deitag, 21. Mär: Maunh aengsprtiſe: In maundeim und Umgedung vom 20. bis Uh 23: 80 Goldspfg. die monati. Bezieher verpſlchten botwen edt Jenderung der w. xtſchaftlichen ver valtniſſe — dig werdende Ireiserhöhungen anzurr. ennen. poſt⸗ 17800 Rar—Haupt ꝛeſchaftsnelle heim ke. Seſchäfts⸗Nedenſtelle necarſtadt. walo⸗ Fanee Fernfpr. ur. 2001 7062. dogs. vont. 7048. Celegt.⸗Rör. erolanseiger mannbelm. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. Veilagen: Veilagen: Der Sport vom Sonntag— Badiſche Neueſte Nachrichten Aus Zeit und Leben mit Mannheimer Frauen- und Muſik⸗Seitung— Welle und Schall— Aus Seld und Garten ———.....ꝶßmmm—— pß77§7¾ꝓrg“d! Verkaufspreis 10 Soldpfeunig 1924— Nr. 137 Anzeigenpreiſe uach Torif, bel vorauszahlung pre elie ſpaltige Kolonelzelle für Rllgemeine Ruzt gen 0. 40 Seldmrk Keklamen 2,— Solömork. Lur Rugeigen an beſtimmten Cagen Stellen und Rusgaden wird keeine verantworiung ubere nommen hHöhere Sewau Streike. Setrebsſtörungen uſte. derechtigen zu keinen Erſatzanſp üchen ür ausgeſallene oder beſchräukte Rusgaben oder ür verſpötete Rufnabme ven u⸗ zeigen. Auftr. d Fernſpr. obne Stwühr Serichtoſt. Mannbeim. vor der Uebergabe der vorſchläge un Paris, 21. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter). In Erwar⸗ 9. der feierlichen Uebergabe der Expertenvorſchläge an den fusenden der Reparationskommiſſion beſchäftigen ſich die Pariſer Fericn mit dem Umfang und der Einteilung der Dokumen e. Der kich wird 60 Seiten umfaſſen und ſich in 6 Abſchnitte aliebern, I. lammen ein Bild von der wirtſchaftlichen und finanziellen Lage d. Neutigen Deutſchland enthalten werden. Die Mitteilungen die als Vertreter des deutſchen Finanzmini⸗ Dr. Popitz morgen den Sachverſtändigen machen wird, Vorbehalte riu ſen 0 ſeutſchlands, 0 ut Regierungsblättern wichtige deutſche eltung bringen. bomi ach dem„Temps“ werden die Anhänge zu dem Bericht des ſtees Dawes folgende Fragen zum Gegenſtand haben: 2 ie Errichtung einer Goldnotenbank, Ausg⸗ den deutſchen Haushaltsausgleich mit den Einnahmen und Aaeben für das Hauspeltlahr 1824½75 dend die moechhangen in ben ein zweijähriges Moratorium für die Rperationsz hlungen feulſ r, Foriſetzung der Sachlieferungen und ihre Bezahlung an die bben Induttiellen, „Reorganiſation der deutſchen Eiſenbahnen, eine neue Verwal⸗ 80 r das geſamte Netz, in das die zur Zeit von der franzöſiſch⸗ en Eiſenbahnregie betriebenen Strecken der R einla de und guhrgebietes einbezogen würden., Nutzbarmachung der Eiſenbah⸗ ür eine internationale Anleihe, deren Ertrag teilweiſe als Kapitel eru eſerven der künftigen Goldnotenbank und teilweiſe zur Finan⸗ herung der Sachlieferungen Verwendung finden ſoll, „Einführung von ak⸗, Alkohel⸗ und Zündholzmonopolen, Einnahmen zur Begleichung der Reparationen Verwendung ſollen, kelt 5. Kontrolle der Erhebung gewiſſer Einnahmen ſowie der Tätig⸗ der Notenbank und des Betriebes der Eiſenbahn, Mir Organiſation eines Syftems von Hyp theken auf die deutſche ſcheſ aft d. h. den induſtriellen, kommerziellen und landwirtſ haft⸗ die Befitz Deutſchlands, die als Pfänder für die Ausgabe won Obli⸗ onen dienen würden. Die Beſprechungen Dr. Schachts de Mitgliedern des Währungsausſchuſſes am geſtrigen Nach⸗ an dauerten non 3 bis 5 Ühr. Die Darſegungen Dr. Schachts, che die Gegenvorſchläge zu dem am Mittwoch bekanntgegebenen alutenentwurf der deutſchen Goldemiſſionsbank enthalten, woer⸗ Vorausſichtlich am Freitag diskutiert werden. In unterrichte⸗ chverſtändigenkreiſen iſt man der Anſicht, daß bis Ende Woche eine Einigung über die Goldnotenbank erzielt ſein Dr Schacht wird bis dahin in Paris bleiben. Die Sa Die deutſchen Miniſter in Wien Donnerstag fand im Bundeskanzleramt ein Em⸗ Leng des diplomatiſchen Korps durch die deutſchen Gäſte ſtatt. Melledm begrüßten Dr. Marx und Dr. Streſemann zallreiche dünlleder der Miniſterien, des National⸗ und Bundesrates. In den Tmden der deutſchen Geſandtſ haft fand anſchließend daran ein de ſang der Preſſevertreter und der Vorſtände reichs deutſcher Ver⸗ ſaezin Wien ſtatl. Auf einem Bankett zu Ehren der Gäſte betonte öſterreichiſche Bundeskanzler Dr. Se ipel in einer Begrüßungs⸗ dal kache, daß Oeſterreich in die Sanierungsvolitik eingetreten ſei, edem öſterreichiſhe Regierungsvertreter in Berlin werbvolle Rat⸗ duſe erhalten hätten und Seipel drückte den Wunſch aus, daß die ſaaierungepolitik der jetzigen deutſchen Reogierung zu einer endgül⸗ Konſolidierung der Verhältniſſe in Deutſchland führen möge. AcHloß mit einem Hoch auf das deutſhe Bolk. Reichskanzler Dr. arr erwiderte mit warmem Dank für die zahllaſen grobberzigen Wbele wel zer Racſenleebe. dis dan dedenhe Mteſtand annüder den deutſchen Kindern und dem akademiſchen Mittelſtand in den Tag gelegt habe. Tauſende von deuſchen Kindern hätten Jodeſterrei gaſtfreundliche Aufnahme gefunden. Bei den engen ſanden, die Oeſterreich und Deutſ hland ſeit altersher verknüpfen, er⸗ ſegene es ſelbſtoerſtändlich daß Deutſchland beſonderen Wert darauf Weit die wirkſchaftlichen Beziehungen zu Oeſterreich zu feſtigen und würdt auszubauen. Alle, diesbezüglichen Wünſche und Anregungen keinden einen kräftigen Nachhall in Deutſ hland finden. Am Seins er Anſprache leerte der Reichskanzler ſein Glas auf das Wohl Möſerreichiſhen Republik. An dem Eſſen nahwen auch Kardinal . Generalkommiſſar Zimmermann teil. chürff fand geſtern Seipel über nGegenwart des Handelsminiſters S belteag 92 Beſprechung beim Wundeskanzler Dr. Handelsvertrag ſtatt. die Keichstagswahlbewegung Sbi Der Reſchsminiſter des Innern hat beſtimm Fünmliſten und Stimmkarteien für die Reichstagswahl vom 1Kvoril bis einſchließlich 13. Aprilauszulegen ſind. Im Attsrdeinüchen Bauern. wo am 6. Avril die Landtaaswablen ſtatt⸗ den. alſo im allaemeinen nur eine Eraänzung der für die Land⸗ Liſten in Frage kommt, iſt die Ausloaunas⸗ 27. April feſtaeſetzt worden. Näheres ben die Gemeindebehörden noch ſten müſſen bis zum Ablauf t, daß die dewaßl aufaeſtellten auf die Zeit vom 21. bis es Ort und Zeit der Ausleaune aeben ant. Einſprüche gegen die Stimmliſte lblauf Sti Ausleaunasfriſt erboben werden. Wäblen kanr nur, wer 115 amwlißen eingetragen iſt oder bei Abweſenbeit vom Wohnort ahltage einen Stimmſchein rechtzeitia ausſtellen ließ. Die Wahlen im beſetzken„ (os zu der Zulaſſung der Verordnung über die Reichs⸗ He wahlen durch die interallierte Rheinlandkommiſſion be⸗ ſterken die Blätter daß außer einer generellen Zuſage ſpezienle 12 Ae ungen der Beſatzungsbebörden für Sicherbeit bede ind eer, betonen. daß die Freiheit der Wablggitanog, 1571 1915 lun Schrift nicht gefäbrdet werden dürfe. Die Wab Neden müßten allgemein freiaegeben werden. Allen n. Raium Bekreiben der Wablen zwiſchen dem un 9 92 Neie Gebiet bin⸗ und berreiſen müſſſſen ſollte die Ein⸗ kſlich daß ohne weiteres geſtatlet werden Ferner ſei äßlich 0 bis zu den Wablen den Tageszeitungen und Flugb 95 8 4 e nde Freiheit gewährt würde. und daß den ſehenbeit gegeben würde am Wabltage an ihrem Woßnſitz anwe⸗ ſed zu ſein. Schließlich müßte ein Beauftraater des Wichsnunti⸗ etums des Innern bei der Rbeinlandkommſſion Jugelaſen wer mit der Beſchwerden über Einſchränkunge. de Wahlfreibeid un. bß elbar an die Kommiſſion weitergeben könn! Auf dieſe Weiſe VTCTTTTTTTTTTTTT nie. land in den Völkerbund aufgenommen werde. die Sachverſtändigenarbeiten beendet verſtändigenkomitees haben ſich am Mittwoch dahin geeinigt, ihre Berichte und ihre Vorſchläge zu gleicher Zeit mit der Ueberreichung an die Reparalionskommiſſion der Oeffentlichkeit zu übergeben. Aus London liegen weitere Meldungen vor, nach denen ſich zu beſtätigen ſcheint, daß ein vertraulicher Briefwechſel zwiſchen Macdonald und Poincare im Gange iſt. Macdonald ſoll, wie der„Lokalanzeiger“ ſich be⸗ richten läßt, Frankreich darin das Necht eingeräumt haben, eme Regelung der Frage der Sicherheiten zu fordern, da für Frankreich die„deutſche Gefahr“ in derſelben Weiſe beſtehe, wie die franzö⸗ ſiſche Gefahr für Deutſchland nach 1870. Macdonald habe weiter⸗ hin Einſpruch gegen militäriſche Verträge in der Form der Vorkriegszeit eingelegt und vorgeſchlagen, daß Deutſch⸗ Wenn dies erfolgt ſei, ſchlägt Macdonald eine britiſche Garantie vor, in der Groß⸗ britannien ſeine Streitkräfte gegen das Land einzuſetzen ſich ver⸗ pflichtet, das einen Konflikt provoziert, ohne ihn vorher dem Völ⸗ kerbund unterbreitet zu haben. Sowoit ſich die diplomatiſchen Voraänge beobachten laſſen. ge⸗ winnt man den Eindruck. daß Poincare verſucht. noch vor Ueberaabe des Expertenbeſchluſſes mit England Fühlung zu nehmen, da man glaubt. daß Deutſchland in einigen Punkten gegen das Urteil der Sachverſtändiaen Stellung nebmen werde Es ſcheint, daß Poincare bei der geſtrigen Rückſprache mit dem enaliſchen Geſchäftsträger die Initiative ergriffen hat, um Verhandlungen in die Wege zu leiten. Dem franzöſiſchen Miniſterpräſidenten kommt es darauf an, mit Ena⸗ land über die Frageſ eventueller Druckmittel auf Deutſch⸗ land zu ſprechen. um Deutſchland zur Einhaltung ſeiner Verpflich⸗ tungen zu zwingen. Die Reaierunasvreſſe beainnt bereits über das Themader Sanktionen zu reden. Die Londoner Meldungen über Sanktionen ſind ſehr kurz gehalten. Poincare in„aufgeräumter Stimmung“ Ueber den Verlauf der Beratungen des geſtrigen Miniſterrats iſt nichts näheres bekannt geworden. Poincare habe. ſo verſichern Preſſevertreter, die Sitzung in einer aufgeräumten Stimmuna ver⸗ laſſen. Die Anſetzung des Wahltermins auf den 11. Mai ſtelle einen Erfola Poincares dar. da der Millerandſche Plan der ne ff g. gnesliſchen Kammer nunmehr endaültig aufae 4 ärifer volitiſchen Kreiſen iſt man der Anſicht. daß bei den Zentrumsvartei ahlen die Voincare naheſtebende linke 3 Senators Jonnart, die ſeiner Zeit gegen den nationalen Block ins Leben gerufen wurde. Ausſchlaa aeben werde in vielen Wahlkreiſen den 2 4 der Streit um die Geheimabkommen Eine weitere Veröffenklichung 21. März.(Von unſerm Berliner Büro.) Der Streit franzöfiſch⸗tſchechiſchen Geheim ⸗ abmachungen geht weiter. Das„B..“ wendet ſich heute ein⸗ gehend gegen die Behauptungen der Prager Regierungsſtellen, daß die veröffentlichten Dokumente„dumme Falſifikate“ ſeien. Das Blatt weiſt daraufhin, daß in den Artikeln des„Freundſchafts⸗ und Bünd⸗ nisvertrags“ vom 25. Januar 1924 fortwährend von„Vorkeh⸗ rungen“ die Rede iſt, über die man ſich zu„verſtändigen gedenke“. Man könne doch wohl nicht annehmen, daß es ſich dabei nur um ſinnloſe Redensarten handle, da ſonſt der ganze Ver⸗ trag ja keinen Zweck hätte. Gegenüber der entrüſteten Verſicherung des Herrn Beneſch, daß er niemals geheime Abkommen abge⸗ ſchloſſen habe, tritt das„B..“ einen, wie uns ſcheinen will, ſehr wirkungsvollen Gegenbeweis an, indem es einen weiteren wich⸗ tigen geheimgehaltenen Vertrag, der am 28. Oktober 1918 in Paris zuſtande gekommen iſt, ans Tageslicht zieht. Darin wird die Geſamtleitung der tſchechiſchen Wehrmacht auf die Dauer von zehn Jahren und die Leitung von eventuellen militäriſchen Operationen gegen Deutſchland und Deſterreich⸗Ungarn ſowie ſich aus dieſen Ländern neubildende Staatengruppen einer 60gliedrigen aus franzöſiſchen Generalſtabs⸗ und höheren Offizi⸗ ren beſtehenden Militärmiſſion übertragen. Mit Recht er⸗ innert das„B..“ daran, daß dieſe Beſtimmungen des Vertrages in⸗ zwiſchen genau verwirklicht worden ſind und daß der fran⸗ zöſiſche General Mittelhauſer leitend und überwachend in Prag reſi⸗ diert. Der Geheimvertrag von 1918 iſt dann ſpäter 1921 noch durch eine Geheimabmachung ergänzt worden. Man wird geſpannt darauf 2 dürfen, wie Herr Beneſch auf dieſen neuen Anhieb reagie⸗ ren wird. J Berlin, um die Echtheit der Weitere italieniſche Stimmen Der„Corriere Italtand“ führt aus, daß durch den Vertrag Deutſchland auf die Knie gezwangen und Italien ein⸗ gekeilt werden ſolle. Die Nuovo Paefa“ hält die bisberigen Dementis für unzureichend. Die„Gazetta de Porole“ erklärt, es ſei wohl anzunehmen, daß hinter den italienfeindlichen Intrigen nicht nur Frankreich, ſondern auch Miniſter Beneſch ſtecke. Differenzen zwiſchen Regypten und England Von Tutonchamon bis zu den fapitulationen (Von unſerm Londoner VBertreter) § Toudon. 20. März. Die ägyptiſche Regierung hat in London proteſtieren laſſen, weil ſie die Einſetzung eines gemiſchten Gerichts⸗ hofs nicht anerkennt. Dieſer Gerichtshof ſollte über die Eigentums⸗ frage des Grabes von Tutanchamon entſcheiden. Infolg⸗ des Pro⸗ teſtes dürfte die Frage der Kavitulationen aufgerollt werden, ſo daß ſich aus der Eioentumsfrage ſehr wichtige politſſche Weit éerun⸗ gen ergeben können. Die Differenzen zwiſchen der ägyptiſchen und engliſchen Regierung ſind vorläufig nicht zu löſen. 60 Bertin. 21. März.(Bon unf. Berl. Bürg) Die Berliner Stadtverordnetenverſammlung hat ſich geſtern in ihrer Mehrpeit für die Beibebaltung der G. m. b..⸗Betriebeform für die ſtädktiſche Straßenbahn und gegen die Umbildung in eine Aktiengeſellſchaft ausgeſprochen. Dieſes überraſchende Ergeb⸗ eden Beſchwerden, die ſonſt den lanawierigen Weg diplomatiſchen men müßten, nicht verzögert werden. nis iſt auf die im letkten Augenblick erfolgtie Aenderung in der Haliung der Deutſchmationcen Zittckguiführen. 2 Sozialdemokratie und Aationalgeſinnung Von Profeſſoc Friedrich Lenz(Gießen) Anläßlich der bevorſtehenden Neuwahl zum Reichstag ſchrieb des Herrn Parvus⸗Helphand Zeilſchrift„Die Glocke“, es ſei Zeit, daß die Sozialdemokratie ſich mit nationalem Geiſt er⸗ fülle. Jenes Wort, der Sozialdemokrat kenne kein.terland, das Deutſchland heiße, müſſe aus dem Parteijargon ſchwinden. Nur dann werde die Republik dem Volk anziehend und liebens⸗ würdia erſcheinen.