N beſten Dezugspreiſe:n Mannhelm u. Amgebung vom 31. Jan. bis bdt at 80 Gold⸗pfg. die monatl. Sezieher verpflichten — evtl. Renderung der wirtſchaftuchen verdältulſſe werdende Prelserhöhungen anzuerkennen. poſt⸗ — konts nummer 17800 Karisruhe.— Hauptgeſchäöfts ſtelle annbeim E 6..— Seſchüfts⸗Nebenſtelle Neckarſtadt. Wald⸗ Alre. 6. Fernſpr. Ur. 731, 1632, 7048,7048, 7048. Kelege. Nör. eneralanzeiger mannbeim. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. Beilagen: Der Sport vom Sountag— Aus Seit und Badiſche Meneſte Nachrichlen Leben mit Mannheimer Frauen⸗Seitung und Mannheimer Muſik⸗-Seitung Verkaufspreis 10 Soldpfeunig 1924— Nr. 55 Angeigenpreiſe nach Tarif, bei vorauszahtung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Algemeine Ruzeſgen 0,40 Goldmark Reklamen 1,50 Solösmark. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Rusgaden wird keine Verantwortung über⸗ nommen. höhere Sewalt Streiks, Setriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Rusgaben oder für verſpütete Rufnahme von Ru⸗ zeigen. Ruftr. ö. Fernſpr ⸗ ohne Sewühr. Gerichtsſt. Mannheim⸗ Eigene verwaltung unter Gberhoheit des Reiches (Von unſerem Berliner Büro.) Berlin, 2. Februar. Die Verreichlichung der VBahnen hat nicht den Erfolg kebracht den man ſich von ihr vor drei Jahren ertofft hatte. Die Projekte der Rentabilität und die techniſche Leiſtungsfähigkeit Reichsbahn zu erhöhen, ſind geſcheitert an der Länge Inſtanzenzuges. So iſt auch die Verkehrsverwaltung zu dem Entſchluß gekommen, nachdem unter Herrn Gröner nath r Richtung ſchon einige ſchüchterne Angriffe unternommen wor⸗ n waren, für die Reichsbahn eine neue Form zu ſchaffen, die ihre altung ſelbſtändiger ſtellt und ſie damit zu wirtſchaftlicherer der Arbet befähngt. 1 letzthin vom Reichskabinett genehmigte Notverord⸗ Neich d. zu der natürlich auch noch die Ausſchüſſe von Reichstag und Reichsrat gehört werden ſollen, ſtellt freilich erſt einen Ueber⸗ gangszuſtand dar: Die geſetzliche Regelung für die Dauer wird erſt ſpäter zu erfolgen haben. Der Weg, den man zu gehen gedenkt, ſoll jedoch, wie der Reichsverkehrsminiſter eſer geſtern in einem Kreis von Preſſevertretern ausführte, 9 nicht zur Privatiſierung der Bahn ſühren: Die Monopolſtellung des Reichs, die Kontrolle parlamentariſchen Körperſchaft, die Stellung des Reichsver⸗ dehrsminiſters ſoll gewahrt bleiben. Ueber den Inhalt der otnerordnung läßt ſich vorläufig ſagen: Das Reich ſchafft ſich auf rund des Artikels 92 der Reichsverfaſſung ein ſelbſtändiges wirtſchaftliches Unternehmen, durch das es die im Aigentum des Reichs verbleibende Eiſenbahn betreibt und verwal⸗ bee Das Unternehmen führt den Namen„Deutſche Reichs⸗ ahn“ und iſt juriſtiſche Perſon. In einem beſonderen Geſetz ſoll demnächſt die Verfaſſung des Unternehmens im einzel⸗ Wn geregelt und der Verwaltungsrat geſchaffen werden. Dadurch 0 dann künftig die Trennung von Aufſicht und Leitung durch⸗ geführt. In der Ülebergangszeit ſollen die Geſchäfte des Unterneh⸗ unter-Leitung und Aufſicht des Reichsverkehrsminiſters ſtehen. was Unternehmen umfaßt die Reichsbahn mit allem Zubehör innd ubernimmt alle mit der Reichsbahn verbundenen Rechte und Pflich⸗ kues ſoll aber nicht für die ſonſtigen Verpffichungen dre kleichs haſten. Desgleichen verbleibt das Eigentum der Reichs⸗ bahn dem Reich.** 435U* 4 4 1 de., Nit dieſer Berordnung wird, und das iſt löblich der Weg der Dezentraliſation beſchritten. Ohne einige Härten gegen 5 mie und Angeſtellte ſowie Lieferfirmen wird es dabei nicht ügehen, aber man wird ſie in Kauf nehmen müſſen, um endlech 80 Geſundung des Eiſenbahnweſens zu erzielen. Das Unternehmen wird ſeine Finanzverwaltung ſelbſtändig führen. In dem Reichs⸗ baushalt werden nur die reinen Ueberſchüſſe, auf die man Aulkrebt, abzuführen ſein. Auf keinen Fall ſollen künftighin die den die Einnahmen überſteigen, ſchon um deswillen nicht, ldie Zuſchüſſe ſchlechthin unmöglich ſind. Deſer hat im Zuſammenhang auch noch Mitteilungen Erhöhung der perſonentarife uictach. Die Tarife der 3. und 4. Klaſſe ſeicn ſeit dem Frieden ücht mehr erhöht worden. So haben ſich Ausfälle aus dem 3 2 2 2 die Sachverſtändigen in Berlin 8 Berlin, 2. Februar.(Von unſ. Berl. Büro.) Dem erſten Sachverſtändigenausſchuß iſt mit dem von der deutſchen Regierung zörgelegten Malerial auch eine eingehende Darſtellung über die bengse der Beſatzungskoſten übergeben worden. Dieſe laiffern ſich nach authentiſcher Angabe auf ungefähr 70—90 de iltionen Goldmark im Monat. Eine ſolche Summe kann von L deutſchen Regierung natürlich nicht auf die Dauer bezahlt wer⸗ 8 aohne die Reichsfinanzen einer rettungsloſen Kataſtrophe zu⸗ dutreiben. Ein Berliner Spätabendblatt hatte geſtern zu berichten gewußt, 11 der 2. Sachverſtändigenausſchuß die Abſicht hätte. auch die Abſien zen der deutſchen Banken zu prüfen. Eine ſolche Vicht beſteht in Wahrheit nicht. Die Banken haben ſich nur nereit erklärt, dem Ausſchuß gleichfalls ſtatiſtiſches Material, das Beſitz iſt und das deutſche Vankweſen betrifft, zur Ver⸗ zelue d zu ſtellen. Hier und da mögen in den letzten Tagen ein⸗ haf Ausſchußmitglieder Berliner Vanken aufgeſucht haben. Dabei ſchafte ſich indes um rein private Beſuche gehandelt, die Ge⸗ sfreunden der Sachverſtändigen galten. Dasſelbe Blatt hatte Wiedeebauptet, die Beratungen der Sachverſtändigen würden der gelte erherſtellung der deutſchen Zivilverwaltung im Ruhrgebier den. Davon aber ſcheint leider nicht die Rede zu ſein. Der zweite Ausſchuß, der geſtern nachmittag unter dem ut Mac Kennas eine Vollſitzung abhielt, beriet insbeſondere Fragen der deutſchen Handelsſtatiſtik. Deutſcherſeits nahmen Sitzung teil Staatsſekretär Trendelenburg, Profeſſor Wage⸗ etvelt der Vizepräſident des Statiſtiſchen Reichsantts ſowie Staats naß uͤr Fiſcher und Regierungsrat Meyer. Auch der erſte Ausſchuß Ggen in einer Vollſitzung die Berichte der Unterkommiſſionen ent⸗ Freunöſchaſtskundgebung in der Luſt im 855 die tſchechiſche offiziöſe Republika meldet, ſoll anläßlich eines ar o gühfahr zu erwartete Beſuchs Milterands in Prag ein een Schaufliegen ſtattfinden. Hunderte der hervor⸗ gleich ſten franzöſiſchen Flugzeuge ſollen Millerand begleiten und ſendebe g über der Stadt kreuzen.— Vermmtlich ſoll ſo der be⸗ Freund friedliche Charakter“ dieſer tſchechiſch⸗franzöſiſchen undſchaft zum Ausdruck gebracht werden. die Reform der eiſenbahn und poſt Perſenenverkehr dieſer Klaſſen ergeben, die an die 30 Millionen im Monat ausmachen. Dden Güterverkehr könne man nicht weiter belaſten, da ſonſt der Handel und die Induſtrie ge⸗ radezu erdroſſelt würden. Immerhin hätten die Betriebsein⸗ nahmen ſeit Ende November eine fortgeſetzte Steige⸗ rung erfahren, von 8 Millionen im Tag im November auf 9,4 Millionen im Januar. Soweit die Bahnverwaltung, wie ſich zunächſt nur durch die Notverordnung ein Proviſorium ſchaffen läßt. Die RKeichspoſt will ſich ebenfalls eine neue Verfaſſung geben. Sie ſtrebt aber, wie im ſelben Kreiſe der Reichspoſtminiſter Dr. Höfle aus⸗ Reichspoſtfinanzgeſetz an. Auch bei der Reichspoſt ſoll die finan⸗ zielle Selbſtändigkeit und die völlige Loslöſung vom Etat der Reichsfinanzverwaltung erreicht werden. Praktiſch beſteht ſie auch hier bereits ſeit dem 15. November, dem Tag der Einfüh⸗ rung der Rentenmark und des Fortfalls der Zuſchüſſe vom Reich. Die Reichspoſt wird keine juriſtiſche Perſon werden, ſon⸗ dern vom Vermögen des Reichs wird ein Sondervermögen abgeſondert, das Deutſche Reichspoſt heißt und beſonders ver⸗ waltet wird. Der Verwaltungsrat ſoll ſich aus 25 Mitgliedern zu⸗ ſammenſetzen, von dem ein Teil der Reichstag und Reichsrat vor⸗ ſchlagen wird. Die Reichspoſt hat ſich bereits mehrere neue Aufgaben geſtellt, darunter die Gründung einer Reichspoſt⸗Sparkaſſe nach öſterreichiſchem Muſter und eines zentralen Geldinſtituts, um die zahlreich bei der Poſt einlaufenden Summen produktiver als bisher zu verwerten. 5 Ein beſonderes Kapitel beanſprucht die Auseinander⸗ ſetzung mit Bayern und Württemberg, mit denen noch eigene Staatsverträge beſtehen. Bayern hat nach dem Vertrag von 1920 einen Abfindungsanſpruch von 620 und Württemberg von 250 Millionen 14 auf Goldparität, was zuſammen etwa 100 Millionen Goldmark ausmacht. Dergleichen Summen kann die Poſt natürlich nicht aufbringen, dehalb denkt ſie mit Bayern und Württemberg neue Vertröge abzuſchließen, die den beiden Ländern ein beſtimmtes Miteigentumsrecht ſichern. *.* 2 Tarifwünſche der Wirtſchaft Der Deutſche Induſtrie⸗ und Handelstag hat in breingroßen Eingaben an das Reichsverkehrsminiſterium für die augenblicklich im Gange befindliche Ueberprüfung des deut⸗ ſchen Eiſenbahngütertarifs folgende Hauptforderungen übermittelt: 1. Allgemeine Ermäßigung der augenblicklichen Tarif⸗ ſätze, ſoweit dies durch eine Verminderung des Einnahmebedarfs durch äußerſte Sparſamkeit der Betriebsführung möglich iſt. 2. Erhebliche Frachtermäßigung für die jetzt viel zu ſtark belaſteten Fertigprodukte und hochwertigen Güter. 3. Tatkräftige Wiederbelebung des Auslandsgeſchäftes durch⸗ Ausdehnung der Seehafen⸗Ausnahmetarife für alle wichtigen Exportgüter. 4. Aufhebung des Zuſchlags für die Beförderung in gedeckten Wagen. 5. Schaffung von Durchfuhrtarifen, ohne jedoch hier⸗ durch die deutſchen Konkurrenzſchwierigkeiten zu verſchärfen. nach der„Voſſ. Ztg.“ die grundſätzliche Anerkennung des Miniſte⸗ riums gefunden und dienen bei deſſen Arbeiten für die Neugeſtal⸗ tung des Tarifweſens mit als Grundlage. Sitzung des Keichskabinetts Das Reichskabinett trat geſtern zu einer kurzen Sitzung zu⸗ ſemmen, in der es das Krawkenverſicherungsgeſeß, das und die Weinſteuervorlage er⸗ edigte. Das„Berliner Tageblatt“ hört, daß zwiſchen dem Reichspräſi⸗ denten, dem Reichskanzler, dem Reichswehrminiſter und dem Reichs⸗ miniſter des Innern perſönlich geführte Beſprechungen über die Aufhebung bezm. Milderung des Ausnahmezuſtan⸗ des ſtattgefunden hatten. Wie das Blatt bemerkt, werde die Ent⸗ ſcheidung über die Frage nichd zuletzt auch davon abhängen, wie ſich die Lage in Bayern geſtalten würde. Auch bei der letzten Unternal⸗ tung zwiſchen der Reichsregierung und den Parteiführern habe die Frage den Haupterbrterungsgegenſtand gebildet, wobei der Anſicht Ausdruck verliehen wurde, daß die kommenden Wahlen nicht unter dem Ausnahmezuſtand ſtattfinden ſollen. Die Arlaubskürzung der Beamten „JIn einem Verliner Mittagsblatt iſt der Beſchluß des Kabinetts über die Kürzung des Beamsenurlaubs einer Kritik unterzogen worden, worin die Maßnahme als eine beſondere Härte be⸗ zeichnet wurde. Dieſe Ausführungen gehen, wie aus dem Reichs⸗ finanzminiſterium mitgeteilt wird, von unzutreffenden Vorausſetzungen aus. Eine gegenſeitige Vertretung der Be⸗ amten iſt jetzt in vielen Fällen nicht möglich. Das ergibt ſich daraus, daß gegenüber dem Vorkriegsſtand die erweiterte Urlaubs⸗ regelung die Mehreinſtellung von rund 30000 Ar⸗ beitskräften notwendig machte. Die Reichsregierung mußte ſich daher zu dieſer Kürzungsmaßnahme entſchließen. Die hilfe des Papſtes Berlin, 2. Febr.