e 22 2 2 2 — — 8 Freitag, 11. Jannar Hezugspreiſe: an mannheim und Umgebung vom 10 bis 16. Januar 1023: 80 Gold⸗pfg. die monatl. Oezieher verpflichten lich bei eptl. Renderung der wirtſchaftlichen verbältniſſe notwendig werdende Hreiserhöhungen anzuerkeunen. poſt⸗ lcheckkonto nummer 17800 Rarlsruhe.— Hauptgeſchüftsſtelle Mannheim k 6. 2.— Seſchäfts⸗Nebenſtelle neckarſtabt, wald⸗ Nobr.6. Serafpe. n. 78l. 742, 78. 78dde, 258t. Ceisr nor. eneralanzeiger Maunbelm. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. 5 Dank und Hoffnung 8 Der Reichskanzler erläßt anläßlich der Wiederkehr des hrestages des Ruhreinbruchs folgende Kundgebung: 4 Am 11. Januar jährt ſich der Tag, an dem franzöſiſche und deulche Truppen unter Verletzung des Verſailler Friedensvertrages Eundes Land an der Ruhr mit Waffengewalt beſetzten. 5 Kette ſchwerſter Leiden und Prüfungen wurde der Be⸗ 7 terung des alt⸗ und neubeſetzten Gebietes ſeit jenem ſchwarzen dol auferlegt. Tauſende von Deutſchen wurden mit ihren Familien im Haus und Hof vertrieben; über 2000 Gefangene harren 8 den Gefängniſſen der fremden Beſatzungsmächte ihrer Be⸗ 0 Die„Verbrechen“, die ihnen zur Laſt gelegt wurden, waren der ehorſam gegen die Geſetze ihres Landes und die Treue zu aat und Vaterland. Morde, Tötungen, Notzucht, Raub köl Mißhandlungen, begangen von farbigen und weißen Truppen, en in der wehrloſen Bevölkerung das Gefühl aus, daß ſie recht⸗ 8 fremder Vergewaltigung preisgegeben ſind. Dieſes Martyrium urde noch ins Unerträgliche geſteigert durch die lofen Uebergriffe des landfremden und käuflichen Separatiſten⸗ de geſindels, ſten Treiben einen Hohn auf das Selbſtbeſtimmungs⸗ echt der Völker bedeutet. An alle diejenigen in der Welt, welche ſich noch menſchlichez iit nden und völkerrechtliches Denken bewahrten, appelliere ich, uns dahin zu wirken, daß der wieder hergeſtellt ARechtszuſtand im beſetzten Gebiel de ind daß vor allem die urſchuis im Gefsnente ddmachenden deuſchen ihren Familien endlich zurückgegeben werden und die rtriebenen in ihre Heimat zurückkehren können. 5 Alle Leiden und Bedrückungen, denen die Bevölkerung des be⸗ den Gebietes im abgelaufenen Jahre in ihrem Kampfe um Recht in Heimat ausgeſetzt war, konnten ſie nicht wankend machen ſeht r Treue zum deutſchen Vaterland. Niemals war im unbe⸗ 5 Deutſchland der geiſtige Beſitz von Rhein und Ruhr ſo ſtark rankert wie heute. In allen Deutſchen wurde gerade durch — Erfahrungen der letzten Monate die Ueberzeugung ver⸗ beſeztes und unbeſetztes Gebiet nicht ohne einander leben können, aß ſie auf ewig zuſammen gehören. mng,Luch das ungeſetzte Deulſchtand dtden des an Rhein und Ruhr geführten Kampfes ſchwer oeliten. 4 5 Abſchnürung der Herzkammer unſerer Wirtſchaft ſchwöchte un⸗ wanet auptquellen bis zur völligen Erſchöpfung. Aber dieſe Opfer fal n gering, gemeſſen an dem, was Rheinland und We ſt⸗ en tagtäglich um Deutſchlands hatten auf ſich nehmen müſſen. hat unter den Auswirk⸗ Badiche Aeneſte Aachrichen Beilagen: Der Sport vom Sonntag— Aus Seit und Leben mit Mannheimer Srauen-Zeitung und Mannheimer Muſik-Seitung Aufruf des Reichskanzlers an die Ruhr Rhein und Nuhr ſind deulſch und müſſen deutſch bleiben. Als Kanzler des Deutſchen Reiches und als Sohn unſerer ge⸗ liebten rheiniſchen Heimat danke ich heute den Schweſtern und Brü⸗ dern an Rhein und Ruhr, in der Pfalz und an der Saar für ihre Treue und entbiete ihnen meinen heißen Segenswunſch in der Hoffnung, daß der Tag der Befreiung von fremder Beſetzung und die endgültige Wiedervereinigung mit dem unbe⸗ ſetzten Deutſchland nicht mehr fern ſei. Kein Opfer wird zu groß ſein, um dieſes Ziel zu erreichen. Es lebe das einige, unteilbare Deutſchland! Die Bilanz der Ruhrbeſetzung Jünf bis ſechs Milliarden Geſamtſchaden „Halbamtlich wird eine Zuſammenſtellung der Schäden ver⸗ öffentlicht, die der deutſchen Volkswirtſchaft durch die Ruhrbeſetzung zugefügt worden ſind. die Zuſammenſtellung beziffert die Geſamtſchäden der Wirtſchaft der beſetzten Gebiete in der Zeit des paſſiven Widerſtandes insgeſamt auf 1800 Millionen Gold⸗ mark; davon 1600 Millionen als Folge des induſtriellen Produk⸗ tionsausfalls und 200 Millionen als Leiſtungsausfall der ſtaatlichen Verkehrsanſtalten. Hierzu treten die Ausgaben für die infolge des Stilliegens des Ruhrbergbaues notwendig gewordene Kohlen⸗ einfuhr mit etwa 200 Millionen Goldmark. Rechnet man dazu die durch den Eingriff der Beſatzungsbehörden im Ruhrgebiet geſchaffenen Schäden mit einer Milliarde Goldmark und die nach Abſchluß der Ruhraktion durch das Sonderregime in den beſetz⸗ ten Gebieben entſtandenen Schäden mit etwa 60 Millionen ſowie die erhöhte fiskaliſche Belaſtung infolge der Notſtandsmaßnahmen und der Schäden der ſtaatlichen Betriebe mit 2 Milliarden Goldmark, ſo ergibt ſich als Geſamtſchaden der geſamten deutſchen Volkswirtſchaft eine Summe von fünf bis ſechs Milliarden Goldmark. Die Opfer der Bevölkerung Zur Bilanz des Ruhreinbruchs gehören aber noch folgende Zif⸗ fern: Im Jahre 1923 wurden im beſetzten Gebiet 132 Perſonen von den Beſatzungstruppen getötet. Ausgewieſen wurden ha 39 524 Beamte, Angeſtellte und Arbeiter des deutſchen Reiches mit etwa 106 000 Angehörigen, außerdem noch viele Tauſende von Pri⸗ vatperſonen. Insgeſamt 2021 Deutſche befinden ſich noch in fran⸗ zöſiſch⸗belgiſchen Gefängniſſen. Die Geſamthöhe der verhäng⸗ ten Freiheitsſtrafen beträgt 1534 Jahre. Von den Beſatzungs⸗ behörden beſchlagnahmt wurden 209 Schulen, die 127 000 Schüler umfaßten. 173 Zeitungsverbote wurden ausgeſprochen. Zahlen von eindringlichſter Sprache. 5 Eine franzöſiſche Dolksſchule in Eſſen 8 Eſſen, 10. eimer geſtern in der Schulkonfereng der Sabe ae geuncten idelng wird in Eſſen eine franzöſiſche d e de n di n f dener u ihren Famien ein. Für die Kinder der franzöſiſchen Freudig wird jeder Deutſche auch zukünftig das Letzte mit den rn im beſetzten Gebiet teilen. e Der BGeamtenabbau 54 000 Beamte und 83 Soldmillionen eingeſpart Berſin, 11. Jan.(Von unſ. Berl. Vüro.) Ueber die Er⸗ deeuſe des Vemeba erfahren wir, daß in der Geſamtheit am! eſſorts mit Ausnahme der Reichsbahn bisher 54 000 Be⸗ nifſe abgebaut worden ſind urd dus die erdelen crdtvor⸗ 0 auf etwa 83 Millionen Goldmark veranſchlagt wer⸗ der Ciach nahezu andertholblähriger ſiiter und züöher Arken de Frücs barkommiſſar Sämiſch hinter ſich pat, zeigen ſich die erſten Wäigten Fer bi islang höchſt dornenvollen und wenig dankbaren Der Aufgabenkreis des Sparkommiſſars, deſſen Ernen⸗ konftearie erinnerlch, im Juli 1922 auf Verondaſſung des Garanng⸗ drenn erfolgte, war bis por noch ganz kurzer Zeit ſo eng um⸗ kunzt, daß er kaum die Möglichteit einer unmittelbaren Einwir⸗ Lenauf die einzelnen Reſſorte hatte. Abgeſehen davon, daß ſemem Etſed unter der unſeligen Amtsführung des Herrn Hermes die dagen ub ahnverwaltung ganz und die Poſt teilweiſe ent⸗ Junttzürde, ſtand ihm auch nur eine beratende und begutachtende fiuſſunon zu und kediglich auf dem Wege der pſuchologiſchen Beein⸗ iceng der verſchiedenen Mimiſterien konnte Herr Sämiſch er⸗ mungen daß die von ihm vorgeſchlagenen Reformen und Verbeſſe⸗ zur in der Praxis wenigſtens in dieſem oder jenem Punkte urchführung kamen. buig ne entſcheidende Wendung iſt erſt in dem Augen⸗ Rei dungetreten, als die Regierung in der Balancierung des läßtch Zausdalts ihre Hauptaufgabe erblickte und als uner⸗ ſchen Geforausfezung der wirtſchaftlichen umd der wäbrungsvallt „Geſundung anſah. Da erſt hat man den Mut aufgebracht. bisherigen unbrauchbaren Methode zu brechen und zu einem abbauk chſel überzugehen, indem man eine Verwaltungs⸗ Buf 0 der außer Herrn Sämiſch die Sdaatsſekretäre kursregtund Lewald angehören, ernannte und bis auf ein Re: musſlatketede Kabimetts mit diktatoriſchen Vollmachten Die Arbeitseinteilung innerhalb der Kommiſſion iſt jetzt Junern Wioatsſekretär Lewald hauptſächlich das Miniſterium des Finanzndunchprüft, Staatsſekretür Buſch das Ernährunge⸗ und —— miſterium, Mimiſter Sämiſch ſelbſt die übrigen Belange. dadürch d. unweſentliche Erweiterung der Kompetenzen iſt fer⸗ Recht geſchaffen worden, daß neuerdings dem Sparkommiſſar n perſönlichen Fühlungnahme mit den des Fin an J geben worden iſt, ſo daß er namentlich in der Frage dotverordnuna 89 leichs, die in der dritten noch ausſtehenden udes Wort müiſerdenmtch eine erhebliche Rolle ſpielt, ein gewich⸗ Wbaukommiſſio prechen dürfte. Vor allem aber iſt der Verwaltungs⸗ o n, inf 52 nun endlich auch der notwendige Unterbau gegeben en, als jetzt die Präſidenten der Landes⸗ ner das Eiſenbahner wird ei it gefordert und zu dieſem Suet die Aee eler 2 28 Volksſchule der Stadt Eſſen gefordert. 5F55F kin anzämter als Vertreter in der Provinz gelten, denen im Notfalle noch beſondere Sparbeamte beigeſellt werden könnten. Es iſt dies als ein wichtiger Schritt auf dem Wege der De zen⸗ traliſation der Reſchsverwaltung und als Stärkung gegenüber etwaigen Hemmungen der Landesverwaltungen bei der Sparſam⸗ keitskommiſſion zu betrachten. Von nicht zu unterſchätzender Bedeu⸗ tung iſt es gleichzeitig, daß dem Sparkommiſſar die Befugnis ge⸗ geben worden iſt, daß er den Sitzungen des beratender Stimme beiwohnen kann. die Mitwirkung des Reichstags Dem Vorſchlage des 15er Ausſchuſſe⸗ des Reichstags entſpre⸗ chend, erachtete das Reichskabinett in ſeiner heutigen Sitzung für unbedenklich, wenn der Reichstag mit der Wahrnehmung der ihm zuſtehenden Rechde bei der Durchführung der Perſonalabbau⸗ verordnung einen Sparausſchuß beauftragt, doch hält das Kabinett es doch nicht für angängig, die Mitwirkung des Reichs⸗ tagsausſchuſſes durch Verordnung der Reichsregierung feſtzulegen. — ſollen dem Reichstag die erforderlichen Schritte überlaſſen bleiben. die wahren Urſachen des Frankenſturzes Direktor Franz Urbia von der Discontogeſellſchaft äußerte in einer Unterhaltung mit einem Mitarbeiter des„Lokalanzeigers“ über den franzöſiſchen Frankenſturz u. a. das folgende: Die Spekulation kommt erſt auf ihre Koſten wenn die Bewoh⸗ ner eines Landes die Flucht aus der eigenen Währuna antreten. Frankreich hat ſeine Finanzen ſtets in den Dienſt der Politik aeſtellt. Der franzöſiſche Franken bildet keine Rarität im 735 dadurch wird die Zahlungsbilanz Frankreichs verſchlechtert. gen einen Verſtoß gegen die wirtſchaftlichen Geſetze aber bietet die politiſche Macht keinen genügenden Ausgleich. Wir Bankiers haben nie einen Zweifel gelaſſen, daß dem Fall der Mark eine ſtarke Sen⸗ kung des Frankenwechſelkurſes werde folgen müſſen. Im Sieger⸗ land Frankreich wächſt die Staatsſchuld nachgerade auf etwa 400 Milliarden Franken an. In Deutſchland hat der Ren⸗ tier die Entwertung der Staatsſchulden mit ſeiner Exiſtenz bezahlt, ich alaube. es wird in ffrankreich nicht viel anders kommen. Bis dahin wird der franzöſiſche Finanzminiſter wahrſch, inlich noch die Erfahrung machen. daß ihm trotz aller Mittel. die er anwenden könnte, die Deviſenbeweaung aus den Händen aleitet. An dem Tage, wo Männer ſich an den Tiſch ſetzen werden, um über eine Ermäßi⸗ gung der Reparationen, eine Regelung der alliierten Schulden und eine Wiederherſtellung der wirtſchaftlichen Integrität Deutſchlands ernſthaft zu ſprechen. werden die Wechſelkurſe aller valutaſchwachen Länder ſteigen. „Die Zuſammenkunft Dr. Marx mit Seipel. In der geſtrigen Sitzung des parlamentariſchen Ausſchuſſes für Auswärtiges er⸗ klärte der öſterreichiſche Außenminiſter, daß die längſt geplante Verkaufspreis 10 Soldpleuuig 1924— Nr. 17 Anzeigenpreiſe nach Tarif, dei vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Rllgemeine Anzelgen 0,40 Soldmark Reklamen 1,50 Goldmark. Für Auzelgen an beſtinmten Tagen Stellen und Ausgaben woird keine verantwortung über⸗ nommen. Höhere Sewalt, Streiks, Setriebsſtörungen uſw. derechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Rusgaben oder für verſpätete Rufnahme von An⸗ zeigen. fiuftr. ö. Fernſpr. ohne Sewähr. Serichtsſt. Mannheim⸗ 2 2 Deutſchlands pflichten gegen Rhein und Ruhr Zum Jahreskag des Ruhreinbruchs Heute iſt ein Jahr verfloſſen, ſeitdem die franzöſiſche Rhein⸗ politik auch auf das Ruhrgebiet ausgedehnt wurde Nichtige Vor⸗ wände mußten dafür herhalten. Das deutſche Volk und ſeine Regierung haben den Kampf um das Recht aufgenommen und mit