— Wittwoch, 11. Februar Neue A Mannheimer General Anzeiger dezugepreiſe: In Mannheim und Umgebung frei ins 1N oder durch die Poſt monatl..⸗M..50 ohne Beſtell⸗ —— Bei evtl. Aenderung der wirtſchaftl. Verhällniſſe Nach⸗ 00 erung vorbehalten. Poſtſcheckkonto Nr. 17590 Karls⸗ — Hauptgeſchäftsſtelle E 6, 2.— Geſchäfts⸗Neben⸗ en Waldhoſſtraße 6, Schwetzingerſtraße 24, Meerfeld⸗ Leßer ur— Fernſpr. Nr. 7041—7945,— Telegr.-Adreſſe eralanzeiger Mannheim. Erſcheizet wöchentl. zwölfmal. WMitkag⸗Ausgabe Preis 10 Pfeunig 1925— Nr. 69 Soitung Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung pro ein⸗ ſpaltige Kolonelzeile für Allgemeine Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen.—.⸗M. Für Anzeigen an beſtimmten Tagen Stellen und Ausgaben wird keine Verantwortung über⸗ nommen. Höhere Gewalt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene oder beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von An⸗ zeigen. Auftr.d. Fernſpr. ohne Gewähr. Gerichtsſt. Mannheim. Veilagen: Bilder der Woche Sport u. Spiel. Aus Seit u. Leben mit Mannheimer Muſik-Seitung.Mannheimer Frauen⸗Zeitung Unterhaltungs⸗Beilage Aus der Welt der Cechnik. Wandern u. Neiſen Geſetz u. Necht verhaſtung Schwere vorwürſe Die Schlingen ziehen ſich zuſammen: Die ſeit langem erwartete Verhaftung des früheren Reichspoſtminiſters Hoefle iſt geſtern nachmittag im Moabiter Gerichtsgefängnis vollzogen worden. Unſer erliner Büro drahtet uns darüber folgendes: Dr. Hoefle hatte am Montag, als er ſein Mandat niederlegte, die Staatsanwaltſchaft bitten laſſen, von ſeiner Verhaftung abzuſehen, da er an eine Flucht nicht dächte. Oberſtaats⸗ anwalt Lin de, der den ganzen Komplex Kutisker⸗Barmat⸗Hoefle, Depoſtten⸗ und Handelsbank uſw. bearbeitet, hatte noch am Dienstag mittag im Juſtizminiſterium eine längere Konferenz, deren Ergebnis war, daß man glaubte, Hvefle zur Vermeidung der Ver⸗ dunkelungsgefahr vorläuf ig feſtnehmen zu laſſen. Die Staatsanwaltſchaft rief geſtern nachmittag in der Villa in Lich⸗ terfelde an und erſuchte den Miniſter, ſofort nach Moabit zur Ver⸗ nehmung zu kommen. Als Hoefle nach Moabit kam, erfuhr er, daß er ſich vorläuſig als feſtgenommen zu betrachten habe, und daß vorausſichtlich ſchon in wenigen Stunden der endgültige Aeuß willkommen deuunft zu führen. Haftbefehl gegen ihn erlaſſen werde. Zu dieſer Maßnahme haben wohl die Angaben Jul. Barmats in den letzten Tagen beige⸗ tragen, der Dr. Hoefle belaſtet hat. Andererſeits waren auch Nachrichten über gewiſſe Privatgeſchäfte Hoefles und über auskäuſe in Berlin bekannt geworden, die der Staatsan⸗ waltſchaft höchſt verdächtig erſcheinen. Außerdem ſcheint Hoefſe durch e Angelegenheit der Depoſiten⸗ und Handelsbank nicht unweſentlich belaſtet. Bereits im vorigen Sommer iſt Hoefle von einem Auf⸗ ſichtsratmitglied der Depoſiten⸗ und Handelsbank darüber unterrichtet worden, daß in der Bank ſehr viel vorgefallen ſei und daß die Poſt unbedingt durchgreifen müſſe. Trotzdem hatte Hoefle nichtsz gegen die Bank unternommen. In einigen Kontenauszügen der Depo⸗ ſiten. und Handelsbank erſcheint Hoefle⸗zudem mit Summen, die der näheren Aufklärung bedürfen. Nach der Vernehmung Hoefles fand, wie der. Lokalanzeiger zu berichten weiß, eine Beratung ſämtlicher an der Affäte Barmat⸗Kutisker uſw. beſchäftigten Staatsanwälten und Unterſuchungsrichter ſtatt, deren Ergebnis war, daß ein Haft⸗ befehl gegen Hoefle erlaſſen und er in das Unterſuchubngsgefängnis Aingeliefert würde. Es ſollen nämlich noch in den letzten Tagen und zwar in den ſpäten Abendſtunden verdächtige Kiſten aus der Villa Höfles fortgeſchafft worden ſein. Der Reichskanzler in München Auslauſch zahlreicher Reden d Unmittelbar nach der in unſerem Dienstag⸗Abendblatt gemel⸗ inten Ankunft in München begab ſich der Reichskanzler Dr. Luther egleitung des Miniſterpräſidenten in das Miniſterium des St. ern. Dort erfolgte die Vorſtellung der Staatsminiſter und dadträte. Miniſterpräſident Dr. Held hieß den Kanzler und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es ihm gelingen Juge, das deutſche Volk aus dieſer ſchweren Zeit in eine glücklichere Der Reichskanzler hob in ſeiner Erwi⸗ lebeng hervot, daß in einer ernſten ſachlichen Zuſammenarbeit aller begab benden bev Kräfte des Reiches die Gewähr dafür vorhanden ſei, die orſtehenden ſchweren Aufgaben zu löſen. Der Reichskanzler ſich ſodann in das Landtagsgebäude, wo der Landtags⸗ kräſident in Anweſenheit der Fraktionsporſitzenden und des Land⸗ gaeevräſdiume den Reichskanzler mit einer Anſprache willkommen Reichskanzler Dr. Luther dankte dem Miniſter⸗ faafdenten Or. Held für die freundliche Begrüßung ſowie für die Rei ni al meinſ gemäße Führung, durch die es ihm ermöglicht worden ſei, in den rden Suuden 18 Münchener Aufenthaltes die Dinge, die das mit Bayern ganz beſonders in gemeinſamer Arbeit verbinden, er Deutlichkeit vor ſich zu ſehen. In dieſer begonnenen ge⸗ chaftlichen Arbeit, fuhr der Reichskanzler fort, ſehe ich den 0 als⸗ um aufs beſte dem Wohle des Reiches zu dienen. Ich habe we wilentli winde umſo Kabinenten Leitgedanken für die ganze Arbeit meines prochen. Dieſe Notwendigkeit bedeutet, daß ſich das Staatsleben ſehr in der Behandlung von vielen einzelnen Fragen aus⸗ Im Mittelpunkt unſeres ganzen Denkens ſteht im ganzen die Frage unſerer Außenpolitik und die Frage, wie es ſt mit der nördlichen Rheinlandzone wird. Die dort zu über⸗ nden Schwierigkeiten ſind ohne Zweifel groß. Aber ſie werden eher überwunden werden, je ſtärker das ganze deutſche Volk irkt. Reiche zunä Blammenhält und je beſſer auch das Ausland ſieht, daß das deutſche anderem auf dem Wege des ulk ein einheitlich in ſich geſchloſſenes Ganze iſt, bereit, alles zu Wiederaufbaues im Verkehr mit den en Völkern vorwärts zu kommen. ch einem Hinweis auf die bayeriſchen Naturſchönheiten und ene hene inneren perſönlichen Beziehungen zum Bayernlande erklärte fü Reichskanzler: Ich möchte mit allen Kräften, die mir zur Ver⸗ gung ſtehen, dafür ſorgen, daß die Sonne über ganz Deulſchland, 0 —5 dem Bayernland und in anderen Teilen Deutſchland⸗ auch lichtiſch wieder ſcheine. Ich glaube, daß ich, oder jeder, der ſchließ ⸗ wenur Löſung dieſer Aufgabe berufen iſt, dieſe nur löſen kann, delnen das Verhältnis ein wirkliches Verſtändnis zwiſchen den ein⸗ eingen Teilen des deutſchen Volkes, die doch alle miteinander nur lebendieſchiedene Ausdrucksform für eine große Einheit ſind, immer Deherrund immer ſtärker werde.(Lebhafter Beifall). deutf er Reichskanzler ſchloß mit einem begeiſterten Hoch auf das che Volk und auf das Vaterländ. Einführung der 24.Stundenzeit im Eiſenbahnverkehr? Wie wir hz. dei hören, beabſichtigt die Reichseiſenbahnverwaltung, in abſehbarer •8 dem Beiſpiel anderer Länder folgend, im Eiſenbahnverkehr die undenzeit einzuführen. Den Weg Dr. Hoefles wird vermutlich wohl auch Herr Lang e⸗ netts die Notwendigkeit rein ſachlicher Arbeit ausge⸗ Dr. Hoefles Hegermann zu gehen haben. Das„B..“ meldet, daß Lange⸗ Hegermann in aller Form vom Vorſtand der Zentrumsfraktion des Reichstages aufgefordert wurde, ſein Mandat niederzu⸗ legen. Lange⸗Hegermann hat ſich trotzdem bisher immer noch geziert. Im Lokalanzeiger wird angedeutet, daß, falls Lange⸗Heger⸗ mann ſein Mandat nicht niederlege, die Staatsanwaltſchaft an den Reichstag das Erſuchen um Aufhebung der Immunität ſtellen wird. Die paſſive Beſtechung, die Dr. Hoefle vorgeworfen wird, wird vom Strafgeſetz mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bedroht. Es iſt in der deutſchen Geſchichte übrigens der erſte Fall, daß ein Mini⸗ ſter in den Verdacht geraten iſt, beſtochen worden zu ſein. *** Die ſchmutzige Wäſche der Sozialdemokratie Wie im„Vorwärts“ zu leſen ſteht, hat der engere Bezirksvor⸗ ſtand der Berliner Parteiorganiſation den Antrag geſtellt, den Ge⸗ noſſen Guſtav Balker aus der Partei auszuſchließen. Und der ſehr ehrenwerte Herr Wels? Ein eigenartiger Vorfall hat ſich geſtern zwiſchen einem Herrn Tannenzapf, nebenbei bemerkt, einem nicht ſehr rühmlichen Galizier, der für die„Börſenzeitung“ das Barmatmaterial beſorgt hatte, und der Frau Barmat abgeſpielt. Tannenzapf war nach Hol⸗ land gefahren und man glaubte, daß er von dort aus neues Material gegen die Barmats mitbringen würde. Frau Barmat ſetzte ſich nun entſchloſſen mit dem Parteigenoſſen Richter in Verbindung und erwirkte von dieſem die Erlaubnis zu Tannenzapfs Ver⸗ haftung. Als dieſer am Zoologiſchen Garten ankam, wurde er feſtgenommen. Man fand aber kein Material bei ihm und Tannen⸗ zapf erklärte, was freilich auch ſeltſam iſt, daß er im amtlichen Auf⸗ trag nach Holland gefahren ſei. So wurde er denn wieder ent⸗ laſſen. Auch dieſer Fall zeigt, daß Richter unmöglich noch länger Ber⸗ liner Polizeipräſident bleiben kann. 1 Konkursverfahren über Kutisker Laut„Täglicher Rundſchau“ hat das Amtsgericht Charlottenburg den Konkurs über das Kutiskerſche Vermögen eröffnt. Die ange⸗ meldeten Forderungen belaufen ſich auf rund 30 Millionen Gold⸗ mark, ſodaß, wie das Vlatt erklärt, mit dem Verluſt der Kredite der Preußiſchen Staatsbank gerechnet werden müſſe. Die nächſte Gläu⸗ bigerverſammlung ſoll noch in dieſem Monat ſtattfinden. Nach der Wahl von dr. Marx 2J Berlin, 11. Febr.(Von unſ. Berl. Büro.) Herr Dr. Marx, der geſtern zum preußiſchen Miniſterpräſidenten gewählt worden iſt, hat, wie die„Germania“ feſtſtellt, die Wahl noch nicht ange⸗ nommen. Er würde das erſt tun, wenn er die Verhandlungen mit den Parteien abgeſchloſſen hätte. Die Miniſterliſte, die geſtern ſchon in den Wandelgängen des Landtags zirkulierte und die heute auch ſchon von einigen Blättern präſentiert wird(Miniſterpräſident: Marx, Juſtizminiſter: Am Zehnhof(3tr.), Wohlfahrtsminiſter: Hirtſiefer(Ztr.), Landwirtſchaftsminiſter: Dr. Hermes(3tr.), Handelsminiſter: Dr. Schreiber(Dem.), Finanzminiſter: Dr. Höpker(Dem.), Kultusminiſter: Staatsſekretär Becker(Dem.), Innenminiſter: Severing(Soz.) wird von der„Germania“ als verfrüht bezeichnet. Herr Marx würde erſt heute die Verhand⸗ lungen mit den Parteien aufnehmen und würde ſich mit allen Par⸗ teien in Verbindung ſetzen, mit Ausnahme natürlich der Kommu⸗ niſten und der Deutſch⸗Völkiſchen. Von dem Verhalten der Parteien würde es abhängen, wie Marx ſein Miniſterium bilden würde. Nur wenn die Deutſche Volkspartei beiihrem ablehnenden Standpunkt bleibe, würde Marx ſein Kabinett in der Hauptſache par⸗ lamentariſch auf Zentrum und Demokraten ſtützen. Nebenher wird dann von der„Germania“ auseinandergeſetzt, daß der Rheinländer Wilhelm Marx an der Spitze des größten deut⸗ ſchen Freiſtaates auch ein Signal nach außen bedeute, das man nicht unterſchätzen dürfe. Es ſcheint aber, daß die Deutſche Volkspartei einſtweilen wenig Neigung hat, ſich umſtimmen zu laſſen. Jeden⸗ falls werden die Warnungen der„Germania“, darauf bedacht zu ſein, daß das Zentrum nicht im Reiche die Rechnung für die in Preußen eingeſchlagenen Fenſter präſentiere, von der„Zeit“ barſch abgetan:„Derartige Einſchüchter ungsverſuche würden ganz ohne Wirkung bleiben.“ Die Haltung der Landtagsfraktion hätte ſich in keiner Weiſe geändert und würde ſich auch nicht ändern. „Drohende Andeutungen verfehlen ihren Zweck völlig. Das Zentrum hat es in früheren Zeiten entſchieden abgelehnt, vom Landtag aus einen Einfluß auf die Reichstagsfraktion des Zentrums auszuüben.“ Der„Vorwärts“ iſt wegen des Fortgangs der Preußenaktion nicht ganz ohne Sorgen. Dem Zentrum wirft er vor, daß ihm das Draufgängertum fehle, den Demokraten nämlich, daß ſie zu weit⸗ gehende Anſprüche geſtellt hätten. Die Hauptſache aber ſcheint nun einmal die Stellung der Deutſchen Volkspartei, ſcheint vor allem der kaum noch zu zügelnde Wunſch der Deutſchnationalen, die Neu⸗ wahlen im Zeichen Barmat herbeizuführen, zu ſein. Das Geſpenſt der Auflöſung iſt durch die zweite Miniſterpräſide aten⸗ wahl keineswegs beſchworen worden, meint die„D...“— Dem iſt in der Tat ſo.. Karlsruhe. 11. Febr. Zur Aufdeckung umfangreicher Brannt⸗ weinſteuerhinterziehungen die mit den Machenſchaften des Weberſchen Konzerns in Verbinduna ſtehen ſollen, iſt ſeit einiger Zeit eine arößere Anzahl außerbadiſcher Kriminal⸗ und Zollbeamten auch in Baden tätig. Wie der„Badiſche Beobachter“ hört, ſind an den geheimen Spritverſchiebungen ſowohl aroße wie kleine Bren⸗ nereien beteiligt. Mehrere Verhaftungen ſind bereits erfolat. weitere ſollen bevorſtehen. Im Landesfinanzamt Karlsruhe iſt ein beſonderer Unterſuchungsbeamter beſtellt worden, der die Verfolgung der An⸗ gelegenheit betreibt. Der Rampf um Byzanz Die Ausweiſung des orkhodoxen Patriarchen aus Konſtantinopel— Erneuerung des Balkanbundes und ruſſiſch⸗kürkiſche Entenle?— Glaubenskriege und Realpolitik (Von unſerm Orientmitarbeiter) 5 () Athen, Anfang Februar. Glaubensfragen und Glaubenskämpfe pflegen den leicht erreg⸗ baren Orient meiſt noch weit tiefer zu erregen als Raſſengegenſätze und Nationalitätsprinzipien. Kein Funke kann leichter den in dieſen Landen angehäuften Zündſtoff entflammen, als ein Funke aus dem Feuer des Glaubens. Kein Ereignis iſt mehr dazu angetan, die„orientaliſche Frage“ wieder einmal zu einer bedrohlichen zu machen, als die in dieſen Tagen auf Befehl der Regierung von Angora erfolgte Ausweiſung des orthodoxen Patriarchen aus Konſtantinopel. Der Eindruck, den die Nachricht von dieſer Ausweiſung in Athen und in der geſamten griechiſchen Welt hervorgerufen hat, iſt unbeſchreiblich. Alle Parteien, alle Zeitungen, alle Bevölke⸗ rungsſchichten ſind einmütig in ihrem Proteſt gegen dieſe Maß⸗ nahme der türkiſchen Regierung und es erübrigt ſich von dieſer Stimmung zu reden, nachdem die Welt von Athen aus bereits mit einem wahren Strom von Proteſtnoten und Proteſtkundgebungen überſchwemmt worden iſt, nachdem der griechiſche Geſandte aus Angora abberufen wurde und ein Jahrgang Rekruten, der gerade entlaſſen werden ſollte, unter den Waffen zurückbehalten worden iſt. Eines aber verdient bei der Beurteilung der in Griechenland herr⸗ ſchenden Erregung beſondere Beachtung: Griechenlands Bevölke⸗ rung umfaßt zur Zeit faſtein Viertelanatoliſcher Flücht⸗ linge, d. h. ehemaliger chriſtlicher Untertanen der Türkei, die in der geheiligten Perſon des Patriarchen nicht nur wie alle andern Griechen ihr geiſtiges Oberhaupt erblicken, ſondern auch ihr poli⸗ tiſches Haupt, den Verweſer ihres in der Türkei zurückgelaſſenen materiellen, kulturellen und politiſchen Gutes. Das ganze Griechen⸗ tum aber ſieht im Patriarchat am Boſporus das Sinnbild des tauſendjährigen Reiches von Byzanz, auf deſſen Wiederherſtellung die politiſchen Träume des ganzen chriſtlichen Orients gerichtet ſind. Man ſieht, der Schritt der türkiſchen Regierung führt in den Mittelpunkt der orientaliſchen Probleme. Deſſen iſt man ſich in Angora auch wohl bewußt. In der kleinaſiatiſchen Haupt⸗ ſtadt geſchieht überhaupt alles mit erſtaunlicher Sicherheit der Ueber⸗ legung. Und ebenſo wie man den gewagten Schritt der Ausweiſung des Kalifen mit kaltem Blute bewerkſtelligt und durchgeführt hat, ſo hat man auch die Ausweiſung des Patriarchen Konſtantin wohl überlegt und mit allen erdenklichen Sicherungen dur geſuhrt Der Vorwand, deſſen man ſich in Angora bedient, iſt zwei⸗ fellos geſchickt gewählt,— aber es iſt eben ein Vorwand. Der Patriarch ſei erſt nach 1918 nach Konſtantinopel gekommen und unterliege als ſoſcher wie jeder andere Grieche, der nach dieſem Jahre an den Boſporus kam, dem im Lauſanner Vertrage vorge⸗ ſehenen griechiſch⸗türkiſchen Bevölkerungsaustauſch. Gegen dieſen Standpunkt wird mit reinen Rechtsgründen nicht ohne weiteres anzukämpfen ſein. Der griechiſche Standpunkt, nämlich daß der Patriarch als Oberhaupt einer großen Hierarchie nicht unter dieſe Beſtimmungen des Lauſanner Vertrages falle, iſt nur vom geiſtigen Standpunkt aus haltbar, nicht aber vom juriſtiſchen. Und nun muß der ganze bürokratiſche und juriſtiſche Apparat des Völkerbun⸗ des in Bewegung geſetzt werden.... Da die Türken bereits er⸗ klärt haben, daß ſie ſich dem Schiedsgericht des Haager Gerichts⸗ hofes nicht unterwerfen, kann die Angelegenheit vor dieſem garnicht zur Verhandlung kommen; hier wäre eine Unterwerfung beider beteiligten Staaten notwendig. Da bleibt denn nur noch der Re⸗ kurs an den Völkerbundsrat, der die Angelegenheit wiederum nach dem Haag an ſeinen Gerichtshof verweiſen kann,— eine Pro⸗ zedur, über deren Dauer man ſchwerlich etwas ausſagen kann Da ſich die Mächte bereits für die Angelegenheit intereſſiert haben, ſo dürfte vermutlich dieſer Weg überhaupt vermieden wer⸗ den. Es ſpricht alle Wahrſcheinlichkeit dafür, daß unter Vermitt⸗ lung der