Ornerale. zeiger mannbeim. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. Beilagen: Der Sport v. Sonntag. Aus der Welt der Cechnik. G der tit a und„Nutznießer“ der Lieferungsverträge. e dirtuüſtete Kriegsgebiet ſchen 8 Abln, 22. Seyt. kung bei einen: Abkommen tatſächlich durchgeſetzt. Danach ſind die Sezugspreije: dn Maundeim uns Uumgebung monattich keei ins gaus gebracht mark 180.—. Durch dle poſt bezogen Aertell. Mart 46.—. einummer Mk..09. poftſchecktonto Ar. 1780 Karisrude in Baden und Rr. 2917 Luòwigodafen am Hauptgsſchäfteſtelle E 6. 2. Seſchäfts„nebenſtelle Aeckurvgenadt, Waldbofftraße nummer 8. Fernſprecher ar de, 501, 62, 7083, 7943, 7035. Telegramm⸗Adreſſe: —— Die Wiederaufbauverträge und die Sozialdemokratie. Der Vertrag zwiſchefl Hugo Stinnes und dem Marquis de Lu⸗ rſac macht Schule. Nachdem eine ſüddeutſche Induſtriegruppe einen Abnlichen Vertrag. geſchloßſen hat, iſt jetzt zwiſchen der Lehrer⸗ von Siemens Kommanditgeſellſchaft in Berlin und einem franzöſiſchen Unternehmerverband eine Vereinbarung zuſtande gekommen, nach der die deutſche Geſellſchaft und die ihr angeſchloſſenen Unternehmer⸗ gruppen ebenfolls an dem Wieberaufbau der zerſtörten Gediete don Nordfrankreich beteiligt werden. jen neuen Vertragsbeſchlüſſen kaum zu ſagen. Nachdem die deutſche Regierung und ihre parlamentariſche Gefolgſchaft die Verantwortung ir die urſprünglichen Sachlieferungsverträge mit der Entente über⸗ gommen haben und nachden: dieſe Verträge durch das Bemelmanns⸗ und Gitette⸗Abkommen auf die Grundlage der freien Lieferung ge⸗ 7 ſtellt worden ſind, iſt die praktiſche Anwendung eine notwendige Folge, üͤber die man ſich nicht zu wundern braucht. Es iſt deshalb⸗ Allenfalls zu verſteben, daß die„Rote Fahne“ die Lieferungsverträge unter ihre Schimpfkanonade nimmt. Es iſt aber ſachlich ganz un⸗ gerechtfertigt, daß ausgerechnet die Sozialdemokratie die neuen Lie⸗ erungsverträge ebenſo wie das Abkommen zwiſchen Stinnes und Luber ſat aufs ſchärfſte angreift und die Gewerkſchaften dagegen mobil zu machen verfucht. Soweit die Lieſerungsverträge und ihre Ausführung ein Teil deuiſchen Erfüllungspolltik ſind, und auf Koſten des deutſchen elkes gehen, hat die Sozlaldemokratie wahrlich keine Urſache, an⸗ anzuklagen. Denn die Früchte der Erfüllungspoli⸗ ſind auf dem Baume derjenigen Regierungskoalition gewachſen, die ſozialdemokratiſche Partei der ſtärkſte Teilhaber war und enn Einfluß beſaß. Ganz kläglich aber iſt es zu ſehen, wie Partei jetzt gegen den Kapitalismus wettert, und zwar als den Dieſes Klagen and ſes Zetern ſoll wahl darüber hinwegtäuſchen, daß andere da rfelge haden, wo die Sozialdemokratie mit ihren Wirtſchaftsmetho⸗ Aicht 2 genug darüber zu jammern, daß man von dem Wiesbadener mmen abgewichen iſt. das bekanntlich einen außerordentlich ſchwerfälligen, bürokratiſchen Appaxat auf deutſcher und franzöſiſcher e aufbaute, der als Geber und Empfänger der Sachlieferungen Wis ſollte. Tatſächlich liegen die Dinge aber doch ſo, daß da; 05 badener Abkommen gerade wegen dieſer ſtauts ſozialiſtiſchen rundlage ein völlig undrauchbares Inſtrument geblieben iſt, mit niemand etwas anzufangen wußte. Erſt die Einſchaltung des keeſen Verkehrs hat das Sachlie ferungsverfahren zum Leben erweckt. es iſt gang gewiß nicht zu beſtreiten, daß dieſe Tatſache ihre imaongenehme Seite hat, denv die Lieferungen ie ſchi „ die gehen, wie ſchon ge⸗ ſact, auf Koſten des deutſchen Volkes. Ader hat denn die Sozial ⸗ demokralte irgendwelche Urſache. ſich darüber aufzuhalten? nicht immer wieder die bate d moroliſche Pflicht Deutſchlands betont, das ſacdachen Vorausſetzungen für das geſamte Lieferungsverfahren ge⸗ bdaffen? Muß nicht ſie in erſter Linie damit einverſtanden ſein, daß Lieterungen nun in Gang kommen? Kritik zu üden iſt wahrlich 8* Soche der Sozialdemokratie. Und wenn durch die Odeferungs⸗ üg wirklich eine gewiſſe Entſpannung in den deutſch⸗franzöſi⸗ eziehungen eintritt, wenn darin für unſere Politik ein dewinn zu erblicker iſt, ſo mag es wohl ſchmerzlich für die Sozial⸗ lein. daß nicht ſie das mit ihren Methoden erreicht hat, Leplten der Kapitalismus. Das gibt aber kein Recht, auf den Nhonemue zu ſchimpfen, viel richtiger wäre es, wenn aus dem nrtet programm der demnächſt vereinigten ſozialdemokratiſchen ſſche 2. der grundlegende Satz geſtrichen würde, daß das kapitali⸗ ſchäde Wirtſchaftsſyſtem ſich hen zu heilen, eten müſſe. Der Schmerz der Sozialdemokratie iſt darüber beſonders groß, derträe gewerkf chaftlichen Organiſationen bei den Lieferungs⸗ in den Hintergrund getreten ſind, während ſie nach dem fefer adener Abkommen einen maßgebenden Einfluß bei den Soch⸗ men ungen beſttzen ſollten. n, daß das ſozialiſtiſche und daß deshalb der Sozialismus an ſeine Stelle Lieferungsprogramm ſich als unfrucht⸗ 0 Eaceneſen hat. Es iſt deshalb auch ungerechtfertigt, wenn die Lewertſa ratiſchen Varteien jetzt die Forderungen erheben, daß die den Oldaſten in die freien Lieferungsperträge„einzuſchalten“ ſeien. Darzeier erkſchaften müſſen nach Anſicht der ſozialdemokratiſchen 9150 Kontroll⸗ und Mitbeſtimmungsrecht in weiteſtem Umfange Awag 5t werden. Damit kommt die ſozialdemokratiſche Politik „dst festum(wenn man dieſen Ausdruck hier anwenden darf). dag, weleet gar keinem Zweifel, daß die Lieferungsverträge ohne der bedimrirkung der Gewerkſchaften nicht durchzuführen ſind. Wenn Vaſen iſche Arbeiter die Mitarbeit an dieſem Werke ableynt, ſo Nenn alle Verträge nichts. Es wäre aber eine falſche Methode, d die Gewerkſchaften ſich von den ſozialdemokratiſchen Porteien euarte polttiſchen Effettes halber dazu verleiten ließen, die Lie⸗ Nan des cnage durch ſozialiſtiſche Zuiaten zu verpfuſchen. Nein, lebe n Gewerkſchuften(und der Sozialdemokratie) wirklich an dem A mufbau etwas gelegen iſt, ſo merden ſie ſich in ohne Linte dazu verſtehen müſſen, Mehrarbeit zu leiſten. Denn ſe Mehrarbelt kann Deutſchland neben bem eigenen Wieder⸗ nicht auch noch den von Nordfrankreich cuf ſich nehmen. d. die Bewerkſchaften ſich„einſchalten“ wollen, ſo haben ſie hier eſte Gelegenhett.„ * 5 Das Nbkommen Stinnes⸗Luberſac. In einer kritiſchen Beſprechung des Ab⸗ 79 die Stinnes⸗Luferſuc ſcheien die„Köln. Zta.“: Es wird un⸗ ie 4 72 bei Abtoumen inkt der frazöſtſchen Induſtrie für den L erung au zu verriabaren, daß wenigſtens dasjenige, was die ind in an ausfändiſchen Stotzen emhalten, nicht Deulſch⸗ dern der 5 paermaak auf Meparaucnetontg Hulgeſchrieben, ſon⸗ dette ge eutſchen Induſtrie in Franken bezahlt worden. Das ba broßgewerbe hat, wie man uns verſichert, dieſe Forde⸗ — Etwas Grundſätzliches iſt zu die⸗G den ſich alz völlig ohnmächtig erwieſen hat. Der„Vorwärts“ weißß wieber aufzubouen, hat ſie nicht erſt die als unfähig erwieſen habe, die Kriegs⸗ Denn genau das Gegenteil hat ſich als wahr erwieſen. Das hängt eben ganz eng damit zuſam⸗ ——— Abend⸗Ausgabe. gletzu. Necht. Mannh. Srauen-Geitung. WMannh. Muſik-Zeitung. Franzoſen verpflichtet, das Kupfer, was in den beireffenden Liefe⸗ rungen enthalten iſt, in Franken zu begleichen. An die Jerein⸗ barung einer ſolchen Klauſel hat Herr Stinnes bei ſeinem Vertrage allem Anſchein nach nicht gedacht. Umſo notwendiger iſt es, dieſes Erfordernis bei allen noch in Vorbereitung befindlichen Abkommen nicht zu überſehen. Ein bayriſches Sachlieferungsabkommen. X: München, 22. Sept. Für Sochleiſtungen auf dem geſam⸗ ten Gebiete des Wiederaufbaues im Sinne des Bemelmann⸗, Gillet⸗ und Wiesbadener Abkommens hat eine Gruppe von Intereſſenten zwecks freien Zuſammenſchluſſes die Wiederaufbaugruppe Bayern m. b. H. mit dem Sitze in München und einem vorläufigen Geſell⸗ ſchaftskapital von 300 000 Mark gegründet. Wie den„Münchner Neueſten Nachrichten“ hierzu mitgeteilt wird, gehört der Gruppe eine größere Anzahl ſüddeutſcher Werke an. Unter ihnen befinden ſich die bedeutendſten der Toninduſtrie, Werke der Metall⸗, Eiſen⸗, Holz⸗ und Maſchinenbranche ſowie der Automobilinduſtrie, bei letzterer auch die Daimler Motorengeſellſchaft in Stuttgart. Es beſtehen bereits Verträge mit franzöſiſchen Intereſſenten, die vom Miniſterium der befreiten Gebiete Mandate erhielten. Dieſe Man⸗ datare übernehmen die Aufträge der franz. Geſchädigten bezw. der Tooperationen, um ſolche an die deutſchen Intereſſenten weiterzulei⸗ ten. Die Durchführung der Lieferungen wird gemäß dem Wies⸗ badener und dem Gilletabkommen vorgenommen. Zweignieder⸗ laſſungen der Wiederaufbaugruppe befinden ſich in Frankreich, Bel⸗ gien und Jugoflavien. Auch für die bayeriſchen Sachlieferungen kommt der franzöſiſche Minimalzoll nach Zuſage des Wie deraufbau⸗ miniſteriums in Paris zur Anwendung. Mit Stinnes hat die Gruppe ebenfalls Fühlung genommen. Es wurde ein Uebereinkommen er⸗ zielt, daß auch die bayeriſchen Lieferanten durch die Aktiengeſellſch⸗ für Hoch⸗ und Tiefbau Reparationskohle erhalten. Ueber die Durch⸗ führung im einzelnen ſchweben noch Verhandlungen in Berlin, die in den nächſten Tagen zum Abſchluß kommen dürften. Vor der Entſcheidung in der Orientkriſe. 1 Berlin, 22. September. Von unſerm Berliner Büro.) Der heutige Freitag wird, wie der„B..“ aus Paris wird, ein Tag von großer politiſcher Bedeutung ſein. m Vormittag trat der franzöſiſche Miniſterrat zu⸗ ſammen, um entſcheidende Beſchlüſſe zu faſſen. Am Nach⸗ mittag wird es ſich bei der Wiederaufnahme der Orkent⸗ beſprechungen zwiſchen Poincaré, Lord Cur zon und dem Grafen Sforza herausſtellen, ob eine Verſtändi⸗ gung über den Frieden möglich iſt oder nicht. Der Beſchluß des Londoner Kabinetts, die Beſetzung des aſiati⸗ ſchen Dardanellenufers aufrecht zu erhalten, hat in Paris einen tiefen und enttäuſchenden Eindruck ge⸗ macht. Der Ton der Pariſer Blätter iſt heute weniger zuver⸗ ſichtlich als in den letzten Tagen. Die offiziös inſpirierten Zei⸗ tungen vertreten jetzt die Theſe, daß Frankreich alles tun müſſe, um einen Zuſammenſtoß zwiſchen der Türkei und England zu verhüten. Das würde vorausſichtlich ge⸗ lingen können, wenn den Türken unverzüglich ausreichende Zuſicherungen für die Zugeſtändniſſe, auf die ſte bei Friedens⸗ ſchluß rechnen könnten, gemacht werden; andernfalls garan⸗ tiert Frankreich für nichts, denn der drohende Vor⸗ marſch nach den Dardanellen ein paar Tage aufgehalten werden. —: Berlin, 22. Sept. Wie die„Voſſ. Zeitung“ aus Paris er⸗ fährt, warnen dortige Kenner der engliſchen Verhältniſſe vor der Ueberſchätzung des Einfluſſes der engliſchen öffentlichen Meinung auf die Regierung. Sie erklärxen es für durchaus nicht ſicher, daß die engliſche Regierung ſich zur en een der Truppen bereit finden wird. In den meiſten engliſchen Kreiſen habe die Haltung der fran⸗ zöſiſchen Regierung ſcharfe Krittk hervorgerufen, denn man bezeichnet die Abberufung der franzöſiſchen Truppen vom aſtatiſchen Darda⸗ nellenufer als Bru 0 der Abmachungen über die Befugniſſe Harringtons, der allein das Recht habe, über die ihm Unterſtellten verbündeten Truppen zu verfügen Die Pariſer Abendblätter, beſonders der„Temps“ und das „Journal des Debatts“ vertreten jedoch den Standpunkt, daß Har⸗ rin ton nicht das Recht habe, ohne Einwilligung der franzöſiſchen und italieniſchen Kommandos in Konſtantinopel über die verbünde⸗ ten Truppen zu verfügen, da ſich Harrington ſelbſt bei Gelegenheiten, die zu einem möglichen Konflikt führen könnten, dem von Marſchall 5 geleiteten interalliierten Kriegsrat unterſtellt zu betrachten abe. Wie der Berlmer Korreſpondent des„B..“ behauptet, iſt die Nachricht, das Lord Curzon nach London zurückkehren und ſeine Demiſſion einholen wolle, nicht zutreffend. Die Rückreiſe nach Lon⸗ don hat lediglich Admiral Veatty angetreten. Der engliſche Außen⸗ miniſter hat ſich, wie verlautet, mit der Zurückziehung der engliſchen Truppen aus Tſcharnak einverſtanden erklärt, falls Frankreich ſich dazu verpflichten ſollte, an einer Flottendemonſtration gegen die kemaliſtiſchen Truppen teilzunehmen. könnte höchſtens nur vom völkerbund. Die Debatte über die Reparations frage. WöB. Genf, 22. Sept. Im Anſchluß an die Reparationsvorſchläge Robert Ceeils und de Jouvenels trat heute der 3. Ausſchuß der Völ⸗ kerbundsverſammlung in die Beſprechung der Reparationsfrage ein. Der Neparationsentwurf Jouvenels wurde ſchließlich einſtimmig angenommen. 0 5 Jouvenel 5 erklärte, es handle fich darum, daß gerade kurz vor der beabſichtigten Konferenz von Brüſſel der Völkerbund an die Stelle der Staaten getreten ſei. Dieſe Feſtſtellung ſei umſo notwerdiger, als die deutſchen Zektungen bis geſtern erklärt hätten, daß Frankreich vom Völkerbund die Einberufung einer internakionaken Konfecenz zur Behandlung der⸗Reparationsfrage verlange. Der Entſchließungs⸗ tezt berechtige zu einer ſolchen Annahme. Die Völkerbundsverſamm⸗ lung habe aber zu den großen den Weltfrieden betreffenden Fragen unmöglich ſchweigen können. Die Tatſache, daß Frankreich nach vier Jahren des Friedens an der Spitze der Kulturwelt um ſein Recht bitten müſſe, komme daher, daß Frankreich ſeinen Sieg — nicht ausgenüczt habe, und daß man ihm keine weiteren Sis N Nunabmef nödt. nachm. 