00 8 dakteur den allgemeinen und Handelstell: Chefre ee für den kinzeigentell: Knton Grieſer. erlag: Druckerel Dr. Haas Rannheimer Seneral⸗ Anzeiger G. m. b.* ſämtlich in Mmannheim.— Celegramm⸗ „An im D Druck u. Verantwortlich für r. Fri zeiger Raunheim.— Fernſprech⸗An⸗ : Mr. 7940, 7941, 7942, 7943, 7944, 7945 ck⸗Nonio: Rr. 2917 Tubwigshafen am Nhein. ſclag 44 eneral Mann lab 94.— Palde Abend⸗Ausgabe. Gonoml Anzeiger Badiſche Neueſte Nathrichten Beilagen: Amtliches Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim.— Das Weltgeſchehen im Bilde in 1918.— Ar. 22. RAnzeigenpreiſe: die 1paltige Kolonelzene 40 Pfen 50 Siennia, Reklamen M 2—. Anmahmeſchl vormittags 8¼ Uhr, Abendblatt nachmittags 2½ Uhr zeigen an beſtimmten Tagen, Steſlen und kl ben wird keine Ver⸗ antwortung übernommen Sezugspreis in Kaa Pie und Umge⸗ bung monatt m.— wit Bringzeriohm. Poſtbegzug: ierteli M..42 einſchl Zuſtellungs gebühr. Bei der Poſt abgeh. M.70. Einzel⸗Nr: 10 Pfg. moderner Kupfertiefdruck⸗Ausführung. Tams: Mittagblatt Für Ru⸗ die Räumung der beſetzlen Gebiele. Der deutſche Tagesbericht. Großes Haupfquartler, 14. Jan.(WTB. Amtlich.) Weſtlicher Rriegsſchauplatz. Feeresgruppe des Generalfeldmarſchalls Kronpriuz Buprech von Bayern Die Jeuerlätigkelt blieb kagsüber meiſt auf Slö⸗ rungsfeuer beſchränkt, in einzelnen Abſchnitten, beſonders beiderſeits von Lens, war ſie am Abend gefleigert. Aufklärungsabkeilungen drangen ſüdweſtlich von Armenkleres und nördlich von Ca BVacquerie in die engliſchen Gräben ein und machten Gefangene. Heeresgruppen deutſcher Kronprinz und Herzog Albrecht von Württemberg. Abgeſehen von erfolgreichen Erkundungs⸗ gefechlen in der Gegend von Ju vincourt und auf dem Weſtufer der Maas verlief der Tag ohne beſondere Er⸗ eigniſſe. Oeſtlicher Rriegsſchauplatz. Nichts Neues.. Mazedoniſche Front. Weſtlich vom Ochridaſee, am Dobropolje und füd weſllich vom Doirauſee Artillerietäligkelt. Italieniſcher Kriegsſchauplatz. Die Lage iſt un veränderl. Der Erſze Generalquartiermeiſter: Ludendorff. Nene-Bool-Erfolge. Berlin, 13. Jan.(WTB. Amtlich.) Bei flarker Be⸗ wachung und unter ſtärkſter Gegenwirkung, die vielſach auch durch feindliche Luftſtreitkräfte ausgeübt wurde, verſenkien unſere-Boote im Aermel⸗Kanal und an der eng⸗ liſchen Oſtküſte fünf größere Dampfer. Die Mehrzahl der Schiffe war lief beladen und bewaffuet. Der Chef des Admiralllabs der Marine. Die Beſprechungen der Frachtraumfrage in der engliſchen Preſſe konzentrieren ſich der Sachlage entſprechend mehr und mehr auf die Frage der Neubauten, während die Bedeutung des neutralen Frachtraums und der Zuwachs durch die beſchlagnahmte deutſche Handelstonnage in den Hinter⸗ grund treten. Der„Daily Telegraph“ ſtellte vor einiger Zeit feſt, daß wahrſcheinlich trotz aller Prophezeiungen nur eine Million Tonnen an Frachtraum im Jahre 1917 fertiggeſtellt worden ſei. Selbſt wenn man dieſe Ziffer auf 1% Millionen Tonnen erhöht, entſpricht ſie nicht annähernd den engliſchen Erwartungen. Ein engliſches Fachblatt vom 20. Dezember muß zugeſtehen, daß erſt die Oktober⸗November⸗Leiſtung im Handelsſchiffbau eine monatliche Durchſchnittshöhe, wie ſie 1913 war, erreicht habe, ſodaß man von nun ab mit einem Jahreszuwachs von 2 Millionen Tonnen rech⸗ nen könne. Am 27. Dezember ſchrieb das„Journal of Commerce“: Wir wundern uns nicht darüber, daß man uns ſagt, der Bau von Handelsſchiffen werde von jetzt ab in einem ſehr beſchleu⸗ nigten Tempo vor ſich gehen. Eine Unannehmlichkeit iſt es in dieſem Falle und in anderen Fällen, welche mit dem Schiffbau zuſammenhängen, daß die Verwirklichung der Dinge, die wir zu ſehen wünſchen, leider immer der Zukunft an⸗ heimgeſtellt iſt. Beſtändig ſagt man uns, daß nunmehr der wunderbare Wechſel in der Lage eintreten werde.“ Auch die Enttäuſchung über das Mißlingen des amerikaniſchen Schiffbauprogramms kommt in der engliſchen Preſſe wieder lebhaft zum Ausdruck. Das Ge⸗ ſtändnis des Premierminiſters Lloyb George, daß er ſich be⸗ züglich der Ueberweiſung amerikaniſchen Frachtraums an Eng⸗ land geirrt habe und daß infolgedeſſen ſeine Verſprechungen eine Aenderung erfahren hätten, wird peinlich empfunden. die Kriſengerüchle. m. Röln, 14. Jan.(Priw.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meldet aus Berlin: Es geht wieder einmal, warum weiß der Himmel und die Leute, die an der Verbreitung beſtimmter Gerüchte ein beſtimmtes Intereſſe haben, eine Welle phantaſtiſcher Nachrichten durch das Publikum, die ſich in dem kritikloſen oder weniger gewiſſen⸗ haften Teil der Preſſe widerſpiegeln und im Hin⸗ und Herreden phantaſtiſch vergrößert werden. In den letzten Tagen hat der Kaiſer mit einer Reihe führen⸗ Perſönlichkeiten vertrauensvolle Aus⸗ Ueber die Tatſache dieſer Ausſprachen unter⸗ richtet der Hofbericht. Ueber ihr Ergebnis wird natürlich öffentlich nichts bekannt. Aus dieſen Unterredungen hat die unerſfättliche Phantaſie gewiſſer Leute wieder einmal einen Kronrat gemacht, offenbar weil dieſes Wort einen geheimnisvollen Reiz auf die Phan⸗ taſie ausübt. Es ſei darum ausdrücklich feſtgeſtellt, daß ein Kron⸗ rat nicht ſtattgefunden hat und zwar aus dem einfachen Orund, weil eine VBeranlaſſung für ſeine Einberufung nicht vorllegt. der ſprachen gehabt. Es beſtehen tatſächlich keine ſachlichen Meinungsver⸗ ſchiedenheiten, die eine Entſcheidung durch den Kronrat er⸗ fordern würden. An die fälſchlich zu einem Kronrat aufgebauſchte Tatſache der er⸗ wähnten Beſprechungen knüpfen ſich in üblicher Folge allerlei andere Gerüchte. So verzeichnet ein Blatt, der Reichskanzler ſei krank. Dem⸗ gegenüber kann aufs beſtimmteſte verſichert werden, daß der Kanzler geſund und friſch iſt. Die Nachricht, daß der Bot⸗ ſchafter Graf Bernſtorff hier eingetroffen iſt, iſt aus irgend⸗ welchen Fingern geſogen. Der Botſchafter befindet ſich in Kon⸗ ſtantinopel. Auch das Gerücht, der Staatsſekretär vbon Kühlmann ſei hier angekommen, iſt falſch. Herr von Kühlmann ver⸗ handelt ruhig in Breſt⸗Litowſk. RNichtig iſt, daß der Ge⸗ ſandte Pr. Roſen hier weilt. Das hat keinen polltiſchen Zweck, ſondern den rein menſchlichen eines Befuchs beim Arzt. Es ſcheint unabwendbar zu ſein, daß wir von Zeit zu Zeit eine Perſode unvermeidlicher Gerüchte durchleben müſſen. Möge das Volk auch dieſes unvermeidliche Kriegsſchickſal ruhig binzunehmen lernen. m. Köln, 14. Jan.(Priv.⸗Tel.) Die Zeitung“ meldet aus Berlin: In Zeitungsmeldungen iſt agt worden, der Kanzler werde am Mittwoch im Jeage ſprechen. Wie ich demgegennber erfahre, iſt der Zeitpunkt für die das Kanzlers noch 275 beſtimmt feſtgeſetzt. Beratung der lerritorſalen Fragen im Breſt-Litowfl. Breſi-Citewſk. 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Am 11. Ja⸗ nuar konſtituſerte ſich die deutſch⸗öſterreichiſch⸗ ungariſch⸗ruſ⸗ ſiſche Kommiſſion zur Beratung der territorialen Fragen und hielt am 11. und 12. Januar drei Sitzun⸗ gen ab, die folgenden Verlauf nahmen: Nach einer kurzen einleitenden Diskuſſion über formale Fragen der Beratung wurde zunöchſt feſtgeſtellt, daß in der erſten Stelle des abzuſchließenden Friedensvertrages die des Kriegzuſtandes zwiſchen den kriegführenden Teilen ausgeſprochen werden ſolle. Dagegen lehnte es Trotzky ab, anſchließend hieran auszuſprechen, daß die vertragſchließenden Teile entſchloſſen ſeien, fortan in Frieden und Freundſchaft zu leben. Trotzkty fand, daß dies eine dekorative Phraſe ſei, die nicht den Sinn der Beziehungen kennzeichne, welche zukünftig zwiſchen dem ruſſiſchen und deut⸗ ſchen Volke, beziehungsweiſe den Völkern Oeſterreich⸗Ungarns beſtehen würden. Er hoffe, daß ganz andere Dinge die Be⸗ ziehungen zwiſchen den Völkern beeinfluſſen würden. Nach der Olskuſſton über dieſen Punkt wurde beſchloſſen, auf den e in einem ſpäteren Zeitpunkt nochmals zurückzu⸗ ommen. Im weiteren Verlauf der Beſprechung wurde feſtgeſtellt, daß ein Einvernehmen darüber herrſche, die Räumung der von den beiden krlegführenden Parteien beſetzten Ge⸗ biete prinzipiell auf die Grundlage der vollen Gegenſeitigkeft zu ſtellen, derart, daß die Räumung des beſetzten ruſſiſchen Gebietes an die Räumung der von Rußland beſetzten Gebiete Oeſterreich⸗Ungarns, der Türkei und Perſiens zu knüpfen ſei. perſien. In einem ſpäteren Zeitpunkt der Verhandlungen wurde Perſien aus dieſem Juſammenhang geſtrichen, da es nicht kriegführender Teil ſei. Troßky ſchlug vor, am Schluß den Satz einzuleiten:„Rußland verpflichtet ſich, in möglichſt ſchneller Zeit ſeine Truppen aus den Gebieten des 8 85 neutralen Perſiens herauszuführen“, und fügte hinzu, daß er keinen anderen Grund zu dieſer