In der Poftliſte 2888. en unzen Badiſche Bolkszeitung.) Nr. 2388. Abonnement: 50 Pfg. monatlich, Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſtauf⸗ ſchlag M..90 prs Quartal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pig. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfa. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfs 81 der Stadt Maunheim und Umgebung. Mannheimer Journal. (101. Jahrgang.) Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Frſcheint wöchentlich fieben Mal. (Mannheimer Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „Jonurnal Maunheim.“ polteiſchen i. al Thell für den politiſchen u. allg. The Chef⸗Redakteur Julius Katz, für den lokalen und prov. Theil Eruſt Müller, für den Inſeratentheil: Karl Apfel. Kotationsdruck und Berlag der Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ deuckerei, (Das„Mannheimer Journal“ iſt Eigenthum des latholiſchen Bürgerhoſpitals.) ſämmtlich in Rannheim. Nr. 332.[Zelephen⸗Ar. 218.) Programm⸗Fragen. Von verſchiedenen Seiten wird gemeldet, daß in einzelnen nationalliberalen Vereinen der Wunſch bezüglich Durchſicht des nationalliberalen Parteiprogramms laut wird. Man iſt in einzelnen Gegenden des Reiches be⸗ reits der Sache inſofern näher getreten, daß man Ver⸗ ſuchen, welche einer Weiterfaſſung des nationalliberalen Parteiprogramms die Wege ebnen ſollen, zugeſtimmt hat. Es iſt ganz natürlich, daß ſich das Beſtreben, den Zeitverhältniſſen Rechnung zu tragen, auch bei den poli⸗ tiſchen Parteien geltend macht, denn ein Parteiprogramm kann nicht auf unbeſtimmte Dauer feſtgelegt werden, es muß, allerdings unter ſtrenger Aufrechterhaltung der grundlegenden Anſichten und politiſchen Ziele, vom Zeit⸗ geiſt beeinflußt werden können. Aus dieſem Grunde wird man es begreifen, wenn auch in einzelnen nationallibe⸗ ralen Vereinen der Wunſch ausgeſprochen worden iſt, es möchte das Parteiprogramm einer Reviſion unterzogen werden, doch glauben wir jetzt ſchon annehmen zu dürfen, daß ſich eine ſolche Programmdurchſichtweniger auf allge⸗ meine ſogenannte Reichsfragen wird beziehen können, als auf die Behandlung der beſon⸗ deren Angelegenheiten der Einzelſtaaten. Ein Reichs⸗Programm hat die nat.⸗lib. Partei erſt⸗ vor wenigen Monaten auf der Berliner Delegirten⸗Ver⸗ ſammlung aufgeſtellt, und es iſt von den bevollmächtigten Vertetern der Partei aus allen Theilen des Reiches an⸗ genommen worden. Selbſtverſtändlich kann ſich aber ein ſolches die nat.⸗lib. Reich spartei zuſammenfaſſendes Pro⸗ gramm nicht auch auf die Erörterung bezw. Feſtſtellung der in den Einzelſtaaten ſchwebenden politiſchen Streit⸗ ſragen erſtrecken; hier muß den einzelnen Landesverbänden die vollſte Freiheit in der Entfaltung ihrer Anſchauungen gelaßſen werden und ſie wird ihnen auch zugeſtanden. Eine über dieſe Grenze hinaus gehende Aenderung in den ſeither feſtſtehenden Grundſätzen der nat.⸗lib. Partei kann nicht beabſichtigt werden, und es iſt nicht daran zu zweifeln, daß ein derartiger radikaler, auf die Bedürfniſſe des Augenblicks— und vielleicht noch mehr guf Wünſche als auf Bedürfniſſe— baſtrender Umſturz von keimem einzigen nat.⸗lib. Landesverbande geplant wird. Gewiß iſt es nicht nur wünſchenswerth, ſondern auch dringend geboten, daß die Anhänger der national⸗ ltberalen Partei die täglich neu auftauchenden politiſchen und wirthſchaftkichen Fragen unter dem Geſichtswinkel der vorhandenen Verhältniſſe prüfen und daß ſie den Zug der Zeit ganz begreifen. Von den vielen Feinden, welche die nationalliberale Partei als eine gemäßigte Mittelpartei ſelbſtverſtändlich beſitzt, wird aber doch Keiner ernſtlich den Vorwurf gegen ſie erheben, daß ſe die Grundbedingung des erſprießlichen Schaffens nicht erfüllt bezw. das Verſtändniß für die politiſche Zeitlage nicht in vollſtem Maße beſitzt; ihre Stellung zu den Handelsverträgen beweiſt am beſten, daß ſte, wie ſeit Jahrzenten, ſo auch jetzt, freudig bereit iſt, in poſtttwer Weiſe thatkräftig zum Beſten der allgemeinen Intereſſen mitzuwirken. Es iſt ein Vorzug der national⸗ Überalen Partei, daß ihre Anhänger das Partei⸗ programm nicht als die ſichtbare Grenze ihrer politiſchen Thätigkeit betrachten, daß ſie, um es kurz in ſagen, nicht im Programm untergehen. Für ſie bedeutet das Programm die Zuſammenfaſſung politiſcher Grundſätze, welche es ermöglicht, daß ſich die Bekenner derſelben zu gemeinſamer politiſcher Wirkſamkeit zuſammen⸗ finden. Weil die nationalltberale Partei nicht auf die Parteiſchablone eingeſchworen iſt, dürfen ihre Anhänger ſic in ihrer Stellungnahme zu einzelnen Fragen eine größere und deßhalb wirkungsvollere Freiheit geſtatten, als ſie anderen Parteien möglich wäre. Deßhalb kann es nicht auffallen, wenn hier und dort in einzelnen nationalliberalen Vereinen ſich die Abſicht kundgibt, in 1 Seleſenie und verbreiteiſte Zritung in Mannheim und Umgebung. der Beurtheilung gewiſſer Landes angelegenheiten eine Vervollſtändigung bezw. Ausgeſtaltung der im Reichs⸗ programm in großen Zügen niedergelegten Poſitionen anzu⸗ ſtreben. Was heute in Braunſchweig und wie es heißt, auch in Württemberg unter der Bezeichnung„Er⸗ weiterung des Programms“ anzubahnen verſucht wird, könnte ja unter Umſtänden auch in Baden ein⸗ mal zum Ausdruck gelangen; aber, ſo natürlich eine der⸗ artige Stellungnahme in der Beurtheilung der einzel⸗ ſtaatlichen Angelegenheiten iſt— die badiſche national⸗ liberale Partei hat in dieſem Jahre zweimal eine ſolche Stellungnahme öffentlich bekundet— ſo ſollten doch die Beſtrebungen der Anhänger der national⸗ liberalen Partei im Reiche darauf gerichtet ſein, alle irgendwie auftretenden Verſuche, welche auf eine ein⸗ ſeitige Abänderung des nationalliberalen Reichs pro⸗ gramms abzielen könnten, möglichſt hintanzuhalten. Centrum und Sofialdenofralit * Das Organ der badiſchen Ultramontanen, der „Badiſche Beobachter“, geht in der Vertheidigung der Sozialdemokratie weiter, als man nach den ſozia⸗ liſtenfeindlichen Beſtrebungen des von ihm empfohlenen „Katholiſchen Volksvereins“ anzunehmen berechtigt ſein ſollte. Um die Religionsfeindlichkeit der Sozialdemokratie, die er nicht ganz als Wahlbundesgenoſſen verlieren möchte, zu entſchuldigen, verſteigt ſich der„Beobachter“ zu der Behauptung, daß die ſozialiſtiſche Phraſe„Religion iſt Privatſache“ mit der„nationalliberalen freundlichkeit auf eine Stufe zu ſtellen ſei.“ Das ultra⸗ montane Blatt geſtattet ſich dieſen Vergleich, um darauf⸗ hin beweiſen zu können, daß die ausſchlaggebende ultra⸗ montane Beihilfe zum ſozialdemokratiſchen Reichstagswahl⸗ ſiege im Wahlkreiſe Mannheim⸗Weinheim⸗Schwetzingen etwas ganz Natürliches war. Ja, der„Beobachter“ behauptet ſogar, daß zahlloſe Erfahrungsbeweiſe, die angeblich auch aus dem jetzigen Verhalten der national⸗ liberalen Partei beigebracht werden könnten, die katholiſchen Pfälzer zu der Ueberzeugung„gezwungen“ habe, daß nationalliberale Religionsfreundlichkeit und ſozial⸗ demokratiſche Religionsfeind lichkeit ein und dasfelbe ſeien! Man ſollte billigerweiſe erwarten dürfen, daß das ultramontane Blatt irgendwelche Beweiſe für das Zutreffen der von ihm der national⸗ liberalen Partei angedichteten Religionsfeindlichkeit er⸗ bringen würde; doch der„Beobachter“ ſetzt ſich über ſo etwas einfach hinweg und begnügt ſich mit der kühnen Behauptung in der Erwartung, daß doch etwas davon an der nat.⸗lib. Partei hängen bleiben würde. Die „ſchlechten“ Thaten der badiſchen nationalliberalen Partei, die den„Beobachter“ ſo ſehr erregen, decken ſich ja im Großen und Ganzen mit der Erklärung, welche im Jahre 1885 der damalige anerkannte Führer der badiſchen ultramontanen Partei in der Kammer abgab; ſeither ſind, wie es in einem landesfürſtlichen Landtags⸗ abſchiede hieß,„weſentliche Verbeſſerungen auf kirchen⸗ politiſchem Gebiete“ auch von der nationalliberalen Partei zugeſtanden worden, ſo daß das Lender'ſche Urtheil von 1885 erſt jüngſt wieder durch den Herrn Biſchof von Limburg gutgeheißen werden konnte. Wo ſind alſo die „religionsfeindlichen“ Thaten der badiſchen National⸗ liberalen?!— Beſonders intereſſant iſt die offene Erklärung des ultramontanen Hauptorgans, daß auch in der Zukunft das Centrum im Falle der Stichwahl zwiſchen einem Nationalliberalen und einem Sozial⸗ demokraten weder für den einen noch für den anderen eine Parole ausgeben werde, ſondern daß die Entſcheidung jedem einzelnen Wähler überlaſſen bleiben würde. Man kann den politiſchen Fanatismus nicht ärger auf die Spitze treiben. Um auch in Zukunft einem Sozialdemokruten den Vorzug vor einem national⸗ liberalen Kandidaten geben zu können, wird der national⸗ liberalen Partei eine Art von Religionsfeindlichkeit ange⸗ dichtet, die ſchließlich denNationalliberalismus als das größere Uebel erſcheinen laſſen und den Wählern die Wahl des Sozialdemokraten erleichtern ſoll. Auf dieſe Weiſe iſt im vorigen Jahre der Sozialdemokratie von ultramon⸗ taner Seite das erſte badiſche Reichstagsmandat aus⸗ geliefert worden, und wir zweifeln nicht daran, daß auf demſelben Wege auch noch weitere Mandate der Sozial⸗ demokratie in die Hände geſpielt werden dürften. Religions⸗ Donnerſtag, 3 Dezember 1891. Sadiſchet Fandtag. Karlsruhe, 2. Dezbr. 8. Sitzung der II. Kammer. Am Miniſtertiſch: Geh. Rath Miniſter Eiſenlohr, Miniſterialdirektor Seubert, Miniſterialrath Buchen⸗ berger, Miniſterialratg Braun, Miniſterialrath v. Jage⸗ mann. Präſident Lamey eröffnet die Sitzung um 9¼ Uhr. Nach Mittheilung verſchiedener Eingänge folgt die Fort⸗ ſetzung der Berathung über die Berichte der Budgetkommiffion bezüglich der Rechnungsnachweiſungen des großh. Miniſteriums des Innern für 1888/89. Das Haus beſchließt ohne Verhand⸗ lung dem Antrag gemäß. Den weiteren Gegenſtand der Berathung bildet der vom Abg. Strübe vorgetragene Bericht der Bittſchrifkenkommiſ⸗ ſion, die Nachweiſung über die der großh. Regierung während des Landtags 1889/ĩ0 von der 2. Kammer überwieſenen Bitt⸗ ſchriften und deren Erledigung betreffend. Der großh. Re⸗ gierung wurden im Ganzen 41 Bittſchriften überwieſen, und zwar 14 mit Empfehlung, 26 zur Kenntnißnahme und eine theils empfehlend, theils zur Kenntnißnahme. Von den 14 mit Empfehlung überwieſenen Bittſchriften fanden 8 den Wünſchen der Bittſteller bezw. den Beſchlüfſſen der Kammer ganz oder theilweiſe entſprechende Erledigung. Unter dieſen befindet ſich die Bitte des Komitees der evang. Geſammtgeiſt⸗ lichkeit des Großherzogthums, die Aufbeſſerung der Gehalte der evang. Pfarrerswittwen und Waiſen betreffend. Die Bitt⸗ ſteller ſind dahin beſchieden worden, daß der evang. Landes⸗ kirche Behufs Aufbringung der in Verfolgung ihrer Zwecke erforderlichen Mittel die Beſteuerung ihrer Angehörigen er⸗ möglicht werden ſoll. Es ſoll dem Landtag ein Ge⸗ ſetzentwurf über die Beſteuerung für allge⸗ meine kirchliche Zwecke vorgelegt werden. Die Bitte der Gemeinden des Amtsgerichtsbezirks Neckar⸗ biſchofsheim um Errichtung einer Bezirksaſſiſtenten⸗Thierarzt⸗ ſtelle iſt durch Beauftragung des Thierarztes Mayer⸗Neckar⸗ biſchofsheim mit der Stellvertretung des Bezirkstierarztes für den ganzen Amtsgerichtsbezirk erledigt. Die Bitte des oberbadiſchen Weinbauvereins u. v. A, die Beſteuerung des als Haustrunk verwendeten Branntweins betreffend, fand durch den Antrag Badens im Bundesrath und das Reichsgeſetz vom 8. Juni 1891 Erledigung. Bezüglich der Bitte des allgemeinen Badiſchen Volksſchul⸗ lehrervereins über die Abänderung einiger Be⸗ ſtimmungen des Elementarunterrichtsgeſetzes ſolldem Landtag ein Geſetzentwurf vorge⸗ legt werden. Der Bitte um Neueinſchätzung des Grundſteuer auf Grund von Erhebungen über den derzeitigen Reinertrag desſelben konnte keine Folge gegeben werden, da nach dem Syſtem der Grundſteuer auf den wirklichen, jähr⸗ lich wechſelnden Reinertrag des Geländes grundſätzlich keine Rückſicht genommen wird, vielmehr nur die Ertragsfähigkeit für die Steuerveranlagung maßgebend iſt. Auch würde es der Forderung der Gerechtigkeit widerſprechen, wenn die Grundſtücke einer einzelnen Kulturart auf einer andern Grundlage zur Steuer eingeſchätzt würden, als derjenigen, welche für das landwirthſchaftlich benützte Gelände überhaupt vorgeſchrieben iſt. Aus denſelben grundſätzlichen Erwäg⸗ ungen konnte auch der Vorſchlag, den Nachlaß der Grund⸗ ſteuer für Rebgelände bei Mißernten geſetzlich einzuführen, nicht berückſichtigt werden. Der Anregung, den Kunſtwein mit einer Fabrikationsſteuer zu belegen, hat die