de man ſind .71 Di eaas aaahetmet Genetal 1 demerstag, 31. Oktober. Zelen den allgraeten ane Hondeistel Cbetrecatrem lan d ann füt den Anzeigentet! An²eL Ortebet „ tämtli im Managetm 5 bm betel. Huzgelger manadeim 220 im lmR.%% 0. ouſchecn· NMome u 2917 cuowiqsbaten aw Rbem Aelegramm Ferngprech · ain eee 0hl. — Das Weltgelchehen im Bilde 1918.— Nr. 509. Rugeitenbterz, Dte 1 ſpalt. Kotoneizete 40 Pfs. 70 Bta. eklamen M.—, Leuerungs-öuſchlag 30% ud: Mittagblan gorm 6˙ Uhr. Abendblan nachm ½% Utze Pir zeigen an deytmmten Tagen. Stellen and gusgabes wird keint Der⸗ intwortung ubernommen Sezugsoteie in lanndemm and Umge dung monatt! 2 mt Bringertohn n Viertelf M 543 einſchl Suneſlungsgebübr Bei der Dolt abgeh.b. J0 Emzel⸗Rr; in moderner Kupfertiefdruck⸗Ausfübrung. logen Amtiliches Verkundigungsblatt für den Amtsbenrk Mannheim. ee öſkerreichiſcher a gombinationen über die Waffenſliuſtands⸗ bedingungen. Okiober.(Von unſerem Berſiner Büro.) miſche Volkszellung und zugleich mit ihr auch ſchwei⸗ Blätter bringen alle gleiche Mitteilungen über den n Inhalt der von der Entente geſtellten oder noch den Waffenſtillſtandsbedingungen. An den hieſigen chen Stellen iſt bisher über dieſe Waffen⸗ endndebedingungen Inichts dekaunt ge⸗ nd n der Form, wle ſie vorliegen, wird man ſie für Weinsktlonen halten dürfen. In hieſigen unterrich⸗ ſen nimmt man an. daß die Waffenſtiuſtands⸗ den etwa ſo lauten könnten: dumung von Nordfrankreich, Belgien 8 und don Ellaß⸗Lothrlingen: eſetzung Helgolands mit amerikanlſchen Truppen; meritaniſche Kontrotle darüber, daß wäh⸗ rend des Waffenſtillſtandes keine neue Mu⸗ 2 nitlon dei uns hergeſtellt werden kann. * Ner auch das ſind, wle wir betonen moͤchten. einſtweilen ngen. ſeufuuſtandserörterungen in der ſeindlichen e 51. Preſſe. napork, 29. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Im all⸗ geben die Zeitungen den Kommentaren über die an d die oſterreichiſche Note wenig Naum und er⸗ ue kurz, daß jede Entſcheidung binſichtlich des Waffen⸗ . lett En den Händen des Krlegstates ben de n iſt.—„Newyork World'“ ſagt: Wil⸗ en ih en Weg nack Verſailles, wo Deutſchland und ſeine hre den militäriſchen Meiſtern gegenübertreten werden. eriselitiſchen Neformen avufrichtig ſind, haben ihre Noden den Diolfionen, ſowen ſie noch auf frem⸗ derbü, ſind, werden ſie nicht zögern. es zu beweiſen und Stab. indem ſie der Veſeßzungihrer Grenzen fe zuftimmen, ſolonge ihre Verſprechungen noch 55 ſind.— Die„Newnork Times“ ſchreibt: Es Nuschendig ſein, Oeſterreich⸗Ungarn daran zu erinnern, die daran erinnert wurde, daß eine Verhandlung die h dingungen der Grundſatze nicht ſtattfinden kann. dlondere Anwendung derſelben ſteht noch zur Dis⸗ it 05 niemand einem Worte Deutſchlands Glauben Verhängnis, das Deutſchland über ſich gebracht bebieig wirkliche Beweis der Annahme von Wilſons erwengungen, wozu er ſich verpflichtet, wäre die N. erſung unter ſeine Waffenſtillſtandsbedingungen. and 15 Bedingungen angekündigt, weiche es Deutſch⸗ en 6 ic machen würden, die Feindſelig⸗ edet aufzunehmen 30. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. Ben unterſtützen die Forderung, daß die Bedingun⸗ ollen.— Daily Chronicle“ ſchreibt: Wenn 15 Frie affenſtillſtandes die ſofcrlige Befrein ng aſllehen 905 gefangenen der Alliierken in Deutſchlan nen ablehnt, ſich einem Waffenſtillſtand zu unſeren Je.du N ele zu unterwerfen, muß die engliſche Negierung de aſte ngen durchführen. Das Blatt tritt dafür ein duusdteſelerten Regierungen in die Friedensbedingungen einchließen ſollten, welche der Grauſamkeit gegen angeklagt ſind. 30. Okt.(WTB. Nichtamtl.) Reutermeſdung. derrel ſchreibt Wenn Deutſch⸗Oeſterrelch in ol, 10 diſchen Waffenſtillſtand eingeſchloſſen wer⸗ Frej ö muß es zu Bedingungen geſchehen, die uns We! den laſſen. von dem öſterreichiſchen Ge⸗ „Times · ilitäriſchen Gebrauch zu machen, der uns Rott Nerſcheint. 98 50. Ott. GWTB. Nichtamtlich? Nach dem Ded rdamſchen Courant“ ſchreibt„Dailn News“, durch Kgungen für den Waffenſtillſtand Blött 9 8 och feſtgeſetzt werden, wie einige reak⸗ in Enaland glauben. Wir ſtehen knapp vor 1 e Kriege, der der Vernichtung des preußi⸗ en Ereignj mus gilt, und trotzdem feiern dieſe Blätter Diktes dadurch, daß ſie der neuen militäri⸗ atur in Europa zujubeln. Nicht um das 12 Millionen Menſchen aufgeopfert worden. ug iſt. ſo wird man nur Garantien verlangen, und verſtändig ſind, und keine Garantien, die auf gerichtet ſind, den Frieden unmöglich und des Krieges ſicher zu machen. In unſererPreſſe ine Verſuch unternommen, um dieſes Ziel zu iſt nicht natwendia, erſt darauf bin⸗uweiſen. allem der Unrubeſtifter Rortbcliffe ſeine Hand Geſtern verlangte er in ſeinen Blättern, daß ſenſtilit ſo dumm ſein ſollen, ihre Bedinaungen für N0 1 ſtand miteuteilen. In einem anderen Blatte „eliſſe, daß die Alllierten über den Krieg und nicht bat. en iechngen die Wafſeu niederzulegen. Wenn d bör rung aller Perſonen zur Unterſuchung und Be⸗ oleſt ge über den Frieden reden und daß Foch und Beatty für den Waffenſtillſtand ſorgen müſſen, während er in einem dritten 8 ord Milner ſeiner Aeußerungen in ſeinem Interview egeifert. Rollerdam, 30. Okt.(WT7B. Nichtamtl.) Dem„Nieuwe Rotterdamſchen Courant“ zufolge erfährt die„Daily News“ aus Paris: Die Alliierten werden die Bedingungen für den Waffenſtillſtand erſt an Oeſterreich mittellen, wenn Wilſon ihnen die amtliche Korreſpondenz vorgelegt hat, ſo wie er es auch mit der Korreſpondenz mit Deutſchland ge⸗ macht hat. Die Bedingungen des Waffenſtillſtandes mit Bul⸗ garien werden hier nicht veröffentlicht.„Petit Journal“ teilt mit, daß man gegenüber der Kapitulation Oeſter⸗ reichs in gleicher Weiſe auftreten werde. Oeſterreichs Er⸗ ſuchen hat in der öffentlichen Meinung von Paris drei [Strömungen hervorgerufen: Die meiſten Menſchen den⸗ ken, daß Oeſterreich ſo gut wie außer Geſecht geſtellt iſt, und daß es jetzt ernſthaft nach Frieden verlangt. Die zweite, vor⸗ ſichtige e iſt die, daß man ſehr auf ſeiner Hut ſein müſſe, damit die Alliierten nicht in eine Falle laufen. Es iſt Tatſache, daß Andraſſys Schritt inſoweit geſcheitert iſt, als er im Namen von Ungarn ſprach, das ſich unabhängig erklärt hat. Vorſichtige Menſchen halten daher ſeine Vorſchläge für nichtig und wertlos. Die dritte Anſicht iſt die, daß man nicht ſehr beſorgt zu ſein braucht, daß die Freude übereilt iſt, da das Syſtem der Bürgſchaften die Lage beherrſcht und über alles entſcheiden wird. dank vom Hauſe Habsburg. Das Sonderfriedensangebot des Grafen Andraſſy hat im Reiche wie bei den Deutſch⸗Oeſterreichern begreiflicherweiſe eine außerordentliche Verſtimmung hervorgerufen. Natürlich ſuchen der öſterreichiſche„Friedenskaiſer“ und ſein Staats⸗ mann ſich von den ſchweren Vorwürfen. die gegen ſie erhoben werden, ſo gut es geht, reinzuwaſchen. So läßt ſich das Wiener Korreſpondenzlüro heute folgendermaßen vernehmen: Gegenüber den von verſchieden⸗n inlündiſchen Blãttern gebrach · ten 5 von denen ſich eine auf eine Unterredung mit dem hieſigen deutſchen Botſchafter beruft, ſind wir ermäch⸗ tigt, nachſteher des e Die kaiſerlich deutſche Regierung war durch wiederholte Mitteilungen der maßgebenden Stellen Oeſterreich⸗ Ungarns 115 längerem in Kenntnis, daß die Monarchie den Krieg höchſtens is zu einen beſtimmten Zeitpunkt werde fortſetzen können Unmittelbar nuch dem Amtsantritt des Grafen Andraſſy am 26 teber teilte der Kaiſer dem deutſchen Kaiſer in einem freund⸗ ſchaftlichen Telegramm in unzweideutiger Weife mit, daß Oſterreich⸗ Ungarn nunmehr veranlußt ſei, den entſcheidenden Schritt in der Friedensſache zu unternehmen. dem Miniſter des Aeußern und dem kaiſerlich deut⸗ ſchen Botſchafter in Wien am gleichen Tage war letzterer ebenfalls auf den bevorſtehenden Schritt der Monarcchie vorbereitet worden Noch vor Abſendung der Note an Wiſſon fand dann am 27. Oktober eine hiekauf bezügliche Unterredung zwiſchen Andraſſy und dem Botſchafter Wedel ſtatt. Dieſe Darſtellung des Wiener Korreſpondenz⸗Büros wird von amtlicher deutſcher Seite als irreführend zurück⸗ gewieſen. Die Dinge liegen vielmehr ſo: Durch das Friedens⸗ angebot an Wilſon war dem Wunſche der öſterreichiſch⸗ungari⸗ ſchen Regierung euf baldigen Friedensſchluß in vollem Um⸗ fange Rechnung getragen worden. Der Schwerpunkt der De⸗ marche des Grafen Andraſſy aber liegt in dem Angebot des Sonderfriedens. Daß ein ſolches Angebot innerhalb 24 Stunden beabſichtigt ſei, teilte Kaiſer Karl dem Deutſchen Kaiſer am 26. Oltober als„unabänderlichen Entſchluß“ mit. Die kaiſerliche Regierung wurde damit vor eine voll⸗ endete, unabänderliche Tatſache geſtellt, ohne daß ihr die Möglichkeit geboten war dazu Stellung zu nehmen. Die Darſtellung des Korreſpondenzbüros muß daher als irreführend zurückgewieſen werden. Uoebrigens ſtellt auch, wie uns ein Telegramm aus Wien meldet, die„Neue Freie Preſſe“ feſt, daß die k. u. k. Regierung über die Antwortnote an Wilſon, welche die Be⸗ reitwilligkeit zum Senderfrieden ausſprach, mit Deutſchland kein Einvernehmen gepflogen hat, und ſagt: Die Note hat die Lage Deutſchlands in den mit den Feinden ſchwebenden Verhandlungen geändert. Dieſe Politik der gemeinſamen Regierung mußte einen Rückſchlag auf Deutſchland aus⸗ üben. Die gemeinſame Regierung hätte daher die Rückſicht haben müſſen, Deutſchland in einer Zeit von dieſer Abſicht zu verſtändigen, in welcher es die Möglichkeit gehabt hätte. ſich den veränder⸗ ten Verhältniſſen militärrſch und politiſch anzu⸗ paſſen. Das waren wir den Verbündeten, dos ſind wir unſerem eigenen Anſehen und unſerem eigenen Worte unter allen Verhält⸗ niſſen ſchuldig. So verlieren wir jedoch für den Krieg und den Frieden den treueſten und zurerläſſigſten Freund und das Bündnis mit einer benachbarten Macht welche— mag die Entente ſetzt mit ihrem Siege tun, was ſie will— doch wieder zur Kraft auf⸗ ſteigen wird. Dieſe Politik iſt gegen das Urteil aller Deutſchen in Oeſterreich, zugleich aber auch gegen das rein verſtandesgemäße Urteil. Wir haben dieſer Kennzeichnung nichts hinzuzufügen In der geſtrigen Sitzung der deutſch⸗öſterreichiſchen National⸗ verſammlung iſt das Wort vom ſchmählichen Treu⸗ bruch gefallen Mit dieſem Makel werden die Urheber des Schrittes belaſtet bleiben. Welche Tat der Untreue begangen worden iſt, das mögen Andraſſn und ſein Monarch aus der heute erbobenen enoliſchen Forderung ſehen, wolle Deutſeh⸗ Oeſterreich in den Waffenſtillſtand eingeſchloſſen werden, ſo müſſe es ſein Gebiet den Alliterten fur militäriſche Operationen öffnen. Ein Klick auf die Karte zeigt, was da gefordert wird: Freiheit des Durchmarſches gegen die barxiſche Grenze. Bei der Unter⸗ 2 Wahrſcheinlich hängt mit ſolchen Gefahren auch die Bildung einer eigenen deutſch⸗öſterreichiſchen Armee zuſammen, die im Zuge iſt. Deulſch⸗Oeſlerreichs Lerwahrung. Tagung der deulſch-öſterreichiſchen Nationalverſammlung. Wien, 30. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Schon vor Beginn der heutigen Sitzung der deutſch⸗öſterreichlſchen National⸗ verſammlung fand ſich in der Herrengaſſe vor dem Land⸗ hauſe, wo die Nationalverſammlung tagt. eine große Menge von Demonſtranten ein. Es wurden Anſprachen 5 halten und deutſch⸗nationale Lieder geſungen. Sämtliche Zu⸗ gänge zum niederöſterreichiſchen Landtage waren von einer dicht gedrängten Menſchenmenge beſetzt, unter der ſich auch Offiziere befanden. Auf dem Balkon des Landhauſes erſchienen Redner verſchiedener Parteien, welche Anſprachen an die Menge richteten, in denen ſie die Bedeutung des heu⸗ tigen Tages unter Hinweis auf die zu beſchließende Ver⸗ faſſung für Deutſch⸗Oeſterreich würdigten. Die Anſprachen wurden von der Menge mit Jubel aufgenommen. Ununterbrochen war die ganze Länge der Herrengaſſe bis zum Michaeler Platz von einer Kopf an Kopf ſtehenden Men⸗ ſchenmenge beſetzt. Die Demonſtranten brachten verſchiedene Rufe aus, insbeſondere auf Deutſch⸗Oeſterreich. Auch vor dem Parlamentsgebäude fanden Demonſtrationen für Deutſch⸗Oeſterreich ſtatt. Einer bei dem Präſidenten der deutſch⸗öſterreichiſchen Nationalverſammlung, Dr. Ding⸗ hofer erſchienenen Deputation, welche die Bildung einer nationalen Armee zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung befürwortete, erklärte Präſident Dinghofer, daß die Bildung einer ſelbſtändigen deutſch⸗öſter⸗ reichiſ chen Armee im Zuge ſei, und daß nach der heute zu erfolgenden Wahl des Staatsrates die Uebernahme der Vollzugsgewalt und e ee für den deutſch⸗öſterreichi⸗ ſchen Staat morgen erfolgen wird. Wien, 30. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die dentſch⸗öſterrei⸗ chiſche Nationalverſammlutig hielt heute ihre zweite Sißung ab. Saal und Galerien waren voll beſetzt. Im Einlauf be⸗ fanden ſich zahlreiche Begrüßungen aus Deutſch⸗Oeſterreich, darunter von den Rektoren der deutſch⸗öſterreichiſchen Uni⸗ verſitäten. Die Nationalverſammlung beriet zunächſt die an den Präſidenten Wilſon zu entſendende Note. Sämtliche Redner proteſtierten gegen die letzte Note des Mini⸗ ſters des Aeußern Srafen Andraſſy an Wilſon, wodurch die Gefahr eines unheilbaren Riſſes zwiſchen Deutſch⸗Oeſterreich und Deutſchland entſtand. Sie wandten ſich dagegen, daß dieſe Note ohne Einvernehmen mit der deutſch⸗öſterreichiſchen Nationalverſammlung abgeſandt wurde und proteſtierten gegen die beabſichtigte Annexon 8 utſcher Gebiete durch den tſchecho⸗ſlowakiſchen Staat. Der Sozialdemokrat Ellenbogen bezeichnete den Abfall von Deutſchland als einen ſchmählichen Treu⸗ bruch. Die einzige Sicherung des deutſchen Volkes gegen die Preisgabe ſeiner Intereſſen ſei die Konſtituierung des deutſch⸗öſterreichiſchen Staates als Repu⸗ blik. Abgeordneter Pantz(deutſche Unabhängigkeitspartei) beantragte, in die Rote an Wilſon einen Paſſus aufzuneh⸗ men, der das Selbſtbeſtimmungsrecht auch für die Deutſchen in Ungarn ausſpricht. Er ſtellte einen An⸗ trag zugunſten der deutſchen Brüder in der Buk o⸗ wina und erklärte, die Zukunft des neuen Staates liege in dem Anſchluß an das Deutſche Reich. Der deutſch⸗radikale Abgeordnete Wolf betante die Not⸗ wendigkeit, daß die Nationalverſammlung raſch die Exekutive übernehme. Die Nationalverſammlung nahm hierauf die bereits geſtern gemeldete⸗Note an Wilſon an und wies den Antrag Pantz an den Vollzugsausſchuß zurück. Es wurde auch eine Reſolution des Vollzugsausſchuſſes über die Note des Gra⸗ 92 Andraſſy an Wilſon angenommen. Dieſe Reſolution eſagt: 5 Die proviſoriſche Nationalverſammlung Deutſch⸗Oeſterreichs billigt den Verſuch des Miniſters des Aeußern, ſo raſch als möglich zu Verhandlungen über einen Wafſenſtillſtand zu gelangen, Es ſel jedoch nicht notwendig und daher nicht zuläſſig geweſen, dieſen Ver⸗ ſuch auf eine ſolche Weiſe zu unternehmen, daß dadurch zwiſchen Deutſch⸗Oeſterreich und dem Deutſchen Reich ein unheilberer Riß entſteher könne der die Zukunft unſeres Volkes gefährde. Die pro⸗ viſoriſche Nationalverſammlung Deutſch⸗Oeſterreichs proteſtierte gegen das Vorgehen des Miniſters des Aeußern, der die Note an Wilſon verfaßt und abgeſandt hat, ohne mit den Vertretern der deutſchen Regierung in Oeſterreich ein Einvernehmen gepflosen zu haben, um ſo mehr, als die Nation, der der gegenwärtige Miniſter des Aeußern angehöre, jede Gemeinſamkeit ausdrücklich obſehnt. Die Natfonalverſammlung erklärt daß einzig und allein ſie und ihre Organe bereit ſind, das deutſch⸗öſterreichiſche Volk in der äußeren Politik, insbeſondere bei den Friedensperhandlungen, zu vertreten. Die Nationalverſammlung nahm bicrauf nach kurzer Debatte einſtimmig den proviſoriſchen Verſaſ⸗ ſungsentwurf für Deutſch⸗Oeſterreich an. Im Laufe der Debatte erklärte der Sozialdemokrat Dr. Renner, die Frage der Dynaſtie ſei vom Vollzugsaus⸗ ſchuß abſichtlich nicht zur Erörterung gehracht worden. Der Vollzugsausſchuß ſei der Anſchauung, daß die Dynaſtie, der Hofſtaat und alles, was ſtaatsrechtlich dazu geböre, zu jenen Angelegenbeite ngebört die allen anderen Nation⸗ nen mit uns gemeinſam ſind. Die Entſcheidung über dieſe Gemeinfamkeiten liege nicht in der Hand des deutſch⸗ öſterreichiſchen Volkes allein, ſondern aller Völker. Der deutſchenationale Abgeordnete Hummer(Unab⸗ hängigkeitspartei) beantragte, ſich an das Deutſche Reich zum 7 ——— 10 1 0 79 1 —— —— —— ———᷑—— Ä—— ZP——— —— 2. Seite. Nr. 509. Maunheimer General-Anzeiger.(Mitiag ⸗Ausgade.) Schutze des deutſch⸗öſterreichiſchen Staates zu wenden, ſowie, daß von heute ab alle Angehörigen der Wehrmacht, welche dus dem Gebiete des deutſch⸗öſterreichiſchen Staates ſtammen Uder ſich als ſeine Bürger bekennen, ausſchließlich der Befehls⸗ gewalt des deutſch⸗öſterreichiſchen Staates und ſeiner Beauf⸗ tragten unterſtellt werden. Der erſte Antrag wird als nicht zum Gegenſtand der Verhandlung gehörig als ſelbſtändiger Antrag behandelt. Der zweite Antrag wird dem Vollzugs⸗ ausſchuß zugewieſen. Sodann werden die Präſidenten und die Mit⸗ glieder des Staatsrates, deren Erſatzmänner, ſowie der Staatsgerichtshof gewählt. Zu Präſidenten werden ge⸗ wählt Dr. Dinghöfer(deutſch⸗national), Hauſer(chriſt⸗ lich⸗ſozial), Seitz(Sozialdemokrat). Im Laufe der Dbeatte machte Abgeordneter Freißler Mitteilung von der Konſtituierung der deutſch⸗öſter⸗ reichiſchen Provinz Sudetenland, beſtehend aus Deutſch⸗Nordmähren und Deutſch⸗Nordſchleſien. Nach dem Referate des Abgeordneten Urban wurden die Anträge betreffend die Arbeitsloſen und den Arheiterſchutz angenommen und ſodann die Ernährungsfrage zur Verhand⸗ lung gezogen. Schließlich wurden die Anträge betreffend Her⸗ ſtellumg der vollen Preß⸗, Vereins⸗ und Verſammlungsfreiheit ohne Debatte angenommen.— Die nächſte Sitzung wird auf ſchriftlichem Wege bekant gegeben werden. Die Vertretung Deukſch⸗Heſterreichs in Berlin. Berlin, 30. Okt.(WB. Nichtamtl.) Der Vollzugsaus⸗ ſchuß der deutſch⸗öſterreichiſchen Nationalnerſammlung wird, wie verlautet, zwecks Wahrnehmung der Intereſſen der Deutſch⸗Oeſterreicher einen ſtändigen Vertreter nach Berlin entſenden, der die Fühlungnahme mit den Parlamen⸗ tariern des Deutſchen Reiches und der Reichsregierung wahr⸗ nehmen bezw. aufrecht erhalten ſoll. Die Vertretung, die einem Parlamentarier Deutſch⸗Oeſterreichs übertragen wird, ſoll ſchon in den allernächſten Tagen mit ihrer Tätigkeit be⸗ ginnen. Wien, 30. Oktbr.(WIV. Nichtamtl.) Wie die Blätter melden, ſprach ſich die aus Deutſchland zurückgekehrte Abord⸗ nung der deutſch⸗öſterreichiſchen Nationalverſammlung über dos weitgehendſte Entgegenkommen, das ſie in den Ernährungsangelegenheiten und Perkehrs⸗ fragen in Verlin und Dresden gefunden hat, befriediat aus. Die„Neue Freie Preſſe“ berichtet, daß die deutſche Reichs⸗ regierung bereits die Verpflegung Deutſch⸗Oeſterreichs für 90 Tage zuſichern wollte, als im letzten Augenblick die Ant⸗ wortnote der Monarchie an Wilſon bekannt Wwurde. Die Stimmung in Verlin ſei völlig umgeſchlagen, trotzdem habe ſich die deutſche Reichsregierung vorläufig be⸗ reit erklärt, die Mehllieferung auf neun Tage zu übernehmen und ihr weiteres Verhalten in der Frage der Lebensmittelaushilfe an Deutſch⸗Oeſterreich von der Stellung⸗ nahme der deutſch⸗öſterreichiſchen Nationalverſammlung zur — an Wilſon und zur Bündnisfrage abhängig ge⸗ ma Kundgebungen in Wien. 1 Wien, 30. Oktbr.(WTB. Nichtamtl.) Heute Vormittag fand vor der Univerſität eine Kundgebung ſtatt. Die Demonſtranten zogen vor das Parlamentsgebäude. Vor der Rampe hielten die Abgeordneten Dr. Renner, Malaik, Seitz und Dr. Dinghofer Anſprachen. Wien, 29. Oktober.[WTB. Nichtamtlich.) Die Korreſpondenz m meldet: Heute Nachmittag veranſtaltete die radifaldemo⸗ Diſhel kratiſche Partei vor dem Miniſterium des Aeußern auf dem Ballplatz eine Friedenskundgebung, wozu Flugzettel die Bevölkerung eingeladen hatte Dem Rufe waren mehrere 100 Perſonen gefolgt, Die den Platz ausfüllten. Es ſprachen Abgeordneter Zenker, Frau Beer⸗Angerer und Bezirksvorſteher Blaſel. Die Reden riefen keils Beifall, teils Widerſpruch hervor. Dann trat der Miniſter des Aeußern, Eraf Andraſſy, auf den Balkon und hielt folgende An⸗ —„In dieſen ſchwierigen Zeiten und in meiner verantwort⸗ chen Stellung möchte ich keine längere Rede halten. Ich will Ihnen nur verſichern, daß ich alles Menſchenmögliche tun werde, um einen den Umſtänden angemeſſenen guten und raſchen Frie⸗ den zu bringen.(Hochrufe.) Nach vierjährigem Kampfe verdienen unſere Völker, die treu ihre Pflicht erfüllten, den Frieden, den Seine Majeſtät vom erſten Tage ſeiner Regierung an erſtrebte. Es lebe der Friedenskaiſer, es lebe das tapfere öſterreichiſche und Wiener Volk!“ Die Worte des Miniſters wurden mit großem Beifall auf⸗ genommen. Die Vorgänge in Prag. Wien, 30. Okt.(WTB. Nichtamtl.) Die Blätter bringen Wer die geſtrigen Vorgänge in Prag noch folgende Einzel⸗ heiten: Vormmtags fand eine ſozialdemokratiſche Verſammlung ſtatt, in der radikale und amiduynaſtiſche Forderungen geſtellt wurden, uu. a. die Entfernung des Kaiſer⸗Franz⸗Denkmals von dem Kai. Die Ferdinandſtraße wurde in Maſarykſtraße, der Franzenskai in Straße der Tſchechoſlowaken⸗Legion, die Franzensbrücke in Wilſon⸗ brücke umgetauft. Inzwiſchen dauerten die Friedenskundgebungen in der Stadt ununterbrochen fort. Unter Abſingen von National⸗ lledern wurden Maſſenumzüge veranſtaltet, wobei Offiziere und Soldaten mit tſchechofſlowakiſchen Fahnen den Vortritt hatten. Abends waren zahlreiche Fenſter illuminiert und Bilder von Wil⸗ ſon und Maſarytl ausgeſtellt. Die Ruhe wurde nirgends 7 und die Olrdnung von Poliziſten und Mitgliedern der kolvereine aufrecht erhalten. Auf der Prager Burg war vormittags die iſchechiſche Fahne gehißt worden zum Zeichen, daß die Burg in die Verwaltung des Nationalausſchuſſes übergegangen iſt. Vier drahtloſe Stationen in Prag wurden von der Leitung der Nationalwehr übernommen. 3 Die Kaſerne des Egerländer Infanterieregiments Nr. 73, die ſeit Jahren in Prag garniſoniert iſt, ſteht bereits unter dem Kom⸗ mando von Sokoln. Die Egerländer verlangten den Abzug in die Heimat. Dies wurde unter der Bedingung bewilligt, daß ſie Waf⸗ und Munktion zurücklaſſen. Die Uebergabe der Prager Poſt⸗ trektion und der Finanzlandesdirektion wurde bereits vollzogen. Die Zölle werden ebenſo wie die Steuern für den tſchecho⸗floweki⸗ ſchen Staat eingehoben. Der tſchechiſche Nationalausſchuß ſetzte als Geburtsdatum für den tſchecho⸗ſlowakiſchen Staat den geſtrigen Tag ſeſt. An die Preſſe erginoen Weiſungen und Zenſurvorſchriften, 75 vor allem Angriffe gegen die Dynaſtie Habsburg unterbleiben en. Das agrariſche Blatt„Venkow“ veröffentlicht die Generalſtabs⸗ Herichte der Entente unter der Ueberſchrift:„Kriegsberichte unſerer Bundesgenoſſen“ und den öſterreichiſchen und den deutſchen Heeres⸗ Hericht unter dem Titel„Berichte des feindlichen Generalſtabs.“ Ausruſung der Republik in Budapeſt. Berlin, 31. Oktober.(Von unſerem Berliner Büro.) KMus Budapeſt wird gemeldet: In Budapeſt hat der Mili⸗ kärrat die Herrſchaft übernommen und die Republik aus⸗ gerufen. Der ungariſche Nationalrat wird ſich willig oder Joidermillig der Diktatur zu fügen haben. Heute Abend ver⸗ ſammelte ſich eine vieltauſendköpfige Menge auf dem Giſela⸗ Flatz. In geſchloſſenen Kolonnen zogen pier Regimenter Sol⸗ daten unter Führung ihrer Offiziere heran und ſchwuren dort dem Natlionalrat die Treue. Unter unbeſchreiblicher Be⸗ iſterung durchzogen die Demonſtranten die Straßen von Budaveft Dabei wurden zwei Mitalieder des Militärrates perhaftet. Es waren zwei junge Offiziere: ſie wurden ab⸗ beführt, der eine wurde jedoch von der Menge befreit. den anderen brachte man zum Platzkömmando. Die Menge einſtimmig beſchloſſen und von der Regierung zugeſagt: für da, die bisher durch die Rückſicht auf die Kriegsverhältniſſe ſtürmte nach, und die Wache wurde zur Waffe gerufen. Wie ein Mann ſtand dann die Bereitſchaft des Platzkommandos zur Stelle, aber nicht um ſich gegen die Menge, ſondern be⸗ waffnet an die Spitze der Demonſtranten zu ſtellen. Der Zug bewegte ſich dann nach dem Militärgefängnis, wel⸗ ches geſtürmt wurde und ſämtliche dort arreſtierten mili⸗ täriſchen Sträflinge und wegen politiſcher Vergehen verhaf⸗ teten Perſonen und Soldaten befreit wurden. Unter beiſpiel⸗ loſem Jubel durchzogen die Soldaten unter Anführung von Offizieren mit gezogenem Säbel die Straßen der Stadt. Hochrufe auf die Republik erſchallten. Zum Zeichen des Einverſtändniſſes mit der Republik riſſen ſie ſich die Ko⸗ karden von der Kopfbedeckung und vertauſchen ſie gegen na⸗ tionale Abzeichen. Die gleichen Vorgänge ſollen ſich angeblich auch in Wien abgeſpielt haben. Die ſcharzgelben Fahnen wurden abgeriſſen und an vielen Stellen durch reichs⸗ deutſche Fahnen erſetzt⸗ Die revolutionären Truppen haben ſich auch des Buda⸗ peſter Oſthahnhofes bemächtigt. Dort wurden zwei zur Ab⸗ fahrt bereitſtehende Züge mit ungariſchen Bataillonen, welche für die Front beſtimmt waren, angehalten Die Truppen ſchloſſen ſich ſofort den Revolutionären an. In der Stadt wurden auch Zivilverſonen be⸗ waffnet. Die Aufſtändigen beſitzen Maſchinengewehre und feuern Freudenſalven ab. Die ungariſchen ſlowakiſchen Kommandanten haben ihre Loslöſung von Ungarn und ihren Eintritt in den tſchecho⸗ſlowakiſchen Staat erklärt. In Buda⸗ zeſt dauerten die Kundgebungen bis um Mitternacht in den Straßen fort. Nach Mitternacht wurde gemeldet, das Buda⸗ peſter Hausregiment Nr. 32 habe ſeinem Befehls⸗ haber den Gehorſam verweigert und ſich einmütig in den Dienſt der Republik geſtellt. Der Komman⸗ dant von Budapeſt ſoll ſich in den Händen der aufſtändigen Soldaten befinden. Die italieniſche Flotte wird ſede Stunde in Fiume erwartet. m. Köln, 31. Okt.