an Wittwoch, 10. Dezember degageg 0 keiſe; Zn Manndeim u. Umgebuntz wöchentlich d Die monatl. Bezieher very e ſic de eptl. Lengd Fernſpr Nr. 7841 7945,— Telegr.-Adreſſe eralanzeiger Mannheim. Erſchelnt Söchenik zwölfmal. WMittag⸗Ausgabe Neue MannheimerFei 5 d. wiriſchaftl Berhältni S Br. n Ar 17800 Abenſtell,— Hauptgeſchäftsſtelle E 6, 2— Geſchäfts · Aab en Waldgoſſtr 6. Schwezingerſtr. 24 Genterr. Preis 10 Pfeunig 1924— Nr. 574 tung 5 upreiſe nach Torn. del Vorauszahtung pro ein⸗ 5a 190 7 Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen 0,40.N. Reklamen.—-M. Für Anzeigen an deſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird teine Beraniwortung über⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Betriebsſtärungen uſm. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchräntte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme ven An⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr. ohne Gewähr. Gerichtsſt. Mannheim. eilagen: Bilder der Woche. Sport u. Spiel Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Frauen- u. Muſik⸗Jeitung Aus der Welt der Technik Unterhaltungs⸗Beilage Wandern u. Reiſen er der Die engliſche Thronrede die Eröffnung des parlaments Seſſiteen mittag 12 Uhr eröffnete der engliſche König die neue lon des engliſchen Parlaments mit der Verleſung ronrede. Die außenpolitiſche Ausſprache beginnt ttei„machmittag auf Grund eines Zuſatzantrages der Arbeiter⸗ der zur Adreßdebatte, in der an der ägyptiſchen Politik Laierung Kritik geübt werden wird. ſtemdel er Thronrede heißt es:„Meine Beziehungen zu den en Mächten ſind weiterhin freundlich. Das feindſelige Vor⸗ im Sgegen die britiſchen Rechte und Intereſſen in Aegypten und gebörderd an. das von der Regierung Zaghlul Paſchas eher in ddert als gedämpft wurde, fand in der Ermordung“ Staaks gerun Straßen von Kairo ſeinen Höhepunkt und nötigte meine Ne⸗ egennh die Erfüllung ihrer Forderungen zu verlangen, die die den ſud ägyptiſche Regierung anenommen hat. Dieſe Forde⸗ ſche Nonſag —50 ſind beſtimmt, die Anerkennung derſenigen Intereſſen zu nehmu, die für mein Reich von vitalem Intereſſe ſind, deren Wahr⸗ ten ung die Regierung im beſonderen ihrem eigenen uneingeſchränk⸗ geh utdünken vorbehielt, als mein Protektorat über Aegypten auf⸗ oben wurde. des verfolge mit tiefem Intereſſe die wichtigen Verhandlungen Bölkerbundes. Mei i Staatsſekretär des Aeußern iſt nach Rom gegangen, um als cher Vertreter bei der Tagung des Völkerbundes zu handeln. miſte die günſtige Gelegenheit dieſer Reiſe benutzt, um mit den utom tpräfidenten von Frankreich und Italien zuſammen⸗ ralnen. Meine Regieruna hatte bisher noch keine Zeit, in der für 1N na mit den Regierungen der Dominions das Protokoll, das dundes friedliche Beilegung von Streitigkeiten auf der letzten Völker⸗ lomsverſammlung aufgeſetzt wurde, mit dem Charakter der ihm zu⸗ die ſenden Aufmerkſamkeit zu prüfen. Sie hat bereits begongen, wichtige Frage zu beraten. eine Regierung iſt nicht imſtande, die mit der Regierung Ner Anion der ſozialiftiſchen Sowjekrepubliken an 2 npſeh, Auguſt unterzeichneten Verträge ihrer Berückſichtigung zu wſchnen. Es iſt mein Wunſch, daß die normalen Beziehungen olle en den beiden Ländern nicht unterbrochen werden dird Ich bin ſicher, daß die Erreichung des Zieles möglich ſein lichedurch eine genaue Erfüllung der Bedingungen des freundſchaft⸗ doran mterngtionalen Verkehrs, die der Sowjetregierung wiederholt lomafifat und von ihr im Augenblick der Wiederherſtellung der dip⸗ abf iſchen Beziehungen angenommen wurden. Das Handels⸗ um dommen vom 16. März 1921 tut alles, was gegenwärtig iſt, I0b gegenſeitigen Handel zu fördern. Ich habe einen aöge Handels⸗ und Schiffahrksverkrag mit Deutſchland ſhiſhloſſen, um die Handelsbeziehungen der beiden Länder auf eine ſtim e Grundlage zu ſtellen. Sie werden eingeladen, meinen Be⸗ Gungen Peſegliche Wirkung zu verleihen. Falles wird Ihnen ein Geſetz vorgelegt, um dem Vertrag mit ttetung zuzuſtimmen, der im Juli unterzeichnet wurde, die die Ab⸗ turat geines Teiles der Provinz Jubaland in der Kolonie des Protek⸗ 8 enia betroffen hat. eugtten iſt die feſte Ueberzeugung meiner Regierung daß in dem nig n Zuſammenwirken mit den ⸗Regierungen meiner Domi⸗ die und der Regierung von Indien in allen Augelegenheiten, uduſtrioſelſeitige Intereſſen berühren, der Schlüſſel ſowohl für den des ftriellen Fortſchritt und für die Mehrung, Einheit und Stärke tung eiches liegt. Dies wird ein leitender Grundſatz ihrer Verwal⸗ fag lein Die Politik der Feſtigung des Reiches und des wechſel⸗ zu förd Handels zwiſchen den verſchiedenen Teilen meines Reiches ſehen dern, iſt die Politik, die meine Ratgeber als höchſtwichtig an⸗ Diend der ſie unverrückbar anhängen. konferer Vorſchläge, die auf die Empfehlungen der Reichswirtſchafts⸗ unterbn des letzten Jahres gegründet ſind, werden dem Hauſe eine reitet, damit den Gütern, die in dieſes Land eingeführt werden, ſchla titere Vorzugsbehandlung gewährt wird. Meine Regierung tonfer in Uebereinſtimmung mit der Entſchließung der letzten Reichs⸗ enz vor, mit den bereits vorbereiteten Plänen zur lart Erweiterung des Floltenſtützvunktes in Singapore dufahren. ten das Budaet für die öffentlichen Dienſte wird Ihnen zur rech⸗ Die völkerbundstagung in Rom Hinker verſchoſſenen Türen der Rom, Ta 10. Dez.(Von unſerm italieniſchen Vertreter.) Was der Franke aung des Völkerbundsrats teilnehmende Vertreter bpricht Briand. am Montaa abhnimasvoll ausſprach, ent⸗ durch der Wirklichkeit. Die römiſche Konferenz iſt bedeutunasvoller As du ie Unterredungen der regierenden Staatsmänner. die 5 die auf der Taauna des Völkerbundsrats ſtehenden Punkte. hbinte ichtigſten Dinge ſpielen ſich hinter den Kuliſſen und kann verſchloſſenen Türen ab. Aus den Verhandlunasgegenſtänden 8 ande ſämtliche Beſchlüſſe der Konferenz ſchon im voraus erſehen. heiten delt ſich nur noch um die formelle Erlediaung von Angeleagen⸗ Webandl er die man ſich bereits vorher im Prinzip geeinigt hat. Die ſcon dluna einer der wichtiaſten⸗Fragen. deren Diskuſſion man l0s Por mehreren Monaten mit Spannuna entaegenſah. nämlich at oblem der Rüſtunasbeſchränkungen, wird ver⸗ tt. zas dem Konareß in Rom einen bedeutſamen Stemvel auf⸗ . bble iſt die Tatſache. daß er Gelegenheit aibt zur Aufrolluna des Wotems neuer europäiſcher Krieasbefürchtunaen. Die vi der privaten Verhandlungen einzelner Staatsmänner enen er Augen kann aar nicht boch genua eingeſchätzt werden. Sie dieren möolicherweiſe dazu führen. daß der Völkerbundsrat ſich mit roblem zum Schluß ſeiner Seſſion noch beſchäftiat. Ueeine übrigen iſt das Mißtrauen bemerkenswert, das ſich Uelauf großen Teil der italieniſchen Preſſe über dieſen nteretdder Dinge regt. So ſchreibt„Epoca“ beunruhigt durch die ſeführt beng. die Chamberlain mit Herriot in Paris dimeerf abe und bei der zweifellos auch Abmachungen über Mit⸗ 10 maßgeen getroffen worden ſeien: Man müſſe das Intereſſe weint gebenden italieniſchen Kreiſe darauf hinlenken. Damit Tan N 8. Blatt die Intereſſeloſigkeit rechtfertigen zu wollen, die ö legt talien gegenüber der Sitzung des Völkerbundsrats an den takef tter eit zyn Ausgaben des Staates auf das notwendiaſte Maß zu beſchränken. das mit der Sicherung des Staates und den Staatsnotwendiakeiten vereinbar ſei. Die gegenwärtigen ſchweren Laſten des Steuerzahlers ſind ein Hindernis für das Wiederaufleben der Unternebmungen und Beſchäftigung. Wenn wir unſere induſtrielle und kommerzielle Wohl⸗ fahrt wieder gewinnen wollen, iſt Sparſamkeit auf jedem Gebiet ein dringendes Bedürfnis.“ Nach Ankündiaung einer Reihe von Geſetzentwürfen, die ſich mit den innerpolitiſchen enaliſchen Verhältniſſen beſchäftigen, ſchloß der Könia ſeine Thronrede mit folgenden Worten: „Meine Reaierung aibt ſich der Hoffnung hin, daß ſie mit Un⸗ terſtützung des geſamten Landes imſtande ſein wird, nach den bier vorgezeichneten Linien, die mit der Zeit noch weiter entwickelt wer⸗ den ſollen, im Geiſte der Einiakeit die Löſuna vieler dieſer Probleme. die ſchwer auf dem Leben der Nation laſten, zu fördern. damit auf dieſe Weiſe einige Hinderniſſe beſeitigt werden, die ſeit Ende des Krieges nicht aufgehört haben, die induſtrielle und wirt⸗ ſchaftliche Erholung meines Volkes zu verzögern.“ Die Debatte über die Thronrede Geſtern nachmittag nahm die Debatte über die Thron⸗ rede des engliſchen Königs ihren Anfang. In Erwiderung der Thronrede erklärte Macdonald: Er beglückwünſche Chamberlain, daß er der Ratstagung des Völ⸗ kerbundes beiwohne, da es von größter Wichtigkeit ſei, daß Groß⸗ britannien durch eine maßgebende ſtarke Perſönlichkeit vertreten werde. Er ſei überzeugt, daß Chamberlain nach ſeiner Rückkehr über ſeine Beſprechungen mit Herriot und Muſſolini berichten werde. Macdonald fragte ſodann nach der Stellungnahme der Re⸗ gierung zu dem Genfer Protokoll und begrüßte die freund⸗ lichen Worte, die der König in der Thronrede bezüglich Rußland gebrauchte und fragte ſchließlich, was das Schickſal der übrigen Ver⸗ einbarungen, die in den Verträgen mit Sowjetrußland geworden ſeien, ſein würde. Die oppoſitionelle Arbeiterpartei habe ſich ent⸗ ſchloſſen, einen Abänderungsantrag bezüglich der Regierungspolitik in Aegypten und Rußland zu ſtellen. Kolonialſekretär Amery kündigte an, daß er eine Vorlage für den engliſch⸗italieniſchen zwecks Billigung der zwiſchen den Königen von England und Italien im Juli d. Is. bezüglich der Abtretung des Jubalandes an Ita⸗ lien abgeſchloſſenen Vertrages einbringen werde. Der Konſervative Ellis brachte eine Antwortsadreſſe auf die Thronrede ein und ſagte: Die letzten Wahlen zeigten, daß die große Maſſe der Nation der Anſicht ſei, daß das Experiment einer Minder⸗ heitsregierung nicht erfolgreich geweſen ſei. Lloyd George erklärte: Er vergeſſe in der Thronrede eine Bezugnahme auf irgend einen Verſuch, den die Regierung unter⸗ nehmen will, um die Frage der interalliierten Schulden zu behandeln. Dies ſei eine Frage von größter Bedeutung für die Finanzen und den engliſchen Handel. Gegenwärtig finden Verhand⸗ lungen zwiſchen Frankreich— und er ſei deſſen ſicher— auch zwi⸗ ſchen Italien und den Vereinigten Staaten in Waſhington bezüglich ihrer Schulden ſtatt; und England? Es ſei allerdings eine ſehr unan, genehme Aufgabe ſeine Freunde zu bitten ihre Schulden zu bezahlen. Die Regierung ſei unzweifelhaft gegen Aegypten energiſch auf⸗ getreten. Sie habe dabei das Land hinter ſich gehabt. Nach ſeiner Anſicht gebe es jedoch nur zwei Wege um eine befriedigende Rege⸗ lung zu erzielen, der eine, der zweifellos der Beſte wär, wäre eine Vereinbarung mit dem gegyptiſchen Volk ſeblſt, der zweite ſei der, eine Art unparteiiſchen Schiedsſpruch durch den Völ⸗ kerbund oder auf andere Weiſe herbeizuführen. Im Oberhaus brachte Lord Plymouth eine Antwortadreſſe auf die Thronrede ein und erklärte, der Beſchluß bezüglich der Einrichtung Singa⸗ pores als Flottenſtützpunkt werde im geſamten Reich, insbeſondere in Auſtralien und Neuſeeland, begrüßt werden. Lord Haldane, der im Namen der Oppoſition und Arbeiter⸗ partei ſprach, ſagte: Bezüglich Aegyptens ſei der Regierung kein anderer Weg geblieben als prompt zu handeln. Das ägyptiſche Volk müßte erinnert werden, daß es gewiſſe endgültige Verpflichtungen eingegangen iſt, die durchgeführt und geachtet werden müßten. Es ſei für England nicht notwendig, den Sudan zu annektieren und es würde genügen, wenn es dort als Mandatsmacht des Vö'⸗ N it vorgelegt. Es werde jede Anſtrenaung gemacht. um die kerbundes ſei. Auch die lange Unterhaltung, die Muſſolini mit Chamberlain hatte, bringt man in Zuſammenhang mit den Bemühungen der italieniſchen Regierung, das Intereſſe Italiens am Mittelmeer ſicherzuſtellen. Andererſeits bezeichnet man es als auffällig, daß der franzö⸗ ſiſche Völkerbundsdelegierte, der frühere Miniſterpräſident heute noch nicht von Muſſolini empfangen wurde. Die Danziger Iragen — Rom, 10. Dez.(Von unſerem italieniſchen Vertreter.) Zu den noch ausſtehenden Danziger Fragen begannen geſtern unter Mitwirkung der hier anweſenden Mitglieder des Völkerbunds⸗ ſekretariats ſowie des Hochkommiſſars des Völkerbunds über Dan⸗ zig Verhandlungen zwiſchen den Parteien, um ſoweit wie möglich eine Einigung zu erzielen. Die Beratungen, deren Gegenſtand be⸗ 1 heikler Natur iſt, werde ſich während der laufenden Woch⸗ inziehen. verdoppelung der amerikaniſchen Einwanderung Waſhingkon, 9. Dez. Der Generalkommiſſar für die Ein⸗ wanderung ſtellt feſt, daß ttotz der durch Geſetz feſtgelegten Einwanderungsquote in dem am 30. Juni 1924 beendeten Verichts⸗ jahr die Zahl der zugelaſſenen Einwanderer auf 706 896 ge⸗ ſtiegen iſt. Die Ueberſchreitung der Quote beruht darauf, daß die Beſchränkung der Einwanderung nicht für die Staaten der weſt ⸗ lichen Halbkugel gilt und daß ferner das Geſetz Ausnahmen in be⸗ ſonderen Fällen zulaſſe. Deutſchland, England und Skandi⸗ navien ſind die Hauptländer der euro diſchen Einwanderung. 75091 Einwanderer wurden aus Deutſchland zugelaſſen gegen 17931 im Berichtsjahre 1921. In zwei Jahren hat ſich die Einwan⸗ derung nach Amerika mehr als verdoppelt. Der deluſche Anteil war der desdte⸗ der im letzten Berichtsſahr irgendwoher zugelaſſen wurde. Vertrag(oſtafrikaniſche Gebiete) —— die Unmöglichkeit der großen Koalition Das Wahlergebnis des 7. Dezember bietet ein buntes Bild, wenn man den Stand der einzelnen Parteien vor und nach der Wahl be⸗ trachtet. Bis auf die extremen Parteien und zwei an ſich unbedeu⸗ tende Gruppen(Welfen und Landbund) haben ſämtliche Parteien gewonnen. Dabei hat gerade diejenige Partei, die allen anderen mehr oder weniger den Aufſchwung gegeben hat, am wenigſten zu⸗ genommen. Das iſt, man braucht es kaum zu ſagen, die demo⸗ kratiſche Partei. Sie hat den Wahlkampf als einen Ent⸗ ſcheidungskampf zwiſchen rechts und links aufgezogen, was ſie nach ihrer ganzen Haltung vor der Auflöſung des Reichstages zwangs⸗ läufig tun mußte. Dadurch hat ſie im Verein mit der Sozialdemo⸗ kratie nach dem anfänglich ſo ſanften Säuſeln der Wahlagitation einen Sturm entfeſſelt, der die Wähler in allen Lagern aus ihrer Wahlmüdigkeit aufſcheuchte. Und gerade in den Lagern am meiſten, gegen die die Demokraten und die Sozialdemokratie das Reichs⸗ banner mobil gemacht hatten. So kehrt ſtatt des kleineren Reichs⸗ tages, den man erwartet hatte, ein größerer zurück. Und ſtatt der geſchlagenen deutſchnationalen Partei, die die Demokraten und die Sozialdemokraten prophezeiten, eine Fraktion, die der bisherigen noch um einige Köpfe überlegen ſein wird. Verhältnismäßig viel ſtärker iſt die Deutſche Volkspartei gewachſen, dagegen hat die demo⸗ kratiſche Partei, die zwar 4 Mandate gewonnen, aber mit 32 Köpfen immer noch zu den kleinen Fraktionen des Parlaments zählt, den Löwenanteil des ſchwarz⸗rot⸗goldenen Erfolges der Sozial⸗ demokratie überlaſſen müſſen, deren Geſchäfte ſie ſo ſelbſtlos beſorgt hat. Wenn man von der Stärke der einzelnen Fraktionen ausgehl, kommt man bei der Beurteilung des Wahlergebniſſes nicht weiter. Man wird zu dieſem Zweck zwei allgemeine Geſichtspunkte ins Auge faſſen müſſen. Der erſte betrifft den ſtarken Rückgang der extremen Parteien, der bei den Nationalſozialiſten ſchon mehr einem Zuſam⸗ menbruch gleichkommt. Die Nationalſozialiſten haben noch nicht ein⸗ mal die Hälfte ihres Beſtandes wahren können. Aber auch die Kommuniſten ſind auf beinahe zwei Drittel ihrer früheren Stärke zuſammengeſchrumpft. Sie haben ſich beſſer behauptet, als man urſprünglich glaubte. Sie werden auch im neuen Reichstag noch al⸗ ein mitwirkender Faktor zu ſpüren ſein. Aber ſie teilen ſich doch mit den Nationalſozialiſten, mit denen ſie ſo oft in der grundſätzlichen Oppoſition zuſammengegangen ſind, das Schickſal der Niederlage. Die Extreme haben ſich in Deutſchland überlebt— das iſt die erſte Lehre, die man aus dieſer Wahl des 7. Dezember ziehen muß. Die Kommuniſten haben allerdings immer noch überraſchend viel gläubige Ohren gefunden und machen ſich den Sozjialdemokraten weiterhin als ein unangenehmer Pfahl⸗im Fteiſche bemerkbar. Aber im Großen geſehen, hat das deutſche Volk es doch ſatt, ſich mit leeren Phraſen füttern zu laſſen. Namentlich mit den dröhnenden Redens⸗ axrten von Leuten, die das Vaterländiſche und Völkiſche auf Schritt und Tritt im Munde führen, politiſch aber völlig unfruchtbar ſind und noch nichts getan haben, um ihre Gefinnung auch zu beweiſen. Das iſt die eine Niederlage. Die andere iſt die jener Gruppe⸗ die den Wahlkampf gemeinſam unter dem Reichsbanner geführt hat. Die Demokraten und die Sozialdemokraten haben mit größter Ge⸗ häſſigkeit und mit einem unerhörten Aufwand von Mitteln für den Linksblock gekämpft. Das Stichwort für dieſen Kampf haben allein ſie gegeben. Deshalb wäre es falſch, jetzt nach geſchlagener Wahl⸗ ſchlacht zu ſagen, der Gedanke des Rechtsblockes habe geſiegt. Aber man muß feſtſtellen, daß der Linksblock unterlegen iſt. Die Sozial⸗ demokraten haben mehr gewonnen, als die Kommuniſten eingebüßt haben und die Demokraten ſind ebenfalls um ein paar Stimmen gewachſen. Aber wenn ſie ſich ihr Häuflein beſehen und ſelbſt die Kommuniſten und die Nationalſozialiſten noch dazu zählen, dann ſind es immer erſt 222 Mann, denen 271 auf der Gegenſeite gegen⸗ überſtehen. Dabei iſt ſchon das Hineinziehen der Nationalſozialiſten in dieſe Gruppe durchaus willkürlich und der Linksblock iſt ſelbſt dann nicht regierunasfähig, wenn er ſich dem Linksflügel des Zen⸗ trums angliedern ſollte, womit keine kühnſten Träume erfüllt wären. Deshalb muß das„Reichsbanner“ die Flagge ſtreichen. Es hat den Wahlkampf des 7. Dezember verloren. Zwei Niederlagen! Und woſteckt der Gewinn' Das iſt vielleicht die ſchwierigſte Frage, die uns der Ausgang der Wahlſchlacht ſtellt. Die Regierung appellierte notgedrungen an das Volk, um im neuen Reichstage eine feſte Mehrheit für ihre Politik zu gewinnen. Sie wird bald feſtſtellen müſſen, ob ſie dieſe Mehrheit hat und damit die Konſequenzen aus dieſem Wahlkampf zu ziehen haben. Und ſie wird damit dort wieder anzuknüpfen haben, wo dem Reichskanzler vor der Auflöſung des Reichstages der Faden aus der Hand fiel. Sie wird verſuchen müſſen, eine bürgerliche Mehrheit zuſtandezubringen, da die große Koalition ebenſo ausge⸗ ſchloſſen iſt wie der Linksblock. Für die Koalition der Rechten mit der Mitte aber ſind durchaus die Grund⸗ lagen gegeben. Die Demokraten ſcheiden dabei aus, nachdem ſie ſich ſelbſt ausgeſchaltet haben. Entſcheidend wird ſein. in welcher Geiſtesverfaſſung die Deutſchnationalen zurückkehren und welche Lehren das Zentrum aus dem Wahlkampf zieht. Bequemt man ſich in dieſen beiden Parteien endlich dazu, das praktiſch allein Mögliche auch zu tun, ſo wird der Appell der Regierung an das Volk nicht vergebens geweſen ſein. *** Der Schlüſſel der Lage ZBerlin, 10. Dez.(Von unſ. Berliner Büro.) Graf Weſtarp hat ſich geſtern in einer Wilmersdorfer Verſammlung der Deutſch⸗ nationalen über die Lage ausgeſprochen und über die Folgerungen. die aus ihr die Deutſchnationalen ziehen. Er hat u. a. erklärt: Der neue Reichstaa unterſcheidet ſich von dem Maiparlament dadurch, daß nunmehr rein zahlenmäßia ſowohl die Große Koalition. als auch eine Regierungsmehrheit vom Zentrum bis zu den Deutſch⸗ nationalen. eine traafähige Mehrheit bilden würde. Vom alten preu⸗ fiſchen Landtaa unterſcheidet ſich der ſetzige dadurch. daß in ihm für ein Zuſammengehen des Zentrums mit den beiden Linksparteien. Demokraten und Sozialdemokraten, keine Hemmuna beſtünde. Bei der Deutſchen Volksvartei allein läge alle Entſchei⸗ duna und Verantwortuna. und eine Regierung der Mitte, die alaubte, mit wechſelnden Mehrheiten regieren zu können, würde vielleicht für den, der klare Entſcheidungen ſcheut, als erwünſchter Auswea erſcheinen. Bei der Stärke und Entſchloſſenbeit der Deutſch⸗ nationalen erſcheint es aanz ausgeſchloſſen. daß ſie dieſen Zuſtand dulden könnte.„Sie wird den Mittelvarteien die Wabl zwiſchen Links und Rechts erſchweren.