82 A. — nmnen aATS · Badiſche Volkszeitung.) an der Poſtliſte 23 unzen Nr. 2388. Abonnement: 50 Pfg. monatlich. Aringerlohn 10 Pfg. menatlich, durch die Poſß bez. inel. Poſtanf⸗ ſchlag M..90 prs Quaxtal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfs. die Reklamen⸗Zeile 60 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Bfg der Stadt Maunheim und Umgebung. (101. Jahrgang.) Amts⸗ und Kreisverkündigungsblatt Srſcheint wöchentlich ſieben Mal. (Mannheimer Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „Jourzal Mannheim.“ Berantwortlich: für den politiſchen u. allg. Theit Chef⸗Redakteur Julius Katz, für den lokalen und prov. Theil Mannheimer Journal. RNotationsdruck und Berlag der Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckerei, (Das„Maunheimer Journal“ iſt Sigenthum des katholiſchen Bärgerhoſpitals.) ſämmtlich in Mannbeim. Erſtes Blatt. die Handrlepoltfü der uichfigſlen Culturſtaaten. Der Verein für Socialpolitik gibt ſoeben den erſten Band eines umfaſſend angelegten Werkes„über die Han⸗ delspolitik der wichtigſten Culturſtaaten im Laufe der letzten Jahrzehnte“ heraus, das nicht nur für die Wiſſen⸗ ſchaft, ſondern auch für die Praxis von höchſter Bedeu⸗ tung iſt und grade noch rechtzeitig vor den Verhandlungen des Reichstags über die Handelsverträge erſcheint. Der erſte Band behandelt die Handelspolitik folgender Staa⸗ ten: Nord⸗Amerika, Italien, Oeſterreich⸗Ungarn, Belgien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Rußland und die Schweiz; außerdem enthält er eine Darſtellung des Außenhandels des deutſchen Zollgebietes im letzten Jahrzehnt, bearbeitet von dem Dixector des ſtatiſtiſchen Amtes des deutſchen Reiches, Geh. Rath v. Scheel. Wer die einzelnen Theile der Darſtellung durchgeht, wird unſchwer den gemeinſamen Charakterzug erkennen, welcher der Entwicklung der Handelspolitik in den letzten Jahrzehnten eigen war. Auf eine gemäßigte Schutzzoll⸗ politik folgte eine Aera des gemäßigten Freihandels, die faſt dreißig Jahre dauerte, etwa von 1845 bis 1875; ſeitdem beginnt die Aera der Schutzzollpolitik, welche etwa 15 Jahre dauert, von 1875—1891. Durch die wäh⸗ rend derſelben begangenen Uebertreibungen und Ueber⸗ ſpannungen des ſchutzzöllneriſchen Syſtems wird der Umſchwung angebahnt und herbeigeführt und heute ſtehen wir im Beginn einer dritten Periode, welche kei⸗ neswegs als eine Aera der Freihandelspolitik zu bezeichnen ein wird, aber doch mit der Uebertreibung der Schutz⸗ zollpolttik ganz entſchieden bricht; es hat ſich, wie Prof. Schmoller in dem von ihm dem erſten Bande mit auf den Weg gegebenen Eingangsworte bemerkt, die Ueber⸗ zeugung geltend gemacht, daß gegen das Uebermaß der ſchutzzöllneriſchen Politik und gegen die drohenden und vorhandenen Zollſchranken eine Einigung der Cultur⸗ mächte nothwendig iſt. Dieſer gemeinſame Zug der Han⸗ delspolitik der verſchiedenen Staaten läßt ſich auf Grund der Darſtellungen mit Unzweideutigkeit feſtſtellen. Von einer eingehenden Kritik des reichen Inhaltes des uns vorliegenden Bandes müſſen wir abſehen; es erſcheint aber von Bedeutung, von den Ausführungen der Bearbeiter der öſterreichiſchen und ſchweizeriſchen Handels⸗ politik Einiges anzuführen, was von aeutem!Intereſſe iſt. Die öſterreichiſche Handelspolitik hat durch Dr. Peez ihre Bearbeitung gefunden. Er ſtellt feſt, daß der Umſchwung in der öſterreichiſchen wie in der deutſchen Zollpolitik ſeit 1878 von den Vereinigten Staaten von Nordamerika ausgegangen iſt. „Als die landwirthſchaftlichen Erzeugniſſe der Vereinigten Staaten“, bemerkt der Verfaſſer,„den großen engliſchen Markt in Beſitz nahmen, ſahen ſich alle Staaten, welche vorher dieſen Markt veſorgt hatten, im dringendſten Intereſſe ihrer Laud⸗ wirthſchaft genöthigt, den heimiſchen Markt für die eigene landwiurtſchaftliche Erzeugung vorzubehalten und demſelben eine kaufträftige Induſtrie zur Seite zu ſtellen. Für den engliſchen Markt ſuchten und fanden die mitteleuropäiſchen leiche einen Erſatz in den eigenen Märkten, die nun ſorg⸗ fältig gehütet wurden.“ Der Verfaſſer erkennt an, daß durch dieſen Schritt der Handel oft litt, daß in manchen Induſtriezweigen eine Ueberproduktion entſtand und dagegen die Ent⸗ wicklung von Spezialitäten verlangſamt wurde. e Aber die Staaten mit ihren Kämpfen, Gefahren und Rüſtungen, mit ihren auf lohnende Arbeit angewieſenen Arbeitermaſſen, mit ihrem nach erhöhtem Wohlſtand ringen⸗ en Beamten⸗ und Militärſtande, kurz mit allen ihren modernen kagtsnotywendigkeiten haben ſelten etwas anderes vor ſich als die Wahl des geringeren Uebels. Sie hab⸗n die Erböbung der Zölle gewählt. Aber mit der Zuſammenfaſſung der produeuven Kräfte und der Verlegung des Austauſches zwi⸗ ſchen Landwirthſchaft und Induſtrie innerhalb der Schranken es inneren Marktes iſt nun der erſte Schritt geſcheben, der zweite Schritt führt wieder auf einen größeren Schauplatz hinaus, indem es nunmehr gilt, ohne Gefährdung des durch die Zollreform von 1878 gewonnenen feſten Kernes, jenen und der mitteleuropäiſchen Stämme wieder herzuſtellen, 0 80 geeignet wäre, ſeinen Partnern den unentbehrlichen ſcaffen zan Welthandel, Colonialbeſitz und Weltmacht zu ver⸗ n. Halten wir dieſen Bemerkungen als Gegenſtück die eußerungen gegenüber, welche der Schweizer Frey am Schluſſe ſeiner Bearbeitung der ſchweizeriſchen Handels⸗ politik thut. Dieſer bemerkt, daß wenn ſich die Protek⸗ tionspolitik der Nachbarländer mildere, die Schweiz bei den bezüglichen Zöllen eher Zugeſtändniſſe machen könne, Ar. 339.(Lelepzen⸗Ar. 218.) Seleſeutt und verbreitelte Zeituug in Maunheim und Angebnng. 1851 nicht zu denken. Die Schweiz habe auf ihre ent⸗ wickelte Fabrikgeſetzgebung und deren Einwirkung auf die Induſtrie Rückſicht zu nehmen, ferner ſei durch das Umſichgreifen der demokratiſchen Ideen dem Syſteme des Protektionismus eine große Unterſchätzung zu Theil ge⸗ worden.„Die Anſicht, daß der ſchweizeriſche Zolltarif von 1891 eine Seifenblaſe ſei, die ſchillernd in die Luft ſteigt und bald zerplatzt, iſt nicht richtig. Dieſer Tarif wird nicht hartnäckig ſeſtgehalten werden, denn die Schweiz ſtrebt nach Tarifverträgen und zwar ſo ent⸗ ſchieden als irgend ein anderer Staat des Continents, aber die Herabſetzung wird weſentlich durch Zollermäßig⸗ ungen in den Nachbarländern bedingt ſein, gerade weil die Schweiz wohl weiß, ob und inwieweit ſie wirth⸗ ſchaftlich von jedem derſelben abhängt.“ Do ut des dies ſcheint die Maxime zu ſein nach der die Schweiz handelt und Zollverträge abzuſchließen geneigt iſt. Politiſche Ueberſicht. Mannhbeim, 10. Dezember, Vorm Unter großer Spannung begründete geſtern im franzöſiſchen Senat der Senator Dide ſeine Interpellation über die Umtriebe des Klerus. Der Redner führte aus, das Volk habe ſich bei den letzten Wahlen ehrlich für die Republik ausgeſprochen; ſelbſt die begrabenen Parteien hätten dieſelbe anerkannt. Allein ein Theil der Geiſtlichkeit conſpirire gegen den Staat und bekämpfe die Verfaſſung ſogar öffentlich.(Redner verlas heftige Erklärungen von Geiſtlichen gegen die Republik; die Rechte begleitete die Verleſung mit Beifall⸗ klatſchen.) Die Geiſtlichen vergäßen, daß ſie Beamte eien. Der Redner, öfters von der Rechten unterbrochen, agt, was die Regierung thun werde, um die Geiſtlichen zu ihrer Pflicht anzuhalten. De Marcçre erwiderte, Dide habe als Proteſtant geſprochen. Die Kirche ſei keineswegs dem Staate untergeordnet, noch ſeien Repu⸗ blik und Religion Gegenſätze. Die Regierung habe ſchon oft Schwierigkeiten mit dem Vatikan gehabt; dies ſei kein Grund, das beſtehende Verhältniß zu ändern. Der„Dnevni Liſt,“ deſſen Meldungen mit einiger Vorſicht aufzunehmen ſind, berichtet über Greuelthaten in Altſerbien. 500 Arnauten ſollen in der verfloſſenen Woche die Ortſchaften Poſchauer, Wranjeftze und Duboki gebrandſchatzt, den Bauern das geſammte Vieh entführt, die Dörfer eingeäſchert und 11 Einwohner ermordet haben. Das„Dnevni Liſt“ veröffentlicht dieſe Mittheil⸗ ung an der Spitze des Blattes und verbürgt ſich für deren Richtigkeit. — Die Botſchaft des Präſidenten der Ver⸗ einigten Staaten von Nordamerika weiſt auf die abgeſchloſſenen Reciprocitätsverträge hin und hofft, daß weitere ähnliche Abkommen vor dem Schluſſe des Jahꝛes getroffen werden. Bezüglich des Mac⸗Kinley⸗Tarifs ſagt die Botſchaft, der Wohlſtand des Volkes ſei größer als je, der neue Tarif habe mehrere große Induſtrien geſchaffen. Der Präſiden empfiehlt, die beſtehenden Geſetze in Betreff des Silbers vollſtändig zu erproben und den Geſchäftsintereſſen den ſchädlichen Einfluß zu erſparen, welche durchgreifende Aenderungen ausüben müßten. Der Präſident ſpricht ſich gegen freie Silberprägung aus. Die Mehrheit des Volkes würde es zwar vorziehen, daß das Silber in vollem Maße zur Ausmünzung verwendet werde, wenn andere Nationen mitwirken wollten, um das Verhältniß zwiſchen Gold und Silber feſtzuſetzen. Die Geſchäftswelt bedürfe beider Metalle und die Stimmung in Europa ſei nicht derart, daß der Präſident ſich veranlaßt gefühlt hätte, eine internationale Konferenz vorzuſchlagen; jedoch mache ſich in Europa die Meinung zu Gunſten eines größeren Silbergebrauches mehr und mehr geltend. —ů— »Deutſcher Reichstag. Berlin, 9. Dezember. Der Reichstag erledigte die erſte Leſung des Antrags Goldſchmidt betreffend Abänderung des Artikels 61 des Handelsgeſetzbuchs dabin, daß Handlungsdiener berechtigt ſein ſollen, ein Zeugniß zu verlangen und beſchloß die zweite Leſung im Plenum. Es folgt der Antrag Auer betreffend die Einſetzung von Reichstagskommiſſionen zur Unterſuchung von That⸗ ſachen. 5 Bebel befürwort⸗t den Antrag, auch Schrader iſt da⸗ für, will aber die Abänderung für eine Commiſſion vorbe⸗ doch ſei an eine Rürkkehr zu den Tarifen von 1884 oder halten; Bachem und Frhr. v. Manteuffel ſprechen dagegen. Donnerſtag, 10 Dezember 1891. Nach einem Schlußwort Bebels wird die zweite Leſung im Plenum beſchloſſen. 5 Zur Geſchäftsordnung beantragt v. Maſſow, morgen die Handelsverträge nicht zu berathen. Graf Balleſtrem und Rickert widerſprechen. Rickert erklärt, das Land warte auf eine Rede des Reichskanzlers; wenn dieſelbe gehalten ſei, könne der Reichstag ſich vertagen. Das Haus beſchließt— gegen 13 konſervative Stimmen — die Berathung der Handelsverträge auf morgen 1 Uhr. Badiſcher Landtag. Karlsruhe, 9. Dezbr. (11. Sitzung der Zweiten Kammer.) Am Miniſtertiſch: Geh. Rath Miniſter Eiſtenlohr, Miniſterialdirektor Seubert, ſpäter Staatsminiſter Dr. Turban. Präſident Lamey eröffnet die Sitzuug um 10¼ Uhr. Eingegangen ſind Bittſchriften: Von den Bahnmeiſtern der bad. Staatseiſenbahnen, betreffend die Klaſſifizirung ihrer Stellung im Beamtengeſetz u. a. m. Das Haus genehmigt in zweiter Leſung ohne Berathung den Geſetzentwurf, betr. die Vereinigung der Gemeinde Nei⸗ delsbach mit der Gemeinde Eubigheim einſtimmig in nament⸗ licher Abſtimmung. Es folgt die Berathung von Berichten der Bittſchriften⸗ kommiſſion.