ö hins Tanm ölker as Jahr hmte 77993 huttet toſen Valzer zeben) Uhr, Kla⸗ öklicke. anco. I zem der 094 d für X. ziſche leihen wird r Nr. ittelt tr. 18. 54296 An⸗ ugen 9812 ffs, ypo⸗ mit F — 2* Telegramm⸗Adreſſe: „Journgi Maunheim“. In der Poſtliſte eingetragen unker Nr. 2621. Abonnement: 70 Pfg. mouatlich. Bringerlohn 20 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſt⸗ aufſchlag M..42 pro Quartal. Inſerate: Stadt Mannheim und Umgebung. jer Journal. wae Dr. Paul Harms, für den lokalen und prov. Theik Eruſt Müller, für Theater, Kunſt u. Feuilleton⸗ Eberhard Buchner, für den Inſeratentheil: Karl Apfel. Rotationsdruck und Verlag der Dr H. Haas'ſchen Buch⸗ bruckerei(Erſte Mannheimer (Mannheimer Volksblatt.) Die Cofonel-Jeile 20 Pfg. Telephon: Redaktion: Nr. 377.(111. Jahrgang.) Expedition: Nr. 218. Druckerei: Nr. 341. eamede e Neren 80 Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Filiale: Nr. 815. biEigenthum des tacholiſchen Einzel⸗Nummern 5, E 6, 2 Geleſenſte und verbreitetſte Zeitung in Mannheim und Umgebung. E 6, 2 ſümmch e Nr. 102. Samſtag, 2. Marz 190;.(Mittagblatt.) 58. Sitzung vom 1. März.(Schluß.) Pauli⸗Potsdam(konſ.) wünſcht Gehaltserhöhung für die Be⸗ amten der techniſchen Inſtitute der Artillerie und beſſere Lohnverhält⸗ niſſe für die Artilleriewerkſtätten. Zubeil(Soc.) weiſt hieran an⸗ ſchließend auf die theuren Lobensmittelpreiſe in Spandau hin. In den Arbeiterwohnungen ſeien bisher nur Beamte untergebracht, aber keine Arbeiter. General v. Einem: Die Schilderungen des Vorredners ſeien ein⸗ ſeitig. Bezüglich der gewünſchten Aufbeſſerung der Gehälier der Beamten geſchehe das Mögliche. Die neue Lohnerhöhung dom 1. Jan. 1901 befriedige allerdings nicht ſämmtliche Arbeiter. Es ſtehe feſt, daß 87 Procent der Arbeiter über 4% erhalten. Es ſei alſo vollſtändig unrichtig, daß Hungerlöhne gezahlt würden. Die Verwaltung ſei ſich ihrer Pflichten gegenüber den Arbeitern voll bewußt.(Bravo!) Zubeil(Soc.) bemängelt, daß keine Penſionskaſſe für die Arbeiter vorhanden ſei. Hierauf wurde der Reſt des Ordinariums ohne Debatte nach den Beſchlüſſen der Kommiſſion genehmigt. Es folgt die Berathung der einmaligen Ausgaben des Ordinariums. Die Kommiſſion hat eine große Reihe von Abſtrichen vorgenommen. Gröber(Centr.) bemängelt gelegentlich der beabſichtigten Ver⸗ vollſtändigung der Befeſtigung der Stadt Ulm und der damit ver⸗ bundenen theilweiſen Niederlegung der alten Umwallung das zwiſchen der Militärverwaltung und dem Staate getroffene Uebereinkommen. Im Etat werde als erſte Rate 1000 000% gefordert, während der Erlös für das alte Wallterrain erſt ſpäter eingehen kann. Der Bundesbevollmächtigte erklärtf daß weitere Erhebungen 1 würden und daß der Stadt eine angemeſſene Entſchädigung icher ſei. Die Einmaligen Ausgaben werden erledigt, ebenſo der außer⸗ ordentliche Etat, ſowie die Einnahmen. Montag 1 Uhr: Poſttaxen⸗ weſen, Militärgericht, Zölle und Verbrauchsſteuern. Die Geſellſchaft für ſoziale Reform, die am 6. Januar gegründet wurde, wird Mitte März in Berlin die Mitglieder ihres Ausſchuſſes zu einer Sitzung verſammeln, in der außer geſchäftlichen Angelegenheiten und Stellungnahme zu Vorſchlägen der„Internationalen Vereinigung für geſetz⸗ lichen Arbeiterſchutz“ vor Allem zwei wichtige Punkte, auf welche die Geſellſchaft ihre Thätigkeit zunächſt richten will, beſprochen werden ſollen. Es ſind dies die Errichtung eines Reichs⸗ arbeitsamtes, wozu Referate von den Herren Staats⸗ miniſter Frhrn. v. Berlepſch und Reichstagsabgeordneten Dr. Pachnicke erſtattet werden, und die Verleihung der Kor⸗ porationsrechte an die Arbeiter⸗Berufsvereine und ihre Befreiung von den Vorſchriften der Geſetze über das Recht der politiſchen Vereine; die Referate hierüber haben die Herren Reichstagsabgeordneter Baſſermann und Arbeiterſekretär Giesberts übernommen.— Wie die„Soziale Praxis“ berichtet, iſt die Mitgliedſchaft der Geſellſchaft, ſowohl was Einzelperſonen als was Vereine betrifft, ſtändig im Wachſen. Unter den Mit⸗ gliedern, die ſich auf 102 Orte vertheilen, ſind beſonders ſtark vertreten Staats⸗ und Gemeindebeamte, Parlamentarier, Fabri⸗ kanten, Kaufleute, Profeſſoren und Dozenten, Schriftſteller und Journaliſten, Aerzte, Rechtsanwälte, Geiſtliche. Vereine ſind bis jetzt insgeſammt 56 der Geſellſchaft beigetreten, und zwar neben einigen Arbeitgeber⸗, politiſchen und Bildungsvereinen, vor⸗ wiegend die großen, nach bielen Tauſenden zählenden nichtſozial⸗ Organiſationen, der Zentralrath der Gewerkvereine mit einer eutſcher Reichstag. Anzahl von Gewerkvereinen, der Volksverein für das katholiſche Deutſchland nebſt vielen katholiſchen Arbeitervereinen, der Ge⸗ ſammtverband der evangeliſchen Arbeitervereine mit mehreren Ortsvereinen, ferner die großen Eiſenbahnverbände in Bayern, Baden und Weſtdeutſchland, der deutſch⸗nationale Handlungs⸗ gehilfenverband, ſodann die freie chriſtlich⸗ſoziale Konferenz, endlich mehrere Stadtverwaltungen. In einer Reihe größerer Städte(Berlin, Leipzig, Dresden, Breslau, Hamburg, Köln, München, Frankfurt a..) wird die Gründung von Zweig⸗ vereinen der Geſellſchaft für ſoziale Reform vorbereitet. Be⸗ klagt wird der Ausſchluß der Frauen aus dieſer Geſellſchaft in Folge des§ 8 der preußiſchen Vereinsgeſetzgebung und es als völlig unhaltbarer Zuſtand bezeichnet, daß Frauen, die in ſtets wachſendem Maße als Unternehmerinnen und Arbeiterinnen ſich am Erwerbsleben betheiligen und in dieſer Eigenſchaft auch von der Gewerbeordnung als gleichberechtigt mit den Männern an⸗ erkannt werden, durch eine vor 51 Jahren erlaſſene Vorſchrift von der Theilnahme an Vereinen ausgeſchloſſen werden, die ſich mit der Arbeiterfrage beſchäftigen. Auf dieſem Gebiete iſt die Mitwirkung der Frauen oft ganz unentbehrlich, und ihre Ab⸗ weiſung bedeutet geradezu eine Schädigung des Gemeinwohls. Die Aenderung der preußiſchen Vereinsgeſetzgebung nach dieſer Richtung muß alſo eines der erſten Ziele der Genoſſenſchaft für ſoziale Neform ſein. ö Politiſche Neberſicht. Mannheim, 2. März. Eine Klärung. Man ſchreibt der Südd. Rchskorreſp. aus Berlin: Ein Rückblick auf das publiziſtiſche Aufklärungsgefecht des ruſſiſchen Finanzminiſteriums gegen unſere Wirthſchaftspolitik, die ſich ihren nationalen Charakter künftig um ſo weniger verkümmern laſſen darf, je mehr von ausländiſchen Staatsmännern ein faſt übergeſunder Egoismus zur Schau geſtellt wird, bietet nichts, worauf Herr Witte ſtolz ſein könnte. Die wenigen Worte der Abwehr, zu denen ſich Graf v. Bülow herbeigelaſſen hat, ver⸗ leugnen bei aller Ruhe die im normalen diplomatiſchen Verkehr genügend ernſte Feſtſtellung nicht, daß der deutſche Reichskanzler von der„Ungewöhnlichkeit“ des Vorgehens eines rufſiſchen Reſſortminiſters Akt nimmt. Mit verſchwindenden Ausnahmen hat ſich die deutſche öffentliche Meinung in dieſem vom Zaun gebrochenen Streit auf die Seite der Regierung geſtellt, und die Vertrauensmänner des Herrn Witte können ihm aus unſeren Blättern von der„Kreuz⸗Ztg.“ bis zur„Frankfurter Ztg.“ nicht bloß in verſchiedenen Tonarten die Verſicherung„Bange machen gilt nicht!“, ſondern noch ſchärfere Erklärungen zur Kenntniß bringen. So künſtlich auch das papierene Unwetter war, es reinigt doch namentlich auf deutſcher Seite die Luft, und die Erfahrungen der letzten Tage tragen hoffentlich dazu bei, die Aufnahmefähigkeit unſeres politiſchen Marktes für ruſſiſche Gedankeneinfuhr zu vermindern. Dem Grafen v. Bülow„wird der Brauſewind aus dem Oſten den Mantel der für eine nationale Wirthſchaftspolitik ſprechenden Grundanſchauungen nur noch feſter um die Schultern wickeln“.(Alle Achtung vor dieſem poetiſchen Schwung! D..) Wenn dem ruſſiſchen Finanz⸗ miniſter damit gedient iſt, die deutſchen Handelsvertragsfreunde — demokratiſchen Arbeiterverbände aller Richtungen, die chriſtlichen .....“AA]⅛Ü....— und Schutzöllner ͤ Herausforderungen auch fernerhin zuſammenzuführen, ſo mag in der Zurückwei ung ungerechtfertigter inpalide 6, für jede Verſtümmelung eine Monatszulage bon er nach der bisherigen Weiſe fortfahren. Der Reichskanzler kann für dieſe dankenswerthe Belebung unſeres wirthſchaftlichen Gemeinſinns auch perſönlich zugeſpitzte Pfeile in Kauf nehmen, die, ohne ihr Ziel zu erreichen, kraftlos zu Boden fallen. In der Sache ſelbſt wird für die Politik der beiden großen Reiche weder das Feldgeſchrei„Ueberhaupt keinen Handelsvertrag!“ noch das andere„Handelsvertrag um jeden Preis;“ den Sieg behalten. Die Zukunft liegt in der Mitte. Die Miſſionen in China. Zwiſchen proteſtantiſchen und katholiſchen Miſſionen hal ſich eine Polemik entſponnen über die Frage, ob die Miſſionen an den Unruhen in China mitſchuldig ſeien. Dieſe Polemik bietet für das große Publikum wenig Intereſſe. Immerhin aber iſt beachtenswerth, was Biſchof Anzer in ihrem Verlaufe über die Gründe ſagte, die ihn veranlaßten, ſeinen Sitz gerzde in Yentſchoufu, der Stadt des Confucius, zu verlangen.„Es war nicht bloß Laune und Ehrgeiz, ſo führt er aus, daß ich gerade in Ventſchoufu einen Sitz haben wollte. Penkſchoufu iſt das politiſche und geiſtige Centrum von Südſchantung. Wären wir grundſätzlich von dieſem Centrum ausgeſchloſſen, ſo wäre das Chriſtenthum dadurch in den Augen aller Südſchantoneſen als minderwerthig gekennzeichnet. Ferner handelt es ſich in dieſem Falle um eine wichtige Prinzipienfrage. War die freie Predigt und Ausübung der chriſtlichen Religion durch Verträgs in ganz China gewährleiſtet, ſo war gar nicht einzuſehen, warum Hentſchoufu allein deshalb, weil Confucius einſtmals dort Mandarin war(geboren iſt er nicht in Ventſchoufu, ſondern in Kiüfu), davon ausgeſchloſſen ſein ſollte. Ließen wir uns in Yentſchoufu die Thüre weiſen, ſo konnte man das mit demſelben Rechte auch anderswo thun, und man hatte es mit Hinweiſung auf Yentſchoufu auch gethan.“ Biſchof Anzer nimmt alſo hier für die Miſſionare das Recht in Anſpruch,„auf Preſtige zu wirthſchaften“. Wir wollen nicht unterſuchen, ob die Miſſionen auch ohne das auskommen könnten. Klar iſt aber, daß ſie ſich damit auf das Gebiet weltlicher Macht begeben und eben die Gefahren heraufbeſchwören, die mit jeder Politik auf nun einmal untrennbar verbunden ſind⸗ Deutſches Reich. 185 Berlin, 1, Märj. Verſorgung der Kriegsinvaliden. Nach dem Geſetzentwurf über Verſorgung der Kriegs⸗ inbaliden und ihrer Hinterbliebenen ſollen be⸗ ziehen: Offiziere die bisherige Penſion und eine monatliche Kriegszulage. Für Offiziere vom Hauptmann abwärts Mk. 100, für höhere Offiziere Mk. 60. Für jede Verſtümmelung ſollen außerdem monatlich Mk. 90 gezahlt werden. Die Penſion der Unteroffiziere und Gemeinen beträgt nach dan Grad der Er⸗ werbsunfähigkeit monatlich in erſter Klaſſe für Feldwebel 100, Sergeanten 75, Unteroffiziere 65, Gemeine 60 Mk., in der zweiten Klaſſe für Feldwebel 75, Sergeanten 60, Unteroffiziere 50, Gemeine 45 Mk., in der dritten Klaſſe Feldwebel 48, Sergeanten 36, Unteroffiziere 30, Gemeine 27 Mk., in der vierten Klaſſe Feldwebel 30, Sergeanten 24, Unteroffiziere 20 Gemeine 18 Mk. Die fünfte Klaſſe bleibt unverändert. Daz tritt die Kriegszulage monatlich für Ganzinvalide 15, Halb⸗ 97 7 66 „Mira“. Roman von H. von Schreibershofen. Machdruck verboten.) 65)(Fortſetzung.) In höchſtem Erſtaunen ſah Eſther ſie an.„Der Frau, der Ehriſtine und ich Alles zu danken—2“ „Sie hat Dein Urtheil beſtochen, Dich von uns abwendig machen wollen, oder ſollteſt Du nicht wiſſen—“ Doch Eſthers Herz ſchlug für Mira, nicht für den unbekannten Bruder, der ſich kein Anrecht an ihre Liebe erworben. Sie ſtand mit Mira der Familie gegenüber, die ſie Beide verſtoßen hatte. „Ich habe viel von der Welt und ihren Nachtſeiten kennen gelernt, Tante Lina, doch ein reineres, ſelbſtloſeres, klareres Gemüth, als Frau von Sobittens, gibt es nicht; an der Trennung kann nur Willibald ſchuld ſein.“ Erſt nach einer Weile war die alte Dame fähig, wieder zu ſprechen.„Willibald liebte ſeine Frau, er hatte deshalb doppelt unter ihrer Schwäche und Treuloſigkeit gelitten, die nicht zu ent⸗ ſchuldigen ſind.“ Mit kummervollem Geſicht blickte Eſther vor ſich hin.„Ja“, ſagte ſte leiſe,„ſo heißt es immer, weil Niemand darnach fragt, ob und wie die Frau leidet. Aber ich kenne Willibald genau, wenn ich ihn auch ſeit Jahrzehnten nicht geſehen habe. Er iſt hart und unverſöhnlich.“ 5 „Du irrſt, Du kennſt ihn nicht!“ rief Tante Lina haſtig. Ein bitteres Lächeln umſpielte Eſthers Lipben.„In meiner größten Bedrängniß wandte ich mich einſt an Willibald, erinnerte 15 an frühere Zeiten und bat um Unterſtützung, um ſeinen Schuß für meine Tochter, nicht für mich. Ich ha ſtanden, was das Steine geben für Brod bedeutet, bis zu dem Augenblick, als ich Willibalds Antwort bekam.“ „Davon habe ich nie gehört,“ ſagte Tante Lina beklommen. „Das glaube ich wohl, dergleichen erzählt man nicht!“ ver⸗ ſetzte Eſther hart.„Sieh', das war ſeine Antwort, von etwas Geld begleitet!“ Sie zeigte die Karte Saldows, auf der unter ſeinem Namen die Worte ſtanden:„Fernere Beläſtigung ver⸗ beten.“ Mit Entſetzen ſtarrte die alte Dame auf die herzloſen Worte nieder.„Das kann nicht ſeine Handſchrift ſein— nein, nein, er hat das nicht geſchrieben! Wann war es?“ Eſther zeigte ihr auf der Rückſeite den von ihr ſelbſt darauf vermerkten Tag. „Das— das muß Mira— Aber war das Miras Hand⸗ ſchrift?!“ Eſther lächelte ruhig.„Mein Glauben an Frau von Sobitten iſt unerſchütterlich. Aus einem Brunnen quillt nicht zugleich ſüßes und bitteres Waſſer. Freude hat Frau von Sobitten wohl auch in ihrer Ehe nicht gekannt. Einen Greis zu Tode pflegen?— Dabei ſammelt man andere Erfahrungen wie auf den Pfaden heiteren Lebensgenuſſes. Und jetzt opfert ſte ihr Leben im Dienſte Anderer.“ Tante Lina bat Eſther, ſie möge den alten Onkel beſuchen, und verließ, nachdem ſie die Stunde feſtgeſetzt, das Haus mit ſchwerem, ſorgenvollem Herzen. Nicht jeder Charakter wird unter den Hammerſchlägen ſchwerer Geſchicke weicher. Saldow hatte gepackt— er wollte abreiſen. Was wollte er hier? Und ſollte ſein Herz ſich verbluten, Mira ſollte und mußte ihm fremd bleiben! Und darüber verſank er in ein Grü⸗ beln, aus dem ihn die überraſchende Erſcheinung Tante Linas aufſchreckte. „Iſt Onkel kränker? Iſt etwas Schlimmes vorgefallen? fragte er, über den unruhigen Ausdruck ihres Geſichtes beſtürz „Nein, lieber Willibald! Im Gegentheil.“ Tante Linas Geſicht zeigte eine große Bewegung. Einzelne Thränen tropften aus ihren Augen.„Willibald, ich hatte mich ſeit Jahren danach geſehnt“— Er wollte aufſtehen, ſie bitten, zu ſchweigen, er könne und werde Mira nicht verzeihen, da fuhr ſie fort„einmal von Eſther, von Deiner Schweſter zu hören. Chriſtine iſt ja ihr Ebenbild, doch erſt heute— O Willibald, ſi wohnt hier, Chriſtinens Mutter iſt Eſther, unſere Eſther, dert Verluſt unſer Herz ſo tief gebeugt hat! Sie lebt hier „Und ihr Mann?“ 85 „Iſt todt.“ Saldow athmete tief auf. Es war eine andere Sache, ſich mit Eſther, als mit dem Manne, der ſie ihrer Familie entfremdet zu verſöhnen. Er hatte Eſther kaum gekannt. Doch Tant Lina ſprach von einem Briefe, den ihm Eſther geſchrieben „Das iſt ein Irrthum. Du glaubſt doch nicht, ich würde g zögert haben, mich ihrer und ihrer Tochter anzunehmen, w mir der Brief zugegangen. Wann und wo ſoll das geſche ſein?“ 5 „In San Remo.