2 Ahr. Für Anzei agen, Stellen u. Ausgaben wW. keine Verautwortgüdern. Höhere Gewalt, Streiks, Zetriebs⸗ ſtörungen uſw. derechtigen zu kein. Erſatzanſprüchen f. ausgef. oder beſchränkte Husgaben oder flie verſpätete Rufnohme von Hinzeigen. Rufträge durch Lernſprecher ohne Sewähr. Bildung u. Unterhaltung. Seld u. Garten. Wandern u. Neiſen. cherheiten gegeben habe, als den Garantiepakt mit England und Amerika, der gar wicht beſtehe. Ebenſowenig habe es für Frankreich Reparationen gegeben. Frankreich, das nach Abkommen vom 5. Mai 21 1560 Millionen Goldmark bekommen ſollte, müſſe für ſeine verwüſteten Gebiete jährlich 1650 Millionen bezahlen. Jezt müſſe ſich die Solidarität Europas bekunden, ohne daß man eine In⸗ tervention Amerikas abwarte. Das Heilmitlel beſtehe in der Rück⸗ kehr zu dem großen Kulturwerk der Schaffung desſelben zwiſchen⸗ ſtaatlichen Preiſes für die Dinge in der ganzen Welt. Der Krieg habe das alles zerſtört, und der Friede ſei in wirtſchaftlicher und finanzieller Hinſicht noch nicht abgeſchloſ⸗ ſen. Die Welt, die 1914 in ein Zeitalter des Moratoriums eingetre⸗ ten ſei, ſei aus dieſer Epoche noch nicht herausgekommen. Frank⸗ reich verlange, daß man aus dem Zeitalter des Moratoriums heraus⸗ komme. Die erfte Grundlage des Friedens müſſe die Achtung vor den zwiſchenſtaatlichen Verpflichtungen ſein. Wenn Verträge überprüft würden, ſei das gleichbedeutend mit der Neutralität, die man verletze. Um die großen Probleme zu löſen, habe man nicht nötig, Verträge zu überprüfen. Es genüge, daß man bezahle, daß man die Wiedergutmachungsfrage mit der Froage der zwiſchenſtaatlichen Schulden gemeinſam be⸗ handle, und daß man begreife, daß eines dieſer beiden Problemie an das andere gebunden ſei. Jotthenel ſchloß, man müſſe den Willen haben, Europa wiederherzuſtellen, ohne auf äußere Hilfe zu warten. Alle Völker müſſen ſich endlich ſagen, daß ſie nur eine Wahl haben, nämlich zwiſchen der Solidarität in den Reparationen oder in der Solidarität des Zuſammenbruchs. Hierauf ergriff der engliſche Ver⸗ kreter Fiſher das Wort. Als erſter der neutralen Redner erklärte Branting (Schweden), daß der Augenblick, in dem der Völkerbund eiges der größten Probleme der Menſchheit behandle, ein feierlicher Augenblick ſei. Im Namen wohl aller neutraler Staaten, die unter den wixrt⸗ ſchaftlichen Folgen des Krieges zu leiden hätten, ſtimme er dem Vor⸗ ſchlag Jvuvenels bei. Vor allen Dingen ſei er aber auch mit Fiſher darin einig, daß die aufrichtige Mitkarbeit Deutſchlands unentbehrlich ſei. In dieſem Zuſammenhang ſei es die Mei⸗ nung aller neutralen Länder, daß die Zahlungsfähigkeit Deutſch⸗ lands berückſichtigt werden müſſe. Nach Ausführungen des hollän⸗ diſchen Vertreters Lude trat die Beſprechung in eine außerordent⸗ lich kritiſche Phaſe, als der— Vertreter der Schweſz, Molta, nachdem er der Entſchließung zugeſtimmt und Frankreich ſeine Huldigung ausgeſprochen hatte, die Frage der Rolle Deutſchlands in der Wiederherſtellung und im Völkerbund anſchnitt. Er wandte ſich gegen die Auffaſſung Hymans, daß unter den intereſſier⸗ ten Staaten nur die alliierten Regierungen zu verſtehen ſeien. Zu dieſen müſſe auch unbedingt Deutſchland gerechnet werden, ohne deſſen Mitarbeit eine befriedigende Löſung der Wiederher⸗ ſtellungsfrage undenkhar ſei. Ebenſo ſei der Beitritt Deutſch⸗ lands in den Völkerbund wünſchenswert. Er be⸗ dauere lebhaft, daß die Stimmung in Deutſchland dem Völkerbund nicht günſtig ſei, hoffe aber, daß, wenn ſich Deutſchland an den Völkerbund wende, man es nicht abweiſen werde. Er erinnere daran, daß das wichtigſte Ergebnis, das in Genus erzielt worden ſei, die Teilnahme Rußlands und Deutſchlands in der poli⸗ tiſchen Kommiſſion geweſen ſei. Während der Rede Mottas hatten ſich alle Blicke auf den franzöſiſchen Abgeſandten gerichtet, der unbeweglich blieb, während andere Vertreter lebhaften Beifall klatſchten. Nachdem aber der ſpaniſche Vertreter Gemenco ſin kurzer Rede ſeine Zuſtimmung zu der Entſchließung ausgeſprochen hatte, erhob ſich Joyhvenel N zu einer ſehr ſcharfen Erwiderung an Motta. Jouvenel bat die Kommiſſion den Entſchließungstert nicht zu ändern und ſagte dann mit ſcharfer Betonung: Ich verlange das um ſo dringlicher, als hier der Vertreter eines neutralen Landes gewiſſe Worte ausgeſprochen hat, die mich zu der Erklärung zwingen, daß es über den Entſchließungstext, nachdem die vier alliierten Vertre⸗ ter ſich geeinigt haben, keine Zweifel geben kann, daß niemand das Recht hat, deſſen Sinn zu vergewaltigen oder zu ändern. Wir Verbündete hatten heute das Glück uns über die Methoden, über die wir nicht immer ühereinſtimmten, zu einigen und das Bündnis neu zu feſtigen, das ſicz manchmal zu lockern ſchien. Wir haben nun eine volle Einigkeit unter den Verbün⸗ deten aber auch unter den meiſten Neutraſen verwirklicht. Ich bitte Sie daher nicht an dieſer Einſtimmigkeit zu rühren und mit mir den Tag zu begrüßen, an dem endlich der Albdruck, der auf uns laſtet, zu weichen ſchien. Die ſehr energiſch geſprochenen Worte wurden mit Beifall aufgenommen. Jen Schweizer Motta entgegnete, daß er annehmen wolle, daß Jouvenel keine unhöflichen Worte gebrauchen wolle. Er ſtellte einfach feſt, daß ſeine Auffaſſung von der großen Künie der übrigen Vertreter abweiche. Er habe nichts vergewaltigt und nichts verändert. Die Tatſachen, ſprechen ſelbſt. Der Präſident des Ausſchuſſes, Torriente(Kuba) ſchloß hierauf die Ausſprache, indem er feine Genugtuung darüber aus⸗ ſprach, daß er dieſe bedeutende geſchichtliche Ausſprache geleitet habe. Die Entſchließung Jouvenels Cęgeil mit der Ausarbeitung der Präxiſſen beauftragt. Unter großer Aufmerkſamkeit, jedes Wort deutlich betonend, mit klarer, oft feierlicher Stimme, erklärte dann der Verkreter Englands, Fiſher, daß er die Vorſchläge Jouvenels annehme, die nach ſeiner An⸗ ſicht anſtelle der Vorſchläge Cecils treten könnten. Er iſt mit ihnen erſtens deshalb einverſtanden, weil ſie die Bedeutung des Repa⸗ rationsproblems hervorheben und die Notwendigkeit der Lebensfrage der zwiſchenſtaatlichen Schulden ſöwie die Zuſammen⸗ hänge dieſer Fragen und für die Abrüſtung. Aller⸗ gs gebe es auch andere Elemente, die bei der Abrüſtungs⸗ frage techen, wie die Exrinnerung an die Felgen des Welt⸗ krieges und auch der gegenwärtige Zuſtand der Sowjetrepublik. Von der Löſung dieſer Fragen hänge der Friede der Welt ab. Fiſher wurde angenommen und Robert iſt mit dem Vorſchlage einer ſchnellen Löſung einverſtanden. Er a der Liige wurde dem Ulrich heiß und kalt; er fühlte, daß Barbara 2. Seile. Nr. 437T. 13 Mauntaimer General- Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe) Freitag, den 22. Sepfember 1922. betonte dabei, daß die Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen England und Frankreich ſich nur auf die Methode bezogen, nicht aber auf den Grundſatz, „Deutſchland die Reparationen bezahlen müſſe. Ueber das Recht Frankreichs auf Neparationen beſtehe auch in England kein Zweifel. Endlich ſei er auch damit einverſtanden, daß die Frage gegebenenfalls ganz oder teillweiſe dem Bölkerbund Udergeben werde, wenn die intereſſierten Regierungen es wünſchen. Joupenele Vorſchläge öffnen daher für den Fall, daß die Verhand⸗ lungen in Brüſfel ſcheitern ſollten, der Arbeit des Völkerbunds⸗ rats das Tor, wie es in anderen Fällen, ſo in der oberſchleſiſchen Frage, berelts geſchehen ſei. Was die Verleumdungen, deren Opfer Frankreich geworden ſei, betreffe, ſo ſei auch England oft verleum⸗ dei worden. Es habe den Ruf einer geheimnisvollen Nation, und es werde nicht immer im Auslande verſtanden. Jedenfalls werde es niemals die gemeinſamen im Kriege gebrachten Opfer vergeſſen. Dafür ſeien auch die engliſchen Vertreter in Frankreich zu zahlreich. Er hoffe außerdem, wie Jouvenel, daß Amerika eines Tages ſeine Macht und ſein unabhängiges Urteil Europa zur Verfügung ſteſten werde. Aber auch Deutſchland ſei an der Regelung dieſer großen Fragen intereſſtert.* der wenig befriedigenden Berichte aus Deutſchland könne man hoffen, daß die Führer der deutſchen Induftrie und des Handels begreifen, daß es kein In⸗ zereſſe daran habe, wenn das Problem ungelöſt bleibe, und daß auch in Deutſchland die Stimme der Vernunft erklingen werde. Auch darin ſtimme er mit Jouvenel überein, daß die Verträge getreulich beachtet werden müßten. Aber wenn man den Völker⸗ Hundsrat mit den Reparationen betraue, ſo werde er doch ein wenig dom Friedensvertrag abweichen müſſen. Aus dem beſetzten Gebiet. Zu den Verhaſtungen in Hamborn. —: Gſſen, 22. Sept. Der von den Belgiern verhaftete Kom⸗ mandeur der Sicherheitspolizei in Hamborn iſt wieder auf freien Fuß geſetzt worden gegen die Verſicherung, das beſetzte Gebiet nicht mehr zu verlaſſen. er Polizeiarzt Dr. Spandau von der Sicherheitspolizet in Hamborn auch freigelaſſen worden. Außerdem hatten die gier am Donnerstag voriger Woche die Witwe Heckmann in Hamborn und eine ihrer Töchter verhaftet. Dieſe beiden Perſonen wurden bereits am Montag in Freiheit geſetzt, dagegen eine andere Tochter der Witwe Heckmann an dieſem Tage feſtgenommen. Weiter ſind ein früherer Ham⸗ borner Schutzpoliziſt, der jetzt dem Arbeiterſtand angehört und der Kantinenwirt des Sportklubs Union in Hamborn, der ſeine Kan⸗ tine neben der Kaſerne der erſten Hundertſchaft hat, in Haft, alſo zuſammen zwei Offiziere, zehn Beamte und drei Ziviliſten. Wie der Vertreter der Koln. Atg.“ erfährt, ſind die meiſten Verhaf⸗ teten als Zeugen in der Mordſache Graff feſtgenommen worden. Nur gegen den Leutnant, den Arbeiter und Fräulein Heckmann ſteht ein Haftbefehl. Die der Verhafteten in dem deutſchen Unterſuchungsgefängnis in Aachen iſt, wie dem Vertreter der„Köln. Ztg.“ 5 wird, ſehr gut. Die als Zeugen in Betracht kömmenden Perſonen wurden in Aachen als Unter⸗ ſuchungsgefangene behandelt. Sie kamen alſo in Einzelhaft und mußte: Geld und Uhr abgeben. Sie wurden einzeln verhört. * Berlin, 22. September.(Von Berliner Büro Auf Wher ee in Saarbrücken, die von vielen Kan ſenden beſucht war, wurde bekannt, daß die beiden Redakteure des ſozialiſtiſchen Blattes mit 1 5 Wirkung ausgewieſen worden ſeien. Daraufhin geſtaltete die Verſammlung zu einer miſchen Proteſtkundgebung gegen dieſen Ausweiſungs⸗ befehl. Es eine Entſchlleßung zur Annahme, in der die Ausweiſung als Racheakt der Regierungskommiſſion hezeichnek wird für die„empfindlichen Niederlagen, die ſie in den letzten Monaten, zuletzt noch vor dem Völkerbundsrat erlitten hat.“ ) Saarbrücken, 22. Sept. Die Zentrumsfraktion des Landes⸗ rats hai einer Blättermeldung zufolge die dem interfraktionellen Ausſchuß angehörenden Fraktionen erſucht, gemeinſame Schritte bei der Saarregierung zwecks Behebung der kataſtrophalen Notlage von Rentenempfängern aller Art und ſonſtigen bedürftigen Perſonen zu unternehmen. Eine Deputatton der inbétracht kom⸗ menden Fraktionen des Landesrats ſoll zunächſt in einer Ausſprache mit der Regierung verſuchen, gemeinſame Verhandlungen mit den inbetracht kommenden Behörden in die Wege zu leiten. Die Zen⸗ trumefraktion hat bereits Richtlinien ausgearbeitet, die eine geeig⸗ nete Grundlage für eine Hilfsaktion zu Gunſten der Notleidenden im Saargebiet bilden können. Sie gliedert ſich in drei Teile: Ge⸗ meinſame Maßnahmen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, geſetz⸗ geberiſche Maßnahmen, Lieferung verbilligter Lebensmittel. Jungfrau Königin Roman von Erwin Roſen. Copyright by Verlag„Berlin⸗Wien“. Berlin. (Fortſetzung.) 5 25(Nachdruck verboten.) Bei Tiſch ſprach er wenig und Varbara wagte nicht, in ihn zu dringen, ſondern verfiel ihrerſeits in ein bedrücktes Schweigen. Und dann ging er hinaus, in die Ställe und wer weiß wohin, und kam erſt gegen Abend wieder. Als alles im Haus zur Ruh' und nur noch der Bauer und ſeige Frau euf waren, konnt' ſich Barbara nicht länget halten. Sie ſaßen beide am Tiſch bei der Lampe. Er rauchte ſeine Pfeife und ſie halte den Strickſtrumpf in der Hand, tat aber nichts daran. „Hli— begann ſie ſtockend und ſchüchtern—„wie iſt's denn nun mit der Einnahme— füllt etwas ab für mich? Du weißt — mir tät's ſchon lange not. Ich hab' immer noch Ausſtände beim Kaufmann. Und die Kinder brauchen neues Zeug zum Winter—“ Sie ſah gar nicht auf aus lauter Angſt vor der Antwort, und ſo merkte ſie nicht, wie Ulrichs Geſicht ſich verfürbte und umwölkte. „Es wär mir lieb, wenn's noch Zeit hätte,“ ſagte er.„Der erſte Oktober iſt vor der Tür— ich muß dem Geſinde ſeinen Lohn zahlen— und die öffentlichen Abgaben ſind fällig—“ „Ig— aber das kann doch längſt nicht alles aufzehren—“ „Ich hab' auch nach Löcher zu ſtopfen, vom Frühjahr her—“ Run ſah Barbara auf. „Ja— dapan haſt mir ja nie ein Wort geſagt! Und ich denk', du haſt einmal was verkauft— im Sommer— zum wenigſten att'ſt. du die Abſicht—“ „Nun ja boch, ich hab's ja auch getan!“ „Und troßdem—“ Sie wagte nicht weiter zu fragen. „Der Händler hat mir nicht gleich alles gezahlt geſtern.“ Bei ihm nicht glaubte. „Aber das iſt ja noch nie geweſen—“ ſagte ſie.„Haſt dich denun wenigſtens verſichert, daß es ein ehrlicher Mann iſt, der dir's nicht ſchuldig bleibt?“ Urich Amberger ſchwieg. „Ull ſas' mir doch die Wahrheitl“ „Run ja denn— daß du's weißt, gleich auf einmal—“ Er ſpraug auf und ſah ſie hergusfordernd an.„Ich hring' ſo gut wie nichts nach Hauſe und hab' auch von keinem mehr etwas einzu⸗ fordern. Ich hab's verwürfelt und vertrunken, wie vorm halben Jahr; genau ſa.