gutem Gewiſſen und unter großen Opfern acht Monate hindurch geführt. Wir wiſſen, es war ohne Erfolg. Von draußen haben wir manche freundliche Worte gehört, aber keine praktiſchen Taten ge⸗ ſehen. Deutſchland aber, waffenlos und aus vielen Wunden blutend, war nicht in der Lage, den Gegner mit Gewalt hinauszuwerfen. Als der Ruhrkampf aufgegeben werden mußte, war das eine bitter ſchwere Aufgabe für diejenigen, die die Verantwortung zu tragen hatten. Die Vertreter des Ausſchuſſes für die beſetzten Gebiete, An⸗ gehörige aller Parteien und Richtungen, haben damals die Aufgabe des paſſiven Widerſtandes gebilligt. Einzelne Stimmen wurden laut, die über das, was nun kommen ſollte, eine andere Auffaſſung vertraten, als das Reichskabinett; für die Fortführung des paſſiven Widerſtandes ſelbſt war keine Stimme. Unter denen, die die Zerreißung des Friedensvertrages und da⸗ mit den ausdrücklichen Bruch mit Frankreich wollten, befand ſich auch der damalige Oberbürgermeiſter Dr. Jarres. Er hat übder die damaliges Verhandlungen, über die hiſtoriſche Sitzung des Aus⸗ ſchuſſes für die beſetzten Gebiete, einen Rückblick veröffentlicht, der dieſer Tage in der„Zeit“ erſchienen iſt. Dr. Jarres gibt ohne weiteres zu, daß auch die Gegenſeite, die bekanntlich die große Mehrheit bildete, ihre guten Gründe beſaß. Es war der Reichs⸗ kanzler Dr. Streſemann, der als Führer der damaligen Regse⸗ rung mit allem Nachdruck den Standpunkt vertrat, daß nichts ge⸗ ſchehen dürfe was auch nur den Anſchein erwecken könne, als wolle die Regierung und das deutſche Volk die ſchwer kämpfenden Volksgenoſſen im Weſten der brutalen Macht des Feindes, der Not und dem Elend überantworten. Wie alles in der Welt, ſo mußte auch dieſe Frage zu einer deutſchen Parteiſache gemacht werden. Die Deutſchnationalen neigten zu dem Standpunkte der Minderheit, und die„Deutſche Tageszeitung“ ſprach davon, man müſſe die geſunden und kranken Glieder des Reiches von einander abſchnüren. Am 14. Dezember erklärte aber die Parteivertretung der Deutſchnationalen ſich für eine gleichmäßige Behandlung des beſetzten mit dem unbeſetzten Gebiete. Auch die Zerreißung des Friedensvertrages wird von ihnen zurzeit nicht ge⸗ fordert, wie Abgeordneter Hergt den anderen bürgerlichen Par⸗ teien bei den Verhandlungen über ein Kabinett Stegerwald erklärt t. Alles das—. daß man ſich im Lager der Oppoſition jetzt auf den Standpunkt ſtellt, den die Regierung Streſemann in der Rheinlandfrage eingenommen hat. Wenn auch die Mittel knapp waren, die für die große Not in Deutſchland und die noch größere in den beſetzten Gebieten zur Ver⸗ fügung ſtanden, ſo iſt doch in der Zwiſchenzeit vom Reich und von Preußen alles nur ögliche getan worden, um für die Bevölkerung zu ſorgen. Erfüllt ſich die Hoffnung, daß das Wirtſchaftsleben im Weſten nach und nach in Gang kommt, ſo dürfte der ſchwerſten Not⸗ lage des beſetzren Gebietes et ſein, wenn auch dem Einzluen nür das knappſte Exiſtenzminimum gewährt werden konnte. Ueber all dieſe Fragen ſollte, wie man annehmen darf, Einmütigkeit im deutſchen Volke beſtehen. Es iſt deshalb etwas verwunderlich, wenn in einem Düſſeldorfer kirchlichen Blatte am 25. Nopember ein als deutſchnational bekannter Geiſtlicher einen Artikel ſchreibt, die Regierung in Berlin behandelt uns im Rheinland und an der Ruhr ſo, als wären wir eigentlich nicht mehr zum Reiche gehörig“. Dieſe Auffaſſung iſt dupch und durch unrichtig. Gerade der Reichskanzler Dr. Streſemann war es, der, wie dargelegt, alle Pläne abgelehnt hat, die auch nur den geringſten Anſchein erwecken konnten, als wolle das Reich die Bevlökerung des Weſtens ſich ſelbſt und der Not über⸗ laſſen. Der erwähnte Geiſtliche ſollte ſeine Angriffe beſſer an ſeine Partei in Berlin richten, als an die Reichsregierung. Indes: die materielle und ſeeliſche Belaſtung der Rheinlande iſt zu groß, daß wir ſolche Enigleiſungen nicht allzu hart beurteilen wollen. Wir ſind der Ueberzeugung, daß auch am Rhein die Erkenntnis Platz greifen wird, daß in dem viel geſchmähten Berlin kein verantwort⸗ licher Menſch daran denkt, das deutſche Volk im Weſten im Stich zu laſſen, 5 9 auch noch die beſcheidenſte Möglichkeit der Hilfe vor⸗ nden iſt. Reichskabinetts mit handen iſ Mit aller Energie tritt der Außenminiſter Dr. Streſemann für die Freilaſſung der Gefangenen ein, der Märtyrer des Ruhrkampfes. Mit gleicher Entſchiedenheit muß der Heimkehr der Vertriebenen der Weg gebahnt werden. Die materielle Hilfe wird freilich große Opfer der Arbeit und des Beſitzes zur Vorausſetzung haben. Denn ohne ſolche ſind die ungeheuren Mittel nicht aufzubringen. Wir ſind der Ueberzeugung, daß trotz aller Schwierigkeiten dieſe Opfer gebracht werden, denn für die Freiheit der deutſchen Weſtmark und ihre Erhaltung beim Reiche und bei Preußen kann kein Opfer zu groß, wird keine Laſt unerträglich ſein. Beginn der Militärkontrolle Berlin, 11. Jan.(Von unſ. Berl. Büro.) Geſtern hat die Militärkontrolle in Deutſchland wieder eingeſetzt. Wie eine hieſige Nachrichtenſtelle zu melden weiß, iſt ſie am geſtrigen Donnerstag in Berlin, München, Frankfurt und Ro⸗ ſtock ſowie einigen anderen Städten ausgeübt worden. Zu Zwiſchenfällen ſcheint es bisher nicht gekommen zu ſein. In Berlin begaben ſich die Ententevertreter zum preußiſchen Mini⸗ ſterium des Innern und zwar zu der dort untergebrachten Leitung der preußiſchen Schutzpolizei, wo ſie ſich für die Organiſation und die Stärke des Polizeikörpers intereſſierken. Die Kommiſſionen ſtanden größtenteils unter Führung engliſcher Offiziere und waren wie die begleitenden deutſchen Offiziere in Zivil. Wie nachträglich bekannt wird, wurden in der Bellevueſtraße in Berlin Offiziere der interalliierten Militärkontrollkommiſſion mit Schneeballen beworfen. Die Polizei verhaftete 3 Täter. J Berlin. 11. Jan.(Von unſerm Berliner Büro.) In der geſtri⸗ gen Stadtverordnetenſitzung iſt der bisherige Stadtverordnetenvor⸗ ſteber der Volksparteiler. Dr. Caspari. mit 100.94 Stimmen wieder gewäbhlt worden. Hinterher verließen die Deutſch⸗ nationalen die Verſammlung, ſo daß dieſe beſchlußunfähig wurde und die Stellvertreter des Vorſitzenden nicht mehr gewählt werden konnten. Der„Vorwärts“ ſtößt geaen den Vürgerblock düſtere Dro⸗ hungen aus. Es ſcheint darnach. als ob die Sozialdemokratie künftig Obſtruktion auf kommuniſtiſche Manier treiben wird. Zuſammenkunft des deutſchen Reichskanzlers mit dem Vurgekonz⸗ ler Seipel noch im Januar ſtattfinden werde. *Muſſolini hat den großen Faſziſtenrat auf den 28. Januar nach Rom einberufen. Es ſoll die größte politiſche Verſamm⸗ lung des Faſzismus ſeit Oktober 1922 werden. dem ausgeſ ihrer Vollmacht den den anſchließen. hat ſich geſtern mit laufenden Angelegenheiten und mit der Lage in in der Pfalz beſchäftigt. Insbeſondere wurde die Erklärung des herleiten will. daß lichen, aus der er ſeine Wirkung berechnet. 2. Seite. Nr. 17 Manuheimer General⸗ Anzeiger(mittag · Ausgade) Frettog, den 11. Jauuar 1624 Die Schüſhe von Speyer Noch ein Todesopfer — erfahren, iſt noch eine weitere bei dem Alteniat ſchwer⸗ verletzte Perſon ihrer Verwundung erlegen, ſodaß die Jahl der Tolen ſich damit auf 6 erhöht. üch 5 rr 1. Saales im„Wittel eine Reihe von Kugelſpuren; eine weitere ur iſt am Boden ſichtbar. Daraus läßt ſich feſtſtellen, daß r 15 Scuſſe im Saal abgegeben wurden. Als die Täter verſchwunden waren und die Verwirrung ſich gelegt hatte, erſchien ein Herr aus der Um⸗ gebung von Heinz⸗Orbis, Schmitz⸗Epper, der ſich ganz kurz vor der Tat bereits in ſein Hotelzimmer begeben hatte, und nahm ſofort die Unterſuchung auf. Es wurden weitere Mitglieder der autonomen Regierung herbeigerufen, Wachen ausgeſtellt und telephoniſche An⸗ ordnungen gegeben. Die im Saale anweſenden Gäſte wurden no⸗ r Hof“ befand tierk, eine Zeichnung der Oertlichkeit angefertigt und ſpäter auch dieſe photographiſch aufgenommen. Die Unterſuchung ergab zunächſt noch eine Anhaltspunkte. Man fand dedtgllch Reboker ue Syſtems vor, die von den flüchtenden Tätern weggeworfen wurden. Die Täter ſelbſt entkamen offenbar zu Fuß. Die Leiche von Heinz⸗⸗ eedee ed e. 59 25 wurde ſie im Re⸗ a aufgebahrt. r di eerdigun lbſt noch nichts bekannt. 5 5 Als Sanktion für das Attentat hat die ſog. Autonome Regierung die Nachtverkehrsſperre von 7 Uhr abends bis 6 Uhr morgens über die Stadt Speyer verhängt. Eine kreffende Charakteriſierung der Tat gibt die„Köln. Ztg.“, wenn ſie ſchreibt: „Man kann einem Deutſchen und vor allem einem Rheinländer nicht zumuten, die Tat von Speyer als ein Verbrechen nationaliſtiſcher Heißſporne anzuſehen. Dazu haben die Sonderbündler ſelbſt zuviel Blutvergießen über die beſetzten Gebiete gebracht. Dem Terror hat noch immer der Terror geant⸗ wortet. Wer aber die Stimmung der rheiniſchen Bevölkeung kennd — die wahre, nicht die der Welt vorgetäuſchte—, der weiß, daß es nie zu dieſen Schüſſen von Speyer zu kommen brauchte, wenn das von aller Gewalt befreite Selbſtbeſtimmungsrecht am Rhein den bewaffneten Sonderbündlern gegenüber von den Rheinländern hätte gewahrt werden dürfen.“ Empfang bei General de Metz Geſtern vormittag 11 Uhr empfing General de Metz nochmals die Vertreter der pfälziſchen Städte. Der Vertreter der Stadt Speyer drückte gleichzeitig im Namen der anderen pfälzi⸗ ſchen Städte ſein Bedauern aus über das Attentat und wiederholte dam den in Koblenz vorgetragenen Proteſt der Städte gegen die nach ihrer Auffaſſung zu Unrecht beſtehende autonome Regierung der Pfalz. Diarauf wurden die Vertreter der folgenden Verbände und Korporationen von General de Metz empfangen: Verband pfälziſcher Induſtrieller, Arbeitgeberverband, Handelskammer, Handelsſchutz⸗ derband, Handwertskammer, Kreisbauernkammer, Verein für den rheiniſch⸗pfälziſchen Weinhandel, Bankenvereinigung, Vereinigung pfälziſcher Zeitungsverleger, Landesverein Pfalz im Reichsverband der Deutſchen Preſſe, Akothekerkammer, Aerzteverband, Anwalts⸗ kammer. Sie erhoben in ſeierlicher Weiſe ebenfalls Einſpruch gegen die unrechtmäßige Regierung und deren Verord⸗ nungen und bemerkten, daß ſie ihren Prodteſt auch in Koblenz bei der Inkeralliierten Rheinlandkommiſſion in Koblenz wiederholen wollten. Zugleich ſoll bei dieſer Gelegenheit Einſpruch erhoben werden gegen die Eintragung der Verfügungen der autonomen Regierung bei der Rheinlandkommiſſion, damit dieſe nicht Geſetzes⸗ kraft erlangen. Im Verlauf der Beſprechung bedauerte General de Mezz, daß die erſchienenen Vertreter der Wirtſchaftsverbände kein Wort des Abſcheus über die vorgekommene Bluttat gefunden hätten, worauf ihm erwidert wurde, daß die Vertreter ohen genanmnter Verbände zu dem prochenen Zweck bei ihm erſchienen ſeien, um im Rahmen erwähnten Proteſt vorzubringen. Den rein m ichen Empfindungen über die Mordtat wurde dabei Ausdruck perliehen. Wie wir hören, werden ſich dem Beſuch der Wirtſchafts⸗ verbände in Koblenz auch die Spitzen der pfälziſchen Kultusgernein⸗ Das Reichskabinelt Generals de Metz erörtert, der die Anerkennung der ſogen. autonomen Pfalaregierung der Separatiſten durch die Entente davon die Rheinlandkommiſſion Verordnungen dieſer 2 ſeparatiſtiſchen Regierung reaiſtriert hat. Es iſt anzunebmen. daß die Regierung bei der Reinlandkommiſſion feſtſtellen wird, ob die Bebauptung des Generals de Metz richtia iſt. da eine Regiſtrierung der Verordnungen der ſeparatiſtiſchen Regierung in der P. nur eine Verletzung des Völkerrechts, ſondern auch der Grundſätze bedeuten würde, auf denen da⸗ Rheinlandabkommen Und ſchließlich auch der Verſalller Vertraa mit der Anerkennung des Selbſtbeſtimmungsrechtes der Völker fußt. der Geiſtlichen Die katholiſchen Dekane erlaſſen zur Frage der Bil⸗ dung einer ſogen.