗ es Ihrem Antlitz an; man geſtattet mir, nach Roſeneck zu kommen!“ 8 „Ja, die Gräfin iſt ſehr einverſtanden!“ entgegnete Ma⸗ dame, ſich im Stillen wundernd, wesbalb Alice Dervent's Antlitz in förmlicher Verklärung leuchtete. 3u derbracht werden mußte An ſeſnem Auffommen ſpird ge⸗ zweifelt. Der Thäter iſt verhaftet. WMaxdoerf, 6. Jan. Seit Jahren beſchäſtigen ſich etwa 20 bis 25 ßieſige Einwohner, vorzüglich während der Herpſt⸗ und Winterzeit mit dem Mäften von Gänſen. In dieſem Jahre hat dieſes Geſchäft nun einen ſolchen Aufſchwung ge⸗ nommen, daß bis letzte Weihnachten ca. 10,000 Stück ver⸗ kauft waren, wovon über 6000 Stück Mager⸗Gänſe vom Aus⸗ land, aus Rußland und Oeſterreich dezogen wurden. Bis zum Schluſſe der Saiſon werden ſicher noch 3000 bis 4000 ge⸗ mäſtet und abgeſetzt. Morlautern, 6. Nov. Eine eigenthümliche Wette machten zwei bieſige junge Männer. Karl Dörr wettete um 2., in zehn Minuten eine Diſtanz von dreiviertel Stun⸗ den zu laufen, und es wurde dazu als Ziel der Lauterhof bei Otterbach beſtimmt, wohin man gewöhnlich von Mor⸗ lautern aus dreiviertel Stunden rechnet. Joh. Heil ghatte ebenfalls eine Wette eingegangen um 2 M und ein Faß Bier von 20 Liter, die gleiche Strecke in zehn Minuten zurückzu⸗ legen. Es waren zur Kontrolirung zwei Schiedsrichter be⸗ ſtimmt, die etwa 20 Minuten früher abgingen und auch meh⸗ rere Neugierige hatten ſich eingefunden. Trotzdem infolge des Slatteiſes der Weg zum Gehen halsbrecheriſch war, legte K. Dörr dieſe Strecke in 8½ Minuten und J. Heil in 7 Min. zurück. Beide hatten ſomit ihre Wette glänzend gewonnen. Bon der Qneich, 5. Jan. Eine drollige Affenge⸗ ſchichte wird von hier erzählt. Die Frau eines herumziehen⸗ den, auch in unſerer Gegend ſich produzirenden Kleinmena⸗ geriebeſitzers badete ihr Kleinſtes im Kübel und legte es wieder zu Bette. Der Affe ſah zu. Als die Mutter ſich einen Augenblick aus dem Wagen entfernte packte der Affe das Kleine und ſetzte es ebenfalls in den Kübel, luſtig darauf los waſchend. Auf das Geſchrei des Kindes kehrte die Frau eiligſt wieder zurück und befreite das Kleine aus ſeiner mißlichen Lage. * Schöllenbach, 5. Jan. Geſtern Vormittag erlitt der etwa um /10 Uhr die bieſige Station paſſirende Schnellzug Frankfurt⸗Eberbach einen Radreifenbruch und entgleiſte ein Wagen. Einer der geängſtigten Paſſagiere gab das Noth⸗ ſignal, worauf der Maſchinenführer den Zug zum Stehen brachte. Dadurch wurde ein groß⸗s Unglück verhütet, indem der Zug ſich gerade auf einem 15 Meter hohen Damm be⸗ jand. Da das Geleiſe theilweiſe zerſtört war, entſtand eine Betriebsſtörung und konnte der nach 10 Uhr von Eberbach fahrplanmäsig abfabren ſollende Perſonenzug nicht abgelaſſen werden. Durch die requtrirte Mannſchaft von der Bahn⸗ meiſterei Hetzbach und von Eberbach war nach 1 Uhr der Schaden ſo weit wieder reparirt, daß gegen 4 Uhr die Züge wieder die Stelle paſſiren konnten. *Mainz, 6. Jan. Im Centralbahnbof fuhr geſtern Morgen während des Rangirens eine Lokomotive in die Seite eines Güterzugs. Von dieſem ſprang der Heizer noch rechtzeitig von der Lokomotive, während der Führer derſelben durch die Gewalt des Stoßes herabgeſchleudert wurde; durch dieſen Stoß wurde aber auch der Hebel herumgeworfen, der Dampf ſtrömte in die Maſchine und ſetzte die herrenloſe Lokomotive ſemmt den Zug in Bewegung. Zum Glück ſtand der Zug auf einem todten Geleiſe, ſo daß die Lokomotive den Erdwall hinauf lief, durch welchen das Geleiſe abgeſchloſſen wird und oben auf dem Erdwall ſitzen blieb. Wäre das Geleiſe frei geweſen, dann hätte der herrenloſe Zug ein un⸗ berechenbares Unglück anrichten können. Durch den Zuſam⸗ menſtoß wurden mehrere Wagen beſchädigt. Gerichtszeitung. aunbeim, 5. Jauuar.(Strafklammer II) Vorſitzender: Herr Landgerichtsdirektor Dr. Cadenbach. der Großh. Staatsbevbörde: Herr Staatsanwalt uffner. 1) Die ſchon vielbeſtrafte, 28 Jahre alte Dienſtmagd Emma Stork von Nidda, welche in einer Wirthſchaft zu Waldhof angeſtellt geweſen, daſelbſt aus einem Kaſſenſchrank 200 Mk. und aus einem Wäſcheſchrank verſchiedene Weißzeug⸗ tücke geſtohlen hat, wird zu einer Zuchthausſtrafe von 2 ahren verurtheilt.— 2) Im November und Dezember v. J. entwendete der 48 Jahre alte, ſchon beſtrafte, verh. Taglöhner Anton Seiler aus Markdorf in einer hiefigen Mublſtein⸗ fabrik, wo er bedienſtet war, mehrere Hämmer, Zangen, Meiſel und anderes Werkzeua im Werthe von cirea 30 Mk. außerdem ſtahl er einem Schmiedegeſellen derſelben Fabrik eine Taſchenuhr. Seiler erhält deshalb nach dem heutigen Urtheil der Strafktammer 1 Jahr Gefängniß.— J) Gleich⸗ falls wegen Diebſtahls wird der 20 Jahre alte Taglöhner Julius Schmidt von Sattelbach zu 5 Wochen Gefängniß verurtheilt, von denen jedoch 4 Wochen durch die Unterſuch⸗ als verbüßt gelten. Derſelbe hat aus dem Reiſe⸗ ſack eines Steinhauers, der mit ihm in einer hiefigen Cement⸗ fabrik beſchäftigt war, eine Taſchenuhr im Werthe von 19 M. entwendet.— 4) Die Berufung des 17 Jahre alten Tag⸗ löbners Joh. Gaßmann von Birkenau, der wegen Körper⸗ verletzung vom hieſigen Schöffengericht zu 4 Wochen Gefäng⸗ niß verurtheilt worden iſt, wird als unbegründet verworfen. Gaßmann hatte gelegentlich eines in Thätlichkeiten ausarten⸗ den Streites dem Hausmeiſter eines Hauſes auf der hieſigen Traitteurſtraße einen Meſſerſtich in den Oberarm beigebracht. — 6) Wegen Uebertretung des 8 366 1 des.⸗St.⸗G.⸗B. wurde dem hier wohnpaften Handelsmann Heinrich Weber vom Schöffengericht eine Geldſtrafe von 2 Mk. zudiktirt. Die Zweiter Theil. Erſtes Kapitel. Der Willkommengrußß. „Ich hoffe, ich habe keine Thorheit begangen,“ ſprach Lucie Gräfin Waldrove,„ſie iſt unzweifelhaft von ſeltener aber auch dieſe bedarf in jetziger Zeit der Ver⸗ goldung.“ Der Graf und die Gräfin von Waldrove ſaßen zu⸗ ſammen in dem Wohnzimmer von Roſeneck und beſprachen die grazibſe Anmuth, die reizende Erſcheinung der neuen Ge⸗ ſellſchafterin, Fräulein Dervent. Sie war an einem ſchönen, milden Maiabend auf dem Schloſſe angekommen, die Gräfin hatte ihr Erſcheinen bereits mit Ungeduld erwartet, denn ſie verſtand es abſolut nicht, ſich ſelbſt zu beſchäftigen, und jede, ſelbſt die leiſeſte Anſtrengung war ihr verhaßt. Das Diner war ſoeben beendet geweſen und Milady weilte auf der Terraſſe des Schloſſes, die aromatiſch von Blumenduft getränkte Atmoſphäre einſaugend, als der Be⸗ diente mit der Meldung nahte, Fräulein Dervent ſei ange⸗ kommen. 1525 „Angekommen! xief die Gräfin, aus der ihr eigenen Apathie aufgerüttelt.„Sagen Sie dem Fräulein, es möge ſich ſofort zu mir bemüben: Gott ſei Dank,“ fügte ſie inner⸗ lich hinzu,„jetzt werde ich keine Briefe mehr ſchreiben müſſen, die harte Arbeit des Lebens hätte mich binnen Kurzem zu Grunde gerichtet! Da trat eine ſchlanke, hochgewachſene Erſcheinung im ſchleppendem grauen Seidenkleid, mit klaſſiſch geformten, edlen Zügen, die nicht frei waren von einer gewiſſen Schwermuth, auf die Gräfin zu; die wunderbare, ganz eigenartige Schön⸗ heit des Mädchens rief zuerſt das Staunen der Gräfin wach und mit ungewöhnlicher Haſt gine ſie derſelben einige Schritte entgegen; mi gütiger Herablaſſung reichte ſie ihr die Hand.