—ͤů— —— In der Boſtliſte 2228% untes Badiſche Volkszeitung.) Nr. 2388. Abonnement: 50 Pfg. monstlich, Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. incl. Poſtanf⸗ ſchlag M..90 pre Quartal. Jnſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfs. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfs. Doppel⸗Nammern 5 Pfg. der Stadt Mannheim und Umgebung.(Mannbeimer Volksblatt.) aunheimer Journal. (101. Jahrgang.) Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint wöchentlich ſieben Mal. Telegramm⸗Abreſſe: „Jouenal Nannheim.““ i Tbeil für den politiſchen u. allg. Thall: Chef⸗Redalteur Julius Katz für den lokalen und prov. Theil Ernſt Müller, für den Inſeratentheil: Karl Apfel. Notationsdruck und Berlag den Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ 3 1 (Das„Rannheimer Journgt“ iſt Eigenthum des katholiſchen Bürgerhoſpitals.) fämmtlich in Mannheim. eeee Auflage über 1 1,300 Exemplare. (Notariell beglaubigt.) *Iur Vorgeſchichte der Tripelallianz. 5 Erſt im Jahre 1882 trat Italien dem deutſch⸗ öſterreichiſchen Bunde bei. Die erſten Schritte einer An⸗ näherung Italiens an die beiden Kaiſerreiche ſind jedoch weit früher, im Jahre 1873 zu ſuchen, als König Viktor Emanuel im September jenes Jahres, kurz nachdem in Italien an Stelle des Miniſteriums Lanza die Regierung Minghettis getreten war, die Höfe von Wien und Berlin beſuchte. Intereſſante Einblicke in die Gründe, die Viktor Emanuels Reiſe herbeiführten, geſtatten einige intime Briefe, die in dem 2. Bande eines demnächſt bei Roux in Turin erſcheinenden Werkes:„Politiſcher Briefwechſel Michelangelo Caſtellis“ enthalten ſind. Caſtelli, ein in⸗ timer Freund Cavours, erfreute ſich ſeit Jahren des un⸗ eingeſchränkten Vertrauens des Königs. Es handelte ſich im Auguſt 1873 darum, Viktor Emanuel zu bewegen, der wiederholten Einladung Kaiſer Franz Joſefs zum Beſuche der Wiener Weltausſtellung Folge zu leiſten. Zu dieſem Zweck wandte ſich Minghetti, der des Königs Abneigung gegen jene Reiſe kannte, an Caſtelli, damit dieſer ſeinen Einfluß auf den König in dieſem Sinne anwende. Er ſchrieb ihm deßhalb vertraulich u. A. aus Livorno, 25. Auguſt 1873: „Du weißt, daß der König wiederholt vom Kaifer von Oeſterreich eingeladen worden iſt, zur Wiener Ausſtellung zu kommen. Der König ließ am 10. Juni antworten, daß er ſich nach ſeiner Rückkehr aus den Bergen entſcheiden und daß er entweder ſelbſt gehen oder, wenn verhindert, den Prinzen Humbert ſenden würde. Geht der König nach Wien, ſo erhält er ſicher eine Einladung nach Berlin, der er wird Folge leiſten müſſen. Als ich das letzte Mal in Turin war, drückte mir der König ſeinen Widerwillen gegen dieſe Reiſe aus. Ich drang nicht weiter in ihn, ſondern bat ihn nur, nach ſeiner Rückkehr wieder darauf zurückkommen zu dürfen. Auf dem Standpunkt ſtehen wir. Ich halte dieſe Reiſe aus folgenden Gründen für politiſch hoch wichtig: 1) Nachdem wir uns in Rom niedergelaſſen und das Geſetz über die religibſen Kör⸗ penſchaften promulgirt baben, würde der Empfang ſeitens Sr. Apoſtoliſchen Majeſtät(des Kaiſers von Oeſterreich) die diplomatiſche Anerkennung dieſer That⸗ ſachen ausdrücken. Heute iſt das Kaiſerreich liberal, obgleich auch entgegengeſetzte Anzeichen vorhanden ſind. Wenn nun auch die politiſche Richtung wechſelte, ſo würde dieſer Vorgang doch von großem Werthe ſein. 2) In Berlin wünſcht man lebhaft, daß der Konig komme. Käme er nicht, ſo würde das Mißtrauen wachſen. Du weißt, daß man dort die Vorgänge von 1869 und 1870 bis in alle Einzelheiten kennt. Der aus jener Zeit ſtammende Argwohn, der nie ganz beſiegt werden konnte, würde um ſo ſtärker hervor⸗ brechen, und es würde ſich kaum eine Gelegenheit wieder finden, ihn zu zerſtreuen, 3) Hält ſich in Frankreich die Re⸗ publik oder kommt das Kaiſerthum wieder, ſo wird es nicht ſchwer ſein, die Reiſe des Königs zu rechtfertigen, indem man auf die beſondere Gefahr hinweiſt, die durch die Fuſion der beiden Aeſte des Bourboniſchen Hauſes in dieſem Augenblick geſchaffen wurde. Beſteigen aber die Bourbonen wieder den Thron, ſo ändert es nicht im geringſten die Lage, ob wir in Wien und Berlin geweſen ſind oder nicht. 4) Die letztere Eventualität erweckt in allen Theilen Italiens auch bei ernſten Männern große Beſorgniß. Man ſieht Heinrich V. ſchon den Kreuzzug für den Papſt unternehmen. Das iſt übertrieben. aber die Beſorgniß iſt vorhanden und man muß derſelben Rechnung tragen. Die Italiener fühlen das Be⸗ dürfniß, ſich enger an Deutſchland anzu⸗ ſchließen, es würde dies die Gemüther be⸗ ruhigen. Es wird um ſo leichter ſein, im Innern eine weiſe und gemäßigte Politik zu führen, je ruhiger und muth⸗ voller die Geiſter ſind.“ Caſtelli übermittelte am 27. Auguſt dem Köͤnige Minghetti's Brief. An demſelben Abend ſprach Caſtelli den König bei deſſen Abreiſe nach Florenz. Er berichtet darüber an Lanza: „Turin, 28. Aug. 1873. Lieber Freund! Geſtern habe ich einen Augenblick mit dem König ſprechen können. Ming⸗ hetti hatte mir geſchrieben, ich ſollte mir die größte Mühe geben Se. Maj. zur Reiſe nach Wien und Berlin zu bewegen. Die Dinge ſchienen ſchon im beſten Gange, aber da ſeit vor⸗ geſtern Prinz Napoleon angekommen iſt, fürchte ich, daß er uns ernſte Hinderniſſe bereitet habe; ſoviel iſt gewiß, daß der König geſtern bei ſeiner Abreiſe ſehr in Gedanken war. Alles hält hier die Reiſe für ſicher und wünſcht ſie; die Klerikalen allein ſind ärgerlich und ſuchen ſie zu verhindern. Ich habe Depeſchen aus Wien und Berlin geſehen, die mir die Ueber⸗ zeugung einflößen, daß, wenn der König den Einladungen nicht ſtattgibt, die Folgen einer Weigerung ſchwerere ſein würden, als man glaubt. Wir wollen ſehen, ob das Mini⸗ ſterium dieſe Probe beſteht: ich wünſche es von ganzem Her⸗ zen, denn es gibt gewiſſe Gelegenheiten, die man nicht ver⸗ paſſen darf. Sind ſie vorüber, ſo bietet ſich keine neue mehr, ind es gibt keine Abhilfe.“ Am 28. noch wurde Minghetti in Florenz vom König empfangen, der ſich mehr, als zu hoffen war, ge⸗ neigt zeigte, die Reiſe zu unternehmen. Im Laufe weniger Minghetti beeilte Skleſendte und verbreitekfle Jeitung in Maunhrin Ind Augrbung. Tage waren alle Hinderniſſe beſeitigt. ſich, Caſtelli davon zu benachrichtigen: „Florenz, 2. Sept. 1873. Lieber Freund! Alles iſt feſt⸗ geſetzt, und mir ſcheints gut ſo. Ich danke Dir von Neuem für das, was Du gethan. Dein Wort kam gerade zur rechten Zeit, die Abmahnungen des Prinzen Napoleon unſchädlich zu machen. Der König wird am 21, nach Wien abreiſen. Er wird von Berlin aus eingeladen werden und wird annehmen. Ich meine, es iſt auf der Reiſe Tyrol und Savoyen zu vermeiden; ich brauche die Gründe wohl nicht zu ſagen. Ich habe ihm empfohlen, ein nicht zu großes, aber gewäßhltes Gefolge mitzunehmen. Er meinte jedoc ſcherzend, daß das letztere ſchwer ſein möchte... Dein M. Minghbetti.“ Aus einem ſpäteren Briefe Lanzas erſieht man, daß zur Zeit ſeiner Regierung ſchon alles vorbereitet war: „Ich bin auch der Anſicht. daß der König ſich dem nicht entziehen kann, nach Wien und dann nach Berlin zu geben. Mit mir war ſchon alles abgemacht, und ich verſichere Dich, daß er nicht wieder davon abgegangen wäre, dennf, wenn er überzeugt iſt, etwas dem Lande Nützliches zu thun, ſo ſagt er niemals Nein, und wenn es ihn das größte Opfer koſtet. Nach der Reiſe ſchrieb Dina, der Direktor der „Opinione,“ an Caſtelli aus Rom unter dem 1. Okt.: „Die Miniſter ſind ruhmbeladen und triumphirend zurück⸗ gekehrt... Viktor Emmanuel iſt ein wahrhaft konſtitutio⸗ neller König,er hat die Reiſe gegen ſeinen Willen ausgeführt. Ich weiß, daß Minghetti ſich auch an Dich und Andere gewandt hatte; endlich haben die diplomatiſchen Berichte den Ausſchlag gegeben. Kaiſer Franz Joſef wünſchte im Grunde ebenſo wenig ihn als Gaſt bei ſich zu ſehen, als er, es zu ſein. Aber nach geſchehener That, glaube ich, ſind Beide ganz zufrieden. Das Eis iſt gebrochen, und das genügt. In Berlin war die Begrüßung eine allgemeinere, dort ging ſie vom Volk aus.“ Erſt am 13. Oktober hatte Caſtelli Audienz beim König. Er berichtet darüber an Dina: „Der König hat die beſten Eindrücke von ſeiner Reiſe mitgebracht. Er ſagte mir, daß Kaiſer Franz Joſef ſehr herz⸗ lich zu ihm war.. Von Preußen iſt er ganz ent⸗ zückt, noch mehr wegen des Gegenſatzes zwiſchen beiden Staaten. Er ſagt, daß der deutſche Kaiſer ein Ehren⸗ mann ſei in der weiteſten Bedentung des Worts. Er konnte gar nicht genug alle und alles(oben. Mich überraſchte jedoch die Anſichk, die er mitbrachte, und von der er ſagte, daß es diejenige Bismarcks ſei, daß wir im Frühling oder noch früher Krieg haben werden, da er die Franzoſen jeder Tollheit für fähig halte. Ich gebe es Dir wieder, wie ich es gehört habe, glaube jedoch, bei aller Achtung für Bismarck, daß er für ſeine Zwecke die Farbe etwas ſtark aufgetragen hat.“ In ſeinen„Erinnerungen“ fügt Caſtelli weitere Einzelheiten über die Reiſe Viktor Emanuels nach Wien und Berlin hinzu: „Entſchloſſen, wie er war, ſchlug er den beſten Weg ein, ſich einem alten Feinde, wie dem Kaiſer von Oeſterreich und einem neuen Freunde, wie dem deutſchen Kaiſer vorzu⸗ ſtellen. Bei dem erſteren ſtützte er ſich auf die nie gelöſten Verwandtſchaftsbande, bei dem zweiten verſuchte er, da er wohl wußte, daß man ihn und ſeine Politik bis auf den Grund kenne, gar keine Umſchweiſe, ſondern ging entſchieden in medlias res mit folgenden Worten:„Sire, ich will Ibnen freimüthig erklären, daß ich durch Pflichten der Dankbarkeit an Napoleon III. und Frankreich gebunden, dieſen gern zu Hilfe gekommen wäre, aber meine Regierung und die Gewalt der öffentlichen Meinung haben mich daran verhindert Napoleon hat Thron und Leben verloren. Frankreich gat einen Friedensvertrag mit Ew. Majeſtät unterzeichnet. Ich wäre Ihr offener und lohaler Feind geweſen, wie ich mich freue, mich jetzt mit gleicher Offenbeit und Loyalität als Ihren Freund erklären zu können.“ Es ſcheint, daß Kaiſer Wilhelm an ſolche Sprache nicht gewöhnt war, denn er blieb einen Augenblick ſprachlos, dann aber umarmte er plötlich Viktor Emanuel und verſicherte ihm, daß ihm ſeine Worte zu Herzen gegangen ſeien und daß er ihn für einen ſeiner wahren Freunde achte und halte.“ * Der Rücktritt Crispis hat naturgemäß eine große Erregung in der politiſchen Welt hervorgerufen, die ſich in der Preſſe wiederſpfegelt. Am lauteſten gebärden ſich die franzöſiſchen Blätter, welche in der erſten Freude des Herzens den Zuſammenbruch des Dreibundes vorausſagten, die aber heute ſchon etwas nüchterner die Sachlage beurtheilen. In Italien dürfte man bald zur Ueberzeugung gelangen, daß es noch immer beſſer war unter Crispis ſtarker Hand„zu ſeufzen“, als unter der Regierung ſeiner Nachfolger, die nicht das gleiche Anſehen genießen, öfteren parlamentariſchen Zwiſchen⸗ fällen ausgeſetzt zu ſein. Noch iſt die Situation nicht geklärt und es liegen zunächſt nur folgende telegraphiſche Meldungen vor: Paris, 2. Febr. In den röͤmiſchen Depeſchen der hieſigen Blätter von heute Nachmittag wird die Rückkehr Crispis an die Spitze der Geſchäfte für den Augen⸗ blück als unmöglich bezeichnet. Es wird ferner gemeldet, der Marcheſe de Rudini habe im Laufe des Nachmittags Conferenzen mit dem König Humbert gehabt. In den Wandelgängen der Kammer beſchäftigt man ſich ſtark mit Crispi. Allgemein iſt nicht die Meinung vorherrſchend, Dienſtag, 3. Februar 1891. daß ſein Sturz den Austritt Italiens aus dem Dreibunde nach ſich ziehen werde. Man hofft indeſſen, daß die Spannung in den Beziehungen zwiſchen Frankreich und Italien nunmehr nachlaſſen werde. Auch die Sprache der Blätter iſt nachgerade, nachdem man ſich von der erſten Ueberraſchung erholt hat, weniger trium⸗ phirend. Sie erhoffen nicht mehr den ſchleunigen Zerfall des Dreibundes, ſondern beſcheiden ſich mit der Er⸗ wägung, daß die Lage inſoweit eine Veränderung erfahren habe, als Italien genöthigt ſein werde, ſich Frankreich zu nähern und eine Verſtändigung in Sachen der Handelsbeziehungen zu ſuchen. Der„Temps“ und die„Liberts“ äußern ſich in ziemlich gleichem Sinne. Der„Temps“ erklärt, es ſei einerlei, wer Crispis Nach⸗ folger werde, die bloße Thatſache des Perſonenwechſels werde eine Beruhigung der Gemüther nach ſich ziehen und die Wiederaufnahme der freundlichen Beziehungen erleichtern, welche im Intereſſe beider Länder liegen. Die„Liberts“ ſtellt feſt, daß Crispi in ſeiner Perſon allein ein Hinderniß für die Wiederherſtellung guter Beziehungen zwiſchen Frankreich und Italien geweſen ſei und fügt