Freitag, 23. Mai dezu gepreiſe: 3n mannheim und umged. vom 22 Mai die i0 5 doel: es Sold⸗pfg. die monatl. Sezieher verpflichten mutwenzietl. Henderung der wirtſchaftlichen verhältniſſe lhecton 10 werdende preiserhöhungen anzuerkennen. poſt⸗ Aanahel nummer 17800 Karisruhe.— Hauptgeſchäftsſrelle dolfe. 6 in ko. 2.— Seſchüfts⸗nebenſtelle Heckarſtadt. wald⸗ Fegecgln Sernſpr. ne. 71, J62, 7948.748, 7045. Celegr.-Rör. anzeiger mannheim. Erſcheint wöchentlich zwölfmal. Abend⸗Ausgabe lannheimer Gonomle Gadiſche Neuoſte Nachrichlen eilagen: Sport u. Spiel im Mannheimer General-Anzeiger„Aus Geit u. Leben mit Mannheimer Frauen- u. Muſik-Seitung Welle u. Schall Die neuen Parteiverhandlungen Die Richtlinien der Mittelparteien andt werlin. 23. Mai.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Ver⸗ bereinh ungen der Parteien der Mitte haben heute früh zu der 11 d arten Stunde be gonnen. An den Verhandlungen nahmen Lehr, Deutſchnationalen die Abgeordneten Schulz⸗ Bromberg, deutf ens, Hergt, Wallraf und Graf Weſtarp, für die 6 che Volkspartei, von der formell die Einladung ausgegangen die Abgeordneten Scholz, Kempkes und Dr. Curtius ür das Zentrum ſind erſchienen Stegerwald, Becker⸗ dr. E id. Giesberts, Spahn, für die Bayeriſche Volkspartei gei mminger und für die Demokraten Erkelenz und unnten Die Verhandlungen werden heute auf Grund der ſoge⸗ Aichtlin Richtlinien der Mittelparteien geführt. Der Entwurf der don ſtammt, was ja wohl kaum Geheimnis zu ſein braucht, demei Streſemann. Die Richtlinien als ſolcher aber, ſind das die ſeinſame Eigentum der Arbeitsgemeinſchaft, Unie zu ihnen bekannt hat und ſich auf ſie ſtützt. Beſondere Richt⸗ war,—8 Deutſchen Volkspartei, wie hier und da angedeutet worden liche gen nicht vor. Erörtert wurden einſtweilen lediglich ſ ach⸗ den ragen. An der Perſonenfrage zu rühren, iſt von ſunde teien der Mitte abgelehnt worden. Bis um die Mittags⸗ dung waren irgendwelche Entſchlüſſe noch nicht gefaßt, Entſchei⸗ einen, nicht einmal in Sicht. Um Irrtümern entgegenzutreten, die er wieder begegnen, ſei hier feſtgeſtellt: den iſt richtig, daß„auf Gründ des Gutachtens“ mit das gebner verhandelt werden ſoll. ſNach Anſicht der Regierung iſt lung zütachten die Grundlage für die Reparationsverhand⸗ tann überhaupt und deshalb Fundament, und an dem Fundament ſcho cht gerüttelt werden. Das empfiehlt ſich in dieſem Falle ſchäf deswillen nicht, weil ſonſt auch Frankreich ſich an dem Ge⸗ hat tat Rüttelns ſehr emſig beteiligen würde. Die Regierung ſich ſächlich die Gutachten auch bereits angenommen. Es handelt det günmiehr nur darum, die Widerſprüche des Inkrafttretens für ihte ten auszugleichen, um die Vorausſetzungen Ellenbo Durchführung zu ſchaffen. Dazu gehört, daß wir die wird, 1. icreiheit wieder bekommen, daß die Beſatzung beſeitegt und bet lgrenzen fallen, die Ausgewieſenen zurückgeführt werden Die B ſunde Beſprechung der Parteiführer dauerte in ſpäter Mittags⸗ derhanzh. ch an. Auch der Reichskanzler wurde telephoniſch zu den ſich, dor ungen hinzugezogen. In den Wandelgängen erzählt man 8 da 0 die Ned neuerdings wieder von einer Kanzlerkandidatur Bülows()) de, ie ſei.(Der Irrſinn höret nimmer aufl) kuſchnatdemoertiſche Mittagspreſſe behauptet, die nalen bemühten ſich, den Parteien der Mitte in der Lehöhung der Beamtengehälter 80 Prozenk von 1913 Berlin, 23. Mai.(Von unſ. Berl. Büro.) Mit Wirkung gechs ahnm ab ſollen nach einem geſtern gefaßten Beſchluß des netts die Beamtengrundgehälter auf 80 Prozent der ſecnung de bälter von 1913 umgeſtellt werden. Unter Hinzu⸗ Fea er ſozialen Zuſchläge(Frauen und Kinderzuſchläge) nähern an die Bezüge der verheirateten Unterbeamten mit mehreren und miden von 1913, während die der Beamten in den höheren mi naken geere Beſoldungsgruppen auch unter Hinzurechnung der ſo⸗ Lezüge zurückbleiben. wene aee der neuen Erhöhungen wird halbamtlich u. a. de mi 255: darrden Wirkung vom 1. Dezember 1923 feſtgeſetzten Gol d⸗ künſtechterhalge der Reichsbeamten mußten im Intereſſe der les oſten Staung der damals gerade unter großen Opfern er⸗ Rei Reich gilikät der Währung und zur Balanzierung sregierube ushalts derart niedrig gehalten werden, daß die Szei ˖ 5 ſie ſchon damals als nur für eine kur ze Ueber⸗ behentragbar erklärte. Eine uch mir ſchon mit Wirkung vom 1. April 1924 ab, insbeſon⸗ Ausrettug aber niclicht auf die Steigerung der Mieten. Dieſe Rege⸗ eich r den Lebensnotwendigkeiten der Beamten noch nicht f echnung, vielmehr blieben ihre Bezüge in den un⸗ iltlldungsgruppen noch um etwa 25 Prozent, 0 du mehr und höheren Beſoldungsgruppen kenkriegas 50 Prozent hinter den Bezügen der von alle zurück. Wenn auch nach dem verlorenen iüde, ſo erfor Teilen der Vevölkerung Opfer gebracht werden drößteer Erfülludern es doch ſtaatspolitiſche Notwendigkeiten, daß die ſuch in wiriſchafſſ der Staatsaufgaben betrauten Beamten vor den ſude die Opfer gichen Sorgen geſchützt werden. Insbeſondere ſind befond die bisher nicht nur von den Beamten des unteren, verlanars auch von denen des mittleren und Löheren dehrvölkerungt wurden, ſo groß wie bei kaum einem anderen Teil en vtragbg, Dieſe Verhältniſſe ſind jetzt nicht Nea Ae Röe 55 r. Vielmehr drängen ſie zu einer grundlegen⸗ Saaabenkreiſe zun 9, wenn der wiriſchaftliche Zufammenbruch dieſer swohl beund damit ſchwere Schädigungen für das allgemeine Verhindert werden ſollen. der nei 15 e ee entli c. rbeamlenausſchuß der. Deutſchen Volkspartei Khbung: über ſeine Sitzung vom 22. Mai folgende Ent Reichs L nüschluß“ dwartengehälte; Tegtettet, dhelte ſtun epriß, regierung gebührt Dank und Anerkennung für „vom 1. Juni ab die unaufſchiebbare Erhöhung der dabe ureten zu laſſen. Der Reichsbeamtenausſchuß zips eunter Aufrechterhaltung des durchaus geſunden bs beſonders die am ſchlechteſten bezahlten wiſſe Aufbeſſerung er⸗ Außenpolitik und der Perſonalfrage entgegenzukommen. Ihre Ver⸗ ſuche ſeien aber bereits daran geſcheitert, daß Dr. Marx in dem Kabinett der Deutſchnationalen den Vizekanzlerpoſten abgelehnt hätte. Sie verzeichnen ferner das Gerücht, von deutſchnationaler Seite ſei dem derzeitigen Reichskanzler darauf das Amt des preußi⸗ ſchen Miniſterpräſidenten zugeſichert worden. Ueber die Kernfrage, ob der Eintritt der Deutſchnationalen in die Regierung möglich, ob er im allgemeinen Intereſſe wünſchenswert ſei, gingen die Mei⸗ nungen in den Mittelparteien noch ſehr weit auseinander. Die Ab⸗ neigung gegen eine Regierungskoalition der Mitte mit den Deutſch⸗ nationalen ſei auf dem linken Flügel des Zentrums noch gewachſen, während die Demokraten beſondere Bedenken hinſichtlich der außen politiſchen Belaſtung durch ein deutſchnationales Kabinett geltend machten. Ein Appell aus Aachen an die Deutſchnationalen Die Aachener Induſtrie⸗ und Handelskammer hat an den Staatsminiſter a. D. Wallraf, als den rheiniſchen Führer der Deutſchnationalen folgendes Telegramm gerichtet: „Induſtrie und Handel Aachens, vertreten durch die Handels⸗ kammer, erwarten von der Deutſchnationalen Volkspartei, daß ſie das Sachverſtändigen⸗Gutachten unbedingt an⸗ nimmt, um unabſehbares Unheil von Rhein, Ruhr und ganzem deutſchen Vaterland abzuhalten.“ Der Slandpunkt des Völkiſchen Blocks Nach einer Meldung aus München wird in der völkiſchen Preſſe feſtgeſtellt, daß entgegen anderslautenden Meldusgen die Fraktion des Völkiſchen Blocks in der nationalen Regierung ganz anders gegenüberſtehen werde als einer Regierung mit ſtiller Teilhaber⸗ ſchaft des Marxismus. Es ſei unrichtig, daß die Fraktion der neuzubildenden Regierung von vornherein in Kampſſtellung gegenüber ſtehen werde. * 45 5. Verdächtige Tribünen⸗„Beſuche“ Reichstagspräfident Löbe gibt an ſämtliche Mitglieder des Reichstags folgende Mitteilung aus: 5 „Für die erſten Sitzungstage des Reichstages ſind ſo zahl⸗ reiche Anträge um Geſuche auf Tribünenkarten geſtellt worden, daß dieſe Wünſche auch nicht im entfernteſten erfüllt werden können. Um eine Ueberfüllung des Gebäudes an dieſen Tagen zu vermeiden, wird angeordnet, daß vor Eröffnung der Sitzung nur Beſucher mit Ausweiſen, die vom Büro des Reichstages ausge⸗ ſtellt ſind, Zutritt zum Hauſe erlangen. Vom Sitzungsbeginn an werden weitere Beſucher in beſchränkter Zahl zugelaſſen und den Ab⸗ geordneten gemeldet. Bei ſtärkerem Andrang muß mit zeitweiliger Schließung des Hauſes gerechnet werden, worauf die verehrlichen Mitglieder des Reichstages ihre etwaigen Gäſte am beſten im voraus aufmerkſam machen. Die neugewählten Abgeordneten werden ge⸗ beten, um Irrtümer von vornherein zu vermeiden, ihre Karten zur Legitimation bei ſich zu führen.“ Die„verehrlichen Mitglieder“, die zu dieſer Verfügung Anlaß gegeben haben, ſind vermutlich die Kommuniſten. Gegen die von ihnen geplanten Handſtreiche ſoll, was ſehr ſelbſtverſtändlich iſt, der Reichstag geſchüßt werden. Beamtengruppen bedacht und daß die Not der kinder⸗ reichen Famibien beſeitigt wird. Der Reichsbeamten⸗ ausſchuß erwartet ferner, daß die Schlechterſtellung der Reichs⸗ beamten gegenüber den Beamten der meiſten deutſchen Länder und Kommunen in Bezug auf Urlaub, Arbeitszeit und Dienſteinteilung aufgehoben wird.“ Der Reichstagsfraktion wurde für ihre Tätigkeit auf beamtenpolitiſchem Gebiet volle Zuſtimmung ausgeſprochen. das künſtige Kabinett Herriot Wie Pariſer Blätter melden, ſoll Herriot bereits im weſent⸗ lichen ſein Kabinett zuſammengeſtellt haben, falls er die Kabinettsbildung übernimmt. Im Verlaufe des geſtrigen Abends wurde offiziell bekanntgegeben, daß Painlevé ſich entſchloſſen habe, offiziell als Kandidat für den Präſidentenpoſten der Kammer aufzutreten. Während er ſelbſt das Miniſterium des Aeußern über⸗ nimmt. ſoll das Miniſterium des Innern dem Senator Schrammeck übertragen werden. Als Unterrichtsminiſter ſei Senator Francois Albert endaültia gnewonnen. Der Radikale Camille Queuilte, durch den der frühere Finanzminiſter in der Wahl zu Fall gebracht wurde, ſei für das Ackerbauminiſterium vorgeſehen. Painlevé bei Poincare Geſtern nachmittag hatte Painlevé eine längere Aus⸗ ſprache unter vier Augen mit Poincaré, in der die auswärtige Lage und vor allem auch die Reparationsfrage beſprochen wurde. Wie der„Matin“ berichtet, habe Painlevé dabei beſonders die freund⸗ ſchaftliche und verſöhnliche Haltung des enaliſchen Premierminiſters hervorgehoben. Ferner ſeien die Ereigniſſe in Deutſchland beſprochen worden. Die kommenden Männer ſeien der Meinung, daß Deutſchland nicht allein für das Erſtarken des Alldeutſchtums verantwortlich zu machen ſei. Die Regierung Clemenceau habe ſei⸗ nerzeit den nicht wieder aut zu machenden Fehler begangen. die Ent⸗ wicklung der deutſchen Demokratie nicht zu erleichtern. Die bisherige franzöſiſche Politik ſei nicht geeignet geweſen, die de⸗ mokratiſchen Parteien in Deutſchland zu ſtärken. Painlevé habe nach ſeiner Unterredung mit Poincaré einem Vertreter des„Matin“ er⸗ klärt. es werde notwendig ſein. eine Geſte der Humanität, allerdinas nicht eine Geſte der Schwäche, zu unternehmen. Man d müſſe den deutſchen Demokraten belfen. die Oberhand zu gewinnen. 898 1* 6* Franzöſiſche Verluſte in Syrien Paris, 23. Mai. Die Bewegung in Syrien breitet ſich im⸗ mer weiter aus. Die letzten Kämpfe brachten den franzöſiſchen Truppen ſtarke Verluſte, ſodaß ſie ſich vor den Arabern zurückziehen mußten. Die Aufſtändiſchen überfallen plan⸗ mäßig die franzöſiſchen Munjtions⸗ und Verpflegungskolonnen. Stockholm, 23. Mai. Der bisherige deutſche Geſandte in Stockholm, Madolny. iſt geſtern vom König in Abſchieds⸗ audienz empfangen worden. Verkaufspreis 10 Soldyfennig 1924— Nr. 241 Foigt Anzeigenpreiſe nach Tarif, dei vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Rllgemeine Anzeigen.40 Soldmark Reklamen 2,— Solöòmark. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Rusgaben wird keine verantwortung übder⸗ nommen. Höhere Sewalt Streiks, Setriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder ſür verſpätete Rufnahme von An⸗ zeigen. Auftr. 8. Lernſpr. ohne Sewähr. Serichtsſt. Mannbeim. Aus Feld u. Sarten Wandern u. Neiſen die Speiſung der Iwölfhunderttauſend Ein Sonderkapitel im Ruhrkonflikt (Von unſerm ſtändigen Ruhr⸗Vertreter.) Man muß es von außen her eigentlich als ein Wunder anſehen, daß es bei dem Ruhrkonflikt doch immerhin noch recht ruhig zugegangen iſt und ruhig zugeht. Es finden wohl die wüſteſten Hetzverſammlungen der Kommuniſten und Unioniſten ſtatt, man weiß zudem, daß die Stimmung in der Bergarbeiterſchaft auch da allgemein recht erbittert iſt, wo man kaum von politiſchem Radika⸗ lismus ſprechen kann, und man hat ja auch von kleineren Exzeſſen gehört, von Ueberfällen auf Notſtandsarbeiter und kleineren Rei⸗ bereien mit Poliziſten, wobei beſonders das ſogenannte ſchwache Geſchlecht ſich durch zweifelhafte Heldentaten auszeichnete. Aber inzwiſchen iſt den Leuten doch das Geld ausgegangen, zumal ſie bei der letzten Lohnzahlung am 12. Mai doch nur die paar Groſchen für höchſtens zwei Schichten bekommen haben. Um nach den früheren Erfahrungen, deren wir nun ja überreichlich in der Taſche haben, hätte man doch eigentlich längſt mit wilden Ueberfällen auf die Stadt⸗ und Gemeindeverwaltungen und vor allem mit Plün⸗ derungen und ihren blutigen Folgeerſcheinungen rechnen müſſen. Aber das Wunder, daß ſie bisher vermieden wurden, hat doch ſeinen recht realen und recht irdiſchen Untergrund. Und dieſer liegt ganz einfach in der Finanzierung des Streiks. Die Ge⸗ werkſchaften ſind dazu nicht in der Lage, weil ihre Kaſſen leer ſind. Selbſt die kommuniſtiſche Zentrale hat es ja abgelehnt, mit Geld⸗ mitteln einzugreifen, obwohl dieſe Kreiſe mit ihrem Maulhelden⸗ tum doch immer am ſtärkſten ſind. Naive Leute haben im Aufang des Konfliktes wohl auch mit Unterſtützungen aus dem Ausland() gerechnet. Sie ſahen, wie ſo oft ſchon, auch bies⸗ mal ſchönklingende Entſchließungen und billige Aufmunterungstele⸗ gramme bereits als Barſcheck an, um dann hinterher die Ent⸗ täuſchung zu erleben, daß er nirgends eingelöſt wurde. Beſondere Hoffnungen hatte man diesmal wohl auf England geſetzt, dabei aber überſehen, daß die engliſchen Streikkaſſen im Augenblick wohl ſelbſt an einer ziemlichen Ebbe kranken müſſen, weil doch gerade die Engländer im letzten Jahr eine ganze Kette von Ausſtänden und Ausſperrungen zu finanzieren hatten. Daß ſie unter dieſen Umſtänden, ſelbſt unter der unwahrſcheinlichen Vorausſetzung des beſten Willens zur Hilfe, nicht viel mehr als Solidaritätserklärungen beiſteuern konnten, mußten ſich vernünftige Leute alſo doch von vornherein ſelbſt ſagen können. Die Finanzierung des Kampfes mußte alſo wohl oder übel andere Wege gehen. Gleich nach dem Beginn des Streiks ſetzten die Gewerkſchaftsführer ſich deshalb mit den Stadtverwaltun⸗ gen und den kaufmänniſchen Vereinigungen in Ver⸗ bindung, um mit mehr oder minder ſanftem Druck bei ihnen Unter⸗ ſtützungen herauszuſchlagen. Meiſt hatten dieſe nun zunächſt die Form von Aufrufen, die die Bevölkerung zu freiwilligen Spenden aufforderten. Manche kaufmänniſche Vereine lieferten wohl auch arößere Lebensmittelmengen ab. Der Grund zu dieſer Hilfsbereit⸗ ſchaft lieat ganz einfach in der Furcht vor Wiederholung der früheren Plünderungen, aber über dieſen Charakter der Schaufenſterverſiche⸗ runa hinaus ſpielt wohl auch noch die Erwäguna mit, daß höhere Löhne für die Bergarbeiter mit der(natürlich fälſchlich angenomme⸗ nen) Steigerung ihrer Kaufkraft auch dem Geſchäftsmann zugute⸗ kommen. Bei den Stadtverwaltungen liegen die Dinge für die Gewerk⸗ ſchaftsführer eigentlich noch etwas günſtiger. Einmal ſind die Ge⸗ meinderäte durch die Maiwahlen ſehr ſtark radikaliſiert worden. und damit müſſen auch die Verwaltungen rechnen. Andererſeits ſitzen ſa gerade in dieſen Verwaltungen eine ganze Menge frühere Gewerk⸗ ſchaftsſekretäre, und daß ſie ihren Einfluß geltend machen, iſt ſelbſt⸗ verſtändlich. Ihre Fürſorge brachte es übrigens auch zuwege, daß eine aanze Reihe ihrer früheren Kollegen jetzt, da ſte von ihren Ver⸗ bänden nicht bezahlt werden können, bei Stadt⸗ und Gemeindever⸗ waltungen unterkriechen konnten, alſo auch von dieſen ihr Gehalt oder weniaſtens einen gewiſſen Lohn erhalten. Zu allem übrigen iſt natürlich die Sorge der Gemeinden um Ausſchreitungen recht be⸗ areiflich, und von hier aus läßt ſich die Beruhigungsabſicht auch durchaus rechtfertigen, ſoweit es ſich um die erſten Maßnahmen han⸗ delte. Mit dem Aufruf ſchickten die Gewerkſchaften dann Sammler von Haus zu Haus, wobei es ja jedem einzelnen Bürger überlaſſen blieb, ob er etwas geben wollte oder nicht. Eine gewiſſe Beeinfluſſung der öffentlichen Meinung, die bei einer Behörde zum mindeſten recht anfechtbar iſt, lieat freilich auch ſchon in dieſer Unterſtützung. Aber weit gefährlicher iſt doch die Hal⸗ tuna. zu der ſich faſt alle Gemeinden dann im Verlaufe des Konfliktes haben drängen laſſen. Jetzt geht der kommunale Eingriff in dieſen ſozialen Kampf ſchon ſeit einer Reihe von Tagen bis zur Gewäh⸗ runa aenereller und unmittelbarer Hilfe. Durch⸗ gängia wird ſie in drei Formen gewährt. Zunächſt haben die Gemeinden ſich bei der Reichsbank ins Mittel gelegt, um ſie zur Gewährung arößerer Kredite an den Großhandel zu veranlaſſen, die ſoqgar pro Kopf der Bevölkerung ausgerechnet ſind. Außerdem geben die Städte aber auch bereits geldliche Unterſtützungen, und zwar je nach ihren flüſſigen Mitteln in Baar oder in Gutſcheinen, die von den Kaufleuten an Zablungsſtatt angenommen und ihnen wieder beim Einkauf vom Großhändler angerechnet werden. Dazu kommt dann noch als Drittes die Maſſenſpeiſung, die von faſt allen Städ⸗ ten in einem Umfana ausgebaut worden iſt. wie ſie ihn ſelbſt in der Zeit des paſſiven Widerſtandes nicht hatte. So werden in einer der mittelaroßen Induſtrieſtädte täglich etwa annähernd hunderttauſend Portionen verteilt! Damit haben die Gemeinden ſich eine Laſt aufgeladen, deren Folgen man ſich ſehr leicht ausrechnen kann. Das Ruhrgebiet hat etwa 450 000 Bergleute. Rechnet man nun ein Drittel ab, da ein⸗ zelne Gemeinden in der Beköſtigung der Junggeſellen und in an⸗ deren Fällen gewiſſe Einſchränkungen machen, ſo bleiben immer noch 300 000. Bei einer Familienrechnung von durchſchnittlich vier Köpfen ergibt ſich die ſtattliche Zahl von 1,2 Millionen Perſonen, ie aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden. Die Unter⸗ ſtützungsſätze bewegen ſich durchſchnittlich pro Kopf und Tag um 59 Pfennige. Unter Einrechnung der Speiſung geht man ſicher nicht zu hoch, wenn man alſo den Unterſtützungsſatz pro Familie und Tag mit. drei Mark veranſchlagt. Das ergibt pro Tag ſchon eine Summe, die in die Millionenzahl hineingeht. Nun iſt aber jedem Kind bekannt, daß die Gemeinden ſchon mit ihren bisherigen Ein⸗ künften nicht auskommen, daß andererſeits aber der Staat die Rückerſtattung ablehnt. Gewiß ſollen die geliehenen Beträge nach der Wiederaufnahme der Arbeit zurückgezahlt werden. Aber glaudt denn ein Menſch im Ernſt daran, daß das Geld auch wirklich zurüchkehrt? Unter dieſen Umſtänden kann man ſich an fünf Fingern abzählen, daß die Gemeinden des Ruhrgebietes, wenn der Konflikt auch nur noch kurze Zeit weitergeht, ihrem Ruin entgegen⸗ treiben. —— ——— ALelephonieren würde! 