F Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Mannheim.“ zn der Poſtliſte angetragen unter Ne. 2602. Abonnement: 60 Pfg. monatlich. Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, ourch die Poſt vez. incl. Poſtauf⸗ ſchlag M..30 pro Quartal. Inſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfg der Stadt Maunheim und Umgebung. er J (105. Jahrgang.) Erſcheint wöchentlich ſieben Mal. (Mannheimer Volksblatt.) rn 9 Verantwortlich: für den volit. und allg. Theil;: Chef⸗Redakteur Herm. Meyer⸗ für den lok. und prov. Theil: Ernſt Müllez. für den Inſeratentheil: Karl Apfel. 4 Rotationsdruck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckerei(Erſte Mannheimer Typographiſche Anſtalt). (Das„Mannheimer Journal“ iſt Eigenthum des katholiſchen Bürgerhoſpitals.) Doppel Nummern 5 Bfa. E., 2 Seleſeuſte uud verbreitette Zeitung in Maunheim und Amgebung. E 6, 2 ſämmlich in Nannhelm⸗ Mr. 300. Samſtag, 2. November 1895.(Geleppon⸗Ar. 218.) FC größerer Dampfer, 1882 auf dem Vulcan, beide für Rechnung auf unſere oſten ute Geſ 055 gemacht Ueber die Entwicklung der deutſchen der Hamburg⸗America⸗Linie, aber an den großen Sprung, den iſt diesmal total ee e 5 Rheederei und des deutſchen Schiffbau's ntnehmen wir der„Köln. Ztg.“ nachſtehende intereſſante Jusführungen: So ruhmreich in der Vergangenheit auch die Geſchichte der deutſchen Hanſaſtädte und des deutſchen Seehandels ge⸗ veſen iſt, ſo erfolgreich auch die deutſchen Rheedereien den dampf gegen den übermächtigen Wettbewerb Englands aus⸗ jalten und den Namen der deutſchen Handelsmarine als einen zuf allen Meeren hochgeachteten wahren konnten, ſo war es och nicht zu verhindern geweſen, daß gegenüber dem durch zewaltige Uebermacht an Kapital und nationale Geſchloſſen⸗ jeit getragenen engliſchen Wettbewerb England unbedingt die rſte Stelle zuftel und daß wir insbeſondere ſeit der Einfüh⸗ ung des Dampfes und der Eiſenſchiffe auch in Bezug auf en Bau und die Lieferung unſerer Schiffe in eine voll⸗ tändige Abhängigkeit von England geriethen, die ſo ſtark var, daß man noch vor 25 Jahren kaum den Gedanken zu aſſen wagte, daß Deutſchland ſich je von dem Tribut werde efreien können, den es alljährlich durch die von ihm beſtellten Schiffe an England zahlte. Schon vorher hatten wir ja eine zanze Reihe kleiner, aber gutangeſehener Werften, die Holz⸗ chiffe bauten; aber in dem Maße, wie die Dampfſchifffahrt züfkam, verloren dieſe an Bedeutung, und die wenigen, die ich, dem Drange der Umſtände folgend, auf den Bau von iſernen Dampfſchiffen warfen, begnügten ſich mit der Her⸗ tellung eiſerner Flußdampfer und anderer kleiner Dampfer, die meiſt nur für die europäiſche Fahrt Verwendung fanden. Den erſten Anſtoß zu einer Aenderung dieſer Verhältniſſe zab die Errichtung des deutſchen Reiches und die hierdurch bedingte Schaffung einer deutſchen Kriegsmarine. Deren Bau vom Auslande unabhängig zu machen, war eine naheliegende Aufgabe, die mit voller Kraft begriffen und er⸗ griffen zu haben das unvergängliche Verdienſt des Marine⸗ miniſters v. Stoſch bleibt, der die ſchiffbauende Thätigkeit nicht auf die kaiſerlichen Werfte beſchränkte, ſondern auch der Privatinduſtrie Gelegenheit gab, ſich auf dieſem ihr bisher durchgus fremden Gebiete zu verſuchen. Wenn man bedenkt, wie ſtark in Deutſchland der in alten Bahnen wandelnde und privater Thätigkeit im Allgemeinen abgeneigte Einfluß der Bureaukratie iſt, ſo kann man erſt erfaſſen, welche Umwälzung das Vorgehen des Miniſters bedeutete. In der Schiffsbau⸗ werft des Vulcan mit ihren in der deutſchen techniſchen Wiſſenſchaft großgezogenen Ingenieuren fand Stoſch das rich⸗ tige Mittel und die richtigen Leute zur Ausführung ſeiner Pläne und ſeit Anfang der 70er Jahre wurden dem Vulcan in regelmäßiger Weiſe große Schiffsaufträge übergeben. Es ift nicht zu verkennen, daß die Kriegsmarine mit dieſen erſten Aufträgen einen gewagten Sprung ins Dunkle machte, denn bei dem Mangel an Erfahrung, den die deutſche Schiffswerft in dieſen Bauten naturgemäß hatte, war ein Fehlſchlag nicht ausgeſchloſſen, ein Fehlſchlag, der um ſo bedenklicher hätte ſein müſſen, als es ſich bei dieſen Bauten um die Aufwendung ganz bedeutender Geldmittel handelte. Die erſten in Auftrag gegebenen Fahrzeuge der Preußenclaſſe beſtanden aber ihre Probezur vollſten Zufriedenheit, eine große Anzahl ſtolzer Kriegs⸗ ſchiffe verließen nacheinander die Werften des Vulcan, der den ſteigenden Anſprüchen, die an die Schifisbaukunſt geſtellt wurden, im vollſten Maße nachkam. Brandenburg, verkündeten zuletzt bei den Kieler Feſten, bis u welcher Höhe ſich die deutſche Technik ausgebildet hat. ur nebenbei ſoll hier auch erwähnt werden, daß die Werft durch die vom deutſchen Reiche gegebenen Aufträge auch in Stand geſetzt wurde, erhebliche Aufträge für fremde, nament⸗ lich chineſtſche Rechnung auszuführen und dadurch zur Hebung des Nationalreichthums beizutragen. Unter dem anregenden Einfluß dieſer erſten Beſtellungen fanden ſich aber auch andere Werften, die ſich dem Baue von Kriegsſchiffen widmeten, wir nennen nur die Germania, die Actiengeſellſchaft Weſer, Schichau und in letzter Zeit auch Blohm u. Voß in Hamburg, die jetzt gleichfalls zu den Kriegslieferungen herangezogen werden. In den erſten Zeiten unſerer Kriegsmarine waren wir noch oft auf das Ausland angewieſen, während es jetzt als ein Unding erſcheinen würde, auch nur das kleinſte unſerer Kriegsſchiffe im Auslande bauen zu laſſen. Anders und noch ſchwieriger lag die Sache für unſere Handelsmarine. Wenn das Reich auch berechtigt und ver⸗ pflichtet war, zu Gunſten der Schaffung einer neuen Induſtrie und zur Förderung des deutſchen Schiffsbaues Wagniſſe zu unternehmen und unter Umſtänden Opfer zu bringen, ſo ſtand die Sache bei den Reedereien doch weſentlich anders. Die großen engliſchen Werften hatten es zu unbeſtrittener Voll⸗ endung gebracht, und unſere Reedereien waren im Ganzen ſtets mit den von England gelieferten Fahrzeugen ſehr zu⸗ frieden geweſen. Es lag ſomit weder vom rein techniſchen noch auch vom wiſſenſchaftlichen Stand⸗ punkt aus ein zwingender Grund vor, von den alten es war 5 bewährten engliſchen Lieferanten abzugehen; erner aus verſchiedenen Gründen nicht leicht, alte, meiſt angenehme und vortheilhafte Beziehungen zu den engliſchen Schiffbauern abzubrechen und Aufträge an eine neue noch nicht bewährte Induſtrie zu geben, die für die Privatgeſell⸗ ſchaften ein weit größeres Wagniß als für den Staat be⸗ deuteten. Allen dieſen Erwägungen ſtand nur das patriotiſche Intereſſe entgegen, das mit Recht die Forderung ſtellte, heimiſcher Induſtrie und ſoweit möglich auch heimiſchem Er⸗ zeugniß den Vorzug zu geben. Man hat den deutſchen Reedereien oft einen Vorwurf daraus gemacht, daß ſie ſich lange gegenüber der deutſchen Schiffbau⸗Induſtrie ablehnend verhielten, aber wenn man bedenkt, daß die erſte Pflicht der Leiter eines kaufmänniſchen Unternehmens die Vorſicht iſt, ſo kann man es ſich ſchon erklären, daß ſie ſo und nicht anders handelten. Einzelne kleinere Schiffe wurden wohl auf deutſchen Werften gebaut, ſo die Lothringia 1878 auf der Norddeutſchen Werft in Kiel und die Rugia, dieſe ſchon ein Gewaltige Panzer, wie die Bau von Schnelldampfern auf deutſchen Werften, wollte Nie⸗ mand herangehen. Obgleich ſich bereits ſeit dem Bau der Elbe herausgeſtellt hatte, daß die Zukunft für eine gewiſſe Art des Schiffsverkehrs dieſen Dampfern gehöre, für welche aber das Monopol den Engländern gewahrt blieb. Ein äußerer Anſtoß mußte hinzukommen, um die deutſchen Werften für die Erbauung der großen, größten und ſchnellſten Ocean⸗ dampfer heranzuziehen, und dieſer Anſtoß lag in der Be⸗ wegung, die ſich Anfang und Mitte der achtziger Jahre in ganz Deutſchland geltend machte und die darauf hinausging, der deutſchen Handelsmarine diejenige Unterſtützung zu geben, die ſie allein befähigen konnte, mit den vielfach unterſtützten fremden Schiffen auf gewiſſen Gebieten zu wetteifern. Die Bewegung für die Reichs⸗Unterſtützungsverträge und deren Genehmigung für die verbündeten Regierungen und den Reichstag gab auf der einen Seite dem unterſtützten Schifffahrtsunternehmen, dem Norddeutſchen Lloyd, erhebliche Vortheile, legte ihm auf der andern Seite aber neben den vertraglich bedungenen Anſchaffungen auf deutſchen Werften auch das nobile offieium auf, auch ſeine andern Schiffe nach Thunlichkeit in Deutſchland herſtellen zu laſſen. Und dieſelbe von der öffentlichen Meinung und der Regierung getragene Strömung war ſtark genug, um auch die andere große deutſche Schifffahrtsgeſellſchaft, die Hamburg⸗Amerika⸗Linie, zur Be⸗ nutzung deutſcher Werften auch für ihre Schnelldampfer zu bewegen. Sie ging darin mit hoch anzuerkennender Thatkraft muthig voran und erwarb ſich unter ihrer weitſichtigen und nach großen Geſichtspunkten arbeitenden gegenwärtigen Leitung ein erhebliches Verdienſt nicht allein um den deutſchen Schiff⸗ bau, ſondern auch um die dentſche Reederei, der ſie z. B. mit ihren Vergnügungsfahrten nach dem Mittelmeer und nach den nordiſchen Gewäſſern neue Verkehrswege erſchloß, daneben überhaupt für den Perſonen⸗ und Güterverkehr der Ham⸗ burger Seeſchifffahrt großartige und von Erfolg gekrönte Veranſtaltungen traf. Für dieſe erſte deutſche Schiffbauperiode kommt von Werften eigentlich nur der Vulkan in Betracht, der vom Lloyd die Reichspoſtdampfer Preußen, Baiern, Sachſen und die lleineren ebenfalls für die Reichslinien beſtimmten Danzig, Lübeck und Stektin in Antftrag erhiell. Dann folgte büld die Beſtellung des urſprünglich für die Reichslinien beſtimmten Schnelldampfers Kaiſer Wilhelm II. ſeitens des Lloyd und des Schnelldampfers Auguſte Viktoria von der Hamburg⸗ America⸗Linie. Nur zögernd und mit geringer Ausſicht auf Erfolg hatte der Vulcan für dieſes Schiff ſein Angebot einge⸗ reicht, und die Neigung, den Bau dieſes erſten Schnelldampfers an eine deutſche Werft zu vergeben, war nicht allzu groß, und erſt nach langen und ſchwierigen Verhandlungen kam man zum Abſchluß. Der Bau dieſes erſten wirklich deutſchen Schnelldampfers iſt für die Entwicklung der deutſchen Rhederei und des deutſchen Schiffbaues um deshalb ſehr intereſſant, als, wenn dieſe Gelegenheit verpaßt worden wäre oder wenn ein ſchlechter Erfolg eingetreten wäre, das engliſche Monopol ſich vorausſichtlich noch ſehr lange Zeit behauptet haben würde. Von zuſtändiger ſachverſtändiger Seite iſt nachgewieſen wor⸗ den, daß die genannten beiden Schnelldampfer den gleichen und ähnlichen engliſchen Bauten nicht nur ebenbürtig geweſen ſind, ſondern ſie noch auch in vielen Puncten übertrafen, was um ſo überraſchender iſt, als die deutſche Induſtrie hier den beſten und bewährteſten engliſchen Werken gegenüber ſtand. Auch heute noch zählen die genannten beiden Dampfer zu denen, auf die jede Handelsflotte ſtolz ſein kann. Mit dem Bau der genannten Schnelldampfer war das Eis gebrochen, und in raſcher Reihenfolge kamen nun die Beſtellungen des„Bismarck“ von Hamburg und der„Havel“ und„Spree“ von Bremen, Schiffe, über deren Eigenſchaften kein Wort zu verlieren