Venerg! anzeiger Manndeim. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. Ne 83 . de 1 Aabnprelſe: 8 Mannheim u. umtzedung vom 7. bis 13. Ich del 1029: 80 Gold⸗pfg. Dle monatl. Oezieher verpflichten welweng evt. Jenoerung der wirtſchaftlichen verhältniſſe Ichecr ig werdende breiserhöhungen anzuertennen. poſt⸗ donto 1786n Rarisruhe.— Hauptgeſchäftoſtelle born deim b6. 2.— Seſchöfts⸗Nedenſtelle Nacarſtadt, wald⸗ e. Fernſpr. Nr. 7031, i092, 7968, 7962. 7048. Telege.⸗Rör. Veilagen: Der Sport vom Sonnta; — oincarés Hoeſch bei Poincaré Um die Fortſetzung der Verhandlungen Der ſeit mehreren Tagen vorgeſehene und immer wieder hinaus⸗ eſchobene Antrittsbeſuch des neuernannten deutſchen Botſchafters aris, v Hoeſch, bei Poincaré iſt nunmehr geſtern erfolgt. Nachdem der Votſchafter Poincaré die Abſchrift ſeines Beglau⸗ kungeſchreibens überreicht hatte, entwickelte ſich ein etwa Aſtün⸗ es Geſpräch, ia deſſen Perlauf der Botſchafter einige Mitteilungen „ner Regierung machte, die ſich auf die Wiederherſtellung Modus vivendi in den beſetzten Gebieten bezogen. Der Bot⸗ ſafer legte das Memorandum der franzöſiſchen Regierung vom anuar zugrunde, um die Argumente und die Forderungen der Er überreichte Poincaré ein 9 züiſchen Negierung zu entwickeln. morandum, in dem die Argumente und Wünſche der deutſchen Regierung niedergelegt ſind. Im weiteren 0 rlauf der Unterredung wurden auch die Fragen zur Sprache ge⸗ ſich auf das Reparationsproblem als ſolches de wiſ Der diplomatiſche Redakteur der Havasagentur glaubt zu Nener. daß die Ausführungen des deutſchen Bolſchafters ſehr all⸗ feh einen Charakter hätten. Es ſcheine nicht, daß von Hoeſch ein⸗ 2785 und neue Vorſchläge zur Regelung gemacht habe. iz beſtehe Grund zu der Annahme, daß er ſeinerſeits auf die Er⸗ Nerungen angeſpielt habe, die der Reichskanzler Marx geſtern dem Ferkeierten des Schwediſchen Roten Kreuzes gegeben hat. Zu be⸗ en iſt, daß das offizielle Communique folgende Punkte enthält: Wiederheſtellung der wirtſchaftlichen und fi⸗ Ranziellen Souveränität des Reiches im Ruhrgebiet, Auein⸗ bis zweijähriges Moratorium und nach deſſen Gewährung eine feſte jährliche Zahlung, die gurch die Eiſenbahnen, den geſamten unbeweglichen Beſitz des Reiches durch Verträge, Zollabgaben und Monopole garantiert werden ſoll. Aühdainears hat die Möglichteit der Fortſetzung der dis. . dieſes Problems zwiſchen Frankreich und Deutſchland eswegs abgelehnt und habe Herrn von Hoeſch im bhdzelt gebeten, ihm die Einzelheiten der Vorſchläge, die er der breite nden Regierung zu machen gedenke. ſchriftlich zu unter⸗ , damit er ſie eingehend prüfen köane. Frankenbaiſſe und Kriegsſchädenſkondale Die franzöſiſche Kammer hat geſtern den Artikel 2 des Spar⸗ Haß dabrienceſetz s angenommen. wonach bis Ende des Etatſahres r Die parlamentariſche Lage Die Suche nach dem Nompromiß ſun Berlin, 12. Febr.(Von unſerm Berliner Büro.) Die Verhand⸗ nun n über einen Kompromiß für die dritte Steuernotverord⸗ — ſind auch geſtern noch nicht beendet worden, nicht im nega⸗ Wog Sinn, aber auch nicht im poſitiven. Bei dieſen, immer von der de ſicht auf die kommenden Wahlen beſchatteten Erörterungen, bei dann keine Partei ſich allzu ſehr zu exponieren wünſcht, iſt man Notd ſchließlich auf die Idee verfallen, die Materie nicht durch eine erordnung, ſondern auf dem Wege eines Gefetzes zu date das ſelbſtverſtändlich Reichsrat und Reichstag zu paſſieren Pens. Auch dabei freilich iſt man bald auf ein Pein ſchaffende⸗ ſr tagramma geſtoßen: Bedeutet die Einſtellung der Zinszahlungen beſtr Meichsaneihe nicht eine Aenderung der Verfaſſungs⸗ l mmungen über das Eigentum, und wäre zu dieſem Ende wieder die mit Recht ſo unbeliebte qualifizierte zwei Dritbdel e l vonnöten? Ueber dieſes Problem hat man ſich geſtern die gerbrochen und wird ſie ſich auch heute noch zerbrechen. Der R kwärts“ meint: Sobald die Regierung ſicher iſt, daß ſich für die 9 rhe der Aufwertungsfrage im Reichstag dieſe zwei Drittel Fal deit erzielen läßt, würde ſie dieſen Weg beſchreiten. In dem en ſich das Plenum des Reichstags zunächſt mit dieſer Frage ftigen. Die Ausſichten auf Derhandlungen derden niede im übrigen nach wie vor verſchieden beurteilt. Uns wurde eiaebolt erklärt, ſie ſtünden günſtig. Der„Vorwärts“ hingegen vird zu einer äußerſt peſſimiſtiſchen Auffaſſung der Lage. Allerdings Appo ſeſtzuſtellen ſein, daß die Sozialdemokratie ſich z. Zt. überaus 0 ſitonell ſtellt und hinter die Bedürfniſſe der Wahl⸗ lben on alle ſtaatspolitiſchen Rückſichten Zurücke gedro läßt So iſt es auch zu verſtehen, wenn im„Vorwärts“ heute ſber 5 wird: Falls die Reichsregierung nicht mit einer Erklärung Ermz 05 innen⸗ und außenpolitiſche Lage und die Auswirkungen des duuße„igungsgeſehes vor den Reichstag trete und daran ſich eine anef bolitiſche Ausſprache ſchließen würde, würde man 80 ſͤche erzwingen, indem man die Tagung mit der Beratung einer Wordwüge auf Aufhebung oder Aenderung der zahlreich erlaſſenen nungen der Reichsregierung einleite. os iſt wieder einmal ganz unverantwortliches Ge⸗ en.6 Die Regierung hat bereits geſtern in aller Form mittei⸗ att dben, daß ſie eine ſolche Erklärung für den Wiederzuſammen⸗ tan e Reichstags vorbereite. Sie hat ſicher im Traume auch nicht gedacht, die übliche„große politiſche Ausſprache“ zu verhin⸗ Nalt bſchon ſie vielleicht über die Bedeutung dieſer angeblich großen ze ähnlich ſkeptiſch denkt, wie andere Leute auch. Reichstag am 20. Februar ee Aelteſtenrat des Reichstags beſchloß, die nächſte Uber iZung auf Mittwoch, 20. Februar, nachmittags 3 Uhr, an⸗ getdunen. Die Tagesordn wird erſt Ende dieſer Woche feſt⸗ werden. Sde hängt in erſter Linie davon ab, ob die dritte as cnotverordaung in die Form des Geſetzes uungeändert wird, 25 ein Reichstag zu beſchlleßen iſt. Nicht wahrſcheinlich iſt es, n Reichstag noch die Wahlgeſetzvorlage unterbreitet wird. Auswärtige Ausſchuß des Reichstages iſt auf den eie uer, vormitlags, zur Beſprechung der außempolitiſchen berufen worden: Inebeſondere ſoll über die Rhein⸗ und Fen⸗ und Innenpolitik BVerkaufspreis 10 Soldpfennig 1924— Nr. 71 us Seit und Lebe 1924 keine neuen Beamten in den Staatsdienſt eingeſtellt e dürfen. Ferner hat die Kammer eine vom Senat bereits vor einer Woche verabſchiedete Vorlage angenommen, durch die die Urheber von Falſchmeldungen. die den Rückzua von Sparauthaben bewirken. mit Gefängnis von drei Monaten bis drei Jahren und Geldbußen von 1000 bis 20 000 Franken beſtraft werden können. Perſonen, die durch ſpekulative Manöver den Sturz des Frankenkurſes veranlaſſen, können zu ſechs Monaten bis drei Jahren Gefünanis und 5000 bis 50 000 Franken Buße verurteilt werden. Der Kriegsſchädenſkandal in Frankreich Der Präſident der Kommiſſion für die Reviſion der Kriegsſchä⸗ den hat erklärt, daß die Reviſion der erſten 115 Kriegsſchadenhefle bei zwei Dritteln unrechtmäßige Ueberſchätzun⸗ gen ergeben habe. Clemenceau iſt, wie der„Voſſiſchen Ztg.“ aus Paris gemeldet wird, am letzten Mittwoch von Millerandempfangen worden. In den Krei⸗ ſen des Elyſees würde verſichert, dieſer Beſuch ſtehe mit den Ver⸗ öffentlichungen über den angeblichen Geheimvertrag im Zuſammen⸗ hang. In parlamentariſchen Kreiſen jedoch erklärt man, daß die von Millerand angeregte Unterhaltung, die gegenwärtige innerpolitiſche Lage und die Möglichkeit einer wachſenden Verwicklung geſchaffen hätte, mit anderen Worten, Millerand hätte ſich mit Clemenceau über eine mögliche Miniſterkriſe beſprochen. Eine Machtprobe zwiſchen Macdonald und Poincare: Di„Deutſche Allg. Zig.“ meldet aus London, daß die Gefahr beſtehe, daß eine Verſtändigung zwiſchen Paris und London mit gänzlich unmöglichen wirtſchaftlichen und politiſchen Be⸗ laſtungen für Deutſchland erkauft zu werden drohe. In unter⸗ vichteten Kreiſen würden jetzt als Reparationsſumme 50 Milliarden genannt. Die franzöſiſchen Zugeſtändniſſe hinſichtlich der Frage der Ruhrbeſetzung würden zur Vorausſetzung haben, daß die Ruhreinkünſte ganz oder teißweiſe durch eine internationale Finanz⸗ gruppe garantiert würden, wodurch England de facto als Teilnehmer in das Ruhrunternehmen eintreten würde. Daneben ſeien Verhandlungen über eine aktive Bereiligung engli⸗ ſcher Induſtrieller erneut im Gange. Eg habe den Anſchein, als ob Poincares neue Politik durch Zugeſtändniſſe in Einzelfragen die Zu⸗ ſtimmung Englands für die großen Richtlinjen der franzöſiſchen Politik zu erlangen, in London auf günſtigen Boden falle. Z2T2E2 r W Ruhrfrache verhandelt werden, wozu wiederum die Abgeordneten aus dem Weſten hinzugezogen werden. Heraufſetzung des Wahlalters Fialls es, worüber einſtweilen noch keine Klarheit herrſcht, zu einer Beratung der Novelle zum Reichstagswahlrecht kommen ſollle, denke man, wie in parlamentariſchen Kreiſen verlautet, bei der Ge⸗ legenheit auch das wahlberechtigte Alter von 20 auf 25 Jahre hinaufzuſetzen.— Endlich! Der Wahlſieg in Thüringen Das vorläufige amtliche Geſamtwahlergebnis beträgt nach An⸗ gabe des thüringiſchen Landeswahlkommiſſärs: Ordnungsbund 364 601, Vereinigte Sozialdemokratiſche Partei 183 094, Kommuniſten 149 205, Deutſchvölkiſche Partei 76 793, Freier Wirtſchaftsbund 33 028, Unabhängige 6 196. Danach würden entfallen auf den Ordnungs⸗ bund 32, die Sozialdemokraten 15, die Kommuniſten 12 und die Deutſchvölkiſchen 6 Sitze. Die 32 Mandate des Ordnungshundes verteilen ſich wie folgt: Landbund 12, Deutſche Volkspartei 8, Deutſch⸗ nationale Volkspartei 4, Demokraten 3, Vaterländiſche Verbände 2, Handwerk und Hausbeſitz 2, Beamtenvertreter 1. lleber die Wirkung der Landtagswahlen verlautet aus Weimar, daß eine rein bürgerliche Regierung unter wohlwollender Neutralität der Deutſchvölkiſchen oder aber eine große Koali⸗ tion unter Einſchluß des Landbundes, der Deutſchen Volkspartei, der Demokraten und Sozialdemokraten gewiſſe Ausſichten hätten. Eine geſunde politiſche Arbeit im erſten Falle erſcheint bei dem Ver⸗ halten der Deutſchvölkiſchen ausgeſchloſſen. Die Berliner Preſſe Die Blätter der Rechtsparteien tragen eine große Begeiſterung zur Schau. Das Organ der Deutſchen Volkspartel, die„Zeit“ ver⸗ tritt neben der Genugtuung über die Niederlage der Sozialdemo⸗ kratie den Gedanken der großen Koalition in Thüringen. Die ⸗Germania“ bezeichnet das Anwachſen der beiden grundſätzlichen Oppoſitionsparteien als typiſch. Die Bürgerlichen hätten zwar eine Mehrheit, aber die Deutſchvölkiſchen bildeten das Zünglein an der Wage, man wiſſe alſo, welch unſichere Kantoniſten die Deutſchvölki⸗ ſchen ſind. Der Vorwärts meint, der Sieg des Ordnungsblocks ſei durch eine Stärkung der Rechts⸗ und Linksradikalen erkauft, die die demokratiſche Staatsordnung negieren und die Gewalt auf ihre Fahne geſchrieben haben. — Sachverſtändige und Landwirtſchaſt Der erſte Sachverſtändigenausſchuß hielt geſtern eine Beratung mit Vertretern der deutſchen Landwirktſchaft ab. Freiherr von zangenheim legte eingehend die finanzielle Lage der Land⸗ wirtſchaft dar, während Dekonomierat Kaiſer die Sachver⸗ ſtändigen im weſentlichen über die Steuerbelaſtung der Landwirt⸗ ſchaft und über den jetzigen Stand der Volkswirtſchaft unterrichtete. Die Sachperſtändigen bezeugten außerordentliches Intereſſe an den Daxlegungen, und die Sitzung zog ſich in unvorhergeſehener Weiſe in die Länge, ſo daß ſie vorzeitig abgebrochen werden mußte. Der Reſt des von den landwirtſchaftlichen Vertretern vorgeſehenen Be⸗ te ſoll den Sachverſtändigen nunmehr ſchriftlich unterbreitet verden. Der frühere Miniſterpräſtdent Orlando hat ſich nunmehr entſchloſſen, in die große faſziſtiſche Wahlliſte einzutreten. -Seitung und Mannheimer Muſik-Zeitung reichen. (beſonders auf die der Vereinigten Staaten? An der Spitze der faſziſtiſchen Linje ſtehen Muſſolini, Salandra und Orkartdo. del vorauszahlung pro eln⸗ 5 ſpaltige Rolonelzelle für Augemeine Anzeigen.40 Goldmart 71 Gata Anzeigenpreiſe nach Carlf, Rekl 1,50 2. Füͤr Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Rusgaben wird keine verantwortung über⸗ nommen. höhere Oewalt, Streiks, Setriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erfatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Rusgaben oder für verſpütete Rufnabme von An⸗ zeigen. Ruftr. ö. Lernſpr. obne Gewähr. Gerichts ſt. Mannheim. Aus Lochs Khein⸗Denkſchriſt Der dritte Band von Woodrow Wilſon, Me⸗ moiren und Dokumente über den Vertrag zu Ver⸗ ſailles“, die R. St. Baker herausgab(Verlag Pauf Liſt⸗ Leipzig). enthält im Gegenſatz zu ſeinen Vorgängern ledig⸗ lich Dokumente über die verſchiedenen auf der Konferenz be⸗ ſprochenen Fragen und eingetretenen Kriſen. Auch die Denkſchrift Fochs vom 10. Januar 1919 über die Rhein⸗ arenze, die er im März Wilſon überſandte und die neben dem militäriſchen Programm daber auf amerikaniſche Men⸗ talität geſchickt Rückſicht nimmt, iſt hier wiedergegeben. Wir drucken im folgenden die im Augenblick beſonders intereſſie⸗ renden Teile des Fochſchen Memorandums ab. Um eine Erneuerung zu verhüten, genügt es zweifellos nicht, die Form der deutſchen Regierung zu ändern. Nachdem die Hohen⸗ zollern jetzt, unter Bedinaungen. die für dieſe Dunaſtie und für alle militäriſchen Monarchien beſonders diskreditierend ſind. abgedank! haben, erſcheint, wenigſtens für einige Zeit. die Wiedereinrichtung des imperialiſtiſchen Syſtems als unwahrſcheinlich. Doch eine auf den aleichen Prinzivien zentraliſierte Macht und des Mi⸗ litarismus errichtete Republik die ganz Deutſchland in der Hand hält, wird genau ſo gefäbrlich ſein und eine Be⸗ drohung für den europäiſchen Frieden bleiben. Dies möchte ſich ſoaar vielleicht unſchwer in einem Lande verwirk⸗ lichen laſſen, das vom preußiſchen Geiſte. von militäriſchen Theorien durchtränkt iſt, und wo. ebenſoſehr infolge des natürlichen Charakters wie der hiſtoriſchen Traditionen. im höchſten Maße das Prinziv der Autorität und der Zentraliſation verkörpert iſt. Ja. eine deutſche Republik, befreit von dem Hindernis. das zweifellos das Vorhanden⸗ ſein kleiner Fürſtentümer bildet. bat Ausſicht, aus ſeiner ſo vollſtän⸗ dia erzielten Einheit und ebenfalls aus der Lebenskraft und Aktivität, beſonders auf wirtſchaftlichem Gebiet eines Landes, das jetzt in engerer Berührung mit ſeiner Regierunga ſteht. einen Ueberſchuß an Kraft zu ziehen. Nur dadurch, daß man die durch Niederlage und Redefreiheſt zu einer korrekteren Auffaſſuna von Necht und Gerechtigkeit gebrachten Gemüter wieder gerade bieat, ſowie durch umfaſſendere Mit⸗ wirkuna bei der Kontrolle der Exekutivaewalt ließe ſich eine demokratiſche Verwaltung der öffentlichen, ſcheinbar republikaniſchen Inſtitutionen erzielen. die ſonſt eine volle deſpotiſche Gewalt beſitzen würden. Es wird einige Zeit, zweifellos eine lange Zeit dauern, ehe wir das Ergebnis einer ſolchen Entwicklung ſehen werden, da wir entſchloſſen ſind, das Werk der Ueberzeuaung nicht durch Gewalt⸗ anwendunag zu beſchleunigen und uns nicht in die inneren deutſchen Angelegenheiten einzumiſchen. Jedoch. allen Reſpekt vor deutſche Art, dürfen wir ſo vertrauensvoll ſein. um unſere Prinzipien von Freiheit und Gerechtiakeit, ſa ſelbſt unſere Exiſtenz durch eine ſchwan kende öffentliche Meinung und durch reaktionäre Kräfte, die ſenſel des Rheins Plak areifen mögen. zu gefährden. und können wi⸗ ſofort Regimentsſtäbe und zahlreiche Klaſſen aut diſziplinierter Sol⸗ daten, das heißt eine ſehr ſtarke Armee, in einen neuen Krieg ſtürzen? 