dezugspreiſe: : In Mannheim u. Umgeb. vom 23 April bis 30.—5 22: 65 Sold⸗pfg. die monatl. Sezleher verpflichten dolwendig.—.—— der wirtſchaftlichen verhältniſſe hõöh ngen 3 KE Poſt⸗ ——— Nutnmer 17800 Karisruhe.— Hauptgeſchäftsſtelle oſſe m E6. 2.— Seſchüfts⸗nebenſtelle neckarſtadt, wald⸗ Fernſpr. Nr. 7931, 7032, 7033, 70l, 7948. Telegr.⸗dr. lanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. WMittag⸗Ausgabe Padiſche Neneſte Nachrichlen 1924— Nr. 200 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Rolonelzeile für Allgemeine Anzeigen 0,40 Goldmark Reklamen 2,— Goldmark. Für Anzeigen an beſtimmten Cagen Stellen und Ausgaben wird keine verantwortung üver⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Setriebsſtörungen uſco. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Rufnahme von yn⸗ zeigen. Ruftr. d. Kernſpr. ohne Sewähr. Gerichtsſt. Mannheim⸗ Beilagen:„Sport und Spiel“—„Aus Zeit und Leben“ mit Mannheimer Frauen⸗ und Muſik-Zeitung—„Welle und Schall“—„Aus Feld und Sarten“—„Wandern und Reiſen“ Die neuen Anlei Morgan verlangt Garantien Ueber die Verhandlungen Morgans in London und Paris ver⸗ bißhe in Paris in unterrichteten politiſchen Kreiſen, daß Morgan Ge⸗ über die Lücke zu erlangen verſucht habe, die das Sachver⸗ igengutachten inſofern aufweiſe, als es für die 800 Millionen⸗ 8 keinen Zinſendienſt und keinen einheitlichen Tilgungsplan halte, während bei den ſpäteren Anleihen die Modalitäten ange⸗ 4 ben wären. Morgan habe ferner gegenüber Varthou und Brad⸗ 5 ary betont, daß Amerika den Termin und die Formen der Bule ablung ſeines Anleiheteils garantiert wiſſen 8 e. Damit würde aber die Frage der interalliierten chulden wieder in Erörterung gezogen. Weiter wird uns von unſerem Pariſer Vertreter gedrahtet: Ueber Stimmung in der amerikaniſchen Hochfinanz, eren Beteiligung an der internationalen Anleihe erwartet wird, be⸗ dichtet der finanzielle Mitarbeiter des Londoner Dailn Telegraph: organs Ankunft hat die finanziellen Beſprechungen in Gang gebracht. Der amerikaniſche Bankier hatte bereits Gelegenheit, mit den führenden engliſchen Perſönlichkeiten zu ſprechen, die ſich an r internationalen Bankkonferenz beteiligen werden. Morgan ſcheint 2 Anſicht zu ſein, daß die interalliierten Regierungen vor ſchwieri⸗ gen Verhandlungen ſtehen, deren Abſchluß vielleicht im uni erfolgen wird. Es beſteht bei allen Kabinetten der 9 unſch, den Plan Dawes verwirklicht zu ſehen, aber die politiſchen pfer müſſen doch gebracht werden, und in dieſer Hinſicht liegt der Schwerpunkt in Paris. Morgan vertritt den Standpunkt, den er auf der Bankierkonferenz im Jahre 1922 ausſprach. Was die Beteiligung der amerikaniſchen Banken betrifft, ſo iſt zu erwarten, daß in den Vereinigten Staaten 20 Mill. fund Sterling untergebracht werden können. Die Hauptbedingung Anleihebanken iſt, daß der Dawesplan in ſeiner Geſamt⸗ Jeit angenommen und ſofort durchgeführt wird. Mit er kteilweiſen oder etappenmäßigen Durchführung gibt man 0 keinesfalls zufrieden. Unter den amerikaniſchen Ban⸗ ers herrſcht die Meinung vor, daß die deutſche Geſamtſchuld tgeſetzt werden muß. Wenn die Alliierten nicht imſtande ſein ſoll⸗ u, die politiſchen Spannungen zu beſeitigen und mit Deutſchland in 18 Weiſe zuſammenzuarbeiten, ſo würde das amerikaniſche Pub⸗ e Anleihe nicht zeichnen. Rein geſchäftlich zu ſprechen, muß e Einladung zur Zeichnung der Anleihe einen günſtigen Eindruck ztwecken. Der amerikaniſche Zeichner wird jedenfalls durch eine erzinſung von 8 Prozent intereſſiert werden müſſen. Die Sicher⸗ eit der Anleihe muß die Priorität vor allen vertrags⸗ mäßigen Verpflichtungen erhalten, die amerikaniſchen und alliierten atzungskoſten inbegriffen. Dieſe Koſten müſſen auf Rechnung der utſchen Annuitäten geſtellt werden. Aufgrund des Planes Dawes ären eventuelle Zwangsmaßnahmen nur in der Weiſe zu , daß die Intereſſen der Anleihebeſitzer keinen Nachteil erleiden eften. Reuter meldet aus Newyork, Young und Nobinſon, die ei Bord des Dampfers„Leviathan“ angekommen ſind, dringen in Auer gemeinſamen Mitteilung auf die Beteiligung Amerikas an der Denſührung des Sachverſtändigenpplanes, beſonders bezüglich der dartſchland zu gewährenden Anleihe, die eine geſunde Kapitalsanlage ſegeſtelle und für die umfangreiche Bürglchaften gegebon —25 Die Anleihe würde dem Dawesplan Wirkſamkeit geben, die zu eſchaftliche Ruhe und die Kaufkraft Furopas wiederherſtellen und meiner Epoche des Friedens und der Zuſammenarb 2 2 2 Die innere Lage in Die Liberalen und die Arbeiterregierung ma⸗ Die Liberale Partei tritt heute zu einer Sitzung zuſammen, der ſt n eine große politiſche Bedeutung beimißt. Man vermutet, daß 0 ſich über die Haltung gegenüber dem Arbeiterkabinett elgültig ſchlüſſig werden wird. Die„Daily Mail“ ſchreibt, die Mit⸗ ſtleder der Liberalen Partei vermuten, daß Lloyd George den Wetanch machen werde, die Führerſchaft an ſich zu reißen und ſo viel wetglieder wie nur möglich um ſein Banner zu ſcharen. Gleichzeitig Lloyd George dafür eintreten, die Verſtändigung mit Sozialfſten auch weiterhin aufrecht zu erhalten. *** Eine Erklärung Snowdens im Unkerhauſe Der engliſche Schatzkanzler Snowden erklärte geſtern im Interbausen am 31. 3. 1924 die ſchwebende lin zuld Großbritanniens ſich auf 7680 Millionen Pfund Ster⸗ de 5 belief. England habe ſeine aus dem Kriege ſtammenden Schul⸗ gentſan Holland, Spanien, Schweden, Norwegen, die Schweiz, Ar⸗ deutinſen, Japan und Canada bezahlt. Sobald diejenigen Län⸗ den die England noch Geld ſchulden, die Rückbezahlung ihrer Schul⸗ lſchen Kenommen haben werden, werde es möglich ſein, den eng⸗ Steuerzahlern weitere Erleichterungen zu ſchaffen. ** 0 Der Sieg Macdonalds in der Frage der Schutzzölle Die überraſchende Haltung de i. ung des engliſchen Schatzkanzlers Sno w 10 n in der geſtrigen Unterhausſitzung, in der er für Beibehal⸗ dutung er Jölle eintrat, iſt auf einen nach zweiſtündiger Be⸗ der J. gefaßten Beſchluß des Kabinetts zurückzuführen, durch den die S anzler genötigt wurde. den Teil der Budgetrede, der auf im Schubzölle Bezug nahm, in letzer Stunde abzunndern, und zwar Dadwin eines Kompromißvorſchlages, der offenbar von Sch im und Maedonald vorher ſchon verabredet worden war. Die Lemesölle ſollen erſt außer Kraft geſetzt werden, wenn das Par⸗ 3 bis zum 1. Auguſt nicht ihre Beibehaltung beſchließen follte. Lelen mer Mehrheitsbeſchlüſſe im Unterhauſe könnten dann ein⸗ Der wenn, wie man annimmt, im Juli die Neuwahlen ſtattfinden. erwähnte Kabinettsbeſchluß ſtellt ohne Zweifel einen Sieg heverhandlungen Die geſtrige Sitzung der Repko bat zu keinen Beſchlüſſen geführt. Sie hat in der Nachmittagsſitzung, die von 3 bis 5 Uhr dauerte, Kenntnis von den Angehengenkn Ant⸗ worten der alliierten Regierungen genommen, ohne jedoch, wie man erklärt, in eine offizielle Prüfung einzutreten. Dieſe Prüfung iſt vertagt und ſomit keine Entſcheidung gefällt worden. Ein offizielles Kommunique beſagt folgendes: „Im Verlaufe der Sitzung iſt beſchloſſen worden, die Prü⸗ fung der deutſchen Antwort auf die Note der Reparations⸗ kommiſſion vom 17. April und die Prüfung der Antworten der alli⸗ ierten Regierungen auf den gleichen Beſchluß auf eine ſpätere Sitzung zu vertagen, um offiziöſe Verhandlungen zu ermöglichen, die Mitt⸗ woch Vormittag ſtattfinden ſollen. In Ergänzung dazu drahtet uns unſer Pariſer Vertreter noch folgendes: Im Laufe der Nachmittagsſitzung nahm der Ausſchuß den Be⸗ richt ſeines Präſidenten Barthou über die mit Morgan und dem Gouverneuren der Staatsbank Frankreichs und Englands gepflo⸗ genen Beſprechungen entgegen. Aus ihren Unterredungen gewann Barthou und Bradbury einen zufriedenſtellenden Eindruck betreffs der Anleiheoperation. Der Reparationsausſchuß nahm ſobann die einlaufenden Antworten der japaniſchen und jugoſlavi⸗ ſchen Regierung zur Kenntnis. Da Japan nur an der Tonnage⸗ frage direkt an dem Reparationsproblem intereſſiert iſt, läßt ſich an⸗ nehmen, daß es an den Konferenzen über den Sachverſtändigenplan nicht teilnehmen wird. Es iſt von Wichtigkeit, daß Barthou gerade auf die Mitarbeit Japans einen größeren Wert legt als die übrigen Delegierten. Nach Kenntnisnahme der geſtern überreichten Noten der deutſchen Kriegslaſtenkommiſſion wurde beſchloſſen, die Sachver⸗ ſtändigen Acwortey und Lefebre zu Mitgliedern des Eiſenhahnaus⸗ ſchuſſes zu ernennen. 5 Aeber die belgiſch⸗franzöſiſchen Beſprechungen wird noch mitgeteilt, daß in dem Plan des Brüſſeler Kabinetts fol⸗ gender Paſſus enthalten iſt:„An dem gegenwärtigen Zuſtand darf nichts geändert werden. bis der Sachverſtändigenplan in Deutſchland durchgeführt worden iſt und der Reparationsausſchuß die offizielle Erklärung abgegeben hat. daß das neue Syſtem glatt und befriedigend funktioniert.“ Von Marſchall Noch wurde ein Gutachten über die militäriſchen Sanktionen verlanat. Hierüber werden aber die Verhandlungen erſt nach den Wahlen ſtattfinden. Wie der„Frankf. Zta.“ aus London gemeldet wird, wird dort die Bedeutung der bevorſtehenden Ausſprache mit den Belgiern nicht überſchätzt, da ſie lediglich vorbereitender Natur iſt. Pertinax erfährt, daß nach den franzöſiſchen Wahlen eine nochmalige Aus⸗ ſprache zwiſchen Frankreich und Belgien vorgeſehen ſei Und glaubt zu wiſſen. daß Theunis nicht beabſichtige, ſich in London irgendwie feſtlegen zu laſſen. Ein auffälliger Fronkwechſel VParis, 30. April.(Von unſerm Pariſer Vertreter.) In dem Bund der franzöſiſchen Induſtriellen ſprach heute der frühere Vor⸗ ſitzende des Reparationsausſchuſſes, Deputierter Dubois. Wäh⸗ rend Dubois in ſeiner Kammerrede die Reparationspolitik Poincares durch neue, weitergehende Sanktionsforderungen zu übertrumpfen ſuchte, predigte er heute Verſöhnung. Er ſaate, wenn wir uns nicht mit den Alliierten perſtäpdigen, ſo ſind wir mit Vernichtung bedroht. Dubois Frontwechſel läßt ſich darauf zurückführen, daß im Bund der franzöſiſchen Induſtriellen aroße Unzufriedenheit mit der bisher verfolgten Reparationsvolitik herrſcht. Zuſammenkunft in Mailand Nach dem Brüſſeler Berichterſtatter des„Echo“ wird die Zuſam⸗ menkunft Muſſolinis mit den belgiſchen Miniſtern Theunis und Huymans am 16. Mai in Mailandſtattfinden. So werde die neue interälliierte Konferenz herbeigeführt. die nach den deutſchen und franzöſiſchen Wahlen ſtattfinden werde und die wohl die Neu⸗ regelung der Reparationsfrage bringen werde. Macdonalds dar, der jedoch den Charakter eines Augenblicks⸗ erfolges aufweiſt. Die engliſche Regierung wird in der nächſten Zeit mit neuen Verſuchen der Liberalen zu rechnen haben, die darauf hinausgehen, die Arbeiterregierung in die Minderheit zu bringen. Ahmnnmeimnunnnenummmnnnaumnamftanngagnagnkntnmthrgantnmn mrgandgttmmbntn Graf Kanitz Ernährungsminiſter und ein Mann von ſtreng deutſchnationaler Geſinnung, führte vor ſeinen oſtpreußiſchen Landsleuten am 7. Februar in Königsberg aus: Aaad „Die Hauptſache bleibt, daß wir das Reichs⸗ gebiet intakt halten, und dazu gehört nun einmal die Unterſtützung der ſchwerleidenden Bevölkerung im beſetzten Gebiet. Die Deutſch⸗ nationalen müſſen ſich darüber klar ſein, daß das heutige Reichskabinett ſich verſchworen hat, das deutſche Volk über dieſen Kriſenwinter hinwegzubringen, komme was da wolle“ Das iſt nationale Ppolitik: Volk und Reichseinheit zu retten. das war die poſitive Arbeit der Deutſchen volkspartei daran ſcheitern alle Angriffe ihrer Gegner. ſaddldaadnghbmguemgummuunteamngnanmnmmbngrtndnngmaantggnguga Slheeannfganbenegnnuglekertezennnguintgteertrttektckngtabtekteeeaer haben und ſchließlich Deutſchbands, den hierdurch angerichteten Schaden„wieder gut zu Altattatthhutettann Anuuenmnmmunnmmmmmmmdnmnnmſmn Aus demſozialdemokratiſchen Schulobuch Wie wir hören, ſoll die ſozialdemokratiſche Partei ſehr ver⸗ legen ſein um eine zugkräftige Wahlparole. Den Vorſchlag, den man ihr durch die bürgerliche Preſſe nahegebracht hat, ein Schriftplakat herauszubringen, etwa des Inhalts: „Wählt die Sozialdemokratiſche Partei! Warum? Weil ihr Spitzenkandidat Criſpien geſagt hat:„Ich kenne kein Vaterland, das Deutſchland heißt“ iſt von der Partei nicht befolgt worden, obwohl der Gedanke koſten⸗ los in aller Oeffentlichkeit verabreicht worden iſt. Mit dieſem Vorſchlag war es alſo nichts. Vielleicht aber mit einigen anderen, die wir nachſtehend der ſozialdemokratiſchen Partei⸗ leitung unterbreiten, indem wir ihr bekannte Reſolutionen, die ſich, ebenſo wie jener Criſpienausſpruch ins Gedächtnis zurückrufen, ganz ausgezeichnet als Schriftplakat eignen— fragt ſich nur, mit welchem Effekt für die Sozialdemokratie am Wahltage. Zunächſt einmal führen wir unſere Leſer zurück in die Zeit des Erſten internationalen Sozialiſtiſchen Kon⸗ greſſes nach dem Kriege in Genf 1920. Der ſozialdemokra⸗ tiſche Parteivorſtand hatte beſagten Kongreß bereits in der Weiſe „vorbereitet“, daß er den internationalen Genoſſen eine Art Denk⸗ ſchrift unterbreitete, die alles das brachte, was die Entente für ihre Propaganda gegen Ddeutſchland und für Ver⸗ ſailles braucht! In Genf ſaßen die deutſchen Sozialdemokraten mit dem belgiſchen Genoſſen Vandervelde, bekanntlich einem der Väter des Schanddiktats, an einem Tiſch. Kein Wunder, daß man ſich auf eine Reſolution einigte, die in der Geſchichte als Genfer Schuldreſolutkon eine furchtbare Rolle bereits geſpielt hat und ſpielen wird, ſolange die deutſche Sozialdemokratie ſich in der Rolle des Volksverrats gefallen wird. Beſagte Reſolution er⸗ klärt u..: „In Erwägung, daß die deutſche Sozialdemokratie in ihrer Denkſchrift ſelbſt erklärt, daß die deutſche Revolution zum großen Unglück der Welt und ganz beſonders des deutſchen Volkes ſelbſt um fünf Jahre zu ſpät ausgebrochen iſt, ferner, daß ſie bedauert, daß ſie im Kriege den Kampf gegen Militaris⸗ mus und Imperialismus nicht mit ausreichendem Erfolg geführt hat vor allem hinſichtlich der Leitung der auswärtigen Polttik, die der Kontrolle der Volksvertretung entzogen war, erklärt der Kongreß: Die nun folgenden in drei Punkten gegliederten Erklärungen umfaſſen eine heftige Anklage gegen Bismarcks Politik, die wegen der Angliederung Elſaß⸗Lothringens, der Erſchütterung des Welt⸗ friedens bezichtigt wird, ferner eine Beſchuldigung des kaiſerlichen Deutſchlands, im Jahre 1914 die Neutralität Belgiens verletzt zu eine Verpflichtung des republikaniſchen machen“. Hör' es deutſches Volk! Die deutſche Sozialdemokratie ent⸗ ſchuldigte ſich damals bei den Fabrikanten des Verſailler Mord⸗ vertrages, daß ſie nicht rechtzeitig in Deutſchland Revo⸗ lution gemacht habe. Eine zweite Auflage eines ſolchen„internationalen“ Kongreſſes erlebte man in Deutſchland ſelbſt. Ddas war Pfingſten 1923 in Hamburg, wo u. a. ebenfalls Vandervelde, dann der elſäſſiſche Landesverräter Grumbach, der franzöſiſche Nationaliſt und Genoſſe Blum anweſend waren— dazu auch ein gewiſſer Viktor L. Berger, von dem nachher noch die Rede ſein ſoll. Leon Blum konnte es 4 Monate nach dem Ruhreinbruch und ohne daß ein Widerſpruch bei den Deutſchen gehört wurde, wagen, folgendes zu ſagen: „Ich warne die deutſchen Genoſſen vor dem Schlagworte eines franzöſiſchen Imperialismus! So etwas exiſtiert überhaupt nicht. Es gibt bei uns die alte militäriſche Tra⸗ dition eines ruhmreichen Heeres, das bei uns einen nationalen Stolz auslöſt, der manchmal bis zum Chauvinismus geſteigert wird. Aber einen politiſchen Imperialismus, der andere Völker annektieren will, kennen wir nicht... Wenn ich hier die Inter⸗ eſſen Frankreichs vertrete, ſo verſtößt dies nücht gegen den Inter⸗ nationalismus!