„„ Abg. v. Bodman berichtet über die Bittſchrift des freiluth, Predigers Staudenmeher in Sperlingshof, eine be⸗ dingte Eidesleiſtung betreffend. Von vier jungen Leuten in den Bezirksämtern Pforzheim bezw. Durlach waren von den letzteren zwei in Folge ihrer Weigerung, den Huldigungseid in der vorgeſchriebenen Form zu leiſten, mit Strafen von je 50 M. bedacht worden, die auf Beſchwerde beim Miniſterium von dieſem beſtätigt wurden. Dieſem Anlaß iſt die Bittſchrift entſprungen, in welcher des längeren ausgeführt wird, daß ſich die Betreffenden bei Leiſtung des Eides in ihrem Ge⸗ wiſſen bedrängt fühlen würden. Die Bittſteller bitten deßhalb die Kammer, ſie möge geſtatten, daß ſowohl der Fahneneid, 90 e e und der Huldigungseid nur in bedingter 0 geleiſtet werden könne, etwa in der Weiſe, daß ſie vor der Eidesleiſtung eine Erklärung zu Protokoll geben, nach welcher ſie den Eid ſoweit zu halten ſich verpflichten, als nicht göttliche Gebote etwas anderes verlangen. Die Bittſchriftenkommiſſion hat ſich bei der Heiligkeit dez Eides und der prinzipiellen Wichtigkeit der vorliegenden, mit Gewiſſensbedenken begründeten Bitte ſehr eingehend mit der Sache beſchäftigt. Sie iſt jedoch einſtimmig zu dem Beſchluß gekommen, dem Hauſe den Antrag auf Uebergang zur Tages⸗ ordnung zu empfehlen, wie dies ähnlich ſchon im Jahre 1877 von der Kammer geſchehen iſt. Die Frage der bedingten Leiſtung des Fahneneides entzieht ſich überhaupt der Zuſtän⸗ digkeit dieſes Hauſes, da ſie in der Reichsverfaſſung nieder⸗ gelegt iſt, und der Huldigungseid legt dem Schwörendes keine neuen Pflichten auf, die er nicht ohnehin ſchon als Staatsbürger zu erfüllen hätte. Kein Staat kann ſich darauf einlaſſen, die ſubjektive Auslegung der Geſetze und Verfaſſungs⸗ beſtimmungen durch den Einzelnen gut zu heißen, und hier wäre eine ſolche um ſo weniger am Platze, als die Ange⸗ hörigen aller Bekenntniſſe im Großherzogtyum ohne Gewiſ⸗ ſensbedenken den Eid geleiſtet haben. Die Commiſſion bean⸗ tragt deßhalb Uebergang zur Tagesordnung und das Haus beſchließt demgemäß. Abg. Dr. Rüdt berichtet über die Bitte des Bahnwarts a. D. Salzgeber in Nußloch um Erhöhung feines Ruhegebaltes. Die Kommiſſion war der Meinung, daß demſelben wohl eine außerordentliche Unterſtützung aber nicht eine Erböhung ſeines Ruhegehalts gewährt werden könne und das Haus beſchließt, die Bitte in dieſem Sinne der Regierung zur Kenntnißnahme zu überweiſen. Abg Hauß berichtet über die Bitte des Bahnwarts a. D. Joſeph Braun in Endingen um Erhöhung ſeines Ruhe⸗ gehalts. Auch hier kann nach Lage der Sache eine Penſions⸗ erhöhung nicht eintreten, doch beſchließt das Haus, die Bitte der Regierung zur Kenntnisnahme zu überweiſen in dem Sinne, daß dem Bittſteller eine regelmäßige Unterſtützung Seitens der Regierung zugebilligt werde. Den letzten Gegenſtand der Tagesordnung bildete die Begründung des Antrages Heimburger und Genoſſen:„Gr. Regierung wolle in dem Bundesrathe ihren Einfluß dabin geltend machen, daß dem Entwurf der künftigen Militärſtraſ⸗ prozeßordnung das Prinzip der Mündlichkeit und Oeffentlich⸗ keit zu Grunde gelegt werde.“ Abg. Muſer führt zur Begründung des Antrages aus, daß demſelben irgend welche verfaſſungsmäßige Bedenken nicht entgegenſtäuden. Er hoffe, daß ſich das Haus einſtimmig mit dem Antrage einverſtanden erkläre und auch die Großh. Regierung die demſelben zu Grunde gelegte Anſchauung zu der ihrigen machen werde. Die Reichsregierung habe ſchon im vorigen Jahre über dieſe Frage verhandelt, aber die Ge⸗ heimhaltung, welche dabei beobachtet werde, habe etwas Be⸗ denkliches und ſolle dazu dienen, die öffentliche Beſprechung und Beurtheilung darüber zu erſchweren. An der Regelung diſſer Frage ſei aber die Allgemeinheit im höchſten Maße intereffirt. Abg. Kiefer bemerkt, er glanbe nicht, daß ſich auf ſeiner Seite des Hauſes auch nur Einer befinde, der Bedenken tra⸗ gen würde, einer Vervollkommnung der militäriſchen Straf⸗ prozeßordnung gern zuzuſtimmen; auch die Regieruns würde ſich einer ſolchen Aufgabe ſeur ſympathiſch gegenüberſtellen. Weiter bemerkt Redner dem Abg. Muſer gegenüber, der einige abfällige Bemerkungen über die mit Preußen abgeſchloſſene Militärübereinkunft gemacht, daß er(Kiefer) es geweſen ſei, der im Hauſe unmittelbar nach dem 7er Krieg den Antrag auf Abſchließung derſelben geſtellt habe. Dieſe Mililärüber⸗ einkunft war eine vaterländiſche That, zunächſt des hochher⸗ 23 Seite. General⸗Anzeiger. Mannheim, 10. Dezember. zigen badiſchen Fürſten, dann aber auch der badiſchen Volks⸗ vertretung. Das deutſche Volk habe mit ſeinem Volksheer zerade in erſter Linie das Recht, eine volksthümliche und ſeiner heutigen Denkweiſe angemeſſenen Geſetzgebung auch be⸗ züglich der militäriſchen Gerichtsbarkeit zu verlangen. Die preußiſche Militärgerichtsbarkeit aber ſtehe durchaus nicht auf der wünſchenswerthen Stufe der Vollendung und deßhalb ſei es nützlich und Pflicht auch des badiſchen Landtages, in dem angedeuteten Sinne vorzugehen. Er ſtimme nicht für Aus⸗ ſcheidung vieler Vergehen aus der Militärſtrafprozeßordnung, aber für die Schaffung der Rechtsſicherheit und Rechtsord⸗ nung. Nicht Vorurtheile oder gar Furcht vor der Sozial⸗ demokratie, die er nicht fürchte, ſondern das Verlangen nach der Gewißheit, daß Jedermann, auch das Volk in Waffen, überall im Reiche Rechtsſchutz und Rechtsſicherheit genießt, werde ihn und ſeine Partei beſtimmen, den Antrag anzu⸗ nehmen. Abg. v. Buol bemerkt, daß der Antragſteller den eigent⸗ zichen Kern der Sache, nämlich die Frage, ob er die Münd⸗ lichkeit und Oeffentlichkeit im ganzen Umfange und ohne jede Einſchränkung im Militärſtrafverfahren eingeführt wiſſen wolle, umgangen habe. Die Reformbedürftigkeit des jetzigen Verfabrens werde von allen Seiten, auch von militäriſcher, anerkannt, es frage ſich nur, wie weit daſſelbe verändert und zu einem öffentlichen gemacht werden ſolle. Seine Partei werde dem Prinzip des Antrags zuſtimmen, ohne die Frage zu erörtern, in wie weit die volle Durchführung der Oeffent⸗ lichkeit und Mündlichkeit, wie ſie im Civilverfahren vorhanden iſt, zuläſſig oder wünſchenswerth ſein würde. Abg. Dr. Rüdt glaubt, ſich in ſebr erregten Worten gegen die Hereinziehung ſeiner Partei in die Verhandlung durch den Abg. Kiefer verwahren zu müſſen, Seine Partei habe noch nie geſagt, daß ſie auf dem Standpunkt der rohen Gewalt ſtehe. Abg. v. Stockhorner bemerkt, daß der Antrag nicht die Mündlichkeit und Oeffentlichkeit unbedingt verlange, ſondern ſie bei der künftigen Militärſtrafprozeßordnung nur„zu Grunde gelegt“ wiſſen wolle. Dieſem Wunſche werde auch er beiſtimmen. Stagtsminiſter Dr. Turban führt aus: Es ſei nicht ſeine Abſicht, der Verhandlung über dieſen Antrag jede Be⸗ deutung abzuſprechen, aber er habe den Wunſch, daß das Haus an der guten Uebung feſthalten möge, Gegenſtände, die nicht dem Lande, ſondern der Kompetenz des Reiches unter⸗ ſtellt ſeien, hier möglichſt nicht zu beſprechen. Er für ſeine Perſon ſtelle ſich dem Antrage nicht entgegen, und erkenne auch im vollſten Maße den hohen Werth der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit des Militärſtrafverfahrens an. Allein die Geſichtspunkte des gemeinen Rechts könnten doch bei dieſem Verfahren nicht als ausſchlaggebende betrachtet werden. Die militäriſche Disciplin ſei der Grundpfeiler und aller Anfang des Werthes der Armee, und die dürfe unter keinen Umſtän⸗ den gelockert werden. Die Verhandlungen über die Ab änderung des Militärſtrafperfahrens wurden Seitens der Militärperwaltung ſchon ſeit vielen Jahren geführt, aber der großh. Regierung ſei bisher nichts darüber mitgetheilt worden und auch im Bundesrath wiſſe man noch nicht, was die Militärverwaltung in dieſer Hinſicht in Vorſchlag bringen werde. Er bedauere deßhalb, Namens der Regierung keine Antwort ertheilen zu können. Iym perſönlich aber ſei der Inhalt des Antrages durchaus ſympathiſch und er wünſche, daß, ſoviel als möglich und mit der Disciplin verträglich, auch im Militärprozeßverfahren die Mündlichkeit und Oeffent⸗ lichkeit zur Geltuns kommen möge. Abg. Kiefer ſpricht die Zuverſicht aus, daß die großh. Regierung, wie ja auch aus den Erklärungen des Herrn Staatsminiſters 05 ehe, gewiß das Jwrig dazu beitra · en werde, den Wünſchen des Hauſes in dieſer Richtung ltung zu ſchaffen. Gegenüber dem 10 Rüdt bemerke er: ob die Sozialdemokratie ſchließlich zur Gewalt greifen oder abwarten wolle, bis die Dinge herangereift ſeien, komme 250 nicht in Betracht. Er habe vorhin nur bemerkt, daß er eine Furcht vor der Sozialdemokratie habe. Weiter betonte Redner, daß er und ſeine Partei ſchon im Jahre 1869 einen anz ähnlichen Antrag mit denſelben Forderungen geſtellt tten. Die Nationalliberalen ſeien alſo ſchon damals genau derſelben Anſicht geweſen, und hätten alſo gar nicht nölhig, jetzt von den Herren Rüdt oder Muſer etwas in Gſer e⸗ iehung zu lernen. Er habe auch als einer der Erſten für ie Einführung der Schwurgerichte geſtimmt, und wenn ſich heute jeder Unterthau in Baden ſo großer Rechtsſicherheit erfreue, ſo ſei das in erſter Linie auch der nationalliberalen Partei zu danken. 88 Abg. Fieſer vertheidigt ſeine Partei gegen den Vorwurf des Abg. Rüdt, daß der Partei der Liberalismus mangle. Er halte die Behauptung, daß die Partei mit der Bethätigung ihres Liberalismus irgendwie zurückgewichen ſei. für durch⸗ aus unbegründet. Im Uebrigen euf Redner gleichfalls die Reformbedürftigkeit der Militärſtrafprozeßordnung bervor und erinnert daran, daß die Nationalliberalen dieſe Frage uerſt im Reichstag angeregt haben. Die Einführung der ündlichkeit und Oeffentlichkeit ohne jede Ausnahme ſei nicht durchführbar und er freue ſich, daß Abg. 18 darin mit ihm übereinſtimme. Zum Schluß betont Redner dem Staatsminiſter gegenüber, daß dem Hauſe jederzeit das Recht zuſtehe, auch über nicht direkt zur Kompetenz des Großher⸗ zogthums gehörende Angelegenheiten zu berathen, worauf Fenilleton. — Der Heirathsvermittler Gombert in Berlin, von dem vor einigen Monaten viel die Rede war, iſt letzthin von der Anklage des Betruges freigeſprochen worden. Einen ernſteren Hintergrund hatte aber eine zweite Anklage, die auf Bedroh⸗ ung mit einem Verbrechen lautete. Der Mann, der ſo viele „olückliche“ Ehen ſtiftet, kann aus ſeinem eigenen Eheleben mancherlei Verdrießliches erzählen. Er liebte die Verände⸗ rung, gab bei anderen Vertreterinnen des ſchönen Geſchlechts manche Gaſtrolle und blieb ganze Nächte vom Hauſe fort. Man wird es ſeiner Frau nicht verdenken, wenn ſie über dieſes Gebahren ihres Ehemannes ungehalten war und dem⸗ ſelben manche Scene bereitete. Eine ſolche ereignete ſich auch am 18. September früh, als Frau G. auf die Suche nach igrem wieder über Nacht fortgebliebenen Ehemann ausging. Sie traf ihn auf der Straße und brachte ihm mit einem Regenſchirm in fühlbarer Weiſe die Grundſätze der ehelichen Treue bei. Herr G. war darob ſehr zerknirſcht, ſtürmte nach Hauſe, ſteckte 6000 M. in Werthpapieren und vaarem Gelde, ſowie einen geladenen Revolver zu ſich und ſchrieb auf einen Zettel:„Adieu, Ottilie, wer weiß, ob wir uns wiederſehen!“ Das Wiederſehen ließ aber nicht lang⸗ auf ſich warten. Als Frau G. zu Hauſe den Zettel vorfand, eilte ſie ſofort nach dem Comptoir, in welchem ſich ihr Ehemann auch befand. Derſelbe verwehrte ihr den Eintritt und es kam wieder zu einer heftigen Szene, die damit endete, daß G. unter der Drohung, ſie über den Haufen zu ſchießen, einen Revolver⸗ ſchuß auf ſie abfeuerte, welcher aber nicht traf. Vor Gericht achte Herr G. einen kläglichen Eindruck; er weinte, daß es WVeine bätte erweichen können und verſprach,„alles wieder zut machen zu wollen“ Rechtsanwalt Wronker führte dieſe offenbare Reue mit Erfolg als Milderungsgrund ins Gefecht, denn der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nur zu 5 Monaten Gefängniß unter Anrechnung von 1 Monat auf die Unterſuchungshaft. — Einer Erpreſſung unter Androbung des Todt⸗ chlages hat ſich der 18jährige Handlungskommis Haus g uldig gemacht. Nöhring war bis Mitte Mai im Staatsminiſter Dr. Turban erwidert, daß er nur den Wunſch ausgeſprochen habe, nicht allzu oft von der bisherigen „guten Uebung“ abzugehen. Nach einem kurzen Schlußwort des Antragſtellers wird die Verhandlung geſchloſſen und der Antrag einſtimmig an⸗ genommen. Nächſte und letzte Sitzung vor Weihnachten Samſtag. Aus Stadt und Jand. Maunbeim, 10 Dezember 1891 * Hofbericht. Der Großherzog hörte geſtern Vormittag den Vortraa des Geheimeraths Freiherrn von Ungern⸗ Sternberg und nahm dann die Meldung verſchiedener Offiziere entgegen. Hoftrauer. Wegen Ablebens des Kaiſers Pedro II. von Braſilien legte der Großherzogliche Hof von heute an die Trauer auf 3 Wochen bis zum 28. Dezember einſchließlich an, und zwar vom 8. bis inel. 18. Dezember nach der., 1 19., bis incl. 28. Dezember nach der 4. Stufe der Trauer⸗ ordnung. Militäriſches. Durch Allerhöchſte Cabinets⸗Ordre wird Frhr. 9. Gagern, Hauptmann und Flügeladjiutant des Großherzogs von Baden, zur Dienſtleiſtung bei dem Großen Generalſtab kommandirt. Geueral⸗Verſammlung des Badiſchen Kunſt⸗ gewerbevereins. Vergangenen Sonntag, 6. dſs. hielt, wie uns berichtet wird, der Badiſche Kunſtgewerbe⸗ verein im Saale des Gaſthofes„zum Erbprinzen“ in Karlsruhe eine ſatzungsgemäße Generalverſammlung ab. Außer zahlreichen Thilnehmern von Karlsrube hatter ſich guch verſchiedene auswärtige Mitglieder eingefunden. Den Vorſitz führte der 1. Vorſtand des Vereins, Herr Director Götz.