geplanten Aenderung habe. als den Wunſch, das ſchreiende Unrecht zu betonen, das von der früheren ruſſiſchen Regierung gegenüber dem neutralen Lande begangen worden ſei. Hierzu bemerkte Staatsſekretär von Kühlmann: Er begrüße dieſe Erklärung umſomehr, als auf der Seite der Zentralmächte für das alte Kulturvolk der Perſer die allerleb⸗ hafteſten Sympathien beſtünden und ſie nichts anderes wünſch⸗ ten, als daß die Perſer in Zukunft frei von Unterdrückung ihre nationale Kultur pflegen könnten. Der Jeitpunkt der Räumung. Es kam ſodann die Frage zur Beſprechung, in welchem Zeitpunkt die Räumung der beſetzten Gebiete zu erfolgen werde. Der ruſſiſche Vorſchlag ging dahin, die äumung an einen Zeitpunkt zu knüpfen, in welchem nach Friedensſchluß Rußland ſeine Streitkräfte demobiliſiert haben werde. Die Räumung der beſetzten Gebiete an die erfolgte Demobiliſierung der ruſſiſchen Streitkräfte zu binden, ſei des⸗ wegen notwendig, weil die Gefahr vorliege, daß Rußland, bevor ſeine Streitkräfte demobiliſiert ſeien, infolge Verände⸗ rungen in ſeinem Regierungsſyſtem und ſeinen Abſichten jeder⸗ zeit in der Lage wäre, wieder Offenſivoperationen durchzu⸗ führen. Trotzky ſprach demgegenüber den Wunſch aus, die Räumung der beſetzten Gebiete parallel mit dem Verlauf der beiderſeitigen Demobiliſierung durchzuführen, worüber nähere Vereinbarungen zu treffen wären. Nach einem Hinweis Kühlmanns darauf, daß nach dem ruſſiſchen Vorſchlag die Räumung der beſetzten Gebiete ſich bis zum Abſchluß eines all⸗ gemeinen Friedens hinausziehen müſſe, wurde die Beratung über dieſen Punkt abgebrochen. Au welche Teile ſoll ſich die Räumung erſtrecken? Es gelangt nun die Frage zur Erörterung, a uf welche Teile beſetzten Gebiete ſich die Räumung zu erſtrecken habe. Hierzu führte Staatsſekretär von Kühlmann aus: Wie aus der Definition der Räumung hervorgeht, erſtreckt ſie ſich nur auf diejenigen beſetzten Gebiete, welche noch Teile von Staatsgebieten derſenigen Macht ſind, mit der der Friede ge⸗ ſceſte wird; auf ſolche Gebiete, welche bei Eintritt des Frie⸗ ens nicht mehr Teile dieſes Staatsgebietes bilden, erſtreckt ſie ſen nicht. Es würde alſo in eine Unterſuchung einzutreten ein, ob und welche Teile des ehemaligen ruſſiſchen Gebietes bei Eintritt des Friedens noch als zum ruſſiſchen Gebiete ge⸗ hörig betrachtet werden können. Die ruſſiſche Regierung hat entſprechend ihren Grundſätzen für alle in Rußland lebenden Völker ohne Ausnahme ein bis zu ihrer völligen Abſonderung Selbſtbeſtimmungsrecht proklamiert. Wir behaupten, aß in Ausübung dieſes Selbſtbeſtimmungsrechtes in einem Teil der von uns beſetzten Gebiete die zur Vertretung der be⸗ treffenden Völker de facto bevollmächtigten Körperſchaften ihr Selbſtbeſtimmungsrecht im Sinne der Abſonderung von Rußland derart ausgeübt haben, daß nach unſerer Auf⸗ faſſung dieſe Gebiete heutenicht mehr als zum ruſſiſchen Reiche in ſeinem ehemaligen Umfange gehörig betrachtet wer⸗ den können. Hierauf erklärte Trotzky: Wir halten unſere Erklärung in vollem Umfange aufrecht, daß die Völkerſchaften, die das ruſſiſche Gebiet bevölkern, ohne äußeren Einfluß das Recht der Selbſtbeſtimmung haben und zwar bis zur Lostrennung von Rußland. Wir können jedoch die Anwendung dieſes Prin⸗ zips nicht anders anerkennen, als gegenüber den Völkern ſelbſt und nicht etwa nüber gewiſſen privilegierten Teilen der⸗ ſelben. Wir müf 15 die Auffaſſung des Vorſitzenden der deut⸗ ſchen Delegation ablehnen, welche dahin ging, daß ſich der Wille in den beſetzten Gebieten durch die tatſächlichen bevoll⸗ mächtigten Organe geäußert hat, denn dieſe tatſächlich bevoll⸗ mächtigten Organe konnten ſich nicht berufen auf die von uns proklamierten Prinzipien. Eine Debatte über das Weſen des Zelbſtbeſtimmungsrochtes der Böker. —Anknüpfend an dieſe nzipiellen Erklärungen ent⸗ wickelte ſich eine lange, hauptſächlich in territorialem Rahmen 1K. Debatte über die Frage, unter welchen Voraus⸗ etzungen und in welchem Zeitpunkt ein neuer Staat im Wege der Abſonderung eines Beſtandteiles eines exiſtierenden Staates von dieſem entſteht. Staatsſekretär von Kühlmann faßte den Stand⸗ punkt der Mittelmächte in dieſer Frage wie folgt zuſammen: Unſere Auffaſſung geht dahin, daß eine Staatsperſönlich⸗ keit entſteht und in der Lage iſt, rechtsverbindliche Erklärungen über die Grundlage ihres Daſeins abzugeben, ſobald irgend ein zur Vertretung und als Sprachrohr geeigneter Vertre⸗ tungskörper als der Ausdruck des unzweifelhaften Willens zur Selbſtändigkeit und zur Ausübung des Selbſtbeſtimmungs⸗ rechtes kundgibt. Hier 72855 unſere Auffaſſung dem Charakter und der fundamentalen Wichtigkeit des Selbſtbeſtimmungsrechtes erheblich näher zu kommen, als die von dem Vertreter der ruſſiſchen Delegation hier niedergelegte Auffaſſung. Denn dieſer ſagte bisher nicht, wie ein Körper entſtehen oder beſchaffen ſein ſoll, welcher in größtenteils noch nicht organiſierten, die Volksperſönlichkeit anſtrebenden Völkern, eine Organiſation des Votums auf brei⸗ terer Grundlage vornehmen muß, die nach Anſicht des ruſſi⸗ ſchen Vorſitzenden Vorausſetzung für die Entſtehung dieſer Rechtsperſönlichkeit bildet. Hierbei wies von Kühlmann auf die Beiſpiele Finn⸗ lands und der Ukraine hin, welche ſich ſa im Sinne der deutſcherſeits entwickelten Grundſätze konſtituiert hätten und welchen die Petersburger Regierung die Selbſtändigkeit zuerkannt hat, obgleich ihre Entſtehung nicht nach den von ihr jetzt vertretenen Prinzipien erfolgt ſei. Demgegenüber hielt Trotzky an dem von ihm vertre⸗ tenen Standpunkte feſt und bemerkte zu dem von dem deut⸗ ſchen Staatsſekretär ins Treffen geführten Beiſpiel folgendes: Was Finnland betrifft, ſo war es nicht okkupiert von fremden Truppen. Der Wille des finnländiſchen Volkes äußerte ſich in einer Art und Weiſe, die als demokratiſch bezeichnet werden kann und muß und von unſerer Seite konnte nicht die leiſeſte Einwendung dagegen erhoben werden, daß der ge⸗ äußerte Wille des finnländiſchen Volkes auch tatſächlich in die Praxis umgeſetzt wird. Was die Ukraine anbetrifft, ſo iſt dort der Prozeß einer derartigen demokratiſchen Selbſtbeſtim⸗ mung noch nicht durchgeführt. Da aber die Ukraine anderer⸗ ſeits nicht beſetzt iſt von ausländiſchen Truppen und wir auch der Anſicht re daß die Räumung des ukrainiſchen Gebietes durch die ruſſiſchen Truppen keinerlei Schwierigkeiten bereiten kann, zumal dies eine rein techniſche und nicht eine politiſche Frage iſt, ſo ſehen wir keinerlei Hinderniſſe dagegen, daß die Selbſtbeſtimmung des ukrainiſchen Volkes auf dem Wege der Anerkennung der unabhängigenukrainiſchen Republik erfolge. Das Ergebnis der bisherigen Ausführungen über dieſen Punkt wurde von Staatsſekretär von Kühlmann folgendermaßen zuſammengefaßt: ſchlug vor, die Er⸗ richtung von Vertretungskörpern, denen die Organiſation und Feſtſetzung derjenigen Modalitäten übertragen werden ſoll, unter denen von uns einſtweilen rein theoretiſch konzedierte Volksabſtimmungen oder VPolkskundgebungen auf breiterer Baſis erfolgen ſollen, während wir auf dem Standpunkt ſtehen und ſtehenbleiben müſſen, daß mangels anderer Ver⸗ tretungskörper die vorhandenen und hiſtoriſch ge⸗ wordenen Vertretungskörper der präſumtive — ——— —— — — Gebieten fungierenden Volksvertrebun 2. Seite. Nr. 22. Mannheimer Seneral⸗Auzoiger.