“ Graf Weſtarp bat ſich ſchließlich dahin reſümiert:„Wir ſtehen nach wie vor bereit— zum Kampfe, zurx Oppoſttion entſchloſſen. wenn man ſie uns aufzwinat: gewillt. in atmeinſemer Arbeit die Verantwortung für die Re⸗ —————— ——————— —— — ͤ ͤ——ði 1 2. Seite. Nr. 574 neue mannheimer Jeikung(Mittag⸗Rusgabe) Mittwoch, den 10. Dezember 152⁴ aierung zu tragen. wenn uns das in Bezug auf Unabhängiakeit und! e möalich. die zu beanſpruchen wir verpflich⸗ tet ſind.“ In dieſem letzten Satz— ähnlich ſprach ſich übrigens auch Dr. Herat in einer Zuſchrift an die Scherlyreſſe aus— lieat aber wohl der Schlüſſel der Situgtion. Die Deutſche Volksrartei läßt in der„Zeit“ verkünden. daß ſie an ſich zu einem Zuſammengehen mit den Deutſchnationalen bereit wäre. aber ſie ſtellt eine Bedingung, natürlich nur. wenn die Deutſchnationalen ſich zur Fortführung der bisheriaen Außenpolitikbekennen wie ſie es vor der Auflöſung des Reichstaos vorbehaltslas getan haben Wir wöch⸗ ten annehmen. daß hier auch noch ein paar andere Stellen vorbehalt⸗ los eingeſchloſſen ſind. Wir wollen keinen deutſchnationalent Kanzler der Tirvpitz heißt. Mametral entaegengeſetzte Folgerungen ziehen„Voſſ. Ztg.“ und „Be ſiner FTageblatt“ aus der Laoe. Sie meinen. es entſuräche der Logik die Tatſache. wenn der Kangler von ſich aus und ſosuſggen ohne allen Aprarat als Weihnachtsgeſchenk die Große Koali⸗ tion auf die Beine zu ſtellen veorſuchte. Dazu gehöre auch nichts anderes, als daß Herr Marr an Steſle des Herrn Jarres der doch in abſeßbarer Zeit zurücktreten wolle vm nach Dufsburo heimenkehren eiren ſosjaldemokratiſchen Miniſter mit der Leitung des Reichz⸗ miriſtexriums des Innern betraute— Leicht beieinander wohnen die Gedanken Die Scherluroſſe plaidiert dafür. daß Marr und ſein Kabinett nich“ bis zum Janvar damit warten ſondern womßolich haine ſchon zürstreten Das iſt ein Nortckſaos der der voltiſchen Peife dieſor Palitkgergrunne butſpröche. Warum ſollen wir denn nicht auch ein mal ein wenia Chaos ſpielen? Velksparfeiliche Al ſage an Noebe Die Zeit“ ſchreibt als Antwort anf eine Aeußerung die früheren ſoziald⸗mokratiſchen Reichstagsvräſidenten Loebe in der dieſer ſich für die Bilduna der aroßen Koalition ausſprach: „Die Deutſche Volksrartei bat im alten Reichstaa eine gradlinige Palitik verfolag die in die Linie einer ageſamten bürger⸗ lichen Regieruna einmürden ſollte. Fovlel wir u ſie dfeſe Linie den Demokraten und Sosialdewelraten nicht abbieoen ſondern ſie wird bei dem bir ben Vuftöſung der Fall war und das heute noch gehenn. Die Ausſichten der Demokraten Berbiu, 10 Dez.(Bon unſerem Berliner Vüro.) Die deme⸗ kratſche Reichstagsfraktion tritt, wie wir heren, em lem⸗ menden Dienstag zu einer Beratung über die politiſche Lage zuſammen. Schon in dieſer Sigung wird vorausgahtlich ein Anttag 195 auf Einbringung einer Wahlreformporlage vor; werden. In der HFrage der Praſidentenwahl ſteht die Oraction. dem Standpuntt. daß die ſtärlſte Fraltion des Neichstags den deiten ſtellen ſoll. Die Soßzialdemokraten werden vorausſ.e Wleber den Abgeordneien Loebe als Präſibentſchaftslandidaten be⸗ ntnen. das Verbleiben einer Minderheitenregierung, die vielfack in Erwägung gezogen wird, eine mangelhafte Loſung von vorausſichtlich doch nur kurzer Dauer im aagemein polltiſchen Intereſſe durchaus unerwünſcht ſei und daß Herr Marx, über deſſen Voſichten man heute vielleicht etwas näheres erfahren wird, gul daran täte, dieſen Weg nicht zu beſchreiten. Schon ein ſo wichtiges außenpolitiſches Problem, wie die der RNäumung der Kölner Zone, die bis zum 10. Januar doch irgendwie bereinigt ſein muß, erfordert ein Kabinett, das nicht auf eine Zufallsmehrhelt n Wied 1 51 mal nachdrücklichſt erſucht, Maßnahmen zu treffen, um die Verhält⸗ In demokratiſchen Kreiſen begegnet man der Auffaſſung, daß Die franzöſiſchen Schulen im Saargebiet Berlin, 10. Dez.(Von unſ. Berl. Büro). Das Auswärtige Amt veröffentlicht einen Notenwechſel mit der franzöſi⸗ ſchen Regierung über die franzöſiſchen Schulen im Saargebiet. Mit dieſer Frage wird ſich auch der Völkerbundsrat, der gegen⸗ wärtig in Rom tagt, beſchäftigen. Es handelt ſich um die prin⸗ zipielle Feſtſtellung, ob es dem franzöſiſchen Staat, der doch nur die Kohlengruben des Saargebietes als Entſchädigung für die zerſtörten franzöſiſchen Gruben zur Ausbeutung erhalten hat, neben dieſer rein wirtſchaftlichen Aufgabe auch noch erlaubt iſt, Kul⸗ turprobleme größten Stils zu betreiben. Der Einſpruch der deutſchen Regierung richtet ſich gegen den Verſuch Frankreichs, die Schulverwaltung des Saargebietes mehr und mehr unter Frankreichs Aufſicht zu bringen Durch allerhand wirtſchaftlichen Druck wird auf die in den Gruben arbeitenden 75 000 Pergleute eingewerkt, ihre Kinder in die franzöſiſch verwalte⸗ ten Schulen zu ſchicken. Die deutſche Regierung hatl das Recht des franzöſiſchen Staates auf ein ſolches Vorgehen mit aller Energie beſtrilten und hat dieſe Auffaſſung in verſchiedenen Formu⸗ lierungen an den Generalſekretär des Völkerbundes zum Ausdruck gebracht 8 Die letzte deutſche Note datiert vom 1. Dezember. Sie iſt ihrem Inhalte nach noch nicht bekannt. In ihr werden einige Boiſpiele angeführt, die zeigen, welche verwerflichen Mittel die fran⸗ Jiſche Regierung zur Erreichung ihrer Ziele anwendet. die deutſche zegierung muß aus leicht begreiflichen Gründen davon abſehen, aus dem von ihr geſammelten reichhaltigen Material weitere Fälle zu beröffentlichen, weil dadurch den Betreffenden ſchwerer Schaden er⸗ achfen könnte. In der letzten Note wird der Völkerbund noch ein⸗ niſſe auf dem Gebiete des Schulweſens im Saargebiete mit den Be⸗ zimmungen des Verſailler Vertrages in Einklang zu bringen. dundes räſidente wahl in Oeſterreich Die Wiederwahl Dr. Hainiſchs In der geſtr igen Sitzung der öſterreichiſchen Bundesver⸗ amemlung erfolgte die angekündigte Wiederwahl Dr. Hai⸗ zum Präſidenten der Republik. Ein Teil der abge⸗ en Zettel ſtammte von den Mehrheitspa teien und dem ztremen Flügel der Chriſtiich⸗Sozialen. Auf den Namen Hainiſch lauteten 110 abgegebene Stimmzettel; außerdem wurden 90 weiße Stimmzettel abgegeben. Oeſterreichs wirkſchaftspolitiſche Lage Rom, 9. Dez.(Von unſerem italieniſchen Vertreter.) Der Generaldirektor für Wirtſchaftsangelegenheiten, Schüller, ein Völkerbundsdelegierter Oeſterreichs erklärte mir auf die Frage nach der Sanierung Oeſterreichs: Wir haben allerdings nach dem April dieſes Jahres eine Kriſe durchgemacht, die aber im weſentlichen die Privatwirtſchaft betraf und inzwiſchen überwunden iſt durch die öſterreichiſchen Maßnahmen, angewieſen iſt. Einen kleinen Fortſchritt ſtellt der neue Reichs⸗ peziell durch die Herabſetzung der Bank⸗ und der Erwerbsſteuer. tag gegenüber dem früheren doch inſofern dar, als die Regierungs⸗ moöglichkeiten, rein techniſch betrachtet, gewachſen ſind. Die Demo⸗ kraliſche Partei, möchten wir glauben, ſieht als das geeignete Werk⸗ zeug zur Durchführung einer Politik der Mitte nach wie vor die Große Koalition an. Alle Beſtrebungen, die darauf hin⸗ zielen, ſie zu neuem Leben zu erwecken, würden ſicherlich auf die Unterſtützung der Demokraten rechnen können. Alſo, man verkennt auch hier keineswegs, wie gering die Aus⸗ ſichten eines derartigen Verſuches ſind. Daß Sozialdemokraten und Durch die Ermäßigung der Beſteuerung der Aktiengeſellſchaften hoffen wir nicht nur auf eine endgültige Beſeitigung der Prinatwirt⸗ ſchaftskriſe, ſondern auch das fremde Kapital umfangreich heran⸗ zuziehen. Von größter Wichtigkeit für uns iſt auch die Herabſetzung des Diskontſatzes der Nationalbank von 15 auf 13 Proz., die auf Wunſch der Kapitaliſten erfolgte. Der Handelsverkehr Heſter⸗ reichs mit den Nachbarſtoaten geſtaltet ſich allſeitig immer intenſiver. Wir haben ſoeben einen umfaſſenden Tſchechei geſchloſſen, der auf dem Grundſatz der vollen Meiſt⸗ Volksparteiler nach dem, was dem 7. Dezember vorangegangen iſt, begünſtigung beruht und daher auch den andren Staaten zugute nicht, als ob nichts porgefallen wäre, wieder einem Tiſch ſitzen könnten, iſt, wenigſtens vorläufig, ganz gemeinſchaftlich an kommt. Durch dieſen Vertrag, ſowie durch den Hondelsver⸗ un⸗ktrag mit Deutſchlanh wird der öſterreichiſchen Wirtſchaft das denkbar. Und ſelbſt wenn es wieder Erwarten dazu käme, auch Tor zur Entwicklung geöffnet. bei den Mittelparteien, die den Wahlkampf nicht unter einer einigen⸗ den Parole, ſondern in leilweiſe höchſt erbitterter Form gegeneinan⸗ der geführt haben, iſt der Kredit an Treu und Glauben, der ſich in Der Zeit der Zuſammenarbeit angeſammelt hatte, allmählich bis auf den letzten Reſt geſchwunden. Für den, wie wir betonen möchten, höchſt unwahrſchein⸗ lichen Fall, daß die Große Koalition notdürftig wieder zuſammengeſchweißt würde, befürchtet man auf demokratiſcher Seite, daß die Alliance ſo ſchnell in die Brüche gehen könnte, wie im Herbſt vorigen Jahres. Wie wir glauben, hätte in der demokratiſchen Frak⸗ tion weitaus die Mehrheit nichts dagegen, wenn das Experiment noch einmal gewagt würde. Falls die Volkspartei, wofür im Augenblick mancherlei Anzeichen ſprechen, ſich von vornherein gegen die Große Koalition erklärte, bliebe den Demokraten nichts andere; übrig, als an die Seite der Sozialdemokraten in die Oppoſilion zu gehen. Dann kommt als nächſtes der Bürgerblock ernſtlich in Frage, den man, vom demokratiſchen Standpunkt aus, für ein großes Un⸗ glück halten würde. Er könnte, ſo meint man, abgewendet werden nur dadurch, daß das Zentrum dem Liebeswerben der Parteien der Rechten gegenüber feſt bliebe. Allein es ſcheint, daß man in den leitenden demokratiſchen Stellen ſich nach der Richtung hin keinen trügeriſchen Hoffnungen hingibt. der heutige Kabinettsrat Die Beſprechung der Reichsminiſter, die ſich mit der aus dem Wahlergebnis ergebenden Lage beſchäftigen wird, iſt auf Mittwoch nachmittag 5 Uhr angeſetzt worden. Der Kanzler wird am Mittwoch früh von ſeiner Reiſe in Berlin eintreffen. Kein Rücktritt hamms Zu einer Meldung Berliner Blätter, wonach Reichswirtſchafts⸗ miniſter Hamm entſchloſſen ſein ſoll, aus der Reichsregierung aus⸗ zuſcheiden und in die Privatwirtſchaft überzutreten, erfahren wir von zuſtändiger Stelle, daß weder ein Rücktrittsgeſuch des Miniſters, noch eine Entſchließung zur Uebernahme eines anderen Poſtens vor⸗ liegt. Platzmangel im Reichstag Die Zahl der Reichstagsman date hat ſich, wie berichtet, auf 493 erhöht. Der jetzige Reichstagsſaal enthält aber nur 472 Sitze für die Abgeordneten. Schon nach der letzten Wahl im Mai, die eine Ver⸗ mehrung der Mandate um 10 ergeben hatte, konnte neuer Patz ſür Sitze nur durch Beſchränkung verſchiedener Durchgänge im Sitzungs⸗ ſaal geſchaffen werden. Das Reichstagsbüro beſchäftigt ſich bereits mit der weiteren Beſchaffung der jetzt erforderlich gewordenen neuen Sitzplätze. Es ſind jetzt olſo 21 neue Plätze erforderlich. Die Durch⸗ gänge in den Sitzreihen müſſen noch weiter beſchränkt werden. Aber diesmal müſſen auch die bequemen Ruheſofas in den beiden hinteren Ecken des Sitzungsſaales geopfert werden, um dort noch einige Sigplätze mit Pulten aufſtellen zu können. Amneſtierung Sadouls Die geſetzgebende Kommiſſion der franzöſiſchen Kammer hat den vom Senat abgeänderten Paragraphen des Amneſtiegeſetzes, der die Amneſtie für Sadoul und Gilbeaupz einſchließt in ſeiner erſten Form wieder hergeſtellt und als Datum für den Beginn des Geſetzes den 10. Dezember beſtimmt. Wenn das Plenum den Beſchluß des Ausſchuſſes ſanktioniert, ſo würde auch Sadoul amneſtiert ſein. Sadoul wünſcht indeſſen ſeine Schuldloſigkeit zu be⸗ weiſen und die Ungültigkeiteerklärung des erſten Urteils zu erreichen, Gilbeaux ſoll ſich in der VBorſtadt von Paris. St. Denis aufhalten Die Repko hat geſtern nachmittag eine zweiſtündige Sitzung die Pariſer Wietſchaſtsverhandlungen Die deukſch⸗franzöſiſchen Beralungen Während die geſtrigen Verhandlungen den chemiſchen Erzeug⸗ niſſen galten, werden in den nächſten Tagen die Textilſachverſtän⸗ digen gehört werden. Zum Schluß verbleiben noch Keramik und Leder. Der enaliſche Widerſtand gegen die elſäſſiſche Zoll⸗ freiheit findet hier ſtarke Beachtung.„Journée Induſtrielle“ ſucht den Enaländern nachzuweiſen, daß die Zollkreiheit für elſäſſiſche Wollſtoffe für ſie ſogar von Nutzen ſein würde, Belgien und das Tangerſtatut Das belgiſche Miniſterium für Auswärtige Angelegenheiten hat den ſpaniſchen, franzöſiſchen und engliſchen Botſchafter davon in Kenntnis geſetzt, daß Belgien das Tangerſtatut, das am 18. Dezember 1923 in Paris abgeſchloſſen wurde, beigetreten iſt. Die Aufrechterhaltung der früheren Verträge ſichere Belgien das Regime der wirtſchaftlichen Gleichberechtigung und bilde für es den Haupt⸗ ſchutz ſeiner Intereſſen in Marokko. Rnebelung der türkiſchen Preſſe Wie aus Angora gemeldet wird, hat die türkiſche Re⸗ gierung dem Parlament einen Entwurf eines Preſſe⸗ geſetzes vorgelegt, der das Ende der Preſſefreiheit bei ſeiner Annahme bedeuten würde. Nach dieſem Entwurf müſſen der Eigentümer, der Chefredakteur und die verantwortlichen Re⸗ dakteure eines Blattes ein Alter von 35 Jahren haben, während die Abgeordneten der Nationalverſammlung ſelbſt nur 80 Jahre alt zu ſein brauchen. Die Berichterſtatter der Blätter müſſen ab⸗ geſchloſſene Univerſitätsbildung beſitzen. Eine hohe Summe iſt von jeder Zeitung bei Gericht als Kaution zu hinter⸗ legen, die bei einem Preſſevergehen verfällt. Aeußerungen gegen die republikaniſche Verfaſſung ſollen ſchon ein Preſſevergehen dar⸗ ſtellen. Die türkiſche Preſſe läuft gegen dieſen Geſetzentwurf Sturm und kündigt bei ſeiner Annahme einen allgemeinen Preſſeſtreik an. De facto-Anerkennung der chineſiſchen Regierung (Spezialkabeldienſt der United Preß) Peking, 9. Dez. Das diplomatiſche Korps ſandte eine Kol⸗ lektivnote an das auswärtige Amt, die von allen Mächten, mit Ausnahme Portugals, unterzeichnet iſt. Es wird darin ausgeführt, daß die jetzige proviſoriſche Regierung de facto anerkannt wird, wenn ſie beabſichtige, die beſtehenden Verträge zu beobachten und die zukünftige ſtändige Regierung dies gleichfalls zu tun ge⸗ denke. In dieſem Falle könnten die von der Waſhingtoner Konfe⸗ remz vorgeſehenen Maßnahmen durchgeführt werden. Dr. Eckener in Friedrichshafen Friedrichshafen. 10. Dez. Der Kommandant des Amerikaluft⸗ ſchiffes, Dt. Eckener, iſt am Donnerstag abend von Berlin bhier⸗ her zurückgekehrt. Aus dieſem Anlaß veranſtaltete der Luftſchiffbau Zeppelin am Samstaa abend im Kurgartenhotel einen Empfang,. dem ein kleiner Kreis von Mitarbeitern Dr. Eckeners und von geld⸗ denen Gäſten beiwohnten. Auf eine Anſprache des Generaldirektors Komm.⸗Rat Colsmann erwiderte Dr. Eckener. indem er die poli⸗ liſchen Erfolge der Ozeanfahrt ſchilderte und die alückliche Umſtellung abgehalten in dren Verlauf ſie ſich. wie das Komuniquee beſagt 865 bervorhob. durch welche die politiſchen Wirkungen zum Teil hervor⸗ Vertrag mit der Deutſches Keich Ebert und der Rüſtungsſtreik en den Geſtern begann in Magdeburg der Prozeß geg ſe- 1 Schriftleiter Rothardt von der„Mitteldeutſchen Pref uldi Staß urt, der der Bebeidigung des Reichspräſidenten de wird, begangen durch die Veröffentlichung eines offenen wee Be⸗ völkeſchen Abgeordneten Ganſſer und der daran geknüpften den merkungen, die den Vorwurf des Landesperrats geg fehe Reichspräſidenten enthalten. Der Reichspräſident wird als 2160 kläger vertreten durch die Rechtsanwälte Miniſter a. D. H und Miniſter a. D. Landsbera. inerzel Der Angeklagte erklärt auf Vefragen: Ganſſer erhob ſeinerge gegen den Reilsspräſidenren den Lorwurf des Landesvel corſchee Reichsprüſident habe den deswegen gegen Ganſſer 4 Stra antrag zurückg zogen und de it das Verfahren abgebt Er Rotharſt habe lediglich errtichen wolln, daß der Recch lärung durch die Fortführung des Verfahrens gegen Ganſſer die Kla dieſes Landesverbatsvorwurfs herbeiführen möge. Der Abbau der Außenhandelskontrolle e 4 Im weiteren Verlauf des Abbaus der Außenhan? er kontrolle wird durch die, in dieſen Tagen im„Reichsauze ſe, zur Veröffentlichung kommenden Verordnung des Reichswirt ige⸗ miniſters wiederum eine Anzahl Waren zur Einfuhr er ruß geben. Es handelt ſich hauplſächlich um Waren folgender 0 pen: Einzelne Waren des erſten Abſchnitts des Zolltarils, g⸗ Platin, Silbererze, einzelne chemiſche und pharmazeutiſche dſen niſſe, gewiſſe Waren aus tieriſchen und pflanzlichen Spinn ead⸗ einige Waren der Schnitz⸗ und Formerſtoffen, edle Metalle, kto⸗ u. Silbermünzen, geweſſe Waren aus uned'em Metoll, el techniſhe Erzeugniſſe und Fahrzeuge. Gleichzeiig werden eine zweite Verordnung die für edle und unedle Metalle un 9on noch beßehenden Ansfuhrverbete aufgeh ben, mit Ausnahme Eiſenſchrott und Rohaluminium. Der Haarmannprozeß FJorkgang der Zeugenvernehmung (Hannover, 10. Dez.(Eig. Berichn In der geſtrigen Nachmittagsſitzung kommt es zu Zu er⸗ menſtößen zwiſchen Grans und Haarmann. Dchnen ho) ſich leoheft geſtekülizrend und ſtieß dann wieder ſeine gehchen mispollen Drohungen gegen Grans aus und ruft:„Er leugnet dieſer wieder. Wenn er das weiter tut, dann ſage ich Ihnen, daß die nachher auf das Schaffott kommt.“ Darauf wird erneut Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen. b Ve auf dim Flur bei Haacmann wohnende Frau Bortha N, de ner ſagte aus, daß es in Haarmanas Stube wie in einem benſchlg hergeganigen ſei. Der Abort ſei ſtets verſtopft + 5 Aber Haarmann habe niemand hereingelaſſen und immer m ner Stage alles in Ordnung gbracht. rans Die nächſte Nugin Dora Ruzzeck, eine Geliebte von G gibt ul a. an, daß ſie einmal einen 16jährigen Jungen in Haarma S ubde habe gehen ſehen. 1* Vorſitzender:„Haben Sie ihn nachher wieder:ſchrgen Zeugin:„Als ich mit meinem Fveund am nächſten Me ich. das Zinimer betrat, war der Junge im Bett und rührte ſich* Haarmann ſagte zu uns: wir ſollken ruhig ſein, er ſchlafe. 17* Vorſitzender:„Hat Grans etwas darüber Ihnen geſah Zeugin:„Er ſagte zu mir: Er wied heute gemacht 0⸗ Voritzender:„Haben Sie am nächſten Tage noch e von ihm geſehen?“ 1101 Zeugin:„Nein, nur die Kleider. Die hingen an ſbe Nagel. Auch die Verſchlagsklappe, wo Haarmann alles 11 wahrte, war an dem Tage verſchloſſen. Wir öffneten die Klapf und fanden einen Kopf mit Fleiſch darin.“ Vorſitzender:„Wie ſah denn das Fleiſch aus?“ flür Zeugin:„Es waren Haare darauf. Wir hielten eem⸗ Menſchemfbeiſch und brachten es auf die Polizei. Der dortige miſſar übergab es dem Sachverſtändigen. Der aber meinte. nur Schweinefleiſch wäre.“ roßl. Darauf wurde die Verhandlung auf heute vormittag verle Proteſt gegen die Verichterſtaktung im Haarmann⸗Proz 0 Während einerſeits die kommuniſtiſche Preſſe behaune, deßß in Harrwannprozeß eine Vertuſchungspolitik getrießen we r 5⸗ treten andererſeits immer mehr Stimmen gegen eine bervor ichen i fentlichung der Berichte über den Haarmann⸗Prozeß h Faſt täglich laufen bei Gericht Proteſtſchreiben von allen mos, für Verbänden und Wohlfahrtsorganiſationen ein, in denen auf dieg, die Jugend entſtehenden Gefahren durch V entlichung der ige zeßhzrichte hingewieſen wird. Am Montag fand in Hannover m⸗ von der Inneren Miſſion einberufene P roteſtverſa zůbet lung ſtatt, in der Einſtellung jeglicher weiterer Prozeßberichle deſ⸗ die Virhandlung gegen Haarmann gefordert wurde Es iſt 05 ſen nicht damit zu rechnen, daß das Gericht von ſeinem Standp die Verhandlung möglichſt offen zu führen, abgehen wird. Letzte Meldungen Amerika und die Wahlen Aeußerungen Coolidges (Spezialkabeldienſt der United Preß) Waſhington, 9. Dez. Die United Preß erfährt aus der Weißen Haus, daß Präſident Coolidge in dem Ergebnt für den künftigen Frieden und den Wohlſtand, ſoweit ſich aus 1 ſeme ſchen Wahlen ergibt, daß das deutſche Volk dem Dawesplan da⸗ Unterſtützung gewährt. Der Präſident legte das Wahlergebn aus. hin aus, daß es Deutſchlands Wunſch ausdrücke, den Dawesplat wel⸗ zuführen, wodurch Konflikte in der Reparationsfrage beſeige ſtan⸗ den. In Regierungs⸗ und Wirtſchaftskreiſen ſagen die Sachos, Fe⸗ digen ein Anwachſen des deutſchen Handels voraus. Ein ho lergeb⸗ amter erklärte einem Vertreter der United Preß, daß das Wahneg ſei, nis die Ausführung des Dawesplanes garantiert, die notwente 35 um Deutſchland in die Lage zu ſetzen, ausländiſche Produ n Nö⸗ kaufen. Er wies darauf hin, daß dank der Politik der jegihnlionen gierung die amerikaniſche Ausfuhr ſich um beinahe 50 Mi Man Dollar in den erſten 9 Monaten dieſes Jahres gehoben hätte. Fall⸗ laubt auch, daß durch das Wahlergebnis der Wert der v0fh vl⸗ ſtreet an die deutſche Induſtrie gegebenen Kredite materiell ſi beſſert haben. orts⸗ E verlin, 10 Dez.