“ Tante Lina ſah ihn dabei ängſtlich an und wie ſie gefürchtet, ſchoß das Blut in ſeine Stirn und ſein Ausdruck härter, ſtrenger. „Sie lebte dort? Wie kommt ſie denn hierher?“ „Frau von Sobitten hat ſie kommen laſſen,“ ſagte die Dame leiſe. „Mira.“ Was bedeutete der Aufſchrei? „Selbſtverſtändlich kann das Verhältniß nicht ſo bleiben, und nehmen wir Eſther nach Scholten zu uns, ſo hört es von ſelbſt auf.“ 2. Seite. Geuerm anzeiger. Mannheim,. Weaez. 27 Mk. Wo die Ganzinvaliden ein Geſammteinkommen von Zu ſtetigen Klagen gibt noch immer die häufige Unterlaſſung der[betrug die Zahl der Vereinsmitglieder 1565, davon ſind 966 62% 600 Mk. jährlich nicht erreichen, kann bei gänzlicher Erwerbs⸗ Rückgabe der Arbeitszuweiſungszettel Anlaß, da hiedurch eine voll⸗ verheirathet, verwittwet 41 oder% Und ledig 550 5%, der unfähigteit vom 55. Lebensjahre ab eine Zulage bis zur Höhe ſtändige Buchung der ausgeführten Vermittelungen unmöglich ge⸗Reſt fällt auf Vereine und Geſellſchaften. Von den Mitgliedern ſind von 600 Mk. gewährt werden. Für die oberen Beamten bei Penſionsbezug unter Hauptmannspenſion tritt eine monatliche Kriegszulage von Mk. 100, ſonſt Mk. 60 ein, für die Unter⸗ beamten eine ſolche von Mk. 15, außerdem Verſtümmelungs⸗ zulage und Alterszulage wie ſonſt. Es folgen ausführliche Be⸗ ſtimmungen über Verſorgung von Wittwen, Gewährung von Erziehungsbeihilfen, Elternbeihilfen. Das Geſetz tritt, ohne daß Nachzahlungen gewährt werden, zum April in Kraft. Portugal. *Oporto, 1. März.(3Zu der Entführungs⸗ geſchichte.) Als die Polizei die Menſchenanſammlungen vor dem Hauſe eines gewiſſen Joſé Peſtana, der bei der verſuchten Entführung der Tochter des braſilianiſchen Conſuls mit be⸗ kheiligt geweſen ſein ſoll, auseinandertrieb, trat Peſtana aus dem Hauſe, in einer Hand ein Crucifix, in der anderen einen Revolver und feuerte drei Schüſſe ab, ohne aber Jemand zu treffen. Cavallerie durchzieht die Straßen und beſetzte die Häuſer, in denen Clerikale wohnen, ſowie das Haus, in dem ſich die Zeitung„Palabra“ befindet. 8 Aus Stadt und CLand. *Mannheim, 2. März 1901. Dem 1900er Geſchäftsbericht der Central⸗ Anſtalt für unentgeltlichen Arbeitsnachweis eninehmen wir folgende intereſſante Mittheilungen: Der geſchäftsführende Ausſchuß der Centralanſtalt wurde in der Generalverſammlung vom 27. März auf eine weitere Amtsdauer von 2 Jahren wiedergewählt. Leider ſah ſich indeſſen der Voyſitzende des Ausſchuſſes, Herr Bürgermeiſter Martin, veranlaßt, mit Rückſicht guf die völlige Inanſpruchnahme ſeiner Arbeitskraft durch Amts⸗ geſchäfte eine Wiederwahl entſchieden abzulehnen. An ſeiner Stelle würde der Vorſtand des ſtädtiſchen ſtatiſtiſchen Amtes, Herr Direktor Dr, Schott, zum Vorſitzenden gewählt. Angeſtchts Schwierigkeiten in der Verwaltung der weiblichen Abtheilung begrüßten wir mit beſonderer Freude die Anregung der zu unſerer Anſtalt ſchon bisher gelegentlich in Beziehung getretenen Rechtsſchutzſtelle für Frauen und Mädchen, Frauen zur Verwaltung der weiblichen Abtheilung beizuziehen. Der Ausſchüß kooptirte die Damen Frau Fanny Böhringer und Frau Direktor Gerbel, welche ſich zur Mitwirkung bereit erklärt hatten, derart, daß denſelben Hinſichtlich der die weibliche Abtheilung betreffenden Fragen Sitz und Stimme im Ausſchuß zuſteht. Die Frage der Uebernahme der Anſtalt durch die Stadtverwaltung wird wie folgt beantwortet: Wenn wir die Vorkheile einer Uebernahme der Anſtalt durch die Stadt gewiß nicht unterſchätzen, ſo ſind wir doch andererſeits der Anſicht, daß, ſolange die Selbſthilfe ausreicht, es auch bet der Selbſthilfe bewenden ſoll. Der Rechnungsabſchluß der Anſtalt ergibt eine Vermögensver⸗ ringerung um 320% 49. Sind mit der erfreulichen, ſtetigen Steigerung der Geſchäfte naturgemäß die Ausgaben gleichfalls ge⸗ wachſen, ſo haben doch die Einnahmen mit dieſer Steigerung keines⸗ wegs gleichen Schritt gehalten, vielmehr im Gegentheil eine rückläufige Deltvenz gezeigt. Angeſichts der fortſchreitenden Abbröckelung der Mreinsbeiträge mußten wir daher immer mehr die Zuſchüſſe des f des r Stadtgemeinde als feſten Untergrund Zuſchüſſe ſind aber trotz der geblieben. Miniſteriums des Innern gegebenen Fingerzeige folgend, haben wir uns weiterhin mit dem Erſuchen um eine namhafte Erhöhung des ſtädtiſchen Zuſchuſſes an den verehrl. Stadtrath gewandt. Der Beitrag der Stadtgemeinde iſt in der That ſeit der Gründung der Anſtalt derſelbe geblieben und ſteht hinter den Leiſtungen ſämmtlicher größeren badiſchen Städte für ihre Arbeits⸗ Rachweiſe weit zurück, denn er beträgt auf eine(1899) vermittelte Stelle nur 7,0 Pfennige gegen 10,4 in Karlsruhe, 21,3 in Pforzheim Und 40,7 in Freiburg. Zum Theil noch viel namhaftere Beiträge zahlen andere Städte, deren Arbeitsnachweis ſtädtiſch iſt, ſo Würzburg, Straßburg u. a. m. Es darf daher wohl mit Sicherheit gehofft wer⸗ den, daß unſere Stadtverwaltung, deren Munificenz für gemeinnützige Zwecke bekannt iſt, einem in ſo hohem Grade dem öffentlichen Intereſſe pienenden Inſtitut reichlichere Mittel zur Erfüllung ſeiner ſegens⸗ keichen Aufgabe nicht verſagen wird. Die von der Jahresmitte ab deutlich ſichtbaren Anzeichen bevor⸗ ſtehender Arbeitsloſigkeit hatten den Verband deutſcher Arbeitsnach⸗ peiſe in ſeiner im September abgehaltenen Verſammlung beſchäftigt, uhne daß es indeſſen— nach unſerem Dafürhalten— gelungen wäre, geignete Maßnahmen zur Bekämpfung der drohenden Gefahr zu empfehlen. Die Arbeitsnachweisanſtalten in ihrer Geſammtheit dürfen ſich rühmen, den Kreis der Betroffenen oder doch mindeſtens die Dauer der Arbeitsloſtgkeit erheblich eingeengt zu haben, im Einzelnen ſind ſie indeſſen darauf angewieſen, mit kleinen Mitteln ſich zu begnügen. Sinem ſeitens Großh Halfe Saldomw der alten Dame Worke gehört? Sie wußte e nicht, er antwortete kaum, verſprach aber, Eſther bei Mals⸗ rodes zu treffen, und Tante Lina verließ ihn, unbeſchreiblich ent⸗ Huſcht über den geringen Erfolg ihrer Miſſton. Das Herz ſchlug der kleinen, alten Dame etwas ängſtlich, als ihr Mira auf ihre Rede freundlich antwortete, ſie finde das ganz natürlich und freue ſich. Sie hatte es nicht anders erwartet, als daß Malsrodes Chriſtine und ihre Mutter mitnehmen wilrden. Sie verſtand die Bedeutung der Aeußerung und benutzte den erſten freien Augenblick, um Eſther aufzuſuchen. Bei den nun folgenden gegenſeitigen Erklärungen kam auch zur Sprache, daß Mira ſeinerzeit den Brief Eſthers, in welchem ſte um Unterſtützung bat, weder empfangen, noch beantwortet Hatte, ein Umſtand, der ihr aufs Neue zu denken gab. „Und nun wirſt Du alles Glück bei den Deinen wieder⸗ finden! ſchloß ſte. Doch vergebens ſetzte ſie Eſther auseinander, daß es nur recht und ganz begreiflich ſei, wenn Tante Lina das innige Verhältniß zwiſchen ihnen zu löſen wünſche. Eſther ließ ſich aber nicht davon überzeugen. Gortſetzung folgt.) Buntes Feuilleton. — Ein neues Luftſchiff. Seit einiger Zeit dringen ab und zu kleine Nachrichten in die Offentlichkeit über ein Lufdſchiff, das in Arbon gebaut werde und bereits ſeiner Vollendung entgegenſehe. Die N. 3..“ iſt in der Lage, hierüber nähere Mittheilungen zu machen And zugleich zu ſagen, daß die Probefahrten bereits auf Mitte März geplant ſind. Das Luftſchiff iſt eine Erfindung des Herrn Heinrſch Suker bon Kappel, und die Patentinhaberin, die Firma Kleiner, in der Zeit von 6⸗ macht wird. Der Verſuch der Angliederung eines Nachweiſes für kleine Wohnungen an den Arbeitsnachweis hat ſehr verſchiedene Ergebniſſe gezeitigt. In einzelnen Städten, wie in Köln, iſt er völlig geglückt, in anderen, z. B. in Straßburg, ziemlich fehlgeſchlagen. Auch an unſere Anſtalt iſt bereits im Jahre 1898 von ſtädtiſcher Seite die Anfrage geſtellt worden, ob ſich die Verbindung mit einem derartigen Nachweis ermöglichen laſſe, ohne daß damals dieſe Anregung verfolgt worden wäre. Im Oktober 1900 wurde indeſſen ein erneuter dahi gehender Antrag ſeitens des hieſigen Miethervereins an uns gerichtet. Im Einverſtändniß mit dem Mietherberein wandten wir uns darauf zunächſt an den Grund⸗ und Hausbeſitzerverein, um dieſen zur Theil⸗ nahme an der geplanten Inſtitution zu veranlaſſen. Bedauerlicher⸗ weiſe ließ uns der Grund⸗ und Hausbeſitzerverein zunächſt mehrere Wochen ohne Antwort und ſtellte ſich ſodann auf einen ganz abweiſen⸗ den Standpunkt, dpelchen er mit folgender Sentenz motivirte:„Einen paritätiſchen Nachweis, welchem Vertreter des Miethervereins ange⸗ hören, können wir uns nicht denken, weil das Vermiethen leerſtehender Räume ausſchließlich Sache der Grundſtückseigenthümer iſt.“ Das entſcheidende Wort in dieſer Angelegenheit zu ſprechen, halten wir uns nach Lage der Dinge nicht für berufen. Die Geſammtzahl der verlangten Arbeitskräfte und dem⸗ entſprechend auch der eingetragenen wie der eingeſtellten Arbeitſuchen⸗ den hat im Berichtsjahre ſich erheblich vermindert. Es wurden näm⸗ lich an Arbeitskräften verlangk eingetragen bermittelt ?h 21¹128 17222 1900 355 18778 15462 1900 weniger 9 5 Umgekehrt ſtieg die Zahl der nicht⸗eingetragenen Arbeitſuchenden von 22,796 auf 36,344 oder um 37,3 Prozent. Auf 100 offene Stellen kamen 1899: 179,7 Arbeitſuchende, 1900 aber 249,3. In dieſen wenigen Ziffern liegt die Quinteſſenz der ganzen dies⸗ jährigen Statiſtik und man darf wohl weitergehend ſagen, des hieſigen Arbeitsmarktes überhaupt. Verringerte Arbeitsgelegenheit— ſtärkerer Andrang Arbeitſuchender lautet die Jahresbilanz, welche zu Ende des Jahres 1899 kaum irgend Jemand erwartet hätte. Die Benutzung unſerer Anſtalt durch die großen Arbeitgeber läßt nach wie bor zu wünſchen übrig, da wir die vielfach verlangte genauere Kennzeichnung der zugewieſenen Arbeitskräfte nicht geben können und dürfen. Auch die Vermittelung von Lehrlingen verzeichnet nur geringe Erfolge; wir haben uns früher wiederholt vergeblich in dieſer Sache an die Schulbehörde gewandt, welche freilich auch kaum in der Lage ſein wird, dem hier wie überall zu Tage tretenden Mangel adzuhelfen. Offene Stellen wurden uns von auswärts im Ganzen ge⸗ meldet: aus der Pfalz 1614 aus Baden 1152 aus Heſſen 249 eeeee 7 0 Obenan ſteht demgemäß die Pfalz und in ihr wieder erklärlicher⸗ weiſe unſere Schweſterſtadt Ludwigshafen, welche unſere Anſtalt ſehr ſtark benutzt. Im Ganzen erhielten wir aus 167 auswärtigen Orten 3022 An⸗ gebote offener Stellen. Der Antheil der auswärtigen Stellenangebote an der Geſammtzahl beträgt knapp 14 Proz. und ſtimmt genau mit dem in München(1899) ermittelten überein, während(1898/99) in Offenbach 13 Proz., in Darmſtadt 10, in Wiesbaden 15, in Frank⸗ furt aber 27 Prozent ermittelt wurden. * Feruſprechverkehr. Bei dem Poſtamt Kornweſtheim (Wrttbg.) iſt eine öffentliche Telephonſtelle in Betrieb genommen und zum Sprechverkehr mit Mannheim zugelaſſen. Die Gebühr beträgt 1 Mark. „Die hieſige Handelskammer hat dem Erfuchen des deutſchen Handelstages gemäß bei der Großh. bad. Regierung beantragt, daß der Entwurf eines neuen Zolltarifes den badiſchen Handelskammern zur Begutachtung zugeſtellt werde, fobald er dem Bundestag zuge⸗ gangen ſei. „Deutſche Kolonialgeſellſchaft, Abtheilung Maunheim. Das„Deutſche Kolonialhandbuch“ nach amtlichen Quellen bearbeitet von Dr. Rud. Fitzner, iſt von der Centrale den Abtheilungen über⸗ wieſen worden. Das Werk enthält reiches Material zur Information über die deutſchen Kolonien. Der erſte jetzt vorliegende Band um⸗ faßt Togo, Kamerun, Deutſch⸗Südweſt⸗Afrika und Deutſch⸗Oſtafrika. Das Werk kann beim Geſchäftsführer der Abtheilung Herrn Dr. Emminghaus D 3, 14 eingeſehen werden. * Thätigkeit der Gewerbegerichte 1900. Bei den zur Zeit im Großherzogthum Baden beſtehenden zehn Gewerbegerichten wurden im Laufe des vergangenen Jahres 3050 Rechtsſtreitigkeiten anhängig, und zwar beim Gewerbegericht Mannheim 1090, Karlsruhe 711, Pforz⸗ heim 394, Freiburg 381, Heidelberg 217, Offenburg 114, Durlach 78, Lahr 38, Eberbach 27, Villingen 5. Als Einigungsamt trat nur das Gewerbegericht Karlsruhe in Thätigkeit. * Volksbibliothek. Obwohl in dem verfloſſenen Monat Prinz Carneval ſein Scepter ſchwang, wurden 6717 Bände nach Hauſe ent⸗ liehen, im gleichen Monat des Vorjahres 4918. Das Leſezimmer war —10 Uhr Abend. ſtets gut beſetzt. Ende Februar 255 ſelbſtſtändige und 191 unſelbſtſtänvige Kaufleute, 213 ſelbſt⸗ ſtändige und 339 unſelbſtſtändige Handwerker, 103 ungelernte Arbeiter, 7 e Frauen „ MNio 4aon Beamten 186 Beamte, 92 erwerbsthätige Fräuleins und 112 berufs und Jungfrauen, 68 Sonſtige und 6 Vereine. Die Zahl erhöht ſich um 100, wenn man diejenigen Entleiher d chnet, welche als Mitglieder von Beamtenvereinen die Bibliothek benützen. Ein Kommerzienrath, 2 Direktoren, 1 Fabrikant, 1 Buchdruckereibeſttzer, 2 Kaufleute, 1 Regiſtrator, 1 Hauptlehrer, 1 Unterlehrer und eine Geſangslehrerin bedachten die Bibliothek mit Bücherzuwen! b. Die ſtarke Nachfrage nach Zeitſchriften vom Jahre 1900 konnte leider nur in ganz geringem Maaße befriedigt werden. Geſchenkte Zeitſchriften von den zwei letzten Jahrgängen finden daher in der Volksbibliothek dankbare Annahme. Oeffentliche Bibliothek im Großh. Schloſſe. Die dies⸗ jährige Generalverſammlung wurde unter dem Vorſitz des Herrn Dr. Karl Diffené am 23. ds. abgehalten. Der Herr Vorſitzende widmete zunächſt der langjährigen Mitwirkung des im vergangenen Jahre verſtorbenen Vorſtandsmitgliedes Herrn Fr. Oeſterlin ſen. warme Worte der Anerkennung und des Dankes. Dann wurde in die Tagesordnung eingetreten und der Jahresbericht erſtattet. Der Herr Vorſitzende, Dr. Diffene, gibt eine Ueberſicht über die rege Thätig⸗ keit der Bibliothek im vergangenen Jahre und über die in Ausſicht ge⸗ nommenen Arbeiten. Dem Bericht iſt beſonders zu entnehmen, daß die Bibliothek für das Jahr 1903 einen neuen Katalog in Druck er⸗ ſcheinen laſſen wird, mit deſſen Ausarbeitung Herr Bibliothek M. Oeſer beauftragt worden iſt. Neben dieſem neuen Kabalog wird zugleich ein Zettelkatalog angelegt, der unter Benutzung des Satzes jenes anderen Katalogs in Druck ausgeführt wird, ſodaß die Bibliothek eine der erſten ſein dürfte, die einen vollſtändig gedruckten Zettelkatalog beſitzt. Hierauf wird die Jahresrechnung des Rechners Herrn H. Schäffer nebſt Prüfungsbeſcheid der Herren Reviſoren K. Heckel und W. Darmſtädter und der Voranſchlag für das laufende Jahr zur Kenntniß gebracht. Nach dem des Weiteren erſtatteten ſtatiſtiſchen Bericht des Herrn Bibliothekars Oeſer beſuchten die Bibliothek im vergangenen Jahre 4228 Perſonen gegen 4192 im Jahre 1899 und gegen 3800 Perſonen im Jahre 1898, woraus eine weſentliche Steigerung des Beſuchs in den letzten Jahren erſichtlich iſt. Aus⸗ geliehen wurden an Mitglieder, deren Zahl im vergangenen Jahre 226 gegen 220 im Jahre 1899 betrug, 2502 Bände. Hinzu kommen noch die Ausleihungen für den Leſeſaal, die ſich fortgeſetzt reger geſtaltet haben. Als Zuwachs erhielt die Bücherſammlung im Jahre 1900 850 Bände, wovon 300 Bände Neuanſchaffungen und 550 Bände Geſchenke ſind, welch' letztere im vergangenen Jahre ſonach wieder ſehr reichlich der Bibliothek zufloſſen. Naturheilverein. Auf Veranlaſſung des hieſigen Vereins für Naturheilkunde und Geſundheitspflege wird Herr Dr. med. Ka tz, Oberſtabsarzt a. D. und Beſitzer der weithin bekannten Naturheil⸗ anſtalt Degerloch bei Stuttgart, am Sonntag, 3. März 1901, Nach⸗ mittags 3½ Uhr, im„Scheffeleck“, M 3, üder den Nutzen der Natur⸗ heiltunde für die