2. Seite. Nr. 241 Man muß ihnen gewiß zugute halten, daß ſie zum größten Teil unter dem Druck der Straße ſehen und die Aſige poben, 55 ſchreitungen großen Stils zu vermeiden, die ohne dieſe Unterſtützung unvermeidlich wären. Aber es iſt auf der anderen Seite doch auch ein Unding, die Unterſtützung bis zur offenen Parteinahme und bis zu einem Umfang zu treiben, der den Zuſammenbruch der Kommunen herbeiführen muß. Zumal man es den Werken nachher kaum verdenken kann und der Rechtsweg ihnen kaum Unrecht geben wird, wenn ſie ſich weigern, weiter Steuern an die Gemeinden ab⸗ zuführen, die dieſe doch zu ungeſetzlichen Zwecken verwenden. Dazu kommt auch noch, daß dieſe Art Kommunalpolitik nicht mehr und nicht weniger als eine Inflation bedeutet, die ſich denn auch bereits ſtark preisverteuernd auswirkt. Auf dieſe Weiſe iſt es für den Augenblick natürlich ſehr leicht, einen Arbeitskampf zu finanzieren, aber mach der Methode der Speiſung der Zwölfhunderttauſend hat eben die Allgemeinheit die Koſten zu bezahlen. Der Friedensſtand des tchechiſchen Heeres Nach einer Meldung aus Prag hat die Regierung dem Ab⸗ Pordnetenhaus eine neue Vorlage unterbreitet, durch die der Friedensſtand des Tſchechoſlowakiſchen Heeres geregelt wird; ſie ſetzt den Friedensſtand vom 30. Sept. 24 bis 31. März 1925 auf 150 000 Mann feſt und vom 1. April 1925 bis 30. Sept. 1929 auf 90 000 Mann. Im allgemeinen wird durch das neue Ge⸗ ſetz eine Verringerung des Friedensſtandes von 150 000 Mann auf durchſchnittlich 120 000 Mann eintreten. Ueberdies ſoll der Frie⸗ densſtand vom 1. April an auf weitere 4000 Mann verringert werden. Deutſches Keich Der Kronprinzenbeſuch in Polsdam 5 Berlin, 23. Mai.(Von unf. Berl. Büro.) Die in einem Teil der Preſſe verbreitete Nachricht, daß der Kronprinz an einer Gedenkſteinfeier des Regiments Garde du Corps in Potsdam teilnehmen wollte, trifft, wie wir von zuſtändiger Seite hören, nicht zu. Der Kronprinz weilt zwar augenblicklich in Potsdam, hat aber nicht die Abſicht, an dieſer Feier teilzunehmen. Im übrigen liegt die Sache nicht etwa ſo, daß dem Kronprinzen verboten wäre, das Gelände von Oels zu verlaſſen, ſondern er hat ſich bei ſeiner Niederlaſſung in Deutſchland nur verpflichten müſſen, als Privatmann ruhig und zurückgezogen zu leben. Da die Feier in Potsdam auf dem geſchloſſenen Kaſernenhof ſtattfindet, Umzüge uſw. nicht erfolgen, die Feier alſo als eine geſchloſſene zu betrachten iſt, ſo wäre gegen eine eventl. Teilnahme des Kronprinzen an ſich nichts einzuwenden. 1 Berurteflung eines Kommuniſten Vor dem Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik hatte ſich geſtern der 21jährige Sekretär des Bundes der kommu⸗ niſtiſchen Jugend in Breslau, Richard Monden, wegen Vor⸗ bersitung zum Hochverrat zu verantworten. Nach der Anklage war die Tätigkeit Mondens darauf gerichtet, die von der kommuniſti⸗ ſchen Partei beabſichtigte gewaltſame Aenderung der Verfaſſung des Deutſchen Reiches entſprechend den Anweiſungen der Zentrale vorzubereiten. Dem Angeklagten wurden mildernde Umſtände zu⸗ gebilligt, da er aus politiſchem Idealismus handelte. Das Urteil lautete aufl ein Jahr ſechs Monate Feſtungshaft und 100 Mark Geldſtrafe. Drei Monate der Unterſuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Der Vertreter der Reichsanwaltſchaft hatte zwei Jahre drei Monate Feſtungshaft beantragt. Ein volksparteilicher Auflöſungsankrag im braunſchweigiſchen Landlag In der Mittwoch⸗Sitzung des braunſchweigiſchen Landtages brachte die Fraktion der Deutſchen Volkspar⸗ tei einen Antrag auf Auflöſung des Landtags ein. Begründet wurde der Antrag mit den Reichstagswahlergebniſſen, die zeigten, daß die jetzige Zuſammenſetzung des Landtages den Willen der »Mehrheit des braunſchweigiſchen Volkes nicht mehr entſpreche. Für den Antrag ſprach ſich der einzige Kommuniſt und gegen ihn die Sozialdemokraten aus. Der Antrag wird zunächſt einer Ausſchuß⸗ beratung unterzogen Aus dem Reichsrat Der Re 15 srat genehmigte in ſeiner geſtrigen Sitzung neben verſchiedenen kleineren Vorlagen die dritte Ausführungsver⸗ ordnung zu der Verordnung über die Erwerbsloſenfür⸗ ſorge. Mit einer weiteren Verordnung zur Durchführung der Aufwertungsbeſtimmungen der 3. Steuernotverordnung erklärte ſich der Reichsrat gleichfalls einverſtanden. Die Ver⸗ ordnung enthält Vorſchriften über die Einrichtung der Aufwertungs⸗ ſtellen und über das Verfahren vor dieſen. Grundſätzlich wurden * Mannheimer Genueral⸗Anzeiger(Abend⸗Ausgabe) Freitag, den 23. 8 2 8 und m 7 3 Damit aber wird man vermutlich es genug ſein laſſen 0 be⸗ Neichstags⸗Sitzfragen in den alten Zeiten mit einem viergliedrigen Präſidium 1 5 durch e e 1 gnügen. iſt im Reichstag die Platzfrage gelöſt worden. Die beſtan anntli 5 die Abgeordneten, um ſic gegen bdert 21 Rochmals der Schweyerbrief erſtan r neue Reichstag gegen den alten ſich vergrößer o Platz zu ſchaffen, derlei beſorgten, unter der Leitung des Direktors, Eine Preſſe · Aontroverſe z er⸗ Tiſchler und Tapezierer, wie ſie ſchon vor vier Jahren das beſorgt Die Bayeriſche Volkspartei⸗Korreſpon der der hatten, wo die Aufgabe weſentlich ſchwieriger war und nahezu 100 klärt zu dem von uns auszugsweiſe wiedergegebenen rtike Ab⸗ neue Ankömmlinge untergebracht werden mußten. Vielmehr handelte„Baneriſchen Staatszeituna“ über die Hannover 6 de es ſich um jene llebung, die uns allen aus den Tagen vergangener feimmung, es müſſe als unerhört bezeichnet werden agte⸗ Schulfreuden wohlvertraut iſt und die wir das Setzen zu nennen Staatszeitung“ ſich ermächtiat fühlt ein Mitalied der Stade, pflegten. Damals— es iſt wohl auch heute noch ſo— wurden wir, 92 ferung in 9 frörm zu Weuboen er Hinwe je nachdem, nach den Augen, dem Gehör, den Leiſtungen geſetzt. Im die bober iſche Ged kiſch ift 15 ich ver en. da hier Aneg deutſchen Parlament(und auch in manchen anderen) wird man nach 25 12 0 it b5 105 135 en n 55 der fl der Geſinnung geſetzt. Rechts die Regierungsparteien, links die Oppo- Daz eine dg Si ende Interpretati möglich identifizieren weſſe ſition. Das ließ ſich zwar nicht immer und nicht ganz rein durch⸗ das bayeriſche Staatsminiſterium unmöglich i 115 + fizielh führen. Für lange Zeitſpannen rückte auch die Mitte, das Zentrum, Der einzia korrekte Standpunkt. den 1 ſei del f0 in die Oppoſition und zwar in eine ſehr nachdrückliche und die Na⸗ Bayern in der Frage des Artikels 18 einnehmen in miſchung i⸗ ha tionalliberalen, die räumlich die Nachbarn des Fortſchritts geblieben einer ehrlichen und aufrichtigen Ablehnunga jeder ren deul⸗ un waren, aus dem ſie einſt ſich losgelöſt hatten, bildeten lerinnert man die internen Vorgänge innerhalb des Gebietes eines an 15 llice ſich noch des Trios Windhorſt, Richthofen, Grillenberger) eine gott⸗ ſchen Landes. Das könne aber nicht als eine rechtloſe und e 1 Nol m ſelige Inſel im Meer der Verworfenheit. Aber im allgemeinen traf Entſcheidung des ſogenannten offiziellen Bayern zugunſten bundes⸗ 0 die Scheidung doch zu und da im neuen Deutſchland, im Reich wie wendiakeit einer preußiſchen Vorherrſchaft in jeder künftigen it in Preußen, die Konſervativen immer Regierungspartei, Sozialdemo⸗ ſtaatlichen Form eines deutſchen Reiches gedeutet werden. kraten und 5 meiſt 11 n waren, ge⸗ 10 wöhnte man ſich daran, für ſie Rechte und Linke als Synonyme zu 2 242 N gebrauchen, ohne noch viel an Entſtehungsgeſchichte und die Ab⸗ Badiſche politit 15 50 leitung der Bezeichnungen zu denken. 8 0 Das badiſche Penſionsgeſetz vor dem Reichsſchiedsgeticſ dü Dann kam die Revolution und brachte den Wandel. Das Meichsſchiedsgericht hat in ſeiner Situng vom 14 ai 5 f 5 2 118 2 ie von 5 31 9 at Nun reihten ſich, wenigſtens zunächſt, die Regierungsparteien vo e eee Ie Ausführung links nach der Mitte zu auf und rechts ſaßen die Oppoſitionellen. Das blieb natürlich nicht für die Dauer, konnte im parlamentariſchen Staat mit ſeinen wechſelnden Mehrheiten und wechſelnden Regie⸗ rungen gar nicht von Dauer ſein. Aber die alten Beziehungen wareg doch erloſchen. Die Platzverteilung im Parlament drückte nicht mehr, unwandelbar und von Seſſion auf Seſſion ſich ver⸗ tag, der ehedem freikonſervatipe Profeſſor Bredt führt, ſind einige, wenn man ſo will, fremdartige Elemente eingeſprenkelt. Aber ſonſt ſind es in erweiterter Auflage und etwas reicher muanciert, eben doch die Verfechter und Lobredner des andien régime. Die Fäden zwiſchen den Deutſchnationalen und den Völkiſchen gleiten hinüber und herüber. Es gibt ſogar zahlreiche Grenzfälle, bei denen die Un⸗ terſchiede mit bloßem Auge überhaupt nicht wahrnehmbar ſind. Sonſt hat ſich im äußern Bild des Reichstags kaum etwas ge⸗ ändert. Nur daß die Bayeriſche Volkspartei von dem linken Flügel des Zentrums auf den rechten übergeſiedelt iſt. Nicht ganz nach ihrem Wunſch. Sie hätte es gern noch lebhaft angedeutet, daß ſie mit den Royaliſten und„laudatores temporis geti“ in eine Schlacht⸗ reihe gehört. Im Grunde ſind das freilich alles nur Spielereien. Es hat einen gewiſſen Sinn, daß die aus Tradition und auf Grund ihrer Anſchauungen zuſammenhängenden Gruppen auch nebeneinander ſitzen: das erleichtert bei Abſtimmungen Präſidenten und Büro die Ueberſicht über das Haus. Wer damit indes irgendwelche poli⸗ tiſchen Demonſtrationen verbinden zu können glaubt, zählt zu der (unter den in Deutſchland Politiſierenden allerdings weit verbrei⸗ teten) Spezies der Kindsköpfe. Ernſthafter ſchon liegen die Dinge bei der zukünftigen Beſetzung des Präſidiums. Daß Herr Loebe, der ſein Amt ſicher mit Geſchick und Würde verſah, zurücktreten muß, iſt ſelbſtverſtändlich. Die Deutſchnationalen ſind die ſtärkſte Fraktion und alſo haben ſie nach Brauch und Herkommen den Präſidenten zu ſtellen. Soweit iſt auch alles klar und unumſtritten. Auch das den Sozialdemokraten der Poſten des erſten Vizepräſiden⸗ ſtimmungen Badens zum badiſchen Penfionsergänzungsgeſe hatte 5 2. März 1921 im weſentlichen für begründet erklärt. 17 1 dieſe ſo geſtaltet, daß Altpenſionäre d. h. vor dem 1. fen penſionierte Beamten und Lehrer, auch wenn ſie keine Spite 5 inne hatten, nicht in allen Fällen nur die Penſionsbezüge gangsgruppen des neuen Gehaltstarifs, alſo der Gruppen 7 die del 1 Sie hofft, daß Deutſchland und Frankreich die nehmen werden und billiat auch die Annahme durch die en Mein Bad pibene b E. 92 10 he erbe⸗ ſas nähere oder entferntere, das freundliche oder feindliche 155 Regierung 0 Es war nicht mehr ſo(von der Fe e e ſondern unter gewiſſen Vorausſetzungen können D00 än Miniſterbonk geſehen): die Schafe zur Rechten, die Böcke zur Lin⸗ ne alſo 3. B. 8 und 11 erhalten ub 15. al ken. Die Plätze rechts hatten einen anderen Sinn bekommen: hier Reich verlangt, daß Altpenſionäre nur in die Eingang ich deſ a¹ wohnten jetzt die Leute, die den Staat, wie er nach dem verlorenen geſtuft werden, können, und das Reichsſchiedsgericht ha auch i Krieg und der Umwälzung wurde, grundſätzlich ablehnten. Die 51—— Rückſicht auf das Sperrgeſetz aceeee eſtil, m Verfechter der alten Ordnung, die Lobredner des ancien régime. ie Lehrer, indem es die für dieſe günſtigeren bayeriſch⸗ chtlih der ge mungen als nicht ausdehnungsfähig erachtete. Nur hinſi Grum ve Schließlich iſt es ja auch ſo gegangen und wäre weiter gegan⸗ Zwangspenſionäre, d. h. der badiſchen Penſionäre, die aul91 balb de gen. Den neuen Gruppen, auf Grund unklarer Forderungen ge⸗ der badiſchen Staatsminiſterialentſchließung vom 2. Weß der badi⸗ in wählt und mit zum Teil unausgedachten und ſyſtemloſen Pro⸗ dem erſten April 1920 in den Ruheſtand treten mußten, iſ ahm, ſie grammen ausgerüſtet, war es vorbehalten, hier„Fragen“ zu ent⸗ſſche Standpunkt durchgedrungen. Das Schiedsgericht durch di decken. Rechtſchaffene„querelles allemandes“, über die man ſich daß kein anderes Land die Altersgrenze ſo ſich a! ßung, 5i re wohl lang und eifervoll geſtritten hätte, wenn nicht den um Herrn geführt hat wie Baden infolge der genannten Entſchlie 5 A Löbe, den hier vermutlich zum letzten Mal bei größerem Anlaß deshalb in Baden kurz vor dem erſten April 1920 eine 9215 rn er 9 amtierenden, verſammelten Parteiführern der Gedanke aufgeblitzt von Beamten penſtontert worden ſind, die in anderen ie da 1 wäre, den Knoten zu durchhauen. So bleibt trotz dieſen neuen nach dem 1. April 1920 in den Ruheſtand getreten ſind, Gehalterehe 85 Gruppen und Grüppchen am Ende alles beim alten. Deutſchnationale her an dieſem Tage in Kraft getretenen günſtigeren eſchluß 10 1 und Völkiſche werden nebeneinander ſitzen, hinter ihnen die Kuntze⸗lung teilhaftig geworden ſind und daß deshalb der unb di Leute, die ſich, man weiß nicht recht warum, Deutſchſoziale nennen badiſchen Zwangspenſionäre von dieſer Vergünſtigung 0 und der Wirtſchaſtsbund. Im Wirtſchaftsbund, den, wie im Land⸗ lige Härte wäre. ſt Letzte Meloungen d engliſche wünſche Die engliſche„Inion für demokratiſche Kon elh 10 nimmt in einer Entſchließung Stellung zum Sachverſtän eriche dliſche 0· gierung. Trotzdem betont die Entſchließung ausdrücklich die icht dheen 1 daß die Politit und die Grundſätze. die noch in dieſem Beren Eun 80 Ausdruck finden und die Bezahlung von weiteren ungeheuſſſch ſalch men auf eine unbeſtimmte Zahl von Jahren vorſehen, morali Enalon de volitiſch unklua und wirtſchaftlich verhänanisvoll ſeien. an del 1 müſſe ſofort nach Annahme des Berichtes auf ſeinen Ant dabur 1. N Reparationszahlungen verzichten vorausgeſetzt, daß 9 ben el Geſamtſumme der deutſchen Verpflichtungen um dieſen b mindert werde. Enaland müſſe dann Deutſchland aufford 17 n Aufnahme in den Völkerbund nachzuſuchen und»nt de⸗ er ſprüche Deutſchlands auf Gleichberechtiaung 9 anderen Großmächten zu unterſtützen. 1 Zugoſlawicher Köniasbeſuch in Paris. Die Blätter a Pi, ſ der Be ſuch des Pldlag ichen aondg gan ee l ſidenten der franzöſiſchen Republik, der infolge der Kab af aufgeſchoben worden ſei, wird im Juli erfolgen. Min denee 0 Aber das Satansweib konnte doch gar nicht wiſſen, daß ich 0 eee + munter anſchwellenden Akt Meier 1J1, und nach einigen Minuten brachte ein ſtämmiger Schutzmann den Häftling aus Zelle 20. tige Auskünfte auszahlen.“ 0: 75 5 7 22 2 1 den d die Amts e als Aufwertungsſtellen eingeſetzt. Angenommen ten gebührt und dem Zentrum der zweite wird von keiner Seite Paſitſch und Außenminiſter Nintſchitſch wer wurde ſceßlic 1705 Geſet, daß das betehenbe Geſet über die Er⸗ bezweifelt werden. Dann aber beginnen die Schwierigkeiten. Die er ri erpee. derelbe ktattung von Rechtsanwaltsgebüßren in Armenſachen aus finanziel viertſtärkſte Partei ſind— leider, keider— die Kommuniſtsn. Sie aß neue Kabinett Paſitſch deſſen Beſtand eiſtet, u ſte jen Gründen zu Ungunſten der Rechtsanwälte abändert. Nunmehr hätten ſomit, wenn es nach der bisherigen Uebung ginge, Anſpruch Zie vorher, hat geſtern dem König den Eid gegemeinſe ger N fſollen die Gebühren, die den Rechtsanwälten in Armenſachen erſetzt auf den dritten Vizepräſidenten. Natürlich ein ſchlechthin unerträg⸗ Oppoſitionsparteien veröffentlichten ein ſiſche 1 90 werden, weſentlich erniedrigt werden. Zum Beiſpiel ſollen ſie in licher Gedanke: man kann den Bock nicht zum Gärkner machen. Manifeſt, in dem ſie gegen die Wiederbetrauung Paf ü im Werte von 2 500 Mark nur 12 Goldmark betragen, im Nicht mit der Obhut der parlamentariſchen Ordnung eine Gruppe Regierung Proteſt erheben. 0 Sachen im Wert 14 ein hies Werte von 500—1000 15 Goldmark und bis 2000 20 Mark. Die Be⸗ betrauen, die in das Haus einzog mit der ausdrücklichen Beſtim⸗:: St. Ingbert, 22. Mai. Am 29. Juni findet hier argeb ſt friſtung der Regierungsvorlage auf den 31. Dezember 1926 wurde mung dieſe Ordnung zu zerſtören. Man wird mithin den dritten bandsfeſt der ev. Arbeitervereine des geſamten S ge auf Antrag Preußens geſtrichen. Vizepräſidentenpoſten der Deutſchen Volkspartei geben ſtatt, zu dem gegen 20 000 Teilnehmer erwartet werden. 75 N N 5“ So viele Möglichkeiten, ſo viele Aber!!„Ich möcht wiſſen, wann ich endlich rausgelaſſen wer Die verhexte Stadt Das Einfachſte ſcheint mir noch immer die Annahme, daß der Gefangene. 5 bernl, 15 Meier III das Haupt der Bande iſt, und daß er ſich aus kluger„Das dürfte vorausſichtlich noch ziemlich lange aſtli Eine heitere Spitzbubengeſchichte von Karl Etilinger Berechnung eine Damenhandſchrift angewöhnt hat, oder daß er klärte Funte kurz und abgehackt. Er hatte ſich für dieſe 5 be, Copyright 1923 by Georg Müller Verlag.⸗G., München ſeine Schriftzüge ebenſo virtuos zu verſtellen weiß wie ſeine Angelegenheiten dieſen ſcharſen, ſchneidigen Ton ange aige 1 di 17)(Nachdruck verboten). Stimme er für wirkungsvoll hielt.„Jedenfalls wird Ihre bart igigen 2 5. Weder Funke noch ſeine Beamten fanden das geringſte Auf⸗.. Daß er ehemaliger Artiſt iſt, ſteht für mich feſt. Ebenſo ſtocktheit kaum zur Abkürzung Ihres hieſigen unfreiwi 55 fällige darin. Unter lebhaftem Proteſt der Penſionsinhaberin feſt ſteht aber auch, daß er den gebildeten Kreiſen entſtammen enthaltes beitragen! hren, 110 iſ wurde das Zimmer verſtegelt, um es tags darauf durch einen Spe⸗ muß. Sein Rechtsanwalts⸗Briefwechſel mit Bohnkraut iſt tadellos, Der Vorgeführte war ein Mann in den vierziger Ja 1 Geſſg⸗ 9 zialbeamten nach Fingerabdrücken durchſuchen zu laſſen.— ein ungebildeter Menſch hätte dieſe Fälſchungen niemals auf lich, aber nicht ausgeſprochen zerlumpt gekleidet. 7 10 Die Dienſtboten wurden einzeln vernommen. 13 99 5 können; das Anwaltsdeutſch von Tagen des Hungers, der Not zu erzähtede in 100 ſe iſt geradezu überwältigend naturecht das Kainszeichen des Laſters. Ein Menſchenkenner wü en 5 5 ch be wußte nichee Beſendene außen daß maendee. Ebenſo ſpricht für einen höheren Biddungsgrad, daß er Mundwinteln das bittere Lächeln— Galgenhumors gehe, g ein entzückender Menſch ſei. Das Zimmermädchen berichtete, er.2 lig g0 habe ſie einmal in die Wange gekniffen und geküßt. ſich in dem vornehmen Fremdenheim wiederholt in erſten Kreiſen haben, der ſich mit den leiblichen Nöten eines armſe 11 ngere ſ 8 aee a ohne je aus der Rolle des wohlerzogenen 225 und der mit reſignierter Ironie 17 et 5 e N nnes zu 8 ö eiten einer ltordnung über ergehen läßt, a 0 50— 172 5 e 2550 de g auch ſeine Aeußerungen am Telephon unſchuldig weiß. 0 e gragen 5 f0 rwarten war, Hambur und vor der Zelle jene glatte ironiſche Ausdrucksgewandtheit, diee Der Mann gab ſeine Antworten und ſtellte ſeine ———5 Antwort ein: Schriftſteller von Wartenberg hierorts gur in der beſſeren Geſellſchaft heimiſch iſt drollig⸗ſpöttiſcher agl e e 15 Ke aene gchel 0 en, Wie kam ſo ein Menſch auf die Bahn des Verbrechens? Und ihr wollt, es kann mir im Gefängnis auch nicht viel Der Dienſtmann, der das Gepäck zum Bahnhof gebracht hatte, weshalb tut er ſich mit ganz gewöhnlichen Taſchendieben zufammen? als in der Freiheit!“ 1 halle ſich trotz öffentlicher Aufforderung und Ausſetzung einer Be⸗ ach bin ge n: —!!, ßßß ̃],,, ꝗtn nn e Zugleich ſchien ihn die Neugier zu beluſtigen:„Ich 10 r eeee e ee eeeee e e e eee ee enee en„ ren hat jedenfalls einen hohen Grad von Wahrſcheinlichkeit 92 1 00 e e de e, auled len 0 55 10 1 75 rtenbe in iden in ganz untergeordnetes Mitglieb Polize! 8 üeeeee—— 3 Nereee pol ac doe, e, Wo mag die Bande nur bhren Raub verſzect haben? hin mochte er manches wiſſen, was zu erſahten für die N 8 atſchl elſtr⸗ üierkich ge“ Das Abbruchsmaterial der Villa Sonnenſchein wurde durch den Wichtigkeit war. el me icht wa ich abger blonden Herrn an die hieſige Firma Münzer u. Co. verkauft; aber Aber der Kerl verriet ja nichts. en ſoll? 255 N 81 füh ee e e e 0—5 die Möbel hingekommen? Wohin die neuen Beuteſtücke, 2 +5 hab gefragt, wie lang ich noch herinſitzen 0 15 0 die Han end.. n ichkeitsbezeugun ie Mäntel, Hüte, Schirme, Stöcke. Gummiſchuhe, Schals? Wohin Tage brumm ich jetzt ſchon!“ gegen das Dienſtmädchen ſcheint mir der Beweis erbracht, daß er die Brieftaſchen, Halsketten, Ohrringe, Uhren, Armbänder, Kra⸗ Und i d ſcho jel länger br., ce, männlichen Geſchlechts iſt. Entweber alſo haben ſich die Schreib⸗ wattennadeln, Figarrenetuis, Geldbörſen, Ringe? erden wen. ee;,, ſachverſtändigen getäuſcht, was ich ihnen ohne weiteres zutraue,... Es iſt zum Auf⸗die⸗Bäume⸗klettern. ſtändnis 27 e e. 8 oder aber Meier 1II iſt nur eines der Werkzeuge in der Hand einer Aſſeſſor Funke drückte auf den Knopf der elektriſchen Klingel,„Ich auch. Ich verſäum' nix draußen 7 unbehen überaus raffmierten Rädelsführerin, von der wir überhaupt noch der ſich auf der Schreibtiſchplatte befand. Ein Amtsdiener trat ein.