(Abend⸗Ausgabe.) Ausdruck des Volkfswilleus ſind, beſonders in der 18 bitalen Frage des Willens der Nation, eine Nation zu ſein. Tharakter und Bedeutung der Volksvertretungen in den beſetzten Gebieten. In der hieran ſich anſchließenden Debatte über den Shgrakter und die Bedeutung der in den beſetzten gsorga⸗ nen wieſen Staatsſekretär von Kühlmann und Miniſter Des Aeußern Graf Czernin darauf hin, daß nach deren Eindrücken bei der ruſſiſchen Delegation während der im Dezember gepflogenen Verhandlungen Neigung vorhanden war, die in den beſetzten Gebieten beſtehende Volks⸗ dertretungen als de facto⸗Vertretungen anzu⸗ erkennen und zu präſumieren, daß ihre Beſchlüſſe als ſolche den Willen der betreffenden Völker zum Ausdruck brächten. Man habe ſich damals dahin verſtändigt, daß in einer ſolchen Propiſoriſchen Löſung der Frage, welches der Wunſch der bi⸗ treffenden Völker hinſichtlich ihrer Staatsangehörigkeit ſei, ein großer Schritt zum gemeinſamen Ziel gemacht werden könnte. Herr Joffe, welcher die damaligen Beſpechungen führte, erwiderte hierauf, er habe ſtets die Notwendigkeit betont, die Volksabſtimmung in Abweſenheit der okku pier⸗ ten, Truppen durchzuführen, doch wolle er nicht in Abrede ſtellen, daß er geſprächsweiſe erklärt habe, die in einzelnen Teilen Rußlands beſtehenden Organe könnten für die Be⸗ Frundung der Notwendigkeit der Volksabſtimmung eine ge⸗ wiſſe Rolle ſpielen. Anſchließend hieran bemerkte Trotzey, daß die Wil⸗ lensäußerung ſolcher Landtage allerdings eine große politiſche Bedeutung beſitzen würde. Er wolle den Teil der Bevölkerung des Landes von der Willensäußerung nicht ausſchließen, der auf dem Landtage rertreten ſei. Zuſammenfaſſend ſtellte von Kühlmann feſt, daß ſich aus den Ausführungen Trotzkys u ergeben ſcheine, er wäre bereit, die in den beſetzten Ge⸗ leten vorhandenen Organe der Volksvertretung als proviſo⸗ riſche Organe anzuerkennen, wenn dieſe Landteile nicht mili⸗ täriſch beſetzt ſeien. Er würde dieſen dann auch die Befugnis das von ihm geforderte Referendum durchzu⸗ Fun, Trotzky erklärte hierauf, daß die Aeußerungen von Zandtagen, Stadtvertretungen und dergleichen als Aeuße⸗ rungen des Willens eines beſtimmten Auin en Teils der Bepölkerung aufgefaßt werden könnten, die aber nur Grund u der Annahme bildeten, daß das betreffende Volk mit ſeiner E Poſition unzufrieden ſei. Hieraus ergebe ſich die ußfolgerung, daß ein Referendum eingeholt werden müſſe, wezu aber die Schaffung eines Organs Vor⸗ bedingung ſei, das die freie Entwicklung der Völfer garan⸗ tieren könne. Im weiteren Verlauf der Beſprechungen behauptete Troßkz, daß zwiſchen den Erklärungen der Zen⸗ tralmächte vom 25. Dezember und der Formulierung der Punkte 1 und 2 vom 27. Dezember ein Wider⸗ [pruch beſteht, der aus den Kommentaren der deutſchen eſſe übrigens deutlich hervorgehe. Staatsſekretär von Kühlmann erklärte, daß beide Dokumente Ausflüſſe desſelben Geiſtes und derſelben Politik ſeien, wie ſie der Reichskanzler in ſeiner eeeee Rede im Reichstag angekündigt habe. Dieſe Rede enthielt im Srunde bereits die Deklaration der Verbündeten vom 25. Dez. und brachte ebenſo auch den Hinweis, daß die deutſche Politik ihre Beziehungen zu Polen, Litauen ubnd Kurland unter Berückſichtigung des Selbſtbeſtimmungsrechts der Völ⸗ ker zu pflegen be ige. Des weiteren ſtellte ſich Staats⸗ von Kühlmann auf den Standpunkt, daß die nach Ab⸗ onderung ſtrebenden Teile Rußlands nach Abgabe der Wil⸗ — der ſchon beſtehenden Organe jetzt ſchon berech⸗ tigt ſeien. Verabredungen zu treffen, die ſie für ihr⸗ ZJukunft für gut und nützlich halten würden. Sollten in dieſen Verabredungen ſich Verfuͤgungen hinſichtlich der Vor⸗ nahme von Grenzkorrekturen befinden, ſo ſei es nicht einleuchtend, warum dieſe Gebiete in dieſen Fragen nicht ebenſs fret ſein ſollten, zu tun, was ihnen beliebt, wie die andern. Troßkg glaubte in dieſer Auffaſſung eine Unter⸗ rabung des Grundſatzes des Selbſtbeſtimmungsrechtes er⸗ licken zu müſſen und warf die Frage auf, warum denn die Organe der E Völkerſchaften dann nicht zu den Ver⸗ ndlungen in Breſt⸗Litowſk eingeladen worden ſeien, wenn ſogar das Recht haben ſollen, über Gebietsteile zu verfügen. u eine ſolche Teilnahme der Vertreter dieſer Völker an den Verhandlungen werde aber natürlich nicht gedacht, weil wir dieſe Nationen nicht als Subjekt, ſondern als Objekt der Ver⸗ handlungen betrachten würden. In Erwiderung auf dieſe Bemerkungen führte v. Kühl⸗ ma nn aus: Der Vorredner hat ſich darüber beklagt, daß wir 5 noch keinen Bertreter der beſprochenen Nationen bei den erhandlungen haben. Wenn er damit zum Ausdruck bringen wolte, daß auch nach ſeiner Anſicht dieſe Völkerindividualitäten geſchaffen ſind und das Recht der Selbſtbeſtimmung ihrer aus⸗ wärtigen Beziehungen ausüben können, ſo bin ich meinerſeits bei rückhaltloſer Anerkennung dieſer Vorausſetzungen von ſeiten der ruſſiſchen Delegation gerne bereit, den Gedanten zu diskutieren, ob und in welcher Form ſich die Beteiligung von Vertreternderfraglichen Nationen an un⸗ ſeren Beſprechungen ermöglichen laſſen. GDraf Czernin äußerte gleichfalls ſeine Bereitwilligkeit, der age der Heranziehung von Vertretern der beſprochenen Gebiete nüherzutreten, fügte aber hinzu, er wünſche zu wiſſen, in welcher Weiſe die Auswahl dieſer Vertreter getroffen werden ſoll, wenn ruf⸗ ſiſcherſeits die in dieſen Gebieten beſtehenden Vertretungskörper nicht als berechtigt angeſehen werden, im Namen der von ihnen ver⸗ tretenen Nationen zu ſprechen. Trotzky beantragte hierau fmit Rückſicht auf dieſe letzte und in der Nachmittagsſitzung vom 11. Januar abgegebene außerordentlich wichtige Erklärungen der Verlkreter der Mittelmächte, die Sitzung zu vertagen, um es der ruſſiſchen Delegation zu ermöglichen, eine Beratung abzuhalten und ſich mit ihrer Regierung ins Einver⸗ nehmen zu ſetzen. 555 2 „Die Sitzung vom 12. Januar. Neue Vorſchläge der ruſſiſchen Delegation. In der Sitzung vom 12. Januar reſumierte v. Kühlmann das Ergebnis der vorhergegangenen Vera⸗ tungen und bemerkte abſchließend:„Wir haben der An⸗ ſchauung Ausdruck gegeben, daß die an der Weſtgrenze des ruſſiſchen Reiches wohnenden Völkerſchaften bereits in einer für uns maßgebenden Weiſe den Willen ſelbſtändig zu ſein, kundgegeben haben. Auf eine von dem Vorſitzenden der ruſſiſchen Delegation gegebene An⸗ regung hin haben wir auch den Gedanken für vollkommen dis⸗ kukierbar erklärt, ob und unter welchen Bedingun⸗ en dieſe neuen Staaten an den Friedensver⸗ . beteiligt werden könnten. Wir ſind aber Montag, den 14. Januar 1918. durch die ruſſiſche Delegation noch nicht darüber aufgeklärt, ob ihrer Anſicht nach dieſe Staaten als ſelbſtändige Rechts⸗ perſönlichkeiten bereits beſtehen, mithin, ob ſie, um einen von der ruſſiſchen Delegation gebrauchten Ausdruck zu wiederholen, als Subjekte an der ob ſie bis auf weiteres nur als Objekte der Staatskunſt betrachtet werden ſollen. Ich wäre dankbar, wenn von ſeiten der ruſſiſchen Delegation dieſe Frage in einer jeden Zweifel ausſchließenden Weiſe beantwortet werden könnte.“ Ohne auf die zur Diskuſſion ſtehende Frage einzugehen, bat hierauf Trotzky, dem Delegierten Kamenew das Wort zu erteilen. Dieſer führt aus:„Die ruſſiſche Delegation iſt zu der Ueberzeugung gelangt, daß es zur Vermeidung jedes Mißverſtändniſſes notwendig wäre, die bisherige Ar⸗ beitsmethode gewiſſen Aenderungen zu unterziehen. Sie ſchlägt vor, daß beide Seiten in einer ſchriftlichen Zuſammen⸗ faſſung ihre während der Diskuſſion entwickelle Auffaſſung darlegten. In Ausführung dieſes Vorſchlags ſtellt die ruſſiſche Delegation feſt, es ſei nicht anzuregen, als Ausdruck des Volkswillens der oktupierten Gebiete Erklärungen anzuerken⸗ nen, die von dieſer oder jener ſozialen Gruppe oder Einrich⸗ tung gemacht worden ſeien, inſoweit dieſe Erklärungen unter dem Regime einer fremden Okkupation erfolgt ſind und von Organen ausgegeben ſind, deren Rechte nicht von einer Volks⸗ mahl herrühren und die überhaupt ihr Leben in einem Rah⸗ men friſten, der den Plänen der militäriſchen Okkupations⸗ behörden nicht widerſpricht. Die Delegierten ſtellen feſt, daß während der Okkupation nirgends, weder in Polen noch in Litauen, noch in Kurland irgendwelche demokratiſche Organe wieder gebildet werden konnten, noch exiſtieren, die mit irgend welchem Rechte darauf Anſpruch erheben könnten, als Aus⸗ druck des Willens breiter Kreiſe der Bevölkerung zu gelten, Was das Weſen der Erklärung über das Streben zur vollen Staatsunabhängigkeit anbetreffe, ſo er⸗ kläre die ruſſiſche Delegation: 1. Aus der Tatſache der Zugehörig keit der beſetzten Gebiete zum Bereich des früheren ruſſiſchen Kaiſerreiches zieht die ruſſiſche Regierung keine Schlüſſe, die irgend⸗ welche ſtaatsrechkliche Verpflichtungen der Be⸗ völkerung dieſer Gebiete im Verhältnis zur ruſſiſchen Republik auferlegen würden. Ddie alten Grenzen des früheren ruſſiſchen Kaiſerreiches, Grenzen, die durch Gewalt⸗ taten und Verbrechen gegen die Völker gebildet wurden, ins⸗ beſondere gegen das polniſche Volk, ſind zuſammen mit dem Zarismus verſchwunden. Die neuen renzen des brüderlichen Bundes der Völker, die außerhalb ihres Rah⸗ mens bleiben wollen, müſſen gebildet werden durch den freien Eniſchluß der betreffenden Völker. 2. Deswegen beſteht für die ruſſiſche Regierung die Grundaufgabe der jetzt geführten Verhandlungen nicht darin, in irgendwelcher Weiſe das weitere zwangsweiſe Verbleiben der genannten Gebiete im Rahmen des ruſſiſchen Reiches zu verteidigen, ſondern in der Sicherung einer wirklichen Frei⸗ heit und Selbſtbeſtimmung der inneren Staatseinrichtungen und internationalen Lage der genannten Gebiete. Nur dann wird ſich die ruſſiſche Republik ngeſichert fühlen vor dem Hineinzerren in irgendwelche territorialen Streitigkeiten und Konflikte, wenn ſie überzeugt ſein wird, daß die Linie, die ſie von ihren Nachbarn trennt, ebildet iſt durch den freien Willen der Völker elbſt und nicht durch Gewalt von Eroberern, die nur für kurze Zeit dieſen Willen unterdrücken könnten. 