e eeee ee e Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Maunheim.“ In der Poſtliſte eingetragen unter Nr. 2870. Abonnement: 60 Pfg. monatlich. Bringerlohn 10 Pig. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſtauf⸗ ſchlag M..30 pro Quartal, Juſerate: Die Colonel⸗Zeile 20 Pfg. Die Reklamen⸗Zeile 60 Pfg. Einzel⸗Nummern 3 Pfg. Doppel⸗Nummern 5 Pfg. (Badiſche Volkszeitung.) E 6,. 2 der Stadt Maunheim und Umgebung. heimer Jour 109. Jahrgang.) Erſcheint wöchentlich ſieben Mal. Geltſenſte und verbreilette Zeilung in Maunhtim und Amgegend. Verautwortlich: für den politiſchen u. allg. Theil! Cruſt Otto Hopp. für den lokalen und prov. Theil; Eruſt Müfler. für den Inſeratentheil: Karl Apfel. Rotationsdruck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buch⸗ druckerei, (Erſte Manabeimer Typograph. Anſtalt.) (Das„Mannheimer Journal“ iſt Eigenthum des kaſholiſchen Bürgerhoſpftals.) ſämmtlich in Maunheim. (Mannheimer Volksblatt.) E 6, 2 Nr. 38 Erſtes Blatt. Caprivi. Wie uns ein Sondertelegramm geſtern ſchon mittheilte, iſt der zweite Kanzler des deutſchen Reiches Graf Caprivi Vormittags auf dem Gute Skyren bei Croſſen a. O. verſtorben. Caprivi hat ein Alter von faſt 68 Jahren erreicht. Georg Leo war ein Berliner Kind, ein Sohn des Ober⸗ kribunalrathes Julius Eduard v. Caprivi und hieß mit ſeinem vollen Namen de Caprara de Montecuculi. Im Jahre 1866 war er Generalſtabsoffizier bei der 1. Armee geworden und 1870ʃ71 Generalſtabschef des 10.(hannoverſchen) Corps, 1872 Abthei⸗ lungschef im Kriegsminiſterium, zehn Jahre darauf Diviſions⸗ kommandeur in Metz, ein Jahr ſpäter Chef der Admiralitä! und Viceadmiral, 1888 Kommandeur des 10. Armeecorps. Im Jahre 1890, als Fürſt Bismarck vom Schauplatz abtrat, glaubte General v. Caprivi, der eines vortrefflichen Rufes als Organi⸗ ſator wie als Heerführer genoß, in ſoldatiſcher Pflichttreue dem Rufe ſeines kaiſerlichen Herrn folgen zu müſſen und nahm die 7 Bürde eines deutſchen Reichskanzlers auf ſich, eine Laſt, die um f ſo ſchwerer wog, da er als Nachfolger des großen Fürſten ſeines Amtes zu walten hatte. Caprivi hat ſeinen 68. Geburtstag, der auf den 24. d. fiel, nicht mehr erlebt und iſt wenig mehr beachtet worden, ſeitdem er 1894 ſeine Entlaſſung erhielt; ein völlig einſamer und vergeſſener Mann, iſt er, der begabte, arbeitsfreudige, tüchtige Militär ver⸗ ſtorben. Und jetzt, da ſeine Grabſtätte gar bald von den Schollen der heimathlichen Erde bedeckt ſein wird, ziemt es ſich wohl kaum, der vielen und bitteren Anfeindungen und Vergleiche zu gedenken, denen der Verewigte ausgeſetzt war. Wir wollen heute das Gute hervorheben, den Zug großartigerEntſagung und Pflichttreue und freudigen Gehorſams, der ihn ausgezeichnet hat. Allerdings iſt gerade die Diplomatie eine Kunſt, die erlernt ſein Hill, und zu der noch etwas mehr als guter Wille gehört. Sein Hauptwerk war das Zuſtandekommen der Handelsverträge mit Oeſterreich, Italien, Belgien und Rußland, für deren Durch⸗ bringung er im Reichstage ſeine ganze Kraft einſetzte. Das brachte ihm den Grafentitel ein, zugleich aber zog er ſich die un⸗ perſöhnliche Feindſchaft der Agrarier zu, die ſeitdem nichts un⸗ herſucht ließen, um ſeinen Sturz' herbeizuführen. Sein zweiter großer Erfolg war das Zuſtandebringen der Militärvorlage von 1893, welche die zweijährige Dienſtzeit brachte, und ſein dritter die Abſchaffung des ſogenannten und vielberüchtigten Welfenfonds, der in der inneren Geſchichte Deutſchlands ſo lange umhergeſpukt und ſo viel Schaden angerichtet hat. Als ſſine Erfolge darf man daher zuſammenfaſſend die gewaltige Vermehrung unſeres Heeres, die Sicherung des deutſchen Han⸗ bels und Gewerbefleißes durch die Handelsverträge, die Be⸗ feſtigung und Vertiefung des Dreibundes, die Pflege guter inter⸗ nationaler Beziehungen bezeichnen. dues Immer iſt er perſönlich der ehrenhafte Mann geblieben, dem die Pflicht, wie er ſie auffaßte, als das Höchſte und Noth⸗ wendigſte erſchien. Die Geringſchätzung unſerer kolonialen Be⸗ begung und der Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu Ruß⸗ land haben allerdings ſeinen Ruf als einſichtiger Diplomat ſtark geſchädigt; ihm fehlte der weite Ueberblick, der für den verant⸗ dbwortungsxreichen Poſten eines deutſchen Kanzlers unerläßlich er⸗ ſcheint. Aber ein Ehrenmann im vollſten Sinne des Wortes iſt in ihm dahingegangen, und geradezu ein Ruhmeskranz iſt für Auhn die weiſe Zurückhaltung geworden, die er ſich nach ſeinem Scheiden aus dem Amte freiwillig auferlegte und unverbrüchlich heu bis zu ſeinem Tode hielt. Die ärztlichen Ehrengerichte. Der Geſetzentwurf, der die Errichtung ärztlicher Ehren⸗ erichte von Provinz zu Provinz und eines Ehrengerichtshofes Kr die geſammte preußiſche Monarchie als oberſte Inſtanz, und „die Uebertragung des Umlagerechtes an die Aerztekammern (legelt iſt am Samſtag, wie ſchon kurz erwähnt, im preußiſchen gügeordnetenhauſe zur erſten Leſung gelangt. Er fand heftigen Widerſpruch auf freiſinniger Seite; gegen ihn ſprachen von dieſer bartei Dr. Virchow und Dr. Langerhaus, die in der Vorlage bolitiſche Tendenzen ſuchten und ſich überhaupt gegen die landes⸗ ſeßliche Regelung dieſer Materie ausſprachen, freilich mit dem 15 amen Argument, daß ein Arzt nur in einen anderen Bundes⸗ Aat zu ziehen braucht, um ſich den Ehrengerichten zu entziehen. ee ſcharf aber gehen ſelbſt die Ehrengerichte nicht vor, daß ſie irgend Jemanden die bisherige Wirkſamkeit rauben, Dienſtag, 7. Februar 1899. Für den Entwurf trat demgegenüber der konſ. Abg. Dietrich ein, der zu erwägen gab, eine Beſtimmung in das Geſetz aufzu⸗ nehmen, daß ein ehrengerichtliches Vefahren aus politiſchen Gründen nicht ſtatthaft ſei, und beantragte Verweiſung an eine Kommiffion. Auch ſeitens des Zentrums wurde betont, daß der Entwurf den Wünſchen der Mehrzahl der Intereſſenten ent⸗ ſpreche, wogegen wiederum der konſ. Abg. v. Werdeck hervorhob, daß die hombopathiſchen Aerzte wegen der§8 3 und 14 des Ent⸗ wurfs beſorgt ſind; dieſe ſprechen von Verſtößen gegen die ärzt⸗ aiche Standesehre, und vielen Aerzten und Aerztebereinen iſt der Gegenſatz gegen Honbopathen ſo ſtark, daß ein gemeinſames Zuſammenwirken abgelehnt wird. Die Freikonſervativen ließen durch den Abg. Dr. Rewoldt den Entwurf als dringendes Be⸗ dürfniß vertreten. Die Freiſinnige Vereinigung ſteht, nach der Rede des Abg. Rickert zu urtheilen, dem Geſetz neutral gegen⸗ über. So war alſo das ganze Haus dafür, mit Ausnahme der freiſinigen Volkspartei, deren Vertreter überdies zumeiſt von den in der Reichshauptſtadt zu Tage getretenen Bedenken be⸗ herrſcht waren. Darauf wies auch der Abg. Dr. Endemann hin, der den Standpunkt der nationalliberalen Fraktion darlegte und geſtützt auf die ihm in ärztlichen Kreiſen zuerkannte Autorität die Einſeitigkeit des volksparteilichen Standpunktes hervorhob und den Entwurf als„großen Fortſchritt“ begrüßte. Er beſchränkte ſeine treffenden Ausführungen aber nicht auf den Entwurf, ſondern legte auch der Regierung dringend nahe, bald mit der Medizinalreform und einem allgemeinen Seuchengeſeß, zu kommen, und vor allen die Stellung der Aerzte zu den Krankenkaſſen und den übrigen ſozialpolitiſchen Reichsein⸗ richtungen geſetzlich zu regeln. Die Regierung, vertreten durch den Kultusminiſter Dr. Boſſe und den Miniſterialdirektor Dr. v. Bartſch, beſchränkte ſich darauf, die freiſinnigen Ein⸗ wände zu widerlegen; der Kultusminiſter vertrat insbeſondere, daß die Vorlage den Wünſchen der Aerzle entgegenkomme, Miniſterialdirektor Dr. v. Bartſch, daß die Vorlage nicht in den Reichsteg, ſondern vor den Landtag gehöre, da ſie nur die Konſeguenzen aus der Gewerbeordnung ziehe. Die Vor⸗ lage wurde an eine Kommiſſion von 14 Mitgliedern verwieſen. Preußiſches Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus erledigte geſtern zunächſt mehrere kleine Geſetzentwürfe und fetzte dann die Berathung des Etats fort. Bei dem der directen Steuern erklärte Finanzminiſter Dr. v. Miquel, das Verſtändniß für eine richtige Veranlagung ſei durchſchnittlich wohl auf dem Lande geringer, als in den Städten. Ueberdies ſeien die Ver inlagungscommiſſtonen angewieſen, ſich vor der Veranlagung mür dlich zu beſprechen. Die Beanſtandungen hätten übrigens zumeiſt die kräftigen Steuerzahler getroffen. Das Einkommenſteuergefetz ſei verbeſſerungsfähig, die Zeit für eine allgemeine Reviſion ſei aber noch nicht gekommen. Des Haus erledigte außerdem den Etat der indireeten Steuern, der Staalsarchive und des Kriegsminiſteriums. Morgen Schwerinstag. Laudwirthſchaftliche Genoſſenſchaften. Die ſtarke Zunahme der landwirthſchaftlichen Genoſſen⸗ ſchaften in Deutſchland dauert immer noch an. Im Jahre 1898 hat ſich ihre Zahl um 1085 vermehrt und iſt von 11 095 auf 12 180 geſtiegen. Unter letzterer Zahl ſind 8655 ländliche Spar⸗ und Darlehnskaſſen, 1059 eingetragene Rohſtoffbezugsvereine, 1758 Molkereien und 708 ſonſtige Genoſſenſchaften.— Noch größere Fortſchritte als die Zahl macht jedoch die einheitliche Organiſation der ländlichen Genoſſenſchaften im Allgemeinen Verbande der deutſchen landwirthſchaftlichen Genoſſenſchaften Gu Offenbach), dem ſich außer den neuen nach und nach auch die älteren Genoſſenſchaften immer zahlreicher anſchließen. Der Allgemeine Verband iſt im Jahre 1898 von 4574 auf 6331 Ge⸗ noſſenſchaften angewachſen. Seine Zunahme übertrifft alſo mit 1757 Genoſſenſchaften weit das geſammte Anwachſen der land⸗ wirthſchaftlichen Genoſſenſchaften um 1085. Beſonders hat ſich der große Landesverband der bayeriſchen Darlehnskaſſenvereine dem Allgemeinen Verbande neu angeſchloſſen. Die geſammten Genoſſenſchaften haben ſich um 9,8, die des Allgemeinen Ver⸗ bandes um 38,4, vermehrt. Am Anfang des Jahres 1898 gehörten im Vergleich zur Geſammtzahl der landwirkhſchaftlichen Genoſſenſchaften, dem Allgemeinen Verbande 41, am Ende des Jahres 52% an. Zum erſten Mal iſt jetzt eine abſolute Mehrheit der ländlichen Genoſſenſchaften in Deutſchland einheit⸗ lich organiſirt. Die Genoſſenſchaften des Allgemeinen Ver⸗ bandes zerfallen in 26 Reviſionsverbände und ſetzen ſich zuſam⸗ men aus 39 Zentralgenoſſenſchaften, 3884 Spar⸗ und Darlehns⸗ kaſſen, 1287 Ein⸗ und Verkaufsgenoſſenſchaften(einſchl. der freien Bezugsvereine), 924 Molkereien und 157 ſonſtigen Ge⸗ noſſenſchaften. Deutſchland und Frankreich. Wenn es ſich beſtätigt, daß die franzöſiſche Regierung durch ihren Botſchafter in Konſtantinopel Widerſpruch hat einlegen laſſen gegen die der Geſellſchaft der Anatoliſchen Bahn ertheilte Ermächtigung zum Bau eines Handelshafens in Haider⸗Paſcha, ſo müßte ein ſolcher Schritt in verſchiedener Hinſicht befremd⸗ lich erſcheinen. Der Einſpruch wird begründet mit der augeb⸗ lichen Verletzung der der Ottomaniſchen Quaigeſellſchaft ein⸗ geräumten Rechte. Muß es ſchon auffallen, daß der franzöſiſche Botſchafter ſich zum Anwalt einer türkiſchen Geſellſchaft gegen⸗ über ihrem Landes⸗ und natürlichen Schutzherrn aufwirft, ſo ſind in dem Einſpruch auch thatſächliche Irrthümer von erheb⸗ licher Bedeutung vorhanden. Die in dem ſchrift (Geclehon-Ur. 218.) lichen Vertrage der Ottomaniſchen Quaigeſellſchaft eingeräumten Gerechtſame beziehen ſich auf das europäiſche Üfer des Bosporus, während Haider⸗Paſcha auf dem aſtatiſchen gelegen iſt. Danach kann be⸗ meſſen werden, wie es mit der Verletzung der Rechte der Otto⸗ maniſchen Geſellſchaft beſtellt iſt. Der Vorgang iſt aber geeignet, die„Annäherung Frankreichs an Deutſchland“ wieder einmal im Lichte der Wirklichkei tzu zeigen. Hofnachrichten urd Perſönliches. „Vom letzten Aufenkhalte des Kaiſers in Hannover wird nach⸗ träglich folgendes Vorkommniß bekannt. Als ſich der Monarch mit dem neu beförderten Major don Alten⸗Linden unterhielt, wurde der in der Nähe ſtehende Rittmeiſter der Landwehr Graf von Oeynhauſen in das Geſpräch gezogen, wobei der Kaiſer zu ihm ſcherzhaft äußerte: ⸗Nun ſorgen Sie aber auch dafür, daß der neue Major ſich immer vor⸗ ſchriftsmäßig kleidet!“ Der verlegen dreiſchauende Rittmeiſter er⸗ widerte nach kurzem Zögern, daß ihm dies nicht zukomme, da ja Herr b. Alten nunmehr ſein Vorgeſetzter ſei.„Ja“, erwiderle ſofort der Kaiſer,„das ſtimmt! Dann müſſen Sie auch Major werden. Ich ernenne Sie hiermit dazu and gratulire!“ Der E borinz Alfred von Sachſen⸗Kovurg und Gotrha iſt geſtern Nachmittag 4 Uhr nach mehrſtündigem Todeskampfe in Martinsbrunn bei Meran geſtorben, der einzige Sohn des Herzogs⸗ paars, 1874 geboren. Vier Schweſtern ſind noch aus der Che des Herzogs, früheren Herzogs von Edinburg, zweiten Sohhes der Königin Vietoria von Engſand, mit der Großfürſtin Maria von Rußland am Leben: Maria, vermählt mit dem Thronfolger von Rumänien; Vietoria, vermählt mit dem Großherzog von Heſſen; Alexandra, vermählt mit dem Erbprinzen Ernſt v. Hohenlohe⸗Langenburg und Beatrice. Auf die in Darmſtadt eingetroffene Nachricht von dem Ableben des Erbprinzen von Sachſen⸗Koburg⸗Gotha hat das Großb. Paar die Abreiſe nach Egypten aufgegeben und reiſte geſtern um 10 Uhr Abends nach Gotha ab. Die Berliner Abendblätter beſprechen das Hinſcheiden Graf Caprivis. Die„Kreuzztg“ ſagt: Zweifellos ſei er bei allen Maßnahmen von den beſten und redlichſten Abſichten geleitet geweſen. Die„Poſt“ ſchreibt, er habe ſein Amt unter den denkbar ſchwierigſten Verhältniſſen übernommen, mit dem redlichſten Willen und großer Pflichttreue. Die„Voſſ. Ztg.“: In den verſchiedenſten Stellungen ſuchte der tapfere, uneigennützige Mann ſeinem Vater⸗ lande zu dienen, immer nach beſtem Wiſſen und Gewiſſen; er habe ſich ein ehrenvolles Andenken geſichert. Das 78. Infanterieregiment(Osnabrück) wird durch eine Ab⸗ ordnung einen Kranz am Sarge ſeines Chefs, des Grafen Caprivi, niederlegen laſſen.