„Wir können Iynen aber den Aufenthalt hier etwae en. 0⁰ 0 keine Spur haben. Dann hätte mich alſo gar nicht der Pſeudo⸗„Laſſen Sie den Mann aus Zelle 20 vorführen! Und ein licher geſtalten, indem wir Ihnen die Verpflegung beſchn 10 JJ00Vd 3 e e e Sofort, Herr Aſſeſſor!“„Puddings habe ich ſowieſo keine gekriegt.“ n Gelb 0 Hundſchrift auf. Oder aber es war doch Meier III, und das Wenige Minuten ſpäter ſaß an dem an der Seſtenwand ſtehen⸗ ee 1 ſcönen Wen ſe 715 Blieſchen war ſchon zu Hauſe vörbereitet; den Schreibtiſch der Protokollführer Franz Gerſtle vor dem bereits dienen. Ich kann bis zu fünftauſend Mark Belohnung ö e (Fortſeßung folgth 33 2 2— 888 S * 2 ——— — — — 5 222. * X — 55 8 Jreitag, den 23. Mal 1924 Manunßeimer General⸗Anzeiger(Abend-Ausgabe) 3. Seitle. Nr. 241 vorausſetzungen für die Entwicklung Mannheims als Induſtrie⸗ und Handelsſtadt Die Ausführungen, die Handelskammerpräſident Lenel geſtern abend im Rahmen der Woche für Wirt⸗ ſchaft und Kultur der Handels⸗Hochſchule machte, ſind von ſo allgemeiner Bedeutung zur Beurteilung unſeres Wirt⸗ 7 daß wir ſie nachſtehend im Wortlaut folgen aſſen. 1 ſrbeder Herr Rektor der Handelshochſchule hat an mich die Auf⸗ ha gerichtet, während der Kulturwoche hier einen Vortrag zu und n. Wenn ich auch die Berechtigung zum Erhalt dieſer Einladung wö chenteh mehr meine Fähigkeit. wetteifernd im Kranze der dies⸗ meiß Wuſc Redner mich zu betätigen, bezweifeln muß, ſo iſt doch Beziehungen zwiſchen gaufmannsſtand und Handelshochſchule 8 zu verkiefen, 0 Hacae meine Ueberzeugung, daß nur auf dem Wege über unſere daß ſzulen der Wiederaufbau unſerer Wirtſchaft möglich iſt, ſo tief, dürfen mich dem an mich ergangenen Erfſuchen nicht verſagen zu zu ſa glaubte ſelbſt auf die Gefahr hin, daß das, was ich Ihnen lun gen habe, den Kennern unſerer Mannheimer Wirtſchaftsentwick⸗ 9 nicht viel Neues bringt. ru enn wir bauen wollen, ſo müſſen wir uns über die denen dlagen, auf denen der Bau ruhen ſoll, über die beim ger zu dienen beſtimmt iſt, völlig im Klaren ſein. Iſt dies für Einzelunterne zehmen der Fall, ſo noch viel mehr bei einem Plan eimer Geſamtheit. Manches von dem, was die Bafis der Maan⸗ Kriegs Wirtſchaft bildete, iſt durch den Kriegsausgang und die andchzlolgen zerſtört, wir müſſen uns nicht nur auf weſentlich ge, 6 Grundlagen neu einrichten, ſondern wir müſſen uns nor dusſetu ewißheit und Klarheit darüber verſchaffen, welches die Vor⸗ 8 de ugen waren, auf denen die Mannheimer Wirtſchaft beruhte, mächti rläſſigen, ob das, was in Vorkriegszeiten den Anreiz zu der geben gen Entfaltung unſerer Handels⸗ und Induſtriemetropole ge⸗ dermindel auch heute noch beſteht, d. h. im gleichen, vermehrten oder den erten Umfang beſteht, und uns dann darüber ſchlüſſig ver⸗ in w el Ausſicht für weitere günſtige Entwicklung vorhanden iſt und 8155 Richtung die Führer in Land, Gemeinde und Wirtſchaft e geiatigen müſſen, um nicht nur den Wiederaufbau, ſondern auch keiten ausſetzungen zur weiteren glücklichen Entfaltung vorzube⸗ geognannhein verdankt überraſchenderweiſe nicht der Gunſt ſeiner Unter doiſchen Lage, ſondern fürſtlicher Laune ſeine Entſtehung. fördert em Schutz ſeiner Fürſten und auf jede Weiſe durch ſie ge⸗ hach auduchs es zur Größe eines mittleren Städtchens heran, das die Gütden, nicht durch die Tüchtigkeit ſeiner Bewohner oder durch oder de ſeiner Erzeugniſſe, auch nicht als kommerzieller Sammel⸗ ſtätte volttelpunkt bekannt wurde, ſondern viel mehr als Pflege⸗ nehmli on Kunſt und Wiſſenſchaft. Als ſolche erfreute es ſich vor⸗ dorrage auch durch ſeine Sammlungen und ſein Theater eines her⸗ dertz nden und weiten Rufes. Als aber Ende des 18. Jahrhun⸗ der nar Hof nach München verzog und zugleich die ſchweren Nöte ktachen dleoniſchen Kriegszeit über Gemeinweſen herein⸗ deutend⸗ da ſank das Städtchen ſchnell herab zu einem kleinen unbe⸗ ſtark 1 en Orte, der von ſeinem Glanze nur ſein Theater und ſehr deren erminderte Sammlungen übrig behalten hatte, in keiner ande⸗ oder Ninſicht in irgend einer Weiſe die Aufmerkſamkeit auf ſich zog nſpruch auf Bedeutung erheben konnte. an datterdeims Aufſchwung, ſein Aufſtieg zur bedeutenden Handelsſtadt dem N n der Aufnahme der Dampfſchiffahrt auf dahin hade in 1825 und dem Ausbau ſeiner Häfen. Bis daedſcft ſich der geſchäftliche Verkehr auf den Austauſch der land⸗ deht lichen Produkte der Stadt und ihrer Umgebung beſchrälkt. ahtwi, 0 beginnt, erſt langſam anſteigend, dann immer ſchneller ſich biete 580 ein lebhafter Warenaustauſch auch mit entfernteren Ge⸗ miſſen 805 beſonders wird der Handel mit überſeeiſchen Erzeug⸗ erſter Ref charakteriſtiſches Merkmal der Mannheimer Wirtſchaft. In Holz zu eihe ſind da Getreide, Tabak, Gewürze, Tee und unlernehnennen. Unterſtützt wird der Wagemut und kaufmänniſche trauen unungsgeiſt durch die weitherzige, auf perſönlichem Ver⸗ ſieſgen 55 ſcharfer Menſchenkenntnis beruhende Kredithergabe der ſaumenff ankhäuſer. Die Gründung des Deutſchen Reichs, die zu⸗ ligem 5 mit dem Ausbau des Rheinhafens, war Anlaß zu mäch⸗ jahren elteren Aufſchwung, ſodaß in den folgenden 50 Friedens⸗ „konnte. er hieſige Geſamtverkehr ſich mehr als vervierzigfachen Ke groß der Unterſchied zwiſchen dem Mannheim des neun⸗ ellen. 120 dem des zwanzigſten iſt, kann man ſich kaum vor⸗ 90ch nur zählte Mannheim 18 000, 1830 erſt 19 000, ja, 1861 10 606— 7472 Einwohner. Bis 1870 hatten wir die Zahl von Ubriger ſteicht, um dann bis zum Ende des Jahrhunderts in 30⸗ ſtercteile ſriedlicher Entwicklung und bei gründlicher Ausnutzung der te 8 unſerer geographiſchen Lage auf 141 147 Einwohner zu der lebe den napoleoniſchen Kriegen herrſchte ein enger Zunft⸗ Rakurwſſfenſchaſtiſche Kundſchan Der Mars in größter Eroͤnähe Am 93 grbhtes Auguſt dieſes Jahres wird der Planet Mars in Aoeunderb edree kommen, die er überhaupt im gegenwärtigen 5 erreicht. Erde und Mars werden an dieſem Tage nur Hireine K 50 Millionen Kilometer von einander entfernt ſein. Das umelsfneinigkeit, wenn man die Dinge vom Geſichtspunkt der 16n, Alle zunde aus betrachtet. 21 ſi Naſtelnmnoei Jahre und zwei Monate iſt der Mars in„Oppoſi⸗ net in einer„dur Sonne, d. h. Sonne, Erde und Mars befinden 5 Nars geraden Linie mit der Erde als Mittelpunkt. Der Pla⸗ eg untergh kdann bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenauf⸗ innet ein 158 einige Monate vor und nach dieſer Stellung iſt der me Aſlervorragender Beobachtungsgegenſtand am nächtlichen ſchenden möce Aſtronomen, wo ſie ſich auch auf der Erdoberfläche in. gen, nehmen um dieſe Zeit den Mars gehörig in Augen⸗ ſtenr. In 175 lirgenang au die Entfernung ſind aber nſcht alle„Oppoſitions⸗ Wad dahn zdes Mars gleich günſtig. Bekanntlich bildet die Pla⸗ Maher it im Wicrde keinen Kreis, ſondern eine Ellipfe und unſere dörd als im inter tatſächlich der Sonne—5 Millionen Kilometer in lichen Sommer— ein Umſtand übrigens, der die Hitze der berdleicher Nommerzeit und die Kälte der nördlichen Winterszeit deiſt lipliſchen e mildert. Die Bahn des Mars iſt noch mehr nach Sont ü n Seite ausgeprägt als die der Erde. Ünd deshalb mnane auf. Größere Verſchiedenheiten in ihrer Entfernung von der 8 iſt nun augenſcheinlich, daß die Erde und der Mars 5. geächſten kommen, wenn der Mars auf ſeiner Bahn 8 die Erde dagegen einen fernen Punkt in Bezug n aſitiongſtef erreſcht hat. Aus dem allen ergibk ſich, daß die alltet, für unelung des Mars, ſoweit die Entfernung in Frage krei, und amns an günſtigen iſt, wenn ſie in den Fuli oder Auguſt Wet ungünſtigſten, wenn ſie ſich im Januar oder Februar Fom Lie beſt Nacmer ezonders günſtige Naheſtellung, die der Mars in dieſem keaede cefte e iſt innerhalb 25 Planetenwelt nicht die nächſte zaft, 5 ei dis bis r wir uns befinden. Die Venus kommt gele⸗ 10 deſen Nabef 40 Millionen Rlemeler an die Erde heran. Aber 50 wir ni eſtelungen kehrt uns die Venus ihre dunkle Seite zu, Nid ſte ung chts beobachten können. Der Mars iſt aber bei dieſer Niapviel meh all erleuchtet. Damit hängt es auch zuſammen, daß 100 eing f bom Marg wiſſen, als von der Venus, die uns als ſen Vom Platemlich unbekannte Größe iſt. ſein Den Mars wiſſen wir eine gange Menge, Wir wiſ⸗ ürchmeſſer ſich auf etwa 6 500 Kilometer beläuft und wecke, K er Neuerung, dem Beizug ortsfremder Bürger feindlich geſinnt war, das Bürgerrecht vom Beſitze eines größeren, für die damalige Zeit bedeutenden Vermögens abhängig machte und einer einſichtsvolleren Regierung wiederholt die Einfuͤhrung notwendiger Neuerungen und Verbeſſerungen erſchwerte. Nur langſam mit der Entwicklung des Verkehrs wurde dieſe Enge des Geſichtskreiſes überwunden. 1840 wurde der erſte Hafen am offenen Rhein fertig⸗ geſtellt, 1853 die Erweiterung dieſes Hafens vorgenommen, bis wir nach Gründung des Reiches in eine Zeit ſchnellerer, planmäßiger Entwicklung eintraten. Der Rheinhafen wurde 1870/71 von Kriegs⸗ gefangenen ausgegraben, 1887 wurde der Binnenhafen hinzugefügt, 1891 durch die Errichtung der weiten Kaianlagen am offenen Rhein der Ausbau der Rheinhafenanlagen vollendet. Fürwahr, welch ein Weg von 1840 bis 1891, welch ein Unterſchied zwiſchen dem mäch⸗ tigen Rheindampfer an der Spitze eines langen Schleppzuges, den wir heute mit Stolz betrachten, und dem Marktſchiffe zwiſchen Mann⸗ heim, Worms, Mainz und Speyer und den ſogen. Rangſchiffen auf dem Neckar von 1820, dem erſten Dampfſchiff auf dem Rhein um 1825; welch eine Entwicklung ſeit Gründung eines Mannheimer Frei⸗ hafens 1828, der Errichtung der Handelskammer 1831, des Zollver⸗ eins 1837 und den erſten Schiffahrtsverträgen zwiſchen Mannheim und Rotterdam 18321 Ddie Eröffnung der Eifenbahn Twiſchen Mannheim und Heidelberg mit täglich vier Fahrtgelegenheiten fiel ins Jahr 1840, die zwiſchen Heidelberg und tarlsruhe ins Jahr 1843, ihre Fortſetzung bis Freiburg ins Jahr 1846. Bis 1844 diente die Eiſenbahn nur der Perſonenbeförderung, die Einführung des Warenaustauſches durch die Bahn verringerte die Frachtkoſten für die meiſten Güter auf weniger als den zehnten Teil. Die Gründung der Mannheimer Börſe 1846 be⸗ weiſt bereits einen bedeutenden Aufſchwung des hieſigen Handels, der weiter belebt wurde durch Erſtellung feſter Brücken über den Neckar 1845 und über den Rhein 1869.—. Eine weitere Erleichterung des Berkehrs und der Wettbewerbsfähigkeit der Schiffahrt gegenüber der Eiſenbahn brachte 1867 die Aufhebung der Rheinzölle. Als in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts ſich Mann⸗ heim mehr und mehr zur Induſtrieſtadt entwickelte, die Ausdehnung des Handels durch die Schiffbarmochung des Oberrheins bis Straß⸗ burg gefährdet, eine Vergrößerung der Rheinhafenanlagen an der bisherigen Stelle unmöglich erſchien, da war es die Stadtverwaltung, die ünter Führung ihres genialen. großzügigen, die Entwicklung vor⸗ gusſchauenden und mitbeſtimmenden Oberbürgermeiſters Beck, die die Schaffung eines großen Induſtriehafens auf der rechten Neckarſeite ins Auge faßte und verwirklichte und damit eine für Mannheim neue, bedeutſame und ſegensreiche Weiterentwicklung einleitete. Im Jahre 1898 wurde der Rheinauhafen dem Verkehr übergeben, der, privater Inititative entſprungen, große für Umſchlag und Induſtrie geeignetes Gelände zu günſtigen Bedingungen Handel und Induſtrie zur Verfügung ſtellte. Bei dieſem flüchtigen Rückblick auf die Entwicklung unſerer Stadt und ihrer Verkehrsanlagen mag es ſein Bewenden haben. Für all dieſe Schöpfungen war der Gedanke maßgebend, daß Mannheims Eniwicklung von der Ausnutzung der Gunſt ſeiner Lage am Endpunkt der immer offenen 14 f˖̃ en Rheinwaſſerſtraße abhängig iſt, von dem billigen na von der See und von der Urpro⸗ duktion(Kohle, Erz, Holz), nach hier. Die Entwicklung wurde be⸗ ſchleunigt durch die treffliche, nachhaltige Unterſtützung, die Handel und Induſtrie durch die Badiſche Eiſenbahnverwaltung erhielt, die immer mehr erkannte, daß der Mannheimer Hafen der beſte und zu⸗ verläſſigſte Zubringer für ihre Bahnen war und daher durch Aus⸗ geſtaltung zeitgemäßer Tarife, durch Einrichtung von Umſchlags⸗ und Anſtoßtarifen, die Möglichkeit und den Anlaß ſchuf, daß nicht nur die Verſorgung Südweſtdeutſchlands, ſondern auch der eiz, Vor⸗ deröſterreichs, ja ſogar z. T. Oberitaliens von hier aus erfolgte. Dieſe Lage Mannheims als Knotenpunkt weit ausſtrahlenden Verkehrs ver⸗ anlaßte zahlreiche Schiffahrts⸗ und Speditionsgeſellſchaften, ſich hier niederzulaſſen und Einrichtungen für die Befriedigung des Verkehrs und des Umſchlags von Waſſer zu Lande und umgekehrt zu erſtellen. Großmühlen, zahlreiche Brikettfabriken und Kohlenum⸗ ſchlagplätze wurden hier errichtet. Kurz, Männheim, wurde der Ver⸗ ſorgungsplatz und Lagerhalter eines ſehr großen Teiles Südweſt⸗ deutſchlands und dies, trotzdem durch den Ausbau der Rheinwaſſer⸗ ſtraße bis Straßburg ein Teil ſeines Handels und Induſtrie ſtromauf⸗ wärts nach Straßburg, Kehl und Karlsruhe verzog. Seit dem Krieg ſind grundlegende 1 e eingetreten. Nicht nur, daß unſer Platz durch den Verluſt von E faß⸗Lothringen. durch die außerordentliche Erſchwerung des Verkehrs mit dem für unſere Kohlen⸗, Eiſen⸗ und Metallfirmen ſo wichtigen Saargebiet, durch den durch die Zollinde ſtark gehemmten Verkehr mit der mit Mannheim ein Produktions⸗ und Abſatzgebiet bildende Pfalz aufs empfindlichſte betroffen iſt, haben ſich die Kriegsfolgen auch auf den eigentlichen Verkehrswegen, bei Schiffahrt und Eiſenbahn, ſehr nachhaltig geltend gemacht. Die ſchwere Abgabe von Flußſchiffs⸗ gefäßen, die das Verſailler Diktat uns auferlegte, mußte größten⸗ teils von den Rheinſchiffahrtsgeſellſchaften getragen werden und von dieſen wurden wieder gerade die hieſigen Unternehmungen be⸗ daß ſein Umfang etwa zwei Zehntel des Erdumfanges beträgt. Wie die Erde befindet ſich auch der Mars in einer atmoſphäriſchen Hülle, die aber offenbar viel klarer und dünner iſt als die der Erde. Verglichen mit unſerem wolkenbedeckten Planeten, kann man den Mars als eine Welt des ewigen blauen Himmels und des ewigen Sonnenſcheines bezeichnen. Und dies trotz der Tatſache, daß der Mars etwa 60 Millionen Kilometer weiter von der Sonne entfernt iſt als die Erde und deshalb viel weniger Licht und Hitze abbekommt wie wir. Die Oberfläche des Mars wird ſeit ungefähr 200 Jahren ſorg⸗ fältig beobachtet und kartenmäßig dargeſtellt. Zu den bemerkens⸗ werteſten Zügen im äußeren Bilde der Mars⸗Oberfläche gehören zwei runde weiße Flecken am Nord⸗ und am Südpol, die ſchon im Jahre 1719 entdeckt wurden und die zu⸗ und abnehmen, offenbar im Zuſammenhang mit der Verſchiedenheit der Mars⸗Jahreszeiten. So iſt z. B. im Winter die weiße Kappe am Nordpol ſehr ausge⸗ dehnk. Sie ſchrumpft im Frühling zuſammen und iſt im Sommer nur noch ein kleiner weißer Punkt. In manchen Jahren iſt ſie ſo⸗ gar ganz verſchwunden. Sicherlich handelt es ſich bei dieſen Polar⸗ kappen um Schneefelder, die ſchmelzen, und an deren Stelle ſich dann blaue Seen bilden, deren Spiegel von der aſtronomiſchen Wiſſenſchaft auch ſchon beobachtet worden ſind. Im übrigen hat der Mars⸗Oberfläche vergebens nach Meeresſpuren geſucht. Die blau⸗grünen Gebiete, die man früher für Ozeane hielt, werden ſeßt ganz allgemein für natürliche Vege⸗ tatioan gehalten. Sie wechſeln nämlich in der Färbung und auch im Umfang je nach dem Fortſchritt der Jahreszeiten. Die Gebiete von rötlicher Farbe, die man ebenfalls feſtgeſtent hat, ſind offen⸗ bar Wüftenregionen, wie wir ſie ja auch auf der Erde kennen. Die Einöde dieſer Wüſte iſt indeſſen durch das Netzwerk der berühmten Marskanäle unterbrochen. Die erſten und auffallendſten dieſer Kanäle ſind im Jahre 1877 bei einer günſtigen Naheſtellung des Mars von dem italieniſchen Aſtronomen Schiaparelli entdeckt wor⸗ den. Ob es ſich um künſtliche Waſſermenge handelt, ob die dunk⸗ len Ränder der Kanäle Vegetation darſtellen, obes Tiere und Menſchen auf dem Mars gibt, alles das ſindungelöſte Fra⸗ gen. Vielleicht bietet der 28. Auguſt Gelegenheit, ihrer Töſung näherzukommen. Die Reiſe nach ödem Mond Die phantaſtiſchen Fahrten im Weltenraum, mit denen Jules Verne die Phantaſie von Millionen von Leſern entzückt hat, werden wieder lebendig. Sie treten aber diesmol nicht in Romanform, ſondern in wiſſenſchaftlichem Gewande auf. Es handelt ſich nicht mehr um einen Traum der Phantaſie, ſondern um eine Wirklich⸗ keitsberechnung, die von dem Techniker, Profeſſor Oberth, der ſich ſeit 20 Jahren mit dieſem Problem befaßt, in einem Buch niedergelegt ſind. Wir folgen bei der Wiedergabe dieſes Wunder⸗ ſonders hart betroffen. Wurden hierdurch die Geſellſchaften ſchon ſtark geſchwächt, zumal die von ihnen abgetretenen Schiffe ihrer Straßburger, d. h. franzöſiſchen Konkurrenz zur Verfügung geſtellt wurden, ſo hätten ſie bei ihrer Tatkraft und Unternehmungsgeiſt dieſe Scharten durch Neubauten bald wieder wettgemacht, wenn nicht durch die ſchikanöſen Beläſtigungen und Vorſchriften ſeitene der Feinde die Schiffahrt außerordentlich erſchwert und durch di Folgen der ſozialpolitiſchen Geſetzgebung, Einführung des Acht⸗ ſtundentags, völlige Sonntagsruhe, Organiſation des geſamten Schiffperſonals und Einführung ſehr hoher Tarife, den vperkehr auf dem Rhein ganz außerordentlich verteuert und verlangſamt worden wäre. So kam es, zumal da die Reichsbahn ihren ſchnell und ſtark ſteigenden Transportkoſten nur langſam folgte, daß der Unterſchied zwiſchen der früher ſo billigen Waſſer⸗ und der teuren Eiſenbahn⸗ fracht faſt völlig ausgeglichen wurde. Auch ſpäter, nachdem die Eiſenbahn— durch Schaden klug geworden— ihre Sätze fortlau⸗ fend ſtark erhöhte, konnte der Vorkriegszuſtand nicht wieder herge⸗ ſtellt werden, weil die Eiſenbahn durch Einführung von Staffel⸗ tarifen mit ſchnell fallenden Sätzen für weitere Entfernungen, durch eine Anzahl von Verlade⸗ und ähnlichen Gebühren, den Anreiz er⸗ folgreich zu geben verſtand, dem ungebrochenen Eiſenbahnverſand vor dem gebrochenen Eiſenbahn—Waſſer—Eiſenbahnverſand beſon⸗ ders für Kohle den Vorzug zu geben. So kommt es, daß wir heute vorteilhaft ſchleſiſche Kohle in Süddeutſchland verfeuern können, daß dem Ruhrbergbau und der Rheinſchiffahrt die füddeutſchen Ab⸗ nehmer untreu wurden, daß die Schiffahrt notleidet, unſere Kohlen⸗ umſchlagsplätze veröden, unſere Brikettfabriken ſtillſtehen und Kann⸗ heims Wirtſchaft eine außerordentlich empfindliche Einbuße erleidet. Hier kann nur dadurch geholfen werden, daß die Reichs⸗ eiſenbahn zu geſunden kaufmänniſchen Grund⸗ ſätzen zurückkehrt und nicht um die Schiffahrt zu konkurren⸗ zieren und ſich bange aber für ſie nicht rentable Transporte zu ſichern, dem Rheinverkehr die von dieſem ſo lange und mit ſoviel Nachdruck geforderten Waſſerumſchlagstarife vorenthält. Das Verhalten der Reichsbahn iſt um ſo weniger verſtändlich, als ſie bei Wiederaufleben des Verkehrs garnicht in der Lage ſein wird, den Kohlenbedarf der füddeutſchen Wirtſchaft ſelbſt heran⸗ zuſchaffen, aber die Gefahr heraufbeſchwört, daß die früher von Handel, Induſtrie und Schiffahrt geſchaffenen Einrichtungen nicht mehr betriebsfähig ſind oder betriebsfähig erhalten werden, wenn ſie nur ausnahmsweiſe und zu beſonderen Jahreszeiten in Be⸗ nutzung gezogen werden ſollen. Vielleicht wird das Gutachten der Sachverſtändigen, das den Eiſenbahnen eine ſo hohe Jahresſteuer auferlegt, für die Reichsbahn Anlaß ſein, eine Aenderung ihrer in mancher Hinſicht ſehr anfechtbaren Tarifpolitik anzubahnen. Jeden⸗ falls iſt eine der