Hscund lockten zum Tanz. on eiſernen Ringen am Boden. Telegramm⸗ „Journal Maunheim.⸗ In„evoſſiſe eingetragen unter .* 45 Abonnement: Bfg. monatlich, Bringerlohn 10 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſtauf⸗ ſchlag N..30 pro Quartal. A1 K Inſerate: e Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 60 413 (Badiſche Volkszeitung.) der Stadt Mannheim und Umgebung. 9 (107. Jahrgang.) Erſcheint wöchentlich ſieben Mal. Ernſt Müller, für den Inſeratentheil: Karl Apfel. Rotationsdruck und Verlag der 8 Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ 0 Verantwortlich: für den politiſchen u. allg. Theil: „ J..: Ernſt Müller. für den lokalen und prov. Theil: (Mannheimer Volksblatt.) druckerei, 4 (Erſte Mannheimer Typograph. Anſtalt.) (Das„Maunheimer Journgl“, iſt Eigenthum des kafholiſchen Sergtd Hunmern 5. I 6, L Seltſtule nud verbreitelſte Jtilung in Maunheim und Amgegend. E 6, 2 ſaniſſch e Nr. 179. Sonntag, 4. Juli 1397.(delephon⸗Ar. 2ls ————————*— eeeeeeereeee ee e—— Ein Ballfeſt an VBord des„König Wilhelm“. London, 29. Juni. Während London ſchon ſeit einigen Tagen das gewöhnliche Bild der regen Geſchäftsſtadt zeigt und nur noch einige Bru ſtücke der roth ausgeſchlagenen Tribünen und vereinzelte laggen un Guirlanden an das hinter uns liegende Feſt erinnern, errſchen in der Kriegshafenſtadt Portsmouth noch ununterbrochen Jubiläumsſtimmung und Jubiläumsverkehr. Der Stolz Englands, die auf der Rhede von Spithead verſammelte Kriegsflotte, ungefähr die Hälfte der geſammten engliſchen Seemacht, hatte ſchon vor dem Mevuetag ungezählte Mengen von Zuſchauern angelockt. Am 26. Juni ſelbſt kreuzten Hunderte von Schiffen aller Art in dem Meeres⸗ arm zwiſchen der Isle ot Wight und der Hauptinſel und am Sonn⸗ tag und geſtern wuchs die Schaar der Schauluſtigen noch erheblich an. Für geſtern Abend war nämlich eine Wiederholung der Schiffs⸗ beleuchtung angeſagt. Wer am Abend dem Schauſpiel beiwohnen wollte, benützte den Nachmittag zu einem trip durch den Schiffswald. Große und kleine Dampfer, ſchwarz von Menſchenmaſſen, wanden ſich langſam die bis zu 8 Kilometer langen Schiffslinien entlang, meiſt noch viel zu ſchnell für die wißbegiertgen flotten ſtolzen Eng⸗ länder, Manches Fahrzeug ſah man auch bei dieſem oder jenem Kriegsſchiff anlegen mit einem kleinen Häuflein Auserwählter, die einen beſonderen Beſuch abſtatten wollten. Zwei Dampfer mit einer ſtattlichen Schaar Damen und Herren nahmen ihren Curs an den engliſchen Schiffen vorbei zur Reihe der auswärtigen Panzer. Sie führten die Gäſte, die der liebens⸗ würdigen GEinladung des Commandanten und der Offteiere von S. M. S.„König Wilhelm“ zu einem Nachmittagsballfeſt gefolgt waren. Schon von Weitem begrüßten den nahenden Dampfer deutſche Weiſen e der trefflichen Matroſencapelle des deutſchen Schiffs. Herz⸗ ichen Willkommengruß bot Capitän zur See Schmidt den Gäſten, die an Bord des ſeiner Führung anvertrauten Schiffes deutſchen Boden betraten. Das Deck war in kunſtvoller Weiſe in einen ge⸗ räumigen Ballſaal umgewandelt. Ein Zeltdach ſchützte vor den Strahlen der Sonne und den etwaigen Ueberraſchungen des unbe⸗ ſtändigen Seewetters. Die Seitenwände dor Halle waren aus den Flaggen aller Nationen der Erde in ſo kunſtvoller Weiſe gebildet, Aler daß ſelbſt den zu ängſtlichſten Gemüthern die Sorge um das liebe Zer +5 Fabolieb jedoch dem Beſucher Zeit, alle die geſchmackvollen Anordnungen ch entſchwand. In der Mitte ſchmückte den Feſtſaal das Bild des ten Kaiſers mit der deutſchen Kriegsflagge darunter. Nicht lange zu bewundern. Die Klänge deutſcher Walzer ſchlugen an das Ohr d Bald hatte der Zauber der Muſik alle er⸗ »Jriffen. Die Gäſte vom inneren Feſtlande mußten im Anfang wohl manchmal erſt Bekanntſchaft machen mit einigen unvermeidlichen Bald aber hatten auch die„Land⸗ ratten“ gelernt, dieſe Klippen im Tanze ſicher zu meiden. Der ernſte AZwpeck des Schiffes war vergeſſen. Heitere Feſtesſtimmung beherrſchte Aller Gedanken. Mit unermüdlicher Aufmerkſamkeit, wie ſie nur deutſche Gaſtlichkeit zu bieten vermag, ſorgten die Officiere für ihre Beſucher. Kein Wunder daher, wenn eine der engliſchen Damen freimüthig bekannte, die deutſchen Herren ſeien viel liebenswürdiger als die engliſchen. Kurze Tagespauſen gaben Gelegenheit, die Schaar der Gäſte zu muftern. Von Portsmouth waren einige Offiziere mit ihren Damen gekommen; die Vertreter des Civilſtandes befanden ſich unter den Herren in der entſchiedenen Minderheit. Dagegen war eine große Zahl Offiziere jeden Grades der engliſchen Floite und der fremden Schiffe gekommen, um in friedlichem Wettſtreit mit den deutſchen Kameraden den Damen zu huldigen. So konnte man denn Fran⸗ zöſiſch, Italieniſch, Deutſch und noch manch andere Sprache hören. Aber da die Rückſicht auf die faſt ausſchließlich engliſchen Damen es gebot, ſo beherrſchte deren Mutterſprache die Unterhaltung. Selbſtverſtändlich ſpricht jeder deutſche mit abſoluter Geläufigkeit. Auch ein Gaſt aus deutſchem fürſtlichen Geblüt, Prinz Ludwig v. Battenberg, erwies dem deutſchen Schiffe die Ehre des Beſuchs. Der Prinz iſt engliſcher Kapitän zur See und Kommandant eines der größten und neueſten Schlachtſchiffe, des Flaggſchiffs„Majeſtic“. Kontreadmiral Prinz Heinrich von Preußen war, gleich den übrigen fürſtlichen Gästen der Königin, geſtern Nach⸗ mittag zu dem Gartenfeſt im Buckingh m⸗Palaſt geladen und konnte daher dem Ball leider nicht anwohnen. Viel zu früh für die Theilnehmer nahte das Ende des Feſtes. Gegen 6 Uhr umſchwirrten wohl ein Dutzend der flinken kleinen Dampfbarkaſſen den„Körag Wilhelm“, um die fremden Offtziere zu ihren Schiffen zurückzuführen. Auch die beiden größeren Dampfer lagen wieder längs des deutſchen Kriegsſchiffs und nahmen die 5 Buntes Feuilleton. — Ein entſetzliches Verbrechen iſt, wie ſchon kurz gemeldet, in Berlin verübt worden, In der Bernauerſtraße hat der Arbeiter Sieg ſeine 18jährige Tochter Bertha getödtet, indem er ſie aus dem Fenſter des vierten Stockes auf den Hof hinabſtürzte. Sieg, ein arbeitsſcheuer und trunkſüchtiger Menſch, vernachläſſigte ſeine Fa⸗ milie derartig, daß ſeiue Frau für ſich und die nicht erwachſenen drei Kinder im Alter von /, 4 und 5 Jahren den Lebensunterhalt durch Maſchinennähen erwerben mußte, oft aber verſetzte der Mann, was ſie eben fertig gemacht hatte. Auch die 15 und 18 Jahre alten Töchter halfen mit verdienen. Mißhandlungen von Seiten des Mannes und Vaters waren die Frau und die Kinder fortwährend ausgeſetzt. Die zweitälteſte Tochter hielt es ſchließlich nicht mehr aus. Der Miß⸗ handlungen müde, verließ ſte endlich die elterliche Wohnung. Darüber gerieth der Bater ſo in Wuth, daß er geſtern Mocgen ſeiner Frau befahl, di? Tochter wieder zur Stelle zu bringen, wenn ſtie nicht wolle, daß er die ganze Familie niederſchieße. Die Frau machte ſich denn auch auf den Weg, um die Tochter zu ſuchen, und war Abends noch nicht zurückgekehrt, als der Mann wieder angetrunken nach Hauſe kam. Nun ließ Sieg ſeine Wuth an den Kindern aus. Gegen 7½ Uhr hörten die Hausbewohner einen lauten Schrei und dann den Knall eines Schuſſes und unmittelbar darauf einen dumpfen Fall. Sieg hatte ſeine Tochter Bertha am offenen Fenſter der nach dem Hofe hinaus gelegenen Käcde ergriffen und nach heftiger Gegen⸗ wehr zum Fenſter hinausgeworfen. Dann ſandte er ihr eine Revolverkugel nach. Dieſe kraf zwar nicht, der Unmenſch erreichte aber auch ſo ſeinen Zweck. Das Mädchen blieb mit zerſchmetterten Gliedmaßen auf dem Hofe liegen; ein Blutſtrom ergoß ſich ihm aus Mund und Naſe. Während einige Hausbewohner ſich der tödtlichen Verletzten annahmen, ſchickten andere zur Polizei. Alsbald erſchienen auch uniformirte und Kriminalbeamte und nahmen Sieg feſt; ein Schutzmann brachte die e 25 915 8 Krankenhaus. Hier ſtarb n um r. Der drei kleinen Kinder nahmen dich Leute aus dem Sauße an, da dis Mutter noch ————————5 See⸗Offizier das Engliſche Gäſte aus Portsmouth gnügten Stunden verließen dieſe ihre liebenswürdigen Wirthe, mit dem Wunſche einer glücklichen Fahrt für das Schiff, das heute früh um 6 Uhr die Rhede von Spithegd verließ, um die Heimreiſe nach Kiel anzutreten. Die Deutſchen beſonders lenkten im Herzen den Blick in die Zukunft und verbanden mit den beſten Wuͤnſchen für dieſes eine deutſche Kriegsſchiff, das ſie ſo gaftlich aufgenommen, ſowie für ſeine Offiziere und Mannſchaften, die Hoffnung auf das Blühen, Wachſen und Gedeihen der deutſchen Flolks zu Deutſchlands Heil und Deutſchlands Größe. Rußland. Petersburg, 24. Juni. Eine eben ſo intereſſante, wie durchaus zeitgemäße„Erklärung“ finden wir in dem Pribaltiski Liſtok! Sie lautet: Die Gegner der Richtung unſerer Zeitung beſchuldigen uns, daß wir die Intereſſen der Deutſchen und Letten„vertreten“. In ihren Augen iſt dies— unſer ſchwerſtes Verbrechen. Da wäre es wohl an der Zeit, ſich an ſie mit den Worten des Kaiſers Nikolai J. zu wenden, die er zu J. F. Samarin bei Gelegenheit ihres berühmten Zuſammentreffens am 17. März 1849 ſprach, als der Kaiſer, nachdem er den Schriftſteller aus der Feſtung be⸗ freit, ihn zu ſich gerufen hatte, um ſtch väterlich mit ihm über ſein Verſchulden auseinanderzuſetzen.„Sie haben augenſcheinlich“, ſagte der Kaiſer,„die Feindſchaft der Deutſchen gegen die Ruſſen erregt, Sie haben beide miteinander veretnigt, ſtatt, wie es nöthig geweſen wäre, ſie einander zu nähern; Sie überhäufen mit Vorwürfen ganze Geſellſchaftstruppen, die treu gedient haben, Sie wollen durch Nöthigung und Gewalt aus Deutſchen Ruſſen machen, mit dem Schwerte in der Hand, wie Mohammed; aber das dürfen wir nicht, und namentlich deshalb, weil wir Chriſten ſind. Sie ha⸗ ben unter dem Einfluß der Leidenſchaft geſchrieben; ich will glauben, daß ſie durch perſönliche Unannehmlichkeiten und Beleidigungen her⸗ vorgerufen war... Sie ſchreiben: wenn wir nicht Herren bei ihnen werden u. ſ.., das heißt:„wenn die Deutſchen nicht Ruſſen wer⸗ den, werden die Ruſſen Deutſche“. Das iſt wie im Fieberwahn geredet: Ruſſen können nicht zu Deutſchen werden, aber wir ſollen durch Liebe und Sanftmuth die Deutfchen zu uns herüberziehen“ (Samarins Werke, Band VII, Seite X0 und ff.) So hat ein ruſſi⸗ ſcher Kaiſer— vor 50 Jahren— geſprochen, als Riga in der That eine vollſtändig deutſche Stadt war, als es in ihr keine ruſſiſchen Schulen gab, kein ruſſiſches Gericht, keine ruſſiſche Polizei gab und nirgends ein ruſſiſches Wort zu hören war: mit einem Wort, es war nichts von dem vorhanden, was wir jetzt hier ſehen. Was ſoll man von der jetzigen Zeit ſagen, da inmitten der Deutſchen und Letten— ganze Geſchlechter heran⸗ wachſen, die in dem Bewußtſein erzogen worden ſind, daß(nach dem Ausdruck Samarins)„das ganze künftige Geſchick der Bewohner der Oſtſeeprovinzen auf Rußland beruht?“ Iſt auch jetzt noch nicht bei den Ruſſen die Zeit angebrochen für die Politik der„Liebe und Sanftmuth“, die der ritterliche Zar vorgeſchlagen hat? Dieſe Poli⸗ tik erfordert durchaus nicht eine Abweichung von den ruſſtſchen Ide⸗ alen.„Die Ruſſen werden niemals zu Veutſchen“ hat der Kaiſer geſprochen, der die Macht und Kraft des ruſſtſchen Volkes erkannt hat.„Liebe und Sauftmuh“ in Bezug auf fremde Nationalitäten — kann nur ein Volk bder können einzelne Perfonen zeigen, die von dem Bewußtſein ihres nationalen Geiſtes erfüllt ſind; Feindſchaft und Eigendünkel ſind— die Domäne von Memmen und Jgnoranten, Aus Stadt und Land. Maunheim, 4. Juli 1897. Eruennung. Herr Poſtpraktikant Völker aus Mannheim iſt zum Vorſteher des Poſtamtes in Kamerun ernannt worden, Wilitäriſche Uebung. Heute Morgen hatte das Grenadier⸗ Regiment Kaiſer Wilhelm I. eine Vorpoſten⸗Aufſtellung zwiſchen Mannheim und Heidelberg auf Befehl des General⸗Kommandos ein⸗ genommen. Gegen dieſelbe ritten die Kavallerie⸗Offiziere der 28. Kavallerie⸗Brigade von Karlsruhe aus Patrouille. Die Art der Meldung, Länge der Zeit und der Zuſtand der Pferde bei Rückkehr nach Karlsruhe bilden die Unterlage des hierzu beſtimmten Kaifer⸗ preiſes. Bei dieſer Uebung verunglückte wie ſchon in der vorigen Nummer mitgetheilt, in Seckenheim der Einj.