* 1 *4 2 — A — e — — Ales eeee eeeeeeee e WWWWWGcccc — du bateeine einzige Zuſammenkunft zwiſchen Briand und Muſſolini Domnerstag, 11. Dezember Mittag⸗Ausgabe Preis 10 Pfeunig 1924— Nr. 576 eue Mannheimer Seikung de⸗ ußepreiſe: In Manndelm u. Umgsbunz wöcentiich Kaee Die monatl. Bezleber verp Ie ſich bei evt 0 Jernſpr Rr 7941 7945, Telegr-Abreſſe Kialanzelger Manndeim Erſcheint wöchentt zeslimal Velagen: Bilder der Woche Sport u. Spiel Aus Geit u. Leben mit Maunheimer Fra das Reichslabinett vor dem Rückritt das Ergebnis des Kabinettsrates Berlin, 11. Dez. Das Reichskabinett beriet geſtern —.— über die durch die Wahlen zum Reichstag geſchaffene a5 che Lage. Nach elngehender Ausſprache enkſchied ſich das 48 dahin, daß es alsbald zurücktreten werde. der chskanzlet wird ſich mit dem Neichspräſidenten eden des Zeitpunktes des Rücktritts ins Benehmen ſetzen. 13 azu wird uns von unſerem Berliner Büro noch folgen⸗ gedrahtet: ſde 8 Dinge ſcheinen die Entwicklung nehmen zu wollen, wie wir 1 0 reits geſtern angedeutet haben. Vermutlich wird der Kanzler ſuche im Laufe des heutigen Tages den Reichspräſidenten auf⸗ des u. Für wuhrſcheinlich gilt, daß der formelle Rückrritt Kabinetts am Freitag oder am Samstag erfolgen wird. ein Soweit über den Vetlauf der geſtrigen Kabinettsſitzung nähere andeden an die Oeffentlichkeit dringen, ſcheint der Kanzler die auße ige Demiſſion des Kabinetts vorgeſchlagen zu haben. Reichs⸗ Fatemſer Dr. Streſemann hat demgegenüber ſich für einen prar eren Zeitpunkt eingeſetzt, nämlich den 2. oder 3. Ja⸗ den 3 Er war dabei von dem Gedanken beeinflußt, daß gerade in Ferc nächſten Wochen außenpolitiſche Aufgaben, insbeſondere die Nöle der Militärkontrolle und der Räumung der 7 ner Zone zu behandeln ſind und infolgedeſſen die Erhal⸗ ſhen eines politiſch aktionsfähigen Kabinetts wünſchenswert er⸗ nt. Es iſt denn ein Mittelweg eingeſchlagen worden, in ſber das Kabinett grundſätzlich den Rücktritt beſchloß, den Termin zunächſt offen ließ. Zu dieſem Entſchluß mag beigetragen wen, die Ungewißheit, ob es überhaupt möglich ſein würde, ſofort ſſchtsreiche Verhandlungen über eine Neubildung der Regierung Aenelnen, Man muß berücſichtigen, daß nur wenige der neu⸗ ſ0 hlten Abgeordneten in Berlin weilen. Die Fraktionen müſſen erſt bilden und können ſich nicht ſo raſch verſammeln. Daher und begreifliche Wunſch, zwiſchen der formellen Geſamtdemiſſion die erſte Regierungsneubildung eine Friſt einzuſchalten. 00 Die Frage, wer die neue Kanzerſchaft übernehmen wird, iſt nach 5 der Dinge mit Sicherheit noch nicht zu beantworten, aber ſo⸗ ſchei in ſozialdemokratiſchen als auch in diplomatiſchen Kreiſen fül 90 man ſich bereits mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß beref en wahrſcheinlichen Fall einer Rechtsregierung, wie wir das is als wahrſcheinlich bezeichnet hatten, die völkerbundstagung in Rom Frankreich behält den Vorſitz in der Kontrollkommiſſion bund Rom, 10. Dez.(Von unſ. italien. Vertreter). Der Völker⸗ srat dürfte nach zuverläſſigen Informationen entweder noch 1 abend oder morgen früh in geheimer Sitzung beſchließen, daß miffisveich weiterhin den Vorſitz in der Kontrollkom⸗ nachde on für die Entwaffnung Deutſchlands behalten ſoll, alſo auch de m dieſe Kontrolle in den Völkerbund übergegangen ſein wird. tran Funkt ſehen die Franzoſen als den wichtiaſten an. Auch die kon ſigente Haltung, die der Rat geſtern in der Frage der Waffen⸗ Frankre le in Bulgarien eingenommen hat, ſpricht dafür, doß dertrareich dieſer Wunß Staate von Neuilly ſoll bekanntlich einer der Bulgarien benachbarten Henlar mit dieſer Kontrolle beaufträgt werden, alſo entweder Grie⸗ die Kurd, Rumänien ader Jugoflawien. Der Völkerbundsrat will nun Bul ontrolle den Jugoflaven überlaſſen, weil er glaubt, daß dies von gariens Rüſtungen am meiſten gefährdet ſei. Bulgarien aber hat betrah Kontrolle erhalten, die in Sofia am wenigſten beliebt ſei. Man den chlet dieſen Beſchluß in Konferenzkreiſen als einen Präze⸗ in Delal. der für die Beſchlußfaſſung über die Waffenkontrolle utſchland entſcheidend werden kann. Die engliſch⸗italieniſche Juſammenarbeit au ſee Konferenz iſt immer deutlicher zu erkennen. Dieſer Gruppe und Frankreich durch die Anweſenheit des engliſchen Außenminiſters ſonde ech die Abhaltung der Konferenz auf italieniſchem Boden be⸗ fell eis ſcharf gegenüber. Zwiſchen Briand und Mulſalin zurii Ade ausgeſprochene Verſtimmung beſtehen, die auch darauf unter zuführen iſt, daß Briand im römiſchen Bahnhof nur durch einen nocßtgeordneten Beamten empfangen wurde. Jedenfalls hat bisher funden lenerg ge Englan Trotzdem wäre es den vereinigten Engländern und ſelungen, die Zuſtimmung Frankreichs zu der gewünſchten Verſchiebung der Beſprechung über zu er das Genfer Protokoll etanengen, wenn man Ariſtide Briand keine entſprechenden Zu⸗ Nbenderiſſe gemacht hätte. Es iſt unwahrſcheinlich, und in maß⸗ Faſtimen Kreiſen teilt man dieſe Meinung, daß Frankreich ſeine Wolſtz nung erſt gegeben hat, nachdem ihm auch weiterhin der word Waffenkontrollkommiſſion in Deutſchland zugeſagt bon en du An der geheimer Sitzung von geſtern vormittag iſt es offenhar Cha nem Zuſammenſtoß über die Protokollfrage zwiſchen den 15 berkain und Briand gekommen. Die Gegenſätze ſchei⸗ oben während eines Eſſens auf der engliſchen Botſchaft im Frawähnten Sinne wieder ausgeglichen worden zu ſein. Auch em de der Räumung Kölns durch die Engländer hat bei Handel eine Rolle geſpielt. Chamberlain wurde heute vom Papſt empfangen. er Vatikan iſt mit dem Bericht der Mandatskommiſ⸗ über Paläſtina, der in der heutigen Sitzung verleſen 0 r 5 eineswegs zufrieden. In gutunterrichteten Kreiſen wird der uchert, daß zwiſchen dem engliſchen Standpunkt und dem belrifft ie. insbeſondere was die jüdiſchen Aktien in Paläſtina an⸗ Di. eine gewiſſe Einigung zuſtande gekommen ſei. e Beſprechungen zwiſchen baben Danzig und Pulen 3i Wärd ch erfüllt werden wird. Nach dem Friedens⸗ denderun 8 0 8* meerheß d. wirtſchaftl Verbäliniſſe notwensig werdend laruß ungen anzuerkennen Voſiſchectonts Ar 1759 Aaenſt e. Hauptgeſchäftsſtelle E 8, 2 Geſchäfts⸗ ̃ 1255 N05 1 len Waldhoſſtr 6, Schwezingerſtr. 24, Genlarb⸗ Dr. Streſemann die Kanzlerſchaft übernehmen werde. In Berliner politiſchen Kreiſen iſt man allgemein der An⸗ ſicht, daß das Zentrum einer ſolchen Wendung Schwierig⸗ keiten nicht in den Weg legen würde. Der„Tag“ iſt der Meinung, daß der Reichspräſident zunächſt Dr. Marx und falls dieſer ſich der Aufgabe nicht geneigt zeigen ſollte, einen weiter rechtsſteheden Zentrumsmann beauftragen würde, mit der Deutſchen Volkspartei und den Deutſchnationalen Verhandlungen anzuknüpfen. Die Germaͤnia wendet ſich gegen die verſtiegenen For⸗ derungen, die Herr v. Freytag⸗Loringhoven in der„Deutſchen Zeitung“ aufgeſtellt hat, der nicht weniger als 5 Sitze der erſehnten Bürgerblockregierung für die Deutſchnationalen in Anſpruch nimmt. Das Zentrumsorgan verlangt Antwort auf die Frage, welche Poli⸗ tik die Deutſchnationalen zu machen gedenken, wenn es geſchehen ſollte, daß ſie das Geſamkkabinett führen, oder in ihm ein maß⸗ gebendes Wort zu reden hätten.— Im übrigen beſtätigt ſich da⸗ durch unſere Anſchauung, daß es nicht gut möglich ſei, daß ein Kabinett mit deutſchnational⸗volksparteilicher Mehrheit unter Zen⸗ trumsführung ſtehen könne. Ueber die Forderungen der Deutſchnationalen wird man vorausſichtlich näheres erfahren, wenn die deutſchnationale Frak⸗ tion Ende dieſer Woche zuſammentritt. Es iſt nach der„Neuen Täglichen Rundſchau“ kaum anzunehmen, daß ihr bisheriger Füh⸗ rer Dr. Hergt an dieſer Sitzung teilnehmen kann, da er z. Zt. durch die Anſtrengungen des Wahlkampfes erkrankt iſt. Ueber die Verteilung der Miniſterpoſten für den Fall, daß der ſogenannte Bürgerblock verwirklicht wird, laufen bereits allerhand Verſionen um. Feſt dürfte auf alle Fälle ſtehen, daß Dr. Jarres aus dem Kabinett ausſcheidet. Ob Miniſter Ham m, deſſen angeblicher Beſchluß in die Induſtrie überzutreten, von der DAg. dementiert worden iſt, einem neuen Kabinett als Fachminiſter ſich zur Ver⸗ net man in rechtsſtehenden Kreiſen, daß der gleichfalls demokra⸗ tiſche Reichswehrminiſter Geßleir ſein Amt beibehält, ſelbſt wenn die Demokraten der neuen Regierung nicht angehören ſollten. Der Kurs der Volkspartei Der Parteivorſtand der Deutſchen Volkspartei trat geſtern im⸗Reichsklub der Deutſchen Volkspartei zu einer mehrſtündigen Be⸗ ratung zuſammen, um zu der durch die Wahlen neu geſchaffenen Lage Stellung zu nehmen. Ein offizieller Bericht über die Sitzung und ihr Ergebnis wurde von der Partei nicht ausgegeben, jedoch er⸗ fahren wir, daß man im Partelvorſtand darüber einig war, an der bisherigen Linje der Politik der Partei feſtzuhalten und nach wie vor für eine Erweiterung der Regierung nach rechts einzu⸗ kreten. wohl erſt morgen in ein entſcheidendes Stadium treten, und vor Freitag dürfte die Danziger Frage beſtimmt nicht vor dem Rat verhandelt werden. Die Saarprobleme, unter denen die Zoll ⸗ frage an erſter Stelle ſteht, kommen auch erſt gegen Ende der Woche zur Sprache. Faſt alle Delegierten bereiten ihre Abreriſe für Sams⸗ tag vor. 5 Entmilitariſierung des linken Rheinufers! Die franzöſiſch⸗ engliſche Schacherpolilik V paris, 10. Dez.(Von unſerm Pariſer Vertreter.) Der zumeiſt ſehr gut informierte Vertreter der„Information“ berichtet über die Beſprechungen, die von den Völkerbundsdelegierten hin⸗ ter den Kuliſſen geführt werden, folgendes:„Die öffentlichen Sitzun⸗ gen ſind hier ohne ſedes Intereſſe. In Sonderverhandlungen auber⸗ halb der Oeffentlichkeit befaßt man ſich mit den wichtigſten Fragen. Die Empfänge u. alle anderen offiziellen Veranſtaltungen haben bloß den Zweck, das Publikum mit den Nebendingen zu beſchäftigen. Es iſt hier bekannt. daß zwiſchen Chamberlain und Briand die Verhandlunoen. die in Paris begonnen worden ſind. fortgeſetzt wer⸗ den. Briand beſitzt die Vollmacht des franzöſiſchen Miniſterpräſiden⸗ en und wird wahrſcheinlich mit ſehr wichtigen Mitteilungen nach Paris zurückkehren. Herr Briand iſt zwar nicht geſprächia, aber er fann nicht verheimlichen, daß geſtern zwiſchen ihm und Chamberlain über die Frage der Entmilitariſieruna des linken Rheinufers eingehend beſprochen wurde. und zwar aufarund der Konferenz zwiſchen Herriot und Chamberlain. Wird man dieſe neutrale Zone ins Leben rufen und unter die Kontrolle des Völkerbundes ſtellen können? Und welche Sicherheiten ſind dabei im Intereſſe Frankreichs nötia? Ueber dieſe beiden Punkte wird zwiſchen Briand und Chamberlain gegenwärtia verhandelt. Beide Staatsmänner ſind von der Notwendiakeit überzeuat, daß bis zum Monat März nächſten Jahres ein Abkommen erzielt wer⸗ den muß. Jedenfalls hat Frankreich bereits die Garantie. daß die künftige Kontrollkommiſſion des Völkerbundes von einem franzöſi⸗ ſchen General präſidiert werden wird. In neutralen Kreiſen ruft augenblicklich die Haltung Frankreichs eine gewiſſe Unzufriedenheit hervor, aber Frank⸗ reich wird in der Entwaffnungsfrage den neutralen Staaten nicht entgegenkommen. Das iſt der Standvunkt der franzöſiſchen Dele⸗ gation.“ V 50. Dieſe Mitteilungen zeigen. daß ſich Frankreich mit der arößten Eneraie Vorteile zu ſichern ſucht, die weſentlich die Beſtimmun⸗ überſchreſten. Man alaubt auf eine entgegenkommende Haltuna des enaliſchen Kabinetts weiterhin rechnen zu können. Viele außer⸗ ſchieden Wert leat werden aleichzeitig mit den europäiſchen verhan⸗ delt werden. Es läßt ſich nicht abſtreiten, daß Herriots Umae⸗ buͤng gegenwärtia eine Polititk des Tauſchhandels mit Enaland für praktiſch hält. der Botſchaſterwechſel in Waſhington Berlin, 11. Dez. Staatsſekretür v. Maltzan iſt, wie halb⸗ ton in Ausſicht genommen. Mit der Jührung der Geſchäfte des fügung ſtellen wird, bleibt zunächſt noch ungeklärt. Dagegen rech⸗ ſagt gen des Rheinlandabkommens und des Verſailler Vertraas euroväiſchen Fragen. auf deren baldige Regelunga Cbamberlain ent⸗ amtlich bekanntgegeben wird, für den Bolſchafterpoſten in Wafhing⸗ Anzeigenprelſe nach Tark del Berauszabtang pre ein⸗ paltige Rstonelzeile für Alzemeine Anzeigen 6,40..N. teklamen.— GM. Für Anzeſgen an beffimmten Tagen Stellen und Ausgaben wirb teine Veramwertung über⸗ nommen. Höbere Wewall, Streiks Beiriebsſtstungen ufm. berechrigen zu keinen Erſazanſprüchen für ausgefallene oder veſchtänkte Ausgaben oder für verlpätete Aufnahme von Un⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr. ohne Gewähr. Serichtsſt. Monndein. uen- u. Muſik-Jeitung: Aus der Welt der Technik Unterhaltun 2s-Beilage Wandern u. Neiſen Macdonald über die aus wärtige politik England (Von unſerem Londoner Vertreter) § London, 8. Dezember. Der Erfolg, den Macdonald während ſeiner kurzen Regierungs⸗ periode aufzuweiſen hat, bezieht ſich faſt ausſchließlich auf ſeine auswärtige Politik. Trotz der Angriffe auf dieſe, namentlich den ruſſiſchen Teil, zu Wahlzwecken wird er in England allgemein als einer der beſten Außenminiſter des letzten Jahrzehnts und als Autorität auf dem Gebiete der internationalen Politik aner⸗ kannt. Ein Beitrag aus ſeiner Feder in der politiſchen Wochen⸗ ſchrift„The Spectator“ über die auswärtige Politik Englands ver⸗ dient daher Beachtung und Intereſſe. Ueber den Grundſatz der Kontinuität der auswärtigen Politik ſchreibt Macdonald, obwohl es Pflicht jeder Regierung ſei, auswär⸗ tige Angelegenheiten von der üblichen Partei⸗Arena fernzuhalten, habe doch dieſe Doktrin ihre Grenzen. Und als Beiſpiel führt er die Erweiterung der Flottenbaſis zu Singapore an, die von ſeiner Regierung aufgegeben war, von der konſervativen Regie⸗ rung aber ausgeführt werden wird.„Trotz dieſer Einſchränkungen“, bemerkt er aber,„hat die allgemeine Politik der Kontinuität einen weiten Bereich der Nützlichkeit. Die weit überwiegende Maſſe der Arbeit des Foreign Office unterliegt keinen Prinzipienfragen. Hier ſollte Kontinuität herrſchen, nur der„Anſchlag“ braucht ſich zu ändern.“ „Kontinuität“, fährt Macdonald fort,„und die Evolutions⸗ Methode find normaler Weiſe der angemeſſene Weg zur An⸗ paſſung ſich widerſtrebender Partei⸗Prinzipien an die Unvollkommen⸗ heiten der Welt. Die Charakteriſtiten der revolutionären Geſinnung können in ihren üblen Wirkungen aus viel feineren Kundgebungen, als es Aufruhr und Bürgerkrieg ſind, gelernt werden. Eine Tory⸗ Regierung mit ihrer überwiegenden Maforität kann durch Ausübung eines abſoluten Willens mehr zur Verbreitung und Stärkung des Bolſchewismus im Lande tun, als zehn Jahre flammender und ſchäumender bolſchewiſtiſcher Propaganda.. Der Expremier ſchlägt dann eine Grundlage der auswärtigen Politik für England vor, die ſeiner Meinung nach allgemein annehmbar ſein ſollte. Er „Wir ſollten keine weiteren Verpflichtungen ein⸗ gehen, beſonders mit Bezug auf territoriale Verwal⸗ tungen. Keine Kooperation mit ausländiſchen Staaten ſollte uns in militäriſche Allianzen verwickeln, und wir ſollten es mit abſoluter Starrheit ablehnen, an einer ſcheinbare Löſung des Problems der nationalen, oder in der Tat der internationalen Sicherung durch ſolche Allianzen teilzunehmen. Was in dieſer Beziehung in den nächſten zwölf Monaten geſchieht, wird faſt mit Gewißheit feſtlegen, nicht ob vielleicht ein neuer Krieg ausbrechen kann, ſondern ob der Krieg uvermeidlich ſein wird!“ Doch eine negative Politik genügt nach Macdonalds Meinung nicht. Als Alternative empfiehlt er die Unterſtützung des Völkerbundes. Er ſagt:„Wir müſſen ohne Vorbehalt den Völkerbund unterſtützen, nicht als eine Allianz die im Falle des Kriegsausbruchs den Sieg ſichern würde, ſondern als eine Kombination von Nationen zwecks Schaffung der Maſchi⸗ nerie und der Verpflichtungen, die zur Erhaltung des Friedens not⸗ wendig ſind. In unſerer geſamten Politik ſollten wir darauf hin⸗ zielen, ſämtliche Nationen Europas zu der Genoſſenſchaft zu bringen, auf die wir uns für die Fülle unſeres internationalen Lebens ver⸗ laſſen können— einſchließlich des Handels und Gewerbes— und des uch über das Problem der Reparationen fügt er intereſſante Bemerkungen ein. Er meint, Staatsmänner ſollten ein⸗ edenk ſein, daß der, welcher die Dinge ohne Gewalt und ſcharfen ruch umgeſtalten kann, größer ſei, als der, welcher reinen Tiſch für ſeine Aufgabe verlange.