— Und nun kannſt mich ſchelten, ſoviel du willſt. daß⸗ Weſen. Sie verſtand das alles nicht. Rachts ſchlief ex ſchlecht, und bei der Arbeit war er mißmutig. Das Geſinde fuhr er hart an. 85 Die Strafe. Auf Thüringen iſt Braunſchweig gefolgt. An den letzten beiden Sonntagen haben im Lande Braunſchweig Stadtratswahlen ſtattgefunden, deren Ausgang von ſymptomatiſcher Bedeutung iſt. In einigen Orten, wie Seeſen, Schoppenſtädt und Stadtoldendorf hatte man ſich ſogar zwiſchen den bürgerlichen und ſozialiſtiſchen Parteien dahin geeinigt, den bisherigen Beſitzſtand aufrecht zu erhalten und nür einen Wahlzettel aufzuſtellen. Die Erklärung dafür liegt in der ungeheuren Teuerung, die es allen Parteien wünſchenswert erſcheinen läßt, möglichſt Koſten zu erſparen. Die Teuerung hatte auch zur Folge, daß von einer Wahlbewegung im eigentlichen Sinne des Wortes durch Flugblätter, große Verſammlungen uſw. kaum die Nede ſein konnte; erſt in den letzten Tagen vor der Wahl kam etwas Leben hinein. Das hatte wiederum zur Folge, daß die Wahl⸗ beteiligung recht müßig war, ſie ſchwankte zwiſchen 50 und 60 Proz. der Wahlberechtigten. Die Hauptbedeutung kommt der Wahl in Braunſchweig zu, die am 17. September ſtattfand. Dort ſtan⸗ den Unabhängige und Mehrheitsſozialiſten mit verbundenen Liſten einer bürgerlichen Wirtſchaftsliſte gegenütber, der ſich jedoch die Demo⸗ kraten in unbegreiflicher Kurzſichtigkeit nicht angeſchloſſen hatten. Das Ergebnis war überraſchend. Die bürgerliche Wirtſchaftsliſte, an deren Spitze die Deutſche Volkspartei ſtand, gewann zwei Sitze und erhielt insgeſamt vier, die Demokraten verkoren die bisher innegehabten zwei Sitze und gingen leer aus; dasſelbe Schickſal traf die Kommuniſten, obwohl ſie im Vergleich zu friülher beſſer abgeſchnitten hatten. Wenn man das Ergebnis der Wahlen in Holzminden, Wolfenbüttel, Blankenburg, Gandersheim, Helmſtedt Schöningen und Königslutter zuſammenfaßt, ſo ſtehen 22 bürger⸗ lichen 19 ſozialiſtiſche Mandate gegenüber. Von den bürgerlichen ge⸗ wann die Deutſche Volkspartei allein 13, die Deutſch⸗ nationale Volkspartei 2, die Niederſachſen(Welfen) 1, die Demo⸗ kraten 3; von drei neuen Stadträten iſt die parteipolitiſche Einſtel⸗ lung noch nicht bekannt. So haben die Stadtwahlen in Braunſchweig eine ſehr erfreuliche Störkung der bürgerlichen Parteien und ganz beſonders der Deutſchen Volkspartei gezeitigt— als Quittung für die ſozialfſtiſche Mißwirtſchaft. Deutſches Reich. Das deutſch-polniſche Handelsabkoemmen. JBerlin. 22. September.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Handels⸗ und Induſtrierat bei dem polniſchen Handels⸗ miniſterium hat einer Warſchauer Meldung zufolge eine Ent⸗ ſchließung angenommen, in der dem Abſchluß eines Handels⸗ abkommenss zwiſchen Deutſchland und Polen die Dring⸗ lichkeit abgeſprochen wird. Die Aufhebung des wirtſchaft⸗ lichen Boykotts ſei keine ausreichende Gegenleiſtung Deutſchlands für die Gewährung des freien Tranſithandels durch Polen nach Rußland. Man kann nicht ſagen, daß dieſe Entſcheidung geeignet ſei, die z. Zt. in Dresden ſtattfindenden deutſch⸗polniſchen Wirt⸗ ſchaftsverhandlungen günſtig zu beeinfluſſen. Die ZJeitungaverbote. D Berlin, 22. September.(Von unſerem Berliner Büro.) Von deutſchnationaler Seite wird eine Anfrage an die Reichsregie⸗ rung gerichtet, in der unter Hinweis auf die in letzter Zeit zahl⸗ reich erfolgten Zeitungs⸗ und eitſchriftenverbote die Vermutung ausgeſprochen wird, es ſei der Regierung dabei nur darauf angekommen, nicht wirkliche Preſſeausſchreitungen zu ver⸗ hüten, ſondern vielmehr die in Frage kommenden Organe wegen ihres der Regierung unangenehmen Einfluſſes in der Oeffentlichkeit zu ſchädigen oder gar wirtſchaftlich zu Grunde zu richten. Die Regierung wird dann erfücht, dem Reichstag als⸗ bald eine Ueberſicht über die Berbote zu unterbreiten und ferner dafür Sorge zu tragen, daß bei einem erſtmaligen Verſtoß nicht gleich die längſten geſetzlich zuläſſigen Friſten verhängt werden. Neue Kohlenpreisſteigerungen am 1. Oktober. Xx: München, 21. Sept. In einer öffentlichen Sitzung der Zentralarbeitsgemeinſchaft des Zentralverbandes der Kohlenhändler Deutſchlands(Groß⸗ und Kleinhandel) teilte der Vorſitzende mit, daß infolge der Frachterhöhung ab 1. Oktober gleichzeitig auch mit müſ neuen Kohlenprelserhöhung gerechnet werden müſſe. Beſoldungserhöhung für oͤſe Staatsangeſtellten. EBerlin, 22. September.(Bon unſerem Berliner Büro.) Heute vormittag fand in der Reichskanzlei unter dem Vorſitz des Vizekanzlers Bauer in Anweſenheit von Vertretern der Poertene Staatsregierung eine Beſprechung mit den Führern der arteien des Reichstags und des pueußiſchen Landtags über die Beſoldungserhöhung der Beamten, Angeſtellten und Arbeiter ſtatt. Vom Reichsfinanzminiſterium wurde mitgeteilt, daß heute nacht nach ſchwierigen Verhandlungen mit den Spitzenorgani⸗ ſationen eine Einigung erzielt worden ſei. Es ſei in Ausſicht Aber ſie ſchalt nicht. Sie legte das Geſicht in die Hände und gab keinen Laut von ſich. Ulrich fand das ſchlimmer, als wenn ſie ihm mit den härteſten Namen belegt hätte. Er rückte unruhig auf ſeinem Stuhl hin und her und blies große Rauchwolken um ſich.— Endlich hob Barbara das Geſicht wieder empor, und ſah ihn wehleidig an. bar „Willſt du uns denn ganz und gar zu Grunde richten, Uli?“ Der klagende Ton traf ihn im tiefſten Herzen. „Nein, Barbara, bei Gott, ich will's nicht! Und es ſoll nun auch anders werden. Ganz gewiß. Der andre— der Uttdörfer, mein' ich— ſoll mich nun gewiß nicht wieder verführen. Ich hab' genug von ihm.“ 29 15 Alſo richtig— der war's wieder geweſen. Und ganz beſonders hatte. Sie mochte indeſſen nicht fragen. Es war ſo ungewohnt, daß Ulrich in ſolcher Weiſe über ſein Tun ſprach, und es freute ſie ſo und regte ſo große Hoffnungen in ihr an, daß ſie ihm die gute Stimmung nicht mit läſtigen Fragen verderben mochte.— Aber zum Hoffen gehört Geduld, und für Barbara gehörte ganz beſonders viel Geduld dazu. Waren Ulrichs Vorſätze gut, ſo war ſeine Laune ganz beſonders ſchlecht. Das kam, weil er Sorgen hatte: Sorgen, die ihm bisher gänzlich unbekannt geblieben waren. Er brauchte Geld und wußte nicht, wo er's hernehmen ſollte; und daß er das nicht wußte, war ſeine eigne, unverzeihliche Schuld. „Du mußt den Rainer bitten, dit zu borgen,“ ſagte Barbara, mit der er davon ſprach. Ulrich fuhr unwillig auf. „Nein— das kann ich nicht; den zu allerletzt—“ „So will ich es tun!“ rief ſie freudig, in der Meinung, es komme ihn ſchwer an, als der Aeltere dem Jüngeren ſeine Not einzugeſtehen. Da wurde Ulrich ordentlich heftig. „Das wirſt du nicht!“ rief er.„Hörſt dul ich verbiete es bir!“ Das ſind überhaupt meine Sachen, da haſt du nichts zu kun dabeil“ Sein Inneres empörte ſich bei dem Gedanken, daß Rainer ihm helfen könnte. Zum Teil war es falſche Scham; zum Teil übertrie⸗ benes Zartgefühl. Rainer ſollte das Geld hergeben, das der Utt⸗ dörfer ihm abgenommen— der Uttdörfer, der ihm die Braut ge⸗ ſtohlen! Dem einen die Braut— dem andern das Geld. Nein, Rainer ſollte und durfte nichts damit zu tun haben. Barbara war erſchreckt und geärgert durch ſein aufbegehrendes i i „Nun— ſo ſieh du ſelber zu,“ ſagte ſie finſter. Aber bei allem Nachdenken fand der Bauer keinen Ausweg. In dieſen Tagen wurde das Vieh eingetrieben, denn der Schnee ſagte. ſchlimm mußt' er's getrieben haben, daß Ulrich„genug von ihm“ Der Knecht ließ ſich bereit finden, zu warten. Die Mag zu klagen. funden und Barbara war überzeugt, daß ſie es an böſem nicht fehlen laſſen würde. entgegnete es patzig. ſchämte Dirne!“ fuhr die Frau zornig auf, daß die Magd ratſam hielt, mit einem höhniſchen Grinſen einſtweilen 9 zu gehen. beim Schlächter geweſen, und hatte ihm zwei Kölber gebra er hatte das Vieh von der Alm heruntergeholt, und Tiere waren ihm zuviel im Stall, gaben außerdem ein 9 Geld, das er eben brauchen konnte. und ſchichtete die Köpfe zu einem großen Haufen, um den Keller zu ſchaffen, für den Winter. Sie machte ein wiſchte ſie die Hand an der Schürze ab, und ſtreckte a genommen, den allgemeinen Teukrungszuſchlag von 437 auf 50 Proz. und den Kopfzuſchlag, d. h. den erhöhten Teuerungspuſchen für die erſten 10 000 Murk von 492 auf 777 Proz. zu erhöh Die Arbeiterlöhne ſollen dementſprechend erhöht werden. 149 Reichsregierung habe zugeſagt, daß ſchon am nächſten in eine Beſprechung über die grundfätzliche bneen des Grundgehalts und der Ortszuſchläge engettede werden ſoll. Vizekanzler Bauer erklärte, daß ſchon heute 5 zuſtändigen Ausſchüſſe des Reichstags und des Reichsrats um 155 Zuſtimmung erſucht werden ſollen und daß die Auszahlig⸗ der Bezüge mit größter Beſchleunigung vorgenommen werde. den Reichsfinantzminiſterium haf bereits heute vormittag Erhöhungen zugeſtimmt. Die kommuniſtiſche Hetze gegen die Gewerkſchaſten · dp. Dudwigshaſen, 22. Sept. Die kommuniſtiſche 15 gegen die Gewerkſchaftsführer zur Radikaliſterung der Arbeil 5 ſchaft, die für den wilden Reichsbetriebsräte⸗Kongreß e werden foll, wird durch ſcharfe Agitation in den Betrieben fol geſetzt, in manchen Betrieben und Organifationen, in denen a1 Kommuniſten eine Zufallsmehrheit haben, auch mit Erfolg. So 25 der.G..B. Oppau eine Entſchließung gefaßt, in der gegen er Aufruf der Bundesleitung des.G. H. B proteftiert wird, weil die derart unmotivierte Angriffe gegen eine Arbeiterpartei enthalte, 5 von keinem Gewerkſchaftler gebellegt werden kann. In einer ſbe⸗ demagogiſchen Art und Weiſe eine politiſche Arbeiterpartel zu 75 kämpfen müſſe die Empörung eines jeden ehrlichen Arbeiters We⸗ löſen. Der Ortsausſchuß ſtellt ſich deshalb einmütig hinter die om ſchlüſſe des Reichsausſchuſſes der Bettiebsräte und verlangt ber A...., ſeine Zerſplitterungsarbeit zu unterlaſſen, denn 5 gemeinſame Kampf bürge für den Sieg der Arbeiterklaſſe⸗ * EBerlin, 22. September.(Von unſerem Der„Vorwärts“ weiß ſchon wieder von der Aufdeckung eines ſenlagers, und zwar diesmal in einer Kieler Kaſerne, zu miſchen Auf Grund einer Anzeige des Vorſitzenden des ſozlaldemokratiſehn, Vereins wurde in der dortigen Trainkaferne ein Ma⸗ beſtand aufgefunden, der angeblich u. a. 4 ſchwere, 16 leichte ges⸗ ſchinengewehre, 29 Infanteriegewehre, 60 Karabiner, 39 Sei er⸗ gewehre und 66 Kiſten Munition ſowie eine große Anzahl der v ſchiedenſten Handgranaten enthält. (Von unſerem Berliner Bür Berlin, 22, September. dem Die rhandlungen, die zwiſchen den Kinobeſigern und uer preußiſchen Miniſterium wegen Herabſetzung der Cuſtbarkeitsſtele geführt worden ſind, haben ſich zerſchlagen. die Kinabeſi beſchloſſen daher, ihre Theater vom heutigen Freitag an ſchließen. Sämtliche Angeſtellte ſind entlaſſen worden. Brotwucher! 1 Um neuen ſozialdemokratiſchen Angriffen entgegenzutreten ⸗ kurz feſtgeſtellt, welchen Anteil am Brotpreis die deutſche Land den ſchaft hat. Für die Herſtellung eines 1900-Gramm⸗Brotes wenach durchſchnittlich etwa 2 Pfund einheimiſches Getreide verwandt. 0 alle Erklärungen von zuſtändiger Stelle hat bisher die Reichsgetreide mit noch Beſtände aus alter Ernte. Der vorjährige Roggen wur reis 105 Mark pro Zentner bezahlt. Alſo iſt in dem jezigen Brothne von etwa 32 Mark deutſches Getreide im Werte von alnen deide 2 Mark enthalten; die übrigen 30 Mark müſſen für Auslandsge der (der Menge nach weniger als deutſches), Koſten der Verwaltung, Bäcker, Müller, Frachten ⸗ uſw. gezahlt werden. lalben Abg. Dr Hertz, der ſich in der Freiheit“ mit demelte⸗ Prablem beſchäftigt, kündigt zu Mitte Oktober eine Erhöhungeart Botpreiſes wegen Verteuerung des Auslandsgetreides auf 1 erhüht au, vorausgeſetzt, daß die inländiſchen Getreidepreiſe nicht e un würden. Würde alſo nach dem Wunſch der Sonialbemokreten Unabhängigen verfahren und blieben die Getreidepreiſe gleich Umlagegeſetz feſtgeſetzten, hekäme der. Landwirt alſo für den ir ein Roggen 345 Mark ſo würde er weiter über die Hälfte des Brot nötigen Getreides liefern, aber vom Brotpreis nur etwa Jeder in dieſem Fall olſo 7 Prozent oder Einpierzehntel erhalten. Muin Verbraucher wird einſehen, daß eine ſolche Regelung, zum unſerer Landwirtſchaft führen müßte. 8 5 eichstag fürde de Wenn dagegen die Preiſe nach dem Beſchluß des R ausſchuſſes auf etwa das Vierfache erhöht werden ſo würde. Landwirt für 2 Pfund Getreide ungefähr 28 Mark bekommen. ürde ausgeſetzt. daß die, Rechnung des Herrn Dr. Hertz ſtimmt choft dann der Brotpreis auf etwa 120 Mark ſteigen, die Landwt ſich, an ihm zu etwa einem Viertel beteiligt ſein. Hieraus ergi ſtet daß, wie ſchon oft nachgewieſen, der Brotpreis gar nicht in Linie von den heimiſchen Getreidepreiſen abhängig iſt. W wird er durch die Auslandsgetreidepreiſe beeinflußt. unſere Landwirtſchaft durch Drückung ihrer Preiſe auf eſn mahr erkrägliches Maß in ihrer Produktion behindert widen mehr ſind wir von der Einfuhr abhängig, und ſteigt dam Teuerung. Bürb) Berliner 1 75 elden. — 1. Abſtieg ſtürzte eine junge Färſe über einen glatten Felſen un das Genick. Ulrich machte dem Knecht, dem er die Schuld oienſ. einen heftigen Auftritt und jagte ihn im Zorn aus dem 1 0 Darüber wurde Barbara ſehr aufgebracht, denn der Knecht wan. lange, wie ſie ſelber auf dem Hofe, und ſie hielt ihn für den Vieh Unglück könne jeder haben, meinte ſie, und wenn das dumme Fehl⸗ auf dem Wege, den es ſchon ſo und ſo oft zurückgelegt, e. be⸗ tritt tue, ſo ſei niemanden, als dem Vieh ſelber, die Schu be ſe zumeſſen. Ulrich rief heftig dagegen, ſie verſtehe das ſtond, gar nicht dabeigeweſen. Und als es ſich die Magd, die dabe nun gar einfallen ließ, mitzureden, gab er ihr eine Ohrfeihe ſie heulend davonlief, und am Abend der Bäuerin den Dienſt Drei Tage darauf war der erſte Oktober. Die beiden auſe. laſſenen kamen um ihr Lohn ein und es war kein Geld im prohte it ge“ benld dir fel Daß Sie hatte bereits auf einem andern Hofe „Komm in zwei Wochen wieder, ſagte ſie;„dann dein Recht werden. Der Bauer hat's Geld juſt nicht llegen u aber er es in zwei Wochen haben würde, war nicht anzunehmen; ſie wußte nicht, wie ſie das Mädchen los werden follte. auft „Er iſt dach auf dem Markt geweſen und hat's Vieh vert „Da muß er doch Geld hahen!