— Wie man aus Croſſen meldet, war Capriwpi bereits längere Zeit leidend und entſchlief geſtern Vormittag 10 Uhr ganz fanft. Ueber die Krankheit, welche zum Tode des ehemaligen Reichskanzlers führte, wird weiter noch gemeldet: Graf Caprivi, der ſchon früher an Herzaffektionen litt, mußte ſeit drei Tagen das Bett hüten. Am Abend trat ein Lungenödem ein; geſtern Vormittag führte ein Herzſchlag den Tod herbei. Die Beerdigung Graf Caprivis findet am 9. d.., Nachmittags 1 Uhr, in Skyren ſtatt. Kurze Nachrichten. Ein Beſchluß der badiſchen Juſtizkommiſſion erklärt den Gemeinderath, Armenrath oder Kreisausſchuß zu⸗ ſtändig zur Beantragung des Entmündigungsverfahrens wegen Trunkſucht oder Verſchwendung. Zum 1. April 1899 werden laut Bekanntmachung des Darm⸗ ſtädter Kreisamtes Zwangsinnungen für das Schreiner⸗ handwerk und das Schornſteinfegergewerbe in Dar mſta dt errichtet. Der Proſpekt für dieneuen Reichs⸗ undpreußi⸗ ſchen Anleihen— 75 Millionen Mark Zproz. deutſche Reichsanleihe und 125 Millionen Mark Zproz. konſolidirte preußiſche Staatsanleihe— iſt nunmehr erſchienen. Die Sub⸗ ſkription findet am 9. d. zum Courſe von 92 Proz. ſtatt. Den Berliner Magiſtrat hat Bürgermeiſter Lueger zur Eröfnung des neuen Wiener Rathskellers eingeladen, Dieſe Einladung iſt jedoch abgelehnt worden, angeblich deshalb, weil der Berliner Magiſtrat zu ſehr mit Geſchäften über⸗ bürdet ſei. Der Freihafen in Danzig wird am 15. März in feierlicher Weiſe exöffnet. Man hofft, daß auch Kaiſer Wil⸗ helm anweſend ſein wird. Eine ganz eigenartige und ſchöne Bismarck⸗Ehrun 8 wird für den verſtorbenen Altreichskanzler im Gebiete der ſächſi⸗ ſchen Schweiz geplant. An einem Felſen des Schrammſtein bezw. Winterberg⸗Gebietes ſoll ein lebensgroßes Medaillon⸗ Portrait Bismarcks, deſſen Ausführung einem namhaften Künſtler übergeben werden wird, eingehauen werden. Zur Ehrung des Andenkens des Fürſten Bismarck will man in Thorn eine aus Findlingsblöcken beſtehende Phramide errichten, aus deren Mitte ſich eine Granitſäule er⸗ hebt, an deren Spitze ein Feuerfanal angebracht wird. In Deutſchböhmen herrſcht große Erbitterung über das Urtheil des Strafgerichtes gegen den deutſchen Techntker Biberle, der in der Nothwehr den tſchechiſchen Studenten Lin⸗ hart erſchoß. Dieſes Urtheil iſt ein klaſſiſches Zeugniß dafür, weſſen ſich gegenwärtig der Deutſche in Prag zu verſehen hat. Ein deutſcher Männerturnverein zu Swakoßmund in Deutſchſüdweſtafrika hat ſich gebildet. Es traten ihm ſofort 40 Mitglieder bei, darunter auch der Gouverneur Major Leutwein. Kaiſer Nikolaus hat der ruſſiſchen Geſellſchaft vom Rothen Kreuz den Betrag von einer Million Rubel behufs C 2* Felkez General Anzeiger: Mannbeim, 7. Februar! der Poſtdirettoren eine Schädigung der jetzt im Amte befindlichen Direktoren gegenüber dem früheren Syſtem vermieden werde. Becerichterſtatter Dr. Paaſche(ntl.) erläutert die Neu⸗ tegelung der Gehälter. Dieſe wird die jetzt beſtehenden Ungleich⸗ heiten beſeitigen, aber, wie in der Budgetkommiſſion ſeitens der Poſtverwaltung zugegeben wurde, vorübergehend einige Poſt⸗ direktoren ſchlechter ſtellen. In der Erörterung wurde allſeitig der Wunſch zum Ausdruck gebracht, deſſen Inhalt in der be⸗ antragten Reſolution wiedergegeben iſt. Baſſermann(ntl.) befürwortet auch ſeinerſeits die Reſolution unter Darlegung einzelner Fälle. Geheimrath Wittko führt aus, der Antrag ſei der Regie⸗ rung ſympathiſch, würde aber die Durchführung des Dienſt⸗ altersſtufenſyſtems ſtören. Geheimrath Neumann ſchließt ſich dem Vorredner an. Abg. Müller⸗Sagan(freiſ. Volksp.) befürwortet den Antrag, wünſcht Aufklärung über die Arbeitszeit der Beamten und Unterbeamten und weiſt Härten in der Handhabung der Sonntagsruhe und in der Gewährung von Erholungsurlaub nach. Er erwähnt endlich Wahlbeeinfluſſungen von Poſtbeamten durch den Landrath Grafen Pourtalès in Tilſit, ſowie weitere durch Poſtdirektoren. Poſtdirektor Wichert habe in dieſer Be⸗ ziehung wiſſentlich die Unwahrheit geſagt. Vizepräſident Dr. v. Frege rügt letzteren Ausdruck. Abg. Müller⸗Sagan: Der Ausdruck beruht auf zeu⸗ geneidlichen Ausſagen des Beamten ſelbſt. Derartiges dürfe nicht Platz greifen. Staatsſekretär v. Podbielski: Ich habe bereits neulich feſtgeſtellt, daß ich für die Dienſtzucht nur dem Reichskanzler ver⸗ antwortlich bin. Ich muß Vorſchriften hierüber ſeiten s des Abg. Müller zurückweiſen. Ich bin bereit, alles Material dem Hauſe vorzulegen; wenn aber der Vorredner glaubt, mir Vor⸗ ſchriften machen zu können, ſo lehne ich das unbedingt ab. (Oho! links.) Ueber Dienſtzucht bin ich nur dem Reichskanzler derantwortlich.(Rufe links: Und uns.) Was den gerügten Fall anbelangt, ſo erkläre ich, daß mit meinem Wiſſen und Willen nie politiſche Agitation ſeitens der Poſt unterſtützt worden iſt. Ich habe veranlaßt, daß geklagt wird. Ich habe keinen Augen⸗ blick geſchwankt, dem betreffenden Direktor mein ernſtes Miß⸗ fallen auszuſprechen. Bezüglich der anderen Punkte hat die Poſt⸗ verwaltung das Beſtreben, Ungleichheiten bezüglich der Dienſt⸗ geit auszugleichen. Daran möchte ich die Bitte knüpfen, ſolche Einzelfragen lieber in der Budgetkommiſſion zu erörtern. Geheimrath Wittko: Der Erholungsurlaub der Unterbeamten hal in den letzten Jahren eine bedeutende Erweiterung erfahren. Abg. Rickert(freiſ. Ver.): Wenn der Staatsſekretär ſagt, ich bin nur dem Reichskanzler verantwortlich, ſo füge ich hinzu: und der Reichskanzler iſt dem Reichstag verantwortlich.(Zurufe lints.) Wenn er das als Schreckgeſpenſt hinſtellt, daß die Beamten vom Reichstag ernannt werden könnten, ſo ſchreckt uns dies nicht. Wir werden uns das Recht nicht nehmen laſſen, den Staatsſekretär für jede ſeiner vor dem Reichstage zu befragen und verantwortlich zu machen. 5 Abg. Möller(natl.) ſchließt ſich dem Vorredner an. Der gg ſolle an eine Kommiſſion verwieſen werden. Abg. Lenzmann(freiſ. Vp.) findet die Art des Staatsſekre⸗ tärs, dem Reichstage zu berbieten, das Benehmen ſeiner Beamten zu kritiſtren, etwas kavalleriſtiſch. Direktor Wichert habe direkt ungeſetzlich gehandelt. Redner führt einen Fall aus Dortmund an, wobei die Dortige Poſtbehörde erklärt habe, die weſtfäliſche Gütergemeinſchaft exiſtire nicht. Er bitte, die Behörden mögen zu dem Publikum etwas Höflicher werden. ieber(Centr.). Der Stagtsſekretär ſei für alle niwortlich, nicht aber für die, die er wie die ſozialdemokratiſche Preſſe die Poſtverwaltung angreift, iſt ganz unerhört. Die Ausfälle des „Vorwärts“ wirken unter allen Umſtänden aufreizend. Er itte gleichfalls, den Antrag der Budgetkommiſſion zu überweiſen. Staatsſekretär v. Podbielski wiederholt, daß er dem Tilſiter Poſtdirektor ſein Mißfallen ausgeſprochen habe, und verſpricht eine Unterſuchung wegen angeblich widerrechtlicher Zurückhaltung von Zeitungen. Abg. v. rardorff(Rp.): Es ſei nicht wahr, daß die Conſer⸗ vativen ſich bei den Wahlen um die ſozialdemokratiſchen Stimmen beworben hätten. Der Bürgermeiſter von Torgau ſe ſofort aus dem conſervativen Verein ausgeſtoßen worden. Abg. Müller⸗Sagan freiſ. Volksp.): In ähnlicher Fall wie in Torgau vorgekommen. Abg. v. evetzow(conſ.): Er kenne dieſen Fall nicht. Namens ſeiner Partei erkläre er, daß ſie jedes Bündniß mit den Sozialdemo⸗ kraten zurückweiſe, und daß jeder, der ſich mit ihnen dazu eingelaſſen habe, von den Conſervativen desavouirt werden würde. Nach einem Schlußwort des Berichterſtatters Dr. Paaſche wird der Antrag Baſſermann der Budgetkommiſſion überwieſen und der Titel angenommen. Titel„Poſtſekretär“ wird ohne ergebliche Debatte angenommen. Die Titel„Oberpoſtaſſiſtenten und Poſt⸗ aſſiſtenten und gehobene Unterbeamte“ wurden auf Autrag Möller (ntl.) und Dr. Lieber(Centr.) der Budgetkommiſſion überwieſen. Bei Titel„Telephoniſtinnen“ bemerkt auf eine Anfrage Unter⸗ ſtaatsſekretär Fritſch, die zur Ausbildunge angenommenen Damen würden ſofort benachrichtigl, den während der Ausbildung keine Entſchädigung erhalten. Abg. Prinz Schönaſch⸗Carolath(wildlib)! Es ſei dankens⸗ werth, daß die Poſtverwaltung mehr als bisher die Frauen in ihren Betrieb aufnehme. Staatsſekretür v. Podbiels: Auch weibliche Perſonen müßten ſich ebenſo vorbereiten, wie es in jedem anderen Berufe nöthig ſei. Man könne Niemand anſtellen, deſſen Fähigkeiten man nicht kenne. Die Damen werden nicht blindlinds zur Ausbildung zugelaſſen, ſondern nur nach Maßgabe des vorausſichtlichen Bedarfes. Abg. Stöcker(wildkonſ.): Er ſei mi' dieſen Ausführungen des Staatsſekretärs im Ganzen einverſtanden. Abg. Dr. Vielhaben(Reformp.); Man ſolle in der Anſtellung von Frauen nicht zu weit gehen. Abg. Möller(utl.): Die bisher Männern vorbehaltenen Stellen ſollten nicht von Frauen beſetzt werden Der Titel wird ſchließlich bewilligt, Bei Titel„Unterbeamte im inneren Dienſt“ ſagt Geh.⸗Rath Abg. Dr. getroffenen Maßnahmen vera erſt treffen wird. Die Art, agan ſei ein Neumann zu der Ancegung, daß für Zulagen der ortsübliche Tage⸗ lohn zu Grunde gelegt werde, würde in Erwägung gezogen werden. Der Titel wird bewilligt, ebenſo eine Reihe anderer, bei deren einem S hmidt⸗Wart urg(Centr) für die Wiedereinführung des Poſthornes bei Perſonenpoſten eintritt. Bei Titel 59 erklärt Staatsſekretär v. Podbielski, daß der Kaiſer eins leichte Sommerkleidung für di« Poſtbeamten genehmigt habe. De. R der fortdauernden Ausgaben wird ſchließlich be⸗ willigt. Morgen 1 Uhr: Reſt der heutigen Jagesordnung, Baukgeſetz. Aus Stadt und Land. Maunheim, 7. Februar 1899. er Pofbericht. Der Großherzog und die Großherzogin krafen am Sonntag früh gegen 2 Uhr in Karlsruhe ein. Die Großberzogin nahm um 10 Uhr an dem Gottesdienſte in der Schloßkirche Theil. Später beſuchte die hohe Frau die Mitglieder der Großh. Familie. Der Großberzog iſt in Folge einer katarrhaliſchen Erkältung genöthigt in den Zimmern zu bleiben und ſich einige Tage Schonung du gewäbhren. Vorgeſtern Mittag empfing derſelbe den Oberſtallmeiſter von Holzing⸗Berſtett und danach den kommandirenden eneral des 14. Armeecorps General der Kavallerie von Bülow.— Geſtern Vormittag empfing der Großherzog den Staatsminiſter Dr. Unterſtügung der von Hungersnoth betroffenen bäuer⸗ Staatsſekrefär v. Podbielski: Bezüglich des erſten von Lenz⸗ Nokk zu längerer Vortragserſtattung. Nachmiktags bis Abends Hörke Eſ lichen Bevölk Uhernitte 17 mann angeführten Falles werde ich mir die Akten gleich kommen laſſener die Vorträge des Präſidenten Dr. Nicolai, des Geheimen Legaß hen Bevölkerung übermitteln laſſen. 9 7 ten g Nach einer Petersburger Meldung d lit. Correſp.“ und das Ergebniß der Unterſuchung ſofort mittheilen. Es war nicht tionsraths Dr. Frhrn. v. Babo und des Legationsraths Dr. Seyb, w ldung der„Polik. Correſp. in Will Beamten die Geſetze des Landes nicht beachtet„ Militäriſches. Die Aſſiſtenz⸗Aerzte der Reſerve: De⸗ 16 kinden gegenwärtig zwiſchen dem Minſſter des Aeußern Grafen] weiden, Abaß ten eweiten 5all e. en Landes nicht krechen]Hemmrich des Land Bezirks Mosbach, Dr. Lobſtein des Land M 5 den Verttetern der Piächt bei 5 werden. Was den zweiten Fall anlangt, ſo iſt es eine der ſchwierig⸗— 80 des Laudw 5 ˖ 5 2 25 Be irbe eib w. di urawiew und den Vertretern der ächte beim ruſſiſchen Hofe ſten Sachen der Poflverwaltung, die Sendungen an die richlige Adreſſe Bezir ͤ Heidelberg, Dr. Sellheim des Laudw. Bezir ᷣ Frei urg,. auf Grundlage der vom Petersburger Kabinet bezüglich der bhatſächlich zu bringen. In einzelnen Fällen kann die Behörde nicht Kaſt des Sandw. Bezirks ee K Abrüſtungskonferenz aufgeſtellten Anhalksp unkte richtig gehandelt haben. Aber ſolange der Inſtanzenweg noch nicht guls Freipu 1 um Alf iiArt beſbrdeit Hartle Oberargt ben Verhandlungen über die Feſtſezung des endgültigen Programms beendet iſt, iſt die Entſcheidung noch nicht gefallen, und es wäre beler, 8. Bad. Infehſegt. Käiſer Friedrich III. Nr 114. zum 2. Bad, für dieſe Konferenz ſtatt. Angeſichts des befriedigenden Ver⸗ zu warken. B. meinem Auſkantritt daet man gefiren es werde Prag.⸗hiegt. Nr. 21 verſetzt. Prof. Dr. Kraske, Gen. Oberarzi 15 laufes dieſes Meinungsaustauſches hege man in unterrichteten der Unhöflichkeie Vorſchuc geleiſtet. Sie werden zugeben, daß dies der Reſ. des Landw. Bezirks Freiburg, bei der Reſ. ausgeſchieden A Kreiſen die Hoffnung, daß die Verſtändigung der Mächte über nicht der Fall iſt. Höflichkel! gegen das Publikum, Gerechtigkeit und und à la suite des Sanitätskorps geſtellt. Dem Stabsarzt der tee dieſe Frage geli dürft Offenheit gegen die Beamten iſt mein Grundſatz. Landw. Dr. Elſäßer des Landw.⸗Bez Mannheim,— der Abſchied be⸗ ki Mage gelingen dürfte. Abg. Singer(Soc.) iſt mit der Verweiſung an eine Commiſſton] willigt. Tallmann, überzähl Hauptm. im 4. Bad, Inf.⸗Regt, de einverſtanden. Nach der Art, wie der Staatsſecretär ſich aus der Prinz Wilhelm Nr. 112, zum Comp.⸗Chef ernannt. Hoeppner, ei Schlinge zu ziehen ſuchte, müßte man eigentlich den ReichskanzlerRittm. und Eskadr. Chef in dem dem Kurmärk.⸗Drag.⸗Regt. Nr. 14 A Deutſcher Reichstag. während des Etats hier in Permanenz erklären. zugetheilten Detachement Jäger zu Pferde des 14. Armeekorps, zum ei Berliu, 6. Februar 5 1ſon er, wie 52 5 geſagt, Stabe der 29. Div. verſetzt. Jobſt, Hauptm. u. Comp⸗Chef im de 85 avon geſprochen habe, der Reichstag ſolle zu Subordination ge⸗ 4. Bad.⸗Jnf⸗Regt. Prinz Wilbelm Nr. 112, mit Penſion und der ne Am Tiſche des Bundesraths: v. Podbielski, Freiherr] zwungen werden, ſei nicht richtig Er habe ſich nur dagegen verwahrt, Regts-Uniſorm der Abſchied bewilligt. Eitner, at. d. Reſ. des R v. Thielmann, Fritſch, Krätke, Sydow, Wittko, Hellwig. daß ihm Vorſchriften über die A sübung der Dienſtzucht gemacht 7. Bad. Inf⸗Negts. Nr. 42. Rabe, Rittm. der Reſ des Braun⸗ ar Präſtden. Graf 8 11 ſt 7 bi Si würden. Der Reichskanzler könne dem Hauſe unmöglich für alles,ſchweig. Huſ.⸗Regts Nr. 17, mit der Uniform des genannten Regts,, 5 7 f Balleſtrem eröffnet die Sitzung um was paffire, verantwortlich ſein. Er habe der Socialdemokratie]— der Abſchied bewelligt. Uhr 15 Min. nicht Laß er und Niederträchtigkeit vorgeworfen, ſondern nur gemeint, 4* Die Standorte der Feldartillerie nach der neuen Einthei⸗ Die Berathung des Poſtetats wird fortgeſetzt beim daß ein vereidigter Beamter nicht zur Sozialdemokratie gebören dard lung werden in der„Berliner Poſt“ veröffentlicht. Tarnach iſt beim Kapitel:„Poſt⸗ und Telegraphenämter“. Die geringe Zahl der Beſtrafungen beweiſe, daß er nicht mit rauher 14. Armeekorps die 28. Brigade in Karisruhe and das Regiment Dazu beantragt B aſſer mann(natl.) die Reſolution Hand vorgehe. Er hahe iich oft gefraat, ob er nicht ein zu großes Nr. 14 und Nr. 30 erhalten neue Abtheilungen; die 29. Brigade dbel d 8 5 Wohlwollen habe, ſodaß darunter die Dienſtzucht leide ind damit wird in Freiburg errichtet mit Regiment Nr. 30 in Raſtatt, 66 Raſtatt hin zu wirken, daß bei der veränderten Regelung des Gehalts der ganze Betrieb Frage geſtellt werden könnte. und Neübreiſach(ſpäler in Offenburg) und dem neuen Regiment Ne. 76 in Freiburg i. Br.(Mannheim ſcheint ſomit bezüglich der Arlillerte nebenaus gefallen zu ſein. Hoffentlich blüht unſerer Stadt hinſſchtlich der Verlegung eines der neuen Kavallerie⸗Regimenter nach her niht daſſelbe Schickſal.) * 4* Lehrkurſus der erſten Hilfe bei Unglücksfällen. Obiger dei Kurſus, welcher am 18. November 1898 begonnen hat, hielt am 3. vef Februar 1899 ſeine letzte Uebung ab. In der erſten Stunde waren in 111 Theilnehmer erſchienen, während in der letzten Stunde noch 70 8. da waren. Der anterrichtende Arzt, Herr Dr. Fulda, gab ſeine 4. Erläuterungen in gemeinverſtändlicher Weiſe und veranſchaulichte die⸗ 15 ſelben in guten Abbildungen und Skeletten. Praktiſche Uebungen 5 gingen mit theoretiſchen Erörterungen Hand in Hand. Geſpannt folgten die einzelnen Theilnehmer den Ausführungen des Arztes, da welcher es verſtand, in dieſer kurzen Zeit ſeinen Zühörern die nöthigen Fr Kenntniſſe ſo beizubringen, daß ſie im Stande ſind, bei etwa ein⸗⸗ tretenden Unglücksfällen die erſte Hilfe zu leiſten. In der Ein Ar Stunde wurden die Erforderniſſe beſprochen, die an das Kranten⸗ un zimmer und die Krankenwärter geſtellt werden müſſen. Möge die vo Mahnung des Arztes: für das Krankenzimmer iſt das beſte Zimmer, in das die Sonne ihre Strahlen zu ſenden vermag, gerade gut genug, überall Beherzigung finden. Wie allzährlich, ſo wurden auch dieſes Jahr Lehrbücher gratis vertheilt und den Theilnehmern Atteſte aus⸗ geſtellt. Mit den Schlußworten, daß die Theilnehmer nicht wie ander⸗ wärts zu Paradeſoldaten herangebildet werden ſollen, ſondern ihre Hilfe den leidenden Mitmenſchen auf dem Schlachtfelde der Arbeil zu Theil werden zu laſſen, wurde der Kurſus geſchloſſen. 4* Die Mitglieder der gewerblichen Berufsgenoſſen ſchaften(Arbeiterunfall⸗Verſicherung) haben in Gemäßheit des§ 71 des Unfallverſicherungsgeſetzes vom 6. Juli 1884 den Vorſtänden ihret Genoſſenſchaften binnen ſechs Wochen nach Ablauf des Rechnungs⸗ jahres(11. Februar 1899) zum Zwecke der Vertheilung der Geſammt⸗ umlage eine Nachweiſung über die im verfloſſenen Jahre beſchäftigten verſicherungspflichtigen Perſonen und die von denſelben verdienten Löhne und Gehälter einzureichen. Für Mitglieder, welche mit der Ein⸗ ſendung einer ſolchen Nachweiſung im Nückſtande bleiben, erfolgt dis Feſtſtellung der Löhne durch die zuſtändigen Organe der Genoſſen⸗ ſchaft. Außerdem können derartige ſäumige Mitglieder gemäß § 104 des obigen Geſetzes mit einer Ordnungsſtrafe bis zu 300. belegt werden. Es ſei deshalb hierdurch an die Einreichung der be⸗ treffenden Lohnnachweiſungen erinnert und auf die Folgen der etwaigen Verſäumniß hingewieſen. f * Sibe e Höchzeit. Die Eheleute Peter Moſer und Kath, Moſer, geb. Volz, feierten am Sonntag, 5. Februar in aller Stille das Feſt der ſilbernen Hochzeit. e Das Kaiſer⸗Pauorama C 2. 