— So die Glocke. Ein Zeichen für die Rück⸗ kehr zum Nationalgedanken, für die Enttäuſchung, die die Ver⸗ ſprechen vom 9. November 1918 hinterlaſſen haben. Aber auch ein Zeichen für eine innere Wandlung dieſer Partei, der die Maſſen unter dem Banner der Demokratie gefolgt ſind? Gewiß, keine Partei kann im Zeichen des allgemeinen Wahl⸗ rechts darauf verzichten, die Maſſe der Wähler— und dies ſind heute die Schichten der Arbeiter und Angeſtellten— zu ergreiſen. Die nationale Geſinnung reicht hierzu nur aus, ſoſern ſie den ganzen Bau der Volksgemeinſcheft in Werk und Wohnung, Wirtſchaftsrecht und Wirtſchaftsſitte zu geſtalten lehrt. Hier harren einer nationalen Partei Aufgeben, die auch im Wirtſchaftlichen konſtruktwer Art ſind. Nimmt ma'i das ſozialdemokraliſche Schlag⸗ wort von den„bürgerlichen“ Parteien 4llzu willig auf, dann gerät eine ſolche„bürgerliche“— richtiger nationale— Partei in die Gefahr, tatſächtich als eine Verlleterin bürgerlicher Sonder⸗ intereſſen und als geborene Feindin jener Schichten zu erſcheinen, die gemäß Sprachgebrouch, Kaufkraft und Stellung im Produk⸗ tionsprozeß unterhalb der„bürgerlichen“ Lebenshaltung liegen. Jedoch iſt dieſe Gefahr vermeidbar. Denn gerade eine nationale Pertei hält den Schlüſſel auch zur Wirtſchaft in ihren Händen. Falls nationale Staatsweſen überhaupt denkbar ſind, deren In⸗ tereſſenlage zwiſchen fremden Stanten eine einheitliche National⸗ poltfik erfordert, dann muß es ſolchen Parteien möglich ſein, gleich⸗ ſam einem„nationalen Syſtem der politiſchen Oekonomie zu folgen, wie es einſt der große Volkswirt Friedrich Liſt erdacht hat. Ob Schutzzoll oder Freihandel darin herrſche, Wirtſchafts⸗ zweng oder Wertſchaftsfreiheit, erſcheint dann in der Tat mehr als eine Frage nationaler Erziehung und taktiſcher Zweckmäßigkeit. Anders liegt die Aufgabe, ſobald wir ſie vom Standpunkt einer Partei aus ſtellen, die jede Möglichkeit einer nationalen, nicht klaſſenmäßia verfälſchten Wirtſcheftspolilit verneint. Gewiß, daß eine ſolche Partei die vermeintlichen Wirtſchaftsintereſſen ihrer Wähler mit agitatoriſchen Kraftgebärden zu verfechten ſucht. Er⸗ fola wird ſie doch nur ſoweit haben, als die Wirtſchaftsbelange losgelöſt vom Zationclen Schickſal ihres Staates zu beſtehen ver⸗ mögen. Damals, als die revolutionäte Sozialdemokratie den heim⸗ kehrenden Truppen„Frieden, Freiheit, Brot“ verhieß, mochten ihre Anhänger daran glauben. Fünf Jahre ſpäter lernen Führer wie Geführte einſehen, daß die Lebensh ltung unſerer Arbeiter, An⸗ geſtellten und Beamten nachhaltin ſo tief unterhalb des Vorkriegs⸗ ſtandes bleiben muß, wie unſere außenpolitiſche Kraft gegenüber 1914 nachgelaſſen hat. Der Wehn, daß Arbeitsloſigkeit einzig die Siegerſtaaten treffe, daß der Sieg für Sieger wie für Beſiegte ein gleich ſchlechtes Geſchäft gebracht habe, dürfte mit der fetzgen Verarmungskriſe hoffentlich endgültig ſchwinden. Eben darum wollen ſa die Sozioldemokraten den Anſchluß an das Nationglempfinden gewinnen, ſene Einſichten und E ttäuſchun⸗ gen gleichſam für ihre eigene Partei einſangen. Kann ihnen dies gelingen? Vertragen ſolche nationulpolitiſchen Einſichten ſich mit dem Weſen einer Partei, die ſtets die Wirtſchaft über die Politik, die Klaſſe über den Staat, das Klaſſenintereſſe über das Stants⸗ intereſſe erhob? Zu erörtern, warum die Sozialdemokratie ſich ſelbſt verleugnen und zerbrechen müßte, ſobald ſie als Verkörperung des deutſchen Nationalſtaates aufträte, warum ſie internationale, revolutionäre Klaſſenpartei im Geiſte von Karl Marx geblieben iſt— hießſe die Geſchichte der Sozialdemokratie erzählen Ein Hinmeis muß genügen. Niemand wird die nationalen Kräfte verkennen wollen, die 1914—18 im Gefüge der Partei und der freien Gewerk⸗ ſchaften wirkten. Im Augenblick des Umſturzes freilich werden die „Sozialverräter“, die„Chauviniſten“ von denen um Haaſe und Scheidemann hinweggeſtoßen; bis dahin aber führten ſie einen oft hartnäckigen Kampf wider„unabhängige“ Landesverräter und Kommuniſten. Die„Glocke“ ſelber, Proöfeſſor Heinrich Cundw, die „Sozialiſtiſchen Monatshefte“ erſtanden in dieſer Front. Troßdem iſt nicht einem überzeugten„Soztalchauviniſten“ damals gelungen, ſeine Partei geiſtig von Karl Märx, von dem Grundgedanken des Klaſſenſtaats und Klaſſenkampfs zu löſen. Vielleicht am weiteſten ging der Oeſterreicher Karl Reaner mit ſeinem Buch„Marxis⸗ mus. Krieg und Internationale“(1917) er wollte Marxens Staats⸗ bejahung wider den ſtaatsfeindlichen Vulgärmarxismus etwa eines [Kautsky ausſpielen. Wer aber könnte Marxens oder Engels Vaan⸗ worte wider den Klaſſenſtaat, beider Sehnſucht nach einem Nieder⸗ bruch Deutſchlands im Feld oder im Frieden rennen, ohne darin wahre Vorläufer der„.S. P..“ und ihrer Lüge von Deutſch⸗ lands Krieasſchuld zu erkennen? Herr Ebert mag em ausgezeich⸗ neter Präſident des Deutſchen Reiches ſein; wer aber möchte leug⸗ nen, daß ſeine Stelle an der Svitze eines„Klaſſenſtan ts“ innerlich unhaltbar wird, ſobald ſeiner Partei die parlamentariſche Mahr⸗ heit abermals vorſagt bleibt? Denn nur im Uebergang zum klaſſen⸗ loſen Zukunftsſtoat, getragen von einer demokratiſchen Mehrheit klaſſenbewußter Proletarier, tarf ein Anhänger des Görlitzer Pro⸗ gramms, ein Bekenner des Klaſſenkampfes mithin, ſoich hohes Amt im Gecenwartsſtcat verwalten. Wir ſehen Herrn Eberts Pardei ihre ehemals„unabhänoaen“ Mitalieder als Svitzenkandidoten aufſtellen! Wie verträgt ſich deren lautes Bekenninis zu Deutſch⸗ lands Kriegsſchuld mit irgendwelcher Nationalgeſinnung? — Kaubbau in den beſetzten Waldungen Auf Grund der von Deuiſchland zu leiſtenden R⸗por⸗tionen läßt die franzöſiſche Militärbehörde ſetzt ſchon große Waldgebiere bei Langen(Heſſen) abholzen, wobei wunderbar⸗ alte Baumbeſtände leider ein Opfer der Art werden. In der Nähe des ſogenannten Römerhiigels ſind es beſonders prachtvoſle Eichen, die an tauund Jahre alt ſind und eine Zierde des Waldes bildeten, die nun rück⸗ ſichtslos dahingerafft werden. * Pie Ausländer in Frankreich und der Militärdi⸗uſt. Im „Petit Journal“ wird mitaeteilt. daß mon ſich in maßabtonden Kreiſen mit der Frage befaſſe, den in Frankreich geborenen Söhnen bier leßender Ausländer den Einiritt in die Armee vorzuſchraiben. Es müſſe ein Druck auf dieſe fungen Leute ausgeübt werden, da⸗ mit Frankreich aus der Einwanderung Nutzen für ſeine Verkeidi⸗ gung ziehen könne. eu 2. Seite. Nr. 137 5 manuzeimer General-· unzeiger(mittag-Musgabeß ———— rr en e Beginn der Kheinſchiffahrtsverhanoͤlungen In dem früheren Kaiſerpalaſt, dem jetzigen Palais du Rhin in Straßburg, trat geſtern die internationale Zentral⸗ kommiſſion für die Rheinſchiffahrt zuſammen, um ge⸗ mäß den Veſtimmungen der Ar ikel 354 und 355 des Verſailler Vertrages eine Reviſion der alten Mannheimer Rhein⸗ ſchiffahrtsakte vorzunehmen. die Entſcheidung über die künftige wirtſchaftliche Leherrſchung des deutſchen Rheins iſt da⸗ zmit in unmittelbare Nähe gerückt. Denn darum wird es letzten Endes bei dieſen Verhandlungen gehen, oh Frankreich durch die neu zu treffenden Beſtimmungen endgültig ſeinen Mach bedürfniſſen ent⸗ ſprechend zum Herrſcher des Rheins auserkoren wird, oder ob man allen Uferſtaaten des Rheins den ihren wirtſchaftlichen Erforderniſſen zukommenden Einfluß einräumen wird. Bis zum Frieden von Verſailles galt für die internationale Schiffahrt auf dem Rhein das Mannheimer Abkommen vom 17. Oktober 1868, die zwiſchen Frankreich, Bayern, Baden, Preußen den Niederlanden und Elſaß⸗Lothringen abgeſchloſſenen ſogenannten revidier en Rheinſchiffahrtsakte. Grundſätzlich wurden die Beſtimmungen dieſer Akte mit einigen Modifikationen auch in den Verſailler Pakt übernommen. Aber das Beſtreben Frankreichs, am Rhein zu herrſchen, tritt hier ſchon klar zutage. Denn in den Artikeln 357 bis 360 des Verſailler Vertrags ſicherte ſich Frankreich bereits außerorden'lic“ Vorrechte hinſichtlich der Zuſammenſetzung der Rheinſchiffahrts⸗Zentralkommiſſion. Durch Umänderung des Stimmenverhältniſſes erhielt es darin mit Hilfe ſeiner Verbündeten und durch Hereinnahme nicht an den Rhein grenzender Staaten ein entſcheidendes Uebergewicht über die eigentlichen Rheinuferſtaazen, wobei der deutſche Einfluß auf ein Mindeſtmaß beſchränkt wurde Heute ſetzt ſich die Kommiſſion zu⸗ ſammen aus drei Vertretern der Riederlanden, je zwei Ver⸗ tretern der Schweiz Italiens, Belgiens und Eng⸗ lands, vier Vertretern Frankreichs und vier Vertretern der deutſchen Rheinuferſtagten. Frankreich hat obendrein den Vor⸗ ſitz von Deutſchland übernommen, Belgien ſtellt den Generalſekretär, zunächſt auf fünf Jahre. Der Sekretär, das Büro und die Ge⸗ ſchäftsſprache ſind franzöliſch. Der Sitz der Zentralkomm iſ⸗ ſion wurde von Mannheim nach Straßburg ver⸗ legt. Die Gefahr beſteh: daß die Kommiſſion jetzt den Zuſtand des franzöſiſch⸗belgiſchen Uebergewichts in Permanenz erklärt Um die Bedeutung der Verhandlungen rich'ig einzuſchätzen, müſſen wir uns deſſen bewußt werden, daß es ſich bei der jetzt in Straßburg neu zu ſchaffenden Akte um ein unkündbares, völker⸗ rechtliches Vertragsinſtrument handeln wird. Es ergibt ſich daraus für uns die Frage, ob der jetzige Zuſtand vetewigt werden kann und darf. Hier kann es nur ein deutliches Nein geben. Das deutſche Intereſſe geht dahin, daß dem heilloſen Zuſtand, wie er ſich ſetzt mit früher undenkbaren Eingriffen in die Staatshoheit des ZJurchſtrömten Landes herausgebildet hat, ein Ende gewacht und einer gründlichen Repiſion vollzogen werde, damit endlich wieder den Rechten Deutſchlands als des weitaus bedeutſamſten Rhein⸗ uferſtaates Geltung verſchafft wird. Der Spionageprozeß d' Armont Der Angeklagte verweigert wie ſchon berichtet, jede Aus⸗ ſage zu der Anklage. Durch die Zeugenvernehmung wurde die Spionagetätigkeit im Einzelnen beleuchtet. Der Zeuge Biens, der am Montag wegen Spionage zu 11 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, hatte im Auftrage'Armonts verſucht, Nachrichten über die württembergiſchen Truppenteile der Reichswehr zu erhalten. Nach Möglichkeit ſollte er Offiziere aushorchen Er ſei auf den Ge⸗ danken gekommen, ſich als den Beauftragten der Friedensliga aus⸗ zugeben und habe dieſen Gedanken auch'Armont mitgeteilt, worauf dieſer anſcheinend auch andere Agenten veranlaßt hat, ſich dieſe Eigenſchaft beizulegen. Im ganzen hat Biens 61 Rapporte nach Baſel gebracht: er hat auch beſtimmte Aufträge von'Armont er⸗ halten, die er nach Möglichkeit auszuführen verſuchte Einer der von 'Armont erteilten Aufträge, der ſich auf ganz beſtimmte, mit Num⸗ 5 mern bezeichnete Geheimbefehle höherer militäriſcher Dienſt⸗ ſtellen bezieht, wurde verleſen Den Auftrag die Stimmung des hayeriſchen Klerus über die Königsfrage und die Trennung Bayerns vom Reich zu erkunden und zu dieſem Zweck den Erzbiſchof von Bamberg aufzuſuchen, hat der Zeuge Biens als zu ſchmutzig nicht aufgeführt Im Uebrigen erklärt er, ſeine Verſchte vielfach aus der Luft gegriffen zu haben. Er habe für die einzelnen Berichte Beträge im Werte von je 15—20 Schweizer Franken er⸗ halten. Er beſtritt, davon gelebt zu haben. Nebenbei habe er ſeine Geſchäfte betrieben. Die von'Armont erhaltenen Gelder hätten nur ſeine Reiſen verbilligt. Der Zeuge Rudolf Senftle aus Lörrach(Baden), der wegen Spionage zu 12 Jahren Zuchthaus ver⸗ urteilt wurde, ſtand ſeit Mai 1922 in Beziehungen zu'Armont und hatte von ihm den Auftrag erhalten, in Konſtanz die militäriſchen Verhältniſſe zu erkunden und ihm insbeſondere Tagesbefehle und Befehle über Uebungen uſw. zu beſorgen. Ebenſo ſollte er über Uebungen auf dem Schießplatz von Grafenwöhr genaue Unterlagen beſchaffen. Senftle hat im Auftrage d' Armonts auch ſeinen Ge⸗ währsmann, den Reichswehrſoldaten Rotzner, veranlaßt, nach Baden zu fahren, wo er mit'Armont eine Unterredung hatte und non ihm den Auftrag erhielt, die Stimmung in der Reichs⸗ wehr feſtzuſtellen. Ebenſo vermittelte er die Bekannſchaft'Ar⸗ monis mit dem Schloſſer Eugen Zimmermann aus Lörrach,. der vorgab, durch einen angebichen Freund, der Ordonnanz im Reichswehrminiſterium ſei, d Armont neue Quellen zur Beſchaffung von Material erſchließen zu können. dArmont wurde zu 12 Jahren Zuchthaus und 5000 Mark Geldſtrafe verurteilt. Die Geldſtrafe wurde als durch die Un⸗ terſuchungshaft für verbüßt erklärt. Zum Hitler⸗Prozeß Im Münchener Prozeß wird erſt heute früh Beſchluß darüber gefaßt werden, ob die Plädogers in öffentlicher Situng gehalten werden. Die Reihenfolge der Plädoyers iſt folgende: Rechtsanwalt Roder für Hitlex, Holl für Weber, Gademann für Kriebel, Ro der für Pöhner, Schram m für Röhm, Hem⸗ meter für Wagner, Bauer für Pernet, Roder und Götz für Frick, Luetgebrune und Zeſchwitz für Ludendorff, Kohl für Brückner. Eine Erklärung Ludendorffs General L läßt durch ſeinen Verteidiger in der Preſſe eine Erklärung veröffentlichen, die ſich gegen den Vorwurf mendet, Ludendorff habe ſeine Einſtellung zur Anklage im der letzten Gerichtsſitzung geändert, und feſtſtellt, daß Ludendorff von dem Plane Hitlers, am 8. 11. v. Kahr, v. Loſſow und Seißer durch eine Aktion im Bürgerbräukeller zum Abſprung in ihrer Zielrichtung zu bringen, abſichtlich in Unkenntnis gelaſſen worden ſei. Ludendorff habe ſich in dem Bewußtſein, daß es ſich am 8. 11. bei der Ak ion Hitlers um die Verwirklichung des bisher erör⸗ terten Planes Kahr⸗, Loſſows und Seißers handele, ſich dieſer Sache zur Verfügung geſtellt. Er ſei hierbei dapon au ſegangen, da die Zuſtimmung Kahrs, Loſſows und Seißers fre willig un ernſthaft erkeilt worden ſei. Dieſe Einſtellung des Generals zur Anklage ſei von die gleiche geweſen, genau wie ſeine Stellungnahme zu der Perſon und dem Werke Hitlers die gleiche war und bleiben werde. 1.** Nachſpiele zu den November-Borgängen Var dem Münchener Volksgericht kamen zwei Fälle zur Ver⸗ handlung, die mit den Novembervorgängen des Vor⸗ jahres zuſammenhängen. Wegen Raubes in Tateinheit mit Ams⸗ anmaßung wurde der Mechaniker Weinzierl zu drei Monaten Gefängnis und wegen der Aſſiſtent Tröger zu 100 Eoldmark Geldſtrafe verurteilt. eide verlangten am 9. Nov. bei einem Direktor in der Ismaningerſtraße unter Androhung von Waffengewalt die Herausgabe von Deviſen und Waffen, und er⸗ klärten, im Auf rag der neuen Regierung die Räume durchſuchen zu müſſen. Nach der Aushändigung einer tſchechiſchen Hündert⸗ kronennote zogen die Eindringlinge ab. Der zweite Fall betraf Vorgänge nach einer Verſammlung em Bürgerbräu. Unter Führn des Kaufmanns Hübner drang eine Menſchenmenge in verſchiedene Gaſtſtätten und Privatwoh⸗ nungen ein, um nach Juden zu fahnden. Die Demonſtranten zogen auch zur Wohnung des Abgeordneten Auer, deſſen Feſt⸗ nahme ihnen nicht gelang. Das Urkeil lautete wegen Landfriedens⸗ bruchs bezw. erſchwerten Hausfriedensbruchs für Hübner auf ſieben Monate Gefängnis und den angeklagten Bankbeamten Deiß auf dret Monate Gefängnis. Zur verhaſtung Quiödes Der republikaniſche Reichsbund hat an den Kanz⸗ ler einen P roteſt e die Verhaftung Quiddes gerichtet in dem u. a. darguf hingewieſen wird, daß in dem gleichen München, in dem Quiddes Verhaftung erfolgte, ganze Scharen überführter Hochverräter frei herumlaüfen und vielfach noch immer hohe Amteſtel⸗ lungen bekleiden. Der Proteſt hebt weiter die abträglichen Wirkungen der Verhaftung im Ausland hervor. Unterzeichnet iſt er von Kon⸗ rad Häniſch und Hugo Preuß. Die ſozialdemokratiſche Preſſe wartet übrigenz heute mit ähn⸗ lichem Material auf, wie es von Profeſſor Quidde in ſeinem inkrimi⸗ nierten Artikel vorgebracht hat.