hinzu, man dürfe hoffen, daß dieſe Beziehungen der alten Sympathien ſich all⸗ mählich wieder erwärmen werden. Die Sprache der ge⸗ mäßigteren Pariſer Blätter iſt im Einklang mit den Auf⸗ faſſungen der amtlichen Kreiſe, in welchen man es für geboten erachtet, alles zu vermeiden, was Italieu ver⸗ letzen könnte. Rom, 2. Febr. Es wird beſtätigt, daß der König nur die Präſidenten des Senats und der Kammer bisher empfangen hat und daß beider Anſichten über die Perſon des mit der Bildung eines neuen Cabinets zu beauf⸗ tragenden Vertrauensmannes noch getheilt ſind. Die Schwierigkeit der Lage und die Unruhe der Carnevalszeit machen es wahrſcheinlich, daß die Neubildung des Cabinets ſich etwas hinausziehen wird. Inzwiſchen trachten ſämmtliche Gruppen des Parlaments, ſich ſo viel als möglich innerlich zu kräftigen und äußerlich zu ver⸗ ſtärken, um im Kampfe um die Miniſterſtellen zu ſiegen. Die Blätter der verſchiedenen Schattirungen der bisherigen Oppoſttion,„Opinſone“,„Fanfulla“ und„Tribuna“, verſuchen eine Art Vertheidigung und ſind darauf bedacht, glauben zu machen, daß weder von rechts noch von links Druck ausgeübt worden ſei, um die Verlegenheiten der Regierung auszubeuten. Demgegenüber muß feſtgehalten werden, daß das ganze Spiel der äußerlich regierungs⸗ freundlichen Gegnerſchaft von beiden Seiten darauf hinauslief, Crispi moglichſt ſcharfe Bedingungen aufzu⸗ zwingen. Es würde durch dieſes Hin⸗ und Herzlehen die heute beſtehende Kriſis um höchſtens einige Wochen hinausgeſchoben, zugleich aber Crispi der Sklave ſeiner bisherigen Gegner. Er zog es deßhalb vor, ehrenvoll abzutreten und es ſchon jetzt den Gegnern zu überlaſſen, das von ihm begonnene Werk weiterzuführen. London, 2. Febr. Der„Standard“ verlacht die Idee, als würde die Niederlage Crispis in der Fi⸗ nanzfrage den geringſten Einfluß auf die auswärttge Politik und den Dreibund ausüben. Die„Times“ meint, Italien könnte Crispi, aber nicht die durch die Nothwen⸗ digkeit vorgeſchriebene auswärtige Politik loswerden. Selbſt die„Daily News“ geſteht zu, es ſei gefährlich für Italien, vom Dreibunde zurückzutreten, und zieht dabei aus dem Falle Bismarcks, Tiszas, Parnells und Crispis den Schluß, daß es keine unentbehrlichen Män⸗ ner gebe. * 5 Crispi wurde am 4. Oktober 1819 zu Ribera auf Sizilien geboren, ſtudirte in Palermo und war in Neapel Advokat. 1848—49 nahm er den thätigſten Antheil an der Revolntion in Palermo gegen das Bourbonenthum, ſo daß er nach der Beſiegung des Aufſtandes nach Frank⸗ reich flüchtig gehen mußte. 1860 bewog er Garibaldi zu ſeinem Zuge nach Stizilien und arbeitete ſelbſt an dem Sturze der Bourbonen auf das thätigſte mit; er organi⸗ ſirte damals die Verwaltung und bereitete die Anglie⸗ derung Siziliens an ein einiges Königreich Italien vor. 1876 wurde er Kammerpräſident; ein Jahr darauf bereiſte er Europa, um Verbindungen zur Sicherung Italiens gegen die ultramontane Regierung in Frankreich zu erhalten. Damals traf er mit Bismarck in Gaſtein zuſammen. Im Dezember des gleichen Jahres führte er Nicotera's Sturz herbei und ward am 28. Dezember Miniſter des Innern, mußte aber ſchon im März 1878 zurücktreten. Erſt im März 1887 trat er wieder als Miniſter des Innern ins Kabinet Depretis, und nach dem Tode dieſes Staats⸗ mannes am 29. Juli ward Crispi Miniſterpräſident und 2. Seitel General⸗Anzeiger. Mannheim, 3. Februar. übernahm außerdem noch das Portefeuflle des Auswär⸗ tigen, ſo daß er drei Aemter zu verwalten hatte. Be⸗ dannt find Crispi's wiederholte Beſuche bei Bismarck; 1888 traf er zum erſten Male auch mit Kalnoky in Karlsbad zuſammen. 1889 begleitete er König Humbert nach Berlin. Am 13. September des gleichen Jahres war das Attentat Caporali's gegen Crispi. Seine ſtaats⸗ männiſche Thätigkeit iſt ſo bekannt und ſo friſch in aller Gedächtniß, daß wir ihrer nicht beſonders zu gedenken brauchen. Aus Stadt und Jand. * Manunbeim, 3. Februar 1891 Hofbericht. Geſtern Vormittag empfing der Groß⸗ herzog den Staatsminiſter Dr. Turban zur Vortragserſtatt⸗ ung und nahm dann die Meldung von Offizieren entgegen, behufs Ueberreichung der Monatsrapporte. Nachmittags hörte er die Vorträge des Geheimeraths Freiherrn v. Ungern⸗ Sternberg und des Legationsraths Dr. Freiherrn von Babo, Der Erbgroßherzog beabſichtigt, heute nach Berlin abzureiſen. Die Erbgroßherzogin iſt geſtern Nachmittag mit dem Prinzen und der Prinzeſſin von Schaumburg⸗Lippe nach Freiburg zurückgekehrt, wo geſtern der Erbgroßherzog von Luxemburg zum Beſuch ſeiner Schweſter eintraf. Uebertragung und Ernennung. Der Großherzog hat dem Oberförſter Oskar Zipperlin in Sulzburg die Bezirksforſtei Tauberbiſchofsheim übertragen. Durch Ent⸗ ſchließung Großh. Miniſteriums des Innern vom 28. Jan. 1891 wurde Amtsrevident Joſef Anton Riegger zum Revi⸗ denten bei dem genannten Miniſterium ernannt. Deutſche Fächerausſtellung. Nach vielſeitigen An⸗ ſragen und auf zahlreiche Geſuche hin iſt der Anmeldetermin für die Fächerkonkurrenz bis zum 1. März d. J. verlängert worden. Die hohe Protektorin der Ausſtellung, die Groß⸗ herzogin, hat in einer am 25. v. M. dem Hauptcomits ge⸗ währten Audienz ihr lebhaftes Intereſſe für das Unternehmen ausgeſprochen und ihre eigenen Fächer für die Ausſtellung zur Verfügung geſtellt. Ausſtekung und Konkurrenz ver⸗ ſprechen überhaupt in jeder Hinſicht intereſſant und bedeutſam zu werden. Zur Konkurrenz ſind bis heute ſchon 500 An⸗ meldungen eingelaufen; für die hiſtoriſche Abtheilung ſind 300 Jächer, an ſonſtigen Objekten über 200 Nummern angemeldet. Unter den konkurrirenden Künſtlern befinden ſich u. a. Klaus, Meyer, Kallmorgen, Kanoldt, Klimſch u. ſ. w. Perſbnlich haben zur Ausſtellung Arbeiten angemeldet die Profeſſoren H. Baiſch, v. Heyden, Ferd. Keller, G. Schönleber u..; durch die Beſitzer ſind angemeldet Fächer von F. A. Kaulbach, Simm, Papperitz u. v. A. Henderung von Familiennamen betreſfend. Der am 24. Auguſt 1854 zu Mannheim geborene Jakob Baſtian, genannt Hecht, hat für ſich und ſeine minderjährigen Kinder um die Erlaubniß nachgeſucht, den Familiennamen in,Hecht“ umändern zu dürfen. Etwaige Einſprachen gegen die Be⸗ willigung dieſes Geſuchs find binnen 3 Wochen bei Groß⸗ herzoglichem Miniſterlum der Juſtiz, des Kultus und Unter⸗ richts in Karlsruhe einzureichen. Zum Vorſitzenden des mit dem Sitze in Karlsruhe errichteten Schiedsgerichts für die Arbeiter⸗Penſionskaſſe für den Bereich der Großherzoglich Badiſchen Staatseiſenbahn⸗ und Bodenſee⸗Dampfſchifffahrts⸗ und der Großherzoglichen Salinen⸗Verwaltung wurde der Großherzogl. Miniſterialratb Eugen Becker und zum Stellvertreter der Großh. Finanz⸗ ralſ Paul Troeger ernannt. Der Berein unſtändiger Lehrer zu gegenſeitiger Unterſtützung in Krankheitsfällen wurde am 15. April 1883 in Bühl ins Leben gerufen und bat den Zweck, ſeinen kranken Mitaliedern auf die Dauer von 2 Jahren monatliche Unter⸗ ſtützungen von je 40 Mark zu gewähren. Die jährlichen Aus⸗ gahen für ſolche Unterſtützungen werden ſtets durch Umlagen auf die ordentlichen Mitglieder gedeckt, und betrugen für das Jahr 1890 die Summe von 1394,98 Mark, während die Ge⸗ ſammtſumme, welche ſeit dem Jahre 1884 an Unterſtützungen verausgabt wurde, 6852 Mark beträgt; dagegen iſt auch die Mitgliederzahl ſeit jener Zeit von 289 auf 674 geſtiegen. Der geutige Ka pdrrel beträgt 1900 Mark und das reine Ver⸗ mögen, welches ſich um Mark 520,38 vermehrt hat= Mark 3470.18. „Carnevaliſtiſche Abendunterhaltung des Lieder⸗ kranz. Die am Samſtag Abend im„Saalbau“ ſtattgefun⸗ dene carnepaliſtiſche Abendunterhaltung war ſehr beſucht und verlief in jeder Hinſicht auf das animirteſte. Einen großen Erfolg hatte das Quartett des Straßburger Männergeſang⸗ Pereins, welches einer Einladuns auf das freundlichſte nach⸗ kam. Das Quartett leiſtet bei brillanten Stimmmitteln zanz vorzügliches und iſt ſo längſt allenthalben gewürdigt. Jede der vorgetragenen Nummern wurde mit außerordent⸗ lichem Beifall aufgenommen und jeweils Zugaben verlangt, welche die Sänger auch bereitwigiaſt gaben; es war ein ſeltener Genuß, dies Quartett zu hören. Mit großer Umſicht und feinem Takt leitete Herr Waldeck das Präſidium des Abends und ſein Bütten⸗Vortrag„Mannem im Winter“ war Feuilleton. — Der ufedrigſte Lohn. In dem ehemals kurheſſiſchen Orte Springſtille bei Schmalkalden, bezieht, wie das„Kaſſeler Tageblatt“ berichtet, der Ortsdiener für Tag⸗ und Nachtwache noch heute den im vorigen Jahrhundert feſſgeſetzten Lohn von täglich 4 Pfennig; außerdem macht er die Runde bei den Ortsbürgern, welche ihm die Koſt 9 gewähren haben. Alſo monatlich erhält der Mann 1,20 Mark für Kleidung u. ſ. w. Das iſt wohl der niedrigſte Lohn, der überhaupt in ganz Deutſchland gezahlt wird. Der glückliche Inhaber der Spring⸗ ſtiller Ortsdienerſtelle, der„alte Heinrich“, iſt aber bereits fiebzis Jahre alt und tritt nun fofort in den Genuß der Was wird der Mann mit dem vielen Gelde machen — Eine Schweinegeſchichte. Aus dem Holſteiniſchen erzählt die„K. Zig.“ folgende Geſchichte. Zu der Zeit,„als der Großvater die Großmutter nahm,“ wurden— dies als Vorausſetzung— in kalten Wintertagen häufig die Ferkel mit in die Stube hineingenommen. Einem Bauern nun brachte der Storch ein Söhnlein und gleichzeitig warf das Mutter⸗ ſchwein 3 855 Ferkel. Nun war es ſchlimm, daß das drei⸗ zehnte Ferkel nicht von der Sau geſäugt werden konnte. Es ſchrie fortwährend und wurde von Tag zu Tag ſchwächer. Aber die Bauersfrau wollte alle dreizehn Ferkel groß ziehen; ſie legte deshalb das eine in die Wiege und nahm ühr Kind 9 ſich in's Bett. Abends in der Dämmerſtunde kam eine achbarin, um die glückliche Mutter zu beſuchen. Ihr erſter Gang galt natürlich der Wiege; ganz leiſe zog ſie die Decke ein wenig zurück, ſchaute mit Andacht und Wohlgefallen auf das ruhig ſchlummernde Ferkelchen und ſagte:„O Naberſch, wat ſücht he doch ſin VBadder lik! As wenn he em ut de Ogen ſnäen weer!“(Was ſieht er doch ſeinem Vater gleich, als ob er ihm aus den Augen geſchnitten wäre.) —. Ein Trauerſpiel des franzöſiſchen Dichters Jean Franedis de Laharpe„Die Barmeeiden“ war im Thestre frangais durchgefallen. Bald nach dieſem Mißgeſchick ging der Verfaſſer mit ſeiner Frau über den Jahrmarktplatz. „Meine Herrſchaften“, ſchrie aus einer Bude der Verkäufer ihnen zu,„ſchöne Barmecidenſtöckchen— ſpottbillig— das voll ſprudelnden Witzes. Ein weiterer Bütten⸗Vorkrag, das Protokoll der vorjährigen Carnevals⸗Sitzung und ſonſtige Vereinsangelegenheiten behandelnd, war ebenfalls von zünden⸗ der Wirkung. Vorzüglich waren die 3 Schuſterfungen, ein bumoriſtiſches Terzett, für Mannheimer Verhältniſſe lokaliſirt. Beſonders beifällig wurde die Aufführung einer Othello⸗ Parodie mit italieniſchem Text, unter Leitung Langers, aufgenommen und kamen hierbei die hübſchen, friſchen Stimmen der Mitwirkenden aufs Schönſte zur Geltung. Sehr viel zur heiteren Stimmung des Abends trugen auch die allgemeinen Chorlieder bei, welche zum Theil lokale Verhölt⸗ niſſe behandelten. Wir können nicht alle Nummern des reich⸗ haltigen Programms einzeln beſprechen, reſumiren aber dahin, daß auch dieſer Abend ein in jeder Hinſicht gelungener war und können uns den Worten des Herrn Jul. Wollf an⸗ ſchließen, welcher in einem Vortrage der Leitung des Abends Woxrte der Anerkennung und des Dankes verlieh. Erſt um 12 Uhr kam das Tanzvergnügen zu ſeinem Rechte und war hierbei die Betheiligung eine ſehr große, wir zählten 110 Paare bei der Polonaiſe. „Der bieſige Zitherkranz veranſtaltete am ver⸗ gangenen Sonntag Abend im Caſinoſaale einen Familien⸗ abend mit nachfolgendem Tanz. Die Feſtlichkeit war ſehr zahlreich beſucht. Der bewährte und verdiente Dirigent des Vereins, Herr Zitherlehrer J. Lang, hatte für die Unter⸗ haltung ein reichhaltiges, höchſt anziehendes und feſſelndes Programm aufgeſtellt, welches in allen ſeinen Theilen auf das vorzüglichſte durchgeführt wurde. Die Geſammtſpiele für Zither gelangten unter Herrn Langs Leitung zu einer prä⸗ ziſen, fein nüaneirten Wiedergabe, welche ſowohl von dem Talente des Herrn Lang als Zitherlehrer, wie auch von dem Fleiße und der Ausdauer ſeiner Schüler ein ſehr günſtiges Zeugniß ablegte. Herr Lang iſt jedoch auch Componiſt und fanden die von ihm componirten zwei Geſammtſpiele eine höchſt beifällige Aufnahme. An weiteren Zithervorträgen ent⸗ hielt das Programm noch einen Concert⸗Polka, der von den Herren Brahe, Carl, Knarr und Scheid vorgetragen wurde, das von Herrn Scheid mit großer Virtuoſität ge⸗ ſpielte Zitherſolo„Gebirgsklänge“ und eine von den