— Punkt 1 der Tagesordnung bildete die Wahl der 4 ausſcheidenden Ausſchußmitglieder, die ſämmtlich wieder gewählt wurden. Es ſind dies die HH.: Architekt G. Bayer, Tapetenfabrikant O. Kammerer, Profeſſor B. Ko ß⸗ mann und Profeſſor H. Volz. Punkt II der Tagesord⸗ nung, Erſtattung des Jahresberichts, wurde vom Vorſitzenden erledigt. Dem Jahresberichte iſt zu entnehmen, daß der Verein 644 Mitglieder zählt und ſeit dem letzten Jahres⸗ berichte einen Zuwachs von 41 Mitgliedern zu verzeichnen hat; hiervon entfallen auf Karlsruhe 269, auf die weiteren Theile des Landes 386, auf das übrige Deutſchland 31 und auf das Ausland 8. Ausſchuß⸗ und Vorſtandsſitzungen fanden 18 ſtatt, Monatsverſammlungen 6. Litztere waren jeweils durch Ausſtellungen belebt, die vorwiegend aus den Neuerwerbungen für das Kunſtgewerbe⸗Muſeum beſtanden. Vie Hauptthätigkeit des Vereins bildete die deutſche Fächer⸗ ausſtellung, welche von Ende Juni bis Ende September d. J. in Karlsruhe ſtattfand. Dieſelbe enthielt über 4000 Gegenſtände. An der Wettbewerbung nahmen 175 Ausſteller Theil, mit 350 Arbeiten, für welche das Preisgericht nebſt dem Ehrenpreiſe der Frau Großherzogin, beſtehend in zwei Silbergegenſtänden, 20 Geldpreiſe im Werthe von 3050 M. und 43 Ehrendiplome zuerkannte. Die Zahl der Beſucher betrug 23,000, während Ankäufe zu der Geſammtſumme von 35,000 M. abgeſchloſſen wurden. Obgleich die Ausſtellung ohne jede materielle Inanſpruchnahme der Beſchicker zur Durchführung gelangte, erzielte ſie doch ein günſtiges finan⸗ zielles Ergebniß. Die Einnahmen betrugen 23,899 M. 93 Pfg., die Ausgaben 20,420., bleibt ſomit ein Ueber⸗ ſchuß von 3474 M. 98 Pfg. Von Letzteren wurden noch 900 M. für Gratifikationen genehmigt. Die Erſtattung des Rechenſchaftsberichts für 189091 und der Voranſchlag für 1891½2, welcher Punkt III der Tagesordnung bildet, wird vom Schatzmeiſter, Banquier R. Koelle, beſorgt. Die Einnahmen des abgelaufenen Vereinsjahres betrugen 6689 M. 95 Pfg., die Ausgaben 5800 M. 48 Pfg. Es iſt ſomit ein Vermögenszuwachs von 880 M. 47 Pfg. zu verzeichnen. Der Voranſchlag beträgt für das laufende Jahr an Einnahmen 6500., an Ausgaben 6350 M. Alsdann berichtet Herr Director Götz über Punkt IV der Tagesordnung:„Den Stand des Kunſtgewerhe⸗Muſeums“. Daſſelbe erfreute ſich auch in dieſem Jahre eines bedeutenden Zuwachſes, welcher 3780 Gegenſtände umfaßt, darunter äußerſt werthvolle und koſtbare Arbeiten. Neben den Erwerbungen aus ſtaatlichen Mitteln wurden für 19,740 M. Ankäufe aus geſtifteten Gel⸗ dern gemacht. Ebenſo iſt die Liſte der Spender von Kunſt⸗ welche verleſen wird, eine ſehr umfangreiche. eber den letzten Punkt der Tagesordnung, Punkt V, Be⸗ ratbhung über die Weltausſtellung in Chicago, wurde kein beſtimmter Beſchluß gefaßt. Der Verein will zunächſt das Vorgehen des Verbandsvororts abwarten, jedoch auf dieſen einwirken, daß in Bälde ein entſcheidender Schritt geſchieht. Die mehr oder minder ſtarke Betheiligung der heimiſchen Kunſtinduſtrie wird weſentlich davon abhängen, ob und in welchem Umfange die Koſten der Ausſteller durch Reichs⸗ mittel erleichtert werden. Sobald dieſe Frage ſich geklärt habe, wird der Verein ſeine Intereſſenten unterrichten und weitere Schritte einleiten. Auf die Generalverſammlung folgte die übliche geſellige Vereinigung mit gemeinſchuftlichem Nachteſſen und wurde hiebei dem Sekretär der Fächeraus⸗ ſtellung, Herrn G. A. Roſenberg, ein künſtleriſch ausge⸗ ſtattetes Erinnerungsblatt übergeben. Comptoir der Fabrikbeſitzer Horn und Frank in Berlim be⸗ ſchäftigt. Er bewährte ſich als tüchtiger Arbeiter, vergriff ſich aber dann an der Portokaſſe und erhielt mit Rückſicht auf ſeine ehrenwerthen Eltern eine Kündigung ſeitens ſeines Cbefs, ohne daß Strafanzeige erſtattet wurde. Bei ſeiner Entlaſſung gab er der Firma eine Quittung, dahin lautend, daß er keine Anſprüche mehr an dieſelbe habe; in der Zwi⸗ ſchenzeit aber ſuchte er wiederholt bei Kunden des Hauſes unxechtmäßiger Weiſe Beträge einzukaſſiren, was ihm jedoch nicht gelang. Am vorigen Mittwoch Abend waren nun nach 9 Ubx Abends noch 6 junge Leute der Firma unter Leitung des Bureau⸗Chefs mit der Expedition der Poſt beſchäftigt: das übrige Perſonal, 8 junge Leute, ſowie die beiden Chefs hatten ſich bereits entfernt. Plötzlich öffnete Nötzring, der ſich ſeit ſeiner Entlaſſung nicht hatte im Bureau ſehen 5 die Thür und warf auf das Pult des Bureauchefs Saffert einen Brief des Inhalts:„Ich verlange ſofort 125 M. oder ich ſchieße Sie nieder!“ Er verlieh auch ſogleich ſeiner Droh⸗ ung Nachkdruck, indem er einen ſchußfertigen Revolver erhob und auf die Anweſenden zielte, was den komiſch n, aber leicht erklärlichen Effekt hatte, daß dieſelben flugs unter die Pulte krochen und in dieſer Poſition mit dem Eindringlich vertan⸗ delten.„Wenn ich Iynen auch das Geld gebe?“ ſchrie der Bureauchef,„ſo'ſind Sie morgen doch hinter Schloß und Riegel. Denken Sie an Ihren alten Vater, Nöhring!“„Ich habe Alles bedacht und bin auf das Aeußerſte gefaßt!“ rief dieſer.„Geben Sie ſofort das Geld heraus, oder Sie ſind ein Kind des Todes! Fünf Patronen habe ich noch im Lauf!“ In dieſer kritiſchen Situation hatte der Commis Traxel die Geiſtesgegenwart, an einen Revolver zu denken, der ſtets geladen ſich in dem Privatkomptoir der Cbefs befindet. Er verſuchte nun in das Nebenzimmer zu gelangen, woran er jedoch von Nöhring mit der Drohung verhindert wurde:„Halt, ſtehen Sie, oder ich ſchieße!“ Nößhring rief es mit fieberzaft erregter, heiſerer Stimme: er ſchoß auch wirklich und die Kugel ſchlug in die Thür des Privalkomptoirs ein; inzwiſchen hatte aber der couragirte Herr Traxel bereits den geladenen Revolver der Chefs ergriffen und gab nun ſeinerſeits Feuer. Auch dieſer Schuß fehlte, er traf die Eingangsthür zum Bureau, hinter *Ein äußerſt dankenswerthes Unternehmen har im Laufe dieſes Jahres der allgemeiue badiſche Volksſchullehrer⸗ verein ins Leben gerufen, das geeignet iſt, das Intereſſe auch weiterer Kreiſe in Anſpruch zu nehmen. Es iſt dies die Abfaſſung einer Schulgeſchichte in den einzelnen Landes⸗ theilen, die in ihrer Zuſammenſtellung ein reſpektables Werk, die Geſchichte der badiſchen Volksſchule darſtellend, bilden dürfte. Das den einzelnen Konferenzen zur Beurtheilung überſandte Probeexemplar, eine Chronik und Schulgeſchichte der ehemaligen Ben diktiner Abtei Schwarzach enthaltend, iſt ein Zeugnis dafür, was raſtloſer Eifer und Hingabe an dieſes große Unternehmen zu ſchaffen vermag. Es iſt bier⸗ bei nur zu hoffen, daß die Gemeinde⸗ ꝛc. Behörden folgend dem anerkennenswerthen Beiſpiele des Vorſtandes des Lan⸗ desarchivs, den Forſchern ihre Arbeit durch Entgegenkommen und Unterſtützung fördern helfen und ſomit dazu beitragen, die in den Archiven begrabenen Schätze ans Licht der Gegen⸗ wart ziehen zu können, um das begonnene Werk zum glück⸗ lichen Ende zu führen. Eine Rathſchreiberverſammlung findet nächſten Sonntag, 13 d. Mis., Nachmittags ½3 Uhr im Reſtaurations⸗ ſaale der vorm. Gräflich von Oberndorff'ſchen Brauerei in Edingen ſtatt, bei welcher außer dienſtlichen Angelegenheiten hauptſächlich Berathung gepflogen wird wegen einer an den Landtag einzureichenden Petition um geſetzliche Regelung der Fürſorge für dienſtunfähige Gemeindebeamte und deren Hinterbliebenen. Da den Rathſchreibern die Reichsgeſetze: Krankenkaſſe, Invaliditäts⸗ und Altersverſorgung nicht zu gute kommen, ſo iſt das Beſtreben der Rathſchreiber, in dieſer Richtung geſetzliche Regelung zu erlangen, gewiß kein unbilliges Verlangen. *Vorträge über die Jufluenza⸗Epidemie ſind in Berlin in der letzten Sitzung des Vereins fur innere Medizin gehalten worden. Eine ganz beſondere Aufmerkſamkeit wurde der Frage gewidmet, oh ſich die Krankheit durch ein Miasma in der Luft oder durch Uebertragung von Perſon zu Perſon weiter verbreitet. Die gemachten Beobachtungen ſprechen, ohne eine der beiden Verbreitungsarten vollkommen auszu⸗ ſchließen, mehr dafür, einer am Orte haftenden Krankheits⸗ urſache den Vorzug zu geben. Im Allgemeinen ging aus den Vorträgen hervor, daß die Epidemie ſo ziemlich ihre Höhe erreicht hat, und daß, nach den vor zwei Jahren gemachten Erfahrungen ein baldiges Erlöſchen derſelben in Ausſicht ſteht. Daß die diesjährige Maſſenerkrankung ſich durch ganz beſonders ſtarke Komplikationen auszeichnet, wurde auf's Neue beſtätigt, und auch, daß von ganz beſonderer Gefahr ſolche Kranke bedroht ſind, die ſchon an ſonſtigen organiſchen Leiden, wie der Lunge, des Herzens, der Nieren, des Bruſtfelles labo⸗ riren oder aber ein gewiſſes Alter, etwa die vierziger Jahre, überſchritten haben. Was das Wiederbefallenwerden anhetrifft, ſo ſcheint die Annahme berechtigt, daß Patienten, die die Krankheit einmal überſtanden baben, ſelten und, wenn wirk; lich, nur in gelinder Weiſe reeidiv werden.— Mit einem Heilmittel gegen die Influenza, dem Sal pyrin Rie del, ſind übrigens erfolgreiche Verſuche angeſtellt worden. Das Mittel iſt ſelbſt in Doſen von 6 Gramm täglich ohne ſchädliche Ne⸗ benwirkung geblieben, in den meiſten Fällen genügten aber ſchon—5 Gramm in halbſtündigen Zwiſchenräumen gereicht, um eine ſichtliche Beſſerung des Allgemeinb findens gervor⸗ zurufen. Das Salipyrin(C 11 H 12 N 2 00 7 H 6 0 5) iſt ein weißes kriſtalliniſches Pulper, welches einen widerlich brennenden, herb ſüßlichen Geſchmack hat, der aber ſehr bald verſchwindet, wenn man einige Pfeffermünzplätzchen oder etwas Weißbrod nachißt. Die einzelnen Doſen wänle man nicht über 1 Gramm. Das Mittel löſt ſich im Waſſer ſehr ſchwer, in Alkohol oder Benzol dagegen leicht. Sehr empfind⸗ liche Patienten nehmen es in Oblaten oder in Kapſeln. *Statiſtiſches aus der Stadt Manubeim ven der 47. Woche vom 22. Nor bis 28. Nov. 1891. An Todes⸗ urſachen für die 37 Todesfälle, die in unſerer Stadt vor⸗ lamen, verzeichnet das kaiſerliche Geſundheitsamt folgende Krankheiten: In 2 Fällen Maſern und Rötheln, in— Falle Scharlach, in 2 Fällen Diphtherie und Croup in — Fällen Unterleibstyphus(gaſtr. Nervenfieber), in— Jalle Kindbettfieber(Puerperalfieber), in 3 Fällen Lungenſchwind⸗ ſucht, in 3 Fällen akute Erkrankung der Athmungsorgane in 3 Fällen akute Darmkrankheiten,(in— Falle Brechdurch⸗ fall, Kinder bis 1 Jahr—.) In 24 Fällen ſonſtige verſchiedene Krankheiten. In— Falle gewaltſamer Tod. »Beilage. Der Geſammtaaflage unſeres heutigen Blattes liegt ein Preisverzeichniß der Firma Hermann Schmoller & Co., D 3, 11¼, bei. 25 *Die Redaktion des Berliner Adreßbuchs in Berlin verſendet gegenwärtig Formulare zur koſtenfreien Ein⸗ zeichnung der Geſchäftsfirmen in ihr Kaufmänn. Adreßbuch für 1892, d ſſen Inhalt ſich auf das ganze Reich erſtrecken ſoll. Firmen, walche keine ſolche Aufforderung erhalten haben, ihre Aufnahme aber wünſchen, thun am beſten, ihre Angaben gleich breflich an die genannte Redaktion zu ſenden. * Konkurſe in Vaden. Ettenheim, Ueber das Ver⸗ mögen des Malers Karl Häßler von Kipp nheim; Kon⸗ kursverwalter Rathſchreiber Wilhelm Jenne in Kippenheim; Prüfungstermin Samſtag, 10. Januar. * Die Fachſchule für Damenfriſiren der hieſigen Friſeur⸗ und Perückenmacher⸗Gehilfenſchaft hat unter Leitung des Herrn Damenfriſeur Albert Berner Lit, 04⁴5 Nr. 19, ihren Anfang genommen, und haben die Fachſchüler welcher Nöhring Deckung geſucht hatte. Nun ergriff Nöhring die Flucht. Wie weiter verlautet, iſt Nöhring, der ein ſehr tüchtiger Arbeiter war, durch ſchlechte Geſellſchaft, Liebſchaften und dergleichen auf den Pfad des Verbrechens gerathen. — Eine fruchtbare Literatur der Langſiugerzunſt ſcheint im Entſtehen begriffen zu ſein. In der Themſeſtadt, dem klaſſiſchen Boden der„Pick⸗Pockets“, iſt unter dem Titel „Vademekum für Diebe“ ein merkwürdiges Büchelchen er⸗ ſchienen. Unter den Hunderten von„Diebsrezepten“, welche dort zur Erheiterung, wie zur Warnung mitgetheilt werden, verdient eines, das gegenwärtig ſehr in der Mode ſein ſoll beſonders erwähnt zu werden. Es führt die Ueberſchrift: „Die Kouſine Arthurs“ und lautet: Der Dieb geſellt ſich einer freundlichen jungen Dame zu. Nachdem die ſtille Ge⸗ ſellſchaft gebildet iſt, bezeichnet der Chef der neuen Firma ſeiner Genoſſin den erſten beſten ihnen begegnenden älteren Herrn, deſſen Weſte mit einer glänzenden Goldkette geſchmückt iſt. Die„junge Dame“ geht geradeaus auf den Bezeichneten zu, hält ihm ihr fein behandſchuhtes Händchen vor beide Augen und begleitet dieſe Prozedur mit den ſchelmiſchen Worten:„Rathe, wer ich bin!