(Von unſ. Berl. Büro). In einer Vonutde villa, die den ſympathiſchen Namen„Goldener Friede“ trägt, eine Falſchgeldfabrik entdeckt. Bühnen, Berlln, 10. Dez.(Von unſ. Berl. Büro). In dem 7 mit⸗ raum einer Neuköllner Lichtſpielbühne brach geſtern 1dig ab⸗ tag Feuer aus. Das Lichtſpielthea er brannte vollſtän Menſchenleben ſind erfreulicherweiſe nicht zu beklagen. beinde Berlin. 9. der Wie aus Stockbolm agenieldet wird un ſ ſich der Admiral Scheer ſeit einigen Tagen in Schweden Pol⸗ verſchiedenen Orten, ſo am 11. und 12. Dezember in Stockholn träge ſber das Problem des modernen Weltkrieges zu hafench, Paris, 10. Dez. Der Dampfer„Cigale“, der die Kulee pel⸗ fahrt zwiſchen der Mauritius⸗Inſel Réunion und Madagas, 99 ſieht, iſt einer Weldung aus Réunion zufolge auf der Hb 11 Mauritiusinſel in Brand geraten. Ein Rettungsbott m Perſonen wird vermißt, die übrigen Paſſagiere konnten 9 ö werden. 0 ie beillhe tieine britiſche Kreditgewährung für Rußland. Die böie 15 Gläubiger Rußlands haben in einer Entſchließung iche de tiſche Regierung aufgefordert, bis zur Regelung ihrer Anſp 90 2 u Sowjetregierung keine Kredite und finanzielle Unterſtüzung n währen. Die Ferderungen der engliſchen Gläubiger an merden auf 300 Millionen Pfund Sterling beziffert. deutſchen Wahlen ein hoffnungsvolles Zeichen ſie bdert⸗ rer See e — — —— D Sr — 22 — 01 zuſtreick, „Atwoch, den 10. Dezember 1924 ——— Neue Mannheemer Jeltung(Mittag⸗flus gabe) 3. Seile. Nr. 74 Re neue Farbigbeit und die Al⸗Maunßeimer Parockbaulen Von Alexander Hartmann, Neben urle zur Farbe“ lautet heute die Loſung. Farbe bringt übe n und Abwechslung in das Sladtbild. Wieviel wird heute Bauher farbige Behandlung der Bauten geſprochen und geſchrſeben. deru kren. Hausbeſiher und Baubehörden folgen willig der For⸗ den des modernen Zeilgeiſtes und ſtreichen ihre Häuſer mit den eln ſten Farben an. Sie laſſen hierbei ganz cußeracht, was für u, Material für die betr. Faſſade verwendet worden iſt. Es wird mit d. aangeſtrichen. Der Grund, warum man die oder ſene Foſſade ud elfarbe anſtreichen muß, wurde an dieſer Stelle von Stadt⸗ — lrektor Perrey kehr ausführlich klorgelegt. Seinen Ausfüh⸗ gen ſind in dieſem Puakte aenau ſo zuzuſtimmen, wie denjenigen Architekten Stie fenhofer e Anhänger der neuen Farbigkeit führen ins Feld, datz der 0 ebenanſtrich das darunterliegende Maſerial, ganz gleichgültig, chü utz oder Sandſtein, vor Zerſtörung durch Witterungseinflüſſe ſein Beim Putz iſt dem ohne weiteres zuzuſtimmen, beim Sand⸗ el aber nicht. Wenn der Oelfarbenanſtrich tetſächlich de Sand⸗ n vor Zerſtörung ſchützt, warum ſtreicht man dann nicht Hals Aabe Kopf ſämtliche Sandſteinfaſſaden in Mannheim an? In den 5 den Stedtteilen ergibt ſich dann für dieſe Tätigkeit ein rieſen⸗ weiter Betä igungsſeld An den nereren Villeabauten in der er⸗ umterten Oſtſtadt findet man überall Putzflächen mit Sandſtein⸗ bahmungen. Der Putz iſt durchweg farbig gehalten, während de Tuntſtein nirgends einen Anſtrich erhalten hat Ueberblickt men dandlattakeit der letzten Jahre auf dem Gebiete der farbigen Ve⸗ ung der Bauten, ſo findet man, doß man es, mit wenigen Ba nebmen. auf die älteren Häuſer. ſpeziell auf die Alt⸗Maanheimer odt Da die Gewohnheit, dieſe Bauten an⸗ der häuſer, abgeſehen hat. 95 en, ſtändig weitere Kreiſe zieht, erſcheint es angebracht, eine uwuchung darüber einzuſtellen, ob wir berechtigt iad. unſere Mannheimer.rockbauten heute mit den bunteſten Farben an⸗ Achen Es erheben ſich die Fragen: müt man heute recht, wenn man die Faſſaden ſener Bauten den bunteſten Farben onſtreicht? iuch li wan ſich bei dieser Tätigteit cuf etwa vothandene biſto. Ne Unterlagen. oder tut man es nur, um einem neuen Zeitgeiſt chnung zu tragen? Wnl man am Ende die Lebensdauer jener Bauten durch den ich etwa erhöhen? ute iſt man wieder daron, hiſtoriſche Kunſtdenkmäler uld nute alte Bauten auf ihr urſprüngliches Ausſehen hin zu erforſchen, 0 herzuſtellen und der Nachwelt zu erhalten. Soweit es nicht 85 geſchehen iſt, haben unſere guten Alt⸗Mannheimer Barock⸗ Naubn dies vor ellen Dingen notwendig. Die Mehrzahl dieſer N0 ſtammt aus der erſten Hälfte und der Mitte des achtzehnten i chunderts. Sie ſind faſt alle noch durchweg ſehr gut erhalten * lehen ſie heute nur faſt ausſchließlich in einer unanſehnlichen, utzigen weißlichgraven Farbkruſte. Gelegentlich einer Betrach⸗ 0„Mannheim am Wochenende“ wurde an dieſer Stelle geſchrie⸗ rbi der Anſtrich der Alt⸗Mannheimer Barockbauten ſei elfenbein. de ia geweſen Dieſe Anſicht iſt irrig. Es muß heute eindringlichſt kuß, ord⸗rung erhoben werden, die ungnſehnliche ſchmutzige Farb⸗ 8'b. von dem Sandſtein der Faſſaden zu entfernen und die Bauten brer alten Farbenpracht des 18. Jahrhunderts erſtehen zu laſſen. in ſaleler Gedenke iſt nicht neu. So ſchreibi z. B. Prof. Deſer „er„Geſchichte der Sladt Mannheim“ im Jahre 1904 u..: all, Was den Weiterbau der Stadt ſelbſt betraf, ſo gina es vor 65 an die Vollendung der nahe dem Schloß gelegenen Str d die dem Platz der ehemaligen Friedrichsburg. Hier errichteten ſich die wit dem Fürſten nach Mannheim übergeſiedelten Adelsfamilier, ne ofsbeamlen und Staetsbeemten uſw. vornehme, beſonders auch Pelke ſckön ausgeſtattete Wohnhävſer. Leider kommen bie aus ſenen ſhrer ſtammenden Wohnbäuſer und Gebänd⸗ heute vicht mehr in dente urſprünglicken Art zur Geltung. Man unterſchätzt deshel! laum leicht den Wert dieſer Archttekturen, die in ihrer neuen Hülle ſlrich Rehr zu erkennen ſind. Diſſe Hälle iſt der neumodiſche An⸗ den g588 Profeſſor Mathys„Studien zur Geſchichte der bilden⸗ treffe ünſte in Mannheim“ finden ſich über dieſe Sache folgende ſenden Worte: 0 5 lebt„Wenn aber der äſthetiſche Eindruck der alten Stadt vielfach dor ſzicht mehr dem entſpricht, den die ewunderer Mannheims der— und 150 Jahren hatten. ſo rührt ies zum Teil guch von Urprß chen Behendlung der alten Vauten durch die Tüncher her. ein inglich vrangten gewiß elle gicht verputzten. aus rotem Sand⸗ Reſes ergeſtellten Teile der Gebäude in der ſchönen Naturfarbe teins, welche uns om Otto⸗Heinrichsban und am Fredrichs⸗ ſichdes Heidelberger Schloſſes, am hieſigen Schloß. an der Jeſuiten⸗ den und an den Bauwerken unſerer Tage ſo ſehr entzückt; und in Mit imenräumen waren die Stuckarbeiten bunt bemalt, nauürlich n grollen oder ſatten Farben, ſondern in den zarten, ge⸗ Gewerbelehrer, Mannheim brochenen Tönen der Zelt der gepuderten Friſuren. Aber denn kam zur Freude der Tüncher die Zeit, von weicher der Apotheker in Coethes Hermann und Dorochea ſagt, nachdem er die Farben⸗ pracht ſeines barocken Gartens geſchildert hat: „J, wer ſähe das jetzt nur noch an! Ich gehe verdrießlich kaum mehr hinaus; denn alles ſoll anders ſein und geſchmackvoll⸗ wie ſie's heißen, und weiß bie Laſen und hölzernen Bänke, alles iſt einfach und glatt; nicht Schnitzwerk oder Vergoldu ia will man mehr.“ Das erneuerte ernſte Studium der antiken Kunſt hatte zu der falſchen Vorſtellung geführt. die bis zu Sempers Buch über„Bemalte Architektur und Plaßik“(1833) kerrſchte. daß die antike Architektur und Skulptur farblos geweſen ſei: und da man nun ſeit 1750 noch antiker ſein wollte als vorber ſo ainga der Pinſel des Weißbinders über die reizenden Farben der Stukaturen eines Aſam und Pozsi ebenſo ſchonunaslos hinwea. als der aleichmäßige' weißliche, gelbliche oder gräpliche Oelfarbenanſtrich den roten Sandſtein. die roten Holz⸗ ſtaketen. die ſchwarzen und veraoldeten eiſernen Treillen. die ge⸗ ſchnitzten Tür⸗ und Torflügel überzea. Jetzt wurde Mannheim erſt ſo 1 55 wie es in der erſten Hälfte unſeres Jahrhunderts ge⸗ weſen iſt. Man denke ſich die Arkaden. Pilaſter, Fenſterkrönungen. Geſimſe und Giebel des Kaufhauſes und des Ratbauſes(F). die Portale der Konkordienkirche. der Trinitatiskirche. die Portale und Fenſter⸗ gewände ſo vieler Privatbäpuſer in der Naturfarbe des roten Neckar⸗ ſandſteins, den Verputz blaßorün oder hellgelb anaeſtrichen, das Eiſonwerk ſchwarz mit Vergoldung und bunten Blumen. die Holz⸗ ſchnitzereien entweder in der Naturfarbe oder durch Töne hervor⸗ gehoben. die Niſchen wit den Heiligen auch von Gold und Farben ſtrotzend. ſo ſchwindet der Abſand zwiſchen dem alten und dem neueſen Mannheim erheblich zuſammen.“ In Goethes„Hermann urd Dorothea“ findet ſich auch eine Stelle, wo es heißt:„Und das freundliche Manrheim, das leicht und heiter gebaut iſt.“ Sriegelt ſich doch in dieſen Worten die Farben⸗ pracht des 18. Fabrhunderts, wie ſie uns oben Prof. Mathy ſo treff⸗ lich ſchldert. Der Forderung, die ſchmutzlge Farbkruſte van den alten Barockbarten zu entfernen, wurde mehrfach entſprochen. Das Schloß das ſa alücklicherweiſe nie einen Anſtrich hatte wurde um die Jahrhundertwende innen und außen gründlich hergerichtet. Es wäre heute an der Zeit. die Schloßfaſſade zu ſäubern. Ruß und Staub von den Steinen zu entfernen und die Farben des Putzes und der Fenſterrahmen zu erneuern. Trotzdem die älteſten Teile des Schlof⸗ ſes ſchon 200 Tahre alt ſind, ſind nennenswerte Zerſtörungen an dem Steinwaterial nicht zu verzeichnen. Ein Beweis dafür, daß der Neckarſandſſein vollkommen dauerhaft iſt und die Mannheimer Luft⸗ derhältniſſe völlia verträgt. Das ehemolige Kaufhaus, das ſetzige Rathaus! wurde unter nancherlei Schwieriakeiten in den Jahren 1730—1746 von Alexander Galli da Bibiena, kurz Bibiena gevannt, erbaut. Bibiena war in Mannheim der bedeuterdſte Architekt ſeper Zeit. Er arbeitete auch im Schloßbau. Von ihm ſammte das leider heute nicht mebr vor⸗ handene kurfürſtliche Opernbaus im weſlichen Teil des Schloſſes das ehemalige Jeſuitenkollsaium und die Jeſuitenkirche. Das ehemalige Kaufhaus wurde vor 20 Jabren von der Skadtaemeipde zu einem Rathaus umgebaut. Die Faſſade war urſprünalich ebenfalls mit Oel⸗ ſarbe angeſtrichen und hatte auch ein ſchmubiges hähliches Ausſehen das ſtädt. Hochbavawt vertrat damals dſe Anſicht, die Farbkruſte ſei zu entfernen. da der Erbauer des Gebäudes ſicher niemals einen Anſtrich vorgeſehen batte. Als Oberautackhter wurde in dieſer ſchwer⸗ wiegenden Frage vom Hochbayvamt Profeſſor Friedrich v. Thierſch zus München vorgeſchlagen. Dieſer ſtellte ſich mit B⸗geiſterung auf die Seite des Hochbavamtes und vexhalf deſſen Vorſchlaa zum Sieg. Die Farb⸗ und Schmutzkruſſe wurde entſernt und ſiehe, es kam eine wunderbare Sandſteinfaſſade zum Vorſchein. An der Paradevlatz⸗ laſſade zeiate es ſich, daß ſocar verſchiedenfarbiges Sandſteinmaterial ur Verwendung kam. So ſind die frenſtergewände aus agrauem Stein. während die Liſenen, Gurten und Umrabmungen der beiden Baolkontüren aus rotem Sand“ein oehalten ſind. heber den Um⸗ rahmungen der beiden Balkontüren findet ſich ſocar eine Art Stein⸗ malerei. Dort ſind die Skulvtyren aus orauem Stein in das rote Gewände einasletzt. Bibiena hätte unter den dawaligen ſchwierioen Transvortverhältpiſſen niemals einen ſolchen Wechſel in dem Stein⸗ material vorgenommen. wenn ein ſpäterer Anſtrich des Gebäudes voroeſehen geweſen wäre. Und was beabſichtigt man heute? Nach Aeußerungen des Oberbaurates Zizler kann die monumentale Wirkung des Rat⸗ hauſes durch eine geeignete farbige Behandlung der Faſſade geſteigert werden. Entſprechende Farbſtudien hat man ſchon gemacht und ge⸗ zeigt. Schade, daß man dies noch nicht vor 20. Tahren wußte, man hätte damals viel Geld geſpart. Soll zum zweitenmale die Zeit zur Freude der Tüncher kommen und die ſchöne Faſſade des male⸗ riſchſten Bauwerkes Bibienas unter einer Farbkruſte verſchwinden? Nein, viel richtiger wäre es, auch dieſe Faſſade gründlich von Staub und Ruß zu reinigen und die Putzflächen, Fenſterrahmen und Fenſter⸗ läden neu anzuſtreichen. Eine ſölche Behandlung der Faſſade würde die monumentale Wirkung des Gebäudes genau ſo ſteigern, wie ein entſprechender Anſtrich. Trotzdem der Stein nun- ſchon 20 Jahre freigelegt iſt, ſind an ihm nennenswerte Zerſtörungen durch Luft⸗ und Witterungseinfluſſe nicht feſtgeſtellt worden Dieſer Grund ſpricht alſo nicht für die erneute Ausführung eines Anſtriches. Im letzten Sommer hat man gelegentlick der Erneuerung der Decken und Wände unter den Arkaden das dort verwendete kete Sandſteinmaterial mit einem warmen gelben Anſtrich verſehen. Die Wirkung iſt nicht ungünſtig. Das Verſahren widerſpeicht aber der Vorderüng, den Sandſtein nicht anzuſtreichen. Die betr. dlächen könnten nun urſprunglich geradeſogut aus Stuck anſtatt aus rotem Sandſtein ſein. Um die monumentale Wirrung des wathauſes zu erhöhen, wäre vor allen Dingen eine Umgeſtaltung der z. It, un⸗ zweckmäßigen Bepflanzung des Paradeplaßbes an⸗ gebracht. Während des Umbaues des Kauſhauſes befaßte ſich das Hochbauamt mit einem ſolchen Projekt, das die Anlage eines Archi⸗ telturplatzes entſprechend dem Monumentalbau des Rathauſes vor⸗ ſah. Vielleicht wird dieſer Gedanke heute von den maßgebenden Stellen wieder aufgegriffen. Das älteſte öffentliche Gebäude unſerer Stadt, das alle Rat⸗ haus am Marktplatz iſt, ebenſo wie die anſtoßende karholiſche Stadtkirche, noch mit einem Oelfarbenanſtrich verſehen. Dieſe beiden Gebäude, ſowie das Kaſino gegenüber. ſollten unbedingt von ihrer häßlichen Farbkruſte befreit werden Der Marktplaßz würde auf dieſe Weiſe durch die erhehte Monumentalität der Ge⸗ bäude ſehr viel gewinnen. Ddas Brunnenſtandbild auf dem Marktplatz wurde vor 2 Tahren hergerichtet. Auch hierbei zeigte es ſich, daß ürſprünglich verſchiedenfarbiges Sandſteinmutertal zur Ver⸗ wendung kam. Nur wenige Beſitzer von Alt⸗Mannheimer Barock⸗ häuſern haben von der Faſſade die Farb⸗ und Schmutzkruſte ent⸗ fernen laſſen Wo dies aber geſchehen iſt, blieb die gewollte Wir⸗ kung niemals aus Bis jet! habe ich folgende Häuſer feſtgeſtellt, die auf dieſe Weiſe ihr altes Ausſehen wieder erhalten haben: II 1, 7; O 2, 83, L 2, 3: N 3, 4; 0 4, 16: Q 5 4. Aus der 150 Jahre währenden Gewohnheit, die Barockbauten anzuſtreichen, darfen wir heute nicht ohne weiteres ein Gewohnheits⸗ recht konſtruieren und dieſe Häuſer von neuem mit einem Anſtrich verſehen. Ein Anſtrich, der noch dazu nicht im geringſten mit den urſprünglichen Farben übereinſtimmt. An den Häuſern in P 2, 3 und C 1, 2, ferner am kath. Bürgerhaſpital in E 6 wurde ein ſolcher Anſtrich, nicht zum Vorteil dieſer Bauten, durchgeführt. Das Ge⸗ bäude in C 1, 2 wurde im Laufe des letzten Sommers um ein Stock⸗ werk erhöht, wodurch es ſehr viel gewonnen hat. Wer der Meinung war, daß mit dieſem Umbau auch die Farbtruſte der Faſſade fällt, ſah ſich betrogen. Die Liſenen rechts und lines wurden ſchon gar nicht in rotem Sandſtein weitergeführt, ſondern ſpäter in Stuck auf⸗ geſetzt. Dieſem Vorgehen mußte natürlich auch eine Erneuerung des Anſtriches folgen, der ſogar zweimal durchgeführt wurde. Hätte man ſich die gegenüberliegende Rathausfaſſade zum Vorbild ge⸗ nommen, ſo wäre das Gebäude heute eine Zierde der oberen Breite⸗ ſtraße. In ſeiner jetzigen Geſtalt iſt es aber weit davon entfernt. Zu erwähnen iſt auch die wehlgelungene Reſtaurierung der Faſſade des Gebäudes in L 2, 3, deſſen Fenſtergewände der beiden unteren Stockwerke ſich in ihrem roten Sandſteinkon prächtig ven dem gelben Putz abheben. Die beiden oberen Stockwerke ſind ſpäter aufgeſetzt, was an der Architektur und dem verwendeten Material deutlich zu erkennen iſt. Die Antworten auf die zu Anfang geſtellten Fragen laſſen ſich nun folgendermaßen zuſammenfeſſen: Die Alt⸗Mannheimer Barock⸗ bauten dürfen mit einem durchgehenden Anſtrie) nicht verſehen wer⸗ den. Dem an ihren Faſſaden verwardlen Sandſtein iſt ſeine Netur⸗ farbe zu beloſſen, bezw. eine auf ihm haftende Farbkruſte iſt zu entfernen, während der Putz einen entſprechenden Anſtrich erhelten kann, ja, um ihn por Witterungseinflüſſen zu bewahren, einen ſol gen erhalten muß. Die langjöhrige Forderung, den häßlichen Anſtrich von dieſen Bauten zu entfernen, beweiſt, daß mon fhon frühseſlig den Wert dieſer Bauten für die'eſtaltung des Mannhe mer Stadt⸗ bildes erkannt hat. Die Faſſoden der Alt⸗Mannheimer Borockbau en dürfen nicht modernen Anſichten zum Opfer fallen, die man nur an reinen Putzfaſſaden zur Durchführung bringen kann. Die Lebensdauer dieſer Bauten wird durch einen Anſtrich nicht erhöht, nachdem pon verſchi denen Seiten und an mehreren Bei⸗ ſpielen nachgewieſen iſt, daß der gute Sandſtein überhzupt keinen Schutzanſtrich braucht. Der an jenen Bauten faſt durchweg verwen⸗ dete rote Neckarſandſtein iſt ein gutes und zuverläſſiges Material, das die heutigen Mannheimer Luftverhältniſſe völig verträgt. Die vor Jahrzehnten begonnene Reſtaurierung der Alt⸗ Mannheimer Barockbauten muß fortgeſeßt werden. Sie darf durch moderne Anſichten weder gehemmt noch gar beiſeite gelogt werden. Alt⸗Mannheim redet eine zu deulliche Sprache, als daß es nicht verſtanden werden kann.— Zurück zur Farbe!— Ja⸗ wohl, aber man braucht deswegen nicht mit neuen Farben zu kom⸗ men. Man kann auc die elten Farben wieder aufl ben leſſen, nachdem ſie jahrzehntelang gef hlummert haben. Laſſen mwir die olte Farbenpracht des 18. Jahrhunderts an unſeren Alt⸗Mannheimer Barockbauten wieder erſtehen. Eine Farbenpracht, die ſich getroſt neben der neuen Farbigkeit ſehen ſaſſen kann. In der Apotheke Daß ſchon Kinder oft treffend das Richtige zu finden wiſſen, bewiez mir neulich folgende kleine Epiſode: In die Apotheke. in der ich einkaufte, kam ein kleines Mädchen und verlangte Fuß⸗Puder. Der Apetheker gab ihr das gewünſchte, aber das kleine Mädchen wies das Paket zurück. „Na, Du willſt doch Fuß⸗Puder haben“ ſagte der Apotheker. „Ja, aber doch nur„Vaſenol“ erwiderte die Kleine. C7CCͥͤꝗ³ĩ²ͥ01 o die Liebe Von Dr. Jerdinand Scherber(Wien) 5 bin ich füngit ein wenia erſchrocken. als mein Blick auf den An lletnes Buches fiel, der kurz und piel agend-Liebe“ beißt. Sicher Lomnebenswürdiger Titel. fün wie der Duft des Jasmin in lauen Aaußnernächten. Aber da and noch ein Unterkitel dabel. Ich keſchr zu leſen:„Eine Kritik der verliebten Leute.