3J3 In der Tat, welche Form politiſcher Organiſationen auch in der nahen Zukunft jenſeits des Rheins vereinbart werden möchte, ſtets wird auf dem Oſtufer des Stroms eine deutſche Bepölkerung von 64—75 Millionen Einwohnern verbleiben, zuſammengehalten durch das natürliche Band gemeinſamer Sprache und damit gemeinſamer Ideen, wie gemeinſamer Intereſſen. Dieſen deutſchen Kräften ver⸗ mögen Belgien, Luxemburg, Elſaß⸗Lothringen und Frankreich ins⸗ geſamt nur 49 Millionen Einwohner entgegenzuſtellen. Ledig⸗ lich unter Mitwirkung der Länder jenſeits des Meeres kömen ſie das Gleichgewicht mit den feindlichen Zahlen wie 1914—1918 er⸗ Aber man muß auf dieſe Hilfe warten, und wie lange, —2„* J Auf dem Invaſionswege hat die Natur eine Barriere, doch nur eine, geſchaffen: den Rhein. Der Rhein muß dazu verwendet und befeſtigt werden; daher muß er bereits in Frie⸗ denszeiten beſeßt und eine eniſprechende Organiſation geſchaffen werden. Ohne dieſe fundamentale Schumoß nahme bleibt Weſteuropa feiner natürlichen Grenze beraubt und wie in der Vergangenheit der Gefahr eines vielleicht noch ſtärker Einfalles ausgeſetzt. Ohne dieſe Schutzmaßnahme werden die ind ſtriellen und friedlichen Länder Nordweſt⸗Europas ſofort von de Flut barbariſcher Kriege überſchwemmt, die kein Deich abwehrt. Der Rhein, an ſich ſchon ein ernſthaftes Hindernis, bietet Zeiten, wenn die Maſchinengewehre der Verteidiger den Angreif! zwingen. ſeine Zuflucht zu dem Gebrauche von Tanks zu nehme der Ueberquerung beſondere Schwierigkeiten. Von der Schweiz bis⸗ Holland, auf einer Front von mehr als 600 Km. deckt dieſes un⸗ unterbrochene Hindernis die alltierten Länder ohne die Möglichte! einer Flankierung. Ferner bildzt er, dank der befeſtigten Städle, die noch eine Verſtärkung bilden, dank der Verkehrsmittel(Straße; und Eiſenbahnen), die an ihm zuſammen⸗ oder an ſeinen Ufern entlang laufen, eine hervorragende Manövrierbaſis für eine Gegen⸗ offenſive. Mainz, Koblenz, Köln liegen nur ſe drei Tagesmärſche vonein⸗ ander entfernt. Jeder Verſuch des Feindes, zwiſchen dieſen Stüdten einen Uebergang zu erzwingen, würde auf beiden Ufern einer Flanken⸗ und Rückenbedrohuna ausgeſetzt ſein, da jeder Brückenkop den wir am Rhein in Beſitz haben, den benachbarten flankiert u. es ermöglicht. einer ſolchen Offenſive von der Flanke oder vont Rücken her entgegenzutreten. Generalfeldmarſchall von Moltke ſah den Rhein als Deutſchlondz militäriſche Grenze an, heute hat ſich die Situation zum Vorteil der Koalition verkehrt. Sie kann den ſo geſicherten Vorteil nicht cuf⸗ geben und den Abwehrſchild dieſes Gebietes— den Rhein— uſchn preisgeben, ohne ihre Zukunft ernſtlich zu gefährden. Die Wacht ur Rhein“ muß von nun an zum Kampfruf Frankreichs werden! In Zukunft ſollte der Rhein die 2 militäriſche Grenze der deutſchen Länder werden. In Zukunſt ſollte man Deutſchland aller Zugänge und Aufmarſchgebiete, das heißt jeder territorialen Oberhoheit auf dem linken Ufer des Stromes berauben, mit anderen Worten, jeder Möglichkeit eines raſchen Eindringens wie 1914 in Belgien und Luremburg, um die Nordſeeküſie zu erreichen und die vereinigten Königreiche zu bedrohen, um die natürlichen Vertei⸗ digungsmittel Frankreichs. Rhein und Maoſel, zu flankieren, die nörd⸗ lichen Propinzen zu erobern und in das Pariſer Gebiet einzudringen. Dies iſt für Gegenwart und die nahe Zukunft eine unerläßliche Ga⸗ rantie für den Frieden wegen: 1. der materiellen und moraliſchen Lage Deuſſchlands, 2. ſeiner numeriſchen Ueberlegenheit gegenüber d demokratiſchen Ländern Weſteuropas. * Es iſt darauf hinzuweiſen, daß es Sache des Friedensvertroge⸗ iſt. den Satus der Bepölkerung des linken Rhein ufers, ſoweif dieſe nicht in die franzöſiſchen und belgiſchen Greuzen einbezogen wird, feſtzuſegzon ——— 2. Seite. Nr. 71 Mannheimer General-Anzeiger(Mittag⸗Ausgabe) Dienskag, den 12. Februat 192 Aber welche Form dieſe Organiſation auch annehmen ma muß, wie folgt, die oben dargelegten weſentlichen militäriſchen 1 5 Der„Abbau“ in der 9 falz toren in Rechnung ziehen: Die völlige biete durch militäriſch neutrale Zonen auf dem rechten Ufer; 2. die Sicherſtellung 7 linken Rheinufers durch alkiierte Streitkräfte; 3. die Sicherung der für die wirtſchaftliche Aktivität der Gebiete des linken Rheinufers notwendigen Ausgänge, indem man ſie mit den anderen weſtlichen Staaten zu einem gemein⸗ ſamen Zollſyſtem zuſammenſchließt. Unter dieſen Bedingungen und in Uebereinſtimmung mit den von allen anerkannten Grundſätzen der Freiheit der Völker iſt es möglich, an die Errichtung neuer autonomer Staaten auf dem linken Rheinufer zu denken, die ſich mit den oben dargelegten Einſchränkungen ſelbſt verwalten, eine Einrichtung, die unter dem Beiſtand einer ſtarken natürlichen Grenze, des Rheins, das einzige Mittel ſein wird, um den Frieden Weſteuropas zu ſichern. * Das Zie dieſer Entſcheidung, die rein defenſiver Natur iſt und und verwüſtete das auto. Die Separatiſten mußten auf der Zoll⸗ einem deutſchen Angriff wache Schutz ſuchen, den ſie dort auch fanden. ſofort angenommen werden muß, iſt, Widerſtand zu leiſten und den primären dadurch bedingten Notwen⸗ digkeiten zu begegnen Es handelt ſich um eine lebenswichtige Organiſation, denn der Krieg, iſt er einmal zum Ausbruch ge⸗ kommen, lebt nur von Realitäten, von materiellen Kräften, die unter beſtimmten zeitlichen Bedingungen eingeſetzt werden: natür⸗ lichen Verteidigungslinien oder defenſiver Organiſation, Zahlen, Be⸗ waffnung ufw. Dies ſind die oben als notwendig feſigeſtellten Be⸗ dingungen Sie ließen ſich, wie man hier ſah, unter der Oberaufſicht und dem Patronat der Nationen verwirklichen, die den Völkerbund des 1 begründen: Belgien, England, Vereinigte Staaten und Frankreich. Unter dem Schutz dieſer defenſiven Maßnahmen würde der Völkerbund, wenn erſt feſt begründet, ihnen eine moraliſche Stütze verleihen, würde ſelbſt durch jene Nationen, die kamen, um die gleichen Prinzipien des Rechts und der Gerechtigkeit zu verteidigen, verſtärkt werden und in Zukunft defenſive Richtlinien zur prakti⸗ ſchen Durchführung feſtſetzen. Der erſt einmal ſo begründete Bund mit ſeinen Statuten und Machtmitteln könnte ſich progreſſiv durch den allmählichen Zutritt anderer Nationen zu dem Völkerbund umwandeln; zuerſt neutraler Nationen, ſpäter feindlicher Nationen. Die erſtrebten Reſultate würden, einmal erzielt, derart ſein, um allmählich die militäriſchen Laſten der Nationen, die den Bund bilden werden, zu verringern. Das iſt ein Ideal, das ſich erſt in unbeſtimmter Zukunft ver⸗ wirklichen läßt. Unter dem Schutze der oben ausgeführten Deſen⸗ ſivmaßnahmen wird die Verwirklichung möglich ſein. Ohne dieſe wird die Ziviliſation der Gefahr eines neuen deutſchen Angriffs — ſein, dem diesmal nicht rechtzeitig Halt geboten werden e. Das Kriegsglück hat die Rheinlande, dank verſchiedener Um⸗ ſtände und eines Zuſammenwirkens alliierter Streitkräfte in un⸗ ſere Hände geſpielt, aber das läßt ſich auf lange Zeit hinaus nſcht wiederholen. Der heutige Verzicht auf dieſen feſten natürlichen Schutzwall ohne andere Garantien als Inſtiturionen moraliſcher Art und voller femer unbekannter Schwierigkeiten würde vom miſttäriſchen Standpunkte aus das Eingehen höchſten Riſikos be⸗ deufen. Die Armeen vor allem wiſſen es, wie viele Leben ſie das gekoſtet hat. F. Foch. Eine Ronferenz über den Achtſtundentag: JBerlin, 12. Febr. Von unſ. Berliner Büro.) In den letzten Beratungen des engliſchen Kabinetts wie ſich der„Vorwärts“ aus London melden läßt, auch ein Projekt des Arbeitsminiſters Tom Shaw eine Rolle geſpielt n, die Arbeitsminiſter aller in Frage kommenden Länder zu einer Konferenz über den Acht⸗ Stundentag nach London einzuladen. Dabei ſoll es ſich vor allem darum handeln, die Ratifizierung des Waſhingtoner kom⸗ mens zu beſchleunigen und den achtſtündigen Arbeitstag inter⸗ national feſtzulegen. Auch Deutſchland, ſo ſchließt die Drahtung des ſozialdemokratiſchen Zentralorgans, von wo dem Acht⸗Stundentag neue Gefahren drohen, würde zu der Konferenz ein⸗ geladen werden. Der Vorwärts der ſich darauf beruft, daß der Vertrag von Verſailles ſelbſt die Bezahlung der Reparationen durch Verlängerung der Arbeitszeit ſagt der Drahtung ſeines Londoner Korreſpondenten noch einen Kommentar hinzu:„Will die deutſche Regierung nicht den deutſchen Arbeitnehmern die Ueber⸗ zeugung beibringen, daß ihr Intereſſe von einer fremden Macht mehr gewahrt werde als von der eigenen, ſo wird ſie ihre bisher unter dem Einfluß der Unternehmer(9 ſtehende Haltung auf⸗ geben und die engliſche Anregung kräftig unter⸗ ſtützen() müſſen. Von irgend einem Verſtändnis für die Erforderniſſe der durch Krieg, Revolution und Inflation geſchwächten deutſchen Wirt⸗ ſchaft iſt, wie man daraus erſieht, die ſozialdemokratiſche Partei weiter entfernt denn je. e Ein Brief Bergdolls. Der Deutſchamerikaner Bergdoll hat, an den badiſchen Staatspräſidenten einen Brief ge⸗ ſchrieben, in dem er ſeine Zufriedenheit darüber ausſpricht, daß durch die Begnadigung der Eberbacher Attentäter die Begna⸗ ige Verhinderung des Zutritts deut⸗ ſchen Militärs und politiſcher Propaganda in die Gebiete des linken Rheinufers, vielleicht ſogar den Schutz dieſer Ge⸗ er militäriſchen Beſetzung der Gebiete des Einige Verfügungen der Beſatzungsbehörde ſcheinen auf eine lindere Tonart gegenüber der Bevölkerung hinzudeuten. So wird der Verkehr der Skraßenbahn über die Rheinbrücke zwiſchen Mannheim und Ludwigshafen von heute ab wieder geſtattet ſein. nachdem es viele Monate unterbunden war. In Lan dau wurde die Anordnung der ſtädtiſchen Polizei unter den Vefehl des franzöſiſchen Platzkommandanten am 7. Fe er wieder aufgehoben. Die Separatiſtenfahne iſt vom Bürgermeiſteramt Kaiſerslautern auf ungeklärte Weiſe ſeit verſchwunden. Dagegen weht ſie noch auf dem Dache des Bezirksamt bis auf weiteres. Eine neue Schandtat! Am 9. Februar vormittags erſchien ein Kraftwagen mit Se⸗ paratiſten in Neuburg, um den Bürgermeiſter feſtzu⸗ nehmen. Als ſich dieſer widerſetzte, erhielt er einen Bruſt⸗ ſchuß und einen Schlag mit dem Gewehrkolben auf den Kopf. Lebensgefährlich verletzt wurde er nach Karlsruhe ins Krankenhaus eingebracht. Der Bevölkerung bemächtigte ſich eine ungeheure Erregung, ſie ſchlug die Sonderbündler zum Ort hinaus Wo iſt Dorten? Der„Köln. Zeitung“ wird aus Bad Ems gemeldet: Das hieſige ſtaatliche Kurhaus, das ſeit Anfang November 1923 der Sitz der Dorten'ſchen Regierung war, iſt nunmehr von den Sonder⸗ bündlern verlaſſen und die Fahne entfernt worden, nachdem Dorten ſchon ſeit einiger Zeit von dort verſchwunden war. Der deutſche Pfalztag Eigenartiges Derhalten der preußiſchen Regierung UEBerlin, 12. Febr.(Von unſ. Berl. Büro.) Die preußi⸗ ſche Regierung hat ſegen den Pfalztag ſeltſamerweiſe ſchwere Bedenken gehabt. Zunächſt außenpolitiſch, obſchon es nicht eigentlich ihres Amtes iſt, ſeb den Kopf um unſere Außenpolitik zu zerbrechen. Hiernach hat ſie, wie wir glauben möchten, Reſſort⸗ empfindlichkeiten und partikulariſtiſche Erwägungen vorge⸗ —857 wenigſtens ſcheint ſich das aus dem Wortlaut eſner Wolf⸗ ſchen Meldung zu ergeben, die geſtern das reichlich ſpäte Einver⸗ ſtändnis der preußiſchen Stgatsregierung ankündigte. Sie hat dar⸗ nach ihre Bedenken zurückgeſtellt, nachdem von ihr feſtgeſtellt worden ſei, daß die Sammlungen auch für die beſetzten Gebiete Preußens beſtimmt ſeien. Dieſe Motivierung iſt immerhin eigenartig, kein Menſch daran gedacht, Preußen von den etwa aufkommenden Summen aus⸗ zuſchließen. Eine einfache Anfrage bei dem Arbeitsausſchuß hätte bereits vor 8 Tagen die Aufklärung gebracht, daß dieſer von Anfang an bereit war, das Samnmelergebnis zwiſchen der Pfalz und dem übrigen beſetzten Gebiet auszuteilen. Sodann aber: Hat nicht auch Bayern für die Ruhrhilfe beigetragen, hat man nicht auch dort für Oberſchleſien geſammelt und gekämpft? Wir fürchten, mit derlei partikulariſtiſcher Engherzigkeit leitet das Mini⸗ ſterium des Herrn Braun nur Waſſer auf die Mühlen der Kreiſe, die„Los von Preußen!“ rufen. Auf alle Fälle trägt die preußiſche das ganze Reich zu erfaſſen beſtimmt war, durch Partikularismus und Parteipolitik hinausgezögert worden iſt. Die Schuld würde ſich noch erheblich vergräßern, wenn ſich herausſtellen ſollte, daß es für ſie überhaupt zu ſpät geworden iſt. Ddie Lage in Bayern Beleibigungsklage gegen Kahr Profeſſor Dr. Rothenbücher hat gegen den General⸗ ſtaatskommiſſar Dr. v. Kahr Strafantrag wegen Beleidigung geſtellt, die durch den in der amtlichen Veröffentlichung über das Verbot der Verbreitung der von Rothenbücher verfaßten Bro chüre „Der Fall Kahr“ enthaltenen Satz begangen ſei, daß die Broſchüre grobe Unwahrheiten und tendenziöſe Entſtellungen enthalte. Zehn Angeklagte im hitler⸗Prozeß Die Zahl der Angeklagten im Hitlerprozeß hat ſich auf 10 ver⸗ mehrt. Als zehnter Angeklagter erſcheint der frühere Oberleutnant Bernet, der Stiefſohn des Generals Ludendorff, wegen Beihilfe zum Hochverrat vor Gericht, da er der Verbindungsmann wiſchen Ludendorff und dem Leutnant Wagner von der Infanterieſchule ge⸗ weſen ſein ſoll. Das Ermittelungsverfahren gegen die Organiſation Conſul iſt nunmehr zum Abſchluß gekommen. Sobald es entſchieden iſt, ob der Fall dem Staatsgerichtshof oder den ordentlichen Ge⸗ richten überwieſen werden ſoll, dürfte gegen die Beteiligten die An⸗ klage wegen Geheimbündelei erhoben werden. Es ſoll ſich dabei um rund 40 Angeklagte handeln, Mitglieder der Coßtſul, ſowohl von Norddeutſchland wie von Süddeutſchland. In Haft befindet ſich keiner der Angeklagten. Baldwin wurde geſtern in einer Verſammlung der Konſer⸗ bativen einſtimmig zum Führer der Partei wiedergewählt. Baldwin erklärte, daß der allgemeine Schutzzoll als Teil des digung eines badiſchen Staatsbürgers durch die Ver⸗ Regierung die Schuld daran, daß eine vaterländiſche Aktion, die ha Gegen oͤie Nadikaliſtierung der Geamten Die radikale Einſtellung der Beamtenorganiſotiena, die im Lager des Allgemeinen Deutſchen Beamt! 1 bundes zuſammengeſchloſſen ſind, hat mehrfach zu Kon flikte mit der Regierung geführt, die den ſchärfſten Ausdruck in Eiſenbahnerſtreik des Jahres 1922 fand. Vor etwa Monaten hat der Reichsverkehrsminiſter die Reichsgene ſchaft deutſcher Eiſenbahnbeamten aufgefordert, den§ 2 ihrer Sane gen, der die Streikbeſtimmung enthält, zu ändern. da die 10 werkſchaft dieſer Aufforderung bisher nicht nachgekommen iſt, hat ib Miniſter der Organiſation jetzt ein Schreiben geſandt, in dem er 0 teilt, daß, falls nicht eine Aenderung in der Politik der Gewerkſche eintrete, die dadurch gemäß der Stellungnahme der Reichsregierung gebotenen Folgerungen gezogen werden müſſen. die Auch Miniſter Severing hat ſich veranlaßt geſehen, gegen Einſtellung des Verbandes der preußiſchen Polibe. beamten Stellung zu nehmen. Durch Schreiben vom 15. 99 hat er aus Anlaß eines von dieſem Verband veröffentlichten Artik der Severing ſchwer angriff, der Verbandsleitung eröffnet, da 1 jede Verhandlung mit der Polizeiorganiſation abbrech! annehmen ſollte. Deutſch⸗polniſche verhandlungen Die Meinungsverſchiedenheit zwiſchen dem Deutſchen 1 und Polen über die Regelung der Staatsangehörign fragen bilden ſeit dem Friedensſchluß eine Quelle ſchwe 5 Schädigungen für die davon betroffenen Perſonen. Nunmehr ſong um dieſe Staatsangehörigkeitsfrage zu klären, die Dresde des Verhandlungen, die ſeit Mitte des Vorjahres ruhten, aufgrund Völkerbundsratsbeſchluſſes wieder aufgenommen werden. zatel⸗ Für die daneben vom Völkerbundsrat vorgeſchlagenen unmiten baren deutſch⸗polniſchen Verhandlungen, die paralell mit den Genfer Verhandlungen geführt werden ſollen, iſt entſprechend 15 früheren Abmachungen Warſchau als Verhandlungsort beſtim worden. Das Verhandlungsprogramm hierfür iſt im einzelne noch nicht feſtgeſtellt. dr. wirth und öſe ruſſiſchen wälder⸗Ronzeſſionen J Berlin. 12. Febr.(Von unſ. Berliner Bürb.) Dr. Wir rechtfertigt ſich in einer Zuſchrift an die„Germania“ gegen den. hat der Preſſe ihm gemachten Vorwurf, er habe eine Rolle in 17 Kreiſen geſpielt, die Ausbeutungskonzeſſionen auf en enteigneten ruſſiſchen Wälder von den Sowſets erwor 1. baben. Dr. Wirth ſtell feſt. daß er an den Bemühungen penen ragender deutſcher Induſtrieller um eine Waldkonzeſſion in Naee perſönlich nicht beteiligt geweſen ſei. Erſt als die Verhandlunde⸗ in Moskau ſoweit fortgeſchritten waren, daß Plan und Umfang de Arbeit, die auf mehrere Jahrzehnte berechnet ſei, ſeſtſtand, el von dieſen Kreiſen dringend gebeten worden, im Sinne und deul⸗ des Rapallo⸗Vertrags für das Zuſtandekommen einer großen frken ſchen Konzeſſion perſönlich in Rußland einzutreten. Sein 00 be, wie Dr. Wirth beſonders hervorhet, nicht nur die Billige und Unterſtützung der zuſtändigen amtlichen Stellen gefunden, ö dern wurde in den Kreiſen deutſcher Wirtſchaftler, gerade von die politiſch ſeine Gegner ſind, gutgeheißen. Baodͤ iſche Politik Rommuniſtiſche Demonſtrationen am 13. Februat Für nächſten Mittwoch, 13. Februar, ruft die Kommuniſliſc, Partei Deutſchlands ihre Anhänger und die mit dieſen Sympgen ſierenden zu Straßendemonſtrationen auf. Man will ſich vor a ſen an die Erwerbsloſen wenden und hofft ſogar, in den Krei der abgebauten Beamten Unterſtützung und Zuflu den finden. In einem„Politiſchen Informationsbrief Nr. 2“ waſſche Anweiſungen erteilt, wie man ſich durch militäriſch⸗lechn n Rüſtungen unter allen Umſtänden die Straße erobert. Die dieſer Anweiſung und die Art der gegebenen Ratſchläge,„altir gen die Polizei vorzugehen und Entwaffnungsaktionen vorzune ſigen laſſen die Vermutung aufkommen, daß man es nicht mit der übliehe kommuniſtiſchen Propaganda, fondern mit einemnterneh von unerhörter Dreiſtigkeit zu tun hat. von In dem„Polltiſchen Informationsbrief Nr. 2“ werden n Leno Hardt über Organiſation und Taktit der Demo 1. Vorbereitung der Demonſtrationen; 2. die Sammlung der Ma Perteilung der bewaffneten Kräfte und 5. die Taktit bei Zufanſſch⸗ ſtößen mit der Polizei.