„Willkommen in Roſeneck, Fräulein Dervent,“ 5 ſie freundlich, im Stillen erſtaunt, daß bei dieſen einfachen Worten die Augen der Geſellſchafterin in ſeuchtem Schimmer erglänzten.„War Ihre Reiſe angenehm? Die Gegend muß ſich jetzt in ihrem beſten Lichte präſentiren; der Mai iſt mein Lieblingemonat!“ don Weber gegen dieſes Urſheil eingelegte Berufung wird heute als unbegründet verworfen. Casesneuigkeiten. — Frankfurt, 6. Jan. Mit einer bis jetzt ermittelten Schuldenlaſt von Mk. 200,000 bis 300,000 iſt der hieſige Kaffeehändler Robert Koux ſeit 23. vor. Monats von hier verſchwunden. An genanntem Tage erklärte er, nach ſeiner Heimath.⸗Glapbach reiſen zu wollen, um Gelder flüſſig zu machen, dampfte ab und ward nicht mehr geſehen. Bei dem Bekanntwerden von ſeinem Verſchwinden fanden ſich ſo⸗ fort viele Gläubiger ein, von welchen die kleineren befriedigt wurden, wäbrend die größeren das Nachſehen haben. Unter den mit größzeren Summen engagirten Gläubigern befindet ſich, dem„Fr..⸗Anz.“ zufolge, die hieſige Filiale der Deulſchen Bank mit 80,000., eine Mannheimer Bank(i) mit 25,000—30,000 M. und die bieſige Tolonialwgaren⸗Groß⸗ handlung von Kobelt und Hirſchfelder mit 15,000 M. Die Aktiva find minimal und dürften kaum 50,000 M. betragen. Die von ihm bewohnte Villa in der Mainzer Landſtraße ge⸗ hört der in Gütertrennung mit ihrem Manne lebenden Frau des Flüchtigen und iſt in Höhe des eigentlichen Werthes mit Hypotheken belaſtet. Die Frau hat noch kurz vor der Flucht ihres Mannes, in welche ſie nicht eingeweigt war, für dieſen bei der Deutſchen Bank in Höhe von 20.000 M. gut geſprochen. Da ihr kein Privatvermögen zur Seite ſteht, ſo iſt ſie mit ihren zwei Kindern völlig verarmt. —, Bayrenth, 5. Jan Heute früh brannte in einem Seitenbau des königlichen Schloſſes, in dem ſich das Audi⸗ toriat, das Konſiſtorium und die Kanzlei des Chevauxlegers⸗ regiments befinden, der Dachſtuhl und der Oberſtock aus. 91100 12 wurden zerſtört, und das Schloß ſelbſt war ſtark gefährdet. — Berlin, 8. Jan. Die Abendblätter veröffentlichen einen Aufruf zur Errichtung eines Denkmals für die verſtorbene Kaiſerin Auguſta. — Berlin, 6. Januar. Rudolf Löwenſtein, der be⸗ kannte Dichter und Begründer des„Kladderataſch,“ iſt geſtern Abend hier geſtorben. — Lübeck, 6. Jan.(Telegr.) In Folge des Schnee⸗ ſturmes iſt der Bahnverkehr zwiſchen Trovemünde und Mecklenburg gänzlich eingeſtellt. Auch berrſcht Beſorgniß 5 das Schickſal des ſeewärts eingefrorenen Dampfers „Caprivi“. — Helgoland, 6. Jan.(Telegr.) Heute Nachmittag ſtrandete auf den Seebundsklippen der Schooner „Anna Margaretha“ aus Papenburg, Kapttän Olt⸗ manns, mit Holz von Memel Aaae Kapitän Oltmanns und die aus fünf Perſonen beſtehende Beſatzung wurden durch ein Rettungsboot gerettet. Die Rettung war durch ſtrenge Kälte und Seegang ſehr erſchwert. Metz, 5. Jan. Ein erfreuliches Zeichen! Im Schooße der Bürgerſchaft iſt der Wunſch entſtanden, Kaiſers Ge⸗ burtstag ehenfalls zu feiern. Da hier bisher eine ſolche Feier nur im Offizierkaſino ſtattgefunden, wozu nur die Spitzen der Bebörden zugezogen wurden, nicht aber der Bürgerſchaft der Eingang offen ſtand, ſo haben ca. 12 Herren die Geburts⸗ tagsfeier des Kaiſers am gefirigen Abend beſprochen. Infolge deſſen hat ſich beute eine Deputation zum Bürgermeiſter be⸗ geben, um ſeine Mitwirkung dabei zu erbitten. — Paris, 4. Jan. Nachträglich werden noch ein ise kleine Scherze aus der Neujahrsnacht delannt, welche wohl weitere Verbreitung verdienen. Punkt 12 Ubr erſchien Paul Déroulsbde mit einigen Getreuen vor der Statue der Stadt Straßburg auf der Place de la Concorde. Die Herren hatten einen Kranz mitgebracht und ein Died eingeübt, welches ſie vortragen wollten, Es war indeſſen bitter kalt, daß ihnen die Stimmen einfroren und ſiie ſchon in der erſten Strophe aufhörten. Deroulede murmelte alsdann zäbneklappernd einige erhabene Worte und gab das Zeichen zum ſchleunigſten Rückzuge. Unterdeſſen aber war der Kutſcher, der die Herren gebracht hatte, entweder infolge eines Mißverſtändniſſes oder weil ihm die Sache zu lange dauerte, fortgefahren. Vor Froſt bebend traten die ſeltſamen Demonſtranten darguf einen Dauerlauf durch die Rue Noyale an, um ſich ſchlie dlich in einem Cafs des Boulevard de la Madelaine bei einem Jin chaud zu erbolen. Es gibt doch ſeltſame Käuze auf der Welt! Ungefähr um dieſelbe Zeit forderte auf dem Boulevard La Chapelle ein begeiſterter Straßenredner die Zubörer, die ſich bald in dichten Haufen um ibn ſchaarten, ſeurig auf— die Caſernen zu ſtürmen, um Boulanger zum Präſt⸗ denten der Republik zu machen Das Bolk trieb allerlei Scherz mit dem anſcheinend betrunkenen Apoſtel, bis dieſer ſchließlich in Wuth gerieth, aus einem Revolver mehrere Schüſſe abgab und dazu in ſchmeiternden Tönen ſein ayant, citoyens! Vire Boulanger!“ in die Lüfte hineinbrüllte. Schlietzlich brachte ihn die Polizei an einen ruhigen Ort, wo er ausſchlief. Am nächſten Morgen beſichtigte man iyn etwas eingehender und fand einen— Polizeicommiſſar aus der Pro⸗ vinz, der ſich in Paris etwas ſtark amüfirt hatte. Er wollte von nichts mehr etwas wiſſen und wurde ſchließlich, nachdem man ihzn als ungefährlichen Schwätzer erkannt hatte, wieder in Freiheit geſetzt. — Fuf 5. Jan. Bei Saint Romain Engier ereianete ſichein Zuſammenſtoß zweier Güterzüge! 18 Wagaons wurden dabei zertrümmert und zahlreiches Vieh Nun aber hatte die ſtolze Dame ihren ganzen Vorrath an Liebenswürdigkeit erſchöpft und ſank müde in den nächſten Gartenſtuhl. Sie verſtand es nicht, warum das junge Mädchen noch immer in tiefem Schweigen verharrte; war ſie verlegen, raubte ihr das Bewußtſein, daß eine vornehme Dame herablaſſend zu ihr ſprach, jede fasal Was hätte 5 wohl geſagt, die hochmüthige Gräfin Waldrove, wenn e geahnt, daß dieſes Mädchen hier an ihrer Seite die ohnes ſei, des hoffnungsvollen Erben von oſeneck. Da ſie dies aber nicht abnte, fand ſie die Schönheit des Mädchens bezaubernd und ſehnte den Augenblick herbei, in welchem ſie Alice dem Grafen vorſtellen konnte. Er kam auch bald, als ob er den Wunſch ſeiner Gemahlin ahne, und er hätte kein Mann ſein müſſen, wenn nicht Alicens Liebreiz ebenfalls einen entlichen Eindruck auf ihn bervorgerufen. asSie werden ſich auf Ihr Zimmer zurückziehen wollen, vielleicht ſind Sie müde von der Reiſe?“ ſprach die Gräfin nach einer Weile; ſonſt würde ich Sie bitten, mir vorzu⸗ leſen; es hat ſo lange Niemand Sorge getragen für meine ſüble und Bedürfniſſe, daß ich mich vollſtändig erſchöpft 2 Es genügte, daß die Gräfin auch den leiſeſten Wunſch ausſprach— Alice hätte lieber jegliche Qual gelitten, als denſelben nicht zu erfüllen, und ſie las der Grafin vor Stunde um Stunde, nachdem dieſelbe ihr Lager hakte; ſie achtete nicht der eigenen Müdigkeit und hlelt er inne, als Hugo's Mutter in feſtem Schlaf die Augen ge⸗ ſchloſſen hatte. ord Waldrove war ſo eingenommen von der ſeltenen Schönheit des Mädch us, daß er die Klnabeit ſeiner Frau, ein ſo unwiderſtehliches Geſchöpf in ihrem Hauſe aufge⸗ nommen haben, anzuzweifeln begann; doch die Gräfin lachte.