Familie und den Einzelnen, ſowie über Urſache und Behandlung der Zeitkrankheit„Nervoſität“ ſprechen. Dr. Katz iſt ein tüchtiger Naturheflarzt und auch als guter Redner bekannt, ſo daß der Beſuch des angekündigten Vortrags Jedem, der ſich für die Natur⸗ heilſache intereſſtrt, nur empfohlen werden kann. SHebung der Geflügelzucht. Anläßlich einer amtlichen Be⸗ ſichtigung einer Anzahl ſtaatlich unterſtützter Geflügelzuchtſtationen iſt feſtgeſtellt worden, daß das in dieſen Stationen gehaltene Geflügel mit⸗ unter den zu ſtellenden Anforderungen nicht entſpricht, weil die Stationsinhaber, denen in der Regel die Beſchaffung der Geflügel⸗ ſtämme überlaſſen wird, vielfach über die zuverläſſigen Bezugsquellen nicht hinreichend unterrichtet ſind. Dieſe Wahrnehmung hat den Ge⸗ danken nahe gelegt, eine Stelle zu ſchaffen, welcher die Aufgabe zufällt, den Geflügelhaltern für ihren Bedarf an Zuchtgeflügel und Brutetern guverläſſige Bezugsorte zu bezeichnen und andererſeits Angebote von werkäuflichem Zuchtgeflügel und Eiern aus den Kreiſen der Züchter entgegenzunehmen. Zur Uebernahme der Vermittlungsſtelle hat ſich der Verband der badiſchen Geflügekzuchtverine in Freiburg i. Br. bereit erklärt. Das Miniſterium des Innern wird in Hinkunft die Ver⸗ willigung ſtaatlicher Beihilfen zur Errichtung neuer oder Ergänzung und Erweiterung bereits beſtehender Geflügelzuchtſtationen von der Bedingung abhängig machen, daß das hierzu erforderliche Zucht⸗ durch Vermittlung des oben genannten Verbandes bezogen wird. *Odenwaldklub. Die erſte Programmtour des Odenwaldklub kann wegen unpaſfirbarer Wege(hoher Schnee) morgen Sonntag nicht ausgeführt werden. * Ein Militär⸗Konzert, gegeben von der vollſtändigen Kapelle des 2. Bad. Grenadier⸗Regiments Kaiſer Wilhelm Nr. 119 unter perſönlicher Leitung des Kgl. Muſildirigenten Herrn Kapell⸗ meiſter Vollmer findet morgen Sonntag Abend im Bernhardushofe K I, 5a ſtatt. Das Programm enthält lauter auserleſene Muſik⸗ ſtücke, deren Vortrag bei dem künſtleriſchen Ruf unſerer Grenadier⸗ Kapelle einen großen Genuß verſprechen, ſo daß der Beſuch des Konzertes allen Muſikfreunden nur empfohlen werden kann. Der Eintrittspreis iſt 50 Pfennig. * Coloſſeumtheater. Ein intereſſantes und effektvolles Stück iſt„Gute Nacht, Hänschen“ oder:„Kaiſer Joſef II. und die Jeſuiten“ von Arthur Müller, welches am Sonntag, 3. März, erſtmals im Coloſſeumtheater zur Aufführung gelangt. Das Stück behandelt die Ausweifung der Jeſuiten aus Oeſterreich unter Kaiſer Joſef II. Die Suter u. Co. in Zürich, läßt das Fahrzeug in der Maſchinenfabrik Saurer in Arbon herſtellen. Das Suter'ſche Fahrzeug iſt im Prinzip mehr eine Flugmaſchine, als ein lenkbarer Ballon. Der Ballon iſt ſozuſagen nur Mittel zum Zweck, während die Forkbewegung und Lenkung vom Ballon ganz unabhängig iſt. Dieſer hat nur den Zweck, das todte Gewicht des Fahrzeuges auszubalanciren, es alſo in eine beſtimmte Höhe über dem Erdboden zu bringen, damit das Fahrzeug freie Bahn erhält; das Weitere ſollen die in einem offenen Gehäuſe unterhalb des Ballons angebrachten Doppellufktſchrauben vollbringen. Deshalb war es auch Sorge des Erfinders, dem Luftwiderſtande eine möglichſt kleine Fläche zu bieten, da gerade bei Zeppelin die Dimen⸗ ſionen des Ballons die Lenkbarkeit ſtark beeinträchtigten. Einmal iſt der Ballon in der Weiſe mit dem übrigen Fahrzeug verkoppelt, daß er ſich ganz unabhängig nach jeder Richtung drehen kann. Er hat die ſpitze Cigarrenform, deren Längsachſe unbekümmert um die Fahrt⸗ richtung ſtets der Windrichtung zugekehrt iſt, ſodaß es alſo vorkommen kann, daß die Längsſtellung des Ballons im rechten Winkel zur Fahrt⸗ richtung ſteht. Ein Kugelgelenk ermöglicht jede beliebige Drehung. Die Gondel iſt ein offenes Gehäuſe aus wenigen Eiſenſtäben, die die Luft leicht ſchneiden, ſodaß der geſammte Widerſtand auf ein Mini⸗ mum reduzirt wird. Der Ballon hat außer einem Steuerſegel, das feſtſteht und die Stellung nach der Windrichtung erleichtern ſoll, keine beſonderen Vorrichtungen. Seine Dimenſionen ſind gering. Er mißt in der Länge 23 Meter, wovon 5 Meter auf die vordere Spitze kommen, ſein Durchmeſſer beträgt 4½ Meter; er beſitzt alſo ein Volumen von annähernd 300 Kubikmeter und ein Auftriebsvermögen von 350 Kilo⸗ gramm. Er iſt in vier gleich große Kammern eingetheilt, die durch ein ſtarkes Seidennetz zuſammengehalten werden. Der Ballon wird von der berühmten Firma Surcoff in Paris hergeſtellt und wird Ende Februar in Arbon montirt. Das Gehäuſe beſitzt mit der geſammten Antriebsausrüſtung ein Gewicht von rund 250 Kilogramm, ſodaß der Ballon noch Auftrieb genug hat, um eine größere Quantität Ballaſt mitzuführen, der vielleicht auch in Proviant beſtehen könnte. Das Gehäuſe iſt aus Stahlröhren hergeſtellt, da dieſe gegenüber dem Aluminium den Vorzug größerer Solidität beſitzen. Innerhalb des⸗ ſelben befinden ſich zwei große Luftſchrauben mit je drei Flügeln, die einen Durchmeſſer von 8 Meter haben. Dieſe Schrauben ſind durch einen ſinnreichen Mechanismus nach jeder Seite zur Fahrt, auf⸗ und niederwärts, wie vorwärts, verſtellbar, während ein großes vertikales Steuer, das rings um das Gehäuſe herum bewegt werden kann und ſich in jedem beliebigen Winkel zur Schraube fixiren läßt, zur Regu⸗ Uirung der Fahrtrichtung dient. Zum Antrieb der Schrauben iſt vor⸗ erſt menſchliche Kraft vorgeſehen, die nach vorgenommenen Proben vollkommen ausreicht. Wenn ſich das Fahrzeug in jeder Beziehung als vollkommen erweiſt, ſteht dem Erſatz der menſchlichen Kraft durch motoriſche nichts im Wege. Der Führer des Luftfahrzeuges hat hier etwa dieſelben Funktionen wie der Radfahrer. Im Sattel reitend, tritt er die Pedale, während er mit der einen Hand die Schrauben⸗ regulirung, mit der andern die Steuerung beſorgt. Die Ausführung des erſten Fahrzeuges iſt überhaupt mehr darauf gerichtet, die Richtig⸗ keit des zu Grunde liegenden Prinzips feſtzuſtellen, als ein elegantes, dem Auge gefälliges Bauwerk herzuſtellen. Es wurde auf das leich⸗ teſte zuläſſige Gewicht hingearbeitet unter Berückſichtigung aller tech⸗ niſchen Regeln. Wenn die in den nächſten Wochen ſtattfindenden Probefahrten ein günſtiges Reſultat ergeben, und die Erbauer rechnen beſtimmt darauf, ſo wird dann auch eine vervollkommnete Herſtellung des Luftſchiffes erfolgen. — Made in Germany. Man ſchreibt uns aus London: Es erregt hier unliebſames Aufſehen, daß die Entwürfe für die neuen engliſchen Geldmünzen mit dem Kopfe König Eduards VII. von einem deutſchen Künſtler, Herrn Emil Fuchs, demſelben Bildhauer, welcher im Auftrage des Königs eine Todtenmaske von der Königin Victorig auf dem Sterbebette anfertigte, eingefordert worden ſind. Es ſoll thatſächlich, ſo unverſtändlich es klingt, kein engliſcher Bald⸗ ——— — ————49— en en he in ne ie ur E⸗ ie 1 A&&* ee e Manngeim, 2. März Geueral Anzeiger. — ., Seite. 5 Intraguen ſind äußert amüſant und ſichern dem Skück ſtets einen bollen Erfolg. Den Beſuch empfehlen wir beſtens. * Im Saalbau ſind in der letzten Zeit einſchneidende Ver⸗ änderungen vor ſich gegangen. Zunächſt hat die Führung der Wirth⸗ ſchaft der Beſitzer, Herr Thoma von Frankfurt, ſelbſt übernommen und dann iſt Herr Trummer, der bisherige artiſtiſche Leiter des Apollotheaters, mit der Direktion des Sgalbau⸗Spezialitäten⸗Thearers betrauk worden, zwei Neuerungen, die ſicherlich auf die fernere Enk⸗ wickelung des Saalbau⸗Etabliſſements den günſtigſten Einfluß aus⸗ üben und ſie zu reicher Blüthe bringen werden. Dis beiden Männer ber⸗ einigen in ſich Energie und e mit Umſicht und Geſchick für ihre mühevolle Aufgabe, zu deren erfolgreicher Durchführung wir ihnen Glück wünſchen. Die erſte That des Herrn Trummer als artiſtiſcher Leiter des Saalbau⸗Spezialitäten⸗Theaters iſt vielverheißend. Er hat es verſtanden, ein feſſelndes, abwechslungsvolles Enſemble zuſammen⸗ zuſtellen, von denen einzelne Glieder als Capicitäten auf ihrem Gebiete gelten können. Beginnen wir unſere Beſprechung mit dem„Star“ des Enſembles, der geheimnißvollen Rechenkünſtlerin„Konorah“. Ein junger Mann betritt die Bühne und bereitet auf das Kommende vor, ohne jedoch am Schluß ſeines reichlich fließenden Redeſtromes irgend etwas Greifbares geſagt zu haben, vielmehr erklärt er, es den Theater⸗ beſuchern ſelbſt zu überlaſſen, auf welche Weiſe ſie ſich mit dem geheim⸗ nißvollen Talent der Rechenkünſtlerin abfinden wollen. Dann belritt die Rechenkünſtlerin die Bühne; eine ſympathiſche Erſcheinung in ge⸗ ſchmackvollem Koſtüm. Die Dame ſetzt ſich im Hintergrund des Podiums auf einen Stuhl und läßt ſich die Augen verbinden. Der junge Mann erſucht nun das Publikum um den Zuruf ſechsſtelliger Ziffern, welche er auf eine im Vordergrund der Bühne aufgeſtellte Tafel, ſodaß dieſe von der Dame nicht geſehen werden kann, aufſchreibt. Im Nu hat die Dame die verſchiedenen ſechsſtelligen Ziffern addirt. Ein anderes Kunſtſtückchen. Ein Hert aus dem Publikum ſchreibt auf eine Tafel ſein angebliches Alter— der betreffende Herr iſt in Wirk⸗ lichkeit viel älter—, die Dame nennt ihm, ohne die Tafel geſehen zu haben und ohne daß ihr Aſſiſtent ein Wort geſagt hat, die Ziffer und theilt ihm in demſelben Augenblicke zugleich mit, wie viel Minuten und Sekunden er die Menſchheit mit ſeinem Daſein beglückt hat. Es ſolgen dann noch verſchiedene verblüffende Multiplikationen, die alle einzeln mitzutheilen zu weit gehen würde; nur die Schlußpiece wollen wir noch anführen. Der Aſſiſtent der jungen Dame reicht ſechs Tafeln im Publikum herum, welches auf dieſe mehrſtellige Ziffern— vie viel Stellen iſt ganz gleichgiltig— ſchreibt. Weder hat die Dame die Tafeln geſehen, noch ſagt ihr Aſſiſtent auch nur eine Silbe, ſondern dieſer waltet völlig ſchweigend ſeines Amtes. Die Dame addirt nun dieſe von ihr nie geſehenen, vom Publikum auf die Tafeln geſchriebenen Ziffern— ein thatſächlich ganz unerklärliches Räthſel, über deſſen Löſung wir uns gar nicht den Kopf zerbrechen wollen, denn ein Reſultat würden wir doch nicht erzielen. Daß die junge Rechenkünſtlerin natür⸗ lich beſonderen Beifall fand, iſt ſelbſtverſtändlich. Er gebührt ihr auch in vollem Maaße. Eine zweite Glanznummer iſt das Auftreten von Willyh Manns mit ſeinen 6 Wunder⸗Ponnys und ſeinen Hunden. Ein kleiner Zirkus entfaltet ſich in dieſer Piece auf der Bühne. Die ſchönen Thiere verrichten allerlei merkwürdige Kunſtſtücke, die theils die Bewunderung der Zuſchauer, theils in Folge ihrer drolligen Aus⸗ führung deren Humor hervorrufen. Eine recht dankbare Acquiſition bildet„The Truppe Nagel“, dexren ikariſche Spiele wohl einzig in ihrer Art daſtehen und wohl kaum überboten werden dürften, ſowohl was die Schwierigkeit der einzelnen Trics, als die Eleganz ihrer Aus Die einzelnen Mitglieder dieſer Truppe treten dann noch in berſchiedenen anderen Nummern auf. So prodnuzirte ſich eine Dame unter dem Namen„Madmoiſelle Durand“ als ſchmucke, gewandte Drahtſeilkünſtlerin und ein Herr, genannt Adolfi, als Künſtler auf der Perpenticularleiter, auf der er ſogar behaglich Violine ſpielt. Eine ſehr gekzeandte Reckturnerin iſt Miß „Landry und in der„Salva cec Manz a“ präſentirt ſich ein wahrſcheinlich aus Gummi, anſtatt aus Fleiſch und Knochen beſtehen⸗ der Schlangenmenſch. Zwei komiſche Reckturner und eine Tänge in bringt die Griffitt Reade⸗Compagn iell auf die Bühne, welche viel Heiterkeit hervorrufen. Einen ganz ausgezeichneien Komtter beſitzt das Enſemble in Herrn Max Frey, der geſtern ſoſort durch⸗ ſchlagende Erfolge erzielte. Endlich enthielt das Programm noch ein Geſangsterzett von drei ſogenannten Sirenen und den Schluß bilden die üblichen Vorführungen des Velographen, der die geueſten Bilder, u. d. die Beiſetzungsfeier der Königin Viktoria von England, bringt. Aus alledem iſt zu erſehen, daß Herr Trummer mit ſeinem erſten Enſemble im Saalbau eine ſehr glückliche Hand gehabt hat. * Die Bewirthſchaftung des Stadtparks wird mit dem 1. April von Herrn Thoma aus Frankfurt a.., dem Be⸗ ſitzer des hieſigen Saalbau, übernommen. Zum Eidgen. Schützenfeſt in Luzern, welches in dieſem Jahre ſtattfindet, wird eingeladen. In dem Aufruf heißt 5 Es iſt der fünfte internationale Match für Stutzen(300 Meter) und der zweite für Revolver(50 Meter), von denen der letztere den., der erſtere den 10. Juli künftig in Luzern ſtattfinden ſoll. Wir ſind uẽns der großen Aufgabe wohl bewußt, die wir übernommen haben. Bedeutende materielle Opfer hahen uns vor deren Uebernahme nicht zurückgeſchreckt. Neben den ſchönen Prämien für den Wettkampf weiſen wir die Schützen des Auslandes auf unſeren Schießplan hin, der mit ſeinen 300,000 Fr. Gabenſatz auch dem Ausländer zugänglich iſt, ſofern er ſich der vor⸗ geſchriebenen Waffen bedient. Wir dürfen dabei der Hoffnung Aus⸗ druck verleihen, daß auch diejenigen Nationen, die ſich bisher dem Matſch ferngehalten, ſich nun an demſelben betheiligen und in den friedlichen Wettkampf eintreten werden. Gleichzeitig benützen wir eeeee hauer vorhanden ſein, den König Eduard mit dieſer intereſſanten Arbeit betrauen mochte, und es kann ſchwerlich ſtichhaltig ſein, wenn jetzt nachträglich behauptet wird, daß verſchiedene Mitglieder der eng⸗ liſchen Akademie, welche ebenfalls um Entwürfe erſucht wurden, ſich geweigert haben ſollen, mit dem deutſchen Kollegen in dieſer nationalen Arbeit zu konkurriren. Herr Fuchs iſt als ausgezeichneter Medailliſt bekannt und hat jedenfalls in der engliſchen Künſtlerſchaft nicht ſeines⸗ gleichen. Viele der früheren engliſchen Münzen und Medaillen mit dem Kopfe der Königin Victoria ſind bekanntlich nichts weniger als geſchmackvoll ausgefallen, und ſo kann es denn auch nicht überraſchen, daß die Königlich Britiſche Münze in London augenblicklich als erſten Beamten in ihrem Modellir⸗Departement einen franzöſiſchen Künſtler, de Saulles, hat. Dieſer hat ebenfalls Zeichnungen und Modelle für die neuen Geldſorten geliefert, König Eduard ſoll ſich jedoch bereits perſönlich für die Vorlagen des Herrn Fuchs entſchieden haben. Für zürlich ſchmerzlich, daß ſogar ihre Pfunde und ihre Shillinge n cht ohne Zurhülfenahme deutſcher Kunſt hergeſtellt werden können, und in der Preſſe begegnet man bereits den bitterſten Ausfällen gegen die un rmeidliche Konkurrenz der deutſchen Vettern, die aus patriotiſchen Gründen auf dieſem Gebiete wenigſtens ſich hätte umgehen laſſen ſollen. — Herzog Heinrichs Ja Heinrich bon Mecklenburg, Gemahl intimere Bekannkſchaft von zwei Unte gerade gewöhnlichem Wege gemacht. den Morgenſtunden in Begleikung dreier in der Umgebung des Schloſſes Het Loo nachz junge Paar ſeine Flitterwochen verlebt. dieſer Tage auch zwei Wilddiebe nach, die noch nicht wu Gemahl ihrer Königin ſi etwas größerer Berechtigung. lichſte von der Welk. Der Prinz n führung anbelangt. reer, err err die engliſchen Patrioten iſt es na 15 87 godebut auf Schloß Lov. Herzog der Königin Wilhelmina, hat die rthanen ſeiner Gattin auf nicht Als eifriger Jäger pflegt er in Forſtaufſeher den Faſanen uſtellen, wo jetzt das Demſelben Vergnügen gingen ßten, daß der a ch daſſelbe Metier erlaubte wie ſie, nur mit Ihre Begegnung war daher die höf⸗ ahm ſich die Freiheit, die Wilddiebe freudig dieſen Anlaß, unſere frühere Einladung zur Betheiligung am nächſten eidgen. Schützenfeſte an alle Schützen des Erdkreiſes zu wiederholen. Auch wer ſich am internationalen Match nicht zu betbeiligen gedenkt, wird durch die mannigfachſte Abwechslung bietenden und reich dotirten Scheiben Gelegenheit erhalten, die edle Schießkunſt in angenehmſter Weiſe zu pflegen. ö Muthmaßliches Wetter am Sonntag, 3. März. Ein neuer, ziemlich tiefer Luftwirbel iſt von Weſten her mit ſeinen Vorpoſten in Irland eingetroffen. Derfelbe wird zwar mit ſeinem Drehpunkt nordoſtwärts wandern, bringt aber auch in ganz Mitteleuropa das Barometer zum Fallen, ſo daß ſogar der Hochdruck von 765 mm. an der unteren Donau anf nahezu Mittel abgeflacht wird. Ueber Italien dagegen behauptet ſich immer noch underändert ein mäßiger Hochdruck und dewirkt bei uns zeitweilig föhnige Luſtſtrömungen. Für Sonntag und Montag iſt faſt ausnahmslos bewölktes Wetter und zunehmende Neigung zu Niederſchlägen zu erwarten. Polizeibericht vom 2. März. 1. Einen Selbſtmordverſuch beging geſtern früh ¼8 Uhr ein verheiratheter Küfer von hier dadurch, daß er etwa 25 m oberhalb der Friedrichsbrücke bier in den Neckar geſprungen und von einem Taglöhner aus Feudenheim gerettet worden iſt. Mittelſt Transport⸗ wagens wurde der Lebensmüde, welcher in den letzten Tagen Spuren von Geiſtesgeſtörtheit zeigte, ins allg. Krankenhaus verbracht. 