Herren Brahe und Carl meiſterhaft durchgeführte Gavotte. Außer dieſen Zithervorträgen verzeichnete das Programm noch mehrere Baritonſolis des Herrn Fries, welcher über eine ſchöne, ſympathiſche und ausgiebige Stimme verfügt, zahl⸗ reiche treffliche Couplets der Herren Gaßmann, Schmitt und Klämbt, eine von den Herren Brahe und Sulzer ſehr hübſch vorgetragene Klavierpiece à quatre mains. Endlich wurde noch ein Celloſoli eingeſchoben, deſſen Vortrag hohe Anerkennung verdient. An die Unterhaltung ſchloß ſich, wie ſchon erwähnt, ein Tänzchen an, wobei die Betheiligung eben⸗ falls eine ſehr ſtarke war. *Schau⸗ und Preisfriſieren. Die hieſige Perücken⸗ macher⸗ und Friſeur⸗Gehilfenſchaft veranſtaltete geſtern Abend im kleinen Saale des Saalbaues ein großes Schau⸗ und Preisfriſieren. Demſelben wohnten die Mitglieder der feſt⸗ gebenden Geſellſchaft und die Angehörigen derſelben, ſowie zahlreiche Freunde der Friſeurkunſt bei, Herr Otto Keſel begrüßte in einer kurzen Anſprache die Jeſttheilnehmer, worauf das Preisfriſieren begann, Zu dieſem Behufe war inmitten des Saales ein großer, ſich lang hinziehender Tiſch mit den nöthigen Utenſilien aufgeſtellt worden, an welchem die zu friſierenden Damen Platz nahmen. Nach einem von Herrn Schreiner, dem Lehrer der Fachſchule der Perückenmacher⸗ und Friſeurgegilſenſchaft gegebenen Zeichen nahmen die Theilnehmer an dem Preisfriſieren ihre Arbeit auf, welche in 45 Minuten vollendet ſein mußte. Jedoch nahm keine der 0 5 dieſe Zeit in Anſpruch, vielmehr waren ſchon nach Verlauf einer halben Stunde ſämmtliche Friſuren fertiggeſtellt. Unter den⸗ ſelben befanden ſich recht ſchöne Haararrangements, ſoviel wir von unſerem Laien⸗Standpunkt aus zu beurtbeilen ver⸗ mochten. Das Preisrichteramt hatten anerkannt tüchtige Da⸗ menfriſeure aus Frankfurt, Offenbach, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim übernommen. Dieſe Herren hatten ſich vor Beginn des Preisfriſterens aus dem Saal begeben und tra⸗ ten erſt nach Beendigung deſſelben wieder ein, um auch den Schein der Möglichkeit einer Parteilichkeit zu vermeiden. Die in einem abgeſchloſſenen Raum ſtattgehabte Berathung des Preisrichterkollegiums nahm eirca/ Stunde in Anſpruch. Nach dem Wiedererſcheinen der Preisrichter im Saal ergriff Namens derſelben Hr. Henne von Offenbach das Wort, um das Reſultat der Berathung des Preisrichterkollegiums zu verkünden. Die Aufgabe der Preisrichter ſei keine leichte geweſen, indem ſämmtliche Friſuren den Beifall derſelben ge⸗ funden hätten. Die heute Abend gelieferte Arbeit zeige, daß die hieſige Perückenmacher⸗ und Friſeurgehilfenſchaft in Hrn. Schreiner einen ausgezeichneken Lehrer für ihre Fach⸗ ſchule beſitze, der Tüchtiges zu leiſten im Stande ſei. Allerdings dürften die Wetthewerber nicht denken, daß ſie nunmehr Meiſter in ihremFache wären. Davon könne keine Rede ſein. Das, was ſie bis jetzt gelernt, bilde nur ein gutes und geſundes Fundament, auf welchem ſie weiterbauen müßten, um es zu etwas Tüch⸗ tigem zu bringen. Redner fordert ſodann die anweſenden Perückenmacher⸗ und Friſeurgehilfen auf, den Innungsbeſtreb⸗ ungen der Friſeure immer ein reges Intereſſe entgegenzu⸗ bringen und brachte ſchließlich auf den warmen Freund und Förderer dieſer Innungsbeſtrebungen, wie Herr Henne ſagte, Allerneueſte!“ Frau de Senaß Wde die öffentliche Mei⸗ nuna entſchädige ihren Gemahl für die Ungunſt der Kritik, Sieh'.“ ſprach ſie zu ihm,„die Kaufleute benutzten den Titel Deines Trauerſpiels, um ihre Neuigkeiten an den Maunn zu bringen.“ Das Paar trat nun an die Bude, und Frau de Laharpe fragte, was ein Barmeeidenſtöckchen koſte. Damals gingen nämlich auch die Damen mit Sköcken.„Zwölf Sous“, lautete der Beſcheid.„Und weshalb heißen ſie ſo?“„Drücken Sie nur auf den Knopf, Madame; da werden Sie's gleich wiſſen.“ Madame drückte, und alsbald ließ ſich ein durch⸗ dringender Pfiff vernehmen. Daß ſie von den neuen Stöck⸗ 1 715 mehr wiſſen wollte, braucht wohl kaum bemerkt zu werden. 8 — Bei einem großen Gaſtmahl verbreitete ſich einſt der Marſchall Herzog von Villeroy in Gegenwart des Dich⸗ ters Boileau über Litergtur und zwar kreuz und quer, wie es ihm eben in den Sinn kam. Niemand widerſprach dem Kriegsmann, und da auch Boileau ſchwieg, ſtimmte endlich die ganze Tafelrunde in die Urtheile Villeroys ein, weil ſie dies Schweigen für ſtummen Beifall hielt. Nur der Mar⸗ ſchall war damit nicht zufrieden. Er hätte gern eine aus⸗ drückliche Gutheißung des Dichters gehört. Deßhalb ergriff er nach Tiſche Boileaus Hand und fragte vertraulich:„Nun, was halten Sie von meinen Anſichten über die Literatur?“ Boileau verneigte ſich tief und ſagte mit Salbung:„O, Herr Marſchall, ich will des Henkers ſein, wenn ich je ein Wort über Kriegskunſt rede!“ — Man muß ſich zu helfen wiſſen. Hoch gingen die Fluthen des Lick Baches bei Jefferſonville in Indiana. Dort ſollte der Richter Weir den Farmer Harvey Taylor mit Kate Newby trauen; als er aber in ſtrömendem Regen der Behauſung der Braut zuſchritt, die jenſeits des ange⸗ ſchwollenen Baches lag, konnte er nicht hinüberkommen. Mittlerweile erſchien das Brautpaar mit den Trauzeugen zu Pferde auf dem anderen Ufer und der Richter begann nun die Heirathsformel zu verleſen, ohne daß ihn Jemand bei dem gewaltigen Rauſchen des Waſſers verſtehen konnte. Zum Zeichen des beiderſeitigen Einverſtändniſſes ſchrie das Brautpaar ſo laut es konnte„Ja“ und wechſelte die Ringe, worauf Alle aber bis anf die Haut durchnäßt, nach Hauſe ritlen, Kalſer Wilhelm 11, ein Hoch aus, welches von den An⸗ weſenden ſehr lebhaft aufgenommen wurde. Hierauf fand die Preisvertheilung ſtatt. Es erhielten: den erſten Preis Herr Kundi bei Herrn Roes, den zweiten Preis Herr Treuſch bei Herrn Heß hier, den dritten Preis Herr Keſel bei Herrn Roes hier und den vierten Preis Herr Dümpfel bei Gebrüder Schreiner hier Die Preiſe beſtanden aus je einem Diplom und werthvollen Geſchenken. Im Anſchluß an die Preisvertheilung ergriff der Lehrer der Fachſchule, Herr Schreiner, das Wort, um den Preisrichtern für ihre Mühewaltung zu danken, und die Ge⸗ hilfenſchaft zu fernerem regenStreben anzuſpornen. Er ſchloß mit einem Hoch auf die Herren Preisrichter und mit einem ſolchen auf die Prinzipale. Die Zwiſchenpauſen wurden durch Muſfikpiecen gusgefüllt. An dies Preisfriſiren ſchloß ſich eine Tanzunterhaltung, welche erſt in den frühen Morgenſtunden ihren Abſchluß fand * Dei dem jüngſten Schneefall wurden in Mainz Verſuche damit gemacht, den Schnee in die Kanäle zu ſchütten, damit derſelbe dort zum Schmelzen gebracht und abgeſchwemmt werde. Dieſe Methode hat ſich aber durchaus nicht bemährt; die warme Temperatur in den Kanälen ſank in Folge der Schneemaſſen ſo tief, daß die Hausanſchlüſſe zugefroren und dadurch das Abwaſſer nicht mehr in die Kanäle geleitet werden konnte; in einem Fall drang in Folge deſſen das Ab⸗ waſſer ſogar in einen Keller ein. Auch in Frankfurt hat man ähnliche Erfahrungen gemacht. * Das Froſtwetter und der Salat, Das anhaltende Froſtwetter hat auch auf unſere Koſt und Nahrungsweiſe ſeinen Einfluß ausgeübt. Neben der großen Menge von Rüben, die auf den Feldern in der Erde erfroren ſind, haben auch andere Feld⸗ und Gartengewächſe, die ſonſt im Freien überwintern, ſehr gelitten. Der Feldſalat, der ſonſt den ganzen Winter hindurch auf dem Markte und auf dem Tiſch erſchien, iſt vom Froſt ſoweit vernichtet, daß er erſt bei günſtigerer Wendung der Witterung wieder treiben und ſich entwickeln kann. Seit Weibhnachten iſt dieſer Salat gänzlich vom Markte verſchwunden. Endivien, die ſonſt neben dem Feldſalat ver⸗ brgucht wurden, haben theilweiſe auch bei der Aufbewahrung gelitten und ſind, von auswärts geliefert, hoch im Preiſe ge⸗ ſtiegen. Der Knoſpen⸗ oder dagegen hat die Kälte ausgehalten. Die Salatfrage iſt nicht zu unterſchätzen; es iſt ein Bedürfniß, inmitten der meiſt ſchwereren Winternahrung mit grünen friſchen Gewächſen den Tiſch aufzufriſchen. Ein ſchrecklicher Unglücksfall hat ſich in Mainz in einer Beamtenfamilie zugetragen; das ſiebenjährige Toch⸗ terchen ſpielte am Feuer eines Ofens mit Papier, plötzlich fing das Kleid Feuer und ehe die erſchreckten Eltern auf das herzzerreißende Geſchrei des Kindes herbeikommen konnten, war 25 Kind bereits an Kopf, Hals und Arm ſtark ver⸗ rannt. *Muthmaßliches Wetter am Mittwoch den 4. Febr. Die Reſte des jüngſten Luftwirbels ſind nach Lappland ver⸗ drängt worden. Im biskayiſchen Meerbuſen hat ſich ein ſehr kräftiger Hochdruck(780 m/m) eingeſtellt, welcher den ſchon vorher über ganz Mitteleuropa lagernden Hochdruck noch überflügelt, ſo daß für Süddeutſchland das Minimum wieder nach Aen zu liegen kommt, wo freilich der Hochdruck auch noch über 770 m/m Barometerſtand aufweiſt. Bei der mini⸗ malen Luftzufuhr wird das neblige, trübe, nur zeitweilig aufgeheiterte Wetter vorausſichtlich am Mittwoch und Don⸗ nerstag noch andauern. Scharfer Froſt iſt bis auf weiteres nicht zu befürchten, aufſteigende Nebel können in einzelnen Gegenden kurze Niederſchläge herbeiführen, im allgemeinen wird jedoch das trockene Wetter noch mehrere Tage anhalten Meteorologiſche der Station Mann⸗ heim vom 3. Februar Morgens 7 Thermometer Dichſte und niebeuße Ten⸗ Bafge in Feſus unheng“)] Vergkur des verg. Tages in mm Frocken Feucht Stärke Mazmunm Minimum 769.7— 16—.7 9 +.0 +•8 ) 0 Windſtille; 1: ſchwacher Luftzug; 2; etwas ſtärker ꝛc.; 8: Sturm: 16; Orlan. Nebel. Aus dem EGrofherzssthum. Tauberbiſchofsheim, 1. Febr. Der hieſige Goldar⸗ beiter Schrader wurde in ſeiner Wohnung erhängt aufgefun⸗ den. Voriges Jahr iſt ihm ſeine Ehefrau durch den Tod entriſſen worden und er hatte damit ſeine letzte Stütze ber⸗ loren. Schlechter Geſchäftsgang und infolge des Alters be⸗ ſchränkte Arbeitsfähigkeit ſcheinen in dieſem biedern und ehren⸗ haften Charakter Beſorgniſſe hervorgerufen zu haben, welche er nicht zu ertragen vermochte. Baden, 1. Febr. Nunmehr iſt über die Errichtung eines Denkmals für die hochſelige Kaiſerin, bezüglich der Ausführung desſelben und der Platzfrage endgiltig Beſtim⸗ mung getroffen worden. Auf beſonderen Wunſch des Groß⸗ herzogs und der Großherzogin wird das Denkmal, das in der Größe und Form des vor der aaer errichteten Ge⸗ denkſteins für Kaiſer Wilhelm L ausgeführt werden wird, auf dem unmittelbar an den Klubgarten anſtoßenden freien Platz rechts von der Fahrſtraße der Lichtenthaler Allee ſeine Aufſtellung finden. Dieſe Steile mit ihrer hainartigen Um⸗ gebung und der ſchön anſteigenden Erhebung des Erdbodens eignet ſich ganz beſonders für die Anbringung des Denkmals. —.Noch einige chineſiſche Auekdoten, die der 3Oſtaſiat. Lloyd“ in ſeiner letzten Nummer mittheilt. Ein Richter gab einem Goldſchmied den Auftrag, ihm zwei Barren Goldes zu beſorgen. Der Juwelier brachte ſie und der Richter fragte nach dem Preiſe.„Es gibt einen feſtgeſetzten Preis für Gold,“ erwiderte der Verkäufer,„doch von Eurer Excellenz will ich nur die Hälfte der gewöhnlichen Rate fordern.“— zGut,“ ſagte der Beamte und gab dem Goldſchmied einen der Barren zurück,„ich behalte den andern und das macht uns quitt.“—„Aber—“ entgegnete der Juwelier.„Was,“ unter⸗ brach ihn der Richter,„Du haſt Deinen ausbedungenen Preis ohne Knickern bekommen und Du klagſt noch? Scheer' Dich zum Henker!“— Ein Holzhauer, der ein Bündel Holz trug, lief gegen einen Doktor, der ihn deßhalh zu ſchlagen ver⸗ ſuchte.„Stoß mich mit dem Fuß, aber laß Deine Hände von mir!“ rief der Holzhauer.—„Du biſt ein Thos, bemerkte ein Zuſchauer,„mit dem Juß thut es doch viel mehr weh.“ —„O,“ entgegnete der Holzhauer,„ich fürchte mich nicht, mit ſeinem Fuß in Berührung zu kommen, aber ich wäre ja ein verlorener Mann, wenn ich unter ſeine Hände käme!“— Ein nerpöſer Mann hatte das Unglück, einen Kupferſchmied auf der einen Seite und einen Grobſchmied auf der andern —5 Nachbar zu haben. Der ewige Lärm trieb ihn faſt zum ahnfinn, und er theilte einem Freunde mit, daß er ihnen, wenn ſie ausziehen wollten, ein herrliches Abendeſſen zum Beſten geben würde. Die beiden Handwerker machten ihm alsbald ihre Aufwartung und erklärten, daß ſie bereit wären, umzuziehen. Ein glänzendes Gaſtmahl war ihr Lohn. Als die Mahlzeit vorüber, erkundigte ſich der Gaſtgeber höflichſt, wo ſeine Nachbarn hinzuziehen gedächten.„O,“ entgegnete der Eine,„er nimmt mein Haus und ich ziehe in ſein'!“ — Ein kleiner Diagnoſen⸗Scherz erregt gegenwärtig in Berliner mediziniſchen Kreiſen viel Heiterkeit. Ein Pro⸗ feſſor examinirt ein bemooſtes Haupt über die phyſikaliſche Diagnoſtik der Lungentuberkuloſe.