„Mir bangt nicht,“ ſprach ſie,„es ſei denn, da Du ſelbſt ihrem Zauber erliegſt, fügte ſie lachen binzu; der Graf ſtimmte mit ein in dieſes Lachen und die Angelegenheit wurde als erledigt angeſehen. Lady Wald⸗ rove aber wünſchte ſich Glück, ein ſolches Kleinod erworben zu haben. Bortſezung folath 4 Selte. nmeral-Anzeiger. Manndeim, 7. Januar. getödtet. Der Weſchenſteller der den Unfall verſchuldete, hat Selbſtmord begangen. „Genna, 5. Jan. An Bord des Widderſchiffes„Ve⸗ ſuvio“ wurde durch einen Hilfsrohrbruch am Dampfkeſſel gewaltſames Ausſtrömen des Dampfes und ſiedenden Waſſers verurſacht, wobei eine Perſon getödtet und ſieben ſchwer verwundet wurden. 8 Kopenhagen, 5. Jan. Das Warnemünder Poſtdampfſchüff lief geſtern Abend bei dem Gjedſer Leuchtthurm im Eiſe feſt und konnte erſt heute rüh nach Warnemünde zurückkehren. Heute iſt wegen der leeſtürme kein Schiff von Gjedſer nach Warnemünde abgega ngen. Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Gr. Bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Mannheim. Als 6. Volksvorſtellung gelangte geſtern Abend vor ſehr gut beſetztem Hauſe„Czar und Zim mermann“, komiſche Oper in 3 Akten, Muſik von A. Lortzing, zur Auf⸗ fübrung, Herr Knapp ſang vorzüglich. Großartig war ſein Lied im dritten Akt und ſah er ſich in Folge des rauſchenden, nicht endenwollenden Beifalls zu einer Wieder⸗ holung des letzten Verſes veranlaßt. Der Bürgermeiſter von Saardam, Van Bett, hatte in Herrn Worms den ge⸗ eignetſten Vertreter gefunden, welcher es verſtand, ſeine Rolle zu einer Glanzleiſtung zu geſtalten. Frau Sorger war als Marie ebenfalls ganz vorzüglich, ſowohl im Geſang als im Spiel. Den Peter Iwanom ſpielte Herr Gra g0, welcher ſich mit ſeiner Rolle in anerkennenswerther Weiſe abfand. Jür Herrn Erl war als Marauis von Chateauneuf Herr Schuler eingeſprungen, welcher jedoch nicht ganz befrie⸗ digen konnte. Herr Earlhof gab ſich als Lord Syndham große Mühe und ſpielte mit gutem Erfolg. Das Publikum zeigte ſich ſehr beifallsluſtig, wozu die vortreffliche Auf⸗ füßrung auch allen Anlaß bot. Hof⸗ und National⸗Theater. Von der Intendanz wird uns geſchrieben: Heute(Mittwoch) gelangt als zweite Vorſtellung aus dem Grillporzer⸗Cyelus des Dichters Tra⸗ gbdie„Die Ahnfrau,“ vom Inkendanten in Seene geſetzt zur Darſtellung. Die neue Dekoration des letzten Aktes hat Herr Hoftheatermaler Auer entworfen und ausgeführt.— Morgen findet vei aufgehobenem Abonnement und erhößten Eintritts⸗ preiſen die dritte Aufführung der Verdi'ſchen Oper„Othello ſtatt. Den verehrlichen Abonnenten des-Abonnements bleibt das Vorverkaufs recht bis heute Mittag 12 Uhr reſervirt.— Vorbereitet wird als nächſte Opern⸗Novität Gounod's fünf⸗ aktige Oper„Romeo und Julie“ mit Herrn Erl und Frl. Matura in den Titelparthien. München, 5. Jan. Die nächſte Neuheit im Reſid e n z⸗ theater iſt das Otto Ludwig'ſche Schauſpiel„Das Fräu⸗ le in von Seuderi“, das kommenden Samſtag, den 10. Januar in der Neubearbeitung von Wilhelm Buchholz hier Ubervaupt zum erſten Male in Szene gehen wird. Im Hiofz Theater iſt als nächſte muſikaliſche Neuheit für Dienſtag, den 20. Januar die italieniſche preisgekrönte Oper„La Cavalleria Rusticana“(Ländliche Sittlich⸗ keit) von Pietro Mascagin in Ausſicht genommen. Als weitere muſikaliſche Neuheit iſt für den 1. Jebrugr die ver„Murillo“ von Ferdinand Langer projektirt. Für Ende Januar ſteht ferner im Schauſpiel das neueſte Werk von Ibſen„Hedda Gadler“ in Ausſicht, das im k. Reſidenz⸗ theater zum erſten Mal in Deutſchland gegeben wird.— Im Gärtnertbeater beginnt am Mittwoch das Gaſtſpiel des Herrn Hilmar Knorr vom Hoftbeater in Meiningen mit einer des Volksſtückes„Arbeit“ von Jones, deutſch von Wulff. Marburg, 5. Jan. Prof. Lamprecht hierſelbſt hat eine Berufung nach Leipzig erhalfen und angenommen. Berlin, 5. Januar. Der Hiſtorienmaler Profeſſor A. Kaſelowsky iſt am Sonntag Vormittag nach langen Leiden verſchieden. SBerlin, 5. Jan. Das neue Ballet„Prometheus“ wird im Kal. Opernhauſe bereits in der erſten Hälfte des Monats Februar zur erſten Aufführung gelangen. Der vom Prof. Taubert gedichtete Text ſchmiegt ſich der Beethoven'ſchen Muſik in charafteriſtiſcher Weiſe an. Berlin, 5. Jan. Der General⸗Intendant der König⸗ lichen Schauſpiele, Herr Graf Hochberg, hat mit dem Kammer⸗ ſänger Herrn Paul Bulß ſoeben einen neuen Vertrag abge⸗ ſchloſſen, durch welchen der treffliche Sänger nicht mehr wie bisber nur für ſechs Monate des ſondern für die ganze Spielzeit der Königl. Oper, und zwar auf zehn Jahre, verpflichtet iſt. Prag, 5. Jan.„Die Kinder der Haide,“ Rubinſtein's Oper, wird bereits Ende des Monats im neuen Deutſchen Theater zum erſter Male aufgeführt werden. 5 Darcelona, 2. Jan. Die berühmte Schwedin Frau Sigrid Arnoldſon hat hier als Dinorah einen außeror⸗ dentlichen Erfolg davon getragen. Das 5000 Menſchen faſ⸗ ſende Liceo war am Neujahrstage vollſtändig ausverkauft und nach dem Schattentanz⸗Walzer“ war das Publikum ſo entbuſiasmirt, daß es da capo und Tuſch des Orcheſters ſtür⸗ miſch verlangte.(Nach ſolchen Berichten wäre es wohl zu wünſchen, daß auch wir Gelegenbeit bekämen, die Künſtlerin in Mannheim zu hören. D..) Aus dem Schauſpielerleben. Der berühmte Kean ſpielte zu Beginn ſeiner Laufbahn vor einem ſchlecht beſetzten Hauſe ſo erbärmlich wie möglich und war dann nicht wenig erſchrocken, als er nachträglich er⸗ fuhr, der Direktor des hochangeſehenen Drury Lane⸗Theaters ſei da geweſen, um ihn ſpielen zu ſehen. Es war das für ihn eine Lehre, die er nie vergeſſen hat, und ſein Grundſatz, auch vox leeren Bänken ſein eſtes zu geben, fand in der engliſchen Künſtlerwelt Beherzigung.— Als Macready in einem engliſchen Provinztheater ſich für die Rolle des Vir⸗ ginius ankleidete, trat der Direktor mit langem Geſicht zu ihm und meldete, daß das Haus ganz jämmerlich veſucht ſei. Sind fünf Perſonen da? fragte der Tragöde.—„Ja, fünf ſind es ſchon.“—„Dann wollen wir anfangen; wir haben kein Recht, den Stolzen zu ſpielen.“— Und nach ſei⸗ ner eigenen Meinung hat Macready den Virginius ſeſten beſſer dargeſtellt, als vor einer Zuhörerſchaft, die er an den Fingern einer Hand abzählen konnte.— Vor einem Matro⸗ ſen als einzigen Zuſchauer, der, die Taſchen voll Geld, nach Portsmouth zurückgekehrt war, ſpielte Stephen Kemble einmal für 30 Kſtrl. den Shakeſpear'ſchen Heinrich IV. Eine ähnliche Geſchichte erzählt der amerikaniſche Schauſpieldirektor Foſter:„In Bueyrus(Ohio) ſaß ich im Gaſthof, als ich in meiner Behaglichkeit durch einen Fremden geſtört wurde, der mit dem Theater⸗ zettel in der Hand eintrat und mich anredete:„Sie geben heute Abend Richard III.; ich habe das Stück noch niemals geſehen, kann aber nicht ſo lange bleiben. Wie viel fordern Sie, wenn Sie mir allein heute Nachmittag Richard III. vorſpielen?