⸗Freiwillige Bing, 9. C. 110, welcher beim Durchfahren zwiſchen einem Wagen und der — immer nicht zurückgekehrt war. Bis 9 Uhr hatte ihr der Unmenſch den Termin geſetzt, aber ſchon früher war er zur Ausführung der That geſchritten. — Ein Gelübde hat die zwanzigjährige Schneiderin Martha Sch. in Berlin zum Selbſtmord getrieben. Das junge Mädchen war, ſeit Jahresfriſt mit einem Kaufmann F. verlobt und im Herbſt ſollte die Hochzeit ſtattfinden. Vor etwa drei Wochen erkrankte der Bräutigam, der ſich auf einer Geſchäftsreiſe in Stettin befand, und verſtarb. Durch ein Telegramm wurde die Sch. von dem Tode in Kenntniß geſetzt und die Verzweifelte ſcheint vom erſten Augenblick an, da ſie die Trauerbotſchaft erhielt, den Entſchluß gefaßt zu haben, ſich das Leben zu nehmen. Sie bat ihre Wirthin, ſie einige Stunden ruhen zu laſſen, da ſie Abends nach Stettin fahren wolle, um den Geliebten vor der Beerdigung noch einmal zu ſehen. Als eine halbe Stunde ſpäter eine Verwandte der Sch. erſchien, um die Trauernde zu kröſten, fand ſte die Thür zu dem Zimmer des Mädchens ver⸗ ſchloſſen. Da auf wiederholte Anrufe keine Antwort erfolgte, wurde die Thür gewaltſam erbrochen. Auf dem Bett lag blutüberſtrömt die Sch; ſie hatte ſich die Pulsadern aufgeſchnitten und gab nur noch ſchwache Lebenszeichen. Auf dem Tiſch lag ein an die aus⸗ wärts wohnende Mukter ihres Bräutigams gerichtetes Schreiben, in welchem die Sch. als Grund ihres Todes angab, ſie wolle ſterben, da ſie dem Geliebten dereinſt verſprochen, im Falle ſeines etwaigen Ablebens ihm bald in das Jenſeits zu folgen. Die ſchwer Verletzte wurde nach einem Krankenhauſe übergeführt. — Deutſches Beefſteak. Gehacktes Ochſenfleiſch mit gleichviel gehacktem Schweinefleiſch gemengt— was man ſchon in dieſem Zu⸗ ſtande beim Metzger haben oder ſich dort beſtellen kann— wird an⸗ genehm geſalzen und gepfeffert, eventuell auch mit etwas feinge⸗ ſchnittener Peterſilie und Zwiebel gemiſcht, zu ſchönen, runden, gut fingerdicken Beefſteaks geformt und wie ſolche in Butter gebraten. Die Brühe wird entfettet, ein paar Eßlöffel voll Bouillon oder Waſ⸗ ſer mit Maggi's Suppenwürze dazu gegeben, dies aufgekocht und über das Beefſteak gegollen. Bratezeit 8 Minuten unter öfterem Wenden, Th. Haslinger. auf. Voll Dankes für die nur zu kurzen ver⸗ Lokalbahn zu Fall kam und unter die Bahn gerieth. Ob die letzung ſchwerer Natur iſt, konnte bis jetzt noch nicht feſtge werden. Die Truppen rückten um 1 Uhr in die Quartiere züure Ausgeſtellt. Die Preiſe zu der morgen ſtattfindenden Reg ſind in dem Schaufenſter der Firma Zilke u. Co. hier ausgef Central⸗Anſtalt für Arbeits⸗Nachweis. Mannheim, 81 Telephon 818. Im Monat Juni lfd. Is. wurden durch die An 2437 Vermittlungsgeſuche befriedigt, wovon 963 auf Ar gebern und 1474 auf Arbeitnehmer entfallen. Von Letzteren w es 1152 Männliche und 322 Weibliche. In auswärtige Stz wurden 138 Perſonen eingewieſen. Zur morgigen Regatta. Ein recht reges Leben hat ſich Zuſchauern an den Abenden dieſer Woche im neuen Rheinhafen boten. Waren doch dort die hieſigen Rudervereine eifrigſt bem ihren Mannſchaften die letzte Feile zu geben und ſie für die mor ſtattfindenden Kämpfe zu wappnen. Im großen Ganzen wurden unſeren hieſigen Ruderern recht gute Leiſtungen geboten und dürften immerhin recht intereſſante Rennen ganz beſonders da zu warten ſein, in welchem hieſige Ruderer theilnehmen. Außer hieſigen Vereinen üben aber ſeit einigen Tagen die Ludwigshaf Wormſer, Stuttgart⸗Cannſtatt, Heidelberg und zeigen auch d Vereine ſehr ſchöne Arbeit. Wie wir uns bei dem Regatta⸗Ve erkundigten, ſind bereits die meiſten der am Rennen genannten Bo eingetroffen und werden daher morgen früh die Vorrennen in programmmäßigen Weiſe ſtattfinden. Ebenſo werden die Har renneu am Nachmittag in der in Ausſicht genommenen jeweili Stärke gerudert werden und dürften, den Refulkaten der am letz Sonntag und Montag ſtattgefundenen Frankfurter Regatta n zu urtheilen, heiß beſtrittene Rennen zu erwarten ſein. Was die Einrichtungen des Regatta⸗Vereins für die Zuſchauer betr. ſo können wir ſagen, daß darin der Regatta⸗Verein keine Kof ſcheute. Die Tribüne iſt, wie in früheren Jahren, kurz vor dem 3 zur Aufſtellung gelangt, ſo daß für die Beſucher derſelben die Er kämpfe genau verfolgt werden können. Die Tribüne iſt gut gede und bietet ſowohl gegen die Sonne wie gegen Regen vollkommen Schutz. Außerdem ſind auf dem Feſtplatz und dem 1. Platz gro gedeckte Reſtaurationsräume errichtet, die ebenfalls gegen die W terung Schutz gewähren. Die Leitung der Reſtauration iſt eine tüchtigen, erfahrenen Wirthe übertragen, ſodaß die Beſucher d Regatta auch in dieſer Weiſe zufriedengeſtellt werden dürfte Während der Regatta concertirt die geſammte Kapelle des hieſig Regiments unter perſönlicher Leitung ihres Dirigenten Herrn Kape meiſters Vollmer. Wie wir uns überzeugten, iſt Alles gethan, 19, Oberrheiniſche Regatta in jeder Beziehung ihren Vorgär⸗ würdig zu machen und wird, wenn, was wir hoffen, Jupiter Pl. morgen ein Einſehen hat, das nautiſche Feſt ein ſehr ſchönes 1 jeder Richtung hin gelungenes Feſt werden. Möge der Re Verein durch einen vecht zahlreichen Beſuch für ſeine Mühe ſchädigt werden. *Eine hübſche Grenzgeſchichte. Folgende er— dazu noch wahre Geſchichte erzählt die„Klettg. Ztg.“ in der Nähe einer Bahnſtation an der Grenze ein höhe beamter, dem es nicht darauf ankommt, hie und da ei Leber zu Hilfe zu ſpringen. Da fuhr keuchend und ſchwer beladener Güterzug an; eine brennende Hitze durſtig wiſcht ſich das Zugsperſonal den Schweiß vr Der Anblick der durſtigen Eiſenbahner regt die Mildt. zuſehenden Beamten an, und er offerirt den durſtigen g 6 Krug voll Wein. Dieſe laſſen ſich das nicht zweimg 8 ſpringt einer vom Zuge; aus des Kellers tiefſten Grs e Krug Wein geholt, und da die Eiſenbahner nicht wie die Mäl, gewohnt ſind, aus dem Kruge zu trinken, wird auch noch ein G. mitgegeben. In der einen Hand den Krug, in der andern da Glas, eilt der Mann dem Zuge zu; aber da,—een ihn erreich⸗ hat, naht das Verhängniß. Ein Pfiff tönt, und derhekomo ktivführer hal die Pflicht, abzureiſen; ſehnſüchtig ſchaut er nached 5 Wruge; aber Pflicht geht vor Durſt. Der Mann mit dem Krugederreicht den Zug 4 wahrend er im Laufe begriffen; aber er kann, in er einen Haud den Krug, in der andern das Glas, ſich nirgends halten und fon iſt der Zug. Was nun? Entſchluß und Ausführung iſt eins. Mi dem gefüllten Kruge und dem Glaſe rennt der Mann auf der Lini dem Zuge nach, der nächſten Station jenſeits der Grenze zu und er reicht dieſe, bevor der Zug abgefahren. Halt, haben Sie was Zoll bares!? ſo fährt ihn nun der ſtrenge Wächter der Grenzen an. Selbſt verſtändlich iſt der alſo eingeſchmuggelte Wein zollbar; der arm Mann, vom vielen Rennen keuchend, muß etwa zehn Mark deponiren damit ſeine Kameraden den von mildthätiger Hand geſpendeten Wei:! —————— — Kartoffeln in Peterſilien⸗Sauce. Man röſtet in einen Stückchen Butter 2 Kochlöffel Mehl mit einem Eßlöffel voll feinge hackter Zwiebeln gelblich an, gibt einen Löffel ſeingeſchnittene Peterſilie dazu und rührt das Mehl mit ſchwacher Fleiſchbrühe zz einer gebundenen Sauce. In dieſe kommen die vorher in Salz waſſer abgekochten Kartoffelſchnitze, das nöthige Salz und etwa Muscatnuß. Nun kocht man das Ganze zufammen noch einige Minuten auf und kräftigt das Gemüſe vor dem Anrichten mit zwei Theelöffeln„Maggi“. Th. Haslinger. —, Die Verwendung von Pflauzenblättern iſt ungemein mannigfaltig. Abgeſehen von den Blättern des Tabaks, Thees, der Sennespflanze und hundert anderen in der Medizin, Parfümerie und Textilinduſtrie verwendeter Blätter, gibt es noch eine ganze Reihe von ſolchen, die bisher mißachtet wurden, aber nützliche und angenehme Eigenſchaften haben. Wer kennt nicht den angenehmen Duft der Pfirſich⸗, Mandel⸗ und Lorbeerblätter? Wie leicht wäre es nicht, ſtatt des in unſeren Küchen ſo häufig verwandten Bitterman? delöls, einen Aufguß dieſer Blätter zu benutzen! Harmlos und doch durch ihren Duft angenehm ſind die Blätter des gewöhnlichen Jas⸗ mins. Wenn Gurken eine ſeltene Frucht werden, geben dieſe einen vollkommenen Erſatz für Salat, oder überhaupt da, wo ein Gurken⸗ geſchmack gewünſcht wird. Ebenſo haben die jungen Gurkenblätter eine auffallende Geſchmacksähnlichkeit mit den Früchten ſelbſt. Das. ſelbe gilt von dem Mohrrübenkraut, welches der Mohrrübe ſelbſt vollkommen gleich im Geſchmacke iſt. Auch mit Sellerieblättern und ⸗Stengeln findet zumeiſt eine große Verſchwendung ſtatt; der Ge⸗ ſchmack derſelben iſt, wenn nicht beſſer, ſo doch mindeſtens gleich dem in unſere Suppen gethanen Wurzelſtücke. Die jungen Blät⸗ ter von Stachelbeeren geben, zu den eingemachten Früchten gelegt, denſelben einen friſcheren Geſchmack und eine lebhaftere Färbung. Die Blätter der blühenden Johannisveeren vermitteln den Geſchmacz zwiſchen den ſchwarzen und rothen Beeren. Orangen⸗ und Eitronen⸗ blätter haben einen gleichen Geruch wie die Frucht und Schalen, und doch, von beiden etwas verſchieden, geben ſie Milch, Torten, und ſonſtigen Speiſen einen ganz unnachahmbaren Duft. — * ——— nahmen bald da, bald dort 60 Mk. angegeben. General: Anzeiger — Mannbelm, 4. Julf:z . Aber mit dem Wein ſind eben auch der Krug und er die Grenze, und auch auf unſerer Seite ſtehen Gren⸗ r, die einfach verlangen, daß nun vom Krug und vom Glas auch ſer Einfuhrzoll bezahlt werde, weil dieſelben bei der Ausfuhr nicht jorgemerkt wurden. Nun gewaltige Unterſuchung und möglicher⸗ veiſe noch Depeſchen und Notenwechſel zwiſchen Bern und Berlin. Rittergarten. Ein neues Wirthſchafts⸗Gtabliſſement, der Rittergarten“ in 6 7, 10, wurde heute eröffnet, welches dem hier hatfächlich fühlbaren Mangel an Garten⸗Wirthſchaften und Kegel⸗ nen in beachtenswerther Weiſe Rechnung trägt. Die Ausſtattung neuen Wirthſchaft zeigt überall den Geſchmack und das praktiſche e des tüchtigen Architekten. Die warme Abtönung des grünen richs, die ſechseckigen Butzenſcheiben, die hübſchen Subſellien, er die zierlichen elektriſchen Luſtres, all das ſtimmt anſprechend umen und lädt zum behaglichen Verweilen ein. Der Garten iſt ſehr mig und eine an einer Ecke vorgebaute Bühne dürfte für nsveranſtaltungen ſich als außerordentlich zweckdienlich be⸗ en. Auch der Garten hat elektriſches Licht, deßgleichen die hoch⸗ ite Kegelbahn, welche von Kegelgeſellſchaften ſtark umworben Die Ritterbrauerei Schwetzingen wird einen vorzüglichen Stoff lusſchank bringen und der neue Wirth, Herr Reith, wird es gelegen ſein laſſen, ſeinen Gäſten nach allen Richtungen hin nzukommen. gatent⸗Liſte. Mitgetheilt durch das Patent⸗ und techniſche von Paul Müller, Civil⸗Ingenieur und Patentanwalt in kburg. Vertreter: Joh. Biſchoff, Ingenieur, Mannheim, 7.— Patentanmeldungen: B 20.084. Vorrichtung zum zen des an der Feuerthür angebrachten, die Sekundärluftklappe lenden Kataraktes. Eugen Bagge, Heidelberg. K. 15,058. Ath⸗ 3, und Signalapparat für Radfahrer. Martin Koch, Flomers⸗ — Patentertheilung: 98,654. Strahlrad. D. Kolb, ruhe.— Gebrauchsmuſter⸗Gintragungen: 76,781. sſtrumpf mit zwiſchen den beiden Enden des eingeſchlagenen eingezogenem Halteband. A. Gürtler u. Herm. Muhr, unheim. 76,579. Getheiltes Rahmengeſtell aus Hohlguß mit ſetztem Kopfſtück und unterem Preßtiſch für Kurbel⸗ und Spindel⸗ zn. Fritz Vietig, Mannheim. 76,503. Auf der Flaſchenmündung ils Draht ꝛc. gehaltener Verſchluß aus einem von einer Kapſel illten Kork. L. Lieberich Söhne, Neuſtadt a. H. 76,532. Schar⸗ mit nach einer oder zwei Seiten hin ſchraubenförmig abge⸗ gten Gleitflächen zum Zweck ſelbſtthätigen Schließens der Thüren ihr Eigengewicht. Erasmus Bleyer, Freiburg. 76,847. Durch ur an einem Handgriff befeſtigte zur Erzeugung ſchrillen Tones mittels Schleuderns im Kreiſe als Spielzeug. helm Denzer, Freiburg. Aus dem Grofherſogthum. Karlsruhe, 2. Juli. Beim Entleeren der Abortgrube in einem ſe der Kaiſerſtraße wurde die Leiche eines neugeborenen Kindes lichen Geſchlechts aufgefunden. Als Thäterin wurde nunmehr lebige 28 Jahre alte Dienſtmagd von Enſingen, welche gerade Begriff war, nach ihrer Heimath ab ureiſen, ermittelt und in genommen. Dieſelbe geſtand zu, im Monat Mai d. J. heimlich bren und das lebende Kind in den Abort geworfen zu haben. „Triberg, 1. Juli. Ein ſchweres Unglück ereignete ſich heute ht im hieſigen Bahnhofgebiet. Bahnarbeiter fuhren mit zwei Uwagen, hinter einander auf der Strecke Nußbach⸗Triberg her⸗ er, wobei dem vordern Rollwagen das Licht ausging. Dieſer fuhr er langſam, während der andere, deſſen Führer den vordern gen nicht bemerkt zu haben ſcheint, ſein ſchnelles Tempo einhielt, aß beide Wagen auf einander pralllen, wobei die Inſaſſen her⸗ ter geſchleudert wurden. Ein verheiratheter Bahnarbeiter, Gries⸗ ber aus Riederwaſſer, Vater von 3 Kindern war alsbald todt; weiterer Namens Blum von hier, Vater von 8 oder 9 Kindern, ib ſo ſchwer verletzt, daß er ebenfalls bald darauf ftarb; ein dritter zmens Klausmann kam mit einer Quelſchung des Fußes davon, nicht gefährlich ſein ſoll. Wfälziſch-Hefſiſche Machrichten. Mainz 2. Juli. Die hieſtge Rhein⸗Eiſenbahnbrücke wird egen des ſteigenden Verkehrs renovirt und verſtärkt. Die Ar⸗ Alen, die berelis begonnen haben, ſind der Maſchinenbaugeſellſchaft ärnberg, Filiale Guſtavsburg, übertragen; ſie dürften einen Koſten⸗ wand von M. 900,000 erheiſchen. 