bden ſej.„Journal des Debats“ beſtätiat. daß Wontag, 99. Dezember Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgedung wöchentlich 8⁵ ne Die monatl. Bezieher verpflichten ſich bei evtl. Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl zwölfmal. Abend⸗Ausgabe 8. — 0 5 Aenderung d. wiriſchaftl. Verhällniſſe notwendig werdende Preiserhöhungen anzuerkennen. Poſtſchecktonto Nr 17590 Karlsruhe.— Hauptgeſchäftsſtelle E 5, 2— Geſchäfts⸗* Nebenſtellen Waldhoſſtr 6, Schwe ingerſtr. 24, Meerfeld⸗ ſtraße 11.— Fernſpr. Nr. 7801—7945— Telegr.⸗Adreſſe Das schickſal der Kölner Jone Das ſranzöſiſche Jiel V paris, 29. Dez.(Von unſ. Pariſer Vertreter). Es läßt ſich konſtatieren, daß einige linksrepublikaniſche Deputierte bei Her⸗ riot bemüht ſind, eine Entſpannung der Lage zu er⸗ reichen. Zur Stunde iſt von einem Ergebnis dieſer Bemühungen nichts bekannt. In der„Ere Nouvelle“ wird jedoch mitgeteilt, daß die franzöſiſche Regierung im Grunde genommen am meiſten davon habe, wenn ſie einem Kompromißvorſchlag über die gleich⸗ zeitige Räumung Kölns und des Ruhrgebiets annehmen würde. Der Leitartikler des Vlattes behauptet, England würde augenblicklich einen viel größeren Wert an der Feſthaltung Kölns baben als Frankreich, und Chamberlain ſei es geweſen, der anfangs Dezember den Einflüſterungen gewiſſer engliſcher Handelskreiſe nach⸗ gegeben und eine Verlängerung der Beſetzungsfriſt für die Kölner Zone geplant habe. Dieſe Behauptung ſteht in der franzöſiſchen Preſſe vereinzelt da, ſie zeigt aber, daß zwiſchen London und Paris und in der Räumungsfrage eine einheitliche Auffaſſung nichtebeſteht. Das Blatt ſucht vermutlich durch die Mitteilung über Englands Pläne die in der deutſchen Preſſe erhobenen Vor⸗ würſe zu entkräften. 1 0 Der Berliner Korreſpondent des„Ere Nouvelle“ veröffentlicht eine aus maßgebender deutſcher Quelle ſtammende Darſtellung der Entwaffnungsfrage. Für das deutſche Publikum ent⸗ balten dieſe. Mitteilungen nichts neues. Es iſt aber immerhin zu bemerken, daß die„Ere Nouvelle“ das einzige linksrepublikaniſche Blatt iſt, das den deutſchen Standpunkt ſachlich behandelt, während alle anderen Zeitungen, ſogar„L Oeuvre“ und der„Quoditien“ die Behauptung aufſtellen, die deutſchen Mitteflungen ſeien falſch und friſtert. Ueber die Stimmung in den Verliner maßgebenden Krei⸗ ſen teilt der dortige Vertreter des Blattes noch folgendes mit, daß in Berlin nicht die Revancheſtimmung herrſche, von der in Pariſer Zeitungen geſprochen wird, ſondern der ehrliche Wille, zu einer Uebereinſtimmung zu gelangen und die öffenkliche Meinung Frankreichs über den Stand der Situation aufzuklären. Hoffentlich beachtet man dieſe Anſtrengungen in Pariſer Regierungskreiſen. Die Boulevardpreſſe ſchlägt infolgedeſſen aus einem Artikel, den der engliſche Vertreter in der Entwaffnungskommiſſion Gene⸗ ral Morgan in der„Quarterly Revue“ veröffentlichte, propa⸗ gandiſtiſche Münze gegen Deutſchland. Morgan erklärte, daß die Deutſchen ſeit der Unterzeichnung des Friedens verſucht haben, eine Reviſion der militäriſchen Beſtimmungen des Vertrages durchzuſetzen und daß ſie ſogar im Ruhrgebiet und in andren deutſchen Gebieten Unruhen hervorriefen, um zu dieſem Ziel zu gelangen. Der engliſche Kommiſſar erklärte, daß der deutſche Generalſtab ein Offizierskadres für eine ebenſo große Armee bereit hielt, wie die Frankreichs. Ferner ſchreibt Morgan, ſämtliche Vertreter des Deutſchen Reichs, mit denen die Entwaffnungskom⸗ miſſare zu tun hatten, ktaten ihr Möglichſtes, um uns zu hinter⸗ gehen und hinters Licht zu führen. Morgan empfiehlt als einziges Mittel, die Situation zu retten, die Verlängerung der Be⸗ ſetzung der Brückenköpfe am Rhein und Aufrechterhaltung der Entwaffnungskommiſſion um ein weiteres Jahr, 15 Der Petit Pariſien legt beſonderen Wert darauf, daß General Morgan das Feſthalten an den Rhein⸗Brückenköpfen als Sicherung verlangt. Darauf erſieht man, auf welches Ziel maßgebende Politiker in Frankreich hinſteuern. Eine Stimme der Vernunft Nach einer Meldung aus Marſeille erklärte, der Prof. Victor Beſſt auf dem Kongreß der franzöſiſchen Liga für Menſchenrechte zur äumungsfrage, daß man mit der deutſchen Regierung hätte in erhandlungen treten müſſen. Veſt verlangte dringend die Fortſetzung einer deutſch⸗franzöſiſchen Annä herungspolkitik. Die Strafverfolgung des„Eclair“ Die Oppoſitionspreſſe richtet ſcharfe Angriffe gegen Herriot und bezeichnet 845 Sene e einen Angriff auf die Preſſefreiheit. Der Präſident des Syndikats der Pariſer Preſſe hat ein Schreiben ller gerichtet, in dem u. 4. erklärt wird. daß die geſamte Preſſe aller heit ſähe. In dem Antwortſchreiben Herriots wird erklärt, daß das Dokument Wreeren Eharakter habe. Die franzöſiſche Regierung könne nicht zulaſſen, daß ein Dokument dieſer Art ohne Zuſtimmung der franzöſiſchen Regierung oder der alliierten Regterungen ver⸗ öffentlicht werde. Amtlich wird mitgeteilt, daß bei der Hausſuchung in den Redaktionsräumen des„Eclair“ ein zweites Geheim⸗ Dokument aus dem Generalſtab der Armee aufgefunden worden l.— Der Abgeordnete Marnegary kündigte in einem Schreiben an Kerliot, eine nterpellation gegen die Strafperfolgung des „Eclair“ an. die Note der Boiſchaſterkonſerenz Dder Entwurf zu der Note der Botſchafterkonferenz in det Frade der Räumuna der Kölner Jone wurde am Samstaa abend an die alliierten Regierungen geſandt. In dem Entwurf heißt es, daß der endaültige Kontrollbericht erſt gegen den 20. Januar ab⸗ degeben werde Obne ihn ſedoch abwarten zu müſſen. geſtatten die vorläuflaen Berichte den Eindruck, daß deutſcherſeits zahlreiche und ernſte Verfehlungen begangen worden ſeien und noch begangen wer⸗ den. Die Frage der Räumung könne nur in Betracht kommen. wenn Deutſchland die Verträge beachte. In dem Entwurf wird auf den Artitel 429 des Verſailler Friedensvertrages Bezug genommen. Veiter wird der Bericht des Verſailler Komitees. den Marſchall Foch der Botſchafterkonferenz vorgeleat hat, reuniert. Das„Journal“ ſtellt feſt. daß die weſentliche Frage der Ver⸗ f. debats“! hierüber Einigkeit zwi⸗ ſchen London und Paris noch nicht beſtehe. Parteien in der Strafverfolgung eine Verletzung der Preſſefrei⸗ län geruna der Beſetzuna nicht geregelt, ſondern vertaat wor⸗ In unterrichteten politiſchen Kreiſen ſpricht man von der Mög⸗ lichkeit, daß außer der angekündiaten Mittwochſitzung der Botſchafter⸗ konferenz noch weitere Sitzungen ſtattfinden werden. Man glaubt. Enaland ſei bereit, Köln im Mai oder Juni zuräumen. England gegen„Sanktionen“ § London, 29. Dez.(Von unſerem Londoner Vertreter.) In hieſigen diplomatiſchen ſowohl auch in den Finanz⸗ kreiſen herrſcht keinerlei Freude über die Entſcheidung, daß Köln am 10. Januar nicht geräumt werden ſoll. Darüber, daß die Räumung jetzt unmöglich iſt, iſt man ſich hier einig, da die Kölner Zone nicht einer Wiederbeſetzung durch franzöſiſche Truppen ausgeſetzt werden darf. Es wird jedoch hervorgehoben, daß Eng⸗ land ſich dem franzöſiſchen Standpunkt nicht angeſchloſſen habe. Die Einſtimmigkeit in der Veſchlußfaſſung der Bot⸗ ſchafterkonferenz, die in dem offizibßfen Kommunique mit ſo viel Nach⸗ druck betont wird, iſt eine ſehr oberflächliche und proviſoriſche. Man befürchtet, daß ſie große Schwierigkeiten bei den weiteren Entſchei⸗ dungen namentlich auch bei der Aufſetzung der an die deutſche Regie⸗ rung zu ſchickenden Note ergeben werden. Sie werden ſich nament⸗ lich um die Auslaſſungen drehen, was eine„Verfehlung“ Deutſch⸗ lands bedeutet. In hieſigen maßgebenden Kreiſen werden die ſogenannten Ver⸗ fehlungen Deutſchlands nicht ernſt genommen. Man iſt überzeugt, daß Deutſchland vollkommen entwaffnet iſt und daß Frankreich keinen Grund hat, einen Angriff Deutſchlands zu be⸗ fürchten. Dagegen hat Frankreich der britiſchen Regierung zu ver⸗ ſtehen gegeben, daß es die deutſchen Verfehlungen für ernſt halte und daß man ſich mit der 2. und 3. Inſpektion nicht zufrieden geben könne, ſondern Sanktionen für nötig halte. Dieſen Stand⸗ punkt, will, wie ich erfahre, das britiſche Foreign office nicht an⸗ heihmen und die allernächſte Zeit wird zu entſcheiden haben, wie dieſe Differenz beigelegt werden kann. Aller Wahrſcheinlichkeit nach⸗ wird auf Frankreich durch England und Amerika ein erheblicher Druck ausgeübt werden, von ſeinem unnachgiebigen Standpunkt nach⸗ zulaſſen und ſich in einem Kompromiß über die gleichzeitige Räu⸗ mung der Ruhr und der Kölner Zone zu einem beſüimmten Datum einzuwilligen unter der Bedingung, daß Deutſchland bis dahin die Verfehlungen abſtellt. Der deutſche Hinweis auf eine mögliche Be⸗ einträchtigung der Ausführung des Dawesabkom mens im Falle ungerechter Entſcheidung über die Kölner Zone hat auf amerikaniſche und engliſche Regierungskreiſe tiefen Eindruck ge⸗ macht. Die Erwiderung führender engliſcher Blätter, daß dies eine interne deutſche Angelegenheit ſei, war nur Bluff. Hieſige Finanz⸗ kreiſe halten ſie für eine ſehr bedrohliche internationale Angelegenheit, ebenſo amerikaniſche Finanzkreiſe. Nach Kabelmeldungen aus Waſhington beobachten die Ameri⸗ kaner die Wirkung des Kölner Zwiſchenfalls auf die öffentliche Mei⸗ nung Deutſchlands und auf das Dewesabkommen mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit. ziöſen Communiqué heißt, daß eine freundſchaftliche Beilegung er⸗ folge und ein Kompromißübereinkommen zwiſchen Frankreich, Groß⸗ britannien und Deutſchland zuſtande kommen werde, in ihrem eigenen Intereſſe. Die Anſicht der engliſchen Militärexperten gehe dahin, daß eine Friſt von—3 Monaten für dbie Ausführung der Kölner und der Ruhrräumung genügen wird. Es iſt daher Ausſicht vorhanden, daß die franzöſiſche Diplomatie und die Armeeleitung, die bisher ihren Willen durchgeſetzt haben, ſich diesmal vor der grö⸗ ßeren Macht derl engliſchen und amerikaniſchen Anſicht beugen müſſen. Dazu wird jedoch, wie man in Kreiſen der engliſchen Diplomatie hervorhebt, erforderlich ſein, daß Deutſchland der franzöſiſchen Regierung keinen Grund zur Aufrechterhaltung und Rechtfertigung ihres Standpunktes in die Hand gibt. Stimmen des Auslandes Engliſche Preſſeſtimmen Der Beſchluß der Botſchafterkonferenz wird von der geſamten Londoner Sonntagspreſſe eingehend erörtert. In einem Artikel der „Sunday Times“ heißt es: Es ſei klar, daß Deutſchland nicht nur in dieſem Augenblick, ſondern auf längere Zeit higaus un⸗ fähig ſei, einen europäiſchen Krieg zu führen. Aber die Franzoſen hätten als Bewohner eines Landes, das einem deutſchen Aagriff ausgeſetzt ſein würde, vollkommen recht, ſich in einer ſo lebenswichtigen Frage keinem Riſiko auszuſetzen und die Prlitik Englands müſſe notwendigerweiſe dahin gehen, Frankreich loyal zu unterſtützen. Im übrigen ſei die Frage der deut⸗ ſchen Entwaffaung nicht das einzige mit der Beſetzung Kölns zu⸗ ſammenhängende Problem. Es ſei ſo ſicher wie nur irgend etwas, daß, wenn England Köln heute verlaſſe, die Franzoſen es morgen beſetzen würden. Die Deutſchen würden nun klug tun, die Hinaus⸗ ſchiebung der Räumung durch die Engländer nicht als Vorwand für eine Weigerung der weiteren Ausführung des Dawesplanes zu be⸗ nutzen. Mit Geduld und Einſicht müßte es möglich ſein, zu einer Vereinbarung über die gleichzeitige Räumung Kölns und des Ruhr⸗ gebietes innerhalb der nächſten vier bis fünf Monate zu gelangen. Der diplematiſche Verichterſtatter des„Obſerver“ ſchreibt der Beſchluß der Botſchafterkonferenz ſei nur die Regiſtrierung eines wichtigen vorher von London, Paris, Brüſſel und Rom verein⸗ barten Schrittes der alliierten Politik. Die Deutſchen, die die Meinung vertreten, daß Chanberlain eine reaktionäre Politik Deutſchland gegenüber verfolgen irrten ſich. Chamber⸗ lain, ſei ebenſo wie Macdonald beſtrebt, Köln zu räumen. Aber die deutſche Oeffentlichteit müſſe, wenn ſie weiſſe ſei, einſehen, daß einer ſofortigen Räumung Hinderniſſe entgegenſtünden und alles tun, um die britiſche Regierung mit unwiderleglichen Beweisgründen für eine Räumung Kölns züm früheſt möglichen Zeitpunkt zu verſehen. So⸗ 5 weit der Verſailler Vertrag Deutſchland entwaffnen konnte, ſei es mer Seil Veilagen: Bilder det Woche Sport u. Spiel Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Muſik⸗eitung Mannheimer Frauen-Zeitung Unterhaltungs⸗Beilage Aus der Welt der Cechnik Wandern u. Reiſen. Geſetz u. Necht Präſident Coolidge erwartet, wie es in dem offi⸗ ꝙreis 10 Pfennig 1924— Nr. 602 nzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung pro ein⸗ 555 en iel für Allgemeine Anzeigen.40.⸗M. Reklamen.—.⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung über⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von An⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr. ohne Gewähr. Gerichtsſt. Mannheim. entwaffnet und dieſes Werk ſei ſeit langem vollendet. Die Frage der techniſchen Abrüſtung ſei erledigt. Das Problem des Augenblicks ſei das der moraliſchen Abrüſtung. Die britiſche Regierung habe klugerweiſe ihre Entſcheidung ſich vorbehalten. Sie habe aus Gründen der Zwedmäßigken wohl zuſtimmen können, die Beſetzung Kölns für einige Monate zu verlängern. Von einer Beteiligung an einer unbegrenzten Fortdauer der Beſetzung könne aber keine Rede ſein. Die Tatſache daß von der im Vertrag vorge⸗ ſehenen Friſt fünf Jahre abgelaufen ſeien, müſſe feſtgeſtellt und das endgültige Datum für die Räumung der erſten Zone müſſe feſtgeſent werden. Wenn es nicht gelingen ſollte, dies zu erreichen, ſo bleibe den Engländern keine andere Wahl als Köln zu räumen. England könne ſeine Beſatzungstruppen dort nicht als Werkzeug einer ae Politik, die es nicht vertreten könne, beibe⸗ alten. Garwin ſelbſt ſchreibt im„Obſerver“: Das Jahr 1925 bil⸗ det für Deutſchland einen wunderbaren Kontraſt zum Vorjähre. Die Drohung für die Einheit des Reiches ſei verſchwunden. Das nationale Vertrauen in die Zukunft ſei zurückgekehrt mit der un⸗ bedingten Ueberzeugung, daß die Deutſchen eines Tages wieder das ſtärkſte Volk Europas ſein würden. Die Stabiliſterung der deutſchen Währung ſei eine glänzende Tat geweſen. Wirtſchaft⸗ lich habe Deutſchland während des letzten Jahres größere Fort⸗ ſchritte als irgendein anderes Land gemacht. Die politiſchen Aus⸗ ſichten ſeien jedoch weit ungünſtiger. Jede ſolide Negierungskom⸗ bination müſſe ruhen entweder auf den Sozialiſten oder den Nationaliſten mit den Monarchiſten. Im Amte würden die Natio⸗ naliſten vielleicht beſonnener werden. Auf jeden Fall würden ſie gezwungen ſein, ſich zu enthüllen. Ihre Propaganda ſei heftig antifranzöſiſch, antibritiſch und antiamerikaniſch. Sie ſei das kraft⸗ volle Element der deutſchen Raſſe. Aber die große Mehrheit der deutſchen Maſſe werde niemals den Verſailler Vertrag, beſonders nicht den Teil des Vextrages, der den Oſten betreffe, als endgültig hinnehmen. Klarer als je ſei die ſchließliche Wahl für GEuroga entweder die Reviſion des Vertrages oder die Erneue⸗ rung des allgemeinen Krieges. Wenn nicht eine be⸗ ſtimmte Kombination zwiſchen Großbritannien, Frankreich und Deutſchland gebildet werden könne unter Bedingungen, die eine wirkliche moraliſche Verſöhnung zwiſchen ihnen ermöglichen, ſo werde nichts auf Erden den Völkerbund in den Stand ſetzen, den Frieden zu retten. Die„Daily Expreß“, die auch die von der Preſſe viel be⸗ achteten Erklärungen des Reichswehrminiſters Dr. Geßler in Fettdruck an der Spitze des Blattes veröffentlicht, ſchreibt ange⸗ ſichts der Haltung eines gewiſſen Teils der üeentlichen Memung in Deutſchland: Es bleibe keine andere Wahl, als die alliierte Soli⸗ darität der Aktion aufrechtzuerhalten, bis die Deutſchen ſelbſt un⸗ widerlegliche Beweiſe zugunſten ihrer Behauptung beſchafft hätten. Der Beſchluß der Botſchafterkonferenz verpflichte England zu nichts mehr als einer zeitweiligen Vereinbarung. Der Verliner Verichterſtatter des„Daily Telegraph“ ſchreibt: Seit dem Einmarſch der Franzoſen und Belgier in das Ruhr⸗ gebiet habe kein derartiger Geiſt nationaler Bitterkeit alle Teile der Bevölkerung und alle Schattierungen der politiſchen Meinung in Deutſchland bewegt. „Daily Graphic“ hebt hervor, daß der Stolz Deutſch⸗ lands mit der Befreiung der Rheinlande verknüpft ſei. Den Beſchluß, über den im Friedensvertrag feſtgeſetzten Zeitpunkt hinaus in Köln zu bleiben, habe man in Deutſchland als die Rück⸗ kehr zur Theſe Poincares, für die auch Marſchall Foch ſein ſell, nämlich, daß die für die Rheinlandbeſetzung feſtgeſetzten Friſten überhaupt noch nicht zu laufen begonnen haben, ausgelegt. Soweit aber England in Vetracht komme, ſei das keineswegs gerechtfertigt. Die Engländer ſeien nur allzu beſtrebt, ihre Truppen zu entfernen, vorausgeſetzt, daß Deutſchland ſeinerſeits ſeine Vertragsverpflich⸗ tungen erfüllt habe. Die Kriſe müßte durch ein Kompromiß gelöſt werden, das nicht nur fair gegenüber Deutſchland und den Alliierten ſei, ſondern auch der erſte Schritt zu jener moroliſchen Abrüſtung ſei, ohne die die militäriſche Abrüſtung eine Fiktion ſei. „Daily News“ ſchreibl: Daß Deutſchland jetzt fähig oder in abſehbarer Zeit fähig ſein werde, Krieg gegen irgendeine Macht zu führen, ſei nichternſt zu nehmen. Wenn Frankreich von Deutſch⸗ land ſowohl die moraliſche wie techniſche Abrüſtung verkange, werde es für Deutſchland leicht ſein, zu antworten, daß die Hal⸗ tung Frankreichs ſeit dem Kriege die moraliſche Abrüſtung unmöglich gemacht habe. Die deutſchen Staatsmänner würden jedoch klüger ſein, ſich vor Augen zu halten, daß die Annahme des Dawesplanes durch Frankreich die Lage umgeſtellt habe, und daß die Hoffnung Deutſchlands auf Wiedergewinnung ſeiner europäi⸗ ſchen Stellung ſowohl im moraliſchen als auch im wirkſchaftlichen Sinne nicht in einer Kontroverſe über die Kriegsſchuld liegt, ſon⸗ dern in einer klaren Kundgebung ſeiner Aufrichtigkeit und ſeines guten Willens ſowie in der Promptheit, mit der es alle ſeine Verpſlichtungen erfüllt. Aus verſchiedenen ofſenkundigen Grün⸗ den müſſe der Beſchluß, die britiſchen Truppen in Köln zu belaſſen, bedauert werden. Dieſer könne den Erfolg des Dawes⸗ planes, der bereits Wunder gewirkt habe, indem er Europa aus der Verzweiflung heraustrug gefährden. Er würde auch eine ſchlechle Wirkung in Amerika haben, das an die Fähigkeit Europas, ſich ſelbſt zu helfen, zu glauben begonnen habe. Die einzige Hoff⸗ nung, aus dieſer bedauerlichen Lage herauszukommen, ſei, daß durch öffentliche Erörterungen Frankreich dazu gebracht werden könne, die Räumung der Ruhr zu beſchleunigen unter der Bedingung, daß Deutſchland ſeinen Verpflichtungen nachkommt. Aber wahrſchein⸗ lich werde die endgültige Löſung derartiger Schwierigkeiten nicht in Sicht ſein, bevor der Völkerbund ſelbſt herbeigeholt ſer, um am Rhein die Rolle eines Stoßauffängers zu ſpielen. Amerikaniſche Eindrücke V Paris, 29. Dez.