“ Ich glaubte, der Mann ſcherze und forderte auf's Geradewohl 25 Dollars.„Und wenn Sie den„Unge ſchliffenen Digmanten“ dazu geben?—„Zehn Dollars mehr.“ Zu meiner Beſtürzung zog mein Unbekannter alsbald 35 Dollars hervor, legte ſie vor mich hin, beſtimmte trocken, daß die Vorſtellung um 2 Uhr beginnen ſoßte und verließ mich. Als ich meiner Geſellſchaft den erſtaunlichen Handel mittheilte, den ich eingegangen war, machte es ihnen ſo vie Spaß, daß ſie mit dem beſten Willen von der Welt darauf eingingen. Punkt 2 Uhr erſchien der Zuſchauer und ſuchte ſich den beſten Platz aus, wobei er die Füße auf die Lehne des vor ihm befindlichen Sitzes legte, und die Vorſtellung begann. Sie verseß zur vollen Zufriedenheſt des Publi⸗ kums, welches d: Hauptdarſteller herausrief und mit dem Zuge um 6 Uhr 45 Min. die Stadt verließ.— Auf den Sandwich⸗Inſeln— ſo berichtet ein engliſcher Schau⸗ ſpieler von einer anderen Separatvorſtellung— ſpielte ich einmal vor einem einzigen farbigen Gentleman, der mit einem weißen Hute angethan in einer der Logen ſaß. Auf die Bühne trelend, verbeugte ich mich vor ihm, was er mit g Würde erwiderte. Wir gaben ein zu Ehren des Publikums von der 81 le durchſpielte. Nachdem der Vor⸗ haug zum letz Male gefallen war, hielt ich mich für ver⸗ pflichtet, den einſamen Zuſchauer, der während der ganzen Aufführung nicht gelächelt, keine Miene verzogen, ſich nicht gerührt hatte und noch immer in ſeiner Loge ſaß, aufzuſuchen und ihm zu eröffnen, daß die Geſchichte nun zu Ende wäre. Er lächelte, drückte mir die Hand und fragte, wovon denn das Stückeigentlich gehandelt habe.— Weniger gemüthlich aber ging es im Cholera⸗Jahre 1832 im Pariſer Odeon zu, wo eines Abends auch nur ein einziger Zuſchguer erſchienen war. Die Schauſpieler weigerten ſich zu ſpielen und verlangten, daß dem Mann ſein Geld zurückerſtattet würde. Dieſer aber beſtand auf ſeinem Rechte, und da er das Geſetz auf ſeiner Seſte hatte, ſo mußte die Vorſtellung wohl oder übel ihren Anfang nehmen. Die Schauſpieler rächten ſich, indem ſie ſo jämmerlich wie möglſch ſpielten; eine Zeit lang ließ der Zuſchauer ſich das gefallen, dann aber drückte er durch lärmendes Ziſchen und Pieifen ſeine Miß⸗ billigung aus. Hierauf hatte der Direktor nur gewartet: er ließ den einſamen Gaſt durch die Polizei wegen„Störung der Vorſtellung“ an die Luft ſetzen. Merſchiedenes. — Das Schlußkapitel einer traurigen Geſchichte hat ſich, wie eine Berliner Zeitung erfahren haben will, am erſten Tage des neuen Jahres in einer Berliner Familie ab⸗ geſpielt. Anfang des vorigen Jahrzehnts erregte der plötzlich eingetretene Tod der etwa 30jährigen Frau des Induſtriellen IJ. allgemeines Aufſehen. Man wollte wiſſen, daß das junge Weib nicht am Herzſchlag geſtorben ſei, ſondern in den Flu⸗ then der Oberſpree freiwillig geendet habe, nachdem ſie ſich von der ehelichen Untreue ihres Gatten überzeugt hatte. Dem Wittwer verblieben zwei Töchter, deren ältere ſich vor etwa einem Jahre mit einem Berliner Bankbeamten verheixathete. Die Jüngere war bis vor Kurzem in Dresden in Penſſon gemeſen und kehrte erſt nach der Hockzeit der Schweſter in das Haus des Vaters zurück, woſelbſt ſie jedoch nicht lange verblieb.— Die junge Dame hatte den Vater wiederholt ge⸗ heten, zur Bühne gehen zu dürfen, war aber mit ihrem Wunſche ſtets abgewieſen worden, ſo daß Herr F. zur B rmeidung weiterer Streitigkeiten es für gerathen fand, ſeine Tochter 3u Verwandten nach München zu ſchicken. Wenige Tage nach ihrer Ankunft daſelbſt, Anfang December v. J, nahm das junge Mädchen, aus Gram über die Nichterfüllung ihres Lebenswunſches Gift und ſtarb. Während der Vater nach München reiſte, um der Beiſetzung ſeines Kindes beizuwohnen, traf ihn ein zweiter harter Schlag. Man hatte unvorfichtiger Weiſe der älteren Schweſter, welche wenige Tage vor der Kataſtrophe niedergefommen war, die Trauerbotſchaft mitge⸗ theilt, und Gram und Schmerz hatte die ohnehin ſchwächliche junge Frau derartig überwältigt, daß ſie im Wochenbette Ende v. M. ſtarb Der bedauernswerthe Vater hat das plötzlich über ihn hereingebrochene Unglück nicht lange überlebt oder überleben wollen. 85 iſt auf ſeiner Beſitzung, einem Gute in der Prignitz, einer Herzlähmung erlegen.— Die Geſchichte klingt etwas romanhaft. Tandwirthſchaftliches. Miſtbeetfenſter aus Papier. Man hat ſchon auf die Vorzüge hingewieſen, welche der Beſitz eines Miſtbeetes auch für den Landwirth und Gartenfreund hat. Wir machen nun heute darauf aufmerkſam, daß eine ſolche Anlage dadurch bedeutend billiger wird, daß man ſtatt Glasfenſtern ſich Papierfenſter macht. Die Herſtellung iſt eine überaus ein⸗ fache. Ein Rahmen, welcher zu dem Miſtbeet paßt, wird aus vier Latten gefertigt, mit einigen Längsſproſſen verſehen und mit weißem Papier überzogen, Nach dem Feſttrocknen wird das Papier mit Leinölfirniß leicht geölt, um es durch⸗ ſcheinender zu machen. Es bietet dieſer Ueberzug noch den Vortheil, daß ein Verbrennen der Pflanzen bei ſehr inten⸗ ſivem Sonnenlicht niemals vorkommt. Selbſtredend dürfte ſein, daß man gut geleimtes, möglichſt holzfreies Papier 10 muß. Holzpapier wird von der Sonne nur zu leicht rüchig. Aeneſie Aachrichten und Celegramme. „Berlin, 6. Jan. Die Verhandlungen zwiſchen der Landesverwaltung von Elſaß⸗Lothringin und der Curie uüͤber die Beſetz ung des biſchöflichen Stuhls von Straßburg ſind jetzt ſoweit gediehen, daß die Berufung des Studiendirektors am biſchöflichen Gymnaſium in Montigny, Dr. Fritzen, jetzt außer Frage ſteht. Es handelt ſich nur noch um Erledigung von Förmlichkeiten. — Zur Theilnahme am Capitel des hohen Ordens vom Schwarzen Adler, das am 17. Januar hier ſtattfindet, wird auch der kaiſerliche Statthalter Fürſt v. Hohenlohe aus Straßburg, hier erwartet. Berlin, 6. Jan. Der durch Simſons Rücktritt freiwerdende Poſten des Präſidenten des Reichsgerichts iſt noch nicht beſetzt. Der nach den beſtehenden Beſtim⸗ mungen vorgeſchriebene Geſchäftsgang in dieſer Frage re⸗ gelt ſich derart, daß der Bundesrath ſich über eine Wahl ſchlüſſig zu machen und das Ergebniß derſelben dem Kai⸗ ſer zur Beſtätigung zu unterbreiten hat. Wie aber aus Bundesrathskreiſen verlautet, hat er mit der Beſetzung des Poſtens ſich bis jetzt noch gar nicht befaßt, Somit konnte der Kaiſer alſo auch nicht in die Lage kommen, die Ernennung des Staatsſecretärs im Reichsjufttzamt, v. Oehlſchläger, als Nachfolger des Präſidenten Simſon zu vollziehen. Bochnum, 6. Jan. Eine ſozialdemokratiſche Ver⸗ ſammlung beſchloß, den Parteimitgliedern in erſter Linie Wahlenthaltung, in zweiter Linie Abgabe der Stimme für den Cenirumskandidaten Vattmann zu empfehlen, da er den Bergarbeitern weſentliche Zugeſtändniſſe gemacht habe. Die Führer des Bergarbeiter⸗Verbandes und die Demokraten fordern zur Wahl des Centrumskandidaten auf.(Vergl. den Artikel auf der I. Seite.) *Paris, 6 Jan Die Anklage gegen Grsgoire wird am nächſten Dienſtag vor der neunten Kammer des Zuchtpolfzeigerichts zur Verhandlung kommen.