— Schließlich wird der verſtorbene ruſſene Kommuniſtenführer Lenin zitiert, der ſchon 1916 geſagt habe, n unterdrückte Klaſſe müſſe unter allen Umſtänden Waffen bene⸗ und lernen, Waffen zu handhaben. Worauf letzten Aumen ſolcherart vorbereitete und durchgeführte Straßendemonſtraeren hinauslaufen, ergibt ſich aus dem vorſtehend Geſagten und Jitteen mit aller Deutlichkeit. Mit dem Leben der Demonſtranten ſo frivoles Spiel getrieben werden. Vorausſichtlich werden in Baſſe nur wenige auf die Lockrufe hereinfallen. Im übrigen ‚ ſtaatlichen Schutzorgane auf alle Fälle vorgeſehen. Parteiprogramms fallen 1 werde, das Induſtrieſchutzgeſetz Kattowitz, 12. Febr. Der Chefredakteur ber„Kattowitzer He⸗ einigten Staaten erzjelt werden konnte. dagegen werde aufrecht erhalten. tung“ iſt von den Polen verhaftet worden. —————————————.———᷑ ęꝛrU'm—ꝶĩn%„ß—ʃ 77ww77.. ̃— f⸗ Kunſthiſtoriſches in Baſel Von Dr. E. Strübing(Mannheim) Am 17. Februar unternimmt der Freie Thoma⸗Ausſtellung. Als Hinweis auf ein paar kunſthiſtoriſch intereſſante Denkmäler bringen wir die nachfolgenden Aufſfätze. J. Die Galluspforte am Baſeler Münſter Wohl das wichtiaſte kunſtgeſchichtliche Problem in Baſel bietet die Galluspforte am Baſeler Münſter dar. Als eins der früheſten Denkmäler monumentaler Bildhauerkunſt im oberen Rheingebiet be⸗ anſprucht dieſes romaniſche Werk ſchon an ſich Aufmerkſamkeit. Von beſonderer Bedeutung aber wird es, wenn man die hier verarbeiteten künſtleriſchen Motive auf ihren Urſprung hin unterſucht. Nach einem Brande, der im Jahre 1185 die älteſte Baſeler Mün⸗ ſterkirche zum großen Teil vernichtet hatte, iſt die ſetzige Kirche in ihren Hauptteilen aufgeführt worden. Bis in das dritte Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts hat man wohl gebraucht, bis das Lanahaus und das Querſchiff fertiggeſtellt waren: das Lanahaus mit breitem, weiträumigem Mittelſchiff, wie es damals nördlich der Alven noch aleichzeitiger und älterer Portalanlagen als die Durchkreuzung kaum wiederzufinden war. Oberitalieniſche Einflüſſe ſprechen ſich in dieſer Weiträumiakeit aus, ebenſo wie in den architektoniſchen Ein⸗ zelheiten. Lombardiſch ſind die über den Seitenſchiffen angeordneten Emvoren. die als Widerlager für Gewölbe gedacht ſind. Aber auch andere Anregungen ſind zu erkennen: buraundiſch muten die Spitz⸗ bogen der Arkaden an. die ſich zu den Seitenſchiffen hin öffnen. Lanahauſes und des Querſchiffs beaonnen wurde. Buraundiſch iſt ſchließlich die Art. wie dieſer Chor und die darunter liegende Krypta mit ornamentalem Schmuck verziert ſind. An den Kapitälen der ten aus der deutſchen Ritterſage. Tierfabeln, mittelalterliche Romane und antike Erzählungen illuſtrieren. Aelter als dieſe Bauteile iſt der aroße Portalbau, der die nördliche Querſchiffront des Münſters ſchmückt. die ſog. Galluspforte. ſchiedenſten Motive zu einer künſtleriſchen Einheit. Man hat ſich viel damit herumgeylaat, wann wohl dieſes wunderbar Quelle künſtleriſcher Anregungen ſchon von ſeher wichtig geweſen. Man hat aus den ſtar⸗ Dazu kommt Südfrankreich mit ſeinen reichen Bauten in St. Gilles altertümliche Gebilde entſtanden ſein mag. ren Formen ſchließen wollen, daß es von dem 1185 abgebrannten und in Arles. ſammengefloſfen und offenbar mit Bodenſtändigem durchſent. Das Aeußere Anhaltspunkte aber haben ergeben, daß das Portal nicht Ergebnis iſt eine Anlage, die bezeichnend iſt für den Ort. an dem ſie vor dem Ende des 12. Jahrhunderts entſtanden ſein kann. Erſt vor ſtebt, für die Mänſterkirche in Baſel. in der Stadt, die nach Süden und Südweſten in aleicher Weiſe ihre Straßen ausſendet. Baſel hat Bau übria geblieben ſei und beim Neubau wieder verwendet wurde. wenigen Jahren iſt der Forſchung dieſer Nachweis gealückt. Rankenwerk verzierten Bande umrahmt. das ſich oben auch um den und Paulus die kleinen Figuren des Baumeiſters und eines geiſt⸗ Dund eime Geſellſchaßtskabrt nach Baſel zu der ſichen Herrn empfeblen: ein kleiner Engel ſteht dem Geiſtlichen zur während hinter ſeinem Rücken die fünf törichten Junafrauen mit toniſchen Rahmen eingefaßt: ſchlanke, freiſtehende Säulen. zwiſchen denen eingezwänat als Fiauren geſtaltete Pfeiler ſichtbar werden. Drei Rundſtäbe verbinden in wuchtigen Halbkreisbögen die ſechs Säulen. Dieſe eigentliche Portalniſche iſt flankiert von zwei Pfeilern, die durch architektoniſche Gliederung in kleine tabernakelartige Käſt⸗ Barmherziakeit ſind in ſechs Reliefs in dieſen Käſtchen geſchildert. und zu oberſt blaſen zwei kniende Engel in mächtigen Hörnern zum fünaſten Gericht, das durch zwei Auferſtehungsſzenen in der Wand über dem Türbogen angedeutet iſt. zweier Grundindeen dar. flankieren. haben urſprünglich mit den zwiſchen ſie eingezwängten Pfeilerfiauren nichts zu tun. Das Säulenportal, das im Grunde auf das antike Triumphbogenſchema zurückgeht, iſt italieniſchen Ur⸗ ſprungs. die Pfeilerfiauren aber, die hier ſo ſehr in den Hintergrund gedränat ſind ſind Beſtandteile des abgetrevpten Säulenportals füd⸗ Buraundiſch iſt der Grundriß des Chors, der nach Nerttaſtellung des Provenienz. wie es in St. Gilles und in Arles vorae⸗ dem Weſtvortal der Kirche St. Trophime in Arles finden ſich aanz Und ſchließlich iſt der inhaltliche Grundaedanke Wenn auch ſeine Kunſt eine ganz andere iſt, als die der Schol des Genter Altars, ſo gibt ſie doch an Bedeutung den Werken jene iſt nichts nach. Als gewaltiger Neuerer ſteht Witz am Anfang er⸗ in dem Proaramm der realiſtiſchen Kunſt, die im 15. Jahrhundert mit dem liche en in Idealismus mit ſeiner zarten. ſüßen Kunſt, paßte nicht mehr So iſt dieſes merkwürdige Werk eine Verſchmelzung der ver⸗ jene Zeit des neu erwachenden Perſönlichkeitsgefühls, die dür Italien iſt als recliſtiſch dachte. ihrer eigenen Leiſtungen überzeugt, will nichts mehr zu tun halter mit dem Formelkram der Vergangenheit. und ſtärkſter künſtleriſcher Verkünder ähnliche Bildungen. 80 jeſen. 1 taſtiſchen Geſtal⸗(die klugen und törichten Jungfrauen in Verbindung mit der Dar⸗ eee Reitern und 5 12 ae e. dem Programm der füdfranzöſiſchen jern. f„Geſ ortale durchaus geläufig. Nur eins Kentauern, die in buntem Durcheinander bibliſche Szenen. Geſchich⸗ ee e ee dr ed er e zigkeit an dieſer Stelle. Die eigentliche Türöffnung dieſer Pforte iſt von einem mit mit Fiauren geſchmückten Türſturz und um das Bogenfeld herum⸗ gieht. Auf dem Bogenfeld ſieht man Chriſtus thronen, dem Petrus Seite. Auf dem Türſturz ſchreiten die ſchlanken Geſtalten von fünf klugen Junafrauen auf Chriſtus zu, der ihnen ſeanend entgegengeht, künſtleriſcher Typenwanderung iſt die Galluspforte des Münſters an erſter Stelle zu nennen. ſchon damals, im hohen Mittelalter. wie ein Sammelbecken gefangen, was von den ſüdlichen Nachbarländern ausſtrahlte, 5 getreulich weiter zu geben nach dem Norden. In der Laſcel 05 Konrad Witz 9 Die Jahre 1431 bis 1448 waren für Baſel eine Zeit guffe ihren leeren Lamvpen ſtehen. Dieſer Mittelteil iſt von einem architek⸗ Geſchehens, Jahre voll bunter Bilder und wechſelnder Ereignil, chen und durch plaſtiſche Verzierungen geſchmückt ſind. Die Werke der zwei aroße Fiauren der beiden Johannes werden darüber ſichtbar, Dieſe komplizierte Kompoſition ſtellt ſich bei genauem Studium Auch ornamentale Teile weiſen auf dieſe Quelle hin: an Dieſe beiden Strömungen ſind zu einer Einheit zu⸗ Das allgemeine Konzil, das Papſt Eugen IV., durch ein ſprechen gebunden, dorthin hatte einberufen müſſen tagte damalz trotz aller Auflöſungs⸗ Papſtes. ihe Gelb Eint 0 i eld Einfluß zu erlangen hofften, kamen in die Stadt F 5—5 mit,——5 iede aus Baſels Mauern ſchwand, als das Konzil loſſen war ge⸗ aber einen Reichtum ſa der Stadt Srrüalteß, durch 70 hunderte hin Baſel zu einer der wohlhabenſten Städte der S Enes machte. Auch der ſpätere Papſt Pius II., der berühmte Silvio Piccolomini, war von Italien her nach Baſel gekom en um an den Diſputationen über die Kirchenreform zeilzune hen Der verwöhnte italieniſche Herr ſchreibt über Baſel, daß die Kir Die Freiſäulen. die die eigentliche Pforte voll ſeien von Gold und Silber, er erzählt von den Bürgern, den ſie große Stiftungen für die Altäre machten und berichtet von Vornehmen, daß und Edelſteinen verziert ſeien. Eine unerhörte Pracht mütſfalfe 19 itflöf zund Störungsverſuche von Seiten der Unzählige berühmte Männer, die des Wortes und oder tig waren, aber auch Herren, die durch ihr Schwert und mit ihnen zuſammen iw men/ ſie Kleider trugen, die aufs Schönſte mit 5 reichen Baſeler in den ruhmvollen Tagen des Konzils ent haben. In dieſem Baſel wurde im Jahre 1434 Konrad au? Rottweil als Bürger eingetragen und in die Zun Meiſter aufgenommen. ft als den. Konrad Witz iſt der„oberrheiniſche van Ehyck“ genannt wondfer 8 Mittelalters zugleich erblühte. Der mittelalter 0 chan Rer ert Die junge, kräftige Generation, von dem We Witz iſt ihr bewußte Im Baſeler Muſeum hängt eine Reihe von Tafeln, nd Bruchſtücke des Hauptwerks des Meiſters auf uns gekommen gen Im Jahre 1440 her Wis für eine Haſeler Kirche den getwale Flügelaltar geſchaffen, von dem ſie uns Kunde geben: ein Sch müſſe, falls die von ihr angewandte Methode nicht andere Formen cht u SSSSS SSSS SSs ſtrationen Richtlinſen nach folgenden Grundſätzen aulgge e zu den Demonſtrationen; 3. die Bewegung der Kolonnen; 4. 155 A ** rcr/ 4 „„ „Dienstag, den 12. Jebruar 1924 Mannheimer General⸗Anzeiger(miitag⸗Ausgabe) 3. Seite. Nr. 71 Seltſames aus Berliner Schulen Ferktan muß offen ſagen, was ſo an eigenartigen Vorgängen in müner Schulen ans Tageslicht kommt, iſt eigentlich recht befrem⸗ Staub Die rhythmiſchen Lehrſtunden des Lehrers Koch haben genug ſonder aufgewirbelt. Noch ſind ſie nicht vergeſſen, da kommt die Mitkelsere Nachricht aus Neukölln, daß an der dortigen ſtädtiſchen lehr ſchule in der Donauſtraße die franzöſiſche Fach⸗ erin den Kindern N die Marſceillaiſe lehrt. Slunde m kaun ſchließlich verſtehen, wenn ſie in der franzöſiſchen den fe die Marſeilleuſe beſpricht, aber das geht doch zu weit, von zu rn zu verlangen, das franzöſiſche Nationallied auswendig Ine rnen. Auf Vorſtellungen der Eltern findet der Schulleiter n Anlaß zum Einſchreiten. Stadtſchulrat Paulſen hat auf ein⸗ 0 i geſellſchaftlich ſcklimmer geknechtet it. als es ſe ſeine decht ihre Erkundigungen hin feſtſtellen müſſen, daß die Neuköllner ehörde an dem Vorgang nichts Auffallendes findet bolitiſ die Sache an ſich richtig ſei. Sie würde wohl lediglich zu chen Zwecken„aufgezogen“. Ganz recht! Denn die Sache hat eben einen Hinter⸗ pten Ganz abgeſehen davon, daß das aufreigende Lied der mbermörder von 1792 für unſere Jugend doch nicht gerade et iſt, es iſt eben das Nationallied unſeres erbitterten Fein⸗ Und den franzöſiſchen Lehrer möchte man ſehen. der es Aleg ertig brächte, in ſeiner Schule„Deutſchland, Deutſchland über ſingen zu laſſen. och nicht genug der Seltſamkeiten. Wieder aus Neukölln uns berichtet, daß dort der Schulinſpektor Hering einen an erbaren Geſchichtsunterricht erteilt hat. Nach feiner An⸗ bird 00 Karl der Große ein franzöſiſcher Kaiſer, ahte Frankreich werde 7— . Daher ſei auch Elſa othringen m 5 e Heble es habe ja zum franzöſiſchen Reiche Nachunge bört. Selbft der Große Kurfürſt habe durch die Ueber⸗ Ludwies eines goldenen Ehrenſäbels an den Räuber Straßburgs, Arne nkv.— Recht Frankreichs auf das geraubte Elſaß⸗ en anerkannt. Auhndie Klaſſenlehrerin, deren hiſtoriſches Wiſſen ſich in anberen ſen“ bewegt, erhob Einſpruch gegen dieſen eigenartigen„deut⸗ nng esc ptenmtertiche Ihr wurde auf Grund der Abbauver⸗ Fulrat gekündigt. Allerdings gegen den Einſpruch des Stadt⸗ ſel kats, dem dieſer Neuköllner Skandal denn doch auf die Nerven Denkt man weiter darüber nach, ſo fragt man ſich wohl nicht ect, Liege deun Nendln nöch in unbeſezten Deutſchland nicht wirklich etwa am Rhein unter dem Druck einer franzõ⸗ Di Militä 1 Dann wär's vielleicht zu derſtehen. So, wie Nendr de wirklich liegen, doch kaum. Propaganda für den ärgſten Wenn man nun dus Reſultat aus den ganzen unerquicklichen Neengen zieht: Es iſt manches faul. ———VBB 5 Pflanzſtätten der deutſchen Hoffnung, der Jugend, okftif 6. doch vor allem Sauberkeit geboten, fittlich ſowohl wie — Genau wie bei uns! Funderbin baben in Eſtland die Gemeindewablen att⸗ feibe en. Der Ausqaana der Watlen iſt für das Deutſchtum an einer ſce don Orten bocherfreulich. an anderen wiederum ſehr bedauer⸗ lädt Bemerten⸗wert ſind vor allem die Ergebniſſe in den großen en Dorpat und Repal. In beiden Städten find leider die duch dien der Deutſchen zurückceaangen. In Dorrat desbalb, weil Erct das Erbübel der Deutſchen. die Uneinigkeit. araiſtert— mit unz gebnis. daß man zwei Mandate verlor. Woder der Zwieſpalt Mie; Durch die Aufſtellung von Hausbeſiter⸗ und Anlſche dliſten— natürlich, möchte man ſaſt ſagen wenn man an Han derbttniſſe in Deutſchland denkt. Aebnlich iſt es in Reval, Ar das diltadt Eſkands zuaegangen. und zwar mit dem Erfola Lome deutſche Büraertum. ſowobl in Dorvat als in Reval. daß die dat IDauniſten den Gewinn davon batten, indem ſie in Dor⸗ Mandate erpielten und in Reval von 28 auf 37 Side kamen. Häuslicher Streit Nerdan. Januarbeft der Arbeiterſucend“, der Monatsſchriſt des aner As der ſozialiſtiſchen Arbeiterjugend Deutſchlands, wird in ügenuseinanderſekung mit der kommuniſtiſchen kle ud auf das rufſiſche Somwiet⸗Erveriment verwieſen.:das den bt hat. daß beute in Rußland der Arbeiter wirtſchaftlich. Ind. Leidensgenoſſen im wilbelminiſchen Obriakeitsſtaat aewe· Nnlne auf die Anſpielung auf den„Obriadeitsſtaat“ iſt dieſe Er⸗ 8 ganz löblich. Mit dem wülbelminiſchen Obriakeitsſtaat Aebelt, er Vergleich inſofern nicht. als gerade in ſener Zeit auch der 5 fh Ls in Deutſchland nicht gerade ſchlecht halte. Wohl nicht zu⸗ ſiden wir auf derſelben Seite, auf der dieſe Auseinander⸗ butet: ſattfindet. ein Zitat. das Fincoln zum Verfaſfer bat und das denn. mawan kann aewiſſe Volksgenoſſen für alle Zeiten beſchwin⸗ Wer mam tann alle Volksaenoſſen für gewiſſe Jeiten beſchwindeln, Das kann nicht ein ganzes Volk für alle Zeiten beſchwindeln.