(Von unſ. Berliner Büro.) Von vati⸗ kaniſcher Seite verlautet, wie dem B. T. aus Rom gemeldet wird, daß der Papſt in den letzten zwei Jahren für die Not Deutſchlands 20 Millionen Lire geſpendet habe. Es ſei ſoweit gekommen, daß var kurzem die päpſtliche Kaſſe buchſtäblich leer war. Ein telegraphiſcher Appell an den amerikaniſchen Kardinal genügte indes, um alsbald Hunderttauſende von Dollars nach Rom zu lenken. Schwere Erkrankung Wilſons. Nach einem ärztlichen Bericht iſt im Befinden des ehemaligen amerikaniſchen Präſidenten Wilſon eine Wendung zum Schlimmeren eingetreten. D⸗ wird als ſehr ernſt bezeichnet. führte, von vornherein eine endgültige Regelung durch das Bei den mündlichen Verhandlungen haben dieſe Forderungen r Zuſtand Die Kriſe in der Sozialpolitik Von Richard Bahr Seit die Sumpfblüte der aus der Inflation erwachſenen Schein⸗ konjunktur am Verdorren iſt, ſpricht man anklagend, beſchwörend. zuweilen auch hitzig gegen die„ſcharfmacheriſche Schwer⸗ induſtrie“ fechtend, von einer Kriſe in der Sozialpolitik. Das Lamento ſetzt ein wenig ſpät ein. In Wahrheit iſt dieſe Kriſe näm⸗ lich gut und gerne ihre drei Jahre alt. Sie hob in dem Augenblick an, wo(das Wort des Altmeiſters Schmoller zu variieren) jene nicht direkt in die wirtſchaftlichen Intereſſen verſtrikten intellektuellen Kreiſe, die bislang die vornehmſten Träger der ſozialen Reform in Deutſchland geweſen waren, die Frage ſich vorzulegen begannen: ſind wir eigentlich noch auf den rechten Wegen? Sozialpolitik, wir ſie durch rund 50 Jahre ſie verſtanden hatten, war das Eingreifen des Staates zum Schutz der Schwachen. Als ſolche Schwache aber 1allen, gleichviel ob ſie von Adolf Wagner herkamen oder von jo Brentano oder dem von der Sozialdemokratie als„Limonaden⸗ apoſtel“ verhöhnten Schmoller, die Handarbeiter, gegen die, wie ſchon Adam Smith gelehrt hätte, die Arbeitgeber in einer fortwährenden natürlichen Konſpiration ſich befänden und die um der nationaſen Gemeinſamkeiten willen vor der Ausbeutung ihres einzigen Beſitz⸗ tums, der Arbeitskraft, durch den unparteiiſchen Staat zu bewahren wären. Inzwiſchen jedoch hatten die Vorausſetzungen, von denen aus man Sozialpolitik getrieben und gefordert hatte, von Grund auf ſich gewandelt. Den Handarbeitern war, wennſchon noch nicht alle Staatsmacht, ſo doch ein beträchtlicher Teil von ihr zugefallen. Und bei jeder neuen Erſchütterung des in den Nachwehen von Krieg und Revolution erbebenden Reichskörpers meldeten ſich die ſozialiſti⸗ ſchen Gewerkſchaften mit friſchen Anſprüchen, bei denen es gar nicht mehr um fair play, um gleiche Freiheiten und Rechte für alle ging, ſondern ganz einfach um die Durchſetzung einſeitiger öberſpitzter Herrſchaftsgelüſte. Indes, auch der Staat war längſt der alte nicht. Nicht mehr die ſicher in ſich ſelber ruhende Gewalt mit ihrem wenigſtens in der Idee unparteiiſch über dem Getriebe wal⸗ lenden Beamtentum, vielmehr ein ungemein ſchwaches und labiles Gebilde, von der Parteien Haß und Mißgunſt hin⸗ und hergewor⸗ ſen und täglich darauf angewieſen, durch Kompromiſſe bald mit dieſer Gruppe, bald mit jener ſein Daſein zu verlängern. Sozialpolitik und ſaziale Reform waren in der Hauptſache eine Angelegenheit von Theoretikern geweſen. Von feingebildeten, noch von einem letzten Anhauch des klaſſiſchen Humanitätsideals geſtreiften Männern, die aber doch keine Dogmatiker waren. Und die eben um deswillen. wenngleich der eine und andere nicht ohne ſeeliſche Kämpfe, nun ſich anſchickten, das Lehrgebäude, das ſie teils ſelbſt errihtet, teils von verehrten Lehrern übernommen hatten, longſam wieder abzutragen, nachdem ſeine Fundamente ihnen ſchwankend geworden zu ſein ſchienen. Es iſt richtig: in der Praxis iſt von dieſer Kriſe in der Sozial⸗ politik, die in gewiſſem Ausmaß auch eine Kriſis der nationolökono⸗⸗ miſchen Wiſſenſchaft war, zunächſt nicht viel zu ſpüren geweſen. Die Gewerkſchaften und ihre politiſchen Freunde in den Miniſterien und den einzelnen Parlamenten regierten die Stünde. Sie nicht noch zu reizen, mit dem ſich abzufinden. was einſtweilen doch nicht abzu⸗ ſtellen war, dünkte ein ſchlichtes Gebot politiſcher Vernunft. Dennoch war klar, was in dem Moment, wo das Rad ſich einmal drehte und die Kräfteverteilung in der Geſellſchaft ſich änderte, der Gegenſtoß erfolgen mußte. b die ſozialpolitiſche Reaktion wirklich ſo erheblich iſt, wie mit den Sozialdemokraten ein paar bürgerliche Ideo⸗ logen ſchwören, die den Blick von ihren alten Heften nicht zu erheben lernten, vermögen wir nicht nachzuprüfen. An ſich wäre es ſchon denkbar, daß der Wunſch für perſönliche Herausforderungen und jahrelange Mißhandlungen der Wirtſchaft an der abgekämpften Ar⸗ beiterſchaft ſich zu rächen, in manchen Bezirken lebhafter ſein möchte als die nüchterne Erwägung, daß Rache juſt bei dem ſteten Auf und Ab geſellſchaftlicher Entwicklung kurze Beine zu haben pflegte. Denk⸗ bar und alſo, da ſchließlich auch die Unternehmer Irrtum und Leiden⸗ ſchaften unterworfene Menſchen bleiben, zur Not zu verſtehen. Immerhin gewinnt man aus dem Aufruf, mit dem die Ver⸗ einigung der deutſchen Arbeitgeberverbände dieſer Tage an die Oeffentlichkeit ſich gewandt hat, nicht den Eindruück, daß hier polterndes Scharfmachertum, das über den Herr⸗im⸗ Hauſe⸗Standpunkt nicht hinausgedieh, zum Angriff ſchritte. Sie lehnen ſich gegen den ſtaatlichen Bürokratismus auf, der in den Schlichtungsausſchüſſen ſich austobe und dem die auf Grund des Er⸗ mächtigungsgeſetzes erlaſſenen Januarverordnung neue Nahrung ge⸗ liehen. Sie werben, nachdem aus der alten, in dem berühmten Novemberabkommen von 1918 begründeten die Arbeiter zu fliehen begannen, für eine neue Arbeitsgemeinſchaft auf dem Boden der Vertragsfreiheit(über die nebenbei, mit Aus⸗ ſicht auf Erfolg, bereits zwiſchen beiden Parteien verhandelt werd). Und ſie wünſchen, auf der nämlichen Baſis, auch die Regelung der Arbeitszeit. Das berührt ſich vielfach mit dem, was vor nicht langer Zeit der mit allerhand ſozialen Oelen geſalbte demokratiſche Arbeiterführer Erkelenz in einer leſenswerten Schrift„Gegen die Verſteinerung der deutſchen Sozialpolitik“ und über die Notwen⸗ digkeit ihrer Entſtaatlichung auseinandergeſetzt hat. Klingt ſeden⸗ falls ungleich moderner und fortſchritrlicher als der ſtarre Kanon der ſogenannten Freien Gewerkſchaften, die ſich partout in den Kopf geſetzt haben, troß dem verlorenen Krieg mit weniger Arbeit beſſer zu leben als früher und aus ſolcher Gebundenheit heraus gegen die Verlängerung der Arbeitszeit Sturm laufen. Heinrich Herkner, der Nachfolger Schmollers an der Berliner Univerſität, der durchaus demokratiſch geſtimmte Verfaſſer des Stan⸗ dard⸗Werks über die Arbeiterfrage, hat letzthin zutreffend daran er⸗ innert, daß man allenthalben, felbſt in England und Nordamerika (wo er beiläufig niemals von Geſetzes wegen eingeführt worden war), den Achtſtundentag zu durchlöchern begonnen hat. Was in den kraftſtrotzenden Siegerſtaaten ſich als unpraktiſch erwies, wird ver⸗ mutlich von der notleidenden Volkswirtſchaft des unterlegenen Deutſchland erſt recht nicht zu tragen ſein. Primum vivere, deinde philoſophari. In ſinngemäßem Deutſch: erſt müſſen wir lehen können u. ſchaffen, hernach kommen die„Errungenſchaften der Revo⸗ lution“ an die Reihe. Spzialpolitik läßt ſich eben nicht im luftleerem Raum treiben. Immer wird Maß und Tempo, Umfang und Ziel von den äußeren Umſtänden, in Sonderbeit von der finanziellen: und wirtſchaftlichen Lage des einzelnen Staates, ab⸗ hängig bleiben An gewiſſen Kardinalforderungen, dem Schutz der Frauen und Jugendlichen. dem Paritätsprinzip bei den Verhandlungen vor Organiſation zu Organifation und ähnlichem mehr, wird feſtzuhalten ſein: einſt vielumſtritten, ſind ſie nach⸗ gerade in das Bewußtſein der Kulturmenſchheit übergegangen. Daz übrige indes ward in den Fluß der Zeiten geſtellt und as iſt nicht einmal ausgeſchloſſen daß, wie wir ſchon den Neu⸗Merkantlismus erleblen. uns eines Tages auch noch eine neu⸗mancheſter liche Epoche anbrechen kann. Anders liechen dieſe Dinge in einen hlübenden Valkswirtſchaft, enders in einer ſiechen. Was bet einer ſtarken Staatsbewalt zum Segen ausſchlagen mag. kenn bei eſtren ſchwachen geradenwegs ins Verderben führen. Gegen dertei ſer⸗ ——— 50 5 16 v. Krüdener, die Monarchen geladen hat. Der 2. Seife. Nr. 55 Samstag, den 2. FJebruar 1924 kenmtniſſe ſträubt, in ihrem handfeſten Egoismus, ſich die Arbeitezß ſchaft. Sträuben ſich mit dem bürokratiſchen Schematismus, der i 2 98 2— 2* m⸗ mer hinter der Wirklichkeit herhinkt, auch lebensfremde Literaten 10 berufsmäßige Agitatoren. Das, auf eine kurze Formel gebracht, iſt der Inhalt der heutigen Kriſe in der Sozialpolitik. Der Briefwechſel Macdonalds u. poincarẽs Pioincare will Kompenſationen! Wie die„Liberte“ meldet, hat der franzöſiſche Botſchafter bei 2— 1 1 der Uebergabe der Antwort Poincares Macdonald um die Ein⸗ willigung zur Veröffentlichung des Inhalts des Brieſwechſels ge⸗ beten. Amtlich wird allerdings erklärt, daß die engliſche Regierung die Veröffentlichung des Briefwechſels zwiſchen Macdonald und Poincare vorläufig nicht beabſichtige. neber den Inhalt des Antwortſchreibens Poincares an Mac⸗ donald iſt zwar noch nichts bekannt, es verlautet aber in London, daß Potncare nicht geneigt iſt, die Politik der Pfänder für Frank⸗ reichs Sicherheit und für die Erlangung von Reparationen zu mil⸗ dern, außer wenn Kompenſationen in anderer Hin⸗ ſicht gewährt würden Die Antwort iſt in freundſchaftlichen Wen⸗ dungen abgefaßt und enthält die Verſicherung, daß Frankreich die Zufammenarbeit zur Löſung der europäiſchen Probleme wünſche Es wird erwartet, daß der Briefwechſel zu einer —— Begegnung der beiden Premierminiſter Anlaß gibt Wie der„Star“ berichtet, erwartet man dies nacment⸗ lich in Kreiſen der engliſchen Arbeiterpartei. Als Konferenzort käme enigegen anders lautenden Meldungen Paris in Frage. Frankreich und die Pfalzfrage Das Schweigen in franzöſiſchen Regierungskreiſen über alle zwiſchen England und Frankreich ſchwebend'n Fragen dauert an. In ugterrichteten Kreiſen deutet man es dahin, daß Poincare für den Fall ſeines Rücktritts ſeinen Nachfolger in keiner Weiſe zu hin⸗ den beabſichtigt. Pertinax ſchreibt im„Echo de Paris“, daß ſich Poincare unter keinen Umſtänden mit der Verweiſung der Pfalzange⸗ legenheit an den Völkerbund einverſtanden erklären dürſe. Poincaro müſſe in dieſer Frage dieſelbe Haltung einnehmen, wie gegen⸗ über den ſchweizer Wünſchen in der Zonenfrage. Diem diplomatiſchen Berichterſtatter des„Daily Telegravh“ zu⸗ folge, iſt bisher in den engliſch⸗franzöſiſchen Erörterungen über die pfälziſche Frage kein Uebereinkommen erzielt worden. Poin⸗ kare ſei der Anſicht, daß die Verweiſung der Angelegenheit an den Hoager Weltgerichtshof unnötig ſei. Einer der Vorſchläge der fran⸗ zöſiſchen Regierung, daß die Botſchafterkonferenz eine neue VBerwaltung für die Pfalz einſetze, die ſich weder aus Separa⸗ Uſten noch aus der früheren nach Anſicht franzöſiſ her Kreiſe„na⸗ kHongliſtiſchen“ Regierung zuſammenſetzen ſoll. Der britiſche Stand⸗ punkt ſei, daß alles bald von ſelbſt in Ordnung kommen werde, wenn den Separatiſten jede Unterſtützung durch die Beſatzungs⸗ ſtreitkräfte entzogen würden. Die britiſche Regierung ſehe alch keinen Grund, weshalb der ausgewieſenen ordnungsmäßigen deut⸗ ſchen Regierung nicht geſtattet werden ſolle, zurückzukehren. Rheinlanoͤskommiſſion und Separatismus Die Rheinlandkommiſſion beſchloß in ihrer geſtrigen Sitzung, die Frage der Rechtmäßigkeit der Verfügung der ſogenannten autonomen Pfolzregierung zu vertagen, Tatſächlich ſei die Separatiſten⸗ bewegung in der Pfalz, wie ihre Vorgängerinnen in anderen Teilen des Rheintandes, ſetzt im Stadium des Zuſammenbruches. Freie Hand gegen die Sonderbündler! Der 60er Ausſchuß hat ſich in ſeiner letzten Inſtanz eingehend — 52 ſeparatiſtiſchen Frage beſchäftiat und folgende Entſchließung gefaßt: „Die im 60er Ausſchuß vereinigten politiſchen Parteien des ge⸗ ſamten beſetzten Gebietes erklären feierlichſt. daß hinter den Sonder⸗ bündlern. die erſt im fran⸗öſiſch⸗belaiſchen beſetzten Gebiet der Rhein⸗ provins. Heſſen und Naſſau hauſten und nun ſeit Wochen in der Pfals die Bepölkerung dem fürchierlichſten Terror ausſetzen, keine Einzige volitiſche Nartei und kein anſtändicer deutſcher Mann ſtehen. Würde man der Bepölkerung die aleichen Rechte geben, die die Son⸗ derbündler ſich anmaßen. oder für einen Augenblick nur freie Hand laſſen, ſo würde die Sonderbündlerherrſchaft in noch nicht 24 Stun⸗ den von der Emröruna des geſamten rheinſſchen Volkes hinweg⸗ nefect ſein. Wir verlangen deshalb freie Hand gegen die Sonderbündler!