2. Aus Liebeskummer hat ſich heute früh ½2 Uhr vor dem Hauſe Mittelſtraße Nr. 18 ein lediger 25 Jahre alter Matroſe von Werlau bei St. Goar mittelſt eines Revolvers in die rechte Schläfe geſchoſſen, was ſeinen alsbaldigen Tod herbeiführte. Seine Leiche wurde nach dem Friedhof verbracht. 3. In ſchwerbetrunkenem Zuſtande trieb ſich geſtern ein ver⸗ heiratheter Taglöhner auf der Straße zwiſchen G 2 und 3 umher, ſiel mehrmals auf den Boden und verurſachte dadurch einen Menſchenauflauf, weshalb er auf ſein Verlangen mittelſt Droſchke nach ſeiner Wohnung geſchafft wurde. 4. Eine auf der Amerikanerſtraße verübte Körperverletzung ge⸗ langte zur Anzeige. 5. In flangranti feſtgenommen wurde geſtern Vormittag 7/ Uhr im Hauſe Friedrichsplatz 1 ein zu ſeiner Vertheidigung mit einem Tranchirmeſſer ausgerüſteter Manſardendieb. 6. Ferner wurden verhaftet: 4) der Tüncher Johann Keßler von Aglaſterhauſen wegen Betrugs; p) der Taglöhner Hermann Rudloff von Straßburg wegen Diebſtahls; e) der Taglöhner Peter Dreinig von Waldmichelbach wegen Diebſtahls; d) der Schreiner Oskar Kliem von hier wegen Hehlerei; e) eine Dienſtmagd und ein Hausburſche wegen Diebſtahls; t) ein Schuhmachermeiſter und ein Schloſſer wegen Meineids; g) 7 weitere Perſonen wegen verſchiedener Uebertretungen. — Aus dem Großherzogthuin. OHeidelberg, 1. März. Der Konkurs der Firma, welche das Fremdenblatt im letzten Jahre hier herausgab, iſt bezeichnend für die Art und Weiſe, wie heutzutage vom Großkapital verſucht wird, Geſchäfte zu machen. Die Firma iſt eine Geſellſchaft m. b. H. Nach mehrfachem Hin und Her war zuletzt ein reicher Mann⸗ heimer Rechtsanwalt Beſitzer der Geſchäftsantheile, daneben war noch ſein Privatſekretär betheiligt. Man verſuchte bier den Geſchäftsbetrieb in eigenartiger Weiſe zu foreiren. Den Druck des Theaterzeltels nahm man der Firma, die ibn viele Jahre gedruckt hatte dadurch ab, daß man dem Theakerdirektor 500 Mark bot, ſtatt von ihm Bezahlung zu beanſpruchen. Mit dem Fremden⸗ blatt ging es ebenſo. Statt einen ſtädtiſchen Zuſchuß zu beanſpruchen, bot man der Stadt 500 Mk. Dieſe 500 Mk. fungiren auch im Vor⸗ anſchlag von 190½ als ſtädtiſche GEinnahme. Das Fremdenblatt wurde auch im Winter herausgegeben, ſogar zweimal täglich, obgleich Heidelberg keine Winter⸗Fremdenſtadt iſt. Ein theurer Laden wurde gemiethet, Schaufenſter und Schaukäſten mit Abbildungen aus illu⸗ ſtrirten Blättern tapezirt. Alle Augenblicke prangte ein Spezial⸗ telegramm in der Auslage; ließ man ſich doch ſogar den Wortlaut der preußiſchen Thronvede kommen, um ihn ja unverweilt dem Hei⸗ delberger Publikum durch Extrablatt müttheilen zu können. Schließ⸗ lich wurde ein ganzes Verkehrsbureau eingerichtet. Auf dem Gebiet des Aceidenzdruckes wurde in ähnlicher Weiſe foreirt. Als Reſultat ergab ſich im Laufe des letzten Jahres ein Minus von ca. 80 000 Mk⸗ Jetzt iſt Konkurs angemeldet und den Gläubigern ſtehen etwa 25% in Ausſicht.— Der Plan einen Saalbau unter Beibehaltung des früheren Muſeums zu erſtellen iſt jetzt wieder ins Schwanken gekommen. Der Bau würde 800000 Mk. koſten und da fragt man ſich, ob es nicht beſſer wäre, einen vollſtändigen Neubau zu erſtellen. „Heidelberg, 1. März. Der Bürgerausſchuß genehmigte ein⸗ ſtimmig den Ankauf von 928 Aktien der Heidelberger Straßen⸗ und Bergbaugeſellſchaft. Das Miniſterium des Innern hat bereits der Stadt auf 50 Jahre die Genehmigung zum Betrieb einer elektriſchen Bahn auf den z. Zt. im Pferdebahnbetrieb befindliehen Strecken ertheilt; auch für die neue Strecke(Soften⸗Straße—Neue Brücke Nordend) ſteht die Ertheilung der Conceſſion Seitens der Regierung in ſicherer Ausſicht.— Das Rothſchild'ſche Gut in Hemsbach, ein Güterkomplex von mehreren Hundert Morgen Feld und Wieſen umfaſſend, ging kt.„Heidelbg. Ztg.“ um den Preis von 360000 M. in deu Beſitz des Grafen v. Berckheim in Weinheim über. n Freiburg, J. März. Ludwig v. Stößer wurde geſtern unter zahlreicher Betheiligung von Leidtragenden aus Nah und Fern zu Grabe getragen. Im Trauerzug ſchritten u. A. Miniſterialdirektor Heil, Miniſtexialrath Weingärtner, Ober⸗ erſuchte ſie, wie es bei Vorſtellungen üblich iſt, um ihre Namen. Als die Betroffenen heimkehrten, harrten ihrer bereits zwei Gendarmen, welche es gern übernahmen, alle ſonſtigen Formalitäten zu erledigen. — Ein Apparat zur Rettung Lebendigbegrabener. Aus Newyork wird gemeldet: Eine Methode, zu früh begrabenen Perſonen das Leben zu retten, wurde in Newyork praktiſch demonſtrirt. Das Syſtem iſt vom Grafen Michel de Karnice Karnickt erfunden. Der amerikaniſche Vertreter des Erfinders, Emile Camis, führte den Ap⸗ parat vor. Er legte ſich in einen Kaſten, der hier den Sarg vertrat, und gab von da Signale, als wenn er lebendig begraben geweſen wäre. Camis trifft Anordnungen, um ſich in Gegenwart bekannter Perſonen ſechs Fuß unter der Erde begraben zu laſſen; er will die Aufmerkſamkeit auf die Nothwendigkeit(2) lenken, in Amerika eine Erfindung zur Rettung lebendig begrabener Perſonen einzuführen. Auch hat er ferner eine Geſellſchaft zur Verbreitung der Propaganda des Syſtems begründet. — Die Sebung der„Maine“. Das berühmte amerikaniſche Schlachtſchiff„Maine“, welches am 15. Februar 1898 im Hafen von Havana durch eine angeblich von den Spaniern gelegte unterſeeiſche Mine geſprengt wurde, ſoll in allernächſter Zeit gehoben werden. Auf das vom Marineamt zu Waſhington erlaſſene Ausſchreiben liefen zwölf Offerten ein. Von dieſen Angeboten⸗erwies ſich das von der Schwartz Foundry Co. in New⸗Orleans gemachte Gebot als das höchſte, da für die Hebung die Summe von 867,100 Dollars gefordert wird. Einen graſſen Gegenſatz dazu bildet das Anerbieten der Firma Chamber⸗ lain u. Co. in Chicago, welche ſich verpflichten will, das Schlachtſchiff nicht nur umſonſt zu heben, ſondern der Regierung noch drei it sun bzugeben, welche ſie aus dem Verkauf des alten 5 ſteliguien einzunehmen hofft. — Ein neues Geheimniß der Würſte hal Dr. Schilling ent⸗ deckt, und man weiß nicht recht, ob die Menſchheit ihm für dieſen E kircherrathsprüöſtdent Dr. Wieland, die Geh. Reg.-Räthe Muth, Anilin⸗ und Sodafabrik Dienſt dankbar ſein wird, denn es iſt gar zu ſchrecklich, was man durch Lehmann(Freiburg) und Salzer(Emmendingen). Am Grabe legte Präſident Wieland einen Kranz nieder und ſprach einige anerkennende Worte für die Thätigkeit des Dahingeſchiedenen auf kirchlichem Gebiet.— Die Stadtgemeinde Kenzingen richtete der „Breisg. Ztg.“ zu Folge an den Kaiſer und an den Großherzog Petitionen um Befürwortung und Unterſtützung, daß die Bahn, die von Schlettſtadt nach Sundhauſen(Elſaß) gebaut wird, nach hier bezw. ins Bleichbachthal fortgeführt werde. Offenburg, 1. März. Die Bierbrauer, Wein⸗ und Bier⸗ wirthe Offenburgs nahmen geſtern in einer Verſammlung Stellung gegen die Einführung des Oktrois auf Bier und Wein. Es wurde eine Kommiſſion beauftragt, Alles aufzubieten, um die Einführung des Oktrois fernzuhalten. Wfalz, Jeſſen und gehung. * Fraukenthal, 1. März. Der ſeit Juni 1894 bei der Badiſchen in Ludwigshafen in Stellung gebeſene Bureaudiener Friedrich Leidig von Schwäbiſch⸗Hall, hat am 20. bezw. 21. Dezember v. Is. zwei Gelvbriefe mit 800 bezw. 1500% Inhalt, die ihm zur Beſorgung nach der Poſt anverkraut worden waren, geöffnet und das in den Briefen befindliche Geld für ſich behalten. Als ihm Enkdeckung drohte, iſt er mit einem noch in ſeinem Beſitze befind⸗ lichen Betrage von 1800% flüchtig geworden. Bei ſeiner bald darauf in Aſchaffenburg erfolgten Verhaftung beſaß er nur noch 743 88 J. Die hieſige Strafkammer, vor welcher ſich der ungetreue Diener heute wegen Unterſchlagung in zwei Fällen zu verantworten hatte, ver⸗ urtheilte ihn zu 1Jahr Gefängniß.— Eine Rabenmutter präſentirke ſich dem Gericht in der Perſon der 26 Jahre alten Ehefrau des Mühlen⸗ arbeiters Ehriſtian Weidner in Ludwigshafen. Die Angeklagte hat ihr unehelich geborenes, 7 Jahre altes Töchterchen, ein ſchwächliches Kind, in geradezu unmenſchlicher Weiſe mißhandelt. So hat ſie das arme Kind mit Stöcken, Schürhaken und anderen Werkzeugen auf den Kopf geſchlagen und ihm eine Reihe geſundheitsſchädlicher Verletzungen zu⸗ fe Das Urtheil der Strafkammer lautet auf 3 Monate Cle⸗ angniß. Aport. * Fußzballſport. Am Sonntag findek auf dem hieſigen Exer zierplatze Nachmittags 3½ Uhr ein Wettſpiel der Mannheimer Fußs ballgeſellſchaft„1896“ gegen eine kombinirte Mannſchaft der beſten Spieler Frankfurts und Hanau's ſtatt. Das Zuſammenkreffen dieſer beiden erſtklaſſigen Mannſchaften läßt auf ein an intereſſanten Momenten reiches Wettſpiel ſchließen, weshalb der Beſuch desſelben nur aufs Wärmſte empfohlen werden kann. Rheiniſcher Automobil⸗Klub. In der diesjährigen General⸗ verſammmlung erſtattete zunächſt der Vorſitzende Bericht über das verfloſſene Jahr, wobei hauptſächlich des vorzüglich gelungenen Straßenrennens gedacht wurde, eine Veranſtaltung, mit der der jnnge Verein zum erſten Male in die Oeffentlichkeit getreten iſt und hervorragenden Erfolg geerntet hat. Dem Geſammtvorſtande wurde auf Grund der Berichte Entlaſtung ertheilt und hatte die Neuwahl folgendes Ergebniß: Ingenieur Eugen Benz, 1. Präſident, Rechts⸗ anwalt Dr. L. Seelig, 2. Präſtdent, Kaufmann Fr. Aug. Neidig, Schriftführer, Ingenieur Georg Seeſer, Kaſſier. Als Beiſitzer wuden gewählt die Herren: Rich. Benz, Rich. Herbſt, Dr. Schleſinger und Dr. F. Raſchig(Ludwigshafen a. Rh.) Die Tagesordnung beſchäf⸗ tigte ſich vorzugsweiſe mit der Aufſtellung des Programms für das Jahr 1901 und mit Aenderung der Statuten. In erſterer Richtun wurden jetzt ſchon vorgeſehen: ein Vortrag des Herrn Ingenieur Ritter von Paller⸗Nürnberg über Automobilismus, der Mitte März ſtattfinden dürfte und zu welchem die Spitzen der Behörden, ſowie die intereſſtrten Korporationen eingeladen werden ſollen. Des fer⸗ neren iſt ein internes Bergſtraßenrennen Heidelberg⸗Königsſtuhl ge⸗ plant, ſowie Wiederholung der Fernfahrt Mannheim⸗Pforzheim⸗ Mannheim. Nach Eintritt beſſerer Witterung wird eine Recordfahrt Mannheim⸗Baſel ſtattfindev, zu welcher Veranſtaltung bereits Baron von Scarisbrick⸗Hanau gemeldet hat. Für die Zufam künfte des Vereins ſind jeweils Vorträge ſportlichen und techn Charakters vorgeſehen, die zunächſt durch die Mitgleder ge werden. Mit der Frage der Einrichtung von Benzimſtationen wur ſich des Näheren befaßt. Von wichtigeren Beſchlüſſen iſt hervorzu⸗ heben die Herabſetzung des jährlichen Beitrages ſowohl für hieſtge als auswärtige Mitglieder auf M. 20.—. Wir können nur wünſchen, daß der aufſtrebende Klub das reichhaltige Programm mit beſtem Erfolge durchführt und dadurch ſich und der von ihm vertretenen Sache weitere Erfolge ſichert, ſowie dem Automobilismus neue Freunde gewinnt. Stimmen aus dem Publikum. Auch einmal ein Freund der Hundeſtener⸗Erhöhung⸗ Viele Menſchen werden es für unbegreiflich finden, daß es immer noch Leute gibt, die, um ihrer Hundeliebhaberei zu fröhnen, dem All⸗ gemeinwohl einfach entgegen arbeiten. Es iſt wahrlich mit Freude zu begrüßen, daß der verehrl. Stadtrath Mannheim endlich einmal auf dieſem Wege dem Hundelaſter ein Ende zu machen ſucht. Kom ein Fremder zum erſten Mal nach unſerer Großſtadt, ſo wird er es ſehr eigenthümlich finden, daß manche Hundebeſitzer ihre mitunter recht biſſigen Beſtien einfach ohne Maulkorb herrenlos umherlaufen laſſen. Man fühlt ſich geradezu nach Konſtantinopel verſetzt. Mit⸗ unter ſieht man auf den Planken und ſonſtigen verkehrsreichen Straßen viel Dinge enthalten ſind, die nicht hineingehören und die überhau zur Erhaltung der menſchlichen Leibeskräfte gänzlich unbrauchbar ſün mag ſchon für eine ausgemachte Thatſache gelten. Dr. Schilling h aber ſeinerſeits nicht das in Unterſuchung genommen, was in eine Wurſt hineingeſtopft wird, ſondern die eigentliche Hülle der Wurſt, di Pelle, den Darm, oder wie man es ſonſt nennen will. Er hat ſich eine möglichſt große Zahl von Därmen auf dem Markte und in Geſchäften zuſammengekauft und unter das Mikroſkop genommen. Daß er dabei eine Menge Theilchen von Stroh oder von Getreidekörnern fand, möchte noch hingehen, wenn man nicht auf einen fatalen Urſprung bieſer Fremdkörper ſchließen müßte. Leider aber läßt Dr. Schilling gar keinen Zweifel darüber, daß es ſich um Ueberbleibſel derjenigen ungu ſprechlichen Dinge handelt, die bei Lebzeiten der zugehörigen Thiere den Inhalt des Daumes bildeten. Und der Forſcher hat weiter die Folgerung gezogen, daß dieſe Ueberbleibſel in dem friſchen Darme, ie er gewöhnlich von den Schweineſchlächtern benutzt wird, noch viel reich⸗ licher vorhanden ſein müſſen, als in den getrockneten Därmen, w ſie unterſucht hat. Er hat ausgerechnet, daß jedes Meter ein Schweins⸗ oder Rindsdarmes etwa 2 bis 2% Gramm ſolchen Schmutzes enthält. Kein ſauberer Menſch freilich wird eine Wurft eſſen, ohne vorher ſorgfältig die Haut abzuziehen und damit d größten Theil dieſer Beimiſchungen zu entfernen, aber—— Mittelalter erfreuten ſich allerdings die widerlichſten Sachen eines gulen Rufes als Heilmittel gegen gewiſſe Krankheiten, aber heute würde wohl der geduldigſte Patient dagegen auflehnen, wenn ſolche Di ihm vom Arzt zum Frühſtück verordnet werden würden, Was dieſer Angelegnheit zur Beſſerung geſchehen kann, wird man den B teriologen, den Behörden oder vielleicht auch der Vorſehung überla müſſen. — Ein luſtiger Poſtkrieg iſt in Sheffield zwiſchen einen großen Geſchäftshauſe und der Poſt ausgebrochen. Die Poſtbehörd holt nämlich alle Packete ab, verlangt aber, daß die eingeſchriebene au bitten, ihnen ihhre ſchweren Gewehre tragen laſſen zu dürfen, und 1 ihn erfährt. Daß in keinem anderen Nahrungsmittel gelegentlich ſo Sendungen am Schalter eingeliefert werden. Da die Firing käglich 4. Seite. General⸗Anzeiger Mannheim, 2. März. ihr ganze Horden von Kötern Unweſen treiben und man brauch 61 1r Die die äußer Ang der H ziehen. gründliche Erhöhung derſelben mit der Al Luxusköter im gleichen Verhältniß ſtehen. Wine pi s 9uf 8 4 77 Einer, dem das Allgemeinwohl amen Theater, Aunſt und Wifſenſchaft. Großh. Badiſches Hof⸗ und National⸗Theater in Maunheim. Der Ring