grundlegenden Vorausſetzungen für den Wieder⸗ aufbau der Mannheimer Wirtſchaft ein verſtändnisvolles Zufam⸗ menarbeiten, eine gegenſeitige Rückſichtnahme von Eiſenbahn und Schiffahrt. Die Handelskammer als verantwortungsvolle Vertretung der Wirt⸗ ſchaftsintereſſen unſeres Platzes iſt ſeit Jahren in dieſer Richtung tätig, ſie hofft durch Unterſtützung der Landesregierung und der Stadtperwaltung dieſe notwendige Vorausſetzung für unferen Wie⸗ deraufbau zu erreichen. Eine andere Sorge, die uns ſeit langem beſchäftigt, iſt unſer Hafen. Infolge des Uebergangs der badiſchen Eiſenbahnen in den Beſitz des Reiches beſteht die Möglichkeit, daß auch unſer Haſen in Reichsbeſitz übergeht. War ſchon bislang die Gefahr vorhanden, daß, wenn dieſer Beſitzwechſel eintreten ſollte, der neue Eigentümer aus Mangel an Nateln und angeſichts der Größe ſeiner Verwaltung und der an ſie herantretenden Anſprüche, dem hieſigen Hafen nicht die pflegliche, uneigennützige Unterhaltung zu⸗ teil werden laſſen werde, wie früher der badiſche Staat, ſo iſt ſetzt angeſichts der Empfehlungen der Gutachtenkommiſſion und ihrer Vorſchrift zu einſchneidender Sparſamkeit der Gedanke nur zu be⸗ rechtigt, daß, wenn es nicht gelingt, den Mannheimer Hafen dem badiſchen Staat oder einer neu zu bildenden Intereſſengemeinſchaft zu erhalten, ſeine Einrichtungen auf die Dauer nicht den Wett⸗ bewerb mit anderen Rheinhäfen, insbeſondere den völlig Frank⸗ reichs Intereſſe ausgelieferten oder übereigneten Anlagen wird aus⸗ halten können. Auch hier müſſen Land. Gemeinde und Wirtſchaft zuſammenſtehen und der drohenden Gefahr vorbeugen. Meſſen und Ausſtellungen Wiener Herbſtmeſſe Die Anmeldungen zur Wiener Herbſtmeſſe 1924 geſtalten ſich in den letzten Tagen geradezu ſtürmiſch; ſie waren am 17. Mai, was die Anzahl der Platzbewerber betrifft, um 114,5 Prozent, dem Raum⸗ anſpruche nach um 127 Prozent größer, als zu der korreſpondierenden Zeit vor der Frühjahrsmeſſe. Mehr als zwei Dritteile des zur Ver⸗ fügung ſtehenden Raumes waren an dieſem Tage— vier Wochen vor Anmeldungsſchluß— belegt, wobei nicht berückſichtigt iſt, daß die Anmeldungsformulare für einzelne Gruppen wegen der ſchweben⸗ den behördlichen Verhandlungen noch gar nicht verſandt worden ſind. durchſchnittliche Raumanſpruch iſt auf 15,5 Quadratmeter ge⸗ tiegen. planes einer Zuſammenfaſſung, die Wilhelm Dons in der„Garten⸗ laube“ gibt. Jules Verne nahm den Kanonenſchuß als Ausgangspunkt für die Fahrt in den Weltenraum. Profeſſor Oberth entſcheidet ſich für die Rakete, die nicht, wie die Granate, ihren Antrieb von außen empfängt, ſondern den Betriebsſtoff in ſich ſelbſt trägt und ihren Antrieb durch den Rückſtoß der aus ihrem Feuerofen durch die Düſe ausſtrömenden Verbrennungsgaſe erhält. In beiden Fällen, ſowohl beim Kanonenſchuß als auch beim Raketenaufſtieg, iſt das Schwere⸗ feld der Erde gzu überwinden, d. h. das Fahrzeug muß über die wirk⸗ ſame Reichweite der Erdanziehung gebracht werden. Für den Ra⸗ ketenaufſtieg lautet die Frage: Kann die Rakete genügend Brenn⸗ ſtoff mitnehmen, um ſich über den Luftkreis und das Schwerefeld der Erde zu erheben? Oberth bejaht auf Grund ſeiner Konſtruk⸗ tion und Berechnung dieſe Frage und beginnt ſogar ſein Buch mit dem entſchiedenen und verheißungsvollen Satz:„Es iſt möglich, heute ſchon Maſchinen zu bauen, um ſich mit ihnen in den Welten⸗ raum zu erheben.“ Wir dürfen uns freilich Oberths Rakete nicht wie Feuerwerksraketen vorſtellen. Nicht Schießpulver, das einfach abbrennt, kann hier in Frage kommen, ſondern nur ein Betriebs⸗ ſtoff, der auch eine Regelung des Verbrennungsorgans geſtattet, etwa ſo, wie wir beim Automobil oder Flugzeugmotor durch Rückert des Gashebels den Lauf der Maſchine in der Gewalt haben. Wäre der ganze Weltenraum voll von Luft, ſo würde der Ver⸗ wendung von Benzin nichts entgegenſtehen, ſo aber kann dies (wenigſtens allein) nicht in Frage kommen, denn zu ſeiner Verbren⸗ nung iſt der Luftſauerſtoff vonnöten. Es muß alſo ein Betriebs⸗ mittel gewählt werden, das entweder den Sauerſtoff in ſich ſelpſt trägt oder das mit getrennt mitgeführtem Sauerſtoff zur Verbren⸗ nung gebracht wird. Profeſſor Oberth hat nun zwei Möglichkei⸗ ten gefunden, von denen eine jede ihre Vor⸗ und Nachteile aufweiſt. Das eine Mal wird Alkohol mit flüſſigem Sauerſtoff vergaſt und verbrannt, das andere Mal flüſſiger Waſſerſtoff und Sauerſtoff. Oberth nennt kurz die erſte Art Alkoholrakote und die zweite Waſſerſtoffrakete. Für die Fahrten in den Weltenraum will Oberth nun eine Verbindung von beiden verwenden, und zwar ſo, daß eine kleinere Waſſerſtoffrakete umhüllt und eingeſchloſſen wird von einer größeren Alkoholrakete. Dieſe letzte bewirkt zunächſt den Aufſtiegantrieb und fällt dann, viele Tauſende von Kilometern über der Erde, von ſelbſt auseinander und zur Erde mit Fallſchirm zurück, während die Waſ⸗ ſerſtoffrakete erſt jetzt in Wirkſamkeit tritt und mit unverbrauchter Kraft die eigentliche Weltenraumfahrt beſtreitet. Durch kleine ſeit⸗ liche Nebendüſen iſt es möglich, die Fahrtrichtung ohne weiteres zu ändern, alſo zu ſteuern und auch, wie es beliebt, umzykehren und gegen die Erde zurückzulenken. In den Bereich der Erdſchwere zu⸗ rückgekehrt, kann man dann durch gegen die Erde gerichtete Düſen⸗ ausſtrömung den Fall bremſen und„glatt landen.“ Operette und des galanten Luſtſpiels 4. Seike. Nr. 241 Maunheimer General ⸗Anzeiger(Abend⸗Ausgabe) Freitag, den 23. Mai 192⁴ 6. Bundestag des Volksbundes Deutſcher Kriegsgräberfürſorge In Hamburg wurde dieſer Tage der 6. Bundestag des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge ab⸗ gehalcen. Der Präſident, Oberpfarrer Siems(Charkottenburg), bebeuchtete in ſeiner Eröffnungsanſprache die Zicle des Bundes. Im Namen des Deutſchen Evangeliſchen Kirchenausſchuſſes brachte Oberkonſiſtorialrat Scholz(Berlin) die Segenswünſche des ge⸗ ſamten Proteſtantismus zum Ausdruck. Prälat Dr. Dinkgrefe (N. d. Bi) brachte die Grüße des Biſchofs von Osnabrück Ohne Unterſchied der Konfeſſion haben unſere Soldaten ſich geopfert. es ſo bbeiben, daß dieſer Geiſt der Einigkeit in unſer Vater⸗ einziehe. Direktor Jahn(Spandau) begrüßte die Tagung im Namen des Reichsminiſteriums des Innern, das die materielle Fürſorge für unſere Gräber draußen zu tragen habe. Im letzten Jehre haben wir manches erreicht. Amerika, England Italien und Japan haben uns darin erfreulich unterſtützt. Das Reichswehr⸗ miniſterium, auch die Marineleitung ließen durch ihren Vertreter, Kapt. Geyer, auf die Bedeutung der Arbeit des Bundes hin⸗ reiſe Der Redner regte an, auch die Ehrung der deutſchen Soldaten mit aufzunehmen, die am Kampf gegen den Bolſchewis⸗ Eus, in Oberſchleſien und im Ruhrgebiet für das Vaterland gefallen ind. Paſtor Steindorf(Eſſen) gab ein Bild von der Arbeit des Bundes im beſetzten Gebiet, das unter furchtbarem ſeeliſchem Druck vaterländiſche Arbeit leiſten müſſe. Wir an Ruhr und Rhein abder hängen an dem Einen: Niemals vergeſſe ich dein, o Vater⸗ land! Seinen Abſcheu üder das ekelhafte Treiben der Separatiſten der Redner kraftvollen Ausdruck. Nein. wir wollen„up ewig ungedeelt“ bleiben. Das feſteſte Band, das uns an einander bindet, iſt das Blut unſerer Helden Vorwärts, in treuer Arbeit! Vom Zenkralverband deutſcher Krieasbeſchädigten gab Max Möring der Sympathie des Verbandes Ausdruck, der wohl wie keine andere Vereinigung mit den Helden und ihren Hinterbliebenen empfinden könne. Weitere ſchriftliche Grüße hatten überſandt u. a. General⸗ ſeldwarſchall v. Hindenburg, das Miniſterium des Aeußeren, der Reichsarbeitsminiſter. Generaloberſt v. Heeringen, Vizeadmiral v. Trotha, General v. Gallwitz. das öſterreichiſche Schwarze Kreuz (die dem Bund entſprechende Organiſation im deutſchen Nachbar⸗ land, deſſen Brief mit beſonderer Freude begrüßt wurde), und viele andere mehr. Der Verwaltungsrat hat lt.„Hamb. Nacgr.“ folgende Ein⸗ gabe an die Reichsregierung beſchloſſen:„Die Mitglieder des Bundesvorſtandes und des Verwaltungsrates des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge beehren ſich, die Reichsregierung zu bitten, nochmals für die ſeit langem vom Volksbunde angeſtrebte Feſt etzung eines Volkstrauertages einzutreten. Die Un⸗ terzeichneten weiſen hierzu auf mehrere Eingaben hin. Als Erfolg all dieſer Schritte iſt bisher zu verzeichnen, daß in einem Geſetzent⸗ wurf vom 20. April 1923 über die Feier⸗ und Gedenktage von der Reichsregierung der Sonntag Invocavit als„Gedenktag für die Opfer des Krieges“ vorgeſehen wurde. Ein Beſchluß des Reichs⸗ tages kam aber noch nicht zuſtande. Die Unterzeichneten ſtellen mit großem Bedauern feſt, daß ſeit dem Abſchluß des Krieges mehr als 5% Jahre verfloſſen ſind. ohne daß in den geſetzgebenden Kör⸗ perſchaften des Reiches eine Einigung hierüber herbeigeführt worden iſt. Am 9. März 1924 hat eine vieltauſendköpfige Menge einem Aufruf des Volksbundes, der höchſten in Berlin anweſenden Ver⸗ treter der Religionsgemeinſchaften und zahlreicher großen kul⸗ turellen und wirtſchaftlichen Verbände. zür den Volkstrauertag ein⸗ zutreten. Folge geleiſtet und durch ihre Teilnahe bewieſen, daß die Einführung dieſes Gedenkteges aus dem Volke heraus erhofft und erwartet wird. In ähnlicher Weiſe haben andere Städte und auch ganze Landesteile den gleichen Tag in würdiaſter und er⸗ hebendſter Weiſe gefeiert. Wir bitten deshalb die Reichsregſerung. bei dem Wiederzuſammentritt des Reichstages eindringlich darauf hinenwirken deß der Volkstrauertag im Sinne des Entwurfes vom 20. April 1923 noch in diefem Jahre geſetzlich feſtgelegt wird.“ Generolfskretär Dr. Eulen(Berlin) gab dann einen Bericht über die Tätigkeit und Geſchäftsführung des Bun⸗ des im verfloſſenen Geſchäftsſahr, das überall ein erfreuliches An⸗ wachſen der Ortsgruvpen brachte. Trübe ſieht es dagegen mit dem Zuſtand vieler deutſcher Krieasgräber in manchen Feinbundländern ans. Da muß jetzt verdopvelte Arbeit des Volksbundes einſetzen. Der Volksbund plant in den kommenden Monaten die Friedhofs⸗ arbe'ten— ihre Zahl geht üder die Hunderttauſende— mit allen i deln zu fördern. Er ruft hierfür das geſamte Volk ohne jiden Unterſchied, ohne Riickſicht auf Parteien oder Konfeſſionen, ohne Rückſicht auf Alter oder Stand. auf, mitzuhelfen und mitzu⸗ obfern damit das große Ziel des Volksbundes erreicht wird. Durch Reiſen im Ausland will ſich der Volksbund im kommenden Sommer die Cewerheit verſchoffen. daß ſeine Arbeit in allen fremden Ländern richtig angefaßt wird. Durch Rat und Hilfe will er Kllen Hinterkliebenen zur Seite ſtonen, menn es ſich darum ban⸗ delt fber einzelne Gräber zuwverläſſige Nachrichten zu erhalten oder die fernen Gräber an Gedenktagen zu ſchmücken. Der Por⸗ trocende fchlatz: Wir ſeſaſt ſind erctaunt darüber, wie wir ſovdel faisteg konnten. Der Jedanke des Patronats hat uns geretlet. Ntein etwa 140 Tradilionttampanien haben für uns mit herrlichem GEiter cearbeitet und viel Geſd gorfert. Untere Hoffnung ſind die Schulen: wenn nur an einem Tae im Jahre ein Gedenktag in zeder Schute ftaltfindet das würde Begeiſtorung und Geſd für un⸗ ſere behes Sachs bringen. Moltahund heißnt Polegaemeinſchaft Die umfänglichen nechnungen Oberths»eigen, daß der Be⸗ triebsſtoff zureichen würde, um nach dem Monde zu fahren und von ihm wiede zurückzukehren und noch einigen Vorrat darüber für unvorhergeſehene Fälle bei ſich zu haben. Sofern die Konſtruk⸗ tion Oberths ſich als techniſch ausführbar erweiſen ſollte— was zu hoffen iſt—, ſo wäre alſo das Problem als gelöſt zu betrachten, ein Raumſchiff auf den Mond zu bringen und auch anderen Sternen zuzuleiten. Es iſt klar, daß Profeſſor Oberth nicht daran denkt, ſogleich ſelbſt auf den Mond zu fahren. Er will vielmehr zunächſt eine Verſuchsrakete von etwa 56 Zentimeter Durchmeſſer und 6 Meter Länge von rund 700 Kilogramm Gewicht bauen und, mit Apparaten ausgerüſtet, zum Monde emporſchießen. Gelingen die erſten Ver⸗ ſuche gut, dann wird man vielleicht ein etwas größeres Modell her⸗ ſtellen, in welchem man einige lebende Tiere, Kaninchen, Ferkel und dergl. unterbringt. Kommen dieſe Tierchen von ihrer Weltenraumreiſe lebendig und wohlbehalten wieder nach der Erde zurück, dann erſt wird man jene ganz aroße Rakete bauen, in der zunächſt zwei Mann die Fahrt in den Weltenraum antreten könnten. Ob dieſe Fahrt wirklich mehr iſt, als eine, wenn auch von der Wiſſenſchaft genährte Phantaſie? Die Lothringer Literaturbewegung -go. Metz, 15. Mai In den Theatern Elſaß⸗Lothringens iſt bekanntlich ſeit Kriegsende die deutſche Schriftſprache durch die franzöſiſche Verwaltung verboten. Ein Verſuch der Mülhauſener, durch das Bafler Theater klaſſiſche Stücke aufführen zu laſſen, iſt nach kurzem Gelingen, trotz des Widerſpruchs des Gemeinderates, durchf die franzöſiſche Präfektur unterſagt worden. Im Straßburger Stadttheater iſt neben den franzöſiſchen Vorſtellungen, die von dem der Fremdſprache nicht mächtigen Gros der Bevölkerung nicht be⸗ ſucht, jährlich Millionen Zuſchüſſe aus elſäſſiſchem Steuerſäckel er · fordern gelegentlich das bereits au⸗ der deutſchen Zeit bekannte „Elſäſſiſche Theater“ zugelaſſen, deſſen Dialektſtücke wegen ihrer durchgängigen Animoſität gegen das Altdeutſchtum keinen poli⸗ tiſchen Anſtoß bieten und deſſen Leiter(Zuſtav Stoskopf), Horſch uſw) ſich auch durch ſonſtige nationaliſtiſche Betätigung vor Ver⸗ dacht bewahren. Zu poſſterlichen Erſcheinungen führt es, wenn das private Straßburger Eden⸗Theater das Verbot des Schriftdeutſchen bei der von ihm kultivierten Pflege der leichten durch Uebertragung in den elfäſſiſchen Dialekt umgehen muß, wobei oft die Berliner⸗ Wiener⸗ Schlager ſich in dem biederen Alemaniſch gar ſeltſam ausnehmen. Die e E Volksbund heißt Ehrenwache für unſere toten Helden, Volksbund heißt opfern für die, die ſich für uns geopfert haben. Dr. Eulen den wärmſten Dank des Präſidenten und der Verſamm⸗ ung. Ein Vertreter des beſetzten Gebietes ſchilderte die Arbeit des Volksbundes im beſetzten Gebiet; die Hörer konnten nur die Opfer⸗ freudigkeit bewundern, mit der dort die unglaublichſten Schwierig⸗ keiten überwunden werden. Direktor Jahn(Spandau) warf ein Streiflicht über die Fortſchritte der Gräberfürſorge im Ausland. Ueber die engliſche und amerikaniſche Grabpflege unſerer toten Helden können wir beruhigt ſein. In Rußland ſieht es dagegen traurig aus. Von Polen darf man jetzt einen günſti⸗ geren Eindruck gewinnen. Der dortige Kommiſſar v. Grabenſtein nimmt ſich der deutſchen Sache an. In Rumänien müſſen wir uns gegen die geplanten Maſſenumlegungen wehren. In Serbien ſteht es mit der deutſchen Gräberfürſorge nicht mehr ſo gut, ſeit⸗ dem der Geſandte v. Keller von dort verſetzt iſt. Von Italien iſt Erfreuliches zu berichten, wie die vom italieniſchen Vertreter aufgenommenen und überſandten Photographien der dortigen deutſchen Gräber beweiſen. Auf einem italieniſchen Friedhof i. eine Tafel angebracht mit den Worten: Hier ruben italieniſche und deutſche Soldaten im Tode vereint.(Bravol) Die Reichsſtelle be⸗ müht ſich, die Gräberliſte aus dem Auslande zu bekommen, wie wir ſolche unſererſeits verſenden. Der Schatzmeiſter Generalkonſul Georee gab den Kaſſe ꝛ⸗ bericht, der geprüft und richtig befunden iſt. Die Abrechnung wurde genehmigt. Dann wurden der Haushaltsvlan und Arbeitsplan für 1924 feſtgeſetzt, wobei es zu lebhaften inhaltsreichen Ausſprachen kam. Endlich wurden Wahlen vorgenommen und dann der Ver⸗ mit einem Treugelöbnis zu Vaterland und Bund ge⸗ ſchioſſen. Kinderfürſorge An dem ſegensreiche Werke zur Linderuna der Not der deutſchen Kinder hat ſich von den benachbarten neutralen Staaten namentſich die Schweiz durch die liebevolle Aufnahme und fürſoraliche Verpfle⸗ guna der infolge der Hungerblockade körperlich zurückoekommenen Kinder und insbeſondere auch ſolcher von deutſchen Eiſenbahnern ſchon wiederholt in wirkſamſter Weiſe beteilfat. Die Zentralſtelle der Schweizer Fürſorge für deutſche Kinder befindet ſich in Bern, ein von Dr. Bierbaum acleitetes Unterkomitee i- Zürich. wo Präſtpent Strauß beſonders für die Eiſenbahner⸗Kinderhilfe wirkſam iſt. Seiner perſönlichen Tätiakeit iſt vor allem zu verdanren. daß 288 unterernährten Eiſenbahnerkindern— darunter 120 Arhei⸗ terkindern— aus den Beairken der Reichsbahndirektionen Frankfurt (Moin). Mainz, Wür⸗buro, Kudwiasbafen und Karlsruhe die Wohl⸗ tat eines neunwöchigen Erholungsaufenthaltes vom Februar ds. Is. ab in der Schweiz zuteil wurde. Mit einem beſonders eingelegten Kinderzug fuhren am 6. Fe⸗ bruar ds. Js. abends 11.15 Uhr 550 pflegebedürftige, aber erwar⸗ tungsfrobe Kinder nach Baſel, wo ſie am frühen Morgen eintrafen. Nach einem überaus herzlichen Empfang wurde die Weiterbeför⸗ derung der Kinder nach den einzelnen Pflegeſtellen ſofort veranlaßt. Dort wurden ſie von den Pflegeeltern— durchwea Familien von Bundesbahnhedienſteten— in der freundlichſten Weiſe aufgenommen und im enaſten Familienanſchluß vortrefflich verpflegt. Am 9. April wurden die Kinder in Zürich wieder zur Rückreiſe nach Deutſchland abgeholt. Sie waren durchweg in beſter geſundheitlicher Verfaſſung und wieſen durchſchnittlich eine Gewichtszunahme von 5 Ka. auf. in Einzelfällen ſogar erheblich mehr. Die rührenden Szenen. die ſich beim Abſchied von den Pflegeeltern abſpielten. zeugten von der elternaleichen, liebevollen Vehandlung. die die Kinder dort gefunden hatten. ihr blübendes Ausſehen, die Verſorauna mit Lebensmittel⸗ vorräten und oft ſogar mit friſcher Wäſche von der Fürſoralichkeit. mit der man ſich ihrer angenommen hatte. Der mit der Abholung der Kinder betraute Vertreter der Reichsbahndirektion Frankfurt(Main) batte Gelegenheit, der Schweizer Kinderhilfe und insbeſondere dem Züricher Unterkomitee und dem Präſidenten der Eiſenbahnkinderhilfe bei einem Abſchiedsabend in Zürich für die von den Pflegeltern in ſo reichem Maße zuteil gewordene Fürſorge im Namen des Miniſte⸗ riums den wärmſten Dank auszuſprechen, dem ſich der anweſende deutſche Generalkonſul in Zürich mit beredten Worten anſchlaß. Am 9. Anril wurde von Baſel aus die Rückreiſe nach Deutſchland ange⸗ treten und zwar im D⸗Zug 41 mit 134 und im beſonderen Kinderzug mit 636 Kindern. Bei der Ankunft auf den verſchiedenen Heimat⸗ bahnböfen hatten ſich die Eltern zum Emyfang eingefunden. die übri⸗ 99 Kinder wurden durch beſondere Bealeiter ihren Angehörigen zu⸗ geführt. Die auch in dieſem Falle wieder bewieſene opferfreudige und tat⸗ kräftige Hilfe unſerer Schweizer Nachbarn löſt nicht nur in den Her⸗ zen der bedachten Eiſenbahnerfamilien, ſondern im oanzen deutſchen und beſonders im badiſchen Volke die Gefühle aufrichtigen und herz⸗ lichen Dankes aus, die auch hier zum Ausdruck gebracht werden ſollen. P. A. Kleine Rufragen Warum brennen ſeit einigen Tagen die beiden Bogen⸗ lampen an der Nord⸗ und Südſeite des Marktes be⸗ reits um ½8 Uhr bei hellem Sonnenlicht Löcher in den Taa? Iſt das Ueberfluß an Strom oder die Anaſt, man könnte das Einſchalten der Lamven veraeſſen? die katholiſchen Vereine war auch erſt kurzerhand von der Präfektur verboten worden, mußte dann aber in Anbetracht der Erregung der geſamten Bevölkerung, die ſich in ſtürmiſchen Kundgebungen nicht nRur klerikaler Kreiſe äußerte, freigegeben werden. Schon in der letzten Periode des Zweiten Kaiſerreichs, als ſich erſtmals von Paris her ſyſtematiſche trebungen zur ſprachlichen und kulturellen Ver⸗ welſchung geltend machten, war es die katholiſche Geiſtlich⸗ keit, die ſich energiſch ſowohl im Elſaß als auch in Lothringen für die Erhaltung der Mutterſprache einſetzte. nn ſie auch unter dem jetzt wiedergekehrten franzöſiſchen Regime dieſe Haltung bewahrt, angeſichts der ſehr viel energiſcher als in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts einſetzenden Franzöſier ungs⸗ Tendenz, ſo ſind es nicht etwa alldeutſche Reminiſzenzen und Sym⸗ pathien kultureller oder gar politiſcher Art, ſondern, neben einem „regionalen“ Heimatgefühl, vor allem die Erkenntnis, daß Reli⸗ gionsunterricht und kirchlicher Sinn— erſt recht unter der„Laien⸗ Republik“— nur in der Tradition der Mutterſprache für Gegen⸗ wart und Zukunft geſichert bleiben können. 