1 T1 neee Donnerskag, 28. März. fur den allgentemen und Hen⸗ 2 ur Dr. Fritz Goldenballm; 15 den Anton Grieſer. Druck u. Derlag: Druckerei Pr. aas Rannheimer General Anzeiger 6. m. 1. ſämtlich in Manunheim.— Lelegramm⸗ Adreſſe: General⸗Anzeiger Rannheim.— Fernſprech⸗ Kn. ſchluß amt Maunheim: Ur. 7940, 7841, 7942, 7943,%½ 7945 und 7946.— Dolſtſcheck⸗Monto: Nr. 2917 Tudwigshafen am Nhein. Beilagen: Amtliches Berteindigungsblatt für den Amtsbezirk Mannheim.— Das Weltgeſchehen i WMittags⸗Ausgabe. 0 uheimer Genem! Amze 1918. 1 Nr. 147. 4 ngelgenpreiſer bie 1l8attige Kolonelzeile nN 2 2 50 e 50 Dfennia, Reklamen—. eſt vormittags 8½¼ Uhr. Abendblau nachmittags 2½ Für Ku⸗ 5 zelgen an beſtimmten Tagen, Stellen und Kusgaben wird keine Der⸗ antwortung übernommen dezugspreis in Mannheim und Uunge⸗ bung monatt M..— mit Bringerlohn. Poſtbezug: Dierteli 42 eimcht Juftellungsgebühr. Bei der Poſt abgeh..5. 0. Einze LI m Bilde in moderner Kupfertiefdruck ⸗Ausführung. — —————— — der Vormarſch und Angriff an der Lomme geht weiler. Der ganze Sieg. Telegrammwechſel zwiſchen dem Reichskanzler und Hindenburg. Berlin, 2. März.(W2B. Nichtamilich.) Reichskanzler Dr. Graf v. Hertling hal nach dem großen deulſchen Sieg im Weſten an den Generalfeldmarſchall v. Hindenburg folgende Depeſche geſchickt: „Doll aufrichfiger Bewunderung für die herrlichen Talen unſeres Heeres unter Eurer Exzellenz und Ihres Erſten Ge⸗ neralquartiermeiſters bewährter Leitung begrüße ich mil freu⸗ diger Genugtuung die Verleihung des höchſten militäriſchen Ehrenzeichens an Eure Exzellenz und die ſo verdiente Aus⸗ zeichnung Ihrer Mitarbeiter. mit mir freut ſich das ganze deulſche Volk, das mit einem ſo berechligten Bertrauen auf Eurei Exzellenz blickt und weiß, daß wo Hindenburg und Ludendorff führen, der Sieg eine Nolwendigkeit iſt. Heriling.“ Generalfeldmarſchall von Hindenburg letz dem Reichskunzler daraufhin folgende Antwort zugehen: Eurer Exzellenz ſage ich für die freundlichen Worte, die Eure Exzellenz anläßlich des Sſeges über das engliſche Heer an mich zu richten die Güte hatten, lief empfundenen Dank. Im Vertrauen auf unfere herrlichen Truyyen haben wir den großen Schlag gewagt. Stolz darauf, unter Führung und unter den Augen ihres oberſten Kriegsherrn zu fechten, ſchlagen ſie ſich über alles Lob erhaben, ſedermann erfüllt von dem Bewußlſein, daß es um die Jukunft des ge⸗ liebten Balerlandes gehe. Das Heer wird nichtnachlaſſen, bis es mil Goltes Hilſe der Heimat den ganzen Sleg erkämpyft hat, den ſie als Grundlage ihrer auf einen kraftvollen deutſchen Frieden geſlützten Zukunft der deulſche Vormarſchz. Berlin, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Das alte Ssommeſchlachtfeld mit ſeinen zerſtörten Städten, un⸗ zähligen Stellungen, Grabenſyſtemen. Drahtverhauen und Ruinendörfern liegt im Rücken der deuiſchen Angriffstruy pen. Dor ihnen breltet ſich franzöſiſches Land, das bisher von der friegsfurie verſchont blieb. aus. Anders heute. Gleich Fanalen lodern an vielen Slellen roie Brande zum Him⸗ mel empor. Diurch beſondere Kavalleriekommandos laſſen die Eug · länder Wohnſtätten und Fluren ihrer Bundesgenoſſen vet· m ũ ſt e n, angeblich um den deulſchen Vormarſch zu hemmen. den gleichwohl ſieben Tage lang weder Kanäle, Flüſſe oder verſumpfte Trichterzonen. noch ſtärkſte engliſche Befeſtigungen nufhalten konnten. Bereiis liegen die wichkigſten engliſchen Bahn⸗ zentren und Skapelplätze 8l. Pol und Doullens unter ſchwerem deulſchem Jerufenet. Mit reichlich erbeutetem engliſchen Pioniergerãt und Material werden alle Straßen und Zerſtörungen wieder hergeſtelll. In Pozières wurden neben wohlgefüllten Werkſtätten viel rollendes Materlal erbeuiet, darunter allein 20 Jeldbahnlokomotiven. Zmmer wieder werden überall die ſchweren bluti⸗ gen Verluſte der Engländer ſeſtgeſtellt. Bei Noyon grenzen die khakibraunen Engländer⸗ an die hellblauen fran · zöſiſchen Leichenfelder. Das Sommetal iſt ein eng. liſchet Airchhof. In einer Mulde bei Clery lag ein völlig zuſammengeſchoſſenes engliſches Artillerieregiment mit 40 Ge. keaßen deutſcher Abendbericht. Berlin, 27. März, abends.(WTB. Amtlich.) IZu beiden Seiten der Somme ſind unſere Ar⸗ meen in langſam fortſchreikendem Angriff. * Beiderſeits der Somme geht der deutſche Angriff weiter, er ſchreitet fort, wenn auch im Augenblick verlangſamt. Es iſt natürlich, daß die Engländer gerade in dieſem Abſchnitt unſeren Vormarſch aufzuhalten ſuchen— koſte es, was es wolle. Von Albert bis Amiens die Strecke etwa 30 Kilometer, und von Amiens bis ans Meer noch etwa 50 Kilo⸗ meter. Haben die Deutſchen dieſe Linie beſetzt, ſo ſind die Eng⸗ länder von Oſten und Süden her eingeſchloſſen, im Rücken aber haben ſie— das Meer. Sie werden natürlich mit allen Kräften verſuchen, die Abriegelung zu verhindern. Im eſtrigen Abendblatt haben wir bereits einige Depeſchen ver⸗ Sanez aus denen die Bedeutung der augenblicklich an der omme ſich abſpielenden Kämpfe aufs beſte erhellt. Die Eng⸗ länder ſelbſt erklären Amiens für den Stütz⸗ und Angelpunkt bBrer In Kramsicht mit der Aufgabe von Amiens würden ſie den Deutſchen den Weg zum Meer übergeben. Neu⸗ trale weiſen darauf hin, wie die Engländer in der Gefahr völliger Umklammerung ſtecken, ſie gebrauchen das Bild von dem Sack, in dem die Engländer bereits ſtecken und deſſen Zuſchnürung droht. Gleichzeitig betonen ſie die glänzende Bewegungsfreiheit der Deutſchen; nachdem ſie einmal eine breite Breſche geſtoßen, können ſie ebenſowohl nach Süden wie nach Weſten einſchwenken, wie der geſtern hier angeführte militäriſche Mitarbeiter der Züricher Poſt ſchreibt; der Vormarſch in weſtlicher Richtung führt ans Meer, der andere weiſt auf Paris und gefährdet die franzöſiſche Front. Die Abſichten der deutſchen Heeresleitune ſind durchaus unerkennbar. Und dieſe Unerkennbarkeit mu die feindlichen Heerführer zur Verzweiflung bringen, denn ſie hindert ſie ihre Kräfte und Reſerven in einer der beiden mög⸗ lichen Richtungen zu konzentrieren. Vielmehr müſſen ſie an der Somme wie an der Oiſe gleichmäßig auf der Wacht und auf der Hut ſein. Bemerkenswert erſcheint die Beſchießung von Doul⸗ lens und St. Pol. Die beiden Städte liegen in dem Gebiet zwiſchen der Somme, dem Meer und der deutſchen Front, erſteres etwa 35 Kilometer nordweſtlich Bapaume, letzteres etwa ebenſoweit weſtlich von Lens. Pie erſie Etappe auf dem Wege nach Amiens. Chriſtiania, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.)„Morgen⸗ bladet“ ſchreibt in einer Kriegsüberſicht: Infolge der Entwick⸗ lung der Kämpfe in den letzten Tagen iſt die engliſche Front ee e und die Lage für die Engländer ſehr ernſt geworden. Ihre Heereſind geſchlagen und befinden ſich im Rückzu ge. Die Deutſchen haben auf ihrem [Weg nach Amiens die erſte Etappe zurück⸗ gelegt. wie im Herbſt 1814. m. Köln, 28. März.(Priv.⸗Tel.) Der Sonderberichterſtatter der„Kölniſchen Zeitung“ meldet von der Weſtfront: Die Nach⸗ richten überſtürzen ſich wie im Herbſt1914. Die Nieder⸗ lage des engliſchen Heeres ſtellt ſtündlich großer und 0 ſchwerwiegender dar. Der engliſche Soldat iſt ausgezeichnet. aber die Führer ſcheinen zu verſagen. Von unſerem Angriff am 21. wurden achtzehn uns gegenüberſtehende engliſche Divi⸗ ſionen betroffen. Durch die Ausdehnung der Front am 23. kamen noch drei weitere hinzu und ſämtliche wurden eſchlagen. Einige von dieſen Diviſtonen galten als be⸗ onders gut, ſo die 51. vor der Armee von Below, die 63. und 9. vor der Armee von der Marwitz. Bis zum 24. wurden von den Engländern noch elf, von den Franzoſen fünf Diviſionen eingeſetzt, darunter von den Engländern zwei, von den Fran⸗ zoſen drei Kavalleriediviſionen. Auch ſie, al ſo im gan⸗ zen 37 Diviſionen, wurdengeſchlagen. Für die Engländer bedeutet das mehr als die Hälfte ſhrer geſamten franzöſiſchem Boden ſtehenden Armee. „Verblüffende Schnelligkeit“. Berlin, 28. März.(Von unſ. Berl. Büro.) Aus Genf wird gemeldet: Zum erſten Male beſtätigt eine Havasnote die verblüffende Schnelligkeit der deutſchen Operationen, die die Haupturſache des Zuſammenbruchs der franzöſiſch⸗engliſchen Pläne geweſen wäre. Nun gelte es durch Einſatz bedeutender Ententereſerven neue Pläne zur Reife zu bringen. 7 Die Engländer rechnen mil fortgeſetztem Rückzug. m. Köln, 28. März.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Volksztg.“ meldet aus Baſel: Man meldet aus London: Das Metter an der Weſtfront verſchlimmert ſich. Das Barometer fällt, der Himmel bewölkt ſich. Möglicherweiſe iſt der Feind durch das Sumpfgelände der Somme behindert. Immerhin müſſen wir gewärtig ſein, fortzufahren, uns langſam auf andere Stellungen zurückzuziehen. englands Niederwerfung. „Wir machen jetzt ein Ende. I Berlin, 28. März.(Von unſerem Berliner Büro.) In der„Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung“ ſchreibt der Chef des ſtellvertretenden Generalſtaͤbs der Armee Generalleutnant Freiherr von Freytag⸗Loringhoven über den Sieg im Felde und den Sieg der Milliarden: Die Entſcheidung des Krieges liegt im Weſten, wo ſie ſtets gelegen, von uns bisher im Angriff aber nicht erſtrebt werden konnte, weil uns die dazu erforderlichen Mittel und Kräfte fehlten. Jetzt endlich ſind wir ſoweit. Darum heißt es auch unſere anze finanzielle Leiſtungsfähigkeit anzu⸗ pannen, alles 1 7 und Trachten daheim ebenfalls auf das eine Ziel, die Niederwerfüng Englands zu rich⸗ ten. Mit ihm bricht Frankreich zuſammen, zerfällt Amerikas Hilfeleiſtung. Wie dort im Weſten jetzt in ſedem, vom Feld⸗ marſchall bis zum Musketier nur der eine Gedanke lebt: Wir machenjetzt ein Ende mit allem, was in Waffen gegen uns ſteht, ihr habt es ſo gewollt, ſo muß es auch in der Heimat ſein. Darumhinweg mit alleminneren Zwieſpalt, allen Bedenklichkeiten gegenüber dieſen Feinden, die nichts von ſolchen wiſſen wollen, die in Lügen und Verleumdungen ſich nicht genug tun können. Wenn je, ſo fordert dieſer Augen⸗ blick dieleidenſchaftliche Hingabe des deutſchen Volkes anſeine große heilige Sache. Es iſt einer der größten Augenblicke unſerer Geſchichte. Dort an der Somme tobt der Kampf um unſere Weltgeltung. VDir wollen und müſſen ſie behaupten und ſie feſter gründen als ſie vor dem Krieg war. Das ſchulden wir unſeren teuren Toten. Mit Eroberungsabſichten hat ſolches nichts gemein. Lloyd George und Clemenceau. Rotterdam, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Der Nieuwe Rotterdamſche Courant meldet aus London, daß Premier⸗ miniſter Lloyd George, um das Publikum auf dem Lau⸗ fenden zu erhalten, angeordnet habe, daß alle Haigſchen Be⸗ richte am Karfreitag, am erſten und wahrſcheinlich auch am zweiten Oſterfeiertage an ſämtliche Telegraphenbureaus Vereinigten Königreiches telegraphiert und dort ſofort ange⸗ ſchlagen werden ſollen. Es wird von der Möglichkeit geſpro⸗ chen, daß das eben vertagte Parlament wieder einberufen werden ſoll. Einige Blätter verweiſen guf Ereigniſſe Kriegsmaßnahmen anzunehmen beſchloſſen habe. „Daily Chronicle“ glaubt, daß das Parlament nach ſeiner Wiedereinberufung die Erhöhung des Militärdienſtalters be⸗ ſchließen werde.* Berlin, 28. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Einer Havasmeldung aus Paris zufolge äußerte ſich im fran⸗ zöſiſchen Miniſterrat Clemenceau über die milits⸗ riſche Lage. Seine Mitteilungen hatten vor allen Dingen informierenden Charakter, denn er war gerade von einem „Frontbeſuch in Begleitung Poincares und Läucheurs zurück⸗ gekommen. Clemenceau erklärt, daß ſein Frontbeſuch einen befriedigenden Eindruck hinterlaſſen habe. Im Gegenſatz zu den amtlichen franzöſiſchen und britiſchen Mel⸗ dungen über den fortgeſetzten Rückzug der Ententetruppen nach Weſten und Süden ſteht eine heute Mittag ausgegebene Havasnote, die der Bevölkerung den Glauben beizubringen verſucht, daß jede unmittelbare Gefahr durch das een der engliſchen und franzöſiſchen Reſerven vereitelt ſei. Die Note enthält jedoch keine näheren Angaben über die gegen⸗ wärtigen Stellungen der Franzoſen und Engländer. bDer„ſtolze“ König Georg. London, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterſchen Büros. Der König telegraphierte dem Feldmar⸗ ſchall Haig: Ich ſpreche dem General Salmond und allen Offizieren und Mannſchaften des britiſchen Luftdienſtes in Frankreich meine Dankbarkeit für ihre ausgezeichneten Leiſtun⸗ gen während dieſer großen Schlacht aus. Ich bin ſtolz darauf, ihr oberſter Befehlshaber zu ſein. 25 „Der Feind will die Entſcheidung herbeiführen⸗ London, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Die Weſtminſter Gazette ſchreibt in einem Leitartikel über den 5. Schlachttag: Nach dem Zeugnis unſerer Feinde wie aller eſchlagen. Wenn ſie auch ein wenig Gelände verloren haben, o ſind doch die Armeen intakt geblieben. iſt unſer Hauptziel, den Feind für jeden fußbreit Boden, den er ewinnt, einen höchſtmöglichen Preis zahlen zu laſſen. Der Feind will die Entſcheidung herbeiführen. Obwohl das unſere Aufgabe erſchwert, macht es die Lage zu⸗ gleich hoffnungsreicher. Wenn wir ſeinen Sieg verhindern können, machen wir ſelbſt einen großen Schritt dem Sieg ranzöſiſchen Berichten in den Kampf geworfen hat, iſt un⸗ Ee a und ein paar Schlachttage gleichen Maßſtabes werden eine unerſetzliche Verausgabung, bedeuten, wenn keine Ent⸗ ſcheidung erreicht wird. Wir ſind ſicher, daß unſere Verluſte verhältnismäßig viel leichter ſind als die des Feindes. Es iſt beachtenswert, daß unſere Lücken bisher durch Reſerven aus⸗ gefüllt wurden, während die ſtrategiſchen Reſerven unberührt ihrer eigentlichen Beſtimmung erhalten geblieben ſind. Fur den Feind gibt es keinen Mittelweg zwiſchen einem vollſtändigen Erfolg und einem verheerenden Wierte ne er einen Er⸗ folg in dem einzigen Sinne, daß er ſeine Abſicht erreicht, nicht haben wird. Peſſimiſtiſche Bekrachtungen der engliſchen Preſſe. Rokterdam, 27. März(W7 B. Nichtamtlich.) Nach Meldungen des„Rotterdamſchen Courant“ aus London enchalten die engliſchen Blätter ſehr peſſimiſtiſche Betrachtungen über die Offenſſve imm Weſten. Oberſt Repington ſchreibt in der„Moraing Po ſt“: Die Abſicht des Feindes iſt jetzt klar geworden. Alle weiteren Erfolge, die er erringt, können zu ernſten Eneſcheidungen führen. Für die Alliierten iſt es das wichtigſte, daß ſie die Trennung ihrer Armeen verhüten. Sie müſſen ihre geſchloſſene Linie bewahren und eng aneinandergeſchloſſen bleiben. So ſehr der Gebietsverluſt u bedauern iſt, es wäre ein viel ſchlimmerer Verluſt, wenn die Allilerten auf ihrem Rückzuge getrennt würden. In dieſem Augen⸗ blicke können wir hoffen, daß ſie nicht gezwungen ſein werden, etwas wirklich Entſcheidendes aufzugeben. Repington verſucht ſo⸗ dann die Lage der Alliierten nee ſ günſtig hinzuſtellen und ſchließt: Es iſt unſere Aufgabe, die franzöſiſch⸗engliſchen Armeen zuſammenzuhalten, nicht den Kopf zu verlieren und uns, wenn nötig, zurückzuziehen, aber ſo zurückzuziehen, daß der Feind um jeden Preis verhindert wird, uns zu trennen oder uns auf einer Flanke anzugreifen. Die„Times! enthält einen Leitartikel mit der Aufſchrift „Kritiſche Tage“, in dem auf den andauernd äußerſten Ernſt der Lage hingewieſen wird. Das Blatt ſchreibt: Am ſüdlichen Teile der ront iſt offenbar ein Wettkampf, um Zeit zu gewinnen, entbrannt. Es hängt alles von den nächſten Stunden ab. Wir betrachten den Mittwoch und Donnerstag als ſehr Südlich der Somme liegt der Punkt, der uns am meiſten Sorge macht, aber auch am meiſten Hoffnung 77 Der Kriegskorreſpondent Gibbs telegraphiert unter dem Datum des 26. März: Der Feind hat ſeit dem Beginn der Offenſive aam Donnerstag nur halt gemacht, um neun Diviſisse Amerika, wo der Senat unter dem Eindruck der großen Beobachter auf unſerer Seite haben ſic unſere Leute glänzend entgegen. Die Zahl der Diviſionen, die er nach britiſchen und ——— FFFP —TT FFFFFCCCCC ——5 — —.