Badiſche Bolkszeitung.) (Mannheimer Volksblatt.) eee 555 55 In der 838 Nr. 2388. Abonnement: 50 Pfg. monatlich, Bringerlohn 10 Pfg. menatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſtauf⸗ ſchlag N..90 pre Quartal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfs. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfs. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfs. der Stadt Mannheim und Umgebung. Mannheimer Journal. (101. Jahrgang.) Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Erſcheint wöchentlich ſieben Mal. Lelegrumm⸗ e: „Journal für den politiſchen u. allg. Thell Chef⸗Redakteur Iuikaf Kasz, für den lokalen und prov. Theil Eruſt—25 für den Inſeraten 5 Karl Apfel. Kotationsdruck und Berlag der Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckerei, (Das„Mannheimer Journal“ in Eigenthum des Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Nannheim. Nr. 39.(Celephon⸗Ar. 218.) Erſtes Blatt. Wismarch! Am heutigen Tage wird in Friedrichsruh der 77. Geburtstag des erſten Kanzlers des neugeeinten Deutſchen Reiches gefeiert. Von Nah und Fern werden ſich Be⸗ ſucher auf dem Herrengute des Fürſten Bismarck einfin⸗ den, welche dem ehemaligen Reichskanzler ihre Glückwünſche darbringen wollen und der elektriſche Drath wird dem Fürſten die Wünſche von Tauſenden und Abertauſenden übermitteln, denen es nicht vergönnt iſt, an dieſem Tage in ſeiner Nähe zu weilen und ihm Aug' in Aug' die Gefühle kund zu thun, welche Deutſchland am Geburts⸗ tage des Mannes beſeelen, der an dem Baue des großen Reiches mit weitumfaſſendem, voraus⸗ ſchauenden Blicke bereits zu einer Zeit raſtlos thätig war, in welcher noch Kleinmuth und Zaghaftigkeit die Verwirk⸗ lichung jahrhundertalter Träume für unmöglich erachteten. Seit zwanzig Jahren ſteht das Reich in ſich gefeſtigt, geachtet und gefürchtet vor aller Welt da, ſeit zwanzig Jahren iſt die Kluft ausgefüllt, welche einſt die deutſchen Stämme trennte. Was Miquel vor 24 Jahren im nord⸗ deutſchen Reichstage vorausſagte: daß der Main keine Scheidelinie zwiſchen Nord und Süd ſei,„daß vielmehr der Mainfluß nur eine Station darſtelle, an der die Nord⸗ deutſchen Kohlen einnehmen, um die Fahrt zu ihren ſüd⸗ deutſchen Stammesgenoſſen fortzuſetzen,“ iſt in Er⸗ füllung gegangen, und der dies ſchier Unmögliche aus dem fabelhaften Bereich der Träume in das weſenhafte Leben der Wirklichkeit hinüberleitete, es iſt Fürſt Bis⸗ marck, des Reiches erſter Kanzler! Was Fürſt Bismarck für ſeinen König, was er für das allen Deutſchen gemeinſame Vaterland geſchaffen, was er dem deutſchen Volke als Vorbild unermüdlicher im Dienſte der Allgemeinheit ſich aufopfernder Arbeit als Geiſtes⸗ und Thatenheld geweſen, gehört für die Ewigkeit der Geſchichte an; und da ſollte wohl das deutſche Volk der Gegenwart vergeſſen und gering achten können, was der deutſchen Nation bis in die fernſte Zukunft als herrlichſtes Werk leuchten wird, weil Fürſt Bismarck nicht mehr Reichskanzler iſt? Nimmermehr kann ſich das ereignen! Mögen es Parteien, die ſich aus dem Fraktionszwang nicht herausarbeiten können, über ſich bringen, dem Auslande das klägliche Schauſpiel ſie ſelbſt entwürdigender Kleinlichkeit zu bieten, das deutſche Volk in ſeiner überwiegenden Mehrheit feiert heute des erſten Kanzlers Geburtsfeſt; die einen feiern den Tag mit Sang und Becherklang, die anderen ſtill in ſich gekehrt, doch nicht minder herzlich. Hinter der wahren, überwältigenden Größe Bismarcks verſchwinden menſchliche Mängel und — wer wollte ſo thöricht ſein, das Sonnenlicht miſſen zu wollen, weil das Sonnengeſtirn auch Flecke aufweiſt? Als Kaiſer Wilhelm II. am 1. April 1888, damals noch als Kronprinz, der Geburtstagsfeier des Fürſten Bismarck im Reichskanzlerpalais anwohnte, da hielt der zukünftige deutſche Kaiſer eine bedeutſame Rede, die es wahrlich verdient der Geſchichte überliefert zu werden. Der edle Kaiſer Friedrich lag auf dem Schmerzenslager, das ihm zum Todesbette werden ſollte; durch Deutſchland ging ein Zagen und Bangen. Da ſprach am 74. Ge⸗ burtstage Bismarcks der Kronprinz Wilhelm die denk⸗ würdigen Worte: „Er bitte, bei einer ſo erhebenden Gelegenheit das Bild vorführen zu dürfen, wie er ſich das Reich in ſeiner politiſchen und ſozialen Lage, ſeinen inneren und äußeren Beziehungen nach, gegenwärtig vorſtelle. Er vergleiche daſſelbe mit einem Armeekorps, welches im Feldzuge ſeinen Hoͤchſtkommandirenden verloren habe und deſſen erſter Offtzier ſchwer verwundet ſei. In dieſem kritiſchen Augenblick richten ſich 46 Mil⸗ lionen ächter deutſcher Herzen in Angſt und Hoffnung nach der Fahne und deren Träger, von dem Alles erwartet wird. Der Träger dieſer Fahne aber iſt unſer erlauchter Fürſt, unſer großer Kanzler. Er gehe uns voran, ihm folgen wir! Er lebe hoch!“ Alſo dachte der zukünftige deutſche Kaiſer in ſchwerer Stunde. Wenige Tage vor dieſem 1. April hatte der große Begründer des deutſchen Reiches, Wilhelm., zu ſeinem treueſten Berather die letzten Worte in dieſem Leben geſprochen— wenige Worte nur, aber für die Ewigkeit in die Geſchichtstafeln gemeißelt.„Das haſt Du gut gemacht“ ſagte Wilhelm I. zum Fürſten Bismarck! Es war des erſten deutſchen Kaiſers Abſchieds⸗ Seleſent und verbreitetſte Zeitung in Mannheim und Umgebnng. gruß und als ein theueres, koſtbares Vermächtniß ſollen dieſe Worte dem deutſchen Volke erhalten bleiben— ſie ſind die beſte, die wahrſte Inſchrift zum Sockel des Denkmals, das einſt die Geſchichte dem Fürſten Bismarck ſetzen wird. Sein Leben war an Arbeit reich und was er ſchuf und was er that,„das hat er gut ge⸗ macht!“ ———ů— *Der internationale Bergarbeitercongreſ wurde geſtern Vormittag in der Arbeitsbörſe in Paris eröffnet. Es nahmen Theil 21 franzöſiſche, 45 engliſche, 14 belgiſche, 14 deutſche, 1 öſterreichiſcher, 3 america⸗ niſche, 2 italieniſche Vertreter. Vor der Eröffnung hatte in einer vorbereitenden Verſammlung unter dem Vorſitz des Deputirten Basly die Vorſtellung der Vertreter ſtatt⸗ gefunden. Der Organiſationsausſchuß hat beſchloſſen, daß die Stimmen der einzelnen Abgeordneten nach der Mit⸗ gliederzahl ihrer Vereine bemeſſen werden, ſodaß jeder Abgeordnete für je tauſend Bergleute, die er vertritt, eine Stimme abgeben kann. Jeder Vertreter zahlte vor dem Eintritt in den Congreß 12½ Franken. Der Secretär der Arbeitsbörſe bewillkommnete die Delegirten, hob die Bedeutung des Congreſſes hervor und forderte zur Bildung einer Internationale der Ar⸗ beiter auf. Die Rede des Secretärs wurde ſofort von je einem deutſchen und engliſchen Delegirten überſetzt. Der Generalſecretär des Organiſationscomités, Pickard, ſprach ſeinen Dank für die Bewillkommnung aus und conſtatirte den Fortſchritt, welchen die arbeitenden Claſſen in Paris gemacht hätten. Er hob ſodann hervor, daß Belgien und insbeſondere Deutſchland ſeit dem letzten Congreſſe zu Jolimont in der Arbeiterfrage vorwärts gekommen ſeien, er pries die Vereins⸗ und Verſammlungsfreiheit und erklärte, auf dieſem Congreſſe ſeien 600,000 Bergarbeiter repräſentirt. Ein anderer Sekretär der Arbeitsbörſe forderte die Con⸗ greßmitglieder auf, mit ihm einzuſtimmen in den Ruf: „Es lebe die internationale Vereinigung der Arbeiter!“ Die Engländer Burt und Pickard danken für die Be⸗ grüßung. In der Nachmittagsſitzung ſoll die Beglau⸗ bigung der Vollmachten der Vertreter vorgenommen wer⸗ den. Drei Präſidenten wurden ernannt, und zwar Burt als Vertreter der engliſchen, Schröder der deutſchen, Caprot der belgiſchen und franzöſiſchen Theilnehmer. Sie werden heute gleichzeitig den Präſidentenſtuhl einnehmen. In der Nachmittagsſitzung wurde Pickard zum General⸗ ſekretär ernannt. Sodann wurde ein Ausſchuß von drei Mitgliedern für die Abfaſſung der Protokolle eingeſetzt; Lamendin für die franzöſiſche, Mayer für die deutſche, Haslain⸗Ashton für die engliſche Sprache. Der Eng⸗ länder Burt wurde zum Schatzmeiſter ernannt. ———öſ— * giſchof Ireppel über die„elſaß⸗ lothringiſche rage“. In dieſen Tagen, in welchen infolge der bekannten Vorgänge in Paris, der Wiedereinführung des Paß⸗ zwanges, der Adreſſe des Landesausſchuſſes von Elſaß⸗ Lothringen an den Kaiſer u. ſ. w. ſich deutſche und franzöſiſche Politiker wieder einmal eifrig mit der Er⸗ örterung des Verhältniſſes zwiſchen Deutſchland und Frank⸗ reich beſchäftigt haben, gibt auch der bekannte Biſchof von Angers, Mſgr. Ch. Emile Freppel, ſeine Stimme ab. Er hat nachſtehenden Brief an einen Pariſer Zeitungs⸗ berichterſtatter geſchrieben: Angers, den 17. März 1891. Mein Herr! Sie fragen mich: 1) ob ich denke, daß eine Verſöhnung zwiſchen Frankreich und Deutſchland möglich ſei; 2) unter welchen Bedingungen. Ich kann Ihnen nicht beſſer antworten, als durch Ueber⸗ ſendung des Briefes, den ich am 12 Februar 1871, vor der Annexion des Elſaß, an Seine Majeſtät den König von Preußen zu richten die Ehre hatte. Da ſagte ich. Frankreich unverſehrt laſſen, heißt den Frieden für lange Jahre ſichern. Frankreich verſtümmeln, das iſt der Krieg in der Zukunft, möge man auch ſagen und thun, was man immer wolle. Die Gegenwart hat meine vor zwanzig Jahren gemachte Borausſage vollinhaltlich beſtätigt. Ich kann daber nur bei meinen Schlüſſen bleiben. 5 Eine Verſöhnung zwiſchen Frankreich und Deutſchland kann unter der Bedingung ſtatthaben, daß Elſaß⸗Loth⸗ ringen wieder pur etsimple zum franzöſiſchen Gebiet geſchlagen wird, gegen eine Entſchädigung oder eine finanzielle Compenſation, über welche beide Theile ſich einigen mögen. Jede Idee einer Autonomie oder einer Neutraliſation Elfaß⸗Lothringens iſt ein Hirngeſpinſt, welches die Frage nur öoffen läßt, ohne ſie zu ſchließen. Mittwoch, 1. April 1891. Solange Elſaß⸗Lothringen nicht wieder thatſächlich fran⸗ zöſiſches Land geworden iſt, wie es es von Rechtswegen iſt [Und die Geſchichte, Herr Biſchof? Und der Frankfurter Friedensvertrag? D..], ſolange haben wir einen ſchreck⸗ lichen Krieg in Ausſicht, vollſtändig unfruchtbar für beide Länder. Da nämlich ſowohl Frankreich als Deutſchland für die Erhaltung des Gleichgewichts in Europa nothwendig ſind, wird Europa weder das eine noch das andere Land aus dem Daſein ſtreichen laſſen, und daher wird der Zwei⸗ kampf nach einer mehr oder minder langen Friſt wieder von neuem anfangen. Es gibt keine andere Löſung, als die Rückgabe Elſaß⸗ Lothringens an Frankreich. Ein Friedens⸗ und Bündniß⸗ vertrag würde dies Werk beſiegeln und Frankreich ſowohl als Deutſchland auf den böchſten Blüthepunkt ſetzen. Auf ewig wäre die Vereinigung dieſer beiden Nationen geſichert, welche an der Spitze der Civiliſation marſchiren, denn es gibt auf der ganzen Welt keine Intereſſenfrage, welche ſie trennt. Ch. Emile Freppel, Biſchof von Angers. Hiezu bemerkt die„Straßb. Poſt“: Mag der Kirchenfürſt ſich mit ſeinem Gott und ſeinem Gewiſſen bezüglich dieſer Brandfackel abſinden, die er in die Oeffentlichkeit wirft! Oas iſt ſchließlich ſeine Sache. Vom deutſchen Standpunkt aus iſt ihm Folgen⸗ des entgegenzuhalten: Wir haben Elſaß⸗Lothringen als Frucht eines uns von Frankreich aufgedrungenen Krieges mit unſerem Blute wiedergeholt, nicht erobert, nicht wider⸗ rechtlich an uns geriſſen, ſondern nur wieder in unſeren Beſitz genommen, nachdem es uns ſeiner Zeit von Frank⸗ reich geraubt worden war. Frankreich hat im Frank⸗ furter Friedensvertrage uns das Land feierlich und rechts⸗ giltig abgetreten. Und jetzt bleibt Elſaß⸗Lothringen, dieſes uralte deutſche Stammland, deutſch, ſolange es ein deut⸗ ſches Reich und ein deutſches Heer gibt, ſolange noch Deutſche die Waffen führen können, um ihren heimaiß⸗ lichen Herd zu vertheidigen! Deutſchland iſt bereit und geneigt, mit Frankreich in Frieden zu leben, noch mehr, mit Frankreich gute und freundſchaftliche Beziehungen zu pflegen. Das bemeiſt die Geſchichte der letzten zwanzig Jahre, das beweiſt beſonders wieder einmal die Geſchichte der letzten zwanzig Tage. Aber deutſche Ehre und deut⸗ ſches Land können nimmermehr den Preis einer Ver⸗ ſöhnung bilden! Frankreich muß die feierlich beſchwo⸗ renen Verträge anerkennen! Und jeder Verſuch, daran zu rütteln, auch wenn er von einem Biſchofe ausgeht, iſt eine politiſch ſtrafbare Handlung, iſt geradezu eine Anreizung zum Kriege. Zum Kriege, den wir Deutſche gewiß nicht herbeiwünſchen, den wir gerne vermeiden möͤchten, den wir aber auch nicht fürchten und den wir um jeden Preis durchfechten würden, bis zum Aufgebot des letzten Mannes, falls er uns abermals aufgedrungen