750 In dieſem Zuſammenhang iſt auch die neue„Lothringer Literaturbewegung“ einzugliedern. Ihre Beſtrebungen gehen zunächſt auf die Gründung einer Lothringer Dialekt. bühne. In der Diedenhofener Ecke wurden ſeit einiger Zeit be⸗ reits Stücke in Luxemburger Dialekt aufgeführt. Jetzt will man den Lothringer Dialekt ſelbſt allgemein literaturfähig machen. Letzte Woche d in Merlenbach eine erſte öffentliche Beſprechung ſtatt, die aus allen Teilen Lothringens von Schriftſtellern und Schrift⸗ ſtellerinnen, Geiſtlichen und Lehrern, ſowie Freunden der Bewegung überaus zahlreich beſucht war. Zunächſt wurde die Zweckmäßigkeit einer lothringiſchen Dialektbühne, für welche die Mannigfaltigkeit des Dialektes kein ernſtliches Hindernis bilde, hervorgehoben, um die chönen Lothringer Sagen u. Legenden zu erhalten, dem Volke wirk⸗ lich gute Unterhaltung vorzuſetzen uſw. Von allen Seiten ſeien er⸗ mutigende Zuſchriften eingelaufen, eine ganze Reihe von Bürger⸗ meiſtern, General⸗ und Kreisräten ſeien bereits beigetreten und hätten ihre Mitwirkung zugeſagt, Geldprämien ſeien in Ausſicht ge⸗ ſtellt für das beabſichtigte Preisausſchreiben für lothringiſche Stücke, im Herbſt ein großer Wettſtreit ſämtlicher Theatervereine des deutſch⸗ ſprachigen Lothringen proſektiert, ſodaß man haffentlich bereits in einem Jahre ein lothringiſches Theater dem Publikum mit lothringi⸗ ſchen Stücken mit Erfolg präſentieren könne. Im Laufe der Aus⸗ ſprache wurde die Bewegung zugunſten des Lothringer Dialektſpiels auf die breitere Baſis einer Lothringer Kunſt⸗ und Lite⸗ raturbewegung geſtellt. Es wurde in Ausſicht genommen, eine Zeitſchrift für lothringiſche Kunſt⸗ und Literatur ſowje allfährlich einen lothringiſchen Volkskalender herauszugeben, die alten Lathrin⸗ ger Lieder zu ſammeln und wieder zu Ehren zu dringen uſw. Aufführung eines Legendenſpiels im Straßburger Sängerhaus durch Beſſere Jugsbedienung Mannheim—Triberg—Konſtanz. 1. bisherigen Winterfahrplan war der unhaltbare Zuſtand vorhande daß das einzige über den Schwarzwald laufende Schnellzuaz ehnt nicht einmal Wagen Mannheim—Triberg—Konſtanz und umg 5 u führte, obwohl in Karlsruhe in beiden Richtungen die als Cugen 269/270 geführten Zugsteile unmittelbar mit den Schnell 2 D 156/ 159 korreſpondierte. Die Züge wurden in Karlsrute brochen, obwohl in der Richtung nach Konſtanz in Konſtanz mieger Wagen ab Karlsruhe beigeſtellt wurden. Der Uebergana direkle Wagen ab Mannheim wurde nicht vollzogen, obwohl ebenſo an ſol⸗ Karlsruhe die Beiſtellung Mannheimer Wagen möalich wäre wie om⸗ cher ab Karlsruhe. In dieſem Zuſtand tritt nun im kommenden 6 15— merfahrplan eine Beſſerung ein. als einmal Wagen Mannhs 150 Triberg—Konſtanz gefahren werden u. weiter die Züge D 156,/0 al0 und D 269/ 270 auch auf der Strecke Karlsruhe—Offenburg, 15 eine geſonderte Führung erhalten. Und zwar fährt in der Richen nach Süden der Mannheimer Zua vor dem Frankfurter. in der Wher tuna nach Norden der Frankfurter Zua vor dem Mannheimer. 15 Ueberaanaspunkt zwiſchen beiden Zügen lieat in der Richtuna m. 7 Süden in Offenburg. da für den Mannheimer Zua in Karlsrube. 5 eine Minute(7) Aufenthalt vorgeſeben iſt. in der Richtung—5 Norden in Karlsruhe. In beiden Zuaspaaren werden Speiſewe eingeſtellt. 1 o * Die zu Pfingſten gelöſten Sonnkagsfahrkarten gelten er 6. Juni 12 Uhr mittags bis 9. Juni und können innerhalb 0 Gültigkeitsdauer unbeſchränkt, ſowohl zur Hin⸗ als zur Rückſahſ benutzt werden.— Vom 1. Juni ab wird die Vorausbeſtellungsft für Bettkarten der Reichsbahn und der Mitropakurſe 4 auf 7 Tage verlängert. *Jur Beachtung! Welche Folgen es nach ſich ziehen kann, wene man im beſetzten Gebiete ſeinen Ausweis nicht bei ſich führt ſich in anderer Weiſe einer Uebertretung der cvorſchriften 25 der der Verlehrsſperre ſchuldig macht geht aus een, Strafen U 1. vor, die dem„Landauer Anz.“ zufolge das franzöſiſche Militärpolice, gericht neuerdings verhängte Darnach erhielten 8 Angeklagte. ſhren Ausweis bei einer Paßkontrolle nicht bei ſich trugen, Ge ſtrafen in Höhe von—5 Goldmark. Ferner erhielten ung⸗ Verletzung der Paßvorſchriften im beſetzten Gebie an⸗ diktiert: Joſeph Kirſchgeßner, Laufburſche in Karlsruhe, 40 ce Gefängnis: Hans Wahl, Student in Mannheim, 20 Tag zage fängnis; Eugen Eichacher, Bankbeamter in Mannheim, äng⸗ Gefängnis; Hellmut Vohn, Student in Heidelberg, 45 Tage Geftef, nis; Theodor Heinold, Schloſſer, Heinrich Waldenbergen Packer, Karl Bambach. Kaufmann, fämtliche in Mannheim, e Tage Gefängnis; Wilh. Kühn, Monteur aus Stuttgart, zurzeit af Montage in Landau, 10 Tage Gefängnis und 30 Goldmark Se⸗ Joſeph Zimbarowsky, Kaufmann in Saarbrücken, 100 Tage fol. nis. Wegen Uebertretung der Verkehrsſperre wurden gende Perſonen beſtraft: Val. Trapp, Kraftfahrer und zabern 15 Goldmark; Jak. Heinrich in Worms 3 Goldmark; Frohnhofer in Worms 15 Goldmark; Auguſt Huff, Reiſeng⸗ Pforzheim, 15 Goldmark; Philipp Badergoll in Landau 10 Wilh. mark; Emil Eußlinger von Kirchheim 10 Tage Gefängnis; Hingott in Karlsberg 10 Goldmark. nolen. Verlängerung der Einlöſungsfriſt der deutſchen Dollarne Die Friſt, innerhalb der die als rerwendeten der Schatzanweiſungen des Deutſchen Reiches von 1929 Goldat, leige), fällig am 2. Sept. 1935, über.42 Mark Godd(½ 990 .05 Gold(4 Dollar),.10% Gold(%½ Dollar),.20 zum (4 Dollar),.40 Gold(2 Dollar) und 21 Gold(5 Dollat) am⸗ Nennwert in Rentenmark oder andere geſetzliche Zahlungsmitte 271 getauſcht werden, wird bis zum 31. Mai 1924 verläng Anträge zum Umtauſch dieſer Stücke in neue unverzinsliche, auf am 1000 und 2000 Goldmark lautende Schatzanweiſungen die bis 1. September 1924 oder am 1. Juni 1925 fällig werden, können ch auf weiteres unter den bereits bekannt gemachten Bedingungſc der nach dieſem Termin geſtellt werden. Ein Zwang zum Umtauf pel⸗ Goldanleiheſtücke in andere Zahlungsmittel oder neue Schache ſeſhe ſungen beſteht nicht. Die vorbezeichneten Abſcchnitte der Goehr in bleiben, auch wenn ſie von den Kaſſen des Reiches nicht epften Zahlung genommen werden, Wertpapiere mit den daran geknüß Rechten. 2 n⸗ Anfälle. Geſtern vormittag wurden im neuen Verſchie Gleis⸗ hof ein 30 Jahre alter Bahnarbeiter beim Ueberſchreiten der da⸗ anlagen von einer Lokomotive anagefahren, umgeworfen und ihnnle⸗ rechte Bein unterhalb des Knies abaefahren. Nas nken⸗ auna eines Notverbandes wurde der Verunalückte in das 591 er baus verbracht. Lebensgefahr beſteht nicht. Ein Verſchulden fdet Perſonen lieat nicht vor.— Geſtern vormittaa fuhr ein Auto biegen Frieſenheimerſtraße einen Radfabrer. der in die Eſtolwerke ein Hln⸗ wollte von hinten an. warf ihn zu Voden und verletzte ihn des in terkoyf. Der Verlette wurde nach Anleauna eines Notverban rhalt⸗ das Krankenhaus verbracht. Zwecks Feſtſtellung des Zuſammenſtoß trifft.— Geſtern vormittaa fubr ein 15 Jahr zolke⸗ Radfahrer auf der Breitenſtraße vor R 1 eine 9 Jabre al Haut⸗ ſchülerin an, ſodaß ſie zu Boden fiel und am linken Arm lei ehrocht, obſchürfungen davontrua. Der Radfabrer wird zur Anzeige ae⸗ b. da er zu ſchnell gefahren iſt und kein Warnunaszeichen abagfraße Oeſtern nachmittag ſtieß ein Perſonenkraftwagen auf der„ Kiud (s und 4 eine 27 Kahre alte Ebefrau. die ihr zwei Jahre alke eine Aus all den Debatten und Plänen ging jedenfalls hervrn cher wie lebendige Teilnahme in den weiteſten agrelſen der e Pflege des heimiſchen Volkstums entgegengebracht ſein Lothringer Literaturbewegung, wenngleich ſie umpolitiſch 555 · will und muß, dürfte dennoch zur Erhaltung und Stärkun fran“ überlieferzen deutſchen, fränkiſchen Stammesart, unter dem zöſiſchen Firnis, eine unverächtliche Stütze darbieten. Theater und Muſik G 100. Geburtstag des Komponiſten Carl Reineche. Pea ge⸗ Altona ehrt das Andenken an 5 vor 100 Jahren in Aue 0 borenen Komponiſten Reinecke durch ein großes Carl, tuſtidreke Ende Mai. Das Feſt findet unter der Leitung von M und 7 Prof. Felix Woyrſch ſtatt. Es kommen eine Sinfonie 1d erſt Oratorium des rs zur Aufführung. Mitwirkende eineche Soliſten. Carl Reinecke wurde am 28. Juni 1824 geboren. Mit genoß ſchon im jugendlichen Alter einen bedeutenden Rul in ma Jahren wurde er Hofpianiſt Chriſtians VIII. velz n und er Später wirkte er als Lehrer des Konſervatoriume in K 5 rnahm, Muſikdirektor in Barmen und Breslau. 18 a hat en 5 die Leitung der Gewandhaus⸗Konzerte in Leip 15 5 Koeh ordentlich zahlreiche Werke komponiert, Opern, Sinfonteen g muſikwerke, Oratorien. Heute werden von ihm am meiſ die Ouvertüren„Friedensfeier“ und„Manfred“. 1 45 eMaifeſtpiele in Chemnitz. Mit einer wuchtigen gege habenen Aufführung von Pfitzners unter Auf⸗ Paleſtriga“ nah elege „Paleſtrina“ nahmen die Chemnitzer Maifeſtſpiebe te Leitung des Intendanten Ta 19 77 1755 5 Neeſe führung der Feſtſpiele zeigte das Können der Kräfte des muſtlar; Stadttheaters. Generalmuſikdirekter Malata leitete Part ſchen Teil mit Umſicht und tiefem Verſtändnis für Pfitzner uamme Oberſpielleiter Diener hatte eindrucksvolle Bühnenb kafahrung 6r geſtellt. Die Feſtſpiele werden des weiteren eine flüh tehen⸗ Hebbels Maria Magdalena“ vom Berliner des dder unter Leitung des Intendanten Jeßner, ein Gaſtſpiel dien Reion dener Stadttheaters unter Leitung des Generalintendant Mar llor und Opernfeſtſpiele unter Leſtung von Generalintendan ſikdire Schillings. Generalmuſikdirektor Leo Blech, Generalnagen, ſter⸗ Erich Kleiber und Generalmuſikdirektor Klemperer braſtberichſch⸗ Dresdner Ur.Aufführung. Unſer Dresdner Kunalfeniſk, ſtatter ſchreibt:„Die heilige Untreue“, eine. üraer⸗ Einfuhrware von Tario Niccode mi, erlebte bei be Lacheer führung im Neuſtädter Schauſpielbaus einen mäßig. ſich olt⸗ ſolg. Das Stück führt iich als Komsdie ein enteuſe und eul⸗ als ein ſchlechtes Gemiſch von Konverſationsſtück, 501 Sch ſchen Schwank. Die matte Handlung baut ſich auf ein fe: Gefäng Ammel, beide in Worms, je 10 Goldmark: Georg Lämmel in —— Ih iers wurde der Kraftwagenlenker auf die Wache des 11. Voltzeln den verbracht. von dort aber wieder entlaſſen, da ihn keine Schuld an ſter gen „ig pri ſdaa Eir nac bog der e eeee e 28 munmn ẽ²̃—¶—§⅛f§ & reemeeeeeen AASASNTASSAS nnee. —— 00 Naſtück Wil Jreilag, den 23. Mal 1924 Mannheimer General⸗Anzeiger(Abend⸗Ausgabe) 5. Seike. Nr. 241 a 1 dem Arme trua. von der Seite an, ſodaß ſie zu Boden fiel. Ver⸗ wurde niemand. Der Kraftwagenfübrer bielt die ſalſche Stra⸗ enſeite ein. weshalb er zur Anzeige gebracht wird. * len Neckar ertrunken. Am 17. Mai nachmittags iſt beim Spie⸗ ſchüle eckar oberhalb der Friedrichsbrücke der 6 Jahre alte Volks⸗ Kurt Volk aus Mannheim, wohnhaft in der Käfertalerſtraße eh nen den Neckar gefallen und ertrunken. Kicht geländet werden. getan Beſchlaanahmte Bilder und Decken. Bei einem Unterſuchungs⸗ den in Ludwiashafen a. Rh. wurden verſchiedene Bilder und brechsbelchlaanahmt die bei verſchiedenen hieſigen Aerzten bei der ‚ zunde geſtohlen wurden. Die Gegenſtände befinden ſich auf und 7ö uro der Kriminalpolizei. Zimmer 73. Schloß linker Flügel, onnen zur Ermittelung der Eigentümer dort eingefehen werden. * zum I0llnaufaetlärte Diebſtähle. Entwendet wurden: In der Nacht und + aus einer Lagerhalle 18 Kiſten zu 50 Doſen Oelſardinen Wuſchriftten zu 12 Flaſchen franz. Rotwein Die Büchſen tragen die Nonton„Coaſt— Pilehars“ und die Flaſchenetikette die Aufſchrift: 18. on 1920 Varon Henrn Rotbſchild.“— In der Nacht zum ſelaasſt, aus einem vlombierten Eiſenbahnwagen an der Poſtum⸗ ewich elle in der Werfthallenſtraße ein Ballen weißſer Robrivns im in der dvon 8 Ka.— In der Nacht zum 19. Mai aus einem Laden 15 Elfenſtraße mehrere hundert Stück Zigarren und Ziaaretten. Straß Apterſchlaauna, Am 16. Mai. vormittaas.30 Uhr hat auf der gen und 2der nachbeſchriebene Unbekannte zwei Pakete unterſcha⸗ ten zu aing damit flüchtia. Das eine Paket enthielt 1 Mille Ziagar⸗ Moarette 100 Stück. Marke„Mein Schlager“ das andere Paket. 500 bekarnte z in, Schachteln zu ſe 100 Stück. Marke Lurus“. Der le⸗ dunkeltl iſt 20—21 Jahre alt..70—.72 Meter aroß. ſchlank. hat gen, tr onde Haare, iſt bartlos. hat länaliches Geſicht mit roten Wan⸗ bpricht ug araue Hoſe. dunkelarauen Rock und blaue Sportsmütze. annheimer Mundart. veranſtaltungen derwe ſeslähriaes Jubiläum der Mannheimer Turngeſellſchaft. Wir laal ſt en nochmals auf den am moraigen Samstaa im Nibelungen⸗ Ein geſtt indenden Feſtabend mit auserleſener Vortraosfolge. dachmiteball wird ſich der Veranſtaltung anſchließen. Am Sonntaa dielttaa, wird das Ju bil äums Schauturnen auf dem uchſtehes im Schloßgarten der DOeffentlichkeit Gelegenheit geben. den dern,(pnden und verzweiaten Turnbetrieb der M. T. G. zu bewun⸗ (Räheres in der Anzeige in letzter Nummer.) Die Leiche konnte RKommunale Chronik Kleine Mitteilungen ſi Fer, den Vorlagen der nächſten Bürgerausſchuß⸗ auf Bed in Kehl befindet ſich auch ein Antrag des Gemeinderats Klei u woilſtellung von 100 000 Mark zur Förderung des Darlehed ohnungsbaues. Hiervon ſoll privaten Bauherrn ein wohnen im Betrage von 5000 bis 5500 Mark pro Dreizimmer⸗ n 12 ſtenlt dis zum Zinsfuß von 5 Prozent bewilligt werden. Ferner jede e Gemeinde Baugelände von 270 bis 300 Quardratmeter für Prozent nung zu verbilligten Preiſen gegen eine Anzahlung von 10 zinſen zur Perfügung. Der Reſtbetrag iſt mit 5 Prozent zu ver⸗ ſonen Für die Gewährung ſolcher Baudarlehen kommen nur Per⸗ zungsli Betracht, die bereits eine Wohnung haben oder in der Woh⸗ wollen. ſte ſtehen, ferner Bauherrn, die für ſolche Perſonen bauen D. genen J dem Bürgerausſchuß Ueberlingen zugegan⸗ und 192 Holagen waren auch die Voranſchläge für 1928/4 gen die 9e5 beigegeben. Nach dem Voranſchlag für 1923/24 betra⸗ Der du Ausgaben 816 052 Mark, die Einnahmen 262 882 Mark. Marf cch die Umlange zu deckende Aufwand beträgt demnach 53 170 dollen om gewerblichen und landwirtſchaftlichen Betriebsvermögen fennig, von Gebäuden 2 Pfennig, von Grundſtücken 4 unig und von klaſſiffzierten Grundſtücken ſowie von Wald 5 224⁴ 540 Umlage erhoben werden. Im Voranſchlag 1924½25 ſind ſts wäre ark Ausgaben und 258 831 Mark Einnahmen vorgeſeben behliche gdarnach durch Umlagen 66218 Mark zu decken. Das Hölche Vermögen hat gegen 1914 ſowohl wie gegen 1919 eine er⸗ teiſer, ermehrung durch Erwerbung und Erſtellung verſchiedener Izitätswen, Bau des Stauwerks und die Neueinrichtung des Elek⸗ werks erfahren. 2 Nus dem Lande zee J doſſenheim, 22. Mai. Geſtern nacht holten Diebe die ein⸗ Feldwege de einer Witwe aus dem Stalle. Sie ſchlugen einen ihrem Bo ein um das Tier abzuſchlachten, wurden aber an bal. daß daben geſtört. Sie ſchlitzten dem armen Tier den Bauch de Gedärme hervortraten, warfen es in ein Johannis⸗ — ließen die Ziege in ihren Schmerzen liegen. Der Ler mit mehreren Stichen ebenfalls durchſtochen. Vorüber⸗ u und nte fanden das arme Tier am Morgen laut ſtöhnend jaſt i z 750 befreiten es von ſeinen grüßlichen Schmerzen. Lynch⸗ Nitte nicht zu knappl Die Schriftl.) wäre hier das einzig Seſen wusdad. 22. Mai. In der gleich frechen Weise wie in Baden⸗ ſoaſtohlenen en auch hier Villeneinbrüche verübt. Einer der — ſofort zwurde auf das Geräuſch aufmerkſam und benachrich⸗ (werdendie Polizei. Der Einbrecher konnte am Bahnhof ent⸗ — Bei ſeiner Feſtnahme verſetzte er dem Polizeibeamten er mit ſeinem Koffer einen Schlag auf den Kopf und ſuchte zu ent⸗ weichen. Ein ſtädtiſcher Forſtwart, der ſich an der Verfolgung des Einbrechers beteiligt hatte, gab zunächſt zwei Schreckſchüſſe ab. Als der Flüchtling nicht ſtille ſtand, ſtreckte er ihn mit einem dritten Schuß nieder. Auf die Polizei verbracht, ſtarb der Verbrecher deſſen Perſönlichkeit noch nicht feſtgeſtellt werden konnte. Man vermutet, daß er der Verbrecherbande angehört. die in Baden⸗ Baden vor einigen Tagen ihr Unweſen trieb. * Säckingen, 22. Mai. Der Säckinger Wirteverein fordert die Bürgerſchaft auf, wegen eines bevorſtehenden Aufſchlags der Bierpreiſe vorläufig kein Bier zu trinken. Es fragt ſich, ob bei der derzeitigen großen Hitze bei den Säckingern große Luſt zu einem Bierſtreik beſteht. *Freiburg, 22. Mai. Anläßlich des Beſuches des Kölner Männergeſangvereins in Freiburg am Freitag, 23. Mai wird eine Beleuchtung des Freiburger Münſters, die zu den Selten⸗ heiten gehört, ſtattfinden. * Freiburg 22. Mai Sämtliche Brücken, Treppen und Galerien in der Ravennaſchlucht(vom Höllſteig bis zum Ravenna⸗Gaſthaus in Steig) ſind wieder vollſtändig in Stand ge⸗ ſetzt, ſodaß ſede Gefahr bei einer Begehung ausgeſchloſſen iſt. So⸗ wohl das Bezirksamt wie das ſtaatliche Forſtamt in Freiburg, die in Frage kommenden Bürgermeiſterämter von Steig und Breitnau. und die Grund⸗ und Waldbeſitzer haben ein großes Entgegenkommen gezeigt, ſodaß die umfangreichen und zum Teil ſehr ſchwierigen Ar⸗ beiten durch den Badiſchen Schwarzwaldverein durchgeführt werden konnten. Nus der pfalz :: Ludwigshafen, 23. Mai. Geſtohlen wurden in der Dienstagnacht aus dem Keller eines Kolonialwarengeſchäfts in der Kanalſtraße eine Kiſte Schmalz, eine Kiſte getrocknete Aprikoſen und 7 Flaſchen Schaumwein.— Eine Ehefrau aus Weilersbach, die ſich bettelnd hier herumtrieb, entwendete in einem Hauſe der Grünerſtraße eine Damenbluſe, die auf einem Ständer der Flur⸗ garderobe gehangen hatte. Man ſand bei ihr noch mehrere ge⸗ ſtohlene Gegenſtände.— Ein 17jähriger Burſche von Hochheim ſtahl ſeinem Onkel in Mundenheim, bei dem er ſchon 10 Wochen zu Beſuch weilte, in deſſen Abweſenheit Kleiderſtücke und Schmuckſachen im Werte von 1510 M und ging damit flüchtig. :: Mukterſtadt, 22. Mai. Bei einem Maiausflug in den hieſigen Stadtwald, den er mit dem Motorrad ſeines Bruders machbe, erlitt der 30jährige Händler Jakob Steinkönig aus Dannſtadt einen Sturz, wobei er ſich außer einer Gehirnerſchütterung einen Schlüſſelbeinbruch und einen Bruch der Wirbelſäule zuzog, die ihn in Lebensgefahr brachten. :; Biedesheim, 22. Mai. Beim Aufladen von Stroh aus der Feldſcheune ſeines Dienſtherrn auf einen Erntewagen ſtürzte der über 40 Jahre alte Knecht Johannes Dexel rücklings auf die Straße und brach ſich das Genick, wobei der Tod ſofort eintrat. ::: Dreiſen, 22. Mai. Als der Landwirt Meſſerſchmidt und ſein Sohn mit ihrem Ochſengeſpann von hier nach Standenbühl fuhren, kam ihnen ein Auto entgegen. Um ausweichen zu können, trieb der Sohn die Ochſen gerade in dem Augenblick, als das Auto auch ſchon herangekommen war, mit der Peitſche an. Der Auto⸗ fühver, der behauptet, der junge Mann hätte mit der Peitſche ins Auto geſchlagen, ſprang ſofort ab, entriß dem M. die Peitſche und hieb damit auf die beiden Landleute derart ein, daß ſie Ver⸗ letzungen erhielten, die ärztliche Hilfe notwendig machten. :: Aſſelheim, 22. Mai. Der 71jährige Landwirt Karl Frank von hier war am Dienstag abend damit beſchäftigt, von ſeinem Scheunenboden Stroh auf die Tenne zu werfen, als er dabei fplötz⸗ lich abſtürzte und ſo unglücklich fiel, daß auf der Stelle der Tod eintrat. Der Verunglückte gehörte zu den geachteſten Bürgern un⸗ ſeres Ortes. Gerichtszeitung Ein raffiniertes Jreundespaar Die ſchlauften Einbrecher.— Die Flucht aus dem ängnis. Vernichtung der Gerichtsakken. e (Von unſerem..