Regierung entſprochen und einen Geſetzentwurf in dieſem Betreff aus⸗ arbeiten laſſen. Die empfohlene Ermäßigung der Eiſen⸗ bahnfrachtſätze für Kunſtdünger iſt unthunlich, da für Beför⸗ derung von Dungmitteln auf badiſchen Bahnen bereits Aus⸗ nahmetarife beſtehen, die zum Theil noch unter die niedrigſten in Deutſchland bewilligten bezüglichen Sätze herabgehen und weil an den Grenzen der Selbſtkoſten ſtehend, eine weitere Ermäßigung nicht mehr geſtatten. Zur Fortſetzung der Ver⸗ ſuche zur Bekämpfung der Rebkrankheiten u. ſ. w. ſind die Mittel in dem Eutwurfe des Budgets des Miniſteriums des Innern für 1892/93 vorgeſe hen. Von den übrigen empfehlend der Regierung überwieſenen, aber nicht berückſichtigten Bittſchriften ſind zu erwähnen: die Bitte des freiſinnigen Vereins in Offenburg um Veranlaſſung eines Geſetzentwurfes betreffend die Entſchädigung unſchuldig Verurtheilter und widerrechtlich Verhafteter. Dem Verein wird erwidert: Die von der Regierung unternom⸗ menen Schritte haben ergeben, daß eine Regel⸗ ung der Frage von Reichswegen in naher Zeit nicht in Ausſicht genommen wird. Eine andere, der Regierung empfehlend überwieſene, aber nicht weiter behandelte Bittſchrift iſt diejenige der Gemeinden Kirchheim und Rohrbach um Errichtung einer Güter⸗ ſtation in Kirchheim. Begründet wird die Nichtberückſichtigung damit, daß der Gemeinde Kirchheim mit den anderen Inte⸗ reſſenten die Aufbringung eines Drittels der 46,500 Mark betragenden Herſtellungskoſten zugemuthet wurde, dieſe aber nicht darauf eingegangen ſeien. Abg. Greiff will im Hinblick auf die Aufforderung des Präſidenten nicht auf den Inhalt der Bittſchrift einzugehen, ſich auf die Erklärung beſchränken, daß er für eine Erneuerung der Bittſchrift Sorge tragen werde Er hoffe aber dann be⸗ ſtimmt, daß die Regierung dem Antrag der Kammer mehr Rückſicht zu Theil werden laſſe. Auf eine Anfrage über die Beſteuerung des Kunſt⸗ weines hemerkt Miniſterialdirektor Seubert, daß Sei⸗ tens der Regierung ein Geſetz über die Regelung der Be⸗ ſtimmungen bezüglich des Kunſtweines fertig geſtellt ſei. Er hoffe, dieſen Entwurf noch im Laufe dieſes Monats an den Landtag bringen zu können. „Den badiſchen Bezirksgeometern iſt auf ihre Bittſchrift Betreffs Gehaltsordnung mitgetheilt worden, daß Rebgeländes zur 2. Seite. SGeneral⸗Anzeiger. Mannheim, 3. Dezember. das Geſuch, die Mehrzahl d haltsklaſſe F. 4 einzuſteller 1892/8 geprüft werden ſoll. 8 5 „Einer Bittſchrift der Bahnmeiſter der bad. Staats⸗ eiſenbahnen iſt in der Weiſe entſprochen worden, daß die Gehühren für Begehung ihrer Strecken mit Wirkung vom 1. Juni 1890 ab erhöht wurden. Den Gewerbevereinen des Pfalzgauverban⸗ des wur de auf ihre Bitte um Errichtung von Gewerbekammern mitgetheilt, daßeinſolcher Geſetzentwurf in Vorbereitung ſei. Die Bitte vieler Gemeinden aus den Amtsbezirken Bonn⸗ dorf, Neuſtadt und Waldshut, die Fortſetzung der Höllenthal⸗ bahn zur Verbindung mit der Wutachthalbahn und die Er⸗ bauung der Strecke Stühlingen⸗Beringen betr., wurde zu den Akten genommen, da die Herſtellung einer ſolchen Bahn auf Staatskoſten nicht zu empfehlen ſei. Bezüglich der Bitte der Bewohner von Kandern und des Feuerbachthales um eine Eiſenbahn zwiſchen Kandern und Effringen wünſcht Abg. Kellex, daß die Regierung ſich über die Prüfung der beiden in Vorſchlag gebrachten Pläne äußern möge. Miniſterialdirektor Seubert bemerkt, daß der Schwer⸗ punkt dieſer Angelegenheit nicht in den techniſchen Schwierig⸗ keiten, ſondern auf dem finanziellen Gebiete liege. Die Regier⸗ ung könne bis jetzt keinem der beiden Pläne den Vorzug geben; ſie werde ſich zuwartend verhalten, bis die Intereſſen⸗ ten ſelber einig geworden, ein Unternehmer die Durchführung des Baues in die Hand zu nehmen bereit ſei. Die Bitte der Städte Wertheim und Freudenderg um Weiterführung der Kettenſchleppſchifffahrt auf dem Main ev. die Einführung einer Dampfſchifffahrt wird von der Regier⸗ ung dahin beantwortet, daß die Bittſchrift bisher nicht erledigt werden konnte, da die Verhandlungen mit Bayern noch nicht zum Abſchluß gekommen ſeien. Abg. Baſſermann wendet ſich gegen die bayeriſche Regierung, welche die Angelegenheit verſchleppen zu wollen cheine. Sie möge doch von den kleinlichen Konkurrenzrück⸗ ichten Abſtand netzmen und die Regulirung der Mainſchiff fahrt endlich zur Ausführung bringen. Abg. v. Buol ſchließt ſich dieſen Ausführungen an und Miniſter Eiſenlohr beſtätigt, das allerdings die haye⸗ ziſche Regierung bisher nicht den bezüglichen Vorſchlägen Folge gegeben habe. Die Verſammlung beſchließt ferner, den Geſetzentwurf über die Vereinigung der Gemeinde Neidelsbach und Eubig⸗ zeim im Plenum zu verhandeln und zum Berichterſtatter den Abg. Wilkens zu ernennen. Nächſte Sitzung: Freitag.(B..) Aus Sladt und Jand. MNaunbeim 3. Dezember 1891 Anläßlich der Berathung der Steuermäßigung iſt in beiden Kammern des Landtags von den Rednern hervorge⸗ doben worden, daß eine Berückſichtigung der von einzelnen Beamtenkategorien ſeit dem Inkrafttreten des neuen Beamten⸗ geſetzes kundgegebenen Wünſche und Beſchwerden werde er⸗ folgen müſſen. Der Stellung der nationalliberalen Paxtei entſprechend, haben insbeſondere auch Mitglieder der national⸗ liberalen Kammerfraktion, ſowie nationalliberale Mitglieder der erſten Kammer der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß die Steuerermäßigung einer Beſſerſtellung der Beamten ein⸗ zelner Gehaltsklaſſen nicht hindernd im Wege ſtehen werde und unter dieſer Vorausſetzung für die Steuerermäßigung geſtimmt. Von Seiten der Regierung iſt wohl wiederholt darauf hingewieſen worden, daß die Steuerermäßigung nur dann als eine dauernde in Ausſicht geſtellt werden könne, wenn die Anſprüche an den Staat ſich nicht zu hohen Aus⸗ gabeanforderungen ſteigern würden. So ſehr berechtigt dieſer Standpunkt unzweifelhaft iſt, ſo darf doch der Ueberzeugung Ausdruck gegeben werden, daß trotz der Steuerermäßigung eine finanzielle Aufbeſſerung einzelner Beamtenkategorien ſich wird durchführen laſſen. Wir geben nicht nur die Meinung weiter Bevölkerungs⸗ ſchichten, ſondern auch jene der nationalliberalen Volksver⸗ treter wieder, wenn wir auf die Dringlichkeit der Erledigung vielfacher auf die Gehaltsverhältniſſe bezüglicher Beſchwerden der niederen Bedienſteten hinweiſen. Es iſt nicht zu bezweifeln, daß die möglichſt günſtige und thunlichſt raſche Abſtellung gerechtfertigter Beſchwerden und die Erfüllung nicht unbilliger WMünſche dieſer Beamtenklaſſen im öffentlichen, allgemeinen Staatsintereſſe liegt, und es iſt zu erwarten, daß jene Mit⸗ glieder der beiden Kammern, die ſich zur nationalliberalen Partei bekennen, für die Berückſichtigung der gerechten BB———————— ter in die Ge⸗ g des Budgets ſür Die Unruhen in Chinma. Wie ſchon bei den letzten Bewegungen in den mittlexen Provinzen Chinas iſt auch für die neuerdings im Nordoſten gusgebrochenen Unruhen die Parole ausgegeben, daß die Feind⸗ ſeligkeiten ſowohl gegen die Dynaſtie wie gegen die Fremden gerichtet find. Letzteres der Haß gegen die Ausländer, ſpielt auch in erſteres Motiv hinein, nicht ſo ſehr weil die auf dem Drachenthron ſitzende Monarchie eine ausländiſche iſt, als weil ihr zu weit gehende Rückſichten und zu große Nachgiebigkeit gegen die Fremden zum Vorwurf gemachk werden. Als bekannt darf vorausgeſetzt werden, daß die Dynaſtie der Tſing nicht eine einheimiſche iſt, ſondern erſt durch eine der außerordentlichſten Umwälzungen, welche die Weltgeſchichte kennt, zur Herrſchaft gelangt iſt. Ein kriegeriſcher, wenig zahlreicher Nomadenſtamm, die Mandſchus, bis dahin faſt völlig unbekannt, führt längereZeit mit wechſelndem Glück die an den Nordgrenzen Chinas faſt nie erlöſchenden Grenzkriege; Uneinigkeit, Verrath und Empörung in den kaiſerlichen Heeren führen ſie bis vor die Hauptſtadt, öffnen ihnen deren Thore und bringen ihren thatſächlich im Kriege wie im Frieden hervorragend begabten Herrſcher auf den Thron des größten Reichs der Erde. Noch merkwürdiger iſt es, daß dieſe in Aſien nicht ungewöhnlichen Vorkommniſſe nicht eine bloße Epiſode bleiben, ſondern daß die Fremdherrſchaft einer Hand⸗ voll kriegeriſcher Tataren— die ganze Mandſchurei zählt nur 12 Millionen Einwohner— über das 400 Millionen⸗Reich auch nach dem Tode der erſten Herrſcher, auch unter ſchwachen und unfätzigen Monarchen eine dauernde bleibt, ſich befeſtigt und allen inneren und äußeren Stürmen Trotz bietet. Obgleich ſeit Jahrbunderten im Verkehr mit Europäern hat der Chineſe ſeine gründliche Verachtung gegen die Frem⸗ den noch immer nicht abgelegt. Er fühlt ſich ihnen immer noch überlegen trotz der zahlreichen und ſehr handgreiflichen Beweiſe, die er bei verſchiedenen Anläſſen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens vom Gegentheil erhalten hat. Dieſe Demüthigungen haben, wie es ſcheint, nur die Folge gehabt, daß ſich zur Verachtung noch der Haß geſellte, und daß wir uns, nicht für den Kundigen, wohl aber für den Fernſtehenden überraſchend, plötzlich einer Lage gegenüber ſehen, die, auf des Meſſers Schneide ſchwankend, einer friedlichen Ausgleichung — Münſche namentlich der niederen Bedienſteten voll und ganz eintreten werden. Unſere erhabene Landesfürſtin, Ihre Königliche Hoheit die Frau Großherzogin, begeht am heutigen Tage die Feier der Wiederkehr Ihres Geburtsfeſtes. Mit den Mitgliedern des Großherzoglichen Hauſes vereint ſich heute das badiſche und deutſche Volk im Gebete für die hohe Frau, die Ihr erhabenes Amt in Werken mildeſter Barm⸗ herzigkeit verkörpert, als ein leuchtendes Vorbild wahrer Für⸗ ſtengröße und weiblicher Tugenden. Möge es Ihrer Königlichen Hoheit vergönnt ſein, noch viele Jahre an der Seite Ihres edlen Gemahls, unſeres allverehrten Landesfürſten, zum Beſten der leidenden Menſchheit wirken zu können. Verſetzung. Der Großh. Obergrenzeontroleur Se⸗ baſtian Schmelzinger in Randegg wurde in gleicher Eigenſchaft nach Meersburg verſfetzt. Sie vom badiſchen Handelstag an den langjäh⸗ rigen Referenten von Handel, Induſtrie und Gewerbe, Herrn Geheimen Rath G. von Stöſſer, nunmehr Präſident des Großh. Verwaltungshofs gewidmete Adreſſe, iſt in künſtle⸗ riſcher Ausfertigung, beſorgt von Herrn Architekt Köchler, in Jirma Köchler& Karch, jüngſter Tage an Herrn von Stöſſer überſendet worden, welche dieſelbe„als ein ſicht⸗ bares und koſtbares Mal des Gedenkens an dem ihm theuer gewordenen und bleibenden Ahſchnitt ſeines Lebens bezeichnet.“ „ Badiſcher Fiſcherei⸗Verein. Auch in dieſem Jahre iſt dem Badiſchen Fiſcherei⸗Verein die ehrenvolle Aufgabe zu Theil geworden, den vom Miniſtertum des Innern ſeit letztem Jahre eingeführten Fiſchereikurs abzuhalten. Es waren zu dieſemZZwecke von ihren vorgeſetzten Behörden folgende Herren nach Freiburg entſandt worden: Domänenverwalter Achert⸗ Thiengen, Domänenverwalter Schuhmacher⸗Kehl, Ober⸗ förſter Ra u⸗Pforzheim, Oberförſter Schätz le⸗Wolfach, Ober⸗ förſter Hüh ſch⸗Gengenbach, Oberförſter Kur tz⸗Waldkirch, Oberförſter Müller⸗Kirchzarten, Oberförſter v. Teuffel⸗ Kandern, Ovberingenieur Dunzinger⸗Offenburg, Oberin⸗ genieur Baumberger⸗Heidelberg, Baurath Drach⸗Karls⸗ ruhe. Am 26. Nov. Nachmittags begann der Kurs mit den Vorleſungen im zoologiſchen Inſtitut der Univerſität. Zuerſt ſprach der J. Vorſitzende des badiſchen Fiſcherei⸗Vereins, Herr Profeſſor Dr. Gruber, über die Urſachen der Schädigung des Fiſchbeſtandes in unſeren Gewäſſern und die Möglichkeit derſelben zu ſteuern, durch Wiederbeſetzung mit Edelfiſchen, beſonders Salmoniden. Es war eine große vom Vereine angeſchaffte Sammlung ſämmtlichergiſche des Oberrheingebietes inel. des Bodenſees aufgeſtellt, ferner Präparate zur Exläu⸗ terung der Anatomie und Entwickelung der Fiſche, die Fiſch⸗ nahrung und die Fiſchfeinde u. ſ. w. Hierauf ſprach Herr E. Schuſter Beſitzer der Fiſchzuchtanſtalt Selzenhof über die künſtliche Zucht der verſchiedenen Arten von Fiſchen. Am Freitag, 27. Nov., Vormittags hielt Herr Prof. Gruber einen zweiten Vortrag über das Weſen der Befruchtung und die Entwicklung der Fiſche, während der übrige Tag bis zum Abend dem Beſuch der Fiſchzuchtanſtalt Selzenhof gewidmet war, Samſtag, 28. Nop, endlich hielt Herr Prof. Gruber vor zahlreichen Fiſcherei⸗Intereſſenten einen öffentlichen Vor⸗ trag über das Laichen, die Entwicklung, den Körperbau und die Lebensweiſe des Fiſches, ferner den Bau und die Lebens weiſe des Flußkrebſes und der Flußperlmuſchel. Nachmittags fanden öffentliche Uebungen