———— ————— „—— —FTr!. 5 8 5 etie. N. 147. mannhetmer General⸗Anzeiger. emittags⸗Ausgabe. Donnerstag, den 28 Mäörg 1918. 5 erſchöpften Divi⸗ en dann neu organiſiert wieder vorzugehen und durch Reſer⸗ das getwonnene Gelände verteilt find, Auf dieſe Weiſe und mit Hilfe der gewaltigen heranzuführen und die durch den uge fionen abzulöſen. Dieſe letzteren wer And kuhen ſich aus, um ſpäter den, die in großer Zahl über erſetzt zu werden. Streitkräfte, a de Truppen gegenüber unſeren chwergeprüften Mann⸗ 3u behaupten. Die Engländer haben an verſchiedenen Punkten gegen Eine Aaindliche Uebermacht kämpfen znüſſen.“ An vielen Stellen ſtand Line feindliche Diviſſon einem engliſchen Batgillan gegenüder und Neſe bisher unerhörte Uebermacht wird fortwährend durch neue rupren vergrößert. Unſere Mannſchaften gaher ſechs Tage und Nächte ünunterbrochen durchgekämpft. Ihre ſind er⸗ Mattet und durch Mangel an Schlaf enkſtellt. Ihre Uniformen ſind n Fetzen und mit Kot bedeckt. Ich habe heute eine kleine Abteilung eſehen, die ſo erſchöpft war daß ſis ſich kaum fortbewegen konnte. „Die Soldaten waren wie müde Kinder und ſtützten ſich gegenfeitig, ale ob ſie betrunken geweſen wären, aber ſie waren nicht nieder⸗ geſchlagen. Die Kriegführung in offenen Felde iſt für Die Engländer etwas Neues und die Gefahr, die ihnen dom Feinde droht, iſt ernſt. Troßzdem blieb die Armee bisher un⸗ gebrochen und es iſt noch keine Diviſion verloren gegangen Die Stimmung der Franzoſen. In einer Vetrachtung über die Stimmung her Frunzöſen ſchreibt die Kreuzzeitung!:: 30 Italien hatten unſere großen Erfolge keinen Niederbruch ber olksſtimmung zur Folge. Es war das einesteils darin be⸗ daß die ſtärkſte kriegsgegneriſche Gruppe auf die Betonung Mrer nationalen Geſinnung Werd legte und deshalb in der Stunde des Unglücks und der Gefahr die Erhaltung der nationalen Einheit als ihre Hauptaufgabe anſah, ſodann aber doch vor allem darin, daß man ſolange noch nicht die Hoffnung auf den endgültigen Sieg gufgeben zu müſſen glaubte, als die engliſch⸗franzöſiſche Front noch Anerſchüttert ſtand und mit Hilfe der amerikaniſchen Verſtärkung dem deutſchen Gegner wieder überlegen werden konnte. Die Hoff⸗ Kung auf die ſchließliche Errettung durch England hat ja ſelbſt ſo völlig niedergeworfene Staaten wie Serbien und Belgien noch immer in ihrem Kriegswillen aufrecht erhalten. Frankreich iſt jetzt doch aber in gans anderer Lage. Es kann ſich der Erkenntnis nicht verſchließen, daß, wenn es uns jetzt gekingt, die Kampfkraft des engliſch⸗franzöſiſchen Heeres ſo zu ſchwächen, wie wir es hoffen . 1 nach dem augenblicklichen Stand des Kampfes hoffen dürfen, die Fortführung des Krieges keine Wendung in ſeinem Schickſal mehr bringen, ſondern es nur noch härter geſtalten kann. Die Hoffnung auf die amerikaniſche Hilfe hatte nur ſolange einen inn, als mit ihrem Eintreffen zu einer Zeit gerechnet werden⸗ Jonnte, in der die engliſch⸗franzöſiſchen Heere noch im Weſentlichen Anerſchüttert waren. Wie weit die Kriegsmüdigkeit in Frankreich um ſich gegriffen haite, iſt bekannt, und es iſt nur ein Beweis der überraſchenden Zähigkeit des franzöſiſchen Volkes, daß ſie nicht längſt zum Zuſammenbruch geführt hat, Es iſt eben noch zu eitel, u ſtolz, wie man es nennen will, ſich in das Unabänderliche ſeiner Niederlage zu fügen, und verſchließt dabei die Augen gefliſſentlich vor der Tatſache, daß jeder Tag, um den es dieſen Entſchluß kin⸗ auszieht, ſeinen Fall nur umſo ſicherer machen kann. Aus dieſen Menſcheneinbußen, dieſen finanziellen und Opfern wird es den Aufſtieg zur Höhe nicht dendanſabe er Kampf gegen den Defaitismus, der ja die Lebensgufgabe des Kabinetts Flemenceau war, iſt deshalb in Wahrheit ein Kampf gegen hie VBernunft und den Mut zur Wahrheit. Man ſollte meinen, Jaß dem franzöſiſchen Volk nach den jetzigen Niederlagen doch die n darüber aufgehen müßten, wohin es durch die Zwingherr⸗ ſchaft Clemenceaus gelangen muß, und daß es daraus auch die Folgerung ziehen wird. Inſofern können die jetzigen Niederlagen Allerbings die Urſache zur Trennung zwiſchen Frankreich und Eng⸗ Jand werden, als ſich in Frankreich nunmeht der Friedenswille Hurchringt. In welcher Weiſe er ſich dann Geltung berſchafft, ob er England mit zum Frieden beſtimmt, oder Frankreich gezwungen in wird, ihn für ſich allein zu ſuchen, das ſind Fragen, die ſich e noch nicht überſehen laſſen. Es gab eine Zeit, in der Eng⸗ land erklärte, es werde weiter kämpfen, auch wenn ſeine Bundes⸗ genoſſen nicht bis zum Siege über Deutſchland durchhielten. Ob Es heute noch auf dieſem Standpunkt ſteht, erſcheint uns doch frag⸗ lich. Es hat inzwiſchen verlernt, über den U⸗Bootkrieg zu ſpotten, und unſere neueſten techniſchen Leiſtungen mögen ein Weiteres dacu beitragen, es in ſeiner Inſelſicherheit zu erſchüttern. Die Wirkung der Weſtereigniſſe auf Amerika. New Nork, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Die Nießeen Zeitungen bebandeln in Neitarleln die Wirkun des großen beutſchen Vordringens in Feankreich duf die Amerikaner und ſprechen einſtimmig dahin aus, es ſie aufs neue anfeuern, und die Vorbereitungen intenſiver ge⸗ und beſchleunigen wird.„New Vork Herald“ ſchreibt:„Eines ber bedeutendſten Ereigniſſe des ligen Kampfes, der ſich ſetzt in Nordfrankreich abſpielt, iſt in den Vereinigten Staaten bereits r. Man verdeutlicht ſich den gehaltigen Einſaß der auf dem Spiele—— der amerikaniſche Kongreß iſt endgultig ernüchtert und geworden.“ 95 herwortagender Anlell der Luſiſtrelkkruͤfle. Berlin, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) An den ſiegreichen Proßkampftagen der Schlacht zwiſchen Arras und La Fere haben ——— geſamten Luftſtreitkräfte hervorragenden Anteil. rend der Vorbereitungen für die Durchbruchsſchlacht trugen unſere Flugzeugbeobachter, aller feindlichen Gegenwirkung die „Stirne bietend ihre Aufklärung lückenlos bis weit ins Hinterland des Feindes. Das Netz ſeiner rückwärtigen Stellungen war im Licht⸗ bild feſtgelegt, der Verkehr auf Bahnen und Straßen peinlichſt über⸗ wacht und ſo der deutſchen Führung die Gewißheit verſchafft, daß der Gegner von dem unmittelbar bevorſtehenden Stoß keine Kennt⸗ nis halte. Die eigene Infanterie war durch Lichtbilder über jede Einzelheit der zu erſtürmenden Kampfſtellung des Gegners, über jedes e e und jeden Minenwerferſtand unterrichtet. igene Jagdſtreitkräfte hatten dieſe gefahrvolle Tätigkeit der Be⸗ obachter geſchützt und den feindlichen Luftſtreitkräften den Einblick in unſere eigenen Vorbereitungen durch rückſichtsloſen Angriff er⸗ folgreich verwehrt. Als am 21. März der Nebel, der in den Morgen⸗ ſtunden ſede Flugtätigkeit ausſchloß, ſich verzog, die geſamten Vuftſtreitkröfte den gleichen unüberwindlichen Angriffsgeiſt wie die auf dem Schlachtfeld vorſtürmende Truppe. Die Jägdſtreit⸗ kröfte behaupteten ihre unbedingte Ueberlegenheitin der —* Sle ſchoſſen am erſten Angriffstag allein ſechs Feſſelbaflone und brachten im Verlauf der weiteren Kampftage bisher 93 Jlugzeuge zum Abſturz. Der 67. und 68. Luftſieg des⸗Ritt⸗ Meiſters Frhrn. v. Richthofen beweiſt die oft bewährte Ueber⸗ legenheit unſerer alten Meiſter des Luftkampfes. Drei Abſchüſſe des Leutnants Windiſch an einem Tage zeigen, daß auch der Nach⸗ Wuchs an Leiſtungen nicht nachſteht. Starke Schlachtgeſchwa⸗ der begleiten, das erbitterte Feuer der feindlichen Maſchinen⸗ hre nicht achtend, in ganz geringer Höhe die ſtürmende In⸗ unterie. Sie brachten feuernde feindliche Batterien durch Wurf⸗ minen, Bomben und Maſchinengewehrfeuer zum Schweigen und Aſſen an den Hauptbrennpunkten des Kampfes die ſtürmende Truppe über die letzte feindliche Gegenwirkung nach, griffen die en Kolonnen des Geaners aus 80 Meter Höhe an, zer⸗ prengten ſie vor ihrem Eingreifen und brachten Verwirrung und recken in den Nückzug des Gegners. Währenddeſſen waren unſere Beobachter im Flugzeug und Ballon ſchon wleder tätig, die neuen Artillerieſtellungen des Feindes zu erkunden und⸗ 0 der Mirkung unſeres eigenen, wohlgezielten Feuers gauszuliefern. Er⸗ kundungsflüge von über 1000 Kilometer Länge über die feindlichen Bahnen bis zu den Häfen des Kanals enthünlten die Gegenmaß. „„„„wird gemeldet: In der gemeinſamen Sitzung des Hauptaus⸗ nahmen des ſchwer getroffenen Feindes. 15 Unſere Ballons leiſteten der Führung wie der Truppe ganz heſondere Dienſte Der 21. März wird in ihrer Geſchichte ein ganz Ehrentag bleiben. Ven friſchem Drang nach vorwärts die der deutſchen Armieeleltung zur Verfügung ſtehen, ſind die Deutſchen imſtande, jeden Vorteil, den ſie egen haben, e ſeit Beginn der Schlacht ununterbrochen gekämpft haben, beſeelt, folgten ſie der Infanterie dichtauf im Hochtransport. Trotz des ſchnellen Geländegewinnes bleiben die Ballonbeobachter ſo in der Lage, ununterbrochen die Stellungen der eigenen Truppe und die Kernpunkte des feindlichen Widerſtandes der Führung zu melden. Troß aller feindlicher Gegenwehr— auf einen Ballonzug allein wur⸗ den an einem Tage 50 Fliegerbomben geworfen— verloren wir während der bisherigen Schlachttage nur zwei Ballone. Auch die Flugabwehrkanonen beteiligten ſich vom erſten Angriffstage an am Marſch. Kraftwagengeſchüze folgten unmittelbax der ſtür⸗ menden Truppe und ſicherten im eroberten Gelände Flugzeug⸗ und Ballonbeobachter. Unſere Bomben⸗Geſchwader griffen in den Nächten por und zwiſchen den Schlachttagen Bahnknotenpunkte hinter der ſeindlichen Front trotz des teilweiſe ungünſtigen Wetters in großem Maßſtabe mit Bomben an. 5 Auch die engliſchen Hafenorie Calais und Dünkirchen wurden mit 10650 Kilogramm Bomben belegt. Von be⸗ ſonderer Bedeutung iſt ein Angriff auf eine Haupteiſen⸗ bahnlinie hinter der Schlachtfront, der aus ganz geringer Höhe 36 Kilometet hinter der Front ausgeführt, beſonders gute Erfolge zeigte. Im ganzen wurden von den Bombengeſchwadern in den vier Nächten 132666 Kilogramm Bomben geworfen. Die Beſchießung von Paris. Der Kalſer an Krupp. Eſſen d. d., 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Herr Kruppvon Bohlen⸗Halbach hat von Kaiſer Wil⸗ helm nachſtehendes Telegramm erhalten: Ihr neues Geſchütz hal mit der Beſchießung von Paris auf, weit über 100 Km. Entfernung ſeine Probe glänzend beſtanden. Sie haben mit der Fertigſtellung des Geſchützes der Geſchichte des Hauſes Krupp ein neues Ruhmesblatt hinzugefügt. Ich ſpreche Ihnen und allen Ihren Mitardei⸗ tern meinen kaiſerlichen Dank für dieſe Leiſtung deuiſcher Wiſſenſchaft und deutſcher Arbeit aus. Wilhelm I. R. Dauernde Beſchießung von Paris. C. Bon der ſchwelzeriſchen Grenze, 28. März.(Pr.⸗Tel. g..) Die„Neue Korreſpondenz“ meldet aus Paris zu der drilten Fernbeſchießung am Montag: Um 6 Uhr 50 Minuten ging das erſte Geſchoß nieder, kurz darauf wurde das dritte Warnungsſignal durch Trommler und Sirenen gegeben. Die Schüſſe würden an den vorangegangenen Tagen in beinahe gleichem Abſtande abgegeben, folgten ſich nun aber alle 10 Minuten. Nur wenige Perſonen glaubten Vorſichtsmaß⸗ nahmen treffen und in die Keller und Unteeſtände gehen zu müſſen. Um 11 Uhr 45 Minuten wurde das offizielle Zeichen der Einſtellung der Beſchießung gegebenn. c. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 28. März.(Pr.⸗Tel. g..) Das„Journal“ meldet, daß in den erſten beiden Tagen der Fernbeſchießung von Paris 33 Granaten auf die Haupt⸗ ſtadt fielen, auch am Montag wurden über ein Dutzend Geſchoſſe auf Paris geſchleudert. Die betroffenen, Stadt⸗ viertel ſind militäriſch abgeſperrt. e. Von der ſchweizeriſchen Grenze, 28. März.(Priv.⸗Tel,, g..) Von der franzöſiſchen Grenze wird berichtet: Durch die deuiſchen Ge⸗ ſchoſſe, die auf Paris fielen, ſindmehrere Stadtviertel von Paris heimgeſucht worden. Beſonders ſtarke Verwüſtungen 1 5 5* 45— 1 die e eie. Am Montag mittag we n e un elen wieder auf Aene Weſſhmele Blätter ſprechen bereits von einem militäriſchen Inſicherheitbringen der großen Lebensmittel⸗ und Waffenlager von Paris, ſofern die Artilleriebeſchießung fortdauere. „ im. Köln, 28. März.