“ Aber das iſt noch nicht alles. Das was hinter den Kuliſſen ſpielte, nämlich in der Zurückgezogenheit von Kommiſſionsſitzungen, iſt erſt viel ſpäter ans Tageslicht gekommen und machte gegen Ende vorigen Jahres die Rimde durch die deutſche Oeffentlichkeit. Um was es ſich handelte, darüber berichtete am 5. Dezember 1923 der„Deutſche Arbeiter⸗Nachrichten⸗Dienſt“, ein der Kontrolle der Partei unzugäng⸗ liches ſozialiſtiſches Organ aus Amerika, folgendes: Auf dem Hamburger Sozialiſten⸗Kongreß legte. Viktor L. Berger aus Milwaukee(Wiſconſin) einen Gegenentwurf vor an Stelle der bereits fertiggeſtellten Reſolution, die den Verſailler Ver⸗ trag zwar verurteilte, aber die Belaſtung Deutſchlands mit allen Reparationen für unanfechtbar erklärte. Demgegenüber wollte Berger die Kriegsſchulden und die Reparationsverpflichtungen auf alle kriegführenden Staaten gleichmäßig verteilt wiſſen. Gegen dieſen Vorſchlag machte ſowohl der belgiſche Vertreter Van⸗ dervelde, der ſeinerzeit als belgiſcher Regierungsvertreter den Verſailler Vertrag mit unterzeichnet hatte, ſowie die Franzoſen die allerheftigſte Oppoſition. Die deutſchen Delegierten gaben ſchließlich den Aus⸗ ſchlag. Sie nahmen eine Stellung ein, die jedem Fernſtehenden voll⸗ kommen unerklärlich erſcheinen muß. Sie ſprachen ſich dahin aus: „Ein ſolcher Bericht würde auch der deu tſchen ſozialdemo⸗ kratiſchen Partei ſchädlich ſein. Die Partei hat die Schuld am Kriege und Pflicht, Reparationen zu leiſten, im Prinzip an⸗ genommen.“ Dieſe letzte Erklärung veranlaßte Berger, ſeinen Bericht zurück⸗ zuziehen— und die„deutſche“ Sozialdemokratie kann ſich rühmen, wieder einmal das Vaterland um der Partei willen preisgegeben zu haben. Soweit die Hiſtorie. Da kaum anzunehmen iſt, daß ſozial⸗ demokratiſcherſeits jene Reſolutionen für die Wahlpropagganda Ver⸗ wendung finden werden, haben wir es für nötig gehalten, ſie der deutſchen Oeffentlichkeit in die Erinnerung zurückzurufen. Jeder Kom⸗ mentar unſererſeits erſcheint uns dazu völlig überflüſſig: Am 4. Mai werden es die Wahlen zeigen, was das deutſche Volk zu dieſem roten Schuldbuch zu ſagen hat! Die Geheimorganiſationen Der Pariſer Korreſpondent des„.⸗A.“ erfährt, daß Deut ſih lands Antwort auf die neue Note der Botſchafterkonferenz bezüglich der angeblich beſtehenden Geheimorganiſationen im be⸗ ſetzten Gebiete in ganz kurzer Zeit in Paris überreicht werden wird. Eine Antwort der Botſchafterkonferenz auf die letzte deutſche, etwa vor drei Wochen überreichte Note in der Entwaffnungsfrage ſei vor den Reichstagswahlen nicht zu erwarten. Nrae lange Federleſens mit Jauche gemacht. 2. Seite. Nr. 200 Maunheimer General⸗Anzeiger(Miitag ⸗Ausgabe) Mittwoch, den 30. April 1924 Die kommuniſtiſche Mordorganiſation Die Aufdeckung der Organiſation der kommuniſtiſchen Tſcheka chat zu einer Nachprüfung aller jener unaufgeklärten Morde geführt, die den Verdacht, daß politiſche Gründe mitſpielten, rechtfertigen. Es ſeien in der Zeit der kommuniſtiſchen Unruhen in Berlin zahlreiche unbekannte Leichen aus dem Landwehrkanal und aus der Spree geländet worden, die faſt alle Schußverletzungen aufwieſen. Die Perſönlichkeit ſei jedoch nur in ſehr wenig Fällen feſtzuſtellen geweſen, da Papiere uſw. fehlten und verſchiedentlich ſogar die Wäſchezeichen entfernt waren. Schon damals ſei die Vermutung aufgetaucht, daß es ſich um Mord⸗ taten aus politiſchen Gründen handeln könne, ohne daß hierfür die Aufklärung gelungen war. Der Jall Rauſch Am 12. Januar hatte die Berliner Politiſche Polizei wegen des Mordanſchlags auf den Friſeur Rauſch durch eine öffentliche Be⸗ kanntmachung zur Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern auf⸗ gerufen. Angeſichts des offenkundigen politiſchen Hinter⸗ grundes der Angelegenheit und der Gerüchte über die Betätigung einer der ruſſiſchen Tſcheka nachgebildeten Organiſation in Deutſch⸗ land waren die Ermittlungsbehörden zu der Vermutung gelangt. daß an der Tat auch Mitglieder der ruſſiſchen Tſcheka beteiligt ſein könnten. In dieſer Vermutung wurde die Politiſche Polizei Dadurch beſtärkt, daß der inzwiſchen verſtorbene Rauſch in dem Bilde eines Mitgliedes der ruſſiſchen außerordentlichen Kommiſſion zur Bekämpfung der Gegenrevolution(früher kurz Tſcheka ge⸗ nannt) Jacob Peters als einen der Täter zu erkennen glaubte. Der Genannte war daher in der Bekanntmachung unter Anführung eines angeblich bekannten Spitznamens unter Beifügung eines aus einer Petersburger Zeitung des Jahres 1919 ſtammenden Lichtbildes als mutmaßlicher Täter bezeichnet worden. Dieſe Ver⸗ mutung hat ſich beſtätigt. Der Aklenkalsplan gegen Miniſter Bolz Das beabſichtigte Attentat gegen den württembergiſchen Miniſter Bolz ſollte nach folgendem Plan vor ſich gehen: Am 22. Februar kam Neumann, der Führer der Tſcheka und zwar begeichnenderweiſe aus dem Gedanken heraus, er könne, nachdem er ſich ſo lange in Stuttgart aufgehalten hatte, nicht ohne Ergebniſſe abreiſen, auf den Gedanken, den württembergiſchen Miniſter Bolz zu ermorden. Andern Tags beſprach er die Angelegenheit mit den Stuttgarten Genoſſen Diener und König, die den Miniſter Volz als den von der Kommuniſtiſchen Partei gehaßteſten Mann bezeichneten. Daraufhin entſchied Neumann, Bolz werde erledigt. Das bedeute einen politiſchen Erfolg für die deprimierte Arbeiterſchaft und be⸗ — für die.P. D. Durch König wurde die Fernſprechnummer des Miniſters feſtgeſtellt, worauf Poege im Auftrag des Neumann anrief mit dem Vorgeben, er ſei Berichterſtatter des„Berner Tag“ und wünſche mit dem Miniſter eine politiſche Beſprechung. Von Frau Bolz wurde ihm die Auskunft erteilt, ihr Mann ſei außer⸗ halb Stuttgarts und komme um 10 Uhr abends mit der Bahn zu⸗ rück, Poege könne ihn am Bahnhof abholen, er gehe zu Fuß nach Hauſe. Da jedoch die Attentäter den Miniſter nicht fanden, und zu ſpät auf den Bahnhof kamen, unterblieb das Verbrechen. Ergebnisloſer Mordanſchlag in Heidelberg Am 11. Februar 1924 wurden die ebenfall inzwiſchen verhafteten Poege und Margies von Neumann nach Heidelberg ge⸗ ſchickt, um dort einen Kommuniſten namens Jauche, der der Spitzelei verdächtig war, umzubringen. Nach vollbrachter Tat ſollte Poege nach Berlin zurückkehren und weitere Weiſungen ab⸗ warten, während Margies in Zella⸗Mehlis einen Fabrikanten, erledigen ſollte, der angeblich die Partei um Geld betrogen hatte. Margies hatte für dieſen Fall folgenden Plan entwickelt. Um jeden Verdacht, daß es ſich um eine kommuniſtiſche Tat handelte, von vornherein auszuſchließen, wollte er einen Einbruch in die Wohnung des Fabrikanten vorſpiegeln. Dieſem ſelbſt wollte er bei Nacht den Hals abſchneiden und dann einige Sachen mitnehmen, um einen Raubmord vorzutäuſchen. Als Poege ſein Entſetzen über dieſen Plan ausdrückte, erklärte Margies ihm, er(Poege) habe noch etwas in ſich, was dumme Menſchen Gewiſſen nennen. Das gebees bei ihmnicht. Bei ihm werde nicht Poege und Margies machten ſich nun an Jauche heran unter dem Vorwand, ſie kämen von Berlin im Auftrag der roten Hilfe, um Anterſtützungsangelegenheiten für die in Haft befindlichen Ge⸗ n zu erledigen. Eine Nachprüfung, ob Jauche tatſächlich Spitzel ſei, war Poege und Margies ausdrücklich von Neumann ver⸗ boten worden, mit dem Hinweis, daß die Leitung ſelbſt die Prüfung vorgenommen und der Verdacht ſich beſtätigt habe. Margies ent⸗ wickelte den Plan, den Jauche bei erſter ſich bietender Gelegenheit niederzuſchlagen, ihn womöglich in ein Bodell oder in einen Aus⸗ ſichtsturm auf einer Höhe gegenüber dem Heidelberger Schloß zu locken und dort die Tat auszuführen. Es bot ſich jedoch bei den im Laufe der nächſten Tage erfolgten Zuſammenkünften mit Jauche keine günſtige Gelegenheit zur Ausführung der Tat. In d Poege ſtiegen erhebliche Zweifel darüber auf, ob Jauche in der Tat ein Spitzel ſei. Poege ließ dies durch Mörsner, der von Neu⸗ mann am 16. Februar 1924 nach Heidelberg geſandt worden war, um ſich nach dem Stand der Sache zu erkundigen, mündlich ausrichten. Am 18. Februar erhielten Poege und Margies von Neumann die telegraphiſche Aufforderung, nach Stuttgart zu kom⸗ men, worauf ſie dorthin abreiſten. Jauche war früher Mitglied der Sozialdemokratiſchen Partei; r dann wegen ſeiner radikalen Geſinnung aus. Längere An den Unruhen am — war er Obmann des Erwerbsloſenrates. ee vorigen Jahres hatte er erheblichen Anteil. 75 Die Kommuniſten und der 1. Mai e Berlin, 30. April.(Von unſerm Berliner Büro.) Die Kom⸗ muniſten haben in Berlin ein Fluablatt verbreitet. in dem ſie für den 1. Mai zu einer Demonſtration nach dem Luſtgarten auf⸗ fordern und 21 Treffpunkte angeben, von denen aus der Marſch in die innere Stadt angetreten werden ſoll. Es ſcheint ihnen alſo mit ihrer provokatoriſchen Abſicht gegen das Verbot der Regierung Ernſt zu ſein. Auch in der„Roten Fahne“ wird heute ganz unverhüllt unter der Parole:„Straße frei für die Arbeiter am 1. Mai“ zu öffentlichen Kundgebungen aufgefordert. Wie der„Vorwärts“ zu dem kommuniſtiſchen Störungsplan erfährt. werde von den Kommu⸗ niſſten beabſichtiat, die Gewerkſchaftsverſammlungen am Vormittag zu beendigen, will heißen zu ſprengen. ſo daß die Teilnehmer noch an den geplanten Umzügen ſich beteiligen können. Der„Vorwärts“ rnt die Angehörigen der ſozialdemokratiſchen Partei dringend, den Vockungen der Kommuniſten Folge zu leiſten. Als Redner des 1. Mar werden die Führer der deutſch⸗öſterreichiſchen Sozialdemo⸗ kratie, Dr. Otto Bauer und der frühere Bundeskanzler Karl Ren⸗ er, eine Gaſtrolle in Berlin geben. Sie werden außerdem in einer Reihe ſozialdemokratiſcher Wahlverſammlungen ſprechen. Sründung eines geiſtlichen Journaliſtenordens! Aus Kreiſen des höchſten katholiſchen Klerus verlautet, daß die Gründung eines katholiſchen geiſtlichen Jour naliſten⸗ bordens nahe bevorſtehe. ſoll die Pflege des Journalismus ſein. Die Arbeit Die Hauptaufgabe 7 Ordens ieſes neuen Ordens ſoll nach der Abſicht des den vatikaniſchen Kreiſen ſehr nahe 1 Gründers allen ſonſtigen Ordenstätigkeiten gleichgeſtellt Die Kampfe an der türkiſch⸗ſyriſchen Grenze. Eiuer Mel⸗ zufolge haben bei den letzten Kämpfen an der kürkiſch⸗ ſyriſchen Grenzen franzöſiſche Flugzeuge meh⸗ . 885 52 8 15 m b t. ene ein 5 7 25 12595 gedroht, die en in Brand zu ſchießen, wenn die Streifzüge der Bewohner nicht aufhörten. 1 Die Reichstagswahlbewegung Ein alter politiſcher Ladenhüter iſt wieder aufgetaucht, der aber auch dadurch nicht neuer wird, daß ihn die„Frankfurter Zeitung“ bringt. In ihrem heutigen Zweiten Morgenblatt veröffentlicht ſie einen Bericht ihres Karlsruher Vertre⸗ ters über die Wahlbewegung in Baden, worin es wörtlich heißt: „Die Deutſche Volkspartei führt ihren Wahlkampf weni⸗ ger im Oberland als in Karlsruhe und dem badiſchen Unterland, aber hier mit überaus ſtarken Geldmitteln, deren Herkunft nur ihres Spitzenkandidaten Dr. Curtius mit der Stinnes⸗ Familie“. Schon bei den Wahlen 1920 wurde der von demokratiſcher Seite aufgebrachte Wahlſchwindel, daß Dr. Curtius der Schwiegerſohn von Hugo Stinnes ſei als abſolut unrichtig gekennzeichnet. Wenn dieſe „olle Kammelle“ nun abermals auftaucht, zeugt dies entweder von Unordnung im demokratiſchen Parteiarchiv oder aber von einer ab⸗ ſichtlichen Gehäſſigkeit im Wahlkampf, von der ſich gerade die Demo⸗ kratiſche Partei frei halten ſollte. Um allen Enten für die Zukunft den Hals umzudrehen, ſei heute noch einmal feſtgeſtellt, daß Dr. Cur⸗ tius weder mit Hugo Stinnes noch mit ſeiner Familie weder ver⸗ wandt noch verſchwägert iſt. Auch ſonſtige Verbin⸗ dungen beſtehen nicht. Ludendorff kandidiert doch ſel Berlin, 30. April.(Von unſerm Berliner Büro.] Die von einem Teil der Preſſe verbreitete Meldung, daß General Luden⸗ dorff, der Spitzenkandidat der deutſchvölkiſchen Freiheitspartet, nicht daran denke., ein Reichstaasmandat anzunehmen und ſofort nach ſeiner Wahl auf ſein Mandat verzichten würde, wird von der deutſchvölkiſchen Freiheitspartei entſchieden dementiert. Wie eine Berliner Korreſpondenz erfährt, hat Ludendorff noch vor einigen Tagen dem in München weilenden Abgeordneten Wulle bindende Zuſagen in dieſer Frage gegeben und auch in einer ſchriftlichen Er⸗ klärung an die Partei die Annahme eines Mandats beſtätiat. Anerfreuliches vom Wahlkampf in der Pſalz Während von dem Wahlkampf in der Pfalz im allgemeinen bisher noch wenig zu merken war, zumal in der Oſterwoche auch in der Pfalz der Wahlkampf vollſtändig ruhte, hat der Bruder⸗ zwiſt zwiſchen der Vayeriſchen Volkspartei der Pfalz und dem Zentrum ſehr ſcharfe Formen angenommens vor allem in den Preſſe⸗Polemiken. Die Organe der Baye riſchen Volk'spartei der Pfalz, der„Pfälzer Volksbote in Kaiſers⸗ lautern, der„Rheinpfälzer“ in Landau und das„Rheiniſche Volks⸗ blatt“ ſind die Angreifer, das Zentrum, das nur über ein Or⸗ gan, die Neue Pfälziſche Landeszeitung“ ſeit der Neuwahl des Aufſichtsrates dieſes Blattes verfügt, befindet ſich in der Abwehr. Sie bekämpfen die neugebildete Zentrumspartei und vor allem den Abgeordneten Hofmann in der perſönlichſten Art und Weiſe, indem ſie ihn, ebenſo wie es die Bayeriſche Volkspartei⸗Korreſpon⸗ denz tut, ganz mit Unrecht für den Bruch zwiſchen der Bayeriſchen Volkspartei und dem Zentrum verantwortlich machen, weil er aus perſönlichen Gründen nicht auf ſein Mandat verzichtet habe. Das „Rheiniſche Volksblatt“ geht in der Bekämpfung der Bruderpartei ſo weit, daß es über die bekannten jüngſten Vorgänge in der „Neuen Pfälziſchen Landeszeitung“ unter der Ueberſchrift:„Wie in der Separatiſtenzeit“ berichtet. Es ſtellt in einer Meldung, die mit einem Kriegsbericht große Aehnlichkeit hat, die Dinge ſo dar, als ob der frühere Vorſitzende des Aufſichtsrates des Blattes, Butſcher, der nach der widerrechtlichen friſtloſen Entlaſſung des Chefredakteurs Dr. Fink als ſtellvertretender Chefredakteur zeich⸗ nete, von einigen Geſellſchaftern der Verlags⸗G. m. b. H. gewaltſam an der Ausübung des ihm rechtmäßig übertragenen Amtes ver⸗ hindert worden ſei und daß das Gebäude der„Neuen Pfülziſchen Landeszeitung“ von dieſen Geſellſchaftern genau ſo beſetzt worden ſei, wie ſ. Zt. von den Separatiſten. Die„Neue Pfälziſche Landeszeitung“ erklärt gegenüber dieſer Kampfesweiſe, daß ſie darauf verzichte, mit derartigen Mitteln in den Wahlkampf zu treten und nennt eine derartige Führung des Wahlkampfes gehäſſig und unchriſtlich. Gegenüber dem Vorwurf der„mangelnden Bayerntreue“ der pfälziſchen Zentrumspartei und des Abgeordneten Hofmanm der von der Bayeriſchen Volkspartei als Halbſozialiſt tituliert wird, erinnert die„Neue Pfälziſche Lan⸗ deszeitung“ daran, daß während der Miniſterpräſidentſchaft des ſozialdemokratiſchen Reichstagsabgeordneten Hoffmann⸗Kaiſerslau⸗ tern in Bayern nach der Ermordung Kurt Eisners die jetzigen Führer der Bayeriſchen Volkspartei der Pfalz, Dekan Walzer, der Juſtizrat Dr. Wadlinger und der Chefredakteur des „Pfälzer Volksboten“ Dr. Wolf die Errichtung einer Rheiniſchen Republick angeſtrebt haben. Dieſe Remis⸗ zens aus dem Munde von Leuten. die ſicher ſehr genau über die damaligen Vorgänge unterrichtet ſind, iſt deshalb von Bedeutung, weil gerade dieſe Führer der Bayeriſchen Volkspartei die Abſicht der Errichtung einer Rheiniſchen Republik kategoriſch in Abrede ge⸗ ſtellt und jeden mit Gerichtsklage bedroht haben, der dieſer Tat⸗ ſache Erwähnung tat. Von allgemeinem Intereſſe iſt auch die Mitteilung der„Neuen Pfälziſchen Landeszeitung“, daß auf Antrag des früheren Vorſitzen⸗ en des Aufſichtsrates, des Bürgermeiſters Butſcher, eines der eifrigſten Parteigänger der Bayeriſchen Volkspartei der Pfalz vor zwei Jahren kurz nach der Gründung der„Neuen Pfälziſchen Lan⸗ deszeitung“ ein Beſchluß des Aufſichtsrates zuſtande bam, daß Ar⸗ tikel des Dekans Walzer in das Blatt nicht aufgenom⸗ men werden dürfen, was jedoch Butſcher nicht abgehalten hat, während ſeiner kurzen Chefredakteurzeit in der„Neuen Pfälziſchen Landeszeitung“ den Dekan Walzer um Mitarheit zur Bekämpfung des Abgeordneten Hofmann zu erſuchen. Die ſozialdemokratiſche „Pfälziſche Poſt“ in Ludwigshafen bringt den Beſchluß des Aufſichts⸗ rates gegen den Dekan Walzer damit in Zuſammenhang, daß der Dekan Walzer damals ſtark mit der inzwiſchen ſanft entſchlafenen Königspartei in Verbindung geſtanden habe, deren Führer Mayer Koi auch mit dem franzöſiſchen Provinzdelegierten für die Pfalz, dem General de Metz, Beſprechungen hatte, die großes Auf⸗ ſehen erregten, weil ſie mit einem in franzöſiſchen Kreiſen viel er⸗ örterten Plan der Aufreißung der Mainlinſie und der Errichtung eines ſüddeutſchen katholiſchen Staates unter Führung der Wittelsbacher gebracht wurde. 