“ Ein ſeparatiſtiſcher Gimpelfang Die ſeraratiſtiſche Regierung der Pfalz bat durch ihre After⸗ bezirksämter an die Bürgermeiſterämter ihres Bezirks ein Schreihen des Inbalts übermitteln laſſen, daß 100 000 Geldmark für die Er⸗ werbsloſenfürſorae des Besirks bereit lägen für di⸗jenigen Gemeinden, die Lonalitätserklärurden der Pegierung gegenüber ab⸗ gegeben und nicht zurückgezogen hätten. Diejenigen Gemeinden. die ihre Lopalitätserklärung zurück⸗ogen. hätten keinerlei Unterſtützun⸗ gen in Paß⸗, Vereins⸗ und ſonſtigen Ancelegenheiten von der neuen Regierung und deren Unterorganen für die Folge zu erwarten. Woher ſtammt das Geld. wenn es wirklich vorhanden iſt? Ent⸗ weder doch von den Franzoſen oder aus erpreßten Strafgeldern. Die arößere Wahrſcheinlichkeit iſt allerdings die, daß die Summen über⸗ hauptnicht vorhanden ſind, ſondern daß es ſich um einen bei den Separatiſten nicht überraſchenden Gimpelfana handelt, um durch unerfülfbare Verſprechungen zu verhindern, daß die erpreßten Loyalitätserklärungen nicht allgemein widerrufen werden. Dder Rampf um den Nhein Von Hermann Stegemann Aus den Aushängebogen des neuen Buches von Hermann Stegewann, das das Stromgebiet des Rheins im Rahmen der großen Politik und im Wandel der Kriegsgeſchihte be⸗ handelt, entnehmen wir mit Erlaubnis der Deutſ hen Verlags⸗Anſtalt Stuttgart dieſe Probe. Elf Tage nach der Schlacht bei Waterloo ſteht Blücher an der Seine, am 10. Juli 1815 ziehen die verbünd ten Monarchen zum weitenmal in Paris ein. Am 20. November iſt der zweite Pariſer ſriede unterzeichnet. Er nimmt Frankreich die Grenzen von 1792 und gibt ihm die von 1790, nimmt alſo Sarbrücken, Saarlouis und Landau zurück, rührt aber nicht an Elſaß und Lothringen und wird von der Heiligen Allianz überſchattet, var der alle Monarchen des Feſtlandes das Knie beugen. um Europa die äußere Ruhe wieder⸗ zugeben und ſich vor der Ausbreitung der von allen gleichmäßig gefürchteten demotratiſchen Idee zu bewahren. Nur England, das büündntisſtiftende, koalitionenſuchende Eng⸗ land bleibt dem Bunde fern. Es will keinen Teil an dem Fürſten⸗ bündnis, zu dem Alexander, der ſchwärmende Freund der Juiane⸗ rinzregent, der an Stelle des wahnfinnigen Königs Georg III. die Regierung führt, übt engliſche Kritik an dem 2 Werke, indem er erklärk, er könne der Allianz nicht beitreken, weil die britiſche Verfaſſung dem Könige die Vollziehung eines Staatsaktes ohne Gegenzeich iun der Miniſter perbiete. England kehrt zu ſeiner unabhängigen Stel⸗ lung außerhalb des Syſtems der Feſtlands.-ähte zurück, nachdem Frankreichs Vormaht gebroen. die fransöſiſ Seegewalt zerſtört und des Glecheewicht der Mi te wied⸗eherqeſtellt iſt. Es hat den Rietzmampf gewonnen. in dem Abuni und Trakalgar gih⸗ liger deworben ſind els Marenad und Auſtertte und Jang und We⸗ tertas beiſelte ränmt wied Der Kawpf um die Weftherr⸗ ſchett. am Rpein ertlanden urd bis zum Niſ. zu- Meerenge bon Gibreltar urd über Mostwe getran. ſet vre deſchen Strom zurückgetehrt. en den nun Preußen olg deutſ de Vormacht des We⸗ ſtens woltet. Aber der Kcopf um den Nhein iſt abermals mitnichten eusgekäümpft. Frankreich gat auch diesmal keinen Vorzicht gusge⸗ ſprochen, ſondern ſih nur den Umſtänden gefügt. XVIII. Ludwig iſt zwat nicht der Erbe der Revolufion, wohl aber der Erbe Zub⸗ wigs XIV. und bleibt als ſolcher im Beſite des geraubten Straßburg. Frankreich war erſchöpft, der Blutopfer müde und ſah den Kaiſer gelaſſen ziehen. Der franzöſiſche Nationalſtolz, der den Erſten Pariſer Frieden hingenommen hatte, weil or nicht auf eine große Nieder mundte e im Felde, ſondern auf eine Kapitulation gegründet war, as Haupt, um das blutige Feld nicht zu ſehen, guf dem Manußeimer General-⸗Auzeiger(ittag ⸗Aus gab Pirmaſens ohne Polizei Von den Senaratiſten wurden, wie bereits gemeldet. 10 Schutz⸗ leute verhaftet und nach Speyer verſchleppt. Der Reſt der Schutz⸗ leute mußte infolge von Drohungen durch Separatiſten fliehen. In Pirmaſens herrſchen daher 3z. Zt. chaotiſche Zuſtände. Die Bepölkeruna iſt den Ueberariffen der Separatiſten und des ſonſtigen Geſindels ſchutzlos preisgegeben. Darüber binaus befürchtet man in Pirmaſens lebhaft. daß die Separatiſten in Speuer, unter denen ſich zum Teil ſchwer vorbeſtrafte Leute befinden. an den zehn ver⸗ ſchlevpten Beamten wegen Handlungen in ihrer Eigenſchaft als Po⸗ lizeioraane Rache nehmen werden. Von der bedränaten Bevölkerung —1 Hilferuf, der die Welt auf die Zuſtände aufmerkſam machen ſoll. Schutzmaßnahmen für Clive Für den britiſchen Generalkonſul Clive, der nach München zurückgekehrt iſt, hat man jetzt, angeſichts der Drohungen von ſepa⸗ ratiſtiſcher Seite beſondere Schußmaßnahmen getroffen. Aus der franzöſiſchen Rammer In der geſtrigen Kammerſitzung, die weiter über die Re⸗ glerungsvorlage verhandelte, verlangte Poincare die Abſetzung eines Antrages Schmidt, der allen Entſchädigten Anſpruch auf Reviſion gewähren ſoll, falls ſie für den Wiederaufbau Ausgaben gemacht haben, deren Betrag ihre Entſchädigung überſchreitet. Nun ſoll, wie Poincare erklärte, auf einmal den Geſchädigten— und es gebe deren 21 Millionen— freigeſtellt werden, die Reviſion zu ihren Gunſten zu verlangen. Die Kammer lehnte darauf mit großer Mehrheit den Antrag Schmidt ab. An⸗ genommen wurde die Beſtimmung, nach der die mit der Reviſion beauftrogten Schlichtungsausſchüſſe binnen einem Jahr Entſchei⸗ dungen treffen und mik den höchften Entſchädigungsbeträgen den Anfang machen müſſen. Im weiteren Verlauf der Debakte lehnte die Kammer, nach⸗ dem der Miniſterpräſident die Vertrauensfrage geſtellt hatte, mit 334 gegen 207 Stimmen einen Zuſatzantrag des früheren Miniſters Klotz ab, durch den die allgemeine Nachprüfung aller Kriegslieferungen verlangt wird. Die Gegner einer Reviſion der Entſchädigungszahlungen haben bezüglich der Art und Weiſe des eee e eine vollkommene Verwirrung zu ſchaffen ge⸗ wußt. 5 Die Kammnterdebatte über den Frankenſturz und über die Gegenmaßnahmen wird auch heute noch andauern. Der „Temps“ fordert Poincare auf, einen raſcheren Verhandlungs⸗ verlauf durchzufetzen. Tardien ſchreibt im„Gcho National“, das Miniſterium Poincare habe abgewirkſchaftet. Weder die Regierung noch die Kammer verfolgen klare Ziele. Ein willenloſes Kabinett könne keine Blankovollmachten verlangen. Wie der„Temps“ meldet, hat der Miniſterrat eine Abkürzung der Debatte über die Re⸗ gierungsvorlage angeordnet. veroröͤnungen zu den RNeparationsſochlieferungen Berlin, 1. Febr.(Von unſ. Berliner Büro.) Dem 15er⸗Aus⸗ ſchuß des Reichstags wurde zunächſt eine Verordnung über Aus⸗ Ecbter der Zahlungen auf Sachlieferungen der Unterlieferanten vorgelegt. Die Verordnung regelt die Aus⸗ einanderſetzung zwiſchen den Reparationslieferanten und ihren Un⸗ terlieferanten, für den Fall, daß das Reparationsgeſchäft infolge der Ausſetzung der Jahlungen des Reiches nicht Zur Achfüßeung komm. Ein Widerſpruch gegen die Verordnung wurde im Aus⸗ ſchuß nicht erhoben. Es folgten die Veratung einer zweiten Ver⸗ ordnung über Ausſetzung der Zahlungen zur Erfaſſung der von der engliſchen Regierung erhobenen Reparations⸗ abnahme. Hierzu wurde ein Antrag angenommen, der die Friſt zur Vorlegung der Reparationsgutſcheine für den ſen de d bis zum 31. Dezember 1924 verlängert. Außerdem ſoll der Reichs⸗ miniſter der Finanzen ermächtigt werden, in beſonderen Fällen auch für ſpäter vorgelegte Reparationsgutſcheine Entſchädigungen zu gewähren. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde eine Verordnung über die Gleichſtelkung der Reichskupferpfennige mit den Rentenpfennigen bewilligt. Auflöſung des japaniſchen Parlaments Aus Tokio wird berichtet: Das Parlament iſt aufge⸗ löſt worden.— Es hat in Tokio ungeheure Erregung ausgelßſt, daß auf einen Eiſenbahnzug, in dem ſich 25 Miiglieder des Parlaments befanden, darunter Führer der Oppoſition, ein Atten⸗ tat verübt wurde, indem Baumſtämme und Sieine auf die Gleiſe gelegt wurden. Die Lokomotive des Zuges entgleiſte, Perſonen wurden aber nicht verletzt. Unruhen Nach Drahtungen aus Tokio ſind in Japon ſeit einigen Tog⸗n ernſte Unruhen im Gange, die die Regierung veranläßt haben, eine Polizeireſerve einzuſt⸗llen. Der Premierminiſter, der befürchtete, durch einen Mißtrauensentrag geſtürzt zu werden, habe deshalb kurz vor dem Zuſammentritt das Parlament aufgelöſt und Neuwahlen ausgeſchrieben. Paris, 1. Febr. Der ehemalige ſächſiſſhe Kronprinz Georg wird nach einer Blättermeldung aus Genf in einen Orden ein⸗ treten. Er ſtudiert augenblicklich Theologie in Freiburg in erd Schweigz. die Große Armee und der Kalſer nach heldenhaftem Kampf umter⸗ legen waren. Frankreich hat terlob nie vergeſſen. Die Schlacht war kaum zu Ende geſchlagen, als das Bedürfnis nach Raſche und Vergeltung ſich ihrer ſchon bemächtigte, um ſie den politiſchen wecken der Nation dienſtbar zu machen. Und aller Haß, der ganze achedurſt wurde auf Preußen geworfen, denn man gab ſich der feſten Vorſteflung hin, Wellington wäre geweſen, als die Preußen erſhienen und dem ſiegreichen Heer in den Rücken gefallen ſeien. Marſ hall Grou hy. der nach der Shlacht bei Ligny die Verfolgung der Preußen ſübernommen hotte und an der Dyle vom Korps Thielemann gefeſſelt wurde während Blüher mit dem herangezogenen Korps Büldw und den Geſhlagenen von Ligny in Nacht und Meiterſturm auf den Kinone- donner von Waterloo marſchierte, wurde nicht ungeſchickt ſondern„Verräter“ genannt. Napolzon nahm ſelbſt an der Herſtellung der Legende von Waterloo teil. Marengo und Waterlog haben ſeine Gedanten auf St. Helena eifriger beſchäfligt als Jeng, Auſterlitz und die Bereſina. Aus beiden Schlachten ſucht er die Fehler zu lilgen und zu reinigen, um ſeine Feldherrnſchaft vor ſeder Minderung zu bewahren. Und doch war die ganze tragiſche Epiſode der Hundert Tage, waren das Maiſeld und der Verſuch, ſein autokratiſches Kaiſertum mit konſti⸗ tutionellen Zutaten zu verbrämen, waren Ligny, Ouatre⸗Bras und Waterloo, die Flucht auf die britiſche Flotte, die Fahrt auf dem „Bellerophon“ und St. Helena notwendige Manffeſtatio⸗ nen im Leben des Titanen, der das Schickſa des Abendlandes in ſeinen Händen gehalten und Europa wie Ton geformt und geknetet hat und als der größte Zertrümmerer und zugleich als ein Träger revolutlonärer Ideen über die Erde geſchritten iſt. In den rieſenhaften Freeeen würzen Napoleons war dem Rhein nie eine herrſchende Rolle beſtimmt, denn der Strom gehörte ſchon zum franzöſiſchen ſtrategiſchen Beſitz, und das ganze Stromgebiet war franzöſiſcher Vormach untertan, als dex Korſe aus dem Dunkel trat. Er hat ihn an der Etſch und am Fonanone wittelbar er⸗ Ibert, aber nie an ihn gekämpft. Die nep kednſſhe Weltherrſ hoft ruhte von Anfang an niſit nur auf den Beſtde's Sel“ebeckens, ſondern auhh cuf dem Beſis des Stromebiets des Rheins. Van hier aus bielt der Imperator Italien, Delen und England in Schich Als Napoleon nan der Vöfkerſchlacht bei Leinzig auf dos Unke Rheinufer zurückfiel, ſchied er ſih von der Grundlage ſeiner über⸗ ra ſtrategiſche Vedeutung. Er wüßte, daß er ſhn weder mit der Armee die er von den Leſpziger Gefilben zurückgebracht hatte noch mit 600 000 Mann verteidigen konnte, wenn der FFeind entſchloſſen war, den Strom mit geballten Fäuften zu überſchreitan, und war zuglelh überzeugt, daß eine ſiegreiche bis zur Vernichtung des Gegners aus⸗ gefochtene Schlacht in der Chanpagne oder in Flandern ihm das linke Ufer auf einen Schlag zurückgewann. Er hat dieſe Schlacht im Sommer 1815 liefern können, aber die Würfel fiolen gegen ihn. Sein beinahe völlig gef hlogen ge genden Stellung. Aber auch 115 verfagte er dem Strome größere Anerkennung der Sowſetregierung durch England Wie die Londoner Blätter melden, hat die engliſche Regierung die Sowjetregierung de jure anerkannt, was in einer von dem engliſchen Vertreter in Moskau der cuſſiſchen Regierung überge benen Note zum Ausdruck kommt. Wie es weiter in der Nos⸗ heißt, müßten nunmehr nach dem Völkerrecht automatiſch alle Vorkriegsverträge zwiſchen beiden Ländern wieder i Kraft treten. Ferner werden in der Note einige Vorſchläge be⸗ treffend die Beſetzung des Botſchafterpoſtens und die Einſtellung der ruſſiſchen Propaganda gemacht. Nach einer Reutermeldung bedevtet die Anerkennung der ruſſiſchen Regierung keinen Verzicht auf die ruſſiſchen Vorkrieg?