„Münchner Poſt“ und„Vorwärts“ veröffentlichen nämlich ein ſtreng vertrauliches Rundſchreiben, as der„FJungdeutſche Orden“ in Bayern am 1. Dezember an alle Großmeiſter und Gefolgſchaftsmeiſter ſeines Ordens verſ hickte. Darin werden die Führer auf die Gefahr aufmerkſam gemacht, die dem Bund inſofern drohen, als man den Einfluß der völkiſchen Ver⸗ bände auf die ſtaatlichen Belange auszuſchalten verſuche. Man gehe mit der Abſicht um, die völkiſchen Vereine und Bünde zu rein mili⸗ täriſchen Vorbereitungsanſtalten für den Krieg nach außen umzuge⸗ ſtalten. Deru jungdeutſche Orden betont, daß das„Grab unſerer Hoffnungen“ ſei. Die Führer werden dann aufgefordert, dafür zu ſorgen, daß die Gewehre Eigentum des Ordens bleiben. Der„Vor⸗ wärts“ knüpft an die Veröffentlichung die ſpöttiſche Frage, ob ſie der Regierung Veranlaſſung geben werde, ein neues Hochverratsver⸗ fahren gegen„Münchner Poſt“ und„Vorwärts“ einzuleiten. * Verkrauensvotum für die neue belgiſche Regierung. Der belgiſchen Regierung wurde in der geſtrigen Kammerſitzung mit 92 Stimmen der Katholiken und Liberalen gegen 69 Stimmen der Sozialiſten das Vertrauen ausgeſprochen. * Das neue franzöſiſche Armeegeſetz. In der geſtrigen Kam⸗ genommen. Durch Art. 26 wird der Miniſterrat ermächtigt, die Mobilmachung anzuordnen. Zum neuen Befehlshaber der franzöſiſchen Rheinarmee wurde in der geſtrigen Sitzung der Divi⸗ ſionsgeneral Brecard ernannt merſitzung wurden die Artikel—27 des neuen Armeegeſetzes an⸗ die Aufbeſſerung der Beamtengehältet Der Reichsrat hat in ſeiner geſtrigen Sitzung die. über die Neuregelung der Beſoldung der Reichsbeamten eaelung April ohne Widerſpruch zur Kenntnis genommen. Die Neute 5 bringt den Beamten aller Gruppen ungefähr dieſelbe verhälm mäßige Erhöhung der Geſamtbezüge. Auch nach der Be nahme des Mehrbedarfs infolge der zu erwartenden Steigemmg verbleibt allen Beamten eine gleichmäßige reine dee⸗ dungsaufbeſſerung, die über 13 Prozent beträgkl. D immiet ſtaltung des Ortszuſchlags hat alſo keine Bevorzugung beſt 1. Gruppen zur Folge Die 20prozentige Erhöhung der in ſchläge wirkt zu Gunſten der wirtſchaftlich Schwächſten, reichen der Beamten der unteren Beſoldungsgruppen und der kindergen den Gruppe 4 Oberſchaffner uſw.(Aufrückungsgruppe für 3) Gruppe 5 Zugführer uſw. 74, Gruppe 7 Gberſekretäre uſm. i Gruppe 10 Regierungsräte uſw. 49, Gruppe 13 Miniſterialräte gen 48; Gruppe B 3 Miniſterlaldirektoren 40 Prozent; 2.(verheinne Beamte mit zwei Kindern) Gruppe 3 88 Proz. Gruppe 4 705 rückung⸗gruppe für 3) 97 Proz. Gruppe 5 90 Proz., G ube Proz. Gruppe 10 53 Proz., Gruppe 13 51 Proz. Gſ uppe 90 48 Prozent. Dieſe Sätze erhöhen ſich entſprechend in den Orten ein örtlicher Sonderzuſchlag gezahlt wird, der beiſpielsweiſe in lin 6 Prozent beträgt. 242 Baoͤiſche Politik Aufhebung des Malfeiertags Das badiſche Staatsminiſterium hat mit Erlaß vom 17. März 1 Beſtimmungen über den 1. Majf als gebotenen Feiertag mit ſofortig“ Wirkung aufgehoben. Errichtung von Bezirksamts-Iweigſtellen 0 Bei der Aufhebung einer Reihe von badiſchen Bezirksäm im iſt geprüft worden, ob in einzelnen der bisherigen Amts bezirke gz, Intereſſe der Einwohnerſchaft anſtelle des aufgehobenen VBezmte amts eine Zweigſtelle des neuen Bezirksamts beſtehen kön, ies iſt nach den örtlichen Verhältniſſen in Breiſach und. t. Blaſien als möglich und empfehlenswert anerkannt wa Nach einer Verordnun die 2 S des Miniſters des Innern werden nun ſolche Zweigſtellen errichtet, die mit einem Sekretariatsbeamten ſetzt werden, dem die Erledigung einer Reihe von Amtsgeſcha einfacherer Art übertragen wird. 5 Letzte Meldungen Todesurtleil sw. Darmſtadt, 20. März. Vor Beginn der heutigen Berheg, kung ergab ſich zunächſt ein Zwiſchenfall von Bedeutung. 190 Verteidigung beantragte die Vernehmung zweier Entlaſtungsze pel⸗ die ausſagen ſollten, daß der gegen den Antrag der Verteidigung de eidigte Chauffeur Lehe die Frau Hofmann gekannt habe, ſom ich Ausſagen entkräftigt ſeien. Die beiden Zeugen konnten ſedoch ni von Belang ausſagen und mit 1½ Stunden Verſpätung konnten Plaidoyexs beginnen. 30. Der Staatsanwalt brachte in ſeiner einſtündigen Rede e Ausdruck, daß die Frau von 2 Perſonen nach einem wohl überleng Plane aus der Welt geſchafft worden ſei. Die Triebfeder ſei 19% der Kriminalinſpektor Weber geweſen, während der heutige 390 klagte, ein völlig ungebildeter Menſch, ein willenloſes, gefſelhn Werkzeug geweſen ſei. Die Mittäterſchaft ſei daher unzipeife nachgewieſen. Er beantragte, daß nach§S 211 wegen Mordes Todesſtrafe und 10 Jahre Ehrverluſt. Die Verteidigung legie Einzelnen die ſich ergebenden Dunkelheiten des Falles hervor, lt⸗ denen die Mordtat nicht einwandfrei nachgewieſen werden 1 7 Im weiteren ſei auch der Selbſtmord möglich geweſen. Wenn u5 Gericht ein ſchuldig, ſpreche, könne dies nur wegen Begünſtee fein. der Angetlagie erklärte nichts mehr zu ſagen zu, 9ah „Nach etwa einer Stünde gab das Gericht bekannt, daß 5e5. richtshof nur auf die mögliche Strafe, auf die Todesſtrafe erkennen können. Sed gegen Der Angeklagte nahm das Urteil pöllig gleichgültig entgen — Der eine der anweſenden Brüder des Angeklagten wurde bege Urteilsverkündigung ohnmächtig.— Wie wir hören wird die teidigung gegen das Urteil beim Reſchsgericht Berufung einlegen. gufhetzender Tätigkeit in Wort und Schrift als läſtige Auslän vom Miniſterium aus dem Lande Thüringen ausgewieſen. 1 Frankfact, 21, März. Die landwiekſchaftliche Halle in derct ſtadtſtraße iſt heute nacht gegen 2 Uhr einem verheerenden 1 feuer zum Opfer gefllena. Die Halle war größtenteils e⸗ Hausrat von Flüchtlingen und leicht brennbaren Stoffen füllt und iſt nun völlig ausgebrannt. Die Entſtehungsurſache Brandes iſt unbekannt. 5 0 „ der ſächſiſche Candtag hat in ſeiner geſtrigen Sizung di deutſchnationalen Antrag auf ſofortige Auflöſung des Landtaßg namentlicher Abſtimmung mit 49 gegen 42 Stimmen abgele! und ſich bis zum 6. Mai vertagt.— — Berliner Ur⸗ und Erſt⸗Aufführungen Von Hermann Kienzl Ein neues Thealer.— Hans JFranck:„Opfernacht“.— Paul Korn⸗ ſeld:„Palme der Gekränkte“.— 8. Th. Blulh:„Die Empörung des Lucius“.— J. J. Weinrich:„Columbus“.— Leonid Andre⸗ jew:„KHönig Hunger und„Du ſollſt nicht kölen“.— J. M. Synge: „Der Held des Weſterlands.— Carl Sternheim:„Der Nebbich“. Wieder ein neues Theater in Berlin!(Und mehrere ſollen im Herbſt geworfen werden..) Tollheit mit rätſelhafter Methodik. Denn von den fünfundzwanzig Vorgeburten freuen— nehmt es wörtlich: freuen!— ſich nur wenige des roſigen Lichts in dieſer Ungunſt der Zeit. Die wenigen machen ſelten geiſtige Freude. Sie ringen um den zahlungsfähigen Philiſter und beſtehen mit Klitſch und Kitſch die ſchwere Konkurrenz— nicht mehr bloß des Films, auch der gemütveredelnden Boxkämpfe.(In der Boxarena iſt heute des Volkes, auch des„noblen“ Volkes, wahrer Himmel!) Die Vorſehungen der reſtlichen literariſchen Bühnen ziehen aus ihren Archiwen Stücke hervor, die vor zehn oder zwanzig Jahren großen Erfolg hatten, und wenn man doch noch Entdeckungen wagt. ſucht man Hilfe beim Klüngel. Das Recht der Jugend auf den kommenden Taag wird mißverſtanden und in Fällen, in denen der Jugendliche einen Theaterſkandal und ſonſt nichts verſpricht (ſiehe„Die Empörung des Lucius“ von K. Th. Bluthh, geſchädigt. Es iſt nicht immer Raffgier, was eine Reihe der be⸗ deutendſten Berliner Schauſpieler den Berliner Bühnen entfrem⸗ dete. Nicht immer! Albert Baſſermann, Marx Pallenberg, Paul Wegener, Elſe Lehmann. Ewil Jannings, Tilla Durieur, Alfred Abel und die anderen—, wo ſind ſie, die vom Breiten Stein? Im Doklar⸗ oder im Filmland. einige bei den Backhöndeln an der Donau. Nicht jedem Ausreißer ſteht das Mützchen des Idealismus (die Reiſemützel) gut; doch was denn Triftiges wollte man ein⸗ wenden, wenn einer ſaate: Ich könnte den abwärts kollernden Karren doch nicht aufhoſten Oder: Für die eitlen Narrbeiten der im Dunklen(o ja im Dunklen) experimentierenden Röeaiſſeure bin ich mir zu aut!— Wes nämiich unſere Aſchymiſten von der überwadernen Recje betrifft... Aber das oeht zu weit! aumal das Nied ſein Entſteßhen hatte im Ance⸗ſicht einer neuen Biſhne, die, im Stand der Unſchufd. vorſänfig nicht aute und nicht ſchlochte Regiſſeure nicht gute und nicht ſchlechte Schauſpieler hat, ſon⸗ dern gar keine! Bei ſotanem Zuſtand der dramatiſchen Kunſt in. Berlin wäre gecen die neue, die ſechsundzwanzigſte Bühne von der armen Kunſt nichfs im varhinein einzumenden, wenn es nun ein⸗ mal wirklich um die Kunſt ginge. Doch da wir nun die erſte Aufführung erlebt haben, erhebt ſich das Schütteln des Kopfes. Es nützt Herrn Otto Krauß, dem Unternehmer, künſtleriſchen Leiter. Regiſſeur und Schauſpieler der„Deutſchen Szene“ (Schwechtenſaal) wenig, daß er jedem Zuſchauer einen Zettel in die Hand drücken ließ, auf dem ſeine Herkunft von Reinhardt und Kayßler beſcheinigt iſt.(Weil übrigens kein Aſtronom verpflichtet iſt, jedes Sternlein der Milchſtraße zu kennen.) Auf den Brettern war es zu beglaubigen! Herr Krauß iſt ein ganz junger Mann, hat alſo die Zukunft wenigſtens noch nicht hinter ſich. Günſtigeres läßt ſich von ſeiner vielfachen, hilfloſen Betätigung acht ſagen. Mit den Mitaliedern ſeines Enſembles ſteht es zum Teil ſchlimmer. Da ſind einige, die nichts zu hoffen haben. Nur Annemarie Looſe und Hans Kleinau ſcheinen entwicklungsfähig. Einigen Dank verdient das Stück. Aber hat man zu danken für Entſtellung? Am weniaſten der Verfaſſer, der Kunſtſchriftſteller und Dramatiker Hans Franck. Man nenne getroſt den Kunſtſchrift⸗ ſteller voran! Aus dem Gehirn eines Aeſthetikers und Grüblers, eines allzu emſigen Hebbel⸗Scholaren, nicht aus dem Drana des Er⸗ lebens iſt„Opfernacht“ entſtanden, das Schauſpiel in drei Akten und zwei Zwiſchenſpielen. Dramen gibt es. die aus Ideen konſtruiert ſind: hier aher iſt ſchon die Idee konſtrujert. Die Berufunag auf eine altindiſche Sage tut nichts zur Sache. Das Koſtum verkleidet doch nur das Irgend⸗ oder Nirgendwo eines erotiſchen Problems, das, zu kühn für realiſtiſche Formen der Gegenwart. auf zeitloſe Giltiakeit An⸗ ſpruch erhebt. Ein Oberlehrer, der da die Upaveden überprüfte.! Das ſchöne junge Weib verwehrt in der erſten Nacht dem geliebten Gatten. den myſtiſchen Gürtel zu löſen. Warum? Seiner Liebe und Selbſtüberwindung rinat ſie ab, daß er auf die erſte Nacht Verzicht leiſtet und ſie hinausziehen läßt, das Geſchenk ihrer Junafräulichkeit einem anderen Manne zu bringen, dem ſie das gelobt hat. Warum? In der nächtlichen Straße wird ihr der koſtſpielige Keuſchheitsgürtel (doch nur der Gürtel! Nur das Symboll) von einem Strolch geraubt. Da ſie nun ohne das Sümbol zu dem fremden Manne kommt. ver⸗ ſchmäht dieſer das unberührte Weib. Er will nicht an die wahre Geſchichte vom Straßendieb alauben und er hat, ſo ſieht man alſo, nach dem eitlen Triumph über die Unſchuld. nicht nach dem verſön⸗ lichen Weſen verlanat. Die Gedemütiate. ſtatt beimzukehren zum Gatten. begibt ſich, ſinnverwirrt. zu dem Dieb. Ein ſonderbarer Strolch! Er bat noch nie ein Weib berührt Er ſehnt ſich. Menſch zu merden. und liebt die keuſche Frau. die da tut wie eine Dirne. Er abhnt ſhren Bewegorund. Der Dieb beſtimmt die Frau. ſich ungeſchä⸗ dioat dem qeljebten Manne zurückzugeben. Sie tut es— und am Ende ihres freiwilligen Neidensweges vereinief ſie ſich dem, der treu geharrt hat. Warum? Marum das alles? Weil ein Beweisſtiick er⸗ ſonnen werden ſollte für die kleipher⸗ige Ueberſchäthung des Körver⸗ lichen in der Lieb⸗, für das Einander⸗Werten und ⸗Verſiehen höherer Menſchen. Dem freieren Erkennen zuſtimmend. maa man das Exem⸗ —— darauf kommt es an: wäre dieſe Frau mehr als ein ſchönredene Doama auf zwei Beinen. ſpräche aus ihren Worten der Zwand Seele: nichts bliebe unmöalich. So aber verſinkt das Drama in Theorie. aus der es entſtand. Und iſt es nicht eigentlich ſchen Ende des erſten Aktes beendiat, als der Gatte. der Frau in Liebe gae trauend. ſich zu ſelbſtloſem Erdulden überwand? Hier hat ein Genge den Hebbel überarübelt.(Freilich gerade vom entaegengeſetzten oc der ſexuellen Etbik aing Hebbel aus in„Gnaes und ſein Rina Han, in Gedanken. in Verſen. in Klängen rauſcht das Dichteriſche des deie 5 51 auf. Einige empfingen davon einen Hauch und ſpe eifall. **. In den Kammerſpielen: Hraufführung von Paul Ko ſe felds fünfaktiger Komödie„Palme der Gekränkte“. 19 ſteigerter Beifall einer Gruppe von Zuſchauern. Aber dieſes ſch Ubel, Stück eines ſtarken Talents wird den Eintaaserfola nicht lanae dſt leben. Noch ſucht Kornfeld ſeine eigene Form, und ſo lange er a1„ nicht hat. unterliegt er— mit all ſeinen eigenen Trieben und eler⸗ ken— fremden Einflüſſen.„Palme“ hat viele Paten. Georg Ka ſtet rühe Technit meldet ſich in der Nachahmung marionettentg Tricks. Aus dem„Roſenkavaljer“ iſt Hoffmannsthals wunderſchen, Vom 1. April ab werden die Beamten im Vergleich pat⸗ Friedensbezügen folgende Beträge erreichen: Endgehalt der Proß/ klaſſe K: 1.(ledige Beamte) Gruppe 3 Schaffner uſw. 9 Prg 1 4— 8— 5—. 2 0 5 Gera, 21. März. Die kommuniſtiſche Schriftſtellerin Wall Löfflen, eine geborene Oeſterreicherin, wurde wegen fortgeſeßen 1 — Marſchallin. die reſianiert von letzter Liebe Abſchied nimmt, überen, men u. ins Büroerliche verwandelt. An die Uronkel des deutſchen aer ſpielſchwanks erinnert trotz modernen Geflunkers, der in äußerli ften und einſeitiger Karikatur ſtecken gebliebene Verſuch einer ſogenane „Charakterkomödie“. Dieſer laute, allzu laute. an Verfolaungeid leidende. mit überempfindlicher Haut überzogene, aber für Kränkum⸗ Beleidiguna. Schickſal Anderer unempfindliche Herr Palme. der ſten Um und Auf der fünf Akte iſt und mit ſeinen ewia wiederhe⸗ Narrheiten und Monologen die dem Stück feblende anregende„Har lung keinesweas entbehrlich macht iſt obwohl oriainell in der Joe leider nur eine Fiaur und nicht ein Menſch geworden. Eben 90 Daß Kornfelb Fiaurinen lebte das Luſtſpiel von anno Tobak! gewiß ſein gebildeter und denkfähiger Kopf ausgefahrne Gleiſe ben meiden möchte, mit der Literatur vertrauter als mit dem Leb iſt. zeiat ziemlich verblüffend eine zweite, übrigens luſtige Fiauz ſch alter teutomaniſcher Renommiſt und Philiſter, den jeder als Aaſe⸗ bruder des Herrn Maske in Sternheims beſter Komödie(.Pie Hongz erkennt. Es iſt nur die Nehnlzchfeit von Leben(Sternheim) 1 vanierner Ueberlieferung(Kornfeld)! Heberbhaupt wäre der aden. Palme“ ohne Sterobeimſcke Vorarbeiten ſchwerlich ertſa⸗ ſer Guße Situationseinfälle und einige Föbſche Witze(die der Verfa gerne zu Tode reitet!) ſoſſen dem Stück vicht aberkannt werden⸗ 95 Aeußerlich iſt ein gewiſſer Stil gewohrt; daß er Kornfeſd im nerſten ermangelt, beweiſt die Einfügung von Larismen in un be. den Augenblicken. Es entſprangen die zarten Betrachtungen 10 vel doch bizarr genua finden und. trotz altindiſcher Gebräuche, ver⸗ gebens nach der pſuchiſchen Fähigkeit der jungen Frau taſten. Ja, alternden Frau, die ihren Geliebten an die Tochter abgeben müſſen glaubt, ohne Zweifel dem Wunſch des Verfaſſers, auch d 10 1 eees ee b — rrerre —— — F ‚‚o»rr cc — den 21. März 1924 waldbahn zurückzukehren zund Seegelen + 5 aner böſen Art hin, was eine Art zerſtört, Mannteimer General-Anzeiger(Milag- Tusgabe) 3. Seite. Nr. 137 Städtiſche Nachrichten Fahrplankonferenz Verbeſferungen im ſüdweſtdeutſchen Grenzgebiet Am 18. wärz fond in der Handwerkskammer zu Konſtanz ne gur beſuchte Fahrplankonferemz ſtatt, an der von der weichsbahndireltion Karlsruhe Oberregierungsrat Fingadoe und 3 die Vertreter der Handelskammern Konſtanz und