“ unner, „Ich werd' den Bauer rufen, daß er dich hinauswirft, ür al Grund jungen ijel es Auf dem Heimmed nicht hm ein, beim Bruder vorzuſprechen, den er ſeit dem Wußle ihm mehr geſehen hatte. Der Ulrich war fort; niemand w ſagten Am Nachmittage dieſes üblen Tages war Rainer in zu ſagen, wohin. Die Kinder, die am Brunnen ſpielten, hm, daß die Mutter im Garten ſei. So ging er dahin. Sie ſchnitt die Kohlköpfe ab, ſchälte die loſen Fan 1 aſc rhlick inſteres und verzweifeltes Geſicht. Als ſie den Schwager an gi. . nler 18 in „Läßt dich ja gar nicht mehr ſehen—“ ſagte ſie war ganz überzeugt, daß er ſich mit dem Bruden e eecf 2 44 „ 9 bäufteer, Here e ic den Almen iggelang liegen. Auf dem eeeeeee eeheng Telg 677 chlag zhen. hoie stag ung eten die ihre 1ng Das den hetze iter⸗ men rt⸗ 155 Uer die ſolch be⸗ gus Be⸗ gom — r 2. 22 * rrere mt diſte Die Führung At alſe oſts geheilte Tiere ſind monatelang gegen Nachimpfungen —— ——— 7 ˙ Freikag, den 22. Seplember 1922. — Mannheimer General-Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) 3. Seite. Nr. 437. Städtiſche Nachrichten. Neue Gebührenerhöhungen. Dder gemiſchte beſchließende Ausſchuß, dieſe durch die Reform der Vaneee feſung neu geſchaffene Inſtanz zwiſchen Stadtrat und Bürgerausſchuß. hat geglaubt, nicht die Verantwortung für die geuen Gebührenerhöhungen, die der Bürgerſchaft vom 1. Oktober zugemutet werden, tragen zu können. In der am 9. ds. Mts. lattgefundenen Sitzung iſt infolgedeſſen beſchloſſen worden, Stadt⸗ ſat und Bürgerausſchuß die endgültige Beſchlußfaſſung zu über⸗ en. In Betracht kommen diesmal Kanal⸗, Straßen⸗ deinigungs⸗ und Müllabfuhrgebühr. Die Stadtrats⸗ beſchlüſſe ſind bereits bekanntgegeben worden. Die entſetzten Haus⸗ daltungsvorſtände werden ſich 1 0 en bereits usgerechnet ben, in welcheß unerträglichen Weiſe vom dktober 1 ihr Budget allein durch dieſe drei ſtädtiſchen Gebühren weiter belaſtet wird. Die Kanalgebühr erhöht ſich bei Fäkalien⸗ einleitung auf 40,5 Proz., ohne Fäkalieneinleitung auf 30,5 Proz., die an g ber auf 55 Proz. und die Müllabfuhr⸗ 155 r auf 62,5 Proz. der e ee ſind im ganzen an 121 20—— 5 Termin B. 100 Mart Niete im Monat bezahlt hat der muß vom 1. Oktober ab allein m dieſen drei Gebülhren 158 Mark an die Stadtkaſſe abliefern. dazu kommt nun noch das Waſſergeld, von dem man munkelt, daß der Sprung nach oben ganz ungeheuerlich ſein wird, ganz abge⸗ hen von den ebenfalls enorm erhöhten Gas⸗ und Strompreiſen. E iſt klar, durch dieſe neuerliche ſcharfe Anziehung der Steuer⸗ ſcraude das Haushaltungsbudget völlig über den Haufen geworfen wird. Viele werden ſich vergeblich die Frage vorlegen, wie es glich ſein kann, den neuen Anforderungen, die dieſe indirekte ſeuerlſche Belaſtung an die finanzielle Leiſtungsfähigkeit des unheimers ſtellt, gerecht zu werden. 80 Der Bürgerausſchuß hat in ſeiner am 25. ds. Mts. ſtattfinden⸗ f Sitzung darüber zu entſcheiden, ob er gewillt iſt, den ſtadträt⸗ chen Anträgen ſtattzugeben. die Kanalgebühr bete⸗ägt begenwärtig gemäß dem am 19. Auguſt vom gemiſchten beſchließen⸗ en Ausſchuß gefaßten Beſchluſſe 23 bezw. 17 Proz. des Nutzungs⸗ ertes. Seither haben ſich, wie aus der ſtadträtlichen Begründung 85 Vorlage hervorgeht, Mehrausgaben für Gehälter und Löhne Sedkn. von 638 000 Mark 8 3 war am 1. Auguſt. it Wirkung vom 1. Septbr. abet ſich dieſe Summe auf 7572 00⁰0 M. Für 5 Monat Auguft au0 infolgedeſſen eine Erhöhung von 1,2 Proz., für September e 5 Proz. 755 kann n ungen vom 1. ober erfolgen. a für den Senat Auguſt der Erſatz für die höheren Aufwendungen der 125 nicht mehr möglich iſt, muß für den Ausfall die für die lende n 6 Monate des Rechnungsjahres ab 1. Oktober zu entrich⸗ den Gebühr um 0,2 Proz. vorübergehend erhöht werden. Für me 8 52100 1 hat für die übrigen onate des Rechnungsjahres eine Erhöhung um 2,3 Prozent Weipengehend eee, Gerohe ine Aſch eune geh allgahlig ber thöhung der Straßenreinigungsgebühr. Hier ſoll dun Sat von 36 auf 55 Proz. geſteigert werden. An Mehraufwen⸗ Mas ſind ab 1. Auguſt 713 000., ab 1. September 8 399 500 dehunnd Jahr herausgerechnet. Das bedingt eine Gebühren⸗ ing von 1,25 bezw. 14,74 Proz. oder zuſammen 15,99 Proz. ö——5 der Ausfall durch die ver⸗ rhebung m roz., ſodaß im en 54,64 dder rund 55 Proz. erhoben werden 0 5 Peoz den Rekord ſchlägt die Müllabfuhrgebühr mit 62½ des Nutzungswertes. Hier betragen die ſtädtiſchen Mehrauf⸗ 7465 ngen vom 1. Auguſt ab 600 500., vom 1. September ab 0 200 M. fährlich. An der letzteren Summe partizipieren die aobne für 127 Arbeiter bei einem fährlichen Durchſchnittsbetrag ban 9470 M. allein mit 6 282 700 M. Auf dieſe Weiſe kommt ammen einer Gebührenerhöhung von 1,12 bezw. 13,95 oder zu⸗ bom 15,07 Proz. Und da man auch hier die Erhebung erſt gebleck Oktober ab vollziehen kann, ſo ſollen weitere.48 Proz. 225 7 Macht alles in allem 62,57 Proz. oder rund Nartionen am Bu 1 geſpannt ſein, wie ſich die einzelnen indir menden Montag zu dieſer neuetlichen enormen wer —0 ſteuerlichen Belaſtung der Einwohnerſchaft ſtellen Sch. Hoheitszeichen. Das badiſche Staats⸗ inde rium hat genehmigt, daß für die Finteapg u F rungen in das Handelsregiſter, die zur Beſeitigung von Aus⸗ wie Hoflieferant und dergl. notwendig werden, Gebühren 05 erhoben werden. Das Juſtizminiſterium hat aufgrund einer elt eitig erteilten Ermächtigung den Amtsgerichten die Befugnis ſolchen Fällen anzuſetzenden Gebühren niederzu⸗ Zur Erhebung kommen nur die erwachſenen Auslagen. Tu. Zur Frachtverbilli ö irekti gung teilt die Reichsbahndirektion Karls⸗ n di Landwirtſchaftliche Erzeugniſſe, wie z. B. friſches Obſt und N Neenen als Reiſegepäck nur befördert werden, wenn es ſich um Erzen twaren handelt, alſa um Waren, die von Händlern oder datauff n auf den Markt gebracht oder daſelbſt gekauft oder als un⸗ deacht nach dem Wohnort des Händlers oder Erzeugers zurück ge⸗ alaſt uen die außerdem Größe und Gewicht(50 Kg.) einer Verde nicht überſchreiten und in Perſonenzügen befördert werden. — Sendungen tarifwidrig als Gepäck aufgegeben, ſo wird der Unterſchied zwiſchen Gepück⸗ und Expreßgutfracht nacherhoben. Nachdem für Obſt bei Aufgabe als Stückgut ein ermäßigter Aus⸗ nahmetarif eingeführt iſt, wurden die Stationen angewieſen, der tarifwidrigen Aufgabe als Gepäck ſtrengſtens entgegenzuwirken. Beſchränkte Gültigkeit der September⸗Fahrkarten. Eiſenbahn⸗ Fahrkarten haben im allgemeinen vier Tage Gültigkeit; da jedoch am 1. Oktober eine Tariferhöhung eintritt, wird die Gültigkeit der Fahrkarten, beſchränkt, und zwar muß, wie die Reichsbahndirektion Berlin mitteilt, mit Fahrkarten, die mit einem Datum des September abgeſtempelt ſind, die Fahrt noch im September angetreten werden; Reiſende, die nach dem 30. September mit einer Fahrkarte mit Septemhber⸗Stempel angetroffen werden, werden wie Reiſende ohne Fahrkarten behandelt. ch. Erhöhung der Jernſprechgebühren. Wie aus der Bekannt⸗ machung im Anzeigenteil vorliegender Ausgabe erſichtlich, wird der Teuerungszuſchlag für die Fernſprechgebühren vom 1. Oktober ab auf 600 Prozenterhöht. Die Grundgebühr von M. 600 für das Ortsnetz Mannheim, die einſchließlich des bisherigen 160prozentigen Zuſchlags M. 1560 betrug, ſtellt ſich nun⸗ mehr auf M. 4200 jährlich. Die Gebühren für die Orts⸗ pe die bisher 0,65 M. betrugen, werden vom 1. Oktober ab auf M..75, von öffentlichen Sprechſtellen auf M..50 erhöht. Die Fernſprechgebühren betragen bis 5 Km..75., über —15 Km..25., über 15—25 Km..75., über 25—50 Km. 14., über 50—100 Km. 21., für jede angefangenen weiteren 100 Km. 10.50 M. mehr. Für Neben anſchlüſſe mit gewöhn⸗ lichem oder Selbſtanſchlußapparat beläuft ſich die Gebühr für die Nebenſtelle auf 588., für je 100 Meter Anſchlußleitung auf 2 Mark, für das Anſchlußorgan auf 294., zuſammen mindeſtens 1134 Mark. Für die Niederſchrift eines Telegramms wird für das Wort eine Gebühr von.70., mindeſtens 14 Mark erhoben. ch. Nolgeld⸗Ausgabe der Skadt Männheim. Wir haben erſt im geſtrigen Abendblatt auf die große Geldknappheit am hieſigen Platze verwieſen, die analog dem Vorgehen anderer Städte auch für den hieſigen Platz die Ausgabe von Notgeld erforderlich mache. Wie uns nun mitgeteilt wird, beabſichtigt die Stadtverwaltung einen höheren Betrag Notgeld der Stadt⸗ gemeinde Mannheim auszugeben. Genannt werden 300 Millionen Mark. 3 Aus der evangeliſchen Kirchengemeinde. Kommenden Sonntag finden in der hieſigen evangeliſchen Gemeinde zwei denkwürdige Feiern ſtatt. die Trinitatiskirche hat ein neues Broncegeläute erhalten, deſſen Weihe um halb 10 Uhr erfolgt. Im Melanchthonſprengel wird um 9 Uhr vormittags der Grundſtein zu dem neuen Gotteshaus gelegt. Zu den beiden Feiern wird die Gemeinde herzlich einge⸗ laden. Pb. Zeugin geſucht. Diejenige Frau, die am 1. September 1922 von dem Herrenkleidergeſchäft Weber, N 4, 4 aus die Kriminalpolizei hier telephoniſch verſtändigte, daß ſich in den Warenhäuſern Hirſch⸗ bart, herumtreiben und Sachen entwendet und in einer Wirtſchaft in N 3 hier ein Paket abgegeben hätten, wolle ſich ſofort bei der Kriminal⸗Polizei, Schloß, Zimmer No. 73, hier, melden. Anglücksfälle mit ködlichem Ausgang in Baden. Die Statiſtik der linglücksfälle mit tödlichem Ausgang weiſt nach den Feſt⸗ ſtellungen des Statiſtiſchen Landesamts eine große Regelmäßigkeit auf. Durchſchnittlich ſchwankt die Zahl der tödlichen Verunglückun⸗ gen im letzten Jahrzehnt zwiſchen 750 und 800 im Jahr. Eine Zu⸗ nahme iſt im Jahre 1921 mit 855 Fällen zu beobachten. Auch hin⸗ ſichtlich der Todesurſachen und des Anteils der Geſchlechter an der Geſamtzahl der Unglücksfälle tritt ſeit Jahrzehnten eine auffallende Regelmäßigkeit in die Erſcheinung. Auf das weibliche Geſchlecht entfallen durchſchnittlich„6, auf das männliche 5 der Todesfälle, Die Todesurſachen ſind in der Hauptſache Schädelbruch, Ertrinken, Quetſchungen, Verbrühungen, Sturz, Ueberfahren, Schuß. Aus dem Lande. Tu. Brekten, 21. Sept. Wegen Preistreibereien mit Lebens⸗ mitteln wurden laut Brettener Tageblatt im Verlauf der letzten Tage hier verſchiedene Perſonen in Haft genommen, die beim Landwirtſchaftlichen Lagerhaus Bretten Mehl in größeren Mengen kauften und es dann mit großem Gewinn an einen Händler weiter⸗ verkauften. Außerdem ſollen verſchiedene andere Verfehlungen, ſo⸗ gar Zuckerſchiebungen und dergleichen aufgedeckt worden ſein. Ge⸗ richtliche Verhandlungen ſind eingeleitet. Tll. Offenburg, 20. Sept. ie ſcharf die Ausländerkontrolle in Baden gehandhabt wird, geht auch aus dem geſtrigen Polizei⸗ bericht hervor. Hiernach wurden drei Ausländer, die ſich ohne Einreiſeerlaubnis in Offenburg aufhielten, feſtgenommen; einer kam in Unterſuchungshaft, während die beiden anderen eine Geſamt⸗ ſtrafe von 24000 M. und je 300 M. Gebühren für Sichtvermerk zahlen mußten. Ferner wurden zur Entrichtung der Aufenthalts⸗ ſteuer 24 Ausländer dem Bezirksamt zugeführt, die ein Geſamt⸗ ſteuerbetrag von 45 000 M. zu zahlen hatten. FAonſtanz, 20. Sept. In der Nacht zum Sonntag wurden faſt ſämtliche Bänke im Stadtgarten beſchmutzt und ebenſo eine Anzahl in der Seeſtraße. Dort warf man auch elf der Bänke in den See. Dieſer faſt unglaubliche Vandalismus kann nur von einer Rotte von Burſchen verübt worden ſein. Hoffentlich gelingt es der Polizei, ſie feſtzuſtellen und einer Strafe zuzuführen, die ihnen für immer gegenwärtig ſein wird. Eine Portion ungebrannter Aſche wäre zu⸗ dem noch eine wirkungsvolle Beigabe für dieſe Naturſchänder. Runſt und Wiſſen. N Atenurforſcher. und Aerztetagung. In der gemeinſamen Sitzung n Hauptgruppen der Jahrhundertverſammlung deutſcher Naber ulcher und Aerzte am 19. September berichtete Prof. Martia 1 om Inſtitut für Schiffs⸗ und Tropenkrankheiten in Hamburg dachende neue Trypanoſon⸗Heilmittel Bayer 205, auf deſſen epoche⸗ ets Bedeutung für die Bekämpfung der Schlafkrankheit in der Eröffnungsſitzung des Kongreſſes der Vertreter des Unritgersken des Innern hingewieſen hatte. Bayer 205 ſtellt eine ueckſz zuſammengeſetzte organiſche Verbindung dar, die weder Fiekſauber, noch Arſen, nach Antimon oder ſonſti i ge therapeutiſch 1 8 anorganſſche Stoffe enthält. Es gehört zu 5 5 t. on Heilmitteln, die zahlloſe Variationsmöglichkeiten geſtat⸗ ketigeees ſtellt durch ſein Verhalten i 5 i ſligen, 9 alten im Körper einen ganz eigen⸗ ner Doſte der unter den Arzneimitteln unbekannten Typ dar. Mit ittel en Trypanoſonarten geſchützt, desgleichen vorbeugend mi Migendedele Tiere. Das Proplen 5 Heilung 5—35 55 Wüitel fü Schutzes der Schlafkrankheit hält der Vortragende mit dem er aft gelöſt. Es iſt bereits eine Reihe praktiſcher Erfolge bei ſee nach 17 7 und bei verſchiedenen Tierſeuchen erzielt worden. 10 im 0 frika entſandte deutſche Expedition prüft zurzeit das Mit⸗ Gr nicht Aber das bei der praktiſchen Seuchenbekämpfung von noch Aebiete Werbelharer wirtſchaftlicher Bedeutung für viele tropiſche brte beſch en kann.