“ ſchulden an England. Rußland habe auch bereits die Zuſicherung der Einſtellung der bolſchewiſtiſchen Propaganda gegeben. Der amerikaniſche Oelſkandal Der Senat nahm eine Entſchließung an, worin der Präſident Coolidge aufgefordert wird, die von dem früheren Stcatsſekretat Bell an die Sinclair⸗Gruppe erteilten Petroleum⸗Konzeſſionen für ungültig zu erklären. da die Erteilung in geſetzwidriger Wer erfolgt ſei. Weiter trat der Senat in eine Beratung darüber enn, der Matineminiſter Demby ſeinen Rücktritt erklären müſſe. Deutſches Reich Der Anſchlag auf Seeckt (J Berlin, 2. Febr.(Von unſ. Berliner Büro.) Die Voruner⸗ ſuchung gegen Dr. Grandel und Thorman konnte noch nicht abgeſchloſſen werden. In den letzten Tagen wurden noch weit'le wichtige Zeugenvernehmungen notwendig. Angeblich ſoll Grandel auch dem früheren Polizeipräſidenten Pöhner von München nahe⸗ geſtanden haben. Als Verkreter der nationalen Arbeiterregierung in Bayern hätte Grandel auch an der Organiſierung des Ruhrwider ſtandes mitgewirkt. Gegen Thorman hat man neuerdings an ö ſtändiger Stelle den Verdacht geſchöpft, daß er auch Bezie; hungen zu Agenten der franzöſiſchen Regierung un⸗ terhalten habe. Wenn ſich dieſer Verdacht bewahrheitet, würde des Attentatsplan gegen Seeckt eine ganz neue Beleuchtung erfahren. Die Entſcheidung über die preußiſche Srundſteuer Annahme im Landtag, Einſpruch im Staatsrat 2J Berlin, 2. Febr.(Von unſ. Berl. Büro.) Die ganze Woche klang iſt im Preußiſchen Landtag mit höchſter Erbitterung um die Grundſteuer gekämpft worden. Am Ende hat ſie eine verhällnis mäßig ſtarke Mehrheit gefunden, wie ſie die Regierung ſelbſt kaum erhofft haben dürfte. Nach Ablehnung aller anderen Abände⸗ rungsanträge, die namentlich in großer Zahl von den Deutſchnationg len eingebracht worden waren, wurde die Grundſteuer in der Fas ſung der Ausſchußvorlage in namentlicher Abſtimmung mit 212 zu 104 Stimmen angenommen. Im übrigen war der Regierung ungetrübte Frbude an dieſem Sieg nicht beſchieden. Unmittelbar nach der Annahme der Vorlage im Reichstagsplenum hat der Staats rat ſeinen Einſpruch gegen die Grundſteuer angemeldet. Letzte Meloͤungen Das deulſche Funkamateurweſen Berlin, 1. Febr.(Von unſ. Berl. Büro.) In den Tagen vom 24.—26. Jenuar wurde im Reichspoſtminiſterlum mit Vertretern zahlreicher Vereine der Funkfreunde Richtlinien ſn die Regelung des ſogenannten Funkamateurweſens er⸗ örtert. Die Verhandlungen haben zu einem für beide Teile befrie digenden Ergebnis geführt. Totenchtonik Berlin, 2. Febr. Geſtern verſtarb infolbe eines Unglücksfalles der deutſch⸗ Schachmeiſter Kurt von n Er wude guf dem Hofe ſeines Hauſes in Schöneberg mit zerſchmetterten Gliedern tut aufgefunden. Der im 62. Lebensſahr ſteherde Mann war aus einem Fenſter des zweiten Stockwerks herabgeſtürzt. Köln, 2. Febr. Im Alter von 58 Jahren ſtark ceſtern pte der Begründer u. Generaldirektor der behannten Stahlwerke Becker Dr. ing. Reinhold Becker. Aus kleinen Anfängen hatte ſich — 15 einem der mächtigſten Induſtriemagnaken empot earbeitet. Hamburg. 2. Febr. Um die Konkurrenzfähigkeit des Hamburger Hafens gegenüber ausländiſchen Häfen zu erhalten, hat der Ham burger Hafenbetriebsverein bei den beteilſaten Oroaniſationen del Hafenarbeiter den Neunſtundentag ohne Lohnerhöhung beantragt Eine Einigung iſt zu erwarten. Jena. 2. Febr. In Gräfenthal wurden drei mit Dynamit defüllte Kiſten unter einer Gartenlaube aufgefunden. Die Meng — nen den ganzen Ort in die 5 u ſprengen. oll ſich um ein Sprengſtof 1 Kommuniſten handeln. London, 2. Febr. Außer dem Streik der Dockarbeiter droht noch ein Grubenarbeiterſtreik für Mitte Febrnar, del faard ernſte Folgen für die engliſche Wirtſchaft nach ſich ziehen Urde. England ſah Preußen im Jahre 1815 mit Wohlgefallen die Wacht am Rhein beziehen und ließ ſeine eigene Armee—— Wellis ton noch drei Jahre in Nordfrankreich ſtehen, um den Beſtand bes Friedens zu ſichern. So ſtark wirkte damals das Gefühl gemein ſamer Intereſſen gegenüber dem hegemoniſchen Frankrei h. Aber die Nation ruhte von zwanzigjährigem Krieg, und alles ſchien an. Die Epopöe war zu Ende. Preußen ging in der Aufgebe, die ihn im Innern und am Mhein deſtellt war, auf und litt gleich den anderen Kontinentalſtaaten unter dem Fluch der Reaktion, die über Europa heraufzog. das Reform, werk Steins erſtarren ließ und dem Schwung der Befreiungs rahe die Flügel brach. England, das Land der poliliſ den Kortinuitä, Fnen ſeine überſeeiſche Welkherrſchafe Das In duſtriezeitalter kündigt ſich an und hißt ſein Rauchfahnen an den Ufern des Rheins. 5 National⸗Theater Mannheim Carmen(Neu einſtudiert) „„Man müßte ſchon recht gefühllos ſeln, wenn man bei der„Neu elnſtudierung“ von Bizets Carmen alle Mängel hervorhebel wollte. Um eine Vorfrage kommen wir aber nicht herum: war denn das, was wir geſtern hoͤrten, Bizets Carmen? Schon vol Jahren habe ich mich gegen Fellr Lederer gewandt, 1 „Carmen“ vergröberte. Allein das Publikum findet an orcheſtrale Grobmalereien wie an deſelne Uebertreibungen Freude, un an gemeiner Carmen⸗Darſtellung obendrein. Da nun heute ein Jeder e Publikums⸗Erfolg ergattern will, ſo entſteht allmatlic eine Carmen⸗Aufführung im Operettenſtil. Operettentemp — ſogleich im Vorſpiel, 5 trägzlich im Quintett. und Opebettendarſtellung vertragen ſich e* gar nicht mit Bizets au⸗drücklichen Partiturvermerken. Wenn 00 nun feſtſtelle, daß Paul Breiſach den beſten Willen hatte aber ne⸗ nicht„übet der Sache“ ſtand, daß Karl Marx im Einzelnen wech, 8000 G daß aber die ſogenaunte Neueinſtudierung de⸗ ſelneren Schliff vermiſſen ließ ſo iſt der Grrechtigkeit Genüze e, ſchehen.„Carmen“ iſt eben eine lehr heikle Oper. Im 1 elnen gab es viel Gutes. Ida Schäffer, das Naturkind Carme darſtellend bei glänzender Stimme und in vorteilhafter Erſcheinung, entſprach wohl nicht den„Erwartungen“ von Rafftes. Auch Don Jaſe(Hellmuth Neugebauer) hielt ſich in den Grenzen des ſchüne, Geſanges; ſeine Darſtellung, ausgehend von dem entgleittes Edelmann, mag ebenfalls befremdet haben, iſt aber durchae tichtig. Zu dieſen Neubeſetzungen kamen noch der Torero Joſe Burg winfels, der ſein Organ zum dunklen Heldenbariton un“ zufürben wußte und den kalseur dembarras mit Glück hinſtellte Weg war vollendet. 0 und dann die poctiſche Micgelg Guſſa Heken, deren Duett ⸗ un zu Beginn des zweiten Aktes, une — „ * Jahren 1 Samskag, den 2. Jebruar 1924 manuheimer General · Anzeiger(Mittag· Aus gabey) 3. Seite. Nr. 55 Wirtſchaftliches und Sostales Unternehmerverbände in Induſtrie, Handel und Verkehr N 1 81 2 Badens— 2—2 7 Unte euerdings iſt vom Statiſtiſchen Landesamt Material über die es Tehmerverbände in Induſtrie, Handel und Verkehr des Lan⸗ Abs geſammelt worden. Die Ergebniſſe der Sondererhebung ſind ſo⸗ 0 zur Veröffentlichung gelangt. Darnach beträgt die Zahl der Kart kracht kommenden Verbände ohne Handwerkerorganiſationen, ebbele⸗ Syndikate und Konventionen über 200(225). Die in Frage — zenden Verbände bezwecken in der Hauptſache die Förderung ge⸗ gafiulamer wirtſchaftlicher und ſozialer Intereſſen ihres Standes, ins⸗ und dere auch die Regelung der Beziehungen zwiſchen Arbeikgeber — Arbeitnehmer. Von der Geſamtzahl der Verbände ſind 45 aus⸗ prochene Landesverbände oder Landesgruppen von größeren e und zwiſchenſtaatlichen Verbänden. Verbände, deren Gel⸗ zunlgsbereich ſich nur über einzelne badiſche Landesteile(Ober⸗, Mit⸗ — Unterbaden: Oberes Rhein⸗ und Wieſental, Schwarzwald; Wial gau; Hondwerkskammerbezirke uſw.) erſtreckt, ſind 16 ermittelt 0 dr. Mehr örtlicher Natur ſind gegen 30 badiſche Vereinigungen 0 Verbände, darunter eine ganze Anzahl ſolcher deren Wirkungs⸗ 7 ſich auf einen beſtimmten Induſtrieplatz und deſſen nächſte Um⸗ debung(Mannheim und Umgebungſ beſchränkt. Bodiſch⸗pfäl⸗ Iſche und badiſch⸗würktembergiſche Verbände ſind es etwa 2 Dutzend. Faneben gibt es noch zahlreiche„ſüd⸗ und ſüdweſtdeutſche“ Verbände, be teils ſelbſtändig, teils als Gau⸗ und Zweigverbände von größeren eichsverbänden für den Zuſammenſchluß der badiſchen Unternehmer 15 Handel und Induſtrie von Bedeutung ſind. Keine geſchloſſene atergruppen im Lande ſelbſt bilden etwa 70 Reichsverbände mit itgliedſchaften in Baden. Bei 10 Verbänden konnten die Mitgliederzahlen nicht ermittelt werden. Im übrigen haben u. a. 34 von den Verbänden überhaupt ſoüber 50—10, 36 ſe 101—200, 20 ſe 201.—500, ferner 4 je 501 bis ſt und 5 mehr als 1000 Mitglieder. Die Reichs⸗ und zwiſchen⸗ gatlichen Verbände ſind nur mit ihren badiſchen Nitgliedſchaften gewählt. Namentlich unter den Reichsverbänden ſind giele— etwa 1 die je höchſtens bis zu 20 Mitglieder in Baden haben. Gegen 50 Verbände oder Untergruppen von ſolchen ſind im Lande ſelbſt guſaßig. davon haben u. a. an 70 ihren Sitz in der Stadt Mann⸗ zeim, 35 in Karlsruhe, 14 in Freiburg, je 3 in Lahr, Offenburg Heidelberg, je 2 in Donaueſchingen, Schopfheim, Emmendingen. Faden und Pforzheim. Die meiſten Verbände, und zwar rund 100 in der Induſtrie und ebenſoviele in Handel und Verkehr, ſind Fach⸗ Ferbände, während die übrigen keiner beſtimmten Handels⸗ und Gewerbegruppe zuzurechnen und mehr allgemeine Verbände in Handel und Induſtrie ſind. Wegen weiterer Einzelheiten ſei auf Nummer 12 Jahrgang 1923 der ſtatiſtiſchen Mitteilungen über das Land Baden verwieſen..gA, Städͤtiſche Nachrichten Nus der Stadtrats ſitzung vom 31. Januar 1924 Der Anſchluß der Gemeinde Ladenburg an das Gewerbe⸗ gericht Mannheim wird— vorbehaltlich der Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes zur Aenderung der Satzung des Gewerbegerichts— genehmigt. Straßenherſtellungen Die Straßenſtrecken vom Jean Becker⸗Denkmal bis Schloßportal vom Schloßportal bis zur Rheinbrücke ſollen mit neue eſt ück und neuer Decke verſehen werden. Abgabe von Bauplätzen in der Oſtſtadt In der Oſtſtadt werden im Gebiet der geſchloſſenen Bau⸗ weiſe einem Antragſteller einige Bauplätze zur Erſtellung von Miet⸗ uſern uffter gewiſſen Vorausſetzungen zur Verfügung geſtellt. das Jahlungsſyſtem für Telephongeſpräche Für Telephongeſpräche ſollte der Teilnehmer nach den bisherigen ſeorſcriften jeweils eine Zahlungsaufforderung erhalten, wenn die krreien aufgelaufenen unbezahlten Gebühren den Betrag von 10 M. Ae hätten. Das Reichspoſtminiſterium iſt jetzt zu der Aufſaſſung ſtart gt⸗ daß die Grenze von 10 M. für Teilnehmer, die das Telephon in Anſpruch nehmen, zu niedrig ſei. Grundſätzlich ſoll von ſetzt entticder Teilnehmer monatlich einmal ſeine Gebühren, —5 richten. Teilnehmer, die das Telephon ſtark benutzen, können wiß dem Amt vereinbaren, daß ſie in regelmäßigen Abſtänden, etwa die centlich, eine angemeſſene Zahlung leiſten, und daß ihnen ſan Belege für die Ferngeſpräche mehrmals in Monat über⸗ — werden. Beträge, die 100 M. überſteigen, ſollen im allgemeinen cht geſtundet werden. 7 Fbon de ſeit zwei Monaten eingeführte Zahlungsſyſtem für Tele⸗ dür geſpräche, das hierdurch ſchon wieder abgeändert worden iſt, 5 ſte ſich auch in der neuen Form kaum bewähren. Wie die — waltung ſelbſt zugibt, ſind die Vorauszahlungen nicht in dem die arteten Maße eingegangen. Das liegt zweifellos daran, daß Ge meiſten Teilnehmer über die der von ihnen geſchuldeten ühren im Unklaren ſind, ſeit die Poſt die Zuſendung von Rech⸗ bliaen eingeſtellt hat. Auch iſt in weiten Kreiſen unbekannt ge⸗ dohben ader wenigſtens nicht beachtet worden, daß der Teilnehmer kelten Aufforderung Vorauszahlungen für ſein Telephon zu n hat. Ob bei den ſich daraus ergebenden Reklamationen und krechnungsſchwierigketten, beſonders nach der ſetzt häufiger ange⸗ ——— it Line der ſchönſten Geſangleiſtungen des Abends geweſen iſt. De. den Zigeunerinnen waren wir weniger glücklich, Eliſabeth wöhnent mann und Helene Reffert werden ſich aber einge⸗ mufnen, und Mercedes wird heranreifen. Sonſt? Hugo Voiſin da die wieder zwei Rollen übernehmen, im erſten Akte Morales, — die Schmugglerführer Dancairo, Karl Mang den Leutnant Philide. Den jungen Schmuggler Remendado vertrat wieder Walcd Maſſalsky und außer einem neuen Stutzer(unter den Irdrans à la douzaine“, die Carmen meint) war alles in der alten dechte in Nur daß den Geſamtſätzen von Chor und Orcheſter der 5 ſt Wohlklang fehlte. Aber dergleichen mag auf den bekannten 108 ſtern zurückzuleiten ſein. Man müßte alſo ſchon recht gefühl⸗ 9eſaein, alle ſolche Mängel hervorzuholen. Aber eins muß doch mit Awerden: am 27. Januar war Mozarts Geburtstag. Ihn ein BDizets Carmen zu begehen, ſtait mit„Don Juan“ iſt denn doch müſſenſerrung“ die wir unſerem Generalmuſtkdirektor 2 5 * der ELudwig Barnen f. Im Alter von 82 Jahren iſt am 1. Febr. Schl ekannte Schauſpieler Ludwig Varnay an den Folgen eines ſt o 1 Hanfalls. den er tags zuvor erlitten hat, in Hannover ge⸗ in B En. Barnay, eigentlich Weiß, war am 11. Februar 1842 Wühnedaveſt geboren und entwickelte ſich im Laufe ſeiner langen 1887 zemätigkeit zu einem der großen Heldendarſteller ſeiner Zeit. er die 1894 war er Direktor des Berliner Theaters, 2906 übernahm leiteteLeitung des Berliner Kgl. Schauſpielhauſes. 