Mächte eine Verſtändigung zuſtande kommen wird, die „die formalen Bedenken“ Angoras beſeitigend, einen neuen Patriar⸗ chen nach Konſtantinopel bringt. So dürften ſich auch bald alle Kriegsgerüchte als übertrieben herausſtellen. Auch in Griechen⸗ land, das ja weder militäriſch, noch wirtſchaftlich in der Lage iſt, den Kampf mit der Türkei aufzunehmen, werden ſich die Gemüter bis zu einem gewiſſen Grade wieder und der berühmte europäiſche Friede wird, wenigſtens für den Augenblick, nicht ernſt⸗ lich geſtört werden. Aber nur für den Augenblick Denn dieſes Ereignis iſt und bleibt eine wichtige Epiſode in einem Kampf, der trotz der Jahr⸗ hunderte nicht an Wichtigkeit und Ernſt verloren hat: eine Epi⸗ ſode im Kampfe um Byzanz. Welches ſind denn die tieferen Gründe, die die Regierung von Angora zu einem Schritt bewegt haben, der ſie in offenbaren Gegenſatz zu den Großmächten und insbeſondere zu der f dieſe macht Griechenlands, England, bringen muß? Man kann auf dieſe ge leider nur mit Vermutungen antworten. Unſeres Erachtens kann dieſer Schritt nur durch eine zuſammen⸗ hängende Betrachtung der geſamten volitiſchen Lage im Oſten erklärt werden. Durch die Rückkehr der enaliſchen Konſervativen zur Reaie⸗ rung— einer Rückkehr, die vermutlich von langer Dauer ſein wird— und durch den im Dezember zu Rom und Paris von Herrn Chamber⸗ lain geprediaten„neuen Kreuzzug gegen den Bolſchewismus“, ferner durch die Schaffung der enaliſchen Flottenbaſis in Singapore und durch die enaliſch⸗amerikaniſche Verſtändigung im Pazifik, iſt die Stellung der Völker des Oſtens zu Europa weſentlich verändert wor⸗ den. Druck erzeuat bekanntlich Gegendruck. Ein erſtes Ergebnis die⸗ ſer veränderten Stelluna haben wir beſtimmt in dem ruſſiſch⸗japani⸗ ſchen Bündnis zu ſuchen. Auf das jünaſte gemeinſame Vorgehen Frankreichs und Enalands in Syrien, in Paläſtina und im Jrak ant⸗ wortet Angora mit einer Anlehnung an Rußland. Es kann kein Zweifel darüber beſtehen: die Ausweiſuna des Patriarchen aus Kon⸗ ſtantinopel iſt eine Maßnahme, die nicht nur gegen die Griechen, ſon⸗ dern gegen den aeſamten europäiſchen Imperialis⸗ [mus im Oſten gerichtet iſt: eine Maßnahme des Proteſtes, des Ge⸗ genanariffs: ein erſter Verſuch der Auflehnung gegen den Lauſanner Vertrag: ein Verſuch der Klärung von Gegenſätzen, die nun doch nicht mehr aus der Welt zu ſchaffen ſind. Die Mächte haben daher nicht ohne Recht ſofort ihr Intereſſe an der Angelegenheit gezeigt. Andererſeits wirkt dieſes Ereianis zwei⸗ fellos fördernd auf das Zuſtandekommen des in lonoſomer Hildung beariffenen neuen Balkanbundes ein Mühreodder cber der Ge⸗ genſatz zur Türkei mehr auf dem Gebiete der Reliaion und des Glau⸗ bens lieat, alſo auf einen Kreuzkriea zuſteuert, iſt das Intereſſe der Mächte an dieſen Gegenſätzen ein rein machtpolitiſches. 2. Seile. Nr. 69 Keue Mannheimer Jeitung[Mittag⸗Ausgabe! Mmittwoch, den 11. Jebruar 1925 Die kommende Steuerreform die pläne der Reichsregierung Im Reichstagsausſchuß für Steuerfragen gab am geſtrigen Dienstag Staatsſekretär Pop e—55 führlichen Bericht über die bevorſtehende Steuerreform. Der Staatsſekretär machte am Eingang ſeiner Darlegungen darauf auf⸗ merkſam, daß die ſteuerlichen Geſehentwürfe vom Reichsrat einer ſehr gründlichen Beratung unterzogen würden und daß deren Ergeb⸗ niſſe noch abzuwarten ſeien. Seine Mitteilungen ſeien zunächſt nur eine Information über die Entwürfe. Vorweg wies er auf den engen untrennbaren Zuſammenhang der drei großen zur Zeit ſchwebenden Fragen des Finan zausgleiches, der Auf⸗ wertung und der Steuergeſetzgebung hin, deren gemein⸗ ſame beſchleunigte Löſung beſtrebt werden müſſe. Was insbeſon⸗ dere das Aufwertungsproblem betreffe, ſo könne darüber keinesfalls ohne ſorgſame Beratung der Einnahmewirtſchaft entſchieden werden. Die Geſetzentwürfe ſind in erſter Linie das Steuerüberleitungsgeſetz, das ſich mit der Frage befaßt, was aus den Voraus zahlungen des Jahres 1924 wird, wie die Vorauszahlungen für das Jahr 1925 geſtaltet ſein ſollen. Des weiteren kommt zur Behandlung ein neues Einkommenſteuergeſetz, ein neues Knappſchafts⸗ ſteuergeſetz, ein Geſetz über die Vermögensſteuer, die Erbſchaftsſteuer, ein Reichsbewertungsgeſetz, ein Geſetz über die Verkehrsſteuer und endlich ein Geſetz über die gegenſeitigen Beſteuerungsrechte vom Reich, den Ländern und Gemeinden. „Grundſätzlich ſoll die Einheitlichkeit in der Geſetzesaus⸗ führung und die Vervollkommnung des Rechtsſchutzes auf ſteuer⸗ lichem Gebiete wieder in Geltung gebracht werden und um mit dem unter dem Zwange der Nachkriegszeit geſchaffenen Einſchränkungen im Rechtsſchutz vollſtändig aufzuräumen, werde man zu der frühe⸗ ren Zuſammenſetzung der Steuerausſchüſſe zurückkehren, die bei der Veranlagung der Einkommen und Vermögensſteuer mitwirken. Die Finanzgerichte würden wieder in ihrer vollen Zuſammenſetzung entſcheiden. Vor allem aber ſollen die Vorſchriften beſeitigt wer⸗ den, die den Rechtsmittelweg an die Finanzgerichte und den Reichsfinanzhof ausſchließen. An der Einheitlichkeit der Reichs⸗ finanzorganiſation wird feſtgehalten werden müſſen. Dagegen ſoll als berechtigt anzuerkennender Wunſch der Länder, entſprechend dem hohen Maße als es nach den Vorſchriften der Reichsabgabeordnung der Fall iſt, den Behörden der Länder und Gemeinden an dem Veranlagungsgeſchäft die Befeiligung gewährt werden. Weiter wird in den Geſetzen vorgeſehen, daß die Vorauszahlungen für Einkom menſteuern nicht mehr monatlich zu leiſten ſind, ſondern vierteljährlich. Die Zahlungstermine ſollen ſo gelegt werden, wie ſie dem beſonderen Bedürfnis der Steuerpflichtigen entſprechen. Das gilt vor allem für die Land⸗ Der himmels bach⸗Prozeß Zu neuen großen Auseinanderſetzungen kommt es bei der Ver⸗ nehmung des Syndikus der pfälziſchen Induſtriellen Dr. Keſſel⸗Neuſtadt a..., der in ſeiner Eigenſchaft auch als Vertreter der pfälziſchen Holzſäge⸗ und Holzverarbeitenden⸗Induſtrie zum Teil an dem Coupes⸗Verträgen teilgenommen hat. Dr. Keſſel ſchildert, daß bereits am 11. Januar 1924 in Berlin im Wiederauf⸗ miniſterium eine Sitzung ſtattgefunden habe, in der die Vertrags⸗ ſchließenden Firmen die Verträge den Reichsreſſorts⸗ und Länderver⸗ tretern wenigſtens inhaltlich zur Prüfung übergeben wollten. Da jedoch der Vertreter des Auswärtigen Amtes fehlte ſei dieſe Zuſam⸗ menkunft ohne Erfolg geblieben. Schenk habe in dieſer Be⸗ ſprechung informatoriſch jedoch mitgeteilt, man habe es erreicht, daß die Franzoſen für 150 000 cbm Schnittholz, 275 000 cbm Rundholz und dazu eine Entſchädigung von 8,8 Millionen Fronken geben wollten. Dieſe Entſchädigung ſollte entweder an die Holz⸗ induſtrie oder an die bayeriſche Forſtverwaltung gezahlt werden. Um die politiſchen Bedenken der Reichsreſſorts zu zerſtreuen, erklärte ſich die Holzinduſtrie bereit, als Treuhänder des Reiches dieſe Verträge mit den Franzoſen abzuſchließen, in die dann ſpäter zum größten Teil der bayeriſche Staat eintreten ſollte. Man ſei allſeitig der An⸗ ſicht geweſen, daß hierzu jedoch die Zuſtimmung der Reichsregierung notwendig ſei und habe verſucht, durch die Vereinigung der Arbeit⸗ geberverbände vom Wirtſchaftsminiſterium und von Dr. Streſe⸗ mann die Erklärung zu erhalten, daß politiſche Bedenken gegen den Vertrag nicht beſtünden. Dieſe Zuſtimmung der maßgebenden Stellen ſei jedoch nicht zu erlangen geweſen. Weiter ſei auch be⸗ konnt geworden, daß die Reichs⸗ und Länderregierungen erklärt hätten:„Sie wünſchten nicht, daß die Holzinduſtrie die Coupes⸗ Verträge oder ähnliche Verträge mit den Franzoſen tätigten.“ Am 24. März 1924 habe ich, fuhr Dr. Keſſel fort, dann mit den Herren der pfälziſchen Holzinduſtrie in München mit Miniſterjalrat Mantel — wobei auch die Coupes⸗Verträge flüchtig- geſtreift wurden. Rechtsanwalt Dr. Alsberg: Demnach iſt alſo die bayeriſche Regierung doch über die Coupes⸗Verträge unterrichtet geweſen? Der Zeuge: Das habe ich wenigſtens angenommen. Ich muß allerdings ſagen, daß die bayeriſche Regierung, wenn ſie nicht ſchon vorher genaue Kenntnis hatte, aus dieſer Beſprechung nichts Sicheres entnehmen konnte.(Bewegung.) Rechtsanwalt Voat: Wenn nach Ihrer Angabe die Verträge dazu geſchloſſen wurden, um die deutſchen Wälder zu erhalten, wenn die Holzinduſtrie ſich nur als Treuhänderin des Reiches fühlte und wenn das Reich in dieſe Verträge eintreten ſollte, wie iſt es dann zu erklä⸗ ren, daß auch nur eine Firma es wagen durfte, die Axt an die Wäl⸗ der zu legen, die ihr nach den Scheinverträgen garnicht gehörten, ſon⸗ dern die als Reichseigentum unverſehrt bleiben ſollten? Der Zeuge: Ja, bei den Vorverhandlungen war eigentlich immer nur von einer Rettung der Wälder die Rede. Wie es dann ſpäter zu der Differenzieruna kam und die Firma Himmelsbach ſich dazu veranlaßt ſah. ſo aroße Abholzungen vorzunehmen, kann ich allerbings auch nicht ſaagen. Große Bewegung). Rechtsanwalt Voat: Itt es richtig, daß noch bei den oben an⸗ geführten Beſprechungen am 24. März in München der baneriſchen Regierung erklärt wurde, durch die Coupes⸗Verträge ſei der weitaus größte Teil der pfälziſchen Wälder gerettet? Der Zeuge: Jawohl. Rechtsanwalt Dr. Alsberg: Die bayeriſche Regierung hat ſchon damals den Inhalt der Coupes⸗Verträge genau gekannt, aber ſpäter nicht den Mut zu dieſem Bekenntnis gehabt. Sodann wurde als Jeuge der Reichslagsaba. Hofmann⸗Ludwiashafen vernommen, der bekundete, daß er ſ. Zt. im Reichstaa eine Inter⸗ pellation dahingehend eingebracht hätte, ob es der Regierung bekannt ſei, daß die Franzoſen die Abſicht hätten. hauptſächlich in der Pfalz 600 000 Feſtmeter Holz einzuſchlagen. Auf Wunſch des Pfälzer Holz⸗ handels habe er dann einer Sitzung im Wiederaufbauminiſterium beigewohnt. die ſich mit dieſer Frage beſchäftigte. Hierbei habe der Pertreter der baneriſchen Regieruna irgendwelche Erſatzleiſtungen ab⸗ gelehnt, die Reichsregierung wiederum verwies den Holzhandel auf die Forſtabteilungen der Länder Preußen, Heſſen und Bayern. Da⸗ mit wor das Schickſal der pfälziſchen Wälder beſiegelt. Er müſſe aber zugeben. daß das Reich mit dieſen Dingen nichts zu tun haben möchte, da ein Einareifen, ob durch Gewähruna von Krediten oder durch Er⸗ ſatzlieferungen von Holz ja gewiſſermaßen einer Wiederaufnahme der damals eingeſtellten Renarationslieferungen aleichgekom⸗ men wäre.— Nach Beendigung dieſer Vernehmung verlas der Vor⸗ ſitzende ſodann einen Brief, der von dem früheren Reſchskanzler Dr. Wirih eingegangen war, in dem dieſer ſich dagegen verwahrt, daß in einem Bericht über dieſen Prozeß im„Tag“ vom 5. 2. ausgeführt ſei, Wirth habe ſeinem Geſchäftsfreunde Himmelsbach zu verſtehen gegeben, daß mit dem Inkrafttreten des Dawes⸗Planes Frankreich auf die Ver⸗ fügung der beſchlagnahmten Forſten verzichten müßte. Dieſer Be⸗ richt unterſtelle ihn eines ſchweren Amtsmißbrauchs und er bitte, ihn ſo raſch als möglich als Zeugen in dem zur Verhandlung ſtehenden Prozeß auftreten zu laſſen. r fe 4 dtse t wirtſchaft, die nur dreimal im Jahre Steuern zahlen ſoll und zwar am 15. Februar, am 15. Mai und am 15. November, weil der Zahlungstermin vom 15. Auguſt noch mit in die Erntezeit fällt, in der naturgemäß flüſſige Mittel fehlen. Bei der Einkommenſteuer müſſe man ſobald wie möglich wieder zu einer Beſteuerung nach dem Ertragswert kommen. Die Einkommenbelaſtung werde ſo nicht über 33%½ Proz. hinausgehen dürfen. Wenn der Reichsrat nichts weſentlich ändere, ſo würden künftia bei 24000 Mark Einkommen 15 Prozent, bei 48 000 Mark 20 Prozent, kurz vor 100 000 Mark 25 Prozent und 33% Prozent kurz vor 600 000 Mark erreicht werden. Bei der Vermögensſteuer müſſe man an dem Satze von 0,5 feſthalten. Einer weiteren Steigerung der Sätze ſtänden ſchwer⸗ wiegende Bedenken entgegen. Das verloren gegangene Kapital müſſe neugebildet werden. Aus dieſen Gründen müſſe in der nächſten Zeit eine Vermögenszuwachsſteuer unerwogen bleiben. Dagegen ſoll der Abzug am Kapitalertrage als wichtiges ſteuertechniſches Hilfsmittel aufrechterhalten werden. 8 Auf dem Gebiete der Kapitalverkehrsſteuer wurden gewiſſe Milderungen der Steuerſätze vorgeſchlagen. Auf dem Ge⸗ biete der Erbſchaftsſteuer werde man nicht bei den bisheri⸗ gen Sätzen bleiben können, ſolange es ſich um die Heranziehung wirklich großer Erbanfälle handelt. Die Progreſſion, die bei einer Million Goldmark aufhöre, ſoll daher weitergeführt werden. Beim Kindserbe wird die Rechtsbelaſtung künftig 15 Prozent betragen. Die Heranziehung der werbenden Betriebe, die ſich in öffentlichen Händen befinden, alſo etwa die Gas⸗ und Clektrizitätswerke der Gemeinden, Bergwerke der Länder uſw., ſollen weiter ausgebaut werden. In dieſem Punkt iſt allerdings mit dem größten Wider⸗ ſtand zu rechnen. Was das Gebiet des ſteuerfreien Lohnbetrages be⸗ treffe, ſo ſei eine Heraufſetzung des ſteuerfreien Lohnbetrages nicht wohl erträglich, doch ſoll vorgeſchlagen werden, daß, wenn mehr als drei Kinder vorhanden ſind, die Senkung des Steuerſatzes nicht ein, ſondern jedesmal zwei Prozent für das vierte und weitere Kind betrage. Die Befreiung des Ehegattenerbes ſoll in Zukunft fort⸗ fallen, wenn leibliche Abkömmlinge des Erblaſſers vorhanden ſind. Verbrauchsabgabengeſetze oder die Erhöhung von Verbrauchsabgaben, die ſich mit dem notwendigen Lebensbedarf be⸗ faſſen, würden keinesfalls gebraucht werden. Die Erhöhung der Verbrauchsabgaben würde ſich lediglich auf den vermeidbaren Ver⸗ brauch, alſo auf gewiſſe entbehrliche Genußmittel, beſchränken. Die Aufhebung der Luxusſteuer erſcheine nicht angängig. Was die Beſitzſteuer anlange, würden neue Vorſchläge nicht unterbreitet werden. Da der Beklagte Fernbach erklärt, eine derartige Wendung nie⸗ mals gebraucht zu haben, was auch von dem Klageſteller wie nom Gerichtsvorſitzenden zugegeben wurde, wobei ausdrücklich feſtgeſtellt werden konnte, daß weder der Name Wirth oder irgendwelche Be⸗ ziehungen ſeiner Perſon zu der Firma Himmelsbach während des Prozeſſes zur Sprache gekommen ſeien, wurde von einer Ladung deg früheren Reichskanzlers abgeſehen. Der nächſte Zeuge Illig erklärt, daß der Pfälzer In⸗ duſtriellenverband die Firmen Schenk und Him⸗ melsbach hinausgeworfen habe, weil ſie nur für ſich ge⸗ ſorgt hätten und viele Mitglieder durch die Genannten geradezu rui⸗ niert worden ſeien. Der nächſte Zeuge, der vernommen wurde, war der im Prozeß⸗ verlauf ſchon ſo viel genannte Holzaroßhändler Schenk. Auch er ſchilderte eingehend die Verhandlungen mit den verſchiedenen deut⸗ ſchen Behörden und ſagte, daß es immer ſein Beſtreben geweſen ſei, den Wald für Deutſchland zu retten. Fernbach: Wußten Sie, daß Ihr Vertrag bedeutend ſchlechter war als der mit Himmelsbach.— Zeuge Schenk: Das habe ich erſt in den letzten Tagen erfahren. Der Vertrag mit den Franzoſen iſt unter einem gewiſſen Zwang abgeſchloſſen worden, da geſagt wurde, wenn er nicht in einer Viertelſtunde unterſchrieben werde, ſei ſchon ein anderer da, der abſchließen wolle. Er mußte annehmen, daß dies nur Himmelsbach ſein könnte. Von den Privatverträgen Himmelsbachs mit den Franzoſen über die pfälziſchen Hölzer hade er ſpäter erfahren. wurde die Verhandlung auf Mittwoch früh 9 Uhr vertagt. Der„Tag“, in deſſen heutiger Nachtausgabe das obenerwähnte Schreiben Dr. Wirths mitgeteilt wird, gibt hierzu folgende Erklä⸗ rung: Mit dem Ausdruck Reichskanzler ſollte nunmehr nicht Dr. Joſeph Wirth, ſondern der damalige Reichskanzler Cuno gemeint geweſen ſein. Tatſächlich iſt der Name Wirth in der Verhandlung nicht gefallen. Da jedoch ſeine geſchäftlichen Bezjehungen mit der Firma Himmelsbach bekannt ſind, lag es nahe, ihn und nicht einen anderen Reichskanzler als Quelle der Information der Firma Him⸗ melsbach anzunehmen. der Leipziger Tſcheka⸗Prozeß Inkereſſante Einblicke in die kommuniſtiſche Organiſation Am Nachmittag wurde der Angeklagte Felix Neumann ver⸗ nommen. Die Verteidigung ſtellte Anträge, Neumann auf ſeinen Geiſteszeſtand hin zu unterſuchen und auch ſeine Angehörigen darüber zu hören. Das Gericht lehnte jedoch die Anträge ab und trat in die Vernehmung des Angeklagten ein. Er iſt 35 Jahre alt, von Beruf Schriftſetzer. Er gibt zu, daß ſein Vater und ein Bru⸗ der geiſteskrank ſeien, Hält ſich aber für völlig normal. Er äußerte ſich ausführlich über die kommuniſtiſche Partei, die ſich ſchon in eine rechte Gruppe unter Brandler und in eine linke unter Maslow und Ruth Fiſcher teilte. Alle kommuniſtiſchen Par⸗ teien hätten die Aufgabe, die politiſche Macht an ſich zu reißen, mit allen, auch verfaſſungswidrigen und gewaltſamen Mitteln. Dieſem Ziel diente auch der Eintritt der Kommuniſten in die ſächſiſche Regierung. Er ſollte den Auftakt zu einem bewaffne⸗ ten Maſſenaufſtand in Deutſchland bilden. Er, Neumann, ſei von Brandler mit der Organiſierung des revolutionären Ko⸗ mitees beauftragt worden. Das Komitee beſtand aus 7 Perſonen, von denen jeder eine Abteilung leitete. Der militäriſche Organi⸗ ſationsleiter war Ulbrich, die eigentlichen militärtechniſchen Ange⸗ legenheiten Skoblewski, der ſeinen Sitz in der ruſſiſchen Botſchaft hatte, und dem ein Generalſtab aus meiſt ruſſiſchen Genoſſen zur Verfügung ſtand. Die Abteilung Verkehr leitete der Abgeordnete Heckert, die Abteilung Ernährung Iwan Katz. Daneben gab es Nachrichtenverbindungsabteilungen u. a. Das Revolutionskomitee hatte die Aufgabe, den bewaffneten Aufſtand vorzubereiten und auszuführen. Eine Zerſetzungsabteilung wirkte beſon⸗ ders in e Sinn und ſtand unter der Leitung des Abg. Eberlein. Die Abteilung für die Wa 115 nbeſchaffung unter⸗ ſtand dem Abg. Fleck. Im Oktober 1923 ſei in der Wohnung des Abgeordneten Koenen der Alarm⸗ und Mobilmachungsbefehl be⸗ ſchloſſen worden, der durch Kuriere ſofort den Leitern der Bezirke zugeſtellt wurde. Die Verhandlungen wurden dann auf Mittwoch 9 Uhr vor⸗ mittags vertagt. der Fall Kreil Berlin, 11. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) In der „Nationalpoſt“ wird der geſtern von B. T. porgetragene Fall des Iſidor Kreil als durchaus nebenſächlich abgetan. Kreil hätte allerdings vor einiger Zeit dem Herrn Rokhard aus dem Magde⸗ burger Prozeß Material angeboten, falls ihm 100 Mark Reiſekoſten bezahlt würden und er mit Rothard die Sache perſönlich beſprechen könnte. Das ſei auch geſchehen, aber der ehemalige Gewerkſchafts⸗ hrer Emil Kloth habe Rothard den Rat gegeben, Kreil abzuweiſen. deſſen Erzählungen Schwindel wären. Dieſen Rat hätte Rofhard befolgt und Kreil ſei auch nicht als Zeuge benannt worden. Aus dem Reichstag Berlin, 11. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Zu 75 ginn der geſtrigen Reichstagsſitzung überraſchte der Volkspartei 5 Dr. Becker⸗Heſſen das Haus mit einem längeren Plädoyer 5 eigener Sache. Das„B..“ hatte nämlich unter der Spitßmaeit „Die Goldmilliarden der Ruhrhilfskaſſen“ gegen die Tatigtes Beckers als Reichswirtſchaftsminiſter im Kabinett Cuno ſcharfe griffe gerichtet und ihm u. a. vorgeworfen, daß er, der mit de Schwerinduſtrie verſippt und verſchwägert ſei, dieſer kraft gen Amtes Unterſtützungsgelder aus der Hika“, der Hilfskaſſe für di notleidende Induſtrie zugeſchanzt habe. Es ſcheint indes, daß Enthüllungsſucht die von ihr Befallenen in Gefahr bringt, aus de Mücke einen Elefanten zu machen. Der Betrag, um den es ſich in dieſem Falle handelt, iſt um das 200fache überſchätzt worden. Daß im übrigen, wie zu beweiſen Dr. Becker ſich erbot, bei 75 Hika⸗Geſchichte alles bis aufs letzte Tüpfelchen korrekt geweſen iſ, wird ſich an der Hand des Aktenmaterials unſchwer nachprüfeg laſſen. Es entſpann ſich aber ein hitziges Wortgefecht darüber 9 eine Erklärung, wie ſie der Abg. Becker mit Genehmigung des Prü⸗ ſidenten Löbe abgegeben hatte, überhaupt zuläſſig wäre. 75 Zentrum und den Demokraten wurde das beſtritten. Die Sozial⸗ demokraten wiederum ließen verkünden, daß ſie im Prinzip ni te gegen derlei„Monologe“ einzuwenden hätten, wenn auch ihn gewährt würde, es dem Abg. Becker gleich zu tun. Wir könnten 5 freilich, wenn dieſer Brauch ſich einbürgern ſollte, erleben, daß jeder Abgeordnete, der irgendwo in der Preſſe angegriffen wird, von de Tribünen des Reichstags aus ſich zur Wehr ſetzt. Nach dieſem Vorſpiel, das noch zu allerhand Erörterungen An⸗ laß geben dürfte, und mit dem wohl auch der Geſchäftsordnung ausſchuß ſich wird befaſſen müſſen, ging man mit Seufzen un Stöhnen an die Weiterberatung des Sozialetats heran 2 1 Tarif⸗ und Lohnweſen iſt man nun glücklich bei dem Kapite „Wohnungswirtſchaft“ angelangt. Es ſetzte die übliche breite Ausſprache über Unheil und Segen der Zwangswirtſ af ein. Die Sozialdemokraten äußerten lebhafte Beſorgniſſe, daß man den Wohnungsmarkt dem freien Wettbewerb erſchließen werde: und in der Tat, die Rechte ließ keinen Zweifel daran, daß edr plan⸗ mäßige Abbau der Wohnungszwangwirtſchaft mit Hochdruck in An⸗ griff genommen werden ſoll. Die Beratung darüber wird heute fortgeſetzt. Dder Dawesplan unausführbar: Die Meinung eines amerikaniſchen Senalors (Spezialkabeldienſt der United Preß) eSWaſhington, 9. Febr. Die Erklärung des Senators Johnſo in ſeiner letzten großen Rede im Senat, daß Deutſchland ſein Verpflichtungen aus dem Dawesabkommen wahrſcheinli nicht erfüllen werde, iſt vielfach als eine Anſpielung auf Deu lands böſen Willen ausgelegt worden. Unſer Waſhingtoner Sonderkorreſpondent hat daraufhin Gelegenheit genommen, John 7 zu befragen. Senator Johnſon erklärte, daß ihm die Abſicht, Deutſ land des böſen Willens zu zeihen, vollkommen ferngelegen ha 1 „Meine Erklärung“ ſagte er,„ſtützt ſich vielmehr auf die Ueberzen gung, daß der Dawesplan unausführbar ſei, im Hinbin, auf die Tatſache, daß Deutſchland ſeine Vorkriegsmärkte, Kapitalsanlagen im Ausland und viele andere Worte beinahe vo 0 kommen verloren habe und daher unfähig ſein dürfte, eine ähnlich günſtige Zahlungsbilanz wie im Jahre 1913 zu erreichen, ganz ſchweigen vom Aufbringen eines Ueberſchuſſes von 2½ Milliarden Goldmark zur Abgeltung ſeiner Verpflichtungen aus dem Darh abkommen.“ Johnſon erklärte dann weiter, daß der Gedanke, aus einem Fehlſchlagen in Erwartung auf Deutſchlands Zahlunge ſich neue Konflikte ergeben würden, in die die Vereinigten Staale einbezogen werden könnten, ihn zur Abgabe ſeiner Erklärung veram laßt hätte. Er ſchloß ſeine Ausführungen, daß es ſeiner Meinun nach vorzuziehen ſei, ſowohl die Schulden Deutſchlands als auch di der Alliierten an Amerika in größtem Ausmaße zu ſtreichen⸗ das beſchlagnahmte deutſche Eigentum in Amerika (Spezialkabeldienſt der United Preß) Newyork, 10. Febr. Senator Borahs Antrag zur Fren gabe des in den Vereinigten Staaten ſequeſtrierten deutſche Eigentums findet allgemeine Beachtung. Die„Newyork Wone, unterſtützt den Antrag Borahs und ſchreibt in ihrem heutigen 19 artikel:„Borahs Standpunkt iſt unangreifbar. Das deutſche Eigen tum, wie Eigentum im allgemeinen, repräſentiert ein Zuſamn ſparen von Werten durch Private, die im guten Glauben gem worden ſind. Solches Eigentum auf die Dauer zurückz würde gegen die internationale Moral ſein und wäre nich ie bar mit dem gegenſeitigen Vertrauen, wovon alle Handelsbezude ungen letzten Endes abhängen. Weiter läßt ſich eine daue tets Zurückhaltung nicht in Einklang bringen mit der von Amerika ‚ aufrecht erhaltenen Anſicht von der Unverletzbarkeit ind⸗ Privateigentums auf See und Boden im Krieg. Das fen⸗ liche Eigentum iſt unſerer Anſicht nach nur unter gegrie⸗ men worden, um ſeine Verwendung gegen uns während des ges zu unterbinden.“ ork inen entgegengeſetzten Standpunkt nehmen die„Newy abe Times“ ein. Sie ſchreiben, daß Borahs Anträge zur Freeſſe⸗, des deutſchen Eigentums„ſich gegen die Pläne des Kongeaſim⸗ gegen die Beſtrebungen der Regierung und gegen die Be nen mungen des zwiſchen Amerika und Deutſchland abgeſchloſſe er Vertrages richten“. Das Blatt führt weiter aus:„Zurzeiiſchen Beſchlagnahme des deutſchen Eigentums iſt von der amerttareſfen⸗ Regierung unmißverſtändlich feſtgeſtellt worden, daß die betre Ju den Eigentümer oder deren Erben nach Beendigung des Kriegg ſeſer entſchädigen ſeien. Es iſt nur natürlich, daß die Abgeltung teht Verpflichtung lange Jeit in Anſpruch nehmen wird. Es be⸗ kein Zweifel darüber, daß die berechtigten Anſprüche als unwahrſcheinlich bezeichnet worden ſind, ſind durch die rungen, das Gericht, als auch durch internationale Abma ſanktioniert worden.“ warum Deutſchland den Krleg verloren hat Lloyd George, der am Montag Ehrenbürger von 9 721 wurde, erklärte in einer Rede über den Sieg der Alliierten, 5 diejenigen Länder den Krieg gewonnen haben, die die beſten 1 tiker hatten. In den alten Heeren hätten die Generale mehr 0 die Politiker gegolten. Im letzten Kriege, als die Nation zug ieh die Armee war, waren die Politiker zur Geltung gekommen. ber hätten gelernt, die Maſſen zu beherrſchen. Deutſchland hatte 25 keine Politiker. Die gefährlichſte Waffe in einem Kriege ſeien die ſchweren Geſchütze, ſondern die Fähigkeit, die zu ſtärken. Wir haben, ſo fuhr Lloyd George fort, nicht der Rhein überſchritten. Nicht ein einziges ſchweres Geſchüß. Alliierten hätte bis auf deutſchen Boden ſchießen können. Rück dem kapitulierte Deutſchland bedingungslos. Es war ihm das enn grat gebrochen. Glauben Sie, daß ſich dieſes ereignet hätte, 15 pit Deutſchland einen Clemenceau, einen Gambette oder einen gehabt hätte? Niemals! Deutſchland hatte nichts anderes zweitklaſſige und drittklaſſige Politiker. * Leider Gottes müſſen wir zugeben, daß der Mann mit de letzten Satze ſeiner Ausführungen Recht hat. —— 00 ew. Darmſladt, 10. Febr. Größere Veirügerele iu, ber, Meptf entstaſe ausgedegt worben. Aie pergusee der Staat um eiwa 4000 Wert bennen Die üne ſuchung Iſt eingeleitet. Zwei Perſonen wuren in Haft ten voll befriedigt werden. Die Tatſachen, die von Senator Regie-⸗ — — „Mittwoch, den 11. Februar 1925 neue Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Rusgade) 3. Seite. Nr. 69 der Enlwurf eines neuen Llrafgeſetzbuches Von Amtsgerichtsdirektor Dr. Kley, Mannheim J. Der längſt erwartete Entwurf eines allgemeinen deutſchen Straf⸗ Puchs iſt nunmehr in amtlicher Form auf Anordnung des Neich⸗luftizminiſteriums veröffentlicht und im Buchhandel erſchienen. ei ſeinen einſchneide den Aenderungen, die er bringt, wird wohl di Gnterurte eine Kritik einſetzen, weshalb es angezeigt erſcheint, 40 rundzüge des Entwurfs bekannt zu geben, wenn auch eine der chendere Beſprechung einzelner Materien er nach dem Erſcheinen * Begründung möglich ſein wird. Im Umfang iſt der rf dem alten Geſetz ziemlich gleich geblieben. Er enthält 384 1 kagraphen gegenüber den alten 396(mit Einſchaltungen). Aeußer⸗ — iſt die Einteilung geändert. Dem erſten Buch, das in einem und beſonderen Teil die Verbrechen und Vergehen be⸗ ditdegolgt ein zweites Buch über die Uebertretungen und ein lUeb s über gemeinſchädliches Verhalten, in dem die bisher unter Arbertretungen behandelten Beſtimmungen über Bettel, Zigeunern, 79 8 und Gefährdung Jugendlicher durch Proſtitution eit⸗ ind. 10 Wohl die grundlegendſte Aenderung, die das alte Geſetz im Ent⸗ 0 urf erfahren hat, iſt, daß das Prinzip der Willensfreiheit Lanultig aufgegeben zu ſein ſcheint. Dadurch iſt einer rationelleren 18 pfung des Verbrechens endlich die Türe geöffnet, denn es onnen jetzt die Lehren der Biologie. Anthropologie und Soziologie, ie ich in einer beſonderen Artikelreihe behandelt habe, voll berück⸗ Ve gt werden. Damit iſt es aber beſſer wie bisher möglich, das ſi rbrechen an ſeiner Wurzel zu erfaſſen und zu bekämpfen. Es zeigt ch alsbald, daß damit ein beſſerer Schutz der menſchlichen Geſell⸗ ft gegen das Verbrechen erreicht wird. Bisher mußte der Ge⸗ aheitsverbrecher, wenn er ſeine meiſt zeitlich begrenzte Strafe derdußt hatte, ohne Rückſicht auf das Wohl der Allgemeinheit wieder 1 Freiheit übergeben werden, oft in der nie getäuſchten Erwar⸗ ˖ ug daß ihm alsbald neue Opfer verfallen würden, und in ähnlich awieriger Lage befand man ſich gegenüber dem beſchränkt Zurech⸗ eimasfähigen. Wir werden ſofort ſehen, daß hierin ein Wechſel uen iſt. Bei der Urteilsfindung ſollen berückſichtigt werden de Beweggründe, der Anreiz, der Zweck und die Mittel, das Maß daz Einſicht und der Einfluß krankhafter und ähnlicher Störungen, Vorleben, die perſönlichen und ſozialen Verhältniſſe, das Ver⸗ batzen nach der Tat und eine Schadenswiedergutmachung(8 67); Gedernde und erſchwerende Umſtände allgemeiner Art, Rückfall und emeingefährlichkeit, Einfluß des Alkohols(§8 44, 45, 72 ff., 77). Das Mittel, um alles dies berückſichtigen zu können, iſt die Erweite⸗ rung des Strafrahmens nach oben und unten und die Maßnahmen zur Beſſerung und Sicherung, welche wohl als die nächſtwichtigſte rung angeſehen werden können. ö Was zunächſt den Strafrahmen anlangt, ſo konnte dieſer ſch alten Strafgeſetz unter keinen Umſtänden über⸗ oder unter⸗ chritten werden. Der Entwurf gibt dem Gericht die Befugnis, die rafe dann nach einem beſtimmten Maßſtab zu mildern, wenn die auf Urſachen zurückzuführen iſt, die dem Täter nicht zum Vor⸗ 5 gereichen(die allgemein zugelaſſenen mildernden Umſtände ** Entwurfs), und weiterhin in beſonders leichten Fällen, wenn rotz Zubilligung mildernder Umſtände die mildeſte zuläſſige Strafe nach unbillig hart ſein würde, die Strafe nach freiem Ermeſſen zu 5 rn oder von einer Strafe ganz abzuſehen(88 72, 73, 75). Eine eſondere Regelung hat dabei die Alkoholfrage erlitten. Wie isher kann ſinnloſe Trunkenheit ſtrafausſchließend oder ſtrafmil⸗ ernd hinſichtlich des in der Trunkenheit begangenen Verbrechens Rken: wer ſich aber aus Vorſatz oder Fahrläſſigkeit in einen ſolchen biaulchzuſtand geſetzt hat, wird lediglich deswegen mit Gefängnis * zu 2 Jahren oder mit Geld beſtraft. Außerdem kann ſeine bäberfübrung in eine Trinkerheilanſtalt neben Wirtshausverbot ver⸗ Uegt werden. Hierüber handelt ein beſonderer Abſchnitt, der 35. eber den Mißbrauch von Rauſchgiften“(§88 335 ff.) Neben den bewähnten beſonders milden Fällen kennt der Entwurf auch noch eſonders ſchwere. Iſt der verbrecheriſche Wille des Täters ungewöhnlich ſtark und verwerflich und die Tat beſonders ſtraf⸗ —5 ig, ſei es wegen der Begehungsart oder wegen den Folgen, ſo — die Strafe, beim Zuſammentreffen mit Rückfall für unbe⸗ chränkte Dauer in eine Sicherungsverwahrung überge⸗ f rt, die es ermöglicht, gefährliche Gewohnheitsverbrecher ſo lange Fücdadlich zu machen, als es der Zweck der Anordnung erfordert. die nötige Kontrolle ſorgt die Vorſchrift, daß die Unterbringung mi drei Jahren und dann in nachträglich zu beſtimmenden Ter⸗ nen aufs neue ausgeſprochen werden muß.(88 76, 77, 45 ff.). * An den erwähnten Maßregeln der Beſſerung und Siche⸗ 1 g, von denen der 7. Abſchnitt des allgemeinen Teils des Buches handeln(88 22 ff.) iſt vor allem neu, daß dieſe Maßregeln — dem erkennenden Gericht getroffen werden können und nicht, bör bisher, einem beſonderen Verfahren vor einer anderen Be⸗ — vorbehalten ſind. Als—55 ſind teils neben einer Strafe, teils n Stelle einer ſolchen vorgeſehen: die Unterbringung in einer Heil⸗ Pflegeanſtalt oder in einer Trinkerheilanſtalt und die Siche⸗ ungsverwahrung, von der bereits geſprochen wurde, ferner Schutz⸗ kei cht, Wirtshausverbot, Reichsverweiſung, Verluſt der Amtsfähig⸗ eit und des Wahl⸗ und Stimmrechts, die Urteilsbekanntmachung und e Einziehung. Die Schutzaufſicht ſoll vor der Gefahr bewahren, neue ſtrafbare Handlungen zu begehen, an ein geſetzmäßiges Leben gewöhnen und das wirtſchaftliche Fortkommen erleichtern. Sie wird unter anderem bei unzurechnungsfähigen und beſchränkt zurech⸗ nungsfähigen, den berüchtigten Pſychopathen, Platz greifen. Wo ſie nicht ausreicht, tritt bei Gemeingefährlichkeit Unterbringung in eine Heil⸗ und Pflegeanſtalt ein. Dasſelbe gilt für Trunkenbolde hin⸗ ſichtlich Aufſicht nebſt Wirtshausverbot und Unterbringung in die Trinkerheilanſtalt. Die übrigen genannten Maßregeln ſind an Stelle der weggefallenen Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ge⸗ treten, wobei es zu begrüßen iſt, daß die Maßnahmen bei eingetre⸗ tener Beſſerung wieder aufgehoben werden können. Auch im übrigen weiſt der allgemeine Teil des 1. Buches erheb⸗ liche Aenderungen auf, die teils einer Vereinfachung dienen, teils einem geläuterten modernen ſozialen Empfinden Rechnung tragen. Die Einteilung in Verbrechen, Vergehen und Uebertretungen iſt beibehalten, hat aber ausdrücklich nur noch ſprachtechniſche Bedeu⸗ tung und iſt dahin vereinfacht, daß mit Zuchthaus beſtrafte Delikte Verbrechen, mit Gefängnis belegte Vergehen und mit Geldſtrafe bedachte Uebertretung genannt werden.