10/1 führt uns dieſe Wee⸗ in fünfzig farvenprächtigen und klaren Aufnahmen an den von der Natur ſo bevorzugten Garda⸗See in Ober⸗Italien, In wundert ker Plaſtik und Perſpektive ziehen die reizend gelegenen Orte Nago Torbola, Riva, das weſtliche Ufer bis Desenzano, die Halbinſe 5 Sirmione und vieles Andere an unſerem Auge vorüber. Die Sceyß 5 nerien der Ponale⸗Straße, der Ponale⸗Schlucht, des großartigen 80 Ponale⸗Falles und der Citronen⸗Kuituren verdienen beſonderer Ertr- 9 wähnung Wer ſchon Gelegenheit hatte dieſe berrlichen Naturſchhu; heiten an den bezeichneten Orten in Wirklichkeit zu ſchauen, den wirde Ku es nicht gereuen, hier im Kaiſer⸗Pauorama ſeine Reiſeertunerungen“ Co wieder aufzufriſchen. Es ſollte Niemand den Beſuch dieſer herrlichen Serie verſaumen, ſelbſt wenn die Zeit noch ſo ſehr in Anſpruch ge⸗ nommen iſt. Vereiu für jädiſche Geſchichte und Literatur. Im Saale der neuerbauten Auguſt Lamey⸗Loge ſetzte geſtern Abend der ge⸗ nannte Verein den Cyklus ſeiner von ihm veranſtalteten Vorträge fort. Als Redner für den Gröffnungsvortrag in dem geſchmackvol Beiſtand und akuſtiſch ganz vorzüglichen Sgale war es dem Vorſtand gelungen, in der Perſon des Herrn Kirchenrath Dr Kroner aus Stuttgart einen auf dem Gebiete der ifrgelitiſchen Geſchichte und Literakur hervorragenden Redner zu gewinnen, Der⸗ ſelbe hatte als Thema ſeines Vortrags„Den Neubau des zweilen Tempels“ gewählt und entrollte in 1½ſtündigem klar durchdachtem und feſſelndem Vortrage ein Bild aus der Geſchichte des alten Ifraels, welches die zablreich erſchienenen Hbrer ungemein inter⸗ Mliß Balmaine's Pergaugenheit. Roman von B. M. Croker. Autoriſirte Ueberſetzung aus dem Engliſchen von Pauline Klaiber. (Nachdrug verboten.) 9(Jortſetzung.) 5 Siebentes Kapitel. An einem trüben Nachmittag im Anfang Dezember, fuhr Ronald Gordon auf einem der größten Dampſer der.⸗ u..⸗Geſellſchaft, hinunter. Einem Manne iſt die weibliche Erleichterung der Thränen verſagt, aber etwas ganz Aehnliches brannte in Ronalds Augen, als die weißen Felſen ven Engla Er neigte ſich über den Schif zꝛiehenden grünen Wogen, a weiter und weiter von meiner geliebten Roſamond weg! vergingen und Tauſende vo aber er tröſtete ſich ſelbſt, in ſich immer wieder vorſagte: fsrand hinaus und betrachtete die vorbei⸗ „Ein Jahr iſt bald vorüber!“ war es, als ob ihr Herz brechen müßte; ſie w Schmerzensausbrüchen hinzugeben, aber wenn lein menſchliches Auge ſie beobachten konnte, Zeugen h ganz und gar hin. em hohen, ſteinigen Heobagchtete die vorbeifa Arlich hatte ſie dann rothe, berweinte Augen, hrenden Dampfer und weinte zum Herzbrechen „Ste haben ja ganz entzün der via Suezkanal nach Melbourne beſtimmt war, den engliſchen Kanal nd aus ſeinem Geſichtskreis verſchwanden. ls ob er ihnen ſagen wollte, ihr führt mich Die Tage n Meilen lagen nun zwiſchen ihm und ihr; dem er ihr lange, lange Briefe ſchrieb und Roſamond aber, die zu ihrem täglichen trockenen Daſein in Hor⸗ ton, zu ihren ſchwarzen Trauerkleidern um die Großmutter, zu ihren Gaktenarbeiten und Spaziergängen mit Roy zurückgekehrt war, ihr agte nicht, ſich heftigen ſie weit weg war und ſie auch keinen andern atte als ihren treuen Hund, dann gab ſie ſich ihrem Schmerz Stundenlang ſaß ſie in ihrem Zimmer oder an Meeresufer und blickte hinaus auf die kalte See, die der beobachtenden Sie nur ietzt immer an Ihren Augen, Kind?“ Herümſtreichen in dem kalten Wind.“ Aber obgleich ſie Roſamond nicht ausgehen ließ, ſo wurden die Augen doch nicht beſſer. Die Lider waren gerade noch ſo entzündet wie vorher, beſonders Morgens, wenn Roſamond die halbe Nacht hindurch geweint hatte. Es war ein Glück für Roſamond, daß Maggs nicht leſen konnte, und ſo dachte ſie, die dicken Briefe, die von Suez und Kolombo eintrafen, ſeien von der ſehr gleichgiltigen Frau Mutter ihrer jungen Herrin. Roſamund hatte ihre Pariſer Kleider, ſowie einige hübſche Schmuckſachen, Schuhe, Fächer und Taſchentücher u. ſ.., Alles Ge⸗ ſchenke Ronalds, in einen alten Schrank ihres Zimmers feſt verſchloſſen. Manchmal nahm ſie dieſe heraus und betrachtete ſie mit klopfendem Herzen und feuchten Augen. Eines Abends zog ſie ſogar ihr weißes Seldentleid und ihren Abendmantel, Handſchuße und Geſellſchafts⸗ ſchuhe an und verſuchte ſich einzubilden— was für eine ärmliche Ein⸗ bildung war es— daß ſie auf Ronalds Klopfen an der Thür und auf ſeine Frage, ob ſie ferkig ſei, warte. Ach! alle dieſe Schätze, wie viel hatten ſie ihr zu erzählen! Sie be⸗ ſaß unter Anderem einen wunderſchönen Fächer, den er ihr in der Rue de Paix gekauft hatte, dann einen pelzgeftütterten Mantel für die Aus⸗ fahrten bei ſchlechtem Wetter in dem Bois de Boulogne, ein hübſches Straßenkleiv aus dem„Maiſon Roger“, Photographien von all den Orten, die ſie mit einander beſucht hatten, von Psre la Chaiſe, von der Sainte Chapelle, Verſailles, St. Cloud, Fontainebleau, ſowie Photo⸗ graphien von ihr und Ronald in Kabinetsformat, aber nach alter fran⸗ zöſiſcher Sitte nicht Beide mit einander auf einem Bild. Auch hatte ſie ein Album von Juchtenleder, ein Arbeitskörbchen, eine Broſche, die einen Schmetterling vorſtellte, und eine goldene Nadel in Form einer Roſe. d Ronald hatte ſeine ſauer verdienten Groſchen wie ein Prinz ausgegeben.„Aber das thut nichts“, beſchwichtigte er ſein Gewiſſen, „ſie hat noch nie etwas geſehen, ſie hat noch nie ein Vergnügen gehabt. Man verheirathet ſich nicht alle Tage, und ich kann arbeiten und es wieder herein bringen, wenn ſie nicht mehr bei mir iſt“. Schließlich aber kamen der Oberſt und Mrs. Briee ſowie Miß Brite doch ganz unerwartet und plößli in Englend an. Die Geſund⸗ heit des Oberſts hatte ſich ſehr verſchlechtert; das ſpäte zu Bett gehen, die üppigen Mahlzeiten und das viele Whisty⸗ und Sodawaſſerkrinlen Sir duslehen dus Enl Mües z6n dete Augenlider. Sie ben dem ewigen wachen iih Aengt delbn ien geſagk: Ele kaben 15 keine Zeik zu berlieren, wenn Ste wieder geſund werden wollen; Sie müſſen nach England zurücktehren und dort bleiben.“ Deßzalb löſte Mrs. Brice, wenn auch ſehr ungern, ihren Haushalt in Indien auf, ſandte eine Liſte ihrer Habſeligkeiten, von einem Klabier an bis herunter zu einer Mauſefalle, bei ihren Bekannten herum, über⸗ forderte ihre Freunde für ihre Kühe, Hühner und Ponies auf die ſchamloſeſte Weiſe, wenigſtens behaupteten dieſe es nachher, ſetzte ſich zum letzten Mal in ihren Dandy und fuhr den Hügel hinunter nach dem dack gharry. Die gewöhnlichen Sterblichen Englands wiſſen allerdings nichts von einem„Dandy und dack gharry“, und das iſt ein Glüt; aber Mrs. Brice ließ ihr Herz— ſo viel ſie überhaupt davon beſaß — in Indien zurück, und es war ihr, als ob der ſchönſte Theil ihres Lebens nun für immer vergaugen ſei, als der Leuchtthurm von Colaba ihren Blicken entſchwand. Sie wußte, daß die Hauptmaſſe des Ver⸗ mögens der alten Mrs. Balmaine Roſamond gehörte, und ſie hatie nach ihrer Ankunft in England gleich eine ſehr intereſſante Auseinande“ ſetzung mit dem Rechtsanwalk und Vermögensverwalter der alten Dane gehabt. Die Zinſen des Kapitals beliefen ſich auf 5000 Pfund Stet⸗ ling im Jahr und wurden für Roſamond verwaltet, bis ſie fünfund⸗ zwanzig Jahre alt war oder bis ſie ſich verheirathete. Es iſt über⸗ flüſſig hier hinzuzufügen, daß Mrs. Brice nicht im Sinn hatte, ihte Tochter vor ihrem fünfundzwanzigſten Jahr heirathen zu laſſen. Sie würde alſo die Verwaltung und die Nußnießung des Vermögens ihter Tochter noch während eines Zeitraums von beinahe ſieben Jahren haben. Sie würde, dachte ſie, Roſamond in die Geſellſchaft einführen— ſe ging ſelbſt ſehr gern in Geſellſchaft— ſie würden alle zuſammen, f einem hübſchen Haus in London leben, ſich Wagen und Pferde halte kleine Geſellſchaften geben, ſehr viel ausgehen, ſich gut kleiden, einell guten Tiſch führen, im Theater abonniren und dort alle neue Slutf ſehen, im Winter eine Reiſe in den Süden unternehmen, kurz mit Roſamonds Geld ſo angenehm als nur möglich leben. Es war ſchen] un; lange her, feit Mrs. Briee kein ſolch guter Biſſen mehr zugefallen wan ba⸗ Sie ließ ſich alſo in einem der erſten Hotels in der Norkhumberland?]“ Ko Avenue nieder und berief ihre Tochter und Maggs dahin. Roſamol e8 war ſehr begierig auf dieſes Zuſammentreffen mit ihrer Mutter, abt Ju ſie fürchtete ſie doch auch davor. Wie würde dieſe wohl 100 1 Würde ſie gut und freundlich und zärtlich und wie eine wirkliche re gat 96.4 W. rg, Be⸗ im ad. den be⸗ irzt ago iſelbg See⸗ tigen Ers Hön⸗ wird ngen 8 ichen ) gee aale ge⸗ räge Fvoll dem Dr. ſchen Der⸗ eilen htem alten nter⸗ Sie halt abier über⸗ F die ſich dem ings hlüct; deſaß ihres aba ß nder⸗ dame Stet⸗ fund⸗ über⸗ ihe Sit ihret aben, — ſit Uten, einel tlcke it ſchol wak, ſand⸗ mond aber en Alel Mannzheſm, 7. Februar! General Anzeiger. 8. Seſte⸗ Eſſirte. In tiefer, von echt religiöſer Anſchauung durchdrungener Weiſe ſchilderte Herr Dr. Kroner die Schickſale des jüdiſchen Volkes, wie es unter dem Pe nig Cyrus in das Land ſeiner Väter wieder zurückkehren und dort einen Altar ſich erbaute, dem die Erbauung eines Tempels bald folgte, deſſen Ausführung jedoch verhindert wurde. Erſt unter den Nachfolgern des obengenannten Königs war es dem ifraelitiſchen Volke vergönnt, das Werk zu Ende zu führen.— Reicher, wohlverdienter Beifall lohnte den Redner am Schluſſe ſeiner trefflichen Ausführungen, * Der badiſche Eiſenbahnreformverein hielt am eidelberg eine Verſammlung ab, der auch verſchiedene Mannheimer Anhänger des Vereins beiwohnten. Den Vorſitz führte Herr Redak⸗ teur Montua⸗Heidelberg, während als Referent Herr Prof, Böth⸗ lingk aus Karlsruhe auftrat, der über den gegenwärtigen Stand der Tarifreform ſprach. Er ſchlug am Schluſſe ſeiner Ausführungen eine Eingabe an den Reichstag vor, worin um Verwirklichung der Art. 43 und 45 der Reichsverfaſſung durch Herabſetzung und Ver⸗ einfachung der Tarife und einer den Verkehrsbedürfniſſen entſprechen⸗ den Ausrüſtung der Eiſenbahnen gebeten wird. Die Verſammlung nahm dieſen Vorſchlag einmüthig an; ferner wurde nach einem Referat des Herrn Redakteur Röder⸗Karlsruhe folgende Reſolution angenommen: „Die heutige Generalverſammlung des ſüddeutſchen Eiſenbahn⸗ Reform⸗Vereins beſchließt, die Großh. Bad. Eiſenbahn⸗Direotion zu erſuchen, den Gefahren, die die Concurrenzmaßregeln der preußiſch⸗ heſſiſchen Eſſenbahngemeinſchaft für die finanzielle Geſtaltung des badiſchen Eiſenbahnverkehrs mit ſich bringt, durch eine im Prinzip verbilligende Tarifgeſtaltung ſowohl für den Perſonen⸗ wie den Güterverkehr entgegenzuwirken.“— Herr Spalding aus Mannheim ſprach den Wunſch aus, es möchten wie für die Fahrt Mannheim⸗ Heidelberg, ſo auch für die Fahrt Heidelberg⸗Mannheim Sonntags⸗ karten ausgegeben werden. Die Anregung fand bei der Verſamm⸗ lung Auklang. Zum Schluß rekapitulirte Herr Böhtlinge unter dem Beifall der Verſammlung noch einmal die alten Forderungen des Reform⸗ vereins. Es ſind folgende: 1. Einſtellung von Wagen III. Klaſſe in alle Schnellzüge ohne Ausnahme 2. Abſchaffung der I. Klaſſe. 8. Kilometerhefte III. Klaſſe zu 20 Mk. und halbe Hefte zu 10 Mk. 4. Ermäßigung der Kinderfahrpreiſe, bis 10 Jahre frei, bis 14 Jahre halbe Taxe. 5. Einführung 14 tägiger Landeskarten. 6. Abſchaffung des Schnellzugszuſchlags. Geſitzwechſel. Herr K. Wittemann, Vaugeſchäft, kaufte das Endemann'ſche Grundſtück, an der Käferthaler und alten Frankſurter Stiaße gelegen, zum Preiſe von 480,000 Mark. Poſt⸗ und Telegraphen⸗Verkehr. In No. 36 des General⸗ Anzeigers vom 5. Februar muß es bei den Angaben über den Poſt⸗ und Telearaphen ⸗Verkehr von Karlsruhe und Mannheim— ſtatt von Karlszube nach Mannheim— heißen. Zur Eröffnung der öffentlichen Carnevpalsfeſtlichkeiten, welche die karn valiſtiſche Geſellſchaft„Feuerio“ am Sonntag verauſtaltet, findet am Samſtag Abend 8 Uhr ein Lampionszug des zFeuerio“ mit Muſik nach dem Bahnhof ſlatt, behufs Abholung der Rekruten der Prinzengarde. Nur Mitglieder und Ehreumitglieder des Vereins haben die Berechtigung, an dieſem Zuge theilzunehmen. Der Abmarſch erfolgt vom„Habereck“.— Die geſtern Abend ſtatt⸗ gefundene karnevaliſtiſche Sitzung des Vereins hatte wieder einen ganz koloſſalen Beſuch aufzuweiſen. Sie verlief in der denkbar fröhlichſten Weiſe. Leider ſah ſich auch geſtern das hohe Präſidium veranlaßt, zahlreiche Straſen über die unbotmäßigen und unziviliſirten Unterthanen des Narrenreiches zu verhängen. Der Turutag des Rhein⸗Neckargaues fand am Sonn⸗ tag hier im oberen Saale der„Gambrinusvyalle“ ſtatt. Nachdem ſich im Laufe des verfloſſenen Jahres mehrere Vereine zu dem Schwetzinger Gau vereinigt haben, zählt der Rhein⸗Neckargau immer noch 40 Gauvereine, von welchen 38 mit 69 Abgeordneten in der Verſammlung vertreten waren. Nach Prüfung der Vollmachten er⸗ öffnete der Vorſitzende gegen ¼ 2 Uhr die Verſammlung und ge⸗ dachte der Veränderungen und der bemerkenswerthen Vorkommniſſe innerhalb des Gaues. Gauturnwart Röſch referirte über die ab⸗ gehaltenen Turnwartsverſammlungen und die einzelnen Feſte im Gau. Herr Perron, der Gaugeldwart berichtete über den Kaſſenbeſtand. Den Geſammteinnahmen von 1008 Mk., ſteht eine Ausgabe von 746 Mk. entgegen. Nach Feſtſtellung des Voranſchlages pro 1899 ſchritt man zur Neuwahl des Gauturnrathes. Gewählt wurden: Prof, Dr. Schumacher⸗Mannheim als 1. Gauvertreter, Real⸗ lehrer Filſinger⸗Heid lberg als 2. Vorſitzender, Röſch⸗Hei delberg als 1. und Kaufmann⸗Speyer als 2. Gauturnwart, Perron⸗ Frankenthal als Geldwart und Schmitt⸗Heidelberg als Schrift⸗ wart. Verſchiedene Turnfeſte des laufenden Jahres wurden geneh⸗ migt. Die Verhandlungen bewegten ſich wiedel in der gewohnten uferloſen Breite, insbeſondere diejenigen über Feſtſtellung der neuen Satzungen, deren endgiltige Redaktion man endlich einer eigenen Kommiſſion übertrug. * Eine neue epochemachende Erfindung, beſonders für das Kunſtgewerbe wichtig, hat, ſo ſchreib man uns, der Chemiker A. Cobenzl, Theilhaber der Firma Photochemie in Wiesloch bei Heidel⸗ berg gemacht. Jahrelang ſchon hat man ſich damit beſchäftigt, ein Verfahren zu finden, welches ermöglicht, Photographien auf andere Unterlagen als Papier herzuſtellen. Namentlich franzöſiſche Chemiker gaben ſich hierin die größte Mühe. Paris auch war es, welches bor einigen Jahren Seide präparirte und in den Handel brachte, welche lichtempfindlich war. Dieſe lichtempfindliche Seide hatte aber höch⸗ ſtens nur eine problematiſchen Werkh, da ſie gegenüber dem licht⸗ empfindlichen Papier gar keinen Vortheil, dagegen deſſen ſämmtliche Nachtheile hatte. Dazu kam, daß dieſelbe in der Herſtellung zu theuer kam, ſodaß ſich die Herſtellung ſolcher Seidenbilder nur der Kurioſttät Halber lohnte. Nach langen nutzloſen Verſuchen iſt es nunmehr dem Heren Chemiker A. Cobenzl in Wiesloch gelungen, ein Verfahren gu finden, durch welches Stoffgewebe wie Seide, Satin, Leinen, Baum⸗ wolle, Sammt etc. für photographiſche Zwecke lichtempfindlich gemacht werden können. Nach dieſem eBrfahren hergeſtellte Bilder ſind voll⸗ ſtändig unverwüſtlich und können nur mit den Stoffen ſelbſt zerſtört werden; ſie ſind wetterbeſtändig und waſchecht, denn ſie vertragen SS——— gegen ſie ſein? Oh, dann wollte ſie vor ihr niederknien, ihr Haupt in ihren Schoß legen und ihr Alles erzählen, Alles von ihrem lieben, lieben Ronald! Seine Briefe von Suez und Colombo trug ſte beſtändig auf ihrem Herzen in ihrem Kleid. Wenn ihre Mutter theilnehmend gegen ſie war, und wenn ſich wirklich herausſtellte, daß Großmama ſo reich geweſen war, dann würde ſte ihr vielleicht auch etwas Geld geben, ach, nur ſo viel, damit Ronald in England bleiben konnte! Oh! wenn ſie ihm doch telegraphiren könnte, er ſolle zurückkommen! Schon bei dem allein klopfte ihr Herz vor lauter Freude und lauten Schlägen! 