„Die roheſte Form der Diplomatie“ ſagt er,„iſt die der revolutionären Robuſtheit, der zerriſſenen Verträge, des reinen Tiſches“. Kleine Staaten, meint er, könnten ſich das leiſten, aber erſtklaſſige Mächte könnten es nicht riskieren.„Wie glücklich würde ein britiſcher Außenminiſter ſein, fährt er fort, der viel von dem, was über Reparationen vereinbart iſt, zerreißen könnte, und doch, wenn ihm auch die Wachſamkeit Sorgen macht, die nötig iſt, um ernſte Beſchädigung des britiſchen Handels durch Repa⸗ rationen zu verhindern, wie töricht wäre er, wenn er aus eigenen Stücken und ohne Zuſtimmung der Alliierten, mit denen er den Handel unterzeichnet hat, alles mit einem Federſtrich beendete und Chaos, Mißgunſt und Verdacht herbeiriefe, um ihm aus ſeinen Schwierigkeiten herauszuhelfen.“ Macdonald ſchließt ſeine Betrachtungen damit, daß der beſte 5 für einen Außenminiſter ſein eigener geſunder Ver⸗ tand ſei. England und Jrankreich V Paris, 11. Dez.(Von unſerm Pariſer Mitarbeiter.) Der neu⸗ ernannte franzöſiſche Botſchafter in London äußerte ſich gegenüber dem Chefredakteur des„Matin“ folgendermaßen: „Es iſt möglich, daß zwiſchen England und Frankreich offenherzig und mit der größten Gründlichkeit die Intereſſen beider Nationen erörtert werden. Die Aufrechterhaltung des Friedens muß das Endziel aller Verhandlungen ſein. Eine folide En⸗ tente zwiſchen England und Frankreich iſt die Grundlage des europäiſchen Friedens. Dieſe Entente muß aber im Geiſte der Herz⸗ lichkeit und Aufrichtigkeit geſchaffen werden. Die Intereſſen Eng⸗ lands und Frankreichs ſind auf der ganzen Welt engagiert. Daher iſt andauernd eine Kontrolle der Beziehungen nötig mit dem feſten Vorſatz, alle Zwiſtigkeiten zu beſeitigen und abzuſchwächen Ich hoffe, daß die Schwierigkeiten, die momentan vorhanden ſind, be⸗ ſeitiat werden, denn ſie ſind gicht unüberwindlich. Eine Entente zwiſchen England und Frankreich wird auch den anderen Nationen zugute kommen.“ Baldwin über den Sinowjewbrief Boldwin erklärte in der geſtrigen Unterhausſitzung, daß der Kabinettsbeſchluß betr. den Sinowjewbrief dieſem die Echtheit zuſpreche. Elynes von der Arbeiterpartei forderte eine gründliche unparteliſche Unterfuchung der ganzen Vorgän Sir Jones Smons wandte ſich dann gegen die Verſuche der N. glerung, auf Umwegen zum Schutzzoll zu gelangen. Er künd gte an, daß die Liberalen in einem Zuſatzantrag zur Adreſſe ihre Miß⸗ billigung über die vorgeſehene Erweiterung der Vorzugszölle für die Kolonjen zum Ausdruck bringen werden. Dann verlangte er von Churchill eine Erklärung, wie die Regierung zur Zollfrage ſtehe und forderte den Schatzkanzler auf, ſich über die Politik in der fran⸗ zöſiſchen Schuldenfrage zu äußern. Churchill erklärte, in einer Rede, daß er es begrüßte, daß Lölke inzwiſchen unter Teilnahme verſchiedener Mütglieder des ndsſekretariats begonnen. Dieſe Beſprechungen werden Staatsſekretärs wurde Miniſterialdirerte chuder t bꝛauftrag. üßte, die Frage der interalliierten Schulden angeſchnitten worden ſei. beahſichtige an der Finanzminiſterkonferenz datubehe ——— ——— — .Seile. Nr. 576 Neue Mannheimer Jeftung[Mittag⸗Rusgade) und er werde verſuchen, eine praktiſche Löſung berbeizuſühren. Er bedauere nicht, daß England de Schuldenregelung mit Amerika ab⸗ geſchloſſen habe. Dieſes Abkommen müſſe den Ausgangspunkt bilden für jede Löfung des Schuldenproblems. e Die Radikdliſierung in der engliſchen Arbeiterſchaft 2London. 11. Dez.(Von unſevrem DLondoner Mitarbeiter.) Wie tief der Kommunismus in die Reihen der engliſchen Arbeiterſchaft eingedrungen iſt, beweiſt das Verhalten der britiſchen — desdewerkſchaftskongreſſes, die jetztRußland erei Wie aus Tiflis gemeldet wird, haben die Kommuniſten von Georgia den britiſchen Delegierten die dort angekommen ſind, ei de große Ovation bereitet. Drei Stunden lang marſchierten Donſtranten vor den Delegierten vorüber. Dieſe waren tief be⸗ wigt von dem Anblick Der engliſche Arbeiterführer Gentille, einer der Delegierten, begrüßte die Kommuniſten mit den Worten: „Lunge lebe die proletariſche Weltrevolution!“ Ein anderer der Debegierten hielt folg nde Anſprache an die Kommuniſten:„'᷑der Macdonald, noch Snowden. noch Shaw ſind ſemals die Vertreter der britiſchen Arbeiter, ſondern nur die der Zweiten In⸗ kernationale Deshalb ſind die britiſchen Arbeiter nicht verantwort⸗ lich für das, was dieſe Leute geſaqt haben Durch die Gewerkſchaf⸗ ten ſind wir die wirklichen Vertreter der britiſchen Arbsiter und wir erklären, daß wir die Sowjetregierung unterſtützen. Ebert und der Nüſtunasſtreik 1018 Eine bittere Pille für den Reichspräſidenkten Zu den geſtrigen Verhandlungen vor dem erweiterten Schöffen⸗ geri t in Magdeburg ſind als Zeugen u. a. die früheren Miniſter und Volksbeauftragten Scheidemann, Bauer u. Emil Barth erſchienen. Der Zeuge Barth wird über die Entſtehung des Januar⸗ ſtreike befraßt und erklärt: Als der Streik einmal ausgebrochen war und die Mehcheitsſozialiſten in die Streikleitung eingetreten waren, haben ſie ihre Aufgabe darin geſehen, den Streik abzubrech a, denn ihre grundſätzliche Streik gegenüber war anti⸗ ſozial und nicht antimilitariſtiſb. Staolsanwoltſchaftsrot Dr. doß⸗ mann beantragt, bei der neuen Vernehmung des Zeugen Syrig in Gegenwart des Reichspräſidenten am Mittwa) Nachmittag auch den Zeugen Dittmann zuzuziehen. Das Gericht beſchließt dementſprechend. Der nächſte Zeuge Wuſchick war während des Januarſtreik⸗ Funktionär der S. P. D. Er bekundet: Wir wollten in der kommen⸗ den Belegſchaftsverſammlung den Beſchluß durchdrücken, daß an Bertreter der S. P. D. in die Streikſeitung gewäöhlt werden. Darau ſagte Ebert recht unwirſch⸗„Ich denke garnicht daran, etwas der⸗ aktiges zu tun. Die Leute, die ſi h dieſe Suppe eingebrockt haben, mögen ſie auch auseſſen.“ Trotz unſeres Drängens wiederholte Ebert, Scheidemann und Braun immer wieder, ſie ſeien nicht bereit, für den Streik auch nur einen Finger zu rühren. Der Zeuge 125 weiter aus: Unter den Acbeitern herrſchte damals Stimmung dofür, dem Geſtellungsbefehl nicht zu folgen. Ebert ſagte damals:„Einen ſolchen Rat kann ich keinem geben. Weder ich noch die Streikleitung können die Verantwortung für die ſich doraus ergebenden Falgen übernehmen. Ebert hat alſo ganz eindentig zu dieſer Frocs Stel⸗ lung genommen und zwar war dies and Tage nach den verſchie⸗ deven Verſammlungen, zu denen wahrſcheinlich auch die Ve FEmmlung im Treptawer Park gehörte.“ Der nächſte Zeuge, der ſozialiſtiſche Landtagsabgeordnete Rich⸗ ter, war wöhrend des Januarſtreiks gewerkſchaftlicher Vertrauens⸗ mann und Mitglied der U. S P. Er hat mit dem Perteivorſtand der S. P. D. verhandelt und ſagt aus: Ebert hat damals ausdrück⸗ lich erklärt: Der Parteivorſtand würde unter keinen Umſtän⸗ den in die Streikleitung eintreten, wenn mit dieſem Streik pplitiſche Forderungen durchgeſetzt werden ſollten. Für ihn kämen kur die wirtſchaftlichen Forderungen auf eine beſſere Ernährung der —— als Gegenſtand der Vechandlungen mit der Regierung in rage. Inm weiteren Verlauf der Verhandlung kam ein Dankſchrei⸗ bien des Reichspräſidenten vom Juli 1919 an den Abgeordneten Scheidemann bei deſſen Rücktritt zur Sprache, in dem ſih der Saß befindet: Nachdem wir Shulter an Sch elter während des Krieges gegen die Gewalttätigkeit des alten Regimes bis zu ſeinem endlichen Sturz gebämpft haben... Der Reichspräſtdent er⸗ klärte hierauf:„Wenn ich das damals geäußert haben ſollte, kann ich ſagen, daß damit an meiner Ste lung zur Landesverteidigung nichts geändert iſt. Sollte ein ſolcher Hinweis in dem Dankſ hreiben ſein, ſo kann er ſich nur auf einzelne Uebergriffe beziehen.“ Hierauf wird die Sitz ing cboebrohen, weil das Gericht ſih noch Berlin in die Wohnung des Reichspräſidenten begab, um dort den Zeugen Syrig mit dem Rei spräſidenten zu konfrontieren. Konfronkakion beim Reichspräſidenten Der Grund zu dieſer Konfrontation bildete die Ausſage Syrigs am erſten Verhandlungstage, daß bei der Verſammlung der Streikenden im Treptower Park ein Teilnehmer Ebert einen Zettel heraufgereicht hätte. Ebert hätte den Satz vollendet, dann den Zettel geleſen und gleich geſagt:„Wenn ein Reklamierter einen Geſtellungsbefehl erhält, ſoll er ihm nicht Folge leiſten.“ Syrig ſelbſt habe zu den Streikenden gehört und auch den Geſtellungsbefehl erhalten, dem er aber nicht nachgekommen ſei. Der Zeuge blieb bei ſeiner Ausſage, auch während des Kreuz⸗ feuers, in/ das er von den Rechtsanwälten Heine und Lands berg genommen wurde. Um dieſe Widerſprüche zu klären fand die Gegenüberſtellung mit Ebert geſtern nachmittag um 5 Uhr in der Wohnung des Reichspräſidenten in Anweſenheit des Gerichts. der Ver. tedigung und des Abg. Dittmann. Die Vernehmung gog ſich bis halb 9 Uhr abends hin. Aus prozeſſualen Gründen kann über ihren Verlauf nichts mitgeteilt werden, da das Gericht erſt die Verleſung des abgeſchloſſenen Protokolls in der heutigen Ver⸗ himdlung in Magdeburg vornehmen wird. Der„Berliner Lokalanzeiger“ will trotzdem über die Verneh⸗ mung erfahren haben, daß der Zeuge Shrig ſeine belaſtenden, Ausſagen nicht nur im vollen Umfange aufrecht erhalte, ſon⸗ dern ſogar noch erweitert habe. vor einem litauiſchen Juſtizmord: Der Pulſch in Memel vor dem Kriegsgericht DBerii, 10. Dez.(Von unferem Berltner Büro). Vor dem Kriegsgericht in Kowno beginnt morgen der Prozeß gogen die 17 Memeler Bürger, die angeklagt ſind, durch einen bewaffneten Putſch vor etwa Monatsfriſt die litauiſche Herrſchaft zu ſtürzen verſucht zu haben. Nach den Schilderungen eines der Angeklagten, dem es gelun⸗ gen iſt, nach Deutſchland zu flüchten, handelt es ſich um ein provokatoriſches Manöver der litauiſchen Regierung zu dem Zweck das Inkraftereten des Memeler Statuts aufs weue zu verzö⸗ gern Nach dem Memeler Statut hätte Memal freie Juſtzzhohelt der Prozeß müßte allo vor den Memeler ordentlichen Gerichten ſtattfinden. Die litauiſche Recerung hat dem durch eine Verord⸗ nug vorgebeugt, die virfügt, daß das Kriegsgericht zuſtändig ſei Sie bat ſich bereit erklärt. zuzuſichern daß den 4 Reichsdeutſchen ugter den Angekbagten ein reichsdeutſcher Verteidiger beigegebn und daß auch die Möalichkeit einer Berufung an das Memeler oberſte Tribunal gewährt werden ſoll Heute nun iſt non der litaui · ſchen Regierung die Milteilung eingegangen. wonach das Kownber Wericht die Zulaſſung des reichsdeutſchen Verteidigers ab⸗ lehnte. Es ſteht zu befürchten, daß auch die zweite Zufage der Be⸗ rufungs'nſt rückaaängig gemacht werden wird. Die deutſche Regierung hat gegen dieſes Verfahren er⸗ neut Proteſt eingelegt. Paris, 11. Dez. Ddem„Journal“ wird aus Zarragotta gemel⸗ der, daß die dortige Polizei ein Kampfott aufgeſpürt habe und ein Waffenlager non 595 Bomben, 580 Sprengkapſeln, 60 Kilo ⸗ gramm Dynamit und 30 Revolvern enkdeckt habe. Die ſpaniſche Ciquidction in Nord⸗Marokko Während ſich in Spanien ſelbſt allem Anſcheine nach ein Uebergang von der Diktatur des Direktoriums zu amigermaßen ner⸗ faſſungsmäßiagen Zuſtänden vollzieht. geht auf marokkanit“em Bo⸗ den der Rückzua der ſpaniſchen Kräfte mühſam por ſich. Ende Orto⸗ ber befand ſich in oder bei Scheſchuan das nach ungeheuren Müben und Verluſten erreicht worden war, eine Streitkraft von 15 000 Spaniern. Damals begann der Rückzua und von den 15 000 ſind noch 9000 unterweas. Die ſpaniſchen Verluſte an Offizieren und Mannſchaften waren bisher ſehr ſchwer und werden weiter ſchwer ſein. Nicht nur die unaufhörlichen Anariffe der Riffkabilen reißen Lücken in ihre Reihen. ſondern auch ſeuchenartia auftretende Krank⸗ heiten. Der Rückzua beweat ſich auf Tetuan zu. Die Spanier wiſſen daß das Schwerſte vielleicht noch vor ihnen lieat. Sie werden rechts und links von der Rückzuasſtraße unausgeſetzt von dem Feinde an⸗ geariffen. In der Nähe von Tetuan aber ſtehen ziemlich ſtarke Kräfte der Riffleute. die nur darauf warten. bis ſich die ſpaniſchen Me lape in Msi.iiuroſito nnr 5 * r 2 vdo in 45. yn biꝰ It * ν Feeuts * 4 4 e, F. 1 7 4 7 o Srrre 5 fustd 0* 8 ee 2 ˖ 5 K eee eeee— guνινε, ονe. 4 8 eee 3 Freh⸗—— N 77 225 ene 8 0 8 efge en 5 1 Huid 85 15 N fele 4 757 S, A 8 + Mveros J— Sueine es f. 1 3 8 79 8 8 F Aeache ne we, 6 1 0 kurutot e, N% ee, * ereeeecen, chechauen enbuu, N e rar Vibeolun. amin mrn 1 4 V Aine, al oiia Sonien Ne, + 7 Frihtss. 05 0 1 æurueigegungom ſun, Truppen der Stadt Tetuan nähern. Dann werden ſie ſich, ebenfalls an dem Keſſeltreiben gegen die Spanier beteiligen. Schon jetzt zeigen ſie ſich häufig genua dicht an den Mauern von Tetuan und das Aero⸗ drom in der Nähe der Stadt iſt ſchon wiederholt der Gegenſtand ihrer heftigen Angriffe geweſen. Von Taa zu Taa wächſt die Anariffsluſt und die Zuverſicht der Riffkabilen. Sie ſind von dem Bewußtſein durchdrungen, dan die Spanier fertia ſind. In ſehr vielen Fällen iſt es dieſen nur durch Zalhluna eines hohen Löſegeldes möalich geweſen, eilndelne Poſten und Lagerbeſtände aus den Griffen der Riffleute zu befreien. Es deutet alles darauf hin, daß die Marokkaner ſich nicht mit dem Nadel⸗ ſtichkampf beanügen werden. den ſie bisber ſo erfolareich gegen die Sranier geführt haben. Sie haben vielmehr die Abſicht. Tetuan ſelbſt anzugreifen und ſie balten ſich für ſtſark genug. um die Sranſer auch bier zu vertreiben. Die Friedensverhandlungen. die einmal eine Zeit lana von Primo de Rivera mit Ahdel Krim geführt worden ſind, baben ſich länaſt zerſchlagen. Die Bedinaungen, die der Führer der Riffkabilen oeſtellt hat, müteten dem Stolz der Sranier doch zu viel zu. So wird die Hage in Nord⸗Märokko weiter auf die militäriſche Entſcheidung gedellt bleiben. Den Anaxiffsrlänen der Marokkaner auf Tetpan ſtelt Primo de Rivera den Plan gegenüber, eine ſtarke Nerteidiaunasfinie zwiſchen Tetuan und Alca⸗ar an der Straße von Gibraltar zu ſichern. Aber es fra⸗t ſich ſehr, ob er dieſen Nlan an⸗ geſichts der großen Aktivität der Marokkaner durchführen kann. die Lage in Ralro Der porſamenforiſche Ansſchuß der Wafa hat beſchloſſen, die Frage der Einberufung des ärotiſchen Narlomern er Eniſcheidung 35 Fuad zu überlaſſen, der der Verteidiget der Verfaſ⸗ una ſei. Omar Touſſonn, ein Verwandter des Königs Fuad, erklärte in einem Interview mit einem Reutervertreter: Er beklage die Ermordung des Sirdars, betrachte aber die britiſche Forderung als übertrieben und als Zeichen dafür, daß Großzbritannien de Mächte beſchütze, um die ſchon früher gehegten Pläne zur Durch⸗ führung zu bringen. Er bedauere, daß es in Aegypten Miniſter gebe, die bereit ſeien, unter ſolchen Uwſtänden die Amtsgeſchäfte zu führen. Es würde beſſer geweſen ſein, wenn man es Groß⸗ briteanien überlaſſen hätte mit Gewaltanwendung fortzu⸗ fahren. Ismal Sedky Taszga iſt zum Miniſter des Innern ernaant worden. Dasz Blatt„Ahram“ meldet: Es ſei beſchſaſſen worden, einen Aegypter zum Sirdar der ägyptiſcken Armee zu e⸗nennen. Reuter bezeichnet diefe Meldung als anſcheinend nicht unbegründet Das zaghluliſtiſche Blatt„Balogh“ meldet: Zwiſchen den Libern⸗ ſen, den Konſtitutionollſten und den Nationalen ſei eine Verein⸗ barung gelroffen mworden, bei den nächſten Wahlen die Anhänger Jaghluls zu bekämpfen. die Fraſe der Rontrollkommſſſionen Nach dem amtlichen Kommunique über die Geheimſitzung dꝛs Völkerbundsrates zur Frage der Kontrolkkommiſ⸗ ſionen iſt nur ein vorläuflger Meinungsaustauſch darüber gefüh! worden, welche Länder die Präſidenten der einzelnen Kommiſſie nen ſtelben ſollen. In gut unterrichteten Kreiſen verlautet jedoch, daß eine Entſcheldung über die Perſon der Präſidenten noch nicht ge⸗ troffen worden iſt, daß aber die Länder beſtimmt werden, die Pꝛäſi⸗ denten ſtellen ſollen und zwar für Deutſchland Frankreich, für Oeſter⸗ reich Belgien, für Ungarn England und für Bulgarien Schweden. Neue polnſſch⸗ruſſiſche Iwiſchen älle Wie der„Kurfer Poranny' meldet, hat der Führer der Grenz⸗ abteilung der Sowjets an der Grenze des Wilnagebietes dem Kommandanten der polniſchen Grenzwache in äußerſt ſcharfer Form eine ſchriftliche Erklärung überreicht, daß die normalen Grenzbeziehungen mit Polen als abgebrochen zu he⸗ trachten ſeien. Die polniſchen Behörden haben daraufhin Verſtär⸗ kungen an Grenztruppen herbeigezogen. Im Kreiſe Walng wurde ein Sowjetagitator verhaftet, bei dem man wichtlge Dokumente ge⸗ funden haben will. Trotzkis politiſche Rrankheit (Spezialkabeldienſt der United Preß) Moskau, 10. Dez Vier Aerzte Trotzkis veröffentlichen ein Kommunique, in dem ſte feſtſtellen, daß Trotzkis Geſ ndheitszu⸗ ſtand die ſofortige Abreiſe aus Moskau nach dem Kaukafus notwendig mache. Trotzki leide an Fieber, das als die Nachwirkung einer Grippe angenommen wird, die ſich über mohrere Monate hiu⸗ gezogen hat. Das Kommunique ſagt weiter:„Trotzkis augenblickliche Krankheit iſt die des vorigen Jahres.