— Die Geſellſchaft deutſcher Naturforſcher und dedühalten loß, die nächſte 88. Verſammlung 1924 in Innsbruck geketende In den Vorſtand neu gewählt werden als zweiter ſtell⸗ rof. 1 8 Vorſitzender Prof. Dr. His(Berlin), als Mitglieder 5 9 5 M) rückner(Innsbruck) und Prof. Dr. zur Straſſen(Frank⸗ dag Am 20. hielt Spen Hedin einen Lichtbildervor⸗ dac delbau as Höchland von Tibet und ſeine Bewohner. Der weite d die 3· der Alberthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, ſo⸗ Wiezeit angünge polizeilich abgeſperrt werden mußten. dudrend de großer Erforſcher der Erde, wie der Vorſitzende ſagte, n fürmiſe Krieges aber ein großer Freund unſeres Volkes, wurde nablreicher 50 und langanhaltendem Beifall begrüßt. An Haad Gednencbilder gab er einen allgemeinen Ueberblick über den Resfübrn 0 chen und orographiſchen Bau Tibets und ging dann fücles abffu und namentlich auf die hydrographiſchen Verhältniſſe wometer miloſen Hochlandes ein, das mit etwa 718 000 Quadrat⸗ us ei gefähr ein Gebiet von der Größe Schwedens und Nor⸗ Sven Hedin, leſung einiger inzwiſchen eingegangener Glückwünſche, u. a. aus Kowno, Riga, Helſingfors, Dorpat, Amſterdam und Brooklyn, ſchloß der zweite Geſchäftsführer, Profeſſor Wiener⸗Leipzig, mit den Wor⸗ ten des Dankes die Sitzung. Vor allem dankte er der ſächſiſchen Regierung für die lebhafte Anteilnahme an dem Kongreß, die als ein Zeichen dafür aufzufaſſen ſei, daß die Handarbeiter den Geiſtes⸗ arbeitern die Hand reichen.(Lebhafter Beifall.) Am Nachmittag und den folgenden Tagen wird die Arbeit des Kongreſſes in Abteilungs⸗ und Fachſitzungen fortgeſetzt. % Berta Malkin iſt als Leonore(Verdis„Troubadour“) in der Großen Berliner Volksoper zum erſtenmale aufgetreten. Die „Deutſche Tageszeitung“ rühmt ihre warme, gut gebildete Stimme und ihren beſeelten Vortrag. Die„Voſſiſche Zeitung“ nennt Frl. Malkin eine Sängerin, die wirklich ſingen kann und auch im Spie⸗ leriſchen ſehr gewandt iſt. 4e Fritz Alberti hatte bei ſeinem erſten Auftreten als neues Mit⸗ glied der Berliner Volksbühne einen großen, bedeutungsvollen Er⸗ folg, der nicht der Rolle, ſondern dem Talent Albertis überhaupt galt. %% Jur beginnenden Konzeriſaiſon in Deutſchland laſſer ſich folgende hauptſächlichen Wahrnehmungen machen: Es wird um ein Drittel weniger Konzerte geben als im vorigen Jahre. Auch die Qualität der ſoliſtiſchen Beſetzung hat vielfach nachgelaſſen, da man ſich aus Sparſamkeitsrückſichten erſte Kräfte oft verſagen muß. Nach dem Berliner Tageblatt koſtet die Veranſtaltung eines einfachen Konzertes in Berlin 25 000 Mark und die Veranſtaltung eines Orcheſterkonzertes mit dem Philharmoniſchen Orcheſter mindeſtens 56 000 Mark. Dieſe Summe erhöht ſich auf 100 000 Mark, wenn eine öffentliche Hauptprobe und ein Soliſt hinzukommt. 9˙¹ Reformakionsfeſtſpiele in Wittenberg. Unter Führung nam⸗ hafter Perſönlichkeiten der evangeliſchen Kirche iſt in Wittenberg die „Wittenberger Vereinigung für volkstümliche Reformationsſpiele“ gegründet worden; ſie will in Abſtänden von zwei Jahren zur Zeit des Reformationsfeſtes Reformations⸗ und Luther⸗Stücke aufführen. Die neue Vereinigung tritt in Kürze zur Gedächtnisfeier des Er⸗ ſcheinens der Septemberbibel vor 400 Jahren(21. September) an die Oeffentlichkeit mit einem Stück des Wittenberger Pfarrers Auguſt Sievers„Ich bin und bleibe“. e! Zur Prüfung der Einſteinſchen Relativikätstheorie fand geſtern durch eine internationale wiſſenſchaftliche Kommiſſion, an der auch drei deutſche Gelehrte teilnahmen, auf der Weihnachts⸗ inſel unfern von Java eine Beobachtung der totalen Sonnen⸗ finſternis ſtatt. Auf der Potsdamer Sternwarte, deren Hauptobſer⸗ ammernimmt. Er führte aus, daß dieſe Verhältniſſe im engſten enhange mit den Klimaſchwankungen ſtehen. Nach Ber⸗ vator auf der Weihnachtsinſel weilt, war bis Mitternacht keine funkentelegraphiſche Mitteilung eingetroffen. land und Schmoller hier zwei Männer, davon einer mit einem Spitz⸗ Aus der Pfalz. Aus dem pfälziſchen Weinland, 20. Sept. Obwohl der Por⸗ tugieſer Herbſt bereits in vollem Gange iſt, herrſcht Stille im Moſtgeſchäft. Moſtpreiſe ſind überhaupt noch nicht bekannt ge⸗ worden. Einerſeits haben die Weinhändler den Beſchluß gefaßt, nichts oder doch nur das Notwendigſte zu kaufen, um auf dieſe Weiſe einen Druck auf die Preisgeſtaltung auszuüben. Mitbeſtimmend hier⸗ bei iſt auch der Umſtand, daß in Folge Geldmangels die Banken ſehr zurückhaltend ſind in der Gewährung von Kredit für das Herbſt⸗ geſchäft. Es wird ſich nur fragen, ob die Weinhändler an ihrem Entſchluß feſthalten oder ob nicht wie in früheren Jahren der Be⸗ ſchluß nicht gehalten wird. An dem ſtillen Geſchäft dürfte auch die Tatſache mitwirken, daß viele Winzer ihren Moſt einlegen und die Winzergenoſſenſchaften desgleichen. Der 1921er iſt ja verkauft, ſo daß Fäſſer vorhanden ſind. Die Zeiten aber, wo der Winzer ſofort hat verkaufen müſſen, um ſeine Schulden zu bezahlen, ſind vorbei. * Groß-Bockenheim, 20. Sept. Die evangeliſche Kirche in Groß⸗ Bockenheim(Pfalz) wird jetzt renoviert. Schon vor dem Kriege war die Frage der Inſtandſetzung ſpruchreif, doch unterblieb die Renovie⸗ rung, wie ſo vieles andere. Wen der Weg einmal nach Groß⸗Bocken⸗ heim führt, dem wird das Bauwerk, deſſen Uranlage auf die Römer⸗ zeit zurückgeführt wird, durch ſeine mächtigen Umfaſſungsmauern auffallen, die allein ſchon eine intereſſante tektoniſche Stufung zeigen. Der ſchwere Turm iſt frühromaniſch, während das Got.⸗zhaus ſelbſt ſpätgotiſchen Charakter trägt. erhebende Turm, an dem die Kirche angebaut iſt, bietet mit den N. faſſungsmauern eine ſchwere, wuchtige Maſſe. Die Leitung der In⸗ ſtandſetzung liegt in den Händen des Architekten Latteyer, Lud⸗ wigshafen a. Rh. Die Kirche wird einen hervorragenden Schmuck erhalten, Glasgemälde in den Fenſtern nach Entwürfen von W. Degen, Mannheim, von dem die Pfalz nun ſchon manche: wertpolle Stück beſitzt. Die in dem tiefen Mauerwerk des frühroma⸗ niſchen Turmes gebrochenen Lichtöffnungen werden farbenglühende Darſtellungen des barmherzigen Samariters, Chriſtus als Kinder⸗ freund und Chriſtus am Oelberg, erhalten. Drei Fenſter hinter dem Altar zeigen im Entwuruf die Lehre des Heilandes und die Aus⸗ legung der Schrift durch die Reformation. Ferner wird die Kirche zwei Fenſter zum Gedächtnis der Gefallenen erhalten. Die Aus⸗ führung der Glasmalereien wurde den bekannten Mannheimer Kunſtwerkſtätten Kiſſel u. Cie., G. m. b.., übertragen. Nachbargebiete. :: Von der Saarlandgrenze, 22. Sept. Der Reichsernährungs⸗ miniſter hat mit Rückſichtsauf die Ernährungsſchwierigkeiten ange⸗ ordnet, daß die Ausfuhr von friſchem Gemüſe und Obſt nach dem Saargebiet nur noch in beſtimmten Mengen zugelaſſen wird. Die für September feſtgefetzte Menge für Voſt Kohl und Rüben iſt in Gemäßheit der bewilligten Anträge bereits überſchritten, ſodaß die Ausfuhr dieſer Waren bis auf weiteres geſperrt worden iſt. Ferner darf Großvieh für Privatantragſteller vorerſt nicht mehr aus dem beſetzten Gebiet ausgeführt werden, da auch hier das Kontingent auf Monate hinaus erſchöpft iſt. Ebenſo können An⸗ träge 0 Kraftfuttermittel, Hühner, Gänſe und Enten aus dem gleichen Grund vorerſt nicht mehr bewilligt werden. Fp. Worms, 20. Sept. Die Pfirſichernte im Landkreiſe Worms, beſonders in den ausgedehnten Anlagen der Gemarkung Gimbsheim, iſt in vollem Gange. Nach Gimbsheim allein kommen viele Millionen, ja Milljarden Mark. Für den Zentner Pfirſiche werden 800 Mark bezahlt. Die Ernte im Landkreiſe Worms iſt faſt ganz beendet. Im übrigen Teil der Provinz iſt dies nicht der Fall. Es ſteht ſogar noch Gerſte und Hafer auf dem Halm. Gedroſchen iſt noch ſehr wenig wegen der hohen Forderungen der Lohndreſcher. Heu koſtet noch 900—1000 M. Stroh wird zu 400 M. der Zentner gehandelt.— Der Stand der Weinberge in Rheinheſſen iſt im höchſten Maße bedenklich. Bei dem anhaltenden naſſen Wetter zweifelt man an dem Reifwerden der Trauben, zumal auch die Fäule mancherorts ſtark auftritt. Der 1922er wird kein Qualitätswein. SwW. Mainz, 19. Sept. Die Küfer ſind geſtern wegen Lohn⸗ differenzen in den Ausſtand getreten. Neues aus aller Welt. — Selbſtmord eines Schülers. Ein 14jähriger Knabe in Aurich hatte aus dem Nachbarsgarten einige Aepfel geſtohlen. Als er auf Veranlaſſung ſeiner Mutter bei dem Eigentümer des Gartens Abbitte getan hatte, erklärte dieſer, er werde die Angelegenheit trotzdem dem Schuldirektor melden. Der Knabe erhängte ſich daraufhin. — Wenn man keine Zeitung lieſt. Mit Fünfzig⸗Markſcheinen wollte eine Frau ein Fahrrad, das ſie für ihre Tochter für 12 000 Mark gekauft hatte, bezahlen. Sie mußte ſich aber ſagen laſſen, daß die Scheine längſt verfallen ſind. Die Frau hatte lange keine Zeitung mehr geleſen. — Aeberkretung des Alkoholverboks. Mehrere marokkaniſche Soldaten einer in Wörlſtadt liegenden Wachabteilung kamen abends betrunken in ihr Quartier. Die Ermittelungen ergaben, daß die 17jährige Tochter eines Kaffeehausbeſitzers den bei ihm ver⸗ kehrenden afrikaniſchen Soldaten entgegen dem Alkoholverbot fort⸗ geſetzt Kognak verabreicht halte. Das franzöſiſche Militärgericht Mainz verurteilte den Kaffeehausbeſitzer wegen Uebertretung des Alkoholverbotes zu 2000 Mark Geldſtrafe. Ueber die Wirtſchaft wurde dauerndes Militärverbot verhängt. — Schwerer Nordweſtſturm. Ein ſchwerer Nordweſtſturm hat in Hamburg verſchiedentlich Schaden angerichtet. Das Waſſer der Elbe ſtieg ſehr raſch. Um 11½ Uhr war der St. Pauli⸗Fiſchmarkt —9—5 Der engliſche Kreuzer Orient⸗Aron iſt auf Grund ge⸗ aufen. — Ein Glücksfund auf dem Büchermarkt. Daß man auch heu⸗ tigentags auf dem Antiquitätenmarkt noch Schätze finden kann, wenn man Glück hat, beweiſt ein Fall, der aus Rouen gemeldet wird. Ein Beſucher der Stadt hatte das ſeltene Glück, bei der Beſichtigung eines fliegenden Antiquariats ein Exemplar der Vulgata vom Jahre 1676 aufzuſtöbern und für bare 5 Franken in ſeinen Beſitz zu brin⸗ gen. Die Ausgabe, die in tadelloſem Zuſtande iſt, iſt eine Selten⸗ heit, die man ſelbſt in großen Bibliotheken vergeblich ſucht. — Im Bergwerk erſtickt. Die Rettungsmannſchaften in der Argonaut⸗Grube fanden, wie der„Deutſchen Allg. Zeitung“ aus Newyork gemeldet wird, etwa 4350 Fuß unter der Erde 47 Gold⸗ grubenarbeiter tot auf, die dort von dem Unglück überraſcht worden waren und bereits vor 22 Tagen in dem Qualm erſtickten. Weiterdienſtnachrichten der badiſchen Landeswekterwarte in Karlsruhe. Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(7s morgens) Luft⸗Tem⸗ Mine 2 bee deeere 88 e ee 5 en tur 8 Richt Stürte 8 merkungen Wertheim—— 12 S0O leicht bed 0 Königſtuhl 563768.9 13 leicht nebel“ 0 Karlsruhe... 127769.8 13— ſtill nebel/ 0 Baden⸗Baden213768.6 12 S80 leicht lbel 0 Villingen.780772.7 6 S lleicht gebel“ 0 Feldberg. Hof 1281659 8 12 W“lleicht beiter 0 Badenweiler.715— 10 80 leicht woln.] 0 St. Blaſien.—— 13 N lleicht woll.“ 0 Allgemeine Witterungsüberſicht. Das flache Hochdruckgebiet, deſſen Kern ſich von den Alpen bis zum Balkan erſtreckt, beherrſcht Deutſchland und bringt teils heiteres, teils nebeliges, trockenes Wetter. Ueber der Nordſee hat 55 zwar ein Tiefdruckausläufer gebildet, doch wird er keinen Ein⸗ luß auf unſere Witterung bekommen. Das trockene, meiſt heitere Wetter mit örtlicher Nebelbildung wird fortdauern, da keine Druc⸗ ſtörungen zu erwarten ſind. Vorcusſichlliche Witterung bis Samskag, 23. Sept., 12 Uhr nahts. Meiſt heiteres, abgeſehen von örtlicher Nebelbildung am Tage noch etwas wärmeres Wetter, ſchwache Luftbewegung. Der ſich auf einem leichten Hügel e e eeee 4 1 1 8—— — 5 FPPTTTTTCCCCTC(T0TT(TTTTT 4. Seite. Nr. 437. Mannheimer General-Anzeiger.(Abend⸗Ausgabe.) Freitag, den 22. September 1322 1922. Handelsbleff des NMannheimer Generel-Anzeiger Börsenberichie. Frankfurter Wertpapierbörse. Frankfurt, 22. Sept. ODrahtb.) An den Effektenmärkten wWar das Geschäft ruhig, die Stimmung im allgemeinen freund- lich. Die Reichsbankdiskonterhöhung hinterlies nur wenig Eindruck. Die Geidsätze haben sich der Diskonterhöhung an- Sepaßt, hemmen aber natürlich die Unternehmungslust. Der Devisenmarkt verhielt sich abwartend, die Kurse unterlagen nur unerheblichen Schwankungen. Der Dollar bewegte sich Zzwischen 1400—1420, an der Börse nannte man einen Preis von 40 Türkenwerte Waren wieder der Schauplatz lebhafterer Geschäftstatigkeit. Erneute stärkere Nachfrage nach Bagdad- anleihen und Zolltürken führte zu ansehnlichen Kurserhöhun- Sen, Ungarn-Renten lagen schwächer, Monastir plus 30 Proz. Zu Beginn der Börse setzten auch verschiedene Industrie- Hapiere zu anziehenden Kursen ein. Man bemerkte wieder Auslandskäufe. Bevorzugt wurden heute Maschinenfabrik⸗ aktien. Am Montanmarkt ermäßigten sich die Kurse durch-⸗ Sehnittlich um 10—70 Prozent. In Oberbedarf stellte sich An- Sebot ein. Caro lebhaft, plus 33 Prozent. Die Aktien der Metall- und Maschinenfabriken zeigten ein regeres Aussehen. Karlsruher in Exrwartung eines günstigen Abschlusses 85 Proz. Röher. Auch chemische Werte lagen größtenteils fester. Anglo- Guano plus 200 Prozent. Anilinwerte ruhiger bei vorwiegend behaupteten Kursen. Unter den Elektropapieren waren Licht u. Kraft gesucht, plus 28 Prozent, ferner Zellstoff Aschaffen- burg fest, plus 40 Prozent, Waldhof, schwächer. büßten 25 Prozent ein. Von sonstigen Industriepapieren interessierten Maschinen Eßlingen und Zement Heidelberg, je plus 25 Proz. Nordd. Lloyd und Hapag schwächer. Am Bankenmarkt waren clie Umsätze bescheiden. Metallbank sowie Berliner Handels- Sesellschaft und Oesterreichische Creditanstalt schwächer. Für 3proz. Bayern bestand weitere Nachfrage. Ferner wurden 3proz. Baden wesentlich höher genannt. 4proz. Reichsanleihe angeboten, erster Kurs minus 18 Prozent. wenig Geschäft. Fest lagen Greffenius, 1030— 1020— 1000. Benz 635.—648, Mansfelder 210—69s5 und Entreprises 11 600. Die Um- Sstze am Einheitsmarkt zeigten eine Verringerung gegenüber den Vortagen. Fest lagen u. a. Pinselfabrik Nürnberg, Julius Sichel, Schuhfabrik Berneis Wessel und Ultramarin. Hammer-⸗ sen, variabel 895, gewannen 25 Prozent, Chemische Rhenania 40 Prozent. Otaviminen erste Notiz 4450. Frankfurter Festverzinsliche Werte. u) Inländische. 21. 22. 8 22. annh. von 1914—.