„autonomen Pfalz, im Benehmen und Einver⸗ ſtändnis mit dem Biſchof der Diözeſe Speyer eine Kun dgebung. die den Regierungen ſämtlicher Staaten, dem Vertreter des Heilligen Heidelberger Stadttheater Julian Landau: Das Reifenſpringen (Uraufführung) Man kann ſich gut vorſtellen, daß dieſe drei Einakter, geſpielt von einem Enſemble, das in der Darſtellung mondäner Geſellſchafts⸗ ſtücke verſiert iſt, eine ſehr freundliche Aufnahme finden. Denn haben ſchon, obwohl ſie Erſtlingsarbeiten ſind, eine ganze Reihe guter Theater⸗Eigenſchaften ſolcher Stücke. Und man wird gern überſehen, daß Julian Landau nicht immer der Vater, ſon⸗ dern zuweilen nur der Adoptivvater dieſer guten Eigenſchaften iſt: ihre Väter und Vorväter ſind Schnitzler, Auernheimer, 5 Molnar, Sloboda— kurz die plauder⸗ und pointenluſtige ſoge⸗ nannte Wiener Schule. Landau, unter jedem Verzicht auf Dich⸗ teriſches, verſucht ſich alſo, rund herausgeſagt, in ihrer Art und verſucht ſich nicht ungeſchickt. Er ſtellt ſeine drei kleinen Einakter auf einen amüſant⸗witzigen Einfall und auf die Beweglichkeit eines aus Skepſts, Jronie, mondäner Frivolität und ein bißchen Ge⸗ plapper gemiſchten Dialogs, alſo auf das Wort(nicht den dichteri⸗ ſchen Ausdruck), auf die Situation, auf die Pointe, auf die Technik. Seine Technik iſt die des„Katz und Maus⸗Spielens“, geeignet, von vornherein den Zuſchauer am Fortgang zu intereſſieren: es iſt die Spannung des Skatches und des Kinos, alſo die des rein Stoff⸗ Die Rechnung ſtimmt, und das macht die Stücklein ſympathiſch. Man unterhält, man freut ſich am Witzigen, am Luſtigen, am Ironiſchen, und denkt dabei gar nicht an pfychologiſche Wahrſcheinlichkeit. Ebheliche Komödien nennt der Autor ſein„Reifenſpringen“. Aus dem vorgeſagten geht ſchon hervor, daß es ſich um ebeliche Seiten⸗ ſprünge handelt. Und da nimmt er ſeinen Vergleich davon her. daß die lieben kleinen Frauen Reminiſzenzen aus ihrer Kinderzeit haben: ſie ſind immer gern durch den Reif geſprungen. aus Luſt an der Ge⸗ ſchicklichkeit, aus Uebermut. Nun wenn ſie verheiratet ſind— ſind es kleine, goldene Reifen durch die ſie ſpringen. Landau betrachtet das von dem ein wenia kühl⸗überlegenen Standvunkt des ſkeptiſchen Jronikers, der da ſaat: die Anaelegenbeit iſt nicht ſo belangvoll, daß wir getäuſchten Männer uns desbalb totſchießen müßten. Platz⸗ patronen— das iſt hier das Richtige. Es iſt der einzig entſprechende Ausklana der Komödien„Ein Funken Feuer— ein Knall— ein bischen Rauch— und nichts dahinter. nichts das verwunden könnte. Ganz— wie ein kurzer Rauſch im Leben einer ſchönen Frau.“ Das läßt er um einiges zu deutlich und nicht ganz elegant genug im erſten Stück„Der lila Handſchuh“ demonſtrieren. Die Platzpatronenkomödie aber drückt ein bischen das Niveau. das ſonſt gewahrt iſt. Der Feuilletonismus des Vercleichs. in realen Vorgang umgeſetzt, wird zum Schwankmotiv. Die zweite Komödie„Die Ausſprache“ iſt wohl die beſte und auch lechniſch die geſchickteſte. Die letzte,„Beſuch in der zoſen regieren. falz nicht könnten Stuhles ſowie den Delegierten der Rheinlandkommiſſi 82785 Es heißt dans.: eee 5„Wir katholiſchen Prieſter der Pfalz haben es ſeit Eintritt des Friedenszuſtandes zwiſchen dem Deutſchen Reich und den alliierten Mächten als unſere Pflicht betrachtet, mit den Beſatzungsbehörden als einer auf geſetzmäßigen Perträgen beruhenden Einrichtung in loyaler Weiſe zuſammenzuarbeiten, ſoweit unſer Amt und das Wohl der Bevölkerung es erforderten.“ Eine gegen den Willen der pfälziſchen Bevpölkerung, des Reiches und Bayerns vollzogene Trennung der Pfalz von Reich und Vayern wird nicht dem wahren Frieden und der Völkerverſöhnung dienen, ſondern vielmehr die Beziehungen zwiſchen dem deutſchen und franzöſiſchen Volke vergiften und ſtändig die Gefahr nationaler Kämpfe und kriegeriſcher Verwickelungen heraufbeſchwören. Die ſogenannte„Regierung der autonomen Pfalz“ ſteht hinſichtlich ihrer Exiſtenz und ihrer Maßnahmen im Widerſpruch zur illensmeinung der weitaus überwiegenden Mehrheit des Pfälzer Volkes. Dieſe „Regierung“ hat ihre Macht auf revolutionärem und hochver⸗ räteriſchem Wege und verwerflichen Mittern zu erlangen verſucht und ſie kann ihre Stbellung nur behaupten, weil das waffenlofe Pfälzer Volk nicht in der Lage iſt, gegenüber der bewaffneten Truppe der Separatiſten dem Recht der legiftmen Gewalt und ſeiner Ueber⸗ zeugung Geltung zu verſchaffen. Um ſo nachdrücklicher betonen wir unſeren grundſätzlichen Standpunkt, die ſog. aumtonome Regierrung der Pfalz als für uns nicht eiſtierend zu betrachten und dieſen umſeren Standpunkt auch den zu vertreten. Eme entſprechende Kundgebung haben auch die proteſtan⸗ tiſchen Geiſtlichen beſchloſſen. England und die ſeparatiſtiſche Frage Wie der Londoner Korreſpondent des„B..“ drahtet, hat die Erſchießung des Separatiſtenführers Heinz⸗Orbis die Aufmerk⸗ ſamkeit der engliſchen öffentlichen Meinung noch mehr als bisher auf die Pfalzfrage gelenkt. Die Verteidigung Frankreichs, daß die pfälziſche Bewegung aus der Bevölkerung heraus komme und daß die Franzoſen nur umparteüſche Zuſchauer ſeien, werde allgemein mit der grüößten Ungläubigkeit aufgenommen. Ebenſo werde von verſchiedener Seite beſtäligt, es ſei die Anſicht der eng⸗ liſchen Regierung, daß die Rheinſandkommiſſion nicht befugt iſt, ein neues Staatsgebiet innerhalb des beſetzten Gebiets anzuerkennen. England und die franzsſiſche Kheinpolitik Zu der engl. Note an Frankreich u. Belgien in der Pfälzer Se⸗ paratiſtenfrage veröffentlicht der rheiniſche Vertreter— Nbunz einen Lc e intereſſanten Artikel. Er ſchreibt u..: 5 olle, die England in den letzten 12 Monaten im Rheinlande len habe, könne nicht mit großem Stolze erfüllen. Wer allerdings die Franzoſen an der Wben geſehen hat, müſſe dankbar ſein, daß England daran keinen Anteil gehabt habe. England habe ſeinen ſchwerſten Fehler begangen, als es die Einkreiſung der engliſchen Beſatzungszone durch einen militäriſchen Zollkordon erlaubte. Dies habe zur Folge gehabt, daß in Köln weder die Deutſchen, denen das Land gehöre, noch die Engländer, die Beſatzungsmacht ſeien, ſondern die Fran⸗ Vor zwei Monaten habe ſich die Gelegenheit geboten, den Fehler wieder gut zu machen, als man erkannte, daß der fran⸗ zöſiſche Druck die Kölner Induſtrie zum Zuſammenbruch bringen werde. Damals hätte England die Zurückziehung aller franzöſiſchen Poſten fordern können. Da E dies verſäumt habe, wäre den deutſchen Behörden in dieſem Gebiet keine andere Wahl geblieben, als ſich direkt an die Franzoſen zu wenden. England hade bei den Beſprechnugen der Deutſchen mit den Franzoſen die Ne e, Rolle eines Vermittlers geſpielt, der deutſ öſiſche Allianz de brachte. So hätten in den Solinger i n 51 die geuete geg eit zöſiſcher Sachverſtändiger in ihren müſſen, was die 00 te Geegeneſhe ur Ausübung bon Handels⸗ „Times“⸗Korreſpondent weiſt dann die zunehmende unſichtbare Druchdringung des Rheinlandes durch Frankreich hin, die darauf zurückzuflihren ſei⸗ daß England die Franzoſen ermutige. Jetzt uchten die Fronden ſogar, einen franzöſiſchen Zolloffizier das Kölner Aerodrom zu ſenden, um dort Zölle für ren zu erheben, die auf dem N von Köln nach London t werden. Infolge des Druckes r Franzoſen beſtehen heute in der igen freien 1— Köln— keine Freiheit der Preſſe Caldtt ˖ Kölner Blatt habe den Ton ändern u, ja itungen der engliſchen Beſatzungszone ſelen von franz r Seite ermahnt worden, keine Auszüge aus engli⸗ Zeitungen zu veröffentlichen, die den Franzoſen nicht gefallen nwärtigen, obwohl es immer no rſtands aig ſel un dem deſten Wege ſef We eee eine franzöſiſche Poovinz zu werden. Dabei ſei kein Zweifel, daß England etwas 55—. ——— tun———— eine——.—— ve 3 r an Köln Verſailler rüäumt werden müſt ſet nicht mehr fern. Köln ver⸗ Werde E U und es den Franzoſen überl 2 Augenbli ſei die eng⸗ — TAA der Rheinlan kommiſfion ein ln Nacht“, wo der Gentlemen⸗Einbrecher den Einbrecher in die Ehe⸗ bezirke überraſcht und anmutige Vergleiche über die beiderfeitige Tätigkeit zieht, iſt ebenfalls hübſch gemacht. Große Aufaaben ſind natürlich den Darſtellern nicht aeſtellt. Es ſind kaum die des Konverſationsſtückes. da Landau keine Menſchen geſtaltet, ſondern Sprecher ſeiner Apergüs, Vosheiten und Ironien. ſie Werden diefe aumutig ſerviert, ſo hahen Darſtellung und Autor ge⸗ wonnenes Spiel. Die Heidelberger Uraufführung unter der Spiel⸗ leitung Max Maléns war recht nett. Ein bischen mebr Leichkiakeit und Flinkheit hätte der Dialoa wohl ertragen damit man über ein paar Längen keichter hinweageglitten wäre. Die Damen Hoffmann. Liflie, Wolter und die Herren Fitz. Haaſe, Heinle und Sauer waren in den tragenden Nollen beſchäftigt. Das dichtbeſetzte Haus aing von Anfana an mit. veagierte auf Witz. Anſpielung und Doppeldeutiakeit (bitte nicht Zweideutigkeitl) des Wortes mit beiterem Verſtändnis und rief zum Schluß den Autor. der für ſeinen Erftling einen recht freundlichen Erfolg buchen kann. Dr. Fritz Hammes. 4 Theater und Muſtk Nadlonditheal, Die ige Vorßel Sochted Wagners„ geendeg. Holl hatte— Bedeutung 1i ndere wei Berta Lamperl⸗Cronegkt lne zu er en wußte. Dieſe Senta war und Seherin, Norwegerin und Naturkind, Traumwandlerin und Pfadfinderin. Das Gange mit feinſtem Kunſtverſtande erfaßt und mit unbewußter Seele erfühlt. Eine bedeutende Schauſpielerin ſtand im Mittelpunkt. die Oper hieß Nenn„Senta“. Die ſchlanke Form dieſer Senta, ihre lyri und ihre Heldin⸗Größe waren neuer Gewinn, und Stimme— dunkler und voller, befreit von älteren Hemmungen— hielt bis zu den Hochſpannungen des letzten Aktes feſten und ſicheren Stand. Und dies will bei Wagners Senta ſchon etwas bedeuten. Bekannt ſind Wilhelm Fenten als vortrefflicher Daland, Hans Bahling in der Titelrolle und der Erik⸗Alfred Färbach, in fleißiger Durch⸗ arbeitung und neuer Reviſion des Muſikaliſchen ſehr gl cklich und lobenswert. Betty Kofler und Fritz Bartling in den Epiſoden ſind mit gleicher Anerkennung 3 und der neu belebte Orcheſtervortrag, Verdienſte unſeres General⸗ muſikdirektors Richard Lert. Seine kapellmeiſterliche Gewandtheit und ſeine muſikaliſche Redlichkeit gaben der Wiederaufnahme neuen Glanz. Das Lied der Spinnerinnen im Polka⸗Tempo iſt freilich nicht unſere Sache, aber wir wollen heute die glücklichen Eindrücke feſthalten: zu allernächſt alſo Verka Lampert⸗Cronegks N u nennen: dazu die Doppelchöre für die franzöſiſchen politiſchen Pläne. Einen Peckmantel uber werde man nicht brauchen, wenn die neue franzöſiſche Föderation am Rhein errichtet ſei. Freilich werde es dann nicht ſehr wertpoll für England ſein, entweder von bezahlten Separatiſten oder von loyalen Deutſchen, die den Franzoſen nachgeben mußten, hinausge⸗ drängt zu werden. Der Ahmarſch der Engländer au? Köln bedeute die Ueberlaffſung des Rheinlandes des Ruhrgebiets an Frankreich. Der hochbedeutſame Arkitel des„Times“ endet mit der Feſtſtel — daß während die ſich über die deulſchen Finanzen unterhalten, Frankreich bereits nach ſeinem lang⸗ erſehnten Ziele im Rheinlande ſchreite. Der Verkehr mit dem Brückenkopf Rehl Der Kommandant des Brückenkopfgebietes Kehl, Michel, gibt in den Offenburger Zeitungen die Beſtimmungen über den Verkehr zwiſchen dem Brückenkopf und dem unbeſetzten Gebiet bekannt Zum Brückenkopf gehört auch das neube ette Gebiet von Offenburg. Die Ausreiſe aus dem beſetzten Ge⸗ biet iſt frei. Für die Einreiſe gilt: 1. Es wird vertangt, ein die Angabe des Wohnſitzes in den be⸗ ſetzten Gehieten enthalſender Perſondlausweis oder ein mit, dem Frontalierſtempel verſehener Ausweis für die innerhalb der Grenz' bezirke anſäſſigen Perſonen. Ein durch die interalliierte Geleitſchein für die außerhalb der beſetzten Gebiete wohnen⸗ 3. Ein Reiſepaß(Nationalpaß) für die Perſonen nich⸗ deutſcher Staatsangehörigkeit. Die bezüglich gewiſſer Straßen und Wege erlaſſenen Verkehrs verbote werden gufgehoben. Um die Ausführung der gegenwärtigen Beſtimmungen ſicherzuſtellen wird der Verkehr durch an gewiſſen Steaßen und Bahnhofsausgängen aufgeſtellte Militärpoſten oder Feldpolizeiinſpektoren und durch Streifwachen bezw. Gendarmerie oder Militärpatroullien überwacht werden. Jede Perſon hat ihre Identätätspapiere den eben erwähnten Poſten und Beamten vorzu⸗ zeigen. Dieſe können die Hinterlegung einer Kaution verlangen und im Falle einer Zuwiderhandlung die betreffende Perſon zwecks wel⸗ terer Verfolgung zu Protokoll bringen. die Anklageſchriſt gegen hitler und Genoſſen iſt nunmehr dem Volksgericht München 1 zugegangen. Sie richtet ſich gegen 8 Perſonen, gegen die w Hochverrats verhandelt werden ſoll. Bei der erſten Verhand⸗ lung werden jedenfalls Ludendorff, Hitler, Oberlande⸗ gerichtsrat Poehner und Frick auf der Anklagebank ſitzen. Rheinlandkommiſſton ausgeſtellt“ 8 — General ——— —. Außerdem iſt, wie Münchener Blättern gemeldet wird, anzunehmen, daß zugleich auch gegen Dr. Weber, den Leiter des Bundes O land, gegen Hauptmann Roehme, den Leiter des Bundes Reich“ kriegsflagge, gegen Leutnant Brückner und gegen den Stieſ ſohn Ludendorffs verhandelt werden wird. Letzte Meldungen Die Springflut an der franzöſiſchen Küſte EI Berfün, 10. Jan.