(Von unſerem Pariſer Vertreter). Nach einer Waſhingtoner Kabelmeldung des„Newyork Herald“ iſt man in dortigen Regierungskreiſen über den ausgebrochenen Räumungskon⸗ flikt ſehr beunruhigt und befürchtet, daß ſich daraus eine ſchädliche Rückwirkung auf die Durchführung des Dawes⸗ plans ergeben könnte, doch rechnet man damit, daß Herriot zu einem Kompromiß gelangen könnte, wahrſcheinlich auf der Grundlage der gleichzeitigen Räumung Kölns und der Ruhr. Das Blatt leilt noch mit, daß man in Waſhington über gewiſſe poincariſtiſche Methoden Herriots ſehr erſtaunt, da doch mit der Finanzlage Frank⸗ reichs, die ſehr kritiſch ſei, gerechnet werden müſſe. Frankreich könne ſich nicht eine draufgängeriſche Politif, wie ſie Poincare betrieben, geſtatten. 8 2. Seite. Nr. 602 Montag, den 29. Dezember 1924 der Ausklang des Jahres Wir ſtehen vor der Jahreswende. zieht, verſpricht in ſeinem Anfange auf; bieten ſtürmiſch zu werden, dieſer Woche noch die Ruhe vor dem Sturme andauern. Streitfragen fehlte, ſondern weil man es doch für beſſer gehalten hat. dem deutſchen Volke den Genuß der e Zeit zu 0 und Neujahr nicht durch überflüſſige Wir werden ja bald genug nach dem wiſſermaßen zum Gebrauche fertig. wiſſ n z 0 An ihnen Zwiſchengeit nichts verändert. hat ſich aus den gegenüber Regierungsgemeinſchaft bilden ſoll, rechts und links bürgerliche Kräfte locker anſchließen können. aber ein 2 Notbehelf uns wirklich aus der Not helfen kann, das iſt außerordentlich zwetfelhaftt. 7 In der äußeren Polktit hat uns die Zeit zwiſchen den Jeſten keinen Waffenſtillſtand gebracht. Vielmehr hat die *Entente ſich gerade dieſe Zeit ausgeſucht, um das Kriegsbeil wieder auszugraben, das nach der Londoner Konferenz eigentlich für immer verſchwunden ſein ſollte. Wir wiſſen nun in aller Form, daß die Kölner Zone am 10. Januar nicht geräumt werden wird und wir „werden das neue Jahr mit dem Bewußtſein beginnen müſſen, daß unſere Gegner ungeachtet aller Verhandlungen und vertraglichen Abmachungen auf der Londoner Konferenz das Vertragsrecht nach wie vor mit Füßen treten. Es muß immer wieder hetont werden, daß man unter keinen Umſtänden das vertragswidrige Beſetzthalten der Kölner Zone durch die in Ausſicht geſtellte etwaige Abkürzung der Ruhrbeſetzung wettmachen kann. Die Ruhrbeſetzung iſt ein ſchreiender Vertragsbruch und als ſolcher von England ſelbſt anerkannt worden. Dieſer Frevel mußte mit dem Inkrafttreten des Londoner Abkommeens ſein Ende finden. Und wenn Deutſchland das Abkommen ohne dieſe Vorausſetzung ratifiziert hat, ſo hat es das nur unter feierlichem Proteſt getan, weil es in ſeiner Wehrloſigkeit das Recht nicht erzwingen kann. Bringt man die Ruhrbeſetzung mit der 1 der Kölner Zone überhaupt in Zuſammenhang, ſo konnte die Schlußfolgerung nur die ſein: Köln muß unter allen Umſtänden nach den Beſtimmungen des Verſailler Diktates am 10. Januar geräumt werden. Und wenn Frankreich ſich an der Ruhr nicht ohne den Stützpunkt Köln halten kann, ſo muß es die Ruhr räumen, ſobald die Räumung der Kölner Zone nach dem Bertrage fällig geworden iſt. Das wäre die klare Sprache des Rechtes geweſen. Anſtatt deſſen hat England ſich zum Helfershelfer des franzöfiſchen Rühreinbruchs gemacht, den unanfechtbare eng⸗ liſche Autoritäten als einen flagranten Vertragsdruch gebrandmarkt haben. Es iſt nur natütlich, daß ein derartiges Vergalten unſeren Glauben an die Vertragstreue der Gegner aufs hef⸗ igſte erſchüttern muß, und daß wir nicht nur hinter das Verſprechen der Ruhrräumung im Mai ein großes Fragezeichen machen, ſondern auch ſtark zu zweifeln beginnen, ob die vertrag⸗ lichen Abmachungen auf Grund des Londoner Protokolls von un⸗ ſerem Vexrtragsgegner geachtet und reſpektiert werden. Ohne ſchwere Rückwirkungen auf unſer Verhalten wird der Ver⸗ tragsbruch vom 10. Januar jedenfalls nicht ſein und wir nehmen an, daß die Erfahrungen, die unſere Gegner aus dieſem Anlaß machen, namentlich in Amerika einen ſtarken Widerhall finden werden. 28 Als eine beſondere Niedertracht müſſen wir es empfinden, wenn Deutſchlands Verhalten in der Abrü ſtungsfrage von unſeren Gegnern als Vorwand Vertragsbruches benutzt wird. Nament⸗ lich in der franzöſiſchen Preſſe finden ſich die widerſinnigſten und lügenhafteſten Berichte über angebliche deutſche Abrüſtungsver⸗ fehlungen. Man konn aber auch darauf hinweiſen, daß die„Times“ ſchon ſeit Monaten pon Zeit zu Zeit⸗wahrheitswidrige Berichte über den Stand der deutſchen Rüſtungen gebracht und damit ihr früheres vergiftendes Gewerbe wieder aufgenommen hat. Es iſt überhaupt eine lehrreiche Erſcheinung— die bei unſern Pazifiſten beſondere Beachtung finden ſallte— daß bei der Begehung dieſer neuen Verge⸗ „ Faltigung unſere Gegner wieder einmol zuſammenhalten wie Pech und Schwefel und daß Herriot der vielgefeierte franzöſiſche Friedenp⸗ apoſtel eben dieſelben Züge zeigt, wie Poincare. Das Jahr 1924 trägt zweifellos das Gepräge einer gewiſſen Entſpannung. Frank⸗ reich und England werden dafür verantwortlich ſein, wenn ini Johre 1925 die Gegenſätze ſich von neuem zuſpitzen. Denn darüber ſollte man ſich in London ſo gut wie in Paris klar ſein: Wird am 10. Januar die Kölner Zone nicht frei, ſo häuft man auf den leiſe verglimmenden Brandherd der widerrechtlichen Beſetzung neuen gefährlichen Brandſtoff. Jurchtbare Munitionsexploſion in Japan Tokio. 28. Dez. Im Hafen non Oian(Hokkaida) erfolgte laut Sonderkahel der„United Preß“ eine Exploſion, als Schießpulver von einem Stavpellager auf ein Kriegsſchiff gebracht wurde. Der ganze, am Waſſer liegende Stadtteil wurde durch Feuer zerſtört. Mehr als tauſend Häuſer wurden ein Raub der Flammen. Bisher ſind 110 Totte und 200 Verwundete feſtgeſtellt. Die meiſten Leute machen ſich ſelbſt bloß durch übertriebene For⸗ derungen an das Schickſal unzufrieden. Bei den Klagen, daß ſie etwas aufgeben müſſen, was ſie früher genoſſen, vergeſſen ſie, inner⸗ lich dafür dankbar zu ſein, daß ſie es bis dahin ungeſtört genoſſen. Humboldt. Frankfurter Brief In Arbeit verſtrickt zählt man die Tage kaum. Der milde Winter täuſcht vollends unſer Empfinden von der Zeit und man nergißt, wie ſchnell die Stunden eilen. Die Wahl verwiſchte den kupfernen Sonntag, noch ging die Politik dem Feſtefeiern vor. Der ſüberne und geldene Sonntag zeigte dann mit gedappelter Eindringlichkeit, daß das alte Jahr ſich ſeinem feierlichen Ende zuneigte. Jung und Alt zog hinaue, drängte ſich in den Straßen und um die geputzten Schaufenſter, Dinge zu beſehen an denen. das Heorz hängt, das Tand und Flitter und Staat ſo liebt, beſonders, wenn es weiblich iſt. Auch der Weihnachtsmarkt Frankfurter Künſtler hatte ſich wieder in den Römerhallen etabltert, die ſchon ſo niel des Schönen und des Ernſten ſahen und in den letzten Jahren mehr und mehr der Kunſt eine gaſtliche Stätte bieten. Da hatten Maler und Bildhauer, Kunſtgewerbler, Zeichner und Rodierer, Männlein und Weiblein, ihre Skände aufgeſchlagen und warteten mit der Fülle ihrer Erzeugniſſe aunf. Als erſter Gaſt klopfte ſchon vor der Eröffnung das— Finanzamt an die Pforten und begann alle Leute auf ihre Ver⸗ gnügungsſtempel zu unterſuchen. Die guten Maler hatten natürlich zumeiſt keine, da der nicht ganz von der Hand zu weiſenden Mei⸗ nung waren, daß ihr e Geſicht ihren Beruf legitimiere, was dem hochwohllöblichen Finanzamt 5 ſo ohne weiteres einzu⸗ leuchten ſchien. Man wollte im erſten Feuereifer die eben kaum ge⸗ öffneten Pforten bereits wieder ſchließen. Endlich, auf die herzliche Verſicherung der Maler in Zukünft geſitteter d. h. geſtempelter zu erſcheinen, gaben die Finanzmänner die ſchönen Hallen für die er⸗ warteten Kunden ftei. Die kamen indes nur vecht ſpärlich und der bare Lehels war zeifgemäß und mäßig Das Einzige, was zieht und in Maſſen gekauft wird, ſind Brückenbaulcoſe, die die Gemüter auf eine beſonders raffinierte Art und Weiſe reizen. Da gibt es nämlich als erſten Preis eine voll⸗ kommen eingerichtete Villa für Fae zeine Nark. Die 700 000 Loſe ſind nahezu ausvertauft un Jeiten von der billigen Villas. Am 10. Jannar iſt dann der große Tag der Entſcheidung, an dem es ſich pfelen zum Schmerz N wWird, daß nur einer das ſo heiß srſehnte Haus gewinnen wirzz Aus dieſer Lotterie erhofft ſich der veranſtolſende Brückenverein Das neue Jahr, das heran⸗ allen politiſchen Ge⸗ Innerpolitiſch aber wird in 0 Der politiſche Zank ruht zwiſchen den Feſten, nicht etwa, weil es an eihnachten arteizänkereien zu verbittern. Neujahrsfeſte durch den Zank aus unſerer Ruhe Gldelcrectt merden. Die Kampfparolen ſind ge⸗ in der Und die Front der Parteien wird im neuen Jahre ebenſo wieder aufmarſchieren, wie ſie ſich im alten Jahre zum vorübergehenden Waffenſtillſtande aufgelöſt hat. Wie ſich 5 Fronten eine neue und feſte politiſche erun iſt das Rätſel des neuen Jahres. Vorläufig kann man die Löſung nur in einem äußerſten Notbehelf erblicken: In der Bildung eines ganz ſchmalen Kernes, an den 85 b der Winter mild und günſtig iſt, ſoll die Brücke bereits im Frühſahr über haben die zuſtändigen Stellen noch keinen endgültigen Beſchluß alles träumt in dieſen beengten ſtellen. 5 Brücke iſt auch aus finanziellen Gründen das Neue Mannheimer Feitung lRbend · fus gabe) 638 — dier Fall Kutisker Weitere Verhaftungen.— Aucheder Sohn Kuliskers belaſtet Die im Laufe des geſtrigen Sonntags in den Räumen der Preußiſchen Staatsbank fortgeſeßte Zeugenvernehmung in der Affäre 4 einen gefälligen Schiedsſpruch von Kutisker ein hohes Honorar er⸗ halten hat und das Mitglied des Vorſtands der aus der Vermögensverwaltungs⸗ ſtelle für Offiziere und Beamten hervorgegangenen Kredit⸗ und Han⸗ delsbank.⸗G. Velld wegen des dringenden Verdachts der aktiven Beſtechung. Weitere Verhaftungen ſtehen bevor. ſämtlicher in der Angelegenheit Kutisker verhafteten Perſonen zu er⸗ reichen. fahren, hat das Bankhaus von Stein in Breslau beſchloſſen, einen Antrag auf Geſchäftsaufſicht zu ſtellen. Der Aufſichtsrat des Bank⸗ hauſes hat auf den 30. Dezember eine entſcheidende Sitzung einbe⸗ rüfen. Im Zuſammenhang mit der Affäre Kutisker werden in der Berliner Preſſe vereinzelt Vorwürfe gegen den preußiſchen Finan⸗ über die ihm unterſtellte Staatsbank habe fehlen laſſen. Im Anſchluß an den geſtrigen Beſuch des Oberſtaatsanwalts Dr. Lindow in der Seehandlung fand die Vernehmung eines Sohnes des Kutiſkers, des 19jqährigen Direktors Marx Kutiſkers ſtatt, gegen den ſich, wie eine hieſige Korre⸗ ſpondenz meldet, ſo zahlreiche belaſtende Momente ergeben hätten, daß ex ſofort verhaftet wurde. Max Kutiſker iſt Direktor des von ſeinem Vater gegründeten Konzerns der Automo⸗ bil⸗ und Motor⸗A.⸗G. Ferner wurde unter dem dringenden Verdacht der Mithilfe und Verdunkelung der abgebaute Bank⸗ inſpeltor Erich Kerſten aus Pankow verhaftet. Im Zuſammenhang mit den dieſer Tage vorgenommenen Ver⸗ haftungen in der Kutiſker⸗Affäre iſt auch der Direktor der Mechaniſchen Treibriemen⸗Weberei Krieger in Haft genommen worden. Ihm wird fortgeſetzter Betrug als Leiter des zum Kutiſter⸗Konzern gehörigen Betriebes zur Laſt gelegt. Rachklänge zum Magdeburger prozeß Die Unterzeichneten erklären angeſichts des Urteils des Magde⸗ burger Schöffengerichts als ihre Ueberzeugung, doß der egenwärtige Reichspräfident während des Munitionsarbeiter⸗ ſtreiks 1918 ſich bei ſeinem Handeln von vaterländiſchen Mativen hat leiten laſſen. Sie ſprechen die beſtimmte Haff⸗ nung aus, daß das in ſeiner Begründung und ſeiner Schlußfolge⸗ rung unverſtändliche erſte Urteil in höherer Inſtanz eine den wirk⸗ lichen Tatſachen entſprechende Korrektur erfahren wird, damit eine Schädigung des Anſehens Deutſchlands und ſeiner Ju⸗ ſtiz vermieden werde. Gerhart Anſchütz, Willi Andreas, Otto Baumgartner, Wilhelm von Blume, Alexander Graf zu Dohna, Generalleutnant Gröner, Wilh. Kahl, Thomas Mann, Heinrich Kerkner, Friedrich Meinecke, Albrecht Mendelsſohn⸗Bartholdy, Robert Piloty, Gerhardt v. Schulz⸗Gaever⸗ nitz, Richard Thormann, Alfred Weber. 