iſt. Ein neues großes Feld war der Thätigkeit der deutſchen Schiffswerften geöffnet und das eng⸗ liſche Monopol gründlich gebrochen. Der Vortheil für Deutſchland lag aber nicht allein darin, daß durch dieſe großen Beſtellungen die Ueberweiſung gewaltiger Capitalien an das Ausland verhindert wurde, ſondern war auch darin zu ſuchen, daß ſowohl unſere Werften als auch die Rheder⸗ eien ermuthigt wurden, auf dem betretenen Wege mit friſchem Muthe weiter zu gehen, ſtark durch die gewonnene Erfahrung und durch die anläßlich der großen Bauten getroffenen maſchinellen Einrichtungen, mit denen ſie jetzt jeder Auf⸗ gabe gerecht werden konnten. —— Englands Niederlage und Iſolirung. Obwohl der genaue Inhalt des ruſſiſch⸗chineſiſchen Vertrags und ſpeziell die Beſtimmungen, die derſelbe über Port Arthur enthält, noch geheimgehalten wurden, ſo gilt es doch an den über den Stand der oſtaſtatiſchen Frage wohlunterrichteten Stellen als ausgemacht, daß die Meldungen der„Times“ aus Hongkong über dieſe Angelegenheit im großen Ganzen richtig ſind. England hat alſo umſonſt die armeniſche Frage in's Rollen ge⸗ bracht; es hat ſich vergeblich bemüht, die Aufmerkſamkeit Rußlands von Oſtaſien nach dem Bosporus abzulenken; die ruſſiſche Politik hat in der bewundernswerthen Conſequenz, die ſie ſeit einem Jahrzehnt auszeichnet, das Eine gethan und das Andere nicht gelaſſen; ſie hat ſich dem Vorgehen gegen die Türkei angeſchloſſen, aber ihr Ziel in Oſtaſien nicht aus den Augen gelaſſen. England hat ſich total verrechnet, nicht nur in den ruſſiſchen Staatsmännern, ſondern auch in den leitenden Diplo⸗ maten der übrigen Mächte. Das alte Doppelſpiel, mit dem unſer Vetter Johr Bull ſo oft auch ſammengehen mit Rußland und Frankreich in der oſtaſiatiſchen Frage, die Jutervention des oſtaſiatiſchen Dreibunds zu Gunſten Chinas erfolgte in erſter und eeeee letzter Linie nicht China zu Liebe, ſondern um den Ein —— 7— 2——85* 0 5„ fluß Englands in China und Japan in politiſcher! 8 wirthſchaftlicher Hinſicht zu brechen. Die Aufgre 0 der armeniſchen Reformfrage und der Verſuch Englands, mit ihr die ganze Oriestfrage in Europa wieder aufzu⸗ rollen, hatte lediglich den Zweck, die übrigen europätſchen Mächte aufeinander zu hetzen. Sobald dies erreicht, hoffte England in Oſtaſien freie Hand zu bekommer und die Situation dort nach Kräften auszunutzen. Seit zwei Menſchenaltern hat ſich England nur Dank der gegenſeitigen Eiferſucht der übrigen Großmächte auf der Höhe ſeiner Macht erhalten und ſich eine Stellung bewahrt, die es gegebenenfalls nicht erfolgreich vertheidigen könnte. Glücklicherweiſe war die europäiſche Konſtellation im Früh⸗ ling dieſes Jahres der Art, daß eine Störung des Friedens von keiner Seite zu beſorgen war. So konnte in der oſtaſiatiſchen Frage die Annäherung Deutſchlands an Rußland und damit auch an Frankreich erfolgen. Als Roſebery dann die Diverſion in Conſtantinopel inſcenirte und Salisbury ihm auf dieſem gefährlichen Wege mit verdoppelten Kräften folgte, machten Rußland und Frank⸗ reich, wie vorauszuſehen war, ohne Beſinnen mit. Eng⸗ land ſah in Folge deſſen bald ein, daß es den Zweck, den es damit in Oſtaſien verfolgte, nicht erreichen würde. Da begann das falſche Spiel. Während der britiſche Botſchafter in Conſtantinopel die Angelegenheit trotz allen äußerlichen Spektakels dilatoriſch behandelte, zettel⸗ ten engliſche Agenten die armeniſchen Unruhen an. Denn hier handgreifliche Verwicklungen zu ſchaffen, lag vor Allem im Intereſſe der ſtets und grundſätzlich rückſichtsloſen britiſchen Politik, ob nun in Dow; ning Street ein liberales oder konſervatives Kabinet am Ruder iſt. Der Zurückhaltung Rußlands, welches zur Zeit keine Komplikationen im europäiſchen Orient wünſcht, iſt es zu danken, daß die Unruhen in verſchiedenen Gegenden der Türkei keine ernſten Folgen gezeitigt haben. Von dieſer Haltung Rußlands war Deutſchland von vornherein verſtändigt, und von deutſcher Seite dürften auch dem Sultan mancherlei Aufklärungen über das In⸗ triguenſpiel Englands zu Theil geworden ſein, und erſt dann ſcheint man in Pildis Kiosk den Muth zu dem ſtrengen Vorgehen gegen die in engliſchem Solde ſtehenden jungtürkiſchen Verſchwörer gefunden zu haben. Die an dieſen geübte ſummariſche Juſtiz hat in England die übliche Entrüſtung hervorgerufen. Wir brauchen uns darüber wahrlich nicht zu ereifern. Denn zum Schutze des Friedens und im Intereſſe der Erhaltung Abdul Hamids auf ſeinem ohnehin ſchwankenden Throne war jenes ſchleunige Verfahren eine unbedingte Nothwendigkeit. Das Blut der jungtürkiſchen Verſchwörer hat in letzter Linie das gefühlvolle und mit Huma⸗ nität kokettirende England auf dem Gewiſſen. Nur wenn man dieſen Zuſammenhang der Dinge kennt, kann man begreifen, daß der ruſſiſche„Regierungsbote“ in ſeiner faſt beiſpielloſen Auslaſſung die armeniſche Politik Englands zweideutig und gefährlich und dazu konſtatirt, daß dieſe Richtung und dieſe Ziele der britiſchen Politik Gegenſtand des Mißtrauens von Europa geworden ſind. Die Folge dieſes thak⸗ ſächlich und mit Recht beſtehenden Mißtrauens iſt die gänzliche Iſolirung Englands im europäſſchen Konzert. Von allen Mächten dürfte nur Italien im Hinblick auf die Mittelmeer⸗Intereſſen, die es mit England gemeinſam ennt hat, und in Berückſichtigung der ruſſiſch⸗franzöſtſchen Gegnerſchaft in Abeſſinien ſeinen Standpunkt im gegebenen Augenblick weniger ſcharf betonen. Die Frage, was die britiſche Staatsleitung thun wird, um die Schlappe wieder gutzumachen, iſt zur Stunde nicht zu beantworten. Eine dauernde Beeinträchtigung des Anſehens Englands wird ſich um ſo weniger vermeiden laſſen, als das Inſel⸗ reich außer Stande iſt, jetzt mit demjenigen Nachdruck aufzutreten, den nur das Gefühl der eigenen Stärke gibt. Die britiſche Diverſion am Bosporus iſt geſcheitert. Vorausſichtlich wird in Konſtantinopel ſehr bald wieder völlige Ruhe herrſchen, und wenn auch der Haß zwiſchen Armeniern und Türken hier und dort im weiten Reiche Abdul Hamids noch blutige Exzeſſe zeitigen ſollte, ſo dürfte ſich außer den anſcheinend ſe empfindſamen und leichtgerührten engliſchen Gemüthern Niemand mehr ſonderlich darüber ereifern. Rußland wünſcht im Einverſtändniß mit Deutſchland die Ruhe im b Ptannheim, 2. Novemder. 2. Sete. Senctal⸗Auzetger. europäiſchen Orient nicht geſtört zu ſehen, und ſo wird die Herſtellung des Gleichgewſchtes für das auch Europa trotz der momentanen Aufregung der Börſen[ Budget, im Nothfalle mit einer Anleihe zur Beſei⸗ ſeine Ruhe nicht geſtört ſehen. Die britiſche Politik aber dürfte ſich bemühen, etwas von dem in Oſtaſien Ver⸗ ſäumten wieder einzuholen, vermuthlich auch dort ohne Erfolg, denn es hat die Anſtrengungen der ihre Intereſſen aufs Lebhafteſte vertretenden„Dreibundmächte“ Deutſch⸗ land, Rußland und Frankreich gegen ſich. Die Frage nach dem Aequivalent, welches Deutſchland eventuell für ſeine Konnivenz in Sachen des ruſſiſch⸗chineſiſchen Ver⸗ trags zugeſtchert erhalten hat, dürfte vermuthlich für's erſte nicht beantwortet werden. Daß aber uns ein Aequi⸗ valent eingeräumt iſt, gilt als ſicher. Der Reſt bleibt abhzuwarten. — Das neue Cabinet in Frankreich. Wenn auch das Miniſterium des Aeußeren noch nicht definitiv beſetzt iſt, ſo kann nunmehr das Cabinet als fertig gebildet angeſehen werden. Man vermuthet, datz Berthelot das Portefeuille des Auswärtigen über⸗ nehmen wird. Verſchiedene von den neuen Miniſtern ſind nicht unbekannt. So in erſter Linie der Präſident ſelbſt, Bourgeois, der auch das Innere übernimmt, ferner der Kriegsminiſter Cavaignac und der Marine⸗ miniſter Lockroy. Ricard, der Juſtizminiſter, iſt der Mann, der auf demſelben Platze vor drei Jahren den Ball der Panamaproceſſe ins Rollen brachte; er iſt mit den Aeten der parlamentariſchen Beſtechung gründlich vertraut. Man exinnert ſich, daß kurz nach dem Ausbruche der Panama⸗ ſkandale der neue Premier ſein Nachfolger als Juſtiz⸗ miniſter wurde. Der Finanzminiſter Doumer hat ſeine Laufbahn als Unterlehrer an einer höhern Lehranſtalt begonnen, iſt dann zur Preſſe übergegangen, als zum Radicalismus bekehrter Boulangiſt Floquets Secretär geweſen, als dieſer Kammerpräſident war, und hat ſich dann als Journaliſt 1890 wieder einen Sitz in der Kammer erkämpft. Senator Berthelot(Unterricht), der bekannte Chemiker, hat bereits unter Goblet faſt ſieben Monate das Unterrichtsweſen geleitet; es iſt, wie ſeine Freunde ſagen, die einzige Stelle, die er nie erſtrebt hat. Der Handelsminiſter Meſureur zählt 48 Jahre, war vor ſeinem Eintritt in die Politik Maſchinenzeichner, hat ſeit 1881 eine be⸗ deutende Rolle im Pariſer Gemeinderathe geſpielt, treibt als Specialität Arbeiterfragen und iſt der eigentliche Schöpfer der Arbeitsbörſe. Der Bautenminiſter Guyot⸗ Deſſaigne war unter dem Kaiſerreich Staatsanwalt ſtreitbarer Bonapartiſt, ſitzt in der Kammer ſeit 1885 und war zu Ende des Miniſteriums Floquet acht Tage Juſtizminiſter. Der Colonialminiſter, Senator Combes, iſt Doktor der Philologie, hat über philologiſche und hiſtoriſche Gegenſtände geſchrieben und hat ſich ſeit 1885 im Senate hauptſächlich mit Unterrichtsfragen beſchäftigt. Der Ackerbauminiſter Viger iſt Arzt und hat ſein heutiges Portefeuille bereits im vorletzten Cabinet Ribot unter den beiden Cabinetten Dupuy wie unter Caſimir⸗ Perier innegehabt. Das neue Miniſterium iſt das radi⸗ kalſte, das bisher am Ruder war; es iſt einfarbiger als die Cabinette Briſſon und Floquet, und woher es ſeine Mehrheit nehmen ſoll, iſt bisher nicht erſichtlich. Was das Arbeitsprogramm des neuen Cabinets an⸗ langt, ſo wird es ſich, wie verlautet, zunächſt die unter Lockroys Vorſitz vereinbarten Vorſchläge der Budget⸗ Commiſſion für 1896 ſowie die Vorlage zur Reform der Erbſchaftsſteuer aneignen. Für die Einkommenſteuer ſoll im weitern Verlaufe ein Mittelweg zwiſchen der zahmen Vorlage Peytrals und den ſehr ſcharfen Vorſchlägen Cavaignacs geſucht werden. Ferner ſollen Vorlagen über das Genoſſenſchaftsrecht und die Oeffentlichkeit des Unter⸗ ſuchungsverfahrens, über die Abſchaffung des Oetroi und Gründung einer Altersverſicherung für Arbeiter in Ausſicht genommen ſein. Die Einverleibung Mada⸗ gaskars, die Unterſagung der Betheiligung von Parlamentariern bei Emiſſionsſyndieaten und ferner Teuilleton. — Frht, v. Stumm und das Fahrrad. Das Fahrrad macht mit jedem Tage neue Eroberungen. Neuerdings iſt, wie die „Radwelt“ zu berichten weiß, auch„König“ Stumm, der be⸗ kannte Frhr. v. Stumm⸗Halberg, unter die Radfahrer gegangen. Gelegentlich eines längeren Aufenthaltes in Paris lernte er die zohe Bedentung des Radfahrens kennen, und da in Paris„alle Welt“ radelt, ſo legte auch er ſich kurz entſchloſſen eine Maſchine zu und erlernte das Fahren. Bei ſeiner Rückkehr machte er dem Itmeiſter der deutſchen Radfahrer, Auguſt Lehr in Frankfurt a. ., einen Beſuch und hatte hierbei Gelegenheit, auch die man⸗ cherlei pollzeilichen Beſchränkungen, denen die Radfabrer im deutſchen Reich leiber immer noch ausgeſetzt ſind, kennen zu lernen. Stumm erklärte ſich als entſchiedener Gegner dieſer Beſchränkungen und verſprach im Reichs⸗ und im Landtage energiſch für die Beſeſtigung derſelben und zu Gunſten einer ver⸗ nünftigen, im ganzen Neſch Felkenden e einzutreten. In Rablerkreiſen dürfte dieſe Nachricht mit großer Genugthuung aufgenommen werden. — Nicht mehr„Johann“. 