im Ausſtreifen, Einlegen und Packen der Eier ſtatt. Aenderungen im Tabakverkauf. In verſchiedenen Gemeinden der Bergſtraße wurde neulich unter den Tabak⸗ pflanzern eine dahingehende Vereinbarung getroffen, von dem bisher vielfach üblichen Vorverkaufe des Tabaks künftig ab⸗ zuſehen. Der Tabak ſoll demgemäß fürder nicht mehr vor dem Abhängen verkauft, dagegen ſofort nach dem Verkaufe vom Käufer um den vereinbarten Preis übernommen wer⸗ den. Dieſe Einrichtung bezweckt die Beſeitigung von Bengch⸗ 1 8 welche der Vorverkauf im Gefolge zu haben pflegt. In neueſter Zeit iſt der Plan einer ſtrategi⸗ ſchen Bahn aufgetaucht, welche nicht blos für Vertheidig⸗ ungszwecke, ſondern auch für den Durchgangsverkehr von großer Bedeutung zu werden verſpricht. Es handelt ſich um eine möglichſt kurze Verbindung von Farlsruhe nach Hage⸗ nau im Elſa ß. Die ſtrategiſche Bedeutung der Linie leuchtet ſofort ein. Sie wird weſentlich dem Aufmarſch der deutſchen Heere dienen und einen weiteren Rheinübergang auf der langen Strecke zwiſchen Kehl und Maxau ſchaffen. Die wirthſchaftliche Bedeutung iſt die, daß eine erhebliche Abkürzung der mitteleuropäiſchen Oſt⸗Weſt⸗Linie hergeſtellt wird. Bekanntlich iſt die Strecke Hagenau⸗Zabern bereits im Betrieb, ſo daß durch die Verbindung Hagenau⸗ Karlsruhe der läſtige Ellbogen über Straßburg abgeſchnitten wird. Trotz der Bedeutung der Stadt Straßburg wird es auf die Dauer nicht wohl angehen, ihr zuliede den Schnell⸗ verkehr auf dem längeren Wege zu führen; derſelbe wird die kürzere Linſe Zabern⸗Karlsrube einſchlagen. Auch für Württem⸗ berg wird durch die verhältnißmäßig kurze Linie ein neuer —̃————— ſich zuneigen oder auch zu weitgreifenden kriegeriſchen Ver⸗ wicklungen ausſchlagen kann. Es mag ſein, daß die katholiſchen Miſſionare hie und da in ihrem Eifer für die Ausbreitung des Chriſtenthums die nöthige Vorſicht etwas aus den Augen gelaſſen haben— im Allgemeinen iſt der Verſuch Li⸗hung⸗tſchangs, für die Aus⸗ ſchreitungen ſeiner Landsleute die Fremden verantwortlich zu machen, nicht gerechtfertigt. Gerade in China haben die Miſ⸗ ſionare ſich vor einem Verhalten gehütet, das ihnen in anderen Ländern theilweiſe mit Recht zum Vorwurf gemacht worden iſt. Die fremdenhetzeriſchen Plakate würden bei jedem andern Volke mit ihren aberwitzigen und ſinnloſen Beſchuldigungen kaum Eindruck machen; aber der Chineſe, der in reltgibſer Beziehung duldſam und ſteptiſch denkt, iſt daneben ein Opfer des einfältigſten Aberglaubens und der dümmſten Leichtgläu⸗ bigkeit, Gegenſätze, die, wie bekannt, ſich häufig zuſammen finden. In einem der hetzeriſchen Plakate heißt es z. B. von den römiſchen Katholiken:„Jeder Mann oder jedes Weib kann ſich beliebig vermäblen, wenn die Braut dem Biſchof ein ſchimpfliches Zugeſtändniß macht. Ein Bootzieher Tſchang Schau'ſal, wurde von einem Katholiken Namens Liu unter⸗ richtet, daß er, wenn er kleine Kinder ſtehle und ihnen Augen und Herz ausſchneide, 50 Taels(241.) im Nu verdienen könne. Ein fremder Teufel kam nach Kanton und träufelte Nachts Gift in die Brunnen. Jedermann wurde davon krank und konnte nur durch fremde Aerzte geheilt werden. Zayl⸗ loſe ſtarben. Zuletzt wurde der Uebelthäter ertappt und mit 29 anderen hingerichtet. Wenn dieſe fremden Teufel eine neue Kapelle eröffnen, geben ſie ihren weiblichen Bekehrten eine Pille ein, welche ſie willenslos macht. Haufen von Kinder⸗ leichen ohne Augen und Herzen wurden unter dem Boden der Kirchen gefunden Für den gewöhnlichen Chineſen— ſo ſchreibt ein Kenner des Landes in den„Times!— ſei er Beamter oder Kuli, iſt der Boden, auf dem er wandelt, das Waſſer, die Luft, die er athmet, mit Geiſtern angefüllt, welche jeden Augenblick aus dem Zuſtande der Ruhe in die bösartigſte Thätigkeit über⸗ gehen können, jeder Winkel ſeines Hauſes beherbergt einen Geiſt; die Seelen ſeiner Eltern, ſeiner Freunde und Feinde können ſich infolge irgend einer zufällſgen Handlung oder Unterlaſſung von ſeiner Seite in Quälgeiſter, wüthende Ge⸗ Weg in das Elſaß eröffnet. Zugleich ſoll die beſtehende direſte Verbindungslinie von Karlsruhe nach Friedrſchsfeld eine Aenderung dadurch erfahren, das die Strecke Graben⸗ Karlsruhe von der Weſtſeite des Hardtwaldes auf die Oſt⸗ ſeite verlegt wird und alſo die Einmündung in die Hauptbahn bei Gottesaue in Karlsruhe erhält, Konkursverfahren. Karlsruhe. Ueber das Ver⸗ mögen des Süddeutſchen Waaren⸗ und Möbelcredithauſez von Guſtab Hölzer in Karlsruhe. Konkursverwalter: Kaufmann Karl Burger in Karlsruhe; Prüfun Stermin: Montag, 8. Februar.— Freiburg. Ueber das Vermögen des Pferdehändlers David Kleefeld in Freiburg i. Br Konkursverwalter: Generalagent Joſeph Kill in Freiburg; Prüfungstermin: Donnerſtag, 7. Januar.— Mannheim. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Anton Kölliſch in Neckarau; Konkursverwalter: Kaufmann Friedrich Bühler in Mannheim. Prüfungstermin: Mittwoch, 13. Januar. * Beſitzwechſel. Bei der geſtern ſtattgehabten Ver⸗ ſteigerung des Bauplatzes Rheinhäuſer⸗Straße Nr. 3 durch die Großh. Domainen⸗Verwaltung wurde derſelbe zum Preiſe von 24 Mark per[IJ⸗Meter durch den Agenten Zacharigs Dreyfuß für einen Dritten erworben. * Seiſes Flüſtern umrauſcht uns überall; vielſagende Blicke fliegen herüber und hinüber, der Dezember iſt da und mit Macht werden die Tage zum Feſte weniger. Ueber⸗ raſchung iſt jetzt der Trumpf, den alles unterm flammenden Tannenbaum ausſpielen möchte, und das Ewig⸗Weibliche iſt gegenwärtig am meiſten damit beſchäftigt, die Geheimniſſe nicht unter die Leute zu bringen. Ja, der Dezember iſt nun ernſtlich eingekehrt und man beginnt für das dohe Feſt Ouartier zu machen, pünktlich ſeine Vorbereitungen zu treffen, was eigentlich nie zeitig genug geſchehen kann. Ver⸗ ſtecke werden nun aufgeſucht, um das für das Feſt Beſtimmte nicht den Augen Unberufener preis zu geben; die„Haus⸗ tyrannen“, Männer genannk, erhalten ehe ſie Abends weg⸗ gehen, vorſorglich den Hausſchlüſſel zugefleckt, wohl auch die Mabnung wombolich eine Stunde ſpäter nach Hauſe zu kommen, kurz, den Männern wird jetzt guch ohne verlängerte Urlaubskarte Manches erlaubt, was ſonſt nicht der Fall wäre. Es gett nun einmal das Spiel von Neuem an, was ledes Jahr beginnt. wenn Liebe, Fleiß und Eifer Gutes und Schönes zu ſchaffen ſich bemühen und es währt ſo lange, bis alles unterm flimmernden Tannenbaum wohl verwahrt liegt, Und iſt es nicht ſchön, jenes geheimnißvolle Thun und Treihen, wo Ennes vom Andern weiß, das es ein guter Zweck iſt, den Jeres verſolgt? Iſt es nicht ſchön, ſenez Plaudern und Erzagen, wenn die holde Weiblichkeit ſich zuſammen findet und die Arbeit mit munterer Unterhaltung würzt. Darum umwehe uns weiter, ſüßes Geheimniß holder Weihnachtszeit, in welcher gleichſam Jedes wieder zum Kinde 17 55 ſich zurückverſetzt in die glücklichen Tage fröhlicher Jugend. Homöopathie und Naturheilkunde, In der Hu⸗ e zum„Wilden Mann“ fand geſtern Abend abermals eine Verſammlung von Freunden und Anhängern obiger Heilmethoden ſtatt, die ſich hauptſächlich mit Statutenberathung befaßte. Nach lebhaften Debatten wurde der von der Com⸗ miſſion vorgelegte Entwurf mit unweſentlichen Abänderungen angenommen und zeichneten ſich die Mehrzahl der Anweſen⸗ den als Mitglieder ein. Wegen vorgerückter Zeit wurde die Vorſtandswahl auf die nächſte Verſammlung verſchoben und die Siebenerkommiſſion mit der weiteren einſtweiligen Führung der Geſchäfte betraut. Herr Sonnewald theilte mit, daß Herr Dr. Zoeppnitz aus Stuttgart im Januar n. J. einen Vortrag über Homßopatbhie und Naturheilkunde hier halten werde. Auskunft ertheilt gerne und nimmt Beitrittserklärungen entgegen Herr A. Sonnewald(Schloß) hier. Der Gewerbe⸗ und Induſtrie⸗Verein veranſtaltet an Oſtern k. J. ſeine 10. Ausſtellung von Lehrlingsarbeiten, welche dadurch beſonderes Intereſſe gewinnt, daß auf Anord⸗ nung des Großh. Miniſteriums des Innern in Karlsruhe auch die Badiſche Landesausſtellung von Lehrlingsgarbeiten anläßlich der Feier des 50jährigen Jubiläums des Gewerbe⸗ und Induſtrie⸗Vereins dahier abgehalten wird. Anmeldungen werden jeden Sonntag von ½10—½12 Uhr im Vereins⸗ lokal, Kaſino, R 1. 1, 3. Stock, entgegengenommen.— Nächſten Montag, 7. Dezember. Abends ½9 Uhr wird Herr Gewerbe⸗ ſchulvorſtand FJ. Emele aus Wiesloch, der Verfaſſer der Broſchüre:„Die einfache Buchführung und das Koſten⸗ berechnen für Gewerbetreibende“, im Kaſinolokal, R 1, 1 da⸗ hier, einen Vortrag über dieſes Thema halten, worauf wir die Vereinsmitglieder ganz beſonders aufmerkſam machen. »Die Probeverbrennung im Heidelberger Ere⸗ matorium iſt geſtern Nachmittag 5 Uhr erledigt worden. Vertreten waren Heidelberg, Mannheim, Darmſtadt, Wien, Stuttgart, Baden und Frankfurt g. M. Der Erfolg des Syſtems Klingenſtierna war vorzüglich. Die Brennzeit betrug zwei Stunden, die Geſammtzeit von der Auheizung ab vier Stunden. * Kunſtnotiz. Die durch Herrn A. Donecker am verfloſſenen Dlenftag ſtattgehaßte Kunſtauction hatte in Be⸗ zug anf die Zahl der verkauften Bilder ein recht günſtiges Ergebniß, während die Preiſe etwas gedrückt waxen. An⸗ nähernd 60 Bilder gingen in Privatbeſitz über. Ein Reſt⸗ ...... PPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPPTPTPTGGTGTGTPTPTGGTGTPTT————TP—PTPTGTbTGTGTbTbTTTbTTTT enſter verwandeln, die ihn oder die Seinen verderben. Es 15 in China oft genug vor, daß ein bbsartiger Wuſg ſich im Brunnen ſeines Nachbars ertränkt oder in deſſen ine aufhängt, im feſten Glauben, ſein Geiſt werde dann den 115 durch Quälereien und entſetzlichen Sput zur Verzwei 35 bringen können. Der Schatten eines Telegraphendrahts, 1. Graben eines Brunnens, die Richtung einer neuen Hausfront, find im Stande, die Geiſter zu erzürnen, und Uebel 1 Art für die nächſte Umgebung oder einen weiteren Bezirk ſin die Folge davon. Uilem ſolchen Volke, ſo bemerkt bierzu die läßt ſich natürlich Alles aufbinden, und am leichteſten 90 die Anweſenheit der Europäer die Geiſter reize und 1110 über China bringe, namentlich wenn man ſie auch 1 ſolche Unmenſchen ſchildert, wie in den oft, ob nun mit 55 oder e W von Gouverneuren ve ehenen Plakaten geſchehen iſt. 85 Ein Sieg der Rebellen muß zu Konflikten mit 171 europäiſchen Mächten führen, deren Ausgaug von Nee feſtſteht. Die lobenden Aeußerungen europäiſcher Offiziere die Leiſtungen der neuorganiſirten chineſiſchen Armee find 17 0 nicht ſeur ernſt zu nebhmen. Ein ſachkundiger Berichterſta bie im„Oſtaſ. Lloyd“ äußert ſich ſehr abſprechend über 1 chineſiſche Armee.„Es kann jedenfalls nicht beſtritten 1550 den, ſchreibt er, daß der chineſiſche Soldat, den die 1 Taktik beleckt hat, mit ſeiner oberflächlichen Keuntniß 55 europäiſchen Exerzierweiſe ein weniger gefährlicher nteld il, als der chineſiſche Soldat, der ſeine alte, ungekünſten Taktik wohl verſtand und mit Leichtigkeit ſeine eiar eſiche vollkommenen Waffen zu gebrauchen wußte. Der gimeſund Soldat iſt nicht nur ſchmutzig, faul, ſchlecht bewaffne 15 Unpraktiſch, ſondern er hat auch nicht die blaſſeſte Ahn 5 wie er das Gewehr, welches ihm gegeben wird, Fondhggag ſoll,— viel weniger bemügt er ſich, es rein zu halten. 2 nun die militäriſche Diseiplin betrifft, ſo exiſtirt ſo etwa 11 chineſiſchen Heere nicht, wenigſtens nicht in dem enz ind wir das Wort verſtehen. Achthundert Mann aus tauſen lache gewöhnlich nichts anders als Kulis. Was das ſchließ 5 Schickſal diefer hilfloſen und undisziplinirten Landſtrei welche die Chineſen als Soldaten anſehen, ſein würde, fa die weſtlichen Mächte eine Armee gegen ſie entſenden, iſt m ſchwer zu errathen.“ + e eeeee F Neee SS32ES r Mannheim, 3. Dezember. General⸗Anzeiger. 75 3. Seite. ſheil der Bilder wird noch dieſe Woche aus freier Hand ver⸗ Der Raubmörder des Bretzeuwirths Dühmig von Boxthal wurde vorgeſtern Vormittag vom Wertheimer Amksgefängniß nach dem Kreisgefängniß in Mosbach über⸗ geführt. Ber Andrang des Publikums war ſehr groß. Der Weg zum Gefängniß bis zum Bahnhof war von demſelben dicht beſetzt. Um /10 Uhr öffnete ſich die Gefängnißthüre und mit Ketten gefeſſelt, begleitet von zwei Gendarmen, trat eine etwas mehr als mittelgroße, ſchlanke Geſtalt mit blon⸗ dem Haar und Schnurrbärtchen, verſchmitzt lächelnder Miene und unſicherem Blick heraus, um an die Bahn geführt zu werden.