„Können Sie mir ein recht prägnantes Beiſpiel von feuchten Raſſelgeräuſchen nennen?“ fragte er. Der Kandidat ſchweigt einen Moment, dann ſieht er den geſtrengen Examinator freundlich lächelnd an. „Das Salamander⸗Reiben!“ antwortet 2. — Mannheim, 3. Februar. General⸗Anzeiger. 3. Seite⸗ Die Büſte, welche von dem berühmten Bildhauer Kopf in Rom ausgeführt wird, ſoll auf Wunſch der Großherzogin nach der vom gleichen Meiſter für den Großherzog von Sachſen⸗Weimar hergeſtellten Büſte gebildet werden. „Sulsburg, 1. Febr. Ein ſehr bedauerlicher Unglücks⸗ fall hat eine hieſtge Familie betroffen. Das ſechsjährige Töch⸗ e derſelben, mit einem jüngeren Brüderchen an der Hand, lief über die Straße und kamen beide unter Pferde und Wagen eines ſchwerbeladenen Holzfuhrwerkes. Ein Rad ging dem älteren Kind über den Kopf, ſo daß es ſofort eine Leiche war, während das jüngere Kind unverſehrt blieb. 5 Donaueſchingen, 31. Jan. In Folge der von Jahr zu Jahr zunehmenden Frequenz und Bedeutung des hieſigen Pferdemarktes hat die mit demſelben verbundene Lotterie mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums eine Erweiterung erfahren, indem in dieſem Jahr die Zahl der aus zugebenden Looſe von 25 000 auf 30 000 erhöht wurde. Dementſprechend iſt auch die Zahl der zur Verlooſung kommenden Gewinne vermehrt und werden im Ganzen 70 Pferde für die Lotterie angekauft mit einem Geſammtwerthe von 39 960 Mark. Im Intereſſe der Gewinner iſt ferner die Neuerung getroffen, daß der Verkauf der Gewinne, die nicht in Natura in Empfang genommen werden, durch die Marktkommiſſion ver⸗ mittelt wird. Zur Hebung des Marktes ſelbſt werden Aus⸗ fuhrprämien von je 100 Mark für Händler und Private bewilligt, welche mindeſtens 10 Fohlen auf dem Markte an⸗ kaufen und aus dem Bezirke ausführen. —— Freiburg, 2. Febr. Eine ſtadträthliche Deputation, beſtehend aus dem Oberbürgermeiſter Winterer, dem Bürger⸗ meiſter Dr. Thoma, ſowie Stadtrath Gaeß, begab ſich am 30. d. Mis. zu dem Erbgroßherzog, um demſelben den Glück⸗ wunſch der Stadt Freikurg zu ſeiner Beförderung darzu⸗ bringen. Die Abordnung gab bei dieſer Gelegenheit mit dem Wunſche, daß der Abſchied von hier kein deſinitiver ſein möge, den Gefühlen des aufrichtiaſten Dankes Ausdruck für die von der Erbgroßherzoglichen Familie während des hieſigen Aufenthalts der Stadt und ihren Bewohnern aller Stände erwieſene Huld, Gäte und Freundlichkeit. Gleichzeitig wurde mitgetheilt, daß die Stadt zu Ehren des Erbgroßherzoglichen Paares eine Feſtlichleit zu veranſtalten beabſichtige, durch welche allen Bevölkerungskreiſen Gelegenheit geboten würde, ihre Geſinnung dem höhen Paar gegenüder auch äußerlich kundzugeben. Der Erbgroßherzog dankte der Deputation für die idn ſehr erfreuende Kundgebung unter Betonung: wie lieb ſowodl iem als auch der Erbgroßherzogin der Aufent⸗ halt in Freiburg geworden ſei, auf das Wärmſte und hat, von der angebotenen Feſtlichkeit Umgang nebmen zu wollen, da er allerdings nicht deſinitiven Abſchied von hier zu nehmen gedenke, ſondern auch künftig ſein Heim hier beizubehalten beabſichtige. * Kleine Mittheilungen. In Zizenhauſen brach in dem Wohn und Oekonomiegevände des Michael Schmidt, Schießbudenbeſitzers, Feuer aus, wodurch das Anweſen ſammt einem Theil der Fahrniſſe, darunter insbeſondere die ganze Schießbudeneinrichkung, binnen einer Stunde in Aſche gelegt wurde.— In Bergöſchingen fielen infolge Ein⸗ brechens einer ſteinernen Skiegenplatte 2 auf derſelben be⸗ findliche Perſonen, 2 Männer und ein Kind, in ein 2 Meter tief gelegenes Kellergewölbe, in Folge deſſen einer der Män⸗ ner einen ſchweren Beinbruch erlitt. Der andere ſowie das Kind, kamen mit dem Schrecken davon.— In Freiburg begeht die Realſchule demnächſt das 50jährige Jubiläum ihres Beſtehens.— In Eichtersheim wurde der ſeitherige Bürgermeiſter Schweikert wieder zum Ortsvorſteher gewählt. — In Wettersdorf mußte ein Landwirth an einem Ochſen, weil er ſeit acht Tagen kein Futter mehr zu ſich nahm, eine Nothſchlachtung vornehmen, bei der ſich zeigte, daß bem Ochſen eine fingerslange Nadel in der Lunge ſteckte Pfälziſch⸗Heſfiſche Rachrichten. „ Deidesheim, 2. Jebr. Die bauptſächlichſten Weinver⸗ ſteigerungen finden hener am untern Gebirge in folgender Reihenfolge ſtatt: 20. April F. B. Buhl Deidesheim, 21. April Schultz⸗Nortz⸗Ruppertsberg. 28 April Baſſermann⸗ Jordan Deidesheim, 1. Mai SchäferDürkheim, 11. Mai Schellhorn⸗Wallbillich⸗Jorſt, 12. Mai Biedel Wtwe. und Er⸗ ben ⸗Forſt, 14. Mai Wolf's Erben Wachenheim, 15. Mai Bürklin⸗Wachenheim, 21. Mai Gg. Siben Wtwe. und Erben⸗ Deidesheim. Landan, 2. Jebr. Unter den Mannſchaften des 1. Batailions des 18. Infanterie⸗Regiments iſt eine ſeuchen⸗ artige Typhuskrankheit ausgebrochen und wurden bereits an 80 von der Krankheit befallene Soldaten ins Garniſons⸗ lazareth übergefüßrt. Im Frühfahr 1888 herrſezte unter dem damals in der weißen Kaſerne liegenden 3. Bataillon ge⸗ nannten Regiments die gleiche Krankheit und wurde damals das genannte Bataillon in das Lager Lechfeld verlegt, wo. ſelb dies nahezu ein halbes Jahr verblieb, in welcher Zeit die verſeuchten Räumlichkeiten einer gründlichen Desinfizirung unterworfen wurden. Nach der Rückkehr wurde das bis da⸗ zin in der Forkkaſerne und im Kriegshoſpital untergehrachte J. Bataillon in die weiße Kaſerne verlegt, während das vom Lechfeld kommende Bataillon die Quartiere des 1. Bataillons dezog. Jetzt iſt die tückiſche Krankteit, trotz aller Vorſichts⸗ mäßregeln in der erwähnten Kaſerne wieder aufgetreten und hat deshalb die Ueberführung des 1. Bataillons nach dem Vechfeld bereits ſtattgefunden. 9 3 Ein Kampf um's Daſein. Amerikaniſcher Roman, frei bearbeitet von dch berteen. ruck verboten. 57 Gortſetzung) „Ich bin nicht arm, ſo darſſt Du mich nicht nennen! Wie kann ich arm ſein, wenn mir ſo oft die Möglichkeit geboten iſt, 2 5 zu ſehen; arm wär ich nur, müßte ich fern von Dir weilen!“ „Liebſt Du mich denn gar ſo ſehr?“ forſchte er betrübt. „Eines Tages wirſt Du es vielleicht faſſen lernen, wie ſehr!“ entgegnete ſie mit verklärtem Antlitz „Du glaubſt alſo, ich vermag folche Neigung jetzt gar nicht zu begreifen?“ 5 5 5 „Ich bin deſſen gewiß; ſie zu begreifen hieße ſie erwipern. ch muß gehen, meine Zeif iſt um! Sag mir: Gute Nacht, Alice, Gott beſchütz Dich!““„ „Gute Nacht, Gott 9 Dich!“ ſprach er ihr nach. Ach, wie bald würde er Worte ſprechen müſſen, geeignet, ihr junges Herz zu brechen! Sie eilte ins Schloß— er aber blieb allein und von Neuem in tiefe Gedanken verſunken. Inzwiſchen vermochte auch Edith grübelndes Sinnen nicht zu bannen. Was batte ſeine Frage bedeutet? Kein Heiraths⸗ antrag war ihr geſolgt, würde ihr jemals folgen, das fühlte ſie inſtinktiv. Vergeblich mühte ſie ſich, das Räthſel zu löſen: nur eine Mutbmaßung ſchien ihr richtig daß ſein Leben ein Geheimniß entbalte und in dieſem die Urſache zu ſuchen ſei, weshalb er ſie nicht heirathe. 5 Lord Carsdake hatte den Entſchluß gefaßt, eine Scheidung von Alice anzuſtreben, aber wann und wie er ihr dies mit⸗ theilen ſollte, darüber war er noch vollſtändig im Unklaren. Wenige Tage ſpäter traf es ſich, daß die ganze Geſell⸗ ſchaft im Salon anweſend war, als das Geſpräw zufällia auf eine Mesalliance kam, welche kürzlich in den Kreiſen der Ariſtokratie geſchloſſen worden ſei; eine junge, hochgeborene Dame hatte nämlich einen mittelloſen Offizier von obſkurer Familie geheirathet. Solhes Benehmen ißt nicht mebr Wahnſiun, es iſt ſünd⸗ 7 Ffleine Mittheilnugen. Die vor 8 Tagen im Eckbach bei Kirchheim a. E. aufgefundene Leiche wurde als dieje⸗ nige des in den 70er Jahren ſtehenden Pfläſterers Johannes Joſt von Hallgarten ermittelt. Ob der Verlebte ſelbſt den Tod geſucht, oder ob er das Opfer eines Unfalles geworden, konnte nicht feſtgeſtellt werden.— Der Dienſtknecht des Mühlenbeſitzers Fränkle von Siebeldingen⸗ Jakob Deutſch, 38 Jahre alt, fiel von ſeiner mit Frucht beladenen Fuhre herunker, wobei er unter die Räder ſeines Wagens kam, die ihm über den Kopf gingen und ſeinen ſofortigen Tod herbeiführten.— In Bruchmühl bach hat ſich eine Jigeunertruppe von etwa 40 Köpfen im Wirthshaus eine wahre Schlacht geliefert, der die Einwohner mit der Polizei ruhig zuſehen mußten, weil die Erſteren in der Uebermacht waren. Der Schaden, den der Kampfplatz ſchließlich auf⸗ wies, iſt nicht gering zu nennen.— Die Kinder des Schuhmachers Georg Schwarz in Pirmaſens waren auf kurze Zeit ohne Auſſicht und ſpielten im Zimmer. Ein 3 jähriges Mädchen kam dem Feuer zu nahe, deſſen Kleider geriethen in Brand und bierdurch erhielt das Kind ſo ſtarke Brandwunden, daß es bald darauf ſtarb. Die andern Kinder, welche in Gefahr ſchwebten, zu erſticken, konnten noch rechtzeitig gerettet werden. Gerichtszeitung. *Maunheim, 31. Januar.(Schöffengericht.) 1) Hausburſche Johann Oſterchriſt von Cadolsburg er⸗ hielt wegen Betrugs eine Gefängnißſtrafe von 1 Monat.— 2) Gegen die Kellnerin Barbara Welker von Lembach wurde wegen Unterſchlagung eine Gefängnißſtrafe von einer Woche ausgeſprochen.— 3) Johann Brunold Bierbrauer von Schwendorf, angezeigt der Uebertretung des 88 360 Ziffer 11 R⸗St.⸗G.⸗B. und 51.⸗St.⸗G'⸗B, wird mit 20 M. delegt.— 4) Dem Adolf Fillibeck, Kaufmann von Ham⸗ bach wurde wegen Uedertretung des§ 51.⸗St.⸗G.⸗B. eine Geldſtrafe von 40 Mark zuerkaunnt.— 5) Geotg Wörner, Händler hier wurde wegen Beleidigung zu einer Geldſtrafe von 10 Mark verurtheilt.— 6) Joſef Bueſter Ehefrau hier wurde wegen Beleidigung mit einer Geldſtrafe von 15 Mark, die Widerangeklagte Heinrich Müller Ehefrau bier mit einer ſolchen von 25 Mark beſtraft.— Ein Fall wurde ver⸗ tagt, ein weiterer wurde durch Vergleich erledigt. — Eine aufregende Sceue ſpielte ſich geſtern Mittag in dem Hauſe E 7, 2 ab. Die daſelbſt wohnende Frau Koch, verwittwete Hartmann, geborene Palm, deren Mann ſeit längerer Zeit in ſeinem Heimathsorte Hannover als Reiſen⸗ der angeſtellt iſt, wurde geſtern Mittag von dieſem bei einem kraulichen tete-Atete mit dem Kaufmann Namens H. von hier überpaſcht. Koch war in einem anonym ihm zugekommenen Brieſe von dem zärtlichen Verhältniß in Kenntniß geſetzt worden, welches ſeine Frau mit dem Kaufmann., mit dem ſie übrigens ſchon, ehe ſie Koch beirathete, in näheren Beziehungen geſtanden hatte, ſeit längerer Zeit wieder unter⸗ hieit und er war deßhalb am Sonntag Nachmittag von Hannover fortgefahren, um ſich von der Sachlage perſönlich zu über⸗ 1 und das„liedende Paar zu überraſchen. Dieſe Ab⸗ icht gelang ihm auch vollkommen Koch hatte ſich zuerſt von einem Friſeur mit einem langen Bart verſehen und ſich hier⸗ durch Unkenntlich machen laſſen und ging dann gegen 12 Uhr nach dem Hauſe ſeiner Frau, wo er in einem in der Nähe gelegenen Laden Poſto faßte, um abzuwarten, bis H. zu ſeiner Frau gehe, denn es war ihm mitaetheilt worden, daß dieſelben gemeinſam zu Mittag ſpeiſten. Kech wurde in ſeiner Erwartung nicht getäuſcht. Kurz nach 12 Uhr ging 5. in die Wohnung der Frau des Koch, ſeines früßeren intimen Freundes— und Koch alsbald hintendrein. Zuerſt wurde er weder von ſeiner Frau noch von H. erkaunt, als er aber das Paar, welches gerade die gegenſeitigen Er⸗ lebniſſe auf einem am Sonntag Abend von ihnen gemeinſam beſuchten Maskenball austauſchte. in nicht gerade liebens⸗ würdiger Weiſe begrüßte wurde er ſofork erkannt und H. fiel zitternd vor Koch auf die Kniee und bat um Verzeihung, alles geſtehen zu wollen. Koch jedoch hatte gar nichk die Abſicht, ſeinem Nebenbuhler etwas zu Leide zu thun, ſondern er wollte nur den von ihm auf dem Hofe des Hauſes aufgeſtellten Zeugen den Beweis von der Anweſenheit des H. in der Wohnung ſeiner Frau liefern und ſchleppte dieſen zu dieſem Zwecke, auf den Hof. Allerdings aina dies nicht, da H, ſich begreiflicher Weiſe ſträubte, ohne die obligaten Püffe und Stöße ab. Durch den Lärm wurde natürlicher Weiſe eine große Menſchenmenge angelockt und mehrere junge Burſchen drangen in den Hof und wollten dem H. zuerſt beiſtehen, als ihnen aber Koch in kurzen Worten den Grund ſeines Vorgehens mittheilte, da ließen ſie ihre Fäuſte auf H. niederſauſen, bis es Idieſem ge⸗ lang, in Hemdsärmeln und ſonſtigen zerriſſenen Kleidern durch ein Fenſter zu entkommen. Koch hatte ſeine Frau wie⸗ derholt gebeten, mit ihm nach Hannover zu ziehen, wo ſeine betagten hochangeſehenen Eltern lebten, dieſe ihatte aber ſtets Ausflüchte gehabt. Koch hat natürlich ſofort den Antrag auf Scheidung eingereicht. Tagesneuiskeiten. — BVerlin, 2. Febr. Profeſſor Koch iſt geſtern von hier abgereiſt; das nächſte Reiſeziel iſt unbekannt. haft, bemerkte die Gräfin heftig.