— Einer halbamtlichen Mittheilung zufolge iſt es unrichtig, daß der Papſt die goldene Tugendroſe, die er alljährlich der Gemahlin eines Staatsoberhauptes zu verehren pflegt, dieſes Mal Frau Carnot zugedacht habe, es ſcheint vielmehr, daß die Wahl des Papſtes für dieſe Ehre heuer auf die Kaiſerin von Oeſterreich gefallen iſt. *Paris, 6. Jan. Der deutſche Botſchafter Graf Münſter iſt nach Deutſchland abgereiſt. Er wird gegen den 26. Januar wieder hier eintreffen, da an dieſem Tage zur dreiaktige erſten Feier von Kaſers Geburtstag großer Empfang in der deut⸗ ſchen Botſchaft ſtattfindet. Am 27. Januar gibt die deutſche Colonie aus dem gleichen Anlaß ein Bankett im„Hotel Continental.“— Die Karthäuſermönche von Grenoble haben dem Papſte eine große Summe und 30 Kiſten eigens für ihn hergeſtellten Chartreuse überſandt. London, 6. Jan. Laut Nachrichten, die dem Bureau Reuter von Kreta zugingen, landete dort der als Aufwieg⸗ ler bekannte Sphaklok Liapis am 4, Jan mit vier Freiwil⸗ ligen in Rethymo; er brachte mehrere Kiſten Patronen mit. Glasgow, 6. Jan. Auf dem Babnhofe Kippa bei Coatbridge kam es heute Seitens der ſtrikenden B ah n⸗ bedienſteten zu Unruhen, Die Aufſtändiſchen griffen die Unterkunftshäuſer der Weiterarbeitenden bei der North⸗Britiſh⸗Eiſenbahngeſellſchaft an. Die Polizei machte von der Feuerwaffe Gebrauch, verwundete mehrere Perſonen und nahm ſechs Verhaftungen vor. Ediuburg, 6. Jan. Geſtern war Motherell der Schauplatz eines wilden Aufruhrs. Verſchie⸗ dene Häuſertkumungen wurden von Gerichtsvollziehern unter ſtarker Polizei⸗ und Huſarenbedeckung vorgenommen. Die Menge wich der Gewalt, rächte ſich aber, indem ſie an den Signalhäufern und an den am Bahnhof vorbei⸗ fahrenden Zügen die Scheiben einwarf. So wurden alle Scheiben des Londoner Schnellzuges zertrümmert. Die eintreffende Polizei wurde mit einem Hagel von Steinen empfangen. Später wurde der Belagerungszuſtand über die Stadt verhängt und nun ging die Polizei mit gezogener Waffe vor. Ernſtliche Verletzungen kamen vor. Während der Nacht herrſchte Ruhe. Fernere Hausräumungen ſollen nicht vorgenommen werden, da dem Geſetze Genüge gethan iſt. Kapſtadt, 6. Jan. Der Gouverneur der Kap⸗ kolonie Loh begibt ſich demnächſt nach England. Die Reiſe hängt mit den gegenwärtigen Verhandlungen mit Portugal über Manicaland zuſammen. „Cherbourg, 6. Jan. Das Torpedoboot Nr. 128, vom Nordgeſchwader, hat in vergangener Nacht an der Küſte ſchwere Havarie erlitten. Man iſt mit der Flottmachung des Jahrzeugs beſchäftigt. Maunheimer Handelsblakt. Mannbeimer Effectenbörſe vom 6, Januar. Der apathiſche Zuſtand, unter welchem heute die auswärtigen Börſen zu leiden hatten, machte ſich auch hier fühlbar und hielt das Geſchäft in den beſchränkteſten Grenzen. Chem. Fabrik Vorzugs⸗Aktien waren bei 101, Verſicherungs⸗Aktien bei 579 geſucht. Sonſt notiren Rhein. Ereditbank 120 90, Hyp.⸗Bank 123.50, Bad. Anilin 272.50, Werger 67. Deutſche Fonds höher. Frankfurter Mittaabörſe. Fraukfurt a.., 6. Jan. Die ſchon im geſtrigen Abendverkehr hervorgekcetene feſte Tendenz für Türkiſche Werthe gab auch heute dem Markte bei der Eröffuung ein vecht freundliches und belebtes Ausſehen Auch für Kohlen⸗ Aktien kam eine befſere Strömung zum Durchbruch. Außer⸗ dem waren Laura wieder feſt und konnte es daher nicht aus⸗ bleiben, daß die Beſſerung ſo verſchiedenartiger Verkehrsge⸗ biete auch auf den Bankenmarkt ihre entſchiedene Rückwirkung äußerte. Der Umfang des Geſchäfts ließ aber heute recht viel zu wünſchen übrig; nachdem ſich die Courſe am Speen⸗ lationsmarkte 9 85 Zeit noch weiter heben konnten, bewirkte die zunehmende Geſchäftsſtille, in Verbindung mit einem ſehr ruhigen Verkehr am Caſſamarkt, daß die erzjelten Avancen bis Schluß faſt vollſtändig wieder apgebröckelt find, Von Induſtrie⸗Aktien ſind Concordia ca. 1, Alpine.78, Kaura und Gelſenkirchen je 1 pEt. geſtiegen. Andere Induſtrie⸗ werthe wenig verändert. PrivatDiskonto 4½ pet. Frankfurter Effektenſocierät, Bankartien. 8 Sotthard 159.80 Oeſterr. Crebit 2733%/ Jura 115.80 Diskonto⸗Comm 212.80 Anion 120 60 Deutſche Reichsvank 142 10 Schweizer Beſtbzahn 39.70 Serl. Handels⸗Geſ. 157.30 Meridionaleuktien 188.— Deutſche Vank 187.00 Ruſſiſche Südweſt 68.50 Dresdener Bank 154.— Staats⸗Fonds. Schgafhauſener B V. 116.40 Ungar. Goldrente 91.85 Effekten-⸗B. 128.90 8 Papierrente 89 70 Darmſtädter B. 184.75 Oeſterr. Silberrente 80.70 Rhein Credit 3. 123.20 Ruſſen 97.10 Deutſche Union⸗B 86.50 Ruſſ. Conſols 103.10 Deutſche Vereins⸗Bank 115.50 Spanier 74.90 Länderbank 1941½ Italiener 93 80 Banque Ottomane 122.80 Türken 3905 Giſenbahn⸗Aktien. Türken⸗Looſe 35,30 Heſſ. Ludwigsbahn 119.40 Sttom. Zoll⸗Gel 92.18 Labeck⸗Züchen 185.79 90.10 Albrecht 70 4 bét. Griechen 74.20 Oeſterr Franz. Staatsb. 221¼ Induſtrie⸗Werthe. Galtzier 1877½ Norbd. Linnd 140.— Buſchtherader 429— La Veloct 71.— Duz⸗-Bodenbacher 469— Bad. Anilin 28770 Lemberg⸗Czernow. 204— Elbethal 203/ Lombarden 118— Laura 141.70 Schweizer Central 161.60 Gelſenkirchen 178.40 Nordoſt 140 30 Mannheimer Fettoleh⸗Markt vom 5. Jan. Es wurden beigetrieben und wurden verkauft per 1a Kilo Schlachtgewicht zu Mark: 28 Ochſen L. Aua⸗ lität I. 14, II. Qualität M. 14. 270 Schmalvieh I. 130, II. 120. 8 Farren I. 12, II. 110. 184 Kälber J. 140. IIL 180. 617 Schweine k. 120, II. 120. 49 Milchkühe per Stück M. 450 170,— Schafe per Stück M.—. Zuſammen 1151 Stück im Geſammterlös von Mark 136.982. Mannheimer Ferkelmartt vom 37 Dez. Es wurden verkauft 102 Fe kel per Stück zu N.—8 Geſammterlös M 818. Cement 148— Alpine 82.50 Milchvieh⸗ und Pferde⸗Markt(mongtlicher) vom 6. Jan. Es waren beigetrieben und wurden verlauft per Stück zu Mark:— Zuchtfarren 28 Sn%8 Arbeitspferde 200.—— Milchtühe—— Zuſammen 28 Stück im Geſammterlös von M. 5,600. Amerfk. Produkten⸗Märkte. Schlußeourſe vom 6. Jan. New⸗Hort Chieag Monat 8 Weizen Mais Schmalz Caffee Weizen Mais Schmalz — U Januar—— 59——.— 16.35—— 48/%—— Februar———.——————————— März 105¼/—.—— 15.75—„„ April——— 15.45———— Mai 105— 59]]—— 15.15 97 52%.—.— Juni———— 25.05——— Iuli 299˙UT——— 180 97/½%˙ Auguſt————.——————— September—————.——.——— Oktober—————.—————— November——— 8———— Dezember 100———————— Lear——————— Dampfer Nachrichten. Bremen, 5 Jan(Telegrapziſche Dampfer⸗Nachrichten des Nordbeutſchen Lloyd i Bremen, mitgerbeilt von Ph Jac Eglinger, alleiniger, General⸗Agent im Mannheim.) Schnelldampfer„Saale“, welcher am 24. Dez. in Bremen abgefahren war, iſt am 4. Jan. Morg 3 uhr woblbebalten in New-Nork angekommen. Dampfer„Amerika“, welcher am 20. Dez. in Bremen agefahren war, iſt am 3. Jan. 1891, Nachmittags 2 Uhr wohlehalten in galtimore ange kommen. Dampfer„Spree“, welcher am 27 Dez. von Newyork abgefagren war, iße am 4. Jan. wohlbehakten in Bremen eingetroſſen. Wafferſtaude⸗Naczrichten. Rhein Bingen, 6 Jan. 1483 m.— 00. Konſtanz, 4. Jan..00 on.—.00 Taub, 2. Jan a r m J. 2 70. Hüningen. 6 Jan 138 m.— 0 00 FTodlenz, 8 Jan d m. + 025. Dehl, 5. Jan is m— 001. Köln, 6 Jan..1% + 0 05 Santerbnra,s Jan. 2 62—90 01 Rubrort 6. Jan. 0 37 m.00. Waxau, 6 Jan 297 m— C01. Negar. WNafinbeim 7 Jan..23 m— 001. Wannbeim. 