— Noch ſind die Perſonglien des Gefangenen nicht feſtgeſtellt, da er weder den Ort ſeiner Herkunft noch ſeinen Namen angibt. Er wurde deßhalb photographiert, um viel⸗ leicht durch das Verſchicken ſeines Bildes irgend etwas Ge⸗ naueres erfahren zu können. Auch den Mord leugnet er hartnäckig, obgleich alle Beweiſe für ſeine Schuld ſprechen; er will mit Dühmig blos bis zum Waldrand, nicht aber mit bis zum Ort der That gegangen ſein. Verhaftet. In Heidelberg wurde ein junger Menſch verhaftet, welcher in Mannheim einen bedeutenden Kleiderdiebſtahl verübt hat. Muthmaßliches Wetter am Freitag, den 4. Dez. Der Kern des neuen Luftwirbels hat ſich, wie erwartet, von Weſtirland nordwärts gewendet, ebenſo hat aber auch der neue Luftwirbel den geſtern angekündigten Vorſtoß in ſüdöſt⸗ licher Richtung gemacht, ſo daß der Hochdruck aus Oſteuropa außer Rußland nur noch Schleſien und Oeſterreich⸗Ungarn bedeckt. Inzwiſchen hat jedoch der Hochdruck aus dem In⸗ nern Rußlands wieder eine Verſtärkung erfahren und dürfte auch bei uns das Barometer wieder zum Steigen bringen. Demgemäß iſt für Freitag noch theilweiſe bewölktes Wetter gane erhebliche Niederſchläge, hierauf allmählige Aufheiterung zu erwarten, welche am Samſtag bei etwas auffriſchender Temperatur weitere Fortſchritte machen dürfte. Meteorologiſche Beobachtungen der Station Mann⸗ heim vom 3. Dezember Morgens 7 Uhr. 5 r⸗ Thermometer Windrichtung)] Höchſte und niederſte Tem⸗ nand in Celſtus 98 Verstur des verg. Tages in mm Trocken]Feucht Stärke Maximum Minimum 754 8.1.08 SSW 2 4 6 J0 Windſtille; 1: ſchwacer Luftzus; 2: etwas ſtärker ꝛc.; 8 Sturm: 10: Orkan. Aus dem Grofherogsthum. UKarlsruhe, 2. Dez. Der hiefige Stadtrath hat dem Bürgerausſchuß eine Vorlage unterbreitet, die den Erwerb einer Geländeſtrecke von 78,000 Quadratmetern weſtlich vom Schwimmſchulwege betrifft, welche theilweiſe für die Anlage eines ſtädtiſchen Krankenhauſes Verwendung finden ſoll. In der Begründung dieſer Vorlage wird Seitens des Stadt⸗ rathes ausgeführt, daß die Stadtgemeinde im Verhältniß nur wenige kleinere unbebante Grundflächen für ſpätere bauliche Unternehmungen beſitze. Die Erbauung eines neuen Kranken⸗ hauſes wird mit größter Wahrſcheinlichkeit in einigen Jahren erforderlich werden. Das alte reicht ſchon jetzt nicht mehr aus. Es wäre nun freilich möglich, das Krankenhaus an ſeinem jetzigen Platze weſentlich zu erweitern, wenn das alte Gewerbehaus und die ſtädtiſchen Häufer in der Schwanen⸗ ſtraße abgeriſſen und an deren Stelle ein Neubau errichtet würde. Der Aufwand dafür würde 300,000 Mark betragen. Allein das ſo vergrößerte Krankenhaus würde den heute an eine ſolche Anſtalt zu richtenden Anforderungen nicht genügen. Die Stadtgemeinde wird deshalb künftig auf Verlegung des Krankenhauſes bedacht ſein müßſen, die man im Hinblick auf den Koſtenpankt(1,500,900.) möglichſt lange hinaus⸗ zuſchieben ſtrebt; ſie dürſte aber doch in—5 Jahren unab⸗ weisbar werden. Die Erwerbung des obenerwähnten Areals erfordert einen Koſtenanfwand von 275,226 Mark. Offenburg, 2. Dez. In Frieſenheim brach ein großer Brand aus, dem einige er und vier gefüllte Scheunen zum Opfer ſielen. Im Hauſe des G. Wieber ſoll das Feuer entſtanden ſein. Weiter e dem Brandunglück be⸗ — 5 Sohn, e Erb, Jakob Killtus und „Kohler. Müllheim, 2. Dez. Geſtern ſtürzte der Ochſenwirth Albert Engler dahier aus dem Fenſter des 2. Stockwerks auf das Straßenpflaſter, brach das Genick und war ſofort eine Leiche. Dieſer Unglücksfall iſt offenbar die Folge einer ſeit längerer Zeit an Engler beobachteten geiſtigen Zerrüttung, auch wird behauptet, daß der Verungkückte ein ſog.„Nacht⸗ wandler“ geweſen ſei. — theim, 2. Dez. Namenloſes Unglück hätte geſtern Abend entſtehen können, als ein mit 3 Pferden beſpannter, den Engelsberg herabfahrender, mit Hafer beladener Wagen infolge Reißens der Hemmkette ſo in den Lauf kam, daß an ein Halten nicht mehr zu denken war. Die Eiſenbahnbarxriere war geſchloffen, da der bayr. Eiſenbahnzug in der nächſten Minute aus dem Bahnhof fuhr; dieſe Barrisre riß das rollende Fuhrwerk um, ſo daß ſie ſehr ſtark beſchäd'gt iſt, an der Tauberbrücke ſtürzte eines der Pferde zu Boden, ſo daß das Fuhrwerk zum Stillſtehen kam, das geſtürzte Pferd mußie ſoſort gethdtet werden. Die andern Pferde ſind ebenfalls ver⸗ 27 der Wagen iſt zertrümmert. Hätte ſich das Vorkomm⸗ niß—3 Minuten ſpäter ereignet, ſo wäre das Fuhrwerk direkt in den in den nächſten Minuten vorbeifahrenden Lohrer Das Medaillon. Roman von Gwald Auguſt König. Nachbruck verbsten. 1¹(Fortſetzung.) „Auf dem Gebiete der edlen Kochkunſt haben Sie wohl ſchon manchen Erfolg errungen?“ fragte Dagobert, einen ſcherzhaften Ton anſchlagend, da er nur zu wohl wußte, daß er bei dieſem Epikuräer kein Verſtändniß für ernſte Herzens⸗ angelegenheiten fände. „Allerdings, und ich darf verlangen, daß man mir das hoch anrechnet. Von der Befriedigung eines verwöhnten Gau⸗ mens, liebſter Freund, kann das Schickſal eines ganzen Volkes abhängen. Iſt der Gaumen befriedigt, ſo iſt es auch der ganze Menſch, und in ſolcher Stimmung werden von den Herrſchern und ihren Miniſtern die weiſeſten und menſchenfreundlichſten Beſchlüſſe gefaßt. Ich könnte Ihnen das an zahlreichen Bei⸗ ſpielen aus der Geſchichte beweiſen—“ „Ich glaube Ihnen auch ohne dieſe Beweiſe!“ „Die Wahrheit meiner Behauptung muß Ihnen ja ein⸗ leuchten. Wenn man ein Anliegen, eine Bitte hat, ſo wird man nach Tiſch eher Gewährung dafür finden, als vorher, und vorzüglich dann, wenn Derjenige, an den wir die Bitte richten, gut geſpeiſt hat. Ah, es wäre äußerſt intereſſant und ein ſehr werthvoller Beitrag zur Kulturgeſchichte der Menſch⸗ eit, wenn man genau feſtſtellen könnte, wie und was die Herrſcher an den Tagen geſpeiſt haben, an denen ſie eine Kriegserklärung beſchloſſen.“ 5 Dagobert hörte kaum auf das Geplauder des alten Herrn, er ihn jetzt guf einige Damen und Herren aufmerkſam machte, auf die ſeine„pikanten Hiſtörchen“ ſich bezogen. e, Was kümmerten den Aſſeſſor dieſe fremden Menſchen! Ane Familienverhältniſſe, ihre Leiden und Freuden, ihre 8 und ihre Verirrungen konnten ihn nicht inte⸗ „A propos,“ unterbrach der Juſtizrath plötzlich ſelbſt Redeſtrom,„haben Ste heute Morgen in der Galerie junge n Selaeeg Abendzug hineingerathen. Der Bahnkörper war aber wieder frei, als der Zug vorbeibrauſte. * Waldkirch, 2. Dez. Auch unſer blühendes Fabrikſtädt⸗ chen iſt von einem Krach heimgeſucht. Bei der hieſigen Ge⸗ werbebank hat ſich eine Unterbilanz von etwa 250,000 M. er⸗ geben. Kleine und mittlere Leute von hier und dem Elzthal werden ſchwer geſchädigt. Die Gewerbebank iſt erſt vor kurzer Zeit in eine Aktiengeſellſchaft umgewandelt worden. Eine Unterſuchung der Sachlage iſt eingeleitet. *Billingen, 2. Dez. Die Gerüchte, welche in der letzten Zeit über den ungünſtigen Stand des Vorſchuß⸗Vereins Blumberg im Umlauf waren, haben leider durch die abge⸗ haltene Verſammlung des Geſammtvorſtandes, der Aufſichts⸗ rathsmitglieder und mehrerer Vertrauensmänner ihre Beſtä⸗ tigung gefunden. Ueber den Verlauf der Verſammlung, welcher noch die Herren Verbandsreviſor Sax und Rechtsanwalt Win⸗ terer aus Konſtanz anwohnten, berichtet die„Schwarzwälder Zeitung“ Folgendes: Herr Sax, der die Rechnung des Vereins nach allen Richtungen genau geprüft, konnte in derſelben durch⸗ aus nicht finden, das zu beanſtanden wäre; vielmehr mußte er die Rechnungsführung als tadellos bezeichnen. Das gewaltige Defizit von 150,000 Mark konnte er nur der unglücklichen Spekulation mit der Sägmühle bezw. der ungünſtigen Geſchäftslage der letzten Jahre, die auch heute noch anhält, zuſchreiben. Herr Winterer ſuchte die Anweſenden zur Ueber⸗ zeugung zu bringen, daß hier ähnlich wie in Geiſingen zu Werke gegangen und jeder Konkurs vermieden werden müſſe, um das Schickſal des Einzelnen nicht noch trauriger zu ge⸗ ſtalten. Nur auf dem Wege der Schuldentilgung in für jeden Intereſſenten geeigneten Terminen könne dieſe unglückliche Lage erträglicher gemacht werden. Die Darlegungen des Herrn Winterer fanden allenthalben Anklang. Es wurde beſchluſſen, auf Sonntag, 13. Dezember eine Generalverſamm⸗ lung einzuberufen. Freiburg, 2. Dez, Der hieſige Bürgerausſchuß hat den Antrag des Stadtraths auf Ankauf der ſogenannten„alten Univerſität“, eines Nebengebäudes, welches für die Hochſchule entbehrlich geworden iſt, genehmigt. Der Kauf iſt veranlaßt worden durch die Nothwendigkeit der Schaffung größerer Dienſträume für das benachbarte Rathhaus. Der Kaufpreis beträgt 140,000 M. Ferner wurde der ſtadträthliche Antrag auf Erbauung eines weiteren Mädchen⸗Volksſchulhauſes auf einem an der Bismarck⸗ und Rheinſtraße erworbenen Platz angenommen. Das Schulhaus iſt auf mindeſtens 28 Säle berechnet. Dem Vorſchlag der Kommiſſion der Sparkaſſe, den Einlagezinsfuß vom nächſten Jahre an von 3¼ pCt, auf 3½ pet zu erhöhen, wurde ebenfalls Zuſtimmung ertheilt. Pfälziſch⸗HSeſſiſche Nachrichten. Großniedesheim, 1. Dez. Geſtern ſtarb hier der älteſte Mann Herr Joh. Heilmann IV. im Alter von 91 Jahren 7 Monaten. Derſelbe war betnahe 40 Jahre Todten⸗ gräber und Todtenbeſchauer * Landau, 2. Dez. Eine Verſammlung der Weinpro⸗ duzenten und Weinhändler des hieſigen Bezirksgremiums für Handel und Gewerbe fand vorgeſtern hier ſtatt, um über die etwaige Betheiligung des Bezirks Landau an der Collectiv⸗ Ausftellung deutſcher Weine in Chicago im Jahr 1893 zu be⸗ rathen. Zu der Verſammlung war auch der Sekretär der Pfälziſchen Handels⸗ und Gewerbekammer, Herr Dr. Dehnicke aus Ludwigshafen erſchienen, welcher über das Stadium be⸗ richtet, in welchem ſich gegenwärtig die Organiſation der ge⸗ planten deutſchen Collectiv⸗Weinausſtellung befindet, und im Namen der Handelskammer um Ernennung eines Bertreters für die in Bildung begriffene Commifſion zur weiteren Be⸗ rathung jenes Collektivausſtellungsplanes bat. Die Verſamm⸗ lung erklärte ſich einſtimmig damit einverſtanden. Als Vec⸗ treter wurde Herr Bürgermeiſter Eckerle, Weingutsbeſitzer und Weingroßhändler in Frankweiler bei Landau, gewählt. Gerichtszeitungs. Waunheim, 1. Dez.(Strafkammer II.) Bor⸗ ſitzender: Herr Landgerichts Direktor Dr. Cadenbach. 4115 der Großh. Staatsbehörde: Herr Staatsanwalt ing. 1) Der 25 Jahre alte, ledige Taglöhner Karl Emanuel Fink von Mannheim hat ſich wegen mehrerer Diebſtähle zu verantworten, die derſelbe im Oktober d. J. hier zum Nach⸗ theil ſeiner Dienſtherren verübt haben ſoll. So entwendete Fink vom Lagerplatz des Holzhändlers Lokowitz drei Scheite Holz im Werthe von 1 M. 50, während er aus dem Magazin des Holzhändlers Zeyher 5 Centner Holz im Werthe von 7 M. 50 Pf. bei Seite brachte. Dagegen konnte dem Ange⸗ klagten hinſichtlich der ihm ebenfalls zur Laſt gelegten Dieb⸗ ſtähle von 2 Küchenmeſſern und ein Sack voll Brikets eine ſtrafbare Schuld nicht nachgewieſen werden. Das Urtheil des Gerichtshofes lautet für Fink, der im weinerlichen Tone ſeine Unſchuld zu betheuern ſucht, doch ſchon mehrmals wegen Diebſtahls beſtraft iſt, unter Annahme mildernder Umſtände auf 6 Monate Gefängniß.— 2) Die Berufung des Land⸗ wirthes Philipp Möll von Schriesheim, der vom hiefigen Schöffengericht wegen Körperverletzung zu 2 Monaten Ge⸗ fängniß verurtheilt worden war, wird als unbegründet ver⸗ worfen. In der Nacht vom 13. zum 14. Sept. d. F. hatte Möll, der von der Leutershauſener Kirchweih in betrunkenem Zuſtande zurückkehrte, am Schriesheimer Kirchhofe den des Weges daherkommenden Kaufmann Pfiſterer ohne jede Ber⸗ anlaſſung aus purer Raufluft überfallen und ihm mit der Er war ſtehen geblieben bei dieſer Frage; der Blick Da⸗ gobert's ruhte in träumeriſchem Sinnen auf dem Meere, das die Strahlen der finkenden Sonne mit roſiger Gluth über⸗ goſſen. „Nicht das allein, ich habe mich auch eine Weile mit ihr unterhalten,“ antwortete der Aſſeſſor;„ich hatte ſie im ver⸗ gangenen Sommer in Interlaken kennen gelernt.“ 11 25 dann wiſſen Sie vielleicht auch, wer ihr Beglei⸗ er iſt?“ Dagobert blickte den Juſtizrath überraſcht an, deſſen kluge Augen voll ungeduldiger Erwartung hinter den Gläſern der goldenen Brille funkelten. „Weßhalb fragen Sie?“ erwiderte er. „Lieber Himmel! Wenn Sie ein Geheimniß daraus machen müſſen—“ „Durchaus nicht, der Herr iſt ihr Verlobter.“ „Sein Name und Stand?“ „Leon Delattre, Fabrikant aus Lyon.“ Der Juſtizrath ſchüttelte ſein graues Haupt und griff in die ſilberne Doſe, die er aus ſeinem Staubrock geholt hatte. „Dann muß ich mich irren,“ ſagte er;„ich meinte, dieſem Manne ſchon früher begegnet zu ſein.“ „Wo?