Villingen, ſgzendwerkstemmer Konſtanz ſowie die Vertreter der haupt⸗ Hichſten Städze und Plätze der Schwarzwaldbahn, der Baac, des gau und de. Seegegend zeilnahmen Den Vorſitz führte der randent der Handelskammer Konſtanz, Gradmann, der em⸗ * bemerkte, daß infolge des Zuſammenfalls der Konſtanzer 75 Freiburger Beſprechungen die Materie der Sonntags⸗ bbrkarten auch bei dieſer Konferenz behandelt werden ſolle. Arregierungsrat Fingado machte im allgemeinen Teil der nolprechungen die bemerkenswerte Mitteilung, daß der vor Weih⸗ welzten verſtärk einſetzende Verkehr 3 auch über den Jahres⸗ 9 chſel hinaus erhalten habe und allem Anſchein nach auch weiter⸗ bertortzudauern verſpreche. Es könnten ſomit für den Sommer⸗ rkehr gute Hoffnungen gehegt werden, wohei allerdings Voraus⸗ hung ſei, daß ſich die politiſchen Verhältniſſe ſtabil erhielten und eine Rückſchläge wirtſchaftlicher Na:ur zu verzeichnen ſeien. In der von 10 bis 2 Uhr währenden Beſprechung wurden all⸗ beme ne und beſondere Geſichtspunkte und Wünſche von den Ver⸗ detern der verſchiedenen Körperſchaften und Gemeinden vorge⸗ regen und eingehend beſprochen. Es kann im allgemeinen feſt⸗ eſtellt werden daß die Reichsbahndirektion Karlsruhe für die öte der Grenzgebiete ein weſen liches Verſtändnis aufbringt und 7 mildern ſucht, wo es angeht, daß ihr es aber zurzeit nicht mög⸗ ich iſt, mit freien Ellenbogen zu arbeiten, ſondern daß die jetzt zu⸗ ußlos gewordene Reichsbahn und ihre wirtſchaftliche Lage weſentliche Hemmungen bedingen, daß ferner die langwierigen Ver⸗ Indlungen mit der Regiebahn im beſetzten Gebiet über die Jurchführung internationaler Schnellzüge Hol⸗ zan—Rheinland—Süddeutſchland—Schweis erheb⸗ — Schwierigkeiten machen. Bemerkenswert iſt auch die mehrfach der Beſprechung unterſtrichene Beobachtung, daß von würt⸗ 5 bergiſcher Seite die Ausgeſtaltung badiſcher Streckenfahr⸗ Fäne peinlich genau überwacht wird, damit nicht etwa Baden einen Orteil erzieit. Allgemein wurde als notwendig bezeichnet, zu der ührung von Kurswagen auf langen Strecken auf der Schwarz⸗ die Ausſcheidung des ſüdlichen renzgebietes und der d von den großen Verkehrsrouten gusteller. Einzelne Teile Südbadens ſind zum Beiſpiel durch die Lemme Fahrplangeſtaltung auf der Oberrheinbahnſtrecke Baſel— ſaldehut.—Schafftaufen—Konſtangz faſt von jedem normalen Ver⸗ 5 abgeichnitten und wirtſchaf lich ganz außerordentlich benach⸗ balgt. Die Führung der wenigen raſcheren Züge liegt in Teilen ö s Gebietes ſo, daß gerade die wertvollſten wirtſchaftlichſten Fak⸗ des Sckwarzwaldes den Reiſenden nicht gezeig, werden, weil 155 Züge in der Dunkelheit baufen, ſodaß die landſchaft⸗ uchen Schönheiten einer Linie wie die Schwarzwaldbahn und weiter durch den Hegau, am Unterſee entlang nach Konſtanz. —8 der Hauptwerbemittel ſein könnten, illuſoriſch erden. . Von Konſtanzer Seite und den Vertredern des geſamten Seege⸗ zetes wurden die ganz unhaltbaren Zuſtände im Verkehr des Ober⸗ tbeingebietes, die zum Darniderliegen des Wirtſchaftslebens geführt keben, ſcharf beleuchtet. Vom hohen Schwarzwald, vor allem Tri⸗ berg und Villingen, hat man eindeutig Wuf ei daß ſich die Zurück⸗ ſchneidungen des Verkehrs auf keinen Fall weiter aufrecht erhalten aſſen können, wenn nicht Handel und Verkehr, Induſtrie und Frem⸗ zenverkehr des ganzen Gebieies noch mehr leiden ſollen. als es bis⸗ her ſchon der Fall war. In den Oſt⸗Weſt⸗Verbindungen über die Höllentalbahn wurde neben der Wederſchaffung er durchgehenden Verbindung Freiburg—lUlm, die man überhaupt dicht hätte ſtreichen ſollen, einer beſſeren Fahrmöglichkeit zweſhen Fretburg⸗Höllenkal⸗Konſtong entſchieden das Wort geredet. Auch für die Wutachtalbahn Immendingen—Waldshut und drem Hinterland wurden Stimmen laut, die auf die Verbeſſerung gere Anſchlüſſe abzielten. Dazu traten zahlreiche Wünſche von Sei⸗ denſtrecken, ſo nach Bad Dürrheim, aus der Meßkircher Gegend. von 1 Bedenſeegürtelbahn, die alle erkennen ließen, daß die Einſchrän⸗ ung der Fahrpläne teilweiſe ganz unnormale Verhältniſſe nach ſich B0 gagn. wirlſchaftliche Schäden durch Ablenkung von Verkehr und erſorgung mit ſich gebracht und dem ganzen ſüdlichen Grenzgebiet ſchwere Nachteile zugefügt hat. Es wurde aus der Verfammlung ammer wieder betont, daß es nicht damit getan iſt, daß man de ſchlimmſten Lücken fülle, ſondern daß darüber hinaus dem Verkehr ein Angebot von Fahrtmöglichkeiten gemacht werden müſſe, wenn man auf eine Hebung und Beſſerung der Verhältniſſe technen wolle. Der Verkehr folge eben den gebotenen Möglichkeiten r Verbindungen. 0 Von der Seite der Verwaltung wurde umgekehrt der Grund⸗ b hervorgekehrt, daß es zurzeit nicht möglich ſei, Zugleiſtungen ohne vorhandenen genügenden Verkehr vorzuſehen, als gewiſſer⸗ maßen Verbindungen mit dem Hintergrund der Verkehrswerbung, er Verkehrsanziehung zu ſchaffen. Es handelt ſich bei den beider⸗ itigen Auffaſſungen um ein Produkt der alten divergierenden uffoſſungen zwiſchen verwaltungstechniſchen und kaufmänniſchen rundfätzen. Im ganzen muß zufammenfaſſend anerkannt werden, Seite ſeines Könnens auszuſtellen.. Die Regie Viktor Schwan⸗ nekes hatte nichts getan, die ſtiliſtiſche Widerborſtigkeit zu glätten. li an ließ-Lina Loſſen, immer für ſich eine Feinheit, eine Köſt⸗ ichkeit, gegen den Stachel der Kemödie löten. Max Gülſtorff, r vortreffliche Schauſpieler, hat nicht die ſouveräne Macht der Kallenbergſchen Perſönlichteit, die den Herrn Palme über ſeine Kornfeldſche Bedeutung heben würde. Die rundeſte und ulkigſte Vigur war Carl Ettlingers teutſcher Kraftmeier. Noch ein flüchtiger Rückblick auf vergangene Wochen! Multa 3* bectern(Schauſpielhaus und Schilerchsater In den Staatstheatern(Schauſpielhaus un cchillertheate Aoei Politika. Freie Bahn jeder Weltanſchauung in der Kunſt! ber„Kunſt muß ſind“. r zucius“ bleibt nur die antimonarchiſche Tendenz erwähnenswert. Von K. Th. Bluths„Empörung des daß die Verwaltung beſtrebt war, für den kommenden Sommer eine ganze Anzahl von Verbeſſerungen, die über örtliche oder rezionale Bedeutung weit hinausgehen, zu ſchaffen, daß aber naturgemöß unter der heutigen Lage auch die Grenzen des Möglichen leicht erkennbar ſind, die den Punkt darſtellen, an dem Verwaltung und Intereſſenten ſich begegnen. Von den wichrigſten Neuerungen für den kommen⸗ den Verkehr ſeien folgende beſonders genannt: Schwarzwaldbahn: Wiedereiglegung des Eilzugspaares 152/153 Offenburg—Konſtanz, Offenburg ab.35 vorm., an.14 nachm., in unmittelbarem Wechſelverkehr mit den Rheinland⸗ zügen Dd 307/D 308 Baſel—Frankfurt-—Kömn(üder Gießen— Troisdorf) Es iſt noch offen, ob beide Eilzüge nördlich Offenburg neben D 307/ D 308 als beſondere Züge gefahren werden, oder mit durchlaufenden Wagen in Offenburg vereinigt oder getrennt werden.— Neu verkehren zwei beſchleunigte Perſonen⸗ züge Offenburg ab 11.45, Konſtanz an.20 nm, ab 12.56 nm., Offenburg an.0 nm, beide direkten Anſchlußverkehr an die Ber⸗ liner Schnellzüge D 1/D 2 und der beſchleunigten Perſonenzüge 998/999 Frankfurt.—Freiburg, als deren Teil ſie vorausſichtlich von und bis Nannheim durchlaufend gefahren werden und zwar nicht erſt ab 1. Juli, ſondern ſchon ab 1. Juni. Da die Verliner Schnollzüge über Heidelberg, die beſchleunigten Perſonen⸗ züge über Mannheim laufen, iſt für eine vorzügliche Verbindung mit dem geſamten Unterland geſorqgt. — Die Abendverbindung wird mit der Durchführung des Zuges 1428 Offenburg ab.15 nm. bis Konſtanz weſentlich verbeſſert (früher nur bis Singen, zurzeit gekürzt nur bis Villingen).— Solange der Anſchluß an den Nachtſchnellzug nach Berlin in Offen⸗ burg nicht durch den beſchleunigten Perſonenzug horgeſtellt wird, wird möglichſt umgehend länaſtens ab 1. Mai die Nachmitta⸗sver⸗ bindung mit Zug 1425 Kanſtanz ob 11.01 vm., Offenburg jetzt ab .05 nm., ſo beſchleuniat, daß die Ankunft in Offenburg.40 um. zum Anſchluß an D 1 nach Berlin erfolgt. Oberrheinbahn: Einlegung eines ſchnellaufenden Zugs⸗ vaares. Das gewünſchte zweite iſt vorläufig ni ht dur mzuführen. Mehrere Verbeſſerungen unter Abkürzung der Zoll⸗ und Paßaufent⸗ halte. Wutachbahn: Beibeholtung der beiden heſchleunigten Per⸗ ſonenzüge im mit Baſel und Neckartal nach Württem⸗ berg. Bodenſeegürtel bahn: Meßkircher Gebiot, Anſ hfüſſe nach Württemberg: Einlegung mehrerer Züge in verſchiedener Rich⸗ tung, mit denen ſowohl der Fernverkehr wie auch der wirtſ Haftlich bedeutſawe Nahderkehr borückſi migt werden ſoll. Höllentalbahn: Wiederführung der Freiburg—Ulwer Eülzüge 384/385 mit Anſchlüſſen nach und von München. Wiederherſtellung des Anſchluſſes an dieſe Züge von der Strecke Offenburg⸗Konſtanz, zugleich damit auch Wie⸗ derſchaffung der früheren Verbindung Offenbura⸗Konſtanz unter Be⸗ nutzung des Ulmer Eilzuges zwiſchen Donaueſchingen und Immen⸗ dingen. Wiedereinlegung des Frühzuges Ponaueſchingen—Freiburg und des Spätzuges umgekehrt. ferner eines Tegezzugepaares. Dop⸗ pelführung des Sonntagsverkehrs uſw. Im Bodenſeeverkehr murde die Wiedereinführung des letztſührigen Sommorfahrplans als Mindeſtforderung bezeichnet und für den Winterverkehr Line beſſere Vedienung gewünſcht. Für den Berufsverkehr wurden die nötigen örtlichen Fahrpläne im Singener Bezirk in Verbindung mit den an⸗ weſenden Induſtrievertretern feſtgelegt. Auf der Necka rbahn(Stuttgort—Immendingen—Singen Zürich). die für den Nerkehr mit dem Vodenſeegebiet von Belang iſt, bleiben mit den Snellzügen Dd 277/D 278 Berlin⸗Jüri h die durchlaufenden Wagen Berlin⸗Konſtanz mit den entſpre henden Zugs⸗ teilen ab Singen erhalten. Ferner werden die Züge D 37/D 38 wie⸗ der auf der gleichen Strecke, ebenfalls mit Konſtanzer Zugsteilen, ge⸗ ahren, doch ſteht der genaue Fahrplan dafür noch nicht feſt. Abhängig von dieſem Fahrplan iſt auch die Geſtoltung verſhiedener Züge auf der Singen⸗Schaffhauſen, bezüglich derer Wünſche vorgebracht wurden. Hinſichtlich der Einführung von Sonntagsfahrkarten nach Kulturzentren wurde von der Vertretung Triberas aus⸗ geführt. daß gerad⸗ die Hauptorte der Schwarzwoſdbohn. Triberg. Hornberg und St. Georgen durch ihre mittlere Lage in die eiqentüm⸗ liche Situation verſetzt ſeien, daß die Entfernunsen nach Freiburg, Karlsruhe und Konſtonz etwas über der vorgeſehenen Grenze von 100 Kilometer lägen. Es wurde die Auffaſſung vertreten, daß es keinesfalls angängig iſt, dieſe Orte infolge ihrer ZJufallslage einer ſchematiſchen Entfernungsgrenze wegen von der Vergünſtigung au-zu⸗ ſchließen. Von der Verwaltuna wurde mitseteilt, daß eine ſchomatiſte Handhabung der Entfernungsziffer nicht zu erwarten ſei, ſodaß auch die Orte des mittleren Shwarzwaldes für die Auflegung von Sonn⸗ tagskarten obiger Art in Frage kämen. W. R. märzenwind und Märzenſonne Winkersanfang und Wintersende iſt von Regen und Sturmwind begleitet. Aber während im November der Sturm vor dem anzichen⸗ den Winter daherfegt, bahnt er im März dem Frühling den Weg. In den beſtändigeren Jahreszeiten geht der Wind gewöhnlich mit der Sonne ſchlafen und reat ſich nicht wieder, bis ſie ſich am nächſten Tage wieder erhebt. Der Märzwind aber kennt wie der Herbſtwind kein Schlafen und kein Wachen. ſondern weht ununterbrochen. Im Laufe des ganzen Jahres gibt es keinen Laut in der Natur. der ver⸗ heißungsvoller klingt als der Märzwind. der auch in der Dunkelheit noch über die Erde dahinfegt, aleichſam voll von ungeduldigem Ver⸗ langen nach dem früheren Moraen und die wärmere Sonne des näch⸗ ſten Tages. Wind und Sonne tun im März gemeinſam ihr Werk. netrocknet und erwärmt, ſo bedarf es nur geringer Nachhilfe, um die Frühlingspflanzen aus dem Erdreich hervorzulocken. Selbſt wenn die Erde wie in dieſem Jahre von Winterskälte durch und durch ce⸗ froren oder unter Schneebergen bearaben iſt— ſelbſt dann iſt es er⸗ ſtaunlich. welche Wunder wenige Stunden Wind und Sonne im März tun können. Oft genua trifft das Auge, das die Natur beobach⸗ tet, auf einen Farbenwechſel, der ſich mehrwals am Tage wiederholt. Am Moraen fehen wir einen Acker, von weißem Schnee bedeckt, zwei Stunden ſpäter iſt das dunkle Erdreich zum Vorſchein gekommen und des Nachmittaas, wenn die Sonne den Voden durchwärmt und trocknet hat, lieot etwas wie duftiger. bleicher Staub auf de fläche. Das ſind die Taae, an denen der Pflua ſich in das Erdreich mühlt. Im Märs ſind die Toge des Winterſchlafes vorüber. Der Frühlina ſtebt auf der Lauer und iſt wie voll beißer Gier, ſich der Erde zu bemüchtigen. Er erareift gleichſam im Sprung jedes Stück⸗ Da die Aecker noch nicht bewachſen und die Wälder noch nicht be⸗ laubt ſind. ſo iſt der Märs bei ſchönem Wetter der ſonniaſte aller Monate. In keiner Zeit des Jahres trifft man ſo viel Sonne und ſo wenia ſchattenſpendendes Grün. Lange vach dem Abſchied des Herb⸗ ſtes tragen die Zweige der Bäume noch Blätter und ſind die Wieſen und Weiden noch grün. Die Sonne wirft im Oktober faſt noch Schat⸗ ten wie im Sommer. Im März aber kennen die Sonnenſtrahlen keine olche Hemwungen. Die Zweige und Aeſte ſind unb⸗lavbt und die Wieſen und Weiden noch vom kaum überwundenen Froſt ge⸗ bleicht. Desbalb drinat die Sonne im März viel heißer durch als im Sommer. Selten ſehen wir während uns unter der Sommerſonne die Schweißtropfen vom Geſicht perlen. ſo wunderbar klar in die Ferne. wie unter der bellen Märzſonne. Das macht den März nach den unwirtlichen Wintermonaten zu einem ſo willkommenen Monat und zu einem ſo perheißungsvollen Vorboten des anbrechenden Früh⸗ linas. Sieh Dit eine Allee oder einen Waldwea im Lichte der März⸗ ſonne an. Noch zeigen die Zweige keine Knoſpen oder gar Blätter und die Sonnenſtrablen finden ihren Wea leicht durch das Netzwerk der Bäume. Und welch wunderbares Schattenbild malen ſie dabei auf den Weg. In keinem anderen Monat ſieht man dieſes Kunſt⸗ werk. das Zweige und Aeſte in wundervollem. dicht verſchlungenem Ne auf dem bellen Uyterernurde des Weaes feſthölt. ſo klar und leuchtend vor uns liegen wie im März. Im Auauſt iſt man dankhar für den Schatten. weil er die heißen Lichtwellen von uns abhält. Im März bereitet uns der Schatten ein künſtleriſches Wohlaefallen. denn in keinem anderen Monat breitet er ſich ſo in kunſtvollen Muſtern auf Wea und Stea aus wie in dieſen Tagen. Und auch die Wärme⸗ die die Sonne ſrendet. empfinden wir dabei noch als reine Wohltat. für die wir nicht minder dankbar ſind. Im März ſtehen wir noch zwiſchen zwei Welten. Deshalb kann es ſich häufig ereianen, daß wir auf ſonnigem Waldwea noch die Stimme des Winters hören, jene Stimme. die die Zweige der Bäume in heftigem Weben ſchüttelt oder die uns mitten im Lichte der wär⸗ menden Sonne noch den eiſigen Nachhauch des Winters fühlen läßt. Dieſer Geoenſatz zwiſchen dem Nachklana des Winters und der ſtrah⸗ lenden Frühlinasfonne iſt das eiaentliche Kennzeichen des Monats März. Faſt unentſchieden woat der Kampf noch hin und her. Zu⸗ weilen fühlen wir den Eishauch des Winters noch ſo ſtark. daß auch die Sonne