(Von unſ. Berl. Büro.) Eme groh⸗ Springflut hat geſtern die franzöftſche Kuſte vom Gelf don Biskaya bis nach St. Malo an der bretoniſchen Kanalküßte heimgeſucht. Ungeheuter Schaden wurde an der gangen lantiſchen Küſte angerichtet. Ueber das Schickſal zahlreicher Gütet⸗ fahrzeuge, die ſich auf hoher See befinden, iſt man ohne Nachrich. Auch große Schiſſe haben Seenotzeichen geſandt. In Biarritz s terte im F über ein Dutzend kleinere Schiffe. Die ergoß ſich in eine ganze Angahl von Gebäuden längs des Strands Der ſerverkehr im Hafen von Bordeaut iſt ſowohl für die Einfahrt wie für die Ausfahrt vollkommen geſperrt. Die Eiſer, Bordecug iſt ſchwer beſchädigt. In Noyan wurden die Fiſcherboote bis in die Gärten der VBillen hinaufgeſchteudert. Faſt überall ſind die Schutzmauern durchbrochen. Frantfurt d.., 11. Jan. Der iangjährige der Freu Pfarrer furter Paulskirche, Julius Werner, iſt geſtorben. Juliu 85 auch als Politiker und politiſcher Publiziſt eine ſebhafte entfaltet. Köln, 10. Jon. Nach der„Kölm. Volksztg.“ alle Betriehe der Düffeldorfer Metallinduſtrie ſegt nit49l4 Zum 12. Januar haben die kommmmiftiſchen Beiriebsrüte einen Ko greß für Rheinland und Weſtſalen nach Düſſeldorf einberufen, 4, eine einheitliche ſteitung für die Durchführung der Generen e u er e een ee m n ren rwe 1 en N rbandes der rheiniſch⸗ weſtfälischen ementinduſtrie iſt nach bangen Verhandiungen der Ueber, gang zum 10 Arbeitsſtundentag vereinbart worden. Rom, 11. Jan. Der kommmiſtiſche Deputerte Mingrüne wegen Sachaein- und Kotemnſchmgele, bei dem er in flagroul ertappt wurde, verhaftet worden. e Untergang eines engliſchen Mutesteebootes. Infolqe eie, Zuſammenſtoßes mit einem Schlachtſchiff iſt das engliſche Unter ſeebogt I. 24 während eines Flottenmanövers in der Nähe von Portland geſunken. Wiesbadener Thecher.„Und Püppn tangk, ein ſeltſurme Kind der Hauptmannſchen Muſe, iſt in ſeiner doppelten Natt durchaus bezeichnend für die zwwieſpältige des Dich bers: im ſchroffen Nebeneinonder der Gegenſätze von extremſtem, er em Naturalismus und einer leichtbe ingten, tra haft⸗zarten Märchenweiſe. Aber weil eben die Kontraſte ſo umver⸗ mittelt, ohne innere Eimheitlichkeit aufeinander folgend, glaubt maf dem Dichter weder die Geſtaktung der einen noch der anderen Wel. Indem er über das Alltägliche des Lebens hi eitet, 2 realem Geſchehen eine mythiſche Fabel erſtehen läßt, verliert ſich im Spiel mit abgeblaßten, oft unverſtändlich bleibenden Spn bolen. Zwiſchen Spuk, Traum, Dämmern und Ahnen iſt kein ſcharfumriſſener Charakter, kein zwangvolles Schickſal geſtaltet. 1 7 läßt manch tieſes Dichterwort aufhorchen, rührt manche Szene an⸗ Herg die Eindricke flattern vorbei wie die Bilder des Spiele ahg eine überzeugende, geſteigerte Wirkung ſe gewinnen. Die ſzeniſch Geſtaltung wußte mit einfachen Mitteln den Märchenzauber und die imm e des Werkes gut zu erſaſſen und auszut 5 in der ſtraff zuſamme Wiedergabe des erlten Attes, ſpäter in den Szenen des Ringens der Urgewalten, bindend, und löſender Kräfte, bewährte ſich die Kunſt des Spielleiters Dr, v. Gordon. Die Pippa H. Genzmers war ganz Traum, geſchöpf, unirdiſch⸗leicht, reizvoll und durchſeelt, eine echte Märchen, geſtalk. In K. J. Baum(Hellriegeh) einem neuverpflichteten glied des Enſembles, lernten wir einen Darſteller kennen, der üben gute und vielfältige Mittel der Charakteriſierung und des mimiſchen Ausdrucks verfügt. insbeſondere beſtich 1 und Echtheit des Gefühls. Dr. Gerhards als myſtiſch⸗dämoniſcher Waddſchratt Huhn, Sch walb gis gätigabgetlärker und würdenoſe Mann ſchufen ſcharfgeprägte Tupen. Im ganzen blieb, dem Weſe, der Di gemäß, der Eindruck eines zwar nicht reſtlos beft! digenden, immerhin anregenden und inlereſſanten Theaterabends. Heinrich Leis 0 Uraufführung in Bremen. Im Bremer Stadttheater al Wall erlebte Karl Neuraths Drama Der Narr von Noln ſeine Urauffübrung. Im Mitteldunkt der Handlung ſteht Giorban⸗ Bruno. in die Heimat Italien zurückgekehrt. ein Opfer Doamenalae bens, den er draußen in der Welt mit der wirtenden Gewalt epa⸗ Lehre niederwerſen palf. Neuraths Deutung will indeſſen he Schickſal Giordanos ins Sinnbild heben. Aus Giordanos Lehre, im All das ſinnerfüllte Walten unabläſſiger Eneraien beareift, ⸗ innere Weſen und zualeich den ſichtbaren Ausdruck der vlanvoll wa kenden Schöpferkraft, wächſt der freiwillige und aufrecht ertraa ch⸗ Opfertod. der als Blutzeuanis die Bahn bereiten ſoll für freie Men 15 lichkeit und echtes Schöpfertum. Neurath ſah in Giordanos Geſch das freimaureriſche Humanitätsindeal zur Tat verwirklicht. Aus die ſtrengen Forderung des Vorwurfs ergab ſich für ihn die Form: icht burch unmittelbare Frch⸗ 37 SAeeeeeeeeene ee elee e 4 A8 — —— Er wies überzeugend nach, daß nur erfolgreiche Enommen reitag, den 11. Januar 1924 Maunheimer General · Anzeiger(mittag · Ausgabe) 3. Seite. Nr. 17 Geſunde Hanoͤwerkerpolitik Dieſer Tage fand ſich der Arbeitsausſchuß des Reichs⸗ bandwerkerausſchuſſes der D. V. P. zu einer bemerkens⸗ werten Tagung in Berlin zuſammen. Herr Nicolaus⸗Erfurt nahm in einem eingehenden Referat zu allen wirtſchaftlichen und politiſchen Fragen, die die Lage des Handwerks berühren, Stel⸗ lung und entwickelte ein großzügiges Programm, das in der Aus⸗ ſprache eingehend erörtert wurde. Die weſentliche Vorausſetzung für eine Erleichterung der ſtark bedrohten Lage des Handwerks iſt eine Verbilligung der Rohſtoffe. Sie iſt zatſächlich in der letzten Zeit bis zu einem gewiſſen Grade erfolgt, bei der Kohle unter Mitwirkung der Re⸗ gierung, beim Eiſen hauptſächlich unter Druck der ausländiſchen Konkurrenz. Bei der Beurteilung der Kohlenpreiſe darf die un⸗ erhörte Verteuerung durch die franzöſiſchen Maßnahmen im Rhein⸗ und Ruhrgebiet nicht vergeſſen werden. Trotzdem liegen die deut⸗ ſchen Kohlenpreiſe ab Werk ſetzt ſchon unter den engliſchen. Die Eiſenbahnfracht verteuert ſie allerdings noch immer in unangemeſ⸗ ſener Weiſe Ende des Monats iſt aber auch hier auf eine Wand⸗ luna zu rechnen. Eingehend wurde die Stellung des Hand⸗ werks zur Induſtrie behandelt und der Anſchauung Aus⸗ ck gegeben, daß die teilweiſe weit ausgebauten handwerklichen Regiebetriebe der Induſtrie dem Handwerk wohl großen Nachteil zufügen können, aber der Induſtrie keinen Vorteil bringen. Der Reichshandwerkerausſchuß der D..P. hat es ſich zur Aufgabe ge⸗ macht. in konkreten Fällen bei der Induſtrie für Aufklärung zu ſorgen und hat auch damit ſchon gute Erfolge erzielt. Es wurde auch darauf hingewieſen, daß in den Kreiſen des Handwerks eine ziemliche Mißſtimmung gegen die Kartelle und Banken beſteht, jedoch wurde gleichzeitig betont, daß man ſich durch die Mißſtimmung nicht dazu verleiten laſſen dürfe, den Ge⸗ danken der freien Wirtſchaft überhaupt preiszugeben. Gerade ſetzt deige es ſich, daß wir uns in einer Geſinnungskriſe befin⸗ n. Die Zeit der erſchwerten und teilweiſe willkürlichen Kalku⸗ lation wird bald vorüber ſein, wenn nicht neue franzöſiſche Zer⸗ ſtörungspläne gegen den Staat und die deutſche Wirtſchaft Erfolg .Jetzt beginnt ſich die ausgleichende Wirkung der Konkurrenz der inländiſchen wie der ausländiſchen, bemerkbar zu machen. Sie wirkt immer ſegensreicher als ein Hagel von Ge⸗ letzen. mit denen man das feine Räderwerk der Wirtſchaft ver⸗ chonen ſollte. Der Ausbau des handwerklichen Ge⸗ noſſenſchaftsweſens wird vielen Gefahren entgegenwirken. Ja, auf dem Gebiete des Außenhandels empfiehlt ſich in zahlreichen Jällen ein Zuſammengehen mit der ZInduſtrie, beſon⸗ ders in Dingen der Werbetätigkeit für deutſche Erzeugniſſe. Es konnte auf gute Erfolge von handwerklichen Genoſſenſchaften bei llektivverkauf von Maſſenbedarfsartikeln hingewieſen werden. ies ſei um ſo erfreulicher, als es ſich in keinem Falle darum dondle. einſettige Standespolitik zu treiben. Der Ausſchuß war in ſeiner Geſamtheit einmütig der Ueber⸗ dugung, der ſchon Herr Nicolausin ſeinem wohl durchdachten Zeſerate Ausdruck gegeben hatte, duß nämlich eine wirdtich natzonale ndwerkerpolitit ſich nur von großen Geſichtspunkten keiten lafſen dürſe und die Lebensintereſſen der rigen Stände durchaus anerkennen müffe. So kann das Handwerk nur Vorteil davon haben, wenn eine kouf⸗ kräftige Landwirtſchaft, Veamien⸗, Angeſtellten⸗ und Arbeiterſchaft rorhanden iſt. Es liegt durchaus nicht im Intereſſe des deulſchen Handwerks, einer Verelendung der üdrigen Schichten der Bevölke⸗ dung teiknahmlos zuzuſehen. Auch muß das Handwert ols Wahrer egen erheben, daß die geſunde Grundlage des Staates, der—. 8 Mittelſtand nicht erübehren kann, durch ſozialiſtiſche oder ihnen in der Wirkung gleichbedeuende ſtaatliche Maßnahmen defährdet wird. Hier iſt on Pläne zu erinnern, die ſich mit der völligen Enteignunmg der Hypothekenbeſitzer befaſſen und die von der dautſchen Oefſendlichteit ſaſt ausnahmslps zurüctgewiefen werben. Dieſe Anerkennung der Lebensnotwendigbeiten aller Bevötkertwigs⸗ ſchichten gibt das Necht zu ſchärſſter Stellungnahme gegen unde⸗ zechtigte Sonderbegümſtigungen, insbeſondere ſolche ſteuerlicher Art bei den freien Gewerkſchaften oder kommungliſterten Betrieben. war das Städtiſche Nachrichten Wiederbelebung der Sautätigkeit im Jahre 1924 Von Stadtbaudirektor Guſtav Platz Von der Wiederbelebung der Bautätigkeit auf dem Gebiete des Wohnungsbaues hängt zu einem guten Teil die Geſundung unſerer geſamten Wirtſchaft ab. Es ich ſchon allenthalben der Wunſch, nachdem einigermaßen ſtabile Verhältniſſe auf dem Geldmarkt einge⸗ treten ſind den wirtſchaftlichen Wohnungsbau wieder in Gang zu bringen. Verſchiedene Anfragen von privater Seite deuten darauf hin. daß ſich eine beträchtliche Anzahl von Mietern bereit erklärt, für eine Reihe von Jahren die erforderlichen Mieten zu zahlen und genügende Bürgſchaften hierfür zu leiſten. Damit iſt für die Finan⸗ zierung des Wohnungsbaues die Grundlage gegeben. Die Hypo⸗ thekenbanken ſind jedoch noch immer nicht in der Lage, ausreichendes Baukapital in Form von Hypotheken herzugeben, ſolange die Ver⸗ hältniſſe hinſichtlich der Belaſtungen ungeklärt ſind, die den ihrigen im Range vorgehen. Dazu gehören in erſter Linie die Reparations⸗ hypothek(die nach dem letzten Angebot der Reichsregierung 12,5% des geſamten Beſitzes betragen ſoll) und die Hypothek der Renten⸗ bank(%). Wie hoch ſich die Reparationshypothek betragen wird, kann heute noch nicht geſagt werden. Immerhin kann heute ſchon mit einiger Beſtimmtheit behauptet werden, daß die Anleihen der Hypothekenbanken einſchließlich der vorgehenden Belaſtungen ſich innergalb 60 Prozent des Erſtellungswertes halten werden. Daß dieſe Veleihung bei Gewährleiſtung durch Staat und Gemeinden bis zu 90 Prozent des Erſtellungswertes gehen kann, iſt bekannt. Vor⸗ wärtsſtrebenden Gemeinden iſt damit die Möglichkeit der Einwir⸗ kung auf den Wohnungsbau gegeben, die ſie ſich hoffentlich nicht entgehen laſſen werden. Eine weitere Erſchwerung der Bautätigkeit enthält der Ent⸗ wurf der neuen Mietzinsordnung, der zwar eine allmäh⸗ liche Erhöhung der Mieten auf den Stand der Vorkriegszeit vor⸗ ſieht, aber 50 Prozent des Betrages zu allgemeinen Steuerzwecken beſchlagnahmt. Eine Aufwertung der Hypotheken ſoll ausgeſchloſſen ſein, dafür aber eine Ausdehnung der Mietzinsverordnung auf alle Neubauten, die vor dem Herbſt 1923 errichtet worden ſind. Damit wird ein neuer Vorſtoß gegen die Gläubiger geführt und ihr Eigen⸗ tum konfisziert, da anſcheinend dieſenigen Steuerquellen nicht er⸗ giebig fließen, die durch die Notverordnungen erſchloſſen werden ſollten. Wie ſich unter dieſen Umſtänden nach den Erfohrungen der letzten Jahre überhaupt Jemand noch bereitfinden ſoll, Miet⸗ häuſer zu bauen oder Erſparniſſe als Baukapital herzugeben, iſt unerfindlich. Bei der bekannten Gel it wird man den Ab⸗ nehmern von Pfandbrieſen ſchon einen erheblichen Anreiz bieten müſſen, um ſie für dieſe Art von Kapitalsanlage aufs Neue zu ge⸗ winnen. Auf keinen Fall dürfen wieder Maßnahmen getroffen wer⸗ den, die das Vertrauen zur Regierung erſchüttern und den Woh⸗ nungsbau auf geſunder privatwirtſchaftlicher Grundlage im Keime erſticken. Sonſt wird uns die einzige iebige Möglichkeit der Kapitalbeſchaffung, die Unterbringung von mdbriefen auf auslän⸗ diſchen Börſen auf abſehbare Zeit völlig abgeſchnitten. 