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeitung“ meſdet aus Budapeſt: In Vertretung der ganzen Beamtenſchaft, der Geheimpolizei und der Schutzleute der Budapeſter Staatsnolizei meldete eine Abordnung ihren Anſchluß an den ungaricchen National⸗ rat an. Die Leute ſagten: Die Ordnung wollten ſie auch w iter aufrecht erhalten, nicht aber ſich zu politiſchen Handlandedienſton gegen ihre Mitbürger mißbrauchen laſſen, deren Gefühle die ihrigen ſeien. Aroaliſche Dörfer in Jlammen. m. Köln. 31. Okt.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Zeikung“ meld aus Budapeſt: Heute Nacht verlangte das Stationskommando von Gyekenyes, einer an der Drau gelegene ungariſche Grenz⸗ gemeinde, raſch militäriſche Hilſe, da das grüne Kader im Eipmorſch ſei. Die ungariſche Gemeinde Vizvar ſowie die kroatiſchen Dörfer ſtehen ſoweit das Auge reicht in FTlammen. Aus Agram ſeien ſtarke Truppen gegen das grüne Kader unterwegs. Nack einer Meldung des„Peſti Natlo“ wurden auch die ungeriſchen Grenz⸗ ſtationen Bares und Gyekenyes in Brand geſteckt. Die Parlamenkariſterung in Baden. In den nächſten Wochen dürfte die Frage, wie weit im Großherzogtum Baden eine Neuordnung eintreten ſoll, in raſchen Fluß geraten. Die Sozialdemokratie hat in der vori⸗ gen Woche ihre Stellung eingenommen, die Nationalliberalen werden ſich in der laufenden Woche damit beſchäftigen, die Fortſchrittliche Volkspartei wird ſich ebenfolls dazu äußern, bloß im Zentrum iſt noch Stille— nach außen. Eine Neuordnung und neue Verteilung der Gewalten im Reich mußte kommen, auch nach einem ſiegreichen Krieg. Zu groß iſt die Laſt der Verantwortung und der Opfer geweſen, die das Reich jedem Bürger während des Krieges aufbürden mußte, zu ſtark hat ſich das Verhältnis jedes Ein⸗ zelnen zum Staat und die Auffaſſung vom Staat ſelbſt ver⸗ ſchoben, als daß nicht grundlegende Aenderungen im Ver⸗ hällnis zwiſchen Regierende und Regierlen eine natürliche Forderung geweſen wäre, ganz abgeſehen von der Unſumme von Unzufriedenheit und Verbitterung, für deren Ent⸗ ſtehung zu einem guten Teil Unzulänglichkeit der Regieren⸗ den haftbar gemacht wird. Eine Neuordnung in Baden aber lediglich aus dem Grund fordern, weil die Vorgänge im Reich auch die Einzelſtaaten zur Nachfolge zwängen, löſt die Frage nicht erſchöpfend. Selbſtverſtändlich muß, wer eine andere⸗ Vertei⸗ kung der Verantwortlichkeiten ſordert, dies für Reich, Ein⸗ zelſtaat und Gemeinde tun, wenn auch in abgeſtuftem Maß. Allein für Baden liegen die Verhältniſſe eigenartig. Die Frage des Wahlrechts zum Landtag iſt ſchon ſett einigen Jahren ſo gelöſt, daß auch der radikale Teil des Volkes auf ⸗ dieſem Gebiet keine weiteren Forderungen erhebt: die Auf⸗ hebung der Klaſſenwahl für die Gemeinden iſt vom Landtag die Reform der Erſten Kammer, der Kreisverfaſſung ſind ebenfalls von der großen Mehrheit der Landſtände gebilligte Grundſätze aufgeſtellt und zum Teil mit der Regierung ver⸗ einbart worden, ſo daß für den Fernerſtehenden eine Ver⸗ anlaſſung zu weitgehenden Forderungen und Reformen kaum ſehr dringend erſcheinen mag. Und doch ſind Mißſtimmungen zurückgehalten, jetzt, wo der Stein doch ins Rollen geraten iſt, mehr und mehr zum Ausgleich drängen. Die Haltung der Regierung, die auf dem letzten Landtag ſich dem dringenden Wunſch nach Einführung der Verhältniswahl wieder ver⸗ ſagte, die ſich nicht einmal in einer ſolchen Bagatellfrage, wie der des Landſtändiſchen Ausſchuſſes 5 wichtigem Ent⸗ gegenkommen verſtehen konnte, hat tief verſtimmt. Die Frage, ob nicht an Stelle der buchſtabengerechten Loyalität, mit der manche Verſorgungsangelegenheiten behandelt wurden, ein friſches Zugreifen dem Lande beſſer gedient hätte, will nicht verſtummen, ebenſo wie die Frage, ob es nicht möglich geweſen wäre, die badiſche Induſtrie viel früher und in ausgedehnte⸗ rem Umfange mit Kriegsarbeiten zu verſorgen. Vollends das weite Gebiet der Ernährungsfrage, die wüſten Ausſchrei⸗ tungen des Kriegswuchers, der Schieberei und Hamſterei auf allen möglichen Gebieten bilden eine unerſchöpfliche Quelle ſchwerſter moraliſcher und wirtſchaftlicher Schäden und damit tiefſter Verſtimmung und Verbitterung und endigen mit einer ſchweren Schädigung der Staatsautorität, der die Regie⸗ rungen in ihrer ſetzigen Form hilflos gegenüber ſtehen. Alle⸗ das hat in unſerem Volkskörper Spannun⸗ gen erzeugt, die heute nicht mehr unterdrückt werden können und in dem Wunſch zufſammen⸗ laufen, dem Volk und ſeiner Verkretung einen weſentlich anderen Ankeil an der Regierung des Landes zuzuweiſen. Dieſer Wunſch zielt weit in die Zukunft hinaus und hat mit der Frage, ob im gegen⸗ wärtigen Augenblick in Baden ein Miniſterwechſel eintreten ber nichts zu tun; es handelt ſich um das Syſtem, nicht um erſonenfragen. Die Hauptfrage. ob in Baden aneine RNeuordnung heranzutreten ſei, wird man bejahen müſſen. Das Vertrauensverhältnis zwi⸗ ſchen Regierung und Volk, das heute nicht mehr iſt, muß wiederhergeſtellt werden. Das nächſte Mi 1 7 liegt darin, daß man das Volk in höherem Maße zu nahme an der Verantwortung heranzieht, nicht die nung für geleiſtete Dienſte oder erlittenes Ungema 1 ſondern als natürliche Folge des Zneinanderwachſe Volk und Staat in den tauſend Nöten und Sorgen 7 und unſerer infolge des Kriegs veränderten Auffaſſu Staat ſelbſt. 9 1 Dieſe ganze Bewegung ſtammt im Grunde„ aus den Ereigniſſen der letzten Wochen, ihr Urſpuue ſchon weiter zurück, ſie hat begonnen mit einer Reformvorſchlägen, die ſchon auf dem letzten Landta delt wurden, Verhältniswahl, Reform der Städte⸗ meindeordnung mit Beſeitigung des Klaſſenwahlr form der Kreisverfaſſung, der Erſten Kammer, wegge! Landſtändiſchen Ausſchuffes, die, wenn auch nicht a gleichem Gewicht, doch alle in der gleichen Richtune! weiteren freiheitlichen Ausbaus unſerer Verfaſſunge 1 ſerer Selbſtverwaltung laufen, alſo recht wohl in d der heute geforderten Reformen hineinpaſſen. Weitaus die wichtigſte und ſchwierigſte Frage 9 einer weiteren Beteillgung der Volksvertretung an gierung. Dabei das Muſter des Reichs ohne weiteres nehmen, iſt nicht wohl angängig. Der eichetag rund 400 Mitgliedern hat wohl jederzeit eine Ausa Kräften bereit, die an leitende Stellen der Reichene 160 treten können. Das liegt beim Badiſchen Landtag mi 160 73 Mitgliedern weſentlich anders. Auch darf nicht au gelaſſen werden, daß im Einzelſtaat das Ausma 15 politiſchen Fragen und ſolchen der Verwaltung ein* 90 anderes iſt, als im Reich. Die große Politik wird al gemacht, im Einzelſtaat nehmen Fragen der Verre technik ſchon rein äußerlich einen ſehr breiten Raum er aus folgt aber, daß man den Kreis derjenigen Junn g man in die Regierung aufnehmen will, weiter ziehe 0 Zu demſelben Schluß gelangt man aber auch, wenge wägt, daß der Reichsdienſt mit ſeinen weiteren diſch und Möglichteiten ſchon ſeit Jahren dem ba Staatsdienſt wertvolle Kräfte entgegen daß Handel und Induſtrie mit ihren weiten Wirkungee Erwerbsmöglichkeiten in gleichem Sinn gewirkt haben die Verwaltung unſerer großen Gemeinweſen, Se tungskörper und anderer Organſſationen. Wenn Möglichkeit einer reichen Auswähl vorhanden iſt, der bisherigen Uebung entſchloſſen gebrochen werden, Miniſter dem engſten Kreis ſeines Verwaltungsb entnehmen ſich gewöhnt hatte. lb, Und dieſe neuen Männer müſſen getragen ſein 1 1 trauen der Volksvertretung. Dem bereitete freilich. blicklichen Parteiverhältniſſe Schwierigkeiten. Kein hat im badiſchen Landtag die Mehrheit; alſo muß Mehrheit zuſammenſinden, die ein gemeinſames 1. durchzuführen gewillt iſt, auf das ſie ſich geeinigt bat hat der Reichstag das Vorbild gegeben. Aber mehr 5 drängende Not der kommenden Zeit Einigungen e die man vordem für nicht denkbar gehalten hatte. Damit ſind aber die Schwierigkeiten noch nicht 95 ſo vor allem nicht die Frage der 1. Kammer. Eine, ⸗ ür ihre Aufhebung, wie ſie das ſozialdemokratiſcte dig 1 5 5 wird ſich kaum finden; auch die neueſte Ent der fortſchrittlichen Volkspartei faßt dieſen Fall 17 Eine Reform ihrer Zuſammenſetzung wird ſich ni ſchwer herbeiführen laſſen, vielleicht auch eine Aender Zuſtändigkeit in Finanzfragen. Viel ſchwieriger 190 Eingliederung in das ganze neue Regierungsſuſtem, 10 ihr das Schickſal, daß auch ſie ſich in Parteien wird müſſen, kaum erſpart bleiben. alen Daß ein ſolches neues Negierungsſyſtem von 0 fang an und für alle Zeiten tadellos arbeiten wird, il bar, ſowie menſchliche Dinge einmal ſind. Daß au die eine oder andere gute Seite der badiſchen innene waltung zu Worte kommt, iſt auch nicht unmöaglich, muß eben in Kauf genommen werden. Man ka ſo⸗ — ——— Pfannenkuchen machen, ohne die Eler zu zerſchlagen, Franzoſe. Und was geſchehen muß, geſchehe bald. Die 0 9 des Herrn Staatsminiſters auf den nächſten on Landtag muß mit aller Beſtimmtheit abgelehnt wer ür aroßer Toil der Reformen iſt überreif und kann Bech Zeit unter Dach gebracht werden, ſo vor allem die Mel wahl. Bei dieſer dürfte ſich die verfaſſungsmäßige Wil recht raſch finden, ſobald erſt einmal der ernſthafte Regierung in Form einer ernſthaften Vorlage auftrit“ Neuordnung in Lachſen. Stesden, 30. Ottbr.(Vrio-Tel.) Der vom aöntg ae Staalsrat iſt heute vormittag unter dem Vorſitz des Auwe, Staatsminiſter im Staatsminiſterium Dr. Heinze, fämtlicher Staatsminiſter zuſammengetreten. Der Nönig Kronprinzen beauſtragt, den Verhandlungen beisuwohn achg 100 den die durch die politiſche Neuordnung zun 4 900 0 digen Maßnahmen, insbeſondere die Jrage der Beſteunun g niſtern ohne Porteſeullle und die erforderl rung der Verſaſſung eingebend beraten. Der Staaisfaſe: 160 eingehende Ausſprache Abereinſtimmend folgende Beſch Verfaſſung iſt dahin zu ändern, daß eine Anzahl von 41 ohne Porkeſeuille in das Geſamtminiſer Eruſh, treten kann; 2. dabei iſt Vorſorge zu kreſſen, daß 514(% zum Miniſter künſtig kein Erlöſchen der Mit, d in einer der beiden Kammern zur Folge bagchole niſter ohne Portefenille ſollen weder Staatsdienereigenſ a noch feſten Gehalt beziehen. Sie erhalten eine Aufmand oh 1 neben ihren Landtagsdläten. Ein Wohnſitz in Dresden ernſe 10 fordert werden, ebenſowenig ein Ausſcheiden aus dem teſeh Staatsrat empfiehlt zurzeit 4 Miniſter ohne* 5. 0 aus Vertrauensleuten der zweiten Kammer zu ernennen gne Beratung ſoll ſein, ob und wie die Miniſter len. ſeuille beſanderen Arbeſtsgebieten überwieſen werden ſo 671 Weiter beſchloß der Staatsrat, daß zur Behebung 15 gben rungsſchwierigkeiten bei den zuſtändigen ſlen. unverzüglic' wirkfame Schritte unternommen werden ſoneeng wurde mitgetellt, daß die Angelegenheiten, die der Sta⸗ der behandelte, mit größter Beſchleunigung voe den rung zum Gegenſtand weiterer Maßnahmen gemacht 4r n zu erwarten ſteht, baß ſchon am nächmen Freitag der erden fammlung die entſprechenden Vorlogen vorgelegt we 210% Damit hat der Staatsrat die Grundlage für eine aere 0 Neuordnung geſchaffen. Weitere Sitzungen des lahen zu erwarten. Ueber die Perſönlichkeit der zu ernennen geſobt ohne Portefeuille wurden vom Staatsrat keine Beſch ae eor jedoch ziemlich beſtimmt verlauter, kommen hierfür die 1 Bizerräſſdent Fräßdorf(Soz), Günther Volke (Soz.), Nitzſchle⸗Leutzſch(Natl.) in Frage. runl, Weitere Entpolitiſterung det militäriſchen Jabe. Berlin, 31. Oktober.