⸗Mitarbeiter.) Eim ehemaliger Dekorationsmaler begeht mit ſeinem Buſenfreund eine Reihe von einträglichen Diebſtählen. Sie werden nücht 5 da 755 es ſtets ſehr ſchlau anfangen. Der Maler ſucht Stellung bei großen Firmen, der Freund erſcheint als Käufer und ſchleppt die Waren weg, ohne zu bezahlen. Das geht ſo eine Zeiklang, dann iſt ihnen die Sache zu langweilig, es ſoll ſchneller gehen, ſie müſſen mehr verdienen. Alſo unternehmen ſie größere Raubzüge. Mit einer unglaublichen Frechheit plündern ſie am hellen Tage Pen⸗ ſtonen und Hotels aus. Kein Zimmer, kein Koffer, kein Geldſchrank iſt vor ihnen ſicher, zu allem haben ſie Nachſchlüſſel. Der Maler iſt kein Verſchwender, ſondern ein liebender Gatte. Er iſt verheiratet und richtet ſeiner Frau ein herrliches Heim ein. Eine wundervolle Fünfzimmerwohnung in beſter Gegend wird von den beiden Freunden„möbliert“ und„ausgeſtattet“. Immer luxu⸗ riöſer wird die Wohnung, ſchließlich fehlt nur noch die Bibliothek. Ein junger Verkäufer der Buchabteilung eines Warenhauſes wird ge⸗ wonnen und beſtochen.„Der Maler erſcheint täglich dort mit einer Aktenmappe, packt die Bücher ein ohne 77 bezahlen und trägt ſie nach Hauſe, um die Schränke zu füllen. Aber er nimmt nicht wahllos, was er bekommen kann, o nein, er hat Geſchmack, und dann will er ja eine ſchöne Bibliothek haben. Er wählt alſo ſorgfältig die Werke aus, ehe er ſie einpackt. Hau Ger ie Karſon auf, des Prof. Filippo Carmi, der dicke Wälzer 5 und Aeue ſchreibt, ſie aber weder an Frau oder Geliebte fentülftelte, nun auf der Suche nach Experimental⸗Ktonkubinen iſt al iſt, mit ſinn, der nach der Methode Shaws, aber ohne deſ⸗ 25 iarheder Umwertung der Begriffe krampfhaft auf Lach⸗ * eitet. Die Komödie der Irrungen aber, die der Luſt⸗ ſik. erlebt, iſt banal und unglaubhaft. Operette ohne am lächelt nicht mehr über den Betrogenen in ſeiner zurhilhrware iferſucht, man iſt verletzt über die erfindungsarme ndſteht. die weit hinter jedem Blumental⸗Kadelburg⸗Schwank deri,Regie wanrum alſo in die Ferne ſchweifen! Darſtellung teten in ren bemüht, den Blödſinn glaubhaft zu machen und Uebertreibungen. Johannes Reichelt g de Kunſt und wiſſenſchaft n,„unahme der Zahl der Studenten. Man hätte erwar⸗ dem unflationg, die Verelendung der akademiſchen Berufe während er ſchen St 5 eine ſtarke Verminderung des Zudrangs zum aka⸗ m Fwartete zum hätte zur Folge haben müſſen. Bisher iſt aber ſam Herbſt 19 düdgang der Zahl der Studierenden nicht eingetreten. Nas 88 0— zählte man an den deutſchen Univerſitäten insge⸗ deſu bedeutet udierenden, im Jahre 1923 aber immer noch 84 728. bnchern imugegenüber der Vorkriegszeit von 61 600 Uniberſitä“s, dezwirtſchaftlicer nach eine erbebliche Zunahme die durch dahl 78s gerechtfen, Uerhältniſſe in faſt allen ſtudierten Berufen kei⸗ den pder ſtudi tfertigt iſt. Als bemerkenswert ſei erwähnt, daß die errenden Frauen von 5000 auf 8591, die der ſtudieren⸗ 10 von 6000 auf 8000 ſich vermehrt hat. Stark zu ⸗ dalt ath gan 1 7 no gen iſt die Zahl der evangeliſchen Theologen, die da wuichen Tü. ddes aber 5 noch 2598— 85 Ebenſo haben die Nalgen iſt diedlogie⸗Studenten von 2058 auf 1824 ſich vermindert. fenſchematikFie Zabl der Juriſten von 9842 auf 19 228 die der kanchaftler tudenten bon 8132 auf 9134 und die der Staatswiſ⸗ legenen die 1n von 8876 auf 21 480 geſtiegen. Abgenommen haben en nur„ Wed zin.Studenten von denen 1914 16 048, 1028 da⸗ laßeiung 84 12 261 gezählt werden. Was die ungehenre Ver⸗ ſiſc zu berfftdierenden der Staatewiffenſchoften anbetrifft, ſoliſt wiße Angeſteſſtſichtigen, daß heute zahlreiche Bank⸗ und kaufmän⸗ 0 bel aftli eſowie Lehrlinge die Univerſität beſuchen und ſtaats⸗ niſchetreiben de Vorlefungen hören, ohne überhaupt ein Vollſtudium 0 n. 1 eſtzen H ie Zahl der Studierenden an den deutſchen Tech. Ragen och culen leinſchließlich Danzias) iſt von 12 232 auf 27 766 un dnenpanzendere ſtarfen Zulauf findet hier das Stydium des Eiteratur Von Beunns und Wein. Liebes, Ehe⸗ und Trinklieder des 16. und 17. Jahrkunderts. Ausgewählt und erneuert von Carl Sal m. Paul Gehly Verlag zu Köln. Die Liebes⸗, Ehe⸗ und Trinklieder des 16. und 17. Jahrhunderts, die dieſes kleine Bändchen vereinigt, ſtellen eine Auswahl dar, die der Herausgeber dem vortrefflichen Werk: ⸗Die deutſchen Geſellſchaftslieder des 16. und 17. Jahrhunderts“, ge⸗ ſammelt von Hoffmann von Fallersleben, entnommen hat. Und zwar diente als Quelle die 1. Auflage der Geſellſchaftslieder der Ausgabe von 1844, die bei Wilhelm Engelmann in Leipzig erſchien. Hoffmann von Fallersleben hat dann 1860 im gleichen Verlage die 2. Auflage des Werkes erſcheinen lanen, das im Laufe der Jahre derart umfang⸗ reich geworden war, daß eine zweibändige Ausgabe veranſtaltet wer⸗ den konnte. Danach iſt das wertvolle Buch nicht wieder aufgelegt worden. Es iſt heute vollſtändig vergrifſen und ſehr geſucht. Während die galante Lyrik des 17. und 18. Jahrhunderts ein Er⸗ zeugnis der Verfallzeit der deutſchen Dichtung darſtellt, weiſen die Geſellſchaftslieder des 18. und 17. Jahrhunderts volkstümliche Noten auf, die noch an die urſprüngliche Art der älteſten Volklieder gemah⸗ nen. Freilich iſt nicht mehr durchgängig die nadve Geſtaltungskraft aus Gefühlsmäßigem vorherrſchend, hier und dort bricht ſchon die verſtandesmäßige Darſtellung Bahn. Das iſt vor allem in jenen Liedern deutlich verſpürbar, die nach 1600 und zur Zeit des 30ſjähri⸗ gen Krieges entſtanden ſind. Das Wort„Galan“ tritt um die Ifhr⸗ hundertwende auch bereits in der volkstümlichen Poeſie auf und leitet ſo gewiſſermaßen jene Epoche langſam ein, die dann mit dem kommenden Geſchlecht die Bezeſchnung„galant“ zu einem Schlagwort erhob. Geſellſchaftslieder mit dem rein tändelnden Einſchlaa der ſpäteren Schäſerpoeſie ſind in dieſer Auswahl vermieden worden. Hier galt es eben nur die Brücke zu ſchlagen zwiſchen zwei ſo gänz lich voneinander verſchiedenen Zeitaltern. Die Lieder ſelbſt waren auch entſprechend von zwieſvältigem Aufbau. Denn zum Teil ent⸗ ſtanden ſie aus alten Volksliedern und wurden zu neuen Liedern übernommen in einer Zeit in der„das Singen ſo zur büroerlichen Bildung gehörte wie ungefäßr hentigen Tages das Klavierſpielen“, wie Hoffmann laat. Zum endern Teil wurden dieſe Liedlein von ge⸗ lehrten und ſchreibkundigen Männern und Frauen verfaßt und anonym herausgegeben. So wurden ſie im beſten Sinne— nicht Volkslieder zwar— doch volkstümliche Texte. 5* Die vorliegende kleine Auswahl verſuchte es, die entzückendſten, innigſten und burſchikoſeſten Lieder zu vereinen. Es wurden des⸗ halb nur Gedichte aus den drei Gebieten: Siebe. Ehe und Wein be⸗ rückſichtiat. Der Herausoeber hat die Lieder faſt durchweg erneuert. Teils auch wurden ſie gekürzt, zuſammengezogen und umgedichtet. Vielleich ſpricht heute manche alte Furm wieder dafür. ernent nolks⸗ tümſich zu werden. Denn zu einer Zeit, in der ein galantes Venns⸗ dogder Malß, und der Glektrotechnik, aber auch das des Berahaus achematik. während die Zahl der zukünftigen Architekten oärtlein“ einer neuen Ansgabe würdig erachtet wird, dürften auch ein vaar Sträußlein aus den Geſellſchaftsliedern des 16. und 17. Jahrhunderts brey Nreunde gewiß ſein in der Rheinebene 27 Gr., Baar 24 Gr. und Feldbera 18 Gr. übergebende Aufheiterunga und wärmer. abends) zunehmende Bewölkung, verbreitete Gewitterregen und etwas auffriſchende ſüdweſtliche Winde Eines Tages erreicht ſie aber doch ihr Schickſal. Bei einem allzu I ausgeführten Diebſtahl werden ſie ertappt und ins Unterſu h⸗ ungsgefängnis eingeliefert. wird der Freund als ſchwachſinnig entlaſſen. 4 ſo ſchwachſinnig, wie man angenommen hatte, und unterhält auf ge⸗ heimem Wege einen dauernden Briefwechſel mit dem Maler. Dieſer, ein äußerd geſchickter Menſch verfertigt in ſeiner Zelle mit Papier, Leim und Tinte einen wundervollen Paſſierſchein für einen Rechts⸗ anwalt Fiſcher. Wege dem Freunde zu. f nis, gelangt als Rechtsanwalt Fiſcher durch alle Poſten und nimmt den Maler, der ſich in der Nacht mit einem Federmeſſer den Schnurr⸗ bart abgenommen hat, aus dem Gebäude. wieder in Wiesbaden und rauben aus einem Hotelzimmer Perlen und anderen Schmuck. Wieder gefaßt, werden ſie beid⸗ eingeſperrt. Nun beginnt der Prozeß. Von allen Gegenden Deutſchlands ſind die Strafakten die von früher her den Maler bel⸗ſten angekommen. Aber der behauptet, nicht vorbeſtraft zu ſein. „Aber wir haben doch die Akten!“ kenne keine. muß entdecken, aus den Büchern, in denen des Malers Name und Bild eingetragen war, iſt beides herausgeſchnitten. Löſchblatt die betreffende Stelle abgelöſcht woren wäre. würde man es kaum mit Beſtimmtheit nachweiſen können. nicht gemacht haben, der Freund auch nicht. alſo ſucht man nach den Helfern. aſſiſtenten und eines Viailanten der Polizei, die beide beſtochen waren. wird die ganze Schuld natürlich auf den Toten geſhoben. Während man den Maler dort behält, Aber er iſt doch nicht Dieſen Schein ſtellt er auf ebenſo geheimnisvollem Der erſcheint am Tage darauf im Gefäng⸗ Taas derauf ſi Man hält ihm vor: „Was für Akten?“ ſagt er.„Ih Sehen Sie doch erſt mal nach!“ Man ſieht nach und daß alle Akten ſpurlos verſhwunden ſind. Sogar Wenn nicht zufällig auf einem Der Maler kann es Die ſind auch bald gefunden in Geſtalt eines Betriebs⸗ Leider iſt der Vigilant kurz darauf verſtorben und nun Diesmol aber hilft es ihnen nichts. Der Freund wird auf einige Jahre ins Gefängnis geſetzt. der Maler erhält. wie ſwon gemeldet, zmölf Jahre Zuchthaus. N raffinierten Verbeecher der lotzten Jahre. tat, der Freund Kaminsky! Man kennt! ſie beide gut, dieſe Der Maler heißt Berno⸗ Sportliche Kundſchau Kleine Sportnachrichten * Fauſtkämpfertagung.— Am 31. Mai hält der Verband Deutſcher Fauſtkämpfer eine außerordentliche Geeralver⸗ ſammlung im Berliner Sportpalaſt ab, die ſich mit verſchiedenen be⸗ deutungsvollen Angelegenheiten beſchäftigen wird, u. a. mit der Neu⸗ wahl des Vorſtandes, der Annahme der neuen Satzungen und der neuen„Sportlichen Regeln“.— * Von großem Unternehmungsgeiſt ſind die Rennſtallbeſitzer in Oeſterreich und Ungarn erfüllt. Nach Hamburg zum Derby⸗ meeting werden der Stall Rothſchild, der im Deutſchen Derby Dominitk engagiert hat, und das Geſtüt Bakonypölöske Expeditio⸗ nen entſenden. Zum Großen Preis von Mailand ſollen die beiden Derbyhelden des Vorjahres, Rieſay, der Sieger von Wien und As⸗ canio, der Sieger von Budapeſt geſchickt werden.— * Rumäniens Olumpia⸗Beteiligung iſt in letzter Stundedoch noch ſicher geſtellt worden, da die notwendigen Summen dem Komitee vom Miniſterium zur Verfügung geſtellt wurden. Die Rumänen haben am 27. Mai gegen die Nationalmannſchaft von Holland anzutreten. Zweifelhaſt iſt dagegen die Teilnahme von Yugoſlavien am Fuß⸗ ballturnter.— Eugliſche Niederlagen in Spanien.— Die ſpaniſche National⸗ mannſchaft ſiegte gegen den engliſchen Pokalſieger Neweaſtle Uni⸗ d:0. Auch gegen den A. C. Bilbao zogen die Engländer mit den kürzeren. Everton unterlag gegen den F. C. Barcelona mit dagegen fertigte die Nationalmannſchaft von Urugu ay den te 0·1 221 ſpaniſchen Verein Raeing Santander mit 311 ab.— Neues aus aller Welt — Der Mord in Dittmannsdorf. Zu der Ermordung des Gemeindevorſtandes Wüſtner in Dittmannsdorf bei Freiberg und des Mordverſuches an ſeiner Ehefrau wird mitgeteilt, daß es der unausgeſetzten Tätigkeit der Staatsanwalt⸗ ſchaft, der Kriminalpolizei und der Landgendarmerie nach kurzer Zeit gelungen iſt, den bereits vorbeſtraften Arbeiter Frie⸗ drich Max Schmidts aus Freiberg des Verbrechens an dem Ehepaar Wüſtner zu überführen. ſeit längerer Zeit arbeitslos, und kam zu dem Entſchluſſe, ſich durch Einbruch Geld zu verſchaffen. Dazu ſchien ihm das allein⸗ ſtehende Wüſtnerſche Gebäude beſonders geeignet. vorigen Jahre in Dittmannsdorſ als Knecht gedient, kannte die Ver⸗ hältniſſe und Räumlichkeiten des Wüſtnerſchen Grundſtückes und vermutete Geld bei Wüſtners. Schmidts war gegen 12 Uhr nachts in die Wohnung eingeſtiegen und hatte mit einem Beile auf die Eheleute eingeſchlagen, bis die Opfer kein Lebenszeichen mehr von ſich gaben. ſel des Geldſchrankes, der in einem Zimmer des Erdgeſchoſſes ſtand. Dem Schrank entnahm er rund 1000 l. Schmidts iſt in vol⸗ lem Umfange geſtändig. Schmidts iſt 18 Jahre alk, Er hatte im Schmidts entnahm dann der Hoſe Wüſtners die Schlüf⸗ — Tinte getrunken. Die alte, etwas draſtiſche Berliner Re⸗ densart: Da müßte ich Tinte ge—trunken haben, iſt am Montag in den Räumen eines Berliner Polizeireviers zur Tat geworden. Eine wegen Beihilfe zum Scheckſchwindel eingelieferte Ehefrau Gertrud P. trank dort in ſelbſtmörderiſcher Abſicht die auf einem Schreib⸗ tiſch ſtehende Tintenflaſche aus. Da ſich Vergiftungserſcheinungen zeigten, wurde ſie einem Krankenhauſe zugeführt, woſelbſt ihr der Magen ausgepumpt wurde. — Schadenfeuer in Mecklenburg. Auf dem Rittergut Rothen, Beſitzer v. Oertzen, entſtand am Dienstag in den Abendſtunden plötzlich ein gewaltiges Schadenfeuer. waren in kurzer Zeit bis auf die Ringmauern abgebrannt. Ver⸗ brannt ſind 204 Schafe, 26 Hühner, 600 Zentner Haferſtroh, 500 Zentner Roggen, 200 treide, 200 Zentner Viehfutter, verſchiedene landwirtſchaftliche Maſchinen und Geräte, 28 Ackerwagen und anderes mehr. Beide Gebäude Zentner Ge⸗ — Vulkanausbruch auf Hawai. Aus Newyork treffen Meldun⸗ gen ein von einem verheerenden Ausbruch des Ki⸗ leana, des großen Vulkans auf den Hawai⸗Inſeln, die beſagen, daß der Ausbruch ſehr ernſt ſei. wundete gemeldet. nach den Städten an der Küſte. 1 heiße Aſchenregen vernichten alles Leben ringsum. Die Schwefe dämpfe werden durch den Wind viele Kilometer in das Land ge⸗ trieben. tung. Seit Samstag ſind zahlreiche telegraphiſche und telephoniſche Verbindungen geſtört. Es werden bereits Tote und Ver⸗ Die Eingeborenen flüchten aus den Dörfern Sehr große Lawaſtröme und glut⸗ Heftige Gewitter und Regengüſſe vollenden die Vernich⸗ Wetternachrichten der Karlsruher Landeswetterwarte Auch geſtern kam es vereinzelt in Baden wieder zu Wärmegewit⸗ tern. Die Nachmittaastemperaturen erreichten bei heiterem as weſtliche Tiefdruckgebiet. das ſeither ſtationär vor der irländiſchen Küſte laa, drinat jetzt in öſtlicher Richtung vor. Eine raſch ziehende Druckwelle an der Oſtſee bat Weſtdeutſchland während der Nacht paſſiert und in Baden mit ſtrichweiſem Regen Trübung und Abküh⸗ lung gebracht. In Frankreich iſt es zu verbreiteten Gewitterregen gekommen. Die Witterung Weſt⸗ und Norddeutſchlands kommt en den nächſten Tagen mehr unter den Einfluß des weſtlichen Tiefdruck⸗ gebiets, ſo daß die ſeither meiſt nur ſtrichweiſe aufgetretenen Regen⸗ fälle an Häufiakeit und Verbreitung zunehmen. Vorausſichtliche Witterung für Samstag bis 12 Ahr nachts: Vor⸗ ſpäter(nachmittaes und —— 5 Veraptwortlich für den politiſchen und volkswirtſchoftlichen Teil Fiſcher: für das Feuilleton Dr Fritz Hammes, für Kommunalpolitif und Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller Welt Willy Müller: für Hercusgeber Drucker und Verſeger Druckeref Dr Daas Manndeimer General⸗Anzeiger Gm b Mannbeim 6 2 Direktion Ferdinand Heyme— Cbefredaktenr Furk Fiſcher Kurt Hendelsnachrichten Ans dem Lande Nachbargcviett Gericht u. e eShnten ene aircne Fueer. —— ardt. Deuisenmarkt Berliner Devisen in Hillionen Amtlich 8. 22 8. 22 rp. 4. 2 B. 23 p. Hollandg 157.60 158,40 200 157,51 158,29 3% Buenos-Aires.378 385 voll 1375 1,38»9 ol Btüsseln 20,15 20,25 voll 19.65 19,75 vol. Christianiaa 58 75 59,05 vol! 58,35 58,55 vol Danzig 14.41 15,709 10% 73,2 73,59 100% Kopenhagen 11,42 13,40 100% 11˙22 71.53 10% Lissaooen 12,56 12,74 voll 12,56 Ri 8 Stockhogm 11557 12,53 200% 111557 112,53 250% Heisingiors 10.57 10,63 voll 10,57 10,03 voll alien 18,75 18,85 vol 18,70 18,80 vol Londonn 18,358 18,445 20% 18,305 18,305 300 New. Vorzg.10 4,.21 30%.10.21 3% 23.84 23.06 vol 23,14 23,26 vol Schweiz 74.51 14.89 20% 14,81 75,99 100% Spanien 88,45 58,75, voll 58,25 58,55 voll Japan.685 1,095 voll 1⸗635„595 voll Konstantinopel—————— Rio de Janeiro 0,445 0,458 vol 0,425 0,435 voll Wien, abgg. 5,3 N ,7 M voll 5,4 M 5,908 K voll 12,50 12,04 volt 12,51 12,59 voll Jugoslavien 5,23 5,21 won 5,23 5,27 voll Budapest.53 M.02 M. U. 4,58 M.62 M voll 3,04.0 M Vvoll 3,04.06 voh Börsenberichie Frankfurter Wertpapierbörse Allgemeine Lustlosigkeit und Kursrückgänge Frankfurt, 23. Mai. Tendenz: Schwächer. Die Börse er- ökknete heute in sehr schwankender Haltung. Anfänglich hiel- ten sich bei gröherer Geschäftsstille die Ein- und Verkaufs- aufträge ziemlich in gleichen Grenzen, Wobei man aber schon cie Beobachtung machen konnte, daß der Abbröckelungs- der an der gestrigen Nachbörse kräktig eingeselzt Akte, weiter an Ausdehnung gewann. Das Ausbleiben wei⸗ kerer ausländischer Kaufaufträge, die unsichere Lage der Industrie im allgemeinen und das Fortidauern der Streikbe- wWegung im Ruhrgebiet lähmten fast diesen Verkehr. Dazu kam noch, dah auf dem Geldmarkt eine gewisse Versteifung Platz gegriffen halte, wenn auch der Satz für tägliches Geld unverändert auf /17e Prozent pro Mille pro Tag festgesetzt Wurde. Infolge dieser Sachlage hat die allgemeine Lustlosig- keit wieder éinen Grad erreicht, der nicht überboten werden kann und die ihre Erklärung findet, ferner noch in der Ab- sicht, den kommenden Ereignissen, die sich nach der Auf- nahme der Verhandlungen über den Dawesbericht einstellen müssen, ohne Engagementsverpflichtungen enlgegensehen zu Eönnen. Auf allen Gebieten waren im weileren Verlauf des Verkehrs Rückgänge zu verzeichnen, da weiteres Material Auf den Markt kam, das nur schwer unlergebracht werdlen konnte. Besonders der Montanmarkt lug schwächer. Während Sich anfänglich auf den anderen Marktgebieten die Kurse besser halten konnten. In der zweiten Stunde des Verkehrs machten aber die Abschwächungen auf weilere Liquidięerun- gen Fortschritte, so daß der Kursstand immer mehr und mehr Rachgeben mußte, bis er schlieglich erheblich unter dein gestrigen Stande lag. Im freien Verkehr konnte man die gleiche Beobachtung machen. Der französlehe Franken hat heute wieder gegen London paritätisch 80 überschritten. An der Börse wurdeé er gegen London 80, 79ʃ, 80% verkauft. Berliner Wertpaplerbörse 8 Schwach Berlin, 23. Mai. Im allgemeinen ergab sich Neigung zur Abschwächung, doch wurden anfänglich Essener Steinkohle um 3 Billionen Proz., Bochumer Guß um—4 Billionen Proz delt. Bedeutend niedriger stellten sich Deutsche Kaliaktien, nämlich um 4 Proz. Bankaktien Waren gut behauptet. Von Schiffahrtsaktien sind Hamburg Südamerikanische Dampf⸗ schiff als gebessert hervorzuheben. Deutschaustralier büßten 1 Proz., ein. Im übrigen waren die Kursänderungen unbe- deutend. Im Verlauke War kein Ansatz einer Belebung be⸗ merkbar, Die Devisen wurden entsprechend er Markfestig- keit im Ausland meist etwas niedriger notiert, die Zuteilung wurde für London von 2 auf 3 und für Stockhohm von 20 auf 25 Proz. erhöht. Die Effektenbörse schloß ebenfalls in kaum zu überbietender Lustlosigkeit. Die Fragen politischer und wWirtschaftlicher Art, die die Börse in den letzten Tagen be⸗ unruhigt haben, haben noch keine Klärung gefunden. Die umlaufenden Gerüchte über die großen Verluske des Direktors einer Großbank wurden von der betreffenden Bank als grober Unfug und frevelhafte Fährlässigkeit bezeichnet. Das Gerücht sei vollkommen aus der Luft gegriflen. Die Kurs- bewegung gestaltete sich bei ganz geringen Umsätzen un⸗ gleichmäßig. Vereinzelt erfolgten Glattstellungen der Spe⸗ kulanten. Die Rohlenversorgung Mannheims Durch den langanhaltenden Bergarbeiterstreik sind iu einer Reihe auswärtiger Blätter Befürchtungen laut gewor- den, daß wir wieder einer Kohlennot entgegengehen. Diese Befürchtungen sind jedoch hinfällig. Wie in Mannheim so ist die Industrie auch in anderen Orten mit Kohlen noch reichlich eingedeckt. Außerdem haben, wie uns auf unsere Erkundigung mitgeteilt wurde, die Kohlenfirmen auf lange Zeit hinaus noch genügend Vorräte auf Lager. Wohl ist durch den Streik der Bergarbeiter eine Stockung im Kohlen- transport eingetreten; trotzdem aber konnten die mit Kohle beladenen Kähne an der Ruhr noch ihre Fahrt nach Mann⸗ heim antreten. Dadurch kamen Kohlen in großer Menge an den hiesigen Platz, so daß die Nachfrage vollauf gedeckt werden kann, auch wenn der Bergarbeiterstreik wider Er- warlten noch längere Zeit andauern sollte. Was die Nachfrage nach Kohlen anbelangt, so hat diese in letzter Zeit infolge der schleehten Konjunsx⸗ tbur stark nachgelassen. Englische Kohle, deren Ein- kuhr deulschen Firmen nur gegen besondere Genehmigung erteilt wird, kommt lediglich ins besetzte Gebiet, da dort für den Fransport keinerlei Schwierigkeiten bestehen. Für die Kommunalverwaltungen bestehen jſedoch betreifs des Bezugs englischer Kohle insofern Vergünstigungen, als diese keiner Einfuhrgenehmigung bedürfen. Ruhrkohle und oberschlesische Kohle sind aber immer noch billiger wie die englische Kohle, Weshalb die Industrie einheimische Kohlen auch stets bevor zugl. Durch den schlechten Geschäftsgang ist die Industrie jedoch noch reichlich mit Kohle versehen. Das hiesige Gas- und Elektrizitätswerk hat noch ge- nügend Vorräte auf Lager. Aueh stehen dieren Werken im Nolkalle englische Kohlen zur Verfügung. Von einer Kohlennot oder Kohlenkrise, wie sie noch in aller Erinnerung steht, wird Deutschland und insbesondere Südwesldeutsch-⸗ land verschont bleihen. Rlieinische Treuhand-Gesellschaft.