75 Was augenblicklich nottut, iſt Folgendes: Der Entwurf der 10 f. muß nicht ondedn ſogar mieterfeindlich iſt, ans Licht der Oe. lichkeit, ehe ſie uns im Wege des Ermächtigungsgeſetzes als Frühgeburt überraſcht. Die Aufwertung der Hypotheken muß in vernünftiger Weiſe betrieben werden, damit die Entrechtung großer Volksteile, die unſere Mietgeſetze bisher zu unſerem eigenen Schaden und zum Staunen des Auslandes fanktionſert haben, end⸗ lich aufhört. Heute haben aber auch wohl alle, die an dem bis⸗ herigen Unrecht mitſchuldig ſind, eingeſehen, daß ſie ſich ins eigene Fleiſch geſchnitten haben, denn die Stagnation unferes Geſchäfts⸗ lebens iſt nicht nur eine Folge des Franzoſeneinbruchs, ſondern zu einem guten Teil eine Folge unſt Mietperordnungen, unſerer Weigerung. anſtändige Mieten zu zahlen, und damit des Darniederſiegens der Bautätigkeit. Bringen wir die Bautätigkei in Gang, beleben wir den Blukreislauf unſerer Wirtſchaft! Dann erſt beginnt der Geſundungsprozeß, für den die Feſtigung der Währung den Nährboden ſchafft. Soziale verſicherung Die Beitragsſätze zur Involidenverſicherung haben mit Wir⸗ kung vom 31. Dezember 1923 und die Angeſtelltenverſicherung vom 1. Januar 1924 folgende Aenderung erfahren: Invalidenverſicherung: Klaſſe 1 bei einem Wochen⸗ arbeitsverdienſt bis 10 Rentenmark 20 Pfg. Klaſſe 2 über 10—15 .M. 40 Pfg. Klaſſe 3 über 15—20.⸗M. 60 Pfg., Klaſſe 4 über 20—25.⸗M. 80 Pfg., Klaſſe 5 über 25.⸗M. 100 Pfg. Wochen⸗ beitrag. Awgeſtelttenverſicherung: Klaſſe A: bei einem n bis 50 Rentenmark.50., Klaſſe B über 50—100.⸗M. 3., Klaſſe C über 100—200.⸗M. 6., Klaſſe D über 200—900.⸗M. 9 M. Klaſſe E über 300.⸗M. 12 M. Monatsbeitrag. Für zurückſiegende Zeiten werden Beitrogsmarken nicht mehr abgegeben. Soweit Beitrüge noch rückſtändig ſimd, ſend Marken der vorſtehend bezeichneten Klaſſen zu verwenden. Die Beitragsmarken für beide Verſicherungen ſind bei den Poſtanſtakten zu beziehen, Firmen gegen— Betrüge dirett Eimzahlung der von der ſicherungsanſtalt Baden in Karlsruhe bezogen werden. Die ord⸗ nungsgemäße und rechtzeitige Beitragsentrichtung wirb ſtändig durch Kontrollbeamte überwacht. nationalen Belange die Möqächkeit eines gedeihlichen mirtſchuft⸗ Außenpolitik keine Antriebe zu geben vermag, ſie der in zahlreichen Fällen in chrer Wirkung abgeſchwächt hal. Abge⸗ Roueter Hauemann berichtete kurz über den Stand des winheſtewoh me 2gelebes das in— srat zur ſchleun Beratung zugehen 5 Furde ei— eine Vollverſammlung des Neichs⸗ ein Antrag Nudwerkerausſchuſſes für den Februar in Berlin anzuberaumen. —é t—.....—;?:——— Matgelte Klarbeit des jambeſchen Veremaßes und der nach feſſen Herr. Sch⸗ Nuß deracte Aulban der Kaſſicchen Traabdie. Paß deddes der ſchöne zwirb zoch im Lan Cvin der Verſe und die feierliche Drapieruna des Ganzen, nicht ins den donale geriet noch zu hohlem Pomw erfſtarrte, iſt des Dichters AKunſt und wißenſchaſt außentt beſte Beſtättaung. Der boße Ernft ſeines Wollens und die Erfolordentliche Sicherbeit des Bübnenmäßigen errang ihm einen gebula. der zuletzt zu einer herzlichen und anbaltenden Beiſallskund⸗ dDer höchſte Berg Südweſtafriras. Eine für die Topographie Südweſtafritas nicht umweſentüche Enkdecumg wird erſt jeht durch eine Veröffentlichung von Reinhard Maack in der„Zeitſchrift der ing wurde. rpreten ielen Malen auf die Buhne 82 Dichter und ſeine Interpr zu vi 2 5 Geſell Erdtunde befannt. Der höchſte Bergſtock des eee iſt nicht der auf vielen 8 mit 2680 Meter ,„ Schauſpiel von dem Wiener Schriftſteller H. H. Schefter, 5 dieſes Monats von Intendant Paul Barnah in eatern in Breslau zur Uraufführung ge⸗ Bei der erſten Wiederholung von Karl Neuraths„Narr von Zol Höhe verzeichnete Omalato⸗Berg, der in Wirklichkeit nur 2289 Meter 15 Nee des— 42 A del 7 mißt, der Aucs⸗Berg(2484 Meter), ſondern der Brand⸗ , Nachdem ein Herr Berg s der Hottentokzen, Omukuruwaro der Herero), der ftacht hatte, daß das Stück den konfeſſionellen Frieden ſtöre, erhob iich wie auf hautſächlich im zweiten und dritten Rang etma 100 Kilometer von der Küſte unter 21 Grad 10 ſüdlicher Breite 95 der Gallerie ein lebhafter Sturm, der ſich durch erregte Zu⸗ und 14 Grad 30 öſtli Länge ſüdlich des Ugabriviers im ſüdlichen Kackoveld nahe 125 der 5 2 in wüſtenhafter Um⸗ ausbengte ge ne ren kenpune Vleſen auß Fchunnt gwung Begt and mnt ſenner bächgen Spiße 2000 Wieit win, 120 0un gerüctte.„Jast das gefaute Publitum erbob— Prans-Berg, der bisher nur als 1150 wieter hoch galt t dent die alſcen kund baienu öben die Scdung drrch danernde, Hicr: zochte von gang Südweſtafrika überhaupt. Er bildet eime Erſt nach längerer Zeit konnten ſich der Regiſſeur daſte der Sanpderſteler Geher berſhaffen, die beide unter leb⸗ 999 Ar 1 8 170— 875 2 77 92 auſes gegen die unkultivierte Art der Störung zeugen zu en ee ern ind Berg⸗ broteſtierten Nach 8.— ent. m die Ruheſtörer„entwaffnet“ waren, konnte de Piale in Ruhe zu ende gefüöct werzen. Bel lnn Hauſe anweſen⸗ Sgbee de⸗ abe weng eeder den Lindeerenen an Wer würde zün Scheuß berlangt und ſtürmiſc begraß Nalſes zalke Naz in der Kegergel 15170 be Pcte Spie es Theaterrundſchau. In Mainz erwägt man den Gedanken, Brandberges beſtiegen. den Spielbetrieb im Stadttheater einzuſtellen und mit Hochſchulnachrichlen. Von amllicher baveriſcher Seite wird bild. Staatstheater in Wies baden eine Intereſſengemeinſchaft zu die Mitteilung der„Evangeliſchen Zeitſchrift“,. wonach die Auflöſung tätzen.— Alois Mora, der im vergangenen Jahr in Weimar Obe ſoig zwurde der Dresdner Staatsoper auf drei Jabre als For felleiter verpflichtet.— Der ſchwediſche Kammerſänger John ten wurde vom Könia von Schweden zum Generalintendan⸗ land— Chef der ſchwediſchen Hofover ernannt. Forſell iſt in Deutſch⸗ drei Zan Fremder und bat(. At, auch in Mannbeim aaſtiert. Vor Eine* bren nahm Herr Forſell ſeinen Abſchied von der Bühne.— nerauffüg tiche Operntruppe, die Amerika bereiſt. um Wag⸗ icke 1 münden zu veranſtalten und der u. a. Kapellmeiſter Mö⸗ von Hoeß Deutſchen Overnhaus in Charlottenburg und Franz ibre Zahlu blin von der Großen Volksoper in Berlin angehören, hat Dollar—. gsunfähiakeit angekündigt. Die Paſſiven betragen 83 000 de Scaunte Kehwarspuralſche Landestbeater renan da Faina“ von Karl Heinig zur Uraufführung an⸗ „om Anſchluß an ſein Uebertragungen der Gedichte und betont. daß bei der notwendig werdenden Juſammenleaung klei⸗ nerer Bildunasanſtalten konfeſſionelle Rückſichten keine Rolle ſpielen. Eine Auflöſung der Univerſität Erlanaen komme überhaupt nicht in Betracht.— Auf Einladuna der Univerſitäten Mosfkau und Peters⸗ bura wird Prof. C. Neuberg⸗Berlin über das Grenzaebiet von Chemie. Landwirtſchaft und Medizin Vorträge in Rußland halten.— Gleichzeitia wird dort Prof. Luther⸗ Dresden über Phofochemie borktragen.— Der berühmte Lehrer des römiſchen und bürgerlichen Rechts an der Berliner Univerſität. Geh. Juſtizrat Prof. Dr. Emil Seckel, vollendete am 10. Januar ſein 60. Lebensjahr. In der hiſtoriſchen Rechtswiſſenſchaft. der ſich Seckel von den An⸗ fängen ſeiner Laufbahn an mit gründlicher, vielſeitiger Arbeit ge⸗ widmet bat, iſt er heute der erſte Vertreter des römiſchen und des kanoniſchen Zweiges. Seckels Sondergebiet in der römiſchen Rechts⸗ tHöheren Mä der Univerſität Erlangen bevorſtehe. energiſch dementiert *Einkommenſteuervorauszahlung 1924. Auf Grund verſchie⸗ dener Mitteilungen, die in der Preſſe erſchienen ſind, hat ſich der Zentralverband des Deutſchen Großhandels an das Finanzminiſterium gewandt und nochmals feſtgeſtellt, daß die e r ſte Einkommenſteuervoraus zahlung für das Jahr 1924 für Gewerbebetriebe aufgrund der zwelten Steuernotverordnung am 10. Februar erſtmalig fällig iſt. Ueber die Höhe des am 10. Februar zu entrichbenden Saßes ſchweben noch Verhandlungen zwiſchen dem Zentralverband des Deutſchen Großhandels und dem Finanzminiſterium, da die in der zweiten Steuernotverordnung vorgeſehene Regelung für den Großhandel, wie auch vom Finanzminiſterium anerkannt wird, nichr tragbar iſt. Ausfuhrabgabe für Schlachtvieh. Auf die Anfrage des Ab⸗ geordneten Nuß an die Heſſiſche Regierung wegen Erhebung einer Ausfuhrabgabe für Schlachtvieh das vom Mannheimer Viehmarkt nach Heſſen ausgeführt wurde, hat die Regierung geantwortet, daß auf Grund der eingeleiteten Schritte von der Badiſchen Re⸗ gierung von der weiteren Erhebung der Abgabe der Gebühren abgeſ n werden ſolle und daß die Verordnung vorausſichtlich demnächſt ganz zur Aufhebung gelangt. Jakturen⸗ und Markierungsbeſtimmungen für Sendungen nach den Pereinigten Staaten. In den amerikaniſchen Einfuhrhäfen bezw. Zollhäuſern erleidet die zollamtliche Abfertigung eingeführter Warenſendungen oft große Verzögerungen. Die Urſache ſolcher Ver⸗ zögerungen und Schwierigkeiten liegt in den meiſten Fällen darin, daß die zu den Sendungen gehörigen Fakturen mangelhaſt oder un⸗ genau ausgeſtellt worden ſind. Für die Ausſtellung der Fakturen für Sendungen nach den Vereinigten Staaten ſind ſowohl die Be⸗ ſtimmungen des letzten amerikaniſchen Zollver vom 21. September 1922 als auch Verfügungen des Schatzamtes in Waſ⸗ hington zu beachten. Da hierüber offenbar in den beteiligten Krei⸗ ſen Unklarheit und Zweifel beſtehen, hat die Geſchäfts führung des Deutſch⸗Amerikaniſchen Wirtſchaftsverbandes in einer befonderen Schrift die zur Zeit geltenden Beſtimmungen ſowie Anleitungen für die richtige Ausſtellung ſolcher Fakturen z ſtellt. In einem Anhang dazu werden ſerner diej igen allgemeinen und befonderen Vorſchriften behandelt, die zur Zeit hinſichtlich der Anbringung von Herkunftsbezeichnungen auf nach den Vereini i Geſchäftsſtelle des genannten Verbandes (Berlin NW. 7, Wilhelmſtraße 12/14) bezogen werden. Gebrauchte Briefumſchläge als Poſtkarten. Mit Rückſicht auf die allgemeine wirtſchaftliche Lage hat die Reichspoſtverwaltung Poſt⸗ karten. die unter Benützung gebrauchter Briefumſchläge durch Zu⸗ ſammenkelben zweier Papierblätter hergeſtellt ſünd. verſuchsweiſe auch dann zur Poſtbeförderung zugelaſſen, wenn ſie am oberen Rande mit einem ſchmalen Papierſtreifen, der auf der linken Hälfte einen Firmenaufdruck träat. verſehen ſind. Vorausſetzung iſt ſedoch. daß ſowohl die Papierblätter, als auch der Randſtreifen der ganzen Fläche nach aufgeklebt ſind und daß die Sendungen auch ſonſt den Poſtverordnunasvorſchriften entſprechen. ndere dürfen ſolche Karten in Form. Größe und Papierſtärke nicht weſentlich von den amtlichen Poſtkarten abweichen und nicht mehr als 8 Gramm wiegen. Klektriſcher Betrieb auf der Strecke Maunheim— Wie die„Badiſche Poſt“ hört, ſoll die Abſicht beſtehen, die Eiſen⸗ bahnſtrecke Mannheim— Heidelberg elektriſch zu betreiben. Ein erfreuſicher Forſſchritt dem Gebiel Mädchenſchulweſens.— Sce e acnhe en hat ge⸗ nehmigt, daß von Oſtern 1924 ab die Mädchen ſchon i⸗ gem erfolgreichen Beſuch der Hügeren Madchen 4 6. Klaſſe) in die Untertertia der Reolgymnaſiumsabte der bier Liſelotteſchule) üdertrezen. Zur Erleichterung des Uebergangs wird an den ein drei⸗ unentgelklicher 3 eunterricht einge unter entſprechender i Schulerinnen Nebenfächern(Handarbeit und Singen). Bieher war der Ueberteit 0 e. ſodaß die Mädchen bis zum Abiturium die höhere Schule 9 ne; jetzt iſt Gleichheit rreten. egung —— 9. ichheit einge In der Bew zur Be⸗ folges freuen. 