“ »Die inkerallilerte Militärkonkrolle. Zwei Mitglieder der“ inter⸗ alliierten Militärkontrollkommiſſion, ein engliſcher Major und ein frunzöſtſcher Kapitän haben dieſer Tage in Begleitung eines deut⸗ ſchen Verbindungsoffiziera Erhebungen bei— in Herford ſtationierten Schutzpolizei angeſtellt. Die Prüfung hat zu keinerlei Beanſtandungen Anlaß gegeben. Donnerstag, den 11. Dezember—— Beachtenswerte Wahllehren RNiederlage der Dänenpartei Die Dänenpartei in Schleswia⸗Holſtein. die ſich aus durchſichin, Zweckmäßigkeitsgründen barmlos»Schleswiaſcher Verein de 4 hat gegen die Wahl am 4. Mai eine beträchtliche Nie äh⸗ laae erlitten. Damals erlanate ſie insgeſamt 7700 Stimmen.—— rend ſie diesmal bei der Reichstaaswahl nur noch 5085 Sene bherausholte, bei der Landtaaswahl noch weniaer. Die Neicne wahlzahlen miteinander veralichen. ergeben ein diesmaliaes 0 7 von 2515 Stimmen. oder nicht weniger als 35 Prozent Stimm 7 verluſt. Auf die Stadt Flensbura,. die die däniſche Minde deit zuweilen ſbhre ⸗Hochburg“ zu benennen beliebt. weil do meiſten Stimmen für ſie aufoebracht werden. entfällt ein e menverluſt von rund 1000(3304 aegen 4258 am 4 Mai), 91f den Landkreis Flensburg, in dem die Dänen am 4. Mai mit Stimmen die zweitſlärkſte Poſition batten. entfallen diesmal Stimmen alſo 251 weniger. und das trotz dem rührenden Lie 7— werben und den Anſtrenaungen der Dänen in der Landſchaft Ana di In Stadt und Kreis Schleswia betrua die Zabl der im Mal für Dänen abaegebenen Stimmen 334. jetzt 367 Im Kreis Südtond brachten die Dänen im Mai 458 Stimmen auf nun 293. drend⸗ Kreiſen Eiderftedt und Hufum. in denen man. wie im Kreiſe S tondern. gern an der Frieſen Herz appelliert. hat man am 7. 2. zember aanze 82 Stimmen erzlelt. gegen 220 im Mai. das ſind 1 über 50 Prozent weniger. Und in den holſteiniſchen Krelen in denen im Mai für die Dänen abaegebene, verhältnismäßig be Stimmenzahl zum Teil wohl auf Verkennung des„Schleswiaſech Vereins“ beruhte, ſind die Dänen bei der Dezemberwahl ſchwer vo Stuhl aefallen: auf mehr als 50 Stimmen brachten ſie es nur no im Kreiſe Stormarn und im Stadtkreis Kiel. lel Man erſieht aus der Niederlage der Dänenpartei zweierke, erſtens. daß die geruhla und möclichſt ſachlich betriebene Arbeit 93 deutlchen Schleswiger⸗Holſteinertums aegen die 5 national⸗däniſches Empfinden und däniſche Kultur eingeſtellte Pr vacanda der Dänenrartei von Erfolg bealeitet war. zweitens. den je mebr wir uns— 3. B. durch Beruhiauna der äußeren und innere deutſchen Politik. durch die Feſtigung der deutſchen Währung 2 die ſicheren Unterlagen der deutſchen Wirtſchaft— von der dem Dg nemtum ſüdlich der Grenze aünſtig geweſenen Konſu nkturge entfernen. ein gewiſſes, ſich in erſter Linie wohl aus den wirtſcha. lich ſchwachen Stäpden rekrutierendes Mitläufertum der Da nen von dieſen ſich abſondert. Dieſer Ernüchterung und Beſinnung erfreut man ſich von Herzen, ohne für die Zukunft in der deu Nordmarkarbeit die Hände in den Schoß legen zu wollen. Adolf Gregori Rendsburgh. r. 0 Der Ruck nach rechts in Sachſen Aus Dresden wird uns geſchrieben: Die Wahlen in Sache laſſen einen klaren Ruck nach rechts erkennen. Eine Geger übe ſtellung des Geſamtergebniſſes von ganz Sachſen ergibl einen nichtſozaliſtiſchen Vorrang von 100 977 Stzumen. Hierbei ſin die Stimmen des Zentrums, der verſchiedenen Aufwertungspartenen, der Völkiſchen vollkommen unberückſichtigt geblieben, mit deren Ein berechnung der Vorſprung ſogar auf 200 000 Stimmen gewa 15 wäre. Das drſickt ſich auch unzweideutig in der Zahl der Ab geordneten aus, die von ganz Sachſen in den Reichstag geſch werden Waährend am 4 Maf 19 Sozianſten, 19 Neſſoz alſeg gegenüberſtanden, hat diesmal die Wahl 21 Nichtſozia'iſten und 89%liſten ergeben. Im eintelnen dürfte das Bild folgende ausſehen. 15 Sozialiſten(13), 9 Deutſchnatſonale(), 4 K mim nilen(). Deuſhe Voltspaktei(), Nafioneſſ zialiſten 1 0% Demakraten 3(), Mirtſchaftspartei 2(). Damit het der Aplg an die Wähler, wenigſtens für Sachſen, eine klare E iſch idung na⸗ rehts ißllt Peſonders intereſſant wird des Mebſeng huta, wen man Berechnungen darüber anſtellt, wie bei gleichzeitigen Landtagswahlen de Parteiverhältniſſe im Landge ſi. ändert hätten Der neue Landtag hätte folgendermoßen ausg ſeher Sazialiſten 34(40), Deutt)nationale 19(20), Deutſche Nolksparke 19(15), Demokraten 8(). Nationelſosafiſten 3(). Wirtt ats⸗ partei 5(O, Kommuniſten 11(10). Auch hier ſind alle Spf'tterpar⸗ tefen nicht eingerechnet. während bei einer Berückſichtigung de Partezen ſich doch innerbalb der bürgerlichen Parte en eine ſe⸗ nicht untbeſentliche Verſch'ebung nach rechts ergeben bätte. mucß derüceſt Itiat werden, daß bei einem Wahlkampf in Sa er nach rein ſächſiſhen Geſichtspunkten der Zwieſpalt innerhalb 17 Sazaldemakrat'e ſich ausgerurkt urd der Soziardemokrali⸗ 71 1 gröbete Munden gelAaben hätte. ola es ohbehin ich en, mit Ra ſt auf das Geſamtergebnis geſchehen iſt. haupten. dia die ſchönen roten Tage norüber ſind. Neuer Schiedsſpruch für oͤen Ruhrberobau An den geſtrigen Verhandlungen über die Verbind ihle e klärung des Schiedsſpruches im Ruhrbergbau vom i0 November nahnſen auch Vertreter verſchiedener Reichsm! 05 ſterien, des preußiſchen Handelsminiſtertums ſowie die Schache, Rheinland⸗Weſtfalens teil. Die Verhandlungen, die von Oberr 97 rungsrat Mewes geleitet wurden, führten zu keinem Creebr, 5 Der Neichsaxbeitsminiſter lehnte darauf die Verbin dlich, in Sachſen endgültl! keitserklärung des Schledsſpruches ab und beſtellſe einen ſonderen Schlichter in der Perſon des Präſtdenten der Rei hsar 60 berwaltung, Dr. Syrup. Als neue Einigunesvertuche ſeke terts wurd' geſtern abend folgender Schiedsſpruch feſtge tzt: 10 Vam 1. Dez ab erhöhen ſich die Lihre der Loßnordnung lgt A. Für Zimmerbauer van 5 60 auf 6 10. B. Für angelen Arbeiter von 5 90 cuf.65. C Für ungelerrt⸗ Arbeſter von 5 auf 5 13 Die dazwef hen ſiegenden Tar ſſcichtlöhne ändern ſieh eu, Ipre hand. Die ſüdiichen Randzechen. de die bieherigen Snd löhne um 5 bezw. 8 Prozent unterſchreſten, dürſen ab 1. De n dauen CLößme im 6 bezw. 9 Prozent unterfbreiten. Die können erſtmals Erde Febrwar nächſten dehres gelündie! wern Die Kſindeaung des Mehrheitszeitablommens iſt zurückgenen worden. Die Partefen werden bis 13. Dez. zu dem neuen S ſyruch Stellung zu nehmen haben. Lethte Meldungen Erkrankung herriots 5 V. paris, 10 Dez(Von unſ. Pariſer Vertreterh. Fifolge auf Erkrankung des Miniſterpräſidenten ſind alle Empfänge bis weiteres abgeſagt. Die für morgen angeſetzte Beratung ger⸗ Kommiſſion für auswärtige Angelegenheiten wurde verſchoben. 5 riot leidet an einem ſehr ſchmerzhaften Gelenkrheum tismus. 0 dig⸗ Schonuna und Ruhe ſind bei dem gegenwärligen Zuſtand notwen In den Abendſtunden wird eine Zunahme des Fiebers gemeldet. * Die Senalswahlen in Danzig m „O Danzig, 11. Dez. Die Freie Stadt Danzig wählte 8— Mittwoch die bisherigen amtierenden 8 Senatoren neu zahl nahm gleichzeitig mit 72 von 73 bürgerlichen Stimmen die Sahm des Senatspräſidenten Dr. Heinrich Sahm vor. begleitet dieſes Amt bereits ſeit 1920. Die in der Oppoſition 10 lichen Sozialdemokraten enthielten ſich bei der Wahl der Ab mung. Raubũüberfall auf ein Bankhaus ude Al Duisburg. 11 Dez. Ein dreiſter Raubüberfal! 1 5 am Dienstag abend auf ein hieſiges Bankhaus ausg führ aft⸗ der 66 Jahre alte Kaſſterer gegen 9 ein Viertel Uhr die Geſe) gu⸗ räume verlaſſen wollte, wurde er im dunklen Hausflur in dem zen⸗ genblick, ols er die Haustür öffnen wollte, von drei Männern, niriß· fallen. Während einer der Täter ihm den Schlüſſelbund 86b feſſelten die beiden anderen ihn mit Stricken an Händen und 9 aller Die Räuber ſchlugen dann den Geldſchrank auf und eninahmen, ſelt Bargeld. Dem Ueberfallenen gelang es ſchließlich, ſich ſeiner Woaten teilweifs zu entledigen und Hilfe herßeizurufen. Die Täter 1 aber nicht mehr zu ermittelnn. Daher darf man getro“ 1 7 Sorerrersse D e rrr r Errrr T en * + 422 Ke „Dennerstag, den 11. Dezember 1924 4 Seie. Nr. 78 Kurpfälziſche Stimme zu den Wahlen vor 125 Jahren Die nachfolgende Reminiszenz, die wieder einmal Ben Akiba recht gibt:„Alles ſchon dageweſen!“, ſogar„patrio⸗ tiſche“ Wahlkandidaten, dürfte auch nach den Wahlen mit Intereſſe geleſen werden. Schriftleitung. „Es gibt ſchließlich auch unter einer Wahlkampf⸗Sonne nichts —— as Schlagwort, mit ſeiner mehr oder mind er ſtarken ſug⸗ 0 den Wirkung auf die breite Maſſe, iſt nicht erſt ſeit geſtern oder all etwa den Hottentotten⸗Wahlen ein Kautſchukbegriff mit dem ſich und nichts beweiſen läßt. Und die Sirenenklänge vom Vater⸗ ſchon das angeblich immer über der Partei ſteht, hat bekanntlich —— lener Eicero mit ſeinem:„Quo-usque tandem—— wir⸗ 5 Nvoll zu ſchalmeien vermocht. Seitdem iſt die Macht der Alane wohl kaum weniger verführeriſch geworden, weil ja über Geſchehen zu phosphoreszieren pflegt. Trotzdem iſt es nicht 35 Intereſſe„Ein Wort von Jahann Daniel Pack an Bine Mitbürger wegen den bevorſtehenden ahlen“ unter den aus ſeiner 125jährigen Verſenkung hervorzuholen, das End Nachbarwirkungen der franzöſiſchen Revolution gegen ged e des 18. Jahrhunderts bei Jacob Chriſtian Kolb in Frankenthal oruckt und zu haben war: Die Wahlzeit, Bürger, rückt heran. Seht, prüft und wählet gut! Gebt jedem Amte ſeinen Mann, der es, wie recht, verwalten kann, Der ſeine Pflichten thut. Dem Schmeichler gebet kein Gehör, ob er gleich noch ſo ſpricht! Der Kerl ſchnappt nur nach eigner Ehr. Iſt er's, ſo kennt er niemand mehr. Ihm gebt die Stimme nicht!l Des Eigennutzes feilen Selav Beſichtiget beim Licht. Er nimmt euch, Bürger, diebiſch her, Er zwackt bis euch der Beutel leer. Ihm gebt die Stimme nichtl Dem Schreier gebt, bei Leibe, kein Amt Denn wißt ihr was geſchieht? Er hängt des Gleißners Mantel um ſund wird gleich einem Hunde ſtumm, Wenn er den Gegner ſieht. Verſchwender jaget von dem Fleck, ſie haben kein Gewicht! Ein Lump, der für ſich ſelbſt nichts taugt iſt, wo man Ehrenmänner braucht, ein ſchon erloſchnes Licht. Hinweg mit jedem Wetterhahn, der nach dem Wind ſich dreht! Der mit veränderlichem Sinn, ſich dahin lenkt, wo ſein Gewinn, 55 und wo der Lockhahn kräht. Behauptet euer Bürgerrecht, geht muthig an das Werk;: habt biedern Sinn, Rechtſchaffenheit, vielfach erprobte Redlichkeit zum ſteten Augenmerk! Die Wahlzeit. Bürger, rückt heran. Seht, prüft und wählet gut! Gebt jedem Amte ſeinen Mann, der es, wie recht, verwalten kann, Der ſeine Pflichten thut. an Das Vaterland geht bekanntlich über die Partei, lies:: Ran undie Futterkrippel“ Sagt an, was heißt ein Patriot, Wie ſoll ich ihn erkennen? Wer unter uns darf ſo vor Gott, Vor Gott und Volk ſich nennen? Schön iſt der Name, das iſt wahr. Doch mancher, mancher macht es klar: Der Nam iſt nicht die Sache! Ein Patriot iſt, wer im Land von ſeiner Arbeit lebet, Und in des Staates Glück und Stand Sein eigen Glück verwebet. Der gegen alle redlich denkt, und ſich mit Leib und Seele ſchenkt dem zugeſchwornen Bunde. Er will nicht mehr als andre ſeyn, doch allen will er gleichen. Kein Stolzer darf ihn je bedräu'n, Kein Blöder darf ihm weichen. heutige Jugend iſt unſere Hoffnung für die Zukunft. . klene Monnbeimer Zeltung(ntitag· nusbobe) Ihr, die ihr an Befehl gewöhnt, auf andre herriſch niedertönt, Könnt ihr die Freiheit lieben? Ein Patriot, ihr Heuchler, iſt kein doppelſinnig Weſen. Ihr könnt in ihm zu aller Friſt die gleiche Treue leſen. Er ändert nicht in kalt und heiß, iſt nicht heut Franke morgen Preuß, dann Britt' und wieder Franke. Der Patriot iſt nicht ein Mann, der nach der Laune ſchwäzet, Nach Eigennutz und Eigenwahn der Zeiten Dinge ſchäzet. Er ſchauet nicht in weicher Ruh dem Ringen ſeiner Brüder zu, um Beifall nur zu klatſchen. Er bringet nicht mit Prälen her gezwungne karge Gabe: Am Bundaltan bietet er Großmüthig Gut und Habe. Es giebt und fordert keinen Lohn, Ihn lohnt die ſtolze Freude ſchon Dem Vaterland zu dienenl K. J. Grün(Berlin). Staͤdtiſche Nachrichten Aus der evangeliſchen Rirchengemeinde Der Kirchengemeindeausſchuß der evangellſchen Kirchengemeinde hielt am 9. Dezember in den Sälen der Chriſtuskirche ſeine erſte diesſährige Sitzung nach den Ferien ab. Stadtpfarrer Renz begrüßte die zahlreich erſchienenen Mitalieder, insbeſondere die beiden neu berufenen Geiſtlichen der Friedenskirche. Stadtpfarrer Beunder und Walter. Die Mitalieder der Vertre⸗ tung folgten mit aroßem Intereſſe den einmütig verlaufenden Ver⸗ handlungen, die in der Hauptſache zwei für das Gemeindeleben äußerſt wichtige Vorlagen zum Gegenſtand hatten. Es bandelt ſich dabei um die Neuerrichtung von zwei weiteren geiſtlichen Stellen. eine Pfarrſtelle für die Lutherkirche und eine Vikarſtelle für das Evang. Jugendamt. ſowie um die Einführung eines evangeliſchen Gemeindeblattes für Groß⸗Mannheim. Die Klagen darüber, daß einzelne Pfarrbezirke viel zu umfang⸗ reich ſeien ſind nicht neu. Die arößten Bezirke beſtehen an der Lutherkirche, wo jeder der beiden Pfarrer alliährlich oft mehr als 200 Konfirmanden zu unterrichten und zu konfirmieren hat. Die Erteilung des Unterrichts iſt für die beiden Geiſtlichen. die in den übergroßen Bezirken ſchon durch ihre übrigen Amtspflichten ſtark in ſtung. Die Errichtung einer dritten Pfartrei kann da⸗ ber nicht weiter aufgeſchoben werden. Bei den Verhandlungen fan⸗ den die Gründe zu dieſer Maßnahme allſeitige Anerkennung. Die Errichtung einer beſonderen Vikarſtelle für das im Jahre 1920 gearündete Evana. Juaendaznt hat ſich durch das überaus umfangreiche Arbeitsgebiet dieſer Wohlfahrtsſtelle ergeben. Die Tätiakeit des Jugendamts erſtreckte ſich hauptſächlich auf die Fürſorge für kranke und erholungsbedürftige Kinder. Beſchaffung von Pflegeſtellen. Jugendaerichtshilfe. Arbeitsvermittlung, Fürſorge für Zu⸗ und Auswandernde, Schutzaufſicht, ſowie auf die Hilfe bei den vielfachen wirtſchaftlichen, ſittlichen und religiöſen Nöten. wegen der das Jugendamt von Eltern, Fürſorgern und den Jugendlichen in überaus vielen Fällen in Anſpruch genommen wird. In beſonderem Maße bringt die Unterbrinaung von erholunasbedürftigen Kindern auf das Land. wobei mit der Schularztſtelle und der Schule ſelbſt Fühlung zu nehmen iſt, viele Arbeit mit ſich. Angeſichts der heutigen Notſtände iſt es ein Gebot der Stunde. die charitative und die be⸗ wahrende Fürſorae für die Jugend möalichſt auszubauen, denn die Die Zuſtim⸗ mung zu der Vorlage wurde aus dieſem Grunde mit Freude erteilt. Der letzte Punkt der Tagesordnung, die Gründung eines Gemeindeblattes, die immer wieder verſchoben worden iſt, aber jetzt zur Tat werden ſoll, fand das beſondere Intereſſe der Ver⸗ ſammlung und wurde einſtimmia genehmigt. Das Blatt ſoll wöchent⸗ lich erſcheinen und allen evangeliſchen Familien ein Halbjahr lang unentgeſtlich zugeſtellt werden. Daß heutzutage viele Familien über⸗ haupt nicht in der Lage ſind, ſich eine