nicht dagegen aufkommen kann. Dann wieder dränat ſich das Sonneplicht vor und wir haben Stunden oder agar Tage. an denen uns ſchon Frühlinaswärme ganz umfängt. Aber zu trauen iſt ihm nicht, ſo wenig wie dem April. „Strenge Beſtimmungen für kranke Reichsbeamte. Reichsbe⸗ amte, die dem Dienſte wegen Erkrankung fern bleiben, ſind jetzt be⸗ ſonders ſtrengen Vorſchriften unterworfen. Neue Richtlinien ver⸗ — ſie, ſo ſchnell wie möglich, ſpäteſtens am Tage nach em Dienſtaustritte, ihrer Behörde oder Dienſtſtelle die Krankheit anzuzeigen. Sie ſollen ſogar deren vorausſichtliche Dauer angeben, was nicht immer möglich ſein dürfte. Längſtens nach drei Tagen muß der erkrankte Beamte ſeine Dienſtunſähigkeit glaubhaff nachweiſen. Dauert die Dienſtunfähigkeit länger als 10 Tage, ſo muß umgehend eine ärztliche Beſcheinigung vorgelegt werden. Der Vorſteher kann von dieſer Verpflichtung befreien. Ber längerem Fernbleiben iſt der Nachweis der Dienſtunfähigkeit auf Verlangen zu wiederholen. Unter Umſtänden kann ſogar gleich nach dem Eingang der Krankheitsanzeige ein ärztliches Zeugnis ver⸗ langt werden, in beſoanderen Fällen ſogar eines amtsärztlichen. * Gekrennte Durchführung von Tagesſchnellzügen. Der ſeithen .24 N. von Frankfurt mit Stuttgarter und Basler Abteilen ver⸗ einigt beförderte Schnellzug D 86 wird bis auf weiteres doppelt geführt. Der erſte Teil, Vorzug D 86, führr nur Stuttgarter Wagen und verläßt Frankfurt a. M. Hbf. um.20 N. Der Zug hält an in Darmſtadt(ab.52.), Bensheim(ab.13.), Heidelberg(ab .10.). Bruchfal, Mühlacker, Bietigheim, Ludwigsburg, Sautt⸗ gart(an.32.). Der Hauptzug D 86(Altona—Baſel) trifft wie ſeither.50 N. in Frankfurt ein und fährt erſt.31 N. über Mannheim(an.59).) nach Baſel(an 11.20.) weiter. Unterwegs hält der Zug von Frankfurt bis Mannheim nur in Darmſtadt(an.59.). Südlich Mannheim bleiben die Halte wie Ibre Aufaabe iſt, den Boden wieder aufzutauen. der in der Kälte des Winters erſtarrt iſt. Haben Sonne und Wind den Boden aufgetaut. Ganzes, als eine vollkommene Eigenart, und ſein Realismus weckt unſere Ironie, nicht unſere Entrüſtung. Berthold Viertels„Truppe“ traf den rechten Ton. Bemerkenswert und— wenigſtens in der erſten Hälfte der Akte— unterhaltlich iſt Carl Sternheims neues Luſtſpiel „Der Nebbich!(aufgeführt in der Tribüne). Dieſer Herr Nie⸗ mand, ein Warenhauskommis, iſt kein Bürger Schippel, der ſih in die vermeintlich höhere Geſellſchaftsſ hichte drängt; den er wird von der blaſterten Laune der üppigen Sängerin, die einmal Lauch ſtatt Kaviar koſten möchte, in die fremde Sphäre wider ſeinen Willen gezerrt, wird gewaltſam zun Snob gemacht. Die Gegen ätze ſind köſtlich, obwohl ſichs der Verfaſſer mit der vornehnen Lebewoelt leicht gemacht und die Operette geplündert hat. In der Auffüh ung wurde die Sängerin zur Haupfkrolle; dank der ſcharmanten Kunſt der Maria Fein. 8 — monaechſſacce genere in Vbeten denel de ander, 15* Zuglitäten des verworrenen Stücks hätten diesmal die anderen Zu⸗ Haauer de große Meßrheii ſühmen ſollen gegen den politiſchen National⸗Theater Mannheim zerror Appfaus einzuſetzen. War es ausgleichende Diplomatie, daß EIntendanz bald darauf das „Cokumbus“ von F. J. Wein rich vorſetzte! Ein B zwar der katholiſche Bühnenvolksbund, hatte es pröfentiert. r Talente. Der Ruſſe Leonid Andreſew, der als Dichter begonnen und als Theaterhandwerkmeiſter ſein Leben beendigt hat. 85 etzten der Volksbühne am Bülowplatz und geſhmackloſe Allegorie s Todes und greßen Chorus aus Tollers„Maſſe iſt Andrejews im Deutſchen prozeſſuglen Behangs ent⸗ Nichr unterm die durch be⸗ Wirtſchafterin Ihr Gedächtais:„Ich habe getölet“ mit den Stücken ſeiner . Tetlin ſehr gepflegt. Freilich eriode.„König Hunger“, in aufgeführt, iſt eine ziemlich wohlfeile deit Perſonifikationen des Hungers und Maſſeuſzenen, deren kommuniſtiſcher Che Menſch“ urſprünglicher brauſte. Weit innerlicher Tragödie„Du ſollſt nicht töten“, aufgeführt Theer. Ein Krimunalfau wird des leidet und ganz auf die Nemeſis der Seele geſtellt. ſtehwerte. aber unter ihrem Bewußtſein bricht endlich df0 Mord zur reichen Gutsherrin gewordene Vaſſiliſſa Petrowna zuſammen. et, Anert die freiwillſae Buße in Tolſtois Maßt der Finſternis G. Beſtejewskis„Spuld und Sühne, in Roſeggers Am Tage des Ger: g⸗ 18 8 Auch kriminaliſtitch. aber in verwedener e J. M Synge der einſt die Lucie Höflich erſchüterte als Waſſil ſſa. Held deg Meſterlands“. Fbhutändel nabe an den Vatermord herankommen. klägliche Primanertrauerſpiel Ein Verein, und Alſo preußtſche Regierungskoalition? Aber wir bitten um eine Koalition Laune, kommt uns der 0 ſtille— 0——5 ruswen“ ieb, in der ebenſo wüſten. als heiteren omödie„Der Fel eſte e Heiler— ebwohl die Pauf⸗ und Wie iſt unſereſd Araufführungen von Egon Welleſz:„Alkeſtis“.—„Das Bun⸗ der der Diana“ Man hatte das Ballett„Diana“ vorangeſtellt und recht daran getan, denn dieſe„Diana“ hatte nur mittleren Beifall. während das Schlußbild der„Alkeſtis“ die Sache herausriß. Ein auter Rech⸗ ner hat nämlich 37 Hervorrufe gezählt. Da die geſtrigen Urauffüh⸗ rungen indeſſen„außer Miete“ ſtattfanden, da ferner zweifelhaft er⸗ ſcheint, ob das geſtrige Haus von einem zahlenden Publikum erfüllt war. ſo bleibt die Beſtätiaung des geſtrigen Erfoloes abzuwarten. eee iſt noch zu beachten, daß das geſtrige Publikum mehr uge als Ohr war, endlich: daß muſikaliſches Gehör in den letzten Jahrzehnten ſehr nachgelaſſen hat. Ob ein Facharzt hier„Verdickung des Trommelfells“ durch die Wirkung der Militärmuſik feſtſtellen will, bleibt natürlich zweifelhaft.. Ueber die»kommende“ Muſik iſt in unſerer Muſikbeilage vom 15. März das Nötige geſaat worden. mithin auch über CEaon Welleſa Seine Muſik iſt außerdem Ge⸗ hirntätiakeit, von böherer Eingebung. wie wir ſie in ⸗Ariadne von Richard Strauß bewundern— trotz Hoffmannstbal— keine Spur. Melodie fehlt. Leitmotiv neuerdinas verpönt. Harmonle zerſetzt: was bleibt? Nun.„Melos“! Ein ſchwer zu beſtimmendes Etwas. nach⸗ dem das dewiſſe Etwas“ in der Verſenkung verſchwunden iſt. Nun muß der Bluff aushelfen. Verſtehen wir uns recht: die neuen Be⸗ Frebungen können,„wenn ein Meiſter darüber kömmt“— wie man früber ſaate— noch große Bedeutung gewinnen Der Muſiker aber, der für das neue Glück von Admetos und Alkeſtis keine anderen Töne findet, als Phraſen und öde volntonale Orcheſtrationen. hat ſich ſelbſt as Urteil geſprochen. Wir haben wahrlich nicht nötig uns»einzu⸗ uldzume Einſtellung zu erklären? 8 empfinden wir als ruch be. Doch Synge packt hier eine höchſt unſentimentale Welt Was aus ſeiner Art ſchlögt, noch ſtellen“ und uns zu gewöhnen an ſeinen Melos“ lehnen alſo ibn wie Strawinskiys„Nachtigall“ und Julius Bittners„Roſengärtlein“ allzu teuer, wenn lange Wochen der Vorproben auf Werke verwendet werden. die nur eine kurze Zeit leben und für die Kunſt keine Bedeu⸗ tung haben. Wozu dieſe Vergeudung an Kräften von Orcheſter, Chor und Tanz? Es kann kein Ruhm ſein. daß in Mannheim Werke uraufgeführt werden, die man in Wien, Berlin. Dresden und Mün⸗ chen zurückweiſt. Endlich, es wird unſern Meiſtern die gebührende Ehre genommen.. Die Aufführuna ſelbſt war vortrefflich ſtudiert und aina unter Leituna von Richard Lert und Dr. Hans Nie⸗ decken⸗Gebhard(Hannover) in beifallswürdioer Form vor ſich. Unſer Gaſt aus Hannover verſteht ſich auf alle äußeren Wirkungen. Aufbau, Licht und Farbe. Beweauna und Ruhe: alles leitet er mit geübter Hand. Ein Mehr war nicht zu erſehen, denn von dem tief⸗ ſinnigen Muthos war nicht viel nachgeblieben: Alkeſtis keine Heldin mehr, Admetos ein ſehr lyriſcher König. Herakles obendrein eine Hoff⸗ mannsthal⸗Mißaeburt. Frau Aenne Geier tat holdſelig und ſang. ſo ſchön ſie vermochte. Frik Bartlina gab ſeinem traurigen König die möolichſte Würde und ſana ihn mit Anſtand, und Hans Bah⸗ lina ſetzte für den Herakles ſeine gewaltigen Stimmittel ein. Die andern Geſanaspartien ſind weniger aroß. aber ungeſanalich und wegen der Doppeltonarten⸗Unmanier eben ſo ſchwieria wie langwei⸗ lia. Herr Frank(Tod) war am beſten daran, denn er hatte die erſte Szene und war bald von ſeinen ſonderbaren Intervallen befreit. Dann kamen zwei Männer und zwei Frauen, von Philivv Maſ⸗ ſalsky und Karl Zöller, bezw. von Eliſabeth Trautmann und Helene Reffert vertreten. endlich die alte Sklavin, für die Emilia Poßzert ihre aroße Altſtimme einſetzte. Den ſchwieriaſten Stand hatte unſer Chor. der aber weniaſtens mit dem Schluß⸗ Paean einen Erkela hatte. Große Stravazen batte auch das Or⸗ cheſter zu erdulden. aber trotz der reichſten Mittel. trotz der aus⸗ geſuchten neuen Entdeckungen klingt das Ganze nicht.. Etwas beſſer klingt die Muſik zur„Diana“. aber auch ſie macht den Ein⸗ druck der geſuchten, aber nicht oefundenen Wirkungen. Zuweilen er⸗ ſcheinen Stellen, die uns gefallen. Aber dieſes Gefallen beruht auf einer leicht begreiflichen Täuſchunga... Laſſen wir uns auf die Ta⸗ lentfrage nicht weiter ein. ehren wir Herrn Reinhold Kreideweiß und Frävlein Elſe Seuffert, vergeſſen wir nicht Heinz Grete als den Bühnenbildner der„Alkeſtis“ und gehen wir zur Tagesord⸗ nung über. 2 Arthur Blass. Der reue Inlendant Wie das Städtiſche Nachrichtenamt mitteilt, hat Intendant Franzesco Sioli nunmehr die Leitung des Mannheimer Nationaltheaters übernommen. * Wegen Erkrankung von Maria Andor muß heute im National⸗ theater anſtelle von„Brunhild“—„Kriomhild“ Roſenows„Kater Lampe“ gegeben werden. Anfang 7½ Uhr.— Am Samstag als] in aller Höflichkeit ab. Den Ruhm der Urauffübrungen erkaufen wir wird der„Ruſſiſche Abend“ wiederholt. chen Erde. das der Winter preisaibt.— 4. Seife. Nr. 137 Maunheimer General⸗Anzeiger(Miſtag⸗Ausgabe) Freitag, den 21. März 1922 bisher. Der Gegenzug Vrz. D 85 verläßt Stustgart um 912 Der Zug hält an in Ludwigshafen, Müiager, Prichſal Hedelberg lab 11.25), Weinheim(ab 11.46.), Darmſtadt(ab 12.23.) und trifft 12.21 N. in Frankfurt Hbf. ein. Der Hauptzug D 85 zommt von Baſel(ab.20.), läuft über Mannheim(ab 11.25.). hält in Friedrichsfeld(ab 11.39), Darmſtadt(ab 11.32.), kommt.00 N. in Frankfurt a. M. an und läuft.30 N. wie ſeit⸗ 8 22 725* aus den Richtungen Altona 1 rlin mit Ziel Stuttgart und umgekehrt mü i ank⸗ furt a. M.(Hbf.) Waiee en ee »Verwirrung bei Nachnahmen und Poſtaufträ zeigegebühr für Nachnahmen betrug mit We⸗ beſtändigen Gebühren vom 1. Dezember an 20 Pfg. Sie iſt erſt päter auf 10 Pfg. ermäßigt worden. Auf Grund unberichtigter Tarife oder aus mangelnder Kenntnis der Neuerung werden Nach⸗ nahmen noch vielfach mit einer Vorzeigegebühr von 20 Pfg. freige⸗ macht. Unverändert geblieben iſt dagegen die Vorzeigegebühr von 20 Pfg. für Poſtaufträge. Dieſe wird hinwiederum von vielen Poſt⸗ beamten neuerdings wie für Nachnahmen nur mit 10 Pfg. berechnet, ſo daß die Aufträge ungenügend freigemacht bei der Beſtimmungs⸗ poſtanſtalt eingehen. *Jur Erinnerung an das 13. Deutſche Turnfeſt. Zur Erinne⸗ rung an das im Vorfahre in München abgehaltene 13. Deutſche Turnfeſt hat die Deutſche Turnerſchaft an der rechten Wandſeite der Turmhalle des Münchener Rathauſes eine Inſchrift folgenden Inhalts anbringen laſſen:„Der Stadt München zur Er⸗ innerung an das 13. Deutſche Turnfeſt im Jahre 1923 die Deutſche Turnerſchaft“. Die Inſchrift iſt um das vierfache P, umſchlungen vom Eichenkranz gruppiert. Beſuch des badiſchen Landtags in Mannheim. Brown, Boveri u. Cie. tigung ihrer Werke eingeladen. *Verwechslung von Steuermarken am Poſtſchalter. Ein Schal⸗ terbeamter des Poſtamts 3 Neckarſtadt hat am 18. März verſehent⸗ lich beim Verkauf von Steuermarken 5 Stück zu 100 M. anſtatt zu 1 M. und 8 Stück zu 50 M. anſtatt zu 50 Pfg. ausgegeben, ſodaß ſeine Schalterkaſſe einen Fehlbetrag von 891 M. er⸗ gibt. Der Schalterbeamte bittet den unbekannten Käufer um Rück⸗ gabe der irrtümlich ausgehändigten Steuermarken, da er den Minderbetrag aus ſeiner Taſche decken muß. * Vom Evangeliſchen Alkersheim. Ddie Pfründnerin Sophie Feuerpeil, die älteſte Inſaſſin des Heims, kann am 23. März ihren 90. Geburtstag feiern. Sie befindet ſich bei guter Geſundheit. * Freivorſtellung für Waiſenkinder. Vom Städt. Nachrichten⸗ amt wird uns geſchrieben: Der zur Zeit hier weilende Zirkus Holzmüller“ hatte zu der Nachmittagsvorſtellung am 19. März einer größeren Zahl Mannheimer Waiſenkinder freien Eintritt gewährt und den Kindern damit eine große Freude bereitet. Auch an dieſer Stelle ſei der Zirkusleitung für dieſes lobenswerte Entgegenkommen herzlich gedankt. Veranſtaltungen *Hans Bruch und Lene Weiller⸗Bruch ſpielen Werke für ein und zwei Klaviere am Mittwoch, 26. März, im Harmoniſaal. Der Abend ſollte auch in Mannheim die gebührende Aufmerkſamkeit er⸗ wecken und dieſen beiden Einheimiſchen weit über die Mauern der Stadt geſchätzten und bekannten Künſtlern durch großen Beſuch die Anerkennung der Mitbürger ausgedrückt werden. * Seuff-Georgi wird heute ſeinen luſtigen heiteren Abend im Verſammlungsſaal des Roſengartens veranſtalten unter dem Motto „Trotz alledem und alledem!“ *Aeber die Befreiung Oſtpreußens ſpricht heute Freitag abend Oberſtleutnant v. Hagen in der Aula der Handelshochſchule, A 4. 1. Die Mitglieder der militäriſchen Vereine werden darauf beſonders aufmerkſam gemacht.(Weiteres Anzeige im geſtrigen Abendblatt.) Film⸗Runoͤſchau Nanuk, der Eslimo Im Palaſt⸗Theater wird von heute abend ab ein Film⸗ werk vorgeführt, das überall das größte Aufſehen hervorgerufen hat. Es handelt ſich um einen durch die Kulturfilm⸗A.G. erwor⸗ benen Film, der im nördlichſten Kanada, im ewigen Eis und Schnee, unter unſäglichen Mühen und Strapazen aufgenommen wurde und zum erſtenmale jedem Europäer ein lebendiges Bild vom Leben und Treiben der Eskimos gibt. Die„Leipziger Abend⸗ poſt“ äußert ſich über die ſeltenen Eindrücke, die„Nanuk, der Es⸗ kimo“ hervorruft, u. a. wie folgt: Ende. ſo künden helle Buchſtaben auf dunklem Untergrund und das Aufflammen der Lichter ruft in die Gegenwart zurück, die vollkommen vergeſſen wurde. Denn wir ſahen eben, wie der Schneeſturm langſam die treuen Gefährten der Eskimofamilie zu⸗ deckte, die drinnen in der Schneehütte nach beiſpiellos hartem Tage⸗ werk ſich zur Ruhe legte. Der Eiſeshauch, der von dieſem er⸗ ſchütternden Bilde ausging, hatte ſich lähmend auf die Seele gelegt. Nur langſam finden wir uns in die Wirklichkeit zurück, die einer der beſten Filme raubte, die je zu ſehen wir Gelegenheit hatten... denn von dem Augenblick an, da uns„Nanuk der Eskimo“ in ſeine Familie und ſeinen Wirkungskreis aufnahm, war Zeit und Raum vergeſſen. Die unendlich weite Welt der ewigen Nacht und des Eiſes nahm im gleichen Maße gefangen wie die kleine Welt der Eskimofamilie, deren Oberhaupt Nanuk jedem Bewunderung und Achtung einflößt. Was unerſchrockene Polar⸗ forſcher in ihren Werken zu berichten wiſſen, das gewinnt greif⸗ bares Leben in dieſem wundervollen Film. Wird Wirklichkeit, die uns immer wieder mit Staunen erfüllt. Da iſt nichts Gemachtes, nichts Gekünſteltes und deshalb iſt die Eindruckskraft ſo gewaltig. Wir ſtaunen über die ſeltene Geſchicklichkeit und Kühnheit, mit der der unerſchrockene Jäger ſeine Beute ſtellt, ſind gerührt von dem innigen Famillenleben, das in primitioſter Form ſo viel Liebe und Fürſorge offenbart, bewundern die Liſt, mit der ſich der Menſch gegen die Naturgewalten behauptet, und fühlen heißes Mitleid, wenn wir beobachten, wie der Hunger die Menſchen bei der Nah⸗ rungsgufnahme zum Tier herabdrückt. Ueberwöltieend wirkt der mafeſtätiſche Naturrahmen, in dem ſich das Leben der Eskimo ab⸗ ſpielt. Man wird uns recht geben: die Herſtellung dieſes Films bleibt eine Tat! Aus dem Lande Heidelberg. 