“ Neun Mal in zehn Jällen gebt der Herr auf den Leim.„Klementine!“ ruft er, in der Meinung, irgend eine Bekannte vor ſich oder vielmehr hinter ſich zu haben.„Keine Idee!!—„Alſo Klara. oder Sophie?“—„Du biſt guf der Spur.. ralhe noch einmal! Und wäbrend der arme Tropf mit geſchloſſenen Augen noch ſein bischen Hirn zermatert, um ſeine Erinnerungen zu ſammeln, hat ihm der Dieb mit aller Gemächlichkeit die Uhr aus der Taſche eskamotirt Kaum iſt die Beute in Sicherheit, Nebt die Genoſſin pötzlich die Hand von der Stirne 75 Opfers, gibt ſich geſchickt den Anſtrich höchſter Verlegenhei und ruft ſtotternd, während ſie das Weite ſucht:„O mein Herr! Entſchuldigen Sie tauſendmal.. ich hielt Sie für meinen Kouſin Artbur!“ 1 — Jnnerhalb vierzehn Monaten baben in Berlin 62 Selbſtmorde von Kindern ſtattgefunden. Unter dieſen jugendlichen Selbſtmördern befanden ſich 46 Kuaben und 16 Mädchen; 24 derſelben hatten das fünfzehnte Lebenz⸗ jahr erreicht, 14 das vierzehnte, 9 das dreizehnte, 7 waren erſt zwölf Jaßzre und 1 noch nicht ſieben Jayre alt⸗ ene erreeerns In Diedesheim und bauer iſt mißgeſtimmt. Das Land iſt theuer und der Erlös gering, er finkt von Jahr zu Jahr. Mannheim, 10. Dezember. General⸗Anzeiger. 3. Seite. in Herrn Berner einen tüchtigen Lehrer gefunden. Die Theilnahme an dem Curſus iſt eine ſehr große. Den Schluß desſelben wird, wie im Vorjahre, ein Preisfriſiren bilden, weickeh am 14. Februar k. Jahres im Caſino⸗Saale ſtattfin⸗ den ſoll. *Sänger-Einheit. Die in Folge des Bußtages ver⸗ ſchobene Feter des 41. Stiftungsfeſtes dieſes Vereins findet nunmehr nächſten Samſtag Abend im„Badner Hofe“ ſtatt und iſt für dieſelbe folgendes Programm aufgeſtellt: J) „Märznacht“, Chor. 2)„Selige Zeit“, Tenorſolo. 3)„Sonn⸗ tagsweihe“, Chor. 4)„Die Thräne“, Doppelquartett. 5) a,„Scheiden', b.„Spinn, Spinn“, Chöre im Volkston. 6) „Erinnerung“, Baß⸗Solo. 7)„Ave Maria“, Chor mit Tenor⸗ ſolo. 8)„Früblingstoaſte“, Lied für Bariton. 9)„Das be⸗ verzte Diarndel“, Doppelquartett. 10)„Neuer Frühling“, Chor. An das Concert ſchließt ſich Feſtball an. Auch iſt eine Weibnachtsüberraſchung vorgeſehen. Zimmerbrand. In dem Hauſe I 1, 2 entſtand geſtern Abend ein Zimmerbrand, welcher durch elektriſche Glühlichter verurſacht wurde. Es brannte die Decke durch, ſonſt entſtand kein weiterer Schaden. Der Brand konnte verhältnißmäßig raſch wieder gelöſcht werden. Muthmaßliches Wetter am Freitaa, den 11. Dez. Für Freitag iſt trüves unbeſtändiges Wetter mit Neigung zu bereinzelten Niederſchlägen zu erwarten. Falls kein neuer Luftwirbel im Weſten auftaucht, dürfte der Samſtag wieder einige Beſſerung bringen. Meteorologiſche Beobachtungen der Station Mann⸗ geim vom 10. Dezember Morgens 7 Uhr. Barometer⸗] Thermomerer[ Windrichtung⸗) J Böchſte und niederſte Tem⸗ fand in Celſtus und veratur des verg. Tages in mm Trocken Feucht Stärke Maximum Minimum 748 2.0 27 SS88 5.2 76 GWindſtille; 1: ſchwacer Luf zug; 2: etwas ſtärker ꝛc.; 3: Sturm: 10: Orkan. Sielbau Nachrichtendienſt. Mannheim. Beobachtungen vom 9. auf 10. Dezember. Beobachtgszt. Meteorolog. Beobachtungen] Srundwaſſerſtände, Coten in N. N. Temperatur Hygro⸗ über Stand Tag Stunde in Celſ gletei 99 Norm borig. 8 Max. Min. Temp 00 ugsort Null Stand; 9. n—— 5,1 85[B 5, Arantenh.0T,788,3988,40 de Lis, Sindenhſt. 91,35.88,97 88,88 9. Nachmm 5 3 4 90 R8,.Realſch. 90,78———.— 7 Uhr E 2, Planken 96,49 88,56088,54 10. Gorm. 6 4 690 N 6 95,07.88,72.88,68 A 6, Couliſſhe.97,73088,4488,42 ) R 5 wird ſeit 1. Januar 1877 beobachtet. Höchſter Stand 92,00 N. N. am 1. Januar 1883. Niedrigſter Stand 87,39 N. N. am 17. Oktober 1883. Regenfall: 0, m/ m. Aus dem Großheriogthum. .“ Heidelberg, 9. Dez. Das Adreßbuch der bhieſigen Univerſität für das Winterhalbjahr 1891½902 iſt erſchienen. Das⸗ ſelbe weiſt einen Beſuch von 932 immatrikulirten Studirenden und von 144 Perſonen reiferen Alters, im Ganzen alſo von 1076 Hörer nach, der, wenn er auch dem Beſuch im vorigen Winterſemeſter um 32 nachſteht, doch immerhin als ein er⸗ freulich ſtarker bezeichnet werden darf und bis jetzt nur ſelten erreicht wurde. Von den immatrikulirten Studirenden ge⸗ bören der theologiſchen Fakultät 73, der juriſtiſchen 253, der 245, der philoſophiſchen 178, der naturw.⸗math. an. Obrigbeim, 9. Dez. Ein hieſiger Bürger erlitt einen großen Schaden. Er hatte in einem abgetheilten mit Bret⸗ tern verſchlagenen Stall Tabak ſitzen. Unalücklicher Weiſe gelangten zwei Kühe des Mannes in dieſen Raum und fraßen von dem Tabak. Sie erkrankten ſo heftig, daß ſie geſchlachtet werden mußten. Beide Kühe waren trächtig; die eine mit einem Kalb, die andere mit zwei Kälbern. Das Fleiſch wurde dnafiche Wefangn für ungenießbar erklärt und mußte ſofort verlocht werden.— Neckarelz wurde aller Tabak verkauft. Erzielt wurden 20—24 Mark für den Zentner. Der Tabak⸗ * Offenburg, 9. Dez. Geſtern früh wurde auf der Bahnſtrecke unterhalb der Kinzigbrücke die Leiche einer im Alter zwiſchen 40 und 50 Jahre ſtehenden Frau aufgefunden. Allem Anſchein nach ſcheint hier ein Selbſtmord vorzuliegen. Die Frau hat ſich jedenfalls auf die Schienen gelegt und iſt ſodann von dem Güterzug etwa 400 Meter weit geſchleift worden. Die Kleider waren ihr zum Theil vom Leibe ge⸗ riſſen und lagen zerſtreut auf dem Bahngeleiſe herum. Der Körper der Frau war ſchrecklich verſtümmelt. Dieſelbe war bekleidet mit einem Paar alten Lederſchuhen, grauwollenen Strümpfen, einem grünwollenen Unterrock mit ſchwarzen Streiſen, einer roth gewürfelten Unterjacke und einer baum⸗ wollenen Oberjacke von grüner Farbe mit ſchwarzen Streifen und mit einem mit dem Buchſtaben M. roth gezeichneten Hemd aus Baumwollſtoff. Ueber die Perſönlichkeit der Frau konnte bis jetzt nichts ermittelt werden. Freiburg, 9. Dez. Der Verein zur Förderung der Volks⸗ und Jugendſpiele beſteht zur Zeit nach dem vom Vor⸗ ſtande in der jüngſt abgehaltenen Generalverſammlung er⸗ ſtatteten Berichte aus 32 lebenslänglichen und 191 einfachen Mitaliedern. Er konnte ſein Proaramm, Förderung der Be⸗ Das Medaillon. Roman von Ewald Auguſt König. Nachdruck verbsten. 1*(Fortſetzung.) „Neugier?“ brummte der Juſtizrath, welcher gleich Dagobert ebenfalls die Gelegenheit benutzte, ſeine Rechnung zu berichtigen.„Im Alter legt man größeren Werth auf Erinnerungen, als in jungen Tagen; man muß nur zu oft die Gegenwart mit ihnen vergolden, denn im Alter ſind die Tage da, von denen wir ſagen, ſie gefallen uns nicht.“ „Bah, ſolche Tage verbittern uns auch in der Jugend mitunter das Leben“, ſpottete Delattre.„Kommen Sie heute Abend heraus, Herr Aſſeſſor?“ 1 »„Ich weiß es noch nicht“, antwortete Dagobert;„möglich iſt es, daß ich gegen Abend mich auf dem Strand einfinde, aber es kann auch ſein, daß ich—“ „Ach was, Sie werden kommen!“ unterbrach ihn der Juſtizrath.„Sie ſolten nachher mit mir hinausfahren und in Scheveningen ſpeiſen.“ „Sie wiſſen, daß ich verhindert bin!“ 85 „Ja ſo; na, ich hoffe, Sie werden ſich beute ſo gründlich 915 den Grafen ärgern, daß Sie für immer mit ihm fertig n* Delattre hielt den Blick voll Erwartung auf Dagobert geheftet, deſſen Antwort ihn zu intereſſiren ſchien; aber da der Aſieſſor ſchwieg, verabſchiedete er ſich. „Wie urtheilen Sie nun über ihn?“ wandte Dagobert 90— einer Pauſe mit gedämpfter Stimme zu dem reunde. 10„Wäre er Ihr Freund, ſo würde ich Sie vor ihm arnen.“ „Und da er nicht mein Freund iſt?? 4 „So rathe ich Ihnen: laſſen Sie ihn ſeinen Weg gehen! Auch dann, wenn dieſer Weg auf dem eine mir be⸗ freundete Dame ibn begleitet, in's Verderben führt??) „Wenn dieſe Dame ihm vertraut, ſo können Sie das Verderben nicht abwenden“, ſagte der alte Herr kopfſchüttelnd. wegungsſpiele und der körperlichen Uebungen im Freien über⸗ haupt, wenn auch nicht in vollſtändiger, ſo doch in ausge⸗ dehnter Weiſe verwirklichen. Sowohl der allgemeine Spiel⸗ platz, als der Netzball⸗(Lawn Tennis-) Platz wieſen einen guten Beſuch auf. Erſterer iſt bekanntlich koſtenlos zugäng⸗ lich, wäbrend letzterer eine Einnahme von 377 Mark lieferte und nach den Erfahrungen dieſes Jahres in ſteigendem Maße zur Deckung der Koſten des allgemeinen Spielplatzes bei⸗ tragen wird. Kouſtanz, 9 Dez. Der Sand⸗ und Blaufelchenfang in der Laichzeit— November und Dezember— war dieſen Herbſt über infolge des guten Wetters mehr als aut; es wurden läglich gegen 1000 Blaufelchen gefangen bei Langen⸗ argen und Romanshorn. Der Verkauf war aber fehr er⸗ ſchwert, weil die Felchen in der Schonzeit an vielen Orten dem Marktverbot unterſtehen. Es wäre beſſer, wenn der Fiſchfang entweder in der Laichzeit ganz geſchloſſen oder aber das Marktverbot aufgehoben würde. Kleine Mittheilungen. In Mönchweiler ſchnitt ſich der in auten Vermögensverhältniſſen lebende Land⸗ wirth J. G. Link die Kehle mittels eines Raſirmeſſers durch. Zwei Stunden nach vollbrachter That war Link eine Leiche. Schwermuth darf wohl als Beweggrund zur That ange⸗ nommen werden.— In Königsfeld erhängte ſich ein in Jürth(Königr. Bayern) verheiratbeter Kaufmann Hauck. Derſelbe bielt ſich ſeit etwa 6 Wochen in Königsfeld auf, contrahirte verſchiedene Schulden und da ihm mit Einklagen gedroht wurde und er— wie aus ſeinen hinterlaſſenen Pa⸗ pieren hervorging— mit ſeiner Frau in Zerwürfniſſen lebte, machte er ſeinem Leben ein Ende.— In Kehl brach in der ehemaligen Sägemühle von Azone und Bruſt Feuer aus. Daſſelbe fand an dem Holzwerk reiche Nahrung, welche noch dadurch vermehrt wurde, daß in dem Gebäude für ca. 6000 Mark angefertigte Möbel aufbewahrt ſtanden, welche für die Lokalbahn Kehl⸗Bühl beſtimmt waren.— In Ittersbach verunglückte der Nachtwächter und Schweinehirt Phil. Dietz. Derſelbe that in ſeiner Wohnung beim Herabſteigen von der Treppe einen Fehltritt und ſtürzte ſo unglücklich, daß er als⸗ bald eine Leiche war. Wfältiſch-Heſſiſche Nachrichten. Germersheim, 9. Dez. Nette Früchtchen verſprechen 3 junge Burſchen von hier werden zu wollen, welche an 4 verſchiedenen Abenden der vorigen Woche allerlei Kleidungs⸗ ſtücke in einem Trödlergeſchäfte miigehen hießen. Während immer Einer hievon als der einleitende Theil des edlen Werkes Lumpen zum Verkaufe anbot und mit dem Beſitzer in das im Hintergebäude befindliche Magazin zum Zwecke des Verwiegens derſelben ſich begab, drang der andere in den an die Straße ſtoßenden Laden ein und warf all' die ihm zu Hand gelegenen Hemden, Hoſen, Wämſe ꝛc. zur Thür hinaus, die der auf dem Trottoir poſtirte Langfinger als dritter im Bunde auffing, worauf er davon eilte. Zu Hauſe fand jedesmal brüderliche Theilung ſtatt. Worms, 9. Des Der Bierfahrer einer hieſigen Brau⸗ erei erlitt dieſer Tage beim Beſchlagen eines Pferdes mit dem Eiſen zur Herrichtung des Hufes eine Verletzung an der Hand. Derſelben wurde anfänglich von ihm keine Be⸗ deutung beigemeſſen. Geſtern hatte die Verwundung Blut⸗ vergiftung zur Folge, welcher der Mann(das Haupt einer aus Frau und 4 Kindern beſtehenden Familie) erlag. Gerichtszeitung. Maunheim, 11. Dez.(Strafkammer.) Vor⸗ ſitzender: Herr Landgerichts⸗Direktor Ullrich. Vertreter der Großh. Staatsbehörde: Herr I. Staatsanwalt Dietz. 1) Am 20. Oktober d. J. entwendete die ſchon mehrmals beſtrafte, 20 Jaghre alte Arbeiterin Charlotte Heck von Wald⸗ hof der Dienſtmagd Eva Röth in der Schwetzinger Vorſtadt hier eine goldene Uhr und Kette im Werthe von ca. 80 M. Die Angeklagte Heck erhält deshalb nach dem heutigen Urtgeil des Gerichtshofes 111 Annahme i. 20 Je Umſtände eine ſtrafe.