„Niemand hat das Recht, unter ſeinem Range zu heirathen; ich könnte ſolches Unrecht niemals vergeben!“ „Vielleicht würden Sie es doch möglich finden, wenn eine Ihnen ſehr naheſtehende Perſönlichkeit es ſich zu Schulden ſommen ließe, bemerkte eine der anweſenden Damen; doch die Gräfin richtete ſich ſtolz empor. „Gewiß nicht, je näher mir das Weſen ſtehen würde, welches ſolche Thorheit ſich zu Schulden kommen ließe, um ſo unerbittlicher würde ich ſein! würde mit meinem Sohne oder meiner Tochter nie mehr ſprechen nach einer ſolchen Handlung!“ „Das wäre grauſam!“ J0 finde es nicht!“ „Ich glaube, Mama,“ bemerkte Gertrude,„Du biſt die letzte Perſon, weiche einen ſolchen Schritt zu befürchten hätte; Du haſt nur zwei unverheirathete Kinder, Hugo und mich: es beſteht keinerlei Grund zur Sorge, daß wir jemals unter unſerem Stande heirathen werden! Unwillkürlich begegneten ſich bei dieſen Worten Alicens und Hugo's Blicke; das Mädchen war ſehr bleich geworden, während dunkle Röthe ſeine Wangen bedeckte: wer ſie in dieſem Augenblick beobachtet haben würde, hätte ihr Geheimuiß errathen müſſen. 5 „Ich nehme auch gar nicht an, daß ich 55 Gſ ſolcher Beſorgniß habe, mein Kind,“ erwiderte die Gräfin,„ich ſpreche nur im Allgemeinen! Ich würde Euch eben ſo aut zumuthen können, Diebe oder Fene zu werden. Die Idee hat eben ſo viel Wahrſcheinlichkeit!“ „Meiner Perſon bin ich gewiß“, lachte Getrude,„und ich hoffe, Hugo kann ebenfalls für ſich einſtehen“. „Oh, Hugo iſt viel zu klug; eine Thorheit ſeinerſeits fürchte ich nicht,“ ſprach die Gräfin mit großer Beſtimmtheit, „Ich finde die ganze Verhandlung höchſt überflüſſig,“ bemerkte Hugo ärgerlich. 8 Die Gräfin ließ den Blick voll Ueberraſchung auf ihm haften.„Im Gegentheil, ich finde es von höchſter Wichtig⸗ keit, ſeine Anſichten über ſo bedeutende Lebensfragen mit aller Beſtimmtheit auszuſprechen,“ bemerkte ſie ſcharf. Aud wieder begegneten ſich die Augen jener Beiden. Gera, I. Fehr. Die Mörder der Wiftſpe Böttcher von Zſchippach ſind entdeckt und verhaftet. Ein 17 Jahr e alter Bretzeljunge Künzel und der ungefähr im gleichen Alter ſtehende Laufburſche Groß haben die blutige That ausgeführt. — Kaſſel, 2. Febr. Der ſeit einigen Tagen gier einge⸗ troffene neue Kommandeur des 11. Artillerie⸗ Regiments, Oberſt von Nippoldt, iſt geſternſplötzlich an einem Lungen⸗ ſchlage verſtorben. — Aus Oſtpreußen, 2. Febr. Im Zuchthauſe von Inſterburg ſtarb dieſer Tage der Kaufmann Robert aus Königsberg an Entkräftung, Robert hat ein Vermögen von 600,000 M. binterlaſſen, welches ſeinen beiden Schweſtern. einer armen Erzieherin und der Gattin eines Kaufmanns in Angerburg, zufällt. Zum Mai dieſes Jahres ſah er ſeiner Entlaſſung entgegen. 5 — Ouedlinburg, 2. Febr. Der Unteroffizier Klebe von der 4. Schwadron des Cuiraſſier⸗Regiments„Seyd⸗ litz“ fuhr mit einem Geſpann Kies holen. In der Grube löſte ſich eine Steinſchicht und verſchüttete Klebe derart, daß er ſofort eine Leiche war. Dem Gefreiten Vötſch wurde ein Bein zerſchmettert. — Oberhauſen, 2. Febr. Geſtern gerieth auf der Strecke zwiſchen hier und Sterkrade ein Bahnwärter ſo un⸗ glücklich unter einen Perſonenzug, daß ihm der Kopf vom Rumpfe getrennt wurde. Es iſt dies ſeit wenigen Wochen der zweite, in noch nicht Jahresfriſt der vierte Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange auf der genannten Strecke. — Zabern, 1. Februar. Geſtern Abend verunglückte auf dem dieſigen Babnbof ein Bremſer. Derſelbe ſprang aus einem Packetwagen auf das Bahngeleiſe und wurde in gleichem Augeublicke von einer heranfahrenden Locomotive erfaßt und zermalmt. Ein anderer Unglücksfall traf, die Ja⸗ milie eines hieſigen Gaſtwirths, bei welchem an Kaiſers Ge⸗ burtstag ein Zeſeeſſen ſtaltfand. Das achtjährige Söhnchen des Wirths trank verſehentlich aus einer Vitriolflaſche, die der Hausknecht gerade benutzt hatte. Trotz ſorgfältigſter Hilſe konnte das arme Kind nicht mehr gerettet werden und ſtarb in der darauffolgenden Nacht. — Antwerpen, 2. Jebr. Der Dampfer Chelona mit Ladung iſt in Brand gerathen. — Nanch, 1. Febr. In vergangener Nacht brannte 1 ein Haus ab, wobei eine Frau und drei Kinder um⸗ amen. — Brüſſel, 2. Febr. Für das hieſige Schloßperſonal und für das Perſonal des Palaſtes von Flandern iſt Po⸗ ckenlymphe beſtellt worden. Ein vielverbreitetes Gerücht. daß Prinz Balduin an den Pocken geſtorben ſei, erſcheint dem Publikum um ſo glaubhafter, als Prinz Albert, der kaum geneſen iſt, auf Reiſen geſchickt wurde. — Kopenhagen, 2. Febr. Im Oereſund⸗Hoſpital iſt bei einem Seccadetten ein neuer Pockenfall aufge⸗ treten. Der Lymphebeſtand iſt unzureichend. Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Gr. Bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Maunheim. Hof⸗ und Nationalthegter. Von der Intendanz wird uns geſchrieben! Wegen plötzlicher Unpäßlichkeit des Fräulein Scherenberg muß die für heute Dienſtag, den 3. d. Mts, anberaumte Aufführung der Oper„Die ſchöne Galaths“ verſchoben werden und wird dafür in der heutigen Vorſtellung nach der Poſſe„Der Wirrwarr' die komiſche Operette „Rübezahl“ von O. Janſen, Mufik von A Conradi ge⸗ geben.— Als 8. Volksvorſtellung gelangt am nächſten Donnerſtag, den 5. Februar d..,„Gönig Ottokars Glück und Ende“, Trauerſpiel in 5 von Franz e zur Darſtellung.(Beginn der Vorſtellung um 72 T. Bom Kunſtverein wird uns mitgetheilt, daß die Fleiſch⸗ mannſche Separatausſtellung nur noch heute und morgen geöffnet bleibt. Fulda's„Verlorenes Paradies“ iſt nunmehr auch am Kölner Stadktheater zur Aufführung gelangt. Es dürfte unſere Leſer intereſſiren, zu erfahren, was der Kritiker der „Kölniſchen Zeitung“, nachdem er gleich uns den geſchickten Aufbau des Stückes gelobt hat, über die Darſtel⸗ lung des ſozialpolitiſchen Conflikts in dem Fulda'ſchen Stücke ſagt.„Nach der beſonderen Seite der ſozialen Frage— ſo ſchreibt die„Köln. Zta.“— iſt das Stück in ſo fern ſchief, als die Gegenſätze zwiſchen Arbeit⸗ geber und Arbeiter ſich nicht auf typiſche Verhältniſſe grün⸗ den, ſondern auf einen ganz beſonderen, ziemlich frag⸗ würdigen Einfall, der Familien⸗ und Geſchäſtsver⸗ hältniſſe in einer Weiſe verquickt, die doch bei einer Indu⸗ ſtrie großen Styls nicht wahrſcheinlich iſt, ſondern mehr an den Kaufmann des alten Luſtſpiels erinnert. Die ent⸗ ſcheidende Kataſtrophe geht daher nicht aus den ſozialen Gegenſätzen an ſich, ſondern aus dem beſonderen Umſtande hervor, daß einem mit der Induſtrie gar nicht vertrauten, einfältigen Menſchen eine Aufgabe zugemuthet wird, die große Er⸗ fahrung erheiſcht. Wir haben hier den Fehler ſo vieler Tendenzwerke, die ſtatt grade das Bezeichnende ſolcher Ge⸗ genſätze, den Kampf der auf beiden Seiten mit wohlüber⸗ kegter Ueberzeugung geführten Anſchauungen, zu ſchildern. uns den Gegenſat des Rechtes zu einer beſondern Bhs⸗ artigkeit oder Dummheit darſtellen. Die ſozigle Frage wäre ſehr einfach, wenn es ſich nur um ſolche Gegenſätze han⸗ „Es kann aber doch zeitweiſe Entſchuldigungsgründe geben,“ meinte Lady Legard. „Ich wüßte keinen! wandte die Gräfin ein. „Laßt uns doch auf ein anderes Thema übergehen, meinte Lord Carsdale, und ſo geſchah es auch; Huge aber ſah, daß die Farbe nicht mehr zurückkehrte auf die Wangen ſeiner Frau, ihm entging es nicht, wie ihre Hände zitterten. Seine ganze Ritterlichkeit war wachgerufen; er fühlte ſich verſucht, die bebende Geſtalt in ſeine Arme zu nehmen und kühn zu verkünden:„Ich habe unter meinem Stande gehei⸗ rathet— dies iſt meine Frau!“ 755 Ein Blick aber auf das bleiche, geduldige Antlitz Alicens gab ihm ſeine Faſſung wieder; ſolches Vorgehen hieße ſie Inſulten ausſesen!“ Er verließ bald darauf das Gemach, denn er fühlte gar wohl, daß er nicht länger verweilen können, ohne ſich zu verrathen. Am Abend desſelben Tages trat Hugo in die Bibliothek; die meiſten der Herren waren im Rauchzimmer, die Damen im Salon, ſo daß dieſer Theil des Hauſes gänzlich verlaſſen ſtand. Kaum hatte er am Kamin Platz genommen, als die Thüre aufging und mit einer Wachskerze in der Hand Alice eintrat. „Ich wußte, daß Du hier ſeiſt!“ rief ſie;„fürchte nichts, ich kann ganz ruhig mit Dir ſprechen, es weilt Niemand in der Nähe; die Gräfin beauftragte mich, ihr bier ein Buch zu holen, es erübrigt mir aber noch Zeit, einige Augenblicke zu verweilen!“ Traurig blickte er nieder in das jugendliche Antlitz und ſagte, ſich anklagend, wie viel Leid und Kummer er über das⸗ ſelbe gebracht; vertrauensvoll ſah ſie zu ihm empor.„Ich bin gekommen, um Dir zu ſagen, Du mögeſt außer Sorge ſein, ich habe jedes Wort vernommen, welches Lady Wald⸗ rove heute geſprochen, ich weiß, welche Qual es Dir geweſen! Fürchte nichts! Niemand ſoll jemals unſer Geheimniß ahnen, ich will lieber Alles opfern, als daß dies je geſchehe. Du ſollſt nicht den Zorn Deiner Mutter hervorrufen meinetwegen! Oh, Geliebter, wenn ich nur für Dich ſterben könnte! Ich begreife und verſtehe ja Alles ſo viel beſſer, jetzt, wo ich unter den Deinen lehe! Sei ruhig, ich werde Dich nie verrathen!“ Und ſie griff wieder nach der Kerze und entferute ſich eben d gaſch, als ſie gekomgſen.(Fortſetzung folgt.) 4. Seſte. General⸗Anzeiger. Mannheim, 3, Februar. delte.“— Wſe man ſieht, ſtimmen die Ausführungen der „Köln. Ztg.“ über den Werth der ſozialpolitiſchen Darſtel⸗ lungen des Herrn Fulda völlig mit unſeren an dieſer Stelle Zusgeſprochenen Anſchauungen überein. Berlin, 29. Jan. Die Einübung der Feſtvorſtellung „Das Feldlager in Schleſien“ am Geburtstage des Kaiſers erfolgte zu einem Theile unter militäriſcher Regie. An den Proben zum zweiten Akke betheiligte ſich ein Offizier, welcher u. A. die verſchiedenen Exerzitien der Grenadiere des Großen Friedrich einübte. Die neidigkeit and hiſtoriſche Genauigkeit, mit welcher dieſe Exerzitien auf der Bühne erfolgten, wurde auch allgemein bemerkt. Hamburg, 29. Jan.„Santa Chiara“, die Oper des Herzogs Ernſt von Sachſen⸗Koburg, wird noch im Laufe des nächſten Monats im Stadttheater aufgeführt werden. Meiſſonier f. Der Maler Meiſſonier iſt am Samſtag geſtorben. Meiſſonier, geboren zu Lyon, 21. Februar 1815, war einer der berühmteſten Maler der Gegenwart. Gegen den Willen ſeiner Eltern wurde er Künſtler und nur vorüber⸗ gehend Schüler von Cogniet, entwickelte er ſich ganz ſelbſt⸗ ſtändig unter Anlehnung an die altholländiſchen Kleinmaler. Zunächſt war er als Illuſtrator thätig. Er war ein beſon⸗ derer Liebling Napoleons III., den er 1859 und 1870 ins Feld hegleitete. Er verherrlichte ſeinen Kaiſer in einem berühmten Bilde„Napoleon III, bei Solferino“ und deſſen großen Oheim in mehrern noch berühmtern Werken„Napoleon I. im Jahre 1814“, die vielbekannte Darſtellung des Kaiſers mit ſeinem Stabe auf regneriſcher Landſtraße ſich zurückziehend, dann Napoleon in der Schlacht bei Friedland, endlich das auf der letzten Ausſtellung des Meiſſonier⸗Salons auf dem Marsfelde viel bewunderte Bild„Napoleon bei Jena' ſowie Bilder ver⸗ ſchiedener Epiſoden aus den napolconiſchen Friegen. Durch die Lupe beſehen, erſcheinen die Bilder ebenſo vollendet wie mit freiem Auge. Die Kenner tadeln aber an dieſen hiſtoriſchen Bildern den Mangel an Kraft, an Charakter, während ſie ſeine genrehaften einzelnen Figuren und kleinen Scenen, in denen er die zarteſten Feinheiten des Coſtüms ſowohl wie die Charakteriſtik zum vollendeten Ausdrucke bringt, aufs höchſte bewundern. Der vielgefeierte Künſtler hat im vorigen Jahre ſich beſonders beliebt gemacht dadurch, daß er ſich an die Spitze der gegen die Mißſtände des„Salons“ gerichteten Beſtrebungen ſtellte, weshalb die Ausſtellung auf dem Mars⸗ felde als„Meiſſonier⸗Salon“ bezeichnet wurde. ——— * Ihſens„Hedda Gabler“ iſt am Samſtag im Münchner Reſidenztheater zum erſten Male zur Aufführung gelangt. Wir haben bereits in Nr. 318 vom 23. Dez. 1890 eine Darſtellung des In⸗ halts von Ibſens neueſtem Schauſpiel veröffentlicht und laſſen nun in Anbetracht des großen Intereſſes, das jedem neuen Werke Ibſens entgegengebracht wird, folgen, was F. v. Oſtini in der heutſgen Ausgabe der„Münchner Neueſt. Nachr.