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Volkszeikung“ meldet: Enktgegen— Prahlereien vieler Blätter, daß die Bevöl⸗ die füngſte Beſchießung mit Standhaftigkeit ertragen hätte, me das„Journal du peuple“ in ſeiner Nummer vom Sonntag, den 24.: Vor dem Bahnhof am Quai'Orſay gegen 4 Uhr nachmit⸗ ags gewahrt man ſeit einiger Zeit ein unendlich wirres Gewühl von Autos und Fiakern, alle mit Reiſenden und Gepäck vollgepfropft. Die Schnellzüge, welche zur Rivlera fahren, ind jedesmal überfüllt, genau ſo wie die Züge, welche nach Mittel⸗ rankreich und den füdweſtlichen Departements gehen. Es iſt über⸗ flüſſig, die Gründe für dieſe überſtürzte Abreiſe näher bezeichnen zu wollen. Biele Angehörige der bemittelten Klaſſen, die wegen jhrer Geſchäfte Paris nicht verlaſſen können, ſind troßdem vom Schickſal inſoweit begünſtigt, daß ſie neben ihrer ſer Wohnung eine Villa oder einen Pavillon in der Umgebung beſitzen. Bisher war es Brauch, daß dieſe Wohnungen erſt Aers Juni oder Juli bezogen wurden. Dieſes Jahr haben ſich die Mieter bereits Anfang Februar vollzählig eingefunden. 4 8 Re ſeindlichen Heeresberichle. Engliſcher Heeresberſcht vom 27. März vormittags. Das Er⸗ gebnis der geſtrigen feindlichen eN nachmittags und abends zu beiden Seiten der Somme war, daß unſere Truppen auf beiden Uſern eine kurze Entfernung bei Bray zurückgedrängt wur⸗ den. Ein bei Einbruch der Nacht unternommener ſchwerer Angriff egen unſere neue Linie ſüdlich der Somme wurde in heftigem Kampfe abgewieſen. An einer Stelle in der Nähe des Fluſſes er⸗ zwang der Feind ſich einen Weg in unſere Stellung; er wurde aber durch Gegenangriff zurückgeworfen. Weitere örtliche Kämpfe fanden nördlich und nordöſtlich von Albert ſtatt, aber die Lage an dieſem Teil der Kampffront blieb unverändert. 85 Franzöſiſcher Heeresbericht vom 27. März nachmittags. Geſtern Abend und die Nacht über waren die Deutſchen, durch beträchtliche Verluſte überall geſchwächt, ihre Anſtrengungen zu verlangſamen gezwungen. Die Tapferkeit der franzöſiſchen Truppen, die ſeden fußbreit Boden verteidigten, iſt über jedes Lob erhaben. Die Franzoſen halten die Linie Echelle—Saint AurinBeaupraignes, nördlich Laſſigny, am ſüdlichen Zugang von Noyon und m linken Oiſeufer. Während der Nacht wieſen die Franzoſen ſtarke Er⸗ kundungsabteilungen, die ſich den franzöſiſchen Stellungen nord⸗ weſtlich Noyon qu nähern verſuchten, ah. An der übrigen Front geiteiſe Bombardement. 4* Der Verluſt von Bayaume und Resle„äußerſt ſchmerzvoll“. c Von der ſchweizeriſchen Grenze, 28. März.(Pr.⸗Tel. g..) „Daily Mail“ meldet von der britiſchen Front: Das ganze Schlachtfeld werde von der Infanterie beherrſcht. Wenn auch die Artillerie bei ſedem neuen Vorgehen der Infanterie in die Kampfhandlungen eingreife, ſo ſei doch der deutſchen Infan⸗ terie der Ruhm der bisherigen Erfolge nicht ſtreitig zu machen Der Anſturm des Feindes auf den nach Albert(das inzwiſchen genommien iſt) führenden Straßen iſt immer wuchtiger und er bedroht ernſtlich die Sicherungslinie der Engländer. Der! Verluſt von Bapaume und Nesle ſei äußerſt ſchmerzvoll für die engliſchen ſtrategiſchen Maßnahmen. neue ruſſiſche Armee unler franzöſiſcher Leitung! Berlin, 28. März.(Von unſ. Berl. Büro.) Aus Genf ſchuſſes von Kammer und Senat erklärte Pichon, daß die franzöſiſche Regierung bereit ſei, Trotzkys Bitte um mili⸗ täriſche Unterſtützung anzunehmen und die etwa fünfhundert Königliche Majeſtät Skorpyß v. Joltuchowskyl, eingetroffen. welche die hartnäckige Beſ michtiger nd. Tage erlitt, ung von ungefähr ſchweren, 11 leichten Perechtigung⸗ Offiziere umfaſſende franzöſiſche Militärmiſſion mit der Orga⸗ diſierung einer neuen ruſſiſchen Nationalarmee zu betrauen. die lüvländiſche Ritter- und Landſchaſt an den Kalſer. Berlin, 28. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Der außerordentliche Landtag der in Riga verſammelten liv⸗ ländiſchen Ritter⸗ und Landſchaft hat in ſeiner Sitzung vom 22. März beſchloſſen, Seiner Majeſtät dem Deut⸗ ſchen Kaiſer folgendes Telegramm zu ſenden: Der außerordentliche Landtag der in Riga verſammelten Ritter⸗ und Landſchaft Liplands bitten Eure Kaiſerliche und den Ausdruck ihrer unausköſch⸗ lichen Dankbarkeit für die Befreiung Livlands vom ruſſiſchen Joch und die Exrettung aus ſicherem Verderben, die allen friedlichen Bewohnern des Landes drohte, gnädig ent⸗ gegennehmen zu wollen. Die Ritter⸗ und Landſchaft gibt ſich der ſicheren Hoffnung hin, daß die Wünſche, welche ihre Ver⸗ treter in Homburg perſönlich Eurer Majeſtät vorbringen durf⸗ ten, in nicht zu ferner Zeit ihre Erfüllung finden werden und daß Lipland, vereinigt mit den Schweſter⸗Pro⸗ vinzen Kurland und Eſtland in engem Anſchluß an das große Deutſche Reich unter Eurer Maſeſtät glorreichem Zepter einer glücklichen Zukunft entgegengehen wird⸗ Gott ſchütze, Gott ſegne, Gott erhalte Eure Majeſtät. * Die ukrainiſche Regierung übernimmt die candesverwaltung · Breſt-Sitowſt, 26. März.(W7B. Nichtamtlich.) Eigener Draht⸗ bericht. Am 11. März iſt in Breſt⸗Litowſt der vom Miniſterium des Innern der ukrainiſchen Volksrepublik ernannte Landes⸗ kommiſſar für das Cholmer Land und die Pidlaſie, Alexander Am 12. März würde der Landeskommiſſar von dem Oberbefehlshaber Oſt offiziel! empfangen. Gegenſtand der Beſprechung war die Vorbereitung der Uebernahme der ee Zivilvermaltung im Lande durch Organe der ukrainiſchen Volksrepublik. Nach einer eingehenden Erörterung wurde ein beiderſeitiges Einvernehmen darüber feſtgeſtellt, daß ge⸗ wiſſe Zweige der Landesverwaltung ſchon jetzt unter der Mitwirkung des Landeskommiſſars bearbeitet werden. Dieſer wird ſein Amt in allernächſter Zeit antreien. Ein neuer verwegener Handſtreich badiſcher druppen bei Benumonl. Aus dem Felde wird uns geſchrieben: 1½Lebhaft ſteht noch in aller Erinnerung das Anfang Februar von badiſchen Regimentern ausgeführte Unternehmen bei Beaumont. Jetzt hat die erprobte Diviſion durch einen weiteren ſchneidigen An⸗ griff neue Lorbeeren hinzugeerntet. In der Morgenfrühe des 17. März brachen nach kurzer Artlllerie⸗ und Minenfeuervorbereitung mehr als 400 Mann, darunter größere Pionierkominandos, aus ihren Bereitſtellungen hervor. Auf teilweiſe weiten und beſchwerlichen Wegen näherten ſie ſich unter dem ein⸗ ſetzenden Infanteriefeuer des Feindes in ſechs Stoßtrupps der fran⸗ zöſiſchen Linie, überrannten mit ungeſtümem Draufgängertum meh⸗ kere Gräben und ſtießen in überraſchender Umfaſſungsbewegung auf 1600 Meter Breite über 600 Meter tief durch. Der zäheſte Wider ſtand des Gegners, der ſich zunächſt zurückwerfen ließ, dann aber von neuem den Kampf aufnahm, wurde mit wahrem Heldenmut ge⸗ drochen. Das losraſende franzöſiſche Maſchinengewehrfeuer erſtickte bald an vielen Stellen durch glänzend geübte Handgranatenwerfer, ung außer Gefecht 5füub Sämtliche Ab⸗ teflungen erreichten die befohlenen Punkte und ſäuberten in helden⸗ mütigem Kampf die Gräben. Das Hauptziel war der ſchon längſt erkannte ſeindliche Bataillonsunterſtand. Bedor der dort hauſende Major auch nur zur Beſianung kam, ſtanden deutſche Musketiere drohend in ſeinem Stollen. Mit ihm fielen uns eine Menge ſehr Geheimpapiere in die Hand, die außerordentlich wertvoll Sein Bataillon, von dem er durch deutſche Gasbeſchießung wor nach eigener Ausſage ſchon die Hälfte eingebüßt hatte, es ſofort bei Beginn des Unternehmens alarmbereit drüben ſtand, durch unſer Vorbereitungsfeuer die ſchwerſten Verluſte, die im Nahkampf noch erhöhten. Auch faſt der ganze Offiziersbeſtand, mit Ausnahme eines gefangenen Leutnants, fiel im Verlauf de⸗ wilden Handgemenges. Von den wurden 124 Leute, um Teil verwundet, zurückgeführt. Die Franzoſen beläſtigten unſere ankenträger beim Abſuchen des Schlachtfeldes nicht. Nach Spreng⸗ wanzig Unterſtänden und Eroberung von 5 aſchinengewehren, Fernſprech⸗, Gasſchutz⸗ und vielem anderen Kriegsgerät gingen die tapferen Stoßtruppen nach einer Stunde in die Ausgangsſtellung zurück. Mit geringen eigenen Opfern entrannen ſie dem erſt ſpät einſetzenden feindlichen Sperrfeuer Die in ſtrenger Erziehung und körperlicher Schulung gewonnene Gewandtheit und ſoldatiſche Strammheit hat dieſe badiſchen Truppen wieder auf die Höhe eines ſchönen Erfolges geführt. Ihre Tapferkeit und die unerſchrockene Art wird von dem franzöſiſchen Kommandeur rückhaltlos bewundert, umſomehr noch, weil ſie gegen einen voll⸗ wertigen, kampferprobten Feind gefochten haben, deſſen Regimenter in den Liſten des Gegners als Kämpfer von hohem Gefechtswert ge⸗ bucht ſind. Der freudige Stolz unſerer hadiſchen Diviſton hat ſeine geutnanmt Kunzman n, Offizterkriegsberichterſtatter. Aus dem ſüdweſideulſchen Kanalverein. Der Südweſtdeutſche Kanalverein für Rhein, Donau und „Neckar e. V. hat im erſten Jahre ſeiner Tätigkeit ſeine Mitglieder⸗ zahl auf über 800 geſteigert und ſteht in erſter Reihe der zahl⸗ reichen deutſchen Vereinigungen dieſer Art. Die techniſchen Ar⸗ beiten des Vereins gingen von einer Vereinbarung mit der würt⸗ tembergiſchen Regierung aus, wonach die Miniſterkalabteilung für Straßen⸗ und Waſſerbau die Schiffbarmachung des Neckars von Mannheim bis Plochingen bearbeitet, während der Verein für aus⸗ gereifte Projekte zur Verbindung von Neckar und Donau, Donau und Bodenſee. ſowie der Donau ſelbſt zwiſchen Steppberg und Ulm zu ſorgen hat. Der alte Vorkämpfer, Herr Oberbaurat Gugen⸗ han, ſtellte auf Erſuchen ſeine umfaſſende Sachkenntnis und Er⸗ fahrung ſofort wieder in die Dienſte der neuen Arbeiten. Die Firma Orün u. Bilfinger.⸗G. in Mannheim übernahm es, Entw.cfe für einen Großſchiffahrtsweg vom Neckar zur Donau auszuarbeiten. Dieſe Entwürfe ſind inzwiſchen in einer Sitzung des Arbeitsausſchuſſes in Heilbronn durch Direktor Böhmler im Konzept vorgelegt worden und mit ihnen der Plan einer ſo⸗ genannten Tauchſchleuſe, die auf denkbar einfache und verhältnis mäßig billige Art große Höhenunterſchiede überwindet. Das Paten⸗ tterungsverfahren für dieſe umwälzende Neuerung. die nichts von Erfinderphantaſte an ſich hat, iſt in den letzten Tagen zum Abſchluß gekommen. Unter dem Eindruck, mit dieſer Tauchſchleuſe ſei die Ueberwindung größerer Höhen auch für das 1200 Tonnen⸗Schiff keine abſchreckende Sache mehr, und angeſichts der überaroßen Bau⸗ koſten eines Tunnels, hat der Arbeitsausſchuß des Kanalvereins im Beiſein ſtaatlicher Vertreter Württembergs, Badens und Heſſens beſchloſſen, auf den Plan eines Tunnels Geislingen⸗Ulm zu berzichten, dagegen die Strecken Plochingen⸗Geislingen⸗Alb⸗ hochfläche⸗Ulm und(als Wahllinie) Plochingen⸗Göppingen⸗Gmünd⸗ Aalen⸗Heidenheim durch Grün u. Bilfinger weiterbearbeiten zu laſſen. Herr Stadtbaurat Göller⸗Ulm bearbeitet die Strecke Donau⸗Bodenſee, und wie kürzlich eine Verſammlung in Biberach erkennen ließ, verfolgt man in Oberſchwaben dieſe Arbeiten mi⸗ Spannung und großer Befriedigung, denn ſie haben ergeben, daßß Schwieripkeiten irgendwelcher Art dabei gax nicht zu überwinden ſind.— In den näckhſten Tagen wird zine neue Nummer der Mik⸗ teilungen des Kanalvereins an die Mitglieder ausgegeben, Hir⸗ eingehende und höchſt wertvofle Aufſchlüſſe über den Stand der Arbeiten des Vereins, ſowie erſtmals genaue Kartenſligzen bringt⸗ * 5 *.r 8 Wonnerstag, den 28. März 1818.— Kr. 147. 3. Seite. Nus Stadt und Land. Goldne Oſchtereier. Deßmool muß'r Oſchterhaas Lege goldne Eier 5 Uff die Wieſ ins junge Gras, 5 5 Dann'r Krieg iß dheier. 7 Dotter wie e Wagerad Miſſe inn'n ſchtecke, 5 Dann s braucht ſehr viel Geld'r Schtgat 48 Rings an alle Ecke. A Alſo deitſcher Oſchterhaas Hock dich unn dhu lege, 5 Ohne Ziel unn ohne Maas 45 Schaff n goldne Sege. Dodrumm liewer Oſchterhaa⸗ Schbitz die lange Löffel⸗ Schnupper luſchdig mit'r Nas, Eier leg in Scheffel. Wann du goldne Eter legſcht Wolle mir dich grieße Unn keen Jäger derf demmneekſcht 1 ufrd ded dig ſchreß Dann warm goldne Eier du 72 Reichlich ſchbendiere. Freet's die Reichsbank, unn in Ruh Kann de Krieg mer immerzu Siegreich weiterfiehre.— Hermann Waldeck. Der Ortsausſchuß der Bertrauensmänner für die Angeſtellten-Berſicherung in Mannheim hielt am 2. ds. Mits. ſeine diesjährige Hauptberſammlung unter Leitung ſeines Obmannes, des Herrn Kommerzienrat Spielmeher, ab. Aus dem erſtatteten Rechenſchafts⸗ bericht geht hervor, daß die Arbeit im Jahre 1917 ſich ganz er⸗ hehlich vergrößert hat, ſowohl die mündliche wie die ſchrifkliche Auskunftserteilung und Beratung hat ſehr zuge⸗ 5 wurde auf 1283 Anfragen Rat erteilt, und ger beenbere ker Vde dahe edgerſat und drehe Heilat Aber 5 iterverſicherung, Aufrecht⸗ erhaltung der Anwartſcha Rückerſtattung von Beiträgen an Familienangehörige, beſ an Shefranen der gefallenen An⸗ Uten. Formulare und Merkblätter wurden in großem Um⸗ — abgegeben. Der ſich um 60 Progent gegen⸗ we, geſte Der and hat auch Schritte zur Dinderung der aungzwot für die Mitglieder getan und Ver⸗ igert. aulaſſung zur G ndung der hieſigen Gartenheim⸗Bau⸗ kte eeeeeeeeee Angeſtellten⸗Verſicherung petan. Auch gegen die Beftrebungen, die Aeseelltene e deNene“ mit der Invaliden⸗ de u. nahm der Ortsausſchuß Stelln ir Zukunft darf mit einer noch weit⸗ 3 des Ortsausſchuſſes ſein, PP w. geddelle werden können. Wetzechin wurde dom Scherſt. ung Raſſenfüprer, Herrt g. bericht erſtattet und Eutlaſtun K. Senn bielt— 2 5 einen Bortrag über die 2 immer noch lichten aufgeklärt werden müſſen newen Beſtimmungen, weiche ſeit dem 1. ee e Dies wird zn der Haupi⸗ rung erfolgen und dagu forberte der Nedner die müänner wieberholt cf. die wi i unterrichten. Auch die Preſte der Berſammlung der Danz——5 75 Aunt kin n 15 —— aufmerkſam,— Ausfüll 0 wenerfhteneneft Näheres darüber iſt in dem Februar⸗Het — zu erſehen. „FTꝓCC00000000 ausſchuß ftatigefunden. Auch weilerhin wird der Vorſtand in dieſer 5 ifel aufflären. Unter Punkt„Verſchiedenes“ ——— 3 iiglied des Berwalkungsrats, Herr G] Blum, —ů1 Maßnahmen, welche in der lesten Zeit ſeitens des Ver⸗ gerats worden ſind. Veröffentlichungen darüder — attfi ſobald definitive Beſchlüſſe ſeitens des Direk⸗ Foriums gefaßt find. Der Vorſitzende ſchloß die ſehr piel An⸗ Verſammlung mit dem Dank für die Mitarbeit an Sie Berbeensendgler unb Ait hder Bitte euch weaterhen der Bor. ſtand in ſeiner ſchweren Arbeit, ſoweft wie möglich, zu unter⸗ + ſtüßen. ein Magiſter des Frühlings. Mar gungnickel. Wer kennt ihn nicht, den Lieben, gol⸗ digen Keuſchen, awer hat ſein Lachendes Soldatenbuch mit der Denkerſtirne nicht geleſen? Wer hat ſein fröhliches Büchlein „Trotz Tod und Tränen“, wer ſeinen kleinen Raman„Peter Him⸗ imelhoch“ nicht unter ſeinen Büchern ſtehen? Jeder, der ſich den Siun wahrte für ſchlichte. naid empfindende und darum e furchtbar ernſte Zeit ausgleichende Proſa, kennt den jungen Dichter, der ſchon bielen Tauſenden daheim und im Jelde zum Grlebnis ſtiller Feierſtunden geworden iſt. Nun ſteigt, wie eine Lerche am Frühkingshimmel, ein neues Buch Max Jungnickels empor. Wie die Sängerin des Feldes aus den noch winterlich kahlen Fluren zum ſtrahlenden Firmament ſich aufſchwingt, ſo wächſt aus der Erliſung frierenden Zeit dieſes „Spiel“ des jungen Dichter: Die blaue Marie!