“ Ndern„rifft. ſo ſcheint es uns. nicht nur für die Kommuniſten zu. 5 ein wenig wohl auch für die Sosfaldemokratie. e en. Figuren, die nicht mehr nachweisbar find, und ilde Türen, auf deren Innen⸗ und Außenſeiten je vier 0 Vaſel r angebracht waren. Sieben von dieſen 16 Bildern ſind er 1 loren Kum. drei in Privatbeſitz erhalten, die übrigen 6 1 Ein großartiges Programm hatte der Künſtler für ſal z umfangreiche Werk—— Ein Erbauungstraktat, Adenge viel geleſen wurde, gab ihm den Stoff, das speculum dige Salvalionis“. Dieſes Werk, das beſonders gern von dungen benutzt wurde, enthielt eine Menge don Gegenüber⸗ ken Leſtan⸗ 8 Szenen, 18. denen die utet ents ſymboliſch als Prophezeiungen des neuen ausge⸗ Vit auf urden. Solche Weisſagungen und ihre Erfüllung hatte fdem Altar zu ſchildern. Bale wanerger kühler Ruhe find die Bilder der Außenſeiten um die Froßfigurige Darſtellungen, don denen im Baſeler Mu⸗ ſnd In der Synagoge und des hl. Bartholomäus zu bewundern 10 fn hellen Kleidern ſtehen ſie vor grauer Architektur, gewal⸗ 1 J urdungen, beſonders die Geſtalt des hl. Bartholomäus über le dabundert faft ihrer Zeit vorauseilend und in kongenialer n Schöpfer der Münchner Apoſtelbilder, Albrecht Dürer, reichend. Ganz anders ſind die Innenſeiten gehalten. Altar an hohen Kirchenfeſten geöffnet wurde, erſtrahlte . in agen bobenden Farben: üppige Prachtgewänder, glängende Rü⸗ 10n wir dben ſich ab von hellem Goldgrund. Noch heute bewun. IIn Aten die Glut der Farben dieſer Tafeln. Was uns aber faſt Fllalten aubt, iſt die ungeheure Wucht der Formen, mit der dieſe i Sat den Raum hineingeſtellt ſind. Da iſt die Szene, wie lagen. Abothay und Banajas dem König David das Waſſer il aufgeſt uf zwei Tafeln ſind die vier Perſonen verteilt. David Steund zanden von einer Bank, über die ein breites Tuch gelegt chen Aeht nun da halb ins Profil gewendet. Das iſt ein Akietendes nichts mehr mit dem Gotiſchen leichten Hängen mit te Nanfknien zu tun hat. Meerdurgg und damit man ja ſeine Körperlichkeit mit all ihrer eeiſter f zelten Kraft überzeugend vor Augen bekommt, läßt der falh beide Hände parallel emporheben. An der Verkürzung n vid dieſes feſte Verankertſein im Raum beſonders ſinn ⸗ i Letdgrid dann die andere Tafel mit den beiden Feldherrn, die g0 Kübnhend als Sahithay und Banaias gefennzeichnet ſind. Schon mun a eit. dieſe beiden nach links hin ſchreitenden Gepanzerten 15 len eaf zeine Bildtafel zu ſtellen, iſt überraſchend. Und fihn Eiſen chreiten: wie wuchtig und trotzig tappen die beiden in eſtter. ſchorüſtungen einher! Nichts von dem Vorüberſchweben * umblaſcemenhafter gotiſcher Weſen, die ſo zart waren, daß man Wuntd einer d zu können meinke. Dieſe beiden Eiſenfreſſer ſchreiten uur Selbſtverſtändlichkeit vorüber, die für jene Zeit unerhört Feſt und aufrecht ſteht dieſer würdige t Stästiſche Nachrichten Der Nentnerbund Mannheim hielt, ſo wird uns geſchrieben, dieſer Tage ſeine über 500 Mitgliedern beſuche Generalverſammlung ab. Nach der Begrüßung der Mitglieder und des anweſenden Ehrenmitgliedes Frau Wer⸗ ner erſtattete der Vorſitzende, Herr Gehrig, Vericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Das Jahr 1923 ſei für die Rentner das traurigſte und für deren Vermögensverhältniſſe das vernichtendſte geweſen ſeit Beendigung des Weltkrieges. Und dabei ſpiele es gar keine Rolle, wie etwa die Rentner ihre Lebenserſparniſſe oder ihr Vermögen, an denen oft ganze Generationen geſpart, in Werten angelegt hatten. Waren es beſonders vorſichtige Leute, ſo hatten ſie ihr Geld dem Reiche, den Einzelſtaaten oder den Gemeinden in feſt⸗ verzinslichen Schuldverſchreibungen geliehen. Sie wollten nicht ſpekulieren. Sie wollten ihres Beſitzes ſicher ſein. Darum baben ſie ſich mit einem lächerlich geringen Zinsfuß begnügt. Und wie ſchmäh⸗ lich ſei das Vertrauen dieſer Renmer von den Staats⸗ und Ge⸗ meindebehörden mißbraucht worden!! Nicht bloß um den Zins, nein, gleich um das ganze Kapital ſeien dieſe Rentner ge⸗ kommen! Wie ſtehe es mit den gezeichneten Kriegsanleihen? Vei den ſtets wechſelnden Regierungen habe es keinen Kanzler und keinen Staatsſekretär gegeben, der nicht hoch und teuer verſichert habe, daß die Kriegsanleihen die beſtfundierꝛeſte Kapitalsanleihe ſei. In den ehrlichen Willen dieſer Staatsmänner ſetze er keinen Zweiſel. Was nütze es aber den Rentner, wenn ſie trotz dieſer Veteuerungen um ihre ſauer verdienten Spargroſchen gekommen ſeien? Wie ihm glaubwürdig verſichert worden ſei, ſollen je M. 1000 gegeichnete Kriegsanleihe jetzt einen Kurs von M..80 bis M. 2 haben! Wenn dem ſo wäre, dann würde es von dem Reiche eine mehr als ſonder⸗ bare Art ſein, ſich ſeiner Schulden zu entledigen angeſichts der Tat⸗ ſache, daß die Gläubiger faſt ausſchließlich Leute aus dem Mittel⸗ ſtande und kleinere Leute ſeien! Glücklicher ſei das Jahr 1923 für diejenigen Rentner geweſen, die den größten Teil ihres Verm 3 in Aktien angelegt hatten. Wer ſich da auf die neue Zeit eingeſtellt und ebenfalls ſpekuliert habe, ſei gekommen oder habe ſeine Erſparniſſe auf eine hohe Zifſer gebracht. Aber gegen Schluß des Jahres ſeien die aufgeblähten Summen wie Seifenblaſen zerſtoben. Ueberſchauen ſte nun, was von den phan⸗ taſtiſchen Zahlen noch geblieben, dann erwachen auch ſie wie aus einem ſchweren Traume und ſehen, wie ſehr ihr Vermögen zu⸗ ſammengeſchmolzen iſt. Eine andere Kategorie Rentner habe ihre Erſparniffe in Hypotheken auf Grund⸗ und Hausbeſitz und in Hypotheken⸗ pfandbriefen angelegt. Keine Kapitalsanlage iſt durch Geſetz ſo geſichert und geſchützt als ein Hypothekenguthaben auf Grun oder Hausbeſitz. Selbſt wenn die Hypothekenſchuld zurückbezahlt iſt, eine Löſchung im Grund und Pfandbuche aber nicht ſtattgefun⸗ den habe, ſo beſteht dieſe Schuld geſetzlich zu Recht. Und trotz dieſem feſtumriſſenen Rechtsſchu; für die ypothekeneinträge im Grundbuche ſeien infolge der Geldentwertung auch die höchſten Hypothekenbeträge illuſoriſch. Eines der eine ehemalige Großrentnerin, heute eine verarmte Dame e für 600 000 Gold⸗ mark, aber in wirklichem geprägtem Gold, nicht in ſogenannter Goldmark, hinter der nur der Name und die Einbildung von Gold ſtehe, an Hypotheken ausgeliehen. Rechne man den Hypotheken⸗ zins durchſchnittlich nur zu 4 Prozent, ſo war die jährliche Rente 24 000 Goldmark, eine Summe, mit der dieſe Dame fürſtlich leben können! Und heute? Von dem Zins wolle er gar nicht reden! Nach der ſeitherigen ſtaatlichen und rechtlichen Auffaſſung über unſere Währung: Mark iſt Mark, könnte dieſe ehemalige Großrentnerin von ihren ausgeliehenen 600 000 Goldmark ſich nicht einmal mehr eine Stecknadel kaufen! Schreit eine derartige Un⸗ gerechtigkeit nicht geradezu zum Himmel? Und der Hausbeſitzende Rentner! Nach der Revokution hielt die damalige Regierung den ſtädtiſchen Grund⸗ und Hausbeſitz reif für die Sozialiſterung. Die erſte Etappe zu dieſem Schritte bildete die Zwangsbewirtſchaftung der Häuſer. Der Hauseigentümer wurde entrechtet. Die Eigentumsrechte über das Haus gingen auf das Wohnungsamt über. Die Streitigkeiten zwiſchen Hauseigentümer und den Mietern ſchlichtete das Miet⸗ einigungsamt. Die Mieten wurden nicht von dem Hauseigentümer, ſondern von dem Mietenausſchuß und wie jetzt allgemein zugegeben wird, in ganz unzulänglichen en feſtgeſetzt. Der Hauseigen⸗ tümer war nur noch der verantwortliche Hausverwalter und der Steuererheber für den Staat, die Stadt und die Kirchengemeinden. Die Steuerlaſten auf das Haus wurden von Monat zu Monat drückender. Und der Termin zur Zahlung dieſer Steuern wurde anſtatt auf den Monatsanfang, wenn die Mieten 5 derſene in gang widerſinniger Weiſe auf das Ende des Monats verlegt. Jeder Tag verſpäteter Zahlung wurde mit hohen Strafen geahndet, wie das Mitglied, Herr Probeck oft mit Beiſpielen belegt habe. Was ſei die Folge geweſen? Eine ſehr große Angahl Rentner habe ſhre Häuſer deshalb zu einem Spottpreiſe verkaufen müſſen und ſel jetzt um Hab und Gut gekommen. Wer außer ſeinem Hauſe noch Bargeld beſeſſen, habe deleden müſſen. Um ſhre Häuſer erhalten zu können, hätten andere Rentner wieder in Tätigkeit treten müſſen. Heute ſehe auch die Regierung ein, daß die Zwangsbewirt⸗ eegh nicht nur zum Ruin der Hauseigenkümer, ſondern auch r Häuſer führe und jede Privatbautätigkeit unterbinde. Somit ſei das Jahr 1928 für die Vermögeneverhältniſſe der Rentner von kataſtrophaler Wirkung geweſen. Was habe nun der Staat, der die Rentner in dieſe troſtloſe Lage gebracht, für dieſe im abgelaufenen Jahre getan?! Durch den Füßen der Beiden auf den Fußboden oder dom Vorderen auf ſeinen Panger malen, das ſind Mittel, die Konrad Witz beſonders liebt, um die Räumlichkeit, die Luft um die Figuren herum füblbar zu Der Meiſter der Schlagſchatten wurde der Künſtler genannt, man ſeinen Namen wiederfand. Dieſe Schlagſchatten und all die perſpektiviſchen Mittel, die Witz ſo gern anwendet, kann man beſonders gut ſtubieren, auf dem Bild der Begegnung an der goldenen te, das ſich im Baſeler Muſeum befindet. Joachim und Anna ſcmigen ſich gu⸗ ſammen zu einer Einheit, die ſich ſtreng abhebt von der n ſebung. Um ſie herum baut ſich der Raum. Nach vorn ſtößt der Verſchiuß⸗ balken des Tores deſſen Bogen ſich über den beiden Figuren in die Tieſe wölbt und hinter beiden Geſtalten führt eine niedrige Mauer mit ſcharfen perſpektiviſchen Linien weiter in den Raum hinein. Seltſam altertümlich wirkt darüber das Stückchen Goldgrund, das an Stelle des Himmels gegeben iſt, raumlos, unwirkli„ wie ein Ueberbleibſel aus alter, längſt vergeſſener Zeit. Noch ein Bild der Baſeler Sammlungen ſei erwähnt, der hl. Chriſtophorus, eins der früheſten und beklannten Bilder des Mei⸗ ſters. Da iſt nun eine Landſchaft gegeben, ein See mit ſchroffen, felſigen Ufern. Steile Berge türmen ſich in der Ferne. Und vorn watet der Rieſe durch das Waſſer mit ſeiner ren Laſt, dem Herrn und Heiland auf den Schultern. Man iſt gewohnt, bei mittel⸗ alterlichen Bildern ſolche Darftellungen ſonſt ſo zu ſehen, daß die Figuren im Vordergrund groß erſcheinen und winzig flein fern da⸗ inter eine unwahrſcheinliche Landſchaft ſichtbar wird. Witz als erſter ſetzt die Figur in die Landſchaft hinein. Er begnügt ſich nicht damit, ein paar angedeutete, ſymbolhafte Wenen über die Füße des Rieſen rieſeln zu laſſen, er läßt ihn mühſam durch das Waſſer waten; bis nahe an den Leib läßt er ihn in den Fluten ver⸗ ſchwinden. Und vom Vordergrund an von den Schilfpflangen bis in die fernſten Fernen hinein kann das Auge die Landſchaft ab. en. Eine Kontinuität der Raumdarſtellung iſt icht, wie ſie 15 1 5 übrigen Schar der Künſtler erſt viel ſpater gefunden rde. Die des Konrad Witz blieb für Baſels Kunſttaätig⸗ keit von ausſchlaggebender Bedeutung bis im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts ein anderer Großer, Martin Schongauer aus Kolmar, neue Anregungen brachte Witz überragte weit alle ſeine Jeitge⸗ noſſen nördlich der Alpen dadurch, daß er wie kein anderer kühn allen Problemen, die die neue Zeit mit ſich brachte, zugleich zu Leibe ging und daß er ſie mit ungeheurer Willenskraft auch auf ſeine Art löſte. Er nahm dadurch ein gut Stück Entwicklung vor⸗ aus und alles, was ſeine künſtleriſche Energie mit genialer Er⸗ faſſung und konſequenter Durchführung Bild werden Hieß, zeugt ch heute verblüfft. Jähe Verkürzungen, Spiegelungen dlichter auf den Rüſtungen, die Schlagſchatſen, die ſich von in gleicher Weiſe von der überragenden Kraft dieſes Baſeler Meiſters. über die Not leſchter hinweg⸗ Schwert des das unabläſſige Drängen des Deutſchen Rentnervber⸗ bandes haben die geſetzgebenden Faktoren die Kle inrent. nerfürſorge durch ein Reichsgeſetz geregelt. Dieſer Fortſchritt ſei umſo wichtiger, als von einer Vermögensperpfändung dber Rentner darin keine Rede mehr ſei. Gleichwohl würden die Reichs, richtlinien dazu in gewiſſen Fällen noch eine Berpfändung des Nachlaſſes der Rentner vorſehen. Und das badiſche Arbeitsmint⸗ ſterium habe ſich beeilt, noch ſeinen verſchärfenden Senf beizufügon. Mit Befriedigung könne er aber feſtſtellen, daß der Kleinrentner⸗ fürſorge⸗Ausſchuß hier alle Anträge der Rentner auf laufende VBel, hilfen mit größtem Wohlwollen geprüft und zum Vollgug gebrach: habe. Er ſpreche deshalb dem Vorſitzenden des Ausſchuſſes, Stadk⸗ rat Böttger und den übrigen Herren Stadträten und Stadt⸗ verordneten und dem ausführenden Beamten, Oberverwaltungs⸗ Inſpektor Mann ſeinen verbindlichſten Dank aus. Wie in den vorhergehenden Jahren haben die Vorſißenden Jer badiſchen Ortsgruppen des Deutſchen Rentnerbundes auch im Be richtsjahre unter Ner Leitung des Landesvorſitzenden Dr. Wege ner⸗Freiburg ihre Londesverſammlung in Karlsruhe abgehalten. Ueber den Hauptgegenſtand der Beratung, über das Kleinrentnerfür⸗ ſorgegeſetz, referierte das Karlsruher Vorſtandsmitglied Geheimrat Seuber. Der Reſerent wurde beauftragt, mit dem badiſchen Ar⸗ beitsminiſterium zu verhandeln, damit in den badiſchen Richtlinien zu dem Geſetze auf die für die Rentner entwürdigenden Vermögens verpfändungen verzichtet würde. Im Berichtsjahr haben 12 Vor⸗ ſtondsſitzungen und die gleiche Zahl Vereinsverſammlungen ſtattge⸗ funden. Im alten Krankenhauſe habe der Vorſitzende 50 Sprech⸗ ſtunden abgehalten, in denen er den Rentnern über allcg möglichen Angelegenheiten Rat erteilt habe. Da der Vorſtand von einer Staats⸗ bilfe von Anfang an wenig erhofft habe, habe ſich der hieſige Rentnerbund auf die Selbſthylkfe N Er habe Lebens⸗ mittel im Großen eingekauft und dieſe billig, teilweiſe gratis, an die Mitglieder abgegeben. Im letzten Jahr ſei das nur möglich geweſen. weil Wahltäter dem Rentnerbund Mittel zur Verfügung Seſtellt hätten. Allen dieſen Wohltätern, namentlich den Ehrenmit⸗ aliedern, Frau Fabrikant Eſch und Frau Werner, Direktor Wilh. Pfeiffer und Herrn Albert Wolff in Firma Fiſcher⸗Riegel, — er für die dem Bunde zugewendeten Spenden den Dank der erſammlung aus. Dank ſage er auch der Firma Gebr. Weil, die ſowohl im Frühjahr als auch im Spätſahr das wichtigſte Nah⸗ rungsmittel, Kartoffeln, einer großen Zahl der Mitglieder gratis verabfolgt habe. Für die Mehrzahl der Mitglieder habe auch die Notgemeinſchaft außerordentlich gewirkt. Mit warmer orge nehme ſich Frau Alice Bensheimer, die Leiterin der i r verſchämt Armen, der Rentner an. Kein Wunſch ide unerfüllt, wenn er mit der Bitte um Untauſitbnna eines in Not geratenen Rentners an ſie herantrete. Deshalb ergreiſe er gern die Gelegenheit, der Notgemeinſchaft für die den Mitgliedern des Bundes erwieſenen Wohltaten ſeinen Dank zum Ausdruck zu bringen. Dur Wohltätigkeit da eine ver⸗ ſshniſche Nobe. hltätigkeitpflege erhalle das Durch die Geldentwertun in Deutſchland Verhalin Lude eil olkes den—5 die für einen ſchaftlichen R anderen einen unverdienten Vermögens⸗ zuwachs gebracht n. Auf Drängen des Volkes ſich die Re⸗ gierung genötigt geſehen, im Intereſſe einer ausgleichenden Gerech⸗ tigkeit durch eine Notverordnung eine kleine Aufwertung der Hypo⸗ uthaben herbeizuführen. Dadurch werde mancher Rentner, der ſchon vor dem Nichts geſtanden, wenigſtens einen beſcheidenen, wenn auch völlig ungenügenden Teil ſeiner Lebenserſparniſſe wieder erhalten. 5—5 f de 8855 die verſicherungen ſollen ne Aufwertung e en. gegen er— 5 Breftg die— 0 +* Lebensarbeil dem Stac Ker zur Verfügung ge n, die Worte fen, die Dante, der Dichter der Göttſichen Komödie, über das rtal zum Ein im die Hölle geſchrieben:„Laßt, die ihr hier eingeht, alle Hoffnung ſchwinden!“ Denn der Staat wolle ſeine Schulden erſt dann bezahlen, wenn er die Reparationen ſelner Kriegsgegner 2 tragen habe. Vis dahin werde der kühle Rafen die Gebeine 4 Rentner decken. 000— enni liehen habenl Zwar habe die jetzige N 10 0—5 nen i liquidieren. Da gelte es, einſchneidende Maßregeln zu ce Dieſe Maßregeln müßten aber gleichmäßig das ganze deuiſche 7 treffen. dürften nicht zur Vernichtung des ſchwächſten Teiles e e 7 e am An e rbeits ber Sie ſtünden am Rande des Grabes. N eeeeeeeeeeeeeeeeeee ———— Aalfarmnt des Töchert i die 1 i e Echwächeguffände 2527 1 8 beugt alzan vor! In Packungen von 90 und 45 Tabletten in Apo· ſtheten und Drogerien erhältlich.— Aufklärende Broſchüren koſtenlos durch Johaun A. Wülfing, Berlin S̃ 48, Friedrichſtr. 231 Theater und Muſik Vortragaabend Bruno Schönfeld. Der augen· bolg O pieſbeiter am Bamberger Stadtiheater, ſtellt ſein phönomale⸗ nis und feine reiſe Vortragskunſt ganz in den Dienſt evuſter künſtleriſcher Aufgaben, die er ſich ſelbſt, Kon⸗ onen an das liebe Publikum zu machen, geſtellt hat. M dem folg. daß dieſes keber zu den Humoriſten und Komikern und Tierſtimmenimitatoren läuft. Man hat ihn hier n öſters hören können und ſo des Wiederſehens am Samstag ſchon im vorhinein freuen Umſomehr als Schönfeld eine Koſtbarteit mit⸗ brachte: C. F. Meyers wundervoll in ſich geſchloſſene Dichtung „Huttens letz te Tage“, deren 71 balladenhafte Teile er frei aus dem Gedächtnis ſprach Uleber ſeine Kunſt iſt nichts Neues zu ſagen: er iſt ein ausgezeichneter Sprecher, hat ein prächtiges Organ, ein ſtarkes Temperament und den Schwung eines edlen Parhos, ohne pathetiſch zu werden. Seine Fähigkeit zu charakieriſteren, iſt been Fee. e i n Mi verzichten ſollte. i einer dankbaren Zuhörerſchaft war warm. 50 OWeinheimer Kunfibrief. Auf iſtigem und kuͤnſtleriſchem Gebiete ſind hier in Weinheim ſichrliche Fortſchritte au Durch den Volksbücherelverein wird hier ein Zyklus von Vortrügen des Profeſſors Dr. Kautzſch aus Heidelberg über„Deutſche Plaſtit im Mittelalter“ abgehalten. Durch das badiſche Landeskultur theater werden hier in beſtimmten Abſtänden im„Grünen Laub“ Klaſſikervorſtellungen gegeben. Als erſte ging Schillers„Kabale und Liehe“ mit Erfolg in Szene. In den nächſten n ſchließen be die Aufführungen des Luſtſpieles„Der zerbrochene Krug“ und Schauſpieles„Nora“ an. Infolg einer Vereinbarung des hie⸗ ſigen Theaterkulturvereines mit der Parg Heſſiſcher Bühnen⸗ künſtler gibt es ſogar ſeit kurzem hier auch pernaufführungen, und 75 fanden bisher zwei Aufführungen der komiſchen Oper„Der ffenſchmied“ ſtatt, während Jar und Zimmermann“ und„Das Nachtlager von Granada“ in Vorbereitung ſind. Bei den beiden „Waffenſchmied“⸗Aufführungen ſtellte das deimiſche Orcheſter unter der feinfühligen Leitung des Kapellmeiſters Dr. Hans F. Wedig aus Darmſtadt die Muſik. Im übrigen waren aber belde Vorſtel⸗ lungen in wichtigen Punkten grundverſchieden. Den Grafen Liebenau verkörperte bei der erſten Aufführung J. Barth vom Stadtt 1 Heidelberg, bei der zweiten der Kammerſänger Troitzſch(z. 85 in Auerbach a. d. Bergſtraße). Letzterer als lyriſcher Bariton war ge⸗ wüährend mir Batth hinſichtlich der eindringlichen pielwärme offen geſagt beſſer gefiel. Noch weit größer war der Unterſchied in der Beſetzung des Waffenſchmiedes Stadinger, den bei der erſten Aufführung Herr Valentin Schwarz(vom Thegter im Poſen) mit einem wenig günſtigen Eindruck gab, wäh⸗ en 4. Seite. Nr. 71 Mannheimer General- Anzeiger(Mietag⸗Ausgabe) Dienstag, den 12. Febrnar 1924— Wenn der Staat es für ſeine Pflicht erachte, ſeine Beamten im Alter durch eine Penſion vor Not und Hunger zu ſchützen und wenn dieſe Beamten mit Necht von„wohlerworbenen Rechten“ ſprechen, ſo müßten die Rentner von demſelben Staate verlangen, daß er auch das, was die Rentner ſich als Lebensunterhalt für ihr Alter ſelbſt erſpart haben, reſpektiertl Auch der Staat ſei nicht omnipotent. Er habe kein Recht, ſich der Exiſtenzmittel eines Menſchen zu bemächtigen. Denn der Menſch ſei älter als der Staat. Jahr auſende, bevor es einen Staat gegeben, exiſtiere der Menſch. Die Exiſtenz und die Erhaltung ſeines Lebens hat der Menſch kraft göttlichen Rechts. Wemn die Pflanze und das Tier vom Schöpfer ihre Exiſtenz und die Erhaltung ihres Daſeins empfangen, ſollte dann der Nenſch, die Krone der Schöpfung, der über das Tier⸗ und Pflanzenreich zu herrſchen berufen iſt, vom Staate der ſelbſt er⸗ ſparten Mitteln zu ſeinem Lebensunterhalt im Alter beraubt wer⸗ den dürfen? Deshalb habe es auch zu keiner Zeit einen Kulturſtaat gegeben, der nicht auch das Privateigentum geſchützt habe! Auch in der deutſchen Verfaſſung werde in Art. 153 das Eigentum ge⸗ währleiſtet Solange nicht die Regierungsmänner auf ihre eigenen Penſionen, die aus den Mitteln der Allgemeinheit beſtritten würden, zu Gunſten der Allgemeinheit verzichten, ſolange müßten die Rent⸗ ner fordern, daß die Regierung die von den Rentnern in Goldmark dem Staate zur Verfügung geſtellten Kapitalien wenigſtens bis zum Exiſtenzminimum aufwerten, da alle Deutſchen nach Artikel 109 der Reichsverfaſſung vor dem Geſetze gleich ſeien. In einem Rechtsſtaate dürfe nicht mit zweierlei Maß gemeſſen werden. Auch für den heutigen Staat gelre noch das Sprüchwort:„Nur die Ge⸗ rechtigkeit iſt das Fundament der Staaten.