1862 wurde die Brücke dem hr übergeben; ſie hatte ſich ſeitdem als ein äußeßſt ſolides ſerk bewährt und wegen ihrer Betriebsſicherheit noch niemals ürchtungen Anlaß gegeben. Gerichtszeitung. Maunheim, 2. Juli.(Strafkammer III.) Porſitzender: 9 krichtsrath Maurer. Vertreter der Großh. Staats⸗ r Staatsanwalt Sebold. olge eines Wirthshausſtreites ſahen ſich die Studenten eber aus Wiesbaden und Siegfried Cramer aus ſre alt und in Heidelberg wohnhaft, am 30. Mai l. Is. rch den Studenten Heinrich Meyer aus Gießen dem lhelm Bruch eine Forderung auf Säbel bezw. Piſto⸗ gen zu laſſen. Bruch erklärte aber, er ſchlage ſich nicht die Herausfordernden bei der Staatsanwaltſchaft an. 2 tausforderung zum Zweikampf mit tödtlichen Waffen wur⸗ K„ ber und Eramer heute zu 10 Tagen, Meyer wegen Kar⸗ al ragens zu 6 Tagen Feſtung verurtheilt. 2) Das Dienſtmädchen Anng Maria Schmelzl von Schries⸗ eim brachte ihr uneheliches 5 burch falſche Angaben in eine Pflegeſtenle. ie Haffner Wib, hatte als Koſtgeld monatlich 18 Mk. bean ſprückeldnatlich oder halbmwonatlich vorauszuzahlen. Die Schmelzl 308„der Frau an, ſie habe bei einer Frau Herr⸗ mann 500 Me e zen und bewog die Haffner durch die Annahme eines von ihr ſelöſt angefertigten Zettels, auf dem eine Frau Tretſch⸗ ler und eine Frau Herrmann als Bürgen für das Koſtgeld figurirten und der die Unterſchrift„Frau Tretſchler“ trug, das Kind der Schmelzl in Pflege zu nehmen. Das Mädchen erhielt 14 Tage Ge⸗ ängniß. f 9 Die Berufung des 30 Jahre alten Schloſſers Georg Adam Weinmann von Petersthal, welcher ſchöfſengerichtlich wegen Kör⸗ perverletzung zu 10 Tagen Gefängniß verurtheilt worden, wurde als unbegründet verworfen. 4) Das 21 Jahre alte Dienſtmädchen Margarethe Mühling von Schlitz ſtahl ihrer Nebenmagd Salome Winter, ſowie ihrer Dienſtherrim Heinrich Riegler Ehefrau in Kleidungsſtücke im Werthe von ungefähr 30 Mark, die im Rückfall befindliche Diebin wurde zu 10 Monaten Gefängniß verurtheilt. 6) Die Doſſenheimer Burſchen Valentin Bäder und Johann Riedinger mißhandelten mit Schlagring und geſchloſſenem Meſſer zwei Burſchen aus Ladenburg, weil dieſe nach ihrer Angabe Spott⸗ lieder auf die Tugend der Doſſenheimer Mädchen geſungen. Die Verfechter der jungfräulichen Ehre der Doſſenheimerinnen waren ſchöffengerichtlich zu Gefängnißſtrafen von je 4 Wochen verurtheilt worden. Ihre Berufung hiergegen blieb erfolglos. Verth.: Aſſeſſor Oſterhaus. 6) Die Metzgerburſchen Johann Georg Funk von Kälberts⸗ hauſen und Otto Ludwig Schind ler von Zuttlingen, 18 und 17 Jahre alt, zuletzt in Heidelberg, haben im Schlachthaus daſelbſt in der Zeit vom Oktober v. Is. bis April d. Is. umfangreiche Fleiſch⸗ dlebflähle verübt. Sie brachen bald aus den die Kühlzellen um⸗ gebenden Lattenverſchlägen bald da, bald dort eine Latte los und eine Leber, ein Kalbsgelünge, Rinds⸗ lenden, meiſt aber grüne oder geſalzene Schinken weg. Der Ge⸗ ſammtwerth des geſtohlenen Fleiſches— der Schaden vertheilt ſich auf die Metzger Chr. Frank, L. Wagner, K. Müller, — A. Meiſter, G. Kuhn, J. Eller, A. Bollerer, L. Noe, H. Bauer und L. Hamburger— wird auf über Von den geſtohlenen Schinken verkauften ſie zwei dem Wirth Wacker, 17 Stück und zwei Rindslenden brachten ſie bei der 38 Jahre alten Frau des Wieths Sebaſtian Schmieg, Vutſe geb. Reiß an, welche ihnen die älfte des Werthes bezahlte. Sie ſtand deßhalb heute als Mitangeklagte wegen Hehlerei vor den Schranken. Die Burſchen waren im Allgemeinen geſtändig. Die Angeklagte Schmieg will das Fleiſch zu reellem Preiſe gekauft haben. Sie habe pro Pfund 60 Pfg gezahlt und die Rindslenden ſeien wegen anrüchigem Stadiums mit 50 Pfg. pro Pfund entſprechend bezahlt worden. Nach den Angaben des als Zeuge vernommenen Metzgermeiſters Frauik war der Schinkenpreis ahl an wiedrig wie der Prais Ler Rindslenden. Der Preiß ———ů— ———— n — J2 ͤ für Schinken ſei in der fraglichen Zeit 90 Pfg., für Rindslenden mit Zugabe 1 M. 20 Pfg., ohne Zugabe 2 Mk. geweſen. Das Urtheil ſautete gegen Funk auf 8 Monate 9 Wochen, gegen Schindler auf 8 Monate 3 Wochen, gegen die Wirthin Schmieg auf 1 Jahr Ge⸗ fängniß. Letztere ſchrie bei der Verkündigung des Urtheils laut auf. 6 Wochen der Unterfuchungshaft wurden den beiden Metzgerburſchen auf ihre Strafe aufgerechnet. Von einigen Fällen erfolgte Frei⸗ ſprechung. Funk wurde von.⸗A. Dr. Köhler, die Angeklagte Schmieg von.⸗A. Dr. Schottler vertheidigt. Sport. Mächtig im Kommen begriffen iſt der bekannte hieſige Rennfahrer Olto Chriſtianſen vom Radfahrer⸗Verein Mann⸗ heim, welcher in den letzten Wochen ſein Superbe⸗Rad von Sieg zu Sieg ſteuerte, und zwar ſtets gegen ſchärfſte internationale Konkur⸗ renz. So in Crefeld am 183. Juni(I. und 2. Preis) vor Herty, Verheyen, Koch, den Belgiern Ingels, de Becker, Patou zc. Am 21. Juni in Bremen kam Chriſtianſen zweimal auf III. Platz vor Thor⸗ wart, Wilke, Underberg, Koch ꝛc. Dann am 27. Juni in Coblenz, wo Chriſtianſen im Hauptfahren vor den bekannten Pariſern Foſſier und Perrot ſowie den Deutſchen Kux, Lautermann zc. den 2. Preis einheimſen konnte. Außerdem ſtegte Chriſtianſen mit Lautermann in beiden Tandemfahren über Struth⸗Kux, Hellwig⸗Flock ꝛc. Endlich am Dienſtag, den 29. Juni, gelang es dieſem famoſen Tandempaar den Deutſchen Tandem⸗Record über 333½ M. in 20¾ Sek. zu ſchlagen, ſowie außerdem den Record der A..U. über 402¼ M. mit 25¼½ Sek. um eine volle Sekunde zu drücken. Herr Chriſtianſen iſt der alleinige Rennfahrer der hieſigen Superbe Fahrra dwerke Karl Kircher u, Co. Mannheim und können wir dieſer rüh⸗ rigen Firma wie beſonders dem Herrn Chriſtianſen zu ſolchem glän⸗ zenden Erfolge nur gratuliren. Tips für die morgige Regatta⸗ 1J. Anfänger⸗Vierer. Heißes Rennen zwiſchen Straßburg und„Amieitia“, welches zu Gunſten Letzterer ausfallen dürfte. II. Großer Vierer. Mainz geht allein über die Bahn. III. Junior⸗Vierer. Zwiſchen Mainz, Worms und Offen⸗ bach harter Kampf, der zu Gunſten Worms ausfallen wird. IV. Junior⸗Vierer. Sehr ſcharfes Rennen zwiſchen Worms, Frankfurter.⸗B., Mannheimer„Amieitia“ und Mannheimer Ruder⸗ Geſellſchaft, zu Gunſten Frankfurts. V. Zweiter Vierer. Mannheimer Ruder⸗Geſellſchaft. VI. Zweier ohne Steuermann. Frankfurter Ruderklub. VII. Ermunterungs⸗Vierer. Mannheimer Amieitia. VIII. Rhein⸗Meiſterſchaft. eee Worms. IK. Erſter Achter. Intereſſantes Rennen zu Gunſten Mainz ausfallend. X. Dritter Vierer. Mannbeimer Ruder⸗Verein Amieitig, TI. Junior⸗Achter. Mannheimer Ruder⸗Geſellſchaſt. Tlisatev, Kunſt und Wiſſenſchaft. Herrn Hofſchanſpieler Neumaun wurden geſtern Abend, als er das Theater verließ, von der begeiſterten Menge, die in lebhafte ausbrach, die Pferde ſeines Wagens ausgeſpannt, und der Künſtler im Triumph nach Hauſe geleitet— ein neuer Beweis da⸗ für, wie man ſeine Verdienſte ehrt und ſein Scheiden von unſorer Bühne bedauert. Feſtakt im Groſth. Boftheater. Auf der Bühne des Großh. Hoftheaters fand heute Vormittag 11 Uhr ein Feſtakt zu Ehren der drei mit Ende dieſer Spielzeit aus dem Verband unſeres Theaters ſcheidenden Mitglieder, der Frau Kammerſängerin Seubert, des Herrn Hofſchauſpielers Neu⸗ mann und des Herrn Kammermuſikus H eid ſtatt, wozu Vertreter der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden, die Theaterkommiſſion, Angehörige der Gefeierten, Mitglieder der früheren Theaterver⸗ waltung, die Mitglieder des Theakers und die Vertreter der Preſſe erſchienen waren. Herr Geheimer Regierungsrath Pfiſterer er⸗ öffnete die erhebende Feier durch eine längere Anſprache, in welcher el die Verdienſte der Aatt Seubert und des Herrn Neumann ſchilderte und ihnen im Auftrag S. K. Hoheit des Großherzogs die ihnen von demſelben verliehenen Auszeichungen überreichte. Frau Seubert erhielt ein goldenes Armband, geziert mit dem Bilde des Großherzogs in Medaillonform, Herr Neumann das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Zähringer Löwenordens. meiſter B räunig in Vertretung des leider durch Unwohlſein ver⸗ hinderten Herrn Oberbürgermeiſters Beck im Namen der Stadtver⸗ waltung und drückte den Scheidenden den Dank und die Anerkennung der Stadt Mannheim für ihre langjährigen treuen Dienſte aus. Als Vertreter einer Anzahl hieſiger Mufkfreunde und Theaterabonnenten überreichte ſodann Herr Kommerzienrath Len el Herrn Heid unter warmen Worten der Anerkennung ein anſehnliches Geldgeſchenk. Darauf ergriff Herr Intendant Dr. Baſſermann das Wort, um in längerer, allen Theilnehmern zu Herzen gehender Rede den drei jüngſten Penſionären des Theakers Lebewohl zu ſagen und ihnen unter Hervorhebung all ihrer vielfachen Ver⸗ dienſte um das Mannheimer Kunſtleben die beſten Wünſche auf ihren künftigen Lebensweg mitzugeben. Er erinnerte zunächſt an einen Vierten aus der Zahl der Theatermitglieder, der in den Penſionsſtand hatte treten müſſen, Herrn Hofmuſikus Hetzel, der durch einen ſchweren Schlaganfall an der weiteren Ausübung ſeines Künſtlerberufs leider gehindert ſei, und theilte mit, daß man ihm die beſten Wünſche zu ſeiner Geneſung nach Baden⸗Baden über⸗ ſenden wolle. Er beſprach dann die Verdienſte des Herrn Heid, der 53 Jahre lang ſeine Kraft dem Mannheimer Theaterorcheſter gewidmek habe und wandte ſich nach ihm zu dem Nächſtälteſten, Herrn Neumann, deſſen hervorragende Leiſtungen, korrekte Lebens⸗ führung und nachahmenswerthe Pflichterfüllung er mit beredten Worten ſchilderte und den Zurückbleibenden als leuchtendes Beiſpiel zur Nacheiferung hervorhob. Zuletzt trat er auf Frau Seubert zu:„Was ſoll ich nun zu Ihnen ſagen, von der in dieſen Tagen ſo viel geſprochen und geſchrieben worden iſt,“ begann er mit bewegter Stimme und verſicherte ſie daß die feſten und ſchönen Beziehungen, die ſo lange Jahre hindurch zwiſchen ihr, dem Theater und dem Publikum beſtanden hätten, auch fernerhin unvermindert fortdauern ſollten. Er über⸗ reichte ihr darauf das im Einverſtändniß mit Großh. Miniſterium und der Theaterkommiſſion ausgefertigte Diplom ihrer Ernennung zum Ehrenmitglied des Mannheimer Theaters. Er betonte, daß an dem beutigen Tag außer dem Schmerz über das Scheiden dreier ſo verdienter Mitglieder doch auch ein Gefühl der Freude Platz greifen müſſe über dieſe Künſtler, die zuſammen in 100jähriger Dienſtzeit (Heid 58, Seubert 30, Neumann 17) an dem Mannheimer Theater durch vorbildliche Berufstreue und unermüdliche Hingabe an ihre Aufgaben eine ſo hohe Stufe der Künſtlerſchaft errüngen hätten. Er dankte darauf dem Publikum, der Preſſe, den ſtädtiſchen und ſtaat⸗ lichen Behörden für das warme Intereſſe, mit dem ſie das Gedeihen des Mannheimer Theaters verfolgen, und ſchloß mit einem begeiſtert aufgenommenen Hoch auf Se. Königl. Hoh. den Großherzog als den Förderer von Kunſt und Wiſſenſchaft, den Freund und Beſchützer des Mannheimer Theaters. Nun folgten die Scheidegrüße der Mitglieder, denen die Herren Knapp, Bauer und Langer Worte verliehen. Herr Kammerſänger Knaäpp ſprach als älteſter Kollege zu Frau Seubert und ließ ihr durch Frau Sorger als Geſchenk des Perſonals eine prachtvolle ſilberneé Blumenvaſe überreichen. Herr Hofſchauſpieler Bauer ſprach als älteſter Kollege des Herrn Neumann zu dieſem herzliche Worte der Kollegialität und ließ ihm durch Frau Heſſe⸗Berg einen prachtvollen Kaſten mit den Photographien der Mitglieder als Abſchiedsgabe derſelben überreichen. Frau Heſſe ſprach ebenſo wie Frau Sorger einige paſſende Verſe hierzu. Herr Hofkapellmeiſter Langer überreichte Herrn Heid eine ſchöne Wanduhr als Geſchenk. Nachdem dann noch Herr Kammermuſtkus Kündinger mit humor⸗ vollen Worten der Frau Seubert als Gabe des Orcheſters einen ſchönen Lorbeerkranz überreicht hatte— er hob u. A. hervor, wie wenig Repertoireſtörungen es durch Frau Seubert gegeben habe und wie wenig Proben ſie bedurft habe—, erfolgten die Dankesreden der ſo hoch Gefeierten. Als erſter ſprach Herr Heid in eumfachen, von Herzen kommenden Worten ſeinen Dank aus für alle die Ehr⸗ ungen, die ihm zutheil geworden ſeien, ihm ſchloß ſich Frau Seubert mit ebenſo herzlichen Worten an, bei denen ihr oft vor Rührung die Stimme verſagte, und ſchließlich hielt Herrn Reumann eine formvollendete, von ſeiner vornehmen Geſinnung erfüllte Anſprache, die auf alle Anweſenden einen tieſen Eindruck machte. Er verband mit herzlichen Ausdriſcken des Dankes eryſte Worte des Aßſchieds — Sodann ſprach Herr Bürger⸗ und der Mahnung an ſeine Kollegen, denen er kreues Feſthalten an dem Geiſte wahrer Kollegialität und an dem Maunheimer Kunſt⸗ Inſtitut ans Herz legte, und er ſchloß ſeine ſchöne Rede mit dem Dichterworte aus Goethes Fauft:„Denkt ihr an mich ein Augen⸗ blickchen nur, ich werde Zeit genug an Euch zu denken haben!