71 Verſammlung öſterreichiſcher Gaſtwirthe wurde eſchloſſen, daß die Kellner, ihrem Wunſche gemäß, in Zukunft nicht mehr bei ihrem Vor⸗, ſondern be ihrem Familiennamen erufen werden ſollen. Pieſe Neuerung gibt öſterreichiſchen Blättern Stoff zu folgendem Zukunftsbild Stammgaſt:„Jean! WMas iſt denn? Was eſſen möcht ich!“ Jean:„Vitte gleich, hitte ahr! Muß aber auch recht ſchön bitten, Herr v. Biegler, daß S' mich nimmer Jean rufen.“ Stammgaſt:„OHm?“ 5 5„Sie wiſſen ja, Herr v. Biegler, die neue Ordnung. e Kellner müſſen beim Famifliennamen“— Stammgaſt: „Ah, ja richtig. Alsbann wie heißen S' denn?“— Jean: „Agoraſtoriopopulog— meine Voreltern ſind Grlechen geweſen.“ — Stammgaſt:„So, ſo? Ein biſſel weſtläufig, die werthen Ahnen, Alſo mein lieber Jean. pardo,. Angora“ an:„Agora“... Stammgaft:„Agorahiſtor!“... Jean: „„ſtoriopopulos“.„Stammgaſt:„Nein, lieber Freund, Ich will mittagmahlen, und bis ich mir Ihren Namen nerl, iſte Mitternacht. Schicken S' mir den Pepi.“ ean„Moment, bitte!“(Ab.) Pepi(herantretend):„Womit ich bienen, Herr v. Biegler?“ Stammgaſt:„Vor allem bas geht nicht. eee nungen für Arbeiter und ſonſtige kleine Leute dar. Auf einer jüngſt in Meran ab⸗ tigung der ſchwebenden Schuld, werden ebenfalls als Programmpuncte genannt. In der Preſſe hat das neue Cabinet einen entſchieden ungünſtigen Empfang, nur die radicalen Blätter gönnen ihm freundliche Worte, weiter rechts iſt die Beurtheilung durchaus abfällig und die Socialiſten erklären kühl, ſie wollten das Cabinet bei der Arbeit ſehen. Der Figaro nennt das Cabinet ein Miniſterium der Desorganiſation; Cavaignac, Lockroy und Doumer würden die bisber aufrecht gebliebenen Dienſtzweige raſch zerſetzen; die Reformpläne Cavaignaes würden vom Oberkriegsrath als höchſt gefährlich angeſehen. Eine allzu lange Dauer mißt man übrigens dem Cabinet nicht bei. Vermuthlich wird es über die Ein⸗ kommenſteuer zu Fall kommen. —— Aus Stadt und Tand. Mannheim, 2. November 1895. WVerſonalnachrichten. Miniſterium des Innern. Verſetzt wurden in gleicher Eigenſchaft die Schutzleute: Kuner, Liborius, beim Amt Pforzheim zum Amt Baden, Franz Kaver, beim Amt Heidelberg zum Amt forzheim, Hauß, Georg, beim Amt Mannheim zum Amt Pedede Wolf, Ludwig, beim Amt Mannheim zum Amt eidelberg. Miniſterium der Juſtiz, des Kultus und Unterrichts. Entlaſſen wurden aus dem ſtaatlichen Dienſte: Günther, Hermann, Kanzleiaſſiſtent bei dem Miniſterium der Juſtiz, des Kultus und Unterrichts auf Anſuchen.— Ernannt wurde: Schäfer, Friedrich, Aktuar beim Miniſterium der Juſtiz, des Kultus und Unterrichts, zum Kanzleiaſſiſtenten daſelbſt. Großh. Bad. Staatseiſenbahnen. Verſetzt: die Eiſenbahnaſſiſtenten: Hartmann, Joſef, in Schaffhauſen, nach Baſel, Grohe, Adam, in Baden, nach Kehl, Veith, Hermann, in Steinbach, nach Mannheim; die Expeditionsgehilfen: Speer, Jakob, in Baſel, nach Kippenheim, Köhler, Fritz, in Waldshut, nach Waghäuſel, Straßer, Ferdinand, in Donaueſchingen, nach Konſtanz, Schultheiß, Max, in Mannheim, nach Donaueſchingen, Sachs, Wilhelm, in Baden, nach Steinbach, Bühler, Peter, in Baden, nach Achern; die Expeditionsgehilfin: Bußmann. Charlotte, in Neuhauſen, nach Heidelberg; der Kanzleigehilfe: Lienhard, Johann, in Sffenburg, zur Centralverwaltung. Großh. Steuerverwaltung. Zugetheilt: Dietrich, Karl, Finanzpraktikant, Steuer⸗ kontroleur in Achern, in gleicher Eigenſchaft dem Gr. Finanz⸗ amt Sinsheim und Ehrenmann, Emil, Finanzpraktikant, Hauptamtsgehilfe in Mannheim, dem Gr. Finanzamt Achern als Steuerkontroleur.— Verſetzt: Wieſendanger, Hugo, Finanzpraktikant bei dem Gr. Hauptſteueramt Freiburg, als erſter Gehilfe zu dem Gr. Finanzamt Alt⸗Breiſach.— Ueber⸗ tragen: die Steuereinnehmerei Waldkirch dem Steuereinneh⸗ mer Heinrich von Schumann in Pfullendorf und die Steuereinnehmerei Pfullendorf dem penſionirten Bezirksfeld⸗ webel und derzeitigen Untererheber Andreas Roos in Dur⸗ bach, unter Ernennung deſſelben zum Steuereinnehmer.— In den Ruheſtand verſetzt: Barro, Nepomuk, Steuerein⸗ nehmer in Waldkirch, auf Anſuchen und unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, *Die Kronprinzeſſin von Schweden und Norwegen wird den bevorſtehenden Winter in Corfu verbringen. Die Frage der Erbauung von Arbeiterwohnungen, welche auch in unſerer Stadt noch ihrer Löſung harrt, be⸗ ſchäftigte den Bürgerausſchuß von Konſtanz in deſſen letzter Sitzung. Da die Angelegenheit wohl allgemeinem Intereſſe begegnen wird, bringen wir die Verhandlungen in Konſtanz nach dem Berichte der„Konft. Ztg.“ wörtlich zum Abdruck: „Erbauung von Arbeiterwohnungen. Der Vorſitzende, Herr Oberbürgermeiſter Weber, legt die ſoziale Bedeutung der Beſchaffung von angemeſſenen, geſunden und billigen Woh⸗ Es ſei nicht wünſchenswertb, daß man förmliche Arbeiterquartiere ſchaffe, ſo daß die dort Wohnenden ſich wie Ausgeſtoßene fühlen; man ſoll vielmehr da und dort in paſſenden Straßen, nicht zu entfernt von der Stadt, eine Anzahl billiger Bau⸗ plätze bereit halten, an denen dann einzelne Fabrikanten oder Konſortien entſprechende Wohnungen erſtellen können. Auch müſſe die Gemeinde den Bauliebhabern zur Erlan⸗ gung möglichſt billigen Geldes behilflich ſein. Es liege nun ein Antrag von 12 kheils dem eigentlichen Arbeiterſtand, theils dem kleinen Beamtenſtand angehörenden Perſonen vor, man möge ihnen ein Quartier zur Erſtellung von Wohnhäuſern an⸗ mit Ihrem Familiennamen.“ Pepi:„Ich heiß' Wierziechopowski“ .. Stammgaſt:„Habe die Ehre! Der Karl ſoll kommen!“ Pepi(lächelnd):„Oh, mit dem werden Herr v. Biegler noch weniger zufrieden ſein.“ Stammgaſt:„Hat mich immer ſehr gut bedient.“ Pepi:„Ja, aber ſeinen Namen können Sie währſcheinlich nur ausſprechen, wenn Sie d' Strauchen (Schnupfen) haben. Er heißt nämlich Trzitrziczek/ Stammgaſt:„Trizi“... Der Wirth(an den Tiſch tretend): „Zum Wohlſein, Herr v. Biegler!“ Stammgaſt:„Ach was, Wohlſein! Bei einer ſolchen Bedienung!“ Der Wirth:„Haben eine Klag'?“ Stammgaſt:„Ja, eine gewaltige. Der Appetit iſt mir vergangen, und ich hab's ſatt, nichts zu eſſen, weil ich. kurz und gut: Ich hab' meine Zunge zu was anderem, als zum Alſo: Entweder Sie ſchauen ſich um Kellner um, die kürzere oder vor allem weniger unausſprechliche Namen haben, oder ich bleib' aus. Und gleich jetzt ſuch' ich mir ein Local, wo die Kellner höchſtens Meier, Müller oder Bauer heißen... Adio!“ — Unter dem Titel„Eine Geſellſchaftsgeliebte“ erzählt der „Rumäniſche Ll.“ folgende für dortige Verhältniſſe ſehr charakteriſtiſche Geſchichte. In der ſchönen Stadt Braila werden ſchon aus Rückſicht auf den Hafen alle Geſchäfte durchaus nach den Regeln des Handelscodex abgeſchloſſen. So aſſoeliren ſich die jungen Leute Dim. Barbulescu und P. zu einem ſeltſamen Geſchäfte. Es liebten nämlich Beide eine Cafö⸗ Chantant⸗Diva, waren aber nicht im Stande, der jungen Dame diejenigen materiellen Vortheile zu bieten, welche ein ſolches künſtleriſches Weſen für ihre Leiſtungen zu beanſpruchen das Recht hat. Aus dieſer Urſache verpflichtet ſich Barbulescu mit der Beſchaffung des Eſſens, während Alexandrescu die Miethe zu bezahlen ſich verpflichtete. Der dritte Geſellſchafter, die Sängerin, übernahm hingegen die Aufgabe, ihre— Gefühle zwiſchen bheiden Herren in gleicher Weiſe zu theilen. Leider dauerte dies Duelt zu Dreien nicht allzulange. Sei es nun, daß der eine der Geſellſchafter zu viel conſumirte, ſei es, daß er den übernommenen Verpflichtungen nicht nachkam, genug Alexandretzeu krat aus dem Verbande und überließ Barbulescu nicht nur die Geliebte auf Actien, ſondern auch die unbezahlte Miethe. Barbulesen iſt aber nicht der Mann, ſich ungeſtraft auf die Hühneraugen kreten zu laſſen, und zog den treuloſen Compagnon gerichtlich zur Verantwortung und zwar wegen der weiſen, die ihren Bedürfniſſen entſprechen. Der Stadtrath glaubde ein ſolches Quartier im Brüel gefunden zu haben. Während der dermalige Verkehrswerth des fraglichen Geländes mindeſtens 4 M. beträgt, ſchlägt der Stadtrath vor— ohne öffentliche Verſteigerung—, jedem der Geſuchſteller das erforderliche Areal von ca. 200 Quadratmeter zum Preiſe von 2 M. 50 Pf. per Quadratmeter zu überlaſſen und außerdem den Werth des der Stadt gehörenden Straßengeländes bei der Berech⸗ nung der nach dem Ortsſtatut zu erſetzenden Straßen⸗ koſten außer Anſatz zu laſſen. Nur bei dieſem Ent⸗ gegenkommen der Gemeindeverwaltung werde es den Geſuchſtellern möglich, das Vorhaben auszuführen. Anderſeits erſcheine das zu bringende Opfer damit gerechtfertigt, daß die Gemeinde dadurch nach Kräften zur Beſeitigung khatſächlich vorhandener ſozialer Mißſtände beihelfe. Bezüglich der Be⸗ ſchaffſung der Geldmittel habe der Stadtrath die Geſuchſteller an den Baufonds bezw. die Sparkaſſe verwieſen. Die Mehr⸗ zahl habe zudem Erſparniſſe zur Verfügung, ſo daß nicht die ganze Summe aufzunehmen ſei. Die Wohnungen von der Gemeinde aus zu bauen, hätte manche Bedenken. Obmann⸗ Stellv. Schneider: Wenn die Zuſtände hier auch nicht ſo ſchlimm ſeien, wie in manchen Großſtädten, ſo gebe es doch auch eine Reihe von Wohnungen, die kaum als menſchen⸗ würdiger Aufenthaltsort bezeichnet werden können und doch ſehr hohe Miethpreiſe haben. Wenn ſolche Wohnungen durch die Erſtellung von Arbeiterwohnungen geleert würden, ſo wäre das nur zu begrüßen. Die hohe ſoziale Bedeutung der Sache werde ganz gewiß Niemand unterſchätzen. Der Vorſtand unterſtütze daher den Antrag des Stadtraths, namentlich da auch die projektirten Häuſer dem betr. Stadt⸗ theil ein recht freundliches Gepräge zu geben geeignet ſeien. Stadtv. Buch gibt ſeine freudige Zuſtimmung ſte der Vor⸗ lage und iſt überzeugt, daß auch die ganze Bevölkerung dem ſchönen Vorhaben freudig zuſtimmen werde, namentlich da der Stadtrath in der Angelegenheit mit weiſer Vorſicht in Methode und Ziel vorgegangen ſei. Es handle ſich um eine eminent wichtige ſozialpolitiſche Frage, die von Seiten der Gemeinde zum erſten Male angeſchnitten werde. Und in der That könne ſich die Gemeinde der Aufgabe im richtigen Rahmen nicht länger entziehen, zu dem menſchenwürdigen iele er Verbeſſerung der Wohnungen für die unteren Klaſſen beizutragen. Mit polizei⸗ lichen Razzias könne man den Uebelſtänden in der Wohnungs⸗ frage nicht abhelfen, man vertheuere durch die Entleerung der ſchlimmſten Wohnungen nur den Miethspreis der nächſt⸗ ſchlechten. Man müſſe für die der guten Woh⸗ nungen ſorgen. Den Bauunternehmern könne man dieſe Sorge nicht aufbürden, weil ſie darauf ſehen müſſen, ihre Bauten bald an den Mann zu bringen; die ſtärkern Schultern, die Allgemeinheit müſſe mithelfen, um das wünſchenswerthe Ziel zu erreichen. Seiner Genugthuung über das Vorgehen des Stadtraths wolle er nur den Wunſch beifügen, daß man die betretene Bahn auch weiterhin beſchreiten möchte.