3. Die ſo verſtandene Aufgabe ſetzt voraus eine vorher⸗ gehende Verſtändigung Deutſchlands, Oeſterreich⸗Ungarns von der einen und Rußlands von der anderen Seite über die vier Hauptpunkte, in Bezug auf den Umfang des Territo⸗ riums, deſſen Bevölkerung berufen ſein wird, das S el bſt⸗ beſtimmungsrecht auszuüben, in Bezus auf die allge⸗ meinen politiſchen Vorausſetzungen, bel welchen die Löſung der Frage von den ſtaatlichen Geſchicken der entſprechenden Terri⸗ torien und Nationen vollzogen werden ſoll, in Bezug auf das Uebergangsregime, das bis zur Bildung der ſtaatlichen Konſti⸗ tuierung dieſer Gebiete beſtehen ſoll, in Bezug auf die Art und Form, in der die Bevölkerungen dieſer Gebiete ihren Willen kundzugeben haben. Die Geſamtheit der Antworten auf dieſe Fra⸗ gen bilden die Paragraphen des Friedensvertrages, die den Paragraphen 2c des deutſchen Vorſchlages vom 28. 12. 1917 erſetzen ſollen. Die ruſſiſche Delegation ſchlägt ihrerſeits folgende Löſung dieſer Fragen vor: ad 1. Das Territorium: Selbſtbeſtimmungsrecht ſtetzt den RNationen und nicht allen Teilen zu, die okkupiert 5 wie es 8 2 des deutſchen Bertrags vom 28. Dezember 1917 vorſieht. Dementſprechend gibt die ruſſiſche Regierung aus eigener Initiative das Recht der gleichzeitigen Selbſtbeſtimmung auch den Teilen der genannten Na⸗ tionen, die außerhalb der Beſetzungszone leben. Rußland verpflichtet ſich, dieſe Gebiete weder direkt noch indirekt zur Annahme dieſer oder einer anderen Staatsform zu zwingen, ihre Selbſtändigkeit durch keine Zölle oder militäriſche Konvention zu beeinfluſſen, die vor der endgiltigen Konſtituierung dieſes Gebietes auf Jrund des Selbſt⸗ beſtimmungsrechtes dieſer Nationen geſchloſſen würden. Die Re⸗ gierungen Deutſchlands und Oeſterreich⸗Ulngarns beſtätigen auch die Einverleibung der Territorium Deutſchlands und Oeſterreich⸗Ungarns oder Gebiete des früheren ruſſiſchen Kaiſerreicheg, die jetzt von den Heeren Deutſchlands und Oeſterreich⸗Ungarns okkupiert worden ſind auf ſogenannte Grenzkorrekturen, auf Koſten dieſer Gebiete. Gleich⸗ zeitig verpflichten ſie ſich, dieſe Gebiete nicht, weder direkt noch in⸗ direkt, zur Annahme dieſer oder jener Staatsform zu nötigen und ihre Unabhängigkeit nicht dur irgenwelche Zölle oder Militär⸗ konvention zu beengen, die geſchloſſen würden vor der endgiltigen Konſtituierung dieſer Gebiete, auf Brund des politiſchen Selbſt⸗ beſtimmungsrechtes der ſie bevölkernden Nationen. Die Löſung der Geſchicke der ſich ſelbſt beſtimmenden Gebiete muß unter der Bedingung der vollen politiſchen Freiheit und des Fehlens jedes äußeren Druckes ſtattfinden. Deshalb ſoll die Abſtimmung nach der Rücknahme der fremden Heere und Nückkehr von Flüchtlingen ſind anderer von Anfang des Krieges evakuierten Bevölkerung ſtatt⸗ nden. Der Zeitpunkt der Zurückziehung der Heere wird durch eine Kommiſſion beſtünmt, entſprechend der Lage der Transportmittel, der Ernährunz und anderer Fragen, die im uſammenhang mit den Bedingungen des noch nicht beendigten ltkrieges ſtehen. Dor Schutz der Ord zung, und Rechte der im Prozeß der Selbſtbeſtimmung ſich befindlichen Gebieten, liegt den nationalen Heeren und der der lokalen Miliz ob. Den Flüchtſingen und den durch die Okkupationsbehörde ſeit des Krieges Evakuierten wird volle Freiheit und die materlelle Möglichkeit der Rückkehr gegeben. ad. 2. Von dem Moment der Unterzeichnung des Friedens bis zur endgiltigen ſtaatlichen Konſtituierung der genannten Gebiete geht ihre innere Verwaltung, die Leitung der lokalen Angelegen⸗ heiten, der Finanzen uſw, in die Hände eines temporären Organs über, das durch Verſtändigung der politiſchen Parteien, die ihre Lebensfähigkeit inmitten ihres Volkes vor und während des Krieges bewieſe 1 haben gebildet wird. Die Hauptaufgabe dieſes temporären Organs beſteht gleichzeitig mit der Aufrechterhaltung des normalen Laufes, des geſellſchaftlichen und ökonomen Ledens, auch in der Organiſation der Volksbefragung. ad. 3. Die endgiltige 1 5 der Jrage von der Staatslage der Gebiele um die es ſich handelt, und von der Form ihrer Staats⸗ einrichtung wird durch ein Neſerendum erfolgen. iskuſſion ſich beteiligen können, oder —— Zwecks Beſchleunigung der Arbeiten der Friedenskonferenz hält die ruſſiſche Delegation es für außerordentlich notwendig, von der deutſcheen und öſterreichiſchen Delegation eine vollkommen exakte Antwort auf alle die Fragen zu erhalten, die in dieſer Erklärung aufgeworfen worden ſind. Was andere kleine Fragen belrifft, ſo könnten ſie dahin behandelt werden, daß ſie im Zuſammenhang mit einer genauen Antwort auf dieſe Punkte beantwortet werden. Ein Proleſt des Generals Hoffmann. Hierauf erbat General Hoffmann das Wort und führte aus: „Ich muß zunächſt gegen den Ton dieſer Vorſchläge pro⸗ teſtieren. Die ruſſiſche Delegation ſpricht mit uns, als ob ſie ſiegreich in unſerem Lande ſtehe und uns Bedingungen diktieren könnte. Ich möchte darauf hinweiſen, daß die Tatſachen entgegengeſetzt ſind. Das ſiegreiche deutſche Heer ſteht in ihrem Gebiet!“ Ich möchte dann feſtſtellen, daß die ruſſiſche Delegation für die beſetzten Gebiete die Anwendung eines Selbſtbeſtimmungsrechtes der Völker in einer Weiſe und in einem Umfange fordert, wie es ihre eigene Regierung im eigenen Lande nicht anwendet. Ihre Regie⸗ rung iſt begründet lediglich auf die Macht und zwor auf eine Macht, die rückſichtslos und mit Gewalt jeden Andersdenkenden unterdrückt, jeder Andersdenkende wird einfach als Gegenrevolutionär und Bour⸗ geois für vogelfrei erklärt. Ich will dieſe meine Anſicht nur an zidei Punkten erklären: In bder Nacht zum 31. Dezember 1917 wurde der erſte weißruſſiſche Hon⸗ greß in Minsk, der das Selbſtbeftimmungsrecht des weißruiſſſchen Volkes geltend machen wollte, von Maximaliſten durch Bafonette und Maſchinengewehre niedergemacht. Als die Ukrainer das Selbſtbeſtimmungsrecht geltend machten, ſtellte die Petersburger Negierung ein Ultima⸗ tum und verſuchte die Erzwingung ihres Willens init Waf⸗ fengewalt durchzufetzen. Soviel aus den hier vorliegenden Funkſprüchen hervorgeht, iſt der Bürgerkrieg noch im Gange. So ſtellt ſich die Anwendung des Selbſtbeſtimmungrechts der Völker durch die maximaliſtiſche Regierung in der Praxis. Die deulſche Oberſte Heeresleilung muß deshalb die Ein⸗ miſchung in die Regelung der Angelegenheiten in den beſeß⸗ ten Gebieten ablehnen. Für uns haben die Völker in den beſetzten Gebieten ihrem Wunſch der Lostrennung von Rußland bereits klar und unzweideutig Ausdruck gegeben. Von den wichtigſten Be⸗ ſchlüſſen der Bevölkerung möchte ich folgendes hervorheben: Am 21. September 1919 erbat die kurländiſche Landesve⸗ ſammlung, die ſich ausdrücklich als Vertreterin der geſamten Bevölkerung Kurlands bezeichnete, den Schutz des Deutſchen Reiches. Am 11. Dezember 1917 proklamierte der litauiſche Landesrat, der von den Litauern des In⸗ und Auslandes als die einzige bevollmächtigte Vertretung des litauiſchen Vol⸗ kes anerkannt iſt, dem Wunſche der Abtrennung von allen ſtaatlichen Verbindungen, die bisher mit anderen Völkern be⸗ ſtanden haben. Am 27. Dezember ſprach die Stadtverordnetenverſamm⸗ lung in Riga eine ähnliche Bitte an das deutſche Reich aus. Dieſem Antrag haben ſich die Rigaer Kaufmannskammer, die große Gilde, die Vertreter der Landesbevölkerung ſowie 70 Rigaer Vereine angeſchloſſen. Schließlich haben im Dezember 1917 auch Vertreter der Ritterſchaft und die ländlichen, ſtädtiſchen und kirchlichen Ge; meinden auf Oeſel, Dagös und Mon in verſchiedenen Erklä⸗ rungen ſich von ihren bisherigen Beziehungen losgelöſt. Auch aus verwaltungstechniſchen Gründen muß die deutſche Oberſte Heeresleitung die Räumung Kurlands, Litauens und Rigas und der Inſel im Rigaiſchen Meer⸗ buſen ablehnen, alle dieſe beſitzen keine Verwal⸗ tungsorgane, keine Organe der Rechtsplege, keine Organe des Rechtsſchutzes, keine Eiſenbahn, kein Telephon, keine Poſt. Alles dies iſt deutſcher Beſitz und in deutſchem Betrieb. Auch zur Erreichung enes eigenen Volksheeres oder einer Miliz ſind die Länder aus Mangel an geeigneten Organen in abſehbarer Zeit nicht in der Lage. Küßhlmann beautragt Aufhebung der Sitzung. Staatsſekretär von Kühlmann: Ich möchte hervor⸗ heben, daß es nicht möglich iſt, auf die hier verleſene ſchrift⸗ liche Erklärung der ruſſiſchen Delegation unſererſeits jetzt irgendwie Stellung zu nehmen. Ich muß mir die weitere Stellungnahme