(§8 10, 343). Der§ 11 enthält eine Reihe von Begriffsbeſtimmungen oft wiederkehrender Ausdrücke, wie: Jugendlich, Frau, Amtsträger, Oeffentlichkeit Ge⸗ walt, Drohung, Entgelt, Urkunde, Gemeingefahr uſw. Gewalt um⸗ faßt auch Hypnoſe, Drohung auch ſolche mit Strafanzeige oder Ver⸗ leumdung, Frau iſt auch die unverheiratete weibliche Perſon. Ats Anſtifter wird nicht nur, wie bisher, der beſtraft, der durch be⸗ ſondere Mittel anſtiftet, ſondern ſchlechthin jeder, der einen anderen zu einer ſtrafbaren Handlung veranlaßt(§ 25). Die Strafbarkeit des Verſuchs am untauglichen Objekt mit untauglichen Mitteln iſt durch § 23 Abſ. 4 weſentlich gemildet. Das ſtrafmündige Alter iſt auf 14 Jahre hinaufgeſetzt(§ 19). Der ſtrafrechtliche erhebliche Irrtum, von dem ich in der Abhandlung vom 24. Januar 1924 über„Klippen des Strafgeſetzes“ geſprochen habe, iſt nicht mehr auf tatſächlichen Irr⸗ tum beſchränkt(§ 13). Eine neue Beſtimmung iſt auch, daß den Täter eine wegen eines ſchweren Erfolges der Tat beſtimmte höhere Strafe nur trifft, wenn er die Folgen wenigſtens fahrläſſig ver⸗ ſchuldet hat. u erwähnen wäre noch, daß der Begriff des Not⸗ ſtandes, bisher auf Gefahren für Leib und Leben beſchränkt, ſich auf alle Gefahren, alſo auch vermögensrechtliche beziehen ſoll(8 22), und daß die Beſtimmungen über Verjährung weſentlich ver⸗ einfacht ſind, desgleichen die Vorſchriften über die Bemeſſung der Strafe— beim Zuſammentreffen mehrerer ſtrafbarer Hand⸗ lungen(§ 63 ffj). Zuletzt noch ein Wort über die Strafen des Entwurfs. Bei⸗ behalten ſind Todesſtrafe, Zuchthaus, Gefängnis und Haft, ſowie die Geldſtrafe. Weggefallen iſt die Feſtungshaft. An ihre Stelle trat die ſogenonnte Einſchließung, worunter wohl eine einfache Freiheitsentziehung ohne Arbeitszwang und mit weitgehenden Ver⸗ günſtigungen zu verſtehen iſt. Dieſe ſoll an Stelle von Zuchthaus und Gefängnis in gleicher Dauer treten, wenn der ausſchlaggebende Beweggrund des Täters darin beſtand, daß er ſich zu der Tat auf Grund ſeiner ſittlichen, religiöſen oder politiſchen Ueberzeugung für verpflichtet hielt(§ 71). Die wenigen im alten Strafgeſetzbuch über den Vollzug der Strafen enthaltenen Beſtimmungen ſind weg⸗ Fael Dieſe ſind in den Grundſätzen über den Vollzug von Freiheitsſtrafen vom 7. Juli 1923 enthalten(Reichsgeſetzblatt 1923, Seite 263), die aber mit dem beſprochenen Entwurf in Einklang ge⸗ bracht werden müſſen. Die durch die Novelle vom 6. Februar 1924 in das alte Strafgeſetzbuch eingefügten Beſtimmungen, daß bei Geldſtrafen die ſozialen Verhältniſſe bei der Bemeſſung und Ge⸗ währung von Ratenzahlungen und anderen Vergünſtigungen zu be⸗ rückſichtigen ſind, wurden übernommen nebſt der Anordnung, daß die Geldſtrafen anderſeits das Entgelt, das der Täter für die Tat er⸗ halten hat und ſeinen Gewinn aus der Tat überſteigen ſollen, ſowie, daß bei Gewinnſucht Geldſtrafen bis 100 000 Mark ausgeſprochen werden können. Mit einer Kritik des Entwurfs muß, wie geſagt, zugewartet werden, bis die amtliche Begründung erſchienen iſt. Soviel kann aber ſchon jetzt geſagt werden, daß der Entwurf von durchaus edel⸗ ſtem ſozialen Geiſte getragen und von einem tiefgründigen warmen Verſtändnis für den Menſchen im Verbrecher erfüllt iſt, daß er aber daneben auch von der Notwendigkeit durchdrungen erſcheint, das Verbrechen als eine ſoziale Gefahr mit aller Energie zu bekämpfen und daß er vor allem auch dem Richter die Mittel dazu in die Hand gibt, die dieſes Ziel erreichbar erſcheinen laſſen. Eine Beſprechung des beſonderen Teils wird folgen. Wirtſchaſtliches und Soziales Ueberfüllung im Bankberuf Der Deutſche Bankbeamten⸗Verein, Zweig⸗ verein Mannheim, teilt uns mit: Oſtern ſtellt viele Eltern vor die ſchwere und ernſte Frage: was der der Schule entlaſſene Junge werden ſoll. Bei den ſchlimmen wirtſchaftlichen Verhältniſſen Deutſchlands im Augenblick iſt es ungeheuer ſchwer, einen guten Rat zu geben. Wir halten es aber für unſere Pflicht, darauf hinzu⸗ weiſen, daß das Ungeeignetſte und das Unzweckmäßigſte wäre, junge beamte liegen heute arbeitslos auf der Straße und es iſt noch ſehr fraglich, ob der Abbau nicht noch manchen von denen trifft, die heute im Bankgewerbe tätig ſind. Da die Bankbetriebe durchweg bisher nach dem höheren Stand an Beamten Lehrlinge eingeſtellt haben, ſo beſitzt das Bankgewerbe eine Ueberzahl an Lehrlingen, die zum größten Teil mit Ablauf ihrer Lehrzeit— denn vorher kann der Lehrvertrag nicht gelöſt werden— aus den Betrieben ausſchei⸗ den, ohne die geringſte Ausſicht zu haben, eine neue Stellung im Bankgewerbe zu erlangen. Es werden zwar viele Banken bereit ſein, Lehrlinge einzuſtellen, aher nach Ablauf der Lehrzeit ſitzen die jungen Leute arbeitslos auf der Straße. Aus dieſem Grunde muß im Intereſſe der jungen Leute der Deutſche Bankbeamten⸗Verein, als die Berufsvertretung der kaufmänniſchen Bankangeſtellten, die Eltern der zu Oſtern 1925 zur Entlaſſung kommenden Schüler dringend warnen, für dieſe eine Lehrſtelle im Bankgewerbe anzunehmen, da auf Jahre hinaus die Möglichkeit des Fortkommens im Bankgewerbe außerordentlich ſchlecht, wenn nicht gar völlig unterbunden iſt. Städtiſche Nachrichten Lernt ein Handwerk: Für das deutſche Handwerk waren ſchlimme Zeiten zu über⸗ winden. Die Kriegs⸗ und Nachkriegszeit iſt der Entwicklung des Handwerks überaus hinderlich geweſen. Einerſeits machte es die Sorge ums tägliche Brot zahlreichen Eltern unmöglich, den in die⸗ ſen Notjahren aus der Schule ins berufliche Leben übertretenen Knaben ein Handwerk erlernen zu laſſen, weil zur Beſtreitung der Lebensnotwendigkeiten der Familie die in Form von Koſtgeld ge⸗ gebene geldliche Beihilfe ſich vielfach als nicht ausreichend erwies. Es galt eben, ſofort und möglichſt viel zu verdienen. Andererſeits aber entfiel durch die hohen Verdienſte ungelernter Arbeiter, die ſich in jener außergewöhnlichen Zeit von denjenigen gelernter Be⸗ rufe kaum unterſchieden, auch ſo ziemlich jeder Anreiz ein Hand⸗ werk zu erlernen. Ddie Verhältniſſe ſind mittlerweile andere ge⸗ worden; ſie haben in geſunder Rückentwicklung dazu geführt, daß die einſtige Unterſcheidung zwiſchen Gelernten und Ungelernten auch in der Entlohnung wieder ſtärker zum Ausdruck kommt. Die Folgeerſcheinungen des verringerten Zugangs von Lehr⸗ lingen treten jetzt, wo es allgemein wieder aufzublühen beginnt, augenfällig zutage. Es mangelt vielfach an Nachwuchs und dies in —55 fühlbarer Weiſe im Buchdruckgewerbe, wo mit die beſten Verdienſte erzielt werden und auch ſonſt durchaus gün⸗ ſtige Arbeitsverhältniſſe beſtehen. Allerdings kann bei der Beſon⸗ derheit des Buchdruckgewerbes, das vieles mit dem Kunſtgewerbe gemein hat, auf eine ſorgſame Auswahl der Kräfte nicht ver⸗ zichtet werden, denn nicht ſeder Junge eignet ſich für dieſen zwar außerordentlich ſchönen und intereſſanten, aber auch erhöhte An⸗ forderungen ſtellenden Veruf. Soll ein Junge, der den Buch⸗ druckerberuf wählt, darin vorwärts kommen, ſo iſt grundlegende Vorausſetzung, daß er gute Schulkenntniſſe mitbringt. Jungen Leuten, die eine gute Schulbildung genoſſen haben oder ſolchen, die ſich während ihrer Lehrzeit die Kenntnis fremder Sprachen neben umfaſſendem allgemeinen Wiſſen aneignen, eröff⸗ nen ſich für ſpäter beſonders günſtige Ausſichten für eine gut be⸗ zahlte gehobene Stellung, wie überhaupt der tüchtige Fachmann mit guter Allgemeinbildung im Buchdruckgewerbe immer geſucht iſt. Der Buchdruckerberuf gliedert ſich im großen und ganzen in zwei Hauptgruppen: Setzer und Drucker. Der Setzerlehrling muß vor allen Dingen ſich in der deutſchen Sprache völlig ausken⸗ nen und ſoll möglichſt auch gewiſſe zeichneriſche Fertigkeiten be⸗ ſitzen. Beim Drucker iſt guter Farbenſinn und Intereſſe für die Technik der Maſchine Vorausſetzung. Der Aufnahme in den Be⸗ ruf geht eine ärztliche Prüfung auf den allgemeinen Geſundheits⸗ zuſtand und eine ſolche auf geiſtige Eignung voraus. In faſt allen größeren und mittleren Städten ſind beſondere Fachſchulen errichtet, dazu beſtimmt, die berufliche und allgemeine Ausbildung zu fördern und zu ergänzen. Die Koſtgeldentſchädigung, die den Eltern, die vor die Frage geſtellt ſind, welcher Tätigkeit ſie ihren tualen Verhältnis zu den kariflichen Gehilfenlöhnen; gegenwärtig beträgt ſie 10—40 Prozent des höchſten Tariflohnes der Gehilfen. Elatern, die vor die Frage geſtellt ſind, welcher Tätigkeit ſie ihren Sohn zuführen ſollen, ſeien deshalb auf den Beruf des Buchdruckers hingewieſen. E * Die ſtädtiſchen Krankenanſtalten. Laut Mitteilung des Städt. Nachrichtenamts befanden ſich am 31. Januar in den ſtädtiſchen Kran⸗ kenanſtalten 930 Kranke(480 männliche, 450 weibliche), und zwar im Krankenhaus 813. im Spital für Lungenkranke 117. Von den im Krankenhaus befindlichen Kranken waren 303 in der mediziniſchen Abteilung. 240 in der chirurgiſchen Abteilung, 95 in der gynäkolo⸗ giſchen Abteilung, 67 im Säuglinaskrankenhaus, 72 in der Abteilung für Haut⸗ und Geſchlechtskranke, 20 in der Abteilung für Hals⸗ Naſen⸗, Ohrenkranke, und 16 in der Abteilung für Augenkranke. Da am 31. Januar 1924 die Zahl der Kranken 914(463 männliche, 451 weibliche) betrug, waren in den Mannheimer ſtädtiſchen Kranken⸗ anſtalten am 31. Januar 192516 Kranke mehr als am aleichen Tage des Voriahres. Außerdem ſind in der Heimabteilung 154 Kinder un⸗ tergebracht. die zwar nicht krank ſind, aber dort verpfleat werden. Am 24. Januar war die Zahl der Kranken 963(Krankenhaus 835. Spital für Lungenkranke 119, Geneſunasheim Neckargemünd). Hier⸗ nach war die Krankenzahl am 31. Januar um 33 niederer als am Leute in den Bankberuf zu ſenden. Tauſende gutqualifizierte Bank⸗ 24. Januar. — ττ0 ο ieeereeeee e eeeereeeeeeeee ereeereeeeeeeeneeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Was iſt Kitſch: Von Nudolf Lothar iſt. Jeder Menſch weiß, oder beſſer geſagt, empfindet, was Kitſch ſa„Vas es bedeutet, iſt klar wie der Sinn des Götz ſchen Zitates“, ritz Karpfen in einem eben erſchienenen Buche über den Gamburg Weltbund⸗Verlag.) Er verſucht in ſeinem Büchlein lum Kitſch zu definieren. Ich glaube nicht, daß es ihm völlig ge⸗ da Denn ſonderbarerweiſe zählt Kitſch bis heute zu den un⸗ t nierbaren Worten. In meinem Konverſationslexikon von Meyer Ja t das Wort Kitſch gar nicht vor.(Der Band K erſchien im dobre 1908.) Damals war das Wort offenbar noch gar nicht ge⸗ 1 en. Aber natürlich war der Begriff längſt da. Der Kitſch iſt Nunt wie die Welt. Man kann ruhig behaupten, daß es keine ie ſtentwicklung ohne Kitſch gibt. Karpfen meint, daß Kitſch auf lich kürzeſte Formel gebracht,„Talmi iſt, ſpekulierend auf die kind⸗ e Freude am Glitzernden.“ gar falmi iſt Fälſchung. Es gibt aber ſehr viele Fälle, wo LKitſch echt keine Fälſchung iſt, ſondern von ſeinem Erzeuger als durchaus dem empfunden wird. Auch das Motiv des Spekulierens iſt mit fN Kitſch nicht untrennbar verbunden. Sehr viele Kitſchbrüder er⸗ duuften, ihre Werke, ob es nun Bilder, Bücher, Theaterſtücke oder Nales ſe Kompoſitionen ſind, in dem ehrlichen Glauben, etwas Talm a Vortreffliches zu leiſten. Der ärgſte Kitſch iſt oft weder den z noch Spekulation. Es gibt Kitſch, der ſo ehrlich gemacht wor⸗ „wie nur ein Kunſtwerk gemacht werden kann. nicht arpfen meint, daß Kitſch die Phraſe der Kunſt iſt.„Und zwar ſchlei einmal die große Phraſe, ſondern die kleinliche, widrige und t ige, die Lüge.“ Aber nicht jede erlogene Kunſt iſt Kitſch und Nom jeder Kitſch iſt erlogen. Karpfen ſieht im Courths⸗Mahler⸗ ti und in der Walzer⸗Operette die letzten Ausläufer der gewal⸗ kitſchigen Lebenslüge, die die Zeit vor dem Kriege gekenn⸗ Wpe hat. Er ſpannt gewiß den Begriff des Kitſches zu weit dar icche Beiſpiele des Kitſches für ihn ſind das Strauß Denkmal und mal daiſerin Eliſabeth⸗Denkmal in Salzburg, und das Mozart⸗Denk⸗ nicht n Wien. Darüber, was jemand als Kitſch empfindet, läßt ſich alen ſiraften. Wohl aber läßt ſich darüber ſtreiten, ob Kitſch unter nun umſtänden Lüge oder Fälſchung ſein muß. Und darüber bin ich anderer Anſicht. vom dan kommt dem Begriffe des Kitſches am nächſten. wenn man teri Gemeinplatz ausgeht. Der Gemeinplatz war einmal ein dich⸗ den 855 Wort. Es war gewiß ein dichteriſches Bild, als Schiller von Samferszern ſprach, die die Welt bedeuten. Aber wenn heute ein weltbe iſt nicht vom Theater reden kann, ohne empbatiſch von den ander deutenden Brettern zu ſprechen, ſo iſt das ein Gemeinplatz, oder s geſaat. ein literariſcher Kitſch. Aber es iſt auch möglich. daß das Schreiberlein in ſeiner Naivität aar nicht weiß, wie tief Schillers Wort in die Gemeinvlätze geſunken iſt. Er zitiert ganz ehrlich und alaubt, ſeinen Stil mit einem beſonderen Juwel aufaeputzt zu haben. Er iſt kein Lügner und kein Fälſcher. er iſt nur zeitblind. Denn wenn er Augen und Ohren für ſeine Zeit hätte. dann wüßte er den Ge⸗ meinplatz von Zitat zu unterſcheiden. Ich empfinde im Gegenſatz zum Karpfen das Rokoko als eine Zeit voll Anmut, Grazie und Lieblichkeit. Karpfen aber nennt„das ganze geprieſene Rokoko das Muſter des Kitſches.“ Die Ornamente freilich, die Ausdrucksweiſe, die Gefühlswerte des Rokoko, ſind ſehr raſch Gemeinplätze geworden, und jeder Handwerker glaubte mit ihnen Staat machen zu können. So entſtand Kitſch in unalaublicher Menge. Ein ſchöner aotiſcher Schrank, eine geſchnitzte Truhe ſind die Freude des Beſitzers. Aber weil findige Handwerks⸗ leute und einfallsarme Architekten dieſe Freude verallgemeinern woll⸗ ten. entſtand das arauenhafte altdeutſche Zimmer, das die Innen⸗ architektur des bürgerlichen Hauſes jahrzehntelana verſeucht hat. Obendrein noch ein beſſeres Beiſpiel: Das Makartbouqauet war ein maleriſcher hübſcher Einfall. Mit vehementer Schnelliakeit wurde dieſer Einfall zum Gemeinplatz und das Makartbouaquet iſt heute in Wahrheit ein Symbol des Kitſches. Wenn wir dieſe Beiſpiele überblicken, und immer an die Ver⸗ wandſchaft zwiſchen Kitſch und Gemeinplatz denken, dann kommen wir der Begriffsbeſtimmung ſchon merklich näher. Kitſch entſpringt immer dem Wunſche, der Kundſchaft gefällig zu ſein, ihr juſt das zu bieten, was ſie verlangt. Das ſchlimmſte am Kitſch iſt ſeine Liebe⸗ dienerei. Auch der zitatenwütige Literat tanzt auf ſeinen Gänſe⸗ füßche einem p. t. publico zu Gefallen. Er denkt ſich: das Publi⸗ kum wünſcht eine gebildete Sprache, alſo ſeien wir gebildet! Auch das Makartbouquet und das altdeutſche Zimmer waren Kotau vor dem Kunſtbedürfnis des Spießers. Warum hängt ſich ein Kunſt⸗ freund Bilder in die Stube? Nicht nur wegen des Wertes, den das Bild beſitzt, ſondern auch wegen des Stoffes, den das Bild behan. delt. Ein Bild kann beruhigen und erregen, kann alle Gefühle, deren wir fähig ſind, in uns auslöſen. Wenn nun ein Maler auf möglichſt gefällige Weiſe dieſem Bedürfnis entgegenkommt, dann entſteht Kitſch. n hängen an den Wänden die Verherrlichungen von Liebe und Freundſchaft, von Treue und Glauben, die mit ihrem billigen, kindlich naiven Apell an unſere Gefühlswelt den beſſeren Menſchen mit Entſetzen erfüllen. Auch in dieſem Falle kann man an einem Beiſpiel ſchlagend beweiſen, wie identiſch Kitſch und Ge⸗ meinplatz ſind. Die beiden Engel auf der Sixtiniſchen Madonna ſind ſo oft wiederholt worden, daß wir ſie heute als greulichſten Kitſch empfinden. Und als ſie zum erſten Male auf die Menſchen nieder⸗ blickten, waren ſie der Inbegriff der Lieblichkeit. Der Kitſch beginnt immer mit der emeinerung. Darum iſt der Farbendruck eines ſeiner beliebteſten Ausdrucksmiftel. Jede Zeit hat ihren beſtimmten Geſchmack. Der Geſchmack eimer Zeit iſt der künſtleriſ Niederſchlag ihrer Weltamſchauung. Aber nicht nur Verſtand iſt ſtets bei wenigen nur geweſen, auch der iſt ein Vorrecht der Auserwählten. Aus dem Reich der Auserwählten ſinkt er aber dann in die breite Maſſe. Was heute Vorrecht war, iſt morgen Gemeinplatz. Die Vorkämpfer der Zeit ben mit der breiten Maſſe den Geſchmack niemals gemeinſam. heute Privileg iſt, wird morgen zum— Kitſch. Die Tragi⸗ komödie des Kitſches beſteht darin, daß er fabrikmäßig erzeugt, was einmal ein ſchöner und genialer Einfall eines Einzelnen war. iſt, wie der geneigte Leſer ſieht, nichts anderes als der Werdegang des Gemeinplatzes. Kitſch iſt künſtleriſcher Gemeimplatz. Nicht mehr und nicht weniger. Theater und Muſik Theater und Muſik in Baden⸗Baden. Man kann zur Zeit allerlei über das Theater in Baden⸗Baden leſen. Es ſei hier nicht unterſucht, wer recht und wer unrecht hat, es ſei auch nicht die Ver⸗ Fane heraufbeſchworen, an der man hier allerdings viel zu artnäckig und gedankenlos feſthält. Baden⸗Baden hat die Umſtel⸗ lung zum modernen Kurort noch nicht vollzogen— keinem Badeort dürfte das ſchwerer fallen als Baden⸗Baden, denn man darf nicht vergeſſen, daß zwiſchen der letzten Saiſon alten Stils oder mehr oder weniger alten Stils und der erſten Saiſon der Nachkriegszeit eine Lücke klafft. Den Krieg über gab es doch keine Saiſon. Da ſtand das Bad und ſtand die ſchöne Natur im Vordergrund. Was das moderne Vergnügungsleben in den letzten Jahren hervorbrachte, iſt hier noch nicht einmal im Abglanz bekannt. Man kann über die Notwendigkeit und über die Kultur dieſer Unterhaltungen denken, wie man will— ſie werden anderswo geboten, und die Leute, die heute Geld in ein Bad bringen, verlangen ſie dort erſt recht. Wo