1908—1911 derliener das Hoftheater in Hannover. 1910 wurde ihm der Adel ſchen ben. Ludwig Barnays Name iſt mit der Geſchichte des deut⸗ wird Schauſpielerſtandes auf alle Zeiten unlösbar verknüpft und Grz umer mit höchſter Dankbarkeit genannt werden. Barnan war er der Bühnengenoſſſenſchaft und in ſpäteren r ols ihr Ehrenpräſident. In der Theatergeſchichte lebt er nicht als aus großer Darſteller und als Bühnenleiter for“, ſondern auch Sbegtegründer eines der Inſtitute die für die moderne Theater⸗ ſid Aune zu Anfang unſeres Jahrhunderts maßeebend geworden ein d. erſheer Peuticken Theclers. Barnon hot die Ecfahrungen beus in zwei Büchern niedergelegt in ſeinen 1913 erſchie⸗ „Einnerungen“ und in den geiſtvollen Betrachtungen en Palt Fheater und aaderes. Mi. Ludtoig Barnam iſt Stand ſteller, ein tüchtiger Theaterleiter. ein Vorkämpfer ſeines Schans und richt zuletzt ein Vorbild und eine Zierde der deutſchen bilerſchaft dahingegangen. Dem., Boroosky-Alavierabend in Weinheim. Man ſchreibt uns: iber dagemeinen Urtefl der deuiſchen und ausfändiſchen Kritik Bor 885 phänomenale Spiel des ruſſiſchen Pianiſten Alex. haben 8 können wir uns nur vollinhaltlich anſchließen. Hier ir wieder einmal einen Gewaltigen, der nicht nur durch ſein mandten Sperrung des Apparats im Falle des Zahlungsverzugs, wirklich Erſparniſſe bei der Poſtverwaltung gemacht werden, muß recht zweifelhaft erſcheinen. Im Intereſſe der Teilnehmer läge es jedenfalls, wenn die Poſt zu der früheren Methode, Rech⸗ nungen zu verſchicken, baldigſt zurückkehren wollte. Die neue Rera des Apollotheaters Die Vertreter der Preſſe hatten geſtern Abend Gelegenheit, ſich perfönlich davon zu überzeugen, daß man von der Vorreklame der neuen Leitung des Apollotheaters nicht ſagen kann: Viel Geſchrei und wenig Wolle! Viele geſchäftige Hände werden bis zur letzten Viartelſtunde vor der Eröffnung noch ꝛätig ſein müſſen, um die Um⸗ wandlung, die eine der Hauptoergnügungsſtätten Mannheims er⸗ fahren hat, zu vollenden. Aber man gewann geſtern Abend doch ſchon ein abſchließendes Bild. Die der bekannten Firma Sachſe U. Rothmann übertragene Aufgabe war, wie beim Palaſtkaffee, in der Hauptſache eine maleriſche. An der Architektur des großen Saales konnte nicht viel geändert werden. Man hat ſich darauf beſchränkt, das allzu überladen wirkende, das noch aus der Zeit ſtammt, in der man ſich mit maleriſchen und architektoniſchen Ausſchmückungen nicht genug tun konnte, zu entfernen. Dadurch wurde mehr Ruhe und Harmonie in das Geſamtbild gebracht. In Anlehnung an den Charakter der Architektur des 18. Jahrhunderts, die in dem Saale zur Anwendung gelangte, wurde Rot in verſchieden abgeſtuſten Tönungen gewählt. Der Stutigarter Kunſtmaler Berger hat die Bühnenſeite und die gegenüberliegende Wand mit liebens⸗ würdigen expreſſioniſtiſchen Grotesken geſchmückt. Sehr feſtlich nimmt ſich die Bühne aus, die den Beſchauer wie ein Bild grüßt, das in einem Silberrahmen gefaßt iſt. Die Deckenbeleuchtung wurde vollſtändig geändert. Ein rieſiger Beleuchtungskörper, der in der Mitte den Kronleuchter verdrängt hat, gießt mit vier Nebenſonnen eine Lichtflut über den Saal. Auf der Empore ſind zwei Platz⸗ kategorien geſchaffen. Die Sitzreihen, die ſich zwiſchen der Brüſtung und dem Rundgang befinden, ſind zu beſſeren Plätzen umgewandelt, hinter denen ſich die beſonders abgeteilte Galerie befindet. In den Raum zwiſchen Empore und Goldſaal wurden mehrere Logen ein⸗ gebaut, die ſich ſehr bewähren dürften, da ſie zweifellos die beſten Plätze im ganzen Saale ſind. Auch in die darunter liegende Mitte der Empore wurden einige Logen eingefügt. Man iſt damit zu einer Einrichtung zurückgefehrt, die der Saal ſchon vor vielen Jahren hatte. Im Parkett ſind die Tiſche vollſtändig verſchwunden. Eine bequeme Beſtuhlung(Klappſitze) iſt an ihre Stelle getreten. Die Treppenhäuſer wurden ebenfalls geſchmackvoll ausgemalt. Prof. Julius Möſſel hat im Veſtibül die gewölbte Decke in eine Laube verwandelt, die ſich aus Bäumen bildet, in der ſich allerlei Getier tummelt. Die Malerei wurde freihändig in fünf Tagen aus dem Stegreif an die Decke geworfen, eine Parforceleiſtung, die dem Münchener Künſtler ſo leicht keiner nachmacht. Die Decke der Kaſſen⸗ halle iſt mit Barockornamenten verziert. Im übrigen wurde für Kaſſenhalle und Veſtibül grau gewählt. Das Portal wurde vorteil⸗ haft durch die Farben braun und grün hervorgehoben, während in allen Vorräumen des Theaterſaales gelb vorherrſcht. Der Geſamteindruck, den das neue Gewand des Apollotheaters hervorruft, iſt der denkbar günſtigſte. Der Verſuch, dem Ganzen eine ſeſtlich froge Stimmung zu geben, iſt glänzend gelungen. Be⸗ wegen ſich die Darbietungen, wie man annehmen darf, auf gleicher Höhe, dann kann man wohl ſagen: für das Apollotheater iſt eine neue Aerag angebrochen, die es wieder in die vorderſte Reihe der deutſchen Vergnügungsſtätten rückt. Sch. * Bewertung des Eigenverbrauchs der Landwirte für die Uum⸗ ſatzſteuer. Im Landesfinanzamtsbezirk Karlsruhe iſt die Richtzahl gur Bewertung des Eigenverbrauchs der Landwirte im Monat Januar 1924 auf 17 Goldmark feſtgeſetzt worden. Dieſe Richtzahl iſt bei den bis 10. Februar auf die Umſatzſteuer zu leiſtenden Vor⸗ auszahlungen nach§ 37(2) des Umſatzſteuergeſetzes in der Faſſung der Nr. 10 des Art. IV der Steuernotverordnung vom 19. — 19238 zu berückſichtigen. *Markenklebung in der Invalidenverſicherung. Vorbehaltlich der Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes beſchloß der Freiburger Stadtrat die Erlaſſung eines Ortsſtatuts dahingehend, daß auf Grund des§ 1447 Abſ. 2 der Reichsverſicherungsordnung die Orts⸗ krankenkaſſe Freiburg⸗Stadt das Markenkleben für fämtliche Arbeit⸗ geber zu beſorgen hat— mit Ausnahme der Betriebs⸗ und Innunas⸗ krankenkaſſen. Die dadurch erwachſenden verſönlichen und ſachlichen Koſten ſind der Ortskrankenkaſſe von den Arbeitgebern zu erſetzen (mittels prozentualer Zuſchläge zu den Arbeitgeberanteilen). ' Aufrufung von werkbeſtändigem Notgeld. Der Reichsfinanz⸗ miniſter hat das wertbeſtändige Notgeld, das auf der Grundlage von Goldanleihe oder Goldſchatzanweiſungen in der Provinz Heſſen⸗Naſſau, den Ländern Baden, Heſſen, Schaum⸗ burg⸗Lippe ausgegeben worden iſt, ſowie das wertbeſtändige Not⸗ geld der Stadt Berlin mit Wirkung vom 10. Februar aufge⸗ rufen. Unberührt von dem Aufruf bleibt das Notgeld der Reichs⸗ bahn und des preußiſchen Stoates. Der Reichsfinanzminiſter hat die als Deckung für das aufgerufene Notgeld hinterlegten Gold⸗ anleihen mit Wirkung vom 2. Febtuar freigegeben. Nicht mehr kursffähla. Der ſchweizeriſche Bundesrat hat be⸗ ſchloſſen. die Notverordnung über das Verbot der Einfuhr von bel⸗ aiſchen und franzöſiſchen Silbermünzen aufzuheben, da dieſe Münzen nicht mehr kursfähia ſind. Aebertritt in eine Höhere Lehranſtalt. In dem unter dieſer Ueberſchrift im Donnerstag⸗Mittagblatt erſchienenen Artikel wird ge⸗ ſagt, daß der Uebertritt in eine Höhere Lehranſtalt nach Abſolvierung ———————————————————— 15 techniſches Können uns in Staunen W mehr noch durch die ruhige ſachliche Art, wie er das k anfaßt, im⸗ poniert. Wenn das Publikum in außerordentlichen Beifallsſturm ausbricht, ſo iſt das bei Profeſſor Boroosky nicht weiter zu ver⸗ wundern, zumal der Künſtler durch ſein beſcheidenes, liebenswür⸗ diges Auftreten, ſofort die Sympathien der Juhörerſchaft ge⸗ winnt.-ch. Araufführung in Noſtock. Die Uraufführung der opera buffa: „Das verfemte Lachen“ von Fritz Cortolezis. dem bekannten Karlsruher Generalmuſikdirektor(Text von Beatrice Dovsky) bedeutete für den Komponiſten, der bereits nach dem zweiten Akt über zehnmal gerufen wurde, einen Sieg— der ganzen Linie. Das Textbuch verrät die feinſinnige Hand der Dicherin, die es auch verſtanden hat, außerordentlich bühnenwirkſam zu ſchreiben, ohne in irgendwelche Plattheiten zu verfallen. Cortolezis arbeitel nicht mit groben Inſtrumentationsmitteln, ſondern leiſtet peinliche Filigranarbeit. Seine Orcheſterbeſetzung, in der beiſpielsweiſe nur zwei Hörner und eine Poſaune beſchäftigt ſind, verrät auf Schritt und Tritt den gediegenen Muſiker, der die wunderbarſten Klang⸗ wirkungen mit den einfachſten Mitteln hervorzuzaubern weiß. Troß⸗ dem ſind die Anforderungen, die an Orcheſter und Soliſten geſtellt werden, keinesfalls leicht. Solovioline, Solobratſche und Solocello erfordern ganz beſondere Künſtler. Um die muſikaliſche Geſtaltung machte ſich Kapellmeiſter Reiſe hochverdient. Am Schluß ſteigerte 5 der Beifall derart, daß ſich der Komponiſt mit den Leitern der ufführung, den Darſtellern und dem Intendanten immer wieder zeigen mußte. Die Oper wird zweifelsohne ihren Weg über die deutſchen Bühnen machen. Sechs Theater von Rang haben ſich das Werk bereits geſichert. Theakerrundſchau. Wie das Organ der thüringiſchen Regie⸗ rung„Das Volk“ meldet, iſt Gene alfnendent dr. r 90 in Meiningen nach Ablehnung eines Rufes für den gleichen Poſten in Mannheim von der thüring'ſchen Regierung zum General⸗ intendanten des Nationaltheaters in Weilmor ernannt worden.— Das hingebende Freundſchaftsverhähnis, das Vincent van Gogh mit ſeinem großen Malerkollegen Gaugum verbunden hat und das die tiefe Tragik dieſes urglücklichen Kür ſtlerlebens wader⸗ ſpiegelt, iſt der Gegenſtand eines nfaktigen Schauſpieis von Her⸗ mann Kaſack, das ſoeben erſchienen iſt Die Urauffüh⸗ung ſoll an einer der erſten Berliner Bühnen ſtattfinden.—„Der Pakt der Pierette“ ein phantaſtiſches Nimodrama von Kapellmeiſter Richard Kurſch, hatte in Könſasberg im Sradt⸗ theater bei glänzender Inſzenierung entſchiedenen Erfulg.— In den Baden⸗Badener Städtiſchen Schauſpielen findet am 10. Februar die Uraufführung des Operettenſchwanks Der große Kavalier von Hans H. Zerlett mit ber Muſtk 9911 Hermann Beutben ſtatt. der 4. Volksſchulklaſſe ohne Prüfung erfolgen könne. Dieſe Bee⸗ günſtigung ſtützt ſich auf einen Erlaß des Miniſteriums vom 4. At 1917, der beſagt, daß der Uebertritt ohne Prüfung ſtattfinden wenn der Schüler in Leſen, Rechtſchreiben und Rechnen die Nale „gut“ hat. Am 15. November 1921 wurde aber dieſe Verfügung wie der außer Kraft geſetzt. Somit haben auch die aus der 4. Klaſſe Uebertretenden wieder eine Prüfung zu machen. Gewiß iſt dieſe nur Formſache; denn die Prüfungsgufgaben müſſen ſa, weil auch Ki aus der 3. Klaſſe überterten können, nach dem Kenntnisſtand diefe bemeſſen werden. Doch Aufnahmeprüfung. Noten und dergl. ſind ja nur Aeußerlichkeiten. Bei der Frage des Uebertritts in eine Höhere Lehranſtalt iſt einzig und allein die körperliche und geiſtige Entwick lung des Kindes beſtimmend, und da gilt in vollem Umfange, was in dem betr. Artikel geſagt iſt. * Lehrkurſe. Die Landwirtſchaftskammer veranſtaltet auch in dieſem Jahre Lehrkurſe und Unterweiſungen auf dem Gediete des Obſt⸗ und Gemüſebaues zur Förderung der Erzeugung. In Verbindung damit werden ſpäterhin eben ſolche Veranſtaltungen für die Verwertuna der Erzeuaniſſe vorgeſehen. * Mehr Höflichkeit. Der Präſident der Reichsbahndirektion Ber⸗ lin. Wulff. hat eine Verfüguna erlaſſen, die für Publikum und An geſtellte der Eiſenbahn wichtia iſt. Er waiſt in der Verfügung darauf hin. daß immer wieder Klagen laut werden über unhöfliche Behand lung der Reiſenden durch die Bedienſteten und daß dieſe Klagen leider häufig nur zu berechtigt ſind. Gemeinaut aller Bedienſteben muß jedoch der Gedanke werden. daß ſie in der Oeffentlichkeit die Vertreter ihrer Verwaltung ſind und daß nach ihrem Verhalten die genannte Verwaltuna beurteilt wird. Es muß aber für jeden eine Ehre ſein. das Anſehen ſeiner Verwaltung hochzuhalten. Die Reichs⸗ bahn iſt ein öffentliches, wirtſchaftliches Unternehmen, das kaufmän⸗ niſchen Grundſätzen Rechnunga tragen muß. Deshalb iſt für einen auten Geſchäftsgang der Reichsbahn das Auftreten des Per ſonals und die Bedienung des Reiſenden von aroßer Bedeutung. Jeder einzelne Bedienſtete muß in dem Reiſenden einen willkommenen Kunden ſeiner Verwaltung erblicken.