7 5 Der ereignißvolle Tag, an dem Roſamond mit ihrer Mutter zu⸗ ſammentreffen ſollte, war endlich herbeigekommen. Sie und Maggs reiſten zuſammen vach London und kamen in dem Hotel Metropole kurz vor dem Diner an. Miß Balmaine wurde auf den Aufzug geführt und befand ſich gleich darauf im zweiten Stock, hinter einem Diener hergehend, oder beſſer geſagt, hinter ihm herſchleichend dieſer führte ſie in einen von der Familie Brice bewohnten Privatſalon. Während Roſamond hinter dem Diener auf dem mit Teppichen belegten Korridor ging, fühlte ſie ihe Herz heftig klopfen und ihre Kniee zitterten. Ach! wie viel hing von dieſem Zuſammentreffen und dem erſten Eindruck ab! In dem Zimmer wurde die verſchüchterte Fremde von dem Oberſt, ſeiner Frau und ſeiner Tochter erwartet. Oberſt Brice war eine ſtatt⸗ liche Erſcheinung von ſechzig Jahren, mit einem jovialen Benehmen und einer lauten und heiteren Stimme, einem kahlen Kopf— über die Glatze waren nur einzelne Strähne ſorgfältig hinübergebürſtet— und einem Paar harter, ſchwarzer Augen. Sein ganzes Leben lang war e⸗ berſchuldet geweſen. In der Schule ſchon hatte er Schulden gehabt, und das Schuldenmachen war ihm zur zweiten Natur geworden; er hatte jederzeit eine Ausrede in Bereitſchaft, wie ein echter indiſcher Koch, und eine große Rechnung verſetzte ihn durchaus nicht in Schrecken; es gelang ihm immer wieder, ſich auf irgend eine Weiſe aus der Affaire zu ziehen“, wie er ſich auszudrücken pflegte.(Fortſ. folgt.) Sortſetzung folgt.) FFF Sonntag in Regen und können mit Seife und So veiteren zum Pate d des Herrn Aund lich machen. e haben dieſelben Eigenſchaften und Vortheile wie die 5 toffbild r. Welch hohen Werth dieſe Erfindungen haben, geht daraus hervor, daß die Bilder auf nach dieſem Verfahren hergeſtellten Ma⸗ terialien ſich zu tauſenderlei Gegenſtänden verarbeiten laſſen. So kann man Taſchen, Etuis, Albums, Fächer und dergl. mit dieſen Bildern anfertigen. Dieſe Holzphotographien eignen ſich zu Möbel⸗ einlagen, Brandmalereien ete. Mit einem Worte, es iſt dem Herrn Cobenzl gelungen, die Photographie für das Kunſtgewerbe vollſtändig auszubilden.(NMitgetheilt bon dem Patent⸗ und Techniſchen Bureau B. Reichhold in Berlin— Filiale Mannheim A 2, Nr. 7, woſelbſt auch nach dieſem Verfahren hergeſtellte Bilder zu beſichtigen ſind. Aus⸗ künfte in Patent⸗ und techniſchen Sachen werden koſtenlos ertheilt.) Ein Familiendrama. Aus Oggersheim, 6. Febr., wird uns geſchrieben: Eine furchtbare häusliche Szene bereitete heute Nachmittag der Metzgermeiſter Nikolaus Barth ſeiner Familie. In der Trunkenheit gerieth er mit ſeiner Frau in Streit und ver⸗ ſetzte ihr mit einem Meſſer einen Stich in die Lunge. Nicht genug damit, gab er auch ſeinem eigenen Kinde einen Stich in den Kopf. Beide Verletzte ſchweben in großer Lebensgefahr. Nach der grauen⸗ vollen That ging Barth in der Richtung nach Ludwigsbafen flüchtig, Wie uns nachträglich gemeldet wird, wurde Barth heute Nacht gegen 12 Uhr vor ſeiner Wohnung in bewußtloſem Zuſtande aufgefunden. Er hatte ſich die Pulsader geöffnet. Barth wurde in das Krauken⸗ haus verbracht, wo er gegen 5 Uhr verſtarb. Das Motiv ſeiner ſchrecklichen That ſoll unbegründete Eiferſucht geweſen ſein. * Zwei Pferde verunglückt. Ceſtern früh ſtürzten zwei der ſtädtiſchen Abfuhranſtalt gehörige Pfeede, welche der Fuhrknecht Chriſtian Michelfelder von der Kompoſtfabrik aus in den Bau⸗ hof führen wollte, an der Ecke der Colliniſtraße, woſelbſt die Waſſer⸗ leitung gemacht wird, in den dadurch entſtandenen Graben. Die⸗ ſelben wurden mittelſt Flaſchenzuges wieder herausgeholt, waren jedoch inzwiſchen verendet. Kleinfeuer in Folge Exploſiou. Geſtern Vormittag zwi⸗ ſchen 9 und 10 Uhr brach in dem Hauſe 0 7, 14(Eigenthümer: Konrad Wittemann, Baumeiſter) und zwar in der im 2. Stock gelegenen Wohnung des Rechtsanwalts Dr. Ludwig Jordan in Folge einer Exploſion einer mit Benzin gefüllten Flaſche Kleinfeuer aus, wobei durch den allzuſtarken Luftdruck ein vollſtändiger Kreuz⸗ ſtock ſammt Scheiben zertrümmert wurde. Außerdem verbrannten noch verſchiedene auf dem Boden liegende Wäſcheſtücke im Werthe von 40—50., der Geböndeſchaden läöuft ſich auf ca 80 M. * Muthma ligſes Wetter am Mittwoch, 8. Febr. Der neue im Weſten Irlands aufgelcelenle Laflwirver hat im juoöſtlicher Rich⸗ tung energiſche Vorſtöße gemacht und die angekündigte mildere Te ⸗ veratur mit einigen Niederſchlägen gebracht. Nun iſt aber ſchon wieder ein neuer Luftwirbel gegen Irland im Anzug, weshalb das trübe und unbeſtändige Wetter auch am Mittwoch und Donnerſtag noch andauern wird. Witterungsbeobachtung der meteorologiſchen Station Maunheim. 2— 2 8 2 8 85 8 8 8 8 Bemerk⸗ Datum Zeit 8 5 5—5 58 8 2 8 8 ungen 58 8 mm S—— 6. Febr. Morg. 70751,5 1,0 NNWᷣZ 833 Mittg. 20752,4 2,4 NGE2 6.„ Abds. 9⸗/750.9 18 62 7,.„ Morg. 7˙ 320 8,4 S8 Höchſte Temperatur den 6. Febr. +. 6,2 Tiefſte 8 vom 6/. Febr. + 1, 2* 8 15 Aus dem Großherfogtlium. * Schwetziugen, 6. Febr. Der bei einer Schlägerei am Kaiſer Geburtstag in einer hieſigen Wirthſchaft verletzte Bierbrauer Auguft Angelloch iſt im akademiſchen Krunkenhauſe in Heidelberg dieſer Verletzungen erlegen. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und 6 Kinder. Der Thäter, der dem Bedaueryswerthen die tödtlich⸗ Wunde beigebracht hatte, iſt ein hier beſchäftigter Bäckerburſche. Dieſer iſt bereits in Haft genommen worden. * Heidelberg, 6. Febr. Unter dem Vorſitz von Profeſſor Mommſen iſt in der Univerſitätsbibliorhek hier der geſchäftsführende Ausſchuß der Neichslimes⸗Kommiſſion zu Verhandlungen zuſammengetreten. Außer den Mitgliedern des Ausſchuſſes, Geh, Hofrath Zangemeiſter von hier, Generalmajor Popp von München und Prof. b. Herzog von Tübingen, nehmen auch die Kommiſſtonsmit⸗ glieder, Miniſterialrath Soldan aus Darmſtadt, Baurath Jacobi aus Homburg, Geh Reg.⸗Rath Niſſen und Prof. Loeſchcke aus Bonn, ſowie die drei Dirigenten Generalleutnant v. Sarwey aus Berlin, Prof. Hettner aus Trier und Prof. Fabricius aus Freiburg i. B. an dieſen Sitzungen theil. Als Kommiſſar des Reichsamts des Innern iſt Geh Reg.⸗Rath Lewald zur Tyeilnahme an den Berathungen eingetroffen. * Heidelberg, 6. Febr. Der auf der Wanderſchaft befindliche 25 Jahre alte Schuhmachergeſelle Adam Wellbeck aus Rimback erſchoß ſich auf der Landſtraße zwiſchen Leimen und Nußloch. Die Leiche wurde nach Nußloch verbracht.— Der 26 Jahre alte Wilhelm Wagner aus Leibenſtadt ſollte auf Anrathen ſeines Arztes in die Heidelberger Klinik verbracht werden. Bei Neckarſteinach merkten —Brrrrrr Buntes Fenilleton. — Boseco auf dem Rade. Aus München wird über folgenden Gaunerſtreich berichtet: Gelegentlich eines Gänſeauskegelns in St Georgen, am Ammerſee, war in der dortigen Schloßbrauerei eine größere Geſellſchaft verſammelt, meiſt Einwohner von St. Georgen Dieſſen und den umliegenden Dörfern und Flecken. Ein Radfahrer der vorbeikam und das fröhliche Treiben ſah, machte Halt und be⸗ theiligte ſich ebenfalls am Kegeln. Seine Witze und Bonmonts er⸗ hielten die Geſellſchaft in ſtefem Lachen. Als er zwei Gänſe gewonnen, gab er dieſelben zum Beſten; ſie ſollten ſofort für die ganze Geſellſchaft gebraten werden. Allgemeines Hoch⸗ und Bravorufen belohnte dieſen uneigennützigen Entſchluß. Bis die leckere Mahlzeit fertig wäre, wollte er ihnen einige Kunſtſtückchen auf dem Rade zum Beſten geben. Er fährt auf der Straße vor dem Wirthshauſe einige Male auf und ab und führt dabei verſchiedene Kunſtſtückchen aus, die ungetheilter Beifall ernten. Schließlich will er noch einen Haupttrik machen. Er erbittet ſich von einem Herrn einen Hut und läßt ſich in denſelben von den Anweſenden Uhren, Ringe, Portemonnaies, Taſchenmeſſer Schlüſſel u. f. w. bineinwerfen mit dem Bemerken, er wolle ihnen eir Zauberſtückchen 1 la Bosko auf dem Rade vorführen. Von aller Seiten wird ihm dos Gewünſchte zugereicht. Hierauf fährt er nack einem ca. 200 Meter entfernten Gebüſche an der Landſtraße, ſteig! dort ab und manipulirt mit dem Hute; man kann jedoch nicht ſehen was er macht. Endlich kommt er in flottem Tempo wieder angefahren Auf allen Geſichtern liegt der Ausdruck ſpannender Erwartung. Als ei an der vor dem Wirthshaus harrenden Geſellſchaft vorbeikommt, wirft er mit kräftigem Schwung den Hut über die Köpfe der Verſammelten ein wahrer Sandregen ergießt ſich über die Geſellſchaft. Man ſchreit kreiſcht lacht, ſchreit Bravo und guckt erwartungsvoll hinter dem Rad fahret drein, der immer kleiner wird und endlich hinter einer Waldeck verſchwindet. Da wird den verſchiedenen Beſizern der Uhren, Ringe ſein Vater und der Schwager, daß der Kranke heftige Schmerzen bekam, an deren Folgen er kurz darauf im Zuge verf Plankſtadt, 6. Febr. Bahnaſſiſtent J. Mack ſtürzte in Folge eines Fehltritts in eine Straßenrinne und erlitt dabei einen doppel⸗ ten Beinbruch. * Doſſenheim, 6. Febr. Der hieſige Bürgerausſchuß beſchloß, Herrn Leferenz aus Heidelberg, der in ſeinem hieſigen Porphyr⸗ ſteinbruch mit dem Brechen an der Grenze gegen die Gemeinde ange⸗ kommen iſt und infolge deſſen ſeinen Weiterbetrieb bedeutend häkte einſchränken müſſen, fernerhin weiter arbeiten zu laſſen. Mit 30 gegen 29 Stimmen wurde ihm der Weiterbetrieb auf 6 Jahre bewilligt, wofür Herr Leferenz der Gemeinde den Betrag von 40,000 bezahlt. Die hieſigen Porphorſteine ſind ein ſehr geſuchtes Bahn⸗ und Straßen⸗ beſchotterungsmaterial und finden infolge ihrer Vorzüglichkeit eine ſehr weite Verbreilung. E Karlsruhe, 6. Febr. Die Verhandlungen, die zwiſchen der Regierung und der Fürſtenbergiſchen Kammer in Sachen der Erbſchaftsſteuer⸗Angelegenheit geführt wurden, haben einen befriedigenden Abſchluß gefunden. Die Erbſchaftsſteuerſumme iſt auf nahezu 3,5 Millionen Mark berechnet worden. Kehl, 6. Febr. Uuter dem Verdachte, ſein Haus angezündet zu haͤben, wurde der verheirathete Malermeiſter Streichle ver⸗ haftet. Den Angeber, der bereits die Stadt verlaſſen, hat der Bruder des Verhafteten gemacht. 2 L Offenburg, 6. Febr. Eine gelinde Panik brach geſtern Vor⸗ mittag in der kath. Kirche während des Hauptgottesdienſtes aus, Es war nämlich ein Tannenbäumchen an einem Seitenaltar in Brand gerathen und das Feuer drohte größere Dimenſionen anzunehmen, Alles drängte nach den Ausgängen. Das Feuer wurde jedoch durch Waſſer und Tücher raſch erſtickt und der Gottesdienſt konnte ſeinen Fortgang nehmene! * Marburg. 6. Febe. Die hieſige Strafkammer beſchäftigte ſich mit der Anklage gegen den 61jährigen Bademeiſter Weinkraut und deſſen Gehilfen, den 81jährigen Seiler Allendorf, die be⸗ ſchuldigt waren, den Tod der elfjährigen Margarethe Kreckwitz durch Fahrläſſigkeit herbeigeführt zu haben. Allendorf gab dem Mädchem Schwimmunterricht und hatle es an der Leine, die plötzlich zerriß. Das Mädchen trieb unter die Hohlcylinder der ſtädtiſchen Badeanſtaft und ertrank, obgleich Allendorf ſofort nachſprang, wobei er ebenfalls in Lebensgefahr gerieth. Zahlreiche Zeugen wurden heute vernommen, beſonders über die Einrichtung der Badeanſtalt. Der Staatsanwalt beantragte einen Monat für Weintraut, vier Monate für Allendorf, der Gerichtshof erkannte indeß auf Freiſprechung. * Freiburg, 6. Febr. Der hieſige Stadtrath hat auf eine An⸗ regung von Herrn Direktor Götz in Karlsruhe beſchloſſen, durch Herrn Profeſſor Friz Geiges dahier eine Anzahl werthvolle Glasgemälde anfertigen zu laſſen, die vor ihrer Verwendung in dem Erweiterungs⸗ bau des hieſigen Rathhauſes im kommenden Jahre zur Repräſen⸗ tation des badiſchen Kunſtgewerbes in die deutſche Abtheilung der Weltausſtellung nach Paxis gelangen ſollen. * St. Blaſion, 6. Febr. Heute ſind es 25 Jahre, daß durch den in der Fabrik des Herrn K. Krafft entſtandenen großen Brand unſere ſchöne Kirche zerſtört wurde. Eine Kälte von 28 Grad ließ das Waſſer zu Eis erſtarren und machte die Rettungsarbeit der herbei⸗ geeilten Feuerwehren von Waldshut, Säckingen, Lenzkirch, Bonndorf und Freiburg zu ſchanden. Vfalz, Heſſen und Umgebung. Ludwigshafen, 6. Febr. In ſeiner Wohnung verſetzte ſich am Samſtag Nachmittag der 64 Jahre alte Graveur Wilhelm Wei ß einen Revolverſchuß in die Schläfe. Der Lebensmüde iſt heute Abend an den Folgen dieſer Verletzung verſchieden; er litt an einem unheilbaren hartnäckigen Leiden, das auch den Grund des Selbſt⸗ mordes bildete. Pirmaſens, 5. Febr. Geſtern brannte es in dem Wohn⸗ haus von Leiſtner in der Joßſtraße, welebes von drei Familien be⸗ wohnt wird. Das Feuer kam in der Wohnung der Wittwe Ober⸗ lehrer Müller zum Ausbruch und zerſtörte den Dachſtuhl und das dritte Stockwerk des Hauſes vollſtändig. Der Feuerwehr gelang es nach zweiſtündiger angeſtrengter Arbeit, das Feuer zu löſchen. * Breitenbach, 7. Fehr. Bezüglich der vielen Brände hier ſchreibt man der„Pf. Ztg.“ u..: Verkürzte Polizeiſtunde, freiwillige und bezahlte Wachen ſind nicht im Stande, den raffinirten Verbrechern ein wirktſames Halt zu gebieten! Als es im vorigen Jahre hieß, es brennt nur bei den Proteſtanten, folgten zwei Brände bei Katholfken! Und als die Parole ausgegeben wurde,„wenn's wieder brennt, wird der Beſitzer ſofort verhaftet“, da brannte es beim Bürgermeiſter! Wie viele Fälle mögen noch folgen, bis das Jahr zu Ende? Und wen trifft es das nächſte Mal? Das ſind die bangen Fragen, die ſich jeder hier ſtellen muß. Denn es hört noch nicht guf zu brennen, trotz der eingeleiteten ſtrengen Unterſuchung. * Darmſtadt, 7. Febr. Die Frau eines hieſigen Briefkrägers, welche ihren Kindern Abends Leberthran zu trinken gibt, vergriff ſich geſtern in der Flaſche und gab dem jüngſten Söhnchen einen Löffel voll Karbolſäure. Das arme Kind wurde ſofort in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht, dürfte jedoch ſchwerlich dem Leben erhalten bleiben. * Darmſtadt, 6. Febr. Die Ortskrankenkaſſe Mainz hat bon der Aufſichtsbehörde die Erlaubniß erhalten, in Langenbrombach ein paſſendes Grundſtuck für ein Geneſungsheim zu erwerben. Mainz, 6. Febr. Auf Veranlaſſung der Staatsanwalt⸗ ſchaft in Köln fand hier in dem Juſtizp laſt eine Konfrontation mit dem verhafteten Juwelenſchwindler Reiff ſtatt. Der zu dieſem Zwecke aus Köln hierher gekommene Herr vermochte aber in der hier ver⸗ hafteten Perſönlichkeit nicht denjenigen Schwindler zu erkennen, der in Köln ähnliche Betrügereien verübt hat. Mülhauſen, 6. Febr. Aus dem hieſigen Bezirksgefängniß iſt ein geſährlicher Verbrecher Namens Weidemann, nur mit einem Hemde bekleidet, eniſprungen. Er hatte hier noch eine Gefängniß⸗ ſtrafe von drei Jahren zu verbüßen, wovon er elf Monate hinter ſich hatte. In Baden ſollte er aber noch fünf Jahre Zuchthaus ahſttzen, Ind Taſchenmeſſer und einen Zettel, worauf ſteht:„Laſſen Sie ſich die Bänſe gut ſchmecken, bezahlt ſind ſie ja. Ich erlaube mir als liebes Andenken an Ihre nerthe Geſellſchaft die mir übergebenen Sachen mit⸗ zunehmen. Bosco.“— Tableau! 2 — Eine Scheffel⸗Erinnerung. Scheffel erzählte mir eine Prozeßgeſchichte, ſchreibt Hofrath Dr. Wurm. Auf Zureden eines Brunnenmachers ließ er ſich von dieſem auf der Mettnau einen Brunnen graben, der gutes Trinkwaſſer liefern ſollte. Leider erwies ſich nach Fertigſtellung des Unternehmens das gewonnene Waſſer untrinkbar, und der Dichter verweigerte deshalb die Zahlung, worauf der Brunnenmacher klagte. Scheffel nahm zum Termine eine Flaſche des betreffenden Waſſers mit und ſagte auf die zu einem gütlichen Bergleiche auffordernde Anſprache des Richters mit klaſſiſcher Rahe: „Ja wohl, ich bin zu einem Vergleiche bereit; wenn der Herr Brunnen⸗ nacher dieſe Flaſche Waſſer auskrinkt, ſo bezahle ich ſeine Forderung“. Der„Herr Brunnenmacher“ riskirte jedoch dieſes Gottesurtheil nicht, ind infolge ſeiner Weigerung ward ſeine Klage abgewieſen.