(Von unſerem Bert 0 Die politſſche Abteilung des Großen Hauptquartier 2000% nächſt aufgelöſt werden. Damlt iſt ein weiterer g dem Wege getan, welcher zur Entpolitiſier“! militäriſchen Führung führt. 25 SSS SSs SͤaSSsS SSS SaS HeaSS e EFFrreeee Srs d A 822 „ S SSHSSSSSS SS S — S92 dü 2 1 den 31. Ottoder 1918 Nr. 509. 3. Seite Jus Staot und Land. Berſoual· Derùnderungen. ur brn 7 nungen. im Bereiche des xmeekorvps. Es wurden befördert: Z u m Feldwebelleutnant: die Aeatergelvertreee Krufka, 5 Frieden im Inf.⸗Regt. 170, Bie⸗ ing! ehin Frieden im Feldartl.⸗Regt 14— Zum Fähnrlch: u. Grnepntftstere: Herrſchler im 5. van 5 7 1125 ner im Inf. Regt. 170.— Zum Leutnant vor ich 100 95 ne Patent: die Fähnriche: Eggeling bei d. 3. Vionier⸗Batl. ing in 14, Karſten im Inf.⸗Regt. 113, Gütermann, Otto, im Telegr.⸗ Batl 2 e iee— Zum Leutnant der Reſerve: Rüſch(Lörrach), eihe Vizeſe 2 g beig(eieldw tm Inf.⸗Regt. 113, z. Et. d. Reſ dieſes Regte., Sutter und! Lus burch, Vizewachtm im Telegr.⸗Batl 4, z. Et. d. Reſ. dieſez hts Peter* 155 enel„„ 5 75 18 Aftatt) Vizemachtm., 3 d. Reſ. d. Fe„Müller, b deſer(Freiburg), Vizefeldw. l. Inſ.⸗Regt. 113, 4 Lt. d. Reſ. alle de. eet(Moseach, Uieekelbn, in Int dtem in, 19 8 N. d. Reſ. dieſes Regts., Gies(Heidelberg). Vizewachtm, z. e FDat e d. Ffeldactl. Peter(Polsbelm), Bigewachtm. im Telege ie N 8,8t d Neſ dieles Bals. Wehrle(Löcrach. Bizefeldm. N d Ref, d. In. Nodt(Pforgheim). Bizewachtmnſtr., z. Lt. 110 Ne eſ. d. Feldartl, Vogt(Donaueſchingen), Bizefeldw im Inf. ede d. Er d. neſ dieſes Neats. Bär(Raſtatt). Vizefecdw. der VI aſ.⸗Regt. 170. 3. Et. d. Reſ dieſes Regts., Vorbach(Karlsruhe), 7 i. z. Ot. d. Reſ. d. Inf., Rhode(Deutſch⸗Krone), Vizeſeldw. „ Krone), Bizeſeſd ibeaenkeent 113.. Gt. d. Rel. dieſes Regts, Nortlen(1 Mül. mſn 6E.). Vigefeldw., z ei d. Ref d Fußartl. Schuler(Pforz. deachhe Jiesſeldw. 5. Ll, d. Neſ. d. Inf, Ibrig(Stodach,, Bize⸗ 1% Mülaciter im Telegr.⸗Batl. 4 3. Lt. d. Reſ. dieſes Batls., Kobis Fdeats. Bizeſeldw. im Inf.⸗Renl. 111 f. Ei. d. Reſ. dteſes ßen Weſn Arbenz(Freiburg), Vizeſeld.., z. Ll. d. Neſ. d. Inf., Traut⸗ Velte(Tonaueſchingen), Bizefeldw., zum Lt. d. Reſ. d. Fußartl. (Donabrück), Bizefeldo un Inf.⸗Regt 113, 1 Li. d. Reſ. 5 E eAts., Metz er(Mosbach). Bizefeldw. im fFüfl.-Regt. 86. 908 Reſ. dieſes Nezts., Lenz(Karlsruhe), Vizewachtm, z. Et. Heim d. Trains, Vonier(Stockach), Vizefeldw., z. Lt. d. Pion., Negz(Stockach) Bizefeldw. im Inf.⸗Regt. 114 Lt. d. Neſ. dleſe⸗ Zum Leutnant der Landwehr: Sanders Bizefeldwebel im Inf.⸗Negt 113. zum Leutnant d. 9.-Inf. 1. Aufgeb. Mathels(Raſtatt) Feldw.⸗Et., z. Li d. Land⸗ ſhin drains 1 Aufgeb., Wiesler(Frelburg), Sledler(Donau⸗ 1 beide Vizefeldw., z Lis. d Landw.Inf. 1. Aufgeb., t(Heidelberg), Vigewachtm. z Lt. d. Landw. d. Telegr ⸗Tr geb. Fleck(Freiburg) und Angere-(Heldelberg), beide Vize⸗ ber um Inf.⸗Regt. Nr. 111. z Ots d Landw. Inf. 1. Autgeb. r(Raſtatt), Vizefeldww im Inf.⸗Regt Nr 113, z. Lt. d Landw⸗ . Aufgeb.— Zum Hauptmann. Loerzet. Oberlt, im Frie⸗ halte Inf.-Regt. 112— Den Charakter als Major haben en: Frhr 9. Babo, Haupim. d. Landw a D.(Fartsruhe), zu duhe) g. der Landw.⸗Inf. 2. Aufgeb.(Mannheim), Maier(Karls⸗ ot⸗ Hauptm d. Landw. a., zuletzt von der Landw.⸗Inf. 1. Au⸗ deaſt(Karlsruhe).— Der Abſchled bewilllgt: Knorr, Aigunr d. d. Armee im Frleden im Feldartl.⸗Regt. 75, in Geneh laubreg ſeines Abſchledsgeſuchs mit der geſetzl. Penſion und der Er⸗ ſtonis 6t Tragen d. Uniform des Feldartl. Regts. 786 zur Dispo⸗ Aannt. lellt und zum Pferde⸗Vormuſt⸗Kommiſſar in Waren er⸗ 0, 2 ergengeün, Hauptm. im Frieden im Feldartl.⸗Regt. der E5 bei der Erf.-Abtig. dis. Regts. mit der geſeßl. Penſion und des Flaubnis zum Tragen der Regte.⸗Unlform; Prehn, Et. d. Reſ. Fndeng-Aegs, 21. ſeht bel der Erſ⸗Gst dis, Negts, mit der Fergerne zum Tragen der Uniform der Reſ.⸗ des Regts: Penſer. Oberſtit. u Komm. d. Landw Vezirks Lörrach, mit jeiner u. 5 u. der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Inf. Regts des gadelze. Major o. d. Armee u. komm. z Dienſtlſtg. b. Komm Gen.⸗Bez Lörrach. im Frieden b. Stabe des Füf⸗Regts. 40, Aaspo ehmigung ſeines Abſchledsgeſuche mit der geſetzl. Penſlon zur ſirton geſtellt u. zum Komtmandeur d. Landw.⸗Bez. Lörrach Gaumann(Wilhelm)(Freiburg), Fuhrmann emrich) Kübergh.— Kür die weitere Dauer des Krieges zu Kriegs ⸗ tengzarzten auf Widerruf ernannt: die mit Kriegsſtellen a W. belirhenen Aergte: Dr. Uicker(Frz.) 14 J. dieſer beim 1. Batl. Inf⸗Regts. 146, Dr. Borcherz(Wil⸗ ſäcgd iburg).— Für die Dauer ihrer Verwendung im Kriegs⸗ dienft zu Feldhilfsärzten ernannt: die nicht appro · n Uaterärzie(Feldunterärzte) Barth(Friedrich)(Perliag ——(Müldauſen i C. Martin(Hermann) 15 Verlin Adeſ, Fim Erſ-Batl. Inf.⸗Regts 142, Kahn(Herbert)(Karlé⸗ Maetereiller(Edaard) Freiburg), dieſer beim Inf.⸗Regt. 28, bbil.(Ernſt)(Ofſenburgl, Deulſch(Alfred)(Freiburgs, Dr. nat. Pror Hofmann(Knrtj IHeidelbergſ, M43 g(Richard, Udauelnn). Meerwein(Karl)(Mosbach), Gaßner(Renatus)(I 9 ſen i.), Bolkers(Hans)(Mannheim!. N e. Seterin àr torys: 8 um. Oberbetetinär: Dr. Würm⸗ „Freiburg! Dr. Ehreureiter, Veter(Mannheim), 15 Veter.(Offenburg!. 5 eitamte rer Militärverwaltung. Or. Keſler, Oberlckrer am aun den dguſe Karlsrube, auf ſeinen Antrag zum 1. Oktober 1918 Dienſte des Kadettenkorps entlaſſen. dn eanisärtisthe: 2 di 2: Zum Aſſiſtengarzt d. Neſ.: die ere Geißler Oawald)(Bruchfal), Moenikes(Richard) 80 9% Schab(RNichard)(Mosbacht, dieſer beim Fußartl.⸗ 1 11 —.— hermann Burtes„Simſon“. Araufführung im Karlsruher Hoftheater. iſt gewiß ſparſam mit Superlativen, ſteht— als Außen⸗ unwillkürlich ein ſtarkes Maß von Einheimiſchen⸗ lein dem großen Antereſſe, das Publikum und Preſſe der Reſidenz dem Ereignis entgegenbrachten: daß ein Alemanne ſch Markgräflerland an der Hofbühne mit einem für die Zelt ein im äußeren ümſang gewaltgien Werk zu Wort kommt. h0 ſehr belehrender Vortrag des Scheiftſtellers Fritz Droop aligte mehr im Zweifel; und was die Vorſtellung uns ſchenkte, ple der badiſche Dichter Burte hat in ſeinem fünfattigen *„Simſon“ eine Dichtung von klaſſiſchen — geſchaffen. Wie Anderen iſt ihm die Sage der Bibel ſtoff⸗ nolage und Einkleidung. Doch ſchon in der Problemſtellung 8 über die etwa Wedekinds, etwa Eulenbergs hinaus: Fraküllt von der Beruſung zum Göttlichen in ſich, zwiſchen ſtezdauen ſtehend, verſtrickt in Sünde durch Beide, findet(am ndin Gaza) im höchſten Leid zu ſich zurück, wird in ſeiner Kraft Erlöſer der beiden Sündigen: der Dirne niſ e der ſpröden Braut Michall— auf Beide das Wunder Dung erprobend und im Ueberwinden ſo zur Göttlichkeit eel eins emporſteigend, das die Philiſter vernichtet. Symbol en den undel Mehr noch das erſte. Doch verknüpft in den Ge⸗ ſtem 2 ͤ Dichters: geſehenen, geſtalteten Menſchen von eindring⸗ onen zben und greiſbar naher Wirklichtkeit. ehr als zwanzig eögten eöindet die machtvoll flutende Diktton zä einem feſt in ſich br osmos hinreſßenden Gefchehens: Blut und Licht, Zartheit Ußeſtes Empfindſamkeit und Herrenmoral, Gemeinheit e 75 — —— 25 7 E 5 E 5 S utal Alle ſind erg— ſie ſprechen alle ihre unbeſchrͤnkte Sprache. le adten geheimnisvollen Tiefen des Menſchlichen hinableuchtet. er denn dun ſchütterungstraft gebunden. Und noch einmol: die For⸗ an beſorgre. ihre Wirkung nicht verfehlte! Burte konnte ſich wärtig Die füängſten ellungen der Allgemeinen Orts⸗ krankenkaſſe laſſen den erfreulichen Schluß zu, daß die Epide⸗ mie hn Abnehmen begriffen iſt. Am Samstag wurden 5080 Kranke gezählt, von denen mindeſtens zwei Drittel von der Grippe befallen waren. Durch Geſundmeldung gingen 1853 ab, ſodaß der Stand am Montag 3227 Am Montag gingen 508 zu, am Dienstag 303, am Mittwoch.Aus dieſen Zahlen und ſonſtigen Wahrnehmungen läßt ſich die Vermutung ableiten, daß die Krankheit im Abnehmen begriffen iſt. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit detrug bei den Kaſſenkranken durchſchnittlich zwei Wochen. Die Sterbeziffer wat ganz gertng Es werden ſeit Ausbruch der Epidemie etwa 10 Perſonen an de. Grippe und ihren Naſſe ge⸗ ſtorben ſein. Vom 12. bis 26. Oktober wurden von der Kaſſe rund 200 000 Mark Krankengeld ausgezahlt Von auswärts liegen folgende Nachrichten vor: Etleblingen. 30. Oktbr. Nicht im Abnehmen, ſondern im Zu⸗ nehmen begriffen iſt hier die Grippe. Es ſind gegen 100 Erkran⸗ kungen vor 14 Tagen, ſetzt über 200 Erkrankungen leichter und 18 ſchwerer Natur zu verzeichnen. Es iſt den Aerzten nicht möglich, allen Erkrankten zu helſen. ftarlstuhe, 28. Okt. Wegen des derzeitigen hohen Kranken⸗ ſtandes infolge der Grippe, hat das Bahnamt ſich genötigt geſehen, ſtellen. * Freiburg, 58. Oktor. Wie das Großh. Bestrtsamt mitteilt, wurde Ende der letzten Woche hier eher eine Zunahme als eine Abnahme der Grippe feſtgeſtellt. Die Theater vorfellungen werden beshalb ausgeſetzt; auch die Schulen bleiben noch weiterhin geſchl oſſen. 5 * Donaueſchingen, 80. Ortbr. Mit aller Hartnäckigteit bauert in stelen Schwarzwalborten die Gripye an. In Billingen ſſt die Jaht der Todesfälle in den letzten Tagen wieder geſtlegen, auch zwei Krankenſchweſtern find einer Lungenentzündung erlegen. In man⸗ chen Dörfern liegen in verſchiedenen Oäuſern ſämtliche Perſonen krank darnieder. An die Aufnahme des Schulunterrichts iſt unter dieſen Uulſtänden noch nicht zu denken. *Neuſtadt d.., 28. Okt. Nach emner Verflügung des Kgl. Be⸗ zirksanits Neuſtadt a. H dürfen bis einſchließlich Samstag, 2. Nov. größere Veranſtaltungen, insbeſondere Theatervorftellun⸗ gen. Borträge und Kinovorführungen wegen der An⸗ ſteckungsgefahr der Grippe nicht mehr ſtattfinden. Die Schulen ſollen vorerſt noch nicht geſchloſſen werden. +Darmſtadt, 23. Oktbr. Mit Rückſicht auf die immer noch herrſchende Grippe iſt in letzter Stunde beſchloſſen worden, die hie⸗ ſigen Schulen noch weitere acht Tage geſchloſſen zu halten. Getslingen a, St., 80. Oktor. Das fehr heſtige Auſtreten der Artppe in dieſiger Stadt. hat dem Kal. Oberamt Anlaß gegeben, folgende Verfͤgungen zu exlaſſen: Die Abhaltung von Märkten, Theater, Kinovorſtellungen, Konzerten und dergl. iſt bis auf wenteres verboten. Die Wohnungen erkrankter Verſonen dürfen, ausgenom⸗ men von Aerzten, Seelſorgern, Desinſektoren und dem Nranken⸗ oflegeperſonal von anderen Perſonen nicht betreten werden. Die Daushaltungsvorſtände werben erfucht, Fremden beim Betreten der Wohnung zu erklären, datz in der Familie die Grippe herrſcht, und daß ſie deshalb die Wohnung ſofort wieder verlaſſen müſſen. Kinder. in deren Famillen öie Grippe berrſcht, ſind vom Schalbeſuch aus⸗ geſchloſſen. Mllnchen. 20. Okthr. Das Gefundheitsamt der Polizeibirefzion melbet äber die Grippe der Volks und Mittelſchäler: Nach den amtlichen Wahrnehmungen iiſt dahter die Grippe ſeit dem 12. Oktober jäh in gehäufter Zahl aufgetreten, nachdem vereinzelte Fälle ſeit der Jult⸗Epidemie noch zu bevbachten waren. Die Volksſch ilen wurden in erſter Linie ſtarmiſch ergrifſen, ſo daß nach dem Ablaeif von 6 Tagen äber 5000 Erkrankungsfälle gemeldet wurden und au⸗ nächſt eine Reihe von Klafſen, ſodann alle Bolksſchulen geſchloſſen wur⸗ den. Es iſt in dieſem Jahrhundert noch nlcht vorgekommen, daß auch nur eine Volksſchule wegen Krankbett ganz geſchloſſen wurde. Die Mittelſchulen wurden zeitlich ſpäter ergriffen, auch in langſamerer Welſe, ſs daß deren Schließung bis 4. November verfügt worden ſſt. Bei den Erkrankungen der Volksſchüler wurde feſtgeſtellt, daß ſie im Durchſchnitt leichterer Natur waren und raſch autartig ver⸗ liefen. Es wurden auch bis heute nur 4 Todesfälle an Grippe(Lun⸗ geueutzündung) im Alter von—15 Jahren bekaunt. Die ale ichzeitig maſſenweiſe auftretende Grippe iu den Volksſchulen zeigt, daß bie Er⸗ krankung nicht von der Schule ausgeht. Wenn auch die Anſleckungs⸗ kriſt darin eine kurze in, ſo können doch die erſten Tauſend ſich nicht gegenſeitig in der Schule angeſteckt haben; ſie haben die Krankheit aus ber Stadt mitgebracht. Auszeichnumg. Dem Generalſekretär des Bad. Frauenvereins, Geh.