Zeitung zu halten. iſt ein be⸗ ſonders wichtiger Grund für die Einführung des Blattes. Da mit einer hohen Auflage zu rechnen iſt, kann der Bezugspreis, der vor⸗ ausſichtlich nach Ablauf des erſten Halbjahres erhoben werden wird. nieder bemeſſen werden. Bedürftige Familien ſollen das Blatt un⸗ entaeltlich erhalten. Es war beabſichtiat. das Gemeindeblatt den Ge⸗ meindemitaliedern auf den Weihnachtstiſch zu legen, jedoch können die verſchiedenen Schwierigkeiten nicht ſo raſch behoben werden. Anſpruch genommen ſind, eine die Kräfte allzuſehr aufzehrende Lei⸗ f˖ Die Mannheimer Indexzahl. Nach Mitteilung des Städt. Nachrichtenamts beträgt die für den 10. Dezember berechnete [Teuerungszahl Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung und Bekleidung) 141.06 Mark. Setzt man die eytſprechende Vor⸗ kriegszahl(114 59 M. gleich 100), ſo erhält man die Inderziffer 123,1. Da am 3. Dezember die Indexziffer 123,3 betrug, iſt vom 3. bis 10. Dezember ein Rückgang um 0,1 Prozent eingetreten. Der Rückgang iſt auf die Ermäßigung der Preiſe für Käſe und Heringe zurückzuführen; andererſeits hat der Preis für Schweine⸗ fett etwas angezogen. » Die Verkehrszählung an der Friedrichsbrücke hat heute früß 5 Uhr ihren Anfang genommen und wird für den erſten Tag um 9 Uhr abends e ſein. Da es ſich diesmal darum handelt, feſtzuſtellen, inwieweit eine Brücke gegen das Krankenhaus zu die Friedrichsbrücke entlaſten würde, werden anders als bei der Zäh⸗ lung im Mai alle Fuhrwerke(Kraft⸗ und Pferdefahrzeuge, Rad⸗ fahrer und Handkarren) angehalten und nach Abgangsort und Ziel gefragt. Eine ſolche Ermittlung wäre bei den vielen tauſend Fuß⸗ gängern praktiſch undurchführbar, und ſo wird deren Zahl nicht durch Eintrag in Liſten(wie die Fuhrwerke), ſondern durch elek⸗ triſche Handzähler feſtgehalten. Immerhin erfordert die Erfaſſung des geſamten Verkehrs, außer den beiden Zählpoſten auf jeder Brückenkopfſeite, je 6 Zählpoſten an jeder der fünf Stra⸗ ßen rings um den Meßplatz, wohin die Kontrolle der Fahrer ver⸗ legt wurde, um an den Brückenzugängen Verkehrsſtauungen zu vermeiden. Das ergibt, die Ablöſungen im Schichtwechſel hinzu⸗ gerechnet, das hübſche Sümmchen von rund 160 Zählern(Erwerbs⸗ loſen), die mit ihren Leitern(Beamten des Tief⸗ und Hochbauamts) und der das Anhalten der Fahrer unterſtützenden Schutzpolizei ein Aufgebot von gegen 200 Mann ausmachen dürften. Die Zähler wurden geſtern nachmittag in der Hauptfeuerwache von Oberbau⸗ rat Zizler zu gewiſſenhafter Erfüllung ihrer Aufgabe ermahnt und dann von Oberſtadtbauinſpektor Enders näher über ihre Obliegenheiten unterrichtet. Heute ſollen die„Ueberläufer“ an einem Markttag und morgen an einem Nicht⸗Markttag gefaßt wer⸗ den. Bisher hat ſich nach unſern Beobachtungen das Anhalten der „fahrenden Leute“ reibungs⸗ und hemmungslos abgewickelt. *Die Ehe⸗ und Serual-Berakunasſtelle hat am letzten Freitag ihre Tätiakeit begonnen. Spezialärzte für Gunäkoloaie. Geſchlechts⸗ krankheiten und Pſychologie baben ſich mit aroßem Intereſſe für die Sache eingeſetzt. Der Aufgabenkreis der Beratungsſtelle, der ſich auf Jugendliche und Erwachſene erſtreckt. iſt in der Preſſe ſchon ex⸗ örtert worden. Jeder Ratſuchende wird zunüchſt von einer Sozial⸗ beraterin empfangen und den anweſenden Aerzten zugeführt. Die Beratuna erfolat koſtenlos. Behandlung kfindet in der Beratungs⸗ ſtunde nicht ſtatt:»ꝛur Behandluna werden die Ratſuchenden an die betreffenden Aerzte verwieſen.— Eines iſt bei der Einrichtung ſolcher Beratunasſtellen zu dedenken und das gilt wie für die anderen Be⸗ ratunasſtellen Hamburg und Berlin auch uns zur Richtſchnur: ent⸗ weder Gediegenes oder gar nichts Nur eine zuverläſſige, auf wiſſen⸗ ſchaftlicher Grundlage aufgebaute Beratungsſtelle vermag Gutes zu wirken. Nur dann erhebt ſich die Beratunagsſtelle über das Niveau eines geſundheitlichen Auskunftsbüros hinaus als ein wichtiges Mit⸗ tel zur Regeneration unſerer Volkskraft und als ein Pfadweiſer zum Aufſtiea der Menſchheit. Die nächſte Sprechſtunde ſindet morgen von—6 Uhr in R 5, 1(Jugendamt), Zimmer 2, Erdgeſchoß, datt. Ein köſtlicher achliſch Wirdsteis Jung und Alit erfreuen. Sie können sich dieses Vergnügen mit Dr. Oeiker's Schokeladenspeise mi gehackten Mandein 18 haufiger ſeisten, weil die Zubereitung billig ist und wenig Umstände erforderi. 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Wohl ſteht nach längerem Schwanken ſeines Bildes he r Geſchichtsſchreibung dieſes jetzt im weſentlichen ſeſt da: Wit önlit was er war und was er nicht war. Kein Großer ſeiner Per⸗ fedleit nach, kein Schöpfer und Wegweiſer in der Geſchichte ſeines t 80 und Landes. Was von ſeinem Wirken geſchichtlich fortgelebt Wiſſe 8 5 ſein Eintreten für die Förderung der geiſtigen Kultur; dar euſchaft und Kunſt ſind unter ihm zu hoher Blüte gelangt. Man kull die Tatſache nicht mit dem Einwand abzuſchwächen ſuchen, diefer Aböhenle Aufſchwung habe nur den Glanz des fürſtlichen Hofes Interen ſollen. Immer iſt die objektive Leiſtung mit dem ſubjektiven als aſle eng verknüpft. Es war ein wertvoller Willensentſchluß, die Mil Theodor ſich dafür einſetzte, ſeine perſönlichen Kräfte und Abe Mittel ſeines Landes hohen kulturellen. Zielen zuzuwenden. tund damit bleibt die Perſon Karl Theodors für uns in ihrer Bedeu⸗ Frieden Hiſtoriſchen befangen. Karl Theodor iſt uns nicht, wie etwa uns tich der Große, eine übergeſchichtliche Weſenheit, er bedeutet mit 5 5perſonelle Symbol ſüdweſtdeutſcher Spätbarockkultur Da⸗ noch delchebt ſich unſere Frage zu der anderen: was iſt uns heute de Kultur der Karl Theodor Zeit?“ lener ir ſind uns ſofort bewußt, welche Tiefe die neueſte Zeit von kerne Rulturperiode trennt. Die hochentwickelte Fähigkeit des mo⸗ ſüblen enſchen, ſich auch in entfernte Zeiten und Kulturen einzu⸗ Nunſt verſteht es dieſe Kluft, beſonders wenn es ſich um Werke der delt, weniger fühlbar zu machen. Aber ſowie man ſene das eigene Leben einſetzen will, wie es am erſten der erke jn 10 ende Künſtler verſucht, wird das Trennende wieder ganz ge⸗ rh ndererſeits ſehen wir im Spätbarock, während uns das 19. undert in ſeinen divergierenden Grundrichtungen ganz unein⸗ in den erſcheint, die letzte einheitliche Kulturepoche. Und hintreibend o der echſelnden Waſſern der Gegenwart ſchauer wir dahin zurück, Adme 5 noch in einheitlichem Laufe floß, ehe er ſich in viele du erte erteilte, deren Zuſammenhang und Syſtem wir noch nicht Die dden vermögen. weiſgte Einheitlichteit der Barockzeit beruhte vor allem in der 9 55 Nar eit der kulturtragenden Schicht. Wir wiſſen, wie dünn dſeeſe ürgert war die höfiſche, adlige Geſellſchaft mit den Teilen de⸗ deiftorreums, die durch geiſtige und artiſtiſche Leiſtungen ſich in den wektendeſchen Kreis vorſchoben. Darunter lag die große Schicht des rte en Volkes, das wertvolles Kulturgut aus älterer Zeit be⸗ und weitervererbte, aber dies noch nicht aus der Tiefe emper⸗ onnte Die obere Schicht befand ſich in gefeſtigter Stellung, denn ſie war mit den Wiſſend hatte er dem Adel 5 auf Gedeih und Verderb verbunden. ie enge Verbindung mit dem angeſtamm⸗ ten Boden durchſchnitten und ihn an ſich gezogen, wo er ihm die⸗ nend Laſt, Gefahr und Verantwortung der Regierung übernahm, aber auch am Glanz eines repräſentativen Daſeins Anteil hatte Indem der Fürſt den oberen Kreis durch eigenes Intereſſe an ſich band, ſicherte er ſich vor Gefahren aus der Tiefe. Dies reale Machtſyſtem rechtfertigte ſich vor ſich ſelber und legaliſterte ſich nach außen, in⸗ dem es Ugeſde eigene Ideologie ſchuf. Der Fürſt wird zum Proto⸗ typ des Zeitideals, er iſt die olute, vernünftige Perſönlichkeit; in ſebupen Abſtande und in privatem Bereiche verwirklicht der Adlige und der höfiſche Biadortge das gleiche Ideal. Damit war eine Lockerung ethiſcher Bindungen und metaphyſiſcher Bezüge ge⸗ jeben, die zu einem dem Syſtem gefährlichen überſteigerten Indivi⸗ ualismus hätte führen können, wenn nicht von der Spitze aus diſ⸗ ziplinierende Lebensformen geſchaffen worden wären. Höfiſches Zeremoniell, ein ariſtokratiſcher Sittenkodex, konventionelle Formung jeder Handlung bis hinab zur Pflege der ſchönen Geſte ſchufen doch nicht nur eine formale Geſellſchaftskultur, ſie griffen auch in die ſeeliſchen Bezirke ein und konnten für eine Weile die fehlenden ethiſchen Bindungen erſetzen. Mit dieſer Zeichnung der ſozialen Struktur der Kulturgeſchichte des Barocks ſind wir da angelangt, wo wir die 8 der objektiven Kulturwerte, insbeſondere Wiſſenſchaft und Kunſt, dar⸗ legen können. Man begreift, daß dieſe, in Verbindung getreten mit einer ſo ſcharf ausgeprägten kulturtragenden Schicht, gewiſſe Verän⸗ derungen, wenn nicht 555 Weſens, ſo doch ihrer Richtung ein⸗ gingen. Weniger grundſätzlich traf das die Wiſſenſchaft. Zunächſt ——5 dei der Auswahl der Gelehrten, die vom Fürſten gefördert werden ſollten, Zufall oder der Wunſch, eine dekorative Perſönlichkeit zu gewinnen. Ebenſo ging die Auswahl der Wiſſenſchaftszweige nicht von planmäßigen Erwägungen aus. Für den Wiſſenſchaftsbetrieb dieſer Zeit iſt das Zuſammentragen des Materials kennzeichnend. Schon von der Renaiſſance leitet ſich die fürſtliche 1— her, Koſt⸗ barkeiten und Raritäten oft merkwürdigſter Art zu ſammeln. Von der ehemaligen Kunſtkammer hatten ſich dann die Sonderſamm⸗ lungen gbgeſpalten. Ein Naturalienkabinett etwa und eine Gemälde⸗ galerie gehörten zu einer fürſtlichen Hofhaltung. Jene in Richtung auf das Koſtbare und Seltſame zu vervollſtändigen, war die Aufgabe ſeiner gelehrten Verwalter, ihre wiſſenſchaftliche VBeurbeitung meiſt deren Privatangelegenheit. So verliert die Tatſache ihr Befremd⸗ liches, daß Karl Theodor den Florentiner Collini zum Vorſtand des Naturalienkabinetts machte und ihn auch zum Hofhiſtoriographen ernannte. Für die Geſchichte des fürſtlichen Hauſes und des Landes Material zu ſammeln, wurde eine Aufgabe, die ehenſo dem In⸗ tereſſe des Fürſten wie der Wiſſenſchaft dienſe. Man weiß, daß D. Schöpflins pfälziſche Geſchichte nicht über die Anfänge gedieh. Eine bedeutende wiſſenſchaftliche Tat wor Lameys Herausgabe des Lorſcher Urkundenkodex, wohl die beſte Frucht der kurpfälziſchen Akademie der Wiſſenſchaften. Ein wirklich ſachliches Intereſſe Fun am Mannheimer Hofe für Aſtronomie und Botanik beſtanden. Letz⸗ tere ſchien dem vernünftigen Begreifen und Syſtematiſieren am wenigſten Schwierigkeiten zu bereiten. Nicht umſonſt hat man den Denker des„Natürlichen Pflanzenſyſtems“, Lian, einen Chrenplaß im Schwetzinger Tempel der Waldbotanik eingeräumt.— Faſſen wie zuſammen: die Wiſſenſchaft wird am Hofe der Spätbarbckzeit um mittelbarer Zwecke willen gefördert, als Ziel iſt ihr in Fortſetzung fürſtlicher Tätigkeit die Sammlung von Material vor allem geſtelll. Weit enger als die Wiſſenſchaft iſt die Kunſt in den Berei des höfiſch⸗ariſtokratiſchen Lebens gezogen worden. Im Hochbars hatte man ihr die Aufgabe zugewieſen, Perſon und Inſtitution des abſoluten Herrſchers mit ihren Mitteln zu erhöhen. r an den Hof verpflanzte Adel wurde für die Aufgabe ſeiner Freiheit damit entſchädigt, daß er an einem durch die Kunſt gehobenen Daſein An⸗ teil haben durfte. Willig fügte ſich jene der Aufgabe. Architektm, Malerei und Plaſtik gingen eine enge Verbindung ein, die dos Leben der oberen Zehntauſend in ihren reichen Rahmen faßte. Sie verlor mit dieſer Zweckſetzung an Originalität und Qualität, hielt aber ſich und die getragene Schicht auf dem Niveau der Eleganz und Formſicherheit. Von Frankreich ihren Ausgang nehmend, fand ſie im übrigen Europa bereitwillige Aufnahme. Im Spätbarock ſpaltete ſich von dieſer hohen Kunſt ein Kunſtgewerbe ab, das, ohne ſcharſe Grenzen gegen jene, das Leben jener kulturtragenden Schichten auf ein bis zum letzten künſtleriſch durchgeformtes Niveau ſtellte. Das iſt jene Einheitlichkeit und Geſchloſſenheit des Stils, die uns, in einer entgegengeſetzten Situation lebend am Spätbarock ſo bewunderns⸗ wert erſcheint. Aber die Breite und Höhe dieſes Kunſtniveaus darf uns nicht vergeſſen laſſen, daß dieſe Kunſt eine dekorative iſt, aus der ſich große Leiſtungen nur ſelten erheben. Die Architektur hat im Fürſtenſchlkoß des Spätbarock einen Bautypus geſchaffen, aus dem heraus auf deutſchem Boden Meiſter⸗ werke entſtanden ſind. Das ſpätbarocke Schloß iſt die Stein gewor⸗ dene Lebensform des abſoluten Herrſchers: mit ſtrenger Konzen, tration auf eine kubiſche Bauform ſammelt die Architektur alle Azzente auf den Mittelbau und entſprechend führt ſie im Innen⸗ bau den Raumzug mit unwiderſprechlicher Logik auf den Thronſaal zu. Was ſie zm Adelshaus geſchaffen, iſt ebenſo zukunftsvoll ge⸗ worden: im Außenbau Geſchloſſenheit des Körpers, ſparſamſte Ver⸗ wendung des Dekorativen, im Innenbau in Raumform und folge die Formung repräſentativen, dem Lebenskampfe entrückten Daſeins Wie unmittelbar dieſer Schloßbau und Adelshaus in neueſte Zeiten fortwirken, zeigt ein Blick in unſere Architekturzeitſchriften. Da ſebt etwa der Typ des barocken Flügelſchloſſes in einem induſtri Verwaltungsgebäude weiter. Mit gleicher Strenge führt die Naum, folge zum großen Mittelſaal: einſt Thranſgal der indinfdueſſen 4. Seite. Nr. 576 Reue Mannheſmer Jeſtung(Mittag⸗Ausgabe) Donnerskag. den 11. Dezember 1924 * Die Bautätigkeit in Mannheim. Wie uns das Städtiſche Nachrichtenamt berichtet, wurden nach den Erhebungen der Orts⸗ baukontrolle anläßlich der Rohbaureviſionen im Monat Novem⸗ ber zum Teil durch Neubguten, zum Teil durch Umbauten 76 Woh⸗ nungen mit insgeſamt 261 Zimmern neu geſchaffen; die Zahl der Neubauten belief ſich auf 26, die der Umbauten auf 7. Im Oktober beteua die Zahl der Wohnungen 124 mit 399 Zimmern. im Septem⸗ ber 56 mit 294 Zimmern, im Auguſt 68 mit 323 Zimmern im Juli 76 mit 317 Zimniern, im Juni 41 mit 157 Zimmern, im Mai 14 mit 43 Zimmern im April 14 mit 25 Zimmern, im März 32 mit 111 Zimmern, im Februar 10 mit 34 Zimmern und im Januar 9 mit 50 Zimmern. * Die Jahl der Erwerbsloſen. Laut Mitteilung des Städt. Nach⸗ richtenamts betrug am 2. Dezember die Zahl der beim Arbeitsamt Mannheim, öffentlicher Arbeitsnachweis für den Amtsbezirk Mann⸗ heim gemeldeten Arbeitsloſen 8814(7115 mänxliche, 1699 weibliche). Da am 25. November die Zahl der Vollerwerbsloſen auf 8858 ſich belief, iſt eig weiterer Räckgang um 44 eingetreten. Die am 2 Dezember gemeldeten Arbeitsloſen verteilen ſich auf die einzelnen Berufsgruppen wie folgt: Facharbeiter der Metall⸗ und Maſchineninduſtrie 1641. Facharbeiter im Baugewerbe 156, Arbeiter im Verkehrsgewerbe 481, Hilfsarbeiter 3282. Angeſtellte im Handels⸗ gewerbe und in techniſchen Betrieben 1433, ſonſtige Arbeitnehmer 1821. Gegenüber dem 25. November iſt in den Gruppen der Fach⸗ arbeiter der Metall⸗ und Meſchineninduſtrie, der Hilfsarbeiter ſowie der Angeſtellten im Handelsgewerbe und in techniſchen Betrieben ein Rückgang eingetreten; die übrigen Gruppen haben eine kleine Erhöhuna aufzuweiſen. e) Stoffe und Gewebe aller Art, Kleidungsſtücke, Leibwäſche, Schuhwerk, Kopfbedeckungen u. a. mehr, Tiſch⸗ und Bett⸗ wäſche, Uhren, Brillen Küchen⸗ und Speiſegeſchirr, die für den Hausbedarf notwendigen Werkzeuge und fonſtiges Male⸗ rial(wie z..: Nägel, Draht, Bindfaden, Klebſtoff u. ähnl), Löffel, Meſſer, Gabeln und verſch. Hausgeräte. d) Muſikinſtrumente und Zubehör. e) Spezial⸗Handwerkszeuge und das für die einzelnen Hand⸗ werke erforderliche Material. ) Sachen für den Allgemeinbedarf, wie z..: einfache Seifen und kosmetiſche, Parfümerien, Schreibmater alien, Spiel⸗ zeug, Baumſchmuck, verſch. Galanteriewaren uſw. g) Medikamente. Die freie Einfuhr dieſer Gegenſtände wird ſedoch nur unter der Bedingung zugelaſſen, wenn die überſandten Sachen für den Eigen⸗ bedarf des Empfängers beſtimmt ſind, alſo nicht Handels⸗ oder Ver⸗ kaufszwecken dienen. Die angeführten, zur Einfuhr ohne Einfuhr⸗ litzenz zugelaſſenen und für Privatperſonen beſtimmten Gegenſtä rde müſſen nach den Sätzen des Zolltarifs verzollt werden, dabei müſſen getragene