5 Dieſe ſcharfe, von der Bayeriſchen Volkspartei der Pfalz in den Wahlkampf hineingetragene Kampfesweiſe iſt im Intereſſe der ge⸗ ſamten Pfalz außerordentlich zu bedauern, denn ſie ſtört empfindlich die Schickſalsgemeinſchaft der geſamten Pfälzer Be⸗ völkerung und ſchwächt dadurch die Einheitsfront, die ſich aus der Not des Pfälzer Volkes herausgebildet hat und die allein die Pfalz befähigte, bisher das Ringen um ihr Deutſchtum ſiegreich zu beſtehen. In keinem anderen Gebiet des deutſchen Reichs haben Bruderkampf und Parteienhader und Uneinigkeit zwiſchen den einzelnen Be⸗ völkerungskreiſen ſo ſchwer wiegende außenpolitiſche Folgen wie in dem ſüdweſtlichen Grenzgebiet der Pfalz, wo ſofort ein laſhender Dritter bereit ſteht, deſſen Hoffnung, ſein Ziel durch die Uneinigkeit der Deutſchen ſelbſt doch noch erreichen zu können, ſich ſofort neu belebt. Von dieſem Geſichtspunkt aus betrachtet iſt der Wahlkampf in der Pfalz nicht eine Angelegenheit der einzelnen Parteien, ſondern er iſt eine allgemeine pfälziſche und deutſche Sache. Stürmiſche Debatte im wiener Nationalrat Berlin, 30. April.(Von unſ. Berl. Büro.) Im öſterreichi⸗ ſchen Nationalrat iſt es geſtern zu einer ſtürmiſchen De⸗ batte über die Reiſe des Berliner Kinderchores nach Oeſterreich gekommen. 12 einem Vorſtoß gegen den von ihr bekämpften Miniſter für ſoziale rwaltung Schmitz benutzt. Ihr Redner behauptete, daß alle not⸗ wendigſten Vorkehrungen verabſäumt worden wären, um den Kin⸗ dern die Reiſe angenehm zu geſtalten, dem Wiener Publikum die Freude der Geſangvorträge zu bereiten und vor allen Dingen für die geſundheitliche Sicherheit der Berliner Kinder Sorge zu tragen. Der angegriffene Miniſter erklärte, daß er alles veranlaßt habe, um der Epidemie zu ſteuern. Nach dem, was das Berliner Jugendamt über die Vorgänge veröffentlicht hat, muß man annehmen, daß die Angelegenheit von den öſterreichiſchen Sozialdemokraten ſtark auf⸗ gebauſcht wurde. 7 einigermaßen erklärlich wird durch die Verbindung Die Sozialdemokratie hat die Angelegenheit Seeckt in München Der Chef der Reichswehr, General von Seeckt, ſtattete inn Laufe des geſtrigen Vormittags dem Bayeriſchen Miniſterpräſten ten, Dr. v. Knilling, einen Beſuch ab. Bei dieſer Gelegenhe⸗ wurde beiderſeits der Befriedigung über die Beilegung des militär“ ſchen Konfliktes Ausdruck gegeben, den im vorigen Herbſt die Dien pflichtübernahme der bayeriſchen Reichswehr-Diviſion heraufb? ſchworen hatte. 15 Anläßlich der Anweſenheit des Chefs der Heeresleitung Genere Seeckt fand geſtern abend in den Sälen des Landeskom. mandanten ein großer Empfang ſtatt, zu dem ſich neben 5 Mitgliedern der bayriſchen Regierung die Kommandeure des Stand⸗ orts München, der Polizeipräſident u. a. eingefunden hatten. Um halb 10 Uhr abends fand vor dem Wehrkreiskommando eine Sere? nade ſtatt, die General von Seeckt auf dem Balkon entgegenn Heute vormittag wird auf der Fröttmaninger Heide eine Feld? dienſtübung der Münchener Garniſon abgehalten. Jum Eiſenbahnunglück in Bellinzona ):(Bern, 30. April.(Von unſerem Schweizer Vertreter.) Der ſchweizeriſche Bundesrat hat ſich neuerdings mit dem Eiſenboh, unglück von Bellinzona beſchäftigt. Er teilte der Preſſe mi⸗ daß eine eingehende Unterſuchung vorgenommen werde, Reſulatt der Oeffentlichkeit mitgeteilt werden ſoll. Da ſich jedoch in den letzten Tagen die Preſſe auch mit verſchiedenen Mißſtänden, die im Dienſtbetrieb und in der techniſchen Anlage der Station Bel⸗ linzong vorhanden ſein ſollen, beſchäftigte, kommt ein Einſender den „Neuen Züricher Zeitung“ zu dem Vorſchlag eine abſolut neu⸗ trale ſechniſche Kommifſion der keinerlei Intereſſenkreiſe angehören dürfen, mit der Unterſuchung zu betrauen. Stekkin, 30. April. Wie ſich erſt ſetzt herausgeſtellt hat, iſt bei dem Eiſenbahnunglück auch der Generallandſchaftsrat, Ritterguts⸗ beſitzer von Benckendorff⸗Warſin, ums Leben gekommen. Baoͤiſche Politil Zur Feſer des 1. Mal wird uns vom Miniſterium des Innern geſchrieben: Verſammlungen unter freiem Himmel und um⸗ züge auf öffentlichen Straßen ſind zur Zeit auf Anord⸗ nung der Reichsexekutive nur mit beſonderer polizeilicher Genehm gung möglich. Im Hinblick auf die in den letzten Wochen immer wieder wahrgenommenen Störungen von politiſchen Verſammlun⸗ gen iſt das Miniſterium nicht in der Lage, Verſammlungen untel freiem Himmel zuzulaſſen. Wer dennoch ſolche veranſtaltet, hat polizeiliches Einſchreiten und gerichtliche Beſtra⸗ fung zu erwarten. Umzüge auf öffentlichen Straßen können mit polizeilicher Ge⸗ nehmigung nur von den vereinigten Gewerkſchaften durchgeführt werden, wenn damit kein parteipolitiſcher Mißbrau getrieben wird. Politiſche Parteien können in dieſem Jahte eine Genehmigung zu Umzügen nicht erhalten. Die Gewer!? ſchaften haben als Veranſtalter eines Umzuges für die Sicherung der Ordnung zu ſorgen und auch dafür beſtrebt zu ſein, daß ni nach Auflöſung des Zuges kleinere Trupps geſchloſſen in den Stra⸗ ßen umherziehen und Störungen des Verkehrs verurſachen. Die Beachtung dieſer Anordnung iſt den Polizeibehörden ſtreng zur Pflicht gemacht. Selbſtverſtändlich bleibt den örtlichen Poltzel⸗ behörden das Recht, dieſe Anordnung einzuſchränken, wenn etwa die in Frage kommenden vereinigten Gewerkſchaften keine Garantie füt einen ungeſtörten Verlauf eines Umzugs übernehmen können. Kleine politiſche Mitteilungen * Für die Autonomie Schyttlands. In Glasgow fanden monſtrationen ſtatt, bei denen die Autonomie Schottlands m einem eigenen unabhängigen Parlament und mit allen ſetzgeberiſchen Rechten verlangt wurde. * Die Aufrührer von Hynduras geſchlagen. Nach einer Mel⸗ dung aus Waſhington ſind in einer erbitterten Schlacht die Aufrüh⸗ rer von Honduras entſcheidend geſchlagen und gefangen genommen worden. * Das Oekumeniſche Konzil, das im Jahre 1870 unter brochen worden iſt, wird im Jahre 1925 wieder aufgenom men werden. Es ſollen etwa 2000 Biſchöfe daran teilnehmen. Man mißt dieſem Konzil eine ſehr großereligiöſe B bei. * Kampf gegen das Deutſchtum überau. Der Schwäbiſch⸗ deutſſche Kulturbund in Jugoflawien iſt aufgelöſt⸗— Letzte Meloͤungen Der Prozeß gegen den Hardenaltentäter (J Berlin, 20. April.(Von unſ. Berl. Büro.) Für den Prozeh gegen den Oberleutnant a. D. Ankermann iſt jetzt, nachdem der erſte Verhandlungstermin vertagt werden mußte, weil rden ſich z. Zt. im Ausland aufhält, neuer Termin auf den 2. Junt a beraumt worden. 2 Zum Schiffsunfall des Dampfers„Bohus“ London. 30. April. Die ſchiffbrüchige Mannſchaft des ſchen Schiffes„BBohus“ iſt in Lerwick angekommen. Als Schiff auf die Felſen auflief, ſprang der arößte Teil der Manaſchel über Bord, wobei drei Mannertranken. Ein junger Ka ſchwamm ans Ufer und rettete vier Kameraden. Dann aber fe ſt ihn eine mächtige Welle hinweg und er ertrank. Das Schiff ba und verſank in die Tiefe. zwei Minuten nachdem es der Kapitän ver⸗ laſſen hatte. Der Schiedsſpruch im Nuhrbergbau 2 Berlin, 30. April.(Von unſ. Verliner Büro) Der nem Schiedsſpruch im Ruhrbergbau kommt dem von Arbeitnehmern wiederholt geſtellten Verlangen nach Vermin der Arbeitszeit bei den Koksöfen entgegen. Von den Unterneh mern wird dieſe Verminderung der Arbeitszeit als nicht tr bar bezeichnet. In Kreiſen der Bergarbeiterverbände rechnet 45 damit, daß der Manteltarifvertrag, falls bis zum 1. Juni keine En gung zwiſchen den Verbänden und dem Zechenverband zu erziele iſt, vom Schiedsſpruch verlängert werden wird. Ebenſo glau man auf Arbeitnehmerſeite, daß der Schiedsſpruch, der eine 150rb⸗ zeitige Erhöhung der Löhne vorſteht, vom Reichsarbeits miniſterium für verbindlich erklärt wird, auch dann, wenn der Zechenverband nicht annimmt. Belgiſche Ouertreiberejen Berlin. 30. April. Deutſchlands Teilnahme an dem 11. Jnten, nationalen aeographiſchen und ethnoloaiſchſ, Konareß, der im nächſten Jahre in Kairo ſtattfinden ſonen war durch eine an Deutſchland ergangene Einladung der zanpti ter⸗ Regierung geſichert. Nunmehr haben es die Union graphique üſſe nationale und der conseil internationale des reserves in, Bril 9 fertig gebracht, die Annullierung der Einladan durchzuſetzen und ſtatt deſſen einen ſogenannten geographiſchen Ke⸗ areß nach Kairo einzuberufen, zu dem eine Einladung an Deutſch⸗ land nicht eragangen iſt. Die deutſchen Geſchäftsträger in den ehemal⸗ weucen len Ländern werden in dieſer Angelegenheit bei den Regiern vorſtellia werden. iſt, wie aus Cahors gemeldet wird, Montag Abend in einer Wa verſammlung in Souillac von politiſchen Gegnern n tigen Auseinanderſetzungen tätlich angegriffen und durch Ju ernſtlich verle zt worde. Paris, 29. April. Der rohaliſtiſche Abgeordnete Prinz W ugg: 15 eee e bt 2f 1 den 1— —— Atwoch, den 30. April 1924 Manußeimer General⸗Muzeiger(Mitlag ⸗Ausgabe) Hypothekenaufwertung ebr Um die Frage der Hypothekenaufwertung iſt in letzter Zeit ein 2 lebhafter Kampf entbrannt. In den Zeitungen erſcheinen viele klikel der Verfechter einer über das Maß des in der dritten Steuer⸗ erordnung feſtgelegten Sätze(15 Prozent) hinausgehenden Auf⸗ — ung. ſodaß es angebracht erſcheint. auch einmal die Gegenſeite f ort kommen zu laſſen. Ich will. wenn ich von der„Gegenſeite“ e, mich zwar nicht als Geaner einer Aufwertung bekennen Verß aber meiner Meinung dahin Ausdruck geben, daß ſeitens der kfechter einer höheren Aufwertuna doch wohl weit über das Ziel Usgeſchoſſen wird. Vis um die Mitte des Jahres 1923 glaubten nur wenige Hupothekengläubiger— ich will hier nur von Hypo⸗ f zen, nicht auch von andern einer Aufwertung unterliegenden An⸗ zugen 3. B. Induſtrieobligationen, ſprechen— ernſtlich an die Falichkeit einer Aufwertung. Man bielt eine ſolche ſchon aus tech⸗ 94 Gründen für unmöalich und zwar deshalb, weil damit z. B. —— eine Aufwertung der Sparkaſſenauthaben Hand in Hand gehen unü und gerade hier eine Berechnung des Aufwertungsanſpruch⸗ 3 rſehbare Schwieriakeiten faſt bei jedem einzelnen der Tauſende — Konten entſtehen mußten. Jedenfalls hat beſonders in den Zei⸗ r perhältnismäßia noch geringen Entwertung. als man z. B. — der Groſchenmark ſprach, niemand an eine Aufwertuna ge⸗ Gerie Zu dieſer Zeit und auch noch lange danach hätte ſich auch kein — gefunden das einem etwaigen Aufwertungsbegehren ſtatt⸗ daß ben hätte. Man agab ſich damals böchſtens der Hoffnung hin die Mark durch lanaſame Beſſerung ihren alten Stand wieder kreichen würde. allgen eun nun aber in den Jahren 1920—22 eine Aufwertung im ügemeinen weder erwartet noch von der Rechtſprechung als berech⸗ — mnerkannt worden iſt, dann fraat es ſich: Von welchem Grade Geldentwertung war es abhänaia, die ſpäter auftauchenden Auf⸗ ertungsanſprüche als berechtiat anzuerkennen? Logiſcherweiſe 7 man ſich auf den Standpunkt ſtellen: entweder war zu jeder 55 27 in jeder Phaſe der Geldentwertung eine Aufwertunga ge⸗ 5 ertiat oder aber eine ſolche iſt, wenn nicht von ſeher, ſo auch 5 e nicht berechtiat. Frankreich z. B. befindet ſich heute ebenfalls in m em Stadium der Geldentwertung: dort wird eine Aufwertung nicht anerkannt. Andere Länder haben ſich ebenfalls auf den eichen Standpunkt geſtellt. Wie geſaat, war dies früher bei uns Entf der Fall, z. B. noch kurz, bevor das Reichsgericht ſeine bekannte rt ſcheidung im Sinne einer Aufwertung gefällt hat, hat das Land⸗ 5 Mannheim ein gegenteiliges Urteil geſprochen. Dem Urteil oberften deutſchen Gerichts muß nun allerdings Rechnung getra⸗ 5 werden und die Regierung hat dies auch arundſätzlich getan. dbreden kann man wohl ſagen. daß ſehr viele Gläubiger vordem in Hupotheken gemachten Vermögensanlagen im Stillen, wenn kürlich auch ſchweren Herzens und oft in tiefſte Not geratend, auf Rabezu oder vollkommen Null abgeſchrieben hatten. Der Krieg Shen eben eine vollſtändige Umwälzung und auch. was die Ver⸗ wer Usverhältniſſe anbelangt, eine aroße Umſchichtung mit ſich, und ſich da nicht rechtzeitig vorſah oder vorzufehen verſtand, geriet * —585 die Räder. Es gab Kaufleute und auch Juriſten, die noch im 5 ihre Hypotheken ſelbſt kündigten, um noch zu retten, wa⸗ n war. Bei den Hyvothekenbanken und den Sparkaſſen glaubte man ebenſowenia ernſthaft an die Möglichkeit einer Aufwer⸗ Bae Ls wäre bei Annahme des Gegenteils ſonſt unverſtändlich, daß Geldinſtitute dem Begehren ihrer Schuldner nach vorzeitiger ber Bakung in Beträgen, die manchmal nicht den tauſendſten Teil datten kvrünalichen Goldmark⸗Forderung darſtellten. ſtattgegeben Mehal der andern Seite haben nun zwar viele Schuddner. wohl die . ihren Beſitz von Schulden befreit, und da glaubt man b auf dieſe Leute ſcheel ſehen zu müſſen, weil ſie ihre Sachwerte vete et erhalten haben. Aber iſt es denn nicht ſo, daß man ſehr 0 die mit einem Mietshauſe ſich herumzureißen nicht das Ver⸗ Jeit en hatten, bisher oft ſagen hörte, ſie möchten in der heutigen ein Haus nicht geſchenkt haben. Nun, heute hat es den Anſchein, Fr ob auch für die Hausbefitzer ein Silberſtreifen am Horizont ſicht⸗ ſich würde. Und da will man jetzt denſenigen, die ſeither vieles auf Wemenmen mußten. den Lohn ihres Durchhaltens möglichſt verſagen. die galtens der Bund der Mietervereinigungen iſt drauf und dran, W usbeſitzer vollends enteignen zu wollen. Wenn es nach den zun ben dieſer Organiſation ainge, wäre die Frage der Aufwertung die erledigt, es bekümen dann weder die Hypothekengläubiger noch — usbeſitzer etwas. Man lieſt nun oft, bei einer nur 15prozenti⸗ Fentfwerkung ſeien dem Schuldner 85 Prozent ſeiner Schuld ge⸗ en. Dieſe Rechnung iſt aber doch nicht ganz ſo einfach. Abge⸗ don o von der, wie ich zugebe, nicht gerade hohen Aufwertunasſteuer Sch 2 Prozent aus dem Unterſchied zwiſchen Goldmarkbetrag der und Aufwertungsbetrag(die ſich ſedoch für dieenigen. die bis⸗ — ſchon Rückzahlung geleiſtet haben. unter Umſtänden um 15 Proz. waßechald erhöht, iſt für Berechnuna des ſogen. Inflationsgewinns Fabeledend der Wert der verbliebenen Grundſtücke. Wenn z. B. wenkikanlagen beute ihren früheren Goldwert vielleicht mehr oder lem mner wieder erreicht haben, ſo iſt dies bei Wohngebäuden bei wei⸗ ent zicht der Fall. Bis zum 1. April 1926 iſt eine Mietzinsſteuer zu ichdten, die vorerſt, ſolange nicht 70 Prozent der Friedensmiete er⸗ ſchreind. eine Remtabilität vollſtändig ausſchließt, und bei Ueber⸗ 35 dieſes Prozentſatzes von dem Mehr dem Eigentümer auch ſebe,einen geringen Bruchteil zukommen läßt. Sodann ſtehen, abge⸗ heblj von der Vermögenszuwachsſteuer, zweifellos weitere ganz er⸗ beſaiche ſdeuerliche Velaſtungen 3. B. für die Rentenbank und ins⸗ idere für Reparationsſchulden bevor. ſodaß unter keinen Umſtän⸗ den