alle Welt tanzt, ſollte Baden⸗Baden nicht unter einer behördlichen Verfügung zu leiden haben, die die Veranſtaltung von mehr als drei Tanzabenden in der Woche verbietet. Wo anders iſt man weit⸗ herziger und zieht auf Koſten Badens Vorteile daraus. Wie geſagt, Baden⸗Baden iſt noch nicht ſoweit, aber es wird die Umſtellung vor⸗ nehmen und dann wieder vorbildlich ſein wie in früheren Glanztagen. Doch vom rein Kurörtlichen ſollte hier ja nicht die Rede ſein, ſondern vom Theater. Wer leugnen wollte, daß das Badener Theater von 1924 hinter dem von 1923 zurückſtand, der würde den Tatſachen nicht recht geben; ob bewußt oder unbewußt, das ſpielt keine Rolle. Die Verſtimmung gegen das Theater datiert übrigens erſt vom Beginn der laufenden Spielzeit, vom Herbſt vergangenen Jahres, als elnige neu verpflichtete Mitglieder, vor deren Engagement die Kritik gewarnt hatte, hre Unzulänglichkeit zu beweiſen anfingen und eine außergewöhnlich einſeitige Geſtaltung des Spielplans mit Recht die Theaterluſt erſticken mußte. Es erſchienen da in einer Woche fol⸗ + 4. Seite. Ar. 69 Aeue Mannheimer Jeitung[Mitkag⸗Nusgabe) Mittwoch, den 11. Jebruar 1925 vereinsnachrichten B. f. p. J. Vor einigen Tagen fand im Haus„Rheingold“ zu Berlin die Gründunasverſammluna der„Vereini⸗ gung für polizeiwiſſenſchaftliche Fortbildun g“ ſtatt, an der neben einer aroßen Anzahl bekannter Polizei⸗Praktiker wie Bartels. Vogel, Heidmann, Graßhoff, Engelbrecht, Ule u. a. auch prominente Polizei⸗Wiſſenſchaftler, wie die Univerſitätsprofeſſoren Dr. Gerland⸗Jena, Dr. Puppe⸗Breslau. Staatsanwaltſchaftsrat Rittau u. a. teilnahmen. Die Vereiniguna für polizeiwiſſenſchaftliche Fort⸗ bildung bezweckt die ſtändige geiſtige Höherentwicklung und berufliche Ertüchtigung der Beamtenſchaft. die durch Vortragskurſe und Einzel⸗ vorträge ſowie durch weitere Verbreitung geeianeter Fachblätter und Fachzeitſchriften erreicht werden ſoll. Abhandlungen über Straf⸗ und auch Zivilrecht, über pſychologiſche und ſoziologiſche Verhältniſſe des Volkslebens, über Methoden des Kampfes gegen das Verbrechertum und über beſondere der Praxis entnommene Fälle ſollen die weitere Fortbildung des Polizeibeamten und der Polizei naheſtehender Be⸗ rufe ermöalichen. Mitalied der Vereinigung ſoll etwa nicht nur der Polizeibeamte werden, ſondern jeder, der beruflich oder auch aus per⸗ ſönlichem Intereſſe heraus Anteil an der geiſtigen Ertüchtigung der Polizei nehmen will, z. B. der Hochſchullehrer, der Richter, Staats⸗ anwalt, Arzt u. a. Zum 1. Vorſitzenden der Vereinigung wurde Po⸗ liseioberſtwachtmeiſter Bartels⸗Hildesheim, zum 2. Vorſitzenden Kriminal⸗Direktor Vogel⸗Königsberg, zum 1. Schriftführer Kri⸗ minal⸗Kommiſſar Enaelbrecht⸗Berlin und zum 2. Schriftführer Staatsanwaltſchaftsrat Rittau⸗Bartenſtein, zum 1. Schatzmeiſter Polizei⸗Inſpektor Jeske⸗Berlin und zum 2. Schatzmeiſter Krim.⸗ Sekretär Bick⸗Solingen gewählt. Dem geſchäftsführenden Aus⸗ ſchuß gehören u. a. an: Prof. Dr. Jellineck⸗Kiel, Prof. Dr. Liepmann⸗ Hamburg, Prof. Dr. Radbruch⸗Kiel. Prof. Dr. Nippe⸗Königsberga, Prof. Dr. Hellfritz⸗Breslau. Prof. Dr. Gerland⸗Jena, Prof. Dr. Puppe⸗ Breslau. Verleger Gersbach⸗Berlin, Polizeiſchul⸗Direktor Gundlach⸗ Hamburg. Obervpolizei⸗Inſpektor Ule⸗Berlin. Oberpolizei⸗Inſpektor Graßhof⸗Bielefeld. Polizeimaſior Heidmann⸗Witten. Polizeihaupt⸗ mann a. D. Siering⸗Berlin. Krim.⸗Kommiſſar Brobeck⸗Berlin. Der Sitz der Vereiniauna iſt Berlin, ihre Geſchäftsräume befinden ſich Berlin SW. 61, Blücherſtraße 1. veranſtaltungen Ernſt Toller wird am Freitag, 27. Februar im Muſenſaal des Roſengartens aus ſeinen Werken ſprechen, u. a. aus dem Schwalbenbuch, Vormorgen und ſeinen dramatiſchen Werken. Heimafbund der Rheinländer und Weſtfalen.„Heut den Griesgram zu verjagen, gilt Rheinländern und Weſtfalen!“ Unter dieſem Motto hatte am veragngenen Samstag der Verein ſeine Mit⸗ glieder und Freunde zu der erſten karnevaliſtiſchen Sitzung mit Tanz im Saale des Kinzinger Hofes eingeladen. Um 9,11 Uhr waren die fidelen Narren und Närrinnen vom Rhein und von der Ruhr vollzählig verſammelt und unter der bewährten Leitung ihres karnevaliſtiſchen Präſidenten, Herrn Piana wickelte ſich das von echtem, rheiniſchem Humor getragene Pro⸗ gramm ab. Unter den Klängen des Büttenmarſches„Se kriggen uns nit kapott“ zog der Elferrat auf, und in raſcher Folge wechſelten nun gemeinſchaftliche Lieder, Solovorträge, Solotänze und Bütten⸗ reden, ſo daß man kaum bemerkte, daß die Mitternachtsſtunde längſt verſtrichen war, als der Tanz zu ſeinem Rechte kam. In hervor⸗ ragender Weiſe wirkten neben Herrn Piana, der ſelbſt wiederholt in die Bütte ſtieg, zum Gelingen des Abends bei, die Vereinsmit⸗ glieder Herr und Frau Schneider, Frau Beſting, Fräulein Enter, Herr A. Polle und Herr Hoffſtetter. Der Heimar⸗ bund, welcher ausſchließlich zur Pflege der Geſelligkeit im lands⸗ mannſchaftlichen Kreiſe gegründet wurde, hält wöchentlich einmal zwangloſe Zuſammenkünfte ab. Landsleute erhalten auf Wunſch nähere Auskunft durch den 1. Vorſitzenden, Handelsſchulvorſtand W. Berhorſt, N 4, 17. Film⸗Kundſchau Emil Jannings: Der letzte Mann Vor geladenem Publikum fand geſtern Abend die Erſtauffüh⸗ rung des Ufa⸗Films„Der letzte Mann“ im Ufa⸗Theater P 6 ſtatt. Iſt die durchweg lobende, zumteil begeiſterte Kritik der deut⸗ ſchen und amerikaniſchen Preſſe berechtigt? Man wird nach den geſtrigen Eindrücken dieſe Frage bejahen können. Man darf zwei⸗ fellos dieſes neue Werk der Ufa auf eine Stufe mit dem Nibelungen⸗ fülm ſtellen. Ob ihm der gleiche Erfolg beſchieden ſein wird? Wir hoffen es zuperſichtlich, weil wir die bedeutenden echt deutſchen Qualitäten, die in ihm ſtecken, hoch einſchätzen. Emil Jannings, den die Mannheimer Kinofreunde zu ihrer nicht geringen Genug⸗ tuung geſtern perſönlich kennen lernten, hat in einer Anſprache, die er der Vorführung vorausſchickte, kurz geſchildert, was mit dem Werk beobſichtigt iſt: ein neuer Zeitabſchnitt für die Filmkunſt foll mit ihm eingeleitet werden. Die Grundidee des Film, den man auch „Die Tragödie des Alters“ nennen könnte, iſt: Heute bis du der Erſte, geachtet von allen, ein Miniſter, ein General, vielleicht ſogar ein Fürſt. Weißt du, was du morgen biſt? Völlig neue Wege wer⸗ den nach der Richtung beſchritten, daß man auf die erklärenden Zwi⸗ ſchentexte verzichtet. Nur die Handlung, die Darſtellung ſoll ſprechen. Dieſer Verſuch iſt zweifellos glänzend gelungen. Damit iſt zugleich dieſe„Tragödie des Alters keinem Roman“ entnommen, ſo recht aus dem Leben gegriffen iſt. Dieſer Hotelportier, der mit allen Faſern ſeines Herzens an dem ihm zum Lebensinhalt gewordenen Beruf hängt, iſt der Typ des alten Mannes, der plötzlich zum„letzten Mann“, zum niedrigſten Angeſtellten des Hotels, degradiert wird, der im Souterrain die leichten Handreichungen macht, die man ihm noch zumuten kann. Emil Jannings glänzender Darſtellungskunſt iſt der Erfolg des Films in erſter Linie zu verdanken. Man darf von einer unerreich⸗ baren, bisher unerreichten Meiſterleiſtung ſprechen. Die Charak⸗ teriſierung iſt bis ins kleinſte ſo plaſtiſch, wird ſo fein herausge⸗ arbeitet, daß man wirklich auf jedes erklärende Wort verzichten kann. Der Höhepunkt dieſer glänzenden Darſtellungskunſt wird zweifello⸗ in dem Augenblick erreicht, in dem der Portier, als er ſich morgens dem Hoteleingang naht, den Nachfolger erblickt. Das Entſetzen, das den Alten packt, wird durch Jannings ſo erſchütternd zum Ausdruck gebracht, daß ſich dieſe Erſchütterung ſelbſt dem kühlſten Zuſchauer mitteilen muß. Noch eine Einzelheit ſei erwähnt, die uns ganz beſonders im Gedächtnis haften geblieben iſt: der Augenblick, in dem der Rauſch der Hochzeitsfeier verfliegt, als er am andern Morgen wieder den Nachfolger vor dem Portal des Hotels ſtehen ſieht und daran erinnert wird, daß er die Livree, die er nachts an ſich ge⸗ bracht hat, zu Unrecht trägt. Die Regie, mit der F. W. Murnau eine wahre Rieſenarbeit bewältigt hat— die Aufnahmen bean⸗ ſpruchten ein halbes Jahr—, wollte der Handlung einen verſöhnen⸗ den Abſchluß geben. Der ehemalige Hotelportier wird plötzlich durch einen recht unwahrſcheinlichen Zufall Millionär. Und ſo iſt er in der Lage, mit dem Nachtwächter, der ſich in den Minuten höchſter Ver⸗ zweiflung als der einzige Freund erweiſt, der ihm noch verblieb, in dem gleichen Hotel, in dem er ſo erniedrigt wurde, als Gaſt aufge⸗ treten, vor dem ſich alles vom Direktor bis zum Liftboy beugt. Emil Jannings entwickelt in dieſem Nachſpiel, das vornehmlich mit Rück⸗ ſicht auf den amerikaniſchen Geſchmack des Kinopublikums der Hand⸗ lung angefügt wurde, den feinen Humor, den wir an ihm ſchätzen. Uleber die anderen Mitwirkenden, die ſelbſtverſtändlich nur Staffage ſein können, iſt zu ſagen, daß ſie recht glücklich ausgewählt wurden. Man ſieht viele originelle Typen. Wir denken dabei vor Allem an die Klatſchbaſen des Hinterhauſes, in dem der Portier die Reſpekts⸗ perſon iſt, bis die Wahrheit an den Tag kommt. In techniſcher Be⸗ ziehung iſt ebenfalls ganz hervorragendes geleiſtet worden. In Neu⸗ Babelsberg erheben ſich neben der Nibelungenſtadt die Bauten, die für die Aufnahmen notwendig waren. Sogar der Platz vor dem Hotel wurde asphaltiert. Und auch der Bahnhof, in dem der ehe⸗ malige Portier die entwendete Livree jeden Morgen deponiert, ehe er ſich in das Hotel ſchleicht, iſt extra geſchaffen worden. Photo⸗ graphie und Muſik entſprechen der Sorgfalt, mit der bei der Schaf⸗ 8 Werkes auf jede Einzelheit, ſelbſt die kleinſte, geachtet wurde. Mannheim gehört zu den deutſchen Städten, die den Film zuerſt zu ſehen bekommen. Emil Jannings, der zu ſeiner Rundreiſe durch Deutſchland 30 Tage benötigt, iſt jetzt 10 Tage unterwegs. In Köln erhielt er eine offizielle Einladung der Stadtverwaltung. Ueberall iſt die Aufnahme, die dem Künſtler durch die begeiſterte Kinoge⸗ meinde bereitet wird, die denkbar herzlichſte. Auch geſtern empfing ihn lebhafter Beifall, als er die Bühne des Ufa⸗Theaters in P 6 zur Anſprache beſtieg. Der Film wurde ebenfalls lebhaft applaudiert. Und als Jannings nach der Aufführung das bereitſtehende Auto be⸗ ſtieg, wurde er von der verſammelten Menge ſtark umdrängt. Im Ufa⸗Theater K 1 wurde, wie man uns mitteilte. Jannings, nicht nur als Künſtler, ſondern auch als Menſch, eine ungemein ſympathiſche Perſönlichkeit, noch wärmer begrüßt. Jannings hat ſich heute von hier nach Stuttgart begeben. Morgen iſt er in München. Daß die 30tägige Rundreiſe ſich ſehr ſtrapaziös geſtaltet, iſt auf das Konto der geſellſchaftlichen Verpflichtungen zu ſetzen, denen er nicht aus⸗ weichen kann. Aber er nimmt dieſe Laſt gern auf ſich, wie er uns verſicherte, weil es ihm eine beſondere Freude bereitet, ſich den un⸗ gezählten Tauſenden, die ihn ſchon lange durch den Film kennen perſönlich vorſtellen zu dürfen. Er iſt auch von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die ungeheure Arbeit, die bei der Herſtellung dieſes neueſten Werkes geleiſtet werden mußte, nicht vergeblich ſein wird. Dafür ſpricht vor Allem der großartige Erfolg in Jepvor Scn. vielmehr *kiein Brückengeld für Kraftfahrer? Mit dieſer Ueberſchrift be⸗ gegnen wir in verſchiedenen Blättern einer auf eine preußiſche Kam⸗ mergerichtsentſcheidung geſtützte Abhandlung. Inſoweit darin der Automobilklub für Deutſchland ſeine Mitglieder angewieſen hat, die Entrichtung von Brückengeld zu verweigern, empfiehlt der pfäl⸗ ziſche Verkehrsverband ſeinen Mitgliedern hierin Vor⸗ ſicht. Dieſe Kammergerichtsentſcheidung kann nicht auch auf nicht⸗ preußiſche Länder übergreifen. Die z. B. in Bayern und Baden für das Rheinbrückengeld erlaſſenen Staatsverordnungen werden, bis auf weiteres gehandhabt. Beweis iſt dafür, daß bereits Ueber⸗ tretungsfälle anhängig ſind Wohl ſtützt die preußiſche Entſcheidung ſich auf ein Reichsgeſetz, nämlich das Kraftfahrzeugſteuergeſetz vom 8. April 1922, es kommt aber der Rechtsgrundſatz„Reichsrecht bricht Landesrecht“ inſolange nicht auf ſeine Rechnung, als nicht das Reichsrecht als oberſte Inſtanz über die Rechtmäßigkeit der Landes⸗ vorſchriften entſchieden hat. *Die raſchere Rheinlinie im Verkehr Deutſchland—Schweiz. Mit dem kommenden Sommerfahrplan wird die Verbindung zwiſchen Norddeutſchland und der Schweiz einer weſentlichen Verbeſſerung zu⸗ geführt werden, indem einmal auf der badiſchen Rheinlinie die gende Stücke auf dem Spielplan: John Gabriel Borkmann, Gawän, Der arme Heinrich, Miß Sara Sampſon, Fiesko. Man wird an keinem der Werke zu nörkeln wagen, darf es jedoch als einen Reper⸗ toirefehler bezeichnen, Stücke wie„Gawan“ und„Der arme Heinrich unmittelbar nacheinander einzuſtudieren. Das Leſſingſche Trauer⸗ ſpiel wurde in einer ganz unglaublichen Neubearbeitung geboten, und da zu jener Zeit infolge der Orcheſterferien willkommene Spiel⸗ planunterbrechungen in Form von Opernvorſtellungen unterbleiben mußten, beſchlich die Gemüter der Theaterbeſucher eine große Oede. Irgendwie kriſenhaft liegen die Verhältniſſe jedoch nicht. Roſig ſind die Theaterverhältniſſe nirgends. Daß ſie für einen modernen Bade⸗ ort beſonders zuzuſchneiden ſind, dieſer Notwendigkeit darf ſich die Intendanz oder die Kurverwaltung nicht verſchließen. Dieſen Ge⸗ danken auszuſpinnen, iſt nicht Aufgabe dieſes Artikels, der die Dinge ſo darzuſtellen verſucht, wie ſie ſind. Und ſie ſind, wenn wir von den beſonderen Aufgaben eines Kurort⸗Theaters abſehen, im Grunde harmlos und auch an größeren Bühnen ſchon dageweſen. Es geht auch nicht an, die Verantwortung für alles der Theater⸗ leitung aufzuhalſen. Die Berliner Kritiken über das Ruſſiſche Romantiſche Theater z. B. lauteten ſo günſtig, daß man der Intendanz ſicherlich einen Vorwurf daraus gemacht hätte, wenn ſie die Truppe nicht zu einem Gaſtſpiel verpflichtet hätte. Als die Ruſſen nun kamen, zeigte es ſich, daß das ganze Trara unberechtigt war. Wenn man das Publikum ein ander Mal mit Blumenthals „Schwur der Treue“ langweilt, dann muß man die Schuldigen freilich im Hauſe ſelbſt ſuchen. Vortreffliche Vorſtellungen wie Fra Diavolo unter Prof. Lohſes anfeuernder Leitung oder„Die Ratten“ in der Inſzenierung Dr. Wolrad Rubes, die ganz im Geiſte Hauptmanns angepackt war, laſſen Nieten ſchnell vergeſſen, wenn dieſe vereinzelt daſtehen. Mit Gaſtſpielen der Irene Trieſch(Alice in Strindbergs„Totentanz“ J. und Marianne in Hebbels„Herodes und Marianne“) verſuchten die Städtiſchen Schau⸗ ſpiele Außergewöhnliches zu bieten. Die Abende waren intereſſant, doch konnte es nicht verborgen bleiben, daß Irene Trieſch nicht mehr auf der Höhe ihrer Kunſt ſteht. A. M. Frankfurter Theater. Die Zeit des Mummenſchanzes läßt auch das Intereſſe am Theater ein wenig erſchlaffen. Auf die Fülle der winterlichen Uraufführungen und großen Premieren folgt die ſtille Zeit einer nicht minder harten Arbeit.— Die Oper nahm emn Gaſtſpiel ihres früheren Mitgliedes Marig Gerhart zum Anlaß Meyerbeers einſt ſo umjubelte„Hugenotten“ wieder guferſtehen zu laſſen. Im Operettentheater grub man„Polenblut wieder aus und im Neuen Theater gaſtierte das„Karuſſell“, abgeſprengte Trümmer der Ruſſen, e e 5 7 nielhaus verſuchte ſi ritz er Buch an dem umſtrittenſten alle 5„Troilus und Creſſida“. Soweit das Stück — aufführbar iſt, war die Regieleiſtung eine gute, aber die Jahrhun⸗ derte haben bewieſen, daß jeder Regiſſeur hier vor Aufgaben ſteht, die nicht zu erfüllen ſind. Und darüber hinaus konnte man auch dies⸗ mal nicht. Georg Kaiſers„Brand im Opernhaus“ geriet ſchon beſſer. Nur machte Johannes Tralow dem Publikum die Sache ein wenig zu leicht, als dem Werke zuträglich iſt. Er ſtoppte das Tempo, drängte alles auf einen allzugeruhigen Ton zuſammen, verzichtete auch nicht auf die obligate Pauſe und brachte dadurch Stück, Darſteller und ſich um ein gut Teil unmittelbarer Wirkung. Sonſt iſt es ein wenig ſtill geworden, im Geheimen rüſtet man an einem neuen Theater, den Kammerſpielen der ſtädtiſchen Bühnen, feiert Feſte und denkt nicht an dem vom Faſching umbrämten, ſchnellen Schrittes nahenden Aſchermittwoch. Der erſt wieder wird dem Theater geben, was des Theaters iſt: unſer volles, ungeteiltes Intereſſe. Ad Atauffüh 8 Mario Mohr. 8 ruberger Araufführungen. Unwahrſcheinliches iſt wahr geworden! Ein Schauſpiel Georg Kaiſers iſt über die Opern⸗ bühne gegangen— und mit großem Erfolg!