Sachen ebenſohoch wie neue verzollt werden. Die Herausgabe von Werkzeugen und Materiaſien ſpezieller Gewerbe an den Empfänger wird nur unter der Bedingung geſtattet, daß der Empfänger eine Beſtätigung des entſprechenden Gewerkſchaftsper⸗ bardes über die Notwendigkeit der verſchriebenen Werkzeuge und Materialien für ihn vorlegt. Zuſammengefetzte Arzneien und paten⸗ tierte Heilmittel werden nur nach Vorweis eines Rezepts des Sow⸗ jetarztes an den Empfänger ausgeliefert. Gewöhnſiche Arzneien, wie Borſäure Chinin, Jod, manganſaures Kal,'pirin. Soda. Heil⸗ her, well infolge der Inftation die hohen Schulden, die auf den meiſten Apotheken laſteten, beſeitigt ſeien und die potbetegeig⸗ mehr die hohen Zinsbebräge erſparten. Auch von ſeiten des uben arbeitsminiſteriums und der Krankenkaſſen wurde hervorgehann daß die augenblicklichen Kramenkaſſenbeiträge untragbar ſeien Arz⸗ herabgedrückt werden müßten. Die Ausgaben der Kaſſen für wel⸗ neien müßten wie alle anderen Ausgaben der Kaſſe ermäßigt chen. den, um das Ziel eines allgemeinen Beitragsabbaus zu errei der Nach dieſen grundſätzlichen Feſtſt llungen konnten die Anträge orlet Apotheker auf weitere Erhöhung der Nrerolare nicht befürw— werden und es kann damit gerechnet werden. daß die Reichsar) taxe 1925 eine weſentliche Steigerung der Arzneipreiſe n1 vorſehen wird. Rommunale Chronſk Bürgermeiſterwahlen in der Pfalz 7 1 Am vergangenen Sonntaa haben in der Pfalz auch die B 65 aermeiſterwahlen ſtattaefunden. Es liegen uns folgende gebniſſe vor: le⸗ Sauſenheim Fritz Fluch(Wiederwahl). Klein baich Fabrikan. Werner Spieß(Reuwal) Albisgeim Mihen, beſitzer W. Schiffer(Neuwahl). Mühlheim a. E. Privatier A Keidel(Wiederwahl). Coloenſtein⸗Heidesheim Schreimen meiſter Jobann Joſeph Büffer(Neuwahl). Großbockenhe Landwirt Karl Klingel(Neuwohl). Kindenheim dakob 9 (Wiederwahl). Oberſülzen Landwirt Friedrich Bahrt(Wiede kräuter. Kaliumchlorat, Chloroform, grüne Seife, Natr'um⸗Sali⸗ zilicum, Kampfer, Glycerin, Vaſeline uſw werden ohne ärztliche Beſcheinigung herausgegeben. Bei Aufgabe eines Pakets muß der Ablender alle für die Ueber⸗ ſendung des Pakets in Anrechnung gebrachten Gebühren bezahlen (die Pakete müſſen alſo franktert werden). Der Empränber des Pakets trägt außer den Zöllen auch die Poſtgebühren für Erledigung der Zollformalitäten in Höhe von 20 Kop., ſowie die Unkoſte“ der Ueberweiſung der Gebühren an das Zollamt in Héhe von 17 Kap., insgeſamt olſo 37 Kop. Im Falle einer nicht friſcgemäßeen Ein⸗ löſung des Pakets durch den Empfünger wird für das Paket auch nach eine Aufbewahrungsgebühr in Höhe von 6 Kopeken je Tag in Anrechnung gebracht. wahl). Dirmſtein Weinhändler Richard Römer(Neuwabl). Le:, mersheim Johann Krück(Wiederwahl) Großkarlbach wirt Konrad Hammel(Neuwakl). Ebertsheim Maſchirenfſhr 1 Veter Jutzt(Peuwahl). Tiefental Mickgel Heck(Neuwabl). Wa! tenheim Wilhelm Sonderſchöfer(Wiederwahl). Hertline hauſen Andreas Lautenſack(Neuwahl). Freinsheim Guts⸗ beſitzer J. K. Becker(Wiederwahl). n Dudenhofen Grundhöfer(Wiederwahh, Ber ghau 100 Peter Schedel(Neuwohl). Heiligenſtein Georg Schall(Neuwaſl) Hanhofen Jakob Hipp, Harthauſen HFeinrih Nal⸗ Völkersweiler Andreas Schilling(Wiederwahh, Silz G wirt Ludwig Nunold(Wiederwohl). Hatzenbühl dekonowie Edard Wünſtel, Fehrbach Karl Helffrich. Münchweiler a. *Das Feſt der ſilbernen Hochzeit begeht morgen Freitaa Herr Geora Becker. Chorſänger i. P. mit ſeiner Ehefrau Henriette geb. Fries. Roſencartenſtraße 14 Desaleichen iſt das Jubelpaar ſeit 25 Jahren Bezieher unſeres Blattes. Wir gratulieren! Verenſtaltungen Theaternachricht. Infolge einer Erkrankung von Ri hard Eggarter erfahren gegenwärtig eine Anzahl von Rollen im Na⸗ tionaltheagter ihre Umbeſetzung, u. a. wird in„Golo und Geno⸗ veva“ der Erwin von Steinbach anſtelle von Eggarter von Walter Felſenſtein geſpielt. GErund⸗ und Hausbeſitzer⸗Verein Auf die morgen 59 7775 e. iler E gareer Tarl Freitaa im Friedrichspark ſtattfindende Verſammluna machen arsberg Jakob Pold, Benningen Landwirt Franz Thiern, wir hiermit ochmalz aufmerkſam. Die Tagesordnung iſt äußerſt Neuausſtellung von Milltärpäſſen. Das Präſidium des Bad. Danzenberg Valentin Kling(Neuwahh, Otterbach wichtia. Außer der Berhandlung der Hypotheken⸗Aufwertunasfrage Kriegerbundes weiſt darauf hin, daß die Neuzuſtellung von Militär⸗ Halfmann, Ratenbach Landwirt Pete: Werle(Wiederwahl) päſſen auf Grund der Kriegsſtammrolle nicht zuläſſig iſt; ſtatthaft iſt nur die Ausfertigung von„Dienſtzeitbeſcheinigungen“, für die Privatperſonen eine Gebühr von.50 M. zu entrichten haben. Be⸗ hörden erhalten dieſe Beſcheinigung zu dienſtlichen Zwecken ge⸗ bührenfrei. Eventuelle Anträge ſind an das Reichsarchiv, Zweig⸗ ſtelle Stuttgart, Gutenbergſtraße 109. zu richten. Beſchleunigung der Schnellzugsfahrzeiten. Mit der Beſſerung der Verhältniſſe ſoll fortgeſetzt bei jedem Fahrplanwechſel auch wieder einer Beſchleunigung der Schnellzugsfahrzeiten näher ge⸗ treten werden, ſoweit dafür eine Möglichkeit gegeben iſt, ein Be⸗ dürfnis beſteht und die Pünktlichkeit im Zugsbetriebe nicht in Frage geſtellt iſt. Winkerſpork und Perſonenautoverkehr. Bei der Oberpoſt⸗ direktion Karlsruhe war vom Skiklub Schwarzwald der Antrag ge⸗ ſtellt worden, eine Ermäßigun g von 50 Proz. bei Benutzung der Poſtperſonenomnibuſſe zu gewähren. Die Oberpoſt⸗ direktion Karlsruhe hat dieſem Antrag aber nicht ſtattgegeben. Sie hat ſich bereit erklärt, den Wünſchen wegen Verkehrserleichterung nach Möglichkeit Rechnung zu tragen und ſie wird, eine genügende Seteiligung vorausgeſetzt, an den Samstagen und Sonntagen Per⸗ ſonenomnibuſſe am Bahnhof in Bühl zur Verfügung ſtellen. Die Jahrſcheine können jeweils Tags zuvor bei Anmeldung der Teil⸗ nehmerzahl zu den einzelnen Anſchlußverbindungen bei der Ober⸗ poſtdirektion in Karlsruhe in Emofang genommen, werden. Eine Ermäßigung der Beförderungsgebühren iſt aber nicht möglich, da die Fahrten bei Schnee und Eis auf der Gebirgsſtrecke einen ſehr hohen Betriebsaufwand erfordern und die Wagenabnützung ebenfalls ſehr bedeutend iſt. Poftſendungen nach der Tſchechoflowakel, die die Bezeichnung Czechei, Tſchechien, Tſchechowien, Tſchecholand tragen, werden von den tſchechiſchen Dienſtſtellen nicht befördert und nach dem Aufgabe⸗ ort zurückgeleitet. Es empfiehlt ſich daher die Bezeichnung„Tſchecho⸗ ſlowakei“ zu gebrauchen. *Brüfung der Lehrerinnen für weibliche Handarbeiten. Gegen Ende des Monats Januar findet eine Erſte Prüfung der Lehrerin⸗ nen für weibliche Handarbeiten ſtatt. Anmeldungen ſind ſpäteſtens bis 2. Januar 1925 beim Miniſterium des Kultus und Unterrichts einzureichen. werden Mitteilungen gemacht über die neugegründete„Landesbank für Haus⸗ und Grundbeſitz e. G. m. b..“ Es wird um recht zahl⸗ reichen Beſuch gebeten. Trippſtadt Adolf Hubert(Wi⸗derwohl) Weiſenheim a. Oberlehrer Jakob Silzer, Kallſtadt. Heinrich Chriſt Wiederwahl, Hochdorf Jakob Hutter(Wiederwahl), Mertesheim Schme unß händler Wilhelm Lauck(Wiederwahlh, Rheinzabern Eduar Gild, Wörth Jakob Friedrich Pfirmann(Wiederwahl)., Heßheim Mattes, Grethen J. H. Berger(Neuwahh. Hauenſtein Voge (Wiederwah), Irheim Hans(Wiederwahh. Dahn Kaufmann Joſef Eiſel, Ludwigswinkel Jakob Hauenſtein(Wie erwahh) Fiſchbach bei Dahn Gaſtwirt Auguſt Bauer(Wiederwaßl). Hin⸗ terweidenthal Metzger Heinrich Diez. Waldfiſchbach Bau⸗ unternehmer E. MWoll, Marzalben Bäckermeiſter Joſeph Stein⸗ hauſer(Wiederwahl). Weitere Ergebniſſe der pfälziſchen Stadtratswahlen Jweibrücken: Kommuniſten 2 Sitze. Demokraten 2. Zen za und Bayer. Volkspartei 5. Mittelſtand 5. Sozialdemo'ralen 5. Völ⸗ kiſche 0, Deutſche Volkspartei 7, Angeſtellte und Beamteß 4 Sitze Kleine Mitteilungen Der Stadtrat von Konſtanz genehmigte die Grundſätze für die Hingabe von Darlehen zur Verhükung des Ver⸗ falls der Altwobnungen.— Beim Arbeitsnachweis wur⸗ den in der Zeit vom 26. 11 bis 2. 12. 60)7 Arbeitsſuchende gezählt. Gegenüber der Vorwoche hat dieſe Zahl um 357 abge⸗ nommen. Offene Stellen ſind 81 vorhanden Die Zahl der vom Arbeitsamt Konſtanz unterſtützten Erwerbslo ſen betrãgt 127; ſie hat gegenüber der Vorwoch⸗ um 6 zugenommen. Von dieſen ſind 28 als Notſtandsorbeiter beſchäftigt. Den Vereinigten Konzertleitungen in Mann⸗ heim wurde vom Senat der Stadt Frankenthal die Kon⸗ zeſſion zur Veranſtaltung von Konzert⸗ und Tanz⸗ abenden in Frankenthal erteilt Die Vortragsfolge iſt dem Bürgermeiſteramt 5 Tage vorher einzureichen. Als Luſtbarkeits“ ſterer wird ein Pauſchalbetrag von 100 Mark erhoben. Bei der Gemeinderatswahl in Rorheim(Pfalz) wurde. der bisherige Bürgermeiſter Gg. Kaiſer I.(Bürgerl. Vereinigg⸗ wiedergewählt gegen den ſozialdemokratiſchen Kandidaten Büffer. Die Vereinigte Bürgerliche Mertei erhielt im Gemeinderat Sitze, die Sozialdemokratie 8 Sitze. Die ſogen.„Reichsverbandsprüfung“ der nichtſtaat⸗ lichen Lehranſtalten Es wird, ſo ſchreibt die„Karlsr. Ztg.“ amtlich, erneut darauf hingewieſen, daß die ſogenannte„Reichsverbandsprüfung“, die an den nichtſtaatlichen Lehranſtalten in Baden und im übrigen Reiche abgehalten wird, durchaus privaten Charakter hat. Dieſe Prü⸗ fung ſoll jungen Leuten, denen die Reife für Oberſekunda fehlt, Gelegenheit geben, ein„Mindeſtbildungsmaß“ für den Eintritt in beſtimmte Berufe oder Fachanſtalten nachzuweiſen. Die An⸗ forderungen entſprecwen angeblich der früheren Einjährigenprüfung. Der Reichsſchulausſchuß hat die Anſchauung bertreten, daß zu einer ſolchen Prüfung ein Bedürfnis nicht vorliege. Nachdem die Einfährig⸗Freiwilligenprüfung, die früher vor einer beſonders ein⸗ geſetzten Kommiſſion habe abgelegt werden können, durch das Reich aufgehoben ſei, könne auch einer Erſatzveranſtaltung für dieſe Prü⸗ fung ſtaatlicherſeits eine Bedeutung nicht beigelegt werden. Die frühere Einjährigenprüfung werde lediglich durch die an einer öffentlichen Lehranſtalt abgelegte Prüfung zum Nachweis der Reife für die Oberſekunda erſetzt. Hiernach kann eine ſolche private Prüfung keinerlei Erſatz für eine ſtaatliche Prüfung bilden. Sie wäre daher auch für die etwaige ſpätere Zulaſſung zu öffentlichen Berufen ohne jede Be⸗ deutung, wie ihr Beſtehen auch nicht von der Ablegung einer Auf⸗ nahmeprüfung in die Oberſekunda einer öffentlichen Lehranſtalt befreien kann. Im Hinblick hierauf könnte auch Lehrern öffent⸗ licher Schulen nicht geſtattet werden, ſich an der Abhaltung ſol⸗ cher Prüfungen zu beteiligen, ſelbſt wenn ihnen die Genebmigung zum Unterrichten an den betreffenden nichtſtaatlichen Anſtalten er⸗ teilt worden ſein ſollte. Durch eine ſolche Prüfung würde überdies der organiſche Aufbau des Schulweſens, wie er nach den Be⸗ ſtimmungen der Reichsverfaſſung vorgeſehen iſt, nur ungünſtig be⸗ einflußt werden, da die Prüfung in der inſtematiſchen Ausgeſtal⸗ tung des Schulweſens keine innere Begründung finden würde. 805 Im e e fand 195 große—— vatbe itzung ſtatt, in der über die Feſtſetzung der rzneipreiſe für 1925 poſtpakete nach Rußland verhandalt wurde. Der Deulſche Apotheker⸗Verein hatte eine ſtatt⸗ 22 An Privatperſonen können, wie das„Wirtſchaftsinſtitut für liche Zahl von Aenderungen der Reichsarzneitaxe beantragt, die E K A t U Nge H Rußland und die Oſtſtaaten E V. Königsberg“ mitteilt, auf Grund durchweg auf eine Erhöhung der Taxe abzi len. Ein Vertreter des der beſtehenden Beſtimmungen über die Einfuhr von Poſtpaketen Reichswirtſckaftsminiſtertums muße erklären, daß es in einer deit, helten Sie s ch lern dulch den öteren.brauch von nach der U. d. S S. R. folgende Gegenſtände ohne beſondere in in der die Reichsregbrung beſtrebt ſei, die Preiſe zu ſenken, uner⸗ 9* jedem Einzelfalle einzuholende Genehmigung des Volkskommiſſarjatz träglich wäre, die Koſten für Arzneien zu erhöhen, zumal die Arz⸗ 21 2 für den Außenhandel eingeführt werden: neipreiſe im allgemeinen ſchon auf den Stand vor dem Kriege ge⸗ ˖ a) alle Lebensmittel, mit Ausnahme der leicht verderblichen; bracht worden ſeien. Im Laufe der Verhandlung wurde auch feſt⸗ In Apotheken und Drogerien zu haben. 81¹² b) Druckſachen Handſchriften, Photographien, Pläne, Zeichnun⸗ geſt⸗llt. daß die Apotheker, wenn auch die Befriebskoſten zurzeit klereteller E. Paim, Tabiik pharm. Präbatate, Freiburg l. Ereleg gen und verſchiedene Dokumente. teilweife geſtiegen ſeien, doch weſentlich günſtiger daſtänden als friü⸗ und doch haben von ſe große! Kunſt⸗ ———?———————ͤ————————— Herxſcherperſönlichleit iſt er heute Sitzungsraum des kollektiviſtiſchen Schönen iſt eine geſchichtliche“, die in ſeinem Beſitze befindlich geweſenen Platten tatſächlich land⸗ Syndikats. Ungezwungener hat ſich das ſpätbaracke Adelshaus den werke ihren zeitgeſchichtlichen Zuſammenhang gelockert. Daß die ſchaftlich aus den ſchönſten Gegenden der Pfalz Kobell hat von Aafurderungen bürgerlich gehobenen Daſeins angepaßt, meiſt oller. enge Anlehnung der Kunſt im Späbarock an eine ausgeprägte Ge. 242 Kupfertafeln nur 3 mit einer Ortsbezeichnurg verſehen; es ſiad dings unter dem Verzicht, private und geſchäftliche Seite des Lebens ſellſchaftsſthicht für Originalität und Qualität ungünſtige Voraus⸗ dies 2 Anſichten von Neckarau und eine im Neckarauerwold, ugn. des Bauherrn in ſeinem Baukoörper zu umfaſſen. ſetzungen ſchuf, ſollte klar geworden ſein. Die Plaſtik des Spätbarock nimmt ſtarken Anteil an der dekora⸗ Vielleicht ergibt ſich aber doch noch eine unmittelhare Annähe⸗ Aven Richtung der Kunſt überhaupt. Inhaltlich ergreift ſie gern d⸗ rung an die Kunſt des Spätbarock, wenn wir fragen, ob etwa heute Geſtalten der wie derbelebten antiken Mythologte und formt ſie, wie damals ähnliche Anforderungen an die Kunſt von Seiten der wie auch die Heiligen im Kirchengebäude, nach dem Idealtypus des Menſchen geſtellt werden. Das kann in gewiſſem Sinne beſaht wer⸗ eleganten ariſtokratiſchen Menſchen. In der Porträlſtatue und im den. Wohl iſt heute die kulturtragende Schicht eine weſentlich Denkmal wird das Streben nach Naturalismus durch eine Neigung breitere und differenzlertere. Aber ihre Anſprüche, jedenfalls an die nach dem Maſfeſtätiſchen ausgeglichen. Wenn damit die Werke von niederen Künſte, gehen— oder gingen?