20. März. In Sanitätsauto geboren wurde am Sonntag vormittag gegen 10 Uhr ein Mädchen. Ein Dienſtmädchen wurde in der genannten Zeit in der Hauptſtraße plötlich vom Klap⸗ perſtorch überraſcht und mußte daher in einem Hausgana Zuflucht ſuchen. Das ſofort herbeigerufene Sanitätsauto nahm das Mädchen auf und brachte es in die Frauenklinik. Unterweas hatte aber bereits ein Mädchen das Licht der Welt 8 8 4 *Arloffen, 20. März. Hier wurde dieſer Tage eine olks. bank⸗Urloffen gegründet. Die Bank iſt eine Geſellſchaft mit be⸗ ſchränkter Haftung und garantiert für Goldwährung der gemachten Einlagen. Bei Eröffnung des Inſtituts betrug die Zahl der Mit⸗ glieder bereits nahezu 100. * Engen, 20. März. Im Dorfe Mühlhauſen bei Engen iſt geſtern Nacht im Hauſe des Landwirts Sebaſtian Schroff Feuer ausgebrochen, das das Wohn⸗ und Oekonomiegebäude vollſtän dig einäſcherte. Nur mit Mſihe konnte das Großvieh gerettet werden. Alle Fahrniſſe und das Kleinvieh wurden ein Raub der Flammen. Die Brondurſache iſt unbekannt. Waldshut, 20 März. Im Stadtwald bei St. Blaſien verun⸗ glückte heute früh der Holzhauer Leo Baumgartner dadurch. daß von einem ſteilen Abhang herab ein in Arbeit befindſicher Stamm ins Rollen kam. Baumgartner wurde ſo unglücklich getroffen, daß er auf der Stelle getötet wurde. „ Konſtanz, 20 März. Zum Anſtaltsoberarzt an der Heil⸗ und Pflegean'talt Konſtanz iſt Dr. Mar Tumm aus Gernsbach. bisher ufke. Die Vor⸗ Einführung der wert⸗ Die Firma hat den Landtag zu einer Veſich⸗ Regierungsmedizinalrat an der ſächſiſchen Heil⸗ und Pflegeanſtalt Döſen bei Leipzig ernannt worden. eeeneereee Nachbargebiete „Bad Bürkheim, 20. März. Der in Ludwigshafen wohnende Dürkheimer Bürger und Pfälzer Heimatdichter Räder kaufte mit uneigennütziger Unterſtützung von Gönnern und Freunden ſeiner Dichtungen zunächſt den hälftigen Anteil des becel Hauſes nebſt Wingert und Wald auf dem Köpfel als ſpätere beſcheidene Sommer⸗ poetenklauſe und Penſtionswohnſitz sw. Darmſtadt, 20. März. Die erſten Aprikoſenblüten in einem Garten des Stadtteiles Beſſungen feſtgeſtellt werden. Baſel, 20. März. 700 deutſche Ferienkinder kehrten dieſer Tage nach einem achtwöchentlichen Erholungsaufenthalt in der Schweiz mit ſchwerem Gepäck wieder in ihre deutſche Heimat zurück. Wenn genügend Ferienfreiplätze in der Schweiz angemeldet werden, ſoll anſangs Mai abermals ein Sonderzug deutſche Kinder nach der Schweiz bringen. Gerichtszeitung Skrafkammer Mannheim Ueberfall auf einen Lehrer Mannheim, 20. März.(Strafkammer.) Vorſitzender: Land⸗ gerichtsrat Dr. Wolfhar d. Vertreter der Anklage iſt Staatsanwalt Dr. Feiler. Der 29jährige verheiratete Metallſchleifer Albert Burkhard aus Hemsbach, ſeit 11. Dez. 23 in Unterſuchungshaft, hat das Pech gehabt, ſich mit ſeinem Freunde, dem 21jährigen ledigen Schrei rer Heinrich Thron, ſeit 29. Dez. 23 in Unterſuchungshaft, von der Polizei in Hemsbach erwiſchen zu laſſen. Die beiden Angeklagten, Mitglieder der kommuniſtiſchen Partei, hatten die Sache ja recht ſchlau ausgedacht, aber dabei vergeſſen, daß es noch ſchlauere gibt. Burkhard hatte gehört, daß am 1. Okt. 23 im Nebenzimmer der Wirtſchaft„zur Krone“ in Hemsbach ein Schützenverein gegründet werden ſollte. Um zu ſehen was los ſei, ging er hin. Er ſah hierbei, daß der Lehrer Niſchwitz einen Revolver hatte, den er ſelbſt gerne gehabt hätte. uf dem Nachhauſeweg begegunete Burkhard dem Thron. Beide waren ſich ſofort darüber einig, dem Niſchwitz den Revolver abzunehmen. Die Tat wurde auch ſofort ausgeführt und ohne Zaudern wurde das verſchloſſene Hoftor bei Niſchwitz überſtiegen. Als der Lehrer Niſchwitz dann nach Hauſe kam und ſein elterliches Anweſen betreten wollte, wurde er über⸗ fallen mit einem harten Gegenſtand blutig geſchlagen und ihm der Revolver abgenommen. Damit hatten die beiden Strauch⸗ diebe ihr Ziel erreicht. Am 16. Nov. 23 geſellte ſich Burkhard der Menſchenmenge in Hemsbach bei, die ſich auf das von Unterbezirks⸗ leiter Rupertus veranlaßte kommuniſtiſche Alarmblaſen am Ortsausgang verſammelt hatte. Der Lehrer Hofrein wurde ebenfalls von mehreren Perſonen nach Waffen unterſucht. Dieſe auf dieſe Weiſe geſtohlenen und geraubten Waffen konnten erſt bei den im Anſchluß an die Unruhen vorgenommenen Verhaftungen wieder bei⸗ gebracht werden. Der Staatsanwalt nahm erſchwerten Raub an und be⸗ antragte für Burkhard eine Zuchthausſtrafe von 1 Jahr und für Thron ein Jahr Gefängnis..⸗A. Dr. Pfeiffenberger plai⸗ dierte auf mildernde Umſtände. Die Strafe lautete für Burkhard auf acht und für Thron auf ſechs Monate Gefängnis. Der Engros-Schuhdieb Adolf Albrecht aus Mannheim hat mit einigen ſeiner Ge⸗ noſſen, die nicht arbeiten und doch leben wollen aus einem Schuh⸗ lager einer bekannten Schuhengrosfirma in der Oberſtadt 94 Paar Schuhe entwendet. Wie bei einem ſolchen Diebſtahl ſchon vor⸗ auszuſehen war, führten die Begleitumſtände der Tat ſehr bald zu deren Aufklärung. Wegen erſchwerten Diebſtahls muß Adolf Albrecht ſich dapein ſchicken, auf zwei Jahre hinter Gefängnis⸗ mauern zu kommen. Seine Genoſſen bekomen ebenfalls einen empfindlichen Denkzettel, während ein Hehler ein halbes Jahr erhielt Die Viernheimer Jungfrou von Orleans. Stoff zu einem Schauſpiel gibt der Marſch der Viernheimer Kom⸗ muniſten nach Weinheim unter Führung der Arbeiterin Eliſabeth Hook zur Entwaffnung der dortigen Gendarmerie und Polizei. Die Nomantitk dieſer nächtlichen Epiſode, die in eine Schießerei zwiſchen Polizeibeamten und Kommuniſten ausartete, nahm heute vor Gericht inſofern einen tragiſchen aber ſchmerzloſen Ausgang, als die beteilig⸗ ten Viernheimer Helden ſamt ihrer unerſchrockenen Führerin zu Ge⸗ fängnisſtrafen verurteilt wurden. Angeklagt waren 1) der 22 Jahre alte ledige Arbeiter Heiarich Bauer III,) der 28 Jahre alte verheiratete Kaminbauer Nikolaus Franz Bauer V, vom 1. Dezbr. bis 20. Dezember 1923 in Unter⸗ ſuchungshaft, 3) die 22jährige ledige Arbeiterin Eliſabeth Hook, vom 20. November bis 27. Dezember 1923 in Unterſuchungshaft und 4) der 23 Jahre alte Kaminmaurer Nikolaus Jäger, vom 30. Novem⸗ ber 1923 bis 14. Januar 1924 in Unterſuchungshaft. Sämtliche Be⸗ ſchuldigten ſind von Viernheim gebürtig. Als am Samstag, den 17. November 1923, infolge der Unruhen in Weinheim die Situgtion für die Kommuniſten ſehr kritiſch wurde, ſchickten dieſe einen Hilferuf nach Viernheim, damit die dortigen Kom⸗ muniſten nach Weinheim kommen möchten. Dieſer Hilferuf wurde in Viernheim von einigen Kommuniſten verbreitet. bends gegen 8 Uhr zog dann eine große Zahl Viernheimer, die teilweiſe mit Re⸗ volvern und Karabinern bewaffnet waren, nach Weinheim. Dort wurden die Viernheimer durch ausgeſetzte Poſten nach dem Birken⸗ auer Tal gewieſen, wo bereits die Geſinnungsgenoſſen aus Weinheim, Hemsbach, Birkenaus uſw. anweſend waren. Unter den Verſammel⸗ ten befanden ſich auch die Leiter der kommuniſtiſchen Jugendpartei. Ein großer Teil war mit Schußwaffen verſehen. Ziel und Zweck der nächtlichen Zuſammenkunft war die Herbeilockung und Ent⸗ waffnung der Weinheimer Polizei. Die Sache war militäriſch organiſiert!. Die mit Schußwaffen verſehenen Perſonen kamen in die Vorderfront, während ſich die übri⸗ gen mehr zurückhielten. Als die Polizei auf dem Petersplatz bei der Eiſernen Brücke erſchien, wurde 1 beſchoſſen. Lebhaftes Feuer kam insbeſondere vom alten Friedhof her. Auch das andere Weſchnitz⸗ ufer war beſetzt. Eine Bombe kam auch zum Platzen. Erſt gegen Mitternacht trat Ruhe ein. Die Anklage wirft den Beſchuldigten vor, daß ſie ſich an der nächtlichen Zuſammenkunft im Virkenguer Tal beteiligten. Jäger war bewaffnet. Die Eliſabetha Hook und Nikolaus Jäger haben nach ihren eigenen Angaben den wahren Zweck der angeblichen Erwerbs⸗ loſenverſammlung im Birkenauer Tal gekannt. Jäger gibt ferner zu, daß er vom Birkenauer Tal aus verſucht hatte, die Verbindung mit einer Gruppe der Weinheimer Kommuniſten herzuſtellen. Die beiden angeklagten Bauer III und Bauer Twollen dagegen nichts davon gewußt haben, was im Birkenauer Tal geplant war. Durch die Beweisaufnahme werden ſie jedoch überführt. Leider nahm das nächtliche Abenteuer in dem ſchönen Birken⸗ auer Tal ein ſchmähliches Fiasko. Staat ſieggekrönt und mit Triumphgeſchrei empfangen, mußte die tapfere Amazone Eliſabeth mit ihrem Geſinnungsfreunde Jäger auf Schuſters Rappen den Weg nach Viernheim antreten, wo ſie 2 Uhr nachts ankamen. Von Bauer dagegen ſteht feſt, daß er in Weinheim um halb 1 Uhr, alſo nach Beendigun gder Schießerei, von dort abgefahren iſt. tapfere Eliſabeth hatte von einem der Kommuniſten auch den Auf⸗ trag erhalten Sanitätsbinden mitzubringen. Sie war Feuer und Flamme für den nächtlichen Marſch und eifert⸗ die anderen durch ihr unerſchrockenes Vorgehen noch an. Heute ſpielte ſich nun der letzte Akt der Viernheimer Helden vor Gericht ab. das die klagten auf ſe 6 Monate ins Gefängnis ſchickte. Verteidiger.⸗ Dr. Pfeiffenberger und Dr. Seelig. ch. ** 90 Strafkammer Darmſladt. Geiſtige Minderwertigkeit äußert ſich bei dem aus achtbarer Familie ſtammenden, jetzt 21 Jahre alten Maſchinenarbeiter W. Sp. von Darmſtadt. Haus⸗ und Schuler⸗ ziehung und auch Fürſorgezwang verſagten und ſo erfolgte bereits im September v. Is. ſeine Verurteilung wegen verſchiedener Schwindeleien uſw. zu insgeſamt 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis. Nunmehr ſtanden noch zwel Fälle aus dem Juli v. Is. zur Ver⸗ handtung. Der Angeklagte ſtahl damals vom Sportplatz Darmſtadt ein Fahrrad, das er verkaufte und erſchwindelte zu Filingen in Oberheſſen von dem Händler Sommerfeld 250 000 Marf durch die Varſpiegelung,.s Sohn ſei von den Franzaſen verſchleynt und müſſe mit dieſer Summe ausgelöſt werden. Dabei gab er ſich wie in anderen Fällen als Oberwachtmeiſter der Schutzpollzei aus, der auch der junge S. angehörte und täuſchte dienſtlichen Auftrag vor. Das jetzige Urteil lautet unter Einbeziehung der ſchon erwähnten Strafe auf zwei Jahre Gefängnis f e, das 80 Sportliche KRunoſchau Die Rennwektſteuer Die Erwiderung von Buchmacherſeite auf eine der führenden Sportszeitung„Spoört⸗Welt“ entnommene Drientierung über da⸗ Verhältnis der vorjährigen Totowetten zu den Buchwetten iit, 0 wird uns geſchrieben, mit einer Behauptung begleitet, die undt treffend iſt. Es wird darin geſagt, daß ſchon im erſten Konzeſſions jahr„38 Prozent der Geſamtweitſteuer den Winkelbuchmachern ent⸗ riſſen und dem Reich zugeführt werden konnten“. Dieſe Auslaſſung mag beim Laien die beabſichtigte Wirkung auslöſen, beim Sach kenner nicht. Zunächſt umfaſſen die 38 Prozent Buchmacher⸗Wei⸗ erträgniſſe gegenüber 62 Prozent Totoertrögniſſe nicht etwa die durch die Buchmacher auf den deutſchen Rennbahnen getätigten 57 ſchlüſſe, ſondern das Verhältnis des Jahresbetriebs der Buchmache im ganzen Reich gegenüber dem Jahresbetrieb ſämtlicher Totalli⸗ ſatoren. Es ſind in dem Prozentſatz alſo enthalten die Wetten für die ausländiſchen Rennplätze, für inländiſche Rennen und ſchließleh die Abſchlüſſe der Rennbahnbuchmacher innerhalb des Rings. „Sport⸗Welt“ hat jedenfalls deshalb die Darlegung gegeben, 0 weil vor der Konzeſſtonjierung allgemein davon geſprochen wurde, daß die Vuchmacherwetten ein Vielfaches der Totowetten ergeben würden und hauptſächlich mit dieſen Argumenten wurde die Zu⸗ laſſung der Buchmacher verwirklicht. Jeder Sachkenner wird zu⸗ geben, daß von„Entreißen der 38 Prozent aus den Hinden der Winkelbuchmacher“ keine Rede ſein kann, ſondern dieſe 38 Prozent umſaſſen größtenteils die Wetten der Buchmacher⸗Kundſchaft, erweftert durch eine Anzahl Wettluſtige des Rings. Daß in der vergangenen Saiſon der Winkelbuchmacher ebenſo umfangreich auf. geſucht wurde wie früher, iſt den Bukis nur zu bekannt. Daran kann leider die Konzeſſionierung nichts ändern, ebenſo wenig wie die Polizei, es iſt aber auch die Lage des Buchmacherſtandes, wie in der Erwiderung dargeſtellt, nicht Schuld daran. Das Fortbeſtehen der Winkelbuchmacher hängt vielmehr mit ganz anderen Voraus? ſetzungen zuſammen, über die jedoch hier nicht geſprochen werden ſoll. Winterſport * Ski⸗Wetkläufe auf dem Thurner. Die erſt jüngſt als neue Ortsgruppe des Ski⸗Klub Schwarzwald ins Leben gerufene Ver⸗ einigung der Skifreunde auf dem Thurner hielt ihre erſten Well⸗ läufe ab, zu denen auch zur Aneiferung und Ermunterung der jungen Orksgruppe der Vorſitzende des Verbandes erſchienen war⸗ Wetter⸗ und Schneeverhältniſſe waren gleich hervorragend. Die gut verlaufenen Wettläufe, von denen der 12 Km.⸗Langlauf in das Gebiet der Weißtannenhöhe führte, hatten folgendes Ergebnié: Langlauf: 12 Km. 1. Kl.: 1. Edwin Dietſche, Altglashüt⸗ ten, 54,16 Minuten. 2. Schlageter 1,00,35 Stunden.— 2. Kls⸗ 1. Schurt, Saig 56,32. 2. Scherzinger Schönwald 57,20. 3. Morath Saig 58,38.— 8. Kl.: 1. Joſef Faller, Thurner 21,34. 2. Eduard Jaller, Thurner 22,08. 3. Röſch, Freiburg 24,.20 Minuten.— Damenlauf: Meder, Freiburg 13,46, Ihlemann Freibucg 15,16, Faller, Thurner 15,37 Minuten.— Sprunglauf: 1. Kl. 1. Ernſt Dietſche, Altglashütten, Note 2,05. 2. Fehrenback Schönwald, Note 2,28. 3. Edwin Dietſche, Altglashütten 2,390 — 2. Kl.: 1. Theo Keller, Saig, Note.815. 2. Wirbſer, Hinter⸗ zarten 2,1. 3. Unmüßig, Hinterzarten 2,5.— 3. Kl.: 1. Eſchle, Freiburg 3,85. 2. Röſch, Freiburg Note 3,95. Neues aus aller Welt — Die lebenden„Drahtſpulen“. Seit Auguſt vorigen Jahres verſchwand von dem großen Lager eines Kabelwerks in Lichtenberg fortgeſetzt wertpoller Kupfer⸗ und Spuldraht. Durch langwierige Beobachtung gelang es dem Kriminalſekretär Stoll und Bea⸗ ten des 2. Kriminalbezirks Lichtenberg im Verein mit Ueber⸗ wachungsbeamten des Schutzverbandes der Metallinduſtriellen feſt⸗ zuſtellen, daß Leute des Werkes die Diebe waren. Dieſe, namen Müller, Thieme, Sonneburg, Berthold, Gra⸗ minski und Fielgraf, ſteckten unter einer Decke mit dem * gerverwalter Max Hettwer. Die Ungetreuen banden ſich Feierabend Draht auf den Leib, ſo daß die kontrollierenden Pföct⸗ ner nichts fanden. Jeder machte das durchſchnittlich dreimal n der Woche, und nahm jedesmal 15—20 Pfund Draht mit hinaus, Abnehmer fanden die Diebe, die im Laufe der Zeit für etws .