⸗Rat MNuller⸗ der zugleich auch Vorſtand der Lazarettabtei⸗ kung des Landesvereins vom Roten Kreuz in Baden iſt, wurde das Eiſerne Kreuz am weiß⸗ſchwarzen Bande verliehen. ep. Hirchliches. Am Reſormationgfeſt, das am nächſten Sonntag in den evangeliſchen Kirchen gefeierk werden wird, ſoll wie all⸗ ährlich eine Feſtkollekte für die evangeliſche Diaſporg in aden zur Erhebung kommen. Im Jahre 1917 hat ſie anläßlich der Jahrhundertfeier der Reformation in der badiſchen Landeskirche üüber 18 000 Mark betragen, ſodaß die kirchliche Verſorgung der evangeliſchen Diaſporagemeinden ſehr gefördert werden konnte. X* 25jähriges Pfarrjubildum. Am heutigen Tage können nach⸗ ſtehend genannte 17 evangl. Geiſtliche auf eine 25jährige Dienſtzeit in Waz von Brund Schönfeld, ſowie die Damen G Perſing(Michall) rühmend genannt werden müſſen. Carl Heſſemer. ** Nürnberger Thealer. Im Stadttheater ging, wie uns aus Nürnberg geſchrieben wird, Walter von Unruhs Tragödie„Ein Geſchlecht“, deren Uraufführung in Frankfurt ſeinerzeit nur in geſchloſſenem Kreiſe möglich war, vor breiteſter Oeffentlichkeit in Szene. Die pathetiſche Leichenrede Unruhs am Maſſengrabe unſeres Geſchlechts zeugt keine ſtaatsſeindliche Atmoſphäre, denn ſie ſpricht nicht unſere Sprache. Es fehlt ihr die Unmittelbarkeit, die lutnähe. Sie wendet ſich an einen Kreis von Eingeweihten, die die Siegel und Rätſel der Unruh ſchenSprache zu deuten vermögen. Unruh kleidet ſeine Gefühle in den pompöſen Faltenwurf der Antike und bindet ſich den Kothurn unter die Sohle, damit wir ihm den Seher glauben ſollen. Es geht ihm um den Stil, nicht um die Sache.„Erahnend, nicht begreiſend“ bleibt der Zuſchauer zurück. Er ſieht hinter jeder Geſtalt 55 Dichter, hört aus jedem Munde das gleiche dunkle hoch⸗ gereckte Pathos, das um ſeiner ſelbſt willen dazu ſein ſcheint— und ermüdet im krampfhaften Taſten nach Verſtehen. Kann Unruhs über letzte Erkenntniſſe philoſophierende, an Schönheiten z. T. reiche Dichtung Gemeingut nie werden, ſo wird ſie kommenden Ge⸗ ſchlechtern pielleicht einſt das Dokument unſerer Zeit bedeuten. — Herrn von Gordons Inſzenzerung wurde dem Stil der Dich⸗ tung nicht gerecht. Die Maſſe waren auch darſtelleriſch zu klein genommen. Das Publikum ging unberührt von dannen. Beifall vernahm man faſt garnicht. Araufführung. Im Theater in der Königgrätzer Straße in Berlin wird als nächſte Uraufführung das dreiaktige Drama„Ihne Golt“ von Rudolf Hans Bartſch vorbereitet. Die Neuheit iſt für den Monat November mit Elſe Lehmann in der weib⸗ lichen Hauptrolle in Ansſicht genommen. egen⸗ Großh. Hof⸗ und nationaltheater Mannheim. 88 0 Der Opernball. (Neu einſtudiert.) Richard Heubergers„Opernball“ wurde in unſerem Hof⸗ U aſtem nd zudem gemeiſtert in atemberaubenden Szenen von Uen Blick und Wühnenſcharfſinn. Das Glühen der dich⸗ G wrrſch wie celialbſes, weitanſchauliches Semdol werden nie Drama. das„Theater“ iſt verblüffend. Was Wunder, adem Eindruck an ſich auch eine ſehr liebevoll eingehende egeiſter Rampe dem faſt ausverkauften Haus zeigen, inmitten rten pieler, von denen Felix Baumbach als Simſon Were ewalten iſt geformt von einem kühlen Intellekt, der bis l bſtrakta, ſondern bleiben reale Vorgänge von un⸗ ſleißſ die. Spemiſche, die Dr. Roennecke unendlich feinſinnig und deſſen Begleiter Achor, eine tiefgründige Figur, thegter im ganzen fünfmal gegeben, nämlich 1904—1906. Dann die Linie 2(Schlachthof⸗Marktplatz⸗Hauptbahnhof⸗Mühlburg) einzu⸗ der bad. Aeennen⸗ Pfarrer Bacher in Würn, Pfarrer A. Braun in Ueberlingen, Pfarrer Brecht in Ittlinge, Pfarrer Eiſen in Sinsheim, Pfarrer in Obrigheim, 745 Hofheinz in Krötzingen, Pfarrer Horn in Ziegelhauſen, Pfark!!? Maler in Mannheim, farrer Röther in Oberkirch, Pfartege Sauerbrunn in Mannheim, Diviſionspfarrer Schäfer in Frei⸗ burg, z. Z im Felde, Pfarrer S illing in Karlsruhe Pfarrer Schmith in Heidelberg⸗Reuenheim, Pro Schmitthenner Maanheim, Pfarrer Steinhauſer in inz, Pfarrer Steber Iſpringen und Prof. Walther in Heidelberg, z. Zt. Leutnant Karlsruhe. (Poſt- und Karfen⸗Berſand nach dem Ansland. Das Reich⸗ oſtamt weiſt hin, daß z. 90 vom Briefpoſt⸗ und Poſtkarten rkehr nach dem Ausland alle Karten lalſo nicht nur Poſtkarten ausgeſchloſſen ſind, die aus mehr als einem Steifblatt beſtehen, das heißt in der Herſtellungsart von den amtlichen Poſtkarten abweichen » Sur Stkeuerung der Jahlungsmittelnot ſind die Reichsbank anſtalten neuerdings angewleſen worden die in ihren Beſtänden befindlichen Reichsſilbermünzen von 5, 3, 1 und 4 Mark dem Verkehr vorübergehend wieder zuzuführen. Dies wird dazt beitragen, daß der Zahlungsmittelnot weſentlich mit geſteuert wirb. * Die deutſchen Sparkaſſen. der Monat September 50 den deutſchen Sparkaſſen reichen Jufluß gebracht. Amwts⸗ latt des deutſchen Sparkaſſenverbandes, die„Sparkaſſe- ſchätzt den Zufluß auf mindeſtens 400 Millionen Mark gegen 150 bezw. 66 Millionen Mark im September der Jahre 1917 und 1916. Dam hat der Zuwachs zu deutſchen Sparkaſſen ſeit Jahresbeginn— ab⸗ geſehen von den Jeichnungen der Sparer für die Kriegsanl ihen die Rieſenſumme von 5150 Millionen Mark erreicht gegen 3560 berm. 2000 Millfionen Mark in der gleichen Zeit der beiden Vorjahre Dabei verſichert die„Sparkaſſe“, daß auch dieſesmal wie er de Schätzungen, wie in den Vorfahren, übervorſichtig ſeien, und daß wie eine inzwiſchen angeſtellte Kontrolle ergeben habe, das end⸗ gültige Ergebais ſich als noch erheblich günſtiger her us ——5 werde, wie ſich das bekanntlich auch im Vorjahre gezeigt atte. Die Iinsſcheine der Kriegsanleihe wurden, wie uns a unſerm Keſerkreiſe mitgeteilt wird, geſtern auf der Stroß nduhn nicht in Zahlung genommen mit der Begründung, daß der Kaſſter des Straßenbahnamts angeordnet habe, die Scheine abzulehnen Wir machen darauf aufmerkſam, daß das Fahrperſonal der Scraßen⸗ bahn nicht berechtigt iſt, die Scheine, die ebenſo wle das Siläbtiſch⸗ Notgeld als Zahlungsmittel zugelaſſen ſind, abzulehnen. Wie wir hören, iſt das Fahrperſonal ſeſtens der Straßenbahnverwaltung bereits entſprechend inſtruiert worden. Gegen die Wiedereinführung der Sommerzeit ſprach ſich det Magiſtrat in München aus. RR. Helmreich verwies auf einen liberalen Antrag nach beſchlußmäßiger Feſtlegung der Steſllung⸗ nahme des Magiſtrats zur Einführung der deutſchen Sommeczeit in den künftigen Jahren. Durch Auftrag der Regierung vom 22. September ds. Is. ſei der Man ſtrat ebenfalls um Kutachtliche Acußerung zu der Bundesratsverordnung über die Sommerzett er⸗ ſucht worden. Der Referent erörterte die Aelen der dreijährigen Erfahrungen mit der Sommerzeit. Der Aerzlliche Bezirksausſchuß München habe ſich für die Sommerzeit ausgeſprochen. Das Elekig zitätswerk habe die finanziellen Einſparungen auf 150 000 Meark im Jahre für München geſchätzt, die Gasanſtalt habe die Berechnung der möglichen Einſnarungen als unſicher bezeichnet. Die Handels kammer München veraaſtaltete eine Umfrage, deren Antworten noch nicht vollzählig eingetrofſen ſeien. Die Handelskommer g Oberbayern befürwortet: die Deisehaltung der Sommerzeit, ebenſe der Bayeriſche Veamten⸗ und Lehrerbund. Vom Gewerkſchaft verein ſprachen ſich ſene Verufsgruppen, die früh die Arbeit begin nen, gegen die Sommerzeit aus, nur die Transportarbeiter Nelr Ausnahme des Fuhrgewerbes, die Straßenbahner unr die Mehre zahl der Maler für die Sommerzeit. Er beantrage, nachdem dis Vorteile der Semmerzeit wohl die Nachteite überwiegen, wenn ſie auf die eigentlichen Sommermonate beſchränkt bleibe, der Magiſteuz wolle ſich für die Beibehaltung der Sommerzeit auch in künftigen Jahren ausſpre.hen, unter der Bedingung, daß ihre Einführung nur für die Zeit vom 15. April bis 31. Auguſt(evtl. 1. Mai bis 31. Auguſt) in Ausſicht genommen werde. Mehrere Magiſtrats⸗ mitglieder ſprachen ſich gegen die Beibehaltung ded Sommerzeln aus, da ſie in Friedenszeiten doch möglicherweiſe viel zu unb wälzend wirke und die Abneigung auf dem Lande dagegen doch zu einmütig ſei, wie ſich ſchon heuer darin gezeigt habe, daßz betat namittelbar vor den Toren Münchens die Kirchenuhren alle die alte Zeit zeigten. Ein Vertagungsantrag wurde abgeſehnt, ebenſt wurde der Antrag des Referenten abgelehnt. Der Magiſtrat ſpracg ſich hierauf mit aroßer Mehrheit geden die Einführung der deutſchen Sommerzeit in den kommenden Jahren aus. 0 * Die Beratungsſtelle für Handwerk und Gewerbe, welche der Landesverband der bad. Gewerbe⸗ und Handwere kervereinigungen Sitz Raſtatt an 61 Stellen im Großz⸗ herzogtum errichtet hat, haben den Zweck, den Kandwerkern und Gewerbetreibenden in allen Fragen des gewerblichen und wirtſchafl⸗ lichen Lebens unentgeltlich Rat und Auskunft zu erteilen. Bar allem haben ſie ſich den wirtſchaftlichen Wiederaufbau aller durck den Krieg geſchädigten ehemals geſunden Handwerkerexiſtengen zur Aufgabe gemacht. Zu dieſem Zweck unterſtützen ſie die Handwerker und Gewerbetreibenden bei der Veſchaffung der notwendigen Be⸗ triebsmittel, bei der Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lieferung zu angemeſſenen Preiſen, ſie beraten den gewerblichen Mittelſtand in techniſchen, wirtſchaftlichen und in Rechtsfragen, in Verſicherungs⸗ rmath(Dallla) und verſchwand die mit Geſchmack orcheſtrierte Muſik ebenſo ſchnell, wie ſie gekommen war. Wer die Mannheimer Opern⸗ ſachen, bei Anfertigung von Verträgen, Berechnungen und Steuer erklärungen. Die Beratungsſtellen ziehen Forderungen der Hand ſtatiſtik verfolgen will, kann dieſelbe Plötzlichkeit an Gluck, Mogart Weber, Marſchner, an Götz, Cornelius und anderen deutſchen Meiſtern nachweiſen. Ein Zeichen der„Kultur“, das ſich jeder 1 5 deuten mag... Die geſtrige Neueinſtudierung, geleitet von en Herren Lederer und Gſell, verlief in lobenswerter Form: der muſikaliſche Teil wohl abgerundet, die Proſa in regem Fluß, die Bühnenbilder anmutig. Nur das Zuviel an Stellungen, an abwech ſelndem Wippen auf allerlei Stühlen und Stuhllehnen u. a. waren moderne Zutaten. In der Beſetzung der einzelnen Portien mache b0h der aktuelle Notſtand unſerer Oper ſichtbar und wohl auch dem aien fühlbar. Nachdem ſich Frau Tuſchkau von der Operette zurück⸗ gezogen und Fräulein Runge uns ganz verlaſſen hat, mußte man zu ſeltſamen Wagnilſen ſchreiten: man mußte Fräulein Manski 3uUrHCC Operetenſängerin⸗ berufen und Fräulein Runge, der voreilig aus dem Verbande unſerer Opernbühne Entlaſſenen, wieder eine Haupt⸗ rolle übertragen. Fräulein Lippe mußte den Marinekadetten, Fräu. lein Eden die Zofe und ein Fräulein Erna Liebenthal die Chanſonet⸗ teuſe Theodora übernehmen. Nun, es gelang alles— in anbetracht der obwaltenden Umſtände— glücklich. Fräulein Manski ſprac) über Erwarten gut, Fräulein Runge macht alles, was ſie macht, gut Fräulein Lippe war ein prächtiger Kadett und Fräulein Eden⸗ Zofem ſind eine köſtliche Spezialität.„Daß dem Spielleiter an dem glück⸗ lichen Geſamtergebnis ein beträchtlicher Anteil gebührt, verſteht ſich⸗ 115 Dann aber ſind die Herren Fritz von der Heydt und Dr. Paul Kuhn als luſtige Ehemänner zu nennen: geſanlich recht verdienſtvoll, in der Darſtellung flott und gewandt, kurz: der Mittelpunkt des Abends Nehmen wir hinzu Herrn Mang als Rentner(im Fache des Cha⸗-. rakterkomikers) und Fräulein Koflers moralinſaure Gattin und Tante, fügen wir dem allerlei wirkſame Pößlein aus ſeiner Ober⸗ kellnerrolle heraus kitzelnden Herrn Ludwi Schmitz hinzu, ver⸗ geſſen wir nicht Chor und Orcheſter, Geſamt ang und Maskentang, ſo haben wir die Faktoren des geſtrigen Operettenabends gewürdi Wir verſtehen, daß ſolch eine ſorgſame Neueinſtudierung dem Publikum gefallen mußte. Ob dieſe Neueinſtudierung in die drückende, hineinpaßt, iſt allerdings andere Frage! Die„Roſa⸗Dominos“ das alte unſerer Operette zugrunde liegende Unſittenſpiel, ſeine lockeren Vorausſetzungen, namentlich das Motto: „Immer treu zu bleiben, Das geht ſchließlich doch nicht an.