des Nibelungen⸗ Das Rheingold. Wir haben im kaufenden Theaterjahre ſchon einmal eine Auf⸗ führung des ganzen Bühnenfeſtſpiels gehabt. Geſtern Abend begann Unter glücklichem Zeichen eine Wiederholung deſſelben und wir haben die angenehme Aufgabe, zu konſtatiren, daß das„Rheingold“ in jeder Beziehung eine ausgezeichnete Wiedergabe fand. Munter und ſriſch erklang das Terzett der Rheintöchler, das Frau Fiora (Woglinde) vortrefflich führte. Auch von den Göttern iſt viel Gött⸗ liches zu ſagen, obgleich ſie ſich ſehr menſchlich liebten, wir meinen etwas mehr als ſonſt. Der zweite Theil hätte heißen können:„Der Flirt vor Walhall“. An dem klaſſiſch ſchönen Geſang des Herrn Fenten(Faſolt) konnte man ſich erwärmen; das Gleiche gilt von Herrn Mohwinkel(Wotan), welcher geſtern ſeine Stimme mäßigte und nur den Wohlklang walten ließ. Es gab überhaupt Jedermann ſein Beſtes und wir können nur wünſchen, daß für die fortlaufenden Ringaufführungen unſere Künſtler ſich in derſelben glücklichen Dis⸗ poſikion befinden mögen. Das Publikum war zahlreich erſchienen und zollte reichen Beifall, der auch Herrn Hofkapellmeiſter Kähler und ſeinem wackeren Orcheſter gebührte. Theater⸗Rotiz, Die Intendanz theilt mit, daß Donnerſtag den 14. März als Volksvorſtellung zu Einheitspreiſen das Schaufpiel „Wilhelm Tell“ zur Aufführung kommen wird. Die Billets werden wieder theils auf Beſtellung durch Arbeiterverbände und Arheitgeber und theils am Tage vor der Vorſtellung durch Verkauf an der Tageskaſſe zur Ausgabe gelangen. Beſtellungen durch Arbeit⸗ geber, Verbände ꝛc. ſind bis Sonntag den 10. d. Mts, bei der Theaterkaſſe einzureichen. Lamborg⸗ Soiree. Der bekannte Wiener Klavier⸗ und Dekla⸗ mationshumoriſt Lamborg bereitete geſtern Abend im Caſinoſaale ſeiner Zuhörern einen höchſt unterhaltenden Abend. Erſtaunlich vor allem iſt Herrn Lamborgs unerſchöpfliches Gedächtniß, daß ihn u. A. befähigt, au einer langen Reihe von Opern⸗Operetten⸗ und Liedertiteln am Klavier ſogleich ein Potpourri zu komponieren; wie er dabei die Uebergänge findet etwa von Schubert zu Offenbach, von„Komm Karline“ zu einer Liſzt'ſchen Rhapſodie, das iſt amüſant zu hören, Die„muſikaliſche Familie“ und das auf muſikaliſche Verſtändigung angewieſene Liebesverhältniß, mit dem ſchönen Schluß„Ach Du lieber Auguſtin“, erregte die lebhafteſte Heiter⸗ keik, Herr Lamborg ſchüttelt auch Kompoſitionen aus dem Aermel, ſo verſteht er z. B. den Annocentheil einer Zeitung ſehr gefühlvoll in Muſik zu ſetzen. Tongemälde von verblüffender Realiſtik ſind„Die Wüſte“, mit den beiden waſſertrinkenden Kamelen oder die„Programmuſik“ zu Schillers Handſchuh. Die Perle des Abends aber war der geniale Zukunftsvirtuoſe mit der Pracht⸗ mähne und der Serviette, um ſich den Künſtlerſchweiß abzutrocknen. Unbefriedigt wird Herrn Lamborg, der auch als Deklamator über⸗ wältigend komiſche Wirkungen erzielte, keiner ſeiner Zuhörer entlaſſen haben. Sagen wir alſo: Auf Wiederſehn! Fräulein Ella Grabert, die geſchü anſtaltete Donnerſtag mit en einen muftkaliſchen Abend, welcher zur größ ten Befriedigung der geladenen Kunſtfreunde ausfiel. Die gediegene Geſangsmethode bewährte ſich auch dieſes Mal in hervorragenden Leiſtungen einzelner Damen, welche Arien und Lieder von Schubert, Händel, Strauß, Scharwenka, Brahms, Saink⸗ zu Gehör brachten. Duette von Geſangslehrerin, ver⸗ ihren Se Sgens, Mozart, Hofmann und Goetz Hildach und Daleroze wurden vollendet vorgetragen. Wohlthuend be⸗ rührt ber durchweg ruhige und reine Tonanſat, ſowie die deutliche 5 14 Ausſprache. ki, leitete Frl. G ſion und feiner ſche h die anderen R⸗ mern beten eir beltebten Künſtlerin. Die Univerſität Heidelberg hat einen ſchweren Verluſt er⸗ litten; der Hiſtoriker Geh. Hofrath Bernhard Erdmannsdörffer iſt geſtern Nachmittag an aittem Herzſchlag geſtorben. Profeſſor Erdmannsdörffer, 1883 in Altenburg geboren, wirkte ſeit 1874 an der Univerſttät Heidelberg, früher war er in Jena, Berlin, Greifs⸗ wald und Breslau. 1859 trat er im Auftrage der Hiſtoriſchen Kommiſſion in München eine Studienreiſe nach Italten an, um Matertalien für die Herausgabe der„Deutſchen Reichstagsakten“ zu ſammeln. Seine Hauptwerke ſind: De commereio quod inter Venetos et Germanige eivitates acro medio intercessit, Deutſche Geſchichte vom Weſtfäliſchen Frieden bis zum Regierungsantritte Friedrichs des Großen und Politiſche Korreſpondenz Karl Friedrichs von Baden 788—1806. Spielplan des Großh. Hoftheaters in Karlsruhe. a) Im Hoftheater Karlsruhe: Sonntag, 3. März:„Triſtan und Iſolde“,; n Programms bekun⸗ en Führung der Dienſtag,.:„Das Thal von Andorra“; Donnerſtag,.:„Der Großkaufmann“; Freitag,.:„Der Schwarze Domino“; Samſtag, 9.„Iphigenie auf Tauris“; Sonntag, 10.: b) Theater in Baden: Toledo“. „Dom Sebaſtian“. Mittwoch, 6. März:„Die Jüdin von eeeren, e„————— einige Tauſend eingeſchriebener Briefe wegſendet, ſo iſt für beide Parteien die Einlieferung am Schalter eine ſehr läſtige Art der Ab⸗ fertigung. Der Firmeninhaber verlangte von der Poſtbehörde, daß ſte die eingeſchriebenen Sendungen abholt. Da ſich die Poſt weigerte, ſo begann die Firma ihren Feldzug damit, daß ſie um 2¼ Uhr 200 ihrer Leute in einem langen Zuge nach der Poſt ſandte, um jeden bon ihnen Briefmarken kaufen zu laſſen. Vorangetragen wurde ein großes Plakak:„Der Grapesſche Krieg mit der Poſt. Eröffnung des Feld⸗ ges. Ein Kampf bis aufs Meſſer!“ Die Poſt war nicht im Stande, den Andrang zu bewältigen. Sie mußte für das allgemeine Publi⸗ küm den Dienſt ſchließen. Nachdem 2 Stunden lang der Einkauf von Marken von ſtatten gegangen war und kein Ende nehmen wollte, er⸗ ſuchte der Poſtmeiſter den anweſenden Firmeninhaber Graves, ſeine Feuppen zurückzuziehen.“ Graves konſtatirte nochmals, welche Schwierigkeiten er habe und daß er ſeit 3 Jahren bemüht ſei, mit ber Poſt ein Abkommen zu treffen, was ohne Erfolg geblieben ſel. Er Wwürde für den Tag nachgeben, aber den Kampf wieder aufnehmen, wenn man ihm nicht zu Willen ſein würde. Man darf alſo auf weftere „Schlachten“ gefaßt ſein. kräftigen Wohlgeſchmack Maggi zum ürzen“ Gelchäftliches. Firma Gebr. Kayſer. Wir verfehlen nicht, auf die Inſe⸗ rate der Firma Gebr. Kayſer— Specialgeſchäft in Kaffee, Thee, Kakao— hinzuweiſen. Dieſelbe genießt einen guten Ruf ſo wohl hinſichtlich der Qualität wie auch der Preiswürdigkeit ihrer Waare. Ein Verſuch wird Jeden überzeugen. Aeueſte Nachrichten und Celegramme. Köln, 1. März. In der„Köln. Volksztg.“ veröffentlicht Biſchof Anzer auch eine Abwehr dagegen, daß er auf die Beſetzung von Kiautſchou Einfluß austübte. Als er deren Nothwendigkeit aus⸗ ſprach, war ſie bereits erfogt. Als das Gerücht von der Aufgabe Kiautſchous auftauchte und es hieß, dafür ſolle der Hafen Samſun beſetzt werden, glaubte er, im Intereſſe der Sicherheit dagegen auf⸗ treten zu müſſen.(Vergl. Ueberf, D..) *Straßburg, 1. März. Vom Fürſten⸗Statthalter, der über das Ergebniß ſtimmung im Landesausſchuſſe betr. unberweilt berichtet hatte, Kaiſer iſt dem der geſtrigen Ab⸗ Hohkönigsburg folgendes Telegramm zu gegangen: Berlin. Schloß. Deine Meldung hat mich mit hoher Freude erfüllt. Theile den Herren mit, daß ich Ihnen von ganzem Herzen dankbar bin, und daß es mir zur hohen Befriedigung gereicht, daß das Reichsland mein Intereſſe und meine Arbeit für die Wiederherſtellung der herrlichen Burg ſo richtig verſteht und ſo erfreulich unterſtützt. Gez. Wilhelm JI. R. * Paris, 1. März. Der Plan für Vornahme neuer großer Arbeiten, den der Arbeitsminiſter demnächſt der Kammer unterbreiten wird, betrifft, wie die Blätter melden, eine Reihe Kanalbauten und Verbeſſerungen in den Häfen Marſeille, Rouen, Dünkirchen. Unter Anderem ſoll der Kanal zwiſchen Schelde und Maas, ferner der ſog. Nordkanal und Chimskanal gebaut werden. Die 610 Millionen Francs be⸗ tragenden Koſten ſollen aus dem ordentlichen Budget geſtrichen und auf 16 Jahre vertheilt werden. *Marſeille, 1. März. Eine Verſammlung von 3000 Hafenarbeitern beſchloß im Ausſtand zu verharren. Die Mitglieder des franzöſiſchen Syndikats beſchloſſen, im Ein⸗ klang mit dem internationalen Syndikat vorzugehen. London, 1. März.(Unterhau). Norman fragt an, ob die Regierung Kenntniß davon habe, daß deutſche Behörden in China chineſiſche Lokalbehörden zur Hergabe von Geld zwangen, ohne die Vertreter der anderen Mächte zu befragen. Cran⸗ borne erwidert, wie er höre, ſeien von den deutſchen Militär⸗ behörden in gewiſſen Fällen Geldſtrafen verhängt, aber die Ver⸗ hängung von Geldbußen ſeitens der militäriſchen Expeditionen in Nordchina liege innerhalb der Befugniſſe des Oberkommandirenden. * Budape ſt, 1. März. Wie der„Magyar Orszag“ meldet, griffen geſtern in der Ortſchaft Nemet(Komitat Toron⸗ tal), als die verkauften Gemeindeäcker dem Käufer übergeben werden ſollten, die Kleinbauern die Kommiſſion mit Senſen und eiſernen Gabeln an. Bei dem Zuſammenſtoß wurden drei von ihnen ſchwer, zwölf leichter verwundet. Die Gensdarmerie beſetzte die Ortſchaft. **.* Zur Lage in China. Der deutſche Geſandte ſchlug in der letzten Sitzung der Geſandten und chineſiſchen Bevollmächtigten eine Reihe von Beſchlüſſen vor, wodurch die Verhandlungen wegen Durchführung nachfolgender Punkte be⸗ ſchleunigt werden: 5. Waffeneinfuhr und Erzeugung von Kriegs⸗ vorräthen; 7. Schutzwachen für die Geſandtſchaften; 8. Befeſti⸗ gungen zwiſchen Taku und Peking; 9. Beſetzung ſtrategiſch wichtiger Punkte zwiſchen Peking und dem Meere, Neuordnung des Tſunglihamen und Beſeitigung des jetzigen chineſiſchen Ceremoniells für die Empfänge der Geſandten.— Die Ge⸗ ſandten entſchieden dahin, Italien ſolle das von ihm mit Beſchlag belegte Grundſtück der chineſiſchen Zollverwaltung be⸗ halten. Gegen die ruſſiſche Ländergier. Die Meldungen, nach denen mehrere Mächte, unter Anderen England, Deutſchland und Japan, gegen das ruſſiſch⸗chineſiſche Sonderabkommen über die Mandſchurei Ein⸗ ſpruch erhoben hätten, ſtimmen durchaus mit Mittheilungen überein, die ſich hauptſächlich auf Japans S chritte(alſo nicht Deutſchlands) beziehen, das neuerdings die beobachtete Zurückhaltung aufgegeben habe und ſehr beſtimmt in den Vorder⸗ grund getreten ſein ſoll. Japan wird auch von den ruſſiſchen Vergrößerungsplänen in erſter Linie betroffen, und zwar in ſeinen Lebensintereſſen. Walderſee meldet aus Peking vom 28. Febr.: Die berittene Infanterie aus Tientſin hatte am 25. Februar bei Huikiatſchang, 20 Kilo⸗ meter öſtlich von Pungtſinghſten, einen Zuſammenſtoß mit einer Räuberbande. Die Bande wurde nach Verluſt von etwa 100 Mann zerſprengt. Diesſeits zwei Verwundete. *** Der Burenkrieg. Brüſſel, 1. März.„Petit bleu“ erhält nachſtehende Depeſche aus Utrecht: In der Umgebung des Präſidenten Krüger glaubt man nicht an die Ueber gabe Bothas. Man bemerkt übrigens, daß ſolche Uebergabe noch nicht den Krieg beendigen würde; denn Botha beſitze nicht die Vefugniß, über die allgemeine Einſtellung der Feindſeligkeiten zu verhandeln. Solche Verhandlungen kämen derRegierung von Transvaal zu, an deren Spitze proviſoriſch Schalk⸗Burger ſtehe. Telegramme. London, 2. März.„Daily Chronicle“ ſagt: Obgleich die Uebergabe Bothas nicht amtlich gemeldet iſt, beſtehe guter Grund zu glauben, daß ſie, wenn ſie noch nicht wirklich erzielt, wer das ausgezeichnete„Maggi zum Würzen“ zu geben und die Verdauung wohlthuend alizuregen. Beſonders in jedes alte oder neue Produkt ähnlicher Zweckbeſtimmung.(Zu haben, ein oder zwei untergeordnete Punkte nicht zum Abſchluß ge⸗ langten. Nachricht be⸗ In dieſem Glauben werde die Militärbehörde tärkt, daß Ab änderte, die mit verſchiedenen Fir g. bon Vorräthen im Hinblick auf die For ab⸗ geſchloſſen worden ſind. London, 2. März. Eine Depeſche Lord Kitchenets aus Pretoria vom 1. meldet: Dewet iſt gezwungen, wieder auf das Nordufer des Oranjefluſſes; ehen. Die Kopkolonie iſt geſäubert; 200 Buren wurden g genommen. Achtzig Schützen Kitcheners wurden von einer überlegenen Anzahl Buren angegriffen, und mußten ſich nach längerem Kampfe, wobei 20 getödtet oder verwundet wurden, ergeben. * a.* e hinab⸗ fahrender Straßenbahnwagen fuhr infolge Ver ag der Bremſe ſo heftig gegen den das Geleiſe kreuzenden Straßen⸗ bahnwagen, daß dieſer zur Seite geſchleudert, 2 Perſonen ſchwer mehrere leichter verletzt wurden.— Vom denken einberufen, fand geſtern Abend eine große Volksverſammlun 9 ſtatt, worin der Staatskapitän der Burenarmee, Valenti mandant Jooſte, letzterer an Stelle des erkrankten Nef Dewets, Burenleutnant Sandberger und die ordneten Stöcker und Liebermann von Sonnenberg An⸗ ſprachen hielten. Schließlich wurde eine Reſolution angenommen, welche den Buren Sympathie und Bewunderung ausſpricht. Verein deutſcher S Maunnheimer Handelsblatt. Getreide. Mannheim, 1. März. Die Stimmung blieb bei geringer Kaufluſt der Mühlen ruhig. Preiſe per Tonne cit Rotterdam: Sa⸗ xonska M. 1835—136, Südruſſiſcher Weizen M. 132—145, Kanſas M. 134—135, Redwinter M. 134.50, La Plata neue Ernte M. 131 bis M. 135, feinere Sorte M. 138—140, Rumäniſcher Weizen M. 131 bis 144, rufſiſcher Roggen M. 207—109, neues Mixed⸗Mais M. 87.50, La Plata⸗Mais M. 89, Ruſſiſche Futtergerſte M. 101, amerik. Hafer M. 111, ruſiſcher Hafer M. 105—108, Prima ruſſiſcher Hafer M. 110 bis M. 129. 8 Frankfurter Effekten⸗Societät vom 1. März. Oeſterr, Credit 212.80, Diskonto⸗Kommandit 185.90, Deutſche Bank 208.40, Bayer, Bank 100, Staatsbahn 143.80, Lombarden 25.10, Northern 87.20, Schweizer Nordoſt 114.80, Schweizer Union 99.60, Jura⸗Simplon 101, Oeſterr. Nordweſtb. 115.80, Elbthal 121.50, Anatol. Eiſenbahn 85.40, Henri 109.30, Hamburg⸗Amerik. Packet 130.20, Zproz. Portu⸗ gieſen 26.20, Bochumer 188.50, Harpener 17049, Oberſchleſ. Induſtrie 111.40, Concordia 264.70, Allgem. Elektriz.(Ediſon) 212, Elektriz. Helios 70, Alkali Weſteregeln 220. Newyork, I. März. 28. 5 28 Weizen Januar———[Mais Dezember Weſen März 79— 79— Mais Mai 46¼ 46¼ Weizen Oktober„dene Januar Weizen Dezember dmae Narz.15.20 Weizen Mai 80— 79¼[ Kaffee Mai.30.50 Mais Januar—— Kaffee Juli.35.40 Mais März 48½——[Kaffee September.4.45 Mais Oktober——— lKaffee Dezember.50.65 Chicago, 1. März. Schlußnotirungen. 28. 15 28. 155 Weizen März 78% Mais Mai 407% 75 Weizen Mai 75¼ 75¼%[Schmalz März Mais März—— 39/᷑[Schmalz Mai.42.40 Waſſerſtandsnachrichten vom Monat Febr⸗März, Pegelſtationen Datum: vom Rhein: 25. 26.27. 28..2.[Bemerkungen: Konſtanz; J2,48 9 Waldshut. J,18 1,21/J,20 ged„„„ 8 0,86.85 Abds. 6 Uhr e N. 6 Uhr Lanterburg 12.402,40½41 Abds. 6 Uhr 2,65 2,66 2,66 2 Uhr Germersheim„2,14 2,142 17.-P. 12 lihr Manuheim 1,86 1,901,93 Morg.“ Uhr Muinz J0.05 0,04 0,04 0,08 0,35.-F. 12 Uhr Bingen J0,80 0,78 10 Uhr Kaub 42.96 2,10.021,0 1,43 2 Uhr Koblenz„1,30 1½0 150 10 Uhr Kön. 40,7.0 0„14 ½7 2 Uhr Nuhrort J,½15 0,60,4 6 Uhr vom Neckar: 55 Maunheim 22,02 2,04 2,07 21 2,60 3,87 V. 7 Uhr Heilbronn 0,8 0,65(,60 0,70 l,80 V. 7 Uhr Ueberall zu haben 72605 unentbehrliche Zahn-Créme erhält die Zähne rein, weiss und gesund. 5 3 Catarrh, Heiſerkeit, Trocken⸗ Bei Erkältungen, heit des Halſes wirken ſchleim⸗ löſend: Apotheker Albrecht's Aepfelſäure⸗Paſtillen ˖ Drogerien. Haupt⸗ à Schachtel 80 Pfg. in den Apotheken und beſſeren ‚ Depots: 85 Löwen⸗ und Schwan ⸗Avotheke, Depots Drogerie z. Waldhorn, D 3, 1, Ludwig& Schütthelm. woent Liebhaber von praktiſchem Schuhwerk finden die reichſte 92855 wahl, auch in ganz billigen Artikeln, bei Georg Hartmann, 12 D 3, 12 Schuhwaarenhaus an den Planken 1d ,1? Alleinverkauf der Fabrikate von Otto Herz& Gie. in Frankfurt a/Main.