“— Das ſind doldene Worte, deren Beherzigung den Angeſtellten der Reichsbahn dringend empfohlen werden kann Und wenn nun die Reichspoſt, die Polizei und die kommunalen Behörden, ſoweit ſie Verkehr mit dem Publikum haben. ein ähnliches Verfahren einſchlagen, wird es wieder eine Luſt ſein, in Deutſchland zu leben. * Noklandung eines franzöſiſchen Flugzeugs. Am geſtrigen Spätnachmittag war ein franzöſiſches Flugzeug gezwungen, auf dem Gelände zwiſchen Wallſtadt und Ilvesheim eine Notlandung vorzunehmen. * Sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Reiſevertreter bei der Auskunftei W Schimmelpfeng begeht heute Herr Jean Ebert, G 3, 14. veranſtaltungen Theaternachricht. In der morgigen Vorſtellung„Tannhäu⸗ ſer“ ſſad eeee beſchäftigt Elſe Vogt⸗Gauger, Joſef Burg⸗ winkel, Alfred Färbach, Wilhelm Fenten. Muſikaliſche Leitung: Richart Lert, Spielleitung Eugen Gebrath. fiapper-Candory⸗Abend im Nibelungenſaal. Paula Kapper und Alfred Landory bringen im Nibelungenſaal⸗Abend des kommenden Sonntags Koſtümſzenen mit verbindendem Dialog, diesmal aus den Operetten„Frühlignsluft“ und„Geiſha“, während die beliebten Szenen aus„Luſtige Witwe“(Tanzſzene) und„Bruder Strau⸗ binger“(Trommelduett) auf vielfachen Wunſch auch in das Pro⸗ gramm dieſes bunten Abends noch einmal aufgenommen wurden. Er findet bei ermäßigten Preiſen ſtatt. Die kleine Hedy Porſch, die erſt dieſer Tage von Intendant Dr. Waag in Baden⸗Baden zu einem Gaſtſpiel eingeladen wurde, tanzt zwei Walzer⸗Fantaſien, einen Bauerntanz und den durch Hannelore Ziegler als Tanzuummer berühmt gewordenen Radetzky⸗Marſch. 3 Rommunale Chronik Jörderung der Privalbautätigkeit in Jreibug Auf Anregung aus Intereſſentenkreiſen hat der Freiburger Stadtrat folgende Maßnahmen zur Förderung der Bautätigkeit beſchloſſen: Bauvorhaben von Einzelverſonen ſowohl als auch von Geſell⸗ ſchaften ſollen arundſätzlich gefördert werden: a) ſoweit möglich durch Ueberlaſſung von Baugelände, b) für Bauvorhaben, welche bis 1. Mai 1924 begonnen werden, durch Gewähruna wertbeſtän diaer Huypothekendarlehen in Form der Lieferung des Bauholzes(Bauholzdarlehen), c) ausnahmsweiſe in beſon⸗ ders gelagerten Fällen— ſoweit hierfür Mittel verfüabar gemacht werden können— durch Gewähruna wertbeſtändiger und hypothe⸗ kariſch zu ſichernder Baudarlehen an Freiburger Bauherren nach Fertiaſtellung des Rohbaues. Der bisherigen Uebung entſprechend ſoll zuſammenhängendes Baugelände arundſätzlich nur im Erbbau abagegeben werden. Ein⸗ zeln gelegene Baugrundſtücke ſollen auf Wunſch auch kaufweiſe, jedoch nur gegen Barzahlung. zur Verfügung geſtellt werden. Der Zinsſaß für das Bauholzdarlehen ſoll möalichſt nicht höher als 6 Prozent feſt⸗ aeſetzt werden. Die Rückzahlungsfriſt ſoll höchſtens 10 Jahre betra⸗ gen. Den Bauherren ſoll das Recht zugeſtanden werden, das Bau⸗ holzdarlehen auch ſchon vor der Fälliakeit ſederzeit zurückzuzahlen. Um den Bauherren im Bedarfsfalle die Aufnahme weiterer Baugelder zu ermöalichen, ſoll auf Antraa für die Eintragung von Hypotheken für ſolche Baugelder der Vorrana vor der Hypothek für das Bauholz⸗ darlehen bewilliat werden, jedoch in der Regel nur für eine Summe, die 50 Prozent der vom Bauherrn aus eigenen Mitteln aufgebrachten und in den Bau verwendeten Baugeldern nicht überſteigt und in kei⸗ nem Falle für mehr als 50 Prozent der Geſamtbaukoſten. Der Stadtrat aibt der Erwartung Ausdruck, daß die Vau⸗ intereſſenten recht raſch und recht weitgehenden Gebrauch von den be⸗ ſchloſſenen Vergünſtiagungen machen und damit auch ihrerſeits dazu beitragen werden. daß durch Belebung der Privatbautätigkeit eine Milderung der außerordentlich großen Arbeitsloſiakeit im Bau⸗ gewerbe eintritt. Es wird bei dieſer Gelegenheit auch wieder darauf hingewieſen, daß Neubauten, die nach dem 1. Januar 1921 ohne Baukoſtenbeihilfen aus öffentlichen Mitteln errichtet werden, der Zwanasbewirtſchaftuna nicht unterliegen. Zwecks Milderung der außerordentlichen Arbeitsloſigkeit im Baugewerbe ſoll ſofort mit dem Ausbau der reſtlichen 26 Woh⸗ nungen der Siedelunasgeſellſchaft in der Baugruppe A 4 an der Konradin⸗Kreutzerſtraße begonnen werden. * 2. Doſſenheim, 31. Jan. In der jüngſten Bürgeraus⸗ ſchußſitzung fanden folgende auf der Tagesordnung ſtehende Punkte ihre Erledigung: Genehmigung einer Umlage für die Zeit vom 1. Januar bis 1. April 24 in Höhe von 2 Goldpfennig im Monat. Dieſer Punkt wurde nach langer Debatte mi! 32 gegen 20 Stimmen abgelehnt. Zur Erſtellung der Kanaliſation in der Friedrichsſtraße ſoll ein Darlehen von 50 000 Goldmark aufgenom⸗ men werden, das genehmigt wurde. Ebenſo ſoll zur Erweiterung des Gemeinde⸗Elektrizitätswerks ein Darlehen von 15 000 Goldmark aufgenommen werden, das ebenfalls gutgeheißen wurde. Zur ſtaatlichen Hundetaxe im Betrag von 12 Goldmark ſoll ein Gemeinde⸗ zuſchlaa von nochmals 3 Goldmark erhoben werden. Der Antrag wurde gutgeheißen. Als 5 Punkt wurde den Mitgliedern die ge⸗ prüfte Gemeinderechnung von 1921 in Einnahme und Ausgabe vor⸗ geleſen. Zum Schluß gab Bürgermeiſter Böhler bekannt, daß die Stellung des Holzes für Särge aus dem Gemeindewald für die Zu⸗ kunft aufgehoben ſei. Nur in Ausnapmefällen ſoll bei ärmeren Ein⸗ wohnern das Holz auch in Zukunft geſtellt werden. Anzarate 9 vom Vox-Haus, benia Nefert das Vox-Haus Egan Winter, C 1, 1. rel 823. Sprech-Apparate Schallplatten. 828 ——ů——— . Seite. Nr. 35 Heandelsblaft des ————.. ͤ—————— Naan Von den süddeutschen Waren-· und Produkten-Märhten Mannheim, 1. Februar. an den Warenmärkten hat das Geschäft einen ruhigen Verlaul genommen, da auf der einen Seite Käufe nur für den notwendigen Bodarf erfolgen, wogegen auf der anderen Seite das Angebot, namentſich am Getreidemarkl, drängender geworden ist. Die Geldknappheit bringi es zudem mit sich, daß öfter Verkäufe zur Befriedigung vorhandenen Geldbedarfs vorgenommen werden, bei denen zngebole unter Marktpreis akzeptiert werden. Sind solche Nerkäufe auch nicht für die Beurteilung der allgemeinen Markllage irgendwie naßgebend, so lassen sie aber doch erkennen, daß die Preiskurve nach unten gerichtet bleibt. Mäühlen, Händler und Konsumenten bekundeéten Zurückhal- kung, Die Mühlen werden vom Ausland und von der zweiten Hand unterboten; der Großhandel kann Kredit zur etwaigen Finanzierung von Speicherungen nicht in Anspruch nehmen, einmal en der damit verbundenen Kosten, dann Aber auch Weil man vorläufig sonderliche Preisschwankun⸗ Zen nicht ins Auge fassen kann. Selbst bei Einkäuſen zu verhältnismäßig niedrigen Preisen verbietet sich ein speku- latives Zuwarten wegen der damit verbundenen Spesen.— Die Aufbesserung der Raten am Weltfrachtenmarkt ist zum Stillstand gekommen; vereinzelt ist bereits wieder ein leichtes Abbröckeln erfolgt, zumal ein Teil der auf- gelegten Schiffe wieder in Fahrt gesetzt worden ist, wo⸗ durch sich das Angebot an Tonnage vermehrt. In der Hauptsache waren es bisher die überseeischen Ge⸗ (reidemärkte, die zur Belebung beigetragen hatten. Aber darin ist das Abladungsgeschäft am nordamerikani- chen wie am La Plata-Frachtenmarkt ruhiger geworden. Lon Auslandofferten lagen zuletzt vor; Weizen, Barletta Russo, 78 kg, Februar-März, 11,35 fl.; Rosa Fe, 79 kg, Ware in schwimmendem Dampfer, 11,90 fl., je cif Rokterdam die 100 kg; ferner südrussischer Roggen, 9Pud, 20—25, Februar-Abladung, 9,75 fl., Märzabladung .80 fl. cif Rotterdam; Mais, Galfox, 10,90 fl. cif Mannbeim. Deutscher Weizen stark offeriert, zuletzt ab Mittel- geutschland mit 15,50 G½. Braugerste hatte lustlose Tendenz; nur für wirkliche Qualitätsware vermochten die Eigner ihre Forderungen durchzusetzen mit 18,70—18,90, sonst wurden 18,50—19 verlangt. Gegen Wochenanfang Zingen zurück Weizen von 18,50—19,25 auf 17,25—18,50 A, Roggen von 18,50—18,75 auf 15,75—16,25, Hafer von 14,25—14,75 auf 13,50—14&A. Der Maismarkt liegt andauernd flau. Die Brenner kaufen nicht in dem Umfange, wie dies der Einfuhrhandel erwartet hat. Außerdem macht sich die Konkurrenz von Marseille, Genua und Triest nach den württembergischen und bayerischen Gebieten bemerkbar, wodurch der Absatz Mannheims eingeengt wird. 7 Mehl wurde vom Auslande weiter stark angeboten. Nachdem die französischen Mehle infolge des Ausfuhr- verbotes zurücktraten, macht sich die Konkurrenz argen- tinischen Mehles bemerkbar, das mit ungefähr 26.K die 100 kg franko Mannheim an den Markt kam. Amerika- nisches Mehl war ab Kai Hamburg zu 5,75—7 Dollar, je nach Beschaffenheit, angeboten, Die süddeutschen Mühlen haben ihre Forderungen von Wochenbeginn bis jetzt er- mähigt kür die 100 kg Weizenmehl, Special 0, von 28,25 bis 29,25 auf 27—28, für Roggenmehl von 21.50—24,75 auf 24—24,50. Weizenmehl war mit 17&„ erhältlich. Inzwischen ist bekanntlich eine Erhöhung der Mehl- preise vorgenommen worden. 5 Für Fuftermittel bestand starkes Interesse, in der Hauptsache für Biertreber, Trockenschnitzel und Malz. keime. Die Nachfrage für Malzkeime ging in erster Linie wieder von den Hefefabriken aus, die erstklassige, helle, staubfreie Ware zu Läuterungszwecken erwarben. Weizenkleie Wwar mit 7,50—8,50, Roggenkleie mit—7,50 Gel die 100 kg angeboten. Zu Wochenbeginn waren zahlreiche Händler aus dem Elsaß hier eingetroffen, deren Ware, so- weit kein Ausfuhrverbot entgegensteht, infolge des jetzigen Frankenstandes, jetzt wieder hierher Rechnung läßt. Sie boten Malzkeime mit 70 Fres. einschließlich Sack, waggon- frei Kehl an; hier handelte man Malzkeime mit 12-12,50 Gl, Biertreber mit 11.50—12 6l. Französisches Heu Wurde gehandelt zu ctwa 40 Fres, die 100 kg in Preßballen, Stroh zu 20—22 Fres., Parität Straßburg; hier nannte man Waggonkrei die 100 kg Heu mit—9 644, Stroh mit 1,50%. Trockenschnitzel sind mit 10,50—41 6% ab Zuckerfabrikstation am Markte gewesen: Rapskuchen wurde mit 12 G% ab Fabrik Heilbronn in Mannheim angeboten. Melassefutter hatte flauen Markt bei weichenden Preisen, die zuletzt mit—.75 Ge, genannt wurden ab Fabrik. In- lolge des großen und billigen Angebots in Hafer lag das Melassefuttergeschäft darnieder, Weil die Verbraucher es vorziehen, sich mit Hafér zu versorgen. Hülsenfrüchte hatten kleines Geschäft bei rück⸗ gängigen Preisen. Es kostetlen die 100 kg grüne Erbsen 32 Gael, gelbe Viktoriaerbsen 40 G, weiſſe Donaubohnen 36—37 G, Frachtparität Frankfurt a.., Haferflocken 28 Gaoll, frei Mannheim. Saaten wWaren reichlich angeboten bei geringer Unter- nehmungslust, verlangt wurden für Rotkleesamen 110 bis 120., Luzerne, Provence, 130, do. italienische 125, Wieken 28, Esparsette 45 G, Frachtparität Mannheim. Das Saatmaisgeschäft ist durch den Wiedereintritt der kalten Witterung still geworden, da die Käufer ihr Gelil nicht bis zur Saat festlegen wollen. Sobald mildere Witterung eintritt wird sich die Nachfrage nach Saal- mais sowohl wie nach Wieken und Kleesamen beleben, da ohne Zweifel der neue Frost ohne schützende Schneedecke in den Niederungen zu Auswinterungen bei Getreide und Klee führen wird, die Landwirtschaft aber großen Wert darauf legt, frühzeilig Grünfütter zu haben. Der Saatenmarkt in Berlin ist außerordentlich still ver-⸗ laufen. Es wird jedoch ein Umschwung erwarlet, zumal dieses Jahr alle Saatartikel in außerordentlich schöner Qualität auf den Markt kommen. Das Geschäft in Malz war stetig. Die Brauereien sind für ihren momentanen Bedarf gedeckt und wegen der beson- deren gegenwärtigen Kreditverhöltnisse lessen sich die Brauereien und Mälzereien auf Abschlüsse zu festen Prei- spätere Lieferung nicht ein. Das Ausfuhr- geschäft liegt ziemlich darnieder, weil sich die Preise gegenüber dem Auslande noch als zu teuer erweisen, Die 100 leg stellen sich auf etwa 33—36., bei der zweiten Hand ist ab und zu etwas billiger anzukommen, dagegen werden für besonders gute Qualitätsmalze mit besserer Extraktausbeute—2 G die 100 kg mehr bewilligt. In Farb- und Karamelmalzen ist das Geschäft ziemlich unbe- deutend geworden. Das Publikum wendet sich im Bier- verbrauch mehr und mehr den hellen Bieren zu, so daß die Dunkelbiere mehr und mehr verschwinden, womit die Nach- frage nach Farbmalzen automatisch zurückgeht. Aus dem bayerischen Franken sind in den letzten Wochen ziemlich viel Malze hier angeboten worden. Die Preise waren dabei zegenüber den badischen Malzen immer noch um—2 6¼ je dz billiger; außlerdem ist die Qualität der diesjährigen kränkischen Gerste eine vorzügliche. Durch große Käufe für Belgien, Holland, Skandinavien, Frankreich und Oesterreich-Ungarn wurden die gesamten Vorräte in polnischem Malz diese Woche bei läglich steigenden Preisen geräumt. Die Preise ab Danzig sind von 13 LSstrl. auf 14 Lstrl. 