ein Wohnhaus mit 100 Proz. des Friedenswertes bewertet wer⸗ den kann. Nach den Ausführungsbeſtimmungen zum Vermögens⸗ ſteuergeſetz werden Wohngebäude z. B. mit 30 Proz. des Wehrbei⸗ tragswertes(1913) bewertet, es kann dabei unter Umſtänden auch auf 20 Prozent herunter gegangen werden. Der Kenner der Ver⸗ hältniſſe wird heute ein Wohnhaus im allgemeinen im Durchſchnitt mit 25 Proz. ſeines früheren Wertes einſtellen. Wenn man daher von einem Verlangen nach 30—40prozentiger oder noch höherer Auf⸗ wertung hört, ſo iſt ein ſolches nach Lage der Verhältniſſe einfach un⸗ durchführbar. Selbſt 25 Prozent erſcheinen zu hoch gegriffen. da man doch demſenigen, der das Riſiko einer Sache auf ſich genommen hat, unbedingt auch arößere Chancen gewähren muß als wie dem, wie es früher der Fall war— und nur um ſolche Geldanlagen handelt es ſich hier— der lediglich auf eine geſicherte mühelofe Rente aus ſeinem Kapital an den Zinsterminen zu warten brauchte. Wer garantiert übrigens dafür, daß bei eptl. einſetzender neuer Inflation auch nur die ſetzt feſtgelegte 15prozentige Aufwertung in Goldmark aus einem Haus zu zahlen möalich iſt? Was nun die Frage der Zinsloſſakeit oder des gerin⸗ gen Zinsſatzes in den nächſten Jahren anbelangt. ſo wäre auch ſeitens der Hausbeſitzer eine höhere Verzinfung zu wünſchen. Auf der andern Seite würde dadurch aber natürlich die Mietzinsſteuer in ihrem Ertrag wieder beeinträchtigt, der Ausfall für die Länder und Gemeinden müßte auf andere Weiſe— aber wied— wieder einge⸗ bracht werden. wenn nicht das mühfame Werk der Stabiliſierung da⸗ durch aufs ernſteſte gefährdet werden ſollte. Wenn nun bisher ein Rechtsanſpruch auf Aufwertung vielſeitia abgelehnt worden iſt. ſo aibt es andererſeits allerdinas auch eine ſogenannte fittliche Pflicht zur Aufwertung. Ich meine damit aber nicht die aus einer Verkebrsſitte entſprungene mehr oder weniger bindende Verpflich⸗ tung. Auf eine ſolche kann ſich m. E. ein Aufwertungsanſpruch kaum ſtützen, da eine Verkehrsſitte auf dieſem Gebiet ſich bisher kaum herausgebildet hatte, vielmehr meine ich damit die moraliſche Pflicht, nach Möalichkeit dem in Not und Bedrängnis geratenen Nächſten zu helfen. Wo aber dieſe Pflicht beginnt und wo ſie aufhört, läßt ſich nur im einzelnen beurteilen, jedenfalls aber geht ſie über das Ver⸗ mögen und Können des Pflichtigen nicht hinaus und ſie geht in unſe⸗ rem Fall, in Verhältnis von Schuldner und Gläubiger, auch nicht einmal ſoweit, daß die Rechte des einen wie des andern an dem odet aus dem erſteren verbliebenen Sachwert auf gleich und gleich geſtellt werden könnten. Der Gana der Ereianiſſe rechtfertigt alſo ſchließlich eine Aufwertung aus Villigkeitsgründen. Das Streben danach ſollte ſich aber doch in den Grengen halten, die einmal in den wirtſchaft⸗ lichen Verhältniſſen und zum andern in den moraliſchen Rechten be⸗ dingt ſind. ovus. Stäsdtiſche Nachrichten Wagendurchlauf Röln⸗Schwarzwalobahn⸗Triberg⸗Ronſtanz Unter dem Einfluß des Krieges und ſeiner Folgen waren die ehemaligen zahlreichen direkten Verbindungen zwiſchen dem Nieder⸗ rhein und Holland und dem Schwarzwald, die auf engen Verkehrs⸗ beziehungen fußten, alle ein Opfer der Verhältniſſe geworden. Die ſeit Kriegsende wieder in die Wege geleiteten Bemühungen der Orte der badiſchen Schwarzwaldbahn, vor allem Tribergs, dieſer Bahn und den alten Beziehungen, wenn auch nur teilweiſe und nach und nach zu ihrem alten Rechte zu verhelfen, haben jetzt den erſten Er⸗ folg gezeitigt, in dem im Sommerfahrplan 1924 wieder wenigſtens eine durchlaufende Verbindung Köln—Triberg- Konſtanz geſchaffen wird. Es wird den jetzt zwiſchen Köln über Gießen—Frankfurt nach Baſel durchgeführten Zügen D 307, D 308 am 1. Juni eine Zugaßbteilung Köln—Triberg—Konſtanz und umgekehrt beigeſtellt, die in Offenburg nach Triberg—Konſtanz ab⸗ zweigt oder angefügt und als Eilzugspaar 152½/153 über den Schwarzwald gefahren wird. Es ergibt ſich daraus folgende günſtige Nachtverbindun⸗ gen, die aber die Schönheiten der Schwarzwaldbahn bei Tag paſ⸗ ſiert: Einzug 158/ D 307 Konſtanz ab 4,14(mit verſchiedenen Schiffs⸗ anſchlüſſen vom Bodenſee und von den Schweizer Bundesbahnen), Villingen ab 6,50 nachm., Triberg ab 7,45 nachm, Hauſach ab 8,23 — Anſchluß aus dem Württembergiſchen von Freudenſtadt), ffenburg an 9,08, ab 9,40, Karlsruhe ab 11,09, Frankfurt a. M. an 1,53 vorm., ab 2,08, Köln an 6,19 vorm., Hagen an 7,02, Düſ⸗ ſeldorf an 9,23 vorm., in umgekehrter Richtung D 308/Eilzug 152 Düſſeldorf ab 7,51 nachm., Hagen 11,25 nachm., Köln ab 10,21 nachm., Frankfurt a. M. an 4,25 vorm., ab 4,42 vorm., Karlsruhe an 7,29, Offenburg an 9,06, Offenburg ab 9,35 vorm., Hauſach an 10,09(mit Anſchluß nach Freudenſtadt), Triberg an 11,11 vorm., Villingen an 12,08 nachm.(mit Anſchluß in württem iſch Neckar⸗ tal), Konſtanz an 2,06 nachm, mit Schiffanſchlüffen nach allen Tei⸗ len des Bodenſees und nach der, eig. Die Züge D 307/ D 308 führen Schlafwagen zwiſchen Baſel und Köln, bezw. Vohwinkel, die ebenfalls für die Verbindung mit dem Schwarzwald bis und ab Offenburg bequem benutzbar ſind. Der Anſchluß bon Mannheim aus wird mit dem Münchner Schnellzug der um 6 Uhr hier abgeht, in Heidelberg erreicht. Man braucht in Heidelberg nicht umzuſteigen, da dem Münchner Schnell⸗ ug ein direkter Wagen Mannheim—Konſtanz ange⸗ bängt wird. Der Gegenzug wird nachts um 12,20 Uhr in Frie⸗ drichsfeld mit dem Zug erreicht, der um 12,12 Uhr Mann⸗ heim verläßt. 3. Seife. Nr. 200 Heulſche Vollspartei Heute miktwoch abend finden folgende Wählerver⸗ ſammlungen ſſark: 3 Neckarau 4 um 8 Uhr im Gaſthaus zum„Lamm“. Redner: Rechtsanwalt Dr. Waldeck, Syndikus Dr. Ulm, Architekt Baumüller. Laudenbach um 8 Uhr im Gaſthaus zur„Krone“. Redner: Stadtrat Haas, Landtagsabg. Frl. Dr. Bernays, Prof. Emmerich. Sulzbach um 8 Uhr im Gaſthaus zum„Ochſen“. Dr. Reidel, Stadtverordn. Moſes. Hemsbach um 8 Uhr im Gaſthaus zur„Krone“. Martin, Oberpoſtſekretär Walther. Jugendgrupye Donnerstag, 1. Mai, Streſemann⸗Verſammlung. Die Jugendgruppe trifft ſich pünktlich um 7 Uhr in der Wandel⸗ halle des Roſengartens. Redner: Rechtsanwalt Nedner: Syndikus Dr. Der Vorſtand. Sebühren für Brieſſendungen nach dem Ausland Bedauerlicherweiſe werden immer noch Briefſendungen nach dem Ausland von den Abſendern häufig unzureichead frei⸗ gemacht. Insbeſondere trifft das bei Sendungen nach Polniſch⸗ Oberſchleſien und den übrigen Gebieten, die Deutſchland durch den Friedensvertrag von Verſailles verloren gegangen ſind oder die zu der früheren öſterreichiſch⸗ungariſchen Monarchie gehört haben, zu. Briefſendungen nach Orten in dieſen Gebieten, für die früher die Inlandsgebühren erhoben worden ſind, unterliegen gegenwärtig, von einigen Ausnahmen(Freie Stadt Danzig, Memel⸗ gebiet. Oeſterreich) abgeſehen, durchwea den Weltpoſtvereinsſätzen oder beſonders vereinbärten Gebühren. Anſcheinend beſteht Un⸗ klarheit darüber, zu welchem Lande der Beſtimmungsort gegen⸗ wärtia gehört und welche Gebühren demnach zu verrechnen ſind. Es ei deshalb auf folgende Punkte e a) Sendungen nach den an Polen abgetretene n 9 rſchleſiens gelten nicht die Inlands⸗, ſondern die Auslandsſätze. b) Sendungen nach Oeſterreich unterliegen den Inlands⸗ ſätzen; zu dem heutigen Oeſterreich gehören jedoch nur die früheren Kronländer Ober⸗ und Niederöſterreich, Steier⸗ mark(ohne den füdlichen Teil), Kärnten, Salzburg, Nordterol mit Vorarlberg und das Burgenland(mit Aus⸗ nahme von Oedenburg und einiger benachbarter Poſtorte, die zu Ungarn gekommen ſind). c) Sendungen nach der Tſchechoflowakei und Ungarn unterliegen im allgemeinen den Auslandsſätzen; für Brieſe, Poſtkarten und Bündenſchriftſendungen beſteht jedoch ei mäßigte Gebühr. Zur Tſchechoſlowakei gehören das Hultſchiner Ländchen, Böhmen, Mähren, der weſt⸗ liche Teil des früheren Oeſterr.⸗Schleſten, ſowie ein Teil des nördlichen Ungarns. Ungarn hat außerdem einen großen Teil ſeines früheren Gebiets mit Siebenbürgen an Rumü⸗ nien, einen anderen Teil ſowie Kroatien und Sbavonien an Jugo⸗ flavien verloren. c) Für Sendungen nach Galczien und dem öſtlichen Teil des früheren Deſterr.⸗Schleſien, die an Polen, nach der Bukowina, Siebenbürgen und dem öſtlichen Teil des früheren Ungarns, die an Rumänien, nach Krain, dem ſüdlichen Teil von Steiermark, Dalmat ien, Kroa⸗ tien, Slavonien, dem füdlechen Teil des früheren Ungarns und Bosnien⸗Herzegowina, die an Jugo⸗ Sie und Ihre Hamilie nmaben Vortell, wenn Sie Dieiffer & Dillers Kaffee Effenz verwen⸗ den. Sie biefen hrer Famlie ein beſeres feines Kaffee Getrünk und machen trotzdem Ertparniue. Taufende von Haushalten naben defe Eriahrung qemacht, emnver- fuchm wird es mnen benängen. Silberpaket 30 pl., Dole 40 pf. in allen Geſchütten. ——— Gib au Gott ch der Seele einen Teil, nicht bloß dem Leibe; gib auch wei es dem Geiſte. Greger von Nazianz. Künſtlerſchriſten im Leſeſaal der ſlädliſchen Kunſthalle Mannheim Ein früherer Au ſatz hat in großen Zügen auf die reiche 80 derei der ſtähhtechen Kunſthalle hingewieſen, hat licham einen erſten Blick in die Räume, auf die Schränke voll gege r und Mappen, auf die langen Reihen der Zeitſchriftenbände eigeden. Nach dieſem flüchtigen Heberblicken mit dem Abſtand, den ſich Neuhin utretender immer haben wird, mag es nun verlocken, in gin die Beſtände der Bibliothek mehr zu verkiefen, ſie gleichſam —— danken zu durczſtöbern, ſo wie man es biellecht in Wirklicheit t Fun möchte. wen Etwas vom Schönſten der gangen Bibligthek kann man erhaſchen, Dien man an die Abteilung der Künſtlerſchriften gerat. . Briefe und Dichtungen, Tagebücher, Selbſtbiographien, Be⸗ Aittele und Erinnerungsſchriften führen mitten hinein in un⸗ ittelbarſtes Künſtlerleben. Leiden und Freuden, Kämpfe und dera, unſagbar viel Hoffnungen und Probleme ſind da in Worten 80 ahrt geblieben und laſſen uns die Perſönlichteit der ganz Gro⸗ duferſtehen uchtenden, wie der faſt greifbar deutlich en. So Werke f E einſ a ſtellen ſich neben Michelangelos gigantiſche Kunſt⸗ eine ſchickſalsſchweren Gedichte, zeigen ihn in der ganzen Ur⸗ keit und Abſonderlichkeit des Zeit und Umwelt überragenden Arbees. Wir fühlen in ſeinen Briefen, wie er unter der Fülle der i ſtöhnt, deren Vollendung er ſich nicht abringen kann, wie die Zeder neue Auftrag zum Fluch zu werden ſcheint, wie ſchwer en orgen um ſeine Angehörigen, ihre nie endenden Geldforderun⸗ ihn quälen und peinigen. Der Schöpfer der ſixtiniſchen Decke, in b. ödte ſeiner Zeit, tritt uns in ſeinen Worten mehr ale einmal entgegeangen Mühſeligkeit und Beladenheit ſeines Menſchendaſeins gegen. „Nur ich, im Schatten glühend, bleib zurück, Entzieht der Welt die Sonne ihre Strahlen; Ein Jeder darf ſich freuen: ich in Schmerzen, 984 Zur Erde hingeſtreckt, ich klag und weine. Ich leb von meinem Tod und, acht ich's recht, So leb' glückſelig ich im Unglückslooſe; Wer nicht in Angſt und Tod zu leben weiß, Der komm in's Feuer, wo ich mich verzehre. Meſſterrs anders die Denkwürdigkeiten Ghibertis, des großen ers der Bronzetüren am Florentiner Dom. Schlicht und mit einen Teil, nicht bloß der Welt; entziehe dem Bauche etwas und einer faſt gotiſchen Herbheit klingt das menſchliche Erleben verhalten in ſeinen Aufzeichnungen wieder. Daneben Lionardoda Vin⸗ eis Briefe und Schriften, ſeine künſtleriſchen und techniſchen Pläne. Immer wieder hat ſein grübelnder Geiſt vorausgeahnt, was ſpätere Jahrhunderte in Wirklichkeit bringen ſollten: Flugapparate und Belagerungsgeſchütze, Kriegsmaſchinen zur Vernichtung der feind⸗ lichen Scharen, nautiſche Inſtrumente. Nichts ſcheint ſeinem for⸗ ö ſenden Geiſt entgangen zu ſein. Wie hoch er ſelbſt ſeine techni⸗ Forſchungen be ſehen wir in einem Briefe an Lodov ica Sforza, wo er ſich ihm empfiehlt und anheiſchig macht, ihm ſeine „Geheimniſſe“ mitzuteilen: Künſte des Ingenieurs, die er in neun Rubriken ſeines Briefes eingehend auseinanderſetzt. Man möchte meinen, eine Vorahnung der modernen Tanks vor ſich zu haben, wenn man bei ihm lieſt:„Auch mache ich ſichere und unverletzliche bedeckte Wagen, welche mit ihrem Geſchütz unter die Feinde gera⸗ tend, auch die allergrößten Heeresmaſſen zum Weichen bringen kön. nen und hinterher kann die Infanterie ganz ſicher und ohne iogend ein Hindernis nachfolgen.“ Aber er ſpannt ſich ſein Wirkungsfeld noch weiter im 10. Abſatz des Briefes:„In Friedenszeiten glaube ich im Vergleich mit jedem anderen, ſehr gut in der Baukunft Genüge zu leiſten..... Und gang zuletzt erwähnt er erſt das, was uns an ihm das Nächſte und Wichtigſte ſcheint:„Item werde ich in der Marmor⸗Bronze⸗ und Tonfkulptur arbeiten und ebenſo in der Malerei alles leiſten, was nur im Vergleich mit jedem 5 anderen, wer es auch ſei, geleiſtet werden kann.“ Er ſpricht davon mit einer ſo ſtolzen Nebenſächlichkeit, als ſei es etwas Selbſtver⸗ ſtändliches, das kaum einer Nennung bedürfe. Unendlich bürgerlich, aber doch anmutig und faſt befreiend wirkt nach ſolch abgründiger Gedankentiefe Albre cht Dürers ſchrift⸗ licher Nachlaß. Lebensfriſch iſt noch heute ſein Tagebuch der hol⸗ ländiſchen Reiſe, in dem jeder für Zehrung oder Fährgeld ausgege⸗ bene Stüber und Weißgroſchen vermerkt iſt, jede Elle Tuch, die ihm ein guter Freund ſchenkte, die Raritäten die er geſehen, wie die Preiſe ſeiner Kupferſtiche und Holzſchnittblätter, mit denen er auf ſeinen Fahrten Handel trieb. Dem Bilderabſatz galt ja eine ſolche Künſtlerreiſe mindeſtens ebenſo ſehr wie dem Weiterlernen. Auch ſeine Reiſe nach Venedig hatte ſolch geſchäftlichen Hintergrund, aber Pirkheimer ſpiegeln. Das ergreifendſte menf uns ſeine Familienchronik ab. Die größte Schlichtheit r derbarſte Unmittelbarkeit des Ausdrucks einen ſich in ihr und wer⸗ den jedem unvergeßlich bleiben, der die Beſchreibung von ſeiner Mutter Sterben las. 4 Amüfant aber cum grano salis zu leſen ſind des Cellini Denkwürdigkeiten. Er iſt ein Aufſchneiger. Aber jene Zeit war ſo. der hindert ihn nicht, die Fremde mit ſeiner gangen künſtleriſchen Kraft und ſeinem köſtlichen Humor zu erleben, die ſich am beſten ſin den Freundesbriefen an den Nürnberger Patrizier Willihald liche Zeugnis legt theit und die wun ⸗ voll von phantaſtiſchem und wirrem Erleben, und im Daſein dieſes gefeierten Goldſchmiedes mag davon nicht weniger geweſen ſein, wie im Leben eines Renaiſſancefürſten. In der Goldſchmiedechronik des Goldſchmiedeälteſten Mag. Peters Vintcentz entrollt ſich dagegen mit der ganzen Breite und Gewichtigkeit eines deutſchen Handwerksmeiſters des 16. Jahr⸗ ſhunderts das Geſchehen in Stadt und Land, in Familie und Zunft. Er erzählt:„Die Geſchichten von den böſen Jahren der polniſchen Fehden wider die Schleſier, vom Uebermut der Ritter und unge⸗ treuen Geiſtlichen, von guten Brüdern, Herren und Bürgern, ſo bet der Einführung der Reformation geholfen“, und vieles andere in kunterbunter Reihenfolge. So auch„von Kaufhandel und falſchen Goldmachern, von Pflanzen und Steinen, Weinen und Liedern.