in allen Punkten vorbehalten, möchte aber meiner perſönlichen Anſicht dahin Ausdruck geben, daß der von der ruſſiſchen Delegation vorgeſchlagene Modus procedendi, nämlich, daß die Delegationen gegenſeitig formu⸗ lierte Schriftſtücke vorlegen werden, zur Beſchleunigung der Verhandlungen beitragen wird, noch beſonders, wenn die Schriftſtücke den uns heute vorgelegten entſprechen, im aller⸗ geringſten dazu beitragen werden, die Ausſichten der Ver⸗ handlungen, die wir führen, in beſonders roſigem Lichte erſcheinen laſſen. Ich perſönlich bin der Anſicht, daß es zweckmäßiger geweſen wäre, in der geſtern angefangenen Weiſe fortzufahren, bis der ganze Stoff durchgeſprochen wäre, um dann nach Abſchluß der mündlichen Durcharbeitung, wenn es nötig erſchienen wäre, die Ergebniſſe der mündlichen Durcharbeitung ſchriftlich zu fixieren. Da aber die ruſſiſche Delegation durch ihren heutigen Antrag ſich auf einen anderen Boden ſtellt, ſchlage ich vor, zur Beratung unter den Bundes⸗ genoſſen die Sitzungaufzuheben. Herr Trotzky: Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß es durchaus nicht unſere Abſicht iſt, die Technik der Verhandlungen zu er⸗ ſchweren. Wenn die Gegenpartei ſich auf den Standpunkt ſtellt, daß für das Hervorbringen ſchriftlicher Formulierungen noch nicht der richtige Zeitpunkt iſt, ſo würde unſer heutiger Vorſchlag zur Diskuſſion geſtellt werden und wir würden uns das Recht vorbehalten, im Verlaufe der weiteren Verhand⸗ lungen zu unſerer Delegation als ſolcher zurückzukehren oder in irgend einer Weiſe der Gegenpartei eine ähnliche Behand⸗ lung der Angelegenheit aufdrängen zu wollen. Staatsſekretär von Kühlmann: Ich kann dieſen Vor⸗ ſchlag nicht annehmen. Das Vorhandenſein ſchriftlich formu⸗ lierter und ausgearbeiteter Vorſchläge auf der einen Seite, denen von der anderen Seite keine entſprechende Gegenformu⸗ lierung entgegengeſtellt wäre, würde durchaus unerwünſcht ſein. Ich muß deshalb an meiner Auffaſſung feſthalten, daß bei irgendwelcher Stellungnahme meinerſeits zu der neuen Lage eine erneute Beratung der Bundesgenoſſen nötig iſt. Die Sitzung wird aufgehoben. Die Sitzung wurde hierauf aufgehoben. Eine neue Sitzung zur Fortſetzung vor der Beratung iſt noch nicht anberaumt worden. Montag, den 1u. Fanuar 1018. Mannheimer Seneral⸗Anzeiger. tubens· tusgabe) Aus Staòt und Land. Mit dem 52 ausgezeichnet Schütze Ferdinand Greulich, Sohn des Vahnarbeiter Wendelin Greulich, D 4, 17, für Tapferkeit vor dem Feinde Erſ⸗Reſ Wilhelm Brenneis, bei der Maſch.⸗Gew.⸗Komp. des Leibgrenad.⸗Regts. 109, Beamter der Fa. Brown, Voveri u. Cie., wohnhaft J 3, 3, wegen Tapferkeit vor dem Feinde. Zonſtige Auszeichnungen. N Großherzog hat dem Major z. D. Ludwig Eduard Wilhelm Sievert, z. Zt in Kaiſerl. Oemaniſchen Dienſten, das Ritterkreuz J. Klaſſe mit Schwertern des Ordens vom Zähringer Löwen und dem Hauptmann d. R. Adolf Geſtefeld im Inf.⸗Regt. 111, ſowie dem Harmptmann d. L. Franz Wilhelm Knapp bei einem Feld⸗ rekrutendepot das Ritterkreuz IJ. Klaſſe mit Eichenlaub und Schwertern des Orders vom Zähringer Löwen verliehen. Dorübergehender Ausfall von Zügen. Ergäſzend zu unſeren Mitteilungen in der vorigen Nummer wird uns vom Verkehrsverein Mannheim mitgeteilt: 1. Rach Frankfurt fallen vormittags die Schnellzüge.16 und 10.08 aus, ſo daß nur noch der D⸗Zug 5 ab Ludwigshafen 10.18, Frankfurt an 12.03 bleibt. Von Frankfurt bleibt aßends nach Wegfall der Schnellzüge 7 55 und 11.26 nur noch Urlauber⸗ Zug 190 Frankfurt ab 12.00, Mannheim an.29 nachts. 2. Rach Rain z⸗Wiesbaden⸗Köln fällt der Morgen Schnellzug 75 aus, fernet nachmittags Schnellzug.50 6 Ludwigshafen; von Wiesbade.Zug ab 11.22, Mannheim an.18 nachts, damit jede Verbindung nach dem Rhein am Vormittag und vom Rhein am Nachmittag. 3. Nach Karlsruhe fallen die Abendzüge Mannheim ab .15, ab Heidelberg 10 02, Karlsruhe an 11.02 und Mannheim ab nachts 1 23(auch ab Heidelberg.15) aus. 4. Nach Stuttgart fällt der Abendzug Mannheim ab.15 Stuttgart en 12.48 nachts aus. Die Düge nach und von Heidelberg bleiben unver⸗ ändert. Es iſt 1 hoffen, 6af durch die Wiedereröffnung der Schiffahrt, die insbeſo were zwiſchen Mannheim und Frankfurt und Mainz⸗Köla einſchneidenden Verkehrshemmungen tatſäcklich nur vorübergehende ſein werden Im direkten Verkehr nach Hamburg und Berlin ſind ab Frankfurt vsrlüuftig keine wichtigen Ausfälle bekannt.— Beil dieſer Gelegenhelt ſei darauf aufmerlſam gemacht, daß der D⸗Zug 270 Mannhelm ab.05 nach⸗ mittags nach Karlsruhe⸗Offenburg⸗Weil⸗Oeo ee und Konſtanz mit Anſchluß in Graben nach Stuttgart⸗Rünchen dann als Er⸗ gänzimgszug fahrpla imäßig verkehrt, wenn der Schnellzu⸗ vom Nheln her mehr als 60 Minuten Verſpätung meldet. Dies iſt in letter Zein häufig der Jall, ſo daß dann mit der pünktlichen Abfahrt des Zuges.15 gerechnet werden kenn und mußz. Militäriſche Beſörderung. Georg Dertz. Niedfelyſtraße 5, Unteroffizier und Offizier⸗Aſpirant, Inhaber des Gieeen Kreuzes, wurde zum Vizefeldwebel befördert. 5. für Kriegsbeſchã Das Landes⸗ gewerbeamt beabſichtigt im Laufe der und März in Karxlsruhe die Abhaltung eines Gezoſſenſchaftskurſes für Kriegsbeſchͤdigte von vierwöchentlicher Dauer, um ſie als Lagerhalter, und deee für gewerbliche Einkaufs⸗ und Lieferungsgenoſſenſchaften auszubllden. Zu dem Kurſe werden zuit Bevorzugung militärentlaſſene Kriegsbeſchädigte zugelaſſen, die die Geſellenprüfung in einem Handwerk beſtanden und Luſt und Begabung für ſchriftliche und rechneriſche Arbeiten haben. Sämt⸗ liche Unterrichtsmittel werden unentgeitlich geſtellt. Anmeldungen ſind bis zum 10. Februar an das Landesgewerbeamt zu richten. Auf lir Zefäheiges Beienen kann am 16. Januar die in den weiteſten Kreiſen der Ind Frie wohlbekanme hleſige Firma M. Eichtersheimer zurüslicke 1. Ausdquer iſt es dem vor ca. 10 Jahren verſtorb anen Herrn M. Eichtersheimer, ſowie dem jetzigen Inhaber, Herrn Carl Eichtersheimer, gelungen, as Geſchäft aus den kleinſten Anfängen zu einem der grüßten dieſer Branche emporzuarbeiten. Möge es Herrn Carl Gichter zheimer, nun auch ſchon 35 Jahre in der Firma tätig iſt, vergönnt ſein, derſelben noch lange Jahre vorſtehen zu können. *Kauklend er. Jewiſſenloſe Menſ verwenden für eige ie Zwecke Sicherheiten, die ſie von Kriegsbeſchädigten für die von Stellen. Geſchäften und dergl. verlangen. Kriegs⸗ beſchädigte, hütet Euch vor derartigen Leuten, die Euch um Eure ſauer verdienten Erſparniſſe bringen. Gebt Dritten, die Euch nicht ganz zuverläſſig bekannt find, niemals Bargeld als Sicherheit. Müßt Iyr unbedingt Sicherheit leiſten, ſo verpfündet Sparkaſſea⸗ bücher ſo, daß ſie der Sicherheitsempfänger nicht in die Hand be⸗ kommt und angreifen kann; nähere Auskunft gibt Euch gerne jode Sparkaſſe. Polizelbericht vom 14. Jauuar(Schluß.) Unfall. Geſtern abend 8 Uhr fiel ein 24 Jahre altes Fräu⸗ lein im Hauſe Q 2, 8 infolge Ausrutſchens die Haupttreppe vom 3. in den 2. Stock herunter und zog ſich am Kopf mehrere Wunden zu. Die Verleßte begab ſich zu Fuß ins Allgemeine Krankenhaus, wo ſie nach Anlegung eines Verbandes wieder entlaſſen wurde. Durch eiſernen Fleiß und Unaufgeklärte Diebſtähle. Es wurden entwendet: In der Zeit vom 17. bis 29. Dezember von 2 verſchiedenen Schiffen folgendes: 1. 2 ſchwere Rettungskleider, ſe 15 Meter lang und 9 Meter breit, 2. 1 vollſtändig neues Rettungskleid, 14 Meter und 6 Meter breit, 3. 3 neue und 3 geteerte Deckkleider, je 8 Meter lang und 7 Meter breit, 4. 2 imprägnierte Schalkleider, je 6 Meter lang und 2,50 Meter breit, 5. 1 Verholdraht, 150 Meter lang und 12 Millimeter dick. Für die Herbeibringung dieſer Sachen iſt eine Belohnung von 800 Mark ausgeſetzt.— In der Nacht vom J zum 38. Januar aus einem Stall bei der Feudenheimer Fähre: 7 Gänſe, ziemlich groß, grau und weiß gefleckt, darunter 1 Gänſe⸗ rich, 4 graue Enten, darunter 1 Enterich mit blauem Hals und 5 Stallhaſen, teils grau, teils ſchwarz und weiß gefleckt. In der Racht vom 31. Dezember guf 1. Januar 1918 wurden 3 Schaukäſten am Warenhaus Wronker u. Co., erbrochen und daraus folgendes entwendet: 34 Perlbeutel, 40 Zigarrenſpitzen in Etuis und 35 weißleinene Taſchentücher.— In der Zeit vom 5. bis 7. Januar aus einem Schzniedegeſchäft Lenauſtraße 22 zwei Treibriemen, 5,50 Meter lang, 8 Zentimeter breit, 7 Milli⸗ meter dick und 7 Meter lang, 6 Zentimeter breit,—7 Millimeter dick.— In der Nacht zum 11. Januar aus einer Fabrik in der Ackerſtraße 1 Treibriemen, 8,10 Meter lang, 16 Zentimeter breit, 20 Millimeter dick(doppelliegend), 1 Treibriemen, 9,60 Meter lang, 10 Zentimeter breit und 7 Millimeter dick.