“ fragte Dagobert raſch. „Ja, liebſter Freund, wenn ich das nur ſelbſt wüßte! Es iſt eine dunkle Erinnerung. Sie wiſſen, ich bin weit inſ der Welt herumgekommen, vielen Perſonen begegnet—“ „Aber an die Perſon dieſes Mannes muß ſich doch irgend ein beſonderes Ereigniß knüpfen, Sie werden ſich ihrer ſonſt wohl nicht mehr erinnern.“ „Ja, ja, da haben Sie recht!“ „Vielleicht iſt er nicht das, was er zu ſein vorgibt?“ „Stützt ſich dieſe Vermuthung auf Gründe?“ „Nein, Sie werden es ja nicht als Grund gelten laſſen, daß dieſe Perſönlichkeit mir antipathiſch iſt.“ alte Herr rückte an ſeiner Brille und lächelte ſar⸗ kaſtiſch. „Da müßte ich zuvor nach dem Grunde dieſer Anti⸗ athie forſchen,“ ſpottete er.„Wahrſcheinlich die blonde — flachen Hand einen derartigen Schlag über das linke Ohr ver⸗ ſetzt, daß Letztgenannter eine mehrere Wochen andauernde Schwächung des Gehörs davontrug.— 3) Nach geheimer Verhandlung wird der 14 Jahre alte Fortbildungs⸗ ſchüler Johann Siefert von Wallſtadt wegen Vergehens gegen§ 176 Ziffer 2 des.⸗St.⸗G.⸗B. unter Berückſichtigung des Strafmilderungsgrundes der Jugend und Annahme ſonſtiger mildernder Umſtände zu 3 Wochen Gefängniß ver⸗ urtheilt.— 4) Vom hieſigen Schöffengericht war der Bäcker Heinrich Berthold von Feudenheim von der Anklage der Beleidigung freigeſprochen worden, bei welchem Urtheil es auch trotz der von privatklägeriſcher Seite eingelegten Be⸗ rufung nach dem heutigen Erkenntniß des Gexichtshofes ver⸗ bleibt.— 5) Wegen Beleidigung der Kleiderhändlerin Margaretha Keßler in Mannheim war Eva gen. Anna Lenz von hier, z. Zt. in Heidelberg, zu 3 Mark Geldſtrafe, event. 1 Tag Haft, verurtheilt worden. Die von der Angeklagten eingelegte Berufung wird heute als unbegründet verworfen. — 6) In der Privatklageſache des Hauſirers Dring gegen Dora Sandler, beide in Feudenheim wohnbaft, wegen Beleidigung erkannte das hieſige Schöffengericht auf Frei⸗ ſprechung der Letztgenannten. Die vom Privatkläger einge⸗ legte Berufung wird beute als unbegründet verworfen, ſowie die von der Angeklagten erhobene Widerklage abgewieſen. *Maunheim, 2. Dez.(Strafkammer.) Vor⸗ ſitzender: Herr Landgerichts⸗Direktor Ullrich. Vertreter der Großh. Staatsbehörde: Herr 1. Staatsanwalt Dietz und Herr Staatsanwalt Mühling. 1) Wegen Betrugs, Urkundenfälſchung und Diebſtahls hat ſich der 19 Jahre alte, ſchon mehrmals beſtrafte Tag⸗ löhner Joſef Reiß von Aſchaffenburg zu verantworten. Derſelbe führte in den Monaten Juli und Auguſt d. J. bier und in verſchiedenen anderen Orten, ſo in Heidelberg, Speyer. Karlsruhe, Ladenburg, Schwetzingen und Leutershauſen eine Reihe von Schwindeleien aus, indem er ſich meiſt von Logis⸗ vermietherinnen und Wirthsleuten kleinere Darlehen, ſowie Koſt und Logis zu verſchaffen wußte. Dabei gab er ſich für einen Heidelberger Studenten aus und verſicherte, er habe Gelder zu erwarten. Zugleich ſtenlte er mehreren der Be⸗ trogenen eine mit einem falſchen Namen unterzeichnete Voll⸗ macht aus, welche ſie berechtigen ſollte, für ihn einlaufende Gelder in Empfang zu nehmen. Im Ganzen verſchaffte er ſich auf dieſe Weiſe ungefähr 85 Mark, theils in Geld, kheils in Speiſen und Getränken. Ferner erſchwindelte er ſich in Heidelberg und Schwetzingen von Schußwaarenhändlern mehrere Paar Stiefel im Geſammtwerthe von ca. 25 Mark. Außerdem entwendete er dem in K 1, 16 wohnhaften Andreas Burkert eine Meerſchaumſpitze im Werthe von 4 Mark. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten unter Einrechnung einer gegen ihn bereits erkannten Gefängnißſtrafe von 2 Jahren 6 Monaten zu einer Geſammtgefängnißſtrafe von 4 Jahren 6 Monaten.— 2) Ende vorigen Monats entwendete die 19 Jahre alte, ſchon beſtrafte Dienſtmagd Barbhara Anna von ihrem Dienſtherrn, dem Gaſtwirth Friedrich iemel in ſilberne Cylinderuhr im Werthe von 5 Mark. Auch ſtahl ſie ſpäter noch dem Letztgenannten, als derſelbe nach „Stadt Frankfurt“ hier verzogen war, einige Servietten und Meſſer und Gabeln im Geſammtwerthe von ca. 6 Mk. Die geſtohlene Uhr übergab die Angeklagte ihrem damaligen Berlobten, dem 24 Jahre alten Schloſſer Aldert Hermann Groll von Darmſtadt, der das Geſchenk auch annahm, wes⸗ halb er heute wegen Hehlerei mit vor Gericht ſteht. Das Urtheil des Gerichtshofs lautet für die Angeklagte Anna auf 6 Monate Gefängniß, abzüglich 2 Monate Unterſuchungshaft, und für den Angeklagten Groll auf 3 Tage Gefängniß.— 3) Der 14 Jahre alte Volksſchüler Friedrich Schenk von Mannheim, der ſchon zweimal wegen Diebſtahls beſtraft iſt, wird für ſchuldig erkannt, am 12. Oktober d. J. während der Meſſe einer Verkäuferin auf dem hieſigen Paradeplatz das Portemonngie mit 3 M. 50 Pfg. Inhalt aus der Taſche ent⸗ wendet zu haben. Das Gericht erkennt auf 3 Monate Ge⸗ fängniß.— 4) Wegen Untreue und Betrugs erhält der 24 Jahre alte Commis Wilhelm Roſe von Vogelſang eine Ge⸗ fängnißſtrafe von 6 Monaten. Roſe mißbrauchte das Ver⸗ trauen, welches ihm von Seiten ſeines Thefs, des hieſigen Kaufmanns Guſtav Balzer geſchenkt wurde, dazu, in den letzten Monaten eine Reihe einzukaſſirender Poſten im Ge⸗ ſammtbetrage von ca. 500 M. zu unterſchlagen und ferner Gelder im Geſammtbetrage von 128., die er an verſchiedene Jirmen auszuzahlen beauftragt war, für ſich zu verwenden. Auch unterſchlug er noch eine Anzahl Briefmarken im Werthe von 1 M. 70 Pf.— 5. Der 28 Jahre alte Taglöbner Friedr. Schwindt von Adelsheim ſtahl am 2. November d. J. dem Fuhrmann Mosbacher in F 7, 5 bier eine ſilberne Uhr im Wertze von 27 Mark und ein Paar Zus⸗ ſtiefel im Werthe von 3 Mark. Schwind, der ſchon mehrjährige Zuchthausſtrafe erſtanden gat, wird zu 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus verurtheilt.— 6) Dem Schloſſer Joſef Rohle von Schwetzingen waren vom dortigen Schhffenge⸗ richt wegen mehrfacher erſchwerter Körperverletzung 7 Monate Gefängniß(abzüglich 1 Monat Unterſuchungshaft) zuerkannt worden, weil derſelbe am 4. Oktober d. J. bei einer Schlä⸗ gerei im Hofe einer Wirthſchaft zu Brühl die Ehefrau Maurer durch Meſſerſtiche am Kopfe und an der Schulter verletzt hatte. Die Berufung des Angeklagten wird verworfen.— 7) Am 2. Auguſt d. J. ſpielte der Tanzlehrer Georg Adam Hüther im„Darmſtädter Hof“ hier vor den Gäſten Clavier zLaſſen Sie denn keine Antipathie ohne Grund gelten 2 Ift Ihnen noch nie ein Menſch begegnet, gegen den Sie ſo⸗ fort, ohne vorher ein Wort mit ihm gewechſelt zu haben, ein⸗ unüberwindliche Abneigung hegten?“ „O gewiß!“ „So denken Sie, dies ſei auch hier der Fall. Rechuen Sie hinzu, daß ich ein aufrichtiger Freund der jungen Dame und ihrer Mutter bin, ſo werden Sie verſtehen, weßhalb ich Wahnſch Leon Delattre genaue Auskunft zu erhalten ünſche. Na, na, ich glaube, der eigentliche Grund liegt doch etwas tiefer, Sie Schäker; aber was kümmert's mich!“ ſcherzte der Juſtizrath.„Ich fürchte nur, daß ich Ihnen die gewünſchte Auskunft nicht geben kann; ich will in meinen Erinnerungen forſchen, bis ich zu einem Reſultat gelange. Mir ſchwebt es dunkel vor, als ob jene Perſon einem niederen Stande ange⸗ hört habe; aber ich kann mich irren. Würde er— voraus⸗ geſetzt, daß Sie ihn perſönlich kennen— Ihrer Einladung zu einem Glaſe Wein Folge leiſten?“ „Vielleicht.“ 85 „Nun wohl, ſo verſuchen Sie es. Wenn er die Einladung annimmt, ſo werde ich mich ebenfalls einfinden; ich höre dann ſeine Stimme, und das könnte mich raſcher auf die geſuchte Spur bringen.“ „Gut, ſuchen wir das Brautpaar auf,“ ſagte Dagobert. „Sie ſinden es in der Nähe des Muſfikpavillons.“ „Wollen Sie mich nicht begleiten?“ „Nein, ich warte hier auf Sie; er könnte ſich ja ebenfalls meiner erinnern, und ich weiß nicht, ob er Gründe hat, einen alten Bekannten zu meiden.“ Dagobert nickte; gegen die Vorficht ließ ſich nichts ein⸗ wenden. Er näherte ſich mit raſchen Schritten dem großer Platz vor dem Kurhauſe, wo die zahlreich anweſende Bade⸗ geſellſchaft der Muſik lauſchte. Es währte nicht lange, ſo hatte er das Brautpaar ge⸗ 5 5 blieb er ſtehen, als ſein Blick auf die eiden fiel. (Fortſetzung folgt.) —— 3 118/9 hier aus der Buffetſchublade eine 5 Seneral⸗Anzeiger. 3 var deßh l Beldſtrafe ſe ̃ In⸗ verurtheilt worden, geklagten eingelegten? des Gerichtshoſes auch ve bt. ngesneuigkeiten. — Berlin, 2. Dez. In Würzburg iſt wegen Landſtrei⸗ 14+ chens ein junger Mann verhaftet worden, welcher angegeben Nagel ſei. Derſelbe gab an, hat, daß er der Kellner daß er am 15. Oktober aus Wien, woſelbſt er Zuhälter einer Dirne geweſen, abgereiſt ſei, ſich zuletzt in Berlin aufgehalten habe. Die Würzburger Behörden vermuthen, daß Nagel der Mörder der Hedwig Nitſche ſei, weil die von Letzterem gegebene Perſonenbeſchreibung zutrifft und weil der von dem Mörder getragene kaffeebraune Ueberzieher muth⸗ maßlich verkauft worden iſt. Verdächtig hat ſich Nagel da⸗ durch gemacht, daß er ſpäter, als der Verdacht des Mordes 11 ihn gelenkt wurde, beſtritten hat, in Berlin geweſen zu ſein. — Hannover, 2. Dec. Der ſteckbrieflich verfolgte Ban⸗ kier Knüppel aus Oſten ſtellte ſich ſeiner Heimathsbehörde. Er hatte ſich nach Kopenhagen geflüchtet. — Bielefeld, 2. Dec. Nach neunſtündiger Verhandlung gegen die Urheber desEiſenbahnunglücks in Kirchlengern wur⸗ den Stations vorſteher Lange zu 1 Jahr und der Locomotiv⸗ fübrer des Perſonenzuges, Lünnemann, der in den Sonderzug des Cireus Carrs gefahren war, zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Beiden Verurtheilten wurde die Unterſuchungs⸗ haft angerechnet. — Heeßen(bei Hamm), 1. Dez. Der dienſtthuende Blockwärter Stracke auf der hieſigen Bahnſtation, dem die Stationskaſſe anvertraut war, wurde in der vorletzten Nacht von zwei unbekannten Männern aufgefordert, ihnen auf die Strecke zu folgen, da dort ein Mann vom Zuge überfahren worden ſei. Als der Beamte den Vor⸗ ſchriften gemäß ſich weigerte, das Gebäude zu verlaſſen, ſeuerte der eine der Männer drei Schüſſe auf ihn ab, während der andere mit einem Meſſer auf ihn losſtach. Auf das Hülferufen des Verwundeten ergriffen die beiden die Flucht. Noch in derſelben Nacht wurde ein der That dringend verdächtiger Menſch feſtgenommen. Stracke wurde in das Krankenbaus nach Ahlen gebracht. — Havre, 1, Dez, Das vor einem Monat von Fecamps nach Neufundland in See gegangene Fiſcherboot Coriolan iſt mit ſeiner ganzen Beſatzung von 30 Mann untergegangen. Die meiſten der Verunglückten waren Familienväter. „ Wilna, 1. Dez. In Bialozierowee wurde der xeiche jüdiſche Schänker Jaffe mit Frau und Diener in der Nacht ermordet. Die Räuber ſteckten das Haus, nach Mitnahme einer großen Geldſumme, in Brand. Die Gendarmerie ver⸗ folgt die Raubmörder. — London, 1. Dez. Ein Unfall begegnete geſtern dem Truppenſchiff Crocodile, das geſtern von Bombay mit 1253 Soldaten, 48 Offiziere und dereu Familien in Portsmouth ankam, als ein dichter Nebel berrſchte. Trotzdem das Schiff uuter des Regierungslotſen ſtand, rannte es gegen eine Eiſenbahnbrücke am Eingange des Hafens und zerſtörte etwa 100m der Eiſenbahnlinie, 34 leexe Wagen ſtanden auf der Brücke; drei derſelben ſtürzten ins Waſſer. Das Truppen⸗ ſchiff kam mit kaum bemerkbaren Schrammen davon. Theater, Kunſt und mWiſſenſchaft. Hof⸗ und Nationaltheater. Es wird uns geſchrieben: Die Intendanz hat die bedauerliche Mittheilung empfangen, daß Frau Sorger neuerdings erkrankt iſt und darum im Laufe der nächſten Wochge noch nicht auftreten kann. Es wird darum eine Umbeſetzung in den zur Aufführung kommenden Mozart'ſchen Opern nothwendig werden, und demnach zunächſt Fräulein v. Bartberg in der Parthie des Pagen Cyherubin, welche ſie ſchon früher geſungen hat, wieder auftreten. Anguſt Dieffenbacher s Oelgemälde„Verhaftet,“ gus der diesjährigen Münchener Ausſtellung iſt für einige 50 ſtende Hofmuſikalienhandlung von K. Ferd. Heckel ausgeſtellt. „Großh. Hoftheater Karlsruhe. Die Gr. Intendanz theilt uns mit: Donnerſtag, deu 3. Dezember 1891: 135. Ab.⸗Vorſt. Zur Feier des Allerhöchſten Geburtsfeſtes Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin. In feſtlich be⸗ leuchtetem Hauſe.(Wegen Heiſerkeit der Frau Reuß ſtatt Euryanthe:)„Die Legende von der heiligen Eliſabeth“, von 17 Liszt, ſceniſch dargeſtellt in 2 Theilen und 7 Bildern. nfang ½7 Uhr. Aenelle Nachrichten und Telegramme. »Deutſcher Reichstag. Berlin, 2. Dezember. Dr. Hirſch(dfr.) begründet den Geſetzentwurf, betreffend die eingetragenen Berufsvereine; die ganze Arbeiterbe⸗ wegung würde dadurch gemäßigter verlaufen.— v. Keudell (Reichspartei) meint, die Verleihung von Korporationsrechten würde nur der Sozialdemokratie zugute kommen.