— Der ſtadträthliche Antrag wurde einſtimmig angenommen. Landesverein der inneren Miſſton. Am 6. Novem⸗ ber findet in Heidelberg die Hauptverſammlung des Bad. Landesvereins der inneren Miſſton ſtatt. Die Hauptverhand⸗ lung wird die Arbeit an der verwahrloſten Jugend zum Gegenſtand haben. Die Aufgabe, die dem Staate und der Kirche in dieſer Feblen geſtellt iſt, kann nur dann gelöſt werden, wenn die freien Kräfte chriſtlicher Liebesthätigkeit zur Mitwirkung herangezogen werden, und hiezu will die innere Miſſion behilflich ſein. Die Verhandlungen über dieſen Gegenſtand dürften 8 in Heidelberg, wo man dieſen Fragen theoretiſch und praktiſch nahe getreten iſt, von beſonderem In⸗ tereſſe ſein und reiche Betheiligung finden. Die innere Miſſion ſucht gegen diejenigen Schäden des Volkslebens, wo der Zuſammenhang zwiſchen leiblicher und ſittlicher Noth zu Tage tritt, dadurch anzukämpfen, daß ſie die heilenden und rettenden Kräfte des Chriſtenthums in der freien Liebesthätig⸗ keit organiſirt. Auf dieſe Weiſe hat ſie ſchon viel Gutes un Heilſames hervorgebracht. Wir erinnern an die Arbeiter⸗ kolonien, die Herbergen zur Heimath, die Anſtalten für Blöde und Epileptiſche, die Jünglingsvereine, Jungfrauenvereine, Arbeitervereine, Kinderſchulen u. dergl. Zu dieſen und ähn⸗ lichen Werken gibt ſie Anregung, weiſt Mittel und Wege, hilft wohl auch ſelber thatkräftig mit. So iſt ſie eine hoch⸗ geſchätzte Macht geworden zur Herbeiführung Aee ſtände in unſerem Volke. Mögen auch die diesjährigen handlungen in unſerem Heidelberg reichgeſegnet ſein! Verein für Handlungs⸗Commis. Am vergangenen Donnerſtag Abend hielt Herr Handels⸗Chemiker Dr. Max Levy im hieſigen Bezirk des Vereins für Handlungs⸗Commis von 1858(Kaufmänniſcher Verein) Hamburg, einen hoch⸗ intereſſanten Vortrag über: Thee und Kaffee und deren wirth⸗ ſchaftliche Bedeutung. Das Wichtigſte über Vorkommen, Arten, Conſum des Kaffee's und Thee's beſprechend, ging Redner aus⸗ führlicher auf die We e und Verfälſchungen über In anſchaulicher Weiſe ſchilderte er die durch den Genuß hervorgerufenen phyſiologiſchen Vorgänge. Thee in mäßigem Maße genoſſen wirke erheiternd und ermunternd und ſei namentlich für ſolche, die zu langem Aufbleiben und zur Kopfarbeit gezwungen ſind, ſehr zu empfehlen. Dieſe ange⸗ nehmen Eigenſchaften entwickele das im Thee enthaltene Thein. Kaffee bewirke bei mäßigem Genuß Ermunterung und höhere x x x xxxxxx nicht bezahlten Wohnungsmiethe von 50 Lel. Vor Gericht hinderte Alexandrescu ein gewiſſes Schamgefühl, den eigentlichen Sachverhalt zu erzählen und er ließ ſich verurtheilen, die obige Summe zu bezahlen. Allein dies ging über ſein Geldvermögen, und wie auch der Wurm ſich krümmt, wenn er getreten wird, ſo machte auch er Recurs und entwickelte vor dem Tribunale die ganze Sache. Allein ein unglückſeliger as erſtrichterkiche daß Alexandrescus Einſprache verworfen und Urtheil beſtätigt wurde, ohne daß der Bedauernswerthe Gelegen⸗ heit gehabt hätte, ſich der geſellſchaftlichen Vortheile zu erfreuen. Die einzige Genugthuung für ihn war der Umſtand, daß der Richter ihn einen Eſel nannte. —, Ein Familienfeſt im Theater. Ein ſeltſames Benefiz fand dieſer Tage im Briſtoler Princeß⸗Theater ſtatt. Mrs⸗ Chute, die Directorin der Truppe, war die Benefizfantin. Beim Aufgehen des Vorhanges wurde ihr unter donnerndem Applaus rechts aus dem Orcheſter ein Steckbett mit rothem, links eines mit blauem Aufpuß gereicht, während der Kapellmeiſter über den Soufleurkaſten hinweg ein ſilbernes Saugfläſchchen der Beneftziantin entgegenhielt. Nach dem erſten Acte folgte unter jubelndem Beifalle eine— Wiege, blumengeſchmückt und reizend ausgeſtattet. Nach der großen Hauptſcene kamen die Windeln, die Höschen, die Trageröckchen und alles, was ſonſt noch in England zu einer Kinderausſtattung gehört, ja ſelbſt die Bade⸗ wanne fehlte nicht. Und der Grund dieſer Geſchenke? Iſt er nicht leicht zu errathen. Mrs. Chute iſt eben erſt ſechs oder ſieben Monate Mrs. Chute und da rz, die Sachen lönnen gebraucht werden, und unterhalten hat man ſich lange nicht ſo in einem Theater, wie bei dieſem Benefiz. „ die Hochzeit von Miß Vanderbilt ſoll an Glanz und Pracht alles bisher Dageweſene übertreffen. Das Brautkleid, welches, wie das„Berliner Tageblatt“ ſchreibt, dieſer Tage fertiggeſtellt wurde, iſt von ersmeweißem Atlas mit Volants von Brüfſeer Spigen, deren Deſſin die Mutter der Braut ſelbſt ent⸗ worfen hat. Die Robe iſt mit der Schleppe fünf Meter lang. Die treine de oour wird an den Schultern mit Brillantagraffen zuſammengehalten. Das Brautbouguet wird aus den Treib⸗ häuſern des Marlborough'ſchen Schloſſes Blenheim geliefert und hat einen Umfang von 19 Fuß.— Das genügt! — 2 E1 r⸗ * A Hnnend d doen — eeeeer — Mannheim, 2. November. Bluteirculation, und warnte vor den üblen Folgen übermäßt⸗ gen Conſumirens. Als Surrogate des Kaffees erwähnte Redner hauptſächlich die Cichorie, verwarf jedoch ſolche mehr oder weni⸗ ger, da ſolche keine wirkſamen Beſtandtheile des Kaffees enthalte. Herrn Dr. Levy wurde lebhafter Beifall zu Theil. Der nächſte Vortrag über:„Die Verſchickungen nach Sibirien und der Nihilismus bis zum heutigen Regime“ von der Schriftſtellerin Frau Fanny Naſareff aus St. Petersburg, findet am 28. November ſtatt. Statiſtiſches aus der Stadt Maunheim von der 42. Woche vom 13. Okt. bis 19. Okt. 1895. An Todes⸗ urſachen für die 29 Todesfälle, die in unſerer Stadt vor⸗ kamen, verzeichnet das kaiſerliche Geſundheitsamt folgende Krankheiten: In— Falle Maſern und Rötheln, in— Falle Scharlach, in 1 Falle Diphtherie und Croup, in— Falle Unterleibstyphus(gaſtr. Nervenfieber), in— Falle Kindbett⸗ fieber(Puerperalſieber), in 5 Fällen Lungenſchwindſucht, in 2 Fällen alute Erkrankung der Athmungsorgane, in 1 Falle akute Darmkrankheiten,(in— Falle Brechdurchfall, Kinder bis 1 Jahr—.). In 18 Fällen ſonſtige verſchiedene Krankheiten. In 2 Fällen gewaltſamer Tod. *Central⸗Auſtalt für Arbeitsnachweis, Maunheim (8 1, 15. Telephon 818). Im Monat Oktober l. Is. konnten durch die Anſtalt nachweislich 1273 Vermittlungsgeſuche be⸗ friedigt werden(voriges Jahr 1041) und zwar von 546 Ar⸗ beitgebern und 727 Arbeitnehmern; von letzteren waren es 588 männliche und 139 weibliche. Nach Auswärts gingen hiervon 126 Perſonen. Der Verein für klaſſiſche Kirchenmuſik wird mor⸗ gen Sonntag, als am Reformationsfeſt, im Gottesdienſt um 10 Uhr in der Trinitatiskirche 2 Chöre zum Vortrag bringen: a)„Herr Gott, Dich loben wir“ von F. Silcher (1789—1860), b)„Wir haben ein feſtes prophetiſches Wort“ von Oscar Wermann. »Der Kirchenchor der Lutherkirche wird kommenden Sonntag, 3. November(Reformationsfeſt), bei dem um 10 Uhr in der Lutherkirche(Neckarvorſtadt) ſtattfindenden Got⸗ tesdienſt 2 Chöre zum Vortrag bringen und zwar:„Herr, gedenke unſer“ von Ed. Rohde und„Herr, mein Gott, ich trau' auf Dich“ von J. H. Lützel. Die Schlußabrechnung über das Wormſer Ver⸗ bandsſchützenfeſt zeigt folgende Ziffern: Geſammteinnahme M. 105,641.33, Geſammtausgabe M. 95,395.77, ſomit ein Ueberſchuß von 10,245 M. 56 Pfg. Es wurden gelöſt 1980 Dauerkarten, 1527 Dutzendkarten, 719 Feſtkarten mit einer Einnahme von Mk. 14,242.50. Für Tageskarten wurden M. 12,202.05 vereinnahmt. Von den Geſammteinnahmen er⸗ zielten: der Finanzausſchuß M. 33,335.95, der Bauausſchuß M. 920, der Schießausſchuß M. 41,468.80 und der Wirth⸗ ſchaftsausſchuß M. 41,468.80. Der Ueberſchuß von M. 10,245.56 wurde folgendermaßen vertheilt: 8000 Mark der Wormſer Schützengeſellſchaft, 1500 M. dem Fonds für Errichtung des Ludwigdenkmals und M. 745.56 dem Wormſer Verein für Geſundheitspflege armer kränklicher Kinder. Das nächſt⸗ jährige Verbandsſchießen findet bekanntlich in Mannheim ſtatt. Möge daſſelbe einen gleich günſtigen finanziellen Ab⸗ ſchluß erzielen. Die Vorarbeiten für das Mannheimer Schützenfeſt ſind bereits in Angriff genommen worden. Welch' enormer Perſonenverkehr zwiſchen den Städten Mannheim und Ludwigshafen herrſcht, darüber gibt der ſoeben erſchienene Jahresbericht der Pfälziſchen Handels⸗ und Gewerbekammer pro 1894 Auskunft. Ueber die Brücke marſchirten im vorigen Jahre an Nicht⸗Abonnenten .590,308 Perſonen, an Abonnementskarten zur täglichen Ueberſchreitung wurden 27,497 gelöſt. Per Eiſenbahn fuhren 208,382 Perſonen über die Brücke, die Lokaldampfſchifffahrt (Arnheiters Erben) beförderte von Mannheim nach Ludwigs⸗ hafen 589,386, von Ludwigshafen nach Mannheim 559,1682, vom Bahnhof⸗Ludwigshafen nach Mannheim 68,404 und von Mannheim nach dem Bahnhof⸗Ludwigshafen 17,011, Mann⸗ heim⸗Hemshof 40,773, Hemshof⸗Mannheim 33,022 Perſonen. Auf der Linie Mannheim⸗Ludwigshafen, bezw. umgekehrt, beförderte die Trambahn bei 101,033 Fahrten im vorigen Jahre 891,666 Perſonen, während ſich der Geſammtverkehr auf dieſer Linie einſchließlich des Hemshofs auf 1,316,717 Perſonen ſtellte. *Spezialitätentheater im Saalbau. Ein überaus zahlreiches Publikum war geſtern nach dem Saalbau ge⸗ ſtrömt, um dem Debut des neuen Perſonals beizuwohnen. Man muß Herrn Director Kempten das Lob zollen, daß er es mit großem Geſchick verſteht, Abwechſelung in das Repertoir ſeines Spezialitätentheaters zu bringen und letz⸗ terem dadurch eine ſtetige Anziehungskraft zu ſichern, die ſich in einer von Tag zu Tag ſtärker werdenden Frequenz des Unternehmens äußert. Hocherfreulich und bezeichnend für den dezenten Charakter des Theaters iſt die Wahrnehmung, daß zahlreiche hieſige, hochangeſehene Familien ſtändige Beſucher des Saalbau bilden. Dies würde ſicher nicht der Fall ſein, wenn das Varietétheater nicht auf peinliche Vermeidung anſtößiger und zweifelhafter Darbietungen bedacht wäre. Das Saalbautheater füllt thatſächlich eine lang und oft ge⸗ fühlte Lücke im geſellſchaftlichen Leben unſerer Stadt aus, und wir könnten es nur auf das Lebhafteſte bedauern, wenn das weitere Beſtehen dieſes Unternehmens in Mannheim in Piackt geſtellt würde. Einen recht glücklichen Griff hat Herr irektor Kempten mit dem neuen Perſonal gethan. Fräul. Elvira Siebner iſt eine Sängerin, welche ebenſo .....* Holmgarts Entteltöchter. Von H. Buchwald. Ae (Fortſetzung.) „Verzeih, Mama.— Sei nicht böſe, Egon. mir ſo.“ Ach, wie hätte Egon Finkenberg können böſe ſein, wenn er ſo dicht neben der Dame ſeines Herzens weilen und un⸗ ausgeſetzt ihr feines Proftl, die braunen Locken bewundern durfte! Marianne ſaß meiſt ſtill mit erſtaunten Augen da. Das, was ſie hier ſah, war Alles ſo neu und fremd, daß ſte erſt einiger Zeit bedurfte, um ſich darein zu finden.„Arme Brigitte,“ dachte ſie bedauernd,„da habe ich's doch viel beſſer in meinem kleinen, trauten Cantorhauſe.“ Lautes Peitſchenknallen meldete die Ankunft neuer Gäſte, end Brigitte eilte ans Fenſter, um nachzuſchauen.„Bergens,“ ctef ſie erfreut.„Oh wie nett und lieb von ihnen, grade heute zu kommen!“ Herr v. Bergen war ein friſcher, rothbäckiger Herr, dem die Geſundheit und Lebensfreude von dem runden Geſichte ſtrahlte, und mit ſeinem Eintritt kam auch ſogleich ein freierer Zug in die etwas einſilbig gewordene kleine Geſellſchaft. „Da haben Sie gleich einen ganzen Wagen voll uner⸗ warteter Gäſte, gnädige Frau,“ meinte er lächelnd, indem er ſich über die Hand der Hausfrau beugte.