“ 7 und nun gar des Marinekadetten Belehrungen(„Onkel, du haſt keine Ahnung, wie mit Weibern man verkehrt“): um dies, wie um das Duett:„Man lebt nur einmal in der Welt— je toller, je lieber“ legt Richard Heubergers Muſik zwar einen roſigen Schleier, ein bikterer Nachgeſchmack bleibt aber dennoch. A. H. ernſte Zeitlage — næv-—ů— 1 —ͤ—— — rne —22— 2. Seſte. Nr. 509. Maunzeimer Gencral⸗Anzeiger. ¶MNiltag ⸗Nusgade.] 51.— DYyn ** Vonnerskag, ben dI. Driaber 1018. werker und Gewerbetreibenden ein und wirken bei Vekämpfung des. Vorgunweſene, des unlauteren Wettben firmen mit. Ganz beſondere Aufmerkſam Rellen der Berufsberatung und der Lehrlinge denn die Leßrlingsfrage iſt und bleibt eine Zukunſtsfrage fürs Handwerk. den Handwerkorn und Gewerbetreibenden iſt recht dringend zu empfehlen, in ihrem eigenen Intereſſe von dieſer ge mein⸗ nützigen Einrichtung weitgehenden Gebrauch zu machen. Aus dem epangeliſchen Gemeindeleben. Die Frauen⸗ uppe der Volksk. Vereinigung umfaßt alle Damen lüber 18 Jahre, die ſeibſt oder deren Familien Mitglieder der B. B. ſind. Bei ihrer am letzten Sonntag ſtattgehnbten Mitglieder⸗ bperſammlung hatle die Vorſtandswahl folpendes Grgebnis: das Präſidium übernahm Frau Oberlehrer Martin, R 7, 26, die 4 Vorſtandsſtelle Frau Stabtpfarrer Kuobloch, Vachſtr. 2. die 2. Vorſtundsſtelle Frau Hauptlehrer Heck, Max Joſephſtr. 22. Ein N Beitrag wird nicht erhoben. Die notwendigen Ausgaben Deſereitet der Hauptverein. Die Hauptaufgabe der Volksk. Frauen⸗ — 2 iſt die ſoziole Betätigung in Haus und Gemeinde zum Hohte der Kranken und Alleinſtehenden, der Armen und Waiſen. Michtätige Spenden hierfür nehmen die oben genannten Damen ederzeit ne entgegen. Daneben ſollen die aktuellen Frauen⸗ agen beſonders beſeuchtet und ſo die Frau auch mit den Aufgaben Effentlichen Lebens verfraut werden. Frauen aller Stände ſind als Mitarbeiterinnen ſtets herziich willkommen. 70. Geburtsteg. Herr Theodor Sauerbeck. P1, 4 wohn⸗ Haft, ein bekannter Mitbürger, feiert heute ſeinen 70 Geburtstag. Aufgefundenes Geld. Es wurde z. a. aufgefunden: am 25. September auf dem Bahnhof in Bretten der Betrag von 16 Mark; aun 27. September auf dem Bahnhof in Uoſtadt(Rebenbahn) ein Seſdbeutel mit 15 Mark 50 Pfg., abgelicfert in Bruchſal; am 30. Septemder im Zug 752 der Betrag von 12 Mark 40 Pfg., abgeliefer! in Naſtatt: am 7. Oktober im Zug 7D 37 eine Brieftaſche mit 99 Mork, abgeüſefert in Mannheim; am 7. Oktaber auf dern Bahnhof in Bruchſal(Militärzug) eine Geldtaſche mit 79 Mark: em 6. Oktober auf dem Bahnhof in Freiphurg(Breisgau) der Betrag Den 10 Mark; am 10. Oktober guf dem Vahnhof in Heidelberg eine Hendtaſche mit 72? Mark, am 11. Oktober im Zug 3007 ein Geld⸗ Heute“ mit 5 Mark 7 Pfg., abgeliefert in Mannheim; em 12, keaner im Zug 177 ein Geldbeutel mit 37 Mark 35 Pfg., abge⸗ Heſem in Mannheim: am 18. Oktober im Zug 71 der Betrag den Mark, abgeliefert in Bruchſa! vergnügnogen. 155 Kßinffſerſheater„Arolſo“.„Der Multimilſianar“ unſeres Heſrniſchen Komponiſten Karl Fiſcher⸗Bernauer wird heute Daaners⸗ iag nochmals gegeben. Am Freitag fällt die Vorſtellung wegen der Heneralprobe zu„Hannerl“ aus. Samstag iſt die Erſtaufführung. erden bie Beratungs⸗ rmittlung ſchenken, . Spleiplan des Groſſh. Hof- b. National- Theaters Hannbelm Hof-ſcheater Maria Magdalens Anfang 7 Uhr i Neues Thealer 11. Vorstellung im Abonnem. C Kleine Preise 11. Vorsteſiung f 4 4. Noxemberſn ee loffmanns Erzählungen Freitag Füttiere Freiae Anfang 7 Uur 11. Vorstellung Emili in Abonnem. 8 2 er e Nleine Prelse Ankang? Uin 11. Vorstelling im Abonnem. A Hche Preise AI. Oktober Deunerstag 3. November Samgtar November Sauntag Mignon Anfang 6 Uhr Der Kartenverkauf zu vorstehenden Vorstel ungen nat berelis un der Hofthenaterkasse begonnen. Rommungles. W. inheim, 30. Okt. Die ſlädtiſchen Beamten haben bein Gemeinderate die Gewährung einer einmaligen Kriegs⸗ kekerungszulage beamtragt. Die infolgedeſſen angeſtellt'n Ergebungen haben ergeben, daß die meiſten mittleren Städte Badens derartige einmalige Teuerungszulagen nach den Zulageſätzen des dahſchen Staates entweder ſchon gegeben haben, oder daß eine ent⸗ przzende Vorlage die ſtädtiſchen Körperſchaften bereits beſchöftigt. Darnſtadt, 28. Okt. Nach einer Verordnung des hieſigen berzärgermeiſters ſind von jetzt ab gebrauchte Wohnungseinrich⸗ igggegentände. Möbel uſw., der öffenttichen Bewirt⸗ chaftung unterwarfen. An⸗ und Verkaufsangebote. Verſteige⸗ Fungen uſpe ſind unterſagt. Ankaufsberechtigt iſt nur die Städt. Allmöbelftelle Frunkfuri, 29. Okt. In den nächſten Tagen werden von der Sladt Frankfurt Noten zu 5 Mark(blau), zu 10 Mark(graugrün) und zu 20 Mark(braun) in den Verkehr gegeben. Sie tragen die akſimiie⸗Unterſchriften zweier Magiſtratsinitglieder. Das ſtädtiſche tgeld wirb von den öffentlichen Kaſſen in Zahlung genommen aund zunächſt bis 1. Februer kommenden Jahres in Uwlauf gehalten; Vereinbarungen mit den Nachbarſtädten wegen Austauſches des Nuigeldes ſnd im Gange. * Dufoburg, 2. Okt. In der ſetzten Stadtverordneten⸗ itzung wurde aus dem Kollegium heraus betont, daß hier und in anderen Städten des Induſtriegebietes zurzeit ein großer NMangel an Geldſcheinen herrſcht Der Oberbürgermeiſter pezurteilte mit ſe.ärfſten Worten das Verhalten der feigen Ge⸗ ſehen und Angftlaſen, die jetzt Geldſcheine hamſtern Er werde ſich nicht ſGeuen, ihre NRamen der Bürgerſchaft bekannt zu geben, vm ſie der Verochtung preiszugeben. Das Reichs⸗ —— Literatur. Die weißen Blutter, (Verlag der Weißen Blätter in Bern⸗Bümplizl. Das September⸗ Peft enthült: Srend Barberg„Venus oder Nike“, Henry van de Belde„Ferd. Hodler,“ Gottfried Benn„Die Phimoſe“, Paul Cafſirer„Frieg und Kunſt“ und Gedichte von Maxr Herrmann und an Goll. Baltiſche Blätter für Theater und Kunſt. [Verlag von Fritz Würtz, Berlin⸗Leſpzig⸗Rigaß. Die von Wolf⸗ ang Hoffmaun Harniſch geleitete Zeltſchriſt ſtellt ſich drei uptaufgaben: Einmal, dem deutſchen Leſer ein Bild zu geben don der Fülle der im Baltenlande hervorgebrachten Kunſtwerte, des weiteren dem baltiſchen Publikum deutſches Geiſtesleben nahezu⸗ FPeingen und endlich vorhandene Geeen zu überbrücken und mög⸗ Uehſt fruchtbringend zu geſtalten. as erſte Heſt der gut ausgaſt at⸗ teten Zeiiſchrift bietet einen verheißungsvollen Auftakt zur Löſung Der geſtellten Aufgaben. W. Neumann ſpricht über„Die Jahr⸗ Iundertfeler des Rigger Kunſtemuſeums“ und üher A8. Georg Eben. Ein Rigaſcher„Goldſchmied“. Ein weiterer Afſatz von H. Neumann behandelt Holteis Aufenthalt in Riga. Ueber Muzarts„Zauberflöte“ äußern ſich Paul Habermann, Carl Hagemann und Harry Stangenberg. Kürzere Aufſätze über baltiſches FTheaterweſen und mehrere Bebichte von udwig Fuld a, Hans Räller und Manfred Kyber, nebſt Uebertragungen lettiſcher Poeſie runden den Inhalt des 1. Heftes zu elnem ſchönen Doku⸗ Ment ber künſtleriſchen Beziehungen des Ballenlandes zum Deutſchen Meiche. Rus dem Mannheimer Runſtleben. Theuler⸗Nachricht. Am Mittwoch,., Donnerstag, 7. und Freitag, 8. Norember Wird das Tegernſeer Bauern⸗Theater im Großh.“ Hof⸗ und Nationaltheater ein dreimaliges Gaſtſpiel abſolvieren. Muſikverein C. B. Mannheim. Wir verweiſen auf das heute Donnerstag, den 91. Oktober, ebends 7½ Utr im Muſenſaal des Reſengarten ſtattfindende 1. Kon⸗ gert des Muſikvereins. Anfang pünktlich 7% Uhr, Ende 9 Uhr. Orgelondachl. Wir verweiſen auf die Freitag, 1. November, 8 Uhr, in der Chriſtuskirche ſtattfindende Orgelandacht. Sdernwarte. Der für deute angeſelzte Vortrag von Herra Karl Hage⸗ mann muß wegen Erkrankung des Vortragenden verſchoben merden. be und der Schwindel⸗ man erſücht, durch 1 ine für den Inbuſtriebezirk bankdirektorium Labe Mengen Geldſch zuhelſen. eberweiſeing ag größerer Natſtand ab⸗ Dem —— Die nennle Kriegsanleihe. Die Mannheimer Maſchinenfabrik Mohr u. Federhaff, Mannheim, zeichnete nom. 1 000 000 9. Kriegsanleihe. Hagerus Reichslreue. Neue Rheinbundpläne. München, 30. Oft.(WT. Nichtamtlich.) Zur Neuordnung in Bayern erfährt die„Münchener Zeitung“, daß in das neu zu bildende Miniſterium vom Könige die bisherigen Miniſter des Aeußern, Innern, Kultus und des Krieges wieder berufen merden. Juſtiz, Verkehr und Finanzen ſollen mit Perſönlichkeiten aus allen Parteien des Parlaments beſetzt und gleichfalls aus ihnen noch drei Miniſter ohne Portefeuille hinzugezogen werden. In der Kammer der Abgeordneten brachte Dr. Hammer⸗ ſchmidt mit Unterſtützung der liberalen Fraktion und des Deutſchen Bauernbundes folgenden Antrag ein: Angeſichts der ſchweren Zeit, die dem deutſchen Polke bevorſteht, hält die bagerſſche Volks⸗ vertretung es für geboten, Zeugnis abzulegen für die unerſchütter⸗ liche Einheſt des deutſchen Volkes und für ſeine feſte Entſchloſſenheit, alles Schwere gemeinſam zu tragen. Die weitverbreitete Erbitterung über manche Erſcheinungen des öffentlichen Lebens und der feſte Wille, den Einfluß Bayerns auf Grundlage ſeiner verfaſſungs⸗ mäßigen bundesſtaatlichen Selbſtändigkeit innerhalb der Reichs⸗ grenzen zu gebührender Geltung zu bringen, ändert nichts an dem Treueverhältnis, das alle deutſchen Stämme unlösbar ver⸗ bindet. Alle Gerüchte über angeblich in Bayern vorhandene Be⸗ ſtrebungen, die Reichsgemeinheit zu lockern oder gar aufzuheben, verweiſt die bayeriſche Volksvertretung in das Gebiet grundloſer Erfindungen. Wie das bayeriſche Volk feſt auf den Schutz des Reiches vertraut, ſo kann das Reich in Not und Gefahr auf Vayern und alle ſeine Stämme zählen. Die Gerüchte, f die in dieſem Ankrag angeſpielt wird wer⸗ den in einem Artikel der Frankfurter Zeitung heute des Näheren beleuchtet. Es handelt ſich um nicht mehr und nicht weniger, als daß einflußreiche Kreiſe unſerer weſtlichen Feinde eine Erneue⸗ rung der Rheinbundpolitik betreiben. Nach Mitteilun⸗ gen, die dem Blatte aus dem neutralen Auslande gemacht ſind, werben ſie für dieſe Pläne mit ſchmählichen Intrigen, auch an man⸗ chen Stellen im Deutſchen Neiche. Wir müßten uns für die Mög⸗ lichkeit waffnen, daß ſolche Pläne eines Tages offen herauskom⸗ men könnten. In dieſe Rechnung auf einen neuen Verfall des Rei⸗ ches wird auch die Entſtehung Deutſch⸗Oeſterreichs ein⸗ bezogen. Es wird die Vermutung ausgeſprochen, daß es dem bayeriſchen Königreich und ſeiner Dynaſtie als Köder hingehalten werden könnte und daß dieſen damit die Ausſicht auf eine große ziemlich rein katholiſche, ganz unabhängige Stagtenbilbung als Lohn für den Abfall eröſſnete. Man könnte ja ſogar noch mehr für gut⸗ willige, alſo abfallbereite Bundesſtaaten und ihre Fürſten tun, denn es wäre nicht das erſtemal, daß man den Verrat bezahlte. Wie unmſere Verbündeten ſich gute Friedensbedingungen erhendeln zu können erhofften, indem ſie uns im Stiche ließen und um ſo beſſere, jemehr ſie ſich beeilten, ſo könnte man das Mittel doch vielleicht auch in Deutſchland ſelbſt anwenden. Das iſt im weſentlichen der Inhalt der Mitteilung des Frank⸗ furter Blattes, die ſicher großes Auſſehen erregen wird. Wir ſind üherzeugt, daß die Aufbeckung dieſer Pläne auch ihr Ende be⸗ deuten wird. Ein Sturm der Entrüſtung wird in ganz Süddeutſchland durch das Volk gehen, daß überhaupt an irgendwelchen einflußreichen und verantwortungsvollen Stellen mit dem Gedanken ſolchen Verrates geſpielt werden könnte. Der obige Antrag Hammerſchmidts und ſeine Beratung wird Gelegenheit gehen, Klarheit darüber zu ſchaffen, daß keine ſüddeutſche Dy⸗ naſtie und keine ſüddeutſche Regierung mit den neuen Rheinbund⸗ plänen Frankreichs auch nur das mindeſte zu ſchafſen hat und ſchaffen haben will. Deytſcher Abend bericht. Berlin, 30. Offober abends.(WTB. Amllich.) AUAn der Oiſe ſind heflige Angriffe der Franzoſen ge⸗ ſcheilert. An der übrigen Weſifronk keine größeren Kämpſe. Zetzte Meldungen. Neue Fliegerangriſſe. Karlsruhe, 31. Okt.(WB.) Heute nacht warfen feindliche Flieger in der Amgebung von Raſtalt Bomben ah, ohne Schaden anzurichten.(g..) Karlsruhe, 31. Okt.(Wrn.) In der Nacht vom 29. auf 30. Oktober fand auf dſe offſene Stadt Aſchaffenburg ein Fliegerangriff ſtalt, dem 2 Toke und 21 Vermundele zum Opfer fielen. Sachſchaden gering.