(Telephon 443.) erfolgt iſt, nur hinausgeſchoben iſt, weil die Verhandlungen über rniß t, deun wenige Tropfen genügen, um augenblicklich ſchwachen Suppen, Saucen, Ragonts, Gemüſen u. ſ. w. überraſchenden, der Feinheit des damit erzielten Aromas, ſowie in Ausgiebigkeit und Billigkeit übertrifft wie auch„Maggi's Bouillon⸗Kapſeln“ und„Maggis Suppenwürſel“, in allen Kolonjalwaarengeſchäften.) 80198 N — Pee e Mannheim, 2. März. Seneral Anzeiger, — ihe Aeigen Bekanntmachung. (102.) Aufgefunden wurde am 25. Febr. l. Is. Nachmittags in dem ſogenannten Gutemann⸗ Graben, gegenüber der 14. Gegnß GSangkfarr Querſtraße ein Handkarren. Herſelbe iſt braun angeſtrichend und hat 2 Lannen. Er kann bei Fuhrmann Gg. Schröder, 13. Querſtraße 55, abgeholt werden. 80555 Manuheim, 27. Februar 1901. Großh. Bezirksamt. Konkursverfahren. Das Konkursver⸗ fahren über das Ver⸗ mögen des Kauf⸗ manns Carl Weidlich, Maunheim betr. Zur Aee genehmigten Schlußvertheilung ſind 1557.72 eregbar ud dabei zu berückſichtigen, 4852.72 Mack nicht bevorrechtigte Forderungs⸗ beträge. 80495 Velzeichniß derſelben iſt bei Hroßherz. Amtsgerichte Mann⸗ heim öffen gelegt. Mannheim, 28. Februar, 1901, Weorg Fiſcher, Konkursverwalter. Großh. Badiſche Skaats⸗ Eiſenbahuen. Umban des Bahnhofes Bruchſal. Die Herſtellung des Asphalt⸗ belages ſammt Betonunterlage für die Gehwege der Büchenauer Ueberbrücküng im hieſigen Bahn⸗ hoſe mit einem Flächenmaße von beil. 198 qm ſoll im Wege des öffentlichen Wetlbewerses vergeben werden. 80159 Die der Vergebung zu Grunde liegenden Bedingungen liegen in meinem Geſchäftszimmer zur Einſicht auf. Augebote für 1 qm Asphalt⸗ belag ſind verſchloſſen und mit der Aufſchrift:„Asphaltirung für die Büchenguer Brücke“ ver⸗ ſehen bis ſpäteſtens: Samſtag, 9. März 1901, Vormittags 11 Uhr bei mir einzureichen. Naſchſaß feg 8 Tage. Bruchſal, 25. Februar 1901. Der Gr. Bahnbaninſpektor. Bekaunkmachung. Die Neckarvor⸗ länder betr. Wir bringen hiermit zur Keuntniß der Intereſſenten, daß das Verbot des§ 41, Abſ. 1 der Hafenpolizeiordnüng— wonach Ausladungen auf die Neckarvor⸗ länder uur inſoweit zugelaſſen ſind, als die Abfuhr der Mate⸗ riglien Roch an demſelben Tage erfolgt— bis auf Weiteres und zwar bis nach erſoigtem Schuee⸗ abgang aus dem Nieperſchlags⸗ gebiet des Neckars aufrecht er⸗ halten wird. 80201 Die Aufhebung dieſes Verbots wird ſ. Zt. öffentlich bekaunt gemacht werden. Mannheim, 27. Februar 1901, Or. Hafenverwaltung. Bekauntmachung. Herſtellung von Straßen in der. Umgebung der neuen Kaſernen befr. 49551. Mit Zuſtimmung des Bilrgetausſchuſſes vom 11. Dez. 1900 werden die nachgenannten Straßen in der Umgebung der neuen Kaſernen hergeſtellt werden. a) eine Zufahrtsſtraße von der alten Fuaukfurterſtiaße zu den neuen Kaſernen nebſt zwei Auffahrten zu derſelben b) einne Zufahrtsſtraße von der Käſerkhalerſtraße zu den ge⸗ nannten Kaſernen 6) eine Straße an der Süd⸗ weſtſeite des Kaſernengrund⸗ ſtückes und d) eine ſolche au der Südoſt⸗ ſeite des Kaſernengrund⸗ ſlückes. Der Stadtrath hat nun, vor⸗ behaltlich der Zuſſimmung des Bürgerausſchuſſes, den Beizug der Angrenzer zur Traaung der Herſtellüngskoſten dieſer Straßen Nach Maßgabe der vom Bürger⸗ ausſchuß auf Grund des Orts⸗ ſtraßengeſetzes und der Vollzugs⸗ verordiſung hierzu aufgeſtellten allgemelnen Grundſätze ünd nach Mäßgabe der Koſtenauſchläge lowie der aufgeſtellten Liſten der heitragspflichtigen Grundeigen⸗ thümet beſchloſſen. Es werden daher die in den und 4 der Vollzugsver⸗ ordnung vom 4. Auguſt' 1890 Die Leiſtungen der Anſtößer bei Herſtellung von Ortsſtraßen ꝛc. betrefſend“ vorgeſchriebenen Vor⸗ arbeiten, nämlich! 1. die detaillirten Ueberſchläge des Aufwandes zu deſſen Beſtreitung die Grundbe⸗ ſitzer beigezogen werden ollen; 2. der Straßenplau, aus wel⸗ chem die Lage der ein⸗ ſchlägigen Grundſtücke zu erſehen iſt, während 14 Tagen vom 4. März ds Is. ein⸗ ſchließlich ab im Rathhauſe (Regiſtratur Zimmer Nr. 1 zur Einſicht der etheiligten öffentlich auf⸗ gelegt, Wit beingen dies mit dem Aufligen zur öſſentlichen Keunt⸗ niß, daß eiwa ge Einſprachen Rährend der gleichen 1afägigen Friſt bel Ausſchlußvermeiden dei em Stadtrathe geltend zu Machen ſind. Mannheim, 27. Februar 1901. Der rtün. 80484 art! Beßauubnachung. Verpachtung der Be⸗ dürfniß⸗Auſtalt auf dem Marktplatz G 1 5 betreffend. Nr. 5353 1. Die Bedürfniß⸗ anſtalt auf dem Marktplatz 6 1 ſoll vom 1. April d. Is. an zu⸗ nächſt auf ein Jahr wieder im Submiſſionswegs verpachtet wer⸗ enn. 80548 Pachtangebote ſind mit der Aufſchrift„Angebot für die Be⸗ dürfnißanſtalt“ verſehen, bis zum Montag, 11. März ds. Is., Bormittags 11 Uhr anher einzureichen. Die Pachtbedingungen können im Rathhauſe Zimmer Nr. 31 eingeſehen werden. Manunheim, 21. Februar 1901. Stadtrath: Ritter Kallenberger. Sleigerungs⸗Aukündigung In Folge gerichtlicher Anord⸗ nung wird am 7964⁵ Mittwoch, 13. März 1901, Vormittags 9 Uhr im Rathhauſe Mannheim⸗ Neckarau die nachbeſchriebene Liegenſchaft des Wirths Georg Orth, Chriſtoph Jakob Sohn in Neckaxrauöffeutlich zu Eigenthum verſteigert. Der endgiltige Zu⸗ ſchlag erſolgt, wenn der Schätz⸗ ungspreis erreicht wird. Die Steigerungsgedinge können bei unterzeichneter Stelle eingeſehen werden. 79645 Beſchreibung der Liegenſchaft. Gemarkung Mannheim⸗Neckarau. Egb. Nr. 600. 9 ar 26 qm Hof⸗ raithe und Hausgarten an der Fujedrichsſtraße. Auf der Hof⸗ raitheſtehtein zweiſtöckiges Wohn⸗ haus mit überbauter Einfahrt, Backofen und Schienenkeller. An das Wohnhaus iſt ein Schopf mit Stall und Schweineſtällen angebaut, nebſt Abtritt und Piſſoir, einſtöckig, Saalbau ein⸗ ſtöckig, tax. 38500 M. Achtunddreißigtauſendfünftzundert 5 Mark, Mannheim, 5 Februar 1901. Großh. Notariat VI.: O. Mayer. Dung⸗Perſteigerung. Dien ſtag, den 5. März 1901, Vormittags ½0 Uhr verſteigern wir auf dem Rath⸗ hauſe in Käſerthal das Düngek⸗ ergebniß von 5 Farren und 7 Ziegenböcken vom 14. November 1900 bis 5. März 1901. Mauuheim, 28. Februar 1901. Städtiſche Gutsveywaltung: Krebs. 80385 Lagerplaz⸗Jerpachtung. Der ſtädt. Lagerplatz Nr 43 in der kurzen Juergewann, im Maaße von 260 qm, wird am Dienſigg, den 5. März 1901, Vormittags 11 uhr, auf unſerm Bureau, Bauhof U2, 5, öffentlich verpgchtet. DievVerſteigerungsbedingungen liegen in unſerem Bureau zur gefl. Einſicht auf 80386 Mannheim, 27. Februar 1901. Städt. Gutsverwaltung: Krehs. Verſteigerung. Dienſtag 5. März 1900, Vormittags 10 Uhr, verſteigern wir auf dem Rath⸗ haus in Käferthal einen zur Zucht untauglichen Eber. Der Gber kann bei dem Eberhalter Bernhard Schmitt in Käferthal eingeſehen werden. 80517 Mannheim, 1. März 1901. Städt. Gutsverwaltung. Krebs. Amke und Kreis-Verkündigungsblalt Weipversfeigefung zu Nenſtadt 4. H.(Aheiupfalh. Montag, den 4. Mär; 1901, Mittags 1 Ahr im Theaterſaale des Saalbaues zu Neuſtadt a.., läßt Herr 5 5 22 G. IJ. Grohe, Gutsbeſitzer und Bürgermeiſter in Hambach bei Neuſtadt a. H. verſteigern 78570 280 Fuder 1899e Meißwein aus Lagen des mittleren und oberen Haardtgebirges. Probetage 15 Februar ſowie am Verſteigerungs⸗ tage im gelben Reſtaurationsſaale des Saalbaues zu Neuſtadt a. H. Vom erſten Probetage an ſtehen täglich bis zur Verſteigerung Proben zur Verfügung. Fr. Cuny, k. Nolar. Bekanntmachung. Betr.: Vermiethung der ſtädt. Lagerräume am Rhein. Eine Lagerhausabtheiſung in dem nädt. Lagerhauſe am Rhein, enthaltend 145 qm Lagerfläche, iſt per 1. April event. auch früher anderweit zu vermiethen. Pachtllebhader wollen mit Preisangabe verſehene Angebote alsbald verſchloſſen mit der Aufſchrift:„Angebot betr. die Ver⸗ miethung einer ſtädt. Lagerhausabtheilung“ verſehen, bei uns einſenden. 804⁴⁰ Lageplau und Pachtbedingungen liegen bei uns zur Einſicht⸗ nahme der Intereſſenten auf. Worms, 26. Februar 1901. Gr. Bürgermeiſterei Worms. Köhler. — Internationale Transporte SCHENKER& Co. WIEN 8 Agentur der französischen Ostbahn, Paris-Lyon-Hittelmeerbahn, Orleansbahn und Midi. General-Agentur fur die Kkönigl. bayer, Staatseisenbahnen. Meneral-Agentur der oriental. Eisenbahnen. Reisebureau I, Schottenring 3 Centrale Neuthorgasse 17 FILIALEN: Adrianopel London Ala München Antwerpen Nürnberg Feigrac Passau Brüssel Philippopel Bukarest Prag Budapest Wotterdam Constantinopel Salonique edeagh Schönpriesen Hger Sophia Elume Steinschönau Hamburg Tetschen Lindau Triest MANMNMUEUM, Einnenhalen, FCuang.⸗prateff. Gemeinde Maunheim. Sonntag, den 3. März 1901. Trinitatiskirche. Morgens ¼9 Uhr Predigt, Geaß Stadt⸗ vikar Sauerdrunn. Morgens 10 0 Predigt, Herr Stadtpfarrer Hitzig. Morgens 11 Uhr Chriſtenlehre, Herr Stadtpfarrer Hitzig. Nachmittags 2 Uhr Coriſtenlehre, Herr Stadkpfarrer Ahles. Concordienkirche. Morgens ½40 Uhr Predigt, Herr Stadk⸗ pfarrer Ahles. Morgens 11 Uhr Kindergottesdienſt, Herr Stadt⸗ Sauerbrunn. Abends 6 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer Achtnich. Lutherkirche. Morgens 10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer 8 Morgens 11 Uhr Kindergottesdieſiſt, Herr Stadtvikar Eberle. Eriedenskirche. Morgens 9½10 Uhr Predigt, Herr Stadt⸗ vikar Kamm. Morgens 11 Uhr Chriſtenlehre, Herk Stadtpfarrer von Schöpffer. Nothtirche auf dem Lindenhof. Morgens ½10 Uhr Predigt, Herr Stadtpfacrer von Schöpfjer. 155 Nachmittags 3 Uhr Predigt, Herr Stadtpfarrer tni 48787 Diakoniſſenhauskapelle. Morgens ½11 Uhr Predigt, Herr Pfarrer Schwöbel. Zwangs⸗Yerſteigerung. Montag, den 4. März l. Is. Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfaudlokal Q 4, 5 hier im Vollſtreckungswege gegen Baarzahlung öffentlich verſtei⸗ gern: 80575 Kaſten⸗ und Polſtermöbel aller Art, 1 Seegraszupfmaſchine, 1 Parthie neue Geſchäftsbücher, 1 Real, 1 Accetylenapparat, 1 Gasofen, 2 Badewannen, 3 Zimmerlampen, 2 Cloſets, 1 Emailirofen, 10 Reißzeuge. Manuheim, den 2. März 1901. Hibſchenberger, Gerichtsvollzieher. Heffeutliche Berfteigeruun. Montag, 4. 177 7 5s. Is., Vormittags 11 uhr, werde ich im Börſenlokale hier, gemäߧ 376 H. G B. gegen Baarzahlung öfſentlich ver⸗ ſteigern: Blerkeber) 80025 400 Ctr. Blertreber— 100„ Schlempe) inel. Sack waggoufrei Maunheim, la ernd bei der Bad..⸗G. für Rhein⸗ ſchifffahrt und Seetransport. Mannheim, 25. Februar 1991. Nopper, Gerichtsvollzieher. Wüchnerinnenaſyl. In der am 26. Februar dieſes Jahres vom Großb. Notar Herrn Mayer vor genommenen Ziehung wurde Nr. 20 der Obligation zur Rückzahlung auf 15. Juli ds. IJs. gezogen. Statutenge⸗ mäß veröffentlichen wir dies. 805642 Der Vorſtand. Handkarren, zweirädrig, ſtark, noch gut erhalten, zu kaufen geſucht. 80547 Gefl, Offerten unt. Nr. 80547 5 Schiruska, an die Exped. ds. Bl. erbeten. 5 2 5 77* Evang. Münner⸗n. Jünglingsverein U 3,23 Sonntag: ½9 Uhr Abends: Unterhaltung. Montag Abend ſ½9 Uhr: Bibelſtunde der älteren Abtheil. über Ep. Joh. 141—14, Herr Stadtimiſſionar Kraemer. Dienſtag Abend ſ9 Uhr: Spiel⸗ und Leſe⸗Abend der Jugendabtheilung, Mittwoch Abend ½9 Uhr: Gewerbl. Herr Euslin. Turnen in der Turnhalle der Friedrichs⸗ Ule U 2. Freitag Abend ½9 Uhr: Bibelſtunde der Jugendabtheilung über Matth. 26,30—56, Herr Stadtmiſſionar Kraemer. Samſtag Abend 8 Uhr: Probe der„Hauskapelle.“ Dienſtag, Donnerſtag, Freitag, Samſtag Abend Sprachk urſe (Engh⸗ u. Franzöſiſch.) Or. Weber⸗Diſer ens, Q3, 5. Mittwoch und Freltag Abend Poſaunenchor. Jeder junge Mann iſt herzlich eingeladen Auskunft in ertheilt der Vorſitzende, Stadtvikar L. Hofheinz, O 5, 4. Stadtmiſſion Evangeliſches Prreinshaus, K 2, 10. Sonntag 11 Uhr Sonntagsſchule. 3 Uhr Allgemeine Erbguungsſtunde, Stadtimiſſionar Krämer. ½6 Uhr: Jungfrauen⸗ verein, Bibel⸗ u. Geſangſtunde. 8 Uhr: Allgemeine Bebetſtunde. Montag,—5 Uhr Frauenverein, Miſſionsarbeitsſtunde. Mittwoch ½9 Uhr allgemeine Bibelſtunde, Heer Stadt⸗ miſſionar Krämer. Donnerſtag, 8 Uhr Jungfrauenverein.(Anfertigung von Handarbeiten.) Freitag ½9 Uhr Probe des Geſangvereins„Zion“. Traitteurſtraße 19. Sonntages Uhr Morgens und 1 Uhr Nachmittags Sonn⸗ mie Sgch 1955 Abends: Allgemeine Bibelſtunde, Stadt⸗ miſſionär Schlichter. Uhr Abends Allgem. Bibelſtunde. Stadt⸗ 10 miſſionär Schlichter. 5 Samſtag s8 Uhr: Jünglingsverein der Schwetzinger Vor⸗ k. Lindenhof, Eichelsheimerſtraßſe 7. Freitag Abend ½9 Uhr: Allgemeine Bibelſtunde, Stadt⸗ miſſtonar Sclichter Melhodilen⸗Gemeinde, U 6, W. Sonntag Vormittag ſ½10 Uhr Predigt. Nachm. ½2 Uhr Kindergottesdienſt. 3 Uhr Prcdigt. Dienſtag Abend ½9 Uhr Gebetſtunde. Jedermann iſt freundlich eingeladen. Altkatholiſche Gemeinde. Sonntag, den 3. März 10 Uhr Gottesdienſt. ſtad A. Mpandieclen, Sisciderſen ſis, LJeppich- Hais Sexauef fachl., Hannheim, W 26. + Vergebung Arbeiten für den Neubau des Großh. Amthauſes in Mannheim. Auf Grund der für die Staats⸗ bauten des Großherzogthums Baden verordneten Bedingungen und techuiſchen Vorſchriften wer⸗ den folgende Bauarbeiten öffent⸗ lichzur Vergebung ausgeſchrieben: J. Eiſenlieferung; Loos II Walzeiſen für Erd⸗ geſchoß, ca. 78 000 Kilogr. Loos III Walzeiſen für I. Obergeſchoß ca. 73000 Kilogr., II. Grobſchmiedarbeiten, III. Anſtreicherarbeiten(Auſtrich der I. Träger ca. 8000 qm. Zeichnungen, Muſter, Maſſen⸗ berechnungen und Bedingungen ſind vom 4. März ab auf dem Baubureau Lit. L 4,11, 1 Treppe hoch einzuſehen. Daſelbſt werden die beſonderen Bedingungen zur Einſichtnahme aufgelegt, Arbeits⸗ auszüge abgegeben und jegliche Auskunft erthellt. Die verſiegel⸗ ten und mit entſprechender Auf⸗ ſchrift verſehenen Angebote ſind bis ſpäteſtens 80344 Montag, den 18. März 1901, bends 5 Uhr auf dem Baubureau abzugeben, zu welchem Zeitpunkt die Auge⸗ ote in Gegenwart der etwa er⸗ ſchieuenen Bewerber eröffnet wer⸗ den Zuſchtagefriſt 3 Wochen. Mannheim, 28. Februar 1901. Die Oberleitung: Hauſer, Großh. Oberbaurath. Die Platzbauleitung: Graf, Großh. Reg.⸗Baumkeiſter. Bitte. Ju der Arbeiter⸗Kolonie Ankenbuck macht ſich wieder der Mangel an Joppen, Hoſen, Hemden, Unterhoſen, Unter⸗ jacken, Socken,— beſonders wollenen—, Taſchentüchern, Halstüchern und Schuhwerk fühlbar. Wir richten deshalb an die Herren Vertrauensmänner und Freunde des Vereins die herzliche Bitte, wieder Samm⸗ lungen der genannten Bekleid⸗ ungs⸗Gegenftände gütigſt veran⸗ ſtalten zu wollen. Die geſammelten Kleidungs⸗ ſtücke wollen entweder an Herrn Wernigk in Anlen⸗ uck— Poſt Dürrheim und Station Klengen—, oder an die Central⸗Sanzmelſtelle in Karls⸗ ruhe, Sofienſtraße Nr. 25, ein⸗ geſendet werden. Etwaige Gaben an Geld, die gleichfalls recht erwünſcht ſind, wollen an unſere Vereinskaſſe— Reviſor Zeuck— in Karlsruhe, Sophienſtraße 25, gütigſt abge⸗ führt werden. Karlsruhe im Nopbr. 1900. Der Ausſchuß des Landesvereins für Arbeiterkolonien im Großher⸗ zogthum Baben. 69559 Galpanifirungs⸗Anſtalt von Kieſel& Schrade, Mannheim 16. Querſtr. 48. Telefon 1946 liefert als Spezialität tadelloſe Bernickelung, Vertupferung, Verzinnung, Verſilberung ſowie Schleifen u. Poli en neuer und alter Gegenſtände aus Metall, Stahl, Eifen ꝛc. bei billiger prompter Bedienung. PS. Gegenſtändenehmen für uns auch entgegegen: 68285 In Manuheim: Herr Alex. Heberer, Paradepl. 5 ee 175 „Ludwigshafen Herr ac. Schmitt, Oggersheimerſtr. 