(Verlag Herm. A. Wiechmann, München). Wie jene froh tirilierend, aber auch zuweilen, gleich der Lerche, fäh abbrechend im frohen Lied und ernſte Stille walten laſſend um doch auszukkingen in frohem Inbel:„Deine Erde iſt wunderſchön, Vater.“ Ein himmliſches Weſen wünſcht ſich zur Erde, um einen glück⸗ lichen Menſchen zu finden. Der Herr widerrät, aber Maria bittet. Und Gott erfüllt den Wunſch:„So fahre hernieder, Marie, in ein Dorf, das ich im Abendglanze auf meinen Schoß nehme und beim Scheine der letzten Sonnenſtrahlen hin und her ſchaukele in Abend⸗ gold und Glockenläutenn 5 Und„die blaue Marie“ ſucht einen Glücklichen. Jeden, der ihre Erdenbahn kreuzt, fragt ſie:„Biſt Du denn glücklich? Aber keiner kann bejahen. Der„Wanderer“ will es werden, der„Schnei⸗ der Weckſtroh“ iſt es etnmal ein wenig geweſen:„Wie e Schnee⸗ Jleckchen in Winter war's: ſo e Flicke hammer jehatt——— Fiobeef Spinner lennt die Blumen nur durch's Zerlegen in taubgefäße und Blütenblätber, und ſo recht glücklich ſind auch der Schulmeiſter und die Magd nicht. Zifferer aber, der Student, will das Glück in Marie ſelber finden, da tönt die mahnende Stimme des Herrn und ſie muß zum Himmel zurück, nachdem ſie noch, faſt im Vorübergehen, das rechte Glück bei einem Puppenſpielermädchen hat finden dürfen. Mit frohem Jubel über das doch auf Erden heimiſche Glück kehrt„die blaue Marje“ zum himmliſchen Vater zurück. Wer Jungnickel kennt, deiß, duß er kein Dramatiker iſt— „Habt Geduld mit mir und hörk mein Spiel an.. Auch wenn ich kein geborener Dramatiker bin... Ich will nur ein Nasiſtex des Frühlings ſein ⸗ ⸗ee= das bekannt. in Karlsruhe. e finden ſich „„Etnannt wurden die Regterungsbaumeiſter Friedrich Ho⸗ gikel aus Dittwar, Hermonn Schurhammer aus Glottertal, Franz Jäger aus Ettenheim und Paul Berthold aus Karls⸗ ruhe unter Verleihung des Titels Bauinſpektor zu zweiten Beamten der Waſſer⸗ und Straßenbauverwaltung. Puur le merite. Der mit dem Orden Pour le merite aus⸗ gezeichnete Generaloberſt von Pleſſen iſt in Baden nicht un⸗ Er war einige Zeit Kommandeur der 55. Inf.⸗Brigade „ Militäriſche Beförderung. Unteroffizter Karl Thomas, Hilfsaufſeher beim Gr. Hauptzollamte in Mannheim, Inhaber des Eiſernen Kreuges und der Badiſchen ſilbernen Verdienſtmedaille, ſeit Kriegsbeginn im Felde, wurde nun zum Sergeanten befördert. Das ite Aus eichen für Verwundete. Dieſe unlängſt voen Kaiſer geſtifkete Auszei nung ſoll, wie das Fliegeradzeichen, ohne Band auf der linken Bruſtſeite getragen werden. Die Verleihung erfolgt in drei Klaſſen aus Erz, Silber oder Gold, je nachdem der damit Auszuzeichnende eimnal oder mehrmals verwunder worden iſt. Die Dekuration zeigt ein Bild der„Sturmhaube und darunter zwei gekreuzte Schwerter. Der neue Schnellzugstarij. Die„Karlsr. Zig.“ ſchreibt halb⸗ amtlich: Bei Benutzung von Schnellzügen wird ab 1. April 1918 zu dem tarifmäßigen Fahrpreis eine Ergänzungsgedühr er⸗ hoben und durch Ausgabe ſolgender Fahrkarten gedeckt: bei Be⸗ nutzung der 1. Klaſſe durch Ausgabe je einer Schnellzugfahrkarte 1. und 2. Klaſſe, bei Benutzung der 2. Klaſſe durch Ausgabe einer Schnellzugfahrkarte 1. Klaſſe, bei e N der 8. Klaſſe durch Aus⸗ gabe einer Schnellzugfahrkarte 2. Klaſſe. Beträgt im Binnenverkehr der badiſchen Staatsbahnen und der badiſchen Strecke der Main⸗ Neckar⸗Bahn ſowie im direkten Verkehr mit den Eiſenbahnen in Elſaß⸗Lothringen(einſchl. der Wilhelm⸗Luxemburg⸗Eiſenbahnen) und mit den württembergiſchen und bayeriſchen Staatsbahnen(rechts und links des Rheins) der tarifmäßige Schnellzugfahrpreis bis 3,50% leinſchl.), ſo wird in allen Klaſſen eine rgänzungsgebühr von 1,50„ erhoben. Beträgt im 8 Verkehr der tarifmäßige Schnellgugsfahrpreis bis 5,30 4 leinſchl.), ſo wird in allen Klaſſen eine Ergänzungsgebühr von 3 erhoben. Die Ergänzungsgebühr von 1,50 t und Z e wird durch Ausgabe je einer deſonderen Er⸗ zu der Schnellzugsfahrkarte der zu benutzenden agenklaſſe gedeckt. 270 * Beſchränkung des Oſterverkehrs. Nach einer halbamtlichen Mitteilung der„Karlsruher Zeitung“ wird in der Zeit vom 9. bis 31. Märg 191s leinſchl.) die ſonſt übliche viertägige Geltungs⸗ dauer der Eiſenbahnfährkarten auf einen Tag(Löſungstag) be⸗ ſchränkt. In dieſer Zeit muß alſo die Fahrt am erſten Tage der Geltungsdauer der Fahrkarten angelteten werden. Die gilt auch für die Rückfahrt bei Doppelkarten und bri Fahrkarten, die zur Faßhrt in umgekehrter Richtung gelöſt ſind. * Flugſchriften deutſchfeindlichen Inhalts. Unſere Feinde verſuchen, Flugſchriften deutſchfeindlichen Inhalts im Inland zu bertreiben. Das Generalkommando des 14. Armeekorps hat ſchon früher eine Bekanntmachung erlaſſen, wonach alle derartigen auf⸗ Flugſchriften ſofort bei der nächſten militäriſchen Dienſtſtelle oder Gendarnesrieſtation abzuliefern ſind. Nach einer geuerlichen Verordnung zählen zu den Flugſchriften deutſchfeind⸗ lichen Inhalts auch alle angeblich oder tatſächlich von deutſchen oder verbündeten, in feindlichen Lagern untergebrachten Kriegs⸗ gefangenen ſtammenden Mitteiſungen, deren Inhalt geeignet iſt, Deutſche, insbeſondere Heeresangehörige, ungünſtig zu be⸗ einfluſſen. h. Ankerſtützung für die zur Arbeit in der Induftrie zur Enk⸗ kaſſung kommenden Mannſchaften. Laut Bekanntmachung des Reichskanzlers ſollen nach dem Rundſchreiben 1917 Ta. 335 bei Bemeſſung der Ausgleichsunterſtützungen die mili⸗ täriſchen Bezüge und die disher gewährten Familienunderſtützungen dem Arbeitsverdienſt gegenübergeſtellt werden. Eine etwaige Er⸗ höhung der Familienunterſtützungsſätze iſt in dem Rundſchreiben nicht ausdrücklich berückſichtigt worden. Der der GEinführung der e zu Grunde liegende Gedanke iſt aber, daß die Familien der zur Arbeit entlaſſenen Mannſchaften allgemein ſo geſtellt werden ſollen, wie wenn letztere im Heeresdienſt verblieben wären. Daraus iſt zu folgern, daß bei der Berechnung des Aus⸗ gle der Betrag an Familienunterſtützung einzuſtellen iſt, den die nilie erhalten pätte, wenn ein Ausſcheiden aus dem Heere nicht erfolgt wäre. Hiernach ſind alſo die auf Grund der Bundes⸗ rutsverordnung vom 2 11. 1917(Reichsgeſetzblatt S. 985) erfolg⸗ zen Erhöhung der Familienunterſtützungen bei Berechnung der Ausgleichsmterſtützungen mit zu berückſichtigen. Der Gokkesdienſt in ſämelichen evangeliſchen Kirchen beginnt em Karfreitag und den beiden Oſtertagen um 810 Uhr. cc Bom Mieteinigungsamt. Man ſchreibt uns: Wie in der letzten e ſitzung bekannt gegeben wurde, ſoll eine Reihe von Vorlagen, die ſich mit der derzeitigen Wohnungsnot be⸗ faſſen, dem Bürgerausſchuß zugehen. Aus dieſem Grunde iſt auch eine der Riineenden Lage des Wohnungsweſens unterblieben. Mit im Mittelpunkt des Wohnungsweſens ſteht jetzt das Mieteinigungsamt, deſſen Tätigkeit ſehr zu begrüßen iſt und das ſehr viel dazu beigetragen hat, den beſtehenden Differenzen zwiſchen Mietern und mietern durch ſchlichtende Vermittlung die Schärfe zu nehmen. Es iſt aber nicht genügend bekannt, daß das Mieteinigungsamt gänzlich von ſeiner Tätigkeit ausgeſchloſſen iſt, wenn der Mieter ſich nicht unverzüglich, bei monatli r. Kün⸗ binnen drei Tagen, bei längerfriſtiger Kündigung binnen ſechs Tagen, an das Mieteinigungsamt wendet. Eine Reihe von Slement überwiegt bei ihm weitaus. Und ſo iſt die Handlung, ſo ſchön ſie auch gerade in der blauen Marie' erdacht ſein mag. bei ihm ſtets nur die Hülle in der er ſein Fühlen gleich holden Wieſen⸗ blumen und lanken Bachkieſeln einſtreut. Vielleicht iſt daher auch„Die blaue Marte“, die in Frank⸗ furt a. M. zur Uraufführung gelangen wird, für einen geräuſch⸗ vollen Theaterabend zu ſtill, zu verträumt, kurz, nicht bühnen⸗ wirkſam. Mag ſein. 5 Das wird aber nicht hindern, daß dus Buch, wie alles, was Jungnickel bisher geſchrieben, ſtill⸗beſchaulichen Menſchen, die ſich die Kindlichkeit bewahrt haben, reine und Rachhaltige Freude be⸗ reiten wird. Haus Gäfgen, Theater und Literatur. »„Der Multimilionär.“ Heber die Uraufführung der Poſſen⸗Operette„Der Mutti⸗ wmillionär“, deren Mufik einen gebürtigen Mamheimer Karl Fiſcher, geu Komponiſten hat, ſchreibt die„Magdeburgiſche Zeitung?: Das Wilhelmtheater hatte ſich am Montag eine Uraufführung Poſfen die immerhin zu den Seltenheiten⸗ gehört. Es war die 0 Operette„Der Multimillionär von Hermann Hausleiter mit der Muſik von Karl ne Die Bezeichnung als Poſſe kann leicht irreführen. Es handelt ſich hier nicht um ein Stück, das identiſch wäre mit der guten, alten Poſſe, der man mit einem trocknen und naſſen Auge folgte. Von Sentimentalität oder gar o geringe 5 daß ſie garnicht in Be⸗ acht kommen. Es iſt vielmehr ein Stück, deſſen Grund ug poſſen⸗ haft. deſſen Weſen aber ſo mit dem der gegenwärtig als Operette bezeichneten Werke verquickt iſt, daß es ſich nicht von dieſen Stücken unterſcheidet. Eher ſchon ließe ſich die zeichnung recht⸗ fertigen aus der Beihaltung des Auftrittsliedes und der Einreihung von Couplets, die ſich nach dem Muſter ihrer Vorgängerinnen auch mit den Ereigniſſen der Zeit in humorvoll⸗ſatyriſcher Art beſchäf⸗ tigen. Aber davon hängt ja ſchließlich der Erfolg nicht ab. Das bewies die Uraufführung. 372 Die Expoſttion iſt fehr geſchickt. Wie in dem flotten Leben des Maleratelters die Fäden der Entwicklung ungeſponnen werden, das iſt nicht unnatürlich, ſondern im Sinne der Poſſe glücklich erfunden. Man lernt alle Perſonen in zwangloſer Weiſe kennen, erfährt oder errät ihre Abſicht der Ueberfahrt nach Amerika und ſieht uum voll Spannung der Entwicklung und allen heiteren Zwiſchenfällen ent⸗ gegen die ſich auf dem Ozeanrieſen auf Grund der Einführung er⸗ eignen müſſen. 75 vom 9. Januor Für große Bühnen käßt ſich dieſer Akt mit dem eingelegien Und ſie hatten Erfolg damit. Verfaſſer u Anträgen mußte aus dieſem rein formalen Grunde gurückgewieſen 0188 3 dee n allgemeinſten Intereſſe, ſich an die geſetz⸗ liche Vorſchrift zu halten, um ſich. vor dem eintretenden ſaden der Zurückweiſung zu ſchützen. Das Mieteinigungsamt befindet ſich, wie bekannt, im Grundbuchamt, N 6. 5, 1. Stock. Die Ge⸗ ſchäftsſtunden für Anträge find 10—19 Uhr vormittags. Das Ver⸗ fahren iſt koſtenlos. ee, 2 dDie it Badiſcher Gaſtwirle hielt in 2 11 he unter ſtarker Beteiligung aus gang Baden ihre e vſte Generalverfſammlung unter dem Vorſitz des Auſſichtsrats⸗ vorſitzenden, Herrn Hotelbeſitzer Leinweber⸗Baden⸗Baden ab. In Vertretung des durch Krankheit am Erſcheinen verhinderten 1. Vorſtandes der Genoſſenſchaft, Verbandspräſibenten Fecht, erſtatkete der 2. Vorſtand, Herr Ehret, Im Anſchluß daran entwarf der Geſchäftsführer, Herr Bohny, ein ausführliches Bild über die bisherige Entwickelung der Genoſſenſchaft. Troß der denkbar ungünſtigſten Verhältniſſe auf dem Lebensmittel« und Warenmarkt habe die Genoſſenſchaft ſich ausgezeichnet bewährt und den Mitgliedern erhebliche wirtiſchaftliche Vorteile gebracht Den⸗ entſprechend ſei auch das finanzielle Ergebnis günſtig. Die Ge⸗ Roſſenſchaſt, die bereits über 700 Mitglieder zähle, werde für die Zukunft eine für das badiſche geleen Pene bedeutungsvolle Wirtſchaftliche Einrichtung werden. Den Bericht des Aufſichksrates erſtattete der Vorſitzende Leinweber und das Aufſichtsratsmit⸗ glied und Schriftführer Ran referierte über die vorgenommenen Nevifionen. Im Anſchluß an die Berichte fand eine rege Ausſprache, hekonders über die weitere Ausgeſtaltung der Genoſſenſchaft ſtatt. Herr Freiburg machte eine Reihe von Vorſe ůber die weiteren Entwickelungsmöglichkeiten der Genoſſenſchaft; beſon⸗ ders müßten, ſobald die Wirt ſchaftsverhältniſſe beſſere Würden, mi allen größeren Plätzen des Landes Zweigſtellen der Genoſſenſchaft errichtet werden. 8 Zu der Beſchießung von Paris wird der ⸗Pfälz. Rundſchau“ geſchrieben: Um dieſe faſt unglaublich Hingende Mekdung richtig beurteilen zu können, muß man ſich vorſte en: Skünde in Lud⸗ wigshafen ſein Geſchütz mit ſolcher Schußweite, ſo könnten von da aus, der Luftlinie nach gerechnet, folgende Städte bdeſchoſſen werden: Würzburg. Wetzlar, Kobleng, Jorbach, Straßburg. Tübin⸗ gen und Crailsheim. Von Oſtende aus kann mit einem ſolchen Geſchütz die engliſche Küſte leicht erreicht werden. 