— Am 5. Januar aus einem Eiſenbahnwagen im neuen Rangierbahnhof 50 Paar neue graue Militärſocken.— In der Nacht vom 8. zum 9. Januar in einer Fabrik in der Hafenbahnſtraße 7 Treibriemen, 7 Meter,.50 Meter, 4,.90 Meter lang und 10 Zentimeter braeit, 5,10 Meter, 4,90 Meter lang und 6 Zentimeter breit, 4,80 Meter lang und 8 Zentimater breit.— In der Nacht vom 8. zum 9. Januar auf Schiff(Fendel 77) 16 Zentner Grießzucker und ein Nachen. Leßterer iſt ſchwarz geteert mit grün geſtrichenen Bänken; an beiden Enden befindet ſich je ein eiſerner Ring.— In der Nacht vom 9. zum 10. Januar aus dem Anweſen Inſelſtraße 1 fünf zweijährige weiße Gänſe.— In der Nacht vom 8. zum 9. Januar aus einem Starll in der Emil Heckelſtraße 99 zwei weiß und graue Gänſe.— In der Zeit vom 6. zum 9. Januar aus dem 13 Waldhof⸗ ſtraße 231 Treibriemen, 3,80 Meier lang 7 Zentimeter breit und 8 Millimeter dick. Zigarrendiebſtahl. Am 4. Januar wurde ven einem Wagen einer hieſigen Güterbeſtätterei auf dem Wege von U 1 nach dem Zentralgüterbahnhof eine Kiſte Zigarren mit 4000 Stüäck und nachfolgenden Marken: Bajonetas Espanola⸗Elegantes, Oko⸗ rino⸗Jazmines, Eſtrella⸗Julianos entwendet. Die Kiſte trägt das Zeichen: S. 2087. Berhaftet wurden 18 Perſonen wagen vers r ſtraf⸗ barer Handlungen, darunter ein Mechaniker von Minden, ein Fab⸗ rikarbeiter von Schmalenberg, ein Fuhrmann von Frankenthal, ein Schloſſerlehrling von Laudenbach, alle wogen Diebſtahls und ein Fabrikarbeiter von Heidelberg wegen Hehlerei. Pfalz, HBeſen uns Umgebnng. J Speyer, 14. Jan. Rach genau 300 ren hat mit dem vor kurzem im Wilhelminenſtift des Diakoniſſenhauſes zu Speyer erfolgten Tod von Frl. Chriftine Weltz, die ein Alter von über 22 Fahren erreichte, die derzeit älteſte Familie Weltz der pfälziſchen Kreishauptſtadt durch Ausſterben ihr Ende gefunden. Die Beltz verkörpern ein gut Stück pfälziſcher Familiengeſchichte. Ihr Stammvater Jörg Weltz wanderte 1618, alſe vor 300 Jahren, bei Beginn des dreißigjährigen Krieges in die alte Freie Reichsſtadt Speher ein und war hier bis nach 1685 als Weißgerber und Zunft⸗ genoſſe tätig; 1580 war er außerhalb der Reichsſtadt geboren. Die Familie errang ſich bald großes Anſehen und hohe Verdienſte um die Stadtverwaltung, gab dieſer verſchiedene Bürgermeiſter im Laufe der Zeiten, auch war ſie beinahe ununterbrochen während der verfloſſenen 300 Jahre im Rate der Stadt vertreten. Mit Frl. Weltz, die nun als Nitglied des Stock' ſchen Zweiges der Fa⸗ milie Weltz im Sickſchen JFamiliengrab der Kreishauptſtadt ruht, fand ein ſeltenes Bürgerjubiläum ſeinen Abſchluß. Nicht allzu⸗ viele bürgerliche Familien der Pfalz dürften auf eine gleich lücken⸗ loſe und erfolgreiche Wirkſamkeit in ein und demſelben Orte zu⸗ rückblicken. Dr. H. Weltz in München, früher ein um die Ent⸗ wickkung der Pfalz u. a. im Pfälgerwaldverein eifrig bemühtes Mitglied, deſſen Vater ebenfalls den Bürgermeiſterſeſſel Speyers inne hatte, hat unter dem Titel„300 Jahre Bürgertum in Speyer“ die Geſchichte ſeiner Familie geſchrieben, an die in Speyer durch eine Straßenbenennung oder dergleichen ein dankbares Gedächtnis gepflegt werden ſollte. Neuſtadt a.., 13. Jan. Gegründet hat ſich hier eine Gin⸗ der Bäckermeiſter von Neu⸗ ſtadt a. d. Haardt und Umgebung, eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftung. Die Genoſſenſchaft begweckt hauptſächlich den Einkauf von Rohſtoffen, halb⸗ und ganzfertigen Waren, ſowie von Maſchinen, Geräten und ſonſtigen Bedarfsartikeln. Die Haft⸗ ſumme beträgt 500 Mark. „ Wiesbaden, 9. Jan. Die Landwirtſchaftskammer für den Re⸗ gierungsbezirk Wiesbaden, der Viehhandelsverband und der Staat gehen zuſammen, um durch Aufbringung namhafter Mittel der Schafzucht in Raſſau gegen früher wieder mehr zur Blüte zu ver⸗ helfen. Es ſtehen bisher vonſeiten der beteiligten Inſtanzen 40 000 Mark zur Verfügung, die ſich vorausſichtlich um weitere zehntauſend erhöhen werden, die der Viehhandelsverband noch beiſteuern will, falls das Landesfleiſchamt ſeine Genehmigung dazu erteilt. Die Schafzucht hat in Naſſau und auch in den Nachbarteilen von Ober⸗ heſſen infolge des größeren Nutzens durch den Krieg wieder zuge⸗ nommen, aber nicht entfernt den Stand gegen frühere Zeiten erreicht. Ein Iwiſchenfall. Novellette von Oswald Pander. Wenn Sie in die Meldehalle am Kielbroock kommen, um ſich für Ihre neue Wohnung umzumelden, ſo ſind Sie bald in eine dichte und übelriechende Menſchenmenge eingekeilt. Sie beobachten, wie einer nach dem anderen ſeinen Meldeſchein und die ſelbſtge⸗ ſchriebene abgibt, wie der Beamte irgendwo hinter der Schranke einen Kaſten nimmt, eine Karte daraus hervorſucht, einige Fragen an den Meldenden richtet, Karte, Meldedelag und Meldeſckein mit Vermerken und Stempeln verſieht, den Meldeſchein zurückgibt und ſich zum Rächſten wendet. Sechs Beamte arbeiten gleichmäßig. Dennoch 1 85 die Zahl Ihrer Vordermänner nicht abzunehmen. Werde ich denn, um des Himmels willen! den ganzen Tag warten müſſen? Denken Sie zornig und werden am liebſten ausrufen: Zum Donnerwetter! Ich habe meine Zeit doch nicht geſtohlen! ber die ſtickige, atemraubende Luft, das gähnende Einerlei, das ſich abrollt, während Sie noch immer nicht an der Reihe ſind und während Stunde auf Stunde verrinnt, betäuben Sie und Ihren Zorn. Sie lehnen ſich an die Menſchenmauer, die Sie von allen Seiten umſchließt und ſchlummern allmählich ein. Der Meldebeamte Nichter kommt ſich wie eine Maſchine vor. Wie aufgezogen faßt er mit kurzem Ruck jedesmal die beiden Pa⸗ piere; noch ein Ruck, und der Kaſten ſteht auf dem Tiſch. Dann fliegt die Karte heraus, die Feder macht einen Zug über alle drei Bläötter, der Stempel drückt dreimal auf,— abgelöſcht,— der Nächſte! ieſes Maſchinenbewußtſein iſt höchſt köſtlich. Man wiegt ſich darin, man fühlt ſich kraftdurchſtrömt, geheizt, getrieben. Metkwürdig, plözlich tritt eine Störung ein. Die Bewegungen überhaſten ſich, ſeßen für einige Sekunden ganz aus,— dann mit vielfacher Geſchwindigkeit dem Verſäumten nach. Ich hatte einmal eine Taſchenuhr,— erinnert ſich Richter, während er die Ummeldung für den Schlachtergeſellen Hagebauer beſchafft,— daran war die Hemmung zerbrochen, und nun lief das Uhrwerk wie verrückt, ſchmolzen Tage zu Stunden, Stunden zu Minuten zuſammen, ſchrecklich!— Meine iſt zerbrochen, ich fühle es. In kurzem werde ich an die Tauſend Menſchen abge⸗ fertigt haben. Dann wird der Neid der Kollegen auf mich los⸗ ſtürzen. Nein, wie das treibt, wie das raſt! Und dabei ſchnellten die Karten hin und her, machte die Feder keine Buchſtaben, ſondern nur noch dicke Querſtriche, ſauſte der Finr aufs nackte Pult und klack! gar dem Hagebauer auf die nde. Munckel, der greiſe Bo der Halle, eilt zögernd herbei, er⸗ kundigt lich nach den Um eeeee Richter bleibt ſtumm. Maſchinen reden nicht. Maſchinen ohne Hemmung arbeiten raſend darauf los. Klack! klack! dem Vor⸗ ſteher einige kräftige Abdrücke aufs geſteifte Vorhemd. Richter ſetzt, bum! über die Schranke, den großen Stempel in der rechten, den kleinen runden in der linken Hand,— und nun geſtempelt in die Geſichter, auf die weißen Küchenſchürzen, auf die blanken Glatzen. Alles ſtibt auseinander. Ein paar beherzte Männer— wie üblich— packen den Raſenden. Munckel, mit der vom Schreibkrampf verſchonten Linken, malt langſame Buchſtaben: Bericht nebſt eiliger Verfügung, betreffend alsbald der Sanitätskolonne zugehenden Auftrag zur Fortſchaffung des Richters. Inzwiſchen— Munckel hat nicht darauf geachtet— iſt Richter ſchaf 1 8 8 in eine Droſchke geworfen und ins Krankenhaus ge⸗ afft. Munckel bringt dieſe Umſtände in Erfahrung, ergänzt den Be⸗ richt und hebt die Verfügung auf. Die Halle füllt ſich wieder. 3 0 Fünf Beamte arbeiten fieberhaft— ohne Hemmung. Der bewährten Einrichtung der Meldehallen, dem Anſehen und der Beltebtheit, die ſie genießen, tut dieſer Einzelfall keinen Ab⸗ bruch. Glücklicherweiſe. Runſt und Wiſſenſchaſt. Trübners ganzer Nachlaß ſoll, wie beſtimmt verſichert wird, in München verſteigert werden. Der Verſteigerung wird eine große Ausſtellung ſeines Lebenswerkes vorausgehen. Max Brod, der bekannte Romanſchriftſteller, deſſen Einakter„Die Höhe des Gefühls“ im März am Dresdner Hoftheater zur Uraufführung ge⸗ langt, hat ein abendfüllendes Werk„Eine neue Königin Eſther“ vollendet, welches durch die Vereinigten Bühnenvertrfebe des Drei Masken⸗(Georg Müller, Kurt Wolff, Erich Reiß) Verlages zum Verſand an die Bühnen gelangt. Aus dem Mannheimer Kunſtleben. Thealernachricht. Morgen, Dienstag, wird aaſtelle von„Die Schneider von Schönau“„Violetta La Truviata“ gegeben. Nr. 23— Serichtszeitung. p. Frankeuthal, 11. Jan. Seidenwaren im Werte von 7000 ſtahl die Tagnerin Barb. Hormuth aus Ludwigshafen aus einem am Rheinnfer ſteheuden plombierten Güterwagen. Sie nahm eine Kiſte weg, in der ſie Lebensmittel vermutete. Es waren aber für 7000 Mk. Seidenwaren darin, die ſie bis auf einen kleinen Reſt ver⸗ kaufte. Das Urteil lautete auf fünf Monate Gefänguis.