— 2) Die 26 Jahre alte, ſchon mit Zuchthaus beſtrafte Taglöhnerin Anna Stachelhaus, geb. Neugeſſer von Auerbach, ſtahl am 30. Nov. d. J. einem hieſigen Gaſtwirth, der ſie hier in verſchiedenen Wirthſchaften regalirt hatte, das Portemonnaie mit ungefähr 6 M. Inhalt. Der Gerichtshof erkennt infolge deſſen für die Angeklagte Stachelzaus unter Annahme mildernder Umſtände auf 6Mo⸗ nate Gefängniß.— 3) Die Berufung des Kaufmanns Albert Zopf von Mannbeim, der wegen Beleidigung vom bieſigen Schöffengericht zu 5 M. Geldſtrafe verurtheilt worden war, wird heute als unbegründet verworfen. —— * Feſtbhankett zu Ehren des Hru. Altoberbürgermeiſters Moll. Nachdem ſich der um das Emporblühen des bieſigen Gemeinweſens ſo hochverdiente, nunmehr nach 21ujähriger Wirkſamkeit von ſeinem Amte zurückgetretene, ſeitherige Ober⸗ bürgermeiſter unſerer Stadt, Herr Eduard Moll, ſchon vom Stadtrath und vom Stadtverordneten⸗Collegium verabſchiedet hatte, alaubte der Stadtrath es nicht unterlaſſen zu ſollen, Herrn Moll auch Gelegenheit zu geben, in offtzieller Weiſe von der hieſigen geſammten Bürgerſchaft Abſchied zu nehmen. Der Stadtrath beſchloß deßbalb, zu Ehren des Herrn Alt⸗ Oberbürgermeiſters Moll ein Bürgerbankett zu veranſtalten. und keinen Dank. Man würde Beweiſe fordern: Sie können dieſelben nicht geben. Was wollen Sie antworten, wenn Delattre Ihnen vorwirft, Ihre Behouptungen ſeien boshafte Verleumdungen?“ „Dieſe Beweiſe ſollen Sie mir geben“, erwiderte Dagobert, und ſein durchdringender Blick ſchien die gebeimſten Gedanken des Juſtizraths erforſchen zu wollen.„Sie haben nun über die frühere Begegnung mit dieſem Franzoſen Klarheit erhalten — leugnen Sie es nicht.“ Was iſt da zu leugnen oder zu bekennen!“ antwortete der Juſtizrath achſelzuckend.„Ich erinnerte mich, als ich ihn heute wieder ſab, an einen Herrn, den ich in einem Wiener Café häufig geſehen hatte. Ich erinnerte mich, daß dieſer Herr eines Abends beim falſchen Kartenſpiel erwiſcht und gerade nicht in der zarteſten Weiſe hinausgeworfen wurde. Das iſt alles!“ „Und wahrlich genug, um jeden ehrlichen Menſchen vor ihm zu warnen!“ ſagte Dagobert erregt. er Juſtizrath legte ſeine Hand beſchwichtigend auf den Arm des Freundes. „Sachte, liebſter Freund! Habe ich behauptet, daß Leon Delattre und jener Spieler ein und dieſelbe Perſon iſt? Ich kann das nicht; ich kann nur ſagen, daß dieſe beiden Perſonen Aehnlichkeit mit einander haben, und das will, im Grunde ge⸗ nommen, nichts bedeuten. Sind Sie noch nie mit einer an⸗ deren Perfon verwechſelt worden? Mir iſt es auf meinen Reiſen mehrfach begegnet, und der Himmel weiß, wie oft es außerdem geſcheben ſein mag, ohne daß ich es erfuhr. Und nun nehmen Sie eine Alltagsphyſiognomie, wie die dieſes Mannes! Sie finden dieſelbe bei jedem Schneider auf den Modeblättern, ſaſt hinter jedem Schaufenſter der Haar⸗ kräusler.“ „Wenn dieſe Phyſiognomie ſo alltäglich wäre, würde ſie ſich Ihrem Gedächtniſſe nicht ſo ſcharf eingeprägt haben!“ ſagte Dagobert kovfſchüttelnd.„Ich kenne Ihren ſcharfen Blick; ich bin überzeugt, daß Sie an der Identität dieſes Franzoſen mit jenem falſchen Spieler nicht zweifeln—“ „Laſſen Sie ſich nur nicht durch dieſe Ueberzeugung zu Dieſer Beſchluß fand in der geſammten bieſigen Einwohner⸗ ſchaft die ſympatbiſchſte Aufnahme und freudigſte Zu⸗ ſtimmung, welche Geſinnungen gegenüber dem Bankett in einem äußerſt zahlreichen Beſuch deſſelben ihren beredteſten und ſchönſten Ausdruck fanden. Der Stadtrath und das Stadt⸗ verordnetenkollegium waren faſt vollzählig erſchienen. Außer⸗ dem wohnten der impoſant verlaufenen Feſtlichkeit noch Ver⸗ treter der Staatsbehörden ſowie das hieſige aktive Offiziers⸗ korps bei. Die Einwohuerſchaft ſelbſt ſtellte aus allen Schichten der Bevölkerung ein ſehr ſtarkes Kontigent der Beſucher, ſo⸗ daß der geräumige große Saal des Saalbaus ſowie deſſen Gallexien vollſtändig beſetzt waren. 3 Eröffnet wurde die Feſtlichkeit, nachdem die hieſige Gre⸗ nadierkapelle ein Muſikſtück vorausgeſchickt hatte, durch den Vortrag des prächtigen Mozart'ſchen Cyors„Weihe des Ge⸗ ſanges“ durch die hieſigen vier verbündeten Geſangvereine unter Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters Langer. Hierauf begrüßte Herr Oberbürgermeiſter Beck mit kurzen Worten die Feſtverſammlung und ertheilte Herrn Bürger⸗ meiſter Bräunig das Wort, welcher ungefähr folgendes ausführte: Hochgeehrteſte Anweſende! Wertheſte Mitbürger! Nach nahezu 21jähriger Thätigkeit hat Herr Oberbürger⸗ meiſter Moll im Verlaufe des Spätjahrs ſein Amt nieder⸗ gelegt und iſt, nachdem die Wahl ſeines Nachfolgers erfolgt iſt, vor einigen Tagen in den gewiß wohlverdienten Ruhe⸗ ſtand getreten. 5 Obgleich der Herr Oberbürgermeiſter ſich bereits von dem Collegium des Stadtrathes und der Stadtverordneten verabſchiedet, ſo glaubt der Stadtrath doch einem Herzens⸗ wunſch der Geſammtbevölkerung und der Geſammtbürgerſchaft zu entſprechen, wenn ſolcher durch die Veranſtaltung des heutigen Feſtbanketts allen Einwohnern nochmals Gelegenheit gab, mit dem hochverehrten Herrn Oberbürgermeiſter zu⸗ ſammen ſein und ſolchem nochmals die Gefühle der Hoch⸗ achtung, Liebe und Verehrung entgegenbringen zu können, welche uns Alle für den ſcheidenden Herrn Oberbürgermeiſter beſeelen. Die Amtsthätigkeit des Herrn Oberbürgermeiſters fällt in eine für die Stadt Mannheim hochwichtige Zeitepoche. Die gewaltigen Ereigniſſe des Jahres 1870, die daraus gervorgegangenen politiſchen Umwälzungen, namentlich aber die daraus entſprungene geſetzgeberiſche Thätigkeit hat die Städte zu einer nie geahnten Blüthe und einer kaum erhofften Größe gebracht hat aber auch die Städte vor neue gewaltige Aufgaben geſtellt, deren richtige Löſung die Aufgabe jeder umſichtigen Gemeindeverwaltung war. Wir dürfen heute wohl ſagen, daß die Gemeindeverwal⸗ tung in Mannheim, weſentlich unterſtützt und gefördert durch einen tüchtigen, ſtrebſamen Bürgerſtand, durch einen flei⸗ ßigen, umſichtigen Handelsſtand, dieſe bedeutende Zeit ver⸗ ſtanden und die Stadt Mannbeim zur Blütbe geführt hat. Zu dem mächtigen Aufſchwung der Stadt Mannheim hat aber noch ein weiterer Faktor beigetragen, d. i. eine zielbe⸗ wußte, umſichtige Regierung, an deren Spitze unſer allver⸗ ehrter Großherzog, einer der edelſten Fürſten unſerer Zeit ſteht, welcher es ſich zur heiligen Lebensaufgabe gemacht hat, ſeinem Volk Glück, Zufriedenheit und Wohlbabenbeit zu geben, welcher es ſich zur heiligen Lebensaufaabe gemacht bat, überall da vermittelnd und verſöhnend einzuwirken, wo es ſich darum handelt, politiſche, konfeſſionelle, wirthſchaftliche oder ſoziale Gegenſätze zu begleichen, welcher es ſich zum Lebenszweck geſetzt hat, Volkswohl und Bildung, Freiheit und Recht ſeinem ganzen Volke zu geben und zu erballen. Es iſt deßhalb auch in unſerem Baden, eine ſchöne, ſa ich darf wohl ſagen, beilige Sitte, bei allen Feſten, wie das heutige eines iſt, ſchon bei Beginn der Feier unſerem Fürſten⸗ haus aus vollem und gonzem Herzen den ſchuldigen Tribut unſerer Verehrung und Liebe entgegen zu bringen, Die Stadt Manuheim bat aber noch eine ganz beſondere Veranlaſſung auch heute des Landesfürſten zu gedenken: Vor einigen Wochen hat Seine Königliche Hoheit als Gaſt der Stadt Mannheim in unſeren Mauern verweilt, um der Einweihungsfeier der neuen Brücke anzuwohnen und dem ſchönen ſtädtiſchen Feſte ſeine wirkliche und wahre Weihe zu verleihen, dadurch aber auch die Anerkennung Alles deſſen auszuſprechen, was in den letzten Jahren in der Stadt Mannheim geſchaffen und errungen wurde. Bei dieſer Gelegenheit hat Seine Königliche Hoheit die für die Stadt Mannheim höchſt erfreuliche Zuſage gemacht, daß Er auch in Zukunft dem Blühen und Gedeihen unſerer Vaterſtadt, dem Blühen und Gedeihen des Handels und der Induſtrie ſein fortgeſetztes Wohlwollen zuwenden werde. Ein Volk, an deſſen Spitze ein ſo edler Fürſt ſteht, darf ſich glücklich preiſen und wird gewiß gerne jede Gelegenheit ergreifen, um ſeiner Verehrung für den geliebten Landesherrn auch äußerlich Ausdruck zu perleihen. Sie werden mir deßhalb auch mit freudigem Herzen ein⸗ ſtimmen, wenn ich Sie einlade, unſerem allverehrten Groß⸗ berso ſin dreifaches von Herzen kommendes Hoch auszu⸗ ringen! Begeiſtert ſtimmte die Feſtverſammlung in das Hoch auf unſeren Landesfürſten ein, an welches ſich die von den An⸗ weſenden ſtehend geſungene Fürſtenhymne ſchloß. Nachdem der„Sängerbund“ das ſchöne Goldmark'ſche Lied:„Früh⸗ lingsnetz“ mit Klavier⸗ und Hörnerbegleitung vorgetragen hatte, beſtieg der Obmann des Stadtverordneten⸗Vorſtandes, „Würden Sie warnen ſo fande Ipre Warnung keinen Glauden lich.„Ich bin keineswegs meiner Sache ſo ſicher, wie Sie annehmen, und ſelbſt wenn ich es wäre, fehlte(mir jeder Anhaltspunkt, um den Beweis liefern zu können, der voraus⸗ ſichtlich gefordert wird“ „Damit kommen Sie nicht durch,“ verſetzte Dagobert er⸗ regt,„Wenn dieſer Mann, wie ich nun faſt vermuthe, ein ehrloſer Schuft iſt, dann iſt es meine Pflicht, die befreundete Dame zu warnen, die ihr Lebensglück ihm anvertrauen will! Würden Sie an meiner Stelle—“ „Ich erkenne das rückhaltlos an,“ fiel der alte Herr ihm abermals in die Rede, indem er ſich erhob;„ſeien Sie auch verſichert, daß ich Sie in der Erfüllung dieſer Pflicht energiſch unterſtützen würde, wenn ich meiner Sache ſicher wäre. Was aber ſoll ich antworten, wenn Delattre erklärt, er ſei zu jener Zeit nicht in Wien geweſen? Wie ſoll ich ihn überführen 7 Nein, mein Freund, auf ſolche Geſchichten ſich einzulaſſen, wäre eine Dummheit, die ich mir nie verzeihen würde.“ „Herr Juſtizrath!“ „Nur kaltes Blut, liebſter Freund; Ich bereue keines wegs, Ihnen meinen Verdacht mitgetheilt zu haben, und ich will Ihnen gern rathen und helfen, wenn dieſer Verdacht ſich beſtätigen ſollte.“ Sie hatten bei den letzten Worten das Kaffeehaus ver⸗ laſſen. Es wurde dem Aſſeſſor ſchwer, ſeine Erregung zu bemeiſtern. „Wo ſolleu wir dieſe Beſtätigung ſuchen?“ fragte er un⸗ geduldig.„Wo, glauben Sie, dieſelbe finden zu können 2“ In Lyon!' erwiderte ſein Begleiter ruhig.„Erkundigen Sie ſich dort nach dem Fabrikanten Delattre.“ „Ich kenne Niemand in Lyon.“ „Auch nicht in Paris?“ „Nein.“ „Hm, ich habe ebenfalls keinen Freund in Frankreich,“ ſagte der Juſtizrath gedankenvoll.„Judeſſen, jeder Bürger von Lyon, wenn er ein Ehrenmaun iſt, wird uns die erbetene Auskunft geben, ur wielt ſich Delattre als reicher Lyoner Fabrikaut auf, ſo nrro auch jeder Lyoner Bürger ihn kennen. Sehen wir alſo in den Fremdenliſten nach, ob wir darin einen Bürger aus Lyon finden; ich hoffe zuverfichtlich, daß wi einer Thorheit verleiten!“ unterbrach ihn der alte Herr ärger⸗ nicht vergeblich ſuchen werden.