„Juana“, jenen Einakter voll Stimmungen und Ballungen, voll ſchweigender der das alte Problem des Enoch Arden und des Oberſt Chabert abwandelt und es neu löſt. Max Ettinger, der Münchner Komponiſt der„Judith“ und von„Beates Veſpergang“, hat das muſikaliſche Moment in dieſer Dichtung Kaiſers erfaßt. Seine Kompoſition iſt zunächſt nur illuſtrativ, nur nachgehend, untermalend und ſtarke Akzente des Gefühls unterſtreichend. Seine Melodik iſt faſt ſaghaft zunächſt, will nicht ausdeuten, nur mit⸗ erahnen. Dann in den letzten Szenen aber ſteigert ſich die muft⸗ kaliſche Kraft, nicht mehr dominiert die Dichtung; der muſikaliſche Einfall ſetzt ſich durch. Ettingers Stärke iſt freilich ohne Zweifel die Inſtrumentation, die ſichere Art der Stimmführung, das Be⸗ dachtſein auf das geſangliche Element. Generalmuſikdirektor Ferdinand Wagner, bald der Mann Karlsruhes, der kürzlich mit Schrekers„Der ferne Klang“ beſon⸗ ders ſtarken Erfolg hatte, war dem Werk ein ſicher unübertrefflicher Interpret. Die Inſzenierung beſorgte Otto Krauß, urmuſikaliſch, ſchöpferiſch wie immer— Wagner in nichts nachſtehend(auch er geht nach Karlsruhe). 2 Vorher kam ein Frühwerk Ettingers zur Uraufführung: dle muſikaliſche Tragikomödie„Der eifſerſüchtige Trinker“, eine einaktige Buffooper, deren Text Friedrich Freska in freier Bearbeitung nach Boccaccios Dekamerone geſchrieben hat. Ettinger hat das etwas breit geratene Buch nicht ohne melodiöſe Erfindung und mit ſtarkem Können der Inſtrumentation, mit ganz viel Humor, aber ohne notwendige Geſchloſſenheit und Zügigkeit in der durchkomponiert. Viel Tänzeriſches, Ausmalendes liegt ir Muſik bei der ein Trinkerterzett hervorſticht. Otto Krauß inſzen⸗ ierte behend und leicht, tänzeriſch und ſingend: dem Werk gemäß. das freilich als Kammeroper mehr Zukunft haben dürfte. Auch hier waltete F. Wagner am Pult ſiegreich des Amtes. H. N. aber auch die Wirkung geſteigert. Man wird gepackt, erſchüttert, weil Schnellzüge wieder wie früher eine raſchere Fahrzeit erhalten werden und indem weiter die Anſchlußverhältniſſe im Uebergangsverkehr mi der Schweiz über Baſel und die Anſchlüſſe dort mit der Innerſchweid beſſer geſtaltet werden. Dieſe beſſeren Verbindungen hängen mit der natürlichen Ueberlegenheit der Rheinlinie als Verkehrsweg zuſam⸗ men, der keine weſentlichen topoaraphiſchen Hinderniſſe zu überſchrei⸗ ten hat und ſomit der Linie über Stuttgart nach dem neuen Fahr⸗ plan um anderthalb Stunden in der Fahrzeit überlegen ſein wird. Die erwähnte Beſchleuniaung der Züge auf den badiſchen Strecken und die Anſchlüſſe in Baſel werden auch dem Verkehr Holland Rheinland—Schweiz, der in Darmſtadt oder Mannheim/ Hei⸗ delbera auf die Rheinlinie trifft. zuaute kommen. * Feſtgenommen wurden 32 Perſonen wegen verſchiedener ſtraf⸗ barer Handlungen, darunter vier Perſonen wegen Bettels. * Blühender Ginſter. Das anormale Wetter weckt die Natur vorzeitig aus dem Winterſchlafe. So wird aus Freiburg ge⸗ meldet, daß am Schloßberg in der Umgebung des Hirzberg⸗Wetter⸗ häuschens, in den letzten Tagen der Ginſter in Blüte ſtand. Wohl ſind die geöffneten gelben Blütenkelche nicht ſo maſſenhaft wie in der Hauptblütezeit des Sommers vorhanden, für die erſte Februar⸗ hälfte ſind ſie aber gewiß eine Seltenheit. Nus dem Lande UI Weinheim, 11. Febr. In der hieſigen Frauenarbeits⸗ ſchule fand geſtern ein Vortragskurs der Freien Polizeivereini⸗ gung Karlsruhe ſtatt. Prof. Dr. Aſkenaſy von der dortigen techniſchen Hochſchule hielt einen ſehr inſtruktiven faſt zweiſtün⸗ digen Vortrag über das Thema„Gewerbliche Gifte und Polizei“ Außer den Poliziſten und Gendarmen und den Vertretern der hie⸗ ſigen Behörden wohnten dem Vortrage bei Gendarmerie⸗Oberſt Sennecke aus Karlsruhe, Gendarmerie⸗Major Schmidt⸗Eberſtein aus Heidelberg, die Beamten der Polizeidirektionen Mannheim und Heidelberg. Landrat Dr. Pfützner dankte dem Referenten auf das herzlichſte. 2 Von der Bergſtraße, 10. Febr. Die Rau penneſter von den Obſtbäumen zu entfernen, iſt zurzeit eine den Baum⸗ züchteyn durch amtliche Verfügung auferlegte Arbeit. Dabei werden gewöhfflich mit der Hand oder mit der Raupenſchere die außen an den Zweigen ſitzenden Brutſtätten der Raupen ſamt den Zweig⸗ enden abgenommen; letztere müſſen geſammelt und am beſten ver⸗ branmt werden, zumal dieſes Jahr, da ſich die Brut bei der milden Witterung wohl gut erhalten hat. Man bann dieſem Geſchäft nicht genug Aufmerkſamkeit ſchenken, und immerhin werden noch genug Neſter unbehelligt bleiben, ſo daß trotz Vorſicht noch vor Anfang des Sommers zahlreiche Raupen im Garten, an den Straßen, in Baumſtücken etc. zu vertilgen ſein werden, was keineswegs ver⸗ drießen darf. Aber noch anderes Ungeziefer auüßer den Raupen haftet beſonders an den Stämmen und Aeſten, unter den Rinden⸗ ſchuppen und in den Aſtwinkeln der Obſtbäume. Denken wir nur an die Blüten⸗ und Apfelſtecher, die den Wurm erzeugen uſw. Auch dieſen Schädlingen muß man nachgehen durch Abſcharren der loſen Rindenteile und öfteres Beſtreichen der Stämme und Aſtteile mit lichter Kalkmilch der man etwa noch etswas Kupfervitriollöſung bei⸗ miſcht. Auch der Boden am Stamme beherbergt oft ſchädliche In⸗ ſektenbrut, gegen die jederzeit der Kampf aufzunehmen iſt. Mosbach, 10. Febr. Hier ſtarb nach kurzer Krankheil Kanzleirat Hübſchmann, der der ſich um die Abwicklung der Gemeinde beſondere Verdienſte erworben hat. * Buſenbach bei Ettlingen, 11. Febr. Zu der blutigen Tat eines Wahnſinnigen wird noch gemeldet, daß die Verletzungen des Anderen, die ihm ein beherzter Ortseinwohner zufügte, um ihn unſchädlich zu machen, nicht lebensgefährlich ſind. Vorläufig iſt er noch vollkommen unzurechnungsfähig. Die getötete Schweſter Man⸗ freda(Maria Juſt aus Kronau) war etwa 2 Jahre hier tätig und erreichte ein Alter von 38 Jahren. Die Leiche weiſt etwa acht Stiche auf. Bei dem Kampf zwiſchen Anderer und dem Bahn⸗ arbeiter Reißer erhielt dieſer einen Stich in den linken Oberarm⸗ Einem Berichte des„Bad. Landsmann“ ſei entnommen, da Anderer am Freitag an der Grippe erkrankte und daß er bereits am Samstag nachts halb 12 Uhr ſich aus ſeiner Wohnung ent⸗ fernt hatte. Seine Angehörigen ſuchten ihn und brachten, na⸗ dem ſie ihn gefunden hatten, in die Wohnung zurück. Dort ſchloſ⸗ ſen ſie ihn in ſein Schlafzimmer ein, das er mit ſeinem jüngeren etwa 18 Jahre alten Bruder teilte. Nach 4 Uhr morgens kleidete ſich Anderer an und verließ das Haus durch das Fenſter. Sein Bruder holte, nachdem er das bemerkt hatte, Hilfe. Dieſe kam aber zu ſpät, denn kurze Zeit nachher war die Bluttat geſchehen. * börrach. 11. Febr. Zu dem Großfeuer in den Fabrik⸗ anlagen der Baumwollmanufaktur Röchlin. Baumgartner u. Co. wir noch berichtet, daß faſt das geſamte Fertigwarenlager vom Feuer zer⸗ ſtört worden iſt, während es gelang. das Rohmaterial zu retten. ſchwerſten betroffen ſind vom Feuer die Lohnbüros und die Muſter⸗ abteilung, wo der arößte Teil der Kollektionen verbrannt iſt. gegen war das Kaſſengewölbe völlia unverſehrt geblieben. Aus der Pfalz 2: Ludwigshafen, 10. Febr. Erbrochen wurde am Monkag nachmittag ungefähr halb 7 Uhr im Rangierbahnhof zwei dort 5 8 mit Stückgut beladene Eiſenbahnwagen durch unbekannte Kler. :: Speyer, 18. Febr. Betreffend des 10 Millionenkre⸗ dits für die Pfalz wird die nicht ſehr leichte Frage erörtert, wie er zu verwenden ſei. Der deutſche Gewerkſchaftsbund iſt der Mei⸗ nung, daß zum mindeſten ein gewiſſer Teilbetrag zur Arbei! beſchaffung verwendet wird. Man gebe den vielen Arbeit loſen in der Pfalz Arbeitsgelegenheit. Es könne dies durch Auf, nahme von Notſtandsarbeiten geſchehen, die als wirtſchaff liche Notwendigkeit anerkannt würden, wie z. B. Bodenkulturarbei ten. Ein diesbezüglicher Antrag iſt von der oben genannten Or⸗ ganiſation bei der Regierung eingebracht worden. bel 2: Ruppertsberg, 10. Febr. Einen raſchen Tod fand der der Witwe Sebaſtian Hartmann beſchäftigte 16jährige Sohn de Familie Schuler aus Forſt. Er war zum Weinabfüllen nach pertsberg gekommen und iſt anſcheinend im Hartmannſchen Harz die Kellertreppe hinabgeſtürzt. Mittags wurde er als Leiche an Tageslicht befördert. :: Schweigen, 10. Febr. Das neue Zollgebäude am brunnen gegen Frankreich iſt nun fertiggeſtellt und zum größ 5 Teil bezogen. Dadurch wird auch dem Wohnungsmangel in unſer Gemeinde, der ſich drückend hemerkbar machte, abgeholfen. Nachbargebiete „Frankfurt a.., 10. Febr. Der Schneider Wilhelm H uf⸗ pelsberg aus Barmen, der vor 14 Tagen den Schneidermeſre Friedrich Dillemmuth in der Schleiermacherſtraße er mo rd. 1 ch und beraubte, und ſeitdem flüchtig war, wurde in Feldki in Voralberg ermittelt und feſtgenommen. —.— aarbrücken, 8. Febr. Im Saarbrücker Meerwieſer-Tot weg würde an einem der ſetzten Abende kurz nach 10 Uhr ein jenen Mann von 2 durch Geſichtsmasken unkenntlichen Straß räubernüberfallen. Der eine Strolch ſetzte ihm einen jeße ver vor die Bruſt mit„Geld heraus— 5 ich enten von andere Strolch 99 berfallenen und gielt 5 Aane feſt. Alsd hmen ſi und hielt ihm die Arme feſt. Alsdann nahmen ſie die Beleſtaſche mit 150—200 Fr. ab, betäubten ihn durch Sche auf den Kopf, worauf ihm noch etwa 7 Stiche in den Oberſche— verſetzt wurden. Zwei junge Leute fanden den Verwundeten Wege liegend und verbrachten ihn in ein necdene Hen an 9e efl n nfen Btraung froppant, — Altwoch, den 11. Jebruar 1925 Neue Mannheimer Feitung[Mittag⸗Rusgade] 5. Seite. Nr. 69 Gerichtszeitung die märzausſchreitungen vor der Anilinfabrit * 2 vitd abendmigshafen. 11. Febr. Zu Beginn der Dienstags⸗Sitzung 0 5 weiterer Zeuge Dr. Reinking vernommen. Er wurde einen lderen am großen Tor der Anilinfabrik am 6. März durch opf bestennten angegriffen und durch Schläge gegen den 5 ewußtlos gemacht. Bei dem Kampf, der entſtanden war, Uhr er durch Bekannte gerettet. Im Gewühle wurden ihm dabei und Kette abgeriſſen. barr er nächſte Zeuge Schuck belaſtet den Hauptangeklagten Wolke ſiattge r ſchildert die Vorgänge am kleinen Tor nach der am 5. 8 50 fundenen Verſammlung auf dem Holzplatz. Mit dem Ruf: Wonierbaus ſitzt ein Kriminal, der die Reden ſtenographiert!“ Irrtu olke der ſtürmenden Menge vorausgeeilt. Nachdem er ſeinen geweſen daß es nicht ſo ſei, eingeſehen habe, ſei es ſchon zu ſpät llein en. Die anſtürmende Menge hatte inzwiſchn die Sperre am 1 1 Tor durchbrochen. Emerſeits will Wolke nichts gerufen nicht andererſeits wird ihm beſtätigt, daß er beim Sturm aufs Tor ſühr dabei war. Der Zeuge Siegel behauptet jedoch, daß Wolke 42 tätig geweſen ſei. Die Zeugen Krell und Bayers⸗ fe k, wie ſpäter Fickel und Sternberger können zu dieſer keine beſtimmten, wertvollen Ausſagen machen. Lan Dem Angeklagten Lang wird ein guter Leumund ausgeſtellt. klate ſelber behauptet, daß er nicht wegen der Rede auf dem Holz⸗ ſchwe entlaſſen worden ſei. Der richtige Grund ſei vielmehr ein res Nervenleiden geweſen. will dem Angeklagten Wagner wird dur Laſt gelegt, Arbeits⸗ 0 ige angerempelt und bedroht zu haben. Schutzmann Jung ihn dann verwarnt und ſpäter verhaftet. Der Verteidiger —— behauptet, dieſer ſei von Jung mißhandelt worden. Der ſei rheitskommiſſar Otterſtädter teilt mit, daß dies nicht wahr und auf Befehl gur mit breiter Waffe geſchlagen worden ſei. Der nächſtfolgende Zeuge, Polizeiwachtmeiſter Jutzi, berichtet gen die Angeklagten Hammelmann und Wendel. Hammel⸗ un ſoll die Menge durch Rufe wie:„Noskegarde und Schweine⸗ an de, aufgereizt haben, worauf ſie mehrmals zum Angriff über⸗ 808 bis die Franzoſen einſchritten. Aehnlich ſoll der Straßenbahn⸗ Vailfner Wendl, der mit ſeinem Wagen dort hielt, vorgegangen ſein. ide wollen von der Sache nichts mehr wiſſen, bezw. es nicht ſo int haben. Darauf tritt eine Pauſe ein. tundit Wiederbeginn wird Dr. Gerſtle, praktiſcher Arzt, zur Ent⸗ kei ung des Angeklagten Wagner herangezogen. Nach ihm beſteht Unzurechnungsfähigkeit. trotz einer gewiſſen Zerfahrenheit und er früheren Hirnhautentzündung. Dattebdieibeamter Welker ſagt aus, daß Hammelmann mit einem 50 enſtück ſchlaabereit geſtanden hat und auf Aufforderung nicht 0 Platze wollte. Desgleichen behauptet Polizeibeamter Huf⸗ ſei gel, daß Wagner nicht betrunken geweſen ſei. Er und die Menge en vielmehr nur durch das Dazwiſchentreten zweier anderer Kol⸗ 55 mit Mühe von ihrem Vorhaben abgehalten worden. Ange⸗ e⸗ Max ſoll hierbei Lattenſtücke geworfen haben. Dasſelbe auptet Poltzeibeamter Leibfried. Ein anderer Angeklagter, den rbeiter Mahler, ſoll ſich wie wild benommen haben, außer⸗ Ma habe er einen Gegenſtand in der Hand gehabt. Polizeikommiſſar athias behauptet, es ſei ein Meſſer geweſen. ab Fabrikarbeiter Frey ſagt, er habe dem Mahler das Meſſer ſen ſel. nen, da er durch allzupielen Schnaps außer ſich gewe⸗ Polizeikommiſſar Mathias iſt der Meinung, daß vor allem Ably und 27 5 die Maſſe hätten. Oberinſpektor Wahmann fügt dem hinzu, daß Ahly es geweſen ſei, der die di ſſenauslieferung von der Polizei verlangt habe. Während Ahly irbeiter hetzte, habe Vogel ſie beſchwichtigen wollen. dof Belaſtende Ausſagen werden darauf gegen den Angeklagten Heh Hillenbrand vorgebracht. Die Zeugen, Polizeikommiſſar bra und ein nicht mit ihm verwandter Namensvetter Joſef Hillen⸗ 885 ſagen aus, daß Hillenbrand ſich auf die gefährlichſte Art her⸗ ſei getan habe. Hetzreden, Durchfuchungen der Elektriſchen mit Buten geladenen Revolver und Anrempelungen ſchwerſter Art — an der Tagesordnung. Das beſtätigt auch Zeuge Ißle. augele Götz behauptet, daß Hillebrand auf ihn und einen Kollegen An elegt habe mit dem Ruf:„Jetzt müßt ihr ſterben!“ Er kann den Angeklagten wegen anderer Friſur nicht wieder erkennen. Dreſcher hat am ſelben Abend, nach⸗ kom Dreſcher die Wagen kontrolliert hatte, die Piſtole gezeigt be⸗ bramen. Ebenſo auch der Zeuge Bohrm. Hammei bei dem Hille. 10 wohnte. Beide bezeugen, daß die ſogen. Piſtole nur eine 2 ffer erpiſtole geweſen ſei. Die Verhandlung wird dann auf hr vertagt. mittcdkz Weſthofen, prakt. Arzt der Fabrik, ſoll in der Nach⸗ ka⸗ gsſitzung ein Gutachten über Hammelmann abgeben. Er aäl dies nicht, da er ſich des Angeklagten nicht mehr entſinnt. Er oll uhn aber für zurechnungsfähig. Dr. Willing, prakt. Arzt, leide ber Hillenbrand berichten. Auch dieſer iſt zurechnungsfähig, Ahlraber an Ideenflucht. Kriminalaſſiſent Bindle becbachtefe nu 9, als er zur Bildung einer roten Armee und zur Entwaff⸗ 9 der Polizei aufrief. gegen dizelwachm. Schneider erinnert ſich, daß auch Dirolf Gie die Polizei drohende Haltung eingenommen und Schimpf⸗ e gebraucht hat. tereſſant war die Vernehmung des Polizeikommiſſars Ritter, ſtraß kanntlich am 7. März vorigen Jahres abends in der Gellert⸗ Glelte ſchwer mißhandelt wurde. Der Zeuge erzählt, daß er in der on beif n. Linie 3, auf der vorderen Plattform ſtand, als plötzlich menar Gellertſtraße. wo der Wagen hielt. eine größere Menſchen⸗ Clekteſtand. Im aleichen Moment wurde eine Glasſcheibe an der gen riſchen zertrümmert. Er, der Zeuae. ſei in das Innere des Wa⸗ und gegangen, wo bereits Leute hereinſtürzten. auf ihn einſchlugen Pld ihn auf die Straße zerrten. Er wurde vollſtändig umringt er ernch verſpürte er. daß er zwei Stiche in den Rücken bekam: los fhielt noch Schläge auf den Kopf und wurde dann balb bewußt⸗ n die Gellertſchule aebracht. kau eberraſchend waren auch die Ausſagen des Zeugen He inrich, ener anniſcher Angeſtellter in Frankfurt a. M. Dieſer Zeuge wohnte müferſammluna der Rheiniſchen Arbeiterpartei in der Wirtſchaft in di ling bei. Auf einmal ſeien die Angeklaaten Lehr und Keiner wir e Wirtſchaft gekommen, wobei Lehr ausgerufen habe. jetzt haben nen Schutzemann gegickſt. Ju nter den weiteren Zeugenausſagen ſind noch die des Direktors wurd, von der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik zu erwähnen. Er delt dam Kaſino der Fabrik von einer Menae verfolat und mißhan⸗ ſodaß Vor dem Kaſind erhielt er einen Steinwurf auf den Kopf, mighardzuſammenbrach. Darauf wurde er noch mit Latten 8 Ub ndelt.— Die Sitzung wurde bierauf auf Mittwoch vormittaag r vertagt. 5 Kölner Schwurgericht denneber einen Totſchlag, der hart an vorſätzlichen Mord du 88 hatte das Kölner Schwurgericht in zweitägiger Sitzung ein Micheiden. Ein Arbeiter aus dem 5 lernte in 5 zen kennen und beide faßten ſolche Zuneigung zu einander, und 5 en ſich verlobten. Bald 15 es aber zu Zank und Streit das ſphießlich zur Aufhebung des Verläbniſſes, Der Acbetter, ver dem Tödchen, von dem er nicht laſſen wollte, ſchon wiederholt mit gleichende bedroht hatte, ließ ſich ſeine Geſchenke zurückgeben. Am an den Tage noch traf er ſeine Braut auf der Straße, ergriff ſie dlende Haaren und mißhandelte ſie auf jede Weiſe. Die zu Hilfe Lopf e Mutter des Mädchens ſchlug er mit einer Flaſche auf den zum 2. ls er zwei Tage ſpäter wieder das Mädchen ſah, wie es Nohnurzt gehen wollte, zwingt er ſie mit Gewalt, ihm in ſeine ihang zu folgen, ſtürzt ſich in wilder Raſerel auf ſie und ſane führe mil ſeinem Raſiermeſſer, daß er ſchon immer bei ſich uden Hals bis auf die Wirbelſäule durch. Die Hagte rſtändigen des Schwurgerichtes nahmen an, daß der Ange⸗ dulaßf m Affett gehandelt habe, ſodaß das Gericht nur auf dis und 105 Höchſtſtrafe für Totſchlag von 15 Jahren Zuchthaus 8 Jahre Ehrverluſt erkannte. 