“ 0 war die ſchöne Feier, die ungefähr eine Stunde dauerke, 8 nde. Wenn es uns der Raum unſeres Blattes geſtattet, werden wir in der nächſten Nummer dieſe und eine oder die andere der voraus⸗ gegangenen Reden im Wortlaut mittheilen. ——ů— Geſchäftliches. Was nützt einem Säugling, dem durch die Ungunſt der Verhältniſſe die Muttermilch nicht gereicht werden kann, alle Liebe und Zärtlichkeit, wenn bei ſeiner Auffütterung die Erkenntniß fehlt, daß ein geſunder Körper nur durch eine wiſſenſchaftlich berechnete Nahrung zu erzielen iſt. Nichts iſt im zarten Kindesalter ſo wichtig als die Ernährung, und nichts wird mehr vernachläſſigt und nach altherkömmlicher Schablone betrieben, als gerade ſie⸗ Die Kleinen werden mit den mannigfaltigſten Hilfsmitteln, mit Mehl⸗ und Wecken⸗ brei, Zwiebacken, unrichtig zuſammengeſetzten Kindermehlen und an⸗ deren Surrogaten aufgefüttert, Nahrungen, die zahlreiche und ſchwere Uebelſtände nach ſich ziehen, deren Tragweite dann in ſpäteren Jahren zum Austrag kommen.— Alle dieſe Aushilfsmittel haben nachgewieſenermaßen den ſchwer wiegenden Fehler, daß ihre Zu⸗ ſammenſetzung eine unrichtige und einſeitige iſt, und daß hierdurch dem Säugling die Nährſtoffe in einem unrichtigen Miſchverhältniß geboten werden.— Bei einer künſtlichen Ernährung iſt es unbedingt nothwendig, daß der Säugling die gleichen Nährwerthe wie bei der Multermilch erhält, und nicht allein dieſe, ſondern die Nahrung muß auch ſo zuſammengeſetzt ſein, daß ein jeder Theil des kindlichen Organismus ſein Gedeihen dabei findet. Nach dem Urtheil höchſter Aukoritäten auf dem Gebiete der Kinderheilkunde iſt nun in Dr. med. Theinhardt's Kindernahrung ein in ſeiner Güte und Vollkom⸗ menheit einzig daſtehendes Säuglingsnährmittel aufgefunden. Die vorliegenden Analyſen weiſen eine der Muttermilch genau ange⸗ paßte Miſchung auf, und das Präparat von den Fabritanten unter ſtändiger Controle vereideter e geſtellt iſt, ſo dürfte hier wohl, wie bei keiner andern Säuglingsnahrung, Gewähr geleiſtet dem Kinde damit das Beſte geboten iſt, was geboten wer⸗ en kann, —— Aeueſte Nachrichten und CTelegramme. (Privat⸗Telegramme des„Geueral⸗ Auzeigers.“) Straßburg, 3. Juli. Aus den verſchiedenſten Theilen von Elſaß⸗Lothringen laufen Nachrichten über ſchwore Gewitter und Ha⸗ gelſchlag ein. In der vergangenen Nacht gingen zwei ſchwere Ge⸗ witter mit Hagelſchlägen über Straßburg nieder, In Oberhausber⸗ gen war der Regen ſo ſtark, daß das Waſſer in die Häuſer eindrang und Sturm geläutet wurde. Im Kanton Buchsweiler ſind 16 Ge⸗ meinden verhagelt. Nach vorläufigen Berechnungen beträgt der Schaden über 3 Mill. Mark. Kölu, 3. Juli. Bei Orſoy fand auf dem Schleppboote „Käthchen“ eine Keſſel⸗Exploſton ſtatt, durch welche 4 Mann der Beſatzung getödtet worden ſind. * Dresden, 3. Juli. Heute früh 7 Uhr lief auf Bahnhof der von Radenburg einlaufende Zug in Fol der Bremsvorrichtung auf einen Vorortzug. Sechs vorletzt. Lübeck, 3. Juli. Die Regatta Kiel Praxmünde ſchloß 1 Nachmittag 3¼ Uhr auf der Travemünder Rhede ab. Der Kaiſer empfing an Bord des„Meteor“ den Prinzen Heinrich und fuhr mit dem hieſigen e Verſagens rſonen ſind dieſem in einer Salonpinaſſe nach der auf der Rhede liegenden kaifer⸗ b. lichen Yacht„Hohenzollern.“ Budapeſt, 3. Juli. Aus verſchiedenen Orten Siebenbürgens a mit Hagelſchlag, welche laufen Berichte ein über furchtbare Unwetter großen Schaben verurſachten. In Ilgo wurden ſämmtliche Brückende weggeſchwemmt.— * Paris, 3. Juli. Gerüchtweiſe verlautet, die Engländer hättens vom Negus Menelik die Conceſſion zum Bau einer Telegraphenlinie von Zeila nach Harrar erhalten. *Paris, 3. Juli. Nach Blättermeldungen lehnte Dröz end⸗ giltig den Gouverneurpoſten von Kreta ab, unter Hinweißs auf die ſchwankende Geſundheit ſeiner Frau. „Paris, 3. Juli. Im heutigen im Glyſee abgehaltenen Miniſterrathe verlas der Miniſter des Aeußern Hauotaux die Vor⸗ lage, durch welche für die Reiſe des Präſidenten nach Rußland ein Krebit von 500,000 Francs beantragt wird. Die Vorlage ſoll am Montag in der Deputirtenkammer eingebracht werden. * Nom, 3. Juli. In einem Theile der Provinzen Ferrarre und Bologna iſt ein theilweiſer Streik unter den bei den Getreide⸗ ernten und auf den Reisfeldern beſchäftigten Arbeitern ausgebrochen. In der Provinz Ferrarra kam es geſtern Abend zu einem Zuſammen⸗ ſtoß zwiſchen 300 Schnittern und der öffentlichen Gewalt, wobei 2 Soldaten und ein Bauer verwundst wurden.— In Oſſi in der Provinz Saſſari fand in der vergangenen Nacht ein heftiges Feuer ſtatt. Ein Arbeiter, welcher ſeine Frau gerettet patte, kam mit ſeinen 3 Töchtern in den Flammen um. London, 3. Juni. Das Royal Colonial Inſtitut gab geſtern Abend im Hotel Cecil ein Bankett, an welchem die Premierminiſter der Kolonieen, Chamberlain und viele andere vornehme Perſönlich⸗ keiten theilnahmen. Der kannadiſche Premierminiſter betonte in ſeiner Anſprache, daß es ſein Ehrgeiz ſet, die Kündigung gewiſſer Verträge mit auswärtigen Staaten zu erreichen, welche für die Kolonialbeſtrebungen eine Blöße bildeten. * Petersburg, 3. Juli. Der amtliche„Kronſtadtsky Weſtnik“ meldet, zum Empfange des deutſchen Kaiſers, welcher Ende Juli (a. St.) erwartet wird, trifft in Kronſtadt ein aus 2 Panzerſchiffen und 4 Kreuzern beſtehendes ruſſiſches Geſchwader ein. Diefe Schiſfe dürften mit den exwarteten deutſchen Kriegsſchiffen auf der großen Kronſtädter Rhede Stellung nehmen. *Waſhington, 2. Juli. Wie ſchon gemeldet, nahm der Senat mit 38 gegen 19 Stimmen den Artikel des Tarifentwurfes an, welcher beſtimmt, daß auf alle Wgaren, für welche im Auslande Exportprämien gezahlt werden, dieſen Prämien entſprechende Zu⸗ ſchlagszölle gezahlt werden. Im Laufe der Debatte bekämpfte Se⸗ nator Gray dieſen Artikel und erklärte, dies wäre der erſte Schritt in der Uebertretung der Verträge, wenigſtens der Verträge mit Deutſchland und Oeſterreich⸗Ungarn. Der Senator verlas die Pro⸗ teſterklärungen dieſer Mächte und fuhr fort, der vorgeſchlagene Zoll ſei eine Verletzung des Vertrages mit Preußen vom Jahre 1828, welcher eine Verpflichtung enthalte, die ehrenhafter Weiſe nicht umgangen werden könne. Senator Lindſay bekämpfte ebenfalls den Artikel. Caffery Morgan und White ſprachen für denſelben. Morgan führte aus, neue Verhältniſſe ſeien ſeit dem Vertrage von 1828 eingetreten. Deutſchland habe unter dem Eindrucke derſelben gehandelt und die Vereinigten Staaten ſeien in Folge deſſen berechtigt, das Gleiche zu thun. Chaneller erklärte, er würde ungern für dieſe Klauſel ſtimmen. Ihm ſei geſagt worden, Deutſchland würde einen Handelskrieg Sher die Vereinigten Stagten anfangen. Er würde es vorziehen, Opfer zu bringen, um einer Reihung vorzubeugen. 2 7 und unappetitlich iſt es Fliegengift in Tellern Gefährlich aufzuſtellen. Wer dieſe Quälgeiſter auf ein⸗ mal in 5 Minuten los werden will, benütze nur das weltberühmt⸗ „Dalma“ von Apoth. Eug. Lahr in Würzburg,(Siehe heutiges Inſerat.) 37207 Echter Vino-Vermouth di Torino Francesdo Cinzano& Cie., Turin feinste Marke Schaumweine Burgeff& Co. Speclal- Marken: Extra Cuvée, Srün Etikette ete. 0. Th. Schlatter. anfhelm 0 3, 2. 285fe — * 1 * eeeeeeeeeeeeeeeeeeeee —— — MNMesrzißle der Meſſerſchüede“ Von Viktor Sievert. (Nachdruck verboten). —Ich liebe es, mich in die„guten alten Zeiten“ zurückzu⸗ pverſetzen. Ohne Weiteres ſei zugegeben, daß die alten Zeiten nicht auch immer gute geweſen ſind. Ein Rückſchrittler, der ſich nach den Zuſtänden vergangener Jahrhunderte zurückſehnte, bin ich gewiß nicht, aber ſchon aus den Worten„gute alte Zeit“ ſtroͤmt mir etwas anheimelndes, etwas patriarchaliſches entgegen. Die alte Zeit muß doch auch ihre Reize, ihre Schoͤnheiten gehabt haben. Vor mir liegt in vergilbtes Reiſebuch, das zu Anfang des Jahrhunderts dae Licht der Druckerſchwärze erblickt haben muß. Die Lithographien ſind von ſorgfältiger Durcharbeitung, nur mit der Perſpektive hapert's manchmal. Das Buch in Kalenderformat behandelt die„Maleriſche Reiſe ins Rieſen⸗ gebirge“. Mit großem Intereſſe las ich da, wie es auf der Schneekoppe zu dieſer Zeit ausgeſehen hatte und bei einem Städtchen im Thale ſtel mir folgender Paſſus auf: „In den früheren Zeiten war der Bergbau auf Eiſen die Hauptnahrungsquelle der Bewohner, die aber gänzlich verſchwunden iſt; noch vor etwa 100 Jahren gab es hier etwa 100 Meſſerſchmiede, deren Zahl ſich nun bis auf drei Meiſter redu⸗ zirt hat.“ Von hundert bis auf drei!! In der Zeit eines Jahr⸗ hunderts,— bas erſchien mir kaum glaublich. Wir ſchreiben heut 1897, um die Zeit, als die„Maleriſche Reiſe“ erſchienen war, konnte man etwa 1826 geſchrieben haben. Sollte denn in dem Zeitraum von ca. 70 Jahren jede Spur von den letzten drei Meſſerſchmiede⸗Meiſtern verſchwunden ſein? Die Anſtellung von Nachforſchungen erſchien mir lohnend genug, um nach dem Rieſengebirgsſtädtchen hinunter zu fahren. In dem Dörflein, in welchem es nach meinem Handbuch von anno dazumal noch zahlreiche„Laboranten“ und„Kräuter⸗ ſammler“ gegeben hatte, fand ich keinen dieſes Handwerkes mehr vor, wohl aber ein niedliches Bahnhofsgebäude. Den ehemals ſo ermüdenden Weg überwand ich ſpielend im Koupee des Eiſenbahnzuges und als ich auf dem Bahnhof des Städt⸗ chens anlangte, empfing mich der Hausdiener des Hotels. Den wollte ich gleich ausholen. „Führen Sie mich doch mal zu einem Meſſerſchmiede⸗ ib. ber,“ ſagte ich zu ihm. Lar ſah mich verdutzt an. „Na ja,“ meinte ich weiter,„ich will mir ein Meſſer kaufen.“ 8 „Das kriegen Sie hier in der Eiſenwaarenhandlung.“ „Ich will's aber vom Meſſerſchmied kaufen.“ So was gibt's hier nicht, hat's auch mein Lebtag nicht gegeben.“ So war nichts zu machen, deshalb interviewte ich den Hotelier. „Schon lange hier am Orte?“ fragte ich. „. 2Oh,“— machte der,„hier geboren, ſeit 35 Jahren ier ſeßhaft. Mein Vater freilich war aus Berlin,— die HZerhältniſſe hier beſſern ſich aber von Jahr zu Jahr, große Fabriken, famoſe Bleichen, ſtarker Fremdenverkehr.“ denn hier noch ein Meſſerſchmiede⸗Meiſter?“ reagte ich. * Er ſah mich an mit einer Miene, als ob er ſagen wollte: Junger Mann, mich dürfen Sie nicht uzen,“— dann aber fuͤgte er hinzu:„Meſſerſchmiedemeſſer waren hier ſeit Tauſenz FJähren nicht, ſo was verſchwindet doch nicht ſo plötz⸗ lich. Aber des Spaſſes halber geh'in Sie doch mal rüber zum Rendanten Landsmann,— 78 Jahr alt, aber noch ruͤſtig, nur hier etwas,“— er machte eine bezeichnende Bewegung nach der Stirn,—„der kann noch immer die gute alte Zeit nicht vergeſſen.“ 12 Sofort ſtand es bei mir feſt, den alten Rendanten auf⸗ zuſuche. Der wohnte dicht an der Kloſterkirche, die beiden Ferſer ſeiner Giebelſtube gingen hinaus nach dem Garten, einem früheren Beerdigungsplatz. Nach wiederholtem Läuten wurde mir geöffnet. Eine alte Dame ſtand vor mir. Dem mißtrauiſchen Blick derſelben ſuchte ich durch Abgabe meiner Karte zu begegnen. Wohl eine Vierlelſtunde mußte ich in dem mit rothen Ziegeln belegten Flur warten, der rechts und links von Holz⸗ bänken flankirt war. Endlich kam die Alte zurück und gelei⸗ tete mich hinauf. Es ging über zwei Holzwendeltreppen, über einen gewölbten Korridor bis zu einer Doppelthür. Geräuſch⸗ voll wurde die erſte Thür aufgeſchloſſen, auf kräftiges Pochen an der zweiten ertönte ein leiſes„Mit Gott.“ Für den erſten Augenblick ſtand ich verblüfft: das war ja das Zimmer eines richtigen Gelehrten. Hohe Büchergeſtelle an den drei Wänden, an der vierten Wand ein altes, gediegenes Cylinderbureau, darauf eine Stutz⸗Repetir⸗Uhr, rechts ein guter Stich von Friedrich dem Großen, links ein ſolcher der Maria Thereſia. Und auf hohem Drehſeſſel hockte ein kleines Maͤnn⸗ chen und legte den Gänſekiel vorſichtig kei Seite. Einen Gänſekiel,— im Jahre 1897 Kreiſchend drehte er den Seſſel nach mir, lud mich mit einer Handbewegung ein, mich im Lehnſtuhl am Fenſter nieder⸗ zulaſſen, und ſagte mit leiſer, gedämpfter Stimme: „Nehmen Sie Platz im Lehnſtuhl, ich halte nichts von modernen Schaukelſtühlen. Sie ſind Journaliſt, wie ich auf Ihrer Karte leſe,— ſo verknöchert wie Sie vielleicht glauben, bin ich gar nicht, ich halte auch meine Zeitung— aber,— 1 aber,— die gute alte Zeit meiner Jugend...“ „Wegen dieſer guten alten Zeit komme ich. Sie wiſſen darin Beſcheid, Sie ſind Autorität auf dieſem Gebiet. Was die heutige Generation nicht kennt, das kennen Sie. Nur eine Frage hat für mich hauptſächlich Intereſſe,— welches Ende , dat hier der letzte Meſſerſchmiede⸗Meiſter genommen?