“ Aber es fehlt auch nicht an Ratſchlägen eine gute Ehe und Fortung zu erlangen, und an allerhand„trefflichen Heimlichkeiten“ der edlen Goldſchmiedekunſt. Das Leben des Einzelnen, des Goldſchmiedemei⸗ ſters Vincentz, iſt da ſo eingekapſelt in das Leben der Geſamtbürger⸗ ſchaft, wie eines der alten hochgiebeligen Zunftgebäude in das Häu⸗ ſergewirr einer mittelalterlichen Stadt. Aber aus dieſem innigen Verbundenſein mit der Umwelt kommt, neben aller Topfguckerei auch das große bürgerliche Zuſammengehörigkeitsgeführ jener Men⸗ ſchen, von dem wir uns heute kaum noch eine Vorſtellung machen können. Je weiter wir der neuen Zeit entgegengehen, deſto mehr gewinnt der Einzelmenſch an Bedeutung, ja zuletzt will es f inen, als ſei vor kauter Individualismus kaum noch Gemeiit⸗ ſchaft möglich. Nur in der Zeit der Romantik ſchließen ſich noch einmal Gruppen und Brüderſchaften zuſammen. Ihr Hang zun Mittelalter empfindet auch deſſen geheimnisvolle Verbundenheit durch Beruf Glauben oder Lebenskreis noch einmal nach. Alle Na⸗ zarener ſchließt dieſes gleiche Sehnen zuſammen und ſcheint oft ſtärker als alle ihre Erfüllungen. Es ſind die Schriften und Briefe Philipp Otto Runges übervoll von Gedanken, Plänen und Proble⸗ men. Faſt verzweifelt ringt ſeine zarte Künſtler⸗ und Menſchen⸗ natur um ein Vollbringen, das ſeinem Wollen einigermaßen ent⸗ ſpräche.„... ſo iſt es mir noch immer gegangen: was ich gern gemacht habe, hat mir am Ende nicht mehr gefallen, und immer habe ich es von vorn wieder angefangen; und ſo wird es immer mit mir bleiben, das fühl' ich ſo lebendig in mir wie mein Leben.“ Ganz auf die Kunſt, einzig und alles was um ſie kreiſt, ſcheint Delacroix's Leben eingeſtellt. Er wird nie müde von immer neuen Seiten auf ſie einzudringen, und um ſie zu kämpfen, wäh⸗ rend eines ganzen langen Künſtlerdafeins. Was er eroberte und in ſeinen Schriften feſtlegte, iſt auch für die Heutigen noch in Vielem ganz unmittelbar und geltend geblieben. Es gibt kaum einen der vielen Meiſter von der Renaiſſance his zur Gegenwart, von dem nicht,— mehr oder weniger reichlich,— ſchrifflcher Nachlaß vorhanden wäre. Bei manchen, z. B. Lionardo der Delacroix, iſt es kaum zu verſtehen, daß neben all' dieſen wif⸗ nfchaftlichen Arbeiten und Studien ſich noch ein reiches, ſchaffen⸗ ** 4. Seite. Ar. 200 Maunheimer General-Anzeiger(Mittag⸗Ausgabe) Mittwoch, den 30. April 1924 ſtavien, nach Südtirol und dem Küſtenland mit Iſtrien, die an Italien gefallen ſind, gelten die Auslandsgebühren. Durch die unzureichende Freimachung der Briefſendungen ent⸗ Khen ſowohl den Abſendern als auch den Empfängern Unannehm⸗ lichkeiten und Weiterungen. zumal die letzteren die mit Nach⸗ gebühren belaſteten Sendungen häufia nicht annehmen. Um die Abſender vor Schaden zu bewahren, iſt angeordnet worden, daß Sendungen nach den genannten Gebieten, die offenſichtlich aus Unwiſſenheit oder Verſehen unzureichend freigemacht ſind, den Ab⸗ es ſoweit ſie zu erkennen ſind zur Vervollſtändigung der Reeigebühr zurückgegeben werden. Dabei werden ſich aber Ver⸗ zögerungen nicht vermeiden laſſen. Neue Bilder. In unſerm Schaufenſter E 6 2 ſind folgende Bilder ausgeſtellt: 1. Der Prinz von Wales, der Premierminſter Ramſay Macdonald und der Herzog von York bei einem Fußballſpiel im Kreuzfeuer der Photographen. 2.„Karl und Mampe“, die neueſte Attraktion des Berliner Zoologiſchen Gartens. 3. Der Papſt in ſei⸗ nem Tragſeſſel bei einer feierlichen Meſſe in der Sixtiniſchen Ka⸗ pelle. 4. Eleonora Duſe 7. Die große Tragödin als„Silvia“ in dem Drama„Gioconda“ von'Annuncio. 5. Die erſte Radioſchule in London. Schülerinnen bei einem Muſtkvortrag durch Lautſprecher. Ausübung des Wahlrechts durch Blinde. Es iſt die Frage auf⸗ geworfen worden, wie Blinde ihr Wahlrecht ausüben können. Die Beantwortung dieſer Frage ergibt ſich aus§ 117 Abſatz 6 der Reichs⸗ ſtünmordnung Hiernach dürfen Stimmberechtigte, die durch körper⸗ liche Gebrechen verhindert ſind, ihre Stimmzettel eigenhändig aus⸗ zufüllen oder in den Umſchlag zu legen und dieſen dem Abſtim⸗ mungsvorſteher zu übergeben, ſich im Abſtimmungsraum der Beihilfe einer Vertrauensperſon bedienen. Regelung des Dienſtes am 1. Maj. Für die ſtaatlichen Behör⸗ den und Betriebe iſt, entſprechend den im Reich geltenden Votſchrif⸗ zen, der Dienſt am 1. Mai durch Erlaß des Staatsminiſteriums der⸗ art geregelt, daß Beamte Angeſtellte und Arbeiter, die zur Teilnahme an einer Feier am 1. Mai dem Dienſt oder der Arbeit fernbleiben wollen, rechtzeitig bei ihren Vorgeſetzten um Befreiung nachzufuchen haben. Soſchen Anträgen ſoll grundſätzlich und ohne Engherzigkeit überall ſtattgegeben werden, ſoweit nicht dadurch die Fortführung des Betriebes in Frage geſtellt wird. Der Erlaß des Staatsmini⸗ ſteriums enthält ferner noch einzelne Beſtimmungen über die An⸗ 98. der bewilligten 8 auf den eee gat Frage r Lohngewährung und die etwaige Na lung verſäumten Dienſtſtunden— Ueberarbeit. *Aufruf des auf e e e ee Das Heſſiſche Miniſterium für Arbeit und Wir und das Di⸗ rektorium der Heſſiſchen Landesbank geben betomnt: Durch Be⸗ kanntmachung des Rei iniſters vom 17. April 1924 iſt das auf Papiermark lautende Notgeld, deſſen Ausſteller im unbeſetzten Gebiet des Landes Heſſen ihren Sitz haben, mit Wirkung vom 1. Mai 1924 an aufgerufen. Die Einlöſungsfriſt läuft bis ein⸗ ſchließlich 31. Mai 1924. Das auf Grund des des Geſamtminiſteriums vom 17. Auguſt 1923 Notgeld der hiernach mit dem 31. Mai 1924 ſeine *geine A hr für Auswanderer. Für alle Ueberſee⸗ fahrten wird eine Ausveiſegebühr bei Erteilung der Unbedenklich⸗ keitsbeſcheinigung nicht erhoben. Als Ueberſeefahrten gelten alle Ueberſeereiſen nach anderen Kontinenten, mit Ausnahme der Reiſen nach den Mittelmeerländern und nach den Kanariſchen Inſeln. Die Finanzämter ſind angewieſen, in ſolchen Fällen den ſteuerlichen Unbedenklichkeitsvermerk ohne Ausreiſegebühr zu erteilen, wenn der Reiſende durch Vorlegung der Fahrkarte oder einer imi⸗ — nachweiſen kann, daß er eine Ueber⸗ iſe antritt. Schulgeld an den Höheren Lehranſtalten. Der Jahresbetrag 5 Schulgeldes der Höberen Lebranſtalten wurde vom Buadiſchen terrichtsminiſterium ſin Abänderung einer früheren Beſtimmung) vom Beginn des Schuljahres 1924/25 ab für ſämttiche Klaſſen auf 8⁴ beſtimmt. n dee f 951 * Die Sterbekaſſe des badiſchen Lehrervereins,„Hilſe am Grabe“, hat neuerdings die bei einem Sterbefall eines Miitgleeds Ac e Unterſtützung auf 300 Goldmark fgeben Der eines Bezirksvereins, dieſes Sterbegeld beim Ableben de Ghefran eines Mitgliedes auszuzahſen, wurde der Erwägung unter⸗ Wn doch follen erſt die Answirkungen der erſten Art abgewarte werden. Das Ende der Schweſzer Suppenküchen. In Obten(Schwelz), ſßeine Verſammlung des Schweizer Hilfskomitees und der 7 eizer Hilfsaktion für die deutſche Not“. die Fürſorgetätigkeit ſür bedürftige deutſche Ferienkinder in der Schwein ledialich im Rah⸗ men der äußerſten Notwendiakeit weiterzuführen. Die in Süd⸗ deutſchland beſtehenden Schweizer Suppenküchen ſol⸗ len ſpäteſtens auf Ende 1924 abgebaut werden. In den letzten zwölf Monaten ſind 8259 deutſche Ferienkinder in der Schweiz verſorgt und 22 deutſche Wohlfahrtsanſtalten unterſtützt—1 Erholung für Kinder von in wieder wird der„Zentralverband r Kriegsbeſchädig⸗ tr und Kriegshinterbliebener“, wie in den verfloſſenen Jahren eine Anzahl von erholungsbedürftigen und Kindern von werkriegsbeſchädigten in der Vorſal einem vier⸗ bis—— ſchigen Erholungsaufenthalt in ſeinem Erholungsheim„Haus Ruh⸗ leben* 5 Inſel Wangerooge aufne.Die Kinder— ſoviele wie das Haus zu faſſen vermag— we im dieſem Frühjahr aus des Künftlertum mit höchſter Problemſtellung entfalten konnte. Eine 5 Gemeinſamkeit tritt uns mit ganz Ausnahmen in den ſchriftlichen Hinterlaſſenſchaften der Künſtler aller Zeiten entgegen. Es iſt der ſchwere Doppelkampf, um die Erkenntniſſe und um die Eriſtenz. Mit Humor und einer bürgerlichen Behäbigkeit rollt er ſich im Briefwechſel zwiſchen Schwind und Möricke auf, nervös und guält ringen Stauffer⸗Bern und Anſelm Feuerbach mit wirklichen Aad eingebildeten Widerſtänden. Aber die erſchütterndſte Miſchung von faſt bäuerlicher Kraft und tiefſter, zarteſter Kunſt⸗ und Lebens⸗ exkenntnis iſt doch in van Gogh's Briefen. Sein Wiſſen um die Seltſamkeiten des Lichtes und der Farben, die er erlebt und er⸗ keunt vor vielen Andern, iſt in ihm ſo ſtark, daß er die Briefe an einen Bruder unabläſfig damit füllt, wie ſeine Leinwande. Aber 5 Farben⸗ und Lebensrauſch klingt bei ihm eine tiefdüſtere elancholie, ein unabwendbares Müdeſein und Nichtmehrweiter⸗ en.„.. in dem vollen Künſtlerleben taucht immer wieder e Sehnſucht nach dem wirklichen Leben, das ein unerfüllbarxes eal bleibt, auf; und es fehlt oft genug der Wunſch, ſich gang der kunſt hinzugeben, mit immer friſcher Kraft. Man fühlt ſich eben Droſchkengaul, und man weiß, daß man ſich immer vor denſel⸗ Wagen ſpannen muß, und möchte doch ſo gern auf der Wieſe en, in der Sonne, am Fluß, auf dem Lande mit anderen ebenſo freien, lebenſtrotzenden Gäulen. Und vielleicht kommt daher die Hergkrankheit, was mich nicht wundern ſollte. Man lehnt ſich nicht guf, aber man reſigniert auch nicht, man iſt eben krank, es wird nicht von ſelbſt vorübergehen, und es gibt auch kein Heilmittel dagegen. N55 weiß eigentlich nicht, wer dieſen Zuſtand„einen Anfall von terben und Unſterblichkeit“ genannt zeitweiſe bin ich wirklich wütend gegen mich ſelbſt, denn es nutzt einem doch nichts, nicht kränker oder geſünder als die Andern zu ſein; das Ideal wäre, n Temperament zu haben, ſtark genug, um achtzig Jahre alt zu Ferden, und dazu geſundes Blut. Und doch würde man ſich auch Ihne all dies tröſten, wenn man ſicher wäre, daß eine glücklichere eneration von Künſtlern nach uns käme..... Es iſt in ſeinen Aeußerungen oft ſo etwas wie ein hellſichtiges Ahnen der kommen⸗ den menſchlichen und künſtleriſchen Wirrniſſe unſerer Zeit, und das gibt ſeinem durch Krankheit und Verkanntſein ſich zermürbenden Leben eine doppelt erſchütternde Tragik. Aber nicht nur von den Geweſenen, auch von den uns noch Naßen, Gegenwärtigen, die den Kampf um Anerkennung ihres Kön⸗ ens und Wollens noch kaum hinter ſich haben oder vielleicht noch darin ſtehen, wurde ſchon ſchriftlich Erlebnis und Erkenntnis feſtge⸗ Halten. So in Corinths und Liebermanns Schriften, Beemoanns Briefen, Hans Tbomas Erinnerungsblättern. Wenig iſt damit genannt aus der langen Reihe der Künſtler⸗ ſchriften, die in der Bibliothek der Kunſthalle die Borde füllen, aber es ſoll ja mit dieſen Worten auch nicht mehr gegeben — ein Anreiz ſelbſt zu ſuchen und zu finden. * 3 131 einigen großſtädtiſchen Ortsgruppen des beſetzten Teiles des rheiniſch⸗ weſtfäliſchen Induſtriebezirks entnommen. Auch in der Nachſaiſon im Spätſommer und Herbſt ſtellt der Zentralverband ſein Heim für den Erholungsaufenthalt von Kriegerwaiſen aus ſeinen Mitglieds kreiſen zur Verfügung. Sonnkagsſperre für Kraftfahrzeuge von Heidelberg bis Eber⸗ bach. Nach einer Bekanntmachung des Heidelberger Bezirksamtes iſt die Fahrſtraße im Neckartal am nördlichen Ufer von Hei⸗ delbera ab bis Eberbach an den Sonn⸗ und Feiertagen von 10 Uhr morgens bis 7 Uhr abends für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen ge⸗ ſperrt. Ausgenommen ſind die dazwiſchenliegenden heſſi⸗ ſchen Teile. Auf der Gemarkung Pleutersbach und Eberbach dür⸗ fen in der genannten Zeit Krafträder ohne Beiwagen fahren. Man kann alſo vorläufia das Neckartal von Heidelberg über Hirſch⸗ horn hinaus bis nahe an Pleutersbach nur dann mit Kraftfahrzeu⸗ gen benutzen, wenn man von Heidelberg aus am ſüdlichen Neckar⸗ ufer über Schlierbach und Neckargemünd fährt und dann auf der Eiſenbahnbrücke den Neckar überſchreitet. Dieſe Sperrmaßnahmen ſind auf die Beſchwerden der Bevölkeruna über das rückſichtsloße Fah⸗ ren eines aroßen Teiles der Kraftwagenführer zurückzuführen. »Eröffnung der Mannheimer Erfimdermeſſe. Morgen Donners⸗ tag vormittags 11 Uhr findet im Nibelungenſaal des Roſengartens die Eröffnungsfeier der 5. Reſfe ac Erfindungen⸗, Neuheiten⸗ und Induſtrie⸗Meſſe ſtatt, wozu Vertreter der ſtädtiſchen und ſtaatlichen Behörden und des Mannheimer Wirt⸗ ſchaftsleben eingeladen wurden. Nach einer kurzen Anſprache des Vorſitzenden der Meſſe⸗Kommiſſion erfolgt die Führung durch die Meſſe. Darnach wird die Meſſe dem allgemeinen Beſuch zugäng⸗ lich gemacht. * Sonntagsſperre für Kraftfahrzeuge von Heidelberg bis Eber⸗ den Vertretern der Ueberwachungsbehörde und der Preſſe im Uniontheater vorgeführt. Herr Lindl jr., Seckenheimerſtraße 28, hat einen Apparat(Strahlenkondenſator) konſtruiert, der in erſter Reihe den ſo gefährlichen Filmbrand verhütet, der durch plötz⸗ liches Verſagen des Vorführungsapparates oder auch durch unbe⸗ merktes Abſpringen von Perforationsteilchen entſtehen kann, die ſich im Apparatfenſterchen feſtſetzen und durch den Lichtſtrahl ſofort entzündet werden. Der Strahlenkondenſator hat noch verſchiedene andere große Vortefſe. Durch das Fernhalten der Strahlenhitze wird der Fülm nicht mehr ſpröde. Die Halbbarkeit wird ums Doppelte verkängert, was für die Filminduſtrie von unſchätzbarem Wert iſt. Ferner wird der Stromverbrauch bedeutend verringert, was ein großer Vorteil für die Theaberbeſitzer iſt. Der Strahlen⸗ kondenſator wird in 3 Größen her.Nr. 1 iſt nur für Theater mit Bogenlampe von 15—20„ Nr. 2 für Bogen⸗ lampe von 20—30 Ampere und Nr. 3 ſpeziell für Spiegellampe bis zu 25 Ampere beſtimmt. Das Uniontheater, das eine Lünge von 42 Meter und eine Bildgröße von 5 6 Meter hat, braucht mit Lindls Kondenſator nur 15 Ampere zum Vorführen. Schließlich macht Lindls Strahlenkondenſator das alte Syſtem der Glas⸗ diapoſitive für Reklamezwecke hinfällig. Derartige Neklamen können auf einem kurgen Filmſtreifen vorgeführt werden. Dadurch wird die teuere, wnſtändliche Vorrichtung für. Glaslicht⸗ bilder Die Erfindung wird gegenwärtig im.T. praktiſch erprobt. *Die Ankunfk der Leiche Helfferichs und ſeiner Multer erfolgte hier geſtern nachmitteeg um 405 Uhr mit dem Basler Schneikzug. Auf dem Bahnſteig waren die hier BVerwandten verſammelt. Dem Juge eniſtiegen die Witwe und die beiden Brüder Helfferichs. Der die Suͤrge bergende wurde ſofort zur Ausladerampe gerollt, wo zwei einfache Leichernvagen bereitſtanden, die die ſterb⸗ lichen Ueberreſte Helfferichs und ſeiner Mutter nach dem Friedhof werße VVVVVVCCCbV N 5 n den ſpenden bedeckten Särgen ſchweigend paſſieren ließ. Der Jirkus Blumenfeld, der durch ſeine Vorſtellungen auch in Mannheim gut bekannt iſt, wurde am Sonntag nachmittag auf dem Schloßplatz in Tegel bei Berlin von einem Gewitterſturm mit Hagelſchlag überfallen. Das Gerüſt des Zeltes ſtürzte geſpa Ddaß alſo binnen ſehr kurzer namens der Stadtverwaltung Bürgermeiſter Schäfer die Ver⸗ ſammlung und wies kurz auf die Bedeutung und den Zweck der neuen Halle hin. Er könne mit Befriedigung feſtſtellen, daß der Plan völlig gelungen ſei. Die neue Halle habe einen doppelten Zweck: ſie ſolle den Großſchlächtereien geeignete Verkaufsſtände bieten, und ſie ſolle der gerade in letzter Zeit ungeheuer ange wachſenen Einfuhr von Gefrierfleiſch und Friſchfleiſch aus dem europäiſchen überſeeiſchen Ausland große und geeignete Verkaufs⸗ räume bieten. Die neue Halle ſei um ſo notwendiger geworden, als die Einfuhr von ausländiſchem Fleiſch ſeit dem Jahre 1920 von 2 870 000 Kilogramm auf 6 100 000 Kilogramm im Jahre 1923 an⸗ gewachſen ſei. Auch ſei der Auftrieb von lebendem Vieh infolge Anwachſens der Bevölzerung gewaltig geſtiegen. Die neue Ha könne auch als Schlachshalle benutzt werden, wenn die Verhältniſſe dies bedingen ſollten. Vor kurzem wurde im Ausſchuß für Bergtechnik, Wärme⸗ un Kraftwirtſchaft von Dipl.