„Aber meine Damen hatten ſich's nun einmal in den Kopf geſetzt, ihre junge Freundin am heutigen Tage zu überraſchen, und da wiſſen Sie wohl, meine Gnädigſte, da iſt ſolch ein armer Ehemann vollſtändig machtlos.— Na, na, Kinder, macht's nur nicht gar zu bunt, Ihr drückt mir ja das arme Fräulein ganz todt,“ wandte er ſich dann an ſeine Frau und Tochter.—„So, und nun laſſen eſich auch von mir altem Onkel beglückwünſchen, gnäd 8 in. Möge es Ihnen recht gut gehen im neuen Jahre!“ Er hielt ihr ſeine große, weiße Hand hin, und Brigitte legte die ihre friſch und fröhlich hinein. Das entfuhr General⸗Anzeiger. Seſte. durch ihre ſchöne Stimme, als durch ihre prächtige Erſcheinung und ihr freundliches Weſen entzückt. Aus dem Großherzogthum. Fräulein Montſerat bildet eine Koryphäe auf dem Gebiete der Drahtſeilkunſt und was die Handequilibriſtin Miß Luc ia leiſtet, hat man ſelbſt im„Saalbau“ bis jetzt noch nicht geſehen. Ein eben ſo junger als hervorragender Künſtler iſt der Komiker Paul Backer, der mit feinem feinen Humor ſchnell der Freund derjenigen geworden iſt, die gern einmal ein Stündchen ſich recht auslachen und darüber die Sorgen und Mühen des Alltagslebens vergeſſen wollen. Ganz hervorragende Turner ſind Signor Ariona und Signorita Ayrton, die ſich auf dem ſchwe⸗ benden Doppeltrapez produziren und hierbei eine ganz erſtaun⸗ liche Gewandtheit entwickeln. Und was ſollen wir über die Zephora⸗Truppe ſagen, welche ernſte, humoriſtiſche und hiſtoriſche Meiſterwerke in Form lebender Bilder darſtellt? Sie vervollſtändigt das Ganze, ſie bildet einen feſſelnden Abſchluß des Abends und iſt nur geeignet, das Gefühl für das Schöne und Gute im Menſchenherzen zu ſtärken.— Heute Abend findet das erſte Debut der Serpentin⸗Tänzerin Miß Foy ſtatt. *Ueber das Eiſenbahnunglück bei Schefflenz, über welches wir geſtern ſchon berichtet haben, bringt die„Karlsr. Zeitung“ folgende amtliche Mittheilung:„Am 31. Oktober iſt der Schnellzug 22 Berlin—Würzburg— Heidelberg(Heidel⸗ berg an 8 Uhr 46 Min. Abends) auf Station Schefflenz dem Güterzug 746, der wegen größerer Verſpätung dort überholt werden ſollte, in die Seite gefahren, weil der Güterzug mit ſeinem vorderen Theil noch in das Durchfahrtsgeleis des Schnellzuges hineinragte und der Lokomotivführer des letzteren das auf Halt ſtehende Ausfahrtsſignal nicht beachtete. Ver⸗ letzungen von Perſonen ſind nicht vorgekommen, dagegen iſt der Materialſchaden bedeutend. Schnellzug 22 mußte von Schefflenz bis Heidelberg ausfallen, die Reiſenden wurden mit einem Hilfszug weiter befördert. Von%4 Uhr Morgens ab lonnte der durchgehende Betrieb wieder aufgenommen werden.“ Der„Frk. Generalanzeiger“ erfährt noch Folgendes:„Der Schnellzug fuhr einem vorausfahrenden Güterzug in die Flanken und traf mit voller Wucht einen mit Schweinen befrachteten Wagen. Der Wagen wurde gegen einen Abhang geſchleudert und zertrümmert; die lebende Ladung fiel in einen Abhang. Nur eines der Thiere ſoll dabei getödtet worden ſein. Größeres Unglück war dadurch verhindert worden, daß der Lokomotivführer des Schnellzuges mit aller Kraft Contredampf gab. Die Reiſenden des Schnellzuges mußten bis 11 Uhr in Schefflenz verbleiben, wo ſie mit dem nächſten Zug befördert wurden.“ Weiter wird gemeldet: Der Eiſenbahnunfall ereignete ſich dadurch, daß ein nach Heidel⸗ berg beſtimmter Güterzug, der zur Zeit, als der Würzburger Schnellzug heranbrauſte, ſchon längſt weiter hätte ſein ſollen, wegen Verſpätung unſere Station noch nicht ver⸗ laſſen hatte. Der Führer des Schnellzuges, durch Lichterſignale der Bahnbedienſteten aufmerkſam ge⸗ macht, bremſte und gab ſofort Contre-Dampf, wo⸗ durch die Gewalt des Zuſammenſtoßes erheblich ge⸗ mildert wurde, ſo daß nur die Maſchine des Schnellzuges und die hinteren Wagen des Güterzuges beſchädigt wurden. Das Geleiſe war unfahrbar geworden und mußte zuerſt ein neuer Perſonenzug zuſammen geſtellt werden, der dann die Paſſagiere des Schnellzuges wie des ſpäteren Perſonenzuges aufnahm, ſo daß alſo die erſteren mit faſt 2ſtündiger Verſpä⸗ tung in Heidelberg eintrafen. Durch anſtrengende Nachtarbeit war das Hauptgeleiſe heute Morgen wieder frei. *Muthmaßliches Wetter am Sonntag, 3. November: Eine vom äußerſten Nordoſten Europas über Mittelſkandinavien bis nach Südengland und Südirland vorgedrungene Depreſſion wurde durch das raſche Herankommen eines kräftigen Hoch⸗ drucks aus Südweſten, der ſich mit dem auf 770 mm geſtiege⸗ nen Hochdruck im inneren Rußland bereits vereinigt hat, wieder aufgelöſt, weshalb über faſt ganz Europa ein ziemlich gleichmäßiger und kräftiger Hochdruck ausgebreitet iſt. Dem⸗ gemäß ſteht für Sonntag und Montag bei fortgeſetzt ſehr friſcher Temperatur Morgens nebliges, Tagsüber heiteres und dabei auch wieder im Sonnenſchein etwas milderes Wetter in Ausſicht. Witterungsbeobachtung der meteorologiſchen Station Maunheim. C 7— 22 5. S888 N 8 5 geit s5 28 385 35 2 Bemerk⸗ 5 eit des 88 Sendz ungen 6 S 28 E. en „ 1. Nov. Morg.78767,6— 2,9 ſtill 1.„ Mittg.250 768,8.3,8s wWSW 2 1.„ Abds. 9⸗8076/% +o% ſtil 2 Morg fe 765,—1,2 N2 Höchſte Temperatur den 1. November + 4,1 Tiefſte 75— 1,6 vom 1/2.„ kommen,“ unterbrach ihn ſein Töchterlein ſchmollend,„wann ſollen wir denn an die Reihe kommen?“ „Vor der Hand noch nicht, Maus. Erſt muß ich wiſſen, wer dieſes kleine Fräulein hier iſt, und dann möchte ich um die Ehre bitten, den Damen meine beiden jungen Freunde vorſtellen zu dürfen. Die armen Jungens ſtehen ja da und wiſſen gar nicht, was ſie vor lauter Verlegenheit anfangen ſollen,“ meinte er, den„Jungens“ herzlich zunickend.„Alſo zuerſt—“ Brigitte faßte die Hand ihrer Schweſter und führte ſie Herrn und Frau v. Bergen zu.„Mein Schweſterchen,“ ſagte ſie liebevoll.„O, gnädige Frau, übertragen Sie ein wenig von der Güte und Freundlichkeit, die Sie ſtets für mich gehabt haben, auch auf meine kleine Marianne. Wollen Sie— und Sie auch, Evelinchen?“ „Gern wollen wir das. Aber vielleicht ſind wir uns gar nicht mehr ſo fremd, Fräulein Martannchen. Ihre liebe Schweſter hat uns ſo oft und viel von Ihnen erzählt, daß meine Eveline ſchon lange begierig iſt, Sie kennen zu lernen.“ Mariannes zarte Wange überflog ein roſiger Schimmer. „O, ich danke Ihnen, gnädige Frau, Sie ſind ſehr gütig,“ ſtammelte ſie ſchüchtern. Da ſchlang die kleine Eveline ſtürmiſch die Arme um den Hals des jungen Mädchen und flüſterte ihr zu:„Wollen wir Berde Freudinnen ſein und„Du“ zu einander ſagen?“ „Mein lieber Vetter Rudolf v. d. Aue— und hier unſer junger Nachbar aus Wollmershöhe, Herr Ernſt v. Karſten,“ nannte Evelinchens Vater nun die Namen der beiden Herren, die in ſeiner Begleitung gekommen waren.„Und ich bitte Sie, meine Herrſchaften, recht lieb und freundlich zu den jungen Leuten zu ſein. Die Herren wollen uns morgen ſchon verlaſſen, um in das Heer einzutreten. Ich habe ſie nur bei threm Abſchiedsbeſuche aufgegriffen und eigenmächtig mit hierher geſchleppt.“ Etwas Günſtigeres, um die jungen Leute einzuführen, hätte der joviale Herr gar nicht ſagen können. Kaum ließ Brigitte ihrer Pflegemutter zu eim paar freund⸗ lichen Worten Zeit, dann ſtreckte ſie den Herren in größter * Vom Neckar, 1. Nov. Das geräumige Anweſen des Beigeordneten und weit bekannten Wirthes Gölz in Ober⸗ Schönmattenwag wurde geſtern Mittag ein Raub der Flammen. Entſtehungsurſache unbekannt. 18 Tauberbiſchofsheim, J. Nov. Die hieſige prote⸗ ſtantiſche Gemeinde hat heute ihr neuerbautes Kirchlein in feierlicher Weiſe bezogen. Die Kirche, deren Plan von der Großh. Hochbauinſpektion in Wertheim gemacht wurde, iſt ein Bau in gothiſchem Stil, klein, aber niedlich. Den Bau des Kirchleins verdankt die Gemeinde der Förderung hieſiger Einwohner gelegentlich abgehaltenen Bazare, dann der liebe⸗ vollen Unterſtützung von Glaubensgenoſſen aus allen Theilen unſeres geliebten Baden, ſowie des ganzen deutſchen Reiches. Pfälziſch-Hefſiſche Nachrichten. “ Lampertheim, 30. Okt. In der Unterſuchungsſache gegen die wegen dreifacher Brandſtiftung inhaftirte Dienſtmagd Thereſe Hegmann aus Ludwigshafen wurden in jüngſter Zeit neue Verdachtsmomente zu Tage gefördert, die ihr Verbrechen zu einem noch ſchrecklicheren geſtalten. Das Mädchen ſoll nämlich, wie ſie ſelbſt geſtand, vor dem Brande einem Kinde das Leben geſchenkt haben, von deſſen Daſein aber keine Spur entdeckt werden konnte. Eine geſtern auf Anordnung der Staatsanwaltſchaft vorgenommene Durchſuchung der Räume des.ſchen Hauſes, in dem die H. ehedem bedienſtet, blieb reſultatlos. Man nimmt nun und vielleicht mit Recht an, daß die H. ihr Kind in der Scheuer verbarg und dieſe in Brand ſetzte, um jede Spur ihres Verbrechens zu beſeitigen. Immerhin bleibt lt.„M..“ dann noch unaufgeklärt, was die H. zu einem zweiten und dritten Verſuch der Brandſtif⸗ tung veranlaßt haben mag. * Worms, 1. Nov. Verhaftet wurde hier auf Requi⸗ ſition der Kgl. Staatsanwaltſchaft in Coblenz ein ehemaliger Metzgermeiſter Adam Klauer aus Kreuznach wegen Urkunden⸗ fälſchung, Wechſelfälſchung und Bankerutts. Derſelbe wird demnächſt nach Coblenz ausgeliefert werden. Theater, Kunſt und Wiſfenſchaft. Gr. Bad. Hof⸗ und National⸗Theater in Maunheim. Das Rheingold. Der geſtrige Abend brachte das„Rheingold“ und mit ihm begann die Wiedergabe des ganzen„Ring des Nibelungen“, welcher ſeit einiger Zeit vorbereitet wurde. Der Augenblick dafür iſt günſtig gewählt, denn man iſt noch nicht überſättigt von allerlei Kunſt⸗ und anderen Genüſſen des Winters. Seit ziemlich langer Zeit wurde das Geſammtfeſtſpiel überhaupt nicht mehr gegeben, und daß man ſich darnach ſehnte, bewies eſtern das dichtgefüllte Haus. Mancherlei Neubeſetzungen hat die Aufführung mit ſich gebracht. Zuerſt ſei des Rheintöchter⸗Terzettes gedacht, das im Allgemeinen, beſonders aber in der erſten Scene von ſchöner Wirkung war. Die drei jungen Stimmen der Damen Cſurgay, Mug⸗ rauer und Jracema klangen ſehr harmoniſch zuſammen, nur in der Schlußſcene war der Dreiklang nicht immer von ganz zweifelloſer Reinheit. Eine gute Ausführung fand die Rolle der Fricka durch Frau Seubert. Eine holde Freig war Frl. Heindl und mit Geſchick fand ſich Frl. Jrace ma mit der Erda ab, welche noch mehr gewinnen wird, wenn die Sängerin ſich den weinerlichen Ton abgewöhnen wird. In Herrn Kromer haben wir einen vorzüglichen Alberich ge⸗ wonnen. Die deklamatoriſche Deutlichkeit und der drama⸗ tiſche Ausdruck ſtehen dieſem Künſtler in hohem Maße zu Ge⸗ bot, und ſo war beſonders die Fluchſcene von bedeutender Wirkung. Daß Herr Rüdiger ein ausgezeichneter Mime iſt, haben wir ſchon bei früheren Aufführungen conſtatirt; geſtern Abend hat er denſelben noch charakteriſtiſcher zu geſtalten gewußt. Die göttlichen Herrſchaften waren ferner von den Herren Doering, Kraus, Erl und Moſer jr, gut vertreten. Den Wotan gab Herr Doering mit der ihm angeborenen hoheitsvollen Art; die Partie ſcheint ihm etwas hoch zu liegen. Herr Erl ſang den Loge ſehr ſchön und entwickelte ein lebendiges Spiel⸗ Der Donner des Herrn Moſer jr. iſt noch etwas zaghaft in Haltung und Tongebung. Die beiden Rieſen fanden in den Herren Knapp und Marx vorzügliche Ver⸗ treter. Dem Werke wurde eine gewiſſenhafte Einſtudirung zu Theil, welche neben dem HerrngHofkapellmeiſter Röhr auch der Regie des Herrn Knapp zu danken iſt. Die Aufführung, um welche ſich das Orcheſter ſehr verdient machte, war im Allgemeinen eine ſehr befriedigende und fand eine ſehr beifällige Aufnahme. Theaternachricht. Frl. Roſa Nordmann vom Fürft⸗ lichen Hoftheater in Gera, beginnt Montag, den 4. Noy. als „Magda“ in der„Heimath“ von H. Sudermann ein Gaſtſpiel auf Engagement. Die Dame wird im Laufe des Monats November mehrmols Gelegenheit haben, als Gaſt aufzutreten. oe. Die Ausſtellung des Ausſteller Verbandes Münchener Künſtler wird Sonntag den 3. November in den Sälen des hieſigen Kunſtvereins eröffnet. Soeben iſt hier der Katalog der Kollektion ausgegeben worden, der in intereſſan⸗ teſter Form auf die reichhaltige Ausſtellung neugierig macht, denn derſelbe iſt mit zahlreichen Kunſtblättern geziert, die von Mitgliedern des Verbandes ausſchließlich für dieſe Publi⸗ „Aber, Papa, Du läßt uns auch gar nicht zu Worte kation entworfen wurden. Doch ſind die Blätter nicht Repro⸗ Herzlichkeit beide Hände entgegen.