“ Des Alten Geſicht wurde aſchfahl, er machte eine ab⸗ hyrende Bewegung mit der Hand, dann drehte ſich der Seſſel Ekeiſchend wieder zurück, Herr Rendant Landsmann wandte mir den Rücken. Nach langer Pauſe ſchraubte er den Seſſel von Neuem hoch und zugleich in der Richtung nach meinem Lehnſtuhl. Sein Geſicht lag wieder in den Falten der Alltäglichkeit.„Sie haben da ein Thema berührt,— ein Thema berührt Ach. das könuten Sie eigentlich.. wenn Sie ſo gut ſein wollten,— aber Sie müͤſſen mir das Geſchriebene erſt be leſen, ehe Sie das in die Zeitungen bringen..“ Ich verſprach, in acht Tagen wieder vorzuſprechen, ich verſprach auch, das Manufkript vor der Veröffentlichung ihm vorzuleſen. Da nickte er befriedigt und kletterte von dem Drehſeſſel herab. Unter bedeutendem Schlüſſelgeraſſel ſchloß er das rechte Unterfach des Cylinderbureaus auf und übergab mir einen aktenähnlichen Band von bedeutendem Umfang. „Sie werden Zeit gebrauchen, fich hierdurch zu arbeiten, aber das iſt alles Akt um Akt wahr. Alſo leſen Sie mir das vor... wiſſen Sie, ein alter Mann wie ich, ſo'ne Ueberſicht über Generationen, ich bin Junggeſelle, mit mir vergeht ein letzter Zeuge der„guten. alten Zeit.“ * Nach zwei Wochen ſaß ich wieder in dem Lehnſtuhl, das Studium der Akten hat längere Zeit in Anſpruch genommen, als ich zuerſt geglaubt hatte. Meine Aufnahme war eine ſehr zuvorkommende geweſen. „Mann der kommenden Geſchlechter“, ſo hatte mir der alters⸗ ſchwache Greis zugerufen,„ich habe Sehnſucht gehabt nach Ihnen, leſen Sie mir vor, laut, deutlich, Sie ſollen mir meine Jugend wieder vor die Augen zaubern.“ Er beſtellte Erfriſch⸗ ungen aller Art, ſodaß die alte Dienerin verwundert ihr Haupt ſchüttelte. „Es war eine ſchwere Arbeit, ſich durch dieſen Wuſt hin⸗ durchzufinden,“ meinte ich. „Ich weiß,“ drängte er,„aber leſen Sie, ich habe nicht mehr viel Zeit.“ Da begann ich denn mit einem Reſkript aus dem 17. Jahrhundert, durch welches Stadtprivilegien verliehen wurden, ich las von Kämpfen zwiſchen Bürgern und Reißigen. Ein toleranter König hatte Fremdlinge in ſein Land aufgenommen, die nicht untren werden wollten ihrem Glauben. Sie brachten neue Induſtrien mit in das Land. Später kam eine Ein⸗ wanderung aus dem benachbarten Böhmen. „Anno 1730 gab es ein reges Getriebe in der Meſſer⸗ ſchmiederei,“ las ich weiter,„die Meiſter Waller, Königsberg, Gottberg, Landsmann“ „Sehen Sie,“ ſo unterbrach mich der alte Herr,„einer meiner Urahnen.“ „Landsmann“, fuhr ich zu leſen fort,„gaben vielen Ge⸗ ſellen Arbeit und Verdienſt. Der Verſandt ging nach weit hin, ſelbſt nach Hamburg. Aber ſchon in den fünfziger Jahren kam ein Stillſtand, noch ein Jahrzent ſpäter ein Rückſchritt, dann eine Kata⸗ ſtrophe... Die erſten Fabriken erſtanden, in denen Meſſer, Scheeren Senſen, Sicheln und ſchlimmſten Falls auch Nägel in grrn Mengen mechaniſch hergeſtellt wurden für einen Preis, der kaum die Koſten der Handarbeit eckte. Aus den Meſſerſchmiedegeſellen wurden Fabrikarbeiter,— ſtie zogen in Mengen nach Weſtfalen, nach dem Rhein, nach der Wupper, die kleineren Meiſter zogen mit, ſie wurden Werk⸗ führer oder Aufſichtsbeamte in Fabriken. Ein kleiner Stamm der alt eingeſeſſenen Meiſter kämpfte bis zu Ende des Jahrhunderts wacker gegen die billige Ueber⸗ macht,— einen nach dem andern ereilte das Schikſal des „Aufgefreſſen⸗Werdens...“ „Sehr gut, ſehr gut,“ knurrte mein aufmerkſamer Zu⸗ hörer,„das iſt der richtige Ausdruck. Die haben nicht kapi tulirt, ſie haben keine ſchlechte Ware geliefert, es waren reelle Leute durch und durch, aber ſie ſind„aufgefreſſen“ worden. So was zutreffendes wie Sie da ſchreiben! „Bis zum Jahre 1800 zählten noch vier Meiſter⸗Familien zu den Honorationen der Stadt. Zwei derſelben ſtarben aus, die dritte verließ die Stadt und nur die vierte wirthſchaftete bis zum Jahre 1848,— was dann weiter geſchehen iſt, läßt ſich mit Sicherheit nicht feſtſtellen, da hören die Aufzeichnungen auf..., aber Peter Hermann Landsmann, der Name erhält ſich bis in die letzten Aktenhefte.“ „Laſſen Sie das Vorleſen, ich will Ihnen das Weitere erzählen. Das behalten Sie im Gedächtniß, ſonſt hat Ihre Skizze keinen ſtilvollen Abſchluß. Des Peter Hermann Lands⸗ mann's Sohn bin ich. Ich erinnere mich deutlich der Werk⸗ ſtatt— heut iſt der Pferdeſtall Ihres Hotels daraus gemacht worden— da ſtanden Meiſter und Geſellen hämmernd, pochend ſchleifend. Und mein Vater war gewiſſenhaft, es ging kein Meſſer aus ſeinen Händen, von dem er ſich nicht überzeugt hätte, daß es ein loſe hingehaltenes Kopfhaar ſchon oben an der Spitze glatt durchſchnitt. Das mächtige Schwungrad ſauſte durch die Werkſtatt— ein Rieſe Goliath drehte die Kurbel: ein Mann, der ſeine zwei Zenter wog und für Dreie aß. Beim Vater gab's gemeinſame Wohnung, gemeinſames Eſſen, gemeinſames Vergnügen. Das Geſchäft ging noch immer ganz leidlich, da mein Vater die Kundſchaft der Landbevölkerung beſaß. Da ſtarb unerwartet ſchnell die Mutter, ich war eben 12 Jahre alt ge⸗ worden. Das gab einen gewaltigen Rückſchlag. Man merkt das Wirken einer Hausfrau erſt dann, wenn ſte nicht mehr da iſt. So auch bei uns! Die peinliche Ordnung wurde von einem Drauf' und Darüber abgelöſt, dem mein Vater nicht Stand zu halten vermochte. Seine Energie war dahin, ſein Selbſtbewußtfein auch. Zwei Gehilfen wurden entlaſſen, der Rieſe Goliath kam nur mehr den zweiten Tag, um das Rad zu drehen— es mangelte an Arbeit. Der Rückſchritt machte ſich überall fühlbar, nur nicht in meiner Erziehung. Ich mußte was Tüchtiges lernen, das war nun noch der einzige Wunſch meines Vaters. Die Realſchule mußte ich beſuchen, jedes meiner Zeugniſſe prüfte der„Alte“ — die Jugend iſt geneigt zu ſolchen abſcheulichen Ausdrücken — ſehr genau, er war ſchnell bei der Hand mit ſeinem Tadel, zurückhaltend mit ſeinem Lobe. „Was willſt Du werden, Junge?“ fragte er eines Abends, als ich in die Werkſtatt trat, wo er auf einem„Streichriemen“ Meſſer„abzog“. „Soll ich nicht auch Meſſerſchmied...2“ „Junge“, ſchrie er, den Streichriemen heftig niederwerfend „Du gehſt in ein anderes Metier. Das kann ich nicht mehr länger anſehen, verhungern müſſen wir Handwerker. Maſchinen⸗ betrieb, Fabriken, Schundwaare, billige Preiſe,— das iſt ja zum Verrücktwerden. Aus iſt's jetzt mit der Meſſerſchmiederei, kein Blaſebalg wird hier mehr aufgeblaſen, kein Feuer mehr angefacht,— hier iſt das letzte Meſſer, das ich mit eigener Hand angefertigt habe,“ er reichte mir eine gewaltige Klinge, 45 2 2. A eff 8 det um Griff hochſtand.„Ein Meſſer kann aus ein Fabrik niemals geliefert werden, das iſt mein letztes Werk, durch die Schundwaare will ich mich nicht unterkriegen laſſen 1 Der alte Herr mit den nervigen Armen und den hochauf⸗ geſchlagenen Hemdärmeln durchſtreifte haſtigen Schrittes die Werkſtatt. Er warf die letzten glühenden Holzkohlen in den Eimer, daß es hoch aufziſchte, ſtellte den Blaſebalg ab, hob den Schleifſtein aus der Achſe. Dann trat er auf mich zu:„Leb' wohl Junge, für Dich hab ich geſorgt, Du kommſt beim Magiſtrat an. Ich bin überflüſſig hier,— für uns Anhänger der guten alten Zeit fehlt jetzt der Raum auf der Erde.“ 5 1* Der alte ſonderliche Erzähler kicherte laut auf, er rieb ſich voller Vergnügen die Hände, als ob ihm etwas ſehr An⸗ genehmes paſſirt ſei. Aber ehe ich meinem Erſtaunen Ausdruck geben konnte, erzählte er weiter: „Das iſt es ja, worüber ich mir ſeit Jahrzehnten den Kopf zerbreche. Waren es wirklich Nahrungsſorgen? War es der Aerger über die Konkurrenz? War es der Jammer über meine verſtorbene Mutter? Bis heute hab ich's noch nicht ergründen können. Aber wiſſen Sie, was er gethan hat? — Am andern Morgen fand man meinen Vater mit durch⸗ ſchnittenem Hals auf dem Friedhof neben dem Grabe meiner Wünt Ich ſprang entſetzt empor. „Laſſen Sie das,“ begütigte er mich,„auch den Schmerz habe ich ertragen. Ich brachte es ſchließlich weit genug: Ren⸗ dant bin ich geworden, in den Ruheſtand hat man mich ver⸗ ſetzt, ich erhalte meine Penſion, ich leide keine Noth.“ machte ein merkwürdig ernſtes Geſicht und fragte:„Das werden Sie alles drucken laſſen?“ Ich verſicherte das auf das Beſtimmteſte. „Kann ich's noch leſen?“ „Es ſtehen Ihnen ſoviel Exemplare zur Verfügung, wie Sie immer wünſchen,“ entgegnete ich. Es gab ein ganz herzliches Abſchiednehmen.„Sehr gefreut — ſehen Sie mal,“— und er drückte an einer Stelle des alten Schreibtiſches einen unſichtbaren Knopf nieder, worauf ein Fach in der Mitte ſich öffnete,—„das iſt das letzte Meſſer, das mein Vater... mit dem mein VBater dabei fuchtelte er mir ganz bedenklich mit der Klinge unter den Augen hin und her. Mein Feuilleton„Der Letzte der Meſſerſchwiede“ war gedruckt worden. Wie ich verſprochen hatte, ließ ich dem Rendanten a. D. Landsmann ein Exemplar zuſchlcken. Ich that noch ein Uebriges und ſchrieb einen liebenswürdigen Brief dazu, in welchem ich mich für die gute Aufnahme bedankte. Wenige Tage darauf las ich in einer ſchleſiſchen Provinz⸗ zeitung die folgende Notiz im ſchönſten Reporterſtil: „Am Grabe ſeiner Eltern erdolcht hat ſich heut Morgen der ſeit Langem als Sonderling bekannte Rendant a. D. Landsmann. übung ſeiner That hatte er ſich eines küuſtleriſch gearbeiteten Meſſers bedient, mit dem er ſich den Hals durchſchnitten hatte. Man erzählt, er ſei der letzte Sproß einer ehemals hier anſäſſig ge⸗ weſenen Handwerkerfamilie geweſen Die Siegerin. Novellete von C. Gerhard. (Nachdruck verboten). Linde, weiche Sommerluft zog durch die geöffneten Fenſter in ein ſtilvoll eingerichtetes Zimmer einer Villa der Viktoria⸗ ſtraße in Berlin. Aus dem Vorgärtchen drang auf den Schwingen des Weſtwindes ein ſüßer Blumenduft und umwehte koſend die heiße Stirne einer jungen Frau, dien mit tiefver⸗ düſtertem Ausdruck, der wenig zu dem Charakter ihrer zarten, blonden Schönheit und zu dem goldenen Sonnenſchein paßte, im Schaukelſtuhl lehnte. Der erſte Sonntag im Juli war heute. Schwer fiel es der Einſamen auf die Seele. Vor fünf Jahren ſtand ſie an demſelben Tage im Brautkleide vor dem Altare des kleinen Dorfkirchleins und gelobte dem Geliebten Treue bis zum Tode. Sie ſprang auf und trat vor ein großes Oelgemälde, ein Selbſtportrait ihres Gatten, des berühmten Malers Eberharb Frank. So hatte er äusgeſehen, als er, um Studien zu machen, in ihre Heimath, die ſtille, weltferne Gegend gekommen, ſo mit dieſem ſonnigen, ſieghaften Blick in den tiefbraunen Augen war er zum erſten Male in den Gartenſaal der Oberförſterei ge⸗ treten, wo ſie beſchäftigt geweſen, leuchtende Eryſanthemen in einer Vaſe zu ordnen, und mit dieſem Blick hatte er um ihre Liebe geworben! Wonnebebend hatte ſie bald danach an ſeinem Herzen gelegen und war ihm nach kurzer Friſt als ſein glück⸗ ſeliges Weib nach der fremden, glänzenden Hauptſtadt gefolgt. Wie ein einziger wundervoller Sommertag war das erſte Jahr ihrer jungen Ehe verrauſcht. Sie hatte bald in dem neuen Erdreich Wurzeln gefaßt, und mit unſagbarem Stolz er⸗ kannt, wie gefeiert Eberhard in den Küuſtlerkreiſen Berlins war. Sein Fleiß war ebenſo groß, wie ſein Talent. Stunden⸗ lang arbeitete er in ſeinem herrlichen Atelier, aber wenn es ihr in ihrem eigenen trauten Reich zu einſam geworden, ſetzte ſie ſich mit ihrer Arbeit zu ihm, was er lächelnd geſchehen ließ. Er malte damals an einem Gaſtmahl im alten Athen und eines Tages hatte er ſie gebeten, ihm zur Hauplfigur ihre ſchlanke Geſtalt, ihre holden Züge zu leihen.„Hilf mir zu neuem Ruhm, wie Helene Fourment dem Meiſter Rubens!“ Mit Zauberſchnelle war das Bild vollendet; im Vordergrunde ſtand ſie im weißen Gewande, auf welches das Goldhaar floß. „Die Siegerin“, wie er ſein Werk getauft, hatte darauf einen Siegeszug durch Deutſchland gemacht, und Eberhard ihr Urbllh, ſeine Muſe, ſein Leben, ſein Alles genannt. 5 Wie kam es nur, daß dieſes ſonnige, unbeſchreiblich ſuͤße Glück dann doch in Stücke ging, daß ihre Herzen ſich immer weiter von einander entfernten? Die junge Frau rang in ſtummer Qual die weißen Haͤnde. Im zweiten Jahre ihrer Ehe ward ihnen ein Söhnchen ge⸗ ſchenkt. Sie hatte ſich nach ſeiner Geburt lange nicht erholen können, war nervös und reizbar geworden. Eberhard war An⸗ 8 Einige höfliche Worte wollte ich noch anbringen, aber er habe ich mich,“ erwiederte der alte Herr,„aber ehe Sie gehen, 3 Zur Aus⸗ 1 Kr — am 2* D0 Inahe! Seitdem ſie dieſes gehört, glaubte ſie es ihrer Frauen⸗ war ſie wieder ſchwankend geworden, denn ſie liebte ihn ja trotz SGott für jeden neuen Tag aus der Tiefe ihres Herzens ge⸗ eun duldet alles, ſie höret nimmer auf. mit einander verbunden, kann einſt ein Irrthum zwiſchen Euch 18 treten, Ihr könnt verlernen, an einander zu glauben, einander Dic zu vergeben. i ms Seid langmüthig und freundlich, laßt Euch nicht erbittern. noch liebt und ihm helfen, ſich zurecht zu finden! Gott ſtehe 15 nichtet ihr Vorſatz, zerſtört ihre Hoffnung! 