——.— 38% Hessen— 1901— 78.—%skohs.St.-Anl..19 3„ 1902 2—. e ce Rents 55.50 2 50 3½%„ 1„ 1888—.——— 4% Wurttemb. K 1915 81.—.40 3½%%„ 18985—.—.% Frankf. a. H. 1908 107.— 108 50 %%„„ 1888.——.—% Baden-Bad. 1908 3½%„1804%—.— 63.—% Darmstadt—.— 75. ),„Reélohsanl. 77.504% Freinurg l. B. 1909 783.. e *7 0 7—— arler—.——* 23 460.— 4% Nalnz 83.80 83.90 5% l. Belohs-Schaten—.——.— 40%0 Pforzhelm—.— 935.— %%. u. 1 40 2 518% Webader eee ee VI.—1 1597 155.— 126%0— —.——.— r. Aon e— Seenee 79.—.50 477000 81.8t.-fl. v. 1913 187.— 3688.— 5 5 Sohatzanw.—.—.— 4½% do. Sohatzanw—.— 78.25.%% do. Snberrente 2623. Konsols 80.50 86.25 4% d0. Gofdrente 88083.— 890.— 3010%0 5.— Li.= h 4. einh. Rente 2606.—— 5 5 12³ 80 9% Rumänlen 1903 1165.——.— 2500 5.50 50 4¼% do. gold am. 880.— 948.— 420 Ball. Anl. von 1919 814.— 84.—% do. am. Bt.-Verw 433.— 495.— 3¼%% Badl. Anl. ah 83.— 83.— 5% Zagdad 3259.— 3360.— 3% do, von 1896———— 8. 1850.— 1818.— 25% Bayr. Eisenb-Anl. 89.— 81.75 10 Uäg. ee 3450.— 3155.— 3¼% 4 989.— 40%0 do, St.-Rte.v. 1910 1150.— 1175.— 30% 13— 295.—3%%.St. fte. v. 1897—.— 1105.— %alr.- ln eno 98— 322505 4% W 8 inn. 19888— 30.— 6en b. b0 u. 06—— 40% iurg. Amlede 1—. 25 abgest. 67.50—.— ee ntopeo— 8600.— Frankfurter Dividenden-Werte. Bank-Aktien. 21˙ 22. A11J, Otsch. OCreultb. 226.— D. G. u. Slib. Soh. A. 4480.— 148— Badische Bank.. 350.— 572.—I. Loldsohmitt. 1259.— 1240. Bank für Brauindustr. 65.— 266.—ohem. Ariesh. Elekir. 1210— 1215.— Bayr. Bod. Or. Wad,.—.— Farbwerke Höghst. 1197.— 1190.— Hyp. u. Weohseſb. 256.— 88.— Farbenfabrik Barer, 1383.— 1260.— ee Bankverein. 205.— 12.—[obem. Fabr. Munſhelm—.— Berliner Handeisges. 1450.— 1460.— Für. Weller-ter-Meer, 998.— 990.— Comm.-= u. Prl“atb. 318.— 315.—Holzverkohl. ne 900.— 345.— Darmstädter Burk.. 298.— 298.—FBütgerswerke. 860.— 870.— Deutsdhe BanKk... 5062.— 668.—Sohramm Laokfabr. 820.— 824.— Deutsch-Aslat. Sank 4809.— Ionramarin Fabrik 1657.— 4100.— 5. Effekt. u. 8 ⁰ 50 Ferke Aidert 1583.— 1700.— Deutsche Hypothekb..=tsob. EIsenhandel., 647.— 640.— Vebersee Bank 1250. 1300.— Sudd. Drahtindustrie. 560.— 595.— Deane begeleb 50.— Aligem. Elektr.-Ges. 57.— 770.— .— 407.— Sefgmann W. 5650.— 6 3— e 185.— 0—4———15 n—.— — ontin.-Ges. Munchen. —.—4 A 1120.— 208.— 1080.— 1090.—— d. Credlth 300.— 308.— lahmeyer. 412.— Natlonalb. f.—.—.-Tloht und Kratt 878. 690.— Lörng, Verelnsbant.—.— Fein. Ggbh, u. Sch.. 490.— 475.— e ee 259.— 256.— fln. Slekt.-des. Mannd. 448.— Irisohe Hyp.-Bu.——. Sohuckert 1 18. 8.— 1995.— ſionsdank 29 278.—Siemens 1850.— 1855.— Bheinischegre 22—— Volgt s. Haeffner. 523.— 539. 1* Rhelntsdhe Hyp.-Banng Emälll.& Stanzw. 580.— 399.— Südd. Bodenkredito.—.— dummiw. Peter 55— 1007.— Sudd. Disgonto-Ges. 320.—— 329.— Hanfwerke Füssen 500.— 926.— Mener Bank 5 160.— 158.— heddernd. Kupferwerk 835.— 828.— Wurttdg. Bankanst. 188.— Hrseh Kupfer... 818.— 320.— „ Mbtendank 678.— 590.— zunghans Aebrüder 809.—— 510.— „ ereinsbank,.r„reemerven Braun . A Versſong..— 2550.—— 1928.—— 1680.—— Dberrbeln. Vvers.-Ges.—.—.—Lederfabrik Spier Frkf. Nuok- u. Mitwerg.—.——.— 55 1289.—— 259.—— 0. Ingber— Bergwerk-Aktien da. Sulebark.. 8985.— 889.— Lokomott Krauß—.— 727.— Boch. Bergb. u. Guflst. rer 1—.— Walzmühle Ludwigsh. 1227.— — Nasemnenf. Kleyer. 80.—— — 4— 89.— 2 80.— 0. Badena 3 755.—.— Irbh. SSErAU—9— 70.— Jo. Sadisone Burtabh 1 999.—— 1849.— e 4 435.— Siaglber Seldr donbn. 588.—.— .—.— bingter Z2⁶e n.— ee e Kallw. Westeregeln 2100.— 2095.— Haschinenf. Eblüngen 1000.—— 1025.—— e ee 18— 15 325— f15 Ner Iuk 658.— 6525.— 50 berschl.EisenbBed.— 1110. gasmotor Deutz g. 2 52 2 2988.— Gritzner, Durlach. 4309.—— 1462.— Bh, Braun-Kohl.. Hald a eu,Hahmas0h. Teſſas Berpbas 8150 874. 5⁰ ae 100⁰.——1 7085.— 5 —.— kuxsohe ingustrie V. Kön. N Laurahlltte eeet Woen 992— 25 919.— 2 — Sohantung.— 510.—Ffatz. Mahm. Kayser- 5306.— 550.— Hamb. 2 Pakotfahri Sohnelipr. Frankenth. 560.— 927.— Norddeutsoher LIoyd 2*— ogti. Aasoh. 1—.—— Oest.-Ungar, Staatsb. 6— 2 86058.— 3 eee 565.— 8— 8 2 7300.— Jebkarzulmerfsbreg. 778.— 750.— Industri 1 F 11 0.— 11 ustrie-Aktlen. Forzellan Wessel!——— e.— 7 2 e„ingbert„ N enn.— Feente 4 Hanau 650.——.— Wayes& Fre vtag 1983.— 925—— ee Nan 1 8355 ——.— Sonunta +2— 1 40 6. 1885 8 1858.— —— ieg. d. Splegel 50.— 1650.— 288.— n eee Senre Ettlingen 7560.— 1838.— Mainzer.——.— Kammgaraspinn. Kais. 1125.— 1060.—— brauereien..— 1050.—Tricotwar., Besigß..— Rettenmeyer—— Wereda e 760.——.— Sohöffen—— Ferigsanst., veutsone——— 228— 281— 22255 Sel u. Kabhel 915.— 9215.— Oementw. Heldelberg 1150.— 1170.—Waggonfabrkfuchs 690.— 626.— 40. adt 899.— 345. Feie 9 80 83— 12 ——.— ellsto resden.—— e Lea— 99 85 Tachkerfatrit Sad. 5.— 85 — 50.—40. Franke hal 900.— Badlsche Anilin.„ 1899.— Zuöbkerfabr.Hlelſbronn 840.— 830.— ddo Sraubaohß 878.— 550.— —— Im Freiverkehr war, *HBerlin, 22. Sept. erleichtert. dementiert wurden. Fervor. Montanwerte. 50 Prozent. 15—20 Prozent. 50 Prozent. blus 63 Prozent. 60 Prozent nach. minus 50 Prozent. gesteigert. rische Noten 50. bis 0,33%. London 6300. Trausp.-Aktlen. 21. 22. Sohantungbahnn.. 515.— 634.— Alig.Lok.- u. Stragenb 448.—— 450.— Ar. Berl. Stralenb.—.— Sudd. Elsendann 418.—— 410.— Jest. Staatselsenb., 5760.——— Baftimore and Ohfo 6600.—— 7200.—— Prinz-Helnrlohbahn. Argo Dampfsohiffahrt 2455.—— 2559.—— .-Austr. Dampfsoh, 8900.— Hamb.- amerlk. Baketft 674.— 593. Hamb.-Südam.'sch. 1406.— 1308 20 Hansa Dampfson. 10. 516.— Rorddentsohe Lloyd 489. 70 402.— Lex, Elbeschlftahrt, 1399.— 1345.— Bank f. elektr. Werte 600.— 518.— Bank-Aktien. Sarmer Bankverem 201.— 210.— Berlinerflandels-des. 1475.— 4473.— Comm.- u. Prlyathank.— 319.— Darmstädter Zank, 361.— 361.— Deutsoe Bank. 598.— 385.— Oiskonte-Commandit 416.— 465.— Dresdner Bank„ 335.— 333.50 Nelninger Hypothekbk 435.— 135.— Mitteid. Kreditbank,. 300.— 300.— Nafionarbk..Peutson!—.——.— Desterreloh. Kredit. 230.— 286.— Relonsbank 288.— 268.55 Industrie-Aktlen. Acoumulat.-Fabrlk. 1680.— 3738.—— Adler& Oppenhelm. 2000.— 7 5 Adlerwerke 443.— .-G. Anll. Treptow 1299.—— 1210.— Alexanderwerk. 517. 543.— Aligem. Elektr.-àdes. 74 2 Alsen, Fortid. Zement 1990.— 2065. Amme Gleseoke& Co. 923.— 50.— Anglo-Continental 2385.— 2 80.— Arenderg Bergbau, Aschaffenbg. Zehlstoff 1026.— 192 7.— Augsb.-Nüenb. Masch. 7240.— Badlsohe Anllin 7888. Bergmann Flektr. Berl. Anhalt. Masoh. Borliner Elektr. 81. Masoh.B. Schwarzk 287.— 22 1950.— 8 Sing Kuraderg. 35 Bismarokhütts 2 Soochümer Gußstant 2280——.— gebr. Söhler& Co. 3 2800.— Braunk. u. Brikettind. 95—— 4493.— Bremer Vulkan 40.— 5 Brown, Boverl 0b. 1 Buderus EIsenw.. 1244.— 5 1250.— 55 Ohemische Grlesheim 29.—— 453.— 25 Shem. RHeyden Shemisohs Wsffer 5— 1909.— Chemische Albert 1650.— 1781. 5 Londordia Bergbau——— Dalmler Motoren. 828. 5⁰ 27— Dessauer Gas 540.— 644 Deutsoh-Luxemhburg..—— 22 75 .-Uebersee Elektr.— Otsoh. Elsenb.-Sign.—— deutsche Erds!„ 254—.—.— 255 Otsoh. Gasgiühllont. Otson. Zulstahlkugel 630.—— 540.— 97 Heutsche Kaliwverke 135— W 5— Deutsghe Steinseug D. Waffen u. Munftion 2543.— 269 39.— Otsch. Wolle 128·.— 105 8. 8505 Heutsoh. Eisenhandel 838.— Dürkoppwerkes 820.— 715— Oüsseſd. Sisenbedark 555— 48.— Hynamit Trust 3368.— 869.— Fokard maschinen 2848— 3599.— Elberfelder Farben, 1245.— Elektr. Lloht u. Kraft 185— 1888 Eisbach& Co.. 4608.— 1998.— 175 E. f. e. Unt.(Zürfoh) 578.— Eschweller ergwerk 44605.— 13 22 12 Faber Blelstift... 1399.— 1357.— Fahfberg, Liet& Uö. 43.— 870.— Felumüpfe fäpler 300. 810.— Feſten& gulſſeaume 1039.— 1490.— 585 Filter Brauereltechn. Frledrichshütte er 718.—— 988.— Haggenau Vorz.. 3 0— Gasmotoren beutz 25.—— Helsenkirohec Bergw. 4485— 2409. Belsenkiroh. Gullstahl 920.— 955.— e Gensohow/& o. 5890.— Usorgs-Martenn. 205— 161—— germanaa.— 7955 58 derresheſmer 1.— goldsohmidt, Tnp. 575— 7 15— Areppiner Werke.— 855 Aritzher Maschinen 145.— Urün&, Bliflnger 7¹9.—— 883.— r7 Hackethas Hannov. Masoh. Egest. 3025.—— 3628.— 25 Hannov. Waggonfahr., 675.— 98 Harburg-Wien ee e 1458.— 1520.— Deutsche Kali plus 120 Prozent. Werte war das Geschäft allerdings ruhiger. 1450, Heldburg 1550, Mansfelder 700. Anilinwerte besserten sich durchschnittlich um 30 Prozent auf, Elektropapiere um Unter den Spezialwerten stiegen Deutsche Waffen um 125 Prozent, Schwartzkopff und Nordd. Wolle um Auf der anderen Seite verloren Stettiner Vulkan 200 Prozent, Scheidemantel 100 Prozent. der Markt der Schiffahrtswerte. nur Otavi 100 M. nachgebend. Merte unter Eührung der Oberschlesjer weiter an, holten sich. Deutsche Waffen z0gen ebenfalls weiter an. Der Kassaindustriemarkt war überwiegend fest. Noten.88, polnische Noten 188f1, rumänische Noten 9oo, unga- Die Mark kommt aus Amsterdam mit o, 18¼, Zürich ,37½—0,38½%, Stockholm 0,26½0,2, Kopenhagen 0,33 585.— Ziemli Dollarkurs 1⁴⁰⁰ Mark. Verbwer Wertenpte bür de⸗ (Eig. Drahtb.) Obwohl die Zurück- haltung sich infolge der Zuspitzung der Orientkrise durch den türkischen Vormarsch noch vermehrt hat, war die Stimmung doch ausgesprochen zuversichtlich. Geld ist etwas reichlicher vorhanden, und der Ultimo dürfte glatt vorübergehen. Regungslosigkeit des Devisenmarktes kommt den Industrie- werten insofern zugute, als sie die Spekulation in der Industrie Die Devisenkurse waren fast unverändert. mittags war der Dollar 1420, an der Börse etwa 1400. Am Montanaktienmafkt standen heute Hoesch im Vordergrund dee Interesses und gewannen 160 Proz. der gestrigen scharfen Steigerung schwächer, weil Gerüchte von einer Interessengemeinschaft mit Ilse und Riebeck- Montan Sonst hielten sich die Kursbesserungen in engem Rahmen, doch trat für Stinneswerte etwas Interesse Harpener schwächten sich um 75 Prozent ab. Die Oberschlesier hatten lebhafteres Geschäft als die westlichen Laurahütte plus 90 Prozent, Kattowitzer plus Ausgesprochen fest war der Markt der Kaliwerte. Im freien Verkehr der Kali⸗ Harpener notierten Die Vor- Rhein. Braunkohle nach ch lebhaft lag Hamburg-Südamerika-Linie Unter den Auslandswerten gaben Canada Oesterreichisch- Ungarische Staatsbahnen minus 100 Prozent. Auch Ungarische Goldrente lag schwächer, Oesterreichische Goldrente verloren Prozent, dagegen wurden türkische Renten von neuem lebhaft Bagdad I plus 50 Proz., Bagdad II plus 128 Proz:, obwohl die Kupous der II. Serie vorerst nicht zur Einlösung gelangen. Türkenlose plus 400 M. Kolonialwerte etwas fester, 700 Im Verlauf zogen Montan- Berliner Dividenden. Werte. A0. Gonußzschein beutsche Potceleum POmona Heldburgg 1 Benzg„ Otavi er- esterreichische 2¹. 22. Harkort SRW. 13550.— 4660.— Harpener Herghau. 4835.— 4573.— flartmann Hasbhinen 1628.— 1650.— Hasper Etsen u. Stahl—.——.— Hedwigshuütte 925 1220— Hllpert Masohlnen 49.50 450.— Hingrlohs& Aüfferm. 506.— 3556.— Hlrsch Kupfer 516.— 517.— Hlrschberg Leder 1450.— 1425.— Höchster Farbwerke 1193.— 1200.— Hoesoh Sisen u. St. 3345.— 38335.— Hobenlohe-Werks 1798.— 1825.— Phlfipp Holzmann 58.— 252 Humboladt Masohigen 67 272.— Huktenw. O. W. Kayser 876.— 70.— Use gergbau. 1745.— 1775. N. Judel& Go. 635.— 699.— Kahla Forzellan. 1633.— 16983— Kallw. Aschersleben 1575— 1666.— Karlsrühe Maschinen 98.— 1675.— Kattowitzer Berghau 88.— 1894.— Köln-Rottweller 1 25 98.—— 1897 85 dehr. Körting 544.— Kollmar& Jourdan. 1928.—— 1889.— Lostfeimer Zelluos“ 7 680.— Kyffhäuser Hütts, 47 50 449.— Lahmeyer& Co. 415.— 415.— Laurahlitte 99.— 3175.— reopbldshall„—.—* Linde's EIsmasohinen 750.— 85— Carl Lindström.. 350.— 356.— Lingel Sohuhfabrik. 635.— 6548.— Lince& Hofmann.. 335.——.— Ludwig Loewe& Co. 1330.— 1.— Lothringer Hutte. 1500.— 1946.— Lothr. Fortl. Cement 735.— 765.— Ludensoheld... 756.— 790.— Tukau& Steffen 25— 4986.— Hagirus.-G. 490. 750.— NMannesmannröhren 1393.—— 1 8.— Haximillansau 950. 980.— Medh. Weberel aingen 399.—— 1924.— Fr. Meguin& Co. 280.— Morkur Woflwaren. 5 98.—— 1730.— Mix& Genest 539.— 340.— Meckarsulmerfahrzg. 756.— 775.— Mederiausltzer Kohſe 1755.— 1806.— Moradd. Wollkämmerel 3399.— 86656.— Obersohl. Eisenb.-Zd. 1156.— 1144. d0. Eisenlndustrie. 330.— 4940.— üo. Kokswerke„ 14790.— 4793.— Orensteln& Koppel 4633.— 8* Phönlx Bergbau 2930.— 2930.— Relsholz Paplerfabr. 556.— 42.— Bneln. BTAunkohis 1 2955.— Bheln, Elektr... 449,— 44.— un, etallwe, Vatz.. 468.— 47.— Bheln. Möbelstoff 1606. 1575.— henanſaa.— 4991.— Bheln, Stahlwerks 180.— Zleheck Rontan 2605.— 2505.— Rombabher 0 1856.— 185— Rosftzer Braunkomfen 1360.— 552 Rositzer Zücker. 1838.— 4928— Rütgerswerke 285— 880.— Sachsenwerx 00.— 291.— Sächs, Gußst. bönlen 1088.— 1330.— Sarotti 335.— 888.— Augo Sonhsſder.. 330.— 128.— 80 ohäbet l. Salxer, 1395.— 1410.— Sohuokert 6. 00. 1165.— 4418. Stemens& Halske 1858.— 1889.— Sinner.-g...539.— 625.— Skettiner Vulkan 2310.— 2275.— Stoshr Kammgarn.3850.— 3730.— Stoncer. 458.— 47 Stolbergerzinkhütten 2689.—— 2149.— Südd. Imobflien 2 293.— Tebkienb.Sohiffswrft. 11 3.—— 14.— Telephon Zeriſner, 58 690.— Thale Elgenhütte. 7250.— 72809.— Unfonw Bera-MHm. 8.— 3889.— Varziner 95 f 05—178.— Ver. Ohem. Eisenhütte 4550.—.— Ver. Otsoh. Mokew,. 1753.— 1790.— Verein. Fränk, Sohuhf.—.—*4 Ver. Glanzstoffe 350.— 3425.— V. Stw, Zyden& U1s /5.— Vogel reſegraph-Dr. 890.— 900.— Vogtländ. Maschinen 535.— 549.— Wanderer-Werke 1785.— 1775.— eser Akt.-Ges. 608.— 23 Westdeutsche juts.—.— 625— Westersgeln Alkall, 2169.— 2778.— Westf. Elsen d. Draht 634.— 820.— Hesloch Tonwaren—.— 625.— Zellstoff Jeceln. 628.— 613.— eeee 8 55 82— Dontsch-Ostafrika.— Neu-Aulinea 55 + 8 15 Grahi Minen a. Eſsenb. 4430.— 4500.— 942.— 5055. 18—2— 8 Relehs- und 21. 22. Staatspaplere. 5% D. Sohatza. Ser.—.——.— 5% do. Sor. I 84.25 235 4½% do. Ser.