(g. K) EA Die Siimmung der franzöſiſchen Soldalen. Berlin, 30. Okt.(WTB. Nichtamtl.) Die Stimmung der franzöſiſchen Soldaten iſt nach den Ausſagen und Erzählun⸗ gen der in den letzten Tagen gemachten Gefangenen nicht mehr übermäßig zufrieden und zZzuverſicht⸗ lich. Haben ſchon die ſchweren Verluſte, weſche ſie beſonders vor der deutſchen 3. Armee erlitten, ihre Angriffsluſt ſehr ge⸗ dämpft, ſo iſt dieſe erſt recht im Abflauen begriffen, ſeitdem das deutſche Friedensangebot und die erſte Antwort Wilſons bekannt geworden ſind. Herrſchen auch vielfach Zweifel, ob der Friede unmittelbar bevorſteht, ſo glaubt man doch alge⸗ mein, daß er in Ausſicht ſteht, wenn das beſetzte Gebiet ge⸗ räumt würde. Bezeichnenderweiſe ſpricht übrigens der fran⸗ zöſiſche Gefangene, welcher ſich in letzterem Sinne äußerte, nur von der Räumung des franzöſiſchen Bodens, während ihn das Schickſal Belgiens wenig zu intereſſieren ſcheint. Die Truppe iſt mißmutig, daß ſie trotz der Friedensausſichten immer noch angreifen ſoll. Sie hält es geradezu für ein Ver⸗ brechen, nach dieſer langen Kriegsdauer mit dem Frieden vor der Tür noch Leute zu opfern. Aufſehenerregende Beſchuldigungen gegen den ruſſiſchen Bolſchafter in Berlin. E Berlin, 31. Oktober.(Von unſerem Berliner Büro.) Die„Zehlendorfer Tageszeitung“ weiſt in einem Artikel auf den erſtaunlichen Kurierverkehr der ruſſi⸗ ſchen Botſchaft in Berlin hin. Sie behauptet, daß bei Herrn Joffe während ſeiner Berliner Amtsführung be⸗ reits nicht weniger als 300—400 Kuriere aus Petersburg und Moskau eingetroffen ſeien. Wo ſie bleiben, wiſſe man nicht. Auch ſei ein umfangreicher Waffenſchmuggel aus Rußland im Gange, insbeſondere würden Hand⸗ granaten eingeführt. Die ruſſiſche Botſchaft wird ſich zu den merkwürdigen Mitteilungen äußern müſſen. eeee f Einſlellung der Liqufdation der feindlichen Bermögen in Amerika. 5 t. Bon der Schweizer Grenze, 31. Okt.(Priv.⸗Tel. 9 An Liguidation Die„Morningpoſt“ meldet: Dle Stacten feindlichen Vermögen in den Vereinigten wurde am 26. Oktober eingeſtellt. Nenes amerikaniſches Flollenprogtamm. 10 m. Köln, 31. Okt.(Priv.⸗Tel.) Wie die„Times“ aus aſe melden gab Marineſekretär Daniel bekannt, daß er dem lbe ein neues dreijähriges Flottenprogramm vorlegen Pro⸗ Es werde ungeführ eine Wiederholung des jetzt vorliegenden ach gramms aus dem Jahre 1916 ſein und den Dreadnought, kreuzer ſowie insgeſamt 140 kleinere Schiffe umfaſſen. Zur Lage an der holländiſchen Südgeenze. m. Köln, 31. Okt.(Priv.⸗Tel.) Die„Kölniſche Bun get aus dem Haag: Halbamtlich wird mitgeteilt daß, wenn d e an der holländiſchen Südgrenze keinen drohendiſe Charakter annimmt, Ende dieſer Woche die üblichen Urlon! an die Garniſontruppen erteilt werden können, Ein Friedensaufruf der däniſchen FJachverbände. ſh Kepenhagen, 30. Ortbr.(WTB.) Die Vertreter der bäne Fachverbände hielten in Kopenhagen eine Konferenz ab und beſchlo die Veröffentlichung ſolgenden Friedensaufruſe s. Die ſammenkunft der fachlichen Vertreter des bäniſchen Arbelterſchn am 28. und 29. Oktober abgehalten wurde, begrüßt mit Befriedign die neuen Verſuche, die in dieſen Tagen von neutraler Seite un mit beſonderem Anſporn von Seiten der organiſierten Arbeiter 90 0 reichs und Deutſchlands gemacht wurden, um dle Arbeiterſchaf einer internationalen Aktion für den Frieden zn uleh einigen. Die Tagung findet es indeſſen nicht zweckmäßig. abguwere bis Zeit und Ort für den kommenden Weltfrledengsko e N. feſtgeſetzt ſind und bis die Vertreter der organiſierten Arbeiteſgaß zur Erörterung ihrer allgemeinen. Intereſſen deim Friedens ſel“ zuſammentreten. Es muß vielmehr Aufgabe der Arbeiterklaſſe den Friedensſchluß zu beſchleunigen und dieſen nach Richtlinten geſtalten, die überall den Imperialismus ſtürzen und einen danee den Frieden zwiſchen den Völkern ermöglichen und garantieren. Zuſammenkunft appelliert daher an die organiſierten Arbeiter Länder und fordert öe auf, ſchnellſtens einauder die Hand zu rei um ſich zu ſammeln im Kampfe gegen das fortgeſetzte Morde gegen den Weltkrieg, der ſetzt über vier Jahre gebauert, Son und Elend in Millionen von Familien der ganzen Welt gebt nde und die euxopälſche Kultur zu vernichten droht. Die Tagung men ſich im beſonderen an die gewerkſchaſtliche Internationale mi 00 Auſſorderung, baldmögkichſt zuſammenzutreten. um Vorbereitnie zu ktreffen, die notwendig ſind, zur Wahrnehmung der Intereſſen 9˙% Arbeiterklaſſe bei dem kommenben Friedensſchluß. Die däniſch beiterſchaſt appelliert an die organiſierten Arbeiter der ganzen ſhe ſich anzuſchließen mit der alten Loſung: Nieder mit dem Kn nieder mit dem Imperſalismus! Es lebe die Solibarität der beiter! Es lebe der Weltfrleden! Auf zum allgemeinen Kampf fülk Durchführung des Sozlalismus! Eine Reſolntion für den Rücktritt des Kalſers. Die Frankfurter Zeitung gibt in auffallende; Sperrdruck folgende Meldung: b München, 30. Okt. Eine große. von der Fortſchri lichen Volkspartet einberufene Volksverſammlung, ſtaltete ſich heute abend unter dem Eindruck einer Rede öb wig Quiddes zu einer ſtarken Kundgebung für den 010 kerbund und die großen Forderungen der neuen Zeit. 1 Reſolution, die gegenüber gewiſſen deſtruktiven Te 1 zen das unwandelbare Treueverhälthe Bayerns zum Reich betont, aber zugleich im Ir ueſſee Friedens den Rücktritt des Kalſers verlangt, ſtürmiſche einmütige Zuſtimmung. Züten, 20. Ott.(5 T. Nichlamimch), Der Perſonenzasver Böhmen, der geflern abend eingeſtent war, iſt heute auf a Linien Zittau—Reichenberg und Zittau—Warnsdorf wieder genommen. Handel und Iindustrie. Deutsche Bank. Berlin, 30. Oxt.(WITB. Nichtamtlich.) In einer 8 des Aufsichtsrates der Deutschen Bank berichtete der Vor% eingehend über die Lage der Bank und den Gang ihref schäfte. Die Erträgnisse des ersten Halbſahres waren retege kriedigende trotz àußerordentlicher Steigerung der Unb 0 Die eigenen Bestände an tlirkischen Werten im Buchw weniger als 5 Millionen Markk sind durch Rücklagen Die geplante Niederlassung in Bukarest hat ihren G 75 00 betrieb bisker noch nicht aufgenommen. Von Sofia a Wertbestände rechtzeitig entfernt worden. Der Jesanef ist sehr erheblich gestiegen. Der Aufsichtsrat beschloß àu 10 trag des Vorstandes einè Erhöhung der Teuerungszulagen Jah Beamten mit rückwirkender Kraft für das ganze faufende J Den im Ruhestand lebenden Beamten sowie den Witee Waisen verstorbener Beamten wird der gewöährleistete Zus erhöht. Die Gewährung von Erziehungsbeiträgen wird auch gedehnt auf die Aushilfsangestellten. Mohenzollern..⸗G für Lokomotlybau. Wüsse r. Düsseldert, 91. Okt.(Priv.-Tet) Die Flanfe sammlung setzte die am 2. Januar 1910 zahlbare Divideneie 20 Prozent wie im Vorjahre ſest. Der Oberschuß 2 410 473 Mk. gegen 2215 282 Mk. i.., Abschreibungen a den mit 190 880 Mk. gegen 111 583 NMk. im Vorjahr varh men. Für Rücklagen werden 75 000 Mk. Sſe ull wandt. Die Dividende erfordert 1 350 000 Mk. gegen 1 Mark i.., während die jungen Aktien pro Rata der bis Einzahlungen von 25 Prozent dividendenberechtigt sind. 00 Vortrag auf neue Rechnung gelangen 115 593 Mk. gegen Mark im Vor jahre. Nierbrauerel Gebr. Maser,.-., Lengendrense r. Düsseldorf, 31. Okt.(Priv.-Tel.) Die Oeneſie sammlung, in der 1 406 000 Mark vertreten waren, setzie 0 fort zahlbare Dividende auf 8 Prozent ſest. Die Aussichtet 9⁰ nicht zu beurteilen, die Verwaltung hofſe aber, daß das Ja 1050 verlaufen werde, zumal die Lage der Oesellschaft nach durchaus gesundet sei. 4 PFrankfurter wertpopferbörse. gelch Frankfurt a.., 30. Okt. Die wenigen Nurse fecbe zur gelangten, lassen mäßige Abschwächung Lure, Von Montanaktien gaben Phönix Bergbau und Deutsch, wae burger nach. Nordd. Lloyd mäßig fester. Am Nassamaricdg. e die Umsätze äufjerst beschränkt. Höher gingen Chem. Oolc h Silberscheideanstalt, während sich Cementwerke kieidelbentzgg 5 4 schwächten. Im freien Verkehr gaben Benzaktien etwas Wasserstandsbeobachtungen im Monat OBle Fegelstation vos Datum doneri a„ Ahaln 22..(2.2— Hanlagen“)„. 1%(.4 1 Wene A% Ten e„ e e e ee eee Naa BDaxau„„„„„„„ 40f 477 77 777 27 J68 faen* Zaanbe„„„ e 25 2 2 2i e e e„. 4 48 947 een e Kein. e e e e e acb. 5 I2„„„„ 0 vom Neckar: 1% MNets Mannkelim.80.80 27 270 271/269 Voren. 3 une 18 5 Heilbronn„„„„„.20.50.8.37 Veen, 05 + le U Wetteraussichten für mehrere Tage im vorauds“ (2..) Unbetugter Macharnek wird geriehttiob vertelgt 1. November: Kühler, sonst kaum verändert. 0 2. November: Wolkig, teils bedeckt, raun. 4 nrne Manaheteer Generut- Anzeiger.(nmag· Ansgabe) Nr. Bbg. B. Seite. Mannhelmer Straf kammer. Sitzung vom 29. Oktober. Vorſitzender: a umgarkner. wei jugendliche Arbeiter, Johannes heinvillenſtraße. An einem Haufe Sonnen ausgelegt und ſo b. Mts. lümm neich B. durch die tzeſſen und Umgedung. Ein Wahrzelchen des prächlig zer Oertchens Ebernburg an der Anen, ahſf 25. Okt. d tolſtori Pföl N rhundert errichtete kath. Kirche, die ohne Turm enig impoſanten Eindruck machte, in ihrer wurde feſtgenommen gsreichen Burg Franz von Sickingens ſcher wirkte. Die Kirche perfällt nunmehr dem Jacoby iſt geſtorben. ſie in einer profanen Verſteigerung don der ude Ebernburg um 13000 Mark erworben warden orſſchulhaus Platz zu machen. t etwa 40 Meter hohem charakteriſtiſchem Turm, Duem Kupnel ewölbe und ſchlichter Aus aen Ateiwilligkeit beruhende Feuerwehr raſch zur geſchloſſenen, wohl ee e ad eeeeee, 10 eeee deeeeeeee 5 1 eeeeeeeeee ee l Eine neue ſtatt⸗ fort kam D. der An die ark. Heute übergegangen iſt. garter Brandmeiſte gewählt. Aderiſfen ligungen der Stadigemeinde Rovembver gelten folgende Marten: 1. Für die Berbrancher Ufund die Zultermarke 57 in den 21—1000. blhauzel zu 34 Pfg. die Eiermarke Verkaufsſtellen 351—600. 200 Gramm ungezuckerte Trocken⸗ e Marke 2 der Milchkoliſer⸗ den Verkaufsſtellen Für 2 Stück(das Stück 10 Pfg) die marke 89 in den Verlaufsſtellen Mi3 Fuür 2 Pfdb. die Kindernährmittel⸗ vuden Verkaufsſtellen—1003. abe kommen Gerſtenmehl in Paketen Ig. und Radolf Kindermehl, das uttermiich: Für ½% Eiter die Marke 9. 2 den Berkaufsſtellen—1400 für 3 n. felmarte 145 fomie die roten m die Kolontalwarenmarke sſtellen—-998. nſtandspreiſe des Zuckers erhöht aus Erfatzgeweben. 62 ucherpreis nunmehr r auf 55 Pfg. bei allen Übrigen Pig ſ. das Pfund feſtgeſetzt werben. de der Verbra „. Füär die Verkaufsfel Zur Abgabe ſind bereit: Eier: Für die Eierverkaufsſtellen 901—1000 am Frei⸗ tag, den 1. Nopbr., nachmittags(1 Kühlhbausei zu 34 Pfg.) Städliſches Lebenzmittelamt, O 2, 16/18. Die Fuhrwerkswage am Tatterfall iſt vom 1. November ab wegen Reinigung und Prüfung auf ungeſähr 6 Tage außer Betrieb. Städtiſches Maſchinenam!. Im Hinblick auf die zahlreichen Erkrankangen des Perſonals i die Sammelſtelle für Altmateriafſen 6, 20) zunächſt bis einſchlteßlich Montag, den 4. Novembex ds. Js. zeſchloſſen Zum Eintrag in die Beſtelliſten werden hiermit die im Juni und Juli ausgeſtellten Schuhbedarf⸗ ſcheine für gültig erklärt. 3 — Städtiſche Bekleidungsſtelle. Alte Damenkleider— Alte Herrenkleider auch ſtark abgetragene und ſchelnbar nutzloſe, bitten wir dringend uns entgeltlich oder unenkgektlich zu lberlaſſen. Die Net an Mädchen⸗ u. Kuabenkleidern iſt groß! Wir iertigen aus dieſen alten Sachen im⸗ mer noch brauchbare Stücke, die beſſer ſing als ſol⸗ Städtiſche Bekleibnnasſielle, N 8. 