17. M. 5000 als 2. Spdengdt auf ein Haus in der Oberſtadt gegen mehr als doppelte Sicherheit von pünkt⸗ lichſtem Zinszahler geſucht, Offerten unter Nr. 79887 an die Expedition ds. Blattes. [Herr Prauerh Ff dles Todes-Anzei Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber Vater, Grossvater und Schwiegervater, am 1. ds. Mts., Vormittags ½12 Uhr im Alter von 76 Jahren 4 Monaten sanft entschlafen ist. 5 Mannheim, den 2. März 1901. Die Beerdigung findet Sonntag Machmittag /5 Uhr vom ause E 7, 9 aus statt Verlongen öffentlich ekannk zu gebeg! Wie wird jede Schülerin in der Maun) Juſchneide⸗Alad.. Damenbeſl, Unterrichtet. Bei Eintritt in obengenaunte Lehranſtalt lernen Schülerinnen zuerſt das Maßnehmen u. Zeichnen auf Schultafeln in allen Arten, Taillen nebſt Aermeln Jackets, Röcke, Manutlets, Paletots, Radmäntel u. Kinder⸗Garderobe. Nach dieſer Uebung lernen die Schülerinnen die Abrichtung von 60 ge⸗ brauchsfertigen Grundmodellen aller Art. Nach dieſem Unterricht beginnt das pvaktiſche Zuſchneiden im Stoff⸗Abrichten, Probieren, Verzieren, Röcke⸗Siecken, Aufertigen u. ſe w. Hierzu beſtändige Erklärung über die Haltung der Figuren n. Modenwechſel. 80578 Sehrzeit je nach Begriffsauffaſſung. Todes⸗Anzeige. Freunden und Bekannten machen wir hierdurch die traurige Mittheilung, daß unſere liebe Mutter, Schwleger⸗ mutter, Großmutter und Tante, Frau 80515 Magdalena Clade Wittwe, 5 nach langem ſchwerem Krankenlager, im Alter von 75 Jah⸗ ren heute Morgen 8 Uhr, wohlverſehen mit den hl. Sterbe⸗ ſakramenten, verſchleden iſt. Mannheim, den 1. März 1901. Die trauernden Hinterbliebenen. „Wir bitten um das Almoſen des Gebets für die theure Berſtorbene. 5 Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr vom Trauerhauſe 12. Querſtraße 38 aus ſtatt. Dies ſtatt beſonderer Anzeige. 2 2— 2 Todes⸗Anzeige. Tieferſchüttert machen wir Freunden und Bekannten die ſchmerzliche Mittheilung, daß unſere innigſtgeliebte Tochter und Schweſter 5 9 Lina Krieger nach langem ſchlafen iſt. Um ſtille Theilnahme bitten Die trauernden Binterbliebenen: D. Krieger. Mannheim, den 28. Februar 1901. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachm. 2 Uhr, vom Trauerhauſe G 6, 17 aus ſtatt. ſchweren Krankenlager fanft ent⸗ 80529 Todes-Anzeige. Verwandten und Bekaunten machen wir die traurige PMittheilung, daß heute feüh 3 Uhr unſere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau 80588% Katharina Hild, 5 geb. Kammerknecht, naach langem ſchwerem Leiden verſchieden iſt. Mannheim, den 1. März 1901. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: A. E. Weishaupt. Danksagung. Für die vielen Beweiſe herzlichſter Theilnahme an dem uns ſo ſchwer getroffenen ſchmetzlichen Verluſte unſeres un vergeßlichen Gatten, Bruders, Schwiegerſohnes, Schwagers und Onkels, Herrn Jakob Fiſcher, Schreinermeiſter, ſagen wir unſern innigſten Dank Insbeſondere danken wir Herrn Dr. Keßler für die aufopfernde Behandlung, den Niederbronner Schweſtern für die liebevolle Pflege, dem Mannheimer Singverein für den erhebenden Trauergeſang und Troſtesworte an Grabe, der Schreinervereinigung, owie für die zahlreiche Leichenbegleitung und überaus große lumenſpende. Mannheim, den 2. März 1901. 80868 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Chriſtina Fiſcher geb. Hartmann. ge. J. Ayrer Privatmann Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 30557 Sette. Tfllelfibkalliſe der Dienſtboten Maunheim. Slelenner mittelung für häusliche Dienſtboten. Häusliche Dienſtboten, als: 5 uee den ien aageltlic 5 ber Orts⸗ ſtboten, 4 mittelt. 2 den Dienſtherrſchaften wird als Erſatz für baare Aus⸗ lagen 1 Mk, prännmerando er⸗ hoben. 68103 Die Verwaltung: Kempf. Algen. weiblicher Krankenverſicherungsverein. Mittwoch, 6. März, 1901, Abends 3 Uhr, General-Versammlung im Nebenzimmer des„Frei⸗ burger Hof“, 8 2, 8. . sordnung; hnungsbericht. swahl des Vor⸗ Rechnungsrevi⸗ zeſuch ladet Der Vorſtand. Sonutag Abend Vegper. Zahl es Erſcheinen erwartet ½6 Uhr Der Vorstand. Musik- Verein. Sountag, 3. März 1901, Vormittags pyräeis 11 Uhr kiſte Seſammtptobe Aiula der 4 165 ſchule(E gang Tatterſallſtraße.) 80552 69108 der 9 ufmänn ahg⸗ NIANNIAEIM. Donnerſtag, 7. März a.., Abends 8½ Uhr In Staltpark-Saale Vortrag des Herrn Dr. znn. Karl Wollf Hier „Aeber das Weſen des Humorg.“ ichtmitglieder ſind Tages⸗ A M..50 in unſerem Bnkreau, in der Hof⸗Muſikalien⸗“ handlung K. Ferd. Heckel, in der Muſikalienhandlung Tg. Sohler und in der Buchhand⸗ lung von Brockhoffe; Schwalbe hier, ſowie in der Baumgart⸗ KRer ſchen. Büchhandlung in Lud⸗ Wigshafen zu haben. Die Karten ſind beim Eintritt in den Saal vorzuzeige n.(Die Tageskarten abzugeben.) 80488 Die Saalthüren werden punkt 8½ Uhr geschlossen. Shne Karte hat Niemand Zutritt. Rinder ſind vom Beſuche der Borträge ausgeſchloſſen. Der Vo ſtand. Daenmer Fenerr Heute Samſtag Abenbd 9 Uhr Prcdbe. Um pünkliches und vollzäh⸗ Uges Erſcheinen bittet Der Vorſtand. Schwaben⸗Club 1Maunheim. 17 Ie eden Samſtag Berſammlung 1 7 im Lokal F* eene, Auterzicht für Damen u. Herren Von einer Lehrerin, welche mit Erfolg unterrichtet. Cleganter ſeiner Pariſer Ton e Off unt. Nr. 80335 Bl 6 — 2 E Dus Ideal aller Damen iſt ein zartes, reines Heſicht, roſiges, jügendfriſches Ausfchen, weiße, ſammetweiche Hant u ble udend ſchöner Teint. Jede Dame waſche ſich dah 85 imit; Nabebenlerlltenmilch⸗Seife v. Bergmann ch Co., 0 Dresden Schutzmarke: Steckenpferd St.8 Mohren⸗Apotheke, rg Stern⸗ Apotheke, O. Miplthaler, S Frnſt Gollinger, Eruſt Gummich lten leden 25 Technikum Eutin. Architektur-, Ingenieur-, Tech- niker- u. Meisterkurse. Maschi- nenbau. Baugewerk. Tiefbau. Spezialkurse zurverkürz- ung.schulzeit. Praktikum. Prospekte gratis. 77607 Laun-Atelier H. Stein J1. 2. gleitestr. Einſetzen künſtl Zähne 125 Schmerztoſes wo 15 Zahnziehen, Plombiren eeeeeeee 255 55 0 O Weineſ.Luiſenringe5. Guten Mittagstiſch im Abounement mit Wein Mk..—, feines Früh⸗ 0 ſtück,reichhaltigeebend⸗ karte. Prima Weine. 0 0 77030 Jean Loos. OScrcgeertecese Pfälzer Wein empfiehlt über die Straße per Flaſche ohne Glas zu 40, 60, 80 Pfg.,.— u. .20., ſowie 7713ʃ Rothwein von 60 Pf, an Narl Schumm, Us 23. Durlacher Hof⸗ Flaſchenbier empfiehlt 80409 6. Yreſel, Bellenſtraße 22 Frauen u. Fräulein können in kurzer Zeit das Aeu⸗& Glanzbügeln gründl. erlernen. Sophie Kramer Wwe,, I, 9. 79778 3 bnpfet tücht. Schneiderin einpfiehlt ſich im Anfertigen aller Koſtüme. wird garantirt. Marg. 1 Lindenhoſſtr. 6, 3. Etage. Für die Ausfichrung elner Erfindung ein Kapitaliſt Offerten unter K K. 3 an die Expedition dſs. Bl. 1500 Mk. werden gegen Pupillariſche Für guten Sitz 79867 geſucht. Hohe Proviſion wird zugeſichert. Offerten unter Nr. 80265 au die Exped d. Bl. Neubau, 4 Stock, innerhalb der Stadt je 3 Zim. U. Kitche zum Preis von M. 38 000 zu verk. Off. unt. Nr. 800ss an die Exp. d. Bl. Gelegenheſtskauf. Elegantes Privathaus in erſter Stadtlage, mit Vor⸗ und Hintergarten, 7 Zimmer, Bad und allem Zubehör, iüher 8 00 rentirend, umſtändehalber ſehe billig zu verkaufen. Offerten unier A. NM. 80473 an die Expedition dſs Bl. Geſucht für unſer Cal⸗ eulationsbureau ein junger lüchtiger Mann, 8 wenn möglich aus der Ma⸗ ſchinenbranche, der auch ge⸗ naue Kenntniſſe der Expe⸗ dition haben muß. Offerten mit Augabe des Alters, der Gehaltsanſprüche und Zeug⸗ nißabſchriften erwünſcht. Pumpen⸗& Armatur⸗ fabrik Bettinger KBalcke, Frankenthal(Pfalz). Kohlen-Vertreter. Für den fuhren⸗ und waggon⸗ Coges werden Vertreter in Maun⸗ heim und Umgegend geſucht⸗ Anerbieten unt. Nr. 248 F. an die Expedition ds. Bl. 80384 Fu ein größeres Baugeſchäft wwird ſofſort ein küchtiger Kaulmaun geſucht, der mit Blichhaltung und Cotreſpondenz vertraut iſt. Offerten mit Zeug⸗ nißabſchriften, Lebenslauf und Gehaltsanſprüchen unter Chiffre Nr. 80372 an die Exped, d. Bl. Züpfler tüchtige, können gute Wirthſchaften erhalten. 80267 Stern, L 2, 6. 3 Zimmer mnit Küche 5 Zubehör, evenl, parterre, per 1. April od. ſpäter zu miethen geſucht. Offerten mit Preis unter Nr. 50485 an die Exped. ds. Bl. B4. eingütmöbl, Parterre⸗ „9 Iim. Zu verm. 79868 6 78 29 5te guüt möbl. Zim. 3. v. 78756 ., St., gut niöbl. 1 6* 7,293 im, auf 1. März zu verm. Näb. 3. Stock. 78777 bemnen— Correſpondenz— Krieger⸗ Verein Sicherheit auf ½ Jahr zu leihen weiſen Vertrieb von Kohlen und 88— eiger. The Berlitz Schocl f Lamgmumnges, Juſtitut zum Zwecke des Studiums fremder Sprachen, für Erwachſene, Gncl 15 0 unter Oberleitung des Herrn Profeſſors M. D. Berlitz. Ewei goldene Medaillen auf der Pariser Weltausstellung. Franzöſiſch, Eugliſch, Italieniſch, Ruſſiſch, Mannheim. Am Sonntag, den 3. Mär Abends 8 Uhr, findet Vereinslokal„Zuim Scheffeleck“ N 3, 9, ein hr, f im Familien-Abend ſtalt, wozu wir unſere Mitglieder nebſt Angehörigen d 45 einladen. Der Vorstend, Handelsvertrags-Verein. Ortsgruppe Mannheim. Zur Stellungnahme gegen die immer ſtärker hervor⸗ tretenden, der bewährten Handelsvertragspolitik des deut⸗ ſchen Reiches feindſeligen Beſtrebungen, findet am Sounkag, den 3. Mür; 1901, Bermittags 10½ Ahr im großen Saale des Saalbaues öffentliche Jerſammlung Fundtkhatige uud öthihung der Lehnenlhile Referenten: Dr. Emminghaus, Stadtrath Dr. Stern, Wilh. Fulda, Stadtrath A. Dreesbach, M. d. R. Zu dieſer Verſammlung laden wir ohne Rückſicht auf die Parteiſtellung Alle ein, die gegen die Vertheuerung der nothwendigen Lebensbedürfniſſe und für die Fortführung einer geſunden Handelspolitik einzutreten entſchloſſen ſind Ph. Diſſené, Vorſ. der Ortsgruppe, Stadtrath Aug. Dreesbach, M. d.., Stadtrath Alfr. Duttenhöfer, Emil Eichhorn, Dr. Emminghaus, Wilh. Fulda, ſtellb. Obmann des Stadtverordnetenvorſt., Stadtrath A. Geiß, Landtagsabg., Wilh. Groſch, Emil Hirſch, Louis Hirſch, Victor Lenel, Joſ. Leonhard, Emil Magenau, Stadtrath J. Mainzer, Wilh. Mayer⸗ Dinkel, Stadtrath Dr. Stern, Ludw. Teſcher, Stadt⸗ 9 50 rath C. e Heinr. Voegele, Dr. C. Weyl, O. Wüſt, W. Zeiler. Kaufmännischer Verein Mannbheim. Sonntag, 3. März a. e, Abends präc. 6 Uhr im Lokale Lortrag für Lehrlinge von Herrn Professor M. Gött, hier Chinesische Charakterzüge (mit Darstellung von Lichtbildern). 8042²² Der Vorstand. Verein für Maturheiltunde und Geſundheitspfege. Junntag, den 3. Mär; d.., Aachmittags 3% Ahr im hintern Saale des„Scheffelecks“ M 3, 8 Oeffentlicher Vortrag des Dr. med. Katz, Oberſtabsarzt a.., über: den Rutzen der Malutheilkunde für die Familie und den Einzelnen, ſowie übet die Zeitkrankheit „Nervoſität“ deten Urſache und naturgemäße Heilung. DEintritt frei für Jedermann. Zu recht zahlreichem Beſuch ladet ergebenſt ein 5 „Spopt 1890. 5 den 9. März 1901, Abends 2 1 1 3 Uhr, 8 in den Sälen des Casino, R I, Abendunterhaltungmit Ball d wozu höflichſt einladet 80809 05 Der Vorſtand. Vorſchläge für Einzuführende ſind bis längſtens Donnerſtag, den 7. März 1801 im Lokale(N 4, 11) oder.d Jbei den Herren Otto Hirſch, G 7, 31 und Karl Scholl, 1, 16, abzugeben. „Iüstitut Büchler“ Sisseieh conc. Mandelsschule Rastatt. DiehRramstalten für rw-wachseme, Frankfurt aſM., Manmheim, Zeil F. A, K. Halb u. Vierteljahrskurſe. Einzelunterricht. Tages⸗ u. Abendkurſe. Buchhaltung, Forreſpondenz, Rechnen, Stenographie, Maſchitenſchreiben, Moderne Sprachen e. Abbekeespeete d für alle Culturſprachen. Eintritt jeder Zeit. Pr oſpeete koſtenſos. Für Damen ſeparate Räume. 75457 Mannheim, 2. März. 5 2, 15, 3 Treppen. Spaniſch, Deutſch ze. druttz 1 5 MANNREIMH. OCASINO-SAAL. Dienstag, 5. März 1901, Abends ½8 Uhr Rlavier-Abend von Karl Schuler. Concertflügel von C. Beclistein, Berlin, aus dem Pianoforte- lager von K. Ferd. Heekel. „Nummerirte Sitzplätze M..—, unnummerirte Sitzplätze M.—, Gallerie und Stehplatze M..— bei K. Fer d. Heckel, Hof⸗- Musikalienhandlung, O3, 10, und bei Th. Sohler, Musikalienhandlung, Paradeplatz. 80083 ApolloTheater. Samſtag, den 2. März, Abends 8 Uhr und folgende Tage: Auftreten des geſammten neuengirten Künſtlerperſonals Fortſetzung des Preis⸗Kingkampfes. Es ringen: Beaucairos, Frankreich, gegen Lemmerz, Nöln. Van dler Berg, Holland, gegen Terrassier, Belgien. Welling, Berlin, gegen Pierre le Savoyard, Frankreich Sonuntag, 3. März a. c. Vormittags ½12 bis 1 Uhr:„Matinse.“ Nachmittags 4 Uhr: Fremdenvorſtellung. Es ringen: Robinetti, Italien, geg. Pierre le Savoyard, Frankreich. van der Heyden, Holland, gegen Burghardt, Wien. Abends 8 Uhr ringen: Eperle, Deutſchland, gegen Chorello, Spanien. Aimable, Frankreich, gegen Therry, Belgien. Als Prelsrichter fungiren noch: Herr L. Holländer) 5 Schmitz Manuheim. Samſtag und Sountag Nachmittag gewöhnliche Preiſe. DVorverkauf gültig. 80556 Sonntag Abend gewöhnliche Preise. — fal ſſcunstheter in Maunein. F Balteſtelle der elektriſchen Straßenbahn.) Neckarvorſtadt). Direktion: Fritz Kerſebaum⸗ Sountag, 3. März 1901, 4 und Abends 8 Uhr: Gute Nacht Hänschen oder: Kaiſer Joſef II und die Jefuiten. ee el in 6 Akten von A. 8 80 Gr. Bad. Hoſ⸗ 1. Mlenhee in Maunheim. Sountag, den 3. März 1901. 64. Vorſtellung im Abonnement B. Gaſtſpiel des Fräul. Aline Friede vom Großh. Hoftheater in Schwerin. Die Walküre. Erſter Tag des Bühnenfeſtſpiels:„Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Herr Hofkapellmeiſter Kähler. Dirigent: Regiſſeur: Herr Fiedler. Siegmund 5 Herr Krug. Hunding 0 10 0 59 8 Herr Marx. Wotan 2 5 Herr Mohwinkel. Sieglinde 8 8 8 8 Frau Nocke⸗Heindl. Brünnhilde 3 5 Nieicece 8 J3 erhilde, Frl. Nadnitzer. Irl. Wagner. Snertlete 8 Frl. Helmwige, Walküren. Frau Fiorg. Siegrune, Arl. van der Vyver. Grimgerde, Frau Schilling. Roßweiße, Frl. Bendfeld. „%*Brünnhilde: Fräul. Aline Friede. Schenplat der Handlung: Erſter Aufzug: Das Innere der Wohnung Hunding's. Zweiter Aufzug: Wildes Felſengebirge. Dritter Aufzug: Auf dem Gipfel eines Felſengebirges („des Brünnhildenſteins“). Kaſſeueröſfn. 5 uhr. Anf. präc. ½6 Uhr. Ende nach 10 Uhr. Dauer des erſten Zwiſchenacſes 15 Minuten, des zweiten 20 Min Erhöhte Eintrittspreiſe. und in der Filiale des General⸗Anzeigers, Friedrichsplatz 5. Montag, 4. März. 64. Vorſtellung im Abonnement A. Zum erſten Male: Johannisnacht. Ein Märchenſpiel von Marx Möller. Hierauf zum erſten Male: O fHt mFtANn⁊Z. Eine Aſchermittwochsdichtung in 1 Akt von Marx Möller. Zum Schluß: Esther. Fragment in 2 Akten von Grillparzer. Anfang 7 Uhr. lempfiehlt Vorperkauf von Billets bei Auguſt Kremer, Kaufhaus 2— Grüne Heringe à Pfd. 18 Pfg., Backschellfische à Pfd. 25 Pfg., Schellſiſche, Cabljan Zander, etc., ete. 80577 Louis Lochert, Telephon 521. Celnüse-Conserwon zu ermäßigten Preiſen. nur Ia. Waal be, reelle Packung junge Urbsen pr. 2 Pld.⸗Doſe v. 65 u. 75 Pfg an Schnittbohnen pr. 2 Pfd.⸗Doſe 40 Pfg. Prinzessbohnen Stangen⸗ u. Schnittſpargel Compot-Früchte Metzer Mirabellen per 2 Pfd.⸗Doſe Mk..— Preiselbeeren, Murken Sxtrafeines Olivenöl Spezialität: Hummer in ½ u. ½ Doſen bum berxnickel teine HKäse ete. eimpfiehlt 80574 1. H. Keln, C 2,. LAaterrict English Lessons. Speeialty: 75309 Commerolal Correspondenge. R. M. EIIwood, d 5, 1. Französisch. Converſation u. Klaſſenunter⸗ richt. Neuer Kurſus ab 4. März von 8 Uhr bis 10 Uhr Abends. Ecole Frangaise 80149 0 5, 8, 2 Tr. Unterricht in Stenographie(Stolze⸗ 558 Buchführung leinf., dopp. u. amerik.) Maſchinen⸗ ſchreiben(4 Syſteme) 0 Friedr. Rurckhardt, gepr. Lehrer d. Stenogr., L12, 11. Nachhilfeunterricht eriheilt ein Schüler einer oberen Klaſſe d. Realgymnaſiums.—— A u. Nr. 81 80524 d.