“ Gortſetzung folgt.) Sette. General⸗Auzeiger. Mannbeim, 10. Dezember. Herr Commerzienrath Philipp Diffene, das Podium, um in einer längeren Rede, welche ein Meiſterwerk der Rhetorik dildete, die großen unſchätzbaren Verdienſte des Herrn Alt⸗ Oberbürgermeiſters zu feiern. Die trefflich zündende An⸗ ſprache des Herrn Diffene batte folgenden Ideengang: Der erſte Toaſt galt unſerem Landesfürſten. Wem ſollte der zweite Trinkſpruch gelten? Wem anders, als dem hoch⸗ geſchätzten Mann, deſſen Haupt der Schnee des Alters deckt und deſſen Auge heute wie ehedem uns im Feuer der Jugend hell entgegenſtrahlt. Er kann und ſoll nur gelten Herrn Alt⸗ Oberbürgermeiſter Moll. Schön und bedeutſam hat ſich die heutige Feier geſtaltet. Doch fehlt nicht der Tropfen Wer⸗ muth in dem Becher der Freude. Wir könnten das heutige Feſt nicht feiern, wenn ſich nicht ein Ereigniß zugetragen gätte, welches uns alle ſchmerzlich bewegt: die Enkſchließung des Herrn Mokl, ſeinem Amke zu entſagen. Herr Alt⸗Ober⸗ bürgermeiſter Moll befindet ſich trotz ſeines hohen Alters noch in einer ſeltenen Körper⸗ und Geiſtesfriſche, Jedoch hat er, als ein Mann, dem das Intereſſe der Stadt Mannheim über Alles geht, geglaubt, mit der Möglichkeit rechnen zu müſſen, daß er die Anforderungen, welche das Amt eines Oberbürgermeiſters unſerer Stadt an deſſen Träger ſtellt, vielleicht nicht mehr voll und ganz erfüllen könze, denen gerecht zu werden jederzeit ſein höchſtes Be⸗ ſtreben war. Nur ſchwer finden wir uns in den Gedanken, den Mann zu miſſen, der ſo hochſteht in der Werthſchätzung ſeiner Mitbürger und deſſen Name und Wirken ſeit ſo vielen Jahren ſchon und ſo eng verknüpft war mit den Geſchicken unſexer Vaterſtadt. Nicht am ſchönen Rhein hat ſeine Wiege geſtanden. Er kam aus einem Lande, welches uns ſchon ſo viele tüchtige Männer gegeben hat; er kam aus Hannover. Fremd wie er war, ſtand ihm nicht der Vortheil einer Corona von Ver⸗ wandten zur Seite. Das Einzige, worauf er zählen konnte, das war ſeine eigene Kraft. Glücklicherweiſe war dieſe Kraft ſtark genug, um es ihm zu ermöglichen, große Ziele nicht nur ins Auge zu faſſen, ſondern ſie auch durchzuführen. Als faufmann iſt er in unſere Stadt eingezogen. Es iſt deshalb begreiflich, daß er ſeine Arbeit und ſein Streben in den erſten Jahren ſeines Hierſeins auf das kaufmänniſche Gebiet konzentrirte und das von ihm mitbegründete Geſchäft führte er einer raſchen Blüthe ent⸗ gegen. Allein dem regen Sinne des Jubilars vermochte auf die Dauer dieſe Thätigkeit nicht zu befriedigen; ſeine Kraft verlangte nach weiteren Gebieten. Und daran konnte es nicht fehlen in einer Stadt, in welcher ſo vielgeſtaltige hochbedeut⸗ ſame Intereſſen in einem Brennpunkte zuſammenfallen. Mit Ungeſtüm warf er ſich in den Strom der öffentlichen Dinge und es gab keine Körperſchaft, in welcher er nicht thätig war. Er trat in die Handelskammer ein, und ſeine große Kraft verſchaffte ihm bald eine leitende Stelle in derſelben, bis er chließlich zum Vorſitzenden dieſes Inſtituts ernannt wurde. Ferner war er Mitglied des deutſchen Handelstags und end⸗ lich gehörte er dem badiſchen Eiſenbahnrath und der Zweiten badiſchen Kammer an. Als es ſich ſpäter darum handelie, die Einführung des neuen Handelsgerichts in Mannheim an⸗ zuſtreben, ſtand er mit in der vorderſten Reihe Derjenigen, welche für die Exrichtung dieſes Inſtituts kämpften. Seine ſchönſten Lorbeeren ſollten ihm jedoch auf einem anderen Gebiete erblühen, nämlich in der ſtädtiſchen Ver⸗ waltung. Er gehörte dem Bürgerausſchuſſe und ſpäter dem Stadtrathe an und auch bier wurde alsvald das hohe Maß ſeiner Begabung anerkannt und ihm eine einflußreiche Stellung eingeräumt, bis er es dahin brachte, den höchſten Poſten des gieſigen ſtädtiſchen Gemeindeweſens zu erringen, nämlich den Poſten eines Oberbürgermeiſters unſerer Stadt. Mit großer Majfoxität hat damals die Bürgerſchaft ihm dieſes Amküber⸗ irggen, und was mehr iſt, die Bürgerſchaft hat in der Folge⸗ zeit niemals Anlaß gehabt, dieſe Wahl zu bedguern. Seine warme Liebe, jeine emſige Fürſorge für die Voltsſchuſe iſt ihnen allen bekannt. Ich kann wohl daran erinnern, daß noch in jüngſter Zeit von Seiten einer Stelle, die in dieſer Sache beſonders kompetent iſt, die großen Verdienſte des Jubllars auf dem Gebiete der Volksſchule in der glänzend⸗ ſten Weiſe anerkannt und heleuchtet wurden. Die Bürgerſchaft gab ihr Urtheil über die Thätigkeit des e e dadurch ab, daß ſie ihn ſtets wiederwählte. Das Mittel, auf welches ſich der Jubilar wäbrend ſeiner ganzen Wirkſamkeit ſtützte, hieß Arbeitsſamkeit und Pflichttreue. Ich habe in meinem Leben gar manche hervorcagende und ſeltene Männer kennen gelernt, aber ich habe Keinen gekannt, der auf dieſem Ge⸗ hiete unſerem verehrten Jubilar gleicht. Wie er ſich ſeinem Amte mit ſeltener Hingebung widmete, wie er weder Rub ugch Raſt kannte, wie ſeine Haltung von keinem anderen Motiv eingegeben war, als von der Rückſicht auf die Wohl⸗ ſahrt unſerer Vaterſtadt und von einem ſtrengen Gerechtig⸗ Eine ganz beſondere koſtbare Eigenſchaft hatte ihm die Natur in's Herz gelegt, ich meine das warme Wohlwollen für alle Menſchen. Er war vor Allem eine Stütze für die Armen und Kranken, und wie unſere Bevölkerung über ihn denkt, geht daraus hervor, daß ich ſagen kann: unſer ver⸗ ehrter Jubilar hat in unſerer Stadt keinen Feind, aber ſo viel Freupde, als wie ſie Bewohner hat. Angeſichts einer ſolchen Thätigkeit iſt es begreifllich, daß die geſammte Bürgerſchaft die Kunde von dem Rücktritt des Jubilars mit tiefer Trauer entgegennahm. Jedoch bleibt uns hei dem Abſchied ein Troſt: der Jubilar wird auch fernerhin Unter uns leben, wird Freud' und Leid' mit uns theilen, er wird uns geſtatten, nach wie vor in wichtigen Angelegenheiten ſeinen werthvollen Rath einzuhbolen und ſeine reiche Erfahrung für uns nutzbar zu machen. Er iſt zu ſehr verwachſen mit den Intereſſen unſerer Stadt, als daß er uns dieſen Dienſt verſagen könnte. Möge dem Jubilar ein recht heiterer Lebensabend beſchieden ſein, möge ihm noch recht Sonnen⸗ ſchein und Glück zu Tbeil werden im Kreiſe ſeiner Familie. Als an uns die Nachricht gelangte, daß Herr Oberbür⸗ germeiſter Moll entſchloſſen ſei, von ſeinem Amte zurückzu⸗ treten, da war es eine Frage, die uns große Sorge bereitete, nämlich die Frage, wie wir es anfangen ſollten, um unſerem Danke gegenüber dem Jubilar in geeigneter Weiſe Ausdruck zu geben. Das eine Gefühl aber hatten wir alle, daß die ge⸗ wöhnliche Dankesform nicht heranreiche an die großen Ver⸗ dienſte dieſes Mannes. Der Stadtrath hat das Verdienſt, uns den richtigen Weg gezeigt zu baben; er war es, der den Antrag an uns ſtellte, dem verehrten Jubilar die böchſte Ehre zu geben, über welche die Stadt Mannheim verfügen kann, ihn zum Ebrenbürger zu ernennen. Mit Freuden ſtimmte der Bürgerausſchuß zu. Wir können wohl ſagen, daß die Stadt Mannzeim nicht verſchwenderiſch war mit der Verleihung dieſes Ehrentitels und das mit Recht, denn auf demſelben ſollen nur die tüchtigſten und verdienteſten Bürger Anſpruch haben. Wer hätte jedoch ſich größere Verdienſte um unſere Stadt erwor⸗ ben, in und außerhalb des Weichbilds derſelben, als unſer Herr Moll? Die Bürgerkrone Mannheims hat niemals ein würdigeres Haupt geſchmückt, als wie das Seinige iſt. Auch wir fühlen das Bedürfniß, unſere Gefühle der Dankhbarkeit gegenüber Herrn Moll Ausdruck zu geben. Der Stadtrath und der Bürgerausſchuß haben es bereits gethan, beute ge⸗ ſchieht es nun ſeitens einer großen Bürgerverſammlung, deren Mandat ſich nicht ſtützt auf Geſetz⸗sparagraphen, ſondern das lediglich aufgebaut iſt auf die Gefühle der Dankbarkeit. Rebner übermittelte dem Jubilar Namens dieſer Bürger⸗ verſammlung die herzlichſten Wünſche und ſchloß ſeine Rede mit einem ſtürmiſch aufgenommenen Hoch auf Herrn Moll, den jüngſten Ehrenbürger unſerer Stadt. 5 Hierauf brachte die Liedertafel den„Pilgerchor“ aus Tannhäuſer ſo vorzüglich zu Gehör, daß ſie denſelben wieder⸗ bolen mußte. Dereer Ueber die nun noch folgenden zahlreichen Anſprachen müſſen wir uns kurz faſſen. Herr Altoberbürgermeiſter Moll, welcher beim Betreten der Rednerbühne begeiſtert begrüßt wurde, dankte tief bewegt für die ihm bereiteten Ova⸗ tionen und gelobte, daß er ſich als Mannheimer fühlen werde, ſolange ihm das Leben beſchieden ſei. Man fühle ſich wohl in Maunheim, deſſen Bevölkerung echte und wahre Humanität beſeele, deſſen Einwohnerſchaft nur darauf bedacht ſei, Gutes zu ſtiften. Der Krieg von 1870/71, die Noth⸗ ſtands⸗ und Ueberſchwemmungsjahre legten von dem Wohl⸗ thätigkeitsſinn und der Humanität der Manuheimer Bevölke⸗ rung glänzende Beweiſe ab. Sein Hoch galt der Zukunft der Stadt Mannheim. Es folgte der Vortrag des Chors:„Aus der Jugendzeit“ von Starke durch den„Singverein“, welcher ſeine ſchwierige Aufgabe ſo glänzend löſte, daß er noch einen Chor zugeben mußte. Der Verein entſchied ſich für das Cvorlied:„Der Wunſch“ von Witt. Herr Stv. V. Stockheim toaſtete auf Herrn Ober⸗ bürgermeiſter Beck, welcher ſeinerſeits Herrn Moll für die herzlichen Wünſche dankte, die dieſer in Bezug auf das fernere Blühen upd Gedeigen der Stadt Mannheim geäußert und ſodann gewiſſermaßen ein Programm niederlegte, nach weſchem er die Leitung des hieſigen ſtädtiſchen Gemeinweſens führen will. Er werde ſtets eine unpartheiiſche und verſöhnliche Haltung beobachten. Er ſei Oberbürgermeiſter der ganzen Stadtgemeinde, ob Reich oder Arm, ob Gebildet oder Unge⸗ bildet. Den Armen und Bedürftigen 1 man mit be⸗ ſonderer Fürſorge und beſonderem Wohlwollen entgegen⸗ kommen. Er betrachte ſich nicht als Erwählter einer einzelnen Religionsgemeinſchaft und ſei Gegner jeder konfeſ⸗ ſionellen Verhetzung, des Antiſemitismus und wie dieſe intolerauten Verirrungen alle heißen. Er betrachte ſich ferner nicht als Erwählter einer Partei und werde ſtets unpartetiſch ohne Anſehen der Perſon ſein Amt ausüben. Wenn aber der Widerſtreit der öffentlichen Meinung hochſpritze, ſo werde er ſein Gewicht in verſöhnlichem Sinne in die Waagſchale legen um den Frieden wieder herzuſtellen. Herr Beck ſchloß ſeine Anſprache, welche auf alle Anweſenden einen äußerſt vorzüglichen Eindruck machte und ſtürmiſche Beifallsb⸗zeug⸗ ungen hervorrief, mit einem Hoch auf das Wachſen, Blühen und Gedeihen der Stadt Mannheim. Nachdem hierauf der Liederkranz den Chor:„Die beiden Särge“ von Hegar prächtig zu Gehör gebracht hatte, wurde Herr Moll geſeiert von Herrn Volksſchul Rektor Schick, als Freund der Volksſchule, von Herrn Profeſſor Schu h⸗ macher als Gönner und Mitbegründer der Realſchule und von Herrn Reallehrer Stier als Förderer des Turnvereins und der edlen Turnſache. Herr Geheimer Regierungsratd reiherr von Rüdt wies darauf hin, welche großen euerungen der Stadtrath in den letzten Jahren geſchaffen und welch' große bedeutſamen Arbeiten ihm noch bevorſtehen. Sein Hoch galt dem Stadtrathe Mannheim's. Die verbündeten Geſangvereine brachten hierauf den Geſammtchor„Ich liebe Dich“ von Iſenmann zum Vortrag, womit die offizielle Feier, deren Pauſen durch vorzügliche Muſikpieécen der hieſigen Grenadierkapelle ausgefüllt wurden, gegen 12 Utzr ihr Ende erreichte. 125 den Großherzog war folandes Begrüßungstelegramm geſandt: „Die zu Ehren des nach 21jähriger Wirkſamkeit aus dem Amte geſchieeenen Oberbürgermeiſters Moll feſtlich verſam⸗ melte Bürger⸗ und Einwohnerſchaft der Stadt Mannheim wagt es, dem geliebten Landesherrn den erſten Feſtgruß in unterthänigſter überſenden. Der Oberbürgermeiſter. Der Stadtverordnetenvorſtand. Beck. Diffene. Auf dieſes Telegramm traf noch im Laufe des Abends folgendes Antworttelegramm ein, welches von Herrn Ober⸗ bürgermeiſter Beck verleſen wurde und ſtürmiſche Begeiſterung hervorrief: „Herrn Oberbürgermeiſter Beck, Mannheim. Ich danke der Feſtverſammlung für die mir gewidmete Kundgebung werther Geſinnung beimfAnlaß der Feler, welche der Dankbarkeit für treue Hingebung und erfolgreicher Arbeit in ſo ſchöner Weiſe Ausdruck gi⸗bt. Ich nehme aufrtchtigen Antheil an dieſer Feier und bitte Sie, ihrem wohlverdienten Vorgänger im Amte dieſe meine Theilnahme zu übermitteln. Friedrich, Großherzog.