„So ſeien Sie mir dop⸗ 17 pelt willkommen als liebe Geburtstagsgäſte! Das Eis war gebrochen, und merkwürdig raſch befand man ſich in lebhafteſter Unterhaltung, deren Mittelpunkk natür⸗ lich die beiden jungen Krieger bildeten. „Wer hätte das gedacht, Ernſt, daß wir es heute noch ſo gut haben würden,“ rief Herr von der Aue in froher Beweg⸗ ung ſeinem Kameraden zu.„Nun nehmen wir die Erinnerung an ein Stückchen trauten deutſchen Familienlebens mit hinaus ins wilde Kriegsgetümmel.“ Dabei flogen die Augen des hochgewachſenen, ſchlanken Mannes über den Kreis der Damen und blieben auf dem jungen Mädchen im einfachen, himmelblauen Kleide haften, das in gewohnter Geſchäftigkeit der Hausfrau bei der Be⸗ wirthung der Gäſte zur Hand ging. Und wunderbar, als fühlte Marianne den bewundernden Blick, ſo mußte ſie immer und immer wieder zu dem fremden, blonden Mann hinüberſehen, ob ihr auch darüber die Röthe der Scham ins Angeſicht ſtieg und Stirn und Wangen mit roſiger Gluth färbte. „Und Sie wollen auch in ein ſolches freiwilliges Jäger⸗ corps eintreten?“ fragte Frau v. Lerchenfeld den jüngeren Herrn, einen friſchen, fröhlichen Knaben von ſiebzehn bis acht⸗ zehn Jahren. „Gewiß, gnädige Frau. Wer möchte da noch länger auf der Schulbank ſitzen, wenn der König ſeine Tapferen zu den Fahnen ruft! Hätte übrigens auch gar nicht anders können. Seitdem der Ruf erklungen iſt, haben wir ja gar keine Lehrer mehr gehabt, die uns ihre Weisheit hätten eintrichtern kön⸗ nen,“ lachte er dann.„Die würden ſich bedankt haben, jetzt noch hinter den Büchern zu hocken und in alten, vermoderten Scharteken herumzuſtöbern. Und wenn wirklich einer Luſt dazu gehabt, ſo hätte er ſich müſſen andere Leute zum Zuhören beſtellen, mit uns wars vorbei.“ (Fortſetzung folgt.) —— 4. Seite. General⸗Anzeiger. Manndeim, 2, November. duktionen ausgeſtellter Werke, ſondern— wie es in der Vor⸗ redeheißt—„eine kleine Sammlung für ſich beſtehender Original⸗ entwürfe, gleichſam ein künſtleriſches Charakteriſtikum der Mitglieder im einer erſtenSerie zeichnerifcher und handſchriftlicher Autographen.“ Auf ſo ſinnvolle Weiſe gibt jeder dieſer Künſtler gleichſam ſeine Viſitenkarte bei dem kunſtverſtändigen Publikum ab. Man ſieht da feine und graziöſe Original⸗ Zeichnungen von H. Kaulbach, J. Wenglein, W. Lö⸗ with, H. Raſch, E. Grützner, J. Schrag, W. Menz⸗ ler, A. Braith, O. Seitz, M. Pitzner, A. Bock, J. Schmitzberger, G. Papperitz, C. Voß, H. u. W. Lin⸗ denſchmit, C. Raupp, W. Frey, F. Freund, K. Ret⸗ tich, A. Wagner, K. Söhn, A. Arends, A. Dieffen⸗ bacher wiedergegeben. Der Katalog hat ſich durch die Mitwirkung der genannten Künſtler ſelbſt zu einem Kunſt⸗ werk geſtaltet, zu einer geſchmackvollen künſtleriſchen Pub⸗ lication, die für ſich ſelbſt ſpricht und für die Beſtrebungen des Münchener Ausſteller⸗Verbandes nur günſtig wirken kann. All' dieſe vorhin genannten Künſtler ſind mit vielen Andern in der Ausſtellung durch weſentliche Arbeiten vertreten. Das größte Bild der Collection iſt ein Coloſſalgemälde von Prof. Alexander Wagner. Zugleich kommen auch einige hervor⸗ ragende plaſtiſche Werke zur Ausſtellung. Dieſelbe wird die beiden Säle des Kunſtvereins vollſtändig einnehmen. Zum Delegirten des Münchener Ausſteller⸗Verbandes wurde Herr Auguſt Dieffenbacher gewählt, der bereits hier eingetroffen ift und mit Herrn Galeriedirector Frey(der gleichfalls dem Verbande angehört) das Arrangement der Ausſtellung leitet. Die über 100 Kunſtwerke enthaltende Collection bleibt nur kurze Zeit hier ausgeſtellt, da dieſelbe von hier aus demnächſt infolge beſtimmter Zuſage auf eine Einladung des Dresdener Kunſtvereins nach Dresden wandert. Wir kommen auf die Ausſtellung, die vorausſichtlich ein weites Gebiet Münchener Kunſtſchaffens überſehen läßt und durch deren Ermöglichung unſer Kunſtverein ſich kein geringes Verdienſt erwirbt, noch eingehend zurück. Klaviervortrag Franz Fiſcher. Als Herr Hofkapell⸗ meiſter Franz Fiſcher im Dezember vor. Jahres in München Bruchſtücke aus den Werken Rich. Wagners öffentlich zu Gehör brachte errang er durch ſeine Kunſt des Partiturſpiels einen Aufſehen erregenden Erfolg. Das Gleiche war wie die Münchener Neueſte Nachrichten berichten bei ſeinem aber⸗ maligen Auftreten in den letzten Tagen daſelbſt der Fall. Die den Odeonſaal vollſtändig füllenden Zuhörer ſpendeten begeiſterten Beifall und Fiſcher mußte immer wieder hervor⸗ treten um ihren Dank entgegenzunehmen. Der hieſige Richard Wagner⸗Verein hat an Fiſcher eine Einladung zur Veran⸗ ſtaltung eines Klavierabends in Mannheim gerichtet, der vor⸗ ausſichtlich noch dieſen Monat ſtattfindet. Großh. Hoftheater Karlsruhe. Für die Zeit vom 3. bis 12. November. a. Im Hoftheater Karlsruhe: Sonn⸗ tag,.:„Fra Diavolo.“ Montag,.:, Die Journaliſten.“ Dienſtag,.:„Die Maienkönigin.“—„Abu Maſſan.“— „Loreley“ Donnerſtag,.:„Der Sohn der Wildniß.“ Frei⸗ tag,.:„Hänſel und Gretel.“ Sonntag, 10.:„Tell.“ Montag, 11.:„Wallenſteins Lager.“—„Die Piccolomini.“ Dienſtag, 12.:„Wallenſteins Tod.“— b. Theater in Baden: Mittwoch,.:„Halali.“ Meiſſonier⸗Denkmal. Am Sonntag Vormittag wurde im Garten des Pariſer Louvre das Denkmal Meiſſoniers ent⸗ hüllt. Das Standbild aus Carara⸗Marmor ſtellt den ver⸗ ſtorbenen Maler in nachdenklicher Haltung auf einem Lehn⸗ ſtuhl ſitzend dar; ſein Haupt iſt auf die Rechte geſtützt, während die Linke eine Palette hält. Der Sockel ruht auf zwei Marmorſtufen, über die die Kaiſerliche Fahne geworfen iſt; der Schaft in Form einer Lanze iſt von einem Adler, einem Bruſtpanzer, einem Säbel und einem Lorbeerkranze verdeckt. Dieſer Kranz nimmt den Platz des kleinen Hutes Napoleons I. ein, den Mereis, der Schöpfer des Denkmals, anfangs geplant hatte, der aber beanſtandet worden war. —— eueſte Nachrichten und Celegrammt. * Karlsruhe, 1. Nov. Die„Bad. Landesztg.“ ver⸗ öffentlicht folgende Zuſchrift: Geehrte Redaktion! Da ſowohl die„Frkf. Ztg.“ als auch der„Mannh. Anz.“ das ſchändliche Gerücht verbreiteten, als habe ich von Seiten der nat.⸗lib. Partei Mannheims„Flugblätter“ gegen Dreesbach und Konſorten bezahlt erhalten, ſo richtete ich heute an die Redaktionen beider Blätter je einen Brief, in dem ich nach vorausgeſchickter Einleitung ſagte: Da es ſich hier offenbar um das von dem ſozialdemokratiſchen Verein„Vorwärts“ in Mannheim gelegentlich der neulichen Landtagswahlen verbreitete Flugblatt handelt, ſo erſuche ich die Redaktion, der Wahrheit die Ehre zu geben und nachſtehende Erklärung aufzunehmen: Ich habe weder mit der in Drucklegung, noch mit der Bezahlung des betr. Flugblattes, ſei es direkt, ſei es indirekt, etwas zu thun gehabt. Jede entgegengeſetzte Behauptung, namentlich in der Richtung, daß ich von der nationalliberalen Partei oder einem Mitgliede derſelben Subventionen zu einem Flugblatte, oder zu irgend einem anderen Zwecke jemals erhalten habe, beruht auf tendenziöſer Lüge und Ver⸗ läumdung, deren Urheber ich vor den Richter ziehen werde. Heidelberg, 31. Okt. 1895. Dr. Ph. A. Rüdt Wildparkſtation, 1. Nov. Der König von Portugal iſt heute Abend 6¼ Uhr mittels Sonderzuges bei herrlichem Wetter hier eingetroffen und am Bahnhofe von dem Kaiſer empfangen worden. Die Begrüßung zwiſchen den beiden Monarchen war äußerſt herzlich, ſie umarmten und küßten ſich. * Paris, 1. Nov. Berthelot übernimmt das Mini⸗ ſterium des Aeußern, Combes den Unterricht, und das Portefeuille der Kolonien iſt dem Rechtsgelehrten Leveille angeboten; einſtweilen leitet der Handelsminiſter Me⸗ füreur dieſes Reſſort. Morgen findet der erſte Miniſter⸗ rath ſtatt. Die Regierung wird am Montag ihr Programm in einer Erklärung in der Kammer verleſen. * Rom, 1. Nov. Heute Morgen 4 Uhr 38 Min. hat hier in der Stadt und in der Provinz ein Erd⸗ beben ſtattgefunden, welches ſich in mehrexen heftigen Stößen bemerkbar machte. Dasſelbe hat in Rom nur geringfügigen Schaden angerichtet, obgleich es das ſtärkſte geweſen, deſſen man ſich hier erinnert. Der Schrecken der Bevölkerung war ſehr lebhaft und über alle Theile der Stadt verbreitet. In ſämmtlichen Gefängniſſen brachen Unruhen unter den Häftlingen aus, welche, von Furcht ergriffen, die Befreiung verlangten. Die Wächter halten große Mühe, ſie zu beruhigen. Die Bewohner ſtürzten auf die Straßen und in die Cafés, woſelbſt ſich alsbald eine große Menſchenmenge drängte. Die Rich⸗ tiung des Erdbebens war von Norden nach Süden. *Petersburg, 1. Nov. Nach Depeſchen der„Nowofe Wremja“ aus Wladiwoſtock haben die Japaner auf For⸗ moſa die große Binnenſtadt Katſchi erobert. Die Lage der Schwarzflaggen iſt eine verzweifelte. Die Japaner verlangen bedingungsloſe Unterwerfung. *Konſtantinopel, 1. Nov. Nach türkiſchen Angaben drangen geſtern in Erzerum Armenier in das Regierungs⸗ gebäude und ermordeten den Kommandanten der Gendar⸗ merie. Die Folge hiervon war eine große Schlägerei und Metzelei, welche beträchtliche Opfer an Menſchenleben forderte. Anderweitigen Nachrichten zufolge ſind auch von Seiten der Türken Provokationen vorgekommen. Nähere Angaben fehlen zur Zeit noch. Sofia, 1. Nopbr. Die bereits geſtern in ihren erſten Theilen erwähnte Thronrede brächte über die auswärtige Politik folgendem Paſſus:„Meine Regier⸗ ung erhält gute freundſchaftliche Beziehungen zu allen Mächten. Die Vorbereitungen zum Abſchluſſe endgiltiger Handelsverträge mit einigen derſelben ſind in beſtem Zuge. Im Verlaufe dieſes Jahres hat ſich eine Deputation nach Petersburg begeben, um gemäß dem Beſchluſſe der Volks⸗ vertretung einen Kranz auf das Grab des unvergeßlichen verſtorbenen Zaren als Zeichen der Pietät der bul⸗ gariſcheu Nation niederzulegen. Das Wohlwollen, welches Kaiſer Nikolai der Deputation angedeihen ließ und der treffliche Empfang, welchen dieſelbe in den Kreiſen der ruſſiſchen Regierung und den Schichten der ruſſiſchen Ge⸗ ſellſchaft gefunden hat, iſt für uns eine Garantie, daß unter Anwendung von Beharrlichkeit und Geduld die Beziehungen zwiſchen der befreienden Schweſter⸗Nation und unſerem Vaterlande ſich ſo geſtalten werden, wie ſie ſein ſollen. * 4* (Privat⸗Telegramme des„General-Anzeigers“.) Berlin, 1. November. Der Reichstag iſt zum 3. Dezember einberufen worden. Paris, 2. Novbr. Bei dem Hürdenrennen in Auteuil ſtürzte geſtern der Herrenreiter Eaſton bei dem Nehmen einer Hürde mit dem Hengſte„Icoglan“. Das Pferd ſuchte ſich zu erheben und zerfleiſchte dabei Bruſt und Geſicht des rettungslos daliegenden Reiters. Eaſton, ein junger Amerikaner, wurde ſterbend vom Platze ge⸗ tragen. Er ſollte in der nächſten Woche eine Millionärs⸗ tochter heirathen. Belgrad, 2. Nov. Der fortſchrittliche Sobranje⸗ Abgeordnete Nikowitſch wurde auf der Straße bei Ralj von unbekannten Perſonen angefallen, mißhandelt und beraubt. London, 1. Nov. Einer Depeſche aus Shanghai zufolge hätte zwiſchen Rußland und Japan ein fried⸗ liches Abkommen üher Koreg ſtattgefunden. London, 2. Nov.