0 Die Neue Züricher Zeitung ſchreibt zum Magdeburger Urtell: Ob der grüne Jüngling, der das würdige Staatshaupt angepöbelt hat, einige Monate Gefängnis mehr oder wen ger er⸗ hält, iſt nicht ſo bedeutſam als die Tatſache, daß ein ſolcher Pro⸗ zeß voy einem kleinen Schöſfengerocht nach dem geltenden geſetz⸗ lichen Verfahren in einer Weißs geführt werden konnte, als nicht der Beleidiger, ſondern der Beleidigte eigentlich der Ange⸗ klagte war. Darin lut Abhilfe not. Wenn im Volk noch nicht genug politiſches Anſtandsgefühl bei allen Parteſen obwaltot, das gewählte Oberhaupt der Nation freiwillig zu reſpekliexen, ſo iſt es ein Gebot der Selbſtachtung, den erkorenen Präſidenten von Geſetzes wegon würdig zu ſchützen. Luxemburg und Belgien Die Geſetzesvorlage, wonach alle luxemburgiſchen Eiſen⸗ bahnen der Prinz⸗Heinrich⸗Geſellſchaft unter belgiſch⸗luxem⸗ burgiſcher Staatskontrolle betrieben werden ſollen, finden in der luxemburgiſchen Kammer ganz kühle Aufnahme. Wenn die Majorität ſich ſchließlich beſtimmen läßt, die Vorlage anzunehmen, ſo geſchieht dies nur aus zwangsläufigen Opportunitätsgründen. Faſt ſämtliche Liberalen und Sozialiſten ſind ſtar? gegen die Vorlage und greifen Belgien an, das durch allzu weitgehende Kon⸗ trollrchte die Autonomie des Landes in Frage ſtelle. Die Er⸗ ledigung dieſer Angelegenheit in dem von Belgien geforderten Sinne würde die Beziehungen ee zu Belgien einer ſchweren Belaſtungsprobe ausſetzen. Die bisherigen Teilabſtimmungen der Kammer laſſen das Schickſal der Vorlage noch ungewiß erſchei⸗ nen. Der Landsnerband luzemburgiſcher Eiſenbahner hat bisher eine drohende Haltung eingenommen. alten Brücke miwerwandt werden ſollen, der nun endlich ſeiner Voll⸗ endung entgegengeht. Die urſprünglichen Koſtenvoranſchläge ſind durch Krieg, Revo⸗ lution und Inflation natürlich gänzlich über den Haufen geworfen morden. Nach den neuen Plänen ſind an Mitteln 1900 000 Mark exforderlich. Davon zahlt der preußiſche Staat 700 000 Mark, 400 000 Mark werden mindeſtens vom Brückenbauverein zur Ver⸗ fügung geſtellt, ſodaß die Stadt ſelbſt noch 800 000 Mark aufzu⸗ bringen hat. Der Anteil des preußiſchen Staates beträgt 50 Prozent der Bau⸗ koſten für eine Brücke von 14 Metern Breite, wie man ſie auch ur⸗ ſprünglich geplant hatte. Inzwiſchen hat man ſich nun endgültig entſchloſſen die Brücke gleich 19 Meter breit zu bauen, dadurch enk⸗ ſtehen die Mehrkoſten, die vorerſt der Stadt zür Laſt fallen, bis man gegebenenfolls noch andere Hilfsquellen erſchließt; auch hofft man noch guf irgendeine Beteiligung intereſſierter Kreiſe. Auf alle Fälle wird nun endgültig der Neubau ſo ſchnell wie mög⸗ lich in Angriff genommen, mit den Vorarbeiten iſt bereits begonnen worden. Die großen Steine, die ſchwer zu beſchaffen ſind, da ſie ganz tief aus den Brüchen geholt werden müſſen, und das nötige Bauholz iſt bereits beſtellt und wenn die Witterung es erlaubt, will man Ende Februar beginnen. Da die Gefahr des Hochwaſſers zu natürlich noch vorhanden iſt, wird der Bau mit dem erſten Fronkfurter, noch auf dem Land ſtehenden Bogen und den Bögen im Müllermain auf der Sachenhäuſerſeite begonnen, die von einer Hochwaſſergefahr am mwenigſten in Mitleidenſchaft gezogen werden. So will man ſich dann von beiden Seiten entgegenbauen. Die Leergerüſte ſind aus Holz, die für die beiden mittleren Fluß⸗ bögen werden aus Eiſen hergeſtellt, damit die Schiffahrt durch den Bau überhaupt nicht geſtört wird. Auch bei der Fertigſtellung dieſer letzten beiden Flußbögen iſt die Arbeit ſo pexrteilt, daß die Durchfahrt ſtets durch den einen der beiden Bägen möglich iſt. So hofft enan mit der Hauptarbeit bis zum Winter 1925/26 fertig zu ſein. Wenn 1926, auf alle Fälle aber ſpäteſtens Ende Juni 1926 dem Verkehr aßteen Werden.. de e „Ob man gleich auch wieder ein Brückenhaus errichten wird, dar⸗ gefaßt. Gleichzeitig wird man auch den Aurshau der Inſel, der eeee eee wurde, fertig⸗ Ueber die Frage der Kajanlage zu beiden Seſten der alten letzte, entſcheidende Wort noch nicht geſallen, lleber kurz oder lang muß auch der alte Häuſerblock weſtlich der allen Brücke in Sachſenhauſen fallen, damit die groß angelegte Uferſtraße nicht mehr wie bislang in ihrer Mitte en. Kutisker hat ergeben, daß die Manipulationen Kütiskers nur möglich waren, wenn hohe Beamten der Stqatsbank ſelbſt ihre Hand im Spiel gehabt haben. Deshalb wüxden geſtern ünter dem Verdacht der Untreue gegenüber det Staatsbank Geheimer Rat Rühſe ver⸗ haftet, der bekanntlich gemeinſam mit Geheimen Rat Hel w ig für Ferner würden geſtern verhaftet der Oberbankinſpektor Blodom wegen dringenden Verdachts der tatſächlichen Beſtechung Geſtern wurde im Berliner Polizeipräſidium der Verſuch gemacht, die Freilaſſung Die betreffenden Perſonen, die angaben, im Auftrage de⸗ Generalſtaatsanwaltes zu kommen, wurden verhaftet. Wie wir er⸗ miniſter v. Richter erhoben, der es an der notwendigen Aufſicht Badiſche Politik Aus dem Landtag Im Landtag ging ein von den Abgg. Dr. Schofer, 2 Dr. Baumgärtner, Tr. Schmitt⸗Karlsruhe, Heurich, Siebert, Gör⸗ lacher, Seubert, Röckel und Ziegelmeier⸗Oberkirch unterzeichnete! Mittelſtands⸗Antrag ein, in dem der Landtag erſucht weut dem Geſetzentwurf über die Abänderung des Geſetzes vom 90. 1024 über Bürgſchaften des Landes Baden, für Darlehen au lab wirtſchaftliche Organiſationen, an Einkaufsgenoſſenſchaften i1 n Handwerks und des Handels ſowie an Verbrauchergenoſſenſchaf 985 (Konſumvereine) ſeine Zuſtimmung zu geben. Danach ſoll 5 Bürgſchaft nach Maßgabe der einzelnen Abdeckungen, aber ſpäle ſtens 1. Oktober 1925 erlöſchen. Auslandòsrundſchau * Eine deutſche Weihnachtsſpende für die Spanier in Marokle⸗ Der deutſche Betſchafter, begleitet von den Präſidenten desz Klut Germania und des Turnvereins, hat dem Präſidenten des Dires toriums 17000 Peſetas als Veitrag der deutſchen Kolonie für die Weihnachtsſpende an die Soldaten in Marokko überreicht. in Der neue Skellvertreter Rykows. A. M. Le ſech a wa, eiſt Georgier, der der Richtung der Menſchewiſten angehört,! zum Stellvertreter des Vorſitzenden des Rates 5 Volkskommiſſare Rykows ernannt worden. Als 50 Winter 1923⸗24 die„kommuniſtiſche Reaktian“ einſetzte, wurde, 55 ſchawa zum Leiter des neuerrichteten Kommiſſariats für den Jn. nenhandel ernannt. Seine jetzige Ernennung zum 8 vertreter Rykows iſt von Bedeutung, da in ihm die gemäßigt Strömung in der Wirtſchaftspolitik Unterſtützung finden kan * Trennung von Staat und Kirche in Argentinien. Die ſei einiger Zeit zwiſchen der argentiniſchen Regierung und dem Batitge beſtehende Spannung hat ernſtlicheren Charakter angenommen 05 Trennung von Kirche und Staat ſcheint in Argentinien unmittelbg bevorzuſtehen. Letzte Meldungen Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin Berlin. 29. Dez. Wie wir erfahren. kehrt Reichskanzler Mart am 31. Dezember abends von ſeiner Erholungsreiſe wieder Berlin zurück, unt an dem offiziellen Neufahrsempfana teilnehme! zu können. Eine frühere Rückkehr iſt nicht beabſichtigt. Die Hoffnung auf„freundſchaftliche Löſung“ Waſhington, 29. Dez. Die United Preß erfährt aus zuver⸗ läſſiger Quelle, daß Staatsſekretär Hughes den Botſchafter Her“ rick und den Oberſten Logan in Paris beauftragte, in unformeller Woiſe die Alliierten darauf hinzuweiſen, daß der Erfolg des Dawes planes, an dem die Vereinigten Staaten intereſſiert ſeien, zum guten Teile davon abhänge, daß eine„freundſchaftliche“ Löſung gefunden werde. Die Inſtruktion laute dahin, daß Herrieck und Logan in Wiederholung des kürzlich im Weißen Hauſe gemachten Vorfelag in unformeller Weiſe vorgehen ſollen, da die Vereinigten Staaten unter allen Umſtänden auch jeden Scheineiner Einmiſchun! vermeiden wollen. Der deutſche Botſchafter Wiedfeld hatte eine lange Untel⸗ redung mit dem Staatsſekretfär Hughes über die Kölner Frage, Im Zuſammenhang mit dieſem Schritt der amerikaniſchen Vertreiel in Paris gewinnt die Anſicht maßgebender Kreiſe beſondere Beden⸗ tung, daß die amerikaniſchen Einwendungen gegen die offizielle Teilnahme an der Reparationskommiſſion immel ſchwächer werden. Man weiſt hier darauf hin, daß die ſtrittigen Funktionen und die vitalen Befugniſſe der Reparationskommiſſſon auf die Daweskommiſſion übertragen worden ſind. Die Regierung wahrt ſind durch die Arbeiten amerfkaniſcher Milglieder dieſer Kam⸗ miſſion, doch erfährk die United Preß, daß von der Regierung uit geringe Oppoſition gegen eine offizielle Beteiligung gemacht werden würde, zumal die Alliierten eine ſolche zur Bedingung machen würden für die Anerkennung des amerikaniſchen Rechts auf Beteli gung der Reparationszahlungen zu Gunſten der privaten amert kaniſchen Kriegsanſprüche. Erdbeben Heidelberg. 29. Dez. Der Seismograph der Sternwarte auf dem Köniaſtuhl reaiſtrierte in der Nacht vom 28. zum 29. Dezember ein Ferubeben mit einer Hörentfernung von 7400 Kilometer. Der erſte Einſatz erfolgte um 12 Uhr 17 Min. 35 Sek. Die lange Welle kam um 12 Uhr 39 Min. 48 Sek. Das Ma⸗ rimum trat um 12 Uhr 45 Min. 18 Sek. ein. Die Bewegung erlof gegen 1 Uhr 15 Min. Källewelle in Amerika Newpork, 29. Dez. Die Kältewelle, die die Vereinig⸗ ten Staaten heimſucht, führt über das ganze Land eine Eis⸗ ſturmwelle mit ſich. Man rechnet, daß die Kälte, die in Newnork 10 Grad Celſius beträgt, eine Woche lang andauern wird. Chicago rverzeichnet 23 Grad unter Null, den kälteſten Tag ſeit 1886. Drei Menſchen fielen dort dem Froſt zum Opfer. Weitere Todesfälle infolge Erfrierens werden aus den Stagten des mittleren Weſtens gemeldet. 5 Die Frankfurter Bevölkerung hat auch diesmal ihr lebhafte⸗ Intereſſe an dem Geſchick der Alten Brücke gezeigt. Das bewei unter anderem auch der gute Abſatz der Brückenbauloſe. Natürlich liegt dos auch an der geſchickten Art und Weiſe, wie inan dieſe Lotterie angefaßt hat. Ein Haus für eine Mark zu gewinnen, das iſt eine ſchöne Sache, beſonders in der heutigen Zeit. Die Leute, die dieſen Haupttreffer ausgeknobelt haben, dürfen vollauf zufrieden ſein mit ihrer Idee. Sie hat Vielen ſchlafloſe Nächte bereitet und das iſt die beſte Reklame. Mario Mohn Theater und Muſik Von der Kölner Oper. Der in, Worms geborene Rudi Stephan iſt im September 1915 den äuf ihn Hoffenden als Opfer des Weltkrieges entriſſen worden. Nachdem er zunöchſt in den Fach⸗ kreiſen des Allgemeinen Deutſchen Muſikvereins durch einige Arbeiten Aufſehen erregt hatte, war es dem Künſtler vergönnt, ehe ſich ſein kurzer Lebensweg vollendete, in der Oper„Die erſten Men⸗ ſchen“ die ſtärkſte und reifſte Probe ſeiner Schaffenskraft und Eigen⸗ art der deutſchen Bühne zu vermachen. Er wußte ſein Wark ais Neuheit des Frankfurter Opernhauſes angenommen. Der 1920 bei der mit enthuftaſtiſchem Erfolge aufgenommenen Aufführung dem Komponiſten einmütig zuerkannte Lorbeer jedoch ward zum Schmu eines Kriegergrabes. Das nach Otito Borngräbers erotiſchem Myſterium ſelbſt für ſeine Opernzwecke verfaßte Textbuch, in dem bei knapper Handlung Borngräbers dramatiſche Grundzüge vollauf zu ihrem Rechte kommen, wurde von dem bekannten Muſikſchriftſteller Dr. Karl Holl in Frankfurt(dem Verwalter von Stephans künſt⸗ leriſchem Nachlaſſe) nach den bei der Erſtaufführung gemachten Be⸗ obachtungen einer ſorgfältigen Ueberarbeitung unterzogen. Es galt dabei hauptſächlich, Striche und Zuſammenziehungen im Textlichen wie im Muſikaliſchen vorzunehmen. Jedenfalls hat Holl eine ſehr dankenswerte Arbeit geleiſtet. Urlandſchaft und Urtriebe geben dein Drama Rahmen und Inhalt. Die Erotik der Erſten des Menſchen⸗ geſchlechts, Adam und Eva, Kain und Abel, erfüllt die Atmoſphäre und gipfelt in Kains blutiger Eiferſuchts Tat. Stephan läßt die alte Mär in feſſelnden Gegenwartsklängen neu vor uns erſtehen und ſeiner Muſit erſte Abſicht, ihr von Erfolg gekrönter Abahe iſt⸗ wahr zu ſein. Natürlich ging das nicht ohne Herbhekten ab. J⸗ dem dei Muſiker einen Ausgleich zwiſchen der alten Nummernoper und dem Muſikdramo anſtrebte, ſchuf er unter Abſehung von ge⸗ ſchlöͤſſenen Geſängen ein durchkomponiertes Werk, wobei er geme der textlichen Porlage von vornherein auf alle Art von N eine Reineinnahme von 400000 Mark, die zum Wiederaufbau der unterbrochen und ſo der größte Teil ihres Wertes fülr einen giatten und ſchnellen Verkehr vernichlet widdd verzichlete. Die kraftvolle Eigenart der in der Form klaren, thnt miſch reich bewegten Tonſprache, die das ſinnliche Element des Büche⸗ iſt zwar der Anſicht, daß die amerkaniſchen Intereſſen genügend ge⸗ 1 W Willertaun f * errner. 3 RNeue Mannheimer Jeitung Abend⸗-Rusgabe) 3. Seite. Nr. 602 AHontag, den 29. Dezember 1924 Moderne polizeiausbilöung in New⸗Nork Don Oberregierungsrat Dr. Barck(Karlsruhe) „ Je wichtiger die Aufaaben der Polizei im Kampf gegen das internationale Verbrechertum werden, je enger ſich dieſe Aufgaben international berühren. deſto ſtärker und bearündeter iſt der Wunſch jeder vorwärts ſtrebenden Polizei. die Arbeitsmetho⸗ den und die Technik auch der anderen kennen zu lernen, um aus dem Veraleich die Förderung zu entnehmen, die zur beſten Löſung der der Polizei obliegenden Kulturaufgabe befähiat. So enthält auch eine der letzten Nummern der neuen Newyorker⸗Polizeizeitſchrift„Police agazine“ eine eingehende Beſchreibung der Berliner Polizei. wo⸗ bei der Methode dieſer Polizei und zwar insbeſondere der Organiſa⸗ tion der Kriminalpolizei und der kechniſchen Einrichtungen mit Wor⸗ ten uneingeſchränkten Lobes gedacht wird. In der aleichen Zeit⸗ ſchrift finden ſich aber auch Beſchreibungen Newnorker Polizei⸗ einrichtungen ſowie Ausführungen über die Einſtelluna dieſer Po⸗ lizei gegenüber der Oeffentlichkeit und insbeſondere über die Ausbil⸗ ung der Polizeibeamten, die wohl auch in Deutſchland wieder be⸗ ſonderes Intereſſe finden ſollten. Es ſollen aus der erwähnten Nummer zunächſt herausgeariffen werden die Ausführungen des Newyorker Polizeipräſidenten Mr. Richard E. Enriaht über die Pflichten der Allaemein⸗ beit gegenüber der Polizei. Mr. Enriaht fordert einmal. jeder Bürger ſoll mitwirken, Verbrechen zu verhindern und es folgen nun Ratſchläae und Anweiſungen. die mit denen der in Deutſchland beſtehenden ſtaatlichen Beratunasſtellen gegen Einbruch und Diebſtahl beinabe wörtlich übereinſtimmen: 3..:„Wenn Du Dein Haus verläßt. kündige dieſe Tatſache nicht an durch Herunter⸗ laſſen der Läden oder durch Einwerfen eines Zettels in den Haus⸗. briefkaſten. daß Du zu der und der Zeit zurückkehrſt“ und dazu die ahnung:„Laſſe keine Wertaegenſtände im Hauſe. wenn Du im Sommer verreiſeſt: Diebe können alle Häuſer öffnen, wenn ſie Zeit haben.“ Sodann die Mitwirkung des nicht unmittelbar betroffenen Bürgers bei der Verfolaung eines beaangenen Verbrechens: die Scheu. der Polizei Mitteilungen zu machen, traae viel dazu bei. daß eine Anzahl ſchwerer Straftaten nicht ermittelt werde; der Verbre⸗ cher ſei ein Feind der menſchlichen Geſellſchaft und es ſei Pflicht des itbürgers, freiwillia der Polizei Informationen zu geben und zu belfen. nicht aber bei Seite zu ſtehen und nur zu kritiſieren. Aus⸗ übrungen über Bürgerpflichten gegenüber der Polizei. die wohl auch in Deutſchland beachtlich wären! Denn der Polizeibeamte iſt— Deutſchland— kein Zauberer. wie Mr. Enriaht ſich aus⸗ ückt. Beſonders beachtlich und intereſſant erſcheinen mir aber die Ausführungen über die Heranbildung der jungen Po⸗ izeibeamten, weil ſie ſehr viel Parallelen zur Polizeiaus⸗ bildung auch in Deutſchland geben. In einem Artikel von Mr, Barry James über„die Ausbildung des jungen Polizeibeamten“ weiſt dieſer amerikaniſche Fachmann zunächſt darauf hin, daß man ſich dieſe Ausbildung— ſagen wir mal vor 25 Jahren— ſehr ein⸗ ach gemacht habe. Man ſuchte einen mutigen, Mann und das ſollte vielfach bis zu 100 Prozent genügen. Auf die Frage eines jungen Newyorker Polizeibeamten, wie er denn ſeiner Pflicht, den gegebenen Vorſchriften auf der Straße Geltung zu verſchaffen, nachkommen könne, ohne eine einzige dieſer Vorſchriften zu kennen, habe ſein Vorgeſetzter geantwortet:„Sind Sie nicht Polizeibeamter wie ich auch? Warum dann grübeln? Gehen Sie und gehorchen ie wie wir alle. Eine für den damaligen Vorgeſetzten ſehr be⸗ gueme Antwort. Es kam dann die Zeit, wo der junge Beamte zu lernen anfing und wo gute Freunde ihn davor warnten und ihm rieten, ſeine Kenntniſſe für ſich zu behalten, weil ſonſt die Vorge⸗ ſetzten meinen könnten, er wolle ſie verdrängen. Der erſte Verſuch, die Polizeiausbildung zu verbeſſern, erfolgte durch Theodore Rooſevelt als Polizeipräſident von Newyork, aber als ſeine Dienſtperiode zu Ende ging, ſchliefen die Verſuche wieder ein. Erſt das Jahr 1913 brachte eine endgültige ſyſtematiſche Re⸗ form: Es wurde zur Aufgabe der Newyorker Polizeiſchulen ge⸗ macht, einmal das geeignete Material herauszufinden und heran⸗ zubilden und ſodann das ungeeignete Material ſchon auf der Schule abzuſtoßen. Nun konnte man dahin ſtreben, eine Muſter⸗ polizei zu ſchaffen. Die Poligzeiſchule ſetzt eine Aufnahme⸗ prüfung voraus; niemand kann dieſe Aufnahmeprüfung be⸗ ſtehen, ohne einen Vorſchulkurs oder eine ähnliche Vorbereitung durchgemacht zu haben; eine höhere Schulbildung allein und eben⸗ ſo auch Univerſitätsbildung nützen, wie Mr. B. James ſagt, ſehr wenig für das Beſtehen dieſer Vorprüfung. Der Vorſchulkurs ſetzt beſondere körperliche Leiſtungsfähigkeit boraus(die erſte Kör⸗ perprüfung iſt die ſchwerſte) und bereitet körperlich und geiſtig auf das polizeiliche Aufnahmeexamen vor. Die Prüfung ſelbſt iſt dann eine körperliche und geiſtige, bei der beſondere Vorbedingun⸗ gen für eine unparteiliche Beurteilung geſchaffen ſind. Nach der Reihenfolge dieſer Prüfung werden die Anwärter, als Polizei⸗ beamte einberufen, eingekleidet und kommen auf die Polizeiſchule. Die eigentliche Schulausbildung, deren Dauer auf 6 Monate feſtgelegt wurde, ſtellt außerordentliche Anforderungen an den jun⸗ gen Polizeibeamten, deſſen Möglichkeit, vorwärts zu kommen, ein⸗ dig und allein von ſeiner Leiſtungsfähigkeit abhängt. Der Polizei⸗ ſchüler muß ſelber mit allen Kräften mitarbeiten, deshalb kann auch die Zahl der Lehrer relativ gering und die Schülerzahl in den Klaſſen— jedenfalls gegenüber deutſchen Verhältniſſen— relativ groß ſein. Die wiſſenſchaftlichen Lehrer müſſen in der Lage ſein, nicht nur in ihrem Gebiet, ſondern auch nötigenfalls in anderen Gebieten zu unterrichten. Alſo auch hier eine ſtarke Betonung der Einheitlichkeit des Berufs. Zu den bisherigen Unterrichts⸗ — fächern hat der gegenwärtige Polizeipräſident Mr. Enright noch Kriminalpolizei hinzugefügt, wodurch die Dauer des Schulkurſes um einen Monat verlängert wurde; beſonders erwähnt ſei, daß ein beſonderer Unterrichtsgegenſtand die Behandlung von Kindern und Jugendlichen bildet. 