würde, wie er uns 1870 aufgedrungen worden iſt. Die Wismarck-Jeier der national⸗liberalen Vereine Mannheim⸗Ludwigshaſen. II. Als Herr Prof. Oncken ſeinen Vortrag beendigt hatte, erhob ſich ein minutenlanger Beifallsſturm und der allverehrte Führer unſerer Partei, Herr Eckhard, gab den Gefühlen der Verſammlung entſprechenden Aus⸗ druck, indem er ſeine jetzt folgende von glühender Be⸗ geiſterung für Bismarck und das deutſche Reich erfällte Rede mit einer Herrn Prof. Dr. Oncken gezollten herzlichen Dankſagung begann. Sodann warf Herr Eckhard einen Blick in die Vergangenheit, indem er zum Vergleiche zwiſchen einſt und jetzt an die Zeit des Wiener Congreſſes erinnerte. Die Staatsmänner, welche damals in ſo ſchmählicher Weiſe uͤber Deutſchlands Geſtaltung beriethen, mögen wohl nicht geahnt haben, daß zu jener Zeit bereits der Mann unter den Menſchen weilte, welcher dereinſt die deutſche Kaiſerkrone aus dem Staube emporheben werde, daß ſchon damals der Feldmarſchall lebte, der Jahrzehnte ſpäter auf blutiger Wahlſtatt die Deutſchen zu glänzenden Siegen führen werde und daß jener Mann im Norden erſtehe, der die deutſchen Stämme aus ihrer kläglichen Zerriſſen⸗ heit zu machtvoller Einigkeit zuſammenſchweißen werde. Herr Eckhard zog nun einen Vergleich zwiſchen dem Bis⸗ marck jener Tage, dem Freiherr von Stein und dam erſten deutſchen Reichskanzler. Wie der Begründer der deutſchen Einigkeit ſein ganzes Leben, ſein Sinnen und Trachten in den Dienſt einer großen das Vaterland um⸗ faſſenden Idee geſtellt, wie er zu höchſter Macht empor⸗ geſtiegen von dem Amte bei ſeinen Lebzeiten ſich trennen mußte, ſo war auch Stein nach großen Erfolgen das Loos nicht erſvart geblieben, bei ernſter Schaffenskraſt dem rieſigen +5 2. Sulte. Seneral- Anzeiger. Mannheim, 1. April. Arbelts felde, das er ſich erwählt, entrückt zu werden. Wie Bismarck ſei auch dereinſt Frhr. v. Stein zum höchſten Bedauern eines großen Theils des deutſchen Volkes aus ſeinem Amt entlaſſen worden, er, deſſen weitumfaſſender Blick und nimmer raſtende unbeugſame Arbeitskraft und Vaterlandsliebe den kleinen preußiſchen Staat zur Zeit des tiefſten Niederganges aus Schmach zu Glanz und Ruhm führten. Aber auch den Frhr. v. Stein duldete es nicht in ſeiner unfreiwilligen Muße. Als ſein Vaterland vom Uebermuth des Corſen darnieder⸗ gedrückt ward, eilte er an die Oſtgrenze, von dort erließ er einen Weckruf an das deutſche Volk und trat tröſtend der königlichen Frau zur Seite, welche Napoleon ſo tief beleidigt hatte. Als dann die traurigen Tage des Wiener Congreſſes kamen, da war er auch, zwar nicht als offtzieller Vertreter ſeines Vaterlandes, dem er die größten Dienſte geleiſtet— man glaubte ſeiner entbehren zu köͤnnen— ſondern ſozuſagen als Gaſt des Czaren mit großem Eifer thätig, dem deutſchen Volke zu ſeinem Rechte zu verhelfen. Auch Stein war bereits ein Vorkämpfer der Vereinigung des deutſchen Nordens mit dem deutſchen Suͤden, für das Ganze, nicht nur für einen Theil desſelben, arbeitete er, der ſeinen Zeitgenoſſen weit voraus war und ſie alle an politiſchem Scharfblick und an Vaterlandsliebe über⸗ ragte. Seine echt deutſche Geſinnung erhellt aus einem ſeiner Briefe, aus dem der Redner nur eine, die bezeich⸗ nendſte unter vielen anderen nicht minder hervorragenden Stellen eitirte. Stein ſchrieb damals:„Ich habe nur ein Vaterland, das heißt: Deutſchland! Ich bin nur ihm und nicht einem Theile desſelben von Herzen ergeben.“ Mit Stolz nennen wir Süddeutſche den Frhrn. von Stein den Unſeren und in Naſſau war es, wo ihm 1872 zuerſt ein Denkmal geſetzt und unter Theilnahme Kaiſer Wilhelm I. enthüllt wurde; drei Jahre ſpäter trug auch Preußen ſeine Dankesſchuld dem großen Manne ab. Auch an Stein heftete ſich die Verdächtigung; wie heute der Fürſt Bismarck, ſo wurde einſt ſein großer Vorgänger von ſeinen Gegnern verläumdet, aber die Geſchichte hat dieſen Unrath hinweggeräumt, wie die Gegenwart ſich mit Abſcheu von der Hetze abwendet, die ein Theil der Preſſe gegen den Fürſten Bismarck inſzenirt.(Stürmiſcher Bei⸗ fall.) Aber wenn Stein zur Durchfuͤhrung ſeiner Pläne Bundesgenoſſen hatte, ſo mußte Bismarck ſein Werk allein aus eigener Kraft verrichten. Allerdings hatte Bismarck dann auch den Vortheil, daß, wie er frei, auf ſeine eigene Kraft geſtützt, den Krieg führte, auch den Frieden allein diktiren konnte, und nicht durch Rückſichten gebunden war, welche Stein auf ſeine alliirten Kampf⸗ nehmen mußte. So hat Bismarck dem deutſchen olke eine alte deutſche Provinz im Norden wieder zurück⸗ gegeben, ſo hat er nach der Zertrümmerung der deutſchen Vormacht Oeſterreichs, dieſe habsburgiſche Monarchie zum Bundesgenoſſen Deutſchlands gemacht, und ſchließ⸗ lich Elſaß⸗Lothringen wieder dem Reiche einverleibt Lebhafte Bravorufe). Gewiß hat auch Bismarck menſch⸗ liche Gebrechen und er, der Redner, würde es noch be⸗ greiflich finden, wenn das Ausland dieſe menſchlichen Fehler, dieſe Schatten auf einem ſo herrlichen Lichtbilde, hemängeln wollte; daß aber deutſche Blätter, in deutſcher Sprache geſchrieben, redigirt von deutſchen Maännern, ſich ſelbſt ſo erniedrigen köͤnnen, um perſönlicher Gehaͤſſigkeit willen den Schöpfer des Reiches zu verhöhnen und vor dem Auslande zu verdächtigen, das treibt jedem rechtlich Denkenden die Schamröthe in's Geſicht.(Stürmiſche Zuſtimmungskundgebungen.) Wellington, Garibaldi, Gort⸗ ſchakoff, Gambetta hatlen gewiß auch ihre menſchlichen Fehler, hat man aber je in ihrer heimiſchen Preſſe eine Berhoͤhnung derſelben erlebt, wie wir es jetzt täglich in einem Theile der deutſchen Preſſe bei der Nennung des Namens Bismarck ſehen muͤſſen.(Lebhafte Pfuirufe.) Man hat geſagt, wir wollten mit der heutigen Feier eine ſtration verbinden. Nun, wenn uns auf der einen Seſte das Vaterland, auf der anderen Bismarck entgegen⸗ treten würde, dann würden wir uns ſelbſtverſtändlich auf die Seite des Vaterlandes ſchlagen, aber vor eink ſolche Alternative ſtellt Bismarck das deutſche Volk nie und nimmermehr.(Stürmiſcher Beifall.) Wir bieten auch Niemandem Trotz, wenn wir die Dankbarkeit dieſem Forrilleton. Um das Jahr 1876 hat ſich die Berliner Geiſt⸗ als vecclenia militans“ in des Wortes verwegenſter g einen Namen gemacht. Daniel April ſchreibt an den bekannten Leonhard am e 1 18. Okiober des angegebenen Jahres über Lebensart de Berkiner Prebiger;„Wunder habe ich gebört, wie ſich unſere Pfaſfen ſchlagen, ſchelten und zanken, daß eine Schande iſt. n St. Rikolaus⸗Kirche haben ſie ſich mit Leuchtern wollen ——„Die zu St. Marien haben ſich auf dem Neuen mit Steinen geworſen, daß man ſie mit großer Mübe bat auseinanderbringen müſſen, und iſt ihnen allen nur um das leidige Geld zu thun geweſen. Das ſind ihre guten in dieſer gefährlichen Zeit der Peſt.“ Ueber das Clague⸗Unweſen in Wien macht das 2Wien. Fremdenbl“ ſolgende Angaben:„Das Soloperſonal e ſetzt ſich aus 15 Sängerinnen, 18 Sängern und Mitgliedern des Ballets zuſammen; je nach ihren Gagen zahlen dieſe 48 Mitglieder dem Claqueur monatliche Bei⸗ kräge von—50 fl. Wenn man als Durchſchnittsziffer für den Kopf 20 fl. annimmt, was der Thatſache entſprechen dürfte, ſo bezieht der Chef der Claque ein monatliches Ein⸗ kommen von 800 fl., das macht im Jahre beinahe 10,000 fl. Vor kurzer Zeit ſoll der in Rede Stehende von den kleinen Erſparniſſen ſeines Einkommens eine Beſitzung in Ungarn erworben haben. Man ſieht, das Sprüchwort:„Handwerk hat goldenen Boden“ bat auch hier ſeine Auwendung. Es iſt ein offenes Geheimniß, daß ein Sänger, der erſt vor Jahresfriſt ſich in's Privatleben zurückgezogen hat, nachdem er 84 Jahre hindurch die Zierde des Inftikuts und ein aus⸗ geſprochener Liebling des Publikums geweſen, komplett im Banne der Claque ſtand, und daß ein anſehnlicher Theil ſeiner großen Gage in ihre Hände wanderte. Für einzelne Mitglieder iſt es beinahe eine Unmöglichkeit, ſich der Claque zu entſchlagen. Es müßten alle Künſtler einmüthig zuſammen⸗ ſtehen und die Claque nicht zahlen und ſomit verabſchieden, nur dann ließe ſich das Uebel mit Erfolg bekämpfen. Mögen die erſten Kräfte der vornehmen Inſtitute den Anfang machen, uchkett — — mi Manne dewahren; ein Volk, das den Undank zur Nationaluntugend macht, gibt ſich ſelbſt auf— das weiß das deutſche Volk und deßhalb bleibt es dem Beiſpiele ſeines Kaiſers getreu, der den Fürſten Bismarck als den weiſen Steuermann des Staatsſchiffes pries und ihn bei ſeinem Scheiden mit den höchſten Ehren überhäufte, dem ehemaligen Reichskanzler immerdar dankbar.(Brauſende Beifallsrufe.) Wir wollen den Fürſten begleiten bis in ſeine ſpäteſten Tage und uns Glück wünſchen, weil er noch unter uns weilt. Die Städte Mannheim⸗Ludwigs⸗ hafen ehren heute den Fürſten Bismarck durch eine Feier, aber in noch weit höherem Maße ehren ſie ſich ſelbſt, indem ſie des Kanzlers dankbar gedenken. Ihm gelte unſer Hochruf, Fürſt Bismarck lebe hoch!— Minuten⸗ langer Jubelruf durchbrauſte den Saal, immer wieder erneuten ſich die Beifallsbezeugungen. Herr Profeſſor Mathy entwickelte hierauf in großen Zügen und in plaſtiſcher Darſtellung den Lebenslauf und das glorreiche Wirken des treuen Helfers an der Erricht⸗ ung des Reiches, des Feldmarſchalls Grafen Moltke und mit Begeiſterung ſtimmte die Verſammlung in die auf ihn ausgebrachten Hochrufe ein. Hierauf betrat Herr Dr. Ziegler⸗Ludwigshafen das Podium, um auf das Gedelhen unſeres großen ge⸗ meinſamen Vaterlandes ein Hoch auszubringen. In ſchlich⸗ ter Weiſe, aber in tief zum Herzen gehenden Worten ge⸗ dachte der Redner der großen Opfer, welche vom Volke gebracht werden mußten, um den Nationalſtaat zu be⸗ gründen; das auf den Schlachtfeldern vergoſſene Blut habe aber die Zuſammengehörigkeit der deutſchen Stämme für die Ewigkeit gekittet. Zwanzig Jahre nach der Wiederaufrichtung des Reiches ſind wir leider wieder ſoweit gekommen, daß das ſchier Unmögliche möglich wird, daß man es wagen dürfe, das Erhabenſte in den Staub zu ziehen, wie die Preßfehde gegen Bismarck lehre.(Stürmiſcher Beifall.) Man ſei wieder bei den kosmopolitiſchen Phantaſtereien angelangt, ja es ſcheine faſt, als ob man den Partei⸗ und Intereſ⸗ ſenſtandpunkt über das dem Ganzen darzubringende In⸗ tereſſe ſtelle(lebhafte Zuſtimmung) und doch ſind wir Alle berufen, mit gleicher Liebe dem Vaterlande anzu⸗ hangen. Redner wendet ſich an die im Saale anweſen⸗ den Frauen und Jungfrauen mit der Bitte, doch den patriotiſchen Sinn im trauten Heim zu foͤrdern(Beifall) und fordert die deutſchen Jungfrauen auf, keinem Manne die Hand zu reichen, beſſen deutſche vaterländiſche Geſinnung nicht unzweifelhaft ſei.(Stür⸗ miſcher Beifall.) Mit Genugthung weiſt der verehrte Redner darauf hin, daß im Saale die deutſche Fahne von den Flaggen Badens und Bayerns umgeben ſei, ſo ſchützen die Bundesſtaaten das Reich und das Reich iſt der Schützer der Bundesſtaaten— möge es immerdar ſo bleiben.(Langandauernder Beifall.) Die Ludwigshafener ſeien gern dem Rufe des Mannheimer nationalliberalen Vereins gefolgt, mit ihm gemeinſam die Bismarckfeier zu begehen, ſeien es doch Bürger zweier Schweſterſtädte, die hier zuſammenkommen, ja, faſt könnte man ſagen: Bürger einer Stadt(lebhafte Zuſtimmung). Dleſes Gefuͤhl der Zuſammengehörigkeit ſei jetzt allen deutſchen Stammen gemeinſam und in ihr offenbare ſich die Stärke und Un⸗ überwindlichkeit des deutſchen Volkes. Seiner Einigkelt, dem gemeinſamen Vaterlande gilt ſein Hoch und brauſend ertönten die Hochrufe aufs Vaterland durch den Saal.— Es ſprachen noch Herr Riffert⸗Sandhofen, der als Vertreter des dortigen nationalen Arbeitervereins kernige Worte an die Verſammlung richtete und der Hoffnung Ausdruck gab, daß es niemals dazu kommen werde, daß am deutſchen Einheitsbaum die Wurzeln nach oben und die Krone ins Erdreich kommen werde(Beifall). Herr Thorbecke dankte in lebhaften Worten Herrn Prof. Oncken für ſeinen herrlichen Vortrag und begeiſtert ſtimmte die Verſammlung in das auf Herrn Prof. Oncken ausgebrachte Hoch ein. Dieſer dankte be⸗ wegt, und verſicherte, noch nie einer ſo erhebenden Feier, welche ſich durch Vornehmheit und Würde auszeichne, bei⸗ gewohnt zu haben. Pietätvoll gedachte er des großen Jugend⸗ bildners Ludwig Häußer, der auch in Mannheim gelehrt und ſo ſehr zur Kräftigung des nationalen Bewußtſeins die Claque ſich atefundden ſie werden ſhre Künſtlerwürde wahren und obendrein Geld ſparen.