2 Se 6 4. Seite! 1 eeee General⸗Anzeiger. —— — 7˙ e fangs ſehr gütig geweſen, immer bemüht, ſie zu erheitern, zu tröſten. Später aber ſah ſie oft Wolken auf ſeiner Stirne, er betrat ihr Zimmer immer ſeltener, und da er im Hauſe kein Behagen fand, ſuchte er Erholung außerhalb deſſelben. Den nächſten Winter ging er nach Rom; ſie war zu ange⸗ griffen und das Kind zu zart für die weite Reiſe. So blieb ſie daheim, aber während ſte ſich äußerlich erholte, grämte ſie ſich im tlefſten Innern über die flüchtigen Zetlen ihres Gatten, und als er wiederkehrte, erſchien er ihr ſeltſam verändert. Oft war er zärtlich, küßte ſie mit leidenſchaftlicher Innigkeit, tändelte mit dem Knaben und dann kamen wieder Tage, an denen ſein Blick gleichgiltig über ſie hinwegglitt und in ſeinen Augen eine unruhige Flamme loderte. Nie mehr ſprach er ihr von ſeinen künſtleriſchen Plänen, und das Atelier blieb vor ihr verſchloſſen, da er ungeſtört zu arbeitey wünſchte. Aber als ſie einſt klopfenden Herzens an der Thure ſtand, hoͤrte ſte ihn mit ſeinem Modell plaudern und lachen. Die Gemälde, welche er darauf zur Ausſtellung ſchickte, wurden hart angegriffen. Hatte er früher mit Vorliebe die eble Lebensfreude geſchildert, ſo ging jetzt durch ſeine Bilder ein Zug bachantiſcher Daſeinsluſt. Und auf allen hob ſich eine Frauengeſtalt leuchtend von den übrigen ab, eine üppige Ge⸗ ſtalt mit einem von feurigem Gelock umrahmten, blaſſen Antlitz, aus dem meergrüne Augen dem Beſchauer mit ſphinrartigem Ausdruck entgegenſtrahten. Hella that das Herz weh, als ſte zum erſten Male vor die Bilder trat. Die ſchoͤne Frau dort war kein gewöhnliches Modell; Carola Brunelli war eine be⸗ rühmte Tänzerin und ſtand— wie man ſagte, ihrem Manne ehre ſchuldig zu ſein, ſich ganz von ihm zurückzuziehen, und in den tödtlich bangen Stunden der letzten Nocht hatte ſie be⸗ ſchloſſen, zu ihren Eltern zu gehen, und dort die Scheidung einzuleiten. Als ſte dann des Morgens in dieſes ſonnendurchfluthete Zimmer getreten und ihr aus Vaſen und Schalen Blumen ent⸗ gegendufteten, die zweifellos ihres Gatten Künſtlerhand geordnet, alledem! Da aber hatte der Diener gemeldet, der Herr habe ſchon eine Spazierfahrt unternommen mit einem Bildhauer, ſeinem Freunde und jener Tänzerin. Dies traf ihre Seele wie ein Dolchſtoß. Das that er ihr heute an— an ihrem Hochzeitstage! Und Gott ließ ſolchen Frevel geſchehen, ließ ſie unglücklich werden! Durch das geöffnete Fenſter drang das melobiſche Läuten der Kirchenglocken. Wie gebrochen lehnte die arme Frau in ihrem Seſſel, Bitterkeit und Groll im Herzen. Aber die Glockenſtimmen tönten fort und fort, und plötzlich raunen große Tropfen aus Hella's Augen, und ihr Körper erbebte in leidenſchaftlichem Schluchzen. Ach! was war aus ihr geworden, die einſt ſo glücklich, ſo harmlos froh in's Leben geſchaut, die dankt, die dem Frühling entgegengejubelt, den goldenen Sommer⸗ ſonnenſchein mit Entzücken begrüßt! Jetzt ſtand die Welt in Blüthen, die ganze Natur ſchien dem Schöpfer ein jauchzendes Loblied zu ſingen, und ſie hatte in ihrer Verdüſterung nicht den Zauber empfunden, der vor ihren Augen erblühte, ſie hatte ſich in ihrem Zorn abgewandt von dem, zu dem ſie einſt ſo glaubig aufgeſchaut, ſich gegen ihn empört, gegen ihn gemurrt! Ja, hatte ſie denn nicht auch Schuld an ihrem Elend? Zum erſten Male hielt ſie Einkehr in ſich. Hatte ſie ſich nicht Eberhard entfremdet durch ihre Unfreundlichkeit, ihre Selbſtſucht, die nicht wollte, daß er das Leben genoß, während ſie litt. Und ſpäter, als ſie erfuhr, er liebe jene Andere, hatte ſie da nicht jede Annäherung von ihm ſchroff zurückgewieſen, ihm das Kind nicht oft aus den Armen geriſſen und ihm kein Wort des Troſtes vergönnt, als er verſtört die tadelnden Beſprechungen ſeiner Bilder geleſen? Ein köſtliches Wort viel ihr ein, das der alte Geiſtliche, der ſie getauft und eingeſegnet, in ſeiner Traurede geſagt: „Nehmet zum Leitſtern für Euer Eheleben das Wort: Die Liebe verträgt alles, ſte glaubet alles, ſie hoffet alles, ſie Trotzdem Ihr ſo innig Dann denket dieſer Stunde und dieſes Wortes! Dann wird die ſchlummernde Liebe wieder in Euern Herzen erwachen und mit ihr kommt das Glück.“ „Ich will ihm verzeihen!“ murmelte Hella vor ſich hin. „Ich will glauben, daß er mich im Grunde ſeiner Seele mir bei!“ Da öffnete ſich die Thüre und ihr Söhnchen eilte herein, ſchön wie ein Cherub. Und dieſen Knaben hatte ſie des Vaters berauben wollen, der ſüßen Heimath? Er drückte ihr zwei vollerblühte dunkelrothe Roſen in die Hand:„Papa hat ſie für Dich gepflückt!“ plauderte ſein roſiger Mund. Sie drückte ihr glühendes Geſicht in die Locken des Kindes. War dieſer duftende Gruß ihres Gatten nicht eine Beſtätigung ihrer Hoffnung? „Geh in den Garten, Liebling, ich will mich ſonntäglich ſchmücken, dann komme ich zu Dir!— Eberhard ſoll mich wieder ſchön finden“, fͤgte ſie für ſich hinzu. Bald danach betrat ſie wieder das Zimmer im weißen Spitzenkleide, die Roſen an der Bruſt, ſchöner als vor fünf Jahren mit dem vergeiſtigten Zug in dem lieblichen Geſicht, die Augen noch feucht von Thränen. Im Besriff, in den Garten zu gehen, ſtockte ſie plötzlich. Ihr feines Ohr vernahm, daß ein Wagen vor der Pforte hielt. Sie eilte an das Fenſter, ihr Mann ſprang ſoeben herab, er reichte beide Hände Carola Brunelli entgegen und ſie hörte ſeine klangvolle Stimme ſagen!„Ich bitte, kommen Sie, meine Frau wird ſich ſehr freuen!“ Sie floh zitternd in die äußerſte Ecke des Zimmers. Wie, er wagte es, ihr jene Frau zu bringen, die ſie aus ſeinem Herzen verdrängt, die mit kecker Hand ihr Glück zerſtörte? Verweht war nun die friedliche, verſöhnliche Stimmung, ver⸗ Sie wollte fliehen, um das triumphirende Lächeln der andern nicht zu ſehen, doch vor ihren Augen tanzten bunte Lichter; einer Ohnmacht nahe, hielt ſie ſich mühſam aufrecht und ſtarrte den entgegen.„Liebſte Frau, ent⸗ rühmte Diva noch nicht. Ja, Du biſt überraſcht, nicht, daß Dein Mann, der dieſe Liebe entſtehen ſah, Amor Helferdienſte geleiſtet hat!“ Er lachte fröhlich auf. So war ihr ſchmählicher Verdacht eine Täuſchung! Von ihrem Herzen ftel ein Band, es war ihr, als läuteten wieder alle Glocken, ſie läuteten ihr Glück ein. Mit Wärme gratu⸗ lirte ſie dem jungen Bildhauer und der ſchöͤnen Künſtlerin, über deren Antlitz heute eine ſeltſame Weichheit gebreitet war. Eberhard ließ Sekt kommen und ſie tranken auf das Wohl des Brautpaares. Er ſaß Hella gegenüber, und ſie fühlte, daß ſeine leuchtenden Augen unabläſſig auf ihr ruhten. Endlich gingen die Verlobten, Eberhard kehrte zu ihr zu⸗ rück.„Hella“, degann er leiſe,„können wir nicht auch noch glücklich werden, ſo glücklich wie jene Beiden, willſt Du mir nicht wieder Dein Herz ſchenken, wie vor fünf Jahren?“ „Es blieb immer Dein!“ „Und doch glaubte ich aus einem Gedicht, einem todes⸗ traurigen Gedicht von Dir, das ich einſt fand, zu leſen, daß Du mich haſſeſt.“ Eine glühende Röthe färbte ihr Antlitz.„Ich war ſo unglücklich, ich wähne mich von Dir verrathen!“ Und ſie er⸗ zählte ihm von ihrer Vermuthung, von ihrem Entſchluß zu gehen.„Heute aber wollte ich mich ſelbſt beſtegen—“ „Und bliebſt mein, warſt die Siegerin, denn ob ich auch zuweilen ſtrauchelte, Hella, im innerſten Herzeu war ich Dir immer tren.“ „So vergib, verzeih, daß ich Dich einſam machte!“ Er zog ſie ſtumm an ſeine Bruſt. „Wir hatten uns Beide verirrt,“ ſagte ſte weich,„doch heute hat ſich die Allmacht der Liebe wieder an uns be⸗ währt. Wir lernten an einander zu glauben, uns wieder zu verſtehen! O, laß uns unſeres Glückes würdig werden!“ Auf Freiersfüßen. Von K. Reichner. (Nachdruck verbsten.) „Wer das Glück hat, führt die Braut heim!“ „Willſt Du heirathen, ſo beſinn' Dich fein, ſonſt bekommſt Du Eſſig, ſtatt des Wein!“ heißt es zwar. Dennoch hat dieſe warnende Junggeſellen⸗Sentenz und Tendenz noch keinen Heirathsluſtigen vom Freien abgeſchreckt; beſteht der Haupt⸗ lich doch nur in der äußeren Form und Sitte ihrer reſpektiven Brautwerbung, denn ſeit Olims Zeiten iſt und bleibt die Gewohnheit der Menſchheit alte Amme, die nach wie vor be⸗ harrlich ſie am Gängelbande leitet oder zuweilen auch hübſch zierlich— an der Naſe herumführt! Auf Freiersfüßen! Welch' eine weite Scala ſteht dem ſtärkeren Geſchlechte zu Gebote, um, alle möglichen Dur⸗ und Moll⸗Accorde anſchlagend, der ſchwächeren Hälfte Herz und Hand zu bieten, gleichviel ob der betreffende Heirathskandidat als moderner Kulturmenſch proſaiſch in Frack und Cylinder, mit feierlich weißer Binde und obligaten Glacees den verhäng⸗ nißvollſten Weg ſeines Lebens antritt, ob er in der bilderreich⸗ verblümten Sprache des Orientalen ſeinen Empfindungen und Abſichten Ausdruck verleiht, oder wortlos ſchlichtweg„durch die Blume“ freit, nämlich(wie einſt auch Kaiſer Friedrich um die Prinzeſſin Vietoria von England geworben haben ſoll!) nach alt⸗engliſchem Hochlandsbrauch der Auserkorenen einen Strauß oder Zweig weißer Haideblüthe als Dolmetſcher und außerdem Glück und Segen bedeutendes Omen überreicht. Hat doch ſogar ein phantaſievoller Kopf der Neuzeit eine eigene„Freierſprache“ für alle„Kategorien“ erfunden, nach welcher z. B. der gründliche Gelehrte zu ſagen hätte: „Laß' mich Dein Herz erforſchen und mein Glück in Deinen Augen leſen“, während der Arzt, analog ſeinem Berufe, be⸗ haupten müßte:„Nur Du kannſt mein krankes Herz heilen.“ —„Du haſt meinem Herzen eine unheilvolle Wunde geſchla⸗ gen!“ verſichert der kühne Krieger, und der heimathloſe See⸗ mann betheuert:„Bei Dir finde ich einen Hafen für alle Stürme dieſes Lebens.“—„Laſſen Sie uns eine ewige Al⸗ lianz ſchließen!“ ſchlagt der reſervirte Diplomat vor, ſein An⸗ tipode jedoch, der leidenſchaftliche Künſtler, ruft begeiſtert: „Dein Bild allein ſoll mit unauslöſchlichen Farben auf den Grund meines Herzens gemalt ſein!“—„Willſt Du theilen mein Brod in Luſt und Noth?“ fragt ein auf Freiersfüßen wandelnder Bäcker;„Du ſollſt meines Lebens Licht ſein!“ ſchwärmt ein erleuchteter Seifenſieder; ein galanter Kutſcher aber verſteigt ſich gar bis zu der bedenklichen Wendung:„Er⸗ höre mich, ſo ſollſt Du ſtets— die Zügel führen!“ Im Allgemeinen allerdings pflegt jeder Freier wohl am Liebſten ſo zu reden, wie ihm„der Schnabel gewachſen iſt“, ſofern nicht traditionelle Landesſitte ihm die Art und Weiſe ſeines Werbens vorſchreibt, wie z. B. dem vom Stamm der Esthon, der durch ſeine Freiwerber die Werbung in ein alle⸗ goriſches Bild zu hüllen hat, in welchem ein verirrtes Lamm geſucht wird. Die Aufforderung des Vaters:„das Lamm im Haus zu ſuchen!“ heißt ſoviel wie:„Ja!“ und Meth und Bier müſſen das frohe Ereigniß „protokolliren“ helfen. Ueberhaupt ſpielen die Braut⸗ werber und deren Bewirthung oft eine Hauptrolle in ländlich⸗ ſtitlicheu Landesbräuchen. So im Weſterwald, wo die„Pfad⸗ finder“, die der Freier vorſichtigerweiſe zum Rekognosciren erſt vorausſchickt, mit Spannung dieſer Bewirthung entgegen harren und hoffen. Wird nämlich„trocken“ aufgetiſcht, d. h. nur Handkäſe und Brod, dann iſt die ablehnende Haltung prokla⸗ mirt; wogegen die Beigabe der weichen Butter und des warmen Kaffees den gaſtronomiſchen Wink bedeuten: Kommt wieder!