5 Charakteriſtiſch iſt die frühe Verbindung des Schul⸗ unterrichts mit der Praxis: jeden Morgen nehmen die Poligzeiſchüler an Vorführungen der Feſtgenommenen in den Po⸗ lizeihauptſtellen teil, und es wird erwartet, daß ſie behalten, was ſie da hören. Dann wieder werden ſie in Zivilkleidung paarweiſe in den Hauptverkehrsſtraßen aufgeſtellt und müſſen Aufzeichnungen machen darüber, was ſie tun würden, wenn ſie hier regelrecht Dienſt hätten uſw. Neben dieſen praktiſchen Unterweiſungen ſtehen auch Sondereer räg⸗ durch erfahrene Praktiker des Polizeiberufs. Einen weſentlichen Teil der Ausbildungszeit der Polizeiſchüler, etwa die älfte der Tagesſtunden, ſind für körperliche Fortbildung Polizeigriffe uſw.) beſtimmt, und es iſt charakteriſtiſch, wenn Mr. James hier darauf hinweiſt, daß naturgemäß die Polizeibeamten keine Soldaten ſeien, daß aber niemand die Tatſache leugnen könne, daß eben ein Polizeibeamter eine ſtraffe körperliche Ausbildung haben müſſe. Denn je mehr Diſsiplin, je größer die Leiſtungsfähigkeit auch der Polizei. Zum Schluß noch einige Worte über die Ausbildung im Fingerabdruckver fahren. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß der Polizeibeamte ſchon auf der Polizeiſchule lernt, auf den Finger⸗ abdruck zu achten, ihn zu entdecken und zu ſichern. Es iſt aber auch charakteriſtiſch, daß die Newyorker Poligei ſyſtematiſch dazu übergeht, in einer beſonderen Schule dieſe Kenntniſſe auch Polizei⸗ beamten anderer amerikaniſcher Städte und Staaten zu vermitteln. Denn was man für die Fortbildung der Polizei im allgemeinen tut, kommt doch wieder der Newyorker Polizei zugut, ein Grund⸗ ſatz des Newyorker Polizeipräſidiums, der ja auch von den großen Polizeizentralen und Landespolizeiämtern in Deutſchland ver⸗ treten wird und der aus der ſozialen und kulturellen Einſtellung jeder Polizei folgt, die, über ihre engen Grenzen hinausſchreitend, im Intereſſe der Allgemeinheit tätig ſein will. Städtiſche Nachrichten Die Teuerungszahlen deutſcher Semeinden Nach Mitteilung des Städt. Nachrichtenamtes werden vom Stat. Reichsamt die Teuerungszahlen für 292 Gemeinden nach dem Stich⸗ tag vom 18. November bekanntgegeben. Ddie Teuorungszahlen ſtellen den abſoluten Betrag in Mark dar, der für einen nach Menge und Art beſtimmten Kreis wichtiger Lebensbedürfniſſe— Ernäh⸗ rung, Wohnung, Heizung und Beleuchtung aufzuwenden iſt. Die höchſte Teuerungszahl— mit 126,38 Mark— hat Kon⸗ ſtanz aufzuweiſen, dann folgen: Dinslaken 124,38, Solingen 124,09, Bruchſal 123,82, Hagen i. W. 123,52, Lörrach 122,82, Trier 122,62, Freiburg 122,01, Villingen 121,54, Garmiſch⸗Partenkirchen 121,40, Karlsruhe 121,16, Euskirchen 119,98, Wiesbaden 119,94, Remſcheid 119,43, Godesber 119,32, Köln 119,12, Mannheim 118,88, Voh⸗ winkel 118,84, Düſſeldorf 118,55, Paſſau 118,25, Vad Kreuznach 118,03, Bochum und Moers je 117,78, Durlach 117,75, Schwerte 117,66, Pirmaſens 117,51, Coblenz 117,25, Gelſenkirchen 116,82, Iſerlohn 116,74, Offenburg 116,43, Bonn 115,99, Roſenheim 115,91, Lindau im Bodenſee 115,50, München 115,38, Frankfurt a. Main 115,35, Dortmund 115,32, Marburg 114,66, Aſchaffenburg 114,16, Ludwigshafen g. Rh. 113,38, Pforzheim 113,77, Reckling⸗ hauſen 113,16, Hamburg 112,62, Wetzlar 112,42, Altona 112,22, Bad Salzuflen 112,12, Hof 111,94, Leipzig 111,83, Lahr 111,71, Nörd⸗ golſe 111,68, Heidelberg 111,32, Hanau 111,57, Detmold 111,38, In⸗ olſtadt 111,30, Stuttgart 111,23, Siegburg 111,11, Bocholt 111,06, uerbach im Vogtland 111,03, Augsburg 110,98, Mayen 110.74, Minden i. Weſtf. 110,53, Wernigerode 110,51, Arnsberg 110,39, Tuttlingen 110,33, Beckum 110,11, Neuſtrelitz 110,10, Duisburg 109,95, Aachen 109,77, Plauen 109,76, Ulm 109,70, Singen 109,67, Landshut 109,60, Dillenburg 109,57, Kempten 109,56, Bremerhaven 109,52, Weſel 109,51, Schramberg 109,47, Crefeld 109,37, Bremen und Neuwied je 109,33, Regensburg 109,29, Cuxhaven 109,18, Cleve 108,94, Lüdenſcheid 108,88, Gmünd 108,79, Offenbach 108,74, Kaiſerslautern 108,71, Aalen 108,70, Göppingen 108,64, Soeſt 108.58, Beuthen i. Schl. 108,56, Bückeburg 108,42, Speyer 108,41, Eſſen 108,31, Herford 108,27, Opladen 108,23, Unng 108,13, Heilbronn 108,06, Jena 108,02, Baden 107,87, Darmſtadt 107,77, Mainz 107,65, Schweinfurt 107,58, Würzburg 107,57, Amberg 107,38, Zweibrücken 107,29, Limburg a. d. Lahn 107,21, Siegen und Gera je 107,11, Rheine i. W. 107,07, Weimar 106,97, Dresden 106,96, Tübingen 106,95, Hindenburg 106,89, Frankenthal 106,87, Meerane 106,87, Gummersbach 106,60, Potsbam 106,56, Berlin und Friedrichshafen je 106,51, Bergedorf 106,50, Goslar 106,48, Hamm i. W. 106,30, Barmen 106,26, Erlangen 106,18, Apolda 106,10, Hattingen 105,75, Oppeln 105,69, Sonneberg 105,62, Bamberg 105,42, Osnabrück 105,36, Chemnitz und Königsberg je 105,35, Annaberg 105,17, Seb⸗ nitz 105,11, München⸗Gladbach 105,08 uſw. Die niederſte Teuerungszahl wurde für Staßfurt — mit 86,26 Mark— feſtgeſtellt. à ebensmüde. Geſtern nachmittaa verſuchte eine 18 Jahre alte Dienſtmagd durch Ertränden im Neckar oberhalb des Krankenhauſes ſich das Leben zu nehmen. Ein Vorübergehender zog die Lebens⸗ Unfall. Beim Transportieren von Material mit einem Roll⸗ wagen im Hof der Zellſtoffabrik erlitt am Samstaa vormittag ein 40 Jahre alter Fabrikarbeiter einen Bruch deslinken Unter⸗ ſchenkels. Der Verunalückte mußte mit dem Sanitätsauto in da⸗ Allaemeine Krankenhaus verbracht werden. Feſtaenommen wurden in den beiden letzten Tagen 30 Per⸗ ſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen. darunter 1 Küfer wegen Erreaung öffentlichen Aergerniſſes, 1 Tapezierer wegen Nos⸗ zuchtverſuchs. 1 Händler wegen Notzucht. zwei Kaufleute wegen Konkursvergehens und vier Perſonen wegen Bettels.— Wegen Körververletzung verübt in verſchiedenen Stadtteilen. ar⸗ langten 11 Perſonen zur Anzeige.— Wegen Ruh eſtörung wur⸗ den in den beiden letzten Nächten 24 Perſonen zur Anzeige aebrache. * Aufgegriffen wurden in der Nacht zum Sonntag von einer Polizeiſtreife am Hauptbahnhof zwei Fürſorgezöglinge, die der Fürſorgeanſtalt in Ettlingen entwichen ſind. Sie werden als⸗ bald dorthin zurückgebracht. *Straßenraub. In der Nacht zum Samstag wurde ein Matroſe in der Nähe der Hafen⸗ und Rheinſtraße von zwei Unbekannten überfallen und der Brieftaſche mit 20 Gulden und einem holländiſchen Paß auf den Natnen Lammert Blockland geraubt. Der eine Täter iſt etwa 20 Jahre alt, 1,70 Meter groß, trug breitge⸗ ränderten Hut und langen Ueberzieher, der zweite Täter iſt ebenfalls etwa 20 Jahre alt, trug auch Hut und Ueberzieher, kann aber nicht näher beſchrieben werden.* *Betrug. Am 6. Dez. hat eine Frauensperſon für eine angeb⸗ liche Firma Drexler u. Offermann in S 1, 7, Beſtellungen aufgeſucht und ſich Anzahlungen geben laſſen. Lieferung iſt nicht erfolgt. Die angegebene Firma exiſtiert nicht. Die Perſon iſt etwa 30 Jahre alt, mittelgroß, ſchlank, ſpricht Mannheimer Mundart und trug einen Mantel mit Pelzbeſatz. * Wohnungsdiebſtahl. In der Nacht zum 27. Dezember wurde aus einer Wehnung in U4 folgeades entwendet: Ein etwa 50 Ztm. langer und 20 Ztm. tiefer hellgelber Lederkoffer mit Nickelverſchluß, eine ſchwarze lederne Brieftaſche, Inhalt verſchiedene Schriftſtücke. mehrere Photographien, eine Mitgliedskarte des Turnvereins 1846 und eine Mitgliedskarte vom Mieterverein hier, beide auf den Namen Franz Müller, eine ſilberne Herren⸗Remontciruhr mit Goldrand und Doublé⸗Kette, eine ſilberne Schlüſſel⸗Herrenuhr, eine Herren⸗ Remontoiruhr mit Nickelgehäuſe und Lederarmband, abgebrochenen Zeigern und arabiſchen Leuchtziffern, eine ſilberne Damen⸗Remon⸗ toiruhr mit geripptem Goldrand, eine geldene Armſpange, mit Granatſteinen beſetzt, auf der Mitte eine kleine, ebenfalls mit Gra⸗ naten beſetzte Roſette, ein goldener Damenring mit 3 Granatſteinen, ein Paar goldene Ohrringe, runde Form, mit je 3 Granatſteinen, eine goldene Broſche in Schlangenform mit mehreren großen und kleinen Granatſteinen, ein ſchmales goldenes Gliederarmband mit einem Saphir, ein vergoldeter Armreif(Granatring) mit der In⸗ ſchrift„Franz ſ. l. b. Roſa“, ein breites ſilbernes Kettenarmband, ein ſilbernes Kollier mit der Inſchrift„Tilde“, ein goldenes Kellier mit Anhänger mit der Inſchrift„Franz Müller“, ein goldener Sie⸗ gelring mit Granatſteinen, in der Mitte eine Bruchſtelle, ein flacher goldener Siegelring mit ovalem blauen Stein, 40 M. Silbergeld, alte Prägung, darunter ein 2 und 3 Mark⸗Stück Jubiläumsſtück Großherzog Friedrich), ein belgiſches und franz. 5⸗Frankenſtück und ein Schweizer Franken, eine Million öſterreichiſcher Kronen, be⸗ ſtehend aus 2 Fünfhunderttauſend⸗Kronenſcheinen, zwei neue 3 Mark⸗ ſtücke und 3,20 Meter graukarierter wollener Herrenanzugsſtoff. * Aufgefunden wurden am 24. Dez. in einem Hausgang in P 2, drei Geldmäppchen, die zweifellos von einem Diebſtahl her⸗ rühren. Das eine iſt aus Lackleder, innen rot gefüttert, mit fünf Fächern mit Druckverſchluß. Ein weiteres iſt braun und hat vier Fächer. Das letztere iſt ſchwarz, mit lila Futter, zwei Fächern und Druckverſchluß.— Am 23. Dez. wurde beim Binnenhafen ein Paket mit naſſer Wäſche aufgefunden, die vermutlich geſtohlen iſt. Das Paket enthielt ein weißleinenes Damenhemd, zwei weiße Handtücher, A. G. und M. G. gez., einen Bettüberzug und einen Damenrock, ſchworz und weiß gewürfelt. 5 * Seinen 60. Geburtstag kann heute ein bekannter Mann⸗ heimer Handwerksmeiſter, Herr Karl Zucker, Inhaber der Firma Karl Zucker jr., Bau⸗ und Kunſtſchloſſerei, begehen. Das Geſchäft des Vaters, die Schloſſerei Zucker, beſteht ſchon ſeit faſt 200 Jahren in der gleichen Familie, bis zum Jahre 1870 in Bühl und von da ab in Mannheim. 1884 iſt das Gründungsjahr der neuen Firma. Schloſſermeiſter Zucker war im Jahre 1889 Mitbegründer und erſter Schriftführer der Mannheimer Schloſſermeiſter⸗Vereini⸗ gung, die einige Jahre ſpäter in der neugegründeten Mannheimer Schloſſer⸗Innung aufging. Nach dem Beſuche einiger großen Aus⸗ ſtellungen, z. B. der Pariſer Weltausſtellung, der Düſſeldorfer In⸗ duſtrieausſtellung uſw., legte Zucker alle Vorſtands⸗ und ſonſtigen Nebenämter nieder, um ſich nur dem Geſchäfte zu widmen, Neu⸗ heiten und Verbeſſerungen im Schloſſergewerbe zu erfinden. Von dem Umfang ſeiner Erfindungen bekommt man ein Bild, wenn [Silvesfereinkäufe in Weir,, Liker, Spiritucsen, Punsch, Sekt, Glühwein, rmecr der Kermer Dei 10442 Schlaffer's Weinbhandlung9g müde aus dem Waſſer und verbrachte ſie nach dem Krankenhaus. Grund zur Tat: Familienzwiſtiakeiten. 55 Kleinverkauf 0 3, 2 irn Hofe IKs. Tel. 10418. 5 itweilig geradezu verklärt, nimmt dem Erotiſchen alles Anſtößige. hne leitmotiviſche Folgerungen ſind die vier Menſchen doch in prägnanter muſikaliſcher Charakteriſtik eingeführt. Wenn manches halbwegs unſanglich iſt durch weniger gelungene inſtrumentale An⸗ ordnung und die Uebergänge aus einer dramatiſchen Situation in die andere zettweilig unvermittelt erſcheinen, ſo ſind das begreifliche Fehler des Neulings. Von Impreſſionismu⸗ und Expreſſionismus gat er das Beſte ſich dienſtbar gemacht. Die aller zeitgenöſſiſchen Errungenſchaften ſich bewußte Inſtrumentierung bevorzugt farbliche Einfachheit, doch erweiſen 10 die genial gewählten Farbmiſchungen als ſichere Künder ſeeliſcher Vorgänge. Viel mächtiges Pathos, hohe Kraft und vornehme Feierlichkeit ſind der geſanglichen Diktion zumal in den Monologen und der ſehr gefügten dramatiſchen Ahetorik der Zwieſprachen eigen. Inſtrumentale Wucht wirkt, weil e nirgends ohne katſächliche Begründung aufgeboten iſt, nicht etwa ärmend vielmehr ergreifend und überzeugend. Bei Abel, der im „Gottes Sprache vernommen zu haben glaubt, iſt faſt alle⸗ in weihevollen Ernſt getaucht, das Viſionäre und die Aeußerunges 1 ines Gotteskults atmen hehre Stimmungstieſe u. in der den muſika⸗ iſchen Höhepunkt bildenden Opferſzene ſteht er als reiner Prieſter ipn Cottesdienſte, ausgerüſtet mit aller Kraft ſeiner Sendung da. Eugen zenkar hat für die Sache des verſtorbenen Tonſetzers viel ge⸗ an. Dank ſeiner liebevollen Vorbereitung und ſeinem vorbildlichen en an der Spitze des muſikaliſchen Geſamtapparats trat, was an Charakteriſtit und Schönheit in dem Werke niedergelegt iſt, bei Enn ausgezeichneten Orcheſter aufs klarſte und oft bezwingend in die eſcheinung. Als Leiter des ſehr ſarglich abgeſtimmten Verlaufs des hienengeſchehens zeichnete Oberſpielleiter Dahn. Der Schauplatz glelt ſo etwa die Mitte zwiſchen maleriſchem und dekorativem Stil. lis Eva, Adam, Abel und Kain boten Frau Henny Trundt ſowie Ne Herren Joſef Niklaus, Kaſpar Koch und Tillmann Lis⸗ denw ſer durchweg treffliche Geſtaftungen. Das Werk löſte offen⸗ ſtel⸗ ſehr ſtarke Eindrücke aus. Nach Vortritt der oft gerufenen Dar⸗ 5 ller dankte Szenkar am Schluſſe für die an ſeine Perſon ſich ichtenden ungemein warmen Kundgebungen. Paul! Hiller Dresdner Uraufführung. Unſer Dresdner Schauſpielrefe⸗ ſchreibt:„Der Weg nach Dover“, dieſe Uraufführung tüner engliſchen Komödie von A. A. Milne am Dresdner Staats⸗ Nielte murde eine Tragödie für jeden, der noch für die deutſchen Fheater hofft, ein Trauerſpiel, bei dem es zwar luſtig zuging, denn 18 egiekunſt Alfred Meyers und die erſtklaſſige Darſtellung Vſſen das Publikum mit ſich, trübten aber mit ihrer Kunſt den bick für das Werturteil dieſer ausgewalzten, blutleeren Kon⸗ Meſationsfomödie. Der Beifall des Feiertagspublikums war ſtark. an denke ſich eine Wild⸗Komödie ohne ſeinen Geiſt und ſeine rent ſeines Geiſtes, man dehne das, was übrig bleibt, unterſtreiche jedes harmloſe Wort, daß einem zu denken nichts mehr übrig bleibt, und man hat das blutloſe, undramatiſche Gerede um„durch⸗ brennende Liebespaare“. Ich hörte noch keinen erfindungsärmeren Dialog. Es iſt kein Ruhm, mit einem unerhört feinem Spiel und mit überlegener Regie ein ſolches ausländiſches Machwerk zu einem Publikumserfolg zu bringen. Der Nimbus, der um Ausländiſches ſich breit macht, rechnet mit der Kritikloſigkeit des veränderten Theaterpublikums. Johannes Reichelt. Theaterrundſchau. Direktor Tagger vom Berliner Re⸗ naiſſance⸗Theater wird im Theater des„Champs Elyſees“ in Paris. auf Einladung im April ein deutſches Enſemble⸗Gaſtſpiel veranſtal⸗ ten. Zur Aufführung werden Werke von Strindbera, Haupt⸗ mann, Wedekind und verſchiedener Expreſſioniſten kommen. Das Enſemble ſoll aus erſten deutſchen Schauſpielern beſtehen. Wäh⸗ rend des Gaſtſpiels wird im Berliner Renaiſſancetheater eine der bedeutendſten füngeren franzöſiſchen Schauſpielerinnen. Ludmilla Pitchoff, mit mehreren Pariſer Kollegen und Kolleginnen aaſtieren. Im übrigen wird Theodor Taagers Enſemble⸗Gaſtſpiel mit einer von privater Seite veranſtalteten deutſchen Kunſtgewerbe⸗ ausſtellung in Paris verbunden werden.— Hans Francks „Klaus Michel“ wurde zur alleinigen Uraufführung für das Alte Theater in Leipzig angenommen.— In Klagenfurt fand dieſer Tage die Uraufführung eines Volksſtückes von Ernſt Descen„Der Muſikant Gottes“ ſtatt. Das Stück, in dem der Komponiſt Anton Bruckner die Hauptrolle ſpielt, hatte einen aroßen Erfolg.— Der iſchechiſche Schriftſteller Dr. Ernſt Dvorak hat den Theater⸗ rezenſenten eines Blattes wegen Ehrenbeleidigung verklaat, weil er das jünaſte Werk des Schriftſtellers, die dramatiſche Dichtung„Der Weiße Bera“. ungünſtig beſprochen hatte.— Dem Mitteldeut⸗ ſchen Landestheater, das bereits eine arößere Reihe mittel⸗ deutſcher Städte mit gediegenen künſtleriſchen Schauſpielaufführun⸗ gen verſorgt, ſind neuerdings die Städte Roßlau. Torgau. Wer⸗ nigerode und Genthin beigetreten. Zur Uraufführung wurde das Drama„Wahn“ von Erich Moſſe in Ausſicht aenommen.— Kla⸗ bunds„Kreidekreis“ iſt zur Uraufführung am Landestheater zu Braunſchweig angenommen worden.— Die neu errichtete Goethebühne in Verlin, die bald nach ihrer Gründung in eine ſchwere finanzielle Kriſis geraten war, iſt nunmehr wieder ſoweit ſaniert. daß das Theater Anfangs Januar unter einem neuen künſtleriſchen Leiter in eigene Regie genommen werden kann. Für die kommende Spielzeit iſt bereits die Durchführung eines wert⸗ vollen Spielplanes geſichert.— Am 10. Januar findet im Nürn⸗ berger Stadttheater die Uraufführung der Max Ettingerſchen Opern„Juana“, Text von Geora Kaiſer, und„Der eiferſüch⸗ tige Trinker“ nach Boccaccio von Freckſa unter Leitung von an Fronie, ein Shaw⸗Stück ohne das funkelnde Brillantfeuerwerk Schweinfurter Stadttheater iſt in ernſtliche finanzielle Schwie⸗ riakeiten geraten. Die Leiterin des Theaters. Frau v. Babos. die ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. iſt zurückgetre⸗ ten: die Stadt wird das Defizit übernehmen müſſen. Das Theater ſoll vorläufia von Direktor Schönau weitergeführt werden.— Mitte Januar findet in Wien die Uraufführung von Pierred Mascaanis neueſter Operette„Si“!