-G. Mannheim Nach dem Geschäktsbericht brachle das abgelau⸗ lene Geschäftsjahr, das noch vollständig im Zeichen der fort- schreitenden und zum Schluß sich überstürzenden Geldeni- wertung stand, für das Unternehmen auf allen Tätigkeitsge⸗ bieten eine kaum zu bewältigende Arbeitsfülle. Dabei blieben jedoch ebenso wie inn Vorjahre, trotz ständiger ziffern⸗ nälliger Erhöhungen, die Gebührensätze stets erheblich hinter der Geldentwertung zurück, so dafl kaum die Unkosten ge-⸗ deckt werden konnten. Das in der Bilanz nebst Gewinn- und Verlust-Rechnung 2———— 2— 5 Wirkungen der Inflation auf die Buchhaltung rein lormelbe Charakter. Zuzüglich des letztjährigen Gewinnvortrages Jon gibt sich ein UDeberschuß von 7,483 Millionen. 198 der Verteilung einer Dividende soll Abstand genommen der Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden, gas Ueber die Aussichten bemerkt der Bericht, dab ag⸗ laufende Geschäftsjahr nach Ueberwindung der Papiermen Katastrophe bei stets angespanntester Beschäftigung pis elnen befriedigenden Verlauf nimmt. Alles In der Bilanz figurieren Kasse u. Bankguthaben 0 1 in Millionen) mit 254,479/ und Außenstände mit 2999 denen an Verpflichtungen 27,714 gegenüberstehen. lungsunkosten erforderten 303,118, während Gebühren Zinsen 310,601 erbrachten. „ Goldmarkbanderolierung aller Tabakfabrikate. San, liche Tabakerzeugnisse, die noch mit Papiermarkbanderz versehen sind, müssen spätestens am 31. Mai bei allen en garrenhändlern mit Goldmarkbanderole nachverse un⸗ werden. Die Papiermarksteuerzeichen verlieren an gend tem Tage ihre Gültigkeit, dürfen aber laut„Zigarren- Zigaretten-Spezialist“(Dresden) von den Packungen 0 entfernt werden. Labakerzeugnisse mit Papiermarkbandel ld⸗ die nach dem 31. Mai 1924 im Handel ohne die Zusalteng, markbanderole betrokten werden, unterliegen der Einzienuns Stand der Reicksbank am 15. Mai 1924 Der Aus weis der Relchsbank vom 15. d. M. 10 wie zur Monatsmitte üblich, vermehrte Kreditansprüche, ch⸗ in dem Umkange, in welchem in der Vorwoche die“ eiſſeg sel- und Lombardanlage zurückgegangen War, 5 15 sie in der Berichtswoche wieder an. Während die Lom Tril- forderungen im Papiermarkgeschäft um 5,9 auf 14% Mil- lionen Mark, im Rentenmarkgeschäft um 7,3 auf 106815. lionen Rentenmark abnahmen, sind die Papiermarkwee ten⸗ bestände um 16 auf 810,6 Trillionen Mark und die Ren ark markwechselbestände um 19 auf 1140,1 Millionen Rentenf gewachsen; im ganzen ergibt sich eine Zunahme um 5⁰ d- ſionen Mark. Daneben hat sich infolge Rückgabe von 5 aul te anleihebeständen an das Reich das Effektenkonto um 195 50 72,4 Trillionen Mark vermindert, so daß für die ges KMAk Kapital anlage eine Zunahme um 33,1 Trillionen verbleibt. 6 estal Ihr steht auf der anderen Seite eine erkreuulcheg K= tung des Zahlungsmittelumlaufs gegenüber. Die K, der notkenausgabe hat um 229 auf 763,9 Trillionen Mark, Umlauf an Rentenbankscheinen nach den teunh gen bei der Reichsbank um 66 auf 1600 Millionen dine die abgenommen; für beide Geldzeichen zusammen tellt 81 Abnahme auf 89 Millionen Goldmark. 5 ank⸗ Der Bestandder Reichsbank an Rentennones scheinen ist dementsprechend von 284,2 auf 350,3 Mi Rentenmark gewachsen. e Ell. Die Rückflüse an Zahlungsmitteln Waren nicht ohne gqie tluß auf die Entwieklung der Girogelder der Banmzehtt sich insgeamt um 113,8 auf 937,6 Trillionen Mark Ner NMark haben. Von dieser Zunahme entfallen 101,3 Trillionesg eren auf die öffentlichen Guthaben, deren Erhöhung zum den mark⸗ Teil auf Eingänge aus dem Absatz kurzfristiger Rengz ren isl. schatzwechsel d. Reiches am offenen Markt zurückaufgg en Die Ausleihungen der Reichsdarlehns duꝛier haben sich Weiter um 0,1 auf 1,1 Trillionen Mark 28 11 Auf den gleichen Betrag ermähigte sich auch der 8 der Bank an, Darlehnskassenschein enges n Die ausgewiesene* des Beskan K nünget Scheidemünzen um 4 auf 4,4 Millionen Goldi ünze wie in den Vorwochen mit Zugängen von Reichssilbert ertes zusammen. Ueber den Goldbestand ist bemerkens nicht zu berichten. —— 22 28. 22. 2. 22. 25. 4 110 10% 2 E eae 25. 3 ker 2ag.l. 2 Jl rezse. Barg de 2 Seegdeen· 1 7u Teierte er: 28 2 eee HiabrFne 2e, eee Aende 31 Idage Sohnolder, 4%% Hale Fizennütts—— Logeſ Teiege. b br. Furtuwß..— 235 Vogtl. Masch. 8t.— 15 Frankenthal 3,1 3/flugo Sohnelder, 4, b. ereed 80d 21 375⁵ 10 11·4 Hlatß St. 1½3.28]„ llellbrenn..3 2, Soßudert 4 Salz. 23 9——— ers 1— 655 Atlen und Aur zudsssfelben in Bitlienen Prꝛenten, Stückengtigrungen in Bilſonen Mark pro Stück. Panf basel 58 76 a 15 95 9— 27 2—.— Fe ie balenaeeke n 8 Peser Ae 11 115 . 8„ 1 A* 25—— 4 1 5 Ler.Finsei füend.— 6,5 JZel calchefsf 711 7 2 Statart: 28 208*5 15 125 151 Wert ig 176 165 Frankfurter Dividenden-Werte. FPreiverkehrs- Rurse. 2 Steteiner Valan 1305 11 W 218*8 1205 Teedendndee 193 1 Bank-Aktfen. gen 278 Krelohgauer.——Rastatterwaggon——.Stoehrkammgarn 3,½ 44 J. 175. 5 4—1 ſiete Verein; 1 25 7. Siberteld. Kupfer— Hansfeſder..: 39 4/a..8 Stogwer Mühn.. is /J,lenoncu IZellstoff Waidbei 22. 23. 22. 23 22. 23, Entreprises.. 40 33 flez Söhne.. 3 3 Uhm. Köhienan. 8 988 Steſtd. nkhütten 25— Lelee—* Zeſloto 8. ead 17 eee 8 Nre den 1105.75 Berliner Dividenden-Werte. Suüdd. immobſlen..7.2V.Sohuhf. 8 rn.& W. 4 28— 6f. 18⁰ 8855 2Verelasbant 2 0,53 Aaet red-. 85 5 Transport-Aktien. Berliner Ergünzungs-Kurse. nent Dayr..-Ored. W. bieoont.-Geselis..75 9575 Südd. Discontog. 6,25 6,5 Sonantungdahn. 0,8 0,88D.-Austral.'sch. 24,28 20,75 Korddtseck. CIoyeg.3 5, ſopteok, Australlen 20% 21, 75Gruschwitzrextii 325 3 wWiorieg e 75 „ yp. u, W. 2 2[Presaner Bank 5,, 5½2: Wiener Sankref. 0,7 0,87 Alig. Lok. u. Str. 2665 28,2 flb.-Amk. Paketf. 2278 22,6 Poland-Eine;½ 6 9A.-f. f. Lerkhrew. 358. Neotkmann.. 89, Folk, Suot, 1 dalmer Gantver..85.5, Frkirt. Myp.-Bank.58 1,9 Wildg. Zankanst.—— Südd. Sisenbahn 5,13 5,13.-Südam., Diegh. 3175%78 Vereln.EIdeschfff 2,5.6Alfeld W.7 WiOptsohe Goerz. 5.5 Wieseen 5 e eedeee, gaee e e,, . U. 4. 8. n n 1.-Aub. Hu„„ 1 ſohr⸗ 5 Hermet. u. Kate8. 7 5, Aüenderg. W.. gehgiVere de, 4 4 Bank-Aktien. Gondord Spinner- 3 2Soheldemandel. 18 17,75 Prsoh. Atl Heleff 30 Beutsche Bank, 6,83 6,45 Oester. Gred. An. 0360 0,360 Prankt. lig-vore. 61 62 gank f. el. Werte 5,3 F,1J gtacb.Aele.Bank 1098 ra oest. Ored.-Aust. 037—Jeutsche Kungti. 1,1 ISegall Strumpf. 18 1½75 Heederez nogend⸗ 3 415 .-Aelatsch. Bank——[Fitkrer Hyp.-Bk. 2,— Iodberrh. Ler.-Ges.— Barmer Bankwer. ,5 1,5 Deutsche Bank 875 8,28 Feſohsbank... 23 23,78 Cebhard Textſi. 3 5 Teſebgräber., ½ 1 klend. b. Euiad 75 92 .Sfekt. d. Werte 278 2,75 Relohedaßk. 23,5 28[Frankf. f. u. Mitv. 1 4 ᷑Berlin. Ad. des. 26765 27öt. Uebersee Bx. 4 57.5 Hnein.Creditank 2 idebr. Goedhardt. 12 12Tdeerf Oelfabrik 5 4½ heenseu. uh. 97 N Som. U. Privatbk. ,8 4,5 Pieo. Oommandit 59.7 Süddeutsch.lsb. 6,8 6,28 dothaer Wagtoen 21.875 Thüringersalinen.26 9,25 Jdebke 40 ergwerh-Antien. Darmst. u. Kt.-5. 7 7,5 Presaner Bank. 5530 5,18 Westba 178 Kolonlalwerte. 1 5 —... iinr ̃ ˖— eee beresgprrtnn. 28 2J2f% BerBp.:— S Sertens Fe 1 0 8 5 alzdetlt. 27 25,75 ſustrle- en. eu-Aulnen J 1 Taatel gecge. 57 0 e 13,6 13,5 Geeinsvesede 2. 25˙ Aboumulat. Fabr: 2,28 22Badische Anhin. 14.7 139 ler.-Besigh. Oelt. 19,73 12 N u. Els. 20,12 22—5 27% Febuanteped 105 9 206 27⁵ rn ee e nee e e e Zaloks masonln. g Trerer kenen, 1 6 8% Benane—eetes inhand ſs 13] Benz-Hötor- 0 Kannesmannröh. 29,3 298 Telſus Bergbau. 18 1. Adlerwerke..5 15Bayr.Spiegeigias.6 4,25 Buderus Fisenw. 19.33 19,5%% er.„ 1. 2 delsen* 12— V. K. u. Laurahutte 6,5 6,45.-G. f. Anilinfarb. 11,47 10,85 J. L. Bemberg. 14, 15ddem, Ariesbelm 1½½3 10½75 Berliner Freiverkehrs-Kurse. rt-Akti Alexanderwerk. 2JBergmann kElekir. 1,7 1, 88 Shem. Heyden..3 31 Adter Kal.. 10 30 Hechfrequenz ł6 7 Ronnenbeg 575 5 enr Vgr f e 0 Mrddeutech.Llod.25 5 Baltimore& Ohi,ͤ́hbl4h/— Als. Fortl. Zemant 3, erlinkarler. ind..* Becker-Kohle. 5, rugershall 225 osphat N amme Gles 4 6. 2%Leriiner kasenb. 10 8SbenAlbert... 88 Stat 4 2½ feſer Tern. 928 9,7 Sdsee Fnesbb. 2 85 Idale Auſe guano 19,25 16,25 Serzellus Bergw. 5,45 Dalmier Motoren 12 5—. 14, 1,5 Ruſcenth. Papler 0,125 0,095 Ufia ——. ee 0C —— 5. nnener üußsta smaro sok- L 16.5—1— Lett— 35lcenberg a0ſ 445 4½/ Bochumer dußst. 4e1 46,5 P. Elsenb.-Signal. 89 8i Berliner Festverzinsliche Werte · 1 Talazer Siamm. 1 Sad. Aasek, Durl.— i0 onameſte Annaw. 3— dechafteg. Zeilet. 15 147 Gebr Böier 8e 22JBeueede Fabs: 888½ a) Reichs- und Staatspaplere. 99 122 Farkbraverel—Sadhren Fürtu. 11—Gbem. Wrk. Alberti 38 33(Kugeb.-A5.Haseh. 21 18.5 Braunkd Belxete 1% 1IDenteek-Nastent 425 4½1 bollsrbskätze 0,f83 05 8./ ſad. deloboant.204 f. 465J% B. konleganl 2. 25 Tobäfferd. Ainag. 10.7 11 Zalc Ceiee 4%„ Soldenberg geusaheNabsW.. Flette Teferbng. di dü eſgeng. Berge, 875 406e goldanleſnso e 0842 0,63%%reub.Kadegt. 5% 27 Jobwartz-St 18 14 Saper, Ceifeidses 9,—„ Ariesshelm. K. 20½7 Peutsohe Fallw. 23 Flentr-Tient.Kr.%½, Jelzencgutetani 44 1275 Relohssontz. V.—. 4% Prb. Könadis 0, 28.81 Rocgeentd. . 2 2 4 Henkel. 1 7 21J. u, Veller t, H..25 9,75 Beutsdhe Hasch, 8. 12.76 Eisbaen 4. Ce.. 18, 99 Jenschom 4. + 13 12,5 V-.058 8088 3/% 260 0,17.8% Racdenemk. l. 1 Lat, Hedr. Wieht..4 1,46 Sergmann Elekir. 11 1Hent. NMurnb. Vzg. Beutsobestelnzg. 7,8 742 Emalije Unrieh. Jermag. Portl. 15 2„fonzer„en„ 0180 0,260 8% Song aler öppenbeim.—— Siagketallwerke 2,28.15 Daimler netor. 2 2480Peutsche Wolw.— 35 Fazinger Filter 10 10fSerreshelm. Gias 35ʃ5 9% B. Beicheanl. 908, 9671 4½ Bedischs An.——„Landsobf Aaferwerke Kiey. 165 8l.-.8. Draubacn——gt. Elsenk. Berlin.beutsoh. Eisenh. 3,8 Ceohw. Berzwern 14—8e.. elektr. Uet. 8 0 4„ 6,420 0,420 3 0 Bayer. Anl. 0,37s.357 1 A. F. d. Stamm 8i5 6,0 Srem.-Besigh.Oei 18 11,8.aoid-u..-Anst.* 14,25 Ponnersmarokh., 70,8 Faber Rieistift, 1d0 10 Soideohmidt, Tü. 10. 1033 55 Aald eeeee 905 9, 25 e ee Leebe e, 8 pekertee Cla. 2 275 Plgteff. Aert. 8 12 Fae 2 ee e beg eene. h( rug gat. ae.U e 8—5 V...„*N„unff. An 1. r* 5 Leebaft. 2ellesszt 15.8 78,28 Sronesf. Sohenk 27 27 Pingierzwelbrok. 4, 4,10Pynamit nobel.. ,75 5,Feiten à Gulſi.—3 17Sebr. 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Js. findet in die diesjährige dklubs ſtatt, die ſtets aren ee Menſchen vereinigt. enn wir aus aß der Odenwaldklubfeſtlichkeit 1555 auf Wimpfen den anderer lenken, ſo ſei darüber hinaus aber unſer wander⸗ reiſeluſtiges Publikum darauf aufmerkſam gemacht, welch Jiel für Ausflüge von wenigen Tagen oder welch idealer lt für längere Zeit gerade Wimpfen iſt. Landſchaftliche bigen ditoriſche Erinnerungen und architektoniſche Schönheiten ver⸗ urmoniſch auf dieſem geſegneten Stückchen heſſiſche niſchen Ganzen von Kebenem Glanz. umpfen iſt eine uralte Stätte. Wenn es auch keine römiſche r Erde zu einem g iſt, ſo lag doch an dieſer Stelle die römiſche Kolonie impina. Die erſte Siedlung wurde von den Hunnen Eine Neugründung erfolgte zu Wimpfen im Tale mit dem Im 13. Jahrhundert weilten die Hohenſtaufenkaiſer, r geniale Friedrich II. gern in 7— alz zu Wimpfen. eichsſtadt. Im 30jäh⸗ e wurde hier— in der Richtung auf Ober⸗Eiſesheim— ekannte Schlacht bei Wimpfen zwiſchen Tilly und dem r fanen Georg Friedrich von Baden geſchlagen, die mit dem Feldherrn der katholiſchen Liga endete, und in der auf fag ds Seite der Herzog Magnus von—— fiel. Die ſceche evangeliſchen Stadt dur Bayern un nů 01 Heeres. Von den Kriegsſchäden hat ſich die kleine Neichs⸗ hoßen 1 mehr erholt. Anfangs des 19. Jahrhunderts, als in den Plünde⸗ Schlacht war eine entſeßliche Be Spanier des n mwälzungen der napoleoniſchen Zeit das alte deutſche Reich An mer ging, fiel Wimpfen an Heſſen⸗Darmſtadt. die Glanzzeiten des Mittelalters erinnert uns heute noch erpfale Architektur der Stadt. Die Schönheit der romantiſchen U lq mit ihren edlen Arkaden wird ſeden mit Bewunderung derſelben Zeit ſtammt das Steinhaus— ſo genannt, ls ein aus Stein errichtetes Haus im Gegenſatz zu den Holzhä ſeen lend etwas beſonderes war; leider dient es jetzt ſehr proſa⸗ ſer un dwirtſchaftlichen Zwecken. Auch das Hohenſtaufentor er⸗ ͤ an mittelalterlich⸗ Herrlichkeit. Manche ſchöne Bauten ind Gia aus der Renaiſſance, Wohnhäuſer mit Fachwerk, Erkern ſahren. deln, die Zeugnis ablegen von dem Geſchmack unſerer Vor⸗ Leider ſtark zerſtört iſt die Kreuzigungsgruppe an der zu dengeſſe ein wertvolles Werk deutſcher Renaiſſanceſkulptur. Nicht n ſeien die Grabdenkmäler der Stadikirche und die öffent⸗ fe uug benen, der Adler⸗ und Löwenbrunnen. Von der alten Be⸗ des er freien Reichsſtadt iſt noch der wuchtige rote Turm un⸗ zudethaßeutigen— übrigens in ſeiner„neugotiſchen“ Architektur N inbergeten— Bahnhofs erhalten ſowie das entzückend graziöſe itzen Tir Türmchen. Der machtvolle blaue Turm mit ſeinen oier nen den in der Nähe von Stadtkirche und Steinhaus iſt an es untergegangenen älteren Turms zu Anfang des 19. hrzu Falſetrcte erbaut. Drunten im Tale aber liegt die weilberühmte des Ritterſtifts St. Peter, die zu den wertvollſten Bau⸗ Deutſchlands gehört. Sie iſt ein typiſches Beiſpiel der iche ich romantiſchen Anlage kündet die Faſſade. Prächtig e, zum Teil groteske Skulpturarbeit. Die Kirche iſt dank der heſſiſchen Regierung vortrefflich reſtauriert. Nur Acchi ergrößten ügen können wir hier eine Skizze der Wimpfe⸗ gea entwerfen, die ein eingehendes Studium an der Hand alliteratur verdient end aleriſche Bild Wimpfens iſt überaus reizvoll, beſonders Bercdenn die wundervolle Silhouette der Stadt hoch oben — 65 mit ihren Türmen, der Kaiſerpfalz, der Stadtkirche ſich llen Himmel abhebt, ein Bild, ſo hiſtoriſch echt und der Nie Neln lange keines mieder findet; da ſtört kein ſtilloſer Neu⸗ he der hiſtoriſchen Bauten. Hübſche Anlagen ziehen an eckarpz crab, danhälde von der hochgelegenen Sladt zum Üfer des Fluſſes galen Wellen e nach Norden eilen. Folgt unſer 90 Henshe Laufe, ſo erblicken wir den Turm der Ruine Ehrenberg 00 ö 1. 5. de 8 be 90 tfeld and and füägen Sdht, an ſeſen eus, einſt ſeeror bartk, di ate * Ehnet.— Setber laſſen deuem und nz uen. Solk emanden wird der Beſuch dieſer alten ſchönen Stadt ge⸗ 0 e dgent g verraten, daß ein guter ſchwäbiſcher Landwein A an0 9 80 5 faſt greifbar nahe, weiter das alte Deutſchritterſchloß Gundelsheim und endlich, mitunter faſt verſchwimmend dſten anſt, den unz een Hornberg, Götz von Berichingens feſtes Schloß. Nach deaeſhede breilel ſich 52 dem Blick des auf der Höhe ſteh n⸗ eberds das Württemberger Land in der Ebene aus, in der Biie von araangen begrenzt. Blühendes, grünes Land, lick ſchweift, und dampfende Schlote der Salinen von bedffenau und Jagſtfeld. 4 ch eime zvollen Landſchaft hat die Mutter Natur dieſer Ge⸗ gunne Wimpfenetvolle ſegensreiche Gabe verliehen, das Salz. Die Wi en iſt ergiebig und das Solbad vielen Leidenden von⸗ n lodt die eſen ift alfo ein Kur- und Badeort. Den Wanderer 560 etwa berrüiche Neckargegend; auf dem Anmarſch nach Wim⸗ on Mosbach aus, von wo aus man 47 Stunden be⸗ mu ſich die Schlöſſer Hornberg, Hornegg, Guttenberg, unbe belos beſuchen und niemand wird von dieſen herrlichen un friedigt ſcheiden. Von Wimpfen aus iſt dann leicht mit der Bahn Heilbronn zu erteichen, auch Weins⸗ die vunt lien ſätreſoer eenner alles Stätten mit wunderbazen hiſtariſchen Erinnerungen. Wer längeren Aufenthalt in Wim⸗ m b hat alſo Gelegenheit zu manchen intereſſanten Aus⸗ d von ird und daß aus den blauen Augen der Schwahe⸗ anderer ihren roten Lippen ein herzlicher Gruß dem fremden gegen lacht? 7 brohne, verkehrsnachrichten zügiges Prozekt einet Kroſttwugenlinte Baür ——!. de ateſrees Fioen de nwinkel, begrenzt durch die Schro irz⸗ r* en! Donaue chingen—- Immendingen, durch valpd llenhn Inmendingen—Waldshut und durch das Olftſtück nd breitenalbahn Donaueſchingen—Neuſtadt im vacz⸗ ſich weit gedehnt die fruchtbare Hochfläche der Sid⸗ an J der S aa, der Macingen aanlehnend aus, die durch die tiefgeſchnitßene bhpem iſt. Daz 1 von der Hochfläche der Bonndorfer Gegend 2 Geabeheutgen 30 r Umrſß gezeichnete Gebiet entbehrt in des Anſchluſſes an die Verkehrslinien der n bewertbare n grapitierende ſage ſedie al Sineg in erheblicher und vach Wche vorüberziehen. teg 5 amm den A anr den ande„bringt einem Teile dieſes Ge⸗ barnende Gebberd an den großen Verkehr. Dabei iſt das in Frage her 10 der Aten mit Ortſ n durchſetzt, in fünne t, die u und Getreide blüht, in denen Holzreich⸗ 10 an 80 Lieferanten von wertpollem Steinmaterial deig 10 Die wi barberdn Mangel err allecden Bedgungen aler dieſer dorte nan Verkehrswegen, an den langen Da aden un geigneten 0 me Ausbe eeeſgen Zufahrten zur nächſten Vahnſtar on. 1 ſtf. 8 er ſeßt in Bonndorf endigenden Staats⸗ luß dbabarer Ae nicht in Frage kommen dürfte durch indie betr an die Randenbahn geſchaffen werden könnte. immig ftoffenen Gemeinden nunmehr zufammengetan und zutlich„edbereingekommen, eine in ihrem Nichtungsverlauf dch ime dittungsvolle Verbindung durch Kraftwagen herzu⸗ aitebe Oſten an Dengueſchingen und im Weſten an Bonn⸗ 1 dt bon endis anlehnt. Die Zugrichtung der geplanten — olkenbruch ſo ſchwer betroffenen chmi utele relcbdor—Ewattingen—Bonndorf Die Linje naue i 1* in dieſer Tane du über Haufen vor Wald, Munde Wu ., Vonndorf nle lderf ihren Tiefenpunkt und hat weſt⸗ tieſttend wnde oſtwärts nach Hauſen erhebliche Steigungen fliegend⸗ 3 enden Wutachtal zu überwinden. Intereſſtert ſind an Uebernahme durch eine Geſellſchaft m. b. H. aus den intereſſierten Geſchäftsleuten der beteiligten Gemeinden. [Die ſeit 4 Jahren beſtehende Kraftwagenlinie der Reichspoſt Don a u⸗ Wandern un d Neen Sonntagsfahrkarten me Von Mannheim nach über Kilom.] Preis Baden⸗Baden Schwetzingen 66 3,9 Bad Rappenau Sinsheim 66 2,7 Benshbeim.feld Nord od. Lampertheim 40 1,6 Bruchſal Schwetzingen 50.0 Darmſtadt Friedrichsfeld 6¹.5 Eberbach Heidelberg 50.0 a M. Friedrichsfeld Nord 89 3,6 rih(Odenw.) Weinheim 42 1,7 —. 