“ Melöung zum freiwilligen Eintritt ins heer Das Wehrkreiskommando Vßteilt mit: In zahlreichen Fällen kommt es vor, daß junge Leute, die die Abſicht haben, ins Heer ein⸗ zutreten, teülweiſe von weit her zugereiſt, ſich ohne vorherige An⸗ frage ſofort perſönlich bei einem Truppenteil melden, vielfach ohne im Beſitz der vorgeſchriebenen Papiere zu ſein. Derartige perſon⸗ liche Meldungen von Leuten, die nicht im Beſitze der vorgeſchrie⸗ benen Papiere ſind, müſſen grundſätzlich als zwecklos bezeichnet werden. Aber auch bei perſönlicher Meldung unter gleichzeitiger Vorlage der vorgeſchriebenen Papiere kann nur ſelten mit ſoſoruger Einſtellung gerechnet werden. Abgeſehen davon, daß die Annahme jedes Freiwilligen von dem Ergebnis der militärärztlichen Unter⸗ ſuchung abhängig iſt, können Einſtellungen ſtets nur nach Maßgabe freier Stellen erfolgen. In den meiſten Fällen iſt auch bei Vor⸗ handenſein freier Stellen und bei Vorlage der vorgeſchriebenen Papiere auf eine ſofortige Einſtellung nicht zu vechnen, weil die an die Soldaten des Reichsheeres zu ſtellenden hohen Anforderungen eine genaue Prüfung der Papiere erforderlich machen, wozu meiſt Nückfragen an Behörden uſw. notwendig ſind. Ein Anſpruch auf Einſtellung kann nicht geltend gemacht werden. Zur Jeeben von Zeitverluſt und unnßtiger Ausgabem für Eiſenbahnfahrten uſtw. wird daher allen jungen Leuten, die ſich um Einſtellung ins Heer bewerben wollen, dringend empfohlen, ſich zu⸗ nächſt ſchriftlich unter Beifügung der erforderlichen Papiere an den von ihnen gewählten Truppenteil zu wenden und den ihnen dann zugehenden ſcheid abzuwarten. Die Unkoſten, welche den ſich meldenden Freiwilli durch die Bewerbung erwachſen,(z. B. Portoauslagen, Koſten für Eiſenbahnfahrt zum Truppenteil behufs perſönlicher Vorſtellung), müſſen von den Freiwilligen getragen werden. Nur denjenigen Freiwilligen, die von einem Truppenkeil bereits einen ſogenannten Annahmeſchein erhalten haben und die aufgrund einer Geſtellungsaufforderung zur endgül⸗ tigen Einſtellung einberufen werden, können die Koſten für die Eiſen⸗ bahnfahrt zum Truppenteil vergütet werden, wenn die Entfernung vom Wohnort des Freiwilligen bis zum Standort des Truppenteils mehr als 20 Kilometer beträgt. Den ſchriftlichen Vewerbungen um Einſtellung müſſen ange⸗ ſchloſſen ſein: ein Geburtszeugnis, ein polizeiliches Führungszeug⸗ nis oder Leumundszeugnis mit poligeilich geſtempeltem Lichtbild, ſerner Zeugniſſe der Arbeitgeber, möglichſt über die zwei letzten Jahre, von Schillern das letzte Schulzeugnis und Militärpapiere, neben den ſonſtigen Ausweispapieren, wenn der Freiwillige be⸗ reits im alten Heere, der Marine oder der vorläufigen Reichswehr uſw. gedient hat. Bei Minderjährigen iſt die ſchriftliche, amtlich be⸗ glaubigte Einwilligung des geſetzlichen Vertreters zum 12 rigen Dienſt in der Wehrmacht erforderlich. Die Einwilligung darf keiner⸗ ſei Vorbehalte enthalten. »In den Nuheſtand verſetzt wurde kraft Geſetzes der ſtellber⸗ tretende Vorſitzende im Ev. Oberkirchenrat D. Alexander Schenck. *Wiederzulaſſung des Straßenbahnverkehrs über die Rhein⸗ brücke. Wie uns das Bürgermeiſteramt Ludwigshafen mitteilt, iſt durch Verfügung des Generaldelegierten für die Pfalz der Straßenbahnverkehr über die Rheinbrücke unter beachtung der Verkehrs⸗ und Zollvorſchriſten in der Zeit von 5 Uhr früh bis 11 Uhr nachts wieder geſtattet. Mit dieſer Verfügung, die ſofort in Kraſt getreten iſt, geht ein dringender Wunſch der Be⸗ völkerung Mannheim⸗Ludwigshafens in Erfüllung. Wir brauchen nicht hervorzuheben, wie ungüͤnſtig die Sperre des Straßenverkehrs über die Rheinbrücke die wirtſchaftlichen Beziehungen der Schweſter. ſtädte beeinflußt hat. Vor allem werden die taufende von berufs⸗ tätigen Perfonen, die täglich die Rheinbrücke pafſieren, mit dem Ge⸗ fühl der Erleichterung die Kunde vernehmen, daß ihnen nunmehr Gelegenheit gegeben iſt, die Arbeitsſtätte leichter und ſchneller zu er⸗ reichen. Zu begrüßen iſt die Wiederemfügung der ſtillgelegten Strecke auch im Intereſſe der Finanzen der Straßenbahn, da die nach Ludwigshafen führende Linje 3, die früher zu dem ſtärkſten frequentierten gehörte, nunmehr weit ſtärker als ſeither benutzt wer⸗ den dürfte. Wie uns mitgeteilt wird, geht der erſte Wagen um halb 6 Uhr morgens und der letzte abends 10 Minuten vor 11 Uhr vom Paradeplatz ab. Auch ein Beitrag zur Aufwertung. Der gewiß ſeltene Fall. daß ein Schuldner freiwillia die Zinſen eines Hypothekenkapi⸗ tals in Gol d. alſo voll aufgewertet. bezahlt, verdient. wie die„Köln. Ztg.“ ſchreibt, einer breiteren Oeffentlichkeit bekanntgegeben zu wer⸗ den. Schuldner: Ein Lokomotivführer aus Arnsberg. Gläubiger: eine über 70 Jahre alte, früher vermögende, ſetzt mittelloſe Dame, Kapital 5000 Mark, halbjährliche Zinſen à 5 v. H.= 125 Goldmark wurden ohne Aufforderunga am 2. Januar 1924 ſtillſchwei⸗ gend bezahlt. Wenn jeder Schuldner, der nicht ſchlechter geſtellt iſt als der doch auch nicht auf Roſen gebettete kleine Beamte. genau ſo verfahren würde, ſo würde manche bittere Not und manche Ungerech⸗ tiakeit beſeitiat. Kleingartenweſen. Mit dem 1. Januar 1924 trat in dem Kleingartenweſen Mannheim eine einſchneidende Aenderung ein. Sämtliche Kleingärten, die bisher durch das Hochbauamt, Abllg. Gartenbau, verwaltet wurden, gingen auf 1. Januar 1924 an die Mamnheimer Kleingartenvereine in Generalpacht über. Sie werden von dieſen Organiſationen verwalbet umd an ihre Mitglie der in Unterpacht weiter verpachtet. Bis zur entgültigen Regelung dieſer Angelegenheit waren langwierige Verhandlungen im Klein⸗ garten⸗Ausſchuß nötig. In der Sitzung vom 6. Februar wurde unter dem Vorſitze des Landgerichts nats Dr. Leſer dem Generalpacht⸗ vertrag in allen ſeinen Einzelheiten ſowohl von den Vertretern der Stadt als auch von den Vorſtänden der Ortsvereine zugeſtimmt. Von verſchiedenen Vorſitzenden der Ortsvereine wurde bei dieſer Gelegenheit betont, daß die Nachfrage nach neuem Gelände außer⸗ ordentlich groß iſt und daß beſonders in den Gebieten, wo durch die einſetzende Bautätigkeit Ablöſungen erfolgen mußten, neues Land zur Verfügung geſtellt werden müſſe. Die Bedürfnisfrage und die Dringlichkeit wurde auch von den ſtädt. Vertretern bejaht. Beſtaltung. Geora Brück. der lanaiährige erſte Togesfaſſter am Mannheimer Nationaltheater, wurde am Samstaa zu Grabe ge⸗ bracht. Mit ihm iſt ein in weiten Kreiſen, insbeſondere der theater⸗ liebenden Bevölkerung bekannter und geſchätzter Beamter dahm⸗ gegangen. In den letzten Jahren, als die Papiergeldflut den Kaſſen viel zu ſchaffen machte., arbeitete Brück im inneren Kaſſendienſt mit aleich autem Geſchick und Erfols Seine Berufskollegen legten an ſeiner Bahre Kränze nieder. Für das Soloperſonal leiſtete dieſen letzten Liebesdienſt in herzlichen Worten Herr Alex Kökert. Aus dem Parteileben Jugendgruppe Deulſche volksparkei Manmheim Am vergangenen Dienstag fand in den Geſchäftsrüumen der Partei die diesjährige Jahresverſammlung der Jugend⸗ gruppe der Deutſchen Volkspartei ſtatt, die einen ſehr ſtattlichen Beſuch aufzuweiſen hatte Aus dem Geſchäftsbericht, den der Vorſitzende Herr Rich. Fauth jr. erſtattete, iſt zu entnehmen, daß ſich im abgelaufenen Geſchäfts zahr rege und eae Tärigkeit entfaltet hat. Obwohl die umgünftigen wirtſchaftli erhältniſſe und die ſchwierige Lage unſeres Vaterlandes auf jede Vereinigung mehr 550 Dalß konnte man gezeitigten ebniſſen olgen ufrie⸗ den ſein. Die Jahl der Mitglieder konnte ſich nicht nur 55 be⸗ haupden ſondern es iſt die erfreuliche Tatſache zu verzeichmen, daß eant dnd letzter Zeit Neu aufnahmen in reichſicher Zahl er⸗ Der Vorſtand war bemſiht, den nur das ſte bieten. Reichstagsabgeordneter Dr. A Kuer Frau 8 abgeordnete Dr. M. Bernays, Hauptſchriſtleiter Kurt Fiſcher, Handelskammerſyndikus Dr. Oito Ulm, Stadtpfarrer L. Vath, die Stadträte Dr. P. Wittſack und L. Haaz uſtw., die hauptſächlich durch Vorträge im der politiſchen Arbeitsabende ſich beſon⸗ dere Verdienſte um die J ruppe erworben haben, ſeien an dieſer Spelle nicht umerwähnt. Vaterländäſche und kutturelle Gedenk⸗ feiern, Veranſtaltungen unterhaltenden Charakters, Wanderungen, rege Beziehungen zu den bena ugendgrupen ufw., ge⸗ währen einen weiberen Einblick in die Geſamtarbeit der Jugend⸗ gruppe. Beſonders iſt die Weihnachtsſeier am 30. Dezember in der Loge„Karl zur Eintracht“ hervorzuheben, die in ihrer famſſiären, echt einen erhebenden Verlauf nohm. Im Mittel⸗ punkt der r ſtand die Feſtanſprache des Stadtpfarrers K. Ren 3. deſſen Worte eimen ſtigen Eindruck auf die Anweſenden aus⸗ übten. Ein betrüch tlöcher Teil des Reimertrags konnte an die Alters⸗ Hilfe abgeführt werden. Herr Karl Sauſt erſtattete den Kaſſenberucht, worouf dem Vorſtande der dgruppe für ſeine zieſbewußte Leitun herz⸗ licher Dank und Entlaſtung ertenlt wurde. Dn der darauf erfolgten Neuwahl wurden einſtimmig gewählt: Bankbe⸗ amter Rich. Fauth fr., 1. Vorſitzender, Herr Karl Sauſt, 2. Vor⸗ nene. rend bei der zweiten Aufführung der ſtimmgewaltige Baſſiſt des heſſiſchen Landestheaters Opernſänger Hölzlin aus Darmſtadt als Waffenſchmied einen geradezu ſtürmiſchen Erfolg davontrug. Erna Monti war als Marie, die Tochter des Waffenſchmiedes, an⸗ mutsvoll, Louis Hohmann als Knappe Peterſen als Ritter Adelhof und Veity Kofler Nationaltheater Mannheim) hatten durch ihren Humor die Lac auf ihrer Seite. Den Chor der Schmiedegeſellen ſtellte mit gutem Eindruck das Sängerquartett des heſſiſchen Landesthegters. Nächſtens hofft Wein⸗ heim auf ein ſchon angekündigtes Gaſtſpiel des Heidelberger Stadt⸗ theaters. Den hieſigen Muſikfreunden bereitet ſeit langem das Fehlen eines geeigneten Konzertſaales große Sorge. Nunmehr hat der Verwaltungsrat des Gemeinnützigen Vereines beſchloſſen, bei der heimiſchen Induſtrie eine Umfrage zu veranſtalten, um deren finan⸗ Zielle Hilfsbereitſchaft für einen großen Saalbau feſtzuſtellen. Unter der Vorausſetzung, daß dieſe Umfrage ein befriedigendes Ergebnis Hat, erklärten ſich zwei hieſige Wirte bereit, ihre Säle ſofort den Bodürfniſſen entſprechend zu vergrößern. M. K. Runſt und Wiſenſchaſt Bode und die Donatello-Plakette. Im Jahrbuch der Preußi⸗ ſchen Kunſtſammlungen von 1923 hatte Wilhelm von Bode. der frühere Generaldirektor der Berliner Muſeen und Direktor des Kalſer⸗Friedrich⸗Muſeums, unter dem Titel„Eine Porträt⸗ plakette des Dogen Francesco Foscarl von Dona⸗ tello“ ein kleines Reliefporträt veröffentlicht. das er 1910 im Kunſt⸗ handel in Florenz„um eine Kleiniakeit“ erworben hatte. Er ſchreibt darüber:„War doch das Stück allerſeits, auch von aroßen Antiqua⸗ ren des Auslands, als moderne Fälſchung abgelehnt worden.“ Hier⸗ au gibt die Leipziger Kunſtzeitſchrift„Der Cicerone“, folgenden Kom⸗ mentar;„So überzeugt Vode auch war. es hier mit einem Oriainal Donatellos zu tun zu haben, ſo Recht hatten doch alle anderen, die das Stück ablehnten. Denn im Novemberheft 1923 des„Dedalo“ meldet ſich— der wirkliche Autor des„Donatello“ zu Wort, der Bildhauer Oreſte Licudis, der die Plakette vor vielen Jah⸗ ven geſchaffen hat. An Hand von Abbildungen zeigt der Künſtler, daß das Berliner Stück ein Abauß ſeiner Plakette im zweiten Zu⸗ ſtand ohne Rand iſt. Licudis hat ſeiner Arbeit ein Porträt von der Hand des Bartol. Vivarini und eine im Logenvalaſt erhaltene Maske des Dogen Foscaro zuarunde gelegt. aber ſeine Plakette ſtets unter ſeinem Namen ausgeſtellt und— bald in Silber, bald 10 Bronze. bald als Galvano ader Terrakottaausführung verkauft, ſo 1912 in Wien allein 23 Exemplare. Ausgeſtellt war die Plakette u. a. 1910 im Palazzo Ceſaro in Venedig und 1916 im Salon Benvecchiatl, bei welcher Gelegenbeit ſie auch in den Tageszeitungen kritiſiert wurde. Von all dieſen Tatſachen hatte der große Kenner Bode keine Ahnung. Er kaufte ſeinen echten Donatello„um eine Kleinigkeit“ für das Ber⸗ liner Muſeum, wie er Nare um eine unerhörte Summe die Lionardo⸗Fälſchung der Flora⸗Büſte erwarben halte.“ st. munter und ſpielfriſch. Franzöſiſche Kulturpropaganda in Warſchau. Die ſchon ſeit längerer Zeit geplante Errichtung eines franzöſiſchen wiſſenſchaft⸗ lichen Inſtituts in Warſchau iſt ſetzt der Verwirklichung näher gerückt. Das Inſtitut ſoll. ebenſo wie die franzöſiſchen Schulen in Rom und Athen. Studienzwecken dienen und franzöſiſche Gelehrte und Stu⸗ denten aufnehmen, die ſich in Warſchau dem Studium der volniſchen Literatur und Kunſt widmen wollen. Das Inſtitut wird unter der Leitung der Univerſitäten Warſchau und Paris ſtehen. Verhandlun⸗ gen, die kürzlich in Warſchau geführt wurden, laſſen es als höchſt wahrſcheinlich anſehen, daß das Inſtitut im Herbſt ds. Is. eröffnet werden wird. Gleichzeitig wird in Paris ein Inſtitut für flawiſche Literatur und Kunſt eröffnet werden, für deſſen Unterbalt das vol⸗ niſche Unterrichtsminiſterium 25 000 Franken ſfährlich beitragen ſoll. Andere flawiſche Staaten werden das Pariſer Inſtitut ebenfalls durch Geldbeträge unterſtützen. An dieſem Inſtitut wird ein Lehr⸗ ſtuhl für volniſche Literatur errichtet und volniſche Profeſſoren wer⸗ den dort als Gäſte Vorleſungen halten. 4* Hochſchulnachelchten. Im lter von 68 Jahren iſt der ordent⸗ liche Honorarprofeſſor der juriſtiſchen Fakultät an der Univerſität Heidelberg Dr. Fritz Preifi Der Verſtorbene war 1856 in Deſſau geboren, hatte die höhere Poſt⸗ beamtenlaufbahn eingeſchlagen und war zuletzt Telegraphendirektor und Geheimer Poſtrat. Er war vornehmlich in den Reichslanden tätig geweſen. Preiſigke hatte ſich in dengen Studien beſonders mit der Papyrusforſchung beſchäftigt und darüber ausgezeichnete Un⸗ iſfencfel veröffentlicht. Er war Mitglied der Straßburger wiſſenſchaftlichen Geſellſchaft und zuletzt auch der Heidelberger Ma⸗ demie der Wiſſenſchaften.— Im Alter von 69 Jahren iſt in Ber⸗ lin der Geh. Reg.⸗Rat Dr Fritz v. Luſchau, ordentlicher Prof. an der Berliner Univerſität und Direktor am Muſeum für Völker⸗ kunde, Mitglied der Akademie der Wiſſenſchaften, dahingeſchieden. In ihm verliert die anthropologiſche Wiſſenſchaft einen ihrer wirk⸗ ſamſten Fördrer und einen Forſcher großen Stils.