— Zwei 17. jährige Burſchen ſtahlen gemeinſam mit der 20 Jahre alten Tagunerin Eliſ. Bock aus RNeuſtadt aus der dortigen Güterhalle Lebens⸗ und Genußmittel im Werte von mehreren hundert Mark. Der Beizilfe machze ſich die 19 Jahre alte Arbeiterin Heoͤwig Fick dadurch ſchuldig, daß ſie als Angeſtellte der Güterabfertigung die Tür zur Halle unver⸗ ſchloſſen ließ. Sie erhielt dafür 3 Monate 3 Tage Gefängnis, die Bock 38 Monate 14 Tage und die Jugendlichen 5, bezw. 8 Monate. * Nierſtein, 10. Jan. Nicht weniger als 11 hieſige Einwohner hatten ſich in der letzten Sizung des Amtsgerichts Oppenheim wegen umfengreicher Kohlendiebſtähle auf hier ankernden Rhein⸗ ſchiffen zu verantworten. Die Diebſtähle hatten ſeinerzeit weithin Aufſehen gemacht, wurden doch ganz bedeutende Mengen kohlen auf betrügeriſcher Weiſe von den Kohlenſchiffen fortgeſchafft. Alle Angeklagten wurden als ſchuldig erkannt und zu Gefängnis⸗ ſtrafen von 1 Tag bis zu 3 Wochen verurteilt. „ München, 11. Jan. Die Strafkammer des Landgerichts Ba m⸗ berg verurteilte, It.„Münch. N..“, nach zweitägiger VBerhandlung den Kaufmann Georg Erbel aus Nürnberg wegen des Preiswuchers zu 45 000 Mark Geldſtrafe oder zu 1 Jahr Gefängnis und den Brauereibeſitzer Georg Herbſt aus Ebermannſtadt wegen des gleichen Bergehens zu 5000 Mark Geldſtrafe oder 1 Jahr Gefängnis. Die beiden Angeklagten, Unterkommiſſare der Reichs⸗ gerſtengeſellſchaft in Berlin bezw. der Landwirtſchaſtlichen Zenträl⸗ darlehnskaſſe für Deutſchland, Filiale Nürnberg, haben verbolswid⸗i Malz und Gerſte aufgekauft und das Malz zu Wucherpreiſen n Norddeutſchland weiter verkauft.— Die Strafkammer in Aſchaf⸗ fenburg verurteilte wegen verbotenen Malzhandels und wegen Preistreiberei den Brauereibefitzer Gg. Mayer aus Marktheidenfeld zu 11173 Mark Geldſtrafe oder zu 2 Jahren Gefängnis. Zulagen zu Reulen aus der Invalidenverſicherung. Durch eine Bekanntmachung vom Z. Januar 1918 hat der Vundesrat beſtimmt, daß vom 1. Februar ab bis zum 31. Dezember 1918 den Empfängern einer reichsgeſetzlichen Invalidenrente eine monatliche Zulage von 3 Mk., Empfänzern einer Witwen⸗ oder Witwerrente eine monatliche Zulage von 4 Mk. gewährt wird. Das Reich ſchießt die erforderlichen Beträge den Verſicherungsträgern zinslos vor und erhält ſie von ihnen in zehn gleichen Teilbeträgen in den Jahren 1919 bis 1928 zurück. ˖ Die vom Bundesrate getroffene Regelung geht auf verſchiedene Anregungen des Reichstags, den bei der gegenwärtigen Verteuerung des Lebensunterhaltes in Bedrängnis geratenen Rentenempfänger zu helfen, zurück. Bei der im Frühjahr 1917 im Hauptausſchuſſe des Reichstages gefaßten Entſchließung war eine Unterſtützung der Rentenempfänger nur im Falle der Bedürftigkeit vorgeſehen. In ſeiner Entſchließung vom Oktober 1917 wünſchte der Reichstag eine erweiterte Fürſorge ous Mitteln des Kriegsfonds für die Jahre 1917 und 1913 alle Reutenempfänger. Der erſtgenannten Entſchließung iſt durch ein Rundſchreiben des Reichskanzlers an die Bundesregierungen entſprochen worden, worin ihnen nahegelegt wurde, überall da, wo eine durch Kriegsverhältniſſe gebotene Zulage zu den Renten aus der ſozialen Verſicherung erfor⸗ derlich ſein ſollte, auf dem Wege der gemeindlichen Kriegswohlfahrts⸗ pflege helfend einzugreifen. Nachdem ſich gezeigt hat, daß auf dieſem Wege eine wirkſame Hülfe für die Rentenempfänger nicht überall zu erreichen war, iſt die erweiterte Fürſorge zunächſt für Empfünger von Invaliden⸗, Wit⸗ wen⸗ und Witwer⸗Renten aus der Invalidenverſicherung durch ein⸗ gangs genannte Bekanntnachung eingeleitet worden. Die neue Fürſorge iſt zeitlich beſchränkt worden; ſie nur für die 11 Monate vom Februar bis Dezember 1918 gewährt werden. Maßgebend für die Begrenzung war der Umſtand, daß die Verord⸗ nung auf Grund des Ermächtigungsgeſetzes vom 4. Auguſt 1914 erlaſſen werden mußte, da die Regelung der Fürſorge durch ein Geſetz naturgemäß eine längere Zeit in Anſpruch nimmt, die gegen⸗ wärtigen Teuerungsverhältniſſe jedoch eine ſchnelle Abhilfe des unter den Rentenempfängern beobachteten Notſtandes erforderten. Die ver⸗ bündeten Regierungen waren ſich aber von vornherein klar, daß bei den niedrigen Renten der Invalidenperſicherung eine Weiter⸗ gewährung der Zulage in irgend einer Form auch über den 91. De⸗ ember 1918 nicht zu ungehen ſein würde. Die erheblichen Mittel ſedoch die für eine ſolche erweiterte Fürſorge erforderlich ſind, können weder vom Reiche vorgeſchoſſen, noch von den Verſicherungs⸗ trägern aus den bisherigen Beiträgen oder ihrem angeſammellen Vermögen aufgebracht werden. Hierzu ſind neue Beiträge nötig, die durch eine Aenderung der Beitragsſätze im vierten Buch der Reichs⸗ eingeführt werden müſſen. Die geſetzliche Re⸗ gelung wird, wenn die erweiterte Fürſorge ohne Unterbrechung über den 31. Dezember 1918 fortbeſtehen ſoll, noch im Laufe des erſten Halbjahres 1918 zu treffen ſein. Die hohen Koſten der durch die Bekanntmachung vorgeſehenen Leiſtungen— ſte ſind auf rund 9 Millionen Mark monaiſich ver⸗ anſchlagt— verbieten es, die Fürſorge für zurückliegende Jeiten ein⸗ treten zu laſſen. Dazu wülden noch verwaltungstechniſche Schwierig⸗ keiten getreten ſein. Bei der ſeßzt vorgeſehenen Regelung wird die Zulage ohne Anweiſung des Verſicherungsträgers bezahlt. Der Be⸗ rechtigte beſorgt ſich eine Quittung über die die A— in der Regel erhält er ſie bei derjenigen Stelle, welche die Beſcheinigungen auf der Rentenquittung erteift— und bekommt daraufhin von der Poſt die Zulage ausgezahlt. Jede Zahlung für zurückliegende Zeiten wäre ohne Mitwirkung der Verſicherungströger nicht möglich, da ſie allein auf Grund ihrer Rentenliſten die Bezugsdauer der Zulage einwand⸗ frei feſtſtellen können. Die Verſicherungsträger hätten alsdann den Berechtigten einen Beſcheid zu erteilen und die Poſt zur Zahlung an⸗ zuweiſen, eine Arbeit, die für mehr als eine Million Renten⸗ empfänger geleiſtet werden müßte. Dazu ſind die Verſicherungsträger bei dem großen Mangel an Hilfskräften außerſtande. Dieſe Rückſichtnahme auf die Verwaltungsſchwierigkeiten der Verſicherungsträger hat auch dazu geführt, den Perſonenkreis, dem die Fürſorge zuteil werden ſoll, auf Invaliden⸗, Witwen⸗ und Wit⸗ e zu beſchränken, da ſie in erſter Linie unter der Teuerung leiden und bei ihnen die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen am einfachſten zu erreichen war. Für Empfänger von Alters⸗ und Waiſenrenten wird im Falle eines Bedürfniſſes die ge⸗ meindliche Krie eintreten können. Was die Aufbringung der Koſten für die Zulage betrifft, ſo iſt ſie nicht allein vom Reiche getragen werden, rungsträger abgewälzt ſeien. Dem iſt ent⸗ gegenzuhalten, daß die Finanzlage des Reiches es nicht geſtattet,— einen Bruchteil der Bevölkerung hohe Laſten zu übernehmen. der Sitzung des Reichstags vom 11. Oktober 1917 ein Vertreter der Reichsfinanzverwaltung darauf hingewieſen, daß allein die vom Reichstage in ſeiner letzten Tagung geforderten Fürſorgemaßnahmen einen jährlichen Aufwand von mehr als zwei Milliarden Mark er⸗ forzern würden. Es iſt aber auch nicht richtig, daß das Reich dle Aufwendungen für die Zulage auf die Verſicherungsträger abwälzt. Das Reich ſtelt vielmehr die erforderlichen Mittel zinsſos zur Ver⸗ fügung und erhält ſeine Auslagen in Zehnteln zurück; es 75—9 einen nicht unbeträchtlichen Zinsverluſt. Nimmt man den Zinsſu zu dem das Reich die Mittel für die Vorſchußzahlungen der Poſt Nepataturen und Erwiefterungen elełctrischer Licht-uKraftariſagen schnell und sachgernaß SDOOVNBOVERIeCIE- A abt. InstallotionenvoStotts Ce kνο 25 64% leiefon 662.580.2052 naupmederiage Segmpe/ 1 bemängelt worden, da ſondern auf die Verſi aa 0ν 4 Seite. Nr. 22. Mannheimer General⸗Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Montag, den 14. Januar 1918. aufzubringen hat, nur zu 5 vom Hundert an, ſo verliert das Reich bis zur Rückzahlung des letzten Zehntels rund 25 Millionen Mark, beteiligt ſich 11 an den Aufwendungen für die Invalidenverſicherung außer den 100 Millionen Mark für den Reichszuſchuß mit einem recht erheblichen Betrage. Durch die Zurückzahlung in Teilbeträgen iſt der nicht günſtigen Vermögenslage einiger Verſicherungsträger hinreichend