5 Die Soziale Frauenſchule Man egi i a4J. deatte. e 18 8 300 5 Wohlfaß 5 nalh dem gewähtten Haußtſach die fulliche Reertenn ſundheitsfürſorgerin, Jugendfürſorgerin oder Die hauptſächlichſten Lehr⸗ und Prüfungsfächer ſoziale Hygiene, Volkswirrſchaftslehre, Fürforge, Arm weſen, Bürgerkunde, Scerdn Ethik, Soziale Literatur. Um die Allgemeinbildung der ülert erweitern und ihnen auch die Möglichkeit zu geben, gehobene Poſen im Wirtſchaftskeben einzu⸗ Sh ben erelte Hen Seelalen w führun w 5———4— Mitorbeit a und inrichtun ſtändnis für die ſozialen Gegen zu Das an—— uiche Examen hat in ganz Deutſchland Gülti ausgebildeten Fürſorgerinnen überſtieg in den das Angebot. Da der ſoziale Beruf ſaſt aus ein beruf ohne männliche Konkurrenz iſt und die Not der Zeit ihn drin⸗ — iſt mit einer Verſchlechterung der Berufs⸗ Ge 55 5 anerkannte Für nicht zu rechmen eds i Mannheim die Verhandlungen e Mieselinnge 55 5 de d pruch: Der bisherige Lohn bis Samstag, einſchließli 2651 13 1 15 ſtufun Altersklaſſen erſcheint de Schlich tungskammer eine Entſcheidung noch untunlich. Sie empfiehlt den Parteien nochmals, alsbald in Ver⸗ handlungen einzutreten. Die Schlichtungskammer hält bei dem jetzt noch beſtehenden Manteltarif eine ſofortige Entſcheidung über die Regelung der Arbeitszeit nicht für erforderlich und empfiehlt den Parteien, bis zum Ablauf dieſes Tarifs, eine Regelung im Sinne der Verordnung über die Arbeitszeit vom 21. Dezember 1923 vorzu⸗ nehmen.— Die ſreigewerkſchaftlich organiſierten Arbeitnehmer wer⸗ den in den Betrieben, die dem Metall induſtriellenverband ange⸗ ſchloſſen ſind, am Freitag eine Urabſtimmung üder Annahme oder Ablehnung des Schiedsſpruches vornehmen. MNüßbrauch des Mannheimer Hülfswerks. Zwei jugendliche Burſchen aus der Neckarſtadt namens Schlecht und Hökle ver⸗ ſertigten falſche Sammelliſten für das Mannheimer Hilfswerk Sie machten aus ſchlechten Gummibuchſtaben einen Stempel, verſahen damit die Sammelbogen und unterſchrieben dieſe mit dem Namen „Direktor Schuhmacher, Altes Krankenhaus“. Mit dieſen Sammel⸗ bogen gingen ſie in verſchiedene Geſchäftshäuſer in der Schwetzinger⸗ ſtadt In 18 Fällen erhielten ſie kleinere Beträge. Beide Burſchen ſithen hinter Schloß und Riegei. Ihre Frechheit dürfte ihnen teuer zu ſtehen kommen. *Warkeſaal⸗Gauner. Von einem Mitarbeiter wird uns ge⸗ ſchrieben: Neulich ſagte mir einer meiner Bekannten, es ſei ihm hier im Hauptbahnhof im Warteſaal 2. Klaſſe ſein wertvoller Pelz⸗ kragen geſtohlen worden. Als er es der Polizei anzeigte, wurde ihm u. a. geſagt, man ſolle ſich mit dem anderen Warteſaal be⸗ anügen. In dem der 2. Klaſſe werde in letzter Zeit au rordentſich viel geſtohlen.— Man merke ſich das! Es halten ſich tatſächlich in dieſem Raum gegenwärtig auffallend viele junge Leute auf. Die meiſten werden ſich wohl dort nur wärmen wollen. Aher ein Teil hat da auch bequeme Gelegenheit. ſeine Gaunerzwecke zu ver⸗ folgen und zu erreichen. Wo ſich ſo viele Lanafinger herumtreiben, da ſollte die Polizei dieſen Handwerksbetrieb eifriaſt ſtudieren. gegen Nervenschwäche, Erschöpfungs- S A TṼ R 1 zustände. sex. Nourasthenie., ein anregen · en e⸗ 5 75 Alkred Wolfenſtein ſoeben eine deutſche Bearbeitung geſchichte ſind da das klaſſiſche und das juſtinjaniſche Privat⸗ und ehs Drama„Die Cenci“ beendet.—„Zapp, der Prozeßrecht, ferner und beſonders die Quellen des römiſchen Rechts. des und käftigendes Vohimbin-Hormon-Prüpatat. Pachärztſich begut- achtet und sehr empfohlen. In jeder Apotheke erhältlich. ElZ⁴ ——— ——————˙ ů ¶ů ¶—ů ů— 33 174 10 4. Seite. Nr. 17 Veranſtaltungen J Thealernachricht. In der heutigen Aufführung der Märchen⸗ oper von Humperdinck„Hänſel und Gretel“ im National⸗ theater ſingt infolge Erkrankung oon Guſſa Heiken Lily Borſa die Partie der„Gretel“.— In der Sonntag, 13. Januar, im Neuen Theater ſtattfindenden Erſtaufführung des Schauſpiels„Die Lehrerin“ von Dario Nicodemi iſt die Titelrolle mit Marie Andor beſetzt. Die männliche Hauptrolle ſpielt Robert Vogel. 3. Meiſterklavierabend De. Bickor Ernſt Wolff. Heute Frei⸗ tag abend, den 11. Januar, wird Dr. Victor Ernſt Wolff Werke von Schubert, Bach und Mozart zum Vortrag bringen. Das Kuſſiſch⸗romanliſche Theater wird ein Ereignis für Mannbeim werden. In Nürnberg und Stuttgart, den beiden Städten, über die die Reiſe des Theaters nach einem einmonatigen Gaſtſpiel in München beim Deutſchen Theater nach hier geht, bil⸗ deten die einzelnen Vorſtellungen eine Senſation für die begeiſterte Zuhörerſchaft, die ſich von Abend zu Abend ſteigerte. Vorzüglich iſt die Auswahl der einzelnen Stücke, die in Mannheim jeden Abend zur Aufföhrung gelangen werden:„Die Jagd der Diana“, ein galantes, fardenfrohes Ballett von Boris Romanoff, die„Bojſaren⸗ hochzeit, ebenfalls von Boris Romanoff inſzeniert und ausge⸗ arbeitet, zum Schluß„Atoraga“, eine Tempelopferſzene, die ſo recht in ihrer Schwermütigkeit ſich dem ruſſiſchen Charakter anpaßt. Die Libelle, Mannheims führendes Kabarett, bleibt im neuen Jahre der bewährten Deviſe treut vom beſten das beſte zu bieten. Leicht wird Benno Schallert, dem künſtleriſchen Leiter, ſeine Aufgabe nicht gemacht. Die ſogen.„Kanonen“, die„Grandattrak⸗ Honen“, wie man vor dem Kriege ſagte, machen ſich immer ſeltener. Entweder ſind ſie im Auslande auf der Jagd nach Deviſen oder nicht von den Vergnügungszentren* wo die Gage für den Unternehmer keine Rolle ſpielt. an darf deshalb nicht die Naſe rümpfen, wenn in der Libelle nicht immer ſchwerſtes Geſchütz aufgefahren werden kann. Mörſerbatterie⸗Artilleriſt iſt diesmal Dr. Allos, einer der geiſtvollſten Satyriker, zugleich aber auch einer der originellſten Vortragskünſtler, weil er ſeine Rezitationen ſelbſt auf einer Art Harmonium begleitet. Die Geißelu r Zeit⸗ ſchäden und menſchlichen Unzulänglichkeiten iſt Dr. os' ſtarke Seite, mag er nun über lebloſe Dinge philoſophieren oder aus dem Beſuch der Irrenanſtalt die Wahrheiten mitnehmen, die ſich ihm beim Belauſchen der 99 aufdrängen. Dr Allos iſt aber auch ein Stimmungsmacher, der jeden Kunſtfreund in helles Entzücken verſetzt, wenn er die Mondſchein⸗Songte vom Nymphlein und dem Faun ſingt. Es iſt wohl nicht zuviel geſagt, wenn wir feſtſtellen, daß Dr. Mos, eine intereſſante, vaſſige Erſcheinung mit ſeinen Ge⸗ ſchoſſen die uneinnehmbarſte Feſtung bezwingt, mit anderen Worten: den denkbar tieſſten, nachhaltigſten Eindruck hinterläßt. Damit ſoll nicht geſagt ſein, daß der Weg zu den anderen Mitgliedern des Enfembles unerreichbar iſt. Zuerſt ſtoßen wir auf Hermann Funke ſe., den„beſten Vertreter grotesker Komik“, wie das Programm nicht zu vielſagend verkündel.„Er kam, verzog das Geſicht und ſiegte, darf man vartierend ſagen. Wenn ſich der Vorhang beilt, hat der„Kölſche Jong“ ſchon den Erfolg in der Taſche den er weniger durch den Vortrag, als durch Habitus, Mimik und„Begleitmuſſt erzielt. Der Dritte im Bunde iſt Rolf Stein, der ebenſo elegante, ikante wie die Situation völlig beherrſchende Aaſager. Rio Panzer ſorgt dafür, daß das Kleeblatt vierblättrig wird. Zauberkünſtler, die die erſtaunlichſten Tricks mit o er⸗ ſtaunlicher und Selbſtverſtändlichkeit, noch dazu, unter Mitwirkung des Pubſikums, aus n, ſind immer gern geſehen. Der ſtarke Beifall, mit dem Rio r von der Bühne entlaſſen wird, iſt deshalb durchaus begreiflich und gerechtfertigt. Erſte Klaſſe 4 auch 1 2 Roland nicht nür in der flotten, fein abgeſtimmten rt des Vortrags, ſondern auch in den ſtimmlichen und äußeren Vorzügen. Echle Kabarett⸗Stimmungsmalerei, zu der in nicht zu übertreffender Weiſe die Kapelle mit ihrem Leiter Alb. Beygrau beiträgt, die nicht nur virtuos begleitet, n auch ſelbſtändig ſich auf der Höhe 40 e u. a. der r„A Bana⸗ nen elektriſiert. unſt bringt wieder viel Farbe und Ab⸗ in die Bo ſolge. Harry Swendfon, ein diſtin⸗ lerter, individueller Stepptänzer, wird durch Oſſt Ezarkott und Sent MAhore gelöſt, wei ebenſo temperamentvolle, wie an⸗ mutige und in den hietungen eigenartige Künſtlerinnen. Nus dem Lande ee eeee der hi n. ſeanſtalt er r ralverban an icher Velriebe(chriſtl. Ge 8 6 Stim⸗ men, der Freie inde⸗ und Staatsarbeiterverband 7 4 Stimmen. Danach fallen auf die Chriſtlichen 4 Sitze gegen 0 vorher und auf die Freien 3 Sitze gegen 7 vorher. Karlsruhe, 8. Jan. Zahlreiche Taſchendiebſtahle ſind 1 im der letzten Zeit auf dem hieſigen hof, wie auf Bahndſen be⸗ rter Städde ausgeführt worden. So wurde einer Frau im 1% eine mit größeren Betr angerungen. franzo und kaniſchem Geld entwendet. Badenweiler, 9. Jan. Eine Hochſtaplerin trieb hier ihr Unweſen. Sie gab als Hofdame des ehemaligen kaiſerlichen Hoſes aus und nanmte ſich„Gräfim Sporer.“ Sie knüpfte allertei Be⸗ ungen an. Ueberall erzählde ſie eine erfundene— ichte, wählte aber als deren das Städtichen ern. Da ſie Unweſen allzu öffentlich trieb, wurde ſie bald als Schwind⸗ lerin entlarvt. Die Gen ie, die ſie verhaften wollte fand je⸗ doch ein leeres Neſt; denn der lockere Vogel hatte von der bevor⸗ ſtehenden Feſtnahme Kenntnis erhalben und war verſchwunden. *. Br., 9. Jan. Einen kleinen Auflauf verur⸗ in der eeee eines dienſteten„ NIIu jeftigen Eheſtreit in umkenem Zuſtande auf das Dach ſtieg, dort ſehr weit vorſtellte und drohle, wenn man Schutzleute hole, ſofort herunterzuſpringen. Bon der alarmierten Feuerwehr wurde dann die Frau aus ihrer gefährlichen Lage befreit und, da ſie vollſtändig erſchöpft war, mit dem Kran in die Klinik ver⸗ broacht.— Ein in Freiburg wohlbekannter Mitbt iſt am 7. Jan. im Alter von 69 Jahren aus dem Leben ſeden. Herr Fritz Sutter ſen., Privat, der langjährige Inhaber der Brauerei Fritz Sutter, iſt den Folgen eines Schlaganfalles erlegen. Der Verſtorbene har das frühere Renzſche Brauereiunternehmen mit Umſicht und raſtloſer Pflichterfüllung zu voller 4—14 geb und trotz mancher geſundheitlicher Störung bis zum Jahre 1911 oeführt. Nach Abgabe des äfts an Sohn und Schwiegerſohn wurde es in der Nachkriegszeit mit dem ihnen durch verwandtſchaftliche Beziehungen der Inhaber naheſtehenden Feierlingſchen uereiunternehmen vereinigt. W benenz, 7. Jan. Letzter Tage war am Bodenſee das be⸗ kannte„Seerauchen“ in ſtarkem Grade wahrzunehmen. Es tritt ein, wenn die Luft bedeutend kälter iſt als das Waſſer; dann dampft der See wie ein Keſſel ſiedenden Waſſers. Kachbargebiete * Neuſtadt, 8. Jan. Ein Diebſtahl wurde im einer hieſigen Wirtſchaft verübt. Der als Gaſt anweſende Kriegsinvalide U Fries entwendete der Wirkin aus ihrer Handtaſche in einem unbe⸗ wachten— 1 Wa +5 79————— wichti re. 3 päter uchung. —— das Geld im Kohlenkaſten verſteckt, während er die Papiere ſchon im Ofen verbrannt hatte. Sw. Mainz, 9. Jan. Das erwartete Treibeſs auf dem Rhein hat ſich nun eingeſtellt, wenn auch noch in geringem Maße, ſodaß eine— der Schiffahrt noch nicht in Frage kommt. Das Hochwaſſer iſt etwas zurückgegangen. Paſſerſtandsdeobachtungen im Monat Januar Rhein⸗Pegel 4. I. 8. 9. 10. 11. Necar-Pegel.. 8. 9. 1. 17. Schnberinfele 2 C0ſ.50 40l.310 Manabetnw.7506.61.013.80.688.60 Zae e delrenn. Maxau,.25.22.70.89.34.45 Mannbeim„.724.63. Kaub — 48.35.6103.21 8.