— In dieſem Frühling feiert Neapel das 700jährige Jubiläum ſfeiner berühmten Univerſttät. Die Vertreter aller Unwerſiläten und Akademien der Welt werden bei dieſer Gelegenheit zuſammenkommen. Ein inter⸗ nationaler philoſophiſcher Kongreß wird ch anſchließen. ür 155 iſt Ende Mai in ic genommen. Im Namen der talieniſchen Philoſophiſchen Geſe ee e Antonio Aliotta, Pro⸗ e gke nach kurzem Leiden geſtorben. feſſor an der Univerſität Neapel, an t⸗Geſell ür dieſen Bane 1 eingeladen und in dem Sigabungſcheldede 155 katgſeſſer ns aihinger eine Reihe hervorragender deutſcher Philoſo n noch beſonders zur Teilnghme aufgefordert. Es 15 0 52181 in dem Schreiben von Aliotta um deſſen Verd entlichung der italieniſche Philoſoph ausbdrücklich bittet, nun an der Zeit, daß ſich wieder[reunbſchaftliche Beziehungen zwiſchen den Philo⸗ ſophen aller Nationen herſtellen. Italien hat die Bewegung des deut⸗ ſchen Denkens immer mit Sympathie verfolgt und tut dies auch heute noch. Wir werden uns freuen, den deutſchen Kollegen hier in Neapel die Hand zu drücken und mit daran zu arbeiten, daß die Femndſchaft mit den dndenen Natlonen ouförl- er 0 ſihender, Herr Jakod Dürr. Kaſſenwart, Herr Wilh. Frey, 125 treter in den Jugendverbänden. Beiſitzer: Frl. Vetta üte der Maria Merzinsky, Herr Adolf Moſer und 3 dem Hauptpartei. Mit ehrenden Worten gedachte der ae Lieſe eitherigen treuen und unermüdlichen Vorſtandsmitglied, Frl. lotte Börſtinghaus, die demnächſt Mannheim verlaf Es ſchloß ſich hierauf noch eine lebhafte Ausſprache an, hauptſächlich Organſationsfragen und künftige Arbeiten der der gruppe behandelt wurden. Mit voller Zuperſicht wird man de weiteven Entwicklung der entgegenſehen Aus⸗ ſich für das Wohl unſeres deutſchen Vaterlandes und für ird R. breitung des liberalen Gedankens ſtets opferbereit einſetzen w vereinsnachrichten* Badiſcher Veamiendund(Beurksverband Maannheind. 5e Vorſtandswahlen ergaben: 1. Vorſ. Gerichtsverwalter 8. 55 (Landgericht): 2. Vorſ. Amtmann La Fontaine 80 tel 3. Vorſ. Hauptwachtmeiſter Fuß(Sipos; 4. Kaſſier: 5(Lan Brenzingerz 5. Hchriftführer: Oberinſpektor Arnond dem desgefängnis). Herr, Bender iſt zugleich 2. Vorſitzender des ömet ſchen Beamtenbundes, Ortsverband Mannheim(Stadttaunel gandes⸗ 1. Vorſitzender). Die engere Verbindung zwiſchen Reichs⸗, und ſtädtiſchen Beamten, die jetzt entſtanden iſt, iſt ſehr grüßen. Der neue Vorſtand wird ſich nur den Wirtſchof der Hauptverbände anſchließen. Dadurch wird auch do 1 heimer Beamtenbankprojekt in die„Verſenkung“ verſchwin genen dDer Stenographenderein Stolze⸗Schrey hielt am vergaugn m⸗ Mittwoch ſeine diesjährige ordenkliche Hauptverſa lung ab. Der von dem geſchäftsführenden Vorſitzenden erfolh⸗ Jahresberich, legte Zeugnis ab von der eifrigen aber auch reichen Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahr. und gliederſtand iſt auf über 1000 angewachſen. Die Fortbicdunge, iben Uebungskurſe erfreuen ſich eines guten Beſuchs. Bei Weilſc mu hat der Verein immer ſehr gut abgeſchnitten. Die Anfängeen haben großen Zulauf, ein Beweis dafür, daß die vorbildliche i und leitung des Vereins auch bei den Außenſtehenden bekannt Verel⸗ anerkannt wird. Wegen der Papiergeld⸗Infta-ton mußte beer de im abgelaufenen Jahr e e überſtehen; trotzdem ſeanden Kaſſenverhältniſſe geordnete. der Wahl des Vorſtand⸗ emallt in der Hauptſache die ſeitherigen Damen und Herren wiederg Kutfe Im kommenden Jahre wird der Berein in verſtärktem Maße en für Anfänger einrichten. Auch wird er ſich an der Tagund ene bunden mit ſtenographiſchem Wettbewerb) aller badiſchen graphenvereine in Donaueſchingen bereiligen. veranſtaltungen— c Theaternachricht. In der Freitag, den 15. Februcr, Baul findenden Erſtaufführung der Tragödie„Brunhild vog ſerc Ernſt ſind beſchäftigt: Maria Andor, Grete Bäck, Olga— 55 Hans Godeck, Georg Köhler, Wilhelm Kolmar, Robert B Albend Paul Ernſt's Tragödie„Chriemhild“, die am glelcgeg 9000 zur Uraufführung gelangt, ſind beſchäftigt: Grete Ollerich. Richard Eggarter, Hans Godeck, Georg Köhler, Rentert Kolmar, H. Herdert Michels, Karl Neumann-Hodiß, Joſef Negel Robert Vogel, Rudolf Wittgen. Paul Ernſt, der eben 57 ein⸗ Vortragsreiſe nach Deutſchland zurückkehrte, iſt heute giet gehe getroffen, um den letzten Proben beizuwohnen. In r Dich⸗ von Veranſtaltungen in der Schweiz und in Ungarn hatte wulße ter Gelegenheit, vor einem großen Publikum zu ſprechen un zuletzt in Budapeſt von der Oeffenklichkeit begeiſtert gefeiert. Aus der Mannheimer Aunſthalle. Die Ausſtellma lenderkunſt in alter und neuer Zeit wird am kommein⸗ Montag, den 18. Februar, geſchloſſen. Die Schau hat ſich 90 überraſchenden Volkstümlichkeit erfreut. Sie wurde bis 7 von rund 13 000 Perſonen beſucht, außerdem fanden 23 Fubrug n Vereinen und Geſellſchaftsgruppen ſtatt. Gleichſam als bau ein der Kalenderſchau wird in dieſer Woche im weſtlichen oeben, vonendeter Jyklus handrolorierter Holzſchnitt ole Prof. A Babberger(Karlsruhe) ausgeſtellt, der das alte walb⸗ der Monats und Jebreszeltenbisder in freier zichteriſcher Abral guug bebandel.— ſtach Schiuß der Kalenderſchau folgt die tehe Ausſtellung Badiſche Aauaretliſten“ der ſich dem ⸗ März als weitausgreifende Unternehmung die Ausſtenung„eßen B und Papier“ GBuntpapiere, Tapeten etc.) anſch 5 Abend, — in der nd⸗ enden Muſſtaliſche Arademie. Dze Sobiſtin des heulgen m l Emm Leisner hat b t. Progr% 23„2200T0 9. Sinfonie(Paſtorale) von Richard Strauß. En keral. Gnartett. Der Nomantiter-Abend des Kercl⸗Huner der den dritten ihrer Kammermuſtkabende bildet, findet am Ogreib⸗ tag. den 14. Februar ſtatt. Jur Auffübrung gelangen drei Sant quartette von Schubert Mendelsſohn und Schaewoc 4 An Südamertta. Auf den am Miine⸗ den 13. Februar, ſtattfindenden einmaligen Lichtbildervornazene Hauptſchriftleiters Gg. M. von Coellen, Berlin, über dieſe⸗ Hauge, machen wir hiermit nochmals empfehlend aufmerkſam. Der bele⸗ referent des Direktor v. Coel len, wird beim a Fublikum durch eine Anſprache des Redakteurs B. Mülbaußt Neuſtadt a. d. Haardt eingeführt werden. Tagungen Genoſſenſchaftsverſammlungen Kteich bietten die dem Verband bad. Ianbm Oensentezi Karlsrube anceſchloſſenen Genoſſenſchaften und Vereine der Mannbeim. Schwetzingen. Heidelbera. Weinheim an nannten Plätzen Bezirksverſammlungen ab. Ben Landwirtſchaftslehrer Wie bl- Schwetzingen ſprach über ſchaftliche Tagesfragen und beſonders über den genoſſenſ Wiederaufbau und die Umſtellung der Geſchäftsanteile und men auf Rentenmark. Eingebend wurde auch die Lage Warenmarkt beſprochen. Sämtliche Anweſende waren da gele, zeugt. daß man in den kommenden ſchweren Jeiten ohne ſchaftsweſen nicht auskommen kann. Aus dem Lande +. Heidelberg. 11. Febr. Das Fliegerfeſt am Samane der Stadthalle, an dem ſich auch zahlreiche Beſucher aus Ma grob betelligten, nahm einen überaus harmoniſchen Verlauf. 22 Saal. von deſſen Decke das Flugzeug„Kurpfalz“ herabging, g⸗ reich mit Fahnen und Girlanden geſchmückt. Nach„ grüßungsanſprache des Vorſitenden des Wiſſenſchaftlichen Flugſſzre⸗ vereins Heidelberg, Dr. Bader, rollte ſich das reichhaltige e gramm ab, in dem Vorträge und muſikaliſche Darbietungen, Schleh, eine überaus gelungene Chaplinkarikatur(„Thaplin bei der daral beleuchtung!) in bunter Folge abwechſelten. Im Anſchluß rſche⸗ entwickelte ſich das übliche geſellſchaftliche Bild, das durch eu, dene Veranſtaltungen in den Nebenräumen entſprechende Baam fand. Eine für die Mutter des gefallenen Kampfflieger⸗— ˖0 mann veranſtaltete Sammlung ergab einen reichen Ertrag, de ſell in bedrängten Verhältniſſen lebenden Frau ſehr willkommen nur iirn dlecrangaltung bemies, daß die Verelnigung nigſgee * N eifrig nachgeht, ſondern auch geſellſ auf der ieht. Heidelberg. 10. Febr. Vorgeſtern gab es, ſo erzählt wan de⸗ Fedendal Hart Wen Behbef Hinheem kalgenden fe ſaß zwiſchen anderen Reiſenden, die au wiſchenfall. Dort 1 ug warteten, auch eine Frau, die, wie man ſo ſagt,„große Spwolle 0 14400% machte. Sie erzählte unter anderm auch jedem, der es hören daß ſie beſtraft worden ſei, weil ſie Butter und Milch au⸗ (Walldürn)— 4 hätte. Sie ſchimpfte dann függ über 1900 Dinge und ſagte zum Schluß, nachdem ſie die Behörden relſe ſchlecht gemacht halte, ſie ließ ſich das natürlich nicht gefallen, rn würde beim Amtsgericht Einſpruch 2 9—5 Horke werde 74 ſicherlich freiſprechen. meinte ein neben igr ſitender an cbel Herde gaaße Zeit zugehört hatte ſie ſallte beſſer nicht ſo ſhe reden, denn es könnte auch mal der Staatsan walt neie eiß ſihen. und der Herr erklärte ihr weiter, daß er tatſöchlich ſelcher Staatsanwalt wäre. Er könne ihr nur dringend ralen, Einſpruch gegen die Strafe ruhig wieder einzupacken, da er keinen Zweck haben würde. Man kann ſich denken, was die bei diefer Enthükung für ein Geſicht gemacht und daß die ner den Reinfall der Frau heimiſch recht lachten! Ke 5 r RA‚Rr Wein „Dtenstag, den 12. Februar 1924 manuheimer General Anzeiger(mittag · uus gabe) 8. Seite. Ar. 71 2 Karlsruhe, 11. Febr. Die Reichsbahndireklion Karl läßt iſſe ochzeitsta 1 Zeit Schnellzugsmaſchinen, P Sportliche Runoͤſchau ker Maſchinenbaugefellſchaft Karlsruhe angefertigt wurden, aus⸗ Eubieren, die mit einer Schnelligkeit von 110 Kilometern in der Faumde fahren können. Sie werden auf der Linie Karlsruhe—Offen⸗ urg und zurück vorläufig bei Perſonenzügen geprobt. Die Ma⸗ me beſitzt vier große Trieb⸗ und zwei Laufräder, ſie iſt ſo ſchwer, ſie nicht auf allen Brücken gefahren werden kann. „ Gaggenau(Amt Naſtatt), 11. Febr. Vorgeſtern wurde hier Ane jugendliche Diebesgeſellſchaft von 17—24 Jahre alten diaſchen feſtgenommen und ins Amtsgefänanis Raſtatt abgeführt, e ſeit einer Reibe von Tagen leichtere und ſchwerere Einbruchs⸗ lebſtäble in Privathäufſer und in einem Eiſenbahnaüterwagen ſchcübten. Es handelt ſich hauptſächlich um erwerbsloſes und arbeits⸗ cheues Geſindel. 5* Sberweier(A. Raſtatt), 11. Febr. Dieſer Tage konnte Herr Auurrer A. Wasmer der ſeit 21 Jahren bier tätia iſt. in voller Uſttakeit ſeinen 8 0. Geburtstaa feiern. Er war vorher lange bre Direktor des Lehrerſeminars Meersbura und hat als ſolcher ſegensreich gewirkt. * gaslach. 11. Febr. Am 22. Februar wird in dieſem Jahre Amn erſtenmal wieder der ſogenannte Storchentaa abgehalten. n dieſem Tage ziehen die Schulkinder, nach Abbaltung einer An⸗ in der Müblenkapelle unter Führung des„Storchenvaters“ don Haus zu Haus und nehmen Obſt und Backwerk von den Spen⸗ ſern entaegen. Der Storchenpater batte. ſolange die Stadtmüle be⸗ dund. ein Anrecht auf zwei Laib Brot. 5: Gengenbach. 11. Febr. Infolge eines Schlaganfalles ſtar b Ner der Dombaumeiſter des Straßburger Münſters Dr. Knauth. 0 r. Verſtorbene, ein Altdeutſcher, hatte bekanntlich nach dem Waf⸗ uſtillſtand noch längere Zeit ſeine Tätigkeit an den Stützungs⸗ arbeiten des Münſters fortgeſetzt, wofür er auch die Anerkennung Peg damaligen Generalkommiſſars für Elſaß⸗Lothringen, des jetzigen räſidenten der Republik, Millerand, erhielt. Da er indes inner⸗ der feſtgeſetzten Friſt die franzöſiſche Staatsgahörigkeit nicht nachſuchte, wurde er ſeines Amtes enthoben. 4* Bom Hobenſtoffeln, 11. Febr. Mit der Einſtellung des Be⸗ debs am Baſaltwerk hatte man auch mit einem Abbruch der ſeilbahn und einer vollſtändigen Aufaabe des Vetriebes gerech⸗ net. Jetzt verlautet, daß die Arbeiten am Baſaltwerk im Frühſohr Don einer norddeutſchen Geſellſchaft wieder aufgenommen werden. das Gruppe von Ingenieuren aus Frankfurt a. M. bat dieſer Tage Werk zu dieſem Zwecke beſichtiat. die Freiburg, 10. Febr. Der Winzerverband hielt hier ſeine erſte Jaäbrige Landesausſchußſitzung unter dem Vorſitz des Frhrn. v. nſtein ab. Nach Erſtattung des Tätigkeitsberichtes über das Sbgelaufene Jahr wurde die—55 einer Veranſtaltung von verſteigerungen ausführlich erörtert. Für dieſes ſind zwei e in Ausſicht genommen, eine in Freiburg veranſtaltet durch den Badiſchen Winzerverband, und eine in Karlsruhe, veranſtaltet durch den Verein badiſcher Natur⸗ nverſteigerer. Jer Laufe der Sitzung wurde Beſchluß gegen den lanten Abbau der Weinkontrolleure gefaßt. Der Mitglieder⸗ K wurde für das Jahr 1924 für Einzelmitglieder auf 3 Mk. nd Mitglieder der dem Bad Winzerverband angeſchloſſenen rganiſationen auf 20 Pfg. feſtgeſezt. + Jreſburg. 11. Febr. Durch die Sperrung der Ausfuhr elſäſ⸗ Atger Milch ſeitens der Franzoſen iſt in Freiburg und in den Städten des Oberlandes ein plötzlicher Rückgang der Milchbeliejerung eingetreten. Es wird nun verſucht, den Ausfall durch vermehrte nfuhr von Schweizer Milch auszugleichen. Die Belieferung aug ſelbſt nimmt nur langſam du. Singen, 8. Febr. Die Scheffelhausbaufr war Gegen⸗ danß der Beſprechung einer Verſammlung des Ge amtgründungs⸗ buschuſſes. Leider egie ſich dabei, daz die gegenwärtigen Zeit⸗ zerbältniſſe der Verwirklichung dieſes Projekts größere Schwierig · eiten in den Weg legen, als noch vor wenigen Monaten angenom⸗ men werden konnte. Die finanzielle Leiſtungsfähigkeit der Vereine, 10 5 degen ſich der Gründungsausſchuß zuſammenſetzt iſt zur Zeit n gering, die Vereine ſind zudem mit ihren unmittelbaren eigenen dez Naben ſo ſehr belaſtet, daß weſentliche Mittel zur Förderung ſund. Bauprosekts auf dem Weg über die Vereine nicht zu beſchaffen üibe Es wurde zunächſt beſchloſſen, einmal genaue Auffſtellung ber die Baukoſten und das vorhandene Baukapital zu machen. X Neuenburg. 11. Febr. der Grenzverkehr hat mit der Stabiliſteruna der Mark und dem Nückaana des Franken ſtark ance⸗ ſcgen. Täalich kommen zahlreiche Waaaons über die Grenze, haunt⸗ uͤchlich Tertilwaren und elſäffiſches Gemüſe. Sebr aroße iſt aber die Orangeneinfuhr nach Deutſchland. Konftanz, 11. Febr. Nach dem Polizeibericht hat in den letz⸗ Taden hier ein Schwindler gefälſchte Banknoten ausgeage⸗ falf, Die Banknoten wurden zumteil ſchon bei ibrer Annahme als ſch erkannt. Trotzdem verſäumte das Publitum die rechtzeitige ſere den aleeen der, Seorcene wawiscen das ei * i 1 rt pe Faen ellagenen 10eehr Pie heften des Altratſchreibers ebrich Keller in Unterſiggingen ſtürzte infolge Glatteis ſo un⸗ daß ſie einen Schädelbruch davontrug, der ihren od zur Folge hatte. Gerichtszeitung Das falſche Meereswunder Kunſtkenner und Kunſtbändler Kunſtfälſchunasvrozeß beſchäftiate in mehrtägiger a — die 7. Straftammer des Landaerichts Berlin I. Der Kunſthänd⸗ 8 Reit babte im Jahre 1919 im Schaufenfter ſeines Geſchäfts ein id ausgeſtellt. das die Siangtur-Stuck München“ trua, Es ban⸗ um das bekannte„Meereswunder“ des Münchener Mei⸗ 4 Ein Berliner Maler glaubte in dem Bilde eine frälſchung zu Kiennen. Er betrat den Laden und fraate, ob das Bild echt ſei. Der itbändler war über dieſe Frage ſehr erreat und erklärte:„Selbſt⸗ darſtändlich iſt es echt. ich dabe nur echte Bilder!- Der Maler er⸗ iderte:„Wenn ein Stubenmaler das Bild aemalt bätte. würde er de en. es auszuſtellen!“ Es kam zu Auseinanderſetzungen und Aen drobte ſich aegenſeitia mit der Polizei. Schlieflich ſchrieb der Raater an Franz v. Stuc nach München. Hieter antwortele daß es 10 nur um eine gemeine Fälſchung handeln könne. da ſich ſein-Mee⸗ Handunder“ in feſtem Privatbeſik befinde. Darauf wurde aegen ndter Anzeige erſtattet, aus der ſich der gegenwärtige Prozeß ent⸗ te. R. wurde wegen Urkundenfälſchung und Betruasverſuchs argetkaat. Vor dem Gericht beſtritt der Kunſthändler, daß er da⸗ — Zweifel an der Echtheit des Bildes gehabt habe. Er habe das — älde von einem Miniſterialbeamten erworben, der angegeben mede, daß es aus einer Erbſchaft ſtamme. Der als Zeuge vernom⸗ miede Beamte beſtätiate zwar den Verkauf, behauptete aber, daß er abe, aedcat dabe. das Biid ſtamme von Stuc aus München er babe als renicht behauptet. daß der berüßmte Stuck es gemalt habe. Der ſich Sachverſtändiger vernommene Profeſſor Spire erklärte, daß es bin um eine ſchlechte Kopie des Stuckſchen Gemärdes handele. Aller⸗ nas. ſo fetzte der Sachverſtändige hinzu, ſeien die Kunſthändler im venemeinen keine Kunſtkenner. Der Verteidiger dez Kunſthändlers darwies darauf. daß auch Kunſtſachverſtändige ſich ſchon oft geirrt daten. Außerdem babe der Betrieh der Kunſthandlungen in iener lld webr einem Herinasiaden gealichen. da die Händler damals die der aleich zu Hunderten an Ausländer verkauft hätten. urt ie Strafkammer ſprach den Angeklagten von der Anklage der deit adenfälſchuna frei. nahm aber an, daß er Zwelfel an der Echt⸗ 4 Die Bluttat eines Polizeiwachtmeiſters Einen blutigen Abſchluß hatte der Hochzeitstag des Polizeiunter wachtmeiſters Hermann Wiedecke in Berlin genommen. Am 18. Oktober v. J. feierte Hermann Wiedecke ſeinen Geburtstag und aleichzeitig ſeine Hochzeit. Nach der Rückkehr vom Standesamt hatte man zu Hauſe ein Frühſtück eingenommen. Danach hatte ſich der junge Ehemann in voller Uniform, beagleitet von ſeinem Vater und ſeinem Schwager. zur Feier des Tages auf einen kleine Bierreiſe be⸗ geben. Gegen drei Uhr nachmittags kamen ſie auch in eine Wirtſchaft in der Grolmanſtraße. die, wie vor Gericht feſtgeſtellt wurde, übel beleumundet iſt. Sie iſt der Treffpunkt von allerlei zweifelhaftem Volk. Um den Stammtiſch ſaßen an dem verhängnisvollen Tage acht Perſonen beiderlei Geſchlechts. Mitalieder des Wohltätiakeitsvereins Libelle“, die ſich mit dem Auswürfeln von Lagen veranüaten. Mit dieſen Leuten kam Hermann Wiedecke aus unaufgeklärtem Anlaß in Streit und zog ſeinen Revolver Der alte Wiedecke ſoll ſeinem Sohne noch zugerufen haben:„Schieß doch. Junge!