-V 71.75 71.75 4½% do. Ser. VI-IX 328 7080 4½% do. 1924er 7750 77.50 700 Reichsant. 135—.— 0, 2 1 3¼7% 2 438.—.— 3⁰% 0. 7950 59.50 40%% FPreufl. Konsole 68.—.50 3½%% do. 89.40.— 3% go. 4— 4% Badlisohe Antelhe.—.— 3¼%% Bayer Anleihe.—.25 3% Hess. Anleihe.28 65.— 4% Frankf. Stadtanl..75 95.75 4% Münch. Stadtanl. 166 253 166.— 4% Frankft. Hypoth.- bank-Pfanũdbriefe——.— ) Ausländische Rentenwerte. 4½% Oesterreioh. Schatzanwels. 37 28800.— 4% do. Goldrente 6105.— 8300.— 4% do. oonv.Rente 3725.— Hauptgeschäft fand wiederum 200 Prozent gesucht. Geld nannte. Prozent G. Mannheim, 22. Sept.(.30 sigen Platze(mitgeteilt von der Mitteldeutschen Er Berliner Festverzinsſiche Werte. — 4⁰5)0—.— Siüberrente 2700.— 2. %% do. Paplerrente.— 4% fock Sanee 3000.— 3050.— 4% do. Bagdad-.— Sisendahn! 2940.— 2900 % do. Bagdad-—.— eieenbahg n 1620.— 100 4% do, Unff. Anleine 10050. 1105.— 4% d0. Zolloblv 1911 1225.— 1000⸗ 3½0 815 405.915 10500.— 1100— 4 ½% U. St.-Rt.v ee— 4½% dd Jo. 1811 32985 73 75 4% ddo. Goldrente 50 3 40.— 1% de, Kronegrehte 732.—, 55 Invest.-Anl. 88 % Osster.-Ungar Staatadank alte 3600.— 3% do. IX. Serſe 30% do. Erg.-Nutzen 4% un. Goldpriorita 2695 en Esb., a. F 1759. 800 60% 60. nend Prlor. 1 o. 1 535— 25 — — — — — — 770 Anat., Ser, 4½% 40., Lerd 1 474⁰⁰5 d0., Sorie in Wanen Ekfektenbörse. 5 Mannheim, 22. Sept.(Mitgeteilt von der Mittelseu Creditbank, Filiale Mannheim.) Genau wWie an den Vortagze so war auch heute die Börse wieder lebhaft und fest. in Benz-Aktien statt, Prozent höher mit 650—670 Prozent slatt Aufnahme und zu diesem Kurs weiter sesucht blieben. Bankäktien verändert, von Bahnen wurden Heilbronner Straßenbs Am Chemiemarkt Wuürden Bad. mit 1890 bezahlt, wöhrend man Verein Deutscher Oele mit Am sonstigen Industriemarkt blieb das Ges in mäßigen Grenzen. Man nannte Seilindustrie Woltf Geld, Gebr. Fahr 770., 780., Mannheimer Gummi? 770 B. Zellstoff Waldhof waren mit 900 angeboten; Frankenthal notierten 918 Proz., Zucker Washäusel— Höher gesucht blieben noch Katlsruher Maschinen mit Deuisenmarkt nachm.) Es notierten Geld Brlef Amerikanlsbhe Moton 1395.— 1399.— Belglsoh—22 5 285585 ee 925 99— +.„ 22„65* Holländisoneo 9 3 15 Itallenische Oesterreloh Ebhest. 1 68 Tendenz: schwächer. neee Notenmarkt 22. 61 Ungarische. Berliner Devisen. osst.-Unzar., alts. Norweglsche. Rumänfsohs„ Spanisches Sohwelter Sohwedisohs. Tsohephe-Stovak. „„„ 1 2öllen. Belgische Eisenpreise Der Träger 405—410 Fr. mehr, für die Ausfuhr, 488—490 bis 525 Fr. eisen, Stabeisen und Träger und Die Inlandspreise sind—10 Poper Ferkelſ⸗ peistseht Egeſpan 857 zu festen Preisen auf dem jüngst erlangten roheisen von Charleroi notiert 215 Fr., Von Blechen notieren die Niveau Stabeisen 755 5 15 Fr. und die v 16—20 Fr. Zu u mit 6 eh 15 0¹. el rol. 1050 b⸗ am eülcber 31 70⁰ Amtlion Ael 2. 8, J rie, 21., f. Dontaa Tiese 72770 88 947 5 Sae 355 95 37895. feletore::J N tallenn. 652 2 2„„ eo 42. 57.* London. 5„„„„„ 6„ 1 1 NMSewWVork Niiin 0 8„„„„„ 1 1 e 0 95— Spanten 212255 223 5.—.— + 29525 6665 2 4˙84 4 Wet be 1992 Sadäpebt„„„„ 5 5 eb⸗ 4 vet⸗ Bedenkliche Angebote. Ein sich 21s eeee; 35 600 nender Animierbankier W. Bruss in Berſin, e men 605 sendet unter der Ueberschrift„Wie leze ick hen anabthe ag anf“ Reklamezettel, in denen er sien zur Entsese Vereiepten, Spareinſagen mit monatlicher Kündigung, 8 ans ficiont⸗ und Dividenden, die sich je nach dem Geschäftes ansak n6ch erbietet; außerdem errichtet er auf Wunsch 5 b. konten“, deren Inhaber ihm die Ermächtigung U Belieben für sie Wertpapiere anzukaufen 0 155 10 Herr Bruss ist zum Besuch der Berliner Idersd rech 15 gelassen; durch seine den guten Standessitten 0 ae Animierpropaganda scheidet er sich setbst aus gee e lichen Berufsgemeinschaft aus. Die Fignung emgerg Firma als Annahmestelle von Spareinlagen kannn 6 des Publikums überlassen werden. der deute. Inkrafttreten des amerikanisch. Zolltarifs Wies neue a amerikanische Wirtschaftsverband mitteilt, ist ardles 96 kanische Zolltarifsgesetz vom Präsidenten zum 21 4 schrieben worden, sodaß es in der Naeht vom unkt de tember in Kraft trat. Wüs nach diesem 2e 55„ Zellhaus herausgenommen wird, unterliegt nu Akt ——— 75 Herausgeber, Drucker und e Druckerei enß General Anzeiger, b.§., Nnde Direktion. Ferdinand Selte— Weraß wortli für 1 Kirch Hammes; für Handel: Nis Peterſen; für zulgeitaft. Franz für Lokales und den übrigen redaktionellen für Anzeigen; Karl Hügel. kier): Newyork 1390—1410(141c) Folland 84 00—55 005—25 300 (34 70)0, London 6150—6225(62500, Schwelz 26 000. 60 (26 8750, Paris 10 575— 10 700(16 725), Ttalien 38503050 Frankfuürter Bevisen. eht Frankfurt, 22. Sept. ODrahtb.) Im freien Börsen gecbee war das Geschäft in ausländischen Zahlungsmitteln besc An del Die Kurse unterliegen nur geringen Schwankungen. pei iust Förse stellten sich die Preise wesentlich niedriget, Leste losem Geschäft. Es wurden folgende Kurse 8753 Prüsse 6200—6280(amtlich 6175), Paris 10 70—10 800(10 625 10 54000 10 200(i0 os00, Newyerk 1420 1400(1398). 25 3500, Schweie 26 200(26 000), Ttalien 6000(88 115 7 23 Amtſſoß Leeie 2i 8. rie. f. Geid* 10 Rellm, 481 55255 543 20 zellen 772:280 8295 90 1963 75 11 London.48 105 1. 14 F. 1005 1091 90 20* Sohwez 425 0 6181 80 Spanen 1378˙602142140 21178. 0 Rallen. 984.— 9895.70 805— 30. Dänemark 28338˙89 23328˙40 28881 9 22285.50 Lerwegen 748 7478 28878.70 35565.— eſee 22223480 3/47.5 38813.10 1550J 82„4„„ 357.60 82* 12 a 2222227780 140040 13% 4% en, Altes—2 .-Oésterr. abg.. 5 0.92 0 10 1 Bud„35 56.— 1 0 5% 1 30 485.50 4420 — .— LeAd abt WNeed 7 — Warn n un d Neiſen Pfälzer Herbſtſied. Der Herbſt— ſein fröhliches Trinklied am Rhein, Die Sonne ſtrahlt golden hernieder, Es ſchwingt ſich das Glück in die Seele hinein Und weckt meine lachenden Lieder! Sie ſingen und klingen aus jauchzender Bruſt, 4 Fer die lebten Jahre gerienreiſe durch den Schwarzwald zu machen. Dieſes Jahr iſt Die Töne mich himmelwärts heben, —1 trinke das Leben mit jubelnder Luſt J ſonnigen Lande der Reben! Eniſchwand auch des Sommers frohſinnige Zeit, Wenn rot nun die Blätter ſich färben, Wenn Blumen und Blüten zum Tade bereit, Hier denke ich nimmer ans Sterben! Aus ſtrahlenden Augen mir ſonnſelig winkt, Wie blühender Frühling das Leben, Mein Herz von dem Zauber der Glücksquelle trinkt Im ſonnigen Lande der Reben! Der Wald träumt im herbſtduftumſponnenen Kleid, 7 Es wallen die Nebel im Tale, Ich halte umſchlungen die goldblonde Maid, Es funkelt der Wein im Pokale! Und malt einſt der Spätherbſt die Haare mir weiß, Die goldenen Träume entſchweben: Das Herz bleibt ſo jung mir, ſo froh und ſo heiß Im ſonnigen Lande der Reben! 2 8 Hanns Glückſtein. Auer durch den ſüdlichen Schwarzwald. Von Willy Müller. war es noch verhältnismäßig leicht, eine für einen Feſtbeſoldeten nahezu unmöglich, die Ferien außerhalb verbringen. Man bleibt zuhaufe und bringt an der Türe ein deoßes Schild an mit der Inſchrift„Verreiſt“. Ich kann das unbe⸗ 22 1 + — — — — * ;joſen, der bei Wehr wieder dae⸗ 1 de . durch Aafießend folgt die Kapelle. * ieee e And der fgentlich machen, da im Falle eines„Ferieneinbruchs“,— Ferien ind Hochkonjunktur der Wohnungsmarder—, bei mir nicht viel zu holen iſt. In Wirklichkeit iſt man aber gar nicht verreiſt, man ill es nur ſein. Das Zimmer wird halbdunkel gemacht und in bedanen wandert man durch den finſteren Tannenwald des herr⸗ chen Schwarzwaldes nochmals frühere Wanderungen durch. Die letztjährige Wanderung ging durch den füdlichen Schwarz⸗ ld. Am frühen Morgen zogen mein Freund, der ſchon jahrelang mir Ferienwanderungen macht, und ich nach dem Bahnhof. der Bahnſtrecke bis Offenburg bot ſich das bekannte Bild: auf⸗ abtanzende Telephondrähte, vorüberfliegende Felder und Wäl⸗ N und im Hintergrunde die dunklen Berge des Schwarzwaldes. —9 Offenburg ab wurde die Gegend belebter, die Berge traten zehr in den Vordergrund. Von Freiburg aus brachte uns die Bahn Lörrach. Unterwegs hatten wir Gelegenheit, den einſt ſt kalgen und jetzt jämmerlich geſchleiſten Iſteiner Klotz in ſeiner altigen Ausdehnung zu ſehen. Das ganze Gelände iſt mit Reben donſtanzt, die einen guten Tropfen liefern. Die Bahn verkehrt An Lörrach ab elektriſch. Von Fahrnau aus führt bis Haſel .5 Kilometer langer Tunnel. Den bekannten Elchener See, 55 manchmal jahrlang ohne Waſſer iſt, ſich dann aber durch unter⸗ u ce Zuftüſſe wieder füllt, ießen wir rechts von der Bahn liegen. Haſe! galt unſer Beſuch der weithin bekannten Erdmanns⸗ Eingang der Höhle erhält man einen weißen Schutz⸗ n mit Kapuze, der zum Schutz gegen das herabtropfende Waſſer 15 0 80 wird. Den ſagenhaſten Wichtelmännchen gleich ſtiegen it noch einigen anderen Schauluſtigen in die elektriſch erleuch⸗ te Tropfſteinhöhle. Das gedämpfte Licht warf unſere Schatten Jeſpenſtiſch auf die feuchtglänzenden Mände. 5 br an den Wänden ab, um da z hwinden. ſprochen wurde nicht viel. Nur das 5 lären des, Führers brach ſich als vielfaches Echo b e ee 0 umen. Das Ganze wirkte recht geheimnisvoll. Man kam ſich ur wie in einem verwunſchenen Mürchenland der Zwerge. Die le verdankt ihre Entſtehung Auswa zurch das Waſſer. Stellenweſſe wird ſie von einem Bach durch⸗ zu Tage tritt. VBerſuche mit Farben einige Kilometer durch den Berg zieht. Die der Höhle haben wegen ihrer verſchiedenen, Lenartigen Geſtaltung beſondere Namen ethalten. So kommt man Burgperließ durch die Vorhalle in den Tempel. Dieſer Raum Agoden, daß der Bach unbelnen Abteilungen durch ſeine Höhe und ſeine Ausdehnung einen wirklich tempel⸗ 0 n Eindruck. Hohe Steinſäulen tragen die gewölbte Decke. Linkg r Wand des Tempels befindet ſich eine Geſteinsbildung, die ihre verſchiedenen Zapfen einer Orgel gleicht. Von hier aus un, drei kleinere Nebenhöhlen ab. Erwähnenswert ſind noch 12 dem nioderen Gang. den ſogenannten Katakomben, befind⸗ darſte Tropſſteme, die die merkwürdigſten, phantaſtiſchſten Gebilde die Auch jeder dieſer Steine krägt einen beſonderen Namen. akomben erweitern ſich dann zur prüchtigen Fürſtengruft; 0 Noöch ganz benommen von den eigen⸗ u Eindrücken dieſes großartigen Naturgebildes, ſtiegen wir von Aadehen Höhle in die atemraubende Temperatur der dampfenden 500 erfläche. Von Dichtern wie Scheffel und Hebel wurde dieſe 8 beſungen. r ſetzten darauf unſeren Weg durch das wildromantiſche fort. Das Wehratal zählt mit zu den ſchönſten 5 ſen de ee Schwarzwaldes. Hart und ſchroff ſteigen zu beiden Sei⸗ 0* engen Tales die Felſen auf; in der Mitte bahnt ſich die Naacge zahme Wehra träge ihren Weg über die von der Höhe 8 Melübeten Steine Es hat den Anſchein, als ob auch ſie der ſehen—* müde gemacht hätte. Wir/ haben den tief im Schatten ſchen Waldweg gewählt. Stundenkang ſehen wir keinen Men⸗ abebt ſ le Sonne drennt auf die Landſtraße herab, flimmernd 25 ich über ihr die erhitzte Luft. Jetzt ein Verdunkeln der Sonne, ker heſftiger Wind, der den Staub der Straße aufwirbelt, Nande ftüchten in den Wald, ein Blitzen und ere kurz nach⸗ Niblen„Kroße Regentropfen, die ſich klalſchend in den Staud ein⸗ e ſchnen kleine Kügelchen bilden: Gewitter über dem Wehratal. Wnge ell wie es gekommen war verſchwand es auch wieder engen Gen wir noch das dumpfe Dennergrollen, das in dem dor Einſchnitt des Wehratals beſonders unheimlich wirkt. Kurz an, wuntelwerden kamen wir in Schwarzenbach vor Todtmoss ed freundliche Aufnahme fanden. dosg hächſten Morgen ſetzten wir unſere Wanderung über Todt⸗ 1a1d ſort. Wunderbar liegt das Sanatorium Wehra⸗ kranſe die pöchſtgelegene Hellanſtal! Deutſchlands für Lungen⸗ Bubedünteeben non Tannen. Gutgepflegte Wege mit zahlreichen veg 17 805 führen in die Umgebung. Wir wählten den Höhen⸗ ** durch Todimoos übder Herrenſchwand. Hler er⸗ Mder wir in einem freundlichen Bauernhaus mit einer Anzahl Aachden iſche Mich die dei der geaßen Hige treſſlich mundete. kMaulſch Wir die ſchüchternen Bauernkinder durch Süßigkeiten zu⸗ Wacht haften, ſetzten wir den Weg, von den Kindern 6 Unheimlich zeichneten ns Weſenloſe zu ver⸗ ſchungen toniger Erdſchichten ein Stück weit begleitet, fort. Unſer Mittagsmahl kochten wir uns ſelbſt in der Schutzhütte Thiergrüble, 1 Kilometer von Herren⸗ ſchwand. Wenn es auch nicht ganz„einwandfrei“ war, geſchmeckt hat es mit echtem Bohnenkaffee und guter Milch vortrefflich. Von Thiergrüble aus folgten wir einem Fußpfad nach dem Halden⸗ kopf und von hier aus gingen wir.. fehl, d. h. aufs Geratef wohl über die Matten auf ein Dorf hinunter, das ſich als das von uns geſuchte Geſchwend herausſtellte. Auch hier fanden wir gute Unterkunft und noch beſſere Verpflegung. Der nächſte Tag galt dem Feldberg. In der Morgenfrühe wanderten wir üder Schlechtnau nach Todtnau weiter. Bei der Kirche in Todtnau ſtiegen wir den ſchattigen Waldweg im Zick⸗ Zack nach dem Todtnauer Waſſerfall aufwärts. Von weitem ſahen wir den unteren Teil des Falles. Beim Näherkommen bot ſich ein prächtiger Anblick. Haushoch ſtürzten ziſchend und ſprühend, durch die Sonne wunderbar beleuchtet, die gewaltigen Waſſermaſſen über ausgewaſchene Felſen herunter.