%2l86 Die Fa. eree weee im Jahre 1923 II. Im April mußte die Reichsregierung die Mark⸗ skützung aüfgeben, da ihr die Mittel dazu ausgegangen Waren. Die Polge War das erneute Einsetzen des Mark- sturzes. Die dadurch erwartete Hebung des Auslands- absatzes trat nicht ein, weil die Preise auf dem Weltmarkte immer noch niedriger Waren, als im Inland. Die Gestehungs- kosten glichen sich dem Verfall der Mark schnellstens än, und die Preise der Fertigerzeugnisse mufften im gleichen Tempo folgen. Auch für das Inland waren infolge der stark gesunkenen Kaufkraft der breiten Masse die Preise zu hoch, so dall auch der Inlandabsata sehr nachließ. Im Juni mußten in der Eisen- und Stahlwarenindustrie, besonders im besetzten und im Randgebiet, vornehmlich wegen Rohstoffmangels und Betriebsmittelknappheit eine starke Einschränkung der Betriebe und teilweise ganze Betriebsstillegungen vorgenommen wer den, Im Juli gingen die Aufträge etwas lebhafter ein, Diese etwas bessere Konjunktur— besser nur im Verhältnis zu den Vormonaten— konnte jedoch nicht voll ausgenutzt Werden, weil es an Materialien zur Herstellung mangelte. Mit dem gewaltigen Marksturz im August verschleckterte sich sokort die Lage. Im Bezirk der märkischen Eisen- und Stahlwarenindustrie mußten Hunderte von Betrieben still- gelegt werden. Im Solinger Bezirk stieg die Zahl der Erwerbslosen auf rund 200 000. Aber auck im unbesetzten Deutschland verschlechterte sich die Lage ungemein. Im September mußte die Lage im märkischen Lande als trostlos bezeichnet werden. Im Solinger Benirk arbeitete kaum 1 Prozent der gesamten Betriebe voll. Der Oktober brachte noch keine Entlastung. Der asslve Widerstand Wurde zwar eingestellt, den Betrieben ehlte aber das nötige Kapital, um die Arbeit wieder im alten Umfange aufnehmen zu Kkönnen. Diese Darlegungen können im Rahmen eines Zeitungs⸗ artikels nur skizzenhaft sein. Wir lassen zur Erhärtung unserer obigen Worte die nackten Zahlen der Aus fuhr fkür Eisen- und Stahlwaren in diesen Monaten des Jahres 1923, die eine erschütternde Sprache reden, folgen. Leider ist die amtliche Statistik bisher nur bis zum Monat September 1923 erschienen. Zum Vergleich stellen wWir die Zahlen der deutschen Gesamtausfuhr daneben. Kid 2 7810 Die deutsche Ausfuhr en 1 eeee in Doppelzentnern Gesamt,; Eisen- u. Stahlwaren Dezember 1922 17 560 368 699 533 Januar 1923 13 093 039 573 129 Februar 10 961 089 455 551 März 9382 42⁵ 409 385 April 10287 591 369 472 Mal 9298 769 369 516 Juni 8 896 632 291028 Juli 10 533 02⁵ 401 998 August 10 744 651 394 820 September 11 426 060 383 920 Die Ausfuhr von Eisen- und Stahlwaren in den Monaten Januar bis September 1 Stellt sich auf 3 619 379 Doppel- zentner gegenüber einer Ausfuhr im chen Zeitraum 1922 von 5 215 448 dz. Das sind 1 596 069 8 2 5 Im Jahre 1923 betrug der Monatsdurchschnitt 402 153 dz, im Vorjahre hingegen 579 494 dz. 3 Die Lage der Eisen- und Stahlwarenindusfrie an der Jahreswende 1923/24 ist, wie die der gesamten deut- schen Wirtschaft, verzweifelt. in der Hauptsache fehlt es ihr an Kapital, um ſhre Betriebe Wieder in setzen. Sodann ist die deutsche Produktion zu teſter, als daß wir mit Erfolg den Konkurrenzkampf auf dem Welt⸗ markte wieder aufnehmen könnten. Und doch sollen wir den Mut nicht sinken lassen. Die Mark ist stabilisiert, wenn auch in schwindeinder Tiefe, Der Staat zeigt den ernsten Willen, ohne die bisherige Rücksichtnahme auf alle mög- R lichen Kreise, um nicht zu sagen auf die Masse und die Straße, seinen Haushalt zu stabilisieren. Unstreitig hat sich in weiten Schichten der Bevölkerung die Erkenntnis durch- ngen, daß wWir unsere 2 zur Gütererzeugung steigern müssen. Ohne diese Leistungssteigerung werden Wir nicht weiterkommen können. Hand in Hand mit ihr mull eine Verbesserung unserer Technik und Organisation Fereg damit wir zu einer wesentlichen NNr roduktion kommen, Allerdings hängt von uns allein das Heil unserer Zukunft nicht ab. Wir sind nach Wie Vvor äuhßeren Einflüssen unter worfen, zu deren günstiger Ge- staltung wir nur ig bei können. Das Weni muß 2 mit aller Tatfraft wrgrehh und erwirkt Deswegen sollen Wir uns auch in tiefster Not die Hoffnung kär 1924 nicht rauben lassen, daß wir dei Anspannung aller Kräfte und dem verständnisvollen Zusammenarbeiten aller Volksschichten doch nicht untergehen werden. Kraftvoll vereint im Fisen- und Stahlwaren-Industriebund wird die deutsche Eisen- und Stahlwarenindustrie im Existenzkampf des deutschen Volkes wrie stets bisher bewußt in vorderster Reihe stehen.* Verlängerung der Bilansfristen Ueher die Verlängerung von Bilanzfristen Hat die Reichs. regierung auf Grund des Ermächtigungsgesetzes nach An- hörun* Ausschüsse des und des Reichsrates verordnet: Läßt sich ber einer Aktiengesellschaft, Kom- manditgesellschaft a. A. oder G. m. b. He deren Vermögen sich zum erheblichen Teil im besetzten Gebiet Dekindet nach Lage des Falles der Stand des Vermögens und der br Schulden, auch mit IHilfe von Schätzungen, nicht darstellen, so kann im Falle eines dringenden Bedürfnisses auf 85 der Gesellschaft die oberste e in deren Bezir die Gesellschaft ihren Sitz hat, die Frist verlängern, inner⸗ halb deren nach dem Gesetz oder dem Gesellschaftsvertrag die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Ge- schäftsbericht aufzustellen sowie dem Aulsichtsrat, der Generalversammlung oder Gesellschafterversammlung Vorzu- legen sind. Auch für die ordentliche General- odler Gesell- schafterversammlung kann auf Antrag durch die oberste Landesbehörde Fristverlängerung gewährt werden. Die Kosten des Verfahrens trägt die Antragstellerin. Aktiengesellschatten und Goldmarkbilansgesetz Der Reichsanz. vom 5. Januar veröffentlicht die Tages- ordnung der.-V. von vier Hamburger Firmen, nämlich der Firma Martius u. Bloch,.-., Preésurith-.-., Tümler u. Peil,.-., und der Wäschefabrik Brassart W. Stern, worin sämiliche Punkte der Bilanzumstellung aus Anlaß der Regie- rungsverordnung über die Goldmarkbilanz gewidmet sind. Bei sämtlichen.-V. handelt es sich: 1. um den Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrats über die Ne nach 8 13 der Verordnung über die Goldbilanz vom 28. Dezember àuf⸗ gestellten Eröffnungsbilanz und über den Hergang der Um- stellung; 2. Genehmigung der Eröffnungsbilanz und der Um- stellung des Gesellschaftskapitals; 3. Umwandlung der Namensvorzugsaktie in auf den Inhaber lautende Stamm- aktlen. Bel diesen Meldungen ist zunächst interessant, daß Hamburger Firmen die ersten sind, die den Weg der Um⸗- stellung beschreiten. Es ist ferner zu erwähnen, daß die Atigkeit zn Rohmel Tagesordnung sämtlicher vier Gesellschaften gleichlautend ist. Drittens beansprucht der Punkt der Tagesordnung beson- deres Interesse, der die Umwandlung der Namensvorzugs- aktien in auf den Inhaber lautende Stammaktien zum Gegen- stande hat. Dieses Bestreben der in Frage kommenden Ver- Waltungen, Namensaktien in Inhaberaktien umzuwandeln, steht ZwWeifellos in Zusammenhang mit 8 10 der Verordnung über die Goldbilanzen, nach dem für Inhaberaktien eine andere Minimalgrenze für den Nennwert festgelegt ist. je nachdem es sich um Namens- oder Inhaberaktien handell. Diese Möglichkeit einer verschiedenen Handhabung geht. wie auch die Verordnung erwähnt, aus 8 180 Absatz 2 und 3 des HGB. zurück, wo ebenfalls eine andere Bemessung des Nenn- wertes möglich ist, je nachdem es sich um Namens- oder Inhaberaktien handelt, In dem Vorgehen der erwähnten Hamburger Gesellschaften kündigt sich bereits eine Neuerung an, dle Zwetfellos in vielen Fällen demnächst eintreten wird. *Frankenkapital bei den Röchling-Gesellschaften. Bei der Edelstahlwerk Röchling A,-G. in Völklingen 18 das hisherige Grundkapital von 4 Mill. 4 in 914 077 Fr. um- gestellt gleichzeitig um 1 085 923 Fr. auf 2 Mill. Fr. aus dem Reservefonds. Auf jede Aktie von 1000& entfällt eine Aktie über 500 Fr.— Bei der Röchlingschen Eisem und Stahlwerke.-G. in Völklingen ist das von 10 Mill.& auf 2285 192 Fr. umgestellt und leichzeitig um 7 714 808 Fr. auf 10 Mill. Fr. erhöht worden. 1e Erhöhung ist dureh Ausschüttung aus dem Reservefonds durchgeführt. Das Grundkapital zerfällt in 10000 Stück Inhaberaktien über je 1000 Fr. Börsenberichie Hannheimer Ettektenbörse 1 HMaunheim, 10. Jan, Die Tendenz gestaltete sich für, Wwurden besser bezahlt. Hadische Bank 38., PfAlZ. Hypothekenbank 3,50 G, Rhein, Creditbank 4,50 bez. u.., rat, Rhein. Hypothekenbank 4 bez. u. G. und Südd. Disconto 1250 G. Anilin 26,75 bez., Rhenanta 13 bez. u.., Verein Deutscher Oelfabriken 50 G. und Westeregeln 33 bez. u. G. Benzaktien wurden zu 5,50 gehandelt, ferner Fahr zu 6,J, rat, Fuchs zu.8, rat., Braun-Konserven zu 1,6, Mannh. Gummi zu 2,5, rat., Maschinenfabrik Badenia zu 1. 75, Neckarsuhmer zu 7, Pfakz. Müählenwerke zu 4, Rheinelektra zu 550, Frei- burger Ziegelwerke zu 2, Cementwerke Heidelberg zu 15, Wayss u. Freytag zu 5, Zellstofffabriæk Waldhof zu 11,50 Zucker fabrik Frankenthal zu 6,5 und Zuckerfabrik Wag⸗ häusel zu 7. Sonst notzerten noch: Sefhindustrie 6 6. Emaillterwerke Maikammer 14., Heddernbefmer 7., Haid u. Neu 27., Knorr 6., Pfalz. Nahmaschinen 4,25 6. Rheinmühlenwerke 450., Salzwerk Hefibronm 130 G. und Unfonwerke 30 G.(alles in Bilhonen Prozent). In Frank- kurter Angem. Ver Aktien gelengte ein Abschtuß zu 48 Billſonen pro Stück zur Notierung. ——————— Mannheilmer Produktenbörse m. Mannheim, 10. Jan.(Eig. Ber) Die stimmung an der heutigen Produktenbörse ist im a men ruhiger und das Geschäft sehr minimal. Die Ang — Gerste 19 5 0 a fer 15,00—16, ais 19, 7 abse 925—9,50, Weinenkleie Weinenmell, Spezial G, 00 Goldr per 100 1 Mannheim Frankfurter ebörse. Bei ruhiger Tendenz notier- Frank fur ter Aerren ten an der heutigen ge: Weizen 2 Roggen 17,00—1750, Sommergerste bis 19,75, Hafer 140—15,00, Wei 30.00—31,25 oggenmmehl 26,25—26,75, Kleie)25—8,75, alles in Renten- mark je 100 kg. PViehmärkte. Weinhelm, à. d.., 10 Jan. Der letate Jungschweinemarkt war mit 133 Tierem beschickt, die ſast alle abgesetzt wurden, Erlôst wurden—11 4 füur schweine, 12—19 für Läufer Schlachtviehmarkt am Dienstag, den 8. Januar haben Viehpreise Wieder edwas ezogen; bei Ochsen- und Rind- fleisch, sowie dei Kalbfl nur um 2 855 Pfennige, bei Schweinefleisch um rund 15 Pfennige das Pfund. 6 wre m an n Naer asser und in Mos- Wurcle in agen Tabak um den Prei von pro Zentner verkauft. Wein. Auf der letsten Fretibur ger Weinbörse waren bel besonders lebhaftem Besuche.e Mengen alle und neue Weine, auch Branntwreine, angeboten, ohne dal 9 1 entsprechende Kaufabschlüsse festzustellen waren rots vorliegender Kauflust stand die Geldknappheit regeren Aftsverkehr im Wege. Die Preise waren ungefähr die gleichen wie auf dem letzten Börsentage. „Vom sũddeutschen Chemikalienmarkt. Seit der Jabres- wende hat sich der Chemikalienmarkt im allgemeinen etwas belebt. Für einzelne Produkte liegt ernsthaffer Bedarf vol. Dies gilt, besonders für Chlorbarium, Schwefelnatriun Kaljumpermanganat, Brom und Bromsalze. Erschweren Wirkt es, da sich um ein und dasselbe Geschäft oft ein große Ahzahl Spekulations-Händlerfirmen bewirbt, teils mi stark übertriebenen An Dadurch wird es den Ver⸗ auchern schwer, sich 25 ri 155 Bild über die Preislagé zu machen. Dazu sei bemerkt, daß die alten Lager posten“ die in gewissen Mengen immer noch die Marktlage beunrub! „nach und nach Verschwinden. Der Absatz dieser altel rodukte Wird erschwert durch die Vorsicht der Konsumen ten hinsichtlich der Wa Es notierten Durchschnitt(Wo nichts anderes bemerkt ist in Goldmar einschließhich Emballage): Ketzkali ein 62, desg. in Stücken“ 68; Aetznatron 43; Antichlor 15; Blane-ixe weill in Pulver 20, dee 70%%5proz. in Teiß chem. gefalit 18, desgl. akee in Teig weiß kf,O-Wagg 13,50; Bleimennige 94; Blelzucker weiß dreffach raff. krist. 80 Chlorbarium 98/00proz, wWein Kristallm. 24; desgl. 93/5prc, wWeiß Kristallmehl 20; Kali gelbblausaures 188; Glaubersas deinkrist..65 lose verladen; alef e keinkri chem. rein 105; Kalialaun Kristallmehl 16,50; Kallisalpete techn rein 58; Natriumbichromat krist. 90; desgl. geschmoll 5 905 Natrium gelbblausanres 92; Pottasche 96/98proz. cale, emahlen 47; Salmiakgeist 0,910 53 ausschlieſilich Ballon a cale. 14; Soda krist. 8,60; Schwefelnatrium 30,3200 krist. 19, d 60/2prOE. oonc. ei u 28,20; Zinkvitr* techn. crist. Basis 11 Lstrl. 1000 kg einsch. Fässer; Linr; weib Rotsiegel Basis 37,10 Lstrl. 1000 kg einschl. Fässer- alles soweit nicht anders vermerkt für 100 kg netto, ab ve — schiedenen Lagerorten; die mit“ versehenen Preise ver stehen sich frachtfrei deutscher Vollbahnstation. London, g. Januat(WBB) Metallmarkt. Cn Lst. f. d. engl. t. v. 1016 1* 89 662 10, 11. JBiel 30.J 2% Kupferkass 60.87 60.28] bestselect. 66.75 66.75 Einle 34.42.87 do. 3 Monat 61.50 61.— Nickel 135.— 135.— Guecksiib..7 2 do. Elektol. 67.— 67.—] Zinn Kassa 245.50 244.—] Regulus 45.— 45 2.— — erhöht worden. Die Erhöhung erfolgte durch Ausschüttung Bankaktien etwWas fester, auch chemische Werte überwiegen die Nachfrage. Man für Weizen „50. Leicht anziehende Vichpreise. Auf dem Stuttgarge oder grobkrist ück ———— „%— Freitag, den 11. Januar 1924 Maunheimer General⸗Anzeiger(Mittag⸗Ausgabe) 5. Seite. Ar. 17 Gerichtszeitung Strafkammer Mannheim Schwere Beſteafung von Plünderern und Mitläufern— Verur⸗ teilungen von 1 Jahr Gefängnis bis zwei Jahren Juchthaus Mannheim, 10. Jan.