— 7 Irdur von 1500 Mk, auf ein gutes 5 Object und Bürgſchaft gegen hohe Zinſen von einem pünkt⸗ lichen Zinszahler geſucht. Rück⸗ 95 l nach Uebereinkunft. erten befördert die Exped. G1. unter E. G. Nr. 79586. — pünktlichem Zinszahler werden M. 10000 auf prima 2. Hypotheke ge⸗ ſucht. Gefl. Offerten 5 No. 80052 an die Exp. d Bl. erbeten. I. Hypotheke geſucht ca. 60—70000 Mk. auf ein Haus, I. Object Neubau,(Werth 169 Mille) Mitte d. Stadt, Nähe d Planken. Gefl. 15 1u. Chifkre H. No. 80316 a. d. Erp. erbeten. A ein neues Wohnhaus i beſter hieſiger Lage wird eine II. Hypothek aufzunehmen geſucht. Offert, unter S. 6841 b. an Haa⸗ ſenſtein& Vogler, A.., Mannheim. 80559 40,000 M. außgr. rend as 5 1 1. Oktober geſucht. Offerten unter Nr. 80300 an die Expedition dſs. Bl. Gesucht. Von pünktlichem Zinszahler wird auf prima Objekt mit gut⸗ gehendem Geſchäft 19,000 Mk. auf II. Hypothek geſucht. Offert, befördert unter Cuifrs 79962 die Gppedition ds. Bl. Mk. 60,000 auf neues Haus la Lage, Mifte der Stadt, I. Hypotheke. Bei etwas höherer Beleihung zu 4¾% Zins geſucht. Oſſerten sub A. Z. 79878 an die Exped. d. Bl. ½ Sperrsitz links, Abounement 70035 abzi ugeben. Zu erſragen in der 2 5 Stuhlflechterei. Stühle werden gegen Poſt⸗ karten 80081 chmidt, T 4, 10. Filiale. Wittwe, welche 12 Jahre ſelbſt⸗ ſtändig ein Colonialwaaren⸗Ge⸗ ſchäft geführt, ſucht mit ihrer Tochter eine Filiale zu 9 nehmen. Näheres Exped. ds. Bl. Telfungs. Trägefin fürsschwetzinger⸗Vor⸗ ſtadt geſucht. 80578 Exp. des Gen ⸗Anz. f 8(Salbergſtraße 9) gut möblirt. Zimmer od. ohne Peuſion an 1 0d. 2 5 Herren zu verm. 80⁰⁵ — — EFFR ———— 2 11181 beneng 2. Mdtg ——7 — heiniſche Creditank in MANNHEIM. Dreissigste ordentliche deneral-Fersammlung am 28. März d. J8., Vormſttags 12 Uhr im Lokale der Bank wozu wir die Herren Aktionäre einladen, Tages-Ordnung: 1. Bericht der Direktion und des Aufsichtsraths, 2, Entlastung der Direktion und des Aufsichtsraths, 8. Festsetzung der Dividende, 4, Wahl von Aufsichtsrathsmitgliedern. Zur Ausübung des Stimmrechts ist jeder Aktionär berechtigt, welcher die Aktien spätestens am fünften Lage vor der Versammlung bei der Gesellschaft oder bei einer der in der Einladung zur General-Versammlung hiezu bezeichneten Stellen oder bei einem Notar vorzeigt. (Art, 16 der Statuten). Jede Aktie gewährt das Stimmrecht. Das Stimm- reeht wird nach Aktienbeträgen ausgeübt. Das Stimm- recht kann durch einen bevollmächtigten Aktionär aus- geübt werden. Für die Vollmacht ist die schriftliche Form erforderlich und genügend; die Vollmacht bleibt in der Verwahrung der Gesellschaft(Art,. 15 der Statuten). Anmeldungen nehmen entgegen und ertheilen Ein- trittskarten zur General-Versammlung: in Mannheim unsere Bank, die Mannheimer Bank Heidelberg unsere Filiale, 10 Karlsruhe 75 17 „Baden-Baden 5 1 „ Lahr i. B. 1* „Offenburg„5 5 „ Freiburg i. B. 5 175 „ Konstanz 1 5 „ Kaiserslautern„5 „ Strassburg i. E.„ „ Pforzheim die Herren Julius Kahn& Co., 50„Saarbrücken die Herren G. F. Gr ohé⸗ Henrich& Co., „Neustadt a. H. Herr G. F. Grohé-Henrich, „ Zweibrücken die Credit-u. Depositenbank, 5„ Frankfurt a. M.„Deutsche Vereinsbank, „München„Bayerische Bank, „Stuttgart 5 Württembergische Ver- einsbank, „ Basel„ Basler Handelsbank, „ Berlin Herr S. Bleichröder, Mannheim, 2. März 1901. Der Aufsiehtsrath. Aufforderung! An dlg Actionäre der früheren„Mannheſmer Bank“ in Mannheim. Nachdem die Fusion der Mannheimer Bank mit der Rheinischen Creditbank zum Handelsregister eingetragen ist, fordern wir gemäss 58 305, 290, 219.-.-B. die Actionäre der krüheren„Iannheimer Bank“ auf, ihre Aetien gegen solche der Rheinischen Creditbank umzu- tauschen. 80587 Im Fusionsvertrage ist hierüber Folgendes bestimmt: „Die Actionäre 1 5 Mannheimer Bank erhalten im Wege des Umtausches gegen Mannheimer Bankagtien im Nominalbetrage von je 11,000 M. 10 Actien der Rheinischen Creditbank à 1000 N. mit Dividendenberechtigung vom 1. Januar 1901 an.“ Die Actien der Mannheimer Bank sind mit denscheinen pro 1900 ff. abzuliefern. Der Umtausch beginnt am 15. März und hat bis spä⸗ testens 15. Juni 1901 zu erfolgen. Der Umtausch erfolgt: bei der Mannheimer Bank, Actien-Ge- sellschaft in Mannheim, Rheinischen Creditbhank in Mannheim und deren sämmt- lichen Filialen. Kotlen, welche nicht zum Umtausch gelangen, Werden für Kraftlos erklärt. Die an Stelle der für kraftlos erklärten Actien ausge- gebenen neuen Aetien der Rheinisclen Creditbank werden für Rechnung der Betheiligten dureh die Rheiuische Ore- dütbank zum Börsenpreis und in Ermangelung eines solehen durch öffentliche Versteigerung verkauft. Der Erlös ist den Betbeiligten auszuzahlen oder, sofern die Berechtigung Zur Hinterlegung Vorhanden ist, zu hinterlegen. Die Rheinische Creditbank hat sich bereit erklärt, den Umtausch der Actien auch in der Weise vorzunehmen, dass gegen jede Actie der Mannbeimer Bank à 1000 M. und einer Zuzahlung von 89%8= 80 Mark eine Aetie der Rhei- nischen Oreditbank à 1000 M. getauscht wird, jedoch hat in diesem Falle der Umtausch in der Zeit vom 15. März bis 15. April zu erfolgen. MANNHEIM, den 2. März 1901. Rheinische Creditbank. Weberiandische Dampfschiff hederei. Tägliche Perſonen⸗ u. Güter⸗ Beförderung. machen hiermit bekannt, 80538 5 35 555 Wir daß unſere Perſonenboote ihre kegelmäßigen täglichen Fahrten zwiſchen Mannbheim— Rotterdam wwleder aufgenommen haben. Mannheim, den 1. März 1901. Die Hauptagentur der RNiederländiſchen Dampfſchiff⸗Rhederei Roland Küpper& Co. 80482 Genevakuzeiger- Mannheimer Parkgeſellſchaft. Sonntag, 3. März, Nachmittags—6 Uhr, 5N0 der Grenadier⸗Kapelle. Direction: Kgl. Muſik⸗Dirigent M. Vollmer. 80521 Der Vorſtand. Zaseeοοεονοο 0e JNeuerlayerhof E5,18 Grosses Duoppl⸗ Bok⸗ ier⸗geſt anster um 5 Uhr Anstich. Sonntag von 11—1 uhr Frühſchoppen⸗Concert der berühmten Kapelle Käſtner. 5 ff. Küche, u..: Spezialität, echt Nürnberger 5 Bratwürſtel. Münchner Damenbedienung. 3 80148 Der Wirth. SSgceeseessessssss Bodensteiner E 1 No. 8. E I No. 8. Samſtag, Sonntag, Montag, den.,., 5. März 1901: Großes Märzen⸗Doppel⸗Bock⸗Feſt mit Abſingen der neueſten Bocklieder unter gefl. Mitwirkung der Kiautschou-Kapelle. DParole. Im„Rodenſteiner“, heerſchte Schorſch, do gibt's heut' Märzebock, Drum ſetz' norr ſchnell Dein Steife uff, zieh'g au Dein Sunntagsrock, Bring all' Dein Witz und Dein Humor, un gach en große Dorſcht, Vergeß“ gach die Monete nit, doch ſunſcht is“ Alles Worſcht! Es ladet höflichſt ein 80502 Jean De Lank, Reſtaurateur. B 5, 8. B 5, 8. Jeden Sountag Morgen von 9 Uhr ab: warmen gwiebellzachen Separate Eimmer zum Abhalten von Konfirmanden⸗ und Communikanten⸗Eſſen. Es ladet höflichſt ein C. R LU F F. Wittelsbacher Nof am Friebrichsring U 4, 13 am Friebrichsring. BHeute, Samſtag Abend 6 Uhr beginnt der Ausſchank des ſo beliebten Münchener Auguſtiner Märzen Doppel⸗Bock „Agitator“. 150 8 Ahr an, ſowie Sonntag Nachmit⸗ tag und Abends Grosses Concert. ner“ Für ff. Bockwü ſte mit Kraut iſt beſtens geſorgt. Es ladet freundlichſt ein 80558 Jeiel eeere Gasthof; Bsbernslung Ich beehre mich anzuzeigen, daß ich ſeit Beginn dieſes Jahres den Gaſthof zum Zühringer Hof in Großſachſen übernommen habe und lade zum Beſuch ergebenſt ein. Es wird mein Beſtreben lein, durch gute Küche, reine Geträn e und aufmerkſame Bedienung den guten Ruf des Hauſes zu erhalten und zu den alten Freunden neue zu gewinnen. Für Geſellſchaften mache ſch beſonders auf meinen größen, luftigen Saal, Separatzimmer, heisbare Kegelbahn aufmerkſam. Schöne Fremdenzimmer. Stallung im Hauſe. 79749 Hochachtungsvoll ———.— 2* 056 80504 Wacſerheilanßalt 11 Micheladt in in u Obeumald. tation b. heſſiſchen(Frankfurt a..), Hanau⸗ 8 Beſſſ berbach(Stuttgart). 0 Heilanſtalt für gronſe Krauke der verſchiedenſten Art, nament⸗ lich Nervenleidende(Geiſteskranke ſind ausgeſchloſſen). Nationelle Waſſerkuren, Elektrizität, Maſſage, Heilgymnaſtik, diäketiſche Kuren. Laudauſenthalt für Erholungsbedürftige. Während der Wintermongte bis eiüſchl. April) Ermäßigung der Preiſe. Näheres durch Proſpekte, 70574 Sau.R. BPr. Scharfenberg, dirig. Arzt. Arbeiterimnen nicht unter 16 Jahre alt, finden dauernde Beſchäftig⸗ ung in der 80029 8 8 85 bei 1 Mannhem T 1, 2 7. Skite⸗ Villig iſt der Spezialiſt. Grösste Auswahl DConfirmanden⸗Anzügen allen Preislagen Breitestrasse. wozu höflichſt einladet Restaurant Schlossbrunnen Lindenhof. Fortset-ung Eichbaum-Doppel-Wock⸗Märzen⸗ Bier welches mit en Schlachtfest am Sonntag, den 5. März 1001, im Schloßbrunnen Lindenhof zum Ausſchank kommt. Nachmittags bon 3 bis 11 Uhr Abends 3 Streichkonzert 80509 ——5 er. Hotel National. Anstich vom Salvatorf Wontag, den 4. Mare, llttabs 3 Ulhr.. PNEUMATIC Continenta Jeder Radfahrer iſt ein Freund dieſes Reifens. Erſiklaſſig in Material und Ausführung. 79720 aiimn Labutchoue& bultapereha Comg., Hannover. e.. eeeeeee Pr akt. Zahn Arzt Dietrich! (staatl, approb, Unlvers. Tübingen) wohnt planken, P 4, 16, Skohmarkt, Treppe. Sprechstunden:—12, 27 Uhr, Sonntags9—3 Uhr. Telephonanschluss 2343. 5 Besondere Erfahrungen im sehmerslosen Zahnziehlen, insbesondere in 72434 Betäubung(Narcose) mit Laehgas, Bromaether ete, ste. Geſangbücher proteſt,. und kathol. empftehlt in reichſter Auswahl 80077 WVilh. Richter, OI, 7, Breitestrasse. 925 0 4, 17. 0 4, 17. 2 60 Sanl 82 55 Nepasakur⸗ Meſcht⸗ nenſchloſſer, Dreher, Stoßer 1u. Sattler werden gegen guten Lohn eingeſtellt. Schöne Arbeiter⸗ wohnungen vorhanden. 80376 Zündholzfabrik Rheinan. Hütte Friede, Kutuflingen i/Lolhr. J. A. Welss, E 1, 8. Thierarzt, E 1, 8. Spezialiſt für Hundekrauk⸗ 765˙9 8 7 apilgliſten. f Das bei einigen Hpothe⸗ ten Inſtituten bekannt ge⸗ wordene Geſchäftsgebahren hat zur Genüge gelehrt, daß vor allem jeder Capi⸗ taliſt eigener Herr über ſein Capfſfal blei ſben muß, um vor Verluſten geſchitzt zu ſein. Die MDeutsche Darlehen- u- Kaut- ions-Bank, Berlin W. 35, hat mit ihrem neuen Geſchäftsprineip ei⸗ nen Modus gefunden, nach welchem Capitalien nicht nur ſicher, ſondern auch ortheithaft angelegt wer⸗ den. Es liegt daher im Intereſſe eines jeden Capi⸗ daliſten, ſich vor Vergebung ſeiner Capitalien gratis und franco Proſpekte von obengenannter neuconſtitu⸗ irten Vauk zu Brustbeschwerden, Ka- tarrhe, Lungenleiden. Man gebrauche nur Apotheker Wagners echten xussischen HKnöterieh, Seit Jahren mit grösstem Erfolge angewandt. Viele Atteste. Man achte auf den Namenszug, Cartons à 50 Pf. u. 1 Mk. zu haben bei t E. Gummich, Drogerie zum Waldhorn. E. Arb. im Waſchen u 1. Putzen.Dienſtag, Mitkwoch, Don⸗ nerſtaan. Gonfardſtr. 84 V.. 8.—. 77 b 09708 T I, 1 Comfirmanden-Anzüge, Cheviot Confirmanden-Anzüge, Buckskin onfirmanden-Anziige, Kammgarn 155. Confirmanden-Kleiderstoffe, creme, weiss Confirmanden-Kleiderstafffe schwarz, Confirmanden-Costäüme-Röeceke, schwarz, glt. u. gem..9 Confirmanden-Kragen für Mädchen Meter 49, Confirmanden-Jackets, schwarz, 2reihig Canfirmanden-Jackets, schwarz, mod. Sackfacon, Tonfirmanden-Hite Conmfirmanden-Oberhemden reiche Stickerei.50 5 Meter ———————ůů—— 78, 125 Pf. 59 Pf. St..59 4. 50 Confirmanden-Jackeis, schwarz, Seide gef. u. Stickerei.7 Stück.75 Stück.78, Telefon 1096. Confirmanden-Stickerei-Unterröcke Confirmanden-Corsets, neue Facons .40 St. 68, 148 Pf. Mannheim, 2. Mürz. .95 Confirmanden-Zugstiefel, glatt Wichsleder, f. Knaben 5. 45 .75 Confirmanden-Zugstiefell m. Bes., Wichsleder, f. Knaben 5. 75 „20.— Confirmanden-Schnürstiefel Wichsleder, f. Knaben.50 Confirmanden-Schnürstiefel m. u. ohne Lackkappe für Mädchen.50 Confirmanden-Knopfstiefel m. u. ohne Lackkappe für Mädchen.25 Confirmanden-Schnür- und Knopfstiefel echt 1 Chevreaux für Mädchen.75 Contfirmanden-Mädchen-Hemden, mit Spitze, 5 Stück 44, 68, 113 Pf. Confirmanden-Mädehen-Hosen, m. Stickerei St. 98 Pf. St. 98 Pf. Confirmanden-Glaee-Handschuhe, weiss Paar 113 Pf. Confirmanden-Glace-Handschuhe, schwarz Paar 125 Pf. Confirmationstücher, Kerzen-Ranken, Communion-Kränze, Communion-Kerzen, Halsrüschen* Pa. Pa. Gold-Double-Uhrenketten, Brochen, Ohrringe, Armbänder, Kreuze ete. zu sehr hilligen Preisen. Sämmtliche o obig igen Artikel sind bis zu den elegantesten Genres ia Riesen-Auswahl vorrätig. 5 900 5 lale Aenef 18 8 Ramil. ku⸗ Loose à 1 Mk. N„% à 10„ „Liste 25 Pfg. extras Liebung sicher 19.—20. pril 88 8 1 42 58 8 empllehit J. Ifll Ma Meneral⸗ Webit,— Strassburg 1. E. Wiederkerkäufer werden gesucht. 5 bs 888 Tühlb, ohne Abzug im hetrage 25 Mk. 42000 8s .⸗20000 35 ek.⸗ lt. 5000 f S ew.„ 2000— f. gW6„ 2000 8 0 2089 0 2000 00„„ 7000 8 560„„ 2800 80„ u 4200 f 25 iüKR eut IN ul Selclotterte 8 — 8585 — 8 Frankfurt a. I. Rliale Maunheim M 2, 4. Tehepbon 2153. Dampfmaschinen Transmissionen Aufzüge eiennoe Eisen- 1 .S, Fries Sonn dee Lehtmelhode der Züſchueideknn Wben. 4 kann ich Unterzeichnete als eine der beſten und ſicherſten 90 der Maunheimer Zuſchn.⸗Akad. für Damenbekl. N 3, 4) bezeich nen und empfehlen. In der genaunten Lehranſtalt ſind im Monat Februar d. J. 65 Röcke, 70 Taillen, 26 Jackets, mehrere Prinzeßkleiber und Kin⸗ der⸗Garderobe von Schülerinnen praktiſch im Stoff zugeſchnitten 5 ſt l. Damenſchneiperei 80437( Höchste Auszeloehnungen! Neuer Molor„ für Gas, Benzin und Benzol. von 4 Pferdekräften an. bei grösseren Anlagen bedeutend billiger. Bereits 5400 Motoren mit 27000 Pfordekrätten abgelielert. Im Agensten verlange man Prospekte. Benz& Cie. hel enz“ und augefertigt worden. Da ich Unterzeichnete durch dieſe Lehrmethode eine perfekte Selbſtſtändigkeit erlangt habe, ſage hiermit öfſentlich dem Lehr⸗ perſonal der genaunten Lehranſtalt meinen beſten Dank. Babette Zürker, Kleidernacherin. 7* Hausfrauen Urtheil. sie selbst% und ver- 9 suchen Sie Sehrauthg's demaflene Salmiak-Terpentin-Seife das beste Maschpulwer derwelt Blendend igeisse Wäüsche, garantint vein. Höchster Feltgehalt. Nur echt mit in rother Schutzmarke Farbe. Veberall käuflich à Facket 15 Pfennig. 72120 Den verehrten Bauinteressenten erlaube ich mir ergebenst bekannt zu machen, dassch mich als Architekt hier niedergelassen habe. 79862 Entwürfe, Kostenberechnugen, Bauleitung und Ab- rehnungen zu Um- und Neubauten aus allen Gebieten des einfachen und monumentalen Hochbaues, Innen- architektur, kunstgewerbliche Entwürfe, Festigkeits- berechnungen, technische Gutachten 1 dergleichen. Jakoh Kaltschmitt, Moſttent Breile Strasse Maunhein 1 80501 Plissieren. 7. Ernst Levi 147. Band- u. Seidenwag n. 0 Hneorg Fischer, E 2 ‚ Flanten. 28182 ee OCheviot u. Kammgarn von Mk. 18.— bis Mk. 45.— Vorräthig u, nach Maas bei Beflecliren Jie auf gute Betten und denerator-Gasmotor„Benz, ispel, ſe kann Jhuen die 9 10 Max Keller, 68685 Betriebskosten per pferdekraft u. Stunde 3 Pfg. 5 empfohlen werden Sasmotorenfabrik.-B, Mannheim(Baden). FFFFFFFFF—ä Preisaufſchlag können Fa⸗ „10 und 11, uur o8822 Auf Theilzahlung ohne milien jeden Standes bei einem hieſigen reellen Ge⸗ ſchäft ihren Bedarf in Bett⸗ u. Leibwäſche, Herren⸗ und Damenkleiderſtaffen decken. Auf Wunſch Muſter, Adreſſen erbitte unter No. 80022 in der Exped. dſs. Blattes niederzulegen. dcgen begueme Theflzamlungen können Lamilien jeden Skandes ihren Bedarf an Damen- u, Herren⸗ Kleiderstoffen, Leib⸗ U. Bettwäſche u. bei einem reellen Verſandt⸗ bauſe zu billigen Preiſen decken Muſter ſofort franko. Gefl. Off. unt. Nr. an die Exped. ds. Blattes- Klavierſtimmen ſin guter Ausführung, ſowie dies⸗ bezüigl. Neparaturen übernimmi Robert Jacob, lcbelsbeimerſlr. 80490 Gich —