“ Von dieſer Erlaubniß wird ſeitens der„Freiersleute“— Freunde des Freiers, die dieſer während der ganzen Freierei frei zu halten hat— ſo lange Gebrauch gemacht, bis ein eventueller Korb, den man im Weſterwald ſich gerade ſo ungern holt wie anderswo, ein überwundener Standpunkt und Alles ſo weit und wohl gediehen iſt, daß„Er“ in eigener Perſon auf dem Schaupeatze erſcheinen kann, um ſich ſchließlich das landesüb⸗ liche„Ja“ zu holen. Solche Antwort ohne Worte kommt anderswo auch vor, beſonders bei den Lappen; dort muß der Freier gleichfalls den Mund halten, ebenſo die Gefreiten, und ſeine Eltern, Verwandten und Geſandten das große Wort führen laſſen, indem ſie die Sippe der Erwählten fleißig dabei mit Brauntwein traktiren. Dieſer öffentlichen Verhandlung ſchuldige, daß ſo früh überfallen, aber Wolfgang bir 2 gorſtellen. unf orſt N Deunn 85 ia unſere be⸗ wohnt außerdem noch eine Menge Volkes bei, um den Verlauf ler Webeng 10 fldn, ahnteſt esf Unterſchied zwiſchen den Freiern der einzelnen Nationen eigent⸗ In einem Theile Niederſchleſiens herrſchte noch etwa Mitte des Jahrhunderts die Sitte, daß der Brautwerber ſtill⸗ ſchweigend erfuhr, wie man maßgeblichen Ortes über einen Freier aus dem Nachbarsdorfe dachte, indem man ihn nämlich in die„gute Stube“ führte und gaſtlich bewirthete. Geſchah dies„kalt“, das heißt mit kalter Küche, Bier und Schnaps, ſo galt's für eine„kühle Ablehnung“; war dagegen die Aufnahme„warm“, mit dampfendem Kaffee beginnend und mit heißen Speiſen fortgeſetzt, ſo konnte der Werber getroſt ſeinem Auftraggeber verſichern, daß ſeine Werbung im wahrſten Sinne des Wortes „die wärmſte“ Aufnahme gefunden. Auch eine warme Freierei ſoll heutigen Tages noch in Guatemala(Central⸗Amerika) ſtatifinden, wo als„glühender“ Brautwerber der Tabak auftritt. Geht dort ein junger Mann auf Freiersfüßen, ſo läutet er am Hauſe ſeiner„Flamme“ an und bittet um Feuer für ſeine Cigarre. Hat er dies zwei Mal gethan, ſo iſt man orientirt, und naht er ſich zum dritten Male mit derſelben Bitte, ſo muß er entweder ohne Feuer ab⸗ ziehen oder es wird ihm verabreicht nebſt der freundlichen Ein⸗ ladung, in's Haus zu treten. Iſt die Cigarre drinnen zu und den folgenden Glimmſtengel ihm zu überreichen und mit dem nöͤthigen Feuer zu verſehen, iſt Privilegium der Braut. Sehr einfach wird auf Sachalin gefreit, wo die Bevöl⸗ kerung freilich nur aus Deportirten beiderlei Geſchlechtes be⸗ ſteht, deren Brautwahl unter Aufſicht der hohen Obrigkeit ſich vollzieht, wenn ein neuer Frauen⸗Zuzug eintrifft; jeder Ledige kann dann ſelber wählen, während der Auserwählten das Recht eines„Ja“ oder„Nein“ zuſteht. Zu den einzelnen originelen Exemplaren, welche in der Naturgeſchichte der Freierei ſich irgendwie hervorgethan, gehört z. B. der tolerante Antrag des Grafen., der mit ſeinen 60 Wintern um ein Mädchen von 20 Sommein durch die Worte freite:„Ich bin ſehr alt, Sie ſind ſehr jung, wollen Sie meine Wittwe werden?“ Nicht minder originell warb einſt in England der be⸗ rühmte Schriftſteller Dr. Johnſon um ſeine ſpätere Gattin Miß Potter, indem er zu ihr ſagte:„er ſei von niedriger Herkunft, beſitze nur wenig Vermögen, und ein Onkel von ihm ſei gehängt worden“, worauf er die Antwort erhielt:„ihr Vermögen ſei nicht größer als das ſeine und wenn auch bisher Keiner von ihren Verwandten gehängt worden ſei, ſo be⸗ ſitze ſie deren doch mehr als zwanzig, die es reichlich ver⸗ dienten.“ 8 Ebenfalls nicht nach der Schablone freite brieflich einſt in einem verliebten Rappel der große Klavier⸗Virtuoſe John Field um eine ſchöne Franzöſſin, als er der völlig Unbekannten in ſeiner reſoluten Manier kurz und bündig ſchrieb: Fräulein! Ich liebe Sie. Im Mai werde ich 2000 Rubel Ihr ergebenſter John Field.“ „Ja“ erfolgte, verſank der erhörte Freier in Melancholie. Er komponirte nicht mehr, er ſpielte nicht mehr Klavier, er trank nicht mehr Champagner, bis ſeine beſorgten Freunde hinter die Sache kamen und den unglücklichen Verlobten glücklich wieder „entlobten“, worauf derſelbe wie neugeboren auflebte. Vor einigen Jahrhunderten exiſtirte in Amerika ein eigenes„Liebesgeſetzb,, das heißt eine förmliche„Freiers Ordnung und Verordnung“, in welcher das General⸗ gericht von Maſſachuſets erklärte:„wenn ſich ein junger Mann um ein junges Maͤdchen bewirbt, ohne Ein⸗ willigung der Eltern, oder in Abweſenheit einer obrig⸗ keitlichen Perſon, ſo wird er das erſte Mal mit fünf, das zweite Mal mit zehn Pfund Sterling geſtraft und im dritten Rück⸗ und Uebertretungsfalle gefänglich einge⸗ zogen.“ Faktiſch wurde 1660 dem Kapitain Aloke die Pönitez von 5 Pfund Sterling auferlegt, weil er's gewagt, das Herz von Edmund Bridge's Tochter ohne vorherige Genehmigung ihrer Eltern zu erwerben. Daß es ſelbſt der Neuzeit an„Heiraths⸗Curioſa“ nicht fehlt, hat Schwarz auf Weiß ein amerikaniſcher Schneider, Namens Sullivan, gezeigt, der vor ca. 30 Jahren zu Kilkenny in den Vereinigten Staaten noch bei Lebzeiten ſeiner beſſeren Hͤͤlfte pränumerando ſchon auf Freiersfüßen ging, wenn gleich einſtweilen nur durch Ausſtellung eines Wechſels! Dieſes echt⸗amerikaniſche Unikum lautete wie folgt:„14 Tage nach dem Tode meiner Frau verpflichte ich mich, Fräulein Eliſe Morand oder auf ihre Ordre diejenige Perſon zu heirathen, die mir dieſen Wechſel im Werthe einer Summe von 60 Pfund Sterling(1200 Mark) repräſentiren wird.“ Die Inhaberin dieſes Wechſels verſtarb zwar bald, vermachte aber das bedeutungsvolle Stück Papier einer Freundin, die gleich⸗ falls vor der unverwüſtlichen Schneidersfrau das Zeitliche ſegnete, worauf der„Heiraths⸗Wechſel“ in die Hände einer Couſine gelangte, der es aber vorbehalten war, Frau Sullivan die Zweite zu werden, denn der trauernde Wittwer löſte pünktlich ſeine Handſchrift ein und ſoll bei dieſer Ehe auf Wechſel in der That mehr Glück als Verſtand gehabt haben. welcher erſt vor einigen Jahren ſein Liebes⸗ und Lebensglück auf die ominöſe Nr. 77 ſetzte, indem er gegen ein Reugeld von 500 Dollar(2125 Mark) die Wette einging: zu ſeiner Lebensgefährtin die„77“ zu wählen, die auf ſein bezüͤgliches Heiraths⸗Inſerat ſich melden würde, gleichviel ob jung oder alt, ſchoͤn oder häßlich, arm oder reich, ein Engel oder eine böſe Sieben!“ „Durch die Zeitung“ hat ſchon ſo mancher Mann ſich ſein Lebensglück geholt, ſo z. B. jener enragirte Briefmarken⸗ Sammler, der vor einigen Jahren im„Moniteur“ der Inſel Mauritius als Beſitzer einer univerſalen Briefmarken⸗Samm⸗ lung von 12,544 Stück annoncirte und„auf dieſem nicht mehr ungewöhnlichen Wege“ eine ähnlich geſinnte und begüterte Sammlerin als Theilhaberin ſeines Lebens und ſeiner Sammel⸗ paſſion ſuchte. Sind doch die Heirathsgründe und leitenden Motive von jeher ſo verſchieden ſchon geweſen, wie die Heiraths⸗Daten der verſchiedenen Ehe⸗Kandidaten. Shakeſpeare heirathete z. B. be⸗ reits mit 18, Goethe erſt mit 57 Jahren, während ein coura⸗ girter belgiſcher Veteran unſerer Zeit, ein gewiſſer Hüet, Kom⸗ battant von 1830, gar mit 84 Lenzen im wunderſchönen Mo⸗ nat Mai anno 94 zum zweiten Mal in den Stand der heili⸗ gen Ehe trat. Der Eine heirathet,„um eine gute Köchin an ſich zu feſſeln“, der Andere„um fortan Knoͤpfe an Iſeinen Hemden zu haben!“ Aus deit Ende geraucht, ſind auch die Werbungs⸗Präliminarien beendigt, „Mein haben, dann will ich Sie heirathen. Sind Sie einverſtanden? Als umgehend das beglückende — Courage beſaß auch jener Amertkaner auf Freiersfüßen, — — 0 Manunheim, 4. Juli. General⸗Anzeiger. 5 Seſte. der aus Bequemlichkeit. wohl der wacke * validitäts⸗ Sta klei Um ſeine S heirathete der chze da die Ho immer, den dieſe ſeines ver Perſon ſei nur zur meinte ironiſch:„man In 0 Andere aus Vernunft, Laune und Langeweile oder rangirt re Winzer zu Piesport, den 1892 das„Klebe⸗ geſetz“ zu dem Verzwelflungsſchritt getrieben haben ſoll; ſeine Magd zu ehelichen, weil er mit dem Einkleben von deren letztere Rubrik und Altersverſicherungs⸗Marken abſolut nicht zu nde kommen konnte und folglich von zwei Uebeln das ihm ner ſcheinende erwählte. chulden durch ein Benefiz los zu werden, Schauſpieler Karl Zimmermann, der einſt in Reval unter Kotzebne's Leitung„mimte“, f „er habe ſich des Anſtandes wegen ptet ſehr richtig:„die unperheirathete lfte ein Menſch“; Lewin Schücking t, die Liebe ſei ſtets blind, und Nie⸗ mand wird dies wohl beſtreiten, doch wo— die meiſten Thaler ſind, hat ſie gewußt zu allen Zeiten“. Paul Heyſe äußert freiſinnig:„Aus Lieb' oder aus Vernunft zu frei'n, wie ſollt' es nicht daſſelbe ſein? Da es doch nichts Verſtändigeres gibt, als eine zu freien, die man liebt!“ macher aber ertheilte Allen, ſo„auf Freiersfüßen“ wandeln, die beſte Lektion, indem er ihnen Folgendes zu rathen aufgab: „Wohl dem Manne, dem das Erſte ſo ſehr das Zweite iſt, Der geiſtvolle daß er darüber das Ganze vergißt“. ——— Aütliche An Hekannkmatz Die Quittungskarten Verſtorbener betr. (177) Nr. 362811. An ſämmt⸗ liche Bürgermeiſterämter, an die börtlichen Verrechnungen, an die Orts⸗ und Betrlebskrankenkaſſen und an die mit dem Einkleben der Marken betrauten Arbeitgeber des Bezirks: Wir machen hiermit wiederholt auf unſere Bekanntmachung im Amtsblatt vom 26. September 1891, Nr. 101191 aufmerkſam und fordern die Einzugsſtellen der Krankenkaſſen und ie mit der Einklebung der Marken be⸗ trauten Arbeitgeber auf, ſobald ihnen der Tod eines Verſicherten, deſſen Quittungskarte bei ihnen interlegt iſt, zur Kenntniß kommt, die Karte— zutreffenden Falls nach Einziehung bezw. JEntrichtung der bis zum Todes⸗ tag noch rückſtändigen Beiträge — an die Ausgabeſtelle des be⸗ treffenden Oetes(Bürgermeiſter) abzuliefern. Das Bürgermeiſter⸗ amt hat alsdann, und zwar gebührenfrei, eine ſtandesamtliche Beurkundung über den Tod des Verſicherten auszuſtellen, bezw. falls derſelbe an einem andern Ort erfolgt iſt, zu erheben. Es genügt, wenn der Bürgermeiſter in die leeren Felder, oder auf die vierte Seite der Karte unter Beifügung des Dienſtſiegels ein⸗ tragen läßt: „Geſtorben um Bürgermeiſteramm (Siegel) 1 8 Karten ſammt Todesbe⸗ urkundung ſinb dann in der Regel bei der periodiſchen Ein⸗ ſendung der zum Umtauſch ein⸗ gereichten Quittungskarten(Ziffer 29 der Verordnung von 28. Oktober 1890„die Ausgabe der Quittungskarten betr.“) der Ver⸗ ſicherungsanſtalt Baden in Karls⸗ ruhe zu übermitteln. ſannheim, den 1. Juli 1897. Großh. Bezirksamt: Lacher. Sroßh. Badiſche Staals⸗ Eiſenbahnen. Mit Wirkung vom J. Juli d. 10 werden für die Artikel Stein⸗ ohlen, Steinkohlenaſche, Stein⸗ kohlenkoks(mit von Gaskoks), Steinkohlenkoksaſche und Steinkohlenbrikets bei Auf⸗ gabe in Wagenladungen von 10000 kg. nach den in den Be⸗ zirken Unterelſaß und Oberelſaß gelegenen Stationen der Reichs⸗ eiſenbahnen in Elſaß⸗Lolhringen die ſeffkaliſs des ſogenannten Rohſtofftarifs durch Gewährung entſprechender Ermäßigungen auf die Frachtſätze des Special⸗ tarifes III im Kartirungswege berechnet. 3925 Nähere Auskunft ertheilt das Gr. Stationsamt Rheinau, ſo⸗ wie unſer Gütertarifbureau. Karlsruhe, 30. Juni 1897. Generaldirektion. Wer, insbeſondere Anfänger und Han⸗ delsbefliſſene, gegen mäßiges Ho⸗ norar gründlſchen, praktiſchen Unterricht im Deutſchen, Eug⸗ liſchen, Franzöſiſchen, Ita⸗ lieniſchen, ſowie in den Rechts⸗ wiſſenſchaften, ſpeziell im Hau⸗ dels, Wechſel⸗ und Seerecht u. ſ. w. wünſcht, wende ſich ſchriftlich oder mündlich um Aus⸗ kunft an die Exped. d. Bl. 67260 laulno Kauf und Miethe. L. Ferd. Heckel, 3, 10. 39945 Tlicht, Kleidermacherin em⸗ Probatum est, mit 10, d. Mts. unterfagt. 39101 bei fffahrt. Wir bringen zur Kenntniß der N daß das durch die Verordnungen vom 14. Dezember 1894 und 24. April d. Js. abgeänderte nieperländiſche Beſondere Schifffahrtspolfzei⸗ Reglement für die Flußthele unterhalb Rotterdams voſn 25. Mai 1892“ jederzeit auf unſerm Buregu M 7, 24 eingeſehen wer⸗ den kann. 39202 Dieſes Reglement findet An⸗ wendun 1 a, die Neue Maas unterhalb Rotterdams, das Scheur, den neuen Waſſerweg, b. den Botlek, die Neue Mags bei Nieuwesluis und Brielle, 0. die Mündungen der beiden Flüſſe, und zwar von der weſt⸗ lſchen Grenze der Gemeinde Rotterdam— an der Weſt⸗ desk des Ringeplaat— und er bis zum linken 9 75 ge⸗ zogenen ſüſplichen Verlänger⸗ ung jener Grenzlinie bis zu der in See gezogenen Linke, von wo ſich eine Tiefe von 120 dm bei gewöhnlicheſn nie⸗ drigen Waſſerſtande ergibt. Mannheilm, 2. Juli 1897. Gr. Rheinbauinſpection. Belauntmachung. Wegen Probebelaſtung der Eiſenbahn ⸗Drehbrücken beim Mannheimer Lagerhaus wird der Schifffahrtsverkehr zwiſchen dent Mlthlauhaſen und alten Zoll⸗ hafen für die Zeit vom 6. bis Mannheim, den 1. Juli 1897. Gr. Hauptzollamt. Aekauntmachung. Die Au meldung der Tabakpflanzungen betr. Nach 8 8 und 24 des Geſetzes, die Beſteſterung des Tabaks, t jeder Inhaber eines mit Tabg epflanzten Grundſtückes(Tabak⸗ flanzer), auch wenn er den Tabak gegen einen beſtimmten Antheil oder unter ſonſtigen Be⸗ dingungen durch einen andern anpflanzen oder behandeln läßt, verpflichtet, der Steuerhehörde des Bezirks bis zum Ablaufe des 15. Juli die bepflanzten Grundſtücke 11 0 nach ihrer Lage und Größe genau und wa 9005 ſait ich anzugeben. Derſelbe erhält darüber bolt der edachten Behörde eine Be⸗ ſchein ung. In Betreff der erſt nach dem 15. Juli bepflanzten Grundſtücke muß die Aumeldung ſpäteſtens am dritten Tage nach dem Beginn der Bepflanzung bewirkt werden. Oie Tabakpflanzer werden mit Bezugnahme hierauf in Kenntniß geſetzk, daß ſie die Impreſſen zu ihren Anmeldungen, wie ſeither den Empſan ihres Wohnorts in Empfang nehmen können, daß ſie aber ſodann die von 8 auf Seite 2, Spalte ½ mit den erforderlichen An⸗ aben verſehenen Impreſſen, alſo ſhre Anmeldungen zur Steuer, wie ſeilſee beim Untererheber des⸗ 109 en Ortes abzugeben haben, 1 4— Gemarkung die ange⸗ lanzten Grundſtücke liegen. an macht dabei aufmerkſam, daß die Einreichung der An⸗ meldungen genau innerhalb der oben bezeichneten Friſter muß, weil die Nichteinhaltün der letzteren unnachſichtli Strafen nach ieht. Veber die 855 1 umeldung Tabafpflanzer vont erhalten die den Untererhebern eine Be⸗ ſlcen ung. Es liegt im weſenk⸗ i 4 75 erfolgen 9 ntere hakpflanzen, da edieſe Beſcheinigung längere Zeit ſorgfältig aufbe⸗ 11 öſnbih a meldung ausweiſen zu können. Diehürgermeiſterämter werden im Intereſſe ihrer Gemeindean⸗ gehörigen erſucht, Vorſtehenbes Unverzlglt auf ortsühliche Welſe in ihter Gemeinde bekannt zu machen. 