“ Und darüber Iceer f ich. Wer war nicht verliebt. iſt es nicht gerade und wer kann N daß er es nicht mehr ſein wird? Wenn man aber die in de Unter das kritiſche Mikroſkop der Vernunft ſtellt, entdeckt man don o zugerichteten Prärarat aroße, zuſammengeballte Mengen haendeimmheit. Du lieber Gott, wahrſcheinlich iſt ſeder von uns in einem Punkte ein ausgemachter Narrl Aber man wird doch lebe ſagen, de eb betom verlegen, wenn man mit ariſtoteliſcher Weisheit nachgewieſen Nerlich f daß man einmal ein Narr war, gegenwärtia einer iſt oder 8 cher demnächſt einer ſein wird. 1 der 70 Glück batte ich nur falſch geleſen. Es hleß nicht: eine Kritik Elerliebten Leute. ſondern: eine Kritik der verliebten Liebe. Uttagan der von Gleichen⸗Rußwurm: Die Liebe. den Biſet Verlaa Julius Hoffwann.) Der Verfaſſer iſt einer, der in Nteiſ cbalbeken wokl Beſcheid weiß Er weiß. daß Amor. der Nacht Lausbub. wie ihn Wilbelm Buſch nennt, eine bedeutende die gze beſitt. die zu leuanen Torheit wäre: er reißt ihm nicht erboſt iü ſſchedern aus dem Flügelraar, weil er nicht zweifelt. daß ſie ihm In wieder nachmachſen werden Nuche der Geſellſckaft des kundigen Verfaſſers wandern wir in dem open it berühmten Liebespagren aller Jahrhunderte und aller Uun. mor erſcheint aber nicht zu aſſen Zeiten in aleichem Ko⸗ Fiofß Bald bedeckt er ſich über und über mit düßſerem. ſchwerem Bem ld erſcheint er unbekleidet. bald tollt er ausaelaſſen wild eban 5 mandert er wie ein fleißiger ſtrebſamer Schüler einher. Nie Ceſch en ſelbſt immer der aoleiche ſein. die Liebe hat darum doch .na blathe oder um einen Veroſeich aus der Muſik zu holen: das i leiht ein für allewol beſehen in ſeiner ganzen ewiaen 10 5 aber es wird immer verſchieden varſiert einwal lana⸗ zal ich eſläͤtiich. einmal araziös beweat einmal wild ſataniſch. ein⸗ angesermüuͤtia ſchmachtend. einmal im Zeitmaß eines Trauet⸗ Nardeer einfachſten und darum beſten Art ſind die Völker in den nide ihrer Entwicklung mit dem ſchwierigen Problem der Aeung Sie ſtanden mit der Natur in innſaſter Be⸗ Acen und wie ibnen dieſe ſelbſt überall als mit Gottbeit erfültt Wun ſanden ſie alles Natürliche aöttlich Die Liebe erſchien als 0 Ach, Beteßl der Pafur und darum der Gottbelt. Ein indiſcher leen, 7. Daſodhara— ſpricht ſo poetiſch in ſeinem Liede von den ſef weltbekannt. daß die Lippen zuen Kuffe ſich ſpigen. wie a geworden. die Blätter der Knoſpe Die Liebe keimt, ſetzt Blüten an und träat Früchte— geradeſo wie das gaanze mächtige Werden in der Natur. Die ſeruelle Aufklärung, um ein Wort der Mode zu gebrauchen. er⸗ folat in zarter und ſinniger Weiſe. nicht in jener Brutalität des Wiſſens, die heutzutage manchem als Ideal erſcheint. Noch Opids hohe Liebesſchule„Ars amandi“(Liebeskunſt) wird uns. die wir von allem Natürlichen ſo weit abaekommen ſind manchmal etwas frivol und derb erſcheinen. Wir finden es aber doch bewundernswert. wie ſie die beiklen Fragen mit Grazie und Anmut löſt. Das iſt ſpäter kaum mehr erreicht worden, immer kam man entweder zu ſehr ins Frivole oder ins Derbe hinein. Der Orientale ſucht in der Liebe vor allem das Sinnliche, während der Euroväer die Liebe iroendwie zu vergeiſtigen trachtet. ſchließlich ins Maßloſe getrieben: Sinnenluſt bis zum Haſter, Ver⸗ geiſtiaung bis zur finſteren Verneinung. Bedeutunasvoll geben die lebens⸗ und liebesluſtigen Griechen der Göttin der Schönheit die Grazien als unzertrennliche Gefährtinnen mit— die Macht der Schönheit bändiat die ungehemmte Kraft der Liebe. Der Römer ſtellte in ſeinen ſtarken Zeiten die Liebe unter den Schutz ſeiner kraft⸗ vollen Männlichkeit, ſeiner ſtreng hürgerlichen, hausbackenen. ja nüchternen Geſinnung. Welche Metbode einem lieber iſt, den ſchwer zu bändigenden Eros in geordneten Bahnen zu halten, die lebens⸗ frohe, künſtleriſche ariechiſche oder die mehr auf Vernunft. auf prak⸗ tiſchen Sinn gearündete römiſche, das iſt ſchließlich Empfindunas⸗ und Geſchmacksſache. Auf die Dauer läßt ſich Eros überhaupt nicht halten. Es iſt faſt ſatiriſch, daß er gerade die klua erwägenden Rö⸗ mer ſchließlich erariff und ſie bis zu ihrem Untergange ſchleifte. Die Sieger über Griechenland. über den Orient brachten von dort mit ihren Siegen auch verfeinerte, üppige Lebens⸗ und Liebeskultur nach Hauſe. Die Röwerin ſah ſich unverſebens der bisher erprobten Herr⸗ ſchaft über den Mann beraubt. Es iſt alſo nicht verwunderlich. daß ſie die Liebestechnik der morgepländiſchen Schönen nachahmte. Da tritt zum erſtonmal eine bodeutende Hilfswacht der Liebe auf den Plan— die Mode. Was nützen alle Proteſte des ſtrengen Cato. was nützt ſein ebenſo ſtrenoes Lyrusoeſetz ihr geoenüber?.. In dem üppio blühenden Liebesleben der Orientalen, der Griechen und Rö⸗ mer, das auch zu den feinſten Leiſtungen der Kunſt treibt, ſtehen die Junden des Alfertums als fremdes Element Sinnlichkeft iſt für ſie aleichbedevtend mit Sünde. Mann und Frau verlangen nach ein⸗ ander im Sinne götllichen Natſchluſſes, Liebe und Luſt ſind einander feindſelia, der letzte Zweck iſt die Geburt. die Raſſe. War der Ausgang der klaſſiſchen Zeit ſo recht die Epoche des unbeſchränkt herrſchenden Eros, ſo ihm bald dacauf um ſo ühler mitgeſpielt worden— natürlich kommt er durch ein Seſten⸗ tar wieder. Das neur Evangelium zieht von Jeruſalem über die Erde, über eine geſtarbene, verweſte Welt. ſie zu neuem Leben zu erwecken. Das Chriſtentum mit ſeinem markanten Gegenſatz zwiſchen dem Diesſeits und dem Jenſeits. Was frommt nach der Hier wie dort wird vorhandene Neigung. chriſtlichen Auffaſſung die Schönheit des Leibes dem Frommen, wenn ſie vor dem Richterſtuhl Gttes wie brüchiger Zunder zerfälll? Vorbei die Feſte der Liebe! Man wohnt in Höhlen, tötet alles Verlangen des Fleiſches. Doch die alten Götter leben noch, gebannt und verbannt, wie Frau Venus, die im Hörſelberg mit ihrem Zauber eingeſchloſſen iſt. Das Rittertum und der durch den Marien⸗ kultus entſtandene Minnedienſt biet t dem verjagten Eros eine Ge⸗ legenheit, wieder auf die Bühne der Welt zu ſchlüpfen. In der Dichtung eines Troubadours wird von einem Ritter erzählt. den eine geliebte Dame bei ſich zur Nacht einle ſſen wollte, aber nur un den Lohn eines einzigen Kuſſes. Er fragt einen Freund um Mat, ob er die Qual des Verzichtes ertracgen oder wortbrü hig we den ſolle. Der Freund meint. die Dame ſolle ihren Ri ter meine dig ſehen,„ſte werde durch Tränen, Gott aber durch eine Fehrt ins gelobte Land verſöhnt“. Wozu hat der Menſch die Kligheit erholten, um nicht in ſo verzwickten Situationen einen Ausweg zu finden! — Bis zur Renaiſſance, in der das klaſſiſche Altertum wie neu erweckt erſcheint, wächſt die Macht der verliebten Liebe. Man denke nur an Boccaccio. Im Rokoko erlebt ſie wieder eine Glenzeit mit ſeinen Schäferſpielen und ſeiner berühmten, heute noch pepu⸗ lären Liebeskunſt einer Ninon, Pompaddour und anderer. Am ſchlechteſten ſcheint es der Liebe wieder heutzutoge im Jahrhundert der Technik zu gehen. Zahlloſe Erfindungen ſollen dazu dienen, Zeit zu ſparen— aber merkwürdig, je mehr wir Zeit erſporen, deſto weniger haben wir ſie. Frauendienſt und Liebeskult erfordern aber Zeit und auch feine Kultur, nicht bloß techniſ he Ziv'laſtjon So freilebig unſer Jahrhundert ſih auch gebärden mag, die Liebe hat es verloren und das mag wohl der Grund ſein, daß wir trotz aller„Errungenſchaften“ ſo durchaus unzufrieden und unbefriedigt ſind. aber ſie wird wieder irgendwo hereinſ hleichen, wo man ſie em wenigſten erwarten will, wie einſt vor Hunderten von Jahren durch den Marienkultus. Die Liebe hat einen tieferen Sinn, als man beim erſten Ge⸗ danken denken könnte, es iſt das. was Gleichen⸗Rußwurm das„Fre ziehungsamt der Liebe“ nennt. Man mag ſtetzen über das eenſte Wort in dieſem heiteren Zuſammenhang.„Ohne Liebe hötten wir keinen Goethe.“ Wir hätten auch keinen Wagner, keinen Beethewon, keinen trarca. keinen Dante. Was hätten wir alles ohne Liehe nicht? ir ſind heute ſo töricht geworden, daß wir nur nach Jeld verlangen und uns einbilden, damit wäre nun alles zu keufen. Man kann wohl Körper kaufen. aber die Liebe nicht. Die mus man ſich verdienen, wie man ſich das Talent ererbt haben muß. Wir heben das körperliche Indien gefucht und Amerika gefunden; wir ſhen ſetzt das geiſtige Indien— was werden wir finden?“ fragt Heſne in einer Frage, die heute noch zeltgemäßf iſt. Ah. eines Tages werden wir den luſtig zappelnden Eros in der Hand holten, und das wird wohrlich kein Trauertag für die Menſchen ſein. die lange ge⸗ nug Sklauen der Galeere des Verdfenſtes, des Proliis, des Reber vorteflens geweſen ſind* — ————— — —— 4. Seite. At. 574 neue Monnbeimer Feltung(Mittag-Nusgabe) Ailes, der 10. Begense 8— Wirtſchaſtliches und Soziales Betriebs- oder Ortskrankenkaſſenꝰ Die meiſt unter ſozialdemokratiſcher Leitung ſtehenden Orts⸗ krankenkaſſen haben das Beſtreben, die neben den Ortskrankenkaſ⸗ ſen beſtehenden Kaſſenarten, die Land⸗, Innungs⸗, Betriebs⸗ Knappſchafts⸗ und Erſatzkrankenkaſſen zur Auflöſung zu bringen, um dadurch ihren Machtbereich zu erweitern. Die Kreiſe der Orts⸗ krankenkaſſen nutzen dabei ihre Partei⸗ und Gewerkſchaftsbeziehun⸗ gen aus und ſuchen guf die bei den anderen Kaſſenarten verſicherten Arbeiter in ihrem Sinne einzuwirken. Dabei haben ſie aber nur geringen Erfolg. So haben neuerdings die bei der großen Städti⸗ ſchen Betriebskrankenkaſſe Köln verſicherten Arbeiter folgendes er⸗ klärt: Daß die übergroßen Ortskrankenkaſſen leiſtungsfähiger ſeien als die übrigen Krankenkaſſen, iſt bis heute nicht bewieſen worden. Das Gegenteil iſt der Fall. Die Betriebskrankenkaſſen z. B. wirken durchweg beſſer als die Ortskrankenkaſſen, weil die Mitglieder der Betriebskrankenkaſſen dieſe als ihre Kaſſen betrachten, über deren mißbräuchliche Ausnutzung ſie eiferſüchtig wachen: ſie ſtehen im per⸗ ſönlichen Verhältnis zur Kaſſe. Die ſtädtiſche Arbeiterſchaft Köln würde durch die Verſchmelzung der Betriebskrankenkaſſe mit der Ortskrankenkaſſe großen Schaden erleiden; die erhebliche Familien⸗ hilfe der Betriebskrankenkaſſe würde ſie faſt ganz verlieren. Von der ſtädtiſchen Arbeiterſchaft wird daher die Verſchmelzung einmütig abgelehnt, da dieſe die Preisgabe einer ſozialen Errungenſchaft be⸗ deuten würde. Stäotiſche Nachrichten Dr blinn Fahrgaſcht m Rheiln)lenner Hans Müller⸗Schlöſſer noochverzehll vun A. Göller) Dr Zehweddl Doni un ſei(n) drei Freind Die hewwe e Jagd Minanner gepacht, Un es fahre die vier Zwee Schtund uff dr Bahln) in ihr Revier. De Zehweddl Doni ſchmerzt des Geld Forr ſeiln) Billet, Un er find's ganz nett, Daß mit ere Liſcht Des viele Geld zu ſchbare is. Dr Zehweddl Doni kummt immer zu ſchboot, Un knapp keucht er neiln) Zu de annere drei, Wann'r Zug ſchunn rollt, Die annere hawwe ſchtets e Kaart forren ghollt. De'r Zehweddl Doni gitt awwer's Geld Niemols zurick, Der geizig Schtrick Hot's halt vergeſſe, Hot norr ſich gſorgt forr d' Flaſch un's Eſſe. De annere werd awwer doch zu viel Der Schtreech uff'r Bahln) Un ſie ſchmiede n Plaln) Forr de Doni zu kriege Wege ſeim uln)verſcheemt frech wiederholde Liege. Emol ame kalde Dag im Winder Kummt r aach zu ſchboot, Mit knabber Not Ziechenen neiln) die drei, Un er hockt bequem ſich zwiſche ſie neiln). Bedenklich guckt'r ee de Zehweddl aln), Un er ſacht er ſecht: „Heit hockſcht do ſchlecht, Kummt'r Schaffner un knipſt, Dann werſch du vunem elend gſchtripſt!“ Des mecht im Doni angſcht un bang, Seiln) Herz, des klobbt, Am Bar' er zobbt, Un am Wort er worgt: „Ja, hätt ihrs desmool mir nit bſorgt?“ „Nee, Doni, desmol hots nit glangt, Mir ſin ſo grennt Un hawwe gſchennt Wegenem ſchbode Eſſe Un hawwe desweg deiln) Billet vergeſſe!“ „Potz Sapperluft, was fang ich aln)?“ „Nix wie'r Blitz Do unner de Sitzl“ Des mecht r ſo, Un die annere deggenen gut dernoo. Heidelberger Brief Die vergangene Woche ſtand im Zeichen des Wahlkampfes. Die Anſchlagſäulen, ſonſt überſät mit Ankündigungen von mannigfachen Veranſtaltungen, waren bedeckt mit mehr oder minder geſchmackvollen Wahlaufrufen, Parteiplakaten und Rednernamen. In den Sälen der Stadt fanden allabendlich Wahlverſammlungen ſtatt und da gerade die Stadthalle und die Harmonie die begehrteſten Verſammlungs⸗ lokale ſind, mußte die Kunſt oder was ſich als ſolche ausgibt, in den treten. So kam es auch, daß das Theater, das ja zur it ausſchließlich auf dieſe beiden Säle angewieſen iſt, faſt die unge Woche nicht ſpielen konnte und außer einer Aufführung von 5 ans„Das Nürnbergiſch Ei“ und dem Weihnachtsmärchen„Das tapfere Schneiderlein“ nichts konnte. Über beide Auf⸗ führungen wird in einem ſpäteren Brief noch zu berichten ſein Einen wirklich nachhaltigen Eindruck hinterließ das 4. ſt à dt. Symphoniekonzert, zu dem als Gaſtdirigent anſtelle von Kleiber der Leiter des Pfalzorcheſters, Generalmuſikdirektor Böhe, gewonnen worden war. Man hatte Böhe bisher in Heidelberg nur als Leiter ſeines eigenen Orcheſters kennen und ſchätzen gelernt und war ſomit geſpannt, wie er ſich mit einem fremden und, das iſt ja ſchließlich kein Geheimnis, relativ ſpröden Orcheſterkörper abfinden würde. Das Ergebnis bewies aufs neue die ausgeſprochene Per⸗ ſönlichkeit Böhes, der in manchem eigene, aber völlig gangbare Wege geht und es doch verſteht, dieſen ſeinen Willen auf andere zu über⸗ kragen. Man ſpürte förmlich, wie er das Orcheſter immer mehr in ſeinen Bann zog und es ihm immer williger folgte. In Händels Concerto groſſo Nr. 9, das den Abend einleitete, empfand man noch mancherlei Nachläſſigkeiten, kleine Unſauberkeiten in den Einſägen, verwiſchte Tonfiguren und dynamiſche Schwankungen. Aber bereits Haydns 2. Symphonie zeigte das Orcheſter auf ſeiner vollen Höhe, wobei man ſich höchſtens mik Bedauern fragen mußte, warum dieſe Leichtigkeit. dieſe chythmiſche Sicherheit und dynamiſche Diſziplin nicht immer möglich iſt. Beſonders der Streichkörper, der ja nun⸗ mehr allerdings in Berg und Sommerfeld zwei treffliche Führer hat, gab ſein Allerbeſtes. Noch deutlicher faſt ließ den Unterſ hied mit der durchſchnittlichen Leiſtung unſeres Orcheſters und der Art, wie es unter Böhe muſizierte, Beethovens 7. Symphonie er⸗ kennen. Sie nahm ſtellenweiſe eine faſt neuarltige Geſtaltung an, von der man ſich aber doch fortreißen ließ, weil man dahinter die Perſönlichkeit erkannte. Das Publikum dankte in ſelten begeiſterter Weiſe Böhe, der mit Recht auch das Orcheſter an dieſem Danke teil⸗ nehmen ließ. Es war der ſtärkſte Eindruck der dieswinterlichen Symphoniekonzerte. ber das allerbedeutendſte, was uns in dieſem Winter bisher überhaupt geboten wurde, war das Klavierkonzert, das Rudolf Ser⸗ kin am Sonntag nachmittag veranſtaltete. Es gibt heute vielleicht Dem Zehweddl mache die Heizrehre heeß, Er ſchwitzt un kunſcht en Un ſchnauft un punſcht, Bleibt awwer liche, Daß'r Schaffner jo keen Wind ſoll kriche. Der Schaffner awwer kricht doch Wind, Er kummt un petzt Drei Kaarde jetzt, Guckt aln) die vert Un frogt, ob'r ſich nit heet'eert. „Nee,“ ſecht'r ee vun dene Schtrick, „Im Aageblick, Do licht'r Dick Do unner'r Bank.“— Do lacht die Gſellſchaft ſich faſcht krank. Staatliche prüfung und Ausbildungsmöglichkeit für Hilfsſchweſtern und helferinnen Die Präſidentin der Abteilung für Krankenpflege des Badiſchen Frauenvereins, Frau Anna Lauter, gibt bekannt, daß durch ein gütiges Entgegenkommen des Miniſteriums, für Hilfsſchweſtern und Helferinnen, die mindeſtens 60 theoretiſche Unterrichtsſtunden beſucht und 6 Monate praktiſch in der Krankenpflege tätig waren, die Mög⸗ lichkeit einer ſtaatlichen Abſchlußprüfung gegeben iſt. Eine außerordentlich günſtige Gelegenheit für die Hilfsſchweſtern und jungen Mädchen, die ſich nach einem ſicheren Beruf ſehnen und eine relativ abgeſchloſſene Ausbildung durchlaufen wollen Es bietet ſich eine Kurszeit von 8 Monaten, nach der eine ſtaatliche Prüfung abgelegt werden kann, ſtatt die reguläre von 18 Monaten. Unter⸗ richtskurſe können in Mannheim und Pforzheim in den Kranken⸗ häuſern abſolviert werden. Die Kurſe beginnen am 1. Februar 1925. Die ſtaatlichen Prüfungen können im Herbſt d. J. abgelegt werden. Die Ausbildung geſchieht völlig koſtenlos Während der Kurszeit wird freie Wohnung und Verpflegung geboten und nach 3 Monaten erhalten die Schülerinnen ſogar Taſchengeld. Die Ab⸗ teilung für Krankenpflege des Badiſchen Frauenvereins in Karls⸗ ruhe nimmt jetzt ſchon Anmeldungen für die Kurſe entgegen. So können ſich die Hilfsſchweſtern und Helferinnen jetzt ſchon ſchlüſſig werden und ſich anmelden. Es bleibt der Pflegerinnenberuf einer der idealſten und befriedigendſten. Wer ſo recht mit Herz und Liebe dabei iſt, wird ſich glücklich und innerlich ausgefüllt fühlen. Eine Schweſter, die ihr 25jähriges Schweſterjubiläum feierte, bekannte mir an dem Ehrentage:„Ich habe mich in den 25 Jahren jeden Tag ſo glücklich gefühlt, daß ich nie mit einem andern Loſe getauſcht, oder mir anderes gewünſcht hätte. Ich ſah in ſo viel Elend und Jammer und ſo viele zerriſſene Ehen hinein, daß ich immer mehr Gott danken lernte, daß mir das Glück zu Teil wurde, Schweſter zu ſein!“ Und wir brauchen ſo nötig in den Krankenhäuſern und Gemeinden tüchtige Pflegerinnen und Schweſtern, die natürlichen Helferinnen der kranken Mitwelt, die guten ſtillen Engel, die Licht und Freude in das Daſein der Kranken bringen! Eliſabeth W. Trippmacher⸗Ladenburg a. Neckar. A Ihren 80. Geburtslag begeht heute Frau Barbara Schäfer, Witwe, S 4a, 1 wohnhaft. Veranſtaltungen 3 Theaternachricht. Die aus Anlaß der Wiederkehr des 200. Geburtstages des Kurfürſten Karl Theodor von der Pfalz Freitag, den 12. Dezember ſtattfindende Uraufführung von„Golo und Genoveva“, Schauſpiel von Maler Müller, in freier Bearbei⸗ tung von Ado von Achenbach, iſt von Francesco Sioli in Szene geſetzt. In den Hauptrollen ſind folgende Kräfte beſchäftigt: Maria Andoc, Elſe von Seemen, Willy Birgel, Wilhelm Kolmar, Rudolf Wittgen.— Als Weihnachtsneuheit bringt das Ballett die von Magda Bauer arrangierte Tanzdichtung„Der Nußknacker“ von Tſchai⸗ kowsky unter Mitwirkung der Bewegungschöre und des Kinderballetts demnächſt zur hieſigen Erſtaufführung. Bachchor⸗Skamitzgemeinde. Die beiden unter Leitung von Kaxell neiſter Max Sinzheimer ſtehenden Vereinigungen ver⸗ anſtalten am Sonntag, den 14. Dezember, in der Chriſtuskirche eine Aufführung des Händelſchen Oratoriums„Joſua“, zu welcher namhafte Soliſten ihre Mitwirkung zugeſagt haben. Das ſelten zu hörende Werk dürfte das Intereſſe aller Muſikfreunde erregen, da es unter den Händelſchen Werken ſich durch beſondere Vollendung der choriſchen und ſoliſtiſchen Geſtaltung auszeichnet. Der berühmte Chor„Seht den Sieger“, der durch ſeine Verwendung im„Judas Maccabäus“ volkstümlich geworden iſt, wurde von Händel zuerſt im„Jofua“ geſchreben. Der Chor und das Orcheſter ſind für dieſe Aufführung verſtärkt, ferner wirkt ein Knabenchor, gebildet aus Schülern des Realgymnaſiums mit. Die Titelpartie ſingt Max Lipmann, der bei dieſer Gelegenheit ſeit längerer Zeit wieder in Mannheim als Konzertſänger zu hören ſein wird. ſtellen iſt, Pembauer. Man hat einmal die Frage aufgeworfen, was bei Serkin ſtärker iſt, die techniſche Virtuoſität oder die künſtleriſche Muſikalität. Ich glaube, daß beide ſich in abſoluter Gleichheit die Wagſchale halten. Es gibt für Serkin anſcheinend techniſch keine Schwierigkeiten, ſein Spiel hat faſt etwas atemberaubendes. Die Kraft ſeines Fortiſſimo, die unerhörte Zartheit im Pianiſſimo, die perlende Klacheit ſeiner Läufer, die berückende Schönheit des An⸗ ſchlags, alles dies geht Hand in Hand mit einer faſt reſtlos geiſtigen Erſchöpfung des Werkes. Dabei iſt es durchaus unweſentlich, was Serkin ſpielt. Er wird immer den Charakter des Werkes zu wahren wiſſen, bei allem Perſönlichen, was er außerdem noch hineinlegt. Bach, Schubert und Reger ſtanden auf dem Progcamm. Gegenſätze größter Art und doch alle drei getragen von höchſter Vollendung. Regers ungemein ſchwierige, faſt problematiſ he Telemann⸗Varia⸗ tionen waren aber doch wohl der Höhepunkt des Konzertes in der überraſchend ducchſichtigen und verſtändlichen Vermittlung Serkins. Kein Wunder, daß der Beifall des zahlreichen Publikums keine Gren⸗ zen kannte und ſogar eine Zugabe erzwang. Wenn man noch zum Schluß des Vortragsabends von Friedrich Kayßler gedenkt, der, wie in anderen Orten, auch bei uns durch die reife, künſtleriſch in jeder Weiſe hochſtehende Nachſchöpfung des Dichterwortes Stunden reinſten Genuſſes brachte, ſo hat man die Veranſtaltungen der vergangenen Woche erſchöpft. Sie alle zeich⸗ neten ſich durch eine wirklich künſtleriſche Höhe aus, die man leider in letzter Zeit ſo oft vermiſſen mußte. Dr. Sch. 4. Akademie⸗Ronzert Gaſtdirigent: Hermann Auhſchbach. Ein Abend bei Mozart. Gemütvoll und heiter; ein Intermezzo im allerbeſten Sinn. In der Es⸗dur⸗Symphonie findet die Idee Mozart ihre klarſte Herausbildung. Zunächſt der breite, gar nicht haydnſche Anfang; hier weitet ſich das Herg. Da iſt alles Bekenntnis, ohne Zweifel, auch das Schwärmen im Andante. Dann das Menuett mit ſeinem be⸗ ſchwingten Trio und der von göttlichem Humor getcagene Schluß mit ſeinen köſtlichen inſtrumentalen Scherzen, nach denen wir geſtern vergebens horchten. Aber daran war vielleicht Schuld, daß in un⸗ ſerer Erinnerung zu unabweisbar Salzburg bei dieſen ſo golden ge⸗ träumten Klängen aufſtieg, und der Menſch ſoll eben nun einmal nicht bloß von ſeinen Erinnerungen leben, vor allem im Konzertſaal nicht; ſchade, daß wir daran trotzdem nichts mehr ändern können. Bleibt nur noch das gewiſſenhafte Bekenntnis, daß der Abend wie ein Crescendo anmutete, bei dem das zweitgeſpielte Werk ſchon über die Schwelle des bleibenden Eindrucks getreten war. Das Divertimento Ne. 11 für Streichorcheſter, Oboe⸗Solo und zwei Hörner begann mit nur noch einen ianiſten, der dieſem jungen Künſtler zur Seite zu einem friſch zugepackten Allegro, gus dem ſich bald die von Kammer⸗ * Die Erkältung In der Uebergangszeit zum ſtrengen Winter ſpielen die ur 15 dem Sammelbegriff„Erkältungskrankheiten“ awale mengefaßten Erkrankungen der oberen Luftwege eine große Rolk⸗ Trotz umfaſſender Bemühungen aller Forſcher iſt es noch mie⸗ gelungen, den Erreger für dieſe Krankheitsgruppe zu finden. den ſind daher nur auf Vermutungen angewieſen, und es hat der Anſchein, daß durch irgend einen Kältereigz an einer Stelle, Haut Blutaufwallungen auftreten, die Schleimhäute ſtär 8 durchblutet werden, und daß dadurch Krankheits kein die bislang unſchädlich in den oberen Luftwegen(Naſe⸗ Ratfe⸗ Kehlkopf, Lufröhre, Bronchien) ſich aufhielten, nun mobi 5 ſiert werden und die als„Erkältung“ bezeichnete Störung he vorrufen. 