15 sh per Tonne mit Sack ge⸗ stliegen. Auch hat eine Weltgetreidefirma große Bosten polnische Braugerste erworben, die im Preise von 103 auf 112 kr. Fres. fob Antwerpen angezogen hat je 100 kg. Die Hopfenpreise haussierten auf vielseitige Nach- frage der Brauereſen und des Kundschaftshandels, der durch die Erleichterung in der Unterbringung von Ren- tenmarkakzepten der Brauereien nunmehr besser als bisher in der Lage ist, Finanzierung der Geschäfte vor- zunehmen. Der Preis stieg auch hier für prima Hopfen bis auf 780 G6% je Zentner. Gleichzeitig ist ein Vorrücken der Farben und Qualitaten zu verzeichnen. Die Abschlüsse sen für Fe durchweg für Inlandsbedarf, während das xpOTtgesechäft zurzeit vollkommen ruht. Dagegen werden großle Posten fremde Hopfen importiert. eben elsässischen die vor dem Kriege zum großen Teile von deutschen Händlern und Brauereien gekauft wurden und jelzt noch Zollfreiheit genießen, sind es vornehmlich Saazer, belgische und nordfranzösische Hopfen, die für deutsche Rechnung gekauft wurden. Man nannte mir dafür folgende Preise: Belgische(Aloster) 2000 Fres., Saazer 5000 Kr., Elsässer 3000 Prcs. und darüber. Alte böhmische Hopfen Wurden zwischen 3000—4000 Kronen gehandelt. In Ghemikallen hat sich das Geschäft belebt, aller- dings nicht in dem Umfange wie erwartet wurde. Immer- hin zeigten die Verbraucherkreise für eine Reihe von Artikeln lebhaftes Interesse. Die Preise haben sich im all- gemeinen gegenüber der vorigen Woche- nicht weiter nach unten verändert, und es ist auch kaum zu erwarten, daß Ermäßigungen in der nächsten Zeit platzgreifen. Erfreu- licherweise sind die sogenannten Spekulatfonsfirmen üher kurz oder lang zum Verschwinden verurteilt, so daß der Uebergang des Geschäftes in solidere Hände erwartet werden darf. Gerichts zeitung Eeinen Slrafbefehl in Höhe von vier Wochen Gefängnis und 10,000 Gold⸗ mark Geldſtrafe erhielt der Bankbeamte Heinrxich Müller wegen Vergehens gegen die Deviſenverordnung des Reichspräſidenten. Strafkammer Mannheim Einen unerwarteten Ausgang nahm eine Berufung des Otto Kretzler von Mannheim, der wegen Körperverletzung— ex hatte einem ihn zur Ruhe verweiſenden Schutzmann in der Langen Rötter⸗ ſtraße einen Meſſerſtich verſetzt— vom Schöffengericht zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden war. Der Staatsanwalt hatte Ein⸗ ſpruch gegen das Urteil erhoben. Die Strafkammer II, vor der die Affäre geſtern nochmals aufgerollt wurde, erhöhte die Strafe auf acht Monate. Schöffengericht Mannheim Der ledige Fabrikarbeiter Valent. Benz erhielt vom Schöffen⸗ gericht(St.G. 3) wegen Körperverletzung eine Gefängnisſtrafe von 6Monaten. In angetrunkenem Zuſtande hat er ſeinem Freunde Sponagel von Sandhofen einen Meſſerſtich in die Bruſt verſetzt, der 0 Zentimeter tief eindrang, wodurch Sponagel längere Zeit im Krankenhauſe darniederlag. Ein Zeuge namens Hahne rt wurde wegen Verdacht des Falſcheides im Schöfſengerichtsſaale feſtgenom⸗ men und abgeführt. Der 23 Jahre alte Schloſſer Franz Wunderle hat in der Zabtik von Boehringer u. Söhne 300 Gr. Kokain, 500 Gr. Chinin, Kilo Strychnin entweadet und bei der Verſchiebung dieſer Chemi⸗ kalſen ſich ſelbſt verraten Heute wird nun er auf 5 Wochen ins Gefängnis geſchoben. 8 75 Einen 1 8 5 Diebſtahl führte der 43 Jahre alte Taglöhner Adam Klauer von Altrip aus. In der Nacht vom 12. auf 13. Rovember ſtahl er das auf einem Haufen lagernde, 5 Zentner ſchwere Maſſeneiſen bei der Teufesbrücke, das zur Beſchwerun⸗ der Brücke diente, wodurch der badiſche Fisfus empfindlich geſcha⸗ digt wurde. Das Gericht verurteilte den Schwereiſendieb zu 10 Monaten Gefängnis Wegen Forſtdiebſtahl hatte ſich eine ganze Corona von Ein⸗ vohnern von Wallſtadt zu verantworten. Während am 16. und 17. Oktober ſich in Mannheim die großen Unruhen abſpielten, aingen 18 Perſonen aus Wollſtadt in den Mennheimer Stadtwald, wo 44% Eetwa 100 Forlenſtämme umhieben und entwendeten. Gelegentlich anderweitiger polizeilicher Erhebungen in Wallſtadt kam der Holzdiebſtahl heraus. Die Gebrüder Johann und Adolf Biereih wurden als Täter des Forſtdiebſtahls ermittetl und das hrem Beſitz befindliche Holz. etwa 1 Feſtmeter beſchlagnahmt. die Vorunterſuchung ergab, daß ſich außer den beiden Brüdern noch 30 bis 46 Perſonen im Walde mit Holzfällen be⸗ ſchäftigten. Die Gebrüder Biereth haben ollein 12—15 Bäume gefällt. Einer der Brlider war mit einer großen Säge, der andere mit einer Axt und einem Beil ausgerüſtet. Das Holz wurde auf Handwagen verladen und nach Haus gefahren. Später wurde ein Teil davon in Feudenheim verkauft. Von 18 Angeklagten, die Straf⸗ befehle erhielten, nahmen acht die Strafe an. Gegen 10 andere wurde vor dem Schöffengericht(St. G. 3) verhandelt. Es erhielten: die angeklaagten Gebrüder Biereth, Rudolf Reiſiegel, Herm. und Fritz Large und Chriſtopy Horn je 3 Monate, Leopold Freitag, Valentin Large, Jakob Horn und Wilhelm Kern je 1 Monat Gefängnis. Außerdem haben ſämtliche Angeklagten die 8* ): Die Untuhen in Neckargemünd vor Gerichtl. Nicht weniger als vierzig Angeklagte hatten ſich in den letzten Tagen vor der Straf⸗ kammer Heidelberg wegen Teilnahme an den am 6. Dezember in Neckargemünd veranſtalteten Erwerbsloſenunruhen zu verantworten. Der Hauptbeſchuldigte war der Führer der Kom⸗ muniſten Wilhelm Herbeck aus Mückenloch, der zu 1%½ Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Zwei weitere Angeklagte wurden zu einem Jahr ein Monat Zuchthaus und zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt, während die übrigen Angeklagten ein bis zwei Monate Gefänanis erhielten. Die Unruhen in Neckargemünd nahmen des⸗ halb einen gefährlichen Chrakter an. weil mit einer Handgranate ge⸗ worden wurde. die von Herbeck ſtammte. 90 Verurkeilung von Einbrechern. Mit einer umfangreichen Strafſache hatte ſich die I. Strafkammer Karlsrube azu beſchäfri⸗ gen. Auf der Anklagebank ſaßen der Taalöhner Jakob Friedrich Wü von Karlsruhe, der Mechaniker Richard Reichenbacher von Söl⸗ lingen, der Landwirt und Schreiner Heinrich Ludwia Gilliard von Siamaringen und der Hilfsarbeiter Joſef Römer von Durlach, die ſämtlich ſchon vorbeſtraft ſind, ferner der Koch Ludwia Hinte und ſeine Mutter Mina Hinte von Karlsruhe. Der Hauptangeklaate Wüſt iſt der Anſilfter und Ausfübrer von mehr als einem Dutzend Ein⸗ bruchdiebſtählen und Eindruchdiebſtahlverſuchen, die fämtliche in Karlsruhe unternommen worden ſind. Wüft iſt in allen Fällen geſtändig, beſchuldiat aber auch ſeine Mitangeklaaten in nicht unerheblicher Weiſe. die er ſogar der Ausübung eines Mor⸗ des bezichtigt. Wüſt unternahm u. a. einen Einbruchdiebſſahl in das Garniſonslazarett, aus deſſen Lagerraum er axößere Mengen Salverſan ſtahl, die er an die im Hotel Germania wohnenden fran⸗ zöſiſchen Militärs verkaufte. Aus dem Erlös kaufte er ſich u. a. ein Aulomobil. mit dem er auch nach Berlin fuhr. Auch ein Ein⸗ bruchdiebſtahl in das Atelier von Hans Thoma war non Wüſt ge⸗ vlant, bei der Ausfübrung wurde er aber geſtört und vertrieben. Die Mitangeklagten beſtreiten eneraiſch. Wüſt bei ſeinen Einbruchdieb⸗ ſtählen bealeitet oder unterſtützt zu haben. Die Verhandlung. zu der 25 Zeugen geladen waren, nahm einen ganzen Taa in Anſpruch. Das Urteil wird am Samstag gefäſtt. Samskag, den 2. Februar 1922 — —— Folgende Nolierungen waren durchschnittlich am Markle (in Goldmark einschliegl. Emballage): Aetzkali eingegossen 2, desgl. in Stücken 68; Aetznatron 42; Antichlor fein⸗ oder grobkrist. 14.25; Chlorbarium 98/ 100proz. weiß Kristall- mehl 22, desgl. 93/proz. 19; Chlormagnesium krist. 550 Chlorzink weiß pulv. 39,50; Chlorzinklauge 70/75prOz. 20 Kali gelbblausaures 185; Kalialaun Kristallmehl 18,50; Kall- umpermanganat chem. rein feinkrist. 110; Kalisalpeter techn. rein 56; Kartoffelmehl Superior 42; Kupfervitriol 98/9pros, grobkrist. 43; Glaubersalz feinkrist..65(lose verladen! Naltriumbichromat krist. 95, desgl. geschmolzen 86; Natrium gelbblauseures 90: Natronlauge ca. 40 Gr. Bé 21; Lithopone Rotsiegel 47; Pottasche 96/8 proz. calc. gemahlen; Salmiak 98/100 weiſn feinkrist. 46: Soda cale 13.50; Soda krist..60; Schwefelnatrium 30/32proz. krist. 19,50, desgl. 60/%2proz. conc. eingegossen 29.50: Zinkvitriol techn. kris. Basis 11 Lstrl.(1000 kg einsch. Fässer); Zinkweiß Rot⸗ siegel Basis 37.10 Lstrl.(1000 kg einsch. Faàsser); alles 507 weit nicht anders vermerkt für 100 kg netto, ab verschie- denen Lagerorten; die mit“ versehenen Preise verstehen sich frachtfrei deutscher Vollbahnstation. Der Tabakmarkt ist in der letzten Woche für fast alle Sorten überseeische Tabake gestiegen. Das hat sich auch auf den Einkauf in 1923er pfälzischen Tabaken übertragen. Vie Preise haben fast von Tag zu Tag angezogen. Man zahlte im badischen Oberlande 45—55.. in der Pfalz 45—60.K. in Meckesheim 45.—50 Gl. Es sind groſte Posten von Pflansern an die Fabrikanten und Händler über⸗ gegangen. Der Einkauf gestaltete sich um so lebhafter, als die Nachfrage der Fabrikanten wieder stärker eingesetzt hat, so daß auch große Abschlüsse in 1923er Schneidetabaken erfolgten. Rippen sind ebenfalls höher im Preis gesuchl, Georg Haller ———— ùnmrr—— Deuisenmarkt Am Devisenmarkt blieben englische Pfunde ge- kragt; der französische Franken lag etwas fester aber Un⸗ sicher. Die Befestigung des englischen Pfundes führt man darauf zurück, daß in England die Befürchtungen vor drastischen kapitalfeindlichen Maßnahmen der neuen Regie- rung im Schwinden begriffen sind. Die deuische Mark notierte in Zürich 135 Centimes(je Bi-); in London genügten 17,50 Bi-A1 für das Pfund Sterling, ferner stellte Sich London gegen New Vork 4,32. gegen Paris 91,70, geden Belgien 104,12, gegen Holland 11,484, gegen Schweiz 24.84 Dagegen war London in Zürich 24881, Italien 25,15 Paris 27.05, Brüssel 23.90, New Vork.76. Amsterdamn meldete folgende Schlußkurse: Berlin 0,63375, Paris 12.52½ London 11,48625, Brüssel 11,075. Madrid 34.10 Sch. New Vork 266.75. In New Vork stellten sich: Wechsel auf Paris .72(Vortag.700. Amsterdam 37,58(37.40), London, tel, Auszahlung 4,33,75(4,30,25), 60 Tage 4, 30,62(4,27,12). Waren und Härkte Berliner Metallbörse vom 1. Februar Prelse in Festmark für 1 Kg. 3¹ 1 Aluminlum 1. 1. Elektrolytkupfer 12275 12200 in Barren 210 8 220 Ratfinatſekupfer 1,05-.07 105.07 lnn, aueländ..45-.5.60-4½78 Blei 6U,55.0 58 0,56.0,57 iutteneinn 435.4,4) 4,04 Rohzlnk(ub.