— Molken⸗ bubr(ſoz ⸗dem.) verlangt für die Vereinigungen der Arbeiter dieſelben Rechte wie für die Vereinigungen der Arbeitgeber, — Dr. Hartmaun(dc) tritt für die Commiſſionsberathung ein.— Hitze(Centr.) ſteht der Förderung der Berufsge⸗ noſſenſchaften ſympatiſch gegenüber.— Möller(nl.) hält den gegenwärtigen Moment für eine Erweiterung der Rechte der Berufsvereine nicht geeignet.— Heine(ſoc.⸗d.) hält die Auf⸗ beſſerung der Arbeiterverhältniſſe unter den jetzigen Geſell⸗ ſchaftsverhältniſſen für unmöglich.— Schneider(ſoc.⸗dem.) will den Arbeitern dieſelben Rechte eingeräumt wiſſen wie den Arbeitgebern.— Der Präfident Frhr. v. Levetzom wies Heine nachdrücklich zur Ordnung wegen der Aeußerung:„Wir wollen nicht einer ſchwarz⸗weiß⸗rothen Fahne foigen, wir marſchiren unter der rothen Fahne.“— Die Vorlage wird ſodann an die Commiſſion verwieſen. Nächſte Sitzung morgen. Berlin, 2. Dez. Die„Freiſinnige ZItg.“ ver⸗ oͤffentlicht eine Anſprache, die der Kaiſer bei der Ver⸗ eidigung der Rekruten des Garderegiments am 23. Nov. in Potsdam gehalten haben ſoll und deren Wortlaut auf Grund eines Privatbriefs die„Neiſſer Preſſe“ mittheilt: „Rekruten! Ihr habt jetzt vor geweihten Dienern Gottes und Angeſichts dieſes Altars, mir Treue geſchworen. Ihr ſeid noch zu jung, um die wahre Bedeutung des eben Ge⸗ ſprochenen zu verſtehen, aber befleißigt euch zunächſt, daß Ihr die gegebenen Vorſchriften und Lehren immer befolgt. Ihr gabt mir Treue geſchworen, das, Kinder meiner Garde, heißt, Ihr ſeid jetzt meine Soldaten, ihr habt euch mir mit Leib und Seele ergeben Es gibt für Euch nur einen Feind. Bei den jetzigen ſozialiſtiſchen Umtrieben kann es vorkommen, daß ich Euch befehle, Eure eigenen Verwandten, Brüder, ja Eltern niederzuſchießen— was ja Gott verhüten möge!— aber guch dann müßt Ihr meine Befehle ohne Murren befolgen...“ Die„Freiſinnige Ztg.“ glaubt, daß der Kaiſer ſo nicht geſprochen habe und Mißverſtändniſſe vorliegen und verlangt eine Dementirung.(Auch wir bezweifeln die Richtigkeit des angeführten Wortlauts der kaiferlichen Rede. D..) * Berlin, 2. Dez. Die Budgetkommiſſion des Reichstags bewilligte heute 900,000 M. zu der Bethei⸗ MNannheim, 3. Dezember. ligung des Reichs an der Weltausſtellung in Chicago. Zu einer Berliner Ausſtellung wolle die Regierung die Initiative nicht ergreifen.— Wie der„Konfektionär“ meldet, hatten die Abgeordneten des Ausſchuſſes des deutſchen Handelstages, die vor einigen Tagen hier ver⸗ ſammelt waren, mehrfache Unterredungen mit den Ver⸗ tretern hieſiger Staats⸗ und Reichsbehörden, um über die demnächſtige, in Berlin zu veranſtaltende Ausſtellung zu berathen. Die Abhaltung einer Ausſtellung in Berlin wurde im Prinzip von allen Seiten anerkannt. Zu lebhaften Debatten führte nur die Frage, ob nationale oder internationale Ausſtellung. Man entſchied ſich für letztere. Ausſchlaggebend war das Urtheil des Geheimen Kommerzienraths Krupp in Eſſen, der eine Betheiligung in großartigem Maßſtabe in Ausſicht ſtellt, wenn die Ausſtellung einen internationalen Charakter erhält. Als Ausſtellungsjahr wurde früheſtens das Jahr 1896 in Ausſicht genommen. Berlin, 2. Dez. Den„Politiſchen Nachrichten“ zufolge treten demnächſt die Commiſſare der Reichsämter für Inneres, Juſtiz, Schatzamt, ſowie der preußiſchen Miniſterien fuüͤr Handel, Finanzen, Landwirthſchaft und Inneres zuſammen, um darüber zu berathen, ob und welche Maßnahmen zur Beſeitigung der Mißſtände an der Produktenbörſe zu er⸗ greifen ſind. * Wien, 2. Dez. Morgen treffen die Deligirten der Schweizer Bundesregierung hier ein, um die Schlußredaktion des Handelsvertrags vorzunehmen. Auch die Verhandlungen mit Belgien werden bald beendigt ſein. * Paris, 2. Dez. Die hieſige Preſſe ſucht die Aufreg⸗ ung, welche die in der telegraphiſchen Kürzung ſchroff er⸗ ſcheinende Rede des Grafen Kalnoky in Italien hervorge⸗ rufen hatte, durch wohlberechnete Aufſtachelungen zu ver⸗ mehren und Kalnoky's Rede als erſte Annäherung Deutſch⸗ lands und Oeſterreichs an das Papſtthum hinzuſtellen, auf deſſen Freundlichkeit jene Mächte mehr Werth legten, als auf diejenige Italiens. * Paris, 2. Dez. Der Biſchof von Viviers bee ſ 135 5 licht einen Brief, in welchem er den Erklärungen des biſchofs, von Aix von dem Appellationsgericht beitritt.— Schwurgericht hat den Leiter des anarchiſtiſchen Blattes „Pere Peinard“ wegen Aufreizung der Soldaten zu 6 Monaten Gefängnis verurtheilt.— Das Zuchtpolizeige⸗ richt beſtrafte den Leiter des„Courier Francais“ wegen Ver⸗ letzung der guten Sitten mit 3 Monaten Gefängnis und 1000 Fr. Buße, den Director mit 4 Mongten Gefängnis und die Zeichner mit 1000 Fr. Strafe.— Der„Figaro“ iſt wegen der Sammlung für den Erzbiſchof Gouthe⸗Soulard zu 500 Fr. Straſe verurtheilt worden.— Der Abgsordnete Hubbard hat den Juſtizminiſter Fallieres benachrichtigt, daß er ihn über die Maßregelnzu interpelliren wünſche, welche die Re⸗ gierunggegendie Geiſtlichkeit zu ergreifen gedenke.— Der Biſchof von Bayonne erklärt, der„Avenir de Bayonne“ habe den Zwiſchenfall in der Kathedrale entſtellt mitgetheilt und ſowohl des Biſchofs als des Predigers Worte unrichtig wieder gegeben. Die richtige Lesart theilt der Biſchof in⸗ deſſen nicht mit. * London, 2. Dez. Eine Depeſche aus Rio Grande do 795 theilt mit, daß in Rio Grande vollſtändige Ruhe be⸗ tehe. * Sofia, 2. Dez. Ein bei der Sobranje eingebrachtes Geſetz ermächtigt die Nationalverſammlung zu einer Anleihe von 20 Millionen, die bereits miteinem Conſor⸗ tium in Deutſchland abgeſchloſſen ſein ſoll. Athen, 2. Dez. Die Kammer wählte zur Berathung des Antrages, betreffend Verſetzung des früheren Miniſter⸗ präſidenten Trikupis in den Anklagezuſtand, eine Commiſſion von 12 Mitglieder, von den 8 der Mehrheit, 4 der Oppo⸗ ſition angehören. Peking, 1. Dez. Die letzten Nachrichten, die im Be⸗ ſitze der chineſiſchen Regierung ſind, beziffern die Streitmacht der Inſurgenten auf 1500 Mann. Trotzdem ſchiebt Li Hung Tſchang ſeine Truppen vor. Seit geſtern ſind 1000 Mann aus Fort Takow abgegangen. Die Geſammtzahl der nach dem Fort entſandten Truppen beträgt 6000. Die bisherigen Erfolge der Rebellen werden der Schwäche der Lokalbe⸗ hörden zugeſchrieben, welche von kleinen Banden leicht einge⸗ ſchüchtert werden. Die Rebellion des Nordens iſt durch die Entführung der Frau eines Bandenführers hervorgerufen. (Vergl. das Feuilleton.) New⸗Pork, 2. Dez. Nach einem Telegramm des „New⸗York Herald“ aus Montevideo hatte der Präſident von Uruguay die Zuſtimmung zur Schaffung einer neuen Nationalbank infolge der geſtellten Bedingungen verweigert. MNannheimer Handelsblatt. Maunbeimer Effectenbörſe vom 2. Dezempber. An der heutigen Börſe notirten Anilin⸗Aktien 270., Waghäusler Zuckerfabrik 64.50 bez., Mannheimer Zuckerraf⸗ finerie 108.50 bez. u. G. FJoursblatt der Manunheimer Börſe vom 2. Dez. bligationen. Bad, Oblig. Mark 102.30 bz„ M. Hyp. Pfobr. S. 43-46100.— 53 E1383 104.80 bz[(„„„ 47—49100.— 6 83 fl. 100.75 b 14„ 55 100.— 53 4„ T. 100 Looſe 137.— C4„„„ 62—838 100.80 5; 8 Reichsanleihe 88 25 63½%, Mannheimer Obl. 1888 98.50 bf 8478 5 97— 34 5„ 1885 100 50 4 5 105.— 53 4 85„ 1890101.80 bz 8 Preuß. CTonſols 83— G4 Heidelberg 100.75 3½„ 5 97.— G4 Freiburg k. B. Obl. 100.40& 4 105.— 63380 5 95.— 63 8 Reichsanleihe Seripz— 64% Ludivigshaſen Mx 101 50 0 4Bauer. Obligationen Mk. 105.— bz 4— 7 101.— N 4 Pfälz. Judwigsbahn Mk. 101.60 4½ Wagh. Zuckerfabri 100.25 N 4 Pfälz. Sudwigs bahn ſl. 109.50 bz 5 Oggersbeimer Spinnerxei 99.75 P 4„ Maxbahn 102.— es Berein. Chem. Fabriken 100.— 0 4„ NVorbbaßhn 102— 5 Weſteregeln Alkalfiwerke—.— 03z 3½„ Priorit. 95.— bz 4½%d. Pr.O. d. Spey. Zglw. 100.— bz 3¼ Nhein. Hyp.-⸗Bfandbrieteſ 92— b% /0 ZellſtofffabrikWaldbof103.28 bz Actien. 116.50 6z Sinner Braneref, Spiriins⸗ Zadiſche Bank Rheiniſche Creditbaut 116.— bz und Preßhefefabr. 188.— P Khein. Hyp.⸗B. 60 pot..188.50 6] Wergerſche Braueret 51.— Pfälz. Oyp.⸗Bank 11 Badiſche Branuerei 45.— G Bfälziſche Baut Ganter, Brauerei Freiburgl—— Manuheimer Volksbank Brauerei z. Soune Weltz 113.— 6z 12⁴ Heutſche Unionbant 69— Malzſabr. Hochheim—.— Sewerbebank Speyer 500 111.— b6f Mannh. Dampfſſchleppſchiſf. 116.— bz Vandauer Volksbaur 60% E 116.— 53 Cöln. Nhein-u. Seeſchiſſfahr!* Zſölziſche Ludwigsbahn 934.40 63 Bad. Schiſfſahrt⸗Aſſecuranz 1085 5 „ Maxbayn 144.— bzBad. Rück- u. Mitverſich. 334. 5 Nordbahn 115.— 6z Maunheimer Verſicherung 540.— 5z geldelberg-Speuerer Bahn 42.— P Maunheimer Rückverſich. 440.— Stamm-Akt. d. Ver, ch. Fabr. 33- G] Württ. Trausportverſich. 78).— P Borzugs⸗Akt„ 7 125.— GOberrhein. Berſ.-Geſellſchaftt—— Zadiſche Anilin u. Sode 270— Oggersbeimer Spinnereſ—.— Weſzeregeln Alkaliwerke 71.—]Ettlinger Spinnerei 111.50 8 Sben, Fabrik Goldenberg 36.50 ch Mannheimer Lagerhaus 82.— u. Schötenſac— 6] Manuh. Gum. u. Asbſbrk.] 56.— oz erein D. Oelfabriken 88.50 dto. conveptirte 76.50 bi Waghäusler Zucerſobrlt 64.50 b3Karlsruher Maſchinenban— Maunnbeimer Zuckerraffin, 108.50 bz Spinnerei Mannheimer Aktienbransze25 arlsr. Nähmf. Haid u. Neuf—.— Zichbaum-Brauerei b Spey Dampfziegelei in Lig.]—.— 5z gudwigshafener Brauerei Verein. Speyerer Ziegelwerke 104.— W Schwetziuger Brauerei 5 Pfälz. Preßh. u. Spritfabr. 156.— Drauerei 3. Storcß Portl.⸗Tementwk.Heidelbrg. 189.— P Seidelbergerkettenbrauerei 58— P Zellſtoſſfabrit Waldbof 146 50 53 Dranerei Schwarz Emaillirwerte Maikammer—.— Fraukfurter Mittaabörſe vom 2. Dezember. Die Hauſſebewegung hat dieſes Mal län jedes derartige Mouvement, das in den letzten M Aenderung der ungünſtigen Börſenlage ſchien. Wie ſie ſelbſt, begi Käufe die derzeitige Richtung zu u gere Dauer, als ten Monaten eine herbeiführen zu wollen unt auch das Publikum durch vereinzelte griffe der Baiſſepartei, mögen ſie nun g. werksaktien, oder ein anderes Gebiet gerichtet ſein, wenig Erfolg aufzuweiſen haben. Bankaktien, Italieniſche, Ungariſche und Portugieſ gegen nterſtützen, ſo daß die An⸗ FJonds, Berg⸗ vorerſt Heute waren namentlich iſche Werthe ſehr feſt, guch Schweizer Bahnen anſehnlich höher. Bei Banken ſpielen wohl Deckungen die Hauptrolle, Italiener auf die Darlegungen des Miniſter Luzzati „ während Portu⸗ gieſen auf die Mittheilung, daß für die nächſte Zeit keine Couponkürzung in Ausſicht ſteht, ihre Beliebtheit erringen konnten. Auch Schweizer Bahnen ſind in ungen beträchtlich höher. Folge von Von Montanwerthen Vopſn auf die gemeldete Schließung der Werke von Savong cg. 8 pCt. matter, Laura feſt, Gelſenkirchener un 1 pCt. niedriger. befeſtigt. d Harpener je Courl und Hugo je 1pCt. gebeſſert. Von ſonſtigen Induſtrieaktien Ediſon, Anilin und aghäusl Privat⸗Disconto 8 pCt. e Fraukfurter Effecten⸗Societät v. 2. Dez., Abends 6½ Uhr. Oeſterr. Kredit 2881 Berliner Handelsgeſellſchaft 129.70 1% Diskonto⸗Kommandit 17085, „Darmſtädter Bank 128.90, Deutſche Bank 145, Dresdener Bank 131.20, Banque Otio⸗ mane 104.77, Oeſterr⸗franz. Staatsbahn 237⅛, Lombarden 72½, Ruſſ. Südweſt 66.70, Meridional⸗Aktien Marienburger 50.20, Ungar. Goldrente 89.70, 1880er Ruſſen 91, III. Orient 61.50, 3proc. Portugieſen 34.85, Spanier 66.50, 4proz. Egypter 95 60, Türken B 24, 117.90, Türk. Looſe 18.65, Ottom. Zoll⸗Obligat,. 84.60, Aproc. Griechen 61, Gott⸗ hard⸗Aktien 134, Schweizer Central 139.70, Schweizer Nordoſt 108.40, Union 66.80, Jura⸗Simplon St. Act 55, Sproc. Italiener 88.30, 6proc. Mexikaner 83.75, Allgem. Elektriz. Aktien 140, La Veloce 64 Harpener 90, Alpine 55.8 151.80, Hibernia 182.50, 0 E Gelſenkirchen 140.10, oncordia 94, Laura 106.20, Bochumer 114, 1860er Looſe 118.60, Böhm. Nord 156½, Dux⸗Bodenbacher 483 ¼, Elbthal 189½. Mannheimer Marktbericht vom 8. Dez. Stroh pr. Ztr. M..40, Heu per Ztr. M..80, Kartoffeln, weiße 400, rothe.—, blaue M..00 per Ztr., Bohnen per Pfa, Blumenkohl per Stück 40 Pfg., Spinat die Portion 20 Pfg., Wirſing per Stück 8 Pfg. Rothkohl per Stück 15 Pfg., Weißkohl per Stück 10 Pfg., Weißkraut per 100 Stück M..00, Kohlrabi 3 Knollen 12 Pfg., Kopfſalat per Stück 8 Pfg., Endivienſalat per Stück 6 Pfg., Portion 15 Pfg, Sellerie per Stück 10 Pfg., Pfd. 8 Pfg., rothe Rüben per Portion 20 Pfg., er Portion 20 Pfg., Carrotten per Buſchel 4 rbſen per Pfd. 00, Merrettig per Stange 12 Pfg., g. fd. 00, eldſalat per wiebeln per elbe Rüben „Pflück⸗ Urken per Stück 00 Pfg., zum Einmachen per 100 Stück M..00, Aepfel per Pfd. 12 Pfg., Birnen per 100 Stück M..00, er 25 Stück 75 wetſchen per 100 G5 fö .00, Kirſchen per Pfd. 00 Pfg., Trauben 40 Pfg., Pfirſiſche per 5 Stück 00 Pfg., Aprikoſen per 5 St. 00 Pfg, Nüſſe per 25 St. 12 Pfg., Haſelnüſſe per Pfd. 35 ver 5 St. 35 Pfg., Butter per 10 Stück 40 Pfg., Aal per Pfd. M..90, Hahn(jung) per Stück M. 1. (jung) per Stück M..60, Feldhuhn per Stück 79 Eier Pfd. M..10, Handkäſe per per Pfd. M..00, Breſem per Pfd. M..40, Hecht per Pfd. M..20, Barſch per Pfd. M..70, Weißfiſche per Pfd, 35 Pfg., Laberdan per Pfd. 50 Nez Stockfiſch per Pfd. 25 Pfg., Haſe per Stück M..50, Reh 40, Huhn M. 900, Ente per Stück M..50, Tauben per Paar M..00, Gans lebend per Stück M..00, geſchlachtet per Pfd. M..80. Maunheimer Produktenbörſe vom 2. Dez. per März 23.10, Mai 23.35; Weizen Roggen März 28.75, Mai 23.75; Hafer März 16.