7— 85 4 Das Jeſi der goldenen Hochzeit feiert heute in voller Rüftig⸗ keit der Georg Reichle 1 mit ſeiner Ehefrau Marie geb. Niſſe in Heddesheim Das Jeſt der fübernen Hochzeit feiert am Oſtermontag, den 1. April Herr biner Krieger, Ertzeber, mit ſeiner Gattin Ameg geb. Müller, wohnhaft G 2, in. 52 Verlängerung des Verbofs deß Hauſierhandels mit Ge⸗ flügel. Wegen Fortdauer der Seuchengefahr hat das Mirtiſtertum des Innern das z. Zt. beſtehende Verbot des Handels mit Geflügel im Umherziehen bis zum 1. Oktober 1918 verlängert. Ausgenommen von dieſem Verbot iſt der hauſter⸗ weiſe Ankauf, von Schlachtgeflügel durch die vom Bezirksamt zu⸗ gelaſſenen Aufkäufer. * Kufgefundenes Geld. Es wurde u. a. aufgefunden am 89. Januar 1918 auf dem Bahnhof in Karlsruhe ein Seldbeutel mit 40 Mark 88 Pfg.; am 16. Februar auf dem Bahnhof in Pforzheim ein Geldbeutel mit 19 Mark 10 Pfg.: am 19. Februar im Zug 8087 der Betrag von 25 Mark, abgeliefert in MWonnheim am 24. Fehruar auf dem Bahnhof in Neuenburg der Betrag von 20 Mark; am 25. Februar im Zug 3257 ein Geldbeutel mit 10 Mark 60 Pfg., abgeliefert in Freiburg(Breisgam); am 25. Februar auf dem Bahn⸗ 00 in Singen(Hohentwiel) der Betrag von 20 Mark; am 27. Februar auf dem Bahnhof in Heidelberg ein Geldbeutel mit 4 Mark 43 Pfg.; om 28. Februar im Zug 2306 ein Geldbeutel mit 11 Mart 50 Pfg., abgelieſert in Karlsruhe; am 28. Februar auf dem Bahnhof in Schwetzingen der Betrag von 5 Mark; am 1. März auf denz Bahnhof in Bruchſal der Betrag von 5 Mark: am 2. März un Zug 866 ein Geldbeutel mit 50 Mark, abgeliefert in Mannheim; am 9. März der Betrag von 5 Mark, abgeliefert in Mannheim; am 9. März auf dem Bahnhof in Bruchſal ein Geldbeutel mit 12 Mork 11. Pfg. 55 *Todesfall. Stadtrat a. D. Albert von Metzler, der Seniorchef des Bankhauſes B. Metzler, iſt in Frankfurt im Alter don 79 Jahren geſtorben. 5 Maanheimer Straf kammec. Strafkammer 11. Sitzung vom 2t. März. Vorſitzender: Landgerichtsrat Dr. Strauß und Landgerichterat Dr. Leſer⸗ Seide iſt ſtets eine Verſuchung für Frairen. Die 44 Jahre alte verehelichte Kreszens R. ſah am 18. Dezemeber v. Is. bei Kander einen Reſt Seide im Werte von 170 1. Raſch ſteckte ſie ihn ihrer 13jährigen Tochter zu, in der Hoffnung, daß dieſe beſſer damit durchkomme, worin ſie ſich aber käuſchte. Das Schöffengericht hat die Tochter freigeſprochen, die gewiſſenloſe Mutter aber zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Ihre Berufung wird verworfen. Verteidiger: Rechtsanwalt R. L. Selig. 188 98 f Der 16jährige Peter S. hat in einer Fabrik in Waldhof einen Verdienſt von—8 Mark im Tag, aber er„mauſchelte“ und geriet in Spielſchulden. Darauf erbrach er im Ankleideraum der Fabrik einen Kleiderſchrank und ſtahl einem Techniker 75 Mark bar, eine Uhrkette und ein Meſſer. Dem Jungen iſt erſt kürzlich eine Dieb⸗ ſtahlsſtrafe von 1 erlaſſen worden. Mit Einſchluß dieſer muß er un 2 Monate abſitzen. Cabaret ſogar im Sinne des Ausſtatkungsſtückes ganz erheblich aus⸗ bauen. Der dritte Akt bringt als eigentliche Lö ung der Handlung auf dem Boden Amerikas und unterhält hauptſächlich die einge⸗ ſtreuten Geſänge und komiſchen Einfälle. 28 Ueber die Handlung im Zuſammenhange mag eine Skizze ge⸗ nügen. Ein junger Maler und ſein Nben rgen d lücklichen Zufall die Fahrt nach Amerika an. Der Maler wird fur den Multimillionär gleichen Namens gehalten, der unter der Maske eines amertkaniſchen Geiſtlichen die Fahrt gleichfalls unter⸗ nommen hat. Eine Millionenerbin des Dollartandes lernt ihn kennen und lieben. Sie hat aber den Spleen, nur einen armen Teufel heiraten zu wollen. Da es ihm auf dem Schiffe nicht gelingt, ſeine Armut und ſeinen eigentlichen Beruf zu beweiſen, eniſtehen nun allerlei komiſche Szenen, die den Inhalt des ſabeiben bilden. Das Modell aber reiſt als Frau eines reichen Seifenfabri anten mit, deſſen legitime Frau ſich, von der Tatſache unterrichtet, auch auf dem Schiffe befindet. Dieſe delden Theinen geben nun zu lüſtiger Duregeen die Handhabe. 8 85 5 ie Muftt weiſt erfreulicherweiſe manche echten Züge auf. Ins⸗ beſondere wird der Ton des Gbuplets in verehelter Form ausge⸗ ch dener„Das flotte Juqrtett des erſten Aktes, dann das Märchen das Finale des erſten Aktes, das Kuftrittslied der Maud, die Duette und Terzette des zweiten Akdes, ſie alle verraten in der en der melodiſchen Linie und in ihrer tmufikgliſchen Behandlung den Muſiker, der Geſchick und Befähigung Jch ſol Werke mit Glück anzunehmen. Die gefällige lüfſige uffkglbtdem Genzenerſtdte elgenkiiche ürze. 5 Die Aufführung war durch Ernſt Baum und Kad elmeiſter Höfert mit aller Sorgfalt vorbereitet. Die einzelnen Dar teller, die ſich diesmal mit einem Geſamtlob begnügen müſſen, wetteferten 1188 55 mit einander, der Aeer e Siege zu verhelfen. Komponiſt konnten ſich nach dem zweiten Akte zeigen. Wilhelm Wühelmi hatte ſich die Aufführung als Vorteilsabend ausgewählt. Sein Sonnenfeldt war ſo komiſch in allen Situationen, daß er die reiche Anerkenmmg, die ihm zuteil wurde, vollauf verdiennknd— Der Vöſkertrieg. Eine reich ilastrierte Chronik der Eteigniſſe ſeit dem 1. Bult 1914. Herausgegeben von Dr. C. 85 Baer, Verlag von Julius Hoff⸗ männ, Stuttgark. Heft 157 und 15 relg ſe 20 Pfennig, Die Dohle von Jalkenſtein, Roman aus dem 14. ahrhundert, von le 2db beeeg Leten b abes —— —FT —— —— „„ ——— eeeeeee 4. Seitz. Nr. 147. * Mannheimer General · Anzeiger. rrutags ⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 28. Märg. 1918. Friedrich R. ein Kriegsinvalide, der den rechten Arm eingebüßt — iſt wegen Hehlerei angeklagt. Er ſoll in der Herberge„Zum e kirter St. Georg“ einen Mantel gekauft haben, obwohl ihm der Verkäufer geſagt habe, daß der Mantel geſtohlen ſei. Das 1 5 hält den ſchon abgeurteilten Dieb nicht für glaubwürdig und ſpricht den Angeklagten frei. Vom Schöffengericht ſind zwei Blinde, die 20 Jahre alte Katharina R. und der 23 Jahde alte Bürſtenmacher Hermann., wegen Beleidigung, jene zu 1 Monat, dieſer zu 1 Woche Gefängnis, derurteilt worden. Es handelt ſich um ſchwere Vorwürfe gegen einen Lehler der Blindenanſtalt Ilvesheim. Auf die Berufung der Verurteilten hatte heute die Strafkammer die Beweislage nachzu⸗ Die Oeffentlichkeit wurde ausgeſchloſſen. Das Gericht hieit afür, daß die gegen den Lehrer gerichteten Bezichtigungen unwahr ſeten, hob aber doch das Urteil des Schöffengerichts auf und ſprach die R. auf Grund des 8 51 StchB(Unzurechnungsfähigkeit), M. aus§ 193(vermeintliche„Wahrung berechtigter Intereſſen“) fret. Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Hecht und Rechtsanwalt Dr. Katz. Wegen Ueberſchreitung der Höchſtpreiſe hat das Schöffengericht den Kaufmann Karl K. zu einer Geldſtrafe von 2000 Mk. verurteilt. Der Angeklagte hat holländiſche Seife, die er von einem unbekannten Schiffer erwarb, zu Preiſen abgeſetzt, welche die feſtgeſetzten Höchſt⸗ * überſtiegen. Er legte Berufung ein, indem er geltend machte, daß er der Meinung ſei, daß die betr. Bundesratsverordnung nur inländiſche Seife im Auge habe und um Unbilligkeiten zu vermeiden dem Handel——— worden ſei, ausländiſche Seife zu einem angemeſſenen Mehrpreiſe abzuſtoßen. Demgegenüber hat das Schöffengericht ſchon betont, daß der Angeklagte dafür die Erlaubnis des Preisprüfungsamtes hätte einholen müſſen. Die Verteidigung Rechtsanwalt Dr. L. Seelig) nimmt für ſeinen Klienten den ſtraf⸗ zusſchließenden Irrtum in Anſpruch, drang aber damit nicht durch. Das erſtrichterliche Urteil wird beſtätigt. Aus Luòdwigshafen. 5p Eine 100 000 Mark Stiftung. Der Landratsausſchuß der Pfalz hat dem aus dem Amte ſcheidenden Regierungspräſidenten der Pfälz, G zellenz von Neuffer, eine Adreſſe überreichen laſſen mit einem Stiftungsbetrag von 100 000 Mark für die herporragende Amtstätigkeit auf allen kulturellen und wirtſchaft⸗ lichen Gehieten der Pfalz. Der Regierungspräſident hat beſtimmt, daß die Summe zur Errichtung einer„Neuffer⸗Stiftung zur Förde⸗ zung der Wiſſenſchaft und Kunſt in der Pfalz“ Verwendung finden ſoll. 87 99. Das ftädliſche Lebens mittelamt von Kriegsbeginn bis 31. 12. 1917 für Lebensmittel 3 Milionen Mark um⸗ Fſetzt. VNon dem Geſamtumſatz entfallen auf: Brotgetreide, Mehl, Jutterartikel. 18% Millionen, Kartoffeln 6 Mill, Milch 3 Mill., S httiere 15½ Mill., Fleiſch. Fett, Wurſtwaren, Geflügel 2 Mill., De, Semüſe 2/ Mill, Butter 7½ Mill., Eier 3½ Mill., Käſe Miil⸗ Kolontialwaren 5 Mill., Fiſche, Heringe 1 und Breanmatertal 1 Mrill. 55. Skädtiſche Gutswirtſchaft. Die Stadt hat in jüngſter Zeit das ſog. Mund enheimer Hofgut(früher von N dezw. Freiherr von Zettwitz'ſches Gut) käuflich erworben. Es ſoll dort vorwiegend Gemüſeban getrieben werden. Jur Bekämpfung des Schleichhandels und Schmuggels in der Pfalz fanden in der letzten Zeit Veſprechungen— Eheſe der Gendarmerieabteilung der Pfalz, Major und Abteilungskomman⸗ 7 Küſters⸗Speyer, mit verſchiedenen Gendarmerieſtationen ſtatt. Die Ueberwachung durch den infolze des Krieges allenthalben ſtark verringerten Gendarmeriebeſand, deſſen Aufgabenkreis zudem mit jedem Tage größer wird, kann nicht immer im wünſchenswerten Amfang durchgeführt werden. Es iſt deshalb wiederum die Zu⸗ gehung von militäriſchen Hilfskräften vorgeſehen, die als Feldge ndarmen an die Seite der ſtändigen Beamten treten und in verſchiedenen Landorten ſtatlontert werden ſollen. Im Begenſatz zu den im Vorjahr verwendeten Ulanen ſollen diesmal Jägermanuſchaften hierfür abgeſtellt werden. *, Der Wendarmenmörder Joſef Stedele, der im Nobember vorigen Jahres aus der Gefangenenabteilung Ludwigshafen ent⸗ wich und am 3. Dezember den Gendarmerieſergeanten Hofmann in Starnberg auf der Flucht vorſätzlich erſchoß, iſt immer noch nicht ergriffen, ſodaß auf ſeine Ermittlung und Ergreifung nunmehr 500 Mk. Belohnung ausgeſetzt find. Der flüchtige Mörder kriez ſich zuletzt unter dem Namen Römer, Oberjäger aus Murnau, in München und Umgebung umher; bisweilen gab er ſich auch als Jofef Wachter oder Wächter aus. Er iſt 1889 in Maiſing geboren. Möglicherweiſe trägt er Militäruniform mit Ordensband. Bei N. ſeiner Jeftnahme iſt äußerſte Vorſicht geboten. Aus dem Großherzogtum. Schwetzingen, 25. März. In der geſtrigen Mitgliederver⸗ ſalkmung des Bienenzuchtbezirksvereins hielt Herr Hofgärtner Unſelt von hier einen Vartrag über die Anpflanzung Dau für die Bienenzucht nutzbaren Bäumen an öffentlichen Wegen. Er empfiehlt, an Stellen, wo Obſtbäume nicht gut gedeihen, ſtant Platanen und dergl., Weiß⸗ oder Rotdorn, Ulmen und Spitzahorn zu pflanzan. *Edingen, 26. März. Hier ſind unter den kleineren Kindern Vereinzelte Fälle von Maſern bezirksärztlich beobachtet worden, ſodaß die Kinderſchule geſchtoſſen wurde. Die Krankheit Hreitet ſich nicht weiter aus. Heidelberg, 26. März. Am Samstag fand hier unter dem Vorfitze des Oberbürgermeiſters Profeſſor Dr. Walz die Kreis⸗ utrſammlung ſtatt. Die einzelnen Vorlagen wurden geneh⸗ migt, ebenſo der Voranſchlag mit einer Ausgabe von 814 192 Marf und einer Einnahme von 398 481 Mark. Die Kreisumlage beträgt 28 Pfeanig von tauſend Mark aus einem Steuerkapital von 1502 963 510 Mark. Nus dem Mannheimer Kunſtleben. Theaternachricht. Am Sonntag, den 31. März, gelangt Richard Wagners Bühnen⸗ weihfeſtſpiel„Parſifal“ zur Aufführung.— Der Dichter und Fomponiſt der Oper„Kfartan und Gudrun“ Paul von iſt bereits zu den Proben ſeines neuen Werkes hier eingetroffen. Er wird der Uraufführung beiwohnen. Schülerabend Gertrud Runge. J Fräulein Gertrud Runge hält ihren diesjährigen Schüler⸗ abend am 8. April wiederum im Kaſtnoſaal ab. Hochſchule für Muſik in Mannheim. Walter Rehberg wird demnächſt einen Zyklus von Klapier⸗ onaten in vier Abenden veranſtalten und hierbei die bedeutendſten Sonatenwerke ſeit Beethopen zum Vortrag bringen. Der 1. Abend bringt drei Sonaten 8 4 denen ſich im folgenden Konzert Schubert(B⸗dur), Mendelsſohn(E⸗dur), Schumann(g⸗moll), Chopin bemoſ) anſchließen. Die drei Sonaten von Brahms werden den Jritten Abend füllen, am vierten Abend d Albert, Arnold Mendels⸗ ſohn und Fr. Liſzt zu Wort kommen. Die Konzerte finden am 11., 13 975 April und 2. Mai im Konzertſaal der Hochſchule für Muſik ſtat Künſtleriſche Tänze o Heſſe— Joachim von Seewitz. Heber das Künſtlerpaar, deren einmaliges Gaſtſpiel am 3. April im Muſenſaal, auch hier außerordentliches erweckt, ſchreibt der„Berliner Lokalanzeiger“: Den Abend beſchloß das kyſts Auftreten des Tänberpaares Lo Heſſe und Joachim von See⸗ witz.„Künſtleriſche Tänze“ nennen ſich die Darbietungen, und zwar mi vollſter Berechtigung, denn es iſt e und noch dazu ganz sigenartige Tanzkunſt, die man zu ſehen bekam, die ſich ſowohl in der Zuſammenſtellung der Tänze wie in den überaus charakteriſt⸗ iſchen Koſtümen geltend machte Grazie und Kraft einen ſich bei beiden Künſtlern zu einem vollendeten Ganzen, und wie ſie in den einzelnen Tänzen die Anforderungen der alten Schule mit der modernen Eigenart geſchickt + ten, zeigten ſie ſich auch durch ihr lebendiges, ausdrucksvolles nenſpiel der Pantomime gewach⸗ ſen. Geſte und Gebärde ſtimmten immer genau mit dem Sinn zu⸗ ſammen, der verſtändlich zu Ausdruck kommt. Das abwechslungs⸗ heiche Programm gefiel dem zahlreichen Publikum ungemein, es wurde viel und lebhaft geklatſcht und Wiederholungen verlangt. lenau Reckargemünd, 26. Mäcz. Im engſten Familienkreiſe feierten heute ihre Vermählung Herr Oberarzt d R. Edgar Seuffer, 5. Zt. im Jelde, mit Fränlein Dr. Mathilde Höhler, Tochter des Geh. Hofrats Höhler in Mannheim. Frl. Höhler war einige Jahre als Lehramtspraktikantin an der Liſelotteſchule mit dem beſten Erfolg tätig. Karlsruhe, 26. März. Geſtern nachmittag brach im Ma⸗ ſchinenhaus einer Ziegelei im Stadtteil Daxlanden ein Brand aus. Hierburch wurde der Dachſtuhl des Maſchinenhauſes zerſtört. Der entſtandene Sch⸗den bsträgt etwc 15 000 Mark. * Triberg, 22. März. Der Verein Schwarzwälder Gaſthofbeſitzer wählte in ſeiner in abgehaltenen Hauptverſammlung Gaſtwirt Karl Bieringer ia Tri⸗ berg zum 1. Vorſitzenden und verlieh dem ſeitherigen ſtellv. Vor⸗ ſizenden Hotelier Zimmermann in Freiburg die Ehrenmiiglied⸗ ſchaft des Vereins⸗ * Lahr, 23. März. Die, wie gemeldet, in Dresden verſtorbene Frau Böhling⸗Nußbaumer, Hebels Patenkind, war in Karlsruhe geboren, wo ihre Familie ſich der Bekanntſchaft Hebels erfreute. Die Verſtorbene lebte längere Zeit hier in Lahr, wo ihr Ehemann eine Zigarrefabrik betrieben hat. Lörrach, 27. März. Die Mühle des Friedrich Müller in Weimingen wurde wegen Vergehns gezen die Mahlsorſchriften auf die Dauer von 3 Monaten geſchloſſen. 