* gutge⸗ lungene Aufnahme hielt dieſen herrlichen Fleck feſt. Nach all⸗ mählichem Aufſtieg gelangten wir am Nachmittag bei der Todt⸗ nauer Viehhütte an, wo wir Quartier bezogen. Von der Hütte aus machten wir einen Rundgang auf den Feldberg. Vom Turm aus bot ſich ein umfaſſender Ausblick über den ganzen ſüd⸗ lichen Schwarzwald. Die verſchiedenen Maſſive und Bergnamen unſeres unvergleichlichen Schwarzwaldes einzeln aufzuzählen, würde zu weit führen. Da das Wetter nicht ganz klar war, hatten wir mit der Alpenausſicht wenig Glück. Nur verſchwommen ragten einige Koloſſe in die Wolken, in denen ſie ohne Abſchluß verſchwanden. Den Feldſee, der tief unten in einem Keſſel liegt, ſahen wir nur von oben; denn die langſam aufſteigende Nacht mahnte zur Rückkehr ins Standquartier. Am nächſten Tag ging die Wanderung bei anfänglich regne⸗ riſchem Wetter über das Herzogenhorn nach Bernau, der Heimat unſeres Altmeiſters Hans Thoma, nach St. Blaſien. Unterwegs ſetzte ein ſchwacher Regen ein, den die mit Macht her⸗ vorbrechende Sonne jedoch verdrängte. Bei ſtrahlendem Sonnen⸗ ſchein zogen wir in dem internationalen Kurort St. Blaſien ein. Die dem Pantheon in Rom nachgebildete Abteikirche mit der weit⸗ hinleuchtenden Kuppel gibt St. Blaſien ein eigenartiges Gepräge. Wir hielten uns in St. Blaſien nicht länger auf, da unſer Weg noch weiter ging, und in St. Blaſten wegen der vielen Kurgäſte ſchwer unterzukommen iſt. In Häuſern, einige Kilometer hinter St. Blaſten, konnten wir dann unſere müden Wanderbeine aus⸗ ſtrecken. Von hier aus ging unſere Wanderung nach Grafenhauſen (Hochebene), Unbarmherzig brannte die Sonne hernieder, erſt ein Bad in dem in einem Wäldchen verdeckten Schluchſee, unweit Rothaus(Staatsbrauerei), brachte angenehme Erfriſchung. Der folgende und letzte Tag unſerer Wanderung führte uns bis Titiſee. ſernten Alpen ſich aus den Wolken hervorheben. Sehnſüchtig blickten wir hinüber, jedoch die„glänzende“ Frankenwährung hat uns armen Deutſchen dieſe Naturſchönheiten vorerſt verſchloſſen. Jetzt mußten wir die von dem Wanderer mit Recht ſo gehaßte Landſtraße wäh⸗ len, die in verſchiedenen Windungen nach dem Schluchſee führt. Auch hier überraſchte uns ein Gewitter mit geringen Regenfällen. Das Gewitter im Wehratal war als Naturſchauſpiel ſchöner. Ohne ein Bad genommen zu haben, konnten wir auch den Schluchſer nicht hinter uns laſſen, zumal die eintönig an das Ufer ſchlagenden Wellen direkt dazu einluden. Abends gelangten wir dann in Titi⸗ ſee an. Von der Höhe herab ſahen wir den Titiſee in ſeiner ganzen Ausdehnung vor unſeren Augen liegen. Langſam legte ſich die Dämmerung über die Gegend. Ein Segelboot mit weißen Segeln zog, von dem leichten Wind getrieben, über die ſtille Waſſerfläche, ein kleines Motorboot warf mit lautem Geknatter eine lange, ge⸗ furchte Kiellinie auf. Sonſt ſtörte nichts den Abendfrieden. Wir wanderten dann vollends nach Titiſee. Hier hatte ein Kyfegskamerad uns freundliche Aufnahme gewährt. Bis ſpät in die Nacht hinein wurden bei einem guten Glaſe Markgräfler alte Erinnerungen aus⸗ getauſcht. Der nächſte Tag brachte uns eine Kahnfahrt auf dem Titiſee Nachmittags traten wir die Heimreiſe durch das Höllental an. Immer wieder betrachtet man mit Bewunderung dieſe herrliche Gegend. Kurz vor der Einfahrt in einen Tunnel gewahrt man auch den bekannten Hirſch auf dem Felſen. Nach einer alten Sage ſoll ein Hirſch auf den gegenüberliegenden Felſen geſprungen und glücklich entkommen ſein, daher ſteht heute als Wahrzeichen noch ein eiſerner Hirſch auf den Felſen. In raſcher Fahrt brachte uns der Schnellzug von Freiburg in die Heiwat. Noch im ſchönſten Träumen über dieſe herrliche Wan⸗ derung ſchreckte mich ein ſchrilles Klingeln in die Wirklichkeſt zurück. Mein Freund erſchien, um mit mir eine„Wanderung“ durch Mann⸗ heim zu machen, Urlaubserſaz. Wanderporſchläge. Halbtageswanderung. Neckarſteinach—Neckarhäuferhof— ee e irſchhorner e aneree Aachdenn. See nach Neckarſteinach 4. Klaſſe 14 M. Mann⸗ heim ab:.30(Heidelberg umſteigen) oder.28 oder 9,45, Neckar⸗ ſteinach an:.28,.45 bder 10,48. In Neckarſteinach mit der Fähre über den Neckar und mit der Hauptlinie 24(weißes Kreuz) lnks des Neckars auf den Leinpfad aufwärts, links ſaftige Wieſen, rechts Wald, dann rechts Wieſen und Feld, nach 1 Stunde Neckar⸗ häuſerhof. Bis hierher nordöſtliche Richtung, i5 ſüdöſtlich an⸗ ſteigend in das wilde Finſterbachtälchen. Gleich Wald, rechts des Bächleins aufwärts, bis wir nach 20—25 Minuten auf die Neben⸗ linie 56(gelber ſenkrechter auf rotem wagrechten Strich) ſtoßen auf die wir nun wieder in nordöſtlicher Richtung immer in ſchönem ochwald übergehen. Nach etwa 15—20 Minuten wird die Straße NegertzuſerhofSchendrwm überſchritten, von jetzt faſt ebener Weg bis zur Hirſchhornerſteige, 1 Stunde. Daſelbſt macht die Markierung eine ſcharfe Schwenkung in ſüdlicher Richtung nach rechts, überquert die Straße Hirſchhorn.—Moosbrunn, beſtändig in ſchönem Hochwald anſteigend und ſtößt nach etwa einer Viertel⸗ ſtunde wieder auf die Straße Hirſchhorn—Moosbrunn. Jetzt ohne Markierung mit der Straße weiter, die ſtets bequem agee hier einen großen Bogen macht und direkt öſtlich zieht. Nach einer halben Stunde das und Mossbrunn. Durch Moosbrunn ohne Markſerung in nördlicher Richtung. Beim letzten Haus links, geht es links im Feld abwärts, bis nach einer Viertel⸗ ſtunde an einem Waldeck der Waldweg ſich nach links(weſtlich) wendet, um nach etwa 20 Minuten in den Seitelgrund zu mün⸗ den, der direkt nördlich 0 ſteil abfällt, um nach 20—25 Minuten am Neckar zu enden. Rechts des Neckars abwärts, rechts Wieſen, links Wald, dann links an Steinbrüchen vorüher, nach einer halben Stunde Ersheim mit dem Ersheimer Kirchlein im Friedhof von Hirſchhorn. Die Ersheimer Kirche iſt die älteſte im Neckartal und ſtammt aus dem 8. Jahrhundert. Von hier führt eine ſchöne Straße in einer Viertelſtunde zur Fähre von Hirſch⸗ horn. Wanderzeit 4 Stunden. Auf der ganzen Wanderung viele und herrliche Ausblicke ins Neckartal, irſchhorn und Eberbach. ach 9 ern ab.15,.40, A0a,.24, Meneheln an.88,.58,.18, .49. 9——— * — Von Rothaus aus ſehen wir die 30 Kilometer ent⸗ in ſchönem Aufſti Bettenpreis von 26 Mark auf 20 Mark für die beſſere Ausſtaktung farbigen herigen Anordnung, ein Tageswanderung.— 44 Neckargemünd—Rainbach—neuh—Alüngenthalerhof⸗—Kloſter Lobenfeld—Mönchzell—Meckesheim.„ Sonntagsfahrkarte nach Neckargemünd 4. Kl. 14 M. und An⸗ ſiee ene Meckesheim—Neckargemünd löſen. annheim Haußtbahnhof ab:.10, 78 und.(17, Neckur⸗ gemünd an 704,.82 oder.24. Ueber die Elſenzbrücke in öſtlicher—— durch Neckar⸗ gemünd, links an der Neckarbrücke, rechts an dteinbrüchen, vörüber, links des Neckars aufwärts nach 40 Minuten Rainbach. Die Rain⸗ bach wird überſchritten und rechts ziemlich ſteil gegen Dilsberg Neube e aber bold(nach etwa 10 Minuten) rechts nach dem euhof äbgeſchwenkt. Stunde. Von da wed die Hauptlinie 20 (gelber Rhombus) in ſüdlicher Richtung bis Kloſter Lobenfeld be⸗ nützt. Zuerſt im Feld etwas aufwärts, dann am Rande des Bann⸗ holzwaldes entlang, hierauf abwärts in einen——55 Buchenwald, nach etwa 34 Stunden beim Verlaſſen des Waldes der Klingen⸗ thalerhof. eim Klingenthalerhof über einen Wieſengrund und das Biederbächlein, im Felde etwa 5 Minuten en bergan zur Straße Waldwimmersbach—Langenzell und Loben 4 Die Markierung wendet ſich jetzt etwa 5 Minuten der Straße nach rechts, um rechts des Friedhofs hinab nach Kloſter Loben⸗ feld abzubiegen. Nach Beſichligung der Kloſterkirche(erbaut 1133) in ſüdweſtlicher Richtung, links des Hettenbachs abwärts durch ſaftige Wieſen und Feld nach einer halben Stunde Mönchzell und wieder durch Feld und Wieſen nach einer weiteren halben Stunde Meckesheim. Wanderzeit 1 Stunden. Schöne Herbſtwanderung. Meckesheim ab:.49,.17,.00 oder.47, Mannheim an:.15, .43,.27 oder 10.24 ij⸗-⸗- Reiſetagebuch. Tll. Wiederaufbau des Hohe-Möhr⸗Turms. Von allen Seiten regt ſich die Anteilnahme an dem Wiederaufbau des Hohe⸗Möhr⸗ 33 — Turms. Die Gemeinde Zell hat ſchenkungsweiſe 10 Feſtmeter, die Gemeinde Gersbach 10, die Gemeinde Raibach 8 und die Ge⸗ meinde Schweigmatt 5 Feſtmeter Holz überlaſſen. Die gotwendigen Gerüſtſtangen werden von Privatwaldbeſitzern von— emeinden eliefert, während au Geldbeträge von anderen in Ausſicht geſtellt ſind. Der ſtellte den Rein⸗ ertrag eines Konzertes mit etwa 2000 M. zur Verfügung. Die durch das Miniſterium genehmigte Hausſammlung wird demnächſt be⸗ ginnen. Es ſteht zu erwärten, daß der Türm bis zum Herbſt unter Dach gebracht iſt. Berbandstag deutſcher Gebirgs⸗ und Wandervereine. In den Tagen vom 26. bis 28. Auguſt fand in Mainz der 32. Deutſche Wandertag, verbunden mit dem 20. Stiftungsfeſt des Wander⸗ und Lennebergvereins„Rheingold“, ſtatt. Mit einem zert im„Radkeller“ wobei das„Schubertquartett“ Mainz, ſowie die Muſikkapelle„Moguntia“ mitwirkten, wurde die Tagung am Freitag ahend eingeleitet. Den Höhepunkt bildete der Feſtakt am Samstag im großen Saale der„Mainzer Liedertafel“. Nachdem ein meiſterhafter Orgelvortrag von Domkapellmeiſter Vogt ver⸗ Hungen war, trug H. Calpi den von Franz Herz gedichteten ſchmungvollen Prolag vor. In ſeiner Begrüßungsrede hieß der 1. Vorſitzende des„Rheingold“, H. Wothe, die Wänderbrüder und? Wanderſchweſtern, die aus allen Gauen Deutſchlands herbeigeeilt waren, herzlichſt willkommen, dankte den Behörden für ihre Unter⸗ ſtützung, ſpeziell Herrn Oberbürgermeiſter Dr. Külb, der auch finan⸗ ziell dem„Rheingold“ ſeine Sympathie durch eine Stiftung von 1000 M. bezeugt hatte. Ferner dankte er Domkapellmeiſter Vogt, dem Mainzer Lehrer⸗Sängerchor und ſeinem Dirigenten Otto Nau⸗ mann, dem Tenoriſten Konrgd Haub und ſeiner Gattin Kathi Haub (Pianiſtin), die durch künſtlerſſche Vorträge weſentlich zu dem aen Verlauf des Feſtes beitrugen. Landgerichtsdirektor Dr. ungk gab einen Rückblick über die Entwicklung des Vereins „Rheingold“, um die ſich H. Wothe, der ſeit Anfang als Vorſitzender tätig iſ. roße Verdienſte erworben habe. Redner pries in poetiſcher Form die Reize des Rheines und ſeiner Umgebung, die von jeher zum Wandern und Schauen angeregt habe. Er gedachte in warmen Worten des Ehrenvorſitzenden A. Allendorf(Gründer des Lennebergvereins) und wünſchte dem Verein„Rheingold“, der ſei, eine glänzende Zukunft. An den Feſtakt ſchloß ſich ein gemütlicher Abend im„Zunft⸗ und Wappenſaal“ des Heilig⸗Geiſt⸗Reſtaurants an. Beſprechüngen und Beratungen, die bereits am Samstag ihren Anfang genommen hatten, wurden Sonntag fortgeſetzt, ebenſo die Führungen durch die Stadt durch Prof. Dr. Neeb. Mit einer Rheinfahrt am Sonntag nachmittag und einem Ausflug nach Kreuznach am Montag, fanden die Tagungen und Feſtlichkeiten ihren Abſchluß, die für alle Teil⸗ nehmer eine angenehme Erinnerung bleiben werden. Uebernachtungsheim Köln. Das ſtädtiſche Verkehrsamt— ein billiges Uebernachtungsheim eingerichtet, das onderglartier Siebenburgen Vor den Siegenburgern Nr. 2; es umfaßt vorläufig ürze guf 300 Betten exweitett. Der nach Ausſtgttung 25 bezw. 40 M. und 200 Betten und wird in K Bettpreis 0 Vereinen und Verbänden eine billigs und ſaubere Unterkunft in Räheres durch das Verkehrsamt Köln, Dom⸗ 97 4 — * Das Aebernachtungsheim in München. Mit Genehmigung des Stadtrats in München iſt ein billiges Ueberngchtungsheim mit zu. 40 200 Betten eingerichtet worden; ſetzt berichtst die Neichs. 1 zenſrale für Verkeheswerbung“ daß ſich der um 0 Neſes Ueber⸗ gachtungsheims ſo über Erwarten günſtig entwickelt hal, daß der und von 16 auf 15 Mark für die einfachere Ausſtattung herab⸗ N Werden konnte. Das Hebernachtungsheim befindet ſich in der zuiſenſchule, Luiſenſtraße 29, fünf Minuten vom Haupfbahnhof; anen ⸗ der Anmeldüngen, die die Aufnahme erfolgt in der nnen. den ganzen Tag über erfolgen Citeratur. Woerls Reiſehandhücher. Führer durch die Bergſteade von Darm⸗ ſtadt bis Heidelßzerg, das Neckaral von Nee bis. ronn und den Odenwald Rebſt Reiſeplanen für Radfahrer, vier Stadtplänen und vier Leipzig, Woerls Reiſehücher Verlag. Der Führer iſt in der 7. Auflage erſchienen und zu dieſem Zwecke von Amisgerſchtsrat Hans Becker in mif Unterſtützung der Odenwaldklubortsgruspen Bürgermeiſtereien und Berkehrsvereinen des Gebietes neu bearbeitet wor⸗ den* 155 5 daher in allen Verkehrsfragen auf der Höhe der Zeil er gist Vorſchläge für Vanderungen aller Art unter Angabe der rbigen und der Entfernungen ſowie der Unterkunfts⸗ möglichkeiten. Vielſach ganz umgearheitet und erweitert ſind die geſchicht⸗ lichen, kulturhiſtoriſchen 405 geologiſchen Ausführungen wobel mauche 8. der früheren Ausgaben berichtigt wurden. So iſt der neus Jührer auch piſſenſchaftkich durchaus zuverkäſſig und wird daher dei der Praktiſchen Anla, 80 verlführer jedem Beſucher des Odenwalds. Neckar⸗ tals und der Bergſtraße ein guter Vegbegleiter ſein. Dr. G. Wiadheus und Dr. E. Aulhez: Fübrer dunch den Odensald und die Bergraze ſomze die apsrenzenden Teile des Main⸗ und Neckartals. Im N 5 N 12 bexaus⸗ * 25 4 Rorneweg. 13. Aufl. Verlag Ludw. Ravenſtein, kankfurt 3. M. Der nach dem Tode des verdienſtvollen Dr. Anthes mit der Neu⸗ begrbeitung betraute Archipdirektor Morneweg aus Erxbach iſt einer der beſten Kenner des Odenwaldes, ver allem ſeiner Geſchchge ſemer Denk⸗ mäler und Sammlungen. Das ſpfegelt + in der liebevollen Behandlung gerade dieſer Abſchuifte. Aber auch alle Angaben, die den Wanderer vos allem intereſſieren, ſind nachgeprüft, ergänzt und den veränderten Ver⸗ hältniſſen entſprechend geändert worden, ſodaß, bei Beibehaltung der 0 ührer von ausgezeichneter Zuverläſſigkset vor⸗ liegt, der nach vielen Seiſen reiche Anxegung gibt. Das Kartenmaterial iſt auf den neueſten Stand gebracht. Das ſchmuck ausgeſtattete Buch iſt recht geeignet, dem Wee den enne 1 1 Weneit und die alten Freunde tiefer 100 dieſes deniſchen Keid. gebirges hineinzuführen. 0 ein Förderer der Heimalliebe N N damit eine hohe vaterländiſche und kulturelle Aufgabe erfüllen. Weſe Maſch.⸗Schloſſer, kaufm. und techn. Bürd Praxis, in Schnitt⸗ Werkzeug ⸗ und allgem. 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