„Daily News“ meldet: Die große Schiffsbaufirma am Quai Tues hat von Japan einen Auftrag zur Erbanung von drei Kriegsſchiffen erhalten. Belfaſt, 2. Nov. Die Zahl der Ausſtändiſchen auf den Schiffsbauwerften beträgt jetzt 5000. Maununheimer Handelsblatt. Neue Reichsbanknebenſtelle. Am 15. November d. J. wird in Fulda eine von der Reichsbankſtelle in Caſſel ab⸗ hängige Reichsbanknebenſtelle mit Kaſſeneinrichtung und be⸗ ſchränktem Giroverkehr eröffnet werden. Mannheimer Vieh⸗ und Pferdemarkt am 1. Nov. Es waren beigetrieben und wurden verkauft per 100 Ko. Schlachtgewicht zu Mark:— Ochſen I. Qual.—, II. Qual. Schmalvieh I.—, II.—, III.—.— Farren I.—, II.—, 116 Kälber J. 160, II. 150, III. 140. 634 Schweine I. 112, II. 100.— Luxuspferde und Arbeitspferde—.—.—, — Milchkühe Ferkel 14—8.— Schafe—. — Lämmer—.— Ziege—.— Zicklein—. Zuſammen 1127 Stück. Frankfurter Mittagsbörſe vom 1. November. Die heutige Börſe eröffnete auf weiter befeſtigtem Preisniveau. Seitens der Provinz⸗Kundſchaft waren bedeutende Kaufordres hierher gelangt, ſo daß das Geſchäft, ungeachtet der heute feiernden Börſen von Wien, Paris und London, anfangs recht belebt war. Die ſpäter etwas ruhigere Haltung ließ den Preisbeſtand der meiſten Werthe uuberaßrt, nur einzelne Werthe, die in Folge der zahlreichen Kauf⸗Aufträge beträcht⸗ lich über auswärtiger Parität eingeſetzt hatten, erlitten im Laufe des Vertehrs namhaftere Courseinbußen. Induſtrie⸗ Aktien waren theilweiſe höher. Fahrrad Kleyer(exel. Divi⸗ dende) 1 pCt. geſtiegen. Deutſche Staatspapiere recht feſt. — Privat⸗Diskonto 2¼ pCt. Fraukfurter Eſſekten⸗Soeietät v. 1. Nov., Abds. 6¼ Uhr. Oeſterreich. Kredit 328¾, Diskonto⸗Kommandit 213.35, Berliner Handelsgeſellſchaſt 161.30, Darmſtädter Bank 160, Deutſche Bank 211.50, Dresdener Bank 174.60, Banque Ottomane 128.70, Länderbank 225, Oeſterr.⸗Ung. Staatsbahn 327%, Lombarden 94¾, Meridionalaktien 128, Türken D 22.40, 6proz. Mexikaner 91.25, do. Zproz. 26.65, Gelſenkirchen 185.70, Harpener 181.80, Hibernia 181.60, Laura 156.20, Bochumer 164.80, Zellſtoff Dresden 68.00, La Veloce 67.70, Gotthard⸗Aktien 175.80, Schweizer Central 133.60, Schweizer Nordoſt 182.40, Schweizer Union 94.40, Jura⸗Simplon 95.50, 5proz. Italiener 87. —,— 387 —3 Schifffahrts⸗Nachrichten. Maunheimer Hafen⸗Verkehr vom 30. Oktober. Schiffer ev. Kap. Schiff Kommt von ZLadung Ctr. Hafenmeiſterei I. elten Rheinland Beul Stückgüter 382 tammel Induſtrie 22 Ruhrort 15— Claßmann Emma Rotterdam— Haſenmeiſterei II. Linz Wilhelm Kath. Rotterdam Saat 11460 Loſermann Königin Louiſe Ruhrort Kohlen 1600 Klarenaar Maria Dorothea Antwerpen Stückgüter 13120 Hoffmann Rynbeurtvaart 5 Amſterdam 17 4000 Wagner Anna Rotterdam Getreide 8000 Lösken Kaſtor Ruhrort Kohlen 7700 Bungert Heinrich Sophie 15 17 900⁰0 Reitz Ruhrort 30 Rotterdam Stückgüter 14400 Brüggemann ohenzollern Ruhrort Kohlen 1800 18 rankfurt 55 7800 orbach axl 13 Bandagen 4216 ilterhaus Wilh. Auguſt 75 Kohlen 5400 rüggemann[München 5 2 8400 afenmeiſterei III. ergenhahn W. Egan 11 Rotterdam Stückgüter 1860 aibel Alſreb Heilbronn 5 70⁰ * 8 5 Ming 700 Bei Abnahme von s Flaſchen und mehr Hafenmeiſterei V.(Neckarhafen). Weitkamp N Karcher 8 Ruhrort Kohlen 82⁰0⁰0 Rüttgers R. Karcher 11 0 1 11209 Weuſtenfeld 5 9 Duisburg 25615 Koaks 11800 Vanderſchen Friedhelm Ruhrort Kohlen 8000 Nollert Robert Heilbroun Kartoffel 890 Kuſſel Karoling Eberbach Mauerſteine 1800 Zimmermann(Lonſul Menzer.⸗Gemünd Hauſteine 60 Gruber Franziska Speyer Backſteine 80⁰ Bauer Gott mit uns 75 70⁰ Grieshaber Henriette[Altrip 7646 Floßholz: 1000 Cbm. angekommen, 00 ehm. abgegangen. Waſſerſtandsnachrichten vom Monat Oktober/November. Pegelſtationen Datum: vom Rhein: 28. 29. 30.] 31. 1. 2. Bemerkungen. Konſtanz 2,86 Hüningen. ,26 1,26 1,25 1,20 Abds. 6 U. 1,59 1,53 1,54 1,52 1,45 N. 6 U. Lauterburg 2,78 2,75 2,74 Abds. 6 U. Maxau 2,92 2,87 2,87 2,86 2,88 2 U. Germersheim 2,57 2,51 2,48 2,47.-P. 12 U. Mannheim. 2,40 2,31 2,25 2,27 2,25 2,18 Mgs. J U. Mainz 1,04 1,02 1,00 0,96 0,99.-P. 12 U. Biugen 1,00 0,84 0,90 10 U. Kaub 1,15 1,20 1,13 1,12 1,09 2 U. Koblenz 1,33 1,45 1,411,87 10 U. Köln. 0,92 1,04 1,121,04 0,99 2 U. Ruhrort 0,26 0,49 0,51 9 U. vom Neckar: Mannheim 2,46 2,38 2,34 2,38 2,31 2,26 V. 7 U. Heilbronn. 0,67 0,46 0,46 0,48 0,44 V. 7 U. Amerik. Produkten⸗Märkte. Schlußcourſe vom 1. Nov. 55 New⸗Nork EChicago weten Mais ecneh Caffee wchen Mais enen Juni——————— Auguſt 55——.——————.— Oktober———————— Dezember 66/ 35u—.— 14.95 69— 271˙⁰ 5 65 März 695,———.— 1455————.— 888 69%[35%ỹ—.— 1416 63%, 29½.50 Juli———.——.——.— 588—— September 1——.— 18.10———.——.— Geld⸗Sorten. Dukaten Mk. 9 60—9 55 Ruſſ. Imperials Mk.—.—— 20 Fr.⸗Stllcke„ 16 20 18 Dollars in Golb„ 419—16 Engl. Souvereigns„ 20.40—36 Verlooſungen. Braunſchweiger 20 Thlr.⸗Looſe vom Jahre 1888. Ziehung am 1. November 1895. Gezogene Serien: Nr. 56 104 357 665 809 859 935 1057 1070 1355 1382 1700 1868 1875 2164 2288 2812 2381 2558 2574 2737 2838 2956 3306 3355 3376 3516 3580 3664 3665 3690 3877 4194 4286 4321 4770 5278 5432 5490 5611 5616 5760 5930 5994 6007 6188 6547 5658 6562 6648 6928 7261 7371 7441 7511 7520 7604 7608 7700 8518 8598 8823 8854 8892 8958 8979 9010 9488 9640. Die Prämienziehung findet am 31. Dezember ſtatt. (Ohne Gewähr). 9 Wegen gänzlicher Aufgabe der Bilder-Ausverkauf! Kunſtbranche verkaufe ich bis zu Weihnachten meinen großen Vorrath eingerahmter und ungerahmter Bilder zu außerordentlich billigen Preiſen. 74424 A. Hasdenteufel, Pianoforte⸗Fabrik 0 8, 9. Bekanntmachung. Um weiteren Kreiſen der hieſigen Bevölkerung die Verwendung von Gas zu Koch⸗ und Heizzwecken nach Möglichkeit zu er⸗ leichtern, hat der Stadtrath, unter aeee früheren für Abgabe von Koch⸗ und Heizgas getroffenen Beſtimmungen, beſchloſſen, ab 1. November d.., das Setzen des Gasmeſſers ein⸗ ſchließlich der Lieferung des Hähnens, Trägers, Montage und nöthigenfalls bis zu drei Meter Röhren für alle diejenigen koſten⸗ los zu übernehmen, welche ſich im erſten Jahre nach erfolgtem Anſchluß an die Leitung zur Abnahme eines Minimalverbrauchs von 250 Kubikmeter Koch⸗ und Heizgas verpflichten. 754²⁴4 Die zur Erlangung dieſer Vortheile nothwendigen Anmelde⸗ formulare ſind in ünſerem techniſchen Bureau K 7, 1½ koſtenlos zu beziehen. Mannheim, 17. Oktober 1895. Nirettion der Städt Gas⸗ und Waſſerwerkt. e eeeeeeeeeeeeee Guſtan⸗Abdolph⸗Frauenperein Mannheim. 2 3 Dankſagung. 2 Allen Mitgliedern und Freunden unſeres Vereins, 5welche durch Geſchenke oder durch perſönliche Beihülfe, ſowie durch den Beſuch des Bazars zum guten Gelingen desſelben en ſprechen wir hiermit unſeren herzlichſten Dank aus. Mannheim, den 1. November 1895. 76497 Der Vorstand. 7* lühlicht asglühlicht. 58 Nach langen und vielfachen Erprobungen faſt aller bis ietzt exiſtirenden Syſteme in Gasglühlichter iſt es mir endlich gelungen, das Schönſte und Beſte Jedermann aufs gewiſſenhafteſte empfehlen zu können. LùWDiieſes Licht, welches an Leuchtkraft jeder Coneurrenz die Spitze bietet, braucht laut amtlichen Meſſungen vom 28. September und 13. Oktober ds. Js. pro Stunde nur 100 Ltr. Gas und hat eine Lichtſtärke von 65—75 Nor⸗ malkerzen.— Der complette Apparat koſtet inel. Gold⸗ zempelcylinder und Montage Mk..—. Erſatzglühkörper Mk..—. Prima Referenzen ſtehen zu Dienſten. 75855 Ludwig Himmelhan Inſtallatiousgeſchäft und Spenglerei Schwetz.⸗Straße 40½. NB. Laſſe mich mit Concurrenten in keine Zeitungs⸗ reiberei ein. rEP———————————————— Wein- und Bier-Bestauration 0 Zum Schwarzwald, D3, 30 vormals Stuhlfauth. 2 Abonnenten⸗Aunahmk. Vorzügl. Sediennng. 0 71117 E. Köpfer. SSegggggegseseess F 5, 3 neben der Arche Noah F 5, 3. 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An ſämmt⸗ liche Gemeinderäthe des Ants⸗ bezirks: 76473 Nachdem der von den Vertre⸗ tern der Gemeinden gewählte Kreisabgeordnete: Herr Bürgermeiſter Valentin Orth in Neckarau einflaufenden Jahre aus der Kreis⸗ gexſammlung auszutreten hat, fällt eine Neuwahl nothwendig. Die Gemeinderäthe des Amts⸗ bezirks werden aufgefordert, ge⸗ mäߧ 43 der Kreiswahlordnung vom 19. Auguſt 1886 Geſ.⸗ u .⸗O⸗Bl. pro 1888 No. 38 zur Ernennung der Wahlberechtigten aus ihrer Mitte zu ſchreiten und das hierxüber aufzunehmende Pro⸗ tocoll hierher vorzulegen. Be⸗ züglich der Zahl der in den ein⸗ i Gemeinden zu ernennenden ahlberechtigten machen wir auf 42 der Kreiswahlordnung be⸗ onders aufmerkſam Mannheim, 24. Oktober 1895. Gr. Bezixksamt. Frhr. Rüdt. Bekann machung. Die in letzter Zeit außerordent⸗ lich häufig vorkommenden Taſchen⸗ diebſtähle veranlaſſen mich, Jeder⸗ mann, insbeſondere die Beſucher der Märkte, zu warnen u. Jeder⸗ mann, der Anhaltspuncte zur Er⸗ mittelung der Thäter namhaft machen kann, zu erſuchen, dieſe der Criminalpolizei zur Kenntniß zu bringen. 76457 Maunheim, 29. Oktober 1895 Großh. Erſter Staatsanwalt. Geiler. Konkurſe. No. 51029. In dem Konkurs⸗ verfahren über das Vermögen des Technikers Jakob Kippen⸗ han hier iſt zur Abnahme der Schlußrechnung und zur Erheb⸗ ung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß Schluß⸗ termin auf Dienſtag. 26. November 1895, Vorm. 10 Uhr vor Großh. Amtsgericht III hier⸗ ſelbſt beſtimmt. 76478 Mannheim, 29. Oktober 1895. Der Gerichtsſchreiber Großh. Amtsgerichts. Mohr. Bekauntmachung. Mit Beſchluß des Stadtraths vom 16. d. Mts. wurde an Stelle des freiwillig abgetretenen Johann Götz— Carl Marx, wohnhaft in Ateta E 8 No. 10, zum Leichen⸗ audle für den weſtlichen Stadtdiſtrikt, einſchließlich des ganzen Bezirks jenſeits Neckars ernannt, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. annheim, 27. Oktober 1895. Friedhof⸗Commiſſon. Martin. Becker. Verſteigerung. Im Auftrag des Erbpflegers verſteigere ich aus dem Nachlaß 8 5 10 n mn U1, Is gegen baare Zahlung Dieuſtag, 5. November d.., Vormittags 9 Uhr und Nachmittags ½3 Uhr ebenſo die folgenden Tage den Ladenbeſtand als: 1 Parthie Cigarren, Cigarretten, Tabake, Seife, Stärke, Fett⸗ laugenmehl, Lichter, Tabioka Schreib⸗ u. Poſtpapier, Heften, Notizbücher, Bleiſtifte, Schreib⸗ materialien aller Art, Cartonagen, Kurzwaaren, Federmeſſer, Porte⸗ monnajes, Ringe, Nadeln, Ci⸗ arrenſpitzen ꝛc., Pappdeckel und laspapier, Papierwäſche, Oel⸗ druckbilder, 1 Vertikov, 1 Seſſel, 1 Mannsanzug. 