“ — Advokatenſchlauheit. Der bekannte Spitzbubenver⸗ theidiger Lachaud bemerkte einſt in einer ſchwierigen Sache, daß unter den Geſchworenen einer von beſonders unnach⸗ giebiger und trotziger Natur wrr; die ſcharffinnigſten Argu⸗ mente, das glänzendſte, oratoriſche Feuerwerk entlockten ihm nur ein gleichailtiges Achſelzucken oder ein mißbilligend höhniſches Lächeln. Indeſſen Lachaud verzagte nicht; er plaidirte weiter und endlich war ſein Augenblick gekommen: ein vorwitziger exſah ſich die Glatze des hart⸗ näckigen Geſchworenen als 1 18 und genirte den guten Mann nicht wenig. Plötzlich unterbrach Lachaud ſein Plai⸗ doyer und wandte ſich an den Vorfitzenden des Gerichtshofs mit den Worten:„Ich bitte den Herrn Präſidenten, anord⸗ nen zu wollen, daß der Vorhang an dem Fenſter dort herun⸗ tergelaſſen wird, die Sonne wird einem der Herren Ge⸗ ſchworenen läſtig“ Mit dieſer Aufmerkſamkeit halte Lachaud ſeinen einzigen Gegner gewonnen und die Sache ſeines Spitz⸗ buben ſiegreich durchgefochten. — Unter dem Titel„Alte Bekaunte in neuen Kör⸗ pern“ veröffentlicht in der Univerſal Repiew der Profeſſor der Philoſophie an der Orforder Univerſität, Buttler, einen Aufſatz, in welchem ex die Beobachtungen wiedergibt, die er allen Ernſtes über die„Rückkehr der Phyſiognomien“ ge⸗ macht haben will. Auf einer italieniſchen Reiſe, ſo führte der Profeſſor an, habe er im Eiſenbahwagen neben einem Herrn geſeſſen, der das Geſicht von Franz., König von Frankreich, gezeigt. Vom Maler Tizian hätte er ſich in Vicenza ein Paar Schuhe machen laſſen und in Modena habe Naphael ihn raſirt. Deſſen Geliebte, die Fornarina, hätte als Kellnerin in einer Schankwirthſchaft in Kanada ihm einen Whisky kredenzt. Der berühmte Darwin war das getreue Abbild des Papſtes Julius II. Goethe hätte ihm als Brieſträger in London ſeine Briefe überbracht. Michel Angelo hat der Profeſſor an Bord des Schiffes in der Perſon eines Eng⸗ länders wiedergefunden, von dem er ſich Feuer für eine Zigarre erbat. Dante begegnete ihm als Aufwärter in Briſago, am Geſtade des Lago Maggiora. Dieſer Aufwärter war ein Philoſoph, deſſen Syſtem in dem Satze gipfelte;! 95———— 18 auf Generationen beigetragen hat. Nicht das lockenum⸗ wallte Haupt ſei allein ein Zeichen der Jugend, auch wenn das Haar gebleicht iſt, kann noch im Herzen jugend⸗ liches Feuer, im Kopfe jugendlicher Sinn heriſchen. Der deutſchen Jugend und insbeſondere der Jugend der Schweſterſtädte Mannheim⸗Ludwigshafen galt ſein Hoch, das ſtürmiſche Zuſtimmung fand. Es wurde noch ein Hoch auf die anweſenden Gäſte aus Ludwigshafen aus⸗ gebracht und dem Wunſche nach öfteren gemeinſamen Zuſammenkünften Ausdruck gegeben. Noch lange ſaßen die Feſttheilnehmer in angeregter Unterhaltung bei den Klängen der von der Grenadierkapelle geſpielten Weiſen zuſammen und als man ſich in früher Morgenſtunde trennte, da waltete allgemein die Ueberzeugung vor, daß die Bismarckfeier ein patriotiſches Bedürfniß erfüllt hat. Aus Stadt und Jand. *Maunbeim, 1. April 1891 Hofbericht. Geſtern Vormittag empfing der Groß⸗ huelbe den Geheimerath Dr. Nokk zum Ran Darnach mel 10 der Flügeladjutant Oberſtlieutant Müller nach ſeiner Rückkehr von der Beiſetzungsfeier des verſtorbenen Oberſchloßhauptmanns Freiherrn Ferdinand Röder von Diersburg, welcher Feier 125 im Auftrag des Großher⸗ zogs als Kommiſſär beigewohnt hatte. Hierauf nahm ber Großherzog die Meldung von Offizieren entgegen. Nach 2 Uhr fur der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin nach Frankfurt a. M. abgereiſt. Der Erbgroßherzog kehrte von dort Abends nach Berlin zurück, während die Erbgroßberzogin ba mit ihren Eltern zuſammentrifft und ſich mit den⸗ ſelben zu längerem Aufenthalt nach Königſtein begibt. Ernennungen. Der Großherzog hat dem Profeſſor Dr. Otto Warth an der Techniſchen Hochſchule in Karls⸗ ruße die Stelle eines außerordentlichen Mitgliedes der Bau⸗ direktion übertragen und den Poſtpraktikanten Julius Kipphan von Heidelberg zum Poſtſekretär ernannt. Neuer Helm. Vom Kaiſer iſt eine neue Helmprobe ſanktionirt worden. Dieſelbe unterſcheidet ſich von der letzten Probe durch die wieder eingeführte Schiene und Vorderſchirme, durch feſtere Roſetten an den Seiten an Stelle der ſeitherigen mit Haken verſehenen und durch andere Schuppenketten. Die⸗ ſelben beſtehen in einem bequem zu verlängernden Riemen mit zwei Meſſingſchienen. Waaren⸗Ein, und Ausfuhr in das und aus dem Allgemeinen Wieſtzen k. Pherkech ſch uneer im Jahre 1889. Seſtens des hieſigen k. k. öſterreichiſch⸗ungariſchen Konſulats erhielt die Handelskammer eine Statiſtik Uber die Waarenein⸗ und ⸗Ausfuhr Oeſterreich-Ungarns in 1889. Die betreffenden Hefte liegen auf dem Bureau der Handelskammer zur Einſicht der Intereſſenten auf. Die Reviſion des iabnile en edakteurs Avolf Geck vom„Bolksfreund“ gegen das ſchwurgericht⸗ liche Urtheil wegen Bergehen gegen g 131 des.⸗St.⸗G.⸗B. begangen durch Aufnapme des Arkitkels„Fliegen und Spinnen“ — Gecl wurde zu 9 Monaten Gefängneß verurtheilt— wurde vom Reichsgericht anerkannt und der Aeadet zur nochmaligen Verhandlung an das Schwurgericht zrückverwieſen. Konkurſe in Gaden. Konſtanz. Ueber daß Ver⸗ mßgen der Wittwe des Buchbinders Auguſt Mayer, gzathe eborene Gauggel; Konkursverwalter Geſchäftsagent Shild⸗ necht in Konſtanz. 15 der angemeldeten Konkurs⸗ forderungen, Samſtag, 2. Mal. Wöchnerinnenaſyl. Im erſten Quartal dieſes Jahres fanden 62 Frauen Aufnahme und Hülfe in der Anſtalt. 10 Ue wie in den letzten Jahren waren auch in dieſer Zeit die Geſundheitsverhältniſſe die denkbar beſten. Unter einer fortlaufenden Reihe von über 550 Geburten kam überhaupt kein Todesfall und kein Wda einer ernſten Wochenbetter⸗ krankung vor, ſämmtliche Wöchnerinnen verließen geſund die Anſtalt. Die zunehmende Frequenz zeigt, daß die minder bemittelten Frauen unſerer Stadt mehr und mehr den unbe⸗ dingten geſundheitlichen Schutz zu würdigen wiſſen, den die Anſtalt durch die Schulung ihees Perſonals und ihre Ein⸗ richtungen ihnen bietet. Auch die Nachfrage nach Wärterin⸗ nen für Privatwochenbettpflege iſt in ſteter Zunahme, ſo daß neuerdings die Anzahl derſelben permehrt werden mußte. Einen ganz auſtändigen Schueefall hat uns die vergangene Nacht gebracht, an faſt während des ganzen geſtrigen Tages ein ſtarkes Schneetreiben geherrſcht. Daß am Morgen des 1. April die Dächer der Häuſer ſich den vom Schlafe erwachenden Menſchen in einem welßen Gewande zeigen, gehört gewiß zu den Seltenheiten. Das Thermometer eigte beute früh nicht weniger als 3 Grad Kälte. Das wird 11 jedem 15 ſchöner! Der geſtern zu Ende gegangene ärz hat 75 höchſt wetterwendiſcher Monat bewieſen: Anfang und Mitte des Monats erſchienen annehmbar, in letzter Hälfte dagegen war er mehr als fragwürdig, der 100jährige Kalender, der eine rauhe Witterung für dieſes Monats Ende e hat bis in die letzten Tage Recht behalten. Geſangsſtändchen. Die hieſige„Liedertafel“ brachte am Samſtag Abend ihrem beliebten activen Mitgliede, Herrn „Alles was wahr, iſt Ede. it all geſſor war Dante jedoch am Ende, als der Profeſſor ihm ſagte: Sehr aut, Dante! Dann iſt die Naſe jener Frau dort auch 1 denn ſie iſt vorhanden, alſo wahr!“ Der Aufwärter chwieg verwirrt und hat vielleicht bei ſeinem Freunde Vir⸗ gil, der merkwürdigerweiſe auch in 11 o lebte, ſich Raths geholt, wie er nun weiter ſein philoſophiſches Gebäude auf⸗ recht erhalten könne. Dante's Beatrice bediente den Profeſſor in einem Gaſthof der deutſchen Schweiz. Sie war ein hübſches, liebliches Mädchen und ſehr empfänglich für Muſik, ihr zur Liebe ſpielte der Gelehrte, wie er ſelbſt erzählt, auf dem Piano ſeine ſchönſten Sachen. — Unglaublich! Vor Kurzem fand im Kreisgericht zu Minsk die Verurtheilung eines Ehepaars Schliom und Riwkg Schulkin ſtatt, deren Verbrechen die bekannten ſenſa⸗ tionellen Miſſethaten der Warſchauer Engelmacherin Skub⸗ linsky noch übertrafen. Dieſes ſaubere Ehepaar beſchäftigte ſich damit den Frauen, welche ihre Kinder los ſein wollten. ihren Beiſtand zu leihen. Sie überna men es für 25 bis 30 ubel, neugeborene Kinder dem Hungertode preiszugeben, indem ſie denſelben anſtatt Nahrung nur Zuckerwaſſet reich⸗ ten. Das Gericht konſtatirte, daß dieſe Scheuſale ausdrück⸗ lich beauftragt wurden, die Kinder umzubringen; man hielt es alſo nicht einmal für nothwendig, die Mordthaten irgend wie zu verſchleiern. Starben dann die Kinder, ſo wurden ſie in der Nacht auf den Friedhof gebracht und dort unbe⸗ kleidet und ohne Sarg in ein Loch verſcharrt. Der Unter⸗ ſuchungsrichter ließ einige Leichen ausgraben, und die medi⸗ ziniſche Expertiſe beſtätigte den Hungertod. Es wurde auch eine Frau ausfindig gemacht, wo die Schulkins ein Mädchen, welches bereits einige Jahre ait war, in's Jenſets beförder⸗ ten. Dieſes Kind war kränklich, und die Eltern wollten es gerne los werden: ſie übergaden es den Schulkins und dieſe, um ſich ſeiner möglichſt ſchnell zu entledigen, ſteckten es lebendig in ein Eisloch. Erſt im Frühjahr. nachdem der 855 ſeine Eisdecke abgeworfen hatte, kam die Leiche zum orſchein. Beide Eheleute wurden zum Verluſte ihrer bür⸗ gerlichen Rechte und zur Zwangsarbeit in Sibirien verur⸗ theilt, der Mann auf 12 und das Weid auf 15 Jahtre. N 2—— 95 Mannheim, 1. April. General⸗Anzeiger. 3. Sette. Profeſſor W. Metzger, der in den nächſten Tagen nach Ladenburg überſiedelt, um die ihm übertragene Direkforſtelle an der dortigen Realſchule anzutreten ein Ständchen als Ausdruck des Dankes, den ihm die„Liedertafel“ für viele genußreiche und frohe Stunden, die er den Mitgliedern be⸗ reitete, ſchuldete. Dem ſcheidenden Freunde, der übrigens nach wie vor actives Mitglied der„Liedertafel“ zu bleiben verſprach, wünſchen wir auch an dieſer Stelle zu ſeinem neuen Wirkungskreiſe alles Glück. * Der Belveiped⸗Club Mannheim hielt am ver⸗ gangenen Mittwoch in ſeinem Lokal„Zum alten Reichs⸗ kanzler“ ſeine ordentliche Generalverſammlung ab, welche ſehr zahlreich beſucht war. Aus dem Geſchäfts⸗ bericht iſt zu entnehmen, daß ſich die Verhältniſſe des Clubs in jeder Art bedeutend gebeſſert haben. Die eitgliederzahl iſt nicht unweſentlich geſtiegen und ſind hauptſächlich die Caſſenverhältniſſe ſehr günſtige zu nennen. Die Vorſtands⸗ wahl ergab in geheimer Abſtimmung die einſtimmige Wieder⸗ wahl der Herren Hans Eichelsdörfer I. Vorſitzender, Hugo Lehmann, II. Franz Eyer, Schrift⸗ füsrer, Ph. Schifferdecker, Caſſier, Jean Laux, I. Fahrwart, C. Schneider, II. Fahrwart. Der Velo⸗ ciped⸗Club peranſtaltet auch dieſes Jahr zwei große Rennen und findet das Frühjahrsrennen am 10. Mai,⸗ das Spätjahrsrennen am 6. Septetber ſtatt. *Herr Stadtverordneten Vorſtand Hausmaunn hat ſich aus Geſundheitsrückſichten veranlaßt geſehen, ſein Mandat niederzulegen. In allen Kreiſen der Bürgerſchaft, wo ſich Herr Hausmann Dauk ſeiner ſeit vielen Jahren der Stadt gewidmeten treuen Dienſte der größten Werthſchätzung erfreut, wird man nur mit Bedauern von dieſem Rücktritts⸗ entſchluß Kenntniß nehmen. Herr Hausmann, der ſchon in den fünfziger und ſechsziger Jahren dem Bürgerausſchuß an⸗ gehörte, ſpäter jahrelang als Stadtrath wirkte und ſeit 1884 im Stadtverordnetenvorſtand ſitzt, hat während dieſer langen Reihe von Jahren ſtets in uneigennütziger, von echtem Bür⸗ gerfinn erfüllter Arbeit für das Gedeihen und Wachſen un⸗ ſerer Stadt gewirkt und es bleibt ſeiner öffentlichen Thätig⸗ keit die dankbarſte Anerkennung ſeiner Mitbürger, deren er ſich noch viele Jahre in vollſter Rüftigkeit erfreuen möge, geſichert. Infolge notbwendiger Reparaturen in den hie⸗ ſigen Volksſchulturnhallen hat ſich der hieſige Turnverein ge⸗ nöthigt geſehen, den Saal des„Grünen Hanſes“ zu Turn⸗ zwecken bis auf Weiteres zu miethen. Die erſte Uebung da⸗ ſelbſt findet bereits heute Abend ſtatt, da der Turverein am Samſtag, 18. April im Saalbau eine große turneriſche Auf⸗ führung zu veranſtalten gedenkt und zu dieſem Behufe die Einſtudirung der Uebungen und turneriſchen Vorführungen vornehmen muß Muthmaßliches Wetter am Donnerſtag, den 2. April. Der Hochdruck aus dem atlantiſchen Ocean hat bereits die franzöfiſch⸗deutſche Grenze überſchritten und den Kern des jüngſten Luftwirbels in nordöſtlicher Richtung bis nach dem finniſchen Meerbuſen verdrängt. Von langer Dauer wird frei⸗ lich auch dieſer Hochdruck nicht ſein, ſondern bald wieder von einem Zuftwirbel aus Nordweſten abgelöſt. Doch iſt für Donnerſtag und ebenſo für Freitag trockenes und mehrfach heiteres Wetter, bei tagsüber etwas gelinderer Temperatur, der Wirkung der Sonnenſtrahlen, in Ausſicht zu nehmen. Meteorologiſche Beobachtungen der Station Mann ⸗ heim vom 1. April Morgens 7 Uhr. „ Therm rbebrichtun 8 2˙ veratur beß verg. Tages ſtand in Celſius u in mm Troden Feucht Stärke Maximum Minimum N88.1.1—.f S N 77— ⁰ 0 Mindſtille; 1: ſchwacher Suſftzug; 2: etwas ſtärker zt.; 5 Sturm: 10: Orkan. Morgens ſtarker Nebel und Duft. Aus dem Grsfherisgthum. Heidelberg, 31. März. Hier ſtarb am Samſtag der Amtsvorſtand Geb. Regierungsrath von Scherer. leber ſeinen Lebenslauf berichtet die„Heidda. Ztg.