“ Nun wollte der Kauf⸗ mann Heusmer den wütenden Poliziſten beruhigen und trat auf ihn zu. Im aleichen Augenblick gab dieſer auf den dicht vor ihm Stehen⸗ den fünf Schüſſe ab. von denen vier durch den Körper drangen. An den Folgen der Verletzungen ſtarb Heusmer am nächſten Tage. Der Angeklaate behauptete, daß man ihn beim Eintritt in das Lokal be⸗ reits mit dem Ruf empfangen habed„Was will der arüne Ganove denn bier? Haut ihn doch raus!“ Man habe ihn dann umringt und Heusmer hätte ihn an der Kehle gepackt. Infolagedeſſen habe er zur Abwehr blindlinas geſchoſſen. Die Mitalieder des Vereins„Libelle“ gaben eine von den Auslaſſungen des Angeklaaten völlia abweichende Schilderung des Vorganges. Danach habe Wiedecke ohne jeden Grund geſchoſſen. Der Vorſitzende der„Libelle“ der im Zuhörerraum der Verhandluna beiwohnte und zur Zeugenvernehmung vorgerufen wurde, betonte, daß in ſeinem Verein nur anſtändiae Leute ſeien. Allerdinas. fügte er einſchränkend hinzu, könnten ſa wohl auch einige ſchwarze Schäfchen darunter ſein, aber das komme ſa überall vor. Die beiden Angeklaaten waren nach der Tat geflüchtet und wurden aus dem Milchaeſchäft Wiedeckes herausgeholt, wobei der Polizeiwacht⸗ meiſter den Beamten. die ihn feſtnehmen wollten, heftiaſten Wider⸗ ſtand leiſtete. Das Gericht hielt Hermann Wiedecke ſchuldia der vor⸗ ſätzlichen Körververletzung mit tödlichem Ausgana. Das Urteil gegen ihn lautete auf drei Jahre ſechs Monate Gefänanis unter ſofortiger Verhaftung. Der alte Wiedecke wurde freigeſprochen. ):(, Berurteilung eines Jahrradmarders. Ein gemeingefährlicher Dieb iſt der Metzger Albert Weiß aus Löffenau, deſſen Spezialität der Fahrraddiebſtahl iſt. Im Gerichtsſaal der zweiten Strafkammer Karlsruhe ſtanden mehrere dieſer Räder, für die der Angeklagte keine Liebhaber gefunden hatte, denn er ſuchte nach den Diebſtählen ſo⸗ bald als möglich die Räder wieder zu verkaufen. Um ſich vor Ent⸗ deckung zu ſchützen, daß die zum Verkauf angebotenen Räder aus Diebſtählen herrührten, wechſelte er einzelne Teile um. Aus dieſem Grunde konnte auch bei einer Reihe von Rädern der Eigentümer nicht mehr feſtgeſtellt werden. Das Gericht verurteilte den ſchon vor⸗ beſtraften Angeklagten zu 2 Jahren Gefängnis. Der Schloſſer Kurt Schuhmacher aus Durlach, der gefälſchte Beſcheinigungen aus⸗ ſtellte, nach denen die Annahme erweckt werden ſollte, die Fahr⸗ räder rührtem aus ſolider Quelle her, wurde wegen Urkunden⸗ fälſchung zu einem Monat Gefängnis verurteilt. 1* 9) Im Alkoholduſel Anko gefahren. Die beiden Taglöhner, die kürzlich in Hertingen den Kraftwagen eines Arztes entführt hatten, wurden wegen Diebſtahls vom Schöffengericht Lörrach zu 6 Wochen bezw. 3 Wochen Gefängnis verurteilt. Angeblich wollten ſie mit dem Fahrzeuge nur nach Hauſe fahren. Ihre Trunkenheit fiel ſtrafmildernd ins Gewicht. ): Ein harigeſottener Sünder iſt der bereits ſiebenmal vorbeſtrafte diebſtahlsrückfällige 24 Jahre alte Fabrikarbeiter Frdr. Kuckemuß aus Bürſtadt. Seine Genoſſen erkannten die zudiktierte Strafe des Schöffengerichts Darmſtadt an. während K. leuanete und Unwiſſen⸗ heit, Vergeßlichkeit u. deraleichen vorſchützte. Die Angeklagten waren der Ende 1922 begangenen Tat der Entwendung mehrerer Zentner Mais geſtändig. und belaſten in alaubwürdiger Weiſe den Angeklag⸗ den K. Es wurde daher die ſchöffengerichtliche Strafe von 1 Ja br Zuchthaus durch Abweiſung der Berufung beſtätigt. ) Zum Tode verurkeilt. Die Stuttgarter Strafkammer hat den 20jährigen Edwin Mink aus Konſtanz. der eine 20jährige Zigaret⸗ tenarbeiterin erſtochen und beraubt hatte, zum Tode verurteilt. ):( Betrügeriſche Jahnpraxis. Die Zahntechniker Jofef und Anton eeeeee von München machten in den Jahren 1922 und 1923 auffallende Reklame. In Plakatanſchlägen und An⸗ zeigen notierten ſie Arbeitshonorare und und Warenpreiſe, die weit unker den Sätzen aller anderen Zahntechniker ſtanden. Als beſonders niedrig 1 55 ſie die Preiſe für das Umarbeiten und Ausbeſſern von künſtlichem Gebiſſen an. dem 20. Beſucher wurde koſtenloſe Behandlung, jedem 2000. Beſucher eine große Geldprämie zuge⸗ ſichert. Das Schlagwort dabei war:„Nützen Sie die Gel aus, die Teuerung macht ſich von Tag zu fühlbarer.“ taten denn auch die Brüder Eggenfurtner reichlich. Die Reklame brachte ihnen rieſigen Zudrang und nützten die Gelegenheit da⸗ durch aus, daß ſie ſich die Platinſtifve, Goldplomben uſw. im den ihnen zur„billigen“ Umarbeitung übergebenen künſtlichen Gebiſſen aneigneten und durch minderwertige Stifte und anderes Material erſetzten. Durch dieſe Betrügereien wurden viele Kunden um an⸗ 21 55 Werte geſchädigt. 8 richt München I verurteilte t Joſef Eggenfurtner zu 9 Monaten 19—— und 500 Goldmark Geldſtrafe bezw. weiteren 100 Tagen fängnis, Anton n⸗ furtner zu 5 Monaten Gefängnis und 300 Goldmark Geldſtrafe bezw. weiteren 60 Tagen Geföngnis. ):(Kein Streikrecht der Beamten. Die 25. Zivilkammer des Landgerichts II in Berlin entſchied in einem Prozeß gegen die Führer einer Beamkenorganiſation, daß der Vorſtand der Gewerkſchaft für die wirtſchaftlichen Schäden, die aus einem Eiſenbahnerſtreik erwüchſen, haftbar ſei, und erklärte einen be⸗ ſonderen Regreßanſpruch gegen die Streikführer für be⸗ rechtigt. In der Urteilsbegründung wird geſagt, daß durch die Reichsverfaſſung den Beamten nur die Vereinsfreiheit, nicht aber das Streikrecht garantiert ſei. Der Streik der Eiſenbahnbeamten erſcheine auch in 7 775 Maße verwerflich, denn der regelmäßige den Betrieb der Eiſenbahn ſei von ſolcher Bedeutung, daß in einem längeren Ruhen des Eiſenbahnverkehrs eine Gefährdung der Ord⸗ nung und Sicherheit liege. 2( Das Spiel mit der Exiſtenz. Einer Lappalie wegen hat ein in Ehren ergrauter Beamter ſeine Exiſtenz aufs Spiel geſetzt. Der Oberpoſtſekretär., der ſich wegen Betruges vor der Erſten Straf⸗ kammer des Landgerichts 1 Berlin zu verantworten hatte, wurde beſchuldigt, abgeſtempelte Briefmarken zum Frankieren neuer Poſt⸗ ſendungen verwendet zu haben. Der Vorgang war beobachtet wor⸗ den. Der e war aufgefallen, als er ſich mehrfach ſcheu umſah. Bei dem Betrug handelte es ſich nur um paar geringe Be⸗ träge. Die Handlungsweiſe des 5 lagten erſchien rätſelhaft. Er hatte ein gutes Einkommen und keinerlei Schulden. g deſſen erhoben ſich Zweifel an ſeiner Zurechnungsfähigkeit. Bis zum Kriege hatte der Angeklagte ſich tadellos geführt, war aber unter dem Angeichen ſtarker Nervoſität heimgekehrt. Das Schöffen⸗ gericht hatte W. darauf zu ſechs Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen das Urteil hatte der Beklagte Berufung einlegen laſſen. Auch die Strafkammer kam zu einer Sie hielt den Fall aber für äußerſt milde und erkannte auf die Mindeſtſtrafe von drei Monaten, gab überdies auch dem Antrage des Vertei⸗ Achder Bildes gehabt haben müſſe. Das Urteil lautete wegen ver⸗ —4N5 Schwimmen * Die Vereins-Schwimm-Wellkämpfe Turnverein Mannheim v. 1846 gegen Turnoerein Pforzheim v. 1800 fanden am Sonmtag im Herſchelbad ſtalt. Die Schwimmwettkämpfe nahmen einen ſpannenden Verlauf, befonders gefielen die Herren⸗ und Damen⸗ ſprünge. Hervorzuheben ſind noch die Waſſerballſpiele, wobei die Pforzheimer mit ihrer 2. Mannſchaft mit:0 Sieger blieben, wäh⸗ rend die Mannheimer mit ihrer 1. Mannſchaft mit:0 im Vorteil waren. Der Kampf wurde nach wechſelndem Verlauf von Mann⸗ heim mit 89:79 Punkten gewonnen. Nachſtehend die näheren Er⸗ niſſe: 555 Bruſtſtaffel f. Herren(3 2 Bahnen): 1..⸗V. Manm⸗ heim.20 Minuten.— Rückenſchwimmen für Herren(2 Bahnen): 1. Gerſtner,.⸗V. Pforzheim 44.3 Sek.; 2. Aug. Lang, .⸗V. Mannheim.— Kurze Strecke f. Herren(2 Bahnen): 1. Flöthe,.⸗V. Mannheim 37.4 Sek.; 2. Leinberger,.⸗V. Mannheim 42.1 Sek.— Damenbruſtſchwimmen(2 Bahn.): 1. Drais,.⸗V. Pforzheim 59 Sek.: 2. Haupt,.⸗V. Mannheim 59.3 Sek.— Jugendbruſtſchwimmen(2 Bahnen): 1. Kraut,.⸗V. Pforzheim 50.3 Sek.; 2. Zweigental,.⸗V. Pforz⸗ heim 52.3 Sek.— Staffel bel.(3& 2 Bahnen): 1..⸗V. Mannheim.08.4 Sek.— Schülerſchwimmen(1 Bahn): 1. Linkel,.⸗V. Pforzheim 25.1 Sek.; 2. Otto Hoffmann, Mann⸗ heim 26.1 Sek.— Lagenſtaffel(4 2 Bahnen): 1..⸗V. Mannheim.03.1 Min.— Springen für Herren 6 Sprünge): 1. Bäuerle,.⸗V. Mammheim 27 Punkte; 2. Dußſling, .⸗V. Pforzheim 24 Punkte.— Springen für Damen(3 Sprünge): 1. Drais u. Schief,.⸗V. Pforzheim je 21 Punkte: 2. Haupt,.⸗V. Mannheim 17½ Punkte.— Waſſerballſpiel 2. Mannſchaft: Sieger.⸗V. Pforzheim:0.— Mädchen⸗ bruſtſchwimmen(1 Bahn): 1. Erika de Lank,.⸗V. Mann⸗ heim 27.3 Sek.; 2. Gretel Stoll,.⸗V. Mannheim 29 Sek.— Bruſt⸗ ſchwimmen für Herren(4 Bahnen): 1. Wolf, T⸗V. Pforz⸗ heim und Geiger,.⸗V. Mannheim ſe.47 Mim.; 2. Malkowsky, .⸗V. Pforzheim.— Jugendſchwimmen bel.(2 Bahnen): 1. Gerſtner,.⸗V. Pforzheim 43.4 Sek.; 2. Sonnet,.⸗V. Pforz⸗ heim und Gleichert,.⸗B. Mannheinn je 47.3 Sek.— Junior⸗ Seiteſchwimmen(2 Bahnen): 1. Gauß,.⸗V. Pforzheim 44 Sek.; 2. Gutleben,.⸗V. Mannheim 45.3 Sek.— Damen⸗ bruſtſtaffel(3* 2 Bahnen): 1..⸗V. Mannheim..3 Min.— Alte Herren⸗Lagen⸗Staffel(4 2 Bahnen): 1. .⸗B. Mannheim.09.1 Min.— 0 4. (10& 2 Bahnen): Um den Wanderpreis deg.⸗V. Pforzheim: .⸗V. Mannheim.26.2 Min.— Streckentauchen: 1. Aubel,.⸗V. Mannheim 56 Mal in 5826 Sek.; 2. Clauß,.⸗V. Pforzheim 42 Mal in 34 Sek.— Wafſerballſpiel: 1. Mann⸗ ſchaft: Sieger.⸗V. Mannheim 50. Der von der Schwimmer⸗Riege des.⸗V. v. 1846 Manmheim für den Vereinskampf geſtiſtete Wanderpreis wurde von.⸗V. im gewonnen. Neues aus aller Welt — Schrecklicher Flammentod. Ein achtzigjähriger Eiſenbahn⸗ invalide und ſeine Ehefrau in Halberſtadt gerieten geſtern abend, nachdem ſie ihre Körper zur Linderung von Rheumatismusſchmerzen mit Spiritus eingerieben hatten, dem überhitzten Herd zu nahe und ſtanden bald in hellen Flammen. Die Nachbarn erſtickten die Lte Die Eheleute ſind nachts an den ſchweren Brandwunden geſtorben. — Tragiſches Ende. Fran Geheimrat Friedberg die Witwe des vor drei Jahren verſtorbenen Vizepräſidenten des preußiſchen iſterunnns und nationallibevaben Führers, Ex⸗ Feend Dr. R. Friedberg, hat einen ſchweren Unfall erütten, nach wenigen Stunden zu ihrem Tod führte. Sie war bei der Durchfüthrung eines Umzuges in der Berliner Wohnung des Landtagsabgeordneten Garnich, deſſen Frau— ebenfalls GEeichs⸗ tagsabgeordnete— die Tochter Friedbergs iſt. Beim Umzuge wurde ſie von einem umſtürzenden Geldſchrank erfaßt und am Unterſeib ſo ſchwer verletzt, daß ſie nach wenigen Stunden ſtarb. In der Fraktion der Deutſchen Volkspartei des Landtages widmete ihr Dr. v. Campe einen Nachruf. — Nette Kameraden. Die Polizei in Unna verhaftete mehrere Mitglieder des Erwerbsloſenausſchuſſes, die ſich an den für die Erwerbsloſen beſtimmten Geldern ber⸗ griffen hatten. Sie hatten verſtanden, ſich Beträge aus Samm⸗ lungen ſowie von einer Wohltätigkeitsvorſtellung anzueignen und für ſich zu verwenden. Zum Teil haben ſie mit dem Geld, das für ihre in Not befindlichen Kameraden beſtimmt war, Zechge⸗ lage veranſtaltet und ſich an Wein gütlich getan. — Schweres Unglück durch ſcheuende Pferde. Aus Schmiede⸗ berg wird gemeldet: Die Pferde eines Schlittens, in dem die bei⸗ den ökbeſitzer Willy und Ernſt Partſch, Frau Partſch und r Bontbeambe Naleppo vom Jugendſkiſpringen icktehrten, ten und en die Hi⸗ hinab. Schlitten 7 eine Brücke und zerbrach. Die Inſaſſen wurden über die rige Brüſt acht bis Meter tief in die Eglitz ge⸗ ſicchleudert. zwei„die auf der Brücke ſtanden, wurde eines, das fünfjährige Töchterchen des Arbeiters Better⸗ b e ee eeee— r flog gegen und wurde ſo vor dem Sturz in die Eglitz bewahrt. Von den Infaſſen des Schlitteng erlitt Willy Partſch einen Beckenbruch und anſcheimend innere ſchwere Verletzungen ſowie eine Gehirnerſchütterung, ſo daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt wird. Frau Partſch trug einen Rippenbruch und ſtarke Verletzungen am Kopfe davon. Die andern beiden wurden leichter verletzt. — Gewaltige Schneewehen in Polen. Von überall aus dem füdlichen Polen treffen Nachrichten über ungeheure Schneever⸗ wehungen ein. Der Zugverkehr mit dem Süden ruht nahezu voll⸗ Fer Das Karpathengebiet mit Zekopane iſt vollſtändig vom Verkehr abgeſchnitten. Das Eiſ ngeleiſe iſt auf 30 Kilometer ange mit einer zwei Meter hohen Schneeſchicht bedeckt. Das Miſd⸗ tär iſt zur Hilfsarbeit herangezogen. Ueber das Dorf Gory iſt eine Lawine niedergegangen, die vier Häuſer vernichtete. 18 Per⸗ ſonen ſind unter den Trümmern begraben. — Schneeſtürme auch in der Akraine. In der Ukraine hat, wie die Lett. ſegr.⸗Agentur berichtet, ein ungewöhnlich heftiger Schneeſturm großen Schaden angerichtet. Auf vpielen Stvecken iſt der Eiſenbahnverkehr umterbrochen. Bei Balaja erkow jſt ein Perfonenzug eingeſchneit. Infolge des außer⸗ ordenillichen ſtarken Froſtes iſt der Odeſſaer Hafen mit einer 80 Zentimeter ſtarken Gisſchicht bedeckt, was feit 25 Jahren nicht 8 den iſt. Alle ausländiſchen 8 an, Recne vpacht weiter verpachdet. Bis zur endgüftigen Regelung einſetzende neue Käldewelle 35 bis 40 Grad Reaumur erreichen und 14 Tage dauern werde. Waſlerſtandsbeobachtungen im Mongt Februar Rbeln-Pegel 8..[ 8.[ if.J 2 Negar-Bedel 8.[.] 5 5 Ji.. Schuſterinſel“)0 98 1 021.009.93 2827 Mannbeim.153.88.28.1 4/2 95.90 ſebll...18.16,2.14/2 10 2 062 04/ Heilbronn 111 Maxaun. 378 384 3353.82 76.77 nan in 376% 258 Raud cbin ga 3200 37.40— ugee auf 2000 Mark Gemftrafe digers ſtatt und billigte dem Angeklagten Bewährungsfriſt zu. Ddas Haarwuchsproblem gelöſt! Wan denke ſich ein Menſchenantlitz ohne Haar— es erſcheint 10 2 dann vollkommen fremd und abſtoßend. Das Kopfhaar iſt ein Aberaus wichtia“ Merkmal menſchlicher Schönhelt. daß beiſpiels⸗ ſanſt allein ſchon ſchwacher Wuchs der Augenbrauen genügt, um ein ſchönes Geſicht ausdruckslos und nüchtern erſcheinen zu laſſen. der Urfer Hauypthaar iſt unſere Hauptzler und ſchon bei Aenderung 8 Jrifur bört man bäufig:„Ich habe Sie heute aarnicht erkannt, deber eſal Seründ de tiefgehende Aen der e rch Haaraus ndigen hen. deman unſeres Andlicks ſtellt ſich bei ſedem ganz naturgemäß Ve⸗ ſtürzung. ja Verzweiflung ein. Die Mittel der Quackſalber ſind nicht das Geld wert, das die Umhüllung koſtet. Sogenannte Haarpflege⸗ mittel reizen vielfach die Kopfhaut und verkürzen nachweislich(Dr. med. Pohl) die Lebensdauer des Haares. Um ſo mehr iſt es zu begrüßen, daß endlich die zünftige Wiſſen⸗ ſchaft das Gebiet eingehend ſtudiert und nach manchen Umwegen (Prof. Dr. med. Zuntz) das Problem endlich zur Löſung gebracht hat. (Dr. Weidner.) Dr. Weidner geht direkt vom menſchlichen Haar aus und bringt dasſelbe in Form von Schwefeleiweiß auf die Kopfhaut. Prof. Dr. med. Friedenthal erkannte als erſter die Bedeutung des Dr. Weid⸗ tterſchen Silvikrins. Es zeigte ſich ſogar, daß bereits ſahrelang be⸗ Kahlheit durch Silvikrin wieder mit Haarwuchs bedeckt wer⸗ en konnte. Von aroßer Bedeutuna iſt es, daß die Silvikrin⸗Firma zunächſt jeden Intereſſenten eingehend informiert. Senden Sie kein Geld, ſondern verlangen Sie koſtenlos und vortofrei eine Silvikrinprobe und das Büchlein„Das Geheimnis des Haarwuchſes“. Benutzen Sie der Portoerſparnis halber den Gratisbezugsſchein, den Sie im offe⸗ nen mit Ihrer Abſender⸗Adreſſe verſehenen Briefumſchlaa an Sil⸗ vikrin⸗Vertrieb G. m. b. H. Berlin 709 Alexandrinenſtr. 28. ein⸗ ſenden. 1106 Gratisbezugsſchein: Für eine Silvikrinprobe und die Schrift.⸗Das Geheimnis des Hoorwuchſes“. 