“ Theater, Kunſt und Wiſſenſchaft. Gr. Bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Mannheim. Geſtern Abend wurde als zweite Vorſtellung im Mozart⸗ Cyelus„Don Juan“ gegeben. Herr Döring ſang zum erſten Male hier den Laporello und brachte dieſe Partie geſanglich ſehr ſchön zur Geltung, dagegen überſchritt ſein Spiel manchmal das richtige Magaß, wodurch die Wirkung beeinträchtigt wurde. Neu war ebenfalls Fräulein Tobis in der Rolle der Zerline, mit welcher ſie einen ſehr hübſchen Erfolg erzielte; nach der Arie„Wenn Du fein fromm biſt“ wurde ihr wohlverdienter Beifall zu Theil. Sie ſah reizend aus und war auch iu der Darſtellung ſehr aut, fein und pikank. Die übrigen Partien waren durch die Damen Seubert und Mohor und die Herren Knapp.Erl, Livermaun u. Starke vertreten, deren gute Leiſtungen bereits öfters beſprochen worden ſind. Außer einigen kleinen Un⸗ ſicherheiten in der Intonation verlief die Vorſtellung unter 14 105 Langer's Leitung ia befriedigender Weiſe. Herrn ivermann möchten wir empfehlen, in der letzten Scene die Wucht der Stimme ein wenig zu mäßigen. Anläßlich dieſes Mozart Cyelus möchten wir dem uns ſchriftlich und mündlich vielfach geäußerten Wunſch Ausdruck geben, es möchte die Intendanz, wenn auch nicht gerade einen Wagner Cycus, ſo doch einige der größeren Werke dieſes Meiſters, wie„Walküre,“„Triſtan und Iſolde“,„Götter⸗ dämmerung“ ꝛc,, welche ſchon lange nicht mehr ge⸗ geben worden ſind, aufführen laſſen. Man möchte damit nicht bis zum Frühjahr warten. Augen⸗ blicklich haben wir die nöthigen Kräfte, namentlich die Prima Donna, welche uns in letzter Saiſon fehlte, und ſollte man die Gelegenbeit benützen. Auch Werke wie Othello und Merlin würde man gerne einmal wieder hören, Damit würde einem großen Theil des Publikums mehr Freude be⸗ reitet werden, als mit der Ausſicht auf den Jonathan, den wir in der letzten Saiſon bis zur Sättigung Anaffen 1 Aeueſle Aachrichten und Aelegtammt. * Berlin, 9. Dez. Der Seniorenconvent des Reichs⸗ tages hat beſchloſſen, die erſte Berathung der Handelsverträge morgen zu beginnen und von einer Commiſſionsberathung abzuſehen, um die Durchberathung der Handelsverträge mög⸗ lichſt vor Weihnachten zu erledigen. Berlin, 9. Dez. Der„Reichsanzeiger“ publizirt eine Verordnung über das Berufungsverfahren beim Reichsge⸗ richt in Patentſachen. * Straßburg, 9. Dez. Der Statthalter dat 2000 Mark der durch Feuer ſchwer heimgeſuchten Stadt Schlettſtadt über⸗ wieſen. Biſchof Fritzen ſpendete 2000 Mark. Bei der Ret⸗ tungsarbeit leiſteten die Mannſchaften des achten Jägerbatail⸗ lons unter Leitung der Oſſiziere Außerordentliches, auch die Straßburger Feuerwehr arbeitete ausgezeichnet. Bern, 9. Dez. Der Bundesralh hat die Unterſuch⸗ Ungsakten über das Eiſenbahnunglück von Zollikofen den berniſchen Gerichten zur Aburtheilung der Schuldigen über⸗ wieſen. Die Unterſuchungsbehörde von Baſelland hat die Akten über das Unglück von Mönchenſtein noch nicht nach Bern geſandt, weil ſie vorerſt die Experten ⸗utachten ab⸗ warten wollten. Bern, 9. Dez. Bundespräſident Welti beharrt auf ſeinem Austritt aus dem Bundesratb.— Als Nachfolger werden bis jetzt die Nationalräthe Keel von Rorſchach und Zemp von Entlehuch genannt, beide ſind conſervativ.— Der Bundesrath ermächtigte die ſchweizeriſchen Unterhändler in Wien, die Handelsverträge mit Deutſchland und Oeſterreich⸗ Ungarn zu unterzeichnen. Wien, 9. Dez. Im Abgeordnetenhauſe ſtellte Plener den Dringlichkeitsantrag auf Zuweiſung der Handelsverträge an einen 36gliedrigen Ausſchuß zur Vorberathung der Han⸗ delsverträge. Handeleminiſter Baquehem erklärt, daß, da die Handelsverträge am 1. Februar in Kraft treten, jeder Antrag auf Beſchleunigung des formellen Verfahrens, ohne dabei die meritoriſche Gründlichkeit in Frage zu ſtellen, nur erwünſcht ſei. In allen Parlamenten wird gleichfalls für größtmög⸗ lichſte Beſchleunigung eingetreten, und nach den uns zugekom⸗ menen Nachrichten wird vorausſichtlich die Behandlung der Handelsverträge in der Mehrzahl der Parlamente früher ſtattfinden, als bei uns. Hierauf wurde der Antrag Plener angenommen. * Wien, 9. Dez. Nach der„Pol. Correſp.“ iſt für den Beginn der Verhandlungen mit Serbien der 16. Dezember in Ausſicht genommen. Zunächſt wird Serbien in Verhand⸗ lungen mit Oeſt⸗rreich eintreten, was nicht ausſchließt, daß im vorgeſchrittenen Stadium der Bergthungen die nach Wien entſendeten Vertreter auch die Verhandlungen mit Deutſchland aufnehmen.(F..) *Peſt, 9. Dez. Hier herrſcht allgemein die Anſicht, durch den Handelsvertrag mit Deutſchland werde die Vieh⸗ zucht einen Aufſchwung nehmen und ſo in weiterer Folge das Nationalvermögen um Hunderte von Millionen ſteigen, Paris, 9. Dez. Die Leichenfeier für den verſtorbenen Kaiſer Dom Pedro ſand heute unter Entfaltung großer Pracht bei überaus zahlreicher Betheiligung in der Kirche St. Madeleine ſtatt, Paris, 9. Dez. Der Correſpondent der, AgenceHevas“ in Soſig wurde geſtern Abend verbaftet. Ribot beauftragte den diplomatiſchen Agenten Frankreichs in Sofig gegen die Perhaftung zu proteſtiren, die unverzügliche Freilaſſung des Verhafteten gemäß den Verträgen zu verlangen. *Rom, 9. Dez. Die Stellung des Juſtizminiſters Fer⸗ rari, der, obwohl auch Kultusminiſter, auffälligerweiſe bei der Diskuſſion der Kirchenpolitik nicht an der Debatte theil⸗ nahm, ailt für erſchüttert. Es heißt, Grimgldi ſolle an ſeiner Stelle ins Miniſterium eintreten. Angeſichts der großen Oppoſition, welcher die durch das Sperrgeſetz eingeführten Zollerhöhungen begegnen, dürfte die Regierung beträchtliche Konzeſuonen, zumal der Zuckerinduſtrie, bewilligen. * Newyork, 8. Dez. Nach einer Meldung aus Lonis⸗ ville iſt dortſelbſt Nachts ein Häuſerkomplex niedergebrannt, wobei dem Vernehmen nach 16 Perſonen umgekommen find. Mannheimer Handelsblatt. Mannbheimer Effectenbörfe vom 9. Dezember, Heute wurden Mannheimer Zuck rraffinerie zu 109.75 umge⸗ ſetzt und blieben geſucht. Waghäusler Zuckerfabrik waren zu 68 pCt. erhältlich Maunheimer Marktbericht vom 10. Dez. Stroh pr. Ztr. M..40, Heu per Ztr. M..80, Karfoffeln, weiße 4 00, rothe.—, blaue M..00 per Ztr., Bohnen per Pfd. 00, Pfg. Blumenkohl per Stück 40 Pfg., Spinat die Portion 20 Pfa., Wirſing per Stück 7 Pfg., Rothkohl per Stüch 15 Pfg. Weißkohl per Stück 8 Pfg., Weißkraut per 100 Stück M..00, Kohlrabi 3 Knollen 12 Kopfſalat per Stück 8 Pfg, Endivienſalat per Stück 8 Pfg., Feldſalat per ortion 15 Pfg., Sellerie per Stück 10 Pfg., Zwiebeln per fd. 8 Pfg., rothe Rüben per Portion 20 Pfg., gelbe Rüben per Portion 20 Pfg., Carrotten per Buſchel 4 Pfg., Pflück⸗ Erbſen per Pfd. 00, Merrettig per Stange 12 Sfa Gurken per Stück 00 Pfg., zum Einmachen per 100 Stück M..00, Aepfetl per Pfd. 12 Pig., Birnen per 25 Stück 75 0 e per 100 Stück M..00, Zwetſchen per 100 St. ..00, Kirſchen per Pfd. 00 Pfg., Trauben 40 Pig., Pfirfiſche per 5 Stück 00 Pig., Aprikoſen per 5 St. 00 Pfg., Nüſſe per 25 St. 12 Pfg., Haſelnüſſe per Pfd. 35 Plg. Eier ver 5 St. 35 Pfg., Butter per Pfd. M..10, Handkäſe per 10 Stück 40 Pfa., Agl per Pfd. M..00, Breſem ver Pfd. M..40, Hecht per Pfd. M..20, Barſch per Pfd. M..70, Weißfiſche per Pfd, 35 Pfg., Laberdan per Pfd. 50 Plg,, Stockſiſch per Pfd. 25 Pfg., Haſe per Stück M..50, Reh per Pfd. M. 0,90, Hahn(jung) per Stück M..50, Huhn (jung) per Stück M..40, Feldhuhn per Stück M..00, Ente per Stück M..50, Tauben per Paar M..00, Gans lebend per Stück M..00, geſchlachtet per Pfd. M..80. Maunheimer Produkteubörſe vom 9. Dez Weizen per März 23.—, Mai 23.10; Roggen März 28.60, Mai 23.60; Hafer März 15 90, Mai 16.55; Mais März 14.60. Mai 14.50. Stimmung flau. Die Tendenz war an heutiger Börſe für ſämmtliche Artikel ſehr ruhig bei äußerſt geringen Umſätzen. Freiburg, 5. Dez.(Origingl⸗Marktbericht,.) Auf dem heutigen Frucht⸗ gurkke wurden die Früchte verkanft per 100 Kilo: Weizen Mark 25„.8ʃ, 26.„ Halbweizen 21.—, 28 55, 23—, Roggen 28. 22.70, 24.—, Molzer 20.— 19.—, 19.75, Gerſte 17.—, 16.36, 16.5. Hafer 16.60, 15,80, 15.—. Verkauſt wurden 15101 Kiles. Geſammterlös Mark 3294,75 Schifffahrts⸗Nachrichten. Manheimer Hafen⸗Berkenuhr vom 9. Dezember. Schiffer er. Kap Schiff. Kommt von Ladung Ctt. Haſenmeiſterei! Karbach ſebein Ratterdem—— Claßmann Siegfried 75 1— Hafenmeiſterei]“ Anſtatt Anna Biebrich Cement 8188 Dekkers H. D. Transp.⸗Geſ Antwerpen Weizen 28083 Haas Nainz 1 7 Stückgüter 5880 Serch Philipp Hochfeld Kohlen 4090 Kruher Biene 8 5 15 400⁰⁰ Tuetzel Greiha Duisburg 8 17600 Schoenmalers Cornelis Antwerpen Zetreide 16 34 endel Johannes Bliſſingen Petroleum 13964 Jbtten Hoffnung Kuhrort Schienen 5638 Liebeton Maria Auſterdam Weizen 78⁴⁰ Lichtenberg Frauenlob(Köln Stückgüter 2000 Hafen metſterei II! 5 M. Scheidel Induſtrie 3 Ruhrort Stückgüter 150⁰ E ſer Induſtrie 1 Köln 2 1800 Waſſenberg Rotterdam Fetreide 1900 Worch Moguntta Antwerpen 2 14405 Haſenmeiſterei I Müller Anton Hochfeld Kohlen 18025 Volkenborn Wiihelm Duisburg 7 1590 Stachelhaus Unſer Fritz 85 1 00 Loeſer Ziebling Heilbronn Eretter 30 Dewald Eliſes Jeckargemünd Steine 80 Wafferſtaudes⸗Machrimen, 4 Abein Singen, 9 Dez 148 w.— 0. Konfanz, 9. Dez. 29 m.— 005 Kaub, 9 Dez. 166 n.. 90 Hüninsen 9 Dez 157 m. 9 08. Koblen;z, 9 Dez. 2 11 m.— 75 9 Kebl, 9 Dez, 190 m.—.02 Köln, 9 Dez.20 n.— 9 95 Sautervnrs. 9. Dez. 3 37 5— 0 00 Nubrort 9 Degz 1 65 m—.0. WNaran, 9. Dez. 336— 90 aer Manndeim 1 Dez. 2 98— 0 04. Nannbeim. 10 Dez. 2 98*—.04 Wainz, 9 Dez. 088 m—( 07. Heilbronn, 10 Dez. 0 79 m.—.00. Geld Sorten. Dulaten Mk..70—— Ruſſ. Imperials Ml. 7 555 20 Fr.⸗Stücke„16,12—15 Dollars in Gold 415 Engl. Souvereigans 90.27—31 985 Bei dem Herannaben des Weibnachtsfeſt 3 glauden es nicht unterlaſſen zu dürfen, unſere Leier auf d n vorigen Jahre ſo beliebt gewordenen unverbreunbanen Ebriſtbaum⸗Schuee als den ſchönſten und ungefährlache 0 Schmuck für den Weihnachtsbaum aufmerkſam zu me Der Alleinverkauf für dieſen Artikel iſt auch in dieſem Jahr in Händen der Firma Hill& Müller P 2, 14. Seneral⸗Augeiger: 5. Seite⸗ Srkaunimacung. Verſendung der Quittungskarten betr. 339) Nr. 130131. An ſämmt⸗ iche Bürgermeiſterämter und Stabhaltereien des Amtsbezirks: Nach Mittheilung der Verſiche⸗ ungsanſtalt iſt es ſchon wieder⸗ holt vorgekommen, daß Bürger⸗ meiſterämter Sendungen von Quittungskarten, welche von der Firma Fr. Gutſch in Karlsruhe im Auftrage der Verſicherungsanſtalt erfolgten,„weil nicht beſtellt“ nicht annahmen. Die Bürgermeiſter⸗ ämter und Stabhaltereien des Amtsbezirks werden neuerdings darauf aufmerkſam gemacht, daß die Zuſendung von Quittungs⸗ karten Seitens der Firma Fr. Gutſch in Karlsruhe im Auftrage der Verſicherungsanſtalt erfolgt, und daß eine Rückſendung niemals einen Zweck hat, da die Karten ja unentgeltlich geliefert werden. Mannheim, 7. Dezember 1891. Großh. Bezirksamt. Dr. Fuchs. 28816 Pandelsregiſtereinträge. Zum Handelsregiſter wurde ein⸗ getragen: 23692 1. Zu OQ.⸗Z. 286 Firm.Reg, Bd. III. Firma:„Jul. Pichon“ in Mannheim. Die Firma iſt erloſchen. 2. Zu OD.⸗3. 122 Firm.⸗Reg. Bd. IV. Firma:„Julius Zwenger“ in Caſſel mit Zweigniederlaſſung in Mannheim. Die dem Georg Zwenger, L. Elmendorff und dem farl Volz ertheilte Procura iſt erloſchen. Kgufmann Auguſt Demme in Mannheim iſt als Prokuriſt beſtellt, mit der Be⸗ rechtigung, die Firma gemein⸗ ſchaftlich mit dem weiteren Pro⸗ kuriſten Blecher zu zeichnen. 3. Zu O. Z. 111 des Firm.⸗ Reg. Bd. IV. Firma:„Adam Mertel“ hier. Die Firma iſt er⸗ loſchen. 4. 81.⸗Z. 48 des Firm.⸗Reg, Bd, III. Firma;„Joſeph Diem“ in Mannbeim. Der am 28. Ok⸗ tober 1891 zwiſchen Joſeph Guſtav Diem und Apollonia Thiele in Mannheim errichtete Ehevertrag beſtimmt: Die Verlobten wählen als Gemeinſchaftsart das Geding des Ausſchluſſes der fahrenden Habe aus der Gütergemeinſchaft niach den Beſtimmungen in den Sätzen 1500 bis 1504 des badi⸗ ſchen Landrechtes. Es wirft dephacz jeder Theil nur 100 M. in die Gütergemein⸗ ſchaft ein und ſchließt alles übrige e und zukünftige, fahrende Und liegende, aktive und paſſive eee von der zütergemeinſchaft aus, ſo daß dieſe einſtens nur in den von beiden Theilen zuſammen einge⸗ worfenen 200 M.— Zweihundert Mark N der Errungen⸗ 39 5 ſchaft beſteht. 5. 81.⸗Z. 204 Geſ.⸗Reg. Bd. VI. Firma:„Kohler Ggellſchaft in Männheim. Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt und die Firma er⸗ loſchen. 6. Zu.⸗Z. 415 Gef.⸗Reg. Bd, VI. Firma:„A. Siebeneck& Co.“ in Männheim. Offene Handels⸗ eſellſchaft. Die Geſellſchafter ſind: Jakob Hammes, Kaſtellan in Wiesbaden und Anna Sophie geb, Hammes, Ehefrau des Kauf⸗ manns Joſef Siebeneck in Mann⸗ eim, welcher ſeine Ehefrau zum andelsbetriebe ermächtigt hat. ie Geſellſchaft hat am 1. De⸗ zember 1891 begonnen. Kaufmann Joſef Sieheneck in Aineen iſt als Prokuriſt be⸗ ellt. Der am 29. Mai 1891 zwiſchen oſef Siebeneck und Anng Softe ammes in Wiesbaden errichtete Fhevertrag beſtimmt; Die künf⸗ tigen Ehegatten bedingen, daß ihr beiderſeitiges Vermögen durch⸗ aus getrennt bleiben ſoll. Die Ehefrau behält die völlige Ver⸗ waltung ihrer beweglichen und unbeweglichen Güter und den freien Genuß ihrer Einkünfte. 7. Zu.⸗Z. 397 Geſ⸗Reg. Bd, VI. Firma:„Gutmann& Cie.