“: Otto von Scherer iſt 1826 in Offenburg geboren, wuͤrde 1850 Rechts⸗ praktikant, 1854 Referendär, 1859 Amtsrichter in Salem, 1860 Amtmann und Amtsvorſtand in St. Bluſien, 1864 Oberamtmann in Ueberlingen, 1874 Stadtdirektor in Pforz⸗ heim und 1878 Stadtdirektor in Heidelberg, in welcher Eigenſchaft er 1887 den Charakter als Geb. Regierungsrath erbielt. Im Jahre 1875 wurde ihm das Ritterkreuz erſter Klaſſe des Ordens vom Zähringer Löwen, im Jahre 1886 das Eichenlaub zu dieſer Ordensauszeichnung verliehen. Außerdem beſaß er den Preußiſchen Rotben Adler⸗Orden 3. Klaſſe, den kak, öſterreich. Orden der eiſernen Krone 3. Klaſſe und das Ritterkreuz des Könial. Sächſiſchen AlbrechtOrdens. Aus⸗ geſtattet mit reichen Kenntniſſen und Erfahrungen, in beſter Manneskraft ſtebend, hat er ſ. ZSt. die Verwaltung des Amtsbezirks Heidelberg übernommen und dieſelbe dreisehn Jabre hindurch mit einer Treue, Hingebung und Umſſcht gefübrt daß ihm Gemeindebebörden wie Bevölkerung in Die Weltmüden. Roman von Alfred Stelzuer. Nachbruck verbsten. Höchſte und nleberſte Tem⸗ 28(Fortſetzung.) Dasg Blnt ſtieg ihm zu Kopfe, als er ſich dieſer„ver⸗ rückten Idee,— wie er vor ſich hinmurmekte— eingehender bingab. Er richtete ſich hoch auf und ſeine Blicke ſchweiften ungeduldig über den aufs behaglichſte mit kunſtreich gefchnitzten Möbeln ausgeſtatteten Raum zu den Vorhängen, hinter denen es ſich zu regen begann. Die Hausberrin erſchien im Rahmen der Thüre. Wie eine nach Erlöſung ſchmachtende Sphinx hielt ſie den traumhaft verſchleierten, liebesſiechen Blick verheißend auf den Grafen gerichtet, und mit einem verführeriſchen Lächeln, für deſſen pikanten Reiz frühere Verehrer ſich dem Böſen verſchrieben hätten, wenn ſie es verlangt, ſtreckte ſie ihm die Hand zum Gruße entgegen, indem ſie zugleich in ihr zurückwich, wie um Tranenſels zum Eintreten zu nöthigen. Schon dieſer Empfang ließ unzweifelhaft durchblicken, daß die unternehmungsluſtige Dame ihren beiden Wittwen⸗ ———8 keine weitere Bedeutung beizulegen geſonnen ſein mußte. Sie ſchien wieder bei beſter Laune. Die verhängnißvolle Unterredung mit Herrn von Matu⸗ ſchek hatte ſie zwar vorübergehend aller Faſſung beraubt, nicht aber vermocht, ſie irre zu machen an ſich ſelbſt und„empfind⸗ ſame“ Regungen feſtzuhalten, denen ſie überhaupt aus dem Wege ging,— am wenigſten aber vermocht, ſie übertaupt aus einer Bahn zu werfen, die ſie bisher mit eben ſo viel Glück wie Beharrlichkeit verfolgte. Und nur der Erfolg war ja für ſie zeitlebens maßgebend geweſen und wenn der Weg dahin auch über noch ſo bedenkliche Untiefen und Abgründe führte. Aus gelegentlichen Geſprächen mit Elinda, die von Diebe und Annareichkeit ergeben waren und die Kunde von ſeinem Hinſcheiden in Stadt und Land die aufrichtigſte Theilnahme hervorrufen wird. Er war ein ausgezeichneter, von allen büreaukratiſchen Anwandlungen freier Verwaltungs⸗ beamter, ein Mann, der, bei aller Energie, im geeigneten Augenblick ab⸗ und zugegeben, ſowie zu vermitteln verſtand, mild in der Form, aber beharrlich in der Verfolgung der Dabe die er in ſachlicher Hinſicht als richtig erkannt hatte. abei er war eine durchaus offene, gerade u von Wohlwollen gegen Jedermann erfüllte Natur, eine liebenswürdige Per⸗ ſönlichkeit, welcher Alle mit Vertrauen entgegenkamen, ein hochbegabter Redner, der namentlich bei patriotiſchen Feſten durch die Gewalt ſeiner von Herzen kommenden, ungekünſtelten Sprache die Zuhörer hinzureißen wußte ein guter Deutſcher und in politiſchen Dingen ein liberal denkender, überzeugungs⸗ treuer und zuverläſſiger Mann. Heidelberg, 31. März. In vergangener Nacht hat ein in der Heugaſſe wohnender, etwa 24 Jahre alter Schnei⸗ dergeſelle ſeinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Neckargemünd, 29. März. Geſtern Abend zwiſchen 7und 8 Uhr ertrank der 16 alte A e Schmitt, Sohn des hieſigen Waldhüters Schmitt, im Neckar bei der Ziegelhütte. Derſelbe wollte von einem Schiff zum andern ſchreiten, muß aber ausgeglitten ſein und fiel ſo zwiſchen beiden Schiffen in's Waſſer. Obgleich Hilfe an Ort und Stelle war, ſo war Rettung doch unmöglich, da ſich der Un⸗ glückliche unter den vom Schleppdampfer mitgeführten Schiffen befand. Die Leiche wurde erſt heute Morgen aufgefunden. — Eſchelbach Amt Sinsheim, 30. März. Heute Vor⸗ mittag während des Gottesdienſtes, bei ſtarkem Schneeſturm, ſchlug der Blitz in die hieſige Kirche ein, jedoch ohne zu zünden. Ein junger Mann von hier, der ſich unter den An⸗ dächtigen befand, wurde vom Blitzſtrahl leicht geſtreift und kam mit verſengtem Haar und Ohrläppchen davon. OKarlsruhe, 31. März. Der Brandfall in der Seminarſtraße iſt immer noch der Gegenſtand des Tagesge⸗ ſpräches.„Hätten wir doch wenigſtens eine Einrichtung wie Mannheim', hörte ich ſagen(Feuermeldeweſen. D. R. d..); dann wäre der Alarm raſcher durch die ganze Stadt bei den Feuerwehrleuten gebört worden, ohne daß die Bürgerſchaft zu ſehr in Aufregung geſetzt 11 90 9 wäre, (eben daß die Bürgerſchaft zu wenig von dem Alarm gehört, war übrigens, wie ich Sie verfichern kann, vielfach die Klage gerade bei dem jetzt in Rede ſtehenden Brande.) Darüber, daß der Zuſtand, wie er heute beſteht, nicht fortbeſtehen kann, h rrſcht faſt nur eine Stimme, die auch von Feuer⸗ wehrleuten unterſtützt wird. Hoffen wir, daß der Verluſt der beiden Menſchenleben wenigſtens in der Richtung für die Stadt von Nutzen ſein möge, daß alles aufgeboten wird, um künftig gleich beim erſten Signal eine marſchbereite Abtheil⸗ ung zur Verfügung zu haben. Entweder eine Berufsfeuer⸗ oder doch wenigſtens eine ſtark beſetzte Feuerwehr! Die Leiche der zweiten Dienſtmagd wurde heute Vormittag unter dem Schutt auf dem Dachraum hervorgeholt. Karlsrube, 31. März. Unſern Kammerſänger Ober⸗ länder, den hervorragenden Wagnerſänger, hat ein ſchweres FJamilienunalück betroffen indem ihm ſeine Gattin, die Mutter eines erſt vor wenigen Wochen geborenen Mädchens, durch einen Herzſchlag jäh entriſſen wurde. * Jöhlingen, 31. März. Geſtern Morgen(Oſtermontag) entgleiſte bei der Einfahrt in die hieſige Station der um /10 Uhr fällige, von Bretten kommende Perſonenzug. Der Heizer wurde erheblich verletzt, während das übrige Perſonal ſowie die Reiſenden, ſoviel uns bis jetzt hekannt, mit dem Schrecken davon kamen. Daß der Unfall keine größeren Folgen hatte, iſt lediglich der raſchen Wirkung der Luftbremſe, welche ſämmt⸗ liche Wagen ſofort bremſte, zuzuſchreiben. Der Verkehr war bis gegen Abend geſperrt und mußten die Reiſenden an der Unfallſtelle umſteigen. 85 Pforzheim, 1. April. Bezüglich des ſchon gemeldeten Brandes des hieſigen Rathbauſes iſt noch mitzutheilen, daß dem Feuer der Dachſtuhl und das obere Stockwerk zum Opfer fielen. In 175 ſtarken Nordweſtwindes ergoß ſch über die öſtlich und ſüdöſtlich vom Ratbhaus gelegenen Gebäude ein beftiger Funkenregen, ſo daß eine weitere Ausbreitung des Feuers befürchtet werden mußte. Thatſächlich brach auch in dem Hauſe des Herrn Brenner Feuer aus, das aber, ſofort entdeckt, im Entſtehen erſtickt werden konnte; auch einige wei⸗ ter öſtlich gelegenen Häuſer waren durch die niederpraſſelnden Funken bedroht. Das Feuer im Rathhaus ſcheint im Thürm⸗ chen bei der Uhr entſtanden zu ſein, von wo es ſich raſch nach Oſten hin fortpflanzte. Die Bewohner konnten ſich glücklicherweiſe retten. Die wichtigen Akten konnten in Sicherheit gebracht werden; auch die Stadtkaſſe blieb unverſehrt. Doch wurde das Rathhaus durch Jeuer und Waſſer ſo ſtark beſchädigt, daß es ſich fragen wird, ob nicht das ganze in den Jahren 1700— 1701 er⸗ baute Gebäude, das ja ohnehin den heutigen Bedürfniſſen der Stadt nicht mehr genügte, abgetragen werden muß, um für einen Neubau Plaß zu gewinnen.— Die auf geſtern ge⸗ plante Bismarckfeier iſt wegen des Brandunglückes abgeſagt worden. Die ſtädtiſchen Bureaus wurden in das Schulge⸗ bäude auf dem Schulplatz verlegt, während für die Schul⸗ klaſſen anderweitig Raum chafft werden muß. Einen ſchauerlichen Anblick gewährte es, als der Rathhausthurm in ich zuſammenſtürzte. Bei den Rettungsarbeiten wurde der lechnermeiſter Enecht von einem einſfürzenden Kamine ge⸗ Trauenfels Mutter aus alter Anhänglichkeit oder im Hinblick auf ihren verwittweten Sohn, vielleicht auch aus weniger ideaten Gründen Jahr für Inhr zum Geburtstage ein längeres Glückwunſchſchreiben zu erhalten pflegte, feitdem ſie als Frau von Bruck⸗Wildenhayn die den Trauenfels'ſchen benachbarten väterlichen Güter berlaſſen, war Gräfin Barbara über die derzeitigen Familienverhältniſſe derer von Trauenfels leidlich unterrichtet, und ſie hatte Elinda's Ueberſiedelung in die Villa Beata wahrgenommen, um kürzlich auch in deren Namen eine Einladung an die alte Dame und ihren Herrn Sohn—5 Berlin ergehen zu laſſen, in der ſie ihr Haus für einen längeren Aufenthalt auf das gaſtfreieſte zur Verfſigung ſtellte. Dieſer Einladung aber—,da die Mutter aus Gefundheitsrückfichten an der eſchwerlichen Reiſe behindert geweſen— nur Graf Trauenfels allein entſprochen und Bräfin Barbara hatte es ſich durchaus nicht nehmen laſſen, ſür ihn in einem der erſten Gaſthöfe des Ortes, in dem am Strande prachtvoll gelegenen„Kafino“ auf ihre Koſten Quartier zu beſtellen. Daß fie in Elinda aber eine Nebenbublerin am aller⸗ weniaſten zu fürchten hätte, war ihr aus zarten und unauf⸗ fälligen e der Argloſen ein Leichtes geweſen zu ermitteln, ſodaß ſie von dieſer Seite vollſtändig beruhigt war, obgleich ſie noch nicht einmal wußte, daß die Beziehungen zwiſchen Elinda und dem Grafen bereits endgültig geregelt worden. Haſtig war ſie aufgefahren, als Trauenfels ihr ſoeben angemeldet wurde, hatte einen Haufen Papiere, in denen ſie vertieft geweſen, in 171 Schreibtiſch verſchloſſen, den Grafen warten heißen, und ſich in ihr Schlafgemach begeben, indem e ihrer Zofe befahl, die Vorhänge im Empfangszimmer erunter zu laſſen ſowie eine Anzahl bis in's kleinſte fix und fertig koſtümirter ſehr, drollig dreinſchauender Modepuppen von etwa Fußeslänge, die ihr ein bekanntes Pariſer Konfek⸗ tionsgeſchäft als„Muſter“ eingeſandt, beiſeite zu ſchaffen. bab Sie mochte Trauenfels zu einer anderen Stunde erwartet 0 en. Sie trat vor den Spiegel, ordnete ihr Haar und wehte ſich mit einem duftigen Schwanenpelz über die Wangen, troffen und erlitt derſelde Verletzungen im Genick und am nterleib. 5 Pforzheim, 30. März. Am Oſterſonntag, Morgens 11 Uhr erſchoß ſich hier in ſeinem Keller der hieſige Bijou⸗ teriefabrikant R. K. Das Motiv zu der unglückſeligen Tpat kann man ſich gar nicht denken, da K. in den glänzendſten Vermögensverhältniſſen ſich befand.., der Vater von 6 Kindern iſt, ſoll ſchon ſeit langer Zeit an andauerndem Kopf⸗ weh gelitten haben. 5 Weiler im Kinzigthal, 30. März. Geſtern machte der hieſige 75 Jahre alte Gemeinderechner Schmied ſeinem Leben durch Erhängen ein Ende. Was den braven, geachteten Mann zu dem traurigen Schritt veranlaßt Zel iſt nicht bekannt. Seine Umgebung will in letzter Zeit Spuren geiſtiger Trübung wahrgenommen haben. Pfälziſch⸗Heſliſche Nachrichten. Ludwigshafen, 1. April. An der heute Abend in Neuſtadt 3/, ſtattfindenden, vom dortigen nationalliberalen Verein veranſtalteten Bis marckfeier nebhmen von unſerer Stadt ca. 60 Parteifreunde Theil. Um länger in Neuſtadt verweilen zu können, werden dieſelben die Rückfahrt nach Ludwigshafen mittels Extrazuges antreten. Als Redner bei dieſer Bismarckfeier ſind in Ausſicht genommen die Herren Dr. Bürklin, Dr. Hecht⸗Ludwigshafen und Anwalt Bangratz⸗Landau. LSchifferſtadt, 30. März. Der ſiebente Brandfall innerhalb eines halben Jahres und wieder in der großen Sandgaſſe dahier, ereignete ſich von geſtern auf heute. Wohnhaus und Scheune des Ackerers Jakob Romeis wurden ein Raub des verbeerenden Elementes. Brandſtif⸗ tung liegt ſicher vor. Der Beſchädigte hatte ſeine Habe nur gering verſichert. Gerichtszeitung. Maunheim, 31. März.