— In inem Bahnzuge ward Scheſfel von einem Mitreiſenden erkannt und nit Lobeserhebungen überſchüttet.„Ach“, unterbrach er den Herrn, Sie meinen meinen Bruder. den Dichter; der ſieht mir allerdings ſehr ihnlich, ſo daß wir öfter verwechſelt werden“. — Ein ſenſationeller Bankdiebſtahl. Das Geheimniß des Diebſtahls von Banknoten im Geſammtwerthe von 60000 Pfund Sterling(1 200 000%) aus Parrs Bank in London iſt noch nicht zeklärt. Der Rauß wurde mit unglaublicher Frechheit am hellen, lichten Tage ausgeführt. Die geſtohlenen Banknoten befanden ſich ioch kurz vor drei Ahr Nachmitags in dem Schranke, in welchem ſie für die laufenden Tagesbedürfniſſe verwahrt wurden, und eine Biertel⸗ ſtunde ſpäter waren ſie verſchwunden. Die Detektivs glauben, daß der Raub von Amerikanern ausgeführt wurde, die gewöhnlich zu Jweien oder Dreien arbeiten. Nur die Amerikaner haben die Gebuld, inen Platz Monale, oft Jahre lang zu beobachten, um genau die Raumvertheilung und die Gewohnheiten des Perſor Portemonnaies ſchließlich doch etwas„ſchwummerig“. Man eilt nach dem Gebülch und kindet auf einzw Sandhaufen einige Schlüſſel . nnen 3u lergen; im geeigneſen Augenblick ſchreiten ſie dann mit einer ſtaunens⸗ Heneral Anzeiger. Manndefm, Febr nar. die Gilterſtäb dann durchgezwängt. Mar *Gelnhauſen, 6. Febr. ſogenannten Bergmannslluft bei Gerippe bei einer polizeilicherſei Tage gefördert wurde. entbdeckt und auch 1 e vor dem Fenſter auseinandergebogen und ſich 15 immt daß er elfer gehabt hat. dem ſch 1 Funde in der 1 dem ſchauerlie ailer iſt noch zu berichten, daß das ts angeordneten Nachforſchung zu tann hatte es ſchon ſeit einiger Zeit auch! hlt, aber Niemand ſchenkte ihm Glauben, bis von Seiten ſeiner dten der Polizei darüber Mittheilung Zemacht wurde. Allem Anſcheine nach iſt der Wieſenbautechniker Weber, als deſſen Leichnam das Gerippe agnoscirt wurde, in dem Alten Berkwerksſtollen durch einen Selbſtmord, den er aber in geiſtiger Störung vollbracht haben dürfte, ums Leben gekommen. Der Un⸗ glückliche, der an Nervoſität litt, ſoll kurz vor ſeinem vor nunmehr neun Jahren erfolgten Verſchwinden zu Bekannten geäußert haben, ſie ſollten, wenn er nicht wiederkäme, nicht nach ihm ſuchen, ſie würden ihn doch nicht finden. Seine Angehörigen in Hailer erließen damals in den Zeitungen ein Ausſchreiben, in dem auch ene hohe Belohnung Demjenigen zugeſagt wurde, der über den Verbleib des Mannes Auf⸗ ſchluß geben könne. Trier, 6. Febr. Die Wittwe Puricelli, die Beſitzerin der rößten Moſelweingüter, iſt plötzlich während eines Beſuches beim iſchof Dr. Korum an einem Schlaganfall geſtorben. Pport. Reunſport. Das Rennbahnunternebmen in Wiesbaden ſoll nunmehr, wie der„Deutſche Sport“ erfährt, vom Magiſtrat der Stadt abgelehnt worden ſein, was ſehr zu bedauern bleibt, da damit das Projekt überbgupt zu fallen droht. Allgemeine deutſche Sport⸗Ausſtellung München 14899. Es wird uns geſchrieben: Der Prinz⸗Regent hat behufs Exleichterung der Betheiligung bayeriſcher Gewerbetreibender an der allgemeinen deutſchen Sport⸗Ausſtellung, insbeſondere durch gänzliche oder theilweiſe Beſtreitung der Platzmiethe, den Betrag von 6000% bewilligt. Die Anmeldungen zur Ausſtellung laufen ſchon ſehr zahl⸗ teich ein, namentlich ſolche aus dem Gebiete des Fahrrad⸗, des Jagd⸗ und Bergſports. Es liegt daher im eigenſten Intereſſe der betheilig⸗ ten Produzenten und Händler, ihre Anmeldungen rechtzeitig abzugeben, da für jede Abthejlung nur ein genau bemeſſener Raum verfügbar iſt. Tagesnenigkeiten. — In Kienitz a. O. erſchoß der Bauerngutsbeſitzer Mielenz ſeine Ghefrau, zündete ſein Gehöft an und verſuchte ſich zu tödten Das Gehöft iſt zum Theil abgebrannt. — 1516 Schiffe ſind im Vorjahre untergegangen, dorunter 89 deutſche Segler und 26 deutſche Dampfer. — In der Berliner Spieleraffaire iſt jetzi auch der Regierungsreferendar und Lieutenant der Reſerbe v. Kayſer ver⸗ haftet worden. — In Leipzig wurde geſtern die Grundſteinlegung zum Digkoniſſen⸗ und Krankenhauſein feierlicher Weiſe voll⸗ ogen, zu dem aus privaten Mitteln allein über eine halbe Million ark geſpendet wurden. — Aus zahlreichen Theilen Belgie ns werden neue Fälle von Tollwuth gemeldet. In Montbliart(Hennegau) ſollen acht Hunde biedergemacht und ſämmtlick wuthkrank befunden worden ſein. In Boom und Roux wurden verſchiedene Peeſonen von verdächtigen Hunden gebiſſen. Die Gebiſſenen werden aus Anlaß der Behörden zum afleurſchen Inſtitut nach Lille befördert. — Die Schüler zweier höheren Klaſſen des königlichen Gym⸗ naſtums zu Lültich ſind ausſtändig weil zwei ihrer Genoſſen vom Direktor entlaſſen worden ſind. Die Ausſtändigen erklärten nut mit den beiven Entlaſſenen den Schulbeſuch wieder aufnehmen zu wollen. — Bei Dünkirchen wurde das Hauptgebäude der 300 Arbeiter beſchäftigenden Spinnerei Dicſſon in Coudekirchen durch Feuer zerſtört. der Schaden ſoll„00 0 Fres betragen. — Der Buchhändler Fritſch aus Berlin wurde bor einigen Monaten zu 4 Jahren Zuchthaus verurtheilt, weil er ſich gegen junge Damen, die er als Reiſende für ſeine Verlags⸗ und Sorkimentsbuchhandlung engagirte, in ſittlicher Hinſicht ſchwer ver⸗ ging. Schon bei der Gerichtsverhandlung war darauf aufmerkſam gemacht worden, daß Fr. geiſtig wohl nicht ganz intakt ſei. Nach ſeiner Einlieferung in die Moabiter Strafanſtalt wurde dieſe An⸗ nahme durch das eigenartige Benehmen des Fr. bekräftigt, worauf er gur Beobachtung ſeines Geiſteszuſtandes der Irrenſtation der Anſtalt überwieſen wurde. Nunmehr hat der Anſtaltsarzt ſein Gutachten dahin abgegeben, daß Fritſch in der That irrſinnig ſei. Der Kranke wird noch einige Monate in der genannten Station behufs weiterer Beobachtung verbleiben und dann, falls keine Beſſerung eingetreten iſt, einer Privatirrenanſtalt überwieſen werden, — Bei Danzig ſind drei junge Menſchen beim Schlittſchuh⸗ laufen eingebrochen und ertrunken. — In Paxris iſt der Bankier Weitner, der in der Rue des Mathains wohnte und in der Rue Auber ſein Geſchäft hatte, ſammt ſeiner Frau und ſeinen beiden Kindern unter Zurücklaſſung einer Schulvenlaſt von öber 100,000 Franten verſchwunden. In dem Glpſchrank, der polizeilich geöſfnet wurde fand man nur werthloſe Papiere. CTlfeater, Bunſt und Wiſſenſchaft, Großh. Badiſches Hof⸗ und National Theater in Manuheim. * Zum erſten Male: „Franec ſion“ von Dumas Fils. 16. Gaſtſpiel von Adele Sandrock). Als Maria Stuart und als Eva hatte uns Adele Sandrock enttänſcht. Sie pielte dieſe Rollen kaum beſſer, als man ſie an jedem Theater von irgend welcher Bedeutung ſeben kann. Der Ein⸗ Druck des Außergewögnlichen fehlte. Man wartete vergebens auf die großen Momente in ihrem Spiel, wiches Zeugniß gab von viel Mouline, von einer auf langjähriger Uebhun berühenden Sicherheit in der Anwendung aller thegtraliſchen Effekte— aber auch nicht mehr. Dieſen beiden erſten Abenden war denn auch bei allem In⸗ tereſſe des Publikums nur ein verhältnißmäßig geringer Erfolg beſchie⸗ den, ein Erfolg, der inbezug auf Wärme und Jutenſität weit hinter dem zurückblieb, was wir ſonſt hier bei derartigen Gaſtſpielen gewohnt ſind und was ſich dann erſt am dritten Abend, dem geſtrigen ei ſtellte. Mit der Pariſer Vollblutkomödie„Franeillon“ kam ſie auf ihr ——BB——tr———— werthen echt ameritaniſchen Unverfrorenheit an die Ausführung der That. In Parrs Bank herrſchte das Syſtem, den Tagesbedarf an Banknoten für ſämmtliche Kaſſirer in einer einzigen Schublade auf⸗ zubewahren, und jeder Kaſſirer kann nach Geſchäftsbedarf von dem Vorrath nehmen. Daraus folgt, daß im Laufe des Tages der Noten⸗ vorrath nicht genau kontrollirt wird. Den Hergang bei dem fraglichen Diebſtahl vermag Niemand ſich recht klar zu machen. Der Schrank, in welchem der Notenvorrath verwahrt wurde, ſteht hinter den Zahl⸗ tiſchen. Es iſt thaiſächlich unmöglich, daß ein Dieb über den Zahl⸗ kiſch hinüberlangt und irgend etwas aus dem Schrank herausnimmt. Sollte der Bankräuber ſich unter die Commis gedrängt haben, voraus⸗ eſetzk, daß ein ſolches Bazwiſchendrängen gelänge, ſo mußte er minde⸗ ſiens 20 Schritie von dem nächſten Durchgang bis nach dem Geld⸗ ſchrank gehen. Selbſt in der größten Geſchäftszeit am Tage könnte ein Fremder, der dem Perſonal der Bank unbekant iſt, ſchwerlich mitten zwiſchen den Angeſtellten hindurchgehen und einen ſo kühnen Raub ausführen. Daher bleibt bei dem Aufſichtsrath und den Leitern der Bank der Eindruck haften, daß der Dieb unter dem Perſonal einen Verbündeten gehabl haben muß, der ihm vielleicht die Banknoten über den Zahltiſch hinüberreichte, Natürlich wurden ſofort alle Mittel in Bewegung geſetzt, um den oder die Räuber zu faſſen. Daß ſich unter dem Raub 36 Stück Tauſend⸗Pfund Noten befinden, iſt ein günſtiger Umſtand. Es iſt äußerſt ſchwer, eine Tauſend⸗Pfund⸗Note zu wechſeln oder unterzubringen. Ein franzöſiſcher Kriminalbeamter erzählte einem Zeitungs⸗Korreſpondenten, daß gach ſeiner Erinnerung bei keinem ein⸗ ſigen Diebſtahl ſo viele Tauſend⸗Pfund⸗Noten geſtohlen ſeien, wie im ilfegenden Falle, nämlich 36 Stück.(In einer Verſammlung der Alkionse, dis zur Berathung der durch den Bankraub geſchaffenen eigenſteß Gebiek. In dem Salon des Grafen von Riverolles, in dem die pikanteſten und gewagteſten Dinge mit ebenſoviel Eſprit als Offenheit, mit ebenſoviel Witz als Cynismus verhandelt werden, in dem die ſcharf paprieirten Geſpräche über Mannesßpflicht und Frauen⸗ ehre, über Ehe und Kourtifanenthum Wendungen nehmen, dſe ſogar auf der Bühne die Entfernung der unverheiratheten jungen Damen nöthig machen, in einem jener Salons, die um mit Annette von Rive rolles zu reden, unausſtehlich langweilig ſind, wenn von erlaubten und wohlauſtändigen Dingen geredet wird— in dieſem Salon, der der Schauplatz einer vom Autor keck inſcenirten, dramatiſch belebten Eiſerſuchtskomödie im unverfälſchten Pariſer Stil bildet, zeigte ſich Adele Saudrock als Beherrſcherin der Situation, als pikante und intereſſante Schauſpielerin. Man darf die Sandrock und die Sorma nicht in einem Athem nennen. Beide ſind grundverſchiedene Indivi⸗ dualitäten, aber die Sorma ſteht als Künſtlerin hoch über der Sand rock. Die Sorma hat uns als Nora von ihrer erſten bis zur letzte! Scene das Theater vergeſſen laſſen. Es war erlebt, wie ſie ſpielte Man war davon gepackt, bis ins Innerſte. Auch die Sandrock packt, einen Theil des Publikums, aber nur da, wo ihr Spiel auf Rührun⸗ abzielte, wie beim Abſchied der Maria Stuart, beim langſamen Hin⸗ ſterben der Eva, und da, wo es auf die Nerven ging, wie im vierte Akt der ungeſunden Voßiade. Das Theater aber vergaße wir keinen Angenblick. Hierzu gab ihr Spiel in den Dumasſchen Schauſpiel allerdings auch keine Gelegenheit. E⸗ war die bis ins kleiunſte Detail ſcharf ausgedachte un! wirkungsvoll ausgeführte Leiſtung einer Virtuoſin der Schauſpiel technik eine in dieſem Genre glänzende Leiſtung, die des ſenſationelle: Beifalls würdig war, den ſie fand. Dje fein abgetönte Behandlun des in der Lindau'ſchen Ueberſetzung nicht immer glatten und mi ſchwerfälligen Satzkonſtruktionen belaſteten Dialogs verdient volle⸗ Lob. Der Andrang zu dieſer Vorſtellung war enorm, ſogar das Orcheſter war in Sperrſitze umgewandelt worden, und es war intereſſant zu beobachten, wie das allerdings mit Fremden ſtark untermiſchte Publi⸗ kum, das ſich über die derbdeutſchen Späſſe Dreyerſcher Komödien ent⸗ ſetzte, verſtändnißvoll und vergnügt über die echt franzöſiſchen An⸗ ſpielungen und unverhüllten ſatiriſchen Pointen des Dumasſchen Stückes, über die leichtfertigen Theorien ſeines prickelnden, ſprühenden Dialogs lächelte. Dieſe Pointen kamen allerdings nicht alle gleichmäßig heraus und waren auch bei dem lebhaften Konverſationstempo nicht alle für den, der das Stück nicht kannte, verſtändlich. Die Sandrock hat eine vornehme Pariſerin zu ſpielen, die ihres Gatten Untreue entdeckt und auf eigenthümliche Weiſe Rache dafür nimmt. Francines Gatte geht zu ſeiner Geliebten auf den Ball in der großen Oper und nachher ins Chambre ſeparse in der Maiſon 'or. Als ſie ihn nach einer Scene, in der ſich ihre ganze Liebe und ihre glühende Eiferſucht zu erkennen gibt, davon nicht zurückhalten kann, erklärt ſie ihm:„Eine Stunde, nachdem ich erfahren habe, daß Du eine Geliebte haſt, werde ich einen Geliebten haben, und ich ver⸗ ſpreche Dir, daß Du der erſte ſein ſollſt, der es erfährt! Aug' um Auge, Zahn um Zahn!“ Sie folgt ihrem Gatten auf den Maskenball, ins Reſtaurant an der Seite des erſten beſten Unbekannten. Sie be⸗ weiſt ihm nachher Schritt für Schritt die Geſchichte ihrer freiwilligen Entehrung, und als dieſe Radikalkur zur Beſeitigung der Kälte und Gleichgültigkeit ihres Gatten eine gefährliche Wendung anzunehmen beginnt, verräth Franeine ſelbſt infolge einer von ihrer Freundin, der Baronin Smith angewendeten Liſt in einer Aufwallung edler Weiblichkeit, daß es bei ihrem nächtlichen Abenteuer mit dem Unbe⸗ kannten— es war der ehrſame Bureauchef eines Notars— bei dem von ihr bezahlten Souper in der Maiſon'or ſein Bewenden hatte. Nachdem die Auseinanderſetzung dieſer Dinge die Familie und die Freunde zwei Akte hindurch beſchäftigt hat, iſt des eheliche Verhältniß zwiſchen Lucien und Franeine wieder auf einige Tage oder Wochen hergeſtellt, und der alte Marquis kann die koſtbaren Spitzen zum Taufkleid des zweiten Kindes kaufen gehen. Für Luciens Treue aber und die Beruhigung der zu den exaltirteſten Mitteln greifenden Eifer⸗ ſucht Franeines wird Niemond bürgen können. Der außergewöhnliche Anlaß dieſer Premiere mag bei den meiſten Theaterbeſuchern die Frage naeh der Hoftheaterfähigkeit dieſer nicht mehr ganz jungen Nobität zurückdrängen. Es kommt in der letzten Zeit öfters vor, daß uns die Gäſte Premieren verſchaffen. So Dreher faſt regelmäßig, ſo nun auch die Sandrock. Es wird dadurch ein großer Aufwand von Mühe und künſtleriſcher Arbeit, der auch der geſtrigen von Herrn Dr. Kaiſer einſtudirten Aufführung nachzu⸗ rühmen iſt, für eine einmalige Wiedergabe, für einen einzigen Theater⸗ abend erforderlich. Sehr gut hielt ſich Herr Senger als Lucien neben Frl. Sandrock. Das Fach der modernen und ſeriöſen Konver⸗ ſationsliebhaber liegt ſeiner ſchauſpieleriſchen Begabung beſonders ünſtig. Er traf für Lueiens Gleichgültigkeit im erſten Akt und für ſeine Aufregung in den beiden folgenden Akten die richtigen Töne. Auch alle übrigen Rollen ſind dankbare Aufgaben. Füir die welt⸗ erfahrene Baronin Smith fand ſich in Frl. Liſſl eine gute Ver⸗ treterin, den geiſtreichen, kecken, etwas blaſirten Lebemann Stanislaus ſpielte Herr Kökert ausgezeichnet, desgleichen war der Marquis Riverolles des Herrn Tietſch eine originell aufgefaßte und ſcharf ausgeprägte Ariſtokratenfigur. Der im Vergleich zu den übrigen Gäſten des Hauſes Riverolles ziemlich ernſt und ſolide angelegte Henri de Symeux, der mit ſeinen 42 Jahren um die Hand des Backfiſchs Annette anhält, war merkwürdigerweiſe mit Herrn Steineck beſetzt, der ſich in dieſer für ihn recht ungeeigneten Aufgabe nicht beſonders glücklich zurechtfand und außerdem größtentheils dem Publikum durch zu leiſes Sprechen unverſtändlich blieh. Auch Frl. Burger wußte als Annette aus ihrer Rolle bei ſehr konventioneller Wiedergabe nicht gerade viel herauszuholen. Bei Henri und Annette vermißte man die helfende und beſſernde Hand des Regiſſeurs, der das bis zur Undeut⸗ lichkeit verſchwommene Zuſammenſpiel dieſer Beiden nicht hätte zu⸗ laſſen dürfen. Die kleineren Rollen waren durch Herrn Weger (Carillac), Herrn Boiſin(Gbeleſtin), Herrn Löſch(Pinguet) und Frau Delank(Eliſe) entſprechend vertreten. Trotzdem für alle dieſe Rollen etwas abfällt und die vorher genannten recht umfangreiche Aufgaben darſtellen, bleibt die Verkreterin der Titelrolle doch den ganzen Abend hindurch im Mittelpunkt der Handlung und des Inter⸗ eſſes. Frl. Sandrock wußte dies Intereſſe wachzuhalten und zu ſtei⸗ gern. Sie errang mit dieſem dritten Gaſtſpielabend einen unbe⸗ ſtrittenen Sieg auch bei denen, die ihrer Marig Stuart und ihrer Eva nicht die rückhaltloſe Bewunderung und das Lob wahrhaft großer Kunſtleiſtungen entgegenbringen konnten. Dr. W. eedee caece- Sachlage einberufen war, erhielt übrigens der Direktor der Bank, Parr, die Mittheilung, daß der unbekannte Dieb die 36 Tauſend⸗ Pfund⸗Noten und noch einige auf hohe Summen lautenden Scheine — im Ganzen 40,000 Pfund— brieflich zurückgeſchickt habe. D..) Soweit er ſich erinnere, ſei es nur in zwei Fällen Bankräubern ge⸗ lungen Tauſend⸗Pfund⸗Noten zu wechſeln, das eine Mal in Paris und im anderen Falle in Südamerika. Um das Geheimniß aufzu⸗ klären, das den Londoner VBankdiebſtahl umgibt, ſei ſofort ein Krimi⸗ nalbeamter nach Munte Carlo gereiſt, um dart die Spielhölle im Cercle des Etrangers zu überwachen, wo mit Vorliebe und gewöhnlich mit günſtigem Erfolge geſtohlenes Gut untergebracht wird. Gleichfalls ſei unmittelbar nach Entdeckung des Raubes nach Paris Nachricht ge⸗ ſandt. Schließlich ſei auch nach Newhork gekabelt worden, um ſo mehr, als nach Anſicht der Polizei das außerordentliche Raffinement, mit dem der Diebſtahl ausgeführt wurde, auf amerikaniſche Findigkeit und Ausdauer hinweiſt. Noch liegt ein dichter Schleier üher dem Bank⸗ raub. Alle Gerüchte von einem angeblichen Geſtändniß des Haupt⸗ kaſſirer der Bank, der in einem Anfall von Geiſtesſtörung den Dieb⸗ ſtahl ausgeführt haben ſoll, und ähnliche Geſchichten, haben ſich als falſch erwieſen. Die Kriminalpolizei und die Bankbehörden tappen noch vollſtändig im Dunklen, und auch die Handſchrift und der Stil des Briefes, der die zurückgeſchickten Banknoten enthielt, haben noch nicht auf die richtige Fährte geleitet. Nachdem 40 000 Pfund, d. h. 800 000„ von dem Diebe zurückgeſchickt worden ſind, verbleiben noch immer 20 000 Pfund, ⸗ 400 000 in ſeinem Beſttze. — Ein Henker⸗Gentleman. Die Pariſer Preſſe beſchäftigt ſich mit dem Debut des Pariſer Scharfrichters Deibler Sohn, der leinem emeritirten Batex ſocben nachgefolat iſt. Der erſte von Deibler 4 Theater⸗Notiz. Die Intendanz theilt mit: Am Sonntag, den 5 19. Februar, findet im hieſigen Hoſtheater ein Gaſtſpiel des 2 Geſammtperſonals des Großherzoglichen Hof8 theaters ſtati. Zur Aufführung gelangt:„Die Trojaner“ von F ‚5 H. Berlioz, deutſch von O Neitzel. Erſter Theil(Die Einnahme von g1 Troja, Oper in 8 Akten), Aufang Vormittags 12 Uhr. Zweiter de Theil(Die Trojauer in Karthago, Oper in 5 Akten) Anfang Abends 11 6 Uhr. Vorkaufsrecht haben diesmal die Abonnnenten der Abth u⸗ Der Billetverkauf erfolgt an die A⸗Abonnenten bezüglich der von ihnen abonnirten Plätze am Freitag, den 10. d. Mts., Vormittags 7 11—1 und Nachmittags—5 Uhr. Samſtag, den 11. d. Mts., wer⸗ den während der gleichen Kaſſenſtunden an die B⸗Abonnenten, ſa⸗ 4 ta weit die betr. Plätze noch verfügbar ſind, Karten ausgegeben. Der 9 allgemeine Vorverkauf(mit Zuſchlag von 20 Pfg. Vorverkaufsge⸗ bühr pro Billet) begiunt Mittwoch, den 15. d. Mts. zu den üblichen de Kaſſenſtunden. Die Eintrittspreiſe werden durch Voranzeige bekannt 85 gegeben. Lied von Haus Mobwinkel. Von Herrn Hofopernſänger Nohwinkel iſt ſoeben als opus 23 ein Lied„Geküßt“ im Verlag de ſon K. Ferd. Heckel hier erſchienen. Das Titelblatt zeigt ein zorzüglich gelungenes Bild des Herrn Hoſopernſängers Hans Rü⸗ igers, dem die Kompoſition gewidmet iſt. Das melodiöſe, ſehr uſprechende und dankbare Lied wird ſich gewiß raſch viele Freundg rwerben und bier doppeltem Intereſſe begegnen. Der Mannheim⸗Karlsruher Opernplan wird vom hieſigen Pet Zzublikum immer noch eifrig beſprochen. Im Allgemeinen geht dig die Reinung der einſichtigen Kunſtfreunde dahin, daß ein Austauſch der 4a kovitäten durch wechſelſeitige Gaſtſpiele der beiden Bühnen ſehr be⸗ ſtu rüßenswerth wäre, und daß man ſich hier ſehr freuen würde, ein ſo au ſroßartiges Werk wie die Trpjaner von Berlioz vom Karlsruher En⸗ des ſemble unter Mottls Leitung aufgeführt zu ſehen. Andererſeits abet Di müſſe als Grundbedingung verlangt werden, daß die Mannheimet der in Kalsruhe, falls ſie ſich nicht eine von ihnen ſelbſt freiwillig herbei⸗ mi geführte Niederlage zuziehen wollen, mit einem den Trojanern eben⸗ bürtigen Werke auftreten, das hinſichtlich ſeines künſtleriſchen Werthes ſt und ſeiner Wiedergabe die Garantie für einen ehrenvollen Erfolg ic bietet. Ein ſolches Werk hat die Mannheimer Oper gegenwärtig leider der nicht auf ihrem Repertoire, und daher ſcheint es das Beſte und Rath⸗ ſuc ſamſte für ſie zu ſein, wenn dieſer an und für ſich ſchöne Plan vor⸗ Mit! läufig verſchoben wird. Denn davon kann doch wohl nicht die Rede ſtü ſein, daß Lakme einſchließlich einer Balletzugabe mit den Trojanern mit zu konkurriren vermag. rut Die Karlsruher Seceſſion. Hinſichtlich der Berufung der öff drei Profeſſoren an der Karlsruher Akademie der Künſte Graf Kalck⸗ 80 reuth, Grethe und Pötzelberger nach Stuttgart herrſcht ſihe der„Str..“ zufolge die Meinung vor, daß zu dieſer Art von Sezeſ⸗Terſt ſion innere Gegenſätze der Kunſtrichtungen den Anſtoß gegeben haben. am An der Kunſtakademie wirken außer den genannten Lehrern noch den Victor Weishaupt, Ferdinand Keller, Eduard Tenner, Hermann Volg, Ple Guſtav Schönleber, Ernſt Schurth, Caspar Ritter, Wilhelm Kraus⸗ die kopf— ſeit einem Jahre durch Krankheit verhindert. Die„Bad. miſ Landesztg.“ glaubt zu wiſſen, daß ſämmtliche Schüler der drei event. nach Stuttgart überſtedelnden Künſtler ihren Lehrern dorthin folgen getl würden. Stuttgart möchte mit allem Ernſt ſeiner Kunſtakademie wor den Aufſchwung geben, den Karlsruhe genommen hat, während der kein größeren ſchwäbiſchen Nachbarreſidenz aus verſchiedenen Gründen ein der gleicher Erfolg verſagt blieb. Sollte ſie ihn in der That auf dem der modernſten Wege ſuchen wollen und erreichen können? Den letzten dat trennenden Punkt mit dem badiſchen Unterrichtsminiſterium ſoll die geſe Frage des Zwangsbeſuchs des Unterrichts bilden. 70 Aus Heidelberg wird gemeldet, daß die dortige Studenken⸗ der ſchaft zu Ehren des Geheimen Raths Profeſſors Dr. Ernſt Immanuel kein Bekker, der am 17. d. M. ſein fünfzigjähriges Doktorjubiläum beſd feiert, am 18. Februar einen allgemeinen Commers veranſtaltet. bgdege Spielpfan der vereinigten Stadttheater zu Frankfurk Unt a. M. Opernhaus. Dienſtag, 7. Febr.:„Margarethe“ Mitt⸗ ben woch,.:: V. Abonnements Concert. Donnerſtag, 9,:„Das Unmög⸗ Kaf lichſte von Allem“ Samſtag, 11.:„Das Nachtlager von Granada“, Sonntag, 12.: Nachm.:„Aſchenbrödel“; Abends:„Die Königin von progz Saba“. Montag, 18.:„Der Overnball“. Dienſtag, 14.: Zum neig Gedächtniß Richard Wagners:„Die Meiſterſinger“. digu Schauſpielhaus. Dienſtag, 7. Febr.?„Heroſtrat“. Mitt⸗ dare woch,.: Feſtvorſtellung zum 80. Geburtstage Wilhelm Jordaus; 9157 Prolog von Lud. Fulda. Hierauf:„Durch's Ohr“. Donnerſtag, 9. tele „Fuhrmann Henſchel“. Freitag, 10:„Die Fledermaus“. Samſtag, bezie 85 95 80 ſenior“. aza“; Abends:„Durchs Ohr“. Hierauf:„Durch den kaufmänniſchen Verein⸗ Montag, 18.:„Romeo 2 75 Julia“,. f 180 Bühne und Welt. Dieſe vorzüglich redigirte Zeitſchrift, die Jen, ſich zunehmender Beliebtheit erfreut, hat mit den beiden letzterſchie⸗ dieſe nenen Heften, die eine Fülle feſſelnden und unkerhaltenden Leſe⸗ materials und prachtvollen illuſtrativen Schmuck enthalten, wieden Proben hoher Leiſtungsfähigkeit gegeben. Die goldene Mitte zwiſchen Leuf fachwiſſenſchaftlicher Belehrung und anregender Unterhaltung, zwi⸗ ange ſchen Berückſichtigung der älteren Theatergeſchichte und des modernen führ⸗ Theaterlebens in allen ſeinen Erſcheinungen iſt vorzüglich getroffen. f5 2 Sonntag, 12.: Nachmittags; verft „Bühne und Welt'“ wendet ſich ja nicht allein an den kleinen Krei ſolch der Theaterleute, ſondern an das große, am Kunſt⸗ und Theaterleben Prü mehr wie jemals intereſſirte Publikrum. Im zweiten Januarheft ſich! fanden wir ein Eſſat über die Entwicklung der Wiener Hofoper von 5 1848.—1898, im erſten Februarheft ein ſolches über die Berliner Hof, dheid oper in Gegenwart und Vergangenheit. Wir heben noch hervor Auf, ware ſätze über Schillers Wallenſtein, Agnes Sorma, Wilhelm Jordan, alſo Schillings“ Ingwelde Siegfried Wagners Bärenhäuter, Plaudereien Bert wie Hinter den Couliſſen von Zaza“, Wie Kafſer Friedrich als Prinz hafte Kombdie ſpielte u. ſ. w. Alles reich illuſtrirt und aus der Fedet menk der tüchtigſten Schriftſteller. Wir empfehlen unſeren Leſern dieſe Zeil⸗ ſchrift aufs wärmſte. Sie erſcheint im Verlag von Otto Elster 5 Berlin, und koſtet bei halbmonatlichem Erſcheinen nur 8 im wird Quartal, ein Preis, der bei dem reichen Inhalt und der vornehmen auf Ausſtattung dieſer Halbmonatshefte wirklich niedrig genann 175 werden muß. Kkrathe Herr Wilbelm Baſſermann, unſer Mitbürger, hatte in det Otis vorigen Woche mit ſeinem im Berliner Belle⸗Alliancetheater auf geführten einaktigen Schwank„Sein altes Konto“ einen leb⸗ mann haften Erfolg. Das Publikum bereitete dem unterhaltenden Stückchen — ̃———— Regie Sohn Hingerichtete war ein jugendlicher Mörder, Peognez, der in den J Borb letzten Tagen guillotinirt wurde. Die Blätter beſprachen die Execution] ſchwa wie eine erfolgreiche erſte Aufführung. Der„Figaro“ berichtet:„Herk Tund s Anatole Deibler bat ſein Debut in Paris ſoeben brillant(brillament) Offiz abſolvirt. Er hat Peognez mit einer hervorragenden Sicherheit der 5 Hand befördert“. Noch befriedigter ſpricht ſich der Kritiker des„Matin“ aus. Er ſagt:„Herr Deibler Sohn war ſehr korrekt in ſeinem n ſchwarzen Gehrock und Cylinder. Er bewegte ſich in der Mitte ſeiner male Gehilfen mit der leichten Sicherheit eines Gentlemans. Der neue der Henker hat auf alle Anweſenvden einen ausgezeichneten(une excellente 5 impression) Einbruck gemacht“. Auch auf den Hingerichteten? im S — Klaſſiſche Prophezeihung. Folgende klaſſiſche Prophe, liche zeihung, die von dem Kollegium der bayeriſchen Aerzte im Jahre 1833 ausging, befindet ſich in den Archiven der Nürnberg⸗Fürther Eiſenbahn, Als vorgeſchlagen wurde, dieſe Linie(bekantlich die erſte deutſche Eiſen⸗ dmer bahn) zu bauen, lamen die Aerzte des Landes zuſammen und erhoben Ratif einen förmlichen Proleſt dagegen.„Ortsveränderung vermittelſt irgend icht einer Art von Dampfmaſchine“, erklärten ſie, ſollte im Intereſſe der ſei.— öffentlichen Geſundheit verboten ſein. Die raſchen Bewegungen können befrie nicht verfehlen, bei den Paſſagiren die geiſtige Unruhe, delirium der toriosum genannt, bervorzurufen. Selbſt zugegeben, hieß es in dem zuftan Proteſt, daß Reiſende ſich freiwillig dieſer Gefahr ausſetzen, muß der 14. Staat wenigſtens die Zuſchauer beſchützen; denn der Anblick einet 15 Lokomotive, die in voller Schnelligkeit dahinbrauſt, genügt, dieſe ſchreck⸗ und liche Krankheit zu erzeugen. Es iſt daher unumgänglich nöthig, daß] mach eine Schranke, wenigſtens 6 Fuß hoch, auf beiden Seiten der Bahg Vorſt errichtet werde beſet 8 7— 5— Dörf blän „ Febtugk⸗ General Anzeiger⸗ 5. Selte. es ihme. Ein j Die Aufſtändiſchen ſind mit Gewehren, Feldgeſchlßen und während Da Plase Pfeſerden unt M. J per Tonnte ermäßigte. Praſſe 1 Frau, Schnellfeuerkanonen gut bewaffnet geweſen. Die amerikaniſchen Weiten n 182. ſg damt Kaxonska M. tie ne, Sidruſſiſcher 25 bi ae Trarnen dehen mi meken eikenmen Dar Geſengte deee u u n g 9. iter en ellung wir nur ergebniß des Tages iſt für die amerikaniſchen Waffen günſtig 133, Ruſſiſcher Roggen M. 118—122, Weſtern Roggen M 122. Mals ds par. geweſen. miged Mk. 83, La Plata⸗Mais M. 8 Ruſſiſche Futtergerſte M. 98, 5 Montebideo, 6. Febr. Der Aufſtand gegen Eueſtas iſt Weißer amerik. Hafer M. 120, Ruſſſich⸗ Mittelhafer M. 116—120, bor uſte. 2 von den Regierungstruppen unterdrückt worden. Die Rebellen wurden Prima ruſfſiſcher Hafer* 1 175 1865 8 s neuen Ger eſchlagen und gefangen genommen. Das Land iſt ruhig. onkuer 50 geſchlag gefang 5 9 5 9 Heſſen. Ueber das Vermögen de. Bak meiſters Karl Blank 17 ie er ſei 5 in Weinsheim. Konkursverwalter Anwansgeh alfe Helmſchrodt in Der;;(Privat⸗Telegramme des„Geueral ⸗Anzeigers“) Woems ae⸗ Text zu Lortzings hinterlaſſener, von 0„5„ 5 5 Pfalz. Ueber das Vermögen des Schuhfabrikanten Chr. Seffrin Her 5 nmener Oper„Regina“ Berlin, 7. Febr. Hier iſt ein Streik der Droſchkenkutſcher aus⸗ in Pirmaſens. Konkursverwalter Fink daſelbſt.— Ueber das Ver⸗ un derart unm 9, de die Intendanz Herrn gebrochen. mögen des Schuhfabrikanten Karl Adolf inm Pirmaſens. Konkurs⸗ n Textunterlage gegeben hat. Hamburg, 7. Febr. Der auf der Station Friedrichsruhe verwalter Geſchäftsmann Fritz daſelbſt. ger elitelt ſich„Die Marodeure und ſpielt in der Zeit am Bau des Mauſoleums beſchäftigte Maler Heins wurde vom O. Maunheimer&ffectenvorte vom 6. Febr. Bei lebhaftem lag Schnellzuge überfahren und getödtet. Geſchäfte wurden heute gehandelt: Verein chem. Fabriken zu 174, ein Paris, 7. Febr. Miniſterpräſident Dupuy erklärte, die Re⸗ Eichbaum⸗Aktien zu 180.50, Mannheimer Lagerhaus zu 102. Geſucht ü⸗ gierung werde die Vertrauensfrage ſtellen und jedes Amendement, waren: Mannheimer Aktienbrauerei zu 172, Verein. Freuburger Ziegel⸗ ſehr Aenueſle Nachrichten und Telegramme das den Charakter des Geſetzes abzuändern bezwecke, ablehnen, werke zu 122. Angeboten waren: Oggersh. Spinnerei Stamm⸗Aktien nde ent Ellihlim gaümr⸗ Paris, 7. Febr. Der Miniſter für Kolonien erhielt ein zu 56; Maunheimer Bank notiren 134 G. erlin, Das Amtsbe 8 Reichs Telegramm, welches beſagt, daß ein hefliger Wirbelwind Mada⸗ Fraukfurter Eſſekten⸗Societat vom 6. Febr. Oeſterreich, igen e Verfügung des 915 gerz gascar beimſuchte. Die 19585 Gebäude der Reſidenz ſind eingeſtürzt, Freditaktien 226.50, Diskonto⸗Kommandit 203.20, ae Bant dit die Schalterdienſtſtunden an Sonntagen und Feier⸗⸗ die Verbindung zwiſchen der Küſte und der Hauptſtadt iſt unter⸗ 155 90, Deutſche Bank 217.40, Dresdner Bank 167.20, Nationalbank der tagen derart ger erden, daß bis 9 Uhr Morgens die Dienſt⸗ brochen. Der Materialſchaden iſt beträchtlich. 15 80, Ottomane 116 90, Berliner Bank 11.540. Oeſter, Staats⸗ be⸗ ſtunden die aleit vie an den Werktagen b i ee Brüfſel, 7. Febr. Die Regierung des Kongoſtaates erklärt bahn 155.50, Lombarden 30.80, Northern 80.40, Mittelmeer 107.90, 1 ſo auf eine, h ͤ Stunden innerhalb der Zeit bon N01 Schluß die Meldung von der Einnahme von Redjef für unbegründet. Henri 108.70, Meridional 142 20, Zproz. Portugieſen 24.90, 4½proz. En⸗ des Haupte 8 bis zmef Uhr Nachmittdes beſchränt werden Peters bu rg, 7, Febr. Der Kaiſer beſucht im Frühjahr die dito 40.30, Aproz. Mexikaner 26, öproz. dito Il. Serie amort. 40.50, abeß„Die O ſind befugt ausnahmsweiſe anzuordnen daß Hungerznotg heimgeſuchten Strecken. 7 3 annn e met der Dienſt f der Miöta 80 d acht Uhr Nach⸗ Madrid 7 Febr. Das von einem engliſchen Blatte verbreitete Fooſe 118.40. Türken G 28.80, 3proz. Ital. 60.20, Griechen 44.80, Dienf n der Miktagszeit zwiſchen fünf und acht Uhr Nach⸗ Gerücht von einer in nächſter Zeit bevorſtehenden Erhebung der Concordia 273.20, Bochumer 242.90, Gelſenkirchen 187.70, Harpeuer bei⸗ mittags mindeſtens eine, längſtens zwer Stunden abgehalten wird. 117 Paris, 6. Febr. Die Reviſionskommiſſion verſammelte folg ſich heute Vormittag um 10 Uhr u. vernahm den Juſtizminiſter, ider der ihr die letzten Schriftſtücke zur Ergänzung des Unter⸗ ath⸗ ſuchungsverfahrens gegen die angeſchuldigten Richter der Kri⸗ vor⸗ minalkammer überbrachte; die Kommiſſion prüfte die Schrift⸗ ſtede] ſtücke und vertagte ſich ſodann auf den Nachmittag. In der Nach⸗ terg mittagsſitzung verwarf ſie nach einer langen Berathung die Regie⸗ krungsvorlage mit 9 gegen 2 Stimmen. Sie hat ferner die Ver⸗ 700 öffentlichung des Ergebniſſes der Unterſuchung des erſten Vor⸗ ſcht ſitzenden des Kaſſationshofes, Mazeau, beſchloſſen. Ihr Bericht⸗ 5 1 5 5 2 85*85 zef⸗] erſtatter, Morlière, wird den Bericht über ihre Verhandlungen ben.) am Mittwoch in der Kammer niederlegen. Die Kommiſſion hat noch] dem Wunſch Ausdruck gegeben, daß die Vorlage am Freitag im 'olg.] Plenunm zur Berathung geſtellt werde.