7 Die achle Kriegsanleihe. 5( Konſtanz, 27. März. Der Kreisausſchuß hat für die 8. Kriegsanleihe 150 000 gezeichnet. Englauds Jurcht vor einem„Mllkel⸗Guropa“. Warum England bisher jeden Friedensgedanken ſchroff von ſich gewieſen hat, iſt genugſam bekannt, aber noch nie mit ſo rück⸗ haltloſer Offenheit ausgeſprochen worden, als in einem Artikel des „Obſerver“ aus der Feder von G. Fiennes, der die„tieferen Ge⸗ fahren eines deutſchen Friedens“ erörtert. Es ſind weltpolitiſche Gebanken, die hier 91 en, und aus ihnen erſieht man, twie England um den ſeiner Weltmachtſtellung be⸗ ſorgt iſt. Der Verfaſſer ſagt, Konſtantinopel und die Dardanellen hätten von jeher die Seeherrſchaft im öſtlichen Mittelmeer bedeutet; ſeit Anlage des Suezkanals aber wären ſie, in den Händen einer ſtarken Seemacht, ſogar der Schlüſſel zur Seeherrſchaft über die Welt. Die Seemacht der Türken habe ſich ſeit Lepanto im Verfall be⸗ funden und ſeit Navarino praktiſch ganz aufgehört. Seit 400 Jah⸗ ren hätten ſich die Meerengen wohl ſtark für die Verteidigung er⸗ wieſen, aber nicht geeignet als Stütze einer Offenſive. Die Er⸗ kenntnis dieſer Tatſachen habe bis zum Ausbruch des Weltkrieges den Engländern die Haltung diktiert, die ſie den Anſprüchen der Ruſſen auf Konſtantinopel gegenüber einnehmen mußten, denn mit einem Landweg nach Indien und der Beherrſchung des Oſt⸗ toxes des Mittelmeeres wäre jede ſtarke Seemacht eine viel zu große Bedrohung für England geworden, als man ſie hätte dulden können. Jetzt aber erhebe ſich dieſe Bedrohung in einer noch viel ſchlimmeren Weiſe. G. Fiennes ſchreibt dann: „Angeſichts von Schiffskanälen zwiſchen Elbe, Rhein und Donau, angeſichts der Tatſache, daß Rumänien und die Balkanſtaaten in den Händen der Mittelmächte und das Adriatiſche Moer noch unter der Herrſchaft Deſterreichs ſind, würde der Schlüſſel zu Indien unſern Händen entgleiten. Alle kleineren Schiffe könnten geradenwegs durch Europa von Kiel und Wilhelmshaven nach Konſtantinopel fahren. Gleichzeitig würden Aegypten und Jadien bedroht werden durch Eiſenbaznverbindungen über Aleppo nach Damaskus einerſeits und vom Perſiſchen Golfe anderſeits. Ohne Zweifel alſo würde die Verwirklichung des deut⸗ ſchen Gedankens eines„Mitteleuropa“ unſere Stellung im Nahen und Fernen Oſten unterminieren und unſere Seeherrſchaft mit einem Schlage vernichten. Was könnteg uns n, Colombo und Singapore noch nützen wenn der Suezkanal von Deutſchland und ſeinen Verbündeten beherrſcht würde?“ „Wofern wir nicht einen wirklichen und nicht einen Pyrrhus⸗ Sieg gewinnen haben wir überdies nicht nur mit einem„Mittel⸗ europg“, ſondern auch mit einem„Mittelafriko“ zu rechnen. Dies bedeutet deutſche Seeſtützpunkte ſowohl im Often wie im Woeſten des dunklen Erdteils und deutſche Unterſeeboote, die auf dem anderen Wege nach dem Oſten über das Kap operieren. Das würde bedeuten, daß überall die Wege auf denen wir unſere unentbehr⸗ lichſten Zufuhren erhalten, bedroht ſind. Einige Leute meinen viclleicht, daß die Rückgabe der afrikaniſchen Kolonien an Deutſchland eine kleine Sache ſei,— ein Opfer, das im Jatereſſe des Friedens gebracht werden könnte. Aber wenn ſo etwas wirk⸗ lich kommen ſollte, ſo wird Deutſchland ſich für die Zukunft vorſehen Seine afrikaniſchen Häfen werden mit allem ausgerüſtet werden, was für einen langen Krieg getzen den Handel erforderlich iſt, und ſein afrikaniſches Heer wird die Bezwingung ſeiner See⸗Stützpunkte zu einer ſehr ſchwierigen Sache machen, die nicht nur See⸗Streitkräfte, ſondern auch ein ſtarkes Expeditions⸗Heer benötigen würde. „Im Namen der„Freiheit der See“ hat Graf Hertling Sealfkandegen, daß wir Gibraltar, Malta, Aden, Hongkong, die Falklands⸗Inſeln uſw. auf eben ſollten. Zugleich fordern die deut⸗ ſchen Bedingungen, daß das türkiſche Reich unverſehrt bleibe, daß die Herrſchaft über Aegypten ihm Seuſt egeben werde, und daß die eroberten Kolonien wieder an eulſchland herausgegeben werden. Für uns, als Ozean⸗Weltreich, bedeutet dies völligen Zuſammen⸗ bruch. Ja, mehr als das: Sklaverei, da wir als Volk auf Ueberſee⸗ Zufuhr angewieſen ſind. Wenn die deutſche Idee eines„Mittel⸗ europa“ und„Mittelafrika“ verwirklicht wird, würde ſich das ganze Verhältnis zwiſchen uns und Deutſchland umkehren. Die geographiſchen Tatſachen würden auf ſeiner Seite ein, nicht auf der unſern, unt mit unſerer Stellung unter den Mächten der Welt würde zugleich auch die Unabhängigleit der kleineren Sesſlogten(!) Curopas nerloren gehen. Keine noch ſo cüinſtisoe Regelung im Woeſten mürde Erſar ßisten. wenn es uns nicht gelänge, dem beutſchen Ehrgeiz im Oſten Einhalt zu kun. Dies iſt ein Punkt, den man überſieht; man ſollte keine Mü ſchéeuen, bies dein Englander innner wieder klar zu machen. Ein Friede der Deutſcklands militäriſches Anſehen ungebrochen läßt,'ſt gleichbedeutend mit Untergang für uns.“ Letzte Meldungen. Die rumäniſchen Slaaismänner und die Dynaſtie. Berlin, 28. März.(Von unſ. Berl. Büro.) Aus Wien wird gemeldet: Ueber die Stellung der führenden rumäniſchen Politiker zur Frage der Dynaſtie wird aus Bukareſt berichtet: Marghiloman mill mit der Dynaſtie arbeiten, weil er der Meinung iſt, daß dieſe nur aus Schwäche ſeinerzeit der krie⸗ geriſchen Strömung in Rumänien nachgegeben habe. Man könne auch nie wiſſen, was naihkomme. Ueberdies ſei es an⸗ geſichts der Revolution in Rußland ein gefährliches Spiel für einen monarchiſchen Staatsmann, König oder Dynaſtie abzu⸗ ſetzen. Peter Carp dagegen ſieht in dem König ſeinen per⸗ ſönlichen Feind, dem er nicht verzeihen kann, daß er ihn hinter⸗ 8 hat Er fordert daher öffentlich die Abdan'ung des önigspaares. Noch weiter geht Beldiman, der die Ab⸗ ſetzung der ganzen Dynaſtie verlangt. Die große Maſſe der Bevölkerung denkt vielfach über den König weit günſtiger als vor dem Krieg, weil er ſchließlich doch nur getan habe, was die Mehrzahl der Bevölkerung verlangte. Die Gründe des Rücktrilts Averescus. Bukareſt, 27. Märg.(WTB. Nichtamtl.) Die Jaſſyer Zeitung „Actiunea Romano“ berichtet, daß General Averescu wegen der Schwierigkeiten, die ihm die liberale Partei, deren Führer Bratianu iſt, bereitet hat, als Miniſterpräſident zurückgetreten iſt. Averescn beabſichtigte, eine Partei der Demokraten zu bilden. Die Zeitung Mannbem„„„ 42.0 80. Märzt Sonne, Wollen, wWrm. bringt ferner Aeußerungen eines der Bratiann⸗Partel getreuen Mitgliedes, wonach der liberale Klub von den Mütgliebden ſo gut wie nicht mehr beſucht und der Partei eine traurige 4 5 vor⸗ ausgeſagt wird. Die liberale Partei hätte für viele Janer das Recht verloren, als Regierungspartei zu gelten und w nur durch die Veſeitigung der bisherigen Führer wieder zu Anſehen n— kommen. Teeg cie Petersburg, 27. März.(WTB. Nichtamtlich.) Neutermeldung Der Kriegsminiſter Trotzty hat einen Appell an die Bevölkerung gerichtet, um die Bildung einer Roten Armee vorzubereiten. Er⸗ teilte mit, daß die Veröffentlichung eines Dekret⸗ bevorſtehe, wonach militäriſche Uebungen aller Bürger zur Pflicht gemacht werden. Alle früheren Generale und Offiziere werden wieder in den aktiwen Dienſt geſtellt, um unter Aufſicht der Volksbeauftragten als In⸗ ſtrukteure Dienſt zu tun. Trotzki erklärt in einer Rede, daß er eine Rote Armee von einer Million Mann auſſtellen will. Alle jetz⸗ geſchloſſenen Militärſchulen werden wieder eröffnet, um die nötigen Offiziere für die Armee auszubilden.— Der Rat der Volksbeauf⸗ tragten der Stadt Petersburg beſchloß, ſechs Großfürſten, die in Pelersburg wohnen, nach den Provinzen Perm, Viatko und Mologda zu deportieren. Neue ukrainiſche Miniſſer. 1 26.(W7V. Nichtamtlich) Meldung der Petersburger Telegraphen⸗Agentur. Die frühere Volksbeauftragten Sokrew, Gaucke, Karelin, Scheteinberg und Kamkow wurden vom Haupkausſchuß der Ueraine waufgefordert, Miniſterpoſten zu über⸗ nehmen. 4 Aus dem„Reichsanzeiger Berlin, 27. März.(WTW. Nichtamtlich) Der„Reichsanzeiger enthält eine Pekanntmachung betr. vor der Reichsentſchã⸗ digungskommiſſion, eine ſolche über chuhbedarfs chei ne. endlich eine Bekanntmachung der Reichsbekleidungsſtelle und der »Reichsſtelle für Schuhverſorgung betr. Beſtimmungen der Reichs⸗ bekleidungsſtelle über Schuhwaren und Altleder. Der„Staatsanzeiger veröffentlicht ein Geſetz über die Er⸗ hebung von Kriegszuſchlägen im Güter⸗ und Tlerverkehr bei den Staatseiſenbahnen [Handel und industrie. ee Aktlengesellschatt für Trikotweberei vorm. Gebrüder“ Manm, Ladwigshafen a. Rh. Der Abschluß für 1917 ergibt einen Rohgewinn von 543 60 (i. V. 436 245) M. Die Unkosten erfordertem 425 001(323 305)., für Tilgung wurden 11 200(13 500) M. aufgewendet, wonach ein Reingewinn von 107 332(99 440) M. verbleibt, der sich durch den Vo höht. Er folgende Verwendung: 75(W. i..) Dividende müt 35 000., auf Maschinen und Gerite 11 200 (13 500)., Zuweisung zu Sonderrücklagen 34 500(32 5000 M. dto. zur Sonderrücklage II 15 000(15 000)., Rückstellung Zu Bogensteuer 5000(3000)., Vergüimg an Aufsichtsrat, Vorxstand und Beamte 11 842(8018), Vortrag auf neue Rechnung 24 00 (18 000) M. In der Bilanz hat sich das Bankguthaben wWeiter von 164 724 auf 202 103 M. erhöht, der Besfand an Wertgapieren von 112 341 auf 14 228 M. ermäßigt. Die Warenschuldner erscheinen mit 153 164(140 684)., der Bestand an Vorräten mit 279 234 (238 3270 M. An Giäubiger werden wenige 452(079) M. geschul- det. Die zliche Rücklage enthält 56 804(95 C0).. die Somn- derrücklage II 15 000(0) Gewerkschaft Hoheszollern, Saarbruücken- z. Düsseldorf, W. März.(Pr.-Tel.) Die gestrige aufler- ordentliche Gewerkenversammiung genehmigte nit 819 gegen 8 Stimmen den Verkauf des 88 Bergwerkseigentums àn die Gewerkschalt Glückauf Sondershausen aàuf der bekanmnten Grund. lage, daß für 2 Hokhenzollernlute 1 Kur Glückauf Sondershausen mit Ausbeutebereciiligung gegeben wird ab 1. juli 1018. In einer längeren Begrilndung bemerkte die Verwaltung, daß ddie von Hohenzollern an einen großen Ronzern schon im Hinblick aut den nach dem Krieg vorzunehmenden Aus- bau der elsässischen Löchterunternehmungen von Hohenzollern als wWünschenswert erweise. Ein seſbsfändiger Ausbau dieser Ge- Werltschaften würde zur Folge haben, daßg die Werke für die näch- sten—5 Jahre nur eine näßige Ausbeute in Aussicht stellen Könmen, wogegen durch die Vertellung der Lasten aus dem großsen Gllickaul-Konzern die Rentabilitätsaussichfen wesentlich besser für die Werke sein würden. Der Konzern Glückaui Sondershausen Wird in der Lage sein, mit seiner großen Beteiligung und seiner Einricmtungen an dem nach dem Krieg zu ærwar⸗ tenden Umschwung in der Kaliindusirie im besonderen Maße An- zeil zu nehmen. AEheinische Gerbstotf- und Farbdels-Extrakttabrik. 5 Gebr. Müller. r. Düsseldort, 28. März.(Pr.-Tel) In der gestrigen Gene- ralversanunlung, in der 887/ Stimmen vertreten waren, Wurde eine Dividende von 15% und der Bonus von 10%., zusammen 2, Sofort zahlbar lestgesetzt. Bezüglich der Aussichten zeilte die Ver- waltung mit, daß das laufende Geschäftsjahr ein befriedigendes Ergebnis erwarten ließe. Die Aussicht für die weitere Zukunft sei abffängig von der Beschaffung der eriorderlichen Rohmaterialien und anderen wirtschaftlichen Fragen. Mabeilius, WMraunkohlen-Akslen- Gesellachait. Brügge. r. Düsseldorf. 28. März.(Pr.-Tel.) Die gestrige Haupt- versammlung, in der 27 140 Stimmen vertfeten waren, setzie die sofort zahlbare Dividende auf 9% kest und teilte über die Aus- sichten mit, daß die ersten Monate des laufenden Jahres befrieci. gend verlaufen seien, jedoch flir die Zulkunkt lasse sich nichis Be- stimmtes sagen. Zur Verwertung russtscher Holsbestäsde. Wir berichteten bereits, daß eine Organisation zur Verwer⸗ kof⸗ der in der Ukraine, in Rußland und Finnland erfaßbaren Holzbestände geplant ist. Wir hören hierzu, daß in Oesterreich und Ungarn eine besondere mit einem Kapital vom je 10 Milkonen Kronen t werden soll, die unter staat- licher Führung die Verwerlung betreiben wird. Neben Groß- banken sind versciuiedene bedeutende Holzgroßhandlungen in Oesterreich-Ungarn an dem Grundungsvorgang beteiligt.* Letzte Nandeisnachriehten. r. Düsseldorf, 28. März.(Pr.-Tel.) Der Aufsichtsrat der Internationalen Bank Luxemburg beantragte eine Dividende von 8% gegen%. ꝶ6).....—d1Ff— ᷑̃ᷓ—ͤ——.—— Wasserstandsbeobachtungen im Monat März. Pegelstatlon vom detum Rheln 24 J 24. 23 26 gemerkungen Hunlagen“!)„ 088.80.8.68 0..38 Abende 6 Ubr Kehl.„„%„„..77.23.0.2. Kaehm. 2 Har Raxauu„„%„%%„„%.25.26.20.22.23.2% NMachm 2 Uhr Hannbelm„„„„%„ 228 226 221 20 2 222 Lorgens 7 Uhr Malnz„„„%%%%%„. 0,19.19.18.15.2 12 Hur Naudbd„„.35⁵.38.30 Vosm. 2 Phar. Kan,„„„„„„ 0.27.18 achm. 2 Uur vom Neckar: 20.20.25.2 Hellbrens.54.30.37 Wetter-KAussichten für mehrere Tage ini Voraus. (r..) Unbefugter Machdruek wlrd gerlehtileb verfelg“ 29. März: Sonne, angenehm. .8Verm.! Mur Vorm.) U rtrag um 18 009(14 987) M. auf 128 242(114 427% M. er- eie 2 59—98 08 1 — r mannheimer General ·Anzeiger. ¶ Mittags · Aus gade) * Nr. 167. B. Seite. Sonmerstag, ben 28. Märb 1518 Brieftaſten. är Verwendung finden werden. 1183) Mutler& Sohn, Berlin.(124) goͤſtaffel, Kampfflieger. Der ſfel, die den Namen R. führt.(163) Unteroff. L. dern ſtets nur an die Kompagnie richten. hmanb verwehren.(168) U. Richten Sie ein ände halber, die Angelegenheit zu regeln. lfen.(141 24.. 8 erpfltctet ſind Sie nicht.(164) die (Fortſetzung.) Kapitän, da können Sie ganz ruhig ſein. . Die Bezeichnung weiſt auf den krankhaften Fehler des itecchten Knies hin, auf Grund deſſen Sie nur noch für garniſondienſt⸗ ig im Feld bei einer fahrenden Truppe ärztlicherſeits begutachte! d und dementſprechend auch bei gelegentlicher Einziehung zum Mi⸗ Unteroffl. 5. Wenden Ste ſich an die Hofbuchhandlung von J. Dr. Als Adreſſe genügt: Rittm. Frhr. v.., Führer einer Bruder Lt. R. iſt in derſelben Jagd⸗ Sie dürfen das Geſuch nicht an das Regiment, Ein Geſuch um Ver⸗ ung zu einem anderen Truppenteil zu machen, kann Ihnen nie⸗ Geſuch unter Schilderung der beſtehenden Tatſachen an das Erſatzbataillon des Inf.