(Strafkammer II.) Vor⸗ ſitzender: Herr Landgerichts⸗Direktor Dr. Tadenbach. Vertreter der Großh. Staatsbehörde: Herr Staatsanwalt Mübling. 1) Wegen Beſchädigung einer Urkunde(Vergehen 84 75 8 274, Ziffer 1 des R⸗St.⸗G.⸗B) hat ſich heute der 47 Jahre alte Kaufmann Jacob Friedrich Scola von Ladenburg zu veran worten. Die Sache iſt vor einiger Zeit bereits im Annoncentheile hieſiger Zeitungen von den feindlichen Par⸗ teien zu öffentlicher Kenntniß gebracht worden, Die heutige Verhandlung ergab Folgendes: Am 13. Juli 1889 ſchloß Profeſſor a. D. Dr. Hermann Sevin, z. Zt. in Ueberlingen, auf der Kanzlei des Rechtsanwaltes Jaas in Mannveim mit der Ehefrau des Kaufmannes Jacob Friedrich Scola von Ladenburg einen Kauf⸗ und Darlehens⸗Vertrag ab, wobei der Ehemann Scola, der jetzige Angeſchuldigte mitwirkte. Nach dieſem Vertrage übernabmen die Eheleute Scola u. A. für den Preis von circa 13,000 M. von Prof. Sevin ein dieſem bisher gehöriges, am Bodenſee gelegenes Grundſtück. Bei Beſitznahme desſelben war Scola nicht zufriedengeſtellt, da er meinte, daß ihm noch Liegenſchaften vorenthalten wurden. Zur Ausgleichung dieſer Differenzen begab ſich nun am 2. Nov. 1889 Dr. Sevin in die Behauſung des Angeſchuldigten nach Ladenburg, um die Unterſchrift der Eheleute Scolas unter eine neue Vertragsurkunde zu bewirken, worin die Ehefrau Scola unter Ermächtigung ihres Ehbe⸗ mannes anerkannte, daß Dr. Sevin ſeinen Verpflich⸗ tungen gegenüber den Eheleuten Scola voll⸗ ſtändig nachgekommen ſei. Die letzteren unterſchrieden da auch Beide die betr. Urkunde und händigten dieſelbe dem Dr. Sevin aus; ſofort darauf forderte Scolg jedoch das Schriſt⸗ ſtück zurück, um von dieſem, wie Dr. Sevin eidlich ausſagt, nur eine Abſchrift anfertigen zu laſſen, während Scola be⸗ hauptet, er habe den neuen Vertrag nochmals prüfen wollen. Allerdings gibt auch Dr. Sevin zu, daß er ſich bereit erklärt habe, etwa unrichtige Angaben im Vertrag noch einer Kor⸗ rektur zu unterziehen. Als nun Dr. Sevin die Vertrags⸗ urkunde nach zwei Tagen nicht zurückerhielt, ſchrieb er an Scola einen Brief, nach welchem er ein dem letzteren ver⸗ ſprochenes Darlehen nicht eher verabfolgen wollte, bevor er nicht die Vertragsurkunde zurückerhalten. Inzwiſchen hatte Scola dieſe Urkunde durch Abreißen der Unterſchriften werth⸗ los zu machen geſucht, wozu er ſich durch einen Vorbehalt bei der Vertragsübergabe für berechtigt gehalten haben will, da er überhaupt das Schriftſtück nur als einen Entwurf betrachtet habe. Herr Staatsanwalt M 274 8f hält jedoch das Vergehen des Angeklagten gegen§ 274 Ziff. 1 in jeder Beziehung für erwieſen, während Rechtsanwalt Faas, der für die Freiſprechung des Angeklagten ſpricht, beſonders be⸗ tont, daß im Vertrage thatſächlich noch Manches einer Prüfung unterzogen werden mußte und deßhalb ein Vorbehalt von Seiten Scola's vor Aushändigung des Vertrages wohl anzunehmen ſei. Der Gerichts⸗ hof erkennt im Sinne der Staatsanwaltſchaft und verurtheilt den Angeklagten Scola zu einer Gefängnißſtrafe von 3 Wochen. Noch ſei erwähnt, daß Scola, der ſich durch den Vertrag mit. Dr. Sevin für ſchwer geſchädigt bält, gegen letzteren Klgge wegen Wuchers erhoben hat.— 2) Der 15 Jahre alte Schloſ⸗ ſerlehrling Karl Friedrich Krämer von Gerlachsheim iſt ge⸗ ſtändig, im December v. J. in H 9, 14 hier aus dem Keller eines Taglöhners ½ Centner Kohlen entwendet zu haben. Unter Annahme des Strafmilderungsgrundes der Jugend wird Krämer deßhalb heute zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt. ſodaß— da die ſeltſame Frau ſich zugleich engelbaft, gleich⸗ am überirdiſch anlächelte— es faſt ausſah, als ob ein oͤlkchen eine Weile mit einem Himmelskörper Verſteck ſpielte Zuletzt neſtelte ſie an ihrem Kleide, entblößte einen wunderbar geformten Oberarm, der nur eigenthümlich punktirt ausſab, und es war jetzt, als ob ſie mit der Spitze eines kleinen goldenen Bleiſtt tes, den ſie aus ihrem Korſett hervor⸗ holte, behutſam irgend ein geheimnißvolles oder gar ſympa⸗ tiſches Zeichen 5 die Haut einſtach. Längſt hat ja die Induſtrie allerlei Formen erſonnen, um die Einſpritzung des Morphiums, die wo immer an der Hautoberfläche erfolgen mag,„ſalonfähig“ zu machen. Da 1 es— dem Anſcheine nach— eine niedliche kleine Zünd⸗ olzdoſe, wie ſie jeder Raucher in der Taſche zu kragen pflegt, ſie enthält jedoch keine Zündhölzchen ſondern, ein winziges Fläſchchen mit einer Doſis Morpzium, die für einen halben Tag ausreicht und eine noch winzigere Spritze, mit welcher das Gift eingeflößt wird. Da gibt es auch ein kleines Etu, wie es jede Frau mit Scheere, Nadeln und Fingerhut auf ihrem Nähtiſche ſtehen hat, es enthält aber in Wahrbeit wieder nur Fläſchchen und Spritze. Da giht es eine zierliche Taſchenuhr mit goldenem, fein emalllirten Mantel, der Zeiger aber auf dem Zifferblatt iſt unverrückbar und dort, wo ſich ſonſt das Räderwerk befindet, ſind Fläſchchen und Nadelſpritze verborgen. Es gibt auch ein Sächelchen, das ausſieht, wie ein kleiner goldener Bleiſtift— es iſt jedoch eine wohlgefüllte kleine Pravaz⸗Spritze, die eine genaue ab⸗ gemeſſene Doſis Morphium von ſich gibt, ſobald man an die rückwärtige Feder drückt. Der„Bleiſtift“ aber, mit dem Gräfin Chakonai ihren klaſſiſch geformten Oberarm zu zeichnen pflegte, war für die Bedürfniſſe eines ganzen Tages berechnet. Sie läßt ſich nach vollzogenem Genuſſe in einen Seſſel aleiten. Sie wartet in einer taumelhaften Spannung in einem dämmerigen Behagen auf die Wirkung des dämo niſchen Giftes, Und ſie lächelt ſeelig, als ein entzückendes Gefühl des Wohlbefindens den ganzen Körper zu durchrieſeln beginnt. 8 Gortſetzung folgt. * Stme. Seneral-ernzerger. Wanteim, I. Aprrr. Die Vertheidigung batte Rechtsanwalt Dr. Stern üder ſich. ) Wegen Vergehens gegen§ 218 Abſatz 1II des.⸗St.⸗ .⸗B. wurde die 44 Jahre alte Schreinerswittwe Katharina Würz geb. Thoma, zuletzt Näherin, von Schriesheim, unter Ausſchluß mildernder Umſtände zu 1 Jabr 3 Monat Gefängniß verurtbeilt. Das Vergehen hatte den am 21. Januar d. J. erfolgten Tod eines zu Schriesheim wohnhaft geweſenen 20⸗ jährigen Mädchen Namens Margaretha Mack zur Folge ge⸗ habt. Vertheidiger des Angeklagten war Rechtsanwalt Dr. Staadecker. Die Verhandlung fand unter Aus ſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt.— 4) Der 34 Jahre alte Tüncher Adam Butſchillinger von Ilvesheim, der am Abend des 256. Dezember v. J. in ſinnloſer Trunkenheit Schimpfworte gegen den dortigen Bürgermeiſter und Gemeinderath ausgeſprochen hat, war vom Schöffengericht von der Anklage der wiſſent⸗ lichen Beleidigung freigeſprochen worden. Die von Seiten der Staatsanwaltſchaft gegen dieſes Urtheil eingelegte Beruf⸗ ung wird heute als unbegründet verworfen. Als Vertheidiger des Angeklagten fungirte Rechtsanwalt Dr. Köhler. Tagesneuigkeiten. — Blankenburg im Harz. 31. März. Im ganzen Oberharze herrſcht ſeit einigen Tagen ſtarkes Schnee⸗ treiben, infolge deſſen große Verkehrsſtörungen einge⸗ treten ſind. EStettin, 30. März. Wegen Auslieferung des von hier flüchtigen Banquiers Jungklaus hatte ſich der Bläubiger⸗ ausſchuß an das kaiſerlich deutſche Conſulat in Tiflis ge⸗ wandt. Geſtern iſt durch den Juſtizminiſter der Beſcheid er⸗ gangen, daß die Auslieferung des Jungklaus von der ruſſi⸗ ſchen Regierung bewilligt und deſſen Hierherſchaffung im Laufe der nächſten Monate zu erwarten ſei. Im Beſitze desſelben ſind 702 Rubel vorgefunden worden, von denen nach Mit⸗ theilung der ruſſiſchen Regierung bis jetzt 650 Rubel auf Auslagen zu verrechnen find. — Lüttich, 30. März. Auf der Linie Mecheln⸗Terneu⸗ zen geriethen ein Landwirth und ſein Sohn in Folge Scheu⸗ werdens des Pferdes au einem Bahnübergange mit ihrem Gefährt unter einen Güterzug. Der Wagen wurde von der Locomotive umgeworfen, die Inſaſſen auf das SGeleiſe ge⸗ ſchleudert. Die Räder der Maſchine trennten Vater und Sohn die Beine vom Körper. Der Sohn ſtarb ſchon nach wenigen Augenblicken an Verblutung, der Vater wurde in boffnungsloſem Zuſtande nach Hauſe gebracht. „Tondern, 29. März. In einem hieſigen Hauſe brach vorgeſtern Abend, während eine große Anzayl von Perſonen an der Bahre einer 80jährigen Wittwe beteten, plötzlich der Fußboden ein, wodurch alle Anweſenden mit dem Sarg und der Leiche in den Keller ſtürzten. Durch einen mitſtürzenden Ofen entſtand eine Feuersbrunſt, die je⸗ doch bald gelöſcht werden konnte. Mehrere Perſonen wur⸗ den ſchwerverletzt unter den Trümmern hervorgeholt. — Ebicago, 31. März. Die Influenza tritt fort⸗ geſetzt epidemiſch auf. Geſtern ſind 300 Perſonen geſtorben und etwa 600 Leichen ſind noch nicht beerdigt. Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Gr. Bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Mannheim. Am zweiten Oſterfeiertage gelangte Goethe's„Egmout“ zur Auffübrung und können wir mit Genugthuung conſta⸗ tiren, daß die gebotene Leiſtung unſerem Hoftheater vollkom⸗ men zur Ehre gereichte. Herr Dr. Baſſermann als Darſteller der Titelrolle war ſehr gut und hatte ganz vor⸗ zügliche Momente. Frl. Schulze, obgleich ſtark indispo⸗ nirt, gab ſich alle Mühe die Rolle des„Klärchen“ zu beſter Wirkung zu bringen. Eigentlich würden wir dieſe Partbie lieber durch Frl. Elling dargeſtellt ſehen. Herr Neu⸗ mann gab mit Würde den„Wilhelm von Oranien“ und Frl. von Rothenberg gab die„Regentin“ durchaus 1 5 Die Rolle des„Alba“ ſcheint Herrn Jacobi nicht beſonders günſtig zu liegen. Herr Schreiner gefiel uns beſſer in der Rolle des„Soldaten“, als in derienigen des„Ferdinand!. Sehr aut waren die Herren Bauer und Homann als„Schneider“ und„Schreiber“. Frau Jacobi und die Herren Stury, Tietſch und Odſch gervollkommneten in würdiger Weiſe das Enſemble. Die ſtimmungsvolle Muſik Beethoven's wurde vom Orcheſter unter Leitung des Herrn Hofkapellmeiſter Langer mit feinſter Schattirung ganz vorzüglich ausgeführt. Die Dar⸗ ſteller wurden mehrſach hervorgerufen und wenn wir nicht läugnen wollen, daß die Beifallsbezeugungen wohlverdient waren, ſo können wir nicht umhin, zu bemerken, daß auch darin ein gewiſſes Maßhalten erwünſcht wäre. A..-Ch. Conſervatorium der Mufik. Wir werden um Auf⸗ nahme folgender Zeilen erſucht:„Das Conſervatorium für Muſik veranſtaltet an den Tagen des 1.., 3. und 4. April ſeine diesjährige Hauptprüfung im Caſinoſaale. Der kom⸗ mende Mittwoch wird der Vorſchule im Clavier⸗ und Violin⸗ gewidmet ſein, am Donnerſtag und Freitag werden die ittel« und Oberclaſſen ſämmtlicher Lehrgegenſtände zur Bu gelangen, am Samſtag werden die Orcheſter⸗ und Juartett, die Chorgeſang, und Opern⸗Claſſe und die theore⸗ tiſchen Disciplinen geprüft. Dieſe Prüfungen, die von dem Grundſatz ausgehen, daß jeder Schüler ein ſeinen Fähigkeiten entſprechendes Stück ohne vorherige beſondere Vorbereitung vorzutragen hat, werden einen deutlichen Beweis zu geben vermögen über den Ernſt und die ſachliche Gründlichkeit, die das Studium an dem Conſervatorium beherrſchen und über den Umfang der Gebiete des Wiſſens und Könnens, die in der Anſtalt dem Lernbegierigen eröffnet werden. Die dies⸗ jährigen Prüfungen werden auch weiteren Kreiſen, die ſich für das Gedeihen des Conſervatoriums intexeſſiren und denen der Beſuch dieſer Veranſtaltungen gewährt wird, Zeugniß geben können von den rationellen und wabrhaft künftleriſchen Beſtrebungen dieſer Anſtalt. Frl. Käthe Krauße wird eben⸗ falls in der Schlußprüfung des Conſervatoriums auftreten.“ Der Mannbeimer Richard Waguer⸗Berein wird auch in dieſem Jahre eine arößere Anzahl Freikarten zu den Bühnenfeſtſpielen in Bayreuth unter ſeinen Mitgliedern zur Berlooſung dringen. An der Verlooſung nehmen auch neu⸗ eintretende Mitglieder theil und ſind Beitrittserklärungen an die Hofmuſikalienhandlung von K. Ferd. Heckel zu richten. Herrn Hofopernfänger Anapp zum 25jährigen Künſtlerjubiläum. Aus eigner Kraft haſt Du den Kranz errungen, Urwüchſig ſtrebend nach den höchſten Zielen, Seſtritten, bis das Schwerſte Dir gelungen, Umſonſt erhoffet und erſtrebt von Vielen. 