35 Der Entlaſtungszeuge eeee Sportliche Runoſchau Fußball Borwärts Lampertheim— Sportvereinigung Neuhofen (Pfalzmeiſter):3(:), Eckballverh.:3 Am letzten Sonntag hatte Vorwärts den Pfalzmeiſter Neu⸗ hofen als Gaſt. Die Gäſte hielten das in ſie geſetzte Vertrauen und führten ein hochſtehendes klaſſiſches Spiel vor. Zuerſt trafen ſich die 2. Mannſchaften. Neuhofen gewann mit:2 Toren. Alsdann begann das Haupttreffen. Die Gäſte hatten Anſtoß und fanden ſich ſofort zuſammen; ehe ſich die Vorwärts⸗Hintermann⸗ ſchaft beſann, war das erſte Tor erzielt. Die Vorwärtsmannſchaft, etwas verdutzt, ſpielte aber unentwegt weiter. Die 42. Minute brachte Neuhofen durch den ſchußgewaltigen Halblinken den zweiten Erfolg. Sofort nach Anſpiel erzielte Vorwärts durch Halbrechts das Ehrentor. Nach dem Seitenwechſel fand ſich die Lampertheimer Mann⸗ ſchaft gut zuſammen. Es wurden ſehr ſchöne Angriffe eingeleitet, die aber an der guten Verteidigerarbeit von Neuhofen ſcheiterten. Die Gäſte waren indes glücklicher. Nach einer ſchönen Flanke des Linksaußen drückte der linke Verteidiger von Vorwärts in bedrängter Lage den Ball ins eigene Tor. Die Partie ſtand nun:1 für Neuhofen. Vorwärts drängte nun zeitweiſe, konnte das Ergebnis aber nicht verbeſſern. Mit dem Schlußpfiff verließ Neuhofen als glücklicher Sieger den Platz. J. Olympia 09 Campertheim— J. C. Alemannia Groß-Rohr⸗ heim:1 Bei vollſtändig unmöglichen Platzverhältniſſen und vor fana⸗ tiſchem Publikum ging dieſes Treffen vor ſich. Nach Anſpiel ent⸗ wickelt ſich ein lebhafter Kampf, der Olympia faſt immer im An⸗ griff ſah. Aber Groß⸗Rohrheim war auch nicht müßig und ſtattete dem Olympia⸗Tor gefährliche Beſuche ab. Doch ſollte es zu Tor⸗ ehren nicht kommen. In der zweiten Hälfte konnte Olympia nach ſchönem Flügel⸗ ſpiel in Führung gehen. 10 Minuten ſpäter gleicht Alemannia durch ſcharfen Schuß aus. Wohl wurde der Ball gehalten, doch das tückiſche Leder entglitt den Händen des Torwächters. Bei Olympia wollte es nicht mehr klappen. Bange Minuten noch für die Olympia⸗Anhänger. Endlich 2 Minuten vor Schluß fällt das Siegertor. Während der zweiten Halbzeit ſtatteten 12 Enten dem Spielfeld einen Beſuch ab, wodurch der Schiedsrichter genötigt war, das Spiel abzupfeifen.(Faſtnacht). Olympia iſt nun die Meiſter⸗ ſchaft nicht mehr zu nehmen. Ebenfalls hat die 2. und 3. Mann⸗ ſchaft die Meiſterſchaft errungen. Rugby Einkracht Frankfurt— Sp. Cl. 1880 Frankfurt Zum fälligen Rückſpiel empfing die Rugby Fünfzehn der Sport⸗ gemeinde Eintracht am vergangenen Sonntag auf ihrer idealen Platzanlage die Ib⸗Mannſchaft des Sportklubs 80 Frankfurt a. M Auf den Ausgang dieſes Treffens war man allgemein geſpannt, da Eintracht in letzter Zeit durch Austragung von Privatſpielen be⸗ deutend an Durchſchlagskraft gewonnen hat. Die Mannſchaft hat in der Zwiſchenzeit viel gelernt und unter der Leitung Karl Kreuzers, der als Rugbytaktiker weit und breit bekannt iſt, hat ſie ſich derart verbeſſert, daß man ihr eigentlich einen knappen Sieg zugetraut hätte, jedoch ein Mißgeſchick Söhngens, der im Eifer des Gefechts die Mal⸗ ſtange umrannte und einen Vorwurf auf der Mallinie zuweg brachte, beſiegelte ihre Niederlage. Es ſtellten ſich für Sportklub 1880: Maus, Koß, Kipp, Frantz, Voltz, Paul II, Komo, Herber, Speyer, Ref, Borgnis, Latzel, Biedenkopp, Helff, Schmalz. Für Eintracht: Peter, Söhngen, Reichert, K. Kreuzer, Schmidt. Einwächter, Raab, Stadtmüller, Fiſcher, Steinbrenner, Koch, Kühne, Berberich, Morris, Weiß. Sportklub, der etwas in veränderter Aufſtellung antrat, hatte in der erſten Spielhälfte ſchwere Angriffe der Eintrachtleute abzu⸗ wehren und man war, nach dem Spielverlauf zu ſchließen, der An⸗ ſicht, daß der mit großem Elan durchgeführte Kampf ein unentſchie⸗ denes Ergebnis überhaupt zeitigen würde Auch nach der Pauſe hätte mon ſchließlich noch auf einen Sieg Eintrachts getippt; aber nach ungefähr 10 Minuten Spieldauer mußte man die Wahrnehmung machen, daß es mit dem Stehvermögen der Eintrachtler aus war. Immer ungeſtümer wurden die Angriffe der 80er, die, verbunden mit gutem Täuſchungsmanöver, der Hinter⸗ mannſchaft Eintrachts ſchwere Abwehrarbeit aufbürdeten. Beſonders Kreuzer—Söhngen verhinderten öfters in letzter Sekunde einen Er⸗ fola der Gäſte. Eintracht hot ab und zu Gelegenheit durchzubrechen, doch 80 verſteht durch entſchloſſenes Handeln die Gefahr rechtzeltig zu beſeitigen. Kurz vor Schluß gelana es 80 durch ſchöne Zuſam⸗ menarbeit der Dreiviertelreihe durch Frantz den fälligen Verſuch zu legen. der nicht erhöht wird. Mit dieſem Sieg hat ſich die Ih⸗Mannſchaft des Sportklubs 80 die abſolute Führung geſichert und behauptet, mie auch ihre I. Mann⸗ ſchaft. in der Liga⸗ bezw. Oberliagaklaſſe die Tabellonſvitze. 5 Die Tabelle der Ligaklaſſe hat nach den letzten Spielen folgende⸗ Ausſehen: Spiele 1 unentſch. verl. Sportklub 80 1b Frankfurt a. M. 7— 1 Eintracht 5 5 7 4— 3 8 T. V 60 6 4— 2 8 Alemannia Worms 5 1— 4 2 V. f. R Aſchaffenburg 6—— 6— Offenbach lUd zurückgezogen. Le. hockey V. f. N. Mannheim 1— J. C. Nong Fellow Jürich:1(:0) Zum erſten Male ſpielte am Sonntag eine Schweizer Hockch⸗ mannſchaft in Mannheim: die erſte Elf der Züricher Fel⸗ low. Die Schweizer traten mit Erſatz für die beiden Außen⸗ ſtürmer, VfR. ohne Böhringer, Ladenburg, Krebs, Mayer und Kohlmeier in folgender Aufſtellung an: N. F 3. Oll Piſcher 1 Bodmer Wiget Kaufmann v. Hönich Meerer Benninger Gibel Hiesholzer Graff 1 Arnold Moblich Graff(1 Landes Selb Baumann Wenk⸗Wolff Bärwind Rieſterer VfR Weinberger Nach einer Begrüßungsanſprache des Vorſtandes des SHV., Herrn Joſt, begann das Spiel, das eine ausgeprägte Ueberlegen⸗ heit der Mannheimer zeigte, die an Stocktechnik und Schnelligkeit ihre Gegner weit übertrafen. Der Erſatz verhinderte allerdings ein flüſſiges Zuſammenſpiel des Sturmes, während die Hinter⸗ mannſchaft ihre Aufgabe ohne Schwierigkeit bewältigte. Die Züricher Mannſchaft war beinahe ſtändig zur Verteidigung gezwun⸗ gen und leiſtete in der erſten Halbzeit ſehr lange Widerſtand, bis ein Eigentor des linken Verteidigers die Führung für VfR. ergab. Bis Halbzeit konnte VfR. noch ein Tor erzielen, um nach dem Wechſel das Spiel völlig in die Hand zu nehmen; 5 Tore waren das Ergebnis, während die Züricher erſt gegen Ende etwas auf⸗ kamen und durch den in den Sturm gegangenen Wiget in den letzten Minuten das verdiente Ehrentor erzielen konnten. Der Sieger ſpielte trotz Erſatz ein gutes Spiel, wenn auch im Sturm das Fehlen Böhringers und Ladenburgs ſich bemerkbar machte, beſonders im Torſchuß. Gebr. Graff waren die weitaus beſten, Arnold der eifrigſte. Die Läuferreihe gut, ebenſo die Ver · teidigung, der Torwart bekam faſt gar nichts zu tun. Die Züricher Mannſchaft ſpielte ein typiſches Kick⸗ und Ruſh⸗ Hockey und verſuchte durch raſche Durchbrüche das Spiel offen u halten; da dieſe aber meiſt an der gegneriſchen Läuferreihe ſcheilekeen war die Verteidigung überlaſtet und das Spiel drängte ſich zeitweiſe ganz im Schußkreis der Züricher zuſammen. Die Hintermannſchaft mit dem Mittelläufer Wiget war der beſte Teil der Mannſchaft, konnte aber natürlich auf die Dauer keinen Wider⸗ ſtand leiſten. Der Torwart war ganz hervorragend und hielt ſo manche recht ſchwere Bälle. Von den Außenläufern war der linke der beſſere. Im Sturm verſuchte jeder ſein Glück guf eigene Fauſt und kam dadurch zu nichts. 80 pferòeſport *Der deutſche Hochſpring-Rekord von.05 Meier, den Freiherr von Langens Hanko und Frhr. v. Buddenbrocks Fortunello halten, wird bei dem Februar⸗Reit- und Fahrturnier im Berliner Sportpalaſt vielleicht eine Ueberbietung erfahren. Wieder ſind die beiden ausgezeichneten Springpferde für das Hochſpringen genannt worden. Dder europäiſche Hochſpring⸗Rekord iſt mit 2,32 Meter einige Jahre vor dem Kriege von dem Vollblüter Monjoie in Frankreich aufgeſtellt worden. Dieſer Rekord iſt ver⸗ bürgt. Die Amerikaner behaupten, daß ihr Springpferd Heather⸗ bloom in Amerika 2,42 Meker geſprungen hat. Eine offizielle Be⸗ glaubigung dieſes Rekordes liegt aber nicht vor. Oberſt von Cederſtröm, der bekannte hervorragende ſchwediſche reiterliche Fachmann, wird bei der Berliner Pferdeſchau als Richter in Dreſſur⸗ prüfungen tätig ſein. Neue Bücher (Beſprechung einzelner Werke nach Maßgabe ihrer Bedeutung und des uns zur Verfügung ſtehenden Raumes vorbehalten.) Thom. Mann:„Der Zeuberberg“, Band 1 und 2. S. Fiſcher, Berlin.(1) Alb. Köſter:„Jauſt“, eine Weltdichtung. Verlag für Kulturpolitik München.(2) Vikt. Auburtin:„Nach Delphi“. Verl.: Alb. Langen, München.(8) Otto Arnold:„Muſik der Liebenden“(Sonette). Rikola⸗Ver⸗ lag, Wien.(4) F. M. Franz:„Bau⸗ u. Feuerpolizei“: enthaltend die Bad. Landesbauordnung. Verl.: J. Langs Buchhandl., Karlsruhe.(5) Dr. Bartſch. Mannheim:„Zur verkehrsgeographiſchen Strukktur u. rechtl. wirtſchaftl. der Binnenhäfen“, Verlag: Rich. Pflaum.⸗G., München.(6) Hans Richter:„Das Sterben der Romantik'. Verlag: Dieck & Co., Stuttgart.(7) Alex. Dumas:„Königin Margot“., Band 1 u. 2. Verlag: Dieck & Co., Stuttgart.(8 u. 8 a) Walt. Krug:„Beelhovens Vollendung“. Allgem. Verlags⸗ Anſtalt, München.(9) A. v. Hohenlohe:„Aus meinem Leben“. Sozietäts⸗Druckerei, Frankfurt.(10) „Joſef Gegenbarth“. Verlag: G. D. Baedecker, Eſſen.(11) Leo Trotzki:„Trotzki 1917— Die Lehren der Re vo⸗ lution“. Verlag: E. Laub'ſche Verl.⸗Buchhandlung G. m. b.., Berlin.(12) Nic. v. Bubnoff& Hans Ehreunberg:„Oeſtliches Chriſten⸗ tum“, Band 1, Philoſophie. Verlag: C. H. Beck, München.(18) Mahn:„Kaiſer u. Kanzler“. Verlag: Alf. Häger, Ber⸗ in.(14) Herb. Hammer:„Abraham Dürninger“. Furche⸗Verlag, Ber⸗ lin.(15) Jog, azifismus u. Chriſtentum“., Furche⸗Verlag, erlin.(1 Fr. v. Unruh:„Flügel& Nicke“. Verlag: Frankfurter Sozie⸗ tätsdruckerei, Frankfurt.(17) Otto v. Corvin:„Ein Leben voller Abentener“, 2 Bd. Verlag: Frankfurter Sozietätsdruckerei. Frankfurt.(18 u. 18 a) E. v. Handel⸗Mazzetti:„Das Roſenwunder“, Verlag: Joſ. Köſel u. Friedrich Puſtet.(19) G. Ferrero:„Demokratie oder Terror“. Verlag: Jul. Hoffmann, Stuttgart.(20) L. Erdmann:„Die Gewerkſchaften im Ruhrkampfe“. Verlags⸗Geſ. des Allgem. Deutſchen Gewerkſchaftsbundes(21) F. J Furtwängler:„Arbeit u. Volksklaſſen im Wander der Geſchichte“. Verlags⸗Geſellſchaft d. Allg. Deutſchen Ge⸗ werkſchaftsbundes.(22) Heinr. Lilienfein:„Die Erlöſung des Johannes Par ri⸗ cida“. Verlag: J. G. Cotta Nachf., Stuttgart.(23) Fritz Naphtali:„Währungsgeſundung u. Wirtſchafts⸗ a ni 555 ng“. Verlag: Frankfurter Sozietätsdruckerei, Frank⸗ urt.(24 Silvio di Kaſanova:„Wald u. Elemente“. Verlag: J. Engel⸗ horns Nachf., Stuttgart.(25) S. Keller:„Vom braven Schlingel und andere Ge⸗ ſchi—5 n für die Jugend“. Verlag: W. Loepthien, Leip⸗ zig.(26 Fr. Kemm:„Der Eislauf“. Verlag: G. Braun, Karlsruhe.(27) Otto Soyka:„Der entfeſſelte Menſch“. Verlag: J. Engel⸗ horns Nachf., Stuttgart.(28)* NN Eugen Dieſel:„Die Söhne Fortunats“. Verlag: J. G. Cotta Nachf., Stuttgart.(29) Prof. Dr. P. Peter Albert:„Freiburg im Urteil der Jahrhunderte. Verlag: Herder& Co. Freiburg(80) Rich. Kroner: Von Kant bis Hegel“, 2. Band. Verlaß: J. C. B. Mohr, Tübingen.(81) Gg. Popoff:„Tſcheka der Staat der Staate“. Verlag: Frankfurter Sozietätsdruckerei, Frankfurt.(32) Carl Leutz:„Uebungsgruppen für die Mädchen und Frauenturnen in rhythm. Form“. Verlag: G. Braun, Karlsruhe.(33) Dr. W. Oehler:„China und die chriſtl. Miſſion“, Miſſionsverlag, Stuttgart.(34) Alfred de Muſſet:„Die beiden Geliebten“. Müller, München.(35) Daniel Defoe:„Die Veſt zu London“. ler. München.(36) Brebm:„Schönſte Tiergeſchichten“. ler, München.(37) Verlag: Verlag: Frankfurter Evang. Verlag: Georg Verlag: Georg Mül⸗ Verlag: Georg Mül⸗ Honore de Balzac:„Dunkle Geſchichten“. Verlag: Georg Müller, München.(38) R. Machiapelli:„Der Tyrann von Lucca“. Verlag: Georg Müller München.(39) „Rabbi Esra“. Verlag: Georg Müller, Mün⸗ en Alex. Puſchkin:„Die Hauptmannstochter“. Georg Müller. München.(41) er graue Bote“, Verlag: Georg Müller, Mün⸗ en. W. Fiſcher⸗Graz:„Der Stern der Liebe“. Verlag: Georg Müller, München.(43) Walter v. Molo:„Lebendballade“. Verlag: Georg Müller, München.(44) Paul Sättele:„Markgräfler Drübel“. Verlag: G. Braun, Karlsruhe.(45) Wilh. 27„Habari“, Verlag: Strecker& Schröder, Stutt⸗ gart. Rob. Unterwelz:„Ligihoya“. Verlag: Strecker& Schröder, Stuttgart.(47) Dr. A. Berger:„Der heilige Nil“. Verlag: Volksverband der Bücherfreunde, Wegw.⸗Verlga, Berlin.(48) Dr. K. Klinghardt:„Angora— Konſtantinopel“(Ringende Gewalten). Verlag: Frankfurter Sozietätsdruckerei Frankfurt.(49) Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Februar Verlag: Rbein-Pegel J 4. 5. 8. 7. J10. II. Mecar-Begeif 4. 5. 8..J10 II. Schuſterinſel⸗).33.370.33.34.89.25 Mannheim.88.58.582.58.45ʃ2 1115 4487.48.6.25.7.70 beildronn. 058..—.92— 48 Maxau..01.28.24.213.17.29 Mannbeim„.87.20.88.212.15.26 Naub..212.25.18—1847.94 Köln. 3444.00.862.642.40.— EEEEEEEE——————ñ—— Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, G. m. b.., Mannheim. E 6, 2. Direktion: Ferdinand Heyme.— Chefredakteur: Kurt Fiſcher. Verantwortlich für den politiſchen und volkswirtſchaftlichen Teil: Kurt Fiſcher: für das Feuilleton: i. V: Kurt Fiſcher für Kommunal⸗ politik und Lokales: Richard Schönfelder; für Sport und Neues aus aller Welt: Willy Müller; für Handelsnachrichten, Aus dem Lande, Nachbargebiete Gericht und den übrigen redaktionellen Teil: Fr. Kircher: für Anzeigen: J. Bernhardt. FFPFFCFTCFTTTCT0TCTCTCTCTCT—TTTT Pfarrer Neumanns Neilmitte!l stets auch vorrätig im Alleindepot: Elnhorn-Apotheke ſerparhen Mannheim, am Markt R 1, 2 Tel. 7128 Das große Pflarrer leumann-Buen —————— (320 Seiten, 200 Abbildungen) erhält jeder Leser, der seine Adresse einschickt. von der Firma Ludwig Heumann u. Co., Nürn- berg M 74 gratis und franko zugesandt. Postkarie genügt. Eal64 6. Seike. Nr. 69 Neue Mannheimer Jeitung(Mittag⸗Ausgabe) Mittwoch, den 11. Jebruar 1925 [Neue Aannheimer Zeitung Die Lage der deulſchen Handelsſchiffahrt Hoffnung auf beſſere Zeiten Von Geh.