⸗Ing. C. Rerger ber ein große⸗ Fernheizwert berichtet, das von der Stadt Eſſen geplant iſt. Man will den Abdampf der Betriebsmaſchinen auf der Graf Beuft ausnutzen und damit eine Gruppe von Häuſern in der Nähe des Hauptbahnhofs, das Rathaus und die ſtädtiſche Bade⸗ anſtalt beheizen und außerdem mit Warmwaſſer verſorgen. Auf der Zeche ſoll eine Wärmezentrale errichtet werden, in der der zum Teil ſtoßweiſe ankommende Abdampf der Betriebsmaſchinen in einem Dampffammler ausgeglichen und dann zur Heizung von Warmwaſſerkeſſeln benutzt wird. Das erzeugte Warmwaſſer wird mit Kreiſelpumpen durch das Netz von Fernrohrleitungen umge⸗ trieben, an das die bereits mit Warmwaſſerheizanlagen ausge⸗ ſtatteten Gebäude angeſchloſſen werden. Man rechnet zur Deckung des jährkichen Wärmebedarfs des Netzes mit rund 32,5 Millionen Kilo Abdampf von 1,1 Atm. Die Zeche wird durch die Anlage 3800 Tonnen Koks geſpart, die man bisher in den Anſchluß gelangenden Gebäuden verfeuert hat. 822 Die ſtädtiſche Sparkaſſe Rheydt ſuchte infolge Nicht⸗ eingangs verſchiedener, durch den Sparkaſſendirektor ausgeliehener ee⸗ Kredite um rbürge tragte ſofort eine Reviſion Sparkaſſe durch vereidigte Reviforen und leitete eine Unterfuchung der erfolgten Barlehensgeſchäfte ein. Die Potsdamer Stadtverordnetenverfamm-⸗ lung nahm die Wahl des neuen Deeee vor. 36 anweſenden 55 vereinigten ſich 45 92 e chek. n. mit ſeine gange Kraft in den Dienſt der Siadt Ober er⸗ meiſter Arno Rauſcher wurde in Biala(Oſtpreußen) E ſteht im fünfzigſten Lebensſaßre. Er ſtudzerte in Frei Berlim, München und Königsberg. 1897 wurde er Neferendar in Knigsberg i. Pr. und 1902 Geri zor. Im Jahre 1903 wurde er als Mo⸗ und germeiſter in Polsdum gewöht und am g. Jomnar 1914 in eingeführt. 80 gegeeil Pofch een der eee ee eee Die vor etwa 17 Nonaten in Lün eburg ius frufene Notgemeunſchaft zur Betömpfung der Wo nungsnoc erfreut einer derartigen Bettentheilt daß ſchon von den geſparten Geldern Hã gebaut werden hintertegt— toönmen. Die Meiglieder haben ſeh Hader, die bel der Sparzuſſen lunß, Landen nsſatz von 2 Proz. ügen. 2000 Mark gibt danm dre Sgedd weere 150 5. Verfügung ſtehen wird. Die beſand ſich 32— 5 Fethen. Zum Glück n zur Zei Kataſtrophe niemat in dem Zelt. Der Schaden beträgt etwa 40 000 Gokdmurk. Kleine Mitteilungen rq Aa x ſiacher Sbad trat hat die Einführung einer; Wa Weewer ab'gelehmt, da ſie nur geringe Bet⸗ ingen wird und bezüglich der zehung der eingelnen bezüglich der Heramziehung Naunne vielſach Verärgerung und Streitigleiten entſtehen würden. In Köln die und Einweihung der neuen leif— E uf Ie im Schlacht⸗ und le ver kaufshalte cht⸗ Veehhof e. 52 de f deß ſe weſt e g. er modernen Einrichtungen ve im ten Anforder des Verk dem ſtädtiſchen Schlacht⸗ e Neu iſt d 0 rt daß ſich der Zah⸗ kungsverkehr nicht mehr an den Fleiſchſtänden ſelbſt, i 25 aerebteden, Aürmmen beg aberen Sodiperts Gſptell ieb genommen und mit in⸗ und aus⸗ . Der Verkehr war ziemlich die on die Beſichtigung an⸗ Schlachthof ſtattfand, begrüßte Achtes Akademie⸗Ronzert Goftdirigent: Leo Blech⸗Berlin Leo Bech, Generalmuſikdirektor aus Berlim, leite te die geſtrige Abedemie. Erx iſt der rechte Operndirigent, ſtieg von— N8 rag, e us in Berlin. i„„FCC oder franzöſiſche Opern unber Leo Blechs Leitung im da⸗ maligen Opernhauſe zu hören, wird den Eindruck einer ſeltenen Ka⸗ pellmeiſder⸗Begabung gehabt haben. Dden Wiederherſtel Halevys„Jüdin“ und den Meyerbeer⸗Reſtautrator haben wir außer⸗ dem würdigen, dann den ormponiſten, deſſen„Alpenkönig und Menſchenſeind“ das alte r zu Weihnach ten 1903 als darbot. Ein„eigentlicher Konzertdirigent iſt muftkaliſchen Ein⸗ amn Leo Blech aber nicht, denn er Seine Empfindungen ſind demnach aft, ſeine Stei ̃ von der alten„großen Oper“ hergeleitet, ſeine Tempi zeigen noch eine andere Ei.Und hier folgen wir Richard Wagner, dem Beethoven⸗Erhalter, der über die eleganten Dirigenten der Mendelsſohn⸗Schule einmal ſagt, daß ſie„eine fatele Vorliebe für das Herunter⸗ und Vorüberjagen hatten. Dieſe Vorliebe wurde uns und unſerem Beethoven geſtern wirklich faral, dem Beethoven der C⸗Dur⸗Symphonie. Glatt u. umterhaltend mochte man dieſe Wieder⸗ gabe nennen, aber an Hans von Bülow(1884) durſte man nicht zurückdenken. Es iſt übrigens noch an einen Fehler der Beſetzung zu erinnern; zu den 8 Holgbläſern einerſeits und den 2 mal 2 Blech⸗ bläſern war der Saitenchor mit 6 Kontrabäſſen als Fundament viel zu ſtark beſetzt! Was durch dieſen Uebelſtand verloren ging, was durch zu ſchnelles Tempo verderben wurde, was durch Opernouper⸗ türen⸗Vortrag in ſeltſame Beleuchtung kam, das ſummierte ſich leider zu einem großen Beethoven⸗Fehlbetrage. Notürſich trug unfer Orcheſter alles genau ſo vor, wie unſer Ge t mit ſeinen Opernallüren angab. Dieſe Allüren, für die ſich kein deutſcher Aus⸗ druck finden läßk, gaben uns auch einen ſonderbaren Schubert, denn die große C⸗Dur⸗Symphonie bekam ſlaviſchen Grundzug, dra⸗ matiſche Tutki, gewaltige Stromſchnellen des Opernfinalweſens. Wohlgemerkt: Leo Blech iſt ein in ſeiner Art ſeltenes Talent, und in Opern wie Verdis„Aida“ ſind ſeine Tempi durchaus echt und maßvoll. Seine Empfindung iſt eher italieniſch als deutſch zu nen⸗ nen: wir mögen es beklagen, aber ändern können wir es nicht. Ike it an, ſteller von durch empfängt ſeine drücke d Vermittelung der Worte, der„Situation“. ſchi Line— ſind opernhaft, ſeine Steigerungen den Jahren 1921 und 128 ſa9 an bauen, na⸗ 58 b Snen dundhe, 2 aiebe deee He wird die 15 wieder ſüg 0 r tbafb angaff ddie Wehen gsnot zn Gbehbarer Jeit farr——— * war an 5 1923 ö am 30. September 1923 die Bürgermeiſterwahl. Der Kreisausſchuß ſtieß ſie um. Die neue Wahl am 23. 1* % Darmträgheit nimmt man die echten Apotheker Rich. Brandis Scehweizerpillen Ethältlich in allen Apotheken. Schitzmarke seit dem Jahre 1877 weisses Kreuz im foten Felde. 8³2 Extr. Sel. p. I. S. Ach. m. Al. Abs. àn 1, Trif. gE. 40, SR. gent. Trif. àa f..50 Runſt und Wiſſenſchaſt Albertk Emil Brachvogel.(Zum 100. Geburts April.) Brachvogel iſt der Typ des Erfolgdichters, der 8 ſeinem Erſtlingswerk„Narziß“(1856) in einem Jahre wellberühmt wurde, deſſen ſchneller Erfolg ſich aber bitter rächte. In faſt allen europäiſchen Sprachen ien das Drama. Ueber Nacht war der Sekretär des Krollſchen Theaters in Berlin eine Weltberühmtheit rden. Die fieberhaften Bemühungen, ſich auf der Höhe ſei uhmes zu— 1 unterhöhlten ſein Talent. Er wurde ein werker der Feder und ſuchte durch ſeuilletoniſtiſchen Aufputz und Streben nach Effekt den Erfolg zu erzwingen. Nach ſeinem beiſpielloſen Erfolg ſeines„Narziß' galt er als das deutſche Genie. Heute erkennen wir das hohle Palhos, die geſchminkte Unnatur und aufdringliche Phraße dieſer weltberühmten Modegröße, müßſen aber auch anerkennen, daß er mit der fließenden Handlung ſeiner „Treffer“, mit den reizvollen Kulturſchlderungen, mit dem ge⸗ zickten Gegenfpiel und dem kühnen Verbinden von Geſchichte und Dichtung ſtärkſte Bühnenwirkung erzielte. Dazu kam noch, daß die Stücke in der Zeit des gezüchteten Schaufpieler⸗Birtuoſentums durch die raffinterteſten Vomben⸗Rollen ehrgeiziger Mimen getragen wurden. In den Jahren 1860 bis 1875 verfiel der Dichter im Kampf um das tägliche Brot ganz der Vielſchreiberei. Keine⸗ ſerrt⸗ Dramen hatte einen ühnlichen Erfolg als ſein Erſtling⸗ * Enttäuſcht wandte er ſich der Romankunſt„Friedemam Bach', Schübert und ſeine Heitgenoſſen“ und lHanter ſud de bebengeſden dnene von 80 Varden. duch hier iſt es der eß was zunächſt feſſelt. Kein einziges . s geht ihm auch im Roman das Ko —*—1 Breite——9— ſeeliſche Werkefegg Eigenar⸗ ie Helden ſeiner beiſpiell Er „Narziß“ und ſeines Romans 558 den „Genies in Lumpen“ gehören, die weder ihre Kunſt noch das Leben zu meiſtern verſtanden. Aber immer ſind ſie feſſelnd in ihrer Um⸗ gebung. Meteorhaft. Vergeudete Talente. Er ſelbſt: Eine Mode“ grüße. Die geſfeieriſte Berühmtheit in einem rzehnt, aber nach dem Tode vergeſſen. Jo ſogar übertriedener Geringſchätzung einer ſpäteren Generation verfallen. Sein früher Ruhm war ein Danaergeſchenk. Und doch, Brachwogel weiter nichts als den zum Volksbuch gewordenen Namen Friedemann Bach geſcht das farbige Kulkurbild aus dem fändelnden, belächelten Zei es die letzte der„Akademien“ dieſes Winters war, daß unſe dem Orcheſter aus großer Not geholfen hat, ſteht auf einem Blatt. Ab zelleicht begrüß ir Leo Blech erumal om und als Leiter ſeiner anmutfgen Spielopern der gepuderten Böpſchen and Schpüntyftäſterchen, wir müßten imn —8—— S e eeee 0 rund 1120 Tonnen Steinkohle mehr verbrauchen: dagegen werden April. In Wathten bei Waldmichelbach am 29. — — — wuuft Verpflichtung, durch Beteiligung an den beſtehenden Kul⸗ 2 u die enbahninfpeftor Schroth in pfälzer Mundart über den bilde »Aunwoch, den 30. Aptil 1924 Maunheimer General-Auzeiger(Mittag⸗Ausgabe) +5 Seite. Nr. 200 Dezember 19 De 23 ergab bei ſtarker Agitation je 71 Stimmen für die len dieinatd und Horle. Es ſpielen in dem konfeſſionell ge⸗ d Agttanoe Orte die Gegenſätze katholiſch und proteſtantiſch in wurde N. hinein. Nachdem man ſich beim Kreisamt Rat geholt, Krelsaug Los gezogen, das zu Gunſten Horles entſchied. Der ſtaß dn 5 hob die Wahl als ungültig auf, weil ein Wahrver⸗ die An rrichtung des ſog. Kloſettraums gefunden wurde, der bontrolle enbeit mehrerer Wahlberechtigter und eine Abſtimmungs⸗ rechte 2 ermögliche. Die große Zeugenvernehmung ergäb keine Ausbeute. Der Wahlvorſtand mußte zugeben, daß ihm die Ag hen und Reglementsbeſtimmungen noch nicht ſo recht ge⸗ geraße. Es ſteht auch dahin, ob der gewählte Schulſaal enneter n für die Vornahme der Wahlhandlung im Fragefalle ge⸗ Guags 3 Die Frage aber der Beſchaffenheit des Wahlvor⸗ heit des cheint bei dem Mangel von Entſcheidungen und der Neu⸗ Keize d Abſtimmungsmodus immerhin erheblich und für weite weise— Intereſſe. Der Provinzialausſchuß beſchloß weitere Be⸗ neuem ung wegen behaupteter unzuläſſiger Wahlbeeinfluſſung in min am 17. Mai. Tagungen Tagung der Kulturfilmbühnen dmen Eintadung der amtlichen heſſiſchen Bildſtelle Darmſtadt bat die Leiter und Förderer ſüddeutſcher Kulturfilm⸗ zanen in der Geſchäftsſtelle des Heidelberger Kulturfilmbundes Auademtamer Beratung zuſammen. Erſchienen waren außer der der n Stelle Vertreter der Neuen Bilderbühne Nürnberg, der een Lichtſpiele für Schule und Volksbildung Karlsruhe, m tlichen würtlembergiſchen Bildſtelle Stuttgart, der gemein⸗ Lerben Vereinigung Kunſt und Jugend und des Rhein⸗Mainiſchen Auherſe für Volksbildung Frankfurt a. M. und des Heidelberger rechter. Imbundes. Nach einer Begrüßungsanſprache von Stadt⸗ den— Dr. Ammann(ßheidelberg) berichteten die Vertreter über * der Kulturfilmbundbewegung, die in Heſſen und Würt⸗ Fra 1* das ganze Land verbreitet iſt und in Mittelfranken, farke t a.., Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg ſührte Stützpunkte ſich erkämpft hat. Die mehrſtündigen Beratungen — einem Zuſammenſ chluß der vertretenen Organi⸗ ild in eine„Süddeutſche Gruppe des deutſchen 5 pielbun des“. Bedeutſame Entſchließungen zu der Frage ulturwichtigkeitsprüfung und Luſtbarkeitsſteuerfreiheit von Sndchenen Kulturfilmen wurden an die zuſtändigen Reichs⸗ Au desſtellen weitergeleitet. Man war ſich einig darüber, daß lturfilmbundbewegung nur dann zum Siege geführt werden n die gebildeten Kreiſe noch mehr wie bisher dieſe Be⸗ ungen unterſtützen. Bei dem Kampfe gegen den ſchlechten Film 4 Fenf Saae den Kulturfilm geht es nicht nur um den geiſtig⸗ſittlichen fen 85 des Films ſelbſt, ſondern, da der Film eine der bedeutend⸗ Lolze ulturäußerungen eines Volkes iſt, um die Seele des deutſchen Aaiſch. Jeder Gebildete hat deshalb die fittliche und vater⸗ den die hohe Aufgabe zu fördern. Nus dem Lande enen, 20 April. Au 0. April. Auf dem Spargelmarkt wurden r en Zentner Spargel angeliefert, die zum Preiſe von 1 Mk. le ein Pfund verkauft worden ſind. donbend edeerg, 28. April. Die freie Vereinigung der Dienſt⸗ und Gü und Abteilungsleiter der Eiſenbahnſtationsämter I, II und Lantdvämter der Bezirke Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe dalberg. da veranſtaltete am 24. April im„Schwarzen Schiff“ in Hei⸗ en Wnewendeim gine 15 Teien de, in für ihre zuruhegeſetz⸗ lande gehörigen. Aus allen Teilen des Unter⸗, Hinter⸗ und Ober⸗ engendenen etwa 70 Herren nach der im ſchönſten Blütenſchmuck Jeidenden Neckar⸗Kongreßſtadt herbeigeſtrömt. Im Verhältnis zur ducgah dieſer an ſich ſchon dünn geſäten Dienſtvorſtände I und II Jee n viel Beamte dieſer gefürchleten ApbeuBererdnung zum ahe gefallen. Allein für die obengenannten Bezirke ſind es! Ciſen⸗ männer, 24 Eiſenbahnoberinſpektoren und 2 Eiſenbahn⸗ ach ſprache von Eiſenbahnober⸗ echſelten heitere Violin⸗ und Lieder⸗ ge des Kollegen Gamber mit gemeinſam geſungenen ab und brachten, hauptſöchtich aber ein hunmoriſtiſcher Vor. nötige Stimmung in die Verſammung. Den Mittelpunkt — te die e der zuruhegeſetzten Herren 2 eſtrede des 2. desvorſitzenden, Eiſenbahninſpektor der, an die ſich die Verteilung von 33 Dankesurkunden an⸗ Nomens der zurithegeſetzten Herren ſprach Eiſenbahnoher · Markus Schmift von Baden⸗Oos den Dank der alten derkir die ſo ſchone Feier aus. Im Namen des Peſks Heire⸗ Fachgewerkſchaft der 5 Eiſenbahninſpett die aus dem Dienſte ausgeſchiedenen Nur zu früh mußten ſich die Teilnehmer wieder an den begeben, um nach allen Teilen des 7 8 .80 9. Euldecker von Goethes Joſeph“ geſtorben. Am 14. März dde der Literurhiſtoriter Geh. Mef pal Pipe-Altocaa ſei⸗ Gerde Geburtstag ſeiern konnte, wurde er in allen deutſchen und Joſ urſchen Jeitungen als der Entdecker von Goethes Jugendepos Kierdend Der Gelehrte iſt jetzt, kaum ſechs Wochen ppäter, 0 gedauert, bis Piper die Anerken⸗ hat lange Jahre als Entdecker des„Joſeph“ erfahren hat; um die Echtheit des war umter den Gelehrten ö und des Auslands ein Ateeraturſtreit entbrannt, bis es Piper und anderen nam⸗ n. Gelehrten gelang, Gegner davon zu überzeugen, daß die durch* der Herrnhutergemeinde in Altona aufgefundene wirklich Goethes vielbeſprochene Jugendarbeit war. Piper, 14 März 1844 in Spremberg geboren wurde, war mehrere le als Archiwar und Bibliotheker in Altona tätig und wid⸗ al. ois zuen Anſong des 20. Jahrhunderts ousſchießich der dii Verte ur des Mittekalters, über die er mehrere grundlegende kunds bieerkaßt dat; darunter ſind„Sprache und Litergeur Dr aub z lung 12. Hahrhamdert(1880),,„Karte der deutſchen dialehte das Jahr 13007(1884) und„Aelteſte deutſche Literatur bis Ren gaune) en Kürſchners deuſſcher Nationaltberstür) an bedann · Nercdecleg Beavedere be Weimer—dperne der grünen pomer! 25. Dichter Johannes Schlaf, ſchreibt au⸗ 74 97 7 . + — Wbenben ründebe Weimarer Kulturrat hat gleich einzul heit gehabt, ſein öffentliches Veto in einer Angelegenheit Femesden; die in mehr als einer Hinſicht danach angetan iſt, allge⸗ peinliches Aufſehen zu erregen. Es handelt ſich um die von eimarer Regierung beabſichtigte, ja bereits durch betreffende deder Verün n vorbereitete Maßnahme, das Schloß Bel⸗ re in eine Kaferne für 120 bis 150 Mann der grünen Polizet wwar andeln. Das Vorhaben wird damit gerechtfertigt, daß in dunt Reichswehr in Garniſon gelegt wird, für die die Kaſerne n werden muß, und daß keine andere Gelegenheit ſich biete, kugne ideitruppe unterzubringen. Es wird kein vernünftiger Menſch der m daß durch einen gegebenen äußerſten Notfal—des mucßte 0 ſchon ein äußerſter ſein— eine derartige Maßnahme, Herzens man ſie auch in Ausführung bringen würde, 15 igt wäre. Allein dieſer äußerſte Notfall liegt nicht d wenn hier die bekannten ſchönen alten Prinzenhäuſer vor — zu Kaſernenzwecken ungebaut werden, wenn in den derden n Munitionsdepots, Benzintanks uſw. untergebracht lollen, und das alles auf eine unbeſtimmte die den den Waratter des Schloſſes und ſeiner Umgebung unbedingt ge⸗ Ructen müßte, ſo bringt ſich damit eine Kulturbarbarei zum Aus⸗ Perden rgen die vor aller Oeffentlichkeit ſchärfſter Proteſt erhoben Iche.tuß! Der gegenwärtige, nachgerade ſchon mehr als bedenk⸗ Neage del deutſcher Geiſteskultur, der ſich ja auch in ſolchem rohen gibt, kann ſich kaum kraſſer bebeiſpielen als e e, richtete der Be⸗ uhn, in einer längeren Rede chen Leon bei Wiesloch, 29. April. Vorgeſtern Nachmittag brach in den Oekonomiegebäuden des Gärtners Julius Klevens und des Arbeiters Franz Jakob Gottſelig ein Brand aus, der ſehr ſchnell um ſich griff. Die beiden Oekonomiegebäuden, die zuſam⸗ mengebaut ſind, brannten ſamt Scheunen vollſtändig nieder. Auch die beiden Wohnhäuſer wurden ſtark beſchädigt. Der Sachſchaden iſt bedeutend. Die Brandurſache ſteht noch nicht feſt, doch wird Brand⸗ ſtiftung vermutet. Der Gärtner Klevens befand ſich mit ſeiner Familie bei einer Kommunionfeier in Reilingen und fand bei ſei⸗ ner Rückkehr nur noch eine Brandſtätte vor. .. Weinheim. 