— Die Nachricht über aue] die Ablehnung der Regierungsvorlage durch die Reviſtonskom⸗ 1 miſſton, die gegen 5 Uhr in den Wandelgängen der Kammer mit⸗ lgen getheilt wurde, aber ſchon einige Zeit vorher dort bekannt ge⸗ mie worden war, rief eine lebhafte Erörterung hervor. Es kann der keinem Zweifel unterliegen, daß der Grund für die Ablehnung ein] der Vorlage das negative Ergebniß der gegen die Mitglieder dem] der Kriminalkammer geführten Unterſuchung iſt. Die Kammer ben dat die Erörterung über den Etat der öffentlichen Bauten ort⸗ die geſetzt, und bis zu dieſer Stunde kam es über die Nachricht von len⸗ der Ablehnung der Reviſionsvorlage in der Kammer noch zu nuel keiner Debatte. Die Sitzung dauert fort.—Der Kaſſationsgof aum beſchloß in ſeiner Eigenſchaft als oberſter Ger'chishof für Richter, begen den Richter am Tribunal in Verſailles, Grosjean. eine furt Anterſuchung einzuleiten. Letzterer beſchuldigte in einem Schrei⸗ titts ben an den Juſtizminiſter die Mitglieder der Strafkammer des 175 Kaſſationshofes der Parteilichkeit in der Reviſion des Dreyfus⸗ von] brozeſſes.— Der„Liberte“ zufolge iſt die Regierung nicht ge⸗ Zum neigt, eine amtliche Unterſuchung über die neueſten Anſchul⸗ digungen Quesnay de Beaurepaires einzuleiten, ſolange er ſich Nitte] darauf beſchränkt, Thatſachen zu behaupten, ohne perſönlich 9 diejenigen Richter zu nennen, auf die ſich ſeine Anſchuldigungen ſtag, beziehen. Der General Gallifet hat den„Gaulois“ verklagt, der ags;] berſuchte ihn als an einer Intrigue betheiligt hinzuſtellen, die chen den Zweck verfolgte, di Aburtheilung Picquarts den Militär⸗ gerichten zu entziehen. Der„Gaulois“ hatte nämlich dem die H Heneral ein für die Militärgerichte beleidigendes Mißtrauen in 5 dieſe zugeſchrieben. eden Paris, 6. Febr. Gegen einen verabſchiedeten Infanterie⸗ ſchen Leutnant, der einem Regimente des 20. Armeecorps(Nanch) zwi⸗ angehörte, wurde vom Unterſuchungsrichter Bourcart der Vor⸗ rnen führungsbefehl erlaſſen. Der Leutnant wird angeſchuldigt, daß ffen. zer Dokumente betreffend die Landesvertheidigung, allerdings rrei ſolche von geringer Bedeukung, ausliefern wollte.— Eine neue eben Prüfung der bei Durand beſchlagnahmten Stücke ergab, daß es dien ſich keineswegs um Dokumente handelte, die die nationale Ver⸗ Hof⸗ theidigung angehen, ſondern daß es obſcöne Photographien Auf⸗ waren, womit Durand unerlaubten Handel trieb. Durand iſt dan, alſo nicht der geſuchte Offizier. Der Geſuchte iſt ein Leutnant reien] Bertrand, welcher geſtern Abend in Chalons ſur Marne ver⸗ rinz haftet wurde, 28 Jahre alt und früher Leutnant beim 79. Regi⸗ au] ment bei dem er mit ſchlichtem Abſchied entlaſſen wurde. get London, 6. Febr. Nach einem Telegramm aus Newyork in; wird der Verluſt der Philippiner an Todten und Verwundeten ſmen] auf 750 geſchätzt. Die Amerikaner hatten bis geſtern Mittag ann 175 Todte und Verwundete. In einem nichtformellen Kriegs⸗ ktathe, dem Mac Kinley präſidirte, wurde beſchloſſen, General der Otis freie Hand zu laſſen. auf⸗ London, 6. Febr. An Stelle Harcourts iſt Campbell Banner⸗ leb⸗ mann zum Führer der Liberalen im Unterhauſe gewählt worden. lchen Algier, 6. Febr. Anläßlich der Ankunft Rocheforts und Max Regis werden die Matroſen der deulſchen Kriegsſchiffe an den Bord zurückgehalten. Der Kommdandant des franzöſiſchen Ge⸗ ttiun] ſchwaders in Algier, Serbant, cab heute den deutſchen Kommandanfen Her? und Offizieren ein großes Mahl, an dem auch verſchiedene franzöſiſche ent) Offiziere theilnahmen. iin Madrib, 6. Febr. Die Preſſe bezeichnet die Vorgänge inem] in Manila als gerechte Strafe Gottes für die amerikaniſche einer mala fides, beklagt aber die unregelmäßige und ſchwierige Lage neut] der ſpaniſchen Soldaten. ente Newyork, 6. Febr. Der Friedensverkrag wurde heute m Senat ratifizirt, und zloar mit drei Stimmen über die erforder⸗ liche Zweidriltelmehrheit. 5 Waſhington, 6. Jebr. Die Anhänger des ſpaniſch⸗ iſen⸗] elerikaniſchen Friedensvertrages ſind jetzt überzeugt, daß die oben] Ratifikation des Verkrages infolge des Eindruckes, den die Nach⸗ gend] zicht von den Gefechten bei Manila hervorgerufen haben, ſicher der ſei.— General Otis telegraphirte aus Manila, die Lage ſei ſehr unen befricdigend und Grund zu Beſorgniſſen nicht vorhanden. In 115 der Stadt und ihrer Umgebung herrſcht Rune Geſundheils⸗ in and und Stimmung der Truppen ſeien ausgezeichnet. inkr Sonntag Morgen gegen 4 Uhr ſei auf der ganzen Linie gefochten rel, und alle Angriffe abgeſchlagen worden. Bei Tagesanbruch daß machten— ſo meldet der Bericht weiter— die Amerikaner einen Jahg Norſtioß, die Aufſtändiſchen wurden bis über die bisher von ihnen beſezte Linie hinausgetrieben, wobei die Amerikaner mehrere örfer und ihre Befeſtigungen nahmen, Die Flotte wirkte in dlänzender Weiſe durch Beſchießen der feindlichen Flanten mit. Karliſten wird für vollſtändig unbegründet angeſehen. Mannheimer Handelsblatt. Coursblatt der eee(Produkten⸗Börſe) Weizen pfälz alter—.——18.— J Hafer, bad. 15.50—16.25 „ norddeutſcher—.——18.—„ rufſiſcher 15.50—16.75 „ kuſſ. Azima 18.25—19.25„norddeutſcher—.———.— „ Theodoſia 19.75—20.75„ württemb. Alp 16.——16.50 „ Saxonska—.—19.—„ amerik. weißer——. „ Girka 18.25—19.— Mais amer.Mixed—.——11.— „ Spring—.——.—„Donau—.—11.— „ rumäniſcher—„La Plata—.—11.— „ aum Wintenn 18 Kohlreps, d. neuer—.——24.50 „ Chicago II 18.„ ungar.—.——.— „ Manitoba!— Wicken—.—15.75 „ Walla Walla 17.75—18.— Kleeſamen deutſch. 1 100.—105.— 77 Kanſas II 17.50—17.75 7. 1 11 80.——90.— „ Falifornifn„ amerik. 75.——90.— „ La Plata 17.50—17.75„neuerPfälzer—.——..— Kernen—.—18.—„ Luzerne 85.——86.— Roggen, pfälz. 16.——16.25„ Provene. 116.—125.— „ vuſſiſcher 16.50—16.75„ Eſparſette 26.——27.— „ rumäniſcher—.——. Leinöl mit Faß—.——42 50 „ norddeutſcher 16.50—1675 Nüböl„„—.—57 5⁰ „ amerik. 16.50—16.75„ bei Waggon—.——56.— Gerſte, hierländ.—.——17.50 Petroleum Faß ſr. „ Pfälzer 17.50—18.— mit 20% Tara—.——22.50 „ Ungariſche———.— Petrol. Waggons—.—— 22.15 Futter—.—12.25 Rohſprit, verſteuert—.— 113.— Gerſte rum. Brau—.——.—..— 90er do. unverſt.—.——28.— Nr. 00 0 1 2 3 4 Wei 29.50. 2750 25.50 24.50 23.50 20.50 Roggenmebl Nr. 0) 26.— 1) 23.—. Weizen niederer, Roggen etwas abgeſchwächt, Gerſte ruhig, Hafer feſt, Mais niederer. Courszettel der Maunuheimer Effekteubörſe vom 6. Febr. Obligationen. Staatspapiere. Pfandbriefe. 4 Badiſche Obligat. 4, Rhbein. Hyp.⸗B, unk. 1902, 101.15 3¼„(abgeſt.) 99 60 53 8˙. M. 96.90 8 3½„ Oblig. Mark 100.8, 55 3%„„% ldoe, 3½„, 1886 100.20 ö3 3%„„„Communal] 76.70 53 3½%„ 1892½4 100.80 b3 Städte⸗Anlehen „% e 92.60 bz 5 115 i. B. 10 7 878 lsruher v. J. 1 94.20 4.% T. 100 Sooſe 146.50 0 1 01 55 Baher. Obllgatlonen 100.80 6f 35 eee e 1 8 0 75 93.60 b 10 10 b1 00.— b % Deutſche Reichsantelhe 101.70 7 105 Mannhelmer Obl.— 109.— 2 1„ 1895 89. 8 7 40 53 0 38% Preuß. Confols 101.70 b5 957 Heaee, 55 0 Ha e⸗ 1 935 Juab e ltonen 05* 4½ Bad. A ⸗G f. Ryſchifff. 187.— 53 8 8 108.— Elektr. W. Lahmeyer u. Co. Eiſenbahn⸗Anlehen. Genzmülhle 102.— G 37Pfälz.(Sudw. Max Nord) 63 50 S 0 5 F 75 7.20 bö Verein eln. Fabriken 2½„ eonbertirte 99.20 bß 4½ Zellſtofffabrit albhof 105.— Aktien. Banken. Homburger Meſſerſchmitt 110. G pabiſche Bant e eeee, e Beerren Sae Brauerel Siuner, Grünwinkel 245. Pfülhiſche Bank 1 Schnan Heldelberg 7 Pfälz. Hyp.⸗Bane 189.26 65 eeeee Pflz Spar⸗ u. Ebb, Landau 137. Welg Speyer 148. bz Mhelniſche Creditbank 143.50 G 25 Storch, Sick 104 75 8 Rhein. Hup Bank 166. 5 l erger, Worms 91.95 bz Südbd. Bank 116.— 55 Mormſer Brauhaus v. Oertg. 184.— 8 SGiſenbahnen. Pfälz. Preßh. u. Spritfabr. 125.— 83 Bfälziſche Naee 153.50 W Trausport „ Nordbahn 143.50 G und Berſicherung⸗ Heilbrouner Straßenbahnen 108.— G 1 10 125 Chemiſche Induſtrie. gln. Apene l Ceeſcgſehr, .⸗G. f. chem, Indußrie 136.— 0 Sad. Niick⸗ u. Milverſich. 330. 9 Badiſche Anilin⸗ u. Soda Bad. Schifffahrt⸗Aſſecuranz 540. Ebem. Fabrlt Goldenberg 18. Tontinentale Berſſcherung 385.— 235 12 8 Mannheimer Verſicherung 485. 8 e e ee ee e ee 0 8 Weſteregeln Alkal. 3 2 ee Induſtrie. ſtofffabrit Waldhof 270. 8 8 1 i 5 ucesſatrit Waghäuſel 54. Emalfirkabrir Kirrweſler 120.— 51 uckerraffinerſe Mauuheim 113.— Laee ee 12 1 Brauereien. Hütteuheimer Splnnerei 94 87 Bad. Brauerei Staam,—— arlsr. Nätmf. Hald u. Neu 188.— 8 5 Vorzug—.— Mannh. Gum.⸗ u. Asbeſtfabr. 115. 8 Blnger Aktienblerbräuerei—.— Mannheimer Lagerhaus 102⁰—8 Durlacher Hof vorm. Hagen 170. Oggershelmer Spiunere!l, 8. Eichbaum⸗Brauerei 120.50 Pfälz. Nähm, u. Fahrräderf, 147.— 8 Glefautenbräu ütl, Worms 105— Portl.⸗Cementwk. Heidelberg 169 0 Mrauerei Ganter, Freiburg 118.— B 0 Fleiburger Zegelw. 122.— G Kleinlein, Heldelberg 187.— Veveln Speyerer Ziegelwerke 105.— 8 Wein. Auß Baden, 6. Febr. Dre erſte Abſtich der 1898er Weine iſt in den meiſten Bezirken entweder ſchon vollzogen oder doch in An⸗ griff genommen. Allgemein iſt man jetzt mit der Entwickelung des wenig verſprechenden neuen Weines zufrieden. Die Preiſe hierfür ſind ſeit dem Herbſt allerdings nicht unweſentlich zurückgegangen. Am Kaiſerſtuhl beträgt der Abſchlag per Ohm(180 Liter) 10—15, Im Markgräflerlann wurden bei jüngſten Transaktionen für 1898er 36—48 je nach Ort und Lage, in der Bodenſeegegend. 23—30 für Weiß⸗ und a 88—60 für Rothweine bewilligt. Am Kaiſerſtuhl ging 1898er Weißwein zu 29—50, Rothwein zu 40—50 und höher ab. In der Ortenau und Bühlergegend ſtellten ſich 1898er auf% 40—60, Ausſeſen erzielten bis zu„◻ 100, Alles für das Hekto⸗ liter. Nach älteren Sachen herrſcht weniger Begehr. Ausgenommen den vorletzten Jahegang, ſind ſie auch nicht mehr häufig in Produ⸗ zentenkellern zu treſſen. Der berſchiedenenorts ſchon begonnene Reb⸗ ſchnitt mußte wegen eingetretener winterlicher Witterung wieder ein⸗ geſtellt werden; ſie hat aber dis jetzt noch keinen Schaden angerichtet. Getrede. Mannheim, 8. Febr. Die Stimmung iſt ruhig bei kleinem Geſchäft, Die amerikaniſchen Joederüngen ſind faſt unveröndert, 183, Laura 225.30, Albert 138.50, Ebiſon 288.50, Hilpert 127, Boeſe⸗ Aktien 159.40, Glektr. Frankfurt 136.30, Blei und Silberhütte Brau⸗ bach 107.80. Hilgers 124.50, Höchſter Farbwerke 425.50, Friedr.⸗ Hütte 151.50, Eſchweiler 215, Helios 169.80, Coutin. Elektr. 141.40, Göppingen 12450 Gotthard⸗Aktien 145.70, Schweizer Central 143. 20, Schweizer Nordoſt 100.90, Schweizer Union 78.20, Jura⸗Simplon 88.90, öproz. Italiener 94.830. VBiehmarkt in Maunheim vom 6. Februar.(Amtlicher Be⸗ richt der Direktion.) Es wurde bezahlt für 50 Ko. Schlachtgewicht; 39 Ochſen a) vollfleiſchige, ausgemäſtele höchſten Schlachtwertheß höchſtens 7 Jahre alt 68—70., b) junge fleiſchige, nicht ausge⸗ mäſtete, und ältere ausgemäſtete 64—68 Pl., e) mäßig genährte junge, gut genährte ältere 60—64., a) gering genährte jeden Alters 50—60 M. 31 Bullen(Farren): a) vollfleiſchige höchſten Schlachtwerthes 00—58., bp) mäßig genährte jüngere u. gut genährte ältere 00—56., c) gering genährte 00—54 U, 711 Färſen: (Rinder und Kühe): a) vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen, Rinder höchſten Schlachtwerthes 64—66., b) vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten Schlachtwerthes bis zu 7 Jahren 60—64., e) ältere ausgemäſtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe, Färſen und Rinder 58—62., d) mäßig genährte Kühe, Färſen u. Rinder 50—58., e) gering genährte Kühe, Färſen und Rinder 4050 M. 154 Kälber: a) feinſte Maſt⸗(Vollim.⸗Maſt) und beſte Saugkälber 00—85., b) miltlere Maſt⸗ und gule Saugkälber 00—80.., o ge⸗ ringe Saugkälber 00—75., ch) ältere gering genährte(Freſſer) 00—00 M. 0 Schafe: a) Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 00—00., b) ältere Maſthammel 00—00., c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzſchafe) 00—00 M. 654 Schweine: a) vollfleiſchige der feineren Raſſen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1¼ Jahren 00—62., b) fleiſchige—60., e) gering entwickelte 00—58., d) Sauen und Eber 00—50 M. Es wurde bezahlt für das Stück: 00 Luxuspferde: 00—0000 M. 100 Arbeitspferde: 100/1000., 20 Pferde zum Schlach⸗ ten: 30—80., 33 Milchkühe: 200—450., 000 Ferkel: —00., 0 Zicklein: 00—00 M. 0 Ztiegen: 00 00 M. Zuſammen 1742 Stück. Handel mittelmäßig. Der Geſammt⸗ umſaß der vorigen Woche betrug 2848 Stück. Newyork, 6. Febr. Schlußnotirungen: 4 6. 6. Weizen März 79„79¾ Mais Septemver— Weizen Mai 76¼ 76½ Mais Juni—— Weizen Juli 74% 75.—] Kaffee März.60.60 Weizen Septbr,———— Kaffee Mai.75.75 Mals März—— Kaffee Juli 5 90/.85 Mais Mai 41¾ 41¼ Kaffee September.—.— Mais Juli 42% 42 ¾ Kaffee Dezember.20.20 Mais April—— Chiecago, 6. Febr. Schlußnotirungen. 4. 6. 4. 6. Weizen März—— Mais Juli 37 7½ 87½ Weizen Mai 72¼—— Schmalz Februar.50.60 Mais Mai 36¼——] Schmalz Mai.70.77 Geld⸗Sorten. Dukaten M..67 68 Ruſſ. Imperkals—— 20 Fres Slück„ 16.21— Dollarß in Gold„ 441—17 Gual. Soverelanes„ 20.40 86 Waſſerſtaudsuachrichten vom Monat Februar. Pegelſtationen Datum: vom Rhein:.3. 4...7. Bemerkungen: Konſtaunz„„ 218 Walsfut 2,24 2,19 2,10 2,04 2,04 Hüningen 1,96 1,861.80 1,77 1,70 Abds. 6 U. Kehhll J2,12,662,62 2,57 2,52 2,51 N. 6 U. Lauterburg. J3,90 8,85 8,72 8,69 8,65 Abds. 6 U. Maxzau 13.89 8,77 8,66 3,60 2 U. Germersheim 3,82 2,79 8,46.-P. 12 Ul. Manuheim„ J3.72 8,64 8,58 6,41,33 8,38 Mgs. 7 U Mainz J43 1,371,32.221,12.P, 12 U. Bingen 2, 191 1,801,76 10 U. Kauvd. 42, 2,22 2,182/04 2,01 2 U. Koblenz 2,61 2,52 2,87 2,29 10 U. Köln„ 2,80 2,65 2,55 2,45 2,30 2 U. Nuhrort J2,48 2 82 2,101,95 6 U. vom Neckar: Mannheim 6,77 3,78 3,618,50 8,40 8,44 V. 7 U. Heilbronn,„„„I14,141,08 1,00 1,00 Literariſches. * Deutſches Banquierbuch Im Verlage der „Berliner Börſenzeitung“ iſt ein neues deutſches Banquier⸗ Buch erſchienen, das eine ſorgfältige Liſte aller deutſchen Banlen und Banquiers nach den Arten des Domizils der Firmen alphabetiſch geordnet enthält. Wir können dieſes ſchon im An⸗ zeigentheile unſeres Blattes erwähnte Buch allen Intereſſenten warm empfehlen; daſſelbe iſt ein ausführlicher und reichhaltiger Rathgeber und enthält alle deutſchen Firmen, auch alle Bank⸗ geſellſchaften nebſt den Namen der Direktoren und Prokuriſten ſewie die Art der rechtsverbindlichen Zeichnung der Firma nebſt Bemerkungen über die Telegramm⸗Adreſſen, und Angaben, welche Papiere bei jeder Firma einzulzſen ſind. Auch die Ein⸗ wohnerzahl der Städte iſt angeführt, wobei es uns überraſchte, daß Neuwied 106 000 Einwohner enthalten ſoll. Sollte die Zahl nicht zu hoch gegriffen ſein? Sonſt ſcheint das Buch recht zu⸗ verläſſig gearbeitet zu ſein. U Möbel und beeorationen L. J. 1 Ster, Kunstgewerbl, Etablissement L. Renges. Hofmöbelfabrik. Mannheim C 8, 3. Liebbaber von praktiſchem Schuhwerk finden die reichſte Aus⸗ wahl, auch in ganz billigen Artikeln, bei 7274⁴ Georg Hartmann, D, 12 Schuhwaarenhaus an den Planken 1 3, 12 Alleinverkauf der Fabrikate von Oito Herz& Cie. in Frankfurt a/Main(Televhon 443˙ 4 8. Selkei Mannheim, 7. Februar. Sebenntnachnng. Den d der Bade⸗ anſtalt in Neckarau betr. (89) Nr. 109461J. Wir bring n dier mit zur öffentlichen Ke s, daß die von Gemeind a10 Ne em 11. Dezeinber e, vom dortigen iß ünterm 3. Febr. ge igte Abänderung 28 litr. b. der ortspoltzei⸗ lichen Vorſchrift vom 4. März 1895„den Betrieb der Bade⸗ anmſtalt in Neckarau betr.