7. Fan. 284— 0,2. Mainz. 8. Jan..68 m— 011. Heilbronn 7. Jan. 0. 70 m..s. rereeerneererere fer dederde, eb i General⸗Angeiger D. Sei. Bekanntmachung. Das ee für 1891, hier die Aufſtellung und Führung der Stammrollen betr. (7) No. 54. Die Gemeinderäthe und Stabhalterämter des Be⸗ zirks werden unter Hinweis auf Artikel IV bis XIV der Verord⸗ nung Gr. Miniſteriums des Innern vom 13. Dezember 1888(Geſ.⸗ u..⸗O.⸗Bl. 1888 S. 661 u. ff.) und auf§ 46 der Wehrordnung (Beilage zum Geſ. u..⸗O.⸗Bl. 1888 S. 40—42) veranlaßt, die öffentliche Aufforderung zur Anmeldung zur Stammrolle in der dürch jene Verordnung(Artikel IV) geen Form alsbald in ortzüblicher Weiſe ergehen zu laſſen und Beurkundnng hierüber ſ. Zt. der Stammrolle anzuſchließen. Die Anmeldungen haben in der Zeit vom 15. Janugr bis 1. Februar zu erfolgen und müſſen die in Artikel IV Ziff. 4 be⸗ eichneten Angaben enthalten. Militärpflichtige des laufenden 8, welche nicht am Anmeldeort gehoren ſind, haben bei der Anmeldung ein Geburtszeugniß zu übergeben, welches den Beilggen der Stammrolle anzuſchließen iſt. Derartige Geburts⸗ zeugniſſe werden von den die Standesbücher führenden Behörden unentgeldlich ausgefertigt. Militärpflichtige älterer Jahrgänge haben ihre Looſungsſcheine vorzuzeigen. Heber jede Anmeldung iſt eine Beſcheinigung zu ertheilen und zwar bei den Pflichtigen älterer Noſagfence auf der Rückſeite des Looſungsſcheins, bei denjenigen des laufenden Jahrgangs auf einem beſonderen Blatte. Dabei iſt jeder Pflichtige auf die Vor⸗ ſchriften über die An⸗ und Abmeldung zur Stammrolle(8 25.⸗O., insbeſondere Ziffer 9 u. 100 aufmerkſam zu machen. Die Anmeldungen ſind nach Prüfung der Anmeldung, 12 ſie nicht ſchon in die Geburtsliſten eingetragen ſind, fogleich in eine nach Anlage 1 der genannten Verordnung zu führende Anmeldeliſte nach der Reihe der Anmeldungen einzuſchreiben. Hin⸗ Ren 8 der in den Geburtsliſten Eingetragenen ſind die Angaben üher Stand, Wohnort u. ſ. w. in den betr. Rubriken der Geburts⸗ liſte nachzutragen. 5 Bei der Anmeldung ſind ſämmtliche Militär auf die Vorſchriften bezuglich der Anzeige von Gebrechen(8 85 8. 6 ..) und der Geſuche um Zurückſtellung oder Befreiung von der Aushebung(§8 637, 92.⸗O.) ausdrücklich aufmerkſam zu machen; über etwaige Angaben iſt ein Protokoll aufzunehmen, welches mit den erforderlichen un belegt, bei Vorlage der Stammrolle anzuſchließen iſt; wer an Epilepſie zu leiden behauptet, hat auf eigene Koſten 3 glaubhafte Zeugen hiefür zu ſtellen oder ein algubhafles Zeugniß eines beamteten Arztes beizubringen. Re⸗ Hamationsgeſuche 1815 durch genaue und eingehende Beantwortung 155 II.⸗O. verzeichneten Fragenzzur Beſchlußfaſſung vor⸗ zubereiten. Die Vorlage der eeeee hat ſo rechtzeitig zu er⸗ folgen, daß die etwa noch erforderlichen Erhebungen gemacht wer⸗ den können. Verſpätet einkommende Geſuche müßten unter Um⸗ ſtänden unberückſichtigt bleiben. Nach dem Muſterungsgeſchäfte können Reklamationsgeſuche nur dann angebracht werden, wenn 0 Reklamation erſt nach der Muſterung entſtanden iſt In der Zeit vom 1. bis 15. Februar hat ſodann der Ge⸗ meinderath die Stammrolle für das laufende Jahr nach Schema 6 .⸗O. zu und die Stammrollen früherer Jahre zu ergänzen; in letzteren ſind insbeſondere auch die Spalten 6 und 10 auszufüllen. Wegen der dabei einznhaltenden Formalitäten verweiſen wir auf Artikel VI der mehrerwähnten Verordnung und bemerken noch weiter; Geſtorbene, für welche eine ſtandesamtliche Todesbenrkund⸗ ung oder eine dieſſeitige Mittheilung vorliegt, find nicht in die Stammrolle aufzunehmen; in der Geburtsliſte iſt ierüber ein Ver⸗ merk zu machen. Bei Ausgewanderten iſt anzugeben, ob und wann ſie mit oder ohne Staatserlaubniß das Bundesgebiet verlaſſen haben, erſteren⸗ falls auch Datum und Nummer der Verfügung, ſowie die Behörde, welche die Auswanderungserlaubni ilen hat. Bei den zum Einfährig ⸗ Freiwilligen Dienſt Berechtigten iſt Ort und Datum der Ausſtellung der Berechtigungsſcheine, ſowie die etwa ſchon ertheilte Zurückſtellung einzutragen. Bei den hereits zum Heer Eingetretenen iſt Tag des Eintritts und Truppentheil zu vermerken. In Rubrik„Bemerkungen“ find ſämmtliche— auch die kleinſten— Strafen eines Pflichtigen ge⸗ nau einzutragen(Datum, ſtrafende Behörde, Strafthat und Strafe; zu dieſem Behufe iſt von den den Bürgermeiſter⸗ ämtern degeganenden, lbe Einſicht zu nehmen und überdies ſeder Meldende über ſchon erlittene Strafen zu befragen. In Weiſe ſind die Stammrollen der beiden Vorjahre hin⸗ ichtlich der Strafen zu ergänzen. Sonſtige Anggben, welche zur eurtheilung des Lebenswandels von Bedeutung ſind, ſind gleich⸗ falls aufzunehmen. Auch iſt in Rubrik 8 die Profeſſion ſo genau anzugeben, daß aus ihr im Bedarfsfall eine Beurtheilung für die Brauchbarkeit des Mannes zu verſchiedenen Waffen gewonnen werden kann. Sämmtliche Stammrollen ſind vom Gemeinderathe unter Be⸗ urkundung der Richtigkeit der Einträge abzuſchließen und ſodann auf 15. Februar l. 55 unter Anſchluß der erforderlichen Beilagen anher vorzulegen. 8 Militärpflichtige, welche nach Anmeldung zur Stammrolle im Jaufe ihrer Militärpflichtſahre ihren dauernden Aufenthalt oder Wohnfitz nach einem anderen Aushebungsbezirk verlegen, haben dieſes ſowohl bei dem Gemeinderathe des Orts, wo ſie in die Stammrolle aufgenommen wurden, als auch nach der Ankunft an dem neuen Ort dem dortigen Gemeinderath ſpäteſtens innerhalb 3 Tagen unter Vorlage des Looſungsſcheins zu melden. Bei der Abmeldung iſt der Lobſungsſchein mit dem Anmeldevermerk unter Angabe des Orts„wohin“ zu verſehen und den noch nicht im Beſitz eines Looſungsſcheins befindlichen Militärpflichtigen Beſcheinigung mit den gleichen Angaben zu ertheilen. Ueber die erfolgte Abmeld⸗ ung wird in der Sanmolle zu der Rubrik„Bemerkungen“ die Notiz„abgemeldet nach“ aufgenommen, über den Neuangemeldeten dagegen ein neuer Eintrag in die Stammrolle des betr. Jahrgangs gefertigt. 1 Melden ſich Pflichtige, welche über die Abmeldung an ihrem früheren Aufent altsort eine Beſcheinigung nicht beſitzen, ſo find ſie zur unverzüglichen nachträglichen Anmeldung zu ver⸗ anlaſſen. im ferneren Verlauf des Jahres ſtattfindende nachträg⸗ liche ufnahme in die Stammrolle, jede darin vorgenommene Aen⸗ derung, jede in Folge Aufenthaltswechſels erfolgte Anmeldung hat der Gemeinderath ünberzüglich hierher f5 t e Wer die rechtzeitige Anmeldung verſäumt, iſt gleichwohl ver⸗ pflichtet ſich Naseng anzumelden. Perſonen, welche ſich nicht oder nicht rechtzeitig an⸗ bezw, abmelden, ſind alsbald zur Beſtraf⸗ ung hierher anzuzeigen Vee Nengidnahme von dieſer Berfügung iſt binnen 8 Tagen anher anzuzeigen. 