⸗Regts. Nr. 169 in Lahr — bitten Sie das dortige Bataillon um baldgefl. Erledigung der ngelegenheit, da es Ihnen ſelbſt unmöglich iſt, der beſonderen Um⸗ Das Bataillon, in dem Mann aktiv war, wird ſich ſicher der Sache ſchon annehmen und Roman von Friedrich Jacobſen. (Nachdruck verboten.) Der Steuermann las und ſchüttelte den Kopf.„Nein, Herr Aus den Geſellſchafts⸗ Freiſen, um die es ſich handelt, haben wir nur ein einziges Ehepaar an Bord, den Großkaufmann Bruhn aus ‚ 2 en Frau. Die Leute kenne— Indien, um Verwandte 12 2 ene „So— hm. Erſte üte natürlich?“ iſt der Engländer mit begleiter.“ „Der Profeſſor? „Aus Berlin. Die ſchoften nicht,“ ſagte der Kapitän beruhigt. men, d ö 11 ad 50% blickte ſich um. „Das mit dem Steward in genug von der Sorte an ord, aher man will r ſich allein haben.— Was gibt's? Es war einer von der Mannſcha des f1 „Ein Erſatz für den en, Bem er halbwegs zu brauchen iſt Lerſprengter Mannſchaft, riß ſeine runden Naume ſtand, wie er ihn geſehen hatte. Das war, ö le 1 Bbren 880 e die Papiere und ſchmunzelte. Freund Stuhr ſchickt 80 Das i n der erzieht ſeine Schiffsfungen mal aus dem Ententeich heraus?“ „Jawohl, Kap'tän, ich möchte auf ein eiger Gedanke dir? + 8 wohl, Kap'tän, in der Nordſee.“ J5 Pir verſtehn das ens, aber wir wollen 0 ei den Ohren. ich ſchon herausfuttern. Papiere ſind in Ordnung. „Wenn keine Dame dabei iſt, dann kümmern mich die Herr⸗ „Man kann auch kaum die Flüchtlinge gerade nach Indien wenden. t hereingekommen, der hatte 13 zu melden, und ſeine Botſchaft klang wie Muſtk in die Ohren den Kajütenjſungen? Der Bengel ſoll herein⸗ N Hamburg mit ſeiner ulallis perſönlich, ſie gehen nach ſeinem Reiſe⸗ iſt eine dumme Geſchichte. Wir haben doch gern etwas 5 Peter Kiesby vom„Neptun“, der letzte von Kapitän Stuhrs lugen auf, als er einem o elegant noch niemals in ſeinem Leben eilich etwas anderes als die alte Bark, zt das Kattegatt durchgepflügt hatte „So— mein alter t keine ſchlechte Empfehlun Und du wilſ Indien fahren.⸗ ie Seekrankheit haſt du wohl ſchon mein Junge. Was mückerig ſiehſt du man Dann geh nur gleichzeitig darum, daß Ihr Sohn bei einem entſprechenden Ausbil⸗ ſichten werde. A. 100. Es kann möglich ſein, daß dieſer von Ihnen angeführte Grund vorliegt. Um aber ſicher zu gehen, richten Sie ein ausführ⸗ liches Geſuch an den Truppenteil, wo Ihr Sohn zurzeit dient, unter Auseinanderlegung Ihrer finanziellen Verhältniſſe und bitten Sie dungskurſus zugelaſſen wird.(159) N G. S. 40. Eine derartige Beſtimmung gibt es nicht.(150) Schach 5. Die„Deutſchen Schachblätter“ erſcheinen in Coburg.(105) F. Kr. Man bereitet aus Magneſia und reinem Benzol einen Brei, trägt von dieſem etwas auf den Fleck und läßt es trocknen. Eventuell iſt das Verfahren zu wiederholen. Oder: Man beſtreicht die Fläche mittels eines feinen Haarpinſels mit rektifiztertem Ter⸗ pentinſpiritus, läßt trocknen und befeuchtet die Stelle ſchließlich mit etwas Weingeiſt.(115) 5 L. Hahn 1904, Zu.: Der beabſichtigte Zweck kann durch Ver⸗ trag oder durch letztwillige Verfügung erreicht werden. Es empfiehlt ſich aber, dabei ſuriſtiſchen Rat einzuholen.— Zu.: Hier kommt alles auf das beſtehende Güterrechtsverhältnis an. Zur Prüfung dieſer Frage werden Sie den Beiſtand eines Anwaltes nicht entbehren kön⸗ nen.— Zu.: Der Anſpruch auf Kriegsunterſtützung hört, wenn die Schuld bei Scheidung der Ehe auf Seite des Ehemannes liegt, nicht auf.— Zu.: Gegenſeitige Abneigung iſt kein Scheidungs⸗ grund mehr. In der Eheſcheidungsklage müſſen die wahren Gründe angegeben werden. Die Frage der Schweigepflicht des Arztes läßt ich ohne genauere Kenntnis der Sachlage nicht beantworten.(160) C. N. Der Krieg wurde im Laufe der Jahre an die Mittelmächte erklärt von Montenegro, Serhien, Belgien, Frankreich, Englanb, Rußlaud, Italien, Portugal, Rumänien, Japan, China, Braſilien, Vereinigte Staaten von Nordamerika.(181) Langjähriger Abonnent. Wenn Sie 5 Proz. Zins vereintank haben, ſo müſſen Sie den Zins auch für die Zeit zahlen, in der Ihr Mann im Felde ſteht.(143) 8 75 St. Unſeres Erachtens kann der Hausherr für die Zett vom 1. Januar bis 1. April 1918 nur den ermäßigten Mietzins von 83 verlangen. Wir 78 im übrigen, ſich an das Miet⸗ einigungsamt zu wenden.(142 h. 5. Wenn bei einer Durchſuchung der Inhaber der Woß⸗ mung abweſend iſt, ſo iſt, wenn dies möglich, ſein Vertreter ober ein erwachſener Angehöriger, Hausgenoſſe oder Nachhar zuzuztehen. im vorliegenden Falle eine Beſchwerde Erfolg hätte, iſt fraglich; die Beſchwerde wäre an die Gr. Staatsanwaltſchaft zu richten.(140) Liſelotte. Das Schulgeld beträgt von der.—4. Klaſſe jährlich 60 Mark und ſteigt alle zwei Jahre um 20 Mark. 5 E. H. Auf Ihre Anfrage können wir leider keine Auskunſt ge⸗ ben; wenden Sie ſich direkt an eine Bank.(155) . H. Frage 1: Aerztliche Anfragen können wir grundſätzlich im Briefkaſten nicht beantworten.— Frage 2 dürfen wir der geſetz⸗ lichen Beſtimmungen wegen nicht beantworten.(158) ins Logis, wenn du deine Kiſte mit hoſt. Morgen früh um ſechs Uhr machen wir Dampf auf.“ —. Bei herrlichem Wetter paſſierte der„Delphin“ den Kanal und warf ſeinen mächtigen Bug in die Wellen des Atlantiſchen Ozeans. Die Kreidefelſen der engliſchen Küſte und das düſtere Ufer der. Bretagne verſanken allmählich am Horigont, und es hieß unter den Paſſagieren, daß man erſt bei Gibroltar das Land wieder Beim Eſſen war davon die Rede geweſen, und Profeſſor Straten hatte dem Kapitän die ganze Reiſeroute abgefragt— gründlich und pedantiſch, wie ein deutſcher Gelehrter zu ſein pflegt. Ueber ſein Reiſeziel machte er kein Hehl. Er vertrat bei⸗ dem jungen Miſter Wilſon die Stelle eines Erziehers und Beraters und jetzt waren ſie beide auf der großen Weltreiſe begriffen, die jeder reiche Engländer einmal in ſeinem Leben macht. Er bat auch, ſich mit ſeinem Jüngling deutſch zu unterhalten, da der junge Mann dieſe Sprache gründlich erlernen ſolle. Und das kam alles mit einer glatten Selb Sicherheit heraus, die niemand auffiel. An der Tafel waren die Paſſagiere der erſten und zweiten Kajüte verſammelt, und es fand zwiſchen ihnen natürlich kein Unterſchied ſtatt. Nur die Plätze deuteten diskret den Preis an, den jeder bezahlt hatte. 75 Neben dem Kapitän ſaß der Profeſſor, und an deſſen rechter Seite Miſter Wilſon. Dann ſchloß ſich das Ehepaar Bruhn an, und zwar hatte man, um etwas bunte Reihe herzuſtellen, die junge hübſche Hamburgerin neben den Engländer geſetzt, der üb⸗ rigens ſehr ſchweigſam war und ein ſchüchternes Benehmen zur Schau trug. Nach dem Eſſen zogen ſich die Bruhns in ihre Kabine zurück, und der Gatte fragte:„Nun, Martha, wie haſt du dich mit deinem Nachbar unterhalten? Ich wurde ausſchließlich von der alten in Beſchlag genommen. Die ſpricht ein ſchauderhaftes 7 Frau Martha lächelte ein wenig.„Miſter Wilſon iſt ja ganz nett, vielleicht ein bißchen ſchüchtern. Aber das ſteht ihm nicht übel. Uebrigens glaube ich faſt, daß er beſſer Deutſch als Eng⸗ lich ſpricht.“ Dir ſind wohl die zwei Gläſer Sekt zu Kopf geſtiegen, „Nein, Dickerchen, durchaus nicht: Die Sache kam nämlich ſo: der arme Junge tat mir leid, wie er ſo ſtumm daſaß, und ich dachte an meine Penſionszeit, wo die Mutterſprache verbannt war. Ich ſtverſtändlichkeit und ich, redete ihn alſo ſchließlich auf engliſch an, und er antwortete auch. Aber er machte einen Fehler.“ Der gemütliche Hamburger drohte mit dem Finger:„Mariha⸗ chen, Marthachen, biſt du deiner Grammatik auch ſicher?“ „So viel weiß ich noch,“ entgegnete ſie eifrig.„Es war ein ganz grober, und er wuürde rot, als ich ihn verwundert anſah. „Habt ihr dann noch weiter geſpookt?“ „Nein, ich fing wieder deutſch an, und da wurde er lebendiger.“ 7 Der Kaufmann dachte eine Weile nach.„Du, er hat, meine etwas Weibiſches an ſich.“ „Wieſo?“ fragte die junge Frau verwundert. „Dieſe piepſige Stimme!“ „Es iſt nicht jeder ſon Brummbär, wie mein Dicker.“ „Und dann das Milchgeſicht. Von der Geſtalt will ich gang ſchweigen.“ Frau Martha lachte.„Männe, du denkſt wohl gar, daß ſich da ein Roman abſpielt? Ein eiferſüchtiger Blaubart mit ſeiner bers 1 kleideten Geliebten! Ich merke ſchon, der Schiffsklatſch, den die Langeweile hervorbringt, unterwegs iſt.“ Sie nahm ihn am Ohrläppchen und flüſterte ein paar Worte Und für euer eigenes Geſchlecht habt ihr Weibſen ja noch feinere Witterung.“ „Darauf kannſt du „Na ja, Kleine, was ein Mann iſt, das wirſt du wohl 4 bich verlaſſen. Eine verkleidete Frau wIx ich auf zehn Schritte erkennen. Nur eines für vieles: in ei* nachdenklichen Pauſe ſtrich Miſter Wilſon ſich mit dem Zeigefi* über die Oberlippe. Er hat zwar keine Spur von Bart— iſt richtig, aber dieſe Bewegung macht keine Frau.“ Damit war das e zu Ende, und es trat eine Begeden ein, die das geſamte Intereſſe der Paſſagiere in Anſpru nahm. Se ſich das Gerücht von einem Krankhen an Bord. Wenn die See ſtürmiſch geweſen wäre, dann hätte die Se⸗ nichts weiter auf ſich gehabt: aber bei dieſem wundervollen Wenſex dachte niemand an Störungen der Geſundheit, und der Gegenſaß war ſo groß, daß man nach Verlauf einer Stunde ſchon von Ty Cholera und Peſt raunte. 5 5 * Dann beruhigten ſich die Gemüter wieder ein wenig. er Stemard Es war ja nur ein armer Schiffsjunge; der des Kapitäns, den dieſer in letzter Stunde an VBord genome men hatte, und der Schiffsarzt meinte, es ſei nut ein tüche tiger Fieberanfall, der mit einer Doſis Thinin behandelt werden müßte. Fortſetzung folak.) Bei Vertãufen und Verſielgerungen aus Beſtänden der Heeres⸗ und Marineverwaliung, die für Kriegszwecke nicht mehr gebraucht werden, lann die Zahlung an Geldes Siatt durch Hingabe von Kriegsanleihe geleiſtet werden. Dieſe Vorſchrift erſtreckt ſich auf alles, was bei der Demobillſierung zur Abgabe an die Bevölterung frei wird, alſo insbeſondere auf Pferde, Fahr⸗ Oie Kriegsanleihe wird zum vollen Nennbetrage angerechnet und bis zur Höhe des Kauf, oder Zuſchlagspreiſes in Zahlung ge⸗ nommen.= Als Krlegsanlelbe in dieſem Sinne gelten ſämtliche zeug; Fabrikeinrich und Geräten; Eiſen, ſonſtiges Baumaterial Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanſeihe leiſten, weerden bei ſonſt gleichen Geboten bevorzugt. 30% igen Schuldverſch Alſfo: Nur die Kriegsanleihe, nicht der Beſitz baren Geldes, bietet Sicherhet: dafür, daß der Candwirt und der Gewerbetreibende nach Friedensſchluß das, was er braucht, aus dem frei werdenden Kriegsgerät erwerben kann. —— kiug und 80 ſowie die ſeit der 6. Anleihe ausgegebenen 4½ olgen baren Schatzanweiſungen. 908 zeuge und Geſchirre; Feldbahngerät, Motorlotomofiven und 4 Kraftfahrzeuge nebſt Zubehör; Futtermittel und ſonſtige Bor⸗ räte; landwiriſchaftliche Naſchinen und Geraͤte ſowie Werk⸗ tungen mit den zugehörigen Maſchinen GStahl und andere Metalle; Holz und Webſtoffe und Nobſtoffe aller Art. reibungen des Neichs ohne Anterſchled 0 2 3 2 8— 23 8 —TTTTTTTbTCTTVT————————TV——TT—————— FF ——..— J. Seile. Nr. 1. Mannheimer General⸗Anzeiger, [Mittags⸗Ausgabe.) Donnerstag, den 28. Märg 1018. Nesengarfen- Mbelungensaal- Mannbeim 5 1. Osterfeieriug. Sountag, den 31. März 1913, abends? Uhr * Volkstümliches Konzert Nichard Wagner⸗Abend Mitwirkende: Haris Maier, Opernſängerinvom Stadttheater Mainz Lipmann, Hofopernſänger Mannheim. Am 2— Kapellmeiſter Homann⸗Webau. des Erſ.⸗Bataill. Gren.gegts. Kaiſer Wilhelmt. Nr. 110 Mannheim. Leitung: Kapellmeiſter Schulze. 2. Osterteiertag. Montag, den 1. April 1918, abends? Uhr Neitererf Konzert- und Vortragsabend Nitwirkende: Dane Freuns, Fonzertſängerin, Nannbeim. el Deutſche Volkslieder. ens Liebenthbal, vom Schauſpierhaus Düſſeldorf. ieder zur Laute. Maresrguberg, Hoſſchauſpieler v. Hofthegter Naunheim Heitere Regitationen, Brettin. Walzerlieder Subm Schmitz, Hoſſchauſpieler v. Hoftheater Mannheim Hum. Vorträge und Gouplets. Autügel; Kapellmeiſter AritzurRoſenſtein, Maunheim Kapelle des Exſ.-Bataill. Gren.⸗Regts. Katſer ilhelmt. Nr. 110 Mannheim. 5 Seitung: Kazellmeiſter Schulze. rr kinden bei Wirzſchaftsbelrteb fatt, —. 4 N HAhr.— Rauchen nicht geſtattet. tspreis 30 Pfg. Vorbehaltene Plätze im Perzen und Säulengang.20 M. Dusendkarten 1 Militärkarten haben keine Gültigkeit. Die K ſar die vorbehaltenen Plätze ſind nur im gasten bdeim Pfhetner uns an der Tages kaſſe % 11—1 Ußr und von—6 Uhr erhältlich. Karten A die gbrigen Plätze find zu baben in den durch Makaze keunilich gemachten Vocverkaufsßtellex, beim Pfertner im Roſengarten und an ber Adenbkaffe. An der Eintrittskarte i von jeder Perſon Aber 14 Jahren die vorſchriftsmäßige Einlaßkarie zu 10 Pfg. zu Iöſen Sp44 Mannhdeimer Künstlertheste: HFernruf 1624 elle Fernruf 7744. LHente Donnerstag: Keine Vorsteilung. Preitag abends 7 Ubhe; — ——— Naria Sebeyer-Stern, Harfenistin Mahtde, andhänsef- Doppelqusrtett, die Sobsden un der Singehor, sowie das Orobester des Künstlertheaters. e de VJetragsfolge: Bgmont- Ouvertüre ren Beetbeven; G. 8, Fastarale) v. Besthoven; Sanne„n arte des Eriösers am Kreuz“ Ghor mit Soli u. Orebester ee. Religisso Tär Harfe u. a. m. Flätze:—,.—, 20.—,.5, d5 N. Jugendtheater im Bernhardushof. Sfesſountag, 31. Narz, nachmittags uhe Lebneswifteben und dle 7 Zrerge Snmentes, den 1. April, nacymittags 8 ue chen Kanten im Vorverkauf in Zigarrenhanblun Le baben. Nalsche Ooneſ L 5,5 dalan des Jummnerscihesters. Apr — kirchen⸗Anſagen. Sangeſtſc-vrntefunliſche Gemefnde. Sründennerstas, den 28. März 1918: Erinitl.⸗K.: Abends 8 Uhr Abendm eier, Nr. Nonk.K,: Abend — 57 5 8 Uhr ubt.— Friedens⸗K.: Abends 0 Pze * 2 255 ndmahlsfeier, V. Steger. 8Uhr Abendmaht, Sauer⸗ .: Abends 8 Uhr 7 e m. Abends 8 Pall.