% Goldmark'erheuteten, in den Produktenhändlern Bolkm 905 Kurt Schulz, Georg Hühn und Friß Biering. Die Dien und der Lagerverwalter legten ein umfaſſendes Geſtändnis ab, 5 daß auch die Hehler ermittelt werden konnten. — Im Skacheldrahtzaun umgekommen. Auf kragiſche Art der Kaufmann Heidemann in Oldenburg ums Leben. aſel kehrte abends ſpät nach Hauſe heim. und da er keinen Hausſchlüln hatte, wollte er von einer Nebenſtraße aus über die Mauern fletag um ſo von binten in ſeine Wohnung zu gelangen. Die Mauer aue war mit Stacheldraht überſrannt. Heidemann alitt aus und mit dem Kopf ſo zwiſchen Draht und Mauer hängen, daß die 1 röhre zugedrückt wurde und er erſtickte. Man fand die Leiche morge an der Mauer hängen. 10 — Jtau Wölfling. Auf dem kaholiſchen Friedhof, Schrelberhau im Rieſengebirge wurde die frühere Frau 9— ehemaligen öſtorreichiſchen Erzherzogs, der den bürgerlichen Name Leopold Wölfling angenommen hatte, zur letzten Ruhe ſtatet. Die Verſtorbene, die mit ihrem Geburtsnamen Nae Ritter hieß, war in No bei Neiße als Kind einfacher Elte 1 geboren. Als Angehörige eſner kleinen Bühne in Wien lern 8 ſie der Erzherzog kennen, heiratete ſie und zog mit ihr nach— Schweiz. wo die Ehe nach kurzer Dauer wieder aufgelöſt wur⸗ 9 Frau Wölfling wurde ſpäter krank, verfiel dem Siechtum 99 wurde vor zwei Jahren in das katholiſche Krankenhaus. Schreiberhau aufgenommen, wo ſie ſetzt der Tod von ſchweren Leiden erlöſt:. Von Zeit zu Zeit erhielt das Stift dut die Vermibtlung der Schweizer Geſandtſchaft in Berlin die Pflege gelder ausgezahlt. Sonſt hatte die einſt viel gefeierte und vlel 5 ſprochene Frau nichts mehr, und der Abſchnuß ihres wechſelvoll Lebens war ein Armenbegräbnis. Marie Ritter hat nur ein A von 47 Jahren erreicht. — Wiedergefundene Klechenſchätze. der Kirchenräuber⸗ bande Schindler und Genoſſen, deren Anführer Praktikant Joſef Schindler in Innsbruck war und der durch⸗ weg junge Leute angehörten, konnten bei der Verhandlung Dezember viele Diebſtähle nicht unzweideutig nachgewieſen 10 den. Die Kriminalabteilung der Innsbrucker Polizei hat derdahr ihre umfaſſenden Erhebungen unermüdlich fortgeſetzt und es iſt gelungen, weiteres wertwolles Beweismaterial herbeizuſchaffen. 75 hat in Hökting in einer Erdhöhle oberhalb des Sprengerkreuze unter einem Baum die im Jahre 1922 geſtohlene goldene Kron des Prager Jeſukindes aus der Karmelfterinneykirche Innsbruck aufgefunden. Die Edelſteine fehlten. In der Wohr ung des Schindler wurde in einem Luftkamin des Badezimmers da goldene Kreuz von der Jeſukindkrode der Inne⸗ brucker Servitenkirche gefunden. Dieſe Diebſtähre mußten 4 Diebe nun einbekennen. Auch wurde ihnen eine ſange Reihe 0 Kofferdiebſtählen in den Schnellzügen auf— Strecke Innsbruck— Wien nachdewieſen. Von einem Poſtfuhrwer⸗ haben ſie ſeinerzeit auf der Wintlerſtraße einen werwollen Sele geraubt. Die aendliche Einbrecherbande wird ſich demnäch wieder vor den Richtern zu verantworten haben. 5 — Schwere Exploſion. In Mailand iſt in eiver ſchen Fabrik eine ſchwere Exrloſton exfolgt, aus der ſich 2 gewaltiges Schadenfeuer entwickelte. Die ganze Fabiz wurde ein Raub der ammen. 23 Arbeiter, darunter Mädchen, kamen in den Flammen um. — Oie blübende Religuie. Wie aus dem Dörfchen Cician- in der Proping Dntea, Toscang omeldel wird. wurde dor“ da⸗ Verehrung der Gläußigen in der Kirche San Antonio eine Reliaut gezeigt. die in eine Kapfel aus Metall und Glas eingeſchloſſen me Auf dieſem Glas iſt nun eine kleine Pflanze gewachten, die grün und blübt. Das Wunder bat noch keinerlei Erflärung gefunden. zwecl⸗ Sommerſproſſenbildung wird in ſetziger Jahreszeit am Saat mäßiaſten verhindert. Wir roten Ihnen in Ahrer Avotheke 1 ee eee— — I — Citatel— Bleichwachs zu kaufen und damit die betreffenden Stegg 9 zu bebandeln. ee eeeeeeeeeeee 1 Tauaz den 21. mügg 1928 —äß..—ññññ ſ— Handelsblatt des Nannheim Anmeldefrist für deutsche Forderungen im Ausgleichsverfahren Schluß am 31. März 1924 Andurch Verordnung des Reichsministers für Wieder- Ad n vom 22. Dezember 1928(Reichsgesetzblatt S. 1244) mun diejenigen deutschen Gläubiger, die bisher ihre Forde- gen noch nicht beim Reichsausgleichsamt angemeldet „ aufgefordert worden, die Anmeldung unver- glich, spätestens jedoch bis zum 31. Marz 157 9 a 19* 19234 nachzuholen Bei späterer Anmeldung ziemeht keine Aussicht mehr auf Berück⸗- ehtigung der Forderungen durch die gegne- en Ausgleichsämter. Anzumelden sind: Geld gerichtete 1 von Deutschen, e am 10. Januar 1920 in Deutschland ansässig waren, gegen Großbritannien, Frankreich, Italien, Belgien, Grie- chenland, Siam und flaiti sowie gegen die Angehörigen 1* Läander, sofern diese Forderungen vor dem — Jaunuar 1020(gegenüber Griechenland vor dem 15 März 1920; gegenüber Haiti vor dem 30. Juni 1920) 2 Allig geworden sind; vor dem 11. November 1918 entstandene, auf Geld ge- richtete Forderungen gegen das chemalige Reichsland Isaß-Lothringen sowie die in Elsaß-Lothringen ansässi- en Elsaß-Lothringer, sofern sie bis zum 10. Januar 1920 Allig geworden sind. In der Verordnung wird noch besonders die Anmeldung Yeender Gruppen von Forderungen angeordnet: autf öffentlichem Recht beruhende Forderungen, die am 0. Januar 1920 dem Deutschen Reiche, einem deutschen ande oder einem im ansässigen Deutschen gegenüber dem chemaligen Reichsland Elsaß-Lothringen dder einem in Elsaß-Lothringen ansässigen Elsaß-Loth- ringer(unter Einschluß der elsaff- lolhringischen Ge- meindebezirke und sonstigen elsaß-lothringischen juristi- schen Personen des privaten und öffentlichen Rechts) zu- estanden haben. In Betracht kommen hier vor allem alter und Pensionsforderungen der ehemaligen elsaß- lothringischen Gemeinde- und Bezirksbeamten, soweit sie is zum 10. Januar 1920 fällig geworden sind, sowie An- Sprüche auf Rückforderung zuviel bezahlter Steuern. e gegen Tuab. ennge ne Mark-Forderungen aus der Zeit vor dem Waffenstillstand, die von den uldnern nach dem 11. November 1918 außerhalb des Ausgleichsverfahrens den Gläubigern bereits bezahlt wor. Sind; ferner die Ansprüche deutscher Schuldner, deren ark- Verbindlichkeiten gegenüber elsaßß- lothringischen Aubigern nach dem 11. November 1918 außerhalb des Ausgleſchsverfahrens in Franken zu einem höheren Kurse as 1„ 08131 Franken bezanlt worden sind. auf Nückzahlung des Mehrbetrages. Auf die Notwendigkeit dieser Anmeldung und die den Anmeldern in Aussicht gestellte Sonder-Vergütung ist in der Oeffentlich- eit bereits Wiederholt hingewiesen worden. orderungen(insbesondere Darlehns-, Hypotheken. Spar- assenforderungen wWie Forderungen aus Bankguthaben), dei denen dem Gläubiger das Recht zustand, durch eine Ründigung die Fälligkeit zu einem vor dem 10. Januar 920 liegenden Zeitpunkt herbeizuführen. auch wenn eine solche Kündigung unterblieben ist. 8o ist. B. eine Vpothekenforderung für die Rückzahlung sechs Monate nach Kündigung vereinbart War, auch dann anzumelden, wenn die Kündigung infolge des Kriegszustandes nicht Norgenommen worden ist; Forderungen auf Provision für den Abschluß oder die ermittlung eines Geschäfts, auch wenn die Provision nach Vertrag oder Gesetz erst bei Ausführung des Ge. debärts zu zahlen ist und das Geschäft infolge des rieges bis zum 10. Januar 1920 nicht ausgeführt 1 — pruch gegen das U U 18 dle Akti Worden ist. Findie Anmeldung der genannten Forderungen liegt im dadsten Allgemein- Interesse. Die Unterlassung der —— Vorsatz mit Geldstrafe bis zu 100 00⁰0 Aeeimark und mit Gefängnis bis zu einem Jahre, bei Fahr. Faiiebeit mit Geldstrafe bis zu 10 000 Goldmark oder mit Tusdenis bis zu drei Monaten bestraft. Im Falle der deischrift der angemeldeten N rechnet das Macsausgleichsamt mit den deutschen Gläubigern in Gold- — nach Maßgabe der Vorschrifſen des Reichsausgleichs- zes in der Fassung vom 20. November 1923 ab. decdie Anmeldung hat bei den zuständigen Stellen des Wendsaucgleichsamte zu erfolgen, von wo auch Vordrucke igeltlich zu beziehen sind. 0 Nahere Auskuntt erteilen die Hauptstelle des Reichs- Anleichsarnts, Berlin, Wilhelmstrabe 94, sowie die zu- digen Handelskammern. —————— Zur Besteuerung der Bezugsrechte Unter die Einräumung von Bezugsrechten im Sinne des ſn des Kapitalverkehrssteuergesetzes fällt vor allem die undun von Bezugsrechten im Sinne des 9 282 Abs. 1 Handefsgesetzbuchs, gleichviel, ob das Bezugsrecht auf auszugebenden jungen Aktien in dem die Kapital- ung aussprechenden Generalversammlungsbeschluß zu- kausden der alten Aktionäre besonders ausgesprochen Wor. Feunt oder nicht, ihnen letzterenfalls also unmittelbar aut des Gesetzes zusteht. enden Falle bestreitet nicht, daß die len des 8 282 des Handelsgesetzbuchs jaubt sogar den Begriff des Bezugsrechts 282 beschränken zu müssen und verneint dleu des 5 61 des Kapitalverkehre- erh ergesetzes in allen Fällen, in denen der Kapital- Nehdnssbeschlul der Generalversammlung das Bezugs- b der alten Aktionäre ausschlielt, und Wwar auch dann, einem Uebernahmekonsortium die jungen Aktien mit den Auflage überlassen worden sind. sie alle oder zum Teil alten Aktionären anzubieten. Die Steuerpllichtige ist eim Meinung. daß ein Bezugsrecht nur die Aktiengesellschaft raäumen könne und daß die Ueberlassung von jungen Iieen an Pritte seitens des Uebernahmekonsortiams kein Aletlendezug, sondern ein Akktienkauf sel. Im vorliegenden eitkall war das gesetzliche Bezugsrecht der alten Aktio- d durch den Generalversammlungsbeschluß ausgeschlos· ſune und der Vorstand der Gesellschaft zur Begebung der kraen Antien ermächtist Worden mit der Anweilsung, Wen. Vebernchmer von 20 000 Stück der jungen Aktien zu nerdelichten, diese 20 000 Stück den bisherigen Attionären, ewar auf je zwei alte Aktien eine neue, anzubieten. Pies Danfuch geschehen und es sind 20000 funge Akti u einer Agruppe gegen die Verpflichtung begeben worden, auf je alte Aktſen 1000„ neue Aklien del Proz. zuzüglich Börsenomsatzsteuer und eines pauschal- Darags von 1200 den bisherigen Aktionären anzubieten. Bezugsrecht ist im amtlichen ſur, verkehr der Börse mit kauptenniieh, 3720 Prozent notiert Worden. denttschatt im vorlie erpflicht in den Fà aaßehen Sei. Sie dethale Fälle des ald die Anwendbarkeit Nach der Be- ung der Aktiengesellschaft sall sich die Vereinbarung ei örstandes mit dem Uebernahmekonsortium nicht als d. Vertrag zugunsten eines Pritten. nämlich der alten Alensress dargiellen und sollte diesen ein ummittelbarer Die steuerpflichtige Aktien- 57 zum Kurse von. ebernahmekonsorium nicht zusteken. Naunheimer General · Anzeiger(inlag · Lusgabe) Dall nur die Aktiengesellschaft, nicht auch ein Dritter, z. B. das Uebernahmekonsortium, ein Bezugsrecht auf ihre jungen Aktien begründen kann, ist zweifellos. Denn das Bezugs- recht ist ein Teil der Aktienbegebung. Das ist auch durch- aus die Auffassung des Kapitalverkehrssteuergesetzes, das im 5 61 Abs. 2 zur Steuerschuldnerin die Gesellschaft erklärt, „die das Bezugsrecht gewährt“. Irrig ist aber die Annahme der Aktiengesellschaft, daß das Bezugsrecht dem Bezugs- berechtigten von der Gesellschaft nicht auch mittelbar ge- wüährt Werden könne. Das Wesen des Aktienbezugsrechts liegt nicht auf der formalen Seite jener Begründung, sondern auf der wirtschaftlichen Seite der freien Verfügung über die neu auszugebenden Aktien. Es stellt eine Mobilisierung des Aktienrechis dar und gerade hierin liegt der Grund für seine Besteuerung. Daß der Bezugsberechtigte die Hand über dem in der Entstehung begriffenen Aktienrechte hat, läßt dieses zu einem Spekulationsobjekt geeignet werden. Hierfür ist es aber gleichgültig, ob die Aktiengeselischaft den alten Aktionären das Recht unmittelbar einräumt, oder ihnen ein Anrecht darauf dadurch gibt, daß sie ein Uebernahme- konsortium verpflichtet, die von diesem vorläufig gezeich- neten Aktien den alten Aktionären in bestimmter Weise an- zubieten. Eins allerdings ist erforderlich: daß dem Bezugs- berechtigten auch wirklich ein klagbares Recht auf den Bezug der Aktie zusteht. Denn der ganze Sinn der Bezugs- rechtssteuer steht und fällt mit der freien Verfügbarkeit über die auszugebenden Aktienbezugsrechte. Eine bloſße Auflage seitens der Aktiengesellschaft an das Vebernahme: Konsortium, den alten Aktionären die jungen Aktien anzu- bieten, ohne daß diese durch die Vereinbarung der Gesell- schaft oder inres Vorstands mit dem Konsortium ein un- mittelbares Recht auf Ueberlassung der Aktien erwerben, genügt nicht. Die Verpflichtung des Uebernahmekonsortiums, die Aktien den alten Aktionären anzubieten, muß in der Tat ein Vertrag zugunsten eines Dritten der alten Aktionäre im Sinne von 8 328 Abs. 1 BGB. sein. Gegenüber der Behaup- tung der Aktiengesellschaft, daß ein solcher Vertrag nicht vorliege, hätte das Berufungsgericht eine dahingehende Feststellung treffen müssen, wenn es zu einer Bejahung der Stenerpflicht kommen wollte. Die Vorentscheidung wäre daber, da dies nicht geschehen ist, an sich aufzuheben. Bei freier Beurteilung ist die Sache indessen gleichfalls im Sinne der Vorinstanz zu entscheiden. Das Bezugsrecht stellt sich seinem ganzen Sinne nach als ein klagbarer Anspruch auf den Bezug der Aktien dar. Es kann daher auch die mittelbare Einräumung des Bezugsrechts im Zweifel nicht anders als so gemeint sein, daß der Bezugsberechtigte den Bezug der Aktien unmittelbar vom Dritten soll fordern können, nachdem das Bezugsrecht unmittelbar von der Gesellschaft durch den Generalversammlungsbeschluß aus- geschlossen war. Die Rechtsbeschwerde war daher als unbegründet zurückzuweisen.(Urteil des Reichsfinanzhofs vom 11. Januar 1923 II A 20823.) Handelskammerwahlen. Wie uns die Handelskammer mitteilt wurden bei der am 7. März vollzogenen Erneue- rungswahl der Hälfte der Kammermitglieder, bei der nur eine Liste vorlag und über deren Ergebnis wir bereits in Nr. 115 vom 8. d. M. berichtet haben, insgesamt 578 Stimmen abgegeben. In der konstituierenden Vollversammlung der Kammer am 18. März wurde der erste Vorsitzende, Richard Lenel, einstimmig wiedergewählt, ferner die deiden stellvertretenden Vorsitzenden, Wilhelm Vögele und Michael Rothschild. „Grofhandels-.-G. für Getreide und Mühlenfabrikate in Charlottenburg. Diese Gesellschaft, deren Aktien an der Berliner Börse notiert werden, will den Gewinn 50. September 1923 von 414 Md.(16 Mill.) vortragen. Infolge der Geldentwertung machte die Spekulation bis zum VUeber- gang auf die Getreidenotierung in Goldanleihe Schwierig- FKeiten. Die Höhe der Frachten hinderte die Veber- kührung von Getreide aus den Sstlichen und nördlichen Produktionsgebieten in die westlichen und süddeutschen Konsumgebiete, Nach der Gründung der Süddeutschen Grohßhandels-.-G. in Mannheim und der Bayrischen in München wurde im neuen Jahre eine Rheinische Groß- handels-.-G. f. Getreide u. Mühlenfabrikate mit 150 Mill. 4 etzründet. Die Düsseldorfer Zweigniederlassung weorde arin aufgehen. Des Weiteren habe man an der Sanierung der Rathenower Dampfmühle mitgewirkt und besitze einen erheblichen In der Bilanz erscheinen die Beteiligungen(2 Mill.) nach Abschreibungen von 41 Md. Æ ie Anlagen mit dem Mindestwert. ebenso wie die Waren⸗ bestände betragen 2,5 Md.