5 Die harmloſeſte Erkältungsform iſt der Schnupfen, 1 meiſt nach acht Tagen wieder verſchwindet. Jedoch darf mird auch den Schnupfen nicht zu leicht auffaſſen, denn einſeits wi 5 er oft chroniſch und hat auch manchmal eitrige Entzündunge, der Naſennebenhöhlen und der Stirnhöhle zur Folge, die ordentlich langwierig und ſchmerzhaft ſind und oft nur 8 einen operativen Eingriff geheilt werden können. Andererſerz, kommt es im Anſchluß an den Schnupfen häufig zu einem Lue röhrenkatarrh und wenn der Prozeß noch weiter fortſchre⸗ entwickelt ſich eine Entzündung der Bronchien, ein Bronchla katarrh, der ſchließlich zu einer Lungenentzünde n führen kann, wenn nicht durch zweckmäßige Behandlung dem o 5 ſchreiten der Krankheit Einhalt geboten wird. Man ſieht au hier: Kleine Urſachen, große Wirkungen! 1 Die bisher bekannte Behandlung der Erkältungskrantheile beſteht in einer möglichſt intenſiven Durchwärmung de e unter Körpers. Je eher dieſe Behandlung eintritt, deſto beſſer 5 die Wirkung. Nur muß man ſich davor hüten, zu energif G18 zugehen, Zwei Glas heißes Zitronenwaſſer oder ein Glas Wen von Rum, Arrak oder Kognak, vielleicht auch ein Glas Glühwa⸗ abends im Bett getrunken, ſowie zwei Aſpirintabletten haben 5 nügend ſchweißtreibende Wirkung und vermögen auch ſchwere kältungen leicht zu beheben. Sehr gute Dienſte leiſten bei alle. Erkältungskrankheiten außer der wohl nur in Arzthaushaltunge vorhandenen künſtlichen Höhenſonne, die heute von allen elekttr, ſchen Inſtallationsgeſchäften hergeſtellten elektriſchen Wi meapparate, wie z. B. die künſtliche Winterſonne oder. elektriſches Heizkiſſen, doch auch hier muß vor allen Uebertreibunge gewarnt werden, denn ſchon oft ſind bei Anwendung dieſer bb rate Verbrennungen leichten und ſchweren Grades beobachtet wos den. Im übrigen ſind dieſe elektriſchen Heizapparate ſehr 7 ſam bei den Erkältungsformen, die nicht durch Hautabkühlungen, ſondern durch Kältewirkungen auf Nerven und Muskeln hervof, gerufen werden, wie z. B. bei Nackenſteifigkeit oder bei neur giſchen Kopfſchmerzen, ferner bei Schmerzen der zwiſch⸗ den Rippen liegenden Nerven uſw. Aus Amerika kommt uns nun die Kunde von einer n zeitigen Behandlungsmethode, die die allergrößte Beachtung 92 dient. Ihr Prinzip beruht darauf, durch Reizwirkung eines Gale⸗ auf die Schleimhäute diejenigen Bakterien abzutöten, die, wie 1 oben geſehen haben, an ſich unſchädlich in den oberen Luftwegen ſich aufhalten, und erſt durch die Schleimhautdurchblutung au geſtört, die Erkältung hervorrufen. Das in Frage kommende Ga iſt das Chlorgas, dem man durch ſtarke Verdünnung ſeine 0 it dem Weltkriege noch ſchrecklich in Erinnerung ſtehende Giftigte. genommen hat. Es iſt klar, daß nur die an der Oberfläche 75 Schleimhaut liegenden Krankheitskeime von dem Chlorgas erfaß und erfolgreich bekämpft werden können. Gegen Tuberkelbazi 1 und ebenſo auch gegen aſthmatiſche Erkrankungen hat es ſich. unwirkſam erwieſen. Dagegen iſt man bei Erkärtungskrankheite in Amerika, durch die erſten Erfolge ermutigt, ſchon dazu über“ gegangen, nach Art der Inhalatorien Räumlichkeiten einzurichten in denen eine beliebige Anzahl von Menſchen, die erkältet ſind ſich aufhalten und ſich mit irgend einer Tagesarbeit beſchäftign können. In dieſe Räume werden nun die verdünnten Chlorgaſe friſch und fröhlich, von ihrer Erkältung geheilt, den Raum. Einfachheit und die Wirkungsweiſe dieſes Verfahrens iſt ſo lb blüffend, daß man nur wünſchen kann, daß es auch bei uns ita ſeinen Eingang finden möchte. Die Erfindung iſt in Amern; übrigens inſofern ſchon weiter ausgebaut, als es dort ſchon Ein richtungen gibt, um dieſes ausgezeichnete Verfahren in jede. Privathauſe anwenden zu können. So hat man das Chle, in flüſſiger Form fertig verdünnt in Flaſchen in den Handel ie bracht, die in jedem Zimmer aufgeſtellt werden können; es ſtröm, dann gasförmig aus und wird mit einem Ventilator im Raum verteilt. Aus dieſem Verfahren eröffnen ſich die kühnſten ſpektiven für die Behandlung der Erkältungskrankheiten. Uebrigens iſt das Prinzip dieſer Behandlung nicht neu, eit dern bereits von einem deutſchen Chemiker Sigmund v. Kapff 5 einer Reihe von Jahren erfolgreich bei Erkältungskrankheiten gewandt worden. Nur beſteht der Unterſchied von der amerifar, ſchen Behandlungsmethode darin, daß v. Kapff Salzſäune, ſchalen im Raume aufſtellt. So vielverſprechend die moder Huſlen mit Auswurf müſſen Ste ſchnellſtens beſelligen, en raten Ihnen, in der Apotheke 50 a echten Fagoſot⸗Extrakt zu kau 1 und durch Aufkochen mit 4 Pf. Zucker und 4 Lt. Waſſer eine pro wirkende Huſtenmedizin ſelbſt herzuſtellen. muſiker Richard Lorbeer gar meiſterlich geſpielte Oboe heralche Dabei wollen wir die beſondere Erwähnung Kergl's auch an die Stelle nicht vergeſſen, der ſeiner Violine im Menitett und Andantir, einen ganz wundervollen Geſang entlockte. langt eine weiſe Beherrſchung der Möglichkeiten des ſich durch ſles⸗ beſondere Eignung zur Soloſtimme auszeichnenden Inſtrumen r⸗ füllung dieſer Bedingung zu einem Genuß machte, der ſich in prächtigen Staccati geradezu erleſen geſtaltete. zu Aus⸗ Den Beſchluß der einſtündigen Mozartlektion bildete eine des leſe aus den Wiener Tänzen: nicht nur äußerlich der Gipfel, i90. Ganzen. Gleich im Menuett verrichtete das Fagott Wunder ſuper Es folgte eine Gavotte in G, die Perle des Abends. Zauberhaſ dan Einſatz der Streicher, ihr Führer zu einem beſonderen Brave peit dieſer Stelle aus erneut herausfordernd. Hier war die Voranden des Dirigenten greifbar deutlich. Gleich dieſem ganz entzücken a⸗ Stück wird auch der„Kanarienvogel“ aus den„Deutſchen Täneff, nachhaltige Freude hervorgerufen haben, die nicht zuletzt dem der lichen Flötiſten, Kammermuſiker Fühler zu danken iſt. At in klingenden und luſtig, friſch einhertrompetenden Schlittenfahrt er⸗ den Ohren ging die frohgeſtimmte Menge auseinander; ſie aun ſäumte nicht, dem früheren Dirigenten unſeres Orcheſters He ende Kutzſchbach die über anderthalb Jahrzehnten hinaus währeden Anhänglichkeit in ehrendem Beifall zu beweiſen, der beſonder; Interpreten der reizenden Tanzepiſoden feierte. Und wir, aliſche keinesfalls vergeſſen, daß auch einmal in der Kürze uſite, 5 Würze liegen kann. Dr. Theater und Muſik 1 1 47 3. Konzert des Pfalzorcheſiers in Frankenthal.„Tänze des Märſche aus alter und neuer Zeit“, lautete das Theng, des dritten Konzertes des Pfalzorcheſters. Bei der reichen Jn Prol. Stoffes, war es begrüßenswert, daß Herr Generalmuſikdirektoer 3 Ernſt Boehe, Gemeinplätze mied und vornehmlich Klaſſ ane⸗ Worte kommen ließ, vor allem auf dem Gebiete des wele Rameau, Gluck und Grétry hatten hier das erſte Wort von wurde⸗ Glucks„Muſſette“ außerordentlich feinnervig“ entworfen olgten. Franz Liſzt, Chabrier, Richard Strauß und Tſchaikowſky inzelle Von letzterem hörten wir die bekannte Nußknacker⸗Suite. löter Sätzchen, wie„Arabiſcher Tanz“,„Ehineſiſcher Tanz,„Mohr gnel tanz“ und der beſchließende Walzer ſind zum Teil höchſt orhz und geiſtvoll. Hier ſtand auch die Leiſtung des Orcheſtere amingel, ſten. Es ſpielte techniſch gewandt, ſehr ſauber und mit bezm, ein dem Ausdruck. Ein Reitermarſch aus dem 30jährigen Kriege ben Marſch aus dem 18. Jahrhundert und der alte Berner Mned dem umfangreichen Programm eine willtommene eingeleitet, und nach einer Stunde verlaſſen die„Patiente, ſon⸗ e vel“ Das Spiel der Oboe eine es bedarf keiner Hervorhebung, daß der bewährte Spieler die den )JJJ.... FP v d * — . Bodi M den 10. Dezember 1924 neue Mannheimer Feitung(mittag · Nus gade) 8. Seile. Ar.—— 1 N 12 5 dle eur en e auch man bedenke, daß R C Majoritöt, weshab dort der Gemeinderat die Entſcheidung zu tref⸗ enen Erkältungen hervorgerufenen erufsſtörungen weg⸗ h ken hat. Wen Gfſcheſe. 185 4 J0% er e iſ den be W a ronik Haßloch. Deutſche Volkspartei 6, S P. D. 4, Kommunſ⸗ len ſe. wie e Chlor einmal iſt, in den Händen von ewah krat„ Kat artei 3. becden Feblicher Unfug getrieben und großer Schaden angeſtiftet Ergebniſſe 51 55 in der Piez ſen ee e ee 14, Mehrheitsſozialiſten un. In der Hand des erfahrenen Arztes wird ſich da⸗ Am Sonntag haben gleichzeitia mit den Reichstagswahlen in 3 Kommuniſten 2. Limburger Hof 1 Sitz. n 8 dieſes moderne Mittel bewähren. *. don uben deseiſenbahnent Amtlich wird uns mitgeteilt: Freiherr Nugted d. u e in Menzingen hat ſein Amt als lel, d. des Landeseiſenbahniats Karlsruhe niedergelegt An ſeine Rer teitt für den Reſt des Wahlzeitraums der bisherige Stelloer⸗ dauſen Ar Lampert Schill, Landwirt und Gemeinderat in Merz⸗ der dad(Amt Freiburg). Als ſtellvertretendes Mitglied wurde von in Seißcandwertſchaftstammer Herr Dr. Freiherr v. Stotzingen ingen Amt Stockach) gewählt. ** ſertum weltergewähcung der Elternrenle. Das Reichsarbeitsmini⸗ fehng. im Einvernehmen mit dem Reichsminiſter der Finanzen cberſchr daß die Einſtellung der Zahlung der Elternrente wegen Einko reitung der Einkommensgrenze dann unterbleibt, wenn die ſoritten ensgrenze nachweislich um nicht mehr als 10 v. H. über⸗ die abe, wird Elternrenten, deren Zahlung bereits eingeſtellt iſt. ., Badt nach vorſtehendem wieder gewährt werden können, ſind 0 iſchet Kriegerzeitung“ wieder zahlbar zu machen. Weihnachtsgabe füt die Altveteranen. Das Pröſidium des Zundſ n Kriegerverbandes dat ſich in dieſen Tagen mit einem kuthhreiden an die Städte und größeren Gemeinden unkeres wird 5 imatlandes gewandt, worin die Bitte ausgeſprochen zum 1 e Kommunalverwaltungen möchten am Weihnachtsfeſte oder kebenten anuar 1925 der Altveteranen von 1886 und der von 1870ʃ71 ſiwe n und dieſe durch eine kleine Gabe erfreuen. Aber auch der ſeſt n dieſer Altveteranen ſollte nach Möglich'eit am Weihnachts⸗ 0 58 werden da auch ſie meiſt im hohen Alter ſtehend, viel⸗ itsunfähig ſind und ſich in ſchwerer Notlage befinden. dusch Dutzendfahrſcheinhefte auf der Eſenbahn? Der Deutſche der Duß für Vorortverkehrsfragen hat bei der Hauptverwaltung labrſch utſchen Reichsbahngeſellſchaft die Einführung von Dutzend⸗ dam' belbeften für 12 Doppelfahrten beantragt und dieſen Wunſch Veiſendenründet, daß Wochen⸗ und Monatskarten nur von ſolchen äbeden ausgenutzt werden könnten, die in der Haupt⸗ und Ge⸗ Aieſedentrale tätig ſeten; für die Mücglieder des Hausſtandes un beſ ſeien die Zeitkarten unrentabel infolge ihrer hohen Koſten ſehr chachränkten Gültigkeitsdauer. Durch die Ausgabe von Dutzend⸗ leßr dfler n. würde ferner ein Anreiz geſchaffen. den Vorortsver⸗ ang— in Anſpruch zu nehmen, ſo daß die Fahryreisermäß:. daußtderch ſtarke Frequenz wieder ausgeglichen würde.— Die Irüfurerwaltung der Deutichen Reichsbahn⸗Geſellſchaft hat baldige ng der Frage zuge ſichert. Nrunt Abbau der Krankenko ſenbelträge. In den Orgagen der er enk ſſen verfügen die Arbeiter über zwei Drittel die Arbeit⸗ zu de über ein Drittel der Stimmen. Die Wahl der Verſicherten ung n Kaſſenorganen erfolgt ausſchließlich nach cewerkſcheftti“ Arbelterteipolitülchen Geſichtspunkten. Die Folge iſt leider, daß ſich ltenter und Arbeiigeber in den Oraanen der Krankenkeſſen nicht aut W roff gegenüberſtehen. Dies gilt vor allem auch in Hinſicht ſehend. Leiſturgen der Kaſſen. Die Verſicherven drän⸗en auf weit⸗ die Leiſt Ausbau, während die Arbeiteeber häufig alauben, daß Vnelfkungen das richtide Maß überſckreiſen nawentlich bei Wür Früher der derzeit'gen ſchlimmen Lage der deutſchen Wirtſchaft uung r konnten die Arbeitgeber in den Kaſſenoraanen die Einfüh'⸗ boa don Mehrleiſtungen verhindern, wern die Beiträse über 4¼ Siog Hundert des Grundlohns hinaus erhöht wurden: Nach den durg demwälzung iſt dieſer Sctz auf 7¼ v. H. erhöht wor en. mo⸗ endleles Recht der Arbeitaeber tatlächlich in den meiſten Fällen das icallet wird Pie Arbeitoeberſchaſt fordert deshalb alloemein Wetra erbei den Geſamtintereſſen der Wirtſchaft wieder Rechnung un werde durch Herabſetzung des Satzes von 7½ v. H. des diohns ö * ſuud üder Kampf um die Poltzeiſtunde. Ewiger Streil berrſcht den ird auch weiker herrſchen zwiſchen Poligei, Wirt und Gäſten kericht Innehaltung der Polizeiſtunde. Das Berliner Kammer⸗ Streit hat ſich in letzter Zeit wieder mit mehreren derartigen bat lakeiten zu befaſſen o⸗babt. U. a. führt die Frage der„Pri⸗ es Steſte⸗ auch oft zu Meinungsverſchiedenheiten. Paragr. 385 zeiſt rafgeſetzbuches beſtraft den Wirt, der über die gebotene Po⸗ Nochtunde hinaus noch Gäfte in ſeinen Wirtſchaftsräumen duldet. „Haſte⸗ ner Entſcheidung des Kammergerichts ſind aber unter alſo im Sinner dieſer Strafbeſtimmung nur„Schankgäſte“ Wagahlur ſolche zu verſtehen, die Speiſen und Getränke. gegen aug Rung erbalten, nicht aber auch ſolche, die von einem Wirte Sinne em beſonderen Intereſſe freigehalten werden. In gleichem damm at auch das Oberverwaltungsgericht entſchieden. Das dürfenergericht fügte ſeiner Entſcheldung noch binzu:„Dagegen noch wirkliche„Privatgäſte“ des Wirtes nach der Polizeiſtunde Entſaim Lokale verweilen“ Auch das Reichsgericht hat in einer nit Heidung ausgeſprochen, daß zwar geyrüft werden miiſſe, ob gebo freien Bewirtung etwa eine Umgehung des Polizeiſtunden⸗ durch beztveckt werde. Liegt dieſe Vermutung nicht vor— was Diſ Lerichtliche Vernehmung der Feugen feſtgeſtellt werden kann ſunde beſtehe kein Bedenken, daß Pridatgäſte über die Polizei⸗ lich b binaus in den Wirtſchaftsräumen geduldet und unentgelt⸗ ewirtet würden. Soli nik madwer Konzernneiſter Joſeph Sauer, der mit eleganter Tech⸗ Verthe ſcherem Stitempfinden Faydns.dur-, Mozarts.bur. und Ouns Gedur⸗Menuett meiſterte. nn. Gotf krauffühenng in Baſel. Die tragiſche Komödie Mann Ates es von Pauf J1g verdankt ihren Tutel dem Schluß eines Miaten der ⸗ em über die Untreue ſeiner Frau zuſammen⸗ Ioſtend en n mit dem ermunternden Ruf: Mann Gottes! Nenſch auf die Schultern Hopft. Das Drama könnte ebenſogut ache N5 heißen. mit welchem Ausruf man in unſerer Gegend auf Fla dechläge auf die Schulter begleitet Der Deutſchſchweizer Rah 8. hat ſich als Romanſchriftſteller eineh den eidgenöſſiſchen Epikeren überragenden Namen geſichert. Will der Dramatiker den m dompromittieren? Oder wed er als eidgenöſſiſcher Suder⸗ ſt ſein angſt eingegangene Geiſter heraufbeſchwören? Jedenfalls rama eine Anfängerarbeit, deren künſtleriſcher Wert keine offnungen auf ſpätere dramatiſche Rehabilitierung erweckt. In iſt dem Werk ein Zitat aus dem Talmund vorangeſtellt: delein 10 Brunnen, aus dem du getrunken haſt, ſollſt du keinen eit zeverfen!“ Zur Sache: Mara iſt der Jagd nach ihrer Schön⸗ Rreund rdrüßſig und hat einen Maler geheiratet, um in ihm den üitt)“ und Führer zu finden. zu dem ſie emporblicken kann(Mar⸗ wot als Fe berliert in dem Rauſch ihrer Schönheit ſich ſelbſt und heeft ſi ünſtler ſein Format auf. Mara. deren Traum enttäuſche, iral ch dem Leben in die Arme. d. h. im 1. Akt einem Ariſto. Ueterten J. Akt einem Sänger(der ſie mit einer Krankheit Möen!) Jund im letzten Akt einem Abenteurer.(So iſt das lzaunes Im erſten und zweiten Fall verkriecht ſich der Stolz des ſicmung) or ihr(aus ſexueller Pſychoſe mit literariſcher Willens. re. zu deiteer verzeiht. Dann häufen ſich die Banalitäten. Um 1 en ten, eilt er hinauf in die Berge. eine Hütte für ſie zu Mauſpiel fäbrend dieſer Vorbereitungen hat ſich Mara die Film⸗ Ne ekf werden will. einem Abenteurer(Tyup: Jack. ohne Fangt ironicchen Marasmus, mit einem Stich ine Gemülliche) G ren) ie wollen zuſammen in den Urwald auf Elefantenjagd .ebengt Der Mann kommt beim, überraſcht die Beiden. Seine keſtalten faft erſcheint erichüttert, er gipt ie frei Außer dieſen ſenen wi iſt noch ein Freund da. der als Konfereazier der Situa⸗ ine Hzakt. Gegen Schluß bleitz ein Kompromiß frei(Ila ſchont wiee Fofterl Das Leben läß! ſo ſteta ein Hintertürchen offen lelderſehennnag dämmert auf Werden ſich Mara und ihr Mam 110 g den!? Ter Ring iſt beinahe geſchloſſen. Unter der Spiel⸗ bobelt. Edſl Direktor Otto Henning wurde ausgezeichnet ge ⸗ zot ahe ditd Merten faßte die Mara noch zu unkombliziert auf, Szenen finnlicher Triebhaftigkeit eine ſtarke Leiſtung Der Autor wurde an die Rampe gerufen. der Pfalz die Gemeindewahlen ſtattgefunden, über die uns folgende Ergebniſſe vorliegen: Die Linksmehrheit in Ludwigshafen beſeitigt. In Ludwigshafen wurde erbittert gekämpft. Mit großer Spannung erwartete man das Ergebnis hing doch von ihm das Wohl und Wehe der Stadr ab. Beſonders für die Bürger⸗ lichen war die Waht eine Lebensfrage, nachdem bisher ziemlich unbeſchränkt die Sozialiſten dominiert hatten. Erleichtert atmete daher mancher gute Bürger auf, als er das Reſultat hörte:„Die Mehrheit der Linken iſt gebrochen.“ Allerdings iſt die geſamte bürgerliche Mehrheit nur ſchwach, doch iſt die Tatſache allein ſchon ein Erfolg! Das Züngtein an der Wage werden die 3 Demokraten ſein, doch iſt es nicht zweifelhaft. daß ſie im Ernſt⸗ falle, ſo wie die Dinge in Ludwigshafen liegen. zu den bürger⸗ lichen Parteien zu zählen ſind. Und andererſeits: Ob ſich die beiden Linksparteien— Sozialdemokraten und Kommuniſten, die teindlichen Brüder— finden werden, iſt bei ihren Grundſätzen kaum glaubhaft. Eine Ueberraſchung war der außerordentliche Wahlſieg einer zur Stadtratswahl neu aufgeſtellten Partei, der wirtſchaftlichen Vereinigung. Keine der anderen Par⸗ teien hatte wohl ernſtlich geglaubt, daß dieſer neuen Partei ein ſolch großer Anteil an Stimmen zufallen würde. Aber das End⸗ ergebnis belehrte ſie doch eines anderen! Die Bedeutung dieſer Erſcheinung liegt darin, daß ein großer Teil der Bürgerſchaft mit der Löſung kommunaler Fragen im letzten Stadtrat nicht einver⸗ ſtanden war. Und da nun das Programm der Wirtſchaftsver⸗ einigung, einer rein kommunalen Gründung Abhilfe in allen ſtrit⸗ tigen Punkten verſprach, wandte ſich die Gunſt raſch dieſem neuen Gebilde zu. Damit iſt natürlich auch den anderen Parteien der Weg vorgezeichnet, wollen ſie eine ernſte Politik treiben und er⸗ folgreich ſein. Neben dem Erfolg dieſer Partei iſt der Durchfall der Cbriſtl.⸗Nationalen, der Völkiſchen und Unabhängigen um ſo bervorſtechender, aber nicht verwunderlich, da ihr Programm den Ludwiashafener Verhältniſſen in keiner Weiſe entgegenkommt. Die Wagſchale halten ſich die Frattionen der Mitte. Demokraten und Deutſcke Volkspartei verlieren je einen Sitz. während die Kommuniſten 5 Sitze eroberten. Dieſe Vermehrung bei den Kom⸗ muniſten iſt aber eine rein relative, wenn man bedenkt, daß ſie, entſprechend der Wahl am 4. Mai, auf einen bedeutend größeren Erfolg xechneten. Als gewählt pelten 40 Stadträte. Davon ſind 14 Sozialdemo⸗ kraten, Zontrum 7, Wirtſchaftliche Bürgervereinigung 6. Kommu. niſten 5, Deutſche Volkspartei 4, Demokraten 3, bayeriſche Volkspärtei 1. Die Volksvartet hat ſich alſo ziemlich gut aus der Affäre gezogen. Zum Schluß möae noch eine namentliche Liſte der neuen Stadtväter verzeichnet ſein. Es ſind folgende: Deutſche Volkspartei: Dr. Otto Gumlich, Heinrich Schmitt, Eliſabeth Schad, Heinr. Ruppel. Bahr. Volkspartei: Ludwig Butſcher. Deutſch⸗Demokraten: Dr. Fr. Raſchig, Ludw. Bertram Georg Ohm. Zentrum: Hofmann Herm., Zana Franz. Heller Auguſt, Schäufele Theodor, Buſer Eliſe, Neßler Joſef, Diſſinger Paul. Wirtſchaftl. Vereinigung: Adolf Beaufort, Otto Reinbardt. Hermann Wiedemann, Philipp Eberle, Arnold Graff, Wilbelm Neff. Sozialdemokraten: Brund Körner, Karl Fiſcher, Val. Bauer. Auguſt Baum, Adolf Eberhard, Adam Schumann, Lina Rauſchert, Hermann Oberfrank. Jakob Sommer. Karl Sauer, — 7 Hammer, Franz Kirſchner, Joſef Günzel, Suſanne Jacobs⸗ hagen. Kommuniſten: Miller Peter, Frenzel Max, Hermann Roſa, Rihm Karl, Hoecker Val. . 8—5— 80 ANMeuſtadt d. d. Hdt., 9. Dez. die Stadkrratswahlen haben einiz? Ueberzaſchungen gebracht. Der Gewerbebünd iſt trotz der ſcharfen Anfeindungen, ie ihm von den politiſchen Par⸗ teien zutell wurde, von bisher zwei Mandaten auf ſochs geſtiegen. Dagegen iſt die Derlſche emokrat'ſche Partei von 7 auf 3 Mandate zurzückoegangen. Dis ſoztaldemokratiſche Partei zählt ſieben Sitze deſen bisher acht. Die Bayriſche Volksvartei hat von ihren fünf Sitzen einen an das Zentrum abgeben müſſen. Der zum erſten Mal aufgetretene Miet“rverein hat zwei Sitze ſich errungen. die Kom⸗ mümiſten ſind von drei auf zwii uzrückgegangen, während die Chriſtlich nationale Partei leer ausging. Die Deutſche Volks⸗ partei hat ihren bisherigen Stand von 5 Mandaten aufrecht er⸗ halten. Wir haben alſo jetzt neun Frakionen gegen lisher ſechs. Die Parteien machlen im Laufe des Wahltages noch alle möglichen Anſtren⸗ungen, eivorſeits durch Wahlwagen un“ Autos mit bun⸗ ten Bildern, anderteits durch Beſtreichen und Bekleben der Häuß'r, wobei die friiche an⸗-eſtrichenen Häuſer qanz beſonders bedacht wur⸗ den.— Die Bürgermeiſterwahlen in unſerer Nachbar⸗ ſchaft haten folgendes Ergebnis: Es wurden zum Bürgermeiſter 'iwählt: In Eimmeldingen Aan Köhler, in Lachen Joh Roth, in Haardt Karl Müller der deitte in Köpigs⸗ bach Heinrich Klamm, in Hambach Ludwig Poh, in Eßtha! Mathtas Baumann, in Frankeneck Jakob Buſchlinger, in Geinsheim und in Neidenfels erzielte kein Kandidat die fiunſt und wißhenſchaft Ju Ellen geys 75. Geburtskag.(11. Dez.) Die ſchwediſche Philantropin iſt die letzte Vertreterin der Romantik und die erſte der Jugendbewegung, beide überbrückend und verbindend. Wer ſie am Vortragstiſch in Deutſchland geſehen hat, wie die gütige, mi. de Sechzigerin inmitten eines Kranzes von Mädchen und jungen Männern mutige, nie gehörte Worte ſprach, deren jedes zündete, der bewahrt dieſes Stück werdender Geſchichte, eee Lebens in dauernder Erinnerung. 1849 wurde ſie auf Sundsholm in Smaland als Tochter des ſchwediſchen Politikers und Schriftſtellers Emil Key geboren. Mit fünf Jahren machte ſie ſich aus einem großen Fetzen⸗ bündel ein Wickelkind,„das durch ſeine Schwere den beglückenden Wirklichkeitseindruck mütterlicher Mühe hervorrief“, erzählt ſie felber und grübelte über die Erziehung ihrer zukünftigen Kinder nach. „Damals wie jetzt beſtand mein Erziehungsdeal darin, daß die Kinder fröhlich ſein und ſich nicht zu fürchten brauchen follten.“ Sie wirkte zuerſt als Lehrerin, hernach als Vorkeſerin im Stockholmer Arbeiterinſtitut. Wer ihren Sozialismus anders als im weiblichen Sinne umfaſſender Mütterlichkeit verſteht, verkennt ſie. Ihr Radi⸗ kalismus des Herzens hat mit Partei nichts zu tun. Als ſie anläß⸗ lich der Kopenhagener Frauenausſtellung in einem hernach in dem Buche„Mißbrauchte Frauenkraft“ gedruckten Vortrage dem Gleich⸗ heitsidol radikaler Frauenrechtlerinnen mutig entgegentrat und Be⸗ rückſichtigung der weiblichen Eigenart forderte, war der Aerger über die tapfere Frau 1111 Ihre Bücher„Das Jahrhundert des Kindes“ und„Liebe und Ehe“ aber eroberten die ſchwediſche und die deutſche Welt. Neben Eugen Dühring und Guſtav Wyneken hat ſie das Recht der Jugend, etwas Eigenes zu ſein, das Recht zu einem vollen, ſtarken, perſönlichen Kinderleben vertreten. Und wenn ſie heute weniger genannt wird. ſo nur darum, weil ſehr viele ihrer Erziehungsforderungen(Abhärtung, Abbau der Hausaufgaben wie der Prügel, Erz'ehung zur Selbſtverantwortung) heute beretts erfüllt oder in der Erfüllung begriffen ſind. Der Moralunterricht reilich mit ſeiner plumpen Abſichtlichkeit würde ſie verſtimmen. 'koſophiſch wurzelt ſie in ihrer Zei“: in Spencers Entwicklungs⸗ wahn, im Naturaltsmus, aber auch in Rauſſeaus Glauden an die Güte der Menſchennatur und in Spinozas Gloſchſetzung von Freude und Tugend. Selbſtbehauptung in der Seſbſthingobe heißt ihre höchſte ſittliche Forderung Keine Philofophie des Weibes und der Liebe kann dieſe Frou umgeben. Odie Dramen des verfloſſenen Jahrzehnks. Eeine Statiſtik ſber die dramatiſchen Neuerſcheinungen des verfloſſenen Jahrzehnts (von 1913 bis 1923) gibt Wilhelm Frels in der„Deutſchen Rund⸗ ſchau“. Danach ſind in dieſer Jeit 2439 Dramen gedruckt. 115 von i aul n Aude ere gab dem Maler unendliche Milde und Güte des * Friedrich W. Herzog. Bad Dürkheim. Bürgerpartei 7, Winzer 5, Sozialdemokraten 4, Zentrum 2, Wohnungsbau 2 Sitze. Edenkoben. Sozialdemokraten 7, Deutſche Vol kspartei 6. Demokraten 4, Zentrumspartei 3 Sitze. Volkspartel Pirmaſens. Sozialdemokraten 7, Deutſche 5 7. Kommuniſten 6, Demokraten 3...P. 2, Zentrum 2, Völk Block 3 Sitze Annweiler. Bürgerblock 10, Sozialdemokratiſche Partei 7, Ar⸗ beiterpartei 3 Sitze. L. Walldorf, 9. Dez Aus der Gemeinderatsſitzung iſt folgen⸗ des mitzuteilen: Die Holzhauerei im Gemeindewald wurde aus der Hand an die drei Holzaccordanten Förſter, Klary und Scherer ver⸗ geben und gleichzeitig die Holzhauerlöhne feſtgeſetzt. Die Accordan⸗ ten haben u. a. die Verpflichtung, die Auswahl der Arbeiter im Benehmen mit der Erwerbsloſenfürſorgeſtelle zu treffen. Geneh⸗ migt wurde die Erſetzung der großherzogl. Medaille an der Amts⸗ kette des Bürgermeiſters durch das Stadtwappen, ebenſo die An⸗ ſchaffung eines Talars für den Standesbeamten. Das Dach des Spritzenhauſes foll einer Reparatur unterzogen werden. Bezüalich des Wirtſchaftsgefuches der Käthe Heſſelbacher wurde die Bedürfnis⸗ rabe mit Stimmenmehrheit bejaht. Die im Jahr 1925 fälligen Nach ichung ſoll in Walldorf ſtattfinden. Anläßlich ſeines ſilbernen Geſchäftsjubitäums wurde der Gründer und Direktor der Süddeut⸗ ſchen Metallwerke G m. b.., Herr Richard Herbſt, wegen ſeiner Verdienſte um die Hebung der Induſtrie am hieſigen Platze zum Ehrenbünger der Stadt Walldorf ernannt. Aus dem Lande 100. Seburtstag des Slaſermeiſters Michael heller Ilvesheim. 9. Dez. Der 100. Geburtstaa des Glaſermeiſters Michgel Heller wurde von der ganzen Gemeinde feſtlich begangen. Bereits am Samstag nachmittaa um 4 Ubhr begannen die Ehrungen des Jubilars mit einem Ständchen der Ilpesheimer Muſikkapelle. Abends folaten die Geſanavereine„Germania“ und„Aurelia“ und Arbeiterſängerbund. die Herrn Heller. der ſeinen Ehrentaa im Bett verbringen mußte, mit Vorträgen erfreuten. Eine bundertköpfige Menge war am Wohnhaus verſammelt. Bürgermeiſter Klein⸗ hans feierte den Jubilar in einer berzlichen Anſprache, in der er betonte, daß Heller nie einen Feind gehabt habe. Mit dem Glück⸗ wunſch der Gemeinde Ilvesheim überreichte der Bürgermeiſter ein Geſchenk von 50 Mark und ein Glückwunſchſchreiben der badiſchen Staatsregierung, in dem mitaeteilt wurde. daß die Staatsregierung ein Geſchenk von 30 Mark überwieſen habe. Kaufmann Georg Heller aus Weißenfels a.., der älteſte Enkel des Jubilars. dankte im Namen der verſammelten Familienmitalieder für die ſeinem Großvpater erwieſenen Ehrungen und erſuchte den Bürger⸗ meiſter, auch der Reaierung den Dank zu übermitteln. Am Montaa vormittag war ein ſtändiges Kommen und Gehen der Gratulanten. Nachmittaas um 3 Uhr erfreuten die Schulkinder. die aus eigenem Antrieb ſich einfanden, den Jubilar mit Geſängen. In zwei Autos trafen aus Mannheim Vertreter des Handwerks ein. Die Herren Syndikus Schmidt und Ludwia Kalmbacher ara⸗ tulierten namens der Handwerkskammer und überreichten ein Geldaeſchenk von 100 Mark. Die Glaſerinnunga Mannbeim hatte die Herren Lamerdin. Ziſche. Heneer und Schmitz delegiert. die Herrn Heller die Urkunde ſeiner Ernennung zum Ehrenmitalied der Innuna und ein Geldageſchenk von 20 Mark überreichten. Herr Heller hat ſeinen 100. Geburtstaa. der ihm ſo ungewöhn⸗ liche Ehrungen brachte, gut überſtanden. Er war ſeit 1855 verbeiratet zund iſt ſeit 1892 Witwer. Nach dem Tode der Frau wurde er in die häusliche Gemeinſchaft ſeines Schwiegerſohnes Jobann Ockert auf⸗ genommen, der 1922 geſtorben iſt. Frau Ockert iſt ihrein Mann am 11. Juni ds. Is. im Tode nachgefolat. Schon vor dem Hinſchei⸗ den des Schwiegerſohnes und der Tochter hat ſich des Jubilars eine Enkelin mit aanz beſonderer Fürſorge angenommen. Das wird auch weiterhin geſchehen. Von den Kindern Hellers leben noch der 67 Jabre alte frübere Landwirt Geora Heller in Feudenheim und die 72 Jahre alte Tochter Katbarina, Gattin des Schneidermeiſters und Fewernehrkommandanten Biſchoff in Avesheim. Außerdem ſind 12 Enkel und 18 Urenkel vorhanden. — 1* *Vöhrenbach(Schwarzwald), 10, Dez. Der Gendarm Eich⸗ horn bekannt als ein tüchtiger und gewiſſenhafter Boamte, und ſeine Frou wurden geſtern mittag tot auf dem Boden liegend aufe funden. Echhorn hatte ſich und ſeine Frau r Neſen den Leichen ſpielte das zwajährige Kind des Ehepaares, Dioſe hatten am Abend vorher noch ein Konzert beſucht. Die nähe⸗ ren Umſtände ſind noch nicht aufgeklärt. 30 Jahre wohloetan haben Fays echie Sodener Mineral⸗Paſtillen bei allen Erkrankungen der Atmungsorgane(Huſten. Heiſerkeit u. dergl.) Ueberall erhältlich ſiebenmal. 23 Dramen haben Luther zum Haupthelden, zehn Fried⸗ rich den Großen, ſieben Bismarck, ebenſoviel Caſanova, fünf Goethe. Unter den Autoren ſteht in bezug auf die Zahl der Uraufführungen Georg Kaiſer an der 1 0 Er hat nicht weniger als 21 Uraufführungen erlebt. Dann folgen Herbert Eulenburg mit 18, Carl Sternheim mit 13, Karl Hauptmann mit 12, Fried⸗ rich Sebrecht mit 10, Gerhart Hauptmann, Hermann Sudermann, Hans Müller und Ludwig Thoma mit je 7. 43 Werke erlebten die 100. Aufführung. Literatur e Helene Chriſtaller:„Das Reichdes Markus Neander“. Verlag von Friedrich Reinhardt, Baſel.— Mit allem Reiz und der Unmut einer Frauenſeele zeichnet Helene Chriſtaller einen fungen Menſchen. Voll Interene verſolgt der Leſer deſſen Lebenslauf vom Mintonszögling an bis zum gereiften Mann. Markus Neander iſt der Sohn eines deutſchen Minionars und einer Inderin. Er gerät in Kynflikte und Situationen, die ihm das Leben zur Pein machen. Se bemerkenswert die Wege des Markus ſind, ſo liebevoll und plaſtiſch iſt ſein Lebensbild herausgearbeitet und ſo wunderbar nach all dem Kampf ſein Sieg. Helene Chriſtallers Ruf als feinſinnige und be⸗ gabte Schriſtſtellerin erfährt durch dieſen inhaltsreichen und gedanken⸗ tiefen Roman eine neue Beſtätigung. „Pälzer Kriſcher“, Ernſtes und Heiteres aus de Palz von Hanns Glückſtein. Verlag: J. Bensheimer, Mannheim.— Unſer einheimiſcher Mundartdichter Glückſtein hat wieder einen Band köſt⸗ licher Pälzer Gedichte erſcheinen laſſen. Sein Muſenroß trug ihn durch bie ſchöne Palz, die er in begeiſterten Worten preiſt. Aus dem„Pälzer Kriſcher“ klinats und ſingts und lacht und ſcherzt und aus dem Rebenſaft ſteigen die guten Weingeiſter in tollem Ueber⸗ mut. Aus allen Gedichten ſprühen Geiſtesblitze und Witze. Alle Re⸗ giſter von Glückſteins goldigem Humor ſcheinen gezogen zu ſein. Deshalb dürfte dieſer Gedichtband voll Heimatliebe und feiner Stim⸗ mungsmalerei überall in Pälzer Landen ein gern geſehener Haus⸗ freund werden. „Reife Leſe“, Gedichte von Kurt Sonnemann, Verlag: Gen⸗ genbach& Hahn,.⸗G., Mannheim. Nicht eine Aehren leſe will dieſes bübſch ausgeſtattete Bündchen ſein, vielmehr eine Ans⸗ leſe aus einer reichen, über Jahrzehnte ſich erſtreckenden poetlſchen Ernte, deren Weite und Tiefe man an der, trotz aller mit wohltuender Sicherheit belbebaltenen einheitlichen Grundſtimmung, wechſelvollen Bildkraft dieſer Ausſchnitte erkennen kann. Dem bekannten ſeinen Geſchmack des Dichters iſt es gewiß nicht leicht befallen, die geeignete Wahl zu treffen, beſonders da er ſa bereits die Genngtuung hatte, einen noch viel größeren Teil ſeiner Schöpfungen in Tageszeitungen verüffentlicht zu ſehen a nötzt nichta, ihn Wadeerſcheſnungen gegenüberzuſtellen, um den Wert ſeiner Gedichte zu charakteriſieren; man muß ſie in ihrem Reichtum an Seele und echter dichteriſcher Empfindung vhne eine zwangsläufige li ſche Einſtellung auf ſich dieſen behandlen bibliſche Sboße de Perſon Jeſu ſteht in 18 Dramen als Hauptperſon. König David iſt fünfzehnmal behandelt, wirken laſſen; dabei wird einem imm icher werden, daß hier Judas ein tief muſikaliſches Gemüt ſich zum Zichte der Geſtaltung darch —.— —— 6. Seite. Nr. 574 nNeue Mannheimer Feitung[Mittag⸗Rusgabe) Mittwoch, den 10. Dezember 12— Freiburg, 10. Dez. Hier feierten die Eheleute Mathias Burg, graf in ſeltener geiſtiger und körperlicher Friſche das Feſt der gol⸗ denen Hochzeit. Immendingen, 10. Dez. Durch die Donauverſickerung iſt ein großes Fiſchſterben eingetreten. Ein einziger Fiſcher zog zwi⸗ fertümpein. Der ganze Fiſchbeſtand ſcheint dem Untergang geweiht, wenn nicht bald wieder genügend Waſſer das Flußbett füllt. SGäckingen, 11. Dez. Die Gendarmerie verhaftete in Murg einen jungen Mann unter dem Verdachte, daß Großfeuer in der Sägerei Kähny in Säckingen angelegt zu haben. Der Verhaf⸗ tete hat nach kurzem Leugnen ein volles Geſtändnis abgelegt. Er — auch wegen eines großen Uhrendiebſtahls ſich zu verantworten ſaben. Ueberlingen, 10. Dez. Unter ſehr ſtarker Beteiligung weiter Bepölkerungskreiſe wurde am Sonntag die Weihe des renovier⸗ ien Münſters vorgenommen. Aus Anlaß dieſes bedeutſamen Fe ſtes wurde ein hiſtoriſch intereſſanter Feſtzug veranſtaltet, der ſich durch die reich mit Flaggen und Tannengrün geſchmückten Straßen der Stadt zu dem neu hergerichteten Münſterbau bewegte. Der Feſt⸗ zug war beſonders durch eine Reihe althiſtoriſcher Gruppen ſehens⸗ wert. Bei der Münſterfeier hielt Domkapitular Weiß aus Freiburg die Feſtrede. Nach der kirchlichen Feier, an der auch der Erz⸗ biſchof teilpahm, fhürten die Schwertlitänzer auf dem Münſter platz den hiſtoriſchen Schwertlitanz auf. Aus der pfalz : Dudwigshafen a Rh., 9. Dez. Die Bank für Hausbeſitz, Handel und Gewerbe hat ihre Vorſtände Ries und Wirth wegen der Verdienſte in der Aufwertungsfrage zu Direktoren des Inſtituts⸗ ernannt. Die Ludwigshafener Bankenvereinigung hatte in Bezie⸗ hung auf die Meinungsverſchiedenheiten, die ſich in dieſer Frage ergaben, dem Inſtitut nahe gelegt, aus der Vereinigung auszutre⸗ ten. Die Bank für Hausbeſitz, Handel und Gewerbe iſt dieſer Auf⸗ gefolgt, wird aber die Aufwertung nach Maßgabe anfal⸗ lender Mittel weiter durchführen. : Speyer, 9. Dez. Wie das bayeriſche Staatsminiſterium des Aeußeren bekannt gibt, wurde dem großbritanniſchen Konſul mit dem Amtsſitz in Mainz, John Hall Magowan, auch das Exequa⸗ tur für die Pfalz im Einverſtändnis der bayeriſchen Regierung mit der Reichsregierung übertragen. Der Amtsbereich des Konſuls er⸗ ſtreckt ſich auf die ganze Pfalz. :: Dürkheim, 9. Dez. Für den Bau einer Automobil⸗ halle, die zur Errichtung einer Poſtautolinie Bad Dürkheim— Ungſtein dienen ſoll, ſetzte der Stadtrat eine Summe von 21 000 Mk. aus. Ebenfo genehmigte er für den Bau von Wohnbaracken 8000 Mark. :: Bellheim, 9. Dez. Ein Poſtkurioſum wird von hier berichtet. Darnach ſchickde eine damals noch ledige Frau im Jahre 1906 eine Poſtkarte von Speyer aus nach Bellheim mit der Bitte, mon möge ſie am Donnerstag abend am Bahnhof abholen. Dieſe Karte erreichte nun vor einigen Tagen ihren Beſtimmungsort. Sie hat alſo genau 18 Jahre die Welt bereiſt, immerhin für ihre Gat⸗ tung ein patriacharliches Alter! Wo die Karte wohl Kriegs⸗ und Nachkriegszeit verbracht hat? : Weidenthal, 9. Dez. Auch in Weidenthal hat man der Gefallenen der Gemeinde ehrenvoll gedacht, indem in der dortigen ev. Kirche eine Gedenktafel für die ev. Kriegsteilnehmer ange⸗ bracht wurde. Nach einem feierlichen Feſtakt, bei dem die Namen der gefallenen, vermißben und an Krankheit geſtorbenen Krieger verleſen wurden, fand die Enthüllung ſtatt. Die Muſik ſpielte da⸗ bei das Lied vom guten Kameraden. :: Kröppen 9. Dez. Als Dieb entpuppte ſich bei ſeiner ge⸗ ſtrigen Verhaftung der Sohn des Altbürgermeiſters Joſef Schwarz von hier. Durch Hühnerdiebſtähle hatte der Verhaftete den Ort un⸗ ſicher gemacht. Das Federvieh das zum Teil wieder gefunden wer⸗ 155 9 5 ſetzte das ſaubere Früchtchen auf dem Markt in Pirma⸗ ns ab. trockene Gerichtszeitung M. Tagesordnung für die 4. Situngsperiode des Schwur⸗ gerichts im Jahre 1924. Donnerstag, 11. Dez., vorm. 9 Uhr: Wür z. Anna, ledig, Fabritorbeiterin aus Seckenheim, Seitz, Joh. Georg, ledig, Landwirt aus Seckenheim, wegen Meineids. Vor⸗ mittags 10%½ Uhr: Walz, Katharina, ledig, Dienſtmädchen aus Grünsfeld, wegen Meineids. Nachm. 3 Uhr: Kenzler, Joh Georg. Schloſſer aus Mannheim, wegen Vergehens gegen§ 110 St..B. und§ 20 des Preßgeſetzes, 8 8 3. 1 und 2 des Repu⸗ blikſchutzgeſetzes, 8 185, 186, 196, 200.St.B.— Freitag, 12. Dez., nachm. 3½ Uhr: Freyler, Marie Philippine, Kellnerin dus Mannheim, wegen Meineids. Nachm. 4 Uhr: Setzinger, Anton, Schloſſer aus Lauda, wegen Meineids.— Samstag, 13. Dez., vorm. 9 Uhr: Schall, Peter, Arbeiter aus Waldhof, wegen Meineids. Vorm. 10 Uhr: Herrmann, Oswald 111 Arbeiter aus Buckow, Verbrechen gegen das Spreng⸗ offgeſetz. D5 Der unauffindbare Vaker. Durch Scheinabmeldung hatte ſich der Steinſetzermeiſter Adolf Straßburg ſeiner geſetzmäßigen Ver⸗ pflichtungen zur Verſorgung eines unehelichen Kindes auf lange Zeit entzogen. Dadurch hatte er ſich des verſuchten Betrugs ſchuldig gemacht, ſeine Ehefrau Anna der Beihilfe. Nachdem Straßburg zur daß beſchwingte Wort emporringt. Jedoch keine bloßen Sttmmungen gibt Sonnemann, vielmehr weiß er ſtets ſeine von plaſtiſcher An⸗ ſchanlichkeit erfüllten feinfarbigen Bilder zu vertiefen und ihnen ſo die rechte Sinnerfüllung zu geben. Dabei iſt er weit entfernt von jeder Refllexionslyrik. Das beſteBeiſpiel hierfür iſt das geradezu packende Gedicht„Sylveſter“, in dem mit einfachſten Mitteln Stim⸗ mung und geiſtige Durchdringung zu einer ſtarken Wirkung nereinſat morden. Daß ſouſt ie äußere Anſpruchsloſigkeit zum Eharakter dieſer Dichtungen gehört, braucht nicht beſonders hervor⸗ ehoben zu werden. Sie zeugen von einem ſo reichen, bei aller Flucht aus den Mühen des Alltags doch ſo frohgemuten Innenleben, daß man dem Dichter beſonders auch dahin gerne folgt. wo er ſi dem Kinderland überantwortet und leiſe die Wehmut nach dieſem perlorenen Paradies auſſteigt.—us. g98 Schweizer Werbebriefe. Originalreproduktionen aus einem Wettbewerb der Schweizer Monatsſchrift„Der Organiſator“ nebſt einer Einleitung über den Entwurf von Werbebriefen. Muth'ſche Berlggsbuchhandlung, Stuttgart.— Die Zeiten, in denen dem deut⸗ ſchen Kaufmann die Ware ans der Hand genommen wurde, ſind vorüber. Er muß für den Abſatz ſeiner Ware wieder werben. Warum alſo nicht zu erfolgreichen Methoden greifen, wie ſie das ſetzt erſcheinende Buch„98 Schweizer Werbebriefe“ bietet? Wer neue und zweckſichere Vertriebswege einſchlagen will, greife zu dieſem Buche ausgewählter Originalwerbebriefe. Er findet in ihnen Muſter modernen kaufmänniſchen Brieſſtils und ein Vorlagenwerk für erfolgreicher Propaganda. * Das Dezemberheft von Velhagen& Klaſings Monatsheften er⸗ hält ſeinen weihnachtlicheen Chaxakter durch die künſtleriſche Dar⸗ ſtellung von Meiſter Richard Teſchners Geſamtwerk mit ſeinen Spuk⸗ ſzenen und Hexenbildern, ſeinen Nachtſtücken und ſeinem Figuren⸗ theater. Die Illuſtrierung des von Prof. Arthur Roeßler verfaßten Auffatzes iſt mit vielfarbigen, ſorgfältig ausgeführten Wiedergaben von Gemälden und Studien des Künſtlers geſchehen. Der Dichter Hanns Johſt iſt zum erſtenmal hier vertreten und zwar mit einer Weihnachtsdichtung, die neue Töne anſchlägt. Auch ein Aufſatz von Karl Hobrecker„Grüße aus ſtiller Zeit“ mit reizenden Albumbkättern in der Urgroßväter Geſchmack, bringt eine feſtliche Note. Mehr farbig lluſtriert ſind ferner F. Frekſas Abhandlung über das bay⸗ riſche Armeemuſeum in München und des Herausgebers Paul Oskar Höcker Bericht über die Berliner Revuen. Neben Max Dreyers Ro⸗ man„Das Gymnaſſum von St. Jürgen“ erſcheinen mehrere in ſich abgeſchloſſene Novellen:„Der Freier“ von Friede H. Kraze und„Die Kaßze“ von Hermann v. Boetticher. Prof. Dr, Aufhauſer von der Münchener Univerſität, gibt intereſſantes Material über die„Uni⸗ verſitäten des Oſteus“ aus perſönlichen Eindrücken und Erfahrungen von einer kürzlich abgeſchloſſenen Studienfahrt, die ihn bis nach Oſt⸗ ſien führte. Eine feine Studie hat L. Bäte über Erneſtine Voß, hie Gattin des berühmten Homer⸗Ueberſetzers, beigeſteuert. Gedichte, Buchbeſprechungen und Kunſtbeilagen in Mehrfarben⸗ und Tondruck vervollſtündigen das reiche Heft. 105 ſchen und Immendingen 8 Zentner Fiſche aus den Waf⸗ 35. Minute Büchler die fall überging. ch ermüdete. Fehjaß verpflichtet worden war, war der Vormund des Kindes im Frühjahr 1923 mit Aufwertungsanſprüchen an ihn herangetreien. Straßburg ſuchte ſich der Zuſtellung der Aufwertungsklage dadurch zu entziehen, daß er ſich aus ſeiner Wohnung abmelden ließ und über ein Jahr unangemeldet war, obwohl er nach wie vor in der ehelichen Wohnung wohnte. Als ihn hier ein ſtädtiſcher Ermittlungs⸗ beamter zufällig eines Tages antraf, gab Straßburg die zyniſche Antwort:„Sie können ſich auf den Kopf ſtellen, von mir kriegen Sie doch nichts. Das Schöffengericht Wedding erblickte in dem Verhalten des Angeklagten einen Betrugsverſuch. Durch ſeine Schein⸗ abmeldung habe er den Vormund mürbe machen wollen, die Ver⸗ folgung der Anſprüche ſeines Mündels aufzugeben oder zeitweiſe einzuſtellen. Schon eine bloße Verzögerung der Rechtsverfolgung 7 5 eine wirtſchaftliche Schädigung des Mündels bedeutet und dem lngeklagten einen Vorteil infolge der damaligen Geldentwertung eingebracht. Das Gericht erblickte in dem Verfahren des Angeklagten ein unlauteres Mittel der Täuſchung. In Uebereinſtimmung mit dem Schöffengerichts kam auch die Berufungsinſtanz des Landgerichts Berlin 3 zu demſelben Ergebnis und beſtätigte die gegen Straßburg wegen verſuchten Betruges erkannte Geldſtrafe von 500 Gold⸗ mark, gegen Frau Straßburg wegen Beihilfe zu 50 Goldmack. ):( Ein unliebſames nächtliches Abenteuer erlebte ein Rheinlän⸗ der. der in Berlin eine Bierreiſe unternommen hatte. Nachdem er zahlreiche Lokale durchwandert hatte, machte er in einem Reſtaurant in Charlottenburg die Bekanntſchaft eines Mannes, der ſich ihm beim Weggehen an die Ferſen heftete. Was dann paſſierte wußte der Rheinländer nicht mehr. Er iſt dann mitten in der Nacht in einem dunklen Hausflur hinter verſchlofſenen Türen aufgewacht. Es zeigte ſich, daß er eine klaffende Wunde am Hinterkopf hatte und ſeiner Brieftaſche mit mindeſtens 700 Mark Inhalt beraubt war. Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Begleiter entdeckte er in dem Lokal, wo er dieſe verdächtige Bekanntſchaft gemacht hatte, glücklicherweiſe ſeinen Bigleiter. Es war das der vielfach vorbe⸗ ſtrafte Kaufmann Klick, der aus einer angeſehenen Familie ſtammt, aber von dieſer wegen ſeiner Unverbeſſerlichkeit verſtoßen worden iſt. Klick wurde auch nachgewieſen, daß er kurz vorher ei⸗ nen Einbruchdiebſtahl verübt hatte. Für ſeine Straftaten hatte er 4 Jahre Gefängnis erhalten. Seine Verufung gegen das Urteil hatte keinen Erfolg. Die Strafkammer des Landgericht Ber⸗ lin 3 beſtätigte vielmehr das Urteil. Sportliche Runoſchau Jußbau Verein f. Turn- u. Raſenſport Feudenheim— Verein f. Leibes⸗ übungen Neckarau:2(:1) Ecken:8 Vor ungefähr 1200 Zuſchauern lieferten ſich obige Mannſchaften am Sonntag einen hartnäckigen Kampf, der zum Schluſſe in ſchlimme Unfairnis ausartete. Dem Schiedsrichter, Herrn Maier (Stuttgart) ſtellte ſich Feudenheim mit: Müller Ueberrhein Giebfried Edelmann Samstag Voit Bühler Wüchler Bingener Lipponer Benzinger Neckarau batte folgende Elf zur Stelle: 0 Kaiſer Arnold II Zeilfelder Arnold 1 Niſchwitz Reinemuth Gaſt Frey Broſe Dern Brucker Neckaraus Anſpiel wird gut vorgetragen, doch verliert ſich bald der Ball im Aus. Feudenheim zeigt nun einen forſchen Angriff und dominiert mehr und mehr. Feudenheims erſte Ecke macht Broſe unſchädlich. Bald iſt) wieder eine gefährliche Situation vor Bruckers Heiligtum geſchaffen, in der Bedrängnis wehrt dieſer zur 2. Ecke für die Platzherren. Dieſe wird gut getreten, doch Broſe rettet wiederüm. Bald ſollte auch Neckarau zur Geltung kommen und erzielt durch Zeilfelder in der 4. Minute das 1. Tor. 3 110 für Neckaran. Vom Anſpiel weg beingt Feudenheim gefahrdrohende Momente vorm Neckarauer Tor, doch gelingt es nicht, die gegebenen Chancen auszunützen. Weiterx ſieht man gleichwertiges Feldſpiel bis in der Partie remis 1˙1 ſtellt. Brucker hatte nicht aufgepaßt, ſonſt hätte er unbedingt den Ball halten müſſen. Ein Durchbruch Neckaraus hält Feudenheims Torwart glänzend im Hinwerfen, der Ball geht jedoch verloren, doch in höchſter Not rettet der rechte Verteidiger. Ein Vorſtoß Bühlers endet im Aus. Sodann ſchien ein Strafſtoß Neckarau verhängnisvoll zu werden, wuchtia getreten prallte er an der Latte Latte ab. Pauſenpfiff. Nach Wiederanſpiel ſtreben beide Parteien energiſch dem Siege zu. Uinzählig ſind die Straſſtöße, die für beide Gegner verhängt werden; bei Neckarau jedoch tritt bei einigen Spielern ſcharfe Unfairnis auf. Verwarnung folgt auf Verwar⸗ nung folgt auf Verwarnung und es iſt ſchließlich dem heiteren Gemüt des Schiedsrichters zu danken. daß er manchen groben Aus⸗ Benzinger, der infolge Verletzung vor der Pauſe ausſchied, erſcheint wieder, wechſelt ſeinen Platz mit Lipponer, kann jedoch faſt nur noch als Statiſt mitwirken. Neckarau beherrſcht nun wieder die Lage, man kommt mit einem Durchbruche vor Feuden⸗ heims Tor, doch freiſtehend ſchießt Zeilfelder knapp daneben. Eine Anzahl Eckbälle iſt das Ergebnis harten Drängens, doch Feuben⸗ heims Verteidigungstrio iſt auf der Hut. Als Ueberrhein knapp an der Strafraumgrenze Hand macht, wehrt Samstag den diktierten Strafſtoß im Tore ſtehend, ab. Zum Schluſſe wechſelt auch Gaſt ſeinen Platz, er feuert ſeine Leute mächtig an. Wieder folgt An⸗ griff auf Angriff, bis Zeilfelder nach ſchöner Vorlage Niſchwitz einſendet. :1 für Neckaran. Auch Feudenheim verſucht nun eine letzte Umſtellung, die ſich glänzend bewährt. Ueberrhein nun im Sturm, zeigt einen mäch⸗ tigen Eifer nach dem Ausgleiche und ſchon gleich iſt ſeine Mühe belohnt. In ausgezeichneter Weiſe umſpielt er Neckaraus Ver⸗ teidigung, ſein ſcharfer Schuß war unhaltbar für Brucker. :2. Nun folgt ein glänzender Endſpurt der Feudenheimer, der bis zum 5 andauert. An dem Ergebnis wird jedoch nichts mehr ge⸗ ändert. Feudenheims Geſamtleiſtung konnte befriedigen. Außer⸗ ordentlich arbeiten Samstag, Müller, Ueberrhein, Büchler und Lip⸗ poner.— Bei Neckarau war Gaſt die treibende Kraft, die nie IAm Sturme gefielen vor allem Zeilfelder, Kaiſer und Ar e während es mit der Verteidigung nicht ſonderlich gut ge⸗ ſtellt war. Der Schiedsrichter leitete korrekt, war ledoch etwas zu nach⸗ ſichtlich, hatte aber doch bei dem, ſcharfen Kampfe das Spiel in der Hand.— 3. Mannſchaften:0 für Feudenheim. 95 Hockey Turn- u. Jechtklub Cudwigshafen 1— Turnverein 1846 1:2 Die 1. Mannſchaft der 46er trat mit 4 Mann Erſatz an, führte aber trotzdem ein überlegenes Spiel vor und war es nur die Un⸗ entſchloſſenheit ihrer Stürmer, die die beſten Chancen zum Sieg ausließ. Zu rügen wäre noch das wenig unſportliche Benehmen ver⸗ ſchiedener Ludwigshafener Spieler, das wirklich einen ſchlechten Eindruck hinterließ. 2. Mannſchaften:7. Das Spiel der 2. Mannſchaften war verteilt, wobet jedoch der Mannheimer Sturm, in welchem Mittel⸗ ſtürmer und Halbrechts hervorragten, mehr in des Gegners Hälfte zu ſehen war und nur der gute Ludwigshafener Torwart ein höheres Reſultat verhütete. winterſport Stafſellauf im Ski⸗Klub Schwarzwald. Der Staffellauf im Skiklub Schwarzward. nicht zu verwechfeln mit dem Stafettenlauf Pforzheim⸗Baſel, ſoll im kommenden Winter am 25. Januar veran⸗ ſtaltet werden. Ueber den Platz iſt noch nichts beſtimm. Deutſch hollänbiſcher Eislaufwettkampf.— Anfang Februar 1928 ſoll in Davos ein Länderkampf Deutſchland— Holland im Eis⸗ ſchnellaufen über 500, 1500. und 10 000 Meter ſtattfinden. Als Ver⸗ treter Deutſchlands kommen hierfür in Betracht: der Meiſter Müller⸗ Berlin, ferner Vollſtadt⸗Altona, Neuſtifter⸗München, Grund, Stöhr, Kleeberg(Berlin). Auf holländiſcher Seite kommen in erſter Linie De Koning und De Krnjl in Frage. Die Verhandlungen zwiſchen dem Kgl. Holländiſchen Schlittſchuhläuſerverband und dem Deutſchen Eislauf⸗Verband ſind noch nicht abgeſchloſſen. Die Dentiſche Hochſchulmeiſterſchaft im Skilauf wird im kommen⸗ den Winter auf dem Feldberg im Schwarzwald ausgetragen werden. Als Termin iſt bisher der. und 26. Februar beſtimmt. Ueues aus aller Welt — Grubenunglück im Saargebiel, Auf der Grube triebel wurde in einem Querſchlag, der von einem Unternehmer 92 95 Olt wird, geſchoſſen. Nach dem Schuß gingen 4 Mann 1 und es krachte noch ein Schuß. Der Aufſeher, ein Franzoce el ſofort tot, die übrigen drei wurden entſetzlich ver tahhel, Velſen hauptſächlich im Geſicht Zwei der Unglücklichen werden w en au⸗ lich das Augenlicht einbüßen; das ganze Fleiſch wurde ihn dem Geſicht geriſſen. n. Nah — Wie man im Saargebiet„Fahnarzt“ werden kann. ſhr⸗ einer ſoeben erlaſſenen Verordnung der Regierungskommiſſion ite nen ſich Perſonen, welche die Prüfung an der Ecole Den Tiel in Paris mit Erfolg abgelegt haben, ſich im Saargebiet deg h⸗ „Chirurgue Dentiſte“ oder„Im Ausland geprüfter 9 mhd arßzt“ zulegen. Intereſſant iſt es wie dieſer Titel erlangt at ge Die Ecole Dentaire(Zahnſchule) iſt eine vom franzöſiſchen N nehmigte Einrichtung. Für dieſe Schule werden Intereſſente ſeut Saargebiet von einem Herrn in Saargemünd der ſich jetzt Pro 5 7 Dr. Ch. M. nennt und bis nach dem Kriege noch Dentiſt it einigen Stunden vorbereitet. Dieſer Herr fährt als Dolmetſche den nach Paris und gibt die Antworten in franzöſiſcher Spracſe er⸗ Prüfungsprofeſſoren wieder. Nach 2 bis 3 Tagen iſt der Aah⸗ reicht, zu deſſen Erlangung man in Deutſchland ein 10 bis 1 ges Stuüdium braucht,— gigen Erlegung von 5 in — Das verurteilte Schwein. Im Jahre 1582 hatte ein Schwe ein ſechs Wochen altes Kind getötet. Die Räte des Herzogs men Jülich, Cleve und Berg, in deſſen Gebiet die Untat vorgeng ein war, erließen daraufhin folgendes Urteil:„Von wegen des u geſuß Schwein getöteten Sechswochenkindes haben wir geleſen und b0 ſt den: Weil ein ſolches Faktum erſchrecklich und ſträflich iſt ung an Stelle unſeres gnädigſten Fürſten und Herzogs unſere Me he⸗ und unſer Befehl, daß Ihr das Schwein durch den Nachrichte chen richten, es guf ein Rad in die Höhe zum Gedächtnis und abſchen das Exempel hinſetzen ſollet.“ Leider berichtet die. Chronik nicht, inen Schwein den Unterſchied zwiſchen dieſer Hinrichtung und el „normalen“ Lebensende empfunden hat! iat⸗ — Eine Aukomobilrennbahn auf dem Dach. Die berühmte 115 Automobilfabrik in Turin hat auf dem Dach ihrer rieſigen 8a die gebäude eine Automobilrennbahn eingerichtet, die dazu dient. 2 neuen Wagen der Firma auszuprobieren und Chauffeure adele bilden. Die Rennbahn ſtellt ein längliches Rechteck mit abgerun Ecken dar und hat einen Umfang von über einem Kilometer-⸗ 4 —, Bukiköpfe vor 500 Jahren? In dem engliſchen Stid ſe⸗ Wymington hat mon ein 500 Jahre altes Gemälde entdeckt we die das Jüngſte Gericht und die Auferſtehung der Toten dorſtellt ene⸗ Frauenfiguren des Gemäldes haben größtenteils kurz verſchoſſeht Haar, das dem heutigen Bubikopf„zum Verwechſeln“ ähnlich f Alſo es iſt alles ſchon einmal dageweſen! rhe — Im Kahn von Auſtralien nach Rom. Ein gewiſſer Smith hat das Wagnis unternommen, in einem Kahn von 4 fünf Meter Länge von Auſtralien über Newyork und London Rom zu fahren. Die Strecke von Auſtralien nach Newyork bereits zurückgelegt. Lanowir ſchaft irl⸗ Beſeitigung der unerträglichen Kreditverhällniſſe für die Landee, ſchaft durch Ausbau der Rentenbank in die landwireſchaftliche Rente bankkreditanſtalt betreffend. 2 Ueber die Kreditnot in der Landwirtſchaft(Schind rigkeit, ja Unmöglichkeit der Beſchaffung der benötigten Kredite ine unerträglich hohe Zinſen) ſind, ſo wird uns geſchrieben, heute, 1 Worte mehr zu verlieren. Die Kreditverhältniſſe in der Londu ſchaft drohen ernſteſte Folgen für die unmittelbar Beteiligten n für unſere ganze Ernährungswirtſchaft zu zeitigen, ung in Kürze die Vorbereitungen für die Frühjahrsb eſtelinde einſetzen und wenn bis dahin nicht ganz bedeutende Mittel pet⸗ zu erträglichem Zinsfuß zur Verfügung geſtellt 0 niſſe Das Wunderbare iſt nun, daß dieſe unerträglichen Verhit nicht durch das einzige und mögliche Mittel, nämlich Umwand el der bisherigen Rentenbank in die ſchon ſeit Wochen und Monan, vorgeſehene landwirtſchaftliche Rentenbank⸗ Kredeh, ſtalt beſeitigt werden. die Nentenbank beſitzt heute reichle greifbare Geldmittel; ſie darf dies nach den geſotzlichen Beſt die gen nicht der Landwirtſchaft zur Verfügung ſtellen, ſolange Ab⸗ projektierte neue Anſtalt nicht ins Leben gerufen iſt. Die aäm⸗ deckung der Reichskredite nach dem Dawes⸗Gutachten erfolgt naßh lich mit Hilfe aller Grundſchuldtzinſen unter Zuhilfenahme 50l die Millionen, die das Reich jährlich zahlt und aus den Gewinnen et, dem Reich von der Reichsbank aus evtl. zufließen. Die Land lden ſchaft muß bis zur Abdeckung der Reichskredite ihre Grundſch flich in Höhe von 2 Milliarden mit 5 Prozent verzinſen; dieſe e lt tung beſtünde aber auch, wenn die landwirtſchaftliche Kreditan nicht ins Leben gerufen werden würde. ſſchen Mit Rückſicht aber auf die äußerſt ſchwere Lage der deulſgelt Landwirtichaft haben die ausländiſchen Sachverſtändigen ſeiner ſden⸗ zugegeben, daß ſofern die Beträge, die ſeitens der Grundche verpflichteten an den Tilgungsfond bei der Reichsbank ob aehe⸗ ſind, 60 Millionen überſteigen, die Reichsbank aus dem iden, ßenden Betrag jährlich 25 Millionen auszuſondern hat. Die eg Millionen ſollen dann einer im Einverſtändnis mit dae gcha, Rentenbank und der Reichsregierung zu gründenden landwirtf e⸗ lichen Kreditanſtalt zur Verfügung geſtellt werden, zur W. al' bung an die Landwirtſchaft, und zwar in Form des Perſo Lad⸗ wie Realkredits. Durch den Perſonalkredit wird dem Nea wirte die dringend benötigten Betriebsmittel gegeben; der acht kredit ſoll dem Kreditbedürfnis für eine längere Zeitdauer ggin⸗ werden, wobei ſich die neue Kreditanſtalt der in den einzelnen gant dern ſchon beſtehenden Realkreditanſtalten bedienen ſoll. iſt hier, Schuldvsrſchreibungen bis zum 8 fachen der trage des bereits ſchon vorbandenen Kavitals auf de' piere auszugeben, beſtimmt für den Abſatz im Ausland wo dieſe Paß zweifellos gerne verkauft werden würden. erich Bei einer derartigen Lage der Verhältniſſe iſt es ei⸗ nen ſchwer verſtändlich, wenn von einzelnen Ländern und ein landwirtſchaftlichen Kreiſen gegen die Umwandlung der Rende geen⸗ Sturm gelaufen wird, zumal wo der Aufſichtsrat der deutſchen alz tenbonk, der aus den Vertretern des Deutſchen Landwirtſchaft nbel. des Reichs, Landbundes, der Vereinigung der deutſchen Bauenol⸗ eine, der Reichsverbände der deutſchen landwirtſchaftlichen enge⸗ noſſenſchaften zuſammengeſetzt iſt, und damit die ganze derene Landwirtſchaft repräſentiert, feſtgeſtellt hat, daß 50 vorgel landwirtſchaftliche Kreditanſtalt nur in enger Anlehnung deutſche Rentenbank errichtet werden kann. ſichts Es iſt nur zu hoffen, daß dieſe Stellungnahme des Auf um⸗ rats der deulſchen Rentenbank ſo raſch als möglich in die Tar oh⸗ geſetzt wird. Die deutſche Landwirtſchaft erhielt damit dar ſtiul zügiaſte Kreditinſtitut der Welt und zwar ein Kreditten den das die deutſche Landwirtſchaft auf ſich ſelbſt ſtellte und ſie 55 bisherigen Geldgebern unabhängig machen würde. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat—G— Abein-⸗Pegel[3. 4. f. f6. 10 ear-Heveſf 45 1 Schnaerime- J9.0ſ9.519.fJ0 55J.800 ½/ Tannben.40J% 3025 3% Jeln 14(7 1½ 17% brenn..88,— Maran, 349 38.3.363.353492 Mannbein.20.2.30.29 224.7 daud.63.2 10.57 L1 164 düln—1586 17—151184 Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerel Dr Neue Mannbeimer Zeitung, G. in b. H. Mannheim. e Direktion: Ferdinand Heyme— Ebeftedafteur Kurk 5 keil 0h U% Verantwortlich für den politiſchen und, volkswirtſchaftlichen 1%00 Fiſcher; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes: für Kommunaelt Wi, Lokales: Richard Schönſelder. en, Sport und Neues ans aller Acgerich Müller; für Handelsnachrichten. Aus dem Lande. Nachbargebiete⸗ nbarh ben übria. ꝛebaktlonellen Teil: Fr. Kircher: l. Anzelaen: J. Ber Hank. —— ‚ eee SX 1* wögli „Mitkwoch, den 10. Dezember 1924 Neue Mannheimer Jeitung([Mittag⸗Rus gabe) 7. Seite. Nr. 574 — Neue Alannheimer Seitung» Handelsblatt Die Eſſeuftage in den deutſch⸗franzöſiſchen Verhandlungen die 5 Aus Paris ſind dieſer Tage Stimmen herübergeklungen, den Kreiſen der ſüddeutſchen weiterverarbei⸗ n Induſtrie die ſchwerſten Bedenken her⸗ der ulen haben. Es handelt ſich um die Beſtrebungen iu ein)werinduſtrie, mit den franzöſiſch⸗lothringiſchen Werken 0 Abkommen zu gelangen, wonach dieſe nicht mehr direkt den Wedeutſche weiterverarbeitende Induſtrie liefern ſollen und um bericht eg, auf dem dieſes zu erreichen verſucht wird. Es iſt darüber et worden bei den Verhandlungen über die zukünftige Geſtal⸗ es deutſchen Zolltarifs ſei von deutſcher Seite mitgeteilt wor⸗ ie in Ausſicht genommene Reviſion des deutſchen Zoll⸗ s werde eine Erhöhung des Eiſenzolls um rozent bringen. Demgegenüber ſteht die eiſenverarbei⸗ deutſche Induſtrie auf dem Standpunkt, daß die in den 70er n zur Einführung gekommenen Eiſenzölle heute überhaupt mehr erforderlich ſind. Die Entwicklung der Schwerinduſtrie erart geweſen, daß ſie überall auf dem Weltmarkt konkurrieren fähi und dadurch ſelbſt zeigt, daß ſie auch ohne Zölle konkurrenz⸗ iſt, denn für diejenigen Mengen, die ſie ausführt, bekommt ſie en uslandspreis minus Fracht, wogegen ſie im Inland habele ichen Preis erzielt, ohne die Frachtkoſten zu einen n. Die weiterverarbeitende Induſtrie aber hat Nohr großen Export und mußß exportieren; wird ihr aber das Auslaaterial durch einen hohen Zollſatz verteuert, ſo iſt ſie auf den dutri märkten nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Schwer⸗ ſon erne perlangt aber, wie erwähnt, nicht nur die alten Zölle, erklä rn ihre Erhöhung um 50 Prozent. Die verarbeitende Induſtrie utt dieſe Zölle für unnötig, ſondern bezeichnet ſie als eine eni er, die nicht nur ſie ſondern der ganze Verbrauch zugunſten att e weniger Unternehmungen zahlen ſoll; ſie verlangt daher das Woer Erhöhung ein Abbauen der heutigen Zölle, die auf deut ort Schutz⸗Zölle keinen Anſpruch hätten. Für die ſü d⸗ der ſche Eiſen verarbeitende Induſtrie kommt noch beſon⸗ Lotl 5 hinzu, daß ſie bisher vom Saargebiet und von Elſaß⸗ ſtachengen geſpeiſt worden iſt, weil dieſe Produktionsgebiete ate engünſtig für Süddeutſchland liegen. Kommt dieſes Roh⸗ f 48 nicht mehr zollfrei herein oder muß dieſes Eiſen den Weg Verh ein deutſches Syndikat nehmen, ſo wird das ganze ſüddeutſche rauchergebiet von Rheinland⸗Weſtfalen abhängig. * Pordee den Pariſer Verhandlungen iſt zunächſt die frefcung aufgetaucht, die am 10. Januar 1925 erlöſchenden zoll⸗ 35 Einfuhr'kontingente für Eiſen zu verlängern. deuff dem Abſchluß des Handelsvertrages mit England konnte die wühſche Regierung eine ſolche Verlängerung um ſo weniger ge⸗ patiſch als dann die Meiſtbegünſtigungsklauſel auch für England . 7 dorge un reiſ geworden wäre. Man iſt déshalb in den Verbraucher⸗ ler en der feſten Ueberzeugung, daß bei den Verhandlungen priva⸗ eers im ſtillen Kämmerlein die deutſche Schwerinduſtrie das hierbei auf ſich genommen hat, zu erklären, wenn die Regierung men ei nichts tun könne, daß dann ſie bereit wäre, gewiſſe Eiſen⸗ 59 gen regelmäßig von der franzöſiſchen Induſtrie zu übernehmen, eausgeſetzt, daß kein Zollabbau kommt. Was wäre die chneriſche Auswirkung eines ſolchen durch den Zoll 5 ch gemachten privaten Abkommens zwiſchen der deutſchen und ſfranzöſiſchen Schwerinduſtrie? ſice ngenommen. es gelangen monatlich 100 000 Tonnen franzö⸗ Ab de Eiſen nach Deulſchland zur Einfuhr, für die das deütſche Sunlicht⸗Geſellſchaft.-., Mannheim n Die o..⸗V. am 9. d. M. war eine Vollverſammlung, 30. ser ſämtliche Aktien vertreten waren. Der Abſchluß zum beri uni 1924 wurde genehmigt. Druckexemplare des Geſchäfts⸗ wirdtes lagen noch nicht vor. Der erzielte Papiermarkgewinn kapit auf die Goldbilanz verrechnet. Die Umſtellung des Aktien⸗ pttal erfolgt derart, daß von je nom. 6000 Papiermark Aktien⸗ getent 5000 ½ vernichtet und reſtliche 1000 A auf 1000 G/ ab⸗ ktienpelt werden. Auf dieſe Weiſe ergibt ſich ein Goldmark⸗ apierapital von 6 000 000„, wenn man berückſichtigt, daß ein aug ermarkkapital von 24000 000 zuzüglich weiterer 12 000 000 war em Erhöhungsbeſchluß vom 21. Dezember 1923 umzuſtellen dom Die Umſtellung der Vorzugsaktien erfolgt derart, daß für je old 20 000 P. 300 Goldmark⸗Aktien gegeben werden. Je 300 der mark Vorzugsaktien vertreten 50 Stimmen. Die Geſamtzahl 1000 orzugsaktien ſtellt ſich demnach auf 5000 Stimmen. Dda Um Stammaktien je eine Stimme haben, entſpricht die Erfordwerteilung auf Stamm⸗ und Vorzugsaktien den geſetzlichen Drem erniſſen. Fabrikant Vierling⸗München, Dr. Richard Sachs ſen., Dr. en, Handelskammerpräſident Richard Lenel⸗Mannheim und 0 dr geſcheden. de beim Das turnusgemäß ausſcheidende Mitglied Juſtizrat ichard v. Simſon⸗Berlin wurde wieder und neu wurden in ufſichtsrat gewählt Rechtsanwalt Dr. Richard Selb⸗Mann⸗ und Generalkonſul Karl Stollwerk⸗Köln. Kreichgauer, Landbaumaſchinen⸗ u. Mokorenwerke.⸗G., Frankenthal(Pfalz) dente, Die.⸗V., in der 24 Aktionäre mit 23 646 000 Aktien Heſchäft waren, genehmigte den Abſchluß für 1923, in welchem Gebie sjahr der Abſatz durch die Abſchnürung des beſetzten port 75 die Stillegung des Bahnverkehrs und die großen Trans⸗ ſchaft ſiak rigkeiten ſtark gehemmt war. Die rechtsrheiniſche Kund⸗ Fabrit iel in dei Belieferung vollſtändig aus. Im Fuli wurde die und 5 Firma Fuhrmann u. Hauß, Schulbankfabrik, erworben ſrößert urch der Grundbeſitz um rund 12000 Quadratmeter ver⸗ hränkt, Seit Mitte Januar 1924 ließ man die Betriebe in be⸗ haben em Umfange wieder anlaufen. Die Verkaufsmöglichkeiten und delich aber unter dem Druck der ungünſtigen Wirtſchaftslage in Geldnot wenig gebeſſert. Aupitalee anſchließende ao..⸗V. heſchloß Erhöhung des Betriebs⸗ Aktie urch Ausgabe von 450 Stück 10proz. kumulativen Vorzugs⸗ bdatten 10 je 100 Gel, gewinnberechtigt ab 1. Januar 1925. Die ftank ülb at ein Konſortium unter Führung der Rheiniſchen Eredit⸗ urs voernommen und bietet ſie den Aktionären zum Uebernahme⸗ n 100 G% plus Gebühren:1 an. ahmeſyndikat den Zoll bezahlt, für Roheiſen mit 10, Halb⸗ eil⸗Mannheim ſind auf ihren Wunſch aus dem Aufſichtsrat zeug mit 15, Stabeiſen mit 25 eytl. zuzüglich der gewünſch⸗ ten Erhöhung um 50 Prozent dieſer Sätze. Da man die Einfuhr auf dieſe Weiſe monopoliſiert hätte, würde der Inlandspreis auf die gleiche Höhe wie der des franzöſiſchen um den Zoll verteuerten Eiſens gebracht werden. Das be⸗ deutet dann bei einer ungefähren monatlichen Produktion von 1 Mill. Tonnen nach Abzug der Unkoſten aus dem an Frankreich gezahlten Zoll für die deutſchen Erzeuger eine Mehr⸗ einnahme von durchſchnittlich rund 15 Mill. G4! Das wäre eine Steuer, die die deutſche weiterverarbeitende Induſtrie an ein paar Konzerne zu bezahlen hätte. * Die Folgen einer ſolchen Preis⸗ und Zollpolitik braucht man nur anzubeuren. Da die Steuer vom Verbrauch getragen werden müßte, würde die ganze Maſchineninduſtrie darunter ſeufzen; die lanowirtſchaftlichen Maſchinen würden ſich verteuern, das Bauweſen, auf deſſen endliche Belevung mit allen Mitteln hingearbeitet wer⸗ den muß, würde erneut durch die Verteuerung der Träger uſw. behindert. Im Exportgeſchäft würde die Maſchineninduſtrie entweder niedrigere Löhne zahlen müſſen, was zu neuen ſozialen Kämpfen führen würde, oder ſie würde überhaupt nicht ronkurrenzfähig ſein. Aber ſelbſt wenn man die Mitte zwiſchen dieſen beiden Moglichteiten nimmt, würde dies immer noch erhͤhte Arbeitsloſigkeit bedeuten. Endlich würde ein nicht un⸗ bebeutender Teil der weiterverarbeitenden und für den Export tätigen Induſtrie die Schwierigkeiten zu umgehen ſuchen, indem er, ſoweit dies möglich, Betriebsverlegungen nach dem Auslande vornimmt, woſelbſt das Rohmaterial ohne dieſe Sonderſteuer zu haben wäre. Da das in der Schwerinduſtrie inveſtierte Kapital weit geringere Arbeitermaſſen beſchäftigt, als das in der weiterverarbeitenden Induſtrie, aus deren Deoiſen⸗ einnahmen auch die Reparationen bezahlt werden ſollen(aus dem Exportüberſchuß), ſo wäre eine Entwicklung in der angedeute⸗ ten Richtung auch aus dieſen Gründen nicht erwünſcht. Se eßlich aber iſt die deutſche Schwerinduſtrie allein garnicht in der Lage, das erforderliche Rohmaterial aus eigenem zu liefern, denn ſie hat ſelbſt Roheiſen und Halbzebg in großen Mengen von Lothringen und von der Saar bezogen. * Für die ſüddeutſche weiterverarbeitende Induſtrie, die ſich wegen der für ſie günſtigen Frachtenlage auf den Bezug von Rohrnaterial aus Lothringen und von der Saar von jeher ein⸗ gerichtet hat, beſteht bei einem Zuſtandekommen des von Paris her angedeuteten Abkommens die Gefahr, daß ſie unter Umſtänden überhaupt nicht genug Eiſen erhält, da Rheinland⸗Weſtfalen nicht zur Lieferung der nöngen Mengen in der Lage ſind und da die Schwerinduſtrie-⸗Konzerne naturgemäß immer erſt ihre eigenen weiterverarbeitenden Unternehmungen im Konzern beliefern wer⸗ den Man hat alſo die Ausſicht, entweder gar kein Eiſen— Feit. weiſe— zu erhalten oder zum mindeſten höhere— um den Zoll und die Fracht von Rheinland⸗Weſtfalen erhöhte— Preiſe zu bezahlen. Im übrigen folgert man aus den Beſtrebungen, da der deutſchen Schwerinduſtrie mit allen Mitteln darauſ hingearbeitet wird, auf dieſe Weiſe den Weg für die Grundlagen zu bahnen für eine Reihe neuer allgemeiner Verbände(Schienen, Halbzeug, Träger, Stabeiſen uſw.), deren Aufgabe es gewiß nicht ſein würde, in der Preisbildung mäßigend einzugreifen, ſondern die alle die hohen angeſtrebten Zollſätze voll zu ihren Gunſten ausnützen würden. Hefftſche Kunſtmühle.-., Mannheim hr. Die ao..⸗V. vom 9. Dezember genehmigte die Goldmark⸗ umſtellung derart, daß das Aktienkapital von 4000 000 P4 auf 1 400 000%, d. h. die PeI⸗-Aktien von 1000„ auf 350 G umgeſtellt wird durch Abſtempelung der alten Aktienauf je 250 G4 und Ausgabe je einer neuen Aktie von 100 G,. Der geſetzlichen Rücklage fließen 30724 G% zu. Daneben erſcheinen unter den Paſſiven 845 800 G% Kreditoren und 458 464 G% Akzepte. Dem ſtehen 464 661 G% Debitoren, 917544 G% Warenvorräte, 48 639 .% Kaſſe und Bankguthaben, 39 662 G. Effekten und Beteili⸗ gungen gegenüber. Die Grundſtücke und Gebäude in Mannheim und Worms ſind mit 937 540 G,, Mühlenwerk und Kraftanlagen Worms mit 387 000 G eingeſetzt! Die.⸗V. genehmigte ferner die Erhöhung des Grundkapitals um 200 000 G /. Das geſetzliche Bezugsrecht bleibt ausgeſchloſſen. Die Aktien wurden von einem Konſortium übernommen und ſollen zu einer Angliederung Verwendung finden. Es waren 11 Aktionäre mit 2943 Stimmen vortreten. Chemiſche Fabrik vorm. Goldenberg Geromont u. Cie. WVinkel(Rheingau) In der Goldmark⸗Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 1924 beantragt die Verwaltung die Reduktion des Aktiennominals der 6500 Stammaktien von je 1000 auf 200 Re und die der Vorzugsaktien von je 1000 auf 70 ReI, letztere entſprechend dem Werte am Zeitpunkte der Einzahlung auf dieſe Aktien. In der Bilanz ſtehen: Grundſtücke mit 309 955 GK, Gebäude mit 410 424 G4, Beamtenwohnungen mit 153 295 GA., Rheinanlage mit 21 980=,, Maſchinen und Utenſilien mit 241170 Ge, Fahrzeuge mit 50373 Gι, Avale mit 2500&4, Beſtände mit 560 402 G, Effekten mit 8739 G4, Kaſſe und Wechſel mit 44 760 Gν und Debitoren mit 179 816 G1. Bei einem Grund⸗ kapital von 1 405 000 G⸗% belaufen ſich die Reſerven auf 150 000 Goldmark, die Kreditoren auf 325 914 G% und Wohlfahrts⸗ einrichtungen auf 100 000 GA. Beſitzveränderung im Mühlengewerbe Wie von uns geſtern gemeldet, erwarb der Mühlenkonzern Kampffmeyer⸗Berlin die Aktienmehrheit der hieſigen Rheinmühlenwerke. Die Frkf. Ztg. ſchreibt dazu unter der Ueberſchrift„Beſitzveränderung im Mühlengewerbe“ wie folgt: „Die Mühlenfirma E. Kampffmeyer in Berlin, die neben ihrer Potsdamer Mühle auch die W. Schütt.⸗G. Dampf⸗ mühle.⸗G. in Berlin voll beherrſcht, und ihren Intereſſenkreis in letzter Zeit auch ſonſt ausdehnte, hat, wie ſchon kurz gemeldet, nun⸗ mehr auch nach Süddeutſchland ihre Intereſſenſphäre er⸗ weitert, indem ſie die Mehrheit der Aktien der Rheinmühlen⸗ werke.⸗G. in Mannheim erworben hat. Dieſe Mehrheit Konzern in Mannheim geweſen. Das Kapital der Rheinmühlen⸗ werke beträgt 50 Mill.., die Umſtellung auf Goldmark iſt bisher nicht erfolgt. Mit dem Beſitzwechſel iſt, wie wir hören, eine Aenderung im Betriebe und in der Leitung der Rheinmühlenwerke.⸗G. nicht verbunden. Es iſt aber wohl in Ausſicht zu nehmen, daß die Kampffmeyer⸗Gruppe im Aufſichtsrat eine Vertretung ſich verſchaffen wird.“ O mannheimer Lagerhaus-Geſellſchaft, mannheim. Die Geſell⸗ ſchaft beruft ihre 51. o..⸗V. auf den 29. Dezember nach Köln ein. Auf der Tagesordnung ſteht u. a. die Vorlage der Goldmark⸗ Eröffnungsbilanz und Wahlen für den Aufſichtsrat. O.-.-für Seilinduſtrie vorm. Ferdinand Wolff, Mannheim⸗ Reckarau. Die Geſellſchaft beruft ihre diesjährige o..⸗V. auf 31. Dezember ein. Auf der Tagesordnung ſtehen die üblichen Regularien, Vorlage der Goldmark⸗Eröffnungsbilanz per 1. Juli 1924, des Prüfungsberichtes von Vorſtand und Aufſichts⸗ rat und die Umſtellung des Aktienkapitals. Näheres ſiehe Anzeſgen⸗ teil vorliegender Ausgabe. Deviſenmarkt Am europäiſchen Deviſenmarkt fehlte es in den letzten Tagen an Anregungen. Trotzdem lagen die norwegiſche Krone und der ſpaniſche Peſeta international ſtark befeſtigt. London gegen Paris 87(87) Franken, Dollar gegen Paris 18,50 Franken, Kabel gegen Schweiz 516, London gegen Schweiz 425(427), Paris gegen Schweiz 2790, Kabel gegen Holland 24778 (24676), Paris gegen Holland 1335, London gegen Holland 1161, Schweiz gegen Holland 4790(4785), London gegen Kabel 470 (470,25). In Goldmark ausgedrückt notierten: Engliſche Pfunde 19,74 (19,75), der franzöſiſche Franken 22,70 3, der Schweizerfranken 81,40 3, der italien. Lire 18,20 3, der holländ. Gulden 1,70(1,70,05), die Tſchechenkrone 12,71(12,70) 5, die norwegiſche Krone 64.05 (63,40). Die däniſche Krone 74,75(74,60) 3, die Schwedenkrone 1,13,25 l, der belgiſche Franken 20,85 3, der ſpaniſche Peſeta 58,80 68,85) 3 und der argentiniſche Peſo 1,62,10&. Börſenbecichte Mannheimer Effektenbörſe :- Mannheim, 9. Dez. Die Tendenz der heutigen Börſe ge⸗ ſtaltete ſich wieder recht feſt. In Bad. Anilin⸗Aktien fanden Umſätze ſtatt zu 28,15, Seilinduſtrie 8, Benz 5,25, Dinglerſche Maſchinenfabrik 574, Gebr. Fahr 776, Knorr, Heilbronn 3,9, Badenia 0,65, Mez Söhne 1785, Pfälz. Mühlenwerke 4, Pfälz. Nähmaſchinen 2,75, Rheinelektra 876, Wayß u. Freytag 3,30, Zellſtoffabrik Wald⸗ hof 10,25, Zuckerfabrik Frankenthal 4 und Zuckerfabrik Waghäuſel 3,4. Von Banken notierten: Pfälz. Hypotheken⸗Bank 6,6 bz. u.., Rhein. Hypotheken⸗Bank 6/ und Rhein. Creditbank 376 bz. u.., ferner von Brauereien: Mannheimer Aktienbrauerei 40 G. und Sinner 9 G. Waren und Märkte Berliner Metallbörle vom 9. Ddezember Preiſe in Feſtmart für 1 Kg. 8. 9. Aluminium 8. 9. Elektrolytkupfer 135.— 135.— in Barren 2, 402,45 2,40•2,45 Raffinadekupfer.23..24.29•.24 inn, ausl. 15.5,25.155,25 Blei.77..78.75˙0,76 üttenzinn 5,05-5,15.00,5,10 Rohzinkl(Bb.⸗Pr.)—.— ckel 3,30 3,20,8.30 do.(fr Verk.) 0, 70.0,J1 0,70⸗0.71 Antimon.17..0.17J.20 Plattenzink.62-.63 0,82.0,63 Silber für 1. Or. 95, 98,.— 895.—98,.— Aluminium.30-2,35.302.35 Platin p. Gr.———.— London, 9. Dezember(WB) Metallmarkt.(In Lſt f. d. engl. t v. 1016 Kg 8. 8 9 9 Blei 39,13 39,65 Kupfer Kaſſa 69.90 64,95 beſtſelect. 69.— 68.75] Zink 35.20 35,50 do. 3 Monat 64.,90 65. Nickel 135. 165. ueckſilber 11. 11.— do. Elektol. 68 50 68.50] Zinn Kaſſa 255.13 256.75] Regulus 65.— 65.— Im Einklang mit der ſtabilen Tendenz auf dem Baumwollmarkt er⸗ fuhren laut Textil⸗Woche die Preiſe für Baumwollgarn und Roh⸗ gewebe auf der Stuttgarter Induſtrie⸗ und Handelsbörſe am 3. Dezember keine Veränderungen gegenüber der Vorbörſe am 19. November. Im einzelnen ſtellten ſich die Notierungen wie folgt: Baumwollgarn Nr. 20 93—95 Cts., Nr. 30 105—107 Cts., Nr. 36 107—109 Cts., Nr. 42 110—112 Cts. per Kilo. 88 m Cretonne 16—16,50 Cts., 88 em Renforce 14—14,50 Cts., 92 om Kattun 12,50—13 Cts. per Meter. Nächſte Börſe am 17. Dezember. Schiffahrt Maßnahmen zur Beſeitigung der Unordnung auf der Ruhrort-Homberger Neede In dieſer Frage iſt der Partikulierſchifferverband„Jus et Justitia“ e. V. bei dem Oberpräſidenten in Coblenz, Rheinſtrom⸗ bauverwaltung und bei dem Waſſerbauamt in Düſſeldorf mit einer Eingabe vorſtellig geworden. Neuerdings ſind infolge der Un⸗ ordnung auf der Reede größere Havarien an Partikulier⸗ fahrzeugen entſtanden. Der Verband hat deshalb auf telegraphi⸗ ſchem Wege erneut beſchleunigte Maßnahmen zur Behebung der Mißſtände erbeten. Auf das Telegramm iſt nachſtehende Antwort des Oberpräſidenten der Rheinprovinz eingelaufen:„Das Waſſer⸗ bauamt Düſſeldorf hat gleichfalls dringliche Vorſtellungen erhoben, den Polizeidienſt auf der Ruhrorter Reede zu verſtärken. Daraufhin habe ich veranlaßt, daß ein zweites Polizeibocot für den Dienſt auf der Reede eingeſtellt und einem Beamten zur Verfügung geſtellt wird, der allerdings nur zeitweiſe den Polizei⸗ dienſt handhaben kann, da er in der Hauptſache anderweitig ver⸗ wendet wird. Die Einſtellung eines zweiten Strommeiſters bedarf der Genehmigung des Herrn Miniſters und wird beantragt werden.“ für Auslandreisen HENDSeELTLS TETEGRAPTUIA droßie Ausgabe l. KleineAusg·450 orps ScNETTZUOGE im Deuiſchen u. Inſern Vrkehr i..O Erhlflick em den Babhmhöfen war bisher in der Hauptſache im Beſitze des Fendel⸗Schiffahrts⸗ D praltisches Weinnachtsgeschenl: MAGGI Suppen in Würfeln, Kioslken u. Buchhandlungen MAcoi- Flelschbruühwurfel. -o- Unveränderte Preiſe auf der Stultgarter Baumwollbörſe. —— rrT———-— Seite. Nr. 574 Auna verlängeri bis einschließlich Donnersfag, den 11. Oie Heließbten Weiſinacils-Sesqhenfte: SunmnmnmnHhHdunSs E 3, 8 e eſeguamtfer Leterwaren u. Neiseurtitef Segrümdet 1881 ZTweiggescdft: E I. 16 Nermann Lings Iapeziler melster — Werkstätten feiner Polster- u. Ledermöbel in höchster Bequemlichkeit Anfertigung aller ins Fach einschla ender Arbeiten. S pezia Abteilung Autosattlerei: Clabolsteruag und gesamten Innenaussch ag Sonder-Ausstellung von quallitäts Clubledernöôödel. Manmſfeim wernstü:te d 7. 3: Wonnung 8 6. 42 Ielennon 9230. Elektrische Bafeuchtungs-Körper Koch- und Heizapparate B Uügeleis en Brennscheer-Wär ner elc. Ludwig Geier, L 8,7 Ein Volkstag in der Waihnachte⸗Ausſtellunz im Friedrichspart mit ungekürztem künſtleriichem Mittaj⸗ und Abendprogramm. 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Prominente Mediziner haben immer wieder auf die geſundheitlichen Schäden von Waſchungen mit Toilette⸗Seife hingewieſen. ſer Stelle ſei in der Erwartung, daß ſich jeder Leſer dafür inter⸗ eſſiert, betont, daß nicht nur die Geſundheit, ſondern auch ſtets mit ihr die jugendliche Friſche der Haut untergraben wird. eigenartiger und noch nie zuvor ausgeführter Gedanks hat dieſe Gefahren der Seife, die viel nachteiliger ſind als hier ausgeführt werden kann, mit einem Schlage beſeitigt: Beſonders zuſammenge⸗ ſetzte Toilette⸗Seife erhält eine Cremeachſe mit einem Hautfunk⸗ tionsfett von ganz ähnlicher Zuſammenſetzung wie unſer natürliches Hautfett. Berückſichtigt man, daß wir von früheſter Jugend im Sinne genannter Mediziner gegen die Elaſtizität und Schönheit unſerer Haut fündigen, ſo werden wir bei der ungeheuren Be⸗ tögliche Ge deutung, die der Toilette⸗Seife als Kulturfaktor zukommt, die Trag⸗ weite einer ſo umwälzenden Erfindung zu würdigen wiſſen. Das Studium ägyptiſcher Hieroglyphen efeH L hat uns manches Rätſel gelöſt. Wir wiſſen heute z.., daß die ſprichwörtliche Schönheit einer Kleopatra einem geheimnisvollen Mittel— einem Hautfunktionsfett beſtimmter Zuſammenſetzung— zuzuſchreiben war. Altägyptiſche Kunſt brachte erfinderiſches Genie in moderne Form: Die Hortiflor⸗Creme⸗Seife und Hortiflor⸗Kinder⸗ ſeife bringen dieſes Hautfunktionsfett geſondert in einer Cremeachſe zugleich mit einzigartiger Toilette Seife zur Anwendung, hierdurch wird Auslaugung, Falten⸗ und Runzelbildung verhütet(Neben⸗ ſtehend ein wertvolles ägyptiſches Motiv als Schutzmarke.) Der rauch der Kortiflor Creme-Seife koſtet elwa re Mittwoch, den 10. Dezember 182— ˙ — 3 3 Pfg., wobei der Fortfall d FHausfrauen I baccktnur mik vBcKDxe JiMEN ArG. National-Theater Mannheim Mittwoch, den 10 Dezember 1924 98. Vorstellung 11. Vorstelung außer Miete. B. V. B. 1420— 425 u. 16301—16310 F. V. B. 2251— 232 u. 5 01—56 5 Peterchens MHondfahrt. Ein Märchensnielin 7 Budern von Geidiv Bassewitz Musik von Clemens Schma such in Szene gesetzt von Kal Neumann Hoditz Musikaliscnhe Leitung: Hans Lenzer Choeoh:-aph sche Leiſung Magde Bauer Anfang o Uhr Ende geg 8½ Uhr Dle Mut'er Tene Pe erchen Oustl Römei-Hahn e die Niader Lun Münch Minna das Dienstmädchen Luise Bö teher Fuchs Der Mai afer Anion a Das Sandmännche“ Fii 2 L nn Peterchens iernchen Elfr ede mhoff Anelieses dernchen Faula BAs-auer 3. Sterneben Erika Knap 4. Sternchen Erna Heiß Z. Sternchen Ottie We delſch Die Nach fee El e von Hegen Das Taumarlechen Hedwig Uilie Der Donnermanmn Georg ohie⸗ De th chexe Etse von Seemen Die Wolkentrau Euse de Lank Der Regentritz Hans Godeer De Windliese Elviea Erdmann Der Wassermann Atexander Kökert Frau Hol e ju ie Sanden Der Miſchstrt BSenmann Ernst Langheins donne Lau a Wagner Die Mo genröte Helene Leydenius De Abendröte nge Reuter Der Morgenstern mil Exner Wa er Felsenstein Der Abendstern eeeeee Der Weinn ehiemann Der feiferkuchenmanm Einst Sladeck Der Mann im Mond Rudolt Wit gen Der große Bür ſak. Klingenfuß Neues Theater im Nosengarten Mittwoch, den 10. bDbezember 1924 Vorstellung Nr. 49 B. V. B.-60 u 306—428 u 475—580 u. 72 bis 825 fl. 137—1425 u 83—8500 u 8851—-8/0 17201 1350. FE. V. B 1470—1500 U 2053 bis 2123 u. 300—3124 u. 3313-3319 u. 4376 bis 4385 u 64—6431 u 6525—6602 Der Postillon von Lonjumeau komische Oper in 3 Akten nach dem Pranzösischen de Leuven und trunswick Musik von Adoſl Adam. inszemert: Karl Marx. Musika ische Leilung: Werner von Bülow. Zünnendildet von Henz Gieie. Anfang 7½ Uhr Ende gegen 10 Uhr Personen des ersten Aktes: Chapelou, Postillon Bijou, Wagenschmied Karl Mang. Marq us de Corcy Hugo Voisin Madeleme, wirun Johanna biesenbach Bauern u Bäue innen On das Dott Lonjumeau Zeil: 1756. personen des zweiten und dritten Aktes Mat quis de Corcy. Hugo Volsin 3 1 er Samt Phar erster Singer e eee Königlicnen Oper Aleinaur) Koryphäen der(Karl Mang Boui don) Oper(Karl Zöller Frau von Latour ſohanna Biesenbach Rosa hr Kammermädehen Helene Reffert Unſere diesjährige 9842 Irbenti, Generalvessammung kindet am Mittwoch, den 31. Dezember 1924, normittags 11 Uhr, in dem Verwaltungs⸗ gebäude unſerer Geſellſchaft in Mannheim⸗ Neckarau ſtatt. Tages⸗Ordnung: 1. Vorlage des Geſchäftsberichtes und Jah⸗ resabſchlunes nebſt Gewinn⸗ und Ver⸗ luſtrechnung. 2. Beſchlupfanung über Berwendung des buchmäßigen Ueberſchuſſes. 3. Entlaſtung des Vorſtandes u. Aufſichts⸗ rates. 4. Borlage der Goldmark⸗Eröffnungsbilanz per 1. Juli 1924, des Prüſungsberichtes vom Vorſtand und Aufſichtsrat zu dieſer Bilanz. Umſtellung des Aktienkapitals. 3. Aenderuna des Statuts: a 12 Abſatz 1(Grundkapftal) d) 8 6 Abſatz 4(Vergütung des Auf⸗ ſichts rates). 6. Ermächtieung des Vorſtandes zur Vor⸗ nahme ron nur die Fagung betreffenden Kenderungen vorſtehender Generalver⸗ ſammlungs⸗Beſchlüſſe oder des Geſell⸗ ſchaftsvertrages, die etwa vom Regiſter⸗ richter, der Börſenzulaſſungsſtelle oder anderen Behörden verlangt werden ſollten. Nach§S 7 Abf. 3 der Statuten iſt die Ausübung des Stimmrechtes davon abhängig. daß die Aktien mindeſtens drei Werktage vor der Generalverſammlung bei der Geſell⸗ ſchaft oder bei folgenden Stellen hinterlegt werden: Südbeutſche Discouto⸗Geſellſchaft.⸗G., Mannfeim. Nankbang ſe Ladenburo, rankfurt a. M. Baneriſch⸗ Nereinsbank. München. Alengesellschaft für Selindustrie vormals Ferdinand Wolft. Der Vorktand. Zoseh Liehtmaschine u. 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