⸗And,, Pfarr⸗ Gharfreitag, den 29. Marz 1918: In allen Mottesöienſten wisd eine Tollekte eroben für Melauchton⸗Verein für en. Schülerheime. Trinitatis-.: 239 Uhr, Vik. Norgens 10 Uhr Predigt, Pfr. Schenkel, hefl. Abeudmaßl. Abends 6 Uhr Prez., Pfr. aler, Abendmaßt. Abesss Fnde Prede, Seien er, 50 red., Schoepffer. Abenduchhl, Einzelkelch.*5 Morgens 0 Uhr Pfr. Klein, Abendm 6 Ubr, Pfr. Dr. 1 J. Abendmahl,— Friebens⸗K.: MNorgens 410 Uhr Pr., Pfr. Gebhard, Abendmahi. Abends s Uhr Pred., V. Steger, Abenzmal.— Joh.“ .: Morgens 10 Uhr Pred., Pfe. Weküdeimer, Abendmahl. nds 6 Uhr Preb., Pfr. Sauerbrunn, — Luther⸗gk.: Morgens 10 luhr Pred., Iir. Dr. Lebmann, Abendmahl. Abends 6 Ubr Pr., Pfr. Huß, dmabl.— Morgens 2510 Ubr Pr., Tfr. Nothendofer, Abendmahl.— Hrch. Lauz⸗Krihs: Morgens 11 Pr., Pfr. Sanuer⸗ brunn. e: Morgens 9 Uhr Pr., Pfr. Ichoene. orgens 11 Uhr Pr., Pfr. dage i a, Ir. Aeue, — e: orgen per 2 ich, Teenzmaft— Baufng-g. Waldhof: Morgens 710 Prebigt und Abendmahl, Nachem. 2 Uhr liturg. Gottesd., Neckarau. Karfreitag. Pfarrverw. Gänger. Pfarrverw. Gänger. (Kollekte in allen Predigt⸗ Spttesdienſten). Vorm. 8 Uhr Pedigt, Pfr. Noll. 9/½ Uhr Predigt. Abendmahl, Pfr. Noll. Nachm. 2 Uhr Aindergottesdtenſt der Nord⸗Pfarzei, Pfarrer Noll. Abends? Uhr Predigt u. Wendmahlsleier, Eir. Lamb Wangeliſch⸗ lutheriſche Gemeinde (Diakeniſſenhaus ⸗ Kapeille F 7, 29) Lerfreitag. Nachm. 5 Uhr Predigt, Pfr. Eiſenberg Adpentiſten⸗Gemeinde(Saal 0 5, 2) Karfreftag. Nachm. 5 Uhr Predigt: 2. Kor. 5. 18.—21. O. Zollmann, Miſſionar. Irkireligiöſe Gemeinde Donnerstag. Abds. 8 r. Kaul Wei über:„Was wird aus unſerem Kinde Werben! in der Aula des Realgymnaſiums, Tullaſtr.4. äatholiſche Gemeinde(Schloßnirche) Lerfreitag, vorm. 10 Uhr, Amt der vorgeweihten aben mit Fürbitten.— Abends 6 Uhr, Karfreitags⸗ nnn Predigt,(Stadtpfarrer Dr. Steinwachs.) „ Abends Uhr Elternabend, Prebiger Verein Chemischer Fabriken in Mannbeim. Wir beehren uns hiermit, zu der der Aktionäre unſerer Geſellſchaft auf Samstag, 20. April igts, nachmittags 3 Uhr in unſer Haupt⸗Büro, Käfertalerſtr. Nr. 250, hier, ergebenſt einzuladen. Die Gegenſtände der Tagesorduung ſtud: 1. Vorlage der Bilaug und des Geſchäftsberichts urit entſprechenden Anträgen; 2. Bankredite; 8. Entlaſtung des Vorſtandes und Aufſichtsrats; 4. Wahlen von Mitgliedern des Auſſichtsrats und Jer Reviſions⸗Kommiſſion. 8 Die Befitzer auf Namen eingeſchriebener Altien, welche verhindert ſind, in dieſer Verſammlung per⸗ ſönkich zu erſcheinen, werden erſucht, ſich durch einrn ſtimmberechtigten Aktionär mittelſt Vollmacht ver⸗ treten zu laſſen. Die Beſitzer von auf Juhaber lantenden Aktien werden gemäߧ 15 der Statnten erſucht, ihre A⸗ ten gegen Beſcheinigung ſpäteſtens bis Dienstag, den 18. April 1918s bei der Direktion der Geſellſchaft oder bei einer der Rachſtehend bezeichneten Stellen⸗ Rheiniſche Crebitbauk in Maunheim, 5 Bank für Handel und Induſtrie in Darmſtadt, Filiale der Bank für Handel und Induſtrie in Frankfurt a.., Deniſche Bank, Filiale Fraukfurt, in Frankfurt am in. Württembergiſche Vereinsdank in Sluktgart, der Witrttembergiſchen Vereinsdank in eder dei einen Notar zu hinterlegen und nach§8 W der Staluten eine Ein⸗ trütskarte zur General⸗Verſammlung in Empfang zu nehmen.— Die Bilanz der 81. Dezember 191%, die Gewinn⸗ ſtandes und des Aufſichtsrats liegen gemäß J 258 ſtandes und des Anſſichtsrats 5 gemäß 8 28g des H. G. B. auf dem Büro der Direktion zur Ein⸗ ſicht der Herrn Akkionare bereit. Mannheim, den W. März 1918. Der Auffichtsrat: Dr. Adolf Ciemm, Vorfitzender. Musikhaus Markus 49 Schwetzingerstraße 49. e⸗ Forhrahrende E ingange u. grober Lagerbestand — Eaom darunter gute Frtedensare zu noch schr binngen Presen, bfete diese Woche an: WMolnen 2 Mk., Ereckl. Piande, Sohwarz, 985 Mk., Mandalinen 40 Mk., Gitarren 29 Mk., Mehharmonſlas, Sprechapparate, Trom- meln, Trampeten, alle Sorten Satten f. 8. w. Lanten e Mk., Cenοe² SE., Aecerürtthern, 720 Baumhlüte Siebenmühlental. Schönster Erholungs- und Ansflugsort in Heidelberg. Prima Küeche, Leber- u. Ariebenwurst, ff. Bier, Wein, Apfelwein, Lime⸗ nade, Kaffee, Tee, Seho- kolade, Kuchen usw. Zimmer u. Penston 7 M. Tel. 522 Ee Mess. Vermischtes In der Elektr. 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März ds. Jahres der Leumant der Neserve Alfred Lochert Imhabher des Eis. Kreuzes IH. Kl. und des Ritterkreuzes I. Klasse des Ordens vom Zähringer Läwen. Mit rastlosem Eifer für das Wohl seiner Leute tätig, war er ihnen ein leuchtendes Beispiel treuer Pflichterfũllung und wird der Kompagnie als einer ihrer Hebsten Vergesetzten unver- gesslich bleiben. 12. Rompagnie seines Regiments Wolff, Leutuant und Komp.-Führer. Nachruf. Am 20. Maez 19i8 starb der 8 Leutnant d. R. Alfred Lochert Inhaber des Eis. Kreuzes und des Ritterkreuzes I. Ri mif Schwertern des Ordens vom Zähringer Löwen den Heſdentod. Er fiel an der Spitze seiner Rompagnie in siegreicher Abwehr eines feindlichen Angriffs. In hm verloren seine Leute den schneidigen HFührer im Gefecht, den rastlos fũrsorgenden, von aſlen Vorgesetzten. Wir Offiziere beklagen den Verlſust des besten Kameraden, der uns nicht nur durch Tapferkeit und Pflicht⸗ treue bis in den Tod ein unvergängliches Vorbild ist, sondern auch durch die Lauterkeit seines Gemũts, seine selbstlose Bescheidenheit und den Zauber seiner sonnigen, tief sittlichen Natus alſer Herzen besaß. Ee wird uns, über den Krieg hinaus, unvergessſich sein 57⁵3 Matheus 3, Vers 8. IM EELDE, den 7. März 1918. Das Offiziercorps des B. J. RR. von lacobi Regts.Kommandeur. Mazor u. VvViersand und Ankauf. CCCFCCCCcccccccc(cc(c sommersprossen Sowie alle sonstigen Hautunreinbeiten werden innerhalb 14 Tage schmerrios unter Garantie für absolute Unschzdliebkeit u, Erfolg ontfernt. naechônheitsplege“ Pleeb, D 1, 3 Paradeplsts II. Trepp. Tei. 2708. N un deuhung! Ausgangs Dezember 1917 kamen in Endwigs⸗ daſen 2 Handkarren abhanden. Beide Karren ſind zweiräderig, ohne Auſtrich, haben 2 Launen, von denen an einem Karren eine infolge Bruchs ge⸗ bunden iſt, Der eine Karren hat Federgeſtell, ohne Stellbord und iſt an der Sanne eiſernes Beſchläg angebracht. Der andere Karren iſt ſtart, ſchwer und hat niedere Stellbord. Obige Belohnung erhält Ein B. Erdenbrecht. inenhans⸗Tap.: derjenige, der Anhaltspunkte über den Verbleib der Abends 8 Ahr Heil. Abendmahl, Pfr. Schoene.— Pau⸗ Karren gibt. Näheres bitten unter N. J. 134 an die Geſchöftsſtenle dieſes Blattes. 5997 Empfehle: Lewässerte Stockfische ardinen 5n„ Tomaten fettheringe, Mirtagsfisoſ Roter üben don opd gingemacht Fleischbrühwürfel 5 Marmelade markenkrei- Letkers Backpulver fot- l. Weisswein in Flaschen Iol. delrelber maſchinen⸗ u. Kontrollkaf⸗ Abonnieren Sie dei mir Ihre Schreib⸗ ſen⸗Reparatiuren. Fatla J. Ehrenſeld, C3, 3 Kleinmaſchinenfabrik. 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Man muß die letzte Leipziger Muſtermeſſe durchwandert haben, dieſe Rieſenſchau induſtrieller Kriegsleiſtungen, um im vollen Umfange 90 — 2 D ermeſſen zu können, wie ſich das durch einen ſtählernen Wall von allen Rohprodukten abgeſchloſſene Deutſchland auf 16 ſich ſelbſt geſtellt und das ſonſt ſo verpönte Wort„Erſatz“ zu höchſten Ehren gebracht hat. Nur ein kleiner Kreis konnte in dieſer Zeit Leipzig beſuchen. Die Allgemeinheit muß ſich auf Orientierungs⸗ mittel in der Heimat beſchränken. In ganz beſonderem Maße iſt hierzu das Warenhaus Schmoller in Mannheim befähigt, das ſchon mit der reichen Mannigfaltigkeit der Auslagen in den Rieſenſchaufenſtern vergeſſen macht, daß wir uns im 4. Kriegsjahre befinden. Die Oſterfeiertage ſtehen vor der Tür. In Friedenzeiten wählte man mit Vorliebe Süßigkeiten als Feſtgeſchenke. Oſterei und Haſe in den verſchiedenſten Aufmachungen und Preislagen, waren Maſſen⸗ artikel. Heute iſt man gezwungen, auf praktiſche Dinge das Augenmerk zu lenken. Die Auslagen haben uns bereits zugeflüſtert, daß in der Auswahl nicht der geringſte Mangel herrſcht, daß wir nur zu wählen brauchen, ohne unſerem Geſchmack Gewalt anzutun. Und ſo ſtehen wir auch ſchon im Parterre des gewaltigen Warenpalaſtes und wandern mit ſteigender Bewun⸗ derung von Abteilung zu Abteilung. Die unglaubliche Umwälzung, die ſich in der Anfertigung aller Geſchenkartikel veollzogen hat, zeigt ſich ſofort recht augenfällig bei den Schmuckſachen, welche die Bijouterie⸗Abteilung in reichſter Auswahl darbietet. Da das Gold dem Vaterlande gehört, wird gezeigt, daß es vielmehr auf die Formengebung, als auf das Material des Gegenſtandes ankommt, wenn er ſchmückend dem Auge wohlgefällig wirken ſoll.— In der gegenüberliegenden Parfümerie⸗Abteilung machen wir die gleiche Wahrnehmung. Reichſte Auswahl, Gediegenheit und Geſchmack in der Ausführung drücken allen Toillettartikeln den Stempel auf. Das„Barbarentum“ hat ſich ſeit Kriegesbeginn nicht abhalten laſſen, in der Kulturverfeinerung die aufſteigende Richtung beizuehalten. Bücher und Muſikalien! In Friedenszeiten waren es Artikel, zu denen meiſt in der Verlegenheit des Schenkenwollens gegriffen wurde. Die bedeutende Vergrößerung dieſer Abteilung der Firma Schmoller zeigt uns, daß die erzählende und unterhaltende Lektüre das Aſchenbrödelgewand abgeſtreift hat. Nicht weniger Zuſpruch findet die gegenüberliegende Schreibwaren⸗ abteilung, in welcher von der einfachſten Feldpoſtkarte bis zum Luxusbriefpapier alle einſchlägigen Artikel in erſtaunlicher Reichhaltigkeit und Gediegenheit in der Ausführung vertreten ſind. Beſonders eindringlich wird die errun⸗ gene Unabhängigkeit vom Ausland in der Spitzenabteilung vor Augen geführt. Man ſieht hier ebenfalls nur deutſche Erzeugniſſe, die in ihrer duftigen Zartheit und künſtleriſchen Zeichnung in keiner Weiſe an den„plumpen ſchwer⸗ fälligen Deutſchen“ erinnern. In der gegenüberliegenden Abteilung, die uns Konfektionierte Weißwaren anbietet, wird dieſer Eindruck verſtärkt, wenn wir die große Auswahl in Spitzenkragen vom einfachſten Batiſtkragen bis zur feinſten Handfiletarbeit muſtern. Kusgeſprochene Oſtergeſchenke präſentieren ſich auch in der Abteilung Hand⸗ ſchuhe und Strümpfe. Man findet hier in Seide und Baumwolle Erzeugniſſe, die in ihrer Mannigfaltigkeit allen Anſprüchen, ſelbſt den anſpruchvollſten gerecht werden. 85 D haben wir uns im Parterre zur Genüge umgeſehen und in vollem Maße Gelegenheit gehabt, paſſende Aus⸗ wahl zu treffen. Wenn wir uns nun der erſten Etagezuwenden, ſo ſinden wir in der Wäſchea bteilung, daß als Neuheit aufgenommen worden iſt, ſtellt unſerer Induſtrie von Neuem das ſchmeichelhafteſte Zeugnis aus. Man muß ſich immer wieder fragen, wie es möglich iſt, daß derartige Wunderwerke, die das Entzücken unſerer Damenwelt erwecken, in einem völlig abgeſchloſſenen Lande überhaupt hergeſtellt werden köͤnnen. Wer die Damen⸗ und Kinder⸗ wäſchebeſtände ergänzen will, findet hier die reichſte Auswahl vom Einfachſten bis zum Koſtbarſten. Die Abteilung Damen- und Kinderkonfektion bekräftigt die Meinung, die man immer gehabt hat: Daß die Firma Schmoller dieſem Zweig ihres vielgeſtaltigen Betriebes die größte Aufmerkſamkeit zuwendet. Bluſen und Unterröcke in allen Stoffarten, Kinderkleidchen in der mannigfaltigſten Ausführung, Damenkleider in den geſchmackvollſten Zuſammen⸗ ſtellungen bieten die größte Auswahl und werden allen Anſprüchen gerecht. Die benachbarte Abteilung Damen putz präſentiert die deutſche Sommermode 1918, die Vertreterin des geläuterten deutſchen Geſchmacks, eine Mode, die bei aller Bodenſtändigkeit nicht den feinen Zug vermiſſen läßt, der zu unaufdringlicher, gediegener Eleganz nötig iſt. Wir dürfen ſtolz darauf ſein, daß wir uns ſpeziell in der Mode vom Ausland unabhängig gemacht haben und nunmehr ſo unſere eigenen Wege wandeln. 5 5 Durch den Erfriſchungsraum gelangen wir in die Abteilung für Luxusartikel, in der wir ganz beſonders vergeſſen, daß wir uns nun ſchon ſo lange im Kriege befinden, denn kein Gegenſtand erinnert in Material und Form daran. Im Gegenteil, das Geſtaltungsvermögen unſerer Kunſtgewerbler hat ſeit 1914 ganz enorme Fortſchritte ge⸗ macht; nur ungern trennt man ſich von dem Beſchauen der vielerlei praktiſchen und gleichzeitig ſo überaus dekoratir wirkenden Gegenſtände und wandert durch die Teppich⸗ und Gardinenabteilun g nach dem Raum, in dem alle für den Haushalt notwendigen Gegenſtände in Glas, Porzellan, Steingut und Holz in einer wirklich unüber⸗ trefflichen Auswahl vertreten ſind. Beſonderes Intereſſe dürfte den Holzwaren entgegengebracht werden, die von deutſchen Kriegsgefangenen, die in der Schweiz interniert wurden, angefertigt ſind. Hier zeigt ſich ſo recht die deutſche Weſensart, Unermüdlichkeit Ausdauer und Geſchicklichkeit. Und zuletzt werfen wir noch einen Blick in die Lebens⸗ mittelabteilung, die jetzt nur noch die Waren abgeben kann, die ihr vom Städt. Lebensmittelamt zur Verfügung geſtellt werden. Möge die Zeit nicht mehr allzufern ſein, in der die Firma Schmoller wieder reiche Genüſſe für die Feſttafel ſpenden kann. Als wir mit Oſtergeſchenken wohlverſehen das Warenhaus Schmoller verlaſſen, grüßten uns die Fahnen des Rathausturmes. Und ſofort erfüllen unſere Sinne, die bisher nur vom Kaufen und Schauen in Anſpruch genommen waren, wieder ganz die gewaltigen Eindrücke, die uns die Frontnachrichten nun ſchon ſeit Tagen vermitteln. Und da lehen wir auch ſchon ein ſprechendes Plakat, das uns an eine heilige Pflicht gemahnt, beizutragen zur Zeichnung der 8. Kriegsanleihe, zu dem Geldſtrom, der ſich in die Kaſſen unſerer Reichsregierung mit voller Wucht und Mächtigkeit ergießen muß, damit die Waffen geſchmiedet werden können, mit denen unſer ruhmgekröntes Heer die letzten ent⸗ ſcheidenden Streiche führen ſoll! Heimat, du ſorglich behütete und geſchützte, von den Greueln des furchtbarſten Ver⸗ nichtungskampfes verſchonte, zeige Dich auch auch diesmal Deiner Helden würdig! ſich hier die radikalſte Umwandlung vollzogen hat. Die Batiſt⸗, Spitzen⸗ und Seidenwäſche, die während des Krieges A ddaaadaabaaldhad U eee 1 ee Aaaamegd e eerhee — S l 28