“ in Waldhof. Der am 22. Mai 1875 zwiſchen Jacob Schock und Katharina Körber dahier errichtete Ehevertrag beſtimmt: Die Güter⸗ gemeinſchaft wird beſchränkt auf die eheliche Errungenſchaft und auf die Summe von achtzig Mark, welche die Brautleute, ein jeder Theil zur Hälfte, von dem Ein⸗ bringen in die Gemeinſchaft wer⸗ fen. Alles übrige, gegenwärtige und aglich fahrende und liegenſchaftliche Vermögensbei⸗ bringen der beiden Brautleute bleibt hiernach von der ehelichen Gütergemeinſchaft ausgeſchloſſen. 8. Zu.⸗Z. 402, Geſ.⸗Reg. Bd. VI. Firma: 8& Comp“ in Kaufmann Joſeph Levi in Mannheim iſt als weiterer Theilhaber in die Geſellſchaft ein⸗ .53 5 „Zu.⸗Z. 327 Firm. ⸗Reg. Bd. II. Firna;„F. Dieſch“ in Mannheim. Durch Urtheil Gr. Landgerichts Mannheim vom 30. September d. Is. wurde die Ehe⸗ frau des Franz 5551. Dieſch, Katharing geb. Back dahier, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes 10. Zu.⸗Z. 121 Firm.⸗Reg. Bd. IV. Firma:„W. 108 N 4 No. 22“ in Mannheim. Die Firma iſt erloſchen. Mannheim, 5. Dezember 1891. Gr. Amtsgericht. Stein. Nannbeim, 10. Dezember. 2 25 Gr. Bad. Staatseiſenbahnen. Mit Giltigkeit vom 1. Januar k. J. werden im Verkehre der Rhein⸗ bezw. Mainhafenſtatit mit den bayeriſchen Stati Gemünden, Hammelburg. ſtodt und Wernfeld ern Frachtſätze für Petroleum dungen von 10 000 Kg. eingeführt. Die Frachtſätze ab Mannheim be⸗ tragen 23807 nach Hammelburg 0,89) nach den übrigen Mark Stationen 0,66) f. 100 Kg. Karlsruhe, 7. Dezember 1891. Generaldirektion. Beſchluß. No. 17948. Landwirth Theodor Lorenz von Schaarhof, Gemeinde Sandhofen, hat den Vornamen ſeines am 1. Juni 1884 geborenen Sohnes pon„Ferdinand“ in „Karl Johann“ geändert. 23857 Mannheim, 4. Dezember 1891. Gr. Amtsgericht J. Stolz. Schifffahrtsſperre. Wir bringen zur Kenntniß der fe e daß die Schifffahrt auf dem Leck zwiſchen den Kilometerſteinen 87 u. 89 bei Hageſtein in derſelben Weiſe wie auf der Waal zwiſchen den Kilo⸗ meterſteinen 21 u. 26 eingeſchränkt iſt, mit der Maßgabe jedoch, daß die Einſchränkung nur ſo lange gelten ſoll, als die Waſſertiefe an der ſeichteſten Stelle des Fahr⸗ waſſers dieſer Strecke unter 1,710m (6, Amſterdamiſche Fuß) bleibt. Mannheim, 9. Dezember 1891. Gr. Rheinbau⸗Inſpection. Fieſer. 23825 Hausenkwäſſerung. Nr. 18751. Für die bei den e zur Verwendung kommenden„Guß⸗ eiſernen Aufſätze für Hofeinläufe“ iſt ein Normal aufgeſtellt und vom Stadtrath genehmigt worden. Vervielfältigung der Normal⸗ Zeichnung kann gegen Bezahlung von„einer Mark“ für das Stück auf dem ſtädtiſchen Sielbau⸗Bu⸗ reau, O 7, 10d, Zimmer Nr. 2, bezogen werden. 28444 ſtannheim, 28. November 1891. tadtrath: Bräunig. Kieſer. Bekanntmachung. Feeiſcheauf der Plätze zum Fleiſchberkauf auf dem Speiſe⸗ markt G 1. Die zum Verkauf von Fleiſch und Fleiſchwaaren auf dem Speiſe⸗ markt G1 eingeräumten Plätze werden vom 1. Januar 1892 ab auf ein weiteres halbes Jahr d. i, bis zum 30. Juni 1892 am Donnerſtag, 17. 1891, e 1 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe(II. Stock, Zimmer Nr. 2) im Wege der Iffentlichen Verſteigerung an den Meiſtbietenden vergeben. Die Bedingungen können im ihhauſe Zimmer Nr. 10 ebener rde eingeſehen werden. Es wird bemerkt, ef die Hälfte des Stei⸗ erungspreiſes ſofort baar beim Zuſchlage, der Reſt zum Voraus am 1. April 1892 zu bezahlen iſt. Die Steigerer haben zahlungs⸗ fähige Bürgen zu ſtellen. Aus⸗ wärts wohnende Bürgen haben behördliches Jeriz über ihre Neee eit vorzulegen. annheim, 8. Dezember 1891. Weee räunig. Kallenberger. Bekanntmachung. Nr. 23.780. Die Kranken⸗An⸗ ſtalt dahier bedarf 150 Paar Mannshoſen Flanellhoſen), welche in 1885 Größen fertig zu liefern ſind. Die Lieferung ſoll im Sub⸗ miſſionswege pergehen werden! Angebote hierauf wollen mit entſprechender Aufſchrift verſehen und verſtegelt bis Freitag, 11. Dezember er., Vormittags 11 Uhr auf dem Bureau der Kranken⸗ haus⸗Verwaltung K 5, 1 einge⸗ reicht werden, zu welcher Zeit da⸗ ſelbſt die Eröffnung der einge⸗ gangenen Offerten erfolgt. 5 Bei gleicher Qualität u. Preis⸗ angabe behalten wir uns vor, die Lieferung getheilt zu vergeben. Muſterhoſen und Lieferungsbe⸗ dingungen können inzwiſchen auf dem Bureau der Verwaltung des allgemeinen Krankenhauſes ein⸗ geſehen werden. Die auf vorbenannte Lieferung eingereichten Offerten treten erſt nach Umlauf von 14 Tagen, vom Tage der Submiſſionseröffnung an gerechnet, uns gegenüber außer Kraft. 23543 Mannheim, 2. Dezember 1891. Armen⸗ u. 0 23824 Katzenmeier. Hrſfenlliche Jerſeigerung. Im Vollſtreckungswege werde i 23804 ich am Meitag 11. Dezember d.., ormittags 9 Uhr in Lit. H 8 beim früheren Hummelsgraben z 19 Gänse egen Baarzahlung öffentlich ver⸗ Reiger n. Mannheim, den 9. Dez. 1891. Futterer, Gerichtsvollzieher, R 3, 15b. Dünger⸗Perſteigerung. Das Ergebniß aus unſeren Stallungen pro 1892 wird näch⸗ ſten Diegſict⸗il. Dezember 3 10 Uhr im Hofe des Morgens 0 150 Tatterſall verſteigert. Tatterſall Mannheim. Dermiethung des Anla⸗ ſpeichers belr. Der Speicher im Aulagebäude Lit. K 4 Nr. 4 ſoll vom 1. Januar 1892 an auf weitere drei Jahre vermiethet werden. Luſttragende wollen ihre Ange⸗ bote, ſchriftlich und verſchloſſen, mit der Aufſchrift:„Anlaſpeicher⸗ vermiethung“ verſehen, läng⸗ ſtens bis Dienſtag, den 15. Dezember d. Is., Vormittags 11 Uhr auf der Stadtrathsregiſt⸗ ratur einreichen, woſelbſt auch die näheren Bedingungen eingeſehen werden können. Mannheim, 4. Dezbr. 1891. Bürgermeiſteramt. 23571 Winterer. Steigerungs⸗Zurücknahme. Die Zwangsvollſtreckung gegen Andreas Bauer, Landwirth in Feuden⸗ heim betr. Die auf Montag, den 14. De⸗ 5 ds. Is. anberaumte Ver⸗ teigerung findet nicht ſtatt, Mannheim, 8. Dezember 1891. Großh. Notar: Strübe. 28848 Heffentliche Berſteigernag. Am 23861 Freitag, den 11. dſs. Mts., Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal 4, 5 dahier: 2 Chiffonier, 1 Muſterſchrank, 3 runde Tiſche, 2 Kanapee, 4 Kleiderſchränke, 1 Standuhr, 1 Regulator, 2 Nachttiſche, 4 Bil⸗ der, 3 Rohrſtühle,! Bier⸗ und 1 Kaffeeſerviee, 2 Waſchkom node, 2 aufgerüſtete Betten, 1 Spiegel, 2 Kommode, 1 Pianino, 1 Laden⸗ thektke mit Marmorplatte 1 Velociped, 1 Kaſſenſchrank, 1 Druckmaſchine, 1 Hobelbank, verſch. Blech⸗, Porzellan⸗ und Eiſenwaaren und ſonſt noch Ver⸗ ſchiedenes im Vollſtreckungswege und ferner im Auftrage, 5 Säcke Haſelnüſſe gegen Baarzahlung öffentlich verſteigern. Mannheim, den 10. Dez. 1891. 58, Gerichtsvollzieher. Verſteigerung. m Auftrage verſteigere ich am reitag, deu 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in Q 8, 2 23860 eine große Parthie ſehr feine Eigarren, Cigaretten, 1 Salat⸗ Oelbehälter, 1 Parthie Straßen⸗ beſen, verſchiedene Schuhe und Mehreres, wozu einladet Mayerhuber, Auctionator, Q 3, 2. Heffentlice Perſteigernng. Freitag. 11. Dezembee 189l, Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfäandlokal Q 4, 5 kine Buchdruckmaſchine gegen Baarzahlung im Vollſtreck⸗ 5 wege Menett ve 125 annheim, 10. Dezember 1891. Schuhmacher. Gerichtsvollzieher in Mannheim, D 5, 11½. 23858 Verſteigerung. Vace 10. Nachmittags 2 Uhr werden in O 6 No. 2 im gewe⸗ ſenen Pfändungslokal gegen Baarzahlung verſteigert: Ein zweithüriger Kaſſenſchrank, an 19 0 Kuff Goſ appen, Hüte, Muffe, Hoſen⸗ träger, Neujahrs⸗Gratulati⸗ onskarten, ein Kaſpar⸗Theater, 2 eingerichtete Puppenküchen, ein Schlitten, eine größere arthie Tinte und noch Ver⸗ chiedenes. 28775 Ferdinand Aberle, Auktionator, F 5, 17. Kür Großbrauer. Solide, in der Wirthſchafts⸗ branche höchſt erfahrene Wirths⸗ leute ſuchen baldmöglichſt den Bieransſchank einer Brauerei zu übernehmen. Stadt Mann⸗ heim und Mannheimer Brauer bevorzugt, am liebſten größeres Etabliſſement mit etwas Sommer⸗ wirihſchaft. Suchende ſind in Mannheim gut bekannt und ſtehen beim Publikum in gutem Andenken. Gefl. Offerten unter O. N. 23569 poſtl. Stuttgart unter genauer Beifügung der Bedingungen und Firma. 23569 Haſen Braten in allen Größen, — RNagont pr. Pfd. 50 Pfg. NRehe Schlegel und Ziemer von 4 Mark an, 23789 Vorderſchlegel pr. Pfd. 70 Pf. 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Heute Abend 15148 Prohe Der Vorſtaud. 1288⁰ Schellfiſche, Cabljau, Skezungen, Turbot, Austern Hummer, Aſtrachan⸗Caviar Hänſeleberpaſteten, Pan⸗ larden, Enten, Gänſe, franz. Fauben, bötmiſche Faſauen, Waldſchnepfen. Theodor Straube, N 3, 1 Ce gegenüber dem„Wilden Mann“ rothe Valeneig⸗ Orangen Dtzd. 1 Mark eingetro 55 britz Telephon 488. Erſte Sendung ſüße, dunkel⸗ Mollier Rahf. Prima Holländer Schellfiſche Stoekfische ꝛc. ꝛc. empfiehlt 23873 Norig Nollier Nachf. iſch⸗Handlung D 2, 1, Telephon 488. Hollünder Schellſiſche (Prachtwaare) Gorgonzola Ital. Dessertkäse iſt wieder eingetroffen. 23872 Erust Dangmann, N 3, 12. Friſche Holl. Schelliſche Kieler Sprotten u. Bücklinge Brathäüringe p. Stück 10 Pfg. gechte italien.⸗ u. Kagau. Macaroni Eiergemüſenudeln Dürrobſt ſämmtliche feinen Sorten empfiehlt J. l. Kern, C 2. fl. eeen,, Schellſiſche empfiehlt 23858 Jos. Pfeiffer, E 5, 1, am Fruchtmarkt. Telephon Nr 317. Ich empfehle ein ganz vor⸗ zügliches 23 5 Pfd. à M..— Georg Dietz, W2, 8, Marktplatz. Bekannkmachung. Auf die für das Jahr 1891 feſtzuſetzende Divi⸗ dende der Reichsbankantheile wird vom 15. d. Mts. ab eine zweite halbjährliche Abſchlagszahlung von ein und dreiviertel Prozent oder 52 Mark 50 Pfennige für den Dividendenſchein No. 2 bei der Reichs⸗ bankhanptkaſſe in Berlhin, bei den Reichsbankhaupt⸗ ſtellen, Reichsbankſtellen, der Kommandite in Inſter⸗ burg, ſowie bei ſämmtlichen Reichsbanknebenſtellen mit Kaſſeneinrichtung erfolgen. 28808 Berlin, den 5. Dezember 1891. Der Reichskanzler. In Vertretung: v. Boetticher. Brauereigeseſischaft Eichbaum (vorm. Hofnann) in Mannheim. Die diesjährige ordentliche General-Versammlung findet am Samſtag, den 12. Dezember d.., Nachmit tags 5 Uhr, im Eichbaum, Stadt⸗ quadrat F 5, 9, II. Stock, ſtatt. 22735 Tagesordnung: Die in§ 16 der Statuten aufgeführten Gegen⸗ ſtände. Die Legitimationskarten wollen ſpäteſtens bis zum 10. Dezember d. J. gegen Nachweis des Aktienbeſitzes auf dem Bureau der Direktion in Empf ang genommen werden. Mannheim, den 21. November 1891. Der Vorſtand. Feuervehr. Die Wahl eines 2. Hanptmanns für die dritte Compagnie betr. Durch die am 30. November ds. Js. ſtattgehabte Wahl des bisherigen 2. Hguptmanns Hrn. M. Koch zum Hauptmann iſt eins Neuwahl für denſelben erforderlich und haben wir deßhalb Termin hierzu auf Montag, den 14. Dezember, Abends 7 bis 8 Uhr im RAgthhausſagle anbergaum. 2 Bemerkt wird, daß zur Gültigkeit der Wahl die An⸗ weſenheit von mindeſtens der Hälfte der ſtimmberechtigten M ann⸗ ſchaft e iſt. 23548 Mannheim, den 1, Dezember 1891 Der Verwaltungsrath: W. Bouquet. Striebich Feuerwehr. Die Wahl eine! 2. Hauptmanns für die 3. Compagnie betr. Behufs Vorbeſprechung zu dieſer Wahl erſuche ich Mannſchaft der 3. Compagnie am Samſtag, den 12. ds. Mts., Abends 8 Uhr im Lokale U 2, 3 pünktlich und vollzählig zu erſcheinen. 23866 Der Vertrauensmann: G. Rhein. Original-Welt-Panerama. 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Für die vielen Beweiſe inniger Theil⸗ nahme an dem uns betroffenen ſchweren Verluſte ſagen wir hiermit Allen unſern berzlichſten Dank. 28805 Im Namen der Hinterbliebenen: Joſeph Heide nebſt Kindern. Mannheim, 9. Dezember 1891. 4 8— Sbangel. protel. Gemeinde. Concordienkirche. Donnerſtag, 10,Dezbr. Ahends 6 Uhr Abendgottesdienſt. Predigt. Herr Stadtvikar Mühlhäuſer. General⸗Anzeiger egen der Nebenbahn Mannhein zahn Unterkunft bis zum Eintreffen der Züge bot hlichen Bedürfniß hierfür von Seiten der Bahnge ſellſchaft bi tion der chemiſchen Fabrik Wo anerkennenswerther Weiſe, im Halteſtelle ein Stationshaus Uns daher verpflichtet, 90 mit unſeren wärmſten D Warteſaal) erbauen laſſen ank öffentlich auszuſprechen. Viernheim, den 9. Dezember 1891. Die Viernheimer Arbeiter 5 der chemiſchen Fabrik Wohlgelegen.. ch wohne nunmehr —55 2, 1 im Bretzenheim'ſchen Hauſe, Schloßplatz. Dr. W. Köhler, Rechtsaumalt. Neu! zum Studium wie zur Stütze für den Sohn, Verwandten, jüngeren wie gereifteren Commis. 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