(Jal) ſtatt. Mit Kammerſänger Leo Sleczak werden bereits Unterhandlungen gepflogen, um ihn für die Uebernahme der Hauptpartie zu gewinnen. Runſt uns wiſßhenſchaſt BVon der Heidelberger Aniverſität. Miniſterialdirektor Franz Schmidt im Badiſchen Kultusminiſterium iſt wegen ſeiner Verdienſte um die Organiſation des badiſchen Unter⸗ richtsweſens während vier Jahrzehnten, der badiſche Geſandte in Berlin. Exzellenz Nieſer, in Würdigung ſeiner Baden und dem Reiche in ſchwerer Zeit dienenden ſtaatspolitiſchen Tätigkeit von der Staatswiſſenſchaftlichen Kommiſſion der Unverſität Heidelberg zum Doctor rer. pol. honoris cauſa ernannt worden.— Dem Privatdetzenten Dr. Franz Rolf Schröder in Heidelberg iſt das durch den Weggang des Prof. Dr. Kralik von Meyerswalden an der Univerſität Würzburg erledigte Ordinariat für deutſche Philologie angeboten worden. Schröder hat ſich an Oſtern 1920 in Heidelberg für deutſche und nordiſche Philologie habilitiert. Sein Spezialarbeitsgebiet iſt Sagenforſchung. Er iſt Mitherausgeber der germaniſch⸗romaniſchen Monatsſchrift. Das„Staalliche Bauhaus“ in Weimar aufgelöſt. Nach einer Meldung aus Weimar veröffentlichen Direktor Walter Gropius und ſein Mitarbeiter folgende Erklärung, in der es u. a. heißt:„Leiter und Meiſter des„Staatlichen Bauhauſes“ in Weimar geben, ge⸗ zwungen durch die Haltung der thüringiſchen Regierung, der Oeffent⸗ lichkeit zur Kenntnis, daß ſie das aus ihrer Initiative und Ueber⸗ zeugung entſtandene Vauhaus mit Ablauf ihrer Verträge vom 1. April 1925 ab für aufgelöſt erklären. Wir klagen die thü⸗ ringiſche Regierung an, es zugelaſſen und begünſtigt zu haben, daß die ſachliche und ſtets unpolitiſche Kulturarbeit des Bauhauſes durch parteipolitiſche Machenſchaften zerſtört wird, und dies in dem Augenblick, als die weſentlichen Grundlagen zur Errichtung einer Bauhaus⸗G. m. b.., die den Staat vom Hauptteil der finanziellen Laſten befreien ſollte, von der Privatinduſtrie präſentiert wurde (121000 M. Beteiligungen und Kredite waren bereits gezeichnet)“ Ob das Bauhaus an anderer Stelle ſeine Arbeit fortſetzen wird, läßt Generalmuſikdirektor Waaner und Oberreaiſſeur Krauß ſtatt.— Das ſich zurzeit noch nicht überſehen. ——— 4. Seite. Nr. 602 Aeue Mannheimer Zeitung Nbend⸗Rusgabe) Monkag, den 29. Dezember 1924 man weiß, baß er allein in Deutſchland 6 Reichspatente und 5 D. 0 A. G. N. betommen hat und ferner im Auslande das bekannte Fenſter⸗Patent, das unter dem Zeichen„Feneſtra“ in 16 Auslands⸗ ſtaaten patentiert wurde. In den Ingenieurkalendern und ſonſti⸗ gen Lehrbüchern, die auf den Ingenieurſchulen eingeführt ſind, iſt Die neue Fenſterkonſtruktion, die damals eine förmliche Umwäl⸗ gung im Schloſſereigewerbe zur Folge hatte, beſchrieben. Zucker A als 60jähriger noch ebenſo im Geſchäfte tätig, wie damals als 20jähriger bei der Gründung ſeiner Firma. Zu allen dieſen großen Lichtſeiten blieben ihm auch die Schattenſeiten nicht erſpart. Seine beiden hoffnungsvollen Söhne, die zur Weiterführung ſeines Ge⸗ ſchäftes beſtimmt waren, ſind leider dem Weltkrieg zum Opfer gefallen. Möge dem hochgeachteten Mithürger noch ein recht langes Wirken beſchieden ſein. bDa⸗ Jeſt der ſilbernen Hochzeit begeht am morgigen Dienstag Fabrikant Franz Herrwerth mit ſeiner Ehefrau Margaretha geb. Brauch, Käfertal, Baumſtraße 53, wohnhaft. Veranſtaltungen —— der evangeliſche Kirchenchor Feudenheim hatte am Sonn⸗ tag ſeine Mitglieder neßſt Familienangehörigen zu einer Abend⸗ unterhaltung in das Gaſthaus zum„Jägerhaus“ eingeladen, die ſehr ſchön verlief, Liedervorträge und Theateraufführungen hohen die Stimmung. Die Anſprache des Pfarrers Mutſchler kam pon Herzen und ging zu Herzen. Eime Gabenverloſung brachte manche Ueberraſchungen. Der Kirchenchor kann einen vollen Erfolg en buch Dder Neujahrskag im Nibelungenſanl. Am Neujahrstag (Donnerstag) findet abends im Ribelungenſaal die erſte Wieder⸗ holung der Schwankoperette„Pſtl Pſt! Die Liebe kommt“ ſtatt, deren Uraufführung vor 14 Tagen an der gleichen Stelle bei ausverkauftem Hauſe ſtattfand. Die Hauptrolle der Damenſchnei⸗ derin Pauline Werner ſpielt auch diesmal Alma Saccur. Die Regie führt Karl Luley vom Frankfurter Schauſpielhaus. Die Vexanſtaltung findet bei kleinen Preiſen ſtatt. Der Einlritt von Niederſchlägen im Gebirge Spät kommt ihr, Niederſchläge, doch ihr kommt, ließe ſich leicht variiert jetzt ſagen. Nach rund achtwöchiger Trockenheit von einem ungewöhnlichen Ausmaße, während derer der Waſſervor⸗ rat im Schwarzwald in allmählich beängſtigender Weiſe zurückging, ſodaß man vielfach zur nächtlichen Sperrung von Waſſerleitungen übergehen mußte, um den täglichen Bedarf ſicher zu ſtellen, hat mit dem Beginn der letzten Woche des ereignisreichen Jahres 1824 ſich der Umſchwung in der Witterung vollzogen. Noch ein ſchöner Samstag, da und dort bereits mit dem bezeichnenden Wolkenzug des ſich vorbereitenden Umſchlages, war dem Wanderer im Gebirge be⸗ ſchieden, der ſich über die Feiertage hinausgemacht hatte, aber dann kam im Uebergang zum Sonntag raſch die Wolkenbank aus dem Weſten heraufgezogen. Noch einmal kams im Gebirge zwiſchen fühler und warmer Luft in den Abendſtunden des Samstag zu einem kurzen Kampf, in dem für einige Zeit die Wolkendecke nochmals dem Sternenhimmel Platz machte, aber dann wars um Mitternacht herum entſchieden und die erſten Tropfen 1 5 den ausgetrockneten und ausgefrorenen Boden. Am Sonntag früh erwachte eine erſtaunte Welt, die ſchon nicht mehr recht glauben wollte, daß der Umſchlag doch noch kommen müßte, im faſt ſchon vergeſſenen Bild des regel⸗ mäßig und beruhigend gleichmäßig fallenden Regens vom eintönig grau gewordenen Himmel. Damit wird der allmähliche Uebergang zum lange vergeblich erwarteten Schnee im Gebirge ſich anbahnen, wenn auch vielleicht noch ein bis zwei Tage vergehen werden, bis die Temperaturen, die ſich jetzt durchweg über dem Gefrierpunkt halten, ſich langſam jahreszeitlich an den normalen Stand angeglichen und die ſtarken Unregelmäßigkeiten in den Wärmeverhältniſſen im Gebirge verſchwunden ſein werden. * Bücheraulomaten auf den Bahnhöſen. Nach Wiederkehr ge⸗ regelter Währungsverhältniſſe werden ſetzt auf den Bahnhöfen auch wieder die beliebten Reclambändchen in Automaten zu haben ſein. Der einzige Unterſchied gegen früher iſt der, daß die Bändchen bei etwas beſſerer Ausſtattung 30 Pfennig gegen frſüher 20 koſten. Pakeie nach Norwegen gelangen, ſofern ſie nicht als „Dringende“ abgeſandt werden, auf dem Wege über Dänemark und weiter mit Schiff nach Chriſtianſand weſentlich früher an ihre Be⸗ ſtimmung, als guf dem Wege über Saßnitz⸗Trälleborg und Schweden. Da auch die Beförderungsgebühren für derartige Sendungen bei Leitung über Dänemark niedriger ſind, als bei Leitung über Schweden, wird den Verſendern empfohlen, bei Auslieferung von Paketen nach Norwegen die Beförderung über Dänemark zu ver⸗ langen. Dies geſchieht am beſten in der Weiſe, daß ſowohl in der Aufſchrift der Pakete als auch auf den Paketkarten der Vermerk „über Dänemark“ niedergeſchrieben wird. *Jagdpachtverträge. Der Landtag hat in ſeiner Sitzung am 18. Dez. 1924 ein für Pächter wie Verpächter von Jagden gleich wich⸗ tiges Geſetz beſchloſſen. Danach können Jagdpachtverträge, die vor dem 1. März 1924 abgeſchloſſen ſind und bei denen der Pachtzins durch den urſprünglichen Vertrag oder durch nachmalige Vereinbarung nicht in einem feſtbeſtimmten Betrag nach Goldmark, Rentenmark, Reichsmark oder nach Auslandswährung feſtgeſetzt iſt, auf 31. Jan. 1925 von beiden Seiten gekündigt werden, falls eine Vereinbarung Uber den Pachtzins nach Goldmark oder Reichsmark füx das laufende Pachtjahr und die künftigen Jahre der Pachtdauer bis zum Kün⸗ digungstage nicht erfolgt. Die Kündigung hat bis einſchließlich 8. Januar 1925 zu erfolgen. Belohnungen für Ermittelung von Brandſtiftern. Es iſt ge⸗ lungen, einen Brandſtifter, der Ende Ottober und Anfang November 1924 drei Brände in Forchheim(Amt Karlsruhe) gelegt hat, zu ermitteln. Die Gebäudeverſicherungsanſtalt hat auf Antrag der Staatsanwaltſchaft an die Perſonen, die zur Ermittelung des Täters beigetragen haben, eine Geſamtbelohnung von 800 Röcht. zur Aus⸗ zahlung gebracht und wird in ähnlichen Fällen in gleicher Weiſe verfahren, um den ſich immer mehr häuſenden Brandfällen, die wohl zum großen Teile auf Brandſtiftung zurückzuführen ſind, zu be⸗ gegnen. *Eine wichtige Enkſcheidung in Mietsſachen. Ein Rechtsentſcheid des Berliner Kammergerichts in Mietsſchutzſachen, der für weitere Kreiſe von Intereſſe ſein dürfte, iſt unter dem 17. November dieſes Jahres eraangen. Dem amtlichen vreußiſchen Preſſedienſt zufolge lautet er folaendermaßen: Bei Geſchäftsräumen kann die Erlaubnis des Bermieters. den Gebrauch des Raumes einem Dritten zu über⸗ laſſen. insbeſondere ihn unterzuvermieten, nicht nach Parggraph 29 des Mieterſchutzgeſetzes durch das Mieteiniaungsamt erſetzt werden. Rommunale Chronik Kleine Mitteilungen In einer außerordentlichen Bürgerausſchußſigung wurde in Pforzheim mit 34 gegen 28 Stimmen der vom Stadtrat vean⸗ tragte Zuſchutz zum neuen Schauſpielhauſe nach längerer De⸗ batte genehmigt. Die Bürgerweiſterwahl in Schutterwald verlief Wiederum ergebnislos. Wenn auch die dritte Wahl keine Entſchei⸗ Dung bringt, enthält Schutterwald einen kommiſſariſchen Bürger⸗ maiſtor. Nach eſner ſtatiſtiſchen Feſtſtellung ſind im Jahr 1924 zur Er⸗ ſtellung von 63 Wohnungen im Amtsbezirk Waldhut vom Land Belträge in Höhe von 40 500 Mark und vom Wohnungsverband Beihilſen in Höhe von 101 300 Mark, zuſammen 142 000 Mark be⸗ willigt worden. Mit einer auch für die größere Allgemeinheit grundſätzlichen ſich der Vermaltungsſengt der Stadt Frankenthal u defaſſen, nämlich mit der Frage, ob wegen Milchfülſchung Vor⸗ rafte zum Milchhandel zugelaſſen werden ſollen. ie erinner⸗ lich. hatte die Stadt Frankenthal die Konzeſſionierung des Nilchhandels wieder eingeführt. Aufgrund der darüber er⸗ laſſenen Verordnung haben ſich auch einige Milchhändler um die Konzeſſton beworben. die bereits megen Milchfälſchung vorbeſtraft ſind, darunter ainer zweimal, Mit Rückſicht darauf, daß es ſich um ulteingeführte Geſchäfte handelt und die Beſtrafung weit Zurückliegt, Fr. ſah der Senat diesmal darüber hinweg, doch wurde beſchloſſen, daß künftig Milchhändeer, die wegen Milchfälſchung vorbeſtraft ſind, von der Konzeſſion grundſätzlich ausgeſchloſſen ſein ſollen. Ungeheuerliche Auswirkungen hat die Arbeitsloſigkeit in Pirmaſens, wo die Stadt z. Z. 500 Familien die Wohnungs⸗ miete bezahlt, abgerechnet die Arbeilsloſen, die ſie geſtundet bekom⸗ men. Außerdem hat die Stadt die Verpflichtung, 300 Wohnungs⸗ bauten ſelbſt zu unterhalten. Nach Mitteilung des Bürgermeiſters von Homburg(Saar) hat die Regierungskommiſſion die Wahl des Pfarrers Freys⸗Hoe⸗ chen zum Leiter der höheren Mädchenſchule nicht beſtätigt. Dieſe Nich'beſtätigung wird damit begründet, daß der Gewählte nicht die Bedingungen der Ausſchreibung auf philologiſchem Gebiet erfüllt habe. Stadtrat Raabe bedauerte in der Stadtratsſitzung namens des Kollegiums, daß eine erſte Kraft aus formalen Gründen dem höheren Schuldienſte ferngehalten werde; dies ſei umſo auffallender, als der Leiter des ſaorpfälziſchen Schulweſens, Miniſterialdirektor Dr. Nobton, ſelbſt nicht dieſe plötzlich als unerläßlich betrachteten Vorbedingungen erfüllt habe. Der als gewählter erſter Adjunkt ebenfalls nicht beſtätigte Stadtrat Leibrock verlas die ihm— nach vollen 10 Monatenl— zugegangene Entſcheidung der Regie⸗ rungskommiſſion und verwahrte ſich gegen die Unterſtellung ſich gegen die Beſtimmungen des Verfailler Vertrags vergangen zu ha⸗ ben. Er habe nur als deutſcher Mann jeder Zeit ſeine Anſicht im Stadtrat vertreten und ſei deshalb offenbar„verdächtig.“ Sämt⸗ liche Parteien erklärten, daß Leibrock mit ſeiner Erkfürung durch⸗ aus im Recht, die Regierungskommiſſion im Unrecht ſei. Aus dem Lande Perſonal⸗Beränderungen im badiſchen Staatsdienſt Ernannt wurden zum Bauinſpeklor: der Bauoberſekretär Hermann Heinſtein in St. Blaſien. Polizeioberwachtmeiſter Elemens Binioſſek in Kaclsruhe zum Poltzeikommiſſär, Kri⸗ minalaſſiſtent Adolf Höllein zum Kriminalſekretär, Rottenmei⸗ ſter Joſef Rold in Heidelberg zum planmäßigen Poligzeiwacht⸗ meiſter. Verſetzt wurden Anſtaltsoberarzt Dr. Viktor Mathes bei der Heil⸗ und Pflegeanſtalt Wiesloch unter Ernennung zum An⸗ ſtaltsoberarzt auf wichtiger Stelle zu Heil⸗ und Pflegeonſtalt Il⸗ lenau, Reyiſionsinſpektor Karl Frankenbach in Pfullendorf zum Bezirksamt Waldshut. Planmäßig angeſtellt wurde als Finanzoberſekretär: die Finanzpraktikanten Paul Dalichow und Hermann Weiß bei der Landeshauptkaſſe in Karlsruhe. In den einſtweiligen Ruheſtand verſetzt wurde Bauinſpektor Konrad Thalmann beim Bezirksbauamt Lörrach. Zuruhegeſetzt wurde Forſtſekretär Jakob Hurſt in Tien⸗ gen. — * Von der Bergſtraße, 29. Dez. Durch das kürzlich eingetre⸗ tene ſtärkere Froſtwetter iſt die Außentätigkeit ſo ziemlich zur Ruhe gekommen. Die Landleute ſind genbtigt, ſich in Hof und in der Be⸗ hauſung zu beſchäftigen. Immerhin war der diesjahrige Vorwinter verhältnismäßig günſtig und erlaubte manche zurückgebliebene Ar⸗ beiten zu erledigen, beſonders auch die begonnenen Neubauarbeiten teils nach fortzuſetzen. Freilich mußten dieſe vielfach vor Wochen ſchon aus vollkommener Mittelloſigkeit abgebrochen werden. Geld⸗ mangel mit andauernd hahem Zinsfuß verbunden und Erhöhung der Materialpreiſe dauern immer noch an und machen kleinere Landwirte und beſonders Arbeiterfamilſen, die notgedrungen weit⸗ aus die Mehrzahl der Bauluſtigen ausmachen, das Weiterbauen zur Unmöglichkeit. Die hier und vielerorts begonnenen Wohnungsneu⸗ bauten wurden meiſt in der Hoffnung auf größere, niederverzins⸗ liche Baudarlehen aus der Wohnungsſonderſteuer begonnen. Nun lſt dieſe bei den ländlichen Dezirtewohnung⸗verbänden ſo gering ausgefallen, daß ſie kaum zur Linderung der ſich noch ſleigernden Wohnungsnot in Betracht kommen könnte. Wenn nicht einige Gel⸗ der aus dem ſtaatlichen Ausgleichsſtock zurückgefloſſen wären, ſo hätten manche ländliche Bezirkswohnungsverbände nur vereinzelt kleine Baudarlehen ausgeben können, wie ſie für die Bautätigkeit überhaupt nicht förderlich ſind. Ninr iſt bei Bauherrn, Bauleitern und Handwerkern ein Gedanke gaufgetaucht, der volle Beachtung verdlent; dieſer lautet: Der ſtaalliche Ausgleichsſtock ſollte geſtärkt werden durch engere Verbindung der ländlichen und ſtädtiſchen Ver⸗ bände, da letztere reichere Summen aus der Wohnungsſonderſteuer herausſchlagen als erſtere. Die Städte dürften ſich bei Verwirk⸗ lichung dieſes Planes inſofern nicht benachteiligt fühlen, da die ländliche Arbeſterſchaft die Großdbetriebe der Städte mit ihrer Ar⸗ beitskraft ermöglichen und ihre Einkäufe— wie die ganze Landbe⸗ völkerung— ausſchließlich in der Stadt beſorgen. Irgend eine ge⸗ 5 eignete geſetzliche Maßnahme ſolle man bald treffen, um die Woh⸗ nungsſonderſteuer wirkſamer für Behebung der allgemeinen Woß⸗ nungsnot zu geſtalten. Dann könnte um ſo früher das Wohnungs⸗ weſen vom Zwang befreit werden. Walldorf bei Wiesloch, 28. Dez. Die ſüddeutſchen Metall⸗ werke G. m. b. H. überreichten Bürgermeiſter Trunk als Weih⸗ nachtsgabe für Ortsarme der Stadt 1000 Mark. IL.. Sulzjeld, 27. Dez. Bei dem Dreſchmaſchinenbeſitzer Bartlott explodierte in ſeinem Wohnhaus eine mit Benzin gefüllte Kanne. Auf den Feueralarm war die Spritze ſofort zur Stelle, indeſſen war es vorher gelungen, den Brand, der in Lomperie, Fußboden uſw. Schaden verurfſacht hatte, zu löſchen. L. Eppingen, 27. Dez. Der im Rahmen der Volkshochſchul⸗ kurſe veranſtaltete dritte Vortrag mit dem Reg.⸗Baumeiſter Haiber Gewerbeſchulvorſtand, als Reſerenten hatte wie ſein Por⸗ gänger einen ſtarken Beſuch zu verzeichnen. An Hand von Licht⸗ bildern zeigte der Vorſitzende in klarer, verſtändlicher Weiſe die Ent⸗ micklung des bad. Bauernhauſes vom Pfahlbau bis zum Dachwerk⸗ bau. Die Ausführungen begegneten allgemeinem Intereſſe. Es iſt zu wünſchen, daß das Erträgnis des Abends, das für die Armen der Stadt verwendet wurde, reich ausfiel. Karlsruhe, 28. Dez. Am Weihnachistag entgleiſte am Lud⸗ wigsplatz ein Anhängerwagen der elektriſchen Straßenbahn, ver⸗ mutlich infolge falſcher Weichenſtellung. Der mit mehreren Per⸗ ſonen beſetzte Wagen riß ſich vom Molorwagen los und fuhr über den Bürgerſteig gegen ein Haus in der Karlſtraße. Haus und Wa⸗ gen wurden ſtark beſchädigt. Perſonen ſind nicht verletzt. rr. Baden-Baden. 