“ über„Hedda Gabler“ und den Erfolg des Schauſpiels berichtet. Oſtini ſchreibt: Ein Dichter, der Henrik Ibſens Wege geht, kann einen Erfols ohne Widerſpruch weder wünſchen noch erwarten. Und bei der Erſtaufführung ſeiner„Hedda Gabler“, die Samſtags im Reſidenztheater ſtattfand, iſt ihm auch Beifall und Wider⸗ ſpruch geworden, Beides leider in ſolchem Maße und ſolcher Form daß es einem Scandal ſo ähnlich ſah, wie ein Ei dem anderen Nach dem dritten Akte hatten einige Ziſcher mit ihrer Thätigkett begonnen, aber doch wohl nur um vorneherein allzu vordringlichen Beifall zu verhindern. Der Er⸗ folg war ein gegentheiliger, wie zu erwarten war. Der Dichter erſchien vor der Rampe und der Lärm wuchs ins Unendliche. Nach dem Schlußakt war es ein minutenlanges Gejohle, kein Beifall mebr. Und trotz aller überlauten Meinungs⸗ gußerungen wäre jeder Vernünftige auf die Frage, was das Münchener Premierenpublikum— ſonſt eines der beſten, das man ſich wünſchen kann— zu Ibſens„Hedda Gabler“ ge⸗ agt, die Antwort ſchuldig geblieben. Denn ein großer, ein ehr großer Theil der Zuſchauer hakte ſich ruhis verhalten, wie man ſich wohl einem Werke gegen⸗ über berhält, aus dem man den Geiſt einer gewaltigen Indi⸗ vidualität ſpürt, das Einem aber doch im Grunde nicht packt und nicht befriedigt. Sbſens„Hedda Gabler“ hat die Mehrzahl im Ganzen nicht ergriffen und befriedigt auch nicht, im Ganzen ſicher nicht. Einzelheiten des Dramas ſind ja wundervoll und rieſengroß in ibrem Zuge. Aber die Heldin iſt eine ſehr, ſehr unerfreuliche u. ungewöhnliche Natur, der die Mehrzahl des erſte Mal kaum in ihrer Entwicklung zu folgen vermag ufd der Held iſt im Grunde ein öder, lämmerlicher Menſch, für den Keiner Mitleid esfindet und der Dichter hat wohl gewußt, warum er ſein Stück ein Schauſpiel und nicht eine Tragödie nannte, obwohl es mit dem Tode der beiden Hauptfiguren endet. Oder ſind am Ende Hedda und Eilert Lövborg gar nicht die Hauptperſonen des Stückes? Sonderbar! Lieſt man das Schauſpiel, ſo erdrückt Heddas ſtark herausgegrbeitete Per⸗ ſönlichkeit alles Uebrige und wir ſehen in Allem nur dieſe Unholdin ogne Seele und Gewiſſen Auch Eilert Lövberg erſcheint kaum wie eine feſte Ge⸗ ſtalt neben ihr, wir ſehen ihn nur durch den Spiegel ihrer Seele. Und nun, wie die Geſtalten des Dichters auf der Bühne Fleiſch und Blut bekommen, wächſt vor unſeren Augen aus dieſem düſtern und unbeimlichen Gemiſch böſer, lächer⸗ licher niedriger Dinge und Eigenſchaften eine Geſtalt heraus, die wir erſt nur unbedeutend und ſchattenhaft geſehen, wächſt und ſiegt über die Andere und ſteßt ſchließlich als ein ſo herzliebkes und lebenswarmes Menſchenbild vor uns, dieſe Frau Thea Elvſted, daß uns ihr Herzweh näher geht, als Tod und Sünde der beiden Anderen zuſammen. Uebrigens hat der Dichter deßhalb ſeine Heldin nichts weniger als ſtiefmütterlich ausgeſtattet mit ſeinem Geiſte. Im Gegentheile, er entwickelt ibren Charakter mit einem Aufwand von Schärfe und Feinheit, der zum Bewunderungswürdiaſten pielleicht gehört, was der nordiſche Dichter bis jetzt geleiſtet hat. Hedda muß ſterben aus langer Weile, aus gedeh⸗ mütbioter Eitelkeit, aus Reue, aus Ekel vor ſich, ſie iſt fertig mit dem Leben, wie man mit dem Leben nur fertig ſein kann. Und überdies hat ſie ein grau⸗ ſames Verbrechen begangen, einen Mord, der Sühne heiſcht. Die Vernichtung von Eilerts Manuſkript, dieſes Drängen zu einem Selbſtmord in Schönheit, die Lieb⸗ loſigkeit, mit der ſie Theas Herzensarbeit zerſtört, das bleibt trotz aller großen Worte, die ſie macht, gemein und brutal und nur mühſam ringt ſie uns den Grad von Mit⸗ leid und Sympathie ab, welche wir faſt allen Naturen nicht verſagen, die an ſich ſelbſt zu Grunde gehen. Was Hedda will, freilich, wird uns klar. Sie zerſtört. was ſie nicht haben kann nach ihrem Willen. Sie will Eilert frei machen von Thea, um ihn für ſich zu gewinnen. Sie raubt ihn ihrem wohlthätigen Einfluſſe und gibt ihn der Ver⸗ ſuchung preis. Sie hat ſein Werk zerſtören wollen, um es mit ihm neu aufzubguen, ihn zu inſpiriren. Aber der Menſch, der da weinerlich und überſentimental in födtlichem 6 ihr ſteht, iſt dieſen Plänen verloren. 2 —ſie gibt ihm das Piſtol!„2 in Schön verzweifelt und ſchi Boudoir e 211 el mit Hedda Gab ſtole— nicht durch die Schläſe, nicht einmal durch die Bruſt— nein, durch den Seib! Kein Schimmer von Schduheit! Jverfügbaren Tr Lövborgs Geſtalt iſt im Grunde das Unerquicklichſte am Stücke; ein Menſch, der ſo ſchnell an ſich verzweifelt, kann doch nicht bedeutend ſein. Und Lövborgs Verzweiflung iſt ſo wenig wahrſcheinlich! Er verliert ſein Manuſkript und kommt nicht einen Augenblick auf den Gedanken, daß es verloren ſein, daß man es wie andere verlorene Gegenſtände wieder finden könnte. Iſt das denkbar? Und daß ſich ein vernünftiger Menſch, um ſich zu tödten, durch den Leib ſchießt, iſt das denkbar? Und daß ein Menſch, der gleich⸗ zeitig zu einer Dirne, einem Dämon und einem Engel Be⸗ ziehungen unterhält, zartfühlend ſein und des Engels Eigen⸗ thum ſchon darum für unrettbar zerſtört hielte, weil mög⸗ licher Weiſe die Hand der Dirne es berührt haben könnke, iſt das denkbar! Auch Jörgen Tesmans Figur wirkt unglücklich. Ibſen zeichnet ſeine Charakterbilder ſonſt mit feineren Zügen. Dieſer Menſch, der gar nichts ſieht, was um ihn vorgeht, iſt doch einfach lächerlich, und es wurde denn anch mehr über ihn gelacht, als der Dichter beabſichtigt haben kann. Es wurde amſerſten Abende überhaupt an vielen Stel⸗ len gelacht, die nicht auf Heiterkeitberechnet waren. Das trug auch zu der unglücklichen Stimmung bei der Premiere bei. Mit vollendeter Kunſt wiederum ſind die Geſtalten der Tante Julle und des Gerichtsraths Brack charakteriſirt. Alles in Allem: Es liegt eine Fülle von Geiſt, eine unerſchöpfliche Fülle von Schönheiten im Einzel⸗ nen in Ibſens neuer Dichtung, als Bühnenwerk läßt es ſich ſtark angreifen, trotz aller techuiſchen Meiſterſchaft, trotz der bewunderungswürdigen Natürlichkeit der Rede und der vor⸗ nehmen Enthaltung von allem Nebenſächlichen. So ſehen wir denn Ibſens neueſtes Werk nach Leſſings herrlichem Prinzip„mit Bewunderung zweifelnd, mit Zweifel bewun⸗ dernd“ an. Arneſie Nachrichten und Celegramme. Berlin, 3. Febr. Die Nordd. Allg. Zeitung ver⸗ öffentlicht eine Allerhöchſte Cabinetsordre an Graf Walderſee, worin derſelbe von ſeiner Stellung als Generalſtabschef entbunden und zum Commandeur des neunten Corps ernannt wird. Berlin, 2. Febr. Die„Nationalzeitung“ dementirt aufs bündigſte die Nachricht, daß Herr v. Caprivi das das preußiſche Miniſterpräſidium auf den Finanzminiſter Dr. Miquel übertragen wolle.— In einer Polemik gegen die„Kreuzzeitung“ wiederholt daſſelbe Blatt ausdrücklich, daß die Conſervativen in Angelegenheit der Landgemeinde⸗ ordnung zu Kreuze gekrochen ſeien. Sie hätten das direkte Gegenteil vnn dem erreicht, was die Kommiſſionsbeſchlüſſe der erſten Leſung beſagen, nämlich die Entſcheidung durch die Rerierung, einerlei ob durch den Miniſter oder das Staatsminiſterium. Allerhand Iniriguen und draſtiſche Mittel zur Beſeitigung dieſer Intriguen ſeien angewandt worden. Die„Kreuzzeitung“ möge nur bei dem früheren Miniſter v. Puttkammer anfrager. Sodann ſpiel die „Nationalzeitung“ auf das Jagddiner des Kaiſers an, bei welchem das Pronunciamiento des Grafen Kanitz eine ſcharfe Verurtheilung gefunden habe. *Berlin, 2. Febr. Das dem Reichstage heute zu⸗ gegangene Weißbuch(Sammlung von Aktenſtücken), Oſt⸗ afrika betreffend, enthält 23 Schriftſtücke, die ſich ſämmtlich auf Emins Expedition beziehen, zum größten Theil Berichte von ihm ſelber, vom 15. Mai bis 15. No⸗ vember 1890 reichend. Auch der vom Reichskanzler ver⸗ langte Bericht Emins vom 11. Oktober befindet ſich dar⸗ unter. Den Austrag der Streitigkeiten mit Wißmann enthält die Sammlung noch noch nicht. Emin hatte am 16. Oktober, als er ſeinen letzten Bericht abſandte, naturlich auch die Rückberufungsordre von Wißmann noch nicht bekommen. Es ſind im Auswärtigen Amt noch weitere Berichte Emins inzwiſchen eingetroffen, die bald in einem Nachtrag erſcheinen werden. * Kiel, 2. Febr. Mannſchaften der Matroſenartillerie⸗ Abtheilung haben heute die 400 Meter breite Eisharre vor Friedrichsort durchbrochen, ſo daß eine Fahrrinne für Dampfer eröffnet worden iſt. »Paris, 2. Febr. Die Kommiſſion des oberſten Kolonialrathes beſchloß, der Staat ſolle eine Kontrole und Ueberwachung der Thätigkeit der großen Kolonial⸗ geſellſchaften durch einen Kommiſſar ausüben; ferner ſolle der Staat die Geſellſchaften ermächtigen, Arbeiter aus benachbarten Strafkolonien zu Handarbeiten zu ver⸗ wenden. Parjs, 2. Februar. Das Gnadengeſuch des Mör⸗ ders Cyraud iſt zurückgewieſen worden. Die Hinrichtung wird alſo ſtattfinden, wahrſcheinlich morgen. *Paris, 2. Febr. Kontreadmiral Buech übernimmt am 1. März das Kommando, des aus 6 Schiffen beſtehenden Reſervegeſchwaders, welches jetzt unter dem Befehl des Ad⸗ mirals Dupperre, des Chefs des Mittelmeergeſchwaders ſteht. *Brüſſel, 2. Febr. Sämmtliche Milizſoldaten der Altersklaſſen 1887 und 88 werden bis zum Abſchluß der angeordneten Unterſuchung unter den Fahnen behalten werden. *Brüſſel, 2. Febr. Die Militärbehörde beitreibt die üher die bedauerlichen, von einigen Soldaten der Brüſſeler Garniſon hervorgerufenen Vorgänge eingeleitete Unterſuchung mit lebhaftem Eifer. Die Schuldigen dürften ſtreng beſtraft werden. Die Entlaſſungsbefehle für die Soldaten waren bereits unterzeichnet, ſind aber infolge der geſtrigen Vorgänge von dem Kriegsminiſter zurückge⸗ zogen worden. *Oporto, 2. Febr. Der Transportdampfer„India“ iſt mit Truppen hier eingetroffen. Die Militärgerichte treten demnächſt in verſchiedenen, dem Rathhauſe benach⸗ barten Häuſern zuſammen. Es wurden 225 Gewehre aufgefunden, welche die Aufſtändiſchen auf der Flucht zurückgelaſſen haben. Die meiſten Verwundungen ſind beim erſtrn Zuſammenſtoße mit den Regierungstruppen vorgekommen; dabei ſtürzten Leute aus dem Volke vor der Munizipalgarde auf die Knie und flehten um Gnade. Die große Mehrzahl der Einwohner iſt beſtrebt, wachſende Anhänglichkeit an die beſtehenden Einrichtungen zum Aus⸗ druck zu bringen. Trotz dieſer Haltung ſoll das Stand⸗ recht auf einmonatliche Dauer in Kraft bleiben. Der Kriegsrath urtheilt Militär⸗ wie Zivilperſonen ab. An der Bewegung haben nach den neueſten Schätzungen gegen 600 Inſurgenten theilgenommen. Die für die Negierung den betrugen 1000 Maun, darunter 700 Gensdarmen, wovon 9 getödtet und 28 verwundet wor⸗ den ſind. *Madrid, 2. Febr. Nach offiziellen Berichten über die Wahlen ſind von 417 Deputirten nur 120 Oppo⸗ ſitionelle gewählt. Die alten Parteiführer und die Miniſter wurden wiedergewählt, ſo z. B. Caſtelar in Huesca, Zorilla in Barcelona, Pimagall in Barcelona und Valencig. Salmeron und Mortos unterlagen. *Loudon, 2. Febr. Im Unterhaus theilte Fer⸗ guſſon mit, daß auf Wunſch einiger Regierungen die Friſt für die offizielle Genehmigung der Vorſchläge der internationalen Madrider Konferenz zum Schutze des induſtriellen Eigenthums bis zum 14. April ausgedehnt worden ſei. Hoffentlich werde die Friſt nicht überſchritten. Belgrad, 2. Febr. Staatsrath Miloſavljevitſch iſt definitiv zum Miniſter des Innern ernannt worden. Das Kabinet blieb, abgeſehen hiervon, unverändert. Morgen wird der Miniſter in der Skupſchting die Zurückverwei⸗ ſung des Preßgeſetzes durch einen Ausſchuß verlangen, um daſelbſt ſeinen Standpunkt darzulegen. Die Butget⸗ berathung der Skupſchtina beginnt in den nächſten Tagen. Mannheimer Handelshlakt. Maunheimer Effectenbörſe vom 2. Februar. An der heutigen Börſe notirten: Waghäusler Zuckerfabrik 85., Brauerei Eichbaum 129., Bad. Schifffahrts⸗Aſſe⸗ curanz 1030., Verſicherungs⸗Aktien 570., 575., Württ. Transportverſicherung 750., Speyerer Ziegelwerke 127 P. Tonrsblatt der Mannheimer Börſe vom 2. Febr. Obligationen. 4 Had. Oblig. Mark 104.— bz 4 N. Hyp. Pſdbr. S. 43-46100.25 Pz 106.75 bz 4„„„ 47—49 100.25 bz 8 101.50 43 4„„5 109,50 bz 4„ T. 100 Looſe 138.10 bz 8½/ Mannhbeimer Obl. 18880 96.— oß 8 Reichsanleihe 86.70 b8 4 3„ 1586101.— bz 20/1 8 98.25 564„ 1890 102.25 G 4 5 106.60 bz 4 Heidelberg 101. 70 bz 3 Preuß, Conſols 86.76 bö4 Freiburg i. B. Obl. 100.87 30/„ 5 98.25 bz 6½ 75 5 175 96.50 bz 5 5 106.—;34½ Ludwigshafen Mk 105— b3 4 Baher. Obligationen Mk. 106.— 6z 4 1 5 101.50 bz 4 Pfäls. Supwigsbahn Mk. 102,80 G 4˙½% Wagh. Zuckerfabr! 101.— V 4 Pfälz. Zudwigsbahn fl. 101.— bz 5 Oggersbeimer Spinnerei 101.— 4„ Mapbahn 102.30 C 5 Verein. Chem, Fabriken 200.— G 4„ Nordbabn 102.50 J65 Weſteregeln Alkalfwerke 108.— 61/„ Priorit 97.50 P4½%%/. Pr.aO,d. Spey. Zglw.101.75 5z %¾ Rhein. Hyp.⸗Pfandbrieſef 98— bz%% BellſtofffabrikWaldhofſ101,80 bz Actien. Badiſche Bant 114.60 P„Sinner Branueref, Spirltus⸗ Rheiniſche Crevitbank 121.40 G und Preßhefefabr. 187.— 0 Rhein. Hyp.-⸗B. 60 pct. E. 125.— 6 Wergerſſche Brauerei 67.