— auf Anpaſſung der Qualität gekennzeichnet ſind, ſo genügt ein Blick auf die Statuen⸗ Kunſt an ein elegantes Niveau der Lebenshaltung. Es iſt deshalb reihen in Galerien und Gärten, um das Vorwiegen eines den dekora⸗ kein Zufall, daß die Beſtrebungen nach Innendekoration und Raum⸗ tiven Zwecken genügenden mittleren Niveaus zu erkennen ſtimmung ſo gern am Spätbarock anknüpfen oder doch unbewußt Die Malerei ordnet ſich, ſoweit ſie Decken⸗ und Wandmalerei iſt, ſeine Tendenzen fortſetzen. Im Gebiet der hohen Künſte hat die willig den Anforderungen einer einheitlichen Raumdekoralion unter. Architektur der Gegenwart in der des Barock einen ganz lebend gen Mit einem handwerklichen Geſchick von höchſten Ausmaßen ſpiegelt Wert, ohne daß ſich die inneren Gründe dafür ganz aufdecken leßen. ſie im Leben der Götter und Heroen das der Erdſchwere entrückte Dagegen ſtehen die anderen bildenden und die muſikaliſchen Künſte Daſein der ariſtokratiſchen Geſellſchaft. In der Tafelmalerei gibt ſie durch eine Kluft von dem Borock getrennt, der in Manierismus und letzterer iſt de Platte noch vorh. nden. So krägt z. B. die Anſ t des Mühlau⸗Schlößchens(Stengel Verzeichnis Nr. 197) keine Be⸗ zeichnung und es mögen ſich bei näherer Vergleichung noch viele Platzen identifizieren laſſen. Sowohl der Bearbeiter des Kataloges der Kob⸗ll'ſchen Kupfer⸗ ſtiche, Baron Etien ne de Stengel(1822), wie der Herausgeber des erſten Wieder bdruckes, Joh. Fr. Frauenholz in Nürnbeng (1809) und der des zweiten Wiederabdruckes Franz Kugler 184²0 bezeichnen die vorhandenen Kupferplatten ausdrücklich als das voll ſtändige Werk, troßdem Stengel 242 Platten beſchreibt. Die nich vorha denen Platten werden als frühe Arbeiten aus Kobells Pariſer Zeit bezeichnet. Einen Nachweis zu bringen, in weſſen Beſitz die in der Ausſtelluna des Mannbeimer Alterrums⸗Vereins: Kupfer⸗ ſtiche Mannheimer Meiſter im Jahre 1900 befindlich geweſenen Platten aus dem damoligen Beſitz des Regierungsrats Ludwi⸗ 5 bell in Speyer ſich heute befinden, war nicht möglich, es dürfte ſie jedoch ebenfalls um 4 Platten aus der Pariſer Zeit hendeln⸗ Stengel berichtet, daß Kabell zu Lebzeiten 120 Platten einer Geſell⸗ ſchaft von Keufleuten in Heilbronn unter der Direk ion von 25 Lana und der Firma Schwäbiſches Induſtrie⸗Comptoir überlaſſer ———— —— —— der Virtuoſität endete. kunſt weiter ie Porträtmalerei löſt ſich nur ſelten von den An⸗ ſorderungen ariſtokratiſcher Repräſentation. Daneben ſhildert das Das Schickſal der Kupferplatten von den oberen Schicht. Lerdͤinand Kobell hat ſo daß nach ſeinem Tode(1799) ſeine Erben nur 59 Plotten Es iſt nicht die Abſicht, auf dieſes allgemeine Bild die beſon⸗ vorfaaden. Dieſe 59 Kupferplatten wurden an J. G. Frarenhaß deren Lichter durch Nennung von Namen der Künſtler der Karl in Mannheilm. in Nürnberg verkauft, der ſie unter dem Titel: Nachlaß von Ferdi den. die am kurpfälziſchen Hofe zu beſonderer Blüte gedieh: es iſt zum Preife von 27 Gulden 30 Kreuzer hercusgab Kurze Zeit Daran de Muftt, In den Werken der Mannheimer Muſiter des 18 Jahr⸗ Von Albert Carlebach(Heidelberg) beulte, Arauerteln die ieo ſericen Platzen von der, Nuelkh hunderts findet man noch heute reinen Genuß. Geſchichtlich iſt dieſe In den Mannheſmer Geſchichtsblättern Jahrgmg 21 S. 141 iſt begriffenen Heilbronner Geſellſch ft und gab im Jahre 1809 daz 2 tändige Werk des bayeriſch⸗pfälziichen Hofmalers und Redierer⸗ dieſe in ihrer entſchiedenen Hinwendung zum orcheſtralen Stel be⸗ ſamkeit von 1779 S. 315 bekanntgegebene Proßekt des Buchhändlers Ferdinand Kobell enthaltend 179 Platten, heraus Die Sammlums einflußt wurde von der Geſellſchaft, der ſie diente, licgt auf der Hand. Schwan, die ſchönſten und merkwürdigſten Gegenden der Pfalz enthielt das von„Hauber“ bezeichnete und„Schlotterbeck“ g ſtochen Selbſt ein Mozart iſt in ſeinem Schaffen nicht von der geſellſchaft⸗ in Kupfer ſtechen und ätzen zu laſſen in einer„Nachricht an das 1 43 Gulden, die apdere breſtrandieere 88 Gulden koſtete. Aus 5 lichen Verbundenheit mag man es anſehen. wenn im ſpätbarocken ob Platten bereits vorhanden waren. Es ſind jedoch, wie aus einem Verlagsanzeige geht hervor, daß Frauenholz nur eine ſehr mäßig kollektiviſtiſchen Zeitalter der Klangausdruck der Menſchenſtimme der Exemplar der Kobell'ſchen Radierungen, das ſich in Mannheimer Anzahl Exempicre gedruckt hat, die in kurzer Zeit verariffen ge⸗ inſtrumentalen Tonalität ein⸗ und untergeordnet wurde. Priv tbeſitz befindet, hervorgeht, bereits in den Jahren 1768—73 25 Bildung rungen Kobells in 179 Platten nochmals mit einem begleiten der Kulturwerte, Kunſt und Wiſſenſchaft, innerhalb unterblieb, obwohl Nagler, Künſtlerlexikon Band 7 S. 91 die Aus⸗ Vorwort und 4 Seiten Text hercus. Die Ausgabe erſchien bei 45 Kulturkreiſes kann geſagt werden, daß der Zugang zu ihnen von der gabe durch Schwan als erfolat angibt, und Erſcheinungsſahr(1778) Goepel in Stuttgart ohne Angabe eine⸗ Jahres⸗ahl und koſtete Gegenwart aus von der Kraft hiſtoriſchen Einfühlungsvermögens und die Anzahl mit 125 verzeichnet. Aller Wahrſcheinlichkeit nach lit gaben Stengels, analyſtert außerdem Kobells künſtleriſche Tätiagle keit, denn alle—2 Menſchenalter ändert ſich unſer wiſſenſchaftliches Anſichten aus der Pfalz. Dieſe waren aber wegen der freien Auf⸗ beſonders wird darin erwähnt, daß die im Jahre 1809 bei Frauen⸗ Weltbild und das Frühere gehört der Wiſſenſchaftsgeſchichte an. Füu faſſung der Netur durch den Künſtler nicht zur Herausgabe des von holz in Nürnberg erſchienene Ausgabe zur in einer ſehr ger Die Kunſt gilt wohl das Wort F. Th. Viſchers:„Die Natur de⸗ Schwan projektierten Werkes geeignet. Es ſind aber wahrſcheinlich 2 Geſellſchaftsſtück die Zerſtreuungen dieſer bedenkenfrei dahinleben⸗ Hofmaler des Kurfürſten Carl Theodor Theodor Zeit aufzuſetzen. Doch muß noch einer Kunſt gedacht wer⸗ nand Kobell, L ndſchaften und figürliche Gegenſtände enthaltend, Muſikpflege wichtig geworden für die Entwicklung der Oper. Daß das in der Mannheimer Zeitſchrift: Rheiniſche Beiträge zur Gelehr⸗ ft Porträt des Künſtlers. Es exiſtiart in 2 Ausgaben wovon die eine lichen Schicht zu löſen, die ihn trug Als letztes Zeichen dieſer inner⸗ Publikum“ wieder abgedruckt. Aus der Anzeige geht nicht hervor, weſen ſein dürften. Im Jahre 1842 gab Franz Kugler die Radie⸗ Noch dieſer Schau auf die einmalige und eigenartige 5 169 Platten vorhanden geweſen. Die Herausgabe durch Schwan rocken Taler. Das begleitende Vorwort ſtützt ſich hauptſächlich auf die An⸗ Sbbängig iſt. Für die Wiſſenſchaft iſt das eine Selbſtverſtänblich⸗ hatte bereits damals Kobell eine ſehr große Anzahl von Platten mii Auflage erſchien. S E 15 5 — —7 2 RE — Duerstag, den 11. Dezember 1924 — Rene Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Rus gabe 5. Zeile. Nr. 576 Aus dem Lande aro* Gaagenau. 11. Dezember. Die hieſigen aroßen Werke haben dienſt daträae erbalten. die den Arbeitern einen ſicheren Ver⸗ Verke ba tief in den Sommer binein gewährleiſten. Sämtliche die Eiſ aben ueberſchichten angeführt, ſo auch die Benz⸗ und ſen enwerke. Letztere haben aroße Aufträge aus Japan erhal⸗ fudlcceum Montaa iſt in einer bieſigen Fabrik ein im Betrieb be⸗ mutlich wei Meter hoher Schleifſtein aeſprungen. wobei ver⸗ ſchwe don der zurückaeſchlagenen Schutzvorrichtung ein Arbeiter r verletzt wurde. Strafa pforibeim. 11. Dez. Der im Auguſt auf dem Transport zur aug ſtalt aus dem fahrenden Zuge entſprungene Gottlob Aſchele ariffen erklinaen konnte jetzt in Cal waufaeſpürt und in Hirſau er⸗ entzleh werden. Aſchele wollte ſich nochmals durch Flucht der Strafe alen. wurde aber durch einen Schuß eines dort wohnenden manns. der ſich ihm entaegenſtellte. zur Strecke gebracht. Mugeliefertt wurde er nun in das Bezirkskrankenhaus in Calw tot Singen, 10. Dez. Die Witwe des Schaufplelers Kahn wurde Aagen Bette aufaefunden. Anſcheinend iſt der Tod ſchon vor einigen benslbernaetreten. Es lieat Selbſtmord vor. den die Frau aus Le⸗ rdruß begangen haben ſoll. ——— Aus der Pfalz 1: Cudwi 0 wigshaſen g. Rh., 11. Dez. In der ganzen Rheinpfaſz Aweron nun an in Uebereinſtimmung mit den betr. Bürgermeiſter⸗ die N. die verſchiedenen Poſtagenturen nach Bedürfnis über detden gagsſtunden geöffnet. In den größ ven Städten der Pfalz den zan den Telegraphenſchaltern die Poſtwertzeichen ausgege⸗ ber ſü In Ludrwigshafen und Neuſtadt ſind beſondere Ausgabeſchal⸗ ane! dieſen Zweck geöffnet. Endlich eine lang erſehnte Erleichte⸗ liter Speyer, 11. Dez. Am kommenden Sonntag wird der ſom ariſche Berein der Pfalz hier ſeine Hauptver⸗ en alun g abhalten. Die Veranſtaltung findet in der Pfä“zi⸗ dez 8 esbibliothek ſtatt und wird ſich mit den im Mittelpunkt igen zereſſes ſtehenden Tagesfragen beſchäftigen.(Schutz der gei⸗ lund Irbeit, Honorierung der Arbeiten uſw.). Eine Ausſtel⸗ deeer alterer Pfälzer Drucke und literariſche Werke wird vei gehm Gelegenheit gezeigt.— Auch in der Pfalz findet nach der Ge⸗ ſde Nung durch das Staatsminiſterium des Innern auch die dedt⸗ Whaltun bülfe in Bayern(Bayeriſche vaterländiſche Notkaſſe) die ung de g. von ſogenannten Opferwochen ſtatt. Die Durchfüh⸗ Wedttoer Organiſation in der Pfalz wurde der Pfalznothilfe würdiiche wobei für die Werbung Preſſeaufrufe, Werbebrieſe und der zuche Aufmunterung zugelaſſen wurde Die Opferwoche ſoll in Sageal zwiſchen 14. bis 21. Dezember ſtattfinden. Sie ſoll im drsg der von der Reichspoſtverwaltung zum Afachen Nennbetrag lich wi benen Wohlfährtsbriefmarken ſtehen. Hoffent⸗ wotleided durch vege Beteiligung der Endzweck erfüllt, den armen, Denden Pfälzern rochtzitig Hilfe werden zu laſſen. der 8 Neuſtadt a. d. Hdt. 11. Dez. Im Saalbau wurde geſtern Ardeue Bezirksamtsvorſtand fitr Neuſtadt in ſein Amt einge⸗ Der neue Bezirksamtmann iſt der bisher in Ludwigshafen Vezirtweſene Ober⸗Regierungsrat Wagner. der vorhergehend⸗ gier samtsvorſtand Ober⸗Regierungsrat Schneider wurde zur Re⸗ kratzan nach Speyer verſetzt.— Der bisher bei der hieſigen demo⸗ war chen Ortsgruvpe tälig geweſene Fabrikant Philipp Helfferrh ſt längerer Zeit zur Deutſchen Volkspartei übergetreten. Er Fober guf der Stadtratsliſte dieſer Partei als Spitzenkandidat mit enme den gewählt worden. Die meiſten Stimmen vereinigte der Fſihrer des unpolitiſchen Gewerbebundes Saden Rudolf Ernſt auf ſich. oli Kalſerslautern, 11. Dez. Ein bedauerlicher Unglücks⸗ mütte pielte ſich an dem Bahnſbergang der Damm⸗ und Kaiſer⸗ Daett ab. Das Auto des Brauereibeſitzers Marhofer blieb infolge doch des Motors auf den Schienen ſtecken. Die Barrieren waren ſon en, als plötzlich ein von Kaiferslautern kommender Per⸗ ir ehzug in das Auto hineinfuhr und es zirka 100 Me⸗ Cha Seite geſchleudert und ſchwer verletzt, während der Wuffeur mit dem Schrecken davonkam. Hilfe war bald zur Stelle nicht die Barrieren geſchloſſen geweſen wären, hätte das Unglüd paſſieren können. ae Enkenbach, 11. Dez. Eine Amerikanerin aus St. Louts, aelnn Luiſe Ganz, ſtitete 1000 Dollar zum Bau eines Aperne en Pforrhauſes in Neukirchen, einem Filialort der den 2 Enkenbach. Die hochherzige Spende erfolgte als Ehrung Väürßg arten an die Mutter der Spenderin, die aus Neukirchen 2 due S Dattenheim, 11. Dez. Große Freude und Dankbarkelt hat den 5 pende erweckt, die von Landwirten der Gemeinde Eppſtein 300 Macgen Hagelbeſchädigten überwieſen wurde. Es ſind rk die zur Verteilung gelangen. e. i Ledte Beſtger der Platten war der un Jahre 1923 perſtor⸗ in eber reeee Eugen Mayer in Nürnberg, der Jnheber 15 Auntan 1828 gegründeten. bereits erloſch⸗nen Firma Carl re Nepagtalt Port rußten die Pletten keilweiſe noch ia der alten Weoeng von 18089. Nunmehr erſcheint im Verlag der Carl Wer or⸗ Freſſe in Mannheim das vollſtänd'ge Werk Kobens in den eden Auflage von 100 Eremplaren, nachdem die Platten in berdereſih eines funſtverſtändigen und die Künſte fördernden Heidel⸗ zeſten Prct Antiquars Albert Carlebach, übergegangen ſind. Die di auf bedrucke. die nach dem Urteile verſchisdener Sachverſt in⸗ am 30 kdes beſte gelungen ſin, werden der Allaemeinheit auf der fünſtk Dvember eröffneten Weihnachts⸗Ausſtellung Heidalberg age der im Heidelberger Kunſtverein und in der zum 200 Geburts · deime Kurfürſten Carl Theodor. 11. Dezember, in der Mann. wacht eunſthalle ſtattfindenden Ausſtellung zugänglich ge⸗ au. aer den 179 Kupferplatten iſt noch eine Zinkplatte von Ko⸗ dhe der Stiefelpu er(Stengel Verzeichnis Nr. 119) vorhanden, die d beut ſeltenſten blatten des gunzen Werkes iſt Dieſe Platte iſt der daoch nicht abgedruckt. Stengel berichtet von derſelben, de Nl ruck infolge der Gewiſſenhaftigkeit Fraueaholz' unterblieb, ben atte Kraft und Deutlichkeit beim Drucken zu verlieren be⸗ Nen Theobobre zu wünſchen, daß es dem vorzüglichen Drucker det it durch or⸗Preſſe gelingen möge, auch dieſe Platte der Allgemein⸗ einen Wiederabdruck unzugänglich zu machen. Theater und muſk n Nenterrundſchan. Paul Burg hat ſeinen vor Monaten be⸗ in eireußenroman„Der Mollwizer Schimmel“ nun⸗ 0 gſcheinn, dreiaktiges hiſtoriſches Schauſpiel umgearbeitet, das aller Iſorknnlichkeit nach in Leipzig und Berlin zur glei hzeitigen Ur⸗ alſHewie gelangen wird.— Einen neuen Beweis dafür, daß im Ad aueſ raande die Kunſt als Magd der Politit iſt. gibt das Me alſ den für Dramen, das„Die Geſellſchaft der dramatiſchen 7 icht. hen Schriftſteller“ in Leningrad(Petersburg) ver⸗ du che s verlangte Drama ſoll„Themata des zeitgenöſſiſ hen 0 evolutionären Lebens“ behandeln. Wenn das ommen den ideologiſchen, literariſchen und ſzeniſchen An⸗ U0 enn entſpricht, erhält der Dichter als Prämie 30) Rubel, waz po letzigen und vorkriegeriſchen Geldſtand ungefähr der aie P. 4290 Mark gleichtommt. der Prels wird nich getelt. Fae e„randellos Schauſpiel Wolluſt der Ehrlich⸗ Geyrattraufführung.— das Heſſiſche Landestheater ablag atlers Süüe in drei Teilen, n dur* Ertta 3, bisher nur im Jahre 1919 in Mün ſpielt, ufführung 1 Laufe des Minters anarnommen.— In die⸗ ndeit ſchleifte. Die Inſaſſen, Herr Marhofer und ſeine Mutter den zur ſen 5 werden in Berlin 3 n Aret am Heſſiſchen Landestheater in Darmſtadt zur machen Gerichtszeitung Amksgericht Mannheim Mannheim, 10. Dez.(Sitzung des Schöffengerichts Abt .E J. Vorſitzender: Amtsgerichtsdirektor Dr. Wolfhard Schöffen: Eugen Joſef Belz, Werkmeiſter in Sandhofen, Johann Kief 6, Landwirt, Hockenheim. Vertreter det Anklagebehörde Erſter Staatanwalt Dr. Feiler. Der 55jährige Kaufmann Alfred Brand aus Berlin und das 31Ijährige Zimmerfräulein Martha Härtwig aus Poſtnickel(Pro⸗ vinz Brandenburg) führten auf anderer Leute Koſten das feine, flotbe Leben zweier gemeingefährlicher Hochſtapler. Aufgrund eines gefälſchlen Empfehlungsſchreibens erregten ſie das Mitleid mildtätlger Menſchen und beſtimmten dieſe zur Hingabe milder Ga⸗ ben. Die Härtwig ſchwindelte den Leuten vor, ſie ſei eine arme Witwe mit 6 Kindern, Brand gab ſich als Arbeitsloſer aus, der megen vorgeſchrittenen Alters keine Beſchäftigung mehr finde. Auf dieſe ſchwindelhafte Art fetzten ſich die Beiden in den Beſitz reicher Geldamittel, die es ihnen ermöglichten, in den erſten Hotels der Großſtädte München, Nürnderg, Frankfurt, Bresbau und Ver⸗ lin zu leben Die Angeklagten begehrten nur bei beſſeren Familten Einlaß und legten eine Liſte mit höheren Geldbeträgen vor und er⸗ langten durch ihre Zungenfertigkeit neue hohe Beträge. Erkannte Strafen: Brand 9 Monate Gefängnis wegen Urkundenfäl⸗ ſchung und Betrugs, Härtwig 6 Monate Gefängnis abzüglich le 1 Monat Unterſuchungshaſt. Die 24jährige Dienſtmagd Johanna Zippel aus Volkesheim (Ekſaß) und der + 7 Schloſſer Richard Köbele aus Freiburg haben ſich wegen Dlebſtahls und Hehlerei zu veramworten. Erſtere war in einem Reſtaurant in E5 und dann bei einem Gei⸗ genbauer in J1 in Stellung. Ueberall zeigte ſie ſich als zemeinge⸗ fährliche Diebin und entwendete alles, was ihr in den Weg kam. Befonders auf Geld hatte ſie es abgeſehen. Für ihren Komplizen Köbele entnahm ſte aus dem Kleidervorrate ihrer Dienſtherrn die nötigen Anzüge nebſt Magtel, für ihren eigenen Bedarf nahm ſie 1 Photographenapparat, Kleider, Lackſchuhe u. dergl. an ſich. Nach ihrem Austritt aus der Dienſtſtelle unternahmen Beide einen Ein⸗ bruchdiebſtahl beim früheren Dienſtherrn und ſtahlen aus einem Schranke 400 Mark. Mit dieſem Betrage flüchteten ſie nach Ham⸗ hurg. Der Dienſtherr hatte vorher ſchon bemerkt, daß Geld bei ihm geſtohlen wurde, und ließ neue Schlöſſer an den Schränken an⸗ bringen. Trotzdem gelang es dem Köbele vermöge ſeines Berufes als Schloſſer, einen Schrank zu erbvechen. Die Angeklagte üippel ſtellt heute alles in Abrede und will die entwendeten Sachen auf der Straße und in der Herberge zur Heimat gekauft haben. Frech und lügenhaft iſt ihr ganzes Auftreten. Auch der Angeklagte Köbele leugnet die ihm zur Laſt gelegten Straftaten trotz der entgegen⸗ ſtehenden Zeugenausſagen. Er iſt wegen Diebſtahls ſchon wieder⸗ holt vorbeſtraft. Nach ſeinem Lebenswandel entwickelt er ſich offenbar zu einem gewohnheitsmäßigen und gemeingefährlichen Die⸗ besgeſellen. Die ausgeſprochenen Strafen lauten: Zippel 7 Mo⸗ nate und Köbele 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. M. Die verſchobene Hochzeit Im Auguſt d. J. kam der wegen Verbrechens des Betrugs im Rückſfall uſw. mit fünf Jahren Zuchthaus beſſrafte, zurzeit als Straſ⸗ geſangener in der Geſaugenenanſtalt Sulzbach belindliche ledige Obergärtner Dominikus Joachim zu einer 73 Jahre alten, in München wohnhaften Magiſtratsarbeiterswitwe, um eine Wohnung zu ſuchen. Dabei ſchwindelte er ihr vor. daß er aus ſſbiriſcher Kriegsgefangenſchaſt komme, er ſei Beamter beim Verſorgungsamt Müben I. erhalte als Kriegsbeſchädigter eine Abfindungsſumme von 30000 Mark nächſtens ausbezahlt, da ihm die acht Jahre für 16 Jahre Dienſtzeit angerechnet werden, er ſel auch