29. Dez. Die diesjährige Weihnachts⸗ feiertage— auch der geſtrige Samstag konnte ſchließlich noch als ein ſolcher angeſprochen werden— ſtanden im Zeichen außeror⸗ dentlich ſchöner Witterung. Die Sonne hatte den Nebel durchbro⸗ chen u. ſandte ihre Strahlen aus blauendem Himmel auf die Land⸗ ſchaft herab, die bei ſcharfer Kälte im Schmucke des Rauhreifs dem Auge ein maleriſches Bild darhot. Freunde des Winterſports kamen dabei allerdings nicht auf ihre Rechnung, denn der erhoffte Schneefall blieb gus und Ski und Rodel konnten nicht benutzt werden. Man entſchädigte ſich indeſſen durch Fußwanderungen, die ſich außerordentlich lohnend geſtalteten. Der Nusflugspver⸗ kehr war denn auch ein ſehr reger, hätte aber auf den Höhenkur⸗ orten wohl noch einen viel größeren Umfang angenommen, wenn ein ausgiebiger Schneefall die Betätigung des Winterſports geſtat⸗ tet hätte. Baden⸗Baden ſelbſt hatte ührigens zahlreiche Weih⸗ nachtsgäſte. Die Hotels konnten eine umfangreiche Frem⸗ denliſte veröffentlichen. Im Laufe des geſtrigen Tages iſt ein tota⸗ ler Witterungsumſchlag eingetreten. Die ſtarke Kälte wich einer milderen Temperatur und des Himmels Blau machte dunklen Wol⸗ ken Platz. In der letzten Nacht trat dann Regen ein, der am beu⸗ tigen Sonntag anhielt. Damit iſt die letzte Hoffnung auf eine winterliche Schneelandſchaſt im letzten Jahre geſchwunden. Die Winterſportler müſſen ſich daher auf das neue Jahr vertröſten teiburg, 29. Dez. Nach wochenlanger Trockenheit iſt nunmehr bei Regen in der Ebene auf den Schwarzwaldhöhen zwar nicht der erſte Schnee, wohl aber der erſte reichlichere Schneefal nieder⸗ gegangen. der das Ingangkommen des Winierſports ermöglichen mird. Auf dem Feldberg beträgt die Schneehöhe 9 Bentimeter. Der Schnee iſt dick und ſatt. Die Kälte liegt bei 4 bis 5 Grad. „Böhrenbach, 28. Dez. Im Bau der Talſperre Vöhren⸗ bach im Linachtal iſt man jetzt bei der vierten Etappo angelangt. Irrenanſtalt untergebracht anfänglich den Verdacht der Angelegenheit geſchritten war. funden wurde, im Anweſen mit einer 40jährigen verheirateten Frau ein Verhältnis, doch hatte ſich die betr. Frau mit ihrem Ehemann wieder gusgeſöhnt. ler in Hirſchaid mit einem Beil eine Der erſte Spatenſtich erfolgte im Jahre 1922, die Grundſſentesen im Juni 1924, und die Inbetriebnahme des Kraftwerkes Mitte zember 1924. Die pierte Etappe wird jetzt mit der Aufſtauung de Linachbaches innerhalb der Sperrmauer begonnen werden ke Angeſichts der Waſſerarmut dieſes Herbſtes und Winters wird— Auffüllung geraume Zeit nötig werden. Die ſchiefliegenden 65 wölbe der Mauer erheben ſich 14 Meter über der Talſohle. Die Stautiefe wird mit rund zehn Metern bemeſſen. Die Hochwaſſer entlaſtungsanlage kann in der Sekunde 46 Kubikmeter Waſſer durchlaſſen. *Emmendingen, 28. Dez. Ein von der Staatsanwallſchaft Gleiwitz(Schleſien) geſuchter Mörder wurde hier feſtgenommen. „Billingen, 28. Dez. Bezeichnend für die Sachloge iſt die—0 ſache, daß die erſt vor 1 Jahr gegründete Zwangsinnung der Mut⸗ ler wieder auseinandergeſallen iſt. Ebenſo iſt die eabſichlg Zwangsinnung der Friſeure nicht zuſtandegekommen, da ſich die Mehrheit der Meiſter dagegen ausgeſprochen hat. Dieſe Erſche⸗ nung dürfte mit in der ſcharfen Konkurrenz ihre Erklärung fi die die Bindung ſcheut und lieber zu kleineren Preiſen etwas rel dient, als durch Zwangspreiſe nichts. Villingen, 26. Dez. Die Uhrenfabrik Martin Jauch beab⸗ ſichtigt, ihren Betrieb ſtark einzuſchränken. Einem großen Teil der Arbeiterſchaft iſt bereits am Samstag gekündigt worden. Nachbargebiete U Birkenau, 29. Dez. Selbſtmord auf den Schienen verübte die Ehefrau des Maurers Helmling aus Niederlieber bach. Mutter von zwei Töchtern. Die Unglückliche warf ſich anſchel⸗ nend in einem Moment von geiſtiger Umnachtung dicht vor An⸗ kunft des Fürther Frühzuges auf die Schienen. Zug trennte ihr den Kopf vom Rumpf. In einem Geſangbuche fanden ſi Abſchiedsbrieſe an ihre Angehörigen. sw. Heppenheim, 28. Dez. Für unzurechnungsfähig erklärk wurde der Taglöhner Philivp Rodenheber 3. van hier. Er erſtoch eines Nachts im Armenhauſe wo er wohnte, den jöhner Fried⸗ rich, der einen im oberen Stock dieſes Hauſes wohnenden Belann⸗ ten beſucht hatte, mit einem Korbflechtmeſſer. Die Tat geſchah voll⸗ kommen lautlos und blitzſchnell. Nach dem pſychiatriſchen Gutach⸗ ten iſt der im Landgerichtsgefängnis in Darmſtadt untergebrachte R. unzurechnungsfähig und wird gemäß 8 51 außer Verfolgung ge⸗ ſetzt. er nur als gemeingeführlich in eine werden. aw. Groß Gerau, 28. Oe; der Selbſtmord eines hieſi⸗ gen jungen Burſchen, des 23jährigen Arbeiters Jakob Berz, ref eines Verbrechens hervor, weshalb die Staatsanwaltſchaft Daxmſtadt zu einer eingehenden Unterſuchung B. hatte dort wo er tot aufge In dieſem Falle könnte wi it. Er begab ſich darauf nach dem an der Garten⸗ ſeite gelegenen Holzſchuvben und brachte ſich mit ſeinem Reyolber einen ſofort tödlichen Schuß in die rechte Schläfe bei. sw. Mörfelden. 28. Dez. Der hieſige Schulſtreit hat im⸗ mer noch Nachwehen im Gefolge. Gegen 200 Schulkinder wurden Strafen von zuſammen ungefähr 1000 Mart verhängt. In en ner Elternverſammlung wurde gegen das Vorgehen des Schulvor⸗ ſtandes Einſpruch erhoben. ew. Darmſtadl, 29. Dez. Ein ſchauerlicher Unglücksfall hat ſich hier im Armenhauſe zugetragen. Ein üer 70ſähriger In. ſaſſe des Armenhauſes in der Pallaswieſenſtraße befand ſich allein in dem Aufenthaltsraum, ſetzte ſich in die Nähe des heißen Oſens und ſchlief dabei. Er muß dabei gegen den Oſen gefallen ſein, ſodaß die rechte Seite, Kopf und Arm, vollſtändig verkohlt iſt. M⸗ aus dem Zimmer Hilſe kam, war es bereits zu ſpät. Man brachte ihn in das ſtädtiſche Krankenhaus, wo bald der Tod eintrat. Gerichtszeſtung Schöffengericht Landau 1923er Weißwein bis zu 50 Prozent mit Waſſer geſtreck hat der Winzer Peter Born von Ilbesheim. Von dieſem ſtark verwäſſerten Produkt verkaufte Born 313 Liter als„Naturwein“ an einen Wirt in Landau, obwohl der ſog. Wein höchſtens als Haus⸗ trunk zu verwenden war. Nach dem amtlichen Gutachten waren dem verkauften Wein ſogar noch 15 Prozent Waſſer mehr zugeſetzt, als dem Wein, der bei der Kellerkontrolle im Keller des Born be⸗ ſchlagnahmt wurde. Außerdem war der Wein mit Ferrocyankallum ſo ſtark überſchönt, daß ſich dies durch auffällige Färbung des Weines emerkbar machte. Bei der Kontrolle wurde außerdem feſtgeſtelll, daß Born die vorgeſchriebenen Weinbücher nicht führte. Das Schöf⸗ fengericht Landau verurteilte den Weinpantſcher nunmehr wegen Weinfälſchung und Betrugsverſuchs zu drei Wochen Gefäng⸗ nis und zu einer Geldſtrafe von 20 Mark. Bewährungsfriſt wurde verſagt. Der beſchlagnahmte Wein wurde eingezogen. Schwurgericht Bamberg Das Schwurgericht Bamberg verurteilte den Schuhmacher Pe⸗ ter Krapp, der am 9. Nopember ſeinem eeeeee. Ratt⸗ eine ſchwere Verletzung beibrachte, die den ſofortigen Tod herbeiführte, wegen Totſchlagsverſuch zu 3 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Chrverluſt. scb. Nürnberger Strafkammer Vor der Strafkammer Nürnberg hatte ſich die Kutſchersfron Anna Schwarzmann von Nürnberg zu verwitworten. Der Ehemann der Angeklagten hatte ein Verhältnis mit einer ledigen Preſſerin unterhalten, das nicht ohne Folgen blieb. Am 11. heurigen Jahres paßte die Angeklagte auf der Straße ihrer Neben⸗ buhlerin auf und ſchüttete ihr eine Taſſe Salzſcure in das Geſicht. Die Folge der Tat war, daß die Preſſerin ihr Augenlicht verlor⸗ Die Angeklagte, die ſzt. vom Schöffengericht Nürnberg wegen dieſer Tat zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, erhielt in der Berufungsinſtanz 3 Jahre Geföngnis. ODie Leser schen emen Ax der aufmerk- somkeit darin, wenn sich der Ge- Scheftsmomn an der Vende des Jahres irer erinnert u ignen einen Neuiafirs-IUunsdi enfbieflel. Der Veujahrswunsch- Anceigererschemt in der Snbeslel. Ausgabe der Veuen Manngeimer Zellung. Durcg ihn finden Glücł- Wunschonæeigen der Geschiftsmell die æwecxmdbgigste und biligsie Derbrelung Nufen Sie hitte Nr. 10ι8 an neue Mannhelmer Jeitung(Abens⸗Ausgade) 5. Seife. Nr. 602 Montag, den 29. Dezember 1924 Sportliche Runoͤſchau Winterſport Die nordbayeriſche Meiſterſchaft im Eishocken Nürnberg, 28. Dezbr.(Eig. Ber.) Die nordbayeriſche Meiſterſchaft im Eishockey, die am erſten und zweiten Weihnachtsfelertag ausgetragen werden ſollte, kam am Samstag zur Entſcheidung, nachdem bereits am Freitag ein Vor⸗ ſpiel ſtattgefunden hatte. Im erſten Spiel verlor der 1..C. Rürnberg gegen die Nürnberger Hockey⸗Geſell⸗ ſchaft mit 3213(:). Das entſcheidende Spiel beſtritten am Samstag der Nürnberger..C. und die Hockeygeſellſchaft Nürn⸗ berg. Der H..C. erwies ſich als techniſch beſſer und ſiegte mit:1 (271). Das Spiel war größtenteils ausgeglichen. Der erſehnte Schnee in der Schweiz 85 Starke Schneefälle E Zürich, 28. Dezbr.(Eig. Ber.) Weunngleich auch die ſchweizeriſchen Winterſportplätze bislang noch nicht gänzlich ohne Schnee waren, ſo genügte die Schneedecke größeren ſportlichen Anſprüchen nicht. Es kamen daher bis heute noch keine bedeutenderen winterſporrlichen Wettbewerbe zum Aus⸗ trag. Seit heute früh fällt aber in der Schweiz ununterbrochen ſtarker Schnee, ſo daß an einzelnen Orten die Schneedecke bereits eine Höhe von einem halben Meter exreicht hat. Man kann all⸗ gemein damit rechnen, daß an Neujahr die erſten großen Kämpfe zum Austrag kommen. 5 * Verbandswelllauf Mitteldeutſcher Skivereine. Der Verband Mitteldeutſcher Skivereine mit dem Sitz Frankfurt a. M. hält ſeinen Verbandswettlauf im kommenden Winter am 24, und 25. Januar in der Rhön und zwar im Gebiet von Gersfeld(Zweigbahn Fulda⸗ Gersfeld) ab. Schwimmen * Eine Schwimmanſtalt unter der Erde. Die Platznot, die ge⸗ wöhnlich die Stadtverwaltungen zwingt, die Winlerſchwimmanſtalten an die Peripherie der Gemeinden zu legen, hat ſetzt in Kopenhagen zu einem neuen Ausweg geführt. Die Vadeanſtalt in Kopenhagen wird unter den großen Rathausplatz gelegt und ſoll zwei Schwimm⸗ hallen von 3313 Meter bezw. 25 Meter Länge aufweiſen mit Gym⸗ Jaſtiträumen für Damen und Herren, mediziniſchen Bädern, Raſier⸗ ſalong etc. Es werden Auskleideräume für 400 Perſonen geſchaffen. Der Aufbau über der Erde tritt nur in Form eines Pavillons in Erſcheinung, der als Warteraum und Verkaufsraum dient. Neues aus aller welt FEin deulſcher Soldak aleichwerlia drei Gegnern. In den Heereskreiſen der Vereiniaten Staaten von Amerika unterhält man ich ſeit einiger Zelt eingehend und faſt leidenſchaftlich über die Kriegstüchtigkeit des deutſchen Soldaten. Die Diskuſſion iſt durch den Generalmaſor Robert Lee Bullard eröffnet worden. der während des Krieges die erſte amerikaniſche Diviſion in Frankreich führte. Dieſer Heerführer ſtellte in einem Artikel feſt. daß ein deut⸗ ſcher Soldat während des Weltkrieges drei Soldaten auf der Gegen⸗ ſeite gleichwertig geweſen ſei. Er ſtützt ſeine Behauptung ſowohl auf ſeine Krieoserfahrungen in Frankreich vor dem Waffenſtillſtand, wie auf ſeine Beobachtungen als Angehöriger der amerikaniſchen Ve⸗ fatzungstruppen. Die außerordentliche Tüchtiakeit des deutſchen Sol⸗ daten führt er auf die ſtrenge Diſgiplin zurück. die im deutſcher⸗ Heere herrſchte. Der deutſche Durchſchnittsſoldat, ſo meint der ame⸗ rikaniſche Generol, ſei mit drei Geanern fertig geworden, ehe er ſelbſt an die Reihe kam. Die Feſtſtellungen des Generals Bullard baben. wie ſich denken läßt. Widerſpruch bervorgerufen. aber auch von anderer, Seile Deſtätiaung gefunden. Eine ganze Anzahl von Der Felſenbrunner hof Eine Gutsgeſchichte von Anna Croiſſant-Ruſt Copyright bei Georg Müller, München. 65 1 We, lh d(Nachdruck verboten.) „„Ach Gretchen!, Wie alt und abwehrend das junge Geſicht plötzlich ausſah, wie finſter!“„Es wird vielleicht ſpäter oth 6 8 ich weiß nit. Warum fragen Sie?“ „Und 1 0 „Heinrich?“ Ein Zug von ſchnippiſcher Verachtung kam in Käth⸗ chens Geſicht.„Ich kümmer mich nit um ihn. Es wird 15 weit ſein, er hat doch immer zu ſchnaufen und zu huſten— iſt denn Mila ſchon fort?“. „Mila, Gretchen, Greichen, Mila; er ſoll ſie alle zwei haben; er ſoll zum Teufel gehen!“ In ausbrechender Erregung ſtürzte Peter an dem verdutzten Mädchen vorbei und rannte einen Seitenpfad bergan, bis er hinter — 90 Baumſtamm ſtehen bleiben mußte, erhitzt und mit keuchendem Atem. Er hätte es nicht klar ſagen können, warum er hekaufgerann und warum er nun ſtand und lauerte. Alle Leute, die mit der „Partie“ nach dem Heidefelſen wollten, mußten nicht weit non ihm unten vorbei, und er ſah ſie alle auftauchen und wieder verſchwinden. Die erſten, ein paar Damen in hellen Kleidern, ſtanden ſchon oben am Felſen, während die letzton, Langſamen, den Hohlweg und den Wald noch nicht erxeicht hatten. Wie ein unruhiges, buntes, ſtetz bewegtes Band zog es ſich den Berg hinauf und ſchrumpfte zuleßt zuſammen— fetzt war nie⸗ mand mehr zu ſehen. Doch, da kam noch einer, den Pfad über die Wieſen her, ganz langſam und ſchleppend. Der hellgraue Anzug, der hellgraue Hul— das war Heinrich. Der wird heute auch vor⸗ gebens ſuchen! Mila war in ſicherer Hut und Gretchen nach nich dal Mit Schadenfreude ſah Peter zu, wie Heinrich näher kam, ſtehen blieb, um ausſchnaufen zu können, und wieder mit aller Vor⸗ icht weiter ſtieg, 0 Jungherr, heut' iſt euer heißes Bemühen umſonſt,“ frohlockte Peter. Jetzt konnte er gehen. Was hätte er denn weiter da tun ſollen? Die Menagerie oben reigtle ihn nicht— es trieb ihn plötz⸗ ich zurück. Er ging nicht den Weg der anderen, er ging ſeinen nach Hun ſteilen Steig querfeldein, hinter Heinrich weg wollte er Y Hauſe. „ Aber Peter hatte Heinrich Langſamkeit unterſchätzt: als er, halb ſtürzend, rot und zerzauſt über die Schneiſe heruntergepoltert kam, t er Heinrich faſt vor die Füße. ee einen kurzen Augen⸗ lick, dann nahm ſein Geſicht den halb verächtlichen, halb gönner⸗ haften Ausdruck an, der Peter ſtets aufs äußerſte reizte. „Nun, nun,“ hielt er Peter auf,„du kommſt ja heruntergewettert wie ein Luſtmörder! Reitet dich der Satan oder die Liebe?“ „Gretchen iſt nicht da! ſtieß Peter heraus. ˖„Na— und?— Weiß ich. So lauf doch zu, lauf ſchnell zu der leinen Hure, ſie iſt zu Haus. 5 verdrehte die Augen vor Wut:„Noch ein ſolches „Das iſt ſie doch! Ein Dirnlein, eine ü— „Schweig!— Peter hakte beide Fäuſte erhoben. d5„Fällt mir ein, ſtill zu ſein, du dummer Bub! Sie iſt eine ſolche, ie wol— ich muß das doch am beſten wiſſen!“ 1„Nein!“ ſchrie Peter außer ſich,„du biſt ein Lügner, ein Lump; — 5 Gretchen nicht beleidigen! Hör auf, dieſe höhniſche Fratze en.“ Wie es kam, wußle er ſelbſt nicht: im Augenblick hatte er ſeinen ma r bei den Schultern gepackt, gedreht, herumgeworfen und kniete San auf ihm, der, ſich wehrend, ſtrebte den Wütenden abzuſchütteln. ſehr in Peter bedrängte, konnte er es doch nicht laſſen, dant 0 der Art boshafter Kinder zu ſagen:„Und eine Hure iſt ſie doch, ine Hure und zehnmal eine Hure.“ Peter kannte ſich nicht mehr, er drückte Heinrich mit aller Ge⸗ it zu Boden, alles an ihm zilterte, jeder Muskel war geſpannt. er ihn haßte, 15 Bruder, er häte ihn morden mögen war ihm eine Wonuſt, ſo auf ihm zu knien, daß er ſich nicht mehr kübren kennke. In kaſender Eile komen und flohen die Gedanken morden mögen. Es di und übenſtelen im i. amerikaniſchen Generälen haben ſich an der Auseinanderſetzung be⸗ teiligt. Die Erörterungen ſind in den letzten Tagen ſo hitzig gewor⸗ den, daß man den höheren Kommandoſtellen nahegelegt hat. die Dis⸗ kuſſion durch ihr Einareifen zu ſchließen. —. Was ein Parlament zu tun hat. Nach der Parlaments⸗ ſtatiſtik hat der verfloſſene preußiſche Landtag in den drei Jahren ſeines Beſtehens 284 Geſetzentwürfe, 61 Verordnungen und 250 Ueberſichten und Denkſchriften erledigt. Außerdem hat er 942 An⸗ träge, 301 Große Anfragen und 1029 Kleine Anfragen behandelk. Endlich ſind bei ihm 10 469 Eingaben eingelaufen, von denen 8569 erledigt wurden. Bleibt ein Reſtbeſtand von etwa 2000 Ein⸗ gaben, die ſchon des neuen Landtags harren.