— bz Plelz. Hyb. Bank 11/,25] Badiſche Brauerei 60.— 2 Pfälziſche Bank 121½. G] Ganter, Brauerei Freiburgf125— Mannheimer Volksbank 121.— G] Brauerei z. Sonne Weltz 119 50 5z Deutſche Unionbank 79.— 6f] Malzfabr. Hochheim—.— Gewerbebank Speyer 500% f 110.—] Mannh. Dampfſchleppſchiff,. 119.— c. Pfälziſche Ludwigsbahn 226.50 Cöln. Rhein⸗-u. Seeſchiſſfahrtl[—— 5 Maxbahn 167.— G] Bad, SchifffahrtAſſecuranzſ 1080 „ Nordbahn 116.60 P Bad. Rilck- u. Mitverſich. 430.— P eldelberg⸗Speverer Bahn 42.— P an Verſicherung 570.— G tamm-Akt. d. Ver. ch. Fabr. 44.— 6] Mannheimer Rückverſich. 480.— G Vorzugs-Akt 5 15 105.— 4] Württ. Transportverſich. 750.— G Badiſche Anilin u. Soda 272.— Oberrhein. Verſ.⸗Geſellſchaſt60.— P Weſteregeln Alkallwerke 151.50 K Oggersheimer Spinnerei 28.— 6 Chere, Fabrik Goldenberg 101. G] Ektlinger Spinnerei 121.— Hofmann u. Schötenſack 74— P] Manußheimer Lagerhaus 84.— b; Berein D. Oelfabriken 98.50 bz Manuh. Gum. u. Asbförk.] 54.— P Waghäusler Zuckerſabrit 85.— PKarlsrußer Maſchinenbau 144.— Manuheimer Zuckerraffin. 99 50 P] Hutteneimer Spinnerei 78.50 b Mannheimer Aktienbrauerel166— P Karlsr. Nähmf. Haid u. Neu—.— Sichbaum-Brauerei 199.— B Spey. Dampfziegelei in 55 172.— 0 Zudwigshafener Brauerei 200— Verein.Speyerer Ziegelwerke 127.— P Schweßinger Brauerei 47.50 G J Pfälz. Breßh. u. Spritfabr.]“-— G Brauerei z. Storch 112.— P] Portl.-Cementwk. Heidelbrg. 147.60 bz Heidelbergerkletienbrauerei158 25 Bellſtofffabrik Waldbof 188 60 Brauerei Schwartz 120.— 8] Emaillirwerke Maikammer 128.— 63 Fraukfurter Mittagbörſe. Frankfurt a.., 2. Febr. Dem Entlaſſungsgeſuch des italieniſchen Miniſterpräſidenten legt die Börſe keine große Bedeutung bei, weil das Wichtigſte für ſie, der Beſtand des Dreibundes und die Sicherung des europäifchen Frledens. nicht gefährdet erſcheinen. Deßhalb wgren auch italieniſche Renten und alle anderen italieniſchen Werthe von ihrem geſt⸗ rigen Rückgang ſtärker erholt. Ueberhaupt machte die Börſe ſeinen flauen Eindruck und alle dahingehende Erwartungen wurden getäuſcht. Man eröffnete über dem Preisniveau von geſtern Mittag. Im ſpäteren Verlaufe übten Berliner Ab⸗ gaben auf ſpeculative Banken mäßigen Druck aus, das war aber der Haupterfolg, deſſen ſich die Contremine heute rühmen kann. Montanwerthe ziemlich feſte Haltung. Courl ſtiegen 1pCt, Hugo 2, Gelſenkirchener etwa.50 PpCt. Nur Laura bleiben 1 pCt. niedriger. Von anderen Induſtrie⸗Aktien Zellſtoff⸗Dresden ca. 3 pCt. matter. Die Nachbörſe brachte auf ſpeculativem Gebiete weitere anſehnliche Rückgänge. Pri⸗ val⸗Diskonto 8 pCt. Effecten⸗Societät. Oeſterr. Kreditaktien 270, Diskonto⸗Kommandit 210.25, Berl. Handelsgeſellſchaft 155.90, Darmſtädter Bank 152.30, Deutſche Bank 157.10, Dresdener Bank 154.20, Banque Ottomane 121.65, Internat. Bank Berlin 104, Oeſterr.⸗ franz. Staatsbahn 213, Galizier 187, Lombarden 113¼ Prince Henri 58.80, Ruſſ. Südweſt 85.70, Marienburger 59.30, Pfälzer Nordbahn 119, Gotthard⸗Aktien 15470, Schweizer Central 156.10, Schweizer Nordoſt 132.70, Union 114, Jura Simplon 4½proc. Prior.⸗Act. 115.20, Spror. Italiener 92.80, Höchſter Farbwerke 271, Nordd Lloyd 136.20, La Veloce 71.40, Gelſenkirchen 172.90, Laura 136, Courl 101, Concordia 122.80, Ungar. Goldrente 92.40, Oeſterr. Gold⸗ rente 96.80, Türken 18.80, Türk. Looſe 24.60, Ottom. Zoll⸗ Oblig. 91.40, Buſchtberader 424¾, Duxer 474, Elbethal 196½. Maunheim, 2. Jebr., GAkanſth, Börſe). Produkten⸗Markt. Weizen pfälzer Hafer, norddeutſcher, 15.75—14.50 „ norddeutſcher 21.——21.25 5 ruſſiſcher 16.50—18˙50 „ ruſſ. Azima 29.——23.— Mais amerikan. Mixed 14.50—14.75 2 Saxonska 22.25—22.50„ Donau 14.50——.— Girka 21.25—29.50„ La Plata 14.%—.— 7 Taganrog 22.——22.75 Kohlreps, deutſcher 47.50——.— „ La Plaka 21.60—.— 15 ungar. 27.50—28.— 7 Tpeneſ 21.75—22.50 Wicken 16.——.. „ Theodoſia.———— Kleeſamen, deutſcher 1 38.——108.— Kernen—.—20.25 3 11 80.——90.— Roggen, pfälzer, 18.——18.25 Luzerne 95.——100.— 55 ruſſiſcher 18.50——.— Provencer 110.——115.— Gerſte, hierländiſche 18.25—18.50 Eſparſette 26.——27.— 5 pfälzer 18.55—19.— Leinöl, mit Faß 54 50—.— 75 ungariſche 20.50—281.— Rüböl„.———— „ rumäniſche 16.50—17.— Petroleum Faß fr. m. 20% Taru 24— Hafer, badiſcher 14 75 15.— 50er Rohſprit, Inland 126.——127.50 „ württ. Alp 16.——16 25 7ber„ Munverſteuert 58.——40.— Wei h1 Nr. 00 0 1 2 3 4 5 300.50 28.50 24 50 Roggenmehl Nr. o 80— 10 26.—. 1 Weizen, Roggen und Gerſte feſt. Hafer unverändert. Geld⸗Sorten. Dukaten Mk..60—65 Ruſſ. Imperials Mk. 16.60—65 20 Fr.-⸗Stücke„ 16.12—15 Dollars in Gold„.16—19 Engl. Sovereigns„ 20.28—38 Wafferſtauds⸗Nachrichten. Rhein Singen, 2. Febr..13 m.—.04. Konſtanz, 2. Febr..00 m.—.00 Huüningen. 2 Febr 0 86 m—.00 Kehl, 2 Febr.29 m—.00. Sauterburg. 9. Febr..55 05 Mrarau, 2 Febr 2 90 m +(05 WMannbeim 2 Febr. 2 88 m 9 12 Mainz, 2 Febk..82— 68 Bilanzen Kaub, 21. Jan.07 m + 0 00. Koblenz, 2 Febr.783 m. 40..17. Köln, 2, Febr..10 n—.00, Nuhrort 2. Febhr.60 m.—.09. Ñe d a r Mannbeim, 3 Febr. 247 40,17. Heilbronn, 3 Febr 90 m.*.0. ebenſo Vermögensaufſtellungen jegl. Art, über⸗ Mlumt u re Dunder 318. — — Maunheim, 3. Februar. Auntliche Anzeigen Gr. Had. Stastseiſenbahnen. Zu den mitteldeutſchen Ber⸗ bandsgütertarifen gelangen auf den 1. Februar l. Js. folgende Nachträge zur Einführung: 3. Nachtrag XII zu Theil II E„ Darifheft 3, C. 70 77 75 45 d. 5 77 17 5 Dieſelben enthalten unter An⸗ derm Einbeziehung der diesſeitigen Stationen Gengenbach, br. Wel Kippenheim, Kirnbach, Wehr, Weil bei Lörrach, Weizen und Zollhaus Blumberg in den Verkehr mit preußiſch⸗ſſächſiſchen Mitbewerb⸗ ſtationen Görlitz u. ſ. w. auf einen noch näher zu beſtimmenden 1 5 Aufnahme der Station ühlburg in den Ausnahmetarif für Sprit und Spiritus, Erwei⸗ terung des Ausnahmetarifs für Kalirohſalze und für Düngmittel, Erde ꝛc. ꝛc. 2017 Karlsruhe, 31. Januar 1891. Generaldirektion. Sekanntmatzung. Die Gemeindewahlen etr. 1997 4) Nr. 9174. Die Gemeinde⸗ bdehörden des Amtsbezirks— mit Ausnahme der Stadt Mannheim — werden veranlaßt umgehend aus den dem Wahlakten über die nach dem Geſetz vom 22. Juni v. J. vorgenommenen Bürgeraus⸗ ſchüßwahlen die 01 2. der Wahlberechtigten in jeder Claſſe(ohne die in§ 9b Ge⸗ meindeordnung Genannten) b. der unter a befindlichen Nicht⸗ bürger ., der von jeder Claſſe gewählten Nichtbürger hierher anzu⸗ zeigen. Mannheim, 30. Januar 1891. Gr. Bezirksamt: Benſinger. Hekauntmachung. Die Ausſtellung der Quit⸗ tungskarten betr. An die Gemeindebehörden des ge de (84) No. 9182. Zur Beſeitigung hervorgetretener Zweifel machen wir im Anſchluß an unſere Be⸗ kanntmachung vom 22. d. Mts. No. 7099, betr. die Altersrenten, darauf aufmerkſam, daß nach An⸗ ſicht der Verſicherungsanſtalt Ba⸗ den in den Fällen, wo ein An⸗ trag auf Gewährung der Alters⸗ rente geſtellt und dieſem die Quittungskarte beigegeben wird, die Quittungskarte zuvor nach Zitf. 15 ff. der Anweiſung vom 28. Oktober 1890(Geſ.⸗ u..⸗O.⸗ Bl. S. 662) von der Gemeindebe⸗ örde alsdann den erſicherten eine Quittungskarte No. 2 auszuſtellen und über das Ergebniß der Aufrechnung dem I aber der Quittungskarte eine cheinigung zu ertheilen iſt. annheim, 31. Januar 1891. Bezirksamt: lockner. 1996 Hekanntmachung. Maul⸗ und Klauenſeuche (ö84) No. 8686. ir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Racß Mittheilung des 1 875 Bezirksamts Schwetzingen die Maul⸗ und Klauenſeuche in der Gemeinde Altlußheim u. Edingen erloſchen iſt. 1994 Mannheim, 29. Januar 1891. Großh. Bezirksamt. lockner. Bekanntmachung. Maul⸗ und Klauenſeuche betreffend. (84) No. 8683. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß nach Mittheilung des Kgl. Bezirksamts in Mundenheim die Maul⸗ u. Klauen⸗ ausgebrochen iſt. 1995 annheim, 29. Januar 1891. Großh. Bezirksamt. Glockner. Jahndnug. Dahier wurde entwendet: 1. am 20. v. Mts. im Hauſe 2 5, 17 eine ſilberne Damen⸗ ehlinderuhr, welche die Nr. 50608 und die Buchſtaben J. P. trägt. 2. am 26. p. Mts. auf dem Speiſemarkt ein ſchwarzledernes Portemonnaie mit 19 M. Inhalt. 3. am 29. v. Mts. vor dem 9911 G 5, 10 ein Sack voll alat⸗Kartoffel. 4. am 29. v. Mts. im Hauſe riedrichsfelderſtraße 15 eine ſil⸗ erne Cylinderuhr mit abgenütz⸗ tem Goldrand und Secunden⸗ zeiger(Nr. 6899 und Nr 26088). 5. am 29. oder 30. v. Mts. im 55 G 3, 4 1 Paar lange Rohr⸗ tiefel. 6. in der Nacht vom 29./80. v. Mis aus dem Lagerplatz Nr. 22 am Neckarvorland 1 gräu ange⸗ ſtrichener zweiräderiger Stoß⸗ karren, worauf der Name„L. “̃ ſteht. 8 Stücke attiſche Abfallröhren. Um ſachdienliche Mittheilungen wird erſucht. 1990 Mannheim, 1. Februar 1891. Criminalpolizei. Meng, Polizei⸗Commiſſär. Heffenkliche Verſttigerung. Mittwoch, 4. Februar d.., Vormittags 11 Uhr werde ich in der Amerikanerſtr. r. 11 dahier: 2041 1 Prefonfed 1 Wirthsſchenke mit Preſſion, 7 Tiſche, 48 Stühle, 1 Tropfbleche und 3 Gaslüſtre gen Baarzahlung im Vollſtreck⸗ angswege öffentlich verſteigern. annheim, 2. Februar 1891. Burgaärd, Gerichtsvollzieher. General⸗Anzeiger. 5. Seile. Bekanntmachung. Die Invaliditätsverſicherung der unſtändigen Arbeiter betreffend. 680) Nach 8 1 Ziff. 1 des Reichsgeſetzes betreffend die Invali⸗ ditäts⸗ und Altersperſicherung begründet jede Beſchäftigung als Arbeiter Gehülfe, Geſelle, Lehrling oder Dienſtbote gegen Lohn oder Gehalt, auch wenn ſie blos vorübergehend und als Nebenver⸗ dienſt ſtattfindet, die Verſicherungspflicht. Es ſind daher namentlich auch diejenigen Perſonen gegen Invellidität zu verſichern, welche, weil ihre Beſchäftigung ihrer Natur nach eine vorübergehende oder durch den Arbeitsvertrag im Voraus auf einen Zeitraum von we⸗ niger als einer Woche heſchränkt iſt, nach dem Krankenperſicherungs⸗ geſetz nicht verſicherungspflichtig ſind. Jedoch iſt auf Grund des § 8 Abſ. 3 des Inv.⸗Verſ⸗⸗Geſ. vom Bundesrath unterm 27. No⸗ vember v. Is beſtimmt worden, daß an Dienſtleiſtungen als eine die Verſicherungspflicht begründende Beſchäftigung nicht vorzuſehen ſind: 1. Wenn ſie von ſolchen Perſonen, welche berufsmäßig Lohn⸗ arbeiten überhaupt nicht verrichten, 90 a) nur gelegentlich, insbeſondere zu gelegentlicher Aushülfe, b) zwar in regelmäßiger Wiederkehr aber nur nebenher und dalk ein geringfügiges Entgelt, welches zum Lebensunter⸗ halt nicht ausreicht und 1 den Verſicherungsbeiträgen nicht in entſprechendem Verhältniß ſteht, e) zur Hülfeleiſtung bei Unglücksfällen oder Verheerungen durch Naturereigniſſe verrichtet werden. 2. Wenn ſie von ſolchen Berufsarbeitern, die in einem regel⸗ mäßigen, die emgen eeber Arbeits⸗ oder Dienſt⸗ verhältniß zu einem beſtimmten Arbeitgeber ſtehen, ohne Unter⸗ brechung dieſes Verhältniſſes 1975 505 ſei es nur gelegentlich zur Aushülfe, ſei es regelmäßig verrichtet werden. 3. Wenn ſie von Aufwärtern oder Aufwärterinnen und ähn⸗ lichen in niederen häuslichen Dienſten von kurzer Dauer in wech⸗ ſelnden Arbeitsſtellen thätigen Perſonen verrichtet werden. Soweit dieſe Ausnahmebeſtimmungen keine Anwendung finden, die nicht in einem regelmäßigen Arbeitsverhältniß zu einem eſtimmten Arbeitgeber ſtehenden Perſonen, welche ihre Arbeitskraft berufsmäßig in 1 verwerthen, die ſog. unſtändigen Arbeiter gemäߧ 111 des Inv. b Beie und § 30 des Statuts der Verſicherungsanſtalt Baden die Befngniß, durch Einkleben entſprechender Marken in die Quittungskarte die Verſicherungsbeiträge der Arbeitgeber im Voraus ſelbſt zu ent⸗ richten. Demjenigen Verfſicherten, welcher auf Grund dieſer Er⸗ en die vollen Wochenbeiträge ſelbſt entrichtet hat, ſteht 5 en den Arbeitgeber, welcher ihn in der betr. Kalenderwoche zuerſt eſchäftigt hat, der Anſpruch auf Erſtattung der Hälfte der entrich⸗ teten Beiträge zu. Will ein unſtändig Be 110 er dauernd von dieſer Befugniß Gebrauch machen, ſo hat er dies der Ortspolizeibe⸗ hörde ſeines Wohnortes(hier bei dem Gr. Bezirksamt) anzuzeigen; die Ortspolizeibehörde wird ſich alsdann von Zeit zu Zeit dur Einſicht der Qufttungskarte von der richtigen Verwendung der Beitragsmarken überzeugen. Als Beitragsmarken ſind von Männern in Mannheim Marken der 3. Lohnklaſſe zu 24 Pfg., von Frauen in ſämmtlichen Gemeinden des Amtsbezirks Marken der 2. Lohn⸗ klaſſe zu 20 Pfg. für jede Woche zu verwenden. Die Marken ſind bei den Kaiſerl. Poſtanſtalten Die eingeklebten Marken 1 von dem Verſicherten oder von dem Arbeitgeber bezw. von eſſen zu entwerthen, ſobald die Ain Gnt der Hälfte des Werths der hetreffenden Marken von dem zur Entrichtung der Beiträge verpflichteten Arbeitgeber erfolgt. Wenn die unſtändig Beſchäftigten von der Befugniß des Selbſt⸗ einklebens der Beitragsmarken keinen Gebrauch machen, werden die Invalidenverſicherungsbeiträge für dieſelben durch die Kranken⸗ faſſen i ſres Wohnorts bei demjenigen Arbeitgeber erhoben, welcher den unſtändigen Arbeiter in der Kglenderwoche üerſt beſchäftigte. Der Einzug dieſer Beiträge liegt, ſofern nicht der betr. unſtändige Arbeiter einer Ortskrankenkaſſe oder der Gemeindekrankenverſicher⸗ 15 angehört, bezüglich der in Mannheim wohnhaften unſtändigen Arbeiter der Ortskrankenkaſſe für Transportgewerbe ob. Dieſe Kaſſen ſind berechtigt, von dem Verſicherten darüber Auskunft zu verlangen, bei welchem Arbeitgeber er zuerſt in jeder Kalenderwoche in einer verſicherungspflichtigen Beſchäftigung verwendet war. Die Verſicherten können von dem Bezirksamt durch Androhung von Geldſtrafen bis zu 300 Mark zu dieſer Auskunfsertheilung angehalten werden. Das Einzugsverfahren greift jedoch demjenigen Arbeitgeber 1 ni Nlat welche z. B. weil für 18 Betrieh eine Betriebskranken⸗ kaſſe beſteht, verflichtet find, die Beiträge für die von ihnen be⸗ ſchäftigten e Perſonen unmittelbar durch Ein⸗ kleben der Beitragsmarken in die Quittungskarten 15 entrichten. Soweit verſicherungspflichtige unſtändig Beſchäftigte noch nicht im Beſitz von Quittungskarten ſein ſollten, haben dieſelben, um der Wohlthaten des Geſetzes nicht verluſtig zu gehen, unverzüglich ſich von der Gemeindebehörde ihres Wohnortes eine Quittungskarte ausſtellen zu laſſen. Bezüglich derin der Stadt Mannheim wohn⸗ haften verſicherungspflichtigen unſtändig Beſchäftigten wird hiemit auf Grund des 8 16d Abſ. 2 der Verordug. v. 25. Oktober v. Is. angeordnet, daß dieſelben ſich, ſoweit dies noch nicht geſchehen, längſtens bis zum 1. Februar d. Is. bei dem Gr. Bezirksamt(Pafß⸗ u. Meldebüre au im Kaufhaus) anzumelden und da⸗ bei anzugeben haben, ob ſie von der VBefugniß die Bei⸗ tragsmarken ſelbſt einzukleben Gebranuch machen wollen. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Melde⸗ pflicht werden mit Geldſtrafe bis zu Mark 20 beſtraft. Nach dem oben Ausgeführten unterliegt der Melde⸗ pflicht insbeſondere diejenigen Perſonen, welche 1. bei wechſelnden Arbeitgebern Hausarbeiten, wie Wäſchen, Putzen, Nüähen und dergl. in den Woh⸗ nungen ihrer Kunden verrichten, ſoforn ſie nicht ſelbſt regelmäßig wenigſtens einen Lohnarbeiter beſchäftigen, in welchem Fall ſie als Betriebsunternehmer betrachtet werden; 2. unter häufigem Wechſel des Arbeits verhältniſſes in Häfen, Speichern, Niederlagen ꝛc. arbeiten. 3. bei der Wegunterhaltung, bei Waſſer⸗ bauten, oder im lñand und forſtwirthſchaft⸗ lichen Betrieb nuſtändig beſchäftigt werden. annheim, den 20. Januar 1891. Gr. Bezirksamt. Glockner. Nr. 161. erforderliche Anmeldung t hureau anzubringen, zur Mannz Vorſtehendes bringen wir mit der Aufforderun die 11 unlichſt bald bei Gr. Paß⸗ und Melde⸗ enntniß der hieſigen Betheiligten. eim, den 1891. rgermeiſteramt: Kl. 1957 Seeger. Heffentliche Verſeigerung. Donnerſtag, 5, Februar d.., Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfaändlocal T 1, 2 dahier: 2Pianino, 1 Violine, 5 Strickma⸗ ſchinen, Rollwaagen, 1 Velociped, Bohrmaſchine, 1 Blechſcheere, 55 Schraubſtöcke, 1 Ambos, 155 Fla⸗ ſchen Champagner, 140 Flaſchen Wein, 18 Flaſchen Portwein, 1 Plüſchgarnitur(1 Sopha mit 6 Fauteuil), 2 Spiegelſchänke, 1 üffet, 1 Divan, 1 Secretair, 1 Vertigon 1 SchreibbureaulSchreib⸗ tiſch iWaſchſchrank, 2 Commoden, 3 Betten, 1 Tiſch, 6 Mill Cigarren, 3 Spiegel, 2 Regulateure, 1 Taſchenuhr, 4 Röcke, 4 Hoſen, 1 Ueberzieher, 6 Weſten und 10 Bilder gegen Baarzahlung im Vollſtreckungswege öffentlich ver⸗ ſteigern, 2042 Mannheim, 2. Februar 1891. Burgärd, Gerichtsvollzieher. Kitt en den allen Ge⸗ genſtänden in E I, 4, Laden. 84504 Heffentliche Verſteigerung. A 2043 m Mittwoch, den 4. dſs. Mts., Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal T 1, 2 im Vollſtreckungswege: 1 Kleiderſchrank, 1 Chif⸗ fonier u. 1 Kanapee gegen Baarzahlung öffentlich ver⸗ ſteigern. annheim, 2. Februar 1891. Futterer, Gerichtsvollzieher. Slädt. Gaswerk Maunheim. Lichtſtärke des Leuchtgaſes vom 25. Januar 1891 bis 31. Jan. 1891 bei einem ſtündlichen Verbrauch einer Flamme von 150 Liter 17,75 Normalkerzen. Hypotheken in allen Beträgen, auch in Theil⸗ zahlungen auf angefangene Neubauten zu dem jeweils nied⸗ rigſten Zinsfuß vermitteltprompt und billig 84295 Karl Seiler, Buchhlt. bei er Collectur, A 2, 4. Bekanntmachung. Die Herſtellung der Augarten⸗Straße in der Schwetzinger⸗Vor⸗ ſtadt betr. Der Stadtrath hat vorbehalt⸗ lich der Zuſtimmung des Bürger⸗ ausſchuſſes d gartei L Vorſto ſowie den 2 Angrenzer zur Tragung ſtellungskoſten nach M der vom Bürgerausſ Grund des Ortsſtra ſetz vom 20. Februar 1868 reſp. der Vollzugsperordnung hierzu auf⸗ geſtellten„allgemeinen Grund⸗ ſätze“ und nach Maaßgabe des Voranſchlages ſowie der aufge⸗ ſtellten Liſte der beitragspflich⸗ tigen Grundbeſitzer beſchloſſen. Es werden daher die in den §§ 3 und 4 der Vollzugsverord⸗ nung vom 4. Auguſt 1890„die Leiſtungen der Anſtößer bei Her⸗ ſtellung von Ortsſtraßen betr.“ Arbeiten, näm⸗ ich: à. der detaillirte Ueberſchlag des Aufwandes, zu deſſen Be⸗ ſtreitung die Grundbeſitzer beigezogen werden ſollen, ſo⸗ wie die Liſte der beitrags⸗ pflichtigen Grundbeſitzer; b. der Straßenplan, aus welchem die Lage der ein⸗ ſchlägigen Grundſtücke zu er⸗ ſehen iſt, während vierzehn Tagen vom 5. Februar 1891 an auf dem Rathhauſe II. Stock Nr. 1 zur Einſicht öffentlich aufgelegt. Dies machen wir hiermit unter dem Anfügen öffentlich bekannt, daß etwaige Einwendungen während der gleichen 14tägigen Friſt bei Ausſchlußvermeiden bei dem Stadtrathe geltend zu machen ſind. 5 202⁵ Mannheim, 22. Januar 1892. Der Stadtrath: Bräunig. Kieſer. Wohnungsvermiethung. In dem ehemaligen Kemner'ſchen Anweſen Nr. 22 an der Keppler⸗ ſtraße iſt eine neu hergerichtete Wohnung, beſtehend aus 4 Zim⸗ mern, 4 Kammern, Küche und Keller, nebſt einem Garten im Maaße von ca. 200 qm ſofort zu 5 1334 Angebote auf dieſe Wohnung wollen verſchloſſen und mit der Aufſchriſt: „Kemner'ſche Wohnung“ bis ſpäteſtens: Mittwoch, 11. Februar 1891, 11 Uhr auf dem Rathhauſe II. Stock Nr. 1, woſelbſt auch der Plau der Woh⸗ nung eingeſehen werden kann, ab⸗ gegeben werden. Das Haus iſt an die Kanali⸗ ſation angeſchloſſen. Angebote unter M. 600 können nicht berück⸗ ſichngt werden. 5 ermerkt wird, daß die Preis⸗ angebote inel. Waſſerzins und 0 ermeſſermiethe zu ſtellen ſind. annheim, 15. Januar 1891. Stadtrath: Bräunig. Kieſer. Erſlenlliche Verſteigerung. ittwoch, 4. Jebruar 1891, Nachmittags 2 Uhr werde ich in meinem Pfandlokal Lit. S 4, 17 hier, folgende Gegen⸗ ſtände im Vollſtreckungswege gegen baare Zahlung öffentlich ver⸗ ſteigern: 2040 2 Zugpferde, 2 Polſtergarni⸗ turen, beſtehend in je 1 Sopha mit 6 Seſſel, 5 Kanapee, 3 Kom⸗ moden, 3 Waſchkommoden mit Marmorplatten, 2Spiegelſchränke, 1 Büffet, 1 Weißzeugſchrank, 1 altdeutſcher Pfeilerſchrant(einge⸗ legt), 2 Chiffonier, 5 Kleider⸗ ſchränke, 3 ovale Tiſche, 3 vier⸗ eckige Tiſche, 3 Nachttiſche, 1 Kaſſenſchrank, 1 Klavier, 1 Gläſer⸗ ſchrank, 1 aufgerüſtetes Bett, 15 110 1 Ladentheke mit Stell⸗ und Tafelwaage, 1 Ladentheke mit Marmorplatte, 1 großes Regal mit Schubfächer, Kaffeſervice, ver⸗ ſchiedenes Porzellangeſchirr, 2 dreiarmige Gaslüſtre, 2 Schirm⸗ ſtänder, 1 Regulateur, 1altdeutſche Standuhr mit 2 Leuchter, 1 großes Oelgemälde, Vorhänge und ſonſt verſchiedene Gegenſtände. annheim, 3. Februar 1891. Ebner, Gerichtsvollzieher, N 1. 8. Steigerungs⸗Anfündigung. Mittwoch, den 4. Februar „Nachmittags 2 Uhr werde ich tm Pfandlokal G 5, 17 dahier 5 4 Uhren, 1 Küchenſchrank, 1 Parthie Bier⸗ und Weingläſer, Weinflaſchen, plättchen, 13 Dutz. Teller, Sup⸗ penterinen, Porzellanplatten, 16 Stück farbige Tiſchdecken, 5 Nacht⸗ tiſche, 3 Waſchtiſche, 3 Betten, 1 einth. Schrank, 1 Etagere, 1 Blu.⸗ mentiſch, 2 Regulateure, Bilder, 2 Kanapee, 1 Pfeilerſch rank mit Spiegel, 1 Reiſekorb, 8 Rohrſeſſel, 1 Pfeilerſchrank, 1 ovaler Tiſch, 1 Nähtiſch, 1 Silberſchrank, 1 Waſchkommode, 1 Kleiderſchrank, Vorhänge, 1 Butterdoſe, 1 Näh⸗ maſchine, 5 Teppiche, 1 Etui mit 6 Löffel, 12 Stück Betttücher, 2 Dutzend Servietten, 6 Tiſchtücher, 6 Handtücher, 1 Glasſchrank, 1 1 Chiffonnier, 1 Secretär, 1 Pol⸗ ſtergarnitur, noch neu,(Plüſch), und noch verſchiedenes gegen baare Zahlung im Vollſtreckungs⸗ wege öſſentlich verſteigern. 2048 Mannheim, 2. Februar 1891. Vierneiſel, Gerichtsvollzieher. Täglich friſche Butter, per Pfund 1 Mk., bei Mehrabnahme billiger. R 5, 9, 2. St. 224 Mauerwerk oder in Beton. Die Bedingungen und Zeichnungen 1 Parthie Bier⸗⸗ Pergebung bon Maurer⸗ und Sfeinhauek⸗ arbeiten oder Betonbau. Für die Waſſerverſorgung der Stadt Weinheim ſind zwei Hochreſervoire mit Faſſungsräumen von 380 und 105 Kubie⸗ metern, ſowie einer Quellſtube mit 28 Kubikmeter nutzbarem Inhalt zu erſtellen. Die Ausführung der drei Bauobjekte erfolgt entweder in liegen auf dem Rathhauſe in Weinheim, ſowie in den Geſchäfts⸗ zimmern der Gr. Kultur⸗Inſpektion Heidelberg, Bergheimer Straße No. 18, offen und werden auch von dieſer Behörde gegen eine Vergütung von 1 M. 50 Pfg. nach auswärts abgegeben. Tüchtige Gewerbsleute odir auf Betonbau abhebende Fabrikanten werden eingeladen, ihre Angebote bis längſtens Freitag, den 27, Februar, Abends 6 Uhr, bei Gr. Kultur⸗ Juſpektion Heioelberg einzureichen. Die Eröffnung der Angebote wird am folgenden Tage, Morgens 9 Uhr, auf dem Weinheimer Rathhauſe vorgenommen 2037 Oeffentliche Versammlung. Mittwoch, 4. Februar, Abends 8 Uhr im „Badner Hof“ Vortrag des Herrn Dr. Perrot aus Mainz über 1469 Zonentarife. Nach dem Vortrag Discuſſion und Gründung eines Vereins für Eiſenbahntarifreform. Intereſſenten, insbeſondere unſer verehrlicher Han⸗ delsſtand und Induſtrielle ladet freundlichſt ein. Das proviſ. Comitee. Damen⸗ Grosser Ausverkauf. Günſtige Gelegenheit zum billigſten Einkauf von Damen⸗ Mänteln, Woll⸗, Perl⸗ u. Seiden⸗ Stoffen, Beſatz⸗Artikeln ꝛc. ꝛec. Der Verkauf der eſtbeſtände meines noch ſehr reichhaltigen Lagers dauert nur noch einige Tage. Mein Lager muß vollſtändig geraͤumt ſein und gebe ich Mäntel, Stoffe ꝛc. zu jedem annehmbaren Preiſe ab. 1906 Berthold Meyer, Planken E 1, 1/2. Todes-Anzeige. Mit tiefbetrübtem Herzen erfüllen wir die traurige Pflicht, Freunden und Bekannten von dem Hinſcheiden unſerer innigſtgeliebten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schweſter und Schwägerin, Irau Henriette Jadenburg 5 geb. Ladenburg Kenntniß zu geben. Wir bitten um ſtille Theilnahme. Mannheim, 2. Februar 1894. die traurruden Hinterbliebenen. bDie Beerdigung findet Mittwoch, den 4. Febrnar, 11 Ahr Vormittags, vom Trauerhauſe L 7, 1 aus ſtatt. 2061 Danksagung. Für die vielen Beweiſe der Theilnahme hei dem Hinſcheiden unſeres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels 2019 Adolf Kropp aus Burtſcheid ſprechen wir ſeinen Freunden unſern tiefgefühlteſten Dank aus. Mannheim, den 2. Februar 1891. Namens der Hinterbliebenen Guſtav Kropp Karl Kropp. 6. Seite. Seneral⸗Anzeiger. Mannheim, 3. Februar. Casino, Mannheim. Sonntag, 8. Februar, Nachmittags 4 Uhr Kindermaskenkränzchen. Montag, 9. Februar, Abends präecis 8 Uhr Humorist Abendunterhaltung mit Tanz wozu wir unſere verehrl. Mitglieder nebſt einführbaren Familien⸗ angehörigen freundlichſt einladen. Der Vorſtand. NB. Vorſchläge für Einzuführende werden Mittwoch, 4. und Samſtag, 7. Februar in den regelmäßigen Bibliothekſtunden von 1½—2½ Uhr Nachmittags entgegenommen. 1989 Kunſtverein Mannheim. Schluss der Fleiſchmann'ſchen Jeparat⸗Ausſtellung den 4. Februar, Nachm. 4 Uhr. 2022 Der Vorstand. Kaufhaus!? Kaufhaus! im Saale des Hewerbe⸗ und ⸗Vereins. Nur w e Tage! ur weuige Tage! Aus ſte eKang 90 weltberühmten Seiginal⸗ Gemälze Die Lebensmüden von Prof. Emil Neide. 1975 Flicie von Nro 12 7 ab Grae Geöffnet von 10—1 2 2 5 5 Entrse 50 Pfg. Danz⸗Inſtikut J. Schröder, Schwarses Lamm. Dienſtag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr Beginn eines neuen Curses. NB. 1 und Daunerſtag Lanelersstunde und Karten⸗ ausgabe zu dem am 14. Febr., ſtattfindenden Tanzkränzchen. Großer Mayerhof. Heute Dieuſtag und morgen Mittwoch Concert& Vorstellung der Variété-Truppe Moguntia. 8 Damen, 3 Herren. Anfang 8 Uhr. 20486 7 Zum Rosenstock. 5 i · bur eeee dah 10 Wiutecß, ben 4. 58. Wia as altrenommirte 2068 Wein-Restaurant Zum Roſenſtock, N 3, 5 wieder eröffne. W ittagstiſch von Uhr Reichhaltige Frühſtücks⸗ und Abendkarte. Hochachtend Jul. Ebelin langläbriger Inhaber dez Gaſthauſes zur Soune, Hauau. 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