(Strafkammer.) Vorſitzender: Land⸗ Rerichtsrat Dr. Bär J, beiſitzende Richter ſind die Landgerichtsräte Dr. Wolfhard, Burger, Glattes und Dr. Frank. Ver⸗ tretber der Anklage iſt Staatsanwalt Dr. Feiler. Die heute verhandelten Fälle wazen urſprünglich für das Schwurgericht vorgeſehen. Infol der Vereinfachung der Rechtspflege wurden ſie aber an die Stkafkammer verwieſen. Die gefällten Ürteile ſnd ſofort rechtskräftig. Eine Berufung iſt ausgeſchloſſen Eine Sitzung des Schwurgerichts wird überhaupt im erſten Quartal 1924 nicht abgehalten. Die heute verhandeſten Jälle betrafen faſt durchweg Plünderungen bei Kander. Der Zimmermann Eugen Frank hat bei der Plünderung von Kander Stoffe geſtohlen und dieſe zu ſeinem Onkel, dem Schreiner Sigmund Deckert gebracht, der die Ware längere Zeit aufbe⸗ mahrte. Staatsanwalt Dr. Feiler beantragte für Frank eine Ge⸗ fängnisſtrafe nicht unter einem Jahr und für Deckert 3 Monate. Das Urteil lautete für Frank wegen Landfriedensbruch auf vier Gefängnis und für Decker auf eine Geloſtraſe von Alois Bayer, geboren 1875 in Straßburg, iſt verdächtig, bei den Plünderungen bei Kander 15 Meter Stoff geſtohlen zu haben. Er beſtreitet dies aber, da er über die 2. Querſtraße nicht hinau⸗⸗ gekommen ſein will. Der 1899 in Mannheim geborene Adalf Ko ch hatte Meter Schirting entwendet. Verſchiedene Jeugen haben beobachtet, wie beide Angeklagte mit Stoffballen beladen in ihre Wohnung gingen. Der Staatsanwalt beantragte eine entſprechende Gefängnisſtrafe..⸗A. Tilleſſen bittet um mildernde Umſtände, da die Angeklagten die Ware auf der Straße fanden. Veide Ange⸗ erhalten je 4 Monate ängnis. Bayer wird ſofort ab⸗ Jakob Angel von Neuſtadt a. H. hat ſich an den Demon⸗ ſtrationen beim Rathaus, Marktplatz und bei der Plünderung von Kander beteiligt. Auch war er dabei, als das mit Margarine be⸗ ladene Auto auf dem latz geplündert wurde. Er bam gerade dazu, wie eine Kiſte mit argarine vom Auto heruntergeworfen wurde. Da hat er zwei Würfel mitgenommen. Von den geplün⸗ derten ſſtänden will er einige Konſervenbüchſen, eine Doſe ilch, Kragenſpangen für Damen, Herrenſocken und Schoko⸗ lade + der Straße gefunden und mitgenommen haben. Der Ange⸗ kbagte iſt geſtändig, Der Staatsanwalt beantragte eine angemeſſeme Gefängnisſtrafe..⸗A. Dr. Aht plädiert auf mildernde Umſtände, da der Angeklagte unter dem ſuggeſtiven Einfluß der plündernden und demonſtrierenden Menſchenmenge handelte.— Angel erhält fäden ee Landfriedensbruch und Hehlerei ein Jahr Ge⸗ fängnis. Der jugendliche Wilhelm Bauer von Mannheim war bei allen D ſtrationen und bei der Plünderung von Kander dabei. Er ſtieg durch eine zertrümmerte Fenſterſcheibe in das Innere des Ladens und entwendete 3 Meter Stoff zu einem Anzug. Der Stoff wurde bei der Hausſuchung noch vorgefunden. Bauer iſt ein wegen Diebſtahls und Hehlerei ſchon mehrſach vorbeſtrafter Menſch. Er erhält 10 Monate 2 Wochen Gefängnis und wied ſofort abgeführt. Der jugendliche Karl Brecht wird vom Vorſitzenden eindring⸗ lich erſucht, die Wahrheit zu ſagen. Er leugnet zunächſt alles weg. gab aber dann zu, bei Kander durch eine zerbrochene Fenſterſcheibe eingedrungen zu ſein und einen Bündel Dechen entwendet zu haben. ging er zum zweiten Mal zum Kander und ſtahl Herren⸗ ſportshemden. Der Angeklagte iſt geſtändig..⸗A. Rödiger er⸗ ſuchte um Gewährung mildernder Umſtände.— Das Gericht er⸗ — auf eine Geſamtſtrafe von 1 Jahr und 1 Woche Ge⸗ ängnis. Der 1904 in Mannheim geborene Ludwig Albert wird be⸗ ſchuldigt, Einrichtungsgegenſtände bei Kander zerſtört und ein paar Handſchuhe und einige Paar Herrenſocken entwendet zu haben. Bei der Plümderung des mit Margarine beladenen Autos war er inſo⸗ fern beteiligt, als er 5 Pakete mit nach Hauſe nahm, die dort ver⸗ konſumiert wurden. Er ſitzt ſeit 12. November in Unterſuchungs⸗ haft..⸗A. Walter erſucht um eine möglichſt geringe Beſtrafung. — Das Gericht erkannte auf ein Jahr Gefängnis. Der 19jährige Chriſtian Auguſt Ph. von hier nahm als Mit⸗ läufer bei Kander Herrentaſchentũ und hemden an ſich und erhielt dafür, weil er bisher unbeſtraft war, 1 Jahr Gefängnis. Verteidiger.⸗A. Dr. Kaß. Der in den 40er Jahren ſtehende Oskar Bauer aus Feuden⸗ heim iſt ein alter Zuchthöusler, der nur van Diebſtahl und Ein⸗ bruch lebt. Daß ſolche Elemente bei Plünderungen nicht fehlen dürfen, verſteht ſich. Er ſtahl ein Dußend Herrenhemden und eine Waſchgarnitur. Geſehen hat es zwar niemand, wie der Zuchthäusler die Sachen aus dem Laden heraustrug. Aber bei dem Verkauf der Ware hat er ſich verraten. Heute redet er ſich damit hinaus, daß er die Sachen auf dem Lindenhof gefunden haben will. Der von.⸗A. Waldeck verteidigte Angeklagte er⸗ hält zwei Jahre Zuchthaus. Joſef Stark von Krautheim war ebenfalls ein Mitläufer bei den Unruhen und hat Stoffe auf der Straße bei Kander gefunden und mitgenommen, obwohl er über deren Herkunft Beſcheid wußte. Er wandert daflir auf ein Jahr ins Geföngnis. Der im Juni 1887 zu Mannheim geborene Joh. Georg Steinebach ein wegen Körperverletzung ſchon vorbeſtrafter Menſch, hatte ſich wegen Verſuchs der Nötigung zu verant⸗ worten. Er kam im Dezember v. Is. auf das Arbeitsamt, um dort nach der Unterſtützung für einen Erwerbsloſen zu fragen. Er zeigte einen Ausweis vor, der ihn aber nicht zur Vertrekung der 115 Im Verlaufe der Aus⸗ Intereſſen der Erwerbsloſen berechtigte. lau einanderſetzungen wurde Steinebach erboſt und ausfällig und drohte mit einer Corona Erwerbsloſer aufs Arbeitsamt zu kommen, damit er anerkannt werde. Der Staatsanwalt bean⸗ tragte eine angemeſſene Gefüngnisſtrafe. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisſtrafe von 6Wochen. Straferſchwerend kamen die vielen Vorſtrafen ins Gewicht. ch. 1 Berufung eingelegt hat der Staatsanwalt gegen da⸗ Urteil des Schöffengerichts in der Strafſache gegen die Bank⸗ beamten Berg und Genoſſen wegen Vergehens gegen die Deviſen⸗ verordnung. Sportliche Runoſchau Athletit᷑ Der Kraft⸗Sport⸗Club, Mannheim⸗Jungbuſch der ſich ſ. Zt. mit dem Athl.-Club Schwetzingervorſtadt zuſammenſchloß, hat ſich 988 von dieſem getrennt. Er iſt in ſein früheres Heim zurück⸗ 9 k. Deutſcher Ringerſieg in Kopenhagen. Der Berliner Mittel⸗ gewichtsringer Rieger(S. C. Heros 03) konnte am Sonntag bei den Wettkämpfen von„Dan“ Kopenhagen in Anweſenheit des däni⸗ ſchen Königs den Dänen Georg Martinſen nach 3 Min. auf beide Schultern legen. Der däniſche Meiſter Johannes Jacob⸗ ſen traf nicht mit Rieger, wie von anderer Seite gemeldet wurde, ſondern mit dem Kampffpielſieger Viktor Fiſcher⸗Grag zuſam⸗ men, und blieb über dieſen wegen beſſerer Arbeit nach Punkten Sieger. Im Klubkampf gegen Köln blieben die Kopen⸗ hagener überlegene Sieger mit:1. Sie gewannen drei Kämpfe durch Fall, 8 durch Punkterwertung und verloren nur einen. Winterſport “ Winterſpurt auf dem Kniebis. Bei einer Schneehöhe von 2 Meter ſind die Skibahnen ausgezeichnet. Neben gutem Uebungs⸗ gelände iſt die Unterkunftsmöglichkeit auf dem Kniebis im Kur⸗ haus Alexanderſchanze ſehr gut. nmüller — Neues aus aller Welt — Die Höllenmaſchine auf der Lokomotive. Jetzt erſt u bekannt, daß vor vierzehn Tagen ein dichtgefüllter Perſonenzug der Franz⸗Joſef⸗Bahn ſich in furchbarer Gefahr befa; und daß es nur einem Zufall zu verdanken war, wenn eine unübe ſehbare Kataſtrophe vermieden wurde. Als der Lokomotioheig, während der Fahrt mit dem Perſonenzug Nr. 514 auf der Strech in Kloſterneuburg in die Feuerung Kohlen ſchaufelte, ſah durch eine glückliche Fügung im Augenblick, als er eben eine nen Schaufel nehmen wollte, ein kleines Stück einer Zündſchnur, da aus den Kohlen herausragte. Erſchreckt hielt er inne und zog d Zündſchnur, vollends heraus. Da kam eine mit Sprengkapſel ver ſehene 100⸗Gramm⸗Sprenggelatinepatrone zum Vorſchein. Di Patrone wurde durch die Brigadeartillerieabteilung 1 in der Prater Kaſerne unterſucht. Sie wäre zweifellos, wenn ſie in die Feuerung gelangt wäre, explodiert. Die Wirkung wäre nach dem Sachver ſtändigengutachten kataſtrophal geweſen. Eine Keſſelexploſion wär wohl die erſte Wirkung geweſen. Nach den Erhebungen der Pol zeiinſpektion Franz⸗Joſef⸗Bahnhof iſt die Patrone wahrſcheinli ſchon mit der Kohlenlieferung dorthin gelangt. Die Herkunft de Patrone konnte bisher nicht feſtgeſtellt werden. Ihre Umhüllun iſt ſtark verchmutzt und beſchädigt, ſo daß es unmöglich war, feſtzu ſtellen, welche Marke ſie trägt. f — Automobile auf Abzahlung— in Amerika. In dem wir ſchaftlichen Leben der amerikaniſchen Mittelklaſſe ſpielen die Ab⸗ ahlungsgeſchäfte eine ſehr große und immer noch ſteigende Rolle Von aren des unmittelbaren Verbrauchs abgeſehen, gibt es ſehr wenige Gegenſtände, die den minderbemittelten Schichten der Be völkerung nicht auf dem Wege der Abzahlung erreichbar ſind Häuſer, Möbel. Phonographen, Kleider und Schmuckſtücke ſowi Gebrauchsartikel aller Art, ſelbſt Gegenſtände deren Verkaufsprei weniger als 10 Dollars beträgt, ſind auf dieſem Wege der Abſchlags zahlungen zu erhalben. Nicht nur zwiſchen den Geſchäften der gleichen Branche, ſondern auch zwiſchen den Geſchäften verſchiedene Branchen beſteht ein ſehr lebhafter Konkurrenzkampf, dem alle Mittel der Reklamekunſt dienen, um die Gebölter de. ſogenannte »salaried classes“ bereits im voraus mit Beſchlag zu belegen Jedenfalls kann kein Zweifel darüber beſtehen, daß ein großer Teil des Einkommens des don Gehältern lebenden Teils der amerikani ſchen Mittelklaſſe bereits auf erhebliche Zeit im voraus feſtgelegt iſt. Eine amtliche Unterſuchung dieſer wirtſchaftlich wichtigen Frage der Rolle, die die Abzahlungsgeſchäfte im Leben der von Gehältern und zum Teil auch von Löhnen lebenden Bevölkerungsſchichten ſpie⸗ len, iſt bisher noch nicht unternommen worden. Aus den Zeitungs⸗ anzeigen ſowie aus den Angeboten der betreffenden Geſchäfte ſelber läßt ſich jedoch entnehmen, daß ſie eine ſehr beträchtliche Rolle ſpielen müſſen. Dieſe Methode der Abſchlagszahlungen iſt im Frühjahr des Jahres 1923 weiter ausgedehnt worden, und zwar geſchah dies von der bekannten Ford Motor Co. Dieſe Ge⸗ ſellſchaft, deren monatlicher Verſand von Automobilen 180 000 bis 200 000 Wagen erreichte, und deren durchſchnittliche Tagesher⸗ ſtellung nunmehr über 6000 beträgt, verkauft nun eben⸗ alls ihre Automobile auf Abzahlung. und zwar auf monatliche Abzahlungen von fünf Dollars für die billigeren Wagen, deren Preiſe ſich zwiſchen 350 und 400 Dollars bewegen. Preſſemel⸗ dungen zufolge hat dieſer Zahlungsplan großen Beifall gefunden. In Neuyork allein ſind bereits am Tag nach der Bekannt⸗ machung dieſes Plans z 100 Beſtellungen auf Ford⸗Automobile eingelaufen. Welche wirtſchaftliche Wichtigkeit dieſer Neuerung beigemeſſen wird, geht auch weiter aus der Tatſache hervor, daß mehrere größere Banken ſich um die Entgegennahme der Ab⸗ ſchlagszahlungen für die Ford Moto Herausgeber, Drucker und Verleger; Druckerei General⸗Anzeiger, G. m. Haas, Mannheimer .., Mannheim, 6. 2. Direktion: Ferdinand Heyme— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den polktiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kurt Nalde für das tilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und okales: Richard önfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller; für Handelsnachrichten, Aus dem Lande, Nachbargebiete, Gericht u. den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzeigen: Karl Hügel. 3, 1, Ecke und Schwetzingerstr. 98 Jde fendde — Lů3, 2. Staatlich anerkkannt mit staatlichen Prũiungen als Fursorgerin, Jugendpflegerin, Schul- Schwester, Sozialbeamtin, wissenschaftliche rbeiterin u. s. w. Aufnahmealter: 18 Jahte. Beginn des neuen Schuliahrs: n 1924. Anfragen und Anmeldungen —.— Leitung der Schule Dr. Marie Bernays, baum, NJeder Art ſTVereinigte flundeffeunde.V. Manunheim. inlaung zur Generzwerzammüung am 13. Jauuar 1924,3* im Eleh- Tagesorbnung: 1. Jahresbericht; 2. ſenbericht; 3. Entlaſtung! 4. A2 5. 5— Der I. Vorsitzende: Büchner. ln gute Qualitäten * —— Vereinf. Feuerbestattung Mannheim-Ludwigshafen E. V unſere diesjöhrige ordentliche Mitglieder-Versammong findet Sennta g den 27. bfs. Mts., vormitlags 10 Uhr, im Nebenlokal„Großen Mayer 22 1 ſg des hof⸗ 9 Die Tagesordnung derſelben lautet: 3 Achtung Geschääfts-Veflegung. Ab 10. Januar 1924 haben Wir ima bfaher weibelg zu 23, 30, 35 Prg. bei Alired Oonnesorg, MHinenkage 10l. rags, der Aufnahmegebühr und dez geldes! 3. Vorſtands⸗ und Verwaftungs ratswahl; 4. Beratung etwaiger Anträge 2⁴ Achfüng unsere Geschaftsraume von P 6,20 nach 2⁴8 O 7, 8, ll. Etage Eingang Libelle N Verlegt. 2 demmüsenudenn demälde erster Mlelster Hüe Antique Möbel Porzellane— Bronzen Alte und Neue Kunst Dr. Fritz Nagel G. m. h. H. O 7, 8, li. Etage. Tel. 1944. (ef Menlat Ia. Ilne 7e 54 r, hn e Br: Perbobnen““ empſehlen terner unser relehhalt. Lager in Weinbrand, Liköre, Tandsekonerven l. ffuchte. Soplotthauer& 00. 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