281 Mannheim, den 2. Januar 1891. Großh. Bezirksamt. Glockner. Leinz. Hekanntmachung. Hekaunlmachung. Die Abwehr der Durch die im Laufe dieſes Jah⸗ Vie 8 res zur Munalpene gelangten ier rößeren Kanalbauten und An⸗ Die Erneuerung der 5 von Hausentwäſſerungen, Schätzer betr. owie der hierdurch bedingten () No. 1290. An die Bürger⸗ Aufgrabungen unter unſeren Rohr⸗ meiſterämter und Stabhaltereien des Bezirks: Mit Bezug auf 83 der Verord⸗ nung vom 12. März 1881(Geſetz⸗ u. gerordnun sblatt Seite 118) werden die Bürgermeiſterämter deauftragt, anher zu berichten, ob die ernannten Schäger noch zu fraglichem Amte vereigenſchaftet bezw. noch am Leben ſind. ür abgegangene Schätzer ſind alsbald andere geeignete Perſonen in Vorſchlag zu bringen. Die Berichterſtattung erwarten wir bis längſtens zum 25. d. Mts. Vannheim, 2. Januar 1991. Gr. Bezirksamt: Slodner. 886 leitungen dürften bei der jetzt 4 515 außergewöhnlichen ülte Rohrbrüche nicht ausbleiben. Um Unglücksfälle möglichſt zu vermeiden, richten wir an die verehrl. Einwohnerſchaft das höf⸗ liche Erſuchen, von bemerkbar wer⸗ denden Gasgerüchen das Gas⸗ und Waſſerwerk ungeſäumt zu benachrichtigen und bei Eindrin⸗ gen des Gaſes in Mohnungen, dieſelben ſofort zu lüften und Licht und Feuer ſo lange fern zu halten, bis Abhilfe geſchaffen iſt. Mannheim, im Dezember 1890. Direction der Städt. Gas⸗ und Waſſerwerke. 45 hr. Betzer. Schupps. Er Bad. Staalseiſenbadnen. 1 Deutſch⸗Ruſſiſchen Eiſen⸗ bahnverbande ſind mit Giltigkeit vom 1. Januar 1891 folgende Tarife in Kraft getreten: 1. ein Ausnahmetarif für die direkte Beförderung von Gütern von Deutſchen und Niederlän⸗ diſchen Stationen nach Gra⸗ jewo, Station der Oſtpreußi⸗ ſchen Südbahn, zur Ausfuhr nach Rußland. 2. ein Ausnahmetarif für die direkte Beförderung von Gütern a. von Deutſchen und Niederlän⸗ diſchenStationen nachteydtkuh⸗ nen, Station des Eiſenbahn⸗ direktionsbezirkes Bromberg. zur Ansfuhr nach Rußland. b. von Eydtkuhnen, Station des Eiſenbahndirektionsbezirkes Bromberg, nach einzelnen deutſchen Stationen. Karlsruhe, 4. Januar 1891. Generaldirektion. 342 Gr. Sad. Slaalsriſenbahnen. Mit Giltigkeit vom 1. Januar 1891 iſt im deutſch⸗ruſſiſchen Eiſenbahnverbande einAusnahme⸗ tarif nach Rußland Heft IV. in Kraft getreten. Derſelbe enthält Frachtſätze für Frachtgüter als Stückgut und in Wagenladungen von deutſchen und niederländiſchen Stationen nach Rußland. In dieſem Tarif iſt von diesſeitigen Stationen nur Mannheim einbe⸗ zogen. Zu dem deutſch⸗xuſſiſchen Gütertarif Heft.—-III iſt ferner mit Giltigkeit vom 1. Januar 1891 Nachtrag 2 bezw. 1 ausge⸗ geben worden. Nähere Auskunft ertheilt die Gr. Güterverwaltung Mannheim und das diesſeitige Gütertarif⸗ bureau. 34¹ Karlsruhe, 4. Januar 1891. Generaldirektion. Bekanntmachnng. Den Vollzug der Gewerbeordnung betr. )No. 1791. Die Bürger⸗ mei“ rämter und Stabhalter des Landbezirks werden veranlaßt, bis 15. Januar d. Is. das nach §es der Verordnung vom 283. De⸗ zember 1883 den Vollzug der Gewerbe betr. aufzuſtellende Ver⸗ zeichniß anher vorzulegen, oder Fehlanzeige zu erſtatten. 86⁴ Mannheim, 2. Januar 1891. Gr, Bezirksamt. Glockner. Sekanntmachang. Die Statiſtik der gewerb⸗ lichen Streitigkeiten betr. (7) Nr. 1287. Die Bürgermei⸗ ſterämter des Landbezirks werden an die Vorlage der Tabelle über die bei ihnen im Jahre 1890 an⸗ hängig gewordenen gewerblichen Streitigkeiten erinnert(Verord⸗ —. vom 5. Februar 1889, Geſ. u. V. O. Bl. Nr. V. 367 Mannheim, 2. Januar 1891. Großh. Bezirks amt: Glockner. Bekanntmachung. Die Statiſtik der Straf⸗ rechtspflege betr. (7) Nr. 1403. Die Bürgermei⸗ ſterämter bezw. Stabhalterämter des Bezirks werden beauftragt, mit der Vorlage der Straftabellen pro IV. Quartal 1890 die nach unſerer Verfügung vom 10. Ja⸗ nugr 1883 Nr. 1791 alljährlich uns einzuſendende Ueberſicht mit⸗ vorzulegen. 380 annheim 2. Januar 1891. Gr. Bezirksamt. Wild. Stbann Imachung. Die Statiſtik des Bettler⸗ und Land⸗ ſtreicherunweſens betr. (7) No. 1406. Bei Prüfung der Zählkarten über die Beſtraf⸗ ungen der Bettlex undLandſtreicher haben wir die Wahrnehmung ge⸗ macht, daß die betr. Karten ſeitens der Bürgermeiſterämter nicht mit der nöthigen Sorgfalt ausgefüllt werden und ſehen uns deßhalb veranlaßf, behufs künf⸗ tiger Darnachachtung auf Fol⸗ gendes gufmerkſam zu machen: Die Zählkarten ſind mit fort⸗ laufender Nummer zu verſehen und iſt bei Anfang des Jahres ſtets mit der No. 1 zu beginnen. Wurde die wegen Bettels beſtraft, ſo iſt die Rubrik„Land⸗ ſtreicherei“ ſtreichen andernfalls die Rubrik„Bettel“. Bei der Rubrik„Beſtrafende Behörde“ ſind die Wörter„Bezirksamt, Amtsgericht“ zu ſtreichen und erfolgt die Beſtrafung ſeitens eines Stabhalteramtes, ſo iſt inter dem Wort„Bürgermeiſter⸗ mt“ in Klammer„Stabhalter⸗ Amt“ ee Hat eine beſtrafte Perſon mehrere Vor⸗ namen, ſo iſt der„Rufname“ zu unterſtreichen und müſſen ſämmt⸗ e e eeee Bei Angabe des Familienſtandes „verheiratheter männlicher Per⸗ ſonen“ iſt der Name der Ehefrau anzugeben. 37 Mannheim, 2. Januar 1891. Großh. Bezirksamt: Wild. Hekennimachung. Die Impfung betr. (7) 1402. Die Bürgermeiſter⸗ ämter des Vezirks werden beauf⸗ tragt, die Verzeichniſſe der im Jahre 1890 in die Gemeinden zugezogenenKinder unter 12 Jahren mit den Nachweiſen über die er⸗ folgte Impfung gemäߧ 15 der Verordnung vom 11. Januar 1875 anher vorzulegen. 381 Mannheim, 2. Januar 1891. Großh. Bezirksamt: Wild 9kann. Sekauntmachung. Die ſeither verpachtet geweſenen ſtädtiſchen Marktgelder von den Marktplätzen der Stadt Mann⸗ heim werden vom 1. Januar 1891 an die Stadtgemeinde für eigene Rechnung erhoben. Es wurde hierbei angeordnet, daß die Abgaben für marktgeld⸗ pflichtige Gegenſtände nach dem amtlich genehmigten Tarife von denjenigen Marktleuten, welche auf ihrem Wege in die Stadt bei den Verbrauchsſtenererhebern an den Stadteingängen vor⸗ beitommen, durch dieſe zu er⸗ heben, im übrigen aber, an der auf dem Marktplatze vor dem athhauſe errichteten Erhebungsſtelle zu entrichten ud. 92696 Bei der Sahtang haben die Erheber den Marktleuten ent⸗ ſprechende Werthzeichen einzu⸗ händigen, welche den Controleuren auf den Marktplätzen auf Ver⸗ langen vorzuzeigen ſind. Wer die Entrichtung der Ab⸗ gaben unterläßt, verfällt, neben Nachzahlung der einfachen Ab⸗ gabe, gemäߧ 2 des Geſetzes vom 18. Dezbr. 1867,„Die Vor⸗ enthaltung der Gemeindeabgaben betr.“ in eine Geldſtrafe, welche dem 20fachen Betrag der nicht bezahlten Abgabe gleichkommt. Die Erhebung bon Pflaſter⸗ geld kommt vom 1. Jaunar 1891 an in Wegfall. Mannheim, 24. De zember 1890 Bürgermeiſteramt: rännig. Kallenberger. Bekauntmachung. Vom 1. Januar 1891 an iſt die Zahlſtelle für verbrauchsſteuer⸗ pflichtige Gegenſtände in B 5, 11½ (Verbrauchsſteuer⸗Verrechnung) aufgehoben. Berhrauchsſteuer⸗ pflichtige Gegenſtände können vom 1. Januar 1891 an außer an den, an den Stadteingängen vor⸗ handenen Erheberſtellen nur noch an der bei Herrn Kaufmann Kremer N 1 No. 4 unter dem Kaufhauſe(Cigarrengeſchäft) beſtehenden Zahlſtelle verſteuert werden. 92744 Mannheim, 29. Dezember 1890. Stadtrath: Brännig. Winterer. Ttädt. Gas⸗ und Waſſer⸗ werle Maunheim. Mit Rückſicht auf die jetzt zu erwartenden ſtärkeren Nacht fröſte machen wir unſere ver⸗ ehrlichen Cunſumenten darauf aufmerkſam, die Privat⸗Haupt⸗ hähne nach dem Waſſermeſſer allabendlich zu ſchließen und die davor befindlichen Ent⸗ leerungshähne zu öffnen, um ein Einfrieren der Leitungs⸗ röhren innerhalb der Gebände zu verhüten. gegen Eiunfrieren der Gas⸗ uhren und Waſſermeſſer, ſowie der Zuleitungen zu denſelben die Kellerladen geſchloſſen zu halten. 