“ Da ſage jemand, daß unfere Voltsboten nicht fleißig ſind! Jeden dritten Tag ein Geſetzentwurf ſowie eine Denkſchrift, täglich ein Antrag, täglich faſt zwei Anfragen, täglich 10 Eingaben— das iſt in der Tat eine Leiſtung! — Das Gift im Manſchettenknopf. Unter der Beſchuldiauna betrügeriſcher Machenſchaften wurde ein Dr. med. Hans Stein in Berlin verhaftet. Während ſeiner Vernehmung verſuchte er ſich zu vergiften. Dr. Stein lebt von ſeiner Frau, die in Antwerven wohnt. detrennt. Er war zum Schein in der Stealitzer Straße 69 in Berlin gemeldet, hielt ſich hier aber nicht auf. ffür Weihnachts⸗ geſchäfte ließ er ſich fünf Waaagons Nüſſe. Wein u. deral. ſchicken, für die er Schecks in Jahlung gab. Dann zoa er die Schecks zurück mit der Behauptung. daß er die Ware nicht er halten habe. Die Verkäufer dagegen behaupten. daß ihm alles zugegan⸗ aen ſei. daß er die Sendungen wieder verkauft, mit dem Erlös auf aroßem Fuße gelebt und allerlei Anſchaffungen gemacht habe. Im ganzen handelt es ſich um 70 000 Mark, die der Beſchuldigte für ſich verbraucht hat. anſtatt ſie abzuführen. Auf Grund mehrerer An⸗ deigen und des Ergebniſſes der Ermittlungen wurde Dr. Stein in der Wohnung einer Freundin. bei der er ſich unangemeldet aufhielt, verhaftet. Während er auf dem Polizeipräſidium verhört wurde, gelang es ihm, aus einem Manſchettenknopf unbemerkt Ve⸗ ronaltabletten herauszunehmen. Vevor die Beamten es verhindern daunen. verſchluckte er ſie. Gleich darauf erkrankte er ſo ſchwer, daß er nach der Retlungswache und von dort nach dem Kran⸗ kenhau ſe gebracht werden mußte. ine betrübende Selbſtmordſtatiſtik. Während der Weih⸗ 11 achts 52 iertage wurden in Berlim etwa 50 Selbſtmorde und Selbſtmordverſuche verübt. Vielfach war das Motid für die Lebensmüden Arbeitsloſigkeit, eheliche Zwiſtigkeiten, her⸗ e e 5 ſonſtige Mißhelligkeiten. Die betrübende Ske iſt ein Beweis dafür, wie das ſoziale Gle en Menſe a eredeg f ie das ſoziale Elend den Menſchen — Amſterdamer Nebel. Die„Neue Mannheimer Zeitung“ vor kurzem einen Bericht über London 1 Me 5 unheilvollem Ausgang.— Dieſer Artikel ruft in meine Erinnerung einen Amſterda mer Nebel zurück mit entſetzlichen Folgen. Zum beſſeren Verſtänd uis des Kommenden muß ich einen kurzen epographiſchen Ueberblick über das Amſterdamer Innenviertel geben. Dieſe hochintereſſante Stadt beſteht zur Hauptſache aus 5 konzea⸗ triſchen Kreiſdn bezw. Waſſerläufen, deren ÜUferböſchungen, und das 10 das Eigentümliche, gänzlichohne Schutzgitter ſind. Dieſe Waſſerläufe nenm man„Grachten“ und ſind die Namen von außen nach innen: Nieuwe Prinſengracht, Priaſengracht, Keizersgracht, Heerengracht und Singel.— Es war an einem düſteren November⸗ taa vor einer Reihe von Jahren, da trat plötzlich, ſo gegen 5 Uhr nachmittags, ein furchtharer, braungrüner Nebel auf, der ſo dicht war, daß man kaum einen Meter weit ſehen konnte. Was das be⸗ ſagen will, kann nur der richtig beurteilen, der eine ſolche Natur⸗ erſcheinung perſönlich erlebt hat. Alle Kulſcher ſprangen ab und mußten die Pferde am Zügel führen, die Elektriſche ſchaltete die geringſte Geſchwindigkeit ein, Seile wurden den Häuſern entlang geſpannt, brennende Lampen an die Parterrefenſter geſtellt— 25 hutzte alles nichts! Trotz aller Vorſicht erkranken in dem etwa 50 Minuten andauernden, höchſt übelrſechenden Nebel über 80 Men⸗ ſchen, Männer, Frauen und Kinder! Hilferufe, Schreien, Jam⸗ mern aus allen Richtungen; es konnte niemand helfen, da jeder Einzelbze, der ſich auf der Straße bezw. Gracht befand, in äußerſter⸗ Lebensgefahr ſchwethde.— Ich holts auf dem Koningsplein ein und kamen wieder, faft ſpieleriſch hetzte er ſie und war ſich ihrer bewußt: will 5 Da ſah er ganz plötzlich ein Dolchmeſſer in Heinrichs Hand, eines jener gefährlichen, ſchacfen, ſon e die 5 ſonſt immer neben ſich liegen hatte und zum Aufſchneiden der Bücher benützte. Er griff danach. Heiß und verwirrt und außer Atem beide waren, praßten ſich ihre Körper immer enger aneinander. Peter fühlte einen Stich, einen wütenden Schmerz am Finger, Blut raun üüber ſeine Hand, mit ſeinem Gewicht warf er ſich auf den anderen:„Du Hundl ſtechen willſt du auch noch?“ ſtieß er heraus und umklammerte Heintichs Hals. Da ſah er den anderen bloß 1 hörte ihn röcheln umd ſprang auf, Hergott, es floß Blut über den hellen Anzug, ein dünner dunkler Bach, der ſchmußigrote machte, in den Boden verſickerte und ſtets wieder nach⸗ Peter ſtarrte darauf hin, ſtocrte auf die geſchloſſenen Augen ſeines Bruders:— Er war doch wach, er war bei Vernunft, er ſah alles ganz deutlich, ja überdeutlich, er ſagte ſich:„Der iſt tot, der iſt geliefert; er wird ſich nicht mehr rühren, er wird die Augen nicht aufmachen, und ich—“ da gab es ihm einen Stich, daß er faſt nicht mehr— almen konnte. Und während von oben, vom Heidefelſen berunter, ein paar friſche Stimmen ſangen„O Pfälderland, wie ſchön biſt dul“ ſtürzte Peter über Stock und Stein in wilder Flucht zu Tal. Er tat alles wie ein Schlafwandler und doch hellſeheriſch: es war ihm, als ob dies alles ein anderer erlebe, und dennoch empfand er klar und ſcharf und beſtimmt; ganz anders wie in jener Nacht, Wo er geflohen war, Blitzſchnell tauchten allerlei Pläne vor ihm auf, Erwägungen und waren voll unheimlicher Schärfe. „Du haſt deinen Bruder getötet,“„du mußt fort, du mußt hinunter, mußt 17 0 und Geld holen. Wie kriegſt du das Geld?“ Und umrißſcharf und beſtimmt wie manchmal im Traum, faſt wie eine Viſion war es, ſah er ſeinen Vater vor dem Schreib⸗ tiſch ſtehen und Gold in das kleinſte Fach legen. Vor zwei Tagen war es geweſen, durch Zufall war er in das Zimmer gekommen und konnte ſehen, wo der Vater die Schlüſſel verwahrte. Er trug ſie nie bei ſich— wenn die noch dort waren! Im Hinunterraſen gab er acht, daß keine Steine polterten, und zuckte zuſammen, wenn er nur den geringſten Lärm machte. Ein paarmal warf er ſcheu den Kopf zurück, durch ſchnellende Zweige erſchreckt. Ganz unbefangen trat er ſodann aus dem Wald und ſchlen⸗ derte auf das Haus zu. Welche Anſtrengung ihn dies Schlendern koſtete, wie ſeine Pulſe raſten und das Herz ihn mit wilden Stößen vorwärts trieb! Nichts regte ſich im Haus: alles war ſorglos offen. Im oberen Stock hörte er die traurige Stimme der Mütter, die dem kleinen, kranken Kinde vorſang: „Da ſitzet Maria mit ihrem Kind.“ Schlaftrunken ſchaute Ting zur Tür hinaus; ſie hatte die Nacht über bei dem fiebernden Kinde gewacht. Peter warf ihr ein Scherzwort zu, und ſie ſchloß, ohne zu antworken, ihre Türe wieder. Ohne Haſt, feſt und beſtimmt, betrot er ſeines Vaters Zimmer. Dort mußten die Schlüſſel verwahrt ſein. Er nahm ſie in aller Kaltblütigkeit; ohne leiſe zu ſein, ſchloß er auf. Da fing ſein Herz wie raſend an zu klopfen:„wird das Geld da ſein?“ Mit einem Ruck flog die Schublade auf:„Da lagen ſie in langen Reihen und warteten, auf die Bank getragen zu werden. Geld vom Wald, Thomanns Geld. Er zählte nicht genau, er überflog nur die Reihen. So pfel? Mit zrbei Händen griff er hinein, er zitterte vor dieſem Gold, und dann kam der alte Trotz über ihn: „mein Erbteil“, ſagte er ſich und ſtopfte die Taſchen voll. Schnell ſchloß er ab, und ſorgſam verwahrte er die Schlüſſel wieder. gehen. Vor der Mutter Türe „wenn ich jetzt will, wenn ich nur einen Augenblick feſt „Es war höchſte Zeit für ihn, zu zögerbe er, die Stimme 55 ſo dünn, ſo hoffnungslos— ſein Herz branne, er mußte ſeine Hände darauf drücken. „Mutter,“ flüiſterte er erſtickt. Dann raffte er das Nötigſte zuſammen,— nach einmal ſtürmte alles auf ihn ein, was er in ſem Zimmer erlebt und erlitten. Schrien denn die Wände Ladengeſchfät und wie ich die Tür öffnete, drang ein grül lich⸗ brauner, zum Huſten reizender Nebel ins Haus. Plötzlich eine jam⸗ mernde Frauenſtimme, die zitternd und bebend und mit weinender Stimme bat, ich möchte ſie doch um Gotteswillen nach Hauſe bringen. Ja, da war guter Rat beuer. Endlich faßte ich mir ein Herz und beſchloß, der Aermſten, ſceveit ich dies vermochte, beizuſtehen. Schrilt⸗ chen vor Schrittche 1 gingen wir, d. h. lappten, eingehakt dem an⸗ geſtrebten Ziel zu. Zum größten Glück hatte ich meinen Spazierſtock mit und mit dieſem ſtocherte ich den Fuboden entlang, um zu füh⸗ len, ob noch feſter Grund vorhanden ſei. Als wir um die Ecke Koningsplein—Heerengracht bogen, verloren wir die Richtung und nur meinem Stock verdanke ich uaſer Leben, denn plötzlich ſtieß ich ins Leere und 10 Zentimezer weiter wären wir unfehlbar dus Waſſer gefallen und ertrunken. Nach einer halben Stunde gelang es mir endlich, die arme Frau wohlbehalten zu Hauſe abzuliefern, doch werde ich dieſe 30 Minuien— normal wäre der Weg in fünf Minuten zurückzulegen geweſen, nſe vergeſſen!—5m— — Die Dampfleiſtung eines Bulkans. In Itolien hat man neuer⸗ dinas die Aufaabe in die Hand genommen, die Dämpfe der Vulkane für die Technik nunbar zu machen. In dem Städichen Larderello (Provinz Piſa) das auf vulkaniſchem Boden ſteht. hat man Bohr⸗ löcher von 100 bis 150 Meter Tiefe hergeſtellt, durch die die vul⸗ kaniſchen Dämpfe an die Oberfläche gelangen. Dieſe Bohrlöcher lie⸗ fern ſtündlich 3000 bis 14000 Kilogramm Dampf. Es werden durch ſie Dynamomaſchinen getrieben, die Elektrizität erzeugen. Sie lie⸗ ſern etwa 4000 Volt Spannuna, die durch Transformatoren auf 36 000 Volt gebracht werden. Man hofft, in den vulkaniſchen Dämpfen einen Erſatz für die fehlenden Waſſerkräfte zu finden. — Ein Vorſchlag zur Güte. Vor dem Schwurgericht in Chikagd hat eine der frechſten Eiſenbahnträubereien, von denen ſelbſt die gewiß nicht ſchweigſame Chronik Amerikas zu erzählen ivweiß, Sühne gefunden. An dem wohlvorbereiteten Ueberfall waren eine ganze Anzahl von Banditen beteiligt. Zwei von ihnen fuhren hinter dem Kohlenwagen der Lokomotive, bis der Zug 32 Meilen von Chikago entfernt war, trennten dann die Lokomotive vom Zug und zwangen den Lokomotipführer, mit ſeiner Maſchine noch zwei Meilen weiter zu fahren. Während deſſen führten die andern Vanditen, die zum Teil im Zuge waren, zum Teil auf Automobilen in der Näbe hielten, den Ueberfall auf den Zug aus, wobei von VBomben mit Tränengas reichlich Gebrauch gemacht wurde. Dſe bei der Verfolgung angeſchoſſen wurde und in den Händen der Polizei die Namen ſeiner Komplicen nannte. Den Räubern waren Werkgegenſtände im Betrage von rund 2 Millionen Dollar in die Hände gefallen, die zum Teil noch heute in unbekannten Ver⸗ ſtecken verborgen ſind. Einer der Hauptbanditen, Herbert Holki⸗ dah, der zu 25 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, bot nach dem Urteilsſpruch 10000 Dollar von der verborgenen Beute an, wenn ihm dafür 20 Jahre Zuchthaus erlaſſen würden. Das Gericht ging aber auf den Handel nicht ein. Der Verbrecher behielt ſich Herausgeber, D erleger; Druckerei Dr. Haas, Mannbeimer General⸗Anzeiger, G. m. b. 85 Mannheim, E 6. 3. 1 Direktion: Ferdinand Heyme— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kurt Fiſcher; für das Feuilleton: Dr. Fritz Hammes; für Kommunalpolitik und Lotales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller; für Handelsnachrichten, Aus dem Lande, Nachbargebiete, Gericht u. den übrig. redaktionellen Teil: Fr. Kircher; f. Anzeigen: J. Bernhardt. Korpulente Ddamen fürchten ſich oft vor jeder Bewegung, weil ſie mit unangenehmer Schweißabſon⸗ derung verbunden ſt. Der Vaſenol⸗Sanitäts⸗Puder begeng on⸗ ewendet, trocknet die Haut gut ab, hält ſie weſch und geſchmeidig. Haut und macht das Einpudern zu einer wahren Wohltat. Bluſen, Strümpfe und Wäſche werden dadurch Neder Der Vaſenol⸗Sani⸗ täts⸗Puder iſt in allen Apotheken und Drogerien vorrätig. „„——ĩ—— ͤ———.. Fort, fort, ehe er ſchwach wurde! Raſch ſchritt er über die Treppen hinab, und der dünne, traurige Geſang, der durch die Mavern ſickerte, folgte ihm. Folgte ihm und begleitete ihn die lange, lange Landſt die er on jenem Maiſonntag ſo glorreich nach Haufe gefahren. Sie wollte heute kein Ende nehmen. Wie ein Betrunkener kaumelte er durch den Sand, immer das Lied ſeiner Mutter in den Ohren, das ſie dieſem fremden kleinen Kinde ſang. 88 Er holte ſich ſein Billett, das ihn den Rhein hinauf nach Holland bringen ſollte; er ſaß üin Zuge. Ganz recht da ſaß er, und im richtigen Schnellzug, und hatte immer das Sauſen und Brauſen in den Ohren und fühlte wieder dieſen plötzlich ſtockenden Herzſchlag, dann ſprang das Rattern und Knattern und Stoßen des Zuges auf ihn ein, wie wenn die Hölle los würe. aus, und um Peter war nur das dumpfaufrütteinde und zugleich anklagende Geräuſch des Zuges. Blitzartig ſtiegen Bilder auf und werſchwanden wieder. Wie Geier ſtürzzen ſie auf ihn ein. Er lag wehrlos in der Ecke und ſah mit weſt aufgeriſſenen Augen, wie ſie auf ihn zukamen. Gretchen. Mit einem Auſſchrei wie ein gequültes Kind verbarg Peler ſeinen Kopf in den Polſtern und wehrte, vom Krampf 9 llee der ſchwarzen Gedarken. Zuletzt ſank er auf den Voden und preßte ſein Geſicht in dle 0 des Sitzes. Er wußte 0 nicht mehr zu helfen vor Leid und Entſetzen. inrich war tot! Er war ein Mörder, er hete nicht geträumt; er war heimallos, er floh und alle fluchten ihm nachl E Es dunkette ſchon, und noch immer klang das ſhn e Das Kind wollte zur Ruhe gehen, und mit ihm ſtarb o viel! Es war alles enders gekommen, als die Mutter gedacht halte — er fand ſich nicht mehr zurück zu ihr; auch das Kind, das er ſo lehr geliebt, zog ihn nicht mehr wach Hauſe. Er hatte es mit Lieke umfangen, als es blüthend und helläugig war, er mied es, als ſeine Glieder in Krämpfen ganz verkrümmten. Da fing ſie erſt an, dies Kind zu lieben, cber ſie mußte bald ſehen, daß all ihre Liebe und Sorgfalt umſonſt waren. Es lag da und wimmerte. Im Hauſe war es totenſtill. Das düſtere Abendrot ſtand dräuend vor der kommenden Nacht— die Frau am Fenſter griff ſich verſtört an den Kopf. Hatte es nicht geklopft? „Herein!“ rief ſie, aber keiner krat ein. Wer ſollte auch kommen? niemand war im Hauſe außer Ting, und Tina ſchlief. Wer ſollte zu ihr kommen? Das Unglück, die Einſamkeit, die Tränen? Es hatte wieder geklopftl ö Die Frau ging um zu öffnen; aber niemand ſtand draußen. Und zum dritten Male klopfte einer an die Türe, und als ſie 05 ſen wollte, waren nur die Nacht und finſtere Schatten raußen. Eine Augſt vor dem dunklen Zimmer überfiel die Einſame, ſie läutete; ſie ſchrie um Licht, aber niemand kam. Draußen in den Gängen war es ganz dunkel.— Sie durchlief die longen Korridore, 15 Fabe⸗ ſich verſolgt; irgend etwas war im Haufe, das hr feindſelig, verderbenbringend war; ſie ſchrie laut, ſie ſchluchzte, Sich an den Wänden feſthaltend, tateſte ſie ſich zur Stiege, wie ein ſchwarzer Schlund gähnte ihr das Stiegenhaus entgeg Da war plötzlich ein Dröhnen vor der Türe, ſie hörte laule Schritte, viele ſchuarze Männer kamen herein, aber keiner ſprach. 8 ſetzten eiwas nieder unten im Gang, etwas Schwarzes, res— „Licht!“ ſchrie ſie, halb wahnſinnig,„Lichtl“ Unten Saſent ſcr fe auff, Aert⸗ it wich der Beser der Bagr diſt noch nicht nicht? Juckten denn ſeine Schmerzen nicht aus allen Echen auf 5 und doch— ſen n Zimm dber, ſeine Kchmerxen Aales Polizei kam dem Verbrechen auf die Spur, weil einer der Banditen er angenehme Geruch des Vaſenol⸗Sanitäts⸗Puders erfriſcht die Nun war er in der Stadt— es ging alles ſo ſelbſtverſtändlich. Da wacr die Ebene, da war der Rhein; ſein Mitpaſſagier 0 2* 1. 15 ündete jemand ein Streichhol an, und tief in dem 2 3 6. Seife. Nr. 602 neue Mannheimer Jeitung(Abend Nus gabe) —— 2 Handelsblatt [Neue annhei D 2 eviſenmarkt Berliner Deviſen in Billionen Amtuch G. 28. B. 2 rp. G. 9. B. 29. rp. Holland. 1869,39 169.84 0ll 170009 17⁰0 Buenos.Aires..840 1,844 1% 15855 100 Brüſſel. 20.88 20.94 2 20.87 20.93 5 Thriſttanſa. 83.02 63,19 5 63.87 83,88 Danzig 78.25 70.45 8 78.80 2 Kopenhagen 73.21 74.30 2 74.45 74.84 8 Liſſabon 19,88 19.72 5 19.58 19.72 Stockhoim. 11.05 113.33 5 113,06 113,34 5 elſingfors. 10,5% 10,58 15 10,54 10,58 55 altenn 17.84 18.88 5 17,88 17.89 London 19.705 19.755 8 19,847 19.87)7„ New- Hork..185 42⁰⁵ 2 2195 4205 22.50 22.65 22.65 22.75 5 Schweiz 81.32 81.52 5 81.85 81.75 8 Spanien 58.53„47 10 38,68 88,82* .808.612.613 1617 Konſtantinopel..265.275.28.20 Rio de Janeito 0,479.,481 2 0,488 6,436 Wien abg..3021.9220 0.8024 86221ʃT 12.70 12.745 5 12.80 12.73 8 ugoftavien 6,35 6,37 6,41 8,43 55 Dudapeſt...701.72.750 Seſa.045.085.085 3045„ 22 2 Börſenbeeichte Frankfurter Wertpapierbsrſe . Abgeſchwächte Tendenz ̃ Frankfurt a.., 29. Dezbr.(Drahtb.) Nach der viertägigen Unterbrechung durch die Feiertage eröffnete heute die Vörſe in etwas ſchwächerer Haltung, hervorgerufen durch die Weigerung der Alliierten, die Kölner Zone zu dem durch den Verſailler Vertrag vorgeſchriebenen Termin zu räumen. Die Abſchwächung war aller⸗ dings noch ziemlich beſcheiden, denn ſchließlich hatte man ja nicht im Ernſt erwartet, daß die Alliierten zum 10. Januar ohne weiteres die Kölner Zone räumen würden. Etwas empfindlicher waren die Abſchwächungen aber auf dem Chemiemarkt, auf dem ſtark realiſiert wurde. Auf dem Bankenmarkt waren die Preiſe gut behauptet. Berliner Handelsgeſellſchaft zogen ſogar ganz mächtig an und errangen neuerdings einen Gewinn von 8 Prozent. Auf dem Markte für deutſche Anleihen war dagegen die Haltung heute wieder feſter. Kriegsanleihe wurde zum erſten amtlichen Kurs 0,851. Ausländiſche Renten ſind vollkommen unverändert. Auf dem Freiverkehr iſt die Tendenz gut behauptet. Api 2, Becker Stahl 1,2, Becker Kohle 7,50, Benz 4,75, Entrepriſe 18,75, Hanſa Lloyd 1,4, Krügershall 8,50, Raſtatter Waggon 438, Ufa 13,25. An der Nachbörſe wurde es ſtiller. Die Kurſe blieben weiter gut behauptet. Berliner Wertpapierbörſe Große Luſtloſigkeit und Verſtimmung über die außenpolitiſchen Schwierigkeifen Berlin, 29. Dezbr.