29. April. Zur Orientierung und Einführung in das vielumſtrittene und vielbekämpfte Verſuchsfeld der Arbeits⸗ ſchule hat der Bezirkslehrerverein Weinheim in Verbindung mit dem heſſiſchen Kreislehrerverein Heppenheim den bekannten Pädagogen Dr. Kühnel⸗Leipzig für eine Vortragsreihe gewon⸗ nen, und zwar in den Tagen vom 12.—16. Mai. Es wird intereſſant ſein, die Ausführungen und Unterrichtsvorführungen dieſes Schul⸗ mannes mit den an anderen Orten gepflogenen ähnlichen Veranſtal⸗ tungen zu meſſen. * Karlsruhe, 28. April. Nachdem die Geldverhältniſſe wieder ſtetig geworden ſind, beabſichtigt die Direktion der Albtalbahn (Badiſche Lokaleiſenbahn.⸗G.) ab 1. Mai d. J. die ſiebentägigen Wochenkarten wieder aufzuheben und an ihrer Stelle wieder Mo⸗ natskarten zweiter und dritter Klaſſe auszugeben, ferner die Gültig⸗ keitsdauer der Fahrſcheinbücher für 20 hrten auf drei Monate auszudehnen. Als Fahrkartenpreis werden die Preife für ſieben⸗ tägige Wochenkarten im vierfachen Betrage erhoben. Da nach Beſtimmungen des Gemeinſchaftstarifes der Albtalbahntarif auch im Gemeinſchaftsverkehr mit der ſtädtiſchen Straßenbahn Geltung hat, erſuchte die Direktion der Albtalbahn den Stadtrar um ſeine Zu⸗ ſtimmung hierzu, die erteilt wird. * Bad-Sulzburg. 28. April. Der Landesverband Badiſcher Ge⸗ werbe und Handwerkervereine wird dieſen Sommer das Erholungs⸗ heim Friedrichsort einer gründlichen Renovie rung unter⸗ ziehen. Neben dem Um⸗ und Ausbau des Hauptgebäudes wird ein eigenes Kraftwerk erſtellt, um das ganze Anweſen mit elektriſchem Licht zu verſorgen. Dieſer Tage iſt hier der Verwaltungsrat zuſam⸗ mengetreten und hat mit Unterſtützung einiger Ingenieure die Bau⸗ arbeit feſtgelegt. Damit dürften alle in der letzten Zeit kurſierenden Gerüchte von einem Verkauf des Erholungsheims hinfällig ſein. * Müllheim, 29. April. Die am vergangenen Samstag in Müll⸗ heim ſtattgefundene Weinprämierung des oberbadiſchen Weinbauvereins begegnete ſehr großem Intereſſe, ſodaß die Räume des Wirtſchaftslokales ſtets überfüllt waren. In der Zahl der Prä⸗ mierung der eingeſandten Weine iſt gegenüber dem Vorjahre ein Fortſchritt zu verzeichnen. Bei der ſich anſchließenden Koſtprobe wurde den zur Prämierung eingeſandten 1928er Weinen ein beſon⸗ deres Lob geſpendet. * Bom Bodenſee, 29. April. Die Steigerung der Wein⸗ preiſe nimmt in den deutſchen Bodenſeeſtädten ihren Fortgang. Für ein Viertel Seewein geringſter Sorte werden im Kleinverkauf 40 Pfg. verlangt. Die Preiſe für die Württemberger Unterländer Weine gehen bis zu.20 für das Viertel. Dagegen iſt die Lage in Vorarlberg günſtiger. Für eine deutſche Rentenmark erhält man in Bregenzer Weinſtuben 15000 Kronen. Es iſt daher nicht zu. ver⸗ wundern, wenn die Amwpohner des Bodenſeeufers mit großer Vor⸗ liebe nach Bregenz wandern, um dort vom beſten Wein zulkoſten. Nus der Pfalz „eudwigshafen, 29. April. Der 31 Jahre alte ledige Schloſſer Friedrich Deuſe, in der Jägerſtraße 12 wohnhaft, ſtürzte am Sams⸗ tag abend, als er ſich in betrunkenem Zuſtande in ſeine im 5. Stock gelegene Wohnung begeben wollte, vom 4. Stock über das Stiegen⸗ geländer in den Hausflur und war ſofort tot. *Limbur of(Pfalz), 29. April. Meldete da dieſer Tage au dem Se 8 Scheriadt ein biederer Arbeiter die Geburt des 21. Kindes an. Allerdings ſtammen dieſe von 2 Frauen. Von der erſten Frau ſind 7 Kinder vorhanden, ſodaß die zweite Frau 14 Kinder geboren hat. *Pirmaſens, 29. April. Ein lebender„Spuk“ n Tagen in einem Amtszimmer des Bezirksamtes, in t. 255 Amtsvorſteher mit den meiſten Beamten de⸗ Amts ſeinen Dienſt auf und herein Manns⸗ ausübt. Die Tür ert eine Y perſon, nur mit dem d und Socken an den Füßen bekleidet, in der einen Hand einen Zigarettenſtummel und in der anderen kleine eiten. Den ſtaunend dafi n Beamten verkündete er gleich, er ni etwas tun wolle, er wolle nur ſehen, ob er keine Unterſtützung bekomme. Das Weſen dieſer geiſterhaften Er⸗ ſcheinung wurde 10 5eg Es handelte ſich um einen Schreiner, der z. Zt. in Dahn beſchäftigt iſt. Er hat ſchon Vieles„durchgemacht“, Gefängnis, Irrenanftalt und zuletzt politiſche Gefangenſof Mainz. In Dahn iſt er nun in Stellung. Er will aber nun noch umerſtlütt werden und da er geſtern— 5 beim Bezirksamt und dann beim Bürgermeiſterant vergebens Anliegen vorgebracht hatte, kam er wieder in das Bezirksamt zurück, entkleidete ſich in einem Abort, zerſchnitt dort ſeine Kleider und Schuhe in kleine Siick⸗ u. machte dann wieder, faſt im skoſtüm, ſeine Viſite. Man verſchaffte ihm nun einen Nofanzug und entließ ihn. Gerichts zeitung Der dreimal verkaufte fremde Wold Eine feine Handelsgeſellſchaft erſchien vor eini⸗ in dem z. Zt. nicht entbehrt, gelangte vor dem erweiterten Schöffengericht Berlin⸗ Mitte zur Aburteilung. Der vielfach vorbeſtrafte 23jährige Eduard Cellmer, aus deſſen Vorleben beſonders bemerkenswert iſt, daß er, um ſich mit 17 Jahren verheiraten zu können, den Ge⸗ burtsſchein fälſchte, hatte in Mecklenburg von einem Bauern namens Kortſtock 40 Feſtmeter Grubenholz gekauft. Da er hierfür keine Ab⸗ nehmer fand. verfiel er auf die Idee. mit ſeinem kleinen Veſitftum ein großes Schwindelunternehmen zu gründen. Er fertigte einen Vertrag über den Verkauf eines großen Waldaebietes zum Abholzen aus und ließ den Vertrag durch ſeinen Bruder Paul Cellmer mit dem Namen Kortſtock unterſchreiben. Die beiden Brüder gründeten dann unter hochtönenden Namen in Berlin eine Handels⸗ geſellſchaft. Nachdem ſich Paul Cellmer von ſeiner früheren Gelieb⸗ ten, einer Frau., den Ausweis ihres Ehemannes verſchafft hatte. um die Handelsgeſellſchaft kreditfähia binzuſtellen. richtete man ein großes Büro mit Ktubſeſſeln. Bankangeſtellten, Telepbon⸗ anſchlüſſen. Briefbogen mit Bankkonten u. a. ein. Die Kaufluſtigen wurden von Bruder Eduard nach Heinrichsdorf in Mecklenburg. wo der angebliche Wald liegen ſollte, hinbeſtellt. Bruder Paul trat hier als der Bauer Kortſtock auf. Um die Rolle des Bauern recht echt zu ſpielen, trat er mit einem großen Schlapphut und Schaftſtiefeln be⸗ kleidet auf, zog aus der Taſche ein aroßes, buntbedrucktes Schnupf⸗ tuch und ſchritt ſchweren Ganges. auf einen dicken Knotenſtock geſtützt. die Waldſtrecke ab. Zum Beweiſe ſeines echten Bauernappetits holte er ſich eine handdicke Schwarzbrotſtulle mit Landleberwurſt hervor und biß herzhaft hinein. Eduard, der als Vermittler auftrat, machte die Käufer durch gefälſchte amtliche Beſcheinigungen und Vollmachten ſicher und erreichte es. daß ihm erhebliche Anzahlunagen nach dem heutigen Wert von 20 000 Goldmark ausgezahlt wurden. Daß der dem Verkäufer nicht einmal gebörende Wald in aleicher Weiſe dreimal hintereinander verkauft worden war. ahnten die Kaufluſtigen natürlich nicht. Das Gericht perurteilte Eduard Cell⸗ Paul Cellmer als verführter und unter dem Einfluß des geiſtia über⸗ legenen Bruders mit Gefänanis in der aleichen Höhe unter Anrech⸗ nung von fünf Monaten Unterſuchunashaft davonkam. * Der ungetreue Poſtbeamte Bei einem auswärtigen Poſtamte waren Unregelmäßzakeiten entdeckt worden. Der Verdacht richtete ſich geaen einen beſtimmten Aſſiſtenten. den zu beobachten ein Poſtpraktikant beſonderen Auftraa erhielt. Der ſah nun zu verſchiedenen Malen. wie der Aſſiſtent Briefe gegen das Licht hielt und auch in der Hand wog! Auch wurde feſt⸗ geſtellt, daß ein nach Italien adrefſierter Brief, der unbedinat durch die Hände dieſes Beamten laufen mußte, von ihm zwei Tage feſt⸗ gehalten worden war. Nun aing der Aſſiſtent eines Tages in den Sortierraum, nahm aus einem Bündel Brieße einen beſtimmten Feen Sale be! Von der A die„beſonder eee ee e r 2 Zu. heraus und ſteckte ihn in die Taſche. Der Praktikant aber batte inn durch das Schlüſſelloch beobachtet und machte dem Vorſteher Mittei⸗ Ein raffiniertes Betrugsmanöver. das des komiſchen Beigeſchmacks mer zu einem Jahr vier Nonaten Zuchtbaus. während gehl lung. Aus der Jacke des Beamten wurde nun der Brief hervorgezo⸗ gen: es befand ſich eine Anweiſung einer enaliſchen Bank an ihre Kölner Filiale darin. In der Taſche ſeines Ueberziehers fanden ſich dann noch ausländiſche Deviſen vor. Mit ihm angeklaat. wegen Bei⸗ bilfe. war nun ſeine Tochter. die ihm bei der Umwechslung einer einem andern Brief entnommenen Fünf⸗Dollar⸗Note behilflich ge⸗ weſen war. Der Angeklaate, der mit ſeiner Frau in Scheidung lebte und ſechs Kinder zu ernähren hatte. aab den erſten Diebſtahl zu. er⸗ klärte ihn aber aus der Not heraus. in der er ſich befunden habe. Den zweiten, den Dollarbrief, wollte er im Flur des Poſtgebäudes gefunden haben. Die Tochter hatte ihm ledialich mit ihrem beſſern Enaliſch ausgeholfen, als er mit einem Soldaten über die Umwechs⸗ lung der Note radebrechte. Sie wurde freigeſprochen. Der Aſſiſtent erhieltein Jahr Zuchthaus. Als der Verurteilte noch vollkom⸗ men gebrochen daſtand, aing die Tochter mit ſtolzem Blick an ihm vorbei zum Saal hinaus. ):(Oberlandesgericht Karlsruhe. Der Strafſenat des Oberlaa⸗ desgerichts verurteilte in geheimer Sitzung den Lithograph Emil Haas von Schuttern bei Lahr wegen Spionage zu 4 ein halb Jahren Gefängnis, 100 Mark Geldſtrafe und 5 Jahre Ehr⸗ verluſt. 11 Monate Gefängnis und die 100 Mitrk Geldſtrafe werden als durch die Unterſuchungshaft verbüßt in Abzug gebracht. Sportliche Rundſchau Targa Florio für Motorräder Auf der 108 Kilometer langen Madonie⸗Rundſtrecke wurde heute zum fünften Male die Targa Florio für Motorräder zum Austrag gebracht. Der Veranſtaltung war wundervolles Sonnenwetter be⸗ ſchieden; bei einer Temperatur von etwa 40 Grad Celſius ging ſie vonſtatten. Als einziger Deutſcher beteiligte ſich der durch ſeine er⸗ folgreiche Teilnahme an der Deutſchlandsfahrt bekannt gewordene Münchener Orl Geißler, der ein italieniſches Moto Guzgi⸗ Rad fuhr. Bis zur zweiten Runde lag Geißler hinter dem Favori⸗ ten und vorjähriger Sieger Vittorio Maggiore an zweiter Stelle; dann gelang es Zam auf Moto Guzzi den Münchener zu überholen, ſodaß Geißler den dritten Preis gewann. Mit gutem Vorſprung war die Motorräder⸗Targa Florio zum zweiten Male von Vittorio Maggiore⸗Meſſina auf Harley Davidſon gewonnen worden. Seine große Streckenkenntnis der 1 362 Kurven⸗Rundſtrecke kam ihm ſehr zu gute. Für Zurücklegung der dreimal zu durchfahrenden Madonie⸗Rundſtrecke(324 Kilometer) hatte der Sieger 5 Stunden 54,18 Minuten benötigt. Hierzu gibt das„Sporttagblatt“ Wien folgende Schilderung: In der Kategorie bis zu 1000 Cem. ſtarteten ſieben Konkurren⸗ ten, in der Kategorie bis zu 500 Cem. acht. V. Maggiore, genannt das„Weiße Aß von Meſſina“, fuhr auf Harley⸗Davidſon bbutech bis 1000 Cem.) die beeſtle Zeit des Tages. Stundendn itt 54 860 Kilometer. Er bot eine Glanzleiſtung, indem er den vorjährigen Rekord, der gleichfalls auf Harley⸗Davidſon aufgeſtellt wurde, um 1 Stunde 3 Sekunden zu verbeſſern vermochte. Auch auf den zwei⸗ ten Platz dieſer Kategorie kam ein Harley⸗Davidſon⸗Fah⸗ rer. Die amerikaniſche Marke feierte nun ſchon den vierten ſant in den fünf Rennen um die Targa Florio. Die Reſuftate auten: Kategorie bis 1000 Cem.: 1. V. Maggiore, Har vidſon, 5 Stunden, 54 Minuten, 18 Sekunden(neuer Nerur 2. De Simone(Harly⸗Davidſon). Kategorie bis 500 Cem.: 1. Sam(Moto Guzzi):12:87; 2. Orl Geißler⸗München(Moto Guzzi):23:26. In der Kategorie bis 500 Cem. waren für das Rennen die Marken Moto Guzzi, die deutſche Marke Cockerell ſowie Borgo und Gilera genannt, für die Kategorie bis 1000 Cem. die Marken Harley⸗Davidſon, Douglas und Indian. Die bisherigen Sieger des Rennens um die Targa Florio der Motorräder, die ſtets über 324 Kilometer ging, waren: 5 1920 Malviſi, rley⸗Davidſon; 1921 Malviſi, Harley⸗Davidſon; 1922 Moretti Frera, 7::.9 drei Fünftel; 1923 Quattrocchi, Harley⸗Davidſon, 6: 54: 23. * Das Rennen um die Targa Florio der Motorräder fand auf derſelben Rundſtrecke ſtatt, auf der die beiden großen Rennen um die Targa Florio und Coppa Florio zur Entſcheidung gelangten. In der Vorſchau haben wir die ganz ungewöhnlichen Schwierigkeiten dieſes Rennkurſes näher hervorgehoben. Wir haben bemerkt, daß die morgigen Rennen über den„ſchwerſten Kurs der Welt“ führen, bei dem eine einzige Runde nicht weniger als 1500 Kurven aufweiſt. Da die Targa Florio der Motorräder über drei dieſer Runden führte, ſo hatten alſo die Fahrer nicht weniger als 4500 Kurven zu nehmen. Bezeichnend für die Qualität der ſieg⸗ reichen Marke Harley⸗Davidſon wie nicht minder für Ausdauer und Geſchicklichkeit des Fahrers Maggiore iſt der Umſtand, daß das „Weiße Aß von Meſſina“ den Rekord des Vorjahres um nicht weni⸗ ger als 1 Stunde 5 Sekunden zu verbeſſern vermochte. Man weiß ja, daß Höchftleiſtungen in ſo ſchwierigen Rennen, ob Automobil⸗ oder Motorradrennen, von Jahr zu Jahr, wenn ſie überhaupt über⸗ boten werden, doch nur um Minuten, bei kürzeren Diſtanzen oft nur um Sekunden, verbeſſert werden. Maggiore fuhr auf Harley⸗Davidſon einen Durchſchnitt von 54 Kilometer 860 Meter pro Stunde. Es iſt ſebſtverſtändlich, daß auf einer ſo überaus ſchwierigen Rennſtrecke mit ihren zahlloſen Steigungen und Gefällen und den beſagten 4500 Kurven ein 105 cher Durchſchnitt einen ſchlagenden Beweis für die hohe Kunſt des Fahrers wie nicht minder für die Zuverläſſigkeit und Betriebsfähig⸗ keit der Maſchine bedeutet. Wie regelmäßig die Harley-Davidſon⸗ Motorräder in dieſem Rennen fuhren, beweiſt, daß auch der zweite Platz von einem Fahrer dieſer Marke beſetzt wurde. Wenn ſchließ⸗ lich ein und dieſelbe Marke in fünf gleichen Rennen viermal den Sieg davon trägt, ſo iſt das ſicherlich genau ſo wie die obige Beſt⸗ zeit ein Rekord zu nennen. Rugemeines * feine Grundſtener für Sportplätze. Der Deutſche Reichsaus⸗ ſchuß für Leibesübungen teilt mit. Der preußiſche Finanzminiſter hat ſoeben durch Verfügung vom 9. April 1924 die Bedingungen be⸗ kanntgegeben. nach denen die Grund⸗Vermögensſteuer bei Grund⸗ ſtücken, die ausſchließlich der Pflege der Leibesübungen dienen, er⸗ laſſen werden kann. Im weſentlichen müſſen die Grundſtücke aus⸗ ſchließlich und unmittelbar der Pflege der Leibesübungen dienen und hierfür eingerichtet ſein. Es muß ſich um planmäßig und der All⸗ gemeinheit dienende nicht um gewerbsmäßige oder berufs⸗ mäßige Pflege der Leibesübungen handeln und es müſſen Vereine ſein, deren Mitalieder auf Grund ihrer wirtſchaftlichen Lage die Steuergebühr weder ganz noch teilweiſe tragen können. Schliehlich iſt Vorausſetzung. daß auch die Gemeinde ihre Steuer erläßt. Waſſerſtandsdeobachtungen im Monat April Rhein⸗Pegel 23. 24. 25. 28. 29. 30. ſmeckar- Begelſ 23. 21. 2⁵ 25. 20. E Schuſterinſel⸗).68].10.14J.00.37/3 27 Mannheim.56.5808.643.81.0f%5 „.73.853,013.05.20.64¼ beilbronn. Maxau..49.504.77.88.21.58 8 Mannbeim.55.363.64.72 4714.48 Raub.. 248 2778 Köln 3010287 277 277 285 280 2 2 wirłt San.