2 aus der Bäſſe ſchaurig tiefem Chor rug ſiegreich Dich Dein Bariton empor. Künſtler! Dieß Wort, ſo oft des Sinnes bar, Nimmt Inhalt an, gepgart mit Deinem Namen. An Deiner Kunſt iſt alles ſchön und wahr. Preis Dir, Hans Sachs! In Mannheims Künſtlerſchaar Prangſt Du, ein Stern, den Sterne ſchön umrahmen. Mannheim, 1. April 1891. W. v. Bequignolles. Bur„Lohengrin“-Aufführung gebhen Uns von betheiligter Seite zwei Zuſchriften zu, die wir hier folgen laſſen: „Im Hinblick auf den Mißerfolg, den der Baßiſt Seydemann hier als König im„Lohengrin“ hatte, iſt ſeitens der Preſſe die Frage aufgeworfen worden, wie man dieſen Sänger zu einem Probegaſtſpiel veranlaſſen konnte. Die Gründe waren folgende: Herr Seydemann war — Acguiſifion empfohlen worden, ſondern auch ein Hofkapell⸗ meiſter allererſten Ranges ſchrieb an den Intendanten, Seydemann ſei ein Sänger mit„ſchöner weicher Baß⸗ ſtimme“, eine„Spezialität für die Spieloper“, ein„ausgezeichneter Baſilio und Mephiſto“. Da Herr Seydemann momentaun nicht im Engagement war, hatte der Intendant bei ſeiner Anweſenheit in Berlin keine Gelegenheit, ihn in einer Parthie zu hören. Dem Sänger nach Abſchluß des Probegaſtſpiels ein einmaliges Auſtreten zu verwehren, ſtand dem Intendanten kein Recht zu, dasſelbe war vertragsmäßig garantirt. Zu einem bloßen Probeſingen hierherzukommen, dazu wird ſich kein Sänger verſtehen, der wie Herr Seydemann bereits au bedeutenden Theatern, u. a. an der Dresdener Hofbühne, engagirt war.“ 2 2* Die zweite Zuſchrift lautet: „Bezüglich der letzten Lohengrin⸗Vorſtellung muß ich mich gegen den— ſcheinbar allerdings vollkommen begründeten— Vorwurf: die Aufführung ſei wenig oder gar nicht vorbereitet geweſen, vertheidigen. Es fanden zu der betreffenden Vor⸗ ſtellung nicht nur eine eingehende mehrſtündige Clavier⸗ probe, ſondern auch eine Scenenprobe mit Orcheſter für die Scenen der Gäſte ſtatt. Herr Seydemann entſchuldigte ſich mit leichter Indispoſition und markirte ſeine Rolle. Da er merkwürdigerweiſe von maßgebender Seite als In⸗ haber einer ſchön en, weichen Baßſtimme empfohlen war und ſeine Rolle muſikaliſch inne hatte, ſo konnte Niemand auf ein derartiges Fiasko gefaßt ſein. Wenn außerdem noch Vieles in der ſonſt aut und feſtſtehenden Aufführung mißlang, ſo iſt der Grund darin zu ſuchen, daß mit den erſten Tönen, die der unglückliche König— nun mit„voller Stimme“— hervorbrachte, ſich nicht nur im Publikum, ſondern auch auf der Bühne und im Orcheſter eine unbezwingliche Heiterkeit verbreitete, die jene weihevolle Stimmung, die ſonſt über unſeren Wagner⸗Aufführungen lag, zerſtören mußte und Styl⸗ loſigkeiten und Inkorrektheiten in bedauerlicher Menge her⸗ vorrief, die auf keiner Probe paſſirt waren und wohl auch bei anderer Vertretung des Königs nicht paſſirt wären. Als ſonſtige ungünſtige Umſtände kamen hinzu, daß der Chor durch mehrfache Erkrankungen ſtark verkleinert war, ferner, daß der Dirigent der Infanteriekapelle uns— wir gewöhnlich Sonntags— die nothwendige Verſtärkung ver weigerte, ſo daß nicht nur die ſo nothwendigen vier Königs⸗ trompeten fortblieben, ſondern wir nicht einmal den Orcheſter part in der vollſtändigen Beſetzung ſpielen konnten. Leider find wir meiſtens in Vorſtellungen, deren Orcheſterbedarf das gewöhnliche Maß überſteigt, auf die Gnade der Infanterie⸗ kapelle angewieſen und mußten öfters Repertoire⸗Aenderungen gemacht werden, weil uns die paar nothwendigen Muſiker einfach abgeſchlagen wurden. Die ſtylloſen Striche mußten gemacht werden, weil die Debutanten die geſtrichenen, ſonſt hier aufgemachten Stellen nicht kannten und ein Nachlernen in 1 bis 2 Tagen nicht verlangt werden kann. Uebrigens möge die Thatſache conſtatiert werden, daß wir ſeit Beginn der Saiſon den „Tannhäuſer“ 4 mal, den„Lohengrin“ 3 mal gegeben haben und in Folge von Erkrankungen jedes Mal in anderer Beſetzung der Hauptpartieen. Daß dies auf das Enſemble einer Vorſtellung nicht günſtig einwirken kann, iſt ſicher einleuchtend. An gutem Willen und Fleiß, unter gegebenen Umſtänden das Beſte zu leiſten, hat es keinem von uns jemals gefehlt. 25 2* Aus beiden Zuſchriften erhellt, daß man im Ver⸗ trauen auf die Fähigkeiten des Herrn Seydemann und geſtützt auf die ihm zur Seite ſtehenden Empfehlungen, das Gaſtſviel des Künſtlers vom Stapel ließ. In der erſten Zuſchrift wird konſtatirt, daß der Herr Intendant keine Ge⸗ legenheit hatte, den Herrn Seydemann vor dem Abſchluſſe des Gaftſpielvertrages zu hören. Warum das nicht möglich war, intereſſirt Publikum und Kritik nicht, beide Faktoren beurtheilen und können nur beurtheilen, was ihnen bei der Aufführung geboten wird, Sollte übrigens die erſte Zuſchrift den Zweck haben, das verfehlte Auftreten des Herrn Seydemann zu entſchuldigen, ſo bemerken wir, daß es einer ſolchen Entſchuldigung nicht bedarf, denn Niemand gat geglaubt, daß man mit woblüberlegter Abſicht einen Künſtler am hiefigen Theater einem Fiasko ausſetzen würde. Wenn Fehler gemacht worden find,— und das ſie gemacht wurden, geben ja beide Einſendungen ohne Vorbehalt zu— ſo geſchahen ſie gewiß in gutem Glauven; das ändert aber nichts an der Thatſache, daß ſie vorhanden waren, die Auf⸗ führung ſtörten und das Publikum erregten.— Die zweite Zu⸗ ſchrift des Herrn Hofkapellmeiſters Weingar tner geſteht ohne Umſchweife, und das iſt an ihr ſehr lobenswerth, die Unzuläng⸗ lichkeit der„Lohengrin“⸗Aufführung zu. Herr Weingartner conſtatirt genau ſo, wie es die Kritik gethan, daß Herr Seyde⸗ mann gleich mit dem erſten Einſatz in der Parthie des Königs zumſchlug,“ daß von dem Augenblicke an im Publikum jene Heiterkeit herrſchte, welche auf der Bühne ſo traurig ſtimmt. Der Herr Hofkapellmeiſter geht in der Beurtheilung der Auf⸗ fübrung noch ſchärfer vor, als die Berufskritik, indem er ſelb conſtatirt, daß„Styllofigkeiten und Inkorrektheiten in bedauer⸗ licher Menge vorkamen, die auf keiner Probe paſſirt waren“ und auch ſonſt ſpricht ſich Herr Weingartner ſehr wenig freundlich über die„unglückſelige“ Aufführung aus. So ſehen wir denn völlige Uebereinſtimmung der Anſichten und Urtheile hüben und drüben und das iſt immerhin erfreulich, denn dadurch wird verbürgt, daß derlei Unzuträglichkeiten nicht wieder ſich ereignen. Wir haben deßbalb auch nur von „vereinzelten Fällen“ geſprochen und im Uebrigen dem Fleiß und der Strebſamkeit unſerer Bühnenmitglieder ausdrücklich das vollſte Lob zuerkannt. Gerade weil wir wohlwollend unſerem Theater gegenüberſtehen, haben wir mit aufrichtigem Bedauern von dem Figsko der letzten„Lohengrin“⸗Auffübrung Notiz genommen. Daß wir dabei uns der Zuſtimmung des H. Hofkapellmeiſters Weingartner verfichert halten konnten, wußten wir im Voraus und es freut uns, in ſeinem Schreiben eine volle Beſtätigung unſerer Ausführungen zu Felix Weingartner. * Der neue Kommerfahrplan enthält eine Reihe von verbeſſerten Verbindungen, welche dem Platze Mannheim zu Gute kommen. Wie ernſt es der Großh. Generaldirektion war, daß Mannheim ſoweit nur immer thunlich beſſere Verbindungen nach allen Seiten erhält, hat dieſelbe dadurch bekundet, daß in voriger Woche der Herr Geh. Rath Generaldirektor Ei⸗ ſenlohr, Herr Geh. Rath Betriebsdirektor Schupp und Herr Baurath Seiz in der Sitzung der hieſigen Handels⸗ kammer die Wünſche des hieſigen Handelsſtandes ent⸗ gegengenommen haben, nachdem vorher die Handelskam⸗ mer in einer ausführlichen Darlegung gebeten hatte, es möchte ſpeciell für den Platz Mannheim einmal eine be⸗ ſondere Aktion der badiſchen Eiſenbahnverwaltung be⸗ thätigt werden. Wir heben aus dem neuen Fahrplan⸗ entwurf beſonders folgende Neuerungen hervor: Auf der Rheinthalbahn wird 72“ Morgens die längſt gewünſchte Frühverbindung Mannheims mit Karls⸗ ruhe zur Ausführung kommen. Dieſer Zug hält in der Intendanz nicht nur von mehreren renommirten Agenturen, darunter Lewy, Drenker und Fränkel, als vorzügliche Schwetzingen, Hockenheim, Neulußheim, Waghäuſel, Wie⸗ ſenthal und Graben und kommt“D nach Karlsruhe. Der Gegenzug von Karlsruhe wird dort auch 720 früh abgehen und Mannheim 838 erreichen. Der Morgens 5 Uhr in Baſel abgelaſſene Zug hat in Heidelberg wieder dadurch Anſchluß an Mannheim, daß man in dem gleichen Wagen(der Zug fährt direkt in den Main⸗Neckarbahnhof ein) bis Friedrichsfeld weiter fährt und dort in den von Frankfurt kommenden Mai Neckarbahnzug umſteigt und ſodann 10˙0 nach Mann⸗ heim gelangt. Der um 3 Uhr Nachmittags in Baſel abgelaſſene Schnellzug hat jetzt eine ſehr ſchöne Verbindung mit Mannheim ohne erhebliches Stilllager in Heidelberg. Er kommt 66: nach Karlsruhe, geht dort 7e8s ab, kommt 7336 nach Bruchſal, 818 nach Heidelberg und nach 8 Min. Stilllager dortſelbſt um 845 Abends nach Mannheim. Abends 907 geht noch ein neuer beſchleunigter Per⸗ ſonen⸗Zug auf der Rheinthalbahn, welcher um 1020 nach Karlsruhe kommt. Neu iſt ferner der Zug 196, welcher geſtattet, Baden erſt um 820 Abends zu verlaſſen, Karlsruhe 928 erreicht und 980 abgehend, um 10˙% nach Mannheim kommt. Die ſchwer bedauerte Vorverlegung des Frühzuges nach Heidelberg auf 608 iſt wieder beſeitigt, der Zug geht von hier 54% und geſtattet ab Heidelberg die Be⸗ nutzung des Localzuges Rich Wiesloch. Die Morgen-Verbindung von Heilbronn hierher, welche ſchon lange Gegenſtand von tadelnden Bemerkungen war, iſt erheblich beſſer geworden dadurch, daß der erſte Zug ſtatt“%o künftig erſt 6355 abgelaſſen wird und ſchon 905(bisher 905) hier eintrifft. Auf dieſen Zug influiren auch die Züge von Offenburg(405) hier und von Mos⸗ bach(710). Der bisher 630 Abends geführte Zug, welcher bis Friedrichsfeld Arbeiterzug war, wird künftig um 6“ ab⸗ gelaſſen und wird als wirklicher Schnellzug mit nur einem Aufenthalt in Friedrichsfeld nach Heidelberg ge⸗ geführt, zugleich iſt das Stilllager in Heidelberg auf 11 Minuten abgekürzt. Vom 1. Juli geht ferner ein neuer beſchleunigter Perſonen⸗Frühzug nach dem Oberland ab 607, 68? Heidel⸗ berg, 75“ Karlsruhe, 85 Baden⸗Baden u. ſ. w. Zum Schluſſe ſei noch mitgetheilt, daß erſtmals die 21. Sitzung des Badiſchen Eiſenbahnrathes in Mannheim ſtattfindet unter dem Vorſitz Seiner Exellenz des Herrn Finanzminiſters Dr. Ellſtätter im Saale der Geſellſchaft Harmonie und zwar Freitag, den 3. April, Nachmittags 3 Uhr. Auf der Tagesordnung ſtehen folgende Gegenſtände: 1) Die Aufhebung der Vergütung auf Rollholz⸗ bezüge im innern badiſchen Verkehr bei Ausfuhr be⸗ arbeiteteen Holzes nach Frankreich. 2) Die Feſtſtellung von Grundſätzen für die Zu⸗ laſſung der Reexpedition von Getreide im innern badechen Ver kehr. 3) Mittheilung über den bei der letzten Eiſenbahn⸗ rathsſitzung vorgebrachten Wunſch bezüglich der Einrich⸗ tung der Nichtraucher⸗Abtheilungen in den Zügen. 4) Mittheilung über den Stand der Verhandlungen in Betreff einer Reform des Perſonen⸗Tarifs. 5) Sommerfahrplan 1891. Nach der Sitzung findet ein gemeinſames Eſſen im Pfälzer Hof ſtatt, andern Tags wird der badiſche Eiſenbahnrath die hieſigen Hafen⸗Anlagen ſowie einige größere Etabliſſements beſichtigen. Aeueſte Nachrichten und Celegramme. * Berlin, 31. März. Die Anſchauung, daß das Attentat in Sofia mit Umtrieben ruſſiſchen Urſprungs zuſammenhängt, hat ſich durch die weiter eingegangenen Meldungen hier noch befeſtigt. *Wien, 31. März. Aus Sofia wird der„Neuen Fr. Preſſe“ gemeldet, daß die Verdachtsgründe bezüglich der Be⸗ theiligung Karawelo's an der Vorbereitung des Atten⸗ tats höchſt gravirend ſeien; auch gegen Perſonen aus den dortigen ruſſiſchen Kreiſen liege belaſtendes Material vor. Die Behörden rechneten beſtimmt auf die Verhaftung der eigentlichen Thäter, nachdem dieſelben nach dem Anfalle ge⸗ ſehen und erkannt worden. Man glaube ſicher, daß ſie Sofia nicht haben verlaſſen können. Stambulow ſei in der letzten Zeit wiederholt in anonymen Briefen zur Vorſicht gemahnt worden, doch hätten die Warnungen nicht auf Verſchwörungen gegen ſein Leben, ſondern auf einen Putſchverſuch hingedeutet. Der Großvezier hat Namens des Sultans für das Opfer des Attentats kondolirt und Stambulow zu ſeiner Errettung beglückwünſcht. * London, 31. März. Earl Granville iſt heute Nach⸗ mittag geſtorben. * Sofia, 31 März. Die„Agence Balcanique“ bezeichnet die Meldung des ſerbiſchen offiziöſen Journals „Odjek“, wonach in der bulgariſchen Provinz Widdin ein Aufſtand ausgebroche: ſein ſollte, die Bevölkerung die Beamten getödtet hätte und Militär zur Unterdrückung des Aufſtandes dorthin entſendet ſein ſollte, als abſolut unbe⸗ gründet. Im Lande herrſchee Ruhe und Ordnung. * Softa, 31. März. Der Miniſterrath bewilligte der Wittwe Beltſchew's eine lebenslängliche Penſion von 9000 Franes.— Eine Kundmachung des Polizeipräfekten ſetzt eine Belohnung von 20,000 Franes demjenigen aus, deſſen Mittheilungen die Verhaftung des Mörders ermöglichen würden.