(Drahtb.). Der heutige Effektenverkehr ſtand im Zeichen großer Luſtloſigkeit. Die hieſige Spekulation ſah ſich zu Realiſierungen veranlaßt, durch die Verſtimmung über die außenpolitiſchen Schwierigkeiten in der Räumungsfrage, der Ver⸗ ſchleppung der Regierungsbildung und wegen der Meldung, daß England einer europäiſchen Staatenvereinigung abgeneigt ſei. Dieſe Umſtände wirkten ſich naturgemäß am ſtärkſten auf dem von der Spekulation bevorzugten Gebiet des Montanmarktes aus. Die Rückgänge betrugen dort in den ſchweren Werten wie Harpener und Gelſenkirchener mehr als 4 Prozent. Von Elektrowerten ſetzten Akkumulatoren 4 Prozent niedriger ein. Siemens u. Halske verloren 2 Prozent. Feſt lagen dagegen von Kali⸗Aktien Deutſche Kaliwerke und ferner Ge⸗ ſellſchaft für elektriſche Unternehmungen und Waggonaktien. Kurszettel Aktien und Auslandsanleihen in Billionen Prozenten, Stückenotierungen in Billionen Mark pro Stück. Frankfurter Dividenden⸗Werke. Bauk⸗Anktien. 23. 29. 23. 29. 23. 29 — 5 D. Crebitbk 3,20.20 D. Hypotdetenbnt 6,50 6 70 Rhein. Creditbank 3,20.20 Dabdiſche Bank.. 39,50 35,. Ueberl⸗Bank 93. 95,— Rhein. 8,.—.60 Bank für Br. Ind 1,90.85„Vereinsbank 9,32 0,32 Südd..⸗Fred.⸗B— Bayr..⸗Cred W.—„— Discont.-⸗Geſellſch 17,30 17,80 Südd. Discontog. 10.— 10,50 „Huyp. u. Wü 8,50 3,50 Dresdner Bant 3, 75.70 Wiener Bankver. 6,35 6,55 Bormer Bankder 1,30.55 Frefrti. Hyp.⸗Bank.——.30] Gttbrg. Bankanſt.—.——, Berliner Handgeſ 149.0 159.0 Metallb. u..⸗G. 20,25 19,90 Notenbank 78. 78. Com. u. Privafbt. 6,45 6,5 Mitteld. Credit⸗B 1,65.—„Bereinsbank 2,.85.— Darmſt. u. Nat.⸗B 13,30 13,25 Nürnberg. VB.⸗Bt ,„ 10.— Mannh. Berſ.⸗Heſ. 80,.— 78, Deutſche Bank 12,75 12,75 Oeſter. Cred. Anß. 9,80 10,10J Frankf. Allg. Verſ. 72,80 72,50 .⸗Aſtatiſche Bank—.——,— Pfälzer 955„Bk..50.20] Sberrg. Verſ.⸗Geſ.—— D. Effelt u. Werte.30 4,20 Reichsban 62.50 62,45 Frankf. N. u. Mitv.—.——.— Bergwerk ⸗Alekien. Vochumer Bd. u. G. 98,50 89,.— Harpen. Bergbau 120.5 126,0 Oderſchleſ. Eb.⸗Bb. 18.50 13.88 Buderus Eiſenw. 20,— 20,40 Kaliwert Aſchersl. 78,70 18,25 do. Eiſenind. 11,70 11,60 D. Luxem. Bergw. 89,50 88.75 Kaliwrk. Salzuetf.—. Phönix Bergbau. 65. 58,50 Eſchmeil. Bergwrl.„ 124,5 Kaliwerte Weſter. 28, 24,30 Ahein Braunkohle 47,— 48,25 Frledrichsd. Bgw.—.—. Lothr. H. u..⸗B.—,— 61.-Salzw. Heilbronn 33,25 ——4 Bergwrk. 92.50 91.— Mannesmannröh. 69,25 65,50 Tellus Bergbau.— 3, Gelſenk. Gußſtahl 33.25 84 90 V. K. u. Caurahütte 6,95 6,80 Cransport- Aktien. Schantungdahn.—.— 3,0] Nrdbeutſch. Llond 3,.95 8,90J Baltimore& Ohio 64— 61. Hbg.⸗Amk. Paketf. 27,95 27.25] Oeſter.⸗U. St...—.——.— Induftrie⸗Aklien. Eichd⸗Mannhelm.—.——.—] Bad. Anil. u. Soda 83.75 32,50J Cement Karſſtadt 11,75 11,80 H. Kempf⸗Sternd.—.— 60.— Bad. Elektr.⸗Geſ. 0,32.81„ Lothr. Mez—.——.— Mainzer Stamm. 110.0—.— Bad. Maſch. Duri. 17.25 17,.—ChamotteAnnaw. 10,.——.— arkbrauerei. 35,— 35,— Bad.UEhrenFurtw. 29,50 28,—Chem. Wrk. Albert 45,—45,— chöfferd. Bindg.—.— 28,25 Bayriſch. Spiegel 4,75—— Goldenberg 40,—.— Schwartz⸗Storch. 24,— 24,.— Bayer. Celluloſe.—.85 Griesheim. 27,35 26.— Werget... 23,— 25,—Beck& Henkel 3,.— 290 Weiler t. M.—,— 26,.— Adt Gedr. Wächt..90.95 Bergmann Elektr. 19,59 19,80 Cont. Nürnb Vzg—.——, Adler Oppenheim———,Bing Metallwerke 3,60 3,90 Daimler Motor..55 3,50 Adlerwerke Kley 2,70 2,70 Bl.- u. S. Braudach—.—, Dt Eiſeng. Berun 6,19.— A. E. G. Stamm 12,30 12.— Brem.⸗Beſigh. Oel 28.75 29.— D. Gold- u S. Anſt. 22,50 22.50 Angloont Guan. 13.40 13.— Breuer Stamm——, Deutſche Veriag. 32,— 30,50 Aſchaff. Buntpap.—.— 35.50 Brockhues.⸗W. 8,30 g,25 Dyckerh. K Widm..95 4,10 Aſchaff. Zellſtoff 27.— 27.75 Broncef. Schlent 40,— 40,25 Dingler Zweibrück..80 5,80 Bahnded. Darmſt. 1,30.40 Bürſtenf. Erlang..85 2,50 Dürkkoppwerk. St.—.— Daden. Weinheim 90.88.90 Cem Heidelberg 24.— 24.15J Düſſeld Rat. Dürr.50.50 EiſenwerkRaifrslt 1,75.80 5 Sect Irnkfri. 3,80.80ſ Hirſch Kupf. u. Met. 19,50 31,50 8 B. 28.75 27,83 Filzfabrit Fulda. 3,50.50 Hoch⸗ und Tiefbau.80.85 Elekt. Licht u. Kr. 9,10 8,50 Frankfurter Hof 20,„50 Höchſter Farbwrke 28,63 27,50 Eiſ. Bad. Wofle 8,— Frankf.Pok K Wit. 6, 80 Holzmann, Phil..— 5,90 Emag Frankfurt. 0,32 0,31 Fuchswag Stamm 1. 1JHobzverkohl.⸗Ind. 10,— 9,75 Emafue St: Ullrich 3,85 3,50 Ganz Ludw Mainz 0,„14 Junghans Stamm—.— 12,13 Enzinger Worms.— 9,— Geiling& Co. 1.„45 Kammg Kaſſersl. 10,75 10,50 Ehend& Sehmer 33,.— 32,50 Goldſchmidt Th. 23,95 22,90 Karlsr. Maſchin. 3,30 3,60 Eßlinger Maſchin. 7,50.25 Gritzner M. Durl. 30,— 30.50 Kemp, Stettin—. Ettlinger Spinn. 53.— 60.—Grün, Bilfinger. 15.60 15,85 Klein, Sch.& Becker.50 5,75 5. Joh. Blelſtift 13,20—.— HaldeNeu, Nähm. 25,— 26,10 Knorr, Heilbronn.55 3,85 ader& Schleich.—.— 6,.— Hammer Osnabr. 21,— 20.50 Konſerven Braun 1,10 105 ſarbwert Mühlh.—.——.——— Füßen 17,87 17,35 Krauß& Co. Lck.—,— 3,25 e.75.75 Hedderng. Kupſer 9,85 10.— Krumm, Otto—.—.25 „Guill. Carls 5 50 einmech. Jetter 15,40 15 50 Hilpert Armaturf..75.90 Lech Augsburg..18.25 18.25 Leberwar Noche.—,— 50.— Feter Union Frkft..525.50 Schnellyr. Frank..55 8,50 ee.40 2,10 Pf. Nähm. Kagſer 3,95 3,830 Schramm Lackf..90.95 alzm 48,— 31,— Jf. Pulv. St. Ingb.———. Schriftg. St. Frkf. 9˙80 9,55 2 1 88888 21 6. 1 0 1 1 Elberfelder Fard. 28,50 27,80 Ganz Ludwig Elberfeld. Kupfer 0,40—,-[Gebhard Texiil ti Eiektr. Lieferung 91.— 84,.—Gelſenk. Bergw.. 93,75 91.50 Zaneſee Draht Elektr. Licht u. Kr öſtab Hammers. Spinn. 20,75 21,— 5 885 M. Egeſt. 80,— 82,75 Philipp Holzmann 5,50 8,35 Gebr. Körtin Herzagp. München———,— Lahmeyer& Co. 13,28 13.10 Heckmana C. 7—.2 Am Bankenmarkte ſetzten Berliner Handelsgeſellſchaft mit einer Steigerung von 3/½ Prozent ihre Aufwärtsbewegung fort, während die übrigen gleichartigen Werte ziemlich unverändert blieben. Gut behauptet waren Schiffahrtsaktien. Von den Bahnaktien ſtellten ſich Baltimore niedriger, während Canada⸗ Aktien 174 Prozent gewannen. 8 5 Der Markt der deutſchen Anleihen war feſt, da man die Möglichkeit der Bildung einer Rechtsregierung in Erwägung zog, was den Aufwertungshoffnungen eine Stütze bot. Von den aus⸗ ländiſchen Anleihen neigten türkiſche Werte etwas zur Schwäche. Das Geſchäft bewegte ſich im allgemeinen in engem Rahmen. Aus dem Stahlwerk Becker·Aonzern Die Verhandlungen der Mannesmannröhrenwerke und Deutſch⸗ Lux mit der Metz⸗Gruppe wegen Anteilnahme an dem Sanierungs⸗ programm der Metz⸗Gruppe, die in Berlin durch Vermittlung der Creditbank für Induſtrie und für Landwirtſchaft in Berlin(an der ſchweizeriſches Geld nicht ſo ganz unbeteiligt ſein ſoll) geführt worden ſind, haben, wie nicht anders zu erwarten war, zu einem Endergebnis nicht geführt. Sie werden auch wohl kaum von neuem aufgenommen werden, vielmehr iſt damit zu rechnen, daß nunmehr der Sanierungsplan Metz in aller Ruhe zur Durchführung kommt. Der Anfang damit iſt mit der Wiedereinſtellung einer größeren Anzahl von Arbeitern und Beamten gemacht worden, denen dieſe Weihnachtsfreude nach einer langen Pauſe unfreiwilligen Feierns wohl zu gönnen iſt. Die Wiederinbetriebnahme der Willicher Anlagen, ſoweit darin bereits gearbeitet wird, hat ſich verhältnismäßig leicht vollzogen, man hofft auch, das Hochofenwerk vielleicht ſchon Mitte Januar wieder unter Feuer ſtellen zu können, ſo daß das Geſamtwerk mit gewiſſen Einſchränkungen in Betrieb ſein würde. Mit Aufträgen iſt die Geſellſchaft verhältnismäßig gut verſehen; die gebeſſerte Konjunktur kommt der Wiederaufnahme des Betriebes ſehr zuſtatten. Bisher iſt ein gerichtlicher Einſpruch gegen die Beſchlüſſe der.⸗V. vom November nicht erhoben worden, man glaubt auch, daß die bisherige Gegnerſchaft von einem ſolchen Schritte abſehen, vielmehr durch Verzicht auf den Wider⸗ ſpruch dem aufſichtsführenden Richter die Möglichkeit geben wird, den Zwangsvergleich in dem auf den 29. November anberaumten Termin zu beſtätigen. Die Eſchweiler⸗Ratinger Metallwerke.⸗G. ſind endgültig aus der Becker⸗Gruppe ausgeſchieden.— Bei der Induſtriellen Bankgeſellſchaft in Düſſeldorf wird ein neuer Sanierungsplan ausgearbeitet.— Die Verhandlungen bei der Steinkohlenbergwerke Becker.⸗G. konnten noch nicht zum Abſchluß gebracht werden.— Schließlich ſei noch erwähnt, daß hinſichtlich des in Konkurs geratenen Stein⸗ kohlen⸗Bergwerkes Ver. Glückauf in Hattingen, das früher zur Becker⸗Gruppe gehörte, im Jahre 1922 in eine ſelbſtändige Aktiengeſellſchaft umgewandelt und dann aus der Gruppe losgelöſt wurde, ein Zwangsvergleich angeſtrebt, der eine ſehr mäßige Befriedigung der Gläubiger vorſieht. Das Aktienkapital von 20 Millionen Papiermark iſt völlig verloren. Eine Verwertung der Zeche iſt bisher nicht möglich geweſen. OBadiſche Anilin- und Sodafabrik, Sudwigshafen a. Ah. Wir verweiſen auf die im Anzeigenteil vorliegender Ausgabe veröffent⸗ lichte Goldmark⸗Eröffnungsbilanz auf 1. Januar 1924 der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik. *Deutſche Golddiskontbank. Wochenüberſicht vom 23. Dezember 1924. Aktiva(in Pfund Sterling): Goldbeſtand—, Noten aus⸗ ländiſcher VBanken—, täglich fällige Forderungen im Ausland 664 204..3, Wechſel und Schecks 6 691 444.11.4, davon kurzfriſtig 576 050.4, noch nicht eingezahltes Aktienkapital 3 280 800, ſonſtige Aktiva 61 739..4, zuſammen 10 698 188..11. Paſſiba: Grund⸗ kapital 10 000 000, Reſervefonds—, Banknotenumlauf—, täglich fällige Verbindlichkeiten 178 106.10.4, ſonſtige Paſſiva 520 081.12.7, zuſammen 10 698 188..11. Giro⸗Verbindlichkeiten 1477 077.12.5 mer Seitung ilt Rohſtahlgemeinſchaft. der Stahlwerksverband leilt mit: letzten Sitzung der Rohſtahl⸗Gemeinſchaft wurde 85 Beſprechung der allgemeinen Marktlage feſtgeſtellt, daß der. ſchäftigungsgrad der Werke zurzeit befriedigend iſt. Die Enſsch.⸗ dung darüber, ob die zür die Monate Dezember und Januar 917 ſchloſſene Einſchränkung der Rohſtahlerzeugung nach Maßgabe Beteiligung der Werke auch für den Februar werde ſoll, wurde unter dieſen Umſtänden bis zur nächſten! uſammenkun der Werke im Januar zurückgeſtellt. In den zwei Monaten ihres Beſtehens hat ſich die Rohſtahlgemeinſchaft als ein durchaus geeig⸗ netes Regulativ für die deutſche Eiſenwirtſchaft erwieſen, indem Erzeugung unter weitgehender Rückſichtnahme auf den Verbrauch dem Bedarf angepaßt wurde. Die Verhandlungen zur Bildung von Unterverbänden werden weiter fortgeſetzt. Nach Lage der Dinge iſt jedoch nicht zu erwarten, daß dieſe Fragen in kürzeſtet Zeit gelöſt werden. )( Union Farina.-., Saarbrücken. Eine ao..⸗V. iſt auf den 14. Januar anberaumt, um über die Zuſammenlegung Unterbilanz zu beſchließen. Die Vorzugsaktien ſollen in Stammaktien umgewandelt werden. Sodann ſoll das Grundkapital wieder um 250 000 Fr. unter Ausſchluß des geſetzlichen Bezugs⸗ rechts der alten Aktionäre erhöht werden. Außerdem ſtehen auf der Tagesordnung: Geſchäftsbericht, Erſatzwahl zum Aufſichtsrat. Waren und Märkte Mannheimar Produktenbörſe m. Mannheim, 29. Dezbr.(Eig. Ber.) Die Stimmung war infolge der fortgeſetzt erhöhten amerikaniſchen Forderungen ſeh feſt, doch hielt ſich das Geſchäft, wie immer bei Jahreswechſel, in engen Grenzen. Man verlangte gegen 1 Uhr für Weizen, ir⸗änd. 24—24,50, ausländ. 31—34,.—, Roggen, inländ. 24,.— ausländ. 26,50—28,—, Gerſte 29—31,.—, Ae inländ. 19,.— bis 20,.—, ausländ. 20—24,— Mais mit Sack 22—22,50, Weizen⸗ mehl(Baſis 0) 40—42,—, Roggenmehl 35—39,—, Kleie 13,50 bis 14,.—, Futtermehl 16,50—17,.— RI, alles per 100 Kg. bahnfrei Mannheim. Kolonialwarenbörſe. Tendenz ruhig. Kaffee Santos 4,40—40, gewaſchen 5,30—6,40, Tee, gut 7,20—8,20, mittel 8,30—9,50, fein 9,60—12,.—, Kakao, inländ. 1,30—1,50, holländ. 1,40—1,60, Rei⸗ Burmah 0,42, Weizengrieß 0,50, Hartweizengrieß 0,58, Zucker, kriſt. 0,65 Rel, alles per Kg., bahnfrei Mannheim. Mannheimer viehmarkt Dem heutigen Viehmarkt wurden zugetrieben: 170 Ochſen⸗ 77 Bullen, 464 Kühe und Rinder, 400 Kälber, 191 Schafe, 1265 Schweine. Preiſe für 50 Kg. Lebendgewicht: Ochſen 22—52, Bullen 32—48, Kühe und Rinder 10—54, Kälber 52—80, Schafe 22—40, Schweine 66—82. Marktverlauf: Mit Großvieh ruhig, langſam geräumt; mit Kälbern lebhaft, ausverkauft; mit Schweinen lebhaft, geräumt⸗ Offizielle Preiſe der Mannheimer Produktenbörſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waagonfrei Mannheim ohne Sack zahlber in Reeichsmark Preisnotierungen vom 29. Dezember 1924. inländ. 24.—, ausländ. 29,.—, Roggen, ausländ. 26,—, Hafer, La Plata 19,.—, Canada 22,—, Braugerſte 27,.—, Futtergerſte 22. Pfund Sterling. Mais, gelbes mit Sack 21,.—. Tendenz: feſt. 25 Vank f. el. Werte 7,88 7,75] Diſch. Aſtat. Bank 30, 25 30,30J Oeſt. Cred.⸗Anſt.. 9,75 ,75B. Otſch. Nickelw. 39, DBarmer Bankver. 1,80.60 Deulſche Band. 12,80 12.75 Reichsbank... 62,00 62,50 Berl. Hd. Geſ.. 51,— 56,75 Dt Ueberſee Bk., 94,— 94, Rhein Creditbank 3,25 8,25 Com. u. Privatdk. 6,80 6,85 Digc. Commandit 17,80 17.50 Süddeutſch. Disc. 10, 10.—. .— 9,25 3,50 3,10 9,.—.75 Gelſenk. Gu 183,— 34,75] Halleſche Maſch. 12.25 1290 Hohenlohe⸗Werk. 20,50 25,15 Köln Nottweiler 11,50 18,10 78,70 80.— ell.. 3,30 5,40 8,— 38,50 Gruſchwitz Textil. orchwerke.. 13,— 15,25 Koſtheimer ann. Waggonfab 8,10 8, umdoldt Maſch. 25,— 24,25 Kötitzer Kunſtled. anſa Llogd...75 1, 298 dw— zaſchinen 25,— 28,.— Philipps.⸗G. Frt 5,60——Schuckert, Nürnd. 64,— 64, Lab— 1—65 6,80 Porzelben Weſel 6,50 6,70l Sch. B. Weſſel St..75.80 N. erke 10,40 10,60 Khein. Gebb& Sch. 2,80 2,60] Schuhfadri Herz 260 2. 25l Schuhſp. Leander 0,72 9 88 Lukau& Steffen Lüdenſcheid Mei. 3,80 4,10 Weberei Zittau 7 7,25 Neckarſ. Fahrzg-.— 8f .60 Aedla fden 70.— 75,75 .80 No 2,80 2,75 Mech. Web. Ainden 8 2 SSS Met.⸗Aetz Münch.—.——.Nh. elet.Stamm 8,.— 8,25S 2.50 Metall Dannhorn————Kh. Maſch. Leud. 4,10 4,40 Seiiinduſte. Wolff 7,25.85 Mühld.. 1,80.65 KRhenania Aachen 8,60 6,25 Stch. KCog. Mainz 2,90 3,85 Miag, 3 78— Stamm,.50.60 Riebeck Montan 43,40 4,75 Siem Hals. Ber 76,5 7³.— otoren Deuß Rodberg Darmſt, FJat Niaberfb. Sed. Se. 50.— 80.— Schneld.& Hanau.50 6,75 Strohft. B. Hresd.——. Magirus.⸗G. Mannesmannröh. 68,50 66,— Merkur Wollwar 26,— 26.— — JJVVVVCCCCC 19,75 19,50 Rü Werke 16,75 18,95 Südd. Drahtindſt.—.——.—Markft⸗.Kühlhall. 82.— ren 25—.—„ 47.3 Ae ee 0 410 89 ing S c. 56g. S b6h, SlJugbert———= Masimittanszan 10)25 10.80] Meterangbeint— 50 50 Openftein epp. 187 16— S 3,30 3,50 Fr. Meguſn& Co. 7. 80.— Müßtheim Berg„90— 1295 bd. Wallamm 68,— 678801%%rRonl897—.——.—J8% Rumän, 190 Oberſchl. Eb. b. 18.28 1825“%%Deſts Nle1s 285— „ Eſſenindſt 12,85 12,254½% do. % 8o. Gelbrente—— L4884%.„ Eri 42 88( rng,.— ee ds a en d8d d8efubger osbö. as 888 ſ. K. ege ⸗ en eeee 22 Beſd., Ner Altraert. 225 24 glchge, aun 439 125J 9—599 95 23 420 8275 Tricotw. Beſigh..———, Ver. amarinf. 24.25 24,.75 Zſchockew., Klt'in 1. höntr Bergdau 70,— 58,35 Nombach. Hütten 30,78 29,70 S 20 62, Thürg. Lief. Gotha 10,58 19,80] Ver. Zellſt. Berlin.75 8, uckerf. B. Wagh. 3,70 3,60 aanee Pöge.35 1,04 Noſſger Beemt 28.75 240 ac 15.25 Uhrenfabr. Fuckw.—.20 Vogtl. Maſch. St. 1,80.—]. Frankenthal 4,50.50 Rathgeber Wagg 6,50 7,20l Roſizer Jucker 45,25 48 50 Siemens Elektr. 8,30.70 Ver. deulſch. Hele 33,50.75 Voſgt& Häff. St..88 2,— Jeilbronn.5) 3,50 Neisdol Papler 14. 14,55 Rückforih Nachſ. ,60 0,80 Siemens& Halste 79.50 78,65 Aſich Ind. Mainz 10.50 10,85 Volthom Seſl. u. K.0.90 Offſtein 9,60 3,75 Rhein. Braunkohl. 46,50 45,.[Rütgersmerke 19,50 18,85 Sinner-G.„——— Per. 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Für die überaus zahlreichen Beweise Herzlicher Teilnahme an dem schmerzvollen Verluste meines geliebten Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Stadtpfarrer Rost, sprechen wir unseren aufrichtigsten Frau Nagdalena orn u. Kinder S. 9050 Ala-Haasenstein& e N. 28 DN W2I25— Kalhrocnandlang(hertssrme) ſucht für füddeutſche Siliale für den Innen⸗ und Kußenbetrieb einen mit der Branche u. Kundſchaft vertrauten Aerrm ads deschättsfabrerg Rur dauernd fleißige herren mit wirklich aa ee 7 Erfahrungen wollen ſich melden unter 8. N. G. 7489 W. 8. Ca 218 Fe beſfere(a. Damen) über, Muß ſchäftsſtelle d. Bl. intle l. feunher geſucht. Nux flott. Zeich⸗ ner u. Darſteller kommf in Frage. Angehote ntit Geh.⸗Anſpr. u. Zeſchen⸗ bel u. 8. A. 61 Geſchäftsſt. 9004 all ſof. geſucht. Fabr. u Vertr.. 2, 1. Cl. Aushilfe gesucht. in Stenographie u. Schreibmaſchine bezw Korreſpondenz perfekt ſein ſowie ſämtl. Büro⸗ arbeiten glätt erledigen können, Angebote unter O. 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