(10 Mill.) 4 Guthaben und KHüssige Mittel insgesamt 4125 Md.(133 Mill.) A, dagegen Verpflichtungen insgesamt 3241 Md.(79 Mill.)&. „Geschäftsreisende in Dänemark. Ein dem dänischen Reichstag vorliegender Regierungsvorschlag sieht. wie dem Konfektionär aus Kopenhagen berichtet wird, eine Erhöhung der von àusländischen Handelsreisenden zu erhebenden Ab- gabe von 180 Kronen jährlich auf 400 Kronen vor. Bekannt- lich wird von jedem ausländischen Geschäftsreisenden ge- tordert, dal er im Besitze einer Gewerbelegitimationskarte ist, für die die obige Gebühr erhoben wird. Deuisenmarkt Der französische Franken hat sich ungefähr auf eicher Hôhe gehalten wie am Tage zuvor; es zeigte sich Wieder starke Nachfrage nach der Devise Par is, ie zum Abend mit 88,75 gegen London gehandelt wurde. Die deut. sche Bi war in der Schweiz 130,50, in London 19 Bi.4 leich 1 Pid. Sterling, in Amsterdam 1 Bi gleich 0,61 fl. n Paris War Italien 105,50, Spanien 33.29, Holland 11,5956, Paris 4,29,87, Schwein 24,84, Prag 56,50. Bürsenberichie Mannhelmer Eflektenbörse „ Mannheim, 20. März. Die Börse verkehrte bei ruhi⸗ ger Tendenz und kleinen Umsätgen. Es noltierten ein Billionen Prozent): Rheinische Creditbank.25 G. 3,50., Badische Anilin 16,50 bz.., Chemische Fabrik Rhenania 78 be.., Westeregeln 20., Brauerei Eichbaum 39 bz.., Ludwigshafener Aklienbrauerei 58 br.., Brauerei Sinner 10., Benz 4,50 bz.., Emaillierwerke Maikammer 5., Heddernheimer Kupfer 7,50., Karlsruher Maschinen 4,., Knorr Heilbronn 7 bz.., Braun Konserven 1,8., Mann- heimer Gummi 275 G. 3.., Mäschinenfabrik Badenia Wein⸗ neim 1,50 bz.., Neckarsulmer Fahrzeug 5,75., Pfälzer Mählenwerke 3., Pfalzer Nähmaschinen 286., Zement- werk Heldelberg 13., Rheinelektra 9,50., Salzwerk Heil⸗ bronn 80., Freiburger Ziegelwerke 3., Wayß u. Freytag 4., Zelistolf Waldhof 11 G6., Zuckerfabrix Frankenthal 44—4½g b.., Zuckerfabrik Waghäusel.25 br. G. Von Versicherungen(in Billionen): Frankona 50., Frank- furter Allgemeine 80., neue 70., Continentale 45., Badische Assekuranz 60 bz.., Mannheimer 75 bz.., Ober- rheinische 60 bz.., Württembergische Transportversiche- rung 80 G. 5. Seite. Nr. 137 Waren und Rarkte Magdeburg, 20. März. Zucker prompt Lieferung inner⸗ halb 10 Tagen 26,25—.26,75; innerhalb 4 Wochen 26,75 GA. Bremen, 20. März. Baumwolle. American Eully middling g. G 28 mm loko per engl. Pfid. 31,88(31,45) Dollarcents. „Vom süddeutschen Chemikalienmarkt. In der Berichlts- woche sind nennenswerte Veränderungen auf dem Chemi- kallenmarkt nicht eingetreten, mit Ausnahme der Störungen, die der Streik bei verschiedenen großen Werken hervor- gerufen hat. Die Preise blieben unverändert fest, da dem nicht mehr allzustarken Angebot eine lebhafte Nachfrage gegenübersteht. Für verschledene Erzeugnisse zeigte das Ausland reges Interesse, doch kamen verhältnismäßig wenig Abschlüsse zustande, da wir in vielen Produkten immer noch über Weltmarktpreis bleiben müssen. Nachstehend einige Durchschnittsnotlerungen(in Goldmark inkl. Verpackung): „Aetzkali eingegossen 60, desgl. in Stücken 66; Keiznatron 40; Antichlor fein- u. grobkrist. 17; Bariumcarbonat 98/99 proz. chem. gefällt 4,20 Dollar; Chlorbarium 98 100 proz. Weiß Kristallmehl 22.A, desgl. 93/95 proz. 19; Chlormagnesium kKrist 5,50; Chlorzink weiß pulv. 46, Chlorzinklauge 70/5 proz. 28; Eisenvitriol techn. krist. 3,40 lose verladen; Glaubersalz feinkrist. 3,80 lose verladen; Kali gelbblausaures 165; Kali- alaun Kristallmehl 18; Kaliumpermanganat cheni. rein fein- krist. 110; Kalisalpeter techn. rein 56; Kupfervitriol 48: Manganchlorür techn. krist. 9,40 Dollar; Milchsäure 435 Gew. Proz. 62.l, desgl. 50 Gew. Proz 71; Naphtalin Weln in Schuppen 36; desgl. in Kugeln 38; desgl. in Pulver 36; Natriumbichromat krist. 95, desgl. geschmolzen 86; Natrium gelbblausaures 90; Lithopone Rotsiegel 42; Oxalsäure techn. kerist. 75, desgl. puly. 81; Pottasche 96/98 proz, calc. gemahlen 49; Salmiak 98/100 proz. wein feinkrist. 49; Soda cale. 18; desgl. krist. 8,50; Schwefelnatrium krist. 30/82 proz. 16, desgl. conc. 60/62 proz. eingegossen 25; Zinkvitriol techn. krist. 11 Lostrl. 1000 kg. einschl. Fässer; alles soweit nicht anders vermerkt per 100 kg netto, ab verschiedenen Lagerorten; die mit» versehenen Preise verstehen sich frachtfrei deutscher Vollbahnstation. „ Vom Wachsmarkt.(Bericht von Ludmar m. b..) Köln, 21. Marz. Die feste Marktlage behauptete sich aveh in der vergangenen Woche. Amerika meldet weiterhin steigende Paraffinpreise. Im Großhandel galten füs un⸗ verzollte Ware ab Lager Hamburg folgende Preise: Paraftin weide Tafelw. 30/52 C 12,75—13,25 Doll.; Paraffin- schuppen wein 5052 C 12—12,25 Doll. je 100 kg; Carnauba- Wachs fettgrau 113—125 Lstrl.; Bienenwachs je nach Her- kunft 120—130 Lstrl.; Japanwachs Originalmarken 87.—88,10 Lostrl.; Chinawachs Originalmarken 85.—86 Lstrl.; Rindertalg 22 nellfarbige Ware 47—49 Lstrl. je 1000 kg; Ameriken- arz, Type.)G. 5,85.—5,95 Doll. je 100 kg. Verzollte deutsche Veredlungsware: Carnaubawachs gebleicht 34,50 bis 35,50 Doll.; Carnaubawachs-Rückstände 32,50—33,50 Doll.; Cerèesin Weiß 34/565 C. 18,75—19,75 Doll.; Ceresin naturgelb 34/56% C18—18,75 Dollar je 100 kg. Der Zoll beträgt für Paraffin, Carnaubawachs, Bienenwachs und Chinawachs 10 Goldmark, für Japanwachs 15 Goldmark je 100 kg. Liefe- rungen erfolgen ab unseren Lägern in Nord-, Mittel- und Süddeutschland. Frankfurter Getreidebörse. An der gestrigen Frank-⸗ furter Getreidebörse notierten bei ruhiger Tendenz: Weizen 18,2—18,50, Roggen 10,5—1650, Sommergerste 20.50.—21,50, Hafermehl 15,50—16,00, Mais(La Plata) 19,50—20.00, Welzen⸗ mehl 27,25—28,5. Roggenmehl 24—24,75 und Kleie 10—11, alles in Goldmark je 100 kg. „Frankfurter Viehmarkt. Der Nebenmarkt hatte einen Auttrieb von 11 Ochsen, 2 Fersen und Kühen, 844 Kälbern, 298 Schafen und 427 Schweinen. Notiert wurden nach Gold- mark der Zentner Lebendgewicht: Kälber 40—65, Schafe 30—48, Schweine 60—72, Sauen und Eber 60—65. Nach der Notierung vom 17. März wurden Kälber, um—3 und Schweine teilweise um 1 Goldmark per Zentner Lebend- gewicht höher bezahlt. Marktverlauf lebhafter Handel und ausverkauft. Berliner Metallbürse vom 20. März brelee in Festmark für 1 Kg. 10 2⁰0 Aluminlum 10. 20. Elektretytkupfer 131.,00 1².00 in Zarren.20.27 Raffinadekupfer.24-1,28.22 1,23 Einn, ausländ..30-.365.30-.35 38. 6,64-0 86.65-.87 A 23055 239240 ———2 0— d0. o Sdes.85 d datmeg 150— 1000.,05 platten 0,8.0 680 0,59.0,61 Snder fur 1 dc. 98.6ʃ-94,00 301˙94⁰ Alumlalum.0 21⁰ Slaün p. Gr.—— London, 20. März(WBY Meiamarkt.(in Lst. l d. engl. t. v. 1016 kg. 19. 20 19. 20. Blel 35 50 36.28 Kupierkass 6387 65.25 bestselecl. 60— 69.25 Link 34.78 34 87 do. 3 Monat 64.87 66.25 Nickel 130— 130.—Quecksiib 11.— 11.— do. Elektel. 72— 72.— Zinn Kassa 263.— 273.— Regulus 60.— 60.— Schiffahr! Fruchtengeschäft in Duisburg-Ruhrort vom 19. März Die Schiffsmiete beträgt pro Tonne und Tag: %½% Cents ab Ruhrhäfen nach Rhein-Mainstationen 5 Cents ab Kanal nach Rhein-Mainstationen (25 Tage Garantie freie Rücklieferung nach Ruhrort). Exportkohle nach Rotterdam: ab Kipper 1,35 hfl. ab Kanal 1,65 hfl. teilweise auch in Tagesmiete zu 5 Cents (dei 25 Tagen Garaniſe und Rücklieferung Ruhrort). Geschäft: Bergtransp. etwas ruhig, in Exportkohle lebhalft, Norddeutscher Lloyd Bremen Bremen-New Vork: D. President Roosevelt ab Bremer- haven 4.; D. München 10. 4 D. President Harding 11..; D. Lützow 19..; D. George Washington 19. 4. D. Columbus 22..; D. America 24..; D. Stutigart 1. 5.—. Bremen-Phila- delphla-Baltimore-Norfolk: D. Hornfels ab Bremen 1. 43 D. Eisenach ab Bremen 17. 4.— Bremen-Canada: D. München 10..; D. Lützow 19. 4.— Bremen-La Plata: D. Sierra Cor- doba 5..; D. Sierra Ventana 19,.; D. Köln ab Bremen 27.., ab Hamburg 2. 5, Passaglereinschiffung in Bremer- haven 3. 5.— Bremen-Brasilien: M. S. Erfurt ab Bremen 26. 4.— Bremen Cuba: D. Ingram ab Bremen 2. 4.— Bremen-Ostasien: D. Polyphemus(Holt) ab Bremen 5. 4. D. Ermland(HI...) ab Bremen 12..; D. Katuna(Eller- man) ab Bremen 19..; D. Saarhrücken(N...) ab Bremen 28. 4.— Bremen-Australien: D. Agapenor(Holt) ab Bremen 19. 4.(Ohne Gewähr.) WarerfandsdreddNfüngen im Monag Marz meln-deat d 7ſuI ig J2021[er-n! 17 ſisi6.] 28 f. 6b, 0 85J 67 mannbenm 62 80 224 een e 99 7 8 F 1880179% 7,½ eilbronn Noran, 3333757 Mannbeim 28ʃ 225%,55 20%0 a.85.80 AFin 10 168 1 67621 88.86 ———— ͤ————— Hercuszeber Drucker unt Verleger Truckeret Dr Hags. Mannbeimer General⸗Anzeiger G m d 9 Mannbeim t 6 2 Oirektion' Ferdinand Heyme— ECbefredakteur Kurt Fiſcher. Verantwortlich kür den bolitiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kurk kür das feu leton: Dr Fritz Hammes: für Kommunalpolitik und okales: Richard Schönfelder: kfür Sport und Neues aus aller Wekt: Willy Müler“ für Sindelsnachrichten. Aus dem Lande. Nachbargebiete. Gericht u. den üht en vedaktionellen Teil: Frang Kircher: für Anzeigen: Karl Hügel. ——————— — ——ů— —————— ernpieblert Wir id Dekerrifer Gtife 236⁴ Elotte Herren- Hnzuge 34. 39.49.59. Mod. Herren-Mäntel Mz⸗ 52.63.79.93. (JungungsgrDe erisprechend Pillger). NANUK überwältigenden Kampf ums Dasein. Durch diesen Film geht ein wild verbissenes Pathos. Er hat etwas Erschütterndes— Das Heldenlied vom aussersten Vorstoß des Menschen gegen die Kälte. Jugendliche haben Zutritt! —— 8. Seile. Nr. 137 eer———(mittag⸗Ausgabe) Zum Frühiahr — 5— elheer tf. geraäncherte Ware. fd. 9 b. Prima Strelch-Leberwurst Stuck 28 pt ar Bayertsche Bierwurst.. 2 Stuck 75 pl. Her. Spock Pta.5 Rer. Rotwurst p: 65 pl. Dürrfle sen, Senlnkanspeck, Salaml vorrätig Uetitste St 30 Pf. an 7 7 St 45,Pl Pfina Kakandt. Pmund 90 E1 Comet-Beef engt, I pt Dose 600% Del k. Würstehen 10 8 ner Dose.35 Finl. würste s: 43J. Donsenmadis. 5. J1 Felnster ger Flofflachs Sch.. Dose.20 Alo.-Vollmich b. 60Pr. Sahne-Hahm 34 2. Halsaninen 2 7 pl Mponnsise 75 pi. Sont Ktug 4% Merearine ff. pid 59.. banembert sen 45 Pr. Schuefrertäse 63 fr. 10% Kalfeg-Mischung Pund. 21 Aa. Ge.ee.1 inge. Dose 75..23 Capern. Lartdellen, Hummer. 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Fiim,„Auiter Dieses ergreifende Lebensbild sch.ldert uns das Lebenssch'chsal einer Mutter. die vergebens den Sohn vor den Net'en wird Nutr dufſeh die Aulopferung und 5 Die lähmende Pracht des ewigen Eises, das L 1 Nasen der Schneesturm-Lawinen, Seehundfang, Walroßjagd, Nanuk, der Eskimo, in seinem EEIII Telenhon 987. II ee dramallsches dUbenlt in Akten Hauptdarsteller 2 8182 Deren Sohn Tom flouse Peters einer Hafbwelldame warnt. Et el. atet ftaisches Spiel ins Unglück gebracht die Liebe der Mutſer gelingt es. den Sohn Wwieder enem nenhen Leben zuzuführen Harry heiratet reizende 2- Akkter- Groteske mit 5 Harru Sweel Sonntags 2 Unr fleute Erstaufilarung mit Einfüprungsworten von erm Dr. Kalbus 5 Antanz heute.15 Uhr, Sonntags nachmittags 3 Uhr 44, la. Weizenmeh! 10 pu..55 an allen anderen Werktagen.30,.15 und.15 Uhr. 5 orverbaut morgens ab 11 Uhr. rene Har! feim Nönerin Cafa Kinzinger Hof, N 7 und 8 6. 40. nimmt außer d. Haus Frühjahrs Tanzkturse undern ar Freitag, den 4. 7 abends 8 Uhr. 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Die fhauernden Hinterdliebenen: Frau Auguste Seh 4tz Auguste Schüte, Tochter Kari Schüita, Sohn. Mantheim, Sechenheimelstr. 108, 18. März 1924. 222 Uhr Die Beerdigung lindet Samstag, den 22. März, von der Leichenhalle aus statt. Dem Herru über Leben und Tod geflel es, meinen 3697 Todes-Anzeige. Rreunden und Bekannten die traurige Mjtleilung. daß es Cott, dem Gebietei übe Leben und Tod, in se nem uneriorsctwichen Ratschluß gefallen hat, gestern abend schnell und une:wariei Herrn Johann Ahl Schuhmachermeister nach 05 Jenseus** storbenen Gatim. Mannheim( 6, 19 II), 20. März 1924 In tiefer Trauer: Frieda Josefine Hertel. 22. Màz, nachmittags 2 Uhr. Beetdigung: Saimstag, der Heiligen Oiune zu sich in ein besseres erufen. Er jolgte seiner vor kurzem ver- 3710 Füre Frühling Todes-Anzeige. Unsere liebe, herzensgute Tante, Schwesiter, und Großtante ffau Kathinka Lang)WO. 3 2 ist heute vormittag%½ Uhr wohlversehen mit den hl Sterbe- —9 kutzem, schwerem Leiden im Alter von 23 n ahren sanft entschiafen. Mannheitn(K 3, 16), 20. März 1924 Im Namen der Hinteibliebenen: fans We, u. Frau Kath. geb. Adler. Böckdtr. 10 Die Beerdigung tindet Sammstag nachmittag 3% Uhr „von dei Leichenhalſe aus statt.— Oas Seelenanm, für unsete 1. Verstorbene ſvt enn krüh 7 Uhr in der Unt. Plarrkirche. 5 1 nonnhehm-Ladenburg. dosenhol. Dossenhelu Todes-Anzeige lieber Mann, unser guter Vater, Herr im Alter von 60 Jahren. MANNHEIM, den 20. März 1924. Kondolenzbesuche sind dankend verbeten. Heute verschied nach langem, schwerer Leiden mein Jakob Friedmann Die tieftrauernd Hinterbliebenen. Die Beereigung findet am Sonntag, den 23. vormittags 11½ Uhr von der isr. Leichenhalle aus Statt. 3740 März, Ir Nacwanderfadwien den 23. März 1924 Wn bgseſlscfaft anten. Schriesnheim-Mannheim Führer: Gern und Müller Auskünfte erteilen: Emit Gern, Architekt, Mannheim Feudenheim, Haupih, 27 und G. Hohenadel, 8 35. 8874 Tragd ie Liebe* Zum letzen Male Heute bis Elsker Teil in Mannheim Montag wWegen des grosgen Andranges zu det Aend-Vorstellung be · suchen Sie die ersle Votstellung; Wochentags 6 Unt. Sonn⸗ tags 5 Uhr⸗ 817 Aduun Unsere Auswahl ist nach wie vor großß Unsere Qualitat ist nach wie vor gut! Unsere HFormen sind nach wie vor schön! Unsere Preise sind nach wie vor billis! Per wachsende Kundentseis ist der beste Beweis für— Leistungstäbigkteit! Mannheim Beachten Sie unsere Auslagen! Besichtigen Sie unsere Läger ohne Kaufzwang! Schuh Baum 1. Ecke Breitestr.) 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Herbert Michels Neues Theater im Rosengarten Vorstenhne Ni 85 Freitag. den 21. Härz 1924 Für die Theatergemeinden(ohne Gffentl. Karten- veikauf).-.E Nr. 280—3190 und 3501—3630 u. 3931—4250 u 450/—5490 .-.B. Nr 151—200 u. 801—825 u 7181—.7200 u. 7301—7450 u 7801—7000 u 8c01-8180 und 82—8250 u. 8401—8450 Violetta da Traviata) Oper in 4 Akien von E. M. Piave Musik von Giu- seppe Verdi inszeniert: Euteen Gebrath. Musi · Kalische Leitung: Werner von Bülow. 7 Uhr Ende gegen 10 Uln Violetta Valèry Liiy Borsa F dora Bervoix Therese Weidmenn Alfted: Germont Helmuth Neugebaue! Geoig Ge:mont doseph Burgwinkel Gaston Vicomte de Le. torières Alfred Landoiy Baron Doupha Hugo Voisin Narqais von Opigny Marthieu brank Karl Mang Doktor Gienvil (Margatete Zien Armina, Pienerin„n. Josel, Diene! del Violetta(ouis Keilendergei Josei Vikto! 5 8 1 loras Eranz Bartenstein ſpalast-Halicc 0 75, 7 42 81 Neute 8 Uhr: Grosser Jopigebeng Der geſeierte italienische Operusänger Cav. 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