-Rat Dr. Stralus Mie ein WMunder i, ee, schlag, Hautjucken, Flechiten besonders bei Zeinscidden und Rrampfadern der Frauen, sowie bei allen schwer heilenden Munden. Diese seit fast hundert qahren gebrauchte, aus den edelsten Materialien hergestellte Salbencteme wirkt desinftzierend, kühlend und heilend und sollte daner in keinem Haushalte fehlen. Originaldosen zu.25, 2, 30 und 4,30 Mark erhidlt. nhorn- Apotni. am Harkt RI, 23, Lòmen- N. d. Nanken E 2, lo, Felikuan-Apoth. Q 1, 3, Mohren · Apoch. lick in Mannkeim: Ei Apotk. 0 Setan · Apoth. Ed, i4,(ndchat der Bòese). 6. Seite. Nr. 200 Handelsblaff d Nei sbank und Golddiskontbank Zentralausschußsitzung der Reichsbank In der gestrigen Zentralausschugsitzung der Reichsbank Widmete der Vorsitzende, der Präsident des Reichsbankdirektoriums, Dr. Schacht, dem so jäh ums Leben gekommenen Staatsminister Helfferich einen ehrenden Nachruf, in dem er betonte, daß Helfferich seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen stets bereitwillig in den Dienst der Reichsbank und des deutschen Währungswesens gestellt habe. Fodann berichtete der Vorsitzende über die für die drei Aprilwochen vorliegenden Aus weise der Reichs- bank wobei er hervorhob, daß die Inanspruchnahme der Reichsbank eine befriedigende Entlastung aufwies. Der Gesamtumlauf an Zahlungsmitteln, der sich am 31. Dezbr. auf 27 Milliarden Geldmark gestellt und im ersten Ouartal eine Vermehrung um rund 350 Millionen 6% erfahren hatte, konnte bis zum 15. April um nahezu 200 Millionen 6, ein- geschränkt werden. Seitdem ist er noch weiter zurück- gegangen. Ueber die deutsche Golddiskontbank teilte der Vorsitzende mit, daß sie am 16. April ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen und bis einschließlich heute Kredite in Höhe von rund 500000 Pfund Sterling und 100000 Dollar erteilt und weitere Kredite von rund 1,1 Millionen bewilligt habe. Abgeschen von den bereits früher erwähn- ten Rediskontkrediten sind ihr neuerdings seitens eines amerikanischen Bankenkonsortiums noch solche Kredite in Höhe von 5 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt worden. Die Golddiskontbark wird in den nächsten Tagen ihren ersten Ausweis(per Ultimo April) veröffentlichen. Ein- zahlungen auf das Grundkapital von 16 Millionen Pfund sind bisher in Höhe von rund 62 Prozent erfolgt. Das einge- zahlte Kapital besteht zum kleineren Teil in Gold und aus- landischen Noten und zum größeren Teil in täglich fällig Werdenden Forderungen auf das Ausland. Weitere Ausführungen des Präsidenten waren der Frage der in der Oeffentlichkeit so viel umstrittenen Kredit- olitik der Reichsbank gewidmet. Für das Reichs- ankdirektorium steht in erster Linie die Forderung, daß nicht durch eine übermäßige Ausdehnung der gewährten Kredite die Stabilität der Währung erschüttert würde. Die Reichsbankleitung würdigt dabei vollkommen die Schwierig- keiten, die auf manchen Gebieten infolge der unheuren Kredit- und Kapitalnot bestehen. Zu einer Diskont- erhöhung zwecks Eindämmung der Kreditforderungen könne die Reichsbank sich trotz vielfacher Anregung zur- zeit nicht entschließen. Da die Kredite der Reichsbank überwiegend für lebensnotwendige Zwecke der Volkswirt- schaft gewährt werden, erscheine eine weitere Diskont- erhöhung gegenüber den Interessen der Allgemeinheit nicht vertretbar, während auf der anderen Seite angesichts der großen Kapitalnot manche Kreditanforderungen auch durch eine erhebliche Erhöhung der Zinssätze nicht abgewehrt werden könnte. Zum Schluß erörterte der Vorsitzende vertraulich den von dem Expertenkomitee der Reparationskommission vor- gelegten Plan einer deutschen Emissionsbank. 8 Jahresabschluß der B Bank Keine Dividende bei 9,4 Billionen Reingewinn Nachdem die Berliner Handelsgesellschaft, die ja eine besondere Stellung unter den Großbanken einnimmt, eine Dividende von 1 Prozent erklärt hat, eröffnet jetzt die Dresdner Bank den Reigen der Gropbankbilanzen. Da es sich um eine Papiermarkbilanz handelt, hat sich die Leitung der Bank entschlossen, von einer Dividenden- ausschüttung Abstand zu nehmen. Es ist nicht zu be- zZweifeln, daß alle anderen Großbanken diesem Beispiele kolgen werden.— Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgendes Bild: 1923 1922 (Billionen 4)(Millionen 4) Röhgewrinn 24 415 205 18 227 davon entfallen auf: Wechsel und Zinsen 13 643 712 11352 Provisionen 10 733 407 6 858 Ekfekten- und Konsortialbeteil.—— es erforderten: Handlungsunkosten 13 429 069 12332 Steuern 1577 200 3268 Reingewinn 9 408 934 2626 Dieser Reingewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen Werden. Effekten- und Konsortialgewinne, die recht erheb- lich gewesen sein dürften, werden wieder zur Stärkung des ———̃——(— 0 ——.—————T— ̃ ͤ—— Nfiennheimer Genera — inneren Status vorher abgeschrieben. Um eine Anleſhe zu garantieren bedürfe es nicht nur der — In der Bilanz fällt die Höhe der Gläubiger auf, die angesichts des notorisch geringen Depositenverkehrs recht stattlich sind, nämlich ca. 193 Millionen BiA. Von dieser Summe, die aus Markguthaben, Valuten und Goldanleihe be steht, sind ca. 180 Millionen Bic, eigentliche fremde Gelder (darunter 28 Millionen BI kurzfristige), der Rest sind Nostroverpflichtungen und Rumburskredite. Ueber Dollar gerechnet betrugen die fremden Gelder Ende 1922: 42, 1921: 100, 1920: 156 Millionen Bi“, sodaß immerhin eine Annähe- rung an etwas normalere Verhältnisse stattgefunden hat. Unter den Aktiven, in denen ebenfalls Valuten enthalten sind, erscheinen Nostroguthaben mit 76 Millionen BiA relatix hoch, sie betrugeen im letzten riedensjahr 1913 61 Millionen Goldmark. Kassa wird mit 20 Millionen Bil ausgewiesen, Wechsel mit 6 Millionen Bi4. Bemerkens- wert hoch sind die Vorschüsse auf Waren mit 22 Millionen Bi(1913: 116 Millionen Goldmark). Sie stellen diesmal ein Fünftel aller gegebenen Kredite dar, wWährend in Friedenszeiten auf diese Vorschüsse nur ein Zehntel entfiel. Debitoren werden mit 77 Millionen BiA- ausgewiesen. Wertpapiere, Konsortialbeteiligungen, dauernde Beteiligungen bei Banken und Bankgebäude erscheinen mit je 1 Billion. In einer Goldmarkbilanz würden diese Konten naturgemäß mit stattlichen Zahlen erscheinen. Sind doch beispielsweise, abgesehen von den Bankgebäuden, in den „dauernden Beteiligungen“ die an der Deutsch-Südamerika- nischen Bank, die mit unverändertem Friedenskapital arbei- tet und die an der Deutschen Orientbank enthalten. Die Bankgebäude standen im Frieden mit über 30 Millionen Goldmark zu Buche. Die Depositen haben weiter langsam zugenommen. Das Konsortial- und Effektengeschäft ist sehr still geworden, Während die Unkosten noch immer sehr hoch sind. Die Kreditansprüche können bei weitem nicht befriedigt werden. Die Zahl der Beamten stieg in 1923 von 19 144 auf 22 853, sie ist inzwischen stark abgebaut Worden. Die Danziger Filiale hat sich gut entwickelt. Die Deutsch-Südamerika- nische Bank hat ihr Auslandsgeschäft weiter in befriedigen- der Weise entwickelt, wird jedoch von der Verteilung einer Dividende für 1923 absehen, weil sich alle Aktien noch im Besitz des Gründer-Syndikats befinden. Die Deutsche Orientbank hat ihr deutsches Geschäft weiter ausge- stalten können und neuerdings auch den Geschäftsbetrieb ihrer Niederlassung in Konstantinopel wieder eröffnet. Die. Amsterdamer Kommandite Proehl u. Gutmann hat befriedi- gend gearbeitet und ein höheres Erträgnis abgeworfen. Frankenkurs und Industrie in Belgien Am 11. März 1924 stand das Pfd. Sterl. in Brüssel auf 134,30 Fr. Einige Tage später, am 19. März war es auf 100,50 Fr. gefallen. Am 2. April stürzte es gar plötzlich auf 84 Fr., stieg dann wieder in der Folgezeit auf ungefähr 90 Fr., um sich zurzeit auf nahezu 80 Fr. zu halten. Alle Berechnungen, alle Zukunfts- und Vorsichtsmahnahmen Werden hierdurch unbarmherzig vereitelt. Gewiß freut man sich auch in Belgien über die Frankenhausse, aber ihr ungeordneter Charakter, ihre exzessive Brutalität und ihre Unterbrechung durch plötzliche Rückschläge werden mit Bedauern verzeichnet. Denn bei solcher Unordnung ſindet niemand seinen Vorteil, außer einige wenige berufsmäßige Spekulanten. Im Gegenteil leidet nahezu jedermann darunter. Die Effektenbörse Wird durch unvorhergesehene starke Be- wegungen erschüttert, die keineswegs in der Lage der Industrien selber ihre Rechtfertigung finden. Zahlreiche Kapitalisten, nicht allein die großen, sondern hauptsächlich die kleinen, müssen wirklich unberechtigte Verluste erleiden. Im Lager der Industrie und des Handels hält man die Situation, wie sie durch die unerhörten Kursschwankun- gen sich herausgebildet hat, für fast unerträglich. Das übermäßige Unheil legt auch den Widerspenstigsten und Gleichgültigsten die dringende Notwendigkeit einer radikalen und endgültigen Intervention nahe, um einem derartigen Zustand ein Ende zu bereiten und dessen Rückkehr in Zu- kunft zu verhüten. Gegenüber Indiskretionen, halbwahren, unvollständigen, iIrrtümlichen, vorzeitigen Pressemitteilungen ist der Moniteur des Intéréts Matériels(24. April) in der Lage, besonders die Befürchtung zahlreicher belgischer Industrieller zu zer- streuen, als ob die seit längerem studierten Abhilfemaßnah- men den Interessen der Industrie nicht genügend Rechnung trügen. Das Fachblatt teilt mit, daß vor allem der A b- schluß einer Auslandsanleihe in Frage stehe. In den letzten Tagen hätten Beratungen stattgefunden mit Bankiers verschiedener Länder, die verschiedenen Gruppen angehören, nach der Richtung ob es zweckmäßig sei, eine Anleihe in diesem Augenblick auszugeben und unter welchen Bedingungen man sie evtl. unterbringen könnte. Indes be- kinde sich die Formulierung der Anleihe, weit davon ent- ———(—— -Anzeige — Mithilfe des Staates, sondern auch der Unterstützung de! Industrie und Finanz. Die Industrie dürfte volle Befriedi gung finden. Man gehe nicht nur auf eine Verbesserung des belgischen Franken aus, sondern weiterhin auf eine Regulierung des Wechselkurses, um alle brüsken un vorübergehenden Schwankungen zu unterdrücken. Letzteres sei die erste und wichtigste Forderung. Indes so fügt das Blatt hinzu, sei bei einer nach der Baisse im allgemeinen orientierten Währung das Wichtigste: Ausgleichung Zahlungsbilanz, Sanierung der Geldlage, Einschränkung der Staatsausgaben auf seine sichern Einkünfte und Reduktiog der außerordentlich aufgeblähten schwebenden Sch Letztere Maßnahmen seien, die Vorausselzung jedes Regu lierungsversuchs der Wechselkurse durch eine Auslands“ anleihe. * Personalien. Direktor Ludwig Diefenbach ha sein Amt als Vorstand der Moenania.-G. für chem. und pharm. Erzeugnisse, Darmstadt, niedergelegt. Deuisenmarkt Am internationalen Devisenmarkt ist nichts Neues 2 verzeichnen, nur fällt die andauernde Festigkeit des Schweizer Franken auf. Londůon gegen Schwels heute morgen 24,58 gegenüber 24,67 von gestern. Auf del Basis von 4,20 A stellte sich heute morgen der Schweizef Franken auf 74.90 Goldpfennig gegenüber 94,60 von gestern London-Paris 6776, Dollar in Paris 15,45 unverändert. Del französische Franken wurde heute mit 27,20, der belgisch“ mit 23 Goldpfennig und die Mark im bestezten Gebiet mi 18,70 gegen 18,45 per Dollar gehandelt. 805 Für die deutsche Bic, erhielt man in Zürich 13275 Cenlimes, in Amsterdam 0,6274 Cents. Das Pfund Sterling kostete 18,75 Bi,. Sonst lagen folgende Notierungen vor! Zürich auf Paris 36,35, London 24,65, Holland 210,10% New Vork 5,615, Madrid 77½%; Paris auf London 6780 Holland 578, New Lork 15,437, Belgien 84,97%, Mailand 69,0 New aVork 15,43%, die Schweiz 276, Madrid 210%%, Wien 22 London auf Paris 67,90, New Vork 434,78, Belgien 79,7 Mailand 97,93, die Schweiz 24,65, Madrid 32,02½, Holland 11,72, Prag 150 Amsterdam auf London 11,72, Parf 1735, die Schweiz 47.60, New Lork 267%, Brüssel 1470 Madrid 36,90, Prag 785—785. O Börsenhe richte Mannbheimer Uektenbörse * Mannheim, 29. April. Die Börse verlief geschäfts nische Hypothekenbank 2 bz.., Badische Anilin 127 bz. 65 Bremen-Besigheimer 15., Rhenania 4,25., Verein De scher Oelfabriken 23,5., Brauerei eee 21 B. Württembergische Transportgesellschaft 25., ampfkessel fabrik Rodberg 2,75 bz.., Gebrüder Fahr 4., Fuchs Waggon 1,25 etwas bz.., Germania Linoleum 6,25 Gs Karlsruher Maschinen 2,25 bz.., Knorr Heilbronn 3,5 8, 3,75., Mannheimer Gummi 1,25 bz.., Mez Söhne Freiburg 2,5., Neckarsulmer 3,5., Pfälzer Nähmaschinen 2 bz. G Unionwerke 6., Zellstoff Waldhof 676 bz.., Zucken Frankenchal 2,8 etwas bz.., Zucker Waghäusel 25 G. Waren und Märkite Berlin, 29. April. Für Altplatin wird uns ein Preis von 145—145„, für Gold von 280—282 4 je Granm genannt. Bremen, 29. April. Baumwolle. American Fully midaling c. 28 g mm loko per engl. Pfd. 32,67(33,35) Dollarcents- Berliner Metallbörse vom 29. April Preise in Festmark für 1 Kg. Eiektrolxtkupf 12350 15. 15— 2 dektro or 133,.— n Barren— eh. Ralfnadekupter 178-19 115-.7 zinn, absfaa..70•.80 407155 Blel%58⸗0 0,88.060 kinttenzinn.3540 0 Rohzink cd.-Pr.)——.— Hiokel.50.240 225•5 do.(kr.Verk.] 0,6 ⸗062 0,80-.81 Antimon.88.5790 0 1— Plattenzink.54..5ẽ5 0,84-0,58 Sliber fur 1 r. 91,59.8850 91,50 Aluminium—— Plaun p. Gr.— 2 Londen, 29. April(WB) Metallmarkt.(in Lst. L. d. engl. t. v. 1016 28. 29. 28. 29.] Blef 31.75 4 Kupferkass 63.05 63.65 bestselect. 69.— 68.75 Link 31.453475 do. 3 Monat 64.50 64.50 Nickel 120.— 130.— Queckhsilb. 14.25 7250 do. Elektol. 69.25 69,50 Zinn Kassa 248.75 240.75 Regulus 5 52.25.5 Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Mannheimer General⸗Anzeiger, G. m. b. H. Mannheim. B 6. 2. Direktion: Ferdinand Heyme— fredakteur: Kurt Fiſcher. 11 Verantwortlich für den politiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Volche für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommung olitiz zule okales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: kernt, endgültig festgelegt zu sein, noch in der Erörterung. Müller; für Handelsnachrichten, Aus dem Lande, Nachbargebiete, Gerichtg. zen übrigen redaktionellen Teil: Franz Kircher; für Anzeigen: Karl Hül 14 A85 2 NEpf F222 dr. 29 DfIbemnsofs Seifenpulver N Uberul ür dro gviuLIe AdnTcTT8ſelert prompt Eine kurze Mittellung irm Anzeigenteil unseres Blattes brinigt in Wenigen Stunden 1* vielen Tausenden zur Kenntnis —. wWes Sie momentan zu verkaufen, oder zu kaufes, zu verrileten oder zu mileten suchen. Haupt- sächlich als Verrnittler auf demi Seblete des Stellenmarktes und des Sachwerte- Austau- sches hat sich unser Mannheimer General-Anzeiger irerner arni besten bewährt. 38230 Drueksachen dreerel Dr. Haas. G.. b. 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Bulow Neues Theater im flosengarten Mittwoch, den 30. April 1924 .-.-B Ni 5841—6030 u. 6591—6850 u. 7501-8050 u. 10401— 10920 u. 11231—11300 u. 13801—14030 .-.-B. Nr. 2626—2750 u 5201—3300 u. 5951 bis 6000 u. 6251—6300 u. 6751—6850 u. 7051—7150 und 7201—7250 Familie Schimek Schwank in drei Aulizügen von Custav Kadelburg Qestaltun des Bühnenbildes: einz Orete. In Szeue gesetzi von Ado von Achenbach. Anfang 7½ Uhr. Ende nach 10 Uhr.] Aniang 7½ Uhr. Ende 10 Uhr. Wotan Hans Bahll Anton Kaltenbach Hans Godeck Benner Ogtter ael Rur Bernhardine, seine Fran Lene Blankenfeld Froh +— inre Tochter Helene 2 8Lanzleirzt ekeh Fritz Linn Dr. Nießling, Advokat Ernst Sladek — Zawadil Anton Oaugl rau Schimek Elise de Lank 2 ſetken Qusti Rôm ahn us fer- enne eier 2 e. Wert Vend Era Gerttud Hledenberg Resl, Btenstmzdeken b. Kslten- vom—— a G. bach Julle Sanden ussa Helken Auna, Dienstmädehen b. 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