903922 Ferner 1 5 zum Schutze Maunheim im Novbr. 1890. Die Direection. Fahrniß⸗Verſteigerung. Donnerſtag, den 8. Jaunar, Nachmittags 2½ Uhr werden dahier 8 4 No. 6 aus dem Nachlaß der Heinrich Vaumann Ww. 390 Etwas Weißzeug, einige Kleid⸗ leper Bettung, 2 Bettladen, 1 Kleiderſchrank, 1 Küchenſchrank, 1 eiſ. Kochherd ꝛc. gegen baare Zazlugg verſteigert. „Gros, Waiſenrichter. Mühlen⸗Verſteigerung. Am 395 Donnerſtag, 15. Jannar a. c. Nachmittags 1 Uhr zu Roßbach, Landgerichtsbezirk Kaiſerslautern werden durch den igl. Notar Stett zu Wolfſtein öffentlich auf Eigenthum ver⸗ ſteigert: 21, Ar Fläche, worauf ein neu⸗ erbautes dreiſtöckiges Wohn⸗ aus mit Mühle, Nebenhaus, ſekonomiegebäude, Hof und ſon⸗ ſtigen Zugehörungen. 17,9 Aren Garten und Acker. 4,8 Aren Gras⸗ und Baum⸗ garten hinter dem Hauſe. gelegen ſt Roßbach an der Lauter in nächſter Nähe der Bahn⸗ ſtatien und dem Peter Pfleger, Müller zu Roßbach gehörend. Die Mühle iſt nach neueſter Con⸗ eine nachweisbar feſtgeſtellte Waſſerkraft von 88 Pferden, welche event. noch erhöht werden Das Wohnhaus mißt in der Länge 50 Meter. Das Mühleanweſen eignet ſich ſeiner Lage und ausgedehnten Räumlichleit wegen auch zur An⸗ lage einer Fabrik. Der Bedarf an Arbeitskräften kann in Roß bach und nächſter Umgebung billig und 1 7775 gedeckt werden. Nähere Auskunft ertheilt Notar Stett in Wolfſtein, Rheinpfalz. Gründlichen Uaterricht in kaufm. Rechnen, einf. und doppelter Buchführung ertheilt Fr. Mathes, 8 5, 17, 2. St. 253 Chr. Beyer. Schuppé. Alles beiſammen als ein Ganzes ſtruktion eingerichtet und beſitzt! Teuler-Asseeüranz- Verein in Aliona. Gegründet 1830. Wir erlauben uns hierdurch die Anzeige zu machen, daß wir an Stelle des Herrn Guſtav Balzar, 7 7 14* 2 15 2 Herrn ndolf Kramer in Mannheim zum General⸗Agenten des Feuer⸗Aſſecuranz⸗Verens in Altona für das Großherzogthun aden vom 1. Januar 1891 an ernannt haben. 391 Altona, den 31. Dezember 1890. Die admiuiſtrirende Direction des Feuer⸗ Aſſecuranz⸗Vereius in Altona, C. Sieveking, Gayen. J Schwedeler-Meyer. G. H. Sieveking. Mit Bezugnahme an Obiges halte ich mich zur Aufnahme von Verſicherungen auf Gebäudefünftel, Mobilien und Waaren gegen Feuersgefahr beſtens empfohlen. Die General⸗Agenutur Nudolf Kramer, C 4, 6. Krieger⸗Verein. 4 Samſtag, den 10. ds. Mts., Abends 8 Uhr wird zur Feier des Stiftungsfeſtes und der Kaiſerproklamatios in den Sälen des Ballhauſes hier ein ESDankett mit darauffslsenden Ball abgehalten, wozu unſere werthen Kameraden mit Familienange⸗ hörigen freundlichſt eingeladen werden 187 Eintrittskarten, auch für Einzuführende, werden von Montag, den 5. d. N. bis Freitag, den 9. d.., jeweils Abends von bis ½10 Uhr im Vereinslokal B 6, s abgegeben. Der Vorſtand. Friſeurgehilfenſchaft Mannheim. Sonntag, II. Jaunar 1891, Abends 8 Uhr —— ¶ NII im oberen Saale des Saalbaues, wozu wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner des freündlichſt einladen. 3 Der Vorſtand. Karten für Einzuführende können von jetzt ab jeden Abend im Lokal Prinz Max, H 3, 3 in Empfang genommen werden. Hannbeimer Parkgeseflschaft. Eislaufbahn. Donnerſtag, 8. Jau., von 11—1 Uhr 398 Mrosses Concert. Der Vorstand. Wohnung und Bureau befinden ſich in meinem Hauſe 20 ONr. 2, NRingstrasse. M. Reuter Orlemaun's Nachf. Baugesehäft. U 7, 18l9 Haller& Abendroth U 7, 18fl9 Capezier-⸗ und Hekorationsgeſchäft.„oces — Todes-Anzeige. Heute Nachmittag verſchied nach kurzer Krank⸗ heit unſere liebe Mutter und Schwiegermuttern Frau Oberamtsrichter Mors in Freiburg. Im Namen der trauernden Familie Gustav Mors, 35⁵ Dr. Peitavy. Mannheim, 5. Januar 1891. 9 6 Todes-Anzeige. Geſtern Abend 11¾ Uhr verſchied nach kurzem ſchweren Leiden unſer innigſtgeliebtes, theures Töchterchen Elisabeth im Alter von 4% Jahren. Um ſtille Theilnahme bitten Die tiefbetrübten Eltern: Hochbauinſpeckor Uhimann und Fran Laura geb. Frieſe. Mannheim, den 6. Januar 1891. 8 Die Beerdigung findet Donnerſtag, 3. d. Mts., 1 5 Nachmittags 2 Uhr vom Trauerhauſe L 8, 2 aus ſtatt. Dankſagung. Für die vielen Beweiſe inniger Theilnahme bei dem uns betroffenen herben Verluſte unſeres innigſtgeliebten Gatten, Vaters und Bruders Mg. Fischlein ſagen wir für die reiche Blumenſpende und große Leichen begleitung, ſowie Herrn Dr. Peitavy für die liebevolle, unermüdliche Behandlung hiermit unſern wärmſten Dank, 9 Die trauernden Hinterbliebenen. Mannheim, den 6. Januar 1891. 5 Seneral⸗Anzeiger. 055 Zu ein und 1 lb e ge zahlreichem — nements-Einladung die Fachzeitſchrift heinsc Offioielles Publikations-Organ der Weſtdeutſchen Binnenſchifffahrts⸗Berufsgenoſſenſchaft. 2 5 11* Sentral-Organ iginal⸗Aufſi „Das dee peditenren und für die Intereſſen der Sichifffahrt und des Handels auf dem Rhein und ſeinen Nebemlüſſen. Abonnementspreis pro Muartal Mk..55 Pfg. Die Fachzeitſchrift„Das Ausſtattung, und bringt zuverläſſige Nummer mehrere Or und Waaren⸗Berichte finden du Die Fachzeitſchrift iff“ erſcheint wöchentlich 1 Mal, Folio⸗Format, je 8 Seiten groß, in hübſcher orreſpondenzen vom Rhein und ſeinen Nebenflüſſen. e über Schifffahrt und Handel von Antoritäten erſten Ranges rch die Ahein aſchiſfe en leih vftz Fac„ zugleich offizielles geuoſſenſchaft iſt jedem Schiffsbeſttzer, den Herren Rhedern, S ziehung ſtehenden Verſicherungs⸗ und Trausport⸗Geſellſchaften, ſeinen Nebeuflüſſen in Beziehung und Verbindung ſtehende Publ chiff“ iſt nunmehr an allen Strömen, nſerate beſten Erfolg. onnement ladet ergebenſt ein: Verlag der fachzeitſchriſt„Das Rheinſchiff in Mannheim. Ferner erſcheinen in jeder auch die Mannheimer Wochen⸗ rgan der Weſtdeutſchen Binnenſchifffahrts⸗Berufs⸗ Schiffern, den Tit. mit der Schifffahrt in Be⸗ ſowie überhaupt für das mit der Schifffahrt des Rheins und ikum ein unentbehrliches Fachblatt geworden. Flüſſen und Kanälen von ganz Weſtdeutſchland verbreitet Jenerwehr⸗Singchor. Donnerſtag, 8. Jan., Abends ½9 Ühr Gemüthliche Zuſammeukunft mit u. Sch. 28 ahlreiches Erſcheinen erwartet 2 828 5 Vorſtand. WVerein Maunheim. Freitag, den 9. Jat—885 Loka präcis Abends 8½ Uhr im le Vortrag (mit anſchließender Discuſſion) des Herrn Dr. juris Max Quarck aus Frankfurt a/., über Die ſoziale Lage der Hand⸗ kangsgehilen 55 die neuere Ae e wozu wir unſere verehrlichen Mit⸗ glieder mit der Bitte um zahl⸗ keiches Erſcheinen 55. einladen. 290 Der Vorſtand. Musikverein. Freitag, den 9. Januar Pxoo be für Teuor und Baß Anfang 8 Uhr. Die aktiven Mitglieder, ſo⸗ wir die zur Matthäus⸗Paſſion angemeldeten Herren, werden um pünktliches Erſcheinen —4— 2 Fliſe&ſchert (adwig Rittmann Verlobte. Mannheim, im Jan. 1891. —— J. A. Weiss, Thierarzt, J1 Nr. 16. Seſchäftsempfehlung. mache hiermit die ergebene 257 daß ich mein Glanzbüglerin Zitherunterricht Sab Streichzith.) 0 1. 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