38760 wahren, um ſi über die erfolgte An⸗ eine Haushälterin jter das bene einer Vorſtellung zu ihren Gunſten erhielten, er ward in der That die ewigen Schulden los für „Benefiz⸗Heirath“ wurde der gute Genius ſchwenderiſchen Lebens. Göthe erklärte offen: verheirathet“: Fichte behau und Kr ö Männliches Perſonal. Wie 10 Mi auch Werke: Deutſche Ernſtes von In⸗ Nu 15 Hefte 50 Pf der Großen bringen. Nicht w Laragen und das Afrika, der Aufmerkſamkeit de unten, jenſeits des wachen vor, und am ziem Schleier⸗ Ja, unſern Leſern Blatt über Afrika Titel„Rund um Böttcher. Sountag, den 4. Juli 1897 Frühtour nach Speyer. Bahnhofsplatz. Nachmittagstour nach Neuſtadt a. d. H. Abfahrt pünktlich 2 Uhr, ab Bahnhofsplatz. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Fahrwart. VVeSreln für Teuerbestattung Commissar;: 28333 J. B. Morane, R 4, 6. Arbeitsmarkt der Central-Anstalt für Arbeitsnachweſs jeglicher Art. 8 1,15. Mannheim 8 1, 15. Teléphon 818. Stelle finden. Bäcker, Steinbildhauer, Bürſten⸗ macher, Holz, und Beindreher, 190 eure, Gärtner, Gießer, Gläſer, Rahmenmacher Korb⸗ mgcher, Kübler, Küfer, für Holz⸗ arbelt, Maler, Anſtrei er, Satt⸗ dbeſch Wi ufbeſchlag⸗, Jung⸗ und 5 mied, Schdeiber, Bau⸗ und Möbelſchreiner, Stuhl⸗ macher, Schuhmgcher, Stein⸗ auer, Spengler für Bau⸗ und Ladenarbeit, Tapezier für Zim⸗ mer u. Möbel, Wägner. Lehrlinge. Bücker, Buchbinder, Buch⸗ drucker, Conditor, Dreher, Elec⸗ trotechniker, lher Glaſer, Kaufmann, Kellner, Lackirer, Maler, Graveur, Safkler, Schloſ⸗ ſer, Schmied, Schneider, Schuh⸗ macher, Schreiner, Spengler, Tapezier. Ohne Handwerk. Landwirthſchaftliche Arbeiter. Weibl. Perſonal. Dienſtmädchen, hürgerl kochen, Hausarh., Spülmädchen f. Wieth⸗ ſchaft, Reſtaur.⸗ u. 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Lieferung des ans Kraemer(Berlin, Epiſoden aus dem Leben der berühmten Feldherren Nork, und Kleiſt und der tapferen ihres Corps. erzählt der Verfaſſer auch folgenden merkwürdi Armee nach dem Brand von Moskau hatte Napoleon den Marſchall Ney beauftragt, wohl verpackt, übrig. nach der Grenze, aber bald hinter der Stadt Wilna blieben die Wagen in einem Hohlweg ſtecken; eine Meile weiter zu bringen. damit es den Koſaken nicht in die Hände fiele. im Haufen lag das blinkende Gold auf von Denen, die ihre Torniſter damit füllten, bis zur Grenze zu ſchleppen, * er große Fragen ſtehen verheißungsvoll und dräuend 1 deutſche Unterhaltungsliteratur jedoch iſt noch ich arm an wird ein Buch willkommen ſein, das ſoeben die Preſſe verlaſſen hat. (Leipzig, Verlag von B. Gliſcher Abfahrt pünztlich 3 Uhr, ab 39261 Utonen auf die Straße geworfen wurden, erahren erfolgreichſten der neueren patriotiſchen Helden aus der Zeit Kaiſer Wilhelms des und Heiteres aus der Vaterländiſchen Geſchichte Deutſches Verlagshaus Bong& Co., Neben einer Fülle anderer ulow ennig.) gen Vorfall ans dem Jahre 1812: Beim Rückzug ö die Kriegskaſſe in Sicherheit zu eniger als 10 Millionen waren noch, in Fäſſer Unter ſtarker Bedeckung begann der Transport es ſchien unmöglich, ſie auch nur ey befahl daher die Fäſſer zu zer⸗ Gold den Soldaten preiszugeben, Und ſo geſchah es, der Straße; aber nur wenige vermochten die Laſt das Gold wurde ihr Verderben. * herausrollende „kommende Erdtheil“, * nimmt mehr und mehr die anzen civiliſirten Welt in Zumal da equators,„bereitet ſich ein mächtiges Culturer⸗ erken über dieſe erwachenden Länder. Umſo mehr wird es doppelt willkommen ſein; denn in vielen veröffentlicht wurden. Das neue Buch trägt den Afrikg, Land und Seeſtudien“ von Karl achfolger.) Am M wird eine Aufnahmsprüfung ealgymnaſtums eintreten wollen, ſtattfinden. von dem Unterzeichneten entgegengenommen. Mannheim, 1. Juli 1897. Die Großh. Direktion: Höhler. Realqymnaſium Mannbeim. ontag, den 19. Juli, vormittags 8 Uhr 39152 Text erläuterten Abbildungen, Farbentreue uns den Einblick in die Neſter unf welt gewähren. 1575 Schüler, welche in die unterſte Klaſſe(Sexta) des Anmeld⸗ ungen werden täglich von 10—12 Uhr im Direktionszimmer „Eine Fülle von Unterhaltur ſich wieder im neueſten Hefte der Octavausgabe von„Ueber L und Meer“ dar. Nataly von E Ereigniſſe der Tagesintereſſes ſtehen, in Wort und Bild dieſer illuſtrirten Chronik der Zeit geſellt ſt Feuilleton. Beſondere Beachtun vollendeter Art wiedergegebenen b Borgia“ im Vatikan, deren herrliche, durck Schätze der Kunſtſinn des Papſtes Leo XIII. ließ. Ferner wird der Naturfreund, insbeſondere ft ſei der darin enthaltenen Artikel begrüßen ſie alte Bekannte. Es ſind 50 t erkäuterter Adhideagen ſteden an den durch dies jene fröhlichen Plaudereien, die vor nicht langer Zeit in unſerm findet nunmehr beſtimmt morgen Sonntag, 4. Juli ſtatt. Abfahrt 1 Uhr 30 Neckarvorſtadt. Ein zahlreiches Erſcheinen erwartet Kneipp-Verein. Der Ausflug nach Weinheim 39248 Der Vorstand. von Frl. Roman, L 4, 4 Uhr persönlick entgegengenommen. Die Frvate nöhere Afadehenschdle nimmt Schülerinnen vom 6. bis zum 16. Lebens- Jahr auf. Anmeldungen werden täglich bis 5 39182 „Janus“ Hamburg. Hrrlchtet 1848. deß Heren ſell 15 für 8 90 dem Herrn übertragen haben. Hamburg, den 1. Juli 1897. Die Direktion des„Janus.““ vertretene Benutzung zahlungen geſtattet und ein Eintrittsgeld nicht verlangt. zeichneten, ſowie Geſellſchaft zu haben. Herm. Stöhr, Lebtus⸗ und Peuſions⸗Perſicherungs⸗Geſellſchaft in 9. Herbſt wir die Generalagentur unſerer Ge⸗ 8Großherzogthum Baden und die bayr⸗ 50103 Herm. Stöhr in Karlstuhe, Lammſtr. 12 Wir 1 hiermit zur Kenntniß, daß nach dem Rücktritt Auf Vorſtehendes Bezug nehmend empfehle ich die von mir Nanner Verſiche ungs⸗Geſellſchaft zu recht häufiger it dem Bemerken, daß dieſelbe zu höchſt liberalen Bedingungen verſichert, vierteljährliche und monatliche Prämien⸗ Statuten, Antragsformulare zc. ſind unentgeltlich bei Unter⸗ bei allen Haupt⸗ und Special⸗Agenturen der General-Agent des„Janus.“ O E. Schumann. Vorläufige Anzeige. Titl. Publikum von Mannheim und Umgebung die ergebenste Anzeige, dass ich in Mannheim vom 15. Juli ert. ab in dem neu erbauten Cireus am Wasser- thurm(rechts) einen Cyelus von Vor- stellungen gebe und findet die bala-Eöffnungs-woistelaung am Donnerstag, den 15. Juli ext., Abends 8 Uhr statit. Alles Nähere die späteren Anzeigen und Plakate. 39157 Hochachtend E. Schumann, Dixector. Karlsruhe, Lammſtr. 12, den 1. Juli 1997. ——— Hauſe. 38899 L 22 22 Laden. — Die Kaiſer⸗Feſtſpiele in Wiesbaden gewinnen durch den Umſtand ein erhöhtes Intereſſe, daß Kaiſer Wilhelm II. Dekorationen des vom Hauptmann Joſeph „Der Burggraf“ einige Skizzen gezeichnet hat. Heft 19 der dernen Kunſt“(Verlag von Rich. Bong, Berlin,.), erſchienen iſt, bringt dieſe Dekor in vortrefflichen Reproduktionen. Reproduktion d Sommernachtstraum nach einer Skizze des Intendanten Kammer⸗ herrn von Hül des trefflichen, erhöhter Veranlagung beſitzt, gibt ſich in den Skizzen deutlich zu erkennen, Hervorzuheben iſt, daß Kaiſer Wilhelm auch für die Berli bühnen ſchon manche Figurine gezeichnet hat. er zur nehmli zu einigen Lauff verfaßten Dramas „Mo⸗ das kürzlich ationen nach den Skizzen des Kaiſers Da nur die„Moderne Kunſt“ zur er Dekorationen, unter denen ſich auch eine ſolche zum ſen befindet, autoriſirt worden iſt, ſo kommt Heft 19 weit über Deutſchlands Grenzen geleſenen Blattes ein Werth zu. Daß der Kaiſer eine ausgeſprochene künftleriſche ner Hof⸗ 0 che 8 Gewöhnlich benutzt erſtellung ſolcher Skizzen die freien Abendſtunden, und vor⸗ ſolche, die er in ſeinen Jagdſchlöſſern verlebt, ** . ng, antugung und Belehküntg bietet and Neben dem großen humoriſtiſchen Roman von chſtruth:„Jung gefreit“ werden die bedeutenden egenwart, die Perſonen, die im Vordergrunde des vergegenwärtigt, und zu 0 ein mannigfalkiges beanſpruchen die in künſtleriſch bildungen aus den„Appartamenti Jahrhunderte vergeſſene zu neuem Leben erſtehen der Freund der ſachgemäßen die in überraſchender Natur⸗ und rer heimiſchen Vogel⸗ 83 Süddeutsche Bank D 6 Nr. 4 HANNIHEIUH 6 r. 4. Telephon Nr. 250, Erötknung von laufenden Rechnungen mit W. ane Creditgewührung. Frovisionsfreie Check-Reohnungen und Annahme der Baareinlagen. Annahme von Werthpapieren zur Aufbe⸗ Wahrung in verschlossenem und zur Verwaltung in oflenem Zustande. 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Pauline Kiefer. 28. Wilh. Herr, Schloſſer u. Anna Häußler. 29. Wilſ. Ade, Maſch.⸗Schloſſer u. Luiſe Blum. 29. Aug. Wohlfarth, Schloſſer u. Kath. Bauer. 29. Jakob Kramm, Trambahnſchaffn. u. Magdal. Andres. 29. Karl Höger, Verſ.⸗Beamter u. Anna Auel. 30. Adam Schreck, Locomotiph. u. Kath. Ziegler. 225 30. Dr. Gerhard v. Schultze⸗Gävernitz, ord. Profeſſor u. Joha. Hirſch. 30. Ludw. Langer, Kaufm. u. Frieda Löb. 30. Heinr. Etzel, Schloſſer u. Wilhe. Fiſcher. 30. Stefſan Ochs, Fabrikarb. u. Karol. Ritter. 26. Adam Lücker, Former u. Chriſtine Brannath geb. Hartfelder. 26. 80h. Kap. Schury, Kaufm. u. Luiſe Bier. 28. Wilh. Wagner, Wagenw. u. Anna Karol. Wagner. 28. Arnold, Landw. u. Kath. Aug. Mayer. 30. Jak. Wahl, Bierbr. u. Luiſe Frzska. Ohnleiter. 30. Karl Huß, Tüncher u. Marie Eva Fiederlein. J1 Herm. Hirſch, Kaufm. u. Pauline Strauß. uli. 1. Frbr. Huth, Schreiner u. Luiſe Ritter. 1. Jak. Auer, Dreher u. Minna Kratzſch. Juni. Eheſchließungen. 26. Karl Henn, Tüncher m. Kath. Friedrich. 26. Martin Blomaier, Fabrikarb. m. Eliſab Berg. 26. Wilh. Becherer, Heizer m. Luiſe Schnörr. 26. Joh. Schlegel, Bierbr. m. Kath. Egenberger. Clemens Keiffenheim, Kaufm. m. Kaxol. Manſar. einr. Herrmann, Locomotivh. m. Frieder. Rechkemmer. FLudw. Mayer, Schloſſer m. Eliſab. Sauer. Theod. Hofmann, Bäcker m. Marie Stähly. 5 8 10 Wilh. Kiefer, Unteroffizier u. Bataillonsſchreiber m. Marie ichhorn. 5 Joß. Adam Bittlingmaier, Magazinarb. m. Marie Scheible. Jal Kühnle jr., Kaufm. in. Eliſab. Wittner. Kaver Juli. 1. Karl Buckhard, Wirth m. Aloiſig Schmitt geb. Schoner. 1. Eugen Mack, Bierbr. m. Eliſab. Wieder. 1. Mathäus Dietrich, Poſtſchaffner m. Kath Eppel geb. Scheuber. 1. Abraham Hilb, Kaufm. m. Selma Aberle. 1. Paul Koppel, Fabrikant m. Helene Mayer. 1. Wilh. Simmermacher, Kaufm. m. Clara Zimmermann. Juni. Geborene. 24. d. Verf.⸗Beamten Wilh. Linke e. S. Hans Paul. 25. d. Schriftſ. Otto Kraus e. T. Marg. Marie. 20. d. Kaufm. Alex. Smoll e. T. Irma Erneſt. Eliſab. 23. d. 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Herr Stadtpfarrer Simon. Friedenskirche. Morgens 9½ Uhr Predigt. Herr Stadkpfarrer von Schöpffer. Morgens 11 Ühr Chriſten⸗ lehre. Herr Stadtpfarrer von Schöpffer. Diakoniffenhauskapelle. Morgens 10% Uhr Predigt. Herr Pfarrer Achtnich. 5 Reckarſpitze. Nachmittags 3 Uhr Predigt. Herr Kirchenrath Greiner. Stadtmiſſion. Epaugeliſches Pereiushaus, K 2, 10. Sonntag Vormittag 11 Uhr Sonntagsſchule. Nachmittags 8 Uhr Bibelſtünde. Montag Abend 8½ Uhr Bibelſtunde des Männer⸗ und Jünglings⸗Vereins. Herr Stadtvikar Hofheinz. Dienſtag Abdend 8½¼ Uhr Bibelſtünde der Jugendabtheilung des Jünglingspereins. Mittwoch Abend 8½ Uhr allgemeine Bibelſtunde. Donnerſtag Abends 9 Uhr Mäßigkeiksverein „Blaues Kreuz.“ Kinderſchule, Traitteurſtr. 19. Sonntag Abend s Uhr und Nachmittags 1 Uhr Sonntags⸗ ſchule. Freitag Abend 8½ Uhr allgemeine Bibelſtunde. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen. Kirchliche Anzeige der Biſchöfl. Methodiſlen⸗emeinde, U 6, 28. Sonntag Nachmittag /½2 Uhr Kindergottesdienſt⸗ 3 Uhr Predigt. Jedermann iſt freundlich eingeladen. Katholiſche Gemeinde. In der Jeſnitenkirche. Sonntag, den 4. Juni. 6⸗ Uhr Frühmeſſe. Halb 7 Uhr heil. Meſſe. 8 Uhr Militär⸗ gottesdienſt mit Predigt. Halb 10 Uhr Predigt und Amt. 11 Uhr hl. Meſſe. 2 Uhr Chriſtenlehre. ½3 Uhr Sakra⸗ mtal. Andacht. Halb 8 Uhr Aloyſtus⸗Andacht mit Predigt. In der Schulkirche. ½8 Uhr Gottesdienſt für die Schüler der Mittelſchulen. 9 Uhr Kindergottesdienſt. Autere kath. Pfarrei. Sonntag, 4. Juli. Quartalfeſt der Corp.⸗Chriſti⸗Bruderſchaft, 6 Uhr Frühmeſſe. 8 hr Singmeſſe. Halb 10 Uhr Predigt, Prozeſſton und Hochamt 11 Uhr hl. Meſſe. /2 Uhr Chrittenlehre für die Mädchen der letzten 2 Jahre. Halb 3 Uhr Corp.⸗Chriſti⸗Bruderſchaft. 1 4 Uhr Verſammlung des kath. Müttervereins mit ortrag und Andacht. Kath. Bürgerhoſpital. Sonntag, 4. Juli. 7 Uhr Halb 9 Uhr Singmeſſe mit Predigt. 4 Uhr Nachmittagsandacht mit Predigt. Altkatholiſche Gemeinde. Sonntag, den 4. 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