ſchon für tot erklärt worden und er würde— ſie heiraten!l Auch befragte er ſie, ob ſie einen Keller beſitze, da er drei Zentner Kohlen und einen Ster Holz erhalte, der ſogleich bein Einzug kommen werde. Die Witwe erwiderte hierauf, daß das Heiraten für ſie nicht ſo leicht ſei, da ſte ihre Penſion verlieren würde und der Altersunterſchied er 46, ſie 78 Jahre. ei doch ſehr groß. Er erklärte ihr, das mache ihm gar nichts aus, er habe doch Geld und ſichere Stellung, er würde ſofort zum Herrn Pfarrer gehen und die Hochzeit wüſſe ſo bald als möglich ſtattfinden. Gerührt von dieſer in Ausſicht ſtehenden guten Partie ver⸗ füngte ſich plötzlich ihr Geſicht und die glückliche Braut gab dem Bräutigam zur Anſchaffung der Eheringe Schmuck und ſonſtige Wertſachen, darunter die Uhr mit Kette ihres Seligen, dann eine Brieſtaſche und eine Geldbörſe mit je 10 Goldmark ſowie den Mantel Der Hoch⸗ zeiter kam jedoch nicht mehr zurück und verkaufte die Sachen um etwa 25 Mark. Acht Tage vor dem Stuhlſeſt war die Braut nicht wenig überraſcht, als ſie in einer Zeitung las, daß ihr Zukünſtiger zur Verhaſtung ausgeſchrieben war. Da nun der Bräutigam nicht mehr zurückkehrte, erwachte in ihr Mißtrauen, weshalb ſie in ihren Käſten Umſchau hielt. Dabei ſtellte ſich heraus, daß der Hochzeiter vor ſeiner Verabſchiedung ron der Braut zwei Geldbörſen mit 30 Goldmark, ein neues ſilbernes Dreimarkſtlick, eine weiße Wolldecke im Geſamtwerte von etwa 70 Goldmark als Andenken mitgenommen hatte. In der nun vor dem Strafgericht München(Au) durchge⸗ führten Verhandlung, wo ſich der„Bräutigam“ wegen eines Ver⸗ brechens des Betruas im Rückfall ſowie wegen Dkebſtahls zu ver⸗ antworten hatte, erklärte der Angeklagte anf die Frage des Vor⸗ ſitzenden, ob er denn»bei dem Altersunterſchied zwiſchen ihm und der Braut wirklich an eine Heirat gedacht haſſe,„Jawohl, a alti is aa a Menſch. i bin aa ſcho a alter Eſel, was tua i mit'r funga, ihres Verſtorbenen uſw. im Geſamtwert von 180 Mark. roße Anſtrengungen gemacht, die Große oper zu ſanieren. Die Gener ſammlung der Volks⸗ 19 hat folgendes ergeben: Eine Fuſionierung der Großen olkspper mit dem Deutſchen Opernhaus Charlottenburg kommt aus verſchiedenſten Gründen als Sanierungsmöglichkeit nicht in Frage: beſonders da die Charlottenburger Oper ſelbſt mit großen Schwie⸗ rigkeiten 2 kämpfen hat— am Sonnabend konnten auch dort nur 10 Proz. der 1 15 bezahlt werden—, kann der Volksoper non dieſer Seite kein Heil kommen, und es könnte den Angeſtellten bei einer Verbindung beider Inſtitute nur bis zum Früh ahr Beſ häftigung garantiert werden. Eine führende Rolle bei der Sanierung kommt dem Kapellmeiſter Pringsheim zu, hinter dem ein Konſortium vorläufig nicht genannter Geldleute ſteht. Runſt und Wiſenſchaſt Aus der Atelierausſtellung Gelb-Stigel hat die Leitung der Mannheimer r bem Kunſthalle ein Bild von Richard Stitzel und eine Plaſtik von Franz Gelb angekauft. Die Ausſtellung dauert nur noch bis einſchließlich kommenden Sonntag. Ohans Thoma über Kunſtkritit. Einen unveröffentlichten Brief von Hans Thoma aus ſeiner letzten Lebenszeit, den der 82jährige Meiſter an den Herausgeber des„Kunſtblattes Paul Weſt⸗ heim richtebe, bringt dieſes Blatt in ſeinem nächſten Heft.„Künſtler und Kritikex“, ſchrieb der greiſe Künſtler,„ſtihen ſich öfter wie Feinde gegenüber, obgleich eigentlich beide in Dienſten der gleichen edlen Menſchheitsſache ſtehen ſollten. Ich habe in der Art vom kritiſchen Publikum erfahren, trodem ich der friedlichſte Menſch war und meine Bilder weiß Gott niemand zu leid malte— freilich meiſtens mir ſelbſt zur Freude— zum Glück hatte ich eine harte Haut u. machte mir nicht viel daraus. Ich ſchrieb nur hie u. da einen Vers in das Skizzenbuch, ſo 3. B. einem Kunſtkenner fürs Stamm⸗ buch:„Por rotem Tuche wird der Ochſe wild. Du wurdeſt es, weil grün, mein Bild.“ Mit 82 Jahren verliert man nicht nur die Sicherheit in den Beinen ſondern auch im Kopf— und man geht porſichtig mit dem um, was man ſagt— denn man gibt gar nicht ſo viel auf Bekenntniſſe von ſich felbſt und von anderen, es ſind halt Meinungen.— So konnte ich auch nie in meiner langen Arbeitszeit viel Thꝛorien und Prinzipien und vorgefaßten Meinungen in dem Kunſtſchaffen halten und wenn ich mir ſelbſt einmal eine Theorſe aufgebaut hatte und mich daran freuen wollte: ſchon das nächſte Bild konnte die ſchöne Theorie wieder umſtürzen. Die Seeie des Künſtlers ſtrebt nach der heit, das machen zu können, was ſoin Inneres ihn machen heißt— iſt nun notwendig, daß er die Ordnungsgeſeze ſeiner Mittel, mit denen er ſeine Kunſt offenbar hen kann, wenn auch nur ſich ſelbſt vorerſt klar machen kann, nau kennen lernt. Kunſt iſt doch immer eine Art Ordnung, welche ie Menſchenſeele aus dem Chaos der Gefühle zu ſchaffen verſucht ob 17 nun Formen, Farben, Töne oder Worte als Mittel dazu ruicht. laft ma höchſtens in a paar Taa davo, was will i dann anders 0 Ber Seeassanmel beantragte mit Rückſicht darauf, das der Angeklagte einer autgläubigen Frau in gewiſſenloſeſter Weiſe ihren letzten Pfennig herausgelockt habe, eine Zuchtha isſtrafe von einem Jahr und Abertennung der bürgerlichen Ehreurkchte auf die Dauer von drei Jahren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten unter Einrechnung einer fünfmonatigen Gefängnisſtrate zur Geſamtge⸗ fängnisſtrafe von einem Jahr. Sportliche Kunoͤſchau Fußball Phönix Cudwigshafen— B. f R. Mannheim:1(:1) Ecken:2 Da der Bericht in der Montag⸗Morgenausgabe durch ein Ver⸗ ſehen nur unvollſtändig widergegeben wurde, tragen wir den ganzen Bericht nochmals nach Das Trefſen, das geſtern auf dem Ludwigshafener Phönixplatze vor ſich gina. hätte eigentlich den neuen Meiſter des gtheinbezirks bringen können. Denn wenn B. k. R. auch dieſe beiden Punkte mit über den Rhein hätte nehmen können, ſo wäre wohl die Ent⸗ ſcheidung ſchon geſtezn gefallen und die Meiſterſchaft wäre den Ra⸗ ſenſpielern nicht mehr zu nehmen geweſen. Aber es kam dieſes Mal anders. In einem glänzenden Spiele gelang es den Lud⸗ wigshafener Phönixleuten die Raſenſpieler niederzuringen und den Sieg an ihre Farben zu heften. Unter der Leitung von Herrn Liſt⸗Stuttgart ſtellte ſich Phönir mit ſolgender Elf: Bauer Ebert Pegele Fuchs Schwab Maier Burkardt Weber 1 Fillig, Weber 2 Grünauer V. f. R. hatte Fleiſchmann durch Berk erſetzt und ſtand wie folgke Gehring Meißzner Herberger Berk. Höger Au Deſchner Bleß Freiländer Engelhardt Hügel Nach dem Anſpiele konnte V. f. R. zunächſt die Offenſtve über⸗ nehmen, mußte aber bald das Feldſpiel den Phönielenten über⸗ laſſen. Verſchiedene Schüſſe Grünauers verſehlten ihr Ziel. Die V. f..⸗Hintermannſchaft zeigte ſich bei dem ſtetigen Drängen der Ludwigshaſener unerwartet unſicher und beſonders Engelhardt ver⸗ wirkte verſchiedene Ecken. aber der Phöntix⸗Innenſturm war nicht in der Labe, die gebotenen Chancen zu rerwerten. Der Mittef⸗ ſtürmer Fillig erwies ſich als der ſchwächſte Punkt in der Phönix⸗ mannſchaft und verdarb die beſten Gelegenheiten. In der 20. Minute brachte die 2. Ecke für Phönir den Raſenſpielern das Ver⸗ hängnis. Im Gedränge ſtoppte Freiländer den Ball mit der Hand ab. Den Elfmeter verwandelte Regele zum Fübrungstreffer für Pfönix. Durch dieſen Erfolg wurde die vordere Reihe der Platzherren mächtig angeſpornt und ſucht: ſofort weitere Erfolge zu erzwingen. Doch vor dem Tor hatten die Blauen kein Glück. Selbſt als Hügel eie Flanke Grünauers fallen ließ, blieb das Leder vor der Torlinie liegen. Allmählich machte ſich dann V. f. R. wieder frei, konnte aber die gegneriſche Deckung nicht überwinden. Erſt ſchöne Flanke Högers köpft Meißner unhaltbar ein. 121. 5 Nach Halbzeit war V. f. R. Herr der Lase, doch in der 10. Mfunte nach Wiederanſpiel begann eine neue Drauaveriode der Bhanir⸗ leute. V. f. R. wurde zeitmeiſe direkt eingeſchnürt, aber die ſchönſte Kombination nſitzte den Phönirleuten nichts, da der Innenſturm die vielen Chaucen ausließ. Auch Hügel wor mehreremals Retter in der Not So meiſterte er 2 wuchtige Schſſſſe von Weber 1 bervor⸗ racend, aber ſrotzdem mußte er ſich noch einmal oeſchlaßen bekeynen. In der 82. Minute des Spieles lenkte Weber 1 eine Flanke Grü⸗ nauers unhaltbar ein. 1 Die letzten Minuten ßrachten noch ein erbillertes Nineen. in dem ſebr oft die Grenzen überſchritten wurden. Auf beiden Seiten wurde je eine Torchance auselaſſen. So endete der Kampf mit einem:1⸗Sſege der Ludwiesbafener. Beim Sieger klappte alles rorzüßlich. Sehr fberroſchend war die Verteidigung Recele Ebert. Auch Maier bot eine Leiſtung, die über der gewebnten febt! B. f. R. tvielte canz unter Form. Hügel und An waren noch die beſten, wäßrend die Verteidioung niele ſchmache Momente bafte. Der Schiedsrichter leitete den von 4000 Zuſchauern beſuckten Kampf zufriedenſtellend. Nenes aus aller Welt — Berunglückte Fiſ herb dote. In der Oſtſee haben bei einem e Skurm 13 Fiſcher aus dem bei Cranz auf der Kuriſchen Nehrung gelegenen Dorfe Sarkau den Tod gefunden. In Sarkau war eine Sturmwarnung eingelaufen, nach der ſchwerer Nordoſtſturm in Sicht ſei. Da das das Weeter jedoch bis in den Nachmittag hinein ſtill und ruhig blieb, begaben ſich acht Boote hinaus, um die ausgelegten Dorſchangeln aufzunehmen. Segen 12 Uhr nachts ſetzte der Sturm, unterm ſcht mit ſchweren Schneeböen, mit ungeahnter Hefts eit ein. Vier vollbeſ tzte Boote erreichten glücklich den Strand; zwel Boote, deren Li hter man etwa eine Stunde ſpäter draußen auftauchen ſah, kenerten kurz vor der Küſte und die aus ſieben Mann beſtehende Beſatzung ſand in den Wellen ihren Tod. Ein drittes Boot wurde in der Gegend von Roſſitten verſchlagen, doch auch hier gelang es nur, zwei der In aſſen zu retten, die beiden anderen wurden über Bord geſpült und ere tranken. Von dem vierten Boote wurden gegen Morgen nur ein⸗ zelne Trümmer und das Großſegel an Land geſpült: päter treben auch die beiden anderen Boote, deren Inſaſſen angeſichts der Küſte ihren Tod gefunden war in der Nacht faſt die ganze Bevölkerung Sarkaus am Strande und auf der hohen Düne verſammelt Die Ertrunk nen konnten bisher nicht geborgen werden. Die Königsberger Zeitungen haben eine Hilfsaktion und Sammlungen für die Hiyterbli benen der Ver⸗ unglückten eingeleitet. Der Reichspräſident ſandte an den Oberpräſidenten Oſtpreußens in Königsberg fol endes Telegramm: „Mit aufrichtiger Tellnahme erfuhr ich das Sturmunglück in Sarkau, dem 13 tapfere Fiſcher in Ausübung ihres ſchweren Veruſes z m Opfer gefallen ſind Ich bitte Sie, den Hinterbliebenen den Aus⸗ druck meines herzlichſten Beileids zu übermittein. Ich veranaßte gleichzeitig eine leberweiſung von.000 Mark. die ich an 19 15 ihrer Ernährer beräubten Familien zu ver⸗ teilen bitte.“ — Eine Waſſerhoſe in Nizza. Ueber Nizza ſſt eine Waſſer⸗ hoſe niedergegangen, die die ſchöne Palmenanlage am Strande faſt vollkommen zerſtört hat. Autos mit Inſaſfen wur⸗ den umgeworfen. Im ganzen wurden ungefähr 60 Perfonen verwundet. — Liebesdrama eines Diplomaten. In der Wahnung des Vize⸗ konſuls der Vereinigten Staaten in Belgrad Henry Dayton hat ſich ein blutiges Drama abgeſpielt. Dayton, der mit ei er jungen Litauerin zuſammen lebte, hatte ihr ſeine Abſicht mitg⸗telt, ſich von ihr zu trennen, worauf die junge Frau drei Revolverſchüſſe au ihn obfeuerte und ſich dann ſelbſt den Tod gob. indem ſie ſich de Ade n am Arme öffnete Der Zuſtand des Diplomaten iſt ſeh ernn. Der Vorfall hat im diplomariſchen Korps und in der ganzen Sadt pen⸗ liches Aufſehen erregt. — machfhesse Hellerfeuchfes Wohnungen gatantiertstsubtrocken Heutsches Reichspötent in der letzten Minnte por der Pauſe oelang der Ausgleich. Eine ten, an den Strand. Trotz der Donkelheit ——————— 8 2———————————— 1 1 8 c ——————————— Donnersiag, den 11. Dezember 1924 e, 5 eee Die Frachtbehandlung der Kohlen hr. Der Wegfall der franzöſiſch⸗belgiſchen Eiſenbahnregie im neu⸗ und altbeſetzten Gebiet brachte grunolegende Aenderungen in der Crachtbehandlung der Kohlenſendungen aus dem Ruhr⸗ und Saar⸗Gebiet, die für den Kohlenbezug Süddeutſch⸗ lands erfteuliche Erleichterungen brachten. Kuhrkohlen: Mit der Eiſenvahnregie ſelbſt iſt die Umbehand⸗ lung der Ruhrkohlenſendungen auf den Uebergangsſtationen zwiſchen Regie⸗ und Reichsbahn und die gebrochene Frachtberechnung ge⸗ fauen. Dadurch ergivt ſich eine Verbilligung des Frankopreiſes der unmittelbaren Eiſenbahnlieferungen von der Ruhr nach dem rechts⸗ rheiniſchen Süddeutſchland um durchſchnittlich etwa 25,.— Gel für 10 Tonnen. Beſonders unter Berückſichtigung der Qualitäts⸗ verminderung, die vor allem die grobe Kohle durch das mehrmalige Umſchlagen erleidet und die lentſprechend den üblichen Sätzen fuͤr Nachſievung auf den Umſchlagsplatzen) z. B. für Ruhr⸗, Fett⸗ und Flammnüſſe J und II mit 18,.— Ge, für 10 Tonnen angenommen ſei, wird für große Gebiete der unmittelbare Bezug ab Zeche billiger als der von oberrheiniſchen Waſſerumſchlagsplätzen. Im allgemeinen entfällt daher heute ſchon bei einer Entfernung von etwa 100 Km. und für alle darüber hinaus vom Umſchlagsplatz gelegenen Stationen jeder Anreiz, die Kohlen von Oberrhein⸗Häfen zu beziehen. Es ſind von intereſſierten Kreiſen bereits Geſuche an die Reichsbahn gemacht worden, eine weitere Ermäßigung des im Main⸗ und Rhein⸗Waſſerumſchlagsverkehr(„auf jederzeitigen Widerruf“) für Steinkohlen uſw. gültigen Ausnahmetarifs 6u ein⸗ treten zu laſſen, die den veränderten Verhältniſſen Rechnung tragen ſoll, Neben dem rechtsrheiniſchen Bayern iſt, zunächſt jedenfalls, auch für den größten Gebietsteil Württembergs und für das ſüd⸗ liche Baden der unmittelbare Bahnbezug der vorteilhaftere. Saarkohlen: Die Reichsbahn hat durch Ausgabe eines neuen Ausnahmetarifs 6, gültig vom 16. November d. J.— d. h. dem Tage des Uebergangs der Regie⸗ auf die Reichsbahn—, den Geltungsbereich dieſes Ausnahmetarifs für die Uebergangsſtationen aus Elſaß⸗Lothringen: Wintersdorf(Baden) Grenze, Kehl Grenze, Breiſach Grenze, Neuenburg Grenze, Palmrain Grenze ſtillſchwei⸗ gend für Saarkohlen aufgehoben, dagegen die Uebergangsſtationen vom Saargebiet nach dem Raichsbahnnetz(Zweibrücken Grenze, Eichelſcheid Grenze uſw.) wieder in den Geltungsbereich des Aus⸗ nahmetarifs 6 für Steinkohlen uſw. einbezogen. Die Reichsbahn bekundet damit das begreifliche Beſtreben, den Saarkohlenverkehr nach Süddeutſchland möglichſt ganz auf ihre Strecken zu leiten. Bis zum 15. November mußte die Saarkohle das Gebiet von zwei fremden Eiſenbahnen(EEiſenbahn des Saargebietes und, je nach Uebergang, Regie⸗ oder elſaß⸗lothringiſche Bahn) in teueren Bierbrauerei Durlacher Hof.⸗G. vorm. Hagen in Mannheim Nach dem Bericht des Vorſtandes ergibt ſich nach Vornahme entſprechender Abſchreibungen für das abgelaufene Geſchäftsjahr ein Reingewinn von 137 432 /, über deſſen Verwendung die Verwaltung geeignete Vorſchläge in der.⸗V. machen wird. Weiter heißt es:„Der Bierabſatz konnte infolge der all⸗ gemeinen wirtſchaftlichen Verhältniſſe, im Beſonderen des Dar⸗ niederliegens der Bautätigkeit und nicht zuletzt ungünſtigſten Sommerwetters nicht befriedigen. Die Bierpreiſe ſtanden in keinem Verhältnis zu den außerordentlich hohen Beſchaffungskoſten der nötigen Rohſtoffe, ſie ſind im ganzen Reich ſchon längſt durch⸗ weg weſentlich höher, wie im hieſigen Bezirk. Trotzdem vermögen wir die Ausſichten für das laufende Jahr nicht ohne Weiteres als ganz ungünſtig zu bezeichnen, da wir mit recht anſehnlichen Vorräten ins neue Jahr eingetreten ſind, die vorteilhafter, wie zu den heutigen Marktpreiſen beſchafft werden konnten. Dies ſei mit allem Vorbehalt bemerkt, denn heute ſchon zu dem etwaigen Verlauf des erſt begonnenen neuen Betriebsjahres Stellung zu nehmen, iſt unmöglich.“ Nach der Goldmark⸗Eröffnungsbilanz ergeben ſich Aktiva 2 066 944, Paſſiva 457 318 f, ſo daß ein Vermögen von 1 609 626% verbleibt. Die Umſtellung iſt derart vorzu⸗ nehmen, daß das 5 Millionen ½ betragende Stammaktienkapital auf 1,5 Millionen Goldmark ermäßigt, das Vorzugsaktienkapital auf 5000 feſtgeſetzt und der überſchießende Betrag in Reſerve geſtellt wird Demnach werden die Stammaktien zu je 1000.