76488 ros, Waiſenrichter Jahruiß⸗Verſteigerung. Der Erbtheilung wegen werde ich aus dem Nachlaſſe der ver⸗ lebten Frau Karl Knamm Ww im Hauſe K 2, 15, 4. Stock, am Montag, den 4. Novbr. d. J. Nachmittags 2 Uhr öffentlich gegen Baarzahlung ver⸗ deigern: 76507 1ſilb. Taſchenuhr, Küchengeſchirr Nippſachen, Frauenkleider Weiß⸗ zeug, Bettzeug, 1 Setretär 4 Betten, 1 Kanapee, 3 Tiſche 3 Schränke, 1 Regulateur, 12 Stühle. 2 Pfeilerſchränkchen, Bilder 2 Nachttiſche,! Commode, Vorhänge ind verichied. Hausrath. Mannheim, 31. Oktober 1895. Gg. Voiſin, Waiſſenrichter. 1000 Hark ofort zu leihen geſucht, gegen ſehr aute Sicher b Zinſen und zaldige 9 3. Offerten unter No. 76069 an * I 0 76397 Verpachtung von Lagerplätzen am Floß⸗ und Winterhafen in Wert⸗ T heim a. M. Die Seinde badiſche Waſſer⸗ und Straßenbau⸗Inſpektion Wertheim verpachtet drei Lager⸗ plätze an genanntem Hafen auf drei Jahre im Wege öffentlicher Wettbewerbung. Angebote auf die einzelnen, in der Natur abgeſteckten und in den Bedingungen näher bezeichneten Plätze wollen unter Angabe des jährlichen Pachtzinſes verſchloſſen, poſtfrei und mit Auſſchrift zLagerplatz“ verſehen, bis zum Verhandlungstermine Samſtag, 9. November 1895, Vormittags 10 Uhr, bei obiger Stelle eingereicht werden 75976 Die Bedingungen liegen indeſſen auf unſerem Geſchäftszimmer zur Einſicht auf und können von da bezogen werden. Zwangs⸗Verſteigerung. Montag, 4. November d. Is., Nachm. 2 Uhr! werde ich im Pfandlokal Q 4, 5 im Vollſtreckungswege: 18 m Silk, 18.6 m Seidenſammt, 22 m ſchwarzer Sammt, 12 Reſte Crspe⸗ u. Seidenſtoff, 178 Damen⸗ u. Mädchen⸗Strohhüte, 323 Da⸗ menfilzhute, 120 m Seidenband, 190 m Sammtband, 1 Fahrrad, 1 Kanapee 1 Buffet von Eichen⸗ holz, 11Silberſchrank, 1 Kommode, 1 Sack Brodmehl und 2 Bilder gegen Baarzahlung öffentlich ver⸗ ſteigern. 76503 Mannheim, 1. November 1895 5 utterer, Gerichtsvollzieher, Q 4 5. Irtiwillige Verſteigerung. Montag, 4. November d. Js., Nachm. 2 Uhr werde ich im Pfandlokale Q 4, 5 im Auftrage der C. Seeger: 1 Chiffonier gegen Baarzahlung öffentlich ver⸗ ſteigern. 76502 Mannheim, 1. November 1895. Futterer, Gerichtsvollzieher, Q 4, 5. Zwangs⸗Y rſteigern⸗g Montag, 4. November 1895, Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal Q 4. 5 7 Rundbillards mit Zubehör, (dieſelben eignen ſich eventl. auch als ſchöne Tiſche,) 1 Parthie Bürſtenhölzer, Schwämme, Käm⸗ me, 8 Kommoden, 3 Ladentheken, 1 Brodſchrank, 1 Schreibpult, ein Ovaltiſch, ein Spiegel, 2 Waſch⸗ kommoden und 2 Nachttiſche mit Marmorplatten, 1 Küchenſchrank, eine Waſchkommode, 2 Pfeilerkom⸗ moden, 2 Chiffoniere, 1 Regulateur. 4 Mille Faer 103 Etr. Brannt⸗ wein, 64 Liter Zwetſchgenwaſſer, 234 Liter Weißwein im Voll⸗ ſtreckungswege gegen Baarzahlung öffentlich verſteigern. Mannheim, 1. Nopbr. 1895. Hibſchenberger, 76498 Gerichtsvollzieher,& 1, 9. NB. Die Verſteigerung der Bil⸗ lards findet beſtimmt ſtatt. Zwangs⸗Verſteigerung. Samſtag. 2. November 1895, Nachm. 2 Uhr werde ich am Pfandorte 76500 1 Syenit⸗Säule und 1 Syenit Obelisk im Vollſtreckungswege gegen Baar⸗ zahlung öffentlich verſteigern Zu⸗ ſammenkunft im Pfandlocale 4, 5. Mannheim, den 31. Okt. 1895. Störk, Gerichtsvollzieher, C 1, 12. Bahnſchwellenverſteigerung. Am 76380 Dienſtag, 5. November 1895, Vormittags 8 Uhr werden in Station Waldhof lagernd, im Warteſaal 3. Klafſe daſelbſt: 195 Stück ausgewechſelte kieferne Mitteiſchwellen, 839 Stück ausgewechſelte eichen⸗ Mittelſchwellen und 160 Stück ausgewechſelte eichene Weichenſchwellen loosweiſe an den Meiſtbietenden verſteigert. Der Bahnmeiſter: oes. Lack⸗Verſteigerung Donnerſtag, 7. Novbr. d.., Vorm von 9 und Nachm. von 2. Uhr an verſteigere ich in 76472 EES, 13 bei den Herren Spediteuren R. Hloecken& Cie. 50 Kannen Copallack 50 dto. Sernsteinſack 20 dto Siocatif Kanne 17 und 18 kg. gegen 2 roben ſtehen ſHon jetzt bei den Herrer Nloesler& Cie. E 8, 18 zu Dierſten. Anſtett, Auctionator, eeeeeeeeeeeeeeee RBobes. Empfehle mick den geehrten Damen in der Pariſer⸗, Englich⸗ u. Wiener⸗MRode Prompte Ze. Die Polksbibliothek im Schulhauſe R L iſt jeden ag geöffnet, an Werktagen von—8, an Sonntagen von 10—1 Uhr. 75473 Arb.-Fortb.-Verein R 3, 14. Sonntag, den 3. 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Morgens 10 Uhr Predigt. Herr Stadtpfarrer Simon. Communion und Vor⸗ berettung unmittelbar vorher. Collecte. Abends 6 Uhr Predigt. Herr Stadtvikar Hofheinz. Colleete. Friedens irche. Morgens /10 Uhr Predigt. Herr Stadt⸗ vikar Hofheinz. Collecte. Morgens 11 Uhr Chriſtenlehre. Herr Stadtvikar von Schöpffer. Abends 6 Uhr Predigt. Herr Predigt. unmittelbar vorher. e Stadtvikar von Schöpffer. Collecte Poule 76471 Diakoniſſenhauskapelle. Morgens 11 Uhr Predigk. Herr bei feinem Grünwinkeler Stoff. Pfarrer Herrmann. Jee Neckarſpitze. Nachmittags 3 Uhr Predigt. Herr Kirchen⸗ Sängerbund. rath Greiner. ö Hente Samſtag Abend 9 Uhr Stadtmiſſion: Probe. 76492 Evangeliſches Ptreinshaus,( 2, 10. Sonntag Vormittag 11 Uhr Sonntagsſchule. Nach⸗ 15 eln für qudische mittags 3 Uht Predigt. Herr Paſtor Steffann. Montag Jer 2 Abend 8¼ Uhr Bibelſtunde des Männer⸗ und Jünglings⸗ Geschichte vereins. Mittwoch Abend 8½ Uhr allgemeine Bibelſtunde, Herr Paſtor Steffann. Donnerſtag Abend 81, Uhr Schrift⸗ — ifte ratu F. betrachtung im Jünglingsverein, jüngere Abtheilung. Kinderſchule, Traitteurſtr. 9b. reitag Abend 8¼ Uhr allgemeine Bibelſtunde. Herr Stadkmiſſionar Krämer. Katholiſche Gemeinde. Kathol. Kirche der Neckarvorſtadt. Sonntag, den 7 Uhr Frühmeſſe. ½9 Uhr Predigt und ½10 Uhr Predigt und Amt. 2 Uhr Chriſtenlehre. %3 Uhr Sakramentale Andacht. Abends 6 Uhr Allerſeelen⸗ andacht. dienung. S. Ober, K 4, 7. loren. Ab ügeben gegen Beloh⸗ eenee zahlreiches Erſcheinen bittet 8 2— Dieſens Woche iſt jeden Abend, bis Freitag einſchließlich, — General⸗Anzetger Mannheim, 2. ————— Zur gefl. Beachtung! Empfehle meine Damenſchneiderei und ſichere ſtets das Neueſte, bei gutem Sitz, prompter und billigſter Berechnung. 1 Kleid—8 M. Hauskleid—6 M. Kinderkleid—4 M. 2, 16, 1 Creppe. 58691. — eker Ernst Raettig's Munnheimer Porcgeſclſchaft. 66 Dentila 99 Zahnsc hmerz 5 Betreff Sonntag, den 3. 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Einführungen verweiſen wir auf unſer Rundſchreiben. Genehmigte Karten können nur am 14. Nov. 1 Lokal abgeholt werden Der Vorſtand. Liederkranz. Samſtag, den 9. November 1895 ONCERT im Saalbau 76489 unter Mitwirkung der Hofopernſängerin Fräulein Erika [Wedekind aus Dresden und der Violin⸗Virtuoſin Fräulein Betty Schwabe aus Berlin. Anfang Abends 7 Uhr. Kanonierverein Mannheim Sountag, 3. November, Nachmittags 4 Uhr findet eine 76451 VLersammlung im Lokal Stüdle ſtatt, in welcher neue Mitglieder aufgenommen werden kön en. Der Vorſtand. Ofenfabrik-Lager ꝑK 1, 15 empfiehlt bedeutende Auswahl aller Sorten Kachel-Ofen& Herde zu den allerbilligſten Preiſen. Priedrich T0oll. NB. Meparaturen u. Umſetzen zu den billigſten Preiſen. 7 5 IAug uftabschliesser„elbstkleber.“ Beſtes Mittel gegen Zugluft an Fenſtern und Thüren, von Jedermann leicht ſelbſt anzubringen, empfiehlt 7509 W. Cronberger, C 2, 21. Conservatorium für Musik in Mannheim. Aumahme neuer Schüler und Schülerinnen in die Anskalt kann zu jeder Zeit erfolgen. Das Schulgeld wird vom Page des Eintritts an berechnet. Anmeldungen werden täglich bei der Direktion Liters F 2, 6 entgegengenommen, Ebendaselbst werden Prospekte der Anstalt ausgegeben. 78087 Die Direktion M. Pohl, Musikdirektor. Larer Kreutiner, B 4, 10 Hofopernsänger erthellt 175488 Gesang-Unterricht(Concert- u. Operngesang). SGAmn Maunzeim. HmAH,AHE EI Gr. Bad. 0J⸗1. 87% Rationaltheater. 2 Sonntag, 22. Vorſtellung den 3. Nov. 1895 5 Iim Abonnement B. Die Walküre. Erſter Tag des Bübnenfeſtſpiels: Der„Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Regie: Herr Knapyp. Dirigent: Herr Hofkapellmeiſter Röhr. Siegmund Herr Kxaus. Hunding.„Herr Marx. Wotan. Herr Döring. Sieglinde Brünnhilde 5 Frau Sorger. Frl. Iracema. »*4c„„„— Fricka 5 5„ Frau Seubert. Gerhilde Frl. Heindl. Ortlinde Frl. Cſurgay. Shmtie Frl. Münzdberg. Schwertleite Frl. Schelly. elmwige Walküren 5 Frl. Mugrauer. Siegrune rau Springer. Grimgerde 5 Schilling. Roßweiße Frl. Wagner. Schauplatz der Handlung: 1. Aufzug: Das Innere der Wohnung Hunbings. 2. Aufzug: Wildes Felſengebirg. Auf dem Gipfel eines Felſenberges(des 3. Aufzug: „Bünnhildenſteines“). Dauer des erſten Zwiſchenac's 15 Minuten, des zweiten 20 Minuten. 5 Kaſſeueröffn. 5 Uhr. Anfang 6 Uhr Ende J½10 uhr. 9 ——11—+1++—++1+1W1+1111111+++—++W—IW Große Preiſe. 2 5 1 5 15 15 15 1 1 15 4400 3. Seite. JZiehung Stras SbU! ſicher 1 Landauer mit 2 13. November ſooſe 1 Mk., 11 Laoſe für 10 M. 1895. Porto und L General⸗Angeiger. rger Pferde-Lotterie desammtgewinne Pferden i. W. v. S 0 Mk., zuſammen 17 Pferde i. W. v. Mk. ziſte 25 Pfg. Zu haben bei der In Mannheim bei: L. Emmerich, Aug. Gehweiler, Gremm& Lorenz, Moritz Herz berger, Max Hahn& Cie., Georg Hochſchwender, Aug. Kremer& J J. M. Novemter. 500 UII. 2588000. Mannheim, 2. 76038 Ruedin. und allen bekannten Ve rkaufsſtegen. deng J. Stürmer, Straßburg i. Elſ. General⸗ EIHEuIHEIUIHaI iner Tbueſhn f Haunheiner Adreßbuch 85 pro 1856. Neben der, von dem unterzeichneten Verlage, wie alljährlich herausgegebenen Ossen nnSgabe des Maunheimer Adreßbuches — Preis M..50— erſcheint in dieſem Jahre eine Hleine Ausgabe a I..50. von Infolge unſerer directen Erhebungen und ſorg⸗ fältigſten Prüfung aller etwaigen Undeutlichkeiten und Anſtände durch geeignete, zuverläſſige Leute, ſowie durch gewiſſenhafteſte Bearbeitung des Materials dürfen wir Adreßbücher zuſichern, welche in beiden Ausgaben den berechtigten Anſprüchen einer Handelsſtadt wie Mannheim ntſprechen. Beſtellungen auf beide Ausgaben werden ſchon jetzt entgegengenommen. Verlag des Mannheimer Adreßbuches Dr. H. Haas'ſche Buchdruckerei E G, 2. 6, 2. NB. Um Irrthi ern rorzubeugen und als Beant⸗ wortung der dieſerhalb vielfach bei uns eingetroffenen Anfragen, bemerken wir ausdrücklich, daß unſere obige kleine Ausgabe für M..50 in mindeſtens gleicher Stärke erſcheint, wie das von unſerer neuen Concurrenz herausgegebene Adreßbuch für M. 2. »Vin; eedeeeeeg ef2geE „Bgl. Bayer. u. Prossh. Badischer Ar ſol-Phote 4 2, 2. vormals H. Grass 4A 2, 2 am Schloß 74376 Deutsche—— LiceumGMachstuch Canpage Se Rixdorf.Berlin.—— Aelteste und grösste Linoleum-Fabrik des Continents. — Haupt-Niederlage für engros. & detail. Voerkauf — J. Hoen—— —— N aussergewöhnlich 5 uen Asben N gr Spezial⸗ Betten⸗ Geſchg ſt en loriz Schlesinger e Mannheim Mathe empfiehlt in nur reeller Waare zu Ungros-Preiſen: Bettfedern, Flaum, RBosshaare, Kapok, Seegras, Fertigse Petten und einzelne Theile derſelben, als: Bettladen in Holz und Eiſen, Röſte, Matratzen mit Roßhaar, Kapok oder 5 Seegras⸗ und Stroh-Füllung, Ober⸗ und Unter⸗Betten, Plumeaux, Kiſſen und Pülven. 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