7 Ebei bach 57 23 ernsbach Schwetzingen 99 40 Heilbronn Sinsheim Jagſtfeld 87.5 Heidelberg 19.8 Heppenheim(Berg) riedriche feld 35⁵.4 Karlsruhe wetzingen 61 2,5 Ladenburg Friedtichsſeld Nord 15.6 Michelſtadt Eber bach 8⁵.4 Neckarelz 2 69.8 Neckargerach 62.5 Neckargemünd 28.2 Neckarſteinach 34.4 Oengheim Schwetzingen 78 3,2 Pfor zheim 2 92.7 Raſtatt 5 84 3,4 Schwetzingen 8 14.6 Waldmichelbach Weinheim 44.8 Sonntagsrückfahrkarten mit Berückſichtigung einer Wanderſtrecke (Und zurück, ab einer dieſer Stationen). Fürth(Odenw.) oder Bensh. oder Heppenh. Friedrichsfeld Nord 42.7 Fürth(Odenw!] oder aldmichelbach Weinheim 4⁴.8 Gernsb od Baden⸗Bd Schwetzingen 99 4,0 Kailbach oder Zwingen⸗ berg(Baden) Eberbach 63 26 Neckargemünd oder Weinheim 28.2 Schlierb.⸗Ziegelhauſen od. Großſach! Heddesh. 24 1,0 Waldmichelbach(über Weinheim oder Huſch⸗ horn oder Neckarſteinach 4⁴ 1,8 Weinheim o. Heidelberg 25.0 Abfahrtzeiten der Jüge: Richtung Schwetzingen: Morgens: 5 Uhr 37, 7 Uhr 5, 9 Uhr 58; Mittags: 12 Uhr 11, 1 Uhr 12, 2 Uhr 25. ichtung Heidelberg: Morgens: 4 Uhr 50, 7 Uhr 5, 8 Uhr 17, 11 Uhr 12; Mittags: 12 Uhr 14, 1 Uhr 14. Richtung Eberbach—Würzburg: Morgens: 3 Uhr 10, 7 Uhr 5; Mittags: 12 Uhr 14. Kichtung Weinheim—Frankfurt a..: Morgens: 5 Uhr 32, 6 Uhr 50, 11 Uhr 29; Mittags: 1 Uhr 8. Richtung Sinsheim: Morgens: 8 Uhr 17, 11 Uhr 12. * Sonntagskarten der Occch. In Ergänzung unſerer Mitteilun⸗ 7 über die Sonntagskarten der Reichsbahn iſt zu melden, daß die berrhein. Eiſenbahngeſellſchaft ebenfalls Sonn⸗ tagsrückfahrkarten 3. Klaſſe ab Mannheim⸗Stadt Nb.(Fried⸗ richsſchule) nach Seckenheim, Neckarhauſen. Edingen, Heidelberg und Schriesheim und mit der elektriſchen Bahn ab Neckarſtadt nach Viernheim. Weinheim und Schriesheim ausgegeben werden. Geeich⸗ Kasnen man bei der der Elektriſchen nach Weinheim Anſchlußkarten 4. Klaſſe nach ee Darmſtadt, Fürth, Heppen⸗ heim Mörlenbach, Seeheim, Unterwaldmichelbach und Wahlen. Es iſt alſo Gelegenheit, auch über die OEcG. Sonnragsfahrkarten nach dem Odenwald und der Bergſtraße zu erhalten. eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee dem Zuſtandekommen der Verbindung in erſter Linie außer den ge⸗ nannten Orten noch Münchingen, Oſelfingen— auch jüngſt durch Hoch⸗ waſſer heimgeſucht—, Aſchbach und Opferdingen. In den Fluß iſt die Berkehrsangelegenheit mit dadurch gekommen, daß ſeit dem erſten April die andere Einteilung der Bezirksämter eingetreten iſt, wodurch ſich der Schwerpunkt für einzelne Gemeinden verſchoben hat und wei⸗ tere Entfernungen bedingt. In einer Beſprechung der Vertreter der Gemeinden würde betont, daß es Pflicht der Regierung, die dieſe Neueinteilung der Vezirke getroffen habe, nun auch dafür zu ſorgen, daß in verkehrstechniſcher und wirtſchaftlicher Hinſicht die Neugliede⸗ rung ſo vorteilhaft wie möglich zu geſtalten. Die allgemeine Einmütigkeit in dieſer Verkehrsfrage ſpricht weifellos unmittelbar für die Bedeutung des Planes, für deſſen wei⸗ tere Bearbeitung eine Kommiſſion aus den Herren Bürgermeiſter Schütz⸗Mundelfingen(Vorſitz), Bürgermeiſter Fiſche r⸗Donaue⸗ ſchingen, Bürgermeiſter Bur ger⸗Ewattingen und einen noch zu beſtimmenden Vertreter Bonndorfs, eingeſetzt wurde. Als Grundlage für die Möglichkeit einer Durchführung der Verbindung, deren Ren⸗ tebilität außer Zweifel ſteht, kommen drei Wege in Frage, einmal⸗ Uebernahme der Linie durch die Reichspoſt unter Beteiligung der Gemeinden, oder Uebernahme durch einen Intereſſenverband der Ge⸗ meinden mit Unterſtützung der Reichspoſtberwaltung, oder drittens * „Eine badiſch⸗württembergiſche Autolinie vor dem Eingehen. See Dürrheim—Schwenningen(Neckar) dürfte nach der jetzigen Sachlage ein Opfer der Abbaumaßnahmen der Poſt werden. Die verſchiedenen zuſammenwirkenden Umſtände, wie Einſchränkung des Verkehrs an ſich, unvorteilhafte Anſchlüſſe an die beiden Linien der Staatsbahn, deren Winkel die Autolinie ver⸗ kürzt, und hohe Fahrpreiſe haben dazu geführt. daß die Poſt nicht mehr auf ihre Rechnüng kommt. Es iſt der Linie noch eine Gnaden⸗ friſt für die nächſte Zeit geſtellt worden, heben ſich die Einnahmen nicht, ſo wird die Einſtellung kaum zu verhindern ſein. * be 'bdie Bregenzerwaldbahn Bregenz—Bezau, die bisher mit ihrem viele Wünſche hatte offen kaſſen müſſen, bringt für den Sommer erhebliche Verbeſſerungen. Es ſollen an Werk⸗ tagen nach jeder Richtung drei Züge verkehren, an Sonn⸗ und Fetertagen noch ein viertes Zugspaar. Für den Sonntags⸗ umd Aus⸗ fiugsverkehr iſt vorgeſehen, die Früh⸗ und Spätzüge täglich ver⸗ kehren zu laſſen. * 8 4** 5 Der Sommerfahrplan in Vorarlberg ſieht gegenüber dem Win⸗ ter, wo die Verbindungen ganz unzulänglich waren, weſentliche Berbeſſerungen vor. Die Zugsfolge iſt ſo verſtärkt, daß der Fahr⸗ plan, wie er in Friedenszeiten beſtand, annähernd erreicht wird. Ausreiſebeſtimmungen. Unter die Verordnung des deutſchen Reichsfinamzminiſteriums für Auslandsreiſen fällt nicht der Aus⸗ flugsverkehr, der einen Beſuch von Vorarlberg in der Dauer von 3 mal 24 Stunden ermöglicht. Dieſe Grenzübertrittsbewilligung wird auf Grund eines Paſſes von dem Magiſtrat Lindau erteilt und koſtet derzeit 50 Pfg. Die vielen Beſucher des Bodenſees würdon gewiß gerne die Gelegenheit zu einem kurzen Beſuche des *Jollplackerei am Bodenſee. Wer in den letzten Jahren den Uebergang von Deutſchland nach Oeſterreich oder Umgelehrt über die Bodenſeegürtelbahn Lindau—Bragenz vollzog, erfreube ſich des zwei⸗ felhaften Vergnügens, daß in allen Zügen, auch Schnellzügen, in Reutin bei Lindau, fünf Menuten Fahrzeit ab Lindau, der große Zoll⸗ und Paßaufenthalt erfolgte, wo alles aus den Zügen klettern und eine teilweiſe hochnotpeinliche Kontrolle über ſich ergehen laſſen mußte. Alle Klagen und Bemühungen haben nichts geholfen. An dem Zuſtand wurde feſtgehalten, der ſcheinbar für die Zöllner ein Vergnügen, für den Verkehr eine Plage war. Auch für den Sommerverkehr iſt es nicht möglich geweſen, durchzuſetzen, daß die Zoll⸗ und Paßprüfung in Lindau ſelbſt vorgenommen wird, damit die Züge durchlaufen können und der Aufenthalt vermisden wird. Dieſer zopfige Zuſtand ſteht in direktem Gegenſatz zu den Erleich⸗ terungen, die im benachbarten Grenzverkehr Oeſterreich—Schweiz zwiſchen Feldkirch und Buchs erzielt worden iſt. Literatur „Hercynig“ Odenwald⸗Speſſart⸗Rhön, Monatsblätter für Volks⸗ tum, Wirtſchaftsleben und Geſchichte der Heimat. Eine neue Heimat⸗ Sie will nicht einfach zu den ſchon vorhandenen hinzu⸗ treten, ſondern neue Wege einſchlagen. Bei dem Darniederliegen unſeres ganzen deutſchen Kulturlebens, das durch den Druck von außen in erſter Linie verurſacht iſt, iſt es nur zu natürlich, daß wir aus der troſtloſen Gegenwart in die Vergangenheit flüchten, um deut⸗ ſches Weſen und deutſche Art erſt einmal wieder kennen zu lernen und daran anknüpfend neu aufzubauen. Trotz alledem beanſprucht aber auch die Jetztzeit ihr Recht, und es würe verkehrt, die Kräfte, die in ihr ſchlummern und wirkſam ſind, verächtlich beiſeite zu ſchie⸗ ben oder totzuſchweigen. Strömt aus der Liebe zur engeren und weiteren Heimat, aus der Kenntnis ihrer wirtſchaftlichen Belange und Bedingungen doch ebenſo wie aus der Entwicklung ihrer Ge⸗ ſchichte und Kultur das freudige Bekenntnis zum Vaterland, 78 der Stolz auf alles Große und Tüchtige im deutſchen Weſen, Selbſt⸗ vertrauen, Schaffensfreude und Zuverſicht in Deutſchlands Zukunft. Es gilt alſo, Zuſammenhänge aufzuzeigen und Kunde zu geben von dem reichen, blühenden Leben in uns und um uns. So verſucht der bekannte unterfränkiſche Heimatdichter N. Fey von Lohr in ſeinem Aufſſatz„Flöſſer“ Frankenart und Frankenweſen in begeiſter⸗ tem Sehen zu erfaſſen und zu zeichnen, der Pfarrherr von Amorbach, Kernwein, plaudert anziehend über das ſeltſame kleine Heilig⸗ tum, Amorsbrunn, O. Stark ſchildert eine Fahrt auf der neuen Bahnlinie, die das Saaletal durchſchneidet und auffſchließt, Joſef Hohbach beſchreibt die wirtſchaftliche Lage des Speſſartbauern. Wanderluſt wird geweckt in dem Artikel„Wandern“. Die altbewähr⸗ ten„Aſchaffenburger Geſchichtsblätter“ ſind, wie bisher ſchon, ein getreuer Eckart altüberkommener Kultur. Studienprofeſſor Mors⸗ heuſer ſchreibt über die merkwürdigen„Wüſtungen“ und„Dz gul⸗ din ſpil“ von Aſchaffenburg gibt Kunde von einem faſt unbekonnten Schatz in der dortigen Stiftskirche.„Unter der Tünche“ cber meiß zu melden von den Geheimniſſen alter Häuſer. Gut ausgewählte Bilder illuſtrieren aufs beſte. So dürfte eine Mannigfaltigkeit er⸗ reicht ſein, die dem Kenner wie dem Liebhaber der Heimat vollauf genügt und der neuen Zeitſchrift ſicherlich einen guten und ausge⸗ dehnten Leſerkreis bringt. Beraſegen. Von D. Paul Blau. Gedanken und Gedichte aus den Bergen. Buchſchmuck von Albr. Biedermann. 160 Seiten. Kar⸗ toniert. Agentur des Rauhen Hauſes. Hamburag 26. Der bekannte Dichter Dietr. Vorwerk urteilt über das Buch:„Man merkt, daß der Mann. der dies Buch geſchrieben hat, in den Bergen wohnte, daß ihm der Brockenwind um die Ohren gebrauſt iſt, und daß er den Duft der Harzfichten eingeſogen hat. Die Berge und Bäume, die Felſen und Bächlein hätten ihm nicht ſolche Lieder und Bilder geſchenkt. Aber die Lieder und Bilder ſind nur der Leib des Buches. Die Seele. die aus ihnen hervorſchaut mit dunklen, ſehnſüchtigen Augen. will noch höher hinaus. Sie wandert und will wandern lehren zu den Bergen der ewigen Hilfe. Ibre beſten Lebren ſind dem Leben ent⸗ nommen, eigenem freudigen und ſchmerzlichen Erleben. Das ſpürt man an ſo innigen Gedichten wie„Beraſegen“.„Tannen“,„Rote Beeren“ und an ſo innigen Proſaſtücken wie„Knieholz“.„Nach dem Sonnenlande“. Zu Leib und Seele vaßt das ſchöne Kleid des Büch⸗ leins, der prächtige Buchſchmuck von Albrecht Biedermann. Die LAllu⸗ ſtrationen zu„Stauweiher“.„Sturm“,„Heidekraut“ ſind wahre Ka⸗ binettſtücke. Möchte das Buch recht viele Leſer. möchten die Leſer in ihm reichen Beraſegen finden! * Kleiner Führer durch das Rheintal. Dem Zuſammenhang zwi⸗ ſchen dem beſetzten und unbeſetzten Deutſchland will der kleine Rhein⸗ ſoeben herausgegeben wurde.— Das Schickſal der Rheinlande iſt der Angelpunkt der deutſchen Zukunft, und wenn das Wort vom deutſchen Rhein nicht Phraſe werden ſoll, dann kann an die unbeſetzten Gebiete nicht oft genug die Bitte und der Ruf gerichtet werden: Kommt an den Rhein! Laßt Euch doch nicht durch vielfach übertriebene, oft auch eingebildete Unbequemlichkeiten von einer Rheinxeiſe abhalten. Millionen leben ſeit Jahren unter dieſen Verhältniſſen; zeigt ihnen durch Euer Kommen, daß Ihr an das Deukſche Rheinland glaubt““. Wandervorſchläge Tageswanderung Neckarſteinach— Neckarhäuſerhof— Jinſterbachtal— Stkeinerner⸗ tiſch— Mückenloch— Dilsberg—Neckarſteinach Sonntagsfahrkarte nach Neckarſteinach 4. Klaſſe.40. In Mannheim, Hauptbahnhof ab.50 oder.05. In Neckarſteinach mit Fähre über den Neckar und ſüdlich mit der Hauptlinie 20, gelber Rhombus im Wald gegen Dilsberg hinauf bis nach etwa 15—20 Minuten ein Waldweg links etwas über halber Höhe abgeht. Der breite Waldweg fällt gleich ab und zieht ſich in halber Höhe rechts um den Dilsberg herum. Links ſchöne Ausblicke. Derſelbe ſenkt ſich dann beinahe bis zum Neckartal, um ſofort wieder ein wenig anzuſteigen. Herrlicher Waldweg bis Neckarhäuſerhof gemütliche 1½ St. Von hier in ſüdeicher Richtung mit der Hauptlinie 24, weißes Kreuz aufwärts zum wildromantiſchen Finſterbachtal. Zuerſt rechts des ſprudeln⸗ den, ſilberklaren Bächleins, dann links desſelben im Hochwald be⸗ quem bergan, bis nach etwa 15—20 Minuten links die Nebenlinie 56, roter ſenkrechter auf rotem wagrechten Strich einmündet. Nun mit dieſer Markierung noch etwa 15 Minuten zum Steinernentiſch. Forſt⸗ ſchutzhaus. Von hier weſtlich mit der Hauptlinie 21, rote Scheibe durch Tannenwald. Auf die Markierung achten, weil dieſe durch das Holzſchlagen ſehr gelitten hat. Immer in ziemlich gleicher Höhe weiter, nach 15—20 Min. links Wald und rechts Feld, ſodann beider⸗ ſeits des Weges Feld. Bald rechts herrlicher Ausblick auf Dilsberg, Mückenloch, Neckarſteinach, die drei Burgen und zum Schluß aufs Schwalbenneſt. Dazu kommt noch der ſchöne Bogen, den der Neckor beſchreibt. Gleich rechts ziemlich ſteil auf einem Feldpfad hinunter nach Mückenloch. Weſtlich durch den Ort, rechts an der Kirche vor⸗ über auf ſchöner Straße aufwärts zum nahen Wald, nach St. Dilsberg. Eine Beſichrigung der Ruine zu empfehlen, auf dem Turm prächtige Rundſicht, vor der Ruine ſteht eine uralte mächlige Linde. Schön iſt es auf dem Dilsberg, wenn die Sonne untergeht. Vom Dilsberg entweder den bequemeren, aber dafür wärmeren Pfad weſtlich durch Feld nach Neckarſteinach oder mit dem nördlichen Zickzackweg durch den Wald hinab zur Fähre und mit dieſer wieder nach Neckarſteinach. Mit Ausnahme kurz vor und kurz nach Mücken⸗ loch, Waldwanderung mit ſchönen Ausblicken. Wanderzeit 4% bis 5 gemütlichen Stunden. F. Sck Bevorzugte Sommer- Frische. 10 O00 Kurtfremde. E55⁵ herrlichen Alenlandes Vorarlberg benützen, wen ſie davon Kennt⸗ nis hätten. Psradies des nördlieben Sch- erzwoeldes 3 Errena weltboröhmter Herz- und Nervenkbrort. Prospekt duch den Kur-verein. S. Seite. Nr. 241 Maunheimer General⸗Anzeiger(Abend⸗Ausgabe) BAD- NAUUIHEIVI Hessisches Staatsbad— Am Taunus bei Frankiurt à. M.(nicht besetzi)— Ganzlähfige Kufzeit. Man fordere die neueste Auskunfisschrift F. 68 von der Bad- und Rurverwaltung Bad-Nauheim- Hervorragende Heileriolge bei Herazkraukheiten, beginnender— 0 Muskel- u. Gelenkrheumatismus. Gicht, Bückenmarks,, Frauen-u. Nervenleid en. Orchester von 70 Mitgliedern, Oper, Schauspiel, Tennis, Golt, Wuritauben-Schießstand. 50 Hertliche Park- und Waldspaziergänge. Schöner angenehmel Erholungsaufenthalt. 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Triberg, von drei Seiten von ozonreichen Tannen⸗ wahre die zu den ſchönſten des Schwarzwaldes gehören und aus 1ei Baumrieſen aufweiſen, umgeben, ſtändig gekühlt von der gleichenden Wirkung der waſſerreichen Fälle der Gutach, ſteht ſiorke Te⸗ erſter Stelle und gewährt angenehmen Aufenthalt, der ſchätt emperaturſchwankungen ausſchließt. Daß dieſe Vorzüge ge⸗ werden, ergibt ſich aus den allſeitigen Nachfragen ſelbſt aus hat eutfernten Gebieten Nordoſt⸗ und Oſtdeutſchlands. Die Saiſon Veleuch 15. Mai mit den Konzerten der ſtädtiſchen Kapelle und den Pfi chtungen der Waſſerfälle mit Scheinwerfer begonnen. Für als ugſten iſt ein beſonderes ſportliches Ereignis zu erwarten, Fraft riberg das Ziel einer Zuverläſſigkeitsfahrt für ieſe wagen vom Harz nachdem Schwarzwald bildet. Aus 5 Anlaß iſt auch das erſte Feuerwerk und die erſte bengaliſche deuchtung der Waſſerfälle vorgeſehen. 5 Riesbadens Erwachen. Die aroße Bäder⸗ und Kurſtadt zwi⸗ Zelte bein und Taunus, deren beiße Juellen durch alle geſchichtlichen 55 hindurch gerühmt werden als eine Wohltat der erkrankten ſolge kheit. iſt durch ihre Lage im beſetzten Gebiet und durch die in⸗ keiſe ſelß geſpannten volitiſchen Verhältniſſe erſchwert geweſene Ein⸗ Heil elber ſchwer krank aeworden. Wie den Kurbedürftigen ihre 8 febten, ſo fehlen ihr die Kurbedürftigen. und was das zu er uten hat, braucht nicht erläutert zu werden, wenn man weiß. daß ur. irlſchaftliche Apparat der Stadt zu etwa Achtzehntel auf den bedin und Fremdenbetrieb eingeſtellt iſt. Nachdem jetzt die Einreiſe⸗ rechti gungen bedeutend erleichtert worden ſind, alaubt Wiesbaden be⸗ zu 150 zu ſein, zahlreichen Beſuch aus dem unbeſetzten Deutſchland warten. Und dieſe Berechtigung muß der Weltkurſtadt wohl 1 1 8 lunden werden, zumal ſie mit ihrem Hochſtand der mediziniſchen Wiſſenſchaft, ihren muſtergültigen Hotel⸗ und Penſionseinrichtungen. ihren reichen und ausgedehnten Park⸗ und gartenkünſtleriſchen An⸗ lagen und Wäldern, ihren hochwertigen künſtleriſchen Einrichtungen (zwei Staatstheater, zwei große Orcheſtralkörper und Muſeum) und ihrem modern entwickelten Schulweſen einen Vorpoſten deutſcher Kultur im Weſten barſtellt. Was Wiesbaden nottut, was es erwar⸗ tet, was es zu leiſten imſtande iſt, wie die Einreiſe⸗ und Aufenthalts⸗ verhältniſſe ſind. das gibt die„Neue Wiesbadener Zei⸗ tung“ in einer ſoeben unter dem Stichwort„Wiessbadens Erwachen“ herausgegebenen Sondernummer kund. die in Wort und Bild die ſämtlichen Verhältniſſe Wiesbadens ſchildert und Ein⸗ blicke in ſeine Schönheiten bietet. Um die an ſich nur noch geringen Umſtändlichkeiten bei der Einreiſe nach Wiesbaden auf ein Minimum zu verringern, iſt es nur nötig, ſich vorher an das Städtiſche Ver⸗ kehrsbüro dortſelbſt zu wenden, das(ebenſo wie die Direktionen der größeren Hotel) die Formalitäten für die Beſucher erledigt. Bad⸗Nauheim. Die Sonnenwärme der letzten Wochen hat auch dem Kurleben in Bad⸗Nauheim ein ſchon ſommerliches Ge⸗ präge gegeben. Die eigentliche Kurſphäre, die Bade⸗ Trink⸗ und ſonſtigen Kuranlagen, bieten wieder das lebhafte Bild einer aus allen Ländern zuſammenſtrömenden Menge, die ihre Kurpflichten erfüllt. Die bunten Bilder des geſelligen Lebens auf der Kurhausterraſſe können ungehindert abrollen, immer neu ſich entfaltend um ihre Mittel⸗ und Höhepunkte, die vorzüglichen Konzerte, für die jetzt die Vorherrſchaft des geſchloſſenen Raumes gebrochen iſt. Wenn für viele Kurgäſte der Abend dem künſtleriſchen und geſellſchaftlichen Leben in den vornehmen Sälen des Kurhauſes gehört, ſo liegt das vor allem an der Anziehung des ausgezeichneten Programms, das in vielſeitiger Auswahl allen etwas bringt. Die Symphonie⸗ konzerte des 70 Künſtler zählenden Orcheſters haben einen weiten Ruf, die regelmäßigen Gaſtſpiele der Frankfurter Oper bieten einen einzigartigen Kunſtgenuß. Mit den manmigfachen Darbie⸗ tungen des Wortdramas wetteifern die Operette und die Fülle der ſonſtigen künſtleriſchen und geſellſchaftlichen Veranſtaltungen. Nach den Zerſtreuungen des Abends herrſcht am Tage wieder das Frei⸗ luftrecht inbsbeſondere auf dem Gebiete des Sportes.— Vom Ge⸗ meinſamkeitsgenuß führen wenige Schritte in die entſpannende Stille des unvergleichlichen Parkes oder weiterhin auf den anmutigen Johannisberg, in die ſchattigen Laub⸗ und Nadelwaldungen. Stete Erquickung ſpendet die Salzluft der Gradierwerke und der am Abend vom Taunus her einſetzende kühle Luftſtrom. Daß Bad⸗Nauheim trotz ſeiner Weltbedeutung nicht als ein teurer Luxusort zu gelten braucht, iſt nicht zuletzt die Folge ſeines traditionellen Strebens, jedem Anſpruch und jeder Leiſtungsfähigkeit Rechnung zu tragen. ine Anerkennung dieſes Mitverantwortungsgefühls für die Volks⸗ geſundheit liegt auch mit in der hohen Wertſchätzung, die Bad⸗ Nauheim von jeher in der Aerztewelt genießt: Als Stätte erfolg⸗ reicher Heilfaktoren, wie auch als Quelle wertvoller Anregungen für die mediziniſche Forſchung und Erkenntnis, als Sammelpunkt und vorzügliche Werkſtätte für wiſſenſchaftlichen Gedankenaustauſch. Ein neuer Beweis dafür iſt die außerordentliche Anteilnahme, die der zweite Bad⸗Nauheimer Fortbildungslehrgang über die Therapie der Herz⸗ und Gefäßerkrankungen(6. und 7. Juni d..) in allen Teilen Deutſchlands findet. 5 Schwarzwaldwinker⸗Jerienbriefe. Von Robert Jakober und 28 Federzeichnungen von Karl Bieſe. Verlag Alexander Fiſcher⸗ Tübingen. Wie der Verfaſſer den Winter im Schwarzwald ſchil⸗ dert, iſt meiſterhaft. Ebenſo meiſterhaft ſind die Federzeichnungen von Karl Bieſe. Gleich das erſte Bild„Auf dem Kniebis“ läßt erkennen, daß hier nicht nur ein Künſtler, ſondern auch ein großer Naturfreund die Landſchaft mit richtigen Augen geſchaut hat. Wer kennt nicht die Grenzpfähle auf dem Kniebis und die wenigen Häuſer? Jeder, der ſchon oben war, ſieht hier ein Stück Heimat mit einer Eindringlichkeit vor Augen geführt, wie es eben nur ein Kenner unſeres Schwarzwaldes erſchauen und feſthalten kann. Mit gleicher Liebe und Wärme ſind auch die anderen Bilder behandelt. Auch der Mummelſee, die Hornisgrinde, der Ruhſtein und Aller⸗ heiligen kehren als alte Bekannte wieder. Robert Jakober und Karl Bieſe haben ſich mit dieſem Büchlein ſelbſt übertroffen. uen Opertal tae 0(Statzon Baiersbrunm,.-A. 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