“ — wodurch die Taxze für ein Brauſebad 1 Klaſſe von 30 Pfg. auf 20 Pig. herab⸗ 2. engt wurde und wornach bonnementskarten von die⸗ ſer Klaſſe nicht niehr ver⸗ auft werden ſollen— von Gr, Herrn miſſär unterm Nr. 378 nacht bar erklärt wurde. Mannheim, 3. Februar 1899. Gr. Bezirksamt Schaefer. Gr. Bad. Staats⸗ Eiſenbahnen. Mit Wirkung vom 1. April 1899 werden die Frachtſätze des Ausnahmetarifs für Anilinabfall⸗ aure und Kammerſäure im Verkehr zwiſchen Guſtapsburg, Frankfurt d. M. Käferthal(Wohl⸗ elegen), Kaſtel, Lampertheim, Judwigshafen a. Rh., Mainz, Mannheim, Mannheim⸗Neckar⸗ Vorſtadt und Waldhof einerſeits Aund den Uebergangsſtationen zur Schweiz Baſel Bad. Bahn Baſel ahn, Konſtanz Schaff⸗ Daufen, Singen und Waldshut anbererſeits, ſowie die im Ver Jehr mit Käferthal(Wohlgelegen) und den vorgenannten Ueber⸗ augsſtationen beſſehenden Aus für Nitroſe Ab⸗ Uſchwefelſäure aufe gehoben. An deren Stelle tritt die in der Güterklaſſifika⸗ tHonfür Schweſelſäure vorgeſehene gelrechte Tariſtrung. 18045 waltun jen: Großh. Generaldirektion Der Babdiſchen Staatseiſenbahnen. Aheinſch fffahrt. Nachſtehende Bekauntmachung des ftönigl. Preuß. Herrn Ober⸗ Ppräſidenten der Mheinprovinz b. Coblenz, den 3. Februar d. J. bringen wir zur Keunturß Her Schifffahrttreibenden. 18093 Mannheim, 6 Februar 1899. Wr. Mheilnbauinſpektion: 5 Fleſer. Stlauntmach Ung für die Nh⸗inſchifffahrt. Die Schifffahrttreibenden wer⸗ den benachrichtigt, daß in Folge Wiederaufnahme der Spreng⸗ und Räumungsarbeiten die Schifffahrt vurg das„Bnger⸗ Joch“ bis auf Weiteres auf die Tageszeit von eine Stunde vor Sonnenaufgaug bis eine Stunde nach Sonnenuntergang beſchränkt pleiben muß. Während der Nacht von eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang iſt der Fahrweg dort für alle ahrzeuge geſperrt. ſilberne Landeskom⸗ ſt 30 Januar 1896 P ich für vollzieh⸗ Der Beginn der ſowie das Auſhören derſelben wird täglich durch ſe 2 Böller⸗ chüſſe von der Mäuſethurm⸗ Inſel aus bekannt gegeben werden. Die Fahrt durch das links⸗ eilige, zweite Fahrwaſſer erleidet ine Beſchränkung. Coblenz, den 3. Februar 1899. Der Ober ⸗Präſident der Sperrung, zur Heſfeutliche⸗ Perſtrigerung Donunerſtag, den 9. u. Preitag, 10. FJebruar er., jeweils Nachmittags 2 Uhr beginnend, werde ich im Ver⸗ eigerungslokale d 4, 5 hier, im uflrage des Konkursver⸗ Wallers Herrn Gg. Fiſcher, gegen Baarzahlung iſentlich leigern: 1 Firmenſchild, 14 Tiſchdecken, 1„Regulateur. 1 Triumphſtuhl, 1 Fleiſchtiſch mit Aufſatz, 1 Tafel⸗ Wäage, Glas⸗ und Porzellan⸗ geſchirr, 1 Wurſtwärmer ver⸗ Riclelt, 1 Hackklotz, 1 Kiſtchen Kauſgbak, 1 Wurſtmaſchine, Thampagnerkühler, Trinkbecher, Fäßch. 21 Otr. Kornbranntwein, „„Eſſig. 108„ Weißwein, 104„ 28„ Rothwein, „ 28„ Cognac. 20 Flaſchen Wermuth, 38 Wein, * 1 bel des len des be 55 13 50 Champagner, 5 5 Magenheil, ränke, Tiſche, Waſchtiſch, gtuſch, Schreihtiſch, Betten, Wurſt⸗ Kuckücksuhr, u mit Beſteck, 1 Zimmerfraten mit ige Haus⸗ und 13928 5. Febr. 1899. Siägt. werk Mannfelm Mchiſärke des Leuchtgaſes vom 2Januar bis 4 Februar 1899 Dei einem ſtündiſchen Ver⸗ un 9 Entwendet wurde: Am 28 Dezember am Haupt⸗ bahnhof, ein Paket mit golden. Keitenarmbändern, mit je 3 Opalen verſehen. Bom 21.—24. Januar in der Qlerſtraße, 18½ Kilo Blei, ein hölzerner Stopfer, ein Feuer⸗ haken und 2 Meſ ſſingſchrauben⸗ muttern. Am 23. Januar in B 6, 6, drei Schwartenmagen. Am 23. Januar in Neckarau, 25 Schrotpatronen. Am 23. Januar in 1 5, 9, eine Rementoiruhr mit Goldreind, weißem Zifferblatt römiſ hen Zahlen und der No. 63918. Am 25. Januar am Induſtrie⸗ hafen, ein alter grünel Sackrock, eine blaue Arbeitshoſe und ein brauner weicher Filzuut. Am 286. Januar in B zaldhof⸗ e 29/31, drei ſchwarzlederne nonnaies mit 12 Mark Pfg., 2 Mark 10 Pfg. und 80. Pfg. Am 26. Jan. in Seckenheimer⸗ ſtraße 74, eine neue Rohrzange. Am 26. Januar, von einem Schiff im Neckarhafen, ein 100 m langes und 10 mm dickes Drahtſeil⸗ Am 27. Jau. zwiſchen und B I1, ein gelbledernes Porte⸗ monhaſe mit 10 Mark. Am 27 Januar am Schloß⸗ platz, ein braunledernes Porte⸗ moungie mit 8 M. 43 Pig. Am 27. Jan. am Zollhafen, ein Paar getragene, kalblederne Herrenzugſtifel. Am 27. Jan vor A 1, 3, ein gelbledernes Portemonnaie mit 10 Mark. Am 27 Jan. am Rheingewann, ein weißleinenes Herrenhemd. Am 30. Jan. im Hoſtheater, ein einreihiger, ſchwarzer Tuch⸗ überzieher mit geſtreiftem, hell⸗ grauem Futter, und eine braune Fuchmütze. Am 31. Jan. in P 1, 1, ein ſchwarzer Zanellare enſchirm mit braunem Stock un Bogengrif Am 31. Jan. in F 5, 1, ein älteres P znenmatik⸗D raisrab, mit 0 ckirtem Geſtell, ver⸗ nlckelter Lenkſtange, Korkgri iffen, gelben Felgen und Schutz⸗ blechen, braunem Sattel und der Polizei⸗Nr. 565, die Fabrik⸗ nummer kann nicht bezeichnet werden Am 31. Jan. in J 2, 21, eine ſilberne Herren⸗ Remontsirühr mit weißem Ziſſerblatt, römiſchen Zahlen, Sekundenzeiger, der Nummer 50024 dem Namen „J. Volk“ innen am Rückdeckel Und breiter Talmipanzerkerte. Am 1. Februar in Waldhof ein ſchwarzledernes Portemonnaie mit 28 Ma⸗ Ak. mieddemiche Wittheiluggen wird gebeten. Mannheim, 5. Februar 18535 Kaiſer, Pol.⸗Com miſſär. Win⸗ und Brauntwein verſteigerung. Im Auftrag des Konkursver⸗ verwalters, Herrn Karl Stenz in Ladenburg verſteigert der Unterzeſchnete gegen Baarzahlung den 9. Februar, Nachmittags 1 Uhr die zur Konkursmaſſe des Emil Bos gehörigen Weine u. Brannt⸗ weine im Haus des Gemein⸗ ſchu dners zum Schiff in Laden⸗ burg: 12770 2 Korbſlaſchen mit Brannt⸗ wein, 10 Liter Branntwein, 20 Liler Eſſig, 296 Liter Faßwein, 102 Liter neuen Wein, 15 Litter Faßwein, 49 Liter Swirchgen waſſer, 52 Liter Cognac, Liter Rothwein, 282 Liter Faß⸗ wein, 52 Schaumwein, 6 Liter Rum, 4 kleinere Partieen Kirſchen⸗ und Zwetſchgenwaſſer I. u. II. Sorte; ferner ein größeres Faß Wein 587 Liter. Mannheim, 1. Febr. 1899. Deißler. Gerichtsvollzieher. Zwan sverſteigerung. Mittwoch, 3. Februar 1890, Nachmittags 2 uhr verſteigere ich im Pfaudlokal 2 4, 5 dahier: 1 bereits neuer Eisſchrank, 1 Ladentheke, 2 Kiſten Amburger⸗ käſe, 7 Glasglocken mit Teller, 1 Tafelwaage mit Gewicht, 3 Porzellantöpfe,! e ſtell, 1 Kartoffelkiſte, 1 Wand⸗ regal, 57 Stück Eßlöffel, 12 Tafelmeſſer, 12 Löffel, 6 Al⸗ bum u. 10 Bilder in braunen Rahmen, im nacanwege öffentlich gegſen Baarzah 1 13094 Nannheim, 7. Februar 1899. Eoner. Gerichtsvollzieher. Verſteigerung. Mittwoch, den 8. ds. Mts. und die folgenden Tage je 3 15 Nachmittags wird in P 8, parterre, eine Parthie mit Ge ſundheitsplombe verſehene[ Rauchfleiſch in ſchicklichen Ab⸗ theilungen verſteigert. Um 4 Uh:⸗ kommt auch eine braune Rips⸗ Garnitur zum Ausgebot. J. P. ee Aukttongtor, 218128 Umzüge, Spedition von Reiſeeffecten ze, Trausport von Flügels Piauos, Geldſchränke unter voller Garautie übernimmt billigſt 12951 J. Kratzert K 2, 11. K 2, 11. 0 ale Damenmasken irvlerin) billig zu ver⸗ braulch einer Flamme von 150 Kter= 16,4 Normalterzen. SOe 11151 K 2, 28, A, Stosk, Jwaudg⸗ e n Mittwoch, 3. Februar 1899 Nachm. 2 uhr werde ich im Pfandlokal 2%½5 hier: 18126 Tiſche, Kommode, Spiegel Kleiderſchränke, Bildertafeln, 1 Kanapee, 1 Waſchkommode, 1 Bücherſchrank mit 27 Bilcher und Sonſtiges gegen Baar⸗ zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verf 18126 Mannheim, 7. Februar 1899 Roſter, Gerichtsvollzieher. Zwaudsveiftrigern 6. Mittwoch den 8. Jebr. 1899 Nachmittags Uhr werde ich im Pfandlokal Q 4, hier gegen baare Zahlung kin Vollſtreckungswege öffentlich ver⸗ 1 Pl üſagan nitur, 1 Spiegel⸗ ſchrank, Chiffoniers, Kanapees, Fleiderſchränke, Kommoden, 2 Federkiſſen, 1 Zweirad, 1 Zwil⸗ lings⸗Apparat, ca. 50 Pfund ge⸗ braunten Kaffee und 15 Kiſtchen n 13099 Manheim, 7. Februar 1899. Hildebrand Gerichtsvollzieher Gontardpl. 9. Jwangsverſteigerung. Am Mittwoch, 8. I. Js., Machm., 2 Uhr 15 Ich im Pfaudlokal hier, 4%5 gegen baare Zahlung im Vollſt! ecküngswege öffentlich ver⸗ ſteigern: 13128 1 1 Kommode, J Finger 98 mit Stein. Mannheim, 6 Februar 1899. Schmitt, Gerichtsvollzieher, B 2, 16. Süngerbund. Heute Dienſtag Abend 9 uhr Probe. 13119 „Arion“ Issmann'scher Männerohor. Faſtnacht⸗Dieuſtag, Nachmittags präcis 3 Uhr im Saale des Casino Kinder-Maskenfesf wozu unſere verehrl. Mitglieder und deren Jamilienangengg frdl. einladet. 13088 Der Vorſtand. Id. Kieler Bücklinge Ia. Rieler Sprotten ldReue Malta⸗Kartoffel empfiehlt 18181 Ernſt Daugmann Nachf. N à, 12. Tel. 324. SEchellſiſche Cabljjau Schollen Heeht Bärſche Soles Rotihzungen Zunder Grüne Heringe Gewäſſ. Stockfiſche friſch eingetroffen bei 18132 Louis Lochert, R I1, 1, am Markt. Fir 60 Pfg. ein Pfund guten, reinen ge⸗ braunten Kaffee. Alle beſſeren Spezereiwaaren billigſt, beſonders 13086 Hülseufrüchte. Dürrobſt Gar. reines Ichmalz „Küchel⸗Oel Küchelmehle, 5 Pfd. zu 75, 80 u. 85 Pfg. bebr. Koch F 5, 0. GBilligſtes Waarenhaus gler). Glashüttenhof Amt Stockach(Baden) liefert feinste Sussrahm- Butter in Poſtk. per Pfd. Mk..30, franko Haus. 12859 100 Stücks Mark, Hand⸗ jand⸗Käſe E 300„ 8,50 500 Stck. M. 13.50, 1000 Skück 26 Mark. Nachn., ab hier. 78942 E. Baudorff, Marburg(Heſſen) Heiralſageſuc. Ein 27jähriger Mann, Werk⸗ meiſter in ſicherer Stellung mit 3 000 Mark Einkommen, ſucht ein Mädchen mit etwas Ver⸗ mögen aus gut ſituirter bürger⸗ licher Familie zwecks Heirath kennen zu lernen. Vermittler verbeten. Diskretion Ehrenſache. Offerten unter No. 13084 an die Expedition dieſes Blattes. Parquetböden ſerden ge⸗ 11478 We abr und abgehohelt Bera untmach ung. Unter Aufhebung der am 26. November 1898 ſtattgehabten Submiſſion auf Granit⸗ und Saudſteinhauerarbeiten werden er⸗ neut für die eee des Friedrichsplatzes folgende Arbeiten au 2 1 Trittſtufen für 6 Loos I. 1. Für die Freitreppe der Cascade Loos II. 2. Für mittlere Freitrevven Loos III. 3. Für Freitreppen der Teraſſean der Auguſta⸗ aulage ebm 14,360 B Steinmetzarbeiten in rothem Sandſtein: 55 Cascade, Treppen⸗ und Cascaden⸗Wan ſen, igen der Baſſin, Poſtamente de. 59,00 Freitreppen, Poſtamente und ſteinbanerorbetten und zwar: Freitreppen in Längen von ca. 1,50—2,20 m. obm 11.988 obm 12,200 ca. ebm Loos II. ca. ebm 25,152 Loos III. Terraſſe Auguſtaanlage e Steinhauerarbeit ca. ebm 63,280 einhauerarbeit ca. obm 79,310 Angebote dieſe Arbeiten ſind verſchloſſen und mit ent⸗ ſprechender Aufſchrift verſehen bis ſpäteſten 13028 Samſtag, den 11. d.., VBormittags 11 uUéhr bei unterfertigem Amte einzureichen, woſelbſt dieſelben in Gegen⸗ wart etwa erſchlenener Bieter zu jener Zeit eröffnet werden ſollen. Zeichnungen könuen dortſ Abſt in den Dienſtſtunden eingeſehen und Lieferungsr eichniſſe und beſondere Bedingt ingen gegen Er⸗ ſatz der Umdruckgebühren in Empfang genommen werden. Maunheim, 4. Februar 1899. Hochbauanit: Uhlmann. Badiſche Brauerei in Maunheim. Wir beehren uns, die Aktionäre unſerer Geſellſchaft zu einer außterordentlichen Generalverſammlung auf Dienſtag, den 7. Februar 1899, Nachmittags 6 Uhr, in den oberen Saal der„Stadt Lück“ hier ergebenſt ein⸗ zuladen. Tagesordnung: Beſchlußfaſſung über die Aenderung des geſammten Statuts. Nach§ 18 Abſatz 2 der Statuten kann über dieſen Gegenſtand zur Abſtimmung nur dann geſchritten werden, wenn mindeſtens drei Viertheile des Aktienkapitals ver⸗ treten ſind. Die Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt gegen Vorzeigung der Aktien bis zum 3. Februar einſchließ⸗ lich auf unſerem Geſchäftszimmer, bei der Rheiniſchen und dem Bankhauſe Wingenroth, Soherr Co. hier, woſelbſt auch Abzüge des zur Berathung gelangenden Statutenentwurfs vom 24. ds. Mts. an er⸗ hältlich ſind. Für die Vertretung derjenigen Aktien, die zwecks Gleichſtellung der ſeitherigen beiden Aktien⸗ ⸗Gattungen bei einer der vorbezeichneten Stellen eingereicht worden ſind und ſich demnach in unſeren Händen befinden, genügt die Mittheilung der betreffenden Herren Aktionäre, daß ſie an der Generalverſammlung theilnehmen wollen, worauf ihnen die erforderlichen Stimmkarten durch uns zugeſandt werden. Mannheim, 5. Januar 1899. Die Direktion. Frauenverein Manuheim. Die ſatzungsmäßige mitgtiederverſammlung lür das Jahr 1899 findet Mitwoch den l5. d. Mis., Nachm. 3 8 7 in den Räumen der Geſellſchaft, 11 R 1, 1 ſtatt: agesordnung: Rechenſche aftsberich 8 laden unſere Vereinsmitglieder 15 Theilnahme freund⸗ ichſt ein. Mannheim, den 6. Febiuar 1899. 18101 Der Geſammtvorſtand. Mannheimer Tiedertafel. Samſtag, den 11. Februar, Abends ½8 Uhr Curuevaliſtiſche Abendunterhaltuung mit Tanz Iim Saalbau. Sonntag, den 12. Februar, Abends 5 Uhr Sonntags⸗Schluß⸗Probe im Geſellſchaftshauſe K 2, 32. Dienſtag, den 14. Februar, Nachmittags ½3 Uhr Kinder-Masken-Fest im Stadtpark. Näheres durch Rundſchreiben. 11050 12982 Der Vorstand. Feuerio. Mittwoch, den 8. Jebruar 1899, Nachmittags 3 Uhr am Panorama-Platz(Friedrichsring) Zusammenkunft derjenigen Naunemer Buwe, welche ſich bei der Kleppergarde anläßlich des Maskenzugs des 8 8 Carneval-Verein„Feuerio“ betheiligen wollen. Es wird gebeten, die Klappern, 05 brannt, mitzubringen. Fetriseppel. Panorama am Friedrichsring. Colossal-Rundgemälde Gefecht bei Nuits. Täglich geöffnet von ½8 Uhr Morgens bis zur, 2 5 aten Dunkelheit. 511 Dr. Kuntze's Hustenbonbons von vorzüglicher Wirkung. 78554 Danksagung. ür die vielen Beweiſe herzlicher Theilnahme beim Hinſcheiden unſerer lieben Tochter und Schweſter Anna ſagen wir unſeren tiefgefühlten Dank. Ed. jedele mit Familie. den 6. Februar 1899. 13043 Mannheim, I 8, 18, 4. St. I dashenf 111 ſſcahnden. Samstag, den II. Febſuar 1899, Abends 8 Uhr Großer Maskenbal in ſämmtlichen Lokalitäten des Baduer Hofes (Apollo⸗Theater). 22 OrehesSter. 3 werthvolle Preiſe für bie 8 ſchönſten reſp. originellſten Damenmasken. : Alles Nähere die Anſchlagzettel. 12887 Herrenkarten à 3., Damenkarten à 2 M. ſind im Vorverkauf bei Herrn Th. Soſſe⸗„Muſikalienhandlung 0 2, 1, bei Herrn Strauß, Cigarrengef chäft E 1, be 1Keil, Eigarren⸗ ge ſchäft 1, im Zeitungskiosk und im Badner Hof zu haben. Kauſm. Geſellſchaft„Merkur“ M Engere Vereinigung des Kreisvereins Mauuheim im Verbande deutſcher.⸗G. zu Leipzig. „Wir beehren uns ergebenſt anzuzeigen, daß unſer 12330 Haskenball am Sountag, 12. Febrnar, Abends 6 Uhr, in den alten Fälen des Zadner Jofes ſtattfindet Hierzu laden wir unſere verehrlichen Mitglieder neaſt deren ſrhn lienangehörigen, ſowie Freunde unſerer Geſellſchaft mit dem Berimerken ergebenſt ein, daß Vorſchläge für Einzuführende ſchriftlich bei unſerm 1. Vorſitzenden, Herrn Carl Leitzig, Friebri chsring 36, und bei unſerem Schriftführer, Herrn Alfded Pillneder, G 55 7, 4. Stock, unter genauer Angabe der Adreſſe, eingereicht werden wollen. Ohne Karte iſt der Zutritt nicht geſtattet. Der Vorſtand. Maunheimer Sängeräreis. Samſtag, den II. Februar 1899, Abends 8 Uhr findet in den Lokalitäten der„Kaiſershütte“ 12185 Mastienball ſtatt, wir unſere verehrl. Mitglieder freundl. einladen. Vorſchläge für Einzuführende können im Vereinslokal(Großen Fels) gemacht werden. Im Uebrigen verweiſen witr auf das ergange Rund⸗ ſchreiben. Der Vorſtand. Mannheimer Stenograph. Gesellschaft, Syſtem Stenotachygraphie.) Wir laden 05 p. p. Mitglieder 15 der ant Donnerſtag, 9. Februar., Abends 8½½ Uh in der„Neuen Schlauge“, P3 ſtattftudenden Generalversammlung höfl. ein und bitten um pünktliches Erſcheinen. Der VBorſtand. e Etuen Ffe aut Deuiſthe eee Generalfechtſchule in* Lahr. Verband Waldhof. Zu unſerer am 18098 Sumstag, II. Febr., Abends 8 Uhr im Saale W. Metzger im Waldhof ſtattfindenden Humoristischen Abend-Unterhaltung mit Tanz laden wir Freunde und Gönner unſerer edlen Sache freunblichſt ein. NEB. Bier vom Faß. Der Vorstand. Eine durchaus erfahrene Büglerin wünſcht noch einige Kunden pant l. Danh n. Enpchung Wir beſtätigen hiermit der Wahrheit gemäß, an Ver⸗ ſtopfung und deren Folgen: Kopfweh u. ſ. w. gelnten zu in ihrem Hauſe aufzu⸗ haben, wovon wir durch Ge⸗ nehmen in 1 5, 2, brauch des berühmten 3. 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