-FPr.)——= okel 23˙24J) 23240 do.(r. Verk.) 0,62-08.82.83 Intimog.68-%½7 5,88—„70 Piattanzink.51..53 0,51-0,53 Sliber für 1 r. 87,50.8800 87 28-87½75 Atuminlum 2.10 Pis tin p. Gr.—— London, 1. Februat(WB) Metanmarkct. n Lst. l. d. engl. t. v. 1016 kg 31. 1. J Biei 22— 32 71 1 Kupferkass 6J.25 60 87 bestseleci. 67.25 66.50 Zink 35 25 38.2 do 3 Monat 02.— 01.02 Nickel 130— 130— Ouecksfib. 87.87 do. Elektol. 67.25 66.75 Zinn Kassa 253.50 251.— Regulus 50.— 50.— Schikfahrt Dampferbewegungen des Norddeutschen Lloyd Bremen Bremen-Nev Vork: D. George Washington am 26. 1. 20 Bremerhaven; D. München am 26. 1. an Bremerhaven; P. Seydlitz am 25. 1. ab New Lork.— Bremen- Baltimore:? D. Eisenach am 23. 1. Bishop Rock passiert; D. Westfalen am 25. 1. Dover pass.— Bremen-Brasilien: D. Erfurt am 25. 1. ab Pernambuco; D. Hameln am 23. 1. Dungeness pass. D. Hornsund am 22. 1. an Santos.— Bremen-La Plata: D. Werra am 23. 1. ab Buenos Aires; D. Köin am 28. 1. ab Vigo; D. Sierra Cordoba am 26. 1. ab Bremerhaven. Bremen-Ostasſen: D. Pfalz am 23. 1. ab Alexandrien; P- Schlesien am 24. 1. an Schanghai; DSaarbrücken am 25. 1. an Dalny; D. e am 22. 1. Gibraltar passiert; Derfflinger am 23. 1. Gibraltar passiert; D. Coblenz am 23. 1. an Bremen. ‚ Neues aus aller Welt — Poſträuber. In das Poſtamt Hebrondanitz bei Stolv in Pommern drangen 10 bis 12 mit Armeerevolvern ausaerüſtete, mas kierte Räuber ein und zwangen die Beamten zur Herausgabe Schlüſſel. Darauf raubten ſie etwa 4000 Mark und Briefmarken. drängten die Beamten und anweſenden Ortseinwohner in den ver aitterten Vorraum. durchſchnitten die Telerhonleitungen und fuchten das Weite. Man vermutet, daß die Täter aus Stolp ſtammen. —Erſchweruna der Schiffahrt durch Nebel. Wie aus Hamburd berichtet wird, iſt das ganze Gebiet der Unterelbe ſeit 36 Stunden in tiefſten Nebel gehüllt, ſodaß der Seeverkehr im allgemeinen einge ſtellt werden mußte. In St. Maragarethen iſt der nach Ham⸗ bura beſtimmte Dampfer„Geenland“ infolge des Nebels au Grund geraten. An einer anderen Stelle der Unterelbe kolli“ dierte der ſeewärts gehende enaliſche Ddampfer„Myrmi, don“ mit dem norweaiſchen Dampfer„Kongudröd, Letzterem wurde der Vorderſtewen aufgeriſſen. ſodaß er die Fa nicht fortſetzen konnte. Auch durch den Eisgang auf der Unter⸗ elbe haben mehrere Dampfer Schaden erlitten. — Sturm über Island. In den letzten Tagen herrſchte über J land ein orkanartiger Sturm. der aroßen Gebäudeſchaden anrichtete Drei Motorboote ſind an der Weſtküſte geſunken. Ein Motorboo mit ſieben Inſaſſen wird vermißt und ailt als verloren. —4 Verlangf die gufen CaluoN-HANSA Gum Iisohlen ———ů 2 Aarlauf g. den 2. Februat 1524 Maunheimer General⸗Anzeiger(mittag ⸗Ausgade) 5. Seile. Nr. 55 „„Nus dem Lande Schickſal Dadenburg, 1. Fehr. Eine erfreuliche Aufklärung fand das Mugehlic eines Armierungsſoldaten, Sohn einer hieſigen Familie, der gaß in ia auf dem Rückmarſch der Truppen vermißt wurde. Et biet, wo üngſter Zeit ein Lebenszeichen aus dem rheinheſſiſhen Ge⸗ das Glüc d Unterkunft und Exiſtenz gefunden hatte. Die Freude und 1. der Familie über den ſchon längſt Totgeglaubten war groß. 1. Feb Wiesloch. 30. Jan. Die Direktion der Nebenbahn hat auf ruar die Wiederaufnabme des Notwagenver⸗ Feiertag Teilſtrecke Wiesloch⸗Stadt-Staatsbahnhof an Sonn⸗ und beſchloſſen. Damit iſt einem lana gehegten Wunſch der ahme ung endlich entſprochen worden. Dagegen iſt bei Inbetrieb⸗ nicht erfole Straßenbahnlinie Heidelbera⸗Leimen⸗Wiesloch noch immer eine W Grund beteilig litwi at. obwohl im Stadtkreis Heidelbera der Verkehr ſeit über oche wieder aufaenommen iſt. Wie man hört, hat dies ſeinen darin. daß die Straßenbahndirektion von allen an der Linie ten und intereſſierten Gemeinden zur Vermeidung einer De⸗ rtſchaft einen monatlichen Betriebszuſchuß von 200 Mark for⸗ eh leber die Forderung iſt man in Verba⸗dlungen eingetreten. Zagerhan ſelm ſtadt. 1. Febr. Die Wahl des neuen Vorſtandes des rolle— 5 Helmſtadt iſt angefochten worden, weil keine Kon⸗ ichtmit 7 5 war, wer von den Anweſenden Mitglied und wer eiſe 9 5 war. Der neue Vorſtand, den man unvorſichtiger⸗ nehmigur Wahlkommiſſion beigegeben hatte, vernichtete ohne Ge⸗ Kontroll ig des Leiters die Stimmzetel. ſodaß eine ſorgfältige rden 51 unmöglich wurde. Die Geſchäfte des 1. Vorſttzenden ſorgt. is zur Regelung vom 1. Vorſißenden des Aufſichtsrates — Haupflehler aplsheim(bei Bruchſal), 31. Jan Auf dem Heimweg kam Hierbei ter Bender von Oeſtringen infolge des Glatteiſes zu Fall. weſen) entlud ſich ſein Cewehr(Bender war zuvor auf der Jaad ge⸗ m 7 70 die aanze Ladung aing Bender in den Unterleib. An ſei⸗ ufkommen wird gezweifelt. dem 9 Karlsruhe. 31. Jan. Die noch unaufgeklärte Mordtat an. Siiaen bomöopathiſchen Arzt Dr. Würz wurde in der heuti⸗ Samsn der Stra Dr. Würz war an einem Sprechen nachmittag im Juli 1922 zwiſchen 2 und 3 Uhr in ſeinem lebloſe ummer erſchlagen worden. Von Pattenten wurde er in faſt e Zuſtande aufgefunden. Bald darauf ſtarb er an ſeinen Ver⸗ konnt en, ſodaß er über die Täter keine Angoben mehr machen e Nun wurde in der heutigen Strafkammerverhandlung im anten von Zeugenausſagen feſtgeſtellt. daß gegen die drei Ange⸗ Nichard den Taalöbner Jakob Wüſt aus Durlach. den Mechaniker rd Reichenbacher aus Söllingen und den Landwirt und Schrei⸗ 11 Gilliard aus Sigmaringen ein Verfahren wegen Mor⸗ die die webt. In der Vorunterſuchung hate Wüſt Angaben gemwacht. beiden Mitangeklaaten ſchwer belaſteten: ſpä 18 e AN* ung der Strafkammer geſtreift. ſeine Angaben. Die weitere Unterſuchuna muß nun zeigen, ob die drei Genannten tatſächlich den Mord an dem Dr. Würz auf dem Ge⸗ wiſſen haben. Durbach(bei Offenburg), 31. Jan. Beim Ausgaben eines Birnbaumes ſtürzte dieſer nlötzlich um, wodurch zwei Söhne des Hof⸗ bauern Danner zu Boden geſchlagen wurden. Einer erlitt eine lebensgefährliche Gehirnerſchütterung. FLörrach. 31. Jan. Am Mittwoch abend entſtand im Hotel „zum Hirſchen“ im Aufbewahrungsraum für Oel, das zur Feuerung für die Zentratheizung perwendet wurde, plößzlich Feuer, das man infolge des ſtarken Qualms weder mit Waſſer noch mit Sand meiſtern konnke. Etwa 900 Liter Oel brannten. Erſt um Mitternacht gelang es den Anſtrengungen der Berufsfeuerwehr von Lörrach und Baſel das Feuer zu lokaliſieren und ein Umſichareifen auf das Hotel und die eng daneben liegenden Nachbargebäude zu verhindern. Drei Feuerwehrleute erlitten Verletzungen. Das in einem Saal des Hotels abgehaltene Konzert mußte abgebrochen werden: das Publikum konnte durch Notausgänge ohne Zwiſchenfälle den Saal verlaſſen Der durch das Feuer und Waſſer angerichtete Schaden iſt ſehr groß. Sportliche Rundſchau Nutoſvort A. D. A. C. Winterfahrt 1924— ee Zur A. D. A. C. Wintrfahrt 1924— Garmiſch⸗Partenkirchen ſind eine Reihe wertroller künſtleriſcher Ehrenpreiſe geſtiftet worden. Als ein befonders wertvolles Stück iſt die Preis iibung des„Agrip⸗ pina⸗Konzerns, der Verſicherungs⸗Vertrags⸗Geſellſchaft des A. D. A.., zu erwähnen. Dieſe iſt eine Tier⸗Plaſtik des bekannten Bild⸗ hauers Prof. Rudolf Pauſchinger⸗Stuttgart, und ſtellt eine ſchreitende Gazelle dar. Die Plaſtik mißt eine Höhe von über 50 ſt in goldpatinierter Bronze ausgeführt. Zentimeter und iſ Winter port Deutſche Zweierbob⸗Meiſterſchaft in Triberg. Sieger Bob Ruckzuck⸗Elberfeld. Nachdem die deutſche Zweierbobmeiſter⸗ ſchaft, die am 20. Januar als Schlußtag der Triberger Winterſpori⸗ woche vorgeſehen war, aber wegen des plötzlichen Tauwetters da⸗ mals auf den 30. Januar verſchoben werden mußte, konnte an dem vorgeſehenen neuen Termin unter ſehr günſtigen Witterungs⸗ und Bahnverhältniſſen in Anweſenheit des erſten Vorſitzenden des Deut⸗ chen Bobverbandes Otto Griebel und dem Sportwart des Ver⸗ ndes Maſor Berndgen, ſowje unter Teilnahme des erſten ous: geſahren werden. Die Meiſterſchaftsfahrt wurde in einem Vorlauf und zwei Hauptläufen ausgefahren, die gut verliefen. Unter un⸗ ſig zwiſchen Tatzelbaum Gadele Feanf Heſſen(Dr. Petri⸗Frank⸗ ter wiederrief er geheurer Spannung ſpitzte der Kampf im zweiten Wertungslauf furt) und Ruckzuck(Kauert⸗Elberfeld) zu, die knapp voneinander iagen. Schließlich konnce Elberfeld knapp vor Heſſen den Sieg an ſich reißen, während Tatzelbaum der dritte Platz zuflel, mit den Zeiten.52.4,.52.6 und.54.6 Minuten. In etwas weiterem ſtand folgte Mercedes III mit Weßel⸗Frankfurt an vie ter Stelle. Meiſterſchaft war noch umrahmt von den zwei Läufen des ſchiedsrennens für Viererbobs für ſolche Führer, die in dieſem Wi in der Winierſporlwoche noch keinen erſten, zweiten oder dritten Preis hatten erringen können. Da ſo manche gute Mannhaft bi⸗ her von Pech verfolgt war, ſo kamen nochmals neun Mafchi darunter tlichtige Kräfte, an den Start. Dabei fuhr Pirat⸗T die beſte Zeit des Tages mit.48.3 Minuten, dem auch der Platz zuftel. Auch die beiden wezzeren Plätze belegte Triberg Imperator und Makaric, während Frankfurt mit Bob⸗Frankfurt vierter Stelle lag. Eine beſondere Note brachte die Schau kle Bobs von Schülern, meiſt ſelbſtgebaute Maſchinen, teilweiſe Knirpen von 8 Jahren darauf. Bier dieſer Minſaturbobs ful über die Bahn und erreichten in ſturzfreier Fahrt teilweiſe beſſere Zeiten als die großen Maſchinen Man mag dieſe Erſcheinung als ei Zeichen für die Bodenſtändigkeit des Bobſports in Triberg anſehen und ſich des Nachwuchſes freuen. Die Ergebniſſe des Renn⸗ tages ſind: Zweierbob⸗Meiſterſchaft: 12 Maſchinen am Start. 1. Ruckzuck, Führer Kauert⸗Elberfeld, Bremſer Dehnhaus .52.4; 2. Heſſen. Führer Dr. Petri⸗Frankfurt. Bremſer Herbert .52.6; 3. Tatzelbaum I1, Führer Otto Griebel⸗Frankfurt, Bremſer Ernſt Griebel.54.3; 4. Mercedes III, Führer Wetzel⸗Frankfurt, Bremſer Glaͤmöri⸗Frankfurt. Weiter fuhren Kobeſs II⸗Tr'borg⸗Sho⸗ nach, Blauweiß⸗Aſchaffenburg. Framchen⸗Braunſchweig⸗Schwarz wald, Kogler⸗Stuttgart, Nazi⸗Frankfurt, Pirat II⸗Triberg, Mercedes I⸗Triberg. 0 Waberſtandsbeobochtunnen im Mong Lebruor Ruein⸗Rege 28. 29. 30. 31. 4 2. Meckarsegelf 28 2 30. 31. 1 Schu lerluiele 12—— 1 16 Mannneim 345 3353.243.18.022.97 ehl. 2.0 231 2 28 222 29 Heiletenm, Maxaun„ 42441 46400 392.87 Mannbeim 412.29 8 19 313.08 294 Rauvbd Köln..38.12.88—.53— J Herausgeber, Deucker und Verleger; Druckerei Dr. Haas, General⸗Anzeiger, G m. b. H. Mannheim. E 6. 2. Direktion: Ferdinand Heyme— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kur: Fiſcher; für das FJeuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und Lokales: Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller Welt: Wiln Müller; für Hendelsnachrichten, Aus dem Lande, Nachbargebiete. Gericht v. den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher: für Anzeigen: Karl Hüge Aluminzum, ia. Quaiität dehirüger...35 M. A8serden mit Tiolzstiel.. 1. 35 Nl. Uebenschüsseln.45.. Mehtönte.40. Aatselher.38 datz Kochtöpfe 14.50 8 unbordieft, 10—2 cm, nur Holzwaren 80 biflig Meigerbügei... 15 Pf. Naffeeslebchen 35P. nosenshecker 45 Pp, Schneeschliger. 35 pi. fleischklopler 45 PfTeeknchen oßm.. 65 p. 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Verwandten und Betannten die ſchmerz⸗ liche Mit eilung. daß heute Vormutag 9 Uhr unjer lieber Sohn und Bruder 9317 c8 2 Nichard Manz im Auer von 24 Jahten inſolge ſchweren um alls veiſchieden iſt. 15 Mannheim, Lindenhofſtr. 35, 1. Febr. 1924. In tiefer Trauer: Familie Karl Manz. Die Beerdigung findet Monſag. 4. Februar, von der Leichenhalle aus ſtalt Danksaauns. Für dle an dem Hinscheiden unseror lioben Muſter erwiesene Antellnahme u. die trostrelehen Worte des Herrn Plarrer Meſer sagen besten Dank. 932¹ dieſer Tage miiligen Preisen interessiert Sie sicher! Albert Kůlbermann Edith Kalbermann geb. Herrmann Vermählte Baden⸗Baden, Viila Edith Trauung Sonntag, den 3. Febr. 24. 1 Uhr. 1Waggon Lihpy e und ungezuckert n Kisten zu 48.8 hier eintreffend, hat Nart. Noftmann, 124.8825 Srossisten Sonderprelse. 3440 Haushaltwaren Zu erfreulich billigen Preisen Lackierwaren Leush'er teizende Faiben 75 b. 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