6. Annahmezeiten ron—12 Uhr und 38—5 Uhr. hat die kath. Kultusgemeinde als Erſatz für das alte Gotteshaurs errichten laſſen, deren Einweihung dieſer Tage der neue Biſchof der Diözeſe Speyer vornahm. Die Kirche ſchwingt ſich wieder ſchön in die reizvolle Umgebung ein und bildet in dem Landſchaftsbild der romantiſchen Felskuppen Weinberge und Ackerfluren an der Ein⸗ der Alſenz in die Nahe einen wirkungsvollen Gegenſatz. Kirche ſchmiegt ſich auch das bereits bewohnte neue Pfarr⸗ u angeln, womit ſein Kamerad gleich einver⸗ haus, während das alte um 13 400 Mark ebenfalls in Privatheſitz ettuch hat einen Wert von 100 M D. wurde zu 6, B. zu 3 Monaten Gefängnis +. Darmſtadt, 29. Okt. Den eigenen Vater erſchoſſen hat geſtern abend die 20 Jahre alte Elt wie ſie angibt aus Notwehr und wegen iſt nach der Schilderung der Täterin Vater ſoll ſie mit dem Meſſer bedroht haben bald bei der Polizei. Eigentümlich bieibt, nze wird demnächſt verſchwinden. Die vor Hinterkopf ging— an der Sürn wieder h laheth Würz in Langen, Bein ohung Der Vorgang ohnung geſchehen. Der Sie erſchien dann als⸗ daß der Schuß in den erauskam. Die Täterin * Stkulktgart, 30 Okt. Der bekannte Stuttgarter Branddlrektor Nachrufe des„N. Tgbl. Am 2. November 1891 zam Bewerbern hatte der Stutt⸗ von Stendal, zum Stutt⸗ Jacoby organiſierte die alte auf entnehmen wir folgende Einzelheiten: Brund Jacoby nach Stuttgart. Von 23 garter Gemeindecal An, den Brandmeiſter 2 erwezr um. Das ging nicht ſo ganz eicht. Der norddeutſche neid, die ſtramm auf ein klares Ziel hinarbei⸗ tende, reſolute Tatkraft, die der Brandmeiſter und ſpätere Brand⸗ direktor von Anfang an bewies, paßte den Schwaben nicht ſo recht in den Kram. f Brandmeiſter aus“ Der fragte nicht darnach, tat weiter unverdroſſen ſeine Pflicht. Und mehr als das. Faſt keinen Brand erlebten di⸗ Stuttgarter, bei dem nicht Jacoby unerſchrocken mitten unter ei. del Feuerwehrleuten gegen die Wut des Elements kämpfte. Von perſön⸗ licher Rückſichtnahme, von beſonderer Schonung keine Rede. Das bewirkte das wunderbare: aus dem anfangs ſo unpopulären, vel angefeindeten Mann wurde eine im ganzen Stadtgebiet und darüber hingus allgemein beliebte, hochgegchtete Perſönlichkeit, die das Ver⸗ trauen der geſamten Bevölkerung rückhaltlos genießen durfte. Uad des Vertrauens derſtärkte ſich mit den Jahren mehr nter Jacobys Leitung wurde die anfänglich noch kleine Truppe größer und größer, und ihr Aufgabenkreis weiter, verant⸗ wortungsreicher, 1906 batte Stuttgart bereits eine 3. Feuerwache, und 1911 beſorgte den Krankentranspart, die erſte Hilfeleiſtung bei Unglücksfällen, die Rettung von Tieren, den Ueberwachungsd ienſt bei Hochwoſſer uſw. bereits die Stuttgarter Feuerwehr. Jae by bildete in den Kaſernen auch beſondere Milttärfeuerwehren aus und gab der Bahnhofsfeuerwehr zweckentſprechende Inſtruktionen. 1915 mußte Jacoby der rechte Juß amputiert werden, weil er ſich bei eine Blutvergiftung zugezogen hatte. an ſchimpfte ſich echt ſchwäbiſch über den ſtraffetz ieeeeeee en: Schußflickſſuße, P 8. 8, von—12 und 6 lhr. Jebermann kann ſeine Schuhe ſelbſt ausbeſſern. Kurſe zur Herſtellung von Hausſchuhen. Holzſchuhen und Straßenſchuhen ßeginnen ſeden Montag. Daer 5 Tage. Vorherige Anmeldung unbedingt nötig. Mütterberatungs⸗ und Sünglingsfürſorgeſtelle. „Die Miütterberatungs⸗ und Säuglingsfürſorge⸗ ſtelle will der Säuglingsſterhlichkeit entgegenarbeiten und ſie bezweckt daher vornehmlich die Fördernſeg Ihre Aufgabe iſt es, allen Müt⸗ tern, die ſich in Angelegenheiten der Säuglingspflege dort einfſinden, Belehrung und Rat unentgeltlich zu erteilen, außerdem werden ſolchen Müttern, die ihre Kinder ſelbſt ſtillen, alle 14 Tage Geldbeihilfen von Die Geldbeihilfe wird bei regel⸗ mäßiger 14tägiger Vorſtellung des Säuglings in der bis zur Beendigung des dritten Lebensmo⸗ nats des Säuglings Kinder 4 Monate regelmäßig vorſtellen, erhalten eine weitere Gelbbeihilfe von 5 Mk. Vorſtellung deß Kindes nochmals, wenn es 6 Mo⸗ nate oder 1 Jahr glt iſt, ſo wird eine weitere Geldbeihilfe von 3 Mk. bezw. 5 Mk. gewährt. Die Sprechſtunde der Mütterberatungsſtelle ſieht Frauen der Altſtabt ſowie der Vororte offen und „kindet ſeweils Dienstag und Freita des Selbſtſtillens. Mk. zugewenbet. Die Stillprämien gelten nicht als Armenunter⸗ ſtützung und ihre Annahme hat nicht die Beeinträch⸗ tigung politiſcher Rechte zur Folge.— Auch nicht ſtillende Mütter werden koſtenlos beraten, ebenſo ſteht die Beratungsſtunde den Müktern größe ger Kinder im vorſchulpflichtigen Alter bis zum g. Le⸗ bensjahre offen; es wird ihnen Rat über Pflege und Ernährungsweiſe der kleinen Kinder dort erteilt. Städt. Jugendamt. a Bekaunimachung. Samen⸗ und Düngerbezuß für die Jn⸗ haber von Klein⸗ u. ſooengunten Kriegs⸗ Kriegsgärten betreſſend. Um den Jahabern von Klein⸗ und ſogengunten Kriegsgärten den Bezug der benötigten Sämereſen und künſtlichen Dünger zu erleichtern, beabſichtigen wir, uns mit größeren Poſten dieſer Artikel ein⸗ zudecken, welche dann zum Selbſtkoſtenpreiſe an die Intereſſenten abgegeben werden follen. Dieſenigen Garteninhaber, welche ſich an dem gemeinſamen Bezug beteiligen wollen, werden er⸗ jucht, ihre Abreſſe unter gleichzeitiner Angabe der benötigten Mengen, auf unſerem Büro, Rath ius N 1. 2. Stock, Zimmer 39)„(Städtgärtnerei) bis längſtens 10. Nvember ds. Is. aufgeben. 45 Uhr im alten Rathaus, Lit. F 1, mer 23, unter ärztlicher Mitwirkung ſtatt. Mannheim, den 28. Oktober 1918. lan g. Movbr. 5 Zilehung der und Schlussklasse der beußisch- Süddeutschen assen-Lofterie ur Ausspielung gelangen 4000 Gewinne im Betrage von Ji6b Mark r 64 Millionen Mark) un im günstig sten Falle Mark III auuneszdnag U. B. W. Preis der Lose: Lotterlegeschärt ——— Nennheim rel. 7283 on Lotterielosen aller erlaubter achnahme, ins Feld gegen endung des Betrages. mlos und franko. — Zum„ Anferfigen u. An von Damen⸗ und Kiader⸗ kleidern in u. außer dem Hauſe wird angenommen. Traitteurſte. Nr. 31, paxt. PECErCCC ˙.. ittag- w. Abemdtisch K 3, J Pension Böhfes Guter reichl. Mittag⸗ u. Abendtiſch für beſſ. 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Nr. 509. „324 — Donnerstag, den 31. Ottober Maria joy geb. Laier Stephanie Wissing geb. Laier Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden u. Bekannten die schmerz- bhehe Mitteiluug, dass unser lieber, treuer, unvergesslicher Sohn, Bruder und Schwager kmner Piuls Laier Inhaber des Eisernen Kreuzes fl. Klasse im blühenden Alter von 20%/ Jahren, infolige einer schweren Verwundung, in einem Feldlazarett am 20. Oktober sanft ent- schlafen ist. 259b In tiefem Sehmerz: Maria Feuchter Witwe Joaquin** Manfred Wissing, 2. Zt. franz. Oefangenschaft. Frisdrich Laier MANNTIEIM, Uhlandstr. 22. Die Beisetrung wird nach der Ueberführung bekannt ge- geben. dass unser geliebter Sohn und Bruder Franz Nau Heute erst erhlelten wir die traurige Nachricht, Vizefeldwebel und Offiziersaspirant zuletzt bei einem Schallmesstrupp Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Badiscken Verdienstmedaille. nach 51 monatt: treuer Pflichterfüllung infolge Lungenentzün- dung im vollendeten 28. Lebensjahre in einem Feldlazarett ge-· storben ist. 270b In tiefstem Schmerz: Familie Franz Rau. MANNHEITM, C 8. den 31. Oktober 1918. Freunden und Bekannten machen wir die trau- rige Mitteilung, dass auch meln zweiter lieber und braver Sohn, Bruder und Bräutigam Kanonier Karl Busch Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse am 18. ds. Mts. nach dreljähriger treuer Pflichterfüllung in Feindesland sein junges Leben lassen musste. 200b In tiefer Trauer: Franz Busch u. Angehörige Martha Hentschel ale Braut MANNHEITIM, Kepplerstr. 34, den 31. Oktober 1018. Tocles Anzeige. In unsagbarem Schmerz allen Freunden und Bekannten die tieftraurige Mittellung, dass uns heute unser guter, so sehr geliebter, ültester Sohn aud Bruder 241b HKMUM t nach kurzem, schweren Kranksein entrissen wurde. Die Feuerbestattung findet Samstag. 2. NoyY. 2 Uhr aachm., atatt MANNHREIM, barorstr. 2(Neuostheim], den 2. Oktober 1918. Geort Bager und Frau Lina geb. VJoh Walter Rager Altred Rayer. Statt besonderer Anzeige. Heute früh verschied nach schwerem Leiden unser lieber Sohn Erwin Rothenhöfer Kaufmänn. Beanmter Im 2. Lebenalahr. J5 Die Beerdigunt findet gamstaz, den 3. Nevember, nach- mittags ½1 Uhr statt. MANNHEIM. den 90. Oktober 1914 Helnrien Rechenhöter, Stadtpfarrer nd Nruan Kritse, geb. Leo. 2 Todes-Anzeige. In tiefem Schmerze teilen wir allen Verwandten, Freun- uud Bekannten mit, dass uns am Dienstag nachmittag uner- Wärtet rasch nach kurzer schwerer Krankheit au-ere herzens- gute Tochter, Schwester, Enkelin und liebe Niehte Johanna im Alter von nahesu 26 Jahren durch den Tod entrissen wurde. In tletstem Sehmerns: Familſe Theoder Rrastde Famllie Zakeb becher Fumille Beruhard Fushag ſe. MANNHETM. Friedrichsfelderstr. 38, den 1. Oktbr. 1018. Die Beerdirung findet am Samstag nachmittag/ Uhr von der Leichenhalle aus statt. 27 Todes-Anzeige. Schmerzbewegt teile allen Verwandten, Freunden und Be- kannten mit, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere innigstgeliebte, herzensgüte, treubesorgte Mutter, Schwoester, Tochter und Tante Frau Anna Neukert geb. Maisch im Alter von 84 Jahren gestern abend 10 Uhr aach kurnem, gchworen Leiden, wohlverschen mit den beil. Sakramestes, zu zich ia die Ewigkeit abzurufen. O2f. MANNHEIM—-FEUDENHEI, MALSCAH. d% M Otober 1018. Der tiettrauernde Gatte: Fr., Kart Nde e und Kinder: Kari, Herbert, Hans. Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Novem nachmitta 8 Unr, vom Trauerhadse, Körnerstrasse 8/10, aus—2 5 Von Kondolenzbesuchen bitten absehen zu wollen. Todes-Anzeige. Nach kurzem schwerem Leiden verschied gestern nachmitag 6 Unr meine innigstgeliebte Gattin, meiner Kinder treubesorgte herzensgute Mutter, Schwester, Schwagerin und Tante Emma Johanna Schnate im Alter von 33 Jahren. Ludwigshaſen a. Rh., Oberbessenback, Mannheim. Vaihingen a. d. Enz. Kornwestheim. den 30. Oktober 1918. un Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen: Michael Schnatz und Rinder Hildegard und Hans. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag/ 3 Uhr von der hiesigen Leichenhalle aus statt. 201b verwenden. Wir verl. un- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem herben verluste unseres unvergessfichen, lleben Sohnes und Bruders Hugo Throm Apotheker und Chemiker gand doktorie innigsten Dank. Familie 0. Throm Mollstrass 86. Sentt bedonderer Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine Innigst gellebte Frau, Tochter, Sch wester und Schwägerin 284b Maria Mack rere nasd kurzem sch weren Leiden im Alter von Jahen uner- wardet zu aich in die Ewigkeit abzurulfen. Im Mamen der tieftrauernden Hinterbliebenen Nons Mack. MANNRHHAM,(Schimperstr), 20. Ox tober 1918. Die Beerdigung findet Samstag, den 2. November, 12 Uhr mittaas von der Leichenhalle aus statt Das Seelenamt für die Verstorbeue findet am Dienstax. den 3. Nov., morxens 7 Uhr in der fleillxzeistkirche statt. uetert w 2 Stungen Druckerer du1 daas rauerbriefe asee GegerenAnreges den.6A Toddes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekangten die tlefsehmerz- niiehe Mitteilung, daas meine inniget zellebte Gattin, unsere treubesorxte Mutter Ta275 Frau Käthe Schobert geb. Loobert am Dleustag Abend im 388. Lebensjahre nach kurzer, schwerer Krankheit ron uns geschieden lst. MANNHREIM, Burastr, 24, den 30. Ok tober 1018. In tiefer Trauer 0 lullus Schobert und Kinder. Die Beerdigung ktindet am Sanistag ½% Uhr statt. Statt Karten. Josef Werle Marie Werle geb. Odam Vermähite. MHanuheim(Verl. Jungbuschstr.), 3l. olt roddes-Anzeige· Nach Gottes heilisgem WIIIg, schied nach kurzer schwerer gte neit. verschen mit den heilisen 9 sak ramenten Schwester Geras prdlessin der Hlsterdronner Schres Ste starb im 16 Jahre ihres lebeus, das sle ganz im en Nächsteuliebe in Mann uno bracht. Wir bitten um das 3 des Gebetes für ihre Seelenruh 1 Die Beerdikuug fludet 0 nachmittag 5 Uhr von 7 Leichenhalle aus statt. Mannhelm, den 30. Oktobef boer vorstaud* der NMiederbronger Seh NNe rodes- Anzeige gott dem Allmächtigen bat. unser liebes Kind und Sch vestefe WIinàA ganz plötzlich und anel wartet seiner Engel aulzunchmen. lu tietstem Seren, rans Anger mit 8 Die Breruigung kinde! an Bem I Nerember. wachguttegs% O, Friedhofkapelle ausn svatt. unaxx EIM. Setrosstr.. mbeer- Je⸗ —— B Nn 1 neneke Erate, i8 wteber iriſg cingetneſg 5 jolchen als anertannt beſten Tes-Grſch 1600 jedem meötztulſchen Beigeſchmac uegſch 0 10 duftendes Arema dem teuten chin 194 8 ähnlichten u. ſehr billia im 618 0 E Jagers Teehaus, fF 40 85 de Grobe festpostel Lonlepapier l. e 1 prolswert abzugeben. gralmu, 10 0 br. Wenzſik& Ing. Schl⸗* Bonn= el . %0 Wamum aln. 10 Pelzwaren.5 27 Well wir uut aute Nehe. 2 + N elea. Normen und Setbe azasb. Sedt, ter Nachm., ſolange der Vorrat xeicht. Oochel en. 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