Rechnung etragen. Durch die vorausſichtlich im Jahre 1919 eintretende, bei der öhe der zu übernehmenden Laſten nicht unerhebliche Beitrags⸗ erhöhung wird es den Verſicherungsträgern leicht möglich ſein, die Zehntel aus den laufenden Beitragseinnahmen zu erſtatten. Handel und Industrie. Zur Lage des süddeutschen Nelzmarktes. Frostwetter und Schneefall haben in den süddeutschen Erzeu. jeten neuerdings ungünstigere Verhältnisse geschaffen und 8 Aussichten auf Abschwächung des Schnittwarenmarktes oßer Teil der Sägewerke ist eingefroren, asser arbeifende; àndere verlügen über zu Wieder zerstört. Ein besonders viele mit wenig Wasser, wieder andere über zu wenig geschulte Arbeits- kräfte und mitunter auch über zu wenig Holz. Unter diesen Umständen kann die Erzeugung nur auf mäßiger Höhe gehalten werden. Anderseits ermangeln die Läger an den Erzeugungsplätzen belangreicher Vorräte, so daß bei den mäßigen Zugängen aus der Herstellung die Andienungen nur beschränkten Umlang aufweisen bonnten. Die Nachfrage nach Brettware blieb im allgemeinen ruhig. Einmal ist der Bedari am offenen Markt nicht groß, sodann sind aber auch die Bedürfnisse für Heereszwecke nicht belangreich, weil an den süddeutschen Stapelplätzen der Holzbeschaffungsstellen er- hebliche Posten für Militärbedarf auigespeichert sind aus denen der Bedarf auf lange Zeit hinaus gedeckt werden kann. Die rhei- nischen und westfälischen Abnehmer nahmen Eindeckungen nur insoweit vor, as sie dringender Bedarf erforderlich machte. Ware Zur Ergänzung der Läger zu bezielen, dafür bestand bei diesen Abnehmern keinerlei Neigung, zumal da jgan immer noch mit der Möglichkeit einer Abschwüchung des Merktes gerechnet wird. Sehr zuversichtlicher Stimmung begegnete man in den Kreisen der Bretterherstellung, welche auch sebbst die geringsten Preis- unterbietungen ablehnte. Die Großhändler waren hingegen in ein-⸗ zelnen Fällen, wo es ihnen um den Absatz bestimmmter Sorten e eee zu tun war, eher zu Preiszugeständnissen zu bewegen, obwohl Waochenauswels der Rank von Frankreich sie in der Mehrheit dafür auch mehr zugänglich waren. Eine Ein- 10. Jansar 1us68s66. deckung von unsortierter Ware auf günstigerer Grundlage als seit- deg. de Vorw. her konnte dem Großhandel nicht gelingen. Darauf ist auch die Gold in der Casse..320.408.00.999.000 durchweg feste Stimmung am Markte in sortierter Ware zurückzu- Gold im Auslandad.037.108 000 unver. führen, Obwohl dieser große Umsätze nicht zu verzeichnen hatte. Barvorrat in Silber 246.109.000— 719.000 Ausschußbretter zogen das meiste Interesse auf sich und waren Guthaben im Ausland 869.739.000— 59.408.000 Wieder in breiten Sorten am meisten beachtet. Die Großhändler Wechsel, v. Morator. nicfit betroff. 958.217.000— 90.031.000 bedangen bei Angebolen breiter Sorten vielfach die Mitnahme Oestundete Wechsel 134.832 000—.847.000 schmaler Ware. Die erste Hand verlangte für das Kubikmeter un. Vorschüsse auf Wertpapiere 1220.181.000— 448.000 sortierter 16 langer und 1“ starker Bretter etwa M. 130—135 für Kriegsvorschüsse an den Staat 12.700.000 000 unver. das Kubikmeter trei der süddeutschen Versandstationen. Von Vorschüsse an Verbündete 32.300.000 +.000 seiten der Großhändler wurden gefordert für die 100 Stück 1614“ Notenumlaunfnn. 22.998.279.000— 193.500.000 -Bretter 5,“ M. 204—210, 6“ M. 248—255, 7“ M. 200—300, 8“ Staatsguthaben 156.514.000 + 90 000 M. 334—-343, 9% M. 378—385, 10% M. 420—430, 11“ M. 463 Privatguthaben 296.980.000— 80.741.000 bis 475, 12“ M. 507—517, für 16“ 4, 50% Ausschußware M. 170 bis 175, 67 M. 204—209, 7“ M. 230—243, 87 M. 275—280, 0% Newyerher Wertnagierbbre. M. 307—312, 10“ M. 338—343, 11“ M. 375—380, 12“ M. 410 MEW vonk, 12. Januar.(DeviseAnπ ãmuucrk t) bis 420, und für 16“ 3 5% desgl. M. 125—130, 6% M. 185—150, 12. 10. 10. 7“ M. 178—184, 8“ M. 204—2090, 9,“ M. 200—2905, 10% M. 254—rre test tost + Londos 41 8 bis 260, 11“ M. 280—825 und 12“ M. 310—315; alles frei Schiff eg n aate 3. 1 mittelrheinischer Stationen. Ferner bot man an die 100 Stück 16˙ 800 L— 2* 8 a Tasdte.76.48.78.15 14˙5“ Ausschußbretter zu M. 214—218, 6“ M. 255—263, 7“ Mark Siebtwecheel Berlla. ee Sider Bulles. 8% 30.½ 300—305, 87 M. 345—340, 0% M. 386—.304 10% M. 428—430, 11“ Siehtwachse! paris.73.—.24.— M. 470—480 und 12“ zu M. 515—525 frei Schiff Köln. U new-Verk, 10, Januar.(Bonds- und Aktlenmarktz. Aründumg einer desselgesellschatt in Schomfheim. 12 70. 12. 10. BC. Schopfheim, 13. Januar. Hier wurde eine Nessel. ht. Jep. Sante fe% 83— gesellachaft 8 5 3 einem Gesellschaſtskapital von 425 000 M. Ualted Statbs oorp. Sorpe 85 5 11 ae 4 22 76. 59% Bonqỹꝭ T—0. entar rn.13—19. Reneer 80 rer ist Handeiskammersyndikus Dr. 750 70 94— 975—. de 103,/ 1030, 60. ot.——Forthern PSolfſo 83˙ 81¹ Dermner Wertpapflerbörse,„atteeye 2 050.518, 82% Lennerluana 4% 45 Canachan Paoſfto. 1132¼ 138½% eadlng 83 72% 74% 1. 4465 45——. 115 197 uszaklungen für: 12 F 1 2 72 8 0 Denever& Nio Grande 13 13—Southera Ralwaßß 22% 23½ Oeid Brief EFIFBZFBZFJCVE 1% Soutbern Bail ret.— VT 127 ale lre:., dee ae, 180, 1f4r. Hielland 100 Gulden. 2215.50 21000 215,50 21000 Sreat Ko hern fret S. 2 3 52.5 53.00 152. Unlaols Central 8 4ů 92— Amer Smali& Roff.. 78¹ 79% Saclen 100 Conen:: esge deaee leies ie e d e ee:: Norwegen 100 Kronen 161.25 161.75 161.25 161.75 lussab oity 4 ontkern 16— 10— Centrel Lesber:— 05 55 Schweis 100 Franken 112.50 112.75 112.50 112.75 0))))V] ⁵⁵P 5 0 0. roi Oest.-Ungaru 100 Kronen 65.55 60.65 6055 66.65 Leutevihe u. asbellle lI8% 119½, Untted States Stdelsberb. 82—. 8915 Spanſen 117.%½ 118.½ 11850 119.½ Mlesouri Kaus.& Texas 4½* Unttsd Stat. Steel Vorp br 1068¼ 109— Bulgarien 100 Levra 890.— 80.½ 80.— 80.% Aktlen-Umaat 320 000(539 000) Liquidation der„Etabliſſements Hutt inſan“, Gummi⸗ warenfabrin in Mannheim ——— der Pirma Stabliſſements Futchinſon, Compaguie natlonale du caount- schoume souple, soeieté anonyme in Paris!. 1. Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 14. März 1917 betr. die Liquidation franzöſtſcher Unternehmungen, iſt vom Herrn Reichskanzler die Liqutbation des hieſigen Fabrtkunternehmens obiger Firma angeordnet worden. Der Unterzeichnete wurde vom Großh. Mini⸗ ſterium des In nern als Liquidator ernannt. Das Unternehmen ſoll als Ganzes veräußert werden. Ich fordere hiermit Intereſſenten auf, ihre An⸗ gebotr? wegen Erwerbs der genannten Fabrik bis agſtens zum 31. Jauuar 1918 einſchließlich an mich gelangen zu laſſen. Die Auge⸗ hote ſind innerhalb dieſer Friſt und zwar jedes Ge⸗ bot in einem verſchloſſenen, nur mit einem Keun⸗ wort verſehenen Umſchlag einzureichen. Die Fabrik kann nach vorheriger Aufrage jeder⸗ zeit hier 5 werden und iſt der Liquidator zu; gewünſchter Auskunftserteilung bereit. Die Eutſcheidung über den Zuſchlag bleibt dem Großh. Miniſterium des Innern vorbehalten. 2. Zugleich fordere ich alle dentſchen Gläubiger der Firma auf, ihre etwaigen Forderungen bei mir guzumelden und richte an die Schuldner der Firma die Aufforderung, die geſchuldeten Beträge alsbald zu bezahlen. Fal4 Mannheim, den 12. Januar 1918. Statt besonderer Anzeige! * Tieferschüttert teile ich allen Mitfühlenden mit, dass meine innigst geliebte Frau, die treusorgende Mutter unserer Kinder, unsere llebe Tochter rau Aarnde Haas im 38. Lebensjahre nach schwerer Kranſtheit am I. Januar in Davos verschieden ist. Die Einäscherung hat in Davos statigefunden, die Asche wird in die Heimat überführt. Von Beſleidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir abru- sehen. Jals Heinrich Knecht L. 11, 4. Wollsſchule Maunheim.] Suche ſoſort ſtillen Teil⸗ Bekauntmachung. haber mit 1000 Mart Die Uebertritte in zie B ſchule, in die Vor itungsklaſſen u. den Schul⸗ beſuch betr. Spo7 In der Zeit vom Mon⸗ tag, den 14. bis Freitag, den 18. ds. Mts. werden von den Klaſſenlehrern die ee Meldungen der Eltern hinſichtl ich der⸗ jenigen Schüler entge⸗ engenommen, die im mmenden Schullahr a) von der Volksſchule in die Bürgerſchule übertreten ſollen h aus der II. Knaben⸗ klaſſe der Volksſchule iu eine III. Vorbe⸗ reitungsklaſſe übertre⸗ ten ſollen oder e) nach erfüllter Schul⸗ pflicht noch ein wei⸗ teres Jahr freiwillig die nüchſt höhere Klaſſe der Volks⸗ oder Bür⸗ gerſchule beſuchen jollen. z die alle uſchlägige Auskunft geben, ſind— 15. Januar ab bei den Klaſſenlehrern erhältlich. pätete Anmeldungen auf Berückſichti⸗ gung keinen Anſpruch. Volksſchulrektorat: Dr. Sickinger. Sonntag 6 Uhr rauer Mufr em Lichtſpiel⸗Theater ab⸗ handen gekommen. Sofort abzugeben 0 6, 8, 3 Tr. 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