—, Mai 16.80; Mais März 14.90, Mai 14.50. Stimmung: flau. An der heutigen Börſe war die Tendenz für Weizen, Roggen und Mais luſtlos. Hafer per März wurde mit 16 M. bezahlt. Amerik. Produkten⸗Märkte. Schlußcourſe vom 2. Dez. New-⸗Nork Thicago onat 5 Weizen Mais Schmalz Caffee Weizen Mais Schmalz Februar— 587—.———— Närz 107%———— 1146(——— April————————— Mai——— 11.33———½ Juni——————— Juli—————.—————— Auguſt——————.———.—— September—.——————.———— Oktober—————.————— November—————.———— Dezember 103½ 59———.————— Januar 105— 54——— 11.70— 4350/— Mai 1893 107% 12———.— 98/ 42˙%([[— Schifffahrts⸗Nachrichten. Naunheimer Hafen⸗Verkehr vom 2. Dezember. Schiſfer ev. Kap Schiff. Rommt von Haſenmeiſterei J. Devant Schiller Köln Schwarz Johanna Rotterdam Hafenmeiſterei 1 Kuobel Hilda Jagſtfeld Engler Schmiit 8 T. Duven Jobhanna Amſterdam König Vorforge Antwerpen Ha ſen meiſterei 111 Zoeller Induſtrie 22 Ruhrort Böhringer Mannheim 7 Hochfeld Randenbuſch Heilbronn Waibel Mina Jagſtfeld v. Löwenſtein 55 Engler Wilhelm 5 Hafenmeiſterei IV. Briel Agnes Duisburg Dewald Eliſe Neckargemünd Hofmann Armin Duisburg Leven[Eliſe g 5 Kuſſel Rarolina verbach Ladung Stückgüter Borde Salz Vorde Stückgüter Stückgüter Kohlen Stückgüter Salz * * Kohlen Steine Kohlen Steine Floßholz: angekommen 1147 obm., abgegangen—— op Philadelphia, 1. „Red Star Linie“ in Dez.(Telegr. Antwerpen.) M. Schiffsbericht der Sen eee fer Switzerland“, der am 12. Nov. von Antwerpen abgefahren war, iſt heute wohlbehalten hier angekommen. Mitgetheilt von der Generalagentur Conra Waſſerſtands⸗Nachrichten. Bingen, 1 Dez 188 Mannheim. 8 Rhein Nonſtanz, 2 Dez. 3 08 m. Hüningen. 2 Dez. 196 m.—.00. Kehl, 2 Dez,.40—.04 Lauterburg. 2. Dez 3 72— WMaxau, 1 Dez. 3 82 w—. Nannbeim. 8 Dez. 3 42 n— Mainz, 2. Dez..22 m— 07. d Herold in m..8. .00 Kaub, 2. Dez..50 m.—.09. 11 008. Mannbe Netatr Kobleni, Dez. 246 m.— 0 07. Köln, 2. Dez. 263 m.—.15 0 06 Rubrort 2 Dez..0 mw +. 9,00. im, 3 Dez..4 1—.08. Verlooſungen. Köln⸗Mindener 100 Thlr.⸗Looſe vom Jahre Ziehung am 1. Dezember 1891. 218 258 318 349 361 419 439 579 601 1049 1197 1205 1211 1307 1359 1652 1769 1773 2079 2211 2246 2309 2703 2748 2936 2968 3077 Gezogene Serien: 9 6 681 703 988 1008 1861 1961 3252 3260 Heilbronn, 3 Dez. 0 89 m.—.10, 1870. Nr. 179 3442 3592 3599 3682 3694 3747 3925 3928 3971.— ik Prämien⸗Ziehung findet am 1. Februar 1892 ſtatt. t (Ohne Gewähr.) Meininger 100 Thlr. ⸗Looſe vom Jahre Ziehung am 1. Dezembder 1891. 223 225 357 468 545 641 694 777 924 1000 1078 1 1530 1589 1824 1891 1983 2031 2180 2305 2329 2 3063 3157 3259 3324 3601 3664 3691 3701 3763 3 Gezogene Serien: 1871. Nr. 200 388 1470 334 2671 889 3933 3950 3954. Die Prämien⸗Ziehung findet am 2. Januar ſt Gbne Gew 305 5. Gette⸗ r. Bad. Staatsbahnen. Die in unſerer Bekanntmachung pom 9. Oktober l. J. anläßlich der E ung des Ausnahmeta⸗ rifs, Obſt Theil J1, Heft 2, für vor⸗ geſehene Beſtimmung, wonach für direkt abgefertigte Sendungen die bei anderer Abfertigungsweiſe ſich ergebende niedrigere Fracht, gekürzt um 3 Pfg. für 100 kg., auf allen Verbandswegen nach⸗ träglich bewilligt wird, tritt mit 1. Januar 1892 außer Kraft. Karlsruhe, 30. Nov. 1891. Generaldirektion. 23375 Bekanutmachung. Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge pro 1892 betr. (882) Nr. 126,957. Die Ge⸗ meinderäthe des Bezirks u. der Ver⸗ waltungsrath Schagrhof werden unter Hinweis auf die Voran⸗ ſchlagsanweiſung vom Jahr 1883 und die Verordnung vom 25. September 1886(Geſ.⸗ u..⸗O.⸗ Bl. S. 385) veranlaßt, die Ge⸗ meindevoranſchläge für das Jahr 1892 gemäß 8 19 und 22 obiger Anweiſung ſpäteſtens im Monat Dezember d. J. vorzu⸗ bereiten, im Monat Januar des Voranſchlagsjahrs endgültig ab⸗ und ſolche mit ſämmt⸗ lichen? 5 und einer Abſchrift läugſtens bis 1. Februar 1892 anher vorzulegen. Wir empfehlen gengue Beach⸗ tung der gegebenen Vorſchriften und insbeſondere pünktliche Fertig⸗ ung und 1. J. Jage Vorlage. luf den 3. Januar 1892 i berichtliche Anzeige über den Stan der Arbeiten zu erſtatten. 28381 Mannheim, 30. Nov. 1891. Großh. Bezirksamt Frh. v. Rüdt. Hekauntmachung. Die Ausſtellung der Quittungskarten 98 Nr. 126281. An ſämmtliche Bür⸗ germeiſterämter u. Stabhaltereien des Amtsbezirks: 23884 Es ſind in neueſter Zeit Quit⸗ tungskarten 5 Vorlage gekom⸗ men, auf welchen der Name des Verficherten ſo undeutlich geſchrie⸗ hen iſt, daß eine Regiſtrirung un⸗ möglich iſt. Wir veranlaſſen die Bürgermeiſterämter auf die deut⸗ liche, Aufſchrift beſon⸗ ders Acht zu haben. Wo die Auf⸗ ſchrift einer Karte nicht ganz deutlich iſt, muß der Name noch⸗ mals in einer alle Zweifel aus⸗ ſchließenden Weiſe auf die Karte geſchrieben werden. Es iſt zu beachten, daß Radir⸗ ungen durchaus unzuläſſig ſind. Das unrichtige Wort wird leicht durchgeſtrichen, ſo daß es noch leſerlich bleibt, und das richtige 11( 55 oder eben geſchrieben(Ziff. 39 Kar⸗ tenanweste 8 95 Jf. auch zu beachten, daß die Ehefrau und Wittwe durch die Ehe den Namen des Mannes erhalten hat, daß aber auch die Angabe des Ge⸗ burtsnamens wünſchenswertt iſt. Es muß z. B. geſagt werden: Wittwe Katharina Rumler ge⸗ borene Scherer oder Ehefrau Maria Anna Wahl geborene Brei⸗ ter. Es iſt jede andere Bezeich⸗ nung unzuläfſtg Bei dieſem An⸗ laſſe machen wir auf Ziff. 7 Abſ. 5 der Kartenanweiſung wieder aufmerkſam. Es muß die größte Sorgfalt auf richtige Angabe „der Berufsſtellung“ verwendet werden. Bei der Angabe iſt neben der allgemeinen Hezeichnung„Ar⸗ beiter“,„Gehilfe“,„Geſelle“ u. ſ. m. thunlichſt auch der befondere Berufszweig, in welchem der Verſicherte bei Ausſtellung der Karte beſchäftigt iſt, z. B. land⸗ wirthſchaft 1 rbeiter“„Schloſ⸗ ſergeſelle“,„Weber(in Fabrit)“, „U¹ ſmacher e treiben⸗ der) u. dergl. m. zu nennen. Da⸗ bei iſt zu beachten, daß ſtets der Derufszweig ur Zeit der Aus⸗ ſtellung der Karte anzugeben iſt. 3. B. ein Verſicherter erhielt am Januar 1891 Karte Nr. 1 mit eruf:„Landw. Taglöhner““ Er 155 num im Jahre 1891 die Tag⸗ öhnerei aufgegeben, weil er den Feldhutdienſt erhalten hat. Es iſt in die Karte Nr. 2 als Beruf „Feldhüter“ einzutragen. Wir veranlaſſen die Bürger⸗ meiſterämter bei dem bevorſtehen⸗ den Umtauſch der Quittungskar⸗ ten undeutliche und zweifelhafte Angaben des Namens und des Berufs zu berichtigen. Mannheim, 28. November 1891. Gr. 9 * Sekanntmachung. Die Feſtſtellung der Invalidenrenten betr, (332) Nr. 126518. Die im Amtsbezir!k Mannheim wohnhaften und practicirenden Aerzte machen wir auf§ 5 Abſ. 1 u. 2 der Ver⸗ ordnung Gr. Miniſteriums des Innern vom 18. November 1891 das Gerfahren bei Beantragung von Invaliden⸗ und Altersrenten 55(Geſ.⸗ u. Verord.⸗Bl. 1891 „ 223) mit dem Erſuchen auf⸗ merkſait, alle zur Begründung von Invaliden⸗ und Altersrenten⸗ anträgen Gutachten, ſofern dieſelben nicht dem Bürger⸗ meiſteramt oder dem Bezirksamt unnittelbar mitgetheilt werden, in einem feſtverſchloſſenen Um⸗ lag dem Antragſteller auszu⸗ ndigen. 23382 Maünheim, 27. Nov. 1891. Gr. Bezirksamt. f Wild. 1719 70 Bekauntmachung. (332) Nr. 126788. Wir bringen hiemit zur öffen wir unterm 5 Sperrung der 3/H 3 nebſt klei der er geſa kehr auf die angeordnet Mannhein Bekauntmachung. Nr. 18862. in Mannheim hat gegen ihren Ehemann bei dieſſeitigem Land⸗ o, gerichte eine Klage mit dem 2 gehren eingereicht, ſie für be tigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzu⸗ ſondern. „Termin zur Verhandlung hier⸗ über iſt auf Dienſtag, 5. Jannar 1892, 5 Vorm. 9 Uhr beſtimmt. Dies wird zur Kenntnißnahme 8 der Gläubiger andurch veröffent⸗ licht. 23428 Mannheim, 30. Nopember 1891. Großherzogl andgerichts. Bolze. Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Kauf⸗ manns Anton Kölliſch inNeckarau wird heute Vormittags 8½ Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Zum Konkursverwalter iſt er⸗ nannt: Kaufmann Friedrich Bühler in Mannheim. Konkursforderungen ſind bis zum 4. Januar 1892 einſchließlich bei dem Gerichte anzumelden. Zugleich wird zur Beſchlußfaſſ⸗ ung über die Wahl eines defini⸗ tiven Verwalters, über die Be⸗ ſtelung eines Gläubigeraus⸗ ſchuſſes und eintretenden 75 5 über die in§ 120 der Konkurs⸗ ordnung bezeichneten Gegenſtände 0 uf Montag, 28. Dezember 189ʃ, Vormittags 11½ Uhr und zur Prüfung der angemel⸗ deten Forderungen auf Mittwoch, 13. Januar 1892, Vormittags 10 Uhr vor dem Gr. Amlsgerichte Abth. 5 Termin anberaumt. Allen Perſonen, welche eine zur Konkursmaſſe gehörige Sache in Beſitz haben oder zur Konkurs⸗ maſſe etwas ſchuldig ſind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein⸗ ſchuldner zu verabfolgen oder zu leiſten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Beſitze der Sache und von den Forderungen, für welche ſie aus der Sache ab⸗ geſonderte Befriedigung in An⸗ ſpruch nehmen, dem Konkursver⸗ walter bis zum 4. Januar 1892 Anzeige zu machen. ichteſchrel 2. Dezember 1891. Gerichtsſchreiber Großherzoglichen Amtsgerichts. 5 talf. Fahndung. Dahier wurde Folgendes ent⸗ 5 wendet: 1. am 27. v. Mts. vor dem Hauſe Große Wallſtadtſtraße No. 4 ein blecherner, mit einem Latten⸗ mantel umgebener Eimer Melange⸗Marmelade(Zwetſchen⸗ Conſerven). 2. in der Nacht vom 27/8. v. Mts. aus dem Garten des Hauſes 7. Querſtraße No. 13 ein weißes, baumwollbibernes Betttuch, ein roth⸗ und gelbgeſtreiftes Frauen⸗ hemd, 1 roſafarbige, rothgetupfte Bettjacke, 1 roth⸗ blau⸗ und weiß⸗ karrirter Kopfkiſſenüberzug. 3. in der Nacht vom 28,/9. v. Mts. im Hauſe Lindenhofſtraße No. 43 1 M. 50 Pfg. baares Geld. 4. am 29. v. Mis. während des Brandes in der ſog Spinnerei (Traitteurſtraße 8/10) 1 ledernes Portemonnaie mit 7 M. 50 Pfg. Inhalt. 5. am 30. v. Mts. vor dem auſe J 1, 1 eine blecherne Milch⸗ kanne mit 5 Liter Milch. 6. in der Nacht vom 30. v. Mts. auf 1. d. Mts. in der Wirthſchaft L 16, 6 ca. 63 M. baares Geld. Um ſachdienliche Mittheilungen wird erſucht. 23423 Mannheim, 2. Dezember 1891. Criminalpolizei Meng, Pol.⸗Commiſſär. Bkkanntmaczung. Nr. 18,697. Die Lieferung des Bedarfs an Brödchen(Waſſer⸗ wecken) zur Verabreichung von Frühſtück an arme Schulkinder ieſiger Stadt für den Winter 1891ſ0 mit ca, 105000 Stuck iſt an mehrere hieſige, bei den vor⸗ hergegangenen Lieferungen noch nicht berückſichtigte Bäcker zu ver⸗ geben. Angebote hierauf wollen bis zum nächſten 23329 Samſtag, 5. Dezember d. Js., Vorm. 11 Uhrrr verſchloſſen, mit der Aufſchrift „Brödchenlieferung“ verſehen, auf dieſſeitigem Bureau— Rathhaus II. Stock Zimmer Nr.?— ein⸗ gereicht werden, woſelbſt zu ge⸗ nannter Zeit die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa er⸗ ſchienener Bieter erfolgt. Mannheim, 30. November 1891. Stadtrath: Klotz. Kieſer. Ineipient geſucht. Gehalt 600 Mk. Zeug⸗ niſſe ſind vorzulegen. 22787 Großh. Stsatsanwaltſchaft Dietz. 18862. Die Ehefrau des Schreiners Amandus Cywinski 23422 9 mit Seneral⸗Anzeigerz — uf, G 3, 1 e u. beſſe gverſteigern. nheit für; nützlichſte ſte tsgeſchenke. Ferd. Aberle, Anctiongtor. Vor⸗ und nachher freihär biger 2 uf. kal 2 8 über ille Cigarren, Cigaretten und Mehreres und am Freitag, de 5 Dezember, Damen⸗ eine große kleiderſtoffe verſck er Deſſin, was ſich alles als Weihnachtsge⸗ ſchenk eignet, Damen⸗, Tuch⸗ und Lederſchühe, Tuchknopfſtiefel und Kinderſchuhe, wozu Steigerungs⸗ liebhaber einladet Mayherhuber, Auktionator, Q3, 2. Heffenkliche Jerſteigerung. Am 23440 Freitag, 4. Dezember d. Is., Nachmittags 2 Uhr, werde ich im Pfandlokal Q 4, dahier: 3 Kanapee, 1 Hausapotheke, Waſchkommoden, 4 Spiegel, Nachttiſche, 3 Kommoden, 1 Kin⸗ derſpielſchränkchen, 2 Spfegel⸗ ſchränke, 1 Pianino, 2 neue eichene Ausziehtiſche, 3 Pfeilerſchränke, 1 Verticov, 1 Büffet, 2 Chiffonier, 1 Regulator, 2 aufgerüſtete Betten, 4 Kleiderſchränke, 2 Eisſchränke 2 Doppelleitern, 1 Ladenthele Marxmorplatte, 1 Plüſchtepp Bodenteppiche, zogelkäfi Barometer, 2 R 5 6 7 zellan⸗, Blech⸗ un 1 Veloeciped und ſchiedenes im d und ferner im Auftrag iſſe und 5 F ern. Mannheim, 3. Dezember 1891. s, Gerichtsvollzieher. met. ir noch kinige 4 findet in E 3, 14 Planken, (Schwanapotheke) Verſteigerung und freihändiger Jerkauf von fertigen Herten⸗ und Anabenkleidern Jals: ganze Auzüge, Paletöts, Schuwa⸗ loffs, Kaiſermäntel, Hoſen und Weſten, ferner 1 Poſten feiner Buxtins, Paletöt- ſtoffreſten, abgepaßt zuf [Anzügen, Hoſen, Weſten u. Juppen, ſowie Hoſenträger, [Kragen, Manſchetten u. Herrenſchirme. s. Am nächſten Sonn⸗ tag, den 6. ds. Mts. findet den ganzen Tag Verkauf aus freier Hand ſtatt. Die Waare iſt zu jedem annehmbaren Preis abgegeben. 