⸗Rat C. J. Stimming Die Meßamtliche Wirtſchafts⸗ und Exportzeitung in Leipzig veröffentlicht folgende Zuſchrift des Generaldirektors des Nord⸗ deutſchen Lloyds Geheimrat Stimming in Bremen über die wirtſchaftlichen Ausſichten der deutſchen Schiffahrt. Dieſe bedeut⸗ ſamen Auslaſſungen von maßgebender Stelle werden ein leb⸗ haftes Echo in allen an der deutſchen Wirtſchaft intereſſierten Kreiſen finden. Der Weg, den wir deutſche Reeder in den letzten Jahren zurückgelegt haben, war beſchwerlich genug, härter wahrſcheinlich, als in der Deffentlichkeit im allgemeinen bekannt iſt. Eine unzulängliche Reichsentſchädigung für unſere Kriegs⸗ verluſte zwang uns, den heute zu ungefähr 50 Prozent beendeten Wiederaufbau unſerer ehemaligen Friedensflotte zum größten Teil aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Damit haben wir im Intereſſe der Allgemeinheit Laſten auf uns genommen, deren Schwere in den Goldbilanzen am Schluſſe des vergangenen Jahres und in den zahlreichen Verkäufen deutſcher Schiffe an das Ausland ihren ſichtbaren Ausdruck fanden. Die Hoffnung, daß wenigſtens dieſe kleine Handelsflotte ausreichende und lohnende Beſchäftigung finden wird, wurde durch den Umſtand beeinträchtigt, daß während und nach dem Kriege die Welttonnage um 30 Prozent ihres Vor⸗ kriegsſtandes gewachſen, die im Seeverkehr bewegte Gütermenge aber um etwa 7s gefallen iſt. Das iſt die ſehr einfache Erklärung dafür, daß trotz erheblich geſtiegener Betriebskoſten die Frachtraten in 1924 zum Teil noch unter Friedens⸗Niveau lagen. Auch die während und nach dem Kriege vor ſich gegangene völlige Ver⸗ ſchiebung auf dem Weltmarkt, die auf eine Induſtrialiſierung früher ausgeſprochener Rohſtoffländer und demgemäß auf eine Aenderung der Güterbewegung hinauslief, hat hier mitgezählt. Wie ſehr unſere deutſche Wirtſchaft auch heute noch aus dem Gleichgewicht iſt, beweiſt der Umſtand, daß unſere Handelsbilanz für die erſten 11 Monate des Jahres 1924 mit einem Paſſiv⸗Saldo von 2,1 Milliarden Goldmark abſchließt. Wenn ich aber trotz alledem der Anſicht bin, daß die deutſche Handelsſchiffahrt die Kriſis ihres Regenerations⸗ prozeſſes hinter ſich hat, ſo ſtützt ſich das auf folgende Erwägungen. Die kleine deutſche Handelsflotte ſteht, was ihre Qualität anlangt, mit an erſter Stelle unter den Handels⸗ flotten der Welt. Die Goldumſtellung hat den deutſchen Reedereien die erforderliche neue finanzielle Grundlage gegeben. Energiſcher Abbau innerhalb des Verwaltungsrates der Geſell⸗ ſchaften, und auch ſonſt Verminderung der Betriebskoſten auf das äußerſt mögliche Maß gehen damit Hand in Hand. Trotz der gegen Ende des Jahres ſtattgehabten Lohnkämpfe habe ich das Gefühl, daß auch aufſeiten der Arbeitnehmer in der Seeſchiffahrt das Verſtändnis dafür zunimmt, daß Mehrforderungen, die nur auf Koſten der Subſtanz bewilligt werden können, zum Ruin des Unternehmens führen müſſen. Unerſchüttert ſind auch heute noch die Grundpfeiler des deutſchen Reedereigeſchäftes, nämlich gründliche Sachkenntnis und ſtraffe Betriebs⸗ organiſation. Vom franzöſiſchen Kohlenmarkt Die Nachfrage nach Induſtriekohlen war im Januar etwas beſſer als im Dezember, nicht etwa wegen ſtärkeren Ver⸗ brauchs, ſondern weil zahlreiche Fabrikanten ihre Inventur im alten Jahre nicht weiter belaſten wollten. Infolgedeſſen wurden die Beſtellungen zur Ergänzung der Verſorgung erſt in den erſten Januär⸗Tagen aufgegeben. Jedenfalls erklären ſich die Zechen mit den aufgegebenen Beſtellungen zufrieden. Anders ſteht es mit den Hausbrändkohlen, wo die milde Witterung den Verbrauch außer⸗ ordentlich einſchränkt. Die von den nordfranzöſiſchen Zechen für das Vierteljahr vom 15. Januar bis 15. April bewilligte Lohn⸗ aufbeſſerung in Geſtalt einer 40 proz. Erhöhung der Teuerungs⸗ zulage wirkt ſich auf die Selbſtkoſten je Tonne Förderung gleich etwa 2 Franken aus. Das Mißliche iſt, daß dieſe Verteue⸗ rung der Produktion gerade zuſammentrifft mit der durch die Er⸗ höhung der Eiſenbahnfrachtſätze entſtandenen Vermehrung der Ge⸗ ſtehungskoſten. Seit mehr als Jahresfriſt behaupten die franzöſi⸗ ſchen Kohlenpreiſe den gleichen Stand; nicht jedoch erſcheint es möglich bzw. ratſam, die Belaſtung der Selbſtkoſten ſeitdem um etwa zuſammen 6 Franken je Tonne auf die Kundſchaft abzu⸗ wälzen, weil man alsdann, trotz des derzeitigen Sterlingkurſes, an die Verkaufspreiſe der engliſchen Kohlen herankäme, von denen mindeſtens einige Sorten durch ihren Wettbewerb mit der franzöſiſchen Kohle gefährlich werden könnten. Die Lohnerhöhung im franzöſiſchen Staatsbergbau des Saargebiets in Form von 1,60 Fr. je Schicht für den Vollarbeiter, dürfte jedoch wahrſchein⸗ lich auf die Verkaufspreiſe der Saarkohlen ge⸗ ſchlagen werden. Einſtweilen macht die Kohleneinfuhr aus Eng⸗ land, obwohl die engliſchen Preife allmählich den„Grenznutzen“ ſtreifen, nicht nur keine Fortſchritte, ſondern bewegen ſich nicht erheblich über der Hälfte des normalen Bezuges. Deutſche Kohlen kommen im freien Handel ſo gut wie keine herein, was nicht verwunderlich iſt, ſchon deshalb, weil der franzöſiſche Bedarf durch die Eigenförderung, die deutſchen Reparationslieferungen und die Einfuhr aus England, Belgien und Holland(aus letzterem Lande kommen halbfette und Anthrazit⸗ Sorten) völlig gedeckt wird. Die„Orca“ hat übrigens von der franzöſiſchen Einfuhrbewilligung für im freien Handel zu kaufen⸗ NaLDHOV Trauerbricfe. dlere br. lag m b., E 8, 2. Zu dieſen inneren Momenten treten gewiſſe äußere Anzeichen, die auch die Schiffahrt wieder etwas hoffnungsfroher in die Zukunft blicken laſſen, wie bisher. Immer mehr wird in Deutſchland wieder der Wirtſchaft die Stellung eingeräumt, die ſie als Trägerin der materiellen Grundlagen jedes Staatsweſens beanſpruchen darf. Das mag darauf zurückzuführen ſein, daß Deutſchland heute nicht mehr in dem Maße, wie bisher nur Objekt einer wirtſchaftlichen Ausbeutungs⸗Politik unſrer ehemaligen Gegner iſt. Wir ſtehen im Begriff, unſere wirtſchaftlichen Belange wieder nach den eigenen Bedürfniſſen zu ordnen; die bereits ab. gloſſenen oder vor dem Abſchluß ſtehenden Handels⸗ und Schiffahrts⸗ verträge ſind der beſte Beweis dafür. Ich ſehe den Wert dieſer Verträge nicht ſowohl in ihren einzelnen Beſtimmungen, als in der Tatſache ihres Zuſtandekommens über⸗ haupt. Wenn bei dem deutſch⸗engliſchen Vertrage auf engliſcher Seite z. B. in der Hauptſache die gleichen Männer Pate geſtanden haben, die uns noch im Jahre 1919 durch das Joch von Verſailles trieben, ſo iſt mir das ein Beweis dafür, daß ſich auch außerhalb der deutſchen Grenzpfähle wieder die wiͤrtſchaftliche Vernunft Bahn bricht. Daß ſich dieſe erſten Brücken dauernder wirtſchaftlicher Ver⸗ ſtändigung nur auf beiderſeitigen Opfern aufbauen laſſen, iſt ſelbſtverſtändlich. Auf der einen Seite muß die deutſche Produktion gegen ausländiſchen Wettbewerb geſchützt werden, ſo⸗ weit dieſer unter günſtigeren und nicht durch techniſche oder organi⸗ ſatoriſche Maßnahmen auszugleichenden Bedingungen arbeitet. Andererſeits müſſen die deutſchen Erzeugniſſe wieder die auslän⸗ diſchen Abſatzmärkte wie vor dem Kriege finden, und das meint natürlich, daß Deutſchland auch den ausländiſchen Waren den Markt nicht durch prohibitiv wirkende Zölle verſchließen darf. Nur geſamtwirtſchaftliche Einſtellung, nicht Inter⸗ eſſenpolitik einzelner Berufsgruppen kann hier die Löſung bringen. Letzten Endes haben auch die Handelsverträge das gleiche Ziel im Auge, wie die zwiſchen den deutſchen Reedereien und ihren ausländiſchen Konkurrenten ſeit Jahren bereits wieder geſchloſſenen Konferenzen und Pools, nämlich Ausgleich der national⸗ wirtſchaftlichen Gegenſätze, Vermeidung unproduktiver Reibung und im höheren Sinne Förderung der Weltwirtſchaft überhaupt. Löſt alſo die neue deutſche Regierung ihr bei ihrem Amtsantritt gegebenes Verſprechen ein, alles zu tun, um die deut⸗ ſche Wirtſchaft wieder in die Weltwirtſchaft einzugliedern und ſich bei den Handelsvertrags⸗Verhandlungen gegen alle Maßnahmen zu wenden, die die deutſche Handelsfreiheit beſchränken, beherzigt ſie außerdem das von ihr ſelbſt geprägte goldene Wort, daß die Steuern nicht ſo drückend ſein dürfen, daß ſie die Wirt⸗ ſchaftskraft lahm legen, dann glaube ich es durchaus verantworten zu können, wenn ich auch für die deutſche Handelsſchiffahrt auf -: Spedillons- und Lagerhaus.⸗G., Leopoldshöhe. Das Grundkapital iſt auf 6000 R. umgeſtellt worden. 2: Eiſenbau Wyhlen.⸗G. in Wyhlen. Das Grundkapital iſt auf 600 000.4 umgeſtellt worden. -: Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Gaſtwirts zur Schwarzwaldtanne“, Brenners und Branntwein⸗Großhändlers Hermann Brüſtle in Tiergarten⸗Niederlehen wurde das Konkurs⸗ verfahren eröffnet. Konkursforderungen ſind bis zum 25. Februar bei dem badiſchen Amtsgericht in Oberkirch anzumelden.— Ueber das Vermögen des Friedrich Wilhelm Gerber, Zigarrenfabrik in Villingen wurde das Konkursverfahren eröffnet. Konkurs⸗ forderungen ſind bis zum 23. Februar beim badiſchen Amtsgericht in Villingen einzureichen.— Ueber das Vermögen des Rudolf Herr in St. Georgen wurde das Konkursverfahren eröffnet. Konkursforderungen ſind bis zum 10. März beim Amtsgericht in Villingen anzumelden. * Sarolti Bayernwerke.⸗G. in München. Die.⸗V. ge⸗ nehmigte die Regularien für das Geſchäftsjahr 1924. Es gelangt eine Dipidende von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien und von 10 Prozent auf die Inhaberaktien zur Verteflung bei einem Rein⸗ gewinn von 33 827. Nach dem Ausſcheiden der Sarotti⸗Gruppe mit Ausnahme des Generaldirektors Anton Panols in Berlin, durch deſſen Verbleiben im Aufſichtsrat die Fortdauer der freundſchaft⸗ lichen Beziehungen zu dieſer Geſellſchaft gewährleiſtet iſt, wurde neu in den Aufſichtsrat gewählt Bankdirektor Dr. Hergt (Disconto⸗Geſellſchaft in München). Die Firma wird abgeändert in Bayern⸗Schokoladenwerke.⸗G. in München. Nach den Mit⸗ 0 Handelsblatt teilungen des Aufſichtsratsvorſitzenden zeigt das abgelaufene zweite Geſchäftsjahr ein im Hinblick auf die Verhältniſſe zufriedenſtellendes Ergebnis. Man hat den Betrieb der Cenavis⸗Werke vorerſt ver pachtet gegen ausreichende Sicherheit aller Rechte der Aktionäre, insbeſondere hinſichtlich des Bezuges einer entſprechenden Dividende. * Bamag⸗Meguin.-G. in Berlin. Die.⸗V. genehmigte den Papiermark⸗Abſchluß per 30. 6. 1924, deſſen Reingewinn 251 704 Bi, vorgetragen wird. Gleichzeitig wurde die Goldmark⸗ Bilanz per 1. 7. 1924 angenommen, in der bekanntlich das Aktien? kapital 10: 1 auf 16 Mill. Stammaktien, 63,00 R4 Jorzugsaktien unter Bildung einer Reſerve von 2 600 000 N4 zufammengelegt wurde. Bankdirektor Fürſtenberg und Direktor Adolf Minoux haben ihre Mandate zum Aufſichtsrat niedergelegt. Ueber den Geſchäftsgang äuüßerte ſich die Verwaltung dahin, daß burch die Ruhrbeſetzung die Geſellſchaft weſentlich gelitten habe, da das Kölner Werk ſtillgelegt werden mußte und auch die Abſatzmöglich⸗ keiten in der Butzbacher Fabrik zurückgingen. In den letzten Monaten ſei dann eine allgemeine Wiederbelebung eingetreten, einige große Profekte ſtänden kurz vor ihrer Verwirklichung. Au dem Gebiete des Gasfaches ſeien erhebliche Aufträge aus dem Auslande(Spanien, Japan, Italien und Frankreich) eingegangen, in den letzten Tagen erſt eine große Order aus Schweden. Au dieſe Weiſe hoffe die Geſellſchaft den Aktionären einen Ausgleich gegenüber den Ausfüllen der ſtilleren Monate bieten zu können. Deviſenmarkt Die europäiſchen Deviſen liegen neuerdings abgeſchwächt. Es notierten: London gegen Kabel weſentlich ſchwächer 477572 (478,50), London gegen Paris 89/6(8875), Kabel gegen Paris 1865 (1860), Schweiz gegen Paris 360(395), Holland gegen Paris 751 (749), Kabel gegen Schweiz 5187 51898), London gegen Schweiz 2478(2480), Paris gegen Schweiz 2780(2790), Holland gegen Schweiz 20874(20876), Kabel gegen Holland 248,50(248,25 Schweiz gegen Holland 4790, Paxis gegen Holland 1330(13350% London gegen Holland 1187(1188), Kabel gegen Mailand 725 (2410), London gegen Mailand 11596, Kabel gegen Brüſſel 196 (1955), London gegen Brüſſel 9378(9375). 5 In Goldmark reſp. Goldpfennig notierten: Engliſche Pfunde 20,07(20,09), Frankreich 22,50(22,60), Schweiz 81, Italien 17,40 Holland 1,69,05, Prag 12,40, Chriſtiania 64, Kopenhagen 746% Stockholm 1,13,20, Brüſſel 21,41(21,50), ſchwächer, Madrid 59,59 (59,90), ſchwächer, Argentinien 1,67,80(1,67,70). 0 Börſenberichte Mannheimer Effektenbörſe *Mannheim, 10. Febr, Die Börſe verkehrte in luſtlaſer Haltung bei geringen Umſätzen. Es notierten: Pfälziſche Hypothekenbank 8,50, Rheiniſche Hypothekenbank 8,875, Badſſche Anilin 30,50, Rhenania 6,125, Eichbaum 65, Ganter Freiburg 357 Mannheimer Verſicherung 97, Oberrheiniſche Verſicherung 130 Württembergiſche Transport 27, Seilinduſtrie 8,50, Bing 5,12 Germania Linoleum 167, Mez u. Söhne, Freiburg 1,75, Pfälzek Mühlen 3,75, Pfälziſche Nähmaſchinen 3,50, Zellſtoffabrit Wald⸗ hof 13,625. Waren und Märkte beſſere Zeiten hoffe. Serliner Metallbörſe vom 10. Februar N eee eeee Preiſe in Feſtmark für 1 Kg. •VVVVAAN 0 Aluminium N 1 2 131 in 45.2.„45⸗2. den deutſchen Hüttenkoks keinen Gebrauch gemacht, weil ſie hierfür 995—— 1 5 eg 59884 8255 nicht den offiziellen deutſchen Inlandspreis zahlen will. Immer Blei.79.0,80.78.0,79 Züttenzinn 5,25.8,35 575250 wieder wird in der franzöſiſchen Fachpreſſe der Verdacht und Vor⸗ Rohzinklpb.Pr.)—.— Nickel 9,40.3,59 1845 f 155 17•70 0 do.(fr. Verk) 0,75⸗0,76 0,78•0,78 Antimon 81•.38.38.1 wurf gegen die„engliſchen Freunde“ ausgeſprochen, daß deren Ein⸗ Plattenzint.68.0,86.68.067 Silber für 1 Gr. 95,—.98,.— 95,—.6, fluß auf eine möglichſte Hochhaltung des deutſchen Aluminium.85.2,40.35•3,40 Platin p. Gr.— 7545 Reparationskoks⸗Preiſes ausgehe, um die Selbſtkoſten gondon, 10 Januar(Woe)) Metallmarkt.(In Lſt. f. d. engl. t v. 2 der franzöſiſchen Eiſeninduſtrie möglichſt zu belaſten und hierdurch 9. 10. 9 10. Blei 99.25 8945 Wet! ient 40 68, beſtſelet. 70.— 69,75 Zink 37.40 36. den Wettbewerb der eigenen Eiſeninduſtrie zu erleichtern. 9944 r 10 eee, 11— 58 do. Elektol. 70.50 70,50] Zinn Kaſſa 261.75 262.75] Regulus 70.— 70. 55 Lörrach. Das Grundkapital iſt auf 1·: Pforzheimer Edelmetallpreiſe vom 10. Febr. 1 a. Gonn 32 000 Rel umgeſtellt worden. 2810 G. 2818.; 1 Kg. Silber 95,.— G. 95,40.; 1 Gram Platin 15,.— G. 15,20 B. 2 Schiffahrt Frachtengeſchäft in Duisburg⸗Ruhrort vom 10. Feh nar Die Schiffsmiete beträgt pro Tonne und TDaz nach Rhein⸗ und Mainſtationen 4 Pfg. ab Kipper,—5 Pfg. ab Kanal. Exportkohle nach Rotterdam 60 Cents bei freiem Schleppen. Geſchäft ſehr ſtill. Nächſte Dampfer-Expeditionen des Norddeutſchen Lloyd Bremen Bremen⸗New Poxk: D. Republik am 19..; D. Bremen am 21..; D. George Waſhington am 23..; D. Lützow am fllich D. Preſident Rooſevelt am 10..: D. Stuttgart am 14.., fämee ab Bremerhaven.— Bremen⸗Philadelphia⸗Baltimore⸗ Noſ 9 D. Hornfels ab Bremen am 22..; D. Hameln ab Bremen am 10 Bremen⸗Cuba: D. Haimon ab Bremen am 9. 3. Brem Braſtlien: D. Porta ab Bremen am 26..; MS. Erfurt ab Bremeg am 28. 2. Bremen⸗La Plata: D. Sierra Nevada ab Hambuke am 12.., ab Bremerhaven am 14..; D. Köln ab Bremen 7 15.., ab Hamburg am 19.., ab Bremerhaven am 1 D. Sierra Ventang ab Bremerhaven am 28. 2. Bremen⸗Oftaſte D. Elberfeld am 12.., D. Saarland am 14. 2. D. Kanſas 21..; D. Deſſau am 28..; D. Preußen am 5.., ſamtug Bremen.— Bremen⸗ Auſtralien: D. Hanau ab Bremen am 18. D. Telamon ab Bremen am 13. 3. 5 Die Firma tietert prompt ab rechisrheinischer Turmdrehkranen rolnotorenspstem, Baugrubenauizüge. werden. Zum Wasche p. St 50 Pfg. F. Ihle, wird angenomm A Ludwigsbadſtr. 5, Zug. Parkring, Schleuſenweg. B662 füllkräftig pv Pfd..— Wur. nehmen wir. Baumdschincht Maer Jchlaudecher, Waamhentbntt zt. Miben/ Station ihre bewährten Efzeugnisse in Belonmischmaschinen balent Natzet, Drehkranen aller Art i Hnd- Uu Uuldnnenen. Winden aller Ari. Baugeräte. 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Molitor Olbrich& Steinbacher Wann-l. Jalunmet 1 7 22 2 tl. it Küch, Wilhelm Aspenleiter K. v. Schönstein. 1½t cen der Geſchäftsſt. 4044 N Unseren Freunden und Bekannten die traurige Mittei- ung, daß unsere innigstgeliebte Tochter, meine herzliebe raut, unsere liebe Nichte Friedel Rott im Alter von 25 Jahren nach langem schweren, mit großer eduld ertragenem Leiden selig im Herin entschlafen ist. Es bitten um stille Teilnahme die trauernden Hinterbliebenen: Familie Alfred Rott Ludwig Egger Familie Wilhelm Falkner Luise u. Lisette Kreitmer Die Beerdigung findet am Donnerstag, 12. Februar, nachm.*. —2 2 Uhr stait. 41⁵4 — ſiflichungen ger Nautgemeinde. Bekanntmachung. Amtliche Verät 20 2 Ee bücher und Magnifikats Ueber den beim Bezirksamt Mannheim von Kkonfirmations- und Kommunion-Geschenke einer Anzahl Beteiligter geſtellten Antraa auf Errichtung einer Zwangsinnung für das 2 2 2 Maler⸗, Schildermaler⸗, Tüncher⸗ u. Lackierer⸗ Heinrich Bhm gewerbe für Mannheim einſchließlich Vor⸗ f 1 N orte mit dem Sitz in Mannheim haben ge⸗ Buchbinderei und Schreibwarenhandlung mäߧ 100 4.-O. die g a nächst treibenden abzuſtimmen. as auf Grun G 3, 8 MANNHEA G 3, S 4erte§ 20. Abſ. 8 V. V. zur Gewerbeordnung aufgeſtellte Verzeichnis der in Mannheim ein⸗ ſchließlich Vororten wohnhaften beteiligten Handwerker liegt von Montag, den 16. Febr. 1925, bis einſchließlich Montag, den 23. Febr. 1925, zur Einſicht der Beteiligten im Rathaus Mannheim, N 1, Zimmer 13, jeweils von —12 Uhr und von—6 Uhr(Samstags von —1 Uhr)) auf. 3 Einwendungen gegen die Liſte ſind inner⸗ halb dieſer Friſt ſchriftlich oder müdlich zu erheben; ſpätere Einwendungen werden nicht berückſichtigt. An der ſpäter erfolgenden Abſtimmung über die Errichtung der Zwangsinnung können nur diejenigen teilnehmen, die in der Liſte ein⸗ getragen ſind. Mannheim, den 7. Februar 1925. Oberbürgermeiſter. Twändgsversteiserung. Donnerstag, den 12. Februar 1925, u ache mittags 4 Uhr, werde ich in Neckarau, Rhein⸗ goldſtraße 16, gegen bare Zahlung im Voll⸗ 55 1 9 uaſe 0 115 Weigewoche Nur noch 2 Tage! Mein Schlag9ger Fürhige Dnalwäsche mit reicher Blenden- uier Danksagung. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teil- nahme an dem schweren Verluste unseres lieben Vaters, Grobvaters Pet 2Z1 erma Initzengarnierung und Annlizierung e ürse ge aſbiuen eſenſcren, 3 ff 2 reibmaſchinen. aſſenſchrank, Sr lmmer nn Taghemd Garnitur Nachthemd Bubi- Nachthemd Schreibtiſche, Berbielfältigungsappangt, 1 sagen wir allen Verwandten, Bekannten und Freunden.75 15.00 13.25 12.75 S 19—.— auf diesem Wege innigsten Dank. 4069 Mannheim, 11. Februar 1925. ie. Heltrauemden interbiebenen. Treibriemen und ca. 100 am Nut⸗ und Federbolz. 17 Mannheim, den 10. Februar 1925. Zollinger, Gerichtsvollzieher. Miet-Gesüche Beſchlagahmefreie nn-Wabnuag geſucht, eptl. Hauskauf(—2 Familienhaus) in oder Umgebung Mannheims. Angebote unter O. 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