— Natſchowie übernahm das Finanzportefeuille. *Waſhington, 31. März. Der italieniſche Geſandte Fava verlangte ſeine Päſſe in Folge der Vorgänge in New⸗Orleans. Er überreichte Vormittags dem Staats⸗ departement ſeine Abberufung. Dieſer Schritt verurſachte lebhaftes Erſtaunen, da er vollſtändig unerwartet kam und die Unterſuchung in New⸗Orleaus noch nicht beendet iſt. Die Abberufung wird mit der Mißſtimmung moti⸗ virt, welche König Humbert über das Fortſchreiten der Arrangements zwiſchen beiden Ländern betreffs des Lynch⸗ Vorfalls von Neu Orleans empfindet. Der„Star! be⸗ merkt, Fava habe ſich verpflichtet gehalten, abzureiſen. Der Legationsſekretär Imperiali bleibe jedoch zur Er⸗ ledigung der laufenden Angelegenheiten noch zurück. Die Päſſe würden dem Geſandten ſofort ausgehändigt werden. e ehee. e eereee eee — 55. Mannbeim 1. April. . e Maunheimer Mannheimer Effecrtenbörſe vom 31. Handelsblatt. März. An der heutigen Börſe notirten: Verein chem. Fabriken Stamm⸗Aktien 55., Anilin⸗Aktien 270.50., Württemb. Transportverſicherung 780 bez. Toursblatt der Maunheimer Börſe vom 31. März. 5s Bad. Oblig. Mark 103 4—„ 1886 105.50 P „„ fl. 102.— 45 4„ T. 100 Looſe 138.10 bz 3 Reichsanleihe 86 50 b3 3õ7! 4 99.— 5 108.80 p; 3 Preuß. Tonſols 86.50 bz %„ 75 99.— 4 2 106.— 65; 3 Reichganleihe Serips 86.25 Pz 3 Preuß. Conſols 86.25 5ß Bager. Obligationen Mk. 108.—— 53 4 Pfälz. Sudwigsbahn Mk. 108.— 4 Pfälz. Sudwigs fl. 101.— bz 4„ W 108.— 6 4„ Norbbahn 108.— 6/„ Priorit. 98.25 bz Acti Sadiſche Bank 118 40 Jheiniſche Creaſtbank 120.— ea. Dup.-B. 80 pet.&. 187.— G 8 e 17.75 b3 — e Dank 125.— 5 annheimer VBolksbank 128.50 Deutſche Untonbank 79.— 57 Gewerbebank Speyer 500% KE111.— 6 Pfälziſche Zubwigsbahn 286.— 55 5 Baden 140.50 6 „ Norbbahn 116.20 geidelberg Spexerer Bahn 44.— 8 Stamm-Ukt. d. Ber. ch. Fabr. 55.— — 2 5 108.— Dadiſche Anilin u. Soda frotso g Weſteregeln Alkaltwerke 11— Fhen⸗ i Solbenberg 15. u. Schstenſack 56— in D. Oelfabriten 91.— Baghbänsler Zuckerſabrit 84.— 5 Maunnheimer exraſſm. 99 50 Mannhetmer Aktienbrauereiſtiss— Sichbaum-Brauergi—— Zudwigshaſener Brauerei— Schweßinger Pranerei 50.— Drauerei z. 1728.— Seibelbergerflettenbrauereii88 Hrauerei Schwarz 119.— Jrankfurter Frankfurt a.., velches ſchon am Schluß der Obligationen. z% Rüein, Hyp.-Bfandbriefeſ 94— bz 4 N. Hyp. Pfobr. S. 43 46100.56 G 1 5„„ 47—49 100.50 8 4 7 8 101.— 6 3% Mannheimer Obl. 1888 96.— bz 4 8„ 2285 101.— 55 4 5„ 4 Heldelberg 10.70 5· 4 Freiburg i. B. Obl. 100.8 8 „ 86.75 65 4½ Subivigshafen Ber 108— bz 4 5— 101.50 53 4½ Wagh. Zuckerfabr i 101.— B 5 Oggersbeimer Spinnerei 101.— 5 Berein. chem. Jabriken 5 Weßeregeln Alkaliwerke 108.— 4. Pr..d. Spey. gIw. 104.80 5z %ehe Bellſtofffabrikwaldhoff101.80 53 en. Sinner Brauerei, Spiritus⸗ und Preßhefefabr. 190.50 Wergerſſche Brauerei 67.— b Badiſche Brauerei 59.— Canter, Brauerei Freiburgſ118— Brauerei z. Sonne Weltz 119.50 bz Maltzfabr. Hochheim—.— Manng. Dampfſchleppfchiff. 119.— Töln. Ahein-u. Seeſchifffahrt—— Dad. e fahrt-Aſſecuranz 1100 G Bad. Nilck- u. Mitverſich. 400.— G 575.— G 440.— 8 780.— b; Mannheimer Verſicherung Maunheimer Rückverſich. Mürtt. Transportverſich. Aberrhein. Berſ.⸗Geſellſchaſtſoso.—- P SOggersheimer Spinnere 48.— 8 EiAinger Spinnerei 120 10 P Saaat 2 Hagerhaus 84.— K Ma Hum. u. Assſbrk.] 54.50 5 Karlörußer Maſchinenbau 144.— G utten ſeimer Spinnerei 78.50 53 riar. Rähmf. Haid u. Neu Spen. Dampfziegelei in—.— 65 Verein. Spenerer 3 werke 19.— zabr.158.— 653 Pfälz. Preßh. u. Vortl.-Kementwk. Heidelbrg.145.— bz Zellſtofffabrik Waldbof 186— bz Emaillirwerke Maikammer 127.75 bz Mittagbörſe. 31. März. Ein Ereigniß, Vorwoche bekannt war, das Attentat auf die bulgariſchen Miniſter Stambulow und Beltſchow iſt erſt an heutiger Börſe zur vollen Wirkung ge⸗ ommen. Die Baiſſepartei, onnte, war ungemein thätig Die Börſe war in Folge hiervon ſtark verſtimmt. ie im März nicht viele Roſen pflücken und ging insbeſondere gegen Schweizer Bahnen vor, deren ſtarke Steigerung ſie zu An zriſſen auf das Coursniveau hauptſächlich einzuladen ſchien. Auch die leitenden Bankaktien Banque Ottomane. gaben erheblich nach; ferner Für Montanwerthe war die Tendenz Jünſtiger. Am Markte der Induſtrieaktien Guano 1 Ppt. Ferlan Frankfurter Trambahn gleichviel höher, Deutſcher erlag 3 pCt. gebeſſert, Oelaktien 2 pCt. anziehend. Von Montanwerthen Alpine.80 matter, Laura und Gelſenkirchener anfangs je.50 reſp. 3 pCt. h Privatdisconto 2½ pCt. öher, nach Schluß ermattend. Effeeten⸗Societät. Oeſterr. Kreditaktien 286¾, Diskonto⸗Kommandit 206.20, Berliner Handelsgeſellſchaft 155.40, Darmſtädter Bank 152, Dresdener Bank 157.50, Bauque Ottomane 121.40, Länder⸗ bank 192¼, Internat. Bank Berlin 104.50, Oeſterr.⸗ franz. Staatsbahn 219¼, Lombarden 103½, Bodenbacher 514½, Ungar. Goldrente 92.60, do. Albrecht 76 Dux⸗ apier⸗ rente 89.10, Ottom. Zoll⸗Oblig. 92.60, Gottbard⸗Aktien 157.80, S Union 190.10, izer Central 170, Schweizer Nordoſt 147.50, Jura⸗Simplon 4½proc. Prior.⸗Act. 115.40, sproc. Italiener 93.80, Nordd. Lloyd 125, La Veloce 67.70, Gelſenkirchen 160.40, Laura 126.70, Concordia 119.80. Manuuheimer vieh⸗Markt v und wurden verkauft per 100 Kulo Schl. Htät I. 145, II. Qualität M. 125. 306 18%% II. 115. 218 Kalber I. 160 I 1bc. per Stück N. 450—175 275 um 31. März. Es wurden beigetrieben lachtgewicht zu Mark: 26 Ochſen I. Qua⸗ vieh I. 140, II. 180. 6 Farren 569 eine I. 116, II. 111. 20 5 Schaſe per Stück M. 25. Zuſammen 1245 Stück im Geſammterlös von Mark 158.607. Wannheimer Ferkelmarkt vom 25. Närz. Es wurden verkauft 178 Ferkel per Stück zu R. 12—10 Geſammterlos M 1780. Geld⸗Sorten. Dukaten Mk..57—61 Ruſſ. Imperials Mk. 16.60—65 0 Fr.⸗Stücke„ 16.17—31 Dollars in Gold„.16—20 Engl. Severeigns„ 20.27—82 — Schifffahrts⸗Nachrichten. MNanheimer Hafen⸗Berkehr vom 31. März. Schiffer ev. Kap Schiff. Kommt von Ladung Ctr Hafenmeiſterei J. Müske Schiller Rotterdam Stückgüter— Dieſemann Agrippina 1— Böcking Lothringen 2557 Hafen meiferei II Mußig Käthchen Rotterdam Stückgüter 1044e Dumont Mannheim 3,/ 1 5 1112n Apy Mannheim 14 8 7 14343 Dries Gott mit uns Bie brich Cement 4684 Manndeim 6 Rotterdam Stückgüter 7236 del Carolina Blifſingen Betroleum 14792 aume iſter L. D. Transp.-Geſ. Rotterdam Stückgüter 18930 Lawey Flora Antwerpen cetreide 14518 glaſer— Rotterdam Sene 18894 Böcking Dadenla 2 Ruhrort tückgüter 5000 Armetzer Apollonia Notterdam Getreide 15870 Urſchler Ellſe e 2140 Zenz Katharina Rotterdam Stückgüter 15186 — 7 Laele Ruhrort Eiſenwaaven 4526 r Emig Biebrich CTement 2110 Hafen eiſterei III. ucoffre Concordia[Rotterdam Stückgüter 2625⁵ ank Ind e 24 Duüſſeldorf 5 3000 5 J Rotterdam Setreide 5598 Stögr Antwerpen 8 15786 Wafbel Elara eilbronn 15 1500 Andres vtterdam 13986 Waſſerſtands⸗Nachrichten. Rhein. Zonganz, 31 März o 00 m. +.00 ningen, 81 Närz.78.-+.11. ehl, 81. März 2 10 m 4..12. Sauterburg, 21 März 3 39 5 +%06. Maxau, 31. März.52 m + Coe SDannbeim. 1 April.84 m +..05. ainz, 31 März 118 4. 010 Bingen, 31 März 177 m. + 008. Kaub, 31. März.92 m. +.12. Koblenz, 31. März.50 m. +.18. Köln, 31 März.71 m. +.88 Nuhrort 31. März..92 W. +.27. Nedar. WMannheim, 1 April 887 m +%7 Heilbronn, 1 April 125„.01 Der Werth einer guten Seiſe wird täalſch immer mehr anerkannt, ſeitdem die H und nachgewieſen hat, daß vor ygieine uns die Augen geöffnet zeitiges Altern, die Entſtehung von Riſſen, Runzeln, Geſichtsröthe ꝛc. in den meiſten Fällen durch den Gebrauch von minderwerthiger alkaliſcharfer Seife hervorgerufen wird. Zur rationellen Pflege der Haut ſoll man ſich nur einer wirklich neutralen, garantirt reinen fehler⸗ freien Toiletteſeiſe bedienen wie dies z B. Doerings Seife iſt, die ſeit kurzem erſt und zwar auf Veranlaſſung hervor⸗ ragender Hautärzte dem großen Publikum zugänglich gemacht wur de wird durch Doerings Seife Die Schönheit der Haut, die Reinheit des Teints weſentlich gfördert und con⸗ ſervirt und weil Doevings Seife weſentlich billiger iſt als alle anderen guten Seifen, wird die rationekle Pflege der Haut Jedermann, auch ſelbſt den weniger Bemittelten ermög⸗ licht. Zu haben in den Parfü Geſchäfte. Preis 40 Pfg. Engros⸗Verkauf: Frankfurt a. M. merien, Colonial⸗ und Droguen⸗ Doering& Cie., 4246. 22 Gr. Bad. Staatseiſenbahnen. Mit Giltigkeit vom 1. April J. J. an werden die Artikel Hohl⸗ glas und Hohlglaswaaren bei Aufgabe von 10000 Kkg. für den en und Fr oder bei gen und 7 re zwiſchen 2 der Außig⸗Teplitzer Bahn un den Rhein⸗ und Main⸗Umſchlags⸗ plätzen, Mannheim ꝛc. tranſit zu den Taxen des Spezialtarifs II. des Rhein⸗ und Main⸗Umſchlags⸗ tarifes vom 1. Oktober 1886 be⸗ rechnet. 60⁴ arlsruhe, den 26. März 1891. Generaldirektion. Südweſtdeutſcher Eiſenbahn⸗Verband. a5 badiſch⸗pfälziſchen Güter⸗ verkehr wird der Artikel„Rog⸗ genſchlempe, getrocknete“ mit Wir⸗ kung vom 1. April l. J. ab in den Ausnahmetarif Nr. 2(für beſtimmte Stückgüter) zu den unter Ziffer 2 genannten Futter⸗ mitteln aufgenommen. 6036 Karksruhe, den 28. März 1891. Die Generaldirektion der Er. Bad. Staatseiſenbahnen. Gr.Bad. Staatseiſenbahnen. Bei der unterzeichneten Stelle iſt die Lieferung von beiläufig 500 qm. Brückengedeck aus Forlen⸗ holz zu vergeben, wozu die Liefer⸗ ungsbedingungen ſammt Holzver⸗ auf dem Geſchäftszimmer Luifenſtraße 19 dahier zur Ein⸗ ſichtnahme aufliegen. Angebote auf dieſe Sieferung ſind ebenda⸗ ſelbſt portofrei, verſchloſſen und mit der Aufſchrift b89845, Aprl verſehen bis ſpäteſtens 15. April d d. J8., Vormittags 10 Uhr ein⸗ zureichen. 6134 Heidelberg, 28. März 1891. Or. Bahnbauinſpektor I. Sekauntmachung. Verleihung von ſteuergaben aus Luiſenſtiftung betr. 5 (89) No. 32391. Die Gemein⸗ debehörden des Bezirks werden unter Hinweiſung auf die Bekannt⸗ machung Gr. Miniſteriums des Innern vom 4. April 1865, Centralverordnungsblatt Nr. XII Seite 63 veranlaßt, etwaige Bewerbungen um eine Ausſteuer⸗ 51 mit den vorgeſchriebenen Belegen innerhalb 8 Tagen hierher vorzulegen. Dabei wird bemerkt, daß in dieſem Jahre nur evangeliſche Brautpaare berückſichtigt werden können. 6160 Mannheim, 31. März 1891. Großh. Bezirksamt: Benſinger. Bekauntmachung. Entwäſſerung des ſogen. Oeconomiehofs und des Anſtaltsge⸗ bäudes in Ilvesheim etr. (89) No. 30,006. Die Gemeinde Ilvesheim beabftchtigt, die Anlage einer Abwaſſerleitung durch den Hochwaſſerdamm in den Neckar. Da nach dem Gutachten der Gr. RheinbauinſpectionMannheim das Unternehmen ganz weſentliche Abänderungen erheiſchte, iſt das wiederholte Ausſchreihen geboten, und liegen die Beſchreibung, Pläne und Zeichnung auf dem Rathhauſe zu Ilvesheim offen. Etwaige Einwendungen nd dahier oder bei dem Gemeinderath lvesheim binnen 14 Tagen vom blauf des Tages an vorzubringen, an welchem das bezügliche Amts⸗ verkündigungsblatt ausgegeben wurde, widrigenfalls alle nicht auf privatrechtlichen Titeln be⸗ ruhenden Einwendungen als verſäumt gelten. 6038 Mannheim, 26. März 1891. Bezirksamt. enſinger. Hekanntmachung. Die Canaliſation der Stadt Mannheim ier Straßenſperre betr. (89) No. 30998. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die nachverzeichneten Straßen⸗ ſtrecken während der unten ge⸗ nannten Zeit wegen Fortſetzung der Canaliſationsarbeiten für den eſammten Fuhrwerksverkehr ge⸗ perrt werden und zwar: 1. Süblicher Theil der Planken vor D 2 und D 8 vom 6. April 1891 ab auf 4 Wochen. 2. Theaterſtraße auf der Strecke D 2/ g und G 2C in einzelnen Abſchnitten einſchließlich rzer Strecken der einmündenden Sei⸗ tenſtraßen beginnend mit D 2/ 3 vom 13. April ab je 5 Wochen. 3. Nördlicher Theil der Planken vor E 4 auf 3 Wochen vom 13. April. 6159 Mannheim, den 28. März 1891. Großh. Bezirksamt: Dr. Fuchs. Srkanntmachung. Den Neubau der Neckar⸗ brücke in Mannheim betr. (89) Nr. 31712. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die neu hergeſtellte Abfahrt von der rechtsſeitigen Zufahrts⸗ ſtraße zur neuen Neckarbrücke auf das Neckarvorland am Feuden⸗ heimer Bahnhof am 31. ds. Mts. U. 1. n. Mts. wegen Abwalzens des Straßenkörpers für den ge⸗ ſammten Fuhrwerksverkehr ge⸗ ſperrt wird. 6157 Mannheim, 28. März 1891. Gr. Bezirksamt: Aus⸗ der De. Juchs, Bekanntmachung. Die Impfung betr. (89) No. 31455. Der Gr. Bezirksarzt, Herr Medieinalrath Fiſcher hier wird die unentgeldliche Jnpfung für das Jahr 1891 och u. Samſtag, mittags 2 Uhr an, Impflocal, Schulhaus No. 2, Zimmer No. 20 n u. am Mittwoch, den 1. AIpril ds. Is. mit dem Geſchäfte beginnen. 6158 Indem wir dies zur allgemeinen Kenntniß bringen, fordern wir die Eltern, Pflegeeltern, Vor⸗ münder ꝛc. auf, ihre impfpflichtigen Kinder ꝛc. dem Impfarzt vorzu⸗ ſtellen. Mannheim, 28. März 1891. Gr. Bezirksamt. Dr. Fuchs. Handelsregiſtereinträge. Zum Handelsregiſter wurde ein⸗ getragen. 