23403 Anstett. 8 2 Erklärung. Ich nehme die in der Wirth⸗ ſchaft von Ludwig Nickel zu Schaarhof gegen Theodor Lorenz von da, unterm 20. November l. J. ausgeſprochenen Schimpfworte ſermit öffentlich zurück. 23374 Schaarhof, 1. Dezember 1891. Philipp Bohrmann. Handſchuhe werden ſchön gewaſchen, ebenſo Herren⸗Cra⸗ vatten gereinigt. 19849 Frau L. Jähnigen, I I, 13. Schwarzes Lamm. Verſammlung von Actionären der Hollandsch- Duitsche Transport-Maatschappy in Rotterdam, am Dienſtag, 22. Dezember 1891 Nachmittags 2 Uhr im Notaxishuis daſelbſt. Tages⸗Ordnung: a. Wahl eines Aufſichtsraths. b. Ernennung von drei Mit⸗ gliedern im Aufſichtsrath für die Prüfung der Bilanz. Um ſtimmberechtigt zu ſein, ſollen die Actien mindeſtens acht Tage vor der ordentlichen Generalver⸗ ſammlung in dem Geſchäftslokale der Maatschappy Wilhmsplein 2 gegen Empfangsſchein ausge⸗ legt werden. 23420 Tanz-Institut⸗ J. Schröder. Sonuntag Miftag 3 Ahr Großer Aayerſof. Heute Donnerſtag, pon Abends 6 Uhr ab aee gedämpfte Gausleber mit geſtochene Kartoffel. Feinſte Zubereitung, ſelhſtgeſalzne Schweinsharen mit bekannt delikatem Sauerkraut ächt hausgemachte Wurſt. Von 8 Uhr ab 23426 Die Maunheimer Mayer⸗ 5 Hof⸗Komikker. F7TTTT. Goldene Gerste. Samſtag: grOSSe•S Gute Weine. Storchenbrauerei höflichſt einladet Sohlachtfest. Bier von der Speier, wozu 23386 Aug. Erle. Weinreſtaur. 3. Wolfsſchlucht von Emil Schilling, B 5, 7. gen Bgarzahlung öffent⸗ Als beſonders billig empfehle Ja. arantirt 1886er Bordeauz per M..50. Ia. Deidesheimer sleſe(Weißwein) per Flaſche .50. 23416 Bekanntmachung. Nr. 18,728. Auf Anordnung Großherzoglicher Staatsbehörde hat eine Zählung des Viehbeſtandes am Donnerſtag, den 3. Dezember d. Is. ſtattzufinden. Wie in früheren Jahren, hat es auch diesmal der landwirth⸗ ſchaftliche Bezirksverein übernommen, das zu be⸗ ſorgen. Wir bitten die verehrliche Bürgerſchaft, die Herren Zäh⸗ lungsfommiſſäre in ihren Erhebungen durch ſachgemäße Auskunfts⸗ ertheilung unterſtützen zu wollen. Zugleich laſſen wir nachſtehend eine Eintheilung der Stadt in Zählbezirke mit Bezeichnung der Herren Zählungskommiſſäre folgen: No. Bezirk Zählungskommiffäre 1Schloß 53 Schloßverwalter Klaußer und 2A ͤund B 5 2 J. Boſch [C und D. 0 8„ inde, A Peter und Ph. Lambert 5 G und 1 I Anton Kuchenmeiſter, Karl Kloos 6 4%% 7 K Kuchenmeiſter und Jgcob rü 8 LI bis mit 6 5 Theod. Eglinger .] L 7 bis mit 16, Tatterſall und Umgebung bis zur Bezirksthierarzt Fuchs Merzelſtraße 5 10.] M und N 5 8 Philipp Krug 111 O ͤ und P. 5 0„Peter Helfert 1218 5555 B. Wiedenhorn 13 K 8 Pfeiffer 14 S und 8 2 8 dr. Nöſch 15 Uund Schlachthaus 8 ezirksthierarzt Ulm 16 Jungbuſch bis zur Ketten⸗ brücke 5 H. Brohm 17Von der Rheinluſt bis zum Jungbuſch dieſſeits des[L. Sänger Verbindungskanals 18 Gelände jenſeits des Ver⸗ bindungskanals bis zur Rhein⸗ und Neckarſpitze,[J. Reichert und G. Murt ſowie Mühlau u. Central⸗ e 5 5 19Schwetzingerſtraße re 7 mit Nebenſtraßen, A⸗ Fr. Geber und Feldſchütz Ph. denhof, Milchgütchen, Wellenreuther ee 5 20] Schwetzingerſtraße links mit Nebenſtraßen, Secken⸗ Louis Lichtenberger und E. Nau⸗ heimerſtraße, Compoſt⸗ daſcher fabrik, Fettviehhalle zc. 21] Neuer Stadttheil links des Dae bis zum Ferd. Gruber u. E. Bodenhöfer Damm 7 8 8 22 Neuer Stadttheil rechts des Hauptweges einſchließlich[Peter Hartmann und Oberſchütz der Gebäude rechts und Langenbach links am Waldhofweg. 23 Das Uebrige jenſeits des Neckars Feldſchütz Jacob Wellenreuther Mannheim, den 1. Dezember 1891. 28385 Stadtrath: Klotz. Auſtern, Hunnet, Schellſiſche Ca bliau Jeezungen, Curbast. Theodor Straube, N 3, 1 Etke gegenüber dem„Wilden Mann“ Thür. Bratgänſe Prima Qualität bekannt, treffen morgen wieder ein. 23445 Moriz Mollier Nachf. Telephon 488. Stoekfische Sch ellfiſche Roritz Molier Nachf. Telephon 488. 23446 Lebend friſche Schellſiſche empfiehlt 23438 Jos. Pfeiffer, E 5, 1, am Fruchtmarkt. Telephon Nr 317. Christbaum-Confect, Jreizende Neuheiten(rein Zucker), vorzüglich im Ge⸗ ſchmack. Kiſtchen zu ca. 150, 230 und 460 Stück a 3 Mk., 3Kiſtchen 8 Mk. franko, Nach⸗ 5(Garantie Zurück⸗ nahme). 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Dezember 1891, bends 7% Uhr des Grossh. Hoftheaters + unter gefl. Mitwirkung der Gr. Hofopernsängerin Fräulein Emilia Milena Fräulein Magde Eisele aus Frankfurt A. Main. Programm: 1) Sinfonje Nr. 4,-dur, Haydn, 2) Clavier-Concert, Es-dur, mit Orchesterbegleitung Beethoven. 5 3) Liedervorträge, 4) Barcarole, Rubinstein; Cis-moll Etude, Joncert, Rubinstein, 5) Einleitung z. d. Oper„Loreley“, Bruch. Billete sind in der Musikaljenhandlung von Th. Sohler und Abends an der Kasse zu haben. 22969 Reserv. Platz im Saal: M..—. Reserv. Platz auf der Gallerie: M..50. Stehplatz im Saal: M..50. Nichtreserv. Platz 5 im Concert: Chopin, Valse de 22 22 Musik-Verein. Dienstag, den 8. Dezember SONëœEERRIT im grossen Saale des Saalbaues. Josusa. Oratorftum für Soli, Chor und Orchester von G. F. Händel. 23344 Harmonie⸗Geſellſchaft. Samſtag, den 5. Dezember 1891, Abends 8 Uhr Abend-Unterhaltung mit Tanz, wozu die verehrlichen Mitglieder nebſt Familienangehörigen freund⸗ lichſt einladet 28287 Der Vorſtand. Die Einzeichnungsliſte zum Abendeſſen liegt im Lokale auf, und iſt die Betheiligung bis ſpäteſtens am Tage vor der Abend⸗ unterhaktung darin kund zu geben. „Arion“ Mannheim Iſeumann ſcher Männerthor. Samſtag, den 5. Dezember, Avends 8 Uhr im Badner Hof 23180 Abendunterhaltung mit darauffolgendem Tanze, wozu die verehrlichen Mitglieder mit Familienangehörigen freund⸗ lichſt einladet Der Vorſtand. Vorſchläge für Einzuführende werden am 1. Und 4. Dezember, Abends ½9 Uhr im Local, Gambrinushalle, entgegen genommen. Der evangel. Arbeiterverein wird am 20. d. Mts. bei ſeiner Weihnachtsfeter ein Feſtſpiel „Die heilige Nacht“ 23427 zur Aufführung bringen. Wir bitten daher unſere Mitglieder, welche geſonnen ſind, ihre Kinder(Mädchen im Alter von—15 Jahre) mitwirken zu laſſen, dieſelben ſpäkeſtens bis kommenden Montag bei Herrn Heinrich Vollinger, I I, 1, 3. Stock gefl. anmelden zu wollen. Der Vorſtand. Deutſche Generalſechtſchnle . FeNa Lahr. erde Len Verband Manuheim. Fr das WAAs m Am e egl Donnerſtag, 3. Dezbr. 1891, Abends ½9 Uhr, findet im hinteren Nebenzimmer der Reſtauration zur„neuen Schlange“ eine 23118 Außerordenkliche Gentral⸗ verſammlung ſtatt, wozu wir unſere verehrlichen Berbandsmitglieder zu recht zahlrei⸗ chem Beſuche höflichſt einladen. Tages⸗Ordnung: 1. Neuorganiſation des Geſammt⸗ vorſtandes. 2. Rechnungsablage. 3. Dechargeertheilung an dengtechner. 4. Innere Kaſſenangelegenheiten. 5. Beſprechung über die demnächſt ab⸗ zuhaltende Chriſtbaumbeſcheerung. Der Vorſtand. Maunheimer Parkgeſelſchaft. Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß während den Winter⸗ unſere, nunmehr gut geheizten 1 eſtaurationslokalitäten zur Abhaltung von Concerten, Tanzunterhaltungen, Hoch⸗ lzeiten u. dgl. vermiethet werden. Intereſſenten wollen ſich deßhalb mit unſerem Reſtaurateur Herrn Carl Stebinger, benehmen. Der Vorſtand. Iunm Luxhof. F4 12ʃ½. Heute Donnerſtag u. morgen Freitag, Abends 8 Uhr 155 Soneccert Unterzeichneter hat die Kapelle gewonnen ohne Heute Donnerſtag Achtung! Achtung! Achtung! ausgeführt von der ungariſchen Magnaten⸗Kapelle aus Eutree zu concertiren. 23441 Schlachtpartie, Bürger vergeßt das 28439 im Kaifer Wilhelm, S 3, 1 beim Schwöre aus Darmstadt und der Pianistin von Ge neral⸗Anzeiger. Mannheim. Am nächſten Montag, 7. Dezember l.., „Abends ½9 Uhr im Caſinolokal, K 1, 1, 3. Stock Vortrag 5 über: Die einfache Buchführung und das Koſtenberechnen für Gewerbetreibende Gewerheſchulvorſtand J. Emele⸗Wiesloch, wozu wir unſere verehrl. Mitglieder freundl. einladen. 23434 Mannheim, 2. Dezember 1891. Der Vorſtand. Gewerbe⸗& Zuduſtrieverein Mannheim. Ausſtellung von Lehr⸗ lingsarbeiten pro 1892 betr. Wir werden auch im nächſten 05 eine Ausſtellung von de hrlingsarbeiten veranſtalten und bringen hierdurch zur öffent⸗ lichen Kenntniß, daß Anmeldungen jeweils am Sonntag Vormittag gon ½10—½12 Uhr auf unſerem Büreau, Kaſino, R 1, 1 dahier entgegeng enommen werden. Mannheim, 1. Dezember 1891. 23433 Der Vorſtand. Krieger-Verein. Sonntag, 6, d. Mts,, Abende 8 ühr fidet im neuen Lokal R3, 14(Dahringer) eine Muſtkaliſch⸗theatraliſche Abend ⸗Anterhaltung ſtatt, wozu unſere geehrten Mik⸗ glieder mit Familienangehörigen freundlichſt eingeladen werden. Um recht pünktliches und zahl⸗ reiches Erſcheinen erſucht 23417 Der Vorſtand. Turn-Verein Mannheim. 05 Samſtag, 9 50 den N 85 5. Dezember 2 d. Abends 55 19 Uhr Gemüthl. Inſammenkunft (Kueipe) im Lokal S 2, 21. Um pünktliches und zahlreiches Erſcheinen wird gebeten. 23315 Der Vorſtand. Musikverein. Donnerſtag Abend ½9 Uhr Geſammtprobe. 23341 Sonntag, den 6. Dezember, Abends 5% Uhr im Lokal, 3. Stock Vortrag für Lehrlinge von 28884 Herrn Hauptlehrer Hanßſer hier Gemeinde und Itaak. Der Vorſtand. Feln Dienſtag, den 8. Dezember Abends 8½ Uhr im Caſino⸗Saale: Vortrag des Herrn Dr. juris E Quarck aus Frankfurt a. „ „Kaufmänniſche Romane.“ Für Nichtmitglieder ſind Abonnementskarten à M. 12 für ſämmtliche Vorträge, Tageskarten à M..50 in unſerem Bureau, in der Hof⸗Muſikalienhandlung K. Ferd. Heckel, in den Muſi⸗ kalienhandlungen A. Donecker, A. Hasdenteufel, Th. Sohler und im Zeitungskiosk hier, ſo⸗ wie in der 1 0 Buchhandlung in Ludwigshafen zu haben. 5 5 Die Karten ſind beim Eintritt in den Saal vorzuzeigen.(Die Tageskarten abzugeben). Die Saalthüren werden punkt 8 Uhr geſchloſſen. Ohne Karte hat Niemand Zu⸗ tritt. Kinder ſind vom Beſuche der Vorleſungen augeſchroſſen. 23413 Der Vorſtand. „Olymp“. Unſerem lieben Präſidenten Herrn Vorgeitz ſowie den Herren Peringer und Krieger zu ihrem heutigen Wiegenfeſte 23425 die beſten Glückwünſche! Damen finden liebevolle Auf⸗ nahme unter ſtrengſter Discretion Budapeſt. Miss Flera bedient noch. — wozu freundlichſt einladet Ch. Hofmann 1 15 3 9 Zute Bier 7 Mehrere Bier⸗Trinker. bei Frau Schmiedel, Hebamme, Weinheim, Mittelgaſſe, 10640 Heiraths⸗Geſuch. Ein Franzoſe, ktüchtiger Kaufmann, gediegenen Charakters, ſeit? Jahren in bedeutendem bad. Geſchäfte thätig, wünſcht ſich be⸗ hufs Etablirung in Deutſchland, mit einer kathol. Dame mit Ver⸗ mögen zu verheirathen und bittet um Off. unter No. 22197 an die Expedition d. Bl. 23197 Diseretion Ehrenſache. jatente besorgt und verwerthet 16395 J. Kippenhan, K 3,4. werden Mannheim, 3. Dezember. Ein vollſtändiges Vett und eine dreitheilige Roßhaarma⸗ tratze billig zu verkaufen. Näh. 5, 2, 2. Stock links. 22676 Wegzugshalber ſchöne Salon⸗ Eiurichtung, ſowie verſchiedenes Möbel billig zu verkaufen. Näheres im Verlag. 23414 Ein Metzgerwagen, 2 Bäcker⸗ karren, 2 Stoßkarren, neue und gebrauchte, Hobelbänke zu ver⸗ kaufen. 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Am Abend des letzten Academie⸗ Concerts(Donnerſtag 26.) wurde vor der Thüre des Hoftheater⸗ Concertſaals oder in der Halle desſelben„ein ſchwarzes Spitzentuch und ein blau⸗ ſeidenes Tuch“ verloren. Abzugeben gegen Belohnung 23232 Zugelaufen eine duukelbraun⸗ gefleckte, braungrauelllmer Dogge. Abzuholen gegen Einrückungs⸗ gebühr und Futtergeld bei Zim⸗ mermeiſter Jak. Abrah. Ludwig, Neckarau. 23402 5 irzer Berr ner Hof⸗ hund, mit weißer Bruſt u. Pfote entlaufen. Abzugeben M1, 3 88 Altes Zinn kauft Mannheimer Glasmalerei, H 7, 24, 20215⁵ Aulauf von getragenen Klei⸗ dern, Schuhen und Stiefeln. 9974 Carl Ginsberger, H 1, 11. Geſucht. Ein größeres Haus mit Stallung reſp. etwas Land in der Nähe bei Mannheim auf ſofort oder ſpäter zu pachten geſucht. 23432 Offerten unter F. L. poſtlagernd dingen EinGrundſtück, Man Gemarkung in nächſter Nähe von Waſſer und Bahn gelegen, circa 23000 UMeter zu verk. Zu erfragen bei 28213 Joſef Gutmann, H 7, 27. 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