1 6. Seite. Nr. 71 Handelsbſaft des Nannheimer ——3 Die Bank von Frankreich im Jahre 1923 Die(-V. der Aktionäre der Banque de France fand am 31. Januar statt unter dem Vorsitz ihres Gouverneurs 6. Robineau, der namens des Generalrats einen Ueberblick über die Operationen des Geschäftsjahres 1923 gab. Der Jahresbericht gibt, wie alljährlich, eine Zusammen- kassung der charakteristischsten Anzeichen der industriellen und kommerziellen Entwicklung. Er unterstreicht ganz be- onders die bedeutende Zunahme der Produktion auf allen Gebieten, die Vermehrung und das Gleichgewicht des franzö- sischen Außenhandels, den Fortschritt der Gütertransporte und tiskalischen Einnahmen, worin insgesamt Anzeichen einer guten Wirkschaftlichen Lage trotz der beständigen Ipannung und Krise der Wechselkurse erblickt werden. Die Operationen der Bank sind in normaler Weise der Entwick- jung der Geschäfte des Landes gefolgt. Das Handelsporte- feuille, das 24 Millionen zu Ende 1922 hetrug, erreichte zu Ende des verflossenen Geschäftsjahres ungefähr 4 Milliarden. Die Lombardkredite beliefen sich leichzeitig auf 2500 Mill. Zegenüber 2100 Millionen Ende 1922. Piese Zunahme der Kreditgeschäfte ist zum Teil die Folge der Erhöhung der inländischen Preise. Dank den durch den“aatsschatz er- folgten endgültigen Rückzahlungen bis zum FlöchstbetrageN Lon insgesamt 3800 Millionen haben die Bilanzen eine gewisse Emissionsreserve wieder erlangt, was im Laufe des letzten Geschaftsjahres gestattete, dem Handel und Jer Industrie in so breitem Ausmaße, wie es die Umstäande ge- hoten, die Kreditbeihilfe der Bank zu gewähren. Indes mußte diese darauf aufmerksam bleiben, daß die verfügbare Marge des Umlaufes über den gesetzlichen Höchstbetrag von 41 Milliarden hinaus nicht in Anspruch genommen werden durfte. Um in dieser Hinsicht den unerläßlichen Spielraum zu bewahren und jeder Spekulation zuvorzukommen und außerdem die im Ausland befindlichen Guthaben nach Frankreich zurückzubringen, hat sich die Bank entschließen müssen, ihren Diskontsatz von 5 auf 3½, sodann aus 6 pCt. und ihren Lombardzinsfuß von 67 auf 7 pCt. zu erhöhen. Sie hofft, daß die Wirksamkeit dieser für Handel und Indu- strie beschwerlichen Lasten gestatten wird, ihre Dauer ab- zukürzen. Die Gesamtheit der normalen Opera- tionen belief sich im Jahre 1923 auf 82,247 Millionen gegen 68,77 im Jahre 1922, also auf ein Mehr von 13,468 Millionen. Die ommerziellen Diskontierungen vermehrten, sich um P. für die Zahl der Effekten und um 2274 pt. für ihren Geln twert. Die allgemeine Kassenbewegung belief sich aul 585 Milliarden, Wovon 1,358 Milliai den im Giroverkehr. Der Umlauf der Noten erreichte zu höchst 38,529,635, 600 Francs am 3. Oktober 1923 und zumindest 36,359,286,400 Fres. am 27. Dezember 1922. Sie betrug am 22. Dezember 1923: 37.763,017,520 Fres. Der Rohertrag des Geschäftsjahres 1923 belief sich auf 455,686,229 Fres. Ahzüglich 155,814,739 Fres. Jür Verwaltungsausgaben einschließlich Abschreibungen der Filialen; von 4,568,800 Fres. für Erwerbskosten von Immo- Hilien und Vergrößerung; von 30 Millionen für die Pensions- u. Versicherungskassen der de von 41,297,718 Fres. für Sonderzuwendungen an dlie Angestellten(Teuerungs- zulagen, Familienzulagen usw.) verblieb ein kommerzieller Reinertrag von 22,004, 271 Fres. Mit dem Rückdiskonto des zweiten Halbjahres 1922(13,608,924) und dem vorjährigen Vortrag(5,213,296 Eres.) belief sich der gesamte Rein- gewinn auf 242,827.191 Fres. In Abzug zu bringen sind 93,007,765 Fres. für Steuern und Grundzinsen,.363,785 Fres. kfür Vergütungen auf Abschreibungskonto; 91 Millionen Fres. Deckung für Kursrisiken, leidende Effelkten, aufergewcöhn- liche Ausgaben; 10.78,348 Fres. Gewinne auf Kapitalkonto, 19,726,596 Frcs. für Rückdiskontierung und 2,604,229 Pres. auf neuen Vorirag; danach verbleibt ein Saldo von 23,386, 468 Erancs, Was zuzüglich 29,538,532 Fres. Ertrag des eigenen Wechselbestandes der Bank, einen verfügbaren Gesamthbetrag von 29,538,542 Fres. ergibt, der die Ausschüttung einer Dividende von 290 Fres. netto gestattet. Der deutsch-amerikanische Handelsvertrag Der am 8. Dezember in Washington unterzeichneie dceutsch-amerikanische Handelsvertrag, von dessen e eee einer Vereinbarung zwischen dem deutschen Botschafter und Staatssekretäar Hughes bisher abgesehen worden war, wurde nunmehr im Wortlaut be- kannt gegeben. Er enthält zweiunddreißig Artikel. Der erste behandelt die Einreise, Aufenthalt und die Be- lassung der Deutschen in Amerika und die Amerikaner in Deuischland und ihre Betätigung im fremden Lande. So: Bekanntmachung. PDie Geschäftsbedingungen werden wie folgt geändert: Offene Depots bei dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin, S. W. 19. Von Nr. 1 fallen die Worte von„Außßerdem übernimmt Sie die Verpflichtung“ ab weg. Die Reichsbank wird jedoch dlie in den gestrichenen Sätzen und Absätzen bezeichneten Leistungen, ohne eine Verpflichtung hierzu zu übernehmen, im allgemeinen tatsächlich ausführen. Ueber die jeweils nötigen Einschränkungen kann Näheres bei dem oben ge- nannten Kontor und bei den Reichsbankanstalten erfragt werden. Nr. 2 erhält folgende Fassung: Die Depotgebühren werden ohne Rücksicht auf die Dauer der Aufbewahrung und Verwaltung eines Depots jedesmal fär ein Kalenderjahr im voraus in Rechnung gestellt. Sie hetragen a) bei inländischen festverzinslichen ausschließlich auf Reichsmark lautenden Wertpapieren einschlieſllich der ver zinslichen und unverzinslichen Prämienanleihen lür jedes einzelne Depot mit einem Nennwert bis zu 5000 Mark..25.Mark, mit einem Nennwert über 5000 Mark..50.Mark, bbei inländischen, nicht ausschließlich auf Reichsmark jautenden sowie bei ausländischen festverzinslichen Wertpapieren einschließlich der verzinslichen und unverzinslichen Prämienanleihen, ferner bei in- und ausländischen Dividendenwerten für je angefangene 1000 Mark des Nennwerts jedes einzelnen Depotts.20 R. Mark, mindestens jedoccßßk 050 R. Mͤark, c bei Hypothekenbriefen und Sparkassenbüchern sowie bei wertbeständigen Anleihen, Kuxen, Versicherungs- scheinen und sonstigen Dokumenten für jedes einzelne Depot 0550.Mark. In besonders gearteten Fällen bleibt die Festsetzung er- höhter Depotgebühren vorbehalten. Im Dezember errichete Depots bleiben für diesen Monat gebührenfrei; doch werden darauf sofort volle Gebühren für das kolgende Kalenderjahr angerechnet. Papiere in ausländischer Währung werden behufs Er- mittelung der Gehübren nach untenstehenden“) festen Sätzen, Manuhelmer General-Anzeiger(mittag⸗Ausgade) Weit nicht die Gleichstellung mit den Inländern ausdrücklich vereinbart ist, wie etwa bezüglich des Schutzes der Personen und des Eigentums, sowie der von fremden Staalsangehörigen zu entrichtenden Sieuern und Abgaben, ist Vorsorge ge- troffen worden, daß der fremde Staalsangehörige im anderen Lande nicht schlechter als der Angehörige eines meist- begünstigten Landes behandelt wird. Artikel 4 regelt die Eigentumsübertragung unter Lebenden und von Todeswegen. Artikel 5 sichert die freie Religionsübung innerhalb des Gebietes des andern reiles. Artikel 6 regelt die Frage des Heeresdienstes. Den Kernpunkt den Vertrages bildet Arfikel 7. der die unbedingte Meistbegünstigung im WwWechselseitigen Warenaustausch festlegt. Da- bei sollen Waren, die auf Schiffen des anderen Teiles ein- geführt werden, keinen anderen oder höheren Abgaben unter- Worken sein, als wenn sie auf einheimischen chiffen ein- geführt würden. Gewisse Ausnahmen gelten für den Grenz- verkehr und für den Handel der Vereinigten Staaten mit Kuba. Auch die Durchfuhrfreiheif ist vertraglich gesichert und die Erhebung von Durchfuhrzöllen ausge- schlossen, desgleichen ist die wechselseitige Gleichheit der Behandlung von Schiffen beider Länder bezüglich der Tonnen-, Hafen- und ähnlicher Nebenabgaben sichergestellt. ur bezüglich der Küstenschiffahrt gilt der Grundsatz der Meistbegünstigung. Die Artikel 12 undf 13 regeln die Stellung der Gesellschaften. Im eigenen Lande rechtskräftig konsti- tuierte Gesellschaften sollen im anderen Lande als solche anerkannt werden. Die Zulässigkeit der wirtschaft- lichen Betätigung wird von der Meistbegünstigung und den Vorschriften des einheimischen Rechts abhängig ge- macht. Die Artikel 15 und 16 regeln eingehend die Frage der Handlungsreisenden, denen unter dem Gesichtspunkt der Meistbegünstigung W Erleichterungen zugestanden werden. Die Artikel 17—28 die konsularischen Ver- hälmisse. Auch hier gilt der Grundsatz der Meistbegünsti- gung. Artikel 30 bestimmt, daß etwaige Rechte, die den Ver- einigten Staaten aus dem Friedensabkommen vom 25. August 1923 zustehen, durch diesen Vertrag nicht berührt werden. Der Vertrag, der noch nicht ratifiziert wurde, wurde Auf zehn Janre abgeschlossen. Er soll vom Tage des Austausches der Ratifikationsurkunden an Gel- tung haben. Nach Ablauf der zehn Jahre gilt einjahrige Kündigungsfrist. Der deutsche Außenhandel im Dezember und im Januar 1923 Wegen der Vertreibung der Zollbeamten des besetzten Gebietes mußlte die Außenhandelsstatistik lückenhaft bleiben. Soweit Feststellungen möglich waren betrug die Einfuhr dem Werte nach(in 1000 Goldmark) im Dezember 492 367, Januar bis Dezember 6 081 391, die Aus fuhr im Dezember 561 115, von Januar bis Dezember 6 079 154. Danach betràgt die Einfuhr, trotz der seit 1913 eingetretenen Preissteigerung auf dem Weltmarkte nur etwa 54 Prozent und die Ausfuhr nur ętwa 39,50 Prozent des Umfanges von 1913. Legt man diie Preise von 1913 zugrunde, so reduzieren sich diese Zàtze wWeiter auf 43 Prozent.52,50 Prozent. *Die n e für Depots. Die Reichs- bank hat eine Aenderung ihrer Bedingungen vor- auf offene Depots i dem die sich sowo ontor der Reichsbank für Wertpapiere in Berlin als auf Mündeldepots bei den Reichsbankanstalten bezieht. Die Einzelheiten darüber werden im Anzeigenteil dieser Nummer unseres Blattes veröffentlicht. Ein Austro-Orientalisches Handelssyndikat. NMit Sitze in Wien wurde laut Konfektionär unter Mitwirkung der Oesterreichisch Orientalischen Handelskammer, des Köllensperger-Konzerns und der Textlil- firma Samuel Taussig Söhne eine„Austro-Orienta- lische Industrie und Handels-.-.“ gegründet. Das Unternehmen verfügt in der Türkei üpber zwei Ceichgerichtete isationen in Smyrna und Angora Eskeschehir), die unter der Leitung des frũheren türkischen Finanzministers Zia Pascha stehen. » Personalien. Die Firma Julius Blün, Sackefabhrik und Jutegewebe zeigt an, daß Traugott Blün als Teilhaber eingetreten ist. Das Geschäft wird fortan als offene Handels- Zesellschaft unter der Firma Julius u. Traugott Blün Weitergeführt. Die Fabrikation in Ludwigshafen bleibt be- stehen, während der Hauptsitz der Firma nach Mannheim verlegt wurde und eine bedeutende Vergrößerung der Fabri- kation erfahren wird. währung umgerechnet. Außerdem werden berecimet rür die Einziehung und Auszahlung von baren Geidern bei ausgelosten, gekündigten oder konvertierten Wertpapieren (1), ferner für Einzahlungen(1 f) von dem einzuziehenden oder auszuzahlenden Betrage, der nötigenfalls in Rentenmark umgerechnet wird, sowie für die Vermittelung des Umtauschs oder der Abstempelung von Wertpapieren, von dem jeweiligen Kurswert der höberen Seile, um- gerechnet in Rentenmark, für je angefangene 100 Rentenmarx„ 050.Mark und für die Ausübung von Bezugsrechten die allgemein üb- lichen Gebühren. bogen sowie für den Umtausch von Zwischenscheinen(1a und e) werden nur die baren Auslagen berechnet. Wie die Gebühren in Rentenmark zu entrichten sind, s0 sind auch die Auslagen an Porto und dergleichen in Renten- mark zu erstatten. Mündeldepots bei den Reichsbankanstalten. Nr. 9 erhält folgende Fassung: An Gebühren sind zu entrichten: 1. eine einmalige Gebühr von 1 Rentenmark für die Ausfertigung eines Mündeldepotbuches, 2. eine fortlaufende jährliche Verwahrungsgebühr von .20 Rentenmark für je angefangene 1000 Mark des Gesamtnennwertes der jedesmal gleichzeitig eingelie- lerten oder der zu Anfang jedes neuen Hinterlegungs- jahres(10) vorhandenen Papiere, mindestens aber.50 Rentenmark für das gesamte Depot. Bei wertbeständigen Anleihen ist eine Gebühr von.50 Rentenmark für jede Gattung zu entrichten, ebenso bei Hypo- thekenbriefen, Sparkassenbüchern, Kuxen, Versicherungs- scheinen und sonstigen Dokumenten. Papiere in ausländischer Währung werden behufs Er- mittelung der Gebühren nach nebenstehenden festen Sätzen in Reichswährung umgerechnet. Wie die Gebühren in Rentenmark zu entrichten sind, so sind auch die Auslagen an Porto und dergleichen in Ren- tenmark zu erstatten. Berlin, den 31. Januar 1924. Reichsbank-Direktorium. Dr. Hjalmar Schacht. v. Grimm. eneral-Anzeig im übrigen nach dem Berliner Börsenbnauch, in Reichs-? Für die Besorgung neuer Zins- und Gewinnanteilschein- Dienstag, den 12. Februar 1924 2 RR— er FFFVFFCCCCCCCCCCC Deuisenmark! 17 Die starke Nachfrage hat weiter angehalten; zumteil 8 8 es sich dabei um noch nicht ausgeführt gewesene an vom Samstag gehandelt haben. Inzwischen ist eine weiter Beruhigung erfolgt. Von scharfen Krediteinschesntunßer der Reichsbank ist noch nichts bekannt geworden, wohl 0 sollen Erwägungen dieserhalb im Gange sein. Insbeson wird auf Einhaltung der Vorschrift seitens der Reichsban? bei den Devisenbanken bestanden werden, daß der GeN wert fkür Devisen vor Ausführung des Auftrages be- vorhanden sein muß. Günstig faßt man die Ziffern übe den Auenhandel im Dezember und die rklarung der Sachverständigen auf, aus denen die Bereitschaft 2 Unterstützung der Goldnotenbank hervorgeht. Die Bi-A galt in Zürich 125 Centimes; gegen engliegg Pfunde wWurde sie im unbesetzten Gebiet mif anfangs 19, bis 19,75, später gebessert mit 19,25 Bi- gehandelt. Son lagen folgende Meldungen vor: New Lork auf London, Cable Transfers, 4,30,25(am 9. ebruar.31,24), 60 740 427,12(4,28,15), Paris 4,55(4,60), Amsterdam 37,35(37,43) Kopenhagen 16,03(16,22). Prag 291(291); Paris auf 1 Jork 21.565, Belgien 87,90, England 94,55, Holland 81850, Italien 95,95, Schweiz 381.,75, Spanien 279,75, Schweden 575,25; Zürich auf New Lork 5,745, Wien 0,0081, Prag 16,725, Parls 26,20, London 24, 74, Italien 25,20, Brüssel 23,20; Amster dam auf London(Scheck) 11,505, Berlin 058%½, Paris 12. Schweiz 46,50 New Verk(Scheck) 287,125, Brüssel 1075, Italien 11,673, Madrid 34,028. Börsenberichte Mannheimer ffektenbötse *Mannheim, 11. Febr. Die Börse verkehrte bei festen Kursen und lebhaften Umsätzen. Von Banken gingen um* Billionen Prozent): Rheinische Credi 5,50 bz. u. G. rationiert, Süddeutsche Disconto 16 G. In chemischen Werten war Geschäft in Badischen Anilin- Aktien zu 28,25 bz. u. G. und in Rhenania 2zu 13,25 bz. u. B. Von Industriewerten wurden gehandelt: Benz zu 7,50 bz. u. C. Eahr zu 10,5 bz. u.., Fuchs Waggon zu 27% ba. u. G⸗ Heddernheimer Kupfer zu 20 G. 21., Karlsruher Maschinen 2zu 775 bz. u. G, Karlsruher Nähmaschinen zu 50., Knort Heilbronn zu.50 und 9,75 bz. u.., Mannheimer Gummi 2 3,75, bz. u.., Neckarsulmer Fahrzeug zu 850 bz. u. 6. Pfalzer Nahmaschinen zu 5,5., Zementwerk Heidelberg 2 21 bz. u.., Rheinelektra zu 12—1250 bz. u.., Rhein- mühlenwerke zu 4,50 bz. u.., Freiburger Ziegelwerke 21 .75 G. und 3 B. nachbörslich zu 3 bz. u.., Wayss u. Freg- 155 2u 6 bz. u.., Zelltoff.Waldhof zu 16,75 bz. u.., Zucker- A rik Frankenthal zu 776 bz. u. G. und Zuckerfabrixk Wag- häusel zu 8 bz. u.., nachbörslich bei starker Nachfrage beider Zuckeraktien zu 8 bz. u..; ferner von Brauereien Mannheimer Aktienbrauerei 15 G. und von Versicherungs- aktien(in Billionen 4) Badische Assekuranz 85 bz. u.. Mannheimer Versicherung 85 bz. u. B. und Oberrheinische Versicherung 75 G. Waren und Märkie Magdeburg, 11. Febr. Zucker prompt Lieferung inner- halb 10 Tagen 24,50; innerh. 4 Wochen(— 24.,80 Goldmark. Bremen, 11. Febr. Baumwolle. American Full/ middling 15 o. 28 mm loco per engl. Pid. 36,44 Dollarcents (36,06 Dollarcents). Berllner Metallhörse vom 11. Februar Prolee in Festmark für 1 Kg. 9 u. f Uuomintum 8. 15 dem e er 12825 12228 in Barren 220 Seeeee J e 4 dee, 4880 462445 Slel 0,9.062 0,58..7 Auttenzinn 47425 48-475 Rohrink cup.-Fr.).. iokel 23.240.½2% de.(ir.Verk.).880 0,5-.6 Antimon.76.0,% 0 Plattenzink 5s ,82.0 Siider fur 1 er. 10.82%0 28 50•5% Aluminſlum.10.10 Flatin g. Gr.— London, 11. Februar(WB) Metahmarkt.(in Let. L d. engb. l. v. 1016 k 6. 11 6. 11. J Biei 33˙62 Kupferkass 61.62 62 37 bestselect. 67.50 67 25 Zinle 35.75 30. do. 3 Monat 62.50 63 25 Nickel 130.— 130— Ouecksiib..87 9 do. Elektol. 66.75 67.50 Zinn Kassa 265.78 266— Regulus 85.—55.— erausgeber. Drucker und Verleger: Druckerei Dr Haas, Mannheſmer General⸗Anzeiger, G m. b. H. Mannbeim E 6. 2. Direktion: Ferdinand Heyme— fredaktenr: Kurt Fiſcher. Berantwortlich für den politiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kus Fiſcher; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und Fokales: Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller Welt: Willh Müller; für Handelsnachrichten. Aus dem Lande. Nachbargebiete, Gericht n. den übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher: für Anzeigen: Karl Hügel. —9 5J ehlene Gelegenheit zum kEinkauf von Schuhwaren Grosser Posten 1154 Melgganoppver Rindbox-Herrenstiefel für diese Woche nur Nk. 10.80 hedl Hülaaa. Nächetran J. fegenmäntel Wfndhacken Bis einschl. 18. 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