6137 9.⸗Z. 804 Geſ.⸗Reg. Bd. VI. Firma:„Ferdinand Wolff, mechaniſche Hanf⸗ und Drahtſei⸗ lerei Mannheim, vormals Joh. Jacob Wolff! in Mannheim. Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt und die Firma erloſchen. 2. Zu.⸗Z. 730 Firm.⸗Reg. Bd. III. Firma:„D. E. Aberle jr.“ in Mannheim. Die Firma iſt er⸗ loſchen und damit auch die der Erneſtine Aberle geb. Mayer er⸗ theilte Procura. 3. Zu.⸗Z. 781 Firm.⸗Reg. Bd. III. Firma:„Aberle⸗Mayer in Mannheim. Die Firma iſt 8 8 0 4. Zu.⸗Z. 1 Firm.⸗Reg. Bd. IV. Farma„M. Diesbach“ in Mannheim. Die Firma iſt er⸗ loſchen und damit auch die Pro⸗ eura des Karl Heinrich Diesbach 9 8•3 5. Zu.⸗Z. 20 Firm.⸗Reg. Bd. IV. Firma:„Louis Goetz“ in Mannheim. Inhaber iſt Louis detz, Kaufmann in Maännheim. 6. Zu.⸗Z. 21 Firm.⸗Reg. Bd. IV. Firma:„Johannes Puß⸗ hardt“ in Mannheim. Inhaber t Johannes Otto Alexander utzhardt, Kaufmann in Mann⸗ eim. Der am 6. Juli 1880 zwi⸗ ſchen dieſem und Anna Unterlauf in wanfts errichtete Ehevertrag beſtimmt: Für die Dauer der She wird die Gemeinſchaft der Güter und des Erwerbs ausge⸗ ſchloſſen, mit der Maßgabe, daß das von der Ehefrau einzu⸗ bringende Vermögen, ſowie alles Vermögen, was ſie während der Ehe durch Erbſchaft, Schenkung oder Glücksfälle erwirbt, zu dem vorbehaltenen Vermögen derſelben gehören und der Nießbrauch und die Verwaltung des Mannes daran ausgeſchloſſen ſein ſoll. Mannheim, 25. März 1891. Gr. Amtsgericht III. Stein. Handelsregiſteremträge. No. 14472. Zu.⸗Z. 844 Geſ.⸗ Reg, Bd. V1 wurde eingetragen zar Firma:„Mannheimer Volks⸗ ank Act.⸗Geſ.“ in Kaufmann Martin Becker iſt als beſtellt, mit der Berech⸗ tigung, die Firma der Geſellſchaft 7 ich mit einem Vor⸗ andsmitgliede beziehungsweiſe Stellvertreter zu zeichnen. 6136 Mannheim, 27. März 1891. Großh. Amtsgericht III. Stein. Jahndung. I. Dahier wurde entwendet: 1. Am 22. l. Mts im Hauſe E I, 8, 1 Paar neugeſohlte kalb⸗ lederne Damenzugſtzeſel. 2. In der Nacht vom 23.½4. l. Mts. im Hofraume des Hauſes 2J 1, 109, 2 rothe, blau⸗ und ee Kopf iftenüderzüge. 3. Am 26. l. Mts. im Verkaufs⸗ lokal F 5, 10, 1 braunledernes Portemonnaie mit ca. 13 Mk. Inhalt. 5 4. In der Zeit vom 23. bis 26. l. Mis im Speicher des Großh. Schloſſes: 7 Paar Kinder⸗ und Fraäuenſtrümpfe(ſchwarze und graue) 1 einzelner, ſchwarzer Frauenſtrumpf, 9 verſchiedene, farbige Taſchentücher, 2 Paar Mädchenunterhoſen, 2 wollene Knabenhemden(ſog. Jägerhemden) 1 farbiges Frauenhemd, 2 Kinder⸗ ſchürzen. 5. In der Zeit vom 19. bis 26. l..s im Hauſe H 7, 1, ein aar Kinderknopfſtiefel und ein rauner Knabenmantel. In der Zeit vom 24½5. Februar er. wurde auf dem Wege vom„Saalbau“ Litera N 7, 7 bis zum Hauſe 8 1, 15, ein ver⸗ goldetes Armband, in dem ſich ein ſternförmiger ſt be⸗ findet, verloren, ſehr wahrſcheinlich von Jemanden gefunden und unterſchlagen. Frriherrlich non Zövel ſcht Stiftung in Maunheim. Jahresfeier pro 1891 betr 15 Nr. 1. Nach den Satzungen der Freiherrlich von Hövel'ſchen Stiftung ſoll e e des Schuljahres eine Prüfung der weiblichen Stiftlinge und Aus⸗ ſtellung ihrer Arbeiten; die Prä⸗ mienvertheilung an männliche und weibliche Stiftlinge, ſowie die Vertheilung von Ausſtattungs⸗ preiſen ſtattfinden. Zur Vornahme der Prüfung der weiblichen Stiftlinge haben wir 5920 Samſtag, den 25. April d.., Vormittags 11 Uhr und zur Prämien⸗ und Preisver⸗ theilung Sonntag, den 26. April d. J. Nächmittags 4 Uhr⸗ feſtgeſezkt Die findet im Saale der Kleinkinderſchule ſtatt und laden wir glle Freunde und die ehemaligen Zöglinge der Stiftung zur Thelſnahme in derſelben ein. Eine Abtheilung der Stiftung des Freiherrn von Hövel hat die Beſtimmung, unbemittelte hieſige Bürgerſöhne zu tüchtigen Bürgern und Handwerkern heranzubilden und gewährt ihren Stiftlingen nicht nur Unterſtützung durch Gablente des Schulgeldes in der ewerbeſchule, ſondern auch wei⸗ tere Belohnungen in Verabreich⸗ ung von Büchern, Kleidern und Geldanlagen. Der 8 21 der Statuten ſtellt folgende Aufnahmsbedingungen: „Zur Aufnahme in dieſe Stift⸗ „ungsabtheilung eignen ſich „unbemittelte Bürgerſöhne, „ohne Unterſchied der chriſt⸗ „lichen Confeſſion, welche aus „der Volksſchule entlaſſen ſind, „das ſe F Lebensjahr „noch nicht überſchritten haben „und über ihre Befähigung, „ihren Fleiß und ihr religiös⸗ „ſittliches Verhalten befriedi⸗ ugende und beglaubigte Zeug⸗ „niſſe vorlegen. „Außerdem iſt jeder Stift⸗ „li g, ohne Unterſchied des zu nerlernenden Gewerbes, in der „Regel verpflichtet, die Ge⸗ „werbeſchule zu beſuchen.“ Für dieſes Jahr ſollen nun wieder einige Stiftlinge aufge⸗ nommen werden, und ſind deß allſige Geſuche unter Anſchlu der vorgeſchriebenen Zeugniſſe enen⸗ 14 Tagen hierher ein⸗ zureichen. III. In der Freiherrlich von Hövel ſchen Stiftung— Induftri e — für unbemittelte, 535 Nolke⸗ ſchule entlaſſene hieſige Bürgers⸗ töchter der tüde ſen Confeſſion, ſind einige lätze frei geworden. „Dies wird mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß die Eltern und Vormünder ſtift⸗ 1 er Mädchen ihre Auf⸗ nahmsgeſuche unter Vorlage der e binnen 14 Tagen anher einzureichen haben. Aus der 3. Abtheilung der ee vonHövel'ſchen Stiftung 1 nd vier Auk ſe0h alf im ark in zetrage von je 500 dieſem Jahre zu vergeben. Bewerbungsfähig ſind unbe⸗ mittelte Bürgerstöchter der Stadt Mannheim, welche das 18. Lebens⸗ jahr zurückgelegt haben, durch einen reinen ſittlichen Lebens⸗ wandel ſich auszeichnen und einen Großh. badiſchen Staatsange⸗ hörigen heirathen. Bei gleicher Würdigkeit erhalten Jene den Vorzug, welche ſich in der 2. Abtheilung der Stiftung ausgebildet haben. Bewerberinnen haben ihre Ge⸗ 956 unter Anſchluß eines Tauf⸗ cheines, eines Vermögenszeug⸗ niſſes, eines Sittenzeugniſſes der ſtändigen Behörde, innerhalb 14 Tagen dahier einzureichen. Mannheim den 24. März 1891. Der Stiftungsrath: Bräunig. Kallenberger. Ankündigung. In Folge richterlicher Verfügung wird am 1 2 Donnerſtag, 2. April 1891, Nachmſtta 8 3 Uhr im N Rathhauſe die nach⸗ perzeichneten Liegenſchaften der 1 Hermann Bühler heleute hier öffentlich verſteigert, wobei der endgiltige Zuſchlag erfolgt, wenn der auch nicht geboten wird. Beſchreibung der Liegenſchaften. Der Bauplatz dahier No. 28 der künftigen inhäuſerſtraße (Schwetzinger im Maaße i eggz von 1007 qm neben Karl Jörger, Mannheim, 31. März 1891. Jakob. und Konrad Criminalpolizei. Schäfer Relicten Meng, Polizei⸗Commiſſär. zeſchätzt 15,105,00 M. Freiherrl. von Hövel'ſche Etiſtuung Mannheim. No. 1. Wir machen darauf auf⸗ merkſam, daß die Stiftlinge obiger Stiftung verpflichtet ſind, beglau⸗ bigte Zeugniſſe über ihr Verhalten im letztverfloſſenen Jahre recht⸗ zeitig vor der Jahresfeier dem Unterzeichneten Vorſitzenden vor⸗ . 3921 mige Stiftlinge können bei Zertheilung der Preiſe und Beloh nungen nicht nur nicht berückſichtigt ſondern wegen Unfolgſamkeit auch zur Rechenſchaft gen werden Mannheim 24. März 1891. Der Stiftungsrath: age. Fünfzehntauſendeinhundert⸗ fünf Mark. Mannheim, 5. März 1891. Großh. Notar attes. Jung⸗Verſteigerung. Donnerſtag, den 2. April, Vormittags 10 Uhr verſteigern wir auf unſerm Bureau im ſtädt. Bauhof das Düngerergebniß von 82 Pferden für den Mongt April. I. Js. Städt. Abfuhr⸗Anſtalt Mannheim. 603⁵ Die Sauer. ingmaun. Infolge Reparatur der Schuk⸗ turnhallen waren wir veranlaßt, den Saal des 616³ „Grünen Hauſes“ für unſere Uebungsabende bis zum 14. April zu miethen. Des beſchrünkten Raumes wegen, 1 05 während dieſer Zeit, die ebungen nur für die diejenigen Turner ſtatt, die ſich an den Auf⸗ führungen der nächſten Vorſtel⸗ lung im Saalbau betheiligen wollen. Uebungsabende: Dienſta Mittwo Donnerſtag. Die Jugendturner üben bis zum 14. April in der Turnhalle des 6,(Eingang Gewerbeſchule) jeden Montag Donnerſtag Samſtag jeweils Abends von—10 Uhr. Heute Mittwoch: erſter neb⸗ ungsabend. 6163 Der Vorſtaud. obige Spra⸗ Abt lung Hande ule) Jan des 3. ertiale unſeres(Oſtern— Ende Jul unen in die be⸗ ſtehenden Unterrichtskurſe für 5 771 Sprache ungliſche Sprache Saniſche Sprache paniſche Theilnehmer(mit den enk⸗ 2 5 bekergmiſſen ver⸗ en) eintreten. 7 5 wir neue (Aufangskurſe) für chen ſowie für Frgnzöſiſche Converſation u. Correſpondenz, Doppelte Buchhaltung. Kaufmänniſches Rechnen, Deutſche Ortographie u. Stil Kalligraphie, andelsges⸗ graphie und Schrifliche Aureldengen er K* bitten wir uns bis längſtens 4. April. Meldu nach dem 6. April ne en. e te i me Unterrichts befreit vom Veſuche der Jerdbug te Arb.-Tortb.-Verein. e Samſtag, den 4. April, bends 8½ Uhr im Lokal Vortrag von Nergt Rudolph—Zwelbrücken über: „Die Dichter des deutſchen Befreiungskampfes.“ Gäſte ſind willkommen. Zu zahlreicher Betheiligung ladet 6101 Der Vorſtand. Sing-Verein. Donnerſtag Abend ½9 Uhr, Probe 6188 mit Junggeſellen⸗Abſchied. Beſangrerein Bavaria. Heute Mittwoch Abend 2 Uhr Probe. Um vollzähl. Erſcheinen bittet 8434⁵ Der Vorſtand. „Frohſinn.“ Heute Mittwoch Abend 84350 Brobe. Geſaug⸗EUnterhaltungs⸗ Verein„Eugenig“. Mittwoch Abend 8/ Uhr PROBE. Um vollzähliges Erſcheinen bittet 84344 Todes-Anzeige. Der Vorſtand. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen mein innigſt⸗ geliebtes Söhuchen Georg 6106 Albert im Alter von 2 Monaten in die Schaar ſeiner Engel abzurufen. Bräunig. Paer e Der trauernde Vater: Gg. Seitz, Schutzmann. Mannheim, den 31. März 1891. 1 6. Seite. General-Anzeiger. Mannheim, 1. April. 7 Eingefaugen und bei Wa⸗] Ein hieſiges, größeres Getrei⸗] Ein f. Mann m. g. Empfeh⸗ Verſteigerung Heirath 5 ſenmeiſter Sn untergebracht: degeſchäft ſucht zu ſofortigem Ein⸗ lungen, welcher Caution ſtellen des Waarenlagers der Konkursmaſſe des Kaufmanns Carl Ferd. Leiſt in Mannheim. Mittwoch, den 1. April und die folgenden Tage, jeweils Nachmitta 1585 2 Uhr beginnend, wird in Lit. R 3 Nr. 15 in dem geräumigen Eckladen daſelbſt durch Herrn Gerichtsvollzieher Burgard die Verſteigerung der Vor⸗ räthe an Spezereiwaaren u. ſ. w. öffentlich gegen Baarzahlung fortgefetzt, beſtehend aus Caffee, Melis, Kandis, Jarin, Stearinkerzen, Seifen, Eichorien, Sonrrogate, Zünd⸗ lzer, Eigarren, Rauch⸗, Kau⸗ und Schnupftabak, rauntweinen,(darunter franz. Cognac) Salatöl, Eſſig, Mehl, Suppenſachen, Zuckerwaaren, Chokolade Putzre⸗ quiſiten und ſonſt noch einer Menge anderer Artikel, welche in geeigneten Parthieen und Qualitäten ausgeboten werden. 6161 Die Konkursverwaltung. Pfälziſche Bank Ludwigshafen a. Rh. e Herren Actionäre werden zu der am den 14. April J.., Vorm. 12 Ahr, im Sitzungsſaal des Bankgebäudes in Ludwigshafen am Rhein ſtattſtndenden 5680 ordentl. Ceneralversammlung hermit ergebenſt eingeladen. Tagesordnung: 1) Vorlage des Geſchäftsberichts für 1890 und Berichterſtattung; 9 Ertheilung der Entlaſtung; Verwendung des Reingewinns. Wahl von Aufſichtsraths⸗Mitgliedern. Nach§ 24 der Statuten haben diejenigen Actionäre, welche ſich daran betheiligen wollen, ihre Aktien, die vor⸗ her im Actienbuch auf ihren Namen eingetragen ſein müſſen, nebſt einem doppelten Verzeichniß derſelben, und außerdem, wenn ſte nicht perſönlich erſcheinen, die Voll⸗ macht oder ſonſtige Legitimations⸗Urkunde eines Vertreters ſpäteſtens vier Tage vor dem Verſammlungstag bei dem Vorſtand zu deponiren, oder die anderweitige Depoſition auf eine dem Aufſichtsrath genügende Art nachzuweiſen. Ludwigshafen a. Rh., den 20. März 1891. Der Aufſichtsrath: Carl Clemm, Porſitzender. urn Verein Mannheim. e 18. April 1891, Abends 8 Uhr im großen Saale des Saalbau tutneriſche Aufführungen zu Gunſten der Turuhalle⸗Bau⸗Kaſſe. Eiutritt in den Saal 1 M.— Gallerie 50 Pfg. 8162 Der Vorſtand. Mannheimer Bilher-Club⸗ Muſik alſchr Abrnd⸗Anterhaltuug ui nit Lanz in den Sälen des Badner Hofes 0 lit 2 ogu klchne enkaben eder nebſt deren Familien Der Vorſtand. Karten für uführende können an u 8 d im Lokal in A genommen werden. Schluß der Kartenausgabe Montag, den 6. April a. e. W. Hirsch, Haupt- und Central- Bureau befindet ſich nunmehr 6178 3E,.. neben der alten Poſt. Die Vertretung der Dampfschifffahris- Gesellschaft beste, sioherste und comfortabelste Route nach Eng- land, wurde für Mannheim Herrn Louis Bärenklau, Geſchäſts Verlegung and d Eupfthlung.“ diſck⸗, din Mn, allz⸗ l. Echhneineneßgerti 5 zand Surppnaeen feee 5 Eanae K 3, Hl. W. Weiblinger. K 3, ll. Häuser, ete. 88662 geeignet, zu verkaufen durch Agent J. 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