% auf 300„ und die Vorzugsaktien auf je 10,.— ½ pro Aktie ab⸗ geſtempelt. Nach dieſem Vorſchlag wäre das Reinvermögen wie folgt zu verwenden: Stammaktienkapital 1 500 000 /, Vorzugs⸗ aktienkapital 5000 ½, Umſtellungsreſerve 104626 /. Nach der Umſtellung ſind die 5000 Stammaktien mit 5000 Stimmen und die 500 Vorzugsaktien mit 10 fachem Stimmrecht ebenfalls mit 5000 Stimmen ausgeſtattet. In der Goldmark⸗Eröffnungsbilanz per 1. Oktober 1924 ſtehen außer dem ſchon erwähnten Aktienkapital und Reſerven Hypotheken in Höhe von 55 171 und den Kreditoren mit 370.959, folgende Vermögenswerte gegenüber: Immobilien 1287 100.%, Maſchinen und Gerätſchaften 151 700, Fäſſer 24 600 J1. Fuhrpark 17 500 l, Auto 5300„, Wirtſchaftsmobiliar 6700 ,1, Kontor⸗ und Brauerei⸗ Mohiliar 1000, Lagertanks 5000, Kaſſe 6615, Effekten 65 187 1, Debitoren 207 220., Vorräte 289 022 Il. Maſchinenfabrik Badenig vorm. Wm. Platz Söhne.-G,, Weinheim(Baden) hr. In der.⸗V. vom 10. d. M. unter dem Vorſitz von Konſul R. Nicola(Rheiniſche Creditbank) waren 80 077 Stimmen von Stamm⸗ und Vorzugsaktien vertreten. Sie genehmigte einſtimmig die Goldmark⸗Eröffnungsbilanz auf 1. Januar 1924 mit einem Vermögensüberſchuß von 2 770 000=. Hiervon dienen 2,4 Mill. G% zur Umſtellung der 150 Mill.„ Stammaktien(Herab⸗ ſetzung von 1000 auf 16 G= 6275:). 20 000 G⸗4 ſtellen den Goldwert der 2000 Vorzugsaktien dar; der Reſerve wurden 245 000 G% zugewieſen, 55 000 G% für den Beamten⸗ und Arbeiterunterſtützungsfonds und 50 000 G⸗ als Dispoſitionsfonds zurückgeſtellt. Die Bilanz verzeichnet die Grundſtücke mit 40 000, Gebäude mit 800 000, Einrichtungen mit 700 000, Vorräte mit 922 186 Gel. Die Ausſtände betragen 440 235 Geſ, Kaſſe, Reichsbank⸗ und Poſtſcheckkonto figurieren mit 3378 G4. Die Verpflichtungen belaufen ſich auf 446 986 Ge. Die umlaufenden Schuldverſchreibungen und die Spareinlagen der Angeſtellten und Arbeiter, beide mit 15 Prozent aufgewertet, ſind mit 98 815 G= eingeſetzt. Als Vertreter der Firma Heinrich Lanz⸗Mann⸗ heim wurde Ingenieur Max Heinrich von Seubert in den Aufſichtsrat gewählt. Saar-Eiſenabſatz nach Deutſchland Der Hauptabſatz der Saareiſeninduſtrie geht zurzeit mehr denn je und faſt ausſchließlich nach Deutſchland. Der franzöſiſche Markt nimmt vielleicht 15 Prozent der Geſamtproduktion auf und weitere ungefähr 8 Prozent werden von der ſaarländiſchen Fertig⸗ induſtrie abſorbiert. Die Haupturſache der ſeit vier Wochen ſo 2inner-Liköre 1 nur aus echten, feinsten Kräuterne E und Fruchten hergestellt, daher bekömmlich und allseits bevorzugt. billiger ge Anfangskilometern durchlaufen, bis ſie auf die Reichsbahn ſtieß, um ihren Weg, wiederum in teueren Anfangskilometern, nach dem Ausnahmetarif 6 fortzuſetzen. Sie wurde nun in dem Wettlauf, den ſie z. B. in Mannheim, bei Karlsruhe und in Kehl mit den dort umgeſchlagenen Ruhr⸗ und engliſchen Kohlen begann, durch Auferlegung höherer Frachtſätze gehandikapt, weil die Vaſſer⸗ umſchlagskohlen unter dem billigeren Ausnahmetarif Gu gehen. Die Saarkohle wurde dadurch z. B. auf 100, 200 und 300 Km. landauf⸗ oder einwärts gegenüber dem für Mannheim gelten⸗ den Umſchlagstarif um 3,.—, 13,.—, 27,.— Ge mehr belaſtet. Gegen⸗ über dem für Karlsruhe und Kehl geltenden Umſchlagstarif betrug die Mehrbelaſtung an Fracht für die entſprechenden Kilometer gar .—, 19,— und 33,.— Ge, für 10 Tonnen. Dadurch, daß die Saarkohlen beim Zuſammentreffen mit den in Mannheim und Karlsruhe umgeſchlagenen Kohlen nun ſchon über 100 Km. im Ausnahmetarif 6 hinter ſich haben, und dadurch, daß die Frachtſätze auf weitere Entfernungen bekanntlich relativ zur Kilometerzahl immer billiger werden, hat ſich das Verhältnis zwiſchen dem Franko⸗Geſtehungspreis für Ruhrkohlen und dem für Saarkohlen für das größte Gebiet Süddeutſchlands ſehr zugunſten der Saarkohlen geändert. Unter dem Ausnahmetarif 6 für Steinkohlen uſw. ſtellt ſich der Bezug von Saarkohlen über die Uebergangsſtationen Eichelſcheid Grenze Strecke Homburg(Saar)— Brachmühlbach(Pfalz) und Zweibrücken Grenze am billigſten nach ganz Württemberg und Bayern, nach dem badiſchen Unterland, die Rheintalbahn aufwärts bis in die Gegend des Breisgaus, die Schwarzwaldbahn aufwärts bis Konſtanz, ausgenommen nach einigen dicht bei Kehl gelegenen Stationen. Bei Lieferungen über die Uebergangsſtationen von Elſaß⸗Lothringen: Wintersdorf Grenze, Kehl Grenze, Breiſach Grenze, Neuenburg Grenze, Palmrain(bei Lörrach) Grenze werden die Saarkohlen franko aller dieſer Grenz⸗ kationen mit einem gleichmäßigen Zuſchlag von 4,50 G% für die Tonne auf die franko Eichelſcheid Grenze und Zweibrücken Grenze geltenden Preiſe gehandelt. Wenn nun auch, wie oben geſagt, der Ausnahmetarif 6 für Steinkohlen uſw. aus dem Saargebiet für die Uebergangsſtationen aus Elſaß⸗Lothringen außer Kraft ge⸗ ſetzt wurde und die Sendungen von hier aus nach dem„Frachtſatz⸗ zeiger für die regelrechten Tarifklaſſen, B“ weiterlaufen, iſt der Bezug der Saarkohle nach dem Breisgau, den Stationen der Höllen⸗ talbahn, dem Markgräflerland, dem Wieſental und dem Rheintal von Baſel bis Waldshut dennoch über die Uebergangsſtationen Breiſach Grenze, Neuenburg Grenze und Palmrain Grenze blieben als bei dem Leitungsweg durch die Pfalz. erheblich geſteigerten Ausfuhr nach dem übrigen Deutſchland iſt, gleichwie in Lothringen und Luxemburg, das Beſtreben, die Reſt⸗ friſt der deutſchen Zollunfrefheit auszunützen. Als auffällige Tat⸗ ſache wird jedoch in letzter Zeit auf dem Saarmarkt vermerkt, daß jetzt auch deutſche Anfträge mitüber den 10. Januar hinausgehenden Lieferfriſten erteilt werden, was vor⸗ dem ausdrücklich ausgeſchloſſen war(ſpätere Lieferung involvierte die Annullierung des Abſchluſſes). Wie man daraus ſchließen darf, rechnen eingeweihte Kreiſe nicht mehr mit einem Inkrafttreten der Zollſperre oder nur mit einem minimalen deutſchen Eingangszoll für Eiſenerzeugniſſe. Eine derartige Löſung würde ja ſowohl den Wünſchen als den Lebensnotwendigkeiten der Saareifeninduſtrie entſprechen und ihr das natürliche und über⸗ lieferte Abſatzgeblet erhalten. Unter dieſen Umſtänden behauptet ſich weiterhin die Feſtigkeit, wenngleich der Handel auf Herab⸗ drückung der Preiſe ausgeht. In den letzten Tagen wurden Ab⸗ ſchlüſſe auf Grund folgender Richtpreiſe(je Tonne frei Grenze in franzöſiſchen Franken) getätigt: Thomasblöcke 400, Thomas Blooms und Brammen 430, Knüppel 450—460, Platinen 300, Schienen(46 Kg.) 470—495, Träger 495—515, Stabeiſen 535, Univerſaleiſen 625, Bandeiſen(warm gewalzt) 675—700; Walzdraht 565—585, Stiftdraht 920—980, Glanzdraht 820—880, geglühter Draht 870—950, verzinkter Draht 1050—1100; Bleche 5 Millimeter und mehr 680—700, 4 Millimeter 700—720, 3 Millimeter 720—740, 2 Millimeter 875—900, 1½ Millimeter 950, 1 Millimeter 1000 bis 1100, 5/10 Millimeter 1300—1350. — Aufhebung der Jakturenbeglaubigungsgebühr bei Sendungen nach Frankreich Die Außenhändelsabteilung der Handelskammer für den Kreis Mannheim teilt uns mit: Die Mitteilung von verſchiedenen Fach⸗ verbänden und der Preſſe, daß die von der franzöſiſchen Regierung verlangte konſulariſche Fakturenbeglaubigung bei Warenſendungen nach Frankreich nicht mehr erforderlich ſei, iſt in dieſer Form nicht zutreffend. Nur die Gebühr für die Fakturenbeglaubigung iſt aufgehoben worden, wie aus einem un„Bulletin Douanier“ vom 21. November 1924 veröffentlichten Auszug aus einem Rund⸗ ſchreiben des franzöſiſchen Außenminiſters vom 13. November 1924 an die diplomatiſchen und konſulariſchen Vertretungen Frankreichs in Europa hervorgeht. Danach ſind dieſe angewieſen worden, die Gebühr für die in den Beſtimmungen beir. Erhebung der 26 vroz. Abgabe auf deutſche Waren vorgeſehene Beglaubigung von Fakturen und Belegen für Befreiungsgeſuche niederzuſchlagen. :: Römerwerk Mekallverarbeitungs.⸗G., Heidelberg. Das Aktienkapital wurde auf 325 000 G umgeſtellt, in der Bilanz ſind Maſchinenapparate mit 28 678, Geräte und Werkzeuge mit 1340, Waren mit 4910, Forderungen an Aktionäre mit 8432 und Schuld⸗ ner mit 223 G aufgeführt, denen 12 684 G Gläubiger gegen⸗ überſtehen. :: Skahlwerke KRichard Lindenburg.⸗G., Baden⸗Baden. In der.⸗V. wurde die Goldmark⸗Eröffnungsbilanz, einſtimmig ge⸗ nehmigt. Ddas 4 Millionen Papiermark betragende Aktienkapital der Geſellſchaft ſoll auf 2 Mill. Goldmark zuſammengelegt werden durch Herabſetzung von 1000 Aktien auf 500 G. Dem Reſerve⸗ fonds wurden 300 000 G überwieſen. ( Filatures Schwartz u. Cie., Mülhauſen. Die go..⸗V. ratifizierte die in der.⸗V. vom 26. Juli 1924 beſchloſſene Ver⸗ doppelung des Stammkapitals von 15 auf 30 Millionen Franken. Börſenberichte Mannheimer Effektenbörſe „:, Mannheim, 10. Dezbr. Die Börſe verlief in lebhafter Haltung: Bad. Anilin⸗Aktien wurden zu 2778 gehandelt, ferner Seilinduchrie 8, Benz 5, Rodberg 4,24, Gebrüder Fahr 776, Karls⸗ ruher Maſchinenbau 3,75, Haid u. Neu 22,75, Knorr, Heilbronn 3,8, Mannheimer Gummi 2,25, Badenia 0,80, Mez Söhne 1,75, Neckar⸗ ſulmer 7,50, Pfälzer Nähmaſchinen 3,15, Rheinelektra 8,50, Union⸗ werke 7,50, Zellſtoffahrik Waldhof 10,25, Zuckerfabrik Frankenthal 4,3 und Zuckerfabrik Waghäuſel 3,4. Von Banken notierten: Pfälz. Hypotheken⸗Bank 6,7 bz. u. G. und Rheiniſche Hypotheken⸗Bank 6,50 bz. u. G. Reue“ 9Ha Eine Erleichterung für die ſüddeutſche Induſtrie ndelsblatt Waren und Märkte Wochenbericht über den Markt für Kaliwerte 4 (Mitgeteilt von Rodrigo de Caſtro, Bankgeſchäft, Haniburg) Der Markt für Kaliwerte nimmt noch immer eine gun r⸗ Sonderſtellung ein, weil ſich der Intereſſentenkreis hier 00ft würdigerweiſe dauernd verkleinert. Und immer wieder muß werden, daß jetzt in der ſtillſten Jahreszeit der Kaliabſaß Syndikats mehr als normalen Umfang angenommen hat und da ſogar Ausſicht beſteht, die Tſchechoſlowakei wieder keilweiſe deutſchem Kali zu beliefern, da angeblich eine Verſtändigung dies den elſäſſiſchen Gruben vor dem Abſchluß ſtehen ſoll. Es iſ wel nach zwei Richtungen hin eine Sache von großer Bedeutung nn, dieſes Land von jeher einen großen Kalibedarf hat und ngen weil eine weitere Intereſſengemeinſchaft mit dem Elſaß Hoſſ der auf eine allgemeine Preiskonvention eröffnet. Die Franzoſen, durch große Rabatte und beſonders bequeme 1 5 bedingungen, die deutſche Konkurrenz zu verdrängen, hat fr. 19⸗ zu gewiſſen Erfolgen geführt. Aber ſie ſcheint ſchließlich ſabſat⸗ ſpielig geworden zu ſein, daß man eine friedliche Löſung der frage doch vorzuziehen ſcheint. der⸗ Von Kuxen wechſelten in vereinzelten Stücken Alexan b4, hall, Aſſe, Bergmannsſegen, Einigkeit, Erichsſegen, Friedr 25 1 di *38* Glückauf, Hindenburg, Johannashall, Siegfried 1 und Sieg Gieſen ihre Beſitzer bei durchweg kleinen Kursſenkungen. Fü 9 übrigen Werte, in denen ſonſt regelmäßiger Handel ſtattfand, ſien⸗ es diesmal nur rein nominelle Notierungen. Auch auf dem Akli markte fanden nur wenige Umſätze in Adler, Benthe, Hallele Kali, Hannoverſchen Kali, Krügershall, Mansfeldern und Witteſ ſtatt. Anfänglich etwas ſchwächer konnten ſich die Kurſe dele Werte ſpäter etwas befeſtigen. Etwas mehr Geſchäft entwi ſich in Heldburg, die leicht anzogen und eine Steigerung von fer erfuhren, Kali⸗Induſtrie auf dauernde Käufe von intereſſten Seite. Niederſachſen wurden anfangs der Woche auf Grund. Oelfundes, an dem die Geſellſchaft beteiligt iſt, lebhaft geſteig Aber bald trat eine Reaktion ein, die die ganze Kursbeſſer wieder verwiſchte. Der Skickſtoffmarkt im Monal November 1924 (Mitgeteilt vom Stickſtoff⸗Syndikat, G. m. b.., Berlin N8 7. Die Nachfrage war lebhaft Die Erzeugung verlief unge bel ebenſo der Verſand. Die Preiſe für Stickſtoff blieben im Nogeſl unverändert und zwar ſtellte ſich der Preis für das Kilo Sti den im ſchwefelſauren Ammoniak auf 1,08„. Für die komum Monate ſind die Preiſe geſtaffelt. Das Kilo Stickſtoff im ſchw ſauren Ammoniak koſtet für Dezember⸗Abruf 1,10.4 „ Januar⸗Abruf 142„ „ Februar⸗Abruf 1,1376„ „ Abruf im März und ſpäter.15„ Im Auslande war die Nachfrage im November etwas uge Im allgemeinen hat ſich die Lage wenig verändert. Der iſt feſt bei ſteigenden Preiſen für Frühjahrslieferung. Berliner Metallbörſe vom 10. dezember Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. 9. 10. Aluminium 9. 8 Clektrolptkupfer 188,— 135,— in Barren 2,40⸗2,5 2 Kaffinadekupfer 123.124 124•.25 inn, ausl. 2188 885 Blei.75..78 0,77..78 üttenzinn.00.⸗5,10 228 Rohzinklpb.⸗Pr.)—,—. Nickel 920. 10475 do.(fr Verk) 0,70.0,71 0,71˙0.72 Antimon 117..0 1,. Plattenzink.62.0,88 0,82•.83 Silber für 1 Sr. 95.—98.—— Aluminium 2,30⸗2,35 2,.30⸗2,35 Platin p. Gr.—.— London, 10. Dezember() Metallmarkt.(In gſt. f. d. engl. t. v. 1016 32 9. 10 9% 10 pfei 9986 3515 auwen Küln, 82 55 8 50„benſeten. 188 l8 1— Ni 2³.5⁰ do. 3 Monat 88, 88,50 Nickel 68, 185, ueckſirber 11. ſd⸗ do. Elektol. 68.50 89.— Zinn faſſa 258.75 258.65 J Regulus 65.— :: Pforzheimer Edelmetallpreiſe vom 10. Dzbr. 1 Kg 01 2820., 2825.; 1 Kg. Silber 95,25., 95,75.; 1 Gre Platin 14,75., 14,90 B. ht 2: Hopfenmarkt im ſtädtiſchen Lagerhaus Stultgart. Neuzuf 2 Ballen, Verkauf 2 Ballen zu 87 A. vint *Bremen, 10. Dezbr. Baumwolle. American Fully mid c. 28 g. mm loko/ per engl. Pfund 25,10(25,50) Dollarcents. 90 Magdeburg. 10. Dezbr. Jucker prompt innerhalb 10 Tahe, 17,—, Lieferung innerhalb 4 Wochen 17,— Goldmark. Ruhig · Schiffahrt Jenkralkommiſſion für die Rheinſchiffahrk die In Straßburg iſt die Internationale Zentralkommiſſion 11 Rheinſchiffahrt wieder zuſammengetreten, die ſich abermals mi 11. Reviſion der Mannheimer Rpeinſchifa hrtng beſchäftigen und ferner die Rheinregulierung zwiſchen Baf Straßburg beſprechen wird. Frachtengeſchäft in Duisburg⸗Ruhrort vom 10. Dezembet die Schiffsmiete beträgt öro Tonne und T4 12 Pfg. ab Kipper 12 Pfg. ab Kanal. Exporkkohle nach Rollerdam: 1,70 fl. bei freiem Schleppen. Geſchäft ziemlich lebhaft. *Neue Inkereſſengemeinſchaft in der Rheinſchiſfahrt? 30 1 der Rhein⸗ und Seeſchiffahrtsgeſellſchaft in det der Kölner Reederei.⸗G. in Köln⸗Mülheim un nt Firma William H. Müller u. Co. in Rotterdam ſind i⸗ Blättermeldungen Verhandlungen eingeleitet worden, um Intereſſengemeinſchaft abzuſchließen, zu welchem Zweck auch ſben Aktienumtauſch vorgeſehen iſt. Die Selbſtändigkeit der Geſellſchal ſoll dabei vollſtändig erhalten bleiben. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat dezemberg Neckar⸗Pegelſ 4 5.— Rbein-Begel.5. 6. 9 10,1I. Schuſterinſel“).51.81.67.58.57.80 Mannheim.88.35.35 11 Kebl..J3.73.76.72.72.71(beilbronn..69— 17 Marau,.38.6.30.38932.35 Mannbeim..28.38.20.84.27.28 daus..82 180.57/.1.4.0 ſöln 158 17—1851184 152 5 Herausgeber. Drucker und Verleger: Druceerel Dr. 9354 Neue Mannheimer Zeitung. G. m. b. H. Mannheim. 600 11b Welt den übria fedaktionellen Teil: Fr Kircher: 1 Anzeigen:. inner Likore FMee ArG. HaLeUne GMGνuNE.. Direktion: Ferdinand Heyme— Chefredakteur Kurt Nische Verantwortlich für den volttiſchen und volkswiriſchaftlichen Taaſt Fiſcher; für das Feuilleton: Dr. Friß Hammes: für Kommunaſpolſt em Lokales: Richard Schönfelder: für Sport und Neues aus aller W* Müller; für Handelsnachrichten. Aus dem Lande. Nachbargebiete. Unübertrefflich Oualitat — 8 — 82 3 * — Se Seh M. Sennüft ſes denl bieseschr, Waschkommode mi ie elauls., 2 eiten, Nachnische. Nohrstühte, 1 Handtucnhalte. N che, miaraert. m 15 U 1 Kredenz mi Stünle, 2 klocker 1 Spiege Rerrenzimmer, 270 * N¹ deh. ddel Lunke] m ve Kred Chlans. be nade Neine 725% enyn aus * 9 diod dlle 00 Fesde ugfreie Villa mit Garten Timmer, Küche, Bad, 2 Mansarden, desheim a B. zu veik. Anzahlung Angebo e unter J H